Mr. 239. 19. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10., twöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat, Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 20 ẞfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Handlanger oder Hausmeier? Sonntag, den 12. Oftober 1902. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. lich verschiedener Auffassungen historischer Fragen fann wissen- Monarchen zur Vernunft zurückzubringen. Aus dieser bekannten Scene schaftlich als bedenklich bezeichnet werden. Er ist aber schließt Lorenz:" Der König dachte energischer von und über die in politischer Hinsicht noch weit gefährlicher, weil er dem deutsche Einheit, als daß ihn das befriedigt hätte, was ihm durch Hofhistoriographen und solche, die es werden möchten, haben ohnehin verbreiteten Irrtum Vorschub leistet, daß das politische Er- den Krieg von 1866 zu erreichen möglich war." Was für ein heute ihre Leher auf einen andern Ton zu stimmen, als es vor noch eignis nicht das Ergebnis seiner höchsten Willenserscheinung, sondern Mensch! nicht so gar langer Zeit zweckmäßig war, wenn der Heldenfang von einer Mechanit unselbständiger Willenskräfte sei. Wenn die ganze Bon ähnlich zwingender Beweiskraft find denn auch die übrigen der Begründung des Deutschen Reiches anhob. Als Bismard noch nationale Wiedergeburt eines Volkes unter den Gesichtspunkt gestellt Belege des Herrn Lorenz für seine These, daß Wilhelm I. ein großer in Amt und Würden war, da wußte jeder strebsame Professor ohne wird, daß der entscheidende Wille des Begründers derselben lediglich Monarch, Bismard sein Handlanger gewesen sei. Nur mit ein paar weiteres, wer in Geschichtsdithyramben als Jahrhundertsheros oder eine Formsache gewesen sei, die man auch hinweg denken könnte, so Worten sei auf eine Scene oder vielmehr eine Reihe von Scenen Sätularmensch zu feiern sei. Dann aber räumte Bismard eines entsteht daraus eine verkehrte Meinung von dem, was überhaupt im Hauptquartier von Versailles hingewiesen, die Lorenz für seine schönen Tages Hals über Kopf das Kanzlerpalais in der Wilhelm- im Staate geschieht und geschehen mag. Die Begründung des Deutschen Zwecke ausführlich heranzieht. Er thut sich augenscheinlich viel straße, und es wehte auf einmal ein ganz andrer Wind: Bismard Reiches war dadurch herbeigeführt worden, daß es an dem ausgeprägten, darauf zu gute, weil er mit neuem, authentischem Thatsachenmaterial, wurde zum Handlanger befördert, zum Werkzeuge Wilhelms I. festen, höchsten Willen nicht fehlte, der mit seltener Meisterschaft geliefert vom Großherzog von Baden, paradieren kann. Da handelt bei dessen persönlichem Werke, der Begründung des Deutschen die bis zum äußersten sich bekämpfenden Einzelkräfte und abhängigen es sich um einen 8wist zwischen Bismarck einerseits, Moltte Reichs. Willensverhältnisse unter einander aufzuheben und in der allein und Blumenthal andrerseits, von dem man bisher schon einiges aus Wer in diesem Augenblick an der Arbeit war, den nun so maßgebenden Nichtung zu lenken wußte..." usw. mit Grazie. den„ Tagebüchern" Blumenthals und Bismarcks„ Gedanken und Erfiglichen Stoff zu einem Geschichtswerk zu benußen, der nuißte in Man fühlt es also Herrn Lorenz nach, wenn er a. a. D.( S. 275/6) innerungen" wußte. Da handelte es sich um eine Einmischung Sphäre, die von Bismard der That ein gewandter Seiltänzer sein, um jest nicht zu Fall zu fich über die Teisetretende Geschichtsschreibung" ereifert, die Bismards in die militärische kommen. Das ging selbst über die Kräfte eines der berufensten auch bei den erhebendsten Momenten die Initiative des Königs energisch verlangte, von Moltle und Blumenthal für unzweckmäßig unter den kleindeutschen Geschichtsbaumeistern: des Herrn Heinrich verkleinert":" Manchmal machen die Darstellungen den Eindruck, als gehaltene Beschießung von Paris, sowie dann überhaupt um die bon Sybel. Sybel hatte sich glücklich vom Fortschrittler zum ob der alte Herr wiederum erst mühselig zu der entscheidenden That militärischen Operationen, über die Bismarck seine ganz besonderen Nationalliberalen, vom heftigen Gegner des Bismard der Konflikts- hätte genötigt werden müssen." Das verhält sich in Wirklichkeit Meinungen hatte und die er zur Geltung bringen wollte. Es kam darzeit zum litterarischen Leibhusaren des Reichskanzlers durch- natürlich ganz anders, was Bismarck und ähnliche Leute auch sagen über zu einem völligen Zerwürfnis zwischen Bismarck und Moltke. gemausert: dafür machte ihn Bismard 1875 zum Direktor des Preußischen mögen:" Sein stilles abwartendes Wesen, welches den festen Entschluß Bismarck, der außer der Militärpartei auch wieder SchürzenStaatsarchivs. Als er dann Anfang der achtziger Jahre den Auftrag bekam, nicht eher verfündigt, bevor er nicht alles erwogen und vor allem auch einflüsse" gegen sich am Werke sah, griff wieder zu seinem gewohnten die Geschichte der Reichsgründung nach den Aften zu schreiben, da wurde allen jenen das Wort erteilt hat, ihre Ansicht zu äußern, die dazu Hausmittelchen, der Drohung zu demissionieren. Vergebens fuchte sein Buch selbstverständlich ein Hymnus auf Bismard, der übrigens berufen sind, stellt die Größe seines Charakters nur in ein noch der Kronprinz zwischen den streitenden„ Handlangern" zu vermitteln. mit der wirklichen Geschichte um so weniger zu thun hatte, als der helleres Licht. Er gehört nicht zu den Herrschern, welche ihre über- Die Sache endigte dann damit, daß Bismard doch das Uebergewicht Kanzler dem zu ihm Bekehrten beständige Inspirationen zukommen ragende Stellung dazu benügen, um mit ihren Anschauungen und über die Militärs gewann, der Kaiser die Beschießung von Paris und gleichzeitig durch Lothar Bucher den„ Archiv- Direktor" davor Befehlen stets herauszutreten, bevor noch eine Sache gründlich beraten anordnete. In dem erbaulichen Hader, der das ganze Hauptquartier behüten ließ, daß ihm gefährliche" Akten in die Finger fielen. und die Meinungen berechtigter Ratgeber ausgesprochen und erwogen spaltete, wird man den besten Beweis sehen, daß weder Bismard, 1890 hatte Sybel fünf Bände seiner Leistung fertig, und nun wurde worden sind, sondern die Größe der historischen Persönlichkeit liegt noch Moltke" Handlanger" des nach selbständigem Ermessen in ihm plötzlich bedeutet, mit der Arbeit innezuhalten. Der Vorschlag, vielmehr in der glücklichen Wahl des Augenblicks, in welchem der militärischen und diplomatischen Dingen vorgehenden Monarchen das Wert mit dem Verdunpreis auszuzeichnen, fand nicht die faiser- unabänderliche Wille des herrschenden Geistes sich zeigen soll. Nun in waren. Blumenthal trifft sicher den Nagel auf den Kopf mit seinem liche Bestätigung. diesem Sinne hat man seit Alexander und Gäsar den Willensgewaltigsten Urteil über Bismard:„ Ein Zeichen, wie aufgeregt er war, ist es, den Namen der Großen zugelegt, weil sie in Entschlüssen und Entscheidungen daß er mir u. a. fagte: Er wäre als Royalist in den Krieg geder Gewalt im hohen Grade maßvoll waren, aber eben dadurch dauernde zogen, er käme aber anders heraus... Ich sah daraus ganz Wirkungen in Staat und Gesellschaft hervorzubringen verstanden. flar, daß es ihm nach allen Vorgängen, die ihn so hoch gehoben Die weiterschreitende Eröffnung zahlreicher Quellen wird ohne haben, ganz unerträglich ist, hier eine zweite Rolle spielen zu müffen." Bweifel beweisen, daß die selbstbewußte Initiative dem König in Herr Lorenz aber sieht in der ganzen Sache einen Beweis-- für vollstem Maße eigen war. den überragenden Willen" des Königs! " Sybel war zwar sonst kein humoristischer Schriftsteller, aber einen guten Wit wenigstens hat er im Verlaufe seiner litterarischen Thätigkeit gemacht: das ist der Titel seines letzten, großen Werkes, verglichen mit dem Inhalt. Im Inhalt findet sich keine Spur da von, daß Bismard Handlanger gewesen sei; da leibt und lebt er als Hausmeier, während von dem König Wilhelm nur hier und da die Rede ist. Das hindert aber nicht, daß der Titel lautet:„ Die Be- Das nennt man doch eine grundstürzende Geschichtsschreibung. Es verlohnt sonach nicht, sich im einzelnen mit den Kunststücken gründung des Deutschen Reiches durch Kaiser Wilhelm I." Hier Der König kein Mann von sehr beschränktem Verstande und geringer zu beschäftigen, durch die Lorenz den Kaiser Wilhelm I. trotz allem liegt also ein Anfang, freilich ein ganz unzureichender Anfang vor Willenstraft, sondern an Einsicht und Energie einem Gäsar und in den unentwegten Vorfämpfer des deutschen Einheitstraumes umin der Richtung, die ein zeitgemäßer Historifer einzuschlagen hat, Alexander vergleichbar. Nicht Vismard, der Vater der Blut- zudichten sucht. Mit all seinen loyalen Pudeltalenten nimmt er doch wenn er über die Ereignisse der Jahre 1866-71 ein Urteil abgiebt. und Eiſenpolitik, sondern Wilhelm I. Nicht Kanzler fein Titelchen von dem fort, was im Tagebuch des Kronprinzen Hier ist ein Ziel gestedt, das des Schweißes der Edlen wert ist; nur lenkt den König mit allen Mitteln nach seinen Abfichten, die über diese Dinge verzeichnet sieht. Die Eintragungen hier laffen darf es nicht beim bloßen Titel bleiben, sondern der Inhalt muß der König gar nicht in ihrer Tragweite zu würdigen weiß, vielfach den König als starren preußischen Partitularisten erscheinen. Erinnert dent entsprechen. zunächst mißbilligt, sondern Bismard ist der Handlanger, der Wilhelms sei nur an den berühmten Ausspruch des Königs vom 17. Januar Dieser schwierigen, aber lohnenden Anforderung sucht der neueste höchsteigne Intentionen ausführt: mehr kann man wirklich nicht ver- 1871: Mein Sohn ist mit ganzer Seele bei dem neuen Stand der Geschichtsschreiber der Reichsregierung, Herr Ottokar Lorenz"), langen. Der monarchische Mut des Herrn Lorenz erstrahlt um so Dinge, während ich mir nicht ein Haar breit daraus mache und nach Kräften gerecht zu werden. Die sensationslüfterne birgerliche Breffe heller gegenüber den Verkleinerern des ersten Kaisers, als er jenen nur zu Preußen halte." Der deutsche Freiheits- und Einheitshat sich alsbald mit Gier auf das eben erschienene Werf gestürzt, das Vergleich mit Cäsar und Alexander am Schlusse desselben Kapitels traum von Achtundvierzig war dem König in tiefster Seele verhaßt. wegen der ausgedehnten Beziehungen des Verfassers zu fürstlichen anbringt, in dessen Anfängen er folgendes Billet des Königs an Sein preußisches Gottesgnadentum ging ihm über alles. Wenn er Persönlichkeiten vor allem war Herr Lorenz fast zwanzig Jahre Bismarck abdruckt:" Die Einlage fällt mir wie ein Blitz aus so im Herzen stets Absolutist war, so konnte er sich doch höchstens litterarischer Gehilfe des Herzogs Ernst von Koburg- Gotha und Ver- heiterer Luft auf den Leib! Wieder ein Hohenzollerischer einbilden, er schöbe, in Wirklichkeit wurde er geschoben, tanzte er fasser von dessen Werfen interessante Enthüllungen aus hohen Thronkandidat und zwar für Spanien. Ich ahndete kein nach Bismards Pfeife. Wie wohl dem Kronprinz dies Verhältnis und höchsten Streifen erwarten ließ, worauf ja auch schon der an- Wort und spaßte neulich mit dem Erbprinzen über die zwischen den beiden bekannt, beweist z. B. seine Tagebuch- Notiz spruchsvolle Titel verheißend hindeutet. Was das Buch so etwa an frühere Nennung seines Namens, und beide verwarfen vom 10. November 1870; auf eine dringende Anregung des Kronpikanten Sachen bietet, ist natürlich sofort zu Lesefutter für den ver- die Idee unter gleichem Spaß! Da Sie vom Fürsten Details er- prinzen in der Kaiserfrage deckte er sich durch den Willen seiner dorbenen Magen des bürgerlichen Bublifums ausgeschrotet worden. halten haben, so müssen wir fonferieren, obgleich ich von Haus Majestät. Ich erwiderte, ich wisse sehr wohl, daß sein Nichtwollen Auf dies Gebiet der Auszugsfabrikation zu folgen, lohnt für ein gegen die Sache bin. Ihr W."") Daraus geht mum für jeden ge- allein genüge, um eine solche Sache auch bei seiner Majestät unsocialdemokratisches Blatt nicht; denn die allgemeine Auffassung, die wöhnlichen Sterblichen so schlüssig wie nur möglich hervor, daß der möglich zu machen." das Proletariat längst von den äußerpolitischen Ereignissen der König von dem Charakter des Manövers Bismarcks in der spanischen Bismard war Hausmeier und ist es bis ans Ende Wilhelms I. Jahre 1866-71 hat, wird durch das neue Material des Herrn Lorenz Angelegenheit als einer Falle für Napoleon, wie man schon durch geblieben. Deshalb behält die Handlanger- Theorie im Buche des in feiner Weise berührt: die diplomatischen Vorgänge jener Zeit er- Lothar Bucher wußte, feine Ahnung gehabt hat. Bismarck handelte Herrn Lorenz aber doch einen dauernden Wert: sie wird immer bescheinen hier und da um eine Schattierung anders, das ist alles. nach dem Wort, in seiner Brust seien ganze Provinzen, in die er weifen, bis auf welche kaum überbietbare Höhe die byzantinische Für uns liegt das Interesse des Lorenzschen Buches nicht sowohl nie einen andern Menschen werde hineinsehen laffen, ganz be- Liebedienerei deutscher Gelehrten am Anfang des 20. Jahrhunderts darin, daß man es als einen geeigneten Führer benutzen könnte, fonders auch im Verkehr mit seinem Herrn", dem er seine gediehen war. Diese Professoren schreiben nicht einmal nach der um sich in den Geist jener jüngstverfloffenen Zeiten zu versenken, geheimsten Intentionen in diesem Fall 3. B. wohlweislich vorenthielt. Herren eignem Geist, sondern nach dem Geift des Herrn! fondern daß es einen lehrreichen Blick in des Herren eignen Geist, Er brachte dann den König trotz der im obigen Billet kundin den Geist unsrer eignen Zeit thun läßt. Das Lorenzsche Wert gegebenen grundsäglichen Abneigung gegen die Thronkandidatur des zeigt so einen loyalen Geschichtsbaumeister in voller Thätigkeit an Prinzen Leopold doch dahin, seine Einwilligung dazu zu geben. der erhebenden Aufgabe, dem ragenden Bauwert der Hohenzollern- Was die ganze Sache zu bedeuten habe, wußte der König aber nach Legende einen neuen Brachtfaal anzufügen. Die patriotischen Burzel- wie vor nicht. Das beweist sein ganzes Verhalten in Ems, als er bäume, die Herr Lorenz dabei schlägt, sind äußerst belustigend mit ohne die Aufsicht des Kanzlers mit Benedetti verhandelte. Es anzusehen. Niemand wird den Begründer jener famosen Geschichts- entsprach Bismards Absichten bekanntlich so wenig, daß er, um doch Der Rückzug der Zollparteien von ihren lleberforderungen auf philosophie, die unter dem Namen„ Generationenlehre" der ln zu ſeinem Zwed zu gelangen, zu der berüchtigten Depeschen- bie hinreichende Wucherbeute spendende Regierungsvorlage geht unter fterblichkeit sicher ist, in den Sägen verkennen, mit denen er( S. 467 ff.) fälschung schritt. Selbst als nun der König in Brandenburg am allen Zeichen heilloser Verwirrung vor sich. Nun ist es bereits das gegenüber Sybel seine Verdienste ins rechte Licht rückt:„ So zahlreich 15. Juli mit Bismard zusammentraf, hatte er noch nicht begriffen, hin gekommen, daß ein konservativer Abgeordneter in der„ Kreuzund umfangreich die Darstellungen der Begründung des Deutschen was Vismard eingebrodt batte: Zeitung" den Vorschlag vertritt, von den lleberzöllen abzustehen, Reichs