Nr. 221. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mis illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Poft Zeitungss Preisliste für 1902 unter Dr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 512 19. Jahrg. Jte Insertions- Gebaye d beträgt für die fechsgespaltene fotonets zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Unser Parteitag. 11111 Sonntag, den 21. September 1902. 08 SEP Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. stellung der Grundlinien einer socialdemokratischen Gemeinde- torrupten russischen Justiz findet sich in dem Leitartikel politik durch Lindemann sind als wahre Muster- und Meister- der Kreuz- Zeitung" der Nummer 441. In demselben wird zur leistungen fachmännischer Kenntnis und klaren Urteils zu rühmen; Charakteristit der russischen Justiz folgender Fall erzählt: von diesen Referaten aus wird eine Fülle von Anregungen hinausgehen in die weiteren Kreise der Partei. Ganz dem aktuellen Kampfe unsrer Tage galt Bebels Vortrag über die Reichstagswahlen. Bebel entronte in großen Zügen ein imposantes Bild der gegenwärtigen politischen Situation, er besprach die Bolltariffrage und ihre Aussichten, die Reichsfinanzfrage, die Militär-, Marine- und Kolonialangelegenheiten, die auswärtige Politit. Diese Rede, durchglüht von der hinreißenden Begeisterung des machtvollen Anklägers unsrer verrotteten Zustände, bedeutet die eigentliche Eröffnung des Reichstags- Wahlkampfes durch die Social: demokratie. Wir haben die Berichte, die von den Verhandlungen des Parteitags aus München zu uns gelangten, mit froher Genugthuung gelesen. Es erweckt Empfindungen des Stolzes und großer Zuversicht, da wir die arbeitsreiche Parteiwoche überschauen und uns gestehen dürfen, daß unsre Vertreterschaft auf der Höhe der ihr gestellten Aufgabe stand, daß der Kriegsrat, der gehalten wurde, zu wertvollen und weite Aussichten eröffnenden Ergebnissen gelangte. Die Zeitungen der uns gegnerischen Parteien haben fich zum großen Teil reichlich, wie es sich gebührt, mit dem Parteitag beschäftigt. Sie haben verhältnismäßig ausführliche Berichte veröffentlicht, die allerdings oft sehr tendenziös zugespitzt waren, zuweilen geradezu Fälschungen enthielten; so wurde In der Beratung mannigfacher Anträge und Resolutionen tam das hier nebenbei zu streifen in dem Bericht zahlreicher das rege Leben zum Ausdruck, das unsre Partei erfüllt. Die Debürgerlicher Zeitungen eine Fülle häßlicher Schimpfworte, batten, die sich an diese Anträge fowie an den Geschäftsbericht des die gegen einen unsrer Redner gebraucht sein sollen, ver- Barteivorstandes und den Bericht der Reichstagsfraktion knüpften, zeichnet; wir konnten feststellen, daß dies nichts als gehässige Erfindung war. Die politische Kritik der Gegner beschränkte sich auf die Versuche, die Debatte über„ Neue Zeit" und" Socialistische Monatshefte" auszubeuten. Die einen mühten sich, aus dieser Auseinandersetzung wieder einmal den Vorwurf zu pressen, daß die Socialdemokratie die freie Meinungsäußerung erschwere; die andren, daß die Socialdemokratie innerlich zerspalten sei. Beiderlei Gerede ist schon darum überaus lächerlich, da es einerseits von den Blättern der scharfmacherischen Reaktion tommt, denen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit politische Hauptaufgabe ist, andernteils von den liberalen Parteien, die selbst in inneren Gegensägen zerrissen sind und jede Geschlossenheit vermissen lassen. Die deutsche Arbeiterschaft zieht aus dieser Zeitschriften Debatte andre Schlüsse als Gegner, die nicht die Fähigkeit und nicht den Willen haben, den Sinn jener Vorgänge zu begreifen. Die Beitschriften- Debatte könnte als ein wenn auch nur schivacher Nachhall der Auseinandersetzungen vorhergehender Parteitage über den fogenannten Bernsteinstreit" erscheinen. Jn Wirklichkeit bedeutete fie jedoch nicht auch nur eine verminderte und vermilderte Fort fetzung dieses Streites, vielmehr zeigte sie, daß in unsrer Partei der lebhafte Wunsch besteht, auch den Rest der üblen Folgen jenes Streites zu beseitigen. " bestätigten die für unser Parteileben kennzeichnende Thatsache, daß bei uns nicht einzelne alles lenken und entscheiden, sondern daß breite Schichten politisch geweckter und teilnehmender Arbeiter wirkungsvolle Anregungen und Einflüsse üben. " Ein ehemaliger Kutscher war, getragen von Weibergunst und Frechheit, auf Grund gefälschter Hochschulzeugnisse erst Friedensrichter, sodann Bauerntommissar und zuletzt Kreischef der Insel Oesel ge= worden. In diesen seinen Eigenschaften hatte er eine Menge von Ungeselichteiten, namentlich Erpressungen verübt. Die Bauern von Oesel verklagten ihn wiederholt beim Gouverneur. Der Gouverneur warf ihre klagen unter den Tisch. Endlich riß deren Geduld; sie wollten ihren Paschakommissar sei es verprügeln, sei es totschlagen. K. rettete sich jedoch rechtzeitig, es wurden sofort Soldaten beordert und die Aufrührer" festgenommen. Dieselben wurden dann hinterher zu 1-3 Jahren Arrestantencompagnie( gleich Zuchthaus) verurteilt; S. aber wurde Kreisdef. Bauernkommissar wurde zufälligerweise ein ehrlicher Mann, den die Bauern mun mit ihren Klagen bestürmten. Derselbe zauderte lange, endlich legte er dem Gouver neur dokumentarische Beweise über die Helden= thaten s. vor. Der Gouverneur warf sie gleichermaßen unter den Tisch. Den Zeitungen ivurde verboten, etwas gegen A. zu berichten. Da drang die Geschichte in ausländische Zeitungen, Kaiser Nitolaus II. erhielt selbst darüber Kenntnis. Nun wurde eine Untersuchung angeordnet. Man schickte nach Desel einen Untersuchungsrichter, der eben falls zufälligerweise ehrlich war. Derselbe stellte sofort die Usurpatoreigenschaft Sts. fest und zog ihn ein. Der Prozeß zog sich einige Jahre hin, mittlerweile wurde der ehrliche Nachfolger Sts., weil er gegen ihn geklagt, von den anderen Kollegen aus dem Dienst gegrault und mußte dar ben. Endlich die Gerichtsverhandlung in Riga: Se. tam, weil er sich als tüchtiger Russifitator" er wiesen hatte, anstatt mit 6-10 mit bloß 11/2 Jahren Ges fängnis davon; der Justizminister hat aber kurz darauf die volle Begnadigung Ks. durchgesetzt! Man wird das une erhört, unbegreiflich finden. Thatsächlich ist die Gra flärung ungeheuer einfach; alle Eingeweihten behaupten, daß Fälle von Rechtsverletzungen wie bei K. keine Ausnahme in der russischen Beamteupragis bilden, sondern eher die Regel." " Dies trat besonders auch in der Debatte über die Thätig teit der Reichstagsfraktion hervor. Die Ausführungen der Genossen zu diesem Bericht bedeuteten eine einmütige Vertrauensfundgebung für die Thätigkeit unsrer Reichstagsabgeordneten. Aber zugleich erneuerten sie das Bewußtsein, daß nicht die parlamentarische Vertretung für sich die großen Fragen zu lösen vermag, fondern daß die Vertretenen, die Massen des Voltes es sind, deren Machtgewicht entscheidet und deren wuchtige Kraft darum stets von neuem geweckt, gesammelt und auf den politischen Kampfplaz geführt werden muß. So sehr sich dieser Thatsache gerade die Genossen der Fraktion be wußt sind, so sehr begrüßen sie es als unumgängliche Voraussetzung ihres Stampfes, daß vornehmlich in dem Ringen um den Achtstundentag die Massen selbst wieder und wieder aufgeboten werden. Möge der Appell, den vornehmlich Genoffin Bettin hinausrief in die Maffen der Arbeiterklasse, weithin und andauernd wirken! Möge in den bevorstehenden Wahltämpfen nicht nur die Brotwucherlosung erschallen, sondern zugleich Will die„ Kreuz- Zeitung" mun immer noch behaupten, daß die große Kulturfrage der Arbeitszeitverkürzung, des Achtstundentages Kalajew ein Verbrecher" sei, weil ihn russische Richter verurteilten? die Massen zum Kampf führen! Gegenüber der kraftvollen Durch Oder ist sie nicht vielmehr der Ueberzeugung, daß Kalajew ein fetzung dieser Kampfparole ist der kleine Streit über die Formu- politischer Märtyrer ist, dessen Ueberlieferung an die zarischen lierung der Achtstundentagsforderung für den Reichstag gänzlich Schergen eines der dunkelsten Blätter der preußischen Polizeigeschichte gleichgültig. Schließlich ist hier der besonderen Konferenz der Ge nossinnen, die dem Parteitag vorausging, ein Wort zu sagen. Unfre Frauen haben sich auf ihrer Konferenz sehr eingehend mit der Frage der Heranbildung geeigneter Agitationskräfte beschäftigt. Zweifellos eine wichtige Frage. So richtig es ist, daß die Frau leichter von der Frau für unsre Jdeen gewonnen werden kann als vom Manne, so schwierig ist es auch, gerade Frauen zu öffentlicher agitatorischer Arbeit heranzuziehen. Der ewig unterdrückten, der politisch und bürgerlich rechtlosen Frau ist es unendlich " 1 bilden wird?! Die Kreuz- Zeitung" wird sich um so mehr unsre Auffassung zu eigen machen müssen, als es in ihrem Leitartikel weiter heißt: Uebrigens wird nirgends so viel Unfug mit den Begriffen, unzuverlässig"," verdächtig" und" revolutionär" getrieben, wie in Rußland. Als revolutionär gilt vielfach das bloße Verlangen nach Gesetzlichkeit, nach einer strengen Beobachtung der bestehenden Gesetze, denn eine strenge Durchführung der Gesetze würde ja die Allgewalt der Tschino wniti beschränken. Kautsky hatte durchaus recht, daß der Aufschwung der„ Soc. Monatshefte" im wesentlichen nicht auf die persönliche Art der Redaktion zurückzuführen sei, sondern sich nur verstehen läßt als Folge des theoretischen Zwistes in der Partei. Nachdem sich aber längst die Ueberzeugung in der überwiegenden Mehrheit der Partei befestigt hat, daß die zwei Richtungen" jenes 3wvistes auf oft nur unbedeutende Meinungsverschiedenheiten in Einzelheiten zusammenschrumpfen, wie sie in einer großen politischen Partei geradezu selbstverständlich sind, warum so mußte die Frage unter unsren Genossen entstehen soll denn die eisige Trennung in der wissenschaftlichen Zeitschriften- Litteratur bestehen und fortdauern? Es giebt keine erfreulichere Bestätigung der von uns stets in diesen Dingen vertretenen Auffassung, als daß in München die GeJa sogar die Thaten Sfipjagius und seiner Nachfolger erscheinen noffen der sogenannten radifalen Richtung" ihren Unmut dagegen schwer, sich über die ihr durch die ihr durch eine rückständige Gesetz angesichts der standalösen russischen Mißwirtschaft, die ehrliche und richteten, daß die angeblichen Opportunisten" den Monatsheften" gebung gezogenen Schranken hinwegzusetzen. Nur wenigen anständige Menschen in den Kerker wirft und ausgemachte Schurken eines Privatunternehmers ihre schriftstellerischen Arbeiten zuwenden, ist das bisher gelungen, und wenn auch ihre Zahl in Ehrenstellen aufrücken läßt vergl. den obigen von der„ Kreuzanstatt der eifrigen Befehderin der Opportunisten", der offiziellen im Wachsen ist, so ist sie doch noch viel au flein. Viele Zeitung" erörterten Fall-, dem Leitartikler des konservativen Blattes Parteizeitschrift, der„ Neuen Zeit". Nichts kann die in Gegnerkreisen viele Kräfte sind nötig, unt die Millionen der weib beinahe entschuldbar: umgehende Legende der„ tiefen Gegensäze" heiterer beleuchten als diese erfreuliche Thatsache. Uns hat dieser Vorgang um so mehr erfreut, als in den Spalten des Vorwärts" die- es fei uns gegönnt, dies nebenbei zu sagen beiden Richtungen" stets einträchtig neben und mit einander gearbeitet haben. lichen Proletarier für unfre unsre hohen Ziele zu gewinnen. Beschlüsse wurden von der Frauenkonferenz zu dieser Frage nicht gefaßt und es kommt auch in der That nicht auf folche an, es fommit allein auf das wirken im Leben an. Kein Beschluß und kein noch so schöner Leitfaden kann herbeiführen, was Nur einem Moment aus dieser Debatte sei noch ein Wort ge nur das Ergebnis einer langen mühsamen Arbeit der Pioniere und widmet. Einige Genoffen thaten in München Aeußerungen, die einer langen Schulung im Leben, im Kampfe selber sein kann. In wiederum gegnerischer Mißverstand dahin deutete, als mache sich in diesem scheinbar äußerlich ergebnislos verlaufenen Verhandlungsunsrer Partei eine Stimmung bemerkbar, welche die„ grane Theorie" gegenstande sehen wir dennoch den Kernpunkt einer besonderen der Wissenschaftsforschung mißachte. Wäre dies der Fall, so wäre Frauenkonferenz neben dem socialdemokratischen Parteitage, auf es der beklagenswerteste Abfall von dem, was unsre Partei groß dem ja die Frau gleichberechtigt ist. Die lebhafte Aussprache darüber gemacht hat, was Lassalle in dem Worte:" Die Wissenschaft hat neue Anregungen gegeben, und nun gilt es, sie nutzbar zu machen und die Arbeiter" als Jdeal der deutschen Arbeiterbewegung aufstellte und mit neuem Eifer zu wirken. und was stets der Stolz unsrer Partei war. Wir wissen jedoch, Die Wünsche, die wir vor Wochenfrist an dieser Stelle dem daß jene Genossen sich allein gegen die verbitternde Art werden Parteitag zuriefen, fie haben sich vollauf erfüllt. In München ward wollten, in der hier und da der theoretische Meinungsstreit geführt gute Arbeit gethan, in München wurde trefflich und wuchtig gerüstet wurde. Befreit sich dieser Meinungsstreit stets mehr von diesen zu den schweren Kämpfen, denen die Partei, denen die deutsche ArbeiterSchlacken, so werden die Zeiten widerkehren, wo niemand mehr unsre klasse entgegengeht! Theoretiker auch mit dem leisesten Spott des engherzigen Kirchenväter fums zeihen darf, wo die Arbeiterschaft zu ihren wissenschaftlichen Führern wieder in uneingeschränkter Hochachtung aufblickt, wo die Lust am theoretischen Disput wieder die weitesten Kreise der Partei ergreift. " Politische Mebericht. " " Die Ermordung Efipjagins und Bogoljepots war thatsächlich, und das ist das schlimme, in weiten Streifen populär. Die Mörder wären mit großer Wahrscheinlichkeit freigesprochen worden, wenn man sie vor ein Geschworenengericht gestellt hätte. Bezeichnend war die eisige Kälte, mit der fast alle russischenzeitungen über die Ermordung Ssipjagius zur Tagesordnung übergingen." ihre infame Beleidigung Kalajews reuig zurücknehmen und mit aller Nach alledem darf man also erwarten, daß die Kreuz- Beitung" Schärfe in unsre Kritik der Auslieferung einstimmen wird. Das dürfen wir um so mehr erwarten, als immer unglaublichere Dinge über deutsche Polizei- Handlangerdienste gegenüber Rußland bekannt werden. So geht uns folgende Meldung zu: russischen Grenze geübten Ausweisungsmethoden bringt das Eine auffällige Erscheinung über die an der schlesischOberschlei. Tageblatt". Anschließend an die Mitteilung von der Belästigung eines Geistlichen schreibt das genannte Blatt: „ Man lagt in Myslowitz ohnehin über den Eifer gewisser Ordnungsorgane, sich dienstlich hervorzuthun. Der Gendarm B. hat schon einmal einen russischen Unterthan, der, von Oestreich tommend, angeblich aufrührerische Schriften bei sich führte, ohne ihn erst der Myslowiger Polizeiverwaltung oder seiner vorgefegten Behörde vorgeführt zu haben, au das russische Gendarmeriekommando aus: geliefert. Der Beamte erhielt von der russischen politischen Aufsichtsbehörde 25 Rubel als Prämie und danach vom 3aren eine filberne Medaille für Eifer" am Stanislausbande. Von seiner eignen Behörde aber wurde ihm bedeutet, daß sein Verfahren nicht forrett war." den russischen Gendarmeriebeamten besichtigen lassen! Derselbe Gendarm P. hat aber den Studenten Kalaje w Berlin, den 20. September. Die ,, Kreuz- Zeitung" und die russische Revolution. Hatte die Zeitschriften Debatte dem Parteitag unerwartet erhebliche In unsrer vorgestrigen Nummer nagelten wir den schamlosen Beit genommen, so hat er andrerseits Zeit gewonnen durch das noch Versuch der„ Kreuz 8eitung" fest. Kalajew deshalb zu einem mehr unerwartete Ausbleiben einer Debatte über die Stellung Verbrecher zu stempeln, weil sich russische Gerichtslakaien nahme der bayrischen Genossen zur Wahlreform. gefunden hätten, die ihn zu siebenjähriger Verbannung Wir erachten es nicht als ein Unglück, daß diese Debatte ausblieb. nach Sibirien verurteilt hatten. Sei aber Kalajew ein Verbrecher", Die Meinungen hierüber sind vor dem Barteitag in der Bresse so sei auch gegen seine auf dem Wege der Abschiebung über die von reichlich zum Ausdruck gebracht worden. Unfre bayrischen Genoffen Grenze erfolgte Auslieferung an Rußland nichts einhaben gesehen, daß in weitesten Parteitreisen außerhalb Bayerns zuwenden. ihre Zustimmung zur Wahlrechts- Resolution für verfehlt gilt. Es Als wir vorgestern diese plump berlogene Folgerungsweise der Die Zolltarif- Besprechung der konservativen Frattion' bedarf nicht stets besonderer Parteitagsbeschlüsse, um Genossen zu Kreuz- Zeitung" entrüftet mit dem Hinweis darauf zurückwiesen, an der sich auch der Wilde" Dietrich Hahn beteiligte, hält ihre Beüberzeugen, daß sie einen Fehler begingen. daß auch der Kreuz- Zeitung" bekannt sein müsse, daß den schlüsse einftiveilen gebe im. Nach der„ Kreuz- Zeitung" sollen fie So konnte denn die gesamte übrige Zeit des Parteitages pofitiv ruffischen Justizbediensteten jeber politische Justiz mord einstweilen durchaus vertrauliche" bleiben. In der Sigung der fruchtbarem Werke gewidmet werden. Es bedarf hierüber an dieser zuzutrauen fei, ahnten wir nicht, daß die Kreuz- Zeitung" ber Generaldiskussion geäußerten Wünsche auf weiter. freitonservativen Fraktion wurden nach der" Post" die in Stelle feiner weiteren Besprechung, diese umfassende und gründliche selbst zwei Tage später diese allen kultivierten und anständigen gehenden Schuß der landwirtschaftlichen Interessen als ausArbeit spricht für sich selbst. Die Kritik, die Wolkenbuhr an die Westeuropäern geläufige Thatsache in der denkbar schärfsten Form fichtslos zurüdgestellt, das Festhalten an den deutsche Versicherungs Gesezgebung legte, und die Dar bestätigen würde. Diese Bestätigung der von Grund aus Kompromißbeschlüssen der ersten Lesung der Kommission einstimmig beschlossen und im übrigen festgestellt, daß die gemacht. Wenn wir den jetzigen Bezugspreis beibehalten wollen, I die uns eine lange Reihe von Jahren vortrefflich bedient hat. Die Reichspartei einheitlich für den Schutz der nationalen Arbeit in der müssen wir auch die Inferatenbeilage weiterführen, da wir sonst trop| Platten hatten sich unerklärlicherweise gleich bei Beginn des Druckes Landwirtschaft und in der Industrie und für die Solidarität der der Verbilligung der Papierpreise wieder Deficit machen. start abgenugt, die Anstalt, die sie geliefert und die das Beste sonst Intereffen beider Produktionszweige eintritt." Ferner beschloß die Fraktion, dem Centrumsantrag auf herbeiführung von WitwenEs ist ein Antrag eingegangen, die Anträge 48 und 49 dem leistet, erklärt auf unfre Anfrage, sie habe das Beste gethan, was sie thun konnte, aber manchmal sei die Komposition des Metalls derart, und Waisenversicherung nur in Form einer Refolution Parteivorstand zur Erwägung zu überweisen. daß es feinen starken Druck aushalten könne. Die zweiten Galvanos, zuzustimmen. Weinschild- Offenbach: die wir sofort bestellten, fielen ebenso aus. Schließlich wurde das Original genommen, das auch verdorben wurde. So litt die Herstellung der diesjährigen Mai- Beitung" unter einer Reihe von Mighelligkeiten, die keiner voraussehen und feiner ändern konnte. Bon Ihrer Barteijolidarität erwarte ich, daß Sie alle diese Umstände berücksichtigen und danach Ihr Urteil fällen werden.( Beifall.) Grünwald- Hamburg: Belgien. Weil man nicht unterscheiden tann, ob ein Inferat fchwindel Ein fönigliches Familienidyll. Die Königin von Belgien, haften Jubalts ist oder nicht, find die Offenbacher der Meinung, daß Marie Henriette, die Tochter des Erzherzogs Jofeph von Oestreich wir beide Anträge ablehnen sollen. Da die„ Neue Welt" auch bei und die Mutter der durch ihre Familientragödien bekannten den Frauen Interesse erregen soll, wäre es gut, wenn mehr als Brinzessin uise von Sachsen- Koburg Gotha und der bisher Artikel über Hauswirtschaft, Krankenpflege, Kindererziehung 2c. chemaligen Kronprinzessin Stefanie, ist am Freitag gebracht würden. Auch ein guter Teil der Bilder, die jetzt tommen, abend gestorben. Ihre Ehe mit König Leopold war gleichfalls eine fönnte ganz gut wegbleiben. Die Jlluftrationen der Neuen Welt" Tragödie. Und ihrer Ehe entsprach auch deren Lösung durch den sollen doch eine Art Anschauungsunterricht sein und so würde es fich Tod. König Leopold weilte, während das Ende der Gattin täglich empfehlen, Abbildungen von Brüdenbauten, Maschinen und dergleichen zu erwarten war, ruhig in einem Pyrenäenbad. Die letzten Nach- zu bringen. richten von dem hoffnungslosen Zustand seiner Gemahlin beantwortete durch die Ankündigung, daß er den Aufenthalt in den Pyrenäen bis in den Oktober hinein ausdehnen werde! Türkei. er Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen und der Antrag, die Anträge 48 und 49 dem Parteivorstande zur Erwägung zu überweisen, zum Beschluß erhoben. Sodann wird der Antrag 51 zur Debatte gestellt. wird der e Hanisch no " Die legte Nummer der Maifest- Zeitung" war unter aller Kritik. Fischer hätte nur das derbe Urteil in unsrer Mitgliederversammlung hören follen. Die Frauengestalt, die die Freiheit vorstellen soll, sieht ganz so aus wie ein Weib mit langem Bart. ( Heiterkeit.) Das„ Goldene Kalb" auf dem Bilde kann man für burger die Ware erst besehen, bevor sie sie kaufen. eine Art Gemse halten.( Heiterfeit.) Künftig werden die Ham" Kiesel- Berlin: Ans Konftantinovel meldet die„ Frankfurter Zeitung": Inani Ranbow- Greifenbagen In1207 Nachdem Freund Fischer selber extlärt hat, daß er mit der Monastir wurde der zwei Monate dauernde Prozeß gegen bulgarische bemerkt zur Begründung dieses Antrages, wer praktisch im Buch Sache eigentlich erledigt. An faulen Wigen über das Bild hat es in Ausführung der Mai- Beitung" auch nicht einverstanden sei, ist die Insurgenten jezt beendet. Bon 45 Angeklagten wurden 13 zum Tode und 4 zu lebenslänglichem Gefängnis, der Reft zu längeren handel thätig fei, müffe finden, daß die Parteischriften im Vergleich Berlin auch nicht gefehlt. Die Mittelfigur sieht aus wie ein Pfahl zu den Publikationen bürgerlicher Verleger viel zu teuer feien. mit einem Kopfe darauf.( Heiterkeit.) In früherer Zeit hat sich Gefängnisstrafen verurteilt. Das sei besonders beim Arbeiter- Notiskalender der Fall, man ganz gut herabfeßen tönne, da ihn der„ Borwärts" an die Fischer alle erdenkliche Mühe gegeben. Wir hatten wunderbare Kolporteure für 40 Pf. liefere. Was legtere dann einbüßen, wird Beichnungen zum ersten Mai, die von den Genoffen als Modell für ihnen durch größeren Abfaz erfegt. Einzelne Gewerkschaftsverbände lebende Bilder benutzt werden konnten. Die Arbeiter find auch die alten Bahnen gewöhnt. Die neue Kunst begreifen sie nicht ohne Amerika. New York, 20. September. Der„ Association Breß" wird aus bester Quelle aus London telegraphiert, daß die britische Regierung Berliner Preis eine Note an die Signatarmächte der unter Hinweis auf die infolge dieser Konkurrenz der Absaz unseres Kalenders immer mehr weiteres: sie darf daher nicht sofort in großem Umfange eingeführt Jahre 1878 gerichtet habe, Cirkularnote der Vereinigten Staaten die Aufmerksamkeit auf die Lage der Juden in Rumänien gelenkt wird. Die britische Regierung stelle die Frage, welche Ansicht die andren Mächte über die Angelegenheit haben, und suche festzustellen, ob vielleicht irgend eine gemeinsame Aktion von den Vertragsmächten beschlossen werben tönnte. Das Londoner Telegramm legt Gewicht auf bien Fiſcher Berlin: Thatsache, daß die Note Großbritanniens auf die der Vereinigten Staaten folgt und fie ergänzt. abnehme. Die Inseratenblätter stören in der Mitte und sollen deshalb an den Schluß des Kalenders geheftet werden. Es wird beantragt, den Antrag 51 dem Vorstand zur Erwägung zu überweisen. Parteitag der deutschen Socialdemokratie. ( Schluß aus der 2. Beilage.) werden. Ein Schlußantrag: den Raith begründet und Ledebour bekämpft, nicht auf das Conto der modernen Kunst fomme, wird angenommen. weil er nachweisen wolle, daß die Schuld für das letzte Maibild Singer: Die Anträge 53, 54 und 55 wollen dasselbe, sie his brüden den Wunsch aus, daß die Kunsterzeugnisse unirer Verlage in möglichster Vollendung geliefert werden. Ich schlage vor, in diesem Sinne zu beschließen und so die drei Anträge zu erledigen. Der Parteitag beschließt dementsprechend. Die weiteren Verhandlungen werden auf nachmittag vertagt. Singer verliest das Protokoll der Feststellung des Wahlergebnisses für den Parteivorstand und die Controleure. als Controleure Mehr Unrichtigkeiten wie der Vorredner kann man eigentlich faum in einer Rede vorbringen. Der Arbeiter- Notizkalender soll im Vergleich zu ähnlichen Bublikationen aus bürgerlichen Vorlagen zu teuer sein. So weit ich unterrichtet bin, giebt es teinen bürgerlichen Kalender in ähnlicher Ausstattung unter einer Mark( Sehr richtig!), unserer foftet nur 60 Pfennige; die Auflage ist nicht gefunken, sondern, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, von Jahr zu Jahr gestiegen, die Inserate kommen dem Leser auch nicht in die Quere, sondern befinden sich am Schlusse des Kalenders. Vor Heine( persönlich): Kautsky meinte, die Frage nach dem RedaktionsAbgegeben wurden 177 Stimmzettel, von denen 10 für die etat der Neuen Zeit" sei von denen angeschnitten, welche die Ge- einer Stunde haben wir lange darüber debattiert, wie das Kontrollkommission ungültig waren, weil mehr als neun Namen hälter der Redacteure zu hoch fänden. Ich bin der, der gerade mit Deficit der„ Neuen Zeit" aus der Welt zu schaffen sei, und jetzt verzeichnet waren, für den Parteivorstand wurden abgegeben: dem Ausdrucke Redaktionsetat diese Frage aufgerollt hat. Also geht tönnen.( Heiterfeit.) Der Antrag würde zur Folge baven, daß wir Pfannkuch 177 und Auer 174 als Sekretäre. Außerdem haben erberaten wir darüber, wie wir dem Kalender zum Deficit verhelfen Bebel 176, Ginger 175 als Vorsitzende, Gerisch als Kassierer 175, auch Kautskys Anzapfung gegen mich. Nach dem Bericht des " Vorwärts" habe ich gefagt, das Deficit der Neuen Zeit" erklärt auf jedes Exemplar 5 Pf. daraufzahlen; unire Parteilitteratur frankt balten Rosa Luxemburg und Mehring als Vorsitzende je 1 Stimme, fich daraus, daß sie einen viel zu hohen Redaktionsetat hat, nachdem überhaupt an den billigen Preisen, so daß wir den Kolporteuren. Braun und N. Fischer als Kaffierer je 1 Stimme und Baul ( Sehr richtig!) Die notwendige Hoffmann 1 Stimme as Sekretäre. Als Controleure wurden fie Wochenschrift geworden ist, daß sie sich mit ständigen Mitarbeitern nicht soviel bieten föunen. belastet hat, die, was ich für selbstverständlich halte, anständig be- Konsequenz davon ist, daß sie die Parteilitteratur mehr und mehr gewählt: Hr. Meister mit 162 Stimmen, Staden 155, Ehrhart 147, zahlt werden. Ich habe also das Honorar der drei Herren nicht für einschränken, nur noch das beziehen, was die Genossen bei ihnen direkt Brühne 146, Bod 143, Könen 189, Bettin 133, Ged 109 und Pfarr bestellen und sich Artikeln zuwenden, an denen sie mehr verdienen. 103 Stimmen. Stimmen Ferner erhielten zu hoch erklärt, sondern das Gegenteil gefagt. Der Zweite, gegen den Wollen Sie eine größere Verbreitung der Parteilitteratur erzielen, so b. Bollmar 84, David 72, v. Elm 41, Meist, Hoffmann und ich eine persönliche Bemerkung machen muß, ist Wurm. Er hat meiner scherzhaften Benennung Blochs als einen unausstehlichen Menschen die müssen Sie Anträge auf Preiserhöhung stellen, damit die Kolporteure B. Müller je 3 Stimmen, Antrick, Ledebour und Zubeil je scherzhaften Benennung Blochs als einen unausstehlichen Menschen die mehr verdienen. Zustimmung.) Die Kalender verschiedener Gewerf 2 Stimmen, Wolkenbuhr, Segiz, Bohne, Leydendecker und Linde 28endung gegeben, als hätte ich Bloch eines unanständigen Anreißertums bezichtigen wollen. Er hat vom Mühlendamm geschaften tosten allerdings mur 50 Pf., fie sind aber keine Konkurrenzmann je 1 Stimme. Singer ersucht die Kontrollkommission sich sofort zu konstituieren sprochen. Mit Rücksicht darauf, daß Bloch sich leider nicht selbst verunternehmungen gegen die Arbeiter- Notizkalender, sondern auf meinen teidigen kann, halte ich es für angebracht zu erklären, daß ich meine Borschlag herausgegeben. Daß die Gewerkschaften ihre Stalender und ihrerseits bekannt zu geben, wen sie als Beisiger für den Ausführungen nicht so verstanden habe und daß niemand sie so auf- billiger abgeben können, liegt auf der Hand; für sie sind die Kalender Barteivorstand wähle, eine Wahl, die auf Grund des Organisations. faffen tommte. Das ist nur eine der beliebten Verdrehungen ge- der Unorganisierten hinausdringt, um für die Organisation Propaein Agitationsmittel, das seinen Bived erfüllt, wenn es in die Wassen statuts vorzunehmen ist. wesen, um gegen Btoch Stimmung zu machen. Ich habe nur sagen wollen, daß Bloch seine Pflicht als eifriger Redacteur thut, um Mits ganda zu machen. Ich bitte Sie, den Antrag abzulehnen. arbeiter zu gewinnen. Das dritte, worauf ich eingehen muß, ist folgendes. David hat einen Artikel erwähnt und ist dabei, mit Recht, wie ich glaube, von näheren Ausführungen zurückgehalten worden; weil aber dieser Artikel sich auch gegen mich richtet, ist der Glaube entstanden, als ob David in Uebereinstimmung mit mir vorgegangen eine Antwort auf diesen Artikel für unter meiner Würde gehalten habe.( Beifall und Unruhe.) David( persönlich): Heine irrt, wenn er glaubt, ich wollte dem Artifel der Leipziger Volkszeitung" eine längere Rede widmen. Es war nicht meine Absicht, mehr darüber zu sagen, als ich gesagt habe. Hierauf wird zur Abstimmung geschritten, deren Resultat die Ablehnung des Antrags 47 ist. Bur Debatte werden gestellt die Anträge 48 und 49. Heymann- Breslau begründet den Antrag 49. Durch den Inhalt der Inseraten- Beilage fühlen sich viele Parteigenossen verlegt Jch meine aber, wir follten doch nicht gar so zimperlich sein Die„ Neue Welt" fann unter feinen Umständen mehr ohne die Juferaten- Beilage auskommen und es wird den Partei- Beitungen recht angenehm fein, daß sie jetzt die Neue Welt" um 3 M. billiger beziehen können. Eine Mittagspause tritt ein. Nachmittags- Sihung. Beginn 22 Uhr. Den Vorfiz führt Singer. hiermit schließt die Debatte, der Antrag wird abgelehnt. Die Anträge 53 bis 55 werden gemeinsam beraten, Antrag 53 Singer teilt mit, daß die Kontrollkommission sich konstituiert wird nicht begründet, Antrag 54 begründet. und Meister zum Vorsitzenden gewählt hat. Als Beifizer für den Parteivoistand find von der Kontrollkommission EberhardtCharlottenburg und Wengels- Berlin genä Kimmel- Hamburg: Die künstlerische Ausstattung der diesjährigen Maizeitung hat wohl allgemein enttäuscht. Gerade bei der Maizeitung, die doch in die Massen dringen soll, müssen wir auf die künstlerische Ausstattung den höchsten Wert legen. In Hamburg bat man in diesem Jahre Bize darüber geriffen. Man glaubte, der Löwe habe den Schnupfen bekommen infolge der schlechten Witterung.