Nr. 81. Erfcheint täglich außer Montag Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterretch Ungarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infestions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Berlammlungs- Anzeigen 20 fa Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochen tagen bts 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Seen[ prech- Anschlug: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Dienstag, den 5. April 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. Die schriftliche Arbeitsordnung tagskommiffion die Stimmung über den Abschnitt, be- Abficht geleitet wäre, daß es die lieben, guten Grubenin der Novelle An dieser Stelle soll nunmehr der verehrlichen Land- Ordnung in das Gesez einzuführen, als ob man von der treffend die Arbeitsordnungen, aus dem neuen Entwurf besitzer, mit denen man es ja nicht verderben darf, etwas flar gelegt werden, nachdem wir das Fehlen des achtstün- so wenig als möglich merken sollen: eine Rontrolle über zum preußischen Berggesetz. bigen Marimalarbeitstages, jeder weiteren Schutzbestimmung bas Nullen. Wie schreiend müssen also die Uebelstände für jugendliche und weibliche Arbeiter, sowie jeder neuen hier gewesen sein, wenn fie selbst die preußische Bureaukratie Ausnahmsweise hat die Kohlentante- so nennen die Vorschrift über Vorkehrungen für Leben und Gesundheit der nachträglich durch besondere Maßregeln abzuschneiden sucht. Bergarbeiter die Rheinisch- Westfälische Zeitung", das Blatt Bergarbeiter in früheren Artikeln gerügt haben. Bezüglich Jnsoweit, als dadurch eine Störung der Förderung nicht der Grubenbesitzer einmal Recht! Sie beschwert sich dar- der Arbeitsordnungen wird, wie in der Gewerbe Drdnung eintritt," sollen die Arbeiter das Nullen durch einen Ver über, daß die Novelle zum preußischen Berggeseze im Land- für Fabrikarbeiter, das System der Schriftlichkeit eingeführt. trauensmann überwachen laffen können. Und Rauminhalt tage mit fliegender Eile durchgepeitscht wird, was übri- und an diesem Abschnitt merkt man, wie sich der preußische und Gewichtsinhalt der Förderwagen müssen überall auf gens vorauszusehen war, da ja als Termin für das In- Geheimrath in der Schriftlichkeit wohl fühlt. Beim großen diesen Gefäßen, dauernd und deutlich" angeschrieben sein. frafttreten des Gesetz es im Entwurf selber bereits der Streit von 1889 haben die Bergleute nicht einmal so großes Das ist ja ein kleiner Fortschritt. Aber die Regierung 1. Juli d. J. angenommen ist. Die Kohlentante meint, Gewicht auf diese Schriftlichkeit gelegt; aber der Regierungs- scheint ordentlich selbst vor sich Angst bekommen zu haben, ihre Auftraggeber und Hintermänner müßten sich erst ganz entwurf schreibt sie mit wahrer Wonne für alle Abmachungen und vor dem Riesenmuth, von den Bechengewaltigen fo genau zu jedem Paragraph des Entwurfes gutachtlich über die Arbeitsverhältnisse vor. Jedenfalls sind die Berg- etwas zu verlangen. Sie hat ihnen gleich wieder eine äußern, ehe irgend einer derselben Gesetz würde. Und arbeiter nicht so dumm, das zurückzuweisen. So wird recht lange Frist gegeben. Erst am 1. Januar 1893 foll thatsächlich berieth die inzwischen ernannte Kommission des die Bechenverwaltung wenigstens auf ihre Diftatur die deutliche Aufschrift, die doch eigentlich etwas ganz SelbstAbgeordnetenhauses mit fieberhafter Haft als müßte vorschriften festgenagelt. Bis zum 28. Juli d. J. verständliches ist, eingeführt werden. Bis dahin können die Das Politische Lebersicht. fie dasjenige doppelt einholen, was die Regierung solle jedes Bergwert eine schriftliche Arbeitsordnung haben. Grubenbefizer mit den alten unkontrollirten Maßen fortmit ihrem Buwarten seit dem Streit versäumt hat. Wäre Ueber den Entwurf derselben sind vorher die Arbeiter zu wirthschaften. eine gründliche Reform der Berggesetzgebung beabsichtigt, so hören; an Stelle der Arbeiter können Rassenvorstände oder Also auch hier, wo sich die Bureaukratie in ihrem tönnte dabei allerdings Nichts herauskommen. Insofern Arbeiterausschüsse treten. Diese müssen ihre Bedenken gegen eigenften Elemente, bei der schriftlichen Reglementirung be hat also die Kohlentante recht, wenn sie es vielleicht auch die Arbeitsordnung, und deren wird es wahrscheinlich genug findet, Halbheiten über Halbheiten, und nichts Durchnicht ganz so meint. Aber nicht blos für die Herren Bechen- geben, möglichst überall schriftlich der Zechenverwaltung mit greifendes, Ganzes. Gute an alledem ist tapitalisten, sondern vor Allem für die Bergarbeiter selbst theilen. Dann soll die Bergbehörde prüfen, wer Recht hat. nur, daß die Diskussion über die Einzelheiten des liegt bei dem Haspelmaschinentempo des Landtags teine Da kommt aber wieder der Haken: die Bergbehörde hat Arbeitsvertrages gründlich befördert wird. Die Bergleute Möglichkeit vor, auf die Berathungen Einfluß zu nehmen. fein eigentliches Genehmigungs- oder Abänderungsrecht. werden sich immer entschiedener, wenn auch manchmal nicht Bis in diese Tage hinein sind die Köpfe im größten preußi- Sie sieht blos nach, ob das Nothwendigste, was das schriftlich, mit ihren Herren" über diese Dinge auseinanderschen Kohlenrevier, in Rheinland- Westfalen, ganz ausschließlich Gesch vorschreibt, beobachtet ist, und damit basta! Das fegen und Arbeitsordnung" in ihrem Sinne schon schaffen. mit der auffällig schnell anberaumten Wahl der Knapp- Uebrige sollen die Bergarbeiter mit der mächtigen schaftsältesten beschäftigt gewesen. Dabei wiegte man Grubenverwaltung ausmachen. Wir sind neugierig, ob sich seitens der Bergleute noch in der Hoffnung, der lahme Landtag nicht wenigstens diese Aenderung fertig der Abänderungsentwurf zum Berggesez könne eine Ver- bringt: daß die Bergbehörde jede Arbeitsordnung förmlich besserung des Wahlverfahrens und der Organisation bei dieser genehmigen und damit einen Theil Berantwortung für unsogenannten Knappenvertretung bringen eine Hoffnung, gerechte Beſtimmungen mitübernehmen muß. Uebrigens hat Berlin, den 4. April. bie nun ebenfalls gründlich getäuscht ist, denn die Novelle sich ja ein Theil der rheinisch westfälischen Bechen in echt läßt auch hier Alles beim Alten. Sodann ist der Bergmann favaliermäßiger Weise um die Vorlegung an die Arbeiter Kommiffion für Arbeiterstatistik. Bu Mitgliedern überhaupt etwas schwerfällig. Thatsächlich hat sein Ber- und die Behörde bekanntlich dadurch herumgedrückt, daß er der Kommission für Arbeiterstatistit hat der Bundesrath bandsorgan, die„ Beitung deutscher Bergleute" in Gelsen die hier seiner Zeit eingehend besprochene Wuster- Arbeits- gewählt: Den Ministerialdirektor im töniglich preußischen firchen, bis heute noch keine Zeile über den Regierungs- ordnung" zu Anfang des Jahres erließ. Diese Arbeits- Minifterium für Handel und Gewerbe, Lohmann; den Reentwurf gebracht, geschweige denn, daß sich schon Bersamm- ordnung braucht, wenn sie sonst dem Gesetze entspricht, gierungsrath im königlich bayrischen Ministerium des Innern Lungen mit ihm beschäftigt hätten, während das Gruben- nicht eingereicht zu werden. Was nun den Inhalt und Vorstand des königlichen statistischen Bureaus in München, unterrichtete und infolge beffen auch schon eine erste sconferent soll er, wie in der Gewerbe- Ordnung, aus Angaben de3 Innern, Morgenstern; ben Ober- Regierungsrath im aber den Entwurf seitens der Bechenpotentaten in Eſſen über die Arbeitszeit, Lohnzahlung, Kündigungsfristen töniglich württembergischen Minifterium des Innern, Alle diese Umstände sprechen Strafgelder und Lohneinhaltungen bestehen. Neu sind für die v. Schicker, und den großherzoglich badischen Regierungsrath also sehr dafür, daß man die Berathung der Novelle im Bergwerke hinzugekommen: Angaben über die Bemessung Dr. Wörishoffer, Borstand der großherzoglich babischen Landtag nicht zu ſehr übereilt. Wir wiſſen ja, baß frog, des Lohns, über Schichts und Gebingelohn, über Abzüge, Fabritinspektion. Wenn es auch feststeht, daß Herr Lohmann ein ausbem für bie Bergarbeiter so gut wie nichts heraustommen also auch das Nullen, über den Beschwerdeweg gegen verabgehalten worden ist. eben dem Gesetze entsprechen muß, so tasp; den Regierungsrath im töniglich sächsischen Ministerium wird. Aber die Herren Abgeordneten sollen doch nicht zu hängte Strafen und über die Berabfolgung und Berechnung gezeichneter Kenner des Gewerbewesens und sozialpolitisch beutlich merken lassen, bag sie gar nicht unterrichtet sein von Betriebsmaterialien und Werkzeugen. Zu dem Ent- burchgebildet ist, so ist es nicht minder bekannt, politic wollen, um sich hinterher bamit entschuldigen zu können. schluß, die Anrechnung von Werkzeugen und Betriebs- Wandlungen der Reichsregierung in Sachen der sozialen Politik bei diesen Produkten des„ elendesten aller Wahl- materialen zu verbieten, hat sich der preußische Geheimrath mitgemacht hat von Bismard bis Berlepsch. Er ist eben zuerst Nur Etwas hat er Verwaltungsbeamter, welcher die Aufträge seines Chefs ſyſteme" iſt ja nichts unmöglich, nichts Nachtheiliges für das natürlich nicht aufschwingen können. sich getraut, auf dem Umwege über die Arbeits- sorgfältig ausführt, sein eigenes Urtheil aber weislich zurückFreilich arbeitende Bolk nämlich! Feuilleton. Nachbruc verboten.) ( 81 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Freifrau zu dem Lehrer, welcher alsbald die Bücher zujammennahm und sich empfiehlt. Zürnst Du mir?" fragt dann das Mädchen, indem es sich schmeichelnd der Mutter naht, einen Arm um deren Hals legt und ihr in die Augen sieht. Liebst Du Polen?" fragt diese dagegen. " Ich liebe es, wie mein Vaterland," betheuerte das Kind, soll ich Dir einmal das Gedicht über Langiewicz vortragen?" Nein, Olga, ich bin zufrieden mit Deinem guten Freifrau von Sokolow ist eine schöne Frau; sie ist Willen." nach dem neuesten Pariser Modejournal gekleidet, aber Das Mädchen nimmt ihren Platz wieder ein und von schwarz sind die schöngebogenen Augenbrauen und das ganz schwarz; schwarz ist auch ihr künstlich geordnetes Haar, Neuem herrscht Stille in dem weiten Gemach. Da tritt ein Diener ein und meldet mit vernehmlicher barunter mit fast schwärmerischer Gluth brennende große Stimme: Auge. Die Marmorbläffe der edlen und feinen Gesichts-| formen bildet hierzu einen überwältigenden Kontrast. plötzlich aufspringend mit Ungeduld ausruft: Die lange Stille unterbricht das Mädchen, indem es Zone. Nein, ich will nicht mehr, ich habe genug davon." " Was ist das, Olga?" fragt bie Freifrau mit strengem " Ich habe keine Luft, dies Zeug zu lernen, ich muß mich plagen, um es richtig zu übersehen, weil die Worte so merkwürdig zusammengestellt sind, und wenn ich's übersetzt habe, verstehe ich es immer noch nicht." Du mußt es verstehen lernen." " " Es macht mir fein Vergnügen." Man lernt nicht nur zum Bergnügen." " Aber mir vergeht die Geduld." Ein Herr ist soeben angekommen und wünscht mit der gnädigen Frau zu sprechen. Hier ist seine Karte." " Ein Besuch zu dieser Jahreszeit? Höchst unerwartet," bemerkt die Dame und nimunt die dargebotene Karte auf. Aber ihre Wangen erbleichten, als sie den Namen las; aufhob. in der Aufregung ließ sie die Karte fallen, welche die Tochter Mein Bruder, mein Jwan," rief dieselbe alsobald, im ganzen Gesichte erglühend, o geschwind, geschwind, führen Sie ihn zu uns". " " Führen Sie den Herrn herein," befahl die Freifrau, ihre Aufregung bemeisterud, und, nach der Entfernung des Dieners, sich zu dem Mädchen wendend, sagte sie mit ftrenger Stimme: „ Soll ich meinen Bruder nicht erst begrüßen dürfen?" fragte die Enttäuschte mit Thränen im Auge. Du haft gehört, daß ich mit dem Herrn allein zu sprechen habe." Das Mädchen ging mit einem sehnsüchtigen Blicke, welcher der Ausgangsthür galt, nach einem Seitenzimmer zögernd ab, doch hatte sie kaum die Thür hinter sich gefchloffen, als Jwan von dem Diener hereingeführt wurde. Die Freifrau hatte ihre Stickerei aufgenommen und be fahl dem Diener, einen Sessel für den Besuch herbeizurüden. Der Diener zog sich zurück und eine längere Pause begann. Jwan erwartete eine Anrede, doch da dieselbe länger ausblieb, als er erwartete, so sah er sich wohl ge nöthigt, seinerseits zu beginnen, und er that es mit ber Frage: Mein Besuch tommt Ihnen ohne Zweifel sehr unverhofft, gnädige Frau?" Sehr unerwartet," erwiderte die Freifrau. " Sie werden aber jedenfalls zugeben, daß er früher oder später unvermeidlich war." Nicht daß ich wüßte." " Hinausgestoßen, wie ich bin, in die Welt, ohne Vermögen, ohne Stellung, mußte ich wohl nach dem zu fragen kommen, was mein Vater mix an irdischen Gütern hinterlaffen?" Sie konnten sich diese Mühe ersparen, denn Ihr Herr Vater hat Ihnen nichts hinte ssen, als den bei mir niedergelegten Wunsch, Sie zu unterstützen." ,, und eben dies ist mir im höchsten Grade auffällig, da Auch Du, Olga, entferne Dich; ich muß mit dem ich ihm nie einen Grund zum Mißvergnügen gegeben." Das mag sein, ich habe mich nie darum gekümmerty So lassen Sie es für heute genug sein," bemerkt die Herrn allein sprechen." " brangt. Sicherlich hat er ein lebhaftes Intereffe für die jachtung. Wenn der Plan aufgegeben ift, fo mag bies| Fragen des Arbeiterschutzes, um die Gewerbe- Inspektion 3. B. amtlich mitgetheilt werden. Die offiziösen oder halbin der ersten Periode ihrer grünen Jugend hat er sich offiziösen Dementis find als eitle Fluntereien erwiesen, und unleugbare Verdienste erworben, und wir sind überzeugt, die Annahme, daß das Lotteriespiel doch noch vor sich gehen daß ihm persönlich der Rückschlag auf diesem Gebiete, für werde, wird durch solche Scheinberichtigungen eher verstärkt, avelchen Bismarck höchstselbst aus höchsteigenem Interesse als widerlegt. eintrat man fennt ja die Geschichte des Fabrikinspektoren Besuches in dem Bismarc'schen Fabritbetrieb Preußische Einkommenftener. Der Mehrertrag der zu Friedrichsruhe nicht angenehm gewesen ist. Aber neuen Steuern beziffert sich auf 43 Millionen Mark. Die ein selbständiges Vorgehen, eine eigene Initiative nächste Einschätzung wird noch zu weit günstigeren Ergebist von ihm nicht zu erwarten. Er wird die niffen führen. ihm ertheilten Aufträge gewissenhaft ausführen und hat das " Befih" im alleräußerlichten Stimme des Bortes an vertreten, 5. h. für das tapitalistische Syftem mit allen seinen Folge rungen einzuftehen. Daß fie dies als Chriften aber nicht tönnen, liegt auf der Hand. Die Wahl drängt sich ihnen also ganz Don felber auf; so schwer fie angesichts des Vordringens der Sozialdemokratie im gegebenen Falle auch werden mag, muß sie dennoch getroffen werden. Daß sie nicht alle der Versuchung gewachsen sein werden, bezweifeln wir nicht; wie überall und immer, wo es sich um große und schwere Entscheidungen handelt, wird so mancher Abfall zu be flagen sein. Im Großen und Ganzen wird sich der Scheidungss prozeß gleichwohl vollziehen, weil er eben Sache des christlichen Gewissens geworden ist, und es mag, wie gesagt, wohl sein, daß die Umsturzpartei den äußeren Vortheil zieht, einen Vortheil, von dem einstweilen Niemand wissen tann, wie weit er geht. Wie weit er gehen fann, hat im Laufe von hundert Jahren Frankreich wiederholt erlebt." Wir können mit der Ansicht nicht zurückhalten, daß auch Wir verlangen und wir brauchen diese Enthaltungs Dieses Borkommniß einen neuen Beweis für die dringende politik der Junter und Pfaffen nicht, die übrigens nur auf Nothwendigkeit liefert, die hier in Betracht kommende In dem geduldigen Papier geübt werden wird. Die Absicht, struktion der Wachtpoften den Anforderungen der Neuzeit den feindlichen Bruder einzuschüchtern und ihn breit zu entsprechend abzuändern. Das Militär ist zum Schutze des Zeug dazu, auch eine ernsthafte sozialstatistische Erhebung jagd in der Wrangelstraße, die einen Todten und einen Tiefer hängen! Zu der neuesten Berliner Menschenmit Erfolg durchzuführen. Ueber Herrn Rasp haben wir schwer Verwundeten zur Strecke brachte, schreibt die nur zu sagen, daß unter seiner Leitung das bayerische regierungsfreundliche Straßburger Boft": statistische Bureau, welches unter Georg Mayr Gutes, unter seinem Nachfolger Erträgliches geleistet, zu völliger sozialpolitischer Bedeutungslosigkeit gelangt ist, nachdem seine uninittelbaren Vorgänger ihm in dieser negativen Wirksamkeit rühmlich vorangegangen waren. Herr Morgenstern wandelt in den Bahnen des Herrn Viktor Böhmert und Herr v. Schicker ist außerhalb des Schwabenlandes nicht hervorgetreten. Der Einzige, dessen Eintritt in die Kommission wir mit rückhaltloser Anerkennung begrüßen, ist der Chef der badischen Fabrikinspektion, Herr Dr. Wörishoffer, ein Mann, welcher nicht blos, etwas davon erfaßt", sondern auch durch die That bewiesen hat, daß soziale Statistik und soziale Politik ihm keine wächserne Nase sind, die nach Belieben und nach Wunsch von Oben gedreht werden. Seine Untersuchungen über die Lage der badischen Bigarrenarbeiter und der Fabritarbeiter Mannheims find in ihrer Art mustergiltig und stehen als amtliche, im Auftrage einer Regierung ver öffentlichte Studien in Deutschland leider ganz vereinzelt da. Seine Fabriktinspektions- Berichte sind die beften, die man bis jetzt in Deutschland publizirt hat, ste zeugen von seiner Objektivität und von einer nachahmenswerthen Ünbefangenheit in der Erfassung der Arbeiterzustände und der Arbeiterbewegung. Ob es ihm freilich gelingen wird, seine Kollegen so zu beeinflussen, wie wir es wünschen, das steht auf einem anderen Blatte. Unschuldig angeklagt. Vaterlandes und der Bevölkerung in Kriegszeiten da. Daß schlagen, liegt offen zu Tage. Und man weiß, was es be harmlose Menschen, mögen es nun Fürsten oder Arbeiter sein, deutet, wenn die Kreuz- Zeitung" das Jahr 1789 und die die ruhig ihres Weges gehen oder sich in ihren Wohnungen blinkende, haarscharfe Erfindung des Dr. Guillotin heraufbefinden, in die Gefahr gerathen, von denselben Soldaten, die beschwört. Gelingt es ihr auch, ihre Leute gruselig zu zu unserem Schuhe im Kriegsfalle da sind, im tiefsten machen, so sollte sie doch bedenken, daß das Fallbeil eine Frieden todtgeschossen oder auch nur angeschossen zu werden, gefährliche plebejische Schneide hat, woran sie sich dis ariftodas wir wollen nicht bitter werden und nur kratischen Finger verlegen könnte. einfach sagen: das sollte nicht vorkommen. Jede Möglichkeit eines solchen Vorkommnisses sollte ausgeschlossen sein! Wir Der französischen gestehen, selbst auf die Gefahr hin, der Herzlosigkeit beschuldigt zu werden, daß wir das Rauhbein, welches den Posten ge-" Correspondenz Havas" ist in der deutschen Presse der Vornedt hat und deshalb schließlich angeschoffen wurde, nicht im murf gemacht worden, ste habe über die Berliner Februar mindesten bemitleiden. Leute, welche mit dem Kopfe Krawalle unfinnig übertriebene Berichte nach Brafinen freiwillig gegen fahrende Lokomotiven anrennen, oder sich einen geschickt? Wozu in die Ferne schweifen? In England, Frank Sport daraus machen, im Zoologischen Garten die Löwen am reich, Italien, Spanien waren dieselben blutigen Jagd Schweif zu ziehen, sind unseres Erachtens nicht toller, als die geschichten verbreitet, und dahin waren sie dirett aus Leute, welche Wachtposten necken. Wenn solchen Rauhbeinen Berlin gekommen. Die nordamerikanischen, auch deutschgegenüber der Säbel haut und die Flinte schießt", so läßt uns das völlig talt. Aber lieber mögen hundert solcher Rauh ländischen" Beitungen enthielten übrigens genau die näm beine unbehelligt davonkommen, als daß, wie es im vorliegen- lichen Berichte, wie die brasilianischen Zeitungen. Und diese den Falle leider wieder einmal geschehen, eine an dem Erzeß Kabeldepeschen", die fich seit Jahrzehnten durch ihre Verunbetheiligte Person leicht verlegt" wird. Und dagegen tann logenheit und durch ihre Gehässigkeit gegen unsere Partei nur eine Abänderung der Instruktion schüßen. Also ändere auszeichnen, werden notorisch in Berlin fabrizirt, und wurden Zur Bergwerks- Novelle. Die Kommission des Abman fie!". seinerzeit aus dem Welfenfonds gespeist. Wer jetzt den geordnetenhauses für die Novelle zum Berggesetz hat die Sachen des Rauhbeins", worunter das forpsstudentische nahe Verwandte und Bekannte der tugendhaften Männer, Diese Aeußerung des nationalliberalen Blattes in Futtertrog füllt, das wissen wir nicht. Jedenfalls sind es erste Lesung beendet und noch wesentliche Berschlechterungen Rauberwälsch" den ungebildeten" Arbeiter, den" Proletar" bie sich jetzt über die tendenziöse Schwarzmalerei der„ Agence vorgenommen. So schreibt zum Beispiel die Vorlage vor, versteht, ist von solch unerhörter Brutalität, daß ste ver- Savas" beschweren. Letztere thut sehr unschuldig. Wir die Arbeitsordnung solle Bestimmungen über Anfang und Ende" der Arbeitszeit enthalten; die Kommission seht dafür ein buntbemüßter Kulturlümmel oder ein schneidiger Offizier geholfen hat, das rothe Gespenst an die Wand zu malen, Ende" der Arbeitszeit enthalten; die Kommission setzt dafür zeichnen zugleich sie brandmarken heißt. Wenn aber irgend wiffen nicht, ob sie die Wahrheit sagt. Wenn sie aber mitdas Kautschuk- Wörtchen Dauer", macht also die schwache Nachtwächter prügelt, wenn die akademische Jugend un- nun, dann hat sie es leicht gehabt, denn sie brauchte nur Möglichkeit einer Schutzvorschrift illusorisch. Auch die Be- gezählte ohheiten begeht, so ist dies überschäumende abzuschreiben oder zu übersehen, was in Berlin fabrizirt stimmung, daß die Ober- Bergämter, wenn durch übermäßige Jugendlust", die in der Lokalchronit der Gentlemenblätter worden ist. Dauer der Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet scherzhaft behandelt wird. Wäre statt bes an N worden # wird, Dauer, Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit getrunkenen Arbeiters ein bezechter Student, ein Bonner Die Bochumer Schienenflicker in Ottonischer Beund der Pausen vorschreiben können, wurde gestrichen. Der Borusse oder ein Straßburger Pfälzer zusammengeschossen leuchtung. Als am 1. April eine Abordnung Bochumer Knappentruz der Vorlage ist den Kohlenrittern und ihren parlamentarischen Rommis noch immer nicht scharf sämmtliche Bourgeoisorgane welch papierner Entrüstungssturm hätte Gentlemen unter Führung des Bergaffessors Hoffmann dem von der Memel bis grrroßen Staatsmann ihren Glückwunsch darbrachten, hielt genug. So wird die homöopathische Dosis der den Berg- an den Rhein erschüttert! Das Rauhbein", der Proletarier, Bismard eine Dankrebe, die Niemand in Verwunderung arbeitern föederlichen Bestimmungen aus dem kapitalistischen hat keinen Anspruch darauf, bedauert zu werden, mag er fegt, der diesen Ehrenmann kennt, trotzdem aber als be Rezept vollends gestrichen, und die Novelle wird, Travestie auf den Arbeiterschutz wie ste ist, doch noch ins ungeheuerlich auch wegen eines Vergehens getödtet werden, das in jeder lastendes Moment für die Helden des Bochumer Walzwerks auf den Arbeiterschuß wie ste ist, doch noch ins ungeheuerlich Universitätsstadt gegen Bürger und Polizei tagtäglich wäh- verzeichnet zu werden verdient. Als belastendes Moment, Fraßenhafte verzerrt. Warum sollen die Schmieding, Ritter, rend des Semesters vom flotten Bruder Studio" begangen fintemal ein von Bismarck den Großunternehmern aus wird, Lärm und Rempelei im Rausch. Wenn übrigens die gestelltes Fleißzeugniß jedem Unbefangenen die angemessene Straßburger Post" die Schildwachen mit vernunftlosen Kritik des Bochumer Falles nur noch erleichtert. Er sagte, Maschinen und mit Raubthieren vergleicht, so fällt die wuch- wie die Kölnische Zeitung" berichtet, u. a.: tige Kraft dieser schönen Metapher ihr zur Last. Sie wird wissen, weshalb fie diese Gleichnisse aus dem Garten ihrer blühenden Einbildungskraft gepflückt hat. Schultz Herodes nicht überherodisiren? Der Gehalt des preußischen Ministerpräsidenten. Die Parteien des Abgeordnetenhauses sind darüber einig", wie ein durch die Preffe die Runde machender Waschzettel besagt, daß zu dem Gehalt des Ministerpräsidenten der Busab fünftig wegfallend" gemacht werden solle, um einer späteren Vereinigung dieses jezt von der ReichsEine Drohung. Gallige Humore find jetzt in dem fanzlei losgelösten Amtes mit dem des Reichskanzlers oder Organ der Bedlißischen, der Kreuz- Zeitung", die tägliche einem anderen Portefeuille nicht zu präjudiziren. Man will Würze. Ihr Artikel: Umsonst( Nr. 160 vom 4. April), damit sagen, daß man nicht beabsichtigt, dauernd die Stelle in welchem sie nach eigenen Heften dem Liberalismus ein eines Ministerpräsidenten ohne Portefeuille zu schaffen". Kolleg lieft, enthält eine Absage an alle Gegner des SchulDie Froude hat hier Gelegenheit, der Regierung die Zähne gefeßentwurfs, welche in einer Drohung, betreffs der nächsten zu zeigen. Wir werden sehen, ob sie bei dieser Etatsdebatte Steichstagswahlen, gipfelt. Da heißt es: iu Aftion tritt, Schöne Aussichts- Lotterie. Zu der von uns( Nr. 80 vom 3. April) wiedergegebenen Nachricht, daß der GlücksspielBlan noch keineswegs gescheitert sei, bemerkt die NationalBeitung" Uus ist schon vor einiger Zeit von zuverlässiger Seite berichtet worden, daß der Kaiser sich gegen das Projeft erklärt habe." Diese Erwiderung verdient keine Be " Von Bochum ist in letzter Zeit ja viel geschrieben worden, aber ich bekenne Ihnen offen, daß ich den misgünstigen Verleumbungen gegen Bochum und seine Söhne nie Glauben ge schenkt habe. Unregelmäßigkeiten und Nachlässigkeiten passiren überall. Das ist in der menschlichen Natur begründet. Aber es ist ja bekannt, daß die Bochumer Schienen sich überall vor züglich bewährt haben, und diese Thatsache steht so fest, daß dagegen teine Fusangelei aufkommen fann. Aber deshalb die gefammte deutsche Industrie gegenüber dem Auslande zu schädigen, fann wohl nur auf ausländische Bezahlung ge fchehen, denn freiwillig thut ein deutscher Mann so etwas nicht." Wie tief der Eindruck bei uns geht, zeigt sich in besonders Wenn der Herzog von Lauenburg gemeinsame Sache bezeichnender Weise darin, daß die gläubigen evangelifchen mit den Steuerdefraudanten, Schienenflickern und Stempel Kreife Rheinland Westfalens, wie wir aus fehr zuverläffiger fälschern macht, so ist dieser kräftige Ausdruck der GesinQuelle hören, sich von jeder ferneren politischen Gemeinschaft nungsverwandtschaft des Doppelgestirns Baare- Bismarck ein erfreuliches Symptom. Solche Verbrüderungsfeste müssen gefeiert werden, um den noch gleichgiltigen Maffen der Be völkerung die Augen zu öffnen über das Wesen des Systems, mit den freifonservativen und nationalliberalen Gegnern des Boltsschulgesetzes loszumachen denken. Sie können auch gar nicht anders handeln, weil sie sich sonst darauf beschränkt sehen würden, beim Rampfe gegen die Umsturzpartei lediglich den wenn " Wie? gnädige Frau?" " Und mehr noch hasse ich Sie, weil Sie der Sohn Ihres Vaters." Wunderbar genug," bemerkte Jwan," Sie hassen mich als Russen und haben trotzdem nach einander zwei Russen als Gatten angenommen?" jedenfalls bin ich seine Erbin und habe nur die moralische meines Vaters läßt mir Anderes als Pflicht erscheinen. sinnungen verheimlicht. Zunächst haffe ich Sie, weil Sie Verpflichtung, Sie zu unterstützen. Das ist geschehen. Ich kenne Sie nur wenig, gnädige Frau, aber das Wenige, ein Russe Sie haben jährlich tausend Rubel erhalten; das ist für was ich von Ihnen kennen zu lernen Gelegenheit bekam, einen jungen Mann, wie Sie sind, vollständig genügend; läßt mich annehmen: nicht der Geiz und nicht die Habsucht wenn Sie mehr verbrauchen, ist das Ihre Schuld; und ich sind die Triebfederu Ihres Handelns." wüßte nicht, wohin ich kommen würde, wenn ich alle Ihre Die Freifrau blickte etwas betroffen in die Höhe, Extravaganzen bezahlen sollte." " Ich habe, gnädige Frau, nicht gelebt, wie ich leben könnte, ziemlichen Grazie, eine leichte Stöthe färbte ihre Wangen, und mit einer auch gänzlich kalt, er wenn mir ein standesgemäßer Jahresgehalt gewährt worden widerte fie: Es wird Ihnen mit wenig Worten Alles klargelegt wäre. Ich habe Schulden machen müssen. Mein Vater hat ein fürstliches Vermögen hinterlassen; da die Sie über mich hegen." Ich müßte Ihnen fast danken für die gute Meinung, werden. Ich bin eine Tochter Polens und habe von Jugend auf außer meinen Verwandten nichts geliebt, als mein uns darf ich wohl beanspruchen, mehr zu erhalten, als er seinem Musikdirektor bezahlie?" Also Haß, wirklicher Haß, der sich in entschiedenen anderen wahren Kinder Bolens kannte meine Familie feine glückliches, zerriffenes, niedergetretenes Vaterland. Wie alle höhere Pflicht, als Gut und Leben für seine Freiheit einrechnen, denn als Sie das Haus meines Baters betraten, waren Sie meine Stiefmutter geworden. Ich hatte keinen zusetzen. In die ersten Jahre meiner aufblühenden Mädchen" Das ist Ihre Schuld; die Nothwendigkeit wird Sie als die, welche die Gewohnheiten und Sitten bei solchen Familie war bald genug in einen Bund getreten, der den Anspruch auf andere Rücksichten von Ihrer Seite, zeit fallen die Erinnerungen an solche Bestrebungen, Meine Verhältnissen vorschreiben. Aber ich war Ihnen, Sie konnten sich damit begnügen, weiter zu dienen, Thaten zu äußern entschließt? Auf Liebe durfte ich nie statt das Geld mit Reisen zu verschwenden." Ich fühle feinen Beruf für den Staatsdienst." anderen Sinnes machen." so " Ich werde mich an Seine Majestät wenden." " hun Sie das, aber machen Sie sich dann auch viel ich mich zu erinnern weiß, nie im Wege; ich habe es darauf gefaßt, ihm diede zu stehen über die Sorrespondenz. lassen, so weit ich mich meiner Handlungen bewußt bin. nie an den nöthigen Rücksichten Ihnen gegenüber fehlen welche Sie mit Personen der russischen Emigration ge- Woher dieser Haß also, frage ich nochmals?" führt." " Wie? gnädige Frau, auch davon wiffen Sie?" Sie haben eben Gelegenheit, es zu bemerken." " Dann darf ich wohl auch annehmen, daß Sie der Entwendung eines Theiles meiner Korrespondenz an meinem Letzten Wohnort in Deutschland nicht ganz fremd geblieben and?" Liegt Ihnen so viel daran, Herr Baron, die Gründe meiner Handlungsweise zu erfahren?" fragte die Freifrau etwas spöttisch. # 1 Das Schicksal jener Bewegungen kennen Sie. Ihr Vater war ein fennen und bot mir seine Hand an. Ich wies seine Be großer General; er kommandirte in Bolen. Bei den Festen, zu denen wir befohlen wurden wie Sklaven, lernte er mich werbungen zurück, einmal weil er ein Russe, und dann, weil ich ihn nicht liebte. Aber die Freiheit meines Vaters und meiner Brüder schwebte in größter Gefahr, unseren Gütern drohte die Konfistation, ich allein konnte sie retten Es ist dies bei mir sehr natürlich," entgegnete Jwan; und ich that es, indem ich alle meine Jugendträume opferte. ich soll um alle Ansprüche auf ein besseres Dasein be- Finden Sie nun den Schlüssel zu dem, was Ihnen als ein raubt bleiben, losgerissen werden von allen Wesen, an die Räthsel erschienen, Herr Baron?" mich die natürlichsten Bande knüpfen; ich, der ich sonst Ich begreife, begreife Alles, gnädige Frau; aber diese Und vielleicht auch nicht ganz meiner Wechselhaft?" allein stehe in der großen Welt! Ihr Haß drängt sich so- zweite Heirath?" Die Freifrau zuckte die schönen Achseln, welche das gar zwischen mich und das einzige Wesen, welches ich zum Sie war nöthig. Ich wollte mein und meines Gatten schwarze Sammetkleid entblößt ließ, und schwieg, indem sie Theil mein nennen kann, zwischen mich und die Tochter Vermögen frei haben für Zeiten, in denen die Weinigen oder sich von Neuem mit ihrer Stickerei beschäftigte. meines Vaters, die zugleich Ihre Tochter zu sein die Ehre das Vaterland derselben bedürften. Das fonnte ich nicht, „ Es gehört unstreitig ein tiefer Haß dazu, solcher Mittel bat. Sie werden nun vielleicht ahnen, was mich treibt, wenn ich ledig blieb, oder wenn ich einem Anderen als sich zu bedienen, um Jemanden ruiniren zu wollen, und dem die Frage an Sie zu richten: Woher dieser Haß?" einem einflußreichen Ruffen meine Hand zum neuen Ehes Manne geziemt es faum, daß er frage, woher dieser Haß?" Ich fühle mich allerdings nicht für verpflichtet, Ihnen bunde reichte. Aus solchen Rücksichten habe ich Herrn Er sollte die gegebene Thatsache annehmen und ihre die Beweggründe meines Handelns darzulegen; da Sie von Sokolow meine Hand gereicht, habe ich dem ersten Folgen rücksichtslos bekämpfen. Aber Sie sind die Gattin aber in mich bringen, bin ich stolz genug, dieselben Opfer ein zweites folgen laffen. meines Vaters gewesen, und die Achtung vor dem Andenken lebensowenig zu verheimlichen, als ich vorher meine Ge( Fortsetzung folgt.) " Das dürfen Sie annehmen, Herr Baron." # Mailand, 29. März 1892. Der große Monftreprozeß in Rom ist beendet und das Urtheil gesprochen. Der Gerichtshof hat in einer Art Schamausgewiesen werden. Der unter dem fie Jahrzehnte gelebt haben. Unzweifelhaft fennt ruhig sein; bei den bevorstehenden Prozessen werden die verFürst Bismarck, um diese Akzidenz- Unwürdigkeit beiläufig flagten Beitungen sich sicherlich keiner schwächlichen Großzu erwähnen, den Preiskourant, zu welchem ein deutscher muth" schuldig machen. Da wäre Großmuth" allerdings Mann" gegen Bezahlung" sich feilhält, mag nun ein aus sehr übel angebracht. ländischer Potentat oder ein inländischer Bankokrat der Käufer sein, als erfahrener Fachmann auf das Beste. Ihm Herr, dunkel ist der Nede Sinn. Der Verleger gefühl die vom Staatsanwalt unbefümmert um den für die tiefe Sachkenntniß auf diesem Gebiete abzuftreiten wäre so der Welfenfonds- Quittungen, Cäsar Schmidt in Zürich, Regierung niederschmetternden Gesammteindruck der Berhandungeschickt wie wenn einem Tröbler die Kenntniß erläßt folgende Berichtigung gegen die Frankfurter lungen aufrecht erhaltene Anklage auf Grund des§ 248 des des Tarifs seiner Butike bestritten würde. Ein Beitung": Die Meldung betreffs Verweigerung der Ein- Strafgesetzbuches( Bereinigung zum Zwecke des Hochverrathe") deutscher Mann", allgewaltiger Staatsmann in der vor- fichtnahme der Welfenfonds- Quittungen entbehrt jedes sach- fallen lassen, und die Angeklagten verurtheilt auf Grundlage der märzlichen Periode, Fürst Metternich, der österreichische lichen Hintergrundes." Wird die Schrift erscheinen oder SS 247 und 251, welche handeln von der Bereinigung zum Premier, bezog für seine Rorrespondenz- Auslagen vom- nicht? Darauf mag der große Julius Cäsar Schmidt, der Staatsanwalt hatte für die 58 Angeklagten eine Gesammt Zwecke von Vergehen gegen die öffentliche Ordnung." russischen Kaiser etliche hunderttausend Gulden. Und Fürst famose Manuskript Lieferant Bismarc's beim Arnim- ftrafe von über 200 Jahren Gefängnis beantragt. Das Bismard versteht sich auf die politische Prostitution, auf Prozeß er ließ es durch einen Lehrling ftehlen in Urtheil des Gerichtshofes lautete auf 11 Freisprechungen und Kauf und Verkauf des deutschen Mannes", er, der die Sitten- aller Bündigkeit antworten. Sonst bleibt es dabei: für die übrigen 47 Angeklagten auf 79 Jahre Gefängniß und verderbniß in Deutschland durch den Welfenfonds, durch Stevolver taktik und nichts anderes. 28 Jahre Ueberwachung. Es wurden verurtheilt: Cipriani Spenden und Privilegien mächtiger gefördert hat, als irgend und Balla auf 2 Jahre 8 Monate Gefängniß und 1500 Frks. ein anderer Machthaber vor ihm. So erhellt es, daß sein Belgisches. Eine Internationale Ausstel Geldfirafe( der Staatsanwalt hatte für Jeden 4 Jahre 8 Monate fommerzielles Genie alle öffentlichen Vorgänge unter dem lung sozialistischer und freibenkerischer bemnächst eine Reihe von 12 Angeklagten auf 2 Jahre und beantragt). Bardi auf 2 Jahre 4 Monate und 1500 Frks., Gesichtswinkel des Handelsgeschäftes betrachtet und die Beitungen wird am 17. und 18. April dieses Jahres 1000 Frts., eine andere Reihe auf 20 Monate und 500 Frts. Charaktere für eine marktgängige Waare erachtet, die man in Namur stattfinden. Man wünscht namentlich, daß( unter diesen Volpi und Angiuli), eine nächste Reihe zu ersteht wie einen Ballen Baumwolle oder ein an der Börse auch Deutschland auf dieser Ausstellung vertreten fei. Die 18 Monaten und 280 Frts., eine andere Reihe zu 15 Monaten fotirtes Papier. Herrn Fusangel aber dient der Ausspruch auszustellenden Beitungen find zu senden an Herrn und 200 Frts. Der deutsche Student Körner erhielt 12 MoBismard's bei allen anständigen Leuten nur als eine voll- Arthur Stellings, Rue Batenier 7, Namur, Belgien. nate Gefängniß und 500 Frts. Strafe.- Bon Wichtigkeit ist, daß wichtige Empfehlung. Die ausgestellten Zeitungen werden nach Wunsch der Aus- allen Angeflagten die 10-11monatliche Untersuchungshaft von der steller entweder an dieselben zurückgeschickt oder zu Gunsten Verbüßungszeit der Strafe abgerechnet wird, so daß Körner, wenn Die Aprilnarren. Heuer haben sie es toller ge- irgend eines Parteizwecks verkauft. Die Einnahmen der die Angelegenheit der Geldstrafe geordnet ist, in Rurzem auf trieben, als in den zwei vorletzten Jahren seit der Ausstellung fließen in die Propagandakasse des sozialdemo- freiem Fuß gefeßt sein kann. Er wird alsdann jedenfalls sofort Welfenfonds sich ihnen verschlossen hat. Viele waren es tratischen Vereins von Namur. Gleichzeitig wird in Namur Die Bertheidiger hatten einstimmig beschlossen, die Qual der nicht aber der Lärm mußte die Menge ersehen, die der Jahreskongreß der belgischen Arbeiter untersuchung für die Angeklagten und die Komödie des Berhörs Qualität die Quantität. Natürlich die finanzielle Qualität. partei tagen, der diesmal angesichts der Revisions- nicht noch durch Einzelreden zu verlängern, sondern eine geAlles, was das goldene Beitalter herbeisehnt, wo jeder bewegung von besonderer Bedeutung sein wird. Die Remeinsame Erklärung abzugeben. In dieser Erklärung hieß es, Profitwüthige sich bereichern, jeder Streber Karriere machen visionsfrage ist wieder ins Stocken gerathen. Das liberale daß der politische und juridische Sinn der Italiener beleidigt fonnte, umtanzte den Gößen von Friedrichsruhe. Seit das Bürgerthum zeigt sich dem allgemeinen Wahlrecht gegen worden sei durch diese ungeheuerliche(„ monstruosa") Anklage, baß die Szenen, welche fich während des monatelangen Berhörs abByzantinische Reich von den Türken weggefegt ward, ist über sehr gleichgiltig und denft nicht daran, fich für daß die Szenen, welche sich während des monatelangen Verhörs ab eine ähnliche Orgie der Gesinnungslosigkeit und des Knecht daffelbe ins Zeug zu legen, so daß die ganze Laft der Bolizeiagenten aller Welt offenbart haben, einen tief traurigen gespielt und eine unglaubliche Willfürherrschaft der geheimen finns nicht gefeiert worden. Selbst ein Napoleon hätte für Agitation auf den Arbeitern und zwar auf den Sozial Gindrud auf jeden freiheitliebenden Italiener machen mußten, solches Back nur Fußtritte gehatt. Der Exherkules des demokraten liegt. Es ist so gekommen, wie wir es von An- der nur gemildert werden tönne dadurch, daß der Gerichtshof Jahrhunderts dankte aber gravitätisch für all den übel duften- fang an vorausgefagt hatten. Zum Glück ist die Arbeiter das beleidigte Rechtsgefühl in seinem Urtheile wieder herstelle. den Weihrauch und that, als ob er gerührt wäre. Vielleicht klasse in dem industriell so hoch entwickelten Belgien start Die leitenden Kreise müßten aus dem Urtheile des Gerichtshofes bedauerte er auch blos das Geld, das für diesen Enthusias genug, auch ohne das liberale Bürgerthum zu stegen. Und lernen, das fürchterliche Ang ft gefühl zu verlieren, welches fie mus hat ausgegeben werden müssen. Natürlich nicht aus es wird nur um so gründlicher siegen. gegenwärtig bei jeder durch die Verfassung gewährleisteten Aeuße seiner Tasche. Doch die Baare und Konsorten haben ja in rung oder Rundgebung eines freien politischen Sinnes befällt. bem goldenen Zeitalter genug zusammengespart Bur Maifeier in Frankreich. Das nationale Gine solche Rundgebung in ausgesprochener friedlicher Richtung paar mal hunderttausend Mark tommt es ihnen nicht Sekretariat der französischen Arbeiter hat anläßlich der fehen will, erwiesen haben, die Bolksversammlung auf dem Piazza und nichts anderes war, wie die Verhandlungen für Jeden, der an. Für Herrn Caprivi ist diese Aprilkomödie bevorstehenden Maifeier ein öffentliches Schreiben an die Santa Croce zu Rom am 1. Mai 1891. beiläufig eine ganz ernsthafte Warnung. Die Herren Baare französischen Arbeiter gerichtet. In demselben wird an die Die Vertheidiger haben, das ist das allgemeine Gefühl ber und Konsorten geben fein Geld aus, wenn sie nicht über- Opferwilligkeit Aller appellirt, damit die diesjährigen Kund- Berständigen im Boll und in der Presse, mit dieser Grtlärung, zeugt sind, es mit Binsen und Zinseszinsen zurückzubekom- gebungen am 1. Mai, welche mit den Munizipalwahlen zu- wie die politischen Verhältniffe nun einmal liegen, zum Besten men. Und das kann nur in dem Fall geschehen, daß das fammenfallen, an Umfang und Bedeutung alle früheren der Angeklagten und mehr als durch Bertheidigungsreden geOberhaupt der Schienenflicker und sonstigen Millionen- Rundgebungen übertreffen und die Einigkeit der Arbeiter wirkt. Sie haben wenigstens, obgleich eine Berurtheilung von Ersparer wieder Hausmeier wird. Die Herren Baare und aller Länder vervollständigen. Das Schreiben fordert die im Ganzen 79 Jahren Gefängniß erfolgte, insbesondere durch die Konsorten glauben also an diese Möglichkeit. Herr Caprivi Arbeiter auf, den Achtstundentag zu verlangen, sich un- täten gemilbert, die der Herr Staatsanwalt Vico für jene Berkann sich in der That gratuliren. Er hat es glücklich so- gesetzlicher Ausschreitungen zu enthalten und für den inter- brechen beantragt hatte, welche infolge des furchtbaren nationalen Frieden einzutreten. Angigefühls" in der Einbildungskraft der leitenden Kreise existiren.Zur franzöfifchen Dynamitkomödie. Ravachol soll gestanden haben, daß er der Urheber der Parifer Explo- gefallen, welches die unfettigteit Staliens und eine Der Vorhang ist mit dieser Verurtheilung über ein Schauspiel fionen sei. In der Provinz wird Dynamit kilogrammweise erschreckende Rückständigkeit in den Kulturaus der Erde gegraben, in Holzschuppen gefunden u. s. m. Errungenschaften ber modernen Beit aller Welt Wer es dort niedergelegt hat, wer weiß es? Aber die vor Augen geführt hat. findige Polizei weiß wenigftens ihr Ravachol hat's ihr auf ein weit gebracht, daß sein Gegner, dessen Sturz von neun Zehnteln des deutschen Volkes mit Jubel begrüßt wurde, es wagen kann, öffentlich und vor aller Welt gegen ihn zu manifestiren". Und nicht blos gegen ihn. . " Die Belehrung von De Amicis und von Arthurs. Zufuhr und Nachfrage? Die Freifinnige Btg." schreibt in einer Auseinandersezung mit einem anderen Blatte: " Die Zentrumspartei ist im Reichstage nicht allein aus gejagt, daß er für den ersten Mai eine Maffen Graf in Turin zum Sozialismus und die im Vorwärts" bes prengung von wenigstens zwölf Häusern plante. Die ernst haften Leute sind noch nie so vergnügt gewesen wie jetzt bei ersteren) hat in ganz Italien einen tiefen, immer noch nachdiesen Rapriolen der Polizei, der Lockspizel und etwelcher wirkenden Eindruck hervorgerufen. Auf Universitäten und Angstmeier des Philisterthums. So viel Lärm um den Akademien, in denen bis vor kurzem das Wesen des Sozialismus ersten Mai, so viel Lärm um Ehren- Constans! machen. . 100. als oder die freifinnige Partei. Gine Mehrheit ist sowohl zu haben mit Hilfe der Zentrumspartei als auch mit Hilfe der frei finnigen Partei. Der Unterschied zwischen der Zeit vor und nach den Wahlen von 1890 besteht darin, daß vorher eine als ein Hirngespinnst und das Eindringen sozialistischer Elemente Mehrheit möglich war entweder mit der Zentrumspartei oder in die Lehrerschaft oder in die Schüler als ein Drohgespenst mit den Nationalliberalen und nachher eine Mehrheit möglich Argentinische Händel. In Argentinien friselt es betrachtet wurde, regt es sich heute ganz wahrnehmbar. Die ist entweder mit der Zentrumspartei oder mit der freifinnigen wieder. Aus Buenos- Ayres wird von einer gegen die Verbreitung der von Filippo Turati in Mailand vorzüglich Partei." jebige Regierung gerichteten Verschwörung" gemeldet, die geleiteten" Critica Sociale", der wissenschaftlichen HalbmonatsDaß die Deutschfreisinnigen trotz der derben Klapse, entdeckt worden sei. Die deshalb Verhafteten würden wegen inte in Universitätstreifen zugenommen. Ganz gewiß werden in schrift des Sozialismus für Italien, hat erfreulich und in erster bie ihnen so oft bei ihrem täppischen Griffe nach den faueren Hochverraths angeklagt und vor Gericht gestellt werden; Sturzem noch andere Kräfte diefelbe Erfahrung machen, welche Trauben der Ministerherrlichkeit applizirt worden sind, noch unter denselben befinde sich der Senator Leandro Alem. De micis in seiner Rede so eindringend und mit fo liebensimmer Regierungsgelüfte haben, ist nachgerade nur noch Die Armee und die Marine seien der Regierung treu gewürdiger Offenheit in den Worten hervorhob: Ich müßte bon pathologischem Interesse. Und wenn bisher die Wadel blieben, unter der Bevölkerung herrsche fortdauernd Ruhe. mich fragen: Habe ich denn geschlafen all bie zwanzig strümpfe des Liberalismus, an ihrer Spitze der thränen- Die häuslichen Häfeleien und Zwistigkeiten der Herrschen Sabre her?" Heute ist nicht mehr denkbar, was noch felige Herr Rickert, im stillen Kämmerlein den Fackeltanz den hören in den südamerikanischen Staaten nicht vor einem Jabre in Mailand geschah einübten, so ist jetzt auch in Herrn Eugen Richter das auf. Die augenblicklich am Ruder befindliche Partei ein Brivatdozent der hiesigen Akademie als Vertreter des latent gestürzt werden, der Anschlag wurde, vereitelt. Wäre deutschen Sozialismus in öffentlicher Volksversammlung die schuhen einmal mit elementarer Kraft durchgebrochen. Das er gelungen, so hätte die aus dem Besitz der Macht ge- und Empörung in Ohnmacht fallen wollte. Gestern hat der italienischen Arbeiter begrüßte, die ganze Akademie vor Schreck neueſte Zwischenspiel könnte sich:„ Die ministeriellen Frühlings- worfene Gruppe ihrerseits" Berschwörerles" gespielt. Das Mailänder Studentenverein Faseco Radicale, zu welchem neben gefühle des Herrn Richter" betiteln. Die„ Norddeutsche unterdrückte Bolf, Eingeborene, Farbige, Mischlinge, die als akademikern in der Mehrzahl Polytechniker gehören, beschloffen: Allgemeine Beitung" fragt spiz:„ Ob das parlamentarische Arbeiter zugewanderten Ausländer, sind das Piedestal, auf unter Verurtheilung und Verabscheuung des Militarismus, Angebot" des Richter'schen Blattes darauf rechnen mag, welchem die Nachfahren der spanischen Eroberer ihre Herr welcher an dem Mart des italienischen Boltes gehrt, den Arbeitern Reflektanten zu finden?" schaft aufgerichtet haben, auf welchem sie den Kampf um die Mailands ihr lebhaftes Mitgefühl und ihre Antheilnahme an Beute ausfechten. Diese Revolutionen" in diesen der bevorstehenden Feier des Weltfestes vom 1. Mai auszuGinhundertunddrei Mitglieder des sächsischen Landtages Schichten die Beche zahlen. Die argentinische Regierung gestalten, und eine Kommission wurde erwählt, welche die TheilDie Antwort auf den Reichenbacher Wahlfieg. Republiken" find blutige Possen, bei denen die arbeitenden brücken. Sie bieten den Arbeitern all ihre Kräfte an für die Bestrebungen, die Kundgebung am 1. Mai eindrucksvoller zu haben, wie bereits in voriger Nummer erwähnt ward, am bat ohne Säumen den Belagerungszustand bis zum 1. Mai nahine des Studentenvereins an dieser Kundgebung ins Wert zu 20. März folgende Erklärung unterzeichnet:" Im Intereffe verhängt. In der Armee soll sich eine große Ünzufrieden- feßen hat. des öffentlichen Wohles erscheint ein Zusammengehen der heit, insbesondere gegenüber dem Kriegsminister bemerkbar Staatserhaltenden Parteien, wie es im Landtag besteht und fich stets bewährt hat, auch in der zwischen den Landtagsfeffionen liegenden Beit dringend geboten. Aus dieser Er- Aufstand in Ecuador. Auch in diesem südwägung erklären die unterzeichneten Mitglieder beider amerikanischen Winkel wird revoluzzert. Die„ Empörer“ Ständelammern, daß sie nach wie vor gewillt sind, zur ergriffen von einem der Regierung gehörigen Dampfer BeSicherung eines Busammengehens bei öffentlichen Wahlen siz. Das zur Beurtheilung auch dieses Vorgangs Die sozialen und politischen Zustände des öthige fiehe in der vorausgehenden Notiz: Argentinische sächsischen Industriestaates sind so weit entwickelt, daß der Händel. Busammenschluß aller bürgerlichen Gruppen gegen die Arbeiterklasse als nothwendiges Ergebniß dieser Entwicklung Kolonialfreuden. Die Franzosen müssen sich mit zu Tage tritt. Den Anstoß zu diesem Manifest des Bourgeois- dem König von Dahomey herumschlagen. Die Regierung Sartells aller Kouleuren hat unstreitig die vernichtende wird vorläufig für eine Unternehmung gegen den west Reichstags- Wahlkreise gegeben. Uns ist diese offene Ber 360 000 Frts.( 288 000 Mart) verlangen. Das ist natürift mit den Herren fertig geworden, als sie getrennt mar- Bull wird im Hinterlande von Sierra Leone( Westafrika) im XVII. Bezirk. In der Provinz: Arbeiter- Bildungsverein ziehen, werden Kampf und Sieg nur um so wirkungsvoller der Thür. Und in Witu( Ostafrita) schlägt die britische Bau- Arbeiter Kärntens in Villach; Fachverein der Bergarbeiter schirten. Nun sie vereint unter Ginem Feldzeichen einher- durch die Eingeborenen arg bedrängt: ein Krieg steht vor in Kruma u; Allgemeiner Arbeiter- Fortbildungs-, Rechtsschutzder ostafrikanische Gesellschaft sich mit den Schwarzen herum, die so" Glückauf" in Neus att1; Allgemeiner Arbeiter- Bildungsverein tückisch sind, sich gegen die Schnaps- und Bulver- Zivi in Brits chapt; Fachverein der Textilarbeiter in RömerDer beleidigte Landtag. Er hat also wirklich zur tisation der europäischen Plusmacher zur Wehr zu sehen. ftabt; Fortbildungsverein It. Bieliz; Arbeiter- BildungsReparatur der geschädigten Ehre den Staatsanwalt nöthig Bum Vortheil kleiner, aber mächtiger Kapitalisten- Gruppen verein in 231fermarkt( Kärnten); Arbeiter- Bildungsverein mit 54 gegen 19 Stimmen hat der sächsische Landtag zur werden die staatlichen Wittel in Anspruch genommen in für beide Geschlechter in Ginsiedel; Arbeiter Konsumverein ftrafrechtlichen Verfolgung 1. der Sächsischen Arbeiter- England, in Frankreich und in dem Lande, das durch" Svornost" in Saan( Böhmen); Fachverein der Bergarbeiter in zeitung", 2. des„ Wählers", 3. der„ Wurzener Zeitung" und die geschichtliche Entwickelung zum ewigen folonial- Brüg; Arbeiter- Bildungsverein in Hilbetten; Fachverein ber 4. des„ Volksfreunds" seine Genehmigung ertheilt. Der politischen Wickeltind bestimmt ist, in Deutsch geprüften Maschinisten, Maschinenwärter und Dampfteffel- Heizer Referent, ein Herr Kuhlmorgen, meinte, in Jägerndorf. man müsse land. bem Strafgesetz freien Lauf lassen, Großmuth sei am Blaze". Großmuth gegen wen? Gegen bie Rammermehrheit, welche sich vor ganz Deutschland bloßgestellt hat? Nun Herr Kuhlmorgen mag einzutreten." fein. nicht Parteinachrichten. Praktische Solidarität. Die Boykottkommission der Hallefchen Arbeiter hatte die Kupferschmiede erjuht, dafür au forgen, daß die Generalversammlung der Organisirten dieses Berufs, welche demnächst in Halle zusammentritt, in ein Lokal verlegt werde, welches nicht geboykottet ist. Dieser Appell an die Solidarität ist von Erfolg gewesen. Die erwähnte Generalversammlung wird in einem den Arbeitern zu empfehlenden Lokal stattfinden und zwar im Konkordiapalajt, Geiſtſir. 45. Ju Oesterreich sind in der Zeit vom 1. bis 31. März fol gende neue Arbeiterorganisationen gegründet wor Todtenlifte der Partei. In Wien verschied am 25. März der Maschinenschlosser Karl Jany. In Deutschland bis heute mit„ Todtschweigen" bedeckt. Theater. Dienstag, den 5. April. Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Die Prüfung. Der eingebildete Rrante. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Grosse Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Wesen und Bildung des Kapitals. Referent Dr. Bruno Borchardt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 343/19 Deutsches Theater. Die Journalisten. am Dienstag, 5. April, Abends 81/2 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Wallner- Theater. Der Löwe des Lages. Residenz- Theater. Der Kleine Schwerenöther( Ferdinand le noceur,) Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Aufnahme neuer Mitglieder. Entgegennahme von Beiträgen. Gäste baben Zutritt. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Der Vorstand. NB. Da die Diskussion in der Versammlung bei Norbert nicht zu Ende Thomas- Theater. Reif- Reiflingen. geführt werden konnte, werden die betreffenden Herren ersucht, sich in dieser Bellealliance- Theater. 1. Rezitation Bersammlung zahlreich einzufinden. von Auguft Junfermann mit lebenden Bildern. 2. Onkel Bräfig's letzte Stunden. Du drögst de D. D. Sozialdemokratischer Wahlverein Bann weg. Jochen Bäfel, wat büft für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Du vörn Esel. Ostend- Theater. Berlin im Jahre 2000. Adolph Ernst Theater. Tanzteufel. BO Der Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Saufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Konkordia- Palast- Theater. zialitäten Borstellung. SpeAmerican- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Interesanteste Völkerfdjaft Inner- Afrikas: Dienstag, den 5. April, Abends 8/2 Uhr, im Saale der ,, Norddeutschen Brauerei", Chauffeeftr. 