e ' 11 = } 2 Nr. 33. Erscheint täglich außer Montage. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Gingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Mr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonntag, den 8. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Das Ges Bradlaugh würde. Scheinbar fehlt der Mann für die für einen Menschenfresser gehalten zu werden. Stelle, thatsächlich fehlt die Stelle für den Mann. Das feyz des guten Tons verlangte, daß der Mensch eine Freidenkerthum nimmt in den Fragen der Gegenwart Religion habe, welche, danach wurde nicht viel gefragt. einen Platz ein, der überhaupt nicht mehr als ein wirk- Aber ganz ohne Religion sein, das konnte nur ein Wilder. Der Rückgang des englischen Freidenkerthums. licher Kampfplatz gelten kann. Es vertritt kein großes Die Herren Professoren der Naturwissenschaft, die es Der Tod Bradlaughs, des vielgenannten englischen allgemeines Interesse mehr, es ist wirklich nur noch eine nicht übers Herz bekamen, das Opfer des Intellekts ausAgitators für das Freidenferthum, hat natürlich auch zu der geistige Bewegung, und auch das nur im formalen Sinne zuüben, aber es auch mit der guten Gesellschaft nicht verFrage nach der Persönlichkeit geführt, welche nun wohl des Wortes. derben wollten, zogen sich dadurch aus der Affaire, daß " die Nachfolgerschaft dieses Mannes antreten werde. Ein Zu verschiedenen Zeiten haben sich in der Geschichte sie sich Agnostiker nannten. großes Londoner Tagesblatt beantwortet dieselbe damit, große soziale Kämpfe in der Form von religiösen, bezw. Man muß das wissen, um den Haß zu verstehen, daß es schreibt, Bradlaugh habe keinen Nachfolger für antireligiösen Bewegungen abgespielt. Hinter dem Kampf mit dem Bradlaugh und die Bewegung, an deren Spize die Führerschaft des Freidenkerthums hinterlassen. Er gegen die herrschende Kirche, gegen die anerkannten Religionen, er stand, lange Jahre von der englischen Respektabiliät ſtand allein da," schreibt es, und der größte seiner Offi- versteckte sich ein Kampf gegen politische und soziale Ein- ich wiederhole es, beehrt wurden, und die Populari ziere war ein so dürftiger Sekundant, daß nicht Einer von richtungen. Die Absage gegen die Kirche war der erste, tät, deren Bradlaugh sich bei einem großen Theil der Zehnen im Stande wäre, seinen Namen zu nennen." Das wenn auch oft unbewußte Aft der Rebellion gegen die von Arbeiter erfreute. Für den Arbeiter bedeutet der Atheisist um so bittrer, als gerade der Mann, auf den dieser Satz ihr für heilig und unantastbar erklärten Staats- und Ge- mus, wenn kein anderer Kampf da ist, ein Stück wirk geht, vor etlichen Wochen eine große öffentliche Disputation mit sellschafts- Einrichtungen. Wo sie zugleich die einzig möglicher Befreiung die Emanzipation von der Unterordeinem der bekanntesten Londoner Sozialisten über die Acht- liche öffentliche Manifestirung der Unzufriedenheit mit den mung unter die bürgerliche Vormundschaft. Uebrigens stunden- Frage gehabt hat, wobei er natürlich als Gegner bestehenden Zuständen war, wurde sie selbst politische stand Bradlaugh, wenn es auch in Bezug auf sein soziales des gesetzlichen Achtſtunden- Tages auftrat, und die Presse, That. Wir sehen das heute noch in politisch zurück- Programm Nacht war freilich nicht größere Nacht als vorab das genannte Blatt, über jene Debatte, die mehrere gebliebenen Ländern, wie z. B. Rußland, oder in zurück- unter den meisten der damaligen Arbeiterführer- doch in Aben de dauerte, spaltenlange Berichte gebracht hatte. gebliebenen Distrikten vorgeschrittener Länder sich abspielen. politischer Hinsicht auf der äußersten Linken. Er war Die Presse ist überall, und nicht zum Mindesten in Wo aber ein wirkliches öffentliches Leben herrscht, das Demokrat und Republikaner, was gar manche GewerkEngland, Erfolgsanbeterin, und wenn, was ich nicht zu den Parteien gestattet, ihre Bestrebungen möglichst klar vereinsführer nicht waren oder doch nicht für flug hielten, bestreiten in der Lage bin, Herr G. W. Foote dies zum Ausdruck zu bringen, sind es nicht die revolutionären, von sich zu sagen. Kurz nachdem der Sturz der Name des betreffenden Freidenker- Offiziers wirklich sondern die reaktionären Parteien, die ihre politischen und der Pariser Kommune der Internationalen in eine so unbedeutende Persönlichkeit ist, und alle seine sozialen Tendenzen hinter religiösen Programmen ver- England das Lebenslicht ausgeblasen, war das Mit- Offiziere mit ihm, so wäre damit noch nicht aus- stecken. Sonst tritt die religiöse Frage nur dann in den Freidenkerthum dort lange Jahre die radikalste Bewegung. geschlossen, daß nicht Bradlaugh doch einen ebenbürtigen Vordergrund, wenn in den wirklichen Klaffenkämpfen aus Bradlaugh war der äußerste der Ultra's, und wenn er zu Nachfolger finden sollte. Wo steht denn geschrieben, daß dem einen oder dem anderen Grunde eine zeitweilige Er- fämpfen hatte, dann nur gegen Feinde auf der Rechten. derselbe unbedingt aus den Reihen der gegenwärtigen schlaffung eingetreten ist. Er war der Wortführer der Massen" gegenüber den " Offiziere" hervorgehen muß? Der Auserwählte, der die Das Letztere war bekanntlich in England um die Klassen", der Mann des Volkes", der Demagoge. nöthigen Eigenschaften zum Führer hat, könnte zur Zeit die Mitte dieses Jahrhunderts bis Anfang der achtziger Das hat ihm seine Bedeutung gegeben, ihn zu einer noch simpler Soldat oder Rekrut der Armee des Frei- Jahre der Fall. Die Chartistenbewegung war nieder- hervorragenden Persönlichkeit gemacht. Sein Talent allein, denkerthums sein oder sogar ganz außerhalb der Reihen geworfen, und die Gewerkschaftsbewegung, die an ihre das übrigens nicht geleugnet werden soll, hätte das nicht desselben stehen. Die Führerschaft einer kämpfenden Partei Stelle trat, hatte als Programm nicht die Bekämpfung vermocht. Was er war, ist er durch den Kampf geworden, oder Bewegung ist keine Würde, die sich nach Ab- der Bourgeoisiewirthschaft, sondern die möglichst guten den er führte. stammungs- oder Anziennitätsrücksichten vererbt, sondern Arbeitsbedingungen, die die Bourgeoisiewirthschaft erlaubt. Im Zenith seiner Größe soweit dies Wort hier die im Kampfe selbst erworben wird. Die Arbeiter verzichteten darauf, eine eigene politische angebracht ist stand er, als ihm im Jahre 1880 der Trotzdem glaube ich, daß die obenerwähnte Zeitung, Partei zu bilden, und marschirten im Schlepptau der be- Eintritt ins Unterhaus verweigert wurde, als Tories und die übrigens hierin wirklich nur das„ Echo der öffentſtehenden Bourgeoisparteien. Sobald aber die Arbeiter- Liberale einen schäbigen Vorwand benutzten, ihn nicht zur lichen Meinung" ist, Recht behalten wird. Bradlaugh klasse als Partei von der Bühne abtrat, mußte der extreme Eidesleistung zuzulassen. Die Respektabilität bekundete wird keinen ihm ebenbürtigen Nachfolger erhalten. Das Flügel der bürgerlichen Parteien den staatsevhaltenden" damit, daß sie ihn nicht nur haßte, sondern auch fürchtete. liegt aber nicht daran, daß seine Eigenschaften unersetz- Elementen als das Ultra menschlicher Verkommenheit er- Wie hat sich das in wenigen Jahren so vollständig liche wären, sondern einfach daran, daß sich die Ver- scheinen. geändert! " hältnisse, unter denen Bradlaugh seine eigenartige Bo- Auf diese Weise kam das Freidenkerthum in England Der Sozialismus trat von Neuem in England auf. sition erobert hat, so gründlich geändert haben, daß, zu der Ehre, höchst unrespektabel zu sein. Seinen eigent- Anfänglich beachtete die Bourgeoisie ihn nicht, er schien wenn heute ein Mann auftauchte mit genau den lichen Anhang zog es ohnehin fast nur aus der Arbeiter- ihr ungefährlich. Aber er gewann allmälig Boden unter Anlagen und Dispositionen, die Bradlaugh zu An- klasse. Ein Bourgeois, der sich für einen Atheiſten er- den Arbeitern, und so sah man es wenigstens nicht ungern, fang seiner Laufbahn besaß, er darum doch kein klärte, setzte sich der Gefahr aus, von seinen Mitbürgern daß sich Bradlaugh und sein Anhang gegen ihn wendete. Feuilleton. Nachbruc verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 33 " 1 . stellte Onkel Solum vor: Agent Solum, einer von Holm sich sonderbar ausnehmen; aber es war sonst nichts, als daß sen's alten Freunden.. Aber poztausend, ist das sie ein wenig flott war. nicht Solum! Ja, ich kenne Sie ja; ich habe Ihnen mehr Nirgends schien es ihr heute einsam genug; überall als einmal bei mir aufgewartet; allein was ich sagen wollte gab es Menschen. Fanny ging ihnen aus dem Weg, flüch... Sie waren ja doch kein Freund von diesem Lumpen, tete sich vor ihnen; sie sollten sie nicht sehen. Sie würden Solum?"" Oh, ich kannte ihn ein wenig. Na, und es merken. Sie würden es errathen. Alles war um sie wie lebt man jetzt in Kristiansborg, Jungfer Thorsen?"-dunkel geworden; hoch droben saß Gott und zürnte; fie Fanny starrte Mama an und Onkel Solum, als sehe fühlte seine Augen wie eine Kälte auf ihrem Rücken.' Die Anwalt Lehmann war frank; Fran Mühlberg machte sie Gespenster. War er nicht Papa's alter Freund? Wes- Gedanken drängten sich auf und wollten sie toll machen; gute Geschäfte mit ihrem Hotel; Buchbinder Lundström halb hatte Mama ihr dann eingeredet?- Um Himmels- sie wagte nicht zu denken und konnte es nicht lassen; Mama, hatte seine Haushälterin geheirathet. Alt- Kari ging herum willen, es steckte doch wohl nichts dahinter? Solum; Mama, Solum... Sie mußte Menschen aufsuchen. und lärmte und lachte wie vorher; sie vermißte Frau Sie stahl sich hinaus. Wie Hagelschauer auf Fenster Aber sie hatte Niemand. Nicht einen, zu dem sie nun zu Holmsen sehr;„ nie hab' ich ein so gemüthliches Weibsbild scheiben stürzten die Erinnerungen auf ihr Bewußtsein ein. gehen vermocht hätte. Und Gott hatte sie verlassen; Gott gefannt wie Margarethe!" sagte sie. Allein sie hatte Golum's häufige Besuche; Mama's Freude, wenn er fam; war ihr Gegner. Ach, wohin sollte sie; wohin auf Erden bei Frau Thorne Ersay gesucht; sie nimmt es nicht die Fahrt nach Kongsberg; die vielen mystischen Gespräche, sollte sie; nun war sie hilfloser als der Geringfte auf Erden. genau, die alte Kar- ri!"" Nein, nein; aber ich bei Denen man sie oft fortgeschickt; Mama's Bes Die Kirche! In die Kirche gehen und sich verstecken, in konnte sie dennoch gut leiden",-versetzte Mama; sie dürfniß, ungenirt zu wohnen; die vielen Geschenke; einem Winkel, wo Niemand sie sab; auf die Knie fallen und hatte solch einen Humor!"" Ja, sie läßt sich durch die beständige Hilfe... und Papa's alter Freund war er zu Gott beten; beten, weinen, sich an ihn klammern, ihm nichts anfechten. Sie nimmt die Welt atturat so, wie nicht... Was in Jesu Namen; du ewiger Gott; Alles sagen; nun war sie in Noth, nun mußte er helfen dieselbe ist. Sie hat allerlei Geschäfte. Manchesmal war wirklich so etwas möglich! ... o Gott, laß es nicht wahr sein! o Gott, laß es nicht passirt es, daß sie verreist und mit einem Kind im Arm Ein kaltes Schamgefühl verbreitete sich langsam durch niemals, niemals.. zurückkehrt; sie hat wohl mehr als einem Kinde Eltern wahr sein! und nun wollte sie ihn niemals mehr verlassen, geschafft, die alte Kari." Ach ja, es ist nicht alles ihre Glieder. Ihr Mund wurde trocken; ihr Antlitz verzog noch ein wenig Kaffee, Jungfer sich. Ein krampfhafter Schmerz zog ihr die Brust zuGold, was glänzt Thorsen? Gagen Sie mir, wie geht es nun bei Frau ſammen; Thränen waren es, allein heraus brachte sie die Proprietär Storm?" Während sie so saßen, kam Onkel Solum.„ Ah, guten Nein, es war nicht möglich; es konnte nicht möglich sein; fonnte nicht allein fein. Plöglich kam eine feste Richtung Tag!" rief Fanny und sprang auf;„ das nenne ich wahr- niemals, in aller Ewigkeit nicht. Mama liebte es, ein wenig in ihren Gang. Sie steuerte der Stadt zu. Die einsamsten haftig eine gute Ueberraschung!" " Guten Tag, Fanny; flott zu sein; eigentlich fein war sie nicht; das mit Lundström Wege, die sie wußte, schlug sie ein und so rasch ging . " selben nicht. Leute würden sie angloßen, sehen, daß etwas los war, Sie wagte auch nicht in die Kirche zu gehen. Die glauben. sie sei toll, sie im Ange behalten; nein, auch in der Kirche war nicht Frieden zu finden. Aber sie guten Tag, Mar Frau Holmsen" Ontel Solum z. B.. oder das mit dem Hinfemichel... nein, nein; sie, daß es fast ein Laufen ward. Nach einer Weile war etwas verlegen.„ Guten Tag, Herr Solum! Das ist ein fein war sie nicht; denkt Euch, mit solch Einer wie Alt- Rari be- tlopfte sie bei ihrer Freundin aus dem Laden, bei Dorthe seltener Besuch!"- Mama war auch ein wenig verlegen. Sie freundet zu sein.. Deshalb konnte auch das Eine oder Andere Balzersen an. " 1 " 1 " " Und je mehr der Sozialismus um sich griff, um so mehr brenner als besondere Prämie kraft Gesetzes erhalten, der nationalliberalen Partei" losgesagt, und kämpft wurden Bradlaugh und seine Partei die Vertheidiger der den nothleidenden Brennern" sehr wohl bekämen. Buh jetzt auf eigene Fauft, in der einen Hand den bürgerlichen Gesellschaftsordnung gegenüber den Angriffen und der Elsässer Zorn von Bulach wollten als noth- strogenden Geldsack, in der anderen den riesigen der Sozialisten. Aber auch wenn sie das nicht gethan leidenden Brenner, der von der Prämie satt werden könne, Bettelsack, der die vermittelst Schutzzöllen und anderer hätten und neutral geblieben wären, welche Bedeutung hätte einen Kleinbrenner gesehen haben. Nachdem Barth( dfr.) ähnlicher Vorrichtungen dem Volk aus der Tasche geholten die Prämie für beseitigenswerth erklärt hatte, fesselte der Arbeitergroschen" aufnehmen soll. das Freidenkerthum, das sich auf das religiöse Gebiet und Sozialdemokrat Wurm das gesammte Haus durch Fronde" ist fertig darin hat die Kreuz- Zeitung" Recht Die tapitalistische ein Bischen Moralphilosophie beschränkt, noch haben können seine längeren gründlichen Ausführungen, in denen er und die alte Raketenkiste" ist der geheime Chef. Die oder kann es noch haben von dem Augenblick an, wo statt häufig von Beifall unterbrochen- die heuchlerische Maske nationalliberale Partei" aber ist todt und kann sich beihrer himmlischen Repräsentanten die wirklichen Herrscher denen vom Gesicht riß, die unter dem Vorgeben, Noth- graben lassen. Und das hat mit ihrer Agitation die der Welt in Frage gestellt werden? Für die Arbeiter nur leidenden helfen zu wollen, das das ärmiste Proletariat Sozialdemokratie gethan. noch die der Ablenkung von dem realen Kampf auf den belasten. An Steuer für den Branntwein hat der Arme Denn ohne die Sozialdemokratie stünde die soziale spekulativen, für die Bourgeois die eines unschädlichen jährlich 16 M. zu zahlen. Die Branntweinsteuer sei zu Frage nicht auf der Tagesordnung aller Parteien und Reaber auch unnüßen Zeitvertreibs. So mußten vergleichen mit der alten Frohndengerechtigkeit. Wie da gierungen. die Freidenkervereine zu mals die Armen den reichen Gutsbesizern zu persönlichen reinen Debattirklubs herab- Dienstleistungen verpflichtet waren, so verpflichten heute die soziale Frage mancherlei Trubel und Krakehl. Der arme Auch im„ Thurm" des Zentrums verursacht die finken, und das sind sie auch heute nur noch; Großgrundbesitzer durch die Klinke der Gesetzgebung die Kaplan Dasbach in Trier hat zwar seinen Redaktionsfie haben aufgehört, den wirklichen Kampf, der das öffent- Proletarier, ihnen Tribut zu zahlen- Tribut, den Groß- sekretär über die Klinge springen lassen; es glaubt's och Großgrundbesitzer durch die Klinke der Gefehgebu die liche Leben ihrer Zeit erfüllt, zu reflektiren. Sie repräs grundbesitzer früher in Faustrechts- Zeiten auch als sentiren schon heute nur noch die Vergangenheit. Sie sind Wegelagerer beanspruchten. ihm aber Niemand, daß der Sekretär ohne Auftrag geWer hat den Vortheil selbst auf religiösem Gebiet nicht mehr das, was sie vom Branntweinzoll? Die Großbrenner, deren Namen handelt habe. waren. Sie hauen nicht mehr, wie es ehedem bei ihnen die Regierung angeben mag. Von den schlesischen Brennern die soziale Frage zum Knochen der Zwietracht geworden. Im Zentrum ist, gerade wie bei den Nationalliberalen, Gebrauch war, mit Knütteln auf den lieben Gott los, z. B. sind neben dem König von Sachsen, Fürsten, Grafen, Die fetten kapitalistischen Junker und Rittergutsbesißer haben sondern suchen ihn fein agnostisch um die Ecke zu bringen. merzienräthe diejenigen, die nach Millionen Bortheile aus Klerus, und die demokratische Strömung, die von Anfang Barone, Landrath und Abgeordneter v. Kardorff Rom- natürlich andere Interessen als der schlecht bezahlte niedere Mit Bradlaugh sind auch sie respektabel geworden. O quae mutatio rerum! der Gesetzgebung ziehen, während dem kleinen Brenner die an neben der aristokratischen im Zentrum vorhanden war, Prämie nicht zu Gute kommt. Meine der Großgrundbesiz, Treffend ist diese Veränderung der Dinge in dem daß er ohne bei dem Proletariat zu betteln, nicht bestehen gewinnt, den Verhältnissen entsprechend, mehr und mehr Nachruf zum Ausdruck gekommen, den die" Times" dem könne, so möge doch der weitere Schritt erwogen werden, einen sozialistischen Charakter. verstorbenen Gottesleugner gewidmet. Es war etwas ob eine Er propriation dieser armen noth- Nicht besser ergeht es der Fortschrittspartei, mehr als dies"- die Theilnahme für einen im Sterben leidenden" Großgrundbesiger dem Staate nicht vortheilhafter in deren tiefinnersten Organismus der sozialdemokratische Liegenden ,, was neulich die Haltung der Mehrheit des sei als Fütterung derselben durch das Proletariat. Immer Bazillus unzweifelhaft eingedrungen ist. Herr Eugen Richter, Hauses in Bezug auf Herrn Bradlaugh bestimmte", schrieb und immer wieder werde das Proletariat belastet, dessen der als Erzengel an den Pforten des Fortschrittsparadieses das City- Blatt. Man zog in Betracht, Vertreter die Aufhebung der Steuern, welche den Wermsten Wache hält, statt des flammenden Schwertes ein Bündel daß nicht nur seine frühere Laufbahn energisch fordern müssen. Die kleine Berle von Meppen, daß demnächst eine große Ausreißerei und Ueberläuferei beam meisten belaften und dem Reichen Vortheile zuwenden, seiner Frrlehren schwingend, wird nicht verhindern können, einem Jdeenkreise angehört hatte, der Grzellenz Windthorst, war über die treffenden Dar ginnt. Und zwar Üeberläuferei zur- Sozialdemokratie. immer mehr veraltet ist und nicht einmal legungen des Abg. Wurm entrüstet, versuchte aber vergeblich Die Ferlehren thun ihre Schuldigkeit. Apropos- für mehr die verlorenen Gewässer der öffent- auch nur einen Bunkt der Anklage, daß die Mehrheit zu jeden Sozialdemokraten, der zu den Fortschrittlern überlichen Meinung in Bewegung feßt, son- Gunsten weniger Reicher die Menge Armer belastet habe, läuft, kaufen wir Herrn Richter Tausend seiner Frrdern daß er in der aktuellsten Frage, zu entkräften. Die Schwierigkeit seiner Position konnte er lehren ab. die das Land beschäftigt, in der Frage auch durch die Wiederholung seiner bekannten Angriffe der Fragen von morgen, wenn nicht von gegen die Sozialdemokraten nicht vermindern. Exzellenz war liest man gewöhnlich in den Todes- Anzeigen, daß es Wenn eine Familie ihren Ernährer verliert, so Der konservative Weinhändler Menzer Gottes unerforschlichem Rathschluß gefallen habe, heute sich auf Kosten nicht geringen sehr betrübt. politischen Einflusses und persönlichen zeigte darauf durch seine Rede, daß schon der Gedanke einen Vater, Gatten oder Sohn in das Jenseits abzurufen. Anhangs- aus Ueberzeugung auf die Anderen erst dessen Genuß zu bereiten pflegt: Wein, Tabak, an Branntwein bei Manchem die Konfusion bewirkt, die bei Nun lesen wir: richtige Seite gestellt hatte." Hebeammen, Sozialdemokraten u. s. w. schwammen in Auf die richtige Seite" im Sinne des Erz- Bour- solchem Tohuwobohn durcheinander, daß der Präsident dem geoisblattes! deutschkonservativen Redner zur Sache rufen mußte. Das Nun, Bradlaugh ist todt, und das Freidenkerthum Haus überwies schließlich das Gesetz einer Kommission vegetirt noch. Aber welch ein Leben! Zwischen die von 21 Mitgliedern. ,, richtige" und die falsche" Seite gestellt, wird es beständig hin- und herschwanken, einmal mehr hierhin, ein- artei ist so weit fortgeschritten, daß von einer national Die Zersehung der nationalliberalen mal mehr dorthin, nie aber entschiedene Stellung nehmen. liberalen Partei überhaupt