( Heiterfeit.) Verlag sollte sich in Zukunft Mühe geben, nur wirklich fünstlerische Ausstattung der Zeitung zu bewirken. Tifreiter- Ludwigshafen: Der Der Parteitag tritt in die Tagesordnung. Zur Beratung fommt zunächst der Antrag 94. Emmel- Mülhausen begründet den Antrag. Das ist Grunwald- Erfurt( persönlich): Den einleitenden Wig, den sich Genosse Südekum gegen mich erlaubte und der für ihn sehr Das deutsche Reichs- Breßgefeß ist zwar im allgemeinen im Elsaß charakteristisch war, hat er ja selbst widerlegt und das genügt mir. Was das Uebrige betrifft, das Güdefum gegen mich borbrachte, so eingeführt, aber die Bestimmung, daß Kautionen für politische Blätter gestellt werden müssen, ist beibehalten. Man will dadurch die war, um es so wie geschehen auszulegen, eben seine Tattit notwendig. Ich habe lediglich die Methode Klarstellen wollen, durch die Entstehung von Arbeiterblättern hindern. Eine Unterdrückung auf hier die Debatte über die persönlichen Verhältnisse der leitenden begründet den Antrag 55. In einer Zeit, wo man bestrebt ist, den auf diese Weise ein Blatt zu ruinieren, ist also beseitigt. Es handelt sich Grund des Dittaturparagraphen ist jetzt nicht mehr möglich. Die Gefahr, Kräfte der„ Neuen Beit" provociert wurde, und dabei bemerkt, sie Arbeitern das Kunstverständnis beizubringen, müssen wir dafür bei unsrem Antrag nicht um eine Subvention im gewöhnlichen wäre genau so, als wenn wir etwa danach fragen sollen, was forgen, daß unsre Erzeugnisse wirklich wertvoll find. Leider bleiben Sinne, sondern darum, daß wir einen Ausnahmezustand bekämpfen. Südetum als der Chefredacteur der„ Sächsischen Arbeiterzeitung" dieselben aber hinter dem zurüd, was sonst als Grundsatz aufgestellt und in ſeinen weiteren Eigenschaften für Einkommen beziehe. Ob wird, daß nämlich für die Arbeiter gerade das Beste gut genug ist. Der Kampf gegen Ausnahmebestimmungen darf nicht nur theoretisch er dabei verdient oder verliert, käme für die Methode der Frage- Unire Mai- und Märznummern beweisen vielfach das Gegenteil. geführt werden, sondern hier muß die Partei uns praktisch unterwollen, daß die leitendne Kräfte der Neuen Zeit" in bürgerlichen gute. Gewiß fann der Berlag es nicht allen recht machen, aber wenn often usw. von der Kaution in Abzug gebracht werden. stellung gar nicht in Betracht. Ich habe ja and gerade betonen Die Ausstattung unsrer illustrierten Festschriften ist durchaus keine fügen, damit wir den übrigen Breßorganen Elsaß- Lothringens gleich gestellt werden. Es wurde gesagt, daß die Geldstrafen, ProzeßBerlagen das Dreifache an Gehalt bekommen würden, also in allem er fich Mühe giebt, wird er auch geeignete Künstler finden und so so ziemlich das Gegenteil gesagt von dem, was Südefum glücklich das Kunstverständnis unter den Arbeitern fördern. Ich bitte Sie, richtig, aber bisher hat doch die Partei die Genossen, die zu Geldherausgeschnüffelt hat. alle diese Anträge dem Parteivorstand zu Berücksichtigung zu über- strafen ufiv. verurteilt waren und sie nicht selbst aufbringen konnten, weisen und ich habe den dringenden Wunsch, daß er sie auch wirklich noch nie im Stich gelaffen. Auch die Behauptung, aus der Kaution werde fich mit der Zeit eine Subvention entwickeln, berüdsichtigt und nicht beiseite legt. fann nicht als stichbaltig gelten. Die unterdrückte„ BoltsFischer Berlin: Mülhausen, Zeitung" in die seiner Zeit dem Diktatur Wenn ich nicht Fischer wäre, würde ich auch so geredet haben paragraphen zum Opfer fiel, hat einen ganz anständigen wie Kimmel( Heiterkeit!) Ich gebe von vornherein zu, daß die Abonnentenstant gehabt. Wenn wir, wie zu hoffen ist, dieäußere Gestaltung der Mai- Zeitung dieses Jahres dem Bedürfnis der selbe Abonnentenzahl erreichen, so können wir wohl existieren. Genossen nicht entsprochen hat und auch dem meinen nicht, aber so Nun ist es ja für den Parteitag schwierig, über so große Summen dürfen die früheren Mai, Weihnachts- und 18. März- Zeitungen nicht zu beschließan. Ich habe deshalb nach Rüdsprache mit mehreren Gecharakterisiert werden, wie es Difreiter gethan hat, als ständen sie nossen den Antrag so gestellt, daß unser Wunsch dem Parteivorstand weit unter dem, wae bürgerliche Verlage auf dem gleichen Gebiet zur erneuten Erwägung überwiesen werden möge. leisteten. Unter den Publikationen des Verlags Borwärts find Gerisch: Leistungen, die sich dem Besten, was die moderne Kunst Der Wunsch der Mülhauser Genossen ist an fich sehr begreiflich. giebt, getroft an die Seite stellen tönnen.( Sehr richtig!) Die Gesamtpartei hat aber früher vielfach schon Opfer gebracht, um paris Nun ift behauptet worden, der Berlag gebe fich nur in Mülhausen ein Blatt aufrecht zu erhalten. Es ist aber nicht ge= nicht die rechte Mühe, um Schriftsteller und Künstler heranzuziehen. lungen, dort ohne Subvention eine Beitung zu erhalten. Jetzt bes Nun, ich kann wohl sagen, daß ich manchmal die Rolle Blochs, dessen stehen nun in Elsaß Lothringen zwei Blätter, in Mülhausen und hier so liebend gedacht wurde, geipielt, unsre Parteiſchriftsteller um Beiträge gedrängt und ihnen auf den Belz gestiegen bin. Von den Straßburg, die wahrscheinlich beide subventiert werden müssen. Malern rede ich gar nicht, die Zahl derer, die für uns in Betracht würde sich für die beiden Blätter um 40 000 m. handeln. kommen, ist nicht sehr groß. Variationen desselben Gedankens, den ein wir können nicht so große Summen festlegen, ohne darüber Künstler einmal behandelt hat, muß er schon seines Ansehens wegen ab- disponieren zu können. Nicht die niedrige Berzinsung, sondern nur die Unmöglichkeit, über diese Summen zu verfügen, zwingt uns, lehnen, immer Neues und Besseres foll gefunden werden. Ist etwas Vortreffliches geleistet worden, so fucht man darüber hinaus an Sie das Ersuchen zu stellen, den Antrag rundweg abzulehnen. Der Antrag wird abgelehnt. zukommen und dabei gerät man manchmal in die Brüche. Ich bestreite, daß der künstlerische Wert der Zeichnungen gegen früher zurückgegangen sei. In der Kunst sind ja verschiedene Meinungen möglich, die einen sehen in der Siegesallee den Gipfel der Geschmadlosigkeit, die andern die Einleitung zu einer neuen Renaissance. bedauert, daß der Parteitag auch diesmal wieder sich mit einem so( Heiterkeit.) Die einen sehen in Auton v. Werner einen neuen Antrag 29 sowie alle übrigen auf die Agitation gegen das überflüssigen Antrag wie es Nr. 48 sei. zu beschäftigen habe. Denn Tizian, die andern einen Mann, der da malte, wie man Stiefel es sei doch selbstverständlich, daß Parteiblätter Schwindelinserate schmiert.( Große Heiterkeit.) Für diejenigen, die da meinen, daß Centrum bezüglichen Anträge werden durch das Referat Bebels zur nicht bringen dürfen. Man habe eine neue Maschine angeschafft, und das letzte Bollbild der Mai- Beitung eine unfünstlerische Leistung sei, habe * 28. Parteigenoffen in Bromberg: Den Wahlkreis Bromum für diese Futter zu haben und das Blatt verbilligen zu können, ich das Original der Zeichnung mitgebracht.( Tas Bild wird ausgestellt.) entschloß man sich zur Einführung der Beilage. Diese ist an ein großes Sie werden mit mir einig sein, daß hier einer unsrer schönsten Ge- berg in jeder Beziehung agitatorisch mehr als bisher zu unterstützen. Inseratenbureau verpachtet, doch haben wir uns das Recht vor- danten seinen vollendetsten malerischen Ausdruck gefunden hat, das 29. Parteigenossen in Solingen: Der Parteivorstand möge behalten, alle Inserate zurückzuweisen, die sich nicht mit der Tendenz Sehnen und Ringen der Menschheit nach Freiheit und ihr Vertrauen durch Bereitstellung von Mitteln dafür Sorge tragen, daß eine unserer Blätter vertragen. Das ist auch in umfangreicher Weise in die Freiheit, wenn sie dann endlich in den sterker eintritt und die regere und wirksamere Agitation gegen das Centrum in den Rheingeschehen. Man fann aber oft genug nicht sofort feststellen, ob ein Ketten löft.( Zustimmung.) Da sollte man nicht so generaliter ab- landen entfaltet werden kann. 30. Parteigenossen des II. Nassauer Wahlkreises, Wies. Inserat schwindelhaften Inhalt hat. Aehnliches paffiert auch unseren urteilen, wie es hier geschehen ist. Die Einwände Kimmels dagegen Tagesblättern. Ich kann versprechen, daß in Zukunft Inierate wie find berechtigt; auch in socialdemokratischen Barteigeschäften geht es baden. Der Parteivorstand möge in Gemeinschaft mit der Fraktion die bemängelten nicht mehr aufgenommen werden. Was den Antrag 49 nicht immer so, wie es gehen sollte; hier haben Sie den gleich nach dem Parteitage mit aller Energie den Wahlkampf er= betrifft, so fönnte es mir recht sein, wenn er angenommen würde, ersten Probedruck und hier ist das Bild, wie es schließ- öffnen, besonders durch Entsendung von Rednern in die einzelnen ist so auffällig, daß Wahlkreise. weil dadurch die Inseratenbeilage der Neuen Welt" sanktioniert lich gebracht wurde; der Unterschied 31. Parteigenossen in Breslau: Für die nächsten Reichswird. Aber es ist fraglich, ob wir sie nächstes Jahr weiter führen ich vor der Frage stand: foll ich die Mai- Zeitung" zurüdweisen und Lönnen, denn der Bächter hat dieses Jahr sehr schlechte Geschäfte damit einen Prozeß wegen Entschädigung gegen die Druckerei anfirengen, I tagswahlen ist eine Liste sämtlicher sozialdemokratischer Kandidaten Fischer- Hannover begründet den Antrag 48: Wir find in einer gut besuchten Versammlung zu dem Entschluß gekommen, diesen Antrag zu stellen, und zwar weil die Beilage Inserate enthält, die sich an solche Leute wenden, die nicht alle werden. So sind z. B. auf das Inserat von Budapest, in dem 360 Artikel für 3 M. angeboten werden, eine ganze Reihe von Parteigenossen hereingefallen. Auch bei uns in Hannover hat sich ein Genosse die Sendung kommen lassen, und als sie antam, mußte er nicht 3, sondern 6 M. zahlen. Aehnlich ist es mit den Cigarren inseraten. Wenn unser Antrag abgelehnt wird, dann soll die Geschäftsstelle wenigstens eine bessere Auswahl der Inserate treffen. Die Diskussion über die Anträge wird eröffnet. Berard- Hamburg " erledigt. Es folgen die Anträge zur Damit ist die Gruppe der auf die Presse bezüglicher Anträge Agitation.*) Antrag 28 wird der Parteileitung zur Kenntnisnahme überwiesen. Schmidt- Frankfurt a. M. beantragt, die Anträge dem Vorstande und der Reichstagsfraktion zur Berücksichtigung zu überweisen. So wird beschlossen. Antrag 90 wird ohne Debatte abgelehnt. erledigt. Damit find die auf die Organisation bezüglichen Anträge Singer: Wir kommen zur Gruppe derjenigen Anträge, die sich auf die Alkoholfrage*) beziehen.( Bravo! Große Heiterkeit.) Es sind dies die Anträge 88a, 40, 41, 43, 105, 120 und 121. Die Unterstügungsfrage wird gemeinsam gestellt, alle Anträge werden genügend unterstügt. Die Resolution 121 ist dabin abgeändert, daß nicht Uebergang zur Tagesordmung beantragt, sondern daß die die Alkoholfrage betreffenden Anträge für erledigt erklärt werden. Auf Vorschlag von Singer werden alle diese Anträge von einem Redner begründet. Wolf- Bochum: politit, die einem der nächsten Parteitage vorgelegt werden soll. Es stehen zur Debatte die genügend unterstützten Resolutionen 96, 100, 116, 125 und 128. Die Resolution 96 begründet Paul Hoffmann Hamburg: Metzger- Hamburg erwidert Hoffmann, daß der Klub der Arbeitsscheuen in Hamburg nur ein uitverein ist. Er ist in einer Bierlaune von einigen Kaufleuten gegründet worden. Soffmann- Hamburg bemerkt, daß es ihm natürlich fernliege, den Klub der Arbeitsschenen mit Arbeitergesang- und Turnvereinen auf die gleiche Stufe zu stellen. Hiermit schließt die Debatte. Die Resolution wird abgelehnt. Zur Begründung der Resolution 100 bemerkt Frau WeylBerlin: Die Forderung der Resolution ist so selbstverständlich, daß ich auf die Begründung verzichten und Sie um einstimmige Annahme bitten fann.( Bravo 1) Reichstagswahl und die daran anknüpfende Diskussion für erledigt| Thatsache, daß der Parteitag im vorigen Jahre den Antrag den erklärt. Antrag 30 wird ebenfalls durch die früher gefaßten Beschlüsse Alkoholismus auf die Tagesordnung zu setzen, abgelehnt hat, hat für erledigt erklärt. viele Arbeiter, die dem Laster ergeben waren, noch darin bestärkt. Antrag 31 wird von Heymann- Breslau zurückgezogen in der Blo8: Leipzig: Erwartung, daß der Vorstand den Antrag in den Kreis seiner ErDamit auch jemand etwas dagegen fagt, will ich trotz der vorwägungen ziehen werde.( Heiterkeit) Antrag 56 findet nicht die gerüdten Beit einige Worte sprechen. Ich glaube nicht, daß der Vor- Es ist in den letzten Jahren eine Vereinsmeierei entstanden, die genügende Unterſtügung, ebensowenig Antrag 67. Antrag 68 wird redner bier in München eine Bresche geschossen hat. Dazu waren der Partei nicht nur Geld oder Kräfte entzieht, vor allem gilt das durch die anderen Beschlüsse für erledigt erklärt, die Anträge 69, 70 feine Ausführungen nicht angethan. Ich möchte auf die Konsequenzen für Statflubs und Landsmannschaften. Man hat sogar Klubs der und 71 handeln von einem socialdemokratischen Handaufmerksam machen, die eine Annahme dieser Resolution haben Arbeitsscheuen gegründet( Heiterkeit), um den zu suchen, der die Arbeit buch für Reichstagswähler. Singer: Soweit ich mich erinnere, sind vor jeder Reichstagswahl aus. Es scheint fo, als wollte man nur die Parteiredacteure ver- Altohols, zur Propaganda des Vegetarismus u. dgl. Dem muß mal tönnte. An sich sehen die Anträge und Resolution ganz harmlos erfunden hat. Andre Vereine bilden sich zur Bekämpfung des solche Handbücher erschienen. Es fragt sich nur, ob die nötige Zeit pflichten, hier und da einen Leitartikel über die Schäden des Alkoholismus entgegengetreten werden. Bei uns in Hamburg wurden zur Beit des dazu bleibt, andrerseits haben wir in dem Schippelschen Handbuch zu schreiben. Die wahren Abfichten, um die es sich handelt, aber gehen z. B. Socialistengesetzes weit höhere Summen aufgebracht, als heute, wo geistiges Material. Der Vorstand hat die Frage bereits ventiliert; aus dem Korrespondent der Abstinenten" hervor, den man uns die Arbeiter für alle diese Vereine Beiträge leisten. Zu Puritanern wenn irgendwie die Möglichkeit vorhanden ist, wird das Handbuch gütigst unter unsere Papiere befördert hat. Es hat auf mich einen will ich die Genossen natürlich nicht machen, sondern sie nur an ihre herausgegeben werden. Ich empfehle alle diese Anträge dem Vor- merkwürdigen Eindruck gemacht, daß die Agitation gegen den Alko- Parteipflicht erinnern. stande zur Berücksichtigung zu überweisen. holismus plötzlich mit gar so fürchterlichem Eifer betrieben wird, Windhoff- Düsseldorf gerade als hätten wir gegenüber dem Kapitalismus und Militarismus bittet den Antrag abzulehnen, da fonft auch Genossen aus Arbeiternichts anders mehr zu thun. Es ist auch historisch noch gar nicht Gefangvereinen, Turn- und Radfahrervereinen austreten müßten. erwiesen, daß der Alkoholismus in unserer Zeit zugenommen hätte. ( Sehr richtig!) Es ist ja so billig, wenn die Alkoholgegner nach be- Diese Vereine schädigen die Bewegung nicht, es wäre sogar zu wünschen, rühmtem Wuster jeden Widerspruch als unwissenschaftlich bezeichnen. daß in jeder Straße eine Anzahl kleiner Vereine sind, denn auch da neue Heilige zu schaffen sucht und einzelne Parteigenossen als Bor Es fieht aber auch nicht gerade wissenschaftlich aus, wenn man hier werden unfre Ideen propagiert. bild für ihren Lebenswandel empfiehlt. Es kann uns ganz gleich gültig sein, ob ein Barteigenosse dem Alkohol ergeben ist oder nicht. Wir wollen es in dieser Sache wie bei der Religion halten und wollen auch den Alkoholgenuß zur Privatsache erklären.( Sehr gut!) Wenn man von vornherein gemeint hat, die Kritik könne nur in schlechten Wizen bestehen, so ist das ein großer Irrtum. Wir alle sind ja der Meinung, daß der Alkohol im Uebermaß genossen, Schadenfanrichtet. Aber das lebermaß ist hier ein sehr relativer Begriff.( Sehr richtig!) Man müßte doch eine Grenze bestimmen, bei der die Gefährlichkeit eigentlich beginnt. Es München ist vielleicht nicht der geeignete Boden für die Beratung wird auch sehr viel von sogenannten Trintfitten und einem Trintder Alkoholfrage. Aber wir müssen der Frage doch mindestens info- zwang gesprochen. Etwas Derartiges besteht meines Wissens nur weit näher treten, als wir die Presse veranlassen, ihr mehr Auf- bei dem deutschen Studententum. Daß unter den Klassenbewußten Die Resolution gelangt einstimmig ohne weitere Debatte zur merksamkeit zu widmen. Wir alle wissen, welcher Schaden der Arbeitern ein Biercomment existierte, habe ich in meiner dreißig- Annahme. übermäßige Alkoholgenuß der Arbeiterklasse zufügt und wie schwer jährigen Parteithätigkeit noch nicht bemerkt.( Sehr richtig!) Der Die Resolution 116 begründet Schmidt- Frankfurt a. M.: Unfre es ist, die Arbeiter in den Gegenden, wo der Alkoholismus ſtart ver- Buſammenhang zwischen dem Alkoholismus und den wirtschaft- Fraktion hat recht daran gethan, daß sie bei der Beratung der breitet ist, aufzuklären. Böllige Abstinenz predigen wir nicht. Die lichen Verhältnissen ist einleuchtend, und wenn immer darüber Novelle zur Gewerbe- Ordnung gegen die fakultative Einführung der im Reiche herauszugeben. Dieselbe soll ungefähr drei Monate vor konsumieren, so beweisen die Haushaltungsbudgets, daß die torische Einführung forderte. gejammert wird, daß die Arbeiter so viel geistige Getränke Proportionalwahl für die Gewerbegerichte stimmte und die obligaEs giebt eben in unfren Reihen dem Wahltermin erscheinen und in späteren Auflagen ergänzt Arbeiter für den Alkohol verdammt wenig übrig haben. So noch Gegner des Proportional- Wahlsystems. Ich halte es für unzuschlimm wie es dargestellt wird, ist die Sache nicht. Ich mache aber läffig, daß einzelne Genoffen gegen die Proportionalwahl eifern. Das 56. Parteigenoffen in München: Es sei baldmöglichst die auf die Konsequenzen aufmerfiam Jm Korrespondent der muß der Parteitag mißbilligen und gleichzeitig bürgerlichen Angriffen Herausgabe einer Broschüre zu besorgen, in welcher die Landtags- Abstinenten" beißt es in einem Aufsatz über die Bekämpfung der gegenüber das Verhalten der Fraktion billigen. In Frankfurt haben Wahlgefege der verschiedenen deutschen Bundesstaaten, einschließlich Geschlechtskrankheiten, daß da nur die völlige Abstinenz hilft und wir das Proportional- Wahliystem für die Gewerbegerichte eingeführt, der Reichslande und Hanſeſtädte, enthalten sind. Desgleichen soll daß diese nur durchgeführt werden könne in engster Verbindung mit wir werden dadurch einige Arbeitnehmer- Size verlieren, aber Arbeitan der Hand von praktischen Beispielen das Wahlverfahren in den der Enthaltung vom Alkoholgemiß. Sehen Sie, das wäre schon ein geber- Size gewinnen. Stimmen Sie der Resolution zu, damit unsre einzelnen Staaten geschildert werden; sowie die verschiedenen Ab- andrer Weg auf dieser Bahn. Es würde dadurch in die persönliche Gegner nicht jagen fönnen, wir behalten unser Programm in der änderungsanträge bezüglich der Wahlgefeße, wie sie von unsrer Freiheit des einzelnen eingegriffen wie sonst in feiner andren Partei. Tasche. Genossen eingebracht wurden, angefügt sein. Zum Schluß foll in Es bedeutete das einen Rüdichritt in die Zeiten der Ritterorden des Pfannkuch: Ich weiß nicht, ob es zweckdienlich ist, das, was unfrem Bunft I unfres Programms fordern, dargelegt werden.Dei gedrängter Form das System der Proportionalwahl, wie wir es in Mittelalters, die den Stampf für Armut, Keuschheit, Mäßigkeit und schon in unserm Programm ausgesprochen ist, noch einmal in einer den Kampf gegen die Abergläubigen auf ihre Fahne geschrieben Resolution zu fordern. Das balte ich für überflüssig, wir haben 67. Parteigenoffen in Köln a. Nh.: Vor den nächstjährigen hatten. Die Empfehlung von Trinkerasylen und dergl. wird die Re- unfre Kraft zunächst daran zu setzen, das allgemeine, gleiche, direkte Reichstagswahlen rechtzeitig ein kleines, handliches A- B- C- gierungen ermuntern, auf der Bahn reaktionärer Maßnahmen fort- Wahlrecht in den Einzelstaaten und den Gemeinden zu fordern. Büchelchen herauszugeben. In dem Büchelchen sollen nur die für zuschreiten. Man bilde sich doch nicht ein, daß sich auf diesem Gebiet Später wird man dann die Einführung des Proportional- Wahlden Kleinkampf( z. B. bei der Agitation am Biertisch und der durch Zwang etwas erreichen läßt. Das kann man jedem einzelnen rechts in die Wege leiten können. Wo dies Wahlrecht sich ferFlugblattverbreitung 2c.) notwendigsten 8ahlen, Daten und überlassen. Wir dürfen aber auch unsre Redacteure nicht zwingen, möglichen läßt, wird unfre Partei sich dem natürlich Citate nach die Materie leicht faßlich kennzeichnenden Stichworten gegen ihre Ueberzeugung für diese Sache Propaganda zu machen. nirgends widersetzen.( Sehr richtig!) Auch ich halte mit alphabetisch geordnet enthalten sein. Der Preis des Büchelchens soll( Sehr wahr!) Denten Sie einmal, daß bei uns im Süden, wenn Schmidt Frankfurt die der Vertretung Minoritäten für bei Massenbezug 30 Bf. nicht übersteigen. der Herbst kommt und die Winterfeste stattfinden, wo alt und jung ein völlig berechtigtes Berlangen. Gegen die obligatorische 68. Parteigenoffen in Düsseldorf: 8ur nächstjährigen Reichs- heiter ist und wo auch der Aermste sich ein Vergnügen leisten kann, Einführung des Proportional- Wahlsystems bei den Gewerbegerichten tagswahl wieder ein Handbuch für Reichstagswähler analog dem da kommt es natürlich vor, daß auch mal eins über den Durst gewäre selbstverständlich kein Wort zu verlieren gewesen, aber wir 1898 erschienenen herauszugeben, unter besonderer Berücksichtigung trunken wird. aber ein Verbrechen ist das nicht, da kann alles ver- brauchen nicht nachgiebig und großherzig beiseite zit stehen, wo gnügt sein, nur der Parteifflave muß nach Hause gehen und eine andre Parteien auf Grund des Proportional- Wahlsystems Nugen haben Fastenpredigt über Alloholismus schreiben.( heiterfeit.) Der arme würden. Wir verlangen das Proportional.Wahlsystem für all und Teufel tann mir leid thun.( Große Heiterkeit und Beifall.) jeden, dazu ist aber im Augenblick die Zeit noch nicht gekommen. Ich bitte Sie, die Resolution 116 abzulehnen. werden. des Centrums. 69. Parteigenoffen in Iserlohn: Wiederum ein Handbuch für socialdemokratische Wähler herauszugeben, wie bei den Reichstagswahlen 1898, wovon jeder Ort 9 Exemplare gratis erhält. 70. Parteigenossen in Lü bed: Das Handbuch für socialdemokratische Wähler zur nächsten Reichstagswahl so frühzeitig herauszugeben, daß es Genossen, welche agitatorisch wirken, ermöglicht wird, genügende Einsicht in dasselbe zu nehmen, um es bei der Reichstagswahl auch in wirksamer Weise verwerten zu können. 71. Parteigenosse Karl Meist, Köln: Ein parlamentarisches Handbuch zur besonderen Benutzung bei der bevorstehenden Reichs tagswahl herzustellen. Dasselbe ist zu einem möglichst billigen Preise abzugeben. München. 90. Die Section Süden des socialdemokratischen Vereins Der Parteitag wolle festsetzen: Welche Schritte können unter nommen werden, um die Staatsangehörigkeit in den verschiedenen Staaten Deutschlands zu erleichtern." " " Pfannkuch: Genosse Meister lächelt mich so freundlich an, er denkt, daß ich nach meinem Rat beim Fest im Sadbräufeller, fleißig zu trinken, nicht der richtige Mann für diese Frage sei. Das soll mich aber nicht abhalten, den Antrag Fischer zu verteidigen. Bisher schon hat der Sitten im Lande beigetragen.( Sehr richtig!) Ihre öffentliche die Socialdemokratie durch ihre Wirksamkeit vielfach zur Verbesserung Thätigkeit wirkt wesentlich auf eine Verminderung der Roheit und der Roheitsdelikte ein. Das ertennen auch die Gegner an. In den Südgang aller Arten von Verbrechen zu verzeichnen. So hat die Social Gegenden, wo die Socialdemokraten dominieren, ist ein wesentlicher alfoholischer Getränke. Blos hat mit Recht hervorgehoben, daß das demokratie auch eingewirkt auf die Eindämmung des unsinnigen Genuffes Bestreben der Alkoholgegner darauf ausgeht, uns die Abstinenz bewegung aufzuhalsen.( Sehr richtig.) Dazu fühlt die deutsche Socialdemokratie weder Beruf noch Neigung. Die Alkoholfrage ist feine Barteifrage, sondern Privatfache. Wir erkennen an, daß der übermäßige Alfobolgenuß schädlich ist und so wie wir ihn bisher bekämpft haben, wollen wir ihn auch weiter bekämpfen. Es handelt sich um eine hygienische Frage, die auf einen Kongreß von Fachleuten gehört. Die ursprüngliche Schärfe ist der Resolution Fischer dadurch genommen, daß nicht über die Anträge zur Tagesordnung übergegangen, sondern daß sie für erledigt erklärt wird. Mit diesem Entgegenkommen sollten sich die Abstinenten zufrieden geben. Eberhard- Forst * 40. Parteigenossen in Schleswig: Der Parteitag empfiehlt der Parteipresse, der Alkoholfrage mehr als bisher Aufmerksamkeit zuzuwenden, und beständig in geeigneter Weise auf die Gefährlichkeit des Alkoholismus für die flaffenbewußte Arbeiterschaft hinzuweisen. * 41. Parteigenoffen in Triberg: Der Parteitag empfiehlt der Parteipresse, der Alkoholfrage mehr als bisher Aufmerksamkeit zu zuwenden und beständig in geeigneter Weise auf die Gefährlichkeit des Alkoholismus für die klaffenbewußte Arbeiterschaft hinzuweisen, 43. Parteigenossen von Berlin VI, Elise Haubold und sechs Genossen aus Arnstadt, Karl Fritz und zwölf Genossen in( Bravo!) Gotha, Ostar Pfau und 156 Genossen in Stuttgart, Parteigenossen in Berlin II, Felix Fränkel und 27 Genoffen in schließt sich dieser Ansicht an und bedauert, daß manche Abstinenten Berlin, Joh. Wellmauer und 20 Genossen in Berlin, Partei- auf die Partei schimpfen und behaupten, daß sich die Partei mit der genossen in Stettin, Parteigenossen in Breslau, W. M. Miethke Altoboffrage nicht befassen wolle. Von niemand wird der übermäßige in Charlottenburg, Parteigenossen des 1. Württem Alkoholgenuß so bekämpft wie von der Socialdemokratie. In der bergischen Wahlkreises, Dr. med. Georg Keferstein in Laufizer Webergegend, wo an den blauen Montagen und Dienstagen Steglig bei Berlin, Parteigenossen von Mey in Lothr.: vor 5-6 Jahren noch sehr viel Schnaps getrunken wurde, ist jetzt, wo Der Parteitag empfiehlt der Parteipreffe, der Alkoholfrage mehr als die Arbeitszeit beschränkt ist und die Socialdemokratie Boden gebisher Aufmerksamkeit zuzuwenden und beständig in geeigneter Weise wonnen hat, der Schnapsgenuß sehr zurück gegangen. In der auf die Gefährlichkeit des Alkoholismus für die klassenbewußte gestrigen Abstinentenversammlung wurde bereits angeregt, auch die Arbeiterschaft hinzuweisen. Tabaksfrage auf die Tagesordnung zu ſeßen.( Hört!) 120. Resolution. Ein Antrag auf Schluß der Debatte, den Braun- Nürnberg " In Erwägung der Thatsache, daß neben den socialen Quellen begründete und Ehrhart Ludwigshafen bekämpfte, wird anges des Alkoholismus auch die Trinksitten und die mangelhafte Auf- nommen. klärung der Massen über die Wirkung der geistigen Getränke als Die Abstimmung über die Resolution Fisher erfolgt Ursachen derselben anzusehen sind, empfiehlt der Parteitag der auf Antrag Steil- Stuttgart abschnittweise. Die Resolution wird in Parteipresse und den Parteigenossen das Studium der Alkoholfrage Absatz 1 und 4 mit übergroßer, in Abfaz 2 und 3 mit etwas geund besonders der neueren medizinischen Forschungen über die ringerer Mehrheit und schließlich als Ganzes mit übergroßer MehrAlkoholwirkungen. Der Parteitag geht dabei von der Ueberzeugung beit angenommen. aus, daß jede schon heute mögliche Zurüddämmung des Alkoholismus eine Stärkung der Kampfesfähigkeit des Proletariats in sich schließt." Heinr. Mahlte. 121. Resolution zu den Anträgen betr. Alkoholfrage. Der Parteitag erkennt rückhaltlos die Gefahren an, die aus einem übermäßigen Genuß alkoholischer Getränke für den Kampf um die politische und wirtschaftliche und damit die physische und geistige Befreiung der Arbeiterklasse entspringen; der Parteitag ist aber nicht in der Lage, die Agitation für die völlige Abstinenz von alkoholischen Getränken als eine der Aufgaben der Partei oder die Verpflichtung zur Abstinenz als Voraussetzung für die Parteizugehörigkeit zu erklären; die deutsche Socialdemokratie ist eine politische Partei, die ihre politischen und wirtschaftlichen Grundsäge in ihrem Programm niedergelegt hat, daher muß es der Parteitag ablehnen, über Fragen ein Urteil zu fällen, die, wie die Frage der absoluten oder relativen Schädlichkeit des Alkohols, in das Gebiet der Specialwissenschaften gehören. In der Erwägung, daß die deutsche Socialdemokratie es von jeher als ihre Aufgabe betrachtet hat, die Arbeiterklasse nicht bloß törperlich, sondern auch geistig und sittlich zu heben und sie so zur Führung ihres Befreiungstampfes immer mehr zu befähigen, geht der Parteitag über die Anträge betreffend die Altobolfrage zur Tagesordnung über. Fischer Berlin und 24 Genossen. Es folgen die sonstigen Resolutionen"). Resolution 84 wird an Gunsten der Refolution 100 Wehl zurückgezogen. Weiterhin wird Resolution 85 zu Gunsten der Resolution 128 Quremburg zurückgezogen. Resolution 87*) Erb- Hamburg wird dem Parteivorstand überwiefen als Material zur Vorbereitung der Vorlage über die Gemeinde*) 87. Parteigenosse John Erb, Hamburg: 8ur Hebung der fanitären Verhältnisse des Deutschen Reiches erflärt der diesjährige Parteitag es für eine absolute Notwendigkeit, daß folgende Forderungen durch reichsgesetzliche Bestimmungen nach einheitlichen Plänen geregelt werden: 1. Das Bau- und Wohnungswesen. 2. Die Reinbaltung der Wasserstraßen( Flüsse usw.). 3. Die Nutzbarmachung der Abwässer, Kloaken, zum Vorteile der Landwirtschaft, insbesondere des Waldbestandes. 4. Die Errichtung einheitlicher Sanatorien( Krankenhäuser). 5. Diese Sanatorien sollen Abteilungen erhalten: a) für alle vorkommenden Krankheiten; b) besonders für Nervenkranke unter successivem Wegfall der Irrenanstalten; 0 Engler- Freiburg bittet um Annahme der Resolution. Es ist eben nicht bei allen Genossen selbstverständlich, daß sie für die Forderungen unsres Programms eintreten.( Pfannkuch ruft: das ist sehr schlimm!) In vielen Arbeiterkreisen herrscht noch sehr wenig wird es oft sehr schwer empfunden, daß wir trotz sehr starker Verständnis für das Proportional- Wahlsystem. Auf der andren Seite d) Bevorzugung derjenigen Aerzte, welche sich dem besonderen Studium der kombinierten Heilanwendung der angeführten Heilfaftoren widmen und Gegner von zweck und mußlofen Experimenten( Vivisektion, Impfzwang) find; e) In jedem Sanatorium ist die Vorkehrung zu treffen, daß jedweder Stranke jeder Zeit mit seinen Angehörigen brieflich vertehren kann, daß das Briefgeheimnis gegenüber tranten Perfonen gewahrt wird. 6. Jede Gemeinde ist verpflichtet, eine Jury einzusetzen von drei oder mehreren vorurteilslosen Personen aus dem Volke, welche als Rechtsbeistand eines jeden Kranken fungieren und demgemäß alle Klagen, Beschwerden des Kranken und seiner Angehörigen prüfen und so weit angängig Abhilfe schaffen. In jedem Falle muß die Berson des Kranken respektiert werden und sein Wille nach Möglichkeit Berücksichtigung finden. 7. Jede Gemeinde ist ferner verpflichtet, für die in dem Gemeindebezirk geborenen oder seßhaften Strüppel und schwer Nerventrante insofern zu sorgen, daß selbige einer sofortigen Heilung entgegengeführt werden, daß ferner für Krüppel, wenn notwendig, die praktischen fünstlichen Glieder usw. durch die Gemeinde angeschafft werden. 8. Die Korrigierung, Erneuerung solcher Apparate bestimmt das Aerztekollegium des vorhandenen Sanatoriums; ist eine Ge meinde zu arm, so ist Zuschuß vom Reiche zu gewähren. 96. In Erwägung, daß sich in letter Zeit das Bestreben kund giebt, die Genossen zu allerhand Vergnügungs- und UnterhaltungsKlubs heranzuziehen, dadurch aber den Gewerkschaften, sowie der Partei die Mittel entzogen werden, spricht der Parteitag die Erwartung aus, daß die Genossen allerorts sich derartiger Bestrebungen, bezw. Teilnahme daran, enthalten. Paul Hoffmann. 100. Resolution. Der Parteitag wolle befchließen: die Genossen zu verpflichten, im ganzen Lande Volksversammlungen abzuhalten, welche sich mit dem Fleischwucher beschäftigen und gegen die Politik der Lebensmittelverteuerung zu protestieren haben. Ferner: die socialdemokratische Fraktion zu ersuchen, bei Eröffnung des Reichstags eine Interpellation über die Fleischnot und Viehsperre an die Regierung zu richten; des Weiteren die socialdemokratischen Gemeindevertreter zu ersuchen, die Abschaffung bezw. Sistierung des Octroi auf Fleisch und Fleischwaren zu beantragen. Klara Weil, genügend unterstügt. 116. Resolution. Der Parteitag erklärt: Da unser Parteiprogramm mit in erster Linie auch die Ein führung des Proportional- Wahlsystems für alle Wahlen fordert, so ist es Pflicht aller Parteigenossen, für die baldige Durchführung dieses Systems für alle Wahlen in Reich, Staat und Gemeinde nach Möglichkeit zu wirken. Unter feinen Umständen aber ist es zulässig, sich der allgemeinen Einführung dieses Systems zu widersetzen. Schmidt- Frankfurt. 