und Kaisertums auch find, giebt es bis heute doch keine, den Strieg glauben, sondern mußte erst mit der Nase während die Redaktion der Kreuz- Zeitung" ihrem Parteifreunde die den persönlichen Anteil des Kaisers Wilhelm an der Herbei- darauf gestoßen werden. Damit ist nun für den beschränkten entgegentritt. Allerdings, es ist nur der edle Herr v. Frege, der führung der Ereignisse in genügender Weise zur Anschauung gebracht Unterthanenverstand die Frage, ob Bismard Handlanger oder Haus in der Kreuz- Zeitung" das Wort verlangt hat, aber immerhin hätte. Das große Werk von Sybels hat für Auffassung und Be- meier war, schon mit genügender Sicherheit beantwortet. Das ge- haben wenigstens die eignen Parteigenossen den Mann stets ernst zu urteilung des gesamten Hergangs gleichfam den Kanon geschaffen, läuterte monarchische Empfinden des Herrn Lorenz freilich sicht die nehmen sich gemüht. Herr v. Frege erzählt in seiner Zuschrift zunächst und uns der mehr oder weniger allgemein angenommen und völlig ein- Dinge anders. Er bekommt es denn auch glücklich fertig, zum gebürgert zu sein scheint. Aber der Titel dieses Werkes mit seiner Nachweis von Wilhelms I. entschieden deutsch- nationaler Gesinnung darf dies interessieren. daß er gern aus Krankheitsgründen sein auf demselben angefündigten Abficht steht im vollsten Widerspruch einen befannten Borgang auszubeuten, der sonst für einen der besten Be- Mandat im 14. sächsischen Wahlkreise Borna- Pegau niedergelegt mit dem Inhalt und der Ausführung. Denn auf dem Titel heißt weise von der preußischen Beschränktheit des Königs gehalten wird. 1866 hätte und daß nur die Ueberzeugung, daß mein Wahles:„ Die Begründung des Reiches durch Wilhelm I." Die Dar in Nitolsburg legte Wilhelm, während er erst nur widertvillig in freis bei einer Nachwahl gefährdet ist, der ftellung giebt aber eine Begründung des Reiches den Strieg gegangen war, nach den Siegen unter dem Einfluß der Socialdemokratie anheimzufallen", ihn von diesem Wilhelm I. Der Mangel dieser Unterscheidung zweier wesent Militärpartei auf einmal eine unerfättliche echt preußische Er- Schritte abgehalten habe. Weiter wendet sich v. Frege entrüftet oberungsgier an den Tag, und es gelang Bismard nur schwer, mit gegen die Bündler, die seine hochschußzölnerisch- agrarische Ge*) Staiser Wilhelm und die Begründung des Reiches 1866-1871, der Hilfe des Kronprinzen und durch Drohung mit der Demiffion den sinnung beanstanden, weil er dem Frieden mit der Regierung nach Schriften und Mitteilungen beteiligter Fürsten und Staatsdas Wort rede, er bezeichnet dieselben als die Matadore männer von Dr. Ottofar Lorenz, Professor an der Universität Jena. Jena, Verlag von Gustav Fischer. 1902. unter er wollte noch nicht an Politifche Ueberlicht. " Berlin, den 11. Oftober. Die Wirrnis unter den Zöllnern. " *) So geschrieben am 26. februar 1870, als Bismard schon seit der Maßlosigkeit", wofür ihm die„ Deutsche Tagesibald Jahresfrist die Thronkandidatur des Hohenzollern betrieb. i zeitung" sicherlich alsbald in all ihrer Liebenswürdigkeit " geffen worden sei. Wäre er, der Militärdirektor, dazu kompetent, fo würde er einen Offizier, wie Egli, fofort als unfähig und ohne Verdantung der geleisteten Dienste entlassen, denn er möchte nicht, daß ein andrer Militärkreis mit ihm beglückt werde. Egli soll auch fagen: Der Egli geht, aber die Egli bleiben, denn was Egli gethan, bereits thatsächlich vom Dienste dispensiert sein. Leider muß man ist nur eine Frucht des in der Schweiz seit Jahren geradezu forcierten Militarismus, der sich an Schneidigkeit nicht genug thun kann. quittieren wird. Und nochmals erklärt v. Frege, daß es notwendig| die Guigläubigkeit, Phantasterei und unmittelbarer seelischer Zwang als sei, den Regierungstarif anzunehmen, denn:„ Scheitert der jetzt Meineidige ins Zuchthaus gebracht hat, die Thore des Gefängnisses vorliegende Zolltarif, so sehe ich sehr pessimistisch in die zu öffnen, als das Konizer lebende Inventar deutscher Gefangen wirtschaftliche Zukunft Deutschlands, welche nur häuser um zwei wertvolle Exemplare zu vermehren. Abgesehen von dem durch ehrliche Bundesgenossenschaft der Landwirtschaft und Industrie nicht unverschuldeten Unheil, das dieser Prozeß über beide Angellagte eine gesicherte ist." Diese Bundesgenossenschaft, das ist freilich, wie gebracht hat, können nur jene Bilder kultureller und sitt man weiß, teine andre als der Ausbeuterbund der agrarischen und licher Zustände, die durch ihn aufgerollt worden sind, Interesse industriellen Schußzöllner. beanspruchen. Die konservative Bresse fann uns nicht genug die Die Kreuz- 3eitung" will ihrerseits in eine Polemik Sittlichkeit, Zucht und Ordnung rühmen, die in jenen geDie amerikanischen Friedensverhandlungen gescheitert. gegen einen so nahestehenden Parteigenossen nicht eintreten. fegneten Gebieten ihrer fast noch unbestrittenen Gewaltherrschaft zu Die Unterhandlungen zwischen den Arbeitgebern und den Dennoch entgegnete sie ihm auf den ausschlaggebenden Satz seiner Hause sein soll. Man hat diese Sittlichkeit genugsam fennen Grubenarbeitern sind nach einem Herold"-Telegramm vorläufig ab Darlegungen. Darum, fagt sie, fönne sie die Auffassung Freges gelernt! Man hat erfahren, daß Prostitution und wibernatürliche gebrochen worden, weil auf beiden Seiten die Unmög nicht teilen, weil die Industrie die ihr ehrlich von der Landwirtschaft Unzucht in jenem fleinen biederen Landstädtchen verhältnismäßig ich leit einer Berständigung festgestellt wurde. angebotene Bundesgenossenschaft nicht angenommen habe, sonderit wohl reichlicher zu finden sind, als in irgend einent großstädtischen Nicht günstiger lautet eine Wolffsche" Meldung: Die Konferenz noch immer daran festhalte, daß ihr selbst alles zugestanden werde, Sodom und Gomorrha. Die reichliche Gottesfurcht hat nicht ver- mehrerer Senatoren, des Gouverneurs Odell und einer Anzahl obwohl es ihr trefflich ergehe, während sie die Wünsche der leidenden hindern können, daß jeder im Namen Gottes des Allmächtigen und Bergwerks- Besitzer und Arbeiterführer ist ergebnislos Landwirtschaft bekämpfe. Das sei aber keine„ ehrliche Bundes- Allwissenden etwas andres beschivor. Dafür hat sich der wüſteſte Meldung vorzuliegen, daß am Dienstag wieder eine verlaufen und es scheint feine Unterlage für die genossenschaft" mehr.„ Das lehnen wir fühl ab und bekämpfen Aberglaube üppig entfaltet. Man weiß wirklich nicht, welchem Zeit- stonferenz stattfinden werde. Einer der Arbeiterführer daher jede Erhöhung industrieller Zölle." Scheitere alter man den Vorzug vor den andren einräumen soll, jenem, hat erklärt:„ Die Angelegenheit ist erledigt; wir kommen mit den schließlich die Zolltarifoorlage, so rege das die Kreuz- Zeitung" in dem die Heren von Amts wegen berbrannt wurden, oder Politikern nicht wieder zusammen." hodeticart weder besonders auf, noch sehe sic deshalb so pessimistisch wie Herr dem unsren, in dem man sich von Amts wegen mit Hegen v. Frege in die Zukunft. in Verbindung setzt, um in einem einfachen, durch tausend Na also! Wenn keine höheren Getreide- und Viehzölle zu faches Ungeschick verivirrten Kriminalfall die Wahrheit zu stande tommen, so ist die„ notleidende Landwirtschaft" doch nicht erforschen. Der Vorsitzende fällte über die Thätigteit, die die rettungslos verloren! Bisher hieß es stets bei den Kon- Berliner Kriminalpolizei in einzelnen Mordaffairen der fervativen und in der„ Kreuz- Zeitung", ohne agrarische Zollerhöhung Reichshauptstadt entfaltet hat, wahrlich ein strenges Urteil, wenn er noch über die Zölle der Regierungsvorlage hinaus muß die Land- die von ihr begangenen Mißgriffe für viel schlimmer erachtet, wirtschaft völlig verfallen, und schon wurde das Krachen der Throne als die„ Verschen" der Konizer Behörden. prophetisch angekündigt. Jetzt erklärt die ,, Kreuz- 3tg.", ihrer Partei sei nur wenig an dieser Zollvorlage gelegen, und die Aussicht auf ihr Scheitern könne die konservative Heiterkeit nicht stören. Wenn dem so ist, so ist damit das Gerede von der Not der Agrarier durch den eignen Mund gerichtet und die Regierung wird die selbstverständliche Folgerung ziehen, die gleichgültige und unnötige Vorlage zurück zunehmen. Allerdings weiß man, daß im Ernst die„ Kreuz- Zeiting" die Größe der Gabe, die ihr die Zollvorlage bietet, wohl zu würdigen weiß und daß ihr Sträuben und Zürnen nichts ist als Händlertaftit, um noch mehr aus dem Geschäft herauszuschlagen. Die Rich ort des Vorsitzenden der Kohlen. enben grubenbesizer Vereinigung an die Ausstandsführer ist in bemerkenswert herausforderndem Lone gehalten. Das Schreiben führt aus, daß die Vereinigung sich nicht mit Lohn- und Arbeiterfragen beschäftige und die Führer dies wohl wüßten. Sie hätten sich also absichtlich sprüche völlig unzuständig sei. Das Schreiben schließt: Der Ausmit ihren Forderungen an eine Stelle gewandt, die für ihre Anstand ist seit zwei Jahren vorbereitet, seit vierzehn Tagen beschlossen, vor Ihrem Schreiben an uns begonnen, vor der uns von Ihnen beDer Respekt vor den Vertretern des Königs, der von Gottes willigten Antwortfrist verallgemeinert, der Menge gewaltsam aufGnaden ist, hat aber selbst dem tollen Verdacht nicht standhalten genötigt. Die öffentliche Meinung wird das Eitle Ihrer Vorkönnen, daß die Behörden mit gemeinen Mördern unter einer Decke wände und den von Ihnen unter der Maske wirtschaftlicher Forderungen steckten und absichtlich Unschuldige verhafteten, um den Schuldigen verfolgten Umftur 33ived erkennen. Sie wird sehen, auf welcher Seite das Entwischen zu erleichtern. Und die Ehrfurcht vor der Ordnung Zweideutigkeit, Verachtung, Herausforderung und Verantwortlichkeit sind. hat die fimlosesten, albernsten und unheilvollsten Straßentumulte den politischen Kreisen der Union gemacht hat, wird dem„ B. T." Der Eindruck, den das Scheitern der Friedensunterhandlungen in geschildert: Es herrscht eine Panik unter den Politikern. Alle Die Zeit ist freilich vorbei, da man von oben her die anti- möglichen Gerüchte über eine Streitbeilegung einerseits und die semitische Bewegung als Gegengist gegen die bösen Mächte des Um- dro hende Beschlagnahme der Kohlengruben durch sturzes in den Geist des Volkes einzuimpfen versuchte. Es ist ein den Staat Pennsylvania andrerseits circulieren in der gelben Preffe, weiter Weg von der Waldersee- Versammlung und Xanten bis nach doch ist nur das Thatsache, daß der Kohlen trust unbeugiam Konik und zum Ballin- Kurse. Aber den Boden, auf dem der anti- ist. Man hofft auf einen neuen Schachzug Roosevelts. Das Centrum ist bereits dicht an der Regierungsvorlage an- femitische Ritualmordglauben seine Nahrung findet, hütet man heute In einer Versammlung in New York jagte der frühere Finanz gelangt. Das Entgegenkommen, das es von der Regierung fordert, noch als unveräußerliches Erbgut. Stonizer Sittlichkeit, Konizer in der Geschichte Amerikas. Wenn die Ordnung jest nicht sekretär Gage, die Lage sei gefährlicher als jemals wird von Tag zu Tag gemindert. In einem Leitartikel ihrer legten Gottesfurcht, Koniger Ordnungsgeist sind die Schüßlinge der Heimats aufrecht erhalten werde, sei die amerikanische Freiheit Nummer verlangt die" Germania" nicht nur bloß noch einen höheren politik, die Schoßfinder der konservativen Rückwärtserei, die sorg verloren. Ein namhafter Kanzelredner, illis, sagte, wenn nicht Gerstenzoll, sondern sie macht, um die Erfüllung dieser Forderung samt geflicten Stützen des Staates heute noch wie je vordem. Bajonette genug vorhanden sind zum Schuße der zu erleichtern, den höchst kennzeichnenden Vorschlag, Arbeitswilligen, dann ist das Ende der Republik da. daß der Mehrertrag aus dem Gerstenzoll nicht, wie bisher auf Niemals ist deutlicher ausgesprochen worden, daß die plutonicht verhindern fömten. Schmock in Nöten. Eine wirklich zuverlässige Erklärung der Antrag des Centrums in der Kommission beschlossen war, zur Durch- Boeren- Generale liegt noch nicht vor. Dagegen verrenken sich die führung der Witwen- und Waisenversicherung, sondern zur Schmocke des Auswärtigen Antes das Gehirn, um zu zeigen, mit Aufbesserung der Reichsfinanzen verwendet wieviel Weisheit auch diesmal die Welt regiert ist. werden soll. Die„ Germania" berechnet. diesen Mehrertrag auf 33 Millionen Mark. Um die Einigung mit der Regierung zu stande zu bringen, ist das Centrum bereits entschlossen, noch 33 Millionen Mart von dem jämmerlichen Almofen abzuziehen, das es als„ Ausgleich" den Arbeitern anbot! Der Generalstreik der französischen Bergarbeiter. " " Heute liest man in den Hamann- Blättern überall die neueste Lesart: Der deutsche Schritt" habe darin bestanden, daß die Generale auf Befehl des Kaisers über die„ EmpfangsEin Wunsch des Kaifers", die Generale zu sehen, sei diesen niemals mit bedingungen benachrichtigt" worden seien. geteilt worden". fratische Republik unter der„ Ordnung" und der„ Republik" nur die herrschaft der oberen Behntausend und die Garantie der uneingeschränkten Ausbeutung versteht! Der Generalstreik in Genf. eine eingehende Darstellung des Genfer Generalstreiks, die wir im Von einem gelegentlichen Genfer Korrespondenten erhalten wir folgenden zum Abdruck bringen. Diese Korrespondenz bestätigt soSchmock hat schon wieder vergessen, was die„ Norddeutsche Allg. wohl die Meldung unfres ständigen Schweizer Korrespondenten, daß Zeitung" geschrieben: Wenn jene Benachrichtigung“ teine Ein- der Generalfireit zum großen Teil infolge anarchistischer Ideen und Am Freitag fand eine vertrauliche Besprechung der Grubenladung" darstellte, dann könnten doch auch die Generale weder zu anarchistischer Agitation zum Ausbruch gelangt ist, als auch unfre arbeiter der Becken von Anzin und der Departements Nord und sagen noch ablehnen die Feststellungen" der„ N.. 3." wären Auffassung, daß die Genfer Regierungsbehörden durch ihr rigoroses Pas- de- Calais statt, bei welcher Basly den Vorsitz führte. Es demnach finulos. und provokatorisches Vorgehen die Leidenschaften thörichterweise noch wurde beschlossen, bas Komitee des Bezirksbundes zu beauftragen, Morgen hören wir vielleicht zur Abwechslung, daß der Wunsch, erhigt haben. Ferner beweist der Bericht, daß die Straßenbahnmit den Grubengesellschaften in den beiden Departements in mind- zur Audienz„ befohlen" zu werden, von den Generalen aus Angestellten und ihre Parteigänger fachlich im Recht sind, ob liche Verhandlungen einzutreten und dahin zu wirken, daß gegangen sei. ihre Tallit eine richtige var, werden schon die nächsten Tage bes die Präfekten dieser Departements sich mit den Gesellschaften in In der ganzen schnurrig- mystischen Angelegenheit ist das eine weisen. Genf, 8. Ottober.