sid Nr. 234. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28$ fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post Zeitungs. Preisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. hantiedad magnis dis d and fold 19. Jahrg. atsid Die Insertions- Gebühr Vorwärts thingti Berliner Volksblatt. emit whin beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Schulvorlage und Parteipolitik. London, 1. Oftober. sie Dienstag, den 7. Oftober 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Klaffen einen gewissen Verdacht gegen die Gemeindeschulen schöpften, zige Hoffnung des Landes deshalb in einer konservativen Regierung for younger forfichtiger; bie Stritit ſetzte ein. Draſtiſchen Ausdruck liege. Es ist möglich, daß der Kampf um die Schulvorlage dem fand diese Kritik in der plöglichen Weigerung des Regierungs- Premierminister diese Gelegenheit geben werde. So blendend dieses fontrolleurs Mr. Coderton, für Schulausgaben aufzulominen, die Intriguenspiel erscheint, so kann es nichtsdestoweniger zu ernſten über den eigentlichen Elementarunterricht hinausgingen. Die Schul- Folgen führen. Gewinnt nämlich die Arbeiterklasse die Ueberfommissionen strengten einen Prozeß an, der von allen Instanzen zeugung, daß eine liberale Regierung nicht mehr möglich sei, so zu Gunsten der Regierung entschieden wurde. wäre damit ein großes Hindernis zur Bildung einer unabhängigen Arbeiterpartei beseitigt. Trades Unionismus zeigt auch die Ebenso wie strifis im Die Zahl und die Tragweite der politischen Fragen, die im Testen halben Jahre dem englischen Volt gestellt wurden, sind fast unübersehbar, jedoch wird keine mit soviel Leidenschaftlichkeit diskutiert wie die Frage der Neugestaltung der Boltsschule. Sie wurde Daß die Unzufriedenheit gegen die Gemeindeschulen eine Folge die Politische Uebersicht. Berlin, den 6. Oftober. Zum Zollkampfe. hoi " Weiter einer eröffnet durch die im März 1902 eingebrachte Schulvorlage und der eingetretenen Realtion ist, läßt sich dokumentarisch nachweisen. rüdte in den lezten Wochen in den Vordergrund des innerpolitischen Der Tory- Demokrat Sir John Gorst, Unterrichtsminister Schulvorlage, daß die innere Politik Englands an einen Wendepunkt Lebens. Sie entfachte einen heftigen Kampf zwischen der Hochkirche der fonservativen Regierung, erklärte in einer öffent- angelangt ist. Ant 16. Oftober tritt das Parlament zur Beratung und den Nonkonformisten( Seften) und zwischen den Konservativen lichen Versammlung in Bristol: Ich erwarte nicht viel von der Schulvorlage zusammen. Die Session kann allem Anschein nach und Liberalen, so daß die Existenz der Regierung gefährdet ist. Die der Schulreform, da die Mitglieder der Regierung einer Klasse eine wichtige werden. Schulvorlage hat hier die gleiche Bedeutung wie der Zolltarif in angehören, die einen höheren Wolfsunterricht weder für notDeutschland. Hier wie dort stellen sich die Konservativen, Angli- wendig, noch für wünschenswert hält. Diese Regierungsmitglieder faner und Katholiken dem Fortschritte des arbeitenden Volkes halten es mit manchen großen Professoren, daß es in der modernen i entgegen; in beiden Ländern werden diese Fragen wahr Gesellschaft gewisse Funktionen giebt, zu deren Ausführung man unfcheinlich in den parlamentarischen Wahlen des nächsten wissende und brutale Leute braucht."( Fortnightly Review", DeJahres ausgefochten werden. Die Schulvorlage ist aber auch deshalb zember 1901.) Kein Wunder, daß der ehrliche Gorst bei der Umwichtig, weil der um sie tobende Kampf eine gute Gelegenheit bietet, gestaltung des Stabinetts im August 1902 von seinem Freunde Arthur Das Centrum eifert unausgefeßt für das Zustandekommen in das Wesen und die Triebkräfte der inneren Politik Englands ein- J. Balfour( Premierminister) aus Amt und Würden gejagt des Wuchertarifs. Gleich der„ Germania", deren Bemühungen wir zubringen. wurde. Die skandalöse Entlassung Gorsts war der Preis, den in unsrer letzten Nummer schilderten, erhebt sich die„ Kölnische urde. Di Wie bekannt, lag das englische Volksschulwesen bis zum Jahre Balfour an die englische Oligarchie zahlen mußte. Und vor ungefähr Volkszeitung" flagend, mahnend und drohend gegen alle die1870 fast vollständig in den Händen der firchlichen Körperschaften. einer Woche erzählten die„ Times", daß Sir Theodor Morlin er- jenigen, die dem Bollwucher, so wie ihn das Centrum will, HinderStaat und Gemeinde hatten mit der Verwaltung des Volksunterrichts flärte:„ Das Schulgesetz von 1870 hatte unglückliche Folgen. Die niffe bereiten. nichts zu thun. Die Schulfosten wurden teils durch freiwillige Bet- neue Schule hat dem An die Spize ihrer Beschivörungen feßt die Kölnische n Volte das Sanfte seiner Sitter genommen, träge und Stiftungen der Bürger, teils durch staatliche Zuschüsse be- seine Moral geschwächt und ihm eine falsche Bildung gegeben. Eine Boltszeitung" den Einschüchterungssatz: Wenn der Zolltarifftritten. Die Schulen waren also freiwillige Einrichtungen. Nach folche Demokratie, zur politischen Macht gelangt, ist eine große Gefahr fa y fällt, so ist das ein Sieg der Socialdemokratie, und der zweiten Wahlreform vom Jahre 1868, die der großen Mehrzahl für das Land. Die neue Schulvorlage hat den Zwed, dieser Demoralisation unter dieſent Eindruck müßten die Neuwahlen Neuwahlen vor sich der städtischen Arbeiter das Stimmrecht gab, begann man auch dem Einhalt zu thun." Sir Theodor Morlin ist ein intimer Freund des gehen." Nach einigem unnützen Gerede über socialdemokraVolksschulwesen größere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Denn es hatte Premierministers M. A. J. Balfour. tische Obstruktions" pläne erflärt das rheinische Centrumsblatt fosich gezeigt, daß die Kirchenschulen nicht im stande waren, den Diefer ganze Stampf gegen die neue, im Jahre 1870 gefchaffene dann: In einer solchen Lage muß alles gefchehen, um eine wachsenden pädagogischen Anforderungen Genüge zu leisten. Die Schule ist eine merkwürdige und genaue Parallele zum Kampfe gegen Entwicklung in der bezeichneten Richtung( des Scheiterns des TarifZahl der des Schreibens und Lesens Unkundigen war eine sehr be- den Trades- Unionismus. Von dieser Feindschaft gegen die moderne werkes) hintan zu halten. Das gilt für die Parteien im trächtliche. Es kam auch vor, daß Lehrer kaum des Lesens mächtig Volksschule ist die Schulvorlage geleitet. Sie bezweckt: 1. Die Be- Reichstag wie für die verbündeten Regierungen. waren, denn das Auswendiglernen des Katechismus war der feitigung der Schulkommissionen und die llebergabe der Schule an die rühmt die„ K. V." die Geschloffenheit ihrer Reichstagsfraktion, Hauptgegenstand des Unterrichts. Unter solchen Umständen wäre es Lokalbehörde, die in der Auflegung von Gemeindesteuern für jekt, nachdem nachdem der Antrag auf Serbeiführung fei, eiumütig gewiß das beste gewesen, reine Arbeit zu machen, d. h. die Kirchen- Bildungszwecke sehr vorsichtig find; 2. die Sicherstellung der Witwen- und Waisenversicherung angenommen ,, Wie aber steht's mit schulen ganz zu beseitigen und das Erziehungswesen zu verstaat- Kirchenschulen, indem ihnen die Gemeindesteuern zur Verfügung zu den Kommissionsbeschlüssen stehe. Diese seien durch die Kommissionslichen, oder wie man in England sagt, zu nationalisieren. Das gestellt werden sollen, ohne jedoch die kirchliche Schulverwaltung ein- den konservativen?" Schulgesetz ging jedoch nicht soweit. Es ließ die Kirchenschulen be- zuschränken. Die Absicht dieser Bill liegt flar zu Tage. Die Ne- beschlüsse noch nicht befriedigt; verharren sie bei dieser Stellungstehen, sorgte aber dafür, daß in jedem Distrikt genügend Schulen gierung will erstens die der herrschenden Selasse gefährlichen Gemeinde- nahme, fo fällt die Vorlage durch die Mitschuld der konservativen für die schulpflichtigen Kinder vorhanden sind. Die neuen Schulen schulen finanziell schwächen; zweitens die Kirchenschulen stärken, so daß Partei. Nun mahnt das Centrumsblatt also: sollten auf Stosten der Gemeinde gebaut, von den Gemeindesteuern sie nicht mehr von freiwilligen Spenden abhängig find. Gegen den ziveiten und staatlichen Zuschüssen erhalten und den von den Gemeindemit- Punkt richtet sich die leidenschaftliche Agitation der Nonkonformisten und gliedern periodisch gewählten Schulfommissionen( School Boards) Liberalen. Sie verlangen, daß auch die Leitung der Kirchenschulen unterstellt werden. Um den verschiedenen Konfessionen gerecht zu in die Hände der Gemeinde gelegt werde. Oder deutlicher; sie verwerden, sollte der Religionsunterricht sich auf die allgemein christ langen eine Verwandlung der Kirchenschulen in Gemeindeschulen, lichen Grundsätze beschränken, d. H. Katechismus und Dogmen, die da sie nunmehr ganz aus öffentlichen Mitteln unterhalten werden die einzelnen Konfeffionen von einander unterscheiden, sollten vom sollen. Die Opposition hat sowohl einen religiösen wie demokratischen Lehrplane ausgeschlossen sein. Charakter. Die Setten weigern sich, Geldbeiträge für die AufrechtWir haben demnach in England( außer Schottland und Irland) erhaltung der Staatskirche zu liefern. Die Liberalen berufen sich ziveierlei Arten von Volksschulen: 1. Die freiwilligen Kirchen- auf den alten demokratischen Grundsay:" Keine Steuern ohne Volksfchulen( Voluntary Schools), erhalten durch freiwillige Gaben und kontrolle." Der Kampf ist ein ungemein heftiger, da er von dem staatliche Zuschüsse; 2. die modernen Gemeindeschulen( Board traditionellen englischen Sefteneifer getragen ist. Im ganze Lande Schools), erhalten durch Gemeindesteuern und staatliche Zuschüsse. finden Demonstrationen statt, die von Hunderttausenden von Bürgern Jim Jahre 1902 gab es 14 294 Kirchenschulen, davon gehörten 11 731 besucht sind und mit Steuerverweigerung drohen. Die Regierung der Hochkirche( anglikanische Staatskirche, in der romanisierende ist sich bewußt, daß dies keine leeren Drohungen find. Viele Neigungen immer stärker hervortreten), 1510 den Nonkonformisten Tausende von Engländern find entschlossen, eher ins Gefängnis zu der Reichsregierung sein. Die Bundesstaaten könnten doch un( Sekten) und 1053 der römisch- katholischen Kirche; diese Schulen gehen, als Steuern zu zahlen für die anglikanische Staatskirche, die wurden von 2482 372 Kindern besucht. Gemeindeschulen gab es noch dazu von romanisierenden Neigungen durchsetzt ist. 2482 372 5691 mit 2 259 260 Kindern. Die Mehrzahl der englischen Kinder die liberalen Unionisten, die seit 1886 mit den Konservativen zu wird also in geistig rückständigen Schulen erzogen. Dies ist eine sammengehen, beginnen sich gegen die Schulvorlage zu erklären. wichtige Thatsache, mit der bei Beurteilung der Schwierig Wie groß die Macht einer entschlossenen Minderheit in einem keiten der englischen Socialdemokratie gerechnet werden muß. demokratischen Lande ist, zeigt sich jetzt deutlich in England. Balfour In früheren Jahren stand es selbstredend mit der Volks- hat eine solide parlamentarische Mehrheit für seine Schulvorlage, da bildung noch viel schlimmer. Aber noch in der ersten die gren, dem Befehle der katholischen Kirche Septemberwoche 1902 fam es in Southwart( int Süden Londons) folgend, die Regierung unterstüßen wollen. Dennoch vor, daß bei einer Auslosung zu einem Geschworenengericht ist das Kabinett nicht geneigt, die Schulvorlage annehmen zu mehrere der Geschworenen weder lesen noch schreiben konnten! lassen. Man plädiert für einen Kompromiß, aber ein Kompromiß „ Diese Partei wird sich also vor die Verantivortung gestellt sehen, ob sie, weil nicht alles zu erreichen ist, was sie verlangt, alles scheitern lassen und dadurch ihren Wählern und dem deutschen Volte ein Nichts bringen will. Diese Verantwortung wird riesengroß sein gegenüber der Gesamtentwicklung unfrer inneren Politit, eben weil der Fall des Zolltarifes, auch wenn konservative Stimmen an ihm mitschuldig wären, einen Sieg der Socialdemokratie bedeuten würde. Sie wird ebenso groß sein gegenüber der deutschen Landwirtschaft, weil doch kein besonnener Politifer sich mehr einbilden kann, daß in einem späteren Reichstage au agrarischen Werbesserungen durchzusehen sein würde, was in diesem Reichstage sich als undurchführbar erweist. Einmal ernsthaft vor diese Verantwortung gestellt, wird die konservative Partei hoffentlich den richtigen Weg wiederfinden." Andrerseits richtet die K. V." ihre Warnungen an die Regierung. Der Fall der Vorlage werde eine schwere Niederlage möglich jest deshalb der Vorlage mit geringerem Eifer zugethan Auch sein, weil ihr finanzieller Erfolg durch die anderweitige Verwendung eines Teiles der neuen Zolleinmahmen abgeschwächt worden. Die verbündeten Regierungen müßten endlich das ewige Einerlei ihres " Unannehmbar" aufgeben und praktisches Entgegenkommen üben: 100 " Die Stagnation in der Haltung des Bundesrats, welche in den letzten Wochen so unangenehm sich bemerkbar gemacht hat, muß einem zielbewußten weiteren Mitwirken an der Förderung des Werkes weichen. Soust mag kommen, was dann kommen muß. Das Centrum hat seine Schuldigkeit gethan und wird sie weiter thun bis zum Ende. Wenn dann doch die unvermeidliche Niederlage kommt, so wird sie eine Niederlage derjenigen Faktoren sein, welche durch ihre Schuld das Werk haben scheitern lassen, in erster Linie der Reichsregierung, wenn diese nicht rechtzeitig diejenigen Mittel ergreift, welche ergriffen werden müssen, um das Wert zu einem glücklichen Ende zu führen." welts- Vermittler spielen, um der Dual einer Reichstagswahl unter der Wucherparole zu entweichen. Werden die Kuhhandeltalente des Centrums alle Schwierigkeiten überwinden können? Oder werden die Konservativen sowie die Regierungen auf die Vermittelungsbemühungen des Centrums verzichten, indem sie die Aussichtslosigfeit des Wuchertarifs angesichts des socialdemokratischen Widerstandes erkannt haben? Seit dem Erlaß des Schulgesetzes von 1870 zeigt das englische ist unmöglich, da die Staatskirche die Herrschaft über den ReligionsVoltsschulwesen folgende Entwickelung: Die modernen Gemeinde- unterricht nicht aufgeben will. Es bliebe der Regierung nur übrig, schulen nehmen an Umfang und erzieherischer Tüchtigkeit zu, während den status quo aufrecht zu erhalten und die Vorlage zurückzuziehen, die Kirchenschulen verhältnismäßig an Boden verlieren. Denn die was aber einer Niederlage der Regierung gleichfäme. Und Gemeindeschulen sind erstens finanziell besser gestellt; zweitens sind thatsächlich wird fast allgemein angenommen, daß die Das Centrum läßt es an Zollivuchereifer nicht mangeln. Leider sie ihrem ganzen Wesen nach als Konkurrenzschulen gegen die Regierung innerhalb der nächsten nächsten sechs sechs Monate zurück- darf ihm die Regierung die gleichen Mahmungen vorhalten, mit firchlichen Institute- freiheitlich und dem Fortschritte geneigt; treten wird. Das wäre sicherlich kein Unglück, wenn England denen es die Konservativen bedenkt. Das Centrum will den Allerbrittens haben es Socialreformer und ehrliche Demokraten ver- eine feste demokratische Mehrheit hätte, die die Leitung der Geschäfte standen, sich der Schulfommissionen zu bemächtigen und die Volks- übernehmen könnte. Allein eine solche giebt es nicht. Das Eigen schule zum Besten der Arbeiterklasse auszubauen. So wurden die artige der gegenwärtigen innerpolitischen Lage Englands besteht eben höheren Stufen zur Mittelschule gemacht; für diese Klaffen wurden darin, daß nur eine Regierung möglich ist: eine kon tüchtige und idealistisch angelegte Lehrer ausgesucht, die alle Prügel fervative. Denn die liberale Partei ist nicht mehr regierungspädagogik beiseite legten, den Kindern als Freunde gegenübertreten fähig. Auf Lord Rosebery und die liberalen Imperialisten kann die und sie in die klassischen Sprachen, in die Mathematit und Natur- Partei nicht rechnen. Die Trades- Unionisten berlangen die Wiederwissenschaften einführten. Es herrschte in diesen Klassen kein Zwang; herstellung des alten Rechtes von 1871; eine liberale Regierung, die Vielleicht wird das Dunkle diefer Fragen als bald nach gegenseitige Achtung und Liebe erwiesen sich als die beste Disciplin. einer solchen Forderung Genüge leisten wollte, würde alle Geldleute, Wiederbeginn der Reichstagsverhandlungen aufDie Schulfommissionen machten sich auch zum Grundsatz, bei Neu- die noch in ihrer Mitte sind, ins konservative Lager treiben; und gehellt werden. Für den 14. Oktober hat Graf Bülow, so wird einrichtungen und Schulbauten nur Gewerkschaftler zu beschäftigen. ohne Geld kann eine große Partei, besonders in England, gar nicht gemeldet, eine Konferenz der Ministerpräsidenten der größeren BundesDiese demokratische Verschwörung" dauerte einige Jahre. Bei der existieren. Schließlich sind auch die Irländer keine zuverlässigen staaten auberaumt. Da wird es sich entscheiden, ob die Regierungen Lojen, decentralisierten Organisation Englands sind derartige Ver- Parteigänger, da sie Forderungen stellen Home Rule und Aus- an ihrem Unannehmbar" festhalten werden oder ob der Wucherschwörungen leicht möglich. Auf derartigen Möglichkeiten beruhte kauf der Grundherren, die eine schwache Partei, wie die liberale frieden zu stande kommt. 