Nr. 225. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit tuftrierter Sonntages Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Wbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post Zeitungss Preisliste für 1902 unter Mr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags, Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. te Insertions- Gebnye beträgt für die fechsgespaltene Rotonet getle oder deren Raum 40 fg., für polittsche und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Befttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm: Adresse: " Bortaldemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt 1. Nr. 1508. Genossen! Genoffinnen! Freitag, den 26. September 1902. Fleischteuerung und Viehzölle. II. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt 1. Nr. 5121. alt Frankreich, die Schweiz, Italien und den Vereinigten Staaten von Amerifa." Das ist eitel Spiegelfechterei. Lebende Schweine dürfen nur aus Rußland und unter besonderen Bedingungen Don Holland in einige westliche Grenzorte Diese Zunahme der Einfuhr von frischem und einfach zu eingeführt werden; die Zahl ist jedoch beschränkt. Für Die bevorstehende Vierteljahreswende bringt eine grundlegende bereitetem Fleisch, die im Jahre 1891 nur 195 455 Doppelcentner im Neuerung im geschäftlichen Betriebe des Vorwärts". Unser Blatt Berte von 18,3 Millionen Mark und in 1892 277 022 Doppelcentner Rußland ist ein Kontingent von 70 000 Stück festgesetzt, und die siedelt in das neue Haus, in den eignen Druderei im Werte von 23,4 Millionen Mark betragen hatte, war natürlich Einfuhr in die reichsländischen Bezirke beträgt nur wenige Tausend; betrieb, den die Berliner Partei- Gewerkschafts- den Agrariern höchst unbequem, drohte doch diese Fleischeinfuhr die außerdem aber müssen diese Schweine sofort nach bestimmten genoffen sich selbst errichteten. Bielerlei Mühewaltung wurde Borteile, die ihnen die Erschwerung der Vieheinfuhr brachte, teil- Schlachthöfen überführt und dort abgeschlachtet werden. Aus Destaufgewandt, um dieses Werk zu schaffen. Nicht durch Unter- weise wieder auszugleichen. Auf ihre Agitationen ging im Februar reich dürfen nur geschlachtete Schweine unter dem im Fleischbeschaunehmer- Kapital, nicht durch den Befehl des Kapitalisten 1899 von der Regierung dem Reichstage der Entwurf eines Gefeges über Gesez genannten Bedingungen importiert werden. Rinder können aus wurde es geschaffen, das neue Heim ist die Schöpfung Schlachtvieh- und Fleischbeschau zu, der nach verschiedenen Abänderungen Oestreich- Ungarn lebend eingeführt werden; müssen aber ebenfalls des treuen, brüderlichen Zusammenwirtens der weitesten Kreise im Mai 1900 Annahme fand. Dadurch wurde die Einfuhr von Würsten direkt nach den städtischen Schlachthäusern verfandt und dort innerder Berliner Arbeiterschaft. Zehntausende gaben ihr Scherflein, und Büchsenfleisch sowie die Einfuhr von Pökelfleisch in Stücken von halb 2-5 Tagen- jetzt ist die Frist meist auf 5-7 Tage verlängert um ihrem Kampfblatte die würdige Stätte zu bereiten; zahlreiche unter acht Pfund gänzlich verboten und ferner bestimmt, daß frisches abgeschlachtet werden. Dänisches Rindvich unterliegt dagegen einer Genossen und Genoffinnen nahmen teil an den Vorberatungen und und derart zubereitetes Fleisch, das die Eigenschaft frischen Fleisches zehntägigen Quarantäne und einer Impfung mit Tuberkulin. Es braucht Vorbereitungen. Das Werk, das nun seiner Vollendung entgegen im wesentlichen behalten hat", nur in ganzen Tierförpern, die bei nicht erst hervorgehoben zu werden, daß alle diese Maßregeln geht, ist ein Stüd genossenschaftlicher und demokratischer Arbeit, und sindvich( ausschließlich der Kälber) und bei Schweinen in Hälften denen natürlich noch als preissteigernd die Bollabgaben hinzuzurechnen wir sind zuversichtlich überzeugt, dieses Wert wird die Berliner Ar- zerlegt sein fönnen, eingeführt werden dürfen, vorausgesetzt, daß sind die Einfuhr wesentlich vertentern. Das bereits geschlachtete Ar- zerlegt beiterschaft mit freudigem und dauerndem Stolz erfüllen. mit diesen Brust- und Bauchfell, Lunge, Herz, Nieren usw. in natür- Vieh verdirbt auf dem Transport sehr leicht und muß sofort nac Nachdem so der eigne Betrieb geschaffen ist, erheben sich nun neue lichem Zusammenhang verbunden bleiben. Neben der Beschränkung Aufgaben, neue Verpflichtungen für unsre Genossen und Genossinnen. der Wieheinfuhr wurde dadurch eine Beschränkung der Fleisch- und die Bestimmung, daß das Nindvich direkt nach bestimmten Der Zweck der Neuschöpfung ist gewesen, die geschäftliche Grundlage einfuhr geschaffen, die sich namentlich gegen sogenanntes einfach zu Schlachthäusern transportiert und dort innerhalb weniger Tage abzu schaffen, von der aus der Vorwärte" eine noch weit bereitetes Fleisch richtete und zur Folge hatte, daß dessen Einfuhr, geschlachtet werden muß, verhindert ebenfalls einen billigeren Massengrößere Verbreitung in der Bevölkerung Berlins die in 1898 einen Wert von 46 Millionen Mark erreicht hatte, im bezug, von den Erschwerungen der Einfuhr durch die Quarantäne und der Berliner Vororte erringen soll als er bisher hatte, legten Jahre( 1901) auf 21,4 Millionen Mark zurückging. und Tuberkulin- Impfung ganz zu fchweigen. eine Verbreitung, wie dem Blatt derjenigen( politischen Partei geAber das Flugblatt hat noch einen andern Beweis für die Von ungefähr der Mitte des Jahres 1900 beginnt mit dem bührt, deren Haupt- und Residenzstadt Berlin ist. Nachlassen des Auftriebes von Schweinen auch für diese wieder eine Nuglosigkeit der Aufhebung der jetzigen Einfuhrbeschränkungen. 3 Die Umgestaltung des geschäftlichen Betriebes fällt in eine Beit Preissteigerung. Für das dritte Quartal stellte sich der Durch: behauptet, die Viehpreise des Auslandes seien gar nicht viel höher wichtigster politischer Entscheidungen. Bald nachdem schnittspreis in Berlin bereits auf 101,6 M., für das vierte Quartal wie die deutschen, und beweist dies nicht etwa damit, daß es die wir Einzug in das neue Haus gehalten, wird der große Bollkampf in auf 104,1 m. pro Doppelcentner Lebendgewicht( die Preise verstehen Notierungen der größeren holländischen, dänischen, östreichischen Vich ganzer Schärfe entfesselt werden und das deutsche Volk geht einem sich immer für zweite Qualität). Und diese Preisbewegung sett märkte zc. den betreffenden deutschen Notierungen gegenüberstellt, Wahljahr entgegen, in dem sich die Zukunft Deutschlands ent- im nächsten Jahr, nachdem sich die Wirkung des oben erwähnten sondern in dem es die Rotierungen eines einzigen Tages, des scheidet, ob es das Land der Junker und Kapitalisten, des Unrechts 23. August, für fette Ochsen auf den Viehmärkten von München Gesezes geltend au machen beginnt, ihren Aufstieg fort; und der Bedrückung bleiben soll, oder ob die Bahn eröffnet werde im dritten Quartal 1901 erreicht der Preis den Stand von 115,4 m. und Berlin vergleicht und dann aus der einige Mark höheren der Volkswohlfahrt, der Gerechtigkeit, der Freiheit, dem Socialismus. und im vierten Quartal stellt er sich auf 120,7 m. pro Doppel- Münchener Notierung die Folgerung steht, wenn Berlin aus Oestreich In diesen großen Kämpfen soll der Vorwärts" die Scharen der centner. Gleichzeitig ziehen auch die Preise für Mindvieh ement an: Ochsen bezöge, würde sich in Berlin der Preis für die öftreichischen vorwärts stürmenden Arbeiterklasse beraten, belehren, anfeuern, zum in Berlin beträgt der Preis für Ochsen zweiter Qualität im dritten chien infolge der größeren Fracht noch höher stellen, als in Siege führen. Quartal 1901= Schlachtgewicht. 119 M., im vierten 117,4 M. pro Doppelcentner Ankunft verkauft werden, wenn es nicht unbrauchbar werden soll, München. sondern natürlich aus dem für den Bezug am In teiner Zeit ist es dringlicher, die Agitation für den Vorwärts" Eine furiofe Beweisführung. Erstens beweist die zufällige höhere zu betreiben. Reine Zeit aber auch ist geeigneter für diese Agitation Sicherlich würde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres die Notierung eines Tages recht wenig zweitens ist die Qualität der auf als die nun bevorstehende, da selbst die Trägsten durch eine frevel- Breissteigerung noch eine weit größere gewesen und die jetzige dem Münchener Viehmarkt zum Verkauf gelangenden besten östreichischen hafte Wucherpolitik der herrschenden Klaffe aufgerüttelt werden und Fleischteuerung schon damals hervorgetreten sein, hätten nicht zwei Mastochsen eine bessere, wie die Qualität der in Berlin zum Verkauf da die Wahlvorbereitungen selbst die Gleichgültigsten aus dem poli- umstände dem entgegengewirkt einesteils der verminderte Konjum gelangenden Ware, drittens stecken in den Münchener Preisen tischen Schlummer erweden. Jetzt gilt es darum, mit aller der unteren Stlaffen infolge weiterer Verschärfung der Krise, neben dem Zoll die durch die Einfuhrerschwerungen bewirkten Begeisterung und mit unermüdlicher Luft für das Arbeiterblatt unter andernteils der Futtermangel. Wohl brachte das vorige Jahr eine Preisberteuerungen; und viertens würden selbstverständlich die den Arbeitern zu werben! Jetzt gilt es, zahlreiche neue Leser dem gute Kartoffelernte; aber die Roggen-, Weizen- und Hen- Ernte, sowie Berliner Händler und Schlächter im Fall einer Aufhebung der " Vorwärts" zuzuführen, neue Leser, damit jeder ein neuer Mit der Ernte- Ertrag an sonstigen Futtermitteln fiel weit ungünstiger Grenzgiperre ebensowenig Ochsen aus Desireich beziehen, wie die tämpfer wird für unsre Ideale, ein Mithelfer an den Siegen, die aus als in den Vorjahren, und dazu kam der ungünstige Ertrag der Danziger ihren Bedarf an Schweinen sich aus Holland kommen wir erringen wollen. Maisernte in den Bereinigten Staaten von Amerita, wodurch der lassen würden Genossen und Genoffinnen! Jedem unter Euch sei es heiliger Preis von Mais, der zu einem unentbehrlichen Futtermittel unsrer günstigsten gelegenen Nachbarland, also aus Dänemark. Vorsay, ein Werber zu sein für das Blatt seiner Interessen, seiner Landwirtschaft geworden ist und von dem 1900 für 129 millionen Und gleichwertig ist die Behauptung, die Aufhebung der GrenzKämpfe, feiner Zukunftswünsche. Jagt aus den Behausungen der Mark in das deutsche Zollgebiet eingeführt wurden, maßlos in die sperre würde eine jofortige Ausbreitung der Maul- und Proletariermassen die Zeitungen der Ausbeuterparteien. die Höhe getrieben wurde. Noch zu Anfang des vorigen Jahres hatte Slauenseuche zur Folge haben. Sensationsblätter der geistigen Verderbnis. Schaffet Eingang in in Hamburg der Preis für gemischten amerikanischen Mais, un- schleppung der Senche der Senche nicht nachgewiesen nachgewiesen werden können, jedes Proletarierheim dem Blatt der Arbeiterklasse. Eurem verzollt, 86 bis 87 m. pro Zonne betragen, nach der Ernte und soweit eine Gefahr besteht, läßt sich durch sorgfältige schnellte er in raschen Sprüngen aufwärts und stellte sich schon im Untersuchungen der eingeführten Tiere vorbeugen. Thatsächlich hat November auf 121 M. Unter diefen Berhältnissen zogen viele Land- denn auch gestern der Landwirtschaftsminister selbst zugestanden, daß Mit dem 1. Oktober 1902 eröffnen wir ein neues Abonnement wirte vor, die sich sonst genötigt gesehen hätten, in größerer eine Einschleppung von seuchenkrankem Vieh aus Nußland, das bisauf den ,, Vorwärt8" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Masse Futter zuzulaufen, ihr Vieh zur Schlachtung aufzutreiben. Bei her als hauptsächlichster Herd der Seuche galt, fast völlig ausUnterhaltungsblatt und der Sonntags.Beilage ,, Die Neue den hohen Futterpreisen war es schwierig, die Mast fortzusegen, geschlossen sei. Dagegen ist es eine statistisch festgestellte Thatsache, während auf der andren Seite die hohen Viehpreise zum Verkauf daß unter dem Schutz der Grenzsperre sich in Deutschland die Maul und Klauenseuche beträchtlich ausgedehnt hat. Es waren nämlich von der Seuche betroffen: 9049 Gehöfte mit 93 919 Stindern und 32 405 Schiveinen 1895: 16 975 195 120 58 566 1896: 68 874 1897: 40 269 Blatt, dem Vorwärts". Welt". Für Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure sowie unfre Expedition, Beuthstr. 3( vom 30. September ab Lindenstr. 69) Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Für das übrige Deutschland nehmen sämtliche Post anstalten Bestellungen zum Preise von 1 Mark 10 Pfennig pro Monat ( ausschließlich 14 Pfennig pro Monat Bestegeld), entgegen.( Eingetragen ist der„ Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste unter Nr. 7878.) Die Einziehung des Zeitungsgeldes von den bisherigen Postabonnenten erfolgt gegen Quittung durch die Briefträger, die zur vollgültigen Quittungsleistung berechtigt sind. lodten. Wesentlich anders liegen aber die Verhältnisse in diesem Jahr. Nicht nur die Getreide, auch die Futterernte ist reicher ausgefallen, als seit langen Jahren, und so hält der Landwirt, der Großgrund besitzer wie der Bauer, mit dem Verkauf des Vichs zurück und rechnet auf weiteres Steigen der Preise. Dieser verringerte Antrieb hat bewirkt, daß in lezter Zeit auf dem Berliner Viehmarkt sich die Notierungen für Ochsen zweiter Qualität auf 128-184 m., für voll fleischige Kühe auf 120-125 M., für Kälber zweiter Qualität auf 144-150 W. pro Doppelcentner Schlachtgewicht und für Schweine zweiter Qualität auf 124-128 M. pre Doppelcentner Lebendgewicht stellten, während im September 1899 die Durchschnittspreise 116. 1081/2, 137, 942 m. betrugen. Demnach hat bei Cchien und Kühen eine Preissteigerung von ungefähr 15-18 Pro3., bet Schweinen von 35 Proz. stattgefunden. 1894: Bisher hat eine Ein " " " " 710 481 252 068 " " 537 969 176 227 " " " 462 078 121 107 " " " " 1 885 774 814.862 " " W " " 430 356 200 294 H " 1898: 41 551 1899: 162 657 1900: 29 583 Die Ausbreitung der Seuche haben demnach die Grenzsperrmaßnahmen nicht zu verhindern vermocht, ihre Wirkung ist lediglich die Berteuerung. Und doch ist's mit den jezigen Einfuhrbeschränkungen noch nicht zu Ende; das Borsäureverbot und die am 1. April nächsten Jahres in Kraft tretenden Bestimmungen, welche die Einfuhr einer Reihe weiterer frischer Fleischteile verbieten, namentlich von Schweinelebern und Lungen, Herzen, Ninder- und Schweinegungen, Schweinenacken 2c., werden eine weitere Einschränkung der Fleischeinfuhr bringen. Bedeutet Es haben also thatsächlich verschiedene Umstände aur jezigen Neu hinzutretende Postabonnenten tönnen die Zu stellung der Zeitung und die Einzahlung des Zeitungsgeldes auch Fleischteuerung beigetragen, ja man tann sogar den Agrariern das fcciftlich bei der zuständigen Potanstalt beantragen. Sugeständnis machen, daß auf die Preisgestaltung einzelner Fleisch- und was dann von der Einfuhr noch übrig bleibt, daß werden, Für derartige Bestellschreiben zc. wird eine Gebühr nicht erhoben. artikel auch Sie Breistreibereien der amerikanischen Fleischcompagnien wenn es nach dem Willen der Junker protestantischer und katholischer nicht ganz ohne Einfluß geblieben sind, wenigstens infofern, als Färbung geht, die geplanten Viehzölle abschneiden. Im Auslande fann der Vorwärts" gleichfalls bei der Post dadurch in manchen Artikeln, z. B. in Schmalz, die Auslands- schon der Regierungsentwurf eine Belastung des Verbrauchs von bestellt werden; der Abonnementspreis beträgt viertelfährlich konkurrenz geschwächt wurde; aber dennoch bleibt richtig, daß alle Rindfleisch um 9-22 M. und des Schweinefleisches um 12-14 m. 5 Fr. 1 Cts. in Belgien 3 l. in Solland. 3 kr. 59 Dere diefe Umstände die Wirkung, die sie ausgeübt haben, nie hätten pro Doppelcentner Schlachtgewicht, so steigern die Beschlüsse der in Dänemarf, 5 Fr. 71 Cts. in Italien, 5 Fr. 15 Cts. in Luremburg, 4 Str. 66 Heller in Oestreich Ungarn, 6 Fr. haben können, daß demnach die Preise nie zu der jetzigen Höhe Mehrheitsparteien in der Bollkommission diese Belastung zum Teil 10 Cts. in Rumänien, 4 Str. 17 Dere in Schweden, 5 Fr. in der gestiegen wären. wenn nicht durch die bestehenden Sperrmaßregeln noch um das Anderthalbfache. Fleischeinfuhr Verbote resp. Beschränkungen die Kon Schweiz; 9 M. in Frankreich. England, Spanien und und Portugal, den Veceinigten Staaten von Nord- kurrenz der Nachbarstaaten vom einheimischen deutschen Markte amerika und andren zum Weltpostoerein gehörenden außer- ferngehalten und dadurch eine Ausgleichung verhindert worden wäre. europäischen Ländern. Unter Kreuzband direkt oon der Expedition bezogen foftet der Vorwärts" pro Monat 2 Mark innerhalb Deutschlands und feiner Kolonien und in Oestreich Ungarn, im Ausland 3 Mark prämumerando. W Redaktion und Expedition des Vorwärts". 0 Demgegenüber erklärt allerdings das Flugblatt des Bundes der Landwirte, von einer Einfuhrbeschränkung tönne teine Nede sein, denn die Einfuhr entweder lebenden Schlachtviehes oder des Fleisches der wegen der Gefahr einer Seucheneinschleppung vor der Einfuhr geschlachteten Tiere darf erfolgen und erfolgt un begrenzt aus: Destreich- llngaru, Dänemark, Holland, Belgien, Politische Mebericht. Berlin, den 25. September. Die Ankündigung des Wucherfriedens. Wir haben nicht aufgehört, den liberalen Wahn zu bekämpfen, als müßten die andauernd hartnäckigen Zwiftigkeiten zwischen den Bollparteien und der Regierung das Scheitern der Zarifvorlage bedingen. Heut wiederum erklärt die„ Bossische 8tg." den Tarifentwurf als ein totgeborenes Kind". Die Liberalen träumen Reichstags- 1er sei überzeugt, ein Ausgleich in der 8ollfrage mit großer Majorität einen Antrag von Dr. Dränert und Genoffen wahlen, in denen die Regierung im Gegensatz au den werde sich finden und die dräuende Wetterwolfe werde sich an, der den Senat ersucht, beim Bundesrat die Aufhebung der Parteien des Ueberzolls steht. Würde dieser thörichte Wahn verteilen. Das ist nicht nur die Hoffnung des Zustandekommens der Fleischeinfuhr- Verbote zu beantragen. nicht erfreulicherweise auf die Liberalen beschränkt bleiben, Tarifvorlage, es ist der Ausdruck der Gewißheit. Und es ist klar: so könnte er den Kampf gegen den Zollwucher verhängnis Sätte die Regierung nicht diese Zuversicht, so würde sie die voll schwächen und lähmen. Gewiß würden auch wir es begrüßen, Fortberatung der Tarifvorlage nicht mit Langmut und Eifer bewenn der schmähliche Wuchertarif durch die eigne Gier der Zoll- treiben. fordernden zu Grunde ginge. Das deutsche Wolf aber hat den Kampf gegen die Tarifvorlage zu führen, als sei der Ausgleich zwischen den jetzt noch Hadernden gewiß. Und wir haben allen Anlaß, das Zustandekommen dieses Ausgleichs als gewiß zu halten. In Königshütte wurde am Donnerstag das hundertjährige Jubiläum der vereinigten Königs- und Laurahütte festlich begangen. Nicht nur die Spizen der Provinzialbehörden waren erschienen, auch Minister Möller beteiligte sich an dieser großindustriellen Feier. Minister Möller hielt eine Ansprache, in der er die großen Herren der Industrie verherrlichte und etwaige Zweifel über die Aussichten der Industrie infolge des Zollstreites durch den Trost verscheuchte, daß der Zollausgleich sicherlich sich finden werde. Miniſter Möller führte aus: " * Aus Bremen schreibt man uns: Die Bremische Bürgerschaft nahm heute nach längerer Debatte unter Stimmenthaltung der wenigen anwesenden Großlandwirte den Antrag an, den Senat zu ersuchen, durch den Bundesrats- Bevollmächtigten beim Bundesrat unverzüglich die Aufhebung des bestehenden VieheinfuhrVerbots für die gesamte Reichsgrenze zu beantragen. Der Antrag In der Post" wird auch bereits ein vollständiger war von den Liberalen eingebracht. Gegenüber früheren socialdemoAusgleichsplan vorgelegt. Die" Post" nimmt von allen fratischen Anträgen, so gelegentlich des preußischen Knebelgesetzes Streitpunkten zwischen der Zollmehrheit und der Regierung nur die und später der Zuchthausvorlage, hatten sich die Liberalen auf die Politik des Vertrauens zu dem Senat" zurückgezogen. Jetzt hat die Vieh- Mindestzölle ernst. Sie führt dann aus: Not fie reden gelehrt! „ So unüberbrückbar auch auf den ersten Blick die Kluft erfcheint, welche Regierung und Reichstagsmehrheit in Bezug auf die Viehzölle heute noch trennt, so ist in Wirklichkeit eine Verständigung auch in diesem Punkte noch keines wegs ausgeschlossen. " Gegen den Quebrachozoll nahm am Donnerstag der Gentralverein der Lederindustrie in einer zu Berlin abgehaltenen Generalversammlung Stellung. Es wurde folgende Resolution beschlossen: Es scheint daher der Ausweg aus dem vorhandenen Dilemma Die außerordentliche Generalversammlung des Centralvereins gegeben. Man verständigt sich beiderseitig, die Probe auf das der Deutschen Lederindustrie, in welchem der weitaus größte Teil Erempel in der Pragis zu machen, und zwar engagiert sich die der deutschen Gerberei vereinigt ist, legt Protest ein gegen jegliche Regierung, nach bestem Wissen und mit allem Fleiße zu ver- Gerbmaterialien- Verzollung. ſuchen, die von dem Reichstage für erforderlich erachteten Bolliäge für Vieh bei den Handelsvertrags- Verhandlungen durchzusetzen, behält sich aber vor, unter diese Sätze herunterzugehen, sofern sich die Auffassung des Reichstages( daß ein Abschluß von Handelsverträgen bei diesen Zollsäzen möglich sei) thatsächlich als irrig erweist. Der Reichstag würde umgekehrt sich verbindlich zu machen haben, Handelsverträge mit niedrigeren Viehzöllen als den von ihm für notwendig erachteten Mindestsätzen nicht schon aus diesem Grunde zu verwerfen, sondern sie unbefangen auf ihren Gesamtinhalt zu prüfen. Geromaterialienzölle, in welcher Höhe fie auch feſtgeſtellt würden, würden dem deutschen Eichenschälwald nach dem Ein geständnis der verbündeten Regierungen selbst dauernde Vorteile nicht bringen können, wohl aber würden sie, wenn sie sich in der Höhe der Regierungsvorlage bewegen würden, die Lederindustrie sowie die lederverarbeitenden Industrien mit ihren Hunderttausenden von be schäftigten Personen schwer schädigen, wenn sie in der von der Zolltariffommission in zweiter Lesung beschlossenen Gestalt Gesetz würden, große Teile der Lederindustrie ruinieren. Die außerordentliche Generalversammlung beauftragt den Vorstand, bei dem hohen Reichstage auf das Dringendste dahin, vorstellig zu werden, daß alle Gerbmaterialien- Zollfäge, auch die von den verbündeten Regierungen vorgeschlagenen, abgelehnt werden." " möglichen ,, Es ist mir eine besondre Freude, daß ich es ermöglichen fonnte, als Mitglied der königlichen Staatsregierung hier zu er scheinen und Ihnen die Glückwünsche derselben zu überbringen mit dem schönen bergmännischen Gruß„ Glück auf!" Der geehrte Herr Vorredner( Bergrat Junghans) hat Ihnen auseinandergefegt, wie die gewaltige Industrie, die jetzt die ganze hiesige Gegend bedeckt, durch Gründung der Königs- und Laurahütte ins Leben gerufen worden ist. Was wir hier auf diesen großen Werken sehen, ist der Wiederschein dessen, was wir im ganzen deutschen Vaterlande in der Industrie erlebt haben: viele Millionen fleißiger Hände regen sich täglich und erwerben ihr Die Form, welche für eine solche Vereinbarung zu wählen Brot in der Industrie. Mehr als ein Fünftel, man fam wohl wäre, ist an sich ziemlich nebensächlich, wenn man erst in der Sache fagen ein Viertel aller Deutschen leben direkt von der Industrie. selbst einig wäre Es wird eine Form der Vereinbarung zu Das giebt uns ein Bild von der Bedeutung, die die Industrie für wählen fein, welche sorgsam vermeidet, daß es den Eindruck gedas deutsche Waterland hat. Ohne die werbenden Hände der zahl- winnt, als habe sich der eine oder andre Teil vor dem Gegenreichen Industriellen und Arbeiter hätten auch die großen Staats- part gebeugt. Miquel und wahrscheinlich auch Dr. Lieber würden Wegen des Lansekanal8" foll Minister v. Podbielsti mit männer, die wir das Glück haben zu besitzen, nicht das für das voraussichtlich leicht die Formel gefunden haben, in welche unter deutsche Vaterland geschaffen, was sie geschaffen haben, und um- diesen Gesichtspunkten eine Verständigung auf der vorgezeichneten dem westpreußischen Großgrundbefizer, dem gegenüber er die gefehrt hätte auch die Industrie das nicht werden können, was sie Grundlage über die Viehzölle zu fleiden wäre. Herr Spahn, Aeußerung gethan, wegen seiner Indiskretion arg zusammengeraten geworden ist, wenn die großen Staatsmänner die Geschicke des welcher anscheinend die Nachfolge Dr. Liebers übernommen hat, sein. So meldet das B. T." und fündigt zugleich eine Interpellation Landes nicht so ausgezeichnet leiten würden. Leider wird vielfach wird jest zeigen fönnen, ob er in der That die im Abgeordnetenhause über dies Erzeugnis Padbielstischen Humors an. Ob wohl Graf Bülow im vertrauten Zwiegespräch gelegentlich im Lande die hohe Bedeutung der gewerblichen und industriellen Geschicklichkeit seines Vorgängers besigt." Arbeit nicht voll erkannt. Der erste Gedanke jedes Staatsmannes Nach diesem Versuch, Herrn Spahn durch aufgetragenes Lob, in auch von dem Laufetarif redet? muß sein, die gewaltige Macht, die die Industrie für das Vater feinen Ausgleichsplänen zu stärken, richtet die" Post" ihr dringliches Offizierspenfionen und Lebensmitteltenerung. In Dresden land bedeutet, im allgemeinen Intereffe allerdings, nicht in ihrem Sammelwort wiederum an die Regierung, indem sie betont, wie groß fand fürzlich eine Versammlung pensionierter Offiziere statt, die be eignen Sonderinteresse, weiter zu entwickeln. Der geehrte Herr das Intereffe der Regierung sei, noch höhere Getreidezölle zu schloß, sich mit einer Eingabe an den Reichstag zu wenden, durch Borreduer hat von gewiffen schweren etterwollen erzielen, als ihre Vorlage fordere. Was frither entschieden ab- die gefordert wird, daß das neue Militärpensions Gesetz, das der Sachsen- Spiegel" unlängst anfündigte, auch gesprochen, welche am Himmel stehen und die Fortentwicklung geleugnet wurde, daß die Zollerhöhung ein Mittel sein solle, die rückwirkende Kraft erhalten solle. Da durchgefickert sei, daß der Industrie zu bedrohen scheinen. Ich habe die Zuversicht, daß dies nicht der Fall sein wird. Wir sind heute Reichsfinanznot zu beseitigen, das gesteht jetzt die" Post" offenherzig dies neue Pensionsgesetz für bereits verabschiedete Offiziere nicht mehr das Volk von Träumern, welches wir vor ein. Das Deficit des Reiches ist schon jetzt erschrecklich groß, der keine Geltung haben solle, hatten sich die Standesum gegen eine derartige mehreren Jahrzehnten noch gewesen sind; sondern wir sind neue Etat wird ein Deficit von sicherlich 100 Millionen aufweisen, mitglieder zusammengeschlossen, Gesetzes 811 protestieren. Das solle thaifräftige, zielbewußte Männer, die die Intereffen des Landes also möge die Regierung durch Zustimmung zu den agrarischen Faffung des durch eine Eingabe, nicht durch eine Petition gewohl zu würdigen verstehen. Ich bin überzeugt, ein Bollwünschen sich von der eignen Finanznot befreien! Ausgleich der widerstreitenden Intereffen wird Auch die Vorgänge in der letzten Sigung der Zollkommission schehen, denn es handle sich um feine Gnade, sondern ein wohlerworbenes Recht angesichts der allsich finden. Was notwendig ist, muß kommen. Und, meine zeigen deutlich, wie die Bollgegensäße Stüd um Stück abgetragen gemeinen Lebensmittel- und souftigen Verteuerung. Herren, ich bin der Ueberzeugung, ein Ausgleich wird fich werden. Die in der ersten Lesung der Kommission durchgeführte fei fein alt der Gerechtigkeit, daß es nach der Richtung ihrer finden. Der Redner weist sodann noch auf die Lebenshaltung der Hüttenarbeiter hin, die sich in den letzten Serabsetzung der Garnzölle ist von denselben Parteien wieder rüid Benfionen hin zwei Stlaffen von Offizieren gäbe, beffer gestellte, die Jahrzehnten so erheblich gebessert und vervoll gängig gemacht worden, die sie kürzlich als durchaus nötig im immerhin zu leben vermögen, und schlechter gestellte, die all tommnet habe, und betont, daß der Dank hierfür auch den Interesse der Weberei beschlossen hatten. Wenn also die Zollparteien mählich dem Proletariat in die Hände fallen Männern mit gebühre, die das Jubiläumswerk geschaffen haben. der Regierung Entgegenkommen beweisen, wird auch diese es nicht miten. Ein Hauptmann zweiter selasse zum Beispiel beziehe na ch fünfzehn Jahren eine Benfion von 1197 M., Auch der Kaifer hege diese Dankgefühle und ihm, dem Minister, gänzlich an sich fehlen lassen. sei die ehrenvolle Aufgabe zu teil geworden, verschiedene AusDurch den inneren Hader haben die Zollinteressenten das Wesen nach dem neuen Gesetz werde ein solcher 2290 Mart erhalten. Dieser könne ja zur Not leben, wie aber jener mit Familie und zeichnungen, die der Kaiser zum heutigen Tage verliehen habe, des Wuchertarifs unübertrefflich gekennzeichnet, sie haben auch sein 1197 m. bei heutiger Zeit noch auskommen solle, wisse er nicht. bekannt zu geben. Der verdienstvolle Leiter des Werkes, Bergrat Zustandekommen hinausgeschleppt und verlangsamt. Doch nicht Ferner solle darauf hingearbeitet werden, daß den ausscheidenden Junghanns, sei zum Geheimen Bergrat ernannt worden; der Rote Adlerorden vierter Klasse wurde verliehen dem Bergrat Pfeiffer, diefer Hader wird dem frevelhaften Hungergesez ein Ende bereiten. Offizieren nicht mehr bloß eine Aussicht, sondern ebenfalls ein Recht dem Ersten Bürgermeister Stolle von Königshütte und dem Diefe Aufgabe gehört der deutschen Arbeiter auf Anstellung im Civildienst eingeräumt werde, die einem Offizier angemessen fei, ihn aber nicht mit einem Subalternoffizier auf die Hüttendirektor Sugg; der königliche Kronenorden vierter Klasse tlasse!