125. Unterzeichnete Genossen beantragen, den Beschluß des Parteitages in Erfurt vom 21. Oftober 1891, soweit er sich auf Herrn Wildberger bezieht, außer Wirksamkeit zu setzen. Wilhelm c) Abteilungen, um in erster Linie durch die Naturkräfte Freythaler. Emil Mummiert. Schubert. Eugen Ernst. Binte. ( Sonnenlicht, Luft, Bäder, Wahl der Diät), in zweiter Linie Wels. W. Herrmann. Basner. Traczyk. Zucht. Zucht. Hackelbusch. durch die technischen Hilfskräfte( Chirurgie, Orthopädie, C. Bittner. St. Dieseler. C. Boeske. Zubeil. Freiwaldt. Arthur Elektricität, Gymnastit, Massage) zweckentsprechende Heilerfolge Stadthagen. Ehrhart. Antrick. Auer. Auer. Brühue. Leo Arons. zu erzielen; Klara Bettin. Pfannkuch. Singer. Bebel. Meister. Greifenberg. Sie haben mit Ich danke ferner der Kommission, die fleißig für den Parteitag Minoritäten teine Vertretung in den Gemeinde- Körperschaften haben. I will ich an einem konkreten Beispiel erklären. Die Einführung dieses Wahlsystems für die Gemeinden wird den Recht dem ausgezeichneten Referat Moltenbuhrs die höchste Wert- gearbeitet hat, der Kommission für die Prüfung der Mandate und Arbeitern nach und nach vertraut machen mit der Forderung dieses schägung erwiesen und beschlossen, es im Drud erscheinen zu lassen. der Beschwerden, die ihre Arbeit geleistet hat und sich selbst dadurch Systems auch für andre Körperschaften." Molkenbuhr ist neben seiner parlamentarischen Thätigkeit, die ihn ausgeschlossen hat von der Teilnahme an den Verhandlungen. Dies Krause- Cheminiz: Ich stehe persönlich auf dem Standpunkt, außerordentlich in Anspruch nimmt, auch durch seine Agitationsthätigkeit Opfer hat sie gebracht im Interesse des Parteitages. daß diese Resolution abzulehnen ist. Wenn aus Frankfurt und Süd- sehr beschäftigt. Es würde ihm gewiß die Zeit gemangelt haben, deutschland betont wird, daß wir das Proportional- Wahlsystem ein- fein Referat vorher druckfertig auszuarbeiten und uns einzusenden. führen müßten, so geschieht das, weil man dort mehr als anderswo Wir mußten damit zufrieden sein, daß wir die Resolution mit dem den Standpunkt der Parität eingenommen hat. Es mag dem Grundgedanken seines Referates von ihm eingesandt erhielten. AehnAntragsteller bei seiner Resolution vorgeschwebt haben, daß man in lich wird es auch in andren Fällen liegen. Wenn die Anträge 118 Berlin das Proportional- Wahlsystem abgelehnt hat, das ist aber und 124 der Parteileitung zur Beachtung empfohlen werden, so glaube ich, wird auch den Antragstellern Genüge geschehen sein. nicht maßgebend. Ein Antrag auf Schluß der Debatte, von Schöpflin Leipzig Singer bemerkt, daß Antrag 124 jezt noch nicht zur Debatte befürwortet, von Eduard Schmid München befämpft, wird steht. Antrag 118 wird dem Parteivorstand zur Berücksichtigung überwiesen. Den Antrag 124 begründet angenommen. Die Mesolution 116 wird abgelehnt. M Wenn ich sagte, daß die Münchener Tage in der Partei nicht vergessen werden, so bezieht sich das nicht nur auf den Gegenstand, den ich eben dabei hervorgehoben habe, es bezieht sich auch auf die Arbeiten, die wir hier geleistet haben. Manche von uns, vor allem aber die Gegner und ihre Presse, haben geglaubt, daß hier in München ein Parteitag stattfinden würde, auf dem die Zerrissenheit, die Spaltung der Partei, den Hoffnungen der Gegner entsprechend, endlich einmal zur That wird. Ich habe nicht die Hoffnung, die Gegner in dieser Beziehung irgendwie belehren zu fömen. Die Gegner haben die Partei schon so oft auseinander fallen lassen, daß es auf einmal mehr oder weniger nicht ankommt.( Heiterkeit und Sehr gut!) Wer aber objektiv, ohne sich selbst Illusionen zu machen, die Frau Lily Braun: Den Ausführungen des Genossen Schultz kann ich mich voll- Berhandlungen des Parteitages verfolgt hat, der muß anerkennen, ständig anschließen, der Verwirklichung meines Antrages stehen keine dag trotz der Meinungsverschiedenheiten in Einzelfragen bei uns Singer: Die Antragsteller haben es mir nahegelegt, den Partei Schwierigkeiten entgegen. Ich will ja nur, daß Referate, die doch Ich will ja nur, daß Referate, die doch alle fich einig wissen in derjenigen Thätigkeit, die tag aufzufordern, diese Resolution als Manifestation gegen die principielle Fragen betreffen, vorher gedruckt werden, wie es auf zunächst unsre allererste und ernsteste Aufgabe ist, in der Thätigkeit zarische Brutalität zur Ehre und Bewunderung unsrer ruffifchen wissenschaftlichen Kongressen und bei unsrer italienischen Bruderpartei die Gesetzgebung so zu gestalten, daß die Arbeiterklasse bessere Genoffen einstimmig ohne Debatte anzunehmen.( Lebhaftes Bravo!) der Fall ist. Alle Referate können natürlich nicht vorher gedruckt Lebens- und Arbeitsbedingungen erlangt, in der Thätigkeit, die Erhebt sich dagegen Widerspruch? Das ist nicht der Fall, ich fonstatiere sein, aber bei wissenschaftlichen Fragen von principieller Bedeutung darauf hinausgeht, politische Zustände in Deutschland zu schaffen, die die einstimmige Annahme der Resolution.( Lebhafte Zustimmung!) ist das wohl möglich. Ich will meinen Antrag dahin abändern, daß es ermöglichen, Deutschland wirklich einen Stulturstaat zu nennen. Vor Eintritt in die Beratung des Antrags 125 erfärt Singer: ich von der Veröffentlichung des Wortlautes der Referate absehe Da wissen wir uns alle einig, und einmütig kämpft da der eine mit den andren, es herrschen feine Meinungsverschiedenheiten.( Lebhafter Der Antrag trägt im Gegensatz zu unsrer sonstigen Gepflogenheit und mich mit der Veröffentlichung der Grundzüge begnüge. Beifall!) Das sollten die Gegner endlich einsehen. die Unterschriften aller Antragsteller. Das ist deshalb geschehen, damit die Genossen sehen, daß er von den in Berlin domizilierenden Es folgt die Beratung der Resolution 128.( Jm zweiten Absatz Beile 7 find die Worte wie ein Mann erhaben wird" ersetzt durch einmütig zusammenfindet".) einstimmung mit den Berliner Genossen gestellt ist. Zur Begründung erhält das Wort Pfannkuch: Der Begriff, was eine principielle Frage ist, ist nicht immer Partei- Instanzen sowohl wie von der Kontrollkommiſſion in Ueber- festzustellen und organisatorische Fragen von dauernder Bedeutung giebt es überhaupt nicht. Ich glaube, Sie können sich damit begnügen, den Antrag dem Parteivorstand zur Berücksichtigung zu über weisen. Schmidt- Frankfurt a. M. Wolderski Berlin: Ich bitte Sie um Annahme des Antrages; es handelt sich zwar um eine specielle Berliner Lofalangelegenheit, aber da es ein Parteitag. der zu Erfurt, war, wo der Ausschluß Wildbergers erfolgte, so muß auch die höchste Justanz eines Parteitages diesen Beschluß wieder aufheben, wenn der richtige Beitpunkt dazu gekommen ist. Ueber 10 Jahre sind nun seit dem Ausschluß verflossen. Wildberger, der außerhalb der Partei gestellt ist, hat sich immer mit ganzem Herzen mit der Partei indentifiziert. Im Streit der Meinungen sind damals Lie Entgleisungen geschehen, der Selbsterhaltungstrieb der Partei machte damals ein rücksichtsloses Vorgehen nötig. Inzwischen hat eine Reihe von Parteigenossen, die nach Erfurt beiseite traten, wieder Frieden mit der Partei gemacht. Jetzt sollten wir auch Wildbergers Rückkehr nicht erschweren. Seine Familienangehörigen empfinden es als eine Aechtung, daß er ausgeschlossen ist. Stimmen Sie deshalb unsrem Antrag zu.( Lebhafte Zustimmung.) Schmalfeld- Bremerhafen: Der Antrag weckt bei uns Erinnerungen, die nicht gerade erfreulicher Natur find. Eben war das Socialistengefeß gefallen, die Partei formierte sich aufs neue und sofort segte eine be: deutende Opposition ein. Da war die Erregung der Partei mehr als natürlich. Hunderte und Aberhunderte von Menschen hatten sich während des Socialistengesetzes zu Polizeispieldiensten hergegeben und für Judaslohn ihre Gefährten verraten. Da hatte die Partei alle Ursache, auf der Hut zu sein. Da ist es erklärlich, daß die Opposition der sogenannten Jungen" nicht mit der Ruhe behandelt wurde, wie wir sie heute behandeln würden. Den Jungen" muß es unter allen Umständen zu gute gerechnet werden, daß sie das Gute für die Partei wollten und daß böse Absichten bei ihnen nicht vorgelegen haben. Für die Partei aber galt es, die Truppen zu sammeln und es durfte keine Störung geduldet werden. Zu ungelegener Zeit hob die Opposition un gerechtfertigte Angriffe gegen die Partei. Auch wir litten damals an Hochgradiger Nervosität, die nicht nur die Jungen, sondern auch andere Parteigenossen, wenn sie Opposition machten, sofort zu spüren bekamen. Auch mir erging es so. Kaum war ich aus Erfurt zurückgekommen, da wurde im Hamburger Parteiorgan die Frage erörtert, ob ich wirklich noch in der Partei bleiben könne. Was das heißt, wird jeder fühlen, der innig mit der Partei berwachsen ist, mit allen Fasern an ihr hängt. und alles für Sie geopfert hat. Ihm tann nichts Schlimmeres paffteren, als wenn er infam aus der Partei ausgeschlossen wird. Inzwischen hat sich manches gemildert. Die Partei der Brüderlichkeit sollte auch die Partei sein, die vergeben und vergessen kann.( Bravo!) Elf Jahre stehen die damals Ausgeschlossenen außerhalb der Partei und das ist eine schwere Strafe gewesen. Deshalb sollten wir nicht bloß Wildberger wieder aufnehmen, sondern reine Arbeit liefern und den Beschluß vom 21. Oftober 1891, so weit er sich auf die Jungen bezieht, aufheben. Damit wäre die Bahn auch für die übrigen frei gemacht.( Bravo!) Dieses Beschlusses haben wir uns nicht zu fchämen, es ist ein hochherziger Beschluß, der uns allen zur Ehre gereicht.( Lebhafter Beifall.) Hierauf wird der Antrag Schmalfeld ohne weitere Debatte mit großer Mehrheit angenommen.( Bravo!) Es folgt die Beratung derjenigen Anträge, die sich auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages beziehen; die Anträge 77-79 find bereits durch den in der Alkoholfrage gefaßten Beschluß erledigt, Antrag 80 wird nicht unterstüßt, Antrag 107 ist zurückgezogen. Es bleiben noch übrig die genügend unterstügten Anträge 118 und 124.*) Den Antrag 118 begründet Schulz- Magdeburg: Wir haben auf diesem Parteitag, wie auf allen unsren Parteitagen, Arbeiten geleistet, die, wie wir hoffen und glauben dürfen, der Partei zum Vorteil gereichen. Wir haben wichtige Gegenstände verhandelt, wir haben die Arbeiter- Versicherung, die bei den gefeßgebenden Verhandlungen der nächsten Beit eine Hauptrolle spielen wird, vorbereitet. Die Partei hat hier in München die Grundsäge festgelegt, nach denen wir die Arbeiterversicherung ausgestattet zu sehen wünschen, und es wird Aufgabe aller Genoffent sein, diese Grundsäge in der Presse und in Versammlungen zu propagieren, damit der socialdemokratischen Fraktion des Reichstags die nötige Unterstügung zu teil wird. Wir haben auf dem wichtigen Gebiet der Gemeindepolitik den Anfang damit gemacht, allgemein gültige Grundsäge für das ganze Reich festzustellen, und wenn diese Arbeit auch noch nicht zu Ende geführt ist, so wird das doch der Sache nicht zum Schaden gereichen. Der Berichterstatter, Genosse Lindemann, dessen gutes und sicheres Referat die Grundlage für die Hierzu liegen vor die Anträge 83a( Parteitag des nächsten Jahresweiteren Arbeiten bilden wird, ist der erste, der anerkennt, daß eine Mitteldeutschland) und 94. Nur der erstere findet die nötige Frage von solcher Wichtigkeit nicht furzer Hand erledigt werden Unterstügung. fann, wenn, wie es der Fall ist, Meinungsverschiedenheiten über einzelne Forderungen vorhanden sind. tritt für den Antrag ein. Die vorherige Veröffentlichung der Grund züge der Referate werde zu einer Diskussion in der Presse Veranlaffung geben und eine Klärung der Ansichten herbeiführen. Damit schließt die Debatte. Der Antrag 124, in der von der Antragstellerin in ihrer Begründung angeregten abgeänderten Fassung wird dem Parteivorstand zur Berücksichtigung überwiesen. Es folgen die Anträge über Zeit und in Ort des nächsten Parteitages. Dr. Borchardt- Charlottenburg begründet 83a. Nachdem der vorige Parteitag in Norddeutschland und der diesmalige in Süddeutschland stattgefunden haben, glauben wir, daß nun Mitteldeutschland an die Reihe kommen muß.( Bustimmung.) Im besonderen wären wir für Sachsen, vorausgesetzt, daß keine polizeilichen Schwierigkeiten vorhanden sind, sonst bringen wir Magdeburg in Vorschlag. Evert- Bremen wendet sich gegen den Antrag. Die Hauptsache fei, daß der vorgeschlagene Ort alle Einrichtungen besige, um die Geschäfte des Parteitages glatt erledigen zu können. Seifert- Mannheim tritt für Mannheim ein, wenn nicht diesmal dann das nächste Mal.( Heiterfeit.) Singer stellt nunmehr auch die Anträge 72 bis 76, 104, 117 und 129 zur Debatte. Wir haben aufs neue unsere Stellung zur der internationalen Socialdemokratie bekundet; durch den einstimmig gefaßten Beschluß, zahlreich in Amsterdam zu erscheinen, haben Sie gezeigt, daß die Bruderparteien aller Länder zu jederzeit auf die deutsche Socialdemokratie rechnen können.( Zustimmung.) Wir haben vor allem den Punkt der Tagesordnung, der uns zu allererst in die praktische Arbeit führen wird: die bevorstehenden Reichstagswahlen, in einer Weise erledigt, daß unsre Gegner darüber klar werden müssen, daß der famose Gedanke vom Kartell der sogenannten Opposition, von den Nationalliberalent bis hinüber zur Socialdemokratie, bei keinem einzigen unsrer Genossen auch nur einen Anklang von Verteidigung findet.( Zustimmung.) Wir haben in unsrem Beschluß erklärt, daß wir unser Ziel nur erreichen können, gestützt auf die eigne Kraft. 72 Stottbus, 83 Stettin, 104 Bielefeld finden nicht die erforder- Wir werden den Kampf führen in der principiellen Weise wie Wir haben den Genossen im liche Unterstützung; 74 empfiehlt Bremen, 75 Mannheim, 76 Dresden, bisher alle unsre Kämpfe. Lande die Richtschnur gegeben, auf daß ich zweifle nicht 117 Jena und 129 Leipzig. Leber- Jena: Nach Bremen fönnen wir im nächsten Jahre nicht daran, unsre Beschlüsse allerorts und allerseits respektiert werden. gehen, nachdem erst der vorjährige Parteitag in Lübeck stattgefunden wir gehen einem arbeitsreichen Jahre entgegen, einem Jahre reich hat. Was Dresden anlangt, so weiß ich nicht, ob wir dort so un- an Kämpfen, aber, wie ich überzeugt bin, auch reich an Erfolgen. Wir haben nun den Und wenn wir heute zurückblicken auf die Bergangenheit, so gehindert wie es notwendig ist, tagen können. Gedanken gefaßt, daß der Parteitag auch einmal in Jena stattfinden dürfen wir uns sagen, daß wir unsre Schuldigkeit gethan haben. fönnte. Jena ist nicht mehr das Philisternest wie früher,( Heiterfeit.) 25 Jahre sind bei der nächsten Wahl seit Erlaß des Socialistens Für Quartier usw. wird genügend gesorgt sein. gefezes verflossen, des Gesetzes, das bestimmt war, die SocialZubeil- Berlin: Wir sind der Meinung, daß wieder einmal das demokratie zu vernichten. Aber die Socialdemokratie war es, die Centrum Deutschlands an die Reihe kommen muß, wohin auch die dies Gesetz seinem Vater, dem Fürsten Bismard, zerrissen vor die ärmeren Streise wegen der weniger langen Eisenbahnfahrt Delegierte Füße geworfen hat. Was ist unter dem Socialistengesetz, was ist Die zahl entienden können. Die Bedenken. daß in Dresden polizeiliche nach dem Socialistengesetz aus der Partei geworden? die Presse, die VerEingriffe zu befürchten feien, kann ich nicht teilen. Die Zeiten reiche Beschichung unsrer Parteitage, haben sich geändert. Bedenken Sie, daß wir früher auch in Bayern eine, die Agitation und vor allen Dingen die Wahlen haben feinen Parteitag abhalten konnten. Jetzt würde selbst Mecklenburg deutlich bewiesen, daß die socialdemokratische Partei Deutschlands zwar von der Macht der Reaktion einmal geschädigt, berührt werden uns feine Schwierigkeiten mehr bereiten. Zustimmung.) Ebert- Bremen: Ich bitte Sie dringend der Einladung der kann, daß man ihr allerlei Hindernisse in den Weg legen, daß man Bremer Genossen Folge zu leisten, wir haben Sie schon mehrmals ihre Borkämpfer ins Gefängnis werfen kann, daß aber die be= eingeladen, leider vergebens. Wir haben ja in Brenien heute eine freiende Idee des Socialismus, die befreiende Thätigkeit der Partei geordnete Parteibewegung, aber doch einen sehr schwierigen Stand. in keiner Weise eingeengt werden kann durch Polizeimaßregeln, Deswegen ist uns jede Unterstützung unsrer Agitation willkommen. mögen sie den Einzelnen noch so schwer treffen. Die 25 Jahre haben Der Beschluß, den nächsten Parteitag in Bremen abzuhalten, würde den Beweis geliefert, was die deutsche Socialdemokratie zu leisten die Bremer Genossen veranlassen, alles zu thun, um bei der nächsten Reichs- im stande ist. Getrost dürfen wir der Zukunft ins Auge schauen. tagswahl das Mandat wieder zu erobern, sodaß zum Parteitag die rote mit Sicherheit dürfen wir darauf rechnen, daß auch das nächste Fahne über Bremen weht. Auch die geographische Lage Bremens ist durch Jahr, welches uns vor die Reichstagswahlen und vor eine Reihe aus nicht ungünstig. Bremen hat als der bedeutendste Auswanderungs- andrer Wahlen stellt, nicht nur ein Jahr der Arbeit, sondern auch hafen( Große Heiterkeit) vorzügliche Eisenbahnverbindungen. Von ein Bremen aus werden die Genossen die beste Gelegenheit haben, den Jahr des Ruhmes, ein Jahr des Sieges sein wird.( Lebhafte internationalen Kongreß in Amsterdam zu besuchen.( Heiterkeit.) Auch Unfre Erfolge werden um so größer sein, je mehr jeder einzelne polizeiliche Eingriffe haben wir in Bremen nicht zu besorgen. von uns sich seiner Pflicht bewußt, alles aufbietet, diese Erfolge Ich brauche von dieser Stelle aus die Genoffen Sindermann- Dresden herbeizuführen. nicht an ihre Pflicht zu erinnern. Ich weiß, daß Sie fest entschlossen find, ihre Pflicht zu erfüllen. Aber angesichts des kommenden Jahres wollen wir dennoch von neuem geloben, alles aufzubieten, um bei Partei zu stärken. Wir wollen alles aufbieten, um auch innerhalb den nächsten Reichstagswahlen die Macht der Partei zu zeigen, die der heutigen Gesellschaft in die gesetzgebenden Körperschaften eine so stattliche Anzahl von Socialdemokraten hineinzubringen, daß man ohne die Socialdemokratie in Deutschland nichts mehr machen kann, auch keine Geseze mehr. Und wenn wir auch innerhalb der heutigen Verhältnisse die Gesetze noch nicht so gestalten können, wie wir es wünschen, so werden wir doch jedenfalls dazu im stande sein, sie besser zu gestalten, als unsre Gegner es wünschen. Beyer- Leipzig Die Notwendigkeit des Antrages ergiebt sich aus dem Schidial tritt für Dresden ein. Vereinsgefegliche Schwierigkeiten seien nicht der Resolutionen Moltenbuhr und Lindemann auf diesem Parteitage: 34 befürchten, Dresden liege geographisch sehr günstig, so daß es Es handelt sich bei den Referaten meist um Fragen, über die auch aus dem Osten beschickt werden könne. Die Genossen hätten in die Ansichten nicht geflärt sind. Wer sich informieren will, diesem Jahre die Vorzüge des Münchener Bieres kennen gelernt, sie könnten auch die des Bliemchentaffees kennen lernen.( Heiterkeit.) der kann das nicht, wenn die Resolutionen erst auf dem Parteitag verteilt werden. Die Resolutionen müssen eher im Wortlaut veröffentlicht werden. Große Arbeit erwächst den Referenten daraus empfiehlt Leipzig. Im nächsten Jahre seien 40 Jahre seit Gründung nicht, denn sie haben doch ihre Reflektionen gewöhnlich schon lange des Allgemeinen Arbeitervereins verflossen, man feiere also in Leipzig vor dem Parteitag fertig. Daß oft die Ansichten erst auf dem eine historische Erinnerung. Leipzig sei gut gelegen, an Lokalen Barteitag selbst geklärt werden, trifft nicht ohne weiteres zu, denn fehle es nicht, die Stadt besige eine Reihe von Vorzügen. Die der Referent, da er sein Material durchgearbeitet hat, ist sich doch Miẞstimmung gegen Leigzig sei unberechtigt. auch flar über das, was er will. Ich bitte Sie, den Antrag anzunehmen. Sollten Sie den weitergehenden Antrag 124 annehmen wollen, so bin ich bereit, meinen Antrag zu Gunsten des Antrags 124 zurückzuziehen. Pfannkuch- Berlin: Wir erkennen den Grundgedanken der Anträge 118 und 124 als berechtigt an. Aber die Annahme dieser Anträge würde nichts Wesentliches an den bestehenden Zuständen ändern können. Die Resolutionen zu den einzelnen Referaten müffen der Parteileitung, dem Parteivorstand und der Kontrollkommission vorher unterbreitet werden. Diese Körperschaften aber können doch nicht zu jeder beliebigen Zeit zusammentreten. Es geht also unter Umständen Schöpflin- Leipzig schließt sich den Ausführungen des Vorredners an und weist namentlich auf die bistorische Bedeutung von Leipzig hin. Damit schließt die Debatte. Der Antrag 83 a wird zurück: gezogen. Die Wahl erfolgt durch Auszählung. Es entfallen auf Bremen 29, auf Mannheim 17, auf Dresden 101, auf Leipzig 53 und auf Jena 9 Stimmen. Der nächste Parteitag findet also in Dresden statt.( Beifall.) Die Geschäfte des Parteitages sind damit erledigt. Singer: Die Geschäfte des Parteitages sind beendet. Ich bin mir sicher, Die Banner Mit diesen Vorsägen gehen wir an die Arbeit. hoch! Vorwärts zur Arbeit! Vorwärts zum Siege! Wie immer, wenn wir auseinander gehen, so fassen wir auch heute all unser Hoffen und Sehnen, alle unsre Wünsche und alle unsre Entschlossenheit zusammen in den Ruf, der zwar jetzt noch als Sturmruf die Welt durchhallt, der aber einst der Siegesruf sein wird: Die deutsche Socialdemokratie, sie lebe hoch! Die Versammelten stimmen dreimal in den Nuf ein und singen stehend den ersten Vers der Arbeiter- Marseillaise. Singer erklärt die Sigung für geschlossen. Schluß 6 Uhr. nicht alles so glatt, wie fich die Antragsteller es denken. daß ich aus dem Herzen jedes einzelnen Mitglieds des Parteitags Lehte Nachrichten und Depelthen. Noch schlimmer als mit dem Antrag 118, dessen Forderungen spreche, wenn ich den Münchener Genossen unsren allerwärmsten Dank soweit möglich schon jetzt erfüllt werden, steht es mit dem für ihre Thätigkeit ausdrücke, die sie dem Parteitag gegenüber entAntrag 124 von Lily Braun. Die Unmöglichkeit dieses Verlangens faltet haben.( Lebhafte, allseitige Zustimmung.) Nicht nur, daß 118. Die Berichterstatter über die einzelnen Punkte der Tagesordnung des Parteitages haben Resolutionen und Anträge, die sie dem Parteitag zur Annahme vorzuschlagen beabsichtigen, dem Partei vorstand so zeitig einzureichen, daß sie gleichzeitig mit den übrigen Anträgen schon vor dem Parteitag veröffentlicht werden können. Rudolph und 20 Genossen. Panik in einer Kirche. Frankfurt a. M., 20. September. Der Frankfurter Zeitung" sie thatkräftig vor und nach dem Parteitage uns in unfren Arbeiten wird aus New York gemeldet: Bei einem Kongreß der Negerunterſtügt haben, sie haben uns eine Reihe froher Tage bereitet. Baptisten- Gemeinschaft Shiloh" in Birmingham( Alabama) ent( Bravo) und uns in so großartiger Weise Gastfreundschaft erwiesen, Baptisten- Gemeinschaft" Shiloh" in Birmingham( Alabama) entdaß wir alle hocherfreut uns in brüderlicher herzlicher Uebereinstim- stand in der Baptistenkirche eine entsetzliche Panit, bei der gegen mung mit den Münchener Genossen befunden haben. Die 80 Personen getötet, ebensoviel schwer und über 100 leicht Tage in München werden die Tage verlegt wurden. Während einer Rede des farbigen Schulmannes unvergessen bleiben, in München werden uns immer in der Erinnerung bleiben und Publizisten Brooker Washington, der etiva 2000 Personen eine Woche ernster Arbeit, aber auch der dicht gedrängten Menge zwei fröhlichen zuhörten, gerieten in der dicht gedrängten 124. Der Parteitag möge beschließen, daß in der Regel als eine Schlägerei. Einige Personen riefen darauf ebenso wie der Geschäftsbericht des Parteivorstandes und der Bericht Humors. Die kostbare Mischung von Ernst und Humor, die sich Neger in über die parlamentarische Thätigkeit bereits 4 Wochen vor dem Partei- gerade bei den Münchener Genossen findet, hat auch die Verhand- fight, fight", was von Fernstehenden als„ fire, fire" gedeutet tag gedruckt vorliegt, auch die Referate über die übrigen Punkte lungen unsres Parteitages wesentlich gefördert. Wir können also den wurde. Sämtliche Anwesende drängten infolgedessen den Ausgängen der Tagesordnung, soweit sie principielle oder organisatorische Münchener Genossen nicht dankbar genug sein. Jeder einzelne von Fragen von dauernder Bedeutung betreffen, vorher erscheinen, damit uns wird wünschen, daß, wenn der Parteitag einmal in die Stadt zu. Es kam zu schrecklichen Scenen. Männer und Frauen sprangen die Delegierten sich genügend orientieren und vorbereiten tönnen, tommt, in der er wohnt, es den Münchener Delegierten dort ebenso auf die Bänke; viele Personen fielen herumter und wurden von gut gefallen möge, daß sie sich dort ebenso heimisch und wohl fühlen Hunderten mit Füßen getreten. Im ersten Ansturme famen fast alle und der Diskussion ein breiterer Raum bleibt. Kinder ums Leben. Lily Braun und 20 Genossen. mögen, wie wir uns jezt in München gefühlt haben. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. 100 Nr. 221. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteitag dodd der deutschen Socialdemokratie, Fünfter Verhandlungstag. Nachmittagssigung. München, 19. September. Begium 3 Uhr. Den Vorsiz führt Genosse Singer. Die Stimmzettel für die Wahl find abgegeben. Die Wahl wird für geschlossen erklärt. Welcker- Wiesbaden 103211 Sonntag, 21. September 1902. unlichen Schädigung die Lasten dem deutschen Volte aufgebürdet werden zu nehmen. Kommt dadurch ein Nationalliberaler mehr hinein, so müßten, um den bel als herrschende Klaffe zu erhalten. Unfre hindert das ja nicht den Zusammenbruch dieser Bartel. Sch möte ganze deutsche Gefchichte ist aber ein einziger Beweis dafür, daß also Bebel ersuchen, den einzelnen Wahlkreisen etwas mehr Spielunser Adel nicht nur unfähig, sondern auch unwürdig ist, raum zu lassen, damit die besonderen Verhältnisse berücksichtigt die herrschende Klasse zu sein. Judem das deutsche Bürger- werden können. ( Große Heiterkeit.) Singer: der nächste Redner ist Ledebour, ihm folgt Hoffmann. Ledebour: tum durch einen seiner Vertreter damals diese Frage aufwarf, Ein Schlußantrag, den Eigeroth begründet, Hoffmannohne sie sofort zu verneinen, hat es sich von vornherein zum Verrat Berlin bekämpft, wird abgelehnt. an dieser Sache bereit erklärt. Die Konsequenzen dieses Verhaltens zeigten sich denn auch bereits bei den Wahlen in Memel- Heydekrug, in Sulmbach Forchheim usw. Die Bourgeoisie hat auf die Durch führung seiner historischen Aufgabe, die politische Macht des Junkers Die Debatte über die bevorstehende Reichstagswahl wird tums zu brechen, verzichtet, und bis weit in die bürgerlichen Streise In der Frage der Bekämpfung der Centrumspartei hat eröffnet. hinein hat das Junkertum mehr oder weniger schlecht geschminkte Bollmar das notwendige gesagt. Ich möchte nur einiges zur Anhänger. Die Bourgeoisie verzichtet auf diesen Stampf, weil sie Beleuchtung der politischen Situation beitragen und einige allgemeine unterbreitet einige Wünsche des 21. nassauischen Reichstagswahlkreises fich des Junkertums in Bezug auf die Entsendung von Rednern in diesen Wahlkreis. Der Proletariat bedienen will. Sie greift zur Politik der Hochschutz- dem geringen Verstand, der dazu gehört, die Welt zu regieren. Es als des politischen Hausknechtes gegen das sehren daraus ziehen. Bebel erinnerte an Orenſtjernas Wort von Prophet gilt nicht viel im Vaterlande. Redner will den Antrag 30 3öllnerei als Konsequenz ihrer reaktionären Politik der Arbeiterklasse liegen Anzeichen vor, als ob sich diese Eigenart der Regierenden begründen, wird aber vom Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht, gegenüber. Die Politik der gepanzerten Faust der Arbeiterklasse noch verschärft hätte. Es ist das ein beständiges Zeichen des Verdaß dieser Antrag gesondert zur Verhandlung gelangt. Uns gegenüber, die Buchthaus- Vorlage, der Stilstand der Socialreform- falls. In der Zeit der Dekadence vermindert sich die Intelligenz der hat die Erfahrung gelehrt, daß es zum Kampfe gegen das das alles drängt mit Notwendigkeit zur Hochschuhpolitik gegenüber regierenden Klassen, und so ist es keineswegs ein Zufall, wenn vor Centrum nicht genügt, sich auf politischen und socialen Boden zu dem Auslande. Wir können nur alle bürgerlichen Parteien einiger Zeit die Scharfmacherpresse zur Bekämpfung der Social: stellen. Die Kirche ist das Haupthindernis im Befreiungskampfe der in derselben Weise behandeln. Die bürgerlichen Parteien erklären demokratie Forderungen an die Qualität der Minister stellte, die sich Menschheit. Sie ist das Bollwerk des Alten. Wollen wir dieses bereits jetzt: die Parole darf nicht lauten:" Gegen den Zolltarif", zusammenfassen lassen in das Wort: dumm, aber stark.( Heiterkeit.) Bollwerk erschüttern, so müffen wir uns auf die religiöse Aufklärungs- sondern:" Für Handelsverträge!" In dieser Parole tritt uns der Dieses Ideal der modernen Staatsweisheit ist bisher nur teilweise arbeit verlegen. Das ist notwendig in protestantischen, ganz be- vollzogene Rückzug aus dem Kampfe gegen das Junkertum lar ent- erreicht worden. Sie werden mir zugeben, daß ein Miniſter, der sonders aber in katholischen Gegenden. Gewiß leistet auf diesem gegen. Das Centrum wird im Kampfe die ausschlaggebende Rolle in beständiger Angst lebt, daß ihm mit dem„ Lauſekanal" vor Gebiete die socialdemokratische Presse viel, aber das kommt doch nur spielen; es wird wieder mit allen schäbigen Mitteln der Lüge und den Bauch gestoßen wird, zu den starken Männern deren Lesern zu gute. Deshalb muß man auch auf andrem Wege, der Verdrehung hervortreten. Ich möchte deshalb den Antrag jedenfalls nicht gehört. Nun könnte es zunächst befremdlich erdurch Flugblätter den Kirchenglauben zu erschüttern suchen, ferner empfehlen, daß der Redaktion des„ Vorwärts" alle gegnerischen scheinen, daß Herr von Podbielski den Mut aus seiner Höflingsseele durch die Kleinarbeit in den Werkstätten, am Biertisch 2c. Flugblätter, zumal aus Centrumskreisen, zugeschickt werden, daß sie herausgeholt hat, in solchen nach dem Stall duftenden Worten gegen Ohne geistige und religiöse Freiheit ist auch die politische Freiheit gesammelt werden und daß dann die gehörige Antwort darauf er- den Kanal zu opponieren. Wie es zu geschehen pflegt, wenn man mumöglich.( Rufe: Schluß mit dem Unsinn!) Redner empfiehlt folgt. Auch ich bin durchaus pessimistisch in Bezug auf die Zer- paradoren Erscheinungen gegenüber steht, kam mir die Erleuchtung schließlich eine Resolution, die empfiehlt, die religiöse Aufklärungs- brödelung des Centrumsturms. Der geiſtunterdrückenden Macht des plötzlich, und zwar, als wir am Mittwoch über den Starnberger See arbeit besonders in den Centrumsbezirken zu betreiben und zu unter: Centrums gegenüber müssen wir nicht nur unsre politischen Forde- fuhren. Als da die Abendsonne ihre zitternden Flimmerlichter über stützen. rungen, sondern auch alle die hohen geistigen und fittlichen Kultur- den See tanzen ließ, da kam mir die Erkenntnis, weshalb Herr Die Resolution wird zur Unterstützung gebracht; es erheben sich werte des Socialismus, die so herrlich sind, wie sie das Christentum von Podbielski den Mut zu ſeiner Aeußerung gefunden hat. Ich zivci Hände, die Unterstützung reicht nicht aus. nie herrlicher entfaltet hat, ins Feld führen. Auf in den Kampf glaube nicht, daß ich die Intelligenz dieses Ministers überschäße, aber und vorwärts zum Siege!( Lebhafter Beifall.) flüger ist er jedenfalls als viele Freifinnige und liberalisterende Männer, die unsere Situation so absolut falsch beurteilen, daß sie eine Aera Ballin für möglich halten. Er ist flug genug, den Theaterdonner des Zickzackfurses richtig einzuschätzen und zu wissen, daß die in Deutschland wirklich regierenden Mächte, wenn es mit einer Aera Ballin versucht werden sollte, zu solchen Maßregeln greifen würden, wie sie als latente Korrektur des Absolutismus in allen absoluten und scheinparlamentarisch regierten Ländern vorhanden sind. Hengsbach- Köln: Leyendecker- Höchst: v. Vollmar- München: Würde Geyer- Leipzig bespricht die Frage des Bolltarifes und die Stellungnahme der ber schiedenen Parteien dazu. Wenn die Genossen Material in dieser Es wäre sehr nötig gewesen, den Kampf mit dem Centrum als Frage haben wollen, so brauchen sie nur die Berichte der Zolltarif: besondren Punkt zu behandeln. Der Vorstand und der Parteitag kommission zur Hand zu nehmen, dann haben sie Material genug. scheinen die Centrumsgefahr zu unterschäzen.