nur noch im ironischen Sinne Und es kann keine entschiedene Stellung nehmen, ohne die Rede sein kann. Und zwar ist es hier- wie übersich selbst aufzugeben. Wo sollen daher in dieser Be- haupt für unser gesammtes Parteileben die soziale wegung die großen Geister herkommen, wo Gelegenheit Frage, welche das zersetzende Element bildet. finden, ihre Kräfte zu entfalten? Nur wirkliche Kämpfe Bazillus der Sozialdemokratie", wie man höhnend gesagt bilden machtvolle Individualitäten, Charaktere aus, in hat, ist wirklich vorhanden, und er ist ein fürchterlicher Debattirklubs gedeihen lediglich Schönredner und scholastische Gesell den alten Parteien, indem er ihnen unbarmherzig Silbenstecher. den Tod bringt. Ein Theil der Nationalliberalen hatte sich Die industriellen Kartelle sind in Deutschland noch vor Jahren, mehr auf Befehl von oben als aus innerem zahlreicher, als man geglaubt hat. Nach einer Arbeit von Triebe, einer ,, Sozialreform" fragt nur nicht, was für Dr. Großmann in Schmollers Jahrbuch sind die Kartelle einer! geneigt erklärt und suchte durch ein paar von 70 in 1887 auf 137 in 1890 angewachsen; die Zahl Tropfen gesunden sozialistischen Bluts" das träge, hat sich also annähernd verdoppelt. Das wird natürlich verschlammte, durch und durch forrupte national ben Klassenkampf verschärfen. Ob man diese Kartelle auch liberale Philisterblut zu verjüngen. Die Transfusion hatte für politische Vereine" erklären wird, wie die Arbeiterjedoch nicht die gewünschten Folgen: die Arbeiter gaben den Fachvereine"? Und doch stehen sie mit einander in Vernationalliberalen Stimmenfängern urwüchsige Fußtritte; die bindung. Der freie Gedanke aber hat sein Heim anderwärts aufgeschlagen als an den Stätten des Freidenkerthums. Politische Webersicht. Berlin, den 7. Februar. Schnaps, Schnaps, Schnaps, du edeles Getränke, Du bist und bleibst von der Natur. .... das herrlichste Geschenke." Der paar gesunden sozialistischen Blutstropfen wurden von der " Der Ort des Deutschen Reiches, welcher im Verhältniß zu seiner Einwohnerzahl die meisten Wittwen besitzt, ist sicherlich Niederwörresbach im Fürstenthum Birkenfeld. Jedes fünfte weibliche Wesen und insbesondere 40 pCt. der Haushaltungsvorstände sind dort Wittwen. Diese merkwürdige Thatsache, welche durch die letzte Volkszählung an den Tag gebracht wurde, beruht auf der außerordentlich ungesunden Industrie Achatschleiferei von welcher sich fast sämmtliche Einwohner von Niederwörresbach ernähren. Die Achatschleifer besigen infolge ihres Gewerbes eine ungemeine Empfänglichkeit für die Schwindsucht und werden von ihr fast alle im ersten Mannesalter dahingerafft." Sonach ist es also nicht Gottes unerforschlicher Rath Arbeiterfamilien ihrer Ernährer beraubt. Aber, fragen wir, schluß", sondern die ungesunde Betriebsweise, welche die Arbeiterfamilien ihrer Ernährer beraubt. Aber, fragen wir, wo bleibt der Fabrikinspektor? a Fäulniß der originalen Blutmasse angesteckt und ebenfalls Die Weber von Meerane haben, an die Reichstags verseucht, und die klassenbewußten Bourgeois in der Partei Abgeordneten das Ersuchen gerichtet, dahin zu wirken, daß fingen an zu rebelliren. Die„ kaiserlichen Erlasse" zu die Vereinbarung und Zahlung der WebDiese Trinkverse bildeten das Leitmotiv zu dem Kon- Anfang des Februar vorigen Jahres lieferten den Anlaß zu löhne polizeilich geregelt werde, um die Will zert, das die Regierung und die rechte Seite des Reich 3- einer Auflehnung gegen die sozialreformatorischen Utopien"; für vieler Fabrikanten zu beschränken." Man wünscht tages zur Einführung der Branntweinftener Novelle das nationalliberale Prozenthum hezte und wühlte, wie die ferner, ein Reichsgesetz möge bestimmen, daß die Weblöhne aufführten. Der urkonservative Abgeordnete Holt ärgsten Umstürzler es nie ärger gethan hatten, und bei Ausgabe der Arbeit regelmäßig genau und deutlich auf schlug die erste Baute unter der Betheuerung, daß die bei der Bochumer Wahl ist es nun endlich zur Krisis dem Musterzettel oder im Lieferbuch bezeichnet sein müssen. 40 Millionen jährliches Geschenk, das die Branntwein- gekommen. Das Prozenthum hat sich von dem Rest Aehnliche Wünsche sind bekanntlich auch von den Berliner XVI ihn verleugnet wie Petrus, verkauft ihn wie Judas... soll Geistes. Die Frauen insbesondere fanden, er gebe ihnen so Am Abend folgte sie Dorthe in die Erbauungsstunde. er darum Dich nicht retten dürfen? Willst Du Dein ganzes viel. Jeden Abend, nachdem er gesprochen, strömten Ein reisender Missionär redete zur freien Gemeinde; Lebelang herumgehen mit dem Bewußtsein im Herzen, daß sie in hellen Haufen zum Katheder, um seine Hände zu der Geist war in ihm in wunderbarem Grade lebendig. Du ihn verrathen hast? Wäre es nicht besser, hinzutreten brücken. und wieder gut zu machen? Du meinst vielleicht, er Fanny konnte nicht mehr leben außer in Gemeinschaft Er sprach den ganzen Abend nur zu Fanny. Er versicherte ihr mit einer Kraft, so daß sie es glauben sei verletzt durch Dich? Weißt Du, was er zu mit Gott und Kindern Gottes. Sie betete, nicht blos mormußte, Jesus erwarte sie heute Abends. Er war ihr lang Betrus sagte? Petrus hatte sich gegen ihn auch schnöde be- gens, wenn sie aufstand, und Abends, wenn sie sich legte; nachgegangen; oft genug hatte sie seinen Ruf vernommen; tragen; elend feige und schnöde hatte Petrus fich gegen seinen fie betete, so oft fie Zeit fand, und fand sie keine Zeit, so vielleicht hatte sie auch versucht, denselben zu folgen; aber Freund und Meister betragen; daun kam er und wollte alles verschmachtete. fie vor Sehnsucht nach den theuren Gebetsheute Abends erwartete er sie. Würdig-? Nicht würdig-? wieder gut machen... Da war Jesus wohl beleidigt? stunden. War es still im Laden, so stahl sie sich in den Jesus wollte niemand, der würdig war. Die Würdigen Wollte nicht hinsehen auf die Seite, wo Petrus ging? innersten Lagerraum, in's" Restemagazin", und betete; konnten zu den Pharisäern und zu den Schriftklugen gehen. Weißt Du, was Jesus sagte? Er sagte ihni blos ein einzig betete, so lang sie es vermochte, schwelgte im Gebet; betete Jesus wollte die Unwürdigen haben, die Verlorenen wollte Ding; aber er sagte es ihm dreimal- Simon Petrus, für alle Menschen, für den Chef, für Ilsnaes, für Moe, er, die Verdorbenen, die Verstoßenen, die Unmöglichen. liebest Du mich?" Liebeſt Du mich; er fragte nach nichts selbst für Junior; nicht einmal des Sackträgers in " Hast du keinen Ort, wohin du gehen kannst? Giebt Anderem. Was scheere ich mich um Deine Verräthereien Engros- Lager vergaß sie; jedoch am allermeisten betete fie es niemand, der dich brauchen mag, niemand, der von dir und alles Uebrige; liebst Du mich? Das ist die Haupt- für Mama. " ? wissen will? Bist Du geplagt, geängstigt und beschwerde- sache. Geh hin und liebe ihn; alles andere, was Du be- Ihr gegenüber fühlte sie sich als Verbrecherin. Stellt voll; bist Du gepeinigt von Scham und Sünde, so trieben magst haben in Deinem elenden Leben, dessen ent- Euch vor, sie hatte einen Moment gewagt, gegen ihre daß Du den Leuten nicht wagft ins Gesicht zu sehen; ist sinnt er sich nicht; das fennet er nicht; liebe mich," sagte eigene Mutter Verdacht zu hegen. Welche Macht mußte etwas Verkehrtes an Dir, etwas Schlimmes, etwas, das du er, und ich schwöre Dir zu: komm ihm nur so nahe, daß Satan nicht über sie besessen haben! Darum wollte sie min Deinem besten Freunde nicht gestehen kannst. tomm, Du ihn sehen kannst, und Du wirst ihn lieben; Du kannst versuchen, Mama zu retten; denn daß Mama nicht bekehrt o Mensch! Du bist's den er haben will! Du bist's, auf den nicht anders als ihn lieben; denn er ist das schönste aller war, dies schien ihr leider nur allzu gewiß. er wartet! Bist Du nicht vorbereitet? Fühlst Du nicht Menschenkinder." Und sogar wenn Reue und Zerknirschung; bist Du nicht bußfertig; bist Du Fanny saß und weinte den ganzen Abend. Sie weinte, Satan's Macht war entseglich. Selbst König David nicht, wie man sein soll, wenn man sich befehren will; bis sie sich müde geweint und sie ging vom Meeting fort war ihr einmal unterlegen; unsere eigene Tugend und liebst Du die Welt und die Dinge, welche in der Welt sind; wie eine Begnadigte. Rechtschaffenheit war nichts werth;- sogar wenn Mama liebst Du die Sünde, so daß Du dich nicht losreißen kannst; Seither gingen sie und Dorthe jeden Abend zur Er- sich etwas vorzuwerfen hätte? Es war nicht so; auch wenn empfindest Du Unluft an Gott und seinem Wort; verachtest bauungsstunde. Sie gingen zu den Methodisten, den Herren- zehn Männer es ihr sagten, wollte sie es nicht glauben; Du den Herrn und seine Heiligen; dann ist alles recht. Es butern, den Neu- Evangelischen; sie waren bei den Adventisten, diese dumme Jungfer Thorsen hatte wohl nur vergessen, find gerade die Unvorbereiteten, die Jesus haben will. Die den Irwingianern, sogar bei den Mormonen; schließlich sezten daß Solum einer von Papa's alten Freunden war;- den Vorbereiteten, die laß nur zu den Priestern gehen! sie sich in der kleinen Ansgarmission zur Ruhe, in der ein schlimmsten Fall aber angenommen, sollte eine Tochter Die Unvorbereiteten will Jesus haben, auf daß er selbst gesegneter Gottesmann, namens Anderssohn, predigte; hier ihre eigene Wutter richten? Beten sollte sie für sie, sie vorbereite. Für sie hat er den Tod gelitten. Am Ende fühlten sie sich doch am wohlsten. beten und flehen, nicht aufhören mit Gebeten und Be glaubst Du gar, er sei in den Tod gegangen für die Wür Die Ansgarmission war schwedisch und Andersson ihr eigent gehren. digen und Vorbereiteten? für die, welche der Erlösung nicht licher Apostel. Er war ursprünglich Sattler; sein Aeußeres ein Mensch gethan oder nicht gethan hatte; es tam nut Schließlich kam es auch nicht darauf an, was bedürfen? Lieber, sei nicht so dumm, Du kannst Dir ja nicht war unansehnlich und seine Stimme heiser. Allein wenn er darauf an, ob er ein Erlöster in den Tod einging. selbst helfen; warum soll er es also nicht dürfen? redete, vergaß man all das. Es lag eine Glut in seinen Genirst Du Dich? Schämst Du Dich um Hilfe zu bitten Worten, welche feffelte, faft verwirrte, und er hatte eine ( Fortsetzung folgt.) einen Mann, den Du verrathen haft? Ja wohl hast Du Kenntniß des menschlichen Herzens, die niemand haben ihn verrathen; hundertmale hast Du ihn verrathen; Du hast konnte, außer er besaß in hohem Grade die Erleuchtung des " 1 * dann bis ErWebern geäußert. Voraussichtlich wird sich der Reichstag| Aus Portugal kommt die Nachricht, daß auf der Re- beiträge gegen Ausgabe von als Quittung geltenden Rarten und in nächster Zeit mit ihnen zu beschäftigen haben. Die daktion der unterdrückten Zeitung Republica Portuguese" Marten entgegen genommen haben. Manchestermänner werden wieder über Polizei" schreien. sehr belastende Aktenstücke gefunden worden sind, darTrier. Wegen Gotteslästerung, begangen durch VerbreiWir können es den Webern gar nicht verdenken, daß ihnen unter eine angebliche Proskriptionsliste der hervorragendsten tung des Abschied vom Sozialistengesetz" ist hier der Genosse eine polizeiliche Regelung in dieser Sache lieber ist, als Monarchisten, ferner Briefe spanischer Republikaner, welche. Mergener angeklagt. Die auf den 19. Januar andie Willkür und die schrankenlose Profitwuth der Kapita- im Falle eines Gelingens des Aufstandes die Ausrufung gesetzte Verhandlung in dieser Angelegenheit wurde jedoch listen. einer iberischen Republik versprachen. Die Regie erst auf den 22. desselben Monats und rung verfügte die Auflösung des 9. Jägerregiments, welches ledigung der Anklage gegen den Verleger Wilfe in BraunIn der Kapuzinerrede, welche der Ex- Studiosus den Hauptantheil am Aufstande in Oporto hatte. Die schweig verschoben. Der Staatsanwalt hatte besonders auf die der Menschenrechte, Hänslein Blum, neulich in einem Kon- Bahl der verhafteten Zivilisten übersteigt 500. Außer dem streng firchliche Gesinnung der Bevölkerung Triers hingewiesen, ventikel nationalliberaler Hampelmänner zum Besten gab, Stadtpfarrer von Oporto scheinen auch zahlreiche Mitglieder bei der durch Verbreitung eines solchen Machwerks öffentliches fam u. A. auch die Phrase vor: niem a 13 hat unsere der niederen Geistlichkeit an dem Ausstand betheiligt zu ergerniß erregt werde. niemals Partei( die nationalliberale) für Sozial- sein. Die Hausdurchsuchungen in Oporto werden eifrig demokraten gestimmt und niemals um fortgesetzt. Die republikanische Bewegung wird offiziell als sozialdemokratische Stimmen geworben."„ vernichtet" dargestellt. Wir glauben nicht daran. Und das wenige Wochen nach der Bochumer StichDer kürzlich verstorbene belgische Sozialist Cäsar Die Magdeburger Volksstimme" bemerkt zu dieser de Paepe soll ein Denkmal erhalten und haben die Münchhauftade: belgischen Sozialisten zu diesem Zweck bereits etwa 1400 M. aufgebracht. wahl! " * Gelsenkirchen, den 6. Februar. In der Druckerei des Organs der deutschen Bergleute" in Gelsenkirchen wurde gestern auf Veranlassung der Bochumer Staatsanwaltschaft polizeiliche Haussuchung gehalten und die Nummer 6 des Blattes be schlagnahmt. Auf der Post wurde sodann ebenfalls nachgeforscht, doch waren bereits die für auswärts bestimmten Exemplare abgesandt. * " Nicht? Oja! Das hat sie sehr häufig gethan, Hans! Dudweiler, 5. Februar. In einer hiesigen ArbeiterversammAber sie hat noch mehr gethan, diese Partei! Sie hat nicht nur für Sozialdemokraten gestimmt, nicht nur Ueber einen Streif in Petersburg wird gemeldet, lung, die von 300 Personen besucht war, referirte Herr May fozialdemokratische Stimmzettelvertreiber in ihre teutfchen Häuser daß mehrere hundert Arbeiter auf der Admiralitäts- Lüpfe und fritisirte unter lebhaften Beifall die heutigen Bergeladen, um ſelbſt an der Verbreitung zu helfen und möglichst Schiffswerfte an der Newa, durch Verkürzung hältnisse. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die geschlossen für die Sozialdemokraten zu stimmen, nein, ihrer Löhne und Mißhandlung erbittert, den Sozialdemokratie, in welches die Anwesenden begeistert einnoch mehr: sie hat ihr gutes nationalliberales als Leiter der Schiffswerfte fungirenden Admiral insultirt stimmten. Also soweit ist es hier in Dudweiler schon gekommen", ruft das hiesige ultramontane Blatt entsetzt aus, daß man sich Geld in nationalliberalen Blättern angelegt, haben. Truppen unterdrückten den Aufstand und ver- nicht entblödet, eine Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialwelche für die Sozialdemokratie resp. deren Dies letztere scheint die demokratie zu schließen!" Das ist freilich sehr schlimm. Nicht Kandidaten Propaganda machen mußten. Diese hafteten die Rädelsführer. weniger hübsch ist der folgende Sat:„ Wir überlassen es gern Blätter wurden den sozialdemokratischen Flug- russische Sozialreform zu sein. anderen Kräften, hiergegen Front zu machen." Warum thut blattverbreitern ballenweise zugestellt, und Ihr's denn nicht selber? Glaubt man Euch nichts mehr? zwar gratis zugestellt, um das kleinere Uebel". nicht wahr, Tante", so war's doch?- über das größere Ueber die Affaire Schewitsch denkt die Jahre lang Uebel" fiegen zu lassen. Schreiber dieser Zeilen gehörte damals zu den Leuten, die sich mit der Verbreitung dieser Sudel- von Herrn Schewitsch redigirte New- Yorter Volks Sie bemerkt zu dem schriften nicht einverstanden erklären fonnten, weil ihnen jede Beitung" ganz so wie wir. an den Chefredakteur des nähere Berührung mit der nationalliberalen Charakterlosigkeit Schewitsch'schen Schreiben entwürdigend erschien. " Vorwärts", das sie in ihrer Nummer vom 24. Januar Wenn Hans das nicht glauben will, fann er sich zu uns zum Abdruck bringt: bemühen; wir wollen ihm schwarz auf weiß zeigen, daß er gelogen hat. Hoffentlich kriegen wir keine neue Anflage wegen„ Hans Blum- Beleidigung"! " " Soziale Uebersicht. versammlung einberufen. wurde Ueber den Streit der Former in Halle geht uns von dort folgende Mittheilung mit dem Bemerken zu, daß bedauer" Wir veröffentlichen dieselbe( die ihr von Schewitsch licher Weise viel Zuzug von Formern aus Berlin at konzugegangene Abschrift des Schreibens an uns) ohne weiteren statiren fei. Die Firma Hayland hat bis jetzt in Lohn arbeiten lassen. Kommentar und bemerken nur, daß Schewitsch uns, Kurz vor Weihnachten wurde der Akkord eingeführt, welcher aber Das sind bloß einige Magdeburger Erfahrungen. anderen und auch sich selbst mancherlei Miß nicht angenommen werden konnte. Wir sind keine Freunde vom And Aehnliches ist bei zahlreichen Gelegenheiten anderswo verständnisse erspart hätte, wenn er nicht Streit, aber er wurde uns mit Gewalt aufgedrungen, indem uns vorgekommen. Auf Bochum haben wir schon hingewiesen, in Form von Interviews in tapitalistischen Sungerpreise gestellt wurden. Für eine Doppelpumpe, welche dort kann der Er- Studiofus der Menschenrechte sich bei Blättern, sondern mit einer direttan feine über 20 3tr. wiegt, woran ein Former volle acht Tage zu formen seinem Parteigenoffen Müllensiefen erkundigen, für den Kollegen, Leser und Gesinnungsgenossen und zwei Tage Kerne einzulegen hat, wurden von dem Meister er beiläufig in eigener Person sozialdemokratische Stimmen gerichteten und in Bezug auf seine Abreise Friedrich Stahl 30 M. geboten. Es wurde ausdrücklich erklärt, zu fischen suchte. Und vielleicht fragt er auch einmal in motive in der Hauptsache gleich lautenden als die Former mehr verlangten, daß der Preis noch mehr Bremen nach, wo bei der vorlegten( Faschings-) Wahl Erklärung seinerzeit von New- York offen reduzirt würde. Daraufhin wurde eine öffentliche formerdem Sozialdemokraten Dehme von Parteigenossen Abschied genommen hätte." eine Kommiffion gewählt, welche mit der Firma Rückdes Ex- Studiosus eine bedeutende Geld summe für sozialdemokratische Stimmen Die Wörter Mißverständnisse“ und„ offen" sind im sprache nehmen sollte. Nach 11/ 2stündiger Unterhandlung wurde fein Resultat erzielt, sondern gesagt, wer zu dem gebotenen Preise geboten wurde was natürlich einen obligaten Fuß- Original gesperrt. tritt für die nationalliberalen Mannesseelen zur Folge Die Uebereinstimmung mit unseren Bemerkungen nicht arbeiten wolle, tönnte seiner Wege gehen. Meister Stahl hatte.zum Schewitsch'schen Schreiben ist so vollständig, daß man wurde zu der Versammlung eingeladen. Auch an den Fabrikanten so fei hier noch erwähnt, daß unser Hänschen, welches sehr zeitung" habe unsere Bemerkungen vor Augen gehabt, erklärt: wer in die Versammlung geht, bekommt Feierabend. Da wir einmal beim Ex- Studio der Menschenrechte sind, annehmen könnte, die Redaktion der„ New- Yorker Volks- wurde ein Brief geschrieben, daß er seinen Meister schicken solle. so fei hier noch erwähnt, daß unser Hänschen, welches sehr stolz ist auf seine Ex- Studien der Menschenrechte, die Leipziger was jedoch nicht der Fall sein kann, da unsere Notiz durch Bei der Einrichtung, die in der Gießerei existirt, ist der Former Beitung" um Abdruck des staatsretterischen Vortrages, mit ein eigenthümliches Zusammentreffen genau an dem selben nicht im Stande, einen Wochenlohn von 15 M. pro Woche bei bet Tage( 24. Januar) veröffentlicht wurde und kein unter: 70-80 Arbeitsstunden zu verdienen. Als am 5. Januar die Sem er feit einigen Jahren haufiren geht, bitten ließ, von ſeeischer Telegraphenverkehr in der Sache stattfand. Die Former zu ihrer Arbeit kamen, wurde erklärt, daß man sich der spröden Dame jedoch, der die Waare doch etwas zu minderwerthig erschienen sein mag, ein zierliches Körblein beinahe wörtliche Uebereinstimmung erklärt sich übrigens sehr welche aussuchen wolle, überhaupt wer nicht mit dem Preis zuerhielt. Nun, damit uns geplagten Sterblichen die so nüz- natürlich daraus, daß die Art, wie Schewitsch sich von frieden sei, der könne seiner Wege gehen. Die Sache hat sich aber anders gestaltet, denn wir legten alle liche und angenehme Kunst des Lachens nicht abhanden Thätigkeit entfernte, nothwendig auffallen und meifter Stahl, der feine Eristenz zu sichern dachte, damit er ein dem Schauplatz seiner langjährigen sozialdemokratischen Die Arbeit nieder. Die ganze Schuld trägt der Formertomme, muß es auch solche Ränze geben. Verdacht erwecken mußte. In Oesterreich haben die Anarchist en versucht, in die Wahlbewegung Verwirrung zu bringen, indem sie Flugschriften in die Masse warfen, in denen das Proletariat zum Rampf" aufgerufen wird. Wir hoffen, daß die Arbeiter sich durch die Phraseologie des Herrn Most nicht irre machen lassen und daß unsere Genossen einen guten Wahlerfolg erzielen. " Jahr Meister bleibt, um in den Meister- Bund aufgenommen zu Von kompetenter russischer Seite ist uns noch werden. Nun bitten wir die Kollegen zu urtheilen, ob wir recht keine Meinungsäußerung in der Angelegenheit zugegangen.- handelten oder nicht. Wir konnten nicht anders handeln, Korrespondenzen und Parteinachrichten. Seit dem 1. Januar besteht hier ein Arbeitgeber"-Nachweisbureau; jedenfalls sucht dasselbe unfere Organisation zu spren gen, denn es wird nur eingestellt, wer eine Bescheinigung hat. Hat er eine Bescheinigung, dann kann er 14 Tage lang die Fabriken besuchen. Nun Kollegen, an Euch allein liegt es jetzt, die Augen zu öffnen, aus dem Schlafe zu erwachen. Darum rufen wir allen Formern und Hilfsarbeitern zu: vereinigt Guch, schließt Euch der Organisation an, damit wir den Kampf ums Dasein mit gefchloffener Macht gegen das Kapital bestehen tönnen. Alle Briefe 2c. find an Earl Mack, Schloß Babels= berg", Friedrichstraße 22, zu richten. Das Streit- Komitee der In Barcelona hat es Tumulte gegeben. Die Konfer vativen erklären Puig mit 5874 gegen 5285 für den Re- Aus Augermünde werden uns zwei Nummern der dortigen publikaner Salmeron abgegebene Stimmen für gewählt. Beitung zugeschickt, in denen unter der Ueberschrift: Hüte dich, Dagegen erklärte ein Wahlbeamter, Salmeron habe in Landarbeiter!" spaltenlang gegen die Sozialdemokratte geeifert feinem Wahlkreise die Majorität erhalten. Diese Erklärung wird. Dabei muß der Verfasser des Artifels zugeben, daß es Former von Halle a. G. rief große Aufregung unter den Republikanern hervor. Sie den Landarbeitern herzlich schlecht geht; er weiß auch gegen die veranstalteten vor dem konservativen Klub Kundgebungen, einen Einwand zu erheben, wie gegen die praktischen Forde sich mit folgendem Aufruf an die Genossen:" Wieder ist Wien wissenschaftliche Theorie des Sozialismus ebensowenig irgend In Wien streifen die Schuhmacher. Die ,, Arb.- 3tg" wendet wobei einige Ausschreitungen vorkamen. Die Gendarmerie rungen des sozialdemokratischen Programms. Mit ihrer Lage der Schauplaß eines gewaltigen Lohntampfes. Zwölftausend schritt ein und verwundete mehrere Manifestanten. Die sucht der Artitelschreiber die gandarbeiter vermittelst der alten Schuhmacher stehen im Streif. Ihr wißt, wie bescheiben, allzu beRuhe wurde gegen Mitternacht wiederhergestellt. Unter den Rebensarten auszuföhnen, und was er bekämpft, sind nicht die scheiden ihre Forderungen waren. Nun wohl, sie sind angesichts Republikanern herrscht große Aufregung, so daß weitere Lehren des Sozialismus, sondern die alten, abgestandenen Lügen der schwierigen Verhältnisse noch bescheidener geworden. Ein Ausschreitungen befürchtet werden, So meldet der über diese Lehren. Wir wollen einige Pröbchen geben. Daß Wochenlohn von neun Gulden für die besser gezahlten BorTelegraph. Wenn die Konservativen Wah I fälschungen es in Deinem Stande manche Mißstände giebt, ist offenbar. richter, das ist der Punkt, um den der Streit sich heute breht. verüben, so darf man sich nicht wundern, daß die Republi- Aber wo ist derjenige Stand, in dem es keine Mißstände giebt und auch dieses Verlangen, dessen Erfüllung kaum das Verfaner aufgeregt find. Salmeron war bekanntlich Mitglied Frage einmal die Handwerker, oder frage die Geschäftsleute, hungern, gewiß nicht den bitteren Mangel beseitigen würde, auch frage auch die niederen und die höheren Beamten! Diese Forderung wird von den meisten Herren Fabrikanten abder Regierung der Caftelar- Republik von 1873.überall Klagen, wie schwer es heutzutage ist, durchzukommen und gelehnt. Aber noch näher kannst Du es haben: auszukommen. Nunmehr ist der Kampf unvermeidlich; wie die Dinge aber Bon einer Königin. Der Regent von Serbien, Herr Frage einmal die ländlichen Arbeitgeber, die Guts liegen, ist der Sieg sicher. Aber Gines muß geschehen; die SchuhRistic, hat an die ehemalige Königin Natalie, die besitzer oder Gutspächter!" Also auch den höheren macher müssen ausgiebige und schnelle Hilfe bekommen. geschiedene Frau des abgedankten Milan, einen Brief Beamten und den Gutsbesitzern geht es schlecht? Und so In diesem Falle ist es wahrer als jemals, daß, wer schnell hilft, geschrieben, den diese Dame nicht hinter den Spiegel stecken geht es denn wohl allen 100 pst. der Bevölkerung schlecht? doppelt hilft. Denn eine ausreichende Unterstützung, die sofort wird. Natalie hatte dem Regenten einen anmaßenden Brief Aber wer hätte denn wohl den ganzen Reichthum? Nein, nicht eintritt, wird den Kampf abkürzen und größere Opfer gesandt und nun erwiderte Ristic der Tochter des Grund- 100 pGt. haben Grund zur Unzufriedenheit und gewinnen bei der überflüssig machen. Die Organisation der Schuhmacher ist vorbesizers Reschko" u. 2. wie folgt: fozialistischen Umgestaltung, aber doch 90 pet. Indeß der züglich, der Geist unter ihnen, entschlossen und unbeugsam. Aber Artikelschreiber unternimmt den Beweis, daß die Grundbesizer sie vertrauen auf uns, auf die Parteigenoffen aller Berufe, auf Vor dem Jahre 1875 hat man am Hoflager des serbischen es nicht leicht haben"- denn: verden doch auch die Lohn- jeden menschlich fühlenden Menschen. Fürsten niemals einen solchen& urus gesehen, wie während ansprüche an sie immer größer und wird es ihnen immer schwerer, Ihr werdet ihr Vertrauen nicht zu Schanden werden lassen der zwölf Jahre Ihrer Herrschaft. Während die besten Söhne überhaupt die für ihren Wirthschaftsbetrieb nöthigen Arbeits- wollen, und wir fordern Euch auf, mit größter Beschleunigung, des ferbischen Voltes auf dem Schlachtfelde bluteten, während fräfte zu gewinnen". Da müssen also entweder die ländlichen also noch in den letzten Tagen dieser Woche Geld und Kleidungssich die serbischen Mütter in Trauer hüllten, veranstaltete die Arbeiter sich ihre jämmerlichen Löhne noch reduziren lassen oder stücke herbeizuschaffen. Fürstin Natalie im serbischen Fürstenschlosse glänzende die Gutsbesitzer werden am Ende Sozialdemokraten. Das erste Große Aufgaben sind uns gestellt, große Lasten hat jeder Festlichkeiten, wie man gleiche in Serbien weder gesehen, ist traurig und das zweite ist luftig, also wollen wir lieber das Ginzelne zu tragen. Aber jeder neue Sieg macht den nächsten noch gehört hat. Nur Sie, Madame, lediglich Sie waren die letztere wählen. Daß die Getreidezölle dem ländlichen Arbeiter Kampf leichter. Die Arbeiter werden auch diesmal zeigen, daß Urheberin solcher Verschwendung. Ich war Zeuge, Bortheil brächten, wagt sein braver Behüter nicht zu behaupten. sie den Schwierigkeiten gewachsen sind. gefallen laffendenn das Antwort wird nicht ertheilt. Brieflid) wie sich König Milan noch im Jahre 1880 dagegen gefträubt Er versucht es mit einer anderen Methode und sagt ungefähr: Geld und Kleidungsstücke nehmen entgegen die Administration hat, bis er endlich Ihrem Drängen unterlag. In der Folge Setzt man uns die Zölle herab, so halten wir uns durch Herab- der Arbeiter- Zeitung", VI. Gumpendorferstr. 60; die Adminiwurden am serbischen Hofe unter Ihrer perfönsehung der Löhne schadlos. Gegen diese Logit ist nicht viel einstration der Freien Schuhmacher- 3tg.", VII. Kaiserstr. 117. lichen Leitung Tanze aufgeführt, wie sie vor zuwenden, aber die Frechheit ist start. Der Landarbeiter foll Ihrem Erscheinen in Serbien selbst in öffentlich also noch eine weitere Herabsetzung der Löhne lichen Lokalen nicht bekannt waren. Daraufhin geduldig ist offenbar geschah es, daß Männer die nothwendigsten Dinge veräußern die Voraussetzung der obigen Beweisführung. Wir gehen Briefkaffen der Redaktion. mußten, um sich die Mittel zu verschaffen, damit ihre Frauen nicht weiter auf das krause Beug ein, dessen einfache, mit Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Duittung beizufügen, fonnten. Bei den Festlichkeiten, die Sie veranstalteten, ward als die Wiederlegung; am wenigsten sind die tollen Beschimpfungen, ein Glanz entwickelt, wie einst am Hofe Ludwig's XIV." mit denen die Sozialisten überschüttet werden, einer Abwehr Die Erkönigin Natalie ist offenbar eine russische würdig. Agentin, die, vom Glanz des russischen Rubels bestochen, fogar gegen ihren Gemahl vor ihrer Scheidung schon ton- Salle a. S. Da die Sozialdemokratie selbst nicht mehr spirirt hat. Wie es scheint, hat sich die edle Dame die genehmigungspflichtig" ist, wie sie unter dem Ausnahmegesez war, jo hat die Polizei in Halle a. S. geglaubt, wenigstens die " Sitten" vom Hofe Napoleons Ill. zum Vorbilde ge- nempfangnahme der Parteibeiträge als„ genehmigungsbedürftige ist leider nicht anzukämpfen; sobald einzelne Fälle von Zuwidernommen. Hoffentlich wird ihre Rolle nunmehr ausgespielt Rollette" erachten zu müssen. Dem Vertrauensmann der dortigen handlungen gegen dieselbe bekannt würden, stände wahrscheinlich ſein und Serbien vor der Gefahr bewahrt bleiben, durch Sozialdemokraten, Herrn Adolf Schulze, und 25 anderen Ge- nachträgliches Strafverfahren in Aussicht. bie Jutriguen eines lasterhaften und genußsüchtigen Weibes nossen, find Strafmandate in Höhe von 40 Mark zugegangen, weil sie ohne polizeiliche Genehmigung" freiwillige Parteiin immer neue Krisen gestürzt zu werden! * Hugo M., Heilgehilfe. Aus dem vereinzelten Falle können wir eine so schwere allgemeine Beschuldigung gegen das betreffende Blatt doch nicht erheben; es wäre ja doch möglich, daß die ganze Sache sich als Druckfehler aufklärt. Können Sie aber mehrere derartige Fälle mittheilen, so wollen wir gern auf die Sache zurückkommen. Frau E. J., Belten. Gegen die polizeiliche Verordnung Theater. Sonntag, den 8. Februar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerfrieg auf der Wartbburg. Montag: Carmen. Schauspielhaus. Das goldene Vließ: Medea. Montag: Der neue Herr. Leffing- Theater. Die Rosa- Dominos. Ritterdienste. Montag: Sodom's Ende. Berliner Theater. Graf Waldemar. Montag: Goldfische. Deutsches Theater. Ehrbare Mäd chen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner Porzellan. Hierauf: Pariser Leben. Montag: Diefelbe Vorstellung. Wallner- Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktorin- Theater. Raben. Die sieben Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Schelm Cupido. Vorher: Die Nachbarinnen. Montag: Diefelbe Vorstellung. Ostend- Theater. Die Jungfrau von Orleans. Montag: Hedda Gabler. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reifen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Große Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten.- Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Andress, straße 27c. Direktion: C., Alexander Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musit. Neger- Clown. Frl. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags 1. Sonntags 30 Bf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 8. Februar, Zwei große Vorstellungen. Nachmittags 3/2 Uhr. Abends 7/2 Uhr: Herrn Richard Breitkeutz zu seinem heutigen Geburtstage ein Sozialdemokratischer Wahlverein breimal donnerndes Hoch, daß die gange des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Wilhelmstraße wackelt. Die von der andern Ecke. Na, wir wollen man noch Einen nehmen. 423b Dienstag, den 10. Februar, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung Unserem Freunde und Genoffen im Lokale des Herrn Schröder( Wedding Park), Müllerstr. 178. Gustav Arndt, gen. Krebs, zu seinem Tages Ordnung: morgigen Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch, daß der ganze Kottbuser- 2. damm Kobold schießt. Justav hole die Thräne. Mehrere Krebse. Beide Vorstellungen mit verschiedenen Programme. In beiden Vorstellungen Kunstkräfte, Künstler sowieKünstlerinnen, der Posamentiere, Herrn Fritz Alms, Auftreten sämmtlicher neuengagirter Unserm Wirth des Arbeits- Nachweises Reiter und Vorführen der bestdressirten zu seinem heutigen Wiegenfeste ein Schul- und Freiheitspferde. Komische dreimal donnerndes Hoch! 421 b Entrees sämmtlicher Klowns. In beiden Vorstellungen: Gircus unter Wasser. Eine ländl. Hochzeit. Sensationelle Wasserpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Montag, Abends 1/2 Uhr: Große Vorstellung. Gine ländliche Hochzeit. Buß' Ballsalon u. Garten, Gr. Frankfurterstr. 85. Am Palmsonntag und ersten Osterfeiertag an Vereine unentgeltlich zu vergeben. Gleichzeitig empfehle meine Säle zu Versammlungen und nach Ostern an Sonnabenden zu Festlichfeiten. 288 J] M. Buss. Tanzschule. 29 M Oehlmann, Ohmgaffe 5 b., lehrt Walzer innerhalb zwei, sämmtliche Die Posamentiere. Die Verlobung unserer Schwester Martha mit dem prakt. Arzt Herrn eigen hiermit an Dr. M. Aronson in New York 146 L Adolf Bernstein, Fanny Nathan geb. Bernstein. Martha Bernstein, Dr. M. Aronson Verlobte. Albany N.- York. New- York. Verein Berliner Hansdiener. Montag, 9. Februar, Abends 9 Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Armin- Hallen", Kommandantenſtr. 20. Tagesordnung: 1. Mittheilung. 2. Vortrag:„ Klassenstaat und Schule." Referent: Dr. Lütgenau. 3. Diskussion. 1. Vortrag des Herrn Richard Baginski: Rußland und die Nihilisten. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 341 Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Große General- Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins des Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 11. Febr., Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tages Ordnung: 1. Vierteljahres- Bericht der Kassirerin. 2. Vereins- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes, Neue Mitglieder werden vor Beginn der Versammlung aufgenommen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes pünktlich zu erscheinen. Die neuen Statutenbücher werden ausgegeben. 101 Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung der Fabrikarbeiterinnen aller Branchen am Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, in Schröder's Salon, Manteuffel- Strasse Nr. 9. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Der Kampf um's Dasein im Arbeiterleben. Referent: Sündermann. 2. Disfuffion. 3. Abrechnung der Agitations- Kommission und Bericht über die Gelder von den Gewerkschaften für die Gemaßregelten. 4. Verschiedenes. Herren haben Zutritt. Nachdem: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Die Agitations- Kommission. Große Versammlung 361 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. 2b der Freien Vereinigung sämmtlicher in der gänzungswahl des Feftkomitees. 6. Ber chirurgischen Branche beschäft. Berufsgen. rechung vom Weihnachtsfest und Erschiedenes und Fragekasten.[ 152 L Rundtänze innerhalb vier Privatstunden. Orts- Krankenkasse Im Februar beginnen Unterrichtskurse. nossen meine Masken- Garderobe. Geder [ 407 b Montag, den 9. Februar cr., Abends 812 Uhr, bei Zemter, Münzstraße 11. Tages- Ordnung: 1. Die Waare Arbeitskraft." Referent: Herr Peus. 2. Diskussion. 3. Bibliotheffrage. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen nothwendig. Empfehle allen Freunden und Böttcher Berlins. 10 Paul Cordt, Reidenberger- Montag, 16. Februar, Abends 8½½ Uhr: # traße 137. Masken- Garderobe verleiht zu den billigsten Preisen Werner, Solmsstr. 8. 150 J tannten mein Empfehle allen Freunden und BeWeiss- und Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. Auch ist ein Vereinszimmer mit Piano zu vergeben. Gtablissement Buggenhagen 19L] am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Fr. Fröhlich, Naunynstraße 43. 5. Fischerstraße 5. ff. Mittagstisch mit Bier 50 Pf., / 10 Liter Paßenhofer 10 Pf., sowie gemüthliches Vereinszimmer empfiehlt J. V. Schimmel. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. 1872] Großer Frühſtücks- und Mittagstisch. H. Stramm's Restaurant, Spezial- Ausschant von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bratweilige Bierhallen Klempner, Glaſer und Korbmacher. Arbeits- Nachweis der Vereine der Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, Lichtenbergerstr. 21 bei Heise. Tagesordnung: 1. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern. 2. Henderung des§ 33 des bisherigen Statuts. 3. Verschiedenes.- Die Herren Mitglieder werden ersucht, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. J. A.: A. Seemann. NB. Die Herren Arbeitgeber werden zu dieser Versammlung ebenfalls ergebenst eingeladen. D. O. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Töpfer Berlin's und Umgegend am Mittwoch, den 11. Februar, Abends 7/2 Uhr, in Joël's Salon, Andreas- Straße 21. Zages Ordnung: V 1. Wie organisiren wir uns für die Zukunft? Referent: Rollege Heinke aus Hamburg. 2. Stellungnahme zur Konferenz der Bauhandwerker. 3. Gewerkschaftliches. Das Erscheinen aller Kollegen erwartet Der Einberufer. Achtung! Maler! Maler. Vereinigung d. Maler, Lackirer, Anstreicher Filiale 6( Moabit). Montag, den 9. d. M., Abends 8 Uhr, im Restaurant Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28: 216 Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: über Alters- und Invaliden- Berfiche 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und 1. Vortrag des Herrn Hildebrand rung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Reichhaltiger Frühstück-, Mittag- Um zahlreiches Erscheinen bittet und Abendtify à la carte zu soliden Der Vorstand. Preisen. 135 L Ausschank von vorzüglich. Weissund Bairisch- Bier. Empfehle meinen Kollegen, allen Freunden und Parteigenossen mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Ber- Wilh. Wolff, Engel- Ufer gnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. Castan's Panopticum. Neu! Die Azteken! vom 6. Februar ab. Prof. Dr. R. Koch in seinem Laboratorium. Jetzt: Friedrichstr. 165. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 40M] PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. .14. Verein deutscher Schuhmacher. ( Filiale Berlín). Montag, den 9. Februar, Abends 81/2 Uhr, in den Zentral- Fetsälen ( Sunnel) Dranienftr. 180: Festfälen Mitglieder- Versammlung. Empfehle mein Weiß- u. BairischBierlokal, träftigen Mittag- u. Abend- mener über: Die Feinde der 1. Vortrag des Herrn Kollegen fisch. Auch steht ein Vereinszimmer mit Arbeiter- Bestrebungen. 2. Diskuſſion. [ 38 M H. Schubert, Naunynstraße 35. Piano zur Verfügung. A. Goldschmidt, Rohtabat Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plazze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Zum 137 L Amor Roth. Cylinderhut 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstr. 97. Heute und folgende Tage: Norddeutsche Sänger. 2. Saal: Tyroler Sänger. Um 8 und 10 Uhr: Auftreten d. Gedächtnißkünstlerin Fri. Mnemosina. Mittags von 12-2 Uhr: Frei Concert. H Freitag: Benefiz f. Hrn. Hoffmann. Nur Hüte mit Arbeiter- Kontrolmarke. 272 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Der Bevollmächtigte. Kranken- Unterstützungsbund 408b und verw. Berufsgen. Filiale V N. Berlin hält ihre ordentlichen Mitglieder- Versammlungen jeden zweiten Mittwoch im Monat bei Gnadt, Brunnenstr. 38 ab. Nächste Versammlung: Mittwoch, den 11. Februar rr., Abends 8 Uhr. der Große öffentliche Versammlung Steindrucker, Lithographen u. verw.Berufsg. Schleifer und Präger am Mittwoch, den 11. d. Mts., Abends 8/2 Uhr, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee Nr. 11-13. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen 0. Sillier über:" Stellungnahme zur Zentralisation. Diskussion. Aufnahme von Mitgliedern zur Zentralisation. Wahl eines provisorischen Vorstandes. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Einberufer. 281 Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläzen beschäftigten Arbeiter Deutscht.( Ortsverwaltg. Berlin). Mitglieder- Versammlung Montag, den 9. Febr., Abends 8½ Uhr, in Säger's Salon", Grüner Weg No. 29. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Rassenbericht. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Um pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 165 Der Schneider. Fachverein der Lederarbeiter. Dienstag, den 10. Februar, Abends 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Am Montag, den 9. Februar, Avends 8½ Uhr, im Louisenstädtischen Klubhaus, Annen- Strasse No. 16: Außerordentl. General- Versammlung. Tages Ordnung: Berathungen über Verlegung des 1. Vortrag des Stadv. Heindorf. 2. Nochmaliger Kassenbericht. Rassenlotals und der Zahlstellen. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes.- Mitgliedsbuch legitimirt. Verschiedenes. 274 Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, zu erscheinen. Erscheinen aller Mitglieder noth- 201 wendig. Die Lokalverwaltung. Der Vorstand. Billets zu dem am 21. März in Joël's Salon stattfindenden Kränzchen gelangen in dieser Versammlung zur Ausgabe. Die Zahlstelle für den Norden abends von 812-91/ 2 Uhr, desgleichen für den Süd- Osten im Arbeitsnachweis ( Louisen- Ufer 22) und ist täglich zur obengenannten Zeit geöffnet. Centralfranken- u. Sterbekasse befindet sich im Restaurant Krüger, Hirtenstraße 10, und ist geöffnet Sonnder Tischler u. s. w. Stalizerstraße 131, eben Frister Oertliche Verwaltung Berlin F. Wilhelm Zapel, Hutmacher. Das gr. Lager Berlins Kinderwagen. Andreas Kr. 23,§.v. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. ( E. H.-K. Hamburg), Montag, den 9. Februar, Abends 81/2 Uhr, Bergstr. 68, bei Keller: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1890. 2. Vortrag des prakt. Vertreters der Natur Heilkunde Herrn Julius Kunow. 3. Diskussion. 4. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch ersucht Die Ortsverwaltung. Ranarienhähne verk. Witt, Liesenstr. 12a. 305 Achtung, Studiatenre! der 271 Große öffentliche Versammlung Stuckateure Berlins und Umgegend am Montag, den 9. Febr., Abds. 7½ Uhr, in ,, Jordan's Salon", Neue Grün- Strasse No. 28. Tages Ordnung: 1. Arbeiterorganisationen und Unternehmerverbände. Referent Herr Stabernad. 2. Diskussion. 3. Der Aufruf zur Berliner Bauhandwerker Konferenz am 15. Februar 1891 ev. Wahl von Delegirten. 4. Verschiedenes. NB.: Das Lokal Jordan's Salon" ist von der Lokalkommission frei gegeben worden. Es ist" Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Die Vertrauensleute. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 33. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 60. Sigung vom 7. Februar, 1 Uhr. Malzahn. Sonntag, den 8. Februar 1891. auch am 1. die 8. Jahrg. bedeutet. Die Landwirthschaft hat sich aber jetzt auf das Gesetz Abg. Wurm( Soz.): In der unangenehmen Lage, mit dem eingerichtet, fie muß aber erwarten, daß prinzipiell nichts geän- Branntweinsteuer- Geseze unzufrieden zu sein, befinden sich nicht dert wird; sie hofft, daß die Regierung alle Angriffe auf das blos die 40 000 kleinen Brenner, sondern auch die 11-13 000 000 Gesetz abivehren wird.( Zustimmung rechts.) Die Klagen der Arbeiter und Proletarier, die unter den heutigen Verhältnissen kleinen Brennereien gehen schon jetzt dahin, daß das Kontingent gezwungen sind, Branntwein zu trinken. Deshalb wollen wir Am Tische des Bundesraths: von Boetticher, von zu schnell abgebrannt ist; deshalb ist die Erhöhung uns nicht darauf einlassen, kleines Flickwerk an dem Gesetze vordes Kontingents für die landwirthschaftlichen Brennereien zunehmen. Wir wollen uns den Rock erst ansehen, ob er werth Eine Anzahl von Petitionen wird als zur Berathung im von Bedeutung; großer Verschiebung der ist, geflickt zu werden, und wenn das nicht der Fall ist, ihn lieber Plenum ungeeignet bezeichnet; darauf beginnt die erste Berathung Brennprobe, so daß sie September statt am ganz wegiverfen. Der Abg. Dechelhäuser und der Minister Oktober beginnt, der Novelle zum Branntweinsteuergeseß von 1887, 1. Oktober ist annehmbar, ebenso die Er v. Scholz haben 1887 ausdrücklich erklärt, daß das Gesez eine welche Meine mäßigung der Materialsteuer. politischen Freunde Aenderung erfahren müßte, wenn daraus enorme Gewinne für Staatssekretär v. Malzahn einleitet: Die Meinungsver- fönnen aber der Aenderung des Zolls nicht beistimmen. die Branntweinbrenner sich ergeben sollten. Ist nicht dieser Alle Motive, die 1887 für das Geset schiedenheiten beim Erlaß dieses Gesetzes waren so groß, daß Es wird dadurch allerdings eine Vereinfachung der Zoll- Fall eingetreten? man auf eine baldige Revision desselben rechnete. Der Ablauf abfertigung herbeigeführt, aber aber das rechtfertigt nicht eine geltend gemacht worden sind, sind durch die Macht der Thatder ersten Kontingentsperiode ist der äußere Anlaß zu dieser Re- Maßregel, welche große Kreise beunruhigt und benachtheiligt. fachen hinfällig geworden. Es sollten durch das Gesetz Mehrvision, die aber nicht eine prinzipielle sein soll, weil die Dauer Echter Rum, Arrac u. s. w. fönnen nicht entbehrt werden. Die einnahmen für das Reich geschaffen, der Preis des Branntweins der Geltung des Gesetzes eine sehr kurze ist und weil die reine Preise haben sich auf der Grundlage des Zolls gebildet; es erhöht und der Konsum dadurch eingeschränkt, der Export geWirkung des Gesetzes infolge gewisser Umstände noch nicht voll- würden bedenkliche Verschiebungen eintreten, und zwar zum hoben und endlich der nothleidenden Landwirthschaft auf die tommen eingetreten ist. Es handelt sich nur um Aenderungen Schaden der inländischen Produzenten. Für die kleinen füd- Beine geholfen werden. Nach der damals angestellten Berechnung aus Zweckmäßigkeitsgründen. Die Brennperiode soll etwas deutschen Brennereien haben wir auch ein wohlwollendes Herz. sollte die Belastung durch die Branntweinsteuer von 1,86 M. auf früher begonnen und die Materialsteuer für Obstbrennereien Aber die Gründe, welche der Staatssekretär anführte, zeigen mir 2,96 M. pro Kopf der Bevölkerung sich nach dem neuen Gesetz Das ist aber der berühmte Durchschnittstopf der anders bemessen werden. Die Hauptsache ist der Artikel 3, doch, daß bei der angeregten Maßregel Hinterziehungen nicht ver- erhöhen. Statistik, der einmal herausgebracht werden sollte.( Heiterkeit.) welcher den Branntweinzoll einheitlich feststellen will, weil hindert werden können. die Unterscheidung zwischen echtem Rum, Arat und Abg. Barth( dfr.): Der Vorredner ist mit dem bestehenden Die Kinder in der Wiege, die Mädchen u. s. w. trinken keinen fo weiter nachgemachter Waare nicht möglich ist. Die Regierung Gefeße zufrieden und will es aufrechterhalten; Herr Hug da Branntwein und kommen nicht in Betracht. Auf Grund der daß durch das Gesetz die fleinen Bevölkerungsstatistik sind es im Ganzen 11-13 Millionen Deutsche, würde auch eine anderweitige Regelung dieser Frage annehmen, gegen behauptet, wenn sie durchführbar ist und dem Reiche keine Minderein- Brenner vernichtet würden. Dieser Gegensatz der Auf die in Betracht kommen, dabei sind die oberen Zehntausend, die und ist bezeichnend fassung beweist, wir daß nahme bringt. recht auch hin und wieder ein Schnäpschen trinken( Heiterkeit), schon Abg. Hug( Baden, 3.) befürwortet die Rücksichtnahme auf hatten, als wir gegen das Gesetz stimmten, weil es die eingerechnet, und dann kommen nicht 2,96 M., sondern 15-16 m. die kleinen Brennereien, welche namentlich in Süddeutschland großen Brennereien allein begünstigt. Herr Hug sollte seine Jahressteuer heraus, die die Proletarier, die Aermsten der Armen Ist das eine gesunde Finanzpolitik, vorhanden seien. Die kleinen Landwirthe brennen in einfachen Klagen gegen seine eigenen Fraktionsgenossen richten, denn zwei zu zahlen haben. Apparaten von geringem Umfange ihr Obst; die Besteuerung Drittel des Zentrums haben für das Gesetz gestimmt. Wir wollen wenn unser Deutsches Reich seine Mehreinnahmen sich von den dieser Brennereien hat von den 28.000 fleinen Betrieben, welche die kleinen Brenner schüßen und werden uns in der Kommission Leuten herholt, die ohnehin schon sich nicht ernähren können? in Baden vorhanden waren, 14 000 vernichtet und dadurch eine bemühen, einen Weg dazu zu finden. Aber durch solche Maß- Wenn Sie sich dabei wohl fühlen, nun gut! Die Antwort wird große Anzahl Familien benachtheiligt. Das hat große Unzufrieden- regeln werden die tiefen Schäden, welche das Gefeß zur Folge man Ihnen bei irgend einer Gelegenheit schon einmal geben. heit hervorgerufen. Man hat verschiedene Wege zur Abhilfe vor- gehabt hat, nicht beseitigt; es wird eine gründliche Revision noth- Durch die Erhöhung des Preises für den Trinkbranntwein sollte geschlagen: einmal follten von Staatswegen Brennprämien gezahlt wendig werden. Daß für die Aenderung der Zollsäge kein An- die Trunksucht bekämpft werden. Die Statistik von England, werden. Aber nachdem die Branntweinsteuer vom Reich ein- laß vorliegt, hat der Vorredner schon hervorgehoben. Eine Rußland und Amerika zeigt aber, daß durch die Preissteigerung heitlich geordnet ist, hat Baden nicht mehr das Recht Sonder- gründliche Besserung ist aber nicht anders zu erwarten, als durch keineswegs der Konfum zurückgegangen ist. Einerseits sagen Sie: bestimmungen darüber zu treffen. Ferner empfahl man die Beseitigung der Maischraumsteuer, ebenso wie man jetzt bei der wir müssen brennen, um die Landwirthschaft zu erhalten, und Freilassung des Haustrunts von der Steuer. Allein die Zuckersteuer die Materialsteuer beseitigt. Das Steuerprivilegium dann wieder fagen Sie: wir müssen den Konsum einschränken, Kontrolle würde eine zu schwierige gewesen sein. Endlich kam der Branntweinbrenner steht beispiellos da in der Steuerverfassung wir sind moralisch.( Seiterkeit.) Das widerspricht sich. Die eine Aenderung der Steuerfäße in Betracht, wie sie vorgeschlagen aller Länder der Welt.( Widerspruch rechts.) Die Preise des Brannt- Produktion ist ganz bedeutend gesunken; aber der Konsum, der ist. Wenn auch ein Ausfall an der Einnahme entstehen sollte, weins find seit Einführung des Gesetzes erheblich gestiegen, von gegen 1886 allerdings zurückgegangen war, ist nach der Zeitung so fann es angesichts der hohen Bedeutung dieser Maßregel 38 bis auf 50 M.; rechnet man die Maischraumsteuer mit 14 M. für Spiritusindustrie" auf dem besten Wege, alles das, was er darauf wirklich nicht ankommen. Bedauerlich ist, daß der Antrag ab, so ergiebt sich eine Steigerung von 24 auf 36 M. Aber für verfäumt hat, einzuholen. Eigentlich ist auch nach 1886 der Badens, zehn Liter als Haustrunk steuerfrei zu lassen, nicht an den fontingentirten Branntwein erhalten die Brenner 56 Mart, Konsum nur statistisch zurückgegangen. Es ist ja bekannt, daß genommen ist. Redner beantragt die Ueberweisung der Vorlage also eine ganz ungeheure Prämie auf Kosten der Steuerzahler. 1886 größere Mengen Spiritus produzirt wurden die dann schleuan eine Kommission. Wir werden nicht eher ruhen, als bis dieses Privilegium be- nigst in die Läger abgeführt wurden, so daß große Vorräthe sich Staatssekretär von Malzahn: Troh eingehender Er seitigt ist. Wir werden einen dahin gehenden Antrag in der bei den Konsumenten und Zwischenhändlern ansammelten, die sich wägungen hat der Bundesrath sich nicht entschließen können, diesen Kommission stellen und ihn bei der zweiten Lesung im Plenum der Statistit entzogen. So kommt es, daß wir 1887/88 einen be deutenden Rückgang, dagegen 1888/89 eine bedeutende Zunahme. Antrag Badens anzunehmen, weil dadurch die Grundlage des weiter verfolgen.( Beifall links.) Abg. Buhl( natl.): Wie die kleinen Brennereien überhaupt um 33 pt. zu verzeichnen haben. Sie werden sehen, daß ganzen Steuergesetzes geändert worden wäre; denn sämmtlicher in Deutschland hergestellter Branntwein soll der Besteuerung unter- am Leben erhalten werden sollen, wenn man das Privilegium im nächsten Jahre, wenn die Privatläger vollständig geräumt liegen. Außerdem würde sich der finanzielle Effett gar nicht über beseitigt, weiß ich wirklich nicht.( Zustimmung rechts.) Wenn die sind, der Konsum die alte Ziffer wiedererreicht, und wenn Sie fehen lassen. Wenn man den Süddeutschen eine neue Be- sogenannte Liebesgabe nicht bewilligt worden wäre, so wäre aller- Brot und Fleisch zu vertheuern fortfahren und dadurch den günstigung zuweisen würde, würde derselbe Wunsch nach Steuer- dings Branntwein noch produzirt worden, aber nicht in kleinen Armen und Glenden zum Schnaps zwingen, werden Sie erleben, befreiung des Haustrunts auch bei den norddeutschen Brennern sich Brennereien. Den letteren kann vielleicht geholfen werden, daß die Landwirthschaft durch die von Ihnen begünstigten bemerkbar machen. In Frankreich hat sich die Steuerfreiheit wenn den Landesregierungen das Recht gegeben wird, Steuer- Säufer unterstützt wird.( Heiterkeit.) Die Leute trinken nach wie In Süddeutschland können die vor, nur müssen sie mehr Geld zahlen. Dadurch bleibt weniger des Haustrunts vom finanziellen Standpunkte aus sehr schlecht Erleichterungen zu gewähren. bewährt. fleinen, oder vielmehr nach unseren Verhältnissen die mittleren Bren- übrig für die Ernährung, und um so schlimmer wirkt dann Badischer Ministerialrath Scherer: Die badische Regierung nereien nicht bestehen. wenn die Kontigentirung aufgegeben wird, der Alkohol. Was den Export betrifft, so ist es den Schnapshat allerdings den Antrag gestellt, daß der Haustrunk frei ge- Bezüglich des Zolles stehe ich mit den beiden Vorrednern auf brennern gegangen wie dem Vierfüßler, der, einen Bissen im noch nach dem auf der Erde liegenden Bissen laffen werden sollte. Der Antrag wurde abgelehnt, aber die demselben Standpunkt. Die Klagen über die Handhabung des Munde, Der Export ist ganz bedeutend herunterbadische Regierung ist nach wie vor der Meinung, daß derselbe Gesetzes sind so zahlreich, daß es Erwägung verdient, ob nicht schnappt. weil die Brenner zuviel Vortheile, namentlich in Anbetracht der besonderen badischen Verhältnisse nothwendig verschiedene Vollmachten, welche dem Bundesrath gegeben worden gegangen, sind, grundsätzlich im Gesetze festgelegt werden müßten. Die in der Uebergangszeit, haben wollten und das Ausland war.( Zustimmung.) fistalischen Interessen werden ja bei einem Steuergesetz nicht sich dies nicht gefallen ließ. Auf diesem Wege sind be vernachlässigt werden dürfen, aber es wird auch nothwendig fonders die armen fleinen Landwirthe geschädigt worden; denn sein, die Interessen des Gewerbes und des Handels zu berück die Großbetriebe können ihre Produktion nicht so verringern. Dieser Branntwein bleibt im Lande und nährt sich dort ganz fichtigen. Abg. Zorn von Bulach( Elsasser): Die kleinen Brenner im redlich, indem er dem Branntwein der kleinen Brenner KonElsaß haben in großer Zahl ihren Betrieb eingestellt; wo sie es furrenz macht und ihn zurücktreibt. Wer hat denn aber die noch nicht gethan haben aus konservativer Neigung zum Fest 39 Millionen Liebesgeschenk bekommen? Es ist das nur eine halten am Alten, da hoffen sie auf bessere Zeiten, die jetzt herbei- kleine Interessengruppe, die sich auf Kosten der 11 Millionen geführt werden können. Die Freilaffung des Haustrunks, welche ge- Arbeiter bereichert. Es ist das nur eine andere Form der Hörigfordert wird, find die Elsasser aus französischer Zeit gewöhnt. keit. Früher leistete der Arbeiter seinem Herrn Frohndienste, jezt Ueber kein Gesetz wird mehr geklagt als über das Branntwein verdient er an dem einen Ort Tagelohn und muß einen Theil steuergesch, und wenn in dieser Beziehung Zufriedenheit geschaffen davon dem Großgrundbesitz abgeben. Man spricht immer von werden kann, so ist das mehr werth als eine Einnahme von der nothleidenden Landwirthschaft und will dadurch die Meinung. erwecken, daß Landwirthschaft und Brennerei so innig verknüpft einigen hunderttausend Mark. Staatssekretär v. Malzahn: Das Gesez von 1887 bestimmt, daß die Brennereien, welche Materialsteuer entrichten, ihren Branntwein nach dem niedrigen Satze von 50 m. verfteuern fönnen. Der Bundesrath hat diese Maßregel generell eingeführt; das ist eine große Erleichterung namentlich für die kleinen süddeutschen Brennereien. Abg. Holk( Reichspartei): Die Brantweinsteuer hat verhältnißmäßig gut gewirkt; die Maischraumsteuer fonnte nicht mehr in der früheren Höhe eingehen, da eine ganze Anzahl von Brennereien nicht mehr Maischraumsteuer, sondern einen zu schlag zur Konsumsteuer zahlten. Der Landwirth hat von dem Geseze nicht viel erwartet; der Verbrauch von Kartoffeln zur Brennerei ist um 20 Millionen Zentner zurückgegangen, was für die Landwirthschaft einen erheblichen Ausfall an Futterstoffen Sonntagsplauderet. Leiter erreichen kann. bei solchem glied des preußischen Herrenhauses möchte feine eigenen jahrte Kataſterkontrolleurswittwen hinter die Ladentische der. häuslichen Szenen vielleicht auch nicht auf den Tisch des Stationen, so wären amtliche Verordnungen in Bezug auf die Liebesgefühle der Eisenbahndamen überhaupt überflüssig; R. C. Der versoffene Fahnenschmied aus irgend einem Hauses niederlegen. Da ist der Eisenbahn- Minister ein anderer Mann als der Minister brauchte sich Abends, wenn er friedlich in urkräftigen deutschen Volksliede ist durch den versoffenen Amtsrichter um mehrere Nasenröthen geschlagen worden. ber Kanzler von Preußen. Zieht es der Letztere vor, ſeine seinem Bette liegt, teine Kopfschmerzen darüber zu machen, Der Kanzler von Preußen, der Herr von Holleben, scheint Untergebenen öffentlich zu kompromittiren, so verbietet der ob nicht gerade jetzt irgendwo im Eisenbahnverkehr eine ein abgesagter Feind des Alkohols zu sein, namentlich will Andere auch die Sünde in den Wartesälen der Eisenbahn. weibliche Tugendrose entblättert wird er, daß dem Amtsrichter die Portweinflasche so hoch gehängt Der Bonentarif schwebt zwar noch in nebelblauer Ferne, Material find derartige Befürchtungen ausgeschlossen; sie wird, daß er dieselbe nicht einmal mehr mit Hilfe einer dafür soll aber auch dem Passagier kein schelmischer Blick entbehren jeden Grundes. Also, weshalb erst der ganze aus blauen oder braunen Augen leuchten, wenn er seinen amtliche Apparat, wozu die Zeitungsschreiberei? Ist ein Mädchen erst einmal gefallen, steht es nicht so leicht Es mag sein, daß der Genuß von Spirituosen die Schwarzen während der fünf Minuten Aufenthalt kalt zu Schärfe der Urtheile gerade nicht in vortheilhafter Weise pusten versucht. In den Annalen des modernen Verkehrs- wieder auf wie die schwarze Perle aus Meppen. Bel einem beeinflußt. Aber wozu auch- allzu scharf macht schartig, wesens soll sich ein Fall finden, daß auch Buffetdamen von Sturz fällt man nicht immer auf die Beine, und die Wunden und manche Lente leisten das Beste, wenn sie etwas im Passagieren geheirathet worden sind, aber der Minister, verbindenden Minister sollen auch jeltener ſein als die Schumm" sind. Auch hinter einer weißen Binde findet sich Exzellenz, hält dieſe außerdienſtliche Thätigkeit für die Herzen Wunden schlagenden. Wer es aber erst zum chinesischen Raum für einen stärkenden Kognat, und man soll dem Amts- seiner weiblichen Schußbefohlenen gerade nicht für ersprieß- Gößenbild gebracht hat, der hat den größten Theil des richter, der da urtheilt, nicht die Kneipe verbieten. Sitt lich. So hat sich jetzt der Verkehr der Passagiere und der Weges zum Heiligenschein zurückgelegt, und schließlich soll ein Bösewicht Abends im Wiener Café und finut auf Buffetdamen absolut in den Grenzen des Bahnreglements zu es nicht schmerzhafter sein, wenn man als scheußlicher neue Schandthaten, so stärkt es sein Herz unzweifelhaft, halten eine moralische Entgleisung ist dem Gisenbahn- buddhistischer Göge verehrt wird wie ein als Mitglied der wenn er in seiner Nähe den amtirenden Amtsrichter weiß, Miniſter entschieden gräßlicher wie ein wirkliches Eisenbahn- Kompagnie heilig gesprochener Sünder, welche sich die alleinseligmachende katholische Kirche stets zu ihrer Verder unter dem Deckmantel eines Eiergrogts einer Dame den unglück. Und doch: fügung hält. Hof macht, die zufällig nicht seine Frau ist. Auch der Jurist will seine Abwechslung haben, und das starre Recht Du, mit dem Blondgelock Droben im dritten Stock Schau mir nicht nach Erust ist das Leben, heiter aber der Gesang der Patti. Sie erhält für einen Triller ihrer unvergleichlichen Kehle allein macht den Menschen nicht immer glücklich. Und hat saust der Zug durch die kleine Station und man sieht zu ungefähr soviel, wie ein preußischer Dorfschullehrer mit man während des ganzen Tages Aftenstaub geschluckt verdünnt mit etwas Sherry- so ist es nicht mehr wie fällig ein freundliches Mädchengesicht, so wird der Drt auch acht Kindern in einem Jahre verdient- aber ihre recht und billig, daß der Körper sich Abends nach einer ge dem Reisenden, der nicht Commis voyageur iſt, lieblicher Forderung für einen Konzertabend übersteigt gewöhnlich doch von solchen Sachen darf nicht die Summe von zwanzigtausend Mark. Jeder sundheitsfördernden Bewegung sehnt. Haut ein Amtsrichter in der Erinnerung bleiben infolge dessen seine Frau- man hat nicht immer gleich man nicht sprechen, wenn man ein ehrbares Gouvernanten muß nach Verdienst und Würdigkeit entlohnt werden, ein anderes Objekt zur Hand- so thut er das unter dem gesicht einer sogenannten Geheimräthin in der Nähe weiß. schließlich sind gut entwickelte Stimmbänder aber immer Schutz seines Talars und der häuslichen Gesetze, und mischt Schüttelt sie die grauen, züchtigen Locken wie eine Löwin noch die sicherste Kapitalsanlage. Leider fehlt mir der fich der Kanzler von Preußen in eine solche liebeglühende ihre Mähne, so erstarrt dem liebesseligen Jüngling das richtige Sinn für die Abschätzung derartiger musikalischer Familienszene, so kann es leicht passiren, daß der versoffene Blut in den Adern, die Sage vom Gorgonenhaupt wird Leistungen und wenn ich das Singen kriege, befize ich die Amtsrichter sich mit seiner angetrauten Gattin zu einer auch dem verständlich, der nie als Hungerkandidat Höflichkeit, Menschenwohnungen zu meiden. Aber der VerArmee vereinigt, und dem störenfried mit gefälltem klassische Studien getrieben hat, und schen wie ein ertappter gleich zwischen der Tageseinnahme eines Dütenklebers und dem täglichen Einkommen einer„ Diva" führt zu dem ErSchrubber und gezüchtem Weſenities in Leibe rückt. abas Dieb schleicht er aus dem Wartesaal. Deines Amtes nicht ist, da laß Deinen Fürwiß; gewisse So sorgt die hohe Obrigkeit für die weibliche und gebniß, daß die Begehrlichkeit der Arbeiter ins Ungemessene Familienvorgänge entziehen sich mit großer Gorgfalt dem männliche Tugend in gleicher Weise. Stellt man ein Baar steigt, wenn ihr nicht noch bei Zeiten ein gehöriger Dämpfer - und manches Mit vergilbte deutsche Professorentöchter oder ein Paar ange- aufgesetzt wird. spähenden Auge der Deffentlichkeit find, daß man das Eine nicht besitzen kann, ohne das Andere| Empfehlung der Vorlage im Interesse der kleinen Brenner Südzu ruiniren. Thatsächlich betreiben von den landwirthschaft deutschlands. Geheimrath Singelmann: Die aus Amerika importirten Reben haben bei der sorgfältigsten Kultur bis jetzt kein der lichen Betrieben nur 0,16 pet. Branntweinbrennerei. Von Abg. Höffel( R.-P., Elsaß) weist darauf hin, daß allerdings deutschen Bunge zusagendes Getränk ergeben. Der Reblauskrankheit den 65 200 Brennereien find aber 45 000 so flein, daß im Elsaß nur ein geringes Quantum Alkohol gebrannt werde, wird nach wie vor die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Das sie noch nicht 50 Liter jährlich produziren. Diese würden, aber es wird bei der großen Zahl von kleinen Brennern eine Verfahren, die Reblaus durch Schwefelfohlenstoff zu vernichten, selbst wenn sie wirklich die ganze Kontingentirungsdifferenz große Anzahl von Familien von Branntweinsteuer berührt. Der ist leider etwas kostspielig, da es jedes Jahr wiederholt werden in die Tasche stecken könnten, jährlich nur ein Geschenk von Bauer brennt nicht blos, um einen Haustrunk zu gewinnen, muß, und also nur für die besten Arten anwendbar. Erfreulich 10 Mark erhalten. Im Ganzen bekominen 86 Prozent aller sondern auch, um sein Fallobst verwenden zu können. Redner ist, daß gegenwärtig auch die kleineren Weinbefizer, die früher Brennereien noch nicht eine Million von der ganzen Kontin- empfiehlt die Steuerfreiheit des Haustrunts. allen Maßnahmen gegen die Reblaus Widerstand entgegensetzten, gentirungssumme, während die übrigen 14 Prozent sich in die Abg. Brömel( dfr.): Es ist beklagenswerth, daß hier immer sich heute willfähriger zeigen. fette Summe von 381/2 Millionen theilen. Einzelne von den die Interessen einer fleinen Klasse von Personen mit den Interessen Bei den Ausgaben zu Beihülfen für Versuchsanlagen zum Brennern erobern davon für sich Hunderttausend, Hundertzwanzig- der Allgemeinheit verwechselt werden. Deshalb begrüßen wir Einlassen von Flußwasser in bedeichten Flußniederungen( Schuh tausend und noch höhere Summen. Wer sind nun diese armen es mit Freude, daß diese Vorlage uns Gelegenheit giebt, die gegen Hochwasser), 300 000 M., bemerkt auf eine Anfrage des nothleidenden Herren, die auf Kosten des Proletariats jährlich so Branntweinsteuer wieder einmal einer rücksichtslosen Erörterung Abg. Sch u Ih- Lupih = Der Etat der landwirthschaftlichen Verwaltung wird be willigt. Es folgt die Berathung des Etats der Forstverwal= tung. Minister v. Heyden: Es haben finanzielle Gesichtspunkte bei dem Verkauf von Holz meines Wissens nie obgewaltet. Dem Lokalbedarf ist meistens voll Rechnung getragen worden. Der Etat der Forstverwaltung wird ohne weitere Debatte genehmigt. Desgleichen ohne Debatte die einmaligen und außerordentlichen Ausgaben für die Domänen, der Erlös aus Ablösungen von Domänengefällen und Forstgrundstücken, die noch ausstehenden Titel der Zentralverwaltung der Domänen und Forsten, und dann die Rente des Kronfideikommiß- Fonds. Bei dem Etat der Lotterieverwaltung regt Abg. Arendt eine andere, erheblich billigere Organisation des Lotterielos Vertriebes an. Die jezige sei nicht allein ungerecht, da einzelne Landestheile unverhältnißmäßig wenig Kollekten hätten, sondern auch zu fostspielig. Das Interesse des Staates, der Steuerzahler, stehe doch höher, als das der 344 Lotteriekollekteure. große Summen in die Tasche stecken? Darüber schweigt die zu unterziehen. Wenn das Bestehen einer Liebesgabe bestritten Minister v. Heyden, daß es sich hier um einen Versuch offizielle Reichsstatistit. Sie ist nur nach ganzen Provinzen wird, so ist nur auf die Berechtigungsscheine hinzuweisen, welche handle zum Schutz gegen Hochwasser. Das Meiſte müßte man geordnet. Wir werden deshalb in der Kommission ausdrücklich in Höhe von 20 Mart ausgestellt und bei der Steuerzahlung zuin den Provinzialregierungen und Verbänden überlaffen, aber es ſei verlangen, daß uns die Kontingentirungslisten vorgelegt werden, vollen Betrage in Zahlung genommen werden. Es wäre sehr Aussicht, daß, wenn dieser Titel erst einmal bewilligt sei, er nicht Damit wir genauer erfahren, wer die Nothleidenden sind, welche wünschenswerth, wenn einmal eine Liste der Brennereien mit mehr vom Etat verschwinden werde. so begünstigt werden müssen. Im Kreise Breslau sind es 4 adlige, ihrem Kontingentsquantum aufgestellt würde, damit man sieht, Abg. Sombart erblickt in einer verbesserten Waldwirthschaft 3 bürgerliche Großgrundbesitzer, mehrere königliche und eine wer denn einen Vortheil von der Steuerdifferenz hat. Wenn und in vermehrten Drainagevorrichtungen das beste Mittel gegen herzoglich meiningenſche Domäne; im Kreise Dels 16 Herr Windthorst den Schnaps in die Apotheke verweisen will, Hochwasserschäden. ablige, 14 bürgerliche Groß- Grundbesitzer, 11 Bren- dann hätte er für diese Steuerdifferenz nicht eintreten dürfen. Aber nereien gehören dem König von Sachsen; auch von Sachsen; auch Rother ist auch von der Nüglichkeit der Schnapserzeugung überzeugt. schild und ein werther Kollege, der Landrath des Kreises, Herr Der Fürst Bismarck hat mit warmen Worten und nicht ohne eine v. Kardorff, gehören dort zu den Nothleidenden( Seiterkeit); wirkliche Mitempfindung von dem Gläschen Schnaps des armen dann kommen noch einige Fürsten, Grafen und Barone, es ist Mannes gesprochen.( Sehr richtig! links.) Den Schnaps kann Abg. Gerlach( frk.) empfiehlt den Ankauf weiterer Forsteine ganz erbauliche Liste, die mich überzeugt hat, daß es doch man bekämpfen, wenn man die Lebensmittel verbilligt. Es ist mert- grundstücke, damit der Staat einen erhöhten Einfluß auf die Refehr traurig im Reiche aussehen muß, wenn die Stüßen der Ge- würdig, daß sich die Herren aus dem Elsaß immer nur einfinden, gulirung der Holzpreise habe, die in letzter Zeit mehr gestiegen fellschaft, als welche sich die Herren immer ausgeben, so noth- wenn es gilt, für die Reichslande irgendwelche Vortheile herausfeien, als es für die fleinen Leute angezeigt sei. Bei den Verleidend sind, daß sie bei den Proletariern betteln gehen müssen. zuschlagen.( Sehr richtig! links!) Von der Verbilligung des käufen von Holz in den Oberförstereien müßte dem Großholz( Heiterkeit.) Ohne die Kontingentirung würde die Reichstasse Schnapses wird doch die Zufriedenheit in den Reichslanden nicht handel kein Vorzug eingeräumt werden; der kleine Bedarf müßte statt der 55 Millionen nur 40 Millionen aus dem Brannt allein abhängen. Die Frage, ob echter oder unechter Rum, sich teute oft mit einem kleinen Theile des zum Verkauf ausge wein gewinnen. Was kostet aber den 11 Millionen Proletariern Cognac und so weiter gleich behandelt werden sollen oder nicht, botenen Holzes begnügen, das dann während der Auktion erhebdieses Mehr von 15/2 Millionen? Die müssen außer diesen sollte dahin gelöst werden, daß die unechte Waare ebenso ver- lich überboten würde. 151/2 Millionen Mark noch die 40 Millionen zu Gunsten der zollt werden soll, wie die echte Waare. Es ist wirklich fraglich, nothleidenden Schnapsbrenner aufbringen, macht 551/2 Millionen. ob die Untersuchungen des Reichsgesundheits- Amtes in dieser BeDie Regierung ist eben so freundlich, um 15½½2 Millionen ziehung sich gelohnt haben. Wäre es nicht besser gewesen, daß Steuern einzunehmen, den Proletariern 551/2 Millionen aufzu das Reichsgesundheits- Amt sich mit der Gesundheitsgefährlichkeit erlegen, fie belaftet sie, um einen Pfennig zu erlangen, 33/ 4fach. des amerikanischen Speckes befaßt hätte? Namentlich der Rum Ist das eine gefunde Finanzpolitik, die ihr die Liebe des Volkes ist ein Kosumgegenstand, welcher in den Rüstendistrikten allgemein erwerben tann? Ich bezweifle das. Gewiß bringt die gebraucht wird, wie in anderen Gegenden der Wein. Es entBorlage den kleinen Landwirthen eine Erleichterung, aber spricht deshalb der Gerechtigkeit und Billigkeit, diesen Konsumeine lächerlich geringe. Es handelt sich nur um 15 000 gegenstand nicht zu sehr zu vertheuern. Brennereien, die vielleicht im Ganzen 10-12 000 Hektoliter mehr brennen werden, die werden also etwa eine halbe Million mehr erhalten. Um ihnen zu helfen, müßten ganz andere Maßregeln getroffen werden. Die kleinen Brenner haben ohnehin gegen die großen einen sehr schweren Stand; Herr Miquel hatte 1887 ganz Recht, wenn er sagte, voraussichtlich würden die großen Brenner die fleinen trotz alledem aufessen. Herr Holt war so liebenswürdig, die kleinen Leute zit verdächtigen, sie könnten zur Un28. Sigung vom 7. Februar, 11 Uhr. Geh. Ober- Finanzrath Marzinowski: Es schweben über reellität verleitet werden, wenn der badische Vorschlag ange- Am Ministertische: Miquel, von Heyden. die angeregte Frage eingehende Erörterungen und eine Renommen würde. Warum müssen es gerade immer die kleinen Die zweite Berathung des Staatshaushalts- organisation des Betriebes von Lotterieloosen nicht ausgeschlossen. Leute sein, die sich, wo es irgend angeht, bereichern wollen? Etats für 1891/92 wird fortgesetzt bei dem Etat der Gestüt- Vielleicht werden in Zukunft auch verabschiedete Offiziere zu Auch in den großen Brennereien wird mit Wasser gekocht. Wenn verwaltung. Kollekteuren herangezogen werden. Den Wünschen der einzelnen Die Kartoffel nicht 10 pCt. Spiritus ergiebt, setzt der Brenner Abg. Lamprecht( tons.) wünscht eine einheitlichere Ge- Landestheile nach Vermehrung von Kollekten ist nach Möglichkeit Mais zu. Bom technischen Standpunkte aus sehe ich das recht staltung der Verwaltung der Hauptgestüte und der Landgestüte. Rechnung getragen worden. gern, aber das kann nur der Großbrenner, der kleine Brenner ferner die Einstellung verschiedener stärkerer Hengstarten bei den fann es nicht. Ein weiterer großer Vortheil der Groß- Gestüten. brenner besteht in der Exportprämie, die von der Regie- Ober- Landstallmeister Graf Lehudorff: Die Gestütverwaltung rung in einer Weise normirt ist, die sich mit Wissen hat sich gemeinsam mit dem Kriegsminister dahin schlüssig geschaft und Technik nicht deckt. Bei der Rückvergütung wird macht, daß die fünf Provinzen Oft, Westpreußen, Posen, Branfür 8,8 pet. Ausbeute des bemaischten Raumes 16,01 M. ge- denburg, Hannover des preußischen Staates als solche behandelt zahlt. Nun wird aber heutzutage jeder Brenner zum Teufel ge- werden sollen, welche in erster Linie als für Remontirung der jagt, ber in einem Großbetriebe nicht mindestens 101/ 2-11 pät. Armee wichtige erachtet werden müssen. Hier sind auch die besten herausbringt. Das macht denn einen kleinen Unterschied von und edelsten Hengste eingestellt worden. 3,57 M., eine Prämie, die ganz fo aussieht, wie die Zuckerprämie; Der Etat der Gestütverwaltung wird bewilligt. und da in diesen Kreisen Keiner dem Anderen etivas gönnt, so Beim Etat der landwirthschaftlichen Ver haben sich denn auch die Zuckerinteressenten bei ihrer legten 3u- waltung bemerkt fammenkunft darüber beschwert, daß den Brantweinbrennern diese Abg. Schulz- Lupitz( freifonf.): Der Schaden, den das Prämie nicht genommen werden soll, während man ihnen die Wild anrichtet, ist bei Weitem nicht so groß, als der, welcher den ihrige zu entziehen beabsichtigt.( Heiterkeit.) Mit dem Gesetz Pflanzen durch die verschiedenen Krankheiten, wie die Reblauswerden Sie die Misère der kleinen Landwirthschaft nicht beisei- und die Kartoffelkrankheit, zugefügt wird. Ich empfehle deshalb Wahlen der Abgg. Grumbt( 8. Sachsen) und Möller( Dort tigen. Für den Scheffel Kartoffeln innerhalb der fontingentirten erneut dem Herrn Minister die Errichtung eines phytopatholo: mund) und beschloß Erhebungen über die aus Anlaß dieser Brennerei werden 1,25 M. gelöst. Ist da noch eine Landwirth- gischen Instituts. Zur Sebung der Landwirthschaft würde auch Wahlen vorgekommenen Unregelmäßigkeiten. Besonders in Dortschaft werth, betrieben zu werden? Durch solche Ausnahmegefeße ein regeres Leben und eine Weiterentwickelung der niederen land- muod arbeiteten die Schlotbarone und deren Beauftragte, sowohl bei der Haupt- wie bei der Stichwahl, mit Hochdruck, um das zu Gunsten der großen Betriebe können Sie den Rückgang der wirthschaftlichen Schulen beitragen können. Damit schließt die Debatte. Die Vorlage wird einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Schluß 5% Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr( Wahl prüfungen.) Abgeordnetenhaus. M Abg. Cremer( Teltow) hält den gegenwärtigen Zustand nicht für besonders reformbedürftig, da es gerechtfertigt sei, wenn der Staat wohlverdienten Männern eine Belohnung in Gestalt einer Rolleftenstelle gewähre. Der Etat der Lotterieverwaltung wird genehmigt; ohne Debatte alsdann noch die Ausgaben und Einnahmen für das Seehandlungs- Institut. Schluß 3 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr( Wildschaden- Gesez und kleinere Anträge). Parlamentarisches. Die Wahlprüfungs- Kommiffiou beanstandete gestern die Tokales: kleinen Betriebe der Landwirthschaft nicht aufhalten. Wir haben Minister v. Heyden: Die Anregung des Vorrebners bezüg- Resultat der Wahl zu fälschen und ihren Schüßling mit dem jetzt nicht allein eine Begünstigung der Großgrundbefizer durch die lich der neuen Anstalt wird in sorgfältige Erwägung genommen Mandat zu beglücken. Das angestrebte Biel haben die Herren Getreidezölle und die Spiritussteuer, sondern durch den Bezug fremder werden, obwohl viele der Aufgaben, die dieser Anstalt bestimmt zunächst auch erreicht und wurde Möller mit geringer Majorität billiger Arbeitskräfte. Darüber ärgern sich sogar Konservative sein sollen, schon heute durch landwirthschaftliche Lehranstalten Doch sind die in den eingelaufenen drei Wahlproteſten bein der Stichwahl gegen den Sozialdemokraten Tölfe gewählt. und Nationalliberale. Die Weser- Zeitung" oder" Magde- erfüllt werden. Den niederen landwirthschaftlichen Schulen burgische Zeitung" sagte mit vollem Recht, wenn die ostpreußischen wünsche auch ich ein weiteres Gedeihen und gedenke durch wei- haupteten Wahlskandale so arg, daß der Reichstag wahrscheinGrundbesitzer nicht im Stande sind, die Landwirthschaft auf eigene tere Ausbildung des Wanderlehrersystems, sowie durch eine rege lich zur Kassation der Wahl kommen wird. Fauft zu betreiben und immer an den Beutel der Armen gehen, Fürsorge für die Stellung der anderen Lehrer in Landwirthbann mögen sie lieber ihre Bude zumachen. In der That, dann schaftsschulen dazu beitragen zu können. ist es besser, sie werden expropriirt und das von Staats- und Abg. Herold beklagt die in letzter Zeit verfügte Erschwerung Hechtswegen. Wir können nicht für ein Gesetz stimmen, welches der Forstkarriere. vollständig zu Ungunsten der ärmeren Klassen in seinen unver- Ober- Landforstmeister Donner: Auch wir sind ungern zu änderten Grundlagen ausgearbeitet ist. So hat man bei der diesem Schritt vorgegangen; die Zahl der Forstassessoren und Bollerhöhung für Cognac und Rum nicht den kleinen Mann, Forstreferendarien beträgt aber zur Zeit 622, so daß, wenn man sondern den Durchschnittsmenschen im Auge. Der arme Mann diese Zahl durch die Zahl der jährlichen Anstellungen, 34, dividirt, wird jezt noch schrecklicheres Zeug vorgesetzt bekommen als er nach dem Referendariatsexamen 20 Jahre bis zur Anstellung verheute bekommt. Man hat gesagt, die Chemiker können unechten gehen müssen. Solchen ungefunden Zuständen müssen wir abzuvom echten Cognac nicht unterscheiden. Ich denke, unsere Zungen helfen fuchen. und Nasen sind schon ein paar tausend Jahre länger ausgebildet Abg. Szmula( 3.) wünscht eine Besserung der Anziennitätsals unsere Chemiter! Ich beantrage namens meiner Fraktion die verhältnisse der diätarisch Angestellten, besonders der KatasterUeberweisung der Vorlage an eine Kommission von 21 Mit- und Vermessungsbeamten. gliedern. Wir wünschen eine sorgfältige Prüfung diefer Frage im Interesse der Mehrheit des Volks.( Oho! rechts.) Sie( rechts) sind nicht die Welt, das sind die Proletarier, welche 79 pet. aller Steuerzahler ausmachen.( Lebhafter Beijall bei den Sozialdemokraten.) Regierungsseitig wird erwidert, daß auch bisher schon immer die Diäten mit der Anziennität gestiegen sind. werden könne. Leseproben aus der ehemals demokratischen ,, Volks. Beitung." Das Organ des Herrn Cohn, Erbherrn auf irgend einem Rittergute, leistet sich in seiner letzten Nummer mehrere Scherze. Zunächst den folgenden: " In der Frage der Unentgeltlichkeit der Lehrmittel in den Berliner Gemeindeschulen nimmt die„ Bolts- Zeitung" nach wie vor ihren früheren Standpunkt für die Unentgeltlichkeit ein. Sie bat fich auch in dem Bericht über die Versammlung des freisinnigen Arbeitervereins für die Stadtverordnetenwahl im 21. Kommunal- Wahlbezirk nicht anders ausgesprochen, wohl aber mißbilligt, daß man es zuläßt, daß in einer freisinnigen Ver sammlung Abstimmungen maßgebender Natur für einen freisinnigen Verein vorgenommen werden, bei welchen die anwesenden Sozialdemokraten den Ausschlag geben." " Abg. Schulz- Lupisz wünscht für die landwirthschaftlichen Hochschulen die Bezeichnung irgend eines Endziels für die Studien der landwirthschaftlichen Studenten. Es würde das Diese heilige freisinnige Scheu vor Sozialdemokraten können den Fleiß der Studenten anregen, andererseits wir bei dem Blättchen allmählich begreifen: die Sozialdemokraten wir hier gehört haben, gehören gar nicht zur Sache. Wir haben den Fleißigeren und Befähigteren ein sicheres Forkommen ge- verhalten sich nämlich dem Arbeitsmarkt der„ Volts- Zeitung" Abg. Windthorst( 3.): Die allgemeinen Redensarten, welche einerseits den Fleiß die Branntweinsteuer eingeführt, weil wir Geld brauchten, und währen. gegenüber so ablehnend, daß die echten Annonzen täglich schwindweil der Branntwein als ein sehr geeignetes Steuerobjeft erschien. eine eingehende Erwägung zu. Minister v. Heyden sagt der dankenswerthen Anregung füchtiger werden hinc illae lacrimae. Und dann hat sich das edle Blatt nunmehr auch dem De( Zuruf: Aber die Liebesgabe!) Wegen der Liebesgabe ist das eine eingehende Erwägung zu. Gesetz nicht gemacht; sie war nothwendig, weil neue Verhältnisse Abg. Tramm fragt an, ob der Neubau für die Thierärzt nunziren ergeben. Man höre: immer große Schwierigkeiten machen, und ohne die Verschieden- liche Hochschule in Hannover alsbald in Angriff genommen Die neueste Nummer der Deutschen Bergarbeiter- Zeitung" heit der Steuersäge würde die Brennerei- Industrie sich nicht haben wurde wegen eines äußerst aufreizenden Artikels: Die Minister von Heyden erklärt, daß die Verhandlungen über Massenverunglückung auf der Zeche Hibernia" polizeilich beschlagerhalten können. Allerdings wird das Volk durch die Steuer beLastet. Die kleinen Leute zahlen mehr als die großen, wie z. B. den Bauplatz bereits Fortschritte gemacht hätten, daß aber bis nahit." Herr Singer, der diese Steuer ziemlich leicht tragen wird.( Heiterfeit.) zur Fertigstellung des Baues wohl noch einige Jahre ins Land Die Volts- 3tg." ist so weit gesunken, daß sie Artikel der Die Vorlage bringt für die kleineren Brennereien recht erhebliche gehen würden. ehrlichen Arbeiterpresse äußerst aufreizend" findet. Natürlich, Abg. Szmula wünscht zur Hebung der Fischzucht in Schlesien wenn man die Interessen des rücksichtslosesten Kapitals vertreten Erleichterungen, die man wohl annehmen kann. Mir wäre es am tiefsten, wenn der Branntwein wieder bahin käme, wohin er eine gesteigerte Fürsorge der landwirthschaftlichen Verwaltung muß. Aber die Zeit liegt doch gar nicht so weit hinter uns, gehöre, nämlich in die Apotheke.( Heiterkeit.) Wenn die Herren für die Teiche und Fischzuchtsanstalten. Die Errichtung einer wo Staatsanwaltschaft und Polizei die Artikel der„ Volks- 3tg," Sozialdemokraten etwas für das Volk thun wollen, dann mögen staatlichen Fischzuchtsanstalt würde ſehr ſegensreich wirken können. ebenfalls äußerst aufreizend fanden. Vielleicht gelingt es dem fie für die Verminderung des Branntweingenusses sorgen.( Beifall Ems- Jahdetanals die ausgebaggerte gute Erbe an einer anderen reichen, nämlich ein Blatt zu werden, welches ausschließlich für die Abg. Fegter beschwert sich darüber, daß bei dem Bau des ehemaligen demokratischen Organe doch noch, sein Ideal zu er Stelle wieder ins Waffer geworfen würde; dieselbe tönnte Interessen des ehernen Lohngefehes" eintritt. Abg. Menzer( dk.) ist damit einverstanden, daß die Re- sehr wohl zur Fruchtbarmachung des Bodens weiter verwendet gierung die Unterscheidung zwischen echtem und unechtem Rum, werden. Die Aufnahme von unbemittelten Leidenden in die Rognat u. f. w. aufgiebt; aber eine Erhöhung des Zolls wäre Minister von Heyden: Die Kanalbauten unterstehen aller öffentlichen Krankenhäuser Berlins ist meist mit sehr vielen Um nicht angebracht; man sollte dazu übergehen, den Zoll für aus- dings der Bauverwaltung; es geschieht aber auch jezt schon alles ständen verknüpft. Die bedauernswerthen Kranken werden von ländischen Alkohol in Fässern auf 125 W. zu bemessen, für Alto- Mögliche, um die Baggererde zu verwenden. Es sind Lagerpläge Pontius zu Pilatus geschickt, damit sie ihre Aufnahmefähigkeit hot in Flaschen auf 180 W. Jm nebrigen gehe die Vorlage noch angelegt und die Erde wird in größeren Quantitäten verfahren. nachweisen können. Gewöhnlich meldet der Patient sich zuerst im nicht weit genug; er freue sich, daß der badische Bevollmächtigte Leider fehlt es uns an Raum für weitere Lagerplätze. Bureau eines Krankenhauses, dort erhält er die Auskunft, daß er das auch anerkannt habe. Die Unzufriedenheit über die Brannt- Abg. Lotichins wünscht bei den Ausgaben zur Förderung vor allen Dingen eine Bescheinigung des Bezirksvorstehers und weinsteuer hat sich bei den Wahlen ziemlich stark bemerkbar ge des Obst- und Weinbaues eine eingehende Fürsorge für den eine Diagnose des Armenarztes beibringen müsse. macht. Redner greift auf die Debatte über die Getreidezölle zurück Rebenbau und die Vertilgung der Reblaus. Es müßten Vor- Krante eilt nun so schnell wie möglich nach dem Polizeibureau und wendet sich gegen die damaligen Ausführungen des fehrungsmaßregeln getroffen werden, damit nicht noch einmal feines Reviers. Dort wird ihm mitgetheilt, wo der Armenarzt demokratischen badischen Abg. Dillinger, nach welchen der kleine große Infektionsheerde entstünden und einen wichtigen Zweig und der Bezirksvorsteher wohnen. Jedoch ist es nicht leicht, diefe Landwirth an den Zöllen tein Interesse haben solle. Die kleine der modernen Bolfswirthschaft in Gefahr brächten. Besondere gestrengen Herren zu sprechen. Der Herr Bezirksvorsteher hält und die große Landwirthschaft haben dieselben Interessen. Redner Aufmerksamkeit müßte man den aus Amerika importirten Reb- im Winter gewöhnlich nur von 7-8 Uhr früh„ Empfang", wird vom Präsidenten zur Sache gerufen und schließt mit der stöcken zuwenden. während der Herr Armendoktor oft auch auf das Schellen seiner rechts und im Zentrum.) Unterstübungsbund der Hausdiener Berlins. Dienstag, bent 10.15. m., straße Nr. 180. Glocke kein Lebenszeichen von sich giebt. Ist es nach vielen Be- legen Deutschlands nicht erkannt, da sie ohne jegliches Klassen- but, bei euerstein, Alte Jatobftr. 75: Geselliger Abend. Humori ſitſché mühungen und nach Herunterschluckung nicht geringer Demüthi- bewußtsein sind, was zur Folge hat, daß gerade da, Vorträge und Tanz.. gungen dem Hilfesuchenden endlich geglückt, die gewünschten Be- wo das größte Elend in unserem Berufe vorhanden, Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am scheinigungen zu erhalten, dann fann er froh sein. auch die trasfeste fraffeste Unwissenheit über ihre Klassenlage Sonntag, den 8. Februar, Abends 6 Uhr, in den Zentral- Festfälen, Ora nienOft aber bleibt dem Unglücklichen nichts weiter übrig, als einfach vorhanden ist, statt dessen aber der Dinkel an Versammlung der Müller und verwandten Berufsgenossen am auf der Straße liegen zu bleiben oder irgend eine strafbare Hand- Stelle des Wissens tritt. Infolge dessen ist die Organisation Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 1½ Uhr. in Semter's Total, tünzlung zu begehen. In beiden Fällen sorgt dann die Polizei für unserer Bewegung eine sehr langsame, was die eigenthümliche Straße Nr. 11. Gauverein Berliner Bildhauer. Nächste Bersammlung: Mittrooch, die Unterkunft im Krankenhause. Die dadurch entstehenden Erscheinung zeitigt, daß gerade die Großstädte, in deren Zentren ben 11. Februar, im Restaurant Gaillard, Prinzenftr. 87. Roften werden natürlich nicht geringer, wohl aber bedeutender; das Elend am größten, unfere Organisation nicht vertreten ist. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderen denn infolge der tagelangen Verzögerung verschlimmert sich der Auch in Berlin, der Millionenstadt, der Stadt der Intelligenz, gewerblicher Arbeiter( Hamburg). Dertliche Berwaltung Berlin A. Sonntag, Krankheitszustand nicht unerheblich. Wäre es nicht viel an- des Verkehrs, der Versammlung und der Gewerkschaftsbewegung, Herrn Doberstein, Mariannenstr. 31. gebrachter, Personen, welche wirklich der Hospitalspflege bedürftig ist keine Zweigstelle unseres Verbandes vertreten und so fordere find, ohne Weiteres im Krankenhause aufzunehmen? Soll der ich, da mir jede anderweitige Vermittelung fehlt, die Genossen Berufsgenossen( Bahlstelle Berlin). Sonntag, den 8. Februar, Nachm. 4. Uhr, leidende Arme wie ein gehettes, angeschossenes Wild umher- der Gewerkschaften Berlins auf, für die Gründung der obigen finder im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei( Tempelhofer Berg) ein laufen? Kann nicht einer der vielen Hospitalärzte die Krankheit Gewerkschaft einzutreten, und bitte die Kollegen Berlins, die bereit großes Votal- und Instrumental- Konzert statt. Fachverein der Tischler( Norden). Montag, den 9. Februar, Abends eines Aufnahmesuchenden feststellen? Nach der berüchtigten sind, die weiteren Schritte der Gründung der Vereinigung aus- 8 Uhr, große Versammlung im Zotale des Herrn Knebel( Geſundbrunu ien), Hospitalssuppe sehnen sich gewiß nicht viele Menschen! zuführen, mir ihre Adresse anzugeben. Ich hoffe, mich mit Badfir. 59. dieser Bitte nicht vergeblich an die Genossen Berlins zu wenden. A. Rehne, Verbandsvorsitzender der Freien Vereinigung der selbstst. Barbiere und Friseure Deutschlands, Sih Kassel, Obere Entengasse 3. Von einer nugerechtfertigten Forderung eines über wachenden Polizeibeamten wird uns aus der Versammlung des Vereins der Klempner Berlins und Umgegend, welche fürzlich im Orschel'schen Saale, Sebastianstr. 39, stattfand, Mittheilung gemacht. Als sich nach dem ordnungsgemäßen Schluß der Verfammlung noch einige der Kollegen im Saale gemüthlich plaudernd unterhielten, forderte der Beamte die Anwesenden auf, den Saal zu verlassen. Diese Forderung ist völlig unberechtigt. Es geht den Beamten gar nichts an, was nach dem Schlusse der Versammlung in dem Saale vorgeht. Oder glaubte der Beamte etwa, daß eine geheime Versammlung unter seinen Augen stattfand? Der Einzige, der nach Schluß der Versammlung Jemanden aus dem Lokale weisen kann, ist nicht der Polizist, sondern allein der Wirth. Rowdys und zünftige Zimmerlente. Am letzten Sonnabend feierten die Kornträger des Norddeutschen Kornspeichers den Geburtstag eines Kollegen in einem Lokale der Tegelerstraße. Als die Gesellschaft das Lokal zwischen 8 und 9 Uhr verließ, fah sie sich plötzlich von etwa 20 Zimmerleuten, die in derselben Straße arbeiteten, hinterrücks mit Stechbeuteln und ähnlichen Werkzeugen angegriffen. Die Ueberfallenen erhielten mehrere erhebliche Verlegungen, der Eine eine 3 Zentimeter lange und 11/2 Zentimeter tiefe Wunde am Kopfe und eine tiefe Wunde zwischen Zeige und Mittelfinger; der Andere eine 5 Zentimeter lange und 2 Bentimeter tiefe Wunde am Kopfe; ein Dritter erhielt eine 3 Zentimeter lange und 1 Bentimeter tiefe Wunde am Halfe von einem Hiebe mit einem scharfen Instrument. Hätte nicht ein dickes wollenes Tuch die Wucht des Hiebes gemildert, so wäre derselbe wahrscheinlich tödtlich gewesen. Ginem Vierten wurde die Ohrmuschel durch einen von oben geführten Stoß vollständig vom Kopf getrennt. Außerdem kamen zahlreiche fleinere Verlegungen vor. Der Anführer des Ueberfalles war der Zimmerpolier Schäfer. Nach vollbrachter That zogen die Strolche mit dem Rufe durch die Tegelerstraße: Wir zünftigen Zimmerleute haben gefiegt: Nun, mit solchen Strolchen mag die Zunft" unferetwegen Staat machen. Wir wollen abwarten, ob das stolze zünstlerische Bewußtsein diese rohen Patrone trösten wird, wenn fie die Folgen ihrer Rohheit werden tragen müssen. " Versammlungen. ben 8. Februar, Vormittags 10% ühr, Mitglieder- Versammlung m Lokal: des Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verweaidten Kranken- und Sterbekaffe der Hutarbeiter und verwandten Berufsgenoffen Berlins und umgegend( E. S. 62). Montag, den 9. Februar, Abends Fachver 8% Uhr: Außerordentliche General Bersammlung in Feindt's Restaurant, Fachverein der Tischler( für den Often). Montag, den 9. Febuar, Weinfr. 11. Abends s½ Uhr, Versammlung im fleinen Saale des Böhmischen Brauhaises, Landsberger Allee 11. Sozialdemokratischer Wahlverein des 2. Berliner ReichstungsWahlkreises. Montag, den 9. Februar, Abnds 8% Uhr, Versammlung in Seller's Hofjäger, Hafenhaide. Verein Berliner Dienstmänner für freiwillige Kranken- und Sterbe- Unterstühung. Monats- Versammlung am Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, bei C. Ruppert, Strauſenſtr. 55. Große öffentliche Versammlung der Stellmacher Berlins und Umden Stlavenbefreier. Eine Kommunalwähler- Versammlung, welche sich mit der nahe bevorstehenden Nachwahl für den gegend am Montag, den 9. Februar, in Lokale des Herrn Seife, Sichten. 21. Kommunal- Wahlbezirk beschäftigen sollte, war zu Freitag bergerstr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Herrn Zubeil. 2. DisAbend einberufen; dieselbe erfreute sich eines recht guten Besuches fuffion. 3. Gewerkschaftliches und Berschiebenes. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Versammund übertrug dem Genossen Börner die Leitung der Verhandlungen. tung am Montag, den 9. Februar er. in den Arminhallen, Rommandanten Das einleitende Referat hatte der Stadtverordnete, Genosse ftraße 20. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Br. Wille über Harrison. Vogtherr, übernommen. Er führte in demselben ans: Fachverein für Schloffer und Maschinenbau- Arbeiter Berlins and Mehr als in früheren Jahren ist in dem letzten Jahre der Umgegend. Große Versammlung am Montag, den 9. Februar, Abends Arbeiterschaft Gelegenheit geboten worden, sich für die Kommunal- 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Bortrag des Angelegenheiten zu intereffiren; doch nicht der Majorität der Stadt- Herrn Regierungsbaumeister Seßler über: Kapital und Arbeit. 2. Distuffion. vertretung, den Vertretern der herrschenden Klassen, ist es zu verdanken, reiches Erscheinen wird ersucht. Gäste willkommen. daß dort Fragen zur Sprache famen, welche man damit zu betämpfen suchte, daß man sie als sozialdemokratische bezeichnete. Die Kommunalwähler des 21. Bezirks haben sich nun heute darüber llar zu werden, ob sie gesonnen sind, diese Majorität durch einen neuen Vertreter zu verstärken oder ob es ihnen nicht vielmehr empfehlenswerther erscheint, einen Mann zu wählen, der, aus der Mitte des Volkes hervorgegangen, Verständniß für die Bedürfnisse Dieses Volfes hat. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragefaften. Um zahlDer Verein Berliner Hausdiener hält am Montag, den 9. Februar Bersammlung ab. Tagesordnung siehe Inserat. Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine Mitglieder Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag, Abends 8½ Uhr. gemüthliche Zusammenfünfte bei Preußer, Seydelstr. 30. Bibliothet für Mit: lieber b Versammlung der Mitglieder des Vereins der Wäschezuschneider und verwandten Berufsgenoffen im Lotal Feindt's Restaurant, Weinstr. 11, am Montag, den 9. Februar, Abends 9 Uhr. Filzschuh- Arbeiter. Außerordentliche General- Versammlung tam Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Zemter, MünzVerBentralkranken- und Sterbekasse der Tischler u. f. 1. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den waltungsstelle Weißensee. Der Klassenstaat hat auch in der Stadtverordneten- Versamm- straße 11. lung durch die Majorität derselben seine Vertretung, dort, wo man sich mit einer liberalen Stadtverwaltung brüstet. Aber 8. Februar, Nachmittags 3 Uhr, im Restaurant Bum Pfeifenmüller", Königswenn es gilt, wirkliche fortschrittliche Maßnahmen vorzunehmen, Chauffee 46. dann ist von einer fortschrittlichen Gesinnung keine Spur zu entdecken, dann sehen wir vor uns nur eine getreue Hofpartei. perfonale. Sonntag, den 8. Februar, Abends 7 Uhr, Mitglieder- Versammlung Redner geht die großen Herrlichkeiten", welche die sogenannte in der Stadtverwaltung fortschrittliche Partei babe, durch. Verein Berliner Stereotypeure, Galvanoplastiker und Hilfsim Lokale des Herrn Ruffledt, Markgrafenfir. 8. Schmargendorf. Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 4 1hr, Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Kaiser Friedrich- Garten ( P. Kübler), Dahlemerstr. 6. Pankow, Schönhausen und Umgegend. Sonntag, den 8. Februar, mittags 1 Uhr, Große öffentl. Bolts- Bersammlung in Albercht's Jägerhaus, Schönhauser Allee 103. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen des Leselubart Marr" am Sonntag, den 8. Februar, Nachmittags 5% Uhr, im Saale der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Reinickendorf. Sonntag, den 15. b. M., Nachmittags 3 Uhr, im 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein. geschaffen durch. Aeußerlich erscheine Manchem das Bild als ein glänzendes, jedoch wenn man näher zusieht, komme man dahinter, daß bei den verschiedensten Einrichtungen vielfach Sonderinteressen mitsprechen, daß beispielsweise die In verschiedenen Berliner Zeitungen waren in den großen Ueberschüsse in den städtischen Betrieben allein auf Rosten letzten Tagen Annonsen veröffentlicht, in denen die Artillerie- der Arbeiter, durch deren schlechte Löhnung erzielt werden. So werkstatt in Spandau tüchtige Schlosser bei sofortiger Einstellung führt Redner die Steuerschraube der Miethsteuer vor, welche und hohem Verdienst" verlangte. Wie uns aus unserem Leser- nichts weiter als eine Kopfsteuer sei und den Charakter einer freise mitgetheilt wird, haben sich eine ganze Anzahl Schloffer folchen erst verlieren könne, wenn sie ganz beseitigt würde, daß nach der Werkstatt in Spandau begeben und dort nach Arbeit aber eine Ermäßigung, wie sie nach langen Erwägungen und angefragt. Kein Einziger ist jedoch angenommen; wie die dort fortgesetztem Drängen vorgenommen, feineswegs ausreichend sei. beschäftigten Arbeiter aussagten, seien überhaupt in der Werkstatt Auch Alles, was man als Wohlthaten, welche dem Wolfe geleistet feine Stellen frei. Die Arbeiter haben alfo ihre Zeit und auch würden, hinstelle, so die Armenpflege, die Krankenpflege, die Auf das Fahrgeld umsonst geopfert. Es ist unerfindlich, aus welchem wendungen für Schulzwecke, geschehe nicht der Wohlthätigkeit willen, Grunde die Artilleriewerkstatt, wenn sie teine Arbeiter braucht, sondern die Stadtverwaltung sei dazu durch den Staat verpflichtet. berartige Annonzen aufgiebt. Sollte damit das schlaue Manöver Weiter unterzieht Redner die Behandlung der von den sozialbefolgt sein, den dort Beschäftigten ad oculus zu demonstiren, demokratischen Vertretern gestellten Anträge durch die Mehrheit wie start die Nachfrage nach Arbeit fei, um bei eventueller Lohn- im rothen Hause einer scharfen und eingehenden Kritit. Eine reduktion leichteres Spiel zu haben? Schulverwaltung könne er sich selbst nicht in den am reaktionärsten regierten Staaten vorstellen, welche rücksichtsloser vorgehe, als bie, an deren Spize der Stadt- Schulrath Bertram stehe. Bezeichnend für den reaktionären Geist, der die Stadtverwaltung mit dem fortschrittlichen Ober- Bürgermeister an der Spizze beat, ba ber Gaal anderweitig foll vergeben sein. herrsche, sei die Behandlung der Anträge gegen den Mißbrauch der Schießwaffen durch das Militär, auf unentgeldliche Hergabe der Lehrmittel und der bekannten Petition der Maurer. Nach amtlicher Feststellung ist der am Mittwoch Abend in einem Kanalisationsrohr des städtischen Rieselgutes Blankenfelde als Leiche aufgefundene Barbiergehilfe Thalheim nicht das Opfer eines Verbrechens geworden, sondern allen Anzeichen nach Abends in der Dunkelheit auf dem Wege verunglückt. Th., welcher Vormittags 11 Uhr von dem Rieselwärter Julius Siebelt unter der Rollberger Brücke im Rohr auf der Chauffeestrecke zwischen Nordend, Rosenthal und dem Kreuzweg Rosenthal und Französisch- Buchholz aufgefunden wurde, ist jedenfalls auf dem Wege über die Riefelfelder verunglückt und durch nachträgliches Riefeln in das fragliche Rohr hineingedrückt worden. Das wurde Rohr ist ein zu beiden Seiten offenes und dient zur Ueber brückung des Rieselweges. Ein Verbrechen scheint demnach ausgeschlossen. Bekannt ist auch das Monument, welches sich kürzlich die An 3. Restaurant Lüdide, Amendeſtr. 1, Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins " fun" für Reinickendorf und Ungegerd. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Bilfe bei Unglüchsfällen.( Männliche Abtheilung.) Montag, Den 9: Februar, bends 8 Uhr, in Feuerstein's Stefane. Billetausgabe 2. Uebungsstunde. zum Stiftungsfejt. 4. Vereinsangelegenheiten. Herren als Gäste willtommen. nachiveis), Montag, den 9. Februar, 29 Uhr, bei Tettenborn, Wallstraße 91. Verein studieter Herren( nebft Stellenvermittlung und BeschäftigungsGäste wiltommen. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Wahlkreis. Große Versammlung am Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, im Lotale des Heren Müller, Johannisstraße 20. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Moltenbuhr. hirurg. Brande beschäftigten Berufsgenossen am Montag, den 9. Februar, Große Versammlung der Freien Vereinigung fämmtlicher in der abends 8 Uhr, bei Bemter, Münztr. 11. 1. Vortrag des Herrn Peus, Die waare Arbeitstraft. 2. Discussion. 3. Bibliothetsfrage. 4. Verfchiedenes. Salon, Blumenftr. 78, tagende Versammlung findet Umstände halber nicht Achtung Lachirer. Die zu Montag, Abend 8% Uhr, in Wollschlägers Vereinigung der Dredjoler Deutschlands, Ortsverwaltung 6, Berlin. Kammmacher, Montag, den 9. Februar, Abends 8'uhr, bet zemter, Münzftr. 11 Mitglieder- Bersammlung mit wichtiger Tagesordnung, wozu unbedingtes Gr scheinen erforderlich. Steinbildhauer- Verein. Montag, den 9. Februar, Abends 8% Uhr, Versammlung bei Müller, Johannisstr. 