- io gleiche Stufe stelle. dem Chef- Chemiker Dr. Hüllsmann, dem Berginspektor Klust, demy Maschineninspektor Angele und dem Ober- Hütteninspektor Taudinger, außerdem wurden zwölf allgemeine Ehrenzeichen verliehen." Deutsches Reich. 11117 Es Die Herren Offiziere haben ja darin recht, daß bei den heutigen Lebensmittel und sonstigen Preisen mit 1200 M. eine Familie nicht auskommen kami. Sie verlangen daher einfach eine Ver= Minister Möller hatte die Güte, auch der Arbeiter in Als müßiges Gerede bezeichnet die„ Nordd. Allg. Ztg." das feinem Symnus auf die industrielle Entwicklung zu gedenken. Es Gericht, daß Graf Bülow persönlich den Agrariern eine Erdoppelung ihrer Benfion. Arbeiter freilich beziehen erst nach erhöht die Jubiläumslust der Feiernden und durch Ordensgunst höhung der Getreidezölle um 50 Pf. über die Regierungs- mehr als 56 jähriger Thätigkeit ein„ Ruhegeld" von 110-230 M. vorlage hinaus zugesagt habe, hierfür aber ebenso wie bei seiner Wilhelm Dechelhäuser, der von 1878 bis 1893 dem Reichstag Beglückten, sich eine„ erhebliche Besserung und Vervollkommnung" Befürwortung der Gewährung von Diäten die Zustimmung des als Nationalliberaler angehörte, iſt, 82 Jahre alt, gestorben. Er bes in der Lebenshaltung der Arbeiter vorzutäuschen. Es wäre Kaisers nicht erlangt habe und sich auch nicht getraue, eine solche teiligte sich besonders an der Kolonialpolitik. Berdienstvoller find graufam, die Festfreude zu stören durch die Erinnerung formell nachzusuchen. feine litterarischen Bemühungen um die Shakespeare- Forschung und das Sinten der Löhne in neuester Zeit, an die Was ist müßiges Gerede? Will die„ Nordd. Allg. 8tg." er- Shakespeare- Berbreitung. Arbeitslosigkeit, an die Notstandspreise für Fleisch. Es klären, daß Graf Bülow sich doch getrane, die Erhöhung der Gegenügt, daß die Aktionäre, die Direktoren, die Aufsichtsräte jahraus treidezölle un 50 Pf. beim Kaiser nachzusuchen? werter in Strausberg in der Proving Brandenburg hatte man 1900 jahrein Unsummen aus der Königs- und Laurahütte ziehen das Proteste gegen die Fleischnot. Aus Hamburg wird uns aus der Liste der stimmberechtigten Bürger, die sie bis dahin verist die vom Minister gerühmte Blüte der kapitalistischen Industrie. berichtet: Die Hamburger Bürgerschaft nahm nach längerer Debatte, zeichnete, deshalb gestrichen, weil sie für dies Jahr nicht zu einent Von politischer Bedeutung ist die Erklärung des Handelsministers, an der sich der Antisemit Raab und Genosse Stolten beteiligten, Steuersatz von mindestens 4 M. veranlagt worden waren. Im Jahre an Franz Sigel im badischen Feldzug von 1849. Das Bürgerrechtsgeld. Eine Anzahl Arbeiter und Hand" auf den die vorliegenden Denkwürdigkeiten neues Licht werfen, auf troß dem Ungehorsam der Offiziere und dem Zögern Eichfeldts, womit so den hier aber nicht weiter eingegangen werden kann, entfam unter umwiederbringliche Zeit verloren gegangen war. Das Unternehmen ganz romanhaften Umständen in die Schweiz und wurde ist gescheitert, und dafür ist Sigel alsbald zum Sündenbock gemacht in contumaciam zu lebenslänglichem Gefängnis verdonnert. Da worden, nicht allein von bürgerlicher, sondern auch von socialistischer Die eben erschienenen Denkwürdigkeiten des Generals Franz durch ließ er sich nicht abhalten, nach dem Ausbruch der Mairevolution Seite. Das Verdammungsurteil von damals wirkt bis heute nach. Sigel*) rufen die wehmütige Erinnerung an jene trüben Tage von 1849 dem an die Stelle der verjagten Regierung getretenen Der Herausgeber dieser Denkwürdigkeiten" freilich, Wilhelm Blos wieder wach, als es mit der deutschen Revolution zu Ende ging, Landesausschuß", an dessen Spike Clemens Brentano stand, als- in feiner bekannten, vortrefflichen Geschichte der deutschen Revolution" als die in den Herrlichen Märztagen von Achtundvierzig der Er bald feine Dienste zur Verfügung zu stellen. Er arbeitete zunächst ist der undankbaren Thätigkeit Sigels vollauf gerecht geworden. Aber füllung so nahe geschienenen Hoffnungen unsrer Nation auf ein freies im Kriegsministerium, wo er eine fabelhafte Verwirrung antraf, als noch in Mehrings Geschichte der Socialdemokratie"" liest man, daß und einiges Deutschland mit den Opfern der badischen Standrechts- Vorstand des„ Bureaus der Operationen", mußte sich aber auch bei dem Sigel sich durch Mut, aber nicht durch Einsicht ausgezeichnet morde zu Grabe getragen wurden. Als es nach der Ablehnung der Herrschenden Mangel an brauchbaren Persönlichkeiten mit allen möglichen habe. Das geht, soweit Socialisten in Betracht kommen, zurück auf Kaisertrone durch Friedrich Wilhelm IV.( 3. April 1849) auch dem blödesten Dingen befassen, die außerhalb seines Ressorts lagen. Diese Bureau- teine geringeren als Marr und Engels, deren absprechendes Urteil Auge flar geworden war, daß das deutsche Volt von seinen Fürsten fein thätigkeit währte nicht lange; denn schon am 25. Mai wurde Sigel über Sigels Thätigkeit in dem bitteren Gefühl über die traurigen Entgegenkommen zu erwarten habe, daß vielmehr die Auferstehung zum Oberbefehlshaber der badischen Armee am Neckar ernannt, an Folgen des Fehlschlags seine Erklärung findet. In Revolution und Konter- Revolution" schreibt Marg: Was die militärischen Maßder ganzen Bundestagsmifere im vollen Anzuge fei, da flammte die Stelle von Eichfeld, der sich dem Posten nicht gewachsen fühlte. Entrüstung des in den April geschickten Volkes noch einmal mächtig Es war eine sehr wenig angenehme Erbschaft, die Sigel an- nahmen anbelangt, so sind noch niemals kriegerische Operationen dümmer ausgeführt worden, als imter auf und entlud sich in den sogenannten Reichsverfassungs- trat. Er hatte die Aufgabe, über den Neckar in Hessen ein- nachlässiger und Aufständen des Monats Mai 1849. Zwar die Barrikaden- zufallen, die hessischen Truppen zum Anschluß zu bewegen oder dem Kommando des badischen Oberbefehlshabers Sigel, eines Alles wurde in Unordnung Tämpfer von Dresden und die demokratischen Arbeiter des zu schlagen, das Land zu insurgieren. Daran hatte sich auch schon Eylieutenants der regulären Armee. jede gute Gelegenheit versäumt, jeder kostbare bergisch märkischen Industriegebietes erlagen nach tapferem Eichfeld versucht; aber dessen Befehle zum Vorrücken waren von den gebracht, Widerstande den preußischen Bajonetten, aber es konnte doch ein Unterführern gar nicht ausgeführt worden! Vielmehr hatte einer von Moment mit dem Ausspinnen riesenhafter, aber unausführbarer Da ist die Socialdemokratie, die das Anpaar Wochen lang scheinen, als sei eine Wendung des Blättchens zu diesen Herren im Namen der Offiziere, die zum großen Teil von Herzen Projekte vertrödelt...." Gunsten der Demokratie noch in letter Stunde nicht ausgeschlossen. reattionär waren, Eichfeld Vorstellungen gemacht, daß sie lieber nicht denken der Freiheitskämpfer von 1848/49, Hochhält, den Manen des Denn in Baden hatte sich die Masse der Bevölkerung erhoben, hatte über die Grenze gehen möchten. Anstatt nun ein Exempel zu ftatuieren. jüngst verstorbenen Revolutionsgenerals eine Ehrenerklärung schuldig. die Arinee der Sache des Volkes sich angeschlossen und den Groß- hatte Eichfeld thatsächlich Gegenbefehle nach allen Seiten geschickt, worauf Denn die entgegengesetzte Beurteilung, die Blos der Thätigkeit herzog mitsamt seinem reaktionären Ministerium aus dem er dann seines Postens enthoben wurde. Aber abgesehen von diesen Sigels hat angedeihen laffen, erfährt ihre volle Bestätigung in die Generalidee der vorzunehmenden Opera- diesen Denkwürdigkeiten", deren nüchterne, fachliche, Tlaren Lande gejagt. die Demokratie über einen lieblichen Zuständen Damit verfügte die Demokratie ganzen deutschen Staat mit all seinen Hilfsquellen, mit einer tionen war gar nicht Sigels Kopf entsprungen. Vielmehr hatte er Darlegungen der Vorgänge überzeugend wirken. Einen besseren regulären Armee, die unter Einrechnung der in der gleichfalls auf- feiner Beit gleich nach seinem Erscheinen in Karlsruhe dem Landes: Dienst hätte Blos dem Andenken seines Freundes gar nicht ständischen Pfalz übergegangenen Truppen an die 20 000 Mann ausschuß vorgeschlagen, mit Rücksicht darauf, daß es militärisch nicht erweisen tönnen, als dadurch, daß er die badischen Feldzugszählte und die revolutionäre Propaganda in die gärenden Nachbar- wünschenswert sei, die linke badische Flante noch weiter nach Norden erinnerungen des verstorbenen Achtundvierzigers, die bisher in den länder tragen konnte, wenn sie zu einem energischen Offensivstoß zu verlängern, daß es vielmehr vorzuziehen sei, die ganze Front Spalten eines kleinen amerikanischen Blattes vergraben waren, der benutzt wurde, ehe die vom flüchtigen Großherzog zu Hilfe gerufenen nach Osten zu erweitern, nicht Heffen anzugreifen, sondern breiteren Oeffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Was nun auch von Sigels Hoffnung auf Anschluß Den 26. Mai 1849 hatte sich der neue Oberbefehlshaber preußischen Armeecorps unter dem Befehl des Startätschenprinzen" Württemberg. des württembergischen Heeres und Volkes zu halten sein mag, jeden nach Heidelberg begeben und direkt die nötigen Anordnungen in Aktion zu treten vermochten. Dieser verantwortungsvollen Aufgabe sich zu unterziehen, fiel falls hatte der Landesausschuß seinen Plan acceptiert. Dann tam für den Einfall in Hessen getroffen. Im ganzen standen ihm dem damals erst fünfundzwanzigjährigen Franz Sigel zu, einem aber Franz Raveaur an, der bekannte radikale Kölner Abgeordnete dafür 9 Bataillone Jufanterie, 8 Schwadroneu Kavallerie und 16 Ges ehemaligen badischen Lieutenant, der trop militärischer Neigungen, in der Nationalversammlung, und machte die Vorzüge eines schüße zur Verfügung; dazu kamen noch Bollswehren, die aber mangelMit diesen Streitkräften aber wegen freiheitlicher Gesinnung seinen Abschied genommen Unternehmens gegen Hessen geltend, wobei auf die Neutralität haft organisiert und ausgerüstet waren. hatte. Zu den Märatagen stellte er seine Kräfte begeistert in den Württembergs zu rechnen wäre. Diesen Plan acceptierte der beabsichtigte Sigel nach folgender Idee vorzugehen: Er selber mit Dienst der Volkssache, indem er sich mit Eifer und Erfolg Landesausschuß auch und zwar ohne daß Sigel eine Ahnung davon ein paar Bataillonen wollte die Hessen, von denen etliche Bataillone Er gehabt hatte. Der richtete vielmehr seine Thätigkeit im Bureau der bis gegen Heppenheim an der Bergstraße vorgeschoben waren, in der der Errichtung und Ausbildung von Bollswehren widmete. nahm dann im April 1848 an dem unglüdseligen Heder- Bug teil, Operationen nach der Voraussetzung ein, daß es bei seinem Bor- Front engagieren und ihnen ein hinhaltendes Gefecht liefern. Bur schlag bleibe. felben Beit sollte die Hauptmacht unter Oberst v. Steck von *) Denkwürdigkeiten des Generals Franz Sigel aus den Jahren 1848 und 49. Herausgegeben von Wilhelm Blos. Mannheim 1902. Verlag von J. Bensheimer.( Preis 1,80 M.) Ungeachtet dieses vielverheißenden Wirrwarrs in der Central- Weinheim aus auf Fürth marschieren, das östlich von der regierung unter Brentanos Aegide ging Sigel doch an die Ausführung linken Flanke der Hessen lag und vom Feinde nicht besetzt war; des Raveauxschen Planes, der schließlich doch noch Erfolg verhieß, durch diesen Umgebungsmarsch kam man dem Feinde in den Rücken, Grund so versöhnlich und entgegenkommend als mur irgend möglich beSchiveden. Gegenkandidaten fielen, als Mitglied der zweiten Kammer gewählt. Dies i der erste socialdemokratische Wahlfieg bei den diesjährigen Wahlen. 1901 beantragten diese 13 Personen die Wiederaufnahme in die Wähler- Zeugen und drei Sachverständige geladen. Auf liste mit der Begründung, daß sie nunmehr in erforderlicher Höhe der durch die Zeugenaussagen festgestellten Thatsachen stellte der Ver- handelt. zur Steuer veranlagt seien. Die Stadtverordneten- Versammlung treter der Anklage den Antrag, Kulit zu acht Monaten Gefängnis lehnte indessen den Antrag ab und meinte, die Antragsteller könnten und Degradation, Kolwig und Kadalowski zu je sechs Wochen Mittel- Der erste Socialdemokrat für den neuen Reichstag. In schon deshalb nicht in die Wählerliste aufgenommen werden, weil arrest zu verurteilen. Das Kriegsgericht jah jedoch nur die Schuld Westeros wurde am Dienstag der Eijenarbeiter Victor Larsson fie nicht von neuem das Bürgerrechtsgeld bezahlt hätten, das im des Kulit als erwiesen an. Kolwiz und Kadalowski wurden frei- mit 459 gegen 442 Stimmen, die auf den gemäßigt konservativen Jahre 1892 in Strausberg durch Ortsstatut eingeführt worden sei. gesprochen. Das Urteil gegen Kulit lautete auf zwei Monate Die Antragsteller klagten nunmehr gegen die Stadtverordneten Gefängnis. Bersammlung im Verwaltungs- Streitverfahren, indem sie alle geltend machten, es fäme für ihr Stimmrecht auf das Bürgerrechtsgeld nicht mehr an, da sie früher das Bürgerrecht ausgeübt hätten und es ihnen mur mangels einer genügenden Steuerveranlagung entzogen sei. Zum Teil hätten sie früher schon das Bürgerrechtsgeld be= zahlt, zum Teil das Stimmrecht gemäß dem Ortsstatut über die Erhebung von Bürgerrechtsgeld vor der Entziehung auch ohne die Zahlung des Bürgerrechtsgeldes ausgeübt, weil sie es schon vor dem Jukrafttreten des Ortsstatuts besaßen. Der„ Naprzod", das socialdemokratische Organ in Arakan, schreibt in einem Artikel vom 21. d. M.: ,, Genosse Aner hat ihr( Frau Luxemburg) bewiesen, daß sie zum Zweck der Erbitterung der deutschen Arbeiter die Worte unsres Genossen Haase gefälscht hat." Ein Denkzettel für den Liberalismus. In Göteborg Freunde geführt, indem nur sechs Anhänger der liberalen Sammlungshaben die Wahlen zu einer teilweisen Niederlage der Wahlrechtshauptung, wie sie ihm der Naprzod" gegenüber Genoffin Luxemburg Liberale vertreten. Die Ursache der Niederlage ist der Umstand, daß Hierzu müssen wir bemerken, daß Genosse Auer eine solche Bee partei und drei Konservative oder ihnen nahestehende Kandidaten gewählt wurden. Im vorigen Reichstag war Göteborg durch neun in den Mund legt, nicht gethan hat. Offenbar ist der„ Naprzod" gründend aus: Entscheidend fei, daß alle Kläger nicht jetzt, Bericht des„ Vorwärts" hat die betreffende Aeußerung in einer für ihre Lifte zu übernehmen. Das veranlaßte eine Anzahl Arbeiter, Der Bezirksausschuß wies sämtliche Kläger ab und führte be- durch eine ungenaue Berichterstattung irregeführt worden. Auch der die Liberalen sich geweigert hatten, trotz der großen Zahl von Arbeiterwählern auch nur einen socialdemokratischen Kandidaten auf nach dem Verlust des Stimmrechte bezw. Bürger- Genoffin Luxemburg ungünstigen Form gegeben, die aber bem in letter Stunde gefaßten Beschluß ihrer Organisationen, für redits, das Bürgerrechtsgeld gezahlt hätten. Das treffe auch die, dem wirklichen Sinn und Wortlaut der Auerschen Ausführungen die freifinnige Liste zu stimmen, nicht Folge zu leisten und fich von die früher einmal das Bürgerrechtsgeld gezahlt haben, sowie auch die, nicht entspricht. Auer hat Gen. 2. nicht unrichtigkeit im der Wahl fernzuhalten. Die Schuld an ihrer Niederlage haben sich welche schon vor dem Inkrafttreten des fraglichen Ortsstatuts in der Citieren vorgeworfen, geschweige gar Fälschung. Auer hat nur Stadt wohnten, denn sie hätten ja inzwischen das Bürgerrecht darauf hingewiesen, daß die von Gen. 2. citierten Worte seitens des jedenfalls die Liberalen selbst zuzuschreiben. verloren. Demgegenüber spiele die frühere Zahlung des Bürger- Gen. Haase, nach dessen eigner Erklärung, anders gemeint gewesen rechtsgeldes 2c. keine Rolle und es sei auch ganz gleichgültig, wes- feien, als sie Gen. L. aufgefaßt habe. halb die Kläger inzwischen das Bürgerrecht verloren hätten. Die Kläger legten gegen dieses Urteil noch Berufung ein, das Ober- Verwaltungsgericht bestätigte indessen die Vorentscheidung. Ein christlicher Gewerkschafter gegen das ,, chriftliche" Centrum. aus Köln wird uns geschrieben: Gen. Luxemburg ersucht uns schließlich, noch festzustellen, daß sie auf dem Parteitag eine den Verdacht unrichtigen Citierens ab veisende Erklärung zu Protokoll habe geben wollen. Ausland. Frankreich. Rußland. Geplagte Polizei. des Innern, an die Gouverneure, das die Widerlegung der revoDas hier vor einigen Tagen veröffentlichte Cirkular des Ministers lutionären Lehren vorschreibt, thut seine Wirkung. Der Gouverneur mdes Gouvernements Nischni- Nowgorod hat gleich nach dem Empfang des famosen Ministerschreibens an die Polizeibehörden den folgenden zähneflappernden Erlaß gerichtet, der sein Plätzchen auch in der " stra"( Der Funke) gefunden hat: Es wurde über die Versammlung berichtet, in der die hiesigen Centrumsanhänger die Zollwucherkritik des neuen Centrumsvereins Klerikale Rache.( Eig. Ber.) Der flerifale Generalrat des durch Lärm und Trompeten bekämpften. Am gleichen Abend fand Departements Maine- et- Loire hat die antiklerikale Aktion der Rein dem neuen Heim der Kölner Arbeiter, dem von der Genossenschaft gierung an den Unterbeamten der Präfektur, an seinem eigenen „ Arbeitergesellschaftshaus" erworbenen Saalunternehmen, eine von etwa Stenographen und namentlich an den weltlichen Unterrichtsanstalten 1000 Personen besuchte Protestversammlung gegen den Fleischwucher statt. gerächt. Die jährlichen Gratifikationsgelder der ersteren, 3370 Fr., Sie nahm einen imposanten Verlauf. Einstimmig wurden nach einer aus- 300 Fr. herabgesetzt, die Kredite für Unterrichtszivede um etwa 10000 r., wurden gestrichen, das Gehalt des Stenographen von 1500 auf bloß gezeichneten Rede des socialdemokratischen Reichstags- Kandidaten für um mehr als die Hälfte vermindert. Der Präfekt konnte uur die Unter Köln- Stadt, Genossen Hofrichter, awei entsprechende Resolutionen stügungsgelder für invalide Lehrer und für Lehrerwitwen retten. beschlossen. In der Diskussion trat auch der christliche Gewerk- Dagegen hat der Generalrat 5000 Fr. für Pensionen zu gunsten schafter Schaller auf. Er gab zunächst der Freude Aus der Kongregationsmitglieder, die mindestens 15 Jahre Unterricht erdrud, daß er ohne weiteres in dieser sozusagen socialdemokratischen teilt, neu ausgeworfen. Bersammlung zum Wort gelassen werde. Anders sei das bei Im genannten Departement wurden jüngst 42 öffentliche der Centrumspartei. Er komme eben aus der von dem Centrums- Schulen verweltlicht und 217 nicht genehmigte flerifale Lehranstalten verein veranstalteten Versammlung, die ebenfalls zur Fleischnot Stelle genau 42 freie", d. H. klerikale Schulen, in denen weltliche geschlossen. Daher die edle klerikale Rache. Uebrigens sind auf der Stellung nehmen sollte. Dort habe sich Dort habe sich das Centrum im Strohmänner der Stongregationen Unterricht erteilen, eröffnet worden. wahren Lichte gezeigt. Durch einen von Centrumsfeite aufgeführten Diese Art freier" Schulen schießen gegenwärtig überall wie Bilge großen Tumult, der stundenlang dauerte, suchte man die katholischen emporein wirksames Mittel, die Verweltlichungsaktion zu durch Arbeiter mundtot zu machen. Er sei empört über diese Ver- freuzen. gewaltigung, und das sei der Grund, weshalb er dort weggegangen Eugland. " In Anbetracht des Umstandes, daß die Feinde des Waterlandes, die das Reich überfluten, auch in das mir anvertraute Gouvernement einzudringen vermocht haben, verfüge ich hiermit, daß die Polizeichefs die Dörfer besuchen und die Bauern selbst zum Kampf gegen diese Feinde aufrufen, weil die Polizisten und Gendarmen zu gering an Zahl und machtlos sind. Die Bauern müssen angehalten werden, alle Personen einzufangen und mir zu überweisen, die schädliche Bücher, Blätter und Zeitungen verteilen. Den Bauern ist einzuflößen, daß sie streng verantwortlich sein werden, wenn es sich später erweisen wird, daß solche Personen durch ihr Dorf gegangen sind und sie nicht angehalten worden sind. Ich hoffe, daß unter den Bauern viele Anhänger der Ordnung und Wohlfahrt sein werden und daß sie einander be= hilflich sein werden, zum Zweck einer besseren Erfüllung der Vorschriften der Behörden. Unterschrift: Der Gouverneur In General- Lieutenant Unterberger." Türkei. Amerika. sei, um hier in der socialdemokratischen Versammlung als chriftlicher Englische Ueberempfindlichkeit. Der Aufruf der Boeren Ruffische Kohlenstationen in türkischen Gewäffern. Dem Arbeiter das Wort zu ergreifen. Er fordere besonders die zahlreich generale um Unterstützung weckt in der englischen Presse zornige" Daily Chronicle" wird aus Konstantinopel gemeldet, der dortige erschienenen Frauen auf, dafür zu wirken, daß bei der Empörung. Die Blätter sind der Ansicht, daß die Boerengenerale russische Botschafter beabsichtige, von der Pforte die Konzession zur tommenden Reichstagswahl nur Stimmen für den bei Abfassung dieses Manifestes, das Mangel an Dankbarkeit Errichtung von zwei russischen Rohlenstationen zu verlangen, von Kandidaten abgegeben werden, der nicht nur gegen jede gegenüber dem Edelmut Großbritanniens zeige und den angeblichen denen die eine auf einer Insel im Aegäischen Meer, die andre an Erhöhung der Lebensmittelzölle, sondern für deren erscheinen lasse, schlecht beraten waren. versöhnlichen Geist der Boeren in einem bedauerlichen Licht einem noch nicht bestimmten Punkte der türkischen Küste des Sie verurteilen den Aufruf Schwarzen Meeres liegen solle. Verringerung sei. Das Centrum suche stets die Religion in als eine Aufzählung grober Inrichtigkeiten, von denen kaum eine die den Vordergrund zu drängen, und es benuke die Frömmig- Gegenüberstellung mit den wirklichen Thatsachen vertragen würde; Afien. keit als Deckmantel, um die Arbeiter noch mehr ausnuten er sei zu dem Zived ausgegeben, um das auf dem Stontinent gegen Stehen nene koreanische Wirren bevor? Der Figaro". zu lassen. Wer einen Befürworter des Lebensmittelwuchers wähle, Großbritanien bestehende Vorurteil zu schüren. Der Daily veröffentlicht unter Vorbehalt eine Privatdepesche aus Söul vom der sei ein Verbrecher an sich selbst und seiner Familie! Telegraph" fagt, wenn die Verfasser des Schriftstückes beabsichtigt 24. September, nach welcher dort das Gericht verbreitet sei, der hätten, die englischen Taschen zu schließen, so hätten sie Kaiser von Korea sei tot. Die Depesche fügt hinzu, cs Schlimme Zustände in einem Militärlazarett fanden vor dazu gar keinen wirksameren Ton anschlagen können. Eng- feien ernste Verwide Inngen zu befürchten, weil das dem Kriegsgericht der 11. Division in Breslau ihre grelle Beleuchtung. länder aufzufordern, zu den Sammlungen beizutragen, heiße toreanische, japanische und russische Element, das sich Unter Auflage standen der Sanitätsfeldwebel Kulit, der Sergeant ihnen zumuten, ihrem eignen Lande das Braudmal unauslöschlicher den Einfluß in Korea streitig mache, jedes einen eignen Kolwitz und der Unteroffizier Kadalowski, die sämtlich bei dem Gemeinheit aufzudrücken. Die Limes" meint, der Aufruf ver- Thronkandidaten hätte. Husaren- Regiment Nr. 4 in Ohlau Dienste thun. Feldivebel Stulit, rate die Absicht der Boerenführer, dem Reiche gegenüber, dem ste dem die Beaufsichtigung des Lazaretts unterstellt war, wird be- feierlich den Treneid geleistet hätten, eine Politik verborgener, schuldigt, von Februar 1901 bis 1902 vorfäglich Rapporte unrichtig hinterlistiger Feindschaft zu verfolgen. Der" Standard" Amerifas Festsetzung an der Landenge von Panama. abgestattet, für die Kranten bestimmte Stärkungsmittel fagt, so lange das Verhalten der Boerenführer erkennen lasse, daß Nach einer New Yorker Kabelmeldung des Daily Telegraph" gehen vie Wein, Cognac, Chokolade u. a. unterschlagen, Un- fie darauf abzielen, die Ergebnisse des Krieges ungeschehen zu am Sonntag 600 amerikanische Marinesoldaten nach Colon ab, gehorsam gegen Befehle in Dienstsachen begangen, sich eigenmächtig machen und nur widerstrebend und davon die Rede sein, auf fast 2000 Manu erhöht wird. Hieraus werde geschlossen, telbe Tage vom Dienſt entfernt, die Beaufsichtigung der dienſt britischen Krone feien, tönne nicht unwillen. Unterthanen der wodurch die amerikanische Streitmacht an der Landenge von Panama thuenden Unteroffiziere, der beiden andren Angeklagten, mangelhaft ihnen Freiheiten zu gewähren, welche sie sicher geführt, Unterschleife, Unordnung in der Küche mißbrauchen würden. geduldet, schlechtes Essen zugelassen, Krante Diefe englische Ueberempfindlichkeit ist dem sehr magvoll und zu arbeiten veranlaßt und Beschwerden von Kranken diplomatisch gehaltenen Aufruf der Boerengenerale gegenüber wirküber unsauberkeit im Lazarett und schlechtes Essen nicht lich sehr wenig am Playze. Wie kann es England den Boeren weiter gegeben zu haben. Dem Sergeanten Kolwig legte die generalen verdenken, bei den andern Mächten den Klingelbentel für Anklage ähnliche Delitte zur Last. Der Unteroffizier Kadalowsti die Opfer des Krieges herumgehen zu lassen, wenn es England doch soll ebenfalls Wein, Cognat u. a. unterschlagen haben. Die Ver- ablehnt, den zahllosen ruinierten Eristenzen auch nur einigerhandlung über alle diese Verfehlungen, unter denen am schlimmsten maßen zu Hilfe zu kommen! Die Drohungen der englischen Blätter die in das Lazarett eingelieferten Mannschaften zu leiden hatten, werden übrigens nicht allzu tragisch zu nehmen sein, da England währte nicht weniger als zwölf Stunden; es waren dreißig uur in seinem eigensten Interesse handelt, wenn es die Boeren und es wurde der Weg nach Darmstadt frei, weil im Odenwald Kavallerie wiederum einer Banik anheimfiel, die einen großen Teil feine hessischen Truppen standen. Die Bewegungen der Badenser auf der Infanterie ansteckte: es tam also zu einem allgemeinen sauve Heppenheim und Fürth sollten durch einen gleichzeitigen Angriff der Pfälzer auf Worms unterstützt werden, um hier die Heffen zu beschäftigen. Die Sigelsche Idee stellte durchaus kein unausführbares Projekt dar, ihre Ausführung schnitt die Hessen von Darmstadt ab, das sie den Badenſern preisgab, und sie mußte zu einem Erfolge führen, wenn einerseits die Truppen ihre Schuldigkeit thaten, andrerseits die Befehlshaber ihren Aufträgen nachtamen. daß die Vereinigten Staaten ihre Haltung gegenüber den mittelamerikanischen Republiken bald ändern würden. Die kürzlichen ernsten Zwischenfälle hätten, dem Vernehmen nach, die amerikanische Regierung bewogen, ihren Einfluß auf die Lage in Mittel- und Südamerika in die. Wagschale zu werfen. Aus Industrie und Handel. Außenhandel Frankreichs. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres gestaltete sich der auswärtige Handel FrankCorps zunächst dem Hirschfeldschen mit gesamter Macht entgegenzutreten. Der möglicherweise folgenreiche Sieg war sicher, wenn alles qui peut. Mit dem standhaltenden Rest, der tapfer focht, trat Sigel zusammen arbeitete, um den Sigelschen Plan ins Werk zu setzen. Seine schließlich einen geordneten Rückzug an; desgleichen ließ er das bei eigne Rolle dabei hat Sigel vollständig durchgeführt, indem er Fürth vorgeschobene Bataillon zurückgehen. Die ausgeriffenen Truppen den Feind umging und sich in Wiesenthal festsette. Weil hatten ihre Flucht gleich bis Heidelberg fortgesetzt, wo Sigel erst aber der gänzlich unfähige Führer des pfälzischen Kontingents, wieder einige Ordnung zu schaffen vermochte. So endigte der einzige General Sznayde vollständig unthätig blieb, anstatt die preußische Offensivvorstoß auf fremdes Gebiet, den die Nevolutionstruppen Division anzugreifen, konnte dieser General sich gegen Sigel wenden während der Reichsverfassungs- Campagne gemacht haben. und ihn zum Rückzug aus Wiesenthal zwingen. Zur vernichtenden Als aber am 30. Mai der Vormarsch über die Grenze angetreten Es ist sehr unerquidlich, diefe tragikomischen Vorgänge wieder Niederlage des Voltsheeres wurde die unter so günstigen Auspicien wurde, ließ es einerseits ein Teil der Mannschaften an der nötigen aufs Tapet zu bringen. Aber bei dieser Gelegenheit mußte es sich begonnene Schlacht bei Baghäusel infolge des wahrscheinlich auf Courage fehlen; das war aber nicht so verhängnisvoll gewvejen, gezeigt haben, daß Sigel nicht das Zeug zum General in sich hatte; Verräterei zurückzuführenden feigen Verhaltens der Kavallerie, die wie daß andrerseits Sigel bei seinen Unterführern nicht den nötigen denn den nächsten Tag hörte er schon auf, Oberbefehlshaber zu sein. Sigel in Wiesenthal hatte verstärken sollen, aber unterwegs ausgerissen Gehorsam fand. Und daran, daß seine Befehle gar nicht ausgeführt Die provisorische Regierung, deren Oberhaupt auf die Kunde des var. Damit war nun schon alles verloren: mir der Dannschen wurden, lag die Schuld, wenn die ganze Unternehmung fläglich Geschehenen schleunigst nach Heidelberg eilte, schenkte nämlich den Taftit der Preußen war es zu danken, daß Mieroslawki sich zwischen scheiterte; dagegen nicht an Sigel, der bei der ganzen Einflüsterungen der reaktionären Linienoffiziere, mit denen Brentano den feindlichen Corps durchzuschlängeln und auf der Linie WagAffaire in vollstem Maße seine Schuldigkeit that. Er über hinter Sigels Rüden ein förmliches Palaver abhielt, Gehör; diese Helden häusel- Heidelberg- Sinsheim- Bretten- Durlach seinen Rückzug bis schritt am Morgen des 30. die hessische Grenze zwischen Unter- verlangten nämlich weiter nichts, als daß Struve aus der Regierung zur Festung Rastatt und der Murglinie zu bewerkstelligen vermochte. Laudenbach und Heppenheim, nachdem er eine vorgeschobene kleine entfernt werde, daß man sich in der Defensive halte, daß Sigl wegen hier fochten die Revolutionäre noch tapfer, Sigel unter den Abteilung hessischer Chevcauglegers in persönlich geleiteter Attacke des Angriffes unter Anklage gestellt und der Großherzog zurüd- Besten, aber über das neutrale" württembergische Gebiet weg. geworfen hatte. Dann ging es weiter in der Richtung nach Heppen berufen werde. Anstatt die vorlauten Herren vor ein Kriegsgericht umging Beuder ihr feste Stellung. Nun gab Microslawski die heim, wo der Feind sich erst zu sammeln begann. Bloß eine schivache zu stellen, enthob Brentano thatsächlich Sigl feines Bostens. Voltssache verloren, und der von ihm niedergelegte Oberbefehl ging Hessische Abteilung mit zwei Geschüigen war eiligst gegen die Grenze Vor dem Landesausschuß in Karlsruhe rechtfertigte sich dann wieder an Siegel über. Er konnte beim besten Willen weiter nichts zu vorgeschoben worden. Diese Geschütze beschloß Sigel durch eine der angeklagte junge Feldherr aber so glänzend, daß er jo leisten, als seine beständig zusammenschmelzenden Truppen bis an die Attacke mit einer Schwadron Dragoner zu nehmen. Er selber fort zum Kriegsminister ernannt wurde. Er hatte dann noch einmal Schweizer Grenze nach Valtersweil führen und am 11. Juli 1849 den galloppierte an der Spige der Neiter. Als aber die etliche Tage interimistisch den Oberbefehl am Neckar zu führen, wobei schweren Schritt des Uebertretens auf neutrales Gebiet der WaffenGeschosse der hessischen Infanteristen in die Reihen der Dragoner er mit den verräterischen Reigungen eines Teils der Offiziere und nie derlegung zu thun. Es war immer noch ein besseres Geschick, als einschlugen und einige Leute verwundeten, machten die Badenfer mit den beständigen Einmischungen des Landesausschusses in seine das der in Rastatt eingeschlossenen Stanieraden, die am 23. Juli Kehrt, um sich zur vollen Flucht zu wenden, als inzwischen die feind Befugnisse zu kämpfen hatte, bis am 8. Juni das Kommando an auf Gnade und Ungnade fapitulieren mußten. lichen Geschüße abprogten und mit Kartätschen zu feuern begannen. Mieroslawski überging, dem er noch möglichst die Wege ebnete. An dem jammiervollen Ausgange trifft Sigel keine Schuld: Nolens volens mußte Sigel den Flüchtlingen folgen und hatte schwere An eine Offensive fonnte der volkstümliche polnische General er hat das Menschenmögliche geleistet. Daß er unter günstigeren Not zu verhindern, daß sie nicht die ganze Infanterie mit sich fort- gunächst gar nicht mehr denken. Er mußte schon Nebermenschliches Umständen Vortreffliches leisten konnte, hat er später zur riffen. Mit dem nicht durch die Panit angesteckten Teil der letteren leisten, wenn es gelingen sollte, fich in der Verteidigung zu be- Genüge in amerikanischen Sezessionsleieg belviesen, den konnte Sigel, weil die programmäßige Unterstügung auf der rechten haupten. Denn nun wälgten sich mächtige Heeressäulen gegen das er als General auf Seiten auf Seiten der Nordstaaten mitgemacht Flanke durch Eichfeld ausblieb, weiter nichts erreichen, als bei fleine Baden heran: Zwei preußische Corps, ein Bundescorps unter hat. Es wäre gelvis merkwürdig, wenn derselbe Feldherr, Hemsbach das Gefecht zum Stehen. zu bringen. Hier erhielt er Beucker, ein bayrisches Reservecorps unter dem Fürsten von Thurn der in vorgerückterem Alter bedeutende Fähigkeiten bewiesen hat, in auf einmal höchst univillkommene Verstärkung: die Truppen und Taxis, im ganzen etwa 70 000 Mann, hielt die verbündete jüngeren Jahren ein kompletter Esel gewesen sein sollte. Sigels nämlich, die längst auf dem Wege nach Fürth hätten sein sollen, waren gar Reaktion für nötig, um mit den 20 000 Boltstämpfern fertig zu" Denkwürdigkeiten" liefern für den unbefangenen Leser endnicht von Weinheim abmarschiert, sondern hatten es sich dort gleich werden. Der erdrückenden Uebermacht ist die Revolutionsarmee mit gültig den Beweis, daß er schon im tollen Jahre seines ihrem famosen Obersten von Bed bei Essen und Trinken wohl sein allen Ehren erlegen. Sigel hat sich in diesen letzten Stämpfen rühm- späteren Striegsruhmes fich nicht unwürdig gezeigt hat. Sie bieten lassen, bis der Kanonendonner und das Erscheinen der flüchtigen lichst ausgezeichnet, nicht allein durch Mut, sondern auch durch Einsicht. auch sonst eine Masse interessanten Materials zur Geschichte der Dragoner sie in ihrer Gemütlichkeit störte. Und da marschierte die Wie der Erfolg in den Neckargefechten gegen Beucer( Mitte Juni) deutschen Revolution, auf das hier nicht weiter eingegangen werden ganze Gesellschaft anstatt nach Fürth, wo ein in der Nacht hauptsächlich sein Wert war, so hat er auch als Generaladjutant kann. Es mußte damit genug sein, das Anrecht des verstorbenen vorausgeschicktes Bataillon alleingelassen wurde, nach Hemsbach, Mieroslawsfis zu deffen größter Zufriedenheit die Disposition zu Revolutions generals auf den ehrenvollen Namen eines nicht allein ivo Sigel fie gar nicht brauchte. Damit war nun schon dem entscheidenden Treffen bei Waghäusel am 21. Juni entworfen, treuen und tapferen, sondern auch hochbegabten Vorkämpfers der das ganze Unternehmen fehlgeschlagen. Kläglich wurde der Fehlschlag als der Oberbefehlshaber beschlossen hatte, von den drei von Norden, Freiheit an der Hand feiner„ Denkwürdigkeiten" geltend zu machen. dadurch, daß bei dem sich neu entspinnenden größeren Gefechte die Osten und Südwesten gegen ihn foncentrisch anrückenden feindlichen reichs, verglichen mit dem entsprechenden Abschnitt des Vorjahres, I zur Erhumierung, verweigerte aber die Secierung. Die Ueber- Jauch der Magistrat seiner Zeit selbst anerkannt, indem er die Löhne wie folgt: Nahrungsmittel 1.902 1901 1902 mehr+ weniger Wert in Tausend Frant Einfuhr: 490 232 1943 235 509 497 491 502 1949 540 Zusammen. 2 942 964 2 956 621 Rohstoffe für die Industrie Fabrikate Nahrungsmittel Rohstoffe für die Industrie Fabrikate Poststücke Zusammen. Ausfuhr: 444 542 757 245 515 579 473 959 663 494 1 386 637 154.202 1 840 285 149 787 2 627 525 2742 626 D 1270 den den fonnte führung nach dem Danteskirchhof hat am 11. August stattgefunden und erhöhte und die Arbeitszeit verkürzte. Auch Herr Straßmann ist dort auch durch den Gerichtsarzt Dr. Puppe eine Secierung vor- selbst hat damit begonnen, zu erklären, daß der Magistrat genommen worden. Es waren mittlerweile 4 Wochen vergangen aus Anlaß des Antrags Augustin angeordnet habe, und nicht mehr viel zu fonstatieren, aber starke handtellergroße Blut- Personalien besondere Aufmerksamkeit zu widmen und ergüsse am Kniegelent und noch größere an der Wirbelsäule hat er Angehörigen vom Tode eines Infassen von Amtswegen sofort Nach festgestellt. Diese müsse er sich in der Stadtvogtei zugezogen haben, wie richt zu geben.( Widerspruch.) Sie thäten doch besser, dem Herrn 6 305 das Aufnahmeprotokoll von Herzberge ausspricht, wonach Ackermann Stadtrat genauer zuzuhören. Herr Dove ist mit der Magistrats6 082 mit zahlreichen blutunterlaufenen Stellen eingeliefert worden sei. erklärung ganz zufrieden.( Nufe: Wir auch!)- Sie auch; wir Das Gutachten läuft auf Herzlähmung hinaus; es fonnte befizen nicht dieses Maß von Bescheidenheit.( Große Heiterkeit.) 13 657 nichts anderes mehr festgestellt werden, da das Gehirn bloß noch Es fehlt völlig eine Erklärung dafür, warum nicht in der Wohnung, teilweise vorhanden war. Ackermann war nämlich in Herzberge jofort die doch angegeben war, recherchiert worden ist. Hier liegt 29 417 feciert worden, das Protokoll darüber haben wir leider nicht zu Geficht eine fträfliche Nachlässigkeit vor.( Widerspruch und Unruhe.) +93 751 bekommen. Das Gutachten nimmt auch Bezug auf das angebliche Im Falle Both muß man doch fragen, warum die Verwaltung jede +46 352 Delirium. In seiner Nachbarschaft ist Adermann als nüchterner Auskunft verweigerte. Ist es nicht empörend, daß die Schivester +4415 Mann bekannt gewesen. Die Frau hat auf dieses Gutachten hin erst nach Monaten aus den Zeitungen erfahren muß, wie die Dinge eine neue Untersuchung beantragt, aber eine Mitteilung darüber war lagen? Weshalb dieses Schweigen? Die Thatsache, daß die Ver+115 101 bis jezt, nach vier Wochen, noch nicht ergangen; es scheint, als ob haftung des Wärters auf ihren Antrag erfolgt war, die Staatsanwaltschaft gegen ihre Untergebenen nicht vorgehen will. die Verwaltung der Frau doch angeben. Der feine UnterZu den Unterschlagungen bei der Wiener Länderbank, Die städtische Verwaltung trifft immerhin das gröbliche Verschulden, schied, ob an die Direktion oder an die Deputation ge liber die wir fürzlich berichteten, wird dem„ Berliner Tageblatt" aus daß fie die Frau nicht benachrichtigt hat. Selbst wenn fie nicht schrieben wurde, hat doch wirklich nichts auf sich. Der Fall Mollen Wien geschrieben: Es ist bisher noch immer nicht vollständig auf wußte, daß der Mann verheiratet war, hätte fie andre Berfonen hauer scheidet aus; aber es ist doch sehr merkwürdig, daß die Klagen geflärt, wie es möglich war, daß ein untergeordneter Beamter benachrichtigen sollen, felbft einer Schlafwirtin sollte doch das Ab- gerade über die Anstalt Herzberge so häufig ertönen; und es wäre mehr als 41/2 Millionen Kronen defraudieren tonnte. Die leben eines Schlafburschen mitgeteilt werden. Der Kauf ganz gut, wenn der Magistrat diesem Umstande näher träte. Gerade bisher veröffentlichten Kombinationen über die Technik dieser mann Both war anderthalb Jahre in Herzberge und ver- auf dem Gebiete des Frrenwesens liegen gegenwärtig verschiedene Defraudation find unklar, für den Laien wie für den Fachmann starb. Die Beerdigung fonnte angeblich nicht stattfinden, weil Mißstände vor. Die Stadt muß den polizeilichen Requisitionen nach schwer verständlich. Ueberdies beziehen sie ie fich bloß auf die die Papiere nicht in Ordnung seien. Die erschienenen Angehörigen kommen. Nichtiger wäre es doch, wenn die Polizei das Gericht 1,3 Millionen Kronen, welche im Giro- und Kaffenverein ab- fragten nach der Todesursache, sie war amtliches Geheimnis. Später requirierte, das fönnte der Magistrat doch verlangen. Der kurze Weg der gehoben wurden, während von der Art und Weise, in welcher das ging die Nachricht durch die Zeitungen, daß der Kaufmann Both Ueberweisung vom Alexanderplatz nach Herzberge wahrt nicht die Guthaben der Länderbant bei der Destreichisch- Ungarischen Bant burch Mizhandlung eines Wärters Christen zu Tode gebracht und Intereffen der Betroffenen; wenn es sich um das höchste Gut, die um 3,3 Millionen Kronen gekürzt wurde, gar nichts gefagt wird. bie Untersuchung gegen diesen eingeleitet sei. Als die geistige Gesundheit, handelt, genügt mir auch nicht das Es will zwar viel heißen, daß Jelinek nicht weniger als drei Schwester des Herrn B. Hierauf erneut anfragte, wurde ihr die Attest des Polizei- Arztes; dafür verlange ich unabhängige fich gegenseitig fontrollierende Funktionen in in seiner Berfon Auskunft wieder verweigert. die Staatsanwaltschaft aber gab nach Aerzte. Bei gemeingefährlichen Frren mag es damit gewisse vereinigen durfte. Aber noch viel rätselhafter und unentschuldbar ist zwei Tagen schon die Antwort, daß es sich in der That um ihren Schwierigkeiten haben; aber wvir kennen doch doch nachgerade der Umstand, daß das Verbrechen bei den vierzehn Bilanzen( Semestral Bruder handle.( Hört! hört!) Warum hat man eine derartige die Verhältnisse, vir wissen, daß auf den Polizeiwachen gemißhandelt und Jahresbilanzen), die während der sieben Jahre, durch welche Geheimnisträmerei nötig, wenn man sich auf richtigem Wege be- wird, und das bequemste Mittel, den Folgen zu entgehen, ist, den Jelinet seine verbrecherische Thätigkeit geübt haben soll, abgeschloffen findet?( Sehr wahr!) Gin dritter Fall betrifft den Bildhauer Betreffenden für verrückt oder für im Delirium befindlich zu er wurden, nicht entdeckt wurde. Bei jeder solchen Bilanz mußte sich Mollenhauer, der vom Krankenhause Urban nach Herzberge transportiert tlären. Ich quittiere dankbar für das Ergebnis unsres Antrages; eine große Differenz über das Guthaben der Länderbank beim Giro- wurde. Er bat einen Freund. ihn zu beinchen; der Freund erschien, es geht hier wie immer: Wir tragen die Beschwerden vor, Sie verein und der Destreichisch Ungarischen Bank zwischen der hörte aber, daß kein Mollenhauer da sei. Die Schwester Mollenhauers erflären Sie für ungerechtfertigt und ändern in dem Sinne ab, Buchhaltung der Länderbank und den Buchhaltungen der Gegen wandte sich schriftlich an die Direktion, und da wurde ihr allerdings mit wie wir es wollen.( Beifall.) kontrahenten ergeben. Und sollte man bei der Länderbank geteilt, daß ihr Bruder sich seit vier Tagen dort befinde. Also in Stadtrat Straßmann: Es ist selbstredend, wenn ein solcher vierzehnmal über diese Differenz hinweggegangen sein auf die vier Tagen hat man im Bureau dort nicht gewußt, welche Patienten Fall fich ereignet und aufgebauscht wird, daß dann auch der Magistrat bloße Versicherung Jelineks. daß es sich um transitorische sich in Herzberge befinden. Ein andrer Fall betrifft Dalldorf. Es fich damit beschäftigt; es ist nicht die Rede von einem neuen ErPosten handele? Wenn jemals ähnliche Defraudationsfälle vor handelt sich um eine amtlich totgefagte und dennoch lebende Person, laß, sondern der längst bestehende ist lediglich neu eingeschärft worden. tamen, so wurden sie durch leitende Beamte verübt; der Fall die Frau des Gerichtsvollziehers Guthke: die Frau war allerdings Die Wohnung war allerdings angegeben, aber nach dem Vertrag Jelinek steht einzig in der Bankgeschichte da. Und er ist ohne ganz nach Lantiviz übergeführt worden. Wie das Amtsgericht zu zwischen Polizei und Anstalt lag es der Polizei ob, diese Benach unerhörte Mängel in der inneren Organisation der Länderbank nicht der Meinung lam, daß die Frau verstorben sei, weiß man nicht richtigung resp. Recherche eintreten zu lassen. Im Fall Both und im Die Behandlung bezw. Beaufsichtigung in Lankwiß ist eine so vor- Fall Guthte hält der Stadtrat an seinen früheren Ausführungen zügliche gewesen, daß die Frau mit gebrochenem Arm nach Dalldorf durch: veg fest. Alle Atteste in diesen Fällen rührten von beamteten zurückgebracht worden ist. Weitere zwei Fälle werfen grelle Schlag- Aerzten her. lichter auf die Maßnahmen, mit welchen die Polizei verfährt. Ein Stadtv. Rosenow( N. L.) hält mit dem Stadtrat eine gericht Händler B., welcher einige Tage abzumachen hatte, wurde nach Herzliche Prozedur in diesen Fällen für nicht angängig. Er führt dann berge gebracht, mußte dort 16 Tage zubringen und wurde dann als seinerseits einen Fall an, aus dem sich ein Versehen der Vergeheilt entlassen. Der Mann ist schwächlich; aus falscher Scham hat waltung ergiebt und legt dem Magistrat nahe, der Wiederkehr solcher er dem Wärter auf die Frage, wie er zu den blutunterlaufenen Flecken Mißgriffe thunlichst vorzubeugen. gekommen sei, nicht, wie er jetzt bestätigen will, erklärt, daß er auf der Stadtv. Stadthagen( Soc.): Die feine Unterscheidung zwischen Stadtvogtei geschlagen worden sei. In einem andern Falle, dem Direktion und Deputation beweist doch für die Verwaltung im Falle eines Kutschers K., in dem es fich um eine Haftstrafe Guthke gar nichts. Es fragt sich, ob organische Zustände vorhanden. handelte, weigerte sich der Betreffende, gewisse Arbeiten zu leisten, find, welche ermöglichen, daß die Polizei ganz gesunde Leute den welche der Gefängniswärter von ihm verlangte. Letzterer sagte dann, städtischen Frrenanstalten als gemeingefährlich geisteskraut überer würde es ihm schon besorgen. Statt entlassen zu werden, wurde weift. Die Frage beantwortet der Magistrat falsch, auch in der K. nach Herzberge gebracht, bei der Untersuchung zwar als seinem Reglement. Nach dem Gesetz zum Schutze der persönlichen ganz normal befunden, dennoch aber 10 Wochen dort zurück- Freiheit hat die zuständige Behörde, d. h. das Amtsgericht, die gehalten und mit Reinmachen des Lazaretts und später definitive Entscheidung über die Internierung, und der Magistrat In der Landwirtschaft beschäftigt. Dreimal wurde ver sollte in jedem solchen Fall auf der Vorlegung einer gerichtlichen geblich die Freigebung beantragt. Mit den Meldungs- Vollmacht bestehen. Ich erinnere an den Fall Mechlinski, der hier verhältnissen liegt es hier genau so, wie im Falle Ackermann. Der einschlägig ist. Der Mann hatte sich über Mißhandlungen auf der lettere Fall kommt doch geradezu einer Freiheitsberaubung gleich. Bolizeiwache bei dem Vorstand des Reviers beschwert, wurde verrückt erklärt und ( Unruhe.) Der Fuhrherr, der den Mann auch jetzt wieder beschäftigt, für in der Gerichtsverhandlung begiebt ihm ein sehr gutes Zeugnis. Bei den Einlieferungen von der fundete der Polizeipräsident v. Windheim, daß er allerdings einen Stadtvogtei her sollte offenbar feitens unsrer Verwaltung etwas Grund für die Berrücktheit des M. darin sehe, daß der Mann sich mehr Vorsicht aufgewendet werden, es scheint doch gar zu an derselben amtlichen Stelle über die angeblich ihm dort widerfehr, als ob in verschiedenen Fällen seitens der Polizei mißliebigen fahrenenen Mißhandlungen beschwert habe.( Große Heiterfeit.) Jch Bersonen einfach nach den Frrenhäusern abgeschoben werden. Das Wärter- babe hier schon wiederholt in diesem Sinne den Magistrat interpersonal, das hat der Fall Both gezeigt, ist seiner Aufgabe nicht ge- pelliert. Sehr zu bedauern ist, daß durch den Tod des Ackermann wachsen. Durchschnittlich bleibt keiner länger als 1/2 Jahr; Be- nicht mehr konstatiert werden kann, ob nicht der Mann infolge von zahlung, Arbeitszeit und Beföstigung laffen bekanntlich sehr viel zu Mißhandlungen im Bolizeigefängnis in jenen Zustand versetzt worden wünschen übrig, die neuerliche Gehaltsaufbesserung hat auf Kosten ist. Nach jenen Konstatierungen im Fall Mechlinski hätte der der Beköstigung stattgefunden. Auch die Transporteure von Magistrat die moralische Pflicht dazu längst gehabt. Herzberge sind überlastet. Die Wärter führen außerdem Klagen Stadt. Caffel( A. L.): Der Fall Mechlinski tönnte, auch wenn darüber, daß ihnen inimer noch kein Arbeiterausschuß zugestanden er so liegt, nichts gegen die Stadt beweisen; eine allgemeine Verworden ist. Direktor Möli ist auch noch als Hilfsarbeiter im pflichtung des Magistrats läßt sich aus solchem Einzelfall nicht Stultusministerium thätig, während er doch alle feine Kraft unsrer ableiten. Die Unterscheidung zwischen Deputation und Direktion ist Anstalt widmen sollte. Der Magistrat hat ja nun eingesehen, daß nicht gemacht worden, um etwas zu beschönigen. Was zu forrigiren etwas geschehen muß, das ergiebt das neue Reglement, welches Ber- war, hat der Magistrat fchon forrigiert vor dem Antrag Augustin; befferungen enthält, auch die unverzügliche Benachrichtigung der An- es hätte dazu so vielstündiger Diskussion nicht bedurft. gehörigen vorschreibt. Das hätte aber doch längst der Fall sein Damit ist der Antrag erledigt. müssen. Ob eine Mitteilung auch geschehen soll in Fälle, wie ich sie hier genannt habe, wo nicht die Angehörigen die Einlieferer find, darüber sagt das Reglement nichts. Hoffentlich wird die Beunruhigung des Publikums durch die Antwort des Magistrats beseitigt. denkbar, Kommunales. Stadtverordneten: Versammlung. 