( Pfannkuch: Onein ( Sehr wahr) Und was die Bekämpfung des Centrums anbelangt, Jedenfalls müssen wir unsre Waffen gegen das Centrum schärfen. dann braucht man nur die wirtschaftlichen Verhältnisse ins Auge zu Es müßte ihm viel mehr auf die Finger gepaßt werden. Das fassen, dann findet man ebenfalls genügend Agitationsstoff. Centrum und dessen Agitatoren verstehen es vortrefflich, unfre Diese Situation ist überaus günstig für die Socialdemokratie. In der Frage des Zolltarifes hat das Centrum die Führung Agitatoren zu verleumden. Da sollte der„ Vorwärts" und die Damit wir sie aber ausnuten, dürfen wir uns nicht flau machen aller bürgerlichen Barteien übernommen und selbst die lautesten Provinzpresse sich besser darum kümmern. Kräfte und Geld sollten lassen( Sehr richtig!) durch Bedenken und Bedenkenerreger. Selbst Schreier unter den Agrariern haben sich dieser Führung anvertraut nur auf die aussichtsvollen Kreise verwandt werden. Flaumachereien, an denen es auch in unsrer Partei nicht gefehlt hat Dabei denkt das Centrum gar nicht daran, die agrarischen Ueber( Sehr richtig), sind durch die thatsächliche Entwicklung vollständig in forderungen zu erfüllen, hat es doch mit der Rebellion im eignen ihr Nichts aufgelöst worden. Ich glaube nicht, daß noch irgend Lager zu kämpfen. Auch zwischen den Agrariern ist ja schon ein Das Wenige, was sich über die Wahlbeteiligung fagen läßt und jemand jetzt bei uns vorhanden ist, der vor dem großen Streit entbrannt, aus dem wir ersehen, daß sie ein Kompromiß mit vas darüber zu sagen ist, hat Bebel in einer Weise vorgetragen, daß Entscheidungskampf mit Flaumachen kommen wollte. dem Centrum schließen wollen. Die Folge wird sein, daß man sich beute nicht sprechen; das wird der Kampf selbst ergeben. So fehr als schlechtesten Streich der Bülowschen Politik bezeichnen? Das ich nichts mehr hinzuzufügen habe, und über den Rest können wir heute noch jemand die Besetzung von Kiautschou nicht schließlich auf die Regierungsvorlage zurückzieht. Wenn das Centrum fürzlich auch den Beschluß gefaßt hat, auf den Beschlüssen einerseits die Ausführungen Welkers gezeigt haben, daß er da wieder hat der citatenfrohe Minister v. Bülow sich im Steichstag natürlich der ersten Lesung stehen zu bleiben, so ist dieser Beschluß anfangen will, wo wir vor ungefähr 25 Jahren aufgehört haben gleich an die Müze gesteckt. Wird noch jemand wagen, der deutschen doch nicht unabänderlich. Es wird jetzt nur darauf bedacht sein, den( Lebhafte Zustimmung), so hat seine Resolution doch das Gute Socialdemokratie die Methode der englischen Arbeiterbewegung nach Rückzug bis zur zweiten Lesung vollständig zu machen; man will zu gehabt, uns Gelegenheit zu geben, zu äußern, wie wir über die der chartistischen Niederlage anzuraten, wo sie sich ins Schlepptau feinem Konflikt mit der Regierung kommen. Vetrachtet man sich den Erklärung der Religion zur Privatsache denken. Darüber, daß wir der bürgerlichen Parteien begaben? Jezt schließen unsre Liberalen Streit, der zwischen den Zöllnern in der Kommission entbrannt ist, religiöse Aufklärungsarbeit zu betreiben und was sonst Schönes in Wahlbindvisse mit nationalliberalen und reaktionären Parteien.( Sehr so findet man dafür verschiedene Gründe. Es ist vor allem der dieser Beziehung gesagt ist, will ich kein Wort mehr ver- richtig 1) Ein solcher Gedanke würde mit Hohngelächter von der ganzen Parteineid, die Landbündler wollen dem Centrum Terrain streitig lieren. Das haben uns vor einem Jahrzehnt schon und Partei begraben werden.( Sehr richtig!) Die gesamte Partei ist sich machen und haben deshalb Ueberforderungen gestellt. Was die Möglänger Dr. Rüdt und ähnliche Herren gefagt.( Sehr vollständig klar über die Situation und will den entschiedensten lichkeit einer Reichstagsauflösung betrifft, so glaube ich nicht daran. richtig!) Damit wollen Sie das Centrum bekämpfen? Wollen Kampf auf Grund der revolutionären Principien der Partei. Das Centrum hätte dabei zu viel zu riskieren und wird es deshalb Sie dem Centrum einen großen Gefallen thun, so machen Sie es Was ich bei diesen Auseinandersezungen am allermeisten bedaure, nicht so weit kommen lassen, besonders wenn wir Socialdemokraten nur so. 2ir, die wir jahrzehntelang das Centrum in allen Er- sind nicht die Verhandlungen dieser Tage, auch nicht die Polemiten so wvie bisher auf dem Posten sind. Es wird dem scheinungsformen studieren, die wir tagtäglich mit ihm zu thun von Lübeck. Das gefährlichste Moment, das allerdings überwunden Centrum somit nichts andres übrig bleiben, als fich haben, wir wissen am genauesten, daß diese Partei, wenn man sie worden ist, war die Gefahr, daß die große Masse der Arbeiterschaft auf den Regierungsentwurf zurückzuziehen. Wir hoffen, daß fachlich verfolgt, sehr bald am Ende ihres Lateins ist und dann fich wirklich hätte flau machen lassen.( Lebhafter Widerspruch.) Ich der Zolltarif zu Fall fommt. Aber ehe er zu Fall kommt, hat unsre jedesmal aur lieben Religion greift.( Sehr richtig!) fage ja, daß das absolut nicht eingetreten ist.( 8urufe: Natürlich Bartei noch alle Regiſter zu ziehen, und wenn es zu Neuwahlen mögen die Freireligiösen ihre Kulturkampfpaukereien und Pfaffen nicht!) Glücklicherweise nicht, weil es nichts genügt hat. Unsere Gegner tommt, dann müssen wir auf dem Plage sein.( Beifall.) fressereien doch in ihren freireligiösen Gemeinden betreiben! haben selbst hierzu beigetragen durch die unglaublichen Regierungs( Sehr richtig 1) Aber unsre Partei, unsre politische und wirt- methoden, deren sie sich bedienen. Unsere Minister halten Hasenschaftliche Bewegung mögen sie damit ungeschoren laffen.( Lebhafter reden, Herr von Rheinbaben feßt seine Löhning- Attion Bebel hat in seinem vortrefflichen Referate das Thema der Beifall.) Leider ist auch unsre Parteipresse in den letzten Jahren in Scene usw. So armselig wie in einem MinisterCentrumspartei angeschnitten. Mit dieser Partei werden wir uns nicht von ähnlichen Anwandlungen frei geblieben; ich weise auf die allerdings in der Hauptsache bei den bevorstehenden Reichstags- bekannten Schriften von Losinsky hin, die zum Teil den allerober wahlen auseinanderzusehen haben. Darin, daß die Refolution Wedler flächlichsten Aufkläricht darstellen. Hoffentlich wird die Kritik, die nicht genügend unterstützt ist, zeigt sich, daß es uns mit dem Punkt unires diese Schriften in einem großen Teile unsrer Preffe gefunden haben, Programms, worin die Religion zur Privatsache erklärt wird, ernst ist. hinreichen, um uns vor einer Wiederholung ähnlicher Dinge zu bewahren. Wohin sollte es führen, wenn man sich in der Bekämpfung des Die Resolution Welker ist ja erledigt, aber es muß doch gesagt Centrums auf eine so schiefe Ebente begeben wollte?( Sehr richtig!) werden, daß sie absolut nicht unfrem Barteiprogramm entspricht. Der Wir im Rheinland dürfen wohl eine genaue Kenntnis des Centrums für Punkt des Programms über die Religion ist genau so bindend wie uns in Anspruch nehmen. Wir kennen das volksverräterische Treiben des jeder andre, er ist nicht aus taktischen Gründen aufgenommen, sondern Centrums, aber wir wissen auch, daß es daran noch immer nicht zu es ist uns ernst mit unsrer Stellung zur Religion. Und was würde Grunde gegangen ist. Das Centrum ist so vorzüglich organisiert, daß daraus, wenn wir derartige Kulturfämpferei treiben würden? Nach der Kampf gegen diese Partei nicht so einfach ist. Man darf auch unsrem Programm ist Religion Privatsache, d. H. jeder hat vollnicht so optimistisch sein zu glauben, daß die golltarif- Vorlage dem tommene Meinungsfreiheit in religiösen Dingen, seine religiöse Centrum so vollständig den Wind aus den Segeln nehmen wird, wie Meinung hat mit politischen und wirtschaftlichen Dingen nichts zu mich, das Wort zu nehmen. Wenn ich auch die Meinung teile, daß vielfach geglaubt wird. Wir haben ähnliche Erfahrungen schon oft gemacht. thun. Dieser Satz giebt natürlich jedem das Recht, seine eigne man die Religion als Privatsache zu betrachten hat, so sollte Vollmar Auf die christlichen Arbeiter fönnen wir uns in feiner Weise verlaffen. private religiöse oder antireligiöse Meinung auszusprechen, aber doch auch den Freireligiösen, den Freidenkern gegenüber Toleranz Alle persönlichen Zwiftigkeiten in den Wahlkreisen müßten jetzt zurück auf der andren Seite muß der Socialdemokrat in Bezug auf üben.( Vollmar ruft: Selbstverständlich) Vollmar hat in seiner gestellt werden und alle einig sein zum Kampfe gegen den gemein- diese Frage möglichst zurückhaltend sein. Gebe ich jemand das Recht, Antwort auf Welkers Rede alles in einen Topf geworfen, was überfamen Gegner. Die Organisationen müffen schon jetzt ausgebaut feine private Meinung, das Freigemeindetum, den Atheismus, das haupt mit dem Freidenfertum zusammenhängt. Dagegen muß ich und schon jetzt die Parteifinanzen der einzelnen Kreise gestärkt Antifirchentum zu propagieren, so muß ich natürgemäß auch dem- mich verwahren. Vollmar sagt, in unsrem Programm stehe: werden, damit nicht immer auf den großen Parteifädel spekuliert jenigen, der positive Religion hat, das Recht geben, seine Meinung Religion ist Privatsache. Das steht nicht darin, sondern nur wird. Bei den Stichwahlen werden wir wohl meistens Stimm u propagieren. Wir könnten sonst zu ähnlichen Zuständen kommen die Erklärung der Religion zur Privatsache. Wäre sie schon enthaltung üben müssen. wie in England, und darunter würde das Parteiinteresse leiden. Privatsache, so brauchten wir nicht mehr darüber zu reden; Kittler Heilbronn: Also hier heißt es, Zurückhaltung üben und sich be- sie soll es aber erst werden. Ich erinnere bei dieser Gelegenheit Ich warne gleichfalls davor, den religiösen Boden zu betreten. schränken auf das, was den Inhalt unsrer Existenz aus- daran, welche Stellung Genosse Hieß" im alten Züricher„ SocialIm Kampfe gegen das Centrum stehen uns ganz andre Mittel zu macht, die socialen, die wirtschaftlichen und politischen Dinge. Hier demokrat" zu dieser Frage eingenommen hat. Die alten ParteiWenn fonzentrieren. es, sich Fragen wir die Herren nur immer, was sie für heißt zeigen wollen, genossen werden wissen, wer damals unter diesem Namen im„ Socialdas Volk gethan haben und thun. Das Centrum besigt eine Art daß die Religion vom Centrum oder einer andren Partei mißbraucht demokrat" geschrieben hat. Nach seiner Ansicht sollten wir der Kirche Handbuch. Darin finden die Centrumsagitatoren ihr Material gegen wird, so ist das etwas andres.( Sehr richtig) Aber das Gebiet überall da entgegentreten, wo sie sich zum Schleppträger der uns. Das sind Säge aus den Reden unsrer Abgeordneten, die aus der religiösen Vorstellungen hat mit unirem Kampf nicht das geringste herrschenden Gesellschaft macht. Denselben Standpunkt haben wir dem Zusammenhang gerissen sind, Stellen aus Broschüren, deren zu thun, und der hier anders vorgeht, der unterstützt nur unfre auch heute noch zu vertreten. Wir wollen Aufklärung auf allen Sinn ins Gegenteil verkehrt werden. Dagegen sollten unsre Agi- Gegner. Ein Agitator, der nicht ganz sicher ist, sollte sich lieber Gebieten schaffen. Dabei sollte man auch die Arbeit der Freidenker tatoren gewappnet sein. Das Handbuch für die socialdemokratischen zurückhalten und sich vergegenwärtigen, daß unser Programm die volle dankbar anerkennen. Ich stehe nicht auf dem Standpunkt Welters; Neichstagswähler wird ja sicherlich wieder erscheinen. Vielleicht läßt Neutralität bedeutet gegenüber dem religiösen Gefühl als Herzens- ich hätte gewünscht, Welter hätte erst in der Partei gelernt und wäre sich in einem Anhang das Material für die Richtigstellungen der fache, daß dagegen, soweit die Steligion zur Unterdrückung benugt dann auf einem Barteitag aufgetreten. Man wird nicht dadurch Centrumsbehauptungen geben. wird, gegen die, die das thun, in erster Linie das Centrum, energisch Socialdemokrat, daß man in einen Wahlverein eintritt und dann auf vorgegangen werden muß. Mit einem einzigen Punkt, den Sie von den nächsten Parteitag geht und in einer ungeschicktesten Weise Freiden Unthaten des Centrums auf sozialpolitischem Gebiet heraus- denker- Ideen vertritt, wie es uns mehr schaden als nüßen kann. greifen, werden Sie hundertmal mehr erreichen, als wenn Sie in Welker- Wiesbaden: einer thörichten Aufklärungsweise vorgehen.( Lebhafter Beifall.) Gebote. Frau Betkin: Sie Ein Schlußantrag, den Neumann begründet und Leber bekämpft, wird abgelehnt. tido Krohn- Konstang: gehirn steht es in einem Arbeitergehirn wirklich nicht aus. Wenn Sie Arbeiterklasse mit dem nötigen Selbstbewußtsein in den Wahltampf eintritt, fo muß fie unbedingt den Sieg gewinnen.( Beifall.) Es ist ein Antrag Singer und Genossen eingegangen: Vertrauenspersonen usw. alle Wahlflugblätter, bemerkenswerte Der Parteitag wolle beschließen, daß von den Organisationen, Artikel, Flugschriften der Gegner, dem Centralorgan zugesandt werden, damit von ihm eventuell durch eine besondere Wahlforrespondenz die feindlichen Wahllügen in möglichster Vollständig. teit gesammelt und widerlegt werden können." Adolf Hoffmann- Berlin: Die Antwort, die Vollmar dem Genossen Welter gab, veranlaßt ein Kampf gegen Windmühlen ist, so lange man die Kirche mit Der intelligentere Teil des Proletariats weiß, daß unser Kampf Glacéhandschuhen anfaßt.( Widerspruch.) Diese Ansicht vertritt auch Bebel in dem Vorwort zur neuesten Auflage seiner Schrift fiber Bebel hat in meisterhafter Weise dargelegt, aus welchen wirt schaftlichen Gründen das Proletariat seine Sträfte mit schärffter Energie gegen den Bollwucher einsetzen muß. Der Zollwucher ist aber zu bekämpfen nicht nur mit Rücksicht auf das Massenelend, das er im Gefolge haben müßte, sondern auch vom Standpunkt des Stampfes um die politische Macht aus. Das Junkertum will den Bollwucher nicht nur durchdrücken dem Bentezug auf die Taschen des Auch bei uns haben wir mit dem Centrum zu kämpfen. Ich Christentum und Socialismus. Wie wertvoll für die herrschende Broletariats zu Liebe, sondern auch um seine politische Machtstellung teile ganz die Ansichten Vollmars und freue mich, daß der Antrag Klaffe die Abhängigkeit der Massen von der Kirche ist, sehen Sie in Staat und Gesellschaft zu stärken und womöglich zu verewigen. Wiesbaden gar feine Unterstützung gefunden hat. Gut wäre es, daraus, daß neben jedem Purpur der Talar zu finden ist, und daß Im Kampf gegen die Herrschaftsgelüfte des Juntertums bat das wenn das Material gegen das Centrum zusammengestellt würde, noch mehr neue Kirchen gebaut werden als Kasernen. Wo die Kirche Proletariat aus bürgerlichen Kreisen beraus auf teinen zuverlässigen damit dieser Partei ihre Arbeiterfeindlichkeit sofort unter die Nase mächtig ist, stehen die Erwachsenen völlig unter ihrem Bann. Wollen Bundesgenossen zu hoffen. Der mächtigste Teil der Bourgeoisie hat sich gerieben werden kann. Daß im vorigen Wahlkampfe Geld verpulvert wir die Religion zur Privatsache machen, so genügt nicht eine bereits mit den agrarischen Bollwucherern verbündet. Bis tief in die Reihen worden ist, muß ich entschieden bestreiten. Hoffentlich wird die Bebelsche Trennung des Staates von der Kirche, sondern wir müssen die des Nationalliberalismus, ja bis in die Reihen der süddeutschen Volks- Warnung vor überflüssigen Flugblättern nicht falich verstanden, so Macht der Kirche über die Gemüter brechen; wir müssen der partei hinein finden sich verschämte Zollwucherer, und der sogenannte daß der Opfermut der Genossen nicht erlahmt. Die Stichwahltaktit Vergewaltigung durch Staat, Kirche; Schule Freifinn leistet der politischen Machtstellung des Junkertums Vor- ist sehr kompliziert. Enthalten wir uns der Stimme bei der Stich- und Eltern ein Ende machen. Eröffnen Sie den Kampf auf der schub. Als die Frage des bevorstehenden Zollwuchers zum ersten- wahl in unserm Wahlkreise, so siegt der Centrumsmann. Das ganzen Linie, nicht nur den Kampf gegen die Kirche, sondern auch mal im Reichstag angeschnitten wurde, warf der Freisimmige Georg Centrum aber hat gar feine Sympathie, und viele Genoffen würden ben Stampf gegen die objektive Gewiffenlosigkeit der Eltern, die das von Siemens die Frage auf, ob nicht vielleicht trog aller wirtschaft es mit Freuden begrüßen, wenn es gelänge, ihm 5 bis 10 Mandate religiöse Leben ihrer Kinder vergewaltigen durch Ueberweisung der der Kinder Singer: Ich muß doch bitten, meine Objektivität nicht zu bezweifeln. Glauben Sie denn, daß das Bureau etwas davon hat, Ihnen eine falsche Auskunft zu geben?( Heiterfeit.) Die Bebeliche Resolution wird hierauf einstimmig a ne genommen. Der Antrag Singer( Einsendung aller Wahlflugblätter und Programme an die Vorwärts"-Redaktion) wird gleich falls angenommen, ebenso der Antrag, die Rede Bebels als Agitationsbrochüre zu verbreiten. felben an eine Religionsgemeinschaft, bevor sie lernen zu unter- Abgeordneten kürzlich in der Frage des Wohnungsgeldzuschusses für aber kein Grund vorliegt, ihnen die Parteizugehörigkeit abzusprechen, scheiden, was rechts und links ist. Ecrasez l'infâme!( Vereinzeltes die unteren Beamten eingenommen haben, hat für die socialdemo- weil ihr Vergehen nur geringfügiger Art ist. Gelächter.) kratische Partei dem Centrum gegenüber unendlich viel mehr proPfannkuch: Eberhardt- Charlottenburg stellt einen Schlußantrag und pagandistisch gewirkt als tausend Reden, die Welker in der von ihm heute vertretenen Art der Agitation halten könnte.( Lebhafte Zustimmung.) Nach den Ausführungen von Vollmar ist ja eigentlich den Ausbegründet dieſen mit der Bemerkung, die Ausführungen der letzten Das zeigt sich nicht nur in dieser Frage, sondern auch in andern. geschlossenen durch die Herzensgüte der Bayern großes Heil widerRedner hätten gezeigt, daß Sachliches nicht mehr vorzubringen sei. An solchen praktischen Dingen läßt sich unser Standpunkt deutlich fahren. Aber nach dem. Ludwigshafener Beschluß sind die Genossen Der Antrag wird angenommen. Einzelne Delegierte bezweifeln, ob sich die wirkliche Mehrheit für Schluß der Debatte ent- lar machen, läßt sich zeigen, daß die Socialdemokratie gewillt ist, aus der bahrischen Organisation ausgeschlossen, aus der GesamtDas ist ein eigenartiger Zustand. Parteiallen Unterdrückten zu helfen. Das ist die wirksamste Propaganda. partei aber nicht. schieden habe. genössische Rechte tönnen die Genoffen in ganz Bayern nicht auss ( Lebhafter Beifall!) üben, an der Erfüllung ihrer Pflichten kann sie natürlich niemand hindern; fie find in Bayern Genossen zweiter Klasse, im übrigen Deutschland volle Genossen. Sie können sogar von einem außerbayrischen Kreise ein Mandat für den Parteitag erhalten. Ist das nicht ein ganz unhaltbarer Zustand? Was den Genossen in Deutschland recht ist, muß ihnen auch in Bayern billig sein. Das bayrische Organisationsstatut follidiert eben mit dem allgemeinen. Werden die Genossen aus Bayern ausgeschlossen, so muß ihre Verfehlung so schwer sein, daß auch im übrigen Deutschland ihres Bleibens in socialdemokratischen Vereinen nicht sein kann. Wollen die Bayern Die Versicherungsgesetze des Deutschen Reiches, die Haupt- diese Konsequenz nicht ziehen, so wäre es richtiger, den Antrag anzunehmen. sächlich erlassen wurden, die Armentassen vor Ueberlastung und die Es geht nicht, daß man sagt, was für Bayern nicht gut genug ist, Unternehmer vor Schadensersatz zu bewahren, entsprechen in feiner ist für das übrige Deutschland noch gut genug. Die Toleranz, die Beziehung den Anforderungen der Arbeiterklasse. Jedoch ist durch der bayrische Landesvorstand geübt hat, wird die Gesamtpartei auch die Erfahrung der Beweis erbracht, daß mit der Versicherung üben. Ich bitte Sie um Annahme des Antrages und bemerke noch, allgemeine Uebelstände bekämpft und deren schlimmste wirtschaft- daß es dazu, da es sich um die Aenderung des Organisationsstatuts liche Folgen gemildert werden können. handelt, einer Dreiviertelmehrheit bedarf. Leyendecker Höchst wendet sich in einer persönlichen Bemerkung gegen Krohn- Konstanz und empfiehlt diesem, sich an den Parteivorstand zu wenden, wenn er wissen wolle, welche Kreise bei den Wahlen unnötig Geld verpulvert haben. Persönlich bemerkt ferner Vollmar: Gegenüber dem Genossen Hoffmann möchte ich bemerken, daß es mir nicht im Traume eingefallen ist, die freireligiöse Gesinnung anzugreifen; ich stelle es jedem frei, auch diese Ueberzeugung zu vertreten, aber nicht innerhalb der Partei und zwar ebensowenig, wie irgend eine andre religiöse Ueberzeugung. Ein von den Genossen Straub- Bamberg und Herenau- Würzburg eingebrachter Antrag verlangt, die Rede Bebels möge ebenso wie das Referat Molkenbuhrs als Broschüre herausgegeben werden. Das Schlußwort erhält Bebel. Es war meine Absicht, kein Wort mehr zu sagen, weil ich glaubte, daß alles Notivendige bereits vorgebracht sei. Nur eine Bemerkung des Genossen Krohn hätte mich eine Minute in Anspruch genommen. Nun hat aber Welker in seiner zweiten Rede Bezug genommen auf Aeußerungen einer Broschüre, die ich herausgegeben habe. Darauf muß ich mit einigen Worten eingehen. " Nunmehr wird die Schluß abstimmung über die von der Redaktions- Kommission bearbeitete Resolution Moltenbuhr über Arbeiterversicherung vorgenommen. Sie ergiebt die Annahme der folgendermaßen gestalteten Resolution: Deshalb fordert der Parteitag: 1. Ausdehnung der Versicherung auf alle Arbeiter und diesen wirtschaftlich gleichstehende Personen; 2. Vereinheitlichung der Versicherung; 3. bolle Selbstverwaltung durch die Versicherten; 4. Heranziehung aller Klassen zur Tragung der Kosten; 5. Bekämpfung von Volkskrankheiten durch die Arbeiter Verficherung; 6. weiteren Ausbau der Unfallverhütung und der Maßnahmen zur Verhütung von Berufskrankheiten; insbesondere zu diesem Zweck: Einsetzung von Vertrauenspersonen behufs Kontrolle der Betriebe. Die Vertrauenspersonen sind von den Versicherten aus ihren Kreisen zu wählen und aus öffentlichen Mitteln zu besolden; vollen Schadensersatz den Verlegten und deren Hinterbliebenen. 7. Unterstützung von Schwangeren, sobald im weiteren Verlauf der Schwangerschaft durch den normalen Schwangerschaftszustand bedingte Anzeichen sich geltend machen, welche die Arbeit erschweren, und von Wöchnerinnen für die Dauer von wenigstens sechs Wochen vom Tage der Entbindung an. 8. Organisation des Arbeitsmarktes. 9. Einführung der Arbeitslosenversicherung. 10. Einführung der Witwen- und Waisenversorgung. durch das Organisationsstatut, welches der Parteitag zu Mainz der socialdemokratischen Partei gegeben hat, wird in keiner Weise das vom Parteitag zu Gotha den Frauen zuerkannte Recht berührt, zur Betreibung einer einheitlichen und planmäßigen Agitation unter den proletarischen Frauen eigne Vertrauenspersonen zu wählen. Luise Zieg " an Singer: Die Frage, die Pfannkuch eben angeschnitten hat, wollte auch ich Ihrer Entscheidung unterbreiten. In Betracht kommt hier der§ 19 des Organisationsstatuts: Aenderungen der Organisation der Partei können nur durch einen Parteitag vorgenommen werden, doch muß die absolute Mehrheit der anwesenden Vertreter sich dafür erklären. Anträge auf Abänderung der fönnen der Organisation 11ur beraten werden, wenn sie innerhalb den Fristen, welche die§§ 8 und 12 vorschreiben, zur öffentlichen Kenntnis der Parteigenossen gelangen. Eine Abweichung von der letzteren Bestimmung ist nur dann zulässig, wenn mindestens dreiviertel der anwesenden Vertreter auf einem Barteitag sich für die Abweichung entscheiden." Ich weiche nun von der Auffassung Pfannkuchs ab. Nach meiner Meinung entspricht der Antrag 18, der ordnungsgemäß veröffentlicht ist, den Anforderungen des Statuts. In Frage könnten nur die Anträge Zietz und Kümmel kommen. Diese beiden Anträge werden zwar bei dem Punkt Organisation behandelt, sie bezwecken aber keine Abänderung, sondern nur eine Deklarierung des Statuts. Ich gebe diese Erklärung ab, damit man nicht schließen fann, wir hätten das Organisationsstatut verletzt. Mit dieser Auslegung Singers erklärt sich der Parteitag einverstanden. Timm- München: Die Sache ist in der That so gelagert, daß eine klare Entschei dung herbeigeführt werden dürfte. Vollmar hat es mit den austreten, die zu allerhand Kombinationen führen. Wir haben ja auch in Landesstatut so gefaßt, daß Mitglieder eines Vereins über einen evenMünchen schon einmal einen ähnlichen Fall gehabt. Damals war unser tuellen Ausschluß zu entscheiden hatten. Damals wurden wir uns im Schiedsgericht, das über den betr. Fall zu beschließen hatte, nicht darüber flar, ob das Statut der Landesorganisation oder das Organisationsstatut der socialdemokratischen Partei Deutschlands zur Anwendung zu tommen hat. Deshalb ist dann der Parteitag zu Fürth zu dem Entschluß gekommen, diese Bestimmung zu streichen. Da nun alle möglichen Auffassungen Raum gewinnen fönnen, so wird die Frage am besten gelöst, wenn in allen Fällen, wo es sich um einen Ausschluß handelt, das Organisationsstatut der socialdemokratischen 127. Im Anschluß an die vom Parteitag in Mainz an- Partei Deutschlands zur Anwendung zu kommen hat. Es werden genommene Resolution 72, die von Berliner Genoffinnen ge- alle Schwierigkeiten vermieden, wenn dann nach dem§ 2 stellt war, und bezweckte, daß die bisherige Organisation der des Statuts gehandelt wird; es find drei Justanzen ges weiblichen Vertrauenspersonen in den Staaten aufrecht er- geben, die völlig ausreichen müssen. Nehmen wir aber den halten werden solle, in denen den Frauen die öffentliche Antrag 18 an, so führt das zu Unzuträglichkeiten, zu denen wir nicht Teilnahme an der politischen Thätigkeit versagt ist, erklärt der die Hand bieten wollen. Deshalb müssen unter allen Umständen Parteitag, daß mit der Annahme der oben erwähnten Resolution die Statuten der Landesorganisationen mit dem Organisationsstatut die Beibehaltung der Organisation der Genossinnen unter eignen der socialdemokratischen Partei Deutschlands in Einklang gebracht Vertrauenspersonen neben den allgemeinen Barteiorganisationen werden, damit sich die einzelnen Organisationen mit ihren Entin den Bundesstaaten, in denen der Mitgliedschaft der Frauen an scheidungen nicht in Widerspruch sezen.( Bustimmung.) den bestehenden Parteiorganisationen gefeßlich nichts im Wege steht, keine Berechtigung mehr hat. Den Genossinnen wird vielmehr recht rege Beteiligung an lettere empfohlen. Antrag 17 wird von den Magdeburgern zurückgezogen, weil sie durch Auers Ausführungen in seinem Referat zum Vorstandsbericht überzeugt worden sind. Unterstügung fanden nur die Anträge 18, 23, 24, 27*), 27a, Antrag Zietz und Antrag Kümmel. Weinschild- Offenbach: Krohn meinte, ich möchte quafi gestatten, bei der Wahl zwischen einem Nationalliberalen und einem Centrumsmann einem Nationalliberalen die Stimme zu geben. Es sei doch besser, wenn das Centrum 5 oder 6 Leute verliere, während auf der andern Seite ein Gewinn der Nationalliberalen bei der Unbedeutendheit der Partei nichts zu sagen habe. Ich babe bereits erklärt, daß daß das, twas ich in der Resolution zum Ausdruck bringe und diese Forderungen sind in feiner Weise angefochten worden das Minimum dessen sei, was wir fordern müßten. Wenn nun ein Nationalliberaler und ein Centrumsmann zur engeren Wahl stehen, so habe ich allerdings die Ueberzeugung, daß weder der eine noch der andre die Anforderungen der ResoIntion, so geringfügig fie find, wenn er ehrlich ist, acceptieren kann. Dann sehe ich aber auch nicht ein, warum wir uns gerade für einen Nationalliberalen oder in einem andren Fall für den Centrumsmann erivärmen wollen. Der eine ist in der That soviel wert wie der Es folgt Punkt 9: ,, Sonstige Anträge." Verhandelt wird andre. In allen Fragen, die die Resolution enthält, find das zunächst über die Anträge zur Organisation Nr. 17-27; 27a( ParteiCentrum und die Nationalliberalen während der letzten Jahre genossen in Erfurt: Der Barteitag möge beschließen, daß, wenn in ftets Hand in Hand gegangen. Wenn das der Fall ist, wenn es ge- Accordmaurer) und die Partei- Organisation am Orte die Aushauen wie gestochen ist, dann haben wir einfach die beiden unterschießung beantragt, die Ausschließung vom Parteivorstande erfolgen einander ihren Kampf ausfechten zu lassen, dann haben wir schießung beantragt, die Ausschließung vom Parteivorstande erfolgen kategorisch Stimmenthaltung zu erklären und diese Stellung nötigen muß); Antrag 99 und ein Antrag Kimmel( 127): 7 falls zu motivieren. Nun weiß ich freilich Ihr könnt die Wähler 99. Der Parteitag möge erklären: nicht kommandieren. Wenn ein Teil der Wähler, trotzdem offiziell Wahlenthaltung proklamiert worden ist, seine Stimme für einen der beiden Kandidaten abgiebt, so können wir nichts dafür. Dabei werden sehr oft persönliche und andre Gründe maßgebend sein. Wir müssen aber alles aufbieten, um unsre Wähler zu erziehen. Mehr fann nicht verlangt werden. Eine andre Auskunft kann ich auf die Anfrage Krohns nicht geben; die einzelne Person kommt dabei ja überhaupt nicht in Betracht, sondern wir beschließen als Parteitag. Welter hat sich auf einige Säße meiner Broschüre Christentum und Socialismus" bezogen. Ich habe mir nie einbilden können, daß diese nach meiner Auffassung sehr klaren Schlußsäge eine solche Auslegung finden könnten. Dagegen muß ich auf das allerentschiedenste Verwahrung einlegen. Wenn nicht schon die übrigen Worte Welters mich dazu veranlaßten, so die Worte, mit denen er seine Rede schloß:„ Ecrasez l'infâme!"( Sehr richtig!) Das ist das bekannte Wort, mit dem Voltaire zur Vernichtung der Kirche aufforderte. Na, das sollte eine schöne Sache werden, wenn ein solcher Wahlspruch der Wahlspruch der socialdemokratischen Partei würde.( Sehr richtig!) Welker hat im Eingang seiner ersten Rede ausdrücklich erklärt, es jei notwendig, die Widersprüche innerhalb der kirchlichen und religiösen Anschauungen darzulegen, d. h. mit andren Worten- das hat auch Vollmar ganz deutlich hervorgehoben wir sollen uns in eine Art Kulturkampf einlassen. Unfre Partei würde dabei vollständig ihren Charakter abstreifen, und wir würden eine Art firchliches Konzil werden.