3. B. ein großer Teil der Politik der Fabier- Gesellschaft, ebenso die es ist, nicht bewilligen fann.k In konservativen Kreisen befürchtet man, daß die UnIllusion, daß es in England feinen Klassentampf gebe. Natürlich Diese Erwägungen werden in radikalen wie konservativen nachgiebigkeit der Regierung ihren besten Grund beim Kaiser wurde eine derartige socialpolitische Romantik durch den großen Abgeordnetenkreisen lebhaft diskutiert. Man nimmt an, Balfour habe. Die„ Kreuz- Zeitung" unternimmt den Nachweis, daß die Reichtum Englands erleichtert. ism werde die erste beste Gelegenheit ergreifen, feite Regierung fallen zu Aeußerungen des Reichsfanglers im Dezember vorigen Jahres ein In den letzten zwei oder drei Jahren trat aber im britischen lassen, um dem Lande zu zeigen, daß die Bildung eines Lebens- Entgegenkommen der Regierung erivarten ließen. Damals habe Leben eine Reaktion ein. Eine der Folgen war, daß die herrschenden fähigen liberalen Kabinetts nicht mehr möglich sei, und daß die ein- Graf Bülow die Hoffnung ausgesprochen, es werde zu einer„ Ver ing.01 ständigung fomnia, die auch der Abg. Richter nicht werde hintertreiben können. Die Kreuz- Zeitung" sagt deutlich genug: Die Polizeiipigel" genannt und mit einigen kräftigen Ausdrücken bedacht nach der Menge des vorgefundenen Holzes bemessen war. hatte. Am Sonnabend sollte, wie uns aus Breslau berichtet Frauen der Arbeiter, die sich diese Aktion nicht zu erklären wußten, .Geht aus diesen mit lebhaftem Beifalle der Nechten auf- wird, der Beleidigungsprozeß in Beuthen stattfinden. Wer nicht liefen zum Herrschaftsdirektor mit der Bitte, ihnen zu sagen, wofür genommenen Ausführungen flar hervor, daß die verbündeten Re- erschienen war, war Gußner nebst seiner einzigen Zengin, sie diese Strafen zu zahlen haben. Der angenehme Herr jagte ihnen gierungen im Dezember vorigen Jahres auf dem Standpunkte, einer Verwandten von ihm. Der Kläger wurde deshalb a b= zuerst Furcht ein und forderte sie auf, ja zu bezahlen, damit er nicht ihre Vorlage jei als unabänderlich zu betrachten, keinesfalls sich gewiesen und die Zeugin wegen Ausbleibens zu 10 M. ver- eine Anzeige an das Gericht erstatten müſſe“. Die eingeſchüchterten befunden haben können, so muß allerdings, falls dies jest urteilt. Gußner, der die verbotenen Bücher aus der Redaktion des Weiber bezahlten, damit ihre Ehemänner nicht unschuldig verfolgt werden, der Regierungsstandpunkt sein sollte, was wir nicht glauben tönnen, angenommen werden, die vom Reich& Gazeta robotnicza" geholt und an die Polizei abgegeben hat, will nicht von Wien nach Hause kommen müssen und so um Verdienst und Geld fanaler erhoffte und erwünschte Verständigung also nicht mehr bestreiten, daß er Polizeispizel ist. gebracht werden. Die„ Strafen" betrugen 3 bis 110 Kronen. Auf fei nicht vom Abgeordneten Richter Hintertrieben worden. einmal, als schon alles bezahlt war, wurde gegen die betreffenden Der nationalsociale Bertretertag in Hannover beschäftigte sich Arbeiter die gerichtliche Anzeige wegen Holzdiebstahls erstattet! Das Eine Milderung der Gegensäge" seitens der Mehrheitsparteien hat in der Kommission imleugbar stattgefunden. In dieser Hin- mit dem Kartellwesen, der Arbeitslosenversicherung, der Alkoholfrage, ficht hat der Reichstag die Hoffnung des Grafen Bülow nicht enter protestierte gegen den Ausschluß der Arbeiter- Konsumvereine aus Kreisgericht von Budweis ließ die drückende Rotlage nicht als Milderungsgrund gelten, sondern verurteilte die Arbeiter zu acht und täuscht. Aber die verbündeten Regierungen haben an diesem Ver- dem allgemeinen Verband und dergleichen mehr. fuche, zu einer Verständigung zu gelangen, nicht mitgewirft; an In seinem politischen Jahresbericht konstatierte Herr Naumann zehn Tagen Arrest. Christliche Barmherzigkeit! wechselseitigem Entgegenkommen" hat es ihrerseits vollständig ge- wiederum, daß in der Socialdemokratie der Marrismus vollständig fehlt. Wer also die Meinung ausspricht, die Konservativen hätten abgethan ist, ohne daß eine neue politisch- wirtschaftliche Anschauung eingetreten fei. Herr Naumann findet offenbar an diesen Selbstihren Standpunkt gewechselt, sie hätten eine schärfere Haltung anDer Marrismus ist tot und das genommen, irrt fich. Aus der vorstehenden Darlegung geht flar gesprächen seine Freude: hervor, daß die konserwatiben ihre so volitiſche Saltung, fogar gemildert haben, und daß es die verbündeten Re= gierungen sind, die anscheinend bente einen andren Standpunkt einnehmen, als ihn vor neun Monaten der Reichskanzler präcisiert hatte." Die Kreuz- 3tg. hofft schließlich doch, daß die Hartnäckigkeit der Regierung mir eine scheinbare fein werde und daß doch endlich die erfehnte Einigung zu stande kommen fönne.duunile So dunkel und verworren mun die Zollsituation, so umflar die Absicht der Regierung und der Bucherparteien die Opposition, – welcher die Aufgabe gestellt ist, die Zollbedrüchung nieder zu zwingen, rechnet mit je der Entwicklung des inneren Kampfes unter den Zöllnern! tind Oestreich- Ungarn. Der fertige Ausgleich. a gitat Insp Naumanndum lebt! Wer zweifelt baran! önen nimmt auté:„ Der Wien, 3. Oftober.( Gig. Ver.) Behn Tage waren die Herr Maut en brecher fprach ſchönen Unfinn Gedanke, daß der Socialismus Bergesellschaftung der Produktions- ungarischen Minister in Wien, und noch immer ist der Ausgleich mittel und der Staat das einzige Produktionssubjekt fei, der eine nicht fertig. Allerdings scheint es feinem Zweifel mehr zu unterFreiheit das es Freiheit gewährleistet, iſt ſowohl bei Bernstein wie auch bei Kautsky liegen, daß es zu ist sowohl bei Bernstein wie auch bei Kautsky liegen, daß es zu einer Vereinbarung der beiden Regierungen kommen wird. Denn die in ihrem Umfange ganz außergewöhnrd. 3 einer aufgegeben." So tiefsinnig sind die wider die marriſtijche Socialdemokratie lichen Konferenzen sollen, vornehmlich unter dem Drude der Krone, aufgebotenen Mauernbrecher. Der eine beteuert: Der Marrismus alle nennenswerten Differenzen beseitigt haben, so daß nächste Woche ist tot, also ist er tot. Der andre erklärt: Die Socialdemokratie in Budapest, wohin sich Herr v. Koerber am Sonnabend begiebt, die hat ihr Programm aufgegeben, folglich ist auch die Socialdemokratie tot. Das ist schon die reine Totbeterei, welche die Konfusionäre des formelle Schlußredaktion der Vereinbarungen erfolgen können wird. nationalsocialen Kuddelmuddel treiben. hervorsichert, dürfte an dem octroyierten Ausgleich fast gar nichts geFehlgeschossen. Die Klerikale Presse wie die„ Märkische Volks- ändert worden sein; von dem, was die Ungarn bei dem zeitung" will es nicht wahr haben, daß der Ausfall der Mann letzten Feldzug heimgebracht haben, geben sie nichts heraus. Gewisse heimer Stadtverordneten Wahlen eine vernichtende Forderungen werden gegen einander ausgetauscht; so hebt Ungarn Widerlegung des Paradepomps des Mannheimer Katholikentages die Transportsteuer für den Donauberkehr auf, wogegen Destreich darstelle, allwo man sich auch auf das glänzende Gefolge katholischer den ungarischen Wertpapieren die Befreiung von der Rentensteuer Minister- Austchr?? Die unsichere Lage des Zollkampfes rührt Arbeiter berufen hat. auch allerlei Gerüchte von bevorstehenden Aenderungen in den Nach dem Mißerfolg stellt sich die fleritale Presse so, als ob bewilligt. Mit der fogen.„ Loyalitätsklausel" daß nämlich Ungarn obersten Reichsämtern auf. Dabei knüpfen diese Gerüchte von bevor- gar nichts andres zu erwarten gewesen und als ob die bürger- die östreichische Industrie nicht durch Bevorzugung der ungarischen stehendem Ministerivechsel an andre Mutmaßungen über die lichen Parteien sogar einen großen Fortschritt erzielt hätten. Es ist benachteilige ist Herr v. Koerber natürlich nicht durchgedrungen; Neubefegung einiger teils frei gewordener, möglicherweise lustig, zu beobachten, mit welchen Finten die ehrlichen Frommen was er erreicht hat, sind etwas deutlichere Bestimmungen über die frei werdender Oberpräsidien an. Herr v. Bitter dieses Ergebnis herausrechnen. Behandlung östreichischer Kaufleute in Ungarn. Was den Zolltarif telbenen b. Goßler liberfiebeln, und Graf Bofabowsky ipll ber potericht mit ben diesmaligen und tonſtatiert, dann hatch beg deutſchen Entwurfes ſein: ſchutzzöldnerisch bis zum WahnMärkische Volkszeitung" vergleicht einfach das Ergebnis betrifft, so wird er nach allem, was man hört, ein getreuer Abfich, wie wir bereits erwähnten, in Poſen von dem Zolljammter Er- mittels der berühmten Prozentmogelei, daß die socialdemokratischen finn. Industriezölle, agrarische Zölle und reine Finanzzölle: holung fuchen. Doch auch Hannover wird frei und der liberale Stimmen mir" um 22 Proz., die bürgerlichen aber um 40 Proz. Hannoversche Courier hofft schon, daß Graf Bülow bei der zugenommen hätten. Wiederbefeßung liberale Hoffnungen erfüllen werde. Im Zusammen hang mit diesen Dingen will nun die„ Posener Zeitung" aus der Wilhelmstraße" erfahren haben: foll Deutsches Reich. des ber= alles vereint wird in dem Entwurfe in lieblicher Eintracht eine Erhöhung des Das Blatt verschweigt, daß im Gegensatz zu den letzten Wahlen erscheinen. Haben die Ungarn sogar alle bürgerlichen Parteien sich koaliert hatten, während das vorige Kaffeezolls verlangt eine Dreiftigkeit, die nicht zu verstehen Mal ein Teil der Centrumsarbeiter socialdemokratisch gewählt hatten. wäre, wenn man nicht wüßte, daß die Einnahmen aus Es verschweigt die für das Verständnis notwendigen Zahlen von den Zöllen in Destreich- Ungarn zur Deckung der gemeinsamen Aus1896, die folgendes Entwicklungsbild ergeben: gaben bemußt werden, die Erhöhung des Kaffeezolles also den Effekt hätte, den Ungarn ihren Beitrag zu den Kosten des Militarismus Socialdem. Bürgerlich 3795 2350 zu erleichtern. Da nun Herr v. Koerber so viel Kraft verbraucht 4100 hat, um solche Forderungen abzuweisen, so ist ihm natürlich nicht 4930 viel Kraft geblieben, um Eroberungen zu machen. Es wird ein bemerkenswert schlechter Ausgleich sein, den die östreichische Regierung aus dem Kriege heimbringt, den Herr v. Koerber mit so klingenden Worten eröffnet hatte. „ Auch der Reichskanzler soll sehr pessimistisch gestimmt fein; und es ist nicht ausgefchloffen, daß von aller höchster Seite demnächst oder in nicht allzulanger Zeit ( höchstens drei Monate) einschneidende Aenderungen in der Besetzung bestimmter tonangebender Stellungen geplant find. In bundesratlichen Streifen es kommen namentlich 1899 Bayern, Sachsen und Württemberg in Betracht ist unter der 1902 Hand" energisch das Gefühl zum Ausdruck gebracht worden, daß die gegenwärtigen Verhältnisse auf die Dauer unhaltbar sind und für die Autorität des„ Präsidiums des Deutschen Reiches" von schwerwiegendem Nachteil sein würden." Das sind wohl alles nur sehr überflüssige Fabeleien ohne jede ernstliche Bedeutung. 1540( nur Nationalliberale und Freisinn) 2050 Die Socialdemokratie ist also seit 1896 um ca. 1200, feit 1899 um mehr als 800 Stimmen gewachsen. Auf der andern Seite verloren die Bürgerlichen seit 1896 300 Stimmen und selbst der Zustoß der Centrumsstimmen verschaffte ihnen diesmal nur ein Mehr von 500 Stimmen. and registed " Husland. laitos mil nard jum Frankreich. Die Die französische Kammer, die am 14. Oktober zusammentritt, wird sich sofort mit den zahlreichen Interpellationen, die bezüglich der Schließung der Kongregationsschulen eingegangen sind, zu be fassen haben. Die Zahl derselben beträgt sieben. Im Anschluß hieran wird über die Autorisationsgesuche von 61 Männer- Kongregationen verhandelt werden. Sodann wird in die Beratung des Budgets für 1903 eingetreten werden. Belgien. dng 2001 Daß die Ausgleichsvorlagen noch in diesem Jahre parlamentarisch So sieht der„ Erfolg" der bürgerlichen Parteien aus. Freilich erledigt sein könnten, ist natürlich ganz ausgeschlossen. Schon des Zur Schlußigung der Zelltarif- Kommission. Der vom Abdie„ Märk. Volkszeitung" tröstet sich mit der bewußt irreführenden halb, weil es immer fraglicher wird, ob es überhaupt möglich sein geordneten Miller- Sagan in llebereinstimmung mit Dar- Bemerkung, daß Mannheim„ überwiegend" protestantisch sei. Ueber- wird, die parlamentarische Verhandlung herbeizuführen. legungen in der Freisimmigen Zeitugg" gemachte Vorschlag beruht wiegend! In der That, es giebt dort einige Protestanten mehr, im Jungczechen erklären immer entschiedener, daß sie zur Obstruktion bereit sind zur Obstruktion deshalb, weil ihre national- sprach offenbar auf der Ansicht, die Regierung werde bei Gestaltung der übrigen aber find die beiden Konfessionen fast gleich start. Das Centrum ist bisweilen merkwürdig bescheiden. Es fieht lichen Forderungen unerfüllt sind. Die Regierung ist aber außer Minimalzölle und bei andern Vorschlägen der Kommission zum wohl ein, daß Arbeiter, die einmal socialistisch aufgeklärt sind, für stande, diese Gefahr zu bannen; nach der Stimmung im deutschen Gesetz( Ursprungszeugnisse, fester Termin des Inkrafttretens usw.) Beit und Ewigkeit dem Kleritalismus verloren find. Darum sicht Lager ist an eine Bewilligung der czechischen Wünsche( Einführung ein„ Unannehmbar" erklären. Msdann werde sich die weitere es bereits einen Erfolg darin, daß nach einer imposanten" Beratung als zwecklos eripeisen. Diese Ansicht ist aber aus Centrumsparade die Partei so gewaltig gestärkt ist, daß sie im Bunde der inneren czechischen Amtssprache in Czechischböhmen und Errichtung mehrfachen Gründen verfehlt. Zunächst find es keineswegs nur nit Protestanten, Juden und Atheisten von der Socialdemokratie einer czechischen Univerſität in Brünn) abſolut nicht zu denken. Es Buntte im Gesez, die für die Regierung unanmehmbar find, allein zerschmettert wird. ist möglich, daß es den vereinten Bemühungen des Ministerpräsidenten sondern auch solche im Tarif: beispielsweise der Blumenzoll, der allein zerschmettert wird. und des Kaisers gelingt, die Czechen noch zur Raison zu bringen, Gemüsezoll, der Quebrachozoll. Ferner pflegt die Regierung ihr Zur Fleischnet. Aus Gera wird uns geschrieben: Der aber große Hoffnungen fann man an die kommende Reichsratssession leztes Wort in der Regel erst nach der zweiten Lesung abzugeben. Gemeinderat beschloß in seiner legten Sigung gegen 4-5 Stimmen nicht knüpfent. Daß sich der Ministerpräsident der Schwierigkeit der Es liegt außerdem nicht der geringste Grund vor, den Mehrheits auf socialdemokratischen Antrag hin an den Reichskanzler eine Lage bewußt ist, darauf deutet schon die Verschiebung der Seſſion hin.— parteien den Kuhhandel zu erleichtern. Das geschähe aber durch Petition um Aufhebung der Grenzsperre zu richten. Das freiBilligung des freisinnigen Vorschlages. Dieser Vorschlag bewegt sinnige„ Geraische Tageblatt" bezeichnet den socialdemokratischen sich in der trügerischen Hoffnung, daß die Mehrheitsparteien Matrag, nachdem der Stadtrat ebenfalls petitioniert hat, als übernicht geneigt fein würden, den Regierungsentwurf mit Haut und Haaren zu verschlingen, wenn sie sehen, daß flüssig und nur als ein zum Fenster hinausreden". Sehr ein Mehr nicht zu erreichen ist. Die Regierungsvorlage, charakteristisch für die freisinnige Taktik! weit mehr als irgend eine Coulisse, welche in den Mehrheits- uded sin beschlüssen sich ausdrückt, birgt die Gefahr einer Aushungerung des Boltes in fich. Der Müller- Richtersche Vorschlag erschwerte übrigens auch den Konservativen die Möglichkeit, ihre wiederholt großspurigin Der Erzbischof und der Erzherzog als Arbeitgeber.id ausgesprochene und im entscheidenden Moment durch sie selbst und Zwei Gerichtsverhandlungen.dij durch das Fehlen freisinniger Kommissionsmitglieder vereitelte Ab-st- Wien, 2. Oktober. Einer der reichsten Würdenträger der ficht zu verwirklichen: die Industriezölle, insbesondere die Eisenzölle, Das Parlament wird sich bei seinem Zusammentritt mit einem herabzusetzen. Diese Möglichkeit den Konservativen zu nehmen und fatholischen Kirche in Destreich ist der Fürsterzbischof von fie außer ftande zu setzen, abermals zu zeigen, daß die von ihnen Imü; man schätzt sein Einkommen auf fast eine Million Gesezentwurf, welcher die Unfallversicherung der Arbeiter nach dieser Richtung gefaßten Beschlüsse nicht ernst zu nehmen sind, Gulden.... Waldarbeiter aus dem Dorfe Nemetig wurden vom vorsieht, zu beschäftigen haben. Offiziös wird berichtet, daß die mag eine Gefälligkeit für die Junter in fich mit enthalten, ist aber Bezirksgericht Wallachitsch- Meseritsch zu Arreststrafen verurteilt, weil Regierung fich darin einig sei, jedem Versuche, eine Modifi eine politische Unllugheit. Endlich spricht gegen den Müller- Richter sie im erzbischöflichen Walde Holzreiser gesammelt hatten. Das fation des Wahlrechts herbeizuführen, mit Entschiedenheit entgegenzutreten. schen Vorschlag, der das Pferd am Schwanz aufzäunen will, auch hatte die erzbischöfliche Gutsverwaltung als Diebstahl angesehen und Afien. die politische und agitatorische Notwendigkeit, bei jeder einzelnen die Anzeige an das Gericht erstattet. Unter Berufung der VerPosition in vollster Deffentlichkeit die Gemeingefährlichkeit, nurteilten tam die Sache vor das Kreisgericht in Neutitschein, das meldet: Die Truppe des Obersten Bersching hat den Maciu- Moros Amerikanische Erfolge über die Moros. Aus Manila wird gegerechtigkeit und Unsinnigkeit der Zollsätze des Tarifs selbst vom Standpuntt des Konsumenten, des Produzenten, der Allgemeinheit folgendes Urteil fällte: Die Angeklagten wurden freigesprochen eine völlige Niederlage beigebracht; etwa 100 derselben find gefallen und von dem des Kampfes der Arbeit gegen die Ueber- mit Rücksicht darauf, daß sie als Arbeiter des Erzbischofs einen oder verwundet. 40 befestigte Stellungen der Eingeborenen find macht des Kapitals und der Kapitalisten larzulegen. Eine Tagelsyn von nur zweiundzwanzig Hellern beziehen, sich also in genommen und zerstört. Der Sultan von Cabugatan ist an seinen eingehende darauf gerichtete Debatte ist es, was die Mehrheit großer Notlage befanden und überdies gemäß alten ein Wunden gestorben. Auf feiten der Amerikaner gab es nur zwei befürchtet, weil folche Debatte, und sie allein, im stande wäre, den gewurzelten Anschauungen das Mitnehmen von fleinen Holzabfällen Verwundete. General Davis hat Einstellung der Feindseligkeiten Schutzzoll- Hausierburschen endgültig das Handwerk zu legen. Eine als ihr Recht betrachten konnten! angeordnet, um den bisher feindlich gesinnten Sultanen Gelegenheit folche Debatte würde auch am besten die Wahlparole„ Aushungerung Erzherzog Franz Ferdinand ist nicht bloß Thronfolger von zu geben, um Frieden zu bitten. und Entrechtung des Boltes oder Beseitigung der politischen Ueber- Destreich, sondern als Erbe der estensischen Reichtümer einer der vorläufig höchstwahrscheinlich nur um Vorpostengefechte. Die als Wie die geringfügigen Berlustziffern beweisen, handelt es sich macht der Kapitalisten, insonderheit der Junker von Krauts- und von macht der Rapitalisten, insonderheit der Junker von Krauts- und von reichsten Leute in Europa. Das Kreisgericht von Budweis verfehr friegerisch geschilderten Moros, die fich den Spanien niemals Schlots Gnaden!" flarlegen. Indessen mag die Mehrheit des Reichstages, welche geschäft urteilte dieser Tage einige Arbeiter aus der Gemeinde Silberlos, unterwarfen, werden so rasch schwerlich zu Kreuze friechen. liche Behandlung sie auch will dem Zolltarif angedeihen lassen: die die aus dem Walde des Erzherzogs Holz gestohlen" hatten. Sie Afrika. Socialdemokratie wird alles in Bewegung setzen, um den Kommissions waren auf dem dem Thronfolger gehörigen Chlumezer Groß- in vorschlag und den Regierungsentwurf in die Grube zu senden. grundbesitz mit Holzfällen beschäftigt und zwar in der Zeit vom Weitere Hochverrats- Prozesse gegen Boerenkombattanten. Die Eintracht der Ausbeuter. Die Zollplänkeleien zwischen den 1. November 1901 bis Ende März 1902. Der Lohn war per Meter der Standard" aus Durban heute meldet, wurden 41 Boeren, Ausbeutern der Industrie und den Ausbeutern der Landwirtschaft berechnet und die Arbeiter verdienten durchschnittlich neun Kreuzer hauptsächlich Kapkolonisten, gestern bei ihrer Rückkehr aus dem Damit sie nicht sagen können, Gefangenenlager auf Ceylon unter der Beschuldigung des Hochhindern nicht, daß diese zärtlichen Verwandten durchaus einig sind, pro Tag, also achtzehn Heller. verrats verhaftet. wenn sie haben, und wenn sie nichts geben wollen. Wie wenig daß sie die Arbeiten umsonst verrichten, wurde ihnen erlaubt, England scheint danach an einen Generalpardon noch lange ernst gemeint die agrarischen Drohungen sind, daß man der Industrie zweimal in der Woche auf einem Schubkarren Holz und die nicht zu denken. Ob diesen Politik gehäffiger Nachtraglichkeit flug ist, den Zollprofit entziehen und zum Freihandel zurückkehren wolle, andern Tage nur so viel Holzabfälle, als sie auf der Schulter ist sehr die Frage. Der ehemalige Generalsekretär des ehemaligen erkennt man aus einer Aeußerung der Konservativen tragen können, nach Hause zu nehmen. Ihre Arbeit war recht um Oranje- Freistaates, Reis, traf am Montag in New York ein. Korrespondenz", die selbst die Schläfrigkeit der internationalen ständlich und anstrengend, denn es mußten die Stänume mit dem Wie er erklärte, beabsichtigt er Vorlesungen zu halten, in welchen Vereinigung für gefeßlichen Arbeiterschuß für austürmisch hält und die Berlepfch- Leute dringend ermahnt, ja das Hauptaugenmer! Wurzelstod ausgegraben und sie durften nicht unterschnitten werden. er die Gerechtigkeit der Sache der Boeren verteidigen, die Engländer auf die socialdemokratischen Fortschritte im Ausland zu Es war zur Winterszeit, die Erde war fest gefroren, so daß zwei anklagen und Chamberlains Falschheit und Schuld enthüllen will. richten, und so lange das Ausland nicht auf der„ Höhe" der deutschen Arbeiter mit einem Stamme den ganzen Tag zu thun hatten; da Er beschuldigt Chamberlain, die Versprechungen, welche Lord Kitchener Socialpolitik angelangt sei, das Drängen nach neuen Reformen zu mußten sie aber ihr Essen mitbringen, um ja nicht unnütz Zeit zu und Lord Milner beim Friedensschluß gaben, dadurch zu verleugnen, verlieren. Das