Mr. 223. Abonnements- Bedingungen: V Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3.30 Mt., monatt. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PontAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Gingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1902 unter Br. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erlheint fäglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. te Insertions- Gebaye beträgt für dte fechsgespaltene Rotonets setle oder deren Raum 40 Pfg., für poltttsche und gewertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für Die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: „ Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Von Frankreichs Kolonialwesen. V Mittwoch, den 24. September 1902. Expedition: SW. 19, Bent- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische tebericht. Berlin, den 23. September. Die Zollgeschäfte. sein wird, unser ganzes Kolonialreich zu verwerten." Man denke, ein Gebiet von neunundeinhalb Millionen Quadrat tilometer, auf dem nur erst 55 Millionen Menschen wohnen! Eine der merkwürdigsten Erscheinungen der neuesten Geschichte Es sind eben nicht die französischen Bauern, auch nicht die fran- clur Frankreichs ist seine Umwandlung in eine Kolonialmacht ersten zösischen Arbeiter, für welche die Kolonien ein notwendig gewordenes Ranges. Frankreich hat schon seit langem Kolonien gehabt, aber es Auswanderungsgebiet darstellen. Wohl aber bilden sie in steigendem Der Schacher uni die Zollbeute nimmt nach Wiederaufnahme hat in den meisten Fällen nichts Rechtes mit ihnen anzufangen ge- Maße ein willkommenes Ablagerungsgebiet für überschüssiges fran- der Bollberatung in der Reichstagskommission wieder lebhaften wußt, und viele von ihnen, darunter gerade einige der zöfifches Sapital, sowie für überschüssige Angehörige des Handels, Fortgang. Es schachern die Parteien untereinander, es schachern die aussichtsreichsten, im Laufe der Zeit wieder verloren. Was der Industrie, und der höheren Berufe. Herr Fallot unterläßt Agrarier mit den Industriekapitalisten, es schachern die Zollparteien ihm nach den Kriegen des ersten Kaiserreichs geblieben es nicht, die Möglichkeiten, welche die Kolonien diesen Elementen mit der Regierung; den Allerweltsmaller im blühenden Schacherwar und unter der Restauration, dem Juli Königtum darbieten, in ihr helftes Licht zu stellen. Und an Ausbeutungsund dem zweiten Kaiserreich an Kolonialbesiz hinzugefügt material aller Art fehlt es auch den vielen Kolonien in der That geschäft spielen die schlauen Händler des Centrums. Das Wesen wurde, ward voit der Masse der Nation nicht sonderlich nicht. Nur ist es mit seiner Verwertung keine so einfache Sache. dieses Schachergeschäfts aber ist der Aufschlag und die Drohung. hoch eingeschätzt. Beitweilig begeisterte sich das Volk wohl für das Verheißungsvolle Kolonien hat Frankreich immer gehabt. Wenn sie Man schlägt hoch auf, um einen Teil des Aufgeschlagenen einzus eine oder andre Kolonialunternehmen, aber aus Motiven, die mit nicht gehalten haben, was man sich von ihnen versprach, so liegt das heimsen. Man droht, als liege einem nichts, gar nichts am ganzen der eigentlichen Kolonisationsfrage selbst herzlich wenig zu thun zu einem großen Teil an den Grundsägen, nach denen Frankreich Geschäft und als verzichte man lieber auf die ganze Sache, hatten. Volkswirtschaftlich wurden die Kolonien als ein kostspieliger bisher feine Kolonien zu verwalten pflegte. Und Herr Fallot stimmt wenn nicht alles so gemacht wird, wie es die Drohenden Lugus betrachtet und diese Auffassung fonnte sich u. a. darauf im Princip durchaus denen zu, die eine völlige Abkehr von der alten stüßen, daß im Staatshaushalt die Kolonien einen steigenden französischen Verwaltungspragis und Uebergang zum englischen verlangen. Ausgabeposten bildeten. Sie schienen zu weiter nichts gut zu sein, System der Kolonialpolitit empfehlen. Am Montag hat Graf Posadowsky gedroht, daß der Regierung als überflüssige Beamte unterzubringen und strebsamen Militärs Der Unterschied der beiden Systeme ist kurz der folgende: nichts übrig bleibe, als auf Grund des bisherigen Tarifs nene einen Tummelplay für die Erlangung billiger Lorbeeren zu Frankreich ist mit der Gewährung formaler Rechte an die Be- Handelsverträge abzuschließen, wenn die Bollparteien sich nicht zu bieten. Wegen ihrer Eigenschaft als ständiger Anreiz als ständiger Anreiz zu völkerung auf seinen Kolonien verschiedentlich viel weiter gegangen ihrer Vorlage verstehen. Hent drohen die konservativen Agrarier: militärischen Expeditionen wurden sie insbesondere von den wie England; während keine englische Kolonie Abgeordnete ins Bar- Kommt die Regierung uns nicht entgegen, so ist es um das ganze radikalen Oppositionsparteien heftig bekämpft. Das Auf- lament des Mutterlandes entsendet, sind in der französischen Deputierten- Tarifwerk geschehen!„ Lieber Freihandel als ungenügende landtommen der Deportierung von politischen Sträflingen in cut- fammer eine ganze Anzahl von Kolonien durch Abgeordnete verwirtschaftliche Zölle!" Und in das Fach der Schacherdrohungen zählt fernte Kolonien zu Anfang der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts treten, die auf Grund des gleichen demokratischen Wahlrechts auch die trübe Beurteilung der Aussichten des Zollgefeßes; die steigerte diese Gegnerschaft noch. Nie war, von der Socialdemokratie gewählt sind, das in Frankreich selbst gilt. Aber materiell ganz abgesehen, die Stolonialpolitik bei der bürgerlichen Demokratie behandelte Frankreich seine Kolonien bisher als unſelbſtändige kommen des Entwurfs find die denkbar trübften". Das Gegentreuz- Zeitung" erklärt: Die Aussichten für ein Zustande Frankreichs so unpopulär, als unter dem zweiten Kaiserreich. Wie Anhängsel ohne eignes, vom Centralförper unabhängiges übel diesem seine merikanische Expedition bekommen ist, ist bekannt. Leben mit anders gearteten Lebensbedingungen, während stück zu dieser Erklärung bringt die, ölnische Beitung", die Auch als das Kaiserreich gefallen war, dauerte die Abneigung gegen man in England längst dazu übergegangen ist, die Kolonien als in den Beschlüssen der konservativen Fraktion eine offene und umErweiterungen des Kolonialbefizes noch ein gutes Jahrzehnt fort. selbständige Einheiten zu betrachten und ihnen je nach den befassende Kriegserklärung gegen die Regierung" erblickt, eine StriegsErst im Anfang der achtziger Jahre feßte ein Umichwung ein, fonderen ethnographischen und geographischen Verhältnissen eine andre erklärung, die das Scheitern der Vorlage bedeute, wenn die Konfer unterstützt zunächst von Leon Gambetta und dann von dessen politischem Stellung zum Reichsganzen anzuweisen. England bat Kolonien mit vativen auf ihren Beschlüssen beharren. Nachfolger, Jules Ferry. Beiden fegte der bürgerliche Naditalismus voller Selbstverwaltung, solche mit beschränkter Selbstverwaltung Wenn" 1 Nach der Kreuz- Zeitung" scheitert die Vorlage, wenn Das liebliche Schachernoch eine wütende Opposition entgegen. Sie ist aber in Bezug auf und Kolonien, die nach den Grundsätzen des patriarchalischen Despotismus die Regierung nicht nachgiebt, nach der Kölnischen Vertreterin der di Kolonialfrage ebenso verstummt, wie der Radikalismus in regiert werden( sog. Kronkolonien), und innerhalb dieser Gruppen giebt Bezug auf die Bekämpfung des Kleritalismus heute in den Fuß- es wieder allerhand kleinere oder größere Abstufungen. Aber welches auch Regierungsvorlage scheitert sie, wenn die Konservativen nicht stapfen von Gambetta- Ferry wandelt. Ju wenig mehr als zehn die formale Stellung der Kolonie, immer wird sie materiell, in nachgeben. Jahren hat Frankreich sein Stolonialgebiet fast verze hufa dt. wirtschaftspolitischer Hinsicht, als ein selbständiger Organismus be Sobald aber die beiden drohend feilschenden Händlergruppen Während das Stammland nur eine halbe Million( 536 000) Quadrat- trachtet und im Princip auch demgemäß verwaltet. Wir sagen im ihre Schacherbegabung genügend gemessen haben werden und einander tilometer umfaßt, decken jetzt seine Kolonien, Schutzgebiete 2c., eine Princip, weil es in der Praxis feineswegs ganz ohne Verstöße gegen den äußersten, den alleräußersten Preis ansagen dann wird das Fläche von 91/2 Million Quadratkilometer. Um die diese Regel abgegangen ist, und solche noch immer vorkommen. Auch Geschäft des Abschlusses nicht ermangeln! Es mag nun fraglich Wende der neunziger Jahre erfaßte ein wahrer Kolonialhunger die sonst ist es bei Durchführung dieses Princips nicht ohne grobe Miß sein, wer das meiste dabei profitiert. französischen Bolitifer, der bis gegen die Jahrhundertwende angriffe abgegangen. Aber im ganzen wird nach ihm verfahren, und dauerte und erst abließ, als so ziemlich alles noch nicht von Europäern daß in ihm das Geheimnis des Erfolgs der englischen Kolonialbesezte Land seinen Herrn gefunden hatte. Nur mit erheblichem politik liegt, tann gar nicht bestritten werden. Knurren verzichtete Frankreich damals auf etliche Bissen, die ihm andre Länder beim Drängen um die Verteilung des Restes der bewohnten und bewohnbaren Erde wegschnappten. tommt. " #F Und der Obermakler ist eifrig am Werke. Zwar spielte auch Dr. Schädler auf der Generalversammlung des„ bayrischen In Frankreich hat man die Kolonien im Guten wie im Schlechten patriotischen Bauernvereins" den drohenden Mann, indem er nach den Interessen und Ideologien, die jeweilig im Mutterland meinte, er glaube, daß überhaupt nichts zu stande käme, Kurs hatten, modeln wollen. Die Vertretung im Reichsparlament war da die Regierung den nötigen guten Willen nicht habe. Aber die Dies Knurren tönt noch in einem Buch über Frank unter diesen Umständen für die Kolonisten wertlos. Ihre ein oder zwei reichs toloniale gutunft nach, das soeben in Paris Stimmen verschwanden in der Masse der andern Stimmen. Das Ver- den Jubel der liberalen Blätter über die Aussichtslosigkeit der TarifGermania", das offizielle Blatt der Centrumsfraktion, erklärt erschienen ist und einen ehemaligen Beamten in der Verwaltung des gnügen, über Gegenstände mit abstimmen zu dürfen, an denen sie nur vorlage als etwas voreilig" und bemerkt:„ Vorläufig geben Schutzgebiets Tunis, Monsieur E. Fallot, zum Verfasser bat.") wenig oder gar fein Jntereffe hatten, mußten sie mit dem Verzicht Herr Fallot, der schon eine ganze Reihe von Schriften über Tunis auf die Selbstverwaltung der Kolonie bezahlen. Welche Handels- wir die Hoffnung auf eine Verständigung noch nicht auf, und einige andre zu Afrika gehörende Objekte der Kolonialpolitik politik ihre örtlichen Verhältnisse ihnen auch nahelegten, fie hatten aber wir müssen gestehen, daß diese Hoffnung nicht mehr Frankreichs veröffentlicht hat, geht in diesem Buche den ganzen fich derjenigen zu unterwerfen, die im Reich beliebt wurde. Ihr groß ist." Noch deutlicher sprach Herr Dr. Spahn, der EinKolonialbesitz Frankreichs durch und legt die Möglichkeiten seiner erstes Gebot war nicht, sich möglichst schnell und vollständig selbst geweihteste des Schachergeschäfts, am Sonntag in Bonn; er erklärte, Nuzbarmachung für das Heimatsland und die Anforderungen seiner zu entwickeln und dadurch zu einem immer wertvolleren Glied des daß aller Voraussicht nach die Regierung bei den Berwaltung mit Berücksichtigung der Besonderheiten der verschiedenen Ganzen zu werden, sondern sie hatten vor allem Domäne der Getreidezöllen der Kommissions mehrheit ent Kolonien augenscheinlich mit guter Sachkunde dar. Sein mit vielen Centralverwaltung und ihrer Beamten zu sein. Das Ausland sollte gegenkommen werde. Thut die Regierung dies, dann wird Karten ausgestattetes Buch ist insoweit als Informationsquelle gut für sie nur soweit existieren, als dieser Anspruch es erlaubte. Sonst das Centrum bezüglich der übrigen Positionen nachgeben und den zu gebrauchen. Es wird durch mehrere Kapitel über die hätte man am liebsten eine chinesische Mauer um die Kolonie Bedeutung der Kolonisation und die Grundsätze der Kolonial- gezogen. Die Protektionswirtschaft daheim ward auf den Kolonien Handel fertig machen. Die also isolierten Konservativen würden politit im allgemeinen eingeleitet, welche die Hoffungen der noch unendlich gesteigert. Wie sehr darunter ihre Entwicklung leiden alsdann gleichfalls einschlagen, froh, durch hartnäckiges Feilschen der französischen Kolonialpartei widerspiegeln und denen sich einige mußte, fann man sich leicht vorstellen. Regierung doch einigen Ueberwucher entrungen zu haben. Kapitel über die Kolonien Englands und andrer Staaten Allmählich hat man das Verfehlte dieser Anschauung erkannt und anschließen. Den Schluß bildet ein Ausblick auf die Zukunft des das Buch des Herrn Fallot ist ein eindringliches Blaiydoher für den Theaterdonner. französischen Kolonialreichs, die dem Verfasser, sofern nur gewisse Uebergang zum englischen Kolonialsystem. Es geht in dieser Hinsicht But unsrer gestrigen Mitteilung über die Erklärungen des von ihm befürwortete Principien beobachtet werden, im rosigsten mit den bisherigen Fehlern der französischen Kolonialverwaltung rück- Abg. Schädler gegen die Entrüstungsdepesche Wilhelms. II. Lichte erscheint. haltlos ins Gericht. Soweit, so gut. Aber während es mit diesen wird uns ergänzend aus München geschrieben: Einfügend sei hier bemerkt, daß Deutschlands Kolonial. Fehlern auch von ihrem sympathischten Zug, dem Streben nach Herr Dr. Schädler hat am Sonntag wieder eine große politische besiz von Herrn Fallot recht gering bewertet wird, möglichster politischer Gleichstellung der Eingeborenen, mehr zu Rede gehalten und zwar in der Generalversammlung des bayerischwenn der Verfasser sich auch Deutschland gegenüber eine gewiffe opfern Miene macht, als die Rücksicht auf die ethnographischen patriotischen Bauernvereins, die alljährlich im September in dem Reserve auferlegt. Weniger reserviert ist er, wo er auf Italiens Unterschiede rechtfertigt, kann sich der Verfasser doch nicht dazu oberbayrischen Dorfe Tuntenhausen bei Rosenheim stattfindet. Diese VerVersuche auf dem Gebiet des Kolonialerwerbs zu sprechen entschließen, die starken Seiten der englischen Kolonialpolitik sammlung, mit der das Centrum in der Regel die politische Wintersaison Es scheint ihm eine ganz verwerfliche Impertinenz ebenso rückhaltlos zu befürworten. Verwaltungspolitisch geht er zu eröffnen pflegt, bietet diesmal ein besonderes Interesse, wurde vont ſeiten dieses Landes. das eine größere Bevölke fam über das System der Kronkolonien hinaus und doch in aller Form durch die Centrumspartei dem saiser rungsdichtigkeit, einen stärkeren Bevölkerungszuwachs, eine behandels- oder zollpolitisch betrachtet er es als schier undenkbar, daß Wilhelm II. die Febde angesagt. Dr. Schädler besprach deutend stärkere Auswanderungsziffer hat wie Frankreich, und die Kolonien nicht der Einfuhr aus dem Mutterlande erheblich nämlich auch das Swinemünder Entrüftungstelegramm des Kaisers näher an Afrita liegt als dieses, daß auch es in Afrika Kolonien günstigere Bedingungen zu gewähren hätten, als andren Ländern, und führte dabei u. a. aus, der Kaiser habe kein Stecht, sich in die haben möchte. Allerdings ist es nicht gerade ein zu üppiger Be- Daß dies gegebenenfalls den Handelsverkehr der betreffenden Kolonie inneren Angelegenheiten eines Bundesstaates zu mischen, und fuhr völkerungszuwachs oder Auswanderungsdrang, der Frankreich zur mit andern Ländern beeinträchtigen und damit ihre Entwicklung dann wörtlich fort:" Im gewöhnlichen Leben spricht man auch Wiederaufnahme der Politik der Kolonialerwerbungen getrieben hat. schwer schädigen kann, beschäftigt ihn nicht weiter. von Taft, aber darüber will ich heute nicht sprechen. Wer Herr Fallot meint zwar, Frankreichs Auswanderungsziffer sei So ist das Buch des Herrn Fallot, genauer zugesehen, trok aber auf den öffentlichen Markt, ins öffentliche Leben sich immerhin beachtenswert". Aber er kann doch nicht leugnen, daß aller Freihandelsallüren selbst vom wirtschaftspolitischen Standpunkt stellt, um dort mitzureden, der sollte vor allem sie und seine Geburtenziffer gegenüber denen Deutschlands, nichts weniger als ein Produkt wahrhaft fortschrittlicher Dentart. Sprichwort denten:„ Wer tegelt, muß auch auffeßen!" und daran, Englands, Italiens höchst unbedeutend sind. So vollzieht er und nach den Mitteilungen zu schließen, die es bezüglich der der- daß eine besonders geschüßte Stellung besondere Pflichten mit sich denn, bald nachdem er jenen Ausspruch gethan, eine zeitigen Verwaltung der verschiedenen Kolonien macht, scheint es für bringt, gewisse Reserven auferlegt oder daß man darauf verzichten Wendung und schildert es als einen von der Kolonialerweiterung zu den heute unter den Kolonialpolitikern Frankreichs herrschenden Geist soll. Mindestens liegt die Gefahr sehr nahe, daß auch andre diesen erwartenden Segen, daß sie eine Zunahme der Geburtenziffer Frank- typisch zu sein. Man wird dies im Auge behalten müssen, um sich Schutz als nicht mehr schügbar betrachten können. Wünschenswert reichs zur Folge haben werde. Damit läuft seine Darlegung von allen Illufionen hinsichtlich der zunächst bevorstehenden Aus- wäre es, wenn die Kritit, die in weiten Streisen des bayrischen Volkes auf das Paradox hinaus, daß Frankreich Stolonien braucht, gestaltung des fo gewaltig angeschwollenen französischen Kolonial- geübt wurde, zu den allerhöchsten Ohren täme; das würde dann nicht weil es zu viel, sondern weil es zu wenig Menschen befizes frei zu halten. anders klingen, als die Troubadourlieder, die Bhili Eulenburg singt. produziert. Ob aber unter diesen Umständen der besagte Besiz, rein Diese Depesche ist aber auch von ganz eminenter Bedeutung für die Indes hat Herr Fallot noch einen zweiten Trost für seine Lands- materiell betrachtet, dem Heimatlande so viele Vorteile bringen Frage: ist es dem Bundespräsidium gestattet, sich in die internen Yeute, um sie mit der Last zu verföhnen, welche die Kosten der wird, um die Opfer aufzuwviegen, die er ihm direkt und Angelegenheiten eines der Bundesstaaten einzumischen? Die BeKolonialverwaltung ihnen auferlegen, nämlich, daß Frankreichs indirekt verursacht Herr Fallot spricht auf S. 492 deutlich zeichnungen von der„ tiefsten Entrüstung",„ meiner Empörung" und Kolonialbesig troß seiner ungeheuren Ausdehnung feine größere Bahl genug von erhöhten Verteidigungsmitteln zu schnöder Undankbarkeit" gelten uns. Wir werden die Antvon Auswanderern erfordere, als Frankreich liefern könne. Frankreichs Wasser und zu Lande, um diesen Besitz gegen die Be- wort darauf nicht schuldig bleiben an der Stelle, Kolonien sind überwiegend Ausbeutungstolonie 11. gehrlichkeit" der Engländer und Deutschen zu verteidigen ist eine wo auch das Bundespräsidium sie hört, und " Man fann annehmen," heißt es auf S. 57,„ daß eine jährliche andre Fragel Kolonialmilitarismus und Marinismus zwar in Berlin Ind in Winch ent. Auswanderung von 20.000 bis 25.000 Franzosen völlig genügend ins Unendliche, das ist der sichere Segen der Expansion für das Mitglied der Centrumsfraktion im Reichstage und.im französische Bolt. Und wozu? Schließlich fann ein Land Landtage weise ich hiermit diese Einmischung des Königs von *) E. Fallot, ancien chef de service du commerce et beute mur im Verhältnis seiner eignen industriellen Entwickelung zu Breußen, welcher den Namen Deutscher Kaiser führt, mit aller de l'émigration à Tunis, L'Avenir colonial de la der der übrigen Länder Kolonien verdauen. Ueberschreitet es dies Entschiedenheit zurück, und ich weiß mich darin einig mit fämtlichen France. Etudes pratiques sur les principes de la colonisation Maß, so unterbindet es damit seine eigne innere. Fortentwickelung. Barteitoflegen im Reich und in Bayern." et la situation économiques des colonies françaises et Von solchen Fragen jedoch weiß das Buch des Herrn Fallot nichts. étrangères, Paris, Librairie Ch. Delagrave. 550 G. 12° E, B. an das und als So Dr. Schädler über das Kaisertelegramm. Der Gefahr, daß Iman seine Ausführungen wieder als rednerische Entgleisungen be Die zeichnen könnte, wurde diesmal von vornherein vorgebeugt. Nach so strenge Inseratencensur aus wie die socialdemokratische Presse, Formen der Ausbeutung. Aber endlich in den Streit gedrängt, ers ihm bestieg nämlich Prälat Dr. von Daller die Redner- die ihrem Grundsatz geschäftlicher Sauberkeit zu Liebe auf große lebten die Arbeiter eine ſittliche und geistige Wiedergeburt. tribüne und erklärte als Vorsitzender der Centrums- Einkünfte verzichtet, wie denn auch unsre Presse nicht der Schwindel- Bretonen und Luxemburger fämpfen Schulter an Schulter mit seltener fraktion des bayerischen Landtages, daß er mit den Ge- pragis der" Post" huldigt, durch Vorspiegelung falscher Thatsachen Ausdauer, trop der entschlichsten Entbehrungen, bei höchst mangeldanken und Erörterungen Schädlers in allen Punkten völlig Inserenten anzulocken. Gerade jener gegen die Inseratenbeilage der hafter Unterstützung von auswärts. einverstanden sei. Freilich hat weder Herr Daller noch Herr Schädler Neuen Welt" gerichtete Antrag beweist, wie streng man in unfren Der Unternehmer rechnet aber noch immer auf die Aushungerung angegeben, durch welche Mittel sie den Kaiser künftig verhindern Kreisen über das Inseratenwesen denkt. Erlogen ist es, daß irgend der Streifenden und er wird von der Behörde namens der„ Arbeitswollen, ähnliche Depeschen abzusenden. jemand die Aufnahme anstößiger Juferate verteidigt hätte. Erlogen freiheit" unterstüßt, nachdem er eine Anzahl Streitbrecher angeworben Es wird bei etwas Theaterdonner bleiben, und das ist es auch, daß die Verwaltung der„ Nenen Welt" dem Inseraten hat. Die polizeiliche Schuhriegelei der Ausständigen hört nicht auf. Centrum bleibt der ergebene Diener der Monarchie, die trot pächter teine Beschränkungen auferlegt hätte; in Wahrheit war die Den thätigsten Mitgliedern der neugeschaffenen Organisation werden Entrüstungsdepeschen Katholicismus und Centrum in preußischen Ausschließung derartiger Juferate fontraktliche Bedingung. Trotzdem allerlei Prozesse angehängt. Zuletzt hat die Regierung gar drei und deutschen Landen eifrig hegt. schlüpften ab und zu bedenkliche Inserate durch, und sofort erhob ausländische Streitende ausgewiesen, die Arbeiter fich ein heftiger Widerspruch aus den Reihen der Parteigenossen, Schneider, Kneip und Bernard. Dabei ist einer der AusCentrumsmaskerade. Im Anschluß an die Generalversamm deren Beschwerden auch durchaus als berechtigt anerkannt wurden. gewiesenen erst seit einigen Tagen Vater geworden, seine Frau liegt lung der Gesellschaft für sociale Reform in Köln, über die wir an Wir haben bisher noch nichts davon gehört, daß jemals das noch im Wochenbett.... Freilich ist der Fabrikant von Ourscamp andrer Stelle dieses Blattes berichten, wurde am Montagabend eine gebildete und besigende Bürgertum gegen die Schamlosigkeiten des radikaler Parteigänger, aber ministerfreundlich gesinnt. öffentliche Versammlung abgehalten, die Gelegenheit gab, die Centrums- Inseratenmarktes feiner Blätter Protest erhoben hätte, die einen Von den ministeriellen beziv. ministerfreundlichen Socialisten demagogie in Arbeiterfragen zu beobachten. Der nationalsociale großen Teil ihrer Einnahmen ans Suppelei und Schwindel beziehen, haben bisher gegen den Wintürakt der Regierung nur die Herr Tischendörfer hatte in dieser Versammlung der vereinigten An- während die Presse des Proletariats sich inmitten der kapitalistischen Allemanisten protestiert. Ihr Pariser Sekretariat ſchließt seinen hänger bürgerlicher Limonaden- Socialreform die kläglichen Zustände Berderbuis ihre Sauberkeit zu bewahren weiß. Die" Post" richtet Protest mit der Erwartung, daß die Regierung diese herausdes Vereins- und Versammlungsrechts in Deutschland dargestellt und also ihre Kapuzinerpredigt an eine falsche Adresse; freilich ist ihre fordernde Maßnahme zurücknehmen wird, will sie anders nicht alle sin freiheitliches Vereinsgesetz gefordert. Darauf trat der Centrums- ganze politische Thätigkeit nur eine einzige fortlaufende Reihe von freien Menschen und eine Menge ihrer Anhänger gegen sich aufAbgeordnete Trimborn, der zugleich die Versammlung leitete, auf; Schwindelinseraten, die von den Industriebaronen bezahlt werden. bringen". Abwarten! er dantte dem Redner für ſeine Ausführungen,„ welche, wenn man bringen" auch im einzelnen nicht derselben Ansicht sei, wie Tischendörfer, doch ein Bild vollständig unhaltbarer Zustände gegeben hätten, die Haupt fächlich auf die Gesetzgebung zurückzuführen seien; man müsse daher entschieden auf eine Aenderung der letzteren dringen. Während Deutschland auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung an der Spize aller Kulturnationen maschiere, stehe es auf dem Gebiete der Sicherstellung der Koalitionsfreiheit der Arbeiter veit hinter Frankreich, England und Amerika zurück. Ohne Ausgestaltung des Koalitionsrechts sei eine gesunde Arbeiterbewegung gar nicht denkbar. Den Arbeitern müsse dieselbe Freiheit gewährt werden, wie den Arbeitgebern." Berung des man Für eine Aenderung des preußischen Wahlreglements Combes' Rede.- Kammernachwahl. hat sich der Ausschuß des nationalliberalen Wahlfomitees der Provinz Paris, 22. September.( Eig. Ber.) Ministerpräsident Combes Westfalen ausgesprochen. Dem nationalliberalen Delegiertentag in hat mit ziemlicher Eile eine Gelegenheit gesucht und gefunden, die Eisenach soll der Antrag unterbreitet werden, an die preußischen Landtagsabgeordneten der Partei das Er- chauvinistischen Entgleisungen Belletans und, des Kriegsministers André namens der Nes fuchen zu richten, sofort bei Beginn der Session auf den Erlaß will, auch Schon hatte sich die Opposition eines neuen. weniger umständlichen Wahlreglements hinzuwirken, gierung zu desavonieren. als Belletanschen Reden einer neuen Angriffswaffe durch das schon für die kommenden Neuwahlen die Möglichkeit der das Kabinett bemächtigt. Die sonst gewerbsmäßig einer glatten Abwickelung des Wahlgeschäfts auch in den stark be- gegen Politiker suchten aus den chauvinistischen völkerten Wahlkreisen sicher gestellt wird, und eine gerechtere Ab- chauvinistischen grenzung der Wahlkreise, sowie zugleich die Beseitigung der dem Aeußerungen des Marineministers der Regierung einen Strid zu Wir haben kleinen Anlaß, die Ueberschätzung des deutschen ganzen Dreitlaffen- System Sohn sprechenden drehen. Der flerifal- monarchistische Abg. Denys Cochin fündigte eine bezügliche Interpellation an. Der solide, Temps" erwog bereits Versicherungswesens wiederum zu widerlegen. Wenn aber das Bezirksdrittelung energisch anzustreben." Centrum mit Herrn Trimborn und dieser ist einer der maß- ungeheuerlichkeit der Dreiflaffenwahl zu beseitigen oder auch nur zu Die braven Nationalliberalen sind weit entfernt davon, die die Notwendigkeit der Abfägung der zwei Minister und die Möglichfeit einer Ministerkrisis. Combes mußte sich also mit seiner gebenden Männer des Centrums in Arbeiterfragen der Ansicht ist, daß eine gesunde Arbeiterbewegung ohne freies Koalitionsrecht nicht mildern; im Gegenteil, fie fordern, daß der plutokratische Charakter Friedensrede beeilen, selbst wenn ihn Loubet entgegen dem verdenkbar ist, so liefert Herr Timborn mit dieser Erklärung, welche die des Wahlsystems durch Beseitigung der Bezirksdrittelung noch dent- breiteten Gerücht dazu nicht gedrängt hätte. Auch hat er, wie bereits mitgeteilt, sehr deutlich gesprochen. Arbeiterfreundlichkeit hell erstrahlen lassen soll, vielmehr den Be- licher und krasser zur Geltung komme. weis der schönsten Vernachlässigung der Arbeiter= Protestantische Inquisition. 193 Geistliche der Provinz schaft durch das Centrum. Schleswig- Holstein verlangen in einer Eingabe an das Kultus Wäre das Centrum im Reichstag, wo es die herrschende und ministerium, daß der Kieler Professor der Theologie Baumgarten, entscheidende Partei ist, jemals entfernt so eifrig für die Schaffung der teuflischer Ketzerei hinreichend verdächtig sei, verbrannt, d. H. des freien Koalitionsrechts eingetreten, wie es jetzt für den Zoll- nach unsren modernen Sitten feines Amtes entsetzt werde. Als wich er eintritt, so wären die beklagenswerten Zustände im Vereins- Grund des Verlangens wird in dem pastoralen Rotwälsch der 193 und Versammlungsrecht längst gemildert. Aber das ist Centrumsart: u. a. das Folgende angegeben: Wenn man die Arbeiter durch erhöhte Kornzölle auszuhungern sich anschickt, dann ist es ersprießlich, einen Timborn vorzuschicken und sich in der Maske der Arbeiterfreundlichkeit zu zeigen! Die Welt geht unter! Furchtbare Enthüllungen verbreitet die Krenz- Zeitung" über den socialdemokratischen Parteitag. Sie bringt die folgende Zuschrift eines entgeisterten Patrioten: " Am Sonntag, 14. d. M., befand ich mich in München. Das erste, was mir auf dem Bahnsteig des Central- Bahnhofes auffiel, waren zwei Männer, die mächtige Schilder trugen mit der Aufschrift:„ Empfangsausschuß des Parteitages der deutschen Socialdemokratie". Dagegen wird man ja nichts einwenden können. Einigermaßen erstaunt war ich aber, eines der großen Portale, durch die man den Querbahnsteig verließ, mit Kränzen und Ge winden schön geschmückt zu finden. Darüber waren Fähnlein in allerlei Farben angebracht, aber sämtlich mit großen roten Schleifen versehen. In der Mitte endlich prangten auf blutrotem Grunde die Worte:" Parteitag der deutschen Socialdemokratie". Es macht doch einen eigenartigen Eindruck, ein königlich bayrisches Staatsgebäude zu Ehren der Umsturzpartei mit den Farben der Revolution geschmückt zu finden. Mir wenigstens geht dies über die Gemütlichkeit." Und das Blatt bemerkt dazu: „ Wenn uns die vorstehende Nachricht von andrer Seite zu gegangen wäre, würden wir an ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln. Das Schreiben, in dem sie wiedergegeben wird, rührt jedoch von einem durchaus zuverlässigen Freunde unfrer Zeitung her, bei dem eine irrtümliche Auffassung seiner Wahrnehmungen ausgeschlossen erscheint." In der Kammernachwahl von Libourne( Gironde- Departement) wurde der Nationalist Joseph Brisson, dessen Mandat taffiert worden war, im ersten Wahlgang wiedergewählt. Er erhielt 8338 gegen 7905 linksradikale Stimmen. In den allgemeinen Wahlen hatte der Nationalist in der Stichwahl mit 8448 gegen 8358 Stimmen gefiegt. Bei der nur unerheblichen Stimmen verschiebung kommt dieser Nachwahl keine allgemeine Be deutung zu. Dänemark. die = " Wir haben bislang es schweigend ertragen, daß- trotz aller Versicherung von hoher und höchster Stelle, man wolle den konDie Wahlen zum Landsthing, deren Resultat bereits nach fessionellen Charakter unsrer Landeskirche wahren und schützen immer wieder principielle Gegner der lutherischen Bekenntnisse an unfrer einem Telegramm mitgeteilt wurde, haben dazu geführt, daß die Landesuniversität angestellt sind, wir stehen jetzt vor der Frage, ob Zahl der Abgeordneten im dänischen Oberhause, die infolge ihrer wir dazu schweigen dürfen, daß die moderne Theologie uns die Parteistellung Anhänger des gleichen kommunalen Wahlrechts sind, legten Fundamente unfres Glaubens die Heilsthatsachen, auf von 17 auf 22 gestiegen ist, wovon 21 Liberale sind und einer Die Zahl der Estruppschen Konservativen ist von welchen unsre Erlösung beruht antastet und umzustürzen fucht. Socialdemokrat. die konservativen Sonderbündler der Wir bitten Ew. Excellenz, die Gefahren der kirchlichen Lage nicht 35 auf 29 gejunten, find ihrer 8 geblieben Gemäßigt Liberalen zu unterschätzen: die Abbröckelung der firchlich gläubigen Acht" Kreise, welche bisher das Salz der Kirche waren, die Propaganda sind von 3 auf 4 gestiegen, Wild Konservative sind drei des Katholizismus einem bekenntnislosen Protestantismus gegen in das Landsthing gekommen und die Agrarier haben von ihren eines eingebüßt. An eine Vermehrung der über, die Zunahme einer socialistischen Glaubens- und Be- beiden Mandaten tenntnislosigkeit bei den Massen!- wahrlich, diese handgreiflichen socialdemokratischen Vertretung im Landsthing konnte bei diesen Notstände reden eine deutliche Sprache. Wir sprechen daher Wahlen nicht gedacht werden, jedenfalls aber werden die nächsten die vertrauensvolle Erwartung aus, daß die in unsrer Landsthingswahlen, an denen Kopenhagen, Aarhus und andre größere Eingabe vom 8. Dezember 1890 ausgesprochene Bitte, bei Städte beteiligt sind, dazu führen. Durch die nun entstandenen den Besetzungen der akademischen Lehrstühle der theologischen Parteiverhältnisse im Landsthing ist zwar noch keine Mehrheit für Fakultät in Kiel mehr als bisher den konfessionellen Charakter der die Einführung des gleichen kommunalen Wahlrechts, der wichtigsten schleswig- Holsteinischen Landeskirche zu berücksichtigen", nunmehr der von der liberalen Regierung geplanten Reformen, gegeben, die Gehör finden werde, und daß insbesondere die Professur Regierung ist aber in den Stand gesetzt, sich durch Auflösung der für praktische Theologie nicht ferner einem vom König ernannten Landsthings- Abgeordneten eine solche Mehrheit Manne anvertraut bleibe, der dem Bekenntnis unsrer zu verschaffen. Kirche feindselig gegenübersteht." Die evangelische Pfäfferei ist nicht minder unduldsam wie die katholische, und man kann es in der That verstehen, daß die Herren gelehrte Agenten des vollen, ungewässerten Glaubens statt der Halben und Lauen verlangen. Allerdings ist augenblicklich auch in der Theologie„ oben" die Politik der Mitte beliebt, und so wird Strafprofessor zur Seite segen. man wohl dem verdächtigen Baumgarten höchstens einen vollgläubigen " Amerika. Ganz besondere Beachtung verdient das Fiasko der Agrarier in einem Lande wie Dänemark, wo die landwirtschaftliche Produktion die Haupterwerbsquelle bildet. Die„ Agrarvereinigung". der Bund der Landwirte Dänemarks, hatte es nach neunjähriger eifrigster Agitation und energischer Teilnahme an drei Follethings und zwei Landsthingswahlen zu zwei Landsthings- Abgeordneten und Die entsetzte Kreuz- Beitung" fennt noch nicht einmal die ganze, zu feinem Follethingsmandat gebracht. Nun hofften die Agrarier, es bei diesen Wahlen mindestens auf sechs Landsthingsmänner zu schreckliche Wahrheit. Im Wartejaal zweiter Klasse bringen und agifierten mit ganz besondrer Energie für die Wahl des man denke weiter Stlaffe- hatte der Empfangsausschuß seine Niederlassung. Socialdemokratische Kavallerie. Das„ Sächsische Vaterland" Präsidenten der Agrarvereinigung, Andersen- Rosendahl. Aber nicht Die Eisenbahndirektion becilte sich alle Wünsche hinsichtlich Ein- rügt in seiner letzten Nummer, daß es den Regierungen nicht gelungen allein er wurde nicht gewählt, sondern auch der eine von den zwei stellung von reservierten Wagen zu erfüllen. Das königlich bayrische wäre, die großen Gesichtspunkte, welche die rücksichtslose Bekämpfung Agrariervertretern im Landsthing wurde durch einen Liberalen verHofbränbier man dente: staatliches Bier! stellte sich der Umsturzpartei gebieten, geltend zu machen und dadurch die drängt. Nichts beweist beffer, welch schwachen Anhang das unserm bereitwillig der roten Rotte zur Verfügung. Ja, selbst die Gleichgültigkeit der Arbeitgeber gegenüber der socialdemokratischen deutschen verwandte dänische Agrariertum unter der Landbevölkerung Um nicht in den Nuf der Nörgelei au Dänemarks besitzt. preußische Eisenbahnverwaltung beförderte dadurch, daß sie für Gefahr zu überwinden. die socialdemokratischen Delegierten Rundreisekarten anfertigte und kommen, versäumt das Sächsische Vaterland" nicht, der Reichsihnen in staatlichen Wagen Pläge anwies, den Umsturz. regierung einen großen Gefichtspunkt zur Ueberwindung der SocialTammany Hall in St. Louis. Eine amtliche Korruption von demokratie an die Hand zu geben. Es schreibt: Wenn man alle diejenigen Rekruten, die sich als social- solchem Umfang, daß sie selbst in den Vereinigten Staaten Aufsehen Die Staatsanwaltschaft demokratische Agitatoren oder als deren Handlanger erregt, ist in St. Louis enthüllt worden. hervorgethan, ohne weiteres den berittenen Waffen zu bat neunzehn Stadträte wegen Annahme von Bestechungsteilte, die eine dreijährige Dienstzeit haben, so würde geldern bei Gewährung städtischer Konzessionen verhaften lassen. dieje Pragis so manchen jugendlichen Heißsporn abhalten, der Dieſe Neunzehn beherrschten die Abstimmung des Stadtrates in allen Fällen. Sie hatten sich nach Art echter Spizbuben unter Socialdemokratie seine Unterstützung zu leihen. Das Sächsische Vaterland" will das dritte Dienstjahr nicht als Anrufung Gottes bei Todesstrafe gegenseitig verpflichtet, ihre Gannereien geheim zu halten. Eine Gesellschaft, welcher sie eine Strafe aufgefaßt wissen, sondern als eine Maßregel der ErStraßenbahnkonzession verschafften, hatte ihnen ziehung. Wir können die Sorgen der BliemchenkaffeeKonservativen voll nachempfinden, trotzdem möchten wir gegen den 150000 Dollar dafür bezahlt. Bei der Submission der städtischen Beleuchtung schlugen fie 47000 großen Gesichtspunkt einige Zweifelseinwände erheben. Daß man alle socialdemokratischen Rekruten zu Rittern stempeln und die Dollar für sich heraus. Für diese beiden Fälle hat das Gericht das Beweismaterial zur Stelle. Es wird aber als sicher anStavallerie zu einer socialdemokratischen Reinkultur machen will, dagegen haben wir ja nichts. Könnte aber das dritte Dienstjahr genommen, daß die 19 Verschworenen alle seit ihrem Amtsantritt den Rekruten statt zu„ bessern", nicht eher verbittern?- Außerdem gewährten städtischen Konzessionen auf diese Weise verschachert haben. ist die Frage nicht ganz unberechtigt, ob bei der Einnistung der Parteiunterschiede spielen bei solcher amtlichen Storruption niemals eine Rolle. Von den neunzehn Stadtvätern waren elf von den Socialdemokratie in einem bestimmten Truppenteile nicht das Unter- Stepublikanern und acht von den Demokraten erwählt worden. Unter offizier und Offiziercorps politisch inficiert werden könnte. Nebenbei sollte man wirklich von den Eisenbahn- Verwaltungen, fofern sie ein Herz für ihr Fach haben, erwarten, daß sie gewisse Sympathien für die Socialdemokratie haben. Denn nirgends sind die Interessen und der Fortschritt des Verkehrs so gut aufgehoben, wie bei der Socialdemokratie, während die Konservativen nicht minder heftige Feinde des Verkehrsdusels" sind wie die Schwarzen. Die Politik der Schwindelinserate. Es ist unmöglich, all den Unsinn und all den Schwindel zu würdigen, den die bürgerliche Presse aus Anlaß unsres Münchener Parteitages hervorbringt. Unser Parteitag muß außerordentlich hieb- und stichfest sein, wenn die Gegner mur gegen die unreinlichen Gebilde ihrer eignen Phantasie zu wettern vermögen. Ganz Hervorragendes leistet auf diesem Gebiete natürlich die„ Post". Da liest man z. B. einen schönen Artikel über Theorie und Praxis der Socialdemokratie, in dem bewiesen wird, wie die Socialdemokratie„ praktisch alles vermeidet, was ernstlich geeignet. wäre, die natürlichen Begierden und rohen Instinkte der Menschen zu zügeln"; das habe sich gezeigt bei dem Antrage, „ der verlangte, die Sonntags- Beilage des Vorwärts" sollte in ihrer Annoncen- Beilage alle schwindelhaften" und alle unfittZum Schluß sei das Eingeständnis.des konservativen Partei- ihnen befinden sich auch neun Deutsche. Die Verhafteten haben lichen" Juferate, die vielfach Mißfallen in der Partei erregt hätten, Organs verbucht, daß die Erlasse des sächsischen und preußischen Kriegs- mächtige Freunde, und da sie auch viel Geld haben, vermeiden. Solch ein Antrag mußte natürlich der Partei, die an- ministeriums gegen die Bethätigung socialdemokratischer Gesinnung so wird es zu langwierigen Prozessen kommen. läßlich der lex Heinze besonders laut standalierte und jede Be- im Heere eigentlich zwecklos feien. Die periodische Durchsicht der Kasernenspinden habe bisher nur spärliche Ergebuiffe geliefert. 