( Sehr richtig!) Daß das gegen den Wortlaut unfres Programms verstößt, das kann doch niemand zweifelhaft fein. Religion ist Privatsache" das steht nicht in unsrem Programm, weil es selbstverständlich ist, und zwar deshalb selbstverständlich, weil nirgends im Programm gesagt wird, daß wir nach der religiösen Ueberzeugung fragten. Jeder mag glauben, was er In Nürnberg find mehrere Genossen aus dem socialdemokratischen will; er tann als Socialdemokrat katholischer Christ, er kann Verein ausgeschlossen worden, sie versuchten aus Trog, fich in tismus beladen worden; sie ist die viele Zeit, die wir darauf verProtestant, er fann Materialist und Atheist sein, das geht keinem andre Organisationen einzudrängen, einer von ihnen ließ sich wenden, nichi wert. Wenn ich trotzdem noch einmal dazu Menschen innerhalb der Partei etwas an. Nur wenn er jogar als Reichstagskandidat proklamieren. Die Folge da das Wort nehme, so geschieht es, weil ich mich als Lan des für seine religiöse Ueberzeugung als Socialdemokrat innerhalb der von Ivar ein Beschluß für Bayern, daß jeder Genosse vorstand dazu für verpflichtet halte. Was den Nürube rge Partei Propaganda machen will, treten wir ihm energisch entgegen, demjenigen Wahlverein beitreten müsse, der an seinem Wohnsiz Fall betrifft, ein denn dann verlegt er den Grundsatz: Religion ist Privatsache". besteht. genaues Bild kann ich Ihnen davon Nun hat Auer in seinem Bericht neulich auch auf mit Rücksicht auf die zur Verfügung stehende Zeit nicht geben ( Sehr gut!) Außerdem erläutert unser Programm flar und deutlich, diesen Fall hingewiesen und den Bayern vorgeworfen, daß sie den will ich nur bemerken, daß an Stelle eines Schiedsgerichtes, wie es wie wir uns die Forderung der Erklärung der Religion zur Privat- Ausgeschlossenen kein genügendes Beschwerderecht geben. Darin irrt sonst üblich ist, unsre ganze Landtagsfraftion hinreiste, nicht aus sache denken. Wir treten der Vermengung der firchlichen und staat- sich Auer, der Ausgeschlossene hat bei uns sogar mehr Instanzen, eignem Ermessen, sondern auf Antrag sämtlicher Beteiligter; erſt lichen Gewalt entgegen und verlangen die abfolute Trennung dieser die er anrufen kann, als nach dem allgemeinen Organisationsstatut. baraufhin ist der Ausschluß erfolgt. Wenn wir dem Parteitag uun Gewalten. Wir vertreten die Anschauung, daß der Staat ein An und für sich ist die Sache für uns ganz unwichtig; jahrzehntelang die Akten des Falles vorlegten, so würden auch Sie zweifellos den rein weltlicher Staat ist und daß die Religionsgemeinschaften hatten wir mit solchen Dingen uns gar nicht zu befassen, und Ausschluß verfügen. So wie die Sachen jetzt liegen, ist in die BePrivatgesellschaften find. Wir erklären uns auf das entschiedenste Hoffentlich wird es Jahr und Tag dauern, ehe so etwas wieder vor fugnis des betreffenden Vereins gelegt, die Ausgeschlossenen dagegen, daß der Staat kraft der Gesetzgebung und feiner Zwangs- tommt. Daß wir den Ausschluß aus der Gesamtpartei nicht be- eventuell nach einem halben oder einem ganzen Jahre wieder mittel irgend einen Menschen nötigt, zu einer Gemeinschaft zu antragt haben, geschah im Interesse der Ausgeschlossenen; es find aufzunehmen, venn sie dessen wieder würdig sind. Das gehören oder Mittel für die Unterhaltung dieser Kirchengemeinschaft alles Leute, die große Verdienste um die Partei hatten, die sich aber einen liegt also doch gewiß im Interesse der Ausgeschlossenen und Herzugeben, oder daß der Staat selbst seine eignen, aus dem Verstoß, allerdings sehr arger Art, zu Schulden kommen ließen. Wir wenn dann der Antrag 18 durchgeht, so haben die Ausallgemeinen Steuersädel gewonnenen Mittel für tirchliche Gemein wollen den Betreffenden Gelegenheit geben, wenn sie Buße gethan geschlossenen keine andre Gelegenheit, wieder einzutreten, als wenn schaften hergiebt. Ich bin daher auch der Meinung, daß bei der haben, wieder dem Verein beizutreten. Das wird aber nicht möglich fie an den Parteitag einen Antrag stellen. Dabei kann aber von späteren Beratung der Anträge, die die Beschaffung von Agitations- fein, wenn Sie den vorliegenden Antrag annehmen. material gegen das Centrum verlangen, besonders darauf hingewiesen wird, daß es erwünscht ist, wenn in einer Broschüre einmal in Dickreiter- Ludwigshafen: durchaus klarer und objektiver Weise gesagt wird, was wir unter der Auch ich bitte, den Antrag abzulehnen. Es kommt vor, daß Forderung der Ziffer 6 in unfrem Programm, der Erklärung Genossen aus örtlichen Wahlvereinen ausgeschlossen werden, daß der Religion zur Privatsache, verstehen.( Sehr gut!) Es sol mit diesem Programmpunkt in keiner Weise den religiösen 18. Barteigenosse Friedrich Kölle in Nürnberg: Anschauungen Einzelner nicht zu nabe getreten werden, wir stehen im Im Organisationsstatut der Socialdemokratischen Partei ist im§2 doch sehr merkwürdig, wenn ein solcher Mann von einer außerGegenteil- und das ist unsre heiligste lleberzeugung auf dem Abs. 1 hinter die Worte schuldig gemacht bat" der Say anzufügen: Wir wollen nur eine Handhabe befizen, gegen einen Ausgeschlossenen, bayrischen Organisation oder Versammlung delegiert werden wollte. Standpunkt, daß wir in Religionsfachen die absolute Neutralität und Gegen Parteigenossen, die aus einer Landesorganisation ausnichts als Neutralität zu beobachten haben.( Sehr gut!) Aber ich geschlossen wurden, ist der Antrag auf Ausschluß aus der Gesamt- wenn er so taktlos ist, sich nicht zu fügen. erkläre mich auf das entschiedenste dagegen, daß Welter irgendwelchen partei zu stellen." " Zur Verhandlung kommt zuerst Antrag 18. Antrag 18 wird nicht begründet. v. Vollmar: Die ganze Sache wird erleichtert, wenn in das Organisations. statut die Bestimmung aufgenommen wird, daß die Landesorganisationen, wenn sie einen Genossen ausschließen, dann auch gleich einen Ausschlußantrag an den Parteivorstand zu stellen haben. Es tann sonst z. B. vorkommen, daß wir in Offenbach einen ausschließen und der geht dann zehn Minuten hinüber nach Frankfurt, läßt sich dort in den Verein aufnehmen und tritt somit in alle Rechte der Parteizugehörigkeit ein, trotzdem er sich bei uns gegen die Parteidisciplin vergangen hat. Vollmar: Nach meiner Meinung ist die Sache mit viel zu viel Formaso einem einzelnen ihre ganze Angelegenheit vor der Oeffentlichkeit breitgetreten werden. Pfannkuch hat gemeint, es ist doch eigentümlich, daß ein in Bayern Ausgeschlossener für das übrige Deutschland gut genug sein soll. Es handelt sich aber doch nur darum, daß jemand, der in Nürnberg wohnt und dort ausgeschlossen wird, in Ludwigshafen oder einer andern Stadt wieder eintreten kann. Es wäre Hoffmann- Hamburg: ich war Grund hatte, meine von ihm angezogenen Säge in seinem Sinne 23. Der Kreistag des Merseburg Querfurter Wahl- Ich gehörte dem Hamburger Schiedsgericht über die Accordauszulegen, und ich bitte ihn dringend, daß er die heute kreises: Der Parteitag wolle beschließen, daß Leute, die als Socials maurer an und bin derjenige, den Genosse Auer als vierschrötiges von mir gehörten Worte beherzige und nicht etwa draußen demokraten eine gegnerische Zeitung redigieren und in dieselbe Ungeheuer bezeichnete.( Heiterkeit.) Ich kann der Meinung Vollmars in der Agitation in denselben Fehler verfalle, in den Artikel aufnehmen, die die socialdemokratische Partei mit Schmutz nicht beitreten und bin der Ansicht, daß das Statut der Gesamter heute hier verfallen ift. Ich fann ihm nur sagen, bewerfen, aus der Partei auszuschließen sind. partei über den Landesstatuten steht und wenn der Parteitag entdaß, wenn er etwa Kandidat in einem bestimmten Wahl- 24. Parteigenossen des II. Hamburger Wahlkreises: icheidet, daß ein Ausschluß zu Unrecht erfolgte, so hat sich der befreise sein sollte was ich nicht weiß in dem namentlich das Auf dem Parteitag sind nur die von den Parteigenossen gewählten treffende Verein zu fügen und den Ausgeschlossenen wieder auffatholische Element vertreten ist, er allerdings mit dieser Art des und mit Mandat versehenen Delegierten stinumberechtigt. zunehmen. Man soll eben bei den Ausschlüssen die nötige Auftretens fein besonderes Glück haben würde.( Lebhafte Zu- 27. Parteigenosse Fr. Faust Wiesbaden: Hat die große Vorsicht walten lassen. Bei den Hamburger Accordmaurern Das was Welter von seinem Standpinkt aus als Mehrheit der Parteigenossen in einem Wahlkreise, zum Zwecke des haben wir ftimmung.) gegen den gefällten Schiedsspruch einen Fehler in der Partei bezeichnete, ist gerade ihr größter Vor- engeren Zusammenschlusses und zur Entfaltung einer kraftvolleren die Erfahrung gemacht, daß diese Leute infolge ihres späteren Gezug. Er meinte, man hätte bisher falsch agitiert und daher wenig Agitation als Zentralorganisation einen„ reis- Wahlverein" bahrens nicht zu uns gehören.( Singer ersucht den Redner, Einfluß auf die Wählerkreise des Centrums gewonnen. Wo ist denn gegründet, so find die übrigen Parteigenoffen verpflichtet, dieser ein- nicht auf diese längst erledigte Angelegenheit einzugehen.) Ich wollte aber der Einfluß, den er und seine Freunde auf das heitlichen Organisation beizutreten. Dertliche Wahlvereine werden mur beweisen, daß wir danials im Recht waren.( Singer: Ja Centrum in der jahrzehntelangen Agitation gewonnen haben? neben der Zentralorganisation im gleichen Wahlkreise nicht an- fann durchaus nicht zugeben, daß Sie nochmals auf die Angelegen ( Sehr gut!) Will er bestreiten, baß der Boden für erkannt, dieselben haben umgehend ihren Beitritt zur Bentralorganis heit der Accordmaurer eingehen.) Dann rede ich vom Parteidiese Art der Agitation immer mehr schwindet? Bayern ist ein fation zu bewirken. Der jeweilige 1. Vorsitzende eines Streis- vorstand.( Große Heiterkeit.) Die Leute suchten also durch eine katholisches Land, in dem das Centrum start vertreten ist. Die Wahlvereins ist Kreis- Vertrauensmann. An Stelle der Kreis- Hinterthür wieder hineinzukommen, indem sie Beiträge an die Partei Saltung aber, die die bayrischen socialdemokratischen Landtags- tonferenz tritt die Generalversammlung des Kreis- Wahlvereins. ablieferten. Dann begingen sie aber die Dummheit, Marken zu ver= schleißen und um fonnten wir nachweisen, daß der Versuch einer zweiten Organisation vorlag. Nun mußte der Vorstand die Annahme der Gelder verweigern. Ein Antrag einschild. bei jedem Ausschluß sei auch ein Ausschlußantrag an den Parteivorstand zu stellen, wird nicht ge= nügend unterstützt. Gerisch: Die Angelegenheit hat doch eine größere Bedeutung, als Vollmar anzunehmen scheint. In der früheren Organisation unter dem Vertrauensmann fonnte der Betreffende ruhig aus dem Verein ausgeschlossen sein, aber doch Parteigenosse bleiben. Jetzt, wo die Geschäfte in den Wahlverein gelegt sind, bekommt die Sache ein andres Aussehen. Wir werden schließlich nicht umhin können, das Organisationsstatut zu ändern, aber es wird uns heute faum gelingen, die richtige Form zu finden. Am besten ist es, die Antragsteller ziehen für heute ihren Antrag zurück. Rudolf- Nürnberg: Ueber den Antrag 24 beantragt Thiel Kassel Uebergang zur Tagesordnung. Kiefel- Berlin spricht gegen den Uebergang; man müsse doch mindestens die Gründe der Antragsteller hören. Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung wird abgelehnt. Paul Hoffmann- Hamburg: Persönlich bin ich von der Richtigkeit des Antrages nicht überzeugt( Heiterfeit.); es sind nur drei Genoffen hier, auf die der Antrag zutreffen würde. Es wäre gar fein Unglück, wenn diese Genoffen, die doch in der Partei mitarbeiten, auch mal mitstimmen. Ich habe den Antrag begründet, weil ich es mußte.( Heiterkeit.) Ad. Hoffmann- Berlin: unterfragen, die Genoffin Lily Braun zu belegieren.( Große Heiterkeit und Beifall, Zuruf Hoffmanns). Es wäre doch besser gewesen, diese Bemerkungen über das Zustandekommen von Mandaten von Leuten, die gerade dem einen oder andern nicht passen, zu lassen. Wenn Hoffmann irgend etwas weiß, was zu lngunsten des Mandates spricht, was zeigt, daß das Mandat der Genossin Lily Braun nicht mit rechten Dingen zu stande gekommen ist, daim mag er es sagen, wenn er das aber nicht weiß, mag er schweigen. ( Große Heiterkeit und Beifall. Zuruf: König von Bayern!) Krause- Chemniz: Hoffmann hat sich auch über die Zahl der Chemnizer Mandate aufgehalten. Die Chemmiger aber haben mit ihrer Delegierung nur von ihrem Rechte Gebrauch gemacht. Hoffmann- Hamburg: Der Antrag ist doch ernster als es der Vorredner darstellt; denn oft kommt es bei der Abstimmung auf wenige Stimmen an. Wenn die Fassung des Antrags die Deutung zugelassen hat, Es wäre überhaupt an der Zeit, daß der Parteivorstand einmal den die ihr Gerisch gegeben, so mag das an seiner unglücklichen Formu§ 9 des Organisationsstatuts einer Revision unterzicht. Es sind hier lierung liegen. Der Antrag soll keine Aenderung des Organisations. 12 Kreise mit 3, 25 mit 2 und 113 mit einem Delegierten vertreten. statuts enthalten. Er kann nur so interpretiert werden, daß er verDer Antragsteller ist hier nicht anwesend, der Antrag kann also unter den mit 3 Delegierten vertretenen befinden sich Berlin, München, hindern soll, daß diejenigen, die kein Mandat haben, an der Abnicht zurückgezogen werden. Wir haben in Nürnberg lange darüber Nürnberg, Teltow Beestow, Leipzig- Stadt und Land, Chemnitz; ftimmung teilnehmen. Es ist mitunter schwer festzustellen, ob jemand beraten, ob die Betreffenden aus der Partei oder aus dem Wahl- Straßburg und Rosenheim.( Heiterkeit.) Als Delegierte für Delegierter ist, oder nicht. Bei den Parteitagsverhandlungen setzen verein ausgeschlossen werden sollten. Wir wollten ihnen die Möglich- Rosenheim ist u. a. Frau Lily Braun aus Berlin hier anwesend. sich sehr oft andre Genossen zwischen die Delegierten, so daß man keit einer Rehabilitation geben und stellten deshalb keinen Antrag auf Ich bin ja überzeugt, daß Frau Braun nicht aus irgend einer schwer fontrollieren kann, ob die Abstimmung richtig ausfällt.( Sehr Ausschluß aus der Partei. Die Betreffenden sind schwer genug be- liebenswürdigen Freundschaft das Mandat erhalten hat( Heiter- richtig). Es soll also in keiner Weise eine Aenderung des Organisations straft durch den Ausschluß aus dem Verein. Es ist einer unsrer feit), sondern für ihre Verdienste die Landagitation. statuts herbeigeführt werden. Wir würden uus ja selbst ins Gesicht ältesten Genossen darunter, dem wir wenigstens die Möglichkeit ge- Mich freut das sogar, denn das zeigt, daß wir Norddeutsche unrecht schlagen, wenn wir ein solches Mißtrauensvotum gegen Parteivorstand lassen haben, in seiner gewerkschaftlichen Organisation thätig zu haben, wenn wir immer glauben, die Bayern sind Preußenfeinde. und Fraktion aussprechen wollten. Für so dumm müssen Sie die bleiben. Das hört aber auf mit dem Augenblick, wo ein Schieds-( Heiterkeit.) Sie holen sich sogar ihre Delegierten aus Preußen, Hamburger nicht halten.( Heiterfeit.) gericht eingesetzt wird, das zweifellos den Ausschluß aus der Partei mehr tann man nicht verlangen.( Heiterkeit.) Sie wissen aber auch, beschließen würde. Es liegt im Jnteresse der Ausgeschlossenen, wenn daß Leute mit Mandaten zum Parteitag kommen, von deren Eristenz Sie den Antrag ablehnen. wir bis dahin keine Ahnung hatten, die wohl die Ehre der VerPfannkuch: In Aenderung meiner früheren Auffaffung bin ich damit einverstanden, daß wir die Angelegenheit noch ein Jahr auf Ein Antrag Gerisch- Arons beauftragt den Parteivorstand, unter Ablehnung des Antrags 18 eine zweckentsprechende Aenderung des Organisationsstatuts vorzubereiten. Dieser Antrag wird angenommen, womit Antrag 18 erEs folgt die Beratung des Antrags 23. ledigt ist. tragt. Welker Wiesbaden: Ich halte den Uebergang zur TagesDer Antrag 24 wird dem Vorstand zur Erwägung überwiesen. Es folgt der Antrag 27. Singer: Die Materie dieses Antrages gehört gar nicht zu den tretung, aber nicht die Laſt der Mitarbeit auf sich laden wollen. Obliegenheiten des Parteitages.( Sehr richtig!) Die Kreis- und wenn wir sehen, daß ein Kreis mit 2854 Stimmen eben so viel Provinzial- Organisationen find durchaus selbständig. Wenn sie nicht Delegierte haben kann wie einer mit 58 000, dann sollten wir das als proportionales bezeichnet werden kann. Das ist heute nicht aber ist nicht beantragt. Wir sollten uns also doch überlegen, ob veranlaßt werden, Wandel zu schaffen und ein Wahlrecht einzuführen, gegen das Organisationsstatut verstoßen, so haben wir von hieraus möglich, wohl aber können Sie den Antrag dem Parteivorstand zur wir diesen Antrag zur Verhandlung stellen können. Ich frage, ob Berücksichtigung überweisen. Auch die Frage, ob die Reichstags- der Parteitag genötigt ist, den Antrag zu diskutieren. Abgeordneten Stimmrecht haben sollen, könnte dann erledigt werden. Ebenso müßte mal die Frage erörtert werden, ob nicht die DelegationsEs wird Uebergang zur Tagesordnung über Antrag 27 bean= fosten auf die Gesamtpartei übernommen und Sammellisten für das ganze Reich vom Parteivorstand herausgegeben werden könnten. Genosse Mittag, der den Antrag im Auftrage der Merseburger Jedenfalls entspricht die Vertretung und die Art und Weise, wie Kreistonferenz begründen fonte, ift an einem Ohrenleiden manchmal Standale zu stande kommen, nicht der Würde des Parteierkrankt. Er hat mich gebeten, ihn zu vertreten. Auf jener Konferenz tags.( Bustimmung.) ist der Fall Dr. Berthold zur Sprache gekommen, der eine gegnerische Zeitschrift redigiert hat, in der Artikel erschienen sein sollen, die die Partei beschimpfen. Der Fall hat ja dem Parteivorstand vorgelegen. Im übrigen kann ich Sie nur ersuchen, den Antrag 23 abzulehnen. ( Heiterkeit.) Es steht im Organisationsstatut, daß der Ausschluß eines Parteigenoffen bei einem vom Vorstand zu berufenden Schiedsgericht zu beantragen ist. Das genügt vollständig. Wir fönnen nicht allgemeine Beschliffe fassen in Dingen, bei denen immer von Fall zu Fall entschieden werden muß.( Lebhafte Zustimmung.) Leopold- Zeit: Gerisch: nur das Motiv einer falsch verstandenen Bérard- Hamburg: Die Worte des Vorredners veranlassen mich, da ich als Vertreter des Hamburger Parteigeschäfts hier bin, zu erklären, daß in einem Falle, wo meine Abstimmung entscheidend gewesen sein soll, die Ablehnung mit 158 gegen 72 Stimmen erfolgt ist. Meine Stimme tam also gar nicht in Betracht. Diejenigen, die sich über ihre Geschäftsführung zu verantworten haben, müssen doch auch das Recht haben, hier zu sein. Gerisch: Vollmar: ordnung nicht für gerechtfertigt. Ich würde ja den Antrag gern zurückziehen, aber ich habe den Auftrag von den Antragstellern übernommen, ihn zu begründen. Wenn Sie mich durch Uebergang zur Tagesordnung davon befreien wollten, so wäre ich ganz froh darüber. ( Heiterkeit.) Singer: Ich konstatiere, daß dem Genossen Welter ein Gefallen gefchicht, wenn dieser Antrag nicht zur Verhandlung kommit. ( Große Heiterkeit.) Der Antrag wird durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Es folgt Antrag 27 a. Singer: Nach meiner Meinung ist dieser Antrag durch den vorher gefaßten Beschluß erledigt.( Sehr richtig!) Antrag 27 a wird durch die vorhergehende Beschlußfassung für erledigt erklärt. Es folgen die Anträge Zietz und Kimmel( 99 und 127). Frau Zietz: Der Mainzer Parteitag hat bekanntlich nach der Aufhebung des VerDer Antrag geht weiter, als es scheint, er bezweckt, den AbIch schließe mich dem Wunsche meines Vorredners an und bitte, Recht der Teilnahme an den Abstimmungen zu nehmen. Ich gebe geordneten, den Controleneren und den Vorstandsmitgliedern das Ivie er, um die Ablehnung des Antrages, weil er offene Thüren ein- zu, daß die gegenwärtige Art der Vertretung feine ideale ist; Fälle, rennt.( Schr richtig.) Es ist ja selbstverständlich, daß ein Mensch, wie sie Hoffmann angeführt hat, find bis jetzt noch auf jedem bindungsverbots für politische Vereine eine Reorganisation der Partei der fich als Socialdemokrat befennt, nicht eine gegnerische Zeitung Parteitag vorgekommen. Aber das darf 11115 nicht ver= redigieren und von dort aus die eigne Partei bekämpfen kann. Wer das thut, stellt sich von selbst außerhalb der Reihen der Partei. statut anlassen, so grundlegende Abänderungen am Organisations- vorgenommen. Die von uns dort eingebrachte und vom Parteitag vorzunehmen, und am Der Fall des Dr. Berthold hat nicht den Vorstand als solchen, fon- bie wir angenommene Resolution ist von einigen Leuten in Hamburg so ver allerwenigsten sollten Rechte der Reichstags- Abgeordneten verkümmern. Ge standen worden, als sollte in den Staaten, wo die Frauen Mitdern ein ordnungsgemäß nach den Wünschen der beiden Parteien wäre doch geradezu ein Schlag ins Gesicht der Parteigenossen, denen alieder der politischen Vereine der Männer werden dürfen, wie in zusammengesetztes Schiedsgericht beschäftigt. In diesem Schieds- Sie die gewaltige Arbeit im Parlament aufhalten, nicht als voll- Samburg, das System der weiblichen Vertrauenspersonen aufgehoben gericht ist die Frage des Ausschlusses des Dr. Berthold ernsthaft er- berechtigte Mitglieder des Parteitages anzuerkennen. In den sein. Davon war aber doch keine Rede. So dumm sind wir Frauen wogen worden. Wenn die Dinge so glatt lägen, wie von den Merse- Statuten andrer Parteien finden sich ähnliche Bestimmungen. Ich doch nicht, wenn man uns auch manchmal für ein bißchen burger Genoffen angenommen wird, dann würde kein Mitglied des Schieds- bitte Sie deshalb, den Antrag nicht dem Vorstand zu überweisen, dumm hält, daß wir selbst einen Antrag auf Einschränkung gerichts auch nur ein Wort verloren haben, sondern Berthold wäre sondern ihn abzulehnen. Die jetzige Form des Statuts ist seiner unsrer Rechte einbrächten. Das Gros der Hamburger Geeinstimmig ausgeschlossen worden. Die Dinge liegen aber anders, Beit nach jahrelangen Erwägungen gewählt worden und wir follien noffen hat sich dieser meiner Auffaffung auch angeschlossen. es hat sich um einen Parteigenossen gehandelt, der eine ganz eigen- das, was sich bis jetzt als gut erwiesen hat, nicht deshalb über( Stubbe- Hamburg ruft: Nein! Nicht doch 1) Es wird jetzt von artige feelische Organisation hat. Seine Handlung mußte unter Ve- Bord werfen, weil nicht alles ganz vollkommen ist. Auch der Genoffin Stubbe bestritten, aber es wird mir von Kimmel und Koenen und rüdsichtigung aller Umstände beurteilt werden, und da war die Mehr- Braun wird niemand bestreiten können, daß sie in ihrer Weise sehr feit.) So fonstatiere ich es troßdem.( Erneute große Heiterfeit.) Ich Heine zugegeben werden( Heine- Hamburg: Nein!- Große Heiter heit des Schiedsgerichts der Meinung, während die Minderheit auf thätig für die Partei ist. ihrer Meinung beharrte, daß der Ausschuß, der nach dem Statut habe meine Resolution nicht eingebracht, um speciell für die Hamnur wegen einer ehrlosen Handlung erfolgen tann, nicht ausgesprochen burger Verhältnisse eine Entscheidung herbeizuführen, sondern unt Ich will über den Antrag selbst kein Wort verlieren, ebenso eine Interpretation unsrer Mainzer Resolution im allgemeinen zu werden durfte, weil der Handlung des Dr. Berthold ehrlose Motive nicht zu Grunde gelegen wenig will ich die Gelegenheit benutzen, dem Genossen Hoffmann geben. Ich bitte Sie um die Annahme.( Sehr richtig.) Die ganze haben, sondern Berlin die Antwort zu geben, die ihm eigentlich gebührt.( Sehr Agitation der Frauen ist stets im Rahmen und zum Nußen der ge Freundschaft, wobei der Genosse Berthold sich dadurch gedeckt gut!) Die Angelegenheit ist schon zu vielfach auf Barteitagen er- famten Agitation der Partei erfolgt.( Bravo!) Den Antrag Kimmel glaubte, daß er seiner verantwortlichen Zeichnung der betreffenden örtert worden, als daß man darüber noch viel diskutieren sollte. bitte ich abzulehnen. Zeitschrift ein J. V.( in Vertretung) vorausezte. Das Schiedsgericht Ich will nur zwei Bemerkungen machen. Es ist Hoffmann merkDie Weiterberatung der beiden Anträge wird auf morgen war in seiner Mehrheit der Auffassung, daß im vorliegenden Fall, würdig vorgekommen, daß der Kreis Rosenheim von einem ihm wo dem Betreffenden so außerordentlich viele Entschuldigungsgründe statutarisch zustehenden Recht, drei Delegierte zu schicken, Gebrauch vertagt. zur Seite standen, es sich mit dem schärfsten Tadel des Betreffenden legenheit den Namen Rosenbeim zum erstenmal gehört hätte. die Wahl des Vorstandes und der Controleure bereits geschlossen gemacht hat. Es schien fast so, als wenn Hoffmann bei dieser Ge- Hoffmann- Bielefeld beschwert sich, daß die Abstimmung über genügen lassen sollte. Der Ausschluß ist doch schließlich das Schlimmste, was einem Parteigenossen geschehen kann, und die Sache( Heiterkeit.) Der Kreis Rosenheim ist nun der beste Landwahlkreis, war, als er 1/4 nach 3 Uhr den Saal betreten habe. Tag nicht so, daß man bei dieſem ersten Fall gleich zum schärfsten sehr gute Organisation, so daß, wenn einer unfrer altbayrischen Im übrigen sei die Abstimmung geschlossen und eine nachträgliche den wir in Altbayern überhaupt haben. Wir haben dort eine Singer erklärt, daß die Sizung um 3 Uhr anberaumt war. Mittel greifen sollte. Alle Umstände müssen erwogen, der ganze Sachverhalt human beurteilt werden, sowie wir es auch von den Landivahlkreise außer dem formellen auch ein sachliches Recht zu Stimmabgabe unmöglich. Singer erteilt hierauf das Wort zu einer nachträglichen perbürgerlichen Gerichten verlangen. Dem Dr. Berthold iſt der schärfte zertretung bat, es gerade dieser Kreis iſt. Es Tadel erteilt worden, der einem Parteigenossen erteilt werden kann. Schien Hoffmann nicht recht gefallen zu haben, daß Frau Lily Braun sönlichen Bemerkung zu Antrag 24 an Hoffmann- Berlin, wobei er An dem Urteil selbst kann der Parteitag nichts ändern, denn das Schieds- dort gewählt worden ist.( Heiterkeit und Beifall! Ruf: Im Gegen ausdrücklich bemerkt, daß durch diese Worterteilung kein Präcedenzfall An dem Urteil selbst kann der Parteitag nichts ändern, denn das Schieds- teil!) Natürlich, das kennen wir ja!( Heiterkeit und Beifall.) Er geschaffen werden soll gegenüber der Geschäftsordnung, wonach per gericht ist in seinem Urteil souverän. Es wird in der Partei, ia hat allerdings gesagt, es sei nett, daß die Bayern sich ihre fönliche Bemerkungen am Schlusse der Debatte über den betreffenden überhaupt, einen zweiten Dr. Berthold nicht geben. Dieser Berfön- Delegierten sogar aus Preußen holen. Ich möchte ihm sagen: es Gegenstand gemacht werden müssen. lichkeit, dieser Individualität glaubte die Mehrheit des Schieds: kommt nur darauf an, was für oane find!( Große Heiterkeit gerichte Rechnung tragen zu müssen. Deshalb liegt keine Gefahr und Händeklatschen.) vor, daß sich ähnliche Fälle wiederholen werden, um so mehr, als der Tadel so eindringlich und scharf gefaßt war, daß er eine Warnungstafel darstellt, die jeden, der aus Unkenntnis so etwas noch einmal versuchen wollte, verhindern wird, einen derartigen Versuch zu machen. In jedem andern Falle würde der Ausschluß, wenn nicht abnorme Verhältnisse vorliegen, selbstverständlich erfolgen. Der Antrag wird abgelehnt. worden wäre aus Ob aber Genosse Hoffmann genommen Preußen, ist mir zweifelhaft.( Erneute große Heiterkeit). Genoffin Lily Braun ist auch nicht aus Preußen eine Reihe von Wochen oder Monaten aufhältlich gewesen, sie hat geholt worden, sondern ist im Wahlkreise Rosenheim längere Zeit, von dort aus, von Birkenstein aus, 2 Versammlungen abgehalten, die den Rosenheimern so gut gefallen haben, daß sie sich darauf die Freiheit genommen haben, ohne erst beim Genossen Hoffmann anzuVerein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Montag, den 22. d. M., abends 81/2 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandanten Strasse 20, Sonntag, den 21. September, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause grosser Saal, Engel- Ufer 15: Vortrag von Fräulein Dr. Springer: „ Wie erziehen wir unsre Kinder zu gesunden Menschen? Lichtbilder- Abend. 1. Athen und seine Denkmäler( Vortrag von Prof Gäste willkommen. 55/15 Der Vorstand, Achtung! Gebr. Cranz' Festsäle Achtung! Neu! Köslinerstr. 8. Nen! 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Der Parteitag bestätigt die Worterteilung für den Ausnahmefall. Adolf Hoffmann Berlin: Vollmar hat mich gänzlich mißverstanden. Ich wollte dem Kreise Rosenheim nicht das Recht bealso teine Ursache, mich zur Zielicheibe seiner billigen Wige zu machen. streiten, die Delegierten zu senden, die ihm passen. Vollmar hatte ( Widerspruch. Sehr richtig!) Daß er mich nicht widerlegt hat, hat die Annahme meines Autrages bewiesen. Schluß 7 Uhr. BrautBevor Sie Seiden- Damaste, schwarz, weiß, farbig, von 1,20 M. Blusen- u. Robenseide von 1,00 M. Seidene Futterstoffe jeder Art von 0,75 M. Backfisch- Seide in allen Farben v. 0,50 M. Aus meinem Engros- Lager an= gesammelte Seiden- Reste, aus: reichend für Roben, Blusen 2c. werden noch unter Engros- Preis ausverkauft. und Seide kaufen überzeugen Sie fich, welche bedeutenden Bor teile der in meinem Engros- Hause eingerichtete EinzelBertauf" zu wirflichen Engros Breisen an Private bietet. 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Ich habe behauptet, daß die Gewissensfreiheit noch nicht garantiert ist durch die Trennung von Kirche und Staat, daß außerdem die große Gewalt, die die Kirche auch ohne die staatliche Unterstützung über die Gemüter ausübt, gebrochen werden muß, daß auch die Eltern kein Recht haben dürfen, das Innenleben ihrer Kinder zu vergewaltigen durch die Ueberweisung derselben an eine Religionsgemeinschaft." Seitens des Vorsitzenden einer gestern abend in München abgehaltenen öffentlichen Versammlung ist dem Parteitag die Mitteilung zugegangen, daß diese Versammlung die Annahme der Resolution 88 a empfiehlt. Die Diskussion über die Anträge 99 Ziez und 127 Kümmel wird fortgesetzt. Zur Begründung seines Antrages erhält das Wort Kimmel Hamburg: Antrag garnicht beraten. Ich halte den Antrag gieß für ganz über- lich durch eine finanzielle Unterstüßung, wie sie dieser Antrag flüssig, nur im Vereine mit uns werden die Frauen etwas erreichen. verlangt. Ich bitte um Annahme des Antrages. Bebel: Wir haben in Hamburg 900 organisierte Genoffinnen, aber nur eine ganz fleine Zahl von ihnen beteiligt sich an der Agitation. In der Versammlung machen sie uns Vorwürfe, aber selbst mitarbeiten Ich bitte den Antrag dem Parteivorstand zur Erwägung zu dies Blatt, die wollen sie nicht. Höhere Posten nehmen sie ja an, doch in kleineren überweisen und nicht zu beschließen, daß unter allen Umständen unterstützt werden Stellungen, z. B. die von Distriktsleitern, wollen sie nicht hinein. Gazeta Ludowa", Infolge des Vorgehens der Frauen, die Versammlungen einberufen an müsse. Sie haben aus den Ausführungen Auers entnommen, zu denselben Tagen, wo wir welche abhalten, hat sich in Hamburg schon welchen Konsequenzen es führen könnte, wenn wir zwei Blätter eine Nebenregierung entwickelt. Wie kommt eigentlich Frau Bieg unterstüßen. Ich wünsche nur, daß für den Fall, daß die an dazu, uns vorzuwerfen, daß wir die Frauenagitation nicht genommene Bolenresolution zu feinem Resultat, zu feiner Verständiunterstützen? Ich kann sie nur bitten, die beiden vor- gung führen sollte, alsdann der Parteivorstand die Möglichkeit habe, liegenden Anträge abzulehnen und es bei der Resolution 72 fich in dem neugegründeten Bolenorgan ein Organ zu verschaffen, von Mainz zu belassen. In Hamburg ist es bisher nicht zu Diffe- das die Richtung, die der Parteivorstand in dieser Frage vertritt, zur renzen getummen, man vermeide es daher, Differenzen herauf- Geltung bringen kann. Aber erst in dem Augenblick, wo eine Verzubeschwören. Ein Schlußantrag wird angenommen. ständigung nicht erzielt werden kann, für diesen Fall wollen Sie den Persönlich bemerkt Frau Ziek: Sie habe den Männern nicht Antrag zur Erwägung überweisen. mangelhafte Unterstüßung der Frauen vorgeworfen. Gegen die Winter- Beuthen: Unterstellungen, sie lasse sich nur deshalb zur weiblichen Vertrauensperson wählen, um ein Mandat zum Parteitag zu erhalten, müsse sie sich entschieden verwahren. Auf die übrigen persönlichen gehässigen Vorwürfe zu antworten, halte sie unter ihrer Würde. ( Bravo!) Die Abstimmung ergiebt dir Annahme des Antrages Biek. Der Antrag Kimmel ist dadurch erledigt. Weitere Anträge zu Punkt 9 Anträge zum Programm und zur Organisation" liegen nicht vor. Es folgt Punft 10: ,, Sonstige Anträge". Singer schlägt vor, die vorliegenden Anträge folgendermaßen einzuteilen: a) Parteipreffe, b) Agitation, c) Alkoholfrage, d) Tages ordnung des nächsten Parteitages, e) Ort des nächsten Parteitages. Gegen diesen Vorschlag erhebt sich kein Widerspruch. Zum Punkt Parteipreffe" liegen vor die Anträge 32, 37, 38, 39, 42, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 81, 82, 89, 94.) Antrag 81 erledigt sich dadurch, daß bereits jetzt entsprechend verfahren wird. Ich bin nicht der Ansicht, der Frau Ziek gestern Ausdruck ge geben hat, und wir haben auch in Hamburg eine ganze Reihe von Genossinnen, die die Meinung der Frau Bieg nicht teilen, sondern ihren Standpunkt sogar verurteilen. Die Frauen müssen, wenn sie wirksam agitieren wollen, sich doch immer wieder an uns wenden. Der Antrag Zieg würde zur Folge haben, daß eine weibliche und eine männ liche Organisation entsteht und daß die Kräfte zersplittert werden. Auch in den Gewerkschaften wirken doch Personen beiderlei Geschlechts zusammen. Frau Biez ist ja Vertrauensperson für Hamburg, aber in organisatorischer Beziehung läßt ihr Vorgehen manches zu wünschen übrig. Das hat sich erst neulich bei der Einberufung der Versammlung in Hamburg gezeigt, wo Frau Zetkin das Referat hielt, da hat sie einen schönen Kuddelmuddel angerichtet. Wo es den Frauen möglich ist, die Mitgliedschaft in Wahlvereinen zu er werben, müssen sie mit uns zuſammen marschieren und ihre Sonder- 55 bindeleien lassen. Sie hatte eine Sekretärin, die eine Vertreterin, diese Vertreterin hatte eine andere Vertreterin, die aber verreist war, Zu Antrag 89 erklärt Förster zur Geschäftsordnung, daß die Parteigenossen von Reuß in ihrer Gesamtheit von diesem Antrag durchaus nichts wissen. Der Antrag findet keine Unterſtügung. Unterstützt werden die Anträge 37, 39, 47, 48, 49, 51, 53, 54, und 94. Antrag 37 wird begründet von Gogowski- Posen: und schließlich hat der Mann der Vertreterin der Vertreterin die liegende Agitationsmaterial, z. B. das auf dem Parteitag gebotene, Versammlung organisieren müssen.