alles machten sie mur deshalb, um sich einen fleinen daß er entgegen den Versprechungen dieser beiden gerichtliches Vorgehen gegen die kaprebellen ge= So wachen die Junker von der Dreschmaschine eifrig über den Holzvorrat zu schaffen. Anfangs April begaben sich die Arbeiter tattet, gegen die jest willkürliche Klageverfahren eingeleitet Brofit der Wettern vom Hochofen, einig in der Ausplünderung des nach Wien, wo sie den Sommer über als Maurer zu werden. Reiß ist im übrigen der Ansicht, daß die Boeren in SüdBroletariats. arbeiten pflegten. Am 22. April früh kamen Gendarmen, der afrika bleiben sollen. Amerika. Der Bolizeispiel Gußner, auf dessen Aussagen hin die Genossen Revierförster und der Ingenieur Salesla nach Silberlos, um bei Morawski und Frau Golde zu zwei und einem Jahr Gefängnis ver den Leuten nach gestohlenem" Holz zu suchen. Wo sie ein Stüld Columbischer Proteft gegen die Schritte der Union. Ein Tele urteilt wurden, hatte den Genossen Winter wegen Beleidigung Holz fanden, wurde es als gestohlen erklärt. Am nächsten Tag tam gramm aus Panama meldet, man sei der Ansicht, das Vorgehen des verlagt, weil dieser ihn vor und nach dem Aufreizungsprozeß von der erzherzoglichen Herrschaftsdirektion ein Strafmandat, das je Admirals Casey, welcher Columbien verbiete, Truppen und Kriegsbermeiden. " b Wie material fiber den Isthmus zu bringen, fönnte ernste Verwide- 1 Lungen im Gefolge haben. General Salazar hatte mit dem Admiral am letzten Sonnabend eine Besprechung und erklärte, falls Columbien daran verhindert werden würde, Truppen und Kriegsmaterial durch die Eisenbahn über den Isthmus zu bringen, so würde das einen Angriff der Vereinigten auf die Souveränitätsrechte Columbiens und eine Ver legung der Grundsäge von Recht und Gerechtigkeit darstellen. Er könne eine derartige Auslegung des Vertrages von 1846 nicht hinnehmen. Admiral Casey erwiderte, er bedauere, gezwungen zu sein, in solcher Weise vorzugehen, aber er halte dies für notwendig zum Zwecke des Schutzes des freien Handelsverkehrs auf dem Isthmus. Er wolle indessen die maßgebenden Stellen in Washington befragen und sehen, was gethan werden könne. Parlamentarifches. Die Schlußßigung der Zolltarif- Kommission, also ble 111. Sigung, wurde am Montag abgehalten. In ihr wurde lediglich der Vericht der Kommission festgestellt. Von den 111 Sigungen hat die Kommission eine zur Beratung der geschäftlichen Behandlung, eine zur Feststellung des Verichts, 27 zur Beratung über das Gesez, 87 zu der über den Tarif verwendet. Ein schriftlicher Bericht wird zum Bolltarif- Gesetz vom Abg. Speck erstattet. Ueber den Tarif selbst soll von einigen dreißig Abgeordneten mur mündlicher Bericht erstattet werden. Nur zu den Positionen Eisen, Eisenlegierungen und Waren daraus, wird Abg. Letocha schriftlicher Bericht erstattet werden. " lichkeit sind, in öffentlichen Urkunden, Büchern oder Registern als] Jut Anschluß an die am Sonnabend stattgefundenen Ber abgegeben oder geschehen beurkundet werden, während sie über- nehmungen der medizinischen Sachverständigen werden die fom haupt nicht oder in andrer Weise oder von einer Person in einer missarischen Vernehmungen der Dr. med. Müller jun. und ihr nicht zustehenden Eigenschaft oder von einer andern Person Bleske, die s. 3. bei der ersten Obduktion zugezogen worden abgegeben oder geschehen sind, wird mit Gefängnis bis zu waren, verlesen. Dr. med. Müller jun. betont in seiner Aussage u. a. 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 300 m. bestraft. die vorhanden gevesene allgemeine Blutleere an den Leichenteilen, Wegen Verlegung dieser Vorschrift wurde, wie die Magdeb. diese Blutleere fönne nicht durch das längere Liegen im Wasser oder in Boltsstimme" berichtet, vom Landgericht Halberstadt der Genosse Spiritus entstanden sein. Petechin( Flecken auf der Haut) habe er nicht Schinkel zu 3 M. Geldstrafe verurteilt. Schinkel ist zweiter wahrgenommen, solche brauchen auch nicht durch Ersticken entstanden sein, Vorsitzender des„ Volksvereins" in Thale. Er meldete die Abhaltung sie können auch entstehen, wenn man jemand an den Füßen, den einer im Vorstande verabredeten Vereinsversammlung beim Amts- Stopf nach unten aufhängt, sie können auch bei großer Anstrengung vorsteher an und setzte unter die Anmeldung den Namen des ersten entstanden sein. Irgend welche Erscheinungen, die auf Erstickung Vorsitzenden, des Genossen R. Stamsch. Er ging dabei von der hindeuteten, seien nicht wahrgenommen. Die an den Leichenteilen ganz selbstverständlichen Annahme aus, daß Štamsch damit ein vorhandenen Schnitte deuteten darauf hin, daß sie von geübter Hand, verstanden sei, da ja die Abhaltung der Versammlung von Sachverständigen, herrührten. Ob der erste Halsschnitt ein Nur wer die Versammlung anmelden solle, hatte Schächtschnitt gewesen, vermag Dr. Müller jun. nicht anzugeben. man abzumachen vergessen. Stamsch meldete nun seinerseits unter Derselbe spricht in seiner Vernehmung auch von Ziegelpartikelchen, seinem Namen die Versammlung gleichfalls an und das brachte die er an den Zeichenteilen bemerkt habe und die darauf hindeuteten, scheinbar den Amtsvorsteher auf den Gedanken, ein Verbrechen" daß die aufzudecken. Die That wurde der Staatsanwaltschaft unterbreitet Leiche auf oder bei Ziegeln gelegen und nun ist sie gerochen. Ein Dutzend Richter und Gerichtsbeamte habe. Rechtsanwalt Dr. Hahn wünscht zu wissen, ob in Sachen wurden in Thätigkeit gefeßt wegen einer Sache, die dem öffent dieser Ziegelpartikelchen irgend etwas seitens der die Untersuchung lichen Rechtsbewußtsein" ebenso gleichgültig ist, wie sie außer einem führenden Organe geschehen sei. Erster Staatsanwalt Sette= socialistenverfolgenden Polizeibeamten auch jedem einzelnen Staats- gast verneint dies. Kriminalfommissar Wehn: Er habe die Mitbürger gleichgültig ist. Es wäre wünschenswert, die schriftliche Be- keilung des Dr. Müller nicht unbeachtet gelaffen, sie tam aber doch gründung dieses Ürteils kennen zu lernen. mur in Betracht, wenn es sich um etwaige Ermittelung des Ortes der That handelte. llebrigens war der Raum, in welchem Der berichtigungseifrige ,, General- Anzeiger". Unter Berufung aufs die Obduktion stattfand, mit Ziegeln gepflastert. Breßgesetz werden wir gezwungen, das Folgende zu veröffentlichen: Erster Staatsanwalt Schweigger erklärt auf Befragen: Er Vor Feststellung des Berichts wurde vom Abg. Müller( Sagan) Berichtigung. Ju Nr. 227 der Ausgabe des" Vorwärts" habe auch dieser Frage der Ziegelpartikelchen nachgeforscht. die Frage angeregt, ob die Kommission einen bestimmten vom 28. September cr. ist unter der Rubrik: Polizeiliches, Gericht- Dr. Müller jun. sei aber der einzige gewesen, der solche WahrVorschlag darüber dem Plenum machen soll, ob mit dem 30II- liches 2c. unter der Ueberschrift:„ Der wandlungsfähige" General- nehmung gemacht hat. Staatsanwalt Sanzow: Dr. Müller jun. tarif Gesetz oder mit dem Zolltarif begonnen Inzeiger" ein Gerichtsbericht enthalten, welcher thatsächliche Un- spricht bei seiner Vernehmung von„ vielen" Sektionen, die er gemacht. werden solle. Abg. Müller- Sagan vertritt die Ansich ichtigkeiten enthält. Unrichtig ist, daß der Verleger des" Breslauer Ist denn Dr. Müller nicht noch recht jung gewesen, als er damals Erster Staatsanwalt Settes der Freifinnigen Zeitung", daß es zweckmäßig sei, mit dem Gesei General- Anzeiger" den politischen Redakteur gezivungen hat, am zur Obduktion zugezogen wurde? zu beginnen und dann erst eventuell den Tarif folgen zu lassen 28. Juli 1901 einen Leitartikel über den Zolltarif zu schreiben, der gast: Seines Wissens habe Dr. Müller erst spät das Gramen geRechtsBom Abgeordneten Stadthagen wurde dem widersprochen. Di die entgegengesetzte Tendenz eines von demselben Redakteur er macht und sei erst furze Zeit in der Praxis gewesen. Kommission könne nach der Richtung überhaupt keine Vorschläg chienenen Leiters vom 26. Juli 1901 hatte. anwalt Sonnenfeld: Ist der Dr. Müller jun. nicht derjenige, machen; das müsse dem Plenum überlassen bleiben. Zweckmäßi Ferner ist unwahr, daß diese gegnerische Behauptung in der durch dessen Indiskretion Dinge aus den Akten in die Oeffentlichſei es, mit der Beratung des Tarifs selbst zu beginnen und gerichtlichen Verhandlung seitens des Verlegers zugegeben worden ist. keit gedrungen sind, indem er die Gelegenheit, die Aften bei seinem dann erst die des Gesezes folgen zu lassen. Wenn dei Vater, dem Sanitätsrat Dr. Müller, einzusehen, wahrnahm und erste Absatz des§ 1 befage, Die Zölle sollen nach dem F. A. Werle, Material daraus weitergab? Erster Staatsanwalt Setteg aft Erster anliegenden Tarif erhoben werden, sei sie fei fie schon dadurc bestätigt, daß ihm eine solche Mitteilung geworden. gekennzeichnet, daß der Tarif die Hauptsache sei. Erst wenn diese Wir bedauern außerordentlich, daß das Gesetz uns auch in einem Staatsanwalt Schweigger: Er habe auch diese Angelegenheit gestaltet sei, ließen sich die Vorschriften des Gesezes, die ja als Vor fall wie der vorliegende zur Aufnahme einer Berichtigung zwingt, verfolgt. Dr Müller jun. wollte bei seiner Vernehmung zuerst das aussetzung den Tarif hielten, gestalten. Daß dies und damit de obwohl sie fachlich gar nichts an den feststehenden Thatsachen ändert. Zeugnis verweigern, habe aber dann direkt anerkannt, daß er die von den Socialdemokraten von Anfang an gemachte Vorschlag de ss steht fest, daß das Blatt in zwei einander folgenden Nummern Aften auf dem Arbeitstisch seines Vaters vorgefunden sachlich zutreffendste sei, habe auch die Beratung erwiesen. So se zwei einander entgegengesetzte Artikel zum Zolltarif gebracht hat; es und Mitteilungen daraus dem infolge der Gestaltung der Zollsäge für Jute die Sackfreiheit in teht fest, daß einer der Redakteure des Blattes deswegen seine antisemitischen Reporter Werner zweiter Lesung im Gesez gestrichen, die Möglichkeit eines Transit Thätigkeit aufgegeben hat, und es steht fest, daß der geschäfts- gemacht habe, der sie dann wieder in die Deffentlichkeit brachte. lagers für Sämereien geschaffen, über Verwendungszwecke beundige Herr Verleger mit seinen Klagen vor Gericht abgebligt ist. Stechtsanwalt Simons betont bei diefer Gelegenheit, daß seines schloffen usw. Der Vorsitzende Rettich und die übrigen Dennoch zwingt uns unser Preßgefeß, das die Sonne seiner Ge- Wissens der Medizinalrat Müller nicht antisemitisch, sondern eher Kommiffionsmitglieder sind gleichfalls der Ansicht, daß die Entechtigkeit über Gerechte und Ungerechte leuchten läßt, die Befreifinnig sei. schließung über die geschäftliche Behandlung ichtigung des Herrn Geschäftsmannes aufzunehmen; hat er doch Wie sich aus der Aussage des kommissarisch vernommenen des Bolltarif- Gefeßes nebst Tarif dem Plemm, vielleicht ie Form der" thatsächlichen Berichtigung" gewahrt. Zu einem tam Dr. med. Bleske in Konig ergiebt, hat sich dieser der Bekundung nach Borbesprechung im Seniorenkonvent, überlassen bleiben müsse uns aber das Gesetz nicht zwingen: nämlich zu glauben, daß Herr des Dr. Müller jun. angeschlossen. Auch er ist der Ansicht, daß Rettich meinte, er neige der Ansicht zu, es sei erſt§ 1, dann der Berle politische Grundsätze hat und daß sein Blatt etwas andres nicht Erstickungs-, sondern Verblutungstod vorliegt. Der Tod müſſe Tarif, sodann die weiteren Paragraphen des Gesetzes zu beraten. vie eine Inferatenplantage ist. bis spätestens 7 Uhr abends eingetreten gewesen sein. Dr. Müller jun. hat nach Kenntnisnahme von dem Gutachten des Tierarztes Wendt in Konig eine Aehnlichkeit zwischen dem an der Leiche festgestellten Halsschnitt und dem von Wendt beschriebenen Schächtschnitt erkannt. Dr. Bleske hat erklärt, daß er sich über diesen Punkt ein Urteil nicht erlauben wolle. Hierauf giebt Rechtsanwalt Dr. Hahn namens des Angeklagten Dr. Bötticher eine Erklärung Parteinachrichten. " Die Nr. 1 des 21. Jahrganges der Neuen Zeit" ist uns fo= eben zugegangen. Damit blickt die wissenschaftliche Revue der Partei auf 20 vollendete Lebensjahre zurück. Sie begleitet dieses erfreu: liche Ereignis mit einem die Nummer einleitenden Artikel, in dem es nach einem Hinweise auf die jüngsten Vorwürfe gegen sie heißt: Uns dagegen zu verteidigen, ist schiver. Erhöben wir den Einwand, daß wir uns jung fühlten, so jung, wie am ersten Tage, da uns die strahlende Hoheit des proletarischen Emancipationskampfes aufging, man fönnte uns antworten, es sei eben die Selbsttäuschung des Alters, sich jung zu fühlen. So lassen wir die Leute reden und gehen unsres Weges und rühmen uns unsres Fleißes. Wer je in irgent welcher Zukunft erforschen will, was in diesen zwei Jahrzehnten ai socialistischer Gedankenarbeit geleistet worden ist, der muß zur„ Neue Zeit" zurückkehren und dem Kreise der Werke, die sich um sie gruppieren. Wenn niemand uns Toben will, so müssen wir uns schon felbst loben, und, wie Lessing einmal sagt: Notwehr entschuldigt Selbstlob. 10 " " Doch der Ruhm, dessen wir uns unterfangen, ist am wenigster der Ruhm derer, die an der Neuen Zeit" schaffen, es ist der Ruhm vieler teurer Toten, es ist der Ruhm auch derer, die lange Jahre mit uns gearbeitet haben und nun auf andren Wegen zum gleichen Ziele streben, es ist der Ruhm vor allem des vielgeschmähter Marrismus. Was vor zehn Jahren an dieser Stelle gesagt wurde das gilt gegenwärtig noch, und eben dies ist unser Stolz: die Neue Zeit" ist von Anbeginn ein marxistisches Organ gewesen und ist es noch heute; sie ist immer im Sinne des von Marr und Engels begründeten, wissenschaftlich= revolutionären Socialismus redigiert worden und anders wird sie nie redigiert werden. Unter allen Vor würfen, die in letzter Zeit auf unsre schuldigen Häupter herabgeregne sind, hat uns teiner so erfreut wie die Beschwerde, daß wir uns nicht ändern würden. Nein, wir werden uns nie ändern, und die " Neue Zeit" wird bleiben, was sie seit zwei Jahrzehnten geweser ist. Ihr müßt erst ihr marristisches Rückgrat brechen, ehe ihr erlebt daß sie altert und stirbt. Breslau, den 3. Oftober 1902. Verleger des„ Breslauer General- Anzeiger". Das letzte Geleit Zola's. Die Beerdigungsfeier Zolas hat den würdigsten und imposantesten Verlauf genommen. Mehr als 100 000 Personen folgten dem Sarge, während unzählige in den passierten Straßen Spalier bildeten und vor dem Sarge huldigend das Haupt entblößten. Das nationalistische Gesindel wagte keine Gegendemonstration, die ja auch für es hätte verhängnisvoll werden können. Ueber das Leichenbegängnis des allzu früh verstorbenen Dichters und Kämpfers werden folgende Einzelheiten gemeldet: Pünktlich um 1 Uhr ward der Sarg auf den Leichenwagen geoben, während die Truppen die militärischen Ehren erwiefen und alle Inwesenden ihr Haupt entblößten. Gleich darauf bildete sich der Zeichenzug und setzte sich in Bewegung. Fenster und Balkons aller Häuser in der Nachbarschaft waren von Menschen dicht besetzt. Das Wetter war prachtvoll. An der Spize des Leichenzuges gingen zwei Verwandte Zolas, Laborde und Loiseau, seine nächsten Freunde Desmoulins, Duret und Dr. Larat, ferner Unterrichtsminister Chaumié, Jaurès, Picquart, Mathieu Dreyfus, Brisson, Reinach und General Percin. Die Zipfel des Bahrtuches hielten Abel Hermant, Ludovic Halévy, Octave Mirbeau, Charpentier, Bruneau, Flasquelle und Briat. Um 1 Uhr 20 Minuten traf der Zug auf dem Kirchhofe ein. uf dem ganzen Wege, den der Zug nahm, war eine ungeheure Menschenmenge angesammelt, die in tiefem Schweigen und entblößten Hauptes den Zug an sich vorbeiziehen läßt. Als erster sprach auf dem Kirchhofe Unterrichtsminister Chaumié, dann Abel Hermant und Anatole France. des Inhalts zu Protokoll: In dem Artifel in Nr. 289 der Staatsb. Zeitung" sei u. a. gesagt worden: Die in die Interna eingeweihten Personen behaupten, daß trotz der vielen gegen Lewy bestehenden belastenden Momente nichts gegen die Juden unternommen worden sei, weil man event. einen Aufstand befürchtete. Dem Verfasser des Artikels habe dabei der durch den Fürsten Lichtenstein bekannt gewordene Vorgang in Destreich- Ungarn vorgefchwebt, wo der Graf Andrassy bei dem Fall Tisza- Eßlar die Befürchtung ausgesprochen haben soll, daß ein Vorgehen gegen die Juden einen Aufstand zur Folge haben würde. Der Artikel habe min an die Möglichkeit gedacht, daß das Staatsministerium, insbesondere die Ministerien der Justiz und des Innern, ein besonders vorsichtiges Vorgehen gegen die Juden aus staatlichen Rücksichten angeordnet haben könnten. Durch die Betveisaufnahme ist erwiesen, daß der Justizminister den Ersten Staatsanivalt ausdrücklich angewiesen hat, alle Spuren, insbesondere auch gegen die Juden, energisch und ohne Rücksicht zu verfolgen, und ihm anheimgestellt hat, ein förmliches Verfahren gegen Adolf Lewy einzuleiten. Die in diesem Artikel ausgesprochene Vermutung, daß das Staatsministerium, insbesondere das Justizminifterium und das Ministerium des Innern aus staatlichen Rücksichten ein besonders vorsichtiges Vorgehen gegen die Juden angeordnet hätten, ist sonach schlechthin falsch und eine Parallele zu den damaligen Verhältnissen in Ungarn absolut unbegründet. Der Angeklagte Dr. Bötticher Juden, namentlich gegen Adolf Bevölkerung und Moriz Lewy mit und die Der Unterrichtsminister sagte u. a., der Tod Zolas habe in der ganzen Welt ein Gefühl größter Bestürzung verursacht. Italien, dem Zola durch Bande der Abstammung verbunden war, habe sein spricht daher sein Bebauern aus, Tod aufs schmerzlichste getroffen. Der italienische Unterrichtsminister diesen Artikel aufgenommen zu haben. Rechtsanwalt Nasi habe ihn, Chaumié ersucht, der Leiche Zolas die letzten ehren- Dr. Hahn stellt im Anschluß hieran den Antrag: Die Berichte vollen Grüße Italiens zu überbringen. Chaumié spricht sodann von des Herrn Ersten Staatsanwalts Settega st und des Herrn Oberden Verdiensten des Verewigten als Schriftsteller, welcher es als seine staatsanwalts Wulff an den Herrn Justizminister und die BeHauptaufgabe betrachtete, die Blicke der Menschen auf die Elenden scheide des Herrn Justizministers aus der Zeit vom 13. März bis Aber das soll dogmenfanatische Verblendung sein! Was hierüber und die Leiden der Enterbten hinzulenten. Am zu sagen ist, wurde in dem Gedenkartikel vor zehn Jahren von Schluß seiner Rede erinnert der Minister daran, daß Zola fich weder Urkunden zur Verlesung zu bringen". Aus diesen Urkunden werde 23. Juni 1900 vom Herrn Justizminister einzufordern und diese Ed. Bernstein treffend so gesagt:" Nicht daß der Marrismus in der gescheut habe, Tadel und Beschimpfungen zu troben, noch sich vor hervorgehen, daß die mit der Untersuchung der Winterschen MordNeuen Zeit" ausschließlich zum Worte tam, noch daß er für sich das dem wütenden Haß der Menge fürchtete, als er feine Stimme zur fache betraute königliche Staatsanwaltschaft, insbesondere der Recht reklamiert hätte, außerhalb aller Diskussion zu stehen. Eine Berteidigung dessen erhob, was er für gerecht und richtig hielt. solche Tendenz würde dem Wesen des Marxismus so sehr wider- Anatole France rühmte das litterarische Wirken des Oberstaatsanwalt Wulff ein weiteres Vorgehen gegen die sprechen, daß jede Redaktion, die das versuchte, auch wenn sie sich sonst Verblichenen, der das sociale Elend bekämpft habe, wo er es auch anRücksicht auf die Stimmung der buchstäblich an die Schriften von Marg und Engels hielte, damit sich, traf. Redner erinnert an die Opfer, die Zola für die Gerechtigkeit ſelbſt als unmarriſtiſch dokumentierte. Es giebt kein Dogma, keinen und die Wahrheit gebracht, und wie er denen entgegengetreten sei, erwartenden Unruhen für gefährlich und deshalb für zur Sazz des Marxismus, der nicht selbst wiederum die wissenschaftliche die einen Unschuldigen vernichten wollten.