27. Sigung vom Donnerstag, den 25. September, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung mit einem Nachruf an den vorgestern im Alter von 71 Jahren verstorbenen Stadtrat Mamroth. Die Versammlung beschließt, die Vorbereitungen für die Erfazwahl demselben Ausschuß zu übertragen, der bereits mit der Vorbereitung der Wahl eines unbefoldeten Stadtrats an Stelle des Herrn Dr. Münsterberg betraut ist. Das Schreiben des Stadrats Kauffmann, wonach dieser unter dem Ausdruck des Dantes für das ihm wiederholt bewiesene Vertrauen auf die Nechte aus der Wahl zum zweiten Bürgermeister verzichtet, wird vom Vorsteher verlesen. Vorsteher- Stellvertreter Michel et spricht namens eines großen Teils der Versammlung das schmerzliche Bedauern über diesen Verzicht aus; auf seinen Vorschlag wird zur Vorbereitung einer anderweiten Wahl die Einsetzung eines besonderen Ausschusses von 15 Personen beschlossen. tommt. Nach einem Vorschlage des Magistrats soll der Gemeinde Friedrichshagen zur Pflasterung einer innerhalb des Wasserverts am Müggelsee gelegenen Chausseestrede ein Bufchuß von 9500 M. unter der Bedingung gewährt werden, daß die Gemeinde die dauernde Unterhaltung übernimmt und ein auf der Stadtgemeinde Berlin lastender Kanon von 176,70 M. für die Mitbenugung der Seestraße für den Entwässerungskanal des Wasserwerts in Wegfall Stadtv. Eckart( A. 2.) beantragt Ausschußberatung. Er hält die Ausgabe von 9500 Mt. für überflüssig, da die Stadt an der betr. Chausseestrecke fein Interesse habe und eine solche Ausgabe angesichts des kommunalen Deficits auch sonst bedenklich sei. Stadtv. Singer: Es handelt sich um einen Zuschuß für eine arme Gemeinde; rechnerisch hat die Ausgabe schon wegen des Wegfalls der Abgabe teine Bedeutung. Es handelt sich doch auch um unsre Werke, die besser zugänglich gemacht werden. Gerade Berlin machte bei dem Abschluß mit Friedrichshagen ein gutes Gefchäft, denn wir verkaufen Friedrichshagen unser Waffer sehr teuer. Die Straße dient lediglich Berliner Zweden. Bei dieser Gelegenheit das städtische Deficit als Schreckgespenst vorzuführen, ist doch wohl nicht ganz angebracht. Unter Ablehnung des Antrages Ecart wird nach dem Magistrats antrage beschlossen. Mißstände in den städtischen Frrenanstalten. Von dem Stadtv. Augustin u. Gen. ist am 18. September folgender Antrag eingereicht worden: Die Versammlung ersucht den Magiftrat, darüber Auskunft zu erteilen, wie er diejenigen Mißstände zu beseitigen gedenkt, welche fich in letzter Beit in unfren Irrenanstalten, ins besondere im Falle Ackermann, gezeigt haben. סטן er wird. Nach Erledigung einiger fleinerer Vorlagen erfolgte Schluß der Sigung. ehte Nachrichten und Depelthen. Die rumänische Regierung und die Juden. Nachmittag nahm derselbe mit 31 gegen 6 Stimmen eine Resolution an, in der er sich im Princip für die Errichtung eines internationalen Setretariats ausspricht. Stadtrat Straßmann: Die Akten können nur durch Beschluß der Versammlung requieriert werden. Der Antrag Augustin hat den Magistrat veranlaßt, anzuordnen, daß den Personalien die genauefte Aufmerksamkeit zu widmen ist und in jedem Fall des Ablebens fofort den Angehörigen von Amtswegen Nachricht gegeben Auch das Polizeipräsidium hat ähnliches ähnliches verfügt. Bukarest, 25. September.( B. H.) Als Antwort auf die Der Fall Ackermann hat infolge Zusammentreffens meh- amerikanische und englische Note hat die Regierung alle rerer unglüdlicher Umstände einen so traurigen Ausgang Behörden angewiesen, den feine Juden Auslandspässe genommen. Ackermann befand sich nur 25 Stunden in der Anstalt, wurde nicht vernehmungsfähig, und die Frau hat sich doch erst etwas auf dem Wege nach der Grenze befindlichen Juden zurüdtransportiert mehr auszufolgen. Infolge diefes Befehls wurden die bereits spät an die Behörden gewendet. Ackermann war mit allen Zeichen Stadtv. Sinke( Soc.): Es handelt sich nicht allein um den Fall des Säuferwahnfinns als gemeingefährlich eingeliefert; das Ein- und den auf dem hiesigen Bahnhofe befindlichen mehreren Hundert Ackermann; namentlich im letzten halben Jahr sind verschiedene Notizen lieferungsformular enthielt nichts über die Angehörigen. Nach jüdischen Auswanderern die Weiterreise verwehrt. über ähnliche Fälle durch die Presse gegangen. Ich habe dem 25 Stunden starb er. Die Sektion ergab starte Herz Stadtrat Straßmann die Fälle genannt und um Einsicht in die erweiterung und Blutüberfüllung des Gehirn. Ich will das Der Kongreß der französischen Grubenarbeiter Atten gebeten. Dieser Einblid ist mir verweigert worden, was ich Versehen bezüglich der der Benachrichtigung nicht entschuldigen, Commentry, 25. September.( W. T. B.) Der Kongreß der im Interesse der Sache bedauere. Ackermann hatte im Juli aber erklärlich ist es, insbesondere nach dem zwischen der Herzberger franzöfifchen Grubenarbeiter beschloß heute morgen eine Vereinigung dieses Jahres eine Haftstrafe von 2 Tagen zu verbüßen und begab Berwaltung und dem Polizeipräsidium abgeschlossenen Vertrage. Der mit dem Syndikat der Dockarbeiter und der Eisenbahnarbeiter, dem fich dazu am 12. Juli in die Stadtvogtei, am Fall Both fann uns nicht zum Vorwurf gereichen; wir selbst haben sofort sogenannten Guérard- Syndikat einzugehen. 15. wieder entlassen werden mußte. Seine Frau erwartete den verdächtigen Wärter der Staatsanwaltschaft angezeigt. Von da ab war ihn jedoch jedoch vergeblich, fie schickte ant 16. Juli einen die Sache eine forensische und wir zur Auskunftserteilung nicht mehr ihrer Berwandten nach der Stadtvogtei, dem die Mitteilung gemacht befugt. Der Fall Guthte geht doch die städtische Verwaltung nichts wurde, Ackermann sei noch nicht entlassen. Als sich dann die Frau an. Ein Anschreiben des Herrn Guthke an die Dalldorfer Direktion selbst erkundigte, wurde ihr mitgeteilt, daß ihr Mann nach der Jrren ist übrigens nicht ergangen. Die Fälle B. und S. betreffen beide anstalt Herzberge geschafft werden mußte. Dort könnte sie ihn Deliranten. Von einer Willfährigkeit der städtischen Behörden kann erft Sonnabend sprechen, erfuhr dann aber, daß ihr Mann feine Rede sein; wir müssen den polizeilichen Requifitionen Folge bereits Freitag früh beerdigt worden sei. Taschkent, 25. September.( W. T. B.) Wie aus Kaschgar geIm Falle Mollenhauer ist vom Oberbürgermeister eine Die Frau hat geben. meldet wird, fand dort am 22. August ein Erdbeben statt, durch weder Nachricht bekommen, daß ihr Mann dort eingeliefert, äußerst strenge Rüge erteilt worden.( Beifall.) noch daß er dort gestorben sei, und auf ihre Vor- Stadtv. Dove( A. L.): Wir sind durchaus für die Abstellung welches 100 Personen getötet und mehrere Gebände zerstellung wurde ihr geantwortet, daß man nicht wußte, ob dermann von Mißständen, die im Syftem liegen. Handelt es sich um Pflicht- stört wurden. In Jangi wurden 20 und im Dorfe Astyn verheiratet gewesen sei, daß überhaupt die Personalien des Mannes verlegungen einzelner, so muß Rettificierung eintreten. Das ist 400 Personen getötet. Die chinesische Bevölkerung erhielt die nicht bekannt gewesen seien. Das ist eine dirette unwahrheit, denn geschehen. Der Interpellant wollte wohl auch einigen andern Be- Nachricht von der Zerstörung des Ortes Atsu Kutsche. Die Erdnach dem mir vorgelegten Totenschein wußte die Anstalt in Herzberge, hörden, die mit der städtischen Verwaltung nicht identisch find, gleich erschütterung dauerte bis zum 3. September an. wo Ackermann wohnte; als Todesursache giebt der Totenschein Delirium zeitig den Text lesen und uns darthun, daß die Polizei Herzberge als und Herzschwäche und als Todestag den 16. Juli, abends 81/2 Uhr, an. eine Reserve- Bastille ansieht.( Lebhafte Zustimmung bei den SocialDie Direttion in Herzberge hat gewußt, wer Ackermann ist, und demokraten.) Wenn man hier ausführt, es sei eigentlich ganz in der man hat trotzdem verabsäumt, der Frau Nachricht zu geben. Die Ordnung, wenn die schlecht bezahlten und beköstigten Wärter sich an Frau bat um Angabe der Todesurfache; diese wurde ihr verweigert. den Infaffen der Irrenhäuser rächen, so ist das doch wohl nicht der Um Aufklärung über die Todesurfache zu erlangen, wandte sich die richtige Weg, zur Beruhigung des Publikums und zur Abstellung Frau an die Staatsanwaltschaft. Dieselbe antwortete zuerst ab von Mißständen beizutragen.( Beifall.) lebnend; zum zweitenmal wurde die Frau am 31. Juli vorstellig, Stadtv. Singer( Soc.): Kollege Hinge hat nicht gesagt, Großkikinda, 25. September.( W. 2. B.) Die hiesige Polizei der Oberstaatsanwalt Jfenbiel lehnte die Untersuchung wieder ab, es sei ganz in der Ordnung, daß die Wärter die Leute schlagen, hat den alldeutschen Redacteur Arthur Korn heute ausgewiesen. weil die Todesursache ihm bekannt sei und keinen Anlaß zum Ein weil fie schlecht bezahlt werden; das hat auch nicht im schreiten gebe. Nach wiederholten Bemühungen erreichte die Frau mindesten in seinen Worten gelegen. Er hat ausgeführt, daß es Kapstadt, 25. September.( W. T. B.) Bei de Aar und auf mit meiner Hilfe die Genehmigung zur Ausgrabung und Secierung. fchwer ist, bei den in unsrer Verwaltung üblichen Löhnen und Beber Raphalbinsel find die Blattern ziemlich start aufgetreten. Der Amtsvorsteher von Friedrichsfelde erteilte die Erlaubnis Handlungsgrundsägen gutes Wärterpersonal zu bekommen, und das hat Bisher wurden etwa 150 Fälle festgestellt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Erdbeben. Stuttgart, 25. September.( B. H.) Der Gemeinderat hat heute einen von socialdemokratischer Seite eingebrachten Antrag auf zeitweise Aufhebung der kommunalen Fleischstener abgelehnt. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 225. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 26. September 1902. englische Krepp- Industrie hat doch gar keinen Zoll und zahlt auch höhere Arbeitslöhne. Hier liegt der Schwerpunkt. Durch höhere Löhne 106. Sitzung der Zolltarif- Kommission. erhält die Industrie gute Arbeiter und wird konkurrenzfähiger. Für Berlin, 25. September. diejenigen, die Krepp 2c. zur Herstellung bestimmter Waren benötigen, ist er Rohstoff ebenso gut, wie für den Bauer DüngeDer 2. Abschnitt, mineralische und fossile Rohmittel, für Industrielle Eisen, Garn usw., ihnen wird also diefes stoffe, Mineralöle, wird zur Generaldiskussion gestellt. Halbprodukt verteuert. Statt die Zölle der ersten Lesung zu erhöhen, Antrick wendet sich gegen die in 1. Lesung beschlossenen Boll- follte man auch diese Säße streichen. fäße auf Bims stein, Schmirgel 2c.( Position 223) sowie Die Anträge Arendt und Bach e m werden angenommen. nuf Cement( Position 228). Die dafür angeführten Die Anmerkung zu 406 wird nachträglich auf Antrag Bachem dahin abgeändert, daß statt 400 M. 1000 m. beschlossen wird. Der Antrag der Nationalliberalen zu den Garnzöllen für die rn. 438/42, die Regierungsvorlage wiederherzustellen, im Falle der Ablehnung dieses Antrages in Bosition 438 zu fezen: Garn, eindrähtig, roh: bis Nr. 11 Gründe seien nicht stichhaltig. Bezüglich des Cements habe man die günstigeren Frachtverhältnisse für ausländische Cementfabriken angeführt; aber dieser Vorteil könne doch nicht durch den Boll ausgeglichen werden. Die größere Gefahr sehe er in der Ringbildung, die gefördert wird durch den Zoll; schon jezt beständen Verkaufsgemeinschaften, die preisbestimmend wirken. Holz, Steine 2c. sind schon fünstlich verteuert durch höhere Zölle, dazu verteuere man Cement, die Bindemittel die Bauten müssen teurer werden. Dadurch werde aber die Wohnungsnot gefördert. Nr. 11 bis 17 Nr. 17 bis 22 Nr. 22 bis 32 Nr. 32 bis 47 6,- M. 9,- M. 11,- M. 14,- M. 17,- M. Die weiteren Nummern nach den Beschlüssen erster Lesung, sowie die Positionen 481 und 496 werden gemeinsam diskutiert. Die Socialdemokraten beantragen zu allen Positionen Zollfreiheit. Sächsischer Geheimrat Rüger erklärt, über die Beschlüsse erster Lesung hinsichtlich der Garnzölle sei die Spinnerei- Industrie in Sachsen bestürzt gewesen; die Herabsetzung der Garnzölle ruiniere Spinnereien. Redner ersucht um Wiederherstellung der Regierungsvorlage, denn nicht nur die Spinnereibefizer würden sonst ruiniert, auch die Arbeiter würden eristenzlos. Aehnlich stehe es hinsichtlich des Bolles auf rohe Schieferblöcke. Ganz unmotiviert sei der neu aufgelegte Zoll, der eine Verteuerung der Behausung bedeute, von der auf dem Lande die Kleinbauern und Häusler, in den Städten der Mittelstand betroffen würden. Es wäre wünschenswert, in 2. Lesung Zollfreiheit eintreten zu lassen. Der Betroleumizoll wirte noch verhängnisvoller. 71 Millionen Mart würden durch den Petroleumzoll direkt aus den Taschen der Armen und Wermsten gezogen. Auch die Kleinbauern könnten an diesem Zoll erkennen, wie ihre Interessen durch ihre angeblichen Freunde geschädigt werden. Erleide das Reich einen starten Einnahmeausfall bei Beseitigung dieses Zolles, ei, dann möge sich der Staat an die Leute wenden, bei denen etwas zu holen sei, aber Bayrischer Bundesrats- Bevollmächtigter v. Geyger erklärt, auch nicht die Bedarfsartikel des Mittelstandes, der Handwerker, Klein- in Bayern sei eine Aufregung über die Beschlüsse erster Lesung ents bauern und Arbeiter vertenern. Die Gasölfabrikation wird durch standen. Die Spinnereibesitzer fürchten die Konkurrenz Englands. den Zoll ebenfalls tostspieliger; ferner wird die Textil Die Gründe brauche er hier nicht wieder vorzutragen, warum die industrie durch die Vertenerung des Schmieröls belastet. Regierungen schon in der ersten Lesung dagegen angekämpft haben; Der Staat habe dadurch allein eine Mehr Ausgabe er ersuche um Wiederherstellung der Regierungsvorlage. von über 1 Million Mark, da er Gasöl stark verbraucht. Auch die Württembergischer Bundesratsbevollmächtigter v. Schneider giebt Wassergas- Industrie wird von diesem Zoll betroffen. Noch schlimmer eine gleiche Erklärung ab. wirke fast der Zoll auf Harzöl, das zu den verschiedensten Zwecken, Graf Schwerin: Er sei in der Textilindustrie nicht sachauch zur Herstellung von Wagenfett verwendet wird, das besonders verständig, aber wenn auch unter Mitwirkung seines sachverständigen die Landleute konsumieren. Redner stellt fest, daß in Wirklichkeit der Fraktionskollegen Förster die Beschlüsse erster Lesung zu stande Zoll sich höher stelle, als man glaube, auf mindestens 12 M., die gekommen sei, sei er, Redner, doch bereit, die Unbilligkeiten dieser ausländische Wagenfett- Fabrikation werde durch ihn begünstigt, die Beschlüsse abzuändern auf einer Mittellinie, wie sie der national inländische außerordentlich belastet, furz der Zoll sei unsinnig, ja liberale Antrag beabsichtige. verrückt. Es sei bedenklich, daß die Regierung sich so den Wünschen einzelner Interesienten und Schußzöllner füge. Diese Bollpolitit müsse mit allen Sträften bekämpft werden. = v. Wangenheim fündigt an, verschiedene Anträge auf Bollfreiheit für mehrere Abschnitte, so auch für Bimsstein und Cement, Petroleum 2c. stellen zu wollen. Bachnicke spricht gegen die Zollerhöhungen, Beumer dafür. Heim verbreitet sich über die Cementindustrie und wettert gegen das brutale Vorgehen des Cementringes. Geheimrat Wermuth hebt die handelspolitische Bedeutung des Cementzolles hervor. Da Anträge zum zweiten Abschnitt sowie zum dritten Abschnitt nicht vorliegen, wendet sich die Generaldebatte dem vierten Abschnitt Alt, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Farben und Farbwaren. # Nr. 440( gebleicht 2c.) Nr. 442 Nr. 444 Wiederherstellung Nr. 452 Nr. 466 +11 M. statt+9 M. 40 M. statt 36 M. 48 M. statt 42 M. der Regierungsvorlage. 50 M. statt 40 M. 70 M. statt 60 M. 90 M. ftatt 80 M. 40 M. statt 36 M. Spahn, Herold, Beumer treten für höhere Bölle ein. Auf Antrag Gamp wird die Debatte gefchloffen. Der socialdemokratische Antrag auf Bollfreiheit wird abgelehnt. angenommen, ebenso der Antrag zu den Pofitionen 481-496, bie Die Anträge des Dreimänner Kollegiums werden Regierungsvorlage wieder herzustellen. Der se ch ste Abschnitt, Leder und Lederwaren, wird ohne Diskussion mit den redaktionellen Abänderungen der Subkommission angenommen. Der 7. Abschnitt wird ohne Diskussion angenommen. Zum 8. Abschnitt, Geflechte, referiert Wolfenbuhr über eins gegangene Potitionen, dann wird derselbe ohne Diskussion angenommen; ebenso der 9. Abschnitt( Besen, Bürsten, Pinsel 2c.) Zum 10. Abschnitt werden redaktionelle Abänderungen der Subkommission ohne Diskussion und so der ganze Abschnitt augenommen. Zum 11. Abschnitt, Papier, Pappe und waren daraus, liegen ebenfalls redaktionelle Abänderungsanträge der Subkommission vor, die ohne Diskussion angenommen werden. Die Socialdemokraten beantragen: zu Nr. 653( Habzeug aus Holz, Stroh, Espartogras, oder andren Pflanzenfasern) zu sehen: bei Pappen aus mechanisch oder chemisch bereitetem Holzstoff, au sezen: ( gelbes Strohpapier) zu sehen: ( Papier) zu setzen: zu Nr. 654 fret, frei, frei, fret. zu Nr. 656 zu Nr. 658 Stadthagen tritt für diese Anträge ein. Die Presse aller Parteien habe sich gegen die aufgestellten Zollfäße gewendet. Auch in der Papierindustrie sollen Großkapitalisten, ähnlich wie die Spinner, begünstigt werden durch höhere Bölle. In den angegebenen Konkurrenzländern liegen die Verhältnisse anders, als die Papierfabrikanten, die Bölle verlangen, angaben. Vom fulturellen Standpunkt müsse das verbilligt werden, was als Hilfsmittel zur Hebung der Boltsbildung dient. Deutschland fönne für seinen Bedarf nicht den nötigen Holzstoff liefern, sei also auf Einfuhr angewiesen. Der Zoll würde den Papierring stärken und die Buchdruckerei schädigen; die Arbeitsgelegenheit würde auch in diesem Falle vermindert, denn der Export leide unter dem Zoll, der nicht als ein Kompenjationsobjekt betrachtet werden fönne. Redner ersucht, in eine Specialdiskussion über die zu dem Abschnitt gestellten Anträge einzutreten. Der Abschnitt wird nach den Beschlüssen der ersten Lejung angenommen, ebenso der Abschnitt Bücher, Bilder, Zum 13. Abschnitt, Steine 2c., werden die redaktionellen enderungen der Subkommission, sowie die Beschlüsse der ersten Lesung ohne Discussion angenommen. Zum 14. Abschnitt, Thon waren, beantragten Blankenhorn, Bingen, Schüler, für Position 719, Drainröhren, 0,10 Mart, andre Röhren statt 0,40 1 mart. Molkenbuhr wendet sich gegen den Antrag der die kleine Landwirtschaft wiederum treffe; diefe Placereien sollte man ihr ersparen. Redner ersucht dringend, die Landwirtschaft vor dieser Belastung zu schügen. Graf Schwerin fühlt sich veranlaßt, später bezüglich der Ins dustriezölle noch ausgleichende Anträge zu stellen, wird aber in diesem Falle für die Wiederherstellung der Regierungsvorlage stimmen und stellt einen dahingehenden Antrag. Spahn wünscht auf redaktionellem Wege eine Aenderung, die der Regierungsvorlage entspricht. An der Diskussion beteiligen sich noch eine Reihe von Rednern. Arendt beantragt, in Position 720, Röhren aus Stein8eug, den 8all von 0,40 W. auf 1 M. zu erhöhen, zieht denselben aber zurück und will ihn im Plenum einbringen. Beschlossen wird, Drainröhren freizulassen und die Regie: rungsvorlage wiederherzustellen. Darauf wird die um Sigung 3 Uhr vertagt. Nächste Sigung Freitag 9 Uhr. Stadthagen: Es sei höchst auffallend, daß, nachdem in erster Lesung die Sachverständigen aller Fraktionen einig darin waren, daß die Zolljäße der Vorlage ruinierend für die Weberei feien, jetzt die Beschlüsse erster Lesung umgestoßen werden sollen. Aber es zeige sich, daß die Kapitalmagnaten der Spinnerei mehr Einfluß haben und mm Aenderungen zu ihren Gunsten durchdrücken. Daß fie eine folossale Macht haben müssen, beweisen die Klagelieder, die die Bundesratsbevollmächtigten hier erschallen ließen. Erstaunlich Gemälde. sei es, daß besonders der sächsische Vertreter, wo die Weberei durch die Spinner- Kapitalisten geschädigt werden soll und wo die Weberei für das ganze Staatswesen schwer in Betracht fommt, sich zum Vertreter der Großkapitalisten in der Spinnerei aufgeworfen habe. Für jeden sei es flar, daß hier den größten Rapitalisten mit den Zöllen ein Geschenk gemacht wird, wie seiner Zeit Münch- Ferber das fonstatiert hat, und daß die Arbeiter der Weberei Molkenbuhr schildert die in dieses Kapitel fallenden deutschen ungeheuer geschädigt würden. Die Dividenden der Spinnereien Industrien als führend auf dem Weltmarkt, die eines angeblich in Sachfen beweisen das stritte Gegenteil von einer Notlage der nötigen Schuges nicht bedürften, da sie konkurrenzfähig in jeder Be Spinnereien. Auch die Dividenden der Hofer Spinnerei ziehung seien. Herr v. Wangenheim der eine Reihe von An- find äußerst hohe, eine stete Steigerung des Gewinnes ist nachträgen gestellt hat verfahre infonsequent und willkürlich mit seinen zuweisen. Die Aufsichtsräte der Aktienspinnereien schluckten hohe Anträgen, so besonders zu Position 275( Effigfäure). Hier verlange Tantiemen. Durch ganz Deutschland haben die Webereien ohne Ausder Antragsteller sogar eine Erhöhung von 12 auf 20 M., während nahme geklagt, daß die deutsche Spinnerei zurückgegangen ist, so daß er für eine Reihe andrer Produkte Zollfreiheit beantragt. Die Eifig- ausländische Garne bezogen werden mußten. Dabei zahlen die fäure Fabrikation bedürfe des Zolles nicht. Der Zoll deutschen Spinner äußerst niedrige Löhne. Der bahrische Verauf Chlorkalk müsse beseitigt werden, schon aus hygieni- treter würde sich Daut erwerben, wenn er nachweise, welche schen Rücksichten. Hierin folge er, Redner, dem Antrage Löhne deutsche Spinnerei- Arbeiter erhalten gegenüber englischen und Wangenheim, aber nicht denen, die Zölle auf Bleizuder 2c. andern ausländischen Spinnerei Arbeitern. Es würde sich herauslegen wollen. Besonders die Zölle auf Ruß, Buch- stellen, daß die Deutschen überhaupt elende Arbeitslöhne, wahre Druckerschwärze, Buchdruckfarbe müßten fallen, ebenso Gerbstoff- Hungerlöhne, erhalten. Wenn die Sachverständigen sogar Egiralte. Es sei widerfinnig, Zölle auf Rohprodukte zu legen, aus der konservativen und nationalliberalen Partei diese Zuwährend man Fertigprodukte zollfrei läßt. Noch wunderlicher seien stände in der ersten Lesung so flarlegten, ist es um so erstaun die inzwischen eingegangenen Anträge Arndt- Beumer, Die licher, wenn diefelben, Parteien jegt die Lage der Beberei Brom, das jetzt zollfrei sei, mit einem 8oll von verschlechtern wollen durch höhere Garnzölle. Der konservative Ab100 Mart belegen wollen. Das Bromfartell hat geordnete Först er erklärte damals, daß man den Webereibefizern feiner Beit maffenhaft Brom in Amerita auf nicht zumuten könne, nachdem ihre Arbeiter durch Zölle auf Kongreß französischer Post- und Telegraphenbeamten. gekauft und es vernichten lassen, damit es hohe Lebensmittel schwer belastet seien, sie dieselben nun in Preise den Konsumenten diktieren konnte. Diefes noch schlechtere Lage versezen sollten durch Paris, 21. September.( Eig. Ber.) Die französischen unteren kulturfeindliche Verfahren dürfe nicht noch staatlich unterstützt werden, erabsetzung der Löhne, die die hohen Zölle auf Bost- und Telegraphenbeamten haben dieser Tage in der Pariser denn es schädige eine ganze Reihe von Industrien, die Brom be- Garne zur Folge haben müßten. Arbeitsbörse ihren Jahreskongreß abgehalten. Sie genießen volle nötigen. Man darf nicht den Zolltarif benutzen, um einem halben Nun steht fest, daß obendrein die deutschen Spinnereien den deutschen Koalitionsfreiheit nicht nur auf dem Papier, sondern auch Dugend Großkapitalisten Millionengefchenke in die Tasche zu Bedarf nicht decken können, ausländische Garne bezogen werden müffen. in der Wirklichkeit. Ihre Organisation umfaßt gegenwärtig schieben. Die Herren vom Bromfartell mögen eine Rech Mit jedem Zoll auf Garne wird der Export der Webindustrie unter- etwa 19 000 Mitglieder erstreckt sich auf 71 mung vorlegen, wie viel viel ihnen eigentlich noch eigentlich noch zur Be- bunden, auch die Wakerei sei dem Verderben preisgegeben. Die den 86 Departements Frankreichs. Und ihre Forderungen finden friedigung ihrer Gewinnfucht fehlt, dann dann fann ihnen der Bersumpfung der Spinnerei durch Zölle ist notorisch. Zum Schußze Gehör bei Negierung und Parlament. So hat sie an GehaltsStaat beffer direkt das Geschenk machen. Sieg habe als Agrarier der Rückständigkeit einer Industrie ist der Zoll nicht da. Wie kann aufbesserungen und sonstigen Zuwendungen eine Summe von circa den Antrag mitunterzeichnet, der einen Zoll von 1 M. auf man, wie der sächsische Vertreter, da die Stellung ein- 3 Millionen Frank für 15 000 Beamten erwirkt. Ein Pariser BoſtSchwefelsäure legen will. Dadurch werden die künstlichen nehmen, die hohen Dividenden der Spinner zu schüßen, einnehmer, der als Gast erschien, sagte in seiner BegrüßungsDüngemittel( Superphosphate 2c.) verteuert, zu denen Schwefel- während die in der Weberei beschäftigten Weber dadurch ansprache, daß die Unterbeamten sich besser auf die Wahrnehmung säure verwendet wird. So wütet man besonders gegen den aus Hungerfuch geliefert werden. Die Spinnerei beschäftigt ihrer Interessen verständen als die( in einer andren Organisation kleinen Landwirt! Die chemische Industrie benötigt keine mur ca. 75 000 Arbeiter in Deutschland, die Weberei dagegen über gruppierten) höheren Bostbeamten. Bölle, es beißt fulturfeindlich handeln, hier Zölle aufzustellen. 300 000. In der ersten Lesung standen sich Fachleute der Spinnerei Der Kongreß war von über 200 Delegierten beschickt, die Die Generaldebatte schließt. Die Specialdiskussion über die vor und Weberei gegenüber und aus den gegenseitigen Darlegungen die verschiedenen Beamtenkategorien vertraten und in die entliegenden Anträge wird abgelehnt. Die vorgeschlagenen redaktionellen fam die übergroße Mehrheit zu dem Entschluß, die ungeheuer- sprechenden Amtsuniformen gekleidet waren. Aenderungen der Subkommission werden angenommen, damit ist der lichen Forderungen der Spinner zurückzuweisen. Die Mächte. Bensionsfrage. Für die Briefträger aller Rangstufen wurden GehaltsDie wichtigsten Beschlüsse beziehen sich auf die Gehalts- und Abschnitt erledigt. die für die Dividendenschluder eintreten, haben in der Die Generaldebatte wird über den fünften Abschnitt: Zwischenzeit unheilvoll gewirkt. das zeigen die Erklärungen erhöhungen gefordert, und zwar vier Gehaltsgrößen festgestellt: das zeigen die Erklärungen 800-1200 Fr. für die ländlichen und lokalen Briefträger, 1200-1600 Fr. Tierische und pflanzliche Spinnstoffe und Waren daraus der Regierungsvertreter; um so nötiger ist es, eröffnet. bei den Beschlüssen der ersten Lesung stehen zu bleiben, sondern für die Briefträger- Ginnehmer, 1400-1600 Fr. für die Brigadiers, 1400 Stadthagen ersucht, in eine Specialdebatte der Bofitionen 8ollfreiheit auf Garne zu beschließen. Es ist unerhört, wenn die bis 2000 Fr. für die Oberauffeher. Dann wurde die Erhöhung einer Reihe nach dem Vorgehen beim vorigen Abschnitt bei dem 5. Abschnitt nicht reichen, mächtigen Spinnereibesiger, die schlechte Löhne zahlen, hier von„ Entschädigungen" votiert, so für das Schuhwerk der Briefeinzutreten. Heute sei die Zusammenseßung der Kommiffion eine noch wagen, um noch höhere Dividenden zu erzielen, höhere Bölle träger( 30-50 Fr.), für die Reisekosten der Postwagen- Beamten usw. ganz andre, als in der ersten Lesung; die Fachleute fehlen in mehreren zu verlangen. Eigentlich sollten wir Sie bitten, wenn Sie höhere Die volle Pension soll nach 20 Dienstjahren ohne Rücksicht auf das Fraktionen; Beschlüsse würden Zufallsmajoritäten ergeben, die die Bölle befchließen wollen, die Säße zu verdoppeln, dann würde Alter bewilligt werden und die proportionale Bension( im Verhältnis beffere Regung, die sich in der ersten Lesung in der Kommission der Zolltarif den gesamten Arbeitern der Textilindustrie noch zu den Dienstjahren) nach 15 Dienstjahren ohne Rücksicht auf die bezüglich der Textilzölle gezeigt habe, zu nichte machen könnten. verhaßter, als er es jezt schon ist. Ich bitte jedoch, in Arbeitsfähigkeit. Befchloffen wird froßdem. die Specialbistuifion über die vor erster Linie für Bollfreiheit zu stimmen, aber durchaus keine Erhöhung liegenden Anträge der Subkommission, sowie der Abgeordneten Bachem gegen die erste Lesung zu beschließen. und Arendt zu eröffnen. Arendt beantragt auf Kunstseide Zollerhöhungen von 20, Bachem wendet sich gegen die Zollerhöhung. Dagegen beantragt er selbst zu Position 406, undichte Gewebe. ganz oder teilweise aus Seide( Gaze. Krepp, Flor und dergl.). eine Erhöhung der Zollfäße der ersten Lesung von 400 auf 1000 art und von 1000 auf 1500. Werde dieser Zoll nicht bewilligt, dann sei die ganze Kreppindustrie ruiniert, die Arbeiter würden auf die Straße gefeßt.( Widerspruch.) 40 und 60 m. auf 30, 60 und 90 M. Geheimrat Lufeusky empfiehlt die Anträge Arendt und Bachem. Molkenbuhr wendet sich gegen diese Zollerhöhungen, die, um mit dem konservativen Abg. Förster zu reden, zur Bersumpfung führen würden. Die in Betracht kommenden Industrien seien Ausfuhrindustrien, die ein gutes Ansehen und Absatzgebiet haben. Verschaffen wir durch den Zoll den KunstseideFabrikanten höhere Einnahmen, schädigen tuir doch ben Export und diejenigen Industrien, denen δας wir damit Rohprodukt verteuern. Bachem hat die Vernichtung der deutschen Krepp- Industrie durch die englische Konkurrenz in Aussicht gestellt, wenn der höhere Zoll nicht angenommen werde. Aber die nur Geheimrat Wermut schließt sich im Namen der Reichsregierung den Erklärungen der übrigen Regierungsvertreter an, die Beschlüsse erster Lesung seien für die Reichsregierung außerordentlich bedenklich. Redner polemistert gegen Stadthagen und tritt für die Regierungsborlage ein. und unter dahingehender Antrag ist in der Deputiertentammer bereits einFerner wurden zwei Wochen Ferien im Jahre gefördert. Ein gebracht. Der Kongreß wählte eine Delegation, die der Budgetfommission der Kammer die Forderungen der Unterbeamten übermitteln soll. Réveil des sousagents", rebigiert und herausgegeben vom linksDas Fachorgan der Unterbeamten bleibt nach wie vor der radikalen Deputierten Arbouin- Troyes. Ein Antrag auf Gründung Das Dreimänner- Kollegium Paasche, Graf Schwerin und eines eignen Organs oder Uebernahme des Arbouinschen Blattes Spahu hat weitere Anträge eingebracht: Nr. 438 wie folgt zu faffen: eindrähtig, roh: bis Nr. 11 englisch über Nr. 11 bis 17 Nr. 17 bis 22 " Nr. 22 bis 32 6,- M. 8,- M. 11,- M. 14,- W. " Nr. 32 bis 47 Nr. 47 bis 63 Nr. 63 bis 83 Nr. 83 bis 102 2 Nr. 102 " 18,- M. 22,-. 28,- M. 34,- M. 40,- M. für den Fall der Annahme des Antrags Nr. 431 der KommissionsDrucksachen die Nummern 440, 442, 444, 452, 466 zu fassen: " wurde abgelehnt und nur die Herausgabe eines Bulletins für die Gewerkschaftsmitglieder beschlossen. Uebrigens sind die organisierten Post- und Telegraphen- Unterbeamten wohl in ihrer großen Mehrheit socialistisch gesinnt. In einer Resolution entbot der Kongreß seinen„ brüderlichen Gruß dem französischen und dem internationalen Proletariat" inter einem Hochruf auf die Einigung der Arbeiter und auf die demokratische und sociale Republik". Die Ansprachen von zwei socialistischen Gästen, des früheren revolutionär- socialistischen Abgeordneten Groussier und des Jaurèsisten Clauzel, wurden von den Delegierten mit begeistertem Beifall aufgenommen. Der Kongreß ging auseinander unter den Klängen der Internationale", des revolutionären Liedes des französischen Proletariats. Ansichten. " Urteil überlassen. 21 Partei- Nachrichten. " " = Metallarbeiter! Die sämtlichen Kollegen bei der Firma Frost . Söhne, Wilhelmstraße, haben wegen systematischer Verschlechterung der Accordpreise die Arbeit einmütig niedergelegt. Schlosser, Gürtler, Dreher, Ciseleure und Hilfsarbeiter. 85 au der Bahl. Die Kollegen fordern, um vor den fortgesetzten Verschlechteungen im Accord geschüßt zu sein, ihren Lohnabschlag um 5 Pfg. pro Stunde zu erhöhen. Zuzug ist streng fernzuhalten. Naum des Blattes. Dentsches Reich. Ausland. bie Socialdemokratie direkt umb inbireft schwere Vorwürfe erhoben. Tárbeit, sondern auch gut einem immer stärker werdenden Unterbieten Daraufhin veranstalteten unsre Bamberger Parteigenoffen eine Ver- der eignen Arbeitskraft geführt, so daß gegenwärtig die schlimmsten Die Befriedigung über die Ergebnisse des Parteitages, fammlung mit der Tagesordnung: Centrum und Socialdemokratie" Mißstände gerade in dieser Hinsicht herrschen. Obwohl bereits öfter die wir aus der bis dahin citierten Parteipresse schon in unsrer und Inden den Herrn Dr. Schädler, der in Bamberg seinen Anläufe zur Abschaffung der Accordarbeit gemacht seien, so habe sich borgestrigen Nummer tonstatieren konnten, tommt auch in den Wohnsiz hat, dazu ein, damit er die Vorwürfe vor der diese doch immer wieder eingenistet. Wohl jeder sehe ein, übrigen Organen der Partei zum Ausdruck. Es ist ja auch begreif- Allgemeinheit begründe. Als Referent für die Versammlung daß es so nicht weiter gehen könne; um aber eine Gesundung der lich; die drei für das Parteileben und für die Arbeiterklasse so wurde Genosse Bebel gewonnen. Dr. Schädler schrieb im jetzigen Verhältnisse herbeizuführen, müsse mit vereinten Kräften die wichtigen Gegenstände der Reichstagswahlen, der Kommunalpolitit legten Moment den Einberufer, daß daß er der Einladung Umivandlung der Accordarbeit in Lohnarbeit erstrebt werden. und der Arbeiterversicherung, die den Parteitag beherrschten nicht Folge leisten werde, da er feine Veranlassung dazu habe. Er Ein festgeregelter Stundenlohn von 80 Pf. bei neunstündiger und ihm sein Gepräge gaben, zeigen die Partei in ihrer hält es also für mutiger, aus sicherem Hinterhalte Vorwürfe zu Arbeitszeit, das sei bis auf weiteres das beste Mittel, um die Einheit und Geschlossenheit. Die Diskussion Einst waren auch diese Fragen erheben, die er vor der Oeffentlichkeit nicht begründen kann. Bebel Verhältnisse im ganzen Berufe wieder zu ordnen. principielle Streitfragen; das ist heut längst überwunden beleuchtete die heuchlerische Arbeiterfreundlichkeit des Centrums in war eine äußerst lebhafte. Sämtliche Redner betonten energisch die und es bestehen nur über Einzelheiten von geringer Bedeutung 21/ 2stündigem Vortrage in der trefflichsten Weise und ging besonders zwingende Notwendigkeit des geeinten Vorgehens aller drei Gruppen. Meinungsverschiedenheiten, deren Beseitigung eben die Aussprache mit Dr. Schädler scharf ins Gericht. Die aus über Das Resultat dieser Aussprache war die bereits mitgeteilte Annahme dienen soll, die aber durch die Pragis immer wieder neu geboren 2000 Personen bestehende Versammlung stimmte ihm be eines Antrages, laut dessen überall dort, wo die Rabizputz-, Luginowerden müssen, weil die Praxis immer neue Anforderungen stellt, geistert zu. Von den zahlreichen anvesenden Gegnern und sogenannte Rauharbeiten nicht im Lohn zu 80 Pf. pro Stimde neue Fragen aufwirft. leistete niemand der Einladung, Bebel zu widerlegen, Folge. bei neunstündiger Arbeitszeit, sondern in Siccord ausgeführt werden, Diese drei Gegenstände werden denn auch allgemein von der Es wurde gegen 2 Stimmen eine Resolution angenommen, die sich am Donnerstagmorgen die Arbeit niedergelegt werden solle. Parteipreffe als die wichtigsten hervorgehoben und man ist in der mit Bebels Ausführungen einverstanden erklärt und verlangt, daß Eine Regelung der Spannarbeiten soll in der nächsten SpannerBeurteilung ihrer Behandlung durch den Parteitag einig. Dem die focialistischen Forderungen mit aller Energie propagiert werden. Bersammlung erfolgen. unt, bie neue Beit nicht viel, daß über den Wert der Debatte Im Centrum wird eine Partei erblickt, die bestrebt ist, die heutigen gegenüber verschlägt es und die„ Socialistischen Monatshefte" die unhaltbaren Zustände mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten und Meinungen etwas auseinandergehen. Die Verschiedenheit dieser durch ihre bildungsfeindliche Haltung, durch Förderung des MiliWertung ist von gleicher Qualität, wie die Verschiedenheit der in tarismus, durch ihren Widerstand gegen jede ernste Socialreform, dieser Debatte auf dem Parteitage selber zum Ausdrucke gekommenen durch ihre Haltung in der Zollfrage die Lage der arbeitenden Klasse unerträglich zu gestalten sucht und deshalb hauptsächlich durch AufDen besten Maßstab für die Bewertung dieser Meinungs- klärung der weitesten Kreise der Arbeiterklasse nach Kräften bekämpft verschiedenheiten bildet ja gerade die principielle Einheit des Partei- werden müsse. Centralverband der Graveure Deutschlands. tages in den drei großen Arbeitsthemas und die Einstimmigkeit des In Bayreuth referierte Genosse Reichstags Abgeordneter Urteils der Parteipresse über die Haltung des Parteitages in diesen gedebour in einer massenhaft besuchten Volksversammlung über Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. drei Fragen. Der Wille zur Einheit ist vorhanden und wo Der Streit der Täschner in der Lederwaren- Fabrik von fich jeder deffen bei jeder Gelegenheit ebenso bewußt bleibt, wie der den Stampf des Volkes gegen Lebensmittelverteuerung und Reaktion. Ostar Tüger, Alegandrinenstr. 93/94, dauert unverändert fort. fich jeder desfen bei jeder Gelegenheit ebenso bewußt bleibt, wie der Der Reichstags- Abgeordnete für Bayreuth, Prof. Hagen sowie Buzug streng fernhalten. Die Lohntommission. Notwendigkeit der Einheit, da können die thatsächlich vorhandenen die Landtags- Abgeordneten Casselmann und Dörnhöfer Meinungsverschiedenheiten über Einzelnes niemals zur Trennung waren zur Versammlung eingeladen, um darüber Rede zu stehen, führen. wie sie sich zu den Raubgelüften des Junkertums verhalten und was Den Hamburger Bau- Unternehmern war es gelungen, Die Parteipreffe ist selbst einig in dem, was auf dem Parteitage sie zur Abhilfe der Fleischtalamität zu thun gedenken. Die Herren während des Lohnkampfes eine Anzahl Arbeitskräfte von auswärts, unterblieben ist: die Behandlung der bayrischen Wahlrechtsfrage. Daß die Münchener Post" mit der von uns dafür gegebenen Er- 30gen es aber vor, nicht zu erscheinen. In einer Reſolution wurde besonders aus Destreich, nach Hamburg zu locken, die auch jetzt noch flärung nicht übereinstimmt, ist ja ganz natürlich. Wir hatten ge- gegen jede Bollerhöhung auf Lebensmittel protestiert und die gänz- daselbst in Arbeit stehen. Der aufklärenden Einwirkung der Hamburger Arbeiter ist es aber gelungen, die östreichischen Arbeitsmeint, die bayrischen Genossen hätten gesehen, daß in den weitesten liche Aufhebung der städtischen Fleischaufschläge verlangt. Parteitreisen das Verhalten der bayrischen Genossen in dieser Frage Sein fünfundzwanzigjähriges Geschäftsjubiläum feierte willigen über das Unsolidarische ihrer Handlungsweise zu belehren und sie zum Verlassen Hamburgs zu bewegen. Am Mittwoch fand als ein Fehler betrachtet würde, und das würde ihnen genügen. Die heute, so schreibt das Hamburger Echo unterm 24. d. M., eine Versammlung der zur Zeit in Hamburg beschäftigten Münchener Post" meint umgekehrt, das Unterbleiben der Wahlrechts- unser Storrektor Hermann Schween, der im Nebenamt" auch öftreichischen Maurer, Zimmerer und Hilfsarbeiter statt, die Debatte beweise, daß die außerbayrischen Genossen zu der allsountäglich den Scharfsinn der Leser als" Rätselontel" auf die nach lebhafter Aussprache eine Resolution annahm, worint Ueberzeugung gekommen seien, man müſſe 111111 doch erst Probe stellt. Als ein Muster von Pflichttreue und Zuverlässigkeit hat gefagt wird: Die östreichischen Maurer haben einsehen abwarten, ob ein Fehler gemacht worden sei. Wie gesagt, wir ver- Schween nunmehr ein Vierteljahrhundert hindurch einen Boften be- gelernt, daß sie den deutschen Berufsgenossen gegenüber unstehen es, daß die„ Münchener Post" der Sache diese Wendung fleidet, der hohe Ansprüche an die Tüchtigkeit stellt, und in diesem kollegialisch gehandelt haben. Sie hätten Hamburg längst verlassen, zu geben versucht, aber es lohnt nicht mehr, jezt darüber zu streiten, langen Zeitraum hat Schween sich nicht nur seiner beruflichen Auf- wenn nicht die Unternehmer mit Hilfe der Polizei- Organe alle warum der Parteitag nicht darüber streiten wollte. Genug, er hat gabe stets gewachsen gezeigt, sondern auch die Pflichten eines Mittel angewandt hätten, dies zu verhindern. Auf Grund dieser es nicht gethan womit auch die Münchener Post" zufrieden ist Parteigenoffen in vollstem Maße erfüllt. In den bösen Zeiten, Erfahrungen sind die noch in Hamburg weilenden Wiener Maurer and es bleibt wirklich der zukünftigen Erfahrung das endgültige als die Handhabung des Socialistengesetzes jedes socialistische zu dem Entschluß gekommen, mit Ende dieser Woche in ihre Heimat Zeitungsunternehmen in Frage stellte, als das Hamburg- Altonaer zurückzukehren. Diese Befriedigung über die Ergebnisse des Parteitages kommt Boltsblatt", für das Schween engagiert worden, unterdrückt war, als selbst in einem bisher von der Elberfelder Freien Preffe" und der Mann für Mann die socialistischen Redacteure ausgewiesen wurden, Erhebungen über Lohn- und Arbeitsbedingungen verBremer Bürgerzeitung" übernommenen Artikel der Korrespondenz da bejam sich Hermann Schween keinen Augenblick, die Nach- anstaltet der Glasarbeiter- Verband und der Holzarbeiter- Verband. des Genossen Parvus zum Ausdruck. Obwohl diese Thatsache folgerin des unterdrückten Blattes, die Gerichtszeitung", ver- Die Erhebungen des ersteren sollen am 15. Oktober abgeschlossen immerhin erwähnenswert ist, hätten wir die besondere Erwähnung antwortlich zu zeichnen und die Gefahr, die dem Redacteur drohte, sein, während der Holzarbeiter- Verband seine Aufnahmen im De dieser Artikel doch unterlassen, wenn nicht eine Stelle darin, die auf sich zu nehmen. Als selbstverständliche Pflicht hatte er es be- zember machen wird. allerdings nur von der Bremer Bürgerzeitung" und zwar ohne trachtet, in die Bresche zu springen, und von demselben Pflicht- Der Verein der Eigarrenfortierer giebt seit dem 15. d. M. jedes Wort der Kritik wiedergegeben wird, eine entschiedene Zurück- gefühl beseelt, hat er die langen Jahre hindurch unter stets ein eignes, monatlich einmal erscheinendes Organ heraus unter dem weisung verdiente. Parvus behandelt die Frage des Achtstundentages, wechselnden Verhältnissen dem Parteiorgan feine Kraft gewidmet. Titel„ Der Organisator". Bisher hatte der Verein seine Publikationen und dazu heißt es in den Artikel: Manche Wandlungen hat er gesehen, und aus dem Lokalblatt, das im„ Kabakarbeiter", dem Organ des Tabatarbeiter- Verbandes, erDer Standpunkt, den einzelne Fraktionsmitglieder in der dreimal in der Woche erschien, ist im Laufe der Zeit ein großes scheinen lassen. Dieser entzog aber jetzt dem Sortiererverein den Frage eingenommen hatten, reizte allerdings zum Widerspruch. Tagesorgan geworden, das bei seinen 32 000 Abonnenten zu den Schärfer als auf dem Parteitage geschah es in einem Artikel der einflußreichsten politischen Blättern Deutschlands zählt. Mit ungeLeipziger Volkszeitung". Gewiß würde in der Darstellung von schwächter Kraft hat unser Hermann Schween zu seinem Teil mitBebel die Sache denn doch etwas anders aussehen, als in der gearbeitet, und er hat sich immer als ein zuverlässiger Parteigenosse Streiks und Aussperrungen im Jahre 1901 in England. Wiedergabe von Edm. Fischer. Auf alle Fälle aber ist Auf- und tüchtiger Arbeiter bewährt. Von dem gesamten Geschäftspersonal Nachdem im Februar die vorläufigen Resultate über die Streifs klärung dringend notwendig, ob wir noch am Achtstunden- und von der Geschäftsleitung wurde dem Jubilar die gebührende des Vorjahres bekannt gegeben sind, veröffentlicht nunmehr das tag festhalten oder ihm den Zehnstundentag vorschieben. Diese Ehrung zu teil. Arbeitsamt die endgültig festgestellten Resultate. Danach beläuft Aufklärung geschieht am besten durch Vorlage des Gesezentwurfs. sich die Zahl der im Jahre 1901 begonnenen Streits auf 642; die Alle dagegen geltend gemachten geschäftsordnungsmäßigen Bedenken 179 546 Personen, die daran beteiligt waren, verloren insgesamt treffen neben das Ziel: nichts steht dem im Wege, daß der Gesetz- Ein lustiges Agitationsabenteuer hatten die Genossen Raub und 4142 287 Arbeitstage. Weder in Bezug auf die Zahl, noch auf den entwurf ausgearbeitet und vorgelegt wird wann er nachher auf Ebert von of am vergangenen Sonntag. An den Wahlkreis Hof Umfang der Streits zeichnet sich das Berichtsjahr irgendwie aus; die Tagesordnung kommit, wird sich schon zeigen. Auch wird die grenzt ein Teil des preußischen Wahlkreises Erfurt an; in diesem auch einzelne Streiks, die besonders hervorgetreten wären, find nicht zukünftige Frattion der gegenwärtigen sehr dankbar sein, wenn sie winkel wird seit Jahren die schriftliche Agitation von den Hofer vorgekommen; auch die Gesamtzahl der verlorenen Arbeitstage blieb von ihr einen fertigen Gefeßentwurf übernimmt sie wird Genossen besorgt, da die Arbeit von Hof aus bequemer und mit hinter dem Durchschnitt zurück, überſtieg aber doch um etwas die sich dann nicht vier Jahre lang mit Beitmangel geringeren Stoften gemacht werden kann. Die beiden genannten Ge- des Vorjahres. Die folgende Tabelle giebt einen Vergleich zwischen entschuldigen müssen, um im fünften zu er nossen gaben sich um am Sonntag der üblichen Thätigkeit hin, in den Jahren von 1897-1901: klären, daß sie jest, vor den Wahlen, erst recht der Gegend den Agitationskalender Thüringer Landbote" zu verbreiten. teine Zeit habe, den Entwurf auszuarbeiten." Schon hatten sie Blankenberg und Bohtiga" gemacht" und wollten num Wenn Parvus diese ungehörigen Verdächtigungen der Fraktion auch das idyllisch belegene Sparrenberg besuchen, als sie vernahmen, daß allein in seiner Korrespondenz ausgesprochen hätte, so hätten wir der Gendarm ihnen auf den Fersen sei. Im Dorfe selbst gelang es Jahr begonnenen teiligten Personen in jedem Jahr weiter kein Wort dazu gesagt; dem Manne ist nicht zu helfen. Man ihm nicht, fie abzufangen, worauf er ihnen den Weg abschnitt und kann im Zweifel darüber sein, ob er sich nur nicht der Bedeutung die Arglosen gerade in dem Momente, als sie die Grenze überseiner Worte vollständig bewußt ist oder ob er thatsächlich die schreiten wollten, durch ein donnerndes Halt au den Boden fesselte. Absicht hat, der Reichstags- Fraktion vorzuwerfen, daß fie Partei- Er hielt ihnen ihr verbrecherisches Thun vor und bemerkte auf den grundsäge hinterlistig verrät und das mit formalen Entschuldigungen Einwand, daß nach§ 43 der G.-O. das Verteilen des Kalenders zu verdecken, die Partei mit leeren Ausreden über ihre wirk gestattet sei, er müsse sich erst überzeugen, ob die Büchlein nichts Lichen Absichten zu täuschen sucht. Ein Parteiblatt aber sollte sich Strafbares enthalten. So wurde denn mitten im Walde ein Lager doch der Bedeutung solcher Behauptungen bewußt sein. bezogen und der Herr Gendarm machte sich daran, den Kalender Die Behauptung ist thatsächlich in den von uns durch den auf seine Strafbarkeit zu prüfen, und fast jede Seite Druck hervorgehobenen Sägen enthalten. Wenn gejagt wird, es sei erregte den Zorn des Gewaltigen. Diese Prüfung dauerte dringend notwendig, daß durch die That, durch Vorlegung des 14 Stunden und dazu machte der Herr Gendarm Randglossen Gefeßentwurfs Aufklärung darüber gegeben werde, ob wir, das ist über die Socialdemokratie im Stile der Kasernenhofblüten. Schiffsban- Industrie mit 1,8 Proz. beteiligt. in diesem Falle die Fraktion, noch an dem Achtstundentage feft- Er erklärte die Partei für eine große Lüge", die Nosa Luxemburg Die Ursachen der Streits waren in der überwiegenden halten, so bedeutet das, daß wir ohne diese That nicht mehr glauben sei die größte Lügnerin, das habe sie erst in München wieder be- Bahl der Fälle Lobuftreitigkeiten, in 62,6 Broz. aller Streifs tönnen, day die Fraktion noch den Achtstundentag will. wiesen, der Abg. Neißhaus sei ein Maulheld und Ausbeuter, der handelte es sich um solche und 52,8 Proz. aller direkt beteiligten Und der Schlußsatz des Citats enthält im Zusammenhang fönne ihm den Buckel runter rutschen mit Gummischuhen", alle Personen waren in solche verwidelt. Der Geschäftsgang war in mit dem erwähnten Sage dann die Behauptung, daß die Angaben der Verbrecher, die auf der Straße rumlaufen, seien Social- diesem Jahre ein viel schlechterer als in den Vorjahren und so hatten Fraktion über die Gründe für ihr Verhalten nur Ausreden seien. demokraten. Die Stub jammert, wenn ihr das Junge genommen sich die Arbeiter in den meisten der Lohnstreiks gegen Herabsetzung Wir können nur annehmen, daß die Redaktion der Bremer Bürger- wird, aber Ihr Socialdemokraten wollt den Eltern die Kinder der Löhne zu wehren, während nur wenige Stämpfe um eine ErZeitung" diesen Absatz in dem Artikel nicht genügend beachtet hat; nehmen und sie in Zuchthausanstalten erziehen." Als die zwei Ge- höhung derselben geführt wurden. wir können nicht glauben, daß sie mit Absicht der Fraktion eine solche nossen, die sich dabei höchlichst amüsierten, ihn fragten, aus welchem Dementsprechend waren auch die Erfolge mehr auf seiten der gänzlich unangebrachte und unberechtigte Unterstellung machen wollte. Schmöder er denn seine Kenntnisse über die Socialdemokratie Unternehmer: Der Förderung unsrer Sache dient das wahrhaftig nicht. geschöpft habe, erklärte er mit belustigender Harmlosigkeit, das Zu Gunsten derselben verliefen 33,81 Proz., zu Gunsten der Bedeutende Wahlerfolge hat die Partei bei den Wahlmänner- habe er in Bellamys Roman Gin Rückblick auf das Arbeiter 27,50 Proz., durch Kompromiß endeten 36,75 Broz, untNahezu drei Viertel wahlen zur Landtagswahl im Großherzogtum Oldenburg er- Jahr 2000" gelesen." Die Socialdemokratie will Thron und gewiß und unerledigt blieben 1,99 Proz. rungen. Diese Wahlen haben am 18. und 19. September statt- Altar umstürzen, aber nur über meine Leiche geht aller Konflikte sind durch unmittelbare Unterhandlungen zwischen Bertretern der Beteiligten zu Ende geführt worden; die solcher Art gefunden. Im Wahlkreis Rüstringen, in dem der alte Parteiort der Weg zum Thron!" rief er aus. Die beiden Genossen wurden schließlich notiert, ebenso auch der beendeten Streits umfaßten insgesamt 80 Broz. aller an Streits bes Bant liegt, wurden sämtliche socialdemokratische Wahlmänner gewählt. Die Folge ist die Wahl von drei Abgeordneten noch strafummündige Sohn des Genossen Rauh, der seine jungen teiligten Personen. in den Landtag. Im Wahlkreis Delmenhorst wurden fünfzig flinken Beine dazu benugt hatte, die entlegeneren Häuser mit Kalendern socialdemokratische Wahlmänner gewählt. Es fehlten nur zu versorgen. Das hinderte die Schwerverbrecher jedoch nicht, auch das noch fünf Wahlmänner, dann hätte unsre Partei die abfolute Mehr- nahe Gefell noch mit dem staatsgefährlichen Kalender zu überheit auch hier gehabt. Ob bei den scharfen Gegensätzen, welche schwemmen. dort herrschen, zwischen unsrer Partei und den Liberalen ein Kompromiß zu stande kommt, so daß man unsren Parteigenojien zwei Abgeordnete- Polizeilicher Unternehmerschuh. Als jüngst in einer fonzediert, ist sehr fraglich. Bemerkenswert ist, daß in drei rein ländlichen Wahlbezirken die socialdemokratischen Wahlmänner gewählt wurden. Außerdem wurden in mehreren Orten socialdemokratische Wahl männer gewählt oder Stimmen für solche abgegeben, in denen das bei den früheren Wahlen nicht der Fall war. Dieser Wahlausfall zeigt, daß es überall vorwärts geht, daß die bisherige Thätigkeit des einzigen Socialdemokraten in dem Parlament dieses kleinen Bundesstaates und die Fehler unsrer Gegner in den letzten Jahren, vor allem die Erhöhung der Civilliste, ihre Früchte getragen haben.. In werden dem nächsten Landtage, der im November zusammentritt, also sicher drei, möglicherweise fünf Socialdemokraten figen, während bisher nur einer darin saß. 7 Der Gendarm von Sparrenberg. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Bersammlung in Delsnig i. V. ein Redner die standalöfen Mißstände auf dem Gebiet der Lehrlingsausbeuterei bei einer Teppich fabrik besprach, sprang der Ueberwachende auf und erklärte:„ Namen dürfen nicht genannt werden!" Das Verfahren des Beamten ist ganz ungeseglich. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zahl der Zahl der an den Streiks beDauer der Streits in Arbeitstagen Streits direkt 1897 1898 864 711 167 453 200 769 729 138 058 1900 648 642 135 145 111 437 62 814 53 138 42 159 53 393 68 109 indirekt insgesamt 230 267 253 907 180 217 188 538 179 546 10 345 523 15 289 478 2516 416 3 152 694 4 142 287 1899 1901 An den Streits am meisten beteiligt war die Bergbau- und die Steinbruch- Industrie, nämlich mit 112 981 oder nahezu 63 Proz. der Berfonen, die Baugewerbe waren mit 1,2 Proz., die Metall- und In einem besonderen Kapitel wird die Thätigkeit der permanenten Nach den Berichten von 58 Aemtern Einigungsämter gewürdigt. wurden diese im Jahre 1901 in 1405 Fällen angerufen; uur in wenigen derselben tam es zu einer Arbeitseinstellung. 661 dieser Konflikte wurden schließlich ohne Mitwirkung des Einigungsamtes geregelt oder die betreffenden Anträge wurden zurückgezogen und 39 waren am Ende des Jahres noch in der Schwebe. Von den verbleibenden 685 Fällen wurden 503 durch die Einigungsämter oder Komitees, 182 durch Schiedsrichter erledigt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 912 1hr abends statt. 3. 100. Geräucherter Schinken darf von Dänemark eingeführt werden, natürlich gegen Boll; Wurst nicht( auch nicht geräucherte.) R. E. Die Angelegenheit zwischen den beiden Direktoren Busch Die Lohnverhältnisse der Nabitpuyer, Spanner und und Schumann hat sich in der Nacht zum 13. April 1900 auf dem Anhalter Plattenaufseter wurden in der am Mittwoch abgehaltenen Ver- Bahnhof abgespielt. Bebels Abrechnung mit Dr. Schädler. Der Centrums sammlung dieser Berufsgruppe folgendermaßen dargestellt: Es A. B. Vor Jahren haben wir vor der Kaffe Wohlfahrt" gewarnt und abgeordnete Dr. Schädler hat bekanntlich auf dem Mannheimer handelt sich hier um ein verhältnismäßig neues Gewerbe. Als sich zum Austritt durch eingeschriebenen Brief aufgefordert. Da Ihre Frau Katholikentage fein Bebauern darüber ausgedrückt, daß Vollmar und die neuen Wände im Baufache einzubürgern begannen, haben die diese wiederholten, in diesem und in lokalen Teil erlassenen Warnungen unbeachtet gelassen hat, ist sie nunmehr leider zur Zahlung verpflichtet, es Bebel leider den Festzug der katholischen Arbeiter nicht gefehen Rabigpuyer pro Quadratmeter Wand bis zu 8,50 M. erhalten. Durch sei denn, sie war im Jahre 1901 noch minderjährig E. 2. 22. Auf hätten, um sich zu überzeugen, daß nicht alle Arbeiter auf die Konkurrenz der Unternehmer wie auch besonders durch die AccordGrund des ergangenen Urteils fönnen Sie beim Amtsgericht Pfändung und die rote Fahne schwören, sondern daß noch Hunderttausende der arbeit sei der Preis aber bereits auf 2,40 m. herabgedrückt worden. ueberweisung der Forderung des Schuldners an Sie erwirken. Elife Fahne des Kreuzes folgen. Im Anschluß daran wurden gegen Dies sinnlose System habe nicht nur zur Herstellung von Pfusch- Neumann. 1. Nein. 2. Wohnt Beleidiger und Beleidigte in derselben Bemeinde, so muß der Beleidigungsklage ein Sühneversuch vorangehen. Ihrer Forderung nicht in brauchbaren Zustand sehen läßt, erklären Sie, Nach fruchtlosem Sühneversuch ist die Klage bei dem Amtsgericht zu daß Sie vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz verlangen. 2. Das erheben. Ein Beispiel für eine Beleidigungsklage finden Sie in dem in den Unentbehrlichste: was das ist, ist von Fall zu Fall zu entscheiden. öffentlichen Lelehallen ausliegenden Arbeiterrecht". B. 5. 1. u. 2. Nein. S. 2. 61. 1. Ohne Zustimmung des Vormundschaftsgerichts tönnten Sie A. 2., Genthin. Ihren nur mündlichen Vertrag können Sie von nichts ausrichten. Wenden Sie sich an dasselbe. 2. Eine solche Organisation Jahr zu Jahr unter Einhaltung einer vierteljährlichen, spätestens am dritten existiert nicht. A. K. 18. Der Kranz ist, da er für eine bestimmte Be Tage des letzten Quartals zu erklärenden Kündigungsfrist aufheben. Es erdigung bestellt und erst nach der Beerdigung geliefert wurde, nicht zu bezahlen. wäre also z. B. spätestens am 3. Januar zum 1. April zu fündigen. Handwerker und Kaufmann. 1. In der Regel Vollkaufmann. 2. 121. 1. Auf Zahlung der Miete flagen. Falls er die Wohnung troz 2. und 3. Das ist möglich. 4. Nein. 5. Unverständlich. 6. Ja. G. H., Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 26. September. Opernhaus. Der Pfeifertag. An fang 7 Uhr. Schauspielhaus. Anfang 7 1hr. Die Räuber. Neues Opern Theater( Kroll). Orpheus in der Untewelt. fang 72 Uhr. An Deutsches. Der Biberpelz. Anfang 72 Uhr. Berliner. Alt- Heidelberg. Anfang 712 Uhr. Lessing. Die Kleinbürger. Anfang 7 Uhr. Westen. Das Nachtlager in Granada. Anfang 72 11gr. Anfang Ledige Lente. Neues. 72 Uhr. Residenz. Der Fall Mathieu. ( L'affaire Mathieu.) Vorher: Ich liebe Sie. Anfang 7/2 Uhr. Thalia. Er und seine Schwester. Anfang 7 Uhr. Central. Wie man Männer fesselt. Anfang 72 Uhr. Schiller. O. ( Wallner Theater.) Der Tartüff. Hierauf: Der Arzt wider Willen. Anfang 8 Uhr. Schiller. N.( Friedrich Wilhelm städtisches Theater.) Die Braut von Messina. Aufang 8 Uhr. Carl Weisz. Eine Paria. Anfang 8 Uhr. Luisen. Marie- Anne, ein Weib aus dent Volte. Anfang 8 Uhr. Cafino. Ehrliche Arbeit. Anfang 8 Uhr. Kleines. Serenissimus. 8 Uhr. Anfang Apollo. Lysistrata. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Urania. Tauben- Strasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Sternwarte. Invalidenstr. 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Passage- Theater. Auf das glänzendste renoviert. Aufgang nur Unter den Linden 22. Anfang Sonntags 3 Uhr. Ende 11 Uhr. Wochentags Anfang 8 Uhr. Hella Collier Deutschlands beste VortragsSoubrette. neuer Savely Goré russischer Tenor.- Liane d'Amiroff, hohe Schule, geritten auf einer Plattform. 14 erstklassige Nummern. CASTANS 1 Schiller- Theater. Schiller Theater O.( Wallner- Theater Schiller- Theater N.( Friedr. Wilhelm Freitagabend 8 Uhr: Bum erstenmal: Der Tartüff. Lustspiel von Molière. Frei übersetzt von Ludwig Fulda. Hierauf: Zum erstenmal: Der Arzt wider Willen. Schwank von Molière. Deutsch von F. S. Bierling. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Tartüff. Hierauf: Der Arzt wider Willen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugend. Sonntagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Die brillant. Specialitäten Dazu noch furze Zeit: Ehrliche Arbeit. Anfang 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. Apollo- Theater Zum 179. Mal: Lysistrata Operette in 2 Akten v. Paul Lincke. Luftballett„ Grigolatis". x × städtisches Theater) Freitagabend 8 Uhr: Die Braut von Messina. Ein Trauerspiel mit Chören von Friedrich Schiller. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Braut von Messina. Sonntagabend 8 Uhr: Heimat. Metropol- Theater Heute: Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Flora Siding. Henry Bender. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Carola Steidl Rieck Cirkus Schumann. Kettner X Kröchert X Lieban X Runge Malkowska X Perry X Herold. Panoptikum Die vier Australierinnen. Friedrich- Strasse 165. Die sensationellen Wintergarten. Specialitäten. An lebenden Bilder, fang 8 Uhr. Buntes Theater. Die Enthüllung des Heine Denkmals. Der Hund. Bunter Teil. Anfang 8 Uhr. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Anfang 8 Uhr. Wilhelm. Dorf und Stadt. Anfang 8 Uhr. Palast. Eine Nacht im Ballhause. Anfang 8 Uhr. Steidl. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. dieichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Theater. Specialitäten: Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Paisage Panoptikum. täten Borstellung. Specialis Urania. Taubenstr. 48/49.( Im dargestellt v. 6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner OriginalSchrammeln. 2 Savonnas X Elliott X Welsons. Lebende Photographien. Kassen Eröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Trianon- Theater. Georgenstrasse, Bahnhof Friedrichstr. COLOCISCHER Die Liebesschaukel. CARTEN Täglich nachmittags 4 Uhr: Karlstrasse. Cirkus Renz- Gebäude. Bente Breton, den 28. September, Freitag, abends 72 Uhr: Große Extra- Vorstellung. 25 Personen, Gerettete von der Jusel Martinique. Die neuesten Original Dressuren des Direktors Alb. Schumann. Le cuyère lumineuse. Sonnabend, 27. Septbr.: Serpentin zu Pferd, geritten von der beliebten jugendlichen Schulreiterin Fri. Dora Schumann. Mr. Dangerfield mit seinem Diener Broderik. Reiterscherz aus dem HydePark zu London. Sonntag, den 28. d. M.: 2 große Vorstellungen 4 Uhr und 7% Uhr. Vorstellungen gleich reichhaltiges Pro( La Bascule.) Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 7 Uhr. Parkett 2 M. Kantstr. 51. 1. Ja. 2. Nein... 52, G. Hennig, Reinickens dorferstraße, S. 2. 79. Nein.. 2. M. 163. 1. Ja. 2. Nein. D. J. 30. Sie haften nicht für die Schulden Ihres Mannes und fönnen, falls Ihre Sachen dennoch gepfändet werden, Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung und Interventionsklage erheben. Beispiel finden Sie in dem des in den öffentlichen Lesehallen ausliegenden Arbeiterrecht". 3. N. Am Ersten, die Partei hat also recht. A. S. in N. Wenn in einer Privatklage der Beklagte verurteilt wird, aber vor Rechtsfraft des Urteils stirbt, so fallen dem Privatkläger die Kosten zur Last: Orts- Krankenkasse der Philipp Bernstein Charlotte Bernstein geb. Singer Vermählte. Bildhauer, Stuccateure Berlin, Schönhauser Allee 166. und verw. Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Codes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten Das Kassenlokal bleibt am Mon- die traurige Nachricht, daß meine tag, den 29. d. M., umzugshalber ge: liebe Frau schlossen und befindet sich von diesem Tage ab Elisabeth- Ufer 48 part. Fernspr.: Amt IV 2048. 275/8 Der Vorstand. Bertha Schnorre, geb. Koch int 30. Lebensjahre am Mittwoch, den 24. d. M., nach langen, schweren S. 2.: C. Storch, Borf. Leiden fanft entschlafen iſt. Arb.- Radf.- Verein „ Berlin". Sonntag früh 7 Uhr: Steuerhaus Tempelhofer Feld nach Trebbin( Rudolfs Gesellschaftshaus). Nachmittags 1 Uhr: Schles. Brücke nach Schmöchwiz bei Noack. Nächsten Donnerstag: Im Namen der Hinterbliebenen Wilhelm Schnorre. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 28. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Jerusalemer Kirchhofs in Nixdorf, Hermannstr. 84/90 23496 aus statt. Charlottenburg. Generalversammlung Restaurant 3ur alten Linde", A. Röttger. bei Merkowski, Andreasstr. 26. Ab Leibnitzstr. 3. gut gepflegte Biere, rechnung der Billets vom Stiftungs: warme Speisen zu ieder Tageszeit. fest. Vor der Versammlung: Schluß: 2165b aufnahme der Organisationsstatistik der Mitglieder. Bollzähliges Erscheinen Pflicht. 13/10 27 Neanderstrasse 27. Wurst- Speck En gros. En detail. Schinkenm Trotz der hohen Fleischpreise bin ich in der Lage, obige Artikel zu folgenden staunend billigen Preisen abzugeben. Wurst. od Bei5 Pfd. Einzeln Hall. Zwiebelleberwurst 50 Pf. 55 f. 55" Thür. Mettwurst( hart) 60 65 " Bolu, Bratwurst( hart) 60 65 " Thür. Notwurst( hochf) 50 eine Leberwst.( Spec.) 80 Wohlfahrts- Lose! Haupttreffer 100 000 m. bar. Biehung 4.- 9. Oftober. Lose a 3,30 M., Porto u. Liste 51332 extra 30 Vf. J. Rachor, at Mainz. G Kollekteur, 50982* ardinen Secessions und Jugendstil, circa 250 Muster. Katalog( 450 Jllustrat.) gratis " 1 85" Neuheiten, " " 85 " " 85 Bom. Landleberw. 80 " Thür. Landfleischw." 80 Braunschw. Mettw. 80 " und franco. Berlin S., 158. Speck. 5128 Emil Lefèvre, Drantenstr. 85 " 17 " " Magerer Landſpeck Pfd. 85 Pf. Fetter Landspeck Schinkenspeck b. ganz. Stück. 90 Schinken. Bet ganz. Ausgeschn. Rollschink. ohne Knoch. 1,20 1,40. Gekochter Schinken milde 1,25 1,60 Grosses Militär- Konzert. Palast- Theater admittags 1 Kind frei. zu beiden Mausiginten, ca. 2-3 Pid. wie Lacs. Entree 1 M., unter 10 Jahren die Hälfte. Theatersaal.) Abends 8 Uhr: ab 6 Uhr abends 50 Pf., Kinder Tausend Jahre deutscher Kultur. Jnvalidenstrasse 57/62. Täglich: Sternwarte. Central- Theater. Luisen- Theater. Heute und folgende Tage: Gastspiel bon Josephine Dora, Pepi Weiss, Marie Manci, Toni Grünfeld: ,, 2ie man Männer fesselt." Große Ausstattungspoffe mit Gefang in einen Vorspiel und 3 Bildern von Mars und Hennequin. Sonntag nachmittag halbe Preise: ,, Drei Paar Schuhe. Gastspiel Josephine Dora. Abends: ,, Wie man Männer fesselt. Zur Eröffnung der Winter: Operetten- Saison am 1. Oftober d. J. wird ein Freitag- Abonnement zu halben Kaffenpreisen eingerichtet. Die Abonnements Billets find an der Stasse zu haben. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Marie- Anne, ein Weib aus dem Volke. Anfang 8 1hr. Borverkauf 10-2 11hr Theatertaffe, Invaliden- und Künstlerdant. Morgen: Zum erstenmal: Hamlet, Prinz von Dänemark. Sonntag 3 Uhr zu kleinen Preisen: Robert und Bertram. Abends 8 Uhr: Marie- Anne. Kleines Theater ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Serenissimus. Novität! Anfang 7/2 Uhr. Novität! Eine Hof- Komödie in 4 Akten von Er und seine Schwester. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Guido Thielscher als Orchester- Dirig. Ju 2. Aft: Kitzel- Couplet. Gerda Walde. Fritz Helmerding. Herbert Paulmüller. August Reiff. Morgen und folgende Tage: Er und seine Schivester. Buntes Theater. Köpenickerstraße 68. Anjang 8 Uhr. Die Enthüllung des Heine Dent mals. Von Alex. Moszkowski. Der Hund. Bon Metenier. Bunter Teil. Leitung: Oskar Strauss. Tiny Senders a. G. Leo Feld. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. ( Direktion Robert Dill.) Goldelse. Schauspiel in 5 Aften von C. Werel und R. Wegener. Sonnabend: Der Pfarrer von Kirchfeld. Wilhelm- Theater. früher Feen- Palast, Burgstr. 22. Durchaus renoviert. Direttion: Richard Winkler. Vollständig neu umgestaltet. 9 uhr: Riesenerfolg! 9 ur: Eine Nacht im Ballhause. Schwant in 4 Aften von R. Kneifel. Küster Hänfling.. Dir. R. Winkler. Lotte Mende, beste deutsche Soubrette. Les Premiers, Afrobat- Canotiers. Fritz Brandt, Humorist, hoch aktuell. The Cronays, Sport- Juggler. Veritas, serbisches Damen- Sextett. Entree 30 Pf. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Theater Marienbad Badstr. 35/36, Gesundbrunnen. Dir. R. Wagner. Sonntag, den 28. September, abends 7 Uhr: 28mm erstenmal! Die Jagd nach dem Schwiegersohn. Boffe in 3 Aften von Starte. Entree: Jm Vorverkauf 25, reserv. Platz 40, num. Pl. 60 Pf. Abendkasse 30, reserv. Platz 50, num. Platz 75 f. Nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung. Hänsel und Gretel. Entree 10, reserv. 20, num. 30 Pf. Nach u. während der Abendvorstell.: Grosser Ball. schinken, i. ganz. Pfd. 1,10 M. gramint tub 25 Gerettete von der Fritz Odebrecht, Neanderstr. 27. Insel Martinique. Steidl Theater Linienst.132 am Oranien: burger Thor. Täglich humorist. Sviree it. a.: Studenten Lust u. Leid. Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Borverkauf 11-1 Uhr. Sonnt. u. Donnerstag im Festsaal Tanzfränzchen. WohlfahrtsGeld -Lotterie. Ziehung: 4. bis 9. Oktober. 16 870 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mk. 575000 Hauptgewinne: Mark Sanssouci 100000 Bozena Bradsky. Friedriche. 236. Sanssouci Marcell Salzer. Bokken- Lasson. Carl Weiss- Theater. Dorf und Stadt. Große Frankfurterstr. 132. Eine Paria. Lebensbild in 5 Aften( 8 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabend, den 27. September, nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung. „ Aschenbrödel". Sonntag, den 28. Septбr., nachm. 3 Uhr:" Der Leiermann und sein Pflegefind". Deutsche Konzerthallen. An der Spandauerbrücke 3. Grösstes Vergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte von 5 Künstler: Kapellen. Ju 6. u. 7. Bogen erstklassige Theater- und Specialitäten- Vorstellg. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. Schauspiel in 5 Auszügen von Charl. Birch Pfeiffer. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Morgen: Das Mädel ohne Geld. Winter GAFEi & 6 Nur noch bis 30. September: Robinson Baker, Springer. ,, In den Alpen", Tanzquartett. Angeline von Loo, Sängerin vom kgl. Theater, Brüssel. Maud Griselda, Hunde- Dresseuse. Josie de Witt, Sängerin u. Geigerin. Die Vicentinas, Rollschuhläufer. Rofix, athletische Produktionen. Helene Gerard," Hohe Schule". Die Kellino- Truppe, ital. Akrobaten. Clandine Polaire, Pariser Sängerin. W. C. Fields, komischer Jongleur. Das Ballett- Divertissement: ,, Das verschleierte Bild". Biograph", Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Eloffmanns Norddeutsche Säuger Nach jeder Borstellung Tanzkränzchen Entree: Sonntags 50 Bf., Sperrsiz 75 Pf., ab 9 Uhr 203. Wochentags 30 Pf., Sperrsiz 50 Pf., ab 9 Uhr 20 Pf. 50000 25000 etc. etc. etc. Achtung! Billardtuche 20876 zu Fabrikpreisen. Albert Marwitz, Neue Grünftr. 27, I. Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwet Riffen) mit gereinigten neuen Federn bet Gustav Lustig, Berlin S., Brinzens ftraße 46. Breisliste fostenfrei. Viele Anerkennungsfchreiben. Hühneraugen Gebe hiermit meinen Stollegen nudu.Hornhaut entfernt unt. Garant. schnell Freunden Kenntnis, daß ich in der u. schmerzl. m. d. Wurzel mein berühmt. Kantstr. 115, Charlottenburg, ein Kein Schanklokal errichtet habe, auch Hühnerangentod! Reach. ist Buzgeschirr usw. zu haben. Um Dose 75 Bf. franco 1,00 Mt. nur bei SO. 310, Eisenbahnstr. 4. gefälligen Besuch bittet Anton Janas Seefisch- Kochbücher gratis. Unsinn Viel Geld ist Otto Reichel, Beliz. 0 für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute Sachen, wenn man die richtige Bezugs quelle fennt.[ 49829* Knabenfilzhüte 0,75-3 m. Herrenfilzhüte weich 1,75-5,25 Mt. steif 2,00-5,25 Cylinderhüte 4,00--12,00 Chapeaux claques 7,00-12,00 " im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert, Hut- Engros Geschäft, Waldemarstr. 44, pt. Kein Laden. Fleisch teuer, aber Seefische billig! Seefische sind das billigste und beste Nahrungsmittel, ersetzen das Fleisch vollNB. ständig und sind überaus wohlschmeckend, nahrhaft und bekömmlich. Von täglich frischer Zufuhr empfehlen wir: Schellfischeren 20, 25-35Pf. pro Pfd. grosse ohne Kopf und im Anschnitt. 35 Pf. Cabliau ( zum Kochen und Braten sehr empfehlenswert) ohne Kopf u. im Anschn. 25-30 PL. 99 Bratflunder 20-25 pro Pfd.( 3 Pfd. 65 Pf.) Seehecht. Knurrhahn Für Calloose a 3,50 Mk. Porto und Liste 30 Pf. extra. · 35-40 Pf. Pfd. pro 25 Pf. pro Pfd. Seelachs 20-25 Pf., im Anschnitt 30 Pf. pro Pfd. Reichshallen. Oscar Bräuer& Co. Nchf. Roizungen Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 811hr, Sonntags 7 Uhr. Tagestasse 11-111hr ( Meysel, Pietro, Britton, MarSteidl Krone, Böhme, Böck mann, Plättner 2c. Bank- Ceschäft 5112L Berlin W., Friedrichstrasse 181. I. Filiale: Wilsnackerstr. 63. II. Andreasstr. 46 a. " Vereinen 2c. empfehle zu Festlichkeiten an einzelnen Tagen zu coulanten Bedingungenbekannten " 45-50 Pf. pro Pfd. NF Räncherfische täglich frisch. Deutsche Dampffischerei Gesellschaft Nordsee" 95 Hauptfiliale Derlin C. 23, Bahnhof Börse, Bogen 9-10. II. Filiale: Lüneburgerstrasse, Ecke Paulstrasse. Prinzenstrasse 30. III. 97 IV. Madaistr. 22, im Schlesischen Bahnhof, " 23486 Johs. Skorczyk, Generalvertreter. Salon- Humorist. M. Francke, Danzigerstr. 6, I. Seefisch- Kochbücher gratis. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Wohlfahrts- Geld- Lotterie. Konsumgenoffenſchaft Berlin ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 29. d. M., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal VII): cr. der Königl. Preussischen Lotterie. 16 870 Geld- Gewinne im Betrage von Branchen- Versammlung der Küchenmöbel- Tischler. 575000 Mark bar. Tages Ordnung: M Wie gestalten sich die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse in dieser Branche?" 4948L* Die Hauptgewinne sind: 100 000, 50 000, 25 000, 15 000 M. etc. Original- Lose a 3,50 M.( Porto und Liste 30 Pf. extra) empfehlen u. versenden auch gegen Nachnahme u. Briefmarken Dienstag, den 30. de mer 13 Saat vin: Gewerkschaftsaufe, Werner& Co., Bank, Berlin W., Friedrichstr.198/ 199 Engel- Ufer 15 VII): Branchen- Versammlung der Luxusmöbel- Arbeiter ( Tischler, Drechsler, Maschinenarbeiter, Polirer). Tages Ordnung: Wie gestalten sich die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsbedingungen: in dieser Branche?" Es ist Pflicht eines jeden in dieser Branche beschäftigten Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Achtung! Einsetzer. Achtung! Sonntag, den 28. d. M., vorm. 10% Uhr, im Gewerkschaftshause. Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bau- und Branchenangelegenheiten. 2. Bericht über den Arbeitsnachweis. Erscheinen aller ist Pflicht. Achtung! 89/3 Die Kommission. Achtung! Eisendreher und Metalldreher. Freitag, den 26. Septbr., vorm. 10 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal IV: Versammlung der arbeitslosen Dreher. Tages Ordnung: Der Streik der Dreher bei Borlig. Zahlreichen Besuch erwartet 121/10 Der Einberufer: Cohen. Centralverband der Zimmerer Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 28. September, vormittags 10 Uhr, in den Armin: hallen, Kommandantenstr. 20: Derlammlung. I Tages: Ordnung: 1. Die Gewerbegerichte und deren Bedeutung für die Arbeiter. Referent: Genoffe Robert Ahrens. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl. 3. Bericht von der Konferenz am 24. September. 4. Ber schiedenes. In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung erwarten wir, daß die Mitglieder recht zahlreich und pünktlich erscheinen. 255/2 Der Vorstand. J. A.: H. Knüpfer. Achtung! Bauarbeiter Achtung! Berlins und Umgegend. Berband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarb. Deutschlands. Sonntag, den 28. September 1902, vormittags 10 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstraße 19: Große kombinierte Mitglieder- Versammlung aller zum Lohngebiet Berlin gehörigen Verbands- Zahlstellen. Tages Ordnung: 1. Die Vorkommnisse der letzten Zeit und wie ist denselben abzuhelfen? 2. Diskussion. 3. Der Antrag Renner betreffend Erhöhung des Gehalts der ständigen Verwaltung. 4. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht, daß alle Mitglieder in dieser Versammlung erscheinen. Handzettel werden nicht verbreitet. Jeder agitiere für guten Besuch dieser Bersammlung. Berbandspapiere legitimieren. 43/16 Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Heidemann. Paul Hilperts Restaurant u. Garten Halensee, Kurfürstendamm 126. Erste Haltestation für Kremser, Fußpartien usw. am Bahnhof Halensee. Vorzüglich gepflegte Biere. Reichhaltige Speisenkarte zu kleinen Preisen. C Familien können Kaffee tochen. Zahlreichem Besuch sieht entgegen[ 5145Q*] Paul Hilpert. Jedes Wort: 5. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter + 37* ftraße 9, parterre. Geschäft, Ecke Krausenstrasse. Telegr.- Adr.: Millionenecke. Bekanntmachung! Sie haben für die Folge nicht mehr nötig, Ihre Garderobe fertig zu kaufen. Sie können solche bei Ihrem Schneider nach Mass anfertigen lassen; haben dann gutsitzende Kleidungsstücke und kommen ohnedies bedeutend billiger dazu, Wenn Sie Cuch- Reste in Herren- Stoffen für Anzüge und Winter- Paletots aus unsren EngrosBeständen kaufen, Auch die spottbillig an jedermann abgegeben werden. der Damenwelt ist jetzt die Gelegenheit an die Hand gegeben, sich aus Herrenstoffen elegante Kostüme und Paletots nach Mass fabelhaft billig anfertigen lassen zu können!! Sonntags von 8-10 u. 12-2 Uhr geöffnet. Die richtige Quelle wissen, ist für jedermann Gewinn!! Tuchfabrik- Niederlage Koch& Seeland 2 Ross- Str. 2. 23446 Eingetragene beschränkter Haftpflicht. N. 39, Willdenowstr. 30.- Fernsprecher: Amt II, 2639. Montag, 29. September, abends 8 Uhr, in den ,, Germaniasälen", Chauffeeftr. 103: 3. ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrates über das 3. Geschäftsjahr. 2. Genehmigung der Bilanz und Entlastung des Vorstandes. 3. Festsetzung der Dividende und Verteilung des Reingewinns. 4. Genehmigung des Anstellungs- Vertrages für die Geschäftsführer. 5. Anstellung von 2 Geschäftsführern und Wahl von 3 Vorstandss mitgliedern; Wahl von 17 Aufsichtsratsmitgliedern und 5 Ersatzpersonen zum Aufsichtsrat. 6. Anschluß des Konsum- Vereins Weißensee. 7. Anschluß an den Verband der Konsum: und Produktiv- Genoffenschaften Deutschlands. 8. Anträge nach§ 13 des Statuts. Anträge Wurzel und Genoffen: a) die Stellen der Geschäftsführer sind nochmals auszuschreiben; b) Mitglieder, deren Söhne oder Töchter angestellt oder selbst Angestellte sind, können alsVerwaltungsmitglieder nicht gewählt werden; c) für jede Verkaufsstelle ist eine Agitationskommission von mindestens 5 Mitgliedern zu wählen; d) eine Kommission von 5 Mitgliedern zu wählen, welche in Gemein schaft mit der Verwaltung die Vorfragen zur Errichtung einer Bäckerei zu erledigen hat. e) Antrag Kalbowski: Festsetzung der Gehälter für das gesamte angestellte Personal. f) Antrag des Aufsichtsrats: Die General Versammlung wolle beschließen, statt 2 Geschäftsführer nur 1 Geschäftsführer und 1 Controleur anzustellen. g) Anträge Hetzoldsch: Beint Einkauf sind nur Lieferanten zut berücksichtigen, die die Forderungen der Organisation des be= treffenden Berufes erfüllen; 3) bei Errichtung einer Bäckerei sind der Neuzeit entsprechende Einrichtungen zu treffen; i) Antrag A. Koch und Genossen: Die Agitations- Rommissionen haben die Berechtigung, Beschwerden der Mitglieder entgegenzunehmen. Der Rechenschaftsbericht pro 1901/02 liegt in allen Verkaufsstellen aus. SMF Mitgliedsbuch legitimiert; Mitglieder, melche nicht in dem Besiz ihres Mitgliedsbuches sind, legitimieren sich durch die Postkarte vom Amtsgericht. 127/6 Der Vorstand. Tutzauer. H. Rietz. Das Frauen- Genossenschaftsblatt" erscheint Anfang und Mitte jeden Monats und wird in allen Verkaufsstellen den Mitgliedern gratis verabfolgt. Der Wochenbericht" der Großeinkaufs Gesellschaft erscheint jeden Sonnabend und kostet für unsre Mitglieder die Nummer nur 5 Pf. Achtung! I Achtung! Vergolder. ( Filiale Berlin.) 226/13 Montag, 29. d. M., abends präc. 8 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20( großer Saal): Ausserordenti. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Kampf um das Lohnsystem bei den Kleinmeistern. 2. Verschiedenes. Wegen der hochwichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Centralverband der Maurer 2c. ( Zahlstelle Friedrichsberg.) Freitag, den 26. September, abends 81/2 thr: Mitglieder- Versammlung bet Höflich, Frankfurter Chauffee 120. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Liesegang über: Der Kampf ums Brot." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Guten Besuch erwartet Sentral- Kraufen- u. Sterbe-| Kasse der Tischler Die örtliche Verwaltung. Zenge gesucht. 143/3 Der junge Mann, der zugegen ge wesen, als am 12. Auguſt morgens u. andrer gewerblicher Arbeiter. 72 Uhr ein Milchkutscher in der ( G. H. 3 Hamburg.) Bergmannstraße einen alten Herrn Dertliche Verwaltung Berlin HI. überfahren, wird um Angabe seiner Die Zahlstelle Lübbenerstr. 9 ist Adresse gebeten an Teßmann, Plan Ufer 7. 23556 nach der Skalikerstr. 51/52 bei Siefert verlegt, dort wird auch von Dr. Simmel, Prinzenstr. 41. 7 bis 9 Uhr Sonnabendsabends das Krankengeld ausgezahlt. 184/19 Die Ortsverwaltung. Kleine Anzeigen. Vivisektion! Wer sich über diese| ruchloseste Grausamkeit unfrer Zeit unterrichten will, verlange die Flug blätter des Weltbundes gegen Vivifettion, welche unentgeltlich versendet werden Dont Berliner Tierschutzverein, Röniggrägerstraße 108. Um gütigen Abdruck wird gebeten. 161b* Achtung, Brautleute. In Baul Nähmaschinen ohne Anzahlung, Burows Möbelfabrit, Neue Schön: Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Stöpuider hauserstraße 2, bietet sich Brautleuten straße 60/61, Landsbergerstraße 82.+ 91* die günstigste Gelegenheit, vorzügliche Kanarienvogel 4,00, Buchtweib: Ausstattungen für 150, 200, 300, 500 chen 75, Neanderstraße 7. 39/12 bis 10 000 Mart einzukaufen. Teil: Papagei verfauft, 29 Mart, Lortzing: zahlung gestattet. In meinen großen Möbelspeichern, drei Etagen, halte straße 2, Wiese. stets eine großartige Auswahl aller Ein Mahagoni- Wäscheschrant billig Saal, Vereinsräume zu Versamm: Arten Möbel zum Verkauf. Durch zu verkaufen. Wienerstraße 35, Hoffungen und Sigungen noch frei Insel Masseneinfäufe, Ersparung teurer 1 Treppe. +9 straße 10. Jannascht. 23076* 1259* Specialarzt für 35/ 10* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4: für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Invalider Buchdrucker, 41 Jahre, welcher nur Jnvalidenrente bezieht, fucht leichte Beschäftigung jeder Art, Seher, Adalbertstraße 40, bei Schmidt Buchdrucker- Invalide, 35, schrift: An Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile Ein tüchtiger Lackierer, welcher schon auf Geldschränke gearbeitet hat und auch abzusehen versteht, wird sofort verlangt. ,, Tresor", Prenzlauer Allee 34. Tüchtige Farbigmacher, Vergolderinnen Diesjährige elegante Herren- Anzüge und Baletots aus den modernsten Stoffen in guter Berarbeitung und Buthaten von 18 bis 45 Mart. Julius Lindenbaum, Große Frankfurter: Cadenmiete bin ich im stande, ganz Nußbaummöbel, zwei Kleider: Säle große und kleine 102/12 stehen straße 141, Ecke Fruchtstraße.