( Eig. Ver.) Verbindung setzen, um eine Einigung zwischen Arbeitgebern und jedenfalls flar: daß man von deutscher Seite das Kunststück versucht Arbeitnehmern herbeizuführen. hat, eine populäre Huldigung an die Boeren mit einer Suldigung Seit zehn Tagen befinden sich die Genfer Trambahn- Angestellten Ueber die Ausdehnung des Streits wird gemeldet: für England zu verbinden, und daß dieser komplizierte Versuch aus wiederum im Streit. Beim ersten Mal, vor einem Monat, war die In Carmaux ist die Lage unverändert, die Zugänge zu den die erbärmlichste Weise mißglückt ist. Der Versuch hat darin be- Ursache die unmotivierte Entlassung von 44 der ältesten Angestellten Der Staatsrat wurde als Schiedsgericht anSchächten sind verlassen, Einfahrten fanden heute früh nicht statt. standen, daß man die Generale zu veranlassen suchte, in einer für und Kontrolleure. In Montçeau- les- Mines herrscht andauernd Nuhe. In den England möglichst angenehmen Form eine Audienz zu erbitten. Und gerufen, und nach langwierigen Berhandlungen wurden die Entlassenen wieder eingestellt. Die Gewerkschaft der Trambahn- AnGruben von Blanzy, Montchanin- les- Mines und Perrecy- les- Forges darauf sind die Boeren nicht eingegangen! erfolgen die Einfahrten in gewohnter Weise, nichts deutet auf einen Folgen der Polenpolitik. Die Wahl zu den katholischen Kirchen- gestellten hielt sich bis dahin von der Föderation( GewerkschaftsAusstand hin. In Denain nimmt die Zahl der Einfahrten körperschaften in Katto with brachte den Deutschen, die bisher affe fartell) fern. Ihr Präsident war Moosbrugger, ein Führer der d. sichtlich ab. Size inne hatten, eine fchivere Niederlage. Sämtliche sechs Mit- Nadikalen, gleichzeitig Chefredakteur des Genevois". Die amerikanische Straßenbahn- Gesellschaft stellte in der folgenden Auch zu einigen Zusammenstößen, ist es bereits glieder des Vorstandes wurden mit 91 gegen 16 Stimmen aus den gekommen. So wird aus Denain gemeldet: Als die Gruben- olen gewählt. Die sieben Mitglieder der Vertretung sind eben- Woche neue Kontrolleure sowie Perfonal ein, und es war ersichtlich, arbeiter aus dem Eisenwerk von Renard, geleitet von Gendarmen falls jetzt polnisch, auf sie wurden 63 gegen 16 deutsche Stimmen daß man das alle Personal allmählich verdrängen wollte. die geheime Kontrolle durch weibliche Spione Dazu wurde und Küraffieren, in ihre Wohnungen zurüdfehrten, wurden sie von abgegeben. nicht abgeschafft. So fam es zu Auseinandersetzungen in der Geden Ausständigen aufgefordert, sich ihnen anzuschließen. Die AusLandtagswahl in Hessen. Die„ Mainzer Volkszeitung" teilt mit, wertschaft, Moosbrugger demiffionierte, und Gonvers, ein eintständigen drängten die Gendarmen zurück; es entstand ein HandMan wandte sich gemenge, in welchem ein Sergeant, ein Korporal und ein Soldat daß die demokratische Pariei in Mainz beschlossen hat. im be- facher Angestellter, trat an seine Stelle. vorstehenden Wahlkampf die socialdemokratischen Standidaten diesmal an die Föderation und erklärte abermals den Streit. Die fowie etwa 20 Grubenarbeiter leicht verletzt wurden. Dann gelang Dr. David und Haas mit allem Nachdruck zu unterflüßen und der Föderation berief eine von circa 1500 Personen besuchte Volkses den Arbeitswilligen, in ihre Wohnungen zurückzukehren. Die von der Socialdemokratie aufzustellenden Wahlmännerliste ihre versammlung ein, die einstimmig die Fortsegung des Streits gut Küraffiere wurden zurückgezogen. Die Grube von Renard wird von Stimmen zu geben. Die Nationalliberalen haben infolge hieß. Nun aber traten die Behörden in Aktion. Das 10. Bataillon Ein andres Wolfffches Telegramm schildert einen Zusammenstoß dieses Beschlusses der Demokraten sich entschließen müſſen, allein in( etiva 800 Mann) wurde in Bereitschaft gefeßt, wie es im Aufruf hieß.„ die freie Arbeit zu schützen". Am andern Tage erfolgte der zwischen Ausständigen und Gendarmen in Terre- Noire folgender- den Wahlkampf einzutreten. Umgekehrt wird aus Darmstadt vom 9. d M. berichtet: neue Befehl an die Soldaten, sich inverzüglich in die Kasernen zu maßen: Nachdera die Ausständigen gestern abend Sohlenwagen umgestürzt hatten, gab ein Polizist einen Revolvericjus ab und ver- Nachdem sich die Agitationskommission sowie die von derselben ein- begeben, und die Truppen wurden zum Schuße des Kapitals verlängerer Beit mit der Frage wendet. Man stellte nämlich auf jeden Tramwagen je einen Gendarm wundete einen Arbeiter. Zwei andre Gendarmen eilten herbei, nahmen gesetzte Subkommission feit über den Vorgang ein Protokoll auf und wollten sich dann nach der Landtagswahl befaßten, fam die gestern Abend stattgehabte und zwei Soldaten mit offener Patronentasche und aufgepflanztem der Gendarmerie- Kaserne zurückbegeben, woran die Musständigen außerordentliche Parteiversammlung zu dem Beschluß, von Auf Bajonett! So konnten die Streifbrecher ungehindert ihre Thätigkeit sie zu hindern versuchten. Der eine der Gendarmen wurde stellung eigner Kandidaten abzusehen und die aufnehmen. Aber gerade dies erbitterte die gesamte Genfer ArKandidaturen der freifinnigen Partei und der beiterschaft und überall fanden Gruppenversammlungen der verdurch einen Steinwurf getroffen und fiel leblos nieder. Sein Kamerad gab darauf einen Revolverfchuß ab; die Kugel durchbohrte Bezirksvereine zu unterstüßen und wurden als solche schiedenen Organisationen statt. die Herren Buchhändler Säng und Fabrikant Zangenbach genannt. Die Genferischen Syndikate find prozential schwach organisiert. einen Arbeiter, tötete deſſen Bruder, der sich hinter ihm befand, und Dieselben sollen unter anderm schriftlich und auf Ehrenvort ver- Bon ca. 30-40 000 Arbeitern gehören nur etwa 2500 Organisationen berwundete einen dritten Arbeiter. Hierauf stürmten die Ausim Falle ihrer Wahl im Landtage für an, davon der Föderation 1500. Ein großer Teil der Gewerkschaftsständigen das Gendarmeriegebäude und zertrümmerten zahlreiche Pflichtet werden, ein fautelenfreies Wahlrecht einzutreten. Begründet wurde führer besteht aus Anarchisten, Anhängern des Generalstreifs. So Fensterscheiben. Vier Gendarmen wurden verwundet; dann zogen diefer Beschluß damit, daß unfre eignen Kandidaten erklärt es sich, daß in einemt dieser Boltsmeetings bereits die Idee 2 sich die Ausständigen zurück. Heute früh find Truppen eingetroffen. weniger Aussicht auf Erfolg hätten als die vorgeschlagenen des Generalstreifs zu Gunsten der Trambahn- Angestellten auftauchte. Clermont Ferrand, 11. Oftober. Die Grubenarbeiter haben eine freifinnigen Standidaten, durch welche die agrarische und national- och aber fand sie Gegner bei den eignen principiellen AnPetition an den Präfetten gerichtet, in welcher um die Herbeiführung liberale Wacht im Landtage gefchwächt werden könnte, was vorläufig hängern, dieweil die Genfer Arbeiter noch nicht reif dafür seien. das Nächstliegende sein müsse. Am verfloffenen Donnerstag wurde der Arbeiterfekretär, Genosse eines Schiedsspruches wegen des Konfliktes mit den Grubendirektionen Zur Beurteilung der Vorgänge in Mainz und Darmstadt ist Eigg, vom Syndikat aufgefordert, noch einmal bei der Direktion ersucht wird. Die Grubendirektionen lassen erklären, daß fie Vor- daran zu erinnern, daß nach dem hessischen Landtags- Wahlrecht die vorstellig zu werden. Die Gesellschaft bezw. die Direktion erklärte, schläge von den Arbeitern erwarten. London, 11. Oktober. Die Grubenarbeiter haben dem Exekutiv- Wahl der Wahlmänner auf Grund der relativen Majoritä: erfolgt, daß sie nur noch individuell" engagieren werde, d. h. fie wolle die Komitee Vollmacht erteilt, den franzöfifchen Grubenarbeitern als das heitt derjenige Kandidat, der die meisten Stimmen erzielt, iftalten Mitglieder wieder nehmen mit Ausnahme von Gonvers und gewählt. Sowohl die Demokraten als unire Parteigenofien be- Favre, den beiden Präsidenten des Syndikats, mit dem Syndikat Streitunterstügung eine größere Summe zugehen zu lassen. fürchten daher, durch Aufstellung besonderer Wahlmännerlisten dem selber werde sie nicht verhandelu. Damit war eine Bedingung aufGegner einer ernsten Wahlrechtsreform den Sieg zu schenfen. gestellt, die man nicht acceptieren konnte, sollte nicht das ganze Gewerkschaftsleben aufs Spiel gesetzt werden. Gendarmen bewacht. Deutfches Reich. Konit. Husland. Schweiz. 1 Am Sonnabend, den 4. Oftober, vereinigte die Föderation die Komitees aller Gewerkschaften und nach langer Debatte wurde be= fchloffen, die einzelnen Gewerkschaften für Montag zusammenzus Mit schweren Gefängnisstrafen sind am Sonnabend die Bechuldigungen, die die Staatsbürger- Zeitung" gegen einzelne Ein- Militärischer Exceß. Eine geradezu bubenhafte Entartung hat berufen um über den Generalstreik zu diskutieren. In dieser der Militarismus auf dem Waffenplage Bern gezeitigt. worüber ein Versammlung war die Stimmung für und wider den Generalstreit wohner von Konitz und gegen die Behörden erhoben hatten, ge- mal ausnahmslos alle Kreise des Boites entrüstet sind. Der In- sehr geteilt, doch bildeten die Gegner eine Dreiviertelahndet worden. Der Redakteur Dr. Bötticher ist trotz seiner viel- struktionsoffizier der Unteroffizierschule. Major Egli, entdeckte bei Majorität, d. H. die Gegner aus taktischen Erwägungen, prinfachen Entschuldigungen, trotz des Eingeständnisses seiner er der aufgestellten Mannschaft, daß einer feinen Gewehrverschluß nicht cipielle Gegner waren so gut wie gar nicht vorhanden. Man fehlungen zu einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden, gesichert hatte, worauf er hinter ihn schlich und um ihn zu errechnete nämlich mit der geringfügigen Organisationss erwährend Herr Bruhn mit einem halben Jahre Gefängnisstrafe davon schrecken! den Schuß abfeuerte. Dabei ging aber die volle Ladung ziffer, der ungünstigen Zeit ufw. tam. Genügt ward damit freilich niemand! Den Personen beiderlei( des blinden Schusses) mit dem Holzpfropfen dem Major in die Am Sonntagnachmittag 4 1hr wurde eine Boffsversammlung im Glaubens, denen diese unglückselige Affaire Heimat, Vermögen, Ehre, Achselhöhle, sodaß der Schwerverwundete sofort in das Spital ver- Bâtiment électoral einberufen, zu der gegen 5000 Personen erGenosse Sigg hielt das Referat, viele Redner Freiheit, ja selbst das bracht werden mußte! Das sind militärische Späße und Erziehungsschienen waren. im Falle der unglücklichen Rosenthal fünfte. Jm Berner Kantonsrat erfuhr der empörende Vorgang von sprachen nach ihm, alle im Sinne der Streifenden, niemand für die Leben gekostet hat, ist durch die ausgesprochene Strafe nichts Abgeordneten, wie vom fantonalen Militärdirektor( Kriegsminister) Gesellschaft. Selbst der radikale Führer Perrier trat von dem, was fie verloren haben, zurückgegeben worden. die schärfste Berurteilung. Lekterer teilte dabei mit, daß gegen den gegen feine Parteifreunde auf. Einstimmig wurde eine Resolution Das Danebengreifen der Behörden. die Vernachlässigung fehr schmeidigen Major schon vor 2 Jahren Slagen eingelaufen feien, angenommen, die ihre volle Sympathie den Streifenden ausspricht, der Hauptsache über die Nebenfachen, ist für diesen Fall nun einmal die die Militärdirektion zu dem Gesuche an den Oberinstruktor ver- Bontott der Trambahn verlangt, und wurden außerdem die typisch geworden. Es wäre entschieden viel wichtiger gewesen, denen, lanlaßte, den Mann zu versehen, was auch zugesagt, aber leider ver- Deputierten Sigg und Perrier beauftragt, beim Staatsrat vorstellig zu werden. Letzteres war leider fruchtlos, der Conseil d'Etat er-[ sprochen worden sei. Er habe daß der Frau Wittich, mit der er personen, nämlich gegen den Fleischermeister Adolf Lewy, gegen flärte sich ohnmächtig, und am Montagabend traten die einzelnen noch in geschäftlichen Beziehungen steht, mitgeteilt und diese sei Moris Levy, gegen Herrn Großmann und Herrn Caspary, gerichtet. Syndikate abermals zur Beschlußfassung über den Generalstreit zu- darauf eingegangen. Als er dann das Manuskript erhielt, habe er Jn zwei Fällen ist eine besondere Anklage wegen Beleidigung des fammen. wegen der Stelle über Wittichs Verhältnis zur Leipziger Volks- Bürgermeisters Deditius erfolgt. Das Gericht hat angenommen, War schon am Sonntag die Erbitterung der Menge eine derzeitung" veranlaßt, daß es einem befannten Parteischriftsteller zur daß in einem Fall( Fall Block) Beleidigungen int dem artige, daß es zu Tumulten fam, so that der Staatsrat fein Begutachtung und eventuellen Umarbeitung übersandt wurde. Dieser betreffenden Artikel nicht enthalten und die darin behaupteten That möglichstes, diese Erbitterung zu schüren durch ein Plakat, das unter schlug die Weglassung der fraglichen Stelle vor und Lipinski war fachen im wesentlichen als wahr erwiesen sind. In allen andren anderm folgende Säße enthielt:„ Wir werden mit äußerster damit einverstanden. Ehe dann das umgearbeitete Manuskript wieder Fällen hat das Gericht den Thatbestand der Beleidigung im Sinne Strenge gegen die öffentlichen Skandalmacher vorgehen, wovon zurücfam, ging Lipinski nach München und als er zurüdtam, erhielt des§ 186 in Verbindung mit dem§ 185 für vorliegend erachtet. die große Mehrzahl Ausländer find."„ Wir wollen Herren er die Korrekturbogen in der Form, wie die Sache jetzt veröffentlicht Die Beleidigung der Privatpersonen liegt darin, daß in den Artikeln im Hauſe ſein!"( Nous voulons rester maître chez nous) 2c. worden ist. Frau Bittich hatte nämlich ihre Unterlagen an den er- dem Schlächtermeister Lewy, dem Sohn desselben und den beiden Und das in einer Stadt, in der ca. 47 Proz. der gesamten Be- wähnten Parteischriftsteller geschickt und dieser versicherte nun dem andren Nebenklägern der Vorwurf gemacht wird, daß sie völkerung Ausländer sind! Was Wunder, wenn bei der Abstimmung Genossen Lipinski, daß die fragliche Stelle nach genauer und pein- an der Tötung des Ernst Winter beteiligt seien. über den Generalstreit fast allgemein dafür votiert wurde. So licher Prüfung der Unterlagen verfaßt worden sei. Deshalb habe Gegenüber den Beamten gehen die Vorwürfe zum Teil dahin, waren z. B. bei den Typographen 155 dafür, 45 dagegen. Das sich Lipiusli dann entschieden, die Stelle passieren zu lassen. daß fie pflichtvidrigerweise die Untersuchung nicht unparteiisch, Geſamtrejultat pe Gesamtresultat war: 24 Syndikate für, 11 gegen, lettere aber Die ersten fertigen Exemplare feien an die Leipziger Wolfsbuch- sondern tendenziös und befangen geführt haben, teilweise liegen auch zum großen Teil mit der Bekundung ihrer Sympathie für die handlung gegeben worden und von dort sofort an die Geschäftsleitung Wortbeleidigungen im Simme des§ 185 vor. Dem Bürgermeister Streifenden. und das Agitations- Komitee. Die Broschüre sei auch gleich gelesen wor- Deditius gegenüber sind Behauptungen aufgestellt, in denen ihm aus Tausende strömten am Dienstag zur" Plaine", und die Ver- den und Gegenstand von Besprechungen gewesen. Es hätte hier seiner früheren Thätigkeit ganz grobe Pflichtverletzungen zum Vorfanulungsräume fonnten die Menge nicht faffen. Einstimmig sprach eines Wortes bedurft und der Weiterdrud oder wurfe gemacht werden. In allen Fällen sind Thatsachen behauptet man sich für den Generalstreik aus. die Ausgaben hätten gehindert werden können." worden, die geeignet sind, die betreffenden Personen in der öffentGenf, 9. Dftober 1902, mittags. Es sei ihm jedoch keinerlei Vorhalt gemacht oder zu erkennen ichen Meinung herabzuwürdigen. In diesem Moment stehen bereits mehr denn 10 000 Arbeiter gegeben worden, daß der Inhalt der Broschüre Anstoß errege. Nach Ansicht des Gerichts ist den Angeklagten der Schutz des im Streit! Patrouillen von Gendarmen und Militär durchziehen Der Ausschluß Walter Roßkopfs aus der Gesamtpartei ist mun§ 193 zu versagen. Die Presse hat nach den bekannten Reichsdie Straßen. Für morgen ist selbst Artillerie aufgeboten. Aber im zur Thatsache geworden. Nach dem Parteitage stellte der Gau- gerichts- Entscheidungen nicht das Recht, bei Besprechung öffentlicher ganzen herrscht Ruhe. Vormittags fanden die Gruppenversammlungen, vorstand für Nordbayern beim Barteivorstande den Antrag auf Aus- Angelegenheiten die Ehre von Privatpersonen anzutasten, mur soweit nachmittags ein Riesenmeeting statt. Viele Gewerke feiern ganz schluß W. Noßkopfs aus der Partei. Der Parteivorstand forderte eine individuelle Beziehung obwaltet, ist ihr ein berechtiges Intereſſe Die Bewegung wächst unausgesetzt. Wie fonnte das geschehen? 