Nr. 237. 19. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Preis pranumerande: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBellage Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für: politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die nenen Kriegsartikel. " " " 19 Freitag, den 10. Oftober 1902. " 1 " " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. " das Gesez zwangsweise eingestellten Mann. Wenn Die Ablehnung der kaiserlichen Einladung, mit denen die Boeren ich einen Menschen durch ein Gesetz zu einem Beruf zwinge, so generale die Berliner Politik der letzten Jahre beantwortet haben, fann ich unmöglich fordern, daß dieser Mensch in dem Moment, wird überall nach derselben Hamannschen Eingebung behandelt: Die Armee hat wieder einmal etwas Neues bekommen, nämlich wo er den Beruf ergreift, seine bisherigen Anschaumgen ändert. Kaiserliche Großmut, unbegreifliche Taftlosigkeit der Generale, grobe neue Kriegsartikel, die freilich den alten verdammt ähnlich sehen. Thue ich es dennoch, so erziehe ich nach Umständen einfach einen Undankbarkeit. Zur Erklärung der unbegreiflichen" Absage deuten Der Hauptunterschied besteht darin, daß die alten Striegsartikel mit Heuchler. dann die einen auf englische, die andren auf holländische Einflüffe. den vielen unheimlichen Dingen, die es beim Militär giebt, z. B. Von Artikel 8 ist der erste Saz sehr interessant. Er lautet: els typisches Beispiel für die närrisch- verächtliche Gesinnungslosigkeit Arrest, Gefängnis, Festung, Zuchthaus, Todesstrafe begannen Die Erfüllung der Dienstpflicht ist eine Ehrenpflicht jedes und unehrliche Feigheit dieser Presse seien Ausführungen des freis und dann nach Art eines braven Familienromans, der gut aus deutschen Mannes." Ja, warum sind denn dann die Mitglieder sinnigen Berliner Tageblatts" erwähnt, das sich selbst geht", mit der verlockenden Aussicht auf Pension, Orden, Avance- regierender und mediatisierter Häuser von dieser„ Ehrenpflicht jedes verständlich an higigem Bedienteneifer von keinem andren Blatt: ment c. schlossen, während die neuen umgekehrt arrangiert sind, deutschen Mannes" geseßlich befreit? Von einer Ehren übertreffen lassen will. Am Donnerstagmorgen konnte man im Drgan also mit den Freuden anfangen und mit den Leiden enden. pflicht läßt man sich doch nicht befreien. Besonders sollten dies Rudolf Mosses zunächst die runde Lüge inferiert lesen, daß der Kaiser Weiter hat man die früheren 55 Artikel nunmehr in 28 zusammen- allerhöchste, höchste und hohe Herrschaften" nicht thun. Mit dieser den Besuch der Generale nicht angeregt hätte und dies na ch gezogen, wobei aber eine besondre Stürzung nicht herausgesprungen Ehrenpflicht" geht es ja überhaupt ein bißchen sonderbar: Die der Enthüllung der Nordd. Allgem. Zeitung". Dann führt das sein dürfte. Söhne regierender Häuser sowie des höchsten Adels brauchen, Berl. Tagebl." die plötzliche Sinnesänderung" der Boerenführer auf Betrachten wir mun einige der Artikel näher. Der erste der wie bemerkt, überhaupt nicht zu dienen, die Söhne der be- Einwirkungen des Dr. Leyds zurück. Das sei Leyds Geschoß:„ Die Art, felben enthält eine Ermahnung an den Soldaten, stets seine Pflichten sigenden Klassen dienen aktiv mur ein Jahr, der Proletarier wie der Kaiser diese Taftlosigkeit beantwortet, ist die für den ge zu erfüllen. Er schließt mit den Worten: Was der Soldat und Bauernsohn aber bekommt die größte Portion von der frönten Vertreter der Nation einzig mögliche: Er würdigt die während seiner Dienstzeit gelernt hat, soll er auch im Beurlaubten-„ Ehrenpflicht", indem er auf zwei bis drei Jahre in die Kaserne Herren weiter feines Blides." Aber mit dieser stummen ahre in stande sich erhalten." Diesen Satz scheint die„ nationale" Presse zur wandern muß. Vernichtung ist das heiß lodernde Vlut des B. T." noch nicht Realisierung eines befannten Scharfmacherplanes ausuüßen zu Der Artikel 11 hebt mit einem Satz an, den wir als un- genügend gefühlt. Es verlangt mehr und es wendet sich mit erwollen, nämlich nämlich dahin, daß der ehemalige Soldat fich genau und auch als nicht ungefährlich bezeichnen müssen. Es heißt hobenem Zorn an die deutsche Regierung und fordert sie auf, die auch während seiner Reserves und Landwehrzeit an den hier:" Der Gemeine muß jedem Offizier und Unteroffizier und der Beleidigung des Kaisers" dadurch zu fühnen, die drei Generale bei Fahneneid gebunden erachten soll und daher nicht social- Unteroffizier jedem Offizier des Heeres, der Marine oder Schutz- erster bester Gelegenheit als„ lästige Ausländer" auszuweisen. demokratisch wählen darf. So kommentierten z. B. die truppe Achtung und Gehorsam beweisen und hat ihre Befehle Schließlich sollte auch das deutsche Volt" so wurde es „ Münchener Neuesten Nachrichten" den bewußten Sas pünktlich zu befolgen." Die Kriegsartikel laffen also bezig vom B. T." gemahnt die Boerengenerale wegen ihrer Berdenn auch schon dahin, daß damit nicht nur die Kriegsfertigkeit, lich der Befolgung der Befehle teine Ausnahme zu. Dies steht fehlung" mit gebührender Kühle behandeln. Inzwischen freilich hat sich sondern auch der Sinn für Unterordnung unter aber im Widerspruch mit§ 47 des Militär- Strafgesetzbuche, der bestimmt, das B. T." auch der boerenfreundlichen Abonnenten und Inserentent die höheren Gefeze, die eigne Disciplinierung daß den gehorchenden Untergebenen die Strafe eines Teilnehmers erinnert und am Donnerstagabend kehrt es zu seiner angeborenen und das Bewußtsein, für das Vaterland die trifft, wenn ihm bekannt gewesen, daß der Befehl des Vorgesetzten Großmut zurück, und es will den Generalen die Ausweisung gnädig Persönlichkeit einzuseßen, gemeint ift." In ordent eine Handlung betraf, welche ein bürgerliches oder militärisches Ber- lich erlassen; ja mehr, es wird geradezu hochherzig: Man wird liches Deutsch übersetzt, heißt dies, daß der Mann auch brechen oder Vergehen bezweckte." Warum wurde diese Bestimmung ihnen nichts in den Weg legen, und man wird mit Rücksicht auf die während der 15-16 Jahre, in denen er der Reserve und Land- nicht in den Artikel 11 eingeflochten? Ein Stunststück wäre es gewiß innerlich berechtigte Sympathie der deutschen Bevölkerung mit dem wehr angehört, hübsch Spalier stehen, Hoch" rufen und einen der nicht gewesen, denn es hätte die Einfügung des Sages fofern sie Boerenvolle die Boerengenerale auch die etwaigen politischen Tattlofig„ Geistesheroen" aus dem Ordnungsbrei wählen soll. Demgegen nicht ein bürgerliches oder militärisches Vergehen oder Verbrechen feiten, die von manchen allzu anti- englisch gesinnten Streifen aus Anlaß der über möchten wir bemerken, daß das, was vom Reservisten und bezwecken" hinter dem Wort„ Befehle" genügt. Anwesenheit der Generale fich vielleicht ereignen follten, nicht Landwehrmann gefordert werden kann, geseglich genau festgelegt Welche Konsequenzen die jetzige ungenaue gaffung des etwa deshalb besonders entgelten lassen, weil sie ist und hieran auch nur auf dem Wege des Gesezes etivas Artikels 11 haben fann, mögen givei Beispiele zeigen. in ihrem Verhalten dem Staiser gegenüber den geziemenden Talt geändert werden kann. Das Münchener Blatt unterstellt also in Gefeßt, ein Unteroffizier fagt gum Refruten Schulze haben vermiffen lassen." So edel giebt das„ V. T." den Freblern feiner Ueberloyalität die Abficht eines groben Verfassungs- Sie Schulze, weint ber Müller wieder eine falsche Bardon! bruches, eines Stüdes Revolution von oben! Wendung macht, spucken Sie ihm ins Geficht!" Eigentlich sollte der Was der offiziöse Comunis im„ B. T." allzu plump und dumm Daß Artikel 4 behauptet, jedem Soldaten stehe nach seinen Schulze daraufhin aus dem Glied heraustreten und antworten: vorträgt, wird aber und das ist beschämend fast von der Fähigkeiten und Kenntnissen selbst der Weg zu den höchsten Entschuldigen Sie, Herr Unteroffizier, diesen Befehl darf ich nicht gesamten Presse in mehr oder minder geschickter Form gesagt. Da Stellen im Heere offen, ist im„ Vorwärts" schon erwähnt befolgen," aber der Schulze denkt fest an seine Kriegsartikel, die gegen ist es nicht unangebracht, die schlichte Vernunft und Wahrheit aus worden. Dieser„ Tropfen demokratischen Dels" nimmt sich aller- alle Befehle Gehorsam fordern, und spudt bei der nächsten falschen zusprechen, so bedeutungslos an sich dies Zwischenspiel ist. dings recht wunderlich aus, wenn man bedenkt, daß der Kastengeist Wendung des Müller drauf los. Der Müller beschwert sich, der Unter- Es war ein diplomatisch nicht unebener Gedanke, die Generale gerade in Preußen in schönster Reinheit blüht und hier vor furzem offizier und der Schulze kommen vor Gericht, hier aber entfchuldigt einzuladen. Einmal wurde dadurch der Absicht nach- die ein hoher Beamter abgesägt wurde, weil er eine Tochter eines ehe- fich der lettere damit, daß er ja mur den 11. Kriegsartikel befolgt populäre Stimmung für die Boeren befriedigt, und andrerseits maligen Feldwebels heiraten wollte. Wir wären wirklich auf die habe. Das Kriegsgericht sitzt dann in einer schauerlichen Patsche, wurde zugleich durch die Bedingungen der Einladung England Antwort begierig, die der preußische Herr Kriegsminister auf folgende denn es fann den Schulze mur berurteilen, wenn es weitestes Entgegenkonumen bewiesen. So sollte denn zweierlei erFrage gäbe:„ Halten Sie es für möglich, daß ein außerehelich den 11. Kriegsartikel für unrichtig erflärt. Oder ein andrer Fall: reicht werden: Das deutsche Volf sollte nur die Einladung und geborener Knabe, mag er auch noch so talentiert und brav sein, Aufnahme Ein Offizier oder Unteroffizier, der mit Civilisten ein Renfonter England nur die Bedingungen der Aufforderung vernehmen, in einer deutschen Kadettenaustalt findet oder ein ebenfalls hatte, requiriert eine Patrouille und befiehlt dieser, auf die Civilisten und auf diese Weise beide Teile beglückt werden. illegitim geborener junger Mann, mag er auch alle wissenschaft zu feuern. Die Soldaten kommen dem Befehle nach, sie werden vor Aber die fieggewohnte, vollsmäßig fräftige Boerentaktik zerriß lichen Vorbedingungen zum Avantageur erfüllt haben, von einem Gericht gestellt und verteidigen sich hier ebenso wie vorhin der das diplomatische Gespinst. Als zuerst die Meldung auffam, daß deutschen Regimentskommandeur als Offiziersaspirant angenommen Schulze. Dann sehen wir wieder ein Kriegsgericht in einer äußerst die Boeren eine Audienz bei Wilhelm II. nachgesucht hätten, bewird? Wir glauben nicht, daß der Herr Kriegsminister mit gutem fatalen Situation. zweifelten wir die Richtigkeit dieser Nachricht. Wie sollten diese Gewissen Ja sagen kann. In Artikel 15 findet sich eine Mahnung an die Soldaten Helden eines beispiellosen Unabhängigkeitstampfes dazu komment, Aus Artikel 5 heben wir folgenden Satz hervor: Gegen mißhändler. Wir meinen aber, daß die Militärbehörden allmählich vor einer Thüre zu bitten, die eben erst rauh zugeschlagen war! Mannschaften von besonders schlechter Führung fann einsehen könnten, daß hier Worte gar nichts helfen. Hier müssen wir hatten uns nicht geirrt, die Boeren haben keine Audienz Einstellung in eine Arbeitsabteilung erfolgen." Was versteht man endlich einmal Thaten geschehen! Man verschärfe gütigst die nachgesucht, sie sind eingeladen worden. Unbegreiflich ist nun beim Militär alles unter besonders schlechter Führung? gänzlich unzureichenden Mißhandlungs ara- nicht, daß daß fie die Einladung unter den ihnen aufTarüber giebt eine Kabinettsorder vom 8. Dezember 1887, die geradezu graphen des Militär- Strafgesetzbuches und nehme, auf diese Weise gelegten Bedingungen zurückwiesen, sondern unverständlich ist ein kulturhistorisches Dokument erften Ranges den Militärgerichten die Möglichkeit, so milde Urteile zu fällen, wie höchstens, daß sie überhaupt jemals einen Augenblick daran gedacht ift, Aufschluß. Diese Drder lautet: sie täglich zu lesen find; man setze für eine Mißhandlung min haben sollen, sie anzunehmen. Vielleicht hat die„ Norddeutsche " Ich erachte es mit den in der Armen lebenden und zu er- destens drei Monate Gefängnis und Degradation, beziehungsweise Allgemeine Zeitung" eine nichtssagend ausreichende Höflichkeit des haltenden Auffassungen nicht ferner für vereinbar, daß Mann für Offiziere Entlaffung fest, dann werden die Schindereien bald ersten Bescheides mißverständlich für eine Zusage gehalten. Wir fchaften von unzweifelhaft chrlofem Charakter lediglich deshalb von abnehmen. So gut beim Militär die äußerste Selbstzucht nach haben ja an solchen Mißverständnissen in den letzten Jahren Under Truppe nicht entfernt werden, weil fie fich noch nicht in der oben" verlangt und auch erreicht wird, ebenso gut fönnte glaubliches erlebt: man denke an die angebliche Anregung Rußzweiten Klasse des Soldatenstandes befinden. Ich will daher auf den mir gehaltenen Vortrag hierdurch den kommandierenden man auch erreichen, daß Offiziere und Unteroffiziere fich wenigstens lands, Waldersee mit dem Oberbefehl in China zu betrauen! Generalen die Befugnis beilegen, auch sofern die legtgenamute aller Mißhandlungen enthalten. Wir wüßten nicht, wie die Boerengenerale dazu kommen sollten, Voraussetzung nicht zutrifft, wider Mannschaften des aktiven Heeres Zum Schluß noch zu Artikel 17, der vom Plündern spricht. dem offiziellen Deutschland den Schein einer populären Boerens als Disciplinarmaßregel die Einstellung in eine Arbeiterabteilung Dieser Artikel meint:„ Hab und Gut der Bewohner des feindlichen freundschaft zu ermöglichen, zumal unter ceremoniellen Bedingungen, zu verfügen, wenn dieselben Landes... stehen unter dem besonderen Schuße des Ge- die einem Cecil Rhodes oder amerikanischen Milliardären gegenüber a) auf Grund des§ 95 des Strafgesetzbuches für, das Deutsche setzes... Als Plünderung ist es nicht anzusehen, wenn die Ans nicht verlangt wurden. Die Ablehnung war durchaus würdig und Reich verurteilt find,( also Majestätsbeleidigung! D. Verf.) eignung sich nur auf Lebensmittel, Heilmittel, Bekleidungsmittel, fig; sie war eine vollgültige Quittung, und sie durchkreuzte die b) auf andre Weise in Handlungen oder Worten eine ehrlofe und Feuerungsmittel, Futter und Beförderungsmittel erstreckt und dem Rechnung mit der Volkstümlichkeit der Generale. die Manneszucht gefährdende Gesinnung bethätigen, c) vor ihrer Einstellung wegen Diebstahls, Bettelei vorhandenen Bedürfnis entspricht". Ganz einverstanden, nur Indessen unsre Offiziösen, in ihrer Seelen unergründlichem oder Landstreicherei usw. wiederholte Be- möchten wir gerne wissen, ob astronomische Instrumente Dunkel, empfinden dies Verhalten als Tattlosigkeit und grobe Unstrafungen erlitten und sich dauernd als un zu den Lebensmitteln, Heilmitteln, Feuerungs- und Beförderungs- danibarkeit. Taftlos? Das mag gelten, taftlos ist jeder Schwertmitteln oder vielleicht zum Futter zählen? verbesserlich erweisen." Ein einziges unbedachtes, in der Site des Gespräches, ja sogar in der Trunkenheit ausgesprochenes Wort kann also genügen, um einen braven Soldaten nicht nur auf Monate ins Gefängnis, sondern auch noch für den ganzen langen Neft seiner Dienstzeit die im Gefängnis verbrachte Zeit hat er nachzu dienen in eine Politische Ueberficht. Berlin, den 9. Oktober. Ein Bocrensieg. streich der Geradheit und Wahrheit. Aber undankbar? Vielleicht verraten die Offiziösen einmal die Verdienste, die das offizielle Deutschland sich um die Boeren erworben hat, für die fie fich dankbar hätten erweisen müssen. Sollten die Boeren dankbar sein für die Intervention von 1896, die in ihnen den Glauben Arbeiterabteilung zu bringen, wo er gar nicht selten mit Leuten, Der letzte Boerenftreich, der mit solcher vernichtenden Wucht die an Deutschlands Beistand erweckte und indirekt den Strieg veran Der letzte Boerenstreich, der mit solcher vernichtenden Bucht die laßte? Sollten sie dankbar sein für jene, England gegenüber so die das Zuchthaus gestreift haben, zusammenleben muß. Zweifellos Berliner Boerenpolitik feit 1896 niederwarf, hat in dem Ameifen außerordentlich wohlwollende Neutralität Deutschlands, die, als es hätte die Thatsache, daß eine Majestätsbeleidigung zur haufen des offiziösen Preßbediententums die tollfie Verwirrung ernst wurde, statt der erwarteten wie manche behaupten, verEinstellung in die Arbeiterabteilung genügt, in den Kriegs- hervorgerufen. Sie überkugeln und überpurzeln sich mit ihren sprochenen Hilfe fam? Sollten sie dankbar sein für die Abartikeln besonders betont werden sollen, denn daran, Beweisstücken; diesmal aber ist die Laft zu schwer, als daß man sie weisung Krügers, als er für fein unglückliches Volk eine Fürbitte daß eine solche Folge für ein unbedachtes Wort möglich mit einiger Gewandtheit zu bewältigen vermöchte. Und da in ausist, dachte selbst im Deutschen Reich fein Mensch. Man wärtigen sie selbst sagen: nationalen- Fragen, fast die gesamte tomme une nicht mit der Behauptung, daß bei einem Soldaten eine bürgerliche, namentlich auch die liberal- freifinnige Presse vom Breß eine Rechnung abzuschließen. Und das haben sie wirksam und fraft Nein, sie hatten keine Schuld der Dankbarkeit abzutragen, sondern unehrerbietige Neußerung gegen den Monarchen besonders schwer bureau gespeist wird, so bieten die Blätter gegenwärtig durch weg voll gethan. Es war der letzte stolze Boerensieg der Besiegten! wiege. freieinen Dies kann man wohl vom Berufssoldaten, der frei einen Anblick, daß selbst das Aftenmaterial des Stoniger Prozesses boll gethan. Es war der letzte stolze Boerensieg der Bestegten! willig des Königs Rod" trägt, sagen, nicht aber von dem durch dagegen ein Arsenal der Weisheit zu sein scheint. einlegen wollte? Ab= Wolffs Burean hat den merkivürdigen Geschmack, einige hatte sich von Lens nach Paris begeben, um beim Ministerpräsidenten| werbe, Regierungsrat Poellath, württembergischer Bundesrate englische Breßstimmen zu übermitteln, die in ausgesuchter Bosheit Combes gegen die Entsendung von Militär in die Streit bevollmächtigter von Schicker, badischer Geheimer Ober- Regierungsrat Freiherr v. Bodmann, hessischer Ministerialrat Braun und der ihre hohe Befriedigung über den Vorgang aussprechen. Man darf distrikte zit protestieren. meiningensche Regierungsrat Oberländer. Vom Reichstage gewählte allerdings drüben außerordentlich befriedigt sein. Der Kampf gegen die pennsylvanischen Grubenbarone. Mitglieder find: Bauermeister( Rp.), Heyl an Herrnsheim( nail.), Ministerielle Worte und Thaten. Der Präsident des Grubenarbeiter- Verbandes Mitchell machte Hize und Letocha( C.). Jacobskötter( f.), Molkenbuhr( Soc.) SchmidtParis, 8. Oftober.( Eig. Ber.) Wieder eine Tischrede des am Mittwochabend bekannt, daß 260 Vereinigungen ein- Elberfeld( frs. Wp.). Die Tagesordnung der ersten Sizung besteht Ministerpräsidenten nebst einer solchen des Handelsministers. Die stimmig beschlossen hätten, die Arbeit nicht wieder aus folgenden Beratungsgegenständen: 1. Bericht über die bis2. Entwurf der Geschäftsordnung Minister reden viel, ohne Furcht vor Wiederholungen und selbst vor aufzunehmen; es bleiben nur etwa 40 bis 50 übrig, die sich herige Thätigkeit der Abteilung für Arbeiterstatistik. Berichterstatter: noch nicht erklärt haben. Die meisten Beschlüsse drücken Mitchell der Vorsitzende Dr. Wilhelmi. gegenseitigen Widersprüchen. Auf dem neuesten Bankett, einem all- Vertrauen aus und billigen auch das Vorgehen des Präsidenten des Beirats für Arbeiterstatistik. Berichterstatter: Dr. Fischer. jährlichen Tendenz- Effen des„ republikanischen Komitees für Handel Roosevelt, machen dagegen dem Gouverneur von Pennsylvanien 3. Herausgabe einer monatlichen Zeitschrift durch die teilung für Arbeiterstatistik. 4. Bestellung von Berichterstattern und Industrie", einer noch jungen Organisation der linksstehenden Vorwürfe, weil er die Truppen einberufen habe. Bourgeoisie, erklärte Combes wieder einmal der Klerikal- nationa Mitchell erflärte, er habe Telegramme von 50 Bergarbeiters für die Erhebungen über die Arbeitszeit im Binnenschiffahrts- und listischen Reaktion den Krieg. Versammlungen erhalten, welche Resolutionen angenommen haben, im Fuhrgewerbe. 5. Weitere Behandlung der Erhebungen über die Neu und immerhin bemerkenswert an diesem Hauptinhalt der in denen erklärt wird, daß es der ganzen Bundesarmee Arbeitszeit der Gehilfen und Lehrlinge in solchen Comptoiren des die Bergarbeiter zur Handelsgewerbes, die nicht mit offenen Verkaufsstellen verbunden Berichterstatter Ministerrede sind die herben Ausfälle gegen den reaktionären Flügel nicht gelingen werde, der Bourgeoisie: gegen die großartigen Schloßherren, die fich 25 iederaufnahme der Arbeit zu zwingen. Wehnliche find, sowie der dazu vorliegenden Eingaben. Dr. Fischer. 6. Wahl von Ausschüssen. 7. Geschäftliche Mitteilungen. nur die Mühe gegeben haben, geboren zu werden, um Erbgüter Versammlungen werden heute im Anthracit- Gebiet abgehalten. Besonders bemerkenswert ist Punkt 3 der Tagesordnung, genießen zu können, und diese eitlen Bourgeois, die sich mit ihren Der Regierung sind, wie die New Yorker Prepẞ" meldet, von Millionen brüften, welche zwar, ich erkenne das an, rechtlich erworben einem Mr. Samuels 303000 Ader wertvolles Kohlengebiet in Kentucky die Gerausgabe einer monatligen Beitrit Arbeiterstatistik. Diese Absicht beweist, wurden, aber doch nur durch die Mitarbeit der Arbeiterklasse, und zur unentgeltlichen Ausbeutung zur Verfügung gestellt worden, um durch die Abteilung Die Stommiffion mun so sehr den Begriff des Rechts und der Pflicht verloren haben, daraus Kohlen für die notleidende Bevölkerung zu beschaffen. Das daß ununterbrochen gearbeitet werden soll. auch die Resultate ihrer Arbeiten daß fie offen ein Komplott anzetteln, ihre Zeitungen rühmen sich betreffende Gebiet liegt günstig an Eisenbahnen, so daß die Transport- für Arbeiterstatistik ließ Dollar be- drucken, jedoch erschienen die Protokolle" und Erhebungen" deffen um ihren Reichtum zur Einschüchtering, zur Knechtung foften nach den wichtigsten en mungen schäst nur dann, wenn etwas vorlag. In der letzten Zeit bestand das tragen würden. ihrer Arbeiter und Lieferanten zu gebrauchen, sie gehässig vor die Mr. Sammels auf 100 000 Dollar, die selbstverständlich die Re- Jahrespensum in wenige Seiten starken Protokollen. Eine regelWahl zwischen dem Gewissen und dem Broterwerb stellend..." Freilich im gleichen Atemzug verrät der Ministerpräsident einen gierung hergeben müßte. der Beweggründe seiner Entrüstung, und jedenfalls nicht den minder wichtigen: jene bourgeoisen Einschüchterungsversuche zu Gunsten der Reaktion lieferten nämlich mit erschreckender GeZu den hochmütigen Forderungen 2c. paßt sehr gut der weitere innerpolitische Inhalt der Ministerrede, die in diesem ihren Teil das höchfte Lob des Temps" fich zugezogen und vollauf verdient hat: ein echter staatsmännischer Eiertanz zwischen den notwendigen Reformen und der Sorge um die liebe Nuh' der fakrosanften Intereffen", wie das Interesse der besitzenden Klassen im franzöfifchen politischen Jargon furzweg genannt wird. In der Wirklichkeit aber ist der Widerspruch zwischen den Reformen und den Interessen" von jeher für die ersteren meift fatal gewesen. " des Anftichs der Ú Deutsches Reich. Der Zollschacher. " Π mäßig erscheinende Zeitschrift wird sich nicht damit begnügen fönnen, nur Sigungsprotokolle und Erhebungsresultate mitzuteilen, sondern sie wird das ganze Gebiet der Arbeiterstatistik berücksichtigen müssen. Da das Thätigkeitsfeld des jetzigen Beirates nicht so eng begrenzt ist, wie es das Gebiet der Kommission für Arbeiterstatistik war, so läßt sich erwarten, daß die Arbeiterstatistik im ganzen weiter aus" dankenlosigkeit eine scheinbare Berechtigung den hoch- Die Ausführungen des Abg. Nettich sind der Serenzgebaut wird. Wahrscheinlich wird man auch die Streikmütigen Forderungen eines erbitterten So8eitung" recht unwillkommen. Wer beim Schachern gewinnen statistik, bie jest in den Vierteljahrsheften der Statistik des cialismus!... Mit andern Worten, der Ministerpräsident will, darf nicht sogleich verraten, daß er bereit ist, sich abhandeln Deutschen Reiches publiziert wird, dieser Zeitschrift zuweisen. „ erschricht", daß der reaktionäre Teil der.Bourgeoisie die Grundlaffen! zu Das ist die Lehre, welche das fonservative ZollNationalsociale Phantasien. Wir bezweifelten fofort die Belagen des ganzen Bourgeoisregimes nebst den„ rechtlich erworbenen schacher- Blatt seinen etwas unvorsichtigen Parteifreunden unter allerlei hauptungen des Herrn Maurenbrecher auf dem nationalMillionen" gefährde. verhüllenden Liebenswürdigkeiten erteilt. Herr Rettich hatte gefagt, focialen Barteitage, daß sich in der Umgegend von 3 widau und er wolle aus taktischen Rücksichten nicht darlegen, wie weit er Blauen Arbeitergruppen von der Socialdemokratie abgewendet nachzugeben entschlossen sei. Das greift die Kreuz- Zeitung" auf und fich zur Partei" des Herrn Maurenbrecher geschlagen hätten. und erklärt: Das„ Sächs. Volfsbl." bestätigt vollauf die Berechtigung unfres Wir halten diese Borsicht für durchaus richtig, ja wir meinen, Zweifels: Wir, die wir an Ort und Stelle ſizen, wissen davon nichts. Außer dem bekannten Herrn Wolfrum in Blauen es empfehle fich, fie noch etwas weiter zu üben. Doch wollen wir darüber nicht streiten, ab es taktisch richtig ist, gleich beim und deffen 10 bis 12 Anhängern, von denen 5 bis 6 wegen Beginn der maßgebenden Verhandlungen des schwerer Beleidigung von Barteigenoffen gerichtlich abgestraft Reichstags- Plenums die Bereitwilligkeit zum Nachgeben hervor worden sind und natürlich nicht mehr zu unsrer Partei ge= hören, ist uns niemand bekannt, der in Blauen und Umgegend von zuheben." der Socialdemokratie abgefallen und zu den Nationalsocialen übergelaufen wäre. Auch von Zwickau und Umgegend ist uns von diffentierenden Einige zwanzig Nationalsociale Arbeitergruppen nichts bekannt. bor Jahren selbst von Dr. Maurenbrecher organisiert- eristieren zwar unter dem Ausschluß der Deffentlichkeit, doch hört man nichts von der socialdemokratischen Partei untreu gewordenen und nationalorganisierten Arbeitergruppen. tönnte.. " Weimar, den 8. Dktober.( Eig. Ber.) Gegen die Fleisch not protestierte gestern eine von über 500 Personen aller Stände besuchte in welcher der Reichstags= Abgeordnete Combes ist jedoch fleinbürgerlich- naib genug, um das in chrDas ist das offene Bekenntnis des elendesten Handels mit an ficher Beschränktheit nicht einzusehen. So begreift er in seiner Nede geblichen Ueberzeugungen. Während man fordert, während man die auch nicht, warum denn die Bergarbeiter eigentlich zum„ im- Erfüllung bestimmter Forderungen als unbedingt notwendig beheilvollen Mittel eines Generalstreiks" zu greifen sich entschließen schwört, ist man innerlich sich bewußt, daß diese Forderungen mur follten, da doch Regierung und Parlament arbeiterfreundlich gefimt die Bedeutung eines Expreffungsmittels gegenüber dem HandelsWiderwärtiger konnte die konservative feien und da anderseits der Lohnkonflift auf dem Wege des Aus- widerpart haben sollen. gleichs zwischen Arbeitern und Unternehmern geschlichtet werden uhhandel Bolitik nicht offenbar gemacht werden, als fie fich hier felbft verrät. Uebrigens scheinen die konservativen Herren, in der Regierung Inzwischen aber sorgt ber arbeiterfreundliche Ministerpräsident für die gehäffige Einschüchterung der streifenden Bergarbeiter zu einen überlegenen Gegenfchacherer gefunden zu haben. Es wird Bollsversammlung, Gunften des kapitalistischen Gesamtinteresses, für dieselben Ein- bon nenem in einer offiziöfen Meldung der Köln. 8tg." erklärt, Baudert das Referat übernommen hatte. Ein anwesender Arzt fchüchternrg, die er so scharf tabelt, wenn sie vom reaktionären die Regierungen und der Reihstanzler seien andauernd Flügel der Bourgeoisie zu Gunsten seines politischen Sonderinteresses überzeugt, daß das in ihrer Borlage Gebotene das äußerste fei, ausgeübt wird. Der letzte Ministerrat hat für alle Koblenreviere was fie geben fömnen; weder fönnten sie sich zu einer weiteren dieselben militärischen Maßnahmen beschlossen, wie das Ministerium Erhöhung der Getreidezölle, noch zu Mindestzöllen für Vieh verWaldeck- Rousseau während der borjährigen Streifbewegung. Die„ Kreuz- Zeitung" andrerseits versucht die durch ihren Freund Die Streifgebiete des Bas- de- Calais- und des Nord- Departements find Rettich verschlechterte Geschäftslage wieder zu bessern, indem sie sich bereits mit Militär überschwemmt und die Stadt Lens scheint, wie den Anschein giebt, als fönne ihr und den Konservativen überhaupt ein bürgerlich- ministerielles Blatt berichtet, im Belagerungs- nicht viel an dem Zustandekommen eines Tarifs liegen, der nicht zustand erklärt worden zu sein! Ja, der Temps" hat allen Grund, über dem ordnungs- alle ihre agrarischen Wünsche erfüllt. Sie erflärt stolz: 9 retterischen Teil der Ministerrede ihren reforms und arbeiterfreundlichen Teil zu übersehen. Aber was soll man dazu sagen, wenn die ministeriell- socialistische, Petite République" jenen Teil der Combesschen Nede einfach verschweigt, fortlaßt, um zu berselben einen besto vertrauens- und hoffimgsvolleren Kommentar schreiben zu können?! Der Generalftreit der französischen Vergarbeiter. Der Beschluß des Nationalkomitees der Bergarbeiter, in den Generalansstand einzutreten, wurde nach der Franff. 3tg." einstimmig gefaßt. Das Komitee erwartet, daß von insgesamt 168 000 Bergarbeitern am Donnerstag 100 000 ftreiken und daß die Zahl der Streifenden am Montag 130 000 erreichen wird. In den Bergiverken der Departements Loire und Tarn sollen die Streifenden auf monatelangen Widerstand gefaßt sein. stehen. Rur möchten wir zum Schluß nochmals betonen, man möge sich allseits von der durchaus irrtümlichen Ansicht freimachen, als ob uns die Annahme der Zolltarif- Vorlage in erster Linie am Herzen liege; andre find viel mehr daran interessiert; wir stehen der Sache recht fühl gegenüber, und das ist bei solchen Fragen besser als Erregung!" Auch das ist ein vielgeübter Händlerkniff, sich zu stellen, als liege einem gar nichts an dem Geschäft. Und diese Leute reden von jüdischen Händlergewohnheiten"! Dr. med. Wette bedauerte es, daß ein großer Teil seiner Kollegen, die aus ärztlichen Gründen eigentlich schon dazu verpflichtet feien, fich so wenig um diese Angelegenheit flimmerten. Die bürgerlichen Barteien müßten in diefem Falle Schulter an Schulter mit der Socialdemokratie tämpfen, er fei mit den sachgemäßen Ausführungen des socialdemokratischen Abgeordneten vollständig einverstanden. eine entsprechende Einstimmig wurde eine Resolution, die dem Reichstag, Bundesrat und der Großherzogl Staatsregierung zugestellt werden soll, angenommen. die erste Berfammlung, die feit 7 Jahren in einen größerem Saale in Weimar wieder von den Arbeitern abgehalten werden konnte. man Es ist dies Zu den hessischen Landtagswahlen schreibt man uns: Kürzlich wurde schon an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß von Mainz aus ein fanftes Liebeswerben der Ultramontanen um die Stimmen der Nationalliberalen erging, das speciell in Offenbach willige Herzen fand, um dort unfren Genossen Ulrich aus dem Sattel zu heben. Das dort zwischen Centrum und Nationalliberalen eingegangene Wahlfompromiß hat dazu geführt, daß man in der Stadt Offenbach als Kandidaten dieser edlen Verbrüderung einen nationalliberalen für den Reichstagsvorbereitungen. In parlamentarischen Kreisen wird jüdischen Lederfabrikanten aufstellte, während einen Offenbach Land ultramontanen angenommen, daß der Seniorenkonvent des Reichstags Kreis Bürgermeister des bereits am 15. d. Mts. zufammentreten werde, um die mit der als Kandidaten proklamierte, der jetzt in den Orten Vernichtungsreden gegen die Socialzweiten Veratung des Bolltarifs im Pleninn zusammenhängenden Streifes Kandidaten und Fragen zu erörtern. Der Meinungsaustausch, der im Senioren- demokratie unter strengem Ausschluß der angegriffenen Partei hält. fonvent hierfiber gepflogen werden wird, ist an und für sich nicht Auch unsre Genossen sind nicht mißig in der Abhaltung von VerIn einer am Donnerstagvormittag in der Arbeitsbörse ab- böllig verbindlich, aber die Fraktionen würden denselben doch zu fammlungen, denen sich noch Flugblattverbreitungen anschließen. Während num im Offenbacher Kreise Schwarz und Blau ein gehaltenen Bersammlung beendete das Nationalfomitee der Gruben ihrer Nichtschmur nehmen fönnen. Man glaubt, daß die arbeiter seine Arbeiten und machte sich über den Wortlaut des weite Beratung im Plenum des Reichstags am Herz und eine Seele ist, sieht es in Mainz wieder ganz anders dort hat die nationalliberale Partei 16. d. Mts. Beginnen wird. an den Ministerpräsidenten Combes zu richtenden Schreibens Die Mehrzahl der Fraktionen hat bereits ihre Sigungen Demokraten, Freifinnigen und Socialdemokraten die ob das bei der der vorjährigen Stadtschlüssig, in welchem die Forderungen der Grubenarbeiter aufgezählt angefegt zur Besprechung ihrer weiteren Stellungnahme in der Zoll- Anfrage gerichtet, verordneten- Wahl beliebte gemeinschaftliche Vorgehen gegen das werden. Auch an den Präsidenten des Komitees der Grubenbesizer frage. Centrum auch bei der Landtagswahl wieder aufrecht erhalten werden von Frankreich wurde ein Schreiben gerichtet, in welchem dieses Eine Jnterpellation in betreff der Fleischteuerung wird von seiten sollte. Es wurde eine Besprechung abgehalten, an der laut Beschluß Komitee für den Konflikt verantwortlich gemacht wird. Nach der freisinnigen Volkspartei bei Beginn der Reichstags- des Landtags- Wahlkomitees unsrer Partei die Genossen Dr. David, Telegrammen, die im Laufe des Donnerstag auf der Arbeitsbörse verhandlungen eingebracht werden. Haas und Liebmann teilnahmten. Auf die an unsre Vertreter geBekanntlich wurde schon vor Wochen auf dem socialdemokratischen richtete Anfrage, ob unsre Partei gewilt sei, eines der feither inneeingingen, ist die Ausstandsbewegung faft überall allgemein. In Carmaux wurde heute früh in allen Schächten das Parteitag in München beschlossen, daß die socialdemokratische Reichs- gehabten Landtags- Mandate preiszugeben, zu Gunsten einer neutralen Beichen zum allgemeinen Ausstand gegeben. tagsfraktion eine Interpellation über die Fleischnot und Wiehsperre Standidatur, erfolgte feitens des Genossen Dr. David die Erklärung, daß wir unter feinen Umständen freiwillig auf eines arbeiter ist eingefahren. Es herrscht vollkommene Ruhe. an die Regierung richten möge. Könnten sich die Ver= Aus Valenciennes wird gemeldet, daß die in Anzin ver- Die Hakatisten- Fäulnis. Die Vorsitzenden des Dstmartender Landtags- Mandate verzichteten. fanumelten Bergarbeiter einstimmig den Ansstand befchloffen haben. Vereins, v. Tiedemann, Justizrat Wagner und Raschdan, haben treter der geladenen Parteien nicht dafür intereffieren, die Andre Versammlungen wurden in Denain, Haulchin und in andern gegen Profeffor Hans Delbrüd Privatllage wegen von uns aufgestellten Kandidaten zu unterstützen, so bliebe Bezirken abgehalten. In Denain find in den verschiedenen dort Beleidigung erhoben. Den Anlaß boten Aeußerungen Brofeffor es ihnen selbstverständlich umbenommen, in dem Wahlkampf Delbrücks in einem seiner leyten Artifel gegen die Polenpolitik der zu thun, was ihnen beliebte. Die Pflicht gegen unsre Partei aber befindlichen Gruben mm 600 Bergarbeiter eingefahren. Regierung: gebiete es, die feit etwa 18 Jahren innegehabten Mandate zu verSein BergDie Vertreter der Bergarbeiter des Departements Pas de Calais, die wegen Verweigerung einer Lohnerhöhung in den Ausstand treten wollen, sollen erklärt haben, daß der Ausstand so lange dauern solle, bis alle Forderungen erfüllt seien, selbst wenn der Ausschuß des nationalen Vergarbeiter- Verbandes das Ende des Ausstandes beschließen sollte. Wie verlautet, haben die Mitglieder des Ausschusses ber Bergarbeiter, nachdem sie am Mittwoch den Beschluß über den Gesamtausstand gefaßt hatten, ein Schreiben anden Minister präsidenten und den Ausschuß der Kohlenbergtverks- Gesellschaften gerichtet. Der Matin vermutet, daß dieser Brief noch einen Verfuch zum Ausgleich bilden soll. " aus, denn alt die ... Bei weitem schlimmer als alle politischen Mißerfolge ift feidigen. Vereinigten sich die bürgerlichen Parteien gegen uns, so und bleibt doch die moralische Fäulnis, die der würden wir mit desto größerer Thatkraft den Kampf aufnehmen. Hafatismus um sich verbreitet.... Am allerschlimmsten ist das Unterliege unfre Partei, dann sei die Niederlage eine für uns ehrens von den Halatiften großgezogene Spionage Denunzier- bolle. Damit hatte die Unterredung ihr Ende erreicht. System. In der„ Germania" war jüngst eine Erinnerung an den Staatssekretär v. Stephan veröffentlicht, wonach dieser schon Und nochmals: Ein Effekt der Mannheimer Centrumsparade. geflagt hat über die ganz nichtigen„ nationalen" Denunziationen, mit denen seine Beamten im Posenschen verfolgt würden. Ich selber habe es am eignen Leibe erfahren, wie Herr Harden vor Gericht aussagte, der Sekretär des Ostmarkenvereins fei immer zu ihm gekommen, dies und jenes( Berleumderische) über mich zu fchreiben Das ist die würdige Art des politischen Kampfes, die Gegner Der Aufruf des Nationalkomitees der Gruben- wegen formaler Beleidigung vor Gericht zu zerren. Das Verdienst arbeiter wendet sich auch an die Grubenarbeiter im Ausdes Profeffors Delbrück, der in der Polenfrage gerabe amb tapfer lande und fordert diefelben auf, sie in der ihnen geeignet gegen den herrschenden Unterdrückungskurs kämpft, kann dadurch erscheinenden Weise zu unterffligen. Ferner wendet sich der Aufruf feinesfalls geschmälert werden. Aus Mannheim wird uns vont 8. Oktober geschrieben: Wie wir Ihnen bereits telegraphisch berichteten, haben bei den gestern borgenommenen hälftigen Erneuerungswahlen zum Bürgerausschuß die klerikalen auch in der zweiten SteuerHaffe eine ellatante Niederlage zu verzeichnen. Wie vor acht Tagen die Manheimer Arbeiterschaft, so richtete gestern das Bürgertnm eine entschiedene Absage an die Partei des rotivuchers mud der politischen Schachergeschäfte. Unter der Führung des Amtsgerichtsdirektors Gießler, des Führers der gemäßigteren Richtung der badischen Klerifalen, die in der Lossagung vom Einfluß des intransigenten Pfarrers Wader in Baden das Heil der an die Soldaten und erinnert sie an die jüngsten Ereignisse in Der Beirat für Arbeiterstatistit, die neue Körperschaft, welcher tatholischen Kirche erblicken und mit der Regierung ihren Frieden der Bretagne und die Haltung des Obersten Saint- Remy, welcher die Arbeiten der früheren Kommission für Arbeiterstatistit zugewiefen schließen wollen, hatte das Mannheimer Centrum sich mit den fich geweigert habe, die Befehle seiner Vorgesetzten auszuführen, find, wird am 22. Oktober zum erstenmal im Gebäude des Statisti ehedem so wilden nationalliberalen Kulturkämpfern zu fchen Amtes zusammentreten. Das„ Hamburger Echo schreibt einem fommunalen Wahlbündnis gegen die demokratischweil diefe mit seinem Gewissen im Widerspruch ständen. hierzu: Der Beirat besteht aus folgenden Personen: Präsident des focialistische Opposition auf dem Rathaus just in demWie es heißt, hat der Ministerpräsident an die Präfeften Statistischen Amtes Dr. Wilhelmi, Vorsitzender, sächsischer Geheimrat felben Moment zufammengethan, als dranßen im Lande der große der von dem Bergarbeiter- Ausstande berührten zwölf Departements Dr. Fischer, stellvertretender Borsitzender. Bom Bundesrat sind Klostersturm anhob, der die Glut der alten Parteileidenschaften telegraphiert, alle in diesem Falle vorgeschriebenen mili- folgende Mitglieder gewählt: Preußischer Geheimer Regierungsrat wieder zu neuen Flammen entfachte. Mittels dieses Bündnisses ge= tärischen Maßnahmen zu treffen. Der Abgeordnete Basty Neumann, bayrischer Centralinspektor für Fabriken und Gedachte man dem flerifalen Einfluß auf dem Rathaus der alten Sozzenstadt Wege ebnen, Gezentat sie mee zu beu, und sowohl die Centrumnsleute wie Verband deutscher Arbeitsnachweise. bie beiter verlangen von einem neutralen arbeitsnachweis teine die Nationalliberalen boten alles auf, die Wogen, die der Klostersturm auf dem Meere der badischen Politik schlug, von Mannheim fernzuhalten. Ausland. Schweiz. Generalstreik in Genf. I. als dem Dr. B. Borchardt. Partei- Nachrichten. Gemeinderate. Einstellung der Vermittelung, wo Streit herrsche, dagegen müßten fie unbedingt verlangen, daß der Arbeiter über diese Verhältnisse Der Verband deutscher Arbeitsnachweise wurde gestern früh im aufgeklärt werde, er darf nicht unfreiwillig zum Streifbrecher geDie Socialdemokratie, die in der etwa 3400 Wähler Künstlerhaus in der Bellevuestraße von Herrn Dr. Freund eröffnet. macht werden. Daß er es nicht freiwillig werde, dafür müsse die zählenden zweiten Steuerklasse über eine Eingängerschaft von etwa Das Interesse, das auch die Behörden der Frage des Arbeits- Organisation sorgen. 500 Wählern verfügt, hatte sich, um den Austurm der vereinigten nachweises entgegen bringen, zeigte sich in der Anwesenheit von Ver- Körstens Standpunkt scheint mir der einzig forrette. Ganz ab= Reaktionäre abzuwehren und ihnen durch einen eigenen Zettel den tretern des Handelsministeriums, des Reichsamts des Innern, des gesehen davon, daß der Arbeitsnachweis nicht die Instanz ist, die fonst zweifellosen Sieg über die bürgerliche Demokratie streitig zu bayrischen Ministeriums des Innern u. a. Auch Oberbürgermeister über die Berechtigung von Streiks und Sperren ein Urteil abzutdazu würde aber in der Praxis die Forderung ber machen, die bedingungslose Unterstützung der letzteren beschlossen, so Kirschner war zugegen; in seiner Ansprache betonte er als eine Pflicht der geben hat daß sie nun mit ihr der nationalliberal- ultramontanen Koalition Gesellschaft, für Einrichtungen Sorge zu tragen, die es verhindern, Einstellung der Vermittelung bei Streits führen überschäßt welche der Argegenüber stand, der sich natürlich cach der saubere Freisinn daß arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen aus Mangel an Menge ganz ungeheuerlich die Bedeutung, für die Durchführung cines Streits oder noch angeschlossen hatte. Der Ausfall der gestrigen Wahl war mum Arbeit Not leiden. Möge er an seinem Teil dazu beitragen, dahin- beitsvermittelung ein überaus erfreulicher und nicht ohne eine gewisse Ironie auf die gehende Anregungen der socialdemokratischen Stadtverordneten nach einer Sperre zukommt. Hierfür ist in der That nicht des die Thätigkeit Arbeitsnachweises derzeitigen politischen Verhältnisse des Landes. Es gelang der ver- drücklich zu unterstügen. entscheidend, sondern einigten Linken nämlich, von den 18 Namen ihrer Liste 11 Auf der Tagesordnung stand die Frage: Welche Erfahrungen die Stärke der gewerkschaftlichen Organisationen. Im schlecht or glatt durchzubringen, während sie übrigen sieben dem Misch- haben die Arbeitsnachweise bei der letzten Krisis auf dem ganisierten Beruf finden sich bei schlechter Konjunktur stets genügend masch blieben. Das schönste ist jedoch daß unter diesen Arbeitsmarkt gemacht? Das einleitende Referat hielt Stadtrat Streifbrecher, selbst wenn überhaupt keine öffentliche ArbeitsSieben sich nur Nationalliberale( 3) und Freifinnige( 4) Dr. Jastrow- Charlottenburg. Er erklärte es als zum Wesen eines vermittelung stattfindet. befinden, während die sämtlichen vier klerikalen Kandidaten der öffentlichen Arbeitsnachweises gehörig, neben der Vermittlung auch Die Nichtarbeiter in der Versammlung teilten sämtlich den Kompromißlifte glänzend durchfielen. Ihre eignen Bundesgenossen für Beschaffung von Arbeitsgelegenheit nach Möglichkeit zu sorgen. Standpunkt Körstens, vielleicht mit Ausnahme des Herrn Dr. Neuhatten fie nämlich zu Hunderten auf ihren Zetteln gestrichen und Als Mittel, welche die öffentliche Verwaltung hierfür befigt, bezeichnete mann- Hamburg, der es zum mindesten nicht flar aussprach. Seine damit bekundet, daß sie nicht gewillt sind, den Kompromißmachern er im Gegensatz zur Armenpflege, die nur einen individuellen Not- Aeußerung:„ Der Arbeitsnachweis hat sich um den Streit gar nicht auf ihren schlüpfrigen Schleichwvegen zu folgen. Das Resultat erregt stand beseitigen solle, Notstandsarbeiten sowie vor allem eine Gewerbe- zu fümmern," tann leicht so aufgefaßt werden, einem Streif an feine. Mitteilung bon im ganzen Lande um so größere Genugthumg, als sich unter den politik, welche Notstandsarbeiten gar nicht erst nötig werden läßt; so Arbeitsuchenden fo glänzend Durchgefallenen der Chefredakteur des hiesigen fann die öffentliche Verwaltung z. B. der Mode der Saisonarbeit machen sei. Das üßte natürlich aufs schärfte zurückgewiesen Centrumsblattes befindet, das schon nach den vorlegten entgegen treten, indem die zu leistenden Arbeiten zweckmäßig werden; in der Praxis würde es dahin führen, die Thätigkeit der Gemeindewahlen erklärt hatte, nunmehr sei in Mannheim Centrum verteilt werden.*) Vor allem aber ist eine genaue Kenntnis Arbeitsnachweise erheblich zu hemmen, weil gerade die besten und Trumpf, und fich insbesondere seit dem sog. Katholikentag als Herrin des Arbeitsmarktes die Voraussetzung für eine sachgemäße Abhilfe, ehrenhaftesten Arbeiter sich von ihnen fern zu halten fuchen müßten. der Situation fühlte. Nach einem Schlußwort Dr. Jastrows, das die zu Tage geRegelmäßige Berichte über die Lage des Arbeitsmarktes besigen wir noch nicht lange. Der Referent, Dr. Jastrow, war es bekanntlich, tretene nebereinstimmuung in den meisten Fragen feststellte, wurde der vor sechs Jahren zuerst eine solche Berichterstattung mit der einstimmig eine Resolution angenommen, in der man die Aufstellung Schöpfung seines Arbeitsmarkt" ins Leben rief. Mit Hilfe der Arbeits- der Statistiken nach einheitlichen Grundsätzen, sowie in regelmäßigen nachweise werden dort die Zahlen der offenen Stellen und deren Zwischenräumen umfassende genaue Berichterstattung über die Lage Bewerber angegeben und verglichen. Daß diese Zahlen zuerst des Arbeitsmarktes für wünschenswert erklärte. Auch soll eine KomDer Ausstand der Straßenbahner in Genf hat sich zum sehr unvollständig, waren, ist ja selbstverständlich, und auch heute miffion hierüber mit den kaiserlichen Statistischen Amt, das feine Generalstreit ausgewachsen. Der Streif, der infolge der Maß sind sie noch keineswegs so eraft, wie es der Statistiker von Beruf Bereitwvilligkeit dazu erklärt hat, in Beratung treten. regelung einer Anzahl von Straßenbahn- Angestellten und die Ein- etwa wünschen möchte. Die Mitteilungen find aber immer reichführung einer chikanösen Dienstordnung ausbrach, hat sich mehrere licher geflossen, so daß heute aus den Berichten des Arbeitsmarktes Wochen lang erfolglos hingezogen, so daß sich jetzt die Genfer bereits eine Uebersicht über die Lage gewonnen werden kann. An Arbeiterschaft veranlaßt gefühlt hat, die Sache der Straßenbahn die an der Börse durch den plöglichen Kurssturz am 7. und 8. Juni einer graphischen Darstellung war deutlich zu sehen, wie die Krise, Angestellten zu der ihrigen zu machen und ilt Parteifandidaturen. Wie die„ Gazeta Ludowa" meldet, find den 1901 in die Erscheinung trat, auf dem Arbeitsmarkt bereits im April bisher folgende Reichstags- Kandidaten in der Provinz Bofen aufGeneralstreit einzutreten. Nachdem sich bereits in Verfamm zu bemerken und dauernd zu verfolgen war. lungen, die die Frage des Generalstreifs erörterten, 24 Organis Verbesserung der Statistit ist natürlich erstrebenswert. Jastrow gestellt: Bosen Stadt und Umgegend: Gogowski in Posen, Samterfationen für den Generalstreik und nur 11 dagegen erklärt hatten, erblickt sie nicht in Arbeitslosen- Zählungen nach Art der im vorigen Obornik: Stenkowiß in Berlin, Mejeriz- Bomst: Gutsche in Stwierzyn, hat eine später stattgefundene Versammlung von Gewerkschafts- Jahre von der Berliner Gewerkschaftskommnission veranstalteten; Bul- Kosten: Budzinski in Posen, Breschen- Pleschen: Pietsch in Delegierten nach einem Wolfffchen Telegramm mit 224 gegen denn diese könne ihrer Natur nach nicht häufig wiederholt werden. Obornik, Schrimm- Schroda: Matuszewski in Posen, Adelnait4 Stimmen bei 20 Stimmenthaltungen das Eintreten in den all- Gerade die regelmäßige Wiederholung sei aber das entscheidende. Ostrowo: Sremski in Posen, Rawitsch- Gostyn: Sremski in Posen, gemeinen Ausstand beschlossen. Weitere Telegramme besagen: Er empfahl daher das System einer Zählung der sich meldenden Fraustadt- Lissa: Fritsche in Berlin, Czarnitau, Kolmar, SchneideDer allgemeine Ausstand beginnt sich zu entwickeln. An den Arbeitslofen, wie es in Stuttgart am 19. Jebritar 1901 veranstaltet mühl: Gogowski aus Bosen, Inowrazlaw: Wierbinski aus Gnefcit, worden ist. Mir scheint dieser Weg in der That der aussichts- Bromberg: Stoessel aus Bromberg. Bauten ruht die Arbeit völlig; Arbeiter, welche fich butt big reichere zu sein. In Stuttgart wurden allerdings nur 1870 blächen Von der belgischen Partei. Vor einigen Wochen ging eine Notiz zu den Arbeitsplätzen begeben wollten, wurden von Streikposten an- liche und 31 weibliche Arbeitslose bei 62 000 gewerblichen durch die bürgerlichen Blätter welche schadenfroh eine Spaltung der gehalten. Auch die Setzer feiern und nehmen vor den Druckereien Arbeitern gezählt, und wegen dieser offenbar zu geringen Zahl focialistischen Partei Belgiens meldete. Anlaß zu dieſer Nachricht Aufstellung, während Abordnungen sich ins Junere begeben, um wurde die ganze Methode vielfach verworfen. Wenn angeführt gaben wohl die Bemühungen einiger aus der Partei Ausgewiesener, etwa noch arbeitende Sezer zum Ausstand aufzufordern. Die wurde, daß z. B. die Buchdrucker mehr Arbeitslose in ihrem Ver- in Borinage eine neue Gruppe zu bilden. Dieser Versuch faim als meiſten Blätter werden nicht erscheinen. Die Straßenbahnen ver- bande in Stuttgart hatten, als bei der allgemeinen Zählung der sich völlig gescheitert gelten, denn einer von Roger und Laurent- Clerbant kehren noch, auch in der ganzen Lebensmittelbranche wird gearbeitet, Meldenden ermittelt wurde, so beweist das gewiß die Iluzuverlässigkeit nach Jemappes einberufenen Versammlung wohnten nur 40 Personen Restaurants und Läden find geöffnet. Der Ausstand macht sich auch jener Zählung, aus der keine Schlüsse zu ziehen sind. Aber der bei, von denen noch eine Zahl Gegner der Neubildung waren. dadurch bemerklich, daß viele Arbeitergruppen nach den Gewerk- Borteil der Methode liegt ja in dem System, welches regelmäßige Die schaftslokalen ziehen, wo heute vormittag Versammlungen abgehalten wiederholungen mit leichtem Aufwand von Mühe und Kosten gestattet. Mitglieder Hollands hielt ant 5. Oktober einen allgemeinen Stongreß Vereinigung der socialdemokratischen werden. In den städtischen Betrieben wird ebenfalls gearbeitei. Der Staatsrat beschloß die Mobilma chung weiterers wird gerade Sache der Gewerkschaften sein, hierfür Verständnis Truppen und die Schließung des Theaters. Et to a 3 eriveden und dafür zu sorgen, daß die Arbeiter, die es angeht, zu Zwolle ab, der den Zweck hatte, ein Reglement für die VerDie Ver sich auch melden. Mit Freude habe ich daher die Mitteilung des einigung festzusetzen und eine Aussprache über die wichtigsten 100 Personen wurden am Donnerstag über die Grenze abgeschoben. Vor der Buchdruckerei des Journal Kommission beschlossen hat, solche Bählungen von mum an regel- einigung hat jetzt 40 Witglieder. Herrn Stock mayr- Stuttgart begrüßt, daß die dort eingesetzte aktuellen Fragen der Gemeindepolitik herbeizuführen. de Genève" sammelte sich heute vormittag eine große Gruppe Ausmäßig am 1. Februar, 1. Juli und 1. November jeden Jahres zu Der erste Artikel des Neglements wurde, wie folgt, anständiger an, weil zehn Arbeiter ihrer Beschäftigung nach veranstalten. Wenn die städtischen Behörden diesem Beschluffe bei- genommen; gingen. Der Direktor des Blattes mußte polizeilichen treten, ist ein wesentlicher Fortschritt in der Arbeitslosenstatistik mit„ Die Vereinigung hat den gived, eine Verbindung herzustellent Schuß nachsuchen. Das Blatt beschloß, seine Werkstätten zu Sicherheit zu erwarten. zwischen den socialdemokratischen Gemeinderats Mitgliedern in schließen; alle übrigen Blätter thaten das gleiche. Gegen Mittag Auf den Vortrag folgten eine Reihe von Referaten, in welchen Niederland und zwischen ihnen und denjenigen Mitgliedern der durchzog ein Zug Ausständiger die die Straßen und awang die Lage des Arbeitsmarktes in Bayern Württemberg, Baden, der Partei, die an der Gemeindepolitik interessiert sind. Die Vereinigung die dort thätigen Arbeiter, die Arbeit zu verlassen. Auf den Bauten ruht die Arbeit seit 2 Uhr gänzlich. Mark Brandenburg, Berlin, am Rhein und Main und in Hamburg will die Einheitlichkeit im Auftreten der socialdemokratischen Gemeindevertreter befördern; ferner dahin wirken, daß sie geschildert wurde. Die Referenten hatten zunächst die Frage zu wird gemeldet, daß die Gemeinderäte der benachbarten franzöfifchen beantworten: Ist eine Arbeitslosigkeit in die Erscheinung getreten auf der Höhe ihrer Funktion als socialdemokratische Gemeindedes Straßenbahnverkehrs, die die Gemeinden schwer schädigt, Ein- von der zweiten ihnen vorgelegten Frage: Gemeinden bei der französischen Regierung gegen die Unterbrechung und in welcher Art? Diese Frage ist aber gar nicht zu trennen vertreter erhalten; Kenntnisse verbreiten über die Forderungen der Welche Schlüsse Partei in Bezug auf die Verwaltung und die Aufgaben der Gespruch erhoben haben. Die ausständigen Angestellten der Straßen- fönnen aus dem Umfang der Arbeitsvermittelung auf den meinden und die Verwirklichung dieser Forderungen nach Möglichkeit Die weiteren Artikel enthalten hauptsächlich Vebahngesellschaft felbst verhalten sich ruhig, da sie sich des guten Umfang der Arbeitslofigleit gezogen werden? Diese Frage befördern." Ausgangs des Ausstandes sicher glauben. wurde durchweg mehr oder minder entschieden dahin beantwortet: timmungen über die Form der Organisation und über ihre Gegen den Optimismus, den die Arbeiterschaft Genfs selbst an gar feine. So wies Stadtrat Flesch Frankfurt darauf Funktionen. Dann beriet der Kongreß über die Ausführung des den Tag legt, sticht eine Korrespondenz ab, die wir aus der Schweiz hin, daß der Frankfurter Arbeitsnachweis, der wohl am meisten in über den Streif erhalten. Wir geben derselben Naum, da fie sich Anspruch genommen wird- eine Bermittelung fällt auf 13,8 Gin- 23ohnungsgeseges, worüber Schwager das auf die Mitteilungen des offiziellen Schweizer Partei- Organs stügt. wohner gegenüber 65 in Berlin 20 000 Stellen bei etwa Referat hielt. Dieses Geses, sowie das Gesundheitsgesetz find von Die Korrespondenz lautet: 200 000 Arbeitswechseln vermittelt hat, also nur etwa der zehnte außerordentlicher Wichtigkeit für das niederländische Volt. Wenn das Der Streit der Straßenbahner in Genf ist noch Teil der Stellen ist dort durch den Arbeitsnachweis gegangen, und ohnungsgesetz auch in mancher Hinsicht unzulänglich ist, so giebt nicht beendet, aber bereits verloren. Was man ahnen konnte, wird an andren Orten ist das Verhältnis noch ungünstiger. Der Buch- es doch den Gemeinden z. B. das Recht, das Enteignungsverfahren drucker Massini- Berlin betonte nachdrücklich die Umstände, welche im Interesse der Errichtung von Volkswohnungen anzuwenden. Gedem„ Grütlianer" von seinem Genfer Korrespondenten bestätigt, gerade in Zeiten der Strise den Arbeiter veranlassen, die zeit- meinden mit über 10000 Einwohnern sollen einen festen Bauplan daß nämlich die Anarchisten bei der Affaire ihre Hände im Spiele haben raubende Vermittelung des Arbeitsnachweises nicht in Anspruch entiverfen. Die Gemeinden können an Vereinigungen und Genossenund daß hinter ihnen die reichen Konservativen Genfs stecken, die gern ein zu nehmen, sondern auf jede andre Weise Arbeit zu suchen. schaften Darlehen zur Errichtung von Wohnhäusern zu mäßiger " Ereignis" haben möchten, um das herrschende radikal- socialistische Trotzdem zeigte sich die Krise fast überall auch in den Er- Rente geben. Die Gemeinden können zu demselben Zived UnterRegime zu stürzen und selbst wieder die Kantonsregierung in ihre fahrungen der Arbeitsnachweise, neben denen auch die Wit- stützung vom Reich erhalten und selbst Wohnungen bauen. Das Hände bekommen zu können. Die ganze Bewegung ist eine ver- gliederziffern der Krankenkassen, die ja im großen und ganzen Gesetz kann selbstverständlich erst dann für das Proletariat richtig fehlte, heißt es da, und wenn diese Zeilen erscheinen, so wird dieser die Zahl der beschäftigten gewerblichen Arbeiter widerspiegeln, ausgenutzt werden, wenn einmal das allgemeine Wahlrecht durch= benugt wurden. Allerdings scheint die Krise nach diesen Er- geführt sein wird. unglückliche Streit wohl der Geschichte angehören und unzählige fahrungen an verschiedenen Orten in verschiedener Stärke, nirgends Zu der Frage: ob und in welchem Maße die Ge Opfer gekostet haben. Am Sonntag, den 28. September, fuhren so schlimm, als gerade in Berlin aufgetreten zu sein. In Ober- meinden aus kommunalen Betrieben finanziellen Muzen ziehen dürften, referierte Anlerimit. Die Sucht 17 Wagen, am 29. schon 27, am 30. bereits 39, am 1. Oktober 50 Baden sell sie so gut wie gar nicht vorhanden gewesen sein. und am 2. Oktober, von dem die Korrespondenz datiert ist, 65 gegen Die letzte Frage lautete: Welche Vorschläge hat der Arbeits- der Gemeindeverwaltungen, Geld aus ihren eignen Betrieben zu gegen 90 in normalen Zeiten. Man hat jetzt so ziemlich nachweis zu machen a) zur besseren Erkenntnis des Ilm- ziehen, erklärte der Redner für eine Art der indirekten Besteuerung, die sich auch schwerlich progressiv gestalten lasse. Wenn Gas und Anhaltspunkte dafür, dafür, daß die konservative Finanz dem fanges der Arbeitslosigkeit; b) zum b) zum besseren Ausgleich von Streit nicht Auf die Frage a antwortete Wasser teurer werde, belaste das den Arbeiter. Im mehr Geld für fremd ganz iſt, die wobei ihr Tram Arbeitsangebot und Nachfrage. angestellten unbewußt als Instrumente dienen. Der Streit ist man allseitig mit dem Wunsche nach einer Berbesserung der Statistik, die Gemeinden zu erlangen, müsse man eine beijere Reichsgefeßgebung in den Tarif für die Produkte der kommunalen Betriebe bringen; verloren, trotzdem die Typographen gestern abend 1000 Fr. votierten. der auch die Vereinheitlichung der Arbeitsmethode der verschiedenen herbeizuführen suchen. Man könne aber auch eine gewisse Progression Arbeitsnachweise resp. ihre Centralisation treten müsse; der Ausgleich) Alle Hoffnungen helfen da nichts, selbst wenn der Generalstreik zwischen Stadt und Land könne dann ebenfalls besser bewirkt werden. man könne für die größeren Abnehmer, statt, wie jetzt vielfach geschieht, proflamiert würde. Die Genfer Arbeiterschaft kann übrigens einen Der Arbeitsnachweis müsse auch seitens der Behörden mehr gepflegt geringere Preise, lieber etwas höhere feſtiegen als für die kleinen Leute. Darüber, daß nach socialdemokratischen Principien zu urteilen, solchen nicht ausführen. Das beste wäre, wenn die Arbeit ohne werden; zum Beispiel würde Erleichterung des telegraphischen und die Gemeinden feine Profite machen sollten, herrschte in der Dis weiteres wieder aufgenommen würde, sonst geht nicht nur der telephonischen Verkehrs sowie des Transportes der Arbeiter erheblich fussion volle Einigkeit; ob es jedoch unter den heutigen VerhältStreit verloren, sondern auch die blühende Gewerkschaft, und zahl- dazu beitragen, die Wirksamkeit der Arbeitsnachiveise zu heben. lofe Arbeitslose werden das Resultat sein. Die Tram- Angestellten Zu einer Diskussion gab eine Bemerkung Maffinis Anlaß, der nissen praktisch durchzuführen sei, das wurde von mehreren Seiten Dann befaßte sich der Kongreß noch mit der Frage der Einhatten da schlechte Berater in den Generalstreiffern, Anarchisten und den Streitfall erwähnt hatte; zwar sprach er sich für neutrale Arbeits- bezweifelt. Stonservativen. Sie haben in gutem Treuen gekämpft und sich so weit nachweise aus. Doch wurden feine Ausführungen so verstanden, als führung der progressiven Grund- und Gebäudeob er Einstellung der Arbeitsvermittelung verlangte, wo Streit wader gehalten; leider müssen sie allein die Folgen tragen. 100 bis herrsche, und hiergegen wandten sich mehrere Redner. Nur Menge- tener, wozu Traffers das Referat hielt. Die Meinung ging all150 Angestellte werden auf dem Pflaster bleiben." Charlottenburg verteidigte diefen Standpunkt; so lange der Arbeiter gemein dahin, daß diese Form der Besteuerung verhältnismäßig Wir selbst sind begreiflicherweise ebenso wenig im stande, etwaige fein volles Koalitionsrecht habe, sondern bei' Streils von den Bes empfehlenswert sei. geheime Triebfedern des Generalfireiks zu erkennen, wie dessen hörden in der feindlichen Weise behandelt und seiner Rechte beraubt Chancen abzuwägen. Bei dem impulsiven Charakter der großenteils werde, wie es gegenwärtig noch der Fall sei, müsse der Arbeiter romanischen Arbeiterschaft Genfs wäre es an sich keineswegs aus- von einem unparteiischen Nachweis beim Streit die Einstellung der geschlossen, daß man die Gewerkschaften zu politischen Hinterabfichten Vermittelung verlangen. Ertvähnt mag hierbei werden, daß Menge in ungehöriger Weise zu mißbrauchen beabsichtigte, obschon das Solidaritätsgefühl der vom Vorsitzenden Dr. Freund unterbrochen wurde, der die Nedezeit Genfe. Arbeiterschaft an sich nur die lebhaftesten Sympathien er ganz unmotiviert auf fünf Minuten beschränken wollten. In der wedt. Wir können nur wünschen, daß der Generalstreit die Hoff- Begrüßung hatte Dr. Freund mit besonderer Genugthung auf die mungen aller böswilligen Berater zu Schanden macht und der Sache Mitarbeit der erschienenen Arbeiter hingewiesen, und den ersten der Straßenbahn- Angestellten wirklich zum Siege berhilft. " Afrika. einander einleitende Nach Erledigung dieses Punktes wurde der Kongreß geschloffen. Totenliste der Partei. In Nürnberg starb der Kaffenbeamte Georg Frank im Alter vom 53 Jahren. Der Verstorbene, ehemals Holzbildhauer, war ein eifrig thätiger Parteigenosse und zugleich Mitglied des Holzarbeiter- Verbandes. Er hat mehrmals im Wahlkreise Bayreuth zum Reichstag kandidiert. Die" Fränkische Tagespoft" widmet ihm einen ehrenden Nachruf. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Arbeiter, der in der Diskussion sprach, suchte er zu beschränken. Zur Abwechslung. In Sachsen werden, wie auch anderwärts, Wenn sich der Arbeiter ein Gefühl des Mißtrauens bemächtigt, darf socialdemokratische Versammlungen in der Regel verboten, wenn das Dr. Freund sich gewiß nicht wundern oder beklagen. Versammlungslofal feine zwei Ausgänge hat. In Annaberg Der revidierte Zolltarif für Transvaal. Die Mittwochsnummer Daß übrigens der Standpunkt Menges nicht derjenige der gesamten forderte dagegen in einer Metallarbeiter Versammlung der überder amtlichen Zeitung enthält den nach 14 Tagen in Kraft tretenden Arbeiterschaft ist, trat in den Ausführungen von störsten Berlin wachende Beamte, daß die Thür vom Saale nach der Gaststube gerevidierten Zolltarif für Transvaal. Die Zölle für Maschinen und hervor. Mit großem Nachdruck betonte er, er teile die Ansicht Massinis; schlossen werde, so daß nur ein Ausgang blieb. In der darüber entstehenden Auseinandersetzung löste der Beamte die VerBaumaterialien, Metalle und landwirtschaftliche Geräte werden aufgehoben. Der bisherige Zoll auf Dynamit ist unverändert gelassen;") Ausführlicher sind die Ansichten Jastrows in seinem eben sammlung auf. eine anderweitige Regelung dieses Bolles soll aber so bald als erschienenen Buche:" Socialpolitik und Verwaltungswissenschaft" dargelegt. möglich in Angriff genommen werden. Und dabei verlangt man von den Arbeitern immer noch, ste sollen an Recht und Gesetz glanben. - Es ist felue Beleidigung, wenn ein Polizeikommissar, der als Achtung! Glasreiniger, Fensterputer! Bei dem Unternehmer| Verbots schilderte, während die Diskussionsredner mehr die Folgen Privatmann einer öffentlichen Versammlung beiwohnt, einem social- Melfen in Firma Internationales Reinigungs. dieser Maßregeln vom beruflichen Standpunkte aus behandelten. demokratischen Redner zuruft: Das ist gelogen!" So hat das Institut, Alte Jakobstr. 88, haben die Arbeiter wegen Lohn Besonders hervorgehoben wurde, daß durch die Fleischnot vielfach Landgericht Danzig, erkannt. Der Zuruf ging von dem Polizei- differenzen die Arbeit niedergelegt. Sämtliche Arbeiter sind organisiert minderwertige Fleisaforten verarbeitet werden. Als Beweis hierfür tommissar Sachße in Danzig aus und galt dem Genossen Varte! Buzug ist fernzuhalten. wurden verschiedene Fälle von Kaltschlächterei, Verarbeitung perl= dort. Vom Schöffengericht war Sachße auf die von Bartel erhobene füchtigen oder tuberkulo en Fleisches, sowie Unterschiebungen mit Beleidigungsklage zu 20 M. Geldstrafe verurteilt worden, von der Pferdefleisch angeführt. Auch der vielen Prozesse wegen NahrungsStraflammer wurde er aus dem angegebenen Grunde freigesprochen. mittel- Bergehen wurde gedacht, in denen so manche Schweinereien Es wäre intereſſant, wenn dieses Gericht in die Lage käme aufgedeckt wurden. Bei den zahlreich erschienen Meistern aber fanden über den umgekehrten Fall zu urteilen, daß ein Socialdemokrat diese Kritiken sowohl wie auch die scharfe Geiselung des Vieh- und einem Polizeikommissar unter ähnlichen Umständen zuruft: Das ist Fleischeinfuhr- Verbots wenig Anflang. Einige von ihnen ließen sich sogar zu starten Mißfallsbezeigungen hinreißen. Dessen ungeachtet gelogen! nahm jedoch die Versammlung nachstehende Resolution an: Aus Induftrie und Handel. in den Industriefartellen eine unvermeidliche Entwicklungsstufe des " Die Generalversammlung des Bundes der Induſtriellen erblich Wirtschaftslebens. Sie erscheinen berufen, die Gütererzeugung dem Bedarfe anzupassen und einem planlosen Unterbieten, dessen Begleiterscheinung eine Verschlechterung der Erzeugnisse zu fein pflegt, vorzubeugen. Ihr wirtschaftlicher Vorteil tann daher nich bestritten werden, sofern sie nicht als ein Mittel zur Ausbentung abhängiger Konsumenten, sondern zur Regelung der Bro buftion zwecks Erzielung einer angemessenen Preislage, vermutlich aber auch zu einer Verminder..ng der Entstehungskosten und zur Verbesserung des Fabritats angewendet werden. Die Fertigindustrie im besonderen, welche sich großen Rohstoff- Sartellen gegenüber in der Abwehr befindet, muß in deren gegenwärtiger Uebermacht und den sich daraus ergebenden Auswüchsen allerdings einen Mißstand erblicken, der Maßregeln zur Herbeiführung eines wirtschaftlichen Gleichgewichts notvendig erscheinen läßt." Die Ziolierer nahmen in ihrer Generalversammlung am Mitt woch zu dem von den Arbeitgebern ihnen zugestellten neuen Lohntarif Stellung. Derselbe besagt in seinen Hauptpunkten: Marimal stundenlohn 50 Bf. bei zehnstündiger täglicher Arbeitszeit. Die Laufzeit für 22 näher bezeichnete Vororte wird nicht mehr bezahlt, da gegen das Fahrgeld vergütet; bei weiter entfernten Vororten werden 1 beziv. 2 Stunden Laufzeit, je nach der Entfernung, bezahlt. Ueberstunden werden in der Zeit von 6 bis 8 1hr abends zu den " Die öffentliche Bersamunung Berliner Fleischergesellen, sowie gewöhnlichen Stundenlöhnen vergütet; bei Nachtstunden von 8 1hr abends bis 7 Uhr morgens ein Zuschlag von 15 Pf. die Stunde sonstiger interessierter Kreise fordert in Anbetracht der großen Fleischa Der Bund der Jndustriellen und die Kartellfrage. Die General Bei Sonntagsarbeit wird die Zeit von 7 1hr morgens bis 2 Uhr not von der Regierung die ingesäumte Aufhebung der Grenzbersammlung des Bundes der Industriellen, die heute vormittag im nachmittage mit 10 Stunden bezahlt, Pausen dürfen nicht gemacht sperren für Schlachtvieh und Flesch unter Beibehaltung hinreichender werden. Bei Arbeiten nach außerhalb eine Zulage von 1,50 M.; Sanitärer Maßnahmen und zwar im Interesse des Fleischerhand" Kaiserhof" durch Geh. Kommerzienrat Wirth- Berlin eröffnet wurde Sonn- und Feiertage 2,50 M. Zulage pro Tag. Arbeiten von mehr werks sowohl wie der Volksernährung und des Gesundheitsschutzes. beschäftigte sich in längerer Sizung mit der Kartellfrage. Der als 20 qm fönnen in Accord vergeben werden nach folgenden Säßen: Die Versammlung erhebt ferner Protest gegen die Auslassungen des Generalsekretär des Bundes, Dr. W. Wendtlandt- Berlin, hielt einen Wärmeschußmasse bis 30 mm mit Bandage und Anstrich pro Quadrat Bundes der Landwirte, in jenem al remeinen Flugblatt zur FleischVortrag über das Truſt- und Kartellwesen und begründete nach- meter 1 Mt. usw. Nach kurzer Beratung lehnten die Ver- not, worin die Behauptung aufgestel wird, daß die deutsche Landstehende Resolution: wirtschaft im stande sei, den Fleischte darf des deutschen Boltes zu sammelten diesen Arbeitgebertarif einstimmig tragten die Lohnfommission, schleunigst einen Tarif auszuarbeiten. Für Vieh- und Fleischeinfuhr eine starke Schädigung des Fleischerab, weil er bedeutende Verschlechterungen enthielt, und beauf- decken, während doch die Thatsachen bekunden, daß dies nicht der Fall ist. Die Versammlung erblickt vielmehr in den Grenzsperren der dem Arbeitgebertarif gegenüber gestellt werden soll. gewerbes und speciell auch der Gesellenschaft, da durch die andauernde Deutsches Reich. Fleischnot und die Teuerung Tausende vox Fleischergesellen arbeitslos geworden und viele Hunderte in ihren Verdienst beeinträchtigt find. Des weiteren erklärt die Versammlung, daß durch die künst liche Mästung des Vichs die reelle Wurstfabriction vollständig in den durch chemische Hilfsmittel verdeckt und das Publikum somit getäuscht Hintergrund gedrängt wird, indem die Minderwertigkeit der Ware wird. Gleichzeitig protestiert die Versammlung gegen die im Zolltarif- Entwurf vorgesehenen Erhöhungen der Vieh- und Fleischzölle, da bei Turchführung derselben die Fleischnot und mit ihr auch das Elend im Fleischerhandwerk einen noch höheren Grad erreichen würde." Außerdem wurde noch eine Resolution angenommen, in der gegen die unhaltbaren Zustände in der Stellenvermittlung im Gewerbe führung der 12stündigen Arbeitszeit verlangt wird, und zwar mit der Begründung, daß den arbeitslosen Kollegen dadurch Gelegenheit zur Beschäftigung gegeben werden soll. Diese Forderungen follen eventuell mit Hilfe des Boykotts und der allgemeinen organisierten Arbeiterschaft für einzelne Bezirke durchgeführt werden. Die Rohrleger befaßten sich am Mittwochabend in einer stark besuchten Versammlung wieder mit dem neuen Lohntarifentwurf. Der Obmann des Gesellenausschusses, Tschöge, erläuterte nochmals die einzelnen Pofitionen desselben, indem er besonders auf die Schädlichkeit der Accordarbeit hintvies und die Anwesenden ernst. lich ermahnte, in Zukunft auf die strifte Junehaltung der neunstündigen Arbeitszeit hinzuwirken. Sodann berichtete er, daß der Gehilfenausschuß am Dienstag eine Besprechung mit dem Innungsvorstande gehabt habe, in der es jedoch nur zu allgemeinen Erörterungen gekommen ist. Vom stellvertretenden Obermeister ivar bierbei bestritten worden, daß die Rohrleger die schlechtest bezahlten Bauarbeiter seien; auch hatte dieser behauptet, die Rohrleger leisteten nicht mehr dasselbe Quantum Arbeit wie früher, was wohl auf den Einfluß gewisser Personen zurückzuführen sei. Natürlich habe der Herr hierauf die gebührende Antiport erhalten. Immerhin sei die Junung zu Verhandlungen geneigt und sollen dieselben am wirkung des Gehilfenausschusses, sondern der zu wählenden Lohnfommenden Montag stattfinden, jedoch nicht mehr unter der Mitfommission. Sodann besprach Wiesenthal die allgemeine Er wies darauf hin, daß die Verhältnisse wesentlich Situation. Jahren, wo nur ca. 170 bon ihnen der Organisation angehörten; günstiger für die Rohrleger find, als bei der Lohnbewegung vor zwei jetzt betrage die Zahl der Organisierten über 1400. Dies sei eine Macht, mit der jeder Unternehmer und auch die Freie Vereinigung der Gas- und Wasserleitungs- Justallateure rechnen müsse, trotz der Scharfmacherei des Generalsekretärs Nasse. Obschon die Unternehmer darüber geflagt hätten, daß die jetzige Lohnbewegung ganz unverhofft zum Ausbruch gekommen sei, habe man doch keinerlei Ursache, ihnen in ihren Entschließungen übermäßig viel Zeit zu lassen. Wohl sei eine friedliche Lösung der jeßigen Tariffrage das Beste, doch, lasse sich diese nicht erreichen, so dürfte der Streit schneller ausbrechen, als die Unternehmer es dächten. Nach einer regen Diskussion nahm die Versammlung eine Resolution an, laut welcher sie sich berpflichtete, mit voller Energie für die Durchführung des neuen Tarifs einzutreten. Von den Mitgliedern der Innung war trotz der an sie ergangenen Einladung niemand erschienen. Lohnbewegung der Textilarbeiter im Vogtland. eine allgemeine Lohnbewegung der Textilarbeiter im Gange. Die Sowohl im Vogtland wie in den angrenzenden Bezirken is selbe soll gewissermaßen eine Fortsegung der Lohnbewegung von Frühjahr sein, die auf eine paffendere Zeit vertagt worden ist. Es handelt sich bei dieser Bewegung sowohl um Verbesserung der be fanntlich außerordentlich niedrigen Löhne, als auch um eine Abwehr von Herabfegungen diefer elenden Löhne. Namentlich in Reichen 6 a ch, Meerane und Greiz sind die Löhne gekürzt worden. und die Arbeiter haben dagegen Stellung genommen. LohnKonsequent wäre es nur gewesen, wenn nach diesen Thesen der Referent einfach erklärt welche die Entwicklung des Kartellwesens hinderten, seien zu vers Bogtlandes sowie die Textilarbeiter in Gera durchsetzen. werfen. Da aber bei einem Teil der kleineren Industriellen, besonders In Gera haben die organisierten Textilarbeiter bereits im soweit fie Erzeugnisse der großen Noh- und Halbstoffverbände ver- vorigen Jahre die Fabrikanten um Lohnerhöhung und Festsetzung arbeiten, eine feindselige Stimmung gegen die Kartelle besteht, einheitlicher Löhne ersucht. Der Fabrifinspektor bot seine Ver mußte dieser Rechnung getragen werden, und so meinte der Vor- mittelung an, die Fabrikanten lehnten aber die Forderung der Arbeiter tragende, daß gegen gewisse Macht Mißbräche, die bei ab mit der Behauptung, in Gera würden schon die höchsten einzelnen Kartellen vorfämen, inmierhin Abwehrmaßregeln Löhne gezahlt, und die Fabrikanten könnten deshalb nichts zulegen. nicht ganz zu entbehren seien. Als solches solches Gegenmittel Die Weber haben inzwischen Material gesammelt, welches beweist. empfahl er vor allem die Selbsthilfe, d. h. einen Zuſammenschluß daß in Greiz, dem hauptsächlichsten Konkurrenzorte von Gera, höhere der Fertigfabrikate erzeugenden Industriellen zu Gegenverbänden, ferner staatliche Beaufsichtigung der Kartelle und gegebenenfalls eine Jutervention des Staates gegen schädliche Kartellbeschlüsse. Die Frage, wie weit durch die Zollgesetzgebung der Preispolitik der Kartelle entgegengewirkt werden könne, scheint nach den vorliegenden Berichten gar nicht berührt worden zu sein. Selbst verständlich nicht! welche die Entwicklung hatte, irgendwelche staatlichen Eingriffe, erhöhungen wollen die Hand und Schiffchensticker des protestiert und ein allgemeiner Arbeitsnachweis, sowie die Ein" Dampferverlust der, Kosmos"-Linie. Nach einem bei der Deutschen Dampfschiffahrts- Gesellschaft Kosmos" eingetroffenen Telegramın ist deren Dampfer„ Skambyses" bei Goionos Point, an der Küste von Costarica, gestrandet. Nähere Nachrichten über die Lage des Dampfers liegen noch nicht vor, das Telegrammi jagt mir noch, daß Mannschaft und Passagiere gerettet seien, und man hoffe, die Ladung zu bergen. Neue amerikanische Trustgründung. Eine Anzahl Kapitalisten in London und San Francisco haben, wie der„ Tribune" aus Boston gemeldet wird, die„ Copper River Copper Company" mit einem Kapital von 50 Millionen Dollar zur Ausbeutung der großen Stupferlager in Alaska gebildet. Gewerkschaftliches. Löhne gezahlt werden. Jeyt haben mum die Arbeiter ihre Forderungen wieder eingereicht, die Fabrikanten aber lehnen auch jetzt die Verhand lungen ab unter dem Vorwande, daß der Vertrauensmann der Textilarbeiter, welcher den Tarif einreichte, nicht in einer Weberei beschäftigt sei. Einen endgültigen Beschluß will der Fabrikanten verein wie in bürgerlichen Blättern mitgeteilt wird über die Lohnforderungen noch nicht gefaßt haben. In Meerane hat die Bewegung bereits einen lebhaften Charakter angenommen. Hier hatten die Fabrikanten die Löhne um 30-35 Broz. gefürzt und die Arbeiter haben eine energische Abwehr Arbeiterausschüsse der einzelnen Fabriken bei den Unternehmern gegen diese Maßnahme ins Werk gesetzt. Am Montag wurden die vorstellig und reichten den von den Unternehmern aufgestellten Tarii ein. Die Fabrikanten haben sich wohl zu einigen fleinen gut geständnissen bereit erklärt, jedoch wollen sie den vorgelegten Taris nicht anerkennen. Darauf haben am Dienstag zwei sehr stark besuchie Tegtilarbeiter- Versammlungen beschlossen: Wenn bis Freitagmittag eine befriedigende Antwort auf den eingereichten Lohntarif nicht erfolgt, tritt am Sonnabend früh die Arbeiterschaft in den Generalstreit ein. Die Komitees find verpflichtet, nur auf Grund des aufgestellten Tarifs zu verhandeln." = Berlin und Umgegend. Der Dreherstreit bei Borsig erfährt in der ersten Nummer der Arbeitgeber- Beiling", die vor Eine Privatdepesche aus Meerane teilt uns mit, daß die vers einigen Tagen das Licht der Welt erblickte, eine Beleuchtung von einigten Webereibefizer am Donnerstag beschloffen haben, einen intereffierter Unternehmerseite. Im Auftrage des Kommerzienrats Borsig ist bessen Direktor Dorn unter die Zeitungsschreiber gegangen neuen Lohntarif auszuarbeiten und diesen den Arbeitern am Freitag und hat in einem langen Artikel versucht, die nicht nur mittag vorzulegen. bon den Arbeitern, sondern von fast der gesamten Be Ob dieser Tarif die Arbeiter befriedigt und ob er geeignet ist, völkerung Tegels verurteilte schroff ablehnende Haltung feines den allgemeinen Ausstand zu verhindern, darüber wird eine VerChefs zu rechtfertigen. Bekanntlich forderten die ausständigen sammlung der Arbeiter heute( Freitag) abend Beschluß fassen. Die Kistenmacher hielten am 6. Oftober in den Andreasfälen Dreher, daß ihnen bei der Accordarbeit ein Verdienst von 50 f. eine öffentliche Versammlung ab. Reichstags Abgeordneter für die Stande garantiert werde. Die Mehrausgaben, welche der In Magdeburg ist mit dem gestrigen Tage ein von den dem Roseno to referierte über„ Krisen, Arbeitslosigkeit und GewerkFirma durch die Bewilligung dieser Forderung erwachsen wären dortigen Startell angeschlossenen Geverifchaften eingerichtetes Gefchaften". Im Verschiedenen" stellte Juckel und Wolter fest, daß in fagt Herr Dorn hätte sie selbstverständlich tragen können, aber wertschafts- Sefretariat eröffnet worden. Dasselbe hat den größeren Betrieben der Branche sehr schlechte Verhältnisse bees handelt sich für die Firma 1111Z ein Prinzip. Nach die Aufgabe, schivachen Organisationen beizustehen, indifferente Beständen. Einzelheiten wurden nicht angeführt. Man regte an, unter dem Princip der Firma Borsig wird in Mccord gearbeitet, rufe zu organisieren, das gewerkschaftliche Leben in Magdeburg in den Arbeitern der genannten Betriebe eine lebhafte mündliche und die Dreher mögen sehen, wie sie dabei zurecht jeder Beziehung zu fördern und auf dem Gebiete der Arbeiterschutz- Agitation zu entfalten, um sie an die Organisation zu fesseln. tommen. Was fümmert es die Firma, was fümmert es Herrn Gesetzgebung die Arbeiterinteressen zu wahren. Borsig und seinen Direktor, wenn ein großer Teil der Arbeiter bei Der Arbeiter- Sängerbund hielt am 28. September in der Braueret den Accordlöhnen, die natürlich die Betriebsleitung festseßt, feinen Aufgenommen in den auskömmlichen Lohn erzielen. Solche Arbeiter sind eben nach Herru Der neue Weberstreik in Como ist dadurch entstanden, daß die Friedrichshain eine Ausschußfißung ab. Sängerschaft der Turner", sich weigerten, den Bund wurden die Vereine: Dorn ungeschickte Leute, die naturgemäß weniger verdienen müssen, Weberinnen denn nur solche sind im Streit Maibund"( Dalldorf) und Borwärts I"( Süd- Ost). wie die geübten Arbeiter. Würde die Forderung der Dreher be abgeschlossenen 10% Stundentag anzuerkennen. Sie forderten auch Der Ausschuß beschloß, zum diesjährigen Stiftungsfest, willigt, Sann tömmen bald auch die andern Arbeiter natürlich die Publikation des Tarifes, welche noch nicht erfolgt ist. Eine Firma aufgehetzt durch die Agitatoren mit derselben Forderung. Die bewilligte ihnen den Zehnstundentag, während acht andere auf die 6. Dezember, das Berliner Toniünstler- Orchester wieder zu engagieren; Firma A. Borsig mußte daher im Interesse der gesamten Maschinen- vereinbarten 10% Stunden beharren und ihre Fabriken geschlossen ferner 6 Vereine auszulofen und fingen zu lassen, von denen, die industrie, ja int Dienste der industriellen Entwicklung Deutschlands halten. Die Textilorganisation und die Arbeitskammer von Mailand sich melden. Es wird ein Recensent anwesend sein, welcher eine die Forderung ablehnen." heißen die Betwegung nicht gut, sondern sind der Ansicht, daß man sich kritik über den Gesang abgicbt, zu dem Zweck, die Fehler tennen lernen, um sie auszumerzen. Nach genauer Aufstellung einer Wenn Unternehmer und deren Söldlinge von den Interessen der mit dem Erreichten für jetzt begnügen und die Erringung des Behn- Statiſtik haben sich 60 Broz, aller Sänger an der Maifeier beteiligt. Industrie sprechen, dann meinen sie damit ihre persönlichen Ge- stundentages auf eine bessere Zeit vertagen sollte. schäftsinteressen. Daß zur Industrie auch die Arbeiter gehören, das Lohnbewegung des schwedischen Staatsvahupersonals. Die Ver nächster Zeit findet für jeden Kreis eine Sigung der Vereine scheint jenen Leuten nicht einzuleuchten. Wenn die Unternehmer treter des gesamten schwedischen Staatsbahnpersonals haben diefer statt, in der der Obmann bestimmt wird. ihre eigensten Interessen vertreten, dann handelt es sich um ein Tage auf einem großen Kongreß in Stockholm Lohnforderungen heiliges Princip. Wenn aber die Arbeiter eine Forderung aufstellen, formuliert, die sich auf das gesamte Perſonal, mit Ausnahme des Letzte Nachrichten Ausland. Verfammlungen. " Weiteres müsse man sich noch vorbehalten. " " den und Depeschen. die auch dem Durchschnittsarbeiter eine ausfömmliche Existenz sichern Generaldirektors und der vier Oberdirektoren der Staatsbahnen, Zur franzöfifchen Bergarbeiter- Bewegung. follbekanntlich werden ja Accordlöhne inner so bemessen, daß erstrecken, von den Bureaudirettoren und Telegraphendireftoren, für Paris, 9. Oftober.( W. T. B.) In dem von dem Ausschusse ein besonders tüchtiger Arbeiter den üblichen Lohn erreicht dann die 5500-6500 str. Jahresgehalt verlangt werden, bis hinab zu den des Bergarbeiter- Verbandes an den Ministerpräsidenten Combes gefind das socialdemokratische Forderungen, zu denen die Arbeiter Bahnwächtern und Comptoirwächtern, die 600-840 Str. erhalten richteten Schreiben wird die Hoffnung ausgesprochen, daß Combes durch Hezer und Agitatoren verleitet werden, und die man im sollen. Eine Deputation von Vertretern der verschiedenen Dienstfeine Autorität geltend machen werde, 11111 den Verein Jutereffe der Industrie" ablehnen muß. Aus den journalistischen flassen ist bereits bei dem Generaldirektor und dem Oberdirektor in der Kohlengewerke zu einer fontradiktorischen Verhandlung Leistungen des Herrn Dorn Herrn Dorn sieht man, welch einseitigen Stockholm sowie bei dem Civilminister vorstellig geworden, um ihnen zu veranlassen und so dem Konflikte ein Ende zu machen. verbohrten Standpunkt unser Unternehmertum einnimmt. Jene die Forderungen zu unterbreiten. Bei diesen Verhandlungen möge die Regierung zugleich Herren thun so, als ob sie ihre Principien an leblosen Waren, mit den Arbeitern vertreten sein. Ferner hat der Ausschuß des und nicht an lebendigen Menschen zu bethätigen hätten, die doch Bergarbeiter- Verbandes ein Schreiben an den Vorstand des Vereins nun auch ihre Principien haben, noch nach Geltendmachung derselben der Kohlenbergwerfe gerichtet, in welchem das Ersuchen gestellt wird, streben. Wenn auch die Arbeiter in diesem Fall nachgeben mußten, Zu den Parteiversammlungen, die am Dienstag abgehalten letterer möge mit den Arbettern die Fragen bezüglich der Lohnso ist doch das eine sicher: Gs fommt die Zeit, wo auch die selbstverhältnisse und der Organisierung der Arbeit regeln, damit für herrlichsten Unternehmer die Vertreter der Arbeiter, in denen sie wurden, sind uns folgende Zuschriften zugegangen: heut nur Hetzer und Agitatoren sehen, anerkennen, und sich mit ihnen im britten Wahlkreise( Nr. 235) ersuche ich Sie zu berichtigen, daß vermieden würden. In Bezug auf den furzen Bericht über die Parteiversammlung beide Teile die unheilvollen Folgen eines langen Ausstandes Der Präsident des Vereins der Kohlengewerfe über die Arbeiterforderungen auseinandersetzen müssen. Auch die nicht mehrere Redner", sondern mir seine, Sträfer und ich ge- erflärte einem Berichterstatter, der Verein, welcher die allgemeinen von denen dieerste Nummer derselben hinreichend Zeugnis ablegt, an fort erboten habe, für meine Angaben den Beweis zu liefern, sich mit den Forderungen des Vergarbeiterverbandes nicht befassen, diesem Gang der Dinge nichts ändern. mit dem Hinzufügen, daß Personen, die sich anmaßen, über andre da dieselben private Juteressen einer jeden einzelnen Gesellschaft Die Drechsler der Werkstatt Pilzeder, Brumensir. 79, stehen im 8 urteilen", fich zunächst um ihre eignen Angelegenheiten berühren. fümmern sollen. Ergebenst Paul Jahn. Nach einer Londoner Privatdepesche haben sich die Bergarbeiter Streif wegen Aufrechterhaltung des Tarifs von 1900. Herr Der Bericht im Vorwärts", die Parteispedition für den vierten von Wales bereit erklärt, zum mindesten die Erzeugung von Kohlen Pilzecker hat seiner Zeit die Preise um 10 Prez. herabgesetzt. Die Stollegen der Werkstatt sind jedoch gewillt und werden von den Wahlkreis( Südost) habe im letzten Jahre einen Ueberschuß von einzuschränken, um dadurch den Ausstand der franzöfifchen BergKollegen der übrigen Specialwerkstätten dazu gedrängt, weil fämt- 7167. gehabt, ist vollständig unrichtig. Der Bericht ist ganz arbeiter zu unterstügen. P. Böhm. liche Arbeitgeber den im Jahre 1900 vereinbarten Tarif zahlen, den anders von Voigt gegeben worden. gemachten Abzug wieder wett zu machen. Ein Protest der Schlächtergesellen gegen Grenzsperren und Der Arbeitgeber hat, wie das so üblich ist, die Polizei herbei- Mittwoch in Feuersteins Festsälen abgehaltenen öffentlichen Fleischer gerufen, welche mu dafür sorgt, daß fein Arbeitswilliger belästigt" gesellen- Versammlung beschlossen. Das Referat hatte Genosse werden kann. Es wird ersucht, den Zuzug nach der genannten Davidsohn übernommen, welcher in trefflichen Ausführungen die allWerkstatt fernzuhalten. Die Kommission. gemeinen Ursachen und Wirkungen des Vieh- und Fleischeinfuhr Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW. Sierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. " " " Rheydt, 9. Oktober.( W. T. B.) In einer hiesigen Maschinenfabrit wurde heute mittag durch die Explosion einer Granate, die sich unter zum Einfchmelzen verwandtem alten Eisen befand, ein Arbeiter getötet und zwei schwer verletzt. Albi, 9. Oktober. Die Grubenarbeiter von Albi und Cagnac haben die Arbeit eingestellt. Nr. 237. 19. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. 28. Sigung vom Donnerstag, den 9. Oktober, nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung um 5% Uhr und gedenkt zunächst des Hinscheidens des Stadtrats Kauffmann. Erst 1898 fei Kauffmann Stadtrat geworden, habe sich aber sehr bald in den kommunalen Verwaltungsangelegenheiten wie zu Hause gefühlt. Ihn habe bor allen Dingen die Un gerechtigkeit interessiert, daß die politische Gemeinde für eine einzelne kirchliche Gemeinschaft die Kirchen bauen sollte. Er habe darüber in wenigen Monaten ein starkes Buch geliefert, welches bereits bewirkt habe, daß die gerichtliche Entscheidung noch hinausgeschoben werden mußte. Von dieser angestrengten Arbeit angegriffen und von harten Schicksalsschlägen getroffen, habe er zu fränkeln angefangen. Erfannt und anerkannt als Mann reich an Wissen, edel und fest an Charakter, sei ar ziveimal zum Bürgermeister gewählt, aber nicht bestätigt worden. Die Hoffnung, die er nach der schnell erfolgten Bestätigung als Stadtrat hegen konnte, wurde ihm genomunen. Die Versammlung werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Anwesenden haben die Ansprache stehend angehört. Die Vorberatung für die Erfaßzwahl wird dem schon bestehenden Ausschuß für die Wahl zweier unbefoldeter Stadträte übertragen. Hierauf wird eine Anzahl von Wahlen in Kuratorien und Deputationen vorgenommen. Es handelt sich fast durchweg um Erfaz für den verstorbenen Professor Virchow. Je ein Mitglied ift zu wählen 1. in das Heimstätten- Seuratorium( gemeldet Dr. Meyl und Solmik); 2. in die Krankenhaus- Deputation( gemeldet Suhimann und Runge); 3. in die Direktion des Märkischen Provinzial Museums( gemeldet Dr. Neumann und Stapf); 4. in die Deputation für die innere Ausschmückung des Nathauses( gemeldet Galland und Herbig); 5. in die Deputation für Statistik( gemeldet Haberland und Syllmann); 6. in die Sanitätstommission( gemeldet Dr. Gelpke und Gemeinhard). Die Kandidaturen Solmig, Nunge, Stapf, Helbig, Haberland und Gelpcke werden zurückgezogen; die Stadtvv. Weyl, Kuhlmann, Neumann, Galland, Kylmann und Gemeinhardt durch Zuruf gewählt. Der Vorentwurf zum Neubau einer Turnhalle nebst Abortgebäude auf dem Grundstück der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurter str. 6, soll mit der Maßgabe genehmigt werden, daß auch ein Garderobenraum von etwa 20 Quadratmeter Grundfläche nebst Waschgelegenheit vorgesehen wird. Die Versammlung beschließt ohne Debatte diesem Ausschußantrage gemäß. Die strittige Frage, ob die Vermehrung der Mitglieder des Heimstätten Kuratoriums um zwei Mitglieder der Bersammlung, vie es lettere gewünscht, oder um zwei Bürgerdeputierte, wie es der Magistrat vorgeschlagen hat, erfolgen soll, ist von dem eingesetzten Ausschuß mit dem Beschluß beantwortet worden, die Vermehrung um je einen Stadtverordneten und Bürgerdeputierten zu empfehlen. Neferent ist der Stadtverordnete Dr. Glazel. Dhne Debatte tritt die Versammlung diesem Vorfchlage bei. Die Bewilligung einer Reisebeihilfe von 120 M. an den Oberlehrer Heinrich Fischer zum Besuche der internationalen Ausstellung geographischer Lehrmittel in Amsterdam wird nicht beanstandet. Die Verteilung des Restbestandes von etwa 2400 M. des fogen. Leichenhaus- Baufonds zu je ein Drittel an die Auferstehungs-, Lazarus und Samariter- Gemeinde sollte nach dem Beschluß der Gemeindebehörden unter den 1873 festgesetzten Bedingungen zum Zweck der Errichtung von Leichenhallen erfolgen. Der Oberpräsident hat dem nicht 311gestimmt, sondern will die beteiligten Kirchengemeinden nur dazu berpflichtet wissen, den fämtlichen Armen und Bedürftigen, gleichviel ob sie zur Parochie gehören oder nicht, die ganz freie Benutzung der dementsprechend eine andertveite Vorlage gemacht. Leichenhallen und Totenkammern zu geftatten. Der Magistrat hat Stadtv. Dove( A. L.) beantragt aus principiellen Gründen die Ablehnung der Vorlage. Nachdem Stadtfyndilus Weise für den Magistratsantrag eingetreten ist, äußert sich auch Stadtverordneter Dr. Langerhans im Sinne Doves. Die Vorlage wird abgelehnt. Schluß 7 Uhr. IX. Jahresversammlung des Centralverbandes der Orts- Krankenkaffen im Deutschen Reiche. Hamburg, den 8. Oftober 1902. Nach Annahme eines Antrages Simmowsky " Der Verband möge es als dringend erwünscht bezeichnen, daß wenigstens die Ortskrankenkassen der größeren Städte einheit liche An- und Abmeldungsformulare einführen." wird Stellung genonunen zu den Beschlüssen des 30. Aerztetages, soweit sich dieselben auf das Krankenkassen- Gesez beziehen. 0 Freitag, 10. Oktober 1902. Sanitätsrat Dr. Liebeschüz Dessau bemerkt, er sei Ver- Staaten anwesend. Geredet wurde sehr viel, ein großes Durchtrauensarzt der Dessauer Krankenkasse und sei also nicht direkt einander der verschiedensten Ansichten und Vorschläge wurde laut, interessiert, aber er fühle sich verpflichtet, unerhörte" Angriffe auf kein einziges Wort aber wurde gesprochen über die socialen Ursachen den Aerztestand zurückzuweisen. Die Aerzte feien teine trassen der Prostitution und des Mädchenhandels. Höchstens fann man eine BeEgoisten, das müsse er entschieden zurückweisen. Wenn sie für eine merfung des Oberrabbiners Dr. Werner aus München dahin rechnen, Minimaltage eintreten, so könne man ihnen das nicht verdenken, das der darauf aufmerksam machte, daß in Galizien die Leute meist durch thun auch andre Leute. Als Vertrauensarzt einer Stasse, die die große Not veranlaßt würden, ihre Kinder zu verkaufen. Das beste freie Arztwahl eingeführt habe, wolle er bestrebt sein, die zwischen Wort sprach vielleicht noch Pfarrer Lic. Weber aus, der bemerkte, Aerzten und Klassen vorhandenen Gegensäge auszugleichen. man solle auch auf die oberen Zehntausend einwirken; die Mütter Nachdem noch Braun Königsberg, Israel- Berlin, Prinz der oberen Stände sollten ihre Söhne zur Keuschheit erziehen; wo Kottbus und Graef Frankfurt in ziemlich scharfer Weise gegen die teine Nachfrage sei, werde auch kein Angebot sein. Aerzte gesprochen, wird die Resolution Kohn angenommen, welche lautet: Die Jahresversammlung des Centralverbandes der DrisKrankenkassen erblickt in den Beschlüssen des 30. deutschen Aerzte tages, den Honorarbestimmungen bei den Krankenkassen die staatliche Tage zu Grunde zu legen und Personen mit Gesamteinkommen über 2000 m. von der Krankenversicherung auszuschließen, den Ausfluß einseitiger Sonderinteressen."... Zur Arbeitslosen- Versicherung wird sodann auf Vorschlag der gestern eingesetzten Kommission beschlossen: In der Erwägung, daß die Frage der Arbeitslosen- Versicherung ein zur Zeit noch nicht geklärtes Problem der Gegenwart bedeutet, daß es aber im dringenden Interesse der Krankenfaffen als sociale Einrichtung liegt, an der Lösung des Problems mitzutvicken, erklärt die heutige Jahresversammlung, daß es darauf anfommt: 1. daß statistische Grundlagen für die Durchführung der ArbeitsLosen- Versicherung geschaffen werden; 2. daß zur Entlastung der Krankenkassen durch eine ArbeitslosenVersicherung nur eine Eingliederung der gesamten versicherten Arbeiter in die Arbeitslosen- Versicherung beitragen fann; 8. daß die Arbeitslosen- Unterstüßung mindestens die Höhe und Dauer der Kranten- Unterstügung erreichen müsse. Bei der Erlangung von statistischem Material ist von Reichswegen unter Mitwirkung derjenigen Stellen, welche bisher schon mit den Ermittelungen über die Lage des Arbeitsmarktes sich erfolreich bethätigten, nach einheitlichem Gesichtspunkt zu verfahren. Die Unterstützung der Krankenkassen, Gewerkschaften und sonstigen Korporationen, der Personen, aus Reichsmitteln und die Mit wirkung der Reichsbehörden bei den zu veranstaltenden Erhebungen ist unerläßlich. Das einzig Bemerkenswerte an der Veranstaltung ist demnach nur die Thatsache, daß eine große Zahl Personen in hervorragenden Stellungen aus fast allen Stulturländern die Schmach der Prostitution und des Mädchenhandels empfinden und mit dem guten Willen, sie zu bekämpfen, zusammenkommen. Jegend eine tiefere Bedeutung ist weder den Verhandlungen noch Beschlüssen der Zus sammenkunft beizumessen. Hus der Frauenbewegung. Der Bund deutscher Frauenvereine beschäftigte sich am Tekten Verhandlungstage, am 7. Oftober, mit der Dienstbotenfrage. Man beschloß, die Regelung der Dienstbotenverhältnisse durch eine Novelle zur Gewerbe- Ordnung zu fordern. Es soll darin unter anderm eine Ruhezeit an einem Nachmittage jeder Woche und an jedem zweiten Sonntagnachmittag festgesetzt werden. Für jugendliche Dienstboten foll eine größere Ruhe gefordert werden. In öffentlicher Versammlung am Abend wurde nach einem Vors trage des Fräulein Al. Salomon zum Vereins- und Versammlungsrecht folgende Resolution angenommen: Die am 7. Oftober in Wiesbaden bei Gelegenheit der Generalbersammlung des Bundes deutscher Frauenvereine stattgehabte öffentliche Versammlung erklärt das in verschiedenen deutschen Staaten geltende Vereinsrecht, das die Frauen von politischen Vereinen und deren Bersammlungen ausschließt und sie den Schülern, Lehrlingen und Ulumündigen gleichstellt, für eine veraltete, ungerechte und unwürdige Beschränkung. Die Versammlung protestiert gegen diese Gefezze, die den Frauen die Vertretung ihrer Berufsinteressen erschweren oder unmöglich machen, die sie verhindern, für sociale Reformen ihre Seraft einzusetzen, die sie von der Teilnahme an den Die Krankenkassen sind schließlich der Ansicht, daß die Arbeits- inneren und äußeren Angelegenheiten des Staatslebens ausschließen markt- Verhältnisse erst dann geregelt werden, wenn die erößten und sie an der Wahrnehmung ihrer Interessen im öffentlichen Leben Arbeitgeber: der Staat und die Gemeinde und Unter- hindern, während sie ebenso wie die Männer an den gesellschaftlichen nehmer zu Beiträgen zur Arbeitslosen- Versicherung heran- und staatlichen Lasten zu tragen haben. Die Versammlung macht es gezogen werden." Es wird zur Beratung der noch zu er den Frauenvereinen zur Pflicht, gegen diese veralteten Bestimmungen lebigenden Anträge geschritten, von denen folgende angenommen anzufämpfen und auf Grund des Artikel 4 der Reichsverfaffung ein werden: Die deutschen Landesregierungen sind zu ersuchen, in unbeschränktes reichsgesetzlich gewährleistetes Vereins- und Verallen Universitäten hydrotherapeutische Institute, wie ein solches sammlungsrecht zu fordern, das Männer und Frauen in wirtschafts in Berlin bereits durchgeführt ist, zu errichten und dieselben den licher und politischer Beziehung gleichstellt. Krankenkassen- Mitgliedern zur Benutzung zu öffnen." Ge find Aerztekommissionen zu bilden zur Unterstützung der KrankenkassenMitglieder im Unfallverfahren."„ Die Orts- Krankenkassen des Deutschen Reiches verpflichten sich, behufs Abwendung der Errichtung von Betriebs- Krankenkassen und Bau- Krankenkassen den größeren Baugeschäften ihres Gemeindebezirks die Zusicherung zu geben, daß sie bei. Ausführungen von Bauten an wechselnden Brten, auch wenn dieselben längere Zeit beanspruchen, die Verficherung ihres kaffenpflichtigen Personals ausschließlich bei der Orts- Strantenkaffe ihres Hauptbetriebes bewirken fönnen." Leichsenring- Straßburg empfiehlt folgenden Antrag zur Annahme: Der Delegierte der Oldenburger Drts- Strantenlaffe führt dentgegenüber aus, daß im Oldenburger Krankenhause ein derartiger Bersuch gemacht, aber zurückgewiesen worden sei. Der Antrag wird angenommen. Hiermit find alle Anträge erledigt. Der Koniker Mord vor dem Berliner Gericht. Nach Gröffnung der Sizung durch Landgerichts- Direktor Opit ergreift zur Schuldfrage das Wort Als Ort der nächsten Jahresversammlung wird Breslau besvesen ist. Es soll nicht gesagt werden, daß die vielen Zeugen, die stimmt und dann die Versammlung geschlossen. Sociales. Staatsanwalt Sanzow: Das beste, was der Mensch von Vater und Mutter mitbekommen fann, was er als sein höchstes Gut betrachtet, ist der gute Name. Daher kann jeder, welchen Glaubens er auch sei, verlangen, daß dieses sein höchstes Gut geschützt werde, wie auch auf dem letzten Juristentage Prof. Kahl besonders betont hat, daß die Ehre das höchste Rechtsgut sei. Sehr treffend sagt Die in Berlin erscheinende, von Herrn Paul Kampffmeyer in Shakespeare:„ Wer den guten Namen mir entiendet, der raubt mir Cronberg i. T. redigierte Deutsche Krankenfaffen- Beitimg" möge das, was ihn nicht reich macht, mich aber bettelarm!" Die Ge als Organ des Centralverbandes der Orts- Krankenkassen im richtshöfe schaffen häufig nicht die rechte Sühne für EhrenDeutschen Reiche erklärt werden." fränkungen, überall wird anerkannt, daß das Duellunwesen und sehr gut eingeführt habe, vorzüglich redigiert sei und Fragen be- Ehrenkränkungen nicht die genügende Sühne geschaffen oinar Der Antragsteller führte hierzu aus, daß diefes Blatt, das sich andere Erscheinungen vielfach ihre Grundlage darin haben, daß für wird, In handle, die in der Arbeiterversorgung" nicht erörtet würden. Der diesem Prozeß spielt die Phantasie eine große Rolle. Was wäre der Antrag wird angenommen mit dem Zufaß:" Die Delegierten ver- Mensch ohne Phantasie! Aber so wertvoll sie ist, so bedarf sie des pflichten fich. für das Abonnement seitens der Vorstandsmitglieder Bügels und Baumes und wenn hier eine zügellose Phantasie dahinSorge zu tragen." stürmt und, von einer gewiffenlosen Presse noch geschürt, tritiklos Prinz Rottbus bittet, folgendem Antrage zuzustimmen: weiter Kreise sich bemächtigt, so entsteht dadurch eine große Gefahr. Der Centralverband möge dahin streben, daß so lange das In diesem Prozeß hat die Phantasie in unheimlicher Weise tüſte Tuberkulinum Stochs als allgemein anerkanntes Heilmittel gegen Orgien gefeiert und man muß fich thatsächlich manchmal an den Kopf Tuberkulose ärztlicherfeits nicht gilt abgesehen von der Verfassen und könnte sich beinahe in wendung zu diagnostischen gweden die furative Tuberkulin die Zeit der Hegenprozesse Behandlung in den Lungenheilstätten nur mit Einverständnis der Heilstättenpfleglinge anzuwenden ist und daß letteren aus einer berjeht wähnen: Der eine sieht die Here, der andre sieht sie schon Berweigerung der Anwendung irgend welche Venachteiligung feitens auf dem Besen reiten, der dritte weiß ganz genau, daß fie einen der Versicherungsanstalten nicht erwachsen darf." Zaubertrank gebraut hat. Wir haben ja gehört, daß in gang WestDr. Lennhof bemerkt hierzu, daß niemand gezivungen werden preußen zu jener Zeit eigentlich kein Jude unverdächtigt blieb, wenn dürfe, sich als Versuchsobjekt herzugeben. Sollte dies irgendwo er sein Alibi am 11. März nicht flipp und flax nachipeisen fonnte. geschehen sein, dann seien llebergriffe erfolgt. Ein volles Judenverfolgungsfieber hatte Plak gegriffen, ein jeder wollte Judenspuren entdecken. Ein klassisches Beispiel hierfür war der ingivischen zu schwerer Zuchthausstrafe verurteilte Schreiber Kohn Berlin bemerkt, daß die Krankentassen alle Ursache Orde aus Königshütte, der kühn und fed behauptete, gesehen zu hätten, den Beschlüssen der Aerztetage mehr Beachtung zuzuwenden. haben, wie der Ernst Winter hingeschlachtet worden sei und thatWenn den Beschlüssen des 30. Aerztetages Rechnung getragen würde, sächlich an dem Tage der Tötung des Winter gar nicht in Konig ge= dann würde es um die Kaffen schlimm bestellt sein. Die Beschlüsse, in dieser Sache aufgetreten sind, gegen ihre bessere Ueberzeugung ge= die dort gefaßt worden seien, tönne man nur als den Ausfluß der handelt haben, vielmehr hat sich in ihren Stöpfen ein Phantasie traffesten Standesintereffen bezeichnen. Redner geht näher auf diese Beschlüsse ein. Die Herren haben an den Bundesrat eine Denkschrift gebilde festgesetzt, sodaß es dem Einzelnen nicht mehr möglich ist, das Wahre vom Unwahren zu unterscheiden. Der dunkle Hintergrund gerichtet, welche bei der in Aussicht stehenden Revision des Krankendes Prozesses sind die Vorgänge in Konig am 11. März 1900. Jch bersicherungs- Gefeßes die Interessen des Aerztestandes gewahrt wissen will. So heißt es in der These III: 1. Die Mitglieder der Kranten- Ein internationaler Kongres zur Bekämpfung des Mädchenhandels stelle mich bei der Beurteilung der Thatsachen auf den Standpunkt der wissenschaftlichen Deputation. tassen sollen die Hilfe jedes Arztes anrufen können, der im Bezirk findet gegenwärtig in Frankfurt a. Wt. statt, dem aus Deutschland Birchow, ein Bergmann und andre Kapazitäten gesprochen thätig ist und sich auf die vereinbarten Bedingungen verpflichtet hat. eine ganze Reihe von Regierungs- und Polizeivertretern beiwohnen. haben, kann doch ein Zweifel nicht aufkommen. Nach diesem Gut2. Die gegenseitigen Leistungen zwischen Aerzten und Krankenkassen Eine deutsche Vorkonferenz am 7. Oftober wurde von dem kaiserlichen achten, das mit der Ansicht des Gerichtsarztes Dr. Puppe übereinsollen vereinbart werden von Konumiffionen, die zu gleichen Teilen Kammerherrn Grafen v. Neller eröffnet, der auch neben dem Grafen stimmt, liegt von Aerzten des Bezirks und Delegierten der Krankenkassen gebildet v. Bernstorff den Verhandlungen präsidierte. Die Vorkonferenz galt werden. 3. Den Honorarbestimmungen seitens dieser Kommissionen vornehmlich den Berichten der Vertreter einzelner Vereinigungen, ist die staatliche Tage zu Grunde zu legen. So viel stehe die fich die Bekämpfung des Mädchenhandels zur Aufgabe gemacht haben. bor, von einem Ritualmord ist keine Rede, von einem Schächtschnitt fest, führt Redner weiter aus, daß die letzten Aerztetage nicht davon Sie berichteten über eine Reihe von Ueberwachungs-, Aufklärungs- kann keine Rede sein, schon nach dem objektiven Befund, bezüglich Zeugnis ablegten, daß deren Teilnehmer an socialpolitischer Er- und Schußmaßregeln, mit denen sie vielerlei erreicht haben wollen. dessen alle Sachverständige übereinstimmender Meinung sind. Die kenntnis gewonnen hätten. Der Kleine Kreis der wirklich social- Dabei tam es auch zu einer fleinen Scene. Fräulein Lydia Heymann Angeklagten haben den unendlich schweren Vorwurf erhoben, daß die politisch gebildeten Aerzte sei denn auch mit den Beschlüssen des wies darauf hin, daß es in Hamburg polizeilich konzeffionierte Beamten nicht nach bester Ueberzeugung, nicht nach bestem Wissen Merztetages nicht einverstanden. Wie stehe es denn mit den Honorar- Bordelle gebe, was der ebenfalls zur Bekämpfung des Mädchen- vorgegangen seien, sondern tentenziös gegen ihre eigene Weberverhältnissen der Aerzte? Im Jahre 1900 hätten die Krankenkassen handels anwesende Vertreter des hamburgischen Senats, Polizeirat zeugung die Juden haben laufen lassen und gegen Christen voreine Gesamtausgabe von 157 865 199 M. gehabt, davon entfielen Hopff bestritt; fonzeffioniert seien die Bordelle nicht, nur gegangen feien, daß Adolf und Moritz Leto y die Thäter oder mindestens die Mitwisser des Mordes feien und auch Caspary auf Krankengeld 69 955 542 M., auf Arzthonorar 34 331 348. Da duldet. die Zahl der Aerzte im Jahre 1900 28 174 betrug, so ent- Dann wurden auch eine Reihe von Vorschlägen zur besseren irgendwie bei der Mordthat beteiligt gewesen sei. Die Kritik an falle auf jeden Arzt ein Honorar allen öffentlichen Dingen ist gewiß berechtigt und soll nicht untergegen Bekämpfung des Mädchenhandels gemacht, wobei Professor 997 M. in 1896. Während 1896 auf den Kopf des versicherten Dr. v. Mahr eine Verschärfung der Strafgesetze forderte. Man bunden werden, alle Beamte müffen sich eine Stritif gefallen lassen, Arbeiters an Arzthonorar 3,12 m. entfielen, wurde 1900 3,49 W. ge- einigte fich auf die Forderung der Aufstellung international gleich aber nicht eine fachgemäße Kritik geleistet, sondern sie sind in äußerst so 2. fo unbequem fie ihnen manchmal fein mag. Die Angeklagten haben zahlt. Und welches Verständnis befunden die Aerzte für die Lage der lautender Grundsätze über die Bestrafung von Sittlichkeitsdelikten im jenigen Personen, deren Einkommen etwas über 2000 M. beträgt Die Sinne der Verschärfung. obwohl Oberstaatsanwalt Superz darauf leichtfertiger, gewiffenloser Weise gegen Beamte und Privatpersonen Herren Aerzte verlangen allen Ernstes, daß Personen mit Gesamt- hingewiesen, daß unsre Gefeße schon scharf genug feien. Auch inter- borgegangen. Um den Angeklagten soviel als möglich entgegen zu einkommen über 2000 M. weder Mitglieder von Strankenkassen werden nationale polizeilich administrative Maßnahmen wurden gefordert. tommen, imag zugegeben werden, daß in der Winterschen Mordsache noch bleiben lönnen. Diese Grenze müsse auf 3000 M. heraufgerückt Trogdem man weiß und aussprach, daß besonders die außerordentEinzelnes vielleicht anders werden, darüber seien fich alle einsichtsvollen Leute einig. lich tiefstehende galizische Bevölkerung und die des russischen hätte sein können. Das Vorgehen gegen Hoffmann hätte vielleicht Dr. Lennhof Berlin giebt zu, daß die Begrenzung des Kreises Ansiedelungsrayons das meiste Material für die Mädchenhändler besser unterbleiben können und es soll auch hier ausgesprochen der Versicherten auf 2000 m. nicht acceptabel fei. Die Bezahlung für liefern, trotzdem man weiß und aussprach, daß die Kellnerinnen, das werden, daß Hoffmann vollständig unschuldig ist und eine thatsächfaffenärztliche Leistungen entspricht nicht den Mindestsätzen, die zu Variété- und niedere Theaterpersonal ein gutes Rekrutierungsgebiet liche Grundlage zu einem Vorgehen gegen ihn fehlte. Ferner mag fordern die Aerzte berechtigt feien. Redner schildert sodann die Zu der Mädchenhändler abgeben, wurde doch nicht ein Wort davon laut, zugegeben werden, daß zweckmäßiger der objektive Thatbestand gleich fammensetzung des Aerztetages, auf denen auch socialpolitisch rück- daß eine allgemeine Hebung der socialen Lage der Bevölkerung die und fofort festgestellt worden wäre. Aber wo kommen nicht Jrrftändige Elemente vertreten seien, die man aber nicht verantwortlich machen unentbehrliche Grundlage für eine wirksame Bekämpfung des tümer vor? 1 st ein Irrtum gleich ausreichend, um so schwere Vortönne für gewisse Bestrebungen unter seinen Berufskollegen, mit denen er Mädchenhandels bildet. Zum Schluß fprach man dem Kaiser den würfe gegen die Beamten zu schleudern? Der Staatsanwalt geht nicht sympathisiere, und tritt für die freie Aerztewahl ein. Ohne die telegraphischen Dank aus; wofür, ist uns nicht bekannt geworden. dann auf die einzelnen Vorwürfe, die gegen die Beamten erhoben freie Aerztewahl tönne und werde ein Friede zwischen Merzten und In ähnlichem Geiste wurde von der eigentlichen internationalen worden sind, ein und führt aus, daß der Bürgermeister Deditius alle, Krantentassen nicht möglich sein. Konferenz verhandelt. Es waren Vertreter aus fast allen europäischen aber auch jede nur irgendwie fich zeigenden Spuren verfolgt 1218. ge= Erstickungstod D ein Verstoß gegen die Straf- Prozeßordnung. hat, daß selbst alle folche Anregungen verfolgt worden sind, welcher dichtung hin etwas verabsäumt ein fönne, so kann man die der Nachsucht, Dummheit oder offenbarer Geistestrantheit ent- mindestens so viele Bedenken in Betreff Hoffmann anführen, wie Der Verteidiger geht sodann über zur Beleuchtung der Fälle sprungen. Der schwer angegriffene Kommissar Wehn hat mit bei Lewy. Masloff und Mathäus Meyer und weist auf alle Punkte hin, die einem außerordentlich anzuerkennenden Bienenfleiß alle nur denk- Bürgermeister Deditius hat uns erklärt, in welcher Weise der nicht aufzuklären gewefen find. Die verschiedenen Schwankungen in der baren Spuren verfolgt, seine Thätigkeit ist geradezu musterhaft ge- Boden vorbereitet worden ist, auf dem die Angeklagten ihre Saat Voruntersuchung mußten bei der Konizer Bevölkerung eine aufwesen. Auch die Angriffe auf den Kriminalinspektor Braun haben ausstreuten. Es handelte sich um eine politische Konstellation, die regende Wirkung erzeugen. Allgemein sei angenommen worden, daß feinerlei Berechtigung. Auch dieser Beamte ist ganz unparteiisch an Wahlen standen vor der Thür. Es handelte sich um einen Kampf die Beamten, welche die Untersuchung führten, nicht über die feine Aufgabe herangetreten und wenn er gegen Hoffmann einen Ver- zwischen Deutschen und Polen, bei denen die Juden stets mit den nötige Fähigkeit verfügten. Aus allen diesen Gründen und dacht erhoben hat, so trifft das Ueberwachungskomitee, welches einer Stonservativen stimmten. Bruhn fümmerte sich nicht darum, daß er besonders wegen der schwankenden Untersuchung sei es selbstruhigen Untersuchung allerlei Schwierigkeiten machte, die Hauptschuld an beim Verfolgen seiner Zwecke der konservativen Partei in den Rücken verständlich gewesen, daß es in Konig zu Krawallen kommen mußte, diesen besser weggelassenen Vorgehen gegen Hoffmann. Die Herren fiel. Die moralische Folge seines Thuns war das Eintreten einer aber den Artikeln in der Staatsbürger- Zeitung" sei dies nicht zuZahnärzte und Schullehrer, die sich für berechtigt hielten, in diese ganze folossalen Korruption in der Bevölkerung. Wir haben gesehen, wohin zuschreiben. Der Angeklagte Dr. Bötticher habe als Redakteur ber Untersuchung einzugreifen, mögen sich gefagt sein lassen: Bleibt bei Euren diese Korruption geführt hat, wir saben es an dem Beispiele des Staatsbürger- Zeitung" zu der Sache Stellung nehmen müssen. Zähnen und Schulbüchern und beschränkt Euch darauf, in einem Dr. Müller jun. Dieser hat sich nicht gescheut, aus den Akten, die Der Verteidiger schloß mit dem Antrage, gegen Dr. Bötticher folchen Falle Eure eignen thatsächlichen Wahrnehmungen der Behörde seinem Vater anvertraut waren, Notizen zu entnehmen, die er der nicht auf eine Freiheitsstrafe, sondern nur auf eine Geldstrafe zu zu unterbreiten. Das Vorgehen, welches hier insceniert worden, ist antisemitischen Partei zur Verfügung stellte. erkennen. geradezu unerhört! Das ist so, als wenn jemand im Lewy hat hat sein Geschäft aufgeben, sein Haus verkaufen Rechtsanwalt Simons( für Bruhn) wendet sich gleichfalls Boden eine Spur findet und ein andrer kommt und zer- müssen. Er ist ruiniert. Der vierte Teil der jüdischen Gemeinde gegen den Unterschied, der von der Staatsanwaltschaft bei der Betrampelt fie! Dem Ueberwachungskomitee ist der Vorwurf bat Konis verlassen müssen. Diese schweren Folgen müssen bei der handlung von Strafanträgen gemacht werde. Einen Schluß, ob der zu machen, daß es die Hauptschuld trifft, wenn die Spuren Strafabmessung berücksichtigt werden. Die Angeklagten haben die gegen die Juden erhobene Verdacht bestehen bleibe oder beseitigt sei, des Thäters nicht gefunden worden worden sind. Den Ersten Stirn gehabt, zu erklären, sie würden sich freuen, wenn Lewy sie lasse diese Beweisaufnahme, wo man fast gar keine Zeugen persön Staatsanwalt Settega st trifft wahrhaftig fein Vorwurf, er hat berlingen würde, aber sie glaubten nicht daran, denn sonst würden lich vor sich habe, nicht zu. Er müsse entschieden die Behauptung mit allem Eifer alle Spuren verfolgt, insbesondere auch die Spuren sie in stande sein nachzuweisen, daß Lewy der Thäter sei, der Winter bekämpfen, daß der Nachweis geführt sein soll, daß kein Ritualgegen die Juden, so zwar, daß er nach Ansicht des Ober- Staats- ermordet habe. Nun ist ihr Wunsch erfüllt, aber kein Tipfelchen ist mord vorliege und daß. Juden nicht die Thäter seien. anwalts etwas zu einseitig gegen die Juden vorgegangen sei. Der gegen Lewy erwiesen worden. Er behaupte vielmehr: Hier liege nicht bloß ein gewöhnlicher MordAmtsrichter 3 immermann ist in der perfidesten Weise verdächtigt Zur Ehre der Antisemiten sei anzumehmen, daß unter ihnen eine fall vor, sondern ein ganz geheimnisvoller Mord, der seinem Zwecke worden, obgleich er seine Pflicht im böchsten Maße gethan hat. große Zahl ehren- und achtungswerter Personen sich befinden, aber nach etwas ganz Besondres darstelle; der Verdacht gegen die Juden Was den Polizeikommissar Blod betrifft, so ist anzuerkennen, diese ehrenwerten Reihen baben das Unglück, daß die schlechtesten sei nicht widerlegt, es bestehe vielmehr auch jetzt noch ein dringender daß dieser fich in einer schwierigen Situation befand, Elemente es verstanden haben, sich an ihre Spitzen zu drängen und Verdacht gegen die Juden. andrerseits ist zuzugestehen, daß er nicht besonnen und ruhig zu diesen schlechtesten Elementen rechne ich die beiden Angeklagten. genug war, und deshalb soll in diesen Punkte die Anklage Der Vertreter des Nebenklägers Caspary, Justizrat Dr. v. Gordon Der Verteidiger beruft sich auf die Thatsache, daß Medizinalrat nicht aufrecht erhalten werden. Ebensowenig, wie gegen die Beamten verbreitet sich des Längeren über die allgemeinen Gesichtspunkte, die Dr. Müller eine völlige Blutleere festgestellt und die Herren ist gegen die beleidigten Privatpersonen etwas erwiesen. Gegen Caspary in diesem Verfahren in die Erscheinung getreten sind und führt die Dr. Stürmer und Dr. Mittenzweig keinen Zweifel daran hatten, ist absolut nichts erwiesen und es ist ganz unerhört, daß der An- vielen sonderbaren Zeugenaussagen und Verdachtsmomente vor, die daß der Tod durch Verblutung und nicht durch Erstickung stattEr gefunden habe. Erst durch Dr. Puppe sei eine andre Auffassung geflagte Bruhn zu seinen Behauptungen lediglich die Thatsache in den verschiedenen Vorprozessen erörtert worden sind. als Grundlage nahm, daß die Tochter Casparys die ihre Bekannt vertveilt längere Zeit bei dem Fall Jfraelski, den Fällen Eisenstädt, geltend gemacht worden. schaft mit Winter anfänglich abgeleugnet haben soll. Gegen Matthäus Meyer und dem tieftraurigen Fall Rosenthal, bei welch' Einer habe, nach dem Gutachten der Sachverständigen, dieses Großmann ist, wie die Angeklagten jegt selbst anerkannt feßterem auf die Beziehungen eines offenbar blödsinnigen und un Verbrechen nicht begehen können, denn es gehörten zur Ausbesondere Instrumente, ein besonderer Naum haben, gar nichts erwiesen. Bezüglich des Adolf und zurechnungsfähigen Mädchens schweres Unheil über eine ganze Familie führung ganz besondere Instrumente, ein Moritz Lewy ist in umfangreichster Weise Weise der Wahrheits gebracht worden sei. Die allgemeinen Argumente, die gegen die und eine genügende Beleuchtung. Das alles deute doch nicht auf beweis versucht worden. Er ist vollständig mißlungen! Was Herrn Juden vorgebracht seien, haben keinerlei thatsächliche Unterlage, es einen Gelegenheitsmord oder auf einen Zufallsmord. Der Leich Masloff betrifft, der inzwischen wegen Meineides verurteilt worden handelt sich um eine Art nam jei vollkommen ausgeblutet gewesen und es sei nicht nur höchst wahrscheinlich, Tod daß der Boltsfuggestion. ist, so braucht bloß darauf hingewiesen zu werden, daß Masloff am durch Verblutung eingetreten ist, sondern es deute auch alles darauf hin, daß der 24. März gar keine erheblichen Befundungen gemacht hat, daß er Wenn man frage, wie der Gedanke des Ritualmordes in diesem Ziveck war, das Blut abzufangen, daß es sich also um am 2. Mai plötzlich erheblich mehr wußte, am 8. Juni noch mehr Falle entstanden ist, so könne man nicht leugnen, daß ein unwußte und am meisten bekundete, nachdem er ins Zuchthaus bedachtes Wort des Sanitätsbeamten hierzu mitgewirkt haben mag: sein, daß Juden auf alle Fälle die Thäter sein müssen. einen Blutmord handele. Damit folle noch nicht gesagt abgeführt worden war. Auf demselben Niveau steht die Nach der ganzen umfangreichen Beweisaufnahme in diesem Prozeß einer Mehrzahl von Personen Aussage der Frau Rost. Als Verdacht wird ausgefprengt, sollte man eigentlich denken, die Angeklagten müßten, wenn sie ehrlich aber der Mord müsse von die durch ein andres Band zusammens daß Leth fein Geschäft aufgegeben und und Konitz Konits verlaffen find, zugestehen, daß sie sich in Bezug auf den Ritualmord geirrt begangen sein, habe. Das ist ein schöner Beweis! Erst drangfaliert man haben, statt dessen stehe die Staatsbürger- Zeitung" nach wie vor gehalten werden, als bloß durch die That selbst. Von dem Telegramm einen Menschen und zwingt ihn, fein Geschäft aufzugeben und dann auf ihrem Standpunkte. Die Angeklagten verscherzen sich die in des Herrn Sinsheimer an stehe das gesamte Judentum wie ein stellt man es wieder als ein Verdachtsmoment hin! der Länge der Zeit liegenden milderen Umstände dadurch, daß sie Mann hinter den verdächtigten Juden, und dieses Gefühl der ZuGänzlich in der Luft schweben die Verdächtigungen gegen Jerael nicht ehrlich zugeben, durch die Verhandlung eines Besseren belehrt sammengehörigkeit rufe auf der andren Seite auch eine Art Suggestion Gidenstädt, dessen Aufenthalt im Krankenhause am 11. März durch worden zu sein. Nach den Ergebnissen der Verhandlung könne kein hervor. Soviel stehe doch fest: wenn man seinen Ausführungen nicht folgen wolle, so müsse man doch anerkennen, daß mindestens fieben christliche Zeugen flar erwiesen ist. Traurig ist das Schicksal, Zweifel sein, daß Winter bei starker Verdacht gegen die einzelnen Juden vorlag und welches Rosenthal- Camin erlitten hat. Gegen ihn ist nicht das Geringste erwiesen, er ist vollständig unschuldig, er ist ein Opfer der Die„ Staatsbürger- Zeitung" habe doch den Verdacht gegen Lewy namentlich zur Zeit des Erscheinens der Artikel vorgelegen hat. Hetze geworden! Ebenso steht es mit den Anschuldigungen gegen und die übrigen Juden nicht erfunden, sie habe wiedergegeben, was sraelski, wie gegen Matthäus Meyer, während der Zenge Tausende und Abertausende seiner Zeit fagten und was Hunderte Laskowski ein typischer Zeuge für Phantasterei und Märchen von andren Zeitungen ausgedrückt haben. Den Angeklagten müsse erzählung ist. Nach eingehendster Beweisführung fann gejagt auch der Schutz des§ 193 zugebilligt werden. Es sei ganz un werden: Die Die gegen Adolf und Moritz Lewy aufgestellten Behauptungen find nicht nur nicht erweislich wahr, sondern erfindlich, wie der Staatsanwalt zu so schweren Strafanträgen Caspary babe infolge der Borgänge seelisch, moralisch und komme. Als christliche Personen des Mordes verdächtigt wurden es fann gefagt werden: beide find nicht die Thäter, finanziell gewaltig gelitten. Im allgemeinen sei es schon sehr böse, und den Schuß des Staatsanwalts erbaten, habe sie dieser sie können nicht die Thäter sein! Die Angeklagten haben, wie der daß die Presse so oft sich zum Sprachrohr allgemeiner Verdächtigungen auf den Weg der Privatflage verwiesen, und in diesen Fällen haben Staatsanwalt nach fritischer Beleuchtung eines jeden der inkriminierten mache. Wenn jemand verhaftet werde, dann werde dies durch die die Schöffengerichte auf Geldstrafen von 5 bis zu 500 Mark erkannt. Artikel betont, gegen die sämtlichen bei der Untersuchung beteiligten Bresse sofort mit Angabe aller belastenden Details aller Welt ver- und hier sollen so hohe Gefängnisstrafen playgreifen? Rechtsanwalt Beamten den Vorwurf gemacht, daß fie gegen ihre bessere lleber- fündet, und wenn er dann freigelassen werde, so hafte ihm durch die Sonnenfeld habe gezeigt, daß es ihm darauf ankomme, bei dieser zeugung gehandelt haben, sie haben diese ungemein schweren Bor- vorhergegangenen Mitteilungen noch ein größerer Makel an, als durch Gelegenheit die ganze antisemitische Richtung zu treffen. Er glaube würfe erhoben, ohne sie beweisen zu können, sie haben ungeheuer die Verhaftung selbst. Die Untersuchung möge in den Händen derer nicht, daß der Gerichtshof sich dazu hergeben wird, dem Vertreter schwere Vorwürfe gegen Privatpersonen erhoben. bleiben, die zu ihrer Führung berufen find! Es gebe ja gewiß der Nebenkläger zu folgen und die Angellagten im Gegensatz mit Bei Erörterung der Frage, ob den Angeklagten der Schutz des Fälle, in denen die Presse im öffentlichen Interesse solche Ver- allen sonstigen Gepflogenheiten so schwer zu bestrafen. §193 St.-G.-B. zuzuerkennen ist, muß hervorgehoben werden, daß bächtigungen mitteilt, dann aber müsse sich die Bresse der fie in der leichtfertigsten, grundlofesten und unerwiesensten Weise größten Zurückbaltung befleißigen. Hier sei aber die Presse diese ehrenkränkenden Vorwürfe erhoben haben. Der Schutz des viel zu weit gegangen. Auf dieses Hinschlachten der Ehre andrer § 193 ist ihnen nicht zuzubilligen, denn sie haben nicht in Leute passe das Wort, welches einer der Zeugen dem alten Lewy in gutem Glauben, nicht im Interesse der Wahrheit gehandelt. Es den Mund gelegt habe:„ Es ist nicht zum Mazzebacken, es ist zum ist eine Glück, damit die Staatsbürger Zeitung" ihre alte Kunden behält hohe Aufgabe der Presse und neue hinzu bekommt." Ausübung eines Geschlechtsaktes getötet worden ist oder daß ein Lustmord vorliegt. Was speciell den Nebenkläger Caspary betrifft, so sei gegen diesen absolut nichts vorgebracht worden und es sei charakteristisch, wie diese Sache von den Angeklagten behandelt worden ist. Lediglich weil Casparys Tochter anfänglich die Bekanntschaft mit Winter abgeleugnet hat, soll Caspary der Thäterschaft verdächtig sein! M Kritik zu üben, aber dieser hohen Aufgabe stehen hohe Ver- Rechtsanwalt Simons stellt infolge einiger Ausführungen der pflichtungen gegenüber, die Thatsachen vorher genau zu prüfen, ehe Vertreter der Nebenkläger noch den Antrag, den Schriftsteller Werner Stritif an ihnen geübt wird. Die Angeklagten haben lediglich im und den Hotelier Kühn zu Konitz darüber zu hören, daß der AnJuteresse und mit der Tendenz der Judenheze gehandelt, sie haben geklagte Bruhn außer den beiden von ihm verfaßten Artikeln, die so gehandelt, wie die Behörden nach ihrer falschen Behauptung anbrigen verfaßten Artikel nicht verfaßt hat und nicht für sie vergeblich gehandelt haben sollen. Ihr eigentlicher und einziger Bwved antwortlich gemacht werden fann; fie feien vielmehr von Werner war die Judenheze. direkt an die Redaktion gesandt worden. " Nach kurzer Debatte wird der Antrag abgelehnt, da der Gerichtshof die behauptete Thatsache als wahr unterstellt. Bruhn ist sicher nicht guten Glaubens gewesen, für ihn handelte es fich bloß darum: Der Jude muß verbrannt werden." Bei der Strafabmessung mag dem Angeklagten Dr. Bötticher zugerechnet Als erster Verteidiger spricht Dr. Hahu für den Angeklagten werden, daß er bis dahin völlig unbestraft war und in einigen Dr. Bötticher: Vor zehn Jahren habe hier im Anschluß an den Fällen nachträglich die Beschuldigungen zurückgenommen worden sind. Mord von Xanten ein Prozeß stattgefunden, jetzt spiele im Andrerseits ist hervorzuheben, daß das Untersuchungsverfahren in Anschluß an Konig ein ähnlicher Prozeß. Wie dort, so seien auch einer Weise erschwert wurde, daß gerade dadurch die Entdeckung der hier die Sturzer Aften herangezogen worden. Die Angeklagten Thäter mißlungen ist, daß das Vertrauen zu den Behörden erschüttert teilen die Ansicht vieler, daß hier ein Blutmord vorliege. Der wurde und daß in Konig durch diese Heßereien großes Unglück über ganze Prozeß sei ein Tendenz, ein zahlreiche Personen gefommen und eine Erregung hervorgerufen N Nach einer kurzen Rede und Gegenrede des Staatsanwalts und der Verteidiger erfolgte Schluß der Sigung. Das Schlußwort soll den Angeklagten Sonnabend 12 Uhr verstattet und hierauf das Urteil gesprochen werden. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9%, Uhr abends statt. E. D. Vielleicht hilft Ihnen der Berliner Frauenveein zur Abhilfe der Not unter den kleinen Fabrikanten und Handwerkern. Borsigende: Frau Ida Salomonsohn, Charlottenburg, Hardenbergstr. 18. Event, auch die Biederfee- Stiftung, Borfißender: Stadtrat Heller, Rathaus. D., Lükowstrasse. Wenden Sie sich in der Angelegenheit der Freien Boltsbühne an Herrn Winkler, Rigdorf, Kirchhofstr. 46. A. S. Der Bierboykott war von Mai bis Dezember 1894. 36.$. G. Wenn Sie nicht Erbe sein wollen, müssen Sie innerhalb 6 Wochen nach Kenntnis von dem Tode Ihrer Frau dem Amtsgericht eine berichtlich oder notariell beglaubigte Berzichtserklärung einreichen oder innerealb derselben Zeit zu Protokoll des Gerichtsschreibers Ihre Verzichtsgrtlärung abgeben.- Tintenfak. Beantragen Sie unter Glaubhaftmachung des Berlufts der Urteilsausfertigung, Ihnen eine andre mit der Bollstreckbarkeitsklausel versehene Urteilsausfertigung zu erteilen und laffen Sie dami auf Grund dieser pfänden. G. B. 100. Ohne Zustimmung der Gesellschaft ist weder ein Rücktritt vom Vertrag, noch eine Zurückzahlung möglich. 52. werden. W. C. Die worden ist, daß auf allerhöchsten Befehl Militär nach Koniz dafür sei schon die ganze Erhebung der Auflage kennzeichnend. Er eingeset me Es muß dieselbe Art Scheibe, wie die zerworfene war, daß Existenzen gefährdet und Existenzen vermisse darin das Gleichmaß, denn während Weichelt, Frau 2. R. 100. Nein. D. 2. 39. Der Mietsstempel wird für die Zeit vollständig zerstört worden find. Bei dem von Januar zum Januar erhoben. Ob Sie zu zahlen haben, hängt davon Angeklagten Rohde und Hoffmann auf den Weg der Privatklage vertiefen ab, ob Sie für 1901 oder für 1902 gezahlt hatten. Das läßt sich durch das Bruhn ist zu berücksichtigen, daß er der spiritus rector der ganzen wurden, feien hier die jüdischen Leute, Lewy und Genossen mietsstempelbuch des Wirtes und die Ihnen erteilte Quittung feststellen. Hezze war und daß er auch schon wegen Aufreizung verschiedener des Schutzes der Staatsanwaltschaft zu teil geworden. 9. 72. Der Arbeitgeber haftet für unversehrte Rückgabe der von ihm aufBevölkerungsklassen vorbestraft ist. Denigemäß beantrage ich: Der Kampf, der zwischen den Juden und den Angeklagten Bruhn bewahrten Werkzeuge des Arbeiters, eventuell für den Ersatz in allen Fällen, gegen Dr. Bötticher unter Freisprechung in einem Falle, die und Dr. Bötticher ausgefochten werde, liege auf politischem Boden. in denen er bei der Aufbewahrung, die im Berkehr erforderliche Sorgfalt Berurteilung in 24 Fällen und eine Gesamtstrafe von 1 Jahr Die„ Staatsbürger Zeitung" ſei gezwungen die außer acht gelassen hat. Das ist näher Seite 166 des in den öffentlichen gewesen, 6 Monaten Gefängnis, gegen Bruhn 6 Monate Gefängnis, beanstandeten Artikel zu veröffentlichen, wenn sie ihren Standpunkt Lefeballen ausliegenden Arbeiterrechts" dargelegt und entspricht auch der herrschenden Praris. Daß die Erörterungen des Amtsrichters Burkhard ferner Unbrauchbarmachung der betr. Exemplare, Blatten und vertreten wolle. Die age, ob ein Rituaimord bestehe oder nicht, über die Baubuden usw., soweit sie richtig wären, nichts Neues darbieten und Formen und Publikationsbefugnis für die Beleidigten in der sei für die Allgemeinheit von der größten Bedeutung und deshalb die Rechtslage von einem völlig verschlten Standpunkt aus zu betrachten Staatsbürger Zeitung", der„ Konizer Zeitung" und der„ Nord- habe auch der Angeklagte Dr. Bötticher sich in Wahr- fuchen, ist im Vorwärts" bereits in einer Zuschrift des Gen. Heine dargelegt. deutschen Allgemeinen Zeitung". nehmung berechtigter Interessen befunden. In einem O. 3. 6. 9. 1. Es sind Verzugszinsen( 4 Proz.) für die Zeit vom Hierauf ergreift als Vertreter der Nebenkläger Rechtsanwalt Prozesse gegen den Redakteur der„ Germania" habe der Tage der Fälligkeit ab zu zahlen. 2. War Ihre Ehe vor dem 1. Januar Sonnenfeld das Wort zu längeren Ausführungen: Die An- Staatsanwalt auch anheim gegeben, dem Angeklagten den 1900 geschlossen, so ist ein gerichtlicher Vertrag erforderlich. geflagten haben nicht aus ehrlicher Ueberzeugung gehandelt, sondern Schutz des§ 193 des Strafgesetzbuchs zuzubilligen, weil dessen ankheit oder Niederkunft ändert an der Verpflichtung zu Uebergabe der Wohnung nichts. Schulz, Hernfelde. Die Antwort des Gerichts ist ganz bestimmte andre Zwecke verfolgt; es fam ihnen in erster Reihe Blatt eine bestimmte Richtung vertrete. Der Verteidiger erklärt. zutreffend. M. 100. Die Antwort des Magiftratkommissars deckt sich mit gar nicht darauf an, die Beamten zu beleidigen, sondern sie be- daß es eine schwere Aufgabe für ihn sei, die Maßnahmen der Be- ber von uns dargelegten Praxis. Ein weiteres Verfahren wäre zwecklos. nuzten die Beleidigung der Beamten nur als Mittel zum Zweck, hörden im Fall Winter zu kritisieren, die Pflicht lege ihm aber diese Laurent. 1. Wegen Ehebruch fann eine Ehe nur auf Antrag deffen gegen die Juden zu hezzen und ihren Haß gegen die Juden zu be- Aufgabe ob. geschieden werden, der den Ehebruch nicht begangen und innerhalb thätigen. Er behaupte, daß bei Beginn der Untersuchung grobe Ver- 6 Monaten nach Kenntnis vom Ehebruch das Scheidungsverfahren einG. R. 300. 1. Nein. 2-4. Die Angeklagten fämpfen nicht aus unehrlicher Ueberzeugung, stöße gegen die Kriminalistik und sogar ein Verstoß gegen die geleitet hat. 2. Neim. 3. In 3 Jahren. sondern sie kämpfen nur mit unehrlichen Waffen, und man fann Strafprozeß- Ordnung vorgekommen seien. Es war eine so fcheug- Sie müßten darlegen, wie der vermeintliche Kauf lautet. 5. Das ist mög lich. A.. 1-3. Nein. Sollte ein dahingehender Versuch unterwohl sagen, daß, wenn die Auflage auch nur auf Grund des§ 186 liche That, daß sofort alle Wittel angewendet werden mußten, um nommen werden, so würden Sie gut thun, schleunigst Beschwerde einzulegen erhoben ist, die Angeklagten doch dicht an die Grenzen des§ 187 den objektiven Thatbestand festzustellen. Dies sei nicht geschehen. und den Fall zur Besprechung in der Deffentlichkeit uns dann vorzutragen. herangegangen sind Die Obduktion wurde zu spät vorgenommen und dadurch wurde dem 2. P. 3. 1. Ja. 2. Mit Reisekosten für den Gendarm etwa 10 bis Das offizielle Judentum würde sofort mit aller Energie gegen Gutachten ein Teil seiner Unterlage genommen. Die Haussuchungen 15. G. 100. 1. Nach§ 103 Strafgesetzbuch wird mit Gefängnis oder mit Festungshaft von einer Woche bis zu 2 Jahren bestraft, wer sich gegen eine Sefte vorgehen, die mit der Bethätigung eines wahnwigigen wurden mangelhaft und nicht eingehend genug vorgenommen. Aberglaubens sich in den krassesten Widerspruch setzt mit den Sitten- Am 26. März erschien der Oberstaatsanwalt Wulff in Koniz. den Landesherrn oder den Regenten eines nicht zum Deutschen Reich gehörenden Staates einer Beleidigung schuldig macht, sofern in diesem Staate gefeßen, den Kulturgefeßen und den Staatsgesetzen. Jeder an- um sich nach dem Stand der Voruntersuchung zu erfundigen. dem Deutschen Reich die Gegenseitigkeit verbürgt ist. Die Verfolgung tritt ständige Jude würde sofort mit allen Mitteln an der Ausrottung fagte damals zum Ersten Staatsanwalt Settegaft, es sei seines nur auf Antrag der auswärtigen Regierung ein. 2. Im Fall Stengele eines solchen Aberglaubens sich beteiligen. Aber der Angeklagte Erachtens zu viel gegen die Juden geschehen. Wenn diese Aeußerung( Hamburg) handelte es sich um eine angebliche Beleidigung des Königs von Bruhn treibt in diesem Bunfte nur Heuchelei, er hat das auch nichts Ungefeßliches enthält, so mußte sie doch für den unter- Belgien. Das Auffallende war die Strashöhe und der Umstand, daß das offizielle Judentum treffen wollen. Das geht deutlich daraus stellten Beamten, der die Voruntersuchung leitete, eine maß- Landgericht und Reichsgericht annahmen, der Wahrheitsbeweis sei aus. hervor, daß er den Verdacht fort und fort auf die Synagoge gebende sein. Wohl selten beruhe der Bericht eines Beamten geschlossen. 3. Zur Beantwortung dieser Frage liegt feine Veranlassung vor. thatsächlichen Unterlagen wie der Bericht richtet. Die Synagoge in Konig steht doch nicht einer Sette zur auf so wenig R. Kronach. Wenden Sie sich schleunigst an das Patentamt. Den Er Die In Verfügung. Ober- Staatsanwalt Wulff hat mit Recht gefagt, des Kriminalinspektors Braun. Er wolle den Ausdruck„ erbärmlich", Schutz tönnen Sie durch Zahlung von jährlich 2 M. verlängern. N. V. Nein. dieses Vorgehen gegen Rabbiner und Kultusbeamte gehe zu weit. den Inspektor Braun mit Bezug auf ein Gutachten gebrauchte, auf anspruchnahme eines Patentanwalts ist nicht erforderlich. Die Thaterschaft Lewys halte ich für vollständig ausgeschlossen. dessen Bericht nicht anwenden. Es dürfte gleichzeitig mit der Ich habe nicht die Absicht, die Familie Hoffmann irgendwie zu ver- Boruntersuchung gegen Hoffmann nicht auch eine Nebenuntersuchung dächtigen, aber ich muß doch fagen, wenn geprüft werden soll, nach gegen Lewy geführt werden, und darin liege der W. E. Zu dem der Chefcheidungsflage vorausgehenden Termin braucht nur der Kläger, nicht der Beklagte, zu erscheinen. Eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt in diesem Sühneverfahren ist unzulässig. Antonftr. 3. Rechnungsrat Junge, Dorfstr. 40, ist gerichtlicher Schreib- Sachverständiger. Für den Juhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 10. Dttober. Anjang 7 Uhr. Opernhaus. Die Stumme von Portici. Schauspielhaus. Die Ahnfrau. Deutsches. Es lebe das Leben. Berliner. Das Käthchen von Heilbronn. Westen. Der Dorflump. Lessing. Die Kleinbürger. Neues. Ledige Leute. Residenz. Seine Kammerzofe. Thalin. Er und seine Schwester. Central. Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr: Schiller. 0.( Wallner Theater.) Morituri.( Teja Frikchen. Das Ewig- Männliche.) = Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Mottenburger. Carl Weiß. Gräfin Baffalis. Luisen.. Berlin, wie es weint und lacht. V Casino. Corradini. Ihre Familie. Kleines. Serenissimus Zwischenspiele. Maiennacht, Familienidyll, Kollegen. Apollo. Lysistrata. SpecialitätenBorstellung. Wintergarten. Specialitäten. Buntes Theater. Enthüllung des Heinedenkmals. Der Hund. Bunter Teil. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Trianon. Die Liebesschaukel.( La Bascule.) Wilhelm. Die Lieder des Musikanten. Pajjage Theater. Vorstellung. Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre Kultur. deutscher Kultur. Im Hörsaal um 8 Uhr: Professor Dr. C. Müller: Das Nervensystem und das Hirn der höheren Tiere. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Die sensationellen lebenden Bilder, dargestellt v. 6 jungen Damen. Kirchmeiers Berliner Original Schrammeln. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, wochentags 8 Uhr, Mellinis dunkles Geheimnis. Lu Dalys Englische DamenNeu! Boxerinnen und Ringerinnen zum erstenmale auf dem Kontinent. ExcentricSpecialitäten Georgette Lange. Tänzerin Passage Panoptifum.SpecialitätenVorstellung. Palast. Berliner in Steglitz. Steidl. Specialitäten. Neichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstr. 48/49.( m Theateriaal.) Tausend Jahre deutscher Kultur. Sm Hörjaal, 8 Uhr: Professor Dr. C. Müller: Das Nervensystem und das Hirn der höheren Tiere. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Central- Theater Freitag, den 10. Oftober, Anf. 71, Uhr ( Abonnements- Billets gültig): Die Fledermaus. Operette in 3 Atten von Joh. Strauß. ( Adele: Mia Werber.) Sonnabend: Drpheus in der Unterwelt. Sonntagnachmittag: Der Vogelhändler. Abends: Die Fledermaus.( Adele: Mia Werber.) Thalia- Theater. 72-73. 14 erstklassige Nummern. Apollo- Theater. Zum 194. Male: Lysistrata Operette in 2 fien von Paul Linde. Carola, Steidl, Rieck, Kettner, Kröchert, Lieban, Perry, Runge. Ferner: Die phänomenalen neuen Specialitäten. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Kleines Theater ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Schiller Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmFreitagabend 8 Uhr: Morituri. ( Teja, Fritzcben, Das Ewig- Männliche) bon Hermann Sudermann. Sonnabendabend 8 Uhr: Morituri. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Tartüff. Hierauf: Der Arzt wider Willen. Sonntagabend 8 Uhr: Heimat. städtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Die Mottenburger. Bosse mit Gesang in 6 Bildern von D. Kalisch und A. Weirauch. Musik von N. Bial. Sonnabendabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Sonntagnachmittag 3Uhr: Die Brant von Messina. Sonntagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Palast- Theater Cirkus Busch. Direktion: Richard Winkler. Großer Lacherfolg der Aus: 9 Uhr: stattungsposse: 9 Uhr: Berliner in Steglitz. Das phänom.Oktober- Programm. Willi u. Rosita Sands, Sportaft. Lissi de Dio, Roftfini- Soubrette. Huc und Mac, Transformationsaft. Benedetti, Universal- Artist. Georg Paulsen, Instrumental Humorist. Fritz Berend mit fein. Originalschlagern. Leichtes Blut, Damen- Gegtett. Elise GebhardtHoffmann, Soubrette. Liewy Uschy, Soubrette. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestasse 11-12 Uhr. ( Meysel, Pietro, Britton, MaySteidl, Krone, Böhme, Böd mann, Plättner 2c.) abends 8 Uhr: cr., Freitag, den 10. Oktober cr Grosse Vorstellung mit täglich wechselndom, grossartigem Programm. Metropol- Theater, Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Morgen zum 50. Male: Berlin bleibt Berlin. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. PrinzenDr. Simmel, Str. 41. Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Zum erstenmal grebt der Simplicissimus einen Ralender heraus mit Illustrationen und Beircågen seiner bekannten Künstler und Mitarbeiter. Von jedem finden sich einige auserlesene Arbeiten, die die Eigenart des Rünstlers am besten erkennen laffen. Der textliche Teil ist abwechs lungsreich and amüsant; zu den vielen lustigen Anek doten, Erzählungen und Gedichten gefellt sich eine Reihe neuer, auf den Kalender gestimmter Artikel. Preis 1 Mark. Unter Kreuzband M. 1.20 Verlag von Albert Cangen in München: Vw. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Heute Freitag: Militär- Konzert des Musikcorps des 5. GardeReg. 8.., fgl. Musikdir. Neu. Im Kaiser- Saal: Bückeburger Sänger. Cirkus Schumann Karlstrasse. Cirkus Renzgebäude. Freitag, 10. Oktober, abds. 7%, Uhr: Grosse Elite- Vorstellung Sensations- Dressuren! Die dreifache Fahrschule ohne Zügel, ger. vom Direktor. Die Bierbrauerpferde vorgeführt vom Dir. Schumann. Ein Reiterscherz aus dem Hydepark zu London, geritten von den Herren Hess und Cottrell. Frl. Dora Schumann, die beliebte jugendliche Schulreiterin. Socialdemokrat. Verein im 5.Berl. Reichstags- Wahlkreise Unser früheres langjähriges Mitglied, der Etui- Arbeiter Genosse Julius Schneider ist nach schwerem Leiden am Mittwoch dahingeschieden. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, Sen 11. Oftober, nachm. 3.1hr, vom Kirch. hofe der Anstalt Balldorf and statt. 245/16 Zahlreiche Beteiligung er wartet Der Vorstand. Freie Liedertafel. Allen Sangesbrüdern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Julius Schneider nach langem Leiden am 8. Dktober verstorben ist. Wir werden ihm ein treues Ana denfen bewahren. Die Beerdigung findet am Sonne abend, den 11. Oftober, nachmittags Grosses Ballett- Divertissement. 3, bom Anstalts- Kirchhof in Dall Les 4 Nesadsons, musikalische Clowns. Gerettete der Insel 25 Martinique. Sonntag: Zwei gr. Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Deutsche Konzerthallen. An der Spandauerbrücke 5. Größtes Vergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte von 5 Künstler Kapellen. Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Vorstellung Tanzkränzchen. Entree: Sonntags 50 Pf., Sperrfit 75 Bf., ab 9 1hr, 30 Pf., Wochentags 30 Pf., Sperrfit 50 Bi., ab 9 Uhr 20 Bf. Dresdenerstrasse 27. Serenissimus- Zwischenspiele. Paul Hilpert Restaurant u. Garten Steidl- Theater. Täglich bis 15. Oftober: Er und seine Schwester. Maiennacht, Familienidyll, Kollegen. Am 16. Oktober, Jubiläums: Wilhelm- Theater. Vorstellung für G. Thielscher. Zum 451. Male: Charleys Tante. Rom 16. ab täglich: Friedrichstrasse 236. Charleys Tante. Anfang 72 Uhr. Sonntag, 12. d. M., nachmittags 3 Uhr bei fleinen Breifen: Schuldig. Drama in 3 Aften von R. Boß. Zum 5. Male: Die Lieder des Musikanten. Volksstück mit Gesang in 5 Aften. Carl Weiss- Theater. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Große Frankfurterstraße 132. Gräfin Vassalis. Romantisches Schauspiel in 5 Aften von Ernst Ritterfeldt. Anjang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabendnachm. 3 Uhr: Tausend und eine Nacht. Sonnabendabend: Benefiz für Herrn Ernst Ritterfeldt: Die arme Kreatur. Sonntagnadm. 3 Uhr: Der Leiermann und sein Pflegefind. Luisen- Theater. Reichenbergerstr. 34. Berlin, wie es weint u. lacht. Anf. 8 Uhr. Vorverk. v. 10-2 Theatert. Invaliden- und Künstlerdant. Morgen: Marie- Anne ,. Sonntags nachmittag zu fleinen Breisen: Die Dame von Lyon. Abends: Robert. und Bertram. Sonntag, 12. Oktober: Erste Nachmittagsvorstellung( halbe Staffenpreise). Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachm.: Coralie& Cie. Buntes Theater ( Ueberbretti.) Anfang 8 1hr. Köpenickerstraße 68. Enthüllung des Heine- Denkmals. Der Hund. Bunter Teil. Leitung: 0. Straus. Wiederauftreten TINY SENDERS. bon Bozena Bradsky. Marcell Salzer. Bokken- Lasson. Halensee, Kurfürstendamm 126. Erste Haltestation für Kremser. Fußpartien usw. am Bahnhof Halensee. Vorzüglich gepflegte Viere. Reichhaltige Speisenkarte zu kleinen Preisen. Familien können Kafice tochen. Zahlreichem Besuh sieht entgegen.[ 5145] Paul Hilpert. für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute Sachen, wenn Unsinn Viel Geld ist Möbel- Fabrik Linienft.132 am Oranien burger Thor Täglich humorist. Soiree it. a.: dorf statt.[ 66/1] Der Verstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. 122/4 Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drüder Frick, am Sonntag, 5. Oftober, gestorben ist. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, day meine Frau und meine liebe Mutter 26776 Emma Stein, eh. Tietz, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. Dftober, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle der St. Simon und St. Lutas- Gemeinde an der Tempelhof- Brizer Straße aus statt. Fritz Stein nebst Sohn. Nach langem schweren Leiden ent Schlief am Dienstag, den 7. Oftober, 5%, Uhr, unfre innigstgeliebte Tochter und Schwester Anna Pantel im 21. Lebensjahre. Dies zeigen betrübt an Fritz Pantel n. Frau. Die Beerdigung findet am Freitag, den 10. Oftober, nachmittags 4%, Uhr, von der Reichenhalle des neuen Rig dorfer Kirchhofes, Mariendorfer Weg aus statt. [ 2665b Danksagung. Allen denen, bie meinem lieben Mann und guten Vater die lette Chre erwiesen, den Kollegen und Kolleginnen von ben Firmen Bintsch, Mix u. Genest, Ehrich u. Gräß, Schäfer Nachfl., Spinn u. Sohn, Reiß u. Martin, dem Metallarbeiter- Verband sowie dem Gesangverein Humor fagen wir hier mit unsern herzlichsten Dant.[ 53102 Witive Wittenbecher und Stinder, Bernhard Rose- Theater, Badftr. 58. Sonntag, den 12. Dftober 1902: man die richtige Bezugs: Studenten Lust u. Leid Der Postillon von Münchehery. quelle fennt. [ 49822* Knabenfilzhüte 0,75-3 M. Herrenfilzhüte meim 1,75-5,25 M. steif 2,00-5,25 " Cylinderhüte 4,00-12,00 Chapean claques 7,00-12,00 B im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert, Hut- Engros- Geschäft, Waldemarstr. 44, pt. Kein Laden. u. Lager kompletter Anjang 8 Uhr. 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Referent: Reichstags- Abgeordneter Georg Ledebour. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemütliches Veisammensein und Tanz. Bahlreichen Besuch erwartet 249/7 Der Vertrauensmann. Dachdecker Deutschlands„ Einigkeit" Filiale Berlin. Sonntag, den 12. Oftober, vormittags 11 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1902. 2. Wahl des Ortsvorstandes. 3. Berschiedenes in Kaffenangelegen heiten. 54/7 Der Vorstand. Kranken- Unterstützungs- und Begräbniskasse der Lederzurichter Achtung! Putzer. Achtung! Berlins( E. H. No. 50). Sonntag, den 19. Oktober, vormittags 10%, Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Mitglieder aus den Zahlstellen der Vororte darauf aufmerksam, daß auch sie die Plicht haben, General- Versammlung. Tagesordnung: Heute Freitag, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: im Sigung der Ortsverwaltung. Achtung! Einsetzer! Achtung! Sonntag, den 12. Oftober, vormittags 10% Uhr, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 3 Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der paritätische Arbeitsnachweis. Referent: Rollege Maass. 2. Bau- und Branchenangelegenheiten. 89/14 Laut Beschluß der Mitglieder- Versammlung vom 8. Oktober d. 3. werden jämtliche Mitglieder, welche noch mit den Trägern im Accord arbeiten, d. h. also, wo der Trägerlohn in den Accordpreisen mit einbegriffen ist, aus dem Verband ausgefchloffen. Jusbesondere machen wir bie den Beschluß, welcher am 9. Juli d. I. in der öffentlichen Berfammlung der Unter Berlins und der Vororte bei Keller gefasst wurde, wonach der Träger aus dem Accordverhältnis der Butzer auszuscheiden ist, ftrifte zur Durchführung zu bringen, widrigenfalls wir gezwungen Anb, den 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1902. Ausschluß bei ihren örtlichen Verwaltungen zu banfragen. Gleichzeitig ersuchen wir die örtlichen 2. Wahl der Revisoren. 3. Antrag Verwaltungen der Vororte, soweit dies noch nicht geschehen, unverzüglich thre Mitglieder, welche des Borstandes, Abänderung des§ 8. 18/12 fich im hiesigen Rohngebiet mit Pukarbeiten beschäftigen, hierbou in Kenntnis zu setzen. Des Abja 8. 4. Geschäftliches. 2654b etwaige Unregelmäßigkeiten, fet es in Bezug auf die Trägerfrage oder Innehaltung der feft: gesetzten Arbeitszeit umgehend an das Burean, Rosenthalerstr. 52, zu melden. Die Kommission. Arb.- Radf.- Bund ,, Solidarität“, Gau 9. Sonntag, den 12. Oktober, nachm. 2 Uhr, findet in Zehdenick im Lofale des Herrn Schlegel eine Radfahrer- Versammlung statt zweds Gründung eines Bundesvereins. Abfahrt für diejenigen Bundesgenossen, welche sich an der Tour beteiligen, früh 7 Uhr Schönhauser allee, Ede Kastanien- Allee. Um recht rege Beteiligung ersucht Der Gouvoritas.: Carl Fischer. weiteren fordern wir die Wiitglieder und hauptsächlich die Obleute der einzelnen Vesirte auf Der Vorstand.& H. Gustav Buffe. Beim Quartalswechsel zum Abonnement empfohlen. Die örtliche Verwaltung. 3. A.: D. Neumann. Deutscher Metallarbeiter- Verband.5 Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 11. Oktober 1902, abends 8%, thr: Vertrauensmänner- Konferenz für den Norden bei Dieke, Ackerstraße 123. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Wir ersuchen alle Mitglieder, Vertrauenslente nsw., es thuns lichst zu vermeiden, daß die Beiträge im Bureau, Engellifer 15, bezahlt werden. Das Beitragszahlen hat in letzter Zeit auf dem Bureau derartig zugenommen, daß eine ziemlich beträchtliche Zeit damit versäumt ist. Nur die Mitglieder, welche über acht Wochen restieren, müssen unter allen Umständen nach dem Bureau kommen. Alle übrigen ersuchen wir, möglichst eine unsrer Zahlstellen zum Entrichten der Beiträge zu benutzen. 122/5 Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Glaser Berlins u. Umgegend. Freitag, den 10. Oftober, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 Grofse öffentliche Versammlung. Pfund verschiedene 35 Warst liefert für 3 F/ F. ..: Arbeiter- Radfahrerver. ,, Berlin", Sonntag, 12. Oftober, Gantour nach Zehdenick, ca. 60 Nilometer. Start früh 7 Uhr Schön Mbaufer Adee, Cde Danzigerſtraße. Nachm. 2 Uhr Schlesische Brücke nach Hirschgarten, Keller. Nächsten Wendt, Königsgraben 14 a. Fritz Odebrecht, Neanderstr.27. Donnerstag: Versammlung bei Billigstes Wurst- Specialgeschäft. 13/13 3. A.: O. Kademann. Bauanschläger! Die Neue Zeit Unter ständiger Mitarbeiterschaft von A. Bebel, Fr. Mehring, Paul Lafargue u. H. redigirt von Karl Kautsky * Wochenschrift der Deutschen Sozialdemokratie* Eingetragen im Reichspoftfatalog unter Nr. 5389 Verband der Bauanschläger Deutschlands Preis pro Quartal Mt. 8.25, des einzelnen Beftes 25 Pfennig. Ortsgruppe Berlín. Sonntag, den 12. Oftober, vormittags 10 Uhr, Grenadierstraße 33 bei Schulz: Versammlung. 26785 Zages Drdnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. VerbandsAngelegenheiten. 3. Verschiedenes. Aufnahmen in den Verband finden jeden Sonnabendabend von 7-9 in den Zahlstellen Hussitenstraße 75 bei Wartmann und Charlottenburg, Bismardstraße 50 bei Hagen statt. Der Vorstand. Restaurant, Wilhelmshof", Hirschgarten. Sonntag. den 12. Oktober Tages- Ordnung: 1. Endgültige Beschlußfassung über die Ver- findet das beliebte große Wurstessen ftatt, wozu ich fämt. handlungen mit den Arbeitgebern. 2. Verschiedenes. 73/9 liche Berliner Arbeiter- Radfahrervereine hiermit einlade. Wir erwarten, daß jeder Kollege rege agitiert für guten Besuch der 52642* Versammlung. Die Lohnkommission. W. Keller. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Sonntag, 12. Oktober 1902, vormittags 10 Uhr. Allgemeine Versammlung der Rohrleger und Helfer 122/16 91 Berlins und Umgegend im Lokal von Keller, Koppen- Strasse 29. ages Debnung: 1. Berichterstattung von den Verhandlungen mit der Innung. 2. Beschlussfassung über unsren Streit. Sämtliche Unternehmer unsrer Branche sind hiermit eingeladen. 79 73 Bahlreiches Erscheinen der Kollegen erwartet Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Die Ortsverwaltung. Die Gleichheit Beitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen Redigirt Don Klara Zetkin Eingetragen im Reichspostkatalog unter Nr. 3051 Preis p. Quart. 55 Pf. ohne Bestellgeld, der einzelnen Nummer 10 Pf. Der Wahre Jacob Erscheint alle 14 Tage nebst einem Unterhaltungsblatt Redigirt von B. Heymann Kleine Anzeigen. Möbelverkauf. In meinen großen Nähmaschinen ohne Anzahlung, straße 60/61, Landsbergerstraße 82.+ 91* Steppdecken billigst Fabrik Große Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Rechtsbureau Fabisch, Grüner Kleiderspind 25,00, Stühle 3,00. Weg vierundneunzig( Andreasplak). 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Goldleistenfabrik, * Gesperrt find folgende Werkstätten für Tischler, Einsetzer, Maschinen arbeiter und Polierer: A. Schulz, Krautstr. 18/19. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Kimbel u. Friedrichsen, Dorfstr. 43. Kimbel u. Friedrichsen, Dorfstr. 59. Lug u. Engelbrecht, Görlitzer Ufer. Wehner, Stallschreiberstr. 58. Die Ortsverwaltung. Achtung Vergolder! Die Sperre über fänitliche Zwischen: meister Berlins und Vororte dauert 226/14 unverändert fort. Die Ortsverwaltung Berlin. J. A.: E. Dehlert. Achtung, Drechsler! In der Werkstatt Pilzecker, Brunnenstr.79, bestehen Differenzen. Zuzug ftreng fernzuhalten. Die Kommission. 1349K 89/15 Ur. 237. 19. Jahrgang. 2. 130 dan send trous sad the Der Magistrat giebt folgendes bekannt: od da mod siis ois do not and 80 sont 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mit dem Ablauf dieses Jahres scheidet auf Grund des von uns festgesetten, unterm 28. Mai 1900 veröffentlichten Verteilungsplanes der Beisitzer des Gewerbegerichts auf die 48 Bezirke III. Abteilung der neuen Gemeindewahlbezirks- Einteilung das zweite Drittel der Gewerbegerichts- Beisiger jeder Kategorie 70 Arbeitgeber und 70 Arbeitnehmer Freitag, 10. Oktober 1902. male mod sid stampa mu tordnok med odmism Formulare zu diesen Zeugnissen können vom 1. November d. J. nahe, daß er der Verbreiter einer unbequemen Wahrheit gewesen stradab während der Dienstſtunden in unsrem Wahlbureau, Poststr. 16 II, ist. Socialdemokratische Preßsünder würden sich darum die ZellenAchtung! Gewerbegerichtswahl! Bimmer 57, in Empfang genommen werden. genossenschaft der Staatsbürger- Zeitungs"-Leute ernstlich verbitten Die Wahlen werden stattfinden müssen. god of maig( 129) für die Arbeitgeber and on 2 am Freitag, den 14. November d. Js., iliz Die Ring- Düppelsche Milchcentrale und ihre Arbeiter. Befür die Arbeiter ad banntlich hat die Milchcentrale oder besser gefagt der Milchring den mujam Sonntag, den 16. November d. Js. Kleinverkauf seiner Produkte( Milch, Butter, Stäſe uſtv.) für Berlin Eine weitere Bekanntmachung betreffe der Wahlen erfolgt später. und dessen Vororte nach Bolleschem Muster eingerichtet. Hier wie dort Die Arbeiter wählen also, wie aus dieser Bekanntmachung er die Milchwagen mit Kutschern und zwei bis vier Jungen dabei. Wie sichtlich, ohne daß Wählerlisten aufgestellt werden, am Sonntag, den letztere aber entlohnt und behandelt werden, davon hier eine fleine 16. November, muur auf Grund einer Wahllegitimation. Dagegen Probe. Die Kutscher haben einen durchschnittlichen Wochenlohn von 24 M. Ihre Arbeitszeit beginnt morgens um 4 1hr und mertfam, fich in der Zeit vom 10.- 16. Oftober darüber zu gewissern, ob sie in der Wählerliste verzeichnet stehen. Wahlberechtigt anfangs 7,50 M. pro Woche und steigt dann nach einem Vierteljahr wählenden Beifiker und wählbar sind auch Arbeitgeber, welche zeitweise nur eine Person auf 9 M. und nach jeden weiteren Vierteljahr um 50 Pfennig bis beschäftigen op gitrolado zum Höchstbetrage von 12 M. Ausnahmsweise soll älteren Jungen auch etwas mehr gezahlt werden. Ihre Arbeitszeit ist nicht genau geregelt; sie beginnt um 4 oder 5 Uhr morgens und endet gewöhn= lich in der Zeit von 12-2 Uhr mittags. Eine Bezahlung etwaiger ants. Für beide Kategorien finden die Ergänzungswahlen in folgenden Wahlbezirken statt: Wahl bezirk mil suis fun but adg Stadtbezirle Arbeit geber nehmer 4 4 2 11-20 u. 24 15 4 5 48-44 u. 47-49 atadu mi pr 8 67-74 40 4 4 4189 11 80-86 si domsin Spids! * 14 # 17 20 23 26 29 82 35 38 260-264 it. 277 41 44 298-298 47. 309-314 u. 325-326 168-174 157, 160 u. 189-193 202-209 u. 226 229-236 ssdnsaje dildoil is m 216-217, 279-283 u. 285-286 machen wir die parteigenössischen Arbeitgeber auf die Pfliver nachmittags um 3 oder 4 Uhr. Der Lohn der Milchjungen beträgt but addidegg Die Gewerkschafts- Kommission. food instini slog bilado do ondo Berliner Partei- Angelegenheiten. ueberstunden giebt es nicht. Die Behandlung ist militärisch ſtreng im Lokale Bonn sid dj mombled as gudnial singh Die Mitglieder der Breßtommiffion, sowohl die bisherigen als 105-108 bat gugd45die neugewählten, werden ersucht, heute abend 8%, Uhr in der 123-126 u. 131-134 schio 154 Redaktion des Vorwärts", Lindenstr. 69, anwesend zu sein. 145-148, 150-151 und 201 od 15ndo tot 4 foid In Treptow- Baumschulenweg findet heute na nachmittag von 2 bi Paradiesgarten" die Wahl zur Gemeindevertretung statt. Kandidat der Arbeiterschaft ist Parteigenosse A. Gerisch. Es bedarf aller Anstrengungen, uin 245-246 u. 249-253 adaj sid simmon indist einen Erfolg zu erzielen, und die Parteigenossen müssen Mann für Mann am Platze sein. Wenn irgendwo, so ist es in Treptom: Baumschulenweg notwendig, daß die Socialdemokratie im Ortsparlament vertreten ist. Thue daher ein jeder seine Schuldigkeit! Schöneberg. Parteigenossen! Am kommenden Sonntag, den Ju Gemäßheit des§ 1 des Gewerbegerichts- Gesetzes vom 12. d. M., findet für unfren Ort eine Flugblattverbreitung zur Agitation für den Vorwärts" und Wahlverein statt. sist 80. Juni 1901 ist für das Gewerbegericht der Stadt Berlin unter dem nun unbedingt Pflicht eines jeden Parteigen offen, 1901 ff fir das Gewerbegerigt be -1902 ein neues Drtsstatut erlassen. n duids stoided sid sich an derselben zu beteiligen. Treffpunkt früh 1/8 Uhr in folgenden stall Lofalen: Ständer, Hohenstaufenſtr. 80; Schilling, Stuff Bur Teilnahme an den Wahlen ist nur berechtigt: häuserstr. 16; Krüger, Grumewaldstr. 110; Mersewer das 25. Lebensjahr vollendet und in Berlin Wohnung, burgerstr. 7; Db ft. Meiningerstr. 8; Horlemann, Kaiser Gewerbebetrieb( gewerbliche Niederlassung) oder gewerbliche Friedrichstr.; Reimer, Hohenfriedbergstr. 26; offmann, Beschäftigung hat. Cherusterstr. 16; Hauser, Hauptstr. 97; Moll, Sponholaftr. 34. Die Mitglieder des Wahlvereins werden ersucht, die Mitgliedsbücher behufs Abstempelung mitzubringen. 6. Juni 25. Juli 91179 4001 Summe Nicht wahlberechtigt find solche Personen, 70 a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reiches sind, 70 shot " and C Es Des Morgens vor Beginn des„ Dienstes" wird gehörig in Neih und Glied angetreten. Zuspätkommen wird bestraft, und zwar werden für jede Viertelstunde den Kutschern 30 Pf. und den Milchjungen 5 Pf. vom Lohne abgezogen. Wer Sonntags fehlt, wird entlassen. Sämtliche Strafen, nicht nur für Buspätlommen, verhängt der Jus speffor nach seinem eigenen Ermessen. Will er es bei irgend einem Bersehen der Jungen gnädig machen, so diftiert er ihnen ein oder zwei Stunden annenpußen" zu, welche Arbeit dann nach Feierabend auszuführen ist. Hin und wieder seht es auch Ohrfeigen, wie das so im militärisch- patriarchalischen Verhältnisse üblich ist. Natürlich foll jeder mit Leib und Seele beim Dienst" sein, daß heißt er muß, wo sich ihm nur irgend Gelegenheit dazu bietet, die geschäftlichen Interessen der Milchagrarier zu fördern suchen. Kutscher und Jungen Follen hinter neuen Kunden her sein, wie der Teufel hinter der armen Seele. Nicht selten haben sie in ihrem Bezirk nach beendeter Arbeitszeit noch stundenlang Reklamezettel auszuteilen zur Gewinnung neuer Kunden. Diese Arbeit muß natürlich aus purer Liebe fürs Geschäft" besorgt werden, irgend eine Entschädigung dafür wird nicht gezahlt notleidende Agrarier fönnen sich so etwas ja auch nicht leisten. Getreu dem Grundsage:" Nehmen ist feliger denn geben," handeln sie auch bei den Abrechnungen mit den Kutschern und Jungen. Ist nämlich ein Kunde mit der Bezahlung im Rückstande geblieben oder gar mit Milchschulden durchgebrannt, so hält sich die Geschäftsleitung der Centrale einfach an dem Kutscher oder dem ersten Jungen, dem fogenannten A- Burschen schadlos. Bei der Abrechnung wird diesen ein etwaiger Fehlbetrag ohne weiteres vom Lohne abgezogen. Dabei ist es ganz gleichgültig, ob sich der Kutscher oder Junge den faulen Stunden selbst gesucht haben oder ob ihnen diefer von der Geschäftsstelle aus überwiesen wurde. Auch für den Verlust oder die Veschädigung von Milchtannen haftet der A- Bursche". Man sieht, die Milchcentrale weiß, was ihren Arbeitern gut thut; sie weiß diesen gegenüber ihre Vorteile wahrzunehmen. Wenn das Geschäft troßdem nicht blüht, so ist das sicher nicht ihre Schuld. b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher VerGrihau. Der Wahlverein hält am Sonnabend, 9 Uhr, im urteilung verloren haben, oder gegen welche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens oder Vergehens eröffnet Lokal Zur grünen Ede" feine ordentliche Generalversammlung ist, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder ab. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Vorstands der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge wahl. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. haben kann, Am Sonntagnachmittag 2 Uhr findet bei Duchauffour c) welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über Köpnickerstr. 79, eine Voltsversammlung statt, in welcher über Frau Emma I hrer- Pantow über" Fleischwucher und Grenzsperre" riu Das städtische Fortbildungsschulwesens Berlins hat im letzten d) die Mitglieder der Innungen, für welche ein Schiedsgerichtsprechen wird. Agitiere jeder für zahlreichen Besuch dieser Ver- Schuljahre weitere Fortschritte gemacht, wenn man lediglich die Zahl Das städtische Fortbildungsschulwesens Berlins hat im letzten in Gemäßheit des§ 81b Nr. 4 und der§§ 91-91b der sammlung. Gewerbe- Drömung errichtet ist, sowie die von denselben bent Aus der Stadtverordneten- Bersammlung. ter Schüller als Maßstab hierfür nehmen will. Bom Schuljahre 1900/01 bis zum Schuljahre 1901/02 vermehrte fich die Teilnehmer schäftigten Arbeiter. zahl in den vier Fortbildungsanstalten( für Personen mit besserer Nach§ 13 des Ortsstatuts sind von uns von Amtswegen Wahl- Die gestrige Sigung der Stadtverordneten war ungewöhnlich Vorbildung) für das Sommerhalbjahr von 687 auf 818, für das listen für Arbeitgeber aufgestellt. Als Arbeitgeber sind nach kurz. Die Verhandlungen boten auch wenig Bemerkenswertes, wie- Winterhalbjahr von 987 auf 1011, in den 13 Fortbildungsschulen dem Gesetz bezw. Statut diejenigen selbständigen Gewerbetreibenden wohl über etliche Punkte ein langes und breites geredet wurde. für Jünglinge für das Sommerhalbjahr von 8908 auf 10 380, für zu betrachten, welche mindestens einen Arbeiter regelmäßig das Jahr Von Jnteresse war eigentlich nur der Nachruf des Vorstehers das Winterhalbjahr von 11 027 auf 12 291, in den 13 teils ſtätihindurch oder zu gewissen Zeiten des Jahres beschäftigen. Die Haus- Dr. Langerhans auf Kauffmann und die Wahlen schen, theils nur von der Stadt unterstüßten Fortbildungsschulen gewerbetreibenden gelten unter der gleichen Bedingung als Arbeit zur Neubesetzung der durch Virchows Tod frei gewordenen Stellen für Mädchen für das Sommerhalbjahr von 5099 auf 5293, für das geber, foforn sie gemäß§ 14 der Gewerbe- Ordnung den selbständigen in mehreren Verwaltungs Deputationen, Kuratorien usw. Herr Winterhalbjahr von 5679 auf 5773. Besonders start war die im Gewerbebetrieb angemeldet haben. Den Arbeitgebern stehen im Sinne Langerhans weiß für die Nachrufe, die er den verstorbenen Mit letzten Jahre eingetretene Steigerung der Teilnehmerzahl in den der bezeichneten Bestimmungen die mit der Leitung eines Gewerbe- gliedern der Stadtverordneten- Versammlung und des Magistrats zu Fortbildungsanstalten bei Französisch, Handelstunde und Korrespon betriebes oder eines bestimmten Zweiges desselben betrauten Stell- vidmen hat, in der Regel sehr warme Töne zu finden, aber gestern benz, Stenographie, Maschinenschreiben, in den Fortbildungsschulen vertreter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich, sofern ihr sprach er auffallend fühl. Die Wahl eines Mitgliedes für für Jünglinge bei Zeichnen, Nechnen, Deutsch, in den FortbildungsJahresarbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m. übersteigt. bas Heimstätten Kuratorium brachte eine Ueberraschung. schulen für Mädchen bei Stenographie, Storrespondenz( einschließ Das Neich, der Staat, die Gemeinden und sonstige öffentliche Der Freifinn hat ein unerwartetes Entgegenkommen gezeigt und sich lich Schreibunterricht), Schneidern. Die Zahlen stehen freilich zum Verbände sowie juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre jest ohne weiteren Kampf dazu bequemt, der socialdemokratischen großen Teil nur auf dem Papier. In den Berliner Fortbildungs gefeglichen Vertreter aus. Fraktion einen Siß einzuräumen. Der Gegenkandidat Stadtv. Solmik Schulen, die bisher immer noch an dem Princip der Freiwilligkeit war zurückgetreten, so daß unser Genosse Dr. Wehl durch festgehalten haben, ist die thatsächliche Beteiligung fo gering, bag Acclamation gewählt wurde. inn der Magistrat es schon seit einigen Jahren nicht mehr für ratsam hält, nos in den alljährlichen Verwaltungsberichten die früher üblich ges wesenen Angaben über die Regelmäßigkeit( oder vielmehr Unregel mäßigkeit) des Besuches zu bringen. Die bevorstehende, von focial demokratischer Seite angeregte Reform des Fortbildungsschulwefens den Seite ben von Berlin, die mit dein bisherigen Grundsatz der Freiwilligkeit im wesentlichen bricht, wird den Fortbildungsschulen eine erfolgreichere Eimvirting auf die Entwickelung unfrer herauwachsenden Jugend ermöglichen. Die Wahllisten find für jeden der eingangs bezeichneten Wahlbezirke besonders aufgestellt und werden der im§ 13 a. a. D. borgesehenen Bestimmung gemäß während der Dauer einer Woche und givar vom 10. bis einschließlich 16. Oktober d. J. an den Wochentagen von 5-8 Uhr abends, am Sonntage bon 12-3 Uhr nachmittags zur Einsicht öffentlich ausliegen für den 2. Wahlbezirt im Sigungsfaale des Deutschen Domes, Eingang Mohrenstraße; Ischia Die Plaidoyers. Der gestrige vorletzte Tag des Prozesses wider die Staatsbürger- Zeitung" brachte eine achtstündige Medeschlacht zwischen den Antlägern und den Verteidigern. Der Kampf drehte sich hauptsächlich um drei Gegenstände, einmal, ob es einen Ritualmord gebe, dann ob die beleidigten Privatpersonen im Verdacht stünden, einen solchen Mord begangen zu haben, schließlich darum, ob die Behörden im Interesse der Juden parteiisch vorgegangen wären. Die wichtigsten für den 8. Wahlbezirk in der Turnhalle der 60. Gemeindeschule, Ergebnisse der Verhandlung, die ungeheuerlichen Versäumnisse und Fürbringerstr. 33; folgenschweren Mißgriffe der Behörden konnten nach der Lage der Dinge nur flüchtig gestreift werden. für den 5. Wahlbezirk in der Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetzstr. 79; für den 11. Wahlbezirk in der Turnhalle der 42. Gemeindeschule, Naunynftr. 63; für den 14. Wahlbezirk in der Turnhalle der 85. Gemeindeschule, Wrangelstr. 85; für den 17. Wahlbezirk in der Turnhalle der 47. Gemeindeschule, Stallschreiberstr. 54; für den 20. Wahlbezirk in der Turnhalle der 49. Gemeindeschule, Blumenstraße 63 A; für den 23. Wahlbezirk in der Turnhalle der 30. Gemeindeschule, Rüdersdorferstraße 4/5; Olivaerstraße 19; für den 26. Wahlbezirt in der Turnhalle der 104. Gemeindeschule, für den 29. Wahlbezirk in der Turnhalle der 8./03. Gemeindeschule, Gipsstraße 23 a; für den 32. Wahlbezirk in der Turnhalle der 25. Gemeindeschule, Ruppinerstraße 48; für den 35. Wahlbezirk in der Turnhalle der 117./178. Gemeindefchule, Eberswalderstr. 10; für den 38. Wahlbezirk in der Turnhalle der 241./250. Gemeindefür den 41. Wahlbezirk in der Turnhalle der 26./179. Gemeindeschule, Albrechtstr. 20; 1 In allen drei Punkten konzentrierte sich die Verteidigung, um mit einem berühmten Schlachtbericht zu sprechen, nach rückwärts, welcher Bewegung die Gegner mit großer Eile folgten. Rechtsanwalt Hahn ließ die Frage des Nitualmordes ganz aus dem Spiele, Rechtsanwalt Simons hielt es immerhin für möglich, daß eine jüdische Selte einem so wüsten Aberglauben" huldige, gestand aber bald, er komme sich selbst komisch vor, wenn er die Möglichkeit erörtere, der arme Winter könne an den Beinen aufgehängt und geschächtet" worden sein. Der Justizrat v. Gordon als Vertreter der Nebenkläger fand ein glückliches Wort, wenn er fagte, der Glaube an den Ritualmord sei mehr eine Frage der Intelligenz, als des guten Willens. Hoffentlich flagt ihn Herr v. Schönstedt nicht wegen Beleidigung an. In seiner Duplik verbesserte sich der Rechtsanwalt Simons dahin, daß gegen den Schlächter Lewy zu jener Zeit, als die inkriminierten Artikel geschrieben wurden, ein Verdacht bestanden habe und konnte sich diesbezüglich auf die achtzehn Bände Verdachtsmaterial berufen, daß die eifrigen Behörden gegen die Juden" gesammelt haben. Das faß. Der Vorwurf, man hätte im Untersuchungsverfahren die Juden begünstigt, wurde nicht aufrecht erhalten und eingestanden, daß der Wahrheitsbeweis mißlungen sei.hin singie Der Staatsanwalt hatte beantragt: bibleng für den 44. Wahlbegirt in der Turnhalle der 172./185. Gemeinde schule, Bremerstr. 18/17; für den 47. Wahlbezirk in der Turnhalle der 65./77. Gemeindeschule, Schulstr. 99/100 Eingang Reinickendorferstr. 30Außerdem werden noch die Original- Aufnahmelisten von allen gegen Bötticher eineinhalb Jahre Gefängnis, borerwähnten Wahlbezirken in unserm Wahlbureau, Poststr. 16, II gegen Bruhn ein halbes Jahr Gefängnis. Zimmer 57, in den oben angegebenen Stunden ausliegen. Die Verteidiger plädierten auf Schuß berechtigter Interessen und Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerlisten, insbesondere baten für den Fall der Verurteilung um Geldstrafen. Dafür schienen wegen nicht erfolgter Eintragung, find während der Dauer der Auslegung berselben bei uns zu erheben; über dieselben werden wir dem Rechtsanwalt Sonnenfeld die Anträge der Staatsanwalts innerhalb ztveier Wochen nach Ablauf der Einspruchsfrist endgültig fchaft zu niedrig zu fein! Die Richter werden am Sonnabend und ihre Entscheidung fällen. Entscheidung treffen. so and than its Die Verteilung von Frühstück an arme Schulkinder, die ein Berein teils aus selber aufgebrachten Mitteln, teils aus einem von der Stadigemeinde geleisteten Zuschuß in jedem Winter in den Berliner Gemeindeschulen ausführt, findet nicht überall den Beifall der Schule meindeschullehrer, flagt, daß sich in einigen Gemeindeschulen die Ges reftoren. Die„ Pädagogische Zeitung", das Organ der Berliner Ge wohnheit ausgebildet hat, von der Frühstücksverteilung grundsäglich feinen Gebrauch zu machen. Das genannte Blatt führt mit Recht aus, daß die Behauptung, in manchen Schulen liege überhaupt kein Bedürfnis zur Verteilung von Frühstück vor, unhaltbar sei. Befonders im gegenwärtigen Augenblid, bei der Teuerung der Lebensmittel, fei es faum denkbar, daß eine Berliner Gemeindeschule im kommenden Winter für die Wohlthat der Frühstücksschrippe keine Jahren als auffällig bezeichnet worden, daß sich die Frühstückverteilung Verwendung haben sollte. Im„ Vorwärts" ist es schon vor nicht auf sämtliche Gemeindeschulen erstrect. Wenn die„ Päd. 3tg. fragt, ob sich die betreffenden Schulen vielleicht einen aristokratischen Anstrich geben wollen, so möchten wir dieser Vermutung nicht zus stimmen. Wahrscheinlich ist, daß die der Frühstücksverteilung feindlich gesinnten Nektoren der Begehrlichkeit" steuern zu sollen glauben. Die Schulverwaltung wirds ihnen Dant wissen. Je weniger von der Frühstücksverteilung Gebrauch gemacht wird, desto leichter kann man der Forderung, daß die Gemeinde die Sache zu der ihrigen mache, ein Rein entgegensetzen. Wir erinnern in dieser Beziehung an die Verteilung unentgeltlicher Lehrmittel, die ja ebenfalls so vorsichtig ausgeführt wird, daß am Ende des Etatsjahres immer mit Genug thuung hervorgehoben werden kann, die ausgeworfene Summe fei noch nicht einmal voll aufgebraucht worden. " Wirkungen der Arbeitslosigkeit und des Elends. Während der Besuch des städtischen Familieno bdachs gegenüber allen Erivartungen zum letzten Quartalswechsel nicht einen solchen Um fang angenommen hat, wie in den beiden vorgenannten Jahren, sondern eher nachgelaffen hat, ist der Besuch des nächtlichen Obdachs wenn auch nicht erheblich geftiegen. Am 1. Oftober d. J. wurden im Familienobbach 41 Männer und 102 Frauen mit 238 Sindern be herbergt und im Monat September dieses Jahres im nächtlichen und 2895 Frauen im September vorigen Jahres. Auch im städtiTeiten lassen. Politisch betrachtet, scheint aber dieser Prozeß ein schen Arbeitshause in Nummelsburg ist die Frequenz, und dort ganz Für die Arbeiter werden von uns keine Wahl Schulbeispiel dafür, wie wenig Sinn es hat, Redakteure erheblich gestiegen. Wie soll das erst zum Winter werden? s Tisten zum 2wede der Wahlen angelegt, es genügt und Schriftsteller möglichst arg zu verknadsen". Politisch betrachtet, vielmehr für die Arbeiter ein Zeugnis ihres Arbeitgebers oder der fann ein Blatt keine härtere Strafe treffen, als daß ihm gerichts- folgte Eröffnung drei neuer Schulen von bisher 255 auf 258 ver Die Gemeindeschulen Berlins sind durch die in dieser Woche er Polizeibehörde, durch welches bestätigt wird, daß der Arbeiter zur mäßig seine Unglaubwürdigkeit nachgewiesen wird. Diese Strafe mehrt worden. Die neu eröffneten Gemeindeschulen haben fämmtlich Zeit innerhalb seines Wahlbezirks in Arbeit steht oder wohnt. Die Wahllegitimation ist vor der Abgabe des Stimmzettels wird aber zum guten Teile wieder aufgehoben, wenn man leicht bis auf weiteres in gemieteten Wohnhäusern untergebracht werden dem Wahlvorsteher oder einer von ihm beauftragten Person zu über- fertige Sawäger zu Märtyrern ihrer Ueberzeugung stempelt. Wenn müssen, die 257. und 258. Schule in den Neubauten Christburgers geben. ein Redakteur eingesperrt wird, liegt oft die ehrenvolle Vermutung Istraße 5 und Löweftr. 14/15, die 206. Schule in dem Hause Memeler Die Einsprüche können im Auslegungslokale zu Protokoll gegeben Die Richter müssen sich dabei von juristischen Erwägungen Obdach 23 442 Männer und 1674 Frauen gegenüber 21 499 Männer werden. straße 69, das schon seit einer Reihe von Jahren von der Gemeinde- seit 2 Jahren bei dem Rohrleger Merten in der Wilsnackerstr. 14 Ober- Schöneweide. Die letzte Sigung der Gemeindevertretung fchul- Verwaltung zur vorläufigen Unterbringing neuer Schulen be- wohnte. Dr. Forsteter, der für eine Warschauer Zeitung schrieb, hatte sich unter anderm mit einem Antrage der türzlich statt nugt wird. war Herzleidend und befuchte deshalb öfter einen Arzt. Ende gefundenen Proteftverſammlung zu beſchäftigen, bei der Landes1907901 Die Armenpflegerinnen, die den Armenkommissionen nach den voriger Woche wurde sein Zustand schlimmer. Als ihn am Montag regierung dahin vollstellig zu werden, daß sie die eigentliche Ursache am 1. April dieses Jahres in Kraft getretenen neuen Bestimmungen der Arzt besuchie, phantasierte der Kranke, am Dienstagmorgen starb der Fleischteuerung, die Grenzsperre, aufhebe. Nachdem der zugeordnet werden können, beginnen sich langsam zu mehren. Im er. Da der Arzt die Todesursache als unbekannt bezeichnete, fo Gemeindevorsteher erklärt hatte, daß er selbst im Interesse der Ges ersten Halbjahr hatten zunächst nur die Kommissionen( Nr. 115A, beschlagnahmte die Revierpolizei die Leiche und ließ sie zur gerichts- meinde den Landrat um geeignete Linderungsmittel ersucht habe und vom Genossen begründet worden war, bes 28 B und 210) je eine Armenpflegerin aufgenommen. Zu diesen drei ärztlichen Oeffnung nach dem Schauhause bringen. Armenkommissionen sind jetzt vier andre( Nr. 10, 20A, 22B und vorstelligerden, daß mur geeignete Maß dahin zu 22D) gekommen, so daß fünftig in sieben Kommiſſionen zehn Ida Bethmann, das sich am Sonntagvormittag um 91 Uhr in der regeln ergriffen werden sollen. Bei Betonung der Grensperren als Ihren Verletzungen erlegen ist das 21 Jahre alte Dienstmädchen Schloß man runow der Küche der„ Neuen Welt" beim Ueberkochen von Fett, bei dem ihre politischen chteuerung würde die Sache, wie man meinte, einen Ursache der Pflegerinnen thätig sein werden. bekommen und abgelehnt werden. Eisenbahnschmerzen. Ein Arbeiter schreibt uns: Am 1. Oktober Kleider Feuer fingen, schwere Brandivunden zuzog. Genosse Gruno to hielt dem entgegen, daß es wohl weniger hat die Eisenbahnverwaltung auf der Strecke Berlin Ertner Die neuesten Bereicherungen des Berliner Aquarium erstrecken auf eine gnädige Annahme ankomme, als vielmehr darum, der Re zwanzig neue Züge eingelegt. Das war eine Notwendigkeit, da die fich vorzugsweise auf die Abteilungen der höheren und niederen gierung die wahre Meinung des Volks vor Augen zu führen. VerWagen vor allen Dingen in den Morgen- und Abendstunden stets Meerestiere; doch sind auch die Klassen der Vögel und Reptilien freter Lange zog treffend den Vergleich, daß man bei Bewilligung zum Erdrücken voll waren. Die Sache wäre an sich auch schön ge- durch Zuwendungen mehrerer Tierfreunde, so der Frau Schröder in eines Zuschusses für die Errichtung einer Warte für den politischen gvejen, wenn man die Büge numehr nicht um, je brei Wagen ver Regel mere er flin, zum Papageien und Schildkröten Velden Vismard gar nicht den politischen Anstrich in Erwägung ge Die städtischen Lesehallen sind in dem Jahre vom 1. April 1901 bis 31. März 1902 von 79 589 Personen( 76 160 Männern, 3429 Frauen) besucht worden. Im Vorjahre betrug die Zahl der Besucher 60 700 Personen( 58 187 Männer, 2013 Frauen). Den stärksten Zuspruch hatte die 2. Lefeballe in der Ravenéstraße, welche von 23 968 Personen( 23 475 Männer, 493 Frauen) benutzt wurde; dann folgen die 1. Lesehalle mit 18 005, die 3. mit 14 138, die 4. mit 7940, bie 5. mit 7855 und die 6. mit 7683 Lefern. sich Nun wollte ja allerdings niemand diesen Ausspruch berbrochen haben; zu einer Verständigung konnte man sich aber auch nicht aufs schwingen. Nun vielleicht wägt man ein andermal seine Worte in dieser Beziehung besser. kürzt hätte. Dadurch ist erreicht worden, daß man auch jetzt noch vermehrt worden. Das Adriatische Meer lieferte eine Anzahl zogen habe. jeden Abend eingezwängt fährt. Exemplare einer Art Seenadel, die mit den zu derselben Familie Ferner fritisierte Genosse Grunow scharf das Verhalten der Eine andre Seltsamkeit. Von Rummelsburg bis Lehrter Bahnhof der Büschelkiemer gehörenden Seepferdchen in einen Becken vereinigt hiesigen Gemeindebehörde, welche auf eine Umfrage der Regierung kostet eine Arbeiter- Wochenkarte 80 Pf., von der neuen Ostbahn- wurden, hier aber weniger zu bemerken sind als ihre viel kleineren Ge- über die Thätigkeit der Schulärzte die weise Antwort gab:" Daš Haltestelle Rummelsburg- Ost aus jedoch eine Mart, trotzdem die noffen, weil die etwa fußlangen und größeren nadelartig gestreckten Fische sei eine tostspielige Modefache!" kostspielig sei allerübrigen Wochenkartenpreise teine Aenderung aufweisen. Warum in Form und Farbe die im Wasser befindlichen Pflanzengebilde nach- dings die Sache, wenn, wie hier, durch Anstellung eines sehr übermacht Rummelsburg eine Ausnahme? ahmen und vornehmlich den langen schmalen Blättern des Seegrases bürdeten Arztes, der doch nur eine ganz unwirksame Thätigkeit entkommenen Plattfiſche, unter beren after inte brei Cr Other falten könne, ein Miklingen vorauszusehen ſei. Im übrigen könne Slid eine solche Einrichtung Anbetracht ungemein segensreichen gekommenen Plattfische, unter denen lebend schwer zu erhaltenden Steinbutte zu verzeichnen sind, die nun Wirkung nie zu kostspielig werden. in dem großen Bassin der Flachsische ihre absonderlichen Schwimmbetvegungen und sonstigen Lebensäußerungen zeigen. Der Kreis der Weichtiere hat einige der abenteuerlich gestalteten Meerespolypen und 202 4 181-001 eine Gesellschaft nestbauender Muscheln zur Ergänzung der Bestände beigesteuert. Spandau. Die Stadtverordneten Erfahwahl am Die neue Akademie für die bildenden Künste in der Hardenberg- Krankheiten wird ihre konstituierende Versammlung am Sonntag, gebracht. Katholischer Gesellenverein, Bezirks, Gewerk- und liberale Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Geschlechts- nächsten Montag hat auch unsre Gegner wiederum auf die Beine traße, foll und zwar in Gegenwart des Kaisers, am 2. November den 19. Oktober, vormittags um 11½ Uhr präciſe im Bürgerſaal des Vereine, zuſammen ein lieblicher Miſchmaſch, haben bereits ihre eingeweiht werden. Berliner Rathauses abhalten. Es werden zunächst Dr. Blaschko Kandidaten nominiert, die jedoch beide kaum von den Wählern der Wie man auf der Hochbahn zum Betrüger wird. Die Hochbahn- über die Verbreitung der Geschlechts- Krankheiten, Prof. Lesser über dritten Abteilung für brauchbar befunden werden! Hat doch der Direktion läßt folgendes bekannt geben:„ Die Benutzung der Wagen die Gefahren, Geheimrat Kirchner über die sociale Bedeutung der Spandauer Kommunalfreisinn so viele Beispiele von feiner der II. Klasse der Hochbahn mit Fahrkarten III. Klasse wird tros Geschlechts- Krankheiten sprechen; Geheimrat Neisser wird darauf die schwächlichen Würde- und Charakterlosigkeit und von seiner aller Mahnungen fortgesetzt versucht. Die Betriebsverwaltung ist Ziele und den Arbeitsplan der Gesellschaft darlegen. Nach erfolgter tulturfeindlichen Stellung gegenüber der Arbeiterbewegung und den deshalb genötigt, dauernd die Wagen II. Klaſſe kontrollieren zu Konstituierung der Gesellschaft soll dann in erster Linie das Thema: Bedürfnissen der Arbeiter geliefert, daß es kaum noch einen beſſeren laffen. In manchen Fällen beruht die Benutzung der höheren Klasse Strankenkassen und Geschlechts- Krankheiten" zur Diskuffion gestellt Agitationsstoff geben kann! Trozdem aber werden unsre Genossen offenbar auf Irrtum. Dann ist die Angelegenheit durch Lösung werden. Das einleitende Neferat hierüber hat Herr Dir. Uhlmann, am Montag( d. h. am Tage der Wahl) bis auf den lezten eines Zuschlags erledigt. In den meisten Fällen liegt jedoch ein Vorsitzender des Verbandes der deutschen Orts- Krankenkasse über Mann ihre Schuldigkeit thun müssen, um dem Mischinasch absichtlicher Mißbrauch vor. Im Laufe der Monate hat sich mun nommen. Die Versammlung ist öffentlich, der Zutritt jedermann die verdiente Abfuhr zu bereiten. die Pragis herausgebildet, derartige Fälle ohne auch ohne Einladungskarte gestattet. Unfre Kandidaten, werden in der morgigen Nummer des weiteres der Polizei zur weiteren Veranlassung zu übergeben. Diese verhängt selbst eine entsprechende Strafe oder Der Direktor der kat. Sternwarte in Berlin, Geh. Regierungsrata Uhr findet im stumteichen Gaale, Schöntagna mittag übergiebt die Sache der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung wegen Prof. Dr. Wilhelm Förster, gedenft zum 1. Oftober 1903 von der 4 Uhr findet im Sumkeschen Saale, Schönwalderstraße 80, eine Betruges. Fahrgäste, welche die II. Klasse der Hochbahn mit Fahr- Leitung der Sternwarte zurückzutreten und hat diese Entschließung nosse Kaliski über das Thema:„ Die Sünden bürgerlicher StadtSommunalwähler Versammlung statt, in welcher Gefarten III. Klasse benutzen, setzen sich also der Gefahr einer Straf- dem Ministerium kundgegeben. Das Ordinariat für Astronomie an verfolgung wegen Betruges aus. Zum llebergang von der III. der Berliner Universität wird. Geh. Rat Förster beibehalten; auch väter" referiert. Necht zahlreicher Besuch ist dringend nötig! in die II. Klasse sind jetzt fast überall Automaten mit Fahrkarten bleibt er Präsident der zur Zeit wieder in Paris tagenden inter- hastor zum Preise von 5 Bf. aufgestellt. nationalen Kommiſſion für Maß und Gewicht. Der Gelehrte, der Es müssen sonderbare Stäuze sein, die sich ohne Ursache in die jetzt 70 Jahre alt ist, steht jetzt 37 Jahre als Direktor an der mo Im Jahre 1891-1892 Wagen der II. Klasse drängen auf die Gefahr hin, wegen Betruges Spize der Berliner Sternwarte. ins Gefängnis gebracht zu werden. Thatsächlich liegen die Dinge stand Prof. Dr. Förster als Rektor an der Spitze der Ein Familiendrama. Der Arbeiter Wockenfuß in Arnswalde Von manchen andren Universitätslehrern unter- flößte am Mittwoch, der Frankfurter Oderzeitung" zufolge, feinen ja so, daß die Fahrgäste wegen Ueberfüllung gezwungen find, Universität. im Wagen zweiter Klaſſe Platz zu nehmen und daß ſomit die ſcheidet der Direktor der Sternwarte fich dadurch, daß er sein Wiſſen vier Kinderei Jahre Salzsäure ein und erhängte sich darauf. Ein Säugling Hochbahn- Direktion an solchem Betruge" zum Mitschuldigen wird. nicht als Monopol des Fachgelehrtentums betrachtet. Wie unfren und ein drei Jahre altes Kind sind tot, die beiden andren find außer Da die Wagen zweiter Klasse zumeist Leer fahren, liegt es Parteigenossen bekannt ist, hat Professor Dr. Förster nicht selten auch Gefahr. Die Veranlassung zu der That ist in mißlichen Familiens im Interesse der Direktion, die Klasseneinteilung überhaupt auf- in Arbeiterversammlungen wissenschaftliche Vorträge gehalten. verhältnissen zu suchen. zuheben und so die Gefahr, eines Tages wegen Beihilfe zum Betrug In der belangt zu werden, für sich zu beseitigen. " V Vermischtes. Warum mußte der Glockenturm einstürzen? Die venetianischen ( Freitag) citrania begimt Herr Profeſſor Müller im Hörsaal heute ( Freitag) einen aus 6 Vorträgen bestehenden Vortragscyklus mit Blätter bringen aufsehenerregende Aufklärungen über die Ursachen Lichtbildern mit dem Vortrag" Die Sinne und die Sinnes- des Einsturzes des Campanile von San Marco, die man erst jetzt Der Eisenbahndirektions- Präsident Kranold hat an den Vorstand entdecken konnte, nachdem die Fortschaffung der Trümmer auch aus des Berliner Vorortvereins, zu Händen des Vorsitzenden, empfindungen". Abonnementspreis für den ganzen Cyklus 4 M. Stadtverordneten- Vorstehers Gustav Müller in Schöneberg, ein ausTheater. Im Schiller Theater N.( Friedrich Wilhelm- dem Innern des Turmfundaments solche Fortschritte gemacht ein flares Bild der Situation gewinnen führliches Schreiben gerichtet, worin er gegenüber der geäußerten städtisches Theater) geht nächsten Sonnabend, den 11. d. M., zuerst hatte, daß man Es wurde festgestellt, daß aus dem uralten MauerUnzufriedenheit mit dem neuen Fahrplan der Vorort- Grillparzers Esther" in folgender Besetzung in Scene: Die Titel- fonnte. züge der Strecke Berlin- Erkner darauf hinweist, daß, ob- rolle wird von Hedwig Pauly vom Deutschen Theater dargestellt. Den wert, welches die Stüßpfeiler des ersten Stockwerkes trug, Gebäudes wichtige Teile wohl die Vorortzüge seit dem 1. Oktober zwischen Stralau- Rummels- König spielt May Montor, und in den übrigen Rollen sind beschäftigt: zahlreiche, für die Stabilität des um die im Turm burg und Erkner vollständig getrennt von den Fernzügen auf be- Emma Griebe( Bares) und die Herren Mar Pategg( Mardochai), mittels Stemmeisen ausgemeißelt waren, sonderen Geleisen verkehren können, es doch z. B. noch nicht möglich Franz Rolan( Haman), Karl Dapper( Bightan), Karl Henschel( Theres), befindliche Wohnung des Turmwächters zu erweitern. Auf diese ist, mehr Züge zu fahren, als dies am 1. Oktober geschehen ist. Paul Paschen( Aridai), ferner die Herren Dahlen, Wehlau, Sabo Weise wurde ein förmlicher Einschnitt in einem der Grundpfeiler Dies liege an dem jezigen Zustande der Geleis- und Bahnsteig- und Groteck. Hierauf folgt das dreiaktige Lustspiel 3 wei Eisen fonstatiert, welcher den Zweck hatte, Raum für einen Sparherd zu anlagen des Schlesischen Bahnhofs auf dem das dritte und vierte im Feuer", frei nach Calderon von Friedrich Adler. Auch in schaffen, ebenso eine tiefe Nische, die als Vorratskammer benügt Geleise der Strecke Schlesischer Bahnhof- Ertner zunächst provisorisch diesem Stücke spielt Hedwig Pauly vom Deutschen Theater die weib- wurde, ein Einschnitt für einen Wasserbehälter, ein ebensolcher in die Ferngeleise der Stadtbahn eingeführt werden mußten. Der liche Hauptrolle( Beata), außerdem wirken mit die Damen Horwitz für ein Klosett, eine Lüde, in der ein Kasten untergebracht zu einer beabsichtigten Einführung der Vorortgeleise in die Stadt-( Donna Clara), Elisabeth Gußmann( 3fabel) und Margarete Waß- wurde, eine Verdünnung in einer Tragmauer, um eine Vergrößerung geleife notwendige Umbau des Schlesischen Bahnhoft werde in den mann( Jnis), die Herren May Montor( Don Diego), Alfred des Waschraumes zu schaffen, wobei oft die Mauer bis auf die Dide nächsten Wochen begonnen und mit thunlichster Beschleunigung durch- Schmasow( Rodrigo), Georg Paeschke( Don Felig), Oskar Sabo( Don eines halben Meters abgetragen wurde. Außerdem aber waren in geführt werden. Bis dahin lasse sich der zunächst noch als provi- Leonelo), Paul Paschen( Don Sancho), Karl Henschel( ein Häscher). die Wände zum Zwecke der Ventilation fleine Fenster gebohrt, die die Tragfähigkeit des Gemäuers minderten. Es ist zweifellos feſtforisch zu bezeichnende Fahrplan auf dieser Vorortstrecke nicht wesent- Die Regie führt in beiden Stücken Mar Montor. gestellt, daß diese baulichen Veränderungen die Festigkeit der Trags lich anders gestalten. mauern minderten, die sich unter der ungeheuren Last zur Seite ucigten. Aus den Nachbarorten. " Briefkaften der Redaktion. Durch einen jener Unfälle, die sich trotz aller Mahnungen zur Vorsicht immer noch wiederholen, hat das Müllersche Ehepaar in Die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung genehmigte der Fidicinstraße sein einziges Kind verloren. Frau Müller wusch am Mittwoch das Projekt wegen Erweiterung der Hauptfeuerwache in der Küche, während ihr erst zwei Jahre altes Töchterchen am Lützow und erledigte sodann durch Kenntnisnahme die Vorlage Margarete in der Stube spielte, und hatte eine Wanne mit heißem betr. Etatsüberschreitungen im Betrage von 73 243 M. für das Etats- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl Wasser hinter sich zwischen dem Küchentisch und einem Stuhle stehen. jahr 1901. Der Antrag des Magistrats betr. die Erstattungskosten anzugeben, uniter der die Antwort ertheilt werden soll, und die lezte Als nun das Kind aus der Stube gelaufen kam und bat, auch den für die Wiederinstandsetzung von 4 Döckerschen Baracken, die das abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Puppenschleier zu waschen, wies die Mutter es sofort zurück und Rote Kreuz" der Stadt zur Unterbringung von Obdachlosen geliehen R. Wollbrecht. Bis zum vollendeten 28. Lebensjahre. M. V. 3. glaubte auch, daß es dieser Weisung entsprochen habe und wieder hatte, veranlaßte unsren Genossen Paasche zu der Anfrage, Entscheidend ist§ 18 des Urheberrechts- Gesetzes vom 18. 6. 1901. Dieser nach der Stube gegangen sei. Die Kleine war aber hinter die wie der Magistrat in Zukunft die Obdachlosen unterzubringen ge- scheidet dreierlei. Erstens: Es ist der Abdruck einzelner Artitel Mutter gegangen, und fiel, bevor diese ihre Anwesenheit merkte, denke. Stadtrat Samter erwiderte, daß die jeßigen Räume aus Beitungen, soweit die Artikel nicht mit einem Vorbehalt der rücklings in die Wanne. Erst als sie laut aufschrie, fah Frau Müller nicht ausreichen und daß der Magistrat zur Prüfung der Frage einen Rechte versehen sind, zulässig; auch ist nur ein Abdrud gestattet, durch den das Unglück. Nun war es aber zu spät. Das Kind war so schwer Ausschuß eingesetzt habe. Eine längere Debatte rief die Mitteilung der Sinn nicht entstellt wird. Bei dem Abdruck ist die Quelle deutlich anberbrüht, daß es im Krankenhaus am Urban starb. des Magistrats hervor, daß er entgegen einem früheren Beschlusse zugeben. 8 weiten 3: Der Abdruck von Ausarbeitungen wissender Versammlung es nicht für angebracht halte, mit den Nachbar- fchaftlichen, technischen oder unterhaltenden Inhalts ist, auch wenn ein Vorrichten thatsächlichen Juhalts und Tagesneuigkeiten dürfen aus Beitungen gemeinden über die Regelung der Entschädigungsfrage verunglückter behalt der Rechte fehlt, unzulässig. Endlich drittens: Vermischte Nach Feuerwehrleute in Verhandlungen einzutreten. Unter Ablehnung oder Beitschriften stets abgedruckt werden. Es kann streitig sein, ob die eines Antrages, wonach der Magistrat von neuem Verhandlungen Notiz in Kategorie 2 oder in Kategorie 3 fällt. Nach Ihrer Schilderung allgemeiner Natur mit den Nachbargemeinden anknüpfen solle, dürfte die Drachennotiz unter Kategorie 3 fallen, also vogelfrei sein. The man sich erklärte die Versammlung ihr Einverständnis mit der Haltung des Scherereien aussett, ist es aber ratsam, dem Drachen- Ausarbeiter" zu zahlen. Unfall 100. Heirat wird von manchen als ein nicht versicherungs. Magistrats. pflichtiger Unfall angesehen. Keinesfalls hebt aber Heirat die Rente aus einem früheren Betriebsunfall auf oder vermindert sie. Nur die Besserung des Zustandes, die Verminderung der durch den Unfall herbeigeführten Minderung der Erwerbsfähigkeit hebt die Unfallrente auf oder mindert sie. abgesehen vielleicht von Eine solche Wirkung hat aber die Heirat hysterischen, nervösen Folge- Erscheinungen eines Unfalls schwerlich. Wäre fie folch Heilmittel, so hätte die Verlegte einen Anspruch auf Verschaffung heiraten Sie ohne einer Heirat gegen die Berufsgenossenschaft. Also Rücksicht auf die Unfallrente, lassen Sie sich aber nicht wegen dieser heiraten. Franz. 1. Falls Abschluß eines schriftlichen Vertrages vereinbart ist: Sonnenburg. Die polizeiliche Verfügung ist 1. und 2. Rein. 3 Ja. er worden. zu Unrecht ergangen. Gegen dieselbe ist Beschwerde( innerhalb 14 Tagen bei dem Amtsvorsteher anzubringen, an den Landrat innen zu adressieren) und Verwaltungsstreitverfahren zulässig und zweckmäßig. Die Beschaffenheit der Bersammlungsräume regelt eine Ober- Präsidialverordnung. Der bes als Gegner der Deffentlichkeit bekannt. treffende Amtsvorsteher ist Bei der Arbeit ein Auge eingebüßt hat der Lehrling Georg Kuschte, der in einer Gifengießerei in der Martgrafenstraße eingestellt ist. Beim Schmieden eines Meißels entglitt dieser der Bange, Sie ihn festhielt, das glühende Eisen flog dem Lehrling K. gegen das linke Auge, so daß er vor Schmerz besinmungslos zu Boden stürzte. Ein Arzt aus der benachbarten Unfallstation in der Kronenstraße legte dem Verunglückten einen Notverband an und veranlaßte die Ueberführung des Bedauernswerten in die königliche Augenklinik. In Schöneberg ist bekanntlich die Wahl unsres Parteigenoffen Nach den hier angestellten ärztlichen Ermittelungen hat das Auge die Obst von der Stadtverordneten- Versammlung für gültig erklärt Sehkraft völlig verloren. Hiergegen wollen die Gegner nun beim Bezirksausschuß Ein nettes Stückchen wird uns von einem jener Ladenschwindler Berufung einlegen. Was ihnen wahrscheinlich nicht viel nützen wird. berichtet, vor deren Treiben wir schon wiederholt Verkäufer und Alt- Weißensee. In der vorletzten Gemeindeverordneten- Sigung Stunden gewarnt haben. Während bei dem Besuch dieser Gauner in wurde der bisherige Gemeindevorsteher Klingenberg mit 10 der Regel die Verkäufer die Kosten tragen, war es diesmal ein Stimmen wiedergewählt, während der Landwirt Droysen Runde, ber den Schaben hatte. In chem großen Geschäft ein 3 Stimmen erhielt. Die Gigung yom 7. Ottober faste ben DeAlexanderplatz faufte jemand für den Haushalt allerlei ein. Als schluß, über die Verfügung der Regierung betr. den Anschluß der bereits seinem Portemonnaie ein Zwanzigmarkstück ent- Grundstücke in der Falkenbergerstraße an die Se a nalisation in nommen hatte, um zu bezahlen, machte ihn die Verkäuferin Neu- Weißensee nicht zu verhandeln, da die Gemeinde willens ist, eine noch auf schöne Weintrauben aufmerksam, die soeben frisch an- eigene Kanalisation zu errichten und die Genehmigung bereits nach gekommen waren. Der Käufer legte sein Zwanzigmarfstück neben gesucht ist. Ferner wurde das Gesuch eines Gemeindedieners, der fich auf den Ladentisch, um sich die Trauben genauer anzusehen, und zugleich Nachtwächter ist, sein Gehalt der Lebensmittellaufte dem auch einige Pfund. Als er nun zur Kasse gehen wollte, berteurung wegen zu erhöhen, angenommen und zwar erhält war sein Goldstück verschwunden. Ein feingekleideter junger Mann, der vielseitige Beamte vom 1. Januar ab 1300 M. jährlich. der ein ganzes Kistchen Trauben gekauft hatte, ohne sich lange zu längere Debatte rief die Wahl einer Zeitung zum amtlichen Organ befinnen, war dem ersten Kunden zuvorgekommen, hatte ihm un- hervor. Der„ Amtliche Anzeiger" hatte sich erdreistet. verschiedent- Stallonen bemerkt sein Goldstück vom Ladentische wegstibigt und damit an der lich an Beschlüssen, welche die Gemeindevertretung gefaßt hatte, Kasse seinen Einkauf bezahlt. Als man dahinter kam, war der Kritik zu üben, und zrar noch dazu in etwas wißiger Weise. Das Gauner mit seinen Trauben und dem Kleingeld, das er heraus- wurde geahndet, indem man dem Blatte die amtlichen Bekanntmachungen entzog und auch die jährliche Pauschale von 30 M. in Swinemde. 765D bekommen hatte, bereits spurlos verschwunden. Fortfall brachte. Nunmehr rückt die„ Weißenseer Zeitung" an dessen Hamburg 765 RO Berlin Straßensperrung. Die Friedrichstraße vom Oranienburger Thor Stelle. Bei dieser gerade nicht delikaten Debatte passierte das bis zur Johannisstraße ist wegen Verlegung von Gasröhren bis Unglück, daß in einem Nebenraum des Sizungszimmers das an der Frank/ 762 D München 755 DND 2 bedeckt 10 auf weiteres, der Kreuzdamm der Strom- und Turmstraße wird Wand hängende Orcheſtrion die freiheitlichen Klänge der Mar- Wien 764 Still wegen Verlegung von Gasröhren vom 13. bis 18. d. M. für Fuhr- sellaise anstimmte. Jedoch der Wirt, welcher zugleich auch GeWetter- Prognose für Freitag, den 10. Oktober 1902. werte und Reiter gesperrt. meindeverordneter ist, ahnte einen Umsturz, beauftragte den bedienen- Bunächst ziemlich heiter bei frischen nordöstlichen Winden, fälterer Nacht, Polizeilich beschlagnahmt wurde die Leiche des 32 Jahre alten den Kellner sofort, den Apparat anzuhalten und Alt- Weißensee aber wenig veränderter Tagestemperatur, später neue Trübung ohne er hebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Dr. jur. Heinrich Forsteter, eines russischen Staatsangehörigen, der war noch einmal gerettet. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. - Eine Witterungsübersicht vom 9. Oftober 1902, morgens 8 Uhr. and Barometerstand mm Winds richtung 765 SD 763 SO Windstärke Wetter 1wollig 2Nebel 1 bededt Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometerſtand mm Windrichtung Windstärle 8 Haparanda 765 SW Wetter 2Schnee Temp. n. 6. 5° 4°. 8 Petersburg 761 NNW 2 wolfig-0 9 Corf 755 OND 3bededt 11 5 Aberdeen 35lb. bed. 4 Paris 1 heiter woltent