( Heiterfeit.) Koenen- Hamburg: Wir sind unsren polnischen Genossen schuldig, ihnen das vorin ihrer Muttersprache zugänglich zu machen. Das wird nur mög*) 32. Parteigenossen in Groß- Ottersleben: Den in der Provinz erscheinenden Parteiblättern ist von Zeit zu Zeit zur Hebung der Landagitation die Herausgabe eines den lokalen Verhältnissen angepaßten Agitationsblattes dadurch zu ermöglichen, daß ihnen auf Antrag eine materielle Unterstügung gewährt wird. 37. Die Agitationskommission und der Wahlverein für die Provinz Posen: Die in polnischer Sprache in Bosen erscheinende Wochenschrift„ Gazeta Ludowa" aus der Parteitasse finanziell zu unterſtügen. " 47. Parteigenossen in Hannover und Karlsruhe Bruchsal: Die" Neue Zeit" ist wieder in eine Monatsschrift umzuwandeln und der Bezugspreis möglichst billig anzusetzen. 48. Dieselben und die Parteigenossen in Heidelberg und Düsseldorf: Der Verlag der Sonntagsbeilage Die Neue Welt" ist anzuhalten, daß in der der„ Neuen Welt" beigefügten Annoncenbeilage nur solche Inserate Aufnahme finden, welche einen schwindelhaften Inhalt nicht haben. " D Ich bin der Meinung, daß wir die Erledigung der ganzen Antgelegenheit auf die bevorstehende Konferenz über die polnischen Angelegenheiten verlegen müssen und daß dieser Antrag am besten dem Barteivorstande übergeben wird zur Erledigung auf dieser Konferenz. ( Singer: Das ist ja eben beantragt.) Dann ziehe ich diesen Antrag zurück. vorstand zur Erwägung überwiesen. Antrag 37 wird entsprechend dem Vorschlage Bebels dem ParteiDen Antrag 39 begründet Kolb- Karlsruhe: Genoffen entsprechenden Parlamentsbericht zu bringen. Wir zum Die Provinzpresse ist nicht in der Lage, einen den Wünschen der Beispiel müssen den telegraphischen Bericht aus einem bürgerlichen Blatt abbrucken. Auf die Dauer geht das nicht, ich bitte sie deshalb, den Antrag dem Parteivorstand zur Erwägung zu überweisen. Für selbstverständlich halte ich es, daß die Provinzpresse für die Kosten aufkommt. Der Antrag wird dem Parteivorstand zur Erwägung überwiesen. Zur Begründung des Antrags 47 führt Kolb- Karlsruhe: aus, daß die Klagen über die ,, Neue Zeit" in der Hauptsache darauf zurückzuführen sind, daß sie wöchentlich erscheint. Diese Erscheinungsweise, entspreche in keiner Weise mehr den Bedürfnissen der Zeit. Der Leserkreis lasse sich nicht mehr ausdehnen, weil das Blatt für das Gros der Genossen viel zu teuer sei. Wenn es den Bedürfnissen mehr: entsprechen werde, wie das bei den„ Socialistischen Monatsheften" der Fall sei, dann würde es auch gelingen, mehr Abonnenten zu gewinnen, was es andrerseits wieder ermögliche mehr zu bieten. Es scheine auch, daß in der Redaktion mehr gespart werden könne und daß die Redaktionskosten in keinem Verhältnis zu den Leistungen stünden. Kautsky- Berlin: " Ich bedauere sehr, daß wir uns hier mit dieser rein lokalen Angelegenheit beschäftigen müssen. Da aber Genoffin Zietz die Sache hier vorgebracht hat, so müssen wir, die wir die Sache in Hamburg miterlebt haben, uns an der Debatte beteiligen. Frau Bieg berief sich gestern auch auf mich für ihre Behauptung. Wir hatten uns verIch habe den Antrag unterstügt, bitte ihn aber abzulehnen. Die ständigt, es ist aber nicht wahr, daß wir uns im Sinne der Frau Unterstügung habe ich nur deshalb gewährt, um Gelegenheit zu Bieg verständigt hatten. Als wir in Hamburg durch die Mainzer haben, auf die Redaktionsverhältnisse der„ Nenen Zeit" einzugehen. Beschlüsse in die Lage kamen, das Vertrauensmännersystem für die Es sind hier Stimmen laut geworden, unser Redaktionsetat sei zu Männer zu beseitigen, setzte Frau Ziez es durch, daß troß jener hoch, es ist ein Vergleich zwischen unsrem Etat und dem der Mainzer Reorganisation die weiblichen Vertrauenspersonen beibehalten 38. Der Wahlverein Mezzi. Lothringen: Es sind die Mittel Socialistischen Monatsheften" gezogen worden. Ja es wurde sogar werden. Ein großer Teil der Hamburger Parteigenossen ist der flüssig zu machen zur Herausgabe einer Partei- Wochenzeitung für in auffälliger Weise Aufklärung verlangt über die Verhältnisse der Meinung, daß diese Beibehaltung nur un deswegen so sehr gewünscht Lothringen, die in deutscher und französischer Sprache erscheint.„ Neuen Zeit". Würde ich diese Auskunft verweigern, so könnte der wurde, um, wenn man von der allgemeinen Organisation fein 39. Parteigenossen in Karlsruhe: In Erwägung zu Anschein erweckt werden, als hätten wir Veranlassung irgend Manoat erhalten würde, sich von der Frauenversammlung ziehen, ob es sich nicht empfiehlt; für Partei- Organe in der Proving etwas zu verheimlichen. Unser Redaktionsetat beträgt 10 400 m. Mandat ausstellen zu lassen. Das habe ich auch einen den Raumverhältnissen dieser Blätter entsprechenden Reichstags- pro Jahr, davon entfallen 3000 M. auf Mehring, 2400 M. auf Wurm Frau Bieg Bieg gesagt. Sie fühlte fich dadurch allerdings bericht von Partei wegen herstellen zu lassen. und 5000 M. anf mich. Der Gehalt von Mehring müßte eigentlich auf schiver beleidigt. Trotzdem ist dies die Meinung vieler Hamburger 42. Parteigenossen Berlin IV: Ju unserm Partei- Organ, den Mitarbeiteretat gelegt werden. Wohl wirkt Mehring in dankens Genossen. Man hat sich ein besonderes Mandat nach Paris aus dem Vorwärts", ein Fremdwörter- Berzeichnis einzurichten, um in werter Weise an der Redaktion mit, aber der Hauptteil seiner stellen lassen von einer Frauenversammlung usw. Dabei haben wir manchen wichtigen Fragen ein leichteres Verständnis für die Leser Thätigkeit liegt in den Berliner Briefen. Es ist gesagt worden, Hamburger uns gegenüber der Frauenmitarbeit nie ablehnend ver- zu erzielen. gerade die regelmäßigen Mitarbeiter belasten die Neue Zeit" sehr. halten. Wir haben die Genossinnen gettin, gieß, Baader und Dieser Vorwurf fann sich nur gegen Mehring richten, denn er ist der Luxemburg in Hamburger Versammlungen gehört. Wir haben sie einzige ständig bezahlte Mitarbeiter. Dieser Vorwurf soll hoffentlich schlecht und recht gehört, hoch und niedrig, erster und zweiter Güte, nicht seine Spige gegen die Tendenzen von Mehring richten. Es wäre wir haben sie so genommen wie sie waren.( Große Heiterfeit.) etwas ganz Neues, wenn man die politischen Tendenzen eines ParteiNatürlich wird man uns nachher immer in schmetternden Trompeten genossen in der Weise bekämpfen wollte, daß man ihm den Brotkorb höher stößen verkünden, daß seien die Erfolge der Frauen gewesen. Die hängt. Finden Sie aber das Gehalt von Mehring zu hoch, so richten Sie Thätigkeit der Frauen ist bei der Delegiertenwahl von den Parteidamit einen indirekten Vorwurf auch gegen diejenigen Genossen, die genossen ganz richtig eingeschätzt worden. Wir konnten mit der früher unsre regelmäßigen Mitarbeiter gewesen sind.( Namen I Thätigkeit der Frauen unter feinen Umständen einverstanden 49. Die Parteigenossen in Breslau: Die Inseraten- Beilage Namen!) Ich werde sie nennen; es ist mir das Gerücht zu Ohren fein. Kimmel hat bereits gesagt, wie es mit der Thätig zur Neuen Welt" ist unter strengerer Kontrolle der aufzunehmenden gekommen, daß zu unfren regelmäßigen Mitarbeitern auch Bebel feir der Frau Zieg aussieht. Frau Bieß, die Hamburger Annoncen auch für die Zukunft beizubehalten. gehört, der angeblich für zwei Artikel jährlich 3000 m. bekommen Bertrauensperson, tann ihre Stellung in Hamburg nicht ausfüllen, 50. Die Parteigenossen in Görlik auban: Daß der soll, also für jeden Artikel 1500 m. Ich würde mich sehr freuen, wem sie sich auf den Triumphzügen ihrer Agitationsreisen durch Wahre Jacob" wieder wie in früheren Jahren mehr belehrende wenn ich in der Lage wäre, Bebel jeden Artikel mit 1500 m. Deutschland befindet. In einer Versammlung, die unter dem Druck Artikel bringt. honorieren zu können, ich würde es auch nicht als Schande eines Ereignisses stand, wie es glücklicherweise nicht alle Tage vor 51. Parteigenossen in Randow Greifenhagen: Der ansehen, wenn Bebel regelmäßiger Mitarbeiter der„ Nenen Zeit" tommt, hat Frau Zieß versucht, im Trüben zu fischen. Wenn eine Verkaufspreis des Arbeiter- Notizkalenders wird von 60 auf 50 Pf. wäre; aber er ist es nicht, er hat nie einen Pfennig Gehalt Verständigung zu stande kommen soll, so muß dies auf ganz andrer ermäßigt. Der Bezugspreis für Buchhandlungen und Kolporteure bezogen, ja er hat sogar niemals einen Pfennig Honorar für seine Grundlage geschehen. von der Verlagsanstalt bleibt unverändert. Die Inseratenblätter Artikel bekommen( hört, hört!). Die andren beiden, die als regels werden in Zukunft nicht mehr in die Mitte, sondern ganz zulegt am mäßige Mitarbeiter genannt sind, sind Bernstein und Schippel. Sie Schluffe des Kalenders eingeheftet. haben das gleiche Gehalt bezogen wie Mehring, und der das Gehalt reises erheben Protest gegen die illustrative und textliche Aus- gegen Bernstein, denn Sie werden doch nicht zugeben wollen, daß 54. Die Parteigenoffen des III. Hamburger Wahl von Mehring zu hoch findet, der richtet damit indirekt einen Vorwurf gestaltung der diesjährigen Mai- Beitung", die nicht den Erwartungen Sie Arbeit Mehrings quantitativ oder qualitativ hinter der Bernsteins entsprach, welche mit Recht an eine Mai- Beitung" mit solcher zurücksteht( sehr wahr!). Die eigentlichen Redaktionsgeschäfte besorgt Massenauflage gesetzt werden darf. Die Mitglieder wollen, daß Wurm. Nun könnte man ja sagen, zwei Redacteure sind zu viel für durch die Mai- Zeitung" in Bezug auf Illustration und Text das eine Wochenschrift. Das wäre richtig, wenn wir nichts andres zu Ich befinde mich leider in der Lage, einiges ganz Lokales und Beste geboten wird, was zu erreichen ist. thun hätten, als dafür zu sorgen, daß jede Nummer regelmäßig erPersönliches hier festzustellen. Ich muß gegen die Vorwürfe, die 55. Die Parteigenossen in Kaiserslautern: Der scheint und daß in ausreichender Zahl Manuskripte vorbanden sind. Genosse Koenen der Genossin Zieß machte, entschieden Verwahrung fünstlerischen Ausstattung der„ Mai- Zeitung"," März Beitung", Aber unsre Zeit wird noch durch eine andre Thätigkeit in Anspruch einlegen. Er hat spöttisch gemeint, ihre Agitationsreisen seien Neujahrsnummer usw. eine größere Aufmerksamkeit zu widmen, um genommen. Mehr und mehr hat sich die Gewohnheit herausgebildet, ja wahre Triumphzüge. Wer da weiß, wie die Genoffin Zieg zu verhindern, daß fünstlerisch minderwertige Erzeugnisse wie sie in daß wer eine Broschüre schreibt, einen Vortrag halten oder sonst arbeitet und die aufreibendste und anstrengendste Agitationsarbeit jüngster Zeit herausgegeben wurden, mit dem Grundsaße: für die Aufklärung haben will, sich an die Redaktion der" Neuen Zeit" um leistet( Sehr richtig!), der wird mir beistimmen, daß es nicht an Arbeiter ist das Beste gerade gut genug" fernerhin in Kollision Rat wendet. Es ist vielleicht unvorsichtig, das hier auszusprechen, denn ich gebracht ist, in diesem wegwerfenden Tone zu reden. Wer so fleißig geraten. fürchte, es wird jetzt eine Flut von Anfragen sich über uns ergießen. ist und zu jeder Zeit so auf der Schanze steht wie die Genossin Zietz, 52. Parteigenossen im III. Berliner Wahlkreis: Der( Heiterkeit.) Die Redaktion der„ Neuen Zeit" hat sich zu einem Arbeiterder hat es wahrlich nicht nötig, sich einen Posten als Vertrauens- Preis des Neuen Welt- Kalenders" ist auf 30 Pf. festzusetzen. fetretariat, zu einem Studentensekretariat, ja sogar zu einem Doktorenperson zu schaffen, um zu einem Mandat zu tommen. Was nun den 53. Parteigenoffen von Karlsruhe Bruchsal, Heidel- sekretariat, und ich kann Ihnen mitteilen allerdings unter dem Siegel Antrag Biezz betrifft, so handelt es sich nicht darum, eine eigne weib- berg, des I. Württembergischen Reichstags- Wahl der Verschwiegenheit( Heiterkeit) auch zu einem Professorensekretariat liche Sonderorganisation zu schaffen, sondern nur einen Mittelpunkt kreises und die Parteigenoffen zu Höppersdorf: Es jei in entwickelt, und unsre Thätigkeit erstreckt sich nicht nur auf für die agitatorische Kleinarbeit, damit wir die Frauen in die all- Bukunft für bessere tünstlerische Ausgestaltung der„ Maifest- Beitung" Deutschland. Die Bedeutung der Neuen Zeit" ist eine inter gemeine Bewegung einführen können. Es handelt sich also nicht um Sorge zu tragen. nationale, sie wird in allen Ländern gelesen, und aus allen Ländern eine weibliche Nebenregierung, um einen Weiberstaat im allgemeinen 81. Parteigenoffen in Dresden: Am Schlusse des Protokolls tommen Anfragen an uns, namentlich seit dem Tode Liebknechts. Staate, sondern nur darum, ein für die Organisation des weiblichen vom Barteitage sind die auf demselben angenommenen Beschlüsse Aber damit ist die Thätigkeit der Redaktion noch nicht erschöpft. Broletariats geeignetes Organ zu schaffen. Die Eigenart des weib- und Resolutionen wiederzugeben. Könnten wir die Manuskripte einfach zurücksenden, so wäre es sehr lichen Charakters, die Sonderstellung, welche die Frau im Hause 82. Parteigenossen in Le chhausen: Der Preis für das bequem, aber wir sind doch nicht bloß Redacteure, sondern einnimmt, verlangt, daß man ihr mit ganz andrer Kleinarbeit nach Parteitagsprotokoll darf 30 Bf. nicht übersteigen. auch Parteigenossen. Die Redaktion hat auch die Aufgabe, einen gehen muß als den Männern, die in den Kneipen, Werkstätten 2c. zu 89. Der Parteitag wolle beschließen: daß für Räuß ä. L. die schriftstellerischen Nachwuchs heranzubilden; diese unbrauchbaren fassen sind, während die Frauen, sobald sie Haussklavinnen werden, Sonntags- Beilage Neue Welt" vom 1. Januar 1903 beigefügt Manuskripte stammen oft von jungen Leuten, die vorläufig nicht in davon ausgeschlossen sind. Auch die socialdemokratischen Vereine wird und der Gesellschafter" in Wegfall kommt, da er uns das der Lage find, Brauchbares zu leisten, die aber sehr viel versprechen werden erst dann mehr weibliche Mitglieder bekommen, wenn wir nicht leisten kann, was wir von der„ Neuen Welt" erwarten. Die und denen wir unter die Arme greifen müssen. Das ist eine sehr weibliche Vertrauenspersonen befizen. Hamburg hat jetzt schon über Parteikasse möge uns wenn nötig unterstüßen. 900 weibliche Mitglieder. Bedenken Sie, daß sich darunter Hunderte Parteigenoffen von Reuß ä. L. befinden, die den Mann im Kamrfe um seine Ideale im politischen 94. Der Parteitag wolle beschließen: Die Genossen in Mülund gewerkschaftlichen Kampfe nicht mehr zu hindern suchen und daß hausen i. Elf. find, in Wahrung der gemeinsamen Intereffen des unter den socialdemokratischen Frauen Tausende sind, die ihre Kinder Parteiverbandes, bei der Wiederherausgabe der im März 1894 auf zu den Idealen des Socialismus erziehen. Sie wehren dem Mann seinen schlimmsten Feind ab, der am häuslichen Herd in Gestalt der Frau fizt. Bedenken Sie endlich, daß wenn wir die Kinder erobern, wir auch die Zukunft erobern.( Lebhafter Beifall). Singer erklärt, daß er heute, um möglichst allen vorliegenden Anträgen gerecht werden zu können, streng an der durch die Geschäftsordnung bestimmten Redezeit für die einzelnen Reden festhalten werde. Die vorliegende Frage möge doch etwas aus den rein Totalen Verhältnissen herausgehoben und mehr auf das Gebiet allgemeiner Gesichtspunkte hinübergeleitet werden. Frau Zetkin- Stuttgart: Stubbe- Hamburg: Die Behauptung der Genossin Zieß, daß die Hamburger sich in einer Versammlung ihrer Meinung angeschlossen hätten, ist un zutreffend. In der Versammlung wurde über den hier vorliegenden " " D Grund des Diktaturparagraphen unterdrückten„ Mülhauser Volkszeitung" zu unterstüßen. Da das Gefeß über die Preſſe für Elsaß- Lothringen vom 8. August 1898, unter Aufrechterhaltung der bezüglichen Artikel des Napoleonischen Dekrets über die Presse vom 17. Februar 1852, das Wiedererscheinen des Blattes als Tageblatt von der vorgängigen Hinterlegung einer Kaution von 20 000 m. verzinslich zu 3 Proz., abhängig macht, so beauftragt der Parteitag die Parteileitung, diefe Kautionssumme mit Anwendung der üblichen SicherheitsBürgschaften zu stellen. 2. Emmel mit 20 Genossen. " anstrengende und undankbare Aufgabe, undankbar, weil die jungen Leute oft nicht das halten, was sie versprechen. Namentlich mit den Studenten haben wir traurige Erfahrungen gemacht, sie werden Doktoren, Privatdozenten und dann kommt ihnen die wissenschaftliche Erkenntnis und was fie bei der Socialdemokratie gelernt haben, benüßen sie, um sie zu bekämpfen. Wurm hat außer seiner redaktionellen Thätigkeit auch noch eine Reihe von Beiträgen zu liefern, die nicht extra bezahlt werden. Mein Gehalt beträgt 5000 M. Ich gebe zu, eine ansehnliche Summe, aber wenn das Gehalt zu hoch ist, so bin ich nicht daran schuld, denn ich habe in den 28 Jahren, welche ich in der Partei thätig bin, niemals eine Forderung gestellt. Was mir gegeben ist, ist mir freiwillig gegeben worden, ich habe früher sehr gern für die Neue Zeit" für einen Monatsgehalt bon 150 M. gearbeitet. Diez hat meinen Gehalt immer frei " willig erhöht. Aber die 5000 m. find fein reines Honorar, es muß| Frage schreiben müffen. Ich bin so beschäftigt, baß ich nur nachts 1 Die Neue Beit" foll nicht nur ein Organ für die Wissenschaftler, eine Reihe von Ausgaben daraus bestritten werden. Bücher und und Sonntags zum Schreiben die Zeit finde. Ich mache diese fondern auch für die breite Masse der Arbeiter sein. Ich bin lange Zeitschriften werden mir nicht geliefert.( Sört! hört!) Auch einen Teil Arbeiten auf Kosten meiner Gesundheit, aber nicht des Geldes Beit Abonnent der„ Neuen Zeit" gewesen. Als dann die SociaDer Portokosten muß ich selbst bestreiten, ich bekomme jährlich 120 M. wegen. Eine Reihe Artikel für die Monatshefte" habe ich liftischen Monatshefte" erschienen, habe ich auch diefe gelesen. Es Bortogeld, wir haben aber durchschnittlich 1000-1200 Briefe zu unentgeltlich geliefert. Wenn gute Mitarbeiter für die wird uns aber schwer, beide Zeitschriften anzuschaffen, und ich mußte schreiben, darunter einen großen Teil Doppel- und Auslandsbriefe, Neue Zeit auf die jetzt angewandte Art gewonnen werden, schweren Herzens mein Abonnement auf die Neue Zeit" aufgeben. ferner einige Hundert Postkarten, Bücherpakete und Streuzbandsendungen. dann würde die Sache ein andres Gesicht bekommen, aber Es fönnten doch alle diejenigen, die für die Socialistischen MonatsIch muß vielleicht 150 m. jährlich auf die Borto- Entschädigung zulegen. bis jetzt war weder Stautsky noch Wurm dazu zu bewegen. Dann hefte" schreiben, ihre Arfitel einfach mit in der Neuen Zeit" unter Endlich werden auch meine Beiträge nicht besonders honoriert, auch sie kann die Neue Zeit" auch besser ausgestaltet werden. Ich bin für bringen( Heiterfeit!). fallen auf das Redaktionsconto. Die festen Gehälter aber, die wir ihr Erscheinen als Monatsschrift, weil sich so viel befieres bieten Singer( unterbrechend): ich bitte, auf diese Frage nicht einzu beziehen, bilden die materielle Grundlage, die es uns ermöglicht hat, läßt, dem wissenschaftlichen Bedürfnis kann durch eine Monatsschrift gehen, wir sind in feiner Debatte darüber, ob die„ Socialistischen eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten zu leisten, das gilt natürlich weit beffer Rechnung getragen werden als durch eine Wochenschrift. gehen, wir sind in keiner Debatte darüber, ob die" Socialiſtiſchen Monatshefte" oder die„ Neue Zeit" vorgezogen werden sollen, auch für Schippel und Bernstein. Wissenschaftliche Arbeiten fann nur Dr. David( zur Geschäftsordnung): Der Vorsitzende hat eben sondern nur darüber, ob die Neue Zeit" in eine Monatsschrift umderjenige liefern, der entweder Vermögen besikt oder eine feste den Versuch gemacht, Ausführungen Elms, die direkt Ausführungen gewandelt werden soll. Stellung hat. Für uns fommen nur zwei Arten fester Stellungen Kautskys betrafen, zu verhindern; sollte es beabsichtigt sein, die Voigt( fortfahrend): Ich spreche nicht darüber, welches von in Betracht: Redaktion oder Zuchthaus.( Heiterkeit!) Ich weiß nicht, zu welcher Art fester Stellung Sie die" Neue Zeit" rechnen, aber Besprechung der Ausführungen Kautskys nicht zuzulassen, so tönnte beiden Blättern vorzuziehen ist, ich will nur befürworten eine Umjedenfalls bildet das feste Gehalt für Mehring und mich ebenso wie ich das nicht als eine unparteiische Geschäftsführung ansehen. gestaltung der Neuen Zeit" in der Weise, daß sie von dem prak( Unruhe.) tischen Agitator benutzt werden soll. Deswegen ziehe ich einen Verfrüher für Bernstein und Schippet die materielle Grundlage gleich zwischen den beiden Blättern, das muß mir unter allen Umfür die wissenschaftlichen Arbeiten. Wie Sie die tiffen- c schaftlichen Arbeiten beurteilen, weiß ich nicht; find Sie der Ich finde es fehr erstaunlich, daß Dr. David über Dinge, die händen gestattet sein.( Sehr gut!) Singer: Jm Rahmen unsrer jezigen Diskussion aber liegt Ansicht, daß diese Arbeiten mur Spintisirereien find, so wäre es ganz gar nicht geschehen sind, hier ein Urteil abgiebt.( Sehr richtig!) In überflüssig, unser Gehalt zu reducieren. Dann fägen Sie uns lieber der Sache habe ich den Genossen v. Elm in feiner Weise verhindert, das nicht. Voigt: Sonst wird es einem Arbeiterdelegierten zur Unmögab. Glauben Sie jedoch, daß unfre Thätigkeit von Nugen ist, so auf die Ausführungen Kautstys einzugehen( Sehr richtig!). ich habe sehe ich Ihrem Verdikt mit Ruhe entgegen.( Die Redezeit ist ab- nur verhindert, daß auf eine abgethane Sache in einer Weise wieder lichkeit gemacht, auf unsren Parteitagen hier jemals das Wort zu gelaufen.) eingegangen wird, die die Zeit des Parteitages wesentlich beeins ergreifen.( Sehr richtig!) Ich ersuche Sie den Antrag 47 anträchtigt, seine Beit, die er nicht ausschließlich einer Frage, die eine zunehmen. Reihe werter Parteigenossen besonders intereffiert, widmen fann, sondern allen Anträgen, die vorliegen.( Lebhafte Zustimmung.) Ein Schlußantrag findet nicht genügende Unterstützung. Fischer- Hamburg: Singer: Ich glaube, Sie werden mit mir der Ansicht sein, daß es Pflicht des Parteitages war, sich über das Redaktionsbudget der Neuen Zeit" Klarheit zu verschaffen. Ich schlage deshalb vor, Kautsky von neuem 10 Minuten Redezeit zu gewähren, um sich über den Antrag selbst zu äußern.( Zustimmung.) " " Singer: Lentert Apolda Grunwald- Erfurt: Warum und in welcher Art diese zum Theil sehr persönliche Debatte über die Einzelheiten der Besoldungsverhältnisse der leitenden Kräfte der„ Neuen Zeit" hier angeschnitten worden und detektivartig provoziert worden ist, darüber wird sich trotz der Ausführungen Davids und von Elms jeder einen Vers machen können. Die ganze Art, wie die Sache provoziert worden ist, würde ungefähr auf derselben Stufe stehen, als wollten wir uns nach den speciellen Besoldungsverhältnissen des Chefredacteurs der Sächsischen beiterzeitung", des Herausgebers der Kommunalen Bragis", des Sonder- Berichterstatters des " Borwärts" nach Brüssel und des Uebersetzers des Edelheimschen Verlags erkundigen.( Ünruhe.) Auf diese Stufe aber wollen wir nicht hinabsteigen, ich halte es für durchaus unangebracht, daß man in dieser Weise hochverdiente, alte, wissenschaftlich thätige Parteigenossen bezüglich ihrer Magenfrage auf den Präsentierteller legt. ( Große Heiterfeit.) Wenn der Parteitag Grund hat, auf irgend etwas stolz zu sein, so sind es die leitenden Mitarbeiter und die Thätigkeit der„ Neuen Zeit."( Bravo!) Bader- München: Kautsky( fortfahrend): Ich gehe nun zu dem Antrage über, Auf vielen Seiten wird das Bedürfnis gefühlt, die Neue Zeit" die Neue Zeit" in eine Monatsschrift zu verwandeln. Dieser Antrag mehr in den Kreisen der Arbeiter zu verbreiten, denen die Kenntnis tann nach zwei Seiten hin verstanden werden. Entweder wollen Sie wissenschaftlicher Artikel wirklich nichts schadet; ihre Verbreitung ist die„ Neue Zeit" billiger machen als sie jetzt ist, um fie mehr in leider sehr beschränkt, die Ursache liegt darin, daß viele Artikel der die Maffen zu bringen, oder sie wollen fie bloß erweitern. Wollen Neuen Zeit" zu wissenschaftlich gehalten find. Bären sie populärer, Sie die Neue Zeit" verbilligen, so müssen Sie auch ihren Raum er- so würde das nicht schaden. Die Hauptsache aber ist, daß die„ Neue heblich verkleinern; wir geben jett 4 Bogen um 50 Bf.; wenn der Beit" zu teuer ist. 13 M. pro Jahr ist zu viel, daß eine solche Preis der Neuen Zeit" 50 Pf. fein soll, so muß auch der Umfang Ausgabe nur wenige Arbeiter sich leisten können. Um den Preis Ser Neuen Zeit" als Monatsschrift auf 4-42 Bogen beschränti berabzufetzen, follte die Neue Beit" wieder monatlich erscheinen; werden, in 4 Bogen aber kann man nicht viel leisten. Allerdings wenn darunter die Aktualität leidet, so schadet das nicht. früher hatte die Neue Zeit" als Monatsschrift nur 3 Bogen, aber damals wurdeffie ergänzt durch den„ Socialdemokrat" in Zürich. Seit bittet den Antrag Hannover abzulehnen. Seit 18 Jahren verfolge dem Eingehen des Socialdemokrat" mußte die„ Neue Zeit" erweitert werden. Wir glauben, daß die„ Neue Zeit" am ersten in die Waffen ich die Entwicklung der Neuen Zeit", alles gelesen babe ich natürlich kommt durch eine Wochenausgabe, die nur 25 oder, wie es im Anfang nicht; die" Neue Zeit" darf nicht zu wiff nichaftlich gemacht werden. Wenn die Socialistiichen Monatshefte" eine Wochenschrift wären war, 20 Pfennig loftet. Nun wird immer der Vergleich mit den Sie dürfen die„ Socialistischen Monatshefte" nicht mit der„ Neuen Socialistischen Monatsheften" gezogen, es wird gesagt, durch die Zeit" verwechseln( Rufe: Thun wir auch nicht!). wenn wir einmal, und die„ Neue Beit" eine Monatsichrift, so würde unfehlbar der Umwandlung der„ Neuen Zeit in eine Monatsschrift müffe sie ebenso ohne in die Wolle zu geraten, sagen, wie die Dinge in Wirklichkeit Antrag gekommen sein, die„ Neue Beit" in eine Wochenschrift zu liegen. Die Socialistischen Monatshefte" sind ein Sammelpunkt verwandeln.( Heiterkeit.) Dem Antrage 47 liegt nur der Erfolg intereffant und mannigfaltig werden wie die Socialistischen Monats- für freie Schriftsteller, die für socialistische Zwecke Provaganda der Socialistischen Monatshefte" zu Grunde. Daß aber das hefte". Die„ Socialistischen Monatshefte" erscheinen aber unter gana machen wollen und die entweter idhon gute Parteigenossen sind Deficit der„ Neuen Zeit" nicht in ihrer Erscheinungsform beruht, eigenartigen Umständen, sie haben einen reichen Mann hinter sich, der oder es werden wollen. Die„ Neue Zeit“ ist ein Partei- das ist schon genügend auseinander gesezt worden. Ich würde es ihr Deficit zahlt, während wir den Parteivorstand und den Parteitag hinter uns haben, der uns unser Deficit so viel wie möglich be- Organ, das ganz audre Bede erfüllen muß, fie muß aftuelt für Recht halten, wenn dem Parteivorstand ein wissenschaftlicher deshalb auch wöchentlich erfcheinen. Seit wir Fonds zur Verfügung gestellt würde, der es ermöglichte, daß Geschneiden will. Ich bitte also, die Neue Zeit" nicht mit den" Socia= Leitartikel haben, die die politische Situation überschauen, nossen wissenschaftlich thätig sind auch ohne daß sie einer Redaktion listischen Monatsheften" zu vergleichen( sehr richtig!). Ich meine nicht in ift es für uns möglich, bei ihrem bequemen Format die„ Neue Zeit" angehören. Die Anregung heute hier zu einem Antrag zu verBezug auf den Inhalt, sondern geschäftlich. Sie würden erstaunen, in die Tasche zu stecken( Große Heiterfeit), fie mitzunehmen, wenn dichten, halte ich aber nicht für richtig. Es besteht unter den Ges ich kenne es auch nicht, aber ich kann rechnen. So groß wir eine Versammlung abhalten und den Artikel auf der Eisenbahn nossen die Ueberzeugung, daß in der Partei viel zu viel theoretisiert wie das Deficit der Socialistischen Monatshefte" werden Sie das zu lesen( Stürmische Heiterkeit); man findet das lächerlich, das be wird, andrerseits find wir eine wissenschaftliche Partei und haben Deficit der„ Neuen Beit" auf keinen Fall machen wollen. Das reife ich nicht, wir sieben doch auch schon 18 Jahre in der Oeffent die Verpflichtung, diejenigen Parteigenossen, die wissenschaftlich lichkeit( Verstanden wird 80 Jahre, stü mische Heiterfeit) und ich arbeiten können, in den Stand zu setzen, wissenschaftlich thätig zu Deficit der„ Neuen Zeit" ist eine Erscheinung, mit der Sie sich ab- tenne in Thüringen noch verschiedene Genossen, die es auch so sein, ohne daß sie deswegen in irgend eine Redaktion eintreten finden müssen und die Sie auf keinen Fall nervös machen darf. machen wie ich( Große Heiterkeit); ein großes Heft fann man nicht müssen. Ich bitte im übrigen, den vorliegenden Antrag abzulehnen, auch alle übrigen wissenschaftlichen Zeitschriften machen Deficit. ihre Aktualität einbüßen. Das Deficit der„ Neuen Zeit" existiert so lange, wie das Blatt selbst, mit sich herumschleppen, als Monatsschrift würde die„ Neue Zeit" da dadurch an den bestehenden Zuständen nicht das geringste geDie Wissenschaft ist eben in der heutigen Gesellschaft ein schlechtes ihre Aktualität einbüßen. Geschäft, auch das Handbuch von Schippel macht Deficit. Erst vor einigen Tagen äußerte ein Barteigenosse, der früher Buchhändler war, sein Erstaunen über die Geringfügigkeit des Deficits der Neuen Zeit".( Sehr richtig!) Wenn Reformvorschläge zur Verringerung des Deficits der Neuen Zeit" gemacht werden, so will ich als der erste freudig für solche Vorschläge eintreten, der vorliegende Antrag aber würde die„ Nene Zeit" entweder verfümmern oder das Deficit vermehren. Ich bitte Sie, diesen Antrag abzulehnen.