23. Roßkopf auf, sich zu erklären, ob er ein Schiedsgericht in dieser zuzubilligen. Dieses Recht können die Angeklagten auch nicht daraus Als gestern abend die Vertreter jämtlicher Gewerkschaften tagten, Angelegenheit wünsche; falls er darauf verzichte, würde der Aus- herleiten, daß, wie der Gerichtshof als wahr unterſtellt, der Schlächterhoffte man noch, der Staatsrat werde eingreifen und die schlußantrag in Rechtskraft treten. In dieser Angelegenheit schreibt meiſter Hoffmann dem Angeklagten Bruhn gesagt hat: er möge Gesellschaft veranlassen, die Ausgesperrten wieder einzustellen. Statt Genosse Auer namens des Parteivorstandes am 8. Oktober an kann das Recht zu einer persönlichen Vertretung des Hoffmann nicht seine Interessen wahrnehmen. Aus diesem allgemeinen Ersuchen dessen sind neue Militäraufgebote( auch Kavallerie) erfolgt. hergeleitet werden, denn sonst würde jede Zeitung fich leicht ein echt verschaffen können, mit der Ehre der Mitmenschen nach Be lieben umzuspringen. In allen Fällen ist der Genossen Radl: Die Rücksicht auf seine sehr geschwächte Gesundheit( nervöse Aufregung) zwinge ihn, auf die Berufung eines Schiedsgerichts zu verzichten. Jm Staatsrat tagt man unausgesetzt; auch der Großrat ist Bon Roßkopf erhalte ich soeben einen Brief, worin er mitteilt zufammengetreten. Unfre Genossen brachten den Streit zur Ver- daß er gar nicht Mitglied der Partei- Organisation sei, er also auch handlung, Teider ohne positiven Erfolg. Die Gesellschaft den Antrag auf seinen Ausschluß nicht begreife. fandte ein Schreiben, wonach man die Streifenden einstellen wolle, doch behalte man sich eine Ausleje von 150 vor, welch Teztere mit einem Monatsgehalt entlassen seien. Die Streitenden ersuchten um Auskunft, ob diese Auslese von ihnen oder den Neueingestellten vorgenommen werden soll. Darauf verweigerte die Gesellschaft die Antwort, wobei sie erklärte, wie stets, mit dem Synditat nicht verhandeln zu können. Nun fam, was nach Lage der Dinge fommen mußte. 234 Delegierte und Vorstände waren als Vertreter von 43 Organisationen erschienen. Es wurde eine Kommission gewählt, welche einen letzten Versuch machen sollte, die Gesellschaft zu einer Antwort zu bewegen; unter militärischer Bedeckung wurde nur einer vorgelassen, dem aber bedeutet wurde, man habe nicht mit den Shudikaten zu verhandeln, man sehe der kommenden Dinge ruhig entgegen. Das bedeutete den Generalstreik. Kurz war die Debatte. Mit 207 Stimmen wurde der Generalstreif erklärt und jeder Anwesende verpflichtet, für Durchführung und Bekanntgabe Sorge zu tragen. 3 Wahrheitsbeweis nicht gelungen und in feiner Beziehung als geführt zu erachten. Die Angeklagten Damit hat also Euer Ausschluß Beschluß Rechtskraft erlangt." haben im Laufe der Verhandlung selbst erklärt, daß sie den Wahrheitsbetveis Deditius gegen Der polnisch- socialistische Kandidat für Beuthen- Tarnowih und aus seiner früheren Amtsthätigkeit Bleß- Rybnit, Bergmann Broja, ist von seiner Partei laut beweis fallen gelassen. Der Angeklagte Bötticher hat die Erklärung nicht führen können und auch gegen Großmann ist der WahrheitsBekanntmachung der„ Gazeta Robotnicza" aus der Kandidatur entfernt worden wegen seines ungeklärten Berhältniffes zum abgegeben, daß er auch gewisse Vorwürfe gegen die Regierung fallen Grenzkommissar Mädler. Er soll diesem erklärt haben: Ich bin lasse. In letzterer Beziehung war aber eine Anklage gar nicht erbereit, von der Partei zurückzutreten, wenn ich meine Arbeit am hoben worden. Dagegen ist von den Angeklagten der Wahrheitsbeweis gegen die Beamten und Borsigwerk wieder erhalte! Diese Thatsache wird demnächst die erhalten worden, allerdings gegen die Beamten nur insoweit, gegen Letoy noch aufrecht Gerichte beschäftigen. Den Broja hatte die P. P. S. unfrem Genossen Dr. Winter daß sie in gutem Glauben gehandelt haben. Bezüglich des Fleischerals die Angeklagten aus thatsächlichen Momenten beweisen wollten, entgegengestellt! Ein neuer Kandidat ist nicht nominiert. meisters Lewy haben sie geglaubt, noch in diesem Prozesse eine gePolizeiliches, Gerichtliches usw. wisse Mitschuld Lewys nachweisen zu können. In dieser Beziehung ist den Angeklagten feine Spur von Belveis gelungen, weder nach der Sichtung einer Thäterschaft Lewys, noch nach andrer Richung, aus der sie sich zur Erhebung der Vorwürfe berechtigt erachten Beamte, die mit der Untersuchung betraut waren. Die eingehende Die Vorwürfe gegen die Beamten richteten sich gegen alle Verhandlung hat erkennen lassen, daß sämtliche Beamte mit dem größten Eifer bestrebt gewesen find, alles zu thun, was in ihren träften stand, um das scheußliche Verbrechen aufzuklären und den Thäter zur Bestrafung zu ziehen. Wenn Ungeschicklichkeiten mit imtergelaufen sein mögen, so waren sie klein und unerheblich. Es muß darauf hingewiesen werden, wie in Berlin bei Mordsachen manchmal schon Bersehen der Polizeibehörde Wegen Beleidigung der anhaltischen Regierung wurde der Die Regierung im freiesten Kanton der Schweiz" ist auch jezt verantwortliche Redakteur des Volfsblattes für Anhalt", Genosse noch immer im Wahn, die" Fremden" feien einzig und allein die Günther, zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. Er hatte in seinem Unruhstifter. Eine Menge Ausweisungen haben stattgefunden. Die Blatte das Verbot der Musik für den Umzug beim Dessauer GeStreifenden haben in Vorahnung dieser Regierungsweisheit in jämt- wertschaftsfest kritisiert. Das Gericht billigte ihm zwar den Schutz lichen Komitees nur Schweizer Bürger gewählt, so daß man des§ 193 zu, erklärte aber, daß er in seiner Kritik über das zu den Trägern des Generalstreiks nichts anhaben kann. Dafür müssen lässige Maß hinausgegangen sei. Ohne Zubilligung des Schußzes dann andere leiden; so sind bereits eine Anzahl italienischer und von§ 193 war wegen derselben Sache schon der Redakteur des französischer Studenten ausgewiesen worden. Der Präsident Anhaltischen Tageblattes" gleichfalls zu 100 m. Geldstrafe verurteilt der Schneidergewertschaft, Dumas, wurde verhaftet, was natürlich worden. erneute Erbitterung schafft. Fast alle Gewerkschaftsführer sind sich einig, daß die Be= wegung nur 2-3 Tage dauern kann. Ist man am Sonntag noch ohne Erfolg, so dürfte der Generalstreit zu Ende sein. Noch inuer freilich erwartet man, daß schon morgen eine Inter vention erfolgt. " Der Koniker Mord vor dem Berliner Gericht. Das am Sonnabendnachmittag 4%, Uhr gefällte Urteil lautet gegen Dr. Bötticher auf 1 Jahr Gefängnis, gegen Bruhn auf ein halbes Jahr Gefänguis. Ueber die Verhandlung ist noch zu berichten: Die Regierung hat nach den neuesten Meldungen ihre Politik der Schneidigkeit wader fortgesetzt. Statt auf die amerikanische Landgerichtsdirektor Opis eröffnet die Sizung um 12% Uhr Straßenbahn- Gesellschaft, die das durch den Staatsrat vermittelte und erteilt dem Angeklagten Dr. Bötticher das letzte Wort zu Friedensabkommen frivol gebrochen, den erforderlichen Druck auge ſeiner Verteidigung. Er müffe, so führt dieser u. a. aus, den Vorzuüben, hat sie fortgefahren, die demonstrierenden Arbeitermassen wurf der Leichtfertigkeit entschieden bestreiten. Er verweise darauf. die Wucht des Gewehrkolbens fühlen zu lassen. So hat sie, als in der daß der Nacht zum Sonnabend die Menge vor dem Tramdepot Nufe„ Nieder mit Justizminister Beruhigung keine Rede sein können. fonnten. aufgedeckt sind, mit welchem die Konizer fleinen Angriffspunkte gar nicht zu vergleichen find. Man hat hier wiederholt Beratungen darüber abgehalten, wie solche Versehen in Zukunft zu vermeiden find, aber niemand ist es doch eingefallen, daraus der Behörde einen Strick zu drehen und den Vorwurf zu erheben, daß sie mit Mördern und andren Verbrechern unter einer Decke stede. Die Angeklagten mögen sich darauf berufen, daß in Konig von vornherein bei der dort herrschenden Stimmung ein gewisser Berdacht gegen die Juden obgewaltet hat und dieser Verdacht durch das erste medizinische Gutachten eine gewisse Stüße erhalten hatten, namentlich nachdem Masloff sein sogenanntes Geständnis abgegeben hatte. Aber wenn sich auch der damals gegen Lewy bestandene Verdacht erklärt, so mußte sich doch jede Zeitung sorgfältig hüte, die positive Behauptung der Thäterschaft aufzustellen. Ferner ist aus dem nichtigsten Verdachtsgrunde auf eine Mitthäterschaft Casparys geschlossen worden und in der krassesten, aufregendsten Weiſe, find die Gerüchte, die kursierten, verbreitet worden. dem Militär" ausstieß, sofort einen kombinierten Angriff von Kavallerie selbst im Abgeordnetenhause es habe dahin gestellt sein lassen, ob und Infanterie vornehmen lassen, bis dann die Zurückweichenden in der Konizer Affaire von Anfang an alles in der nottvendigen vielfach in unsanfte Berührung mit dem Gewehrkolben kamen. Weise seitens der Behörden geschehen sei. Am Freitag waren weitere fünf Bataillone Truppen mobilisiert Wenn aber auf eine so hohe Strafe erkannt werden würde, wie worden. Dabei sollen 300 socialdemokratische Milizie hier beantragt worden, würde von einer soldaten die Dienstleistung verweigert haben, barunter auch ein Mitglied des Großen Rats, der Eine solche Strafe würde eine Vernichtung seiner journalistischen Arbeitersekretär Sigg. Seine Verhaftung soll bevorstehen, Existenz bedeuten und er denke doch, daß seine Verfehlung, wenn eine auf einem bestimmten Parteistandpunkte stehen. Sie müssen auch Es kann den Angeklagten nicht zu gute gehalten werden, daß fie wie überhaupt allen sich weigernden Milizfoldaten der Prozeß ge- solche vorliege, nicht so groß sei, um eine solche ungeheure Strafe vom Parteistandpunkte die Ehre andrer achten. Den Angeklagten macht werden wird. zu rechtfertigen. Am Freitag wurden weitere 100 Verhaftungen vorgenommen. Sodann wird dem Angeklagten Bruhn das Wort erteilt. Er ist im Eingange der Verhandlung vom Gerichtstische nahe gelegt Die Verhafteten werden, wie sich der" Tag" melden läßt, führt aus: Zu dem scheußlichen Vorgang in Stonik mußte die worden, das Unglück, welches sie angerichtet, dadurch wieder gut zu bei der Abschiebung über die Grenze, entgegen sonstiger Staatsbürger- Reitung" Stellung nehmen. Die Sache habe ihn machen, daß sie ihr lurecht eingestehen. Sie haben es nicht gebei Ausweisungen, dortigen Spezialkommissaren ab- breimal nach Koniz geführt. Jedesmal habe er einen Artikel über than, sondern den Beweis der Wahrheit angetreten und ganz geliefert, und da sich zahlreiche Militärdeserteure darunter seine Wahrnehmungen geschrieben und jedesmal mit seinem Namen minutiöse Vorwürfe gegen Beamte ist solch ausgedehnter Weise zum befinden, fallen sie so ihrer heimatlichen Justiz in die Hände. Die eine Thatsache stehe fest, daß der Leichnam ihrerseits zur Rechenschaft ziehen wollten. Sie dokumentieren außerdem, Gegenstande der Betveisaufnahme gemacht, als ob sie die Beamten unterschrieben. Dies ebenso schroffe wie gesezwidrige Vorgehen ver- blutleer war. Darin seien die Sachverständigen alle einig getvesen. vollständigt die traurige Haltung der radikalen Regierung! Wo sei das Blut geblieben, das dem Leichnam entzogen wurde? daß sie noch heute auf demselben Standpunkte stehen und auch heute noch Der markerschütternde Schrei, der von der Synagoge her gehört glauben, mit der Ehre ihrer Mitmenschen nach Belieben wirtschaften zu können. wurde, sei auch nicht aufgeklärt worden. Auch sonst deuten nach Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof den Angeklagten seiner Ansicht zahlreiche Beugenaussagen und andere Momente auf die Dr. Bötticher zu 1 Jahr Gefängnis, den Angeklagten Bruhn zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, die Unbrauchbarmachung der Platten und Formen verfügt und den Beleidigten die Publikationsbefugnis in der Staatsbürger Zeitung". der Koniger Zeitung" und im Grandenzer Gefelligen" zu gesprochen. Uebung Partei- Nachrichten. " Thäterschaft der Juden " 41 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Bor 30 Jahren. Die„ Leipziger Volkszeitung" erinnert daran, hin. Die Aussagen ganz unantastbarer Zeugen bezüglich der Aeuße daß an diesem 10. Oltober 30 Jahre verflossen waren feit der rungen von Angehörigen der Familie Lewy und der Familie des Gründung der Leipziger Genossenschaft- Buchdruckerei, ein Unter- Matthäus Meyer lassen sich doch nicht aus der Welt schaffen. Er nehmen der socialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands zur glaube, daß auswärtige Juden die Thäter waren und daß die Familie Herstellung des Boltsstaat", des Organs der Gesamtpartei. Das Lewy wegen Mitthäterschaft oder Begünstigung durch Hergabe ihres Unternehmen, das unter außerordentlich schwierigen äußeren und Sellers in Frage komme. Bezüglich des Zeugen Caspary könne er inneren Verhältnissen ins Leben trat, war flein, gemessen an den nur darauf hinweisen, daß dieser angeblich von einem Verkehr seiner heutigen Verhältnissen der Partei, und doch groß und gewagt unter Tochter Mieta mit Ernst Winter gar nichts gewußt haben wolle, den Verhältnissen seiner Zeit. Mit 500 Anteilscheinen a 10 Thaler, während diese Thatsache die Spaßzen von den Dächern pfiffen. Und also 15 000 M., sollte das Geschäft fundiert werden; eine Kleinig- warum habe denn Meta Caspary anfänglich dies bestritten? Herr Die Banglaser haben sich in ihrer Versammlung am Freitagfeit gegenüber den Summen, die 3. B. zur Gründung des jezigen Sonnenfeld trete nicht als Verteidiger Lewys hier auf, sondern als abend nach reger Debatte mit den zwischen der Lohnfommission und " Vorwärts" Unternehmens, und doch so schwer aufzubringen für Verteidiger des ganzen Judentums. Mit diesem stehe er selbst im dem Innungsvorstande getroffenen Vereinbarungen endültig ein= cine erst im Entstehen begriffene Proletarierpartei, deren Hauptkasse Stampfe und dies wolle ihn möglichst unschädlich machen. Die That: berstanden erklärt. Im wesentlichen bleiben denmach die früheren gange 1000 Thaler Einnahme hatte. Die Schwierigkeiten waren sache, daß er wegen Beleidigung des Herrn Lewy sechs Monate ins Tarifbestimmungen bestehen, nur haben die Arbeitgeber eine ant nicht erschöpft mit der Gründung des Unternehmens, fie standen auch Gefängnis gehen solle, erinnere ihn an das Wort:„ Es raft der 1. August nächsten Jahres in straft tretende Lohnerhöhung von bei der Führung desselben reichlich gemessen. Hatte doch der Volks- See und will sein Opfer haben!" Er habe nur für die Wahrheit und durchweg 5 Pf. pro Stunde zugestanden. Dafür aber verzichten die staat" bei der Eröffnung der Druderei ganze 6122 Abonnenten in seine Ueberzeugung gefämpft. Er verschmähe es. hier Herrn Sonnen- Arbeiter auf ihren eignen Arbeitsnachweis. Sie schließen sich dem 500 über die ganze Welt verstreuten Orten, so daß die Verbreitung feld auf seine unerhörten Angriffe zu antworten. Zwischen dem Innungsnachweise an, indem dieser auf paritätischer Grunddes Blattes recht tostspielig war. Dem entsprach auch der Abonne- deutschen und dem jüdischen Charakter bestehe eben eine unüberbrück- la ge ausgebaut werden soll. Eine geniiichte Stommnission wird über mentspreis, der für Preußen 17 Silbergroschen per Quartal betrug, bare Siluft. Heute feiern die Juden ihr Versöhnungsfest die Innehaltung der neuen Vereinbarungen zu wachen haben und während heute der Vorwärts", der das vielfache an Umfang be- und der Wortlaut des Gebets, welches sie an diesem Tage fprechen, gleichzeitig die beiderseitige Beschwerde- Instanz bilden. Da es trägt, trotz des wesentlich geringeren Geldwertes nur doppelt so viel sei für ihn der Schlüssel zu der Erklärung des Widerspruchs zwischen also zu einem Bauglaserstreit nicht kommt, so überwies die Verfestet. Aus der Abonnentenliste des 4. Quarials 1872 geht hervor, den jüdischen und den christlichen Zeugen in dieser Sache!