„ Darf ich ihre Lügen Untersuchung zuließe. Alle Resultate der Untersuchungen von Marr und ihre Verbrechen," fährt Redner fort, mit Stillschweigen überund Engels beanspruchen nur so lange Gültigkeit, als sie nicht durch gehen? Das hieße Zolas heldenhafte Gradheit und Wahrheitsliebe neuere wissenschaftliche Untersuchungen widerlegt werden können; verleugnen! Darf ich ihre Schande verschweigen? Das hieße Zolas irgend eine endgültige Wahrheit letter Instanz kennt der Marrismus Ruhm verschweigen. Selbstsucht und Furcht herrschten im Schoße nicht, weder bei sich noch bei andren. Aber dieser Standpunkt ist nicht der Regierung und zwangen ihr verderbliches Stillschweigen auf. zu verwechseln mit dem des Eklektizismus, der seine Grundsäße aus Da schrieb Bola jenen wohlerwogenen und niederschmetternden Brief, den verschiedensten und verschiedenartigsten Systemen zusammenholt, in welchem er die Fälschung und die Pflichtvergessenheit aufdeckte, oder dem des gesinnungslosen Steptizismus. Der Marrismus ist der Wutgebrüll und Todesrufe bei den vereinten Parteien der Reeine bestimmte wissenschaftliche Methode, und was auf deren Grund aktionäre hervorrief. Aber niemals fonnte in jenen unheilvollen ermittelt ist, hat für ihn zwar nur in den obigen Grenzen, aber Tagen seine Standhaftigkeit erschüttert werden. Sein mutiges Wort innerhalb ihrer ausschließliche Gültigkeit. So ist er positiv, ohne war ein Weckruf für Frankreich gewesen. Die Folgen jener That find fonservativ- reaktionäre, und revolutionär ohne utopistische Bei- unberechenbar." Der Redner schloß:„ Wir wollen den Verblichenen mischung, wie er materialistisch ist, ohne in groben Mechanismus zu nicht darum beklagen, daß er gelitten hat, sondern ihn beneiden; er verfallen. hat sein Vaterland und die Welt geehrt und er war einen Augenblick das Gewissen der Menschheit." Das Strafconto der Partei fand im Monat August eine Belaftung mit 1 Jahr und 2 Wochen Gefängnis- und 1620 M. Geldstrafe. Desgleichen im Monat September mit 1 Jahr 7 Monaten und 3 Wochen Gefängnis- und 376 M. Geldstrafe. Mit den Beschlüssen des Parteitages erklärten sich durch Annahme von Resolutionen einverstanden die Parteigenojien in DresdenAltstadt, Magdeburg und Bremen. Ohne Beschlußfassung wurde die Berichterstattung erledigt im 1. Hamburgischen Wahlkreise, in Barmen, Nürnberg und Dresden- Neustadt. Erhebliche Einwendungen wurden auch in diesen Versammlungen nicht erhoben. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Ein Juristen- Kunststückchen. Das Reichs- Strafgesetzbuch enthält einen§ 271, der wie folgt Cautet: Wer vorfäßlich bewirkt, daß Erklärungen, Verhandlungen oder Thatsachen, welche für Rechte oder Rechtsverhältnisse von Erheb000 Nachdem der Redner geendet, wurde der Sarg in die Gruft herabgelassen. Darauf schritten die Teilnehmer des Leichenzuges bei der Familie Zolas vorbei und verließen den Kirchhof. Hierbei wurden Jaurès von der Menge Huldigungen dargebracht. Auf der Place Blanche kam es zu fleinen Zusammenstößen; einige Pfiffe ertönten aus der Menge. Die republikanische Garde zerstreute die Menge. Alfred Dreyfus wohnte der Beisehung auf dem Friedhof bei und verließ denselben, nachdem die Leichenreden beendet. Die Menge er fannte Dreyfus nicht. Die belgische Arbeiterpartei war bei dem Be gräbnis durch die Abgeordneten Demblon und Furnemont vertreten. Der Koniker Mord vor dem Berliner Gericht. Landgerichtsdirektor Opis eröffnet die Sigung heute im großen Schwurgerichtssaale. Zeit nicht opportun erklärt haben, und daß daraufhin, und zwar auf Grund des von der Staatsanwaltschaft unterbreiteten Materials der Justizminister eine energische Verfolgung des gegen die Juden im allgemeinen und insbesondere gegen Adolf und Moritz Lewy bestehenden Verdachts angeordnet hat. Staatsanwalt Kanzow beantragt die Ablehnung dieses Antrages und verweist darauf, daß das Gegenteil der in dem Antrage aufgestellten Behauptungen schon durch das eidliche Zeugnis des Oberstaatsanivalts Wulff erwiesen sei. Rechtsanw. Sonnenfeld: Zwischen der Erklärung des Dr. Bötticher und dem neuen Antrag des Verteidigers bestehe doch ein offenbarer Widerspruch. Beifizer Landgerichtsrat 3ie hm wünscht zu wissen, woher denn die Angeklagten Kenntnis von diesen ganz internen Sachen haben wollen. Vors.: Herr Erster Staatsanwalt hat schon bei andrer Gelegenheit gesagt, daß einer dieser Berichte aus Versehen in den Akten geblieben sei. Woher ist der Angeflagte Bruhn nun zur Kenntnis dieser Berichte gekommen? Angeklagter Bruhn: Wegen der Veröffentlichung des Berichts des Ersten Staatsanwalts habe seiner Zeit gegen ihn ein Verfahren wegen Beihilfe zum Diebstahl gefchwebt. Erster Staatsanwalt Schweigger habe schon gesagt, wie die StaatsbürgerBeitung" in den Besitz des Berichts gekommen ist: sie hat ihn durch den te porter Werner erhalten. Er selbst lege besonders Gewicht auf einen Bericht, in welchem auch der Erste Staatsanwalt Settegast der Ansicht sich zugeneigt habe, daß der Mord durch Juden verübt sein könnte. Erster Staatsanwalt ettega st: Ein großer Teil der Konizer Bevölkerung hatte die Ansicht, daß die Juden und die Lewys stark verdächtig seien, an der Ermordung des Winter teilgenommen zu haben. Daß ich den gleichen Verdacht hätte, habe ich in dem Berichte nicht ausgedrückt, ich habe auch nicht auf etwaige Folgen hingewiesen, die durch ein Vorgehen gegen die Juden entstehen könnten. erörtert habe. Auf Anfrage des Rechtsanwalts Dr. Hahn erfärt Ober-| Straffammer des Landgerichts zu Konik eingestellt worden. Eisen-| stalten. Angenommen wurde folgender Antrag: An die zu staatsanwalt Wulff: Auch er habe mit Rücksicht auf die Wichtig städt behauptet, daß er in der Nacht vom 11. zum 12. März im ständigen Behörden eine Eingabe zu richten, dahingehend: keit des Falles einen Krankenhause gewesen, am Montag den 12., nachm., mit der Eisenbahn 1. allen Pflegerinnen die Möglichkeit zu geben, nach einer staatlich Vericht an das Justizministerium nach Schlochau gefahren sei, diese Nacht in seiner Behausung zu- vorgeschriebenen dreijährigen Ausbildung eine Prüfung abzulegen, erstattet und auch die möglichen Folgen eines Vorgehens nach der gebracht habe und am Morgen des 13. März nach Konig zurüdgelehrt nach deren Bestehen ein staatliches Zeugnis und die Berechtigung, erteilt wird, sei. In dem Antrag des Ersten Staatsanwalts auf Einstellung des ein staatlich geschütztes Abzeichen zu tragen, einen oder der andern Richtung erörtert. Er hatte, wie schon be- Verfahrens ist ausgeführt worden, daß sich Eisenstadt nachweislich welches die Aufsichtsbehörde gegebenenfalls wieder entziehen kann. merkt, gefunden, daß die Untersuchung zu einseitig auf den Nitual- des Krankenbuchs in der Zeit vom 5. Februar bis 17. März im Stift 2. Nur folche Krantenhäuser zu tonzessionieren, welche die mord zugespizt worden sei, und er habe den Ersten Staatsanwalt befunden habe. Darüber, in welcher Nacht er außerhalb gewesen, Gewähr ausreichender Fürsorge für ihr Pflegepersonal durch EinSettegast darauf hingewiesen, daß sich die Untersuchung nach allen sei im Krankenbuche nichts vermerkt. Er hatte sich eine Blut- schränkung der Arbeitszeit auf nicht mehr als 11 Stunden und durch Richtungen hin ausdehnen müsse, denn wenn sie einseitig, mir vergiftung zugezogen, habe den rechten Arm in einer festen Bandage genügende Sicherstellung für das Alter und den Fall der Invalidität nach der Richtung der Juden hin sich erstreckte, so könne und müsse getragen, jei nach ärztlichem Ausspruche nicht in der Lage gewesen, bieten. 3) In ihren eignen Krantenanstalten eine mustergültige eine große Erregung entstehen. Er wisse, daß er mit dem Kom- die Hand irgendwie zu gebrauchen. An der Ermordung des Winter Organisation zu schaffen, die ein zweckmäßiges Jneinandergreifen missar des Ministers auch alle Verdachtsmomente gegen Levy habe er sich deshalb attiv nicht beteiligen können, er sei aber auch sowohl von Verwaltungen ärztlichem und Pflegedienst, wie bon Erster Staatsanwalt Settegaft: Er nicht als Aufpasser oder dergleichen verwendet worden, denn eine männlichem und weiblichem Pflegepersonal gewährleistet und dem selbst wisse nichts davon, daß solche Befürchtungen, wie Reihe einwandfreier Zeugen haben bekundet, daß die Angaben Eisen- Pflegepersonal eine ideelle und materielle Sicherstellung verbürgt. fie hier angedeutet werden, zur Sprache gebracht worden städts richtig seien. Demgegenüber stehen die Aussagen des Kranken- In einer Kommission wurde verhandelt über die Frage der Be feien. Richtig sei es, daß der Oberstaatsanwalt der Ansicht war, es baus- Arztes Dr. v. Lufowicz, welcher die Ansicht hat, daß er dem lehrung der Kinder über geschlechtliche Verhältnisse, wozu Frau feien zu viele Ermittelungen gegen auswärts wohnende Juden und Eiſenſtädt für den 11. März Urlaub gegeben habe, und die Kranken- Henriette Gürth einen auf vielen höheren Schulen die älteren Knaben Vortrag hielt. Fräulein Lischnewska- Spandau Schlächter angestellt worden. schiveſtern im St. Borromäusstift Felicia und Floriberta behaupten wies darauf hin, daß beritat cu alt mulig minito, eine eine mind, mit Beſtimmtheit, daß Eiſenſtädt in der Nacht vom Sonntag ein Verzeichnis der sogenannten ſaftigsten Stellen aus der Bibel lichen Verkehr der Kommissar des Ministers keinerlei Anregung in 3um Montag gefehlt habe. Der Erste Staatsanwalt ist, haben. Dies Verzeichnis werde vielfach den neu eintretenden dem Sinne gegeben habe, nicht gegen die Juden vorzugehen. wie er in seinem Antrage auf Einstellung des Verfahrens eingehend Knaben mit Behagen gezeigt. Aehnliche Verhältnisse seien Der Gerichtshof zieht sich hierauf zur Beratung des von erläutert, der Ansicht, daß die Aussagen der beiden Schwestern den in den höheren Mädchenschulen anzutreffen. Der Religionsder Verteidigung gestellten Antrags zurück. Sein Beschluß Aussagen der zehn einwandsfreien Zeugen nicht vorzuziehen feien, Unterricht werde beim Vortrage gewisser Bibelstellen progeht dahin: Der Antrag wird abgelehnt. Der Antrag zumal die Schwestern anfangs nicht so bestimmte Erklärungen ab faniert. Wenn es in dieser Hinsicht besser werden solle, dann geht nicht auf Vorlegung eines bestimmten Berichts oder Bescheides gegeben haben und die Schivester Felicia sich einmal thatsächlich ge- müsse ganze Arbeit geleistet werden. Die Belehrung müsse im hinaus, sondern wünscht im allgemeinen Verlegung unbestimmt be irrt habe. Es sei deshalb die Sache nicht genügend aufgeklärt und naturgeschichtlichen Unterricht durch bildliche Darstellungen gezeichneter Berichte aus einer längeren Zeit und sei daher mur als der Beweis tömme nicht als geführt angesehen werden, daß Eisen- schehen. Es müsse das, was jetzt die Kinder in heimlicher, Versuch zu betrachten, durch das Gericht erst Beweismaterial herbei städt in der Nacht vom 11. zum 12. März im Krankenhause gefehlt schmußiger Weise erfahren, den Kindern in reiner, edler Weise zuschaffen, um daraufhin erst Beweisanträge formulieren zu können. habe. mitgefeilt werden. Sie sei der Meinung, daß die Lehrer und Es folgt die Verlesung der Protokolle über die Vernehmung Angel. Bruhn tritt nochmals der Behauptung entgegen, daß Lehrerinnen im allgemeinen so viel Takt und pädagogische Be= zahlreicher Zeugen, auf die die Angeklagten zum Wahrheitsbeweise Be- er zu dem Kriminalinspektor Braun die Aeußerung gethan:" Wir fähigung haben, in die Kinder in geeigneter Weise zu belehren. zug genommen haben und die die Behauptung bestätigen sollen, daß warten ja bloß darauf, daß Sie gegen einen Christen vorgehen." Sie stelle daher den Antrag: Die Generalversammlung beschließt: die gegen die Behörden und Beamten erhobenen Vorwürfe berechtigt Hirauf wird die Verhandlung auf Dienstag 9 Uhr verlagt. Die Kultusministerien der deutschen Bundesstaaten zu ersuchen, den gewesen seien. Sie sind in ihrer Art durchweg ohne besondren Gegenstand in der obersten Klasse der höheren Knaben- und Belang und gehen auf Verdächtigungen des Bürgermeisters Deditius Mädchenschulen und in den Fortbildungsschulen als obligatorischen und andre Beamten hinaus. Unterrichtsgegenstand einzuführen. Es find alsdann mehrere Zeugen kommissarisch vernommen worden, welche befundet haben, daß sie bei Gelegenheit der Krawalle in Konig auf dem Bürgermeisteramt durch den damaligen PolizeiTommissar Blod mißhandelt worden sind. Der Polizeikommissar Blod ist s. St. deswegen bestraft worden. " Aus Induftrie und Dandel. Obwohl die Rednerin lebhaften Beifall fand, trat man ihr Von einer Seite wurde be Hagener Gußstahlwerke. In der Freitag stattgehabten Aufsichts- doch auch mehrfach entgegen. rats- Sibung wurde die Bilanz für 1901/1902 vorgelegt. Diefelbesonders darauf hingewiesen, daß man zunächst, wenn die Schule ergiebt einen Gesamtverlust von 389 755,35 M. Der Betriebsverlust diese Aufgabe in dem von Fräulein Liſchnewska gewünschten Umbetrug 1901/1902 159 206,32 M. Hierzu kommen Generalfoften fange übernehmen solle, die Lehrer und Lehrerinnen in geeigneter Die Ab= Weise dazu vorbilden müsse, da sonst mehr Schaden wie Nugen 93 956,93 M., Steuer und Versicherung 24 062,67 M. fchreibungen betragen 88 299,40 W. Das Verlustjaldo aus dem gestiftet würde. Merkwürdigerweise wurde von feiner Seite offen vorigen Jahre beträgt 30 766,87 m.; davon gehen ab: verfallene ausgesprochen, daß die Bibel überhaupt nicht in die Schule gehört. Die Beschlußfassung wurde der Generalversammlung überlassen. Dividende von 67,50 M. und Einnahmen für Mieten 1469,34 M. Der auf den 28. November d. B. einzuberufenden Generalversammhung sollen Vorschläge über eine etwaige Herabsehung des Aktienfapitals und Beschaffung weiterer Betriebsmittel gemacht werden. Angell. Bruhn hat eine bereits erwähnte Nummer feines Blattes herausgefunden, in welcher Näheres über einen Bericht des Ersten Staatsanwalts Settegast wiedergegeben ist. Darin habe der Erste Staatsanwalt dem Justizminister gegenüber auf die Möglichkeit des Vorliegens eines Ritualmordes hingewiesen. Erster Staatsanwalt et tega ft erklärt, der Artikel der Staatsbürger Zeitung" werfe den Inhalt seines Berichts völlig durcheinander. Er habe lediglich referierend für den Minister die Momente zusammengestellt, auf die man sich in Koniz als Beweis für einen Ritualmord zu be- Harpener Bergban- Aktiengesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung rufen pflege. Bom Justizminister sei ihm anheim gegeben worden, der Harpener Bergbau- Attiengesellschaft am 4. d. M. wurde die wenn er es für angemessen halte, gegen die Lewys vorzugehen. Bilanz für das Geschäftsjahr 1901/02 festgestellt und beschlossen, der Auf eine Frage des Rechtsanwalts Sonnenfeld giebt Striminal- Generalversammlung, die zum 25. d. M. einberufen wird, die Ver kommiſſar Wehn zu, daß der Vertreter des Ministers des Innern, teilung einer Dividende von 10 Proz.( gegen 12 Proz. im Vorjahr) Geh. Oberreg.- Nat Dr. Maubach, ihn aufgefordert habe, alle vorzuschlagen. Der Gesamt- Bruttogetvinn stellt sich auf 16 485 413 M. Spuren, insbesondere auch die gegen die Juden zu verfolgen.( im vorigen Jahr 20 323 337 M.), die Ausgaben, Abschreibungen usw. Rechtsanwalt Dr. Hahn: Hat nicht Oberregierungsrat Waubach belaufen sich auf 16 827 552 M.; der übrig bleibende Restbetrag von Ihnen gegenüber die Angelegenheit als von vornherein verfahren" 157 861. wird auf neue Rechnung vorgetragen. Im einzelnen bezeichnet? Kommissar We hn: Nein, niemals! segen sich das Gewinn- und Verlust- Conto wie folgt zusammen: 1901/02 1900/01 M. M. 12 333 944 Früherer Polizeikommissar Block aus Konig, jekt Magistratsbeamter in Gnesen, war probeweise vom 1. April bis 31. August in Mißhandlung Sistierter " Coats Briqeutts aus den Teeröfen. Stonik gewesen, also erst nach Entdeckung des Mordes dorthin ge- Rohgewinn aus Kohlen.. tommen. Bei den Krawallen habe er die Ansicht gehabt, daß den Tumultuanten gegenüber nur energisches Auftreten am Plaze sei. Präs.: Sie sind wegen bestraft worden? Zeuge Block: Zweimal, in den Fällen Schmidt und Sawischewsti, im Ganzen mit 150 M. Der Zeuge erklärt auf weiteres Befragen, daß er auf eine Anzeige hin, daß bei den Leivys ein Taschentuch Winters zu finden sei, dort Haussuchung abgehalten habe. Präs.: Ohne besonderen Auftrag und auf eigene Faust? Binfen Einnahme Mieten und Pachten Gewinn der Biegelei. Gewinn auf Effekten Einnahme aus der Wafferleitung Vortrag aus dem Vorjahr. 10 353 286 422 634 4420 908 204 945 614 020 447 488 68 528 107 807 637 6 312 318 104 132 304 856 592 645 378 132 53 850 7.104 558 135 798 20 323 337 136 622 97 568 2142 865 99 912 69 273 500 000 .. 7586 530 25 000 150 000 2 080 0009 199 321 155 160 Summa 16 485 413 Das wäre doch wunderbar. Beuge: Jawohl! Ich war doch städtischer Polizeikommissar. Präs.: Wir wollen die Frage, ob Sie Die Generalfoften betrugen .h2 482 405 berechtigt waren, dabingestellt sein laffen.- Rechtsanwalt Dr. Hahn: Unterhaltung für Arbeiterwohnungen, findin Das Gericht in Koniz hat den Zeugen als in jener Zeit zu Gewalt- Haushaltungsschule 2c. thätigkeiten geneigt bezeichnet. Staatsanwalt a nzow: Sind Berieſelings- Anlagen vip. Estrasb Sie verwundet worden? 3euge: Ja. zweimal durch Steinwürfe. Rüdlage für Vergschäden mit Einschluß Eine große Narbe über meinem linfen Auge ist zurückgeblieben. der schwebenden Verpflichtungen. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Hohn wird das Urteil verlesen, Rücklage wegen Düsseldorfer Ausstellung. durch welches der Beuge wegen Wißhandlung verurteilt worden ist. Abschreibungen. Ms straferschwerend ist darin ausgesprochen, daß der Angeklagte zu Zuwendung für gemeinnützige Zwecke Gewalthtätigkeiten neige. Erster Staatsanwalt Schweigger 4 Proz. Dividende von 52000000 M. Aftienbefundet hierzu: Diese Bemerkung sei in das Urteil dadurch gekommen, tapital daß man ihren Inhalt als wahr unterstellte. Man wollte dadurch Statutarische Gewinnanteile einen umfangreichen Wahrheitsbeiveis spät abends abschneiden. Erster 6 Broz. Superdividende( 8 Proz.) Staatsanwalt Schweigger hebt hierbei hervor, daß die Anzeige gegen Siestvortrag auf neue Rechnung Block erst ein Jahr nach seinem Weggange aus Konik erstattet worden sei. Bei seinem Abgange sei dem Block ein 1 000 000 50 000 10 149 360 150 000 2080 000 206 768 4 160 000 155 159 C Berliner Partei- Angelegenheiten. Achtung, Parteigenossen! Heute, Dienstag, den 7. Oktober, finden in sämtlichen Wahlkreisen Berlins Partei Bersammlungen statt, in denen die Berichterstattung und die Neuwahl der Funktionäre resp. die Berichterstattung von der Brandenburger Provinzialkonferenz und vom Münchener Parteitag stattfindet. Außerdem Diskussion. Regen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Socialdemokratischer Wahlverein Groß- Lichterfelde- Lankwik. Morgen, Mittwochabend 8 Uhr, Vereins- Versammlung im Tagesordnung: Lokale des Herrn Richter, Chausseestr. 104. Vortrag des Genossen Weiter über:„ Kriminal- und Socialpolitik". Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Ober- Schöneweide. Morgen, Mittwochabend 81% Uhr, findet bei Kaufholt die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Bericht vom Parteitag; Referent Genosse Freiwaldt. 