Nr. 235. Abonnements Bedingungen: # Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Bellage„ Die Neue Belt" 10 Pig. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1002 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40% fg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 1hr vormittags geöffnet, Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 8. Oftober 1902. -OO Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Städtische Straßenbahnen in Berlin. ſchließen ist, daß der Polizeivräſident ſelbſt gegenteiliger Anſicht ge- es handelt sich um viele, biele Millionen Mark- ift ungemein groß. Die = worden sei, die Konzessionsverlängerung zu erteilen woraus zu den Straßenbahn- und Elektricitätsgesellschaften foalierten Stapitals wesen ist als sein Chef, der Minister von Thielen. Beziehungen aus den Gesellschafts- und Bankcomptoiren in die Die vor einigen Tagen durch die Tagespresse veröffentlichte Die Position der unter Leitung des Herrn Micke stehenden Büreaus der entscheidenden Stellen sind so vielgestaltig, die unsichtRachricht, wonach das Polizeipräsidium es abgelehnt hat, die von Gesellschaft bei den staatlichen Instanzen muß eine höchst baren aber starken Fäden, welche die Pluto mit der Bureaukratie der städtischen Verkehrsdeputation nachgesuchte Genehmigung zur angenehme fein, wie sich aus dem Umstande ergiebt, daß verbinden, üben so gewaltigen Einfluß aus, daß auch hier wieder Errichtung mehrerer Straßenbahnlinien beim Verkehrsminister zu die Gesellschaft ihre Projekte und Pläne meist von dem der gesunde sociale Gedanke der gefräßigen Prozentmacherei zu befürworten, giebt uns Veranlassung, die polizeiliche und ministerielle Bolizeipräsidium prüfen beziv. genehmigen läßt, che die Stadt damit unterliegen droht. Straßenbahn- Politik in Berlin zur öffentlichen Diskussion zu stellen. befaßt wird. Aus dieser Praxis entsteht dann u. a. die Annehmlich- Das einzige Mittel, welches vielleicht noch in letter Stunde es Der Entschluß, städtische Straßenbahnen zu bauen und zu be- feit, daß die Gesellschaft der Stadt in einem Fall mitteilt, daß der ermöglicht, in Berlin den Plan, städtische Straßenbahnen zu bauen, treiben, ist erst nach schweren Kämpfen gegen die im Magistrat und Polizeipräsident die Gesellschaft aufgefordert hat, das Ergänzungs- ist die Flucht in die Deffentlichkeit. in der Stadtverordneten Versammlung sigenden Befürworter der verfahren einzuleiten, wenn die Stadt die Forderung der Gesellschaft Die öffentliche Meinung, vor allem die vom Kapitalismus uns privatkapitalistischen Ausbeutung der Straßen Berlins gefaßt worden. nicht erfüllt. abhängige Presse muß gegen die Unterdrückung städtischen VerkehrsZu dem fortgefegten Drängen der socialdemokratischen Stadt- Der zur Verfügung stehende Naum reicht nicht hin, um alle betriebes und gegen die Bevorzugung privater Stapitalsgesellschaften berordneten mußte die Fusionierung der Charlottenburger- und Borkommnisse zu schildern, aus denen hervorgeht, wie schwer es der zum Nachteil der städtischen Verwaltung laut und nachdrücklich Vorortsbahn- Gesellschaften mit der Großen Berliner Straßenbahn, Stadt wird, ihre Position gegen die von der Sonne behördlichen protestiereit. fowie die rücksichtslose, nur ihren eignen materiellen Intereffen Wohlwollens beleuchtete Aftiengeselschaft zu wahren. Zufanunen- Die bisher von Amtssinbe zu Amtsstube geführten Verhanddienende Betriebsart der letzteren kommen, um auch den begeistertften faffend dürfen wir sagen, daß, wenn die Stadt nur einen Bruchteil lumgen sind durch uns an das Licht der Deffentlichkeit gebracht, Anhängern der Straßenbahn- Dividenden klar zu machen, daß der des Entgegenkommens gefunden hätte, wie es den Aktiengesellschaften damit die Bürgerschaft weiß, wo und bei wem die Verantwortung Herrschaft des Privatkapitals im Verkehrswesen ein Riegel vorzu teil geworden- einige städtische Straßenbahn- Linien wären bereits dafür liegt, wem jahrelange Mühe sowie sehr erhebliche Kosten für geschoben werden müsse. die Vorarbeit vergebens aufgewendet find, um das Verkehrswesen in Noch ein Versuch, dem bedrohten Privatkapital die Beute zu Ein andres ellatantes Beispiel polizeilich- staatlicher Begünstigung einer den Interessen der Gesamtheit dienenden Weise zu regeln. Die Deffentlichkeit so meinen wir muß es dem neuen retten, wurde gemacht, indem der Bau und Betrieb der von der liefert die Hoch- und Untergrundbahn Gesellschaft Siemens u. Verkehrsdeputation in Aussicht genommenen Linien ausgeschrieben alste. Eisenbahnminister erleichtern, darüber zu entscheiden, ob die in der Die städtische Verkehrsdeputation ist sich flar darüber, daß eine städtischen Verwaltung verkörperte Bürgerschaft oder die Direktoren Entlastung der Hauptsächlichsten Verkehrszüge der Stadt erfolgen und Aufsichtsräte von ein paar Aktiengesellschaften die Verkehrsnutß. Man kann in diesen Straßen nicht noch mehr Niveaubahnen mittel schaffen und die Verkehrsbedingungen für Berlin bestimmen betreiben, sondern muß dazu übergehen, Verkehrswege unter den sollen. Straßen zu schaffen. Aus dieser Erkenntnis plante die Verkehrs- Gerade jetzt, wo wir auch im Stadthaushalt ungünstigeren Vers deputation die Anlage einer Interpflasterbahn vom Potsdamerplay hältnissen entgegengehen, erwächst den Staatsbehörden die verstärkte bis zum Spittelmarkt. Pflicht, die Stadt in der Abwehr kapitalistischer Umllanımerungswurde. Bei den Verhandlungen ergab sich, daß die Gefahr, einem Berliner Straßenbahntrust ausgeliefert zu werden, nicht durch Verträge ausgeschlossen werden konnte, und dieser Erkenntnis sowie den oben angedeuteten Begleitumständen ist es zu danken, daß in der städtischen Verwaltung der Entschluß reifte, eigne Bahnen zu bauen und deren Betrieb in städtische Regie zu nehmen. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte bei diesem Entschluß auch der Umstand, daß das Kleinbahngeset dem Minister die Möglichkeit giebt, gegen den Willen der Gemeinde die Zustimmung zur Anlage von Straßenbahnen zu erteilen. Wollte die Stadtverwaltung nicht das Verfügungsrecht über die von ihr geschaffenen und unterhaltenen Straßenbahnen preisgeben, so mußte der Straßenbahnverkehr von der Stadt übernommen und weiter betrieben werden. in Betrieb. = Auf Anfrage beim Polizeipräsidium wegen Genehmigimg versuche zu unterstügen. Die Thielensche Verkehrspolitik hat schwer auf folgte der Bescheid:„ Diese Linie müsse der Firma Siemens u. Halste Berlin gelastet. Wir wollen sehen, was feinem Nachfolger höher vorbehalten bleiben, damit die von dieser Gesellschaft betriebene steht die Fördering der städtischen Verwaltung oder die UnterHochbahn rentabler werde". Auch hier wird durch zarte Rücksicht stüßung des Privatkapitals durch Auslieferung städtischer Verkehrsnahme auf eine Attiengesellschaft, die Stadt gehindert, dem Verkehr wege an Attiengesellschaften. neue Wege zu bahnen, die zugleich den städtischen Finanzen zu Gute kommen. Als die Stadt die Attien der Siemens u. Halsteschen StraßenWir haben schon häufig nachgeiviesen, daß eine vernünftige, bahulinien ankaufte, um diese Linien in Verbindung mit den gesunde, dem Gemeinwohl dienende Kommunalpolitik das städtischerfeits geplanten Linien zu einem von andern Gesellschaften Verkehrswesen im Interesse der Gesamtheit selbst regeln und unabhängigen städtischen Straßenbahnmez auszugestalten, durfte man Betreiben muß. Vom kommunal- finanziellen Standpunkt aus auf Grund eingeholter Auskunft darauf rechnen, den Uebergang ist es ein Unding, dem Privatkapital gegen das Almosen einer Ab- über die Straße Unter den Linden genehmigt zu erhalten. gabe die Ausnutzung städtischen Eigentums zu überlassen; aber auch der Verkehr muß naturgemäß darunter leiden, weil die Aftien gesellschaften in ihrem finanziellen Interesse rentable Linien anlegen, während das kommunale Interesse die Er schließung neuer Quartiere durch Straßenbahnen verlangt, wobei die Rentabilität der Verkehrsmittel nicht allein entscheidend sein fann. Der Plan, eigene städtische Linien zu errichten, wurde vom Magistrat und der Stadtverordneten- Versammlung gutgeheißen und man konnte bei dieser Sachlage glauben, daß diese Angelegenheit von allen zuständigen Instanzen gefördert werden würde. Freilich daran konnte niemand denken, daß dem in feinen heiligsten Aufgaben gefährdeten Privatkapital ein Helfer in der Person des preußischen Eisenbahnministers entstehen würde. Bevor wir das Schicksal der geplanten städtischen Linien darlegen, müssen wir zu der Berliner Verkehrspolitik des Herrn Ministers v. Thielen sowie zu der Einwirkung des Kaisers auf die Berliner Berkehrsverhältnisse einige Ausführungen machen. Es ist bekannt, wie dieser Plan durch den Einspruch des Kaisers gescheitert und damit die Möglichkeit geschwunden ist, das von der Stadt in diesen Aktien angelegte Stapital einigermaßen zu verzinsen, und die Linien rentabel zu machen. Da die Stadt als Unternehmerin ebenfalls an die Genehmigung des Polizeipräsidenten gebunden ist, so wurden zunächst die all gemeinen Projekte mit der Bitte eingereicht, die principielle Zuftimmung zu erteilen. Politifche Ueberficht. Berlin, den 7. Oftober. Das Zollspiel. Die„ Kreuz- 3fg." erwidert auf die Beschuldigungen der Centrumspresse, als trügen die Stonservativen die Schuld an der Gefährdung des Bolltarifs. Nicht mit Unrecht sagt die Kreuz- 3tg.", daß die Sonderwünsche des Centrums mindestens ebenso große Schwieriga feiten für das Zustandekommen der Vorlage herbeigeführt hätten als das Verlangen der Konservativen nach weiterer Erhöhung der agrarischen Mindestzölle. " Als der Accumulatorenbetrieb in Oberleitung umgewandelt wurde, geschah dies auf Grund eines laiserlichen Befehls, der neben Interessanter ist zur Kennzeichnung der Aussichten der Zollandren Motiven für die Maßregel ausdrücklich betonte, daß wirt vorlage, daß die Rebaktion der„ Kreuz- Zeitung" heute aufschaftliche Rücksichten auf die Betriebsgesellschaften zu nehmen seien. fällig gegen die Beschlüsse der konservativen ReichsNun zu den projektierten städtischen Straßenbahnlinien. Nach tagsfraktion Stellung ninunt. In einer Leipziger Versammlung langen mühevollen Beratungen hatte die Verkehrsbevutation eine hat der Abg. v. Frege, der wohlbefante frühere Vicepräsident Anzahl neuer Linien festgesezt, welche einige bisher weniger berück des Reichstage, fein politisch- wirtschaftliches Testament", wie er selbst fichtigte Stadtteile mit Straßenbahnen versehen und die Verbindung sagte, niedergelegt. Er bedauerte sehr, daß man aus Parteider Stadtteile untereinander verbessern sollen. rücksichten zur Ablehnung des Zolltarifs der Regierung gelangt sei". Viele seiner Parteifreunde dächten in der Sache ganz anders, hielten sich aber durch früher gegebene Versprechungen für gebunden. Jeder einsichtige Landvirt, fo fuhr Herr v. Frege fort, folle dahin wirken, daß Hierauf erfolgte die Antwort, daß der Polizeipräsident der Ab- der jeßige Zolltarif zur Verabschiedung gelange; sicht, städtische Straßenbahnen zu bauen und zu betreiben, große sonst drobe eine neue Caprivische Aera und damit unberechenbarer Wir erinnern daran, daß die Umwandlung des Pferdebahn- Sympathie entgegenbringe, aber um die Einreichung der Special- Schaden für die Landwirtschaft". Diese Aeußerungen zeigen, daß betriebes in den elektrischen Betrieb erfolgte auf Grund eines Ver- projekte, denen die wohlwollendste Prüfung zu teil werden solle, unter den Konservativen feineswegs Einigkeit herrscht über ihre trages mit der Großen Berliner, der im Jahre 1919 abläuft und ersuche. Dieser Aufforderung fam die Verkehrsdeputation nach, weitere Stellungnahme zur Regierungsvorlage; der Majorität der mit dessen Ende der Bahnlörper in den unentgeltlichen Besitz der indem die Einzelpläne vor nahezu zwei Jahren dem Polizeipräsidium Fraktion, welche durch beharrliche Ablehnung der Vorlage noch höhere Stadt übergeht. mit der Bitte um staatliche Genehmigung der Linien überfandt Zölle zu ertrozen hofft, steht eine Minorität gegenüber, der dieses Die Absicht der Stadt ging bei Abschluß des Bertrages dahin, wurden. Spiel gefährlich scheint. Besonders auffällig ist nun aber, daß die sich die Nebernahme des Betriebes von 1919 an zu sichern und die Die Projekte fanden in verschiedenen Punkten nicht den Beifall Streu 3- Zeitung" feineswegs, wie man hätte erwarten können, Errichtung der geplanten städtischen Linien sollte auch zur Vor- des Polizeipräsidiums. Wiederholt wurden die Trace sowie die den Abgeordneten v. Frege ob verfehlter Ratschläge befehdet, bereitung für den 1919 zu übernehmenden großen Betrieb dienen. Haltestellen nach den Wünschen der Behörde abgeändert, bis schließ daß sie vielmehr erflärt:„ Es ist bedauerlich, daß Aber die Stadt denkt und Herr v. Thielen lenkt. Wie der lich in einer kommissarischen Verhandlung von den Vertretern der Herr von Frege durch feine Krankheit verhindert war, Blitz aus heiterem Himmel kam die Nachricht, daß die staatliche Polizeibehörde die Ansicht ausgesprochen wurde, daß die Linien feine feine abweichende Ansicht in der Fraktion mit dem Nachdruck geltend Konzession der Großer Berliner auf dreißig Jahre, also bis 1949, Aussicht auf Genehmigung hätten. zu machen, den er jegt, nach seiner Genesung, seinen Darlegungen von dem Minister verlängert sei. Diese ministerielle Zuwendung Da die definitive Entschließung nicht durch den Polizeipräsidenten zu geben weiß, und wir zweifeln nicht daran, daß, wenn an die Aktiengesellschaft erfolgte, ohne daß man es der Mühe sondern durch den Minister für öffentliche Arbeiten zu treffen ist, so er nun als völlig Gesundeter in der Fraftion wiederholt, für wert gehalten hat, die städtische Verwaltung zu hören oder gar beschloß die Verkehrsdeputation auf Vortrag des Decernenten, unter was er in der Leipziger ökonomischen Societät gesagt hat, seine zu fragen. Vorbereitung des Materials zu einer Denkschrift an den inzwischen Ausführungen die gebührende Beachtung finden Der neue Direktor der Großen Berliner, der frühere Ministerial neu ins Amt berufenen Eisenbahnminister Herrn Budde, die An- werden." Dieser Vorgang bestätigt nur unsre Auffassung, daß birektor Herr Mice, brachte dieses wertvolle Dokument seiner Gefella gelegenheit bei der entscheidenden Justanz weiter zu verfolgen, jeder Augenblick die Aufgabe des konservativen Widerstandes und schaft als Morgengabe dar. Wahrlich, der Aufsichtsrat der Gesell vorher jedoch die Antwort des Polizeipräsidenten abzuwvarten. das Einschwenken der jegt noch trugiglich Bögernden zur Regierungsfchaft wußte was er that, als er sich die wertvolle Kraft des Herrn Inzwischen sind wieder etwa 4 Monate vergangen, ohne daß die vorlage bringen kam. Mide sicherte. Die Entlohnung des Herrn man spricht von Verkehrsbeputation etwas über das Schicksal ihrer Anträge erfuhr. 60 000 202. Gehalt, berbunden mit der statutenmäßigen Tantieme, Bor wenigen Tagen erschien nun die Nachricht deren Ursprung Zur Kennzeichnung des Wirrwarrs der Ansichten und Hoffnungen folie von 300 000 2. Entschädigung für die aufgegebenen Pensions- vielleicht in dem Bureau irgend einer Behörde zu suchen ist daß im Zolllager ist ein Berliner Artikel der Münchener Allg. 3tg.", ansprüche an den Staat ist gewiß nicht zu hoch für die Instand in der Vorinstanz des Polizeipräsidiums die Ablehnung der Projekte die als Bülowvertraute gilt, zu citieren. Dieser Artikel wendet sich haltung des aus dem Direktorialbureau in das Ministerhotel erfolgt sei und daß eine dementsprechende Entscheidung dem Minister gegen diejenigen, die nicht mehr an das Zustandekommen der Vorführenden Drahtes. vorgeschlagen würde. Die Verkehrsdeputation beschloß hierauf sofort lage glauben wollen; er führt aus: Aber daß ein Mitglied der Regierung, dem doch die städtischen energischen Widerspruch beim Minifier zu erheben und demselben Bläne bezüglich des Verkehrswesens nicht unbekannt geblieben sein die Angelegenheit unter dem Gesichtspunkt der städtischen Aufgaben fonnten, fich herbeilägt, einer Aftiengesellschaft Waffen gegen die und Interessen vorzutragen. Stadtverwaltung zu schmieden und anszuliefern, das ist eine That- Wir wissen nicht, ob und welcher Erfolg von diesem Schritte zu fache, die deutlich zeigt, welch hoher Protektion sich die privatkapita- erwarten ist. Herrscht im Ministerium Budde der alte Thielensche listischen Unternehmungen zu erfreuen haben. Befonders pikant wird Geist, so fällt, fürchten wir, die Entscheidung wieder zu Gunsten des dieser Vorgang noch dadurch, daß der Polizeipräsident in dem be- durch die Aftiengesellschaften- nantentlich der Großen Berliner- vertreffenden Schreiben mitteilte, daß er vom Minister angewiefen I tretenen Privatkapitals und der Dividendenjäger aus. Die Macht des in " " " ,, Gewiß, materiell beobachtet, ist das Kommissions ergebnis recht unerfreulich; zu den schon vors handenen schwerwiegenden Differenspunkten ist sogar im letzten Augenblicke noch ein neuer hinzulominen, indem der Verwendungsantrag des Centrums, wenn auch nur durch eine Zufallsmehrheit, angenommen wurde. Aber wie biele bon diesen Differenzpunkten sind denn eine wirklich ernst nehmende Gefahr? Daß der eben erwähnte Centrumsantrag im Plenum des Meichstags eine Majorität finden werde, ist schon an fich unwahrscheinlich; es ist aber ein- werden die gestern von uns wiedergegebenen Preßmutmaßungen fach ausgeschlossen, wenn die verbündeten Regierungen ihn über Neubeseßung von Oberpräsidien als unrichtig bezeichnet; in die für unannehmbar erklären. Das Gleiche gilt von dem Beschlusse Erörterung dieser Personenfragen sei man amtlicherseits überhaupt betreffs Verbots der kommunalen Lebensmittel- Abgaben. An der noch nicht eingetreten. Frage des Inkraftfezungstermins wird das Werk auch nicht scheitern. Es bleibt also nur der Streit über die mit Ausland. Zolas Bestattungsfeier. Baris, 5. Oftober.