( Staats- fammlung ihren streitenden Berufskollegen, den Bleiglasern, fofort daß in Berlin damals ganze 196 Gremplare des Volksstaat" ge- anwalt Stanzom erflärt, daß, wenn der Angeklagte damit eine 100 M. aus dem Lokalfonds und verpflichtete fich, bis auf weiteres lesen wurden. Schmähung der jüdischen Religion zum Ausdrud bringen wolle, hier pro Mann und Woche 50 Pf. zur Unterstügug der legteren zu Dieses erste große Druderei- Unternehmen mußte unter dem gegen Einspruch erhoben werden müsse.) Angelagter: Nein, zahlen. Drucke des Socialistengeseßes am Anfang des Jahres 1879 bas wolle er feinesfalls, er glaube wirklich, daß der Ritualmord nr liquidieren, an seine Stelle sind aber ebenso wie an die Stelle der zu dem Aberglauben einer Sekte gehöre, da aber das gesamte Juden damals unterdrückten Parteiblätter eine stattliche Anzahl andrer gefum für diese Sefte eintrete, müsse er den Kampf gegen das treten, die das damals mit so schweren Opfern begonnene mutig und wirksam fortführen, entsprechend der Kraft der verzwanzigfachten Proletarierarmce, die heute hinter ihnen steht. " " Zur Angelegenheit Wittich sendet uns Genosse Lipinsti eine Er flärung auf die Angriffe des Leipziger Agitations- Komitees, das ihm in vielfachen Bariationen schäbigste Geschäftspolitik" borge worfen hat. Lipinsti verwahrt sich gegen diesen Vorwurf ganz ent schieden, er habe gar leinen Gewinn bei der Broschüre beabsichtigt Ueber die Entstehungsgeschichte der Schrist teilt er mit, daß ihm aus Genossenkreisen der Wunsch nach einer Biographie Wittichs ausge gesamte Judentum führen. Dieses Kriminalgerichtsgebäude sei der befte Berreis ven dem Vordringen des Judentums. Er bitte die Artitel aus dem Milieu bon tonik zu beurteilen und ihn freizusprechen. Hierauf zieht sich der Gerichtshof zur Beratung zurüd. Nach mehrstündiger Beratung verfündete Landgerichts- Direttor Opis das Urteil des Gerichtshofes dahin: Situation gezeitigt. In der letzten Versammlung am Freitag Younte Der Streit der Bleiglafer e. hat noch feinerlei Veränderung der die Lohnkommission zwar mitteilen, daß wieder zwei Firmen beforderungen der Streifenden gegenüber entschieden ablehnend. Anwilligt haben, dagegen verhält sich der Jungsvorstand den Hauptgesichts deffen fand ein lebhafter Meinungsaustausch darüber statt, ob es nicht angezeigt fci, in einen Generalftreit einzutreten. Ein diesbezüglicher Antrag fand nach reiflicher Prüfung der allgemeinen Verhältnisse jedoch keine Zustimmung. Zum Schluß nahm die Versammlung folgende Resolution an: Gegen Dr. Bötticher sind 26 verschiedene Artikel, gegen den AnDie Versammlung bedauert die ablehnende Haltung des Unternehmerflaglen Bruhn zwei Artifel unter Anflage gestellt. In diesen Verbandes und erklärt, an den gestellten Forderungen unbedingt urtikeln sind Beleidigungen gegen Beamte, Behörden und Privat festzuhalten bis die Unternehmer zu Verhandlungen geneigt find. Achtung, Mufifinstrumenten- Arbeiter. Die Sperre über die Pianofabrik von Koch u. Co., Greifswalderstr. 155/156 dauert laut Versammlungsbeschluß unverändert fort. Zuzug ist streng fernDer Vorstand des Fachvereins. Deutsches Reich. Aus Induftrie und Handel. " Der In der Diskussion waren die Ansichten geteilt. Im großen gangen waren die Redner mit dem Referenten einverstanden, jedoch sci die Sache noch zu neu. In einer sehr gut besuchten Versammlung städtischer Arbeiter, welche am Mittwoch in Cohns Festsälen, Beuthstraße 18/21, tagte, wurden nach einem beifällig aufgenommenem Vortrag des Stadtv. Dr. Bernstein: Der Kampf gegen die Voltstrant heiten", die Mißstände in einzelnen städtischen Betrieben einer eingehenden Kritik unterzogen. Hauptsächlich waren es Zustände in der Desinfektionsanstalt und der Gasanstalt Schmargendorf, die leba haften Univillen bei den Versammelten hervorriefen. So wurde beBugleich verpflichtet sich die Versammlung, mit allen zulässigen nur noch durch ihre Lohukommission die Streitigkeiten regeln zu| In der Versammlung des Arbeiter Vertreter Vereins, welcher Writteln dahin zu wirken, daß die arbeitswilligen Kollegen die Arbeit lassen, und die Firma erklärte darauf, sie werde, wenn die Ketten am 2. d3. Mts. im Gewerkschaftshaus tagte, hielt der Stadtverordniederlegen und sich den Streifenden anschließen und nicht eher die abgearbeitet sind, sämtliche Stühle still stehen lassen. nete Dr. Wey) I einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Der Re= Socialgesebgebung und Alkoholfrage. Arbeit aufnehmen bis der Erfolg gesichert ist. In Forst( Lausitz) sind die Textilarbeiter in eine Bewegung einDie Isolierer haben bereits einen neuen Lohntarif ausgetreten, um den Zehnstundentag einzuführen, und den Arbeits- ferent bedauert, daß die Alkoholfrage auf dem letzten Parteitag so gearbeitet, den sie dem Unternehmertarif gegenüber stellen; derselbe bedingungen, die sie bereits im Jahre 1899 errungen hatten, die wenig ventiliert worden sei. Er ist aber überzeugt, daß durch langsame aber stetige Agitaion der Sache näher getreten werde lautet: Gänzliche Abschaffung der Accordarbeit. Der Maximal aber nicht mehr innegehalten werden, wieder Geltung zu verfchaffen. Alkoholismus und die Socialgesetzgebung stehen in innigem ZuStundenlohn beträgt 50 Bf., wobei der Arbeitstag für die Zeit von In Bremerhaven haben circa 100 Hafenarbeiter, welche am sammenhang, da die Vertrauensärzte in großem Maße. und sogar 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, einschließlich der üblichen Bausen, Neuen Hafen und Kaiserhafen beim Löschen der Dampfer beschäftigt die unparteiischen Obergutachter stets geneigt sind, die Beschwerden mit 10 Stunden berechnet wird. Sonnabends iſt um 5 Uhr, an den waren, die Arbeit eingestellt. Ihre Forderung geht dahin, daß ihnen eines Unfalverlegten dem Alkohol zuzuschreiben. Bon hervorragenTagen vor den hohen Festen um 3 Uhr Feierabend ohne Lohnabzug. statt der jegt gezahlten 3 M. 50 Pf. ein Tagelohn von 4 M. be- den Vertretern der Nervenheilkunde find wertvolle Schriften erschienen, Für die an der Weichbildgrenze belegenen 13 Vororte wird eine willigt wird. wvorin nachgewiesen wird, welche unheilvolle Wirkung der Alkohol Stunde Laufzeit berechnet. Für alle weiteren bis zur Grenze des Vorortauf das Nervensystem ausübt. verkehrs liegenden wird eine Laufzeit von 2 Stunden, sowie für Berlin und fämtliche Vororte das Fahrgeld vergütet. Für jede Ueberstunde 15 Bf. Zuschlag. Sonntagsarbeit nur, wenn durchaus nötig für die Zeit von 7 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags Syndikatsverträge. Die Rheinisch- Westfälische Zeitung" erfährt werden 10 Stunden, einschließlich eine halbe Stunde Frühstücks- authentich, daß gestern nachmittag der Vertrag zwischen dem Kohlenpause, berechnet; weitere Stunden am Sonntag 15 Bf. Zuschlag. und dem Coafssyndikat und ebenso zwischen dem Kohlensyndikat und 7. Bei Arbeiten nach außerhalb, das heißt für alle Orte die dem Brikettverkaufsverein bis 31 Dezember 1903 verlängert über die Grenze des Vorortverkehrs hinausliegen, ein Minimal worden ist stundenlohn von 50 Pf. und eine tägliche Landzulage von 2.50 M. einschließlich der Sonn- und Feiertage. Wartezeit und Reiseftunden zur Lage der deutschen Eisenindustrie weiß die„ Köln. Zeitung" sind als Arbeitsstunden zu berechnen." zu berichten„ Die Geschäftslage in der Eisenindustrie ist neuerdings Dieser Tarif ist den Arbeitgebern mit dem Ersuchen um An- wieder unklarer und unsicherer geworden als sie noch vor einigen nahme und Antwort bis zum 14. d. M. zugestellt worden. Die Monaten war. Das zeigt sich namentlich an Roheisenmarkt, wo hauptet, daß in der Desinfektionsanstalt sehr häufig willkürlich und Arbeiter wollen diesen Tarif mit allen zur Verfügung stehenden der inländische Bedarf ganz außerordentlich zusammengeschrumpft nach Gunst verfahren werde; den Lieblingen des Anstaltsleiters wurde Mitteln zur Durchführung bringen; sie hoffen, diefes un fo leichter ist. Anscheinend spielt hierbei jedoch die stark auf die Spitze ge- biel nachgesehen, während man bei den Verbandsmitgliedern mit der zu können, da die Konjunktur in ihrer Branche eine äußerst günstige triebene Zurückhaltung der Händler und Verbraucher eine sehr äußersten Strenge verfahre. Auch das rigorose Vorgehen des DirekUnter große Rolle. und Arbeitswillige so gut wie nicht vorhanden sein sollen. eine diesen Umständen ist Befferung tors in der Gasanstalt Schmargendorf wurde einer Kritik unterdes mländischen Geschäfts wohl erst dann zu erivarten, zogen und beschlossen, die Angelegenheit in einer späteren Versammwenn die Verhandlungen über die Erneuerung des Rheinisch- West- lung eingehend zu behandeln. Zum Schluß wurde folgende von fälischen Roheisen- Syndikats zum erstrebten Ziele geführt haben. Schubert eingebrachte Resolution einstimmig angenommen: Die Unsicherheit, die in dieser Hinsicht augenblicklich herrscht, ver= " Die versammelten städtischen Arbeiter bedauern auf das leb= anlaßt offenbar die Verbraucher zu möglichster Zurückhaltung ihres hafteste die geringe Fürsorge der Stadt Berlin bezüglich der weiteren Bedarfs, was zur Verschlechterung der Marktlage wesentlich bei Beschäftigung der in einzelnen Betrieben wegen Arbeitsmangel überträgt. Umsomehr sollten daher die Hütten auf baldigste Beendigung flüssigen Arbeitskräfte, trotzdem in anderen städtischen Betrieben die ist, wie wir gestern schon mitteilten, zur Thatsache geworden. Der ihrer Verhandlungen über die Erneuerung des Syndikats Bedacht leberstundenarbeit eingeführt ist. Sie erhoffen von dem Magistrat eine be Regelung in dieser Beziehung und ertvarten, daß durch Tarif, den die Fabrikanten- Vereinigung den Arbeitern vorlegte. fam Andrerseits steht dem auf ein recht geringes Maß zurück- die Erring eines eignen Arbeitsnachweises derartige Zustände für den Forderungen der letzteren so wenig entgegen, daß diefe ge- gegangenen Inlandbedarf eine außergewöhnlich starke Ausfuhr gegen die Zukunft beseitigt werden." drückten, im größten Elend lebenden Arbeiter sich zum energischen über. Die in das Ausland und namentlich über See verschickten Die Charlottenburger Gewerkschaftskommission hielt am 6. Oftober Kampfe aufrafften und am Freitagabend den allgemeinen Mengen jind so groß wie faum je zuvor, so daß die eine Sigung ab, um Stellung zum städtischen Arbeitsnachweis zu Aus stand beschlossen. Nach den neuesten Nachrichten aus Meerane Werfe reichlich zu thun haben. Leider sind aber die Preise nehmen. Menge, Deputierter des Nachweises, legte dar, wie der befinden sich jetzt 3500 Arbeiter im Streif. Das bedeutet einen durch gegenseitige Unterbietungen dermaßen schlecht, daß sich Nachweis fich allmählich entwickelt; daß aber auch die Deputierten gänzlichen Stillstand des gesamten Webereibetriebes. von einem lohnenden Ausfuhrgeschäft nicht sprechen läßt. Preis-( Arbeitnehmer) einen schweren Stand haben, beweist die Ablehnung In den Spinnereien, Färbereien und Appreturanſtalten wird bis jetzt noch das Vedauerliche an der Sache bleibt, daß diese Interbietungen fich die Arbeitnehmer- Deputierten von der Verwaltung des NachSpinnereien, Färbereien und Appreturanstalten wird bis jetzt noch unterschiede von 6-8 M. für die Tonne find feine Seltenheit, und fast sämtlicher von ihnen gestellten Anträge. Menge refümiert, daß gearbeitet. eigentlich ohne Not erfolgen, da bei einem Zusammengehen der Werke weises zurückziehen müßten, da sie lediglich als Staffage dienten. Die Meeraner Textilarbeiter sind durch fortgesetzte Lohntürzungen im Ausfuhrgeschäft die augenblickliche Gunst der Lage des Weltmarkts In der sehr ausgedehnten Debatte trat Hirsch für eine Verſtändigung seitens der Fabrikanten in den Streit getrieben. Die Lage der sehr wohl ausgenutzt werden könnte. Auch nach dieser Richtung hin mit den socialdemokratischen Stadtverordneten ein. Folgender AnArbeiter ist schon seit langem eine äußerst gedrückte. Trog zeigt sich somit eine schon oft von uns beklagte Lücke in der trag fand Annahme: Zur nächsten Delegiertenfißung sollen die des Aufschivunges dieser Industrie sind die Lohnverhältnisse Organisation unfrer Eisenindustrie, die sobald wie möglich ge- socialdemokratischen Stadtverordneten geladen werden und dann die denkbar schlechtesten geblieben. Leider hat sich aber eine ganze Anzahl entgültig Beschluß gefaßt werden. Folgende Delegierten fehlten: Die Mannigfaltigkeit der schlossen werden sollte. Warenerzeugung ermöglicht es den Fabrikanten, die einheit von Werken noch immer nicht zur Erkenntnis dieser Notwendigkeit Buchdrucker, Fabritarbeiter, Plätterinnen, Schmiede und Steinfeger. durchgerungen.... Wenn nicht alles trügt, wird die Erfemminis, liche Lohnregulierung stets zu umgehen. In den Fabriken ver- oaß hierin Wandel geschaffen und das Verbandswesen weiter aus- Generalversammlung ab. Freiwald gab in furzen Zügen ein Der Wahlverein von Ober- Schöneweide hielt am 8. Oktober seine fertigt der Weber die Ware, in den meisten Fällen, ohne zu wissen, gebaut werden muß, den deutschen Werfen erst dann kommen, wenn Bild von den Arbeiten des Parteitages. Seine Ausführungen wurden wieviel er, wenn das Stück fertig ist, verdient hat. Die Weber die Lage am Weltmarkt sich vollständig geändert hat und der aus beifällig aufgenommen. Grunow erstattete den Bericht des Vorerhalten zwar bei Beginn der Arbeit die Webfkarte, auf der alle ländische Wettbewerb derart übermächtig geworden ist, daß die standes und forderte die Mitglieder auf, stets recht zahlreich an den Vorschriften enthalten sind, aber bezüglich seines Lohnes bleibt der äußerste Not auch die deutschen Werke zum Zusammenschluß gegen Arbeiten des Vereins teilzunehmen. Besonders erfreulich sei es, daß Arbeiter bis zum Lohntag im unflaren. In keiner Industrie dürfte über dem Ausland antreibt." durch die rege Agitation und die Verbreitung einer Probenummer