( 12688 bedeutende Vorteile zu gewähren. schränke, Bertito, Bettstellen, Matraßen, zu Borstellungen, Hochzeiten, Tanz- gewandt, guter Rechner, sucht Be Borjährige elegante Herren- Winter: Stets reichhaltiges Lager in verliehen Taschensofa, Ausziehtisch, Stühle, fränzchen ſtets zur Verfügung. fchäftigung bei bescheidenen paletots und Anzüge aus feinsten gewesenen Möbeln, welche spottbillig Säulentrumeau, Schreibtisch, Wasch Coulante Bedingungen. Wernau, sprüchen. Walter, Fischerbrücke 12. Stoffen 25 bis 40 Mart. Verkauf abgegeben werden. Nußbaum oder toilette, Regulator, Bilder, Teppich, Schwedterstraße 23/24. 12868* Sonnabend und Sonntag. Ver Mahagoni- Kleiderspinde und Vertifos alles gut erhalten, muß sofort spott sandhaus Germania, Unter den 36 Mart, Korridorspinde 22, Muschel: billig verkauft werden( auch einzeln). Vereinszimmer Lenz, Alte Jakob: 1278 Linden 21. 1307 Kleiderschränke 35, Bettstellen mit Waldemarstraße 27, vorn I. 39/17 ftraße 69. Nefte verkauft fehr billig zu allen Matraße und Keiltiffen 22, französische Bereinszimmer. Lier, Alte Jakob Wringmaschine, Nähmaschine, 3 Sweden paffend, 1262* Muschelbeitstelle mit Sprungfeder: des Geschäftspreises, Reich, Buttmannstraße 119. Resterhandlung Moabit, Turmstraße 84. 39/ 15* Matraße und Keilfiffen 38, Kommoden straße 20. Vereinszimmer zu vergeben. 18, Spiegel 8, Säulentrumeaus 37, Refte spottbillig. Tuchlager Roß: Diwan mit Sigauszug 36, Paneel Potsdamer Stangenbier. Zorndorferstraße 8. + 36* ftraße 2, Koch& Seeland. 17756* fofa mit Satteltaschen 85 Mart, Vereinszimmer mit Pianino zu Teppiche!( fehlerhafte) in allen Garnituren 90 Mart. Herren- Schreib 2312b 23576 Vermischte Anzeigen. Vermischte Anzeigen. Größen für die Hälfte des Wertes im tische, Garderoben- Schränke, KüchenTeppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, möbel. Besichtigung ohne aufzwang. Bahnhof Börse. 119/ 5* Gefaufte Möbel tönnen beliebige Zeit Unfallsachen, Klagen, Eingaben, Teppiche, Betten, Steppdecken, stehen bleiben und werden durch eigne Reflamationen. Bugger, Stegliger Gardinen, Spiegel, Bilder, Regula: Gespanne sauber transportiert und straße 65. toren spottbillig Leibhaus Neander: aufgestellt; auch nach außerhalb. Rechtsbureau Fabisch, AndreasRechtshilfe, * Muſterbuch gratis und franto. 1261* ftraße dreiundsechzig. straße 6. Teilzahlungen gestattet. 16646* Hilfe! Zu allen Rechtssachen. George, polizeilich anerkannter Rechts: koniulent, Fichtestraße 2. Gänse! 12 000 Stück, frisch ge Möbeleinrichtung, Baneelfofa Eingabengefuche, Raterteilung.[ 24056* fchlachtet, sind zu verkaufen, Central- 50,00, großer Spiegel, Rohrstühle Biehhof; auch reine Gänsefedern von 3,00, Bettstellen, Schränke, Delgemälde, 60 Bf. bis 2,50, vis- a- vis Restaurant Teppiche, Küchenmöbel, Verschiedenes Ciebulsti, Eldenaerstraße. Pferdebahn: spottbillig Gartenstraße 148 I, Border: Haltestelle. 39/ 11* haus. 23406 1207* * Stellenangebote. Glafer verlangt Rahmenfabrif, Bergstraße 40. Färber, Wäscher, verlangen Gebr und Bilderrahmenmacher finden Lohnende und dauernde Be fchäftigung. 51509* Goldleiften- Fabrit B. Gross, Leipzig- Neuduit, Eilenburgerstraße, Ecke Obere Münsterstraße. Grant Altenberg, Weißenfee, Langhans: Achtung, Kammmacher! straße 4. + 128* In Braunschweig find Differenzen Einen Formerlehrling verlangt ausgebrochen. 89/4 vergebent Watternstraße 4. Vermietungen. Schlafstellen. 23316 Schlafftelle, möbliert, Herrn, bei Seliger, Elisabeth- llfer 11. Möblierte Schlafstelle, separat. vorn Jentsch, Stalizerstraße 29a, +9 3 Treppen. per 1. Oktober Silverwarenfabrik, Zuzug fernhalten! Brinzessinnenstraße 16. 21626 Malergehilfen verlangt Th. Hein, Charlottenburg, Kantstraße 114. Achtung, Klavierarbeiter! 23516 Zwei Korbmacher sucht Nagel, Alte Die Pianofabrit von Ernst Jatobstraße 64a. Koch& Co., Greifswalder: Goldleisten, jungen Backer verstraße 155/156, ist wegen Lohn: langt Birnich, Köpnickerstraße 111. differenzen bis auf weiteres gesperrt. Die Ortsverwaltung. Achtung! Holzarbeiter! Zeitungsträger, geübter, Tour 88/5 Spedition Wilhelmsberg, gesucht. 23546 Frankfurter Allee 197. Gürtler Lehrling verlangt Ostar Weise, Bronzewarenfabrik, Stall 39/16 schreiberstraße 55. Gesperrt sind folgende Wertstätten für Tischler, Einsetzer, Maschinenarbeiter und Polierer: Kostenfreie zahnärztliche Behand: + 130* lung, Bahnziehen. Zahnärztliche PoliStühle billig. Stuhllager, Kott tlinit, Chauffeestraße 1a. Einsegnungs- Anzüge, neueste Freundliche Schlafstelle für zwei 23106* Façons, in blau und schwarz Kamm: buserstraße 4. Kunststopferei von Frau Kotosty, Herren, schöne Aussicht, Gollmick, Julius Linden: Teppiche mit garn und Cheviot. 48, Quergebäude Frankenstraße 9, Quergebäude.+123 Farbenfehlern Steinmezstraße Tüchtige Gürtler auf chirurgische baum, Große Frankfurterstraße 141, Fabritniederlage Große Frankfurter hochparterre. Instrumente verlangen Louis u. H. Ecke Fruchtstraße. + 37* 1270* ftraße 9, parterre. Leihhaus H. Graff, Beuthstraße 5. Loewenstein, Ziegelstraße 28. 120/20 Mietsgesuche. Diskretion. Ringschiffchen, 20,00, gutnähend, Coulanz. Reellität. Steppdecken billigst Fabrik Große Kartonarbeiterin verlangt Jahn, Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Neanderstraße 7. 39/ 13* Ungenierteste Einzel- Bedienung. Zwei anständige junge Leute suchen Alte Jakobftraße 88. Betten, ein billiges, zwei bessere, Brockhauslexikon und alle andren Nähe Morigplatz möblierte Schlafstelle. Knabenanzüge, Mädchenkleider 50 Frauen und Aushilfemädchen verkauft billigst D. Hoffmann, Bete: neu, fofort spottbillig Georgentirch Bücher fauft, beleiht Antiquariat Preis 11 bis 12 Mart. Offerten unter nimmt noch an Reinigungsinstitut 1300 ftraße 10, zwei Treppen, Ganzberg. I Rochstraße 56, I. Amt VI, 3397. B. 5" an Expedition dieses Blattes. Weinmeisterstraße 14. ranenstraße 14. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlic: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. * 2345b 120/19 A. Schulz, Krautstr. 18/19. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Kimbel u. Friedrichsen, Yorkstr. 43. Kimbel u. Friedrichsen, Yortstr. 59. Ferdinand Wolf, Waldemarstr. 27 und Bethanien- Ufer 6. Luy 1. Engbrecht, Görlitzer- Ufer. Wehner, Stallschreiberstr. 58. Die Ortsverwaltung. Nr. 225. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 26. September 1902. Sociales. Eine Lohnentschädigung wegen unberechtigter Entlaffung forderte der Brauereiarbeiter D. von der Aktiengesellschaft Schultheiß brauerei, wogegen vom Vertreter der Beklagten vor dem Gewerbegericht geltend gemacht wurde, daß der Kläger drei Tage ohne Entfchuldigung weggeblieben sei. Er habe zivar wegen einer Ehe scheidungsfache einige Tage von der Arbeit fortbleiben wollen, die Erlaubnis sei ihm aber nicht erteilt worden. Der Kläger behauptete demgegenüber, es sei ihm auf sein wiederholtes Verlangen, wegbleiben zu dürfen, gefagt worden: Machen Sie, was sie wollen. Ein Beuge bekundete, daß die Erlaubnis zum Aussegen der Arbeit nicht erteilt worden sei. Das Gewerbegericht wies den Kläger mit der Begründung ab, daß seine Arbeitsversäumnis als unbefugtes Verlassen der Arbeit an zusehen sei, da er keine Erlaubnis dazu gehabt habe. In der Aeußerung des Vorgesetzten, Kläger solle machen was er wolle, liege ein Einverständnis nicht, sondern nur eine ärgerliche Zurückweisung feines Drängens, die zugleich bedeutete, Kläger müßte die Folgen tragen. Die Entscheidung ist mindestens anfechtbar. Man fönnte ebenso gut sagen, daß die Aeußerung Machen Sie was Sie wollen" es dem Kläger freistellte, von der Arbeit wegzubleiben, und so hat dieser fie auch offenbar aufgefaßt. Jedenfalls kann der Arbeiter doch verlangen, daß ihm auf seine Bitte ein flares Ja oder Nein ere widert wurde. Für die unklare Antwort sollte doch der haftbar sein, der sie gegeben, da er die Schuld an der ihm nicht zusagenden Auslegung seiner Antwort durch den Kläger trägt. Die kriminelle Bestrafung des ,, Blauen Montag8" besteht in Bayern auf Grund des dortigen Polizei- Strafgesetzbuchs noch immer zu recht. Auf Grund dieser Vorschrift ist jetzt wieder ein Weber in Siebenbrunn bei Augsburg zu 4 Tagen Haft verurteilt worden. Diese Bestimmung steht mit dem Geiste unsrer sonstigen Gesetzgebung über den gewerblichen Arbeitsvertrag durchaus im Widerspruch und sollte endlich beseitigt werden. Billige Gefehesübertretung. Bu 3 M. Geldstrafe wurde vom Schöffengericht in Reichenbach in Schlesien ein Fabrikleiter verurteilt, weil er weibliche Personen über 16 Jahre länger als 11 Stunden täglich beschäftigt hatte, ohne daß das polizeilich genehmigt war. Der Fabrikleiter hatte nur eine einfache Mitteilung an die Polizeibehörde gelangen laffen, daß er die Arbeiterinnen länger beschäftigen wolle und geglaubt, dadurch seine Pflicht erfüllt zu haben. Die Thätigkeit der Polizei bet Streiks. Es ist ja eine ebenso bekannte wie bedauerliche Thatsache, daß bet Ausbruch irgendwelcher Streits die Polizei in der einseitigsten, parteiischten Weise in den Gang solcher rein wirtschaftlichen Kämpfe eingreift, indem sie sich von vornherein ohne weiteres in den Dienst des Unternehmertums stellt und dessen Interessen wahrnimmt, während sie auf der andern Sette den streifenden Arbeitern Schwierig feiten über Schwierigkeiten in den Weg zu legen sucht. " des Magistrats zu verfechten, aber er schnitt nicht besser ab, als das Unfre Eisenbahncensur. Die Kopenhagener Zeitung„ Politiken" erste Mal. Von Stadthagen wurde ihm nachgewiesen, daß für bringt folgende Mitteilung:" Wunderlich ist es unleugbar, daß man den Magistrat und die Leitungen der städtischen Frrenanstalten auf Berlins Bahnhöfen keine dänischen Zeitungen faufen fann. Ein durchaus tein zwingender, gesetzlicher Grund vorliegt, sich bei bekannter Schriftsteller, der neulich von einer Steise nach Deutschland Ueberweisungen bont angeblich Geistesfranken fo winfährig beimgekehrt ist, erzählte uns gestern, daß er auf der Nückund gefügig zu zeigen, wie es bisher geschehen ist. Herr Bolitiken" verlangte, von dem Verwalter des Zeitungsverkaufs die reise, als er auf dem Stettiner Bahnhof in Berlin Cassel, der letzte Redner, fand schließlich, daß über die ganze Antwort erhielt, daß feine dänischen Zeitungen zu haben Angelegenheit gar nicht so lange debattiert zu werden brauchte. seien. Da der erwähnte Schriftsteller sehr wißbegierig ist, forschte er Offenbar ging ihm das Verständnis dafür ab, wie sehr es zur weiter nach und erfuhr, daß der Verkauf dänischer ZeiBeunruhigung der Bevölkerung beitragen muß, wenn es möglich tungen polizeilich verboten sei. Der Verwalter des ist, daß man aus der Stadtvogtei ohne weiteres in die Irren Beitungsverkaufs erzählte, daß, da oft dänische Zeitungen bei ihm anstalt abgeschoben wird und dort verschwindet, ohne daß die verlangt würden, er den Versuch, sich die Erlaubnis sie zu Angehörigen davon benachrichtigt werden. Auf der dicht bejezten bertaufen, zu verschaffen, viele Male gemacht Tribüne schüttelte man die Köpfe über Herrn Caffel. babe, aber das sei ihm immer verweigert worden, da Das Ergebnis der Debatte bestand in der vom Magistratsvertreter abführen, wie gegen fönne er schwedische Beitungen so viele gegebenen Erklärung, daß den Beamten bereits die Befolgung des bas er wolle. Er vermutete selbst, daß Reglements von neuem eingeschärft worden sei. Wir werden sehen, 8eitungen zu viel Politit enthielten. Auf jeden Fall ist darin seinen Grund habe, daß die dänischen wie weit das helfen wird. dieses Verbot höchst verwunderlich und es wäre gewiß wünschenswert zu erfahren, welche Motive dafür maßgebend waren. Das dänische Blatt scheint bon preußischer Maulforbfreiheit sehr schlechte Begriffe zu haben und müßte allein wegen seiner Un wissenheit schon empfindlich bestraft werden. Was würde es erst fagen, wenn es erführe, daß ein überaus wesentlicher Teil der deutschen Zeitungen vom preußischen Eisenbahnminister in cht und Bann gethan ist, daß die gesamte socialdemo fratische Preise, ferner die Zukunft", der„ Simplicissimus" und ähnliche der preußischen Rückständigkeit unbequeme Zeitschriften Was für die Thätigkeit der Polizei bei Streits im all auf den Bahnhöfen nicht verkauft werden dürfen? Für die gemeinen gilt, das gilt für die Berliner Polizei und die Liebe und Achtung, die eine Regierung genießt, welche ohne folche diefer Sommer hat der Arbeiterschaft von Berlin und seiner Um- daß es für Beitungen gar teine größere Reklame geben Gendarmerie der Berliner Vororte noch ganz im besondern. Gerade Censur nicht auszukommen vermeint, ist es allerdings bezeichnend, gebung eine Reihe von Streiks und andren wirtschaftlichen Kämpfen kann, als die Bahnhofsverbote. gebracht, bei denen sich Polizei und Gendarmerie für die UnterMit vollem Recht sagt der preußische Staatsbürger sich, daß nehmer und gegen die Streifenden mit einem ganz außerordent: uninteressante Blätter auf keinen Fall von der Eisenbahnlichen Eifer ins Beug legten. censur betroffen werden, sondern im Gegenteil das Bahnhofsverbot Denten wir nur an den noch unbeendeten, monatelangen eine sichere Gewähr dafür bietet, daß die solcher Maßregel verfallene Kampf der Holzarbeiter gegen den Arbeits- itteratur in jeder Hinsicht lesenswert ist. nachweis der Tischlerinnung. Wie beobachtet die Polizei Die Zunahme der Berliner Bevölkerung ist in diesem Jahre da die Kontrollposten der Arbeiter! Nicht als übten die Arbeiter in den Sommermonaten größer gewesen, als nach der geringen Höhe ein ihnen gefeßlich gewährleistetes Recht aus nein, als des Bevölkerungszuwachses, wie sie im Frühjahr beobachtet worden wären sie unter Polizei Aufsicht stehende Verbrecher. ie war, erwartet werden durfte. Für den Schluß des Jahres 1901 viele dieser Bosten find im Laufe der Monate sistiert hatte die Fortschreibung der Bevölkerungszahl 1901 567 Einwohner worden! Ihre Personalien waren auf den Polizeibureaus längst ergeben. Im Jahre 1902 hatte sich dann die Bevölkerung zwar in Aus der Frauenbewegung. bekannt, und trotzdem wurden sie immer von neuem zur Wache ge- den Monaten Januar und Februar ziemlich rasch vermehrt, Gegen die Herabsehung der Arbeitszeit der Frauen wendet mit einer Regelmäßigkeit zur Wache, wie wenn andre Arbeiter zum März infolge starten Fortzuges eintretende Verminderung der Gegen die Herabsetzung der Arbeitszeit der Frauen wendet führt und stundenlangen Verhören ausgesetzt. Die Leute gingen schon bis Ende Februar auf 1907 155, aber die alljährlich im fich auch der Verein der deutschen Papierfabrikanten in einem Schreiben an den Bundesrat. Der Verein begründet jeine Stellung, Mittagessen gehen! Bevölkerung war diesmal so beträchtlich, daß Ende März die wie die„ National- Zeitung" mitteilt, mit dem Hinweise auf die Eigen während des Streits der Metallarbeiter in den Niles Werfen, nahme, die im April und Mai eintrat, Besonders charakteristisch war das Vorgehen der Polizei- Organe Bevölkerungszahl nur noch 1899 258 betrug. Die erneute Bu art des Gewerbes", giebt aber dabei felbst zu, daß jetzt schon that weiter bei der Motorenfabrit in Tempelhof und auch bei ring; nach dem vorläufigen Ergebnis der Fortschreibung wurde bis war zunächst ge= sächlich in den meisten Betrieben des Gewerbes die Arbeitszeit nur dem Ausstand der Holzarbeiter bei der Firma Hülsenbed, 1. Juni nur erst wieder die Bevölkerungszahl 1902 180 erreicht. 10 Stunden beträgt, so daß also die geiezliche Festlegung einer Stroll u. Go. Auch hier ergriff die Polizei auf Veranlassung Dagegen brachten die drei Sommermonate Juni, Juli, August diesmal folchen wenig an den thatsächlichen Zuständen ändern würde. Der der Arbeitgeber in weitgehendstem Maße Widerstand der Unternehmer ist deshalb ganz unbegründet und die gegen die Arbeiter den verhältnismäßig bedeutenden Zuwachs von mehr als 2500, sodaß Partei. Chifanierungen der Streifpoften, Regierung wird aus solchem Material nicht viel gegen die Herab- der Arbeitswilligen und Sistierungen ohne Unterlaß wechselten freilich immer noch weniger ist als Ende Februar. Vom 31. Dezember liebevoller Schuß die Bevölkerungszahl sich Ende August auf 1904 721 stellte, was fetzung der Arbeitszeit der Arbeiterinnen beweisen fönnen. mit Einsperrungen im Spritzenhause harmonisch ab. und 1901 bis zum 31. August 1902 hat sich die Bevölkerung im ganzen was hat die Polizei mitallebem erreicht? Nichts, um 3154 vermehrt, während im vorigen Jahre die ersten acht Monate Berliner Partei- Angelegenheiten. aber auch rein gar nichts. Die Streits wurden bis zu im ganzen eine Verminderung um 2211 gebracht hatten. Die Gr ihrer Erledigung durchgeführt, die Streifpoften thaten trop Polizei flärung liegt darin, daß im Sommer 1902 wieder eine Zunahme Wilmersdorf Halensee. und Gendarmen ihre Schuldigkeit, ja, die Polizeibeamten mußten der Zuzüge begonnen hat, während gleichzeitig die Kindersterblichkeit Um die bisherige unpünktliche Spedition des„ Borwärts" in Salensee zu beseitigen, beabsichtigt der hinterher selbst zugeben, daß die Streifenden im Grunde genommen infolge der fühlen Witterung geringer als in andren Sommern Wahlverein zu Wilmersdorf, den Vorwärts" in eigne Spedition Schulden kommen ließen. ganz vernünftige Menschen seien und sich wenig oder gar nichts zu gewesen ist. zu übernehmen. Zu diesem Zwed findet am Sonntag die Verbreitung dieje Hetjagden auf die Streifenden! Welche Enttäuschungen dabei riftig fortgeschritten. An der Schumannstraße am Eingang zur Und trotz alledem immer von neuem Der Neubauten der Charité find im abgelaufenen Sommer einer Agitationsnummer statt, welcher gleichzeitig Abonnements bie Bolizei erlebt, lehren doch gewiß recht augenfällig, die Charité, neben dem Verwaltungsgebäude, ist die vom Regierungsgettel befliegen. Wir ersuchen, die erleichzeitig nezelf en and ingang au Streifs. Alle drei endeten mit einem Halensee, Sonntagmorgen 8 Uhr beim Genossen Hilpert zahlreich Erfolg der Arbeiter. An dem einen Tage noch walten baumeister Schmidt nach den Wünschen des Geheimrats Heubner Der Vorstand. Polizei und Gendarmen mit voller Schneidigkeit ihres Amtes, die erbaute Kinder- Klinik so weit gediehen, daß man mit der inneren Buch. Am Sonntagnachmittag 2 Uhr findet im Albrechtschen Streifenden erscheinen noch als verbrecherische Elemente. Am andern Einrichtung beginnen kann. Zu der Klinik fommen noch die Jfolier Lokal eine öffentliche Bersammlung statt, in der Reichstags- Tage ist der Streif beendet. Der Unternehmer unterhandelt mit den baraden für Kinder mit ansteckenden Strankheiten hinzu. An diese Abgeordneter Arthur Stadthagen über die Frage: Was droht dem bis dahin Verfehmten, er stellt sie samt und sonders wieder ein und reiht fich das pathologische Institut an, dessen Fundamentierung deutschen Volke?" sprechen wird. entläßt so rasch wie möglich die unbrauchbaren Arbeitswilligen, diese große Schwierigkeiten machte. Jezt sind die Grundmanern schon lieben Schützlinge der Polizei. Da standen dann die Polizeibeamten und aus der Erde heraus. Die Baraden für Krebstranke sind im Rohbau fertig. Auf dem Hinterlande, wußten faum, was sie zu dieser Wendung der Dinge sagen sollen. nach dem Alexander- Ufer Noch vor ein paar Stunden sind sie instruiert worden, mit rüdfichts zu erbaut Regierungsbaumeister Neblich auch die gynäkologische Lofer Energie gegen die Streifbrüder" vorzugehen und mit psychiatrische Klinit, die vom Bauinspektor Meting errichtet wird, ist Station, die bis zum ersten Stock gediehen ist. Die Nahnsdorf bei Friedrichshagen. Die zum Sonntag, den einemmale ziehen diese Wegelagerer", Bagabonden", diese arbeite bis zum zweiten Stod vorgeschritten. Zur Aufnahme von Kranken, 28. September, angekündigte Bolksversammlung fann leider nicht scheuen Subjekte" wieder in die Fabrik ein, während die für den die gesondert werden müssen, dienen zwei kleine Einzelhäuser, die stattfinden, da der Wirt, Herr August witte, feinen Saat Staat so besonders nützlichen Elemente" mit Sack und Pack an die schon bezogen sind. Das zwischen der psychiatrischen und der Nerven zurückgezogen hat mit der Begründung, daß durch die Ver- Luft gesetzt werden. Man sollte meinen, die Polizei würde aus flinit gelegene Gebäude der alten Charité, in dem sich jetzt noch sammlung sonst Unannehmlichkeiten in der Ge= diesen fich ständig wiederholenden Vorgängen endlich die meinde entstehen könnten. Bflicht der Arbeiter ist es richtigen Lehren ziehen. Die Polizeibehörden müßten sich eigentlich nächsten Frühjahr bezogen werden. Die chirurgische Klinik, deren jezt, das Lotal von Witte streng zu meiden, um ihm Unannehmlich längst felbft sagen, daß ihr übermäßig schroffes Auftreten gegen Ban vom Baumeister Knoche geleitet wird, das größte der neuen feiten zu ersparen. Alle übrigen Lokale in Nahnsdorf sind frei. streifende Arbeiter unter solchen Umständen doch ganz zwecklos ist. Gebände, ist bis zum Auffeßen und Abdecken des Daches gediehen. Doch weit gefehlt. Preußische Polizeibeamte haben eben ihren Kopf Das Gebäude erhält an beiden Enden pavillonartige Vorsprünge für sich. Das beweist ihr Verhalten bei dem jezigen Dreher mit offenen Balfons für Krante, die nicht gehen können. Die Neustreit in den Borsig- Werten. Wenn nun auch hier die bauten für die 1. und 2. medizinische Klinik werden im nächsten Arbeitswilligen wegen ihrer gänzlichen Unbrauchbarkeit entlassen sein werden? Nun damn stehen die Polizeibeamten genau so da, wie in Frühjahr in Angriff genommen. Ober- Schöneweide und in Tempelhof und können Betrachtungen bei Streits ist. Die Arbeiter lassen sich nun einmal nicht ins Bocks darüber anstellen, wie überflüssig eigentlich ihre ganze Thätigkeit horn jagen. zu erscheinen. " Die Parteigen offen, die in Buch auf den städtischen Bauten beschäftigt find, werden gebeten, die dortigen Einwohner auf diese Bersammlung aufmerksam zu machen. Der Vertrauensmann für den Bezirk Weißensee. " Lokales. er Geistestranke befinden, wird bald fallen, das neue Gebäude im Die Arbeiter: Entlaffungen in städtischen Betrieben. mangels entlassen. In der städtischen Desinfektions städtische Partverwaltung hat 40 Arbeiter wegen ArbeitsAnstalt haben von 73 dort beschäftigten Desinfektoren und Arbeitern 10 Mann zum 7. Oktober wegen reducierten Betriebes ihre Kündigung erhalten. Nach Aeußerungen des Chefs sollen demnächst weitere stündigungen erfolgen. Entlaffungen wegen Arbeitsmangels waren in der Desinfektions- Anstalt bisher unbekannt. Sollten diese Entlassungen etwa mit dem Deficit der Stadt- Hauptkaffe zusammenhängen? Aus der Stadtberordneten- Verfammlung. Die Mißstände im städtischen Jrrenwesen, die in ber legten Zeit die Oeffentlichkeit beschäftigt haben, im besonderen der Fall Ackermann, wurden in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung von den Arbeitervertretern zur Sprache gebracht und verdientermaßen einer scharfen Kritik Der Widerwille, mit dem die Berliner Kommunalverwaltung unterzogen. Die focialdemokrattice Frattion hatte selbst den Anregungen zu ganz geringfügigen socialen Reformen beden Antrag gestellt, die Versammlung möge den Magistrat gegnet, spricht sich aufs neue in einem amtlichen Schreiben aus, die int Auskunft darüber ersuchen. ivas zur Beseitigung den Arbeitern der städtischen Wasserwerke in Friedrichs dieser Mißstände zu thun gedenke. Genoffe Stadtverordneter hagen von ihrer vorgesezten Behörde zugegangen ist. Die dortigen Hinge referierte ausführlich über die Vorkommmisse, die Ver- Arbeiter hatten sich einen Sommerurlaub erbeten und stügten bei den Verwaltungen der Schlachthäuser in Deutschland angestellt. Eine Tierschuh- Umfrage hat der Deutsche Tierschutz- Verein anlassung zu diesem Antrage gegeben haben. und führte überzeugend fich dabei auf die bekannte Magistratsverfügung. Dieser Tage ist auf dem Berliner Schlachthofe werden den Schafen, bevor die den Nachweis, dag im Fall Ackermann ein Verschulden nun dem Arbeiter- Ausschuß mitgeteilt worden, daß die Deputation Schlachtung dieser Tiere vollzogen wird, die Beine verschräuft. Bei nicht nur der Polizei, fondern ebenso sehr auch der Leitung der es abgelehnt hat, bei dem Magistrat einen Antrag auf Gewährung der gewaltsamen Umbiegung der Beine treten nicht nur vielfach Frrenanstalt Herzberge vorliegt. Hinge ging dann auch auf die von Sommerurlaub für die Wasservertsarbeiter zu stellen, da die Sehnenzerrungen, sondern auch häufig Knochenbrüche ein und die andern ähnlichen Fälle ein und äußerte seine Verwunderung darüber, Wasserwerke auf dem Lande in frischer Luft armen Tiere müssen in diesem Zustande längere Zeit liegen, bevor daß die Einlieferungen von Insassen der Stadtvogtei nach Herzberge liegen! Weiter wird in dem Bescheide gesagt, daß die Ge- ihre Tötung stattfindet. Der Tierschutz- Verein hatte an das Polizeisich so oft wiederholen und daß die Leitung dieser städtischen Anstalt währung eines Sommerurlaubs fich auch schon mit Rücksicht auf den präsidium die Bitte gerichtet, das Berschränken der Schafe als sich der Polizei gegenüber stets so entgegenfommend zeigt. Auf die verstärkten Betrieb im Sommer nicht durchführen lasse. tierquälerisch zu verbieten, erhielt jedoch einen ablehnenden Anflagen des socialdemokratischen Redners antwortete der Magistrat Die Beamten der Wasserwerke erhalten trop der frischen Luft" Schmerzen weniger empfindlich seien und daß eine andre Bescheid. In diesem wurde behauptet, daß die Schafe gegen durch den Mund des Stadtrats Straßmann. Selbstverständlich und des verstärften Betriebes jährlich einen Urlaub von 10 Tagen Schlachtmethode nicht durchführbar wäre. Darauf hat mun, wie gab Herr Straßmann sich alle ühe. die Verwaltung von Herz bis zu 6 Wochen, die Arbeiter dagegen- ja, Bauer. das ist auch bereits erwähnt, der Deutsche Tierschutz- Verein eine Umfrage fiber berge zu entlasten. Er begann etwas fleinlaut. aber als ihn die Schlachtmethoden in den andern deutschen Schlachthäusern aus die Mehrheitsfraktionen der Versammlung durch beistimmende gurufe unterstützten, wurde er mutiger und widmete sich dem Geschäft der Anstalt Dalldorf betreibt seit einigen Jahren Viehzucht und hat Kommunal Agrarisches. Die städtische Irren- und Idioten gestellt. Auf 122 Anfragen sind bisher 99 Antworten eingelaufen, darunter aus allen Großstädten Deutschlands, wie Hamburg, Mohrenwäsche mit großem Eifer. Nach ihm versicherte der Sprecher damit glänzende Erfolge erzielt, so daß auch die übrigen städtischen München, Breslau, Köln, Leipzig, Dresden, Nürnberg usw. In allen der Mehrheit, Stadtv. Dove, seine Freunde seien durchaus bereit, Anstalten die Viehzucht eingeführt haben bezw. noch einführen werden. 