( Lebhafter Beifall.) " wenn Sie das Deficit der Socialistischen Monatshefte" kennen würden " " v. Elm- Hamburg: und fein Dr. David Mainz: nach der finanziellen inneren Lage der„ Neuen Brit" entstanden, die nun ja in dankenswerter Weife beantwortet worden ist Aber die Sonne war noch nicht untergegangen über diesen Verhandlungen, da bat schon jemand geglaubt, er müsse denjenigen, die diese Frage gestellt babe, vor der ganzen Partei den Vorwurf der Verdächtigung an hängen. Der Vorwurf, die Betreffenden hätten in unzulässiger Weise bier Fragen gestellt über Dinge, nach denen nicht gefragt werden dürfe, es ist ein Artikel der Leipziger Volkszeitung" ändert würde. Wurm: Die Auflagen gegen die Neue Zeit" entspringen der Anschauung: Auch ich bin der Meinung, man sollte den Antrag ablehnen. Wir brauchen eine wiffenschaftliche Wochenzeitschrift und daneben erstens daß die Zeitschrift eine falsche Erscheinungsform habe, eine Monatszeitschrift. Durch die Ausführungen von Kantsty ist zweitens daß sie eine Anzahl von Mitarbeitern entbehre, die in largestellt, daß das Deficit der Neuen Zeit" nicht verichuldet eine andre Beitschrift hinüberflüchten, drittens daß der Preis zu worden ist durch die„ Monatshefte". Der Vorwurf, daß die mur hoch sei und viertens daß sie nicht genügend die Interessen der für die„ Monatshefte" schreibenden Genoffen die Centraltasse in die großen Mosse der Leser vertrete. Was zunächst den Bunkt anlangt, unangenehme Notwendigkeit verfezt haben. Zuschüsse für die„ Neue daß die Neue Beit" zu streng wissenschaftlich, zu abstrakt gehalten Beit" zu leisten, ist also unberechtigt. Es war Adolf Hoffmann, der iei, so muß ich doch die verehrten Genossen bitten, sich die Neue mit diesem Vorwurf die ganze Frage aufgerollt bat; es ist durchaus Beit" einmal anzusehen und das Register zu prüfen. Wir werden ja falsch, wenn man den sogenannten Revisionisten die Echuld giebt, emnächst ein Register berausgeben, das 20 Jahrgänge der„ Neuen darin ist eine solche Fülle von Erörterungen Ich bin für den Antrag 47. Die Frage des Redaktionsetals daß sie diese Erörterung veranlaßt haben. Erst durch die An- Beit" umfaßt der Neuen Zeit" hängt eng damit zusammen, ob es möglich sein schuldigungen von Hoffmann ist die Frage entstanden: worauf praktischer Tagesfragen enthalten, daß sich auf den Raum, der uns wird, das Deficit wesentlich herabzumindern, wenn wir die Neue beruht denn das Deficit der Neuen Beit", wenn es nicht zur Verfügung steht, gar nicht mehr unterbringen läßt. Es ist Beit" monatlich erscheinen lassen. Sie haben auf die Anfrage, die durch die Monatshefte" verursacht ist. Es ist dadurch die Frage früher und auch nach dem Erscheinen der„ Socialistischen Monats seitens einiger Mitarbeiter der„ Socialistischen Monatshefte", der Genoffen Südekum, Paul Müller und meiner Person gestellt worden ist, jetzt durch die Rede des Genossen Kautsky die notwendige Aufflärung erhalten. Diese Anfrage hat bei einzelnen Parteigenoffen hier große Entrüftung hervorgerufen. Ich kann hier nur zugleich im Namen der übrigen Fragesteller erklären: unsre Anfrage enthält durchaus kein Mißtrauen gegen den Parteivorstand und gegen die Redaktion der„ Neuen Beit". Sie dient auch nicht der Absicht, von ihrem Redaktionsetat etwas herabzumindern. Aber wie es häufig auf Parteitagen geschieht: Unruhe.) man dreht den Spieß um, man beschuldigt uns, daß wir Schuld am Deficit der Neuen Beit" tragen. Selbstverständlich haben wir, die wir in der Debatte nicht mehr zum Wort gekommen find, uns daraufhin die Anfrage erlaubt: wie steht es mit den Verhältnissen handeln will, sie zu einem Antrag zu verdichten, der wird ordnungs- Wurm: Ich bemühe mich in diesem Rahmen zu bleiben. Diese der Neuen Zeit"? Die Erklärung, die wir erhalten haben, ist der mäßig behandelt werden; im Rahmen dieser Verhandlung tann Sonderstellung der„ Socialistischen Monatshefte" ist übrigens in den Beweis, wie absolut unschuldig die Mitarbeiter der Monatshefte" darauf nicht zurückgegriffen werden. Im übrigen will ich um meisten Fällen nur eine vermutete; meistens hat diese Vermutung an dem Deficit der Neuen Zeit" sind.( Sehr richtig!) Das flar- weiteren Stontroversen aus dem Wege zu geben, einen Beschluß des nicht zugetroffen. Was die Frage der Verbilligung und der damit zustellen, haben wir beabsichtigt. Wir haben uns weiter nach der Parteitags herbeiführen, da ich gar keine Lust verspüre, mich mit notwendig verbundenen Reducierung des Raumes anlangt, so muß Kontrolle des geistigen Inhalts der Neuen Zeit" erkundigt. Wie einem sonst sehr lieben Genossen hier etwa herumzuftreiten. Wenn der ich als Redacteur der" Neuen Zeit" sagen, wir wären nicht mehr tann man sich entrüften über eine solche Anfrage, wenn der Partei- Parteitag anders befchließt, so liegt mir gar nichts daran, ich bitte existenzfähig, wenn wir unfren Raum reducieren müßten. Wir leiden bericht kein Wort darüber enthält?( Glocke des Borfizenden.) diejenigen, die meiner Auffaffung fiber die Art der Verhandlung zu nicht an Atifelmangel, sondern an Raummangel. Wir müssen stimmen wollen, die Hand zu erheben. Das ist die große Mehrheit viele gute Artikel zurückweisen, weil wir feinen Plaz haben. Da hat es sich dem mitunter getroffen, daß die so sehr gerühmten Ich bitte demgemäß zu verfahren. Dr. David( fortfahrend): Ich weiß eigentlich nicht, was diese Monatshefte" Artikel brachten, die wir vorher zurückgewiesen hatten teils aus Raummangel, teils aus audren Rücksichten.( hört! hört!) Unterbrechung beabsichtigen wollte, ich habe ja gar nichts vor... Wenn es nach meinem Wunsch ginge, so sollten Sie uns gütigst beSinger: Sie haben eben die Leipziger Boltszeitung" zur Hand v. Elm( fortfahrend): Ja, wir mußten auch danach uns er- genommen, um über einen Artikel dieses Blattes, der eine bereits willigen, daß die„ Neue Zeit" wöchentlich statt 2 Bogen 3 Bogen fundigen, wie die Kontrolle beschaffen ist. Es handelte sich bei erledigte Frage behandelt, zu sprechen. Das wünschen wir im gebe. Auch den Vorwurf, daß wir kein Material für die Agitation unsrer Anfrage nicht um einen Angriff gegen die Leitung der Neuen Rahmen dieser Verhandlung nicht. Ich habe ja gar nichts dagegen, ferner gesagt worden, daß man die„ Neue Zeit" verbilligen müſſe, Zeit", sondern um die Absicht, Klarheit zu schaffen. Es ist durch Be- daß die Sache verhandelt wird. Sie brauchen blos drei Zeilen zu um fie in weitere Kreise der Arbeiter hineinzubringen. Ja, da antwortung unsrer Anfrage nicht nur festgestellt, daß eine finanzielle fchreiben:" Der Parteitag wolle beschließen, in eine Diskussion über müssen Sie mit dem Verleger sprechen und ihm die Möglichkeit Kontrolle der„ Neuen Zeit" nur durch den Parteivorstand erfolgt und diefe Frage einzutreten. Wenn das beschlossen wird, so fann es zeigen, wie man eine solche Menge Papier, Druck und Inhalt für nicht durch die Controleure und daß die geistige Kontrolle nicht anders geschehen. Bei diesen Verbandlungen aber geschieht es nicht! noch weniger Geld liefern fann. Allerdings die" Socialistischen ausgeübt wird als wie auch bei den Monatsheften", nämlich durch Dr. David: Diejenigen, die die Frage nach der finanziellen Monatshefte" geben 7 Bogen für 50 Bf., während wir für 8 Bogen die Masse der Parteigenossen. Lage der„ Neuen Zeit" gestellt haben, haben damit keine verdächtigenden 1 M. nehmen. Wir fennen ja das Geheimnis des Verlags der Das Gehalt der Redacteure finde ich nicht zu hoch. Nur in Anspielungen machen wollen; fie haben keine Fragen gestellt, " Monatshefte" nicht andrer Beziehung erscheint mir eine Aenderung möglich. Wenn die gehalten waren, daß die Verdächtigten sich nicht hätten dagegen Singer( unterbrechend): Ich muß dringend bitten, fich danach Die Redacteure noch andre wissenschaftliche Arbeiten au verteidigen tönnen. Wenn Sie diese Ueberzeugung teilen, so ist Leisten habe, so müssen sie dafür extra bezahlt werden, die Bezahlung bereits das gesagt, was ich bezüglich der„ Leipziger Boltszeitung" zu richten, was vom Parteitage beschlossen worden ist. Ich begreife kann nicht auf den Redaktionsetat übernommen werden, Wir thun fagen wollte.( Sehr gut!) Mehr wollte ich gar nicht fagen, ich das Intereffe, das einzelne an der Sache haben, aber das Intereffe überhaupt nicht genug auf diesem Gebiete, die Wissenschaftler in wollte nur den ganz unqualifizierbaren Vorwurf zurückweifen, als des Parteitages geht vor. Wurm: Jch tann nicht widersprechen, aber ich fonstatiere, daß unsren Reihen müssen für ihre Arbeiten anständig bezahlt werden. ob man habe mit diefer Anfrage Berdächtigungen vorbringen wollen, Darunter verstehe ich nicht nur Kautsky, sondern auch andre Ge- auf die den Angegriffenen die Möglichkeit der Abwehr nicht gegeben diese Fragen unlöslich mit einander verknüpft sind; ich kann nur nossen, die nicht von der Partei durch eine Redaktionsstelle dotiert worden wäre. So aber steht es wortwörtlich in diesem Artikel, das darüber sprechen, warum die Neue Zeit" nicht noch mehr Raum werden. Darüber sollte der Parteivorstand mit den Controleuren ist eine Berfidie, die ich zurückweisen wollte.( Lebhafte Zustimmung.) für denselben Preis wie jetzt enthalten fann, wenn ich auf die wirteinmal in Erwägung eintreten. Es ist auch nicht immer dienlich. Damit ist, glaube ich, das nötige in dieser Sache gesagt worden. fchaftlichen Ursachen dieser Möglichkeit bei den Monatsheften" einWissenschaftler zu Redacteuren zu machen. Kautsky ist gewiß ein Es ist ja aus den Ausführungen hervorgegangen, daß nirgends gehen kann. bedeutender Mann auf dem Gebiete der Wissenschaft, ich möchte seine goldene Schäße erworben werden, daß bei der wissenschaftlichen Arbeiten nicht entbehren. Aber trotz diefer wissenschaftlichen Befähigung Arbeit hüben wie drüben von kapitalistischen Jutereffen und der ist Kautsky nach meiner Meinung ein schlechter Redacteur.( Oho!) artigen Dingen nicht die Rede sein kann, sondern daß Opfer gebracht Es ist hier viel geredet von einem Boykott der Neuen Zeit". Ich werden müssen und gebracht werden. Wenn Sie in diesem Sinne Labe mich nie geweigert, für die„ Neue Zeit“ zu arbeiten. die Existenz einer andren Zeitschrift neben der„ Neuen Zeit" anWurm hat mich gestern aufgefordert und zwar zum erstenmale fehen wollen, so war das der Zweck meiner Ausführungen.( Bravo!) in der richtigen Weise, indem er mir ein spezielles Thema fagte; ich Sans 0000 Boigt- Bernburg: habe da mit Freuden zugesagt. Wir sind ja teine berufsmäßigen Schriftsteller, wir müssen zum Arbeiten erft veranlaßt werden, es muß uns nachgewiesen werden, daß gerade wir über eine bestimmte so befte" teine einzige Frage aufgetaucht, die nicht auch von uns behandelt worden wäre und zwar meist von uns zuerſt. Wenn es trotzdem eine Anzahl von Personen giebt, die das Bedürfnis empfinden, die„ Socialistischen Monatshefte" zu lesen, so spielt dabei die Vermutung eine große Rolle, daß es Leute gebe, die etwas zu fagen baben, was man in der Neuen Zeit" nicht sagen kann oder will. Man erwartet in jeder Nummer der Socialistischen Monats( Große hefte" irgend etwas zu finden, was Material für die berühmte Spaltung innerhalb der Partei bieten könnte.( Sehr gut! Lebhafte Singer( unterbrechend): Ich bedauere sehr, im Rahmen dieser Zustimmung.) Singer( unterbrechend): Ich möchte auch diesen Debatte auf eine Verhandlung darüber nicht eingehen zu können. Redner bitten, im Rahmen unsrer Diskussion zu bleiben.( Sehr Ich gebe dem Genossen David anheim, wenn er diefe Frage be- gut!). Singer: Jch bitte den Redner, nicht auf bereits erledigte Dinge zurückzukommen. Wir verhandeln über die Frage, ob die Neue Zeit" in eine Monatsschrift berwandelt werden soll. Ich habe Ihnen Gelegenheit gegeben, zu begründen, weshalb Sie die Anfrage gestellt haben. Damit ist die Angelegenheit doch erledigt. " " Benn das Deficit der Reuen Zeit" überhaupt gebedt werden kann, " Singer: Es steht nicht zur Diskussion, warum die„ Socialist. Monatshefte" 7 Bogen für 50 Pf. geben können.( Seiterkeit.) Wurm: Es steht aber zur Diskussion, daß wir zu teuer find, unfer Blatt soll verbilligt werden. Wir müssen da doch nachweisen tönnen, daß es uns nicht möglich ist, billiger zu liefern. Singer: Das haben Sie gethan, indem Sie gesagt haben, man wolle den Verleger fragen, ob er mehr Papier, Satz und Druck geben tönne! Wurm: Die Parteigenoffen werden mich verstanden haben. kann dies nur durch die Annahme des Antrags 47 geschehen. Fischer- Hannover sagte, wir sollten noch populärer schreiben, damit ans alle Arbeiterleser verstehen könnten. Es giebt aber Gegenstände, schluß über den finanziellen Stand der Neuen Beit" erhalten hat, I nicht gelungen, der Thäter habhaft zu werben. Der Schaden trifft die nicht von jedermann ohne Vorkenntnisse verstanden werden fagen: ich wäre froh, wenn es bei mir nicht schlimmer wäre.( Leb- den Bestohlenen, Herrn Uhrmacher Scharnow, um so empfindlicher, können. Es ist das Recht einer wissenschaftlichen Zeitschrift wie die hafter Beifall.) als die entwendeten Waren nicht gegen Diebstahl versichert waren. ,, Neue Zeit", in jeder Nummer auch solche Dinge zu bringen, die Ein Schlußantrag, für den Baudert Apolda, gegen den allerdings nur für einen Kleinen Teil von Fachgelehrten berechnet Zwei Fledderer sind von der Kriminalpolizei unschädlich geGrenz Leipzig spricht, wird angenommen. find. Kautsky und ich sind uns darüber klar, daß es das beste macht worden. Der 17jährige Hausdiener Robert Wersti und Persönlich bemerkt v. Elm: Nicht wir haben provociert, wie der 29 Jahre alte Kutscher Hermann Schaller waren nach wäre, wenn uns eine monatlich erscheinende wissenschaftliche Revue geschaffen würde, die nur wissenschaftliche Artikel enthielte und Grunwald meint, sondern andre Leute. Irgend welche Stockpritgeleißensee gegangen, um zu sehen, ob sich dort auf dem Pferdefür einen kleinen Leserkreis von 500-600 Personen berechnet wäre. auf den Magen haben wir nicht beabsichtigt. Das ist von uns aus- markt nichts machen ließ. Sie trafen denn auch einen Pferdehändler, Daneben müßte dann die„ Neue Zeit" ausgebaut werden zu einem drücklich erklärt worden, und unsre Erklärung, daß wir dem Partei- der mit Vorteil ge- und verkauft und seinen günstigen Abschluß schon Organ, das sich lediglich mit Fragen des Tages und der praktischen vorstand kein Mißtrauen ausdrücken und auch nicht gegen die Re- etwas begoffen hatte. Als die Fledderer nun noch erfuhren, daß der Socialreform beschäftigte. Da wir aber jetzt in der„ Neuen Zeit" ein dacteure der„ Neuen Zeit“ vorgehen wollten, muß uns aufs Wort Mann mehrere hundert Mark bei sich habe, nahmen sie sich seiner Konglomerat aller dieser Dinge haben, so müssen wir darin wissenschaft- geglaubt werden. Die Art, wie Grunwald polemistert, ist ganz un- mit großer Liebenswürdigkeit an, begleiteten ihn nach Berlin liche und populäre Artikel nebeneinander bringen. Helfen Sie uns gehörig. Wurm gegenüber bemerke ich, daß das Thema, das ich für und verschleppten ihn in eine„ Kaschemme" in der Linienstraße. die„ Neue Zeit auszubauen, aber muten Sie uns nicht zu, daß wir die" Monatshefte" behandelte, von ihm bereits in der Neuen Zeit" Hier wurde der Pferdehändler bald sehr müde. Er mochte sich zu redaktionellen Gepflogenheiten greifen, zu einer Manier des An- behandelt war. Durchaus unrichtig ist es, wenn Bebel meint, wir aufraffen wie er wollte, die Müdigkeit übermannte ihn so, daß er reißertums, wie sie früher auf dem Mühlendamm üblich war. Solche hätten den Eindruck hervorgerufen, als ob wir für die Neue nach furzer Zeit nicht mehr wußte, was mit ihm geschah, als er Gepflogenheiten sind allerdings nicht nach jedermanns Geschmack. Beit" nicht mehr schreiben wollten. Ich habe immer erklärt: Ich wieder zu sich kam, lag er draußen, und zwar ohne Portemonnaie bin bereit, aber ich wünsche, daß ich dann auch aufgefordert werde, und Brieftasche, die zusammen 350 M. enthalten hatten. Seine Be( Bravo und große Unruhe.) Meiner Meinung nach genügt es, wenn über einen bestimmten Gegenstand zu schreiben. Es ist auch gleiter hatten ihn mit weggeschleppt und nach der Erleichterung man den schriftstellerisch thätigen Genossen die Frage vorlegt: Sag mal, könntest Du nicht für uns etwas schreiben? Das muß genügen eine unangenehme Sache, wenn man in der„ Neuen Zeit" anliegen laffen. Zum Glück erinnerte er sich noch ungefähr der Gegent für jemand, der wirklich ein Interesse an der Sache hat. Aber den gegriffen wird. wo er in der Linienstraße gewesen war. So gelang es der KiminalLeuten auf die Bude rennen, ihnen Telegramme schicken und Tag für auf nichts andres antworten, als was hier in der Debatte ge- einem andern Lokale festzunehmen. Den größten Teil ihrer Beute Singer: Sie können im Rahmen einer persönlichen Bemerkung polizei, die Kaschemme zu ermitteln und die beiden Fledderer in Tag Briefe senden, sie fortwährend animieren, das ist nicht unsre Sache. Eine Animier- Redaktion haben wir nicht in der„ Neuen Zeit" fagt ist. fand man noch bei ihnen vor. Die Verhafteten bestritten erst jede und wollen sie nicht haben.( Sehr gut.) Ich muß aber doch an das ficht, ich will nur erklären, weshalb ich nicht ohne Aufforderung für den redlichen Erwerb des Geldes nachzuweisen, mißlang. v. Elm: Ein systematischer Boykott liegt nicht in unsrer Ab- Schuld, räumten aber schließlich die Strafthat ein, da jeder Versuch, Der bessere Gedächtnis von Elms appellieren: Ich habe ihm die Neue Zeit" schreibe. nicht gestern zum erstenmal aufgefordert etwas zu schreiben, Pferdehändler glaubt, daß sie ihm in der Kaschemme ein Schlafmittel in den Schnaps gemischt hatten. sondern ich habe ihn im Laufe des vergangenen Semesters mehrmals dazu aufgefordert, da habe ich aber die bekommen, ich habe teine Zeit, ich bin mit einem Artikel für die Monatshefte" beschäftigt. Wenn Sie die„ Neue Zeit" hochbringen wollen, geschieht das am besten dadurch, daß Sie das große Publikum auf den wertvollen Inhalt der Neuen Zeit" aufmerksam machen. Wenn es aber vorkommt, daß Artikel aus der„ Socialen Bragis" und anderen Zeitschriften in Partei- Organen veröffentlicht werden, so möchte ich es für richtiger halten, daß man gute Artikel aus der Neuen Zeit" in unserer Parteipreffe erwähnen und abdrucken möchte. Ein Antrag auf Schluß der Diskussion, von Engler befürwortet, von Stadthagen bekämpft, wird abgelehnt. M.nams Bebel: Antwort Singer: Sie haben das Recht, zu erklären, daß Sie feinen Boykott beabsichtigen, aber die Gründe, weshalb Sie nicht für die nicht für b Neue Zeit" schreiben, fönnen Sie hier nicht anführen. v. Elm: Damit ist doch noch nichts erklärt. Singer: Wir scheinen uns über den Begriff der persönlichen Bemerkung nicht einigen zu können. Diese hat keinen andern 8wed, als das, was über jemanden in der Debatte gefagt ist, richtig zu stellen. Adolf Hoffmann( persönlich): David hat heute zum zweiten mal behauptet, ich hätte gefagt, das Deficit der„ Neuen Zeit" sei durch die Monatshefte" entstanden. Ich habe nur gesagt, daß nach meiner Ueberzeugung das Deficit der Neuen Zeit" durch den Boykott ms einzelner Schriftsteller veranlaßt sei. Südekum( persönlich): Die Bemerkungen, die Grunwald gegen Der Antrag ist von zwei entgegengesetzten Seiten gestellt worden, mich gemacht hat, entheben mich eigentlich der Verpflichtung, darauf von Karlsruhe und von Hannover. Von den Hannoverschen Genossen zu antworten, weil sie Grunwald gemacht hat.( Heiterkeit.) Ich weiß ich, daß sie sich die erdenklichste Mühe gegeben haben, möchte nur hervorheben, daß ich die Uebersetzung der sehr verdienst die Neue Zeit" zu berbreiten und daß die Hindernisse, vollen Arbeit von Vandervelde, die bei Edelheim erschienen ist, vorher die fie dabei gefunden haben, sie zur Stellung ihres zwei Parteiverlegern angeboten habe, die es aber, weil sie glaubten, Antrages veranlaßten. Von Karlsruhe weiß ich, daß man für daß damit kein Geschäft zu machen sei, abgelehnt haben.( hört, hört!) die Neue Zeit" bisher nichts gethan hat.( Sehr wahr!) Ich weiß Ferner möchte ich Grunwald erwidern, daß, wenn er mit Wallfisch fogar, daß man gegen die Neue Beit" agitiert hat.( Sört! hört und mir sich in das Deficit der kommunalen Braris teilen wollte, Ja, ich weiß noch mehr will es aber nicht sagen.( Heiterfeit.) Nur er uns sehr angenehm sein würde als Dritter im Bunde.( Seiterkeit die Tendenz des Antrages wollte ich charakterisieren. Im übrigen und sehr gut!) bitte auch ich, den Antrag abzulehnen und es bei dem bisherigen ( Schluß im Hauptblatt.) Zustand zu laffen. Ganz abgesehen davon, daß es sehr schwer ist, eine solche Angelegenheit nach furzer Debatte auf einem Barteitag zu entscheiden, wo wichtige Lebensintereffen der Partei auf dem Spiele stehen, sprechen aber auch fachliche Gründe gegen den Antrag. Der Genosse aus Hannover hat ſelbſt dargelegt, wie unmöglich es für den größten Teil der Arbeiter sei, ein Wochenblatt wie die Neue Beit" bezahlen und lesen zu können. Nun, allen denen, die bon diesem Gesichtspunkt ausgehend, das monatliche Erscheinen der Neuen Zeit" wünschen, erkläre ich, daß ich ihre Gründe begreife und von ihrem Standpunkt aus billige, aber wir müssen im Auge behalten, daß ein tvissenschaftliches Organ, das wirklich auf der Höhe der Zeit steht, niemals so gehalten sein fann, daß es bei der großen Masse das nötige Verständnis findet. Auf der andern Seite fommt Mangel an Zeit und Mitteln hinzu. Dem steht aber die Thatsache gegenüber, daß bisher die Neue Beit" nicht über Mangel an Stoff flagen fonnte, und die weitere Thatsache, daß wir eine wissenschaftliche Revue brauchen, und von diesem Gesichtspunkt aus ist die Existenz der " Neuen Zeit" als Wochenblatt abfolut notwendig. Man sagt, das Deficit ist zu groß, es soll nach Möglichkeit herabgesetzt werden, aber giebt es denn kein Mittel, um beides zu vereinigen, auf der einen Seite das Deficit herabzusetzen, auf der andern Seite den Kreis der Neuen Zeit" zu erweitern? David und Elm fagten, es fei ihnen mit Untecht vorgeworfen, daß fie durch ihre Mit arbeit an den Monatsheften" die Reue Beit" Berliner Partei- Angelegenheiten. Die nächste Lofal Lifte erscheint am Sonntag, den 5. Oftober 1902. Wir ersuchen daher die Mitglieder der total fommission von Berlin und Umgegend. Aenderungen und Neuaufnahmen bis spätestens Freitag, den 26. September 1902, einsenden zu wollen: für Teltow- Beeskow" an den Genossen Hermann Schliebig in Briz, Jahnstr. 2; Nieder- Barnim" an den Genoffen Otto Riebe in Friedrichs: felde, Victoriaftr. 4; fo Potsdam- Ost- Havelland" an den Genossen Albert Neue in Spandau, Jagowstraße 9; Diverse Orte" an den Genossen Gustav Steinin Wriezen a. D., Frankfurterstr. 32; Berlin an den Genoffen Wilhelm inz, Prinzenstr. 66, S. 14. Die Genossen werden ersucht, hiervon Kenntnis zu nehmen und die Einfendungen umgehend zu besorgen, da spätere Einsendungen nicht mehr berücksichtigt werden können. " Güterdiebstähle wurden seit längerer Zeit auf dem Schlesischen Bahnhofe verübt. Von der Eilguterpedition verschwanden ganze Fässer mit Butter und andre Waren, ohne daß man eine Spur der Diebe zu finden vermochte. In der Nacht zum Sonnabend wurden endlich die Uebelthäter erwischt. Die Wächter ergriffen sie, zwei junge Burschen, als sie eben mit einem Wagen voll Butter davon fahren wollten. Die Arbeitsburschen Tiefe und Basch aus der Fruchtstraße waren nachts mit dem Fuhrwerk der Eltern Tiekes ohne derer Wissen ausgezogen und hatten den Gilgüterschuppen mit einem Nachschlüssel geöffnet. Während Lieke Während Tiefe sofort fest= gehalten wurde, entkam Basch zunächst, wurde aber auch bald dingfest gemacht, nachdem er die elterliche Wohnung wieder aufgesucht hatte. Tiefe leugnete anfangs, räumte aber beim Verhör durch die Kriminalpolizei den einen Diebstahl ein. Basch bestreitet nicht nur feine Teilnahme an den früheren, sondern auch an dem legten Diebstahl. Er ist wegen einer ähnlichen Angelegenheit bereits in Untersuchung gewesen. Außerdem hat man auch das Fuhrwerk seiner Eltern, die von dem Treiben ihres Sohnes ebenfalls keine Kenntnis hatten, wiederholt unter verdächtigen Umständen gesehen. Wahrscheinlich hatten die Beiden gerade deshalb zulegt das Tiekesche Fuhrwerk genommen. Der Vorsitzende des Centralausschusses vereinigter Jnnungsverbände Deutschlands, Bäcker- Obermeister Bernard hier, hat sein Amt niedergelegt. Bau- Unglück. Auf dem Bau des Maurermeisters Schurig an der Ecke der Ließenburger und Bleibtreustraße in Charlottenburg ereignete sich ein Bau- Unfall, der leider den Tod des Verletzten zur Wöhlertstr. 15, war auf dem Treppenflur des Baues damit beFolge hatte. Der Maurer Thaddäus Stiller, wohnhaft in Berlin, ichäftigt, die Widerlager für die Bodesttappen der Wendeltreppe auszuftenimen. St. hatte sich hierzu auf der obersten Stufe des Treppenlaufes eine Leiter aufgestellt und auf die Leiter und die Stufe des nächsten Laufes ein Brett gelegt. Aus unbekannter Ursache, wahrscheinlich aber wohl infolge eines Fehltritts oder Schwindelanfalls stürzte Stiller von der ungefähr 2 Meter hohen Rüstung ab und fiel mit dem Kopf auf die eisernen Stufen der Treppe, wo ihn später einige Arbeiter bes Baues mit gespaltenem Schädel auffanden. Der schnell herbeigeholte Arzt ordnete die sofortige Ueberführung des Schwerverletzten nach dem Charlottenburger Krankenhause an. Hier ist St. feinen schweren Ver legungen erlegen. Der Verunglückte war verheiratet und befand sich im Alter von 59 Jahren. Nachträge tönnen in der Folge nicht mehr veröffentlicht Durch die mutige That eines Polizeilieutenants ist gestern werden. Vielfach ist es in den letzten Wochen vorgekommen. daß ein schnveres Unglück verhütet worden. Am Belle- Allianceplatz war Buſchriften in Lokal- Angelegenheiten" an die Redaktion das führerlose Gespann eines Geschäftswagens, deffen Kutscher des„ Vorwärts" gefandt worden sind; wir teilen daher den Ge- fich in einem benachbarten Hause befand, scheu geworden und raste, hätten. Auch ich halte diefen Vorwurf nicht für berechtigt, den Genossen Wilhelm Sinz, Berlin S. 14, Bringen str. 66, lang. Von den Baffanten wagte es niemand, fich den wütenden aber durch den Umstand, daß eine Reihe der hervorragendsten und bekanntesten Genossen seit Jahren systematisch vermeiden, für die zu richten sind und nicht an die Redaktion des Vor- Tieren entgegenzuwerfen, wärts". Neue Zeit" zu schreiben, erivecken sie den Anschein, als ob sie Die Parteiblätter der genannten Kreise werden um Abdruck ersucht. Gegner der Neuen Beit". sind und ihren Boykott wünschen.( Schr richtig!) Weiter sage ich: Das Blatt tanu sein, wie es will, es Die Lokal- Kommission. fann nicht jedem gerecht werden, aber wenn die Genossen in der Rummelsburg. In der gestrigen Notia ist irrtümlich als Tag Partei und in den Gewerkschaften es für ihre verdammte Pflicht und der Protest versammlung gegen den Fleischwucher Schuldigkeit hielten, in ihren Lokalen die„ Neue Zeit" aufzulegen, der 16. September angegeben; es muß heißen: Dienstag, den fie in ihren Bibliotheken zu halten, sie denjenigen Perfonen, die die 23 September, abends 8/2 Uhr.( Alles Nähere stehe Inserat in Stämpfe zu führen haben, auf allgemeine Roften zu liefern, oder heutiger Nummer.) doch ihnen einen Zuschuß zu gewähren, so wäre es ein Leichtes, Lokales. die in der Nähe der Besselstraße auf einen entgegenkommenden Straßenbahnwagen austürmten. Obwohl der Fahrer des letzteren den Wagen sofort anhielt, schien ein Zusammenstoß doch unvermeidlich, der um so verhängnisvoller ausfallen mußte, als der Straßenbahnwagen voll besucht war. Im legten Moment iprang der zufällig vorübergehende VorSteher des 35. Polizeireviers, Herr Polizeilieutenant Ebert, den rasenden Lieren entgegen und es gelang ihm auch, die Zügel der Pferde erfassend, dieselben zur Seite zu reißen. Der wackere Beamte wurde niedergeriffen, eine Strecke mitgeschleift und gegen die Seitenwand des Straßenbahnwagens geschleudert. Der Polizeilieutenant wurde in besinnungslojem Zustande nach einem Hausflur gebracht und erholte sich bort so weit, daß er sich ohne Hilfe nach seiner Wohnung begeben konnte. Er hat glücklicherweise nur leichte Verlegungen davongetragen. Die scheuen Pferde tamen in der Nähe des Apollo- Theaters zu Fall und konnten mun festgehalten werden. Ein Opfer feines Berufs wurde am 17. d. M. der Fensterputzer eitner. Er war mit dem Reinigen der Fenster im ersten Stock des Hauses Elisabeth Ufer 5/6 beschäftigt, als er mit der Leiter aus der Höhe von ca. 5 Meter auf den Bürgersteig stürzte. Heitner zog sich einen Bruch des linten Knöchels, sowie des rechten Unterschenkels zu, ſodaß seine Aufnahme im Urban- Krankenhause notwendig wurde. Verursacht wurde der Unfall durch die unpraktische Einrichtung der Fenster. Aus den Nachbarorten. Die Cingemeindung Lichtenbergs in Berlin soll dem Vers nehmen nach in einer Audienz des Ministers des Innern beim Staiser am 25. d. M. zur Erledigung kommen. Minister Freiherr v. Hammerstein hat, wie verlautet, keine grundsäglichen Bedenken gegen die Einverleibung in Berlin. In den Kreisen der Lichtenberger Gemeindeverwaltung rechnet man auf eine günstige Erledigung der Eingemeindungsfrage und hofft, daß der Termin für die Eingemeindung bald durch Kabinettsorder festgesezt über Jahr und Tag 2000 neuer Abonnenten zu haben und das Deficit Porfigwalde. Die Distutierabende der hiesigen Mit wäre sehr bald aus der Welt geschafft.( Sehr richtig!) Was nun glieder des Wahlvereins finden von jest an wieder je de un Dienstag, den angeblich zu hohen wissenschaftlichen Inhalt der Neuen Zeit" abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Mönch, Schubart- und Ernstbetrifft, so möchte ich mir erlauben, ihnen den Inhalt straßen- Ede statt. Die Genossen werden ersucht, diese Abende recht bon drei Nummern zu verlesen, die ich zufällig, weil rege zu besuchen; auch können sich dort an jedem Diskutierabend ich sie für eine andre Debatte nötig zu haben glaubte, neue Mitglieder zur Aufnahme melden. mitgebracht habe. Nr. 9 der Neuen Zeit" enthält als Berliner Brief einen Artikel Borussische Germanisierung"; ich glaube, es giebt faum einen Arbeiter, der diesen Artikel nicht versteht. Dann kommt eine, Abhandlung von August Bebel: Kritisches. 1. Die Wahlreform in Bayern. 2. Das jocialdemokratische ReichstagsHandbuch." Von dem ersten Artikel ist sogar in der Polemit gesagt Submissionsblüten bedenklicher Art kamen gestern im Bureau worden, was der eigentlich in einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu der städtischen Kanalisationswerke ans Licht. Es handelte fuchen habe, wie denn überhaupt meine Artikel nicht darunter leiden, daß sie unverständlich find.( Sehr richtig!) Ein weiterer Artikel sich um die Verlegungsarbeiten des neuen Hauptdruckrohrstranges, von Rosa Luxemburg. lautet: Und zum drittenmal das belgische beginnend in der Scharnhorststraße und endigend in Schönholz. Sie Experiment." Das mag ja manchen nicht interessieren, aber ver- werden für die Pumpstationen IV.und. X in einer Länge von rund ständlich schreibt die Rosa sehr.( Heiterkeit.) Dann folgt die wirt 5000 Meter und 1200 Millimeter lichte Weite gebraucht. Für diese schaftliche Umschau you Cunow, die sehr verständlich ist, und dann Arbeiten betrug die höchste Forderung 229 400 M., die niedrigste tommt schließlich die litterarische Rundschau. Nr. 17 enthält Forderung 94 310 M. Bebn weitere Angebote variierten zwischen neben dem Berliner Brief: Unzeitige Romantik" einen Artikel von 106 924 m. und 233 275 M. W. Liebknecht: Minimallohn und Arbeiter- Beamtentum", der sehr Diefe geradezu erstaunlichen Differenzen sollten doch zu denken interessant ist und den jeder verstehen wird: Tann folgt Rollwagen: Zur bayrischen Wahlrechtsreform, auch sehr verständlich. Der nächste geben und die städtischen Körperschaften zur Erwägung der Frage Artikel von Löbe: Die socialistische Partei Brasiliens, leidet gleich veraulaffen, ob ein Verfahren nach bekanntem Schema der Stadt falls nicht an Ueberfluß von wissenschaftlicher Unverständlichkeit, wirklich zum Heile gereicht. Besonders verdient die Frage erörtert weiter enthält die Nummer einen Beitrag zur Parteigeschichte in zu werden, mit welchen Löhnen der Mann, der das niedrigste Gebot werden wird. Oestreich von Stein und einen Artikel von Diedrich: Vom Natura abgegeben hat, seine Arbeiter abzuspeisen gedenkt. Die Spandauer Stadtverordneten hatten sich, wie wir seiner lismus im Roman, das ist vielleicht ein Artikel, für den sich nicht jeder interessiert, aber das kommt doch überall vor, und endlich Der Magistrat ist dem Beschluß der Stadtverordneten- Ver- Beit bereits berichteten, in ihrer legten Gigung u. a. auch mit den folgen im Feuilleton: Briefe von Karl Marr an Kugelmann. fammlung vom 5. Juni 1902 über die Fortzahlung des Antrage unsrer Genossen zu beschäftigen, welcher den Magistrat aufNummer 24 schließlich beginnt mit einem politischen Leitartikel: Ein ohnes der Arbeiter und Bediensteten der Stadtgemeinde in fordert, sofort bei der Staatsregierung geeignete Schritte zum freifinniger Staatsstreich; dann folgen: Galizien, Reise- Eindrüde Fällen der Arbeitsbehinderung beigetreten und hat die Verfügung Zwecke der Aufhebung des Vieheinfuhr- Verbots aus dem Auslande zu und Studien von Starsti, Ueber den geistigen Zustand Englands vom 25. Oftober v. J. nach den Wünschen der Stadtverordneten: unternehmen. Krankenversicherung und Krankenkaffenschwindel von Versammlung abgeändert und in der neuen Faffung den beteiligten begründet, welcher besonders auch die Gefahren kennzeichnete, welche Der Antrag wurde von dem Stadtverordneten Rieger( Soc.) Mattutat, Hamburger Kommunalpolitit von Radloff, und die wirt Verwaltungsstellen zur Nachachtung mitgeteilt. ein weiteres Emporschnellen der Fleischpreise gerade für die schaftliche Umschau. Diejenigen, die über die„ Neue Zeit" reden, machen immer den Fehler, daß sie ein Monatsheft, das die Produkte eines ganzen Bei der Stadtverordneten- Versammlung ist eine Petition Spandauer Bevölkerung zur Folge haben könnte. Mehrere Stadtverordnete indes erklärten sich gegen den socialMonats enthält, mit einer Wochennummer der„ Neuen Zeit" ver- eingegangen, das Friedrichs- Gymnasium nicht nach der gleichen, die doch nur die Produkte einer Woche bringt. Nun seid Vorfstraße, sondern nach dem Urban zu verlegen. Außerdem noch demokratischen Antrag, man dürfe bei der Regierung keinen Anstoß aber mal so gut und nehmt die Hefte eines ganzen Monats der einige Betitionen, verschiedene Straßen umzupflastern bezw. neu zu erregen. Whit 16 gegen 14 Stimmen wurde der socialdemokratische " Neuen Zeit" zur Hand und vergleicht diefe mit einer Nummer der pflastern. Der Magistrat hat für den Neubau des Friedrichs- Antrag schließlich angenommen. Es frägt sich nur, wie sich der " Monatshefte". Erst dann bekommt man einen richtiger Ueberblid Gymnasiums ein Grundstück in der Mittenwalderstraße schon in Magistrat dazu stellen wird. und dann steht die Sache ganz anders. Ein Deficit wird, wie Aussicht genommen. bereits gesagt, bei allen derartigen Journalen gemacht; soweit fie L nicht auf Sensation berechnet sind, wie etwa die gutunft", giebt es Zu dem Uhren und Juwelen- Diebstahl am Morigplat in Deutschland fein Journal, das nicht ein großes Deficit hat, und wird noch mitgeteilt, daß der Gesamtwert der gestohlenen Waren ich bin überzeugt, mancher Buchhändler wird sich, nachdem er Auf- etwa 50 000. beträgt. Leider ist es der Kriminalpolizei noch Wetter Prognose für Sonntag, den 21. September 1902. 