58. General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes über das verfloffene Halbjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Bortrag über: Bur Frauenfrage". Wilhelm Liebknecht. 4. Diskussion. Referent: Reichst.- Abg. 5. Vereinsangelegenheiten, Berschiedenes und Fragekaften. Mitgliedsbuch legitimirt. Da diese Versammlung eine Fortsetzung der am 15. März bei Knebel stattgehabten sein soll, ersuchen wir alle Mitglieder, welche in jener Verfammlung zugegen waren, zu erscheinen. Der Genosse Henning ist brieflich eingeladen. 423/19 Die Eröffnung der Versammlung erfolgt präzise 8½ Uhr. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule. Der neue Lehrplan ist wie folgt abgeändert: SüdSchule: Montags: Deutsch( ob.) statt Rechnen, und Donnerstags: Rechnen statt Deutsch( ob.). NordSchulischule Montags: Buchführung ſtatt Deutſch. Donnersb. Emin Pascha- Reich. tags: Deutsch statt Buchführung. Für alle Schulen: 30 Personen, Männer, Sonntags 10-12: National- Oekonomie in den ArminFrauen, Kinder. Borstellungen: 11, 12 u. 1 Uhr Bor quittags, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr achmittags. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr ab. PassagePanopticum. hallen, Kommandantenstr. 20. In der Südost- Schule erste Stunde in Mathematik und mathematischer Geographie Dienstag, den 12. April. Sonntag, den 10. April, 10 Uhr Vormittags: General- Versammlung. MF Charlottenburg. Dienstag, 5. April, Abends 8 Uhr, im Lokale Bismarckshöhe: Große Mitglieder- Versammlung Riese, 9 Fuh. b. Sozialdem. Wahlvereins für Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Zwerg, 25 Zoll. Mann m. Steinkopf. Pigmy v. StanleyZwergvolk. 10-1 4-9 Uhr. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch sowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Sale. F. Sodtke. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Habe mich hier Wilsnackerstr. 9 als Spezialist für Hals-, Nasen- u. Ohren Krankheiten niedergelassen. Sprechstunden 8-9, 4-5, Sonntags 8-10. Unentgeltl. Sprechstunde für Uubemittelte Dienstags, Donnerstags, Sonnabends 1/ 210-1/ 211. 63/18 Dr. Schlesinger. Künstliche Zähne 2 Mark. Plomben von 1,50 M. an. Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Sprechstunden 8-7 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, am Oranienb. Thor. Bettfedern vollständig kaubfrei, mit vorzüglicher Füllkraft, à Pfd. 50 Pf. bis zu den feinsten Qualitäten. Daunen von 2 bis 5 Mart. Komplette Betten in großer Auswahl enorm billig.[ 2099L N. Lehmann, Röpnickerfraße 25 a. Jede Uhr zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie toftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, Mannſtr. 38, n. b. Oranienplay. Karl und Fritz Lücke und Fritz Wiedfelt aus Braunschweig d. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Gerisch- Berlin über„ Reichthum u. Armuth". 2. Neuwahl des Gesammt- Vorstandes. 3. Verschiedenes. Beitrag reftirende Mitglieder werden ersucht, diefelben zu begleichen, widrigenfalls wir auf§ 3 des Statuts aufmerksam machen. 456/1 ArbeiterDer Vorstand. KRONENGARN. Bildungs- Schule. Meine Zeitungs- Spedition be Versammlung am Mittwoch, den 6. April 1892, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Norbert, Beuthstr. 18/22. 8. Cyklus- Vortrag des Schriftstellers Herrn W. Bölsche über: Die Entwickelungsgeschichte der Erde". Fortsetzung:„ Entstehung der Schrift". Gäfte zahlen 20 Pf. Entree. 432/17 Der Vorstand. findet sich jetzt 2295b Lützowstr. 113. Pünktlichste Besorgung des ,, Vorwärts" ,,, Tribüne" 2c. Ferd. Kleinert, früh. Potsdamerstr. 86a. METALLUNIVERSAL M Schutzmarke. PUTZ- POMADE ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene u.subc M. 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April trat die durch die Novelle vom Jahre 1891, bas sogenannte Arbeiterschutz- Gesetz", veränderte Bewerbes Ordnung in Kraft, und wird sich die Anschaffung derselben für jeden, sei er nun selbständiger Gewerbetreibender oder Arbeiter, als eine zwingende Nothwendigkeit herausstellen. Unsere Ausgabe ist den Bedürfnissen der Arbeiter angepaßt. Die oft schwer verständlichen Gesetzesparagraphen sind durch entsprechende Anmerkungen erläutert. Ein umfassendes Sachregifter, sowie die solide Ausstattung werden jedenfalls zur weitesten Verbreitung beitragen. Vereinen und Wiederverkäufern gewähren wir beim Partiebezug entsprechenden Rabatt. Bock- Brauerei. Empfehle den großen Garten mit beiden Sälen zu SommerFeßlichkeiten. 2158L August Tiedemann, Dekonom. Geschäfts- Verlegung. Meiner werthen Kundschaft zur gefälligen Kenntnißnahme, daß ich am 2. April meine Möbel-, Spiegel- u. Polsterwaaren- Fabrik und-Lager von der Wasserthorstr. 34 nach der Reichenbergerstr. 5 verlegt habe. A. 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Bei der Wahl der Arbeiterbeisiger in Ralf erhielten die Kandidaten unserer Bartei Troy der größten Rührigkeit des katholischen Arbeitervereins, welcher sonst in den ultramontanen Zeitungen mit 600 Mitgliedern paradirt, vereinigten dessen Kandidaten nur 154 Stimmen auf sich. Jm benachbarten Malheim a. Rhein erhielten unsere Randidaten 3780 Stimmen, die bes katholischen Arbeitervereins nur 480! Die Schwarzen find ganz paff! Auch in A a chen errangen wir einen glänzenden Sieg. In der Kammer A( Textilarbeiter) erhielten wir 300 und in der Rammer B( Bauhandwerker) 260 Stimmen mehr als die Gegner. In der ganzen Gewerbegerichts- Angelegenheit war von unserer Seite Niemand gehört worden, sondern man hatte nur Anhänger des Zentrums um ihre Meinung befragt. Um so drückender ist diefe Niederlage für die Gegner. In Schöneberg bei Berlin wurden sämmtliche 13 Arbeiterkandidaten, und zwar mit 435 Stimmen gewählt. Für die Gegenkandidaten stimmte Niemand. Auch in Lüttringhausen( Westfalen) wurden die Randidaten der Sozialdemokratie gewählt. Preußische Landgemeinde- Wahlen. In Groß- Lichter felde- antwit bei Berlin gelang es, unseren Genoffen Labjuhn in die Stichwahl zu bringen, trotzdem die Betheiligung an der Wahl nicht sehr rege war. Unsere Genossen werden jedoch die Säumigen an ihre Pflicht zu erinnern wissen und feine Anstrengung scheuen, um dem genannten Kandidaten in der Stichwahl zum Siege zu verhelfen. Die Aussichten hierfür sind die besten. Dienstag, den 5. April 1892. 9. Jahrg. Unsere Gegenkandidaten erhielten folgende Stimmenzahl: Tagelohn von 2 M. Pünktlich erschien derselbe zur Arbeit und Wilhelm Schung 86 Stimmen, Nachstädt 95 St., Alb. Falten- arbeitete bis zum Abend zur größten Zufriedenheit des Monteurs. Am anderen Morgen erschien der Mann nicht, er holte weder ftein 92 St., Otto Weber 63 St. seinen verdingten Lohn, noch seine Alters- und Invalidenkarte abNatürlich fehlt es nicht an Schimpfen auf den Faullenzer", der wahrscheinlich in der Destille sige oder draußen herumtungere zc. Es ist also unfer Genosse Wilhelm Colloffer gewählt, Lübeke und Groß kommen zur Stichwahl. Am Mittwoch, den 6. April, Abends, findet dieferhalb in Wolter's Boltsgarten eine Versammlung statt, zu welcher sämmtliche Arbeiter und Genossen erscheinen mögen. Das Komitee. Ju Betreff der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe In hatte der Verein deutscher abatfabrikanten und Händler an den Bundesrath petitionirt, um Ausnahmen der gefeßlichen Bestimmungen zu erlangen; d. h. ihre Geschäfte bis Sonntags Abends offen halten zu können. Der Reichstanzler. Im Auftrage: Rottenburg. Die Freie Vereinigung der Kaufleute hat hierdurch erreicht, daß den Tabak- und Bigarrenhändlern wenigstens teine Extra In Reinidendorf bei Berlin fiegten die sozialdemokra- wurst gebraten wird, sondern auch deren Angestellte vom 1. Juli tischen Kandidaten in beiden Bezirken( Oft und West). Im Often ab an Sonn- und Festtagen nicht länger wie 5 Stunden beerhielten die Genoffen Siering 120, Meier 111, Knauf 112 Stimmen, schäftigt werden dürfen. Auf weitere Kürzungen ist bei der während die Gegner zusammen nur 209 Stimmen belamen; im reaktionär- manchesterlichen Stadtverordneten- Mehrheit allerdings Westen wurden für die Genossen Hammer und Schilling 78 bezw. nicht mehr zu rechnen. 79 Stimmen abgegeben, während die Gegner 134 Stimmen er= hielten. Am 29. März erschien der Mann plöhlich wieder in der Fabrik und bat wieder um Arbeit. Natürlich wurde ihm kein freundlicher Empfang bereitet. Der Mann schwor hoch und theuer, daß er nicht freiwillig seine Pflicht verlegt habe, er sei vielmehr durch die Polizei verhindert worden, wieder bei der Arbeit zu erscheinen. Er erzählte nun folgende sonderbare Geschichte, deren Wahrheit er burch Klagezuftellung. Entlassungs fchein 2c. bewies. Er hatte sich wochenlang vergeblich um Arbeit bemüht und dabei seine geringen Ersparnisse aufgezehrt. Schließ Die Freie Vereinigung der Raufleute hatte hier lich mußte er sogar seine Schlafftelle räumen, In dieser äußersten gegen agitirt und ist dem Borsigenden Laasch auf eine dahin Noth suchte und fand er Unterkunft im städtischen Asyl für Obgehende Eingabe vom Reichsamt des Innern folgende Antwort bachelofe. Am 4. März fand er in der erwähnten Fabrik Argeworden: beit. Da der Lohn nicht täglich ausgezahlt wird, hatte er am Berlin, 30. März 1892. Abend natürlich wieder keinen Pfennig Gelb in der Tasche. Ohne Die von Euer Wohlgeboren im Namen einer Versammlung Geld gab's tein Nachtlager, die Nacht auf der Straße zu verbringen, taufmännisch Angestellter in Tabat- und Zigarren- Verkaufs- ging nicht gut an, da der Mann am nächsten Tag bei der Arbeit geschäften an den Bundesrath gerichtete Eingabe vom feine Kräfte gebrauchte und er doch nicht antreten konnte, ohne 23. November v. J. hat dem Bundesrathe vorgelegen. die ganze Nacht auch nur ein Auge geschlossen zu haben. Er Derselbe hat in seiner Sigung vom 24. b. m.fuchte also nochmals eine Zufluchtsstätte im Obdach, wo ihm beschlossen, Thre Eingabe, nachdem dem Antrage des seiner Ansicht nach nichts paffiren konnte, denn er vermochte ja Vereins deutscher Tabatfabrikanten und Händler zu Berlin nachzuweisen, daß er in Arbeit steht. Wer aber beschreibt feinen wegen Regelung der Sonntagsarbeit in den Zabat- und Bigarren- Schred, als er am nächsten Morgen nicht wieder freigelaffen, geschäften teine Folge gegeben worden ist, für erledigt zu er- sondern der Polizei überliefert wird! Bergeblich betheuert er, klären. daß er in Arbeit stehe, ebenso vergeblich beruft er sich auf die Auskunft desjenigen, der ihn angestellt und des Monteurs, unter deffen Aufsicht er gearbeitet hat, es hilft ihm Alles nichts, fein Mensch kümmert sich um diese faulen Ausreden". Der Strolch" wird in Untersuchungshaft genommen, in welcher er 14 Tage verbleibt. Dann erfolgt Vorführung und Aburtheilung zu 7 Tagen Haft wegen Arbeitsschen". Die Haft wurde verbüßt und dann erst folgte die Entlassung. So kam es, daß der Mann plöglich von der Arbeitsstätte verfchwand und erst nach einigen Wochen wieder ein Lebenszeichen von sich geben konnte. Wie aber ist es denn nur möglich, daß Jemand wegen Arbeitsscheu Die Erhöhung des Schulgeldes an den staatlichen höheren verurtheilt werden kann, wenn er in der Lage ist, zu beweisen, In Friedrichsberg bei Berlin wurde unser Genosse Lehranstalten, deren Beispiel sich vielleicht über furz ober lang daß er Arbeit hat und daß er dieselbe sofort wieder aufnehmen Dstar Schulte gewählt. auch die städtischen Anstalten anschließen werden, hat in diesen fann? Jett natürlich ist sein Platz schon längst wieder besetzt. Ein weiterer glänzender Sieg wird aus Bredow bei Tagen in den Bourgeoisfamilien arge Verstimmung hervorgerufen. Er erhielt feine paar Groschen Lohn ausgezahlt und wurde dann Stettin gemeldet. Die 3. Abtheilung, welche 5 Vertreter zu Wenn aber auf den diesbezüglichen gedruckten Ankündigungen, die wieder aufs Pflaster gesezt. Was wird nun weiter? Wieder wählen hat, war in 3 Bezirke eingetheilt worden, und zwar den Eltern zugesandt worden sind, der vielsagende Passus sich vergebliche Arbeitssuche, wieder Asyl, wieder Polizei und am wählten im 1. Bezirk die Angehörigen der höheren Steuerstufen findet:" Abmeldungen werden noch bis zum 9. April entgegen Ende wahrscheinlich Rummelsburg. Und all' das erleidet der und nur Wenige von der 2. Stufe, aus welcher sich die Anhänger genommen", so steht nicht zu befürchten, daß sehr viele von dieser Mann ohne sein Verschulden sind das Zustände, würdig des der Sozialdemokratie vorzugsweise rekrutiren. Troßdem siegten Erlaubniß Gebrauch machen werden und nun gleich eine allgedie sozialdemokratischen Kandidaten auch in diesem Bezirke mit meine Auswanderung aus den höheren Lehranstalten und ein Auch eine Berichtigung. Herr G. Gottmann, Große großer Mehrheit. Von unseren Genossen erhielten Former Brauer Sturm auf die schulgeldfreien Gemeindeschulen stattfinden wird. 168 und Schneidermeister Bethke 144 Stimmen; die Gegen- Unsere Bourgeoisie weiß sehr wohl, daß eine höhere Schulbildung, Frankfurterstr. 130, ersucht uns auf Grund des§ 11 des Preßfandidaten erhielten 57 bezw. 34 Stimmen. Im 2. Bezirke erhielt wenn sie sich mit einigem Kapitalbefis paart, ihren Sprößlingen gesetzes eine Erklärung zu veröffentlichen. In dieser heißt es: Genosse Töpfer Peetz 230, der Gegenfandidat 9 Stimmen. Beide ebnen den Weg Im eine ganz hübsche Zukunft sichert. " In Ihrer Nr. 79 vom geftrigen Tage findet sich eine 3. Bezirke erhielten unsere Genossen Former Finn und Material- au einträglichen Aemtern und zugleich zu einer geachteten Annonce, in welcher eine Anzahl Firmen von Suthändlern be Um der Gesellschaft". waarenhändler Winkler je 138, die Gegenkandidaten je 3 Stimmen. Stellung Schulgeld tannt gemacht wird, welche Hüte mit Rontrollmarken führen. Die Wahl im 2. und 3. Bezirk ist also beinahe einstimmig erfolgt. erhöhung von 30 pet. willen( von 100 auf 130 m. auf ben Bugleich wird dann belannt gemacht, daß meine Firma aus der Gymnasien) schickt man seine Söhne nicht gleich in die Gemeinde- Lifte gestrichen ist, weil in meinem Geschäft Hüte mit falscher Noch ein Sieg. Bei der Gemeinderaths Wahl in schule, die dem Bourgeois trotz aller gegentheiligen Versicherungen Marte vorgefunden wurden. Fermersleben wurden die sozialdemokratischen Kandidaten des Stadt- Schulraths Bertram doch immer nur als eine beffere " Es sind bei mir nicht etwa gefälschte Marten der ein ber 3. Klaffe mit zufammen 352 von 429 abgegebenen Stimmen Armenschule erscheint und möglichst von ihm gemieden wird. geführten neuen Schußmarte gefunden worden, sondern eine gewählt. Um einer Mehrausgabe von 30 M. willen bringt man seine Nachahmung der früher im Vertrieb befindlich gewesenen Kontroll Söhne nicht in Berührung mit Proletarierkindern und drückt sie marte." In Altona haben Mitglieder des Vereins selbständiger auf die Bildungsstufe eines Proletarierkindes herab. Diese Herr Gottmann gefteht hiermit selbst ein, daß die betreffende Schuhmacher von Altona- Ottensen Protest dagegen erhoben, daß Schulgeld Erhöhung ist jedoch in einer anderen Hinsicht von Annonce nur wahre Thatsachen betreffs seiner Berson enthielt. einige Personen, welche angeblich theils ein selbständiges Gewerbe schwerwiegenden Folgen. Wir würden uns mit der Angelegen Auf die Gründe, welche Herrn Gottmann bei der Benugung der betreiben, theils Boten von Krankenkassen und Vereinen sind, als heit überhaupt nicht befassen, wenn wir nicht daran dächten, daß gefälschten oder nachgeahmten" Marken leiteten, sowie auf die Arbeiter- Beisitzer für die Schuhwaaren- Branche in das Gewerbe- es von nun an den wenigen Besiklofen, die ihren Kindern eine Anschuldigung anderer Firmen, die dasselbe Berfahren beobachten gericht gewählt worden sind. höhere Schulbildung geben lassen wollen, noch schwerer sollen, haben wir keinen Anlaß einzugehen. fallen wird, das zu ermöglichen; denn für einen Arbeiter * " # In Speyer hat sich ein Arbeiter Gesangverein Sängerhalle" gebildet, welcher es sich zur besonderen Aufgabe macht, wirkliche Arbeiter- und Freiheitslieder zu üben und bei aren Festlichkeiten der zielbewußten Arbeiterschaft Speyer's thats träftig mitzuwirken. Polizeiliches, Gerichtliches zc. = in einer www Reiches der„ Gottesfurcht und frommen Sitte"? Direktor Ernst Nenz ist am Sonntag früh in faft In Bielefeld ist in die Räumlichkeiten der Volkswacht" ist eine Mehrausgabe von 30 M. pro Jahr allerdings ein vollendetem 77. Lebensjahre verstorben. 13 Sohn eines armen eingebrochen worden. Grund, sein Kind von der Schule zu nehmen. Die Zahl der Freistellen ist eine äußerst geringe, und die Erlangung herumziehenden Seiltänzers geboren, begann er schon in früher einer solchen ist mit für den Unkundigen schier unüberwindlichen Kindheit seine artistische Laufbahn, die ihm ein über ganz Schwierigkeiten verknüpft. Die Kluft zwischen Bourgeoisie und Europa gehendes Renommée verschaffte und ihn zum mehrfachen Broletariat ist auf dem Gebiete der Bildung nicht viel geringer Millionär machte. Außer dem Riesenetablissement des Berliner als auf dem Gebiete des Besizes; denn die Bildung ist leider Birtus hatte Renz einen eigenen Birtus in Breslau, Hamburg nicht frei", sondern vom Geldbesitz abhängig. Die Bildungs- und Wien. Der hiesige Birkus Renz ist bis auf weiteres ge gegensäge werden daher durch Schulgeld- Erhöhungen noch er- schlossen und dürfte wohl erst nach der am Mittwoch stattfindenden weitert. Sie würden durch Ermäßigung oder völlige Aufhebung Beerdigung wieder eröffnet werden. Das bekannte Privileg des Tenors auf etwas größere In Münden in Hannover war zwei Genoffen durch des Schulgeldes, sowie durch unentgeltliche Lieferung der LehrStrasbefehl eine Buße von je 9 M. bezw. 3 Tagen Gefängniß mittel, und zwar auf fallen Schulen mit Einschluß der Uni- Geistesbeschränktheit, als sie anderen Leuten erlaubt ist, wird auferlegt worden, weil sie in einer Bersammlung auf Wunsch versitäten, in etwas gemilbert. Biel wäre aber auch damit noch weit überholt durch das Privileg, welches Herrn Hans von Bülow berselben eine Tellersammlung vorgenommen hatten. Der über nicht erreicht, denn wer eine tüchtige Bildung erreichen will, schon lange in Beziehung auf seine Verrücktheit zugestanden wird. wachende Beamte beschlagnahmte bas Geld. Gegen den Straf- braucht nicht blos Schulgeld und Lehrmittel, sondern vor allen am Sonntag Mittag bei der Generalprobe in der Philharmonie und führten vor demselben zu ihrer Vertheidigung u. A. an, daß unterhalts beeinträchtigt wird. Das Biel aller wahren Volts- den Speichel auflecken würden, wenn Bülow ihnen die Ehre erbie Proving Hannover au Preußen gehöre, somit auch unter bildungs Bestrebungen besteht darin, daß die Gesellschaft dem weisen würde, sie anzufpeien: Wiederkommen! Wiederkommen!" preußischen Gesetzen stehe, und was in anderen Orten Breußens Ginzelnen, so lange er fein später im Intereffe der Gesammtheit Bülow wandte sich hierauf an den Damenchor, und sagte zu ber recht sei, doch auch in Hannover nicht verboten, folglich nicht zu verwerthendes Taient ausbildet, die vollständige Existenz Gattin eines bekannten hiesigen Rechtsanwalts:„ Hängen Sie Eugen Richter, dann komme ich wieder." Die Dame schien aber nach dem hannoverschen Gesetz bestraft werden könne. Das gewährleistet. Schöffengericht verwarf jedoch die Berufung mit der Motivirung, daß, als Hannover in Preußen einverleibt worden sei, allerdings| Die Fabrikanten haben sich überall beeilt, noch vor dem nicht Luft zu haben, die Zellennachbarin der Frau Dr. Prager zu werden, und nur diesem Umstande dankt es Eugen Richter, wenn 1. April ihre Arbeitsordnungen einzuführen, um nicht nöthig zu er noch ungehängt umhergeht. Für hysterische Frauenzimmer die jedoch geblieben und unter diesen das Polizeigefeß, dessen§ 119 baben, erst die Ansichten der Arbeiter über dieselben auch nur und blafirte verlebte Gecken ist ein Mensch wie Hans von Bülow bie Bornahme von Geldsammlungen ohne Erlaubniß der Polizei- anzuhören. Bielfach ist auch von den Fabrikanten die Gelegen zu werden. Der Berliner Philister aber, und hierzu gehört das hehörde verbiete. Die Genossen wollen gegen dieses Urtheil die heit benutzt, die den Arbeitern gemachten oder mit ihnen verein- ganz geeignet, zum Gegenstand der Schwärmerei erhoben höhere Instanz anrufen. Reitpeitsche trattirt werden, er ist des Begriffes der Ehre so vollverurtheilt am 24. Mai 1882 zu zwölf Jahren Kerter, tündige Arbeitszeit mit den Arbeiter schriftlich vereinbart hatten, ständig bar, daß man eigentlich bedauern muß, daß Herr von us Desterreich. Genosse Johann Richter, Stodfabrikanten Berlin's, welche vor zwei Jahren eine große gebildete" Publikum, kann dreift mit Ohrfeigen oder der wurde, nachdem er zehn volle Jahre abgebüßt,- am 24. März den Arbeitern eine neue Arbeitsordnung aufgezwungen, welche Bülow sie nicht noch ärger behandelt. beuder Troftler das Manuſcript au einer Flugschrift übergab, in auf Bugeſtändnisse der Fabrikanten zu geben ist; sie halten biebrucker barten Zugeständnisse einseitig zurückzunehmen. So haben die Die freie Vereinigung der Seifenfieder und Berufswelcher Majestätsbeleidigung, Hochverrath, Störung der öffent felben nur so lange, als der Zwang dauert, den die Arbeiter auf sie genoffen feierte am 26. März ihr zweites Stiftungsfest in ben lichen Ruhe zc. gefunden wurde. Troftler übergab das Manuskript üben. So wie die Arbeiter im Rothstande sind, nehmen sie die von der Firina Fröhlich und Richter festlich geschmückten Räumen ber Behörde, bevor eine Zeile gedruckt oder auch nur gesezt war, Bugeständnisse, wenn sie noch so vortheilhaft für beide Theile sich„ Buß Salon". Das Fest verlief in harmonischer Weise, ein to daß es auch nicht einmal zum Versuche einer Berbreitung erwiesen haben, zurück, und man kann es regelmäßig fehen, daß rechtes Arbeiterfest. Genosse Giegerist hielt die gestrebe, eine tommen konnte. Die Begnadigung erfolgte nach jahrelangen Be- bei flauerem Geschäftsgange nicht nur die Arbeiter haufenweise turze, ternige Ansprache, in welcher er die Kollegen aufforderte, entlassen werden, sondern daß zugleich die Arbeitszeit verlängert treu zur Organisation zu stehen, und die Indifferenten aufmunterte, mühungen des Vertheidigers Dr. Glaser. Das Urtheil war vom und der Zohn reduzirt wird. Man sieht hieraus, wie nothwendig derfelben beizutreten. Die Harmonie wurde nur auf turze Zeit Schwurgericht gesprochen worden. ein festes Zusammenhalten der Arbeiter ist; die Schwäche ihrer von der Polizei gestört, welche, nachdem ihr in nachdrücklicher Organisation ist geradezu eine Herausforderung der Fabrikanten, Weise ihre Ueberflüssigkeit erklärt war, auch das Lotal verließ. zu versuchen, was sie den Arbeitern bieten föunen. Das Fest zeigte, daß der Geist unter den Seifenarbeitern ein sehr Tokales. Unser Kollege N. Cronheim hat gestern seine Strafhaft in Blößenfee angetreten. Er wird die ihm gebotene unfreiwillige Muße mit Würde genießen und hoffentlich mit frischer SchaffensJust wieder in unsere Kampfesreihen eintreten. Deutsch- Wilmersdorf. Genossen, Arbeiter von Wilmersdorf! Das Wahlergebniß bei den Zandgemeinde- Wahlen der britten Abtheilung vom 2. April 1892 ist folgendes: Genosse Wilhelm Colloffer erhielt 121 Stimmen, Lüdeke Groß 94 " 92 10 Auch ein Arbeitsschener". Einer unserer Abonnenten, reger ist und wäre zu wünschen, daß die Versammlungen ebenfo der in einer größeren Fabrik in der Nähe des Schlesischen Bahn- gut besucht würden, wie die von dem Verein arrangirten Bergnügungen. hoses angestellt ist, theilt uns das nachstehende Kapitel aus dem Reben eines Arbeitsschenen" mit: Am 4. März sprach ein Mann Ein junges Mädchen, daß in der Nacht vom Sonntag in der Fabrik unt Arbeit an, der schon wiederholt aus dem gleichen zum Montag im Landwehrkanal den Zob zu suchen beabsichtigte, Grunde dagewesen war. Die Zahl derer, welche im Laufe des an der Ausführung seines Borhabens jedoch verhindert wurde, Tages vorsprechen, um sich zu erfundigen, ob ein Platz für sie hat vorläufig in einer hiesigen Familie Aufnahme gefunden. frei ist, ist eine erschreckend hohe, an manchem Tage übersteigt Angehörige erfahren Näheres Zimmerstr. 29 parterre. Die etwa diefelbe sogar die Zahl der in der Fabrik Beschäftigten, so daß 20 jährige Unbekannte, deren Eltern und Geschwister, über die sie auf der Stelle mehr als genügend Ersatz vorhanden wäre, wenn jede Auskunft verweigert, in Berlin zu wohnen scheinen, iſt die letzteren plöglich ihre Arbeitsstätte verließen. Es ist fürwahr mittelgroß, hat blondes Haar, große blaue Augen, furze Nase, tein angenehmer Posten, die hungernden Leute abweisen zu müssen, vollen Mund; sie trägt dunkelblaues Kostüm mit braun- und meil Alles besetzt ist. Jener Mann war Schmied und da gerade gelbgestreiftem Einsatz, leichtes graues Jacket, großen schwarzen in der Schmiede viel zu thun war, wurde er eingestellt mit einem Federhut mit Schleier, schwarze Trikothandschuhe. »« Mord in der Kaiser Wilhelmstraße. DaS Haus Kaiser WUhelmstr. 25 an der Ecke der Neuen' Friedrichstraße, einer der neuen an Stelle der allen Königsinauer von der Bau- gcsellschaft Kaiser Wilhelmstraße errichteten modernen Bauten, hat von jeder der Straßen einen Eingang. Nach der Neuen Fricdrichstraße zu befindet sich Bureau und Wache des 14. Polizei- revicrs, dessen Vorstand, Polizeilieutenant Wolffsheim, in der zweiten Etage wohnt. In dem Hauseingang von der Kaiser Wilhelmstraße aus bildet die Treppe»ine tiefe, nicht abgeschlossene Nische, welche durch ein kleines Fenster in der zum Hof sichren. de» Thür nur spärliches Licht erhält. Noch gestern Morgen um 6 Uhr hatte der R-staurateur Hörschlein, der in dem Hause einer Schanlwirthschaft betreibt, in diese Nische gesehen, dieselbe war leer. Als kurz nach 7 Uhr der Hausverwalter Franz Wegener, der Tags zuvor seine Hochzeit gefeiert hatte, die Nische unter der Treppe segen wollte, fand er den wie ein Bündel zusammen- geschnürten, fast nackten Leichnam. Er rief sofort einige Schutzleute herbei, und der Schutzmann Beyer stellte, wie das „Kl. Journ." berichtet, fest, daß die Leiche noch warm sei, so daß der Tod erst kurz zuvor eingetreten sein konnte. Der Todtcn war eine Zuckerschnnr um den HalS geschlungen, diese dann unter den Armen durchgeführt, dreimal um die Beine gewunden und dann straff gezogen worden, so daß die Knie fast die Schultern be- rührten. Beyer durchschnitt die Schnüre und streckte de» Körper der Ermordeten, Wiederbelebungsversuche blieben fruchtlos. Die Leiche war nur mit einem schniutzigen Hemd bekleidet, welches das- Zeichen A. R. S trug. Neben ihr lagen halb eingeschlaae» in ein Zeitungsblatt vom Sonnabend ein Frauenrock von lila Farbe, ein fleischfarbener und ein schwarzer Strumpf, beide zerrissen, sowie eine Frauenhose: Schuhe und Kopfbedeckung fehlten. Alsbald erschien, mit dem Grafen Pückler an der Spitze, die benachrichtigte Kriminalpolizei, welche fest- stellt«, daß eine lange Strangulationsmark« am Halse, tiefe Einschnitte von der Schnur am Körper und eine Beule am Kopfe sichtbar waren. Hiernach mußte ein Mord als vorliegend angenommen werden, der aber nicht am Fund- orte der Leiche verübt worden ist. Unzweifelhaft hat ei» Kampf des MörderS mit seinem Opfer stattgefunden, worauf Kratz. wunden am Körper der Getödteren, sowie daS völlig aufgelöste Haar hinweisen. Große Schwierigkeiten bereitet« die Feststellung der Per- sönlichkeit der Emoroeten. Zunächst nahm man an, daß es sich um eine Prostituirte handelte; eS wurden deshalb Dirnen und Zuhälter herbeigeholt, die in der Tobten eine Person zu erkennen glaubten, welche sie in der Gegend der Linienstraße oft gesehen hatten, deren Namen sie aber nicht wußten. Endlich fanden sich Personen ein, welche die Ermordete als eine gewisse Adcle'mit dem Beinamen„Suff-Amalie" rekognoSzirtcn; sie fei Lumpen- sammlerin, setze ihre Maaren in einem Geschäfte der Koblankstraße ab, wäre arbeitsunfähig und hätte daher daS Recht, allnächtlich das Asyl für Obdachlose in der Danzigerstraße aufzusuchen. Die Rclogmtion wurde durch die Aufseherin des Asyls, Frau Schütl, bestätigt, und in der Tobten die am 31. Oktober ISdg in Ucker» münde geborene unverehelichte Anna Antonie Adelheid Sackowska festgestellt. Frau Schlitt erklärte, daß die Sackowska, die jede Nacht im Asyl zubringe, auch am Sonnabend zwischen 7 und S Uhr dort Ausnahme gefunden und am Sonntag früh um 6 Uhr das Asyl verlassen hätte. Es wird der Ermordeten daS Zeugniß ausgestellt, daß sie, obwohl lange obdachlos und wegen Arbeits- scheu mehrfach bestraft, keinen liederlichen Lebenswandel geführt, Zudringlichkeiten von Männern stets energisch zurückgewiesen habe; auch hätte sie den Beinamen„Suff-Amalie" zu Unrecht geführt, da sie nicht dem Trünke ergeben war. Dem„Kl. Journ." zufolge soll die Sackowska die Tochter eines polnischen Guts- besitzers gewesen und in einem Berliner Pensionat erzogen worden fein. Eine unglückliche Liebe habe sie veranlaßt, alle HeirathZanträae zurückzuweisen und, alz sie Ig Jahre alt war, in das Elternhaus, wo sie bis zu dem vor etwa sechs- zehn Jahren erfolgten Tod der Eltern blieb, zurückzukehren. Was in der Familie vorgegangen ist, darüber habe sie sich nie aus- gesprochen. Im städtischen Asyl hat sie öfters erzählt, sie sei um die ganze Erbschaft betrogen worden. Thatsächlich kam sie als etwa 24 jährige Person wieder nach Berlin zurück; gänzlich mittellos, suchte sie hier ihr Brot als Erzieherin dann wurde sie Schauspielerin, mußte jedoch, als sie keine Stellung sand, um ihr Leben zu fristen, mit Blumen handeln. Schnell ging cS dann mit der Unglücklichen bergab, bis sie endlich vor sechs Jahre» vollständig mittellos zu den, Erwerb dcS Lumpensammelns griff und sich damit kümmerlich, aber ehrlich ernährte. Der Inspektor des Asyls für Obdachlose bezeichnet die Sackowska als eine der anständigsten Besucherinncn des AsylS, welche stets allein von der Anstalt fortging nnd auch stets allein zurückkehrte. Sie bettelte nie, nahm auch freiwillig gebotene Almosen nicht an; auf der Straße schlick sie an den Häusern nnd Zäunen entlang, in der Be- fürchtung, von einer Person, die sie in besseren Tagen gekannt, gesehen zu werden. Eine hier lebende Schwester der Ermordeten, welche reich sein und in der Friedrichstrahe wohnen soll, war mit der Unglücklichen verfeindet. Trotz der bestimmten Erklärung der Aufseherin im städtischen Asyl für Obdachlose, Frau Schuhe, daß die Ermordete die Sackowska sei, ist diese Anuahme völlig hinfällig geworden. Am Sonntag Abend um 3 Uhr saß der Inspektor des städtischen Obdachs, Herr Bandemer, in seinem Bureau, als leise die Thür geöffnet wurde und die Sackowska vor ihm stand. Der Be- nmte, welcher sich nicht so leicht aus seiner Ruhe bringen läßt, war völlig verdutzt nnd konnte seiner Empfindung nur durch die Worte Ausdruck geben:„Armes Mädchen, bist Du denn nicht todt„Wie Sie sehen, nein," lautete die Antwort. D.-r Inspektor benachrichtigte nun sofort die Kriminal- Polizei und die Kouunissarien Höst und Grrltzmacher kamen sofort zu ihm. Die Sackowska in Gemeinschaft mit den sogenannten Schaalschiveftcrn(Lumpensammlerinnen) Krüger und Forkel glauben nach der ihnen gewordenen Beschreibung in der Ermordeten die sogenannte„Suff-Anna" vermuthen zu sollen. Die Leiche wird ihnen heute noch gezeigt werden. In einem Säulenanschlag giebt die Polizei folgende Be- schreibung der Ermordeten: Alter etwa 30 Jahre, mittelgroß, schmächtig, starkes dunkelbraunes Haar, braune Auge», breite zu- sammengedruckte Nase. Die Leiche' werde von einigen Personen als die der„L u m p e n h ä n d l e r i n Susanne" bezeichnet. Wie ein Berichterstatter mittheilt, verkaufte die„Susanne" ihre Lumpen in dem Geschäft von Sch. in der Mendelssohnstraße schon seit mehreren Jahren und kam dort auch häufig mit der Frau Forkel, der„schwarzen Liese" und der„Lumpen-Schmidten" zusammen. Diese wurden heute ausfindig gemacht und nach dem Polizeipräsidium zitirt, wo die Forkel nur anzugeben vermochte, daß die Ermordete mit tem Vornamen Albertine heiße, der Familienname ihr aber nicht bekannt sei. Die Getödtete sowohl, wie auch verschiedene andere Lumpensammlerinnen, hätten bar- über geklagt, daß sie oft von dem„Schutzniann-Hermann", einem früheren Polizei-Agenten, sowie dein„kleinen Robert", zwei arbeitsscheuen Individuen, so lange mißhandelt wurden, bis sie die wenigen Groschen, die sie verdient, an die Erpresser hinausgebcn mußten! Die Albertine sei eine der niedrigsten Klasse Menschen angehörige Person gewesen, deren schmutziges Aussehen bei den Passanten sehr oft Aergerniß erregt hat. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die That in einem offenen Vorkellcr des Grundstücks Kaiser Wilhelmstr. 12, wo sich fast in jeder Nacht obdachloses Gesindel aufzuhalten pflegt, aus- geführt worden ist, denn dort ist in einem dunklen Winkel gestern das alte mit Pelz besetzte Frauenjacket durch die Kriminalpolizei gefunden worden, das eine Frau Schulz, die es lange besessen, mit vollster Bestimmtheit als das Jackct wieder erkannt hat, welches sie vor einiger Zeit der ihr von Person genau bekannten Lumpcnhändlerin Susanne geschenkt hat. Gestern Morgen wurde in demselben Keller noch eine graue Socke gefunden, welche genau zu der grauen Socke paßt, mit welcher der rechte Fuß der Tobten bekleidet war. Der Hausdiener Mattik hat nach seiner Angabe am Sonntag Morgens»m 6 Uhr zwei Männer und eine Frauens- person, welche in dem Keller genächtigt hatten, ausgewiesen. Die Ermittelung dieser Personen ist für die weiteren Nachforschungen von der größten Wichtigkeit. Die Leichenschau der ermordeten Lumpen- sammlerin hat am gestrigen Nachmittag eine ganz gewaltige Menschenmenge nach der Morgu« geführt; wohl nicht ei» Prozent der Anwesenden aber war in der Absicht in dem Leichen-Schau- hause erschienen, nur die Ermordete zu rekognosziren, sondern fast lediglich war es die Neugierde, welche den regen Besuch der Todlenkammer veranlaßte. Nebermiegend groß war der Prozentsah der Besucher an„Frauen", welche selbst in Equipagen(!!) vor- gefahren kamen. Die Leiche der Lumpensammlerin, welche mit einem im Wasser aufgefundenen tobten Mann in einer Abtheilung zusammenliegt, sieht jetzt weit besser aus als gestern. Die Aermste trägt ihr blaues Kleid und ein wollenes Hemd«, die Schrammen im Gesicht sind jetzt noch kaum mehr wahrnehmbar, desto schärfer aber tritt die Strangulationsmarke an der rechten Seite des Halses hervor, welche sich in einem schwarzrothen Streifen von etwa Vi Zentimeter Breite von der Todtenblässe der Haut grell abhebt. An der linken Seite des Halses sind in rothbläulichen Flecken die Fingerabdrücke des Mörders deutlich wahrnehmbar. Der vom Militürposten angeschoffene Arbeiter Brandt ist bereits am Sonnabend Nachmittag seiner Schußwunde erlegen. Der bei dem Borfall gänzlich unbetheiltgte und gleichfalls an- geschossene Zimmermann Drebber liegt noch so schwer verletzt darnieder, baß seine Vernehmung bisher unmöglich war. Ein junger Arbeiter, der wegen eines geringfügigen UebermulhS todt geschossen wird, ein Familienvater, der lebensgefährlich ver- wundet wird nnd vielleicht in diesem Augenblicke auch schon eine Leiche ist, und der weiter nichts verbrochen hat, als harmlos seines Weges auf der öffentlichen Straße zu gehen, das sind Vorfälle, ivürdig der Hauptstadt eines„an der Spitz« der Zivilisation" gehenden Staates. Der Posten aber hat, wie die Bourgeoisblätter mit Genugthuung hinstellen, v o l l st ä n d i g korrekt gehandelt. Eisenbahnunfall. Vom Königlichen Eisenbahn-Betriebsamt Berlin(Direktionsbezirk Erfurt) Anhalter Bahnhof, wird mit- gelheilt: Heut« Montag, den 4. April früh b Uhr 3S Minute» entgleiste infolge Radrcifenbruches der Postwagen des in Berlin um 7 Uhr 17 Minuten früh fälligen Frankfurter Schnellzuges zwischen Bitterfeld und Burg- Chemnitz. Nach Umlegung des Carpenterbremihebels wurde der Zug in zirka einer halben Btinute zum Stillstand gebracht. Bon Bitrerfeld wurde sofort«in Hilfszug zur Aufnahme der Reisenden abgeschickt, welche mit einer Ver- spätung von 1 Stunde 41 Minuten weiterfuhren. In Berlin kam der Zug mit 1 Stunde 83 Minute» Verspätung an. Von Passagieren und Beamten ist nach Mittheilung deS Zugführers Niemand verletzt. Beschädigungen an Maschine, Wagen und Material sind nur geringfügige. Geisteskranker. Am Sonnabend sprach in der Ritterftraße ein etwa 3S jähriger Mann mehrcre Passanten mit wirren Rede» an, wie: man hätte ihn ermorden wollen, er sei dcS MordeS der N i t f ch e angeklagt und doch völlig unschuldig u. s. w. Dem Unglücklichen schien sogar das Selbstbewußtsein, das Wissen um seine Identität abhanden gekommen zu sein, denn er äußerte weiter: Der Thäter sei aus Breslau, er wisse nun nicht mehr, ob er der Bctreffeude sei, und wolle, um dicS zu erfahren, nach Breslau reise». Es wurde Polizei geholt, nm ihr den BedauernSwerthrn zu übergeben. Ein Bei- trag zu der Wirkung der Morde aus krankhaft veranlagte Ge- Hirne! Wegen deS Straßenkrawalls wurde am 13. Mär, ein Droschkenkutscher Glatz zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. Di« Droschkenkutscher Wilhelm Glatz, Bandclstr. 23, und Ludwig Glatz, Stephanstraße S1, sowie der Schmied Hermann Glatz, Stephanstraße 33. und der Stellmacher August Glatz, Reinicken- dorferstraße 28, ersuchen unS, um nicht mit dem Verurthellten verwechselt zu werden, um die Mittheilung, daß sie mit diesem nicht identisch sind. Berliner Slsylverein für Obdachlose. Im verfioffenen Monat März 1832 nächtigte» im Männrrasyl 328S Personen, davon badeten 2353 Personen, im Frauenasyl IbvS Personen, davon badeten 124 Personen. Zum Inkrafttreten deS Rrbeiter-SchntzgesetzeS hat der Polizeipräsident von Berit», Freiherr von Richt hosen, unter dem 28. Mär) eine Bekanntmachung erlassen, welche auf die mit dem 1. April in Kraft getretenen Aenderungen der Reichö-Gewerbe- Ordnung hinweist. Sie bezieht sich auf die Arbeitsbücher der minderjährigen gewerblichen Arbeiter, von denen die für weib- liche Arbeiter einen brannen, die für männliche einen blauen Umschlag haben sollen; ferner auf die Einstellung von Kindern. auf die Lohnzahlungen, auf dw Einführung von Arbeits- Ordnungen, auf die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugend- lichen Arbeitern, Anlegung von Verzeichnissen der jugendlichen Arbeiter u. s. w. Die Arbeits-Ordnung ist an geeigneter, allen bctheiligten Arbeitern zugänglichen Stelle auszuhängen. Der Ans- hang muß stets in lesbarem Zustande erhalten werden. Die Ar- beits-Ordnung ist jedem Arbetter bei seinem Eintritt in die Be- schäftigung zu behändigen. Solle» Arbeiterinnen und jugendlicheArbeiter in Fabriken beschäftigt werden, so hat der Arbeitgeber vor dem Beginn der Beschäftigung dem Polizeirevier, in dessen Bereich die Betriebsstätte gelegen ist, eine schriftliche Anzeige zn machen. Von Fabriken oder diesen gleichgestellten Anlagen, ivelche erst am oder nach dem 1. April dieses Jahres mit der Beschäftigung von Arbeiterinnen(gleichgiltig ob sie über 13 Jahre oder darunter sind) oder von jugendlichen Arbeitern beginnen, muß die Anzeige alsbald geschehe»; solchen Fabriken, welche bereits vor dem 1. April 1892 Arbeiterinnen über 13 Jahre beschäftigt haben, wird zur Erstattung der Anzeige Frist bis zum 16. April 1832 gewährt. Die Anzeige muß ersehen lassen, ob in dem Betriebe Kinder unter 14 Jahren, junge Leute zwischen 14 und 13 Jahren und Arbeiterinnen über 13 Jahr«, oder welche dieser drei Arbeiterklassen beschäftigt werden solle». In der Anzeige sind die Fabrik, dieWochentage, andenendieBeschästigung stattfinden soll. Beginn und Ende der Arbeitszeit und der Pausen, sowie die Art der Beschäftigung anzugeben. Eine Aenderung hierin darf regelmäßig nicht erfolgen, bevor eine entsprechende weitere Anzeige an das Polizei- Präsidium gemacht ist. I» jeder Fabrik hat der Arbeilgeber dafür zu sorgen, daß in den Fabrikräumen, in welchem jugend- liche Arbeiter beschäftigt werden, an einer in die Augen fallenden Stelle ein Verzeich»iß der jugendlichen Arbeiter unter Angabe ihrer Arbeitstage, sowie des Beginnes und Endes ihrer Arbeitszeit und der Pausen ausgehängt ist. Ebenso hat er dafür zu sorge», daß in den betreffenden Räumen eine Tafel ausgehängt ist, ivelche in der von dem Herrn Minister für Handel und Gewerbe bestimmten Fassung und m deutlicher Schrift einen Auszug aus den Bestimimingen über die Beschäftigung von Ar- bciterinnen und jugendlichen Arbeitern«»thält. Den Fabrik- besitzern, welche derartige Personen bisher beschäftigt haben. werden Muster dieser Drucksachen zugehen, weiter erforderlich werdende Formulare haben sie selbst zu beschaffen. Dieselben müssen in Papier, Druck und Ausstattung genau mit den Mustern übereinstimmen, welche jederzeit bei den Polizeirevieren eingesehen werden können. Polizelbericht. Am 2. d. M. Bormittags wurde ein Dienst- mädchen vor der Wohnung seiner Herrschaft in der Ritterftr. 37 krank ausgefunden und sollte, da es über heftige Schmerzen klagte, nach dem St. Hedwigs- Kranlenhause gebracht werden, verstarb aber bereit? auf dem Wege dorthin.— Am Görlitzer Nfer 58—43 wurde zu derselben Zeit die stark in Verwesung übergegangene Leiche eines unbekannten, etwa 3S Jahre alten Mannes aus dem Kanal gezogen. Zu derselben Zeit fiel der Holzarbeiter Röschke in der Holzbereitungs- Werkstatt von Müller u. Ko., Friedrich- slraße 77, beim unvorsichtigen Oeffnen der Einfriedigung eines Fahrstuhls durch denselben vom vierten Stock bis in das Erd- geschoß hinab und erlitt schwere innere Verletzungen. Er wurde nach der königlichen Klinik gebracht.— Aus dem städtischen Kies- platz am Planufer wurde zu derselben Zeit die Leiche eines obdach- losen Arbeiters aufgefunden.— Nachmittags fiel ein Kutscher beim Besteigen des von ihm geführten Sprengwagens vor dem Hause Blumenstr. 2—3 rücklings auf den Slraßendamm herab und erlitt am Hinterkopfe eine so erhebliche Verletzung, daß er be- wußtlos nach dem Krankenhaus« Bethanien gebracht werden mußte.— Zu derselben Zeit stürzte ein Malergehilfe von einem vor dem Hause Oranienstraße 163 ausgestellten Bockgerüste in- folge eines Fehltritts auf den Büca ersteig herab nud erlitt eine bedeutende Gehirnerschütterung. Er wurde nach der elterlichen Wohnung gebracht.— Vor dem Hause Linienstraße 244a wurde Nachmittags ein obdachloser Drechsler von einer Droschke über- fahren und erlitt einen Bruch der rechten Kniescheibe, so daß«r nach dem Krankenhaufe am Friedrichshain gebracht werden mußte. — Zu derselben Zeit wurde vor dem Hause Heinersdorferstraße 12 eine unbekannte, etwa 4öjährige Frauensperson aus einer Kops- wunde stark blutend und bewußtlos aufgefunden. Sie wurde nach der königlichen Klinik gebracht.— Abends sprang nahe der Sandkrugbrücke eine unbekannt«, etwa SOjährige Frauensperson in selbstmörderischer Absicht in den Kanal, wurde jedoch noch lebend, aber bewußtlos aus dem Waffer gezogenj und nach der Charitee gebracht.— Am 3. d. M. Morgens wurde unter der Treppe des HauseS Kaiser Wilhelmstr. 25 eine etwa 18 b!S 20 Jahre alte unbekannte Frauensperson todt aufgefunden. Dieselbe war fast ganz entkleidet, und als sie gefunden wurde, noch warm. Die Nachforschungen haben bisher in Betreff des Todes und des Thäters ein Ergebniß nicht gehabt.— Zu der- selben Zeit wurde ein Fuhrherr in seinem Pferdestall in der Kolonieflraße und Abends ein Kaufmann in seiner Wohnung in der Eulmstraße erhängt vorgefunden.— Vormittags wurde ei» Bauwächter im Keller des Hauses Leipzigerstr. l3 bewußtlos aus- gefunden; anscheinend ist er durch Aethergas», welche sich aus dort aufbewahrten Lampen entwickelt hatten, betäubt worden.— Auf dem Treppenflur des Hauses Ritterstr. 22 vor der Woh- nung feiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau erschoß sich Nachmittags ein Arbeiter mittelst Revolvers.— Im Lust- garten wurde zu derselben Zeit«ine siebzigjährige Frau von einer Kutsch« überfahren und so bedeutend verletzt, daß fie nach der Charitee gebracht werden mußte.— Oberhalb der Freiarchen- brück» fiel Nachmittags ein fünfjähriger Knabe beim Spielen in den Fluthgraben, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser ge- zogen und seinem Vater übergeben.— Abends fiel dein 7öjährigen Tischlermeister Dankert vor dem Haus« Friedrichstr. 150 ein etwa zwei Pfand schweres Stück einer an diesem Haus, an- gebrachten elektrischen Lampe auf den Kopf, so daß er eine be- deutende Verletzung erlitt.— Im Thiergarten, nahe dem Neuen See, brachte sich zu derselben Zeit«in außerhalb Berlins wohnen- der Beamter mittelst Revolvers drei Schüsse in die Brust und zwei in die Schläfe bei. Er wurde noch lebend nach der Charitee gebracht.— Vor dem Hause Königgrätzerstr. IIS fiel AbendS ein Bäcker beim Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen zur Erde und erlitt eine so bedeutende Ver- letzung am Fuß, daß er im Krankenhaus« Moabit Aufnahme suchen muhte.— Am 2. d. M. fanden 7 klein« Brände statt. Thraker. ThomaS» Theater. Sonntag Abend fand eine Wieder» aufnahm« der Kneisel'schen Posse„Papageno" statt. DaS Theater war leider nur schwach besucht, aver dessenungeachtet hat daS Publikum diese Wiedervorführung des Kneisel'schen Stückes sehr freundlich aufgenommen. Kneisel ist ein alter Bühnenroutinier, der die Mache kennt und sein Publikum zu nehmen weiß. „Papageno" zählt zu den besseren Arbeiten dieses Genres und amttsirt, das Publikum lebhast, was den gleichfalls anwesenden Autor jedenfalls angenehm berührt». Di« Aufführung war eine durchaus gelungene. Vortrefflich wurden dargestellt: Bollwitz, Tineke und Wurzel; die Herren: Wirth. Kaiser und Walde». Ferner: Karolin«, Bertha und Minna— M. Körnig, Fräul. Mayen und Schlüter. Auch die übrigen Mitwirkenden thaten vollauf ihre Schuldigkeit. Zum Zugstück wird es wohl schwerlich werden, denn dazu fehlt ihm der Reiz der Neuheit und die packende Wirkung. Gerickks-Äekkung; Prozeß Polle. Die Verhandlungen in der Anklagefache gegen den Bankiet Paul Polle, welcher sich genau ein Jahr in Uiitersuchungshaft befindet, begannen heute Vormittag vor der dritten Straffammer hiesigen Landgerichts l, und wenn sich die Prophezeihung bewahr- heilen sollte, daß die Verhandlungen sich mehrere Wochen hin- ziehen, dann dürfte dieser Prozeß ein Seitenstück zu dem ersten Zentralstraßen-Prozeß unrühmlichen Angedenkens darstellen. Der Angeklagte wird des Betruges in 32 Fällen beschuldigt und was in der einjährigen Untersuchung gegen ihn zusammengetragen worden ist. füllt einen dicken Anklageband. Trotzdem ist der Thatbestand, der durch die mehrere Hundert Seiten lange Anklage illustrirt wird, ein ziemlich einfacher. Der Angeklagte, welcher seit 22 Jahren im Bankfach thätig ist und vom Jahre 1885 an Mitinhaber der Firma Bär. Polle und Ko. war. begründete im Jahre 1888 Hierselbst ein eigenes Bankgeschäft mit einem Kapital von 100 000 M. Bald nach der Eröffnung desselben gab er unentgeltlich«ine Wochenschrist unter dem Titel„Börsen-Zirkular" heraus, dl« vom Februar 1383 bis zum 17. August 1830 unter dem Titel„Berliner Börsen- irkular" in vergrößertem Umfang« zunächst gegen«in jährliches bonnement von 3 M. und vom 1. April 1883 zu einem jährlichen Abonnement von 10 M. erschien. Alsdann wandelte sich daS Zirkular in„Berliner Börsen- journal" um und wurde zweimal wöchentlich von dem Bruder deS Angeklagten, Huao Polle, herausgegeben, nach der Meinung der Anklagedehörde soll jedoch der Angeklagte den allein maß- gebenden Einstuß auf das Blatt ausgeübt haben. Das Pro- gramm, welches das Blatt feiner eigenen Versicherung nach be- folgte, war für das große Publikum höchst bestechend, denn es wurde dahin erläutert: durch sachgemäße Ralhschläge das der Börse fernstehende Publikum vor Verlusten zu schützen, die genauesten, aus besten Quellen geschöpften Informationen über die an der Börse gehandelten Werth« zu geben und speziell in einem Brieskasten, dem besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde, die an das Blatt gerichteten Anfragen über Werthpapiere zum Nutzen aller Polke'schen Kunden und aller Jntereffeuten zu beantworten. Die Anklage behauptet nun, daß der Angeklagte sich seinen Lesern gegenüber fälschlich den Anschein gegeben hat, als stehe er mit einer großen Reihe von anoesehe en Persönlichkeiten in Verbindung und als habe er vielen Personen Ralhschläge ertheilt. durch welche er ihre Anerkennung erworben hat. Er soll zunächst durch die Antworten, die er auf die angeblich von Offizieren, Exellenzen, Geistliche», Professoren, Gutsbesttzern:c. eingegangenen Anfragen ertheilte, sich nach und«ach das volle Vertrauen des 0 D Der 11 Bublifums erworben und durch die Brieftaften- Notizen den Gesellschaft und Schaffung eines Extra- Refervefonds von 18000 m. I öffentliche Angelegenheiten darzuthun. Weitere BelastungsAnschein erweckt haben, als ob er lediglich das Interesse des verwendet. Nachdem die Konvertirung beendet war, sei es fein momente ergaben sich gegen den Angeschuldigten, Genoffen Jänicke, Publikums im Auge habe und weder um Provision, noch ganzes Dichten und Trachten gewesen, die Gesellschaft möglichst nicht. Der Gerichtshof machte die Ansicht des Vorsitzenden zu um Entschädigung buhle.„ Wir arbeiten," so heißt es in frei von den Schwankungen zu halten, denen die Gisenindustrie der seinigen und verurtheilte den Genoffen Fänicke zu der Strafe einer solchen Notiz, nicht mit der Scheere, sondern prüfen und nun einmal unterworfen ist und so reifte der Gedanke der von 15 Mark eventuell 5 Tagen Haft. Da nun die ganze Andurchdenken Alles"," wir haben ein wachfames Auge über die Messinglinien- Fabrikation. Er habe sich sofort bereit erklärt, einen gelegenheit von prinzipieller Wichtigkeit ist, wurde auf BerVorgänge an der Börse und lassen tein Mittel zur gründlichsten Theil des Kapitals zu übernehmen, habe auch bis zu 130 000 m. anlassung des Klubs Hafenclever gegen das Urtheil durch Geund zuverlässigsten Information unversucht"," wir machen weder vorgeschossen, dann habe die Generalversammlung befchloffen, ihm nosse Jänicke Berufung eingelegt. Es ist wohl taum anzunehmen, in Hausse noch Baiffe", wir sind die einzige Firma, welche ein 360 000 m. Aftien zum Kurse von 105 zu überlasseu. Aus dem daß ein geselliger Klub, der sich die Besprechung literarischer Sachverständigen- Bureau zur Prüfung der Geschäftsberichte und Aufsichtsraths Protokolle gehe hervor, daß diese Ueberlassung er Erscheinungen sozialistischer Jdeen zur Aufgabe gemacht hat, so Bilanzen der Gesellschaften unterhält 2c. 2c. Nach der Ansicht folgte, nicht, wie die Anklage behaupte, auf Grund einer Offerte ohne Weiteres als ein Verein erklärt werden kann, der öffentDer Anklagebehörde hat sich Polfe durch diese Notizen zunächst des Herrn Paul Polte", sondern auf Grund einer von der liche Angelegenheiten beeinflussen will und daß auf ihn die Bein das Bertrauen weiter Kreise eingeschmeichelt und den Glauben Generalversammlung atje ptirten Offerte deffelben". Stimmungen des§ 2 des Vereinsgefeges vom 11. März 1850 verbreitet, daß er der Ehrenmann sei, dem nur das Wohl seiner Rechtsanwalt Dr. Friedmann betonte in dieser Beziehung, Anwendung finden können. Der Verhandlung wohnten mehrere Kunden und Leser am Herzen lag und dem man höchstens das daß damit ein regelrechter Vertrag, den der Staatsanwalt ver- Parteigenoffen aus dem sechsten Wahlkreis der Klub tagt bei Intereffe zutrauen konnte, durch das Blatt seinen Kundenkreis miffe, gefchloffen war. Schon vorher habe ein Vertrag bestanden, Adolf Scholz, Kastanien- Allee 35, im Bukunftsstaat"- mit zu erweitern und die übliche Provision bei Umsatz von Papierer. Inhalts dessen die Gesellschaft dem Angeklagten bei Neu- regem Interesse bei. Auf den weiteren Verlauf der Sache darf für sich zu erzielen. Die Anklagebehörde behauptet nun aber, Emissionen die Aktien zu überlassen hatte. Polfe war darüber man mit Recht gespannt sein. daß der Angeklagte feineswegs in so idealer Weise für das Wohl klar, daß dieser Vertrag an sich der Gesellschaft gegenüber seiner Nebenmenschen sorgte, sondern gerade durch die Brief- unwirksam sei und Ein höchst bösartiger Angriff auf einen Schuhmann daher die Generalversammlung bei kaftennotizen, namentlich soweit sie sich um die Aktien der der jedesmaligen Neuemission das Bezugsrecht zu genehmigen führte gestern den Schankwirth Johann Adolf Gurth unter der Façon Schmiede", bei welcher der Angeklagte hervor habe. Das sei geschehen, denn die Generalversammlung vom dec Bedrohung und des Widerstandes gegen die Anklage der Körperverlegung, der Beleidigung, ragend betheiligt war, drehten, ausschließlich seinen eigenen Bor- 23. April 1889 genehmigte die vom Angeklagten gemachte Offerte Staatsgewalt vor die erste Straftammer des Landgerichts I. theil im Auge gehabt habe. Der Angeklagte wird beschuldigt, und es sei nun nicht mehr das Recht, sondern die Pflicht des Der Angeklagte befigt ein Schanklokal in der Straßburgerstr. 12. bezüglich dieser Façon- Schmiede- Attien" ein forgfältig durch- Aufsichtsraths gewesen, die Aktien dem Angeklagten zu über- Am Abende des 6. September v. J. hatte der Angeklagte noch dachtes System der Bearbeitung des Publikums durchgeführt laffen. สิน haben. In zahllosen Briefkasten Notizen wurde Was das Börsenjournal betrifft, fo erklärt der Angeklagte, nach 11 Uhr Gäfte. Um nicht von der Polizei überrumpelt zu nämlich die Bonität dieser Aktien in allen gepriesen, etwaige Bedenken gegen diese Papiere als geradezu Anklage die Behauptung aufstellen konnte, daß den Antworten, wohl, daß es ein Beamter sei, er bat seine Gäste, schleunigft das Tonarten daß es ihm ganz unerfindlich sei, wie der Staatsanwalt in der werden, hatte er die Vorderthür geschlossen. Gegen halb zwölf Uhr klopfte es von der Straße aus. Der Angeklagte dachte fich lächerlich befämpft und überall der Glauben verbreitet, daß die er in den Brieflaften- Notizen ertheilt, fingirten Botal durch die Hinterthür au verlaffen und erst nachdem dies Façonschmiede- Aktien eine mehr als glänzende Zukunft haben. fragen zu Grunde gelegen haben sollen. Er sei sofort Nach den Behauptungen der Antlage sollen dieser langen Stette im Stande, zu beweisen, daß Hunderte und Tausende ich dann in dem Schantlolale abspielte, gab der Schuhmann Ueber die Scene, die und Tausende geschehen, öffnete er die Vorberthür. von Antworten im Briefkasten wenig oder gar feine wirklichen von Anfragen vorgelegen haben, die er faum zu bewältigen ver Ulbrich, welcher der Ginlaß Begehrende war, im Termin folgende sich dann in dem Schantlolale abspielte, gab der Schuhmann Anfragen zu Grunde gelegen haben, diese vielmehr unter der mochte. Rechtsanwalt Dr. Friedmann erklärt, daß er in Oberleitung des Angeklagten zumeist fingirt worden sein, um dieser Beziehung einen umfassenden Wahrheitsbeweis antreten Schilderung: Er habe den Angeklagten darauf aufmerksam gefritiflofe Leute glauben zu machen, daß für Façonschmiede- müsse. Er habe vor sich so viele Anfragen liegen, daß die Zahl macht, daß er noch Gäste habe. Der Angeklagte habe dies rundAttien wirklich so viel Nachfrage vorhanden sei, als die im der ertheilten Antworten etwa um das Doppelte überſtiegen weg als Lügen bezeichnet und den Zeugen aufgefordert, näher Brieffaften enthaltenen Antworten zum Ausdruck brachten. werde, und zwar seien all die hohen Herren, Exzellenzen, Pro- u treten, um sich davon zu überzeugen, daß das Lokal geräumt Dadurch sollen zahlreiche Personen verleitet worden fefforen zc. darunter, die der Staatsanwalt vermiffe. fei. Der Zeuge habe erwidert, daß er wohl gehört habe, wie fein, die vom Angeklagten empfohlenen und von ihm zu billigen ngetlagte erklärt, daß er Façonschmiede beshalb im die Gäste soeben durch die Sinterthur fortgegangen feien. Kursen überommenen Façonschmiede- Aktien zu hohen Kursen zu Börsen- Journal empfohlen, weil er die Gesellschaft für eine Der Angeklagte babe aber Sarauf bestanden, daß der taufen. Nach der Anklage sollen diese Personen geschädigt wor- außerordentlich Zeuge das Lokal besichtigen solle und endlich sei der gute gehalten habe. Die Objekte ber den sein, da die Aftten, nachdem der Angeklagte feinen und seiner Façonschmiede Kaum Letztere dem Drängen gefolgt und hineingetreten. feien vornehmlich thre Fabriteinrichtung, Freunde Aktienbefiz ausverkauft hatte, von ihrem künstlich hoch- welche nach fachverständigem habe er sich im Innern mit dem Angeklagten allein befunden, Gutachten 182 000 Mart getriebenen Kurse von ca. 242 pet. ftetig fielen und jezt 95 pt. werth fei, während sie mit einer Mark zu Buche stehe. Schlag ins Genic gegeben habe mit den Worten: als dieser, hinter ihn tretend, ihm mit der Fauft einen wuchtigen tehen. Der Vermögensvortheil des Angeklagten soll sich allein Desgleichen sei das Fabrikgebäude mit 15 270 M. in die Bilanz Gie Eump in mein Lokal einbringen?" Nun sei es zwischen Wie können bezüglich der Façonschmiede auf viele hunderttausende Mart beziffern eingestellt, während es eine Feuerfaffe von 157 000 m. habe. Er Beiden zu einem heftigen Kampf gekommen. Sie hielten fich und er soll, trotzdem er mit einem verhältnißmäßig kleinen Ver- müsse entschieden bestreiten, daß er, nachdem er fein Aktienkapital gegenseitig gepackt und schoben sich in dem, engen Lokale umber, mögen begann, in furzer Zeit zum Millionär geworden sein, während und dasjenige feiner Freunde losgeschlagen, plöglich eine andere wobei Tische und Stühle umgeworfen wurden. Endlich seien auf der anderen Seite die Anklage behauptet, daß viele fleine Haltung der Façonfchmiede gegenüber beobachtet habe. Rechts die Stämpfer zu Boden gefallen und einer fuchte den anderen Leute durch ihn an den Bettelstab gebracht worden seien. Der anwalt Dr. Friedmann behält sich vor, nachzuweisen, daß unter zu bekommen. Bei der bedeutenden Körperschaft des AnAngeflagte foll aber nicht nur durch falsche Brieffaften- Notizen, die Anklagebehörde direkt irrig behaupte, daß das Börsensondern auch durch mündliche Vorspiegelungen falscher Thatsachen Journal von da ab gar nichts mehr über Façonschmiede geklagten gerieth der Beamte in Bedrängniß, er rief wiederund durch falsche Bemertungen in seinem Blatte eine ganze Reihe gebracht habe. Was holt um Hilfe. Gleich darauf öffnete sich die Hinterfeine Aufträge auf Messing- thir und einer Don den Gästen von Personen bewogen haben, die von ihm billig erworbenen linien betrifft, so erklärt der Angeklagte, daß er welche auf dem Attien anderer Gesellschaften, wie Ostend Häuserbau und der etwa zweihundert Zeitungen in Verbindung stand und in Augenblid Sieger, er niete auf dem Angeklagten und wandte Korridor warteten, trat hinein. Der Beamte war in diesem gleichen zu den von ihm fünftlich hochgetriebenen Kursen an einem Jahre 130 000 m. an Inferaten zu bezahlen gehabt habe. Dem Gintretenden den Rücken zu. Dieser packte den Beamten am zutaufen. Ein besonderes Kapitel in der Anflage bildet Bon den Druckereien sei ihm bereitwilligft die Zusage ertheilt Benick, riß ihn von dem Bestegten herunter und schlüpfte so schnell bie Geschichte ber Meffinglinien Fabrikation", Der worden, den Bedarf an Messinglinien nur noch von der Façon Aufsichtsrath der Angeklagte als Vorsitzender angehörte, beschloß be- Beweis vorzubehalten, daß die Anklagebehörde fich abermals Angriff erneuert. Wieder fand ein heftiges Ringen statt, bis der der Façonschmiede Aktiengesellschaft welchem Schmiede zu beziehen. Dr. Friedmann erklärt, fich ben wieder zur Thür hinaus, daß der Beamte ihn nicht erlangen fonnte. Der Angeklagte war aufgefprungen und hatte seinen hufs Fabrizirung von Messinglinien die Ausgabe von irre, wenn sie behaupte, daß der Angeklagte zumeist nur die Angeklagte plöglich hinter den Schanttisch sprang, ein langes Prioritäts- Attien. Von diesen wurden 360 000. ftien zum Papiere empfohlen, an denen er selbst betheiligt war, oder daß Schlächtermesser ergriff und dem Schußmanne es mit den Worten Surfe von 103 pt. dem Angeklagten überlaffen. Trotzdem ihm derfelbe feine Empfehlungen irgendwie von Inferaten oder entgegenhielt: Nun jage ich Ihnen das Messer durch den Leib! Der nun bekannt war, daß die Meffinglinien- Fabrikation sehr schlecht Extrabonifitationen abhängig gemacht habe. ging, foll er doch die glänzenden Aussichten dieses neuen Nach Schluß der allgemeinen Bernehmung beginnt die Beamte hatte inzwischen aber so viel freie Hand bekommen, daß Fabrikationszweiges in überschwenglichen Worten gepriesen und Beugenvernehmung. er feinen Säbel ziehen konnte, er drohte, dem Angeklagten den feine hiesigen und auswärtigen Kunden bewogen haben, von dem Den Verhandlungen wohnt als Sachverständiger auch Di- Schädel spalten zu wollen, wenn dieser fich ihm wieder nähere. Berkauf ihrer Attien abzustehen, ja zum Theil noch neue rektor Bei!! von der Genossenscha ta- Bank bei, ferner im Auf- Der Schumann konnte dann, feinen Gegner stets im Auge behinzuzulaufen. Der Angeklagte war haltend, das Lokal verlassen, er zog es aber vor, Meffinglinien Fabrik. Verkauft wurden im Ganzen für fefretärs Dr. v. Bötticher zusammentretenden Börsen- Enquete- war, im Stich zu laffen, da er befürchten mußte, daß der Hauptkunde der trage der am nächsten Mittwoch unter Vorsiz des Staats- seinen Helm, der bei dem Kampfe zur Erde gefallen 59 277 Mart, von denen Polte allein für 5090 Mart Kommiffion der Regierungsaffeffor& fchenbach. bestellte und für 37 991 M. entnahm, um mit den Messinglinien Die Beweisaufnahme beginnt mit der mehrere Stunden der Angeklagte von dem Meffer Gebrauch machen würde, bie während er sich in gebückter Stellung befand. Diejenige die Buchdrucker, bei welchen er Inserate für seine Zeitung auf- füllenden Verlefung der Geschäftsberichte und Bilanzen der Façon Person, die während des Kampfes die Thür geöffnet und dem gegeben, zu bezahlen. Der Bruttogewinn bei der Façonschmiede Schmiede- Aktiengesellschaft seit dem Bestehen derselben. Der Angeklagten hilfreiche Hand geleistet hatte, konnte durch die BeDer betrug nach der Berechnung des Bücherrevisors Bierstädt im Direktor der der letzteren, Zeuge Arnold, bestätigt den Jahre 1890 nur 213/4 pet. Da die allgemeinen Untoften, die Inhalt dieser Schriftstücke und weisaufnahme nicht ermittelt werden. Staatsanwalt Unger fenntritt guten allein ein bei der Meffinglinien Fabritation im Jahre 1890 etwa Bussichten der Gesellschaft und der Hoffnungen, die sich zeichnete die Ausschreitung des Angeklagten als eine fo ungeheuer2400 m. betrugen, bei der Fassonschmiede bisher nicht bekannt an die Meffinglinien- Fabrikation knüpften, bet Darstellung liche, wie sie zum Glück nur selten vorkomme. Er beantrage find, dürfte nach der Meinung der Anklagebehörde der Nettogewinn des Angeklagten bei. Der Zeuge fezt auch die Gründe aus gegen denselben eine Gesammtstrafe von einem Jahre GeDer Façonschmiede sich ganz bedeutend niedriger als 21% pet. einander, warum er auch heute noch der Ansicht ist, daß der so- faugniß und sofortige Verhaftung. Das Urtheil lautete auf Die Untlage behauptet nun, daß der nicht erhebliche Berdienst der genannte Bankiervertrag, ber mit Bolte abgeschlossen war, rechts: ein Jahr einen Monat Gefängniß und sofortige InFaçonschmiede dem Angeklagten durchaus bekannt war und daß giltig sei und aus welchen Gründen dem Angeklagten die jungen baftnahme des Verurtheilten. derfelbe durch die fortgesetzten Lobpreisungen, die sich sogar zu Aktien trotz des damaligen Kurses von ca. 160 pet. zu 103 pt. Der Sachverständige Weill befundet Attien mit der Zeit mindestens den Kurs der Paßenhofer- Attien hierzu, daß hier in diesem Falle fich gegen das Verfahren Nichts erreichen würde, ſich des Betruges schuldig gemacht habe. Es einwenden laffen dürfte, da Polke zweifellos große Verdienste um soll ihm dadurch gelungen sein, den billig erworbenen Attienbesis, bas Blühen der Gesellschaft hatte, viele Mühe für diefelbe von benen er im April den Höchstbestand von 432 600?. aufwendete, Borschüsse machte und die Gesellschaft desIm Verein der gewerblichen Hilfs- Arbeiter Berttus hatte, dem Publikum zu dem Durchschnittskurs von 240 pet. auf halb wohl alle Veranlassung hatte, demselben entgegen- und Umgegend sollte der Reichstags- Abgeordnete Bod neulich zuhalfen. Rechtsanwalt Staub macht darauf aufmerksam, einen Vortrag halten; man nahm aber wegen des schwachen Der Angeklagte ift von einem früheren Angestellten, den er daß, wenn eine Gesellschait, die ein Aktienkapital von 360 000 M. Befuchs der Bersammlung davon Abstand. Alsdann machte ber wegen Beruntreuung zur Bestrafung gebracht hatte, denunzirt verausgabt hat, abermals 360 000 m. ausgiebt, dies doch auf Vorsitzende bekannt, daß eins der ältesten und treuesten Mitworden; er hat bis jetzt energisch bestritten, daß in irgend den Kurs einwirken müffe. Rechtsanwalt Dr. Friedmann glieder, Karl Adolf, verstorben sei, worauf die Kollegen dem einer der 281 Briefkasten- Notizen, auf welche sich die Anklage läßt sich durch den Sachverständigen Weill bestätigen, daß eine Geschiedenen die letzte Ehre durch Erheben von den Blägen erhüßt, falsche Vorspiegelungen enthalten seien oder daß er irgend so große und stolze Gesellschaft wie die des Sachverständigen wiesen. Im Weiteren erstattete der 1. Schriftführer May Maire Jemand betrogen habe. felbst, als fie junge Attien ausgab, dieselbe auch nicht zum Bericht über die Niederlegung des den Märzgefallenen gewidmeten U # = aufommen. mit Versammlungen: Die Verhandlungen finden im Kleinen Schwurgerichtssaale jeweiligen Kurfe von 180, fondern von 120 begab. Der Kranzes. Der Kranz trägt auf der einen Seite die Inschrift: statt. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Barsch bori. Staatsanwalt spricht seine Anficht dahin aus, daß der Direktor Den Kämpfern für Wahrheit, Freiheit und Recht. 18. März 1848, die Anklage vertritt Staatsanwalt Balte, die Bertheidigung Arnold die Aktien offenbar nur deshalb zu 105 weggegeben 18. März 1892," und auf der andern Seite die Worte:„ Geführen die Rechtsanwälte Dr. Fr. Friedmann, Dr. Staub habe, weil er sie nicht für mehr werth hielt. Direktor widmet vom Verein gewerblicher Hilfsarbeiter Berlins und Umund A. Munkel. Bei der voraussichtlich längeren Dauer des Arnold verwahrte sich gegen diese Unterstellung und erbat fich gegend." Die Niederlegung verlief ohne Störung. Nachdem Prozesses nimmt ein Erfahrichter an den Verhandlungen theil. den Schutz des Präsidenten gegen solche Bemerkungen, da er doch beschloß man, die Wittwe Adolf, welche sich in großer Noth beBon den vorgeladenen 49 Beugen fehlt eine ganze Anzahl. Die nicht Angeklagter sei und hier seine Aussagen unter seinem Gide findet, mit 20 Mart zu unterstüßen, ferner am Sonnabend vor auswärtigen Beugen werden wieder in ihre Heimath entlassen, mache. Der Präsident beruhigt den Zeugen mit der Bemerkung, dem 1. Mai im Norden ein Vergnügen zu veranstalten, dessen um später noch eine nene Ladung zu erhalten, wenn es zu ihrer daß der Staatsanwalt ihn gewiß nicht habe beleidigen wollen. Ueberschuß bedürftigen Kollegen überwiesen wird, und beauftragte Bernehmung fommeu wird. Als Sachverständige sind Bücher Bei der Feststellung des weiteren Berhandlungsplanes bittet ein Komitee von 8 Personen mit den Arrangements. Die BerRevisor Bierstadt und Bankier Schappang zur Stelle. Nechtsanwalt Dr. Friedmann ihm Platz zu geben, um Bankgeschaft auf Grund feiner Kenntnisse, die er in verschiedenen habe unwahrheiten verbreitet, platterdings nicht richtig feien. Der Angeklagte giebt zu ſeinen Bersonalien an, daß er sein führlichst zu beweisen, daß die Behauptungen der Antiage, Boite fammlung endete mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung. Bankgeschäften, wie Landwirthschaftliche Bank, Oldenburger Spar- Damit schließt die Sigung. Es soll fernerhin täglich von 9 Uhr bank zc. erworben, begonnen habe. Als er in den Aufsichtsrath bis gegen 3 Uhr verhandelt werden. der Façon- Schmiede gewählt worden, habe er gefehen, daß die bas Unternehmen " Die Ethische Gesellschaft hatte zum 28. März in den Feenpalaft eine öffentliche Bersammlung einberufen, in welcher Genosse Liebknecht über das Thema: Wissen ist Macht und Macht ist Wissen" sprach. Der Redner zeigte in seinem VorGesellschaft durchaus gut sei, aber nicht genügende Geldmittel be- Vor den Schranken des Schöffengerichts in Moabit trage, daß man durch den Appell an die rohe Gewalt nichts erſize. Am 28. April 1887 fei er zum Borsigenden des Aufsichts- stand Freitag der Vorsitzende des Lese- und Diskutirklubs reichen könne, wenn nicht die Arbeiter zur Erkenntniß der Urraths gewählt worden und babe bewirkt, daß ein Bankiervertrag Safenclever", um sich wegen Nichteinreichung der Statuten und fachen gelangt sind, auf denen das gegenwärtige Gesellschaftsmit der Gesellschaft Bär, Bolte u. Ko. abgefchloffen wurde. Grber Mitgliederliste des Klubs zu verantworten. Der Diskutir fyftem beruht, und der Mittel, durch welche dieses zu beseitigen habe damals sich bereit erflärt, ſeine ganze Kraft für das flub Safenclever" war von der Polizei seiner Zeit als ein und eine besseren Ordnung der Gesellschaft herbeizuführen ist. Unternehmen einzusetzen, aber die Bedingung gestellt, daß, Verein erklärt worden, der eine Einwirkung auf öffentliche An- Den Anarchismus streifend, bezeichnete er Diejenigen, welche venn es ihm gelinge, bringen, vorwärts zu gelegenheiten bezweckt. Der Aufforderung des Präsidiums, die deffen Lehren verkünden, entweder für Irrenhäusler oder verhas Recht haben solle, die Aktien al pari Statuten und die Mitgliederliste einzureichen, leistete indeffen der tappte Feinde der Arbeiterschaft. Aber nicht in dem Wissen 34 übernehmen. Die Stammattien standen damals zwischen Genosse Jänide als zeitweiliger Vorsitzender keine Folge, da an sich, sondern in dem richtigen Wissen liege die Macht. 10 und 20 und fein Borschlag wurde deshalb einstimmig vom nach seiner Auffassung der Diskutirklub Safenclever" weder ein Das was dem Bolle heute in den Schulen gelehrt und geboten Aufsichtsrath nehmigt. Er habe dann den Vorschlag durch politischer Verein ist, noch eine Einwirkung auf öffentliche An- werde, sei nicht dasjenige Wiffen, welches den Arbeiter aufklärt gefegt, auf di itattien eine Nachzahlung von 30 bis 50 pet. au gelegenheitest erstrebt. Wegen diefer Renitens erhielt Genosse über das Wesen der Gesellschaft, die Gesetze des Staates, über leiſten, um Inf diese Weise Betriebskapital und Kapital zur Sänice ein Strafmandat von 10 M., gegen welches er indessen das Verhältniß von Ursache und Wirkung, sondern es sei zum Schuldentilgoers zu erhalten. Im Jahre 1887 war bie Kon- richterliche Entscheidung beantragte. In der am Freitag statt größten Theil tendenziös gefärbt. Es gäbe nur eine Wissender Weiseie getheilt wurde: vertirung and r Weise vor sich gegangen, daß das Kapital in gefundenen Verhandlung ergab sich nun zunächst die interessante schaft, aber die Wissenschaft würde tausendfach gefälscht. Dies Prioritätsaen 316 800 m. in 528 Stamm Thatsache, daß auch der Vorsitzende des Schöffengerichts den geschähe namentlich hinsichtlich der Geschichte, Nationalökonomie à 600 M. Dann wurde auf Grund eines Be- Distutirflub für einen öffentliche Angelegenheiten beeinflussenden und der Naturwissenschaften. Ueberall durch die Geschichtsbücher er weil Beife weitet, guft 1888 mit der Konvertirung der Aktien in der Berein hielt, einen amen anclever siehe fich der rothe Faden des Heroenkultus, der Schlachtengeſchichte, ominösen geftattet wult. gegangen, indem den Inhabern von Stammattien trägt. Die Beweisaufnahme gab, daß Genosse Jänicke der Berherrlichung von einzelnen Personen. Vor allem gelte dies erklärt hatte, von der Nationalökonomie, deren Zweck heute die Verherrgegen Nachzahlung von 120 pet. Stammprioritäten auf Befragen des Revierlieutenants nur daß man für 720 M. eine Priorität von 600 M. der gese und Distutirtlub Hasenclever" lichung der gegenwärtigen Gesellschaft sei. Daß aber fei nicht erhielt. Richtig sei es, daß derjenige, der 30 000 M. Attienbesis verfolge ähnliche Biele, wie die Arbeiter Nationalötonomie, sondern eine Fälschung der Wissenschaft. hatte, nur 50 pet. nachzuzahlen hatte und daß er mit einem Bildungsschule. Das war nach Ansicht des Herrn Trotzdem fet die Lehre eines Mary, obwohl noch vervehmt, in Konsortium von Freunden im Jahre 1888 die Stammattien auf- Borfißenden genügenb, um den den politischen Charakter des die Köpfe vieler Professoren eingedrungen. Die Wahrheit bohrt gekauft habe. Die Einzahlungen wurden zur Kräftigung der Klubs Hafenclever festzustellen, bezw. seine Einwirtung auf sich durch, und unsere Stärke liegt in der wissenschaftlichen zu erwerben ,? den " Abend. Vermischkes: baß bie Rammer der Borlage über ble Organisation eines Rolonial- Armee zustimmen möge, damit die Regierung der kolonialen Politit Nachdruck geben könne. 28ahrheit unserer Behren. Rebner, der hierauf in Guzefue ein- 1 ging, schloß seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag mit der Mahnung, daß es die Pflicht jedes Arbeiters fei, sich und andere zu bilden und Aufklärung und Biffen in immer weitere Streife zu Der Berlin Kölner Schnellzug ist am Montag bei der Stafford, 4. April. Prozeß gegen die eines anarchistischen tragen." Die Sozialdemokratie, weit entfernt, zu zerstören, habe bfahrt aus dem Bahnhof Soest entgleift. Zwei Wagen Komplotts Angeklagten in Walfall. Das heute verkündete Urtheil auf ihr Banner die Fortentwicklung der menschlichen Kultur gefielen um. Menschen kamen nicht zu Schaden. lautet gegen Cailes, Battola und Charles auf 10 Jahre Zwangsfchrieben. Sie erstrebe einen Zustand, welcher die Vortheile der Der Bramarbas von Friedrichsruhe hat Kourage gekriegt. arbeit, gegen Deatin, welcher ein Geständniß abgelegt hatte, Kultur allen Gesellschaftsgliedern gleichmäßig gewährleistet. Was an seinem Geburtstage brachten ihm seine„ Getreuen" einen auf 5 Jahre, die beiden anderen Angeklagten wurden freifie wolle, liege im Interesse der ungeheueren Mehrzahl der Fackelzug, für den er mit einer Rede dankte, in der er ausrief: gesprochen. Menschen. Nur daß die Mehrzahl es noch nicht begriffen habe. Ob die Feinde von Oft und West selbst vereint gegen uns ( Depeschen des Bureau Herold.) Habe sie es begriffen, so sei der Triumph unserer Sache gesichert. heranziehen wollten, wir hauten sie doch alle in die Pfanne". Darum ist Wiffen Macht, und ist Wissen der Sieg. So lange Bismarck Reichstanzler war, hat er gegen den Feind Berlin, 4. April. Die Nachricht, daß in Eydtkuhnen in von Dft kein solches Wort gesagt; der willfährigfte Diener einer Grenzbaracke Scharlach und Diphteritis wütheten, wird von Rußlands, hegte und pflegte er den Uebermuth des russischen dem Borsitzenden des Hauptgrenzkomitees, Dr. Bamberger zu Baren und demüthigte ihm gegenüber das Deutsche Reich. Königsberg, in einem uns heute zugehenden Telegramm als vollAus Breslau wird gemeldet: Bom Verleger der Bres- ständig erfunden bezeichnet. Die Eydtkuhner Baracke ist schon Iauer Morgenzeitung" erpreßte der vor dem Streit daselbst be- seit drei Wochen wie alle anderen des ostpreußischen Komitees schäftigte Schriftfeher Schottke mittels Revolvers eine Anweisung infolge der momentan eingestellten Beförderung geräumt und geauf 300 M. Er verwundete, als das Bureaupersonal die Bah- schloffen. lung verweigerte, den Buchhalter Meyer und den Geschäftsführer Wien, 4. April. In Böhmisch- Truebau in der Spinnerei Mafur, dann tödtete er sich selbst. von Pollack Söhne sind zweihundert Arbeiter wegen Entlassung Redakteur Leo Meßuer vom Martgräfler Tageblatt" hat von einigen unbotmäßigen Arbeitern ausständig. fich, wie aus Basel gemeldet, aus unbekannter Ursache erhalten, daß die Streitkräfte der Dahomeer in Yoko angekommen Paris, 4. April. Das Kolonialamt hat die Meldung er schossen. Wieder ein unschuldig Verurtheilter. Im Jahre 1860 find und daß Verstärkungen ihnen nachfolgen. Man befürchtet wurde von dem Schwurgericht zu Pfäffikon( Kanton Zürich) Joseph einen Angriff auf Portonovo und Beaulieu. Alder von Küsnach zu 4/2 Jahren Zuchthaus und 300 Fr. Gent- Dudenarde eine Zugentgleisung ftatt. Mehrere Wagen und Brüffel, 4. April. Heute Mittag fand auf der Strecke, Entschädigung verurtheilt, weil er Nachts zu einem Mädchen in Gauverein Berliner Bildhauer. Heute Annenstraße Nr. 16 ModelleurTapesirer. Deffentliche Versammlung heute Abends 8% Uhr bet Feuerftein, Alte Jakobftr. 75: Berichterstattung vom Halberstädter GewerkschaftsRongreß. Vereinigung der Maler u. f. w.( Filiale 7, Süd- Weft). Heute Abend Zentral- Kranken- und Sterbekaffe des Deutſchen Senefelder- Bundes ( G. 5.) Berwaltungsstelle Berlin. Heute Abend 8 Uhr im Restaurant Röllich, Neue Friedrichstr. 44: Mitglteber- und Verwaltungs- Bersammlung. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekane. Beute Abend 8 Uhr im Restaurant Norbert( früher May), Beuthstraße Nr. 21: VorstandsSigung. Verein Selbständiger Jahnkünftler der Proving BrandenburgBerlin. Außerordentliche Generalversammlung heute Abend 8 Uhr in den Atademischen Bierhallen", Segelplay 1. 8 Uhr Generalversammlung Noftiastr. 50. gels, mus Diskutirklubs. Dienkas. Jobannes Bebbe, uhr, Sozialdemokrat, abends 8 Uhr, bet J. Wintler, Manteuffelstr. 60. bei G. Behrend, Blumenftr. 5. müller, Wienerftr. 31. Agitationsverein 2assalle, bei Drüge Alle Abänderungen, welche ben Arbetter Sängerbund oder den Bund zu richten. " die Rammer gedrungen und solche zu nothzüchtigen versucht habe. Die Lokomotive stürzten in einen Graben. Mehrere Passagiere ber geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Vorstände derfelben Der Verurtheilte bestritt feine Schuld. Er büßte 4 Jahre erlitten leichte Berlegungen. Stockholm, 4. April. Im Reichstage wurde von beiden Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Buchthaus ab; 1/2 Jahr wurde ihm wegen guter Führung erUhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft 1, bei laffen. Jest nach über 30 Jahren hat sich die volle Präsidenten mitgetheilt, daß die Verhandlungen über die ArmeeDewald Berliner, Brunnenstraße 114. Sarmonia, Flottwellfir. 6 bei Unschuld dieses Mannes, durch Bekenntniß des Schuldigen, reformvorlagen am Mittwoch beginnen sollen. Die Osterferien Bartels.- DIympia, Budowerstraße 9 bei Junghans. Usedomstraße 38 bei Miete. Fidelitas, Bergstraße 68 bet Keller. chib born, welcher in letzter Schwurgerichts Sigung in Zürich verurtheilt des Reichstages werden vom 9. bis 23. d. dauern und sollen am Allegro, Kaiser Franz- Grenadier- Play 7. Myrthenblätter, Bel worden, herausgestellt. J. Alder ist noch am Leben. Demselben lettgenannten Tage gemeinschaftliche Abstimmungen über Beforterstr. 15 bet Schneider. Bruderherz, Straußbergerstr. 3 bet Birt. werden vom Kanton Zürich 12 000 Frts. Entschädigung gewährt willigungsfragen stattfinden, bezüglich welcher die Kammern Humor, Straußbergerstraße 3 b. Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen= werden, womit er sich zufriedengestellt erklärt hat. verschiedene Beschlüsse gefaßt haben. Die erste Kammer Braueret. Hoffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bet nach den Albert Klischnegg aus Wien, Verfasser der Opernterte bat längerer Verhandlung KompromißvorGräß.albtapelle 1, Berliner Bockbrauerei.- Arbeiter: Maibund, Nowawes, Wallstraße bet Gärtner. Sängertette, Schönlein: Das Käßchen" und" Die Mormonen", ist in Hallein als Leiche schlag des Konstitutions- Ausschusses betreffend die Fixirung Straße 6 bei D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bet aus der Salzach gezogen worden. Man nimmt an, daß er das der Mitgliederzahl der zweiten Kammer( 230, wovon Winter. Freiheit 2, Adlershof, bet Albrecht. Alte sinbe, Opfer eines Haubmordes geworden ist. 80 Stadt und 150 Land- Abgeordnete) mit 84 gegen 38 Stimmen Mariannenftraße 31-32 bet Doberstein. Vorwärts 4, Rathenow, Die zweite Restaurant Walhalla". Ginigkeit 2, Landsbergerstraße 31 In Wien spielten zwei Knaben ein neues Spiel, zur verfassungsmäßigen Behandlung verwiesen. bei Musehold. Gorgenlos, Röslinerstraße Gefangverein der Böttcher Steinetche, Jüdenstraße 55 17 Benbt. nämlich Scharfrichter". Die Lektüre des Mordprozesses Rammer erklärte den Kompromißvorschlag für verfaffungswidrig Titania, Köpenickerstraße 191 bei Boge. Schneider regte sie dazu an. Bei dem Spiel ist der ältere elf- und verwies denselben ohne Abstimmung zu den Atten. Stebesfretheit 2, Straußberg, Restaurant Krüger. Bor- jährige Knabe von dem jüngeren, seinem Bruder, an einem 7, Marwig, bet Wilhelm Mölte. Borwärts 2, Strict aufgehangen worden und hat dabei sein Leben eingebüßt. Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmen. Hilaria, Blumenstraße 46 bet Went. Fretes Lied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bet Feder. Den Albanesen hat die türkische Regierung 25 000 Stüd Sänger- Ghor der Töpfer, Münzftr. 11, bet Dhlmann. teber Gewehre abnehmen lassen. hall, Eisenbahnstraße 20 bet Siegmund. 8ufriedenheit, Willibald- Alertsstraße 43 bei strone.- Gängerfreiheit, Uhr, bet gröhlich, Naunynftr. 44. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Dienstag: Gefelliger Berein Glimbim, bet George, Gr. Görschenstr. 16. Theaterverein Ataste bet Dcert, Beughofstraße 8. Theaterverein Trieschmann. wärts Babel, Frankfurter Allee 90. Weibenweg 12. bei bei Blumenlefe bet Krüger, Dresdenerstr. 105.- Tambourverein Deutsche Eiche, bei Sabeck, Fürbringerstr. 7.--Gefelliger Verein Mehr Sicht bei Tambour- Verein Borussia bet Feldhahn, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei eßner, Annenstraße 16. Mufitverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Sendte. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8X- 10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantitr. 9-10. Theater- Berein Othello 2 Abends uhr, bet Tägers, Gartenfir. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Sumor, Abends 9 Uhr, Röpnickerftraße 158 bei Buchs. Vergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. Bergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Fest fälen, Müllerstr. 7.- Gefelliger Verein Brüderschaft, im Restaurant Deutscher Reichsabler, Beusselstr. 9. Orientalischer Nauch flub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Meichenbergerftr. 24, bei Schröder.- Rauchtlub Eldorado, Abends 8% Uhr, im Restaurant 2. Schulze, Oftbahnhof 7. Rauchflub Dammerwolte, Böckyfir. 51. Rauchflub Bruderbund, Abends 9 Uhr, Lauftgerstr. 50, bei Grande. Rauchflub 8eitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant sum Beitgeift, Bernauerstr. 72. Tambourverein Rothe Mette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, bet Thiele, Brandenburgftr. 56.- Tambourverein Wirbel, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, im Reftaurant Müller, Gartenstr. 52. Tambours verein Ruf, Dienstag und Freitag, Abends 8% Uhr, bet Sommer, Grünftr. 21. Sonntags Sigung. Stattlub Kreuz- Golo, 8-10 Uhr, Krautsftr. 2, bet Mühle. Touristentlub Wanderlust, Abends s uhr, bet Biebrat, Fransectstraße und Schönhauser Allee Ede. " ereignete fich am Sonntag auf dem Greifenfee im Kanton Ein großes Unglück, verursacht durch grobe Fahrlässigkeit, 3 ürich. Das auf demselben fahrende Dampfschiff, welches nur für 25 Personen tragfähig ist, ging infolge von Ueberlastung bei völliger Windstille plöglich unter. Von den ca. 40 Personen, welche sich an Bord befanden, ertranten 3 Männer und 1 Kind, die übrigen konnten sich retten. 80 000 Ballen Baumwolle im Werthe von 24 Mil. Dollars sind durch den Brand mehrerer Baumwollpressen in New- Orleans vernichtet worden. Verbrannt auf See ist der Dampfer Main" welcher von New- Orleans nach Liverpool mit Baumwolle unter wegs war. Nähere Nachrichten fehlen noch. Culebra, eine wichtige Station am Panamakanal, soll durch eine Feuersbrunst eingeäschert worden sein. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Ufer. Briefkaffen der Redaktion. F. G. Reinickendorf gehört zum Landgericht II, Hallesches C. B. Wohnungen im Miethszins von 200 m. und darunter find miethssteuerfrei. P. 3. Die jetzige Staatseinkommensteuer ist an Stelle der früheren Einkommen- und Klassenfteuer getreten. E. M. 55 und C. H. Ihre früheren Anfragen befinden sich wahrscheinlich noch bei unserem Rechtsanwalt zur Beantwortung, die noch nicht eingetroffen ist. Verwendung. Ob es„ Der wahre Jatob" gebrauchen kann, können E. N. Für„ Das Lied von den Vöglein" haben wir keine wir nicht entscheiden. R. S. Die Kränze von den Gräbern im Friedrichshain sind gewiß deshalb entfernt, da sie, zumal bei dem schlechten Wetter Der letzten Wochen, am 3. Sonntag nach dem 18. März gewiß nicht mehr zur Zierde gereichen konnten. Schon am Sonntag vorher waren die Kränze in Fäulniß gerathen und die Farbe der rothen Bänder vollständig erblaßt, so daß die rothe Farbe Niemand mehr in Wuth versehen konnte. Für die Arbeiter Bildungsschule von der Süd- Schule Paris, 4. April. Deputirtenkammer. In Beantwortung 7,95 m. Ueberschuß vom Kranz für die Märzgefallenen von einer Anfrage wegen der Zustände in Tongling erklärte der Unter- Steinmetzen und Bildhauern der Firma Gebr. Beidler 3,10 M. Staatssekretär der Kolonien, das Delta sei pazifizirt, nur in den Vom Verein der Gold- und Silberarbeiter, Zahlstelle Berlin, Gebirgsgegenden fänden sich noch aufrührerische Banden vor. 30 M. dankend empfangen. Der Unter- Staatssekretär knüpfte an diese Antwort den Antrag, I Nach Gottes unerforschlichem Willen starb heute früh 3 Uhr unser theuerer und unvergesslicher Gatte, Vater, Grossvater, Schwiegervater, Onkel, der Königl. Kommissionsrath, Ritter pp. Direktor Ernst Renz. Berlin, den 3. April 1892. 535M Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoeh, den 6, d. Mts., Vormittags 10 Uhr, vom Trauerhause, Markgrafenstr. 11, nach dem Dorotheenstädtischen Kirchhofe, Liesenstrasse, statt. Der bittere Tod entriss uns heute früh 3 Uhr unseren lieben theueren Chef, den Königlichen Kommissionsrath und Direktor Herrn Ernst Renz. Er war im Leben stets seinen Mitgliedern ein liebenswürdiger und gerechter Freund und sorgender Vater. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Berlin, den 3. April 1892. 535M Die Mitglieder des Circus Renz. Unser Romtoir und Lager befinden sich jetzt SO., Brücken- Strasse 10a, Fernsprech- Anschluss Amt Vilb, No. 1542. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genoffen hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Zeitungsspediteur Heinrich Gressmann, im 36. Lebensjahre am Sonnabend, den 2. d. Mts., Nachm. 3 Uhr plöglich am Herzschlage verschieden ist. 2240L Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6. d. M., Nachm. 2 Uhr von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofes( Landsberger Allee) aus statt. Die trauernde Wittwe Wanda Gressmann nebst Kindern. Todes- Anzeige. Am 2. d. M., Nachm. 3 Uhr, verstarb plötzlich unser lieber Rollege, der Zeitungsspediteur Heinr. Gressmann. Die Beerdigung findet am 6. d. M., Nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofes( Landsberg. Allee) aus statt. Freie Vereinigung der Berliner Zeitungsspediteure&-Verkäufer. J. A.: Der Vorstand.[ 22411 Todes- Anzeige. Am 2. April verfchied nach langen schweren Leiden an der Lnngenschwind 2293b → Gustav Geisler Export- Compagnie f. Deutschen Cognac, Köln a. Rh. fucht der Schloffer Filiale Berlin. 2243L im Alter von 39 Jahren. 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Allen Freunden und Genoffen hiermit die traurige Nachricht, daß unser Kollege und Vereinsmitglied, der Kupferschmied Adolf Heinrich an der Proletarierkrankheit am Sonntag im Alter von 34 Jahren gestorben ift. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. April, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Wiesenstr. 40, aus nach dem Friedhof der St. Paul's- Gemeinde in der Seestraße statt. 2285b Ehre seinem Andenken. Der Vorstand der Filiale Berlin des Unterstützungsvereins der Kupferschmiede Deutschlands. Meyer's, Brockhaus' Beriton, Bücher, Bibliotheken taust 22876 Hannemann, Rochstr. 56 I. Charlottenburg. Allen Genossen zur Nachricht, daß ich im Hause Schlüterstraße 2 ein Barbier und Friseur- Geschäft eröffnet habe. Mich allen Genossen empfehlend zeichne 22392 Ernst Schend. Vorwärts" und„ Jakob" liegen aus. KRONEN GARN. 2288b 1882L Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienftr. 158. Proben franko! Das grösste Brot für 50 Pf. liefert Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr. 8, Langestr. 26., Falkensteinstr. 18. Allen werthen Genossen empfehle ich als ganz vorzüglich in Brand und Geruch meine preiswerthe[ 1944L 5 Pf.- Cigarre No. 1 und die 6 Pf.- Cigarre No. 24. 0. Stadelmann, Manteuffelstr. 75. Damen n. Kinderkleider werden Nachmittag& Uhr, von der Leichen Rechtsbureau des öniglichen mit billigst angefertigt quifen- Ufer 20 part. halle des Neuen Jerufalemer Kirchhofes bei Brig aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 533 L richters a. D., Alte Jakobstr. 180. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2225L Arbeitsmarkt. Schenk. Robert Meyer, Cute Rockarbeiter verl. 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