2. Neuivahl des Vorstandes, des Vertrauensmanes, der Lokalkommission und der Bezirksführer. Ferner werden die Genossen auf die heute, Dienstagnachmittag 5 Uhr in der Schulaula stattfindende öffentliche Gemeindevertreter Sizung aufmerksam gemacht. Auch wollen sich heute abend 7 Uhr bei Kaufholt die Genossen einfinden zwecks Einsammlung der Abonements auf den Vorwärts". = " Verfammlungen. Die Schöneberger Parteigenossen nahmen am 2. Oftober die Berichterstattung über den Parteitag und die Frauenkonferenz entgegen. Die letztere erstattete Frau Thiel- Tempelhof, die erstere Dr. Borchardt Charlottenburg. Dem Parteitagsbericht folgte eine längere rege Aussprache. Beschlüsse wurden zu diesem Punkt nicht gefaßt. Sodann gab die örtliche Vertrauensperson Frau Meiling Sen Jahresbericht. Die Einnahmen und Ausgaben balancieren in Höhe von 211,97 m., auch sind zwei durch die örtliche Vertrauensperson einberufene öffentliche Versammlungen abgehalten worden. Nach ber von feiten der Revisorinnen beantragten Entlastung wurde Frau Meiling als Vertrauensperson wiedergewählt, ebenso Frau Frante und Frau Schulze als Revisorinnen. Unter Verschiedenes" macht der Vorsigende Küter auf die am Dienstag, Auch die Harpener Gesellschaft hat demnach die Krise nicht ver- den 7. Oftober, stattfindenden Bezirksversammlungen aufmerksam. schont. Sie hat im legten Geschäftsjahr nur 4874 553 Tonnen Genosse Wollermann giebt bekannt, daß am 12. Oktober eine ausgestellt worden und es sei ihm auffallend erschienen, daß nun Kohlen gefördert gegen 5 116 890 Tonnen im Geschäftsjahr 1900/01; Flugblattverbreitung von den bekannten Lokalen aus stattfindet dieselben Stadträte, die ihm dieses Beugnis ausgestellt haben, und noch mehr als die Förderungsziffer sind die Preise gefunden, und ersucht um rege Beteiligung. später den Blodwegen Mißhandlung denunziert wie der Gewinnausfall auf Kohlen und Coats in Gesamtbetrage haben. Später haben die Stadträte Statebrand und Rechtsanwalt von 3,86 Millionen Mark beweist. Wenn dennoch die Dividende geradezu glänzendes Zeugnis Summa 3 120 000 157 861 16 485 413 20 323 337 Gebauer dem Zeugen gefagt, an der Beſtrafung des Block habe ihnen gegen die des Vorjahres mur um 2 Broz. zurückbleibt, so wird dieſes Letzte Nachrichten und Depeschen. Das Opfer eines Polizeidenunzianten. Aus München meldet nichts gelegen, sie hätten die Anzeige nur gestellt, um darzuthun, daß Resultat lediglich dadurch erreicht, daß die Abschreibungen um über Bürgermeister Deditius durch seine Beamte Gewaltthätigkeiten habe 22 Millionen Mark niedriger gehalten werden, als im Vorjahr. berüben lassen. Auf eine Anzeige Blocke hin habe dann noch ein Meineidsverfahren gegen Stakebrand geschwebt. Rechtsanwalt Sächsische Maschinenfabrik( vormals Hartmann), Chemnitz. In uns eine Privatdepesche: Das Landgericht verurteilte den Sonnenfeld fragt den Zeugen, ob nicht alle Machinationen gegen dem Geschäftsjahre 1901/02 belief sich der Umfag auf 12 063 814 M. Schriftsteller Benz wegen Majestätsbeleidigung zu der den Bürgermeister Deditius auf den Rechtsanwalt Gebauer zurück- gegen 16 799 100 M. im Vorjahre. Der Bruttogewinn betrug niedrigsten zulässigen Strafe von zwei Monaten Festung. zuführen seien. Der Zenge kann hierüber nichts sagen. Ihm ist 1028 374 W. gegen 1475 647 M. im Vorjahre. Hiervon sollen zu als Strafmilderung wurde der gemeine Vertrauensmißbrauch des nur bekannt, daß Rechtsanwalt Gebauer der Mittelpunkt der anti- Abschreibungen 633 894 m. verwandt werden( i. V. 597 559), jo Schriftstellers Hartmann in Braunschweig anerkannt, der, wie daß ein Reingewinn von 394 480 M.( i. 2. 878 087) verbleibt. erinnerlich, einen Privatbrief seines lieben Freundes" und Mitsemitischen Bewegung in Roniß sei. An Dividende gelangen auf die Aktien 2% Proz. zur Verteilung arbeiters der Polizei ausgeliefert hatte. gegen 6 Proz. int vorigen Geschäftsjahr. Sierauf giebt Rechtsanwalt Hahn Namens des Angeklagten Dr. Bötticher folgende Erklärung ab: In einem der Artikel ist auch ein Angriff auf den Bürgermeister Deditius erhoben worden und zwar auf Grund seiner früheren Amtsführung in Strehlen. Der Artikel stammt von einem akademisch gebildeten Mann her. Der Angeklagte spreche sein Bedauern über die Aufnahme des Artikels aus, denn er habe festgestellt, daß der Inhalt der Wahrheit nicht entspreche. Der Vorsitzende bringt nunmehr die kommissarischen Aussagen derjenigen Zeugen zur Verlesung, die am Abend des 11. März einen verdächtigen Schrei gehört haben. Prof. Dr. Prätorius hat um 7% Uhr von seiner Wohnung aus einen Schrei aus der Gegend des Mönchsees in der Gegend der Synagoge gehört. Er bestreitet die Behauptung, daß Bürgermeister Deditius ihn barsch angefahren habe, als er ihm seine Wahrnehmung mitgeteilt, im Gegenteil habe ihn der Bürgermeister nach allen Einzelheiten seiner Wahrnehmung befragt und ihm gesagt, seine Mitteilung sei durchaus wertvoll. Andere Aussagen beziehen sich auf die Wahrnehmung, daß fremde Juden in der Stadt gewesen seien. " Kohlennot in den Vereinigten Staaten von Amerika. Zu den tuned slap 3 dnu verschiedenen wirtschaftlichen Mißständen, die in letzter Zeit brüben Neues vom Mout Pelée. hervorgetreten sind, gefellt sich infolge des Grubenarbeiterstreits Paris, 6. Oftober.( W. T. B.) Der Gouverneur von Mar= eine weitere Steigerung der Kohlennot, die bereits zu größeren Auf- tinique telegraphiert: Der Mont Belée stößt Asche und Rauch aus käufen englischer und kanadischer Kohlen von seiten amerikanischer man hört dumpfes Rollen. In der Gegend von Basse- Pointe richteten Importeure Anlaß gegeben hat. So find nach Mitteilung der Ströme heißen Wassers Schaden an. Vossischen Zeitung" in Cardiff bereits 50 000 Tonnen nach Amerika verlauft worden. Beste große Dampftohle sind 1 Sh., London, 6. Oktober.( W. T. B.) Den Abendblättern wird aus fleine, von Amerika bevorzugte Kohle um 2 Sh., Halbbituminöfe Shanghai gemeldet: Der Vicefönig von Rangting LiuMonmouthshire 6 Penns gestiegen. Auch in New Castle werden fun- yi ist heute gestorben. 20 000 Tonnen zweite Qualität Dampftohle nach New York oder Boston London, 6. Oktober.( W. T. B.) Aus Newcastle wird televerladen. Ferner hat, wie aus London telegraphiert wird, die Inter- graphiert: An der hiesigen Kohlenbörse wurden heute nachmittag national Mercantile Marine Company"( der Morgan- Trust) beschlossen, 100 000 Tonnen Sohlen verkauft, die für Amerika wegen des in England 50 000 Tonnen beste englische Kohlen zu kaufen und diese infolge des Grubenarbeiter- Streiks dort herrschenden Kohlenmangels fofort in Dampfern, die der Gesellschaft gehören, nach den Ver- bestimmt sind. einigten Staaten zu verschiffen. Selbst in Kanada sollen größere Kopenhagen, 6. Oftober.( W. T. P.) Der dänische Reichstag Mengen angekauft sein; z. B. soll die Dominion Coal Company ist heute zusammengetreten. Das Folkething wählte Trier( LinkenWeitere Aussagen vernommener Zeugen beziehen sich auf die of Canada" die Verpflichtung übernommen haben, innerhalb kürzester Reformpartei) zum Präsidenten, Krabbe und Thomsen( beide gegen Hehmann u. A. geltend gemachten Aussagen, die schon im Frist 100 000 Tonnen Anthracitkohle nach den Vereinigten Staaten von der Linken- Reformpartei( zu Vicepräsidenten wieder. Der LandsMasloff- Brozeß zur Gröterung gekommen sind. zu liefern. thing wählte neu den Konferenzrat H. N. Nansen( Unabhängiger Zum Schluß gelangen noch die Aussagen mehrerer Zeugen zur Konservativer) zum Präsidenten mit 33 Stimmen. Auf den bisBerlesung, die sich auf die Behauptung beziehen, daß der Fleischerherigen Präsidenten Magen( Nechten- Partei) entfielen 26 Stimmen. Chanel Bu Vicepräsidenten wählte der Landsthing als meister Revisoren Israel Eisenstädt Madaen Mygdal( Linken- Reformpartei) und den Generalauditeur aus Schlochau in der Nacht vom 11. zum 12. März in dem Eine Generalversammlung des Bundes deutscher Frauenvereine Stephensen( Unabhängiger Konservativer). Die früheren ViceBorromäusstift zu Sonik, in welchem er frankheitshalber sich auf- tagt gegenwärtig in Wiesbaden. Am ersten Tage wurde über die präsidenten waren ein Mitglied der Rechten und ein Unabhängiger hielt, gefehlt und daß er durch das Bestreiten dieser Thatsache einen Reform des Krankenpflegerinnenwesens verhandelt. Es wurde Konservativer. Meineid geleistet habe. Nach eingehender gerichtlicher Vorunters in en Debatten besonders hervorgehoben, daß es nicht Saint- Louis a. Senegal, 6. Oftober.( W. Z. B.) In Fort T. fuchung ist das Verfahren Mangels Beweises durch Beschluß der angehe, Krantenpflegerinnenwesen konfeffionell zu ge- Cayes ist das gelbe Fieber ausgebrochen. Berantwort Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2Beilagen u. Unterhaltungsblatt. den Hus der Frauenbewegung. das Vorwärts ßuchdruckcrci und Yerlagsanstalt Paul Binger Co. ■'■":•'y-- Berlin S M. Lmdcn-ötrasse 69. A WÄ wck. IV W m Weitste ausgestattet mit Maschinen und Einrichtungen modernster und vollendetster Hrt, ihre rhätigkeit. fln der Arbeiterschaft, welche die vortvarts-vruclterej ins Ceben rief, ist es nunmehr, ihre eigene Schöpfung zu erhalten und auszugestalten. Das Unternehmen ist darauf begründet, dass es die Zentral-ISudtdrmlierei für die Aufträge der politischen und 9ewer{t$d)aftiid)en Organisationen wird. Die Arbeiterschaft Berlins unterstützt und fördert sich selbst, wenn sie ihre Drucharbeiten der Vorwärts--Drudierei zur Herstellung iidergiebt. Die Gesdiaftsieltung wird ihrerseits alles aufbieten. um die Mtrage gewissenhaft und geschmackvoll auszuführen. m i \0j VM Nr. 234. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 7. Oktober 1902. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Verschlechterung der Accordverhältnisse. Nach mehrfachen Ver- gründlich untersuche und die pennsylvanische Legislatur Maßregeln handlungen sind zwischen der Firma einerseits und dem Central- gegen die Kohlengesellschaften ergreifen werde. verband andrerseits folgende Vereinbarungen getroffen worden: Ob diese Nachricht zutreffend ist und ob, wenn es der Fall, die neuen Bemühungen des Präsidenten Erfolg haben, wird sich ja bald herausstellen. ihrer Sociales. wie 900 Diejenigen Arbeiter, welche bisher unter 50 Pf. Stundenlohn Mit dem Streit der Rollkutscher vom Auhalter Bahnhofe be- erhielten, bekommen sofort eine Zulage von 5 Pf. pro Stunde. schäftigte sich am Sonntagabend eine imposante Versammlung der Die Arbeiter, welche bisher 50 Pf. und mehr Stundenlohn erhielten, Rollkutscher, Mitfahrer und Bodenarbeiter. Das einleitende Referat bekommen sofort eine Zulage von 3 Pf. pro Stunde. Die Kosten hielt Werner. Redner führte aus: Die Lohn- und Arbeits- des Brennens sowohl für alte wie für neue Accorde werden in Zubedingungen der Rollfutscher seien ungewöhnlich schlechte. Des funft sämtlich von der Firma getragen. Bei allen Accordarbeiten Die Einkommensverhältnisse in Preußen. Morgens um 6 Uhr beginme ihre Arbeit und ende erst um 10, erhalten die Arbeiter bei Beginn der Arbeit den Accordzettel ausja nicht selten um 11 Uhr abends. Dafür aber ist der gehändigt. Wesentliche Aenderungen an Accordarbeit werden, Es wurde in der jüngsten Zeit viel mit der Thatsache gearbeitet, daß sich die Einkommen bis zu 3000 M. in den letzten Jahren Lohn ein völlig ungenügender. Mit 75 bis 81 Mark pro Monat wenn sofort verlangt, nach neuen Vereinbarungen bezahlt. werden sie abgespeist. Allerdings erhalten sie noch Abtragungs- Bei Vereinbarung von Accordpreisen hat der Meister außer stark vermehrt haben. Daran wurden vielerlei tiefsinnige Betrach gebühren, doch müssen sie diese paar Groschen auch wieder unter dem beteiligten Arbeiter noch einen weiteren Mitarbeiter heranzu- tungen geknüpft über die großen Vorteile, die den Arbeitern Die Arbeiter werden sämtlich wieder eingestellt; Maß- aus dem wirtschaftlichen Aufschwunge erwachsen seien, wegs verzehren. Besonders schlecht seien die Verhältnisse schon seit ziehen. längerer Zeit in dem Speditionsbetriebe auf dem Anhalter Bahnhof regelungen finden nicht statt. Etiva neu ausbrechende Differenzen sehr gerade sie von diesem Aufschwunge profitiert hätten. für die tapitalistische Teilerei es wäre, gewesen. Bei der geringsten Kleinigkeit werden Strafgelder ab- werden jedesmal in Gegenwart des Herrn Frost und eines Vertreters So vernichtend gezogen, von denen man nicht weiß wo sie bleiben, und die Be- des Verbandes geregelt. wenn die Arbeiter gar nichts von dem Aufschwunge gehabt hätten handlung ist schroff und grob. Als mun vor reichlich einer Woche Kartonarbeiter- und Arbeiterinnen! Der Streik bei der Firma in der Aufschwungsperiode gestiegen seien, gesagt war, so ließ sich und so wenig also mit der Behauptung, daß die Löhne der Arbeiter auch noch einige Kutscher aus nichtigen Gründen entlassen wurden, M. Beck, Adalbertstr. 59 dauert unverändert fort. Seitens doch dabei schon nachweisen, daß, betrachtet an der Menge des da kam das Maß zum Ueberlaufen. Gütliche Vorstellungen beim des Inhabers als auch des Werkführers wird versucht, durch Ver- Einkommens, die Einkommen über 3000 m. trotz der winzig kleinen Direktor fruchteten nichts, und die Folge war, daß fast sämt- sprechungen Arbeitswillige zu bekommen. liche Kutscher 2c. dort die Arbeit Besizer weit mehr gewonnen hatten, wie niederlegten. Diese An- Seit Montag früh befinden sich auch sämtliche Zuschnei- Bahl die Einkommen inter 3000 M. Aber die Gruppe gelegenheit beunruhigte natürlich die ganze Organisation der der der Firma Geißler, Kartonfabrik, Rungestr. 17 bis 3000 m., mit der bisher gearbeitet wurde, ist viel Rollkutscher. Zu 70 Proz. organisiert, ergriffen sie die Gelegenheit im Aus stand, weil einige verhältnismäßig leicht zu erfüllende zu umfangreich, um einen Schluß auf die Verhältnisse der kleineren und benutzten das willkürliche Vorgehen der Unternehmer auf dem Forderungen seitens der Firmeninhaber abgelehnt wurden. Anhalter Bahnhof, um die bekannten Forderungen( geringe Lohn Zuzug fernhalten! Einkommen zuzulassen. Es ist deshalb sehr wertvoll, daß die erhöhung auf 20-22 M. pro Woche, Abschaffung der Strafen usw.) Deutscher Buchbinder- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Statistische Storrefpendenz" in ihrer soeben erschienenen Nr. 37 jetzt an den Verband der vereinigten Spediteure zu stellen. Der Voreine Aufstellung macht, in der diese große Gruppe in fünf fleinere sigende dieses Verbandes, Herr Stadtrat Gericke, aber stellte sich Die Packer der Allg. Elektricitäts- Gesellschaft( Aderstraße, Lager I) geschieden ist. Wir erfahren daraus vor allen Dingen, daß innerhalb der auf den rücksichtslosen Herrenstandpunkt. Vor allem weigerte er sich, erzielten durch Verhandlungen mit dem Direktor eine Erhöhung es fommen großen Gruppe 900-3000 m. die Einkommen 900-1200 m. die die Organisation der Arbeiter anzuerkennen; dem Bevollmächtigten ihres Stundenlohnes un 2% Pf. Die Betreffenden des Transportarbeiter- Verbandes wies er sogar in der schroffsten Weise 35 Mann in Betracht Es ist eine gehören dem Fabrit-, Land- und Hilfs- reichliche Hälfte der ganzen Gruppe umfassen. die Thür. As trotzdem indirekte durchaus unzulässige Methode, die Einkommen 900 bis 3000 M. zu Verhandlungen betreffs arbeiter- Verbande an. des Streits auf dem Anhalter Bahnhof mit dem Betriebs- Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin. Bericht über den einer einzigen Gruppe unter der Bezeichnung mittlere Einkommen leiter gepflogen zusammenzufassen. Mindestens die Einkommen bis 1200 M. muß wurden und auch die Zusage gemacht Geschäftsbetrieb im Monat September 1902: war, daß die Streifenden die Arbeit wieder aufnehmen könnten, Ungelernte Klemp- Tape- Weibl. Ins. man als kleine Einkommen behandeln; und selbst zwischen 1500 M. Maler Schlosser da wußte Herr Stadtrat Gericke die Erfüllung dieser Zusage wieder Arbeiter ner zierer Pers. gesamt und 3000 m. liegt eine so bedeutende Verschiedenheit der wirtschaftzu verhindern. Dieses Verhalten der Unternehmer steigerte die schon lichen Lage der Bezieher dieser Einkommen, daß man sie nicht zu an fich so berechtigte Erregung der Arbeiter in noch höherem Grade. 1114 400 74 364 286 4206 ſammenwerfen darf, wenn man ein Urteil über die Lage der BeAm Freitagabend faßte bekanntlich eine stark besuchte Versammlung völkerung gewinnen will. Es sind aber in den Grenzen von 900 der Rollkutscher den Beschluß, die Sache der Kollegen vom Anhalter 2750 297 103 697 342 6483 bis 1500 M. ungefähr 7 der Einkommen von 900 bis 3000 M. Bahnhof zu der ihrigen zu machen und forderten die Spediteure auf, bis Die Vermehrung der Einzeleinkommen zwischen 900 und 3000 Sonnabend, abends 6 Uhr, Bescheid zu geben, ob sie mit den Be1320 264 66 354 244 Mart beträgt in den zehn Jahren 1892 bis 1901 23,4 Proz.; sie ist größer, wie in den Einkommen über 3000 M. Auch bei der Abauftragten der Arbeiter in nochmalige schleunige Unterhandlung treten Ausland. wollten oder nicht, widrigenfalls am Montag, den 6. d. M., eine grenzung einer Gruppe 900 bis 1500 M. ist allerdings wieder allgemeine Arbeitsniederlegung zu erwarten sei. Bedie Thatsache zu konstatieren, daß diese den Hauptanteil an der proreits um 5 Uhr am Sonnabend war die Antwort des Spediteurzentualen Vermehrung der Einzeleinkommen hat, nämlteh 19,8 Proz., Einkommen von 1500 bis 3000 M. nur vereins in Händen der Verbandsleitung. Sie lautete dahin, daß so daß für die Würde aber auch hier, was 3,6 Proz. Vermehrung bleibt. die Unternehmer sich bereit erklären, am Dienstag, den 7. d. M., leider nicht geschieht, die Gesamtsumme der Einkommen angegeben, die Verhandlungen aufzunehmen, eher sei es ihnen nicht möglich, vine Verständigung unter sich herbeizuführen; sie hoffen auf eine so würde sich wahrscheinlich zeigen, daß hier dasselbe Verhältnis friedliche Beilegung der Differenzen. Nach diesem Ueberblick über waltet wie bei der Scheidung unter und über 3000 m. Die zahlden bisherigen Verlauf der Dinge weist Redner darauf reichste Gruppe der kleineren Einkommen wird den geringsten Anteil hin, daß die Unternehmer schon jetzt alles versuchen, an der Vermehrung der Gesamtsumme des Einkommens haben. Die um sich mit Aushilfskräften zu versehen, falls es Arbeit mit Prozentzahlen in der Statistik ist oft sehr irreführend, zum man muß auch die absoluten Zahlen kennen, die sich dahinter verallgemeinen Ausstand kommt. Trotz dieser auffallenden Vorforglichkeit der Spediteure empfahl der Redner, den Wünschen beJedenfalls find die Arbeitswilligen deshalb so mutig, weil fie stecken. züglich der Verhandlungen nachzukommen und die Beschluß- wissen, daß ihnen keine Gelegenheit geboten wird, sich mit befassung über den Generalstreit bis Dienstag waffnetem Arm" zu widersetzen. Eingeschriebene, arbeitsuchende Pers. 1968 Von Arbeitgebern verl. Arbeitskräfte 2294 In Arbeit gebrachte Personen... 