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Der Vorsitzende flagte Schulz, der selber Mitglied der Freien Vereinigung der Meister Dr. Schal horn riet namens des Gerichtshofes dem Beklagten, Für Stuccateure. Ein Tarifstreit beschäftigte die Kammer III ist, wandte ein, daß er von jener Vereinbarung garnichts gewußt, nicht nur jedem Kläger noch 7,50 M. Lohn, sondern auch noch 5 M. des Gewerbegerichts. Der Studmeister Schulz hatte die Stuccateure den offiziellen Tarif gar nicht gekannt habe, bis die Kläger ihn bei bezw. 5,50 M. Entschädigung für Terminsversäummnisse zu zahlen. W. und P. nach dem bei ihm üblichen Tarif bezahlt, der nicht dem der Lohnzahlung darauf aufmerkjum gemacht und einen höhern Lohn Der Gerichtshof ist der Meinung, daß eine Vereinbarung Tarif entspricht, auf den sich die Organisation der Arbeitnehmer und gefordert hätten. Jezt, nachdem man bei ihm vorstellig geworden zwischen Rorporationen auch für die Mitglieder die Freie Vereinigung der Stuckmeister geeinigt hatten und der durch sei, habe er den Tarif anerkannt, er halte sich aber nicht verpflichtet, der fraglichen Vereine, die nichts davon wußten, das Gewerbegericht als Einigungsamt festgelegt worden die Arbeit der Kläger danach zu bezahlen, eben weil er Geltung habe.- Der Beklagte zahlte nach dem Vorschlage ist. Nach letzterem Tarif, der vorläufig noch bis zum 1. Mai 1903 bis zum fraglichen Lohnzahlungstage nicht unterrichtet ge- 12,50 M. und 13 M. an die Kläger. gilt, hätte jeder Kläger 7,50 M. mehr bekommen müssen. Diese wesen sei. Auch hätten die Kläger gleich beim Beginn der Arbeit Berliner Konsumverein Unfall- Versicherung. Abteilung I, Luisenstadt. Michaelfirchplag 4. Abteilung II, Often. Krautstraße 7. Borndorferstraße 59. Liebigstraße 7. Eintrittsgeld 20 Pf. Versicherungsbestand: 920 Millionen M. Central- Verwaltung: Krautstr. 7. 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Elegante Einsegnungs- Anzüge. Br. 221. 19. 3abrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 21. September 1902. Partei- Nachrichten. daß wir das größte Interesse daran haben, solche Urteile der breitesten ,, Arbeitswillige" im Specialwagen. Die Firma Borsig Oeffentlichkeit bekannt zu machen. Beigen sie doch deutlich, daß erstens legt eine wahrhaft rührende Sorgfalt für ihre Arbeitswilligen an 1. Bebattion gregemusom hätten nach ihrer anficht ihr zweitens die deutſche Rechtsprechung keinen Anspruch auf das Ver- der Straßenbahn befördern. Kurz vor Arbeitsschluß hält Zu den Düffeldorfer Vorgängen erklärt das dortige Partei: das deutsche Koalitionsrecht eine große papierne Lüge ist und daß den Tag. Jetzt läßt sie dieselben schon in einem Specialwagen blast gedation und Betreffigteiten im gutereffe per che frauen der Arbeiterklaffe hat. Schließlich haben auch die organi- nämlich vor dem Ausgangsthor der Fabrit ein solcher Wagen mit möglichſtes gethan, um die Streitigkeiten im Interesse der Partei zu fierten Arbeiter ein Intereffe daran, zu erfahren, weffen fie fich der Aufschrift Beste IIt". Die Arbeitswilligen, von Werkbeamten erledigen. Es ersucht übrigens den Parteivorstand zur Einsetzung von Herrn Franz Keye, dem Schüßling des Centrumsblattes, zu ver- geleitet, steigen ein. Vorn und hinten placieren sich eines Schiedsgerichts. Gendarmen, und schnell fährt die Gesellschaft davon wie wenn das böse Gewissen sie plagte. Der Zug macht auf jeden Passanten den Eindruck. als wenn nicht Arbeiter, sondern Verbrecher transportiert würden. Herr Borsig sorgt wenigstens dafür, daß seine ArbeitsPolizeiliches, Gerichtliches ufiv. sehen haben. Aus der Frauenbewegung. in wenn " Wegen Uebertretung der Polizeistunde verhandelte das Schöffengericht in Danzig gegen Frau Berger, die Inhaberin des dortigen Parteilofals. Bekanntlich hatte der Polizeipräsident die Polizeistunde für das Parteilofal auf 8 Uhr festgesezt. Dieselbe war auch strikte innegehalten worden, jedoch hatten die Gewerkschaften, tag mit der Umfrage der Regierung über die Arbeitszeit der Frauen. In der Lederwaren- Fabrit von Oskar Tüßer, Alexandrinenstr. 93/94, Die Handelstammer in Barmen beschäftigte sich am Donners willigen schon von ferne jedermann kenntlich find. Achtung! Täschner, Galanterie Sattler, Lederarbeiter. die das Lokal nach 9 Uhr abends von den Bächtern, den Genossen Dabei gab der Vorsitzende dieser Körperschaft, Herr haben die Täschner wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Sellin und Hahn, gemietet hatten, ihre Vereinsversammlungen an Rommerzienrat Barthels, eine Erklärung ab, die man als Buzug ist streng fernzuhalten! einigen Tagen abgehalten. Wegen dieser Uebertretung der Die Lohntommission der Täschner und Galanterie- Sattler. Polizeistunde" war ein ganzer Rattenkönig von Strafbefehlen gegen eine böse Verleumdung der Regierung zu bezeichnen geFrau Berger erlassen worden, gegen welche diese gerichtliche Ent- neigt sein könnte, uns nicht unsre Regierung des Die optische Firma scheidung anrief. Es handelte sich für diesmal um acht Fälle. Das zwölftausendmarkkurses gewöhnt hätte, alles für möglich zu halten. Nitsche u. Günther in Rathenow sucht unter den Reservisten, die Gericht erkannte nach einer furzen Verhandlung auf 240 M. Geld- Herr Barthels erklärte, die Regierung denke gar nicht daran, den entlang tommen, Grjagträfte für ihre streitenden Arbeiter strafe oder acht Wochen Haft, damit noch wesentlich über die in gesetzlichen Behnstundentag für Arbeiterinnen einzuführen. Ihre Um anzuwerben. In Brandenburg sollen die Reservisten einer dortigen den Strafmandaten ausgesprochene Strafe hinausgehend. Begründet frage habe bloß den gwed, geeignetes Material gegen die Herab- Compagnie sogar von militärischen Vorgesetzten darauf hingewiesen wurde das Urteil, wie" mehrere Blätter übereinstimmend berichten, fetzung der Arbeitszeit zu erlangen, um es bei den in Aussicht worden sei, daß bei Nitsche u. Günther Leute bei einem Anfangslohn nicht, obwohl die Strafprozeßordnung die Verkündigung der stehenden Berhandlungen im Reichstage gegen die focialdemokratifchen von 12 M. als optische Arbeiter angelernt werden.- Arbeiter, die Der vorsitzende Amtsrichter heißt Dredschmidt! Forderungen zu benutzen. Es empfehle sich deshalb, eine einheitliche mit Reservisten in Berührung kommen, werden gut thun, solchen Erklärung der Unternehmer gegen den gefeßlichen Zehnstundentag Versuchen entgegenzuwirken. der Arbeiterinnen zu stande zu bringen. Urteilsgründe vorschreibt. Sociales. Koalitionsrecht und Erpreffung. Streifs Deutsches Reich. Ob Herr Barthels auf Grund von Informationen geredet hat, Der Aussperrungsbeschluß, den die Glacélederfabrikanten oder ob er bloß aus den bisherigen Handlungen der socialpolitischen Deutschlands am 14. d. M. in Leipzig gefaßt haben, war in dem Die ,, Märkische Volks- Zeitung" behauptet, wir hätten den Regierung entsprechende Schlüsse gezogen hat, ist uns nicht be- Telegramm, welches uns darüber zuging, nicht vollständig enthalten. Abbrud eines Civilurteils, das den vorläufigen Abschluß eines Ver- fannt. Das eine wie bas andre ist gleich kennzeichnend Aus dem uns jetzt vorliegenden Wortlaut des Beschlusses geht hervor, Soviel ist jedenfalle richtig, wollte was die Lederarbeiter übrigeschuß handelt. Während der erste von vornherein annahmen fahrens bedeutet, bei dem das Koalitionsrecht der Arbeiter geradezu für die Regierung. daß es sich nur beseitigt wird, abgelehnt. Es ist uns gar nicht in den Sinn ge- die Regierung ernstlich eine Herabsetzung der Arbeitszeit, Teil des Teil des Beschlusses kommen, die Bekanntmachung eines solchen Urteils zu unterdrücken. dann wäre diese neue Umfrage nicht nötig; es ist genug Material Beschlusses sagt, bei sagt, daß der Fortdauer des bem in Brandenburg aus Es handelt sich um den Fall des Zimmermanns Guzmer, der wegen dafür vorhanden. Hielte die Regierung jedoch das Material trozetwaigen Eintritt eines angeblicher Expreffung berurteilt worden war, weil er im Namen dem nicht für ausreichend, dann müßte sie nicht bloß die Unter- arbeiter erfolgen soll, heißt es im zweiten Teil. Soweit Bers Streits in Berlin die allgemeine Entlassung der organisierten Lederseiner organisierten Kollegen dem Zimmermeister Werniz mitgeteilt nehmer befragen, sondern auch die organisierten Arbeiter. Die Um träge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hatte, daß sie mit dem unorganisierten Zimmermann Keye nicht zu frage und die Art ihrer Veranstaltung beweist also in der That bestehen, werden diese beobachtet werden, auch wird Das Landgericht hatte Gußmer wegen Erpressung verurteilt, das nichts zu Gunsten des guten Willens der Regierung; weit eher das der Abschluß von Lohnverträgen im Interesse der Stabilität des ; weit Arbeitsverhältnisses und des Friedens empfohlen. Reichsgericht hatte aber auch noch Verlegung des§ 153 R.-G.-O. in Gegenteil. idealer Konkurrenz mit Erpressung angenommen und Zurüdverweisung Da in verschiedenen, für die Lederindustrie hauptsächlich in Frage Rigdorf. Eine gut besuchte Mitgliederversammlung des Frauenbeschlossen, worauf dann das Landgericht diese Auffassung seinem und Mädchen- Bildungsvereins tagte am Dienstag bei Mercier, Stein- ommenden Orten derartige Verträge bestehen, so ist dadurch der Urteil zu Grunde gelegt, im übrigen aber es bei der Strafe von megstr. 113. Frau Jeeze hielt einen mit regem Intereffe auf Aussperrungsbeschluß praktisch fast unwirksam geworden. 6 Wochen Gefängnis belassen hat. genommenen Vortrag über: Welches Interesse hat die Frau am In mehreren Webereien in Coesfeld( Westfalen) find Altoholismus". Arbeiter, die dem Arbeiterausschuß angehören, aus nichtigen Gründen gekündigt worden. Die in den betreffenden Fabriken beschäftigten insgesamt die Arbeit niederzulegen, falls die Firmen die Kündigungen nicht zurücknehmen. fammen arbeiten möchten. Wir haben damals das Urteil ausreichend frit isiert. Nun hat der Franz Kehe gegen Guzmer auch noch, wie die Märkische Voltsgeitung" mitteilt, auf Schadensersaß geflagt und nachdem er vom Amtsgericht abgewiesen worden, ihm vom Landgericht ein Schadensanspruch gegen Guzmer in Höhe von 23,42 Mark nebst Zinsen zuerkannt worden. Dieses Urteil zu beröffentlichen, sollen wir nun abgelehnt haben. Wenn die Märkische Boltszeitung" nicht auf sehr dumme Leser rechnete, würde fie solchen Unsinn wirklich nicht behaupten. Sie muß sich doch sagen, Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 21. September. Freie Boltsbühne. Metropol Theater. 7. u. 8. Abteilung. John Gabriel Borkman. An fang 23 Uhr. Lessing Theater. 2. u. 3. Abtellung. Die Kleinbürger. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Don Juan. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Pfeifertag. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Schnapphähne. An fang 71/2 Uhr. Montag: Der G'wissenswurm. Anfang 7 Uhr. Renes Opern Theater( Kroll). Orpheus in der Unterwelt. Anf. 7½ Uhr. B Nachmittags 3 Uhr: Das füße Mädel. Luisen. Robert und Bertram. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Othello. Montag: Die Dame von Lyon. Casino. Ehrliche Arbeit. Anfang 8 Uhr. 2 Nachmittags 4 Uhr: Buntes Programm Lieber bes Musikanten". Montag: Ehrliche Arbeit. Kleines. Sereniffinus 8wischenspiele. Familienidyll. Kollegen. Schiffbrüchig. Anfang 8 Uhr Montag: Sereniffimus 8wischenspiele. Maiennacht Familien: idyll. Liebesträume. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenBorstellung. Anfang 71 Uhr Montag: Dieselbe Vorstellung. BUSH- Gewerkschaftliches. eine Pasilima Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! In der Garwin- Maschinenfabrit, Drontheimerstraße, haben die Dreher wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Buzug ist fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Urania. Kleines Theater Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Sternwarte. Invalidenstr. 57/62. Wintergarten. Specialitäten. An- Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. fang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Buntes Theater. Susanne im Babe. Bunter Teil. Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: halbe Preise. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wilhelm. Der Walzerkönig. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Z Heute OOLOGISCHER CARTEN Sonntag 50 Pf. Entree: pro Person. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Von 4 Uhr nachmittags ab: Montag: Orpheus in der Unter: Balaft. Eine Nacht im Ballhaufe Militär- Doppel- Konzert. Deutsches. Stichwahl. Der Schat: gräber. Anfang 71/2 Uhr. Nachmittags 22 Uhr: Rosen montag. Montag: Lebendige Stunden. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 71 Uhr. Nachmittags 21 Uhr: Stuart. Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Maria Der Heerohme. Anfang 71 Uhr. Montag: Die Kleinbürger. eften. Wiener Blut. Anfang 712 11hr. Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Der Freischütz. Montag: Der Troubadour. Anfang 7 Uhr. Steidl. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 br. Paffage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 3 Uhr. Vassage Panoptikum, Specialis täten Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( Jm Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Juvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. CASTANS ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Serenissimus- Zwischenspiele Schiffbrüchig. 1 Kollegen. Montag: Malennacht. Familienidyll. Liebesträume. 23 l anist Central- Theater. Casino- Theater. Sonntag, 21. Sept., 2 Borstellungen, Lothringerstr. 37. Neu! nachmittags 3 Uhr: Volkstümliche Vornellung zu halben Täglich 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. Neu! Stella Zaza. Preisen, Gastspiel Josephine Dora: Drei Baar Schuhe." Große Ausftattungspoffe in 3 Aften von Görlitz. usik von Carl Millöcker. Abends Famillenidyll.71 Uhr: Wie man Männer feffelt. Große Ausstattungspoffe in einem Vorspiel und 3 Bildern von Marsu. Hennequin. Gäste: Josephine Dora, Pepi Weiss, Marie Manci, Toni Uhr, Carl Weiss- Theater. Grünfeldonitag, 71% 15% einGroße Franfiurteritr. 132. Nachmittags 3 Uhr: Parkett 60 Pf. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften von Schiller. Abends 8 Uhr: " malige Aufführung: Drei Schuhe". Josephins Dora als Gaft. Dienstag und folgende Tage: ,, Wie man Männer fesselt." Luisen- Theater. Nachm. 3 Uhr zu kleinen Preisen: Eine Paria. Othello Lebensbild in 5 Atten( 8 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Morgen: Eine Paria. Steidl- Theater Linienst.132 am Oranien burger Thor. Täglich humorist. Soiree u. a.: Panoptikum Studenten Lustu. Leid. Friedrich- Strasse 165. Die sensationellen anslebenden Bilder, Trianon- Theater. Georgenstrasse, Bahnhof Friedrichstr. Menes. Ledige Leute. Anfang Sonnabend, 27. Septbr.: 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Fedora. Montag: Ledige Leute. Residenz. Der Fall Mathieu. ( L'affaire Mathieu.) Borher: Die Liebesschaukel. ( La Bascule.) Ich liebe Sie. Anfang 72 Uhr. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Nachmittags 3 Uhr: Sein Doppel Thalia- Theater. gänger. Montag: Der Fall Mathieu. Ich liebe Sie. Dresdenerstrasse 72-73. Thalia. Er und seine Schwester. Novität! Anfang 7 Uhr. Novität! Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Wie man Männer feffelt. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Drei Paar Schuhe. Montag: Wie man Männer feffelt. Schiller. O.( Wallner Theater.) insame Menschen. Anf. 8 Uhr Nachmittags 3 Uhr: Sappho. Montag: Morituri. Schiller. N.( Friedrich Wilhelm: städtisches Theater.) Doktor Klaus Anfang 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Jugend. Montag: Die Mottenburger. Carl Weih. Eine Paria. An fang Uhr. Nachmittags 3 Uhr, fleine Bretfe: Maria Stuart. Montag: Eine Baria. dargestellt v. 6 jungen Damen Kirchmeiers Berliner OriginalSchrammeln. Passage- Theater. Auf das glänzendste renoviert. Aufgang nur Unter den Linden 22. Anfang Sonntags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Wochentags Anfang 8 Uhr. Er und seine Schwester. Hella Collier Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Guido Thielscher als Orchester- Dirig. Jm 2. Aft: Kigel- Couplet. Fritz Helmerding. Gerda Walde. Herbert Paulmüller. August Reiff. Morgen und folgende Tage: Er und seine Schwester. Buntes Theater. ( ,, Ueberbretti".) Köpenickerstraße 68. Anfang 8 Uhr. Susanna in Bade von H. Salus. Bunter Teil. Leitung: 0. Strauss. Tiny Senders a. G. Bozena Bradsky. Marcell Salzer. Bokken- Lasson. Sonntagnachm. 3 Uhr: Vorstellung zu halben Preisen. Deutschlands beste VortragsSoubrette. scie Savely Goré, neuer russischer Tenor.- Liane d'Amiroff, hohe Schule, geritten auf einer Plattform. 14 erstklassige Nummern. Wilhelm- Theater. Friedrichtte. 236. Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Borverlauf 11-1 Uhr. Sonnt. u. Donnerstag im Festsaal Tanzkränzchen. Alb. Cirkus Schumann Cirkus Renz- Gebäude. Karlstrasse. Sonntag, den 21. September 1902, abends präc. 71 Uhr: Zweite große Vorstellung. Bum 2. Male: 25 Gerettete von der Insel Martinique 12 Frauen, 10 Männer, 3 Rinder in ihren heimatlichen Gebräuchen, Ge: fängen, Tänzen 2c. Auftreten sämtlicher für Berlin nen der Mohr von Venedig. Abends 8 Uhr: Robert und Bertram. Montag, zum 10. Mal: Die Dame bon hon. Dienstag, zum 1. Mal: Marianne. Mittwoch u. Donners tag: Gastspiel des Theaters des Westens. Troubadour und Fleder: maus. Schmuck. Origin. Neuberty. Dazu andauernder großer Erfolg: Ehrliche Arbeit. Entree 30, Part. 50, Faut. 2c. bis 2 M. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Buntes Programm. Lieder des Musikanten". Metropol- Theater Heute: Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Anfang 1/28 Uhr. Rauchen gestattet. Borverkauf 10-2 Uhr Theaterkaffe, W. Noacks Theater. Invaliden- und Künstlerdant. Bernhard Rose- Theater. Gesundbrunnen, Badstr. 58. Sonntag, den 21. September: 20 000 Mark Belohnung. Gr. Poffe mit Gesang in 4 Aften von Leon Treptow. Stadt- Theater Alt- Moabit Alt- Moabit 47/49. ( Direktion Robert Dill.) Brunnenstraße 16. Der Walzerkönig. Boffe mit Gesang in 4 Aften von W. Mannstädt. lufit von Steffens. Heute: Tanzkränzchen. Montag: Goldelse. Um nancy. Deutsche Konzerthallen. Historisches Lustspiel in 4 Atten. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Apollo- Theater Zum 174. mal: Lysistrata An der Spandauerbrücke 3. Größtes Vergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte von 5 Künstler: Kapellen. Jut 6. u. 7. Bogen erstklassige Theater- und Specialitäten- Vorstellg. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. Operette in 2 Akten v. Paul Lincke. Sanssouci Luftballet„ Grigolatis". Carola x Steidl × Rieck Kettner X Kröchert X Lieban X Runge Malkowska X Perry etc. Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns engagierten Künstler und Künf Die vier Australierinnen. Norddeutsche Sänger Terinnen. Direktor Alb. Schumann mit feinen neuen Originaldreffuren. Montag: 3. Große Vorstellung. Bum 3. Male: 25 Gerettete von der Insel Martinique. Alhambra Savonnas X Elliott X Welsons. Lebende Photographien. Kassen Eröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Nach jeder Borstellung Entree: Sonntags 50 Pf., Tanzkränzchen Sperrfis 75 Pf., ab 9 Uhr 20 Pf. Wochentags 30 Pf., Sperrfit 50 Bf., ab 9 Uhr 20 ẞf. Dorf und Stadt. Wallnertheater- Strasse 15 Tägl. Theater: 1. Specialitäten. Maschinen, Werkzeuge 2. c. S Jeden Sonntag und Dienstag: Schauspiel in 5 Aufzügen von Charl.| Großer Extra Ball bei doppelt Birch- Pfeiffer. beseztem großen Orchester. Anfang A. Zameitat. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. 5 Uhr. Vorstellung. Jeben Sonntag: Ball.( Konkursmassen- Ausver Säle für Gesellschaften, Vereine kauf) für Schloffer, Schmiede, coulant zu vergeben. Noch einige Klempner, Maschinenfabriken Sonnabende frei. ( 81892* Holzmarktstr. 20. Winter GATEN Robinson Baker, Springer. ,, In den Alpen", Tanzquartett. Angeline von Loo, Sängerin vom kgl. Theater, Brüssel. Maud Griselda, Hunde- Dresseuse. Josie de Witt, Sängerin u. Geigerin. Die Vicentinas, Rollschuhläufer. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater)| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmSonntagnachmittag 3 Uhr: Sappho. Trauerspiel in 5 Aufzügen bon Franz Grillparzer. Sonntagabend 8 Uhr: Einsame Menschen. Drama Rofix, athletische Produktionen. in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Helene Gerard," Hohe Schule". Die Kellino- Truppe, ital. Akrobaten. Clandine Polaire, Pariser Sängerin. W. C. Fields, komischer Jongleur. Montagabend 8 Uhr: Morituri. Dienstagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. städtisches Theater) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugend. Ein Liebesbrama in 3 Aufzügen von May Halbe. Sonntagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Lustspiel in 5 Aften von Adolph L'Arronge. Montagabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Dienstagabend 8 Uhr: Jugend. Central- Kranken- u. Sterbe- 1 Kasse der Tischler n. andrer gewerblicher Arbeiter. Verwaltung Berlin D( Moabit). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied August Ehfeld am 17. September gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. September, nachmittags 3 Uhr Socialdemokratischer Verein 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Donnerstag, den 25. September, abds. 8½½ Uhr, im Alten Schützenhause, Linienstr. 5. Tagesordnung und Referent in der Mittwoch 3- Nummer von der Leichenhalle des Heilands- des ,, Vorwärts". Friedhofs( Plößensee) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 182/6 Für Danksagung. 245/14 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein die vielen Beweise herzlicher für den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Cléo de Mérode Louis Kellers Festsäle, be in bi veiden frans Tänzerin v. d. gross. Oper in Paris. ,, Biograph". Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Durchaus renoviert. Direktion: Richard Winkler. Vollständig neu umgestaltet. 9 uhr: Riesenerfolg! 9 Uhr: Eine Nacht im Ballhause. Schwant in 4 Aften von R. Kneifel. Küfter Hänfling Dir. R. Winkler. Lotte Mende, beste deutsche Soubrette. Les Premiers, Afrobat- Canotiers. Fritz Brandt, Humorist, hoch aktuell. The Cronays, Sport- Juggler. Veritas, serbisches Damen- Sextett. Entree 30 Bf.. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Theater Marienbad Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Dir. R. Wagner. Sonntag, den 21. September, abends 7 Uhr: I. Theater- Vorstellung der Saison. Der Trompeter von Säffingen. Volksschauspiel in 4 Atten von Hildebrandt und Keller. Dir. Rich. Wagner. Entree 30 Pf. Werner Während u. nach der Vorstellung: Ball. Nachmittags: I. Kindervorstellung. Robinson Crusoe. Königsbank Gr. Frankfurterstr. 117 Inhaber: Fritz Walter Humoristische Soireen der beliebten Original Norddeutschen Sänger. Nach der Vorstellung: A Tanzkränzchen. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 81/2 Uhr. Entree frei. Es ladet freundlichst ein 50742* Fr. Walter. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tageskaffe 11-12Uhr. Britton, MarSteidl ( Meysel, Pietro, Krone, Böhme, Böck mann, Plättner 2c. Elysium. Landsberger Allee 40-41. Jeden Sonntag: Koppenstrasse, 29. Dienstag, den 23. September, wie jeden Dienstag: Zur Eröffnung der Winter- Saison. Große humoristisch- theatralische Soiree des Walter- Kröning Berliner Residenz- Ensembles, Berson Quartette, Operetten, Specialitäten ersten Ranges. Signora Carmen, Palladino, prima Bellerino. Gymnastiker- Truppe Ballini. Nicht zu hoch hinaus Genrebild aus dem Berliner Volksleben in 1 Att. Anfang 8 Uhr. Entree 20 Pf., reserviert 40 Pf. Nach der Vorstellung: Familien- Tanzkränzchen. 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Schröder, dem Centralverband der Handels, Transport und Verfehrs: Arbeiter: Deutschlands, den Kollegen der Central- Markthalle, dem Kraft- und Artisten- Klub Germania 86, dem Athleten und Artistenverband Berlins und Umgegend, dem Rauch flub zur Kornblume und dem Verein selbständiger Arbeiter der Markthallen von Berlin meinen innigsten Dank. 2255b Anna Wolf und Eltern. 49432* Teppich- Haus Emil Lefèvrel Berlin Oranienstr. 158 S., parterre und I. Etage durchgehend bis Prinzessinnenstr.11 Dienstag, den 23. September, abends 8 Uhr: Versammlung bei Wernau, Schwedterstraße Nr. 23/24. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Schriftstellers Genossen M. Schütte über: Zwei Lockspizzel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet 249/5 Für die besonders eingeladenen Frauen ist der fich unmittelbar anschließende fleine Saal als„ Sigment" reserviert. D. O. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Branchen- Versammlung der Bürsten- und Pinselmacher Sonntag, 21. September, vorm. 10 Uhr im Gewerkschaftshause, Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Kaliski über:" Qumpenproletariat". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Die Kommission. Montag, den 22. September 1902, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Branchen- Versammlung der Korbmacher. Tages Ordnung: 1. Die elende Lage der Korbmacher. Referent: Kollege Stusche. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Die Kommission. Dienstag, den 23. September, abends 81/2 Uhr, bei Schmit, Brunnenstraße 150: Branchen- Versammlung der Drechsler. Tages Ordnung: 1. Bortrag: Kampforganisation oder Unterstützungs Verein. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Bezirkskommission. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Kommission. 88/19 Dienstag, den 23. September 1902, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal VIII: Branchen- Versammlung röffnung der Kammmacher u. 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Arbeitsnachweisfrage. 3. Abrechnung vom Unionstreit. 88/18 4. Verschiedenes. Die Kollegen der Allgemeinen Elektricitätsgesellschaft find hierzu besonders eingeladen. Die Werkstatt- Kontrollkommission. Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Sonnabend, den 27. September 1902, in Feuersteins Festsälen, Alte Jekob- Strasse 65: II. Stiftungsfest befiehend in Ball, Theater- Aufführungen der Gesellschaft Strzelewicz, Festrede des Genossen Dr. Otto Juliusburger. Für alkoholfreie Getränke ist in geeigneter Weise gesorgt. Anfang 9 Uhr. Damenkarten 30 Pf. Herrenkarten 50 M. Billets find zu haben bei Paul Lilge, S., Dieffenbachstr. 30; Wilhelm Gichm, SO., Wrangelfir. 46; Joseph Pieczkowati, SW., Alexandrinen: straße 110; Felix Fränkel, NO., Prenzlauer Allee 27; Otto Berg, N., Neue Hochstr. 4; Oskar Roseloivsti, N., Schliemannstr. 19; Adolf Fischer, NO., 291/11 Neue Königstr. 46. Radrennbahn Kurfürstendamm. Sonntag, den 21. September, nachmittags 3 Uhr: Grosser Preis von Deutschland 7000 Mark Preise. Amt IV. 1278. 37/11 Treptow. Bade's Volksgarten Partstraße. Saltestelle der elektriſchen Straßenbahn( Siemens). Jeden Sonntag: Ball. Vereinen bestens empfohlen. Achtung! Rummelsburg. Achtung! Centralverband der Manter ete Dienstag, den 23. September 1902, abends 8 Uhr, int Café Bellevue, Hauptstr. 2: Bahlfelle Berlin. Dienstag, den 23. September, abends 29 Uhr: Volksversammlung Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 2. Diskussion. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten II. Pens( Dessau): Fleischwucher und Grenzsperre. Unt zahlreiche Beteiligung ersucht Der Einberufer. Verband der Tapezierer. 223/5 im Gewerkschafthans, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Knoll über:„ Das Arbeitsheer." 2. Aufstellung der 143/2 Die wichtige Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Die Verbandleitung. Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl. Gemeinsame Orts- Kranken- Musikinstrumenten= Arbeiter kasse für Schöneberg und Friedenau. Bekanntmachung. Montag, 22. September, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Am Dienstag, den 30. SepVersammlung. Fachverein. Montag, den 22. d. M., abends 82 Uhr bet Graumann, Naunyn Straße 27, in der Schloßbrauerei, hier Mitglieder- Versammlung. tember cr., abends 8 Uhr, findet Hauptstr. 112/114, eine außerordentliche Tages Ordnung: Tagesordnung: 1. Bortrag des Sanitätsrats Dr. Henins über: Anforderungen an moderne General- Versammlung unſchen Bereins angelegenheiten. 178/8 Krankenhäuser". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Wir ersuchen die Mitglieder um vollzähligen Besuch, besonders auch der Frauen. Gäste willkommen! statt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Verbandsleitung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 28. September, vormittags präcise 11 Uhr in der Brauerei Friedrichshain ebungsstunde Geübt werden: Gelübde, Menschheit Erwachen, Frühlingsstürme und Der Barde. Es ist Pflicht eines jeden Sängers, zu erscheinen. Bundestarte legitimiert. Im Nebensaale vormittags 10 Uhr: Ausschuss- Sitzung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bundesangelegenheiten. 16/19 NB. Die Vereine werden darauf hingewiesen, daß dieselben die Billets vom Sängerfest abzurechnen haben bis zu dieser Ausschußsizung beim Kassierer H. Naetebusch, O., Graudenzerstr. 4. Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Wahl eines Arbeitgebers und eines Arbeitnehmers in den Vorstand. 2. Ausscheiden der Rezeptur Friedenau. 3. Statutenänderungen. 1. Bortrag des Herrn Dr. Wollheim über„ Das Erdinnere und die 2. Disfuffion. 3. Der Streit bei der Firma Koch u. Co. 4. Der Vorstand. Gäste willkommen. 141/20 Maler und Anstreicher Berlins! 4. Redaktionelle Aenderung des Pen Donnerstag, den 25. September, abends 8 Uhr, in Kellers sions Regulative der Beamten. 5. Personalsachen. 275/5 Schöneberg, den 17. September 1902. A. Wöller, Borsitzender. Chr. Franke, Schriftführer. Landparzellen Bahnhof Biesdorf, am erste Station hinter Lichtenberg, Quadratrute von 12 Mark an. Festfälen, Koppenstr. 29: Gr. öffentliche Versammlung in welcher die Wahl der Lohnkommission vorgenommen werden soll. 3 Tages Ordnung: 1. Gedenken die im Berliner Malerberuf beschäftigten Gehilfen und Anstreicher in eine Lohnbewegung einzutreten? 2. Wahl einer Lohnfommission. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. 155/ 4* Der Einberufer. Säle Nieschalke, Rieger& Co., große und kleine, zu Versammlungen zc. vergiebt Gontardstr. 5. Verkäufer auf dem Terrain. 74/5 Balduin Franke, Sebastianstr. 39, an der Alten Jakobstraße. Extra billige Preise sdundant 50642* 54 PL. für Braut- Ausstattungen aus Hemdentuche in Resten, die etwas unsaber 12 P. 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