104. Sitzung der Zolltarif- Kommission. kämpfung der Unfittlichkeit verwirft, recht unbequem sein, und man Wir freuen uns, daß sich das„ Vaterland" allmählich zu unsrer Meinung bekehrt hat. Ausland. Frankreich. Berlin, 23. September. Die Specialdiskussion setzt ein bei den Positionen 30 und 31, Hopfen und Hopfenmehl, die von 60 auf 70, resp. 90 auf 100 m. in 1. Lesung erhöht wurden. Speck will seinen Antrag 1. Lesung, den Zoll für Hopfen auf 50 M. herabzusetzen, nicht wieder einbringen, um nicht unnüz die Zeit hinzubringen. Redner polemisiert dann gegen v. Wangenheim, der 100 refp. 150 m. Zoll beantragt. Solche Zölle seien unamiehmbar. Nur die Schleuderware mache dem bayrischen Hopfen Konkurrenz. v. Wangenheim wiederholt zur Verteidigung seiner Anträge, seine gestrige Erklärung, daß landwirtschaftliche Korporationen diese Zölle wünschten. veranlaßte mit dem Hinweise darauf, daß der Annoncenteil Socialdemokratische Flugschriften und Zeitungen würden nicht in verpachtet sei und man deshalb keinen Einfluß darauf habe, die Kasernen verschleppt, davor warnten die Agitatoren ihre Lente die Antragsteller dazu, ihren Antrag zurückzuziehen. Dieser selbst. Das„ Vaterland" erklärt schließlich ganz refigniert: Hinweis hätte freilich die Antragsteller nicht befriedigen Wir fürchten, daß die aus Industriebezirken stammenden Res follen. Sie hätten sich erkundigen sollen, ob eine Genoffen" fruten mit wenigen Ausnahmen gerade so rot zur Reserve oder eine Bourgeoisfirma den Inseratenteil gepachtet habe, und übertreten, wie sie waren, als sie den Fahneneid überhaupt die Frage aufiverfen, ob die Partei es nicht für einen leisteten. Verstoß gegen ihre Grundsätze erkennen müsse, daß der Inseratenteil an einen Unternehmer vergeben wurde, der ganz unbeschränkt darüber verfügen könne und, unbekümmert um fittliche oder reelle Grundsäge, aufnehme, was gut bezahlt werde, ohne daß die Partei der höchsten Zugend d. h. nach ihren billigen Phrasen daran irgend etwas ändern könne.... Darum ist es doppelt nötig, daß bei dieser Gelegenheit der pharisäischen Partei einmal Molkenbuhr: Deutschland führt Hopfen mehr aus als ein, die Heuchlermaske vom Angesicht gerissen wird. Wie das vor Paris, 21. September.( Eig. Ber.) Die Weber von Ourscamp darum ist ein Zoll unverständlich. Nur Oestreich führe Hopfen liegende Beispiel zeigt, hat die Socialdemokratie gar keine Berechtigung, sich als Wächterin und Tadlerin in Dingen des Er-( Seine et Oise) stehen bereits seit 3 Monaten in einem Abwehr bei uns ein; sperre man diese Einfuhr ab, dann halte man auch werbes aufzuspielen, denn sie selbst beweist, daß ihr das gute Ge- streit wegen Lohnverkürzung. Die Ausdauer der Arbeiter ist desto ausländische Käufer vom deutschen Markt fern. Davon, habe der schäft höher steht, als die guten Grundsäge, denn wollte sie an anerkennenswerter, als sie sich zum erstenmal gegen die unternehmers Hopfenbauer keinen Vorteil; ebensowenig werde die Brau- Industrie die Verpachtung irgend welche beschränkende Bedingungen knüpfen, liche Bedrückung, die jahrelang in jeglicher Form auf ihnen lastete, geschützt. Der Zoll müsse in Oestreich preisdrückend wirken, das gebe dann würde der Bächter natürlich weniger zahlen." auflehnen. Zudem hat der Fabrikant es verstanden, in den Arbeitern einen Rückschlag zu Ungunsten des deutschen Hopfenbaues. Kommt Es zeugt von einem ungewöhnlichen Üngeschick des mit der vor jedes Solidaritätsgefühl zu ersticken, indem er sein Personal der Saazer Hopfen nicht herein, dann kommt mehr Bier ins Land aus der rückständigen Bretagne und und schädigt die Brau- Industrie. stehenden Entrüstung beauftragten Schreibers, daß er sich zum Angriff systematisch einerseits Bachnicke wendet sich gegen die Beschlüsse erster Lesung. gerade das Gebiet aussucht, auf dem, wie selbst die verbissensten andrerseits aus dem Großherzogtum Lugemiburg kommen ließ. Speck findet in Wolfenbuhrs Ausführungen eine gewisse InSocialistentöter zugeben, die Socialdemokratie in jeder Hinsicht Die national gemischte Arbeiterschaft lebte in stetem inneren und ertrug geduldig die brutalsten und primitivsten konsequenz. Der Zoll drücke sich nie in voller Höhe im Preise aus, makellos und vorbildlich wirkt. Kein bürgerliches Blatt übt eine Hader Ausweisung ftreifender Arbeiter. wirken. Partei- Nachrichten. Ueber den Münchner Parteitag herrscht in der Parteipresse, das gebe auch Molkenbuhr zu, bei den Getreidezöllen hätten die die kleinere Hälfte geböre Privaten, meist Großgrundbesißern., Hat Socialdemokraten aber entgegengesezt argumentiert. Auf den Bier- der Staat Ursache, behufs besserer Rentabilität des Waldes den Zoll preis habe der Zoll gar keinen Einfluß. zu erhöhen? Die Erträgnisse der deutschen Staatsforsten seien ge= Heim widerspricht Pachnickes Ausführungen. stiegen und ständen höher, als die andrer Staaten, also sei fein soweit sie bereits ein zusammenfassendes Urteil abgegeben hat, nur eine Molkenbuhr bestreitet, sich einer Infonsequenz schuldig ge- Grund für den Zoll vorhanden. Wem soll mun geholfen werden? Stimme: Der Parteitag hat die Partei in alter Geschlossenheit und macht zu haben. Allerdings sei ein Unterschied zwischen Getreide Den Standesherren, den großen Waldbesitzern? Sie sollen zum tampffroher Stimmung gegenüber dem gemeinsamen Feinde gezeigt. und Hopfen. Ersteres werde werde nicht genügend zum Bedarf Nachteil der arbeitenden Bevölkerung begünstigt werden. Der Es äußerten sich bis jetzt das Hamburger Echo", die„ Leipziger im eignen Lande gebaut, während Hopfen ein Ausfuhrartikel sei, Häuserbau wird verteuert, die Wohnungsnot verschärft, das sind auch Volkszeitung"," Sächsische Arbeiterzeitung"," Magdeburgische Volksfür dessen Preisbildung andre Faktoren maßgeblich seien. Wo Folgen dieser Zollpolitik. Dabei gebe man den Boll als ein stimme",„ Schwäbische Tagwacht"," Rheinische Zeitung"," Offenbacher Deutschland auf Einfuhr angewiesen ist, werde der Zoll preissteigernd Baubermittel aus, das die deutsche Landwirtschaft in den Stand Abendblatt"," Märkische Volksstimme" und Nordd. Volksstimme". Die schwankenden Preise für Hopfen hängen von der fehen soll, alles, was an landwirtschaftlichen Produkten im Lande In allen diesen Partei- Organen kommt ein Gefühl hoher Befriedigung Erute ab. Richtig sei, daß die Bierbrauerei mehr Bierbrauerei mehr vom gebraucht wird, selbst zu bauen. Das sei unmöglich und erscheine über den Verlauf des Parteitages zum Ausdruck und seine Beschlüsse Großkapitalismus in Beschlag genommen fei, aber das sei lächerlich. Das Ganze laufe auf eine Bereicherung der Besizenden finden uneingeschränkte Zustimmung. und eine ungeheuerliche Belastung der arbeitenden Bevölkerung Die im Anfang der Verhandlungen begonnene Auseinanderhinaus, darun müsse jeder diese Zölle ablehnen. setzung der beiden Richtungen", die diesmal unter der Firma„ Neue Beit" gegen„ Socialistische Monatshefte" ging, wird zwar zum Teil als überflüssig bezeichnet, doch einstimmig ist die Befriedigung über den Ausgang derselben und allgemein wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß sie ein letzter Nachhall der früheren äußerlich zum Teil unerfreulichen Auseinandersetzungen waren, deren Grundlage aber keineswegs in tiefgehenden Differenzen über die Ziele der Partei zu suchen sind. Es bricht sich immer mehr die Neberzeugung Bahn, daß dabei nur Unterschiede in der Beurteilung von Einzelfragen obwalten, die sehr wohl nebeneinander bestehen können und immer bestehen werden, die nur ein Beweis für das rege und freie geistige Leben in der Partei sind, an ihrer einigen Geschlossenheit im Kampfe für die Befreiung des Proletariats aber nicht zu rütteln vermögen. die Eigenheit der ganzen Wirtschaftsweise. Je mehr die Großbrauerei un fich greife, um so mehr werde auch der Hopfenbauer gedrückt, denn die Großbrauerei habe weniger Bedarf au Hopfen. Die christlichen Bauernvereine bewegten sich mit ihren Forderungen in Wangenheimschen Anschauungen. Ein Schlueantrag Kanig wird angenommen. Die Beschlüsse erster Lesung werden angenommen. Gegen die Schlußmacherei opponiert Stadthagen und ver Langt eine Wiedereröffnung der Debatte, damit die angegriffenen Abgg. Müller Sagan und Bachnicke, denen das Wort abgeschnitten wurde, sich verteidigen können. Müller und Pachnicke protestieren gegen das Verfahren eben falls und verteidigen sich in persönlichen Bemerkungen. 3u Position 37 liegen redaktionelle Aenderungen der SubTommission, sowie Anträge über Zollerhöhungen v. Wangenheims vor. Lettere werden abgelehnt, erstere angenommen. Zu Position 46, Obst, beantragt v. Wangenheim höhere Rollsäge als in erster Lesung beschlossen wurden, so für Aepfel, Birnen, Quitten, unverpackt 1 M., die erste Lesung läßt diese Sorten vom 1. Oktober bis 15. November zollfrei. Pachnicke greift auf die Debatte der ersten Lesung zurück und bestreitet den Rückgang des deutschen Waldes. Auch die Holzpreise feien noch günstig kein Grund zu einer Schußbedürftigkeit sei vor handen, und von einer Bauernpolitik könne nicht geredet werden, da durch diese Zölle nur die großen Begüterien begünstigt würden. In der Specialdiskussion wurden die Positionen 91, 92 und 93 zusammengefaßt: Gerbrinden, Quebrachaholz, Gerbstoffe. Die Socialdemokraten beantragen 3ollfretheit. Molkenbuhr tritt für den Antrag ein. Die deutsche Gerberei habe einen Aufschwung zu verzeichnen, weil sie ausländische Gerbstoffe mit verwandte. Es können überhaupt in Deutschland nicht genügend Gerbstoffe für den inneren Bedarf erzeugt werden. Starken Widerspruch der Gerberei und der Lederindustrie hätten die Zollerhöhungen hervorgerufen. Weite Bevölkerungskreise würden empfindlich benachteiligt. Die Nationalliberalen beantragen, die Regierungsvorlage wiederherzustellen. Beumer begründet den Antrag. Graf Posadowsky tritt ebenfalls für die Regierungsvorlage ein. Aus den Produktionserhebungen weist Redner nach, daß erotische Gerbstoffe Lohrinde nicht verdrängten. Schüler( Centrum) ist für höhere Zölle. Quebracho- Gerbstoff schädige das Leder. Der deutsche Eichenschälwald müsse geschützt werden. Handelsminister Möller widerlegt die Angaben des Vorredners. Ein Schlußantrag Stubbendorfs wird angenommen. Der socialdemokratische Antrag wird a b gelehnt, ebenso der nationalliberale Antrag, die Beschlüsse erster Lesung bleiben bestehen. = Dann tritt Generaldebatte über den Unterabschnitt C, Viehzölle betreffend, ein. Schließlich sei noch das Urteil eines auswärtigen Genossen, Vanderveldes hier wiedergegeben, der in einer Polemik gegen ein Brüsseler Blatt den ruhigen fachlichen Charakter der Münchner Verhandlungen hervorhebt, dann sagt, es scheine ihm, daß die Mehrzahl der Delegierten sich wenig um die theoretischen Streitereien kümmerten, daß sie aber alle einig seien über ihr Programm und daß sie alle mit geeinten Kräften in den nächsten Wahlkampf eintreten würden und seinen Artikel schließt: ,, Nachdem ich einige Tage in ihrer Mitte verlebt babe, fühle ich von neuem eine tiefe Bewunderung für ihre freiwillige Disciplin, ihren praktischen Idealismus, ihre vollkommene Verachtung für die Phrase und vor allem für ihr ausgezeichnetes Mittel der Propaganda, welches ihre Ehre ausmacht und ihre Kraft: die socialistische Presse. Dieselbe findet Verbreitung in allen Schichten der proletarischen Bevölkerung, und deren Ernst, Klarheit und theoretischer Wert chrt zugleich diejenigen, welche die Blätter redigieren, und diejenigen, welche dank des obligatorischen Schulunterrichts sie mit Erfolg zu lesen verstehen. An dieser Presse, welche den Socialisten Deutschlands zur Verfügung steht, müssen wir vor allem uns ein Exempel nehmen; sie ist es, durch welche die unleugbare Ueberlegenheit der socialistischen Arbeiter Deutschlands erZur Kommunalpolitik. Der Braunschweigische Vollsfreund" Autrick bekämpft den Zoll, der den Preis des Obstes zum Schaden der Konsumenten verteuere. Der Obstbau werde in Deutsch land vielfach nicht rationell betrieben; dagegen helfe aber nicht der Zoll, der im Gegenteil jeden Aufschwung im Obstbau verhindere. Bei vernünftigerer Obstbaupflege würden auch bessere Preise erzielt. Selbst in der Aufbewahrung von Obst zeigen sich schwere Mängel. Es gäbe viel Land noch zum Obftanbau, Hänge, Chausseen, Triften usw. Halte man die Landwirte zu rationellem Obstbau an, nüße man ihnen mehr. Mit der Zeit könne man es dann dahin bringen, daß in Deutschland genügend Obst zum eignen Bedarf er zielt werde. Durch den Zoll auf Obst werde nicht der geringste Vorteil für die Obstbauern gewonnen. Wissenschaftliche Kreise em pfehlen aus hygienischen Gründen den Genuß von Obst, das durch den Zoll nun noch verteuert werden soll. Die Konserven= Müller- Sagan nimmt Bezug auf ein Flugblatt der Landwirte, industrie habe ebenfalls Schaden davon, die jetzt schon das falsche Angaben über den Import von Schafen gemacht unter der englischen Konkurrenz leide. Sie wird ebenfalls habe. Die Fleischteuerung sei nicht auf Manipulationen reicht wird." Die Preise ihrer Produkte erhöhen, und so die Konsumenten der Händler zurückzuführen, die Preise haben eine dauernde schädigen. Außerdem wirke der Zoll drückend auf die Löhne, so daß Steigerung erfahren." Der preußische Landwirtschaftsminister macht darauf aufmerksam, daß dem Genossen Lindmann bei seinem die Arbeiter nicht nur als Konsumenten, sondern auch als Pro- babe türzlich sonderbare Ausführungen über die Fleischteuerung Referat über die Kommunalpolitik auf dem Parteitage ein Irrtum duzenten geschädigt werden. Wie Herr v. Wangenheim seine gemacht. Die Verhältnisse im australischen Viehbestande wirkten • dritte oder vierte Lesung, würde er bei jeder Lesung höhere An- Fleischpeeise in Deutschland. Jenseits der Grenze seien die Preise weigerung aller Mittel für Klassenschulen fordere. Diese Forderung Anträge stelle und begründe, stehe einzig da. Hätten wir noch eine auf den Weltmarktpreis ein, aber das rechtfertige nicht die hohen unterlaufen sei in Beziehung auf das Braunschweigische Kommunalprogramm. Er hat scharf kritisiert, daß dieses Programm die Verträge bringen, die er mit stereotypen, aber nichtssagenden Reden niedriger, die Grenzsperre verhindere billigere Preise bei uns. Der sei indes mur in dem Entwurfe zu dem Programm enthalten gebegründet. Seuchenschutz werde als Grund für die Grenzsperre angegeben, aber wesen; das vom kürzlich abgehaltenen Lengelsheimer Parteitage Württembergischer Ministerialrat v. Schneider sympathisiert es sei seit 20 Jahren kein Seuchenfall infolge des Vichimports nach beschlossene endgültige Programm enthält keine solche Forderung. wohl mit den Ausführungen Antricks hinsichtlich der Förderung des gewiesen. Das Volk verstehe nicht, wenn angesichts der Fleisch- Außerdem werde auch in dem Programm entgegen dem Entwurfe Obstbaues. Zur Bereitung des Obstmostes müsse das unverpackte teuerung noch Zölle auf Bieh aufgelegt werden. Obst zollfrei bleiben. Es freue ihn, daß Antrick dem auf ziemlicher die Abschaffung des Submissionswesens gefordert. Höhe stehenden Obstbau Württembergs Anerkennung gezollt habe. Redner bittet, die Frist für zollfreien Eingang unverpackten Obstes zu beseitigen und die Regierungsvorlage wieder herzustellen. Wallenborn tritt für die Beschlüsse 1. Lesung ein, wenn er auch eine Verlegung der Frist für thunlich hält. Blankenhorn wünscht keine Einschränkung des Obstgemusses, aber die Beschlüsse erster Lesung kämen auch den württembergischen Verhältnissen enigegen; einer Erweiterung der Frist in zweiter Lesung im Plenum würde er sich nicht widersetzen. Müller- Sagan giebt zu, daß durch bessere Transportwege eine Verbilligung der Obsipreise erzielt werden könne, aber dann möge man an den Bau des„ Lausekanals" gehen. Redner wendet sich dann gegen die Ausführungen Heines, die er zu widerlegen durch den Schluß der vorigen Debatte verhindert war. Geheimrat Dr. Kapp meint, die Grenzsperre stehe nur in Tosem Zusammenhange mit den Vichzöllen. Die Fleischteuerung Eine wirksame Propaganda für die Socialdemokratie sei eine vorübergehende wirtschaftliche Erscheinung. Im entfaltete vor einigen Tagen die Polizei in Groß- Besten( WahlNamen seines Chefs, des Landwirtschaftsministers, fönne er erklären, freis Teltow- Beeskow). Bei der Beerdigung des Gastwirtes Radodaß über den Umfang und Stand der Fleischpreise Bericht ein- minski, in dessen Lokal die dortigen Parteigenossen verfehrten, wurde gefordert werde von den Regierungspräsidenten 2c. und daß nach aus Sorge vor etwaigen socialdemokratischen Kundgebungen eine den Ergebnissen dieser Untersuchung die Frage offen behandelt große Polizeinacht aufgeboten. Die meist harmlosen Teilnehmer an werden würde. der Beerdigung waren nicht wenig erstaunt über die Beachtung, deren Stadthagen: Es sei dem Hungernden Volte nicht gedient, die sich die socialdemokratische Bewegung am Orte seitens der Fleischteuerung als eine vorübergehende Erscheinung zu bezeichnen; Polizei erfreut und kamen zu dem Schluß, daß die Partei dort Wallenborn beantragt, die Frist für Bollfreiheit auszudehnen, es fei eine solche, die jedes Jahr wieder kommt. Die hohen Fleisch bereits eine große Bedeutung erlangt hat. Arbeit bekam die Polizei und zwar vom 25. September bis 25. November für unver- preise seien jedermann bekannt, um so verwunderlicher, daß das natürlich nicht und die Einwohner fanden, daß die Angehörigen der packtes Obst, und die Worte: in Schiffs- oder Wagenladungen zu Landwirtschaftsministerium erst Auskunft darüber von den Ne- Socialdemokratie durchaus teine Räuber und Mörder sind. streichen. gierungspräsidenten einholen müsse. Der Seuchenschutz sei die Interessant ist, daß bei den mehrfachen Einquartierungen, die Maske für die Grenzsperre, der Zweck sei, hohe Fleischpreise der Ort jetzt hatte, den Soldaten zwar dienstlich verboten wurde, in zu erzielen. Von Jahr zu Jahr sind die Preise gestiegen, dem Nadominskischen Lokal zu verkehren, daß sie aber trotzdem dort das weise die Statistik aus. Der Konsumverein Leipzig- Connewig einquartiert wurden. Praktisch lief das darauf hinaus, daß das hat 2 Proz. des gesamten Auftriebes auf dem Leipziger Viehhofe Grundstück zwar mit Einquartierung belastet wurde, daß aber die fonsumiert 9000 Centner für das Jahr 1901/02. Der Durchschnitts- Soldaten in der dazu gehörigen Gastwirtschaft ihr Geld nicht verpreis war 17 Mark Höher als in den letzten 40 Jahren. zehren durften. Nimmt 111011 einen zehn Mark höheren Preis an, so läßt sich aus dieser Angabe berechnen, daß das deutsche Volk in diesem Jahre mindestens 500 Millionen Aus Industrie und Handel. Mark mehr für Fleisch auszugeben hatte. Das sollte sich das Landwirtschaftsministerium ad notam nehmen. Trusts und Streiks. In den Verhandlungen des jüngst hier Man rede vom Schutze der kleinen Landwirte, lasse aber durch das gehegte wild die tagenden Deutschen Juristentages über die„ Kartellfrage" wurde Schazsekretär v. Thielmann erklärt, daß eine Reihe von Arbeit der kleinen Bauern auffressen und schädige so mutwillig die nach alter Weise auch wieder die Behauptung aufgestellt, die ErUnstimmigkeiten" vielfach redaktioneller Art im Tarif enthalten Kleinbauern. Der Zoll auf die Fleischnahrung trage wiederum nur Arbeitern zu gute, als die Unternehmer, höhung der Preise für Kartellprodukte käme insofern auch den feien; er werde Vorsorge treffen, daß diese näher bezeichnet werden, den Großgrundbesitzern große Vorteile ein, aber nicht den kleinen Gewinne einstrichen, auch gern höhere Löhne zahlten. Wie es sie höhere so daß Abänderungsanträge gestellt werden können. Redner moniert notleidenden Landwirten, die selbst hohe Preise für Spanferkel und dann, daß die Herabjegung des Kakaozolles einen Ausfall von zwei Nutzvieh zahlen müssen. Die Viehzucht ist nach Angaben landwirt- m diese angebliche Bereitwilligkeit der Unternehmer bestellt ist, his drei Millionen zur Folge haben werde, die des Theezolles von schaftlicher Fachschriften rentabel und trotzdem werde eine exorbitante lehrt treffend ein soeben vom amerikanischen Ministerium der öffent2 Millionen Mark, er wünscht daher die Wiederherstellung der Erhöhung der Viehzölle vorgenommen. Den fleinen Landwirt be- lichen Arbeiten veröffentlichter Bericht über die während der letzten Regierungsvorlage. lastet man mit Futterzöllen, die Großgrundbefizer spickt man Arbeiter- Ausstände und Aussperrungen. Danach betrug im letzten beiden Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten vorgekommenen Gamp und Spahn ersuchen um Zuführung des Materials über mit hohen Viehzöllen, das ist die Politit, die hier getrieben wird: Jahrzehnt 1891-1900( fir 1901 fehlen noch die Angaben) die Zahl die Unstimmigkeiten". Der Großgrundbesißer tritt als Ausbeuter, nicht als Schüger der fleinen Landwirte auf! der Aus der betroffenen der beschäftigungsstände Betriebe lofen Arbeiter 298 939 Ein Schlußantrag Siegs wird angenommen. Angenommen wird der Antrag Wallenborn. Zu Position 49, Bananen, beantragt Ba as che, getrocknete 2c. zollfrei zu lassen. Graf Posadowsky stellt gegen den Antrag Paasche keinen Widerspruch der Regierungen in Aussicht. " Der Antrag Paasche wird angenommen. Der Staatssekretär jagt dies zu. Dann wird die Generaldiskussion über den Antrag Abschnitt B: „ Erzeugnisse der Forstwirtschaft" eröffnet. Wenn die Säße der ersten Lefung hier angenommen werden, so ergiebt sich, daß eine Steigerung des Zolles auf Rindfleisch imm 800 Broz. herbeigeführt wird. Für ein Pfund Rindfleisch betrüge die Vertenerung 161/2 Pfennig. So bente man das Volk aus, so belaste man die Arbeiter, daß die Fleischnahrung für sie unmöglich wird, nur damit die Großgrundbefizer große Gewinne einheimisen fönnen. Werden die Kommissionsbeschlüsse Gesetz, so wird Deutschland an der Spitze des Fleischwuchers stehen, mit Ausnahme von Spanien, das die Herren Großgrundbesiger als ihr Jdeal zu be= trachten scheinen. venn 1891 1717 8116 1892 1298 5.540 206 671 1893 1305 4555 265 914 1894 1349 8 196 360 425 1895 1215 6.973 392 403 1896 1026 5462 241 170 1897 1078 8492 408 391 1898 1899 1900 1056 3 809 249 002 1797 . 1779 11 317 9 248 417 072 505 066 nach die Streits und ihre Ausdehnung rasch zugenommen, und zwar find es, wie der Bericht zeigt, speciell die großen Industrien des Nordens, welche die größte Zunahme aufweisen. Obgleich die Trusts größtenteils riefige Gewinne erzielten, fiel es ihnen durchaus nicht ein, die Löhne zu erhöhen. Fast jede kleine Lohnaufbesserung mußte durch einen Ausstand erkämpft werden, und mir zu oft scheiterte der Versuch an dem Widerstand der koalierten TrustAntrick erklärt, daß selbst die Regierung in den Motiven zu: gebe, daß die Zollerhöhungen der Vorlage durch nichts gerechtfertigt seien. Die Einfuhr von Nuzholz sei stark gestiegen. Der Zoll vertenere das Robprodukt für viele Industrien der Holzbranche und erschwere deren Eristenz. Die betroffenen Industrien verzeichnen für die Ausfuhr ihrer Produkte ca. 1 Milliarde Mark; diese Ausfuhr gefährde der Zoll. Besonders auf das ausländische Holz an gewiesen ist die Möbelindustrie, dann die Bürsten- die SpielDer Landwirtschaftsminister habe einen großen Jrrtum beund Sportwarenindustrie, die Böttcherei, die Parkettbodenindustrie, die Klavierindustrie usw. Uebrigens feien die Holzpreise jahrelang fundet, als er feiner Beit erklärte, daß der Viehzüchter keine höheren Seit 1897, dem Beginn des Trustgründungsfiebers, haben demso hoch gewesen, daß sie zum Naubbau am deutschen Walde geführt Preise für Viehprodukte erhalte. Er scheine die Zustände nicht zu hätten. Nun werde ausländisches Holz um so nötiger gebraucht. fennen, wie auch aus den heutigen Erklärungen seines Kommissars Die Behauptung, daß der Zoll vom Auslande getragen werde, ent- zu erkennen sei. Redner zeigt zahlenmäßig die Preise für Vieh, behre jeder Begründung. lleber 100 Broz. sei der Zoll für verschiedene wonach seit 8 Jahren die Preise stetig gestiegen feien. Der Land Holzforten erhöht worden, das Ergebnis dieser Erhöhung betrage wirtschaftsminister müsse aus wunderbaren Quellen für seine Anca. 11 Millionen Mark und zeige, wie stark einzelne Industrien belastet gaben schöpfen. werden. Eine einzige Fabrit habe infolge der Zollerhöhung jährlich Die zweite Beratung ist dazu da, daß etwaige falsche Angaben 8000 M. 3oll mehr zu zahlen, als bisher. Natürlich werde sie den auch seitens der Minister richtiggestellt werden, das sollte jeẞt ge- magnaten. Preis ihrer Produkte erhöhen, damit erschwere fie freilich den Absatz schehen, denn die amtlichen Ausweise lauten anders, als die Anihrer Produkte und dies schädige auch die Existenz der Arbeiter, gaben des Ministers. Es handelt sich bei den Viehzöllen nicht umwaltung ergiebt der vom Aufsichtsrat festgestellte Abschluß für das Hasper Eisen- und Stahlwerk. Nach Mitteilungen der VerLohndruck und Arbeitslosigkeit sei die Folge. Wo bleibe da der einen Schutz gegen ausländische Konkurrenz. Jeder ehrliche Borteil dieser Zollpolitik, den der Handelsminister Möller für die Mensch muß zugeben, daß die Angaben der Agrarier und der Vorräte einen Betriebsüberschuß von 755 342 M., welcher sich nach am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr nach vorsichtiger Bewertung Arbeiter in Aussichtgestellt habe? Zudem verfümmere man den Arbeitern ihrer Protektoren falsch sind. Die Gründe Podbielskis stehen im das Koalitionsrecht, das ihnen ein Hilfsmittel gegen die Ausbeutung Widerspruch zu dem amtlichen Material. Hinzutritt des Gelvinnvortrages aus 1900/1901 auf 759 465 M. erhöht. ihrer Arbeitskraft sein könnte. Es bedarf oft harter Kämpfe, um sofort an eine Beseitigung der Grenzsperre gehen und die Zölle hiervon find zu kürzen 358 612 M. für Zinsen, Steuern, Handlungseine geringe Lohnerhöhung durchzusetzen. Da kommt nun die Re- beseitigen. Aber es scheine die Absicht zu bestehen, die hohen Sätze unkosten 2c. 304 321 M. reichlich bemessene Abschreibungen, gleich gierung und wischt mit ihrer Vorlage mit einem Strich alle Er- der ersten Lesung trotzdem anzunehmen. Man wird im Plenum mit ca. 9½ Proz. von den gesamten Anlagewerten. Es verbleibt dann rungenschaften aus und trägt vielmehr zur Herabdrückung der Lage dieser Vorlage abbrechen. Die Regierungsvorlage bewegt sich ein Reingewinn von 96 531 M., dessen Verwendung der GeneralDie Regierungsvorlage bewegt sich versammlung wie folgt vorgeschlagen werden soll: 10 000 M. zur der Arbeiter, hier speciell der bei. Holzarbeiter, Diese in demselben Rahmen, wie die Forderungen der Agrarier. Das Wirkung giebt selbst die Fachzeitung", das Organ ver Brincip ist: Verteuerung der Lebensmittel. Ich wünsche, daß bei Dotierung eines neu zu errichtenden Reservefonds, 9153 M. für den schiedener Unternehmerorganisationen der Berliner Holzindustrie, zu. Reichstagswahlen nicht mit so unwahren Angaben operiert wird, wie Borstand und die Beamten, 60 000 m. als 2 Proz. Dividende, 17 378 M. Vortrag auf neue Rechnung. Das Handwerk wird ebenfalls schwer getroffen, das schon infolge der es geschehen ist seitens der Agrarier. Ausdehnung großfapitalistischer Betriebe zerrieben wird. Und das Bayrischer Bundesrats- Bevollmächtigter v. Geiger erklärt, daß nennt man Mittelstandsretterei, während es in der That eine Ver- auch in Bayern Ermittelungen über Fleischpreise und Fleischnot annichtung des Mittelstandes sei. Nichts rechtfertige dieses Vorgehen gestellt werden, diese aber noch nicht abgeschlossen seien. gegen die Industrien, die ca. 21/2 Millionen Menschen beschäftigen. Darauf wird die Sigung 3 Uhr 10 Minuten vertagt. Nächste Die Forstwirtschaft befinde sich in feiner Notlage; denn der Sigung Mittwoch 9 Uhr. deutsche Wald befinde sich zu circa 33 Prozent im Staatsvesiz, zu 19 Prozent im Besig von Gemeinden, Stiftungen usw. und Um so mehr sollte man Englische Besteuerung der füdafrikanischen Minengesellschaften. Bekannt ist, daß die Macher der DebeersGesellschaft nicht wenig dazu beigetragen haben, den Krieg Englands gegen die südafrikanischen Republiken Zu entfachen, da ihnen die von der Transvaalregierung den Minengesellschaften auferlegte Steuer von 5 Proz. der Goldausbeute als zu hoch erschien. Unter der englischen Herrschaft geht es aber vor läufig den Herren durchaus nicht besser, vielmehr fäßt die eng- welche auch zugereist waren, ging's fofort zum Meister, denn wir Der Verein der Hamburgischen Grundeigentümer hat sich bereits lische Regierung gerade sie recht derbe an. Wie die Londoner wollten aufhören. Dessen Antwort war, dort haben schon so viele mit der Sache beschäftigt und es besteht die Absicht, die MietsFinancial News" mitteilen, versendet nämlich die Verwaltung geschlafen und haben nichts gesagt. Da wir müde waren, gingen verträge derart abzuändern, daß die Mieter eine entsprechende Verder„ Debeers Consolidated Mines Company" ein Rundschreiben, in wir wieder rauf und legten uns hin. Den andern Morgen ruft uns pflichtung eingehen. welchem gesagt wird, die Steuerbehörden verlangten Entrichtung der der Meister zur Arbeit. Er dachte, jetzt habe ich drei frische Gesellen, Es ist nicht zu bezweifeln, daß sich gerade die Aermsten dort, Einkommensteuer in England von 15 Pence auf 1 Pfd. Sterl. mit denen kann ich machen, was ich will. Eine Stunde später standen wo Wohnungsnot herrscht und das ist in den meisten größeren von dem gesamten Gewinn der Gesellschaft, obgleich wir auf und gingen in die Bude. Das war eine erbärmliche Bude, Städten so einer solchen Verpflichtung ohne Widerstand unterdiese doch in der Kapkolonie domiziliert sei. domiziliert sei. Man werde wo ein Mann kaum Plaz hatte, sollten wir drei arbeiten. Einen werfen müssen, weil sie froh sein müssen, überhaupt eine Wohnung gegen diese Forderung Einspruch erheben; inzwischen sei die Augenblick muß es wohl gehen, bis ich wieder ein paar Mark Geld zu bekommen. Gesellschaft jedoch gezwungen, die Abgabe von 15 Pence von allen habe, dann kehre ich wieder in meine Heimat zurück. wäre auf dem Wege der Nechtsauslegung wieder ein Dividenden und Binszahlungen in Abzug zu bringen. Diese würden Mit freundlichem Gruß „ socialer Gedanke" aus dem Bürgerlichen Gesegbuche hinaus nachgezahlt, wenn die Gesellschaft mit ihrer Weigerung zu zahlen gedeutelt. Erfolg hätte. Die Gesellschaft teilt dem ,, Daily Chronicle" mit, daß die Streit frage sich nur auf die Einkommensabgabe von Dividenden beziehe, die an Aktionäre im Auslande und in den Kolonien in den Jahren 1900 und 1901 gezahlt seien. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! Der Streit in der Garwin- Maschinenfabrik dauert unverändert fort. Buzug ist streng fernzuhalten. E. P. bei Schmiedemeister Affelmeier. einzelt dastehen und in ähnlicher Weise öfter zu finden sind, wo die Das sind ja recht„ idyllische" Zustände, die allerdings nicht verGesellen zur Familie des Meisters gehören". Besonders sind es die Bäckerei- Arbeiter, die nicht nur auf dem Lande, sondern auch in größeren Städten nicht selten unter ähnlichen Verhältnissen zu leiden haben, wenn sie auch nicht gerade im Hühnerstall schlafen müssen. Ausland. In Monza( Italien) stehen seit einigen Tagen gegen 5000 Weber im Streit; 13 Fabriken sind geschlossen. Die Fabriken lehnen jedes Entgegenkommen ab. in Schweden, weil sie eine kleine Lohnerhöhung verlangten. Ausgesperrt find 267 Arbeiter der Zuckerfabrik in Landskrona Sociales. Berlepsch und Genossen. So Versammlungen. Die Maler und Auftreicher befaßten sich am Montag in einer vom Gehilfenausschuß einberufenen öffentlichen Versammlung mit der Einführung ihres neuen Lohntarifes. Buschold führte in seinem Referat ans, daß nun mit aller Kraft dahin gestrebt werden müsse, daß der neue Lohntarif auch wirklich vom 1. Oftober ab in allen Werkstuben durchgeführt werde. Durchbrechungen des Tarifs sollen sofort der Verwaltung gemeldet werden, die dann mittels des Gehilfenausschusses die Jumung zum Einschreiten veranlassen wird. An das Referat schloß sich eine sehr lebhafte Debatte, die durch Wiener, einem Vertreter der Lokalorganisation, hervorgerufen wurde, der sich sehr abfällig über den neuen Lohntarif äußerte und eine Lohnbewegung der Lokalorganisierten für das nächste Frühjahr in Aussicht stellte. Die nachfolgenden Diskussionsredner wandten sich sämtlich gegen die Ausführungen und gegen die Person Wieners. Schließlich wurde gegen wenige Stimmen eine Resolution angenommen, in der es heißt: " Die Versammlung drückt durch die heute vollzogene Wahl der Kontrollkommission zur leberwachung des vom Gehilfenausschuß Auch der Streit bei Borsig dauert fort. Wohl versucht Herr Bofig mit allen nur möglichen Mitteln Streifbrecher heranzuholen, doch ist dies bis jetzt in nur geringem Maße möglich gewefen. Wenn Borsig seinen im Streit befindlichen Drehern nur einen Teil dessen zugestehen würde, was den Streikbrechern, ohne deren Leistungen zu kennen, ohne weiteres versprochen wird, dann wäre der Streit längst erledigt. Daß die Streifenden nichts Un Die Generalversammlung des Vereins für fociale mögliches fordern, beweist Borsig selbst durch beweist Borsig selbst durch seine Ver- Reform, die am Montag in Köln abgehalten wurde, unterschied und den beteiligten Malerinnungen Berlins, Rigdorfs, Charlottensprechungen den Arbeitswilligen gegenüber, und dem den Streifenden nichts zugestanden wird, so ist damit äußerlich durch die ziemlich zahlreiche Beteiligung christlicher Gewerk- 1. Oktober in straft tritt, ihre volle Zufriedenheit aus und erder Beweis erbracht, daß die Streikenden bestraft schaftsführer, die neven einigen Hirsch- Dunderſchen auch ausgiebig an wartet nunmehr, daß alle Berufskollegen erkennen, daß es werden sollen dafür, daß sie überhaupt gewagt der Diskussion über die„ Herabsetzung der Arbeitszeit für Frauen nur im Interesse der Allgemeinheit und einer alle Kollegen haben, etwas zu fordern. Hier kommt der Herren- und die Erhöhung des Schutzalters für jugendliche Arbeiter in umfassenden Organisation liegen darf, daß die Tarif standpunkt des Herrn Borsig zum Ausdruck, wonach die Fabriken" sich beteiligten. Sonst war es die nämliche bunt zu vereinbarungen vonl allen Beteiligten und in sämtlichen WerkArbeiter überhaupt nichts zu fordern haben, sondern unterthänigst fammengewürfelte Gesellschaft derer um Berlepsch wie sonst: Unter- stätten zur Durchführung gelangen. Die Versammlung drückt der mit dem zufrieden sein sollen, was der Arbeitgeber bestimmt. Nun, uns kann es recht sein, denn wenn die Erkenntnis dieser nehmer und Fabrikanten, Staatsbeamte, Gelehrte, Advokaten, Richter, Centralisation der Maler, Auftreicher und verwandten Berufsgenossen Aerzte, Geistliche, Lehrer, Parlamentarier usw. Mit Ans- ihre volle Sympathie aus und spricht ihr tiefstes Bedauern über das Thatsache Gemeingut der Borsigschen Arbeiter wird, dann hat Herr nahme der äußersten Linken und der äußersten Rechten Verhalten einiger Sonderbündler, insbesondere über die Haltung der Borfig der Arbeiterbewegung einen größeren Dienst geleistet, als find in der Gesellschaft für sociale Reform ziemlich alle lokalistischen Führer aus. wenn ein halbes Dutzend öffentliche Versammlungen stattgefunden politischen Richtungen vertreten, vom Demokraten Sonnemann bis Gleichzeitig lehnt die Versammlung es ab, die von einem UnSoeben ist uns von unbekannter Seite ein Schriftstück zugestellt, zum nationalliberalen Zuckerprofessor Paasche; man sieht da Mittel- bekannten zum Donnerstag, den 25. September, einberufene Verwonach in der Eisenbahn- Brigade allgemein befanni ſtands- Retter wie Hiße und Trimborn, Flottenschwärmer wie Nau- sammlung zu besuchen. mann und Ober- Landesgerichtspräsident Hamm, und man sieht ent- Als Mitglieder der Ueberwachungskommission, gemacht ist, daß bei Borsig Dreher gesucht werden. ( Spekulation auf Refervisten? Red. d.„ V.") Die Arbeitswilligen, die schiedene Freihändler wie Richard Röficke und Brentano neben die für die Durchführung des Tarifs sorgen soll, wurden gewählt: ultramontanen Vorfämpfern für den Brotwucher. Was alle diese Jakob eit, Klotz, Plum, Bartel, Wendel und Unger. Borsig von außerhalb fommen läßt, werden zumeist von uns wieder nach sonst so auseinanderstrebenden Elemente eint, ist der Wunsch, die ihrer Heimat zurückbefördert. Vor einigen Tagen waren darunter einige, Arbeiter an der Erkenntnis ihres Selaffeninteresses zu hindern und sie Freitag auch die Spandauer Arbeiter eingelegt. Zwei stark beProteft gegen Fleischwucher und Grenzsperre haben am die eine Nacht in der Herberge des Gewerkschaftshauses schlafen nach Möglichkeit vor dem Anschluß an die Socialdemokratie zu besuchte Bolksversammlungen, welche die zusammen circa 1000 Perfollten. Da nun hier eine genaue Untersuchung stattfindet, stellte wahren. Wiederholt erwähnte man im Tone des Vorwurfs, daß sonen fassenden Säle von Teßnow und von Kumke bis auf den sich heraus, daß mehrere ingeziefer hatten. Wir möchten die socialdemokratischen" Gewerkschaften im Gegensatz zu den allerlegten Platz füllten, nahmen mit großem Beifall die Referate auf Grund dieser Thatsache dem Berliner Publikum christlichen und den Gewerkvereinen des Herrn Dr. Mar Hirsch nichts der Genossen Dr. K. Liebknecht bezw. Davidsohn- Berlin entgegen. den Rat geben, bei Benutzung von Wagen der Großen mit der Berlepich- Gruppe zu thun haben wollen. Berliner, die nach Tegel fahren, die Sitze einer Prüfung zu unterziehen, ob nicht von den Vorfigschen Arbeitswilligen, die In der zweiten Versammlung knüpfte sich an das Referat des In der Versammlung im Teßnowschen Lotal wurde die Berliner Resolution ohne jede Disfussion einstimmig angenommen. ja mit diesen Wagen zur Arbeitsstätte befördert werden, unangenehme Genossen Davidjohn noch eine lebhafte Diskussion, in welcher die fleine Tierchen zurückgelassen sind. Die Arbeiter ersuchen wir dringend, den Zuzug von Streit Ausführungen des Referenten noch bekräftigt wurden! Die Berliner Resolution fand auch hier einstimmige Annahme zugleich mit dem folgenden Zusatz: hätten. brechern fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Asphalteure, Pappdachdecker ze. Um vielfachen Anfragen unsrer Mitglieder gerecht zu werden, teilen wir mit, daß der Unterstützungsverein der Asphalteure und Berufsgenossen, welcher unter den gewerkschaftlich organisierten Kollegen unsres Berufs Eintrittstarten für sein am Sonnabend, den 27. d. Mts., bei Nabe in der Fichtestraße stattfindendes Stiftungsfest zu vertreiben sucht, mit unsrer gewerkschaftlichen Organisation, der Freien Vereinigung der Asphalteure, Papp: dachdecker und verwandter Berufsgenossen nichts zu thun hat und mit ihr nicht zu verwechseln ist. Der Vorstand der Freien Vereinigung der Asphalteure und verwandter Berufsgenossen. Der Streit der Rathenower Brillenarbeiter hat jetzt auch Differenzen in der dortigen optischen Goldwerkstatt von Q. Quandt Nachf. zur Folge gehabt. Es sind daselbst fünf Gehilfen gekündigt worden, weil sie dem Metallarbeiter- Berbande mitgeteilt haben sollen, daß in der genannter Werkstatt Streitarbeiten für Nitsche n. Günther angefertigt werden. An zwei andre bei Quandt Nachf. beschäftigte Mitglieder des Metallarbeiter- Verbandes stellte der Chef das Anfinnen, fie follten aus dem Verbande austreten, er würde ihnen die bisher bezahlten Beiträge in Höhe von 50 M. zurückerstatten. Natürlich wurde das schimpfliche Ansinnen rundweg abgelehnt. Deutsches Reich. Thätigkeit der Gesellschaft war recht fleinfaut: äußerlich betrachtet, Der von Herrn v. Berlepsch vorgetragene Bericht über die sei der Erfolg nicht übermäßig groß". Die Mittel, die dem Verein zur Verfügung stehen, jeien mit Rücksicht auf die großen Ziele und die Gegner unzulänglich. In der Diskussion über den Geschäftsbericht tadelten Brentano, Kommerzienrat Röſicke und Lithograph Tischendörfer den Ausschluß der socialdemokratischen Konsumvereine „ Die Versammlung richtet an den Spandauer Magistrat das aus dem Crügerschen Genossenschaftsverband. Die Herren er dringende Ersuchen, den in der Stadtverordneten Sigung am flärten: durch die Kreuznacher Vorgänge sei die versöhnende 18. September gefaßten Beschluß betr. Maßnahmen zur Bekämpfung Thätigkeit der Gesellschaft für jociale Reform bedeutend erschwert. Herr Brentano regte an, schont vor Ablauf der fazungsgemäßen zwei Jahre wieder cine General versammlung der Gesellschaft zu veranstalten, um sich mit der Charlottenburg. Am 17. d. M. hielten die Maler und Anwichtigen Frage der Arbeiter- Konsumvereine zu befassen, und dadurch streicher eine vom Gehilfenausschuß einberufene öffentliche Verdie Sympathie der Arbeiter zu erhalten. Dr. Max Hirsch bekämpfte sammlung ab. Es handelte sich um die Berichterstattung über die diese Anregung; die Behandlung könne mur den„ schönen Eintlang" am 1. Oktober d. J. eintretenden, mit der Junung vereinbarten stören, der in der Gesellschaft trotz der verschiedenen Richtungen nenen Lohn- und Arbeitsbedingungen. Die Vereinbarungen find herrsche. Die Gesellschaft nimmt geniäß ihren Sagungen feine Ab in der Hauptsache die, daß vom 1. Oftober ein Minimalstimmungen vor, sonst würden wohl manchmal die Gegensäge auf- stundenlohn von 53 Bf. gezahlt wird, welcher vom 1. April 1903 einander plagen. So aber bleibt es bei dem schönen Einklang. die Höhe von 55 Pf. annimmt und eine dreijährige Dauer hat. der Fleischnot mit aller Energie und Beschleunigung zur Durchführung zu bringen! Wie wir schon telegraphisch gemeldet haben, untersagte der Ueber- und Sonntagsstunden werden mit 30 resp. 50 Proz. Aufschlag Kölner Polizeipräsident das Auftreten des Fräulein Helene Simon bezahlt; ebenso wird bei Fassadenanstrich- Arbeiten ein Zuschlag von als Korreferentin zu der Frage der Herabsetzung der Arbeitszeit für 5 Pf. pro Stunde bezahlt. Eine große Errungenschaft sei, so führte Frauen. Die erschienenen Damen konnten nur als Segmentgäfte der Altgehilfe Flemming aus, die Einſegung einer 18 gliederigen auf der Generalversammlung bleiben. Sie mußten sich auf An- Ueberwachungskommission, die auf die Innehaltung des Tarifs zu weisung der Polizeibehörde, wie es in der Verfügung heißt, jeder achten habe. Der Redner kam min auf die Kampfesweise der lokalBeifalls- und Mißfallsäußerung enthalten. So blieb denn auch die organisierten Maler zu sprechen, die eine Bewegung inscenieren, um Gesellschaft für sociale Reform, an deren Spiße ein ehemaliger den Tarif wieder zu Fall zu bringen. Er wie auch die nachfolgenden preußischer Minister steht und dem eine Reihe von hohen Staats- Diskussionsredner verurteilten das Vorgehen derselben in mißbeamten, Parlamentariern und Gelehrten angehört, vor den Tücken billigender Weise. Jetzt müsse die Parole„ Einigkeit auf der des Vereinsgesetzes nicht bewahrt. Vielleicht hat der Kölner Polizei- ganzen Linie" mehr als wie bisher maßgebend sein und dürfte präsident gar Anweisung von Berlin erhalten, wo man wunderlicher- nicht Zwiespalt unter den Berufsgenossen hervorgerufen werden. Die Textilindustriellen des Vogtlandes und des Erzweise der staatserhaltenden Thätigkeit des Erministers nicht ge- Eine Resolution, in welcher der Lohnkommission resp. den Gehilfengebirges haben sich wie uns ein Privat- Telegramm aus. Chemnit Ausschüssen Berlins und der Vororte das größte Vertrauen auswogen ist. meldet geeinigt, bei Aufnahme der für Oktober angekündigten Nach einer Rede des Kaplans Dr. Pieper wurde das Simonsche gesprochen und das Vorgehen der Lokalorganisierten in scharfer Lohn- bezw. Streikbewegung der Hand- und Schiffchensticker die ge- Referat nach dem Manuskript in gekürzter Form verlesen. An der Weise verworfen wird, wurde einstimmig angenommen. Die Frage meinsame Ablehnung der Forderungen und eine eventuelle Massen: Diskussion beteiligten sich überwiegend Angehörige der christlichen über die Benutzung des hiesigen städtischen Arbeitsnachweises von aussperrung der Arbeiterschaft des Vogtlandes und des Erzgebirges und der Hirsch- Dunderschen Organisation. Der ultramontane Textil- seiten der Meister und Gehilfen wurde, da im Kuratorium desselben borzunehmen. fabrikant Brandts aus M.- Gladbach teilte mit, daß er nach und Differenzen wegen Einführung der Streifklausel bestehen, bis auf Der Streik der Cigarrenarbeiterinnen in Eupen( Rhein- nach von der 10/2 stündigen auf die 91/2 stündige Arbeitszeit hinunter- weiteres vertagt. Tand ist jetzt, nachdem er länger als zehn Wochen gedauert hat, gegangen sei, ohne daß das seinen Unternehmergewinn beeinträchtigte. Verein der Lithographen, Steindrucker ze. Filiale Berlin I beendet. Einen Vermittelungsvorschlag des Avg. Dasbach hatte die Verheiratete Arbeiterinnen beschäftige er überhaupt nicht mehr. Donnerstagabend 8 Uhr, Grenadierstr. 33: Mitgliederversammlung. Firma abgelehnt, da sie mit Dasbach nichts zu thun haben wolle, Das legtere brachte ihm ein lebhaftes Bravo der Versammlung ein. Dagegen nahm sie die Dienste des Ehrenrats der Ortsgruppe der Der christlichorganisierte Textilarbeiter Kamps aus Bochum war Gewerkschaft der Cigarrenarbeiter sowie eines Mitgliedes des Vor- entzückt von dem Verlauf der Tagung. Er erklärte: Wir Arbeiter Letzte Nachrichten und Depeschen. standes des christlichen Textilarbeiter- Verbandes an, und die mit verlassen befriedigt die Generalversammlung; besonders die Worte diesen Herren gepflogenen Verhandlungen führten zum Ziel. Da des Herrn Brandts haben uns wohlgethan. Was wir hier gehört die Forderungen der Ausständigen im Princip anerkannt worden sind, ist die Arbeit wieder aufgenommen worden. Eine gemütliche" Gesellen- Schlafftube. Jm ehrfamen Schmiedehandwerk findet sich bekanntlich noch ein beträchtlicher Rest jener sogenannten patriarchalischen Verhältnisse, nach denen die Zünstler sich inbrünstig zurückfehnen. Ein großer Teil der Schmiedegesellen arbeitet noch unter jenen Verhältnissen, wo der Geselle im Hause des Meisters Kost und Logis bekommt, also, wie der zünstlerische Ausdruck lautet, zur Familie des Meisters gehört". Wie so ein ebriamer Schmiedemeister seinen patriarchalischen Pflichten den Gefellen gegenüber nachkommt, davon legt ein im Fachorgan der Schmiede- Organisation abgedruckter Brief Zeugnis ab, der an einen Gesellen geschrieben ist, welcher in einem großen westfälischen Dorfe arbeitet. Das Schreiben Yautet: haben, werden wir in die Oeffentlichkeit tragen. Mögen die übrigen Herren das nämliche in ihren Streifen thun, wohin wir nicht kommen; dann wird eine Verständigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erzielt. ihmi Der Rückzug des französischen Marineministers. Marseille, 23. September.( W. T. B.) Der Marineminister Pelletan wohnte heute vormittag einem Bankett bei, aut dem 1200 Personen teilnahmen. In Beantwortung mehrerer hierbei an hierbei an ihn gerichteten Ansprachen protestierte Die ganze jocialreformerische Ausbeute der Generalversammlung Pelletan von elem lebhaft gegen die Worte, die man gegenüber einer benachbarten Macht zugeschrieben habe. bestand darin, daß die Gesellschaft sich für die Herabſegung der das ihn als einen Mann Arbeitszeit der Frauen von 11 auf 10 Stunden, und der Hinauf- Er bezeichnete das Telegramm, der die benachbarten Nationen anzugreifen be ichiebung des Schuhalters der Jugendlichen von 16 auf 18 Jahre darstelle, Am Dienstag begann im Anschluß an diese General- abfichtige, als häßliche Lüge. Er erinnerte daran, daß er von versammlung die Delegiertenkonferenz der Internationalen Ber- jeher mit Wort und Schrift gegen das Verlangen nach Eroberungen gekämpft habe. Er erkenne in der gegen ihn verbreiteten Lüge die einigung für gefeßlichen Arbeiterschuß. berühmte Devise: Streut nur immer Verleumdungen aus, etwas wird stets hängen bleiben. aussprach. Kahlpfändungsrecht der Hansagrarier. Armen Durch das Bürgerliche Gesetzbuch sind die nicht pfändbaren Sachen auch dem Rückbehaltungsrecht des Vermieters entzogen. Magdburg, 23. September.( V. H.) Der Metallarbeiter Ein Reichsgerichts- Urteil aus jüngster Zeit ist geeignet, diesen H. Stagge wurde wegen Münzvergehend er hatte falsche Fünfgeringfügigen Schutz des für die gerade ärmsten marfstücke hergestellt Mettingen, den 14. September 1902. vom hiesigen Schwurgericht zu 4 Jahren Mieter wieder Werter Kollege! ชน und beseitigen Kahlpfändungsrecht 6 Monaten Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Stellung Seit ich von Hamburg abgereist bin, ging es mir immer schlecht, des Vermieters allgemein zuzulassen. In der Hamburgischen unter Polizei- Aufsicht verurteilt. da keine Arbeit zu kriegen war. Jetzt habe ich Arbeit gefriegt, aber Grundeigentümer- Beitung" war, wie wir dem Hamburger Echo" Wien, 23. September.( W. T. B.) Die„ Neue Freie Presse" lieber Himmel, es ist eine traurige Stelle. Die Schlafftube ist entnehmen, ein Reichsgerichts- Urteil behandelt worden, wonach ein meldet: Die Ministerfonferenzen über den Ausgleich tadellos. Schweinestall, Kuhstall und Abort liegt alles zusammen. Mieter wegen Verschleppung von Illaten( das find die in die werden drei bis vier Tage dauern, da beiderseits die ernste Absicht Wie mich der Meister in das Schlafgemach brachte, da gingen wir Wohnung eingebrachten Sachen) für straffällig erklärt worden sei, besteht, die Verhandlungen zu Ende zu bringen. Heute wurde eine Der Hergang war durch alle Ställe, dann kam eine Leiter, welche 2 Meter hoch und trotzdem die Sachen an sich pfandfrei waren. mit 4 Sprossen versehen war, da oben war die Stube" folgender: Ein Mieter hatte dem Vermieter kontraktlich die Befugnis Annäherung bezüglich der Chemikalien erzielt. Differenzen bestehen und unten der Abort. Oben ist es dunkel, der Meister geht gegeben, seine i ämtlichen Jllaten, also auch diejenigen, die noch bezüglich der Zolliäße auf Maschinen, kleine Eisenwaren, herunter, ich will mich ausziehen, gebe einen Schritt weiter sonst dem Pfandrechte nicht unterliegen, im Falle der Nichtzahlung Hanf, Hüte, Baumwolle und Glas. und falle hinab, Belgrad, 23. September.( W. T. B.) Aus dem Sandschak direkt in den Abort hinein. Ich gehe der Miete zurückzubehalten. Als der Vermieter von diesem seinem wieder rauf und frage den andern Kollegen, was das für Rechte Gebrauch machen wollte, zeigte es sich, daß der Mieter die Novibazar drangen Albanesen in das Rapaonikgebirge in Serbien ein Zimmer fei, der sagte mir, das sei ein Hühnerstall, betreffenden Sachen verschleppt hatte. Das Reichsgericht entschied, und griffen drei Stunden von der türkischen Grenze serbische Fuhrich solle mal Licht machen und mich mal umsehen. Als ich ein Streich daß sich der Mieter einer strafbaren Handlung schuldig gemacht habe, leute an, deren Ochsen und Wagen fie raubten. Zwei der Fuhrholz anstecke, sehe ich auf der„ Stube" Ziegen, Hühner und Tauben, froßdem die Sachen zu den sonst pfandfreien gerechnet werden leute wurden getötet, drei als Gefangene fortgeführt. Grenzwächter erschienen, entflohen die Räuber. die Betten waren voller Hühnerschmuz. Mit den andern Kollegen, müßten. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur. Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Als die Nr. 223. 19. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 24. September 1902. Berliner Partei- Angelegenheiten. Die nächste Lokal Lifte erscheint am Sonntag, den 5. Oftober 1902. Wir ersuchen daher die Mitglieder der Lokaltommission von Berlin und Umgegend, Aenderungen und Neuaufnahmen bis spätestens Freitag, den 26. September 1902, einsenden zu wollen: für " felde, Victoriaftr. 4; in Spandau, Jagowstraße 9; = aus. Die Kurse beginnen Mitte Oktober. Montag, den In der Central- Markthalle hält der Tod seit zwei Wochen 13. Oftober: National Detonomie( Geld und Währung); Vor eine reiche Ernte. In dieser Zeit famen, wie wir meldeten, bereits tragender: Schriftsteller Georg Bernhard. Dienstag, den 14. Oktober: zwei Todesfälle daselbst vor und der kürzlich schwer zu Schaden geAchtung, Parteigenossen, Gewerkschaften und Vereine! Natur- Erkenntnis( Die Entwicklung des Weltalls und das fociale Leben fommene Markthallenhändler aus Pankow schwebt noch zwischen Dienstag, den 7. Oftober, abends 8 Uhr, finden die Partei- der Tiere); Vortragender: Schriftsteller Dr. Rud. Steiner. Donnerstag, Leben und Tod. Gestern gegen Mittag ereignete sich ein vierter Versammlungen statt, in denen die Berichterstattung von der den 16. Oftober: Geschichte( Geschichte des Socialismus seit dem Alter Fall: Der Händler Moriz Heilmann aus der Rosenstraße, der Brandenburger Provinzial- Konferenz, vom Münchener tum, mit besonderer Berücksichtigung der Staatsverfassungen); Bor- in der Halle weilte, um Einfäufe zu besorgen, fiel plöglich bewußt Parteitag, sowie die der sämtlichen Partei- Funktionäre tragender: Schriftsteller Mag Sch fitte. Freitag, den 17. Oftober: los um und sollte mittels Droschte nach der Unfallstation gebracht erfolgt und deren Neuwahl stattfindet. Rede Nebung( Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen werden. Unterwegs starb der Aermiste, ein älterer Mann, aber an Die Parteigenossen werden ersucht, an diesem Tage andre Versammlungen nicht einzuberufen. Aufsatz); Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner.( Näheres den Folgen des erlittenen Schlaganfalles. im Lehrplan.) Die Vertrauensleute. Eine weitere 3 a 5 I stelle ist bei Horsch, Cigarrengeschäft, 24 Jahre alte unverheiratete Buchdrucker Nichard Körner aus der Im Tiergarten erschoß sich in der Nacht zu gestern der Engel Ufer 15, eröffnet. Die Anfündigungen der Schule erfolgen Friedenstr. 96. Der junge Mann war am Sonnabend aus einem von jetzt ab unter„ Versammlungen", worauf man gefl. achten wolle. Genesungsheim in Lichtenberg als gebessert entlassen worden, bildete Der Vorstand. sich aber ein, daß er nicht mehr geheilt werden könne. Aus VerEin schwerer Zusammenstoß eines Straßenbahnvagens mit zweiflung ging er in der Stadt umher, kaufte sich einen Revolver erheblich verlegt wurden, fand gestern abend gegen burger Chaussee durch einen Schuß in das Herz. Als ein Schutzmann einem Rollwagen, bei welchem vier Personen zum Teil und tötete sich in Tiergarten an der Sieges- Allee und Charlotten1/29 Uhr an der Ecke der Pallas- und Gleditschstraße statt. Zur ge- ihn fand, war er schon tot. nannten Zeit durchfuhr der Motorwagen 1480 der Linie Lichten= berg- Grunewaldstraße die Pallasstraße, als der der Firma Krüger, Zu den Güterdiebstählen auf dem Schlesischen Bahnhof, Scharnhorststr. 7a, gehörige, von dem Kutscher Morgenstern geleitete worüber wir am Sonntag berichteten, teilt uns der in der Meldung Rollwagen, von der Gleditschstraße tommend, die Geleise kreuzte. erwähnte Herr Pasch mit, daß er nicht im geringsten an dem Trop des von dem Wagenführer gegebenen Warnungssignals Eigentumsvergehen beteiligt sei und auch nicht feſtgenommen wäre. fahren, dessen Führer bei der kurzen Entfernung sein Gefährt nicht erstatter, der die Meldung den Zeitungen brachte, war also falsch wollte M. noch unmittelbar vor dem Straßenbahn- Waggon vorbei- Auch habe er noch nie in Untersuchungshaft gesessen. Der Berichtmehr zum Stehen zu bringen vermochte. Der Motorwagen prallte unterrichtet. Hoffentlich erwachsen Herrn Pasch aus dem bemit solcher Gewalt auf das Nollfuhrwerk auf, daß der Kutscher des dauerlichen Irrtum keine weiteren Nachteile. Wagens sowie drei Mitfahrer auf das Straßenpflaster geschleudert wurden. Alle vier Personen erlitten zum Teil sehr schwere Ver- Sonntag, den 28. September cr., im Sportpart Friedenau und traf Rennsport. Jimmy Micha e I startet mummehr bestimmt am letzungen. Dem Gustav Morgenstern wurden mehrere Rippen ge- bereits Dienstagabend hierselbst ein und wird mit dem Training brochen, und der Mitfahrer Franz Hübner aus der Müller- heute( Mittwoch) nachmittag beginnen. straße 33 erlitt eine schwere Körperverlegung. Der erstere wurde nach dem Krankenhaus ant Urban, der letztere nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht. Der Mitfahrer Friedrich Schulz erlitt Quetschungen am Kopf und der Mitfahrer Anton Salzingen Hantabschürfungen am Kopf und Verlegungen der rechten Hand. Beide konnten nach ihren Wohnungen gebracht werden. Zwei weitere Straßenbahn- Zusammenstöße erfolgten gestern abend in der Ritter- resp. Genthinerstraße. Im ersteren Fall fuhr ein Straßenbahnwagen gegen einen Geschäftswagen, dessen Kutscher Rosewski leichte Verlegungen erlitt. In der Genthinerstraße geriet die Tayameter- Droschte 1996 zwischen zwei in entgegengesetzter Richtung fahrende Straßenbahnzüge und wurde zwischen diese eingeklemmt. Hierbei wurde die Droschke start beschädigt, die Infaffen jedoch nicht verlegt. Frankfurterstr. 32; Teltow- Beeskow" an den Genossen Hermann Schliebig in Britz, Jahnstr. 2; ,, Nieder- Barnim an den Genossen Otto Riebe in FriedrichsPotsdam Oft- Havelland" an den Genossen Albert Neue " Diverse Orte" an den Genossen Gustav Stein in Wriezen a. D., Berlin an den Genossen Wilhelm Hinz. Prinzenstr. 66, S. 14. Die Genossen werden ersucht, hiervon Kenntnis zu nehmen und die Einsendungen umgehend zu bejorgen, da spätere Einsendungen nicht mehr berücksichtigt werden fönnen. Nachträge fönnen in der Folge nicht mehr veröffentlicht werden. Vielfach ist es in den letzten Wochen vorgekommen, daß Buschriften in„ otal- Angelegenheiten" an die Redaktion des Vorwärts" gesandt worden sind; wir teilen daher den Genoffen noch mit, daß alle Anfragen und Zusendungen nur all den Genossen Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzen str. 66, zu richten sind und nicht an die Redaktion des VorDie Parteiblätter der genannten Kreise werden um Abdruck ersucht. Die Lokal- Kommission. Partei- Spedition im dritten Wahlkreise. An alle Partei genossen, welche zum 1. September den Vorwärts" und alle ParteiLitteratur noch nicht von unsrer Partei- Spedition bezogen haben, ergeht hiermit die Aufforderung, das bisher Versäumte zum 1. Oktober nachzuholen und energisch dafür zu agitieren, daß immer mehr Genossen den Vorwärts" 2c. durch unsre Spedition, Prinzen straße 31, Hof parterre, Spediteur St. Fris, beziehen. Der Vertrauensman. " wärts". burgstr. 17a- 63. " Buckowerstraße. " Brückenstraße. Aus den Nachbarorten. Sigung Schöneberg. In der Stadtverordneten am Montag wurde wieder ein kleines Stück kommunaler Social politit aufgerollt. Es dürfte nicht sehr bekannt sein, daß für die Grundstücke aur der Stierstraße verlängerten Fregestraße im Friedenauer Ortsteil folgende Bestimmungen grundbuchamtlich be stehen: 1. Fabrikgebäude dürfen nicht errichtet werden. 2. Die öfe müssen mit gärtnerischen Anlagen versehen sein. 3. Im Vorder Hause müssen Wohnungen von vier bis sieben Zimmern, im Garten hause Wohnungen bolt mindestens drei Zimmern mit Bad angelegt werden. 4. Die Grundstücke dürfen nur in einer Magimal tiefe von 53 Meter von der Baufluchtlinie an berechnet mit herrDanach find also ein- und Zum dritten Wahlkreise gehören folgende Straßen: Adalbert- Mit feltener Dreiftigkeit, unter den Augen von tausend schaftlichen Häusern bebaut werden." ftraße 24-66. Admiralstraße. Alexandrinenstraße 14-117. Alte Berionen, ift gestern abend in einem Vergnügungslokal des Centrums weizimmerige Wohnungen ausgeschlossen, trotzdem für jene Straße die erste Bautlasse besteht. Der Eigentümer Baumeister U hatte Jakobstraße. Annenstraße. Bethanien Ufer. Beuthstraße. Branden- ein Einbruchsdiebstahl verübt worden. In einem an der Spandauer- feiner Beit Löschung dieser Bestimmung beantragt, war jedoch vom Brizerstraße. Brücke in den Stadtbahnbögen gelegenen Konzert- Etablissement beDresdenerstr. 6-136. Elisabeth- Ufer. Engel- Ufer. Feilnerstraße. finden sich, an den Stadtbahnpfeilern befestigt, eine größere Anzahl Magistrat abgewiesen worden. Auf Antrag aus der Versammlung Fürstenstraße. Franzstraße. Hollmannstraße. Jakobikirchstraße. Waren- Automaten. Gestern abend zwischen 8 und 10 Uhr, während war ein Ausschuß, dem auch Genosse Hoffmann angehörte, zur Untersuchung der Angelegenheit eingesetzt worden. Mit Recht behaupteten Inselstraße. Josefstraße. Kaiser Franz Grenadier- Plazz. Kom- fich etwa tausend Personen in dem Etablissement befanden, Kellner unire Vertreter Obst und Hoffmann, daß hier eine Ausnahmemandantenstraße. Köpniderstr. 30-142. Stotibuser Ufer 46-65. und sonstige Angestellte die Bögen durcheilten, wurden von einer un bestimmung getroffen sei lediglich zu dem Zwed, den Zuzug minder Kürassierstraße. Kurstraße 26a- 29. Kleine Kurstraße 13-18. befugten Person sechs Automaten geöffnet und ihres Inhalts beraubt. bemittelter Personen zu verhindern; gerade bei dem großen Leipzigerstr. 56-68. Luifen- Ufer 1-46. Luckanerstraße. Mathieu- Der dreiste Dieb, der im Besize von Nachschlüsseln gewesen sein lebermaßan vier- und mehrzimmerigen und dem straße. Melchiorstraße. Michaelkirchstraße und Play. Naunynstraße muß, machte nicht nur eine ganz hübsche Beute an barem Gelde, Mangel an leinen Wohnungen sei es unverständlich, wie sondern er eignete sich auch noch einen Teil der Warenvorräte, be- der Magistrat eine solche Bestimmung aufrechterhalten fönne. Man Neanderstraße. Neuenburgerstraße. Neue Grünstraße. Neue Jakobstraße. Neu- Kölln a./2." Nene Noßstraße. Oberwasser- sonders Chokolade, an. wolle scheinbar jenes Viertel nur für die besser situierten Kreise straße. Ohmstraße. Oranienstr. 42-165. Prinzenstr. 16-102. Das verschwiegene Hinterzimmer. Einem Nachtcafé in reservieren, während man für die Arbeiterschaft nur bestimmte Brinzessinnenstraße. Reichenbergerstr. 1-14 und 175-185. Ritter- der Friedrichstadt, ist infolge einer Denunziation ausgewiesener Gegenden im Auge habe. Trotzdem der Magistrat durch den straße. Rungestraße. Sebastianstraße. Seydelstraße. Staliger weiblicher Stammgäste die Nachtkonzession entzogen Syndifus Blantenstein verkünden ließ, daß ihm eine straße 1-18 und 137-147a. Simeonstraße. Schäferstraße. Schmid worden. Die„ Damen", welchen wegen ungebührlichen Betragens solche Absicht fern gelegen hätte, mußte sich Iepterer straße. Stallschreiberstraße. Splittgerbergaffe. Spittelmarkt. das Betreten des Cafés untersagt wurde, machten einem Konkurrenten doch eine im Ausschuß gethane Aeußerung nachsagen laffen, die den Waldemarstraße 24-46. Wallstraße. Wusterhausenerstraße. des Cafétiers die Mitteilung, daß vor längerer Zeit in einem zur Standpunkt des Magistrats tennzeichnet, daß man den Zuzug von Steglit. Am Mittwochabend 8 Uhr findet im, Birten Privatwohnung des Inhabers gehörenden Hinterſtübchen auf Vertleinen Leuten verhindern und nur ein steuerfräftiges Bublikum wäldchen" eine öffentliche Protestversammlung anlassung und Rechnung eines pensionierten höheren Beamten heranziehen wolle". Nach langer Debatte nahm man einen Antrag gegen den Fleischwucher und die Grenzsperre statt, zu Orgien gefeiert wurden. Der liebenswürdige Konkurrent sorgte an, den Magistrat zu ersuchen, in Erwägung darüber einzutreten, ob welcher Stadtverordneter Genosse Ewald das Referat übernommen dafür, daß die Sache der Polizeibehörde zu Ohren tam. Die Unter- bei einer Löschung der eingetragenen Bestimmung bezüglich der vorhat. Zu dieser Versammlung sind alle Einwohner von Stegliz, fuchung ergab, daß die Anschuldigung im wesentlichen zutraf und geschriebenen Zimmerzahl und der Tiefe der Bebauung die Interessen Friedenau und Groß- Lichterfelde eingeladen. Bartei- fich in dem verschwiegenen Hinterſtübchen in der That Vorgänge der Stadtgemeinde in andrer Weise gesichert werden können. genossen, agitiert für zahlreichen Besuch! abgespielt hatten, die dem Juhaber des Cafés zweifellos eine Straf verfolgung auf Grund des Kuppeleiparagraphen zugezogen hätten, wenn der Fall nicht verjährt wäre. So begnügte man sich, dem Café die Nachtkonzession zu entziehen, was für das Lokal seinem ganzen Charakter nach einer völligen Schließung gleichkommt. 34-58. -Tokales. A 0 Zu der Angelegenheit Erlanger geht uns von Herrn Franz Juhasz folgende Zuſchrift zu:„ Ich habe mit dem Baron v. Erlanger niemals Geschäfte gemacht, insbesondere weder Pferde noch Juwelen vermittelt oder verkauft". und der Polizei übergeben. " In unsrer Krantenhaus- Angelegenheit wurde auf eine bereits mitgeteilte Anfrage vom Stadtrat Leidig erklärt, daß der Magistrat dem bekannten Beschlusse der Stadtverordneten Versammlung endlich beigetreten ist und in einigen Wochen" das fertige Projekt, das erst an die Hochbau- Deputation geht, zur Bor legung gelangen wird. Seinen Widerstand in dieser Frage dürfte also der Magistrat endgültig aufgegeben haben. bereits eine Erhöhung der Ausgaben in dem Etat der Armen verwaltung eingetreten ist, wolle die Stadtverordneten- Versammlung beschließen, den Magistrat zu ersuchen, beim Bundesrat und dem Staatsministerium dahin vorstellig zu werden: sie möchten alsbald in eine Untersuchung über die Ursachen der Fleischtheuerung eine treten und nach Feststellung der Gründe baldmöglichst geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Fleischnot treffen zu wollen." Die Stadtverordneten Versammlung hat sich in ihrer Sigung am Donnerstagnachmittag 5 1hr u. a. mit folgenden Gegenständen der Tagesordnung zu befassen: Wahl je eines Mit gliedes in das Kuratorium zur Verwaltung der Heimstätten, in die Rigdorf. Gegen die Fleisch not richten sich zivei Anträge, welche die Stadtverordneten Versammlung am Stanalisations Deputation, in die Deputation für die städtischen Der der socialdemo Strantenanstalten und die öffentliche Gesundheitspflege, in die Donnerstag beschäftigen werden. Ein gefährlicher Hausierer ist gestern in der Neuen König fratischen Stadtverordneten Fraktion, den wir nenlich an Direktion des Märkischen Brovinzial Museums, in die Deputation straße an der Lizmannstraße festgenommen worden. Ein etwa für die innere Ausschmückung des Rathauses, in die Deputation für 35 Jahre alter Mann, der, mit Briefbogen und Couverts handelnd, fündigten, geht dahin, den Magistrat zu ersuchen, gemeinschaftlich mit der Stadtverordneten- Versammlung bei der Reichsregierung um Statistik und in die Sanitätskommission. Berichterstattung über von Wohnung zu Wohnung ging, begegnete auf der Treppe dem Aufhebung der Grenzsperre für lebendes Vieb und Fleisch zu die gegen die Richtigkeit der Gemeinde Wählerliste er 17jährigen Dienstmädchen Anna B., welches er ansprach und festhielt. petitionieren. Der zweite Antrag, den fünf Herren der großen hobenen Eimvendungen. Antrag bon Mitgliedern der Als sich das junge Mädchen loszureißen suchte, uniklammerte es der " In Erbürgerlichen Fraktion unterzeichnet haben, lautet: Versammlung, betreffend die Beseitigung von Mißständen, Wüstting, un es zu Boden zu werfen. Die B., welche fich ver- wägung, daß durch die feit einiger Zeit eingetretene Er welche sich in lezter Zeit in den städtischen Irren zweifelt gegen die frechen Angriffe des Burschen wehrte, rief um Fall höhung der Fleischpreise unsre zu einem sehr großen Teil den anstalten, insbesondere im& a II Adermann, gezeigt haben; Bilfe und als daraufhin Hausbewohner hinzukamen, ergriff der unbemittelten Voltstlaffen angehörende Einwohnerschaft erheblich Borlagen betreffend: die erfolgte Bauabnahme des Erweiterungsaufierer baues des Ueberwachungshauses für Männer auf dem Grundstück der Hausierer die Flucht. Er wurde jedoch auf dem Hausflur festgehalten belastet wird, in fernerer Erwägung, daß im Zusammenhang damit Frrenanstalt in Herzberge und der neuen Gemeinde- Doppelschule in der Waldenserstraße, Herabfeßung der Pflichtstunden des Lehr- Das Wegwerfen eines Obstrestes hat schon wieder einen personals und Teilung von Unterrichtsstunden mit Einführung des Unfall zur Folge gehabt. Ein Dienstmädchen Else Traugott, neuen Grundlehrplans der Berliner Gemeindeschule vom das in einem Hotel in der Friedrichstraße beschäftigt ist, glitt heute Oktober d. J. ab, die Fortzahlung des Lohnes in Fällen der morgen beim Neberschreiten des Fahrdammes an der Ecke der Arbeitsbehinderung. den Jahresabschluß der Stadt Friedrich- und Dorotheenstraße auf einem solchen Rest aus, fiel hin Haupttasse für das Etatsjahr 1901 sowie die außer dem Etat ge- und brach sich ein Bein. Die Verunglückte mußte von einem Schutzleisteten Ausgaben, die Erwerbung von Terrains in Starow und mann nach der Charité gebracht werden. in Großbeeren für Zwecke der Kanalisation. Stadtrat M. Mamroth ist gestern früh um 7 Uhr nach längerem schwerem Leiden gestorben. Mamroth war acht Jahre Stadtverordneter und 21 Jahre unbesoldeter Stadtrat. Als solcher war er Vorsitzender der Verwaltungen der städtischen Sparkasse, des städtischen Obdachs und Arbeitshauses, jahrelang auch Vorsitzender des Kuratoriums für die städtischen Markthallen und für Brennmaterialien. Seine Wahlperiode lief erst 1905 ab. In den letzten Monaten erfrantte Mamroth und mußte schließlich ein Sanatorium im Grunewald aufsuchen, das er vor vier Wochen verließ, um eine neue Wohnung zu beziehen, in der er nun von seinen Schmerzen erlöst worden ist. Im Magistratskollegium sind nunmehr Wegen Sittlichkeitsverbrechens ist ein Bauarbeiter Michael liegen. Ein herbeigeholter Arzt konstatierte Herzschlag. Bukotius aus der Chausseestraße verhaftet worden. Der Mann führte Brandstiftung. Unter verdächtigen Umständen ist in der Nacht. ein noch nicht 13 Jahre altes Mädchen aus seinem Bekanntenkreise zum Dienstag ein Bootshaus beim Wendenschloß in Grünau nieder Die Schlächter und die Fleischnot. Zur Entgegnung auf in die Laube ihrer Eltern, band die Thür von innen zu und verging gebrannt. Ein vollständig getakeltes Segelboot und ein im Bau das Flugblatt des Bundes der Landwirte„ Die angebliche Fleischnot", sich an der Kleinen, die nach ihrer Aussage feinen Widerstand geleistet begriffener Dampfer, die sich darin befanden, einiges Eichenholz und das im Fleischergewerbe große Erregung und Erbitterung hervorgerufen hat, wird, wie die Allgemeine Fleischer- Zeitung" berichtet, haben soll. Nachbarn bemerkten den Vorgang und veranlaßten die andre Dinge follten am Dienstagvormittag gegen Barzahlung Verhaftung des Unholdes. öffentlich versteigert werden. In der Nacht vorher verbrannte der in den allernächsten Tagen ein Flugblatt vom Vorstande des Deutschen Fleischer- Verbandes herausgegeben werden, das die un Eine festgenommene Ladendiebin hat in der Zeit vom Monat Schuppen mit dem Inhalt. Man nimmt Brandstiftung an und ist dem Thäter schon auf der Spur. wahren Behauptungen des bündlerischen Flugblatts über die Viehnot Mai bis September d. J. in verschiedenen Läden, die sie angeblich Wegen Unterschlagung von amtlichen Geldern des widerlegt und die Angriffe auf das Fleischergewerbe zurückweist. nicht zu nennen vermag, neun goldene Remontoir- Damenuhren mit Das Flugblatt wird im ganzen Deutschen Reich verbreitet werden. folgenden Nummern gestohlen: 51 955, 156 933, 58 131, 20 121, Begirtsausschusses zu Potsdam wurde am Montagabend Die öffentliche Lesehalle der Deutschen Gesellschaft für 270 889, 248 416, 181 021, 83 000 und 58 182. Da Verlustanzeigen der Hilfsarbeiter Seeger von der Kriminalpolizei in seiner in der über die Uhren nicht eingegangen sind, ist anzunehmen, daß die be- Saarmunderstraße zu Potsdam belegenen Wohnung verhaftet. ethische Kultur wird Anfang Ottober aus der Neuen Schönhauser stohlenen Uhrenhändler den Verlust der Uhren noch nicht bemerkt Seeger wurde seit etwa drei Monaten beim Potsdamer Bezirks. straße nach der Münzstraße 11 übersiedeln. haben. Die Eigentümer werden ersucht, sich im Zimmer 97 der ausschuß als Hilfsarbeiter beschäftigt und hatte auch öfter BotenKriminalpolizei zu melden. Die Diebin ist 21 Jahre alt, flein, bat gänge zu verrichten. Seeger hatte einen Betrag von etwa 250 M., gesunde. Gesichtsfarbe und lebhaftes Wesen. Sie trug weißen Stroh- der für den Bezirksausschuß zur Auszahlung bei einer öffentlichen hut, rote Bluse und schwarzen Rock. Kasse anaewiesen war, auf Grund gefälschter Quittungen bereits am drei Aemter vakant. Arbeiter- Bildungsschule- Berlin, Gewerkschaftshaus, EngelUfer 15. Die Bibliothek wird am Donnerstag, den 25. SepDer neue Katalog liegt tember, abends 8 Uhr, wieder eröffnet. Aus Rigdorf. Um 30 Mark in den Tod gegangen ist der un Auf der Polizeiwache gestorben ist am Montagnachmittag verheiratete Schuhmachergeselle Otto Mautsch, welcher Lessingstraße 9 der 55 Jahre alte Straßenhändler Heinrich Schinna, der schon längere in Schlafstelle wohnte. M. war Mitglied eines Rauchklubs und Beit keine Wohnung mehr hatte. Der Mann wurde vormittags be hatte bei einem Vergnügen desselben 30 Mark vereinnahmt, die er trunken und krant auf der Straße aufgefunden und von einem Schutz- jedoch für sich verbrauchte. Als er jetzt den Betrag an die Vereins. mann nach der Unfallstation in der Bellealliancestraße gebracht. Diese taffe zahlen sollte, war er hierzu nicht in der Lage, und aus Scham führte ihn, nachdem schwere Betrunkenheit ärztlich festgestellt war, hierüber machte der Unglückliche seinem Leben ein Ende. Gestern der Wache des 72. Neviers in der Teltowerstraße zu, damit er seinen morgen fand man ihn am Dammwveg hinter der Verbindungsbahn Rausch ausschlafe. Als das gegen 5 Uhr nachmittags geschehen war, an einem Straßenbaum als Leiche hängen. Von einem plößlichen wollte die Revierpolizei den Händler mit einem Nettungswagen in Tode wurde der Arbeiter Albert Kollach aus der Ziethenstraße 62 ein Krankenhaus bringen lassen, da er augenscheinlich auch leidend ereilt. S. befand sich in einem Schanklokal in der Faltstraße, ging war. Zu der lleberführung kam es jedoch nicht mehr. Als der Wagen nach der Bedürfnisanstalt und kam nicht wieder. Als andre Gäste nach ihm sehen wollten, fanden sie ihn als Leiche am Fußboden eintraf, war der Mann schon tot. Gerichts- Beitung. = " " " " " Ein furchtbares Brand10. September abgehoben. Dies stellte sich erst heraus, als der sich mehr und mehr auf ihre Rechte besinnen. Von einer Wollen- Ivon ihnen ist ein Kontrollbeamter der Buchhaltung, während die drei Regierungsbote Henze, welcher dem Bezirksausschuß zugeteilt ist, weberei z. B. heißt es in den Berichten der Gewerbe- Inspektoren, andren für Jellinek an der Börse thätig waren. das Geld ordnungsmäßig abheben wollte. Bei seiner Verhaftung daß dort Ueberstunden und gesetzlich erlaubte Sonntagsarbeit wurde bei Seeger von dem unterschlagenen Geld nichts mehr vor abgeschafft sei, weil die Arbeiterinnen beständig Widerstand entgegen unglück ereignete fich der„ Kattow. 8tg." zufolge in der russischen Brandunglück bei einer Hochzeit. gefunden. festen. Solche Fälle stehen freilich nur sehr vereinzelt da, sie zeigen, was sich bei Energie und gutem Willen erreichen ließe. Die meisten Ortschaft Werbze. Ein Haus, in dem Hochzeit gehalten wurde, stand Gejebesübertretungen zu Üngunsten der Frauen ereignen sich immer plötzlich in Flammen und ehe die bestürzten Gäste sich zu retten Antisemitische Zeloten" betitelte sich ein Artikel in Nr. 18 gethan; weit größer als die Zahl der Ertappten ist natürlich die der Opfer gefallen, darunter auch die Braut und deren Mutter, außer noch in Ziegeleien. Nach allen Richtungen wird dem Gesetz Abbruch vermochten, waren sechzig von ihnen den verheerenden Flammen zum der Mitteilungen des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus", Glücklicheren, welche der Zufall vor der Anzeige rettet. Immer dem haben noch viele Personen schwere Brandwunden erlitten. der Anlaß zu einer Privatklage des Verlegers der Staatsbürger- noch giebt es die elenden Unterkunftsräume, die längst verschwunden Zeitung". Bruhu gegen den Redacteur der Mitteilungen" sein müßten; schliefen doch in zwei Arbeitsstätten die Arbeiter Kurt Bürger gegeben hat. Dem Privatkläger stand Rechtsanwalt beiderlei Geschlechts gemeinsamt auf dem Fußboden, in drei andern graphenbureau Montag mitteilte, in Spaa an der Bahre seiner Frau König Leopold von Belgien hat, wie das offiziöse Teles Ulrich, dem Angeklagten die Rechtsanwälte Sonnenfeld und in Bettgerüsten von zwei Stockwerken mit je vier ungetrennt neben eine peinliche Scene herbeigeführt. Eine Tochter des Königs, D. Cohn zur Seite. Der Artikel beschäftigte sich mit den Re- einander befindlichen Lagerstätten. Auch in Zuckerfabriken trifft Stephanie, war bekanntlich wider ihren Willen mit dem Krondacteuren und dem Verleger der„ Staatsbürger- Zeitung" und ver- man noch ähnliche Mißstände. Wo einer dieser Betriebe, oder eine prinzen von Oestreich verheiratet worden, der 1889 durch Selbstmord folgte den Zweck, auf diese Herren ein böses Licht zu werfen, um sonstige gewerbliche Anlage mit Landwirtschaft verbunden ist, da endete. Voriges Jahr gab die Prinzessin ihren Witwenstand auf und daran die Folgerung zu knüpfen, daß sie nicht geeignet findet sich die beste Gelegenheit zur Umgchung des§ 137 der Ge- heiratete unstandesgemäß" einen ungarischen Grafen Lonyah. Das war feien, sich als wahrer deutschen Rechts und deutscher Treue werbe- Ordnung, der die Arbeitszeit regelt. Die Arbeiterin schafft dem König Leopold nicht recht. Wie nun den Brüsseler Blättern gemeldet hinzustellen. In dem Artikel hieß es:" Die Staatsbürger Zeitung" ihre 11 Stunden in der Fabrik und geht dann frisch und ausgeruht wird, reiste die Gräfin Sonntagabend 61/2 Uhr plötzlich von Spaa nach marschiert an der Spitze der antisemitischen Heuchel- und Lügen an die landwirtschaftliche Arbeit, die feiner Bestimmung wegen Dauer Brüffel ab, weil der König sich geweigert hatte, das Trauergemad), peter" dem Chefredacteur Dr. Bachler wurde vorgeworfen, daß die oder Tageszeit unterworfen ist; hier hat der Gewerbebeamte nichts in dem die Gräfin an der Leiche ihrer Mutter betete, zu betreten, Staatsbürger Zeitung" auf den ersten Seiten ihrer Nummern gegen dreinzureden. Hier darf die Glückliche noch stundenlang ihre Kräfte ehe sie das Gemach verlassen habe. die Juden eifre und ihnen alle Schlechtigkeiten nachsage, im Annoncen- abnügen, wie groß der Verdienst bei der doppelten Arbeit iſt, teil aber die Inserate jüdischer Geschäftsleute aufnehme; es wurde erfahren wir leider nicht. Ob dieser Hartherzigkeit des Königs Leopold erhebt sich auch in hervorgehoben, daß der antisemitische Abgeordnete Ludwig Werner der deutschen Presse ein lebhaftes Geschelte. Das Benehmen des Die schlechten Zeiten werfen ihre Schatten auch in die Blätter Königs wird unedel genannt. Vom monarchischen Standpunkt aus bei der„ Staatsbürger 3tg." angestellt worden sei, obwohl ihm trotz des Berichts. An einem Ort hat die Frauenarbeit abgenommen, mit Ünrecht, wie uns scheint, da nach den Glaubensartikeln des feines Bestreitens nachgewiesen worden, daß er mit dem jüdischen weil die sinkenden Löhne die Anstellung männlicher Arbeiter Gottesgnadentums ein König seiner Natur nach doch nichts Böses chemaligen Parlaments Journalisten Hamburger einen um gestatten; an dem andern nimmt sie zu, weil die Fabri- thun kanu. fangreichen litterarischen Handel betrieben habe, auch Das hat vor einigen Jahren ein deutscher Staats= auch darauf hingewiesen, daß der Redacteur Böckler das Hasen aufsuchen. Diese Anschauung ist offenbar die überwiegende, denn die König der Belgier war es 1897 eingefallen, unserm Barteiwurde fanten bei der schlechten Geschäftslage lieber die billigere Arbeitskraft anwalt folgerichtig und mit aller Dentlichkeit begriffen. Dem panier ergriffen habe. Es wurde von einer Mustergesellschaft Arbeiterinnen haben an Zahl zugenommen. Falstaffscher Ehrenmänner" gesprochen und schließlich dem Privatkläger mäßig sehr wenige Frauen die Vorteile der Organisation zu wür- Hals zu laden. Da noch verhältnis genossen Stengele vom Hamburger Echo" einen Prozeß auf den Bruhn selbst vorgeworfen, daß er zu Gunsten eines seiner Redacteure, digen wissen, bleiben sie meist auch ganz gleichgültig gegen gestellt worden, daß König Leopold seinen Einfluß zu Gunsten der Allgemein war damals die Behauptung aufum diesen gegen Pfändungen zu schüßen, eine Schiebung" insceniert die ihnen zustehenden Rechte und lassen sich deren Schmale- belgischen Spielhöllen geltend gemacht habe. Im Vertrauen auf die habe, die eigentlich unter§ 362 St.-G.-B. falle. Es wurde behauptet, rung unbedenklich gefallen. In einer daß die thatsächlich vorgenommene Herabseßung des Gehalts des be- Waschanstalt wurden sämtliche großen chemischen in Majestätsbeleidigungsprozessen sehr bewährten deutschen Gerichte Arbeiterinnen am Sonnabend hoffte der darob geärgerte König, daß unsre Richter ihm das treffenden Redacteurs von 2400 M. auf 1500 M. unter gleichzeitiger Ver- statt bis 5% bis 7 Uhr abends beschäftigt; der Besitzer zahlte 15 M. Reinlichkeitsattest ausstellen würden, das von der Justiz seines eignen abredung eines Zeilenhonorars für gewisse Arbeiten nur zum Schein und Strafe. in der Absicht geschehen sei, den 1500 M. übersteigenden Betrag des Landes schwer zu erlangen gewesen wäre. Das Vertrauen des In Fischkonservenfabriken war Nachtarbeit allgemein, bis auf Königs wurde denn auch glänzend gerechtfertigt; Stengele erhielt Gehalts dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Insbesondere eine Klage des Inspektors hin das Gericht feststellte, diese Betriebe von den Hamburger Richtern wegen angeblich verleumderischer wegen des letzteren Angriffs hatte Herr Bruhn die Klage an- feien als Fabriken zu betrachten und deshalb verpflichtet, die Schutz- Mitteilungen über gestrengt. Er verlangte gestern vom Gericht die nachdrückliche Be- bestimmungen einzuhalten. den König die schwere Strafe von acht Die Zustände in einer Porzellanfabrik Monaten Gefängnis zugemessen. In der Anklagerede aber strafung des Angeklagten, der kein Recht habe, im politischen verdienen besonderer Erwähnung. Bei 15stündiger Arbeitszeit werden nannte der Staatsanwalt damals den König ausdrücklich den„ edlen Stampfe ihn persönlich zu verunglimpfen. Der lezte Angriff zur Nachzeit weibliche Arbeiter mit dem Einsetzen von verglühtem König Leopold" und das Gericht schloß sich in jeder Hinsicht den gegen seine Person sei ein besonders schwerer; thatsächlich Porzellan in die Kapseln und Eintragen derselben in den Brenn- Ausführungen des öffentlichen Anklägers an. Würde die monarchische babe er die Neuregelung des Gehalts mit seinem Redacteur raum beschäftigt. Bei dem Ausnehmen des fertigen Porzellans waren Bresse in Deutschland wirklich auf das Gottesgnadentum Stein und feineswegs in der Absicht vorgenommen, die Gläubiger die Defen noch so wenig abgekühlt, daß den Arbeiterinnen nach ihrer Bein schwören, so dürfte sie auch in diesem Falle an den desselben um ihr Geld zu bringen. Der Angeklagte stellte dagegen gerichtlichen Aussage die Haare auf dem Kopfe versengt wurden, feelensguten Qualitäten der belgischen Majestät nicht irre werden, durch den Mund feiner Verteidiger den Antrag auf Freisprechung, War schon die Art der Beschäftigung unpassend, so war die Ausdehnung wie auch die Vertreter der Hamburger Justiz von ihrem Vertrauen indem er nachzuweisen suchte, daß seine Behauptungen erwiesen bis zur zur späten Nachtzeit durchaus ungesetzlich, da zudem in den Edelmut des so energisch von ihnen geschütten Königs feien; bezüglich des letzten Punktes stehe fest, daß dem Privatkläger bei der seit Monaten geübten Pragis nicht einmal die Sonntage hoffentlich noch um feinen Finger breit abgewichen find. von einem Gläubiger des betreffenden Redacteurs in einem Civil arbeitsfrei blieben. Der Direktor und der Obermeister der Fabrik prozeß der Eid darüber zugeschoben worden sei, daß er die frags wurden denn auch bestraft; sie mußten, der eine 30, der andre 20 M. erfolgten Freisprechung in dem bekannten Sittlichkeitsprozeß hat diese Der Krönungsprinz unter Kuratel. Trotz der in London liche Gehaltsregelung nicht bloß zum Schein vorgenommen, daß zahlen. Ob diese Strafen viel nügen werden? Herr Bruhn aber diesen Eid nicht geleistet habe. Der Angeklagte erhob außerdem wegen zweier in einem Schriftfage des Privat- Gefeßlichkeit schwärmen, denken dabei aber nur an solche Gesetze, deren im Amtsblatt der„ Wiener Zeitung" verlautbart wird, wurde mit Die bürgerlichen Herren, welche so gerne für Ordnung und Affaire für den portugiesischen Königssproß doch noch Folgen gehabt allerdings sehr milde. Aus Wien wird telegraphiert: Wie heute flägers enthaltenen Wendungen die Wiederklage. Nach langen Uebertretung ihnen keinen Nugen bringt, sondern Schaden. Daß sie Genehmigung des Wiener Landesgerichts über den Brinzen Franz Auseinandersetzungen von hüben und drüben verurteilte das es andernfalls nicht so genau nehmen, bewiesen die Tabellen, weldje Josef Braganza, jüngeren Sohn des Herzogs Miguel Braganza, geSchöffengericht Vorsitzender Amtsgerichtsrat Waglerden dem Revisionsbericht beigegeben sind, mit genügender Klarheit. Bei richtlich Kuratel verhängt und zwar mit Zustimmung des Prinzet. Angeklagten wegen Beleidigung zu einem Monat Gefängnis. den 49 593 Fabriken, die besucht worden sind, fanden sich 8562, in Zum Kurator ist Prinz Karl Ludwig von Thurn und Taris bestellt Der Gerichtshof hielt die Beleidigungen für sehr schwere. Die ganze denen Zuwiderhandlumnen gegen Schußgefeße und Verordnungen worden. In der Verlautbarung ist nicht gesagt, ob das Kurate! Tendenz des Artikels gehe dahin, Herrn Bruhn gewissermaßen als ermittelt wurden mehrmals jede sechste Fabrit von den revi wegen Verschwendung oder geminderter Burechnungsfähigkeit vereinen Lump hinzustellen, die Beweisaufnahme habe aber nichts er dierten waren nicht tadelfrei. Ein Beweis vor allem, daß bracht, was diese Schilderung rechtfertigen könnte. Deshalb habe die Arbeitgeber fein Unrecht zu begehen glauben, wenn sie die Vorhängt wird. Der Brinz ist Lieutenant im ungarischen Husaren der Gerichtshof von einer Geldstrafe Abstand genommen. Die Wider- fchriften unbeachtet laffen. Wie sehr auch nach andrer Richtung der Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 7. flage sei nicht gerechtfertigt, der Wiederangeklagte sei freigesprochen Arbeiterinnenschutz des weiteren Ausbaues bedarf, zeigt ein Vorund im übrigen ihm die Publikationsbefugnis zugesprochen worden. kommnis fin einer Zuckerfabrik, in der eine Frau bis zum Tage der Eingegangene Druckschriften. Das Treiben einer Hochstaplerin, welche schon mehrfach die Entbindung arbeitete und nach 14 Tagen ihre Thätigkeit wieder 51. Seit des 20. Jahrgangs erschienen. Aus dem Anhalt des Heftes heben Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diez' Berlag) ist soeben das Gerichte beschäftigt hat, wurde gestern in längerer Verhandlung vor aufnahm. Sie mag wohl nach Möglichkeit die Fabrikleitung wir hervor: Der Trade Unions- Kongreß. Von M. Beer. Die Lebens der zweiten Strafkammer des Landgerichts II beleuchtet. Aus der getäuscht haben, denn nach den Ermittelungen des mitfühlenden haltung der unteren Schichten der dänischen Landbevölkerung. Von Gustav Untersuchungshaft wurde die geschiedene Kaufmannsfran Alma weil sie allein durch ihre Arbeit die ganze Familie erhalten mußte. litteratur. Von David Bach. Beamten befand sich die arme Frau in einer Zwangslage, Bang. Musik und Dekonomie. Von Cafimir v. Kelles- Krauz. Dimpel geb. Cunrady und der aus Kristiania in Norwegen Sie war schuld. Aber solche Schuld werden die Heldinnen und Wohnungsfrage. Von Henriette Hürth. Litterarische Rundschau: Neue Beiträge zur stammende Architekt Karl Möller vorgeführt. Der ersteren Notizen: Unfallverhütungskosten. wurde ein langes Register der verschiedensten Straftaten zur Last Opfer der Arbeit immer auf sich nehmen, bis ihnen durch ein ge- Feuilleton: Briefe von Karl Marr an Dr. 2. Kugelmann.( Schluß.) Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchgelegt, Möller war der Mitthäterschaft zum Betruge in drei Fällen gendes Krankengeld vor und nach der Entbindung der schwere bezichtigt. Frau Dimpel blickt auf eine romantische und bewegte Konflikt der Pflichten erspart bleibt und sie sich und dem erwarteten handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Stinde die genügende Schonung angedeihen laffen können. Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Postanstalten ist die Vergangenheit zurück. Sie begann ihre Laufbahn als Konzertfängerin ,, Neue Zeit" unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Bost und soll damals als solche etwas geleistet haben. Ein reicher KaufNeben ernsten Dingen will auch der Scherz zu seinem Recht nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. fommen. mann in Chemiz ging mit ihr die Ehe ein. Das Zusammenleben Gegend des westlichen Deutschlands gedacht, welcher, um das sittliche So sei des biederen Fabrikanten aus der schwarzen Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. gestaltete sich so unglücklich, daß Dimpel es schließlich vorzog, seine Empfinden seiner Arbeiterinnen( die alle über 21 Jahre alt find)( Stuttgart, Diet' Berlag) ist uns soeben die Nr. 20 des 12. Jahrgangs zu Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen Ehefrau im Stich zu lassen und nach Amerika zu reisen, wo er sich an schonen, auf der aushängenden Tafel die Anordnungen wegen gegangen. befindet. Seine Ehefrau erhob nun Ansprüche gegen die Angehörigen Wöchnerinnenschutz überlebt hatte. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Dimpels und erwirkte nach einem langwierigen Prozeß eine größere Aufmerksamkeit auf den Inhalt der Tafel mußte er erst darüber be- Kunert. Troß diefer fürsorglichen Die Frauenkonferenz zu München. Vom Hebammenelend. Von Marie Aus der Bewegung. Resolutionen der Konferenz socialistischer endgültige Abfindungssumme. Die Angeklagte hatte während dieser lehrt werden, daß dort auch die Arbeit der Frauen an Vorabenden Frauen zu München. Delegierte und Gäste der Konferenz focialistischer Zeit einen Herrn v. Bülow kennen gelernt, mit sie ein flottes von Sonn- und Festtagen nach 51/2 Uhr verboten sei. Ein WeiterFrauen und Sympathiekundgebungen. Notizenteil: Socialistische FrauenLeben führte. Sie legte sich häufig den Namen einer arbeiten über die gesetzliche Zeit erschien ihm eben nicht als unbewegung im Auslande.- Frauen- Stimmrecht. Genossenschaftsbewegung. Baronin v. Bülow bei, zumal wvenu es darauf ankam, Frauenbewegung. ſittlich. Stredit zu erlangen. Auch Herr v. Bülow zog es schließlich vor, sich Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer Heimlich von seiner Geliebten und seinen Gläubigern zu trennen für liefern die Zinkhütten- Inhaber Belege, welche vom 1. Januar 1902 für 1902 unter Nr. 3051) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Wie die Ansichten über Frauenarbeit noch verschieden sind, da- 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste auch er ging nach Amerika und soll sich jetzt in San Francisco auf- feine weiblichen Arbeiter mehr für bestimmte Arbeiten beschäftigen Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. halten. Aus diesem Zusammenleben mit Herrn v. Bülow stanumite dürfen. Es heißt darüber: Wie wenig lockend diese Beschäftigung eine Anklage wegen Betruges, die vor etwa einem Jahre gegen ist, ergiebt sich daraus, daß es bisher trotz des größeren Der Wahre Jacob" hat soeben die Nr. 20 seines 19. Jahrganges erscheinen lassen. Aus dem Inhalt heben wir die beiden farbigen Bilder Frau Dimpel verhandelt wurde, aber mit ihrer Freisprechung endete, Arbeiterangebots vielfach nicht gelungen ist, Die Zusammenstellung des Voltswillens" und" Manöverkrieg" hervor. weil ihre Behauptung, sie habe Herrn v. Bülow für einen schwer arbeiterinnen durch einheimische männliche Arbeiter zu ersetzen, Situation"," Der Friedenszar"," Dazu langt's nimmer",„ Der Mißtrauische", die Nöschen Ferner enthält die Nummer noch die Illustrationen Unangenehme reichen Mann gehalten, der sie heiraten wolle, nicht zu widerlegen daß vielmehr die Hüttenverwaltungen für die überaus schmußigen Des Feldwebels Klage"," Der frierende Gendarm" und wvar. Der Nachfolger b. Bülows war der jetzt MitDas ersehnte angeklagte, der norwegische Architekt Möller. und mit gesundheitsgefährlicher Staubentwicklung verbundenen Biel". Der textliche Teil der Nummer bringt die Gedichte Fürsorge" von Beide wurden Arbeiten Galizier heranzuziehen genötigt waren." gleich nach Neujahr in Haft genommen. Ehret die Ludwig Frank, An Rußlands Jugend"," Bu Düsseldorf"," Lieb eines Die Augeklagte Frauen" Dimpel soll sich seit den letzten Jahren nur durch Hochstapeleien über aber erzieht sie so, daß sie auch die schmutzigsten Oberbürgermeisters"," Kreuznach" von Ludwig Frank," Der Kanzler", Waffer gehalten haben. Diebstahl, Unterschlagung, Betrug und Arbeiten verrichten, die den Männern zu schlecht sind. Den Frauen Malthus redivivus", sowie außer einer Anzahl kleinerer Prosabeiträge die Urkundenfälschung wechseln in bunter Reihenfolge miteinander ab. war sie noch gut genug; hier war das Zwangsgebot des Staates größeren Feuilletons ,, v. Below- Pleitenburg an v. Arnim- Schnodderheim", Aegirspiele"( illustriert),„ Oberdepphuber“ und„ Der fleine Pod in der Einen armen Bauwächter soll die Angeklagte durch ihr vornehmes nötig, um eine Besserung herbeizuführen. Westentasche". Auftreten und ihre Prahlereien mit einem demnächst zu erwartenden manche Ueberraschungen. Bei der verminderten Arbeitsgelegenheit und Auch bei freiwilligen Aenderungen der Produktion giebt es jedoch Der Preis der 10 Seiten starken Nummer ist 10 Pf. großem Vermögen um seine gesamten Ersparnisse gebracht haben. daraus erwachsender Verkürzung des Arbeitstages ist wieder einmal der Dem Rittmeister Witterungsübersicht vom 23. September 1902, morgens 8 Uhr. a. D. von K., der eine Wohnung neben Wert der kurzen Arbeitszeit fargelegt. Eine Weberei sah sich geder Dimpelschen inne hatte, soll die Angeklagte eine ganze nötigt, den Arbeitstag auf 71/2 Stunden herabzusetzen.„ Die AlfordAnzahl der verschiedensten Gegenstände entwendet haben, arbeiterinnen verdienten nach kurzer Zeit nahezu so viel wie früher, Stationen versetzen. Schnittwaren händlerin in Dresden sette die Angeklagte einen Wechsel in Höhe nutzung der Webstühle soll hierbei von 56 Proz. auf 66 Proz. geweil sie nicht so oft fehlten und intensiver arbeiteten. Die Ausvon 1200 M. um, der sich später als gefälscht erwies. Auch in diesem Falle war sie als Frau Baronin v. Bülow aufgetreten. Bei stiegen sein. Die Herabsetzung der Arbeitszeit dürfte bei den zahleinem Uhrmacher entnahm die Angeklagte für 550 M. Mare auf reichen Erfahrungen, die damit gemacht werden, wohl in absehbarer Swinemde. 775 SSO 2 wollent Hamburg 772 DSO 1 heiter Berlin 774 755 SSO Kredit und in ähnlicher Weise schädigte sie eine Menge andrer Ge- 3eit erreicht werden können. Drängender aber und schwerer lastet jetzt auf den Arbeitern die Während die Angeklagte Dimpel im wesent nur allzu häufige Herabsetzung des Lohnes, der, wie bedauernd München schäftslente. Franff./M. 769 NO 768 769 OSO 2volten! 11 lichen geständig fich init ihrer Notlage hinzugefügt wird, teine Herabsetzung der Warenpreise entspricht. Wien 774 9 schuldigte, bestritt der Angeklagte Möller, daß er an dem Nicht eine Herabsetzung der Preise steht bevor, sondern eine Erhöhung Treiben der Dimpel teil gehabt. Er befinde sich in guter VerWetter Prognose für Mittwoch, den 24. September 1902. Etwas wärmer, zunächst meist heiter und trocken bei lebhaften süblichen mögenslage und verspreche sich außerdem gute Erfolge von einer derselben, die zur Zeit der Abfaffung der Berichte noch nicht vorhanden war. Schon sind die Fleischpreise gestiegen und drohend Winden; später zunehmende Bewöltung. wichtigen Erfindung, die er gemacht habe. Dem Verteidiger der Berliner Wetterbureau. Dimpel, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, gelang es, eine größere An- erhebt sich eine Zeit bitterer Not vor unirem geistigen Auge, in zahl der Betrugsfälle zum Ausscheiden zu bringen. Der Staats- welcher das einzige Befigtum des Arbeiters, seine Arbeitskraft, anwalt beantragte gegen die Dimpel 2 Jahre Zuchthaus, steht der Einzelne unter dem Zwange der Ereignisse. Aber eine durch ungenügende Nahrung entwertet wird. Machtlos und wehrlos gegen Möller 1 Jahr Gefängnis. Der Verteidiger des letzteren, Mahnung sollten sie sein, der Arbeiterin nicht minder als dem Nechtsanwalt Stroner, plaidierte für dessen Freisprechung. Der Arbeiter, ihr reaftes Intereffe ihren eigensten Angelegenheiten zu Gerichtshof verurteilte die Dimpel unter Zubilligung von mildernden zuwenden, dem Ausbau ihrer Gewerkschaften, ihrer Vertretung in Umständen zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis, wovon 6 Monate den gesetzgebenden Körpern. Eine starke Arbeiterpartei, wie sie im durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden, der Angeklagte Möller wurde freigesprochen. imm dieselben var und Bei einer Aus der Frauenbewegung. Frauen und Kinderarbeit. ents " Wetter Stationen " Frauen Wetter FISAE 5°.= 4° R. 7 Haparanda 772 Still bebedt 1 3 wolfenl 6 Petersburg 7679 4 wolkenl 5 Cort 1 wolfen! 7 Aberdeen 5 heiter 4 Paris 2 wolfen! 5 3 2 wolkig 16 Briefkasten der Redaktion. Sonnabends von 7 bis 9½ Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des B. 100. Wenden Sie sich an die fgl. Klinik in der Ziegelstraße.. malige Ginzahlung von 300-400 m. aufnimmt, giebt es unsres Wiffens Hospital. Ein Stift, welches eine 58 Jahre alte Frau gegen ein: Reichstag bei jeder Wahl an Zahl und damit an Kraft zunimmt, nicht in Berlin. Von den belannteren Stiftungen sind z. B. im St. Gertraudstarke Gewerkschaften, die mit derselben Rücksichtslosigkeit, mit welcher Hospital in der Wartenbergstraße 1500 M. zu zahlen, im St. Jakobs: die Arbeitgeber die eignen Interessen wahrnehmen, für das Interesse Hospital, Oraniensiz. 80, etwa 1200 M. Im Jerusalems Stift, Zenghofder Arbeiter fämpfen das muß das Ziel des arbeitenden straße 12/15, Bors. Stadtrat Dr. Hirseforn, Ansbacherstr. 5, ist Eintrittsgeld Boltes sein. nicht unbedingt erforderlich. Vermischtes. Die Kinderarbeit ist wohl das wehmütigste Kapitel in der Geschichte der Industrie. Bei der Frauenarbeit liegt noch viel im Argen, aber ab und zu weht doch hier ein etwas frischerer Wind; Von der Wiener Länderbank. Der Neuen Freien Presse" man fühlt an manchen Zeichen, daß auch die Arbeiterinnen zufolge find vier Beamte der Länderbank suspendiert worden. Einer O. P. 703. Wenden Sie sich an die Berliner Hypotheken: oder die Bodenkreditbank. Wenn Sie aber nicht mit der Sache vertraut sind, möchten wir Ihnen den Ankauf nicht empfehlen, besonders falls Sie nur geringe Mittel besitzen. Die Kosten richten sich nach dem Wert. Turner in bg. Kgl. Turnlehrer- Bildungsaustalt, Berlin, Friedrichstraße 229. Als Eleven werden zugelassen: Lehrer einer öffentlichen Unter richtsanstalt, auch Schulamtskandidaten; Voltsschullehrer sollen womöglich| längst( feit 1887) die Möglichkeit, zum Nachtleben zu zwingen, erloschen ist. I vereinbart, so steht Ihnen gegen die Erben ein Anspruch auf 14 tägigen Bereits die 2. Prüfung bestanden haben. Als Hospitanten werden zu- 77. B. K. 1. Wenn die Kenntnis seitens der Ehefrau nicht länger als Lohn zu. Die Entschädigung ist bei accordarbeit nach dem Du chschnitt zu gelassen: Personen mit ausreichender wissenschaftlicher Bildung und turne- sechs Monate zurückliegt, ja. 2. und 3. Ja.- C. M. Die von Ihnen berechnen. 2. War der Meister zum selbständigen Abschluß des Arbeitsrischer Fertigkeit; Sie müssen sich verpflichten, sich später der Turnlehrer beschriebene Stellung ist die eines Dienstmädchens, Kündigungsfrist fechs vertrages berechtigt und hat er einen solchen definitiv abgeschlossen, so steht Paul. 1. Nein. prüfung zu unterziehen. Der Unterricht ist unentgeltlich. Die Altersgrenze Wochen zum Quartalsersten. Die mitgeteilte Aeußerung kann als Grund Ihnen ein Entschädigungsanspruch gegen den Chef zu. ist uns nicht befaint. zur fündigungslosen Entlassung erachtet werden. Der rückständige Lohn ist 2. Verjährung liegt vor. W. E. 4. In dem Hergang fann der That F. K., Ernst 1. Steuer 1901/02, O. Pf. 100. Ja. 5. K. 50. Ein eigen bis zum Entlassungstage zu zahlen. Krankenversicherungspflicht liegt nicht bestand strafbaren Falscheides erblickt werden. M.. 777. Verjährung tritt in Ihrem Fall erst mit Ablauf des vor. Für Klagen ist nicht das Gewerbericht, sondern das Amtsgericht zu händig ge: und unterschriebenes, gehörig datiertes Testament ist auch ohne Jahres 1903 ein. F. K. 41. Der Sohn des von Ihnen genannten ständig. H. 2. 72. Ein Anspruch auf Invalidenrente ist nur dann uebergabe an einen Notar oder an das Gericht gültig. Beispiele für ein Abgeordneten ist nicht Pfarrer, sondern ungeboren. A. Döring. gerechtfertigt, wenn entweder Invalidität oder 26wöchentliche ununterbrochene solches Testament finden Sie in dem dem Arbeiterrecht" beigefügten Führer Wenden Sie sich an die Direktion. Altersrente. Leider ist in der Krankheit vorliegt. Diese Voraussetzungen dürften bei Ihnen nicht vorliegen. S. 238 Nr. 55-59. Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken Sache nichts zu machen, weil zwar zu Unrecht nicht geklebt ist, jetzt aber Oestreicher in Haspe. 1. War nicht Ausschluß der Kündigungsfrist aus. 100. Volkshaus. 1. und 2. Nein. Dresdenerstraße. Nein. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Thrafer. Mittwoch, 24. September. Opernhaus. Bajazzi( Pagliacci). Die Abreise. Slavische Brautwerbung. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Das große Licht. Anfang 72 Uhr. = Nenes Opern Theater( Kroll). Orpheus in der Unterwelt. Anf. 712 Uhr. Deutsches. Die Macht der Finsternis. Anfang 72 Uhr. Berliner. Das Käthchen von Heilbronn. Anfang 72 Uhr. Lessing. Die Kleinbürger. Anfang 712 Uhr. Westen. La Main.( Die Hand.) Hierauf: Souper d'Adieux. ( Abschiedssouper.)- Zum Schluß: L'Homme aux poupées.( Seine Puppe.) Anfang 71/2 Uhr. Neues. Ledige Leute. Anfang 712 Uhr. Rejidenz Der Fall Mathieu. ( L'affaire Mathieu.) Borher: Ich liebe Sie. Anfang 72 Uhr. Thalia. Er und seine Schwester. Anfang 72 Uhr. Central. Wie man Männer feffet. Anfang 7 Uhr. = Schiller. O.( Wallner Theater.) Dottor Klaus. Anf. 8 Uhr. Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Einsame Menschen. Anfang 8 Uhr. Carl Weis. Eine Paria. An: Anfang fang 8 Uhr. Quijen. Der Troubadour. 8 Uhr. Casino. Ehrliche Arbeit. Anfang 8 Uhr. 0 Kleines. Sereniffimus Zwischen: spiele. Frau Mini. Familienidyll. Kollegen. Anfang 8 Uhr. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Buntes Theater. Ueberbrettl. Anfang 8 Uhr. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Anfang 8 Uhr. Wilhelm. Dorf und Stadt. Anfang 8 Uhr. Palajt. Eine Nacht im Ballhause. Anfang 8 Uhr. Steibl. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Urania. Trianon- Theater. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Georgenstrasse, Bahnhof Friedrichstr. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater)| Schiller- Theater N.( Friedr. Wilhelm: Mittwoch a bend 8 Uhr: Doktor Klaus. Sonnabend, 27. Septbr.: Suftspiel in 5 Atten von Adolph Tausend Jahre deutscher Die Liebesschaukel. Kultur. ( La Bascule.) Lustspiel in 4Akten v. M. Donnay. Anfang 72 Uhr. Parkett 2 M. Sternwarte. Kleines Theater Invalidenstr. 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. 2 ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. 0OLOGISCHER Serenissimus- Zwischenspiele CARTEN Täglich nachmittags 4 Uhr: Frau Mimi. Familienidyll. Kollegen. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Uhr, Grosses Militär- Konzertäglich sur, Contags 7 Uhr. Entree 1 M., ab 6 Uhr abends 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Neu! Stella Zaza. Schmuck. Origin. Neuberty. Dazu andauernder großer Erfolg: Ehrliche Arbeit. Entree 30, Part. 50, Faut. 2c. bis 2 M. Passage- Theater. Wilhelm- Theater. Auf das glänzendste renoviert. Aufgang nur Unter den Linden 22. Anfang Sonntags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Wochentags Anfang 8 Uhr. Hella Collier Deutschlands beste VortragsSoubrette. Savely Goré, neuer russischer Tenor.- Liane d'Amiroff, hohe Schule, geritten auf einer Plattform. 14 erstklassige Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrich- Strasse 165. Die sensationellen Reichshallen. Stelliner Sanger lebenden Bilder, Anfang 8 Uhr. Vaffage Theater. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr: Passage Panoptikum. Speciali täten Borstellung. Urania. Taubenstr. 48/19.( Im Theatersaal.) Abends 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Central- Theater. dargestellt v. 6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner OriginalSchrammeln. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Novität! Anfang 72 Uhr. Novität! Heute und folgende Tage: Gafpiel Er und seine Schwester. Sonntag Don Josephine Dora, Pepi Weiss, Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Marie Manci, Toni Grünfeld: ,, ie Guido Thielscher als Orchester- Dirig. Jun 2. Att: Kizel- Couplet. man Männer fesselt." Große Fritz Heimerding. Ausstattungspoffe mit Gesang in Gerda Walde. Herbert Paulmüller. August Reiff. einen Vorspiel und 3 Bildern von Mars und Hennequin. Morgen und folgende Tage: Er nachmittag halbe Preise: Drei und seine Schwester. Paar Schuhe. Gastspiel Josephine Dora. Abends: ,, Wie man Männer fejfelt." Zur Eröffnung der Winter Operetten- Saison am 1. Oftober d. J. wird ein Freitag- Abonnement zu halben Kassenpreisen eingerichtet. Die Abonnements: Billets sind an der Kasse zu haben. Luisen- Theater. Reichenbergerstraße 34. Friedrichtte. 236. Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Aufzügen von Chart. Birch- Pfeiffer. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dorf und Stadt. Cari L'Arronge. Donnerstagabend 8 Uhr: Sappho. Freitagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Der Tartüff. Hierauf: Der Arzt wider Willen. Arnold Scholz städtisches Theater) Mittwoch abend 8 Uhr: Einsame Menschen. Drama in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Donnerstagabend 8 Uhr: Jugend. Freitagabend 8 Uhr: Die Braut von Messina. Germania- Prachtsäle ChausseeStr. 103. Jeden Mittwoch und Sonntag: Hamburger Sänger. Direktion Otto Steidl und Wilh. Wolff. Auf. 8 Uhr. Bons gelten. Eintritt 30 Pf. Jeden Donnerstag: BERGTER- KONZERT und Familien- Kränzchen. Jeden Sonntag Großer Ball. von 5 Uhr an: 8 große und fleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Buntes Theater. („, Ueberbrettl".) Köpenickerstraße 68. Anfang 8 Uhr. Scheruchs Feftsäle, Rüders: dorferstraße 45, 2000 Personen fassend, ein Sonnabend im November noch frei. Der Saal mit Bühne Die Enthüllung des Heine- Denim Schweizer Garten ist für die Wochentage an Vereine zu ver: Weiss- Theater. mats. Von Alex. Moszkowski. geben. Große Frankfurterstr. 132. Eine Paria. Lebensbild in 5 Aflen( 8 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, den 27. September, nachmittags 3 Uhr: Kindervorstellung. „ Aschenbrödel". Sonntag, den 28. Septbr., nachm. 3 Uhr: Der Lekermann und sein Pflegekind". Metropol- Theater Heute: Berlin bleibt Berlin. von Grosse Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Winl Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Garten Apollo- Theater Winter GAM Zum 177. Mal: Lysistrata Operette in 2 Akten v. Paul Lincke. Luftballett ,, Grigolatis". S Robinson Baker, Springer. ,, In den Alpen", Tanzquartett. Angeline von Loo, Sängerin vom kgl. Theater, Brüssel.. Maud Griselda, Hunde- Dresseuse. Josie de Witt, Sängerin u. Geigerin. Die Vicentinas, Rollschuhläufer. Rofix, athletische Produktionen. Carola x Steidl x Rieck Helene Gerard,„ Hohe Schule". Der Hund. Von Fischer. Bunter Teil. Leitung: Oskar Strauss. Tiny Senders a. G. Bozena Bradsky. Marcell Salzer. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7Uhr. Tagestasse 11-12hr. ( Meyfel, Pietro, Britton, MaySteidl Krone, Böhme, Böck mann, Plättiler 2c. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Borstellung Tanzkränzchen Entree: Sonntags 50 Bf., Sperrsit 75 Pf., ab 9 Uhr 20 Pf. Wochentags 30 Pf., Reste zur 51379 51229* Damen Mäntel- Konfektion und Kindergarderobe. Fatterseiden, Besatzartikel, zu billig. Preis. fertige Mäntel in gross. Ausw. C. PELZ, 4. Kottbuserstrasse 4. 27 Neanderstrasse 27. Wurst- Speck En gros. En detail. Schinken Troß der hohen Fleischpreise bin ich in der Lage, obige Artikel zu folgenden staunend billigen Preisen abzugeben. Wurst. Beis Pfd. Einzeln Hall. Zwiebelleberwurst 50 f. 55 Pf. Thiir. Rotwurst( hochf.) 50 55 Thür. Mettwurst( hart) 60 65 Boln. Bratwurst( hart) 60 Feine Leberwst.( Spec.) 80 Bom. Landleberw. " " " " 65 " " " " 80 " " " Thür. Landfleischw." 80 85 " " 80 85 " " " Sperrfizz 50 Pf., ab 9 Uhr 20 Pf. Braunschw. Mettw. Cirkus Alb. Schumann Cirkus Renz- Gebäude. Karlstrasse. Mittwoch, den 24. September 1902, abends präc. 72 Uhr: Grande Soirée equestre. Stürmischen Beifall Drei Minuten vom Rottbufer Thor. Kettner X Kröchert X Lleban X Runge Die Kellino- Truppe, ital. Akrobaten. entfesselt allabendlich das folossale für Gastspiel des Theaters des Westens. Der Troubadour. Oper in 4 Aften von G. Verdi. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 10-2 Uhr Theaterkaffe, Invaliden- und Künstlerdant. Morgen: Desgl. Gastspiel: Die Fledermaus. Freitag: Marie- Anne. Sonnabend: Samlet. Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Durchaus renoviert. Direktion: Richard Winkler. Vollständig neu umgestaltet. use: 9 uhr: Riesenerfolg! 9 uhr: Eine Nacht im Ballhause. Schwank in 4 Aften von R. Kneisel. Küster Hänfling Dir. R. Winkler. Lotte Mende, beste deutsche Soubrette. Les Premiers, Afrobat- Canotiers. Fritz Brandt, Humorist, hoch aktuell. The Cronays, Sport- Juggler. Veritas, serbisches Damen- Sextett. Entree 30 Pf. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. W. Noacks Theater. ( Direktion Robert Dill.) Brunnenstraße 1o. Goldelse. Schauspiel in 5 Aften von C. Werel und R. Wegener. Donnerstag: Der Walzerkönig. Malkowska X Perry X Herold. Die vier Australierinnen. Savonnas Elliott X Welsons. Lebende Photographien. Kassen- Eröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauerbrücke 3. Größtes Vergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte von 5 Künstler Kapellen. Jm 6. u. 7. Bogen erstklassige Theater- und Specialitäten- Vorstellg. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. Steidl Theater Linienst.132 am Oranien burger Thor. Täglich humorist. Soiree u. a.: Studenten Lustu. Leid. Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Vorverkauf 11-1 Uhr. Sonnt. u. Donnerstag im Festsaal Tanzfränzchen. Claudine Polaire, Pariser Sängerin. Berlin vollständig neue Programm. Ferner: Zum fünftenmal: W. C. Fields, komischer Jongleur.eu! Zum erstenmal in Europa. Neu! Cléo de Mérode Tänzerin v. d. gross. Oper in Paris. ,, Biograph". Theater Marienbad Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Dir. R. Wagner. Jeden Donnerstagabend 8 Uhr: Humorist. Soirée der Hamburger Sänger. ( Otto Steidl, Wolff etc.) Abwechselndes い hochfeines Familien Programm. Entree: Im Borvert. 25, reserv. Play 40 Pf. 50 Abendkasse. 30, Nach der Soirée: Tanzkränzchen. " Bernhard Rose- Theater. Gesundbrunnen, Badstr. 58. Mittwoch, den 24. September: Die Else vom Erlenhof. Voltsschauspiel aus dem Schwarzwalde in 5 Aften von C. Siegfried Staat. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. 25 Speck. 51289* Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Maurer Malte Pohl am Sonntagabend sanft entschlafen ist. Emma Pohl nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 25. September, nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses an Urban nach dem neuen Jakobi- Kirchhof, Herrmannstraße, statt. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maurer Malte Pohl am 21. September verstorben iſt. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donners: tag, nachm. 3 Uhr vom Krankenhause Urban aus nach dem Neuen JakobiKirchhof, Hermannstraße, statt. Unt rege Beteiligung ersucht 238/18 Der Vorstand. Central- Verband d. Maurer Deutschlands ( Zweigverein Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges und treues Mitglied Malte Pohl Boekhstr. 26 am Sonntag, den 21. d. M., im Alter von 42 Jahren gestorben ist. hre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. d. M., nachmittags 312 Uhr, vom Krankenhause am Urban aus nach dem neuen Jakobi- Kirchhof, Hermannstraße, Rixdorf, statt. Um rege Beteiligung der Kollegen ersucht 143/4 Die Verbandsleitung. Central- Verband d. Maurer Deutschlands ( Zweigverein Berlin). Todes- Anzeige. Am 22. d. Mts. starb nach kurzem Krantenlager unser treues Mitglied Friedrich Herberg Swinemünderstr. 75, im Alter von 40 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstags nachmittag 2 Uhr vom Trauerhause aus auf dem Friedenskirchhof in Nieder- Schönhausen statt. 143/5 Um rege Beteiligung ersucht Die Verbandsleitung. Wiederum entriß uns der Tod einen unsrer langjährigen Freunde und Kollegen, den Setzer Franz Heidelberger im 73. Lebensjahre. Als früherer Verbandsfunktionär hat auch er an dem Aufbau unsrer Organisation nach Kräften mitgewirkt Pfd. 85 Pf. und werden ihm daher ein treues Andenten bewahren 2323 Berlin, den 23. September 1902. 85 " " " " Magerer Landspeck Fetter Landspect Schinkenspeck b. ganz. Stück. 90 Schinken. Bei ganz. Ausgeschn. Rollschink. ohne Stnoch. 1,20 1,40. " Getochter Schinken saftig und milde 1,25 1,60 Mausschinken, ca. 2-3 Pfd. wie Lachs: fchinken, i. ganz. Pfd. 1,10 M. Fritz Odebrecht, Neanderstr. 27. Gerettete Teilzahlung Martinique von der Insel 12 Frauen, 10 Männer, 3 Kinder in ihren heimatlichen Gebräuchen, Ge: jängen, Tänzen 2c. Schluß- Apotheoje: Der Ausbruch des Mont- Pelée. 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Specialarzt für 35/ 10* 5142L Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Billardtuche zu Fabritpreisen. Fritz Krautin mit Kindern. gegen Kafa und Teilzahlung Dr. med. Schlesinger in der Fabrik H. Roggensack, Inh.: Paul Kratz, N., Ruppinerstr. 5. Besichtigung ohne Kaufzwang. 51389* Arzt für physikalisch- diätefisches Seilverfahre behandelt m. nachweisl. gut. Erf Haut-, Harn-, Blasen- u Frauenleiden. prechst. 2-5 i. d. Licht- Bellanstalt Sephata harlottenburg, Berlinerstr. 125. Die Direkt M. Kube u. C. Schulze. Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Deutscher Socialdemokratischer Verein Zahlstelle Berlin. im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonnabend, den 27. September, in Kellers Gesamt- Festsälen, Koppenstraße Nr. 29: Versammlung 10. Stiftungsfest Donnerstag, den 25. September 1902, abends 82 Uhr, im Alten Schützenhause, Linienstraße Nr. 5. Tages Ordnung: 1. Wohnungselend und Krankenkassen. Symphonie- Konzert ausgeführt vom Referent: Krantentaffen- Nendant Genosse Albert Kohn. 2. Diskussion. Berliner Tonkünstler- Orchester. Dir.: F. v. Blon. 3. Partei: und Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Gäste, besonders Frauen, erwünscht. Zahlreichen Besuch erwartet 245/15 Der Vorstand. Achtung! Metallarbeiter! Achtung! Donnerstag, den 25. September. 1902, abends 8½ 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Oeffentliche Unter anderm: Cello: und Klarinetten- Solo. Hornquartett. Nachdem: Großer Ball. Während des Konzerts im oberen Saal Tanz. Die Saalthüren bleiben bei den Aufführungen geschlossen. Rauchen ist nicht gestattet. Mit Getränken bitte sich nur in den Pausen zu versehen, 19/1 um so fede Störung zu vermeiden. Billets 50 Pf. Tanz und Programm frei. Anfang 81% Uhr. Billets auf allen Zahlstellen und auf unserm Bureau. Gewerkschafts: hause, Engel- Ufer, Zimmer 11, An der Kontrolle werden feine Billets ver fauft. Das Komitee. 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Alt- Rahnsdorf u. Umgegend. Sonntag, den 28. September, nachmittags 2 Uhr: Volks- Versammlung für Frauen und Manner im Saale des Herrn August Witte, Rahusdorf. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über das Thema: Die Lebensmittel- Berteurer und das notleidende Volt. 2. Diskussion. " Einwohner von Rahnsdorf und der Umgegend! Erscheint mit Euren Frauen recht zahlreich und pünktlich in der Versammlung. Der Vertrauensmann. VAN HOUTEN'S CACAO wird von allen Cacaotrinkern wegen seines Wohlgeschmackes und seiner Nährkraft bevorzugt. 2 Kilo genügt für 100 Tassen. Donnerstag, den 25. September, abends 8 Uhr, bei Bauer, Rosenthalerstraße Nr. 57: Branchen- Versammlung der Stellmacher. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Stusche. 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheit. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Kommission. 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Tages Ordnung: Anstreicher in eine Lohubewegung einzutreten? 2. Wahl einer Lohnfommission Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. 155/ 4* Der Einberufer. 1. Gedenten die im Berliner Malerberuf beschäftigten Gehilfen und Einsegnungs- Anzüge von 12–27 Mk. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Schaufgeschäft verzugshalber nach außerhalb, voller Schant, billige Miete, sofort verkäuflich Ramler Straße 33. * 4855L Anzüge nach Mass von 25 Mk. an Filialen für den Kleinverkauf: Anklamerstrasse 23. Anklamersstrasse 51. Chorinerstrasse 68. Dragonerstrasse 6 a. Dunckerstrasse 89. Fehrbellinerstrasse 18. Griebenowstrasse 20. Oderbergerstrasse 51. Pappel- Allee 27 ( Inhaber: A. Böhm). Putbuserstrasse 17. Rheinsbergerstr. 27, ( Inhaber: C. Haberland). Schliemannstrasse 42. Stargarderstrasse 57. Stralsunderstrasse 14. Swinemünderstr. 81. Weissenburgerstr. 34 ( Inhaber: E. 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