2047 4295 Bergarbeiterbewegung in Frankreich. Eine Versammlung von Grubenarbeitern in Villars billigte den Beschluß des Kongresses, betreffend den Generalstreit und sprach sich dafür aus, daß dieser 2500 Bergarbeiter in Lievin möglichst bald proklamiert werde. hießen ebenfalls den Generalausstand gut. Zu dem Ausstand im Pas de Calais wird aus Valenciennes gemeldet: 55 Delegierte von Shudikaten verschiedener Gruben, die 5000 Mitglieder vertraten, beschlossen einstimmig die Arbeit fortzusetzen und einen Aufruf zu veröffentlichen, in welchem sie die Bergarbeiter auffordern, den Versuchen der Ausständigen, wenn nötig, mit bewaffnetem Arm Widerstand zu leisten. Lohnbewegung der Buchbinder in Schweden. Die Abteilungen des Schwedischen Buchbinder- Verbandes in Eſtilstuna, Göteborg und Helsingborg haben die bisher geltenden Tarifverträge gekündigt und verlangen Lohnerhöhung. In Estilstuna haben bereits Verhand lungen mit den Meistern statigefunden, eine Einigung ist aber noch nicht zustande gekommen. Der Kohlenarbeiterstreit in Amerifa Die IX. Jahresversammlung des Centralverbandes der Orts- Krankenfaffen im Deutschen Reich trat am Montag in Hamburg zusaminen. auszusezen. In der Debatte nahmen auch mehrere Vertreter Am Sonntagabend fand eine Vorbesprechung statt, in der das verschiedener Speditionsfirmen das Wort. Bureau zur Leitung der Geschäfte auf Vorschlag von Fräßdorfv. Busetist, Vertreter der Firma Bars, ersuchte die VerDresden in den Herren Steinmetz- Leipzig, Spangenbergsammlung, die Beschlußfaffung über den Streit bis Dienstag zu Hamburg, Dobler- München, Eichstädt Weimar, Hertelvertagen; er hoffe auf eine friedliche Erledigung der Sache. Nach Eibenstock und Azmann- Berlin gewählt wurde. Die ursprünglich einem furzen Schlußwort Werners nahm die Versammlung einerheblich geringer vorgesehene Geschäftszeit wurde auf Vorschlag von stimmig eine Resolution an, in der sie sich mit der Vertagung Brunner Hamburg von 8-2 Uhr täglich festgesetzt, nachdem sich der Beschlußfassung über den Generalstreit bis Dienstag, den eine Reihe von Delegierten gegen das vom Lokalkomitee aufgestellte 7. Ottober, einverstanden erklärt. Sie erwartet von den Spediteuren aber auch ein dementsprechendes Entgegenkommen. dauert nun schon länger als fünf Monate. Die Hoffung, daß es recht umfangreiche Vergnügungsprogramm gewandt hatten. Die Tagesordnung wurde, wie folgt, festgesetzt: 1. Bericht der Mitgeteilt wurde noch, daß viele Güter auf dem Anhalter Bahnhof dem Präsidenten Roosevelt gelingen werde, die Parteien zu einer schon 5 bis 6 Tage lagern, während sie sonst nur 24 Stunden dort Einigung zu bewegen, haben sich nicht erfüllt. Es hatte schon Mühe geschäftsführenden Kasse( Leipzig) über die Thätigkeit im abgelaufenen 2. Alkohol und Krankenkassen, Referent. Dr. med. lagern dürften. Ob die Bahnverwaltung dafür auch das übliche gemig gekostet, die Vertreter des Kohlentrusts zur Teilnahme an der Geschäftsjahr. 3. Fürsorge für Erholungsbedürftige, Einigungskonferenz zu bewegen. Pochend auf die Macht, welche ihre Paul Schenk- Berlin. Standgeld erhebt oder nicht, iſt nicht bekannt. Wie sehr die Arbeit Millionen und die Monopolstellung des Ringes ihnen verleihen, Referent Dr. Ch. J. Klumter- Frankfurt a. M. 4. Arbeitslosen= sich auf diesem Bahnhof häuft, ersieht man daraus, daß am Sonntag 122 Waggons mit Stückgut daselbst standen, und daß trotzdem schon hatten die Kapitalprozen veranlaßt, seither jede Verhand- Versicherung und Krankenkassen, Referent Prof. Dr. W. Stinda= von den Arbeitern geforderte Ein Leipzig. 5. Anträge und Verschiedenes. Zur Aufstellung einer vieles Gut nach andern Bahnhöfen geschafft und von dort zugerolltung, namentlich die Ganz wie bei Geschäftsordnung wurde eine Kommission von fünf Personen ge= worden ist. Auf den Rollscheinen ist deutlich zu sehen, wie übersetzung eines Schiedsgerichts abzulehnen. in Deutschland, hieß es auch in Amerika: Wir wählt, die bis Montagmittag der Plenarbersammlung einen Entwurf den Stempel, Anhalter Bahnhof" ein andrer Stempel übergedrückt Der vorlegen soll. ist. Nach Lage der Sache hätten die Spediteure alle Ursache, einem die Besitzer der Minen, wollen Herren im Hause bleiben. Generalstreit vorzubeugen, indem sie beivilligen. Herrendünkel war denn auch die Ursache, daß die von Roosevelt Gegen die Kreuznacher Heldenthat. Aus Stuttgart wird uns veranlaßten Verhandlungen ohne Resultat verliefen. Schroff und gemeldet: Die Rohrleger nahmen am Sonntag in einer start besuchten unbengsam stehen sich die Parteien gegenüber. Auf der einen Seite Der 96 Vereine umfassende Verband füddeutscher Konsumbereine Versammlung die von der Lohnkommission ausgearbeitete Vorlage etwa 150 000 Arbeiter, die fest entschlossen sind, den langwierigen beschloß am Sonntag in einer außerordentlichen Versammlung, die zum neuen Tarif einstimmig an. Die Hauptbestimmungen desselben Kampf mit unverminderter Energie weiterzuführen, auf der andern sich mit den Vorgängen auf dem allgemeinen Genossenschaftssind: Neunstündige Arbeitszeit; Minimallohn von 60 Pf. für Rohr Seite die prozigsten Vertreter des amerikanischen Groß- Verbandstag in Kreuznach beschäftigte, mit 50 gegen 7 Stimmen den leger und 40 Pf. für Helfer, vom 1. April 1903 ab für jede Sategorie fapitalismus: Herr Morgan und seine Genossen. Die Arbeiter fordern Austritt aus dem allgemeinen Verband und die Gründung eines 5 Pf. pro Stunde mehr. 50 Proz. Zuschlag für Nacht- und Feier eine Erhöhung des Accordlohnes und die Beseitigung eines Systems, selbständigen Verbandes. Der eventuelle Eintritt zu dem neu zu Arbeiten 3 M. pro Tag; falls Kost, und Logis gewährt werden Vor allem aber verlangen die Arbeiter die Anerkennung ihrer behalten. Gegen den Austritt stimmten die Konsumvereins- Vertreter 1,50 M. pro Tag für Rohrleger und Helfer. Fahrgeld evtl. Fahr- Organisation, wogegen sich die Unternehmer entschieden sträuben. zeitvergütung; Lohnzahlung am Sonnabend eine und vor den Feier- Infolge der schroff ablehnenden Haltung der Kapitalisten den on Ulm, Immenstadt, Freiburg i. V., Karlsruhe, Pforzheim und München. tagen zwei Stunden vor Feierabend. Gutes und genügendes Rüst- Arbeiterforderungen gegenüber ist eine Situation geschaffen, die es holz und Hebezeug, sowie ausreichendes und brauchbares Werkzeug. erklärt, daß sich die weitesten Kreise der amerikanischen Bevölkerung Der Kampf gegen die Konsumvereine in Lancashire. Der Gehilfenausschuß hat diese Forderungen bereits dem Innungs- für den Streik interessieren und sich mit ihren Sympathien auf die London, 4. Oftober. Die englischen Konsumbereine find frei borftande übermittelt, Verhandlungen darüber werden voraussichtlich Seite der Arbeiter gestellt haben. Eine Kohlennot ist einam Dienstag stattfinden. Unter allen Umständen soll die Kommission getreten, in deren Folge die Preise ungehener gestiegen sind, bon socialistischen Neigungen, so daß auch Dr. Crüger seine Freude und Verbandsleitung darauf dringen, daß der jetzt zustande kommende und selbst zu den hohen Preisen sind Kohlen bei weitem nicht in an ihnen haben könnte. Dennoch tobt gegenwärtig ein bitterer Tarif von jedem Unternehmer unterschriftlich anerkannt wird dem Maße zu haben, wie sie jetzt, wo der Winter vor der Thür Kriegsschauplatz liegt in den industriell hochentwickelten Städten Auf die bloße mündliche Anerkennung kann nicht mehr derselbe Wert steht, gebraucht werden. Schulen mußten bereits geschlossen werden, Lancashires: St. Helens, Wigan und Blackburn. Die Krämer gelegt werden, weil etwa ein Drittel sämtlicher Betriebsinhaber die weil es an Heizmaterial fehlt. im bisherigen Tarif enthaltenen Bestimmungen trotz Zusage einfach erklärt, er wolle dafür sorgen, daß die Hospitäler und Schulen, sowie und die noch vorhandenen Kleinbürger bilden„ Vereine zum Schutze des Privateigentums" und boykottieren alle Genossenschaftsmitglieder. Bis jetzt haben sich die Arbeiter von 59 Be- die Armen in New York keinen Mangel an Kohlen leiden. Herr Bei der Gründung des Vereins zum Schuße des Privateigentrieben für und nur von 2 Betrieben gegen den Eintritt in die Lohn- Morgan glaubt wohl, durch Ausführung dieses Versprechenstums in St. Helens sagte der Vorsigende:„ Es handelt sich für uns bewegung erklärt. Sollte es zu einer Arbeitsniederlegung kommen, den Unmut der Bevölkerung gegen den Trust etwas zu be- um Tod und Leben. Wir kämpfen um unsre Existenz. Der Zweck so werden dadurch gegen 4000 Arbeiter in Mitleidenschaft gezogen. schwichtigen. Er kann es sich ja einige Millionen fosten Die Versammlung gab ihrer Entschlossenheit Ausdruck, mit aller lassen, wenn durch die Niederzwingung der Streifenden Hunderte unsres Vereins iſt erstens, das Publikum über die Schädlichkeit des Genossenschaftswesens aufzuklären; zu diesem Zwed werden wir Energie dahin zu streben, daß die Rohrleger endlich dieselben Löhne von Millionen zu gewinnen find. Agitationstouren im ganzen Lande veranstalten; zweitens, den erhalten, wie andere qualifizierte Bauarbeiter. Es scheint, daß die Aussichten der Streifenden, trotz der langen Gesetzgebern nahe zu legen, daß die Krämer verhältnismäßig größere Dauer des Kampfes nicht ungünstig sind. Dafür spricht nicht nur Die Lohnbewegung der Lederarbeiter ist jetzt zum Abschluß ges ihre ruhig entschlossene Haltung, sondern auch der Umstand, daß die Steuerlasten tragen als die Genossenschaften; drittens, um eine kommen. Sowohl die Arbeitnehmer, als auch die Arbeitgeber haben unternehmer noch mehr Militär, als ihnen bisher schon zur Ver- politische Organisation zu haben und Bertreter unsrer Intersich dem Schiedsspruch des Einigungsamts unterworfen. in alle lokalen Körperschaften zu am Sonntag abgehaltenen Lederarbeiter Versammlung gab das Intereffen und zur Niederknüppelung der streikenden Arbeiter britannien ein solcher Kampf tobt. Dies ist indes nicht das erste Mal, daß in Großam Sonntag abgehaltenen Lederarbeiter- Versammlung gab das fügung gestellt worden ist, zum Schutz ihrer fapitalistischen effen ins Parlament und Kommissionsmitglied Schulz einen Bericht über die Verhandlungen verlangen. In den Jahren 1896-99 Und die Regierungen sind auch im freien Amerika vor dem Einigungsamt. Von den übrigen Rednern sprachen nur einwillig den Wünschen der Unternehmer bereitwilligst entgegenzu- hatten die schottischen Genossenschaften ähnliche Angriffe von den Die Genossenschaften zelne gegen die Annahme der im Schiedsspruch niedergelegten Be- kommen. Präsident Roosevelt ist der Ansicht, daß der Kongreß organisierten Kleinhändlern abzuschlagen. Der Konflitt in kam die Meinung zum Ausdruck, daß man sich durch die gemachten wegen des Ausstandes nicht einberufen werden wird, da die An- gingen als Sieger aus dem Kampfe hervor. Sugeständnisse zwar nicht befriedigt fühle, doch sei immerhin eine gelegenheit nur den Staat Pennsylvanien angehe, und von diesem Lancashire fand deshalb einen lebhaften Widerhall in Schottland, erledigt werden müsse. Wenn dieser Staat um Unterstützung durch wo das Organ der Krämer- Vereinigung die Krämer von St Helens fleine Aufbefferung erreicht. Eingedenk des Sprichwortes:" Ein magerer Bundestruppen ersucht, ist der Präsident bereit, solche zu entfenden. zur Ausdauer anfeuert, damit sich die Schotten ein Beispiel an den Vergleich ist besser wie ein fetter Prozeß", empfehle sich aus taftiBergleich ist besser wie ein fetter Prozeß", empfehle sich aus tatti Engländern nehmen." schen Gründen die Anerkennung des Schiedsspruchs; letztere wurde Also eine Lösung der Frage durch Flinten und Säbel, denn die Truppen nossenschaften, daß sie nur zu dem Zwecke gegründet worden wären, in der Abstimmung denn auch mit 279 gegen 101 Stimmen beschlossen. sollen die Streifenden hindern, zu ihrem Gunsten auf die Arbeitswilligen einzuwirken, was dem Streit immerhin eine ungünstige Wendung Die infolge der Lohnbewegung aus betriebstechnischen Gründen vorläufig arbeitslos Gewordenen sollen aus der Verbandskasse sazungs- geben könnte. Der Gouverneur von Pennsylvanien ist, wie berichtet gemäß unterstützt werden, bis die Fabriken wieder voll arbeiten wird, fest entschlossen, die Interessen des Kapitals zu schützen, selbst fönnen. Den Kommissionsmitgliedern wie auch dem Schiedsgericht wenn er gezwungen sein sollte, die gesamte Miliz des Staates einzuberufen. sprach die Versammlung ihre Anerkennung für die in dieser Sache ge= Im Gegensatz zu der vorhin erwähnten Ansicht Roosevelts steht eine Meldung der Frankfurter Zeitung", welche besagt: Präsident Roosevelt wird versuchen, die Bergleute zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen, gegen das Versprechen, daß der Kongreß den Streit durchbrochen haben. leistete außerordentliche Mühewaltung aus. In der Der Streit der Graveure und Eiseleure bei der Firma Frost u. Söhne ist beendet. Es handelte sich um einen Abwehrstreit infolge senden." um die Kleinhändler auszurotten. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7%, bis 9, Uhr abends statt. 500. Die Sigungen der Parlamente find öffentlich. Der Reichstag wird sich ohne Zweifel auf längere Zeit mit den Bolltaris beschäftigen. R. O. Die Stadtverordneten von Berlin beziehen keine Diäten. H. Ruelen. Hamburg, Gänsemartt 35. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Montag, 5. Dtober. Anfang 72 Uhr. Opernhaus. Figaros Hochzeit. Schauspielhaus. Im bunten Rod. Deutsches. Es lebe das Leben. Berliner. Das Käthchen von Heilbronn. Westen. Wiener Blut. Lessing. Kaltwasser. Neues. Ledige Leute. 3. Summerzofe. Thalia. Er und seine Schwester. Central. Orpheus in der Unterwelt. Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Schiller- Theater. analisX Schiller Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDienstagabend 8 Uhr: Der Tartüff. Tausend Jahre Luftspiel von Molière. 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Schönhauser Vorstadt: Sie Defiberbehandlung im Lichte finden in sämtlichen Wahlkreisen Berlins bet Wernau, Schwedterstr. 23/24. eaned sid Bet Tages- Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Verbandsangelegen heiten. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Obmann des Bezirks ist F. Schade, Namlerstr. 21, born III. der Bolksgesundheit usw. Nur Herren haben Zutritt. Eintritt frei. Diskussion. Maler. Central Krankenkaffe = Osten und Nordosten: bei Mann, Strausbergerstraße 3. der Maler( Filiale IN.) tatt. nom Tages Ordnung mun hedlA 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstraße 95. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten. schiedenes. ( G. 5. 71.) Versammlung am Freitag, den 10. Oktober, abends 9 1hr, im Kaffenlokal, Ruppinerstr. 42. Tagesordnung: 797 Partei- Versammlungen für den 1. Wahlkreis bei Dräfel, Neue Friedrichstr. 35. 11 " " || " " Kassenbericht. Bericht von der nogge Generalversammlung. Verschiedenes. 3. Ver 123/14 Die Kollegen folgender Werkstätten sind besonders eingeladen: Krause, Görlizer Ufer 24; Rotter, Vater, Seibel, Klitschke, 3eughofstr. 9; Sokol, Admiralstr. 22. ibavin- Helle 2922010 Süden: bet teto It, jest Doberstein, Wasserthorstr. 68. Tages Ordnung: 1. Bericht des Obmannes. 2. Bericht der Bertrauensleute. 3. Berbands. angelegenheiten. Süd- Westen und Westen: Habels Branerei, Bergmannstr. 5-7. Tages- Ordnung bang 1. Bericht der Kommission und Vertrauensleute. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 19d08 Moabit: bei Jocksch, Turmstraße 84. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Vertrauensmänner. 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Wedding und Gesundbrunnen bei Seru Raabe, Kolbergerstraße 23. 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Tages- Ordnungstais M 003 Jebe Werkstatt muß vertreten sein. Die Wohnung des Obmanns H. Steinhoff ist Weddingstr. 4. Bezirk Friedrichsberg. Mittwoch, den 8. Oktober, abends 8 Uhr, bei Lutterbüse, Friedrich- Karlstraße 11: Vertrauensmänner Versammlung. ages- Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Ber1 lidoj fchiedenes. Die Verwaltung. "" " 2. Wahlkreis in der Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis in Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. 4. Wahlkreis bei Walter, Große Frankfurterstr. 117. 5. Wahlkreis( Generalversammlung des Wahlvereins) bei Leydecker, Sophienftr. 34. empfiehlt fein Lager in Bruchbandagen, T noilims Bruch- Pollmann 6. Wahlkreis( Generalversammlung des Wahlvereins) im Eiskeller, Chaufferstr. 88. Tages- Ordnung: Leibhinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. 1 Eigne Werkstatt.1 19:04 bar 02 contac 200/4 1. Bericht der Vertrauenslente, Prek, Lokal- und Agitationskommision. 2. Neuwahl Lieferant f. Orts- u.Hilfs Strankenkassen. Derselben. 3. Bericht der Delegierten von der Brandenburger Provinzial- Konferenz. 4. Diskussion. 5. Bericht der Delegierten vom Münchener Parteitag. 6. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute.s Berlin C., 52362* 30. Linien- Straße 30. Deuticher Metallarbeiter- Verband. noso ceneipsuns on sid 90 Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Mittwoch, den 8. Oftober 1902, abends 81, hr, im Lokale von Dräsel, Neue Friedrichstraße 35: Versammlung der Rohrieger und Helfer nagouldolini apgundo Berlins und Imgegend, welche bei Jnnungsmeistern beschäftigt find. Tagesordnung: Jidot 1. Unfre Revidierung des Lohntarifs von 1901 und welche Stellung nehmen die Unternehmer ein? 2. Disfuffion. Zu dieser Bersammlung ist der Vorstand der Junung brieflich eingeladen. Auch find fämtliche Unternehmer unsrer Branche hiermit zu dieser Versammlung eingeladen. Der wichtigen Tagesordnung wegen erwarten wir zahlreichen Besuch der Versammlung. 121/19 Die Ortsverwaltung. Musikinstrumenten- Arbeiter Deutscher Buchbinder- Verband. Arbeiter- Bildungs- Schule. im Gewerkschaftshaufe, Engel- fer 15, Saal VII. Tages- Ordnung: Zablftelle Berlin. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II. 1. Bericht der Werkstatt- kontrolllommiſſion. 2. Diskussion. 3. Branchen Morgen, Mittwoch, den 8. Oktober er., abends 8% hr, im Lehrplan für das IV. Quartal 1902. angelegenheit. Jebe Werkstatt muß vertreten sein. Die Kollegen aus den Fabriken von Klingmann, Stöpniderstraße, und Krause, Stopnickerstraße 139, sind zu dieser Versammlung besonders cingeladen. datedoze Modell- und Fabrik- Tischler TER im Lokal von Dieke, Ackerstr. 123. Tages- Ordnung: innoiss 1. Bericht der Kommissionen 2. Werkstattsachen. 3. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. ni da solo rechslery- neisillslosg2 Osten: bei Matthes, Roppenstr. 41. Die Kollegen von Mattee, Langestr. 107, sind besonders eingeladen. Südost u. Südwest: bei Stramm, Ritterstr. 123. Norden: bei Schmitz, Brunnenstr. 150. Zages Ordnung: ,, Gewerkschaftshause", Engel- Ilfer 15( Saal 1): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 2. Aufstellung eines Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl. 3. Abrechnung vom Sommerfeft. Unter1. Entspricht der Buchbinder- Tarif dem Grundsay:" Für gleiche Arbeit gleichen Lohn?" Referentin: Frau Martha Tietz. ür gleiche Unterrichtsfach Behandelter Lehrstoff Lehrer richtsAbend Schriftst. Nationalökonomie Geld und Währung Georg Montag Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder, speciell der weiblichen, erwartet Die Ortsverwaltung. Natur- Erkenntnis 4. Abrechnung von der Dampferfahrt. .nl 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. 89/1 Bureau: Engel- üfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. schichte 1918 Mittwoch, den 8. Oftober 1902, abends 8½, 1hr: Ge1. Bericht der Kommission. 2. Berbands und Branchenangelegenhelten. Jede Werkstatt ist verpflichtet, einen Delegierten zu entsenden. Fachverein der Tischler Berlins und Umgegend. Vertrauensmänner- Konferenz für den Osten Unfre Generalversammlung findet nicht am 8., fondern am 22. Oktober statt. Der Vorstand. Eigene Confection. 188/4 bei Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Mittwoch, den 8. Oftober, abends 8%, Uhr: RedeUebung Die Entwicklung des Weltalls und das sociale Leben der Tiere. Geschichte des Socialismus seit dem Altertum, mit Bernhard Schriftsteller Dr. Rudolf al Dienstag Steiner 100 Schrift besonderer Berücksichtigung der Staatsverfassungen. steller Max Schütte Donnerstag Schriftsteller Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz. Dr. Rudolf Steiner Freitag Vertrauensmänner- Konferenz für den Westen Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie Montag, den bei Kumke, Bülowstraße 59. Mittwoch, den 8. Oktober, abends 8, 1hr: mmie.aket- tüme Ausserordent. Konferenz der Vertrauensleute der Drücker oblo enorm billig Jaket C in neuen Herbst- Stoffen bochelegante kleidsame façons 15, 20, 25, 30 Mk. Sacco- und Blusen- Costüme, letzte Neuheit der Saison, 15 Mk., 18 Mk., 25 Mk., 30 Mk., 36 Mk. Elega Elegante in ganz Wolle; in vielen neuen ostümröcke Façons; in allen modernen Stoffen. Costü sämtliche Weiten und Längen stets in grosser Auswahl vorrätig, 3,50, Mk., 6, 10, 15 Mk. 0, 15 Mk. in Seiden- Damast u. Merveilleux 25 Mk. Golfpaletots 12 Mk., 15 Mk. Golf- Capes 5 Mk., 10 Mk., 15 Mk. im Gewerkschaftshause, Engel- lifer 15. dj Da wichtige Angelegenheiten zu beraten sind, ist es notwendig, daß jebe Werkstatt einen Bertreter entfendet. 122/2 Die Ortsverwaltung. Achtung! 13. Oktober; Natur Erkenntnis Dienstag, den 14. Oktober; Geschichte Donnerstag, den 16. Oktober; Rede- Uebung Freitag, den 17. Oktober. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8 bis 9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; ist am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Achtung! bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Verein der Former. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten Engel- Ufer 15, Hof links 2 Tr., und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstrasse 42; Vogel, Demminerstrasse 32; Krause, Müllerstr. 7a; Horsch, Engel- Ufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Sonntag, den 12. Oktober, im„ Palaft- Cheater", Lammé, Berlin SW. 42, Möckernstr. 104, 4 Tr., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 50, zu senden. ani( früherer Feen- Palast), Burg- u. Wolfgangstraßen- Ece: Grosse Wohlthätigkeits- Matinee. Mittwoch Eröffnung. Auftreten des gesamten Künstler- u. Specialitäten- Personals. Anfang präc. 12 Uhr mittags. Entree 30 Pf. Billets find noch bei sämtlichen Vorstands- und Komitee- Mitgliedern solvie in unfrer Zahlstelle, Restaurant Kaiser, Staligerstr. 140, in zwecken hilfsbedürftiger Kollegen Verwendung findet, bittet um recht zahlGolf- Saccos, Neuheiten in Winter- paletots, eichen Besuch Jakets und Saccos 10 Mk., 15 Mk. 13 bis zu den elegantesten, appartesten Modellen. allen Sielmann& Rosenberg Kommandantenstrasse, Ecke Lindenstrasse Blusen in Seide, in Sammet, in Wolle, in den neuesten Fantasiestreifen, kleid same Façons, 2,50 Mk., 4 u. 6 Mk. Schwarze Capes in feinem Rips 10 Mk. Morgenröcke, Matinées u. Jupons 3 u. 5 Mk. Backfisch- Saccos 10 Mk. Maassanfertigung. Allen Empfang zu nehmen. Da der gesamte Ueberschuß zu Unterſtügungs- Mass- Anzüge [ 61/3] Der Vorstand. Das Komitee. MöbelMöbel- und Polsterwaren- Fabrik von Reichenbergerstr. 5 A. 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Ausschusses, das Kuratorium um einen vierten Stadtverordneten bekannt giebt, vom nächsten Freitag ab bis einschließlich Donnerstag, Krankenkaffen- Mitglieder Berlins und der Vororte! und einen Bürgerbeputierten zu vermehren, beschlossen werden. den 16. d. M., wochentags von 5 bis 8 Uhr abends, am Sonntage Wir weisen nochmals darauf hin, daß den Kassen nunmehr Die Verhandlungen über die Fortführung der Hochbahn in das von 12 bis 3 Uhr nachmittags in den einzelnen Wahlbezirken zur vier Apotheken zur Verfügung stehen, die Kaffenrezepte ohne Bar- Stadtinnere find in neuerer Zeit wieder in Fluß gekommen. Wie Einsichtnahme ausliegen; die Original- Aufnahmeliſten von allen zahlung anfertigen und 20 Pro3. Rezepturrabatt ge befannt, stellten sich der Unterrpflaster- Bahnlinie Potsdamer Platz- Bezirken können im städtischen Wahlbureau, Poſtſtr. 16, während währen. Es sind dies die Gendarmens, Spittelmarkt- Alexanderplatz bisher insofern Schwierig derselben Zeit eingesehen werden. Einsprüche gegen die Richtigkeit feiten entgegen, als zwischen der Aktiengesellschaft Siemens u. der Wählerlisten find während der Dauer der Auslegung beim Halske Apotheke zum goldenen Adler, S., Alexandrinenstr. 41( Bloch). Salte und der Stadtgemeinde Berlin eine Einigung darüber Magistrat zu erheben; über dieselben wird innerhalb zweier Wochen nicht erzielt werden konnte, in welcher Weise die Kreuzung dieser nach Ablauf der Einspruchsfrist endgültig entschieden. Bahn mit der städtischerseits geplanten Nord- Südlinie am Brinzen- Apotheke, N., Prinzen- Allee 69( Bösenhagen), Luifen- Apotheke, N., Rügenerftr. 21( Brandes). Pelikan- Apotheke, W., Leipzigerstr. 93( Liede). 19 Weiter veröffentlichen wir im Folgenden die erweiterte Liste der Recept- Sammelstellen. Gendarmenmarkt etolgen soll. Wie f. 3. gemeldet, hatte die ge- Im Namen von 70 000 Gastwirten hat der Vorstand des Deutnannte Firma einanderweites Projekt aufstellen lassen, schen Gastwirte- Verbandes soeben eine Eingabe wegen der nach welchem es möglich ist, die Haltestellen beider Fleisch not an den Bundesrat und Reichstag abgesandt. Neben ( Die durch Sperrdruck hervorgehobenen Stellen sind neu hinzu- Linien in der Nähe des Gendarmenttes als Unterpflaster- diesem Verband, der zur Zeit 470 Vereine und 33 000 Mitglieder gekommen): ( und nicht Untergrund-) Bahnhöfe auszubilden, so daß sie also beide umfaßt, sind daran beteiligt der Bund deutscher Gastwirte, der in Berlin N. R. Aßmus, Gerichtstr. 10. G. Fischer, Lothringer- oben" liegen und die Unterfahrung des einen Tunnels durch den 400 Vereinen 33 000 Mitglieder zählt, ferner der Verband der Gaststraße 26. 2. W. Kapell, Brunnenstr. 118. Th. Knabe, Wörther- andren in einiger Entfernung von den Haltestellen erfolgen fann. und Schankwirte Berlins und der Umgegend, die Berliner Gastwirtestraße 19. R. Richter, Reinickendorferstr. 61. R. Sayffarth, Schön- Mit diesem Projekt ist man mm im Rathause einverstanden und so Immung und der Verein Berliner Hotelbesizer. Die Petenten behauser Allee 44a. H. Schulz, Müllerstr. 166a. E. Tribolet, scheint die vielumstrittene Frage, welche der beiden Bahnen unten gründen ihr Gesuch um schleunige Deffnung der Grenzen Fransedistr. 10. 2. P. Wannste, Wörtherstr. 12. Went, Chaussee- durch" und welche„ drüber hinweg" gehen soll, endlich in be- damit, daß die Gastwirte einen ansehnlichen Teil der Bevölkerung jtraße 7. A. Wohlgemuth, Ackerstr. 69. friedigender Weise gelöst zu sein. Jetzt ist mun noch eine andre, mit Fleischnahrung versorgen; sie befürchten den Ruin vieler Wirte, #Berlin NO. E. Hennig, Marienburgerstr. 27. iveit wichtigere Frage aufgetaucht, welche die Linienführung venn nicht baldigst einschneidende Maßnahmen zur Linderung der Berlin W. M. Eckert, Culmstr. 1. F. Ambos, Potsdamer- der Hochbahn- Zweiglinie berührt. Nach dem bisherigen Projekt Kalamität erfolgen. ftraße 96b. Berlin NW. H. Bardorf, Gozlowskystr. 30. H. Bischoff, Beußelstr. 31. F. Kühne, Alt- Moabit 45. Berlin S. R. Jahnz, Oranienstr. 191. Ad. Neumann ( Brogasty), Oranienſtr. 45. G. Sasse( Tolle), Prinzen straße 92. W. 3ippel, Brandenburgstr. 16. Berlin SO. 6. A. Mittag, Adalbertstr. 87. Berlin SW. D. Alberts, Friesenstr. 24. G. Rettig, Belle Alliancestr. 94. Weißbach u. Fischer, Belle Alliance straße 23. C. Schröder, Fürbringerstr. 7. Bankow. Buchmann, Wlühlenstraße 17. Rosemann, Brehmestraße 65. Charlottenburg. Kaffenlokal der Orts- Krankenkasse Charlottenburg, Rosinenstr. 3. B. Habermann, Pestalozzistr. 28. Dandelmannstr. 2. Neumann Söhne, Berlinerstr. 108. A. Höritsch, Berlinerstr. 56. Schöneberg. Kaffenlokal der Drts- Krankenkasse Schöneberg, Hauptstr. 8. H. Hozze, Sedanstr. 82. D. Richter, Gleditschstr. 52. Friedenau. Lorenz, Uhrmacher, Rheinstr. 55. pflasterbahn würde man vom Alexanderpo Mittels der Unter- hat im vorletzten Jahre 15 Proz., im letzten Jahre 10 Broz. sollte die Bahn bekanntlich vom Spittelmarkt durch die Wall- Die Kreissäge. Der Verband der Fabritarbeiter schreibt uns: straße geführt werden, um in der Nähe des Märkischen Plates( an In der Chemischen Fabrit auf Attien( vorm. Schering) der Waiſenbrücke) die Spree zu unterfahren und durch die Neue Friedrich- befindet sich ein besondrer Raum, in welchem die im Geschäft gestraße den Alexanderplatz zu erreichen. In Magistratstreifen brauchten Kisten und Emballagen hergestellt werden. Dort ist nun die Anregung laut geworden, die Hochbahn bezw. Sonnabend ein fünfzehnjähriger Knabe in Arbeit. Ihm ihre Fortseyung dem Verkehrstnotenpunkte des wurde eine Arbeit an der Kreissäge zugewiesen und die sozuCentrums, dem Moltenmarkte, näher zu bringen. fagen selbstverständliche Folge war, daß dem armen Jungen bereits Die Aktiengesellschaft Siemens u. Halste hat infolgedessen ein am Nachmittag ein Daumen von der Sage abneues Projekt ausarbeiten und dieser Tage dem Magistrat geschnitten wurde. Es ist unerhört, daß aus Sparjamteitseinreichen lassen, nach welchem die Zweiglinie vom Spittel- gründen derartig leichtfertig mit dem Menschenleben gewirtschaftet markt über den Moltenmarkt und von dort nach dem wird. Allerdings ist die Scheringsche Fabrik bekannt dafür, daß sie Aleranderplatz gehen würde. Für dies Projekt hat man mit namentlich unter der jetzigen Krisis die Arbeitslöhne herabgedrückt Recht geltend gemacht, daß zugleich mit der Verkehrs- hat, daß sie jebe selbständige Regung ihrer Arbeiterschaft unterdrückt H. Munter, berbesserung eine bedeutende Verkehrsentlastung der und einen Arbeiterausschuß für überflüssig erklärt. Das Unternehmen Straßenzüge des Centrums zu erwarten fci. in neun, vom Dividende gezahlt. Wolfenmarkt in sieben, und vom Spittelmarft in fünf Minuten nach dem Potsdamerplay gelangen können. Freilich ist dies Projekt Ein Eisenbahnunfall, bei dem ein Beamter lebensgefährlich und erheblich teurer in der Ausführung, als das frühere. Judes steht zu ein zweiter weniger schwer verletzt wurden, ereignete fich Sonntag, Alle nicht eiligen Rezepte sollten diesen Sammelstellen über- erivarten, daß die hierüber jegt eingeleiteten Verhandlungen zu einer früh um 1% Uhr auf dem Schlesischen Bahnhof. Dort waren der wiesen werden. Die Kassenmitglieder erhalten dann ohne Ver- Verständigung zwischen der Stadt und der Aktiengesellschaft Heizer Nobert Grothe und der Hilfsheizer Theodor Kriebel auslagung des Betrages die Arznei frei ins Haus ge- Siemens n. Halste führen werden. Das Polizeipräsidium steht dem mit dem Zusammenstellen von Personenzügen für den Sonntags verkehr beschäftigt. Grothe that dabei Lokomotivführerdienst. Als liefert; es bleiben ihnen also so die Abholung der Arznet und die neuen Projekt ebenfalls sympathisch gegenüber.diuta sie mit sechs Wagen von der Warschauerstraße her nach dem Rangier vorläufige Berauslagung des Betrages erspart. Zugleich aber er- Der neue Lehrplan der Berliner Gemeindeschule, wie er aus geleife fuhren, fahen sie zu spät, daß auf diesem schon vier Personen wächst der Kaffe und damit doch auch den Kassenmitgliedernden Beratungen der ministeriellen Lehrplan- Kommission hervorge wagen standen. Auf der abschüssigen Bahn konnten sie trop ein Vorteil, da auch auf die dort abgegebenen Rezepte ein Rabatt gangen ist, wird nun endlich mit Beginn des Winterhalbjahres zur Bremsens und Gegendampfes ihren Zug nicht zeitig genug zu von 20 Pro 3. gewährt wird. Einführung kommen. Auch für die Deckung des Familienbedarfs können Seit der Veröffentlichung jenes Stehen bringen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. die Rezept Sammelstellen benugt werden. allerersten Entwurfes, der von dem damaligen Stadtschulrat Bertram Maschine, auf der sich beide befanden, lief so heftig auf den ersten der vier stehenden dieser Wagen auf, daß fich inter herrührte, sind nun bereits 3% Jahre vergangen und 2 Jahre seit Einführung des provisorischen Lehrplans, nach dem zuletzt unter der Wucht des Ampralles hob und dann auf die Maschine niederunterbrüdte. Grothe und Striebel waren so eingequetscht, daß andre richtet wurde. Neber die Alenderungen, die der neue Lehrplan bringt, Beamte und Arbeiter sie mit Brechstangen aus ihrer qualvollen haben wir bereits früher alles Wesentliche und die Laienkreise Inter- Lage befreien mußten. Grothe war durch Quetschungen des Bruffcfsierende mitgeteilt. Er bleibt in mehreren Lehrfächern leider noch fastens und des Unterleibes lebensgefährlich verletzt. Er wurde nach sehr weit hinter den Forderungen der modernen Pädagogik zurück. dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht, nachdem ein Bahnarzt Wiz nennen nur den Religionsunterricht, der ja eigentlich überhaupt ihn an der Unfallstelle verbunden hatte, und liegt dort auf den Tod nicht in die Schule hineingehört. Der Religionsunterricht ist durch danieder. Der Unglückliche, der in der Liebigstr. 28 wohnt, iſt vers den neuen Lehrplan lange nicht so stark von dem Ballast des ge- heiratet und Vater von drei Kindern. Er dient im elften Jahre dächtnismäßig anzueignenden Stoffes entlastet worden, wie man und steht furz vor der Ernemnung zum Lokomotivführer. Kriebel uns anfangs versprochen hatte. Immerhin darf man an die nun- erlitt Quetschungen an beiden Beinen, konnte aber mit einer Droschke fnüpfen, daß er der Berliner Gemeindeschule ihre Arbeit etwas er dem er einen Verband erhalten hatte. di i hi subi leichtern und unfren Kindern einigen Nuken bringen wird. Centralfommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte. Lokales. Die Beerdigung Kauffmanns. Der zweimal zum Bürgermeister von Berlin gewählte Stadtrat Stauffmann ist am Sonntagmittag draußen bei Westend auf dem Friedhof der Charlottenburger Luiſenkirche zu Grabe getragen iworden. Thre Zu der schlichten Trauerfeier in der Leichenhalle des Friedhofes mehr erfolgende Einführung dieses Lehrplanes die Erwartung nach seiner Wohnung in der Frankfurter Allee gebracht werden, nach hatte sich eine nicht große Gemeinde eingefunden. Vor dem mit Kränzen bedeckten Sarg saßen die Angehörigen des Verstorbenen, Die letzten diesjährigen Dampferfahrten der Stern- Gesellschaft feine betagte Mutter und seine Söhne. Aus dem Magistratshaben am letzten Sonntag stattgefunden, da mit dem gestrigen Montag Kollegium war mit dem Oberbürgermeister etiva die Hälfte der Mit- Wie Sternberg im Zuchthause behandelt wird. Ueber Sternberg der Personen- Dampferverkehr eingestellt worden ist. hot sudo glieder erschienen, aus der Stadtverordneten- Versammlung mit dem brachten die Zeitungen vor furgem Mitteilungen, welche die Leiden, Verschiedene Straßenbahn- Unfälle werden vom vorgestrigen Tage Vorsteher Mitglieder aller Fraktionen, auch der socialdemokratischen. die diese bedenkliche Berühmtheit im Zuchthause zu ertragen hat, in Von den Fraktionen des Reichstags waren die beiden freisinnigen etwas frassen Farben darstellten. Wenn auch die Lage dieses Ge- gemeldet. In der Grolmanstraße in Charlottenburg lief der vierund die socialdemokratische vertreten. Mehrere Vereine hatten Ab- fangenen feineswegs beneidenswert ist, so scheint es doch, als ob die jährige Senabe Hugo Stoß unmittelbar vor dem Charlottenburger Seiten des Sarges aufgestellt waren. Im übrigen trug die Feier im Flügel D befindlichen Zelle 425, welche ihm angewiesen wurde, erlitt einen Bruch des rechten Oberschenkels, sowie Kontufionen an ordnungen entsandt, zivei davon auch ihre Banner, die zu beiden Beitungsnachrichten übertrieben gewesen sind. Sternberg hat in der Straßenbahnwagen 258 der Linie Berlinerstraße- Kurfürstendamm über das Geleife. Der Kleine geriet unter die Vorderplattform und anfänglich als Militärschneider gearbeitet. Dann war er das Gepräge eines ganz einfachen, recht stillen Begräbnisses. für die Firma Rudolf Herzog als Adressenschreiber beschäftigt. Kopf und Armen. Er wurde nach der elterlichen Wohnung GrolDie Gedächtnisrede hielt Prediger Fischer. Er schilderte die Seit Februar dieses Jahres braucht er eines Augenleibens manstraße 58 gebracht. Ferner fanden drei zusammen Lebensarbeit des Verstorbenen, im besonderen seine Thätigkeit in der wegen nicht mehr zu arbeiten; er liegt revierkrante statt. Bei einem Straßenbahnzuge der Linie Oranienburger Berliner Kommunalverwaltung. Anerkennenswert ist die Unpartei- in seiner Belle. Diese Krankheit scheint den Gefangenen aber Thor- Tegel, bestehend aus dem Motorwagen 1918 und den Anlichkeit, mit der der Geistliche auch Kauffmanns Verdienst um die im übrigen nicht übrigen nicht besonders mitgenomment zu haben, da hängern 2647 und 718, riß bei der Fahrt nach letter Endstation in Verschiedene Umstände mögen Aufhellung der Kirchenrechtlichen Verhältnisse Berlins hervorhob. er förperlich wohl aussieht. der Scharniveberstraße die Koppelung des Anhängers 718. Als auf Das Ergebnis seiner Forschungen über die alte Stonsistorialordnung dazu beitragen, daß die Gesundheit Sternbergs nicht allzu arg ge- das Noisignal der Zug zum Stehen gebracht wurde, fuhr der Anhänger sei den Kirchengemeinden nicht günstig gewesen aber Kauffmann schädigt wird. So erhält er als Kranter seit längerer Zeit regel- auf diesen auf. Der Anprall war so heftig, daß von dem Anhänger das Treppengeländer zerbrochen, die Vorberperronthür eingedrückt, habe nur die Wahrheit gesucht. Die Leidensgeschichte Kauffmanns, mäßig dritte Diät, also morgens staffee mit Brötchen, tagsfowie zwei Seiten and Stirnscheiben zertrümmert wurden. Hierbei über einen halben Liter Milch und zum Mittag abwechselnd die mit seiner Wahl zum Bürgermeister von Berlin begann, wurde Teisch mit Gemüse und Beefsteat mit Kartoffeln. erlitten neun Personen Verlegungen. Otto und Fris Kappel, Frau von dem Redner nur angedeutet. Als Lektüre hat er ein Börsenorgan, das ihm in dicken Monats- Hagemann, Frau Rudolf und Fräulein Freudenhold erlitten leichtere Außer Prediger Fischer sprach niemand. Nur am Grabe wurde bänden zugestellt wird. Die Krankheit bringt es mit sich, daß Kontusionen am Kopf, Frau Dr. Hartmann durch Glassplitter eine nach dem Segen und Gebet des Geistlichen dem Verstorbenen von den Sternberg auch einiger andrer Vergünstigungen teil- Verlegung über dem rechten Auge, Herr Eugen Stichter Tegel und Stadtverordneten Hugo Sachs bei der Strangniederlegung noch eine haft wird. So braucht er zum Beispiel seine Zelle Frau Noah Kontusionen am Fuß, Erust Mühl Kontusionen am Streus. turze, wenig beachtete Bemerkung gewidmet. Von den Freunden" nicht selber zu reinigen, vielmehr wird diese Arbeit Die Verlegungen sind glücklicherweise durchweg leichterer Natur. Stauffmanns mag mancher, als er der Gruft den Rücken kehrte, er- durchweg von Mitgefangenen besorgt. Verschiedentlich ist es vor- In der Prenzlauer Allee fuhr ein Motorwagen der Linie Danziger leichtert aufgeatmet haben. gekommen, daß Sternberg Gerichtstermine wahrnehmen mußte; er straße Rollendorfplatz auf einen Straßenbahnzug der Linie Weißenfeewurde dann nicht wie andre Zuchthäusler oder wie politische Ge- Rathaus auf. Hierbei wurden die beiden Motor- und ein AnhängeSoll ein Socialdemokrat in das Kuratorium der städtischen fangene im grünen Wagen transportiert, sondern durfte seine wagen beschädigt, die Passagiere tamen mit den Schreck davon. Mit dieser Frage haben sich die eines Tagameters bedienen. Ein Kriminalbeamter begleitete ihn Linie Charlottenburg- Gesundbrunnen über das Geleis. Bei dem beladener Lastwagen unmittelbar vor einem Straßenbahnwagen der Heimstätten gewählt werden? Mit dieser Frage haben sich die Anstaltskleidung mit einem Civilanzug austauschen und sich Am Sonnabendnachmittag fuhr in der Perlebergerstraße ein mit Meht städtischen Behörden in der letzten Zeit mehrfach zu beschäftigen ge- in folchen Fällen. Allmonatlich kommt einer feiner Angestellten zu Zusammenstoß; wurde der Kutscher Otto Richter vom Wagent ge habt. Eigentlich sollte es sich von selber verstehen, daß hierauf nur ihm, mit dem er geschäftliche Dispofitionen trifft. mit Ja zu antworten ist. Aber der Berliner Kommunalfreifinn will Selbstverständlich liegt es fern von uns, gegen die Anstalts- schleudert. Er erlitt Quetschungen an beiden Füßen und wurde nach dem Krankenhaus Moabit geschafft. Der Straßenbahnfahrer Wassers von der so lange geübten Pragis, die Socialdemokraten von den leitung wegen der Art der Behandlung, die sie Sternberg, 3 mann sowie ein Fahrgast, der Dreher Bieland, erlitten leichte Kon einzelnen Verwaltungsdeputationen, Kuratorien usw. möglichst fern- teil werden läßt, irgendwelche Vorwürfe zu erheben. Die kleinen zuhalten, noch immer nicht ganz lassen selbst dann nicht, wenn Erleichterungen, die man ihm gewährt, mögen in den Umständen tufionen. Der verhaftete Konfursverwalter Hegert aus Spandau, der in es sich, wie hier, um eine Verwaltung handelt, die in allererster sehr wohl begründet sein. Aber wir meinen, daß die preußische Regierung feine Ursache Frankreich festgenommen wurde, befindet sich bereits in Moabit in Linie gerade für die Arbeiterbevölkerung von Wichtigkeit ist. Bisher hat, politische Gefangene, die um ihrer Ueberzeugung Untersuchungshaft. Die Spur des flüchtigen Stonkursverwalters und faßen in dem Heimstätten- Kuratórium nur drei Stadtverordnete, willen im Gefängnis figen, wesentlich schlechter zu behandeln, sein schließlicher Aufenthaltsort ist insbesondre mit Hilfe einer Brief sämtlich Freifinnige. Im März dieses Jahres gab nun die Stadt als einen wegen eines gemeinen Verbrechens verurteilten sperre entdeckt worden, die über einige ihm nahestehende Personen verordneten- Versammlung den Mahnungen unsrer Genossen nach und Buchthäusler. Auf diesent bleibt auf alle Fälle ein Makel im Inlande auf Anordnung des Gerichts verhängt worden war. nahm eine Resolution an, durch die dem Magistrat eine Vermehrung haften, der Redakteur hingegen kann durch eine Gefängnisstrafe, Von den zwölf noch schwebenden Konkursen, deren Erledigung Hegeri der Mitglieder des Kuratoriums um noch zwei Stadtverordnete die er wegen politischer Bergehen verbüßt, an Ehren und zuletzt oblag, konnten nur zwei weitergeführt werden, weil es ihm empfohlen wurde. Entscheidend für diesen Beschluß war der Wunsch. Ansehen in den Augen der Bevölkerung nur ge- in diesen beiden Fällen nicht gelungen war, die Masse zu Geld zu auch den Socialdemokraten nach Maßgabe der jetzigen Stärke ihrer winnen; er blickt mit Stolz auf feine Kerkerhaft wie der machen bezw. den Erlös an sich zu bringen. In sämtlichen andrer Fraktion einen Sitz in dem Sturatorium einräumen zu können. In Krieger auf die in der Schlacht empfangenen Sontursen ruht das Verfahren gänzlich wegen Mangels jeglicher Masse. des der Magistrat, dem bas offenbar nicht in den Stram paßte, schlug So unglaublich es llingt: dem politischen Gefangenen wird aber vor, nicht noch zwei Stadtverordnete, sondern zwei Bürgerdeputierte hente 3. B. noch die Selbstbetostigung verweigert, er Der Selbstmord eines angesehenen Mannes wird aus Moabit bineinzuwählen. Die Angelegenheit wurde einem Ausschuß über muß seine Zelle selbst reinigen und wenn er zu einem Gerichts- gemeldet. Der aus Neuwied gebürtige, 40 Jahre alte Kaufmann wiesen. Dieser rät nun, den Mittelweg zu gehen, das heißt, einen terminaden wird, so transportiert man ihn, wie schon erwähnt, art Königsfeld, der mit seiner Frau und einem achtjährigen Stadtverordneten und einen Bürgerdeputierten zu wählen. Er ist zusammen mi allerhand Gesindel im grünen Wagen oder wie Sohn in der Thomasiusstr. 2 wohnte und in der Turmistr. 32 seit 15 Jahren ein Uhren- und Goldwaren- Geschäft betrieb, fühlte fich dabei von der Erwägung ausgegangen, daß durch den inzwischen im Fall Bredenback sogar gefesselt durch die Straßen. Zu der Einsicht, daß der Staat durch eine derartige Behandlung schon eine Reihe von Jahren herzleidend. Aus Verzweiflung über erfolgten Tod eines Mitgliedes bes Muratoriums, des Stadtverord neten Birchow, ohnedies die Möglichkeit geboten sei, den Anspruch von Ehrenmännern sein eignes Ansehen auf das ärgste schädigt, die Strankheit machte er gestern feinem Leben ein Ende. Da man der Socialdemokratie auf einen Eis im Sturatorium jetzt zu befcheint man in den für eine solche Behandlung verantwortlichen ihn vermißte, so ließ der Verkäufer den von innen verschloffenen Keller, der zum Laden gehört, gestern nachmittag öffnen und fand seinen Geschäftsherrn hier als Leiche an einem Haken hängend. friedigen. Ob das geschehen wird, werden wir bald fehen. Für Streifen noch nicht gekommen zu sein. Die Wunden. die frei gewordene Stelle ist von unserer Seite Genosse Dr. Weyl Das neue Ortsftatut für das Gewerbegericht wird jetzt, nachdem Straßensperrung. Johannisstraße von der Kalficheunengemeldet, aber von freisinniger Seite tritt der Stadtv. Handelsrichter es vom Oberpräsidenten genehmigt worden ist, vom Magistrat amt- straße bis zur Friedrichstraße wird behufs Legung von Gasröhren Solmit als Gegentandidat auf. Die Wahl soll am Donnerstag lich publiziert, es tritt fofort in Straft. Die Wählerlisten für die Beisiger in der Friedrichstraße vom 6. 5. M. ab bis auf weiteres für Fuhrstattfinden, In derselben Sitzung soll auch über den Vorschlag des wahlen der Arbeitgeber am 14. November werden, wie der Magistrat werte und Neiter gesperrt. Einen Kurfus für Ruffisch haben die städtischen Behörden an der 9. städtischen Fortbildungsschule in der Fruchtstr. 38 errichtet. Das Honorar für das Winterhalbjahr beträgt 4 M. Anmeldungen für Anfänger und Fortgeschrittene nimmt der Dirigent der Anstalt, Herr Pagel, entgegen. um das Interesse Bauunfall. Uns wird von gewerkschaftlicher Seite geschrieben: war es ja wohl ebenso. Die Beifallsrufe, die da von den haltung der Bürgersteige verauslagten Kosten zurüdverlangen. Am Freitag, furz vor Mittag, stürzte der Maurerfehrling& ri's oberen Rängen ertönen, wenn der Diretor eine aus der Birkemeindevertretung läßt fich auf die Stage ein, nachdem der Rümpelbach, Beusselstr. 51 wohnhaft, aus der ersten Etage des Leistung vorgeführt hatte, rauschten wie Sturmivind über den weiten Vorsteher mitgeteilt hat, daß die Neubaues Nazarethkirchstr. 43 herab. Der Bau wird von der Firma Raum, und nichts Neues war es, wenn Herr Busch sich einmal selber Gemeinde besorgten Besizer, sich täglich mehrt. Und da sage noch Käse ausgeführt. K. war damit beschäftigt, ein Schutzdach in der überboten hatte, daß eine fräftige Virilstimme vom zweiten Platz einmal einer, daß die Befizenden keine Vorrechte haben dürfen. ersten Etage über dem Leitergang anzubringen. Infolge seiner Un- das Faktum aussprach, nun sei Schumanns Ruhm vollends ver- Die Regierung hat der Gemeinde neben dem laufenden Beitrage kenntnis über den Zweck und die nötige Tragfähigkeit derartiger dunkelt. Alles geht aber auch im Cirkus Buſch ins Große, Maſſige. einen Ertrazuschuß von 60 von 6000 r. zu den Gullaſt en bewilligt Schußgerüste benutzte er einen völlig faulen Negriegel als Ausleger. In der Massendressur sieht der Direktur seine Stärke; Stallmeister, und zwar in Rücksicht auf die durch das energische Eintreten der Auf Wie unter diesen Umständen nicht anders zu erwarten war, brach Clowns, Balletdamen treten ebenfalls in kaum übersehbarer Menge Socialdemokraten ermöglichte Vermehrung der Lehrkräfte. der Riegel ab und zwar schon beim Bau des Gerüstes, als K. die auf, ja selbst die Kranzspenden, die man dem Direktor Antrag der Socialdemokraten sollen die erstmalig erstatteten Be Riegel mit Brettern belegen wollte. St. stürzte so unglücklich, daß er nach dem ersten Auftreten darbringt, werden von un- richte der drei Schulärzte gedruckt den Gemeindeverordneten dabei beide Arme und zwei Rippen brach. Er wurde nach der gefähr zwei Dutzend Beamten herangeschleppt und füllen die zugehen. Sanitätswache und von hier nach dem Moabiter Krankenhaus ge- Manege vom Aufgang bis zum Niedergang. Es ist un- In Treptow- Baumschulenweg findet die Erfahwahl zur bracht. Wenn schon der Bau solider Rüstungen überhaupt von ge- möglich, aus dem langen Programm alle hervorragenden Leistungen Gemeindevertretung am Freitag, den 10. Oktober, nachübten Maurern ausgeführt werden muß, so ist es geradezu un- aufzuzählen, doch sei erwähnt, daß die Darbietungen so vielseitig mittags von 27 Uhr, im Restaurant B ar abiesgarten statt. verantwortlich, daß Lehrburschen mit der Herstellung solcher Schutz- find, wie kaum zuvor, und jeder, der auch nur ein wenig von den Kandidat der Socialdemokratie ist A. Gerisch. Unsere Gegner stehen rüstungen betraut werden. Leistungen der Manege hält, auf seine Rechnung kommt. Als ganz sich in zwei Parteien gegenüber; auf der einen Seite die Koalition besonders originelle Darbietungen heben wir die borenden Hengste Einbruchs- Diebstahl. Sonntagmorgen zwischen 7-7 Uhr haben des Herrn Powelts, die vom Direktor vorgeführten Springpferde des Grundbesitzer und des Kommunalvereins, auf der andren die Eine EiniDiebe die in der Ritterstraße 71-75 befindlichen Lagerräume der und die Drahtseiltänze des Herrn Inn hervor. Erst zu später Stunde des freisinnigen Volksvereins und des Bürgervereins. hiesigen Möbelfabrik Rudolf Bartsch, Oranienstr. 73, gewaltsam ge- war die Vorstellung zu Ende. gung ist noch nicht zu stande gekommen; die Konservativen haben vielöffnet und hierbei folgende Gegenstände gestohlen: 1 mußbaum Spiegel mit geschliffenem Glase, 1 nußbaum Paneelsofa mit zwei Sattel- Vermißt wird seit Sonnabend der 60 Jahre alte Kaufmann mehr den Rentier Schirmer als Kandidaten aufgestellt, der im März taschen, 1 nußbaum Vertiko, 1 nußbaum Tisch mit 2 Auszügen, Otto Steinauer aus der Melanchthonstraße 6. Der Mann ist dieses Jahres, obgleich er damals auch Kandidat der Freisinnigen war, eine hellnußbaum zweithüriger Kleiderschrank, wovon eine Thür mit Eigentümer des Hauses Kesselstraße 42 und betreibt ein Handels- von 550 Stimmen ganze 65 auf sich vereinigte. Die Freisinnigen Spiegelschiebe versehen ist, 2 mußbaum Muschelbettstellen im Oberteil geschäft mit Möbeln und allerhand andren Sachen, die er bei Ver- und Bürgervereinler haben sich auf den Kaufmann Tegner geeinigt; 1 Rosette, 2 große nußbaum Kleiderschränke mit Muschelaufsatz, steigerungen und andren Gelegenheiten einzukaufen pflegt. Am sie wollen, wie früher, es zu einer Stichwahl zwischen Socialdemo Hutboden und Metallstange, 1 Küchenbuffettspind mit Buzzenscheiben. Sonnabendvormittag zog er gegen 10 Uhr einige Mieten ein und fraten und Konservativen kommen lassen, um dann zum größten Die Diebe waren so frech, sich den Thorweg von dem Hauswächter ging dann, wie er seinen Mietern sagte, nach Tegel, um Möbel zu Teil konservativ zu stimmen. Bemerkt sei, daß dies dieselben Herren Diffnen zu laſſen, um das mitgebrachte Fuhrwerk auf den Hof herauf- laufen. Da er ſiets etwas, Einkaufsgeld in der Tasche trägt, jo find, welche schon zur Landtagswahl um unsre Stimmen buhlen. zufahren. Die bestohlene Firma sichert demjenigen eine Belohnung muß er mit den erhobenen Mieten über tausend Mart nach Tegel Die Arbeiterschaft wird es aber als Ehrenpflicht betrachten, dem von 50 M. zu, der ihm die Thäter so nachweist, daß deren gericht mitgenommen haben. Während Steinauer sonst von seinen Ge- Genossen Gerisch schon im ersten Wahlgange zum Siege zu verhelfen; schäftsgängen stets abends nach Hause kam, ist er von Tegel bisher dazu ist allerdings nicht allein rastlose Agitation am Ort, sondern liche Bestrafung erfolgen kann." noch nicht zurückgekehrt und hat auch noch nichts von sich hören auch die Mithilfe der Berliner Barleigenoſſen erforderlig. Dieje lassen. Die Nachforschungen, die seine Angehörigen in Tegel nach ihm anstellen ließen, hatten keinen Erfolg. Ob er überhaupt dort müssen alle Arbeitskollegen, welche in Treptow wohnen oder gewohnt angekommen ist, ließ sich nicht feststellen, da man nicht weiß, bei haben, auf die Bedeutung der Wahl aufmerksam machen. Morgen, wem er die Möbel kaufen wollte. Die Angehörigen fürchten, daß ittwochabend, findet eine Flugblattverbreitung statt. ihm ein Unglück zugestoßen sei. Der Vermiste ist 1,60 Meter groß. Die Parteigenossen werden ersucht, sich im Restaurant Staffeld ihren Unentgeltliche Kurse in Elektrotechnik beginnen am Mittwoch, hat eine mittelfräftige Gestalt, graues Haar und einen grauen Bezirksführern zur Verfügung zu stellen. den 8. Oktober, abends 72 Uhr, an der 7. städtischen Fortbildungs- Schnurrbart und trägt einen hellen Sommerüberzieher, einen schule Gräfestr. 85. Die Teilnahme ist jedermann gestattet und braunen Jadettanzug, einen schwarzen steifen Filzhut und einen Briefkaften der Redaktion. bedingt keine Vorkenntnisse. Anmeldungen werden täglich abends Kneifer. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahh im Amtszimmer Gräfeftr. 85 entgegengenommen. Feuerbericht. Die Brandchronik der letzten beiden Tage ist eine anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll, und die lette ungewöhnlich reichhaltige, denn sie weist gegen 20 Alarmierungen Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt.m auf. In der Nacht zum Montag wurde die Wehr nach der Schön- d H. B. Die kleinen Wohnungen sind nach der Polizeiverordnung am hauser Allee 186a gerufen, wo gegen Mitternacht in einer Bäckerei ein Feuer entstanden war. dessen Ablöschung indes bald erfolgen ersten zu räumen. Danach sind sie nicht bis 12 Uhr mittags, auch nicht bis konnte. Längere Zeit hatte der 17. Zug am Sonntagnachmittag mit 12 Uhr nachts, sondern bis zum Ablauf der ohne Chikane als Umzugszeit der Löschung eines Brandes in der Jeruſalemerstr. 43 zu thun. zu betrachtenden Zeit, also bis etwa 7 Uhr abends zu räumen. G. R. 100. 1. Nein. 2. 2. Ja. M. P. 71. Sie müssen bei der Polizei Hier brannte im rechten Seitenflügel der Fußboden und die Balken beantragen, die Herrschaft aufzufordern, Sie wieder in Dienst zu nehmen. lage, sowie das Zwischengebält in großer Ausdehnung. Zur selben Erst nach fruchtlosem, auf Wiederannahme gerichteten polizeilichem Versuch Zeit gingen in der Michaelfirchstr. 43 Gardinen und Kleidungsstücke fönnen Sie auf volle Entschädigung lagen, Berichtigung des Beugnisses in einer Schlafftube in Flammen auf. Nachmittags 4 Uhr wurde die müßte auch bei der Bolizei beantragt werden. erste Compagnie nach der Blumenstr. 8 gerufen, weil hier in einer G. N. Ja, falls eine Beschwerde bei der Schulaufsichtsbehörde teinen Erfolg F. W. 100. Das können wir Ihnen nicht mitteilen. Fabrik ein Feuer ausgekomen war, das jedoch noch im Entstehen haben sollten. der Potsdamerstr. 16 II durch Feuer beschädigt. In der Köpnicker- einer Entschädigung erforderlich, wenn der Bertrag für länger als ein Jahr unterdrückt wurde. Möbel und Wäschestücke wurden furz vorher in R. 72. Für den Abschluß eines Mietsvertrags genügt die mündliche Form. Es ist Uebereinstimmung über Einräumung des Gebrauchs und die Leistung straße 44 war gegen Abend in einer Klempnerwerkstatt ein Feuer geschlossen ist oder wenn die Parteien die Giltigkeit des Vertrags von einer entstanden, das Verpackungsmaterial ergriffen hatte. Viel Arbeit schriftlichen oder andren Form abhängig gemacht haben. machte der Wehr ein Brand, der Sonntagabend in der Spandauerstraße 62/63 durch die Heizung ausgekommen war. Montag früh hatte in der Neuen Königstr. 50 allerlei Gerümpel und Verpackungsmaterial in einem Keller Feuer gefangen, während in der Wallner- Theaterstraße 28 Wäschestücke ein Raub der Flammen verhandlung und Berichterstattung über diese vielleicht etwas erreichen. wurden. In der Pankſtr. 3b war in einem Sargmagazin ein Brand entstanden, der jedoch vom 13. Zuge bald beseitigt wurde. Kisten, alter Hausrat 2c., brannten in der Kaiser Wilhelmstr. 18b in einem Keller. Ferner hatte die Wehr noch Kellerbrände in der Gipsstr. 20, Rochstr. 3 und in der Alexanderstr. 30 abzulöschen. WohnungsCirkus Busch ist wieder hier. Nicht ein jeder bringt der Pferde- brände, die in der Hauptsache Möbel und Kleidungsstücke zerstörten, erfolgten in der Emdenerstr. 44 und in der Spenerstr. 21. Außerdreffur und den Clownkünsten das richtige Verständnis entgegen; dem hatte die Wehr noch Alarmierungen von der Großen Frank- Swinemde. 765 und wir selber müssen gestehen, daß uns die Geheimnisse der hohen furterstr. 67 und von der Lorkingstr. 27 zu verzeichnen. In beiden Hamburg Reitschule nur höchst ungenügend bekannt sind. Das hindert uns aber nicht, dem Treiben, das sich besonders in einer Gröffnungs- vällen handelte es sich indes nur um geringfügige Anlässe. borstellung bei Busch entwickelt, mit gebührender Achtung zu bes gegnen. Je höher hinauf die Pläge liegen, je urwüchsiger giebt sich in einer Premiere die Begeisterung fund, und es will uns zuweilen fogar scheinen, als ob sich in der mit Pferdekenntnissen begabten Bevölkerung Berlins regelrechte Parteien bilden. Jm kaiserlichen Byzanz V Dem Vorstande des Bundes der Bau-, Maurer- und Zimmermeister ist seitens des Berliner Magistrats die amtliche Auf forderung zugegangen, über die gegenwärtige Lage des Baugewerbes Bericht zu erstatten und sich besonders darüber zu äußern, ob die Beschäftigung von Arbeitspersonal, im Vergleich zu dem Vorjahre, eine größere oder geringere ist und ob zu erwarten steht, daß Arbeiterentlassungen in ungewöhnlicher, von normalen Jahren abweichender Höhe in den kommenden Wintermonaten bevorstehen. Da die thunlichste Beschleunigung der Antwort berlangt wurde, hat der Bundesvorstand auf Grund eigener Informationen einen Vorbericht an den Magistrat erstattet. Inzwischen soll durch ein Rundschreiben an die Innungsmitglieder wonnen und einer für den 8. d. M. einberufenen Inn ung 3 Statistisches Material für die genaue Beantwortung der Fragen gebersammlung die endgiltige Beschlußfassung über die Erwiderung an den Magistrat vorbehalten werden. Daß der Magistrat sich über den Umfang der Arbeitslosigkeit zu unterrichten sucht, ist in der Ordnung und bedeutet einen Schritt abseits von der früher beliebt gewesenen Methode, den Notstand so ganz schlankweg abzuleugnen. Hoffentlich beschränkt der Magistrat feine Umfrage nicht auf die Unternehmer, sondern zieht auch die Arbeiterorganisationen in Betracht. Diese sind in der Lage, dem Magistrat ebensogut mit zuverlässigem Material dienen zu können, wie die Junungsverbände, und der Magistrat hat daher gewiß keine Ursache, die Arbeiterorganisationen als Luft zu betrachten. 5 Pfennig. Jedes Wort: Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. bon Aus den Nachbarorten. Lichtenberg. Der Eisenbahnfiskus hat sich den Grundbesitzern angeschlossen, die auf dem Klagevege ihre für Anlegung und UnterCharlottenburg Ernst. N. E. Gegen den Strafbefehl wären weitere Schritte zwedlos, die Frau und die Polizei war in Ihrem Fall im Recht. Wegen der übrigen von Ihnen angeführten Fälle, läßt sich leider nur durch Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft, öffentlicher GerichtsWitterungsübersicht vom 6. Oftober 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Berlin Barometer stand mm 762 Windrichtung Windstärke Better 4 wolfig 3 bedeckt 4º R. Temp. n. E. 50. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärle 2 Haparanda 760 Still 4 Petersburg 766 Wetter Temp. n. T. o Do 49 Ohb. bed. 3 1 Regen 3 Regen 3 Cork 2 bedeckt 8 Aberdeen 2Regen 7 Paris 760 NND 759 S 761 SO Frantf./M. 758 ND München 758 523 Wien 758 SD 2Nebel 8 3 wolkig 10 2bedect Wetter- Prognose für Dienstag, den 7. Oftober 1902. Zeitweise aufflavend, am Tage etwas wärmer, aber sehr veränderlich mit Regenfällen und frischen östlichen Winden. Kleine Anzeigen. Verschiedenes. Unentgeltliche Raterteilung.Rechtsbüreau, Adalbertstraße 22. 25816 Rechtsbureau, Teltowerstraße 45, Eingaben, Gesudje, Raterteilung. Un 1326* bemittelten unentgeltlich. Unfallsachen, Klagen, Eingaben, Reklamationen, Pukger, Stegliter 25876* straße 65. Kostenfreie zahnärztliche Behand lung, Zahnziehen. Zahnärztliche Poliflinit, Chausseestraße 1a. 1332 Kunſtſtopferei von Frau Sokosty, Steinmetzstraße 48, Quergebäude Hochparterre. * für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition bis 4 Uhr angenommen Vereinszimmer, Saal mit Bühne 20 Mamsells auf Paletots bervergiebt Franke, Sebastianstraße 39. langt Felste, Grünauerstraße 20, IV. 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