99 Antworten wird erklärt, daß das Verschränken der Tiere bei für Abstellung von Mikständen zu sorgen, wenn solche nachgewiesen Infolge höherer Milch- und Buttererträge sowie höherer Preise für ihnen nicht stattfindet. In 22 Fällen ist zwar diese Methode nicht würden. In den vorliegenden Fällen Handele es sich aber nicht um fette Schweine war die Einnahme um 3316 M. im Jahre 1901 verboten, doch ist sie entweder unbekannt oder wird nicht ausgeübt. mangelhafte Einrichtungen, sondern nur um fleine Versehen. Die höher als nach dem Etat angenommen worden war, und dieses In drei Schlachthäusern( Köln, Erfurt und Dessau) ist das VerMehrheit spendete befriedigt Beifall und Herr Langerhans wollte Ergebnis ist erzielt trotz der höheren Futterpreise infolge der Dürre schränken der Beine bei den Schafen als tierquälerisch unter Strafe etwas eilig des Jahres 1901. Die Anstalt Wuhlgarten hatte weniger Erfolg, gestellt. Auf allen Schlachthöfen, mit Ausnahme von vieren, werden die Debatte schließen, als sich Genoffe Singer weil dort wiederholt unter den Schweinen die Seuche ausbrach, die die Schafe vor der Schlachtung betäubt und bei den legterwähnten erhob, um die Begeisterung der Verteidiger des Magistrats ein bort übrigens nicht vom Auslande eingeschleppt worden ist. Auch vier finden Schafschlachtungen überhaupt nicht statt. wenig zu dämpfen. Singer geißelte den empörenden trug zu dem weniger günstigen Erfolg der Umstand bei, daß die Der Verein Berliner Schankwirte mit weiblicher Bediemmg Gleichmut, mit dem der Magistrat und seine Freunde in geplante Erweiterung des Gutshofes während des Etatsjahres beschloß, beim Polizeipräsidium dahin vorstellig zu werden, daß unter fittenpolizeilicher Kontrolle stehenden Bersonen Tuntersagt werde, fich als Kellnerinnen zu vermieten. Es soll dabei ganz was andres! der Stadtverordneten Versammlung die skandalösen Vorkommnisse nicht ausgeführt werden und daher die beabsichtigte Neueinstellung behandeln. Noch einmal versuchte Herr Straßmann die Sache von 20 Milchkühen und 100 Schweinen nicht erfolgen konnte. auf den Widerspruch hingewiesen werden, daß die Konzession für wird nunmehr ein strafgerichtliches Nachspiel erhalten. eine Damenfncipe verweigert werde, wenn Prostituierte im Hause Wegen fahrlässiger Tötung, begangen am 3. April d. J. an der wohnen, daß aber dieselben Personen, wenn sie aus dem Hause 79 Jahre alten Kanzleirätin Biterte und ihrer 32 jährigen Tochter, entfernt worden sind, im Lokale selbst Kellnerinnen sein dürfen. ist gegen den Klempner Weiß in Steglitz, der die Gasleitung am Der Verband der Gaft- und Schankwirte Berlins soll ersucht werden, Tage vorher fahrlässig repariert haben soll, Auflage erhoben worden. sich diesem Vorgehen anzuschließen. Der Termin ist auf den 25. Oftober angesetzt. Arbeiterschutz in Steinhauereien. Amtlich wird mitgeteilt: handlungen. genommen: Versammlungen. Die Nednerin Diss „ Die Versammlung erklärt sich mit den Beratungen des Münchener Parteitags einverstanden und verpflichtet sich, die Beschlüsse desselben zur Durchführung zu bringen, die Ideen des Socialismus nach besten Kräften in die indifferenten Massen zu tragen und für die Wahl unsres Kandidaten Zubeil alle Hebel in Bewegung zu setzen, anstalteten Diskussionsabende aufmerksam, über deren Abhaltung Frau Göze machte auf die für die Frauen in Rigdorf ver im„ Vorwärts" nähere Mitteilung gemacht werden wird, und ersuchte um rege Beteiligung. Die Berichterstattung über den Münchener Parteitag ers folgte in einer öffentlichen Parteiversammlung für Rigdorf, die ani Mittwoch im Lokale von Thiel in der Bergstraße tagte. Der Referent Böste sprach sich anerkennend über die freundliche AufZu dem Selbstmorde des Schuhmachergesellen Mautsch innahme aus, die den Delegierten in München zu teil wurde und beAm 1. Oktober d. J. treten die vom Bundesrat am 20. März d. J. Rigdorf wird uns von dem Vorsitzenden des dortigen Rauchklubs richtete dann eingehend über die verschiedenen Punkte der Vererlassenen neuen Bestimmungen zum Schuße der Arbeiter in Stein- Ambalema mitgeteilt, daß die Ursache zu der That nicht in einer Sie Frauentonferenz und hob dabei hervor, welche scharfe hauereien in Kraft, die auch auf die zahlreichen Berliner Betriebe Unterschlagung zu suchen sei; die Vereinsgelder seien vielmehr von Berurteilung das Vorgehen der Polizei bei der Brandenburger dieser Art Anwendung finden. Es wird in denselben zunächst von allen Mautsch richtig abgeliefert worden. größeren, mehr als fünf Arbeiter beschäftigenden Steinmeßbetrieben, Konferenz auf der Frauenkonferenz erfahren hat. soweit sie sich nicht auf Bauplätzen befinden, die Beschaffung aus sich in Friedenau ereignet. Es ist dort ein auf einen freien an den Agitationsarbeiten zu beteiligen.- In der Dig Ein gestohlener Möbelwagen. Ein seltsamer Diebstahl hat schloß mit einem Appell an die Frauen des Kreises, sich recht rege reichender Unterkunftsräume für ihre im Freien thätigen Leute gefordert. Die Räume müssen vollständigen Witterungsschutz bieten, Plaz aufgestellter großer Möbelwagen der Firma Leo Leu, fussion sprach unter anderm Volkmann, der die ArbeitsDie Räume müssen vollständigen Witterungsschutz bieten, Sandjerhstr. 57, gestohlen worden. Vermutlich haben die Thäter sich leistung des Parteitages anerkannte; die Debatte über die nötigenfalls geheizt werden, und für jeden Arbeiter einen Sizplatz des Ungetüms unter dem Schuß der Nacht bemächtigt, indem sie„ Neue Zeit" aber bedauerte. Solche Meinungsdifferenzen sollten in enthalten, sie dürfen zu andren Zwecken, z. B. als Lagerräume nicht verwendet werden und sind mit Vorrichtungen zum Wärmen der urs Botani ist mit der mitgebrachte Pferde vorspannten, worauf sie wahrscheinlich ihren kleineren Kreisen erledigt werden. Speisen auszustatten. Bugleich ist für ausreichende Bedürfnisanstalten Kurs nach Berlin oder einem der größeren Vororte genommen haben Stellungnahme des Parteitags in der Bolenfrage nicht einverstanden, zu sorgen. In allen Steinmeßbetrieben, also auch wenn sie werden, um den Wagen bei Umzügen praktisch zu verwerten. Genossen, die die polnische Sprache nicht tenuten und ebensowenig weniger als 5 Arbeiter haben, und in denen auf Bauplägen, müssen Potsdam. Einen bösen Reinfall erlitten die hiesigen Anti- die Verhältnisse, sollten in den polnischen Streifen nicht kandidieren.für die im Freien thätigen Arbeiter, Schußdächer oder Arbeitsbuden semiten bei dem Versuch, die Fleisch not für ihre Parteizwede Nachdem Böste dem gegenüber die Beschlüsse des Parteitags veraufgestellt werden, lettere haben auf mindestens 3 Seiten, jedenfalls auszuschlachten. Der Deutsche Wolfsbund hatte für Dienstagabend teibigt hatte, wurde folgende Resolution gegen eine Stimme an aber auf der Windseite. Schuß zu gewähren. Gefordert eine Voltsversammlung mit dem Thema:" Die Fleischteuerung und wird ferner, daß gutes Trinkwasser zur Verfügung steht. wer sind die Urheber derselben" einberufen. Referent war der Besondere Vorsicht wird für die Arbeiter mit Sandstein ver- Redacteur Wilberg- Berlin. An der Hand von zum Teil un langt. Es gilt für Steinhauereien vor allem eine neunstündige richtigen oder aus dem Zusammenhange geriffenen Zahlen suchte Maximal- Arbeitszeit auch für die Erwachsenen. Ferner dürfen die Wilberg zu beweisen, zu beweisen, daß eine Fleischnot im deutschen Steinmegen nicht näher als in Entfernungen von zwei Meter von Baterlande überhaupt nicht existiere, die Fleischteuerung einander arbeiten. Die Werkstätten sind täglich zu reinigen, ihr dagegen eine Folge der Manipulationen der Zwischenhändler, daß dieser im ersten Wahlgang gewählt wird." Fußboden muß bei trockenem Wetter feuchtgehalten werden. Benest natürlich insbesondere der jüdischen, fei. Der von freifinniger Seite sollen auch die Wertstüde werden, wenn es aus technischen Rück- erschienene Dr. Bernstein, sowie der Kandidat unfres Kreiſes, sichten irgend angängig ist. Bollständig ausgefchloffen bei der Dr. Karl Liebknecht, ließ dem Herrn eine glänzende Abfuhr trockenen Verarbeitung des Sandsteines ist die Beschäftigung der zu Teil werden. Der stürmische Beifall, den die von bürgerlicher Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter. Dasselbe Berbot gilt für Seite stark besuchte Versammlung den zwingenden Ausführungen Die Arbeiter der Großen Berliner Straßenbahn be die Beteiligung an Transport- und Berladungsarbeiten und für unfres Genoffen Liebknecht zu teil werden ließ, bewies, wie weit die schäftigten sich in einer von der Metallarbeiter- Gewerkschaft eindie Arbeiterinnen, außerdem für jede Thätigkeit überhaupt, bei der Erregung über die Fleischnot im bürgerlichen Lager Platz gegriffen hat. berufenen Versammlung mit dem Verhalten ihrer Borgefeßten. Steinstaub entsteht. Alle diese Einschränkungen für die Beschäftigung mit nahezu Einstimmigkeit wurden folgende, von unsrer Seite ein Moride bedauerte in seinem Referent, daß die Betriesleitung, weiblicher Hilfskräfte, treten jedoch abweichend von den übrigen mit gebrachten Refolutionen angenommen:" I. Jn Anbetracht der durch trotzdem sie brieflich eingeladen, nicht erschienen war, und kritisierte geteilten Bestimmungen erst am 1. Oftober 1903 in Kraft. die Grenzsperre entstandenen außerordentlichen Fleischteuerung, welche dann das brüste und plögliche Entlassen der Arbeiter. Erkundigen In sämtlichen Steinmeßbetrieben ist endlich eine Tafel, die diese eine bedentliche Unterernährung der minder bemittelten Bevölkerung fich letztere nach dem Grund der Entlassung, so weiß selbst Bestimmungen enthält, auszuhängen. Solche Tafeln fönnen u. a. zur Folge hat, ersucht die heutige öffentliche, aus allen Schichten der der Obermeister denselben nicht anzugeben. Der Obervon der Buchhandlung von Fr. Kortkampf, Berlin W., Wittenberg- Bevölkerung besuchte Versammlung die Regierung um schleunige Ingenieur aber, der früher erklärt hat, jedem Rede und play 3a, bezogen werden. Beseitigung der Einfuhrverbote. II. In Erwägung, Antwort zu stehen, erklärt auf Befragen ganz einfach, seine WerkGespenstererscheinung. Ahiwardts Wiederauftreten hatte daß die zeitigen ungewöhnlich hohen Fleischpreise die vitalsten Juter- meister haben ihm diesen oder jenen Grund angegeben und folglich gestern ein großes Aufgebot von Antisemiten aller Richtungen und effen unsrer gesamten Bürgerschaft berühren, insbesondere eine aus- find sie entlaffen. Redner ist der Meinung, daß man auf diese Art der Arbeiter Ernährung Mengierigen nach Kellers Festfälen in der Koppenstraße herbeigelockt. verhindern, und in fernerer Erwägung, daß nach Lage der beutungssystem der Großen Berliner sträuben und für das Recht ihrer Mittelstandes nur diejenigen Arbeiter los werden will, die sich gegen das AusHerr Ahl wardt erklärte n. a., er fei zur Zeit des Judenflintenprozesses und seines Kampfes wider die Börse von seinen besten preise zu erwarten steht, muß die Petition des hiesigen Magistrats, thatsächlichen Verhältnisse eine weitere Steigerung der Fleisch- Sollegen eintreten. In der Diskussion wurden die Ausführungen des Referenten Freunden verkannt und verlassen worden, das habe ihn sehr gewelche schmerzt. Dann traf ihn der schwere Schlag, daß sein treuester mit welche sich an den Reichstag gegen die von der Bolltarif- Kommission bestätigt und besonders auf das Besichtigungsfest hingewiesen, das man fämpfer, sein Schwiegersohn Gastwirt Boded irrsinnig wurde und vorgesehene Aufhebung der Kommunal- Schlachtsteuer richtet, als ein den Vertretern der Berliner Presse gegeben hatte. Morite ging in fich noch heute in der Frrenanstalt befindet. Da habe er sich zurück- schwerer Verstoß gegen die Interessen des Allgemeinwohls bezeichnet seinem Schlußwort auf letzteres besonders ein und führte aus, daß ein gezogen. Er sei in der Zeit viel herumgekommen, überall habe man werden. Die heutige Versammlung spricht die Hoffung aus, daß Berliner Blatt, das sich seiner Arbeiterfreundlichkeit rühmt, wohl sowohl der Magistrat, wie die Stadtverordneten- Bersammlung bei einen schwungvollen Lobartitel über die inneren Einrichtungen der ihn gebeten, doch ja nicht die Fahne des Antisemitismus zu ver- den maßgebenden Körperschaften um Aufhebung der Grenzsperre Großen Berliner brachte, als Redner aber diesem Blatte, der„ Berl. lassen. Nach den legten Baufkrachs habe es ihm keine Ruhe mehr gelaffen, er wittere Morgenluft" und gedenke sich nun wieder mit für die Einfuhr lebenden Biches so schleunigst wie möglich vorstellig Morgenpost", einen furzen Gegenartikel einsandte und darin die voller Straft in die antisemitische Agitation zu stürzen. werden. Ferner fordert die heutige Versammlung die Aufhebung wahren Verhältnisse anführte, da war man mäuschenstill und machte dem der Kommunal- Schlachtsteuer. Einsender nicht einmal Mitteilung, warum man diesen Artikel nicht aufdie Arbeiter sollen nur diejenigen Zeitungen lesen, die sich aus. genommen hat. Redner warnt vor der Unterstützung bürgerlicher Blätter, schließlich den Interessen der Arbeiter annehmen. Die von circa 300 Personen besuchte Versammlung schloß mit der Annahme einer Resolution, in der sich die Kollegen verpflichten, alle vorkommenden Fälle sofort der Organisation zu melden, damit dieselben der Deffentlichkeit unterbreitet werden können. MitHerr Ahlwardt vergißt, daß ein Feez" nur einmal zieht und dann nicht wieder. Mit seiner unglücklichen Erscheinung als Revenant dürfte er auch dem furchtsamsten Juden nicht mehr gruselig machen; bei seinen Freunden wird er aber sicher Sorge und Befümmernig tecken. unwahr. Straßensperrung. Die Burgstraße an der Kaiser WilhelmBrüde und die Kaiser Wilhelmstraße zwischen der Spree und der Stadtbahn wird behufs Ausführung des Notauslaß- Kanals in der Kaiser Wilhelmstraße vom 25. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhr: werfe und Reiter gesperrt. reichende und des sammlung fiel die Aufgabe zu, die beiden Resolutionen an die zu Dem Reichstags- Abgeordneten Pauli als Leiter der Verständigen Körperschaften abzuführen. Gerichts- Beitung. Die Arbeiter der chirurgischen Brauche hielten am 20. d. M. eine Bersammlung ab, in der unter anderm bekannt gegeben wurde, daß bei der Firma Hempler infolge der scharfen Stritit, die diese Werkstatt wegen der daselbst bestehenden Mißstände erfahren hat, bereits zwei Kollegen entlassen worden sind. Rummelsburg. Hier fand am 24. September eine von ungefähr 400 Personen besuchte Protest Versammlung gegen die Fleischnot statt. Reichstags- Abgeordneter Beus schilderte in treffender Weise die durch die herrschende Zollpolitik hervorgerufenen Zustände. In der Diskussion sprachen Arbelt, Ritter und John im Sinne des Referenten. Nachstehende Resolution wurde einstimmig angenommen. W Herr Bolle schreibt uns zu dem gestrigen Bericht über die Milchhändler- Versammlung: Unter Bezugnahme auf den in dem heutigen Morgenblatt Ihrer werten Zeitung Nr. 224 wiedergegebenen Einen ganz gemeinen Schurkenstreich hat der Arbeiter Bericht des Vorsitzenden des Vereins Berliner Milchhändler, Herrn Michael Kubiat in Gemeinschaft mit dem Schloffer Franz A. Wiesener, an die Versammlung dieses Vereins, findet sich die Nach- witted, die beide gestern wegen Meineids bezw. Anstiftung richt, daß ich beabfichtige, vom 1. Oftober d. J. ab die Milch zu zum Meineide vor dem Schwurgericht standen, verübt. Witted Schlenderpreisen in den Verkehr zu bringen. Diese Mitteilung ist ist der Schuldigere von beiden. Er hat nicht nur seinen Mit angeklagten zu bewegen gewußt, ihm zur Liebe eine Univahrheit mit Die Untersuchungsfache gegen den falschen Baron dem Eide zu bekräftigen, sondern auch versucht, noch einen andren verleiten. Gegen Witted Erlanger dürfte einen ganz gewaltigen Umfang annehmen. Dem zu diesem schweren Verbrechen zu Anscheine nach war ein groß angelegtes Schwindelmanöver beabsichtigt, hatte ein Mädchen, welches nur mit ihm in einen intimeren bei welchem E. nur als Puppe figurieren sollte, während sich feine Verkehr getreten war, die Alimentenklage eingereicht. Sie wurde Mitschuldigen vorsichtig im Hintergrund halten wollten. Als Mit mit ihrer Slage abgewiesen, da plöglich der Angeklagte zu ihrem Entsetzen schuldige verdächtigt werden zunächst zwei Personen, ein Agent und Subiak auf der Bildfläche erschien und ein Privatier, die jedoch beide aus Berlin verschwunden sind. Sie wahrheitswidrig vor dem Amtsgericht beschwvor, daß auch er mit ihr „ Die Verſanimlung protestiert energisch gegen die die nothaben sofort nach Bekanntwerden der falschen Namensbeilegung lmgang gehabt habe. Er war zu diesem Meineide von Witteck be- wendigsten Lebensmittel verteuernde agrarierfreundliche, aber volksErlangers und noch vor dessen Verhaftung die Reichshauptstadt verstimmt worden, der ihn durch Getränke und ein Zehnmarkstück zu auswuchernde Regierungspolitik. Sie verspricht dieselbe zu belassen und sollen sich zur Zeit im Auslande befinden. Erlanger einem gefügigen Werkzeug für seine Schufterei gemacht hatte. Als antworten mit energischer Agitation für die dieser Bewucherung des dann der Termin vor dem Landgericht stattfand, redete Witteck auf Volkes allein grundsäglich entgegentretende Socialdemokratie, mit ist allem Anschein nach geistig nicht normal. Er ist schon vor zwei Jahren entmündigt und befand sich bis Anfang dieses Jahres in ihn ein, daß er nun dasselbe beschwören müsse, wie vor dem Amts- fräftiger Unterſtügung ihrer Presse, sowie mit massenhaftem Beitritt einer Heil- Anstalt in Bankow. Er dürfte zur Beobachtung seines gericht, da es ihm sonst sehr schlecht gehen würde. So ging denn Geisteszustandes jedenfalls nach der Neuen Charité gebracht werden. Stubiat hin und leistete nochmals einen Meineid, obgleich ihm das zur socialdemokratischen Partei- Organisation. Auch erklärt die Ver fammlung gegenüber dem Lebensmittel- Wucher der Lebensmittel Bie schon mitgeteilt worden ist, hat die Strausberger Rennbahn- Mädchen gegenübergestellt wurde und ihn laut der Umwahrheit be Produzenten die Organisation der Konsumenten für eine unabweis. Berwaltung die Auszahlung der Wettgewinne inhibiert, weil Erlanger sichtigte und obgleich vom Gericht ein sehr sorgfältiges Protokoll über seine bare Not: vendigkeit." Aussage aufgenommen wurde. Witted hat dann noch einen andern Be unter seinem angenommenen Namen zwei Pferde laufen ließ, von Steglitz. Die zum Mittwochabend nach dem Birkenwäldchen denen das eine als erstes das Ziel erreichte. Jedenfalls dürften die fannten gegen Geldversprechungen überreden wollen, dem BeispielKubiaks Wettgewinne aber zur Auszahlung kommen, da die Pferde selbst auf zu folgen, dieser Versuch ist aber gescheitert, da der zum Eideshelfer einberufene Protestversammlung gegen Fleischnot ihren richtigen Namen gemeldet und auch das Nationale forrett an- Auserwählte diese Zumutung mit Entrüstung zurückwvies. Im und Grenzsperre nahm nach einem Referat des Genoffent gegeben war. Durch die bloße unberechtigte Beilegung des Baron- gestrigen Termin war Kubiak geständig, ein Opfer der Ueberredungs- Ewald Berlin eine diesbezügliche Resolution einstimmig an. In Titels seitens des Erlanger dürfte ein Einfluß auf den Totalisator- tunst Wittecks geworden zu sein, während letzterer trotz der Wucht der Diskussion wurde die Haltung des Stegliger Gemeindevorstandes Auf Grund der und der Gemeindevertretung in der Fleischfrage einer Kritik unterStand kaum ausgeübt worden sein. des Schuldbeweises sich aufs Leugnen legte. Beweisaufnahme und in Gemäßheit des Sprutches der Geschwornen zogen und die Klagen der Agrarier über die hohen Arbeitslöhne, verurteilte der Gerichtshof Kubiak zu 1 Jahr 3 Monaten welche sie den Landarbeitern zahlen müssen, durch die Mitteilung 8uchthaus, witted zu 4 Jahren Zuchthaus. illustriert, daß der bekannte Oberamtmann Ring Dippel seinen männlichen Arbeitern einen Tagelohn von einer Mark, den vor dem Schöffengericht das Dienstmädchen L., das als Belastungs- Fleischfrage auf die einfachste Art gelöſt: fie fönnen bei dieſem erBetrogene Liebe. Eine recht trübe Geschichte erzählte gestern Frauen gar nur 50 Pf. zahlt. Für diese Bedauernswerten ist die zengin gegen ihren ehemaligen Bräutigam, den Kutscher Hermann Feuerbericht. Ein größeres Löschaufgebot wurde infolge mehr- erzog geladen war. Sie gingen" beide zusammen. Sie diente bärmlichen Einkommen fein Fleisch kaufen, ob es nun billig oder facher Meldung Donnerstagmittag nach der Fidicinftr. 13 gerufen. als Hausmädchen in einem Hause, wo der Angeklagte als Stutscher In dem Nebenhaufe Nr. 14 war vor einigen Wochen ein Dachstuhlthätig war. Sie gingen beide zusammen zum Tanze und er ver- Wahlkreis Kalan- Luckau. Sonnabend, den 27. d. Mts., abends 8 Uhr, Socialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags. brand ausgekommen, weshalb jetzt das Dach ausgebessert werden sprach ihr wieder und immer die Ehe. Unter diesem Gesichtsbet Karl Schulze, Dieffenbachstr. 54: Mitgliederversammlung. sollte. Die damit betrauten Arbeiter fochten nun Teer in einem pintte gab sie ihm willig ihre Ersparnisse hin, bald großen Stessel unbefugterweise auf dem Dache des Nachbarhauses 50 m., bald 10 M., 20 m., 100 m. usw. und schließlich ließ Nr. 13. Der Kessel fiel um und die Masse fing Fener, so daß bohe sie sich auch überreden, ihm 300 M. zu übergeben, weil Flammen emporloderten. Die erschrockenen Hausbewohner alarmierten er ihr vorredete, er könnte sich und ihr eine schöne Eristenz be- Tullins Murri, der Mörder des Grafen Bonmartini, bewohnt die Feuerwehr von verschiedenen Seiten. Die Löschzüge konnten gründen, wenn er diese Summe als Kaution stellen könnte. Sie im Kreisgericht zu Rovereto eine ordentlich durchgelüftete und gut indes bald wieder abrücken, weil die Gefahr in furzer Zeit beseitigt hatte gar kein Mißtrauen gegen seine reellen Absichten, um so weniger, beleuchtete Zelle. Gewöhnlich liegt er auf dem Bette und liest. wurde. Der Besißer des Hauses Nr. 13 wird eine Schadensersatz- als sie ihm ein füßes Geheimnis anvertranen mußte und er auch nach Jeden Tag tann er sich eine Stunde lang im Hofe ergehen, natürlich Klage gegen seinen Nachbar anstrengen. Am Mittwoch hatte dieser Richtung alle Zukunftspläne in aller Ruhe mit ihr besprach. Da unter strenger Bewachung. Die Kost teilt er mit den andren Gedie Wehr in der Hagenauerstraße 12 einen Brand ab- wurde der Angeklagte, ein hübscher, hochgeschossener Mensch, zum fangenen, obwohl er sie von auswärts beziehen könnte. Die Wunde, zulöschen, der den Fußboden und die Valkenlage ergriffen Manöver eingezogen, und von da an ließ er nichts mehr von sich hören. Das die er im Kampfe mit seinem Opfer, dem Grafen Bonmartini, Nachmittags 5 1hr hatte die 1. Compagnie in der Mädchen kam in eine böse Lage. Sie mußte ihre Dienststelle auf- davongetragen hat, ist so gut wie vernarbt. Mit den Wächtern Grenadierstr. 42 längere Zeit zu thun. Hier war in einer Wohnung geben, bei ihren Eltern durfte sie sich in dem Zustand, in welchem spricht Murri fast gar nicht. Er zeigt sich, wie Tiroler Blätter beein größeres Feuer ausgekommen, das Möbel, Kleidungsstücke 2c. fie sich befand, nicht blicken lassen, und sie war froh, als sich eine richten, nicht niedergeschlagen, mur giebt er wiederholt seiner Hoffnung erfaßt hatte. Es mußte daher mit einer Schlauchleitung längere milleidige Seele fand, die sie in ihren schweren Stunden aufnahm. Ausdruck, daß er bald ausgeliefert werden möge. Auf Verlangen des Zeit Wasser gegeben werden, um die Flammen zu erstiden. Von Sie hatte wiederholt flehentliche Briefe an den Angeklagten gerichtet, Staatsanwalts von Bologna darf Murri mit niemand außer den dem Inhalt der Stube ist nur wenig gerettet. Abends 9 Uhr wurde sie nicht zu verlassen, sondern sein Eheversprechen zu erfüllen, fie Gerichtspersonen verkehren. die 5. Stompagnie nach dem Schillerplaz gerufen, wo unbekannte teilte ihm auch die Geburt eines Kindes mit Personen die Anschlagsäule an der Ecke der Markgrafen- und Jäger- alles umsonst; der Angeklagte hüllte sich in Schweigen und überließ straße in Brand geste.ft hatten, der aber sofort erstickt wurde. sie ihrem Schicksal. In ihrer Not und Verzweiflung ist sie dann zum Außerdem hatte die Wehr in der Zwischenzeit noch Alarmierungen Staatsanwalt gelaufen und hat Anzeige gegen den Treulosen von der Koblaufstr. 14 und von der Halleschenstr. 1 zu verzeichnen. erstattet. Sein Verteidiger suchte nachzuweisen, daß der Angeklagte Stationen In beiden Fällen handelte es sich jedoch nur um geringfügige zwar unmoralisch gehandelt habe, aber wegen Betruges nicht be Anlässe. straft werden könne, da er sich die Gelder nicht unter falschen Vorspiegelungen erschwindelt, sie vielmehr je nach Bedarf von der Zeugin erhalten habe. Der Gerichtshof war der Ueberzeugung, daß der An- Swinemde. 771 SSD 3hlb. bed. Hamburg 769 OSO 3 Beiter 7 Petersburg 771 S 770 S0 1 heiter geklagte von Anfang an nicht die ernste Absicht gehabt habe, das 8 Cort 1h16. bed. 12 Aberdeen Mädchen zu heiraten. Er habe ein armes Dienstmädchen schnöde Frants./m. 768 769 SW 2 Nebel 7 Paris hintergangen, fie um ihre Ersparnisse gebracht, fie um ihre Zukunft München betrogen und ihr auch noch die Ehre genommen. Der Gerichtshof Wien 770 SO 36lb. bed. 8 verurteilte den Angeklagten zu 6 Monaten Gefängnis. hatte. Aus den Nachbarorten. Aus Schöneberg wird uns mitgeteilt, daß der WahlprüfungsAusschuß einstimmig beschlossen hat, der Stadtverordneten- Bersamm lung zu empfehlen, daß sie die Wahl unsres Parteigenoffen Obst für gültig erkläre. Die schwere Leuchtgas- Vergiftung im Hause Dippelstr. 30 zu Steglig, welche den Tod zweier Damen zur Folge hatte, es war aber teuer ist. Vermischkes. Witterungsübersicht vom 25. September 1902, morgens 8 Uhr. Berlin Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4º R. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke Wetter 9 Haparanda 768 SSW 2Nebel Temp. n. 6. o Do 1212 5 3 bedeckt 772 NNW 1 Nebel 769 NNO 2 bedeckt Wetter Prognose für Freitag, den 26. September 1902. Ziemlich trübe mit etwas Regen, mäßigen nördlichen Winden, wärmerer Nacht aber sinkender Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.