( Eig. Ber.) Es war eine imposante Massenlundgebung. Ihr wahrer, proZur Fleischnot. Die Berliner Handelstammer hat beschlossen, fetarischer und„ intelleftueller" Charakter wurde ebenso wenig durch Minimalzölle. Bleiben die Regierungen, wie anzunehmen, den Handelsminister zu ersuchen, er möge doch seinerseits neben der das bißchen offiziellen Pomp getrübt, wie durch die ewigen verain der Ablehnung einer Ausdehnung dieser Maßregel auf vom Landwirtschaftsminister veranlaßten Enquete eine Untersuchung torischen„ Sicherheits" vorkehrungen der Polizei, die namentlich das Wieh und Fleisch unerschütterlich fest, so ist ziemlich wahr über die Gründe der Fleischteuerung durch Befragung Tragen von Fahnen und Standarten im Leichenzuge verboten hatte. scheinlich, daß der betreffende Beschluß der Kommission, im der preußischen Handelskammern und der diesen gleich- Die Inschriften auf den zahlreichen Kränzen ersetzten in deutlicher Plenum überhaupt keine Mehrheit findet. gestellten Korporationen in die Wege leiten. Weise die sinnbildliche Bedeutung der roten Fahnen. Und auch die Fände er sie dennoch, so würde sie keine definitive sein, Die Prekfreiheit des Landrats. Der Redakteur des Grimmener Zusammenfegung des Buges zeigte deutlich, daß das Frankreich der sondern sich in der dritten Lesung verflüchtigen. Alles hängt also reisblattes" wurde wegen Beleidigung des Vorsitzenden" des dortigen Bukunft hinter dem Sarge des. Dichters der Arbeit“ und der schließlich an der Bemessung der Minimalsätze für Getreide." " Wahrheit" marschierte. Die organisierten und socialistisch gesinnten Die Hoffnungsfreudigkeit des Artikels geht aber noch weiter. liberalen Vereins Dr. Wendorff- Toitz zu 50 M. Strafe verurteilt. Es stellte sich heraus, daß der Verfasser des Artikels der Proletarier bildeten die überwiegende Mehrheit der unabsehbaren Auch die„ Obstruktion" der Socialdemokratie sei nicht allzu gefäht- Landrat des Streises, Frhr. v. Malyahn, war. Dem Beleidigten lag Menge, die mehr als zwei Stunden brauchte, um an dem Sarge lich; sie werde wohl ein paar Tage, selbst ein paar Wochen aus nichts daran, daß der arme Teufel von Kreisblatt- Redakteur bestraft vorbei zu defilieren. halten, da aber fünf Monate für die Zollberatung zur Ver- wurde, er wollte den Thäter selbst stellen und erstattete gegen Die Pariser Arbeitsbörse war besonders zahlreich vertreten. fügung stehen, so werde werde sie„ von selbst erlahmen", ohne Malzahn eine Strafanzeige beim Staatsanwalt in Greifswald. Die Ihr Sekretär, Briat, erhielt auf Madame Zolas Wunsch einen daß es einer Aenderung der Geschäftsordnung bedürfe. Der Staatsanwaltschaft aber lehnte die Eröffnung des Strafverfahrens Ehrenplatz am Leichenwagen neben den persönlichen und litterarischen Freunden des Verstorbenen. Der Kranz der Korrespondent des Münchener Blattes scheint num freilich in seiner gegen den Landrat ab, weil tein öffentliches Interesse vorläge. Zollbegeisterung vergessen zu haben, daß die Plenarberatung einer beleidigendes Wort schreiben, ohne daß der Staatsanwalt sich rührt. In Preußen kann man also doch noch ein freies, sogar ein Inschrift:„ Germinal, Arbeit, Wahrheit der Arbeitsbörse trug die Ueberhaupt waren die im Zuge getragenen*) Kränze Vorlage von fast 1000 Pofitionen in zweiter und dritter Lesung, foll fie man braucht nur die Vorsicht zu brauchen, solche journalistischen wenigen Ausnahmen, wie die der Liga der Menschenrechte, einer fachgemäß und sorgfältig geschehen, doch sicherlich nicht in einem uebungen als Landrat auszuführen. Vielleicht macht nun einmal Freimaurerloge und einer einzigen radikalen politischen Gruppe noch fürzeren Zeitraum durchgeführt werden kann als die Kommissions- Herr Wendorff die Brobe auf die überraschende Preßfreiheit und von socialistischen, und zwar jaurèsistischen und allemanistischen, But werden beratung benötigte! Dagegen mag den sonstigen Hoffnungen auf beleidigt den Landrat. Sicherlich, wie es ohne öffentliches Inter- sowie von gewerkschaftlichen und genossenschaftlichen Organisationen Einigung zwischen Regierung und Bollparteien große Berechtigung effe ist, wenn ein Landrat beleidigt, so wird es auch des öffentlichen gewidmet. Das Juterföderale Komitee der B. S. F. und das alleInteresses entbehren, wenn ein Landrat beleidigt wird. manistische Sekretariat beteiligten sich am Leichenzuge in corpore zukommen. mit eigenen Kränzen. Im einzelnen seien noch genannt die Kränze der„ Petite République", der„ Aurove", des Verbandes der KonſumAus Elsaß Lothringen wird uns geschrieben: Eine inter- tärer Universitäten"( Boltshochschulen). Aus der Stadt Dinain erschien effante Verhandlung fand dieser Tage vor der Strafkammer des eine Delegation, an deren Spitze eine symbolische Gruppe marschierte: Landgerichts To I m ar statt. Der Maire( Bürgermeister) des ober ein Kohlengräber, ein Schmied und ein Bauer, in der entsprechenden elfäffischen Dorfes Blienschweiler hatte sich dort wegen Be- Arbeitstracht. Eine Gruppe russischer Studenten und Studentinnen Die französische Bergarbeiterbewegung.m Leidigung eines Chinafriegers zu verantworten. Der marschierte hinter dem Kranz der russischen socialdemokratischen Baris, 6. Oktober.( Eig. Ber.) Die Antwort des Minister- Sergang der Sache ist folgender: Anfangs Jamuar ds. Js. erschien Organisation ,, Schisn". Die belgische Arbeiterpartei ließ sich durch die präsidenten auf die Forderungen des Landeskomitees der bei dem Bürgermeister, Uhr ich mit Namen, der beim InfanterieBergarbeiter über die, nebenbei bemerkt, Wolffs Bureau" in Regiment 112 in Mülhausen stehende Unteroffizier Wolfer, ifm Genossen Furnémont und Demblon vertreten. Von den am Grabe gehaltenen drei Reden erhob sich mir die entstellender Kürzung berichtet hat ist nach Inhalt und die vorgeschriebene Meldung in Urlaub zu machen. Wolfer be- von Bolas Wittämpfer Anatole France über das durchForm bis auf einen einzigen Punkt verheißungsvoll gehalten. Der hauptet, der Bürgermeister habe, nachdem er eine ganze Zeit hatte schnittliche Niveau von Leichenreden, und nur sie wurde dem großen einzige Punkt ist das gesetzliche Lohnminimum, das von Combes auf sich warten lassen, ohne den ihm dargebotenen Gruß zu er- Toten allseitig gerecht. Anatole France hat in trogigen Worten unter Berufung auf die bezügliche Antwort seines Borgängers, widern, ihn mit den Worten angeredet: Bist bis jest Unter- Bolas Kampf ums Recht verherrlicht, diesen mit dem ganzen LebensWaldeck Rousseau, ablehnend behandelt wird, wobei er jedoch offizier in China gewesen, wirst wohl auch genug werk des Verblichenen innig verknüpfend. Seine Rede wurde mit auf, eventuelle" Parlamentsbeschlüsse verweist, da diese Frage bereits gestohlen haben!" Wolfer hatte nämlich den Nachezug nach besonders siarlem Beifall gelohnt und ihm wurde eine Ovation Gegenstand eines von den Bergarbeitervertretern eingebrachten Gefey- China mitgemacht und ist im Besitz der sogenannten Tapferkeits- bereitet. Die Feier, die drei Stunden dauerte, verlief durchaus ruhig, entwurfes iſt. Sonst verspricht der Ministerpräsident, die gefey- medaille. Trotz alledem nahm er die Bemerkung des Bürger- ohne nennenswerten Zwischenfall. Die Nationalisten mußten in ohnmeisters nicht gerade tragisch, erzählte aber im Kreise seiner Ve- mächtiger Wut der Verherrlichung ihres bestgehaßten Feindes durch geberische Erfüllung der Forderungen zu fördern. fannten und Kameraden davon. " Schließlich fordert der Artikel der Allgemeinen Zeitung", der Reichstag folle nicht mit den Minimalzollfragen des Tarifgesetzes seine Beratung beginnen, sondern mit dem Tarif selbst; während der Dauer dieser Beratungen, so nimmt er an, werde sich die heiß erfehnte Einigung über die Mindestzölle zu stande bringen lassen. Die gerettete China- Ehre. genossenschaften, der Produtivoreften und mehrerer„ popus das denkende und arbeitende Paris zusehen. Auch der magere Trost, daß angesichts ihrer Drohungen, der dadurch veranlaßten Befürchtemgen des Polizeipräfekten und der Hengstlichkeit der persönlichen Freunde Zolas- wenigstens Alfred Dreyfus dem Leichenzug fernbleiben werde, auch dieser Trost ist zu Schanden geworden. In legter Stunde hat Dreyfus doch auf feiner Teilnahme bestanden. Eine Loyalitätserklärung De Wets. Besonders kategorisch sind die Versprechungen in Bezug auf den Ein Landsmann Wolfers und Bürger seiner Heimatgemeinde Acht stundenta g. Gin betreffender Gesezentwurf ist nämlich von der Deputiertenkammer bereits am 5. Februar 1902 votiert Bliemschweiler fühlte sich als alter Soldat durch die Aeußerung des worden infolge des Druckes von außen der vorjährigen Berg- Bürgermeisters mit verlegt und meldete den Vorfall dem verflossenen arbeiter- Bewegung. Der Senat aber hat über den Entwurf noch Weltmarschall Grafen Waldersee, der seinerseits die Anzeige immer nicht beraten. Seine Hauptbestimmungen sind: Einführung dem Kriegsministerium vorlegte. Dieses stellte sich auf den des Achtstundentages 4 Jahre nach Veröffentlichung des Gesetzes, Standpunkt, daß es sich in diesem Fall nicht um eine Be6 Monate nach leidigung des gesamten chinesischen Sühnecorps, und zwar nach drei Verkürzungsetappen In einer zu Ehren der Boerengenerale am Montag veranstalteten der Veröffentlichung Verkürzung auf 9, nach zwei weiteren fondern lediglich um die eines einzelnen Unteroffiziers Jahren Verkürzung auf 8%, nach abermals zwei Jahren handelte, und stellte infolgedessen Strafantrag gegen den großen Versammlung in Brüssel erklärte De Wet:„ Angesichts auf 8 Stunden. Die Arbeitszeit ist gerechnet von der Bürgermeister Uhrich wegen Beleidigung des Unteroffiziers Wolfer. der gewaltigen Begeisterung, die wir hier sehen, fragen wir uns: Ankunft der letzten Arbeiter in der Grube bis zur voll- Vorher jedoch wurde dieser vor ein Kriegsgericht gestellt und warum hat keine Intervention stattgefunden? Gott hat gewollt, daß wir unsre Unabhängigkeit verlieren sollten. endeten Anfahrt der ersten Arbeiter, während die Berg- mit einem strengen Verweis bestraft, weil er die Aenßerung Wir werden dem neuen Waterlande treu bleiben, wenn arbeiter von jeher den sofortigen Achtstundentag, Einfahrt und Aus- des Bürgermeisters zu leicht aufgefaßt und keinen Strafantrag ge- die Friedensbedingungen loyal ausgeführt werden. Die fahrt inbegriffen, fordern. Doch haben sie auf ihrem jüngsten stellt habe. Engländer sind unsre Feinde nicht mehr. Ich habe den In der Verhandlung vor der Straffammer zu Colmar bestritt Friedensvertrag mit unterzeichnet und werde Kongreß zu Commentry unter principieller Aufrechterhaltung ihrer alten Forderung jenen Gesetzentivurf als einen„ provisorischen Not- der Bürgermeister Uhrich, vom Stehlen gesprochen und dem Wolfer mein Wort halten." behelf( pis- aller) mit 80 gegen 18 Stimmen acceptiert. Der Minister- die von ihm behauptete Beleidigung zugefügt zu haben. Wolfer präsident verspricht mun, den Gefeßentwurf vor dem Senat energisch fei, als er zu ihm fam, angetrunfen gewesen, habe geraucht Neue Ausgleichsschwierigkeiten. Dem B. T." wird aus " 1 Dies " Von Destreich- Ungarn. zu verteidigen und ihn in möglichst kurzer Frift" auf die Tages- und sich auch sonst sehr unanständig benommen. Budapest gemeldet: Neber die heutige Audienz Koloman habe er ihm vertiefen und daran die Frage geknüpft, ob er diese Szells beim Kaiser gelangten fehr ernste Nachrichten hierher. ordning sezen zu lassen. Die Alterspensions- Vorlage ist von der Kammer- Dinge in China gelernt habe; schließlich habe er den Wolfer wegen Als Szell die Hofburg verließ, erklärte er, seine Mission sei tommission noch nicht erledigt. Die Regierung verspricht, für die feines Benehmens einen unverschämten Schlingel" genannt. Dieſe beendet, das lebrige liege am Monarchen. Beschleunigung der Kommissionsarbeiten zu sorgen und in der letztere Behauptung stellte Wolfer unter seinem Eid in Abrede mit privater Seite wird mitgeteilt, der Monarch habe sich bemüht, Kammer das große Intereffe" zu betonen, welches sie an die Ve- dem Hinzufügen, daß er sich so etwas als Unteroffizier unter feinen Szell von seinem Standpunkt abzubringen, und als dies unmöglich Umständen hätte gefallen lassen. Schließlich verurteilte die Straf war, erklärte der Kaiser, er werde nochmals mit Koerber friedigung der Arbeiterforderungen inüpfe, soweit freilich diese Umständen hätte gefallen lassen. „ berechtigt" seien. Endlich behandelt Combes wohlwollend" die lammer den Bürgermeister Uhrich wegen Beleidigung Wolfers zu reden. Die ilrsache der neuesten Spannung zwischen den beiden Kabinetten ist, daß Koerber im letzten Moment mit neuerForderungen in Bezug auf Reform des Gesetzes über die Sicher- 60 M. Geldstrafe bezw. 6 Tagen Gefängnis. Bei Ausmessung lichen Forderungen auftrat, welche Szell für unerfüllbar heitsdelegierten der Bergarbeiter und des Unfall- diefer Strafe wurde als strafmildernd in Betracht gezogen, daß erklärte. Man vermutet hier, daß diese Forderungen nicht bloß Uhrich durch das unanständige Verhalten Wolfers, der finanzieller, sondern auch politischer Natur seien und sich auch auf gefeßes. Bedenkt man, daß der Senat bisher selbst die Achtstunden- nicht anstand, bei der Meldung in der Amtsstube des Bürgermeisters die Anwendung des öftreichischen§ 14, des bekannten Notvorlage verschleppt hat und daß die Tagesordnung" der Stammer fich eine Cigarre anzuzünden, begreiflicherweise in eine gereizte paragraphen, auf den Ausgleich beziehen. in den nächsten Monaten durch die Kongregationenfrage und das Stimmung bersetzt worden sei. Frankreich. Budget belastet ist, so steht allerdings die Erfüllung der Regierungsversprechungen im weiten Felde, abgesehen etwa von der Achtstundenborlage. Die Abgeordneten Basly und Lamendin, die bisher Gegner des Ausstandes waren, treten jest in Versammlungen für denselben ein. Es scheint, daß die Arbeitermassen den Ausstand wollen und die Führer dem Drängen der Massen nachgeben. Bemerkenswert ist der Umstand, daß im Pas- de- Calais und im Norden sonst die meisten Gegner des Generalstreits vorhanden waren, während jetzt bekanntlich in jenem Gebiet bereits 20 000 Gruben arbeiter im Streik stehen. seien. Es ist nur gut, daß die Bibel nicht erst in unfren Tagen im Reich des Verliner Polizeipräsidiums erschienen ist; sie würde sicher dich verboten und tonfisziert werden. So verfeinert ist das religiöse Empfinden der Litteraturgendarmen. Nene Programmreden des Kabinetts. Der Kunstschuhmann. Das Berliner Polizeipräsidium hatte die Das neue Kabinett wird nicht müde, durch seine Mitglieder, Aufführung von Paul Heyfes Schauspiel Maria von Magdala" im teils durch individuelle, teils auch gleich durch kollektive rednerische Lessing- Theater verboten. Es berief sich darauf, daß nach einem Aftion, seine fühnen und durchgreifenden programmatischen Grundfultusministeriellen Erlaß vom 8. Oftober 1875 Theaterstücke mit biblischem Inhalt als nicht geeignet zur Aufführung anzusehen fäße ankündigen zu lassen. Staum ein Stabinett hat in furzer Zeit so viel rednerische Kundgebungen veranstaltet als das jetzige. Wenn Dagegen strengten der Dichter und der Direktor des Leffing- die Thaten die Versprechungen auch mir einigermaßen einlösen, darf Theatera lane an, die am Dienstag vor dem Bezirksausschuß ver- man mit dem Kabinett zufrieden sein. Die neuesten Programmhandelt wurde. reden wurden auf dem Jahresbankett des republikaniPaul veyse ließ durch seinen Rechtsanwalt seine Entrüstung schen Handels- und Industrie Komitees gehalten, über das Verbot aussprechen; er müsse sich verlegt fühlen durch die bei dem Ministerpräsident Combes präsidierte. Nach einer Ansprache Unterordnung unter einen beliebigen Polizeizenfor. Er habe des Handelsministers Trouillot nahm Combes selbst das Wort Der Abgeordnete Basly, der Führer der Bergarbeiter im Bas- mindestens dasselbe feine Empfinden wie ein Polizeibeamter. Der Bezirksausschuß war auch dieser Meinung und hob das zu einer längeren scharf pointierten Rede. Die Politik Waldeck de- Calais, erklärt nach einem Bericht des„ Figaro", nach seiner Verbot des Polizeipräsidiums auf. Rousseaus, führte er aus, habe keine Aenderung erfahren. Der Ansicht werde der Bergarbeiterausstand im Kohlenrevier der Ministerpräsident entwarf sodann ein Bild des Kampfes, der sich Departements Pas- de- Calais und Loire sowie in Carmang allgemein zwischen dieser Nevolution und der Gegenrevolution entſponnen sein, in den andern Kohlenrevieren sei ein Gesamtausstand nicht zu habe, die sich mit Hilfe ihrer Mönche bestrebe, dem republikanischen ertvarten, teils weil die Organisation der Bergarbeiter nicht Frankreich alle Eroberungen der Revolution wieder zu entreißen. bollendet sei, teils weil die Bergarbeiter soeben erst einen langer Zn der Begnadigung des Lieutenants Thieme wird dem„ Jenaer" Diese Gegenrevolution," fetzte Combes hinzu,„ bermummmt sich, entbehrungsvollen Ausstand durchgemacht hätten. Auch die Boltsblatt" neuerdings aus Weimar gemeldet, daß Thieme zum indem sie ihre Taktik ändert, hinter der republikanischen Maske und Bergarbeiter in Monceau- les- Mines würden sich an dem Ausstande 1. Bataillon des Thüringischen Infanterie- Regiments Mr. 94 verjetzt mit dem Rufe„ Hoch die Freiheit", stürzt sich die Welt des Klosters, nicht beteiligen, aus Groll darüber, daß niemand fich ihrer im letzten worden ist und bei der 2. Compagnie feinen Dienst angetreten hat plötzlich erleuchtet durch die Gnade der Revolution( Heiterkeit) vor Ausstande angenommen habe. Basly schäßt die Zahl der Arbeiter. Das Urteil gegen Thieme lautete auf 2 Jahre 2 Monate Festung, deli Altären nieder und ruft den Gott des Syllabus zum Zeugen die am Streik teilnehmen würden, auf 70 000. As Hauptforderung nicht auf 2 Jahre, wie viele Beitungen berichteten. Die Ver- der Unduldsamkeit des freien Gedankens an." bezeichnet er eine Lohnerhöhung um 10 Proz. handlung des Kriegsgerichts, in welcher Thieme verurteilt wurde,„ Die Durchführung des Programms des Ministeriums", fuhr Bekanntlich ist von den Arbeitern an das Komitee der Gruben- and am 12. Januar d. 3. statt, die Begnadigung soll bereits der Ministerpräsident fort,„ hat kaum begonnen, aber wir werden die compagnien das Ersuchen gerichtet worden, mit einer Abordnung der Anfang September( anläßlich der Sedanfeier) erfolgt jein. Somit Arbeiter wegen deren Forderungen in Verhandlung zu treten. Jegt hätte Thieme nicht ganz acht Monate der ihm auferlegten Strafe nötige Energie besigen, sie zu Ende zu führen. verbüßt. Man soll später nicht sagen, daß infolge mangelhafter Pflichtwird aus Paris gemeldet, daß der Präsident des Centralfomitees der Grubencompagnien erklärt hat, es sei zwecklos, Delegierte zu den Verhandlungen zu ernennen, besonders da die Anschauungen der Arbeitgeber befannt seien und der Ausstand ausgebrochen sei, ohne daß man das Signal dazu abgewartet oder Gründe für denselben angegeben habe. Das Nationalfomitee der Grubenarbeiter ist am Dienstag ( gestern) zusammengetreten, um über die Lage zu beraten und zu beschließen, ob und wann der allgemeine Ausstand beginnen soll. Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Der Realschullehrer Ed erfüllung der Regierung das Vereinsgesetz ein toter Buchstabe bleibt, aus Eosuowice, für den die fürzlich bei der Grenzkontrolle in daß die Kongregation ihr Werk der moralischen Knechtung fortsetzt, einem Stoffer entdeckten socialistischen Broschüren bestimmt waren, ifi daß Beamte ihre Stellung mißbrauchen, um der Republik zu trotzen, im inneren Rußland verhaftet worden. Eines der beiden in dieser daß das ungerechte Steuersystem nicht reformiert Angelegenheit gefangengenommenen Mädchen wurde aus dem Ge- wird, daß die Arbeiter auf die Aussicht verzichten sollen, fängnis entlaffen.in ihren alten Tagen ein sicheres Unterkommen und ihr tägliches Brot zu haben. Bei der Durchführung dieser Majestätsbeleidigungs Prozeß. Aus Leipzig wird uns tele Aufgabe zählt das Ministerium auf die Mitarbeit aller Gruppen der graphiert: Die hiesige Straflammer verurteilte den Chef- Redakteur des Leipziger General- Anzeigers". Arthur Pleißner, wegen Majestäts- republikanischen Partei. Die Regierung, welche auf die Unterstützung beleidigung, begangen durch den seiner Zeit verbreiteten bekannten der Handelswelt und der Jndustrie rechne, habe die Pflicht mit Leitartikel: Der jüngste deutsche Rittmeister", in geheimer Sigung Sorgfalt deren Intereffen wahrzunehmen durch Aufrechterhaltung zu zwei Monaten Festungshaft. Der Angeflagte erklärte der Ruhe im Zumern und des Friedens nach Außen. Er halte diese Keine Minister- Bolltonferenz. Die Nordd. A 3tg." erklärt sich als eifrigen Anhänger der Monarchie, aber er babe geglaubt, Erklärungen für angebracht in dem Augenblick, wo die Reaktion ble Nachricht für durchaus unbegründet, daß der F angler eine gerade monarchische Jutereffen zu vertreten, wenn er die Vorgänge Konferenz der Ministerpräsidenten der größeren Busstaaten zur bei der Ernennung des Reichstags- Abg. Dr. Schmidt zum Wittmeijter erneuten Besprechung des Zolltariss einberufen habe. Desgleichen eindringlich kritisiert habe.. Deutfches Reich. *) Sonst waren noch zahllose Kränze in einem besonderen Wagen mitgeführt. ben Kredit der Spartassen angreife und wo ein Aus stand| Wichtigkeit wie die der Tuberkulose und der Geschlechtskrankheiten. der Bergarbeiter drohe." Man darf nur wünschen, daß das Kabinett namentlich seine socialpolitischen Versprechungen nach Kräften einzulösen sucht! " Schweden. 2. Die Krankenkassen, als ein wesentlicher Faktor in der Volksgesundheitspflege, find in hervorragendem Maße zur Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs berufen. 3. Die Kaffenärzte, als die sachverständigen Berater der Krankenfaffen und ihrer Mitglieder in Sachen der Gesundheitspflege, haben die Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs zu fördern: a) Durch mündliche Aufklärung der Kassenvorstände und der erkrankten Mitglieder und Verteilung zweckentsprechender kurzer Broschüren. b) Durch Einschränkung der Verordnung alkoholischer Getränke c) Durch Aufstellung einer Statistik der durch Moholvergiftung d) Durch leberweisung schwerer Erkrankter in eine TrinkerHeilstätte. 4. Für erhöhte Jnanspruchnahme ihrer Thätigkeit ist den Kaffenärzten ein Entgelt zu gewähren. Notjahrsbrot und Getreidezoll. Unter einer furchtbaren Mißerute haben besonders die nördlichsten Gegenden Schwedens zu leiden. Das wenige geerntete Korn und das Brot daraus ist von sehr geringer Qualität. Aftonbladet" in Stockholm, das Proben davon zugesandt erhielt, erklärt, daß das Brot mit Recht als Notjahrsbrot" bezeichnet werden kann. Der Korrespondent des als Stärkungsmittel. Blattes schreibt aus Jurkjengi( 10 Meilen nördlich von Haparanda): Das Roggenmehl steht auf 20,50 Kr. pro Sack, tvenn man über- bedingten Erkrankungen. haupt Roggenmehl kaufen kann, denn das ist schwer. Die Kaufleute in der Stadt haben nicht mehr als hier und da ein oder zwei Sad zu verkaufen, und dann fehlt es auch an Geld, um Mehl zu kaufen. In Finnland ist das Mehl viel billiger, aber der Einfuhrzoll beträgt 6,50 r. pro 100 kilogramm, und da man nicht einmal Geld hat für Mehl, kann man noch viel weniger auch noch den Zoll dazu bezahlen." Rußland. Wittes geheime Mission. Die Meldung ausländischer Blätter, daß Finanzminister Witte nach San Francisco reisen und dort wegen einer Anleihe unterhandeln wolle, wird offiziös als unbegründet bezeichnet. Mitte werde bereits Anfang November wieder in Petersburg eintreffen. Aus der Mandschurei oder aus Paris? Türkei. Asien. Parteinachrichten. Der Münchener Parteitag und die polnische socialistische Partei Lautete das Thema einer Versammlung, die die hiesigen Mitglieder ver polnisch- socialistischen Partei am Sonntag veranstalteten. Es Die am 5. Oktober im Lokal„ Englischer Garten" tagende polnische socialistische Volksversammlung legt der polnischen Parteileitung die Verpflichtung auf, auf der Basis der vollständigsten Selbständigkeit in der nächstens stattfindenden gemeinsamen Konferenz mit den deutschen Parteigenossen die Verständigung zu suchen, damit endlich den umerquicklichen Zuständen unter zwei Bruderorganisationen, die auf gemeinsame Arbeit angewiesen sind, vorgebeugt werde." Die Verständigungsabsicht ist sehr anerkennenswert, doch fürchten wir sehr, daß damit so lange nichts erreicht ist, als man nicht anerkennt, daß es im Deutschen Reiche nur eine einheitliche focialdemokratische Partei geben kann. 5. Alle Maßnahmen der Krankenkassen gegen den Alkoholmißbrauch müssen von dem Grundsatze ausgehen, daß dem Alkoholismus als einer Volksseuche nur auf socialhygienischem, nicht auf moralischem Wege beizukommen ist. 6. Die Landes- Versicherungsanstalten haben die Krankenkassen in vorbeugenden Behandlung von Kassenmitgliedern in Trinkerder Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs zu unterstützen und der heilstätten ihr thatkräftiges Interesse in höherem Maße als bisher zuzuwenden. erklärt. = Der Koniker Mord vor dem Berliner Gericht. ( Sigung vom Dienstag.) Nach Erörterung einiger weniger belangreichen Fälle wird in der Verlesung der Aussagen der kommissarisch vernommenen Zeugen fortgefahren, die allerlei verdächtige Beobachtungen über einzelne Juden gemacht haben wollen. Einen breiten Raum nimmt die Verlesung der Zeugenaussagen ein, die den Verdacht gegen die Familie des Kaufmanns Matthäus eher begründeten. Auch diese Affaire ist in den Vorprozessen schon eingehend erörtert worden. Die Besizerfrau Constantia Hellwig und deren Sohn Anton Hellwig ans Görsdorf haben bekundet, daß sie am 29. November 1900 sich in dem damaligen Geschäft des Matthäus Meyer befunden haben, um Einkäufe zu machen. Da sei aus dem Hinterzimmer ein fremder Jude in den Laden gekommen, er habe ein Buch oder eine Liste in einem braunen Deckel getragen, die Familie sei hinter ihm hergekommen. Frau Hellwig habe den jüdischen Maiin gefragt, ob er Abgaben haben wolle, darauf habe Meyer gejagt: Abgaben gerade nicht, aber ich werde ihm geben, daß er zufrieden ist, wir bleiben ja doch nicht lange hier. Frau Meyer habe gesagt:„ Das war keiner von der Steuer, das war eine Verschreibung zu einer Verschwörung gegen einen jungen Mann." Anton Hellwig habe fie ihn verklagen oder umbringen wollten, worauf Frau Meyer ge= gefragt, was sie denn mit dem jungen Manne machen wollten, ob antwortet habe: " dazu kommen." ,, lmbringen werden sie ihn nicht, In der Debatte weist Ed. Gräf Frankfurt a. M. auf den aber so etwas Aehnliches." Bald darauf soll Frau Meher gefagt engen Zusammenhang zwischen Alkoholmißbrauch einerseits und haben:„ Db das auch wird herauskommen?", worauf Meyer gesagt Steigerung der Lebensmittelpreise, Wohnungsnot usw. andrerseits habe:„ Das kommt doch heraus." Frau Meyer soll weiter gefagt hin. Werde die sociale Lage der arbeitenden Klasse gehoben, so be- haben:" Sie werden ihn vertragen im Mönchsee, im Nichnauerfee, im Neber die macedonischen Unruhen sollen nach einer Belgrader fämpfe man den Alkoholismus am allerfräftigften. Miskendorfersee." Dann habe die Tochter Jenny Meyer den Zeugen Meldung übertriebene Nachrichten verbreitet worden sein. Die Standpunkt. Braun- Königsberg bittet, den vierten Leitfalz beAuch Simanowski- Berlin vertritt recht wirksam diesen Hellwig gefragt: .06 er den Gymnasiasten Ernst Winter vorgekommenen Unruhen seien in Wirklichkeit durchaus nicht so er- treffend Bezahlung der Aerzte zu streichen, weil diese Frage nicht Fräulein Jenny Meyer hinzugesetzt:„ Wenn Sie ihn kennen oder fenne." Darauf sei eine verneinende Antwort erfolgt und nun habe heblich. Die bedeutende Streitmacht, welche von den Türken aufhierher gehöre. Dr. Schent bestreitet in seinem Schlußwort, daß fennen lernen, dann sagen Sie ihn, daß er sich vorsieht, Koniz bergeboten ist, werde zuverlässig der Lage sehr bald Herr werden. die fociale Frage der Arbeiter in so engem Konneg mit dem läßt und ein andres Gymnasium besucht. Wenn er hier bleibt, dann Alkoholismus stehe, wie es von Gräff und Simanowski behauptet friegen sie ihn doch." Ferner habe Jenny Meyer plötzlich gesagt: Der neue siamesisch- französische Vertrag enthält hauptsächlich sei, wenn auch nicht zu bestreiten wäre, daß ein gewisser Zuſammen-" Ich werde ihm eine Karte schreiben," worauf Frau Meyer ärgerlich folgende Bestimmungen: Frankreich erhält die Provinzen Maluprei hang nicht zu leugnen sei. Dan werfe auch der besitzenden Klaſſe geäußert habe:„ Du wirst ihm doch nicht schreiben! Dann erkeimen und Bassat, sowie das Gebiet am großen See zwischen dem Alkoholmißbrauch vor. Da widerspreche man sich ja, wenn man fie Deine Handschrift!" Später habe Herr oder Frau Meyer noch Profuos(?( und dem Prelompongtiam(?) Fluß. Die französischen fage: die hebung der socialen Lage bedeute die Bekämpfung des die Bemerkung gemacht:" Jegt müssen wir machen, daß wir aus Truppen räumen Tichantabun, Siam erhält das Recht, Truppen nach Alkoholmißbrauchs. Konig herauskommen, sonst kommt noch der Verdacht auf uns und Es wird sodann auf Antrag Prinz Kottbus folgende Re- die Polizei sucht uns alle Sachen durch. Die jüngste Tochter Meyers verschiedenen Punkten auf dem rechten Ufer des Mekong, welche solution angenonumen:" Die IX. Jahresversammlung des Central habe Hellwig gefragt, ob er evangelisch sei, worauf Frau Meyer Siam verbleiben, zu entfenden, doch ausschließlich siamesische. Verbandes der Orts- Krankenkassen hält es im Anschluß an die AusFräulein Meyer habe begesagt habe: Hellwig sei katholisch". führungen des Herrn Dr. Schenk für eine wichtige Aufgabe der merkt: Jener ist evangelisch". Schließlich habe Frau Meyer die deutschen Krankenkassen- Verwaltungen, der Vekämpfung des Alkohols Aeußerung gethan:" Es sei nicht richtig, wenn die Leute fagten, fortlaufend das größte Jnteresse zu widmen und durch fortlaufende die Juden brauchten„ das" zum Mazzes backen oder zum Hände Belehrung der Kaffenmitglieder dieſes Intereſſe zu bethätigen. Im waschen oder zum Altar besprengen. Die Juden brauchten„ das" weiteren hält es die Jahresversammlung für eine wichtige Aufgabe bloß zum Glück, daß die alten Kunden nicht weggehen und frische der Kassenärzte, auch ihrerseits die Mitglieder fortlaufend in entsprechender Weise auf die Gefahr des Alkoholmißbrauches aufmerksam Zeuge Rentier Matthäus Meyer, jetzt in Berlin, sagt auf zu machen." Die Scheutschen Leitfäße werden dadurch für erledigt Befragen folgendes aus: Er sei bis zum 4. März in Konig ge= den Anregungen, eine einheitliche Krankenstatistik für das Deutsche Wort für Wort erfunden. Kohn- Berlin bedauert, daß das Reichsamt des Innern fich Thatsache zu Grunde; diese Aussagen seien von Anfang bis zu Ende wesen. Den belastenden Aussagen der Zeugen liege absolut feine Vorsigender: Das ist doch Reich zu schaffen gegenüber ablehnend verhalten habe, weil aneigentlich kaum denkbar. geblich keine Geldmiitel dafür vorhanden wären. Redner bittet, der Songreß möge sein Bedanern darüber aussprechen. Man könnte vielleicht annehmen, daß ein Mißverständnis obs Sodann hält Dr. Cla. J. Klumter Frankfurt a. M. seinen waltete, aber es ist doch kaum denkbar, daß sich die verschiedenen Vortrag:" Fürsorge für Erholungsbedürftige," der in folgendem Personen alle diese Angaben aus den Fingern gesogen haben sollten. gipfelt: Die Fürsorge für Erholungsbedürftige ist eine unentbehrliche Ist es denn nicht möglich, daß ein Vorfall passiert ist, der irrtümlich aufErgänzung jeder Strantenpflege. Das gilt vor allem bei Genesenden gefaßt worden ist? 3euge: Nein, es ist kein Wort davon nach schweren akuten Erkrankungen, ebenso auch bei Genesenden von wahr! Ich habe nie in meinem Laden ein Gespräch über Ernst Parteipreffe. Die Leipziger Wolfszeitung" bestätigt jetzt die chronischen Krankheiten und bei Erholungsbedürftigen aller Art. Winter geführt, ich fannte weder diesen noch seine Familie. von bürgerlichen Blättern gebrachte Meldung, daß dem Genossen Diese Fürsorge kann bei den Krankenkassen in den ver- Vorf.: Sie wollen also bei Ihrer Behauptung, daß alles erfunden Calwer, der bisher die wirtschaftliche Rundschau des Blattes schiedensten Formen geschehen: Gewährung längerer Schonung. Dr. b. Gordon: Woran ist Ihre älteste Tochter Jenny gestorben? sei, bleiben? Beuge: Ich bleibe fest dabei. Justizrat redigierte, am 30. September feine Stellung gefündigt worden ist. Lieferung bon Stärkungsmitteln, Vädern und dergleichen, Ueber die Gründe der Kündigung läßt sich die L. V." nicht aus. Beurlaubung Verwandten zu aufs Land mit Sie wissen, daß es als auffällig bezeichnet worden ist, daß Ihre erhöhtem Im eignen Heim ist mm auch unser Dortmunder Parteiblatt, Krankengeld, Unterbringung bei Familien auf dem Lande, Wald- Er- Tochter bald nach Ihrer Uebersiedelung nach Berlin hier gestorben die Arbeiterzeitung", die als Centralblatt für das rheinisch- west- holungsstätten( Berlin, Frankfurt a. M., Darmstadt) und Genesungs- ist und man das Gericht verbreitete, fie sei nicht eines natürlichen häusern. Sie erfordert ein sorgfältiges Jneinandergreifen aller Todes gestorben. Zeuge: Meine Tochter ist am Tetanus gefälische Induſtriegebiet die Verschmelzung der bisherigen Rheinisch- Versicherungsarten, um Unterbrechungen der Pflege zu vermeiden. storben. Sie ist von zwei Aerzten behandelt worden, zuletzt ist noch Westfälischen Arbeiterzeitung" und des" Weckruf" für Eſſen darstellt. wo die Versicherungen nicht ausreichen, ist ein rechtzeitiges Eingreifen Prof. Dr. Goldscheider hinzugezogen worden. Zehn Jahre gerade hat die„ Rheinisch- Westfälische Arbeiterzeitung" der privaten und öffentlichen Wohlthätigkeit unentbehrlich.(!) Angell. Bruhn: Als er das zweite Mal in Konitz war, habe bestanden, und zwar im Eigentum der Gesamtpartei, wie sie am Scharf wendet sich Redner gegen die Engherzigkeit der Berufsgenossen- ihm der Fall Meyer so wichtig geschienen, daß er eine Aufklärung 1. Oftober 1892 begründet wurde. Schwere Zeiten hat sie schaften bei Gewährung von Renten, wodurch die Berufsgenossen- für dringend notwendig hielt. Er habe in einem Artikel vom durchzumachen gehabt; der Kampf nach außen dokumentiert schaften sich übrigens selbst schädigten. Dringend notwendig sei es 28. Juni 1900 die Thatsachen zusammengestellt und Herrn Meher fich in circa 7 Jahren Freiheitsstrafen und 3090 Mark auch, daß die Krankenkassen ben Mitgliedern behilflich seien, die aufgefordert, ihn zu verklagen, dies sei aber nicht geschehen. Geldstrafen, ungerechnet die Prozeß- und Verteidigungs- ihnen zustehenden Nenten zu erhalten. Sehr häufig verschlechtere 3enge: Er habe sich mit einem ihm vom Oberstaatsanwalt JfenMitteln des Boykotts und der versuchten Lokalabtreibung hat man der leidige Kampf um die Rente den feelischen und körperlichen biel zugestellten Bescheide begnügt, außerdem sei er herzleidend und der Arzt habe ihm jede Aufregung untersagt.- Vorsigender: gegen das Blatt gearbeitet. Dazu kamen Kämpfe im Innern, die Zustand der Kranken. Um die örtlichen Gelegenheiten zu billiger Versorgung der Der Zeuge hat übrigens zu den Aften einen Strafantrag auf die Entwicklung der Partei und des Parteiblattes natürlich auch Erholungsbedürftigen recht auszumuzen, sollten alle Einrichtungen gestellt, dieſem ist aber zunächst nicht folge gegeben worden, teinen günstigen Einfluß übten. Die Rhein. Westf. Arbeiterztg." durch weil inzwischen die Untersuchung eingeleitet worden ist. Später ist war nicht das erste Parteiblatt in Dortmund; sie hat eine Reihe dieser Art an einem Orte oder in derselben Gegend Vorgänger gehabt, die bis in das Jahr 1875 zurüdreichen. Sie geeignete Vereine( z. B. Vergischer Verein für Arbeiterwohl), Wer- Meyer auf den Weg der Privatklage verwiesen worden, um die wurden noch viel wütender mit allen denkbaren Mitteln bekämpft mittelungsstellen usw. in enge Fühlung gebracht werden. Bei der schon so verquickte große Untersuchungssache nicht noch weiter zu Staatsanwalt Kanzow: Jedenfalls hat der Zeuge Auswahl für diese Fürsorge, ist eine einseitige Bevorzugung be- belasten. wie die„ Rhein. Weſtf. Arbeiterztg." und die Uneinigkeit im eignen stimmter Krankheiten zu vermeiden, vielmehr nur nach dem mög- Meyer alles gethan, um eine strafrechtliche Verfolgung einzuleiten. Lager machte das Leben nicht angenehmer. Trotz alledem ging es allmählich vorwärts und jetzt ist man in lichen Erfolg der Kur zu enrscheiden. Gerade zur Vorbeugung gegen Er hat sich alsdann beruhigt, weil er sich durch den Brief des Oberder Lage gewesen, sich ein eignes Haus zu erbauen, das sich in dem die Tuberkulose ist dieses der beste Erfolg. Die Zusammenlegung staatsanwalts für rehabilitiert hielt. der Lage gewesen, sich ein eignes Haus zu erbauen, das sich in dem von leichten Fällen der Tuberkulose mit andern Erkrankten, wie sie der vorigen Sonntagnummer beigegebenen Bilde gar schud, repräsentiert und in dem das Zeitungsunternehmen mit allen Weitteln vielfach geübt wird, ist unbedenklich, wenn geeignete Vorkehrungen der modernen Technik ausgestaltet ist. Auch innerhalb der Partei ist getroffen find.( Getrennte Schlafräume, Erziehung zu richtiger Bedie so notwendige einige Geschlossenheit in der Hauptsache endlich handhing des Auswurfs, Desinfektion.) erreicht worden, so daß die Hoffnung berechtigt ist, das neue Unternehmen werde beſſer gedeihen als alle ſeine Borgänger, und Kunde geben von der organisatorischen und agitatorischen Kraft des geeinten Toften. Aber das war es nicht allein; auch mit den socialdemokratischen Proletariats. " Angaben der Zengen für vollständig erdichtet und erfunden. Auf wiederholtes Befragen erklärt Zeuge Meyer nochmals alle Angaben der Zengen für vollständig erdichtet und erfunden. Die Tochter des Zeugen, Rosa Meyer, Bei den Genesungshäusern ist ihre volle Ausnutzung auch im erklärt auf Befragen des Vorsitzenden: Die Angaben der Zeugen Winter anzustreben. Der stärkere Andrang im Sonimer ist durch sind vollständig unwahr.- Wors: Liegt ihnen kein Körnchen Organisationen mit geringen Anlagekosten.( Wald- Erholungsstätten, Wahrheit zu Grunde? Zeugin: Kein Körnchen!- Vorf:: Familienpflege) zu versorgen. Einrichtungen auf diesem Gebiet zu Ihr Vater hat die Möglichkeit zugegeben, daß einmal ein Mann mit schaffen, ist neben den größeren Krankenkassen in erster Linie Sache einer Stollefte in den Laden gekommen sein könnte. Zeugin: Vors: Es wird behauptet, daß Sie die Vollständig prozeßfrei tritt" das nene Unternehmen, wie die von Staat, Gemeinden, Versicherungsanstalten. Die private gemein- Das ist ja möglich. Arbeiterzeitung" berichtet, ins Leben. Das Gericht hat ihm nämlich ügige Thätigkeit, die zur Zeit nicht entbehrt werden kann, sollte von Redensart an sich haben:„ Das ist ja mehr wie Mord." Beugin: Das ist richtig, ich gebrauche diese Redewendung manchmal, den Gefallen gethan, einen noch schwebenden Prozeß gegen den ver- ihnen aufs fräftigſte unterstützt werden. In der Debatte spricht Dr. Lennhoff Berlin im Sinne wenn ich mich über etwas ärgere. Vors.: Ist es ganz ausantwortlichen Redakteur Genossen Scheibe rasch noch durch Ver- des Referenten und tritt namentlich für Einrichtung von Winterturen geschlossen, daß in Ihrem Laden über Ernst Winter gesprochen urteilung des Angeklagten zu 300 M. Geldstrafe zu erledigen. Es Präs: war in einer Nummer der Rhein- Westf. Arbeiterzeitung" behauptet und Kinder- Erholungsstätten ein. Auf Antrag Wendlandt worden ist? 3 cugin: Das ist ganz ausgeschlossen. Zeugin: Ganz oberflächlich. worden, der Sekretär Heßmann vom Amte Mengede habe dem Magdeburg wird im Anschluß an das Referat eine Résolution an- Stannten Sie den Ernst Winter? Polizisten Debus geboten, einen arbeitslosen fraufen Bergmann genommen, in der erklärt wird, daß der weitere Ausbau der Ich habe Frl. Caspary einmal mit ihm stehen gefehen und auf Retonvalescentenpflege mur möglich ist auf Grund einer Centralisation meine Frage hat mir meine Schwester Franziska gefagt, daß es Müller zu schlagen, der dort wegen Armen- Unterſtügung vorsprach der Kaffeneinrichtung am Ort und die Gründung von Kaffenverbänden Ernst Winter sei, den sie aus früheren Jahren kannte. Präs: Hehmann als Zeuge bestritt, daß er dem Polizisten solches ge- über den Bezirk der Aufsichtsbehörde. Sie wollen es bestimmt verneinen, daß die Persönlichkeit des boten habe, gab aber zu, gesagt zu haben, dem Müller Ernst Winter in Ihrem Laden zum Gegenstand eines Gesprächs könne eine Tracht Prügel nicht schaden. Und der Polizist Debus als gemacht worden ist? Zeugin: Das ist ganz entschieden Zeuge gab zu, den Müller gestoßen zu haben. Die Hauptsache war also bewiesen; das gab das Gericht in der nicht wahr!- Vorf.: Ist es möglich, daß irgend ein ähnliches Urteilsbegründung auch zu. Da aber das Tipfelchen fehlte, muß der Gespräch über eine andre Person stattgefunden hat und irrtümlich 3eugin: Nein, bestimmt nicht. socialdemokratische Redakteur bestraft werden. So will es die höhere auf Winter bezogen worden ist? Zeugin Franziska Meyer, Schwester der vorigen Zengin, erGerechtigkeit! flärt gleichfalls, daß die Angaben der Zeugen vollständig erfunden feien und fein Körnchen Wahrheit darin sei. Alles sei vollständig erdichtet. Ernst Winter habe sie als Mädchen vor zehn oder elf Jahren kennen gelernt, er verkehrte mit dem Bruder einer ihrer Freundinnen. Sociales. = Fräsdorf Dresden rügt unter lebhaftem Beifall der Versammelten, daß die Landes- Versicherungsanstalten zu geringe Buschüsse für die Genesenden- Pflege geben. Das liege daran, daß in den Landes- Versicherungsanstalten das Laienelement zu wenig Ein fluß habe. Die Vertreter des Laienelements müßten sich deshalb öfter vereinigen und beraten. Es wurde darauf unter Zustimmung zu dem Referat die Wendlandtsche Resolution angenommen und die Verhandlungen werden auf Dienstag vertagt. Vertreten sind heute 111 Kassen mit 1 654 278 Mitgliedern durch 184 Delegierte. Die Zeugen Meyer werden vereidigt. Im Anschluß hieran wird der Beschluß der 8. Straffammer bes Landgerichts Berlin I verlesen, durch welchen das Verfahren gegen die Familie Meyer wegen Meineids eingestellt X. Jahresversammlung des Centralverbandes der Orts- Krankenkaffen im Deutschen Reich. Hamburg, den 6. Oftober 1902. Mit der Frage der Arbeitslosen- Versicherung beschäftigte sich der Der Apotheker Steinmetz Leipzig eröffnete die Versammlung Nationalsociale Bertretertag" in Hannover am 5. Oftober. Lithograph mit der Verlesung der Liste der Einladungen, die an Storporationen, Tischendörfer, der Parade Arbeiter auf allen bürgerlichen VerBehörden, Kassen und Parlamente ergangen sind. Von den Fraktionen anstaltungen, die sich durch Harmonie und Verschwommenheit aus des Reichstags die sämtlich eingeladen sind, ist fein Vertreter er zeichnen, war Referent. Er stellte eine Reihe von Leitfägen auf, die worden ist. Es wird in dem Beschlusse u. a. darauf hingewiefen, schienen. Mit Ausnahme des faiserl. statistischen Amts, das durch jedoch alle das Wesen der Sache nicht treffen und denen man gut daß es an sich schon wenig wahrscheinlich klinge, daß die Familie Rat Dr. Meyer vertreten ist, haben sämtliche Reichsbehörden auf noch ein Duyend andrer von gleicher Bedeutung hinzufügen fönnte. Meyer, wenn sie wirklich Mitwifferin eines gegen Ernst Winter ges die Einladungen ablehnend geantwortet. Von den Hamburger Die Debatte drehte sich denn auch weit weniger um grund schmiedeten Mordplanes gewesen wäre, das sorgsam gehütete Ges Behörden lassen sich die Bürgerschaft, die Handelskammer und der sägliche Fragen als um die Schwierigkeiten der Ausführung einer heimnis in ihrem Laden in der geschilderten Weise verraten haben Arbeitslosen- Versicherung; es war eine Debatte um die Versicherungs- sollte. Außerdem seien in den Angaben der einzelnen Zeugen manche Dr. med. Paul Schenk- Berlin hielt einen Vortrag über das technik. Wan wählte schließlich eine Stommiffion, die auf der Grund- Unklarheiten vorhanden, fie differieren in den Zeitangaben über den von Thema: Alkohol und Krantenkassen", in dem er lage der Vorschläge Tischendörfers ein„ Program der Arbeitslosen ihnen bekundeten Vorfall, bei welchem es sich doch zweifellos um dieselben folgende Leitfäße aufstellte: 1. Vom Standpunkte der Vollsgesund Versicherung" aufstellen soll. Beobachtungen bandele, und deshalb erscheine die Sache nicht geheitspflege ist die Bekämpfung des Alkoholmißbrauches von gleicher nügend aufgeflärt. Genot vertreten. Auf eine Anfrage des Rechtsanwalts Dr. Hahn bestätigt Erster| Juden würden ihn noch reinlegen. Den Fleischdiebstahl habe er bei mindert wird. In dieser Höhe wird der Kredit auf die Dauer von Staatsanwalt Schweigger, daß gegen die Glaubwürdigkeit der seiner ersten eidlichen Vernehmung nicht aus Furcht vor Strafe, fünf Jahren gebunden mit der Maßgabe, daß nach drei Jabren in der Sache Matthäus Meyer aufgetretenen Zeugen durch die an- sondern nur deshalb verschwiegen, weil der Untersuchungsrichter ihn vom 1. Januar 1909 ab zwei Millionen zurückgezahlt werden mitifen. Die Rechte der Inhaber von Schuldverschreibungen gestellten Ermittelungen nichts erbracht werden ist. nicht habe weiter reben lassen. doch soll die Zustimmung der Es folgt die Verlesung des Protokolls über die Vernehmung Rechtsanwalt Dr. Hahn beantragt, auch die frühe en Aussagen soll nicht berührt werden, von Winter sen., dem Vater des Ermordeten, der sich hauptsächlich des Masloff zu verlesen zum Beweise dafür, daß sie mit dem Inhalt Obligationäre eingeholt werden zu dem mit den Bankiers der GeDer sellschaft abgeschlossenen Abfommet. Außerdem sollen sie auf das über Mangel an Eingehen des Kommissars Wehn auf seine Andes Artikels der Staatsbürger- Zeitung" übereinstimmen. ihnen zustehende Recht, wegen der Zusammenlegung des Sapitals soregungen imb fiber ichroffe Behandlung seitens des Genannten Kelage Gerichtshof entspricht diesem Antrage. führt. Der Kommnissar habe seiner Frau gedroht, sie wegen Staatsanwalt Sanzo w stellt durch Befragen des Kriminal- fortige Befriedigung oder Sid erstellung verlangen zu dürfen, verzichten. Am besten fährt wieder, wie durchweg bei den sogenannten Beamtenbeleidigung abführen zu lassen, obgleich sie sich nur sehr bes fomniffars Wehn fest, daß Masloff zuerst viel weniger ausgesagt Reorganisationen der letzten Zeit, die Hochfinanz. Den Aktionären scheiden und schüchtern geäußert habe. Seine( Winters) Mit- habe und sich seine Aussagen dann immer mehr verstärkt haben. teilungen an Bruhit hätten durchweg auf Wahrheit beruht. Mit dem Rechtsanwalt Dr. Hahn läßt sich durch den Ersten Staats- werden beträchtliche Opfer zugemutet, die Bankiers" aber erhalten Floßnieister Steinke hat Winter ein viertel oder ein halbes Jahr vor dem anwalt Settegast bestätigen, daß in dem Masloff- Prozeß die Ge- dura obiges Verfahren ihre Kredite sicher gestellt, ferner 2,2 Millioner Morde ein Gespräch gehabt, bei welchem Steinke ihm erzählt habe: schworenen bei einem abgehaltenen Pokaltermin einstimmig der An- Mark sogleich und 2 Millionen in drei Jahren zurückgezahlt. In einer Unterhaltung mit Eisenstädt habe dieser so sonderbare Ansicht waren, daß die objektiven Wahr..ehmungen, die Masloff an dem deutungen über die Schlachtfähigkeit des Ernst Winter gemacht, daß Lewyschen Steller gemacht haben wollte, nach den örtlichen Verhält Die Parteigenossen Berlins er dem letzteren vaten müsse, sich vor Eisenstädt zu hüten, da dieser nijfen möglich gelvefen feien. Dem Zeugen Kommissar Wehn wird von der Verteidigung nahmen gestern abend die Beridite entgegen über die Thätigkeit ihm feindlich gefimit sei. noch die Frage vorgelegt, ob er bei einer Gelegenheit die Angabe ihrer Be.trauenspersonen, der Prez, Lokal- und AgitationsDann erfolgten die Neuwahlen zu diesen Körpereines geugen mit einer spöttischen Bemerkung wie" Quatsch" oder fon miffion. dergleichen begleitet habe. Wie der Präsident mitteilt, sei gegen Eisenstädt, der Yeugnet, ein Gespräch dieser Art mit Steinke gehabt zu haben, ein Strafverfahren ivegen Meineides eingeleitet gewesen. Troy des guten Leumindes, dessen sich Steinke und Winter fen. erfreuen, ist das Verfahren eingestellt worden. da das gegen Eisenstädt vor handene Material zur Erhebung der Anklage nicht ausreiche. Es habe die Möglichkeit von Irrtümern in den Aussagen der Zeugen vorgelegen. " Präs.: Vielleicht ist Ihnen einmal der Stel Hochgestiegen und schatten, und ferner wurde über die Provinzialfonferenz sowie über den arteitag berichtet und diskutiert. Ueber die einzelnen VerSie haben sich zu einer solchen Aeußerung hinreißen lassen. janmmlungen liegen folgende vorläufige Berichte vor: Zenge: Das ist wohl möglich. Präs.: Ich muß sagen, daß jeder Mensch, der die Atten durcharbeitet, hin und wieder versucht ist, sich an den Kopf zu fassen und sich zu fragen: Was ist doch in der Welt alles möglich! Rechtsanwalt Sonnenfeld: Hat der Kommissar Behn nicht einem Gespräch sich dahin geäußert, er habe gerade in Stonis aufgehört, Antisemit zu sein? in In br Barteiversammlung des ersten Wahlkreises wurden als Bertrauens. nämner die Genossen Oppel und Weihnacht gewählt; in die Preßkommission: Strahl und ubat; Lokalfommission: Ege und Nehen; Agitationsfommission: Albin Als Revisoren fungieren Fischer, Strehlor schn frer. und Woldt. Es wird hierauf der vereidete Gerichtschemiker Dr. Bischoff bernommen, dem im Januar 1901 die Stleidungsstücke des Winter zur Untersuchung zugestellt worden sind. Er hat Blutflecke au der Die Partigenossen des zweiten Wahlkreises, die in großeit Weste nachgewiesen und ist der Ansicht, daß diese nicht durch flüssiges Zeuge We hit giebt zu, eine dahin gehende Bemerkung gemacht Saale der Bockbrauerei tagten, wählten, nachdem die ParteiBlut hervorgerufen feien, sondern den Eindruck machten, als ob auf funktionäre ihre Geschäftsberichte erstattet hatten, für das neue die Wefte Blut gekommen wäre, das sich schon im Zustande des zu haben, daß er in Konig andern Sinnes geworden sei. Angell. Bruhn wünscht vom Ersten Staatsanwalt Schweigger Geschäftsjahr zu Vertrauenspersonen die Genossen Scholz und leichten Gerinnens befand. Genau forrespondierend damit ſei ein zu wissen, welchen Glauben er wohl dem Zeugen Wieneke beimeſſe. 23 erner, zu Mitgliedern der Prestonmission die Genossen Fülle Blutfleck an dem Achselloch. Er habe sich ein Wild dahin ge Erster Staatsanwalt Schweigger: Dem Wieneke würde ich und köckeri, zu Migliebern der Lokalkommission die Genossen macht, daß man mit dem Zerteifen des Leichnams schen nicht ein Wort glauben. begonnen taben mag, als Winter den stod noch an hatte. Nach Verlesung der Aussagen der Frau Roß, der Frau Miastaff Polenzki und Wilhelm Möws. In die Brandenburger Was die übrigen Flecken an der unteren Weste mud auf der linken und andrer auf die Masloff- Affaire bezüglicher Zeugen wird die gitationskonission wirde Genosse Zinke delegiert. Zu Mitgliedern der Zeitungsi.mmnission wurden die Genossen Frig Vorderseite der Hosen betrifft, so seien diese verteilt gewefen und es näherin Anna No B. früher in Sonit, jetzt in Berlin, vernommen. Schäfer, J. Michelsen und Heilich, und zu Revisoren die gehörte Sorgfalt dazu, mit dem Mikroskop die erforderlichen Feft- Sie ist die Tochter der wegen Meincides verurteilten Frau Roß, die Geniessen Karl, Henning und Dähne bestimmt. Sie soll aus ftellungen zu machen. Er habe an vielen Stellen solche Sperma ept ihre Strafe in der Strafanstalt Rhein verbüßt. Die Versammlung für den dritten Wahlkreis im Gewerkschaftss flecke nachgewiesen. Es sei nicht anzunehmen, daß Kleider in diesem fagen können daß eines Abends die Polizei unter Führung des sehr zahlreich besucht. Mit Rücksicht auf die Zuſtande von einem anständigen Menschent längere Zeit ungereinigt Polizeikommiffars Blod mit blanker Waffe durchs Fenster in die hauſe war Wahlperiode wurden zwei Vertrauenspersonen weiter getragen werden könnten. Er halte es für wahrscheinlich, daß Wohnung ihrer Angehörigen eingedrungen sei und die anwesenden kommende Zu und die Spermaflede auf natürliche Weise in die Kleider gekommen, aber weiblichen Witglieder gezwungen gewesen seien, sich in entblößtem gewählt und zwar die Genossen Bohl und Hodi. nicht, daß fie nachträglich darauf gebracht worden seien. Die Ver Zustande den Bliden der Leute zu zeigen. Die Zengin be- Breßlon miffions-Mitgliedern wurden vorgeschlagen die Genossen teilung der Spermaflecke auf den Kleidern und besonders auf der tätigt dies nicht. Sie weiß mur, daß sie eines Abends Krawall und räcker und Voß. Gegen die Person des Genossen Kräder Weste spreche dafür, daß sie entstanden sind, als die Kleider dem Sepp- Hepp- Rufe auf der Straße gehört und, als sie danach schauten, die erhob Jahn Einspruch, der unter Hereinzerrung privater Verhält Bolizisten mit gezogenem Säbel auf den Hof eindringen gesehen haben. nisse des Genoien Kräcker diesem das Recht absprach, einen VerUeber dieses Thema äußert sich Dr. Bischoff auf eine Reihe von Is Winter ermordet wurde, sei sie bei Frau Hirsch im Lewyschen trauensposten zu bekleiden. Mehrere Redner, darunter auch Abg. Fragen der Verteidiger noch eingehender. Erster Staatsanwalt Sause als Auswärterin thätig gewesen. Es ist behauptet worden, eine, sprachen sich in der schärfsten Weise gegen dieses Verfahren Schweigger hält es nach dem ganzen Befunde der Kleider für daß Fran Lewy am Sonntag, 11. März, der Zeugin gesagt habe, Jahns, der nicht einmal etwas zu beweisen versucht habe, aus. ausgeschlossen, daß die Spermaflecken schon längere Zeit vor dem daß sie nicht in den Keller heruntergehen dürfe, um Stohlen zu Bei der namentlichen Abstimmung wurden in die Preßkommission Morde in den Kleidern gewesen seien. Für die Unterstellung, daß holen. Die Zengin bestreitet unter ihrem Eide, daß eine solche Sträcker und Voz delegiert. In die Lolalfommission wurden die Genossen Singe und Die Flede nachträglich angewischt sein könnten, habe die Untersuchung Menßerung der Frau Lewy gefallen sei. nicht den geringsten Anhalt Wordtage wie gewöhnlich um 8 1hr das Lewysche Haus verlassen eise, in die Agitationskommission der Provinz Brandenburg gegeben. Die Spermaflede rühren von Winter selbst her und feien und bis dahin nichts Auffälliges bemerkt. Sie sei am Montag früh Dimmid, zu visoren die Genossen Rappert, Schmidt in dem Augenblick in die Kleider gekommen, als er seinen Tod ge- in den Keller gegangen und habe dort aufgeräumt, sie habe dabei undosin gewählt. funden. auch in den Letrischen Steller hineinsehen können, aber nichts AufAngell. Bruhn: Ist dem Hercu Zeugen bekannt, daß die fälliges bemerkt. füdische Presse gleich nach dem Bekanntwerden des Mordes die An sicht verbreitete, daß; Winter bei Ausübung des Geschlechtsaltes ers mordet worden sei? Körper anlagen. Sie habe ant Hierauf wird die Sigung geschlossent und die Verhandlung auf Mittwoch 9 Uhr vertagt. Breffe" geweſen, kam ich nicht fagen, siber man jagte Aus Induftrie und Handel. Erster Staatsanwalt Schweiger: Ob dies„ die jüdische ziemlich allgemein, daß die Sache doch ziemlich flar liege, daß Winter bei Ausübung des Geschlechtsaktes ermordet sein dürfte. Rechtsantvalt Dr. Hahn: Ist nicht dieser Verdacht durch die Untersuchung sofort haltlos geworden? Im Gegenteil, die Nutersuchung ist zunächst nach dieser Nichtung hin dirigiert worden Rechtsanwalt Simons: Aber es hat sich doch ergeben, daß der Verdacht, der einen Verkehr Winters mit Frauenzimmern mit in den Kreis der Erwägungen zog, hinfällig wurde? Beuge: Ja! Bürgermeister De ditius bekundet auf Befragen, daß bei verschiedenen Frauenzimmern Nachforschungen angestellt werden seien. Rechtsanwalt Dr. Hahn: Kamen bei diesen Nachforschungen auch Frauenzimmer in Betracht, die in der Nähe des Mönchsees wohnen? Der Ort der That muß doch in der Nähe des Mönchsecs gewesen sein, denn es ist nicht anzunehmen, daß jemand die zerflückelten Leichenteile erst weit durch die Stadt nach dem See getragen haben tönnte. Erster Staatsanwalt Sd to eigger: Bierter Wahlkreis. Die Parteigenossen des vierten Reichstags Wahlkreises nahmen in der Königsbant", Große Frankfurter straße 117, die Serichte ihrer Vertrauensleute als auch die der Dele gierten vom Mindener Parteitage entgegen. Die sich daran anschließenden Neuwahlen ergaben das folgende Resultat: Zu Vertrauensmännern wurden einstimmig gewählt: vom Osten die Genossen Otto Franke und Paul Schneider, vom Südosten die Genossen HadelAls Revisoren ernannte die Versamm busch und Jöchel. lung für den Osten die Genossen Saudale, Hiefe. unath und Nahn, für den Südosten die Genossen Herm. Boigt, Berlin und Herm. Jäd. Ferner wurden gewählt: in die Lokalkommission vom in die Preßkomunission vom sten Genosse Büchner, bont Südosten Genosse Rich. Weise, Osten die Genossen Blume und Fris Zimmermann; vom Südosten die Genossen Hauschild, Sedler und Beer; in die Agitationskommission vom Osten Genosse Basewis, vom Südoften Genosse Karl Scholz. Berliner Handelskammer. In der am Sonnabend abend aba gehaltenen Sizing wurde nach Erledigung verschiedener Eingänge, Wahl von Kommissionen usw. verhandelt wie folgt: 1. Die Kammer beschließt, in der Regel jede Woche Freitag nachmittags 5 Uhr eine Sitzung abzuhalten. Die nächste Sigung wird öffentlich sein. 2. An den Wiinister der öffentlichen Arbeiten foll der Antrag gerichtet werden, in die Bezirks- Eisenbahnräte Berlin, Bromberg, Altona, Magdeburg und Erfurt je ein von der Handelskammer Berlin zu wählendes Mitglied und stellvertretendes Mitglied an berufen. 3. Von den Handelskammern zu Bremen, Hamburg und Lübed liegt ein Antrag vor, der die Haftung der Reeder aus dem Frachtvertrage betrifft. Gegenüber der eingeriffenen Praris, wonach die Haftung der Reeder durch Stonnossements- Klausein erheblich eingeschränkt wird, ein. Verfahren, wodurch wiederum die Verlader ihren Versicherern gegenüber in migliche Lage versetzt werden, ftellen jene Handelskammern, denen noch nicht eingegangen. bereits mehrere andere beigetreten sind, das Verlangen, daß diesen Die Berliner HandelsKlauseln ein Riegel vorgeschoben werde. Im fünften Wahlkreis inüpfte sich an die Berichterstattung vont Parteitage und von der Provinzialfonferenz eine längere Diskussion. Wahlen wurden nicht vorgenommen. Bom sechsien Wahlkreis war bei Schluß des Blattes ein Bericht Bürgermeister Deditius: zu der Nähe des Mönchices find fammer beſchließt, das Vorgehen der hanſeatiſchen Handelskautern Letzte Nachrichten und Depefchen. Nachforschungen Haus bei Haus abgehalten worden, auch bei Leuten init gutem Leunumd. Erster Staatsanwalt Schweigger: As die Kleider des inter aufgefunden waren, habe er sich zur linterſtügung Bolizei beamte aus Berlin kommen lassen, und es haben von 30 Polizeibeamten Tag für Tag sorgfältige Nachforschungen stattgefunden, es fei Haus für Haus abgesucht worden, es habe sich aber nichts ergeben. Erster Staatsanwalt Settegaft: Schon vor dem Auffinden der Kleider des Winter seien bei einer Unmasse von Personen Untersuchungen Haus bei Haus angestellt worden. Rechtsanwalt Simons: Der Herr Erste Staatsanwalt Schweigger hat gejagt, es sei eine befante Geschichte gewesen, daß es fich bei der Ermordung Winters um einen Frauenzimmer- all Handelte. Stellt sich der Herr Zeuge dabei auf den Standpunkt des Kriminalinspektors Braun, der da sagte: es stehe fest, daß der Merd auf diese Weise verübt worden sei? die int Zur französischen Bergarbeiterbewegung. Arras, 7. Oftober.( W. T. B.) Von 47 000 Bergarbeitern bes Kohlenbeckens Pas- de- Calais haben gegenwärtig 36 000 die Arbeit eingestellt. Der Kohlenarbeiterstreif in Amerita. Durchfall des Centrums in Mannheim. zu unterstügen. 4. Der Minister für Landivirtschaft hat in der Frage der Fleischverteuerung an die Landwirtschaftskammern Anfragen geMannheim, 7. Ottober.( Privat- Depesche des„ Vorwärts".) Bei richtet, die sich auf den Preisstand, Stonfumfähigkeit usw. beziehen. Es liegt ein Antrag vor, daß der Herr Minister für Handel und den heute vollzogenen Gemeindewahlen der zweiten Steuerklaſſe Gewerbe eine ähnliche Enquete durch Befragung der Handelskammern wurden gewählt von demokratisch- socialistischer Liste acht, der freiveranstalte. Der Antrag wird genehmigt. 5. In Erwägung, daß finnig- nationalliberalen zehnt Kandidaten. Das Centrum ist glatt nach§ 14 der am 1. Oftober d. 3. in Kraft getretenen Geschäfts- burchgefallen und verliert alle bisherigen Site. ordning das Rechnungsjahr mit dem Gewerbesteuerjahr zeitlich zujammenfällt, fotpie mit Rücksicht darauf, daß die Einziehung der Handelskammerbeiträge für das Geschäftsjahr 1902 noch nicht erfolgen konnte, wird der Befchluß vom 13. Juni 1902, für das laufende Salenderjahr 3% Proz. der Gewerbesteuer zu erheben, dahin er weitert, daß für das bis zum 31. März 1903 laufende Rechnungsjahr 5 Broz. der Gewerbesteuer als Handelskammerbeitrag erhoben New York, 7. Oktober.( W. T. B.) Durch den Befehl, durch wird. Die Erhebung der Beiträge wird durch die Gemeinden gleichzeitig mit der Einziehung der staatlich veranlagten Gewerbesteuer den die Nationalgarde einberufen wird, werden die beretts im für das vierte Salendervierteljahr 1902 erfolgen. Stohlengebiet befindlichen 3000 Mann zählenden Truppen um weitere Erster Staatsanwalt Schweigger: Das will ich natürlich Reorganisation der Helios- Elektricitäts- Attien- Gesellschaft". Die 7000 Mann verstärkt. Der Gouverneur begründet den Befehl damit, daß in mehreren Bezirken von Pennsylvanien Gesetzlofigkeit herrsche. nicht sagen. Es waren eben zwei Strömungen vorhanden; wie auf Berwaltung dieser Gesellschaft beruft auf den 28. Oktober eine Die Lage werde immer ernster. Die Truppen seien dazu bestimmt, der einen Seite gefagt wurde, es sei ein Judenmore, sagten die ordentliche Generalversammlung ein, die über die langgeplante die Arbeitswilligen, die Eisenbahnzüge und das Eigentum zu be andren, es sei ein Mord bei Gelegenheit eines Geschlechtsaftes. Nach dem Reorganisation der Gesellschaft beschließen soll. schützen und diejenigen zu verhaften, welche Gewaltthätigkeiten Rechtsanwalt Dr. Sahu fragt den Dr. Pischoff, ob sich an den jeyt in seinen Einzelheiten veröffentlichten plan follen begehen und Einschüchterungsversuche machen. Kleidern auch Blutflecke befanden, die ausgewaschen waren. Aftien zurückerworben worden, Dr. täcüft 1 250 000 20, Der Franff. 3tg." wird aus New York telegraphiert: Große AufBischoff: An einer Stelle schien es jo; das tann aber ein älterer Befig der Aktiengesellschaft für Elektricität- Anlagen find, im Fled gewesen sein, der gar nicht mit dieser Sache zusammenzuhängen Umtausch gegen die Glettricitätswerte in Reichenbach i. Sal. regung verursacht die Ankündigung, daß der Deltrust die Preise für Brennöl erhöht. Die Gasgesellschaften fönnen nicht mehr genügend braucht. Die erforderlichen Geldmittel sollen dadurch beschafft werden, daß Gas produzieren. Gestern wurden wieder eine Reihe weiterer Hieran reiht sich die Verlejung von Aussagen derjenigen Zengen, von den verbleibenden 18 750 Attien au 1000 m. zwei Fünftel Industrie- Etablissements geschlossen. Das Echagamt wies die Rollgleich 7500 Stüd in Gprozentige Vorzugsaktien mit dem Mordnacht verdächtige Beobachtungen Nemmiverte von 1500 m. mit bent Nechte auf vorzugsweise behörden an, bei der Einfuhr von Kohlen das größtmöglichste Entgegenkommen zu zeigen. Washington, 7. Oktober. Der Kommissar des Arbeitsamtes an dem Lewtschen Steller gemacht haben wollen. Darunter befindet Befriedigung im Fall der Auflösung der Gesellschaft un Des weiteren werden 834 Borzugsaktien sich die Aussage des Hauptbelasungszeugen wider Lewy, Arbeiters gewandelt werden. Bernhard Masloff, die er jizenden des Ausschusses der Grubenarbeiter Mitchell eine Botschaft nach seiner leberführung in zu je 1500 ausgegeben zum Zwecke der Erwerbung derjenigen Aftien right begab sich gestern nach Philadelphia und überreichte dem Bordie Strafanstalt vor dem Amtsgericht Graudenz abgelegt ber brei Elettricitätswerfe in Thorn, Landsberg, Altona- Blankenese, bes Präsidenten Roosevelt, in welcher letzterer fagt, daß er, hat. In Widerspruch zu seinen früheren Aussagen hat welche nicht im Besige der Gesellschaft sind. Auf diese Weise follen wenn Mitchell für schleunige Wiederaufnahme der Arbeit durch die jetzt Masloff bekundet, daß er am 11. März bereits nachmittags die Betriebsgarantien, welche die Gesellschaft den drei Werken gegen Grubenarbeiter sorgen wolle, eine Stommiffion einfegen werde, um ipazieren gegangen und in die Mauerstraße gelommen sei. Da das über übernommen hat, ihre Erledigung finden. Diejenigen Aktien, die zwischen den Grubenbejizern und den Arbeitern strittigen Fragen Thor des Lewyschen Hauses mur angelehnt gewesen, sei er auf den welche nicht in Vorzugsaktion umgewandelt werden, sollen eine Zu- zu prüfen und sein Bestes thun werde, um die Streitpunkte in Sof gegangen und habe durch die halbgeöffnete Stellerthür mehrere sammenlegung im Verhältnis von 4: 1 erfahren. Juden in dem Keller gesehen, darunter den Fleischermeister Eisenstädt Bisher ist von Mitchell noch keine Antiport eingegangen. Bei vollkommener Durchführung des Planes würden der Ge- lebereinstimmung mit den Beschlüssen der Kommission zu regeln. Aus Buffalo wird gemeldet: aus Brechlau, den Kaufmann Brünin, den Kantor Heimann und die sellschaft Barmittel im Betrage von etwa 4 Millionen Mark zuHandelslente Israelsti und Chrlich aus Stonis; auch den Vieh fließen. Es würde die Gesellschaft ein Stapital von 12,5 Millionen händler Joseph aus Stonitz und den Kaufmann Rosenthal aus Stamin Mart Vorzugsaktien und 2,8 Millionen Mark Stammattien erhalten; glaube er erkannt zu haben. Ais er diese Männer bemerkte, die Obligationsschuld würde sich auf etwa 113 Millionen Mark verhabe er sich in der linten Hofecke in einem Verschlage vermindern. Von den Inhabern der 4 Millionen Mark der legten Ausgabe stedt und mindestens eine Stunde dort gewartet. Bei feiner liegen bereits feste Zusagen vor, daß fie die auf sie entfallenden Bar Durch die Schaffung von VorzugsEntfernung vom Hofe seien die genannten Juden noch im zuzahlungen leisten werden. Steller geblieben. In der Nacht habe er dann die schon in den Vor- aftien und die Zusammenlegung soll der in der Bilanz freiwerdende prozessen eingehend erörterten, den Lewy schwer belastenden Be Betrag von etwa 13,8 Millionen Mark zunächst zur Beseitigung der Genf, 7. Oftober.( W. T. B.) An amtlicher Stelle wird mits obachtungen gemacht. Unter den Männern, welche aus dem Keller nunmehr 8,8 millionen betragenden Unterbilanz, und auf den Hof getreten jeien, habe er den alten Lewy und den der Neft zu weiteren bichreibungen und zu Südstellungen verwendet geteilt, daß die meisten Gewerkschaften den allgemeinen Ausstand Kaufmann Brünn erkannt. In früheren Aussagen hat Masloff diese werden. Mit den Banfiers der Gesellschaft sind Vereinbarungen getroffen befchloffen haben. Der Tag, an welchem die Arbeit eingestellt werden Thatsachen nicht mitgeteilt; als Grund dafür giebt er an, daß seine worden, wonach die Vankschuld von 9,2 Millionen teils durch Bar- soll, wird in einer Versammlung der Gewerkschaftskomitees am Frau ihm gesagt habe, er solle nicht so viel reden, denn die vielen zahlungen, teils durch Hingabe von Werten auf 7 Millionen ver- Mittwochabend festgesetzt werden. die in der Wie versichert wird, hat Mitchell zu dem Vorschlage des Präfidenten Noosevelt in der Stohlenfrage eine ablehnende Haltung eine genommen. Southport( Lancashire), 7. Oftober. Die hiesige Grubenarbeiter- Vereinigung hat hente beschlossen, den amerikanischen rubenarbeitern, die sich im Ausstande befinden, eine Beisteuer von 1000 fund zu gewähren. Berantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzn 1Beilage u. Unterhaltungsblatt, 15 Nr. 235. 19. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. neun 2 Mittwoch, 8. Oktober 1902. trachten sollten. Allerdings mag auch Morgan ein geschäft- Jahresabschlusse beliefen sich die Gesamt Einnahmen der Anliches Interesse an der Beilegung des Streits haben. Aus stalt auf 9 290 268 M., darunter über sieben Millionen Beiträge. den neuesten Meldungen geht hervor, daß er zu Vermittelungs- Die Ausgaben auf 10 548 903 m., darunter 5,87 Millionen für versuchen bereit zu sein scheint und daß, falls diese nicht zu einer Vermögensanlagen, 2,67 Millionen für Renten und 974 164 M. für Die Banglafer nahmen in ihrer Versammlung am Montagabend entſclofen jei, den Kongreß in besonderer Session zu berufen und abſchluſie noch über 55 Millionen Mark, während der Barbestand baldigen Beilegung des Streiks führen, der Präsident Roosevelt fest Heilverfahren. Der Bestand an Wertpapieren betrug am Jahresden Bericht der Lohnkommission über die mit den Arbeitgebern ge- demselben als Wohlfahrtsmaßregel in dringendem öffentlichen Interesse einen Fehlbetrag von nahezu 894 000 M. aufiveiſt. Die Zunahme pflogenen Verhandlungen entgegen. In der betreffenden Sigung die vorläufige Beschlagnahme der Gruben zu unterbreiten, der Anstaltsgeschäfte läßt recht deutlich der im Laufe der letter waren die Arbeitgeber den Wünschen der Arbeiter mur in ganz geringem Maße entgegengekommen, nichtsdestoweniger laffen, bis eine Verständigung mit den Grubenbefizern erzielt 1891 betrug die Zahl der Beamten nur zwanzig! um dieselben unter Staatsaufsicht bearbeiten zu Jahre auf 131 öpfe angewachsene Beamtenförper erkennen; hielt es die Kommission in Anbetracht der allgemeinen Verhältnisse für das beste, wenn der vereinbarte Vertragsentwurf an worden sei. Die Berichte aus Washington wie aus den Kreiſen der Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sizung genommen würde. Punkt 1 desselben, welcher besagt, daß kein großen Kohlenmagnaten lauten so widersprechend, daß es nur schwer am Donnerstagabend 5 1hr u. a. mit folgenden Gegenständen der Zwang zur Ausführung von Accordarbeit ausgeübt werden darf iſt, die wirkliche Lage zu überblicken. Offenbar fämpfen die ver- Tagesordnung zu befassen: Sechs Numuralisationsgesuche. Wahl und diese selbst nicht über schiedenartigsten feindlichen Strömungen gegeneinander. Die Presse je eines Mitgliedes: in das Kuratorium zur Verwaltung der Heimdehnen ist, fand Annahme. Dagegen wurde die Fassung über die Ninginteressen vertretenden, greifen den Kohlenring an und sehen und die öffentliche Gesundheitspflege, in die Direktion des Märkischen Stunden täglich auszu- ist ebenso geteilt. Fast sämtliche Blätter mit Ausnahme der direkt tätten, in die Deputation für die städtischen Krankenanstalten Regelung der Lohnsätze abgelehnt. Es war wieder ein Staffeltarif vorgeschlagen, und zwar sollten erhalten wie früher: die besseren selbst in Morgans Juterventionsanerbieten ebenso wie in seiner Provinzial- Museums, in die Deputation für die innere Ausschmüdung Arbeiter 56 Pf., die minder leistungsfähigen 50 Pf. und die im scheinbaren Sorge für die Armen nur einen Vorwand. des Rathauses, in die Deputation für Statistik und in die Sanitätsersten Jahre nach beendeter Lehrzeit stehenden jungen Gehilfen 45 Pf. pro Stunde. Obige Säße sollten vom 1. August nächsten Jahres ab Kommission Berichterstattung über die Vorlagen, betreffend: die auf 60 refp. 55 und 50 Pf. erhöht werden. Die Versammlung beder städtischen Heimstätten für Genesende. schloß: In allen Werkstätten, wo noch der Saß von 45 Pf. gezahlt Vorlagen, betreffend: die Berlegung der Mädchen aus Mädchen Fortbildungsschule der Alten wird, ist, falls sich die Arbeiter dieser Werkstätten damit einver- Die Generalversammlung des Bundes deutscher Frauenvereine Jakobitraße 33 nach der Küraffierstraße 23,- die Nachstanden erklären, die Arbeit niederzulegen; in den übrigen Werk- beschloß dahin zu wirken, daß zur socialstatistischen Abteilung des weisung der Flammen der öffentlichen Beleuchtung und des ftätten wird weitergearbeitet. Begründet wurde dieser Beschluß Kaiserl. statistischen Amtes Frauen sowohl als Beamte wie als Umfanges der Gaserzeugung und des Gasverbrauchs während des mit der grundsätzlichen Abneigung gegen Staffeltarife überhaupt; Mitglieder des Beirates zugelassen werden. Daß die Bulaffung als Vierteljahres April- Juni 1902, die Jahresabschlüsse für 1901: der zum mindeſten aber seien zwei Lohnklassen als völlig genügend an- Beamte gerade bei dieser einzelnen Behörde besonders gefordert Verwaltung der Markthallen, des Viehmarktes, des Schlachtzusehen. Von einer Durchberatung der übrigen Punkte des Entwurfs wird, erscheint uns als Kleinigkeitskrämerei, sobald man einmal die hofes, der Fleischbeschau auf dem der Fleischbeschau auf dem Schlachthofe und der nahm die Versammlung hierauf Abstand. Zulassung der Frauen zu jeder wissenschaftlichen und amtlichen Fleischbeschau für das das von außerhalb eingeführte Fleisch der Zuziehung von Frauen zum Beirat dieses Amtes ist dagegen Berichterstattung des zur Vorbereitung der Neuwahl von zwei un Thätigkeit nach Maßgabe der Befähigung erhebt. Die Forderung sowie des Verwaltungsfonds der Sparkasse nebst Anhängen, ganz berechtigt. befoldeten Stadträten eingefeßten Ausschusses. BerichtDie Versammlung beschäftigte sich weiter mit der Prostitutions- erstattung, betr. die Wahl von 4 Stadtverordneten und 4 Bürgerfrage und forderte die Abschaffung der Reglementierung. Dazu deputierten in die neu zu bildende Deputation für die Verwaltung Näheres in der am Donnerstagabend 8 Uhr im Englischen fichen Mißgriffe auf Grundlage des§ 361, Biffer 6 des Reichs- Rechnungsfachen, eines Mitgliedes in die Deputation zur Verwaltung wurde noch beschlossen: In Anbetracht der sich häufenden polizei- der König Friedrich- Stiftung, eines Mitgliedes in den Ausschuß für Garten", Alexanderstr. 27 e, stattfindenden öffentlichen Versammlung. Strafgesegbuchs erklärt der Bund deutscher Frauenvereine diefen der Bark, Garten- und Baumanlagen, sowie eines Bürgerdeputierten Deutscher Buchbinder- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Paragraphen, der ein Ausnahmegesez für das weibliche Geschlecht für die Deputation der städtischen Frrenpflege. Neubauten im Zoologischen Garten. Auf Anregung des LandKartonarbeiter und Arbeiterinnen! Nach viertägiger Dauer ist der Streik bei der Firma Geißler zur Zufriedenheit der beteiligten Kollegen erledigt worden. Zuzug ist nach wie vor von der Firma M. Beck, Adalbertstraße 59, fernzuhalten. Vermehrung der Mitglieder des Kuratoriums Hus der Frauenbewegung. An dem beendeten Streit bei Frost u. Söhne waren nicht nur enthält, für eine Schmach der gesamten deutschen Frauenivelt. Graveure und Eiseleure, sondern auch was in unserm gestrigen Die zahlreichen Verhaftungen unbescholtener Frauen beweisen, Bericht nicht angegeben ist Schloffer, Dreher, Gürtler 2c. be- daß jebe Frau einer unipürdigen Polizeiwillkür preisgegeben wirtschaftsministeriums und auf Grundlage eines Vertrages mit teiligt. Die Vereinbarungen, auf deren Grund der Streik beendet ist und die Polizei, welche dem Schuße und der Sicherheit diesem Ministerium wird im Zoologischen Garten eine neue maleworden ist, sind getroffen zwischen der Firma auf der einen Seite der Bürgerschaft dienen soll, wird durch diesen Paragraphen zu einer rische Baugruppe errichtet werden. Die eine Hälfte der ge und dem Centralverband der Graveure und Eiseleure sowie der Gefahr für die weibliche Hälfte des Volkes. Der Bund deutscher planten Gesamtanlage, die zunächst nur ausgeführt werden soll, hiesigen Ortsverwaltung des Metallarbeiter- Verbandes auf der andern Frauenvereine hält es daher für die unabweisbare Pflicht jedes iſt, wie die„ D. Bauztg." meldet, nach den Verein Seite. Es ist zu hoffen, daß die Vereinbarungen einen dauernden beutschen Ehrenmaunes, folidarisch mit den deutschen Frauen bon beimisches Zuchtvieh, wie Rindvieh, Pferde, Efel 2c. zu barungen mit deni Ministerium dazu bestimmt, ein= Frieden in der Fabrik verbürgen. den gesetzgebenden Körperschaften die Beseitigung dieses Paragraphen zu verlangen." züchten und die Züchtung zun Gegenstande des Studiums für Gymmasten, Realgymnasien, Ober- Realschulen und Realschulen für gegen den Tiergarten gruppieren soll, sind die beiden hier vorGefordert wurde ferner die Zulassung der Mädchen zu allen Interessenten zu machen. In die Anlage, die sich um den Ausgang naben. Ein Antrag, eine Petition für Zuziehung von Frauen zu baß sie außer dem Kassenraum zusammen sieben fleine Wohnungen den Schulaufsichts- Behörden an die Einzelparlamente zu richten, enthalten. Für die vom Architekten Fris Gottlob entworfenen handenen Thorgebäude einbezogen, die so erweitert werden sollen, wurde einer Kommission zur Ausarbeitung überwiesen, ebenso ein enthalten. Antrag, der das Studium der Frage der Mutterschaftskaffen wünscht. Bauten ist märkische Backsteinarchitektur mit Giebeln und Türmen beschloffen: Zur Frage des Frauen- Stimmrechts wurde mit großer Mehrheit gewählt. Die Baukosten sind auf etwa 235 000 m. veranschlagt; der zunächst auszuführende Teil wird etwas über 100 000 wr. beanspruchen. Der Ausstand der Rollkutscher vom Anhalter Bahnhof sollte am Dienstagmittag Gegenstand von Verhandlungen zwischen Vertretern beider Teile sein. Die Verhandlung hat, wie uns mitgeteilt wird, fein Ergebnis gehabt, weil der Vertreter der Arbeiterorganisation Deutsches Reich. nicht anerkannt wurde. Gewerkschaftliche Arbeitslosenzählung. Das Gewerkschaftskartell in Frankfurt a. M. hat bei dem Magistrat angefragt, ob er eine Arbeitslosenzählung vornehmen will. Wenn der Magistrat ablehnt, will das Gewerkschaftskartell sofort selbst die Arbeitslosenzählung in Angriff nehmen, wozu Gewerberat Kliever seine Unterstüßung zu gefagt hat. Das Gewerkschaftskartell in Magdeburg hat beschlossen, am ersten oder zweiten Sonntag im November eine Arbeitslosenzählung vorzunehmen. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gange. Ueber die Tischfabrit von Curt Winkler in Finsterwalde ist die Sperre verhängt, da der Arbeitgeber mehrere Arbeiter gemaßregelt hat. ständnis für den Gedanken des Frauen- Stimmrechts nach Kräften Es ist dringend zu wünschen, daß die Bundesvereine das Verfördern, da alle Bestrebungen der Bundesvereine erst durch das Franen- Stimmrecht eines dauernden Erfolges sicher sind." Str.-G.-B. bildet die Meldung, daß an demselben Tage abends eine Eine Illustration zu dem Protest gegen den§ 3616 des Delegierte, Frau Hilde v. D. aus Berlin, auf dem Wege zum Sigungsfaale von einem Polizisten auf der Straße verhaftet worden ist, weil sie auf der Straße so langfam gegangen sei". Nach Feſt stellung ihrer Persönlichkeit wurde sie ohne Entschuldigung entlassen. Lokales. Folgen der Arbeitslosigkeit. Die Zunahme der Ueberweisungen an das Arbeitshaus, über die wir bereits berichtet haben, ist in den letzten Monaten so bedeutend gewesen, daß es der Verwaltung lieferung kommenden Personen ordnungsmäßig einzukleiden und den eine Zeit lang sogar nicht mehr möglich war, sämtliche zur Einnotwendigen Wechsel der Kleider und Betten durchzuführen. Die Mittel, die hierfür im Etat für 1902 vorgesehen waren, haben sich ſehr bald als völlig unzureichend erwiesen, weil die ArbeitshausFrequenz schon gegen Ende dieses Sommers um etwa 600 Stöpfe über Ein Metallarbeiterstreit ist in den Köln- Lindenthaler Metalldie Erwartung hinausging. Infolge dessen ist bereits jetzt durch die werken ausgebrochen. Im Streit befinden sich 400 Arbeiter. Der Beschaffung der Kleider und Betten eine Etatsüberschreitung um 9000 Ausstand hat, nach den vorliegenden Zeitungsberichten, eine eigens Mart notwendig geworden, für die der Magistrat die Stadtverord= artige Ursache. Seit einem halben Jahr wurden in der Fabrik fortneten um ihre Zustimmung ersucht. Eine Abnahme der Frequenz gefeßt Diebstähle an Material ausgeübt. Die Arbeiter hatten sehr Die Auflösung des Provinzial- Parteitages der Mark Brandenburg fei, so fügt der Magistrat hinzu, nach den zahlreich vorliegenden noch zu leiden, weil man in ihren Reihen die Schuldigen suchte. Von den will der Stellvertreter des Polizeipräsidenten, Geheimer Ober- innert sich bei dieser Silage univillkürlich der Haltung, die der Magistrat unerledigten Ueberweifungsbeschlüssen noch nicht abzusehen. Man erArbeitern vorgenommene Nachforschungen ergaben jedoch, daß einige An- Regierungsrat Friedheim, ebensowenig wie die Entfernung der und die freisinnige Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung im gestellte und Meister die Diebe waren. Ein Meister ist deshalb kürzlich Frauen als unberechtigt anerkennen. In dem Bescheid auf die vorigen Winter gegenüber dem die Arbeitslosigteit beauf Verlangen der Arbeiter entlassen worden, die Direktion stellte ihm aber Beschwerde des Vorsitzenden des Provinzial Parteitages heißt es: treffenden Antrage der socialdemokratischen Stadtverordneten eingeein gutes Zeugnis aus. Auch bei andren Meistern wurden Gegen- Allerdings habe Schubert die Sigungen des Provinzial- Parteitages nommen haben. Damals sollte ja wohl von einer außergewöhnlich ſtände aus der Fabrik gefunden. Die Direktion ging aber gegen als öffentliche" angemeldet. Indessen seien die Versammlungen großen Arbeitslosigkeit nichts zu merken sein. diese nicht vor, dagegen wurden drei Arbeiter, denen nichts bewiesen thatsächlich von der Agitationskommission veranstaltet, in deren Auftrag werden konnte, als Spizbuben verdächtigt. Die Arbeiter sind über Schubert als Mitglied der Kommission bei der Anmeldung gehandelt diese Vorgänge ſehr entrüftet und wollen die Sache der Staats- habe. Die Agitationskonuniffion ſei ein politiſcher Verein. Deshalb ft, berichtet das„ Zelt. Streisbl.": Der Verein hatte feine anwaltschaft anzeigen. Es wird auch noch über andre Mißstände unterlägen auch alle von ihr veranstalteten Zusammenfünfte der Mit getlagt, unter andrem darüber, daß den Arbeitern der Besuch einer glieder und Dritter der Beschränkung des Gesetzes, nach der Frauensbestimmten, neben der Fabrik liegenden Wirtschaft selbst nach Feier- personen" den Versammlungen und Sigungen solcher politischen abend verboten wird. Die Streifenden wollen den Kampf gegen Vereine nicht beiwohnen dürfen. dieſe Mißstände bis zum Aeußersten durchführen. In der Fabrik arbeiten noch 102 Personen. leber ein unangenehmes Malheur, das dem tonservativen Teltow Beestow- Stortower passiert ist, " des Fabrikinspektors gelang es, eine Einigung herbeizuführen, Gei Merele verwehrt Frauenspersonen, Schülern unb. 3 Kriminalpolizei hielt unter ihren alten Bekannten Umschau, wer wohl der beide Teile Entgegenkommen zeigten. Ausland. Ausland. des Vereinsgefeges verwehrt Frauenspersonen, Schülern und Lehr lingen"„ Versammlungen und Sizungen politischer Vereine" bei zuwohnen. Eine öffentliche Versammlung wird nicht dadurch eine daß auch Mitglieder eines Vereins " Mitglieder am Montag zu einer Besprechung, die vertraulicher Natur war, nach der Victoria- Brauerei einberufen. Es wurde beschlossen, den weiteren Ausschuß zum 20. Oktober zu einer Sigung einzu Sonntag, den 31. August, sei gerechtfertigt gewesen. Denn nachdem Tagesordnung geſetzt werden sollen. Auch die Auflösung der noch nicht eröffneten Versammlung am berufen, in der die Reichstags- und Landtagswahlen" auf die Aus der letzten vertraulichen dem Polizeibeamten Sie Anmeldungsbescheinigung vorgelegt war Sißung waren auf bisher unaufgeklärte Weise Dinge in die Holzarbeiter. Der Betrieb der Firma Kempf u. Geiger in und ein Gesangsvortrag, welcher die Versammlung programmmmäßig effentlichkeit gefommen, die den Vorsitzenden veranlaßten, Mühldorf am Inn( Bayern) ist, wie wir bereits mitteilten, gesperrt. einleiten sollte, begonnen hatte, habe er diese Thatsachen für aus der Sache auf den Grund zu gehen. Als derselbe die zur Dieselbe Firma fucht jetzt auch für ihre Fabrik in Neuforg im reichend erachten tönnen, um den Beginn der Versammlung anzusamentoilette führende Thür des Sigungszimmers öffnete, Fichtelgebirge durch Zeitungsinserate Tischler und Maschinenarbeiter. nehmen." Seitens der Arbeiter wird mitgeteilt, daß in Neuforge durchaus fein stand hinter derselben, wie uns geschrieben wird, ein fremder Mangel an Arbeitern herrscht und daß in dem genannten Betriebe so viel Irrungen enthält er. Soviel Anführungen der Bescheid des Polizeipräsidenten enthält, ann mit Bleifeder und Papier, der sich als ein Reporter die Löhne ungewöhnlich niedrig sind, weshalb die Holzarbeiter ge- Verein. Wäre sie aber auch ein Verein, so würde doch der ProDie Agitationskommission ist fein Schäfer aus der Albenslebenstraße entpuppte. and warnt werden, auf die Inferate hineinzufallen. Ein Kriminalroman. Aus der alten Liebermanischen Pfandleihe vinzial- Parteitag niemals eine Versammlung oder Sigung" diefes wurden, wie wir berichteten, vor einigen Tagen von Einbrechern für Der Schneiderstreit in Kempten ist beendet. Der Vermittelung Vereins fein fönnen, felbst wenn nicht Genoffe Schubert, sondern 15 000 M. Goldsachen und besonders Brillanten gestohlen. Die die Versammlung einberufen hätte. der Thäter sein oder bei der Sache beteiligt sein fömute. Der erste Verdacht richtete sich gegen den Einbrecher Schütte, der aber nicht gefunden werden konnte. Da entdeckte man in der Borsigstraße Der Streik der Safenarbeiter von haben ihren Unternehmern beiwohnent Gäbe mant dent Polizeipräsidenten felbſt dehnung. Die Kutscher der Lastfuhriverte ihr einen Baron von Möllendorf", der sich in dem Hause Nr. 8 mitgeteilt, daß sie waren, die von Streifbrechern verladen sind, nicht daß§ 8 Abs. 3 des Vereinsgesetzes zu Recht bestehe, daß ferner fagen fonnte, wovon er lebte. Da der Herr Baron eine auffallende 3u, eine prächtige Wohnung eingerichtet hatte und von dem niemand before, webben. Der Streit richtet sich nicht gegen die Needer die Agitationstommiffion ein politischer Verein sei, baß endlich die Nehnlichkeit mit dem verschwundenen Schütte aufwies, jo murbe und Staufleute, fondern gegen die Zwischenmternehmer, die Stauer. Kommission den Provinzial- Parteitag einberufen habe, so wird man er auf Schritt und Tritt scharf beobachtet. Da zeigte sich denn, daß Diese beherrschen den Hafen; sie haben sich als die Besitzer der doch soweit nimmer gehen können, die aus etwa 100 Teilnehmern er einige foftbare Sachen versetzte und daß er in Verbindung stand großen flachen Lastfähne ein Monopol geschaffen und sich damit selbst bestehende öffentliche Versammlung des Provinzial- Parteitages, die mit einem Herrn Ostar b. Bergen", der mit seiner Geliebten Lona Sie Kaufherren tributpflichtig gemacht. Nun haben aber die Arbeiter von einem aus der Mitte der Teilnehmer gewählten Bureau geleitet Hildebrandt in der Zimmerftr. 57 in Saus und Braus lebte. Herr eine Widerstandsvereinigung und eine Kooperativgenossenschaft ge- wird, für eine Sigung" oder" Bersammlung" der aus 10 Mit v. Vergen", in bem bald ein mehrfach vorbestrafter Einbrecher Moris gründet und verlangen die Beseitigung der Zwischenunternehmer, bie gliedern bestehenden Stommiffion zu erachten, denn das hieße eine Goldbart festgestellt wurde, war augenblicklich mit seinem Schwager ihnen mehr als die Hälfte des von den Reedern gezahlten Lohnes logische Unmöglichkeit als vorhanden annehmen. Diese Unmöglich- Moris Kaffelfraut aus der Brunnenstraße verreist. 2ona, die er vorenthalten. Die Arbeitskammer hat sich mit einem Schreiben an feit hat auch die Polizeibehörde von Berlin feit 1892, allein zurückgelaffen hatte, wußte mitzuteilen, daß ihr Freundchen die Needer gewandt; diese haben aber in ablehnendem Sinne ge- also zehn Jahre hindurch, als Unmöglichkeit erkannt und v. Bergen nach Leipzig und Hamburg gefahren sei. Währenddessen antwortet. Die Arbeiter verlangen ferner das Eingreifen der demgemäß niemals bis zu diesem Jahre der Zulassung der Frauen vertrieb sie sich die geit tagsüber in der Friedrichstraße und des Regierung. zum Provinzial- Parteitag etwas in den Weg gelegt. Es ist diese Nachts in Cafés. Dabei stach fie alle Rivalinnen burch Abweichung von der logisch zutreffenden Auslegung der Thatsachen die Softbarkeit ihres Schmuutes aus. Ihr Ostar hatte ihr und der Geſetze un ſo ſufälliger, are dieselbe por gibehörde in echte Brillanten berehrt, Brillanten aus der Liebermannschen hab von Mitgliedern des politischen Vereins Bund der Landwirte" in fam ein Telegramm aus Hamburg nach der 8immerftr. 57. Dstar diesem Jahre die Anwesenheit von Frauen auf der Versammlung leihe, wie die beobachtenden Kriminalbeamten bald erkannten. Dann im Cirkus Busch ungehindert zugelassen hatte. Es ist selbst- fragte feine Zona:„ Kann ich kommen oder haben sie Lampen?" verständlich von dem Bescheid des schlecht unterrichteten stell- Diese Depesche erhielt aber nicht Zona, sondern die Kriminalvertretenden Polizeipräsidenten an den besser zu unterrichtenden polizei, die scharf beobachtete. Sie telegraphierte Herrn b. Bergen Die gestern von uns gebrachte Mitteilung, daß Präsident Roosevelt Oberpräsidenten Beschwerde eingelegt. zurück:„ Komm, haben keine Lampen!" Ahnungslos tam Herr einen erneuten Versuch zur Beilegung des Streits machen werde, wird in den heute eingelaufenen telegraphischen Nachrichten wiederv. Bergen wieder nach Berlin, nachdem er mit seinem Schwager Die Landesversicherungs- Anstalt Berlin bringt socben ihren Ver- feinen Anteil an der Liebermanischen Beute in Leipzig und holt und weiter ausgesponnen. Nicht sehr wahrscheinlich flingt eine waltungsbericht für das Rechnungsjahr 1901 zur Versendung. Der Hamburg zum größten Teil versetzt hatte. Die Kriminalpolizei Weldung, wonach der Bergarbeiter Führer Mitchell damit einversteten Zunahme der Dienstgeschäfte entsprechend repräsentiert derfelbe ließ ihn ruhig nach Hause geben, nur daß ihm einige Beamten hatte. Die S standen sein soll, daß Morgan die Entscheidung in der Streitfrage schon einen stattlichen Band von 140 Seiten, auch sind ihm diesmal auf dem Fuße folgten. Dasselbe Geleit erhielt Staffeltraut nach zwischen den Arbeitern und den Grubenbesitzern fällen soll. Es mehrere graphische Tafeln, zum Teil in farbiger Ausführung, bei- feiner Wohnung in der Brunnenstraße. Lona war zwar etwas scheint denn doch nicht verständlich, daß die Arbeiter den gegeben, welche im Interesse einer besseren Beranschaulichung der überrascht, doch aber hoch erfreut, ihren Datar so bald wiederzuKapitalmagnaten als den Manu ihres Vertrauens be- statistischen Resultate init Beifall begrüßt werden dürften. Nach dem sehen und noch dazu mit so viel Geld! Bevor sie aber noch dazu In Como( Italien) ist ein neuer Weberstreit zum Ausbruch getommen, an dem 2100 Personen beteiligt sind. In Gubbio( Umbrien) streiken seit dem 1. Oftober einige Tausend Landarbeiter, sie verlangen neue Kontralte. 906. Der Kohlenarbeiter- Streit in Amerika. Die Linckesche Operette Lysistrata" steuert, mit einem Ueberfluß von Kalauern gewürzt, der 200. Aufführung entgegen. fam, ihn zu fragen, weshalb er schon so früh gekommen fei, fand man ihn allein ließ, Wertgegenstände in seine Taschen verschwinden von beispielloser Geschicklichkeit wie von einem enormen Kraftvermögen. das Wiedersehen eine unangenehme Störung. Herr v. Bergen zu lassen. Vorgestern, Montagnachmittag, hatte er in der Borsig- Weiter nennen wir aus dem Programm die bunte Mufitantenwurde unverzüglich nach dem Polizeipräsidium geholt und Lona mußte straße eine Uhr gerade wieder aufgehängt und wollte mit dem truppe der Savonas und die australische Koloratursängerin Florence ihm folgen. Am Alexanderplay fanden sich zur selben Zeit auch die Herren Lohne von dannen gehen, als der Wohnungsinhaber sah, daß vom Esdale. Borzüglich sind die Kunstradfahrer Elliots, eine Gesellschaft, v. Möllendorf alias Heinz Schütte und Moris Kasselkraut auf be- Vertiko eine silberne Figur verschwunden war. Einem Schutz der auch zwei Kinder im zarten Alter angehören. Dies kleine Paar sondere Einladung ein. Die Herrschaften wollten von einem Ein- mann übergeben, bestritt Knifling zunächst, die Figur sich hat es auf dem Fahrrad ebenfalls weit gebracht; die Frage aber, bruch bei Liebermann nichts wissen, als was in den Zeitungen augeeignet zu haben, räumte es dann aber ein. Er ob es an sich angebracht ist, so fleine Geschöpfe öffentlich auftreten ſtehe. Als man ihnen jedoch die in der Wohnung in der Borsig- hatte sie unbemerkt in die Tasche gesteckt. Dem Verhafteten werden zu lassen, möchten wir nicht ohne weiteres bejahen. straße und bei Lona Hildebrandt unterdessen beschlagnahmten eine ganze Reihe solcher Diebstähle zur Last gelegt. Kostbarkeiten zeigte, gaben sie schließlich klein bei. Goldbart und Ein Streit um die Beute verriet zwei Einbrecher, die in der seinem Schwager wurden das bare Geld und die Pfandscheine ab- Nacht zum Montag aus dem Tuch- und Puzfedern- Geschäft von Zeugengesuch. Am 25. Juli, einem Donnerstage, entstand vor genommen. Ein Teil der Wertsachen aber wollte nicht zum Vorschein Sieg mnnd Hahn in der Poststraße für 600 bis 700 M. Waren dem Hause Königstr. 24 eine Ausschreitung, bei der einer der Bekommen. Erst auf Zureden des verhörenden Kriminalkommissars stahlen. Die Hausdiener Gustav Wiefing und August Schulz waren teiligten von seinem Gegner vor die Brust gestoßen wurde. Einer gab Schütte das Versteck an. Er hatte einen Teil seiner Beute im früher in dem Hahnschen Geschäfte thätig gewesen und kannten daher alle der Zuschauer rief dem Geschlagenen zu, sich eine derartige BeTiergarten vergraben. Kriminalbeamte fuhren mit ihm hinaus und Räume. Nachdem sie nun schon länger außer Stellung gewesen waren, handlung doch nicht gefallen zu lassen. Dieser bisher unbekannt fanden die Kostbarkeiten an der bezeichneten Stelle, in einem Ge- beschlossen sie, durch einen Einbruch sich wieder Geld zu verschaffen. gebliebene Mann, anscheinend ein Arbeiter, wird dringend ersucht, siräuch in der Nähe der Elchgruppe. Schütte gestand auch, bei als aber bei der Verschärfung der Beute einer den andern zu über- feine Adresse auf dem Postamt 19 in der Beuthstraße unter der wiederholten Einkäufen in der Pfandleihe den Einbruch ausbaldoiert vorteilen versuchte, gab es Streit. Hieraus ersah ein Trödler, daß Chiffre S. B. 40 niederzulegen. Auslagen werden gern vergütet. und dann mit seinen beiden Freunden den Plan näher ausgearbeitet es bei dem Handel nicht mit rechten Dingen zugehe, und holte die zu haben. Die ganze Gesellschaft wurde heute dem Untersuchungs- Polizei. So wurden die Einbrecher verhaftet. Sie wollen es nun richter zugeführt. Aus den Nachbarorten. Der Vorstand. beide nicht gethan haben", sondern schieben sich gegenseitig die Zu dem Unfall im Betriebe der Firma Siemens und Halske Schuld zu, indem jeder behauptet, er habe nur Schmiere gestanden". schreibt man uns noch: Die Firma Siemens und Halske Da aber der Schmieresteher" nicht besser ist als der Einbrecher Steglik. Ueber Arbeitslosen- Versicherung" wird Genosse schiebt in ihrer Berichtigung in der Sonnabendnummer des Vor- und ebenso bestraft wird wie dieser, so müßt die gegenseitige Be- Kaliski Berlin in der heute, Mittwochabend bei Schellhase, wärts" den tödlichen Unfall des Maschinenformers May Neumann schuldigung keinem von beiden, und einer wie der andre wurde Ahornstraße, stattfindenden Versammlung des Socialdemokratischen auf ein Selbstverschulden dieses selbst, weil er beim Forttragen der gestern nach Moabit in das Untersuchungsgefängnis gebracht. Wahlvereins sprechen gefüllten Gießpfanne an der Gabel einer der andern Gießpfannen Ein heftiger Zusammenstoß zweier Straßenbahnzüge fand gestern Groß- Lichterfelde. Diejenigen Mitglieder des Wahlvereins, die hängen geblieben, die vor dem Ofen ihren Stand hatten. Dadurch abend gegen 18 Uhr in der Prenzlauer- Allee, Ecke der Saarbrücker mit ihren Beiträgen schon längere Zeit im Rückstande sind, werden fei er zu Fall gekommen und mit den Händen und dem Körper in straße statt. Dortſelbſt hielt an der H- Tafel ein Straßenbahnzug ersucht, dieselben in der heutigen Versammlung zu entrichten, anderndas auf den Boden ausgeflossene Eisen geraten. Der in Frage der Linie Weißensee- Rathaus. Ihm folgte ein zweiter tommende Gang sei breit genug. Diese eigne Mitteilung der Firma Straßenbahnzug der Linie Prenzlauer- Allee- Martin Lutherstraße, als sie gestrichen werden müßten. Die Bezirtsführer wollen ebenfalls mit dem Hauptkassierer abrechnen. Siemens und Halske zeigt, daß hier von einem Selbstverschulden des welcher mit ziemlicher Kraft auf den Vorzug auffuhr. Der Verunglückten keine Rede sein kann. Denn wenn vor dem Ofen unter Zusammenstoß war derartig gewaltsam, daß der Kraft- Mit der Gültigkeit der Wahl des Stadiverordneten Obst im der Abflußrinne noch andere Gießpfannen ihren ständigen Play hatten wagen Nr. 1798 des anfahrenden Zuges sich in den Decksiz- 4. Bezirk beschäftigte sich die Stadtverordneten- Verund zwar so, daß man an den Zangen derselben hängen bleiben Anhängewagen 409 festlief. Da es unmöglich war, die beiden sammlung in Schöneberg am Montag beinahe 11 Stunden tann, so war das Durchpassieren durch dieselben eben behindert und Wagen wieder auseinanderzulösen, mußten sie ausgesezt und lang. Mit großem Eifer hatte sich der Wortführer für die ungültig die Gelegenheit gegeben, beim Fortschaffen der mit geschmolzenem nach dem Bahnhof XXII gebracht werden. Leider wurde bei dem keitserklärung, Stadtv. Schneider, ins Zeug gelegt. Und dabei Eifen gefüllten Gießpfanne an denselben hängen zu bleiben und aus- Unfall auch ein Fahrgast verletzt; der Kaufmann Müller konnte nach den neuerlichen Entscheidungen des Ober- Verwaltungszurutschen, wobei man nicht vergessen darf, daß die gefüllten Gieß Bärwaldstr. 47, der sich auf der Hinterplattform des Anhänge- gerichts und den objektiven Feststellungen des Wahlausschusses, euts bfannen gewöhnlich über 20 Stilo flüssiges Eiſen enthalten. Grade wagens befand, erlitt Quetschungen am Knie. Er ließ sich auf der gegen den Behauptungen der eingelaufenen Proteste, nur die weil beim Abstechen der Schmelzöfen und beim Tragen der gefüllten Unfallstation in der Seibelstraße einen Verband anlegen. Gültigkeit ausgesprochen werden, die dann auch mit Gießpfannen durch Versprißen oder Verschütten des geschmolzenen In der Droschke verstorben ist gestern nachmittag der 32 jährige 33 gegen 13 Stimmen erfolgte. Ein Antrag des Stadtv. Eisens oder Stahls die Former leicht verbrannt werden können, so schreiben die betreffenden Berufsgenossenschaften für diese Arbeiten Versicherungsbeamte Kopp, welcher in der Victoria angestellt war. Justizrat Dr. v. Gordon auf nochmalige Zurückverweisung an den nicht nur feste, sichere Fußbekleidung( Schaftstiefel oder Lederschuhe Alls er um 4 Uhr das Gebäude der erwähnten Versicherungs- Gesell- Ausschuß hatte mit 22 gegen 19 Stimmen feine Annahme gefunden. mit Leder- oder Asbestgamaschen) und fest anliegende Drillichkleidung schaft verließ, wurde K. plöglich von Unwohlfein befallen und er In wirkungsvoller Weise traten unsre Genossen Masuch und Küter oder noch besser Asbestschürzen vor, sondern sie bestimmen auch, daß bestieg an dem nächsten Droschten- Halteplaß einen Tarameter in der Ansicht des genannten Herrn entgegen, der, nebenbei der Platz vor dem Ofen und die Gänge von demselben zu den Guß- der Absicht, nach Hause zu fahren. In dem Augenblick, als sich der gesagt, mur als einziger Redner gegen die Gültigkeit auftrat. formen vollkommen frei und breit genug zu unbehindertem Durch- Kutscher nach dem Ziele der Fahrt erfundigen wollte, brach K. 3- Unfre Genossen wieſen darauf hin, daß man mun auf einmal, wo passieren sein sollen. Es wäre jedenfalls besser gewesen, diese Un- sammen, während sich ein Blutſtrom aus Mund und Nase ergoß. es sich um einen principiellen Gegner Handele, die für sie günstige fallverhütungsvorschriften ganz zu erfüllen, zumal solche schwere Un- Der Kutscher brachte den Verunglückten nach der Unfallstation I in Städte- Ordnung heranziehen wolle, während man in der gleichen fälle bei Siemens und Halste ebenso wie anderwärts schon öfter vor der Wilhelmstraße, doch verstarb e. schon auf dem Transport Sache, bei der Ungültigkeitserklärung der Wahl von Däumig im Frühjahr d. J. sich eine Entscheidung des Ober- Verwaltungsgekommen sind, als in wenig edler Weise dem in so schrecklicher Weise derthin. gerichts zu muze gemacht habe. Mit Recht kritisierten unsre Verums Leben Gekommenen noch den Vorwurf des Selbstverschuldens Feuerbericht. Dienstagnachmittag 4 Uhr wurde die Wehr nach treter den eigentümlichen Zufall der wiederholten Mitins Grab nachzuschleudern. Denn wäre in der Bankower Gießerei der Stommandantenstraße 18 gerufen. Hier war in dem Lagerraum wirkung jener" Protest- Fabrit" in der Akazienstraße, der aber der Platz vor dem Ofen nicht vorschriftswidrig durch andre Gieß- einer Stuhlfabrik auf nicht ermittelte Weise ein Feuer ausgekommen, diesmal nicht zuverlässig gearbeitet zu haben schien. Mit dem pfannen beengt gewesen, so hätte Neumann nicht an der Gabel einer das Stühle und allerlei Verpackungsmaterial ergriffen hatte. Stadtv. Obst ist unsre Fraktion im Stadtparlament nun auf sechs dieser andern Gießpfannen hängen bleiben und dadurch zu Fall gelang indes der Wehr, die Flammen bald zu ersticken, so daß Mann angewachsen, die der bürgerlichen Mehrheit schon oft recht größerer Schaden nicht entstanden ist. Gardinen und Kleidungs- läftig geworden ist. Auf die Drohung ihres markontesten Vertreters, Ein Kind verbrannt. Eine aufregende Scene spielte sich gestern stücke hatten in der Nacht zum Dienstag in der Friedenstraße 63 in des Stadtv. Schneider, daß in dieser Wahlfrage„ das letzte Wort vormittag um 10 Uhr in dem Hause Scharrenstr. 16 ab. Dort einer Wohnung Feuer gefangen. Zur ſelben Zeit hatte die vierte noch nicht gesprochen sei," dürfte jedenfalls noch eine weitere Blamage wohnt im ersten Stock des Vorderhauses der Heilgehilfe Luttig mit Compagnie in der Straße am Cirtus 12 a mit der Ablöschung eines noch nicht gesprochen ſei," dürfte jedenfalls noch eine weitere Blamage Der Petition betreffend die Fleischteuerung ist der feiner Frau und zwei Kindern im Alter von 5 und 22 Jahren. Brandes zu thun, der in einer Mechanikeriverkstatt ausgekommen Die beiden Kinder waren um 10 Uhr allein im Wohnzimmer, als war. In der Emdenerstraße 18 war gegen 10 Uhr in einem Steller Magistrat beigetreten, er hat dieselbe der Staatsregierung unterbreitet. die Mutter in der Küche und der Vater in seinem Laden im ein Brand entstanden, der Gerümpel und Verpackungsmaterial erfaßt Nach einer Zusammenstellung, die der Begründung beigegeben ist, Nebenhause beschäftigt war. war. Plöglich kam der fünfjährige hatte, aber noch im Entstehen unterdrückt werden konnte. Durch die sind im Orte im Laufe der legten 12 Jahre die Fleischpreise im Die Explosion einer Petroleumlampe war um 11 Uhr in der Georgen- Detailverkauf, wie folgt, gestiegen: Für Schweinefleisch von 0,69 bis Sohn mit lautem Geschrei in die Küche gelaufen. bestürzte fand firchstraße 70 ein Feuer ausgebrochen, das in der Hauptsache Deden 0,85 auf 0,85-0,99, für Rindfleisch von 0,63-0,88 auf 0,80-0,92, Mutter eilte in das Wohnzimmer und und Möbel beschädigte. In der Oranienstr. 74 hatte Zug 17 einen für Hammelfleisch von 0,66-0,76 auf 0,85-0,94 und für Kalbfleisch das 21jährige Töchterchen Margarethe mit Mleibern unter dem Sofa liegen. Mit Hilfe ihres Brand abzulöschen, der durch einen schadhaft gewordenen Ofen entMannes, der gleich herbeigerufen wurde, befreite sie das Kind und standen war. Wäscheſtüde wurden in der Großen Frankfurterfir. 67 erstickte die Flammen mit Kleidungsstücken. Die von den Nachbarn durch Feuer zerstört. Außerdem hatte die Wehr in den letzten gerufene Feuerwehr fand die Wohnstube verqualmt und ihre Sama- 24 Stunden noch Alarmierungen von der Michaelkirchstr. 48 und von riter riefen das dem Ersticken nahe kind ins Leben zurück. Aus der Spenerstr. 21 zu verzeichnen, die indes beide auf unbedeutende dem schadhaften Kachelofen war Feuer herausgefallen und hatte das Anlässe zurückzuführen waren. Kleid der Kleinen und einen in der Nähe stehenden Tisch in Brand fomnem fönnen. gefeßt. Das Kind, welches in seiner Angst unter das Sofa gefrochen war, wurde tot hervorgezogen. Der Körper war entsetzlich verbrannt. Ein diebischer Uhrmacher ist wieder festgenommen worden. Der Uhrmachergehilfe Eugen Knifling bot sich zur Ausbesserung von Uhren in der Wohnung an und benutzte jeden Augenblick, den Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 8. Oftober. Anfang 7% Uhr. Opernhaus. Der Pfeiertagg. Schauspielhaus. Das große Licht. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Westen. Der Dorflump. Leffing. Kaltwasser. Neues. Ledige Leute. Nefidenz. Seine Kammerzofe. Thalia. Er und seine Schwester. Central. Orpheus in der Unterwelt. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Der Tartüff. Der Arzt wider Willen Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Dr. Klaus. Carl Weiß. Gräfin Vassalis. Luifen. Berlin wie's weint und lacht. Cafino. Corradini. Ihre Familie. Kleines. Sereniffimus. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Zeil. Wintergarten. Specialitäten. Buntes Theater. Enthüllung des Heinedenkmals. Der Hund. Bunter Metropol. Berlin bleibt Berlin. Trianon. Die Liebesschaukel.( La Bascule.) Central- Theater Heute 7, Uhr: Orpheus in der Burleste Operette in Unterwelt. Sonn Das Apollo- Theater hat für diesen Monat eine Reihe beachtenswerter Specialitäten engagiert, unter denen vor allen die aus: gezeichneten Turnfünstler Gebrüder Damm auffallen. Sie geben fich als komische Akrobaten", bringen aber am Neck Produktionen zur Aufführung, die über das Menschenmögliche fast hinausgehen. Die Art, wie der Kräftigere der beiden langsam am Red zum Handstand emporklettert, ist einzig in feiner Art und zeugt ebenso Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilheln: Mittwoch abend 8 Uhr: Der Tartiff. Lustspiel von Molière. Frei überfekt von Ludwig Fulda. Hierauf: Der Arzt wider Willen. 4 Bildern von Cremieux. Musik von Offenbach. Mittwoch und Donnerstag: Orpheus in der Unterwelt. Freitag, den 10. Oktober( Abonnementsbillets gültig): Die Fledermaus. abend: Orpheus in der Unterivelt. Sonntagnachmittag: Der Bogel: Schwant von Molière. Deutsch von händler. Abends: Orpheus in der Unterwelt. Abonnements- Billets find F. S. Bierling. zu halben Kaffenpreisen täglich an der Donnerstagabend 8 Uhr: Staffe zu haben. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Anfang 7%, Uhr. Vorletzte Woche! Der Tartüff. Hierauf Der Arzt wider Willen. Freitagabend 8 Uhr: Morituri. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 1hr: Doktor Klaus. Lustspiel in 5 Aften von Adolph Arronge. Donnerstagabend 8 Uhr:: Doktor Klaus. Freitagabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Er und seine Schwester. Buntes Theater Kleines Theater ( Ueberbrettl.) ( Schall und Rauch) Guido Thielscher als Orchester- Dirig. Fritz Helmerding. Gerda Walde. Anfang 8 Uhr. Stöpeniderstraße 68. Unter den Linden 44. Herbert Paulmüller. August Reiff. Enthüllung des Heine- Denkmals. Morgen und folgende Tage: Er Der Hund. Bunter Teil. und feine Schwefter. Leitung: 0. Straus. Sonntag, 12. d. M., nachmittags 3 1hr bei fleinen Preisen: Schuldig. Drama in 3 Aften von R. Roy. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gräfin Vassalis. Romantisches Schauspiel in 5 Atten von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Wiederauftreten TINY SENDERS. bon Bozena Bradsky. Marcell Salzer. Bokken- Lasson. Serenissimus Eine Hofkomödie in 4 Akten von Leo Feld. Anfang 8 Uhr. folgen. von 0,67-0,82 auf 0,86-0,93 M. Steglit. Jit der gestrigen Ersazivahl zur Gemeindevertretung in der III. Abteilung des zweiten Bezirks wurde der Kandidat des Mietervereins, Wohlfahrt, mit 225 Stimmen gewählt. Der Kandidat des Ortsvereins, Götze, brachte es auf 156 Stimmen. Die Wahlbeteiligung war eine recht schwache, es wählten nur 20 Proz. Unfre Genossen hatten keinen Kandidaten aufgestellt. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 8. Oftober 1902. Ein wenig wärmer, ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Urania. Luisen- Theater. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre Berlin, wie es weint u. lacht. Anf. 8 Uhr. Vorverkauf v. 10-2 Uhr. Invaliden- und Künstlerdank. Morgen: Die Dame von Lyon. deutscher Kuitur. Freitag: Berlin, wie es weint und Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Die sensationellen lebenden Bilder, dargestellt v. 6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner Original Schrammeln. Cirkus Schumann Deutsche Konzerthallen Passage- Theater. Karlstrasse. Cirkus Renzgebäude. Heute Mittwoch, den 8. Oktober, abends 7 Uhr: Grosser Gala- Abend Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabenduachm. 3 Uhr: Tausend und eine Nacht. Sonnabendabend: Benefiz für Herrn Ernst Ritterfelbt: mit den Sensations- Dressuren. Wilhelm. Die Lieder des Musikanten. Die arme Sereatur. Sonntagnachm Passage Theater. Specialitäten Uhr: Der Leiermann und sein Pflegekind. Borstellung. Paffage Panoptikum.SpecialitätenBorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49.( 3m Theaterfaal.) Tausend Jahre deutscher Kultur. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachm.: Coralie& Cie. Apollo- Theater. Zum 190. Male: Lysistrata Operette in 2 Atten von Baul Linde. Carola, Steidl, Rieck, Kettner, Kröchert, Lieban, Perry, Runge. Ferner: Die phänomenalen neuen Specialitäten. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Die dreifache Fahrschule ohne Zügel, ger. vom Direktor. Dte dressierten Bierbrauerpferde Neueste Creation des Direktor Albert Schumann. Mr. Dangerfield und sein Diener Brodrick, Reiterscherz. Frl. Dora Schumann, beliebte jugendliche Schulreiterin. Gerettete der Insel An der Spandauerbrücke 5. Größtes Vergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte von 5 Künstler Kapellen. Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns 25 Martinique. Norddeutsche Sänger Die lustigen Tyroler von den Clowns Gorty, Rapps, Flipp. 3 Eldreds zu gleicher Zeit auf ein Pferd springend. 10 Geni Truppe. Anfang Sonntags 3 Uhr, wochentags 8 Uhr, Mellinis dunkles Geheimnis. Neu! Lu Dalys Englische DamenBoxerinnen und Ringerinnen zum erstenmale auf dem Kontinent. 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Ottober: Erste NachSperiji 50 Pi, ab 9 1hr 20 Bj. mittagsvorstelluna( halbe Stassenpreise). Badstr. 58. Mittwoch, den 8. Dttober 1902: Zum erstenmal: Graf Waldemar. Schauspiel in 5 Aften von G. Freytag Anfang S Uhr. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Da Metropol- Theater. Berlin bleibt Berlin. von Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Anfang 8 Uhr. 1 Rauchen gestattet. E Etablissement Buggenbagen am Moritplat. Heute Mittwoch: Militär- Konzert 3. Garde- Regim. zu Fuß. ( Herr Goerisch.) Im Kaifer- Saal: Bückeburger Sänger. 08001 01172 Winter Garden 8 Grinin und Dubois. 6 5 4. Excentrics. Duncan's dress. schott. Schäferhunde. Robinson- Baker- Trio, Hochspringer. Elise de Vère, Soubrette. Los Floridos, Spanische Tänzerinnen. Die 2 Freydos," Professor u. Schüler". Die Tourbillon- Truppe, Radfahrer. Sisters Carey's dressierte Papageien. Carl Maxstadt, Humorist. Pariser Liane de Vries, Soubrette. Kara, Sängerin v.kgl. Angèle VanLoo, Sängerin v.kgl. Meister- Jongleur. Theat., Brüssel. Tänzerin von der Cléo de Mérode Gr. Oper i. Paris. Biograph Palast- Theater Deutscher Metallarbeiter- Verband. Gemeinf. Oriskranken- Kaffe Todes- Anzeige. Direktion: Richard Winkler. Großer Lacherfolg der Aus: 9 Uhr: stattungspoje: Verwaltungsstelle Berlin. für Mariendorf und Umg. Am 16. Oftober, nachmittags 5 bis Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. 8 1hr, Erjakwahl von 8 Arbeitnehmer- Bertretern im Restaurant Berliner in Steglitz. Donnerstag, den 9. Oktober 1902, abends 8½ Uhr Seteſand in Mariendorf, Feldſtr. 14. Versammlung der Former und Berufsgen. Das phänom.Oktober- Programm. Willi 1. Rosita Sands, Sportatt. Lissi de Dio, Kostüm- Soubrette. Huc und Mac, Transformationsaft. Benedetti, Universal- Artist. Georg Paulsen, In im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: 1. Der Streit bei Grunauer u. Co. und seine Ursachen. 2. Die Lohn Es werden nur wahlberechtigte Mitglieder zur Wahl zugelassen und haben sich diese durch ihre Quittungsbücher zu legitimieren. Mariendorf, 4. Oftober 1902. Der Vorstand. M.: 275/10 und Arbeitsbedingungen in den übrigen Gießereien. 3. Distuſſion. 4. Ver. Suder, Vorsigender. mit ſein. Driginalschlagern. Leichtes Blut, Damen- Sertett. Elise Gebhardt- bands- Angelegenheiten. Hoffmann, Soubrette. Liewy Uschy, Soubrette. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anjang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 711hr. Tageskaffe 11-11, Uhr. ( Menjel, Pietro, Britton, MarSteidl, Krone, Böhme, Böckmann, Blättner 2c.) Steidl- Theater. Linienst.132 am Dranien burger Thor Täglich humorist. Soiree 11. a.: Studenten Lust u. Leid Donnerstag, den 9. Oktober 1902, abends 8% Uhr Orts- Krankenkasse Bezirks Versammlung und der Vergolder u. Berufsgen. entschlief sanit nach schwerem Leiben Am 5. Oktober, nachm. 4 Uhr, mein inniggeliebter Mann, unser guter jorgender Vater, der Tischler Eduard Koroschadt im 65. Lebensjahre. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 9. Oftober, nachmittags 4 1hr, vom Moabiter Krantenhause 26476 aus statt. Statt besonderer Anzeige. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß unsre liebe Tochter Johanna am Montag, den 6. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Alter von 12 Jahren Mittwoch, Oftober, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerss abends 8 Uhr, im„ Gewerkschafts: auf dem Friedhofe in Wilhelmsberg A. Drunsel und Frau. Gürdans, 15 armbys such, ben 15. scripseries, to be to citation not an 4 for int Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15( gr. Saal). ban, nge- jer at vaft: tag, den 9. Oktober, nachmittags 4 Uhr, Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstagsabgeordneten Eduard Bernstein über: Die Organisation, Kampfmethode und sociale Lage der Metallarbeiter in England". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 122/3 Die Ortsverwaltung. Kartonarbeiter u.-Arbeiterinnen. abends S ober 1902, Hufserordentliche statt. Mitglieder- Versammlung, wozu sämtliche Kaffenmitglieder eingeladen werden. 275/11 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Gutzmann über:„ Reden und Schweigen vom ärztlichen Standpunkt". bonnerstag, den 9. Oftobe211 21/17 2. Diskussion und Fragestellung. Oeffentliche Versammlung werden ersucht, die platate au ſt d tim Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Zages Ordnung: 1. Was lehrt uns der Streit bei Mag Beck n. Geisler? Referent: Kollege Eugen Brüduer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen, Kolleginnen! Die Wichtigkeit der Tages- Ordnung Die Vertrauenspersonen. erfordert das Erscheinen aller! Bauarbeiter Berlins und Umgegend ( Buzerträger). Freitag, 10. d. Mts., abends 8 Uhr, bei Wernan, Schivedterstr. 23: Grosse öffentliche Versammlung Anjang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. fämtlicher Putzerträger Berlins u. Umgegend. Borverkauf 11-1 Uhr. Sonut. u. Donnerstag im Festsaal Tanzkränzchen Die Herren Arbeitgeber si barer Stelle anbringen zu lassen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand: Fritz Nicolai, Jon. Assmann, Vors, Kurfürsten Schriftf., Stegliterstraße 6. Straße 5/6. NB. Verordnungen von Milch, Wein, Bädern, Massagen, Brillen, Bruchbändern, Plomben usw., bedürfen der Abstempelung seitens der Stasse. Das Kaffenlokal befindet sich Engel Ufer 15, Zimmer 18, und ist wochentags von 8-1 1hr geöffnet. Todesanzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß nach furzem Leiden am 6. Oktober, nachmittags 5, Uhr, mein geliebter Mann und guter Bater, der Restaurateur Fritz Göttel int 43. Lebensjahre entschlief. bom Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 9. Oktober, nachmittags 4 Uhr, Trauerhause Zionsfirchstraße 3 nach dem alten Sophien- Stirchhof, Bergstraße, statt. Die trauernde Witwe 26486 Emilie Göttel. Danksagung. Allen Denen, die meinem Mann, unserm guten Vater die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere den Kollegen und Kolleginnen der Pianofabrik Neumeher sowie dem Chef, bnu peren. Neumever ſelbſt, ſagen wir und Ziel der Gene Tages- Ordnung: 1. Borirag des Kollegen O. Böttcher über Zweck und Ziel der Gewerijchaftsorganisation. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 43/20 Das Erscheinen sämtlicher Stollegen erwartet Beim Quartalswechsel zum Abonnement empfohlen. Die Ortsverwaltung der Zahlstelle Berlin 4. J. A.: Julius Delschläger. Die vre Neue Zeit Unter ständiger Mitarbeiterschaft von A. Bebel, Fr. Mehring, Paul Lafargue u. H. redigirt von Karl Kautsky * Wochenschrift der Deutschen Sozialdemokratie* Eingetragen im Reichspostkatalog unter Nr. 5389 Preis pro Quartal Mt. 3.25, des einzelnen Heftes 25 Pfennig. Die ex Zeitschrift für die 033nteressen Interessen der Arbeiterinnen Gleichheit von Redigirt Klara Zetkin Eingetragen im Reichspostkatalog unter Nr. 3051 Preis p. Quart. 55 Pf. ohne Bestellgeld, der einzelnen Nummer 10 Pf. Der Wahre Jacob Erscheint alle 14 Tage nebst einem Unterhaltungsblatt Redigirt von B. Seymann Eingetragen im Reichspostkatalog unter Nr. 7895 Preis pro Quartal 65 Pf., der einzelnen Nummer 10 Pf. 9 52702* Aingöl Ledumin trocknet die Thränen der Hausfrau. Möbel gegen Caffa und Teilzahlung in der Fabrik H. Roggensack, Inh.: Paul Kraatz, N., Ruppinerstraße 5. Besichtigung ohne Kanfzivang. hiermit unsern tiefgefühlten Dank. Witwe Raczek nebst Kindern. Dr. med. Schlesinger Firzt f. physikalisch- didtetisches Beilverfahren hnedAnbehandelt m. nachweisl. gut. Erf Verband der Sattler. Gelegenheits- Partie Toll Ortsverwaltung Berlin. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- lifer 15, Zimmer 30. Fernspr.: Amt VII Nr. 1959. Donnerstag, den 9. Oktober 1902, abends 8% Uhr, in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20( großer Saal): Mitglieder- Versammlung Zages Ordnung: 1. Abrechnung und Bericht vom dritten Quartal 1902. 2. Die nächste General- Versammlung. Referent: Stollege Johann Sassenbach. 3. Dis fussion. 4. Berschiedenes. 157/16 Zu dieser Versammlung legitimiert das Mitgliedsbuch. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 00 Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 19. Oktober 1901, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: 14. Stiftungs- Fest bestehend in Konzert, Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Festrede, vom G. Assmann. ardinen abgepasste Fenster, weiss und crême Shawllänge pro 3 Mtr. Fenster Shawllänge pro U. 250 300 335.4.09 Haut-, Harn-, Blasenu. Frauenleiden. Sprechst. 2-3 i. d. Licht- Beilanstalt ,, Bephata" Charlottenburg, Berlinerstr. 125. Üle Direkt. u. Schulze, Steppdecken fauft man am besten und billigsten nur direkt in der Fabrik B. Strohmandel, Berlin S. 3,20 Mtr. Fenst. 400 72, Wallstr. 72, nahe der Shawllänge pro Rossstrasse, 485 600 wo auch alte Deden aufgearbeitet 3,65 Mtr. Fenst. Eleg. 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Der Obige. Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. " Mittwoch, 8. Oktober, abends 8%, Uhr, in Englischen Hof", Neue Noßstraße 3: Bortrag des Stadtverordneten Dr. Hermann Weyl über: Die Bekämpfung des Alkoholismus durch die städtischen Gemeinwesen. D Gäste herzlich willkommen! 291/12 Arnold Scholz Germania- Prachtsäle Chausseestr. 103. Jeden Mittwoch und Sonntag: Seden Song von 5 1hr an: Hamburger Sänger. Direltion Otto Steidl und Wilh. Wolff. Ven: Die lustigen Weiher von Stralau. Anf. 8 Uhr. Bons gelten. Eintritt 30 Pj. Jeden Donnerstag: D Bergter- Konzert und Familien- Kränzchen. Großer Ball. 8 große und fleine Säle unter coulanten Bedingungen 11 bergeben. GardinenKatalog BERLIN S. mit ca. 450 Abbildungen gratis und franco. werden. 51852* 36 Mart elegante Winter- Paletots, 30 Mark hochfeine Herren- Anzüge, 12 Mark schwere Winter- Beinkleider. Guter Stoff, tadelloser Sik. 14. Krausenstr. 14. 1 Treppe. Tel.- AmtI Nr. 3708.1 Treppe. Treptow. 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