20. Lese- und Diskutir- Klub May Kayfer" Sonntag, Vormittags 10% ühr, im Restaurant„ Zur Schneetoppe", Moftizstraße 29. Gäſte, durch Sozialdemokratischer Leseklub mitglteber eingeführt, haben Zutritt. Lessing", jeden Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Spiekermann, " Spinoza", Oppelnerstraße 29, bei it, Martusstraße 6: Vortrag. Brandstrahl. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gefangverein Sene felber" Restaurant Trieschmann, Jüdenstraße 55. Gesangverein 3u= friebenheit" Willibald- Alerisstr. 5, bei Genger. 1 " water und verwandten Berufsgenoffen bet Berg, Kaifer- Franz- GrenadierBlas 7. Gefangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, Männer- Gesangverein„ Bieberluft", Fichtestraße 20 bei kroſche( früher moewes). Gefangverein, Geselligfeit 2", Münzstraße 11 bei Zemter. Sonntag, abends von 6-8 ühe, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends bei Reimann. Gesangverein Harmonie", Meyerbeerstr. 9 bei Dornblatt. " Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Rauchtlub, Arcona", Montag, Abends 8-10% Uhr bei Ziplinsti, Naucht lub, Weiße Wolte", Montag, Abends Reichenbergerfir. 71. mi che l", Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9. bei Becker. Don 9-11 Uhr, Streliterftr. 16 Rauchtlub Deutscher Verein Wanderlust", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, GrünauerBerein der Oberlaufiger", Montag, Abend 9 Uhr ftraße 14 bet Rach. in Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs- Verein", Bergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Bergnügungs- Verein Reichstrone", Sigung Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Vittoria- Ballsalon, Berlebergerstr. 13. Gäfte willkommen. 1 Bergnügungsverein Fidelto", Montag Abends 9 Uhr im Damen und Herren als Theater- Verein Blumenlese", Bors. G. Wuthe. Dresdenerstraße 45. Gäste willkommen. ehem. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Drantenſtr. 34. Brinzenstraße 106. Mehrheit bei der Nothstandsdebatte setzte, als das Vorhanden sein eines Nothstandes von dem Ober- Bürgermeister bestritten dieser muß es ja wissen.( Heiterkeit.) Freilich unsere Bürgerschaft tann mit Recht der Meinung sein, daß ein Noth stand in Berlin nicht vorhanden ist, wenn ganz ungeheure Summen von ihren Vertretern für Festessen, Illuminationen zc. aus dem Steuersäckel ausgegeben werden. uns, an Cine Explosion fand vorgestern Abend in dem Hause den großen Kreisen der Bevölkerung ist es, ein Veto einzulegen; Ritterstr. 78 statt. Dort befindet sich im Borderhaufe ein großes eine fräftige Antwort zu geben, indem wir ihnen einen Sozial Lager ätherischer Dele, welches in Brand gerieth, wobei zweimal demokraten nach dem anderen in's rothe Haus schicken. Hoffen die leicht entzündbaren Massen explodirten. Verletzt wurde zum wir, daß den 21. Bezirk ein Mann vertritt, der sich nicht um fich Jedermann in gebührender Entfernung hielt. Die Feuer- wendigkeit, der Gleichberechtigung Aller fümmert.( Stürmischer wehr, die sofort zur Stelle war, bekämpfte den Brand erfolgreich Beifall.) mittelst einer großen Handdrucksprige, so daß das Feuer nicht In der Diskussion über den Vortrag und über die Aufüber seinen Heerd hinaustam. Der Brandschaden ist trotzdem stellung eines Kandidaten führt Genosse Gründel aus, daß den recht erheblich. Worten des Referenten nichts mehr hinzuzufügen sei und empfiehlt 1000 Mark Belohnung. Auf die Ergreifung des seit dem als geeignetsten Vertreter der Arbeiterschaft Genossen Wegner. 3. d. M. Vormittags nach Berubung bedeutender Unterschlagungen( Beifall.) Die Genossen Dolinski, Krause, Kohlhardt, Ebert, Biglahn, am 26. Juli 1857 zu Klein- Bemmin, Kreis Neustettin, Befragen des Vorsitzenden, ob er die Wahl annehme, erklärt geboren, bisher Schmidstr. 31 wohnhaft, ist von der geschädigten dieser, sich der Majorität fügen zu wollen, und die Kandidatur anFirma eine Belohnung von 1000 m. ausgesetzt worden. Biglahn zunehmen und im Falle seiner Wahl werde er im rothen Hause ift 1,78 m groß, ſchlant, hellblond, Haare sind gewellt, hat kleinen stets die Prinzipien der Sozialdemokratie vertreten.( Lebhafter blonden Schnurrbart und dünnen Kinnbart, bleiche Gesichtsfarbe Beifall.) Nachdem die Versammlung sich in einer Resolution für und vorn übergebeugte schiebende Gangart. Bekleidet war Vig- Wahlbetheiligung entschieden und sich zur kräftigen Agitation Jahn mit graumelirtem Anzuge, abgetragenem dunkelbraunen für dieselbe verpflichtet hatte, wurde Genosse Megner einWinterüberzieher und rundem bräunlichen Hute. stimmig zum Kandidaten für die am 16. Februar stattfindende Wahl proklamirt. Polizeibericht. Am 6. d. M. Vormittags erschoss sich ein Sodann brachte Gründel eine Beschwerde gegen den Mann in seiner Wohnung in der Köthenerstraße mittelst Revolvers Posamentier Nöhden vor. Derselbe habe zur Zeit seiner anscheinend wegen eines unheilbaren Leidens. Nachmittags Kandidatur für die Kommunalwahlen ungerechtfertigte Gerüchte wurde in einem Hotel in einem Reisekorbe die Leiche eines Kindes über ihn verbreitet und gegen ihn agitirt. Auch heute habe er aufgefunden, welches furz vorher von einem daselbst im Gesinde ihn anläßlich der bevorstehenden Wahl eine offene Schmähkarte dienst stehenden Mädchen heimlich geboren worden war. Gin geschickt London, 7. Februar. Wie Privatdepeschen aus Chile, die er bringt dieselbe zur Verlesung- folche Personen, ganz ähnlicher Fall trug sich in dem Hause Friedrichstr. 30 zu, welche nur geeignet seien, die Partei zu schädigen, müsse man über Lima hier eingetroffen sind, melden, sollen alle Abgeordneten indem zu derfelben Zeit ein am 4. d. Mt. von einem Dienst- ausmerzen. entweder gefangen oder versteckt gehalten werden. Valparaiso mäochen geborenes Kind in dessen Reisekorb todt aufgefunden Bosamentier Hoffmann pflichtete den Ausführungen ist seit dem 16. Januar in Blockadezustand versetzt. Drei Dampfer wurde. Abends brachte sich ein Mann in dem Hause Calvin- Gründel's bei, Nöhden sei aus dem Fachverein ausgestoßen der Aufständischen haben die Dampfer der chilenischen Dampferstraße Nr. 4 einen Schuß in den Kopf bei, so daß er nach dem worden. Gesellschaft Itala"," Amazonas" und" Aconcagita" sowie neun Krankenhause Moabit gebracht werden mußte.- Im Laufe des Es wurden dann noch alle Diejenigen, welche dem Staate gehörende Kreuzer erbeutet." Tages und am darauf folgenden Morgen fanden neun bei der Wahlagitation mit thätig sein wollen, Brande statt. Soziale Uebersicht. Aufruf an die Gewerkschaften Berlins. aufgefordert, sich am Sonntag Vormittag um 9 Uhr im Lokale des Genossen Gründel, Dres: denerstraße 116, einzufinden. Restaurant Bum Reichsgarten", Oranienſtr. 108. Gäſte willkommen. Steung mit Damen. Sonntag Nachmittag 4 Uhr im„ Dresdener Garten", nung", Sonntag, Abends 8 1hr, bet Krebs, Ohmateatergefellſchaft& offPrivattheater- Gesellschaft Augusta Victoria", Herren, willkommen. Sonntags Uhr im Viktoria- Saat, Berlebergerstr. 13. Gäste willkommen. Pollack- Club" Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 6s. Gäste will fommen. Depeschen. Briefkaffen der Redaktion. Hierauf wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich auf die Sozialdemokratie geschlossen. * Die Wähler des 21. Kommunal Wahlbezirks, welche vom V . い Antwort wird nicht ertheilt. F. G. Sie sind altersversicherungspflichtig. W. F., Rigdorf. Ein Tischler, der nur 4 Gesellen beUnfallversicherung. W. H. Musran. Sie müssen den Altersversicherungs- Bei zahlen, auch wenn Sie selbst Arbeiter sind. B. M. Das wissen wir nicht. Verband freier Vereinigungen der selbständigen Barbiere und Genossen, seit dem Jahre 1888 besteht in Deutschland der Magistrat teine Zuschickung bekommen haben und Diejenigen, schäftigt und feinen Waschinenbetrieb hat, fällt nicht unter die Friseure, welcher auf Grundlage der allgemeinen Gewerkschafts- welche verzogen sind, können die Wählerlisten bei A. Schweizer, organisation die Verbesserung der Gesammtlage der arbeitenden Dresdenerstraße 52/53( Gith Passage), Bigarren Geschäft, eintrag des Arbeitgebers für den von Ihnen beschäftigten Gehilfen Klassen des werkthätigen Voltes erstrebt, um so ein Glied in der sehen. Stette der ganzen Bewegung, die Erstrebung des Zieles der Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin 4. Emanzipation der enterbten Stasse, zu verwirklichen. Leider wird mitglieder- Berſanımlung ant Dienstag, den 10. Februar, bei Gnadt, Brunnenbies Biel, in deſſen Berwirklichung, allein die Verbeſſerung unserer fraße 33. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Distuſſion. 3. Urabstimmung über wirthschaftlichen Lage möglich, von dem größten Theil der Kol-. Berschiedenes und Frageraften. Die Wahlkreis Eintheilung des Hauptvorstandes zur General- Versammlung Fran Westphal und anderen Schriftführern. Wie oft follen wir wiederholen, daß bei Berichten das Papier und auf einer Seite beschrieben sein sollte? Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 10. Februar ds. Js., Abends 82 Uhr, im Lokale Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Versammlung. Tagesordnung: Erklärung. Die Sache auf dem Bau des Töpfermeisters Backhaus, Lübeckerstraße 47/48, ist hiermit erledigt, indem die Kollegen ihren Lohn erhalten haben. 317/3 Der Vorstand. 1. Vortrag über:„ Die Entstehung des hiſtoriſchen Rechts." Referent Gesangverein ,, Liederlust", Rollege Freiwaldt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 311 Wir ersuchen alle Kollegen, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Sonnabend, den 21. Februar: Das berühmte Buch Corvin's Pfaffenspiegel g fertig in 10 Heften à 30 Pfennige Darf laut Richterspruch von mir nicht mehr öffentlich verkauft werden. Ich sende daher auf Bestellung gerne das Werk oder einzelne Hefte portofrei ins Haus. Auch nach außerhalb unter Kreuzband. Volksbuchhandel J. Müntz, Berlin N. 39, Reinickendorferstr. 66. Bersammlung für Männer u. Frauen Grosser Wiener Masken- Ball Gophabezüge. heute, Sonntag, den 8. Febr., Abends 71/2 Uhr, im Neustädter Volksgarten, Proskauerstrasse No. 37-38. Zages Ordnung: Bortrag des Herrn Peus über:" Die Noth der Zeit." Nachher in Krösche's Gesellschaftshaus( früher Moewes), Fichtestrasse 29. ( Siehe Vereinskalender. Anfang 9 Uhr. 412b geselliges Beiſammensein mit Tany. Zur Deckung der Untoften Teller Kranken- Unterstützungsbund der Schneider. fammlung. Fachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben beschäftigter Arbeiter. Grosse Versammlung am Montag, den 9. d. M., 153 im Lokale des Herrn Feuerstein( oberer Saal), Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Ergebniß der Statistik für das Winterhalbjahr. 2. Verschiedenes und Fragekasten. 4. Stiftungsfest zur Ausgabe. Grosser Wiener Masken- Ball 274 Montag, den 16. Februar, in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstr. 32, arrangirt von Mitgliedern zum Besten erkrankter Kollegen. Bidets find Krausenstraße 11 und in den Zahlstellen zu haben. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Das Comitee. NB. Die Zahlstelle, Grenadierstr. 33 bleibt an diesem Abend geschlossen. Außerdem gelangen die Billets zum G. Superczynski, künstliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. NB. Der Arbeitsnachweis des Vereins befindet sich Dresdenerstr. 116 bei Gründel. Wochentags von 12-1 und Abends von 8-9 Uhr, Sonntags von 10-12 Uhr. Der Vorstand. Achtung! Charlottenburg! Achtung! Große öffentliche Volksversammlung am Donnerstag, den 12. d. M., Abends 8 Uhr, in der ,, Gose- Brauerei", Wall- Strasse No. 46. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Herrn Wilh. Liebknecht über die Aufgabe des Reichstags. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet 335 Zentral- Krankenkasse der Der Einberufer. Wenig fehlerhafte Teppiche! Wegen Autlösung d. Teppich- Fabrik Leipzigerstr. 33, enorm billig. Sophatepp. a 51/2, 7 u. 9, sonst 20. Salontepp. a 12 u. 18, sonst 40 M. Te Ganz große Saal- u. Zimmerteppiche n. 22, 34 u. 48, ſonſt 80 bis 200 M. Tüll- Gardinen, Portieren u. f. w. enorm billig! Nur wegen kleiner so billig. Centralfranken- u. Sterbekasseppi Emil Joseph, Tabakarbeiter der Malern. verw. Berufsg. Berlin II. 400 b Filiale IV( West.) Montag, den 9. Februar, Abends Montag, den 9. Februar, Abends 81/2 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38: 8 Uhr, im Lokale Hämmerle, Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: Bülowstraße: Große öffentliche 1. Rechnungslegung pro 4. Quartal. Versammlung. 2. Bericht der Ortsverwaltung. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Außerord. Generalversammlung des Gesangvereins Nord". シラ Dienstag, den 10. Februar, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Das Erscheinen sämmtlicher Mit- 220 glieder ist Ehrensache. 156 Der Vorstand. Zages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Vortrag des Dr. med. Wurm über: Augenkrankheiten. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Fachverein für Schlosser und kraker tauch über 2412 Leipzigerstr. 33. Aufträge streng reell Hutfabrik Warne hiermit Jedermann, meinem Manne, dem Puzer W. Wolle, jetzigen Restaurateur, auf meinen Namen Etwas zu borgen, da ich für Nichts aufkomme. Refte von 3/ 2-8 Meter in Plüsch, Phantasiestoff, Damast und Rips spott billig. Teppiche mit kleinen Musterfehlern 5, 6, 8, 10, 50 M., nur wegen faum merkbaren Fehlern so billig. Versand streng reell, gegen Machnahme. S. Unger, Oranienftr. 48. S., Teppich- und Möbelstoff- Fabrik. Kranzbinderei J.Meyer, winer fr. 1. 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Vortrag des Herrn Dottor Haus- und Küchengeräthe Völkel über: Der sächsische Kanzler Krell: Ein Opfer des lutherischen Fanatismus. Nach dem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. 140 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Gentralfranken- u. Sterbekasse der Labakarbeiter Deutschl. ic. Verwaltungsstelle Berlin I. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 9. Febr., Ab. 9 Uhr, bei Herschleb, Adalbertstraße 4. Z.- D.: 1. Abrechnung v. 4. Quartal 419 b 1890. 2. Verschiedenes. J. A.: A. Motes. Achtung! Klavierarbeiter und verwandte Berufsgenossen! E. Vogtherr, Berlin C., Landsbergerstr. 64, am Alexanderpl. Stephanstr. 16( Moabit).[ 133 L Sonntags geschlossen. E 58L L. Rinkel jr. 118. Brunnenstraße 118. Durch Ankauf eines ganzen WaarenLagers in Leinen, Baumwollenwaaren sehr viel billiger: 15 und Kleiderstoffen offerire solche jetzt 405b Aquarium bill. 3. vert. Reichenberger414b straße 83, Quergeb. 4 Tr. 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Es wurde den Herren Punkt für und Alle unter einen Hut zu bringen, um ein ge Punkt widerlegt, indem ihnen die schamlose Ausbeutung, die meinsames Vorgehen zu ermöglichen, bedeutend an Macht, Hungerlöhne und die Höhe der Dividenden vorgehalten wurde. so daß er( Wernau), nachdem er im Januar 1889 wieder Das Buhlen um die Stimmen der Arbeiter wurde ihnen so flar ist, so berichten hiesige freifinnige Beitungen, unter starter Bezum ersten Vorsitzenden gewählt worden war, sich genöthigt gelegt, daß der Vorsitzende die nationalliberale Partei für„, betheiligung gegründet worden. Welchen Zweck der Verein haben sah, sich an die Spiße der Fusionisten zu stellen, um etwas leidigt" erklärte, und endlich wurde ihnen gezeigt, wie auch foll, wird nicht mitgetheilt, jedoch läßt die starke Betonung des Schlimmerem vorzubeugen. Um die Freie Vereinigung zu retten, bei den Bergarbeitern das, was an ihren Forderungen noch un soll, wird nicht mitgetheilt, jedoch läßt die starke Betonung des wollte er lieber selbst zu Grunde gehen, und von diesem Ge- klar sei, nach und nach in ihren Organisationen geklärt würde, Vereins als eines solchen, welchent nur deutschfreisinnige Handlungsgehilfen angehören können, darauf schließen, daß der danken sei er allein bei allen seinen weiteren Handlungen geleitet und so ein endlicher Sieg der Sozialdemokratie den letzten Abfelbe zur Bekämpfung der sozialdemokratischen Handlungsgehilfen worden. Am 23. Januar 1890 wurde auf Antrag Kersian ein schluß der Bewegung bilden werde. befoldetes Bureau niedergesetzt, bestehend aus ihm und dem M tretenen gegründet worden ist. Ein anderer Grund für diese Vereins- Kassirer W. Schulz. Da dies Bureau ohne jede Direktive be- Die Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe der Sattler gründung dürfte schon um deswillen nicht vorhanden gewefen lassen worden war, so mußte es bezw. er nach eigenem Ermessen und Berufsgenossen, Hoffnung,( E. S. 64), hielt am Sonnjein, weil eigentliche Handlungsgehilfen Vereine genügend handeln. Wenn seine Handlungen nicht der Allgemeinheit zum abend, den 24. Januar, ihre Haupt- Mitgliederversammlung ab. in Berlin bestehen. Von diesen bestehenden Vereinen, die sich wohle gereicht haben sollten, so liege die Schuld nicht an ihm. Die Abrechnung des 4. Quartals 1890 ergab an Ginnahmen alle mit Vorliebe als unpolitische bezeichnen, fann einer, und zwar der Ortsverein der Kaufleute", trotzdem als freisinnig be- Zunächst wurde also das Bureau in der Rosenstraße eingerichtet, 4421,34 M.; hierzu der Kassenbestand des vorigen Quartals zeichnet werden; doch scheint man diesen nicht als geeignet be- welches aber seinen beabsichtigten Zweck leider nicht erfüllte, und gleich 629,78 Mt., ergiebt die Gesammtsumme von 5051,12 M. geltend machenden sozialdemokratischen Anschauungen wirksam 2. März 1890 durch den Beschluß, das Statut dahin zu ändern, von 632,52 0. trachtet zu haben, um die sich unter den Handlungsgehilfen war lediglich infolge der Theilnahmslosigkeit der Kollegenschaft; Die Ausgaben beliefen sich auf 4418,60 m. intl. 600 M., die an geltend machenden sozialdemokratischen Anschauungen wirksam odann wurde die Fusion vollzogen auf Antrag Grothmann am die Hauptkasse gesandt wurden. Bleibt ein Bestand am 1. Januar bekämpfen zu können. Ein schlechtes Zeugniß für die Ueber- daß jedem zum Maurergewerbe Sugehörigen die Mitgliedschaft Ueber- 2. M. Wiedergewählt wurden zum Kassirer H. Wendt, Planufer 8, zeugungskraft der Hirsch- Danker'schen Harmonielehre! R. Lehmann. Nach dem Jahresbericht der Ortsverwaltung Freifinn hier den Handlungsgehilfen das empfiehlt, was liner Maurerbewegung wie auch im Berein zu Tage ge- Berlin beläuft sich die Mitgliederzahl auf 929. Interessant an dieser Vereinsgründung ist auch, daß der der Freien Vereinigung ermöglicht werde. Um die in der Ber- of 3 Tr., zum Revisor H. Stegmaier, zu Beisitzern G. Beck und Die Einnahmen er den sozialdemokratischen Gehilfen seit Jahren zum Vorwurf macht, sich einer politischen Partei anzuschließen, da nur so eine es für erforderlich, die Zügel der ganzen Bewegung in die Hand pro 1890 beliefen sich auf 18 340,99 intl. 600 M. Zuschuß aus zu bekommen. So wurde am 23. März eine Resolution der Haupttasse im 1. Quartal, die Ausgaben auf 17 813,79 m. wirksame Förderung der Interessen möglich sei. Krankengeld bebeschlossen, laut welcher die Leitung der Agitation zur Hiervon an die Hauptkasse gesandt 3520 M. Die fozialdemokratischen Handlungsgehilfen sind gespannt Durchführung der neunstündigen Arbeitszeit dem Vorstande ogen 223 arbeitsunfähige Mitglieder, 33 hiervon Mindeſtdarauf, welche Mittel der neue Verein anwenden wird, um ihnen der Freien Bereinigung übertragen und die Akkordmaurer, leiſtung. Für 4 Mitglieder wurde das Begräbnißgeld bezahlt. entgegenzutreten; bisher ist es mit ihrer geistigen" Bekämpfung Putzer, Fliesenleger u. s. w. aufgefordert wurden, der Freien Die Abrechnung des Sommerfestes ergab einen Ueberschuß von sehr schlecht bestellt gewesen. Auch dieser neue Verein wird nicht mehr leisten lönnen Bereinigung beizutreten und alle Heibereien zu unterlassen. Ron- 73,65 M., die des 7. Stiftungsfestes von 45,50 M., welche dem und deswegen begrüßen wir sein Entstehen mit Freuden, weil er fequenter Weise mußten sich die Spezialvereine auflösen. Gs er- Fonds zur Unterstützung ausgesteuerter, hilfsbedürftiger Mitnur dazu beitragen wird, auch den heute noch zur Manchester- folgte dies seitens des Vereins der Akkordmaurer und des Unter- glieder überwiesen wurden. Ferner statteten D. Schubert Bericht partei stehenden Handlungsgehilfen die Unfruchtbarkeit und Stüßungsvereins. Der Unterstützungsverein im Westen lehnte eine Auf- über den Kongreß freier eingeschriebener Hilfstassen, sowie Haltlosigkeit der freiſinnigen Partei ad oculus zu demonstriren. Lösung ab, ebenso der Fachverein der Puzer. Um einen Ersatz für P. Ließ über die freie Hilfskassen- Kommission ab. die Unterstügungsvereine und deren segensreiche Wirksamkeit zu Eine Versammlung des Allgemeinen Metallarbeiter. Der Verein von Schuhmachermeistern in der Friedrichstadt schaffen und dieselben auch in der Freien Vereinigung zu konzen- Vereins fand am Mittwoch, den 4. d. M. in Moabit statt, in hielt am Donnerstag Abend eine Versammlung in beni triren, machte er die Vorlage, die Gründungleines Unterstüßungsfonds der Herr Peus einer sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über Saale Zum Auerbach"( Leipzigerstr. 44) ab; etwa 80 Ber- betreffend, welche indessen abgelehnt wurde. Die Resolution vom das Thema:„ die Waare Arbeitskraft" hielt. In der Diskussion fonen waren anwesend. Ueber das Thema„ Genossen- 23. März wurde später in einer öffentlichen Versammlung bestätigt nahm Kollege Unger Gelegenheit, den Metallarbeitern Moabits schaften" hatte man einen Reichstagsabgeordneten als Referenten( bei Buggenhagen), dadurch hatte der Vorstand die Machtbefugniß er eine regere Betheiligung an den Vereinsversammlungen dringend haben wollen und zwar sollte es der Schuhmachermeister, aber halten, die Bewegung zu einem einheitlichen Ziele zu führen. zu empfehlen, da derartige Vorträge, wie der heutige, besonders beileibe nicht der Sozialdemokrat, Abg. Bock, sein. Derselbe Jedoch auch die zu Gebote stehenden Machtmittel waren noch dazu geeignet sind, dem Arbeiter die nöthige Aufklärung zu verwar indeß am Erscheinen verhindert und für ihn trat im legten nicht ausreichend, das vorgesteckte Ziel zu erreichen. Neben der schaffen. Unter Verschiedenem führt Kollege Krüger aus, daß er Augenblice Dr. Lütgenau ein. Der unvorbereitete Referent Freien Vereinigung bestand noch das öffentliche Vertrauens- aus der Fabrik von Siemens und Halske, in der er seit entlassen wurde, als sprach über die Wirksamkeit und die vorübergehenden Erfolge Schulze männersystem. Zwischen diesen und dem Borstande kam es zu dem 9. Dezember beschäftigt war, einem Nebenkollegen zu Theil gewordene LohnDelitzsch's und behandelte das neue Genossenschaftsgeseh, ging sodann die Allgemeinheit schädigenden Kollisionen, indem jene der Freien er die auf die von Lassalle geforderten Produktivassoziationen mit Vereinigung alles weniger als freundlich gegenüberstanden. Um erhöhung auch für sich beanspruchte, wobei sich heraus stellte, Staatshilfe ein, zeigte die Werthlosigkeit dieser Forderung und dies zu ändern, beantragte er die Beseitigung des öffentlichen Ver- daß er bereits 51 Jahre alt sei, wohingegen 35-40 Jahre das wies endlich nach, daß Genossenschaften dem Kleinbetrieb feine trauensmännersystems und dieser Antrag wurde bei Joël zum Be- höchstzulässige Alter für neu Ginzustellende sei. Mehrere ebendauernde Hilfe bringen förmen und daß sich der Todeskampf des schlusse erhoben. Die Funktionen der Vertrauensmänner wurden ebenfalls bei S. und H. beschäftigte Kollegen wiesen den Kollegen Kleinbetriebes abkürzen lasse durch die baldige Verwirklichung falls der Freien Vereinigung übertragen. Unter diesen Umständen, Krüger darauf hin, daß er sich seither oft nicht so betragen habe, der gesellschaftlichen Produktion; hierfür hätten Arbeiter und wie auch unter dem Drucke der wirthschaftlichen Verhältnisse, wie es einem Arbeiter geziemt. Es ist Pflicht eines Jeden bei Kleinhandwerker gemeinsam einzutreten. In der Debatte wurde unter dent Drucke der großen Streits in Hamburg, Stettin und Zeiten sich um die Vertretung seiner Interessen zu bekümmern und der sozialistische Standpunkt des Referenten nur von einem ein- Rostock 2c., war es der Freien Vereinigung im Jahre 1890 nicht nicht erst dann, wenn ihn der Druck der Verhältnisse mit der zigen Redner getheilt; die anderen Redner widersprachen und möglich, eine Attionsthätigkeit zu entfalten. Wenn im Frühjahre Nase darauf hinstößt. Ferner wurde ein Antrag des Kollegen wollten in der Mehrzahl auch nicht zum Kleingewerk gehören. in eine neue Bewegung eingetreten werden solle, so sei er dafür, Unger angenommen, zu dem im Marienbad stattfindenden VerDos Thema war gewählt worden, weil die Bildung daß wieder eine öffentliche Lohnkommission gewählt werde. Er gnügen des Vereins Gesellige Brüder" keine Billets zu laufen, Grgnügen at it" su Bersammlungen zu haben ist. Sierauf einer Assoziation angeregt iorden ist; es ea waren ba fennte aber nicht anders handeln, als wie er gehandelt habe. Er ba diefes Lotal nicht zu her Interessenten Der verschiedensten Art, Lederhändler, habe damit feine Sonderinteressen verfolgt oder gar nur seine schloß Kollege Schiefel die Versammlung mit einem Hoch auf die Leiter von Assoziationen neben größeren und fleineren befoldete Stellung haben wollen, sondern lediglich nur nach bestem internationale Arbeiterbewegung. Fabrikanten anwesend. Der Vorschlag einer Assoziation fand so- Wissen und Gewissen für das Interesse der Berliner Maurer wohl Unterstützung als Widerspruch und ein bestimmter Beschluß gearbeitet. Wenn die von ihm befolgte Taktik nicht dem Wohle wurde nicht gefaßt. Besonders lebhaft wurde die Debatte, als der Allgemeinheit entsprechend gewesen sei, so möge man ihn fie fich um der Ausdehnung und die Ursachen der Arbeitslosig verurtheilen. An diesen Rechenschaftsbericht fnüpfte sich eine die feit handelte. Die Behauptung eines Herrn, daß jeder Arbeits- ganze reichhaltige Materie eingehend behandelnde Diskussion, nach willige auch Arbeit finde, fand von mehreren Seiten Wider Schluß derer sich die Anwesenden mit allen gegen sechs Stimmen Spruch; nur meinte man, daß es eine periodische Ar- in einer Resolution mit der befolgten Taktik des Vorstandes einbeitslosigkeit immer gegeben habe. Der Referent zeigt verstanden erklärten. Im Anschlusse hieran wurde einstimmig der gegenüber, daß die mechanische Herstellungsmethode, Antrag des Ausschusses, das Mitglied Buzzer Dietrich auf Grund auch im Schuhmachergewerbe, die Zahl der Beschäftigungs- des§ 7 des Statuts( Schädigung des Vereins) aus der Freien Es folgte die Losen nothwendig immer vermehre; daß sie den Handwerker der Vereinigung auszuschließen, angenommen. Frucht seiner mühsam erworbenen technischen Geschicklichkeit ent- Berichterstattung durch Kollegen Jezorke Namens der eigne, ohne ihn zu entschädigen; daß die heutige Organisation niedergesetzten Statuten- Revisionskommission. Die von Jezorke der Gesellschaft diese Erscheinungen nicht zu bannen vermöge. begründete Statutenänderungs- Vorlage weist vielfache und einDarin gab man schließlich dem Referenten Recht, daß der Klein- schneidende Erweiterungen und Aenderungen des alten Statuts betrieb in absehbarer Zeit verschwinden werde; aber bis dahin auf, unter denen besonders die wieder eingeführte Bekämpfung wollte man sich der Technik und der Konkurrenz des Großkapitals der Affordarbeit zu erwähnen ist. Die Versammlung trat in 3 erwehren versuchen. Herr Cassau sprach im Sinne des eine Generaldiskussion über die Vorlage ein. Zur weiteren BeReferenten. In seinem Schlußwort nahm letterer, dessen Vortrag rathung soll am kommenden Donnerstage eine neue Versammlung als politisch- agitarisch getadelt worden war, Gelegenheit, noch stattfinden. mals auszuführen, daß er gar nicht agitirt, sondern nur nach gewiesen habe, wie die Verhältnisse sich entwickeln müssen und dem werden. TT " Die Bergarbeiter- Bewegung in Westfalen beleuchtete der Generalsekretär der Nationalliberalen, Hr. Pazig, am Donnerstag Abend in echt nationalliberaler Weise in einem Die Freie Vereinigung der Maurer Berlins und längeren Vortrag im nationalliberalen Verein für den 3. ReichsUmgegend hielt am 5. d. Mita. bei Orschel eine Mitglieder tags Wahlkreis. Der Redner erklärte von vornherein, Versammlung ab, nachdem die vorige regelmäßige Versammlung nur Thatsachen bringen zu wollen. Wem es noch nicht der Ungunst der Zeiten wegen ausgefallen war. Im Namen des bekannt war, was diese besoldeten und unbesoldeten Vertreter Vorstandes erstattete der Vorsigende, Kollege Wernau, den der Geldsacks- Interessen„ Thatsachen" nennen, der konnte es hier Rechenschaftsbericht für das Jahr 1890, was der reichhaltigen lernen. Alles was nur irgend geeignet erscheint, den Gegner Tagesordnung der vorhergegangenen Versammlung wegen nicht bloszustellen, ist„ Thatsache". Rührend war es übrigens, mit möglich war. Neben geschäftlichen Mittheilungen gab derfelbe welcher herzinnigen Freude der Referent von der Thatsache der eine Begründung der von ihm bezw. vom Vorstande bisher be- Frömmigkeit, des Familienfinnes und des wahrhaft kindifolgten Taftit. In geschäftlicher Beziehung hatte Wernau mit- chen Aberglaubens sprach, welche den Bergmann vor zutheilen, daß im verflossenen Jahre 21 Vorstandssitzungen, jeder Verführung" schützen. Thatsache ist ferner die Ver41 Mitglieder( einschließlich 7 General-) und 11 Bezirks- Ber- hegung der Arbeiter durch die ultramontane Presse, sowie daß fammlungen statthatten, von welchen letzteren eine polizeilich auf- Siegel, Bunte und Schröder, welche schon 10 Jahre lang gelöst wurde. Vergnügungen fanden 3 statt, ferner eine Matinee Sozialdemokraten" waren, vor Kaiser Wilhelm mit„ tönigsund wurde das wissenschaftüche Institut Urania" zweimal besucht. treuer Maske" erschienen. Was dem Redner aber an Thatsachen In Bezug auf Agitation wurden zwei größere Flugblätter heraus- nicht in den Kram paßt, wie der beispiellose Vertrauensbruch gegeben, ferner Aufrufe erlassen. Auch wurden statistische Frage der Kohlenbarone, wird einfach weggeleugnet und dafür mögbogen betr. Lohn- und Arbeitsverhältnisse verausgabt und die lichst lange über den unerhörten Kontrattbruch" der Arbeiter bor zwei Jahren dem Magiftrat erfolglos unterbreitete Petition, gesprochen. Die Thatsache", daß ein„ Privat- Gelehrter" betr. Das Submissionswesen und Regelung der Arbeitsverhältnisse aus Berlin erschienen sei, und den Bergarbeitern die Besißnahme auf Kommunalbauten erneuert. Auch wurden Schritte gethan zur der Kohlenwerke ihrerseits mittelst einer so tomplizirten Herbeiführung einer Vereinbarung mit den Polieren und es Resolution empfohlen habe, daß dieselbe den einfachen, wurde ein Birkular an dieselben erlassen, den Arbeitsnachweis tindisch abergläubigen Bergmann ganz unverständlich betreffend. Die finanziellen Verhältnisse des Vereins betreffend gewesen sei, giebt ebenfalls Anlaß zu längerer Auseinander wurde mitgetheilt, daß sich die Einnahmen auf 5769,15 M., die jetzung. Leider hatte Referent die Resolution vergessen" Ausgaben auf 5629,60 m. beliefen. Aufgenommen wurden mitzubringen. 1332 neue Mitglieder. Trotz aller Versuche, die Statistik so zu entstellen, wie wir Sodanu verbreitete fich Wernau über die Gründe, welche ihn es von jener Seite gewohnt sind, gelingt es dem Redner nur zu fonstatiren, daß die Dividenden in 2 Jahren im Durchschnitt au feiner ihm so vielfach verübelten Taktik veranlaßten. Derselbe schickte voraus, daß die Freie Vereinigung quasi um 512 pt. gestiegen sind! sein Kind sei, das er geschaffen und groß gezogen habe. Seit der Die Löhne sind allerdings, diese Thatsache" stellt Redner Gründung der Vereinigung gehöre er derfelben an, er habe in der mindestens 10 Mal fest,( damit es ja ein Jeder glauben soll) um Statutenberathungs- Kominission gesessen, er sei der erste Vor- 20 pet. gestiegen. Das sei aber nur eine Folge der„ Thathizende der Vereinigung 1 Jahr hindurch gewesen, mithin in fache", daß die Kohlenbarone ihre Versprechungen auf alles eingeweiht, und fast Alles, was in und durch die Freie das Gewissenhafteste gehalten haben". Vereinigung geschehen, fei auf seine Initiative zurückzuführen. Rouponabschneider! 5/3 pot. mehr Dividende und 20 pGt. Anfangs hatte er an seiner Schöpfung Freude erlebt, doch immer höhere Löhne! Da Einem ja das Herz im mehr sei dieselbe zum Schaerzenstinde geworden durch die Un- zeibe web thun! Der Redner schließt dann, indem einigkeit und den Zwiespalt unter der Kollegenschaft. Sein Nach die frohe Hoffnung ausspricht, daß die Königstreue im folger im Amte war Stollege Freydant, im folgte Kollege Wilfnis. Herzen der Bergleute so fest gewurzelt sei, daß hier für alle ZuDefenders unter dieſent ellenden die schon früher au Lage funft leine Gefahr für die Monarchie zu ſehen sei! getretenen Friktionen und Strömungen, welche darauf abzielten, Hieran schloß sich eine lebhafte Debatte, in der drei unserer muß -Arme er 17. Zichung der 4. Klasse 183. König!. Prens. Lotterie. 99 Biebung vrm 7. Februar 1891, Schluß. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 84 117 250 371 435 607 70 1197 383 577 2039 87 526 74 764 959 3014 20 132 338 407 63 518 29 51 93 618* 50 917 4158( 5001 87 556 627 764 5134 450 747 925 34 6044 65 144 276 13001 577 629 7160 630 381 406[ 1509] 11 916 9144 98 424 553 759 856 972 10072 266 307 591 664 817[ 30001 915 11127 377 581 697 825 29 12258 312[ 3001 614 729 824 946 13205[ 3000] 0 95 822 477 506 722 78 829 924 14044 49 199 335 99 420 695 739 886 15025 155[ 5000] 259 429( 1500) 521 628 811 923 16104 292[ 1500] 766[ 1500] 17193 18053 243 390 750 953 19247 312 420 38 20067 21110 65 70 422 68S 787 22003 80 258 536 765 843 23218 465 95 601 24396 596 25189 231 321[ 300] 682 755 863 26414 688 763 27090 183 334 465 864 971 28172 294 437 874 925 29196 331 846 30094 133 320 579 86 88 130001 98 783 803 31075 107 208 58% 702 925 32486 617 41 979 33075 217 634 69 794( 500) 837 34231 43 404 14 788 35122 257 436[ 300] N80 36209 67 648 820 80 37015 354 66 84 604 33 76 88 38146 68 472 559 89909 40079 250 1500) 514 770 13000] 952 41012( 3000] 34 78 868 485 547 53 42159 93 295 574 809 975 93 43192 209 31 582 44009 10 336 44 473 13000) 691 755 818 56 986[ 30001 45238 465 529 619 47 994 46226 392 418 685 717 66 951 47010 151 200 303 679 48065 114 83 303 12 511 49077 184 320 51 552 618 704 42 50075 468 574 909 51343 59 404 43 814 52068 244 453 555 738 922 1500) 53032 137 299 326 86 598 753 891 54241 43 376 684 55024 236 49% 603 60 71 56058 168 246 87 618 702 967 57025[ 300] 362 534 58:19 130001 523 796 992 59169 224 410 15001 648 67 880[ 300] 60222 359 654 61 984 61313_53 549 687 791 883 62150 272 821 97 614 712 903 63102 424 81 887 64029 37 128 51 371 65180 324 1500] 47 84 92 13000] 414 805 36 917 130001 66 66069 122 665 67023 233 316 58 513 20 70 634 733 932 87 68270 369 478[ 3000] 500[ 300) 604 86 734 69056 83 308 436 44 115001 588 761 947 70001 9 11 228 55 77 527 646 775 71011 184 589 623 31 49 72020 284 609 730 73128 264[ 300] 425 71 688 903 74067 238 71 328 609 867 75850 52 992 76168 546 640 835 67 77193 226 65 83 395 425 625 26 864 986 78593 819 60 81 79765 80037 324 82 928 70 81494 516 644 701 8 934 82111 94 389 540 803 929 96 83008 15001 221[ 1500] 50 82 471 82 872 84038 152 210 757 85366 533 641 710 818 915 83343 461 600 S1 809 998 87241 749 97 88353 603 52 756 866 89290 648 762 90097 177 15000 216 440 79 13000] 904 91086 267 92177 203 F2 349 88 769[ 1500] 87 802 115001 93892 999 94187 331[ 1500] 926 95315 63 541 651 808 927 86 96144 459 586 749 995 97062 546 98273 380 807 99331 526 833 100276 95 390 477 632 790 13000] 802 16 51 977 101208 75 361 87 740 859 905 53( 300) 102071 285 362 564 88 103077 479 964 104125 217 55 753 79 105039 316 424 639 739 94 130001 932 54 106040 368 74 91 1300 553 682 703 909 107062 655 108014 229 632 852 109026 259 13000] 336 624 43 766 912 15001 110164 65 322 586 115001 703 111045 97 134( 500] 86 220[ 300] 302 532 724 83 112976 113051 80 373 553 758 92[ 300] 114037 115001 126 272 93 313 462 569 640 877 115019 104 54 387 570 622 62 769 116478 511 661 728 43 117009 84 1500] 116 650 742 92 118240 374 45 119109 115001 283 357 601 30 713 70 865 914 120 30 174 99 972( 300) 121570 615 122106 888 958[ 1500] 123044 136[ 300] 220 560 919 43,124109 72 206 16 82 551 125228 322 23 597 838 933 126053 195 681 975 127083 128 228 416 974 128079 221 403 744 800 18 934 129087 374 582 618 704 922 89 130001 130056 234 391 852[ 300] 131096 196 224 553 626 923 51 132144 336 685 898[ 1500] 133182 587 671 813 905[ 500] 73 134251 305[ 3001 32 41 434 95 500 83 816 21 135162 269 136015 318 617 847 60 137234 456 851 912 138147 405 139100 11 37 311 945 140135 444 647 946 141023 125 175 000] 430 35 524 47 831 81 142361 719 973 143168 1ac01 78 247 65 312 434 575 724 144547 827 980 145067 1500] 111 99 449 53 96 647 718 63 72 842 115001 146206 28 66 73 81 610 897 13000] 147312 602 148621 149122 130001 340 1500] 44 784 150008 431 624 759 S00 21 115001 903 151291 346 053 827 86 96 939 81 84[ 30001 152132 277 874 153037 84 400 531 616 70 823 61 154516 88 908 28 155130 803 573 757 814 61 156151 375 493 558 758 869 935 157094 15001 184 724 833 158181 892 159 161 554 160386 746 822 161358 94 465 694 712 162924 163188 235 392 765 164058 628 957 165017 22 128 404 808 11500) 18 166011 81 313 84 167473 956 168213 362 446 751 862 169414 607 942 170121 57 238 332 171119 357 674[ 500] 723 172260 302 596 927 173230 46 517 69 709 43 810 25 174213$ 3 302 98 676 175057 111 251 327 460 561 619 806 928 176005 626 895 177292 304 20 43 13000] 535 774 805 178013 414 66 517 611 747 1500] 943 86 179248 68 384 888 180204 417[ 1500] 593 688 181101[ 15000] 487 182015 47 218 183045 249 184334 67 626 747 856 185002 8 23 133 396 947 186079 211 17 300 520[ 300] 836 937 187643( 3000) 837 45 188577 763 810 932 189024 457 587 618 67 766 452 335 Sozialdemokratischer Wahlverein des 2. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Montag, den 9. Februar, Abends 8½ Uhr: Versammlung in Keller's Hofjäger, Hasenhaide. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Arbeiterbewegung und ihre kulturhistorische Bedeutung. Referent: Reichstags- Abgeordneter Förster. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragen. 337 Diejenigen Mitglieder, welche noch mit ihren Beiträgen restiren, werden ersucht dieselben zu entrichten; zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß in dieser Versammlung die Statutenbücher verabsolgt werden. Gäfte haben Butritt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung am Montag, den 9. Februar ds. Js., Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Müller, Johannisstrasse 20. Tagesordnung: 1. Das Parteiprogramm. Referent Reichstagsabgeordn. Molkenbuhr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. 340 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer des Leseklubs ,, Freie Denker" am Sonntag, den 8. d. M., Abends 6 Uhr, in Schnegelsberg's Festsaal, Jahnstraße 8, 1 Treppe. Man verlange in allen Delikateß- und Kolonialwaarenhandlungen [ 55 L] Tobias flüssige Chokolade ( bakterienfrei) Rein Cacao, Milch und Zucker. à Flasche Fabrik Berlin O., Blumenstr. 70. 15 Pf. Spiegel und Polster- Waaren, H. Richter, Optiker, HONG& y reelle Waare zu soliden Preisen. Ganze Ausstattungen Berlin C., Wallstrasse 97, am Spittelin Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel in großer martt. 2. Geschäft: Weinbergsweg 15b, S.-O., öpniderstr. 25, am Rosenthaler Thor. nahe d. Auswahl empfiehlt Franz Tutzauer, pe 3. Söpnider Brüde Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik Von Max Busse 157 Invalidenstr. 157, Markthalle. neben der verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. 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Vortrag: Sozialdemokratie und die Bourgeoisie. schiedenes und Fragen. 4. VerFilialen: W., Potsdamerstr. 9 und 51.| Charlottenburg, Hardenbergstr. 42. W., Französischestraße 55. N., Invalidenstraße 139. NW., Moabit, Wilsnader NO., Neue Königstraße 30. straße 45. [ 148 L Abholung und Rücksendung kostenfrei. Preislisten franko. Postsend. prompt. [ 1986] AlumingoldBrillen und Pince- nez, garantirt nie schwarz werdend Nickelbrillen u. Pince- nez do. allerfeinste Qual. Rathenower Brillen do. M. 2,50 · M. 1,50 M. 2, M. 1, allerfeinste Qual. M. 2, M. 7, mit Etuis, Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas Operngläser, rein achrom ,, Excelsions, das Beste auf dem Markte, mit Etuis und Riemen M. 12,-. Beste und billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel, genaueste Fachfenntniß, eigene Werkstatt, prompt, Ber fandt nach außerhalb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. 46 Töpfer- Werkzeuge, Dresdener, empfiehlt E. Vogtherr, Berlin, [ 89 L 1. Landsbergerstr. 64( a. Alex.-PL.) 2. 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