Der Bericht dürfte jedenfalls aus rheinischen Kartellfreijen des Vorwärts" die Zahl der Abonnenten hierselbst von 183 auf die Plusmacherei auf Kosten der Arbeiter eine so große sein, als in der Textilinduſtrie. Wer die Städte Glauchau und Meerane besucht ſtammen urte aufzufassen, sich zusammenzuschließen, einesteils um Vorfügender, Senjes, Raffierer; Voigt, Schriftführer. Als eine Mahnung an die rheinisch- westfälischen 237 gestiegen sei. In den Vorstand wurden gewählt: Grunow, Hochofenwerke und in deren Nähe die prachtvollen, luguriös eingerichteten Willen Sem inneren Markt höhere Breise aufzwingen zu können, und Vertrauensmann wurde Münzer gewählt. In den Verein wurden sieht, wird faum ahnen, daß in diesen Städten so grausames Elend andernteils um den Unterbietungen deutscher Werke auf den Aus- vier neue Mitglieder aufgenommen. herrscht. Da hat der Kapitalismus grauenerregende Verwüstung landsmärkten zu wehren. Troß dieser ersichtlichen Tendenz des zuhalten. Der Textilarbeiter- Streif in Mecrane nehmen. angerichtet. Die Sterblichkeitsziffer der Stadt Meerane ist die Artikels bleibt richtig, daß in letzter Zeit der inländische Bedarf noch Letzte Nachrichten und Depefchen. höchste im Reich. Wer nach der Ursache dieses Umstandes weiter abgenommen hat. Wenn augenblicklich im ganzen sowohl die suchen will, braucht nur die Arbeiter zu fragen, wieviel sie Roheisen- als die Walzwerke des rheinisch- westfälischen Industrieverdienen und wie sie leben. Wochenlöhne von 5-10 W. erzielt ein reviers gut beschäftigt find, liegt das lediglich an der ganz außer Weber, selten mehr. Eine von dem Verbandsvorsitzenden vor- ordentlichen Zunahme der Eisenausfuhr nach dem Auslande. genommene Erhebung ergab, daß die Meeraner Textilarbeiter im Mouat Dezember einen Durchschnittswochenlohn von 8 M. erzielten. Dabei sind die Lebensmittelpreise der Stadt Meerane durchaus noch höher als die der Stadt Chemnitz. Die Meeraner Textilarbeiter haben im Vorjahre, als man sie kurz vor Weihnachten aussperrte, weil die Arbeiter einer Fabrit sich weigerien, bei verlängerter Arbeitszeit zu arbeiten, den Beweis geliefert, daß sie endlich den Wert festen Zusammenhaltens schäßen gelernt haben. Sie werden im gegenwärtigen Lohnkampfe bei gleichem Verhalten gleiche Erfolge erzielen. * Zur Kohlennot in Amerika meldet das„ Laffan- Bureau", daß für den Kohlentransport nach Amerita von englischen und schottischen Häfen aus bereits im ganzen an 60 Schiffe gechartert sind. 300 000 Tonnen Kohlen sollen zur Lieferung nach Amerifa schon in Auftrag gegeben sein. Verfammlungen. Eine öffentliche Schifferversammlung wurde am 4. ds. Mis. Wenn dieselbe Das Urteil im Heilbronner Gewerbebank- Prozeß. Heilbronn, 11. Oktober.( W. Z. B.) Das Schwurgericht verurteilte heute nach 10tägiger Verhandlung Direktor Fuchs von der Gewerbebank Heilbronn zu acht Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust, Direttor Seefer zu 4 Jahren 3 Monaten Zuchthaus und den Prokuristen rug zu 3 Jahren 2 Monaten Buchthaus. Jedem der Angeklagten wurden 10 Monate durch die Untersuchungshaft verbüßt angerechnet. Der Staatsanwalt hatte beantragt gegen Fuchs 9 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust, gegen Keefer 6 bezw. 8 Jahre, gegen Krug 5 bezw. 6 Jahre. Ueber den Boerenempfang Zum Genfer Generalstreif. als Genf, 11. Oftober.( W. T. B.) Die Stadt bietet hier wieder ihr gewohntes Bild. Der Straßenbahnbetrieb ist heute mittag teilSetzer haben beschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen. weise wieder aufgenommen worden. Die Friseure, Schneider und Grubenarbeiter- Streifs. Saint- Etienne, 11. Oftober.( W. T. B.) Einer der gestern bei In derselben traurigen Lage befinden sich die Arbeiter in den Färbereien, da werden Stundenlöhne von 18 und 19 Pf. gezahlt. In den Spinnereien herrschen Zustände, die das Eingreifen der Gesetzgebung unbedingt erfordern. In diesen Betrieben wird die Ausbeutung der Frauen und Mädchen in der raffiniertesten Weiſe in Warnsdorf bei Neu- Zittau abgehalten. Die Versammlung äußert sich General De Wet in einer Unterredung mit dem Haager betrieben; die Mädchen unter 16 Jahren erhalten pro Woche bei war so start besucht, daß viele der erschienenen Schiffseigner, Schiffs- Storrespondenten der" Frankf. 3tg.". Er sagte:" Selbstverständlich zehnstündiger Arbeitszeit 6 M. Die Frauen pro Woche 8-9 M. bei führer und Bootsleute stehen mußten, weil der Saal nicht genügend sind die Auslassungen der Nordd. Allg. 3tg." nicht pure_Erelfstündiger Arbeitszeit. Um die Frauen zu zwingen, ihre Kräfte Raum bot. Es galt Protest einzulegen gegen die von der Wasser- findung, aber die Uebermittelungen wurden uns von dritter Seite aufs äußerste anzuspannen, ist das Prämiensystem eingeführt. An der bauverwaltung verfügte Sperrung der Warnsdorfer Schleuse, da gemacht, die uns nicht direkt genug dünkte. Einer einigermaßen Spinnmaschine ist eine Uhr angebracht, die deren Gänge nachweist. durch die Maßnahme etwa 300 Schiffer seit 3ivei Wochen zu unfrei offiziellen Einladung hätten wir ohne weiteres Folge geleistet Danach richtet sich die Prämie. Der schwache Organismus der Frau williger Arbeitsruhe verurteilt sind. Der Referent. Reichstags- und ganz bestimmt hätten wir uns an den englischen Gesandten gewird durch dieses Schwitzsystem auf das äußerste angespannt. In abgeordneter Fri 3ubeil fennzeichnete in scharfen Worten das wandt, wenn dies offiziell gewünscht worden wäre. Aufforderungen, die uns nicht bestimmt und deutlich genug sind, können für uns rücksichtslose Vorgehen der Wasserbauverwaltung. dieser verheerenden Profitmacherei ist die Ursache der hohen Kinder- ben Schiffern wenigstens Mitteilung davon gemacht hätte, daß die nicht maßgebend sein."" Aber", fuhr De Wet fort, im Grunde Sterblichkeits- Biffer zu suchen. Schleuse gesperrt werden muß, dann hätten die Fahrzeuge von genommen, muß es uns widerstreben, zu einem Kaiserbesuch genötigt Fürstenberg aus einen anderen Weg wählen können. So aber zu werden. Wir sind Privatleute, die herumreisen, um für ihre unnahm man den Schiffern in Fürstenberg auch den Schleusenzoll für glücklichen Landsleute Geld zu sammeln; das ist ganz allein unser Warnsdorf ab, und zwang sie indirekt zu unfreiwilligen Ferien.ved, nichts andres, und diesen Zwed wollen wir flar und reinlich Die Ausführungen des Referenten fanden stürmischen Beifall. Die festhalten." von mehr als 300 Personen besuchte Versammlung nahm eine Resolution an, worin Protest erhoben wird gegen die Wasserbauverwaltung, weil sie die Sperre der Schleuse nicht rechtzeitig beAus Meerane wird uns geschrieben: Noch am Freitagvormittag daß sie den hierdurch geschädigten Schiffern eine Entschädigung zu fannt gemacht hat. Es wird deshalb von der Regierung gefordert, legten die vereinigten Unternehmer den Arbeitern sämtlicher Fabriken billigt. Weiter sagt die Nesolution: Die Versammlung erkennt an, einen Lohntarif vor, der aller Beschreibung spottet. Nicht nur, daß das die socialdemokratische Partei in dem Reichstage und da wo sie er die Forderungen der Arbeiter, die bisher 8-10 m. pro Woche an Einfluß gewonnen, die einzigste und energischte Vertreterin des verdienten, einfach ignorierte, nicht nur, daß er verschiedene günstige Schifferstandes sowie des gangen arbeitenden Volles ist, die unent- dem Zusammenstoß zwischen Ausständigen und Gendarmen in TerreBofitionen einfach fortließ, nein, auf die meisten Artikel sollte wegt für den Fortschritt der Menschheit eintritt. Des weiteren stellt sie der Regierung ein Mizirauensvotum Noire verwundeten Arbeiter ist heute im Hospital gestorben. ine Reducierung der Preise von 50-20 Pro3. eintreten. aus, sobald sie zuläßt, daß die hier schon 14 Tage lang Der Gendarm, welcher den Schuß abgegeben hat, wurde aufgefordert, Kaum daß die Arbeiter einen einen Blick auf dieses Monstrum durch den Bau der Warnsdorfer Schleuse schwer geschädigten Privat- sich der Gerichtsbehörde zu stellen. von„ Tarif" geworfen, und ihr Entschluß war gefaßt. Sofort fchiffer noch durch Vorschleuserecht übervorteilt werden. leber die Thätigkeit organisierter Streifbrecher wird gemeldet: wurden Fabritabstimmungen herbeigeführt. Ohne daß die Paris, 11. Oftober.( Meldung der„ Agence Havas". Heute Hierauf ernannte die Versammlung eine Kommission, welche bei Arbeiter der verschiedenen Fabriken sich hätten untereinander ver- der Regierung in Potsdam persönlich vorstellig werden soll, um dahin vormittag fand in der„ Unabhängigen Arbeitsbörse" ständigen tönnen, war das Resultat überall das gleiche: Einmütig zu wirken, daß das den Dampfergesellschaften gewährte Vorschleusen- Konferenz von Vertretern der gelben Syndikate aus den Hauptsächlichsten Mittelpunkten der Grubenarbeiter- Betvegung statt. wurde der Unternehmertarif eine Herausforderung, ein Faustschlag recht nach Wiedereröffnung der Schleuse aufgehoben werde. Wie uns ferner mitgeteilt wird, ist, noch che sich die Kommission Lenoir, der Sekretär der Börse, erklärte, die Nevolutionäre feien ins Gesicht genannt und wenige Minuten später marschierten die ihres Auftrages erledigen fonnte, feitens der betreffenden Schiffer in verschwindender Minderheit, an die Vertreter der Grubenarbeiter Tausende lautlos aus den Fabriken heraus. In das telegraphische Ersuchen an die Regierung in Botsdam gerichtet seien 640 Revolver und 1400 Patronen zur Weiterverteilung überweniger denn einer Stunde standen etwa 2600 Arbeiter und worden, daß sie das Vorschleusenrecht nicht eher erteile, als bis alle geben worden. Sämtliche Vertreter der gelben Syndikate verArbeiterinnen auf den Straßen. Sämtliche Fabriken standen still. Fahrzeuge, die wegen der Sperre still liegen mußten, die Schleuse pflichteten sich, an die Spitze der Arbeitswilligen in ihren und dieselben zur Arbeit zu führen, Ja, was das Erfreulichste ist: Sogar die Vorarbeiter haben passiert haben. Dies Gesuch ist gar nicht beantwortet worden, ebenso Bezirken zu treten sich allenthalben den Ausständigen angeschlossen, so daß die hat die Kommission, welche inzwischen in Potsdam war, den Be was auch fommen möge. Die den Gelben" gegebenen VerhaltungsFabrikanten so leicht keine Streifarbeit nach auswärts geben scheid erhalten, daß das Vorschleusenrecht bestehen bleibt und die maßregeln empfehlen denselben Mäßigung und Ruhe; sie sollen niemals die anderen aufreizen, sondern sich nur in der Verteidigung Tönnen. Bis zur letzten Minute hofften die Herren vom Wünsche der Schiffer nicht berücksichtigt werden. halten. Fabrikanten Verein, daß die Vorarbeiter und eint Teil Der Verein der Bananschläger hielt am 5. Ottober seine ordentder Frauen stehen bleiben würden. Diese Hoffnung ist aber liche Generalversammlung ab. Den Kassenbericht erstattete Bliet. zu Schanden geworden. Ja, noch mehr: Die Weber im benachbarten Danach war eine Gesamteinnahme für das 3. Quartal von 1764 Glauchau haben ebenfalls beschlossen, auf einen Mark zu verzeichnen, der eine Ausgabe von 832 M. gegenüber stand. Fall Streitarbeit machen, sondern die Der Bestand betrug am 30. September 2772 M. Der Mitgliederbestand hat sich in den letzten drei Monaten um 86 vermehrt. ständigen moralisch und materiell ausgiebig zu unterstützen. Ferner wurde auf Antrag der in Potsdam wohnenden Kollegen beschlossen, dort eine Zahlstelle einzurichten, als Vertrauensmann wurde In Greiz sind die Textilarbeiter der Fabrik von Weber u. Feustel Spengler gewählt. Ferner teilte der Vorsitzende noch mit, daß auf in Differenzen mit der Firma geraten. Es wurden Lohnkürzungen seine Anfrage beim Obermeister der Schlosser- Innung, ob dieselbe vorgenommen, Verhandlungen, welche die Arbeiter mit dem Fabrikanten gewillt jei, mit uns in eine neue Tarifberatung einzutreten, bis heut anbahnten, hatten feinen Erfolg, die Arbeiter beschlossen deshalb, ein Bescheid noch nicht eingegangen sei. Auseine Ueber die amerikanische Bergarbeiterbewegung wird der Frankf. 3tg." aus New York gemeldet: Die Zechenbefizer sind anscheinend entschlossen, teine Konzessionen zu machen. Am Dienstag sollen die Grubenbefizer eine endgültige Antwort geben. Bremerhaven, 11. Oftober.( W. T. B.) Die Arbeit der Ent= ladung der Baumwolldampfer ist infolge des Ausstandes schleppend und stockt zeitweise ganz. Von außerhalb hier eingetroffene Arbeiter legten, kaum daß sie zu arbeiten begonnen hatten, die Arbeit nieder. Dasselbe thaten die Streckenarbeiter der Eisenbahnverwaltung, welche von lekterer zum Berladen der Baumwolle geschickt worden waren. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 239. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 12. Oktober 1902. Händen Privater waren, in den Besitz der Gemeinde überzuführen, Neffe mit ihm das Geschäft. Der Küfer hatte sich mit den fünf Berliner Partei- Angelegenheiten. ist es nicht ausgefchloffen, daß die betreffenden Arbeiter mit dieſem Mart kaum empfohlen, als die erste Flasche angebrochen wurde. Uebergang in städtische Dienste nun die Vorteile entbehren müssen, Gespannt sah alles auf den Pfropfen, von dem man erwartete, daß er Stadtverordneten- Ersatzwahl in Spandau. Wie bereits berichtet, die ihnen bisher durch Titel VII der Gewerbe- Ordnung geboten nach Lösung der Strippe gegen die Zimmerdecke fallen würde, und haben die Wähler der III. Abteilung in Spandau morgen die Ersatz- wurden. Daher kommt es auch, daß den Arbeitern der städtischen man hielt gleich zwei Gläser bereit, damit nur ja nichts von dem wahl zweier Stadtverordneten( darunter muß sich ein Hausbesitzer Betriebe der Fabrikinspektor bisher eine unbekannte Er- fostbaren Naß verschüttet würde. Aber der Pfropfen rührte sich nicht befinden) vorzunehmen. Unfre Genossen haben nun am Freitag als scheinung geblieben ist. Die einzige Institution, welche ein wenig und als man ihn mit Gewalt entfernt hatte, wollte der Seft weder einzigen Kandidaten den Genossen Otto Grieben aufgestellt, auf als Vertretung der Arbeiter geduldet wird, ist der Arbeiter perlen noch schäumen. Die Probe bestätigte den Verdacht, den die die zweite Kandidatur mußte verzichtet werden, da sich kein ge- ausschuß, der aber, schon weil sein Vorsitzender der Herr Betriebs- erste Enttäuchung aufbrachte. Alle drei Flaschen enthielten flares, eigneter Parteigenoffe, welcher ein Haus sein eigen nemt, auf- leiter selbst ist, nur Dekorationszwecken dient und so tanzen muß, durch feinerlei Zusatz verfälschtes Leitungswasser. Nun ging es hinter treiben ließ. Unfre Parteigenoffen werden nunmehr ihre ganze Kraft wie der Herr Vorsitzende pfeift! dem Küfer her. Der tvar aber spurlos verschwunden. und Energie einzusetzen haben, um dem Weischmasch aufs neue darzuthun, daß er kein Anrecht auf die III. Abteilung hat. Die erledigten Die Beerdigung des Malers Fritz Stegmann, der, wie wir in Kinder waren im Juli d. J. der städtische Lehrer Friedrich Köpp aus Rabeneltern. Wegen schwerer Mißhandlung der eignen beiden Mandate sind socialdemokratischer Besitz. Die Wahl ist in unsrer Sonnabendnummer mitgeteilt haben, in der städtischen Berlin und seine zweite Ehefrau vom Landgericht I zu vier der Zeit von 10 bis 1 und 5 bis 7 Uhr vorzunehmen, und zwar Epileptiker- Anstalt Wuhlgarten unter so verdächtigen Umständen Monaten bezw. einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt wählen die Buchstaben A bis bei Müggenburg, Fischerstr. 9 verstorben ist, hat am Sonnabend gegen Abend auf dem fleinen, worden. Das Ergebnis der damals von uns veröffentlichten Gebezw. Lindenufer 21, I bis R in der Palme", Ritterstr. 12, schlichten Anstalts- Friedhof stattgefunden. S bis Z bei Ulrich, Havelſtr. 20. Besonders unsere außer wohnten neben der tiefgebeugten Witwe nur die allernächsten An- sich, wie noch erinnerlich sein dürfte, um gefährliche Körperverletzungen Dem traurigen Aft richtsverhandlung hatte berechtigtes Aufsehen erregt. Es handelte halb Spandaus arbeitenden Genossen werden dringend ersucht, dafür zu sorgen, daß sie bis 7 Uhr abends in ihrem Wahllokal gehörigen bei. Anstaltsbeamte trugen den schwarzen, schnucklofen der beiden Kinder aus der ersten Ehe des Angeklagten, eines dreifind, um noch ihr Wahlrecht ausüben zu können. Sorge also ein Sarg nach dem Friedhof. Hier bestand Frau Stegmann darauf, daß zehn Jahre alten Knaben und eines elf Jahre alten Mädchens. jeder dafür, daß unser Sieg am Montag ein glänzender werde! ihr die Leiche ihres verstorbenen Mannes noch einmal gezeigt wurde. Knaben verschiedener Streiche bezichtigt, für die er von Vater und Die jetzige Ehefrau des Angeklagten, die Lehrerin war, hatte den Auf die heute, Sonntagnachmittag 4 Uhr im Kunkeschen Ein Geistlicher war nicht zugegen. Der Sarg wurde still in die Mutter mit Stöden so lange geprügelt wurde, bis die Haut zerSaale, Schönwalderstr. 80, tagende Kommunalwähler- Ver- Gruft hinabgesenkt. Einen bedeutsamen Spruch hatte die Witwe für sprang und die Kleidung an der Haut Kleben blieb. Der Knabe sammlung wird hiermit nochmals hingewiesen! den Kranz gewählt, den sie dem Verstorbenen auf das Grab legte: wurde schließlich in eine Erziehungsanstalt gebracht. Danach be= ,, Tretet her zu meinem Grabe, gannen dieselben und ähnliche Beschuldigungen gegen das Mädchen, „ Stört mich nicht in meiner Nuh', das ebenfalls die unsäglichsten Wißhandlungen über sich ergehen ,, Denkt, was ich gelitten habe, lassen mußte. Oft wurde das Kind nachts gefesselt in Bette liegen ,, Gönnt mir nun die ew'ge Ruth'." gelassen; ferner hat die Angeklagte dem Mädchen einmal Gries mit Bas Stegmann in der Anstalt, Wuhlgarten" gelitten, das wurde tot gemischt zu essen gegeben. Gegen das Urteil hatte das Chevon den Hinterbliebenen auf dem Friedhof mit manchem herben auf Verwerfung der Revision, da der Thatbestand der schweren paar Revision eingelegt. Das Reichsgericht erkannte jedoch gestern Wort besprochen. Die Anstaltsbeamten, die die Beerdigung voll- Körperverlegung ausreichend festgestellt sei. 30gen, standen in gedrückter Stimmung abseits und verhielten sich schweigend. Auf dem Bureau wurde Frau Stegmanns Frage nach dem Ergebnis der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Unterfuchung der Leiche mit Achselzuden beantwortet. Köpenick. Heute Nachmittag 2½ Uhr findet bei Brig, Müggelheim eine Voltsversammlung für Müggelheim, Zittan, Wernsdorf 2c. statt. Tagesordnung: Die Socialdemokratie und ihr Programm. Schöneberg. Die Parteigenossen werden nochmals auf die heute stattfindende Flugblattverbreitung hingewiesen. Die Lokale find in der Freitag- Nummer angegeben. Eine allseitige Beteiligung wird erwartet. Der Wahlverein für Lichtenberg- Friedrichsberg- Wilhelmsberg hält feine Generalversammlung am Montagabend 8% Uhr bei Höflich, Frankfurter Chaussee 120 ab. Neben der Berichterstattung über den Barteitag stehen die Berichte und die Neuwahlen der Funktionäre auf der Tagesordnung. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder, die sich durch Mitgliedsbuch zu legitimieren haben, ist dringend zu wünschen. " Der Vorstand. gc= war der Baugesellschaft Union ausgeführt wird, ereignete sich vormittags Bau- Anfall. Auf dem Bau Liebenwalderstr. 10-11, der bon gegen 10 Uhr ein Unfall, dessen Folgen bei der Schwere und Eigenart des Unglüids als verhältnismäßig günstig zu bezeichnen find. Der auf dem Wohnungsmarkt hat das verhältnismäßig reiche Angebot stieg mit zwei gefüllten Wassereimern auf der Schulter die Leiter Eine neue Form des Wohnungswuchers. Eine neue Erscheinung Arbeiter Gustav Winnig, Reinickendorferstr. 46d wohnhaft, bedieses Jahres verglichen mit der früheren Wohnungsnot der ersten Etage. Plötzlich stieß er mit einem Wassereimer gegen Steglit und Groß- Lichterfelde. Dienstag, abends 8 Uhr, zeitigt, den Mietspächter. Die Mietspacht ist jedenfalls die reinste die Balenlage. W. verlor hierdurch das Gleichgewicht und fiel unfinder für die beiden genannten Orte gemeinsam eine öffentliche Form der kaufmännischen Handhabung des Grundbesizes als eines glücklich riveise auf den hinter ihm aufsteigenden Einholer, der mit Parteiverfammlung im Etablissement Birkenwäldchen", Getverbes. Das Haus Spreestr. 3, früher 1b, in Charlottenburg ge- einem Staſten Flaschenbier beladen war. Beide Arbeiter stürzten Chauffeestraße, statt. Tagesordnung: Berichterstattung vom hört dem Märkischen Immobilienverein, einer Bant, die teils unter herab. Während der Einholer mit dem bloßen Schreck davontam, Münchener Parteitag. Referent: Genosse Dr. Borchardt. dieser Firma, teils unter zwei andren Firmen Grundstücksgeschäfte fiel W. mit der rechten Hand in die durch den Fall zerbrochenen Diskussion. Verschiedenes. betreibt und sich jetzt in Liquidation befindet. Die Liquidatoren des Bierflaschen. Er zerschnitt sich die Hand und zerriß sich hierbei eine Reinickendorf und Umgegend. Die Diskutierabende des Wahl- Hauses an einen in Berlin wohnenden Rentner, Schmidt geheißen, Vater von fünf unterzogenen Kindern. Märkischen Immobilienvereins haben nun den Mietsertrag des Sehne. Auf der Unfallstation erhielt er einen Notverband. W. ist vereins finden statt: Osten: Jeden Donnerstag im Restaurant" Zur verpachtet. Ob die Verpachtung der Mieten lediglich der Liquidation Tanne", Nordbahnstr. 11. 28 esten: Jeden Dienstag und zwar im Attentat eines Geistestranken. Die That eines Wahnsinnigen Oktober und Dezember bei Muster, Berlinerstr. 29, im November wegen geschehen ist, oder ob sie auch ein Zeichen der schlechten Lage hat gestern mittag im Osten Berlins große Aufregung hervorgerufen. bei A. Engel, Eichbornstr. 73/74. Wilhelmsruh: Jeden Freitag des Häufermarktes ist, mag dahin gestellt bleiben. Als der praktische Arzt Dr. Louis S. aus seinem am Weidenweg mit Ausnahme der Freitage vor und nach dem 15. des Monats im feit einer Gesetzgebung, welche eine Person deswegen in der Ge- mittleren Jahren auf ihn zu, zog einen Revolver unter dem Mantel Auch dies Beispiel demonstriert die Unsinnigkeit und Ungerechtig belegenen Hause heraustrat, stürzte plötzlich ein Mann in den im Lokale von Appelt. Rofenthal: Jeden Freitag vor dem meinde mit drückenden Vorrechten ausstattet, weil sie statt mit Staffee hervor und gab, ohne daß es einer von den Passanten hindern 15. des Monats bei Kabeliz. Nordend: Jeden Sonnabend vor oder Stiefelwichse zufällig mit Häusern oft recht fragwürdige Ge- konnte, hintereinander zwei Schüsse auf den Arzt ab. Der erste dem 1. und 15. des Monats im Lokale von A. Krieg. In der Woche schäfte betreibt. nach dem 1. und 15. jeden Monats findet die Vereinsversammlung Schuß streifte den Paletot des Dr. S., der zweite ging fehl. Als statt. In dieser Woche finden keine Diskutierabende statt. Pflicht Der Magistrat ist dem Beschluß der Stadtverordneten- Ber- der Attentäter sah, daß er nicht getroffen hatte, suchte er zu entder Parteigenossen ist es, rege diese Versammlungen in ihrem Be- sammlung vom 24. März d. J. beigetreten, wonach von der Er- fliehen; er wurde indessen von Passanten ergriffen und der zirke zu besuchen. hebung der Gemeinde Ginkommensteuer nach dem Polizei übergeben. Hier stellte es sich heraus, daß man Steuersatz von 4 W. vom 1. April bis auf weiteres Abstand ge- es mit einem offenbar geistestranten Mann zu thun hatte; nommen wird. Die Steuer Deputation hat in diesem Jahre den der Thäter Steuerpflichtigen, die zum Steuersatze von 4 M. zur Gemeinde- ber Frankfurterstraße. ein früherer Kaufmann Bestakowsky aus Die Revierpolizei veranlaßte die UeberEinkommensteuer veranlagt sind, besondere Benachrichtigungen nicht führung des Mannes nach der Jrrenstation der Charité. Pestatomsty zugestellt, weil für die Berechnung der Berufungsfrist nicht die Zu- hatte niemals Beziehungen zu Dr. S. unterhalten; er tannte ihn stellung der Steuerbenachrichtigung, sondern die öffentliche Auslegung nur von Sehen und war auch nie in seiner Behandlung gewefen. der Steuerlisten maßgebend ist, dagegen war die Auslegung der Bemerkenswert ist, daß Pestakowsky vor drei Monaten schon ein Stenerlisten später als gewöhnlich erfolgt. ähnliches Attentat gegen einen Verwandten des Dr. S., einen hiesigen Wäschefabrikanten, beging; doch benutzte er damals nicht einen Die Gesundheitsverhältnisse der städtischen Gasarbeiter. Das Gegenstück des„ geborenen Verliners". Die außerhalb Revolver, sondern nur einen schweren Stock. Obgleich seiner Zeit Die Ausführungen über Kommunalpolitit, die unser Partei- Berlins geborenen Berliner machten bei der letzten Bevölkerungs- eine Strafanzeige erfolgte und die Ermittelungsverhandlungen Die Ausführungen über Kommunalpolitik, die unser Partei- aufnahme nahezu drei Fünftel der Gesamtbevölkerung Berlins aus. ergaben, daß Bestakowsky offenbar gemeingefährlich geisteskrank war, genoffe Dr. Lindemann auf dem Parteitage in München machte, haben, on 1 888 848 ortsanwesenden Personen, die hier gezählt wurden, sahen sich die Behörden nicht veranlaßt, den Bestakowsky durch wie uns die Organisation der städtischen Arbeiter mitteilt, auch waren nur 772 784(= 41 v. H.) in Berlin und 1 116 064 Interrierung in einer Jrrenanstalt unschädlich zu machen. unter den Verbandsangehörigen lebhaftes Interesse erregt. Denn(= 59 v. H.) außerhalb geboren. En erheblicher Teil dieser außer= in verschiedenen städtischen Betrieben herrschen heute noch Zustände, halb Geborenen wohnte allerdings schon seit einer längeren Reihe Konditor Karl Mergelsberg aus der Oderbergerstr. 5 geworden. Das Opfer eines entsetzlichen Unfalls ist der 52 Jahre alte die der Gesundheit der dort beschäftigten Arbeiter in hohem Grade von Jahren in Berlin. 375 633 von ihnen waren vor dem Jahre Der Mann war in der Chokoladenfabrik von Pötter in der Schönnachteilig sind. Ganz besonders schlimm sind die Feuerleute 1886 zugezogen, mithin war reichlich der dritte Teil der außerhalb der städtischen Gasanstalten daran. Sie müssen ihre Arbeit in Geborenen bereits seit 1% Jahrzehnten oder länger in Berlin hauser Allee beschäftigt und geriet hier beim Mahlen mit einer Hand Räumen verrichten, die auf eine Temperatur von 62-68 Grad ansässig.( Auch von den 6529 außerhalb geborenen Personen, für schleuderte und ihm einen Arm ausriß. Der Verunglückte wurde 111 das Getriebe der Mischmaschine, die ihn mehrmals herumCelfius, ja zwischen den Generatoren auf 85 Grad Celsins erhitzt die die Zuzugszeit nicht ermittelt wurde, dürften noch viele schon nach dem Strankenhause am Friedrichshain gebracht und starb dort find. Was die Arbeiter auszuhalten haben, wird erst klar, wenn seit recht langer Zeit hier wohnen.) Annähernd zwei Drittel der man erwägt, daß ihre Arbeitszeit im Sommer 12 und im Winter außerhalb Berlins geborenen Berliner, 733 902 Personen, waren an Verblutung und inneren Verlegungen. 18-20 Stunden bauert. Liegen auch längere Ruhepausen dazwischen, erst in den letzten 15 Jahren nach der Reichshauptstadt übergesiedelt. so wird der Körper doch durch die entfeßliche Hize völlig aus- Davon waren 167 216 Personen in dem Jahrfünft 1886-90 augemergelt und durch Luftzug und Temperaturwechsel noch besonders in seiner Gesundheit geschädigt. Die Gefahren des Arbeitens in gezogen, 164 414 in dem Jahrfünft 1891-95, in dem der Zuzug den städtischen Gasanstalten treten denn auch deutlich in der fünft 1896-1900. Von der letzten Gruppe famen 48 375, 52 659, nach Berlin verhältnismäßig gering war, und 402 272 in dem Jahr Strankheitsstatistik der Betriebs- Krankenkasse für die städtischen 64 422, 79 894, 156 922 auf die einzelnen Jahre 1896, 1897, 1898, Arbeiter zu Tage. Nach diesen Aufstellungen gehörten der Stasse im 1899, 1900. In der Zahl für 1900, die durch ihre Höhe auffällt, Jahre 1901 4871 Gasarbeiter an. Davon erkrankten nicht weniger find natürlich auch die damals nur vorübergehend anwesenden als 1684, alfo 34,57 Proz. Folgende Zahlen geben ein Bild von Berfonen einbegriffen. der Art der Krankheiten: Der Schmargendorfer Wahlverein hält Dienstagabend 81%, Uhr, im Restaurant Sanssouci" eine Versammlung mit Gästen ab. Tagesordnung: Der Parteitag. Die Versammlungen finden von jetzt ab abwechselnd im Restaurant„ Sanssouci" und" im Wirtshaus Schmargendorf statt. Lokales. Art der Krankheit Krankheiten der Atmungsorgane ( Hals und Brust) Anzahl d. davon befall. Berfonen Entzündliche Gelent- und Gliedererkrankungen 231 361 Influenza 168 Krankheiten der Verdauungsorgane 198 Mustel- und Sehnenkrankheiten Gehirn und Nückenmarkleiden Gefäßerfrankungen Hautkrankheiten Herzfrankheiten Nervöse Krankheiten Aeußere Verlegungen 100 21 23 61 41 53 276 meister), Prinz Friedrich Karlstraße, ereignete sich gestern vormittag Bauunfall. Auf dem Neubau der Firma Clemens( Hofmaurerein Unglücksfall dadurch, daß aus der Höhe der dritten Etage ein der Firma Mantag so schwer auf den Kopf fiel, daß derselbe die Stück Mauerstein einem beim Steineabladen beschäftigten Kutscher Unfallstation aufsuchen mußte. Zu tadeln ist, daß, obwohl schon in der dritten Etage gemauert wird, feine Schutzdächer angebracht sind, welche die unten beschäftigten Leute vor herabfallenden Steinstücken schützen. Um ihre Monopolstellung sind die Apotheker schwer besorgt. Der neue Komet ist jetzt bereits heller als der Andromeda- Nebel Der Deutsche Apothekerverein bereitet eine Eingabe an die und wird allabendlich den Besuchern der Treptow- Stern Reichsregierung vor, in welcher er um geeignete arte gezeigt. Sonntag wird Direktor Archen hold abends Maßnahmen zur Verhinderung des ungefeß- 7 Uhr leber das Aussehen und die Bahn des neuen Kometen". lichen Bezuges von Arzneimitteln aus Droguen fprechen, unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder, und nachmittags handlungen seitens der Krantenanstalten und Krankenkassen 5 1hr Ueber die bevorstehende Mondfinsternis am 17.Oftober". ersucht. Zur Begründung dieser Forderung soll durch statistische Da diese Finsternis nur in den frühen Morgenstunden zu sehen ist, Erhebungen gewonnenes Material über die Schädigung der Apotheker so wird die Treptow- Sternwarte während der ganzen Nacht von durch den Wettbewerb der Droguisten und deren Stellungnahme im Donnerstag auf Freitag geöffnet bleiben. Es sollen außer dem Berliner Apothekerboykott dienen. In einer z tveiten Eingabe Stometen noch Planeten und andre interessante Objekte beobachtet soll die Reichsregierung um Abänderung der faiserlichen Verordnung werden und zum Schluß die Mondfinsternis. Teilnehmer an dieser über den Verkehr mit Arzneimitteln vom 22. Oftober 1901 gebeten Aftronomischen Nacht" wollen fich rechtzeitig bei der Direktion der werden. Treptow- Sternwarte melden. " " Verein für volkstümliche Kurse von Berlinern Hochschullehrern. Die erste Serie der Vortragskurse findet im Oktober bis Dezember statt und umfaßt 11 Surfe von je 6 Vorträgen, die alle um 8½ Uhr Es ist der Staat der Socialreform, der um Verteuerung notwendiger Heilmittel angegangen werden soll. Augenscheinlich trifft Trotz dieses betrübenden Bildes fällt es feinem der in den Gas- das Verlangen der Apotheker auch auf Verständnis, denn der Staat anstalten maßgebenden Personen ein, die mehrfach geforderte und denit bekanntlich gar nicht daran, den Krankenkassen z. B. durch abends beginnen. Das Programm lautet: 1. Montags: Geheimer dringend notwendige Berkürzung der Arbeitszeit ein- Stonzessionierung eigner Apotheken die Eristenz zu erleichtern. zusehen, ja man scheint nicht einmal den Ursachen der schlimmen ErMedizinalrat Professor Dr. Waldeyer:„ Das Nervensystem", in dem Seft im Hansierhandel. Auch die Schwindler fangen an, sich zu Hörsaal der Anatomie, NW., Philippstr. 12. 2. Montags: Profeffor gebnisse der Statijiit nachgehen zu wollen. verfeinern. Früher hörte man viel von biederen Landleuten", die Dr. Börnstein: Physikalische Geseze und Apparate" im Auditorium I In den meisten Gasanstalten wird des kommenden Winters darauf ausgingen, leichtgläubigen Städtern echte Grasbutter" oder der landwirtschaftlichen Hochschule, Invalidenstraße 42; Anfang wegen raftlos Tag und Nacht gearbeitet. Die Arbeiter machen frische Landeier" aufzureden. Jetzt ist ein Mann aufgetaucht, der 10. November. Ueberstunden über Uebersumden, ohne eine Ertrabezahlung dafür zu in Seft macht". Gestern abend erschien er bei einem Schuh babylonische Stultur, ihre Verbreitung und ihre Nachwirkungen auf 3. Montags: Professor Dr. Carl Lehmann:„ Die erhalten, während der Gesundheitszustand unter der Schwere der machermeister in der Kochstraße unter der Maste eines Küfers die Gegenwart" im Hörsaal des Museums für Völferkunde, SW., Arbeit leidet. In andren Betrieben der Stadt dabei der hiesigen Vertretung eines deutschen gegen entläßt man Arbeiter. Wahrlich ein erhebendes Er hatte drei Flaschen Schaumwvein, die bei einer Sendung Professor Dr. v. Oettingen:" Berliner Bauten aus alter und neuer Selthauses. Königgrägerstraße 120; Anfang: 13. Oktober. 4. Dienstags: Bild der focialpolitischen Fürsorge seitens unsrer Kommunal- Ver- zu viel getvejen taren und die ihm sein Chef zu Zeit" in der Aula des Andreas- Realgymnasiums, O., Langestr. 31; waltung für die steuerzahlenden Arbeiter. beliebiger Verwendung überlassen hatte. Da er sich selbst, so Anfang: 21. Oftober. 5. Dienstags: Professor Dr. Karl Müller: Bedauerlicherweise unterliegen die städtischen Betriebe noch erzählte er weiter, aus dem Seft nichts mehr mache, da er ihn im Steller Die Arbeit der Pflanzenwelt und ihre Bedeutung für die Ernicht den Bestinumungen der Gewerbe Ordnung. Da jeden Tag trinte, so möchte er ihn gern verkaufen, um sich ein Taschengeld baltung des Lebens" in Auditorium I der landwirtschaftlichen Hochnämlich in diesem Betriebe der Begriff des Gewerbes nicht flar zu verschaffen, von dem„ Mutter nichts wisse". Der Küfer schien ebenso schule, Invalidenstr. 42; Anfang: 21. Ottober. 6. Mittwochs: Geh. gelegt ist, sträuben sich unsre Gemeinden ul deren juristische Ver- echt zu sein, wie nach der Vertorkung und der Aufschrift der Flaschen Reg.- Rat Dr. jur. Stephan:„ Das deutsche bürgerliche Gesetzbuch in treter, die Betriebe, gleichviel ob sie ihrer echnischen Natur nach sein Wein Trotzdem wollte der Meister von dem Handel nichts seiner Bedeutung für das tägliche Leben" in der Aula des Frangewerbliche oder humanitäre sind, der Gewerbe- Ordnung zu unterwiffen. Een geforderten Preis, fünf Mart für die drei Flaschen zu gösischen Gymnajiums, NW., Reichstags- Ufer 6; Anfang: 22. Oftober. stellen. Daß dadurch die dort beschäftigten Arbeiter bezüglich des faminen, hätte er ja gern gezahlt, aber die Sache kam ihm doch 7. Whittwochs: Professor Dr. Martin Mendelsohn: Arbeiterschußes viel schlechter gestellt sind als die in Privatbetrieben nicht ganz geheuer vor. Die HerzDiese Bedenken siiegen einem Neffen, frankheiten, ihre Entstehung und ihre Verhütung" in der Aula des beschäftigten Kollegen, ist eine Thatsache, die besser als alles andre der bei ihm zu Besuch war, einem jungen Zeichner aus der Markgrafen Friedrich- Werderschen Gymnasiums, NW., Dorotheenstr. 13/14; Aneine Abänderung dieser Ausnahmestellung fordert. Bei der an sich straße, gar nicht auf. Arglos dachte er nur daran, feinem Ontel eine fleine fang: 5. November. 8. Donnerstags: Privatdocent Dr. Gottschalt: anerkennenswerten Tendenz, immer mehr Betriebe, die bisher in den Freude zu machen. Als daher der Meister den Süfer abwies, mechte sein Die Hygiene der Frau" in der Aula des Französischen Gym4 " " nafiums, NW., Reichstags- Ufer 6; 9. Donnerstags: Professor| Freitag nach Alarmierungen von der Bandelstr 42 und von der Dr. Heusler:" Altdeutsche Götter- und Heldensagen" in der Aula Königgrägerstr. 57 zu verzeichnen, die aber auf unbedeutende Anlässe des Friedrich- Werderschen Gymnasiums, NW., Dorotheenstr. 18/14; zurüdzuführen waren. Anfang 16. Oftober. 10. Freitags: Geh. Reg.- Rat Professor Dr. Möbius:„ Die nutzbaren Tiere der Nord- und Ostsee und ihre Lebensbedingungen" in dem Auditorium des Zoologischen Instituts, Invalidenstr. 43; Anfang 17. Oftober. 11. Freitags: Professor Aus den Nachbarorten. " Sonntag, den 12. d. Mts., nachmittags 3, Uhr präcise, im GewerkschaftsVerband deutscher Mühlenarbeiter.( Bahlstelle Berlin.) Heute hause, Engel- Ufer 15, Saal 7: Versammlung Socialdemokratischer Agitations- Verein für den Reichstags14 Oftober, abends 8 Uhr, bei Lerche, Rüdersdorferstr. 3: Versammlung. Wahlkreis Züllichan- Schwiebus- Krossen- Sommerfeld. Dienstag, den in den Andreas- Festsälen eine öffentliche Textilarbeiter- Versammlung statt Textilarbeiter. Am Montag, den 13. Oktober, abends 8, Uhr, findet ( siehe Annonce in der heutigen Nummer), in welcher A. Baudert- Apolda über: Welche Wirkungen wird der neue Zolltaris für die Textilindustrie haben? sprechen wird Allgemeine Familien- Sterbefasse. Heute Zahltag Aderstr. 123 bei mit bekannt, daß die Bureaustunden abends von 7-9 Holzmarfiſtr. 34 Dieke von 3-6 Uhr Der Fachverein der Tischler Berlins and Umgegend macht hier stattfinden der Magistrat unberücksichtigt. Es wurde aber beschlossen, die Angelegenheit so lange auszusehen, bis über die Neuregelung der Lehrergehälter und der Lohnverhältnisse der städtischen Arbeiter Beschluß gefaßt sein wird. Die Potsdamer Stadtverordneten- Bersammlung nahm nach Die Spandauer Stadtverordneten- Bersammlung hatte in ihrer längerer Debatte mit 23 gegen 18 Stimmen einen Antrag an, Dr. v. Luschan:" Ziele und Wege der Völkerkunde" im Hör- legten Sigung eine sehr wichtige Tagesordnung zu erledigen Zu wonach dem Magistrat aufgegeben wird, bei der Regierung um faal des Museums für Völkerfunde, SW, Königgrägerstr. 120; nächst handelte es sich um die Beratung eines Ortsstatuts betr. die geeignete Maßnahmen zur Abhilfe der Fleischteuerung vorAnfang 24. Oftober. Ausführliche Programme sowie Eintritts Heranziehung der Hausbesizer zu den Kosten straßenbaulicher stellig zu werden farten zum Preise von 1 M. für den sechs Abende von je anderthalb Veranstaltungen, sofern ihnen aus solchen ein Vorteil Stunden umfassenden Kursus sind zu haben bei: Georg Belling, erwächst. Schon in voriger Sigung war die entsprechende Vorlage Eigarrenhandlung, W., Leipzigerstr. 136; A. Schüz, Rendant, des Magistrats im Princip mit 16 gegen 14 Stimmen an O., Holzmarktstr. 60; Chr. Tischendörfer, C., Sophienstr. 20; genommen worden. Inzwischen hatten aber die aufgescheuchten F. E. Lederer, Buchhandlung, W., Kurfürstenstr. 70; Bernhard Staar, Hausbesiger gegen das geplante„ Attentat" auf ihr angestammtes" Recht, Buchhandlung, SW., Friedrichstr. 250; Centralstelle für Arbeiter- mühelos den Profit einzuheimsen, den ihnen die Allgemeinheit berWohlfahrtseinrichtungen, SW., Dessauerstr. 14, Gartenhaus 3 Tr diente, wütend Front gemacht. Besonders der Grundbesiger ( 8 bis 3 Uhr). Zum Kursus 1( Waldeyer), Kursus 2( Börnstein), Verein der für gewöhnlich die ganze Kommune in seinem Kursus 11( v. Luschan) und Kursus 8( Gottschall) sind die Eintritts Sinne zu beeinflussen versteht, sprach sich sehr entschieden gegen die tarten vergriffen. mit dem Ortsstatut beabsichtigte Heranziehung der interessierten Höhe bis zu zwei Drittein derselben) aus Hausbesizer zur Deckung der Straßenbau- und ähnlichen Kosten( in blieben jedoch erfreulicherweise fest, in Gemeinschaft mit unfern Die Stadtverordneten Genossen die durch Rieger ihre Zustimmung zu dem Entwurf erklären ließen ergab die Abstimmung über die einzelnen Abschnitte des Entwurfs eme glatte Majorität fin denselben Das of lints 2 Treppen. Heute abend Vortrag des Herrn May Osborne Arbeiter Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Ortsstatut sand also die Annahme der Versammlung Eine sehr leb- über Arnold Bödlin( mit Lichtbildern) in Cohns Festjälen, Beuthhafte Diskussion rief der Antrag des Magistrats betreffend die An- ftraße 21- Beginn der Kurse in dieser Woche: stellung eines Magistrats Assessors hervor. Unfre Montag: National- Defonomie( Geld und Währung); BorGenossen sprachen sich durch Pieper und Rieger gegen die Erkenntnis( Die Entwicklung des Weltalls und das sociale Leben der tragender: Schriftsteller Georg Bernhard Dienstag: NaturVorlage aus und forderten, daß vor allem einmal die unbesoldeten Tiere); Vortragender: Schriftsteller Dr: Rud. Steiner. Donnerstag: Stadträte zu Decernaten herangezogen werden sollten. Die Herren Geschichte( Geschichte des Socialismus seit dem Altertum, mit besonderer seien doch nicht dazu da, um nur die Magistratssessel zu zieren. Berücksichtigung der Staatsverfassungen), Vortragender: Schriftsteller Max Nach langem Hin und Her wurde die Magistratsvorlage Schütte Freitag: Rede Uebung( Uebungen in mündlicher Rede dahin abgeändert, daß zwar ein Magistrats- Assessor gegen und im schriftlichen Aussay); Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Der Vorstand. Monatsgehalt von 250 M. bei dreimonatiger Kündigung an Steiner. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein genommen werden soll, daß sich aber die Versammlung vorbehält, nach Ablauf eines Jahres hinsichtlich dauernder Anstellung und Briefkasten der Redaktion. Gehaltsbezüge definitiven Beschluß zu fassen. In ge= Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des beimer Sigung( 1) sollte noch die von dem Regierungspräsidenten Sonnabends von 7 bis 9 Uhr abends statt. geforderte Erhöhung der Beamtengehälter verhandelt werden Nach M. G. 25. Jm Juliusturm zu Spandau wird der Reichs- Kriegsschak dem Vorschlage des Magistrats hegte man die Absicht, einzig die( 120 Millionen Mark in Gold) aufbewahrt. Bezüge der Subaltern beamten aufzubessern, die Lehrer und H. M., Breslau. Ob die Aeußerung in dieser Form gefallen ist, Lehrerinnen und vor allem die städtischen Arbeiter ließ fönnen wir nachträglich nicht mehr feststellen. Mittwoch Donnerstag Freitag Genosse Julius Schneider wurde gestern von den Genossen des fünften Kreises zur legten Ruhe geleitet. Lange Jahre war Schneider in diesem Kreise als Bezirks- und Abteilungsführer sowie als Vorstandsmitglied recht eifrig thätig. Ein tragisches Geschick setzte vor längerer Zeit seiner Parteithätigkeit ein Ziel, bis er jegt von seinem qualvollen Leiden erlöst wurde. Die" Freie Liedertafel", deren Mit glied der Entschlafene lange Zeit war, sang am Grabe einige Lieder, während der Vertrauensmann im Namen des Wahlvereins dem Dahingeschiedenen den letzten Scheidegruß nachrief. Möge ihm die Erde leicht sein! In der neunten städtischen Fortbildungsschule für Jünglinge und Männer, Fruchtstr. 38, ist für das laufende Wintersemester ein neuer Surfus für Gesegestunde eingerichtet. Hier finden Justizanwärter, Bureaubeamte, Kaufleute, Vertreter des Handwerks 2c Gelegenheit, unter Leitung eines erfahrenen Juristen sich über Fragen aus allen Gebieten des Rechts, so weit sie mit dem täglichen Leben in Zusammenhang stehen, an der Hand praftischer Beispiele zu unterrichten. Insbesondere werden in diesem Semester die die gewerblichen Kreise besonders interessierenden neuen Bestimmungen der Unfall- und Invaliditätsversicherung und einige Abschnitte aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch besprochen werden Anmeldungen auch für die Klassen der gewerblichen und kaufmännischen Abteilung sind zu richten an den Dirigenten Pagel, Fruchtstr. 38, täglich von 7 bis 9 Uhr abends. " Im wissenschaftlichen Theater der Urania findet der scenische Vortrag Tausend Jahre deutscher Kultur" allabendlich ein lebhaft interessiertes Publikum, das den malerischen Bildern und den ebenso schwungvollen wie belehrenden Ausführungen mit sichtlicher Sympatie folgt. Jm Hörsaal werden die nachstehenden Vorträge gehalten iverden: Dienstag: Herr Dr. G. Naß Die Elemente des Wassers". Donnerstag: Dr. B. Donath„ Das Ohmsche Gesetz", Freitag: Herr Professor Müller„ Das Gefühlsvermögen". Im Theater werden außerdem zwei Nachmittags- Vorstellungen zu ermäßigten Preisen stattfinden und zwar am Mittivoch und Sonnabend, nachmittags 4 Uhr; zur Darstellung gelangt der Vortrag" Die deutsche Ostseefüste". Feuerbericht. Nachdem die Wehr zwei Tage vollständige Nuhe hatte, wurde sie in den letzten 24 Stunden öfter in Anspruch genommen. In der Nacht zum Sonnabend war in der Weißenburgerstraße 37 in einem Keller ein Brand ausgekommen, der allerlei Gerümpel sowie Verpackungsmaterial ergriffen hatte, aber noch im Entstehen abgelöscht werden konnte. Gleichzeitig wurde die Wehr nach der Quizowstr. 29 gerufen, wo ein Bauzaun in Brand geraten war. Auf dem Moabiter Güterbahnhof und auf dem Anhalter Güterbahnhof mußten am Freitagabend Brände beseitigt werden, die durch Selbstentzündung von Preßfohlen entstanden waren und die Wehr längere Zeit beschäftigten. Durch Ueberkochen von Teer war gegen 6 Uhr in der Koppenstr. 79 ein Feuer ausgekommen, das aber bald abgelöscht werden fonnte. Längere Zeit hatte die Wehr in der Bülowstraße 57 zu thun. Hier war Del übergekocht und die Flammen hatten in furzer Zeit Körbe, Stroh und andres Verpackungsmaterial erfaßt, so daß fräftig mit einer Schlauchleitung Wasser gegeben werden mußte, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Gardinen und Kleidungsstücke hatten in der Chorinerstr. 63 in einer Wohnung Feuer gefangen, dessen Ablöschung jedoch bald erfolgen konnte. In der Turmstr. 7 hatte die vierte Compagnie einen Brand zu beseitigen, der auf dem Boden ausgekommen war und der auch die Dachkonstruktion beschädigte. Gegen 10 Uhr wurde die Wehr nach der Veteranenstr. 28 gerufen, weil hier in einem Keller u. a. Petroleum in Brand geraten war, der indes bald unterdrückt wurde. Außerdem hatte die Wehr am Nach kurzem Krankenlager verschied am Donnerstag mein guter Sohn und unser lieber Bruder Max im 25. Lebensjahre. 27156 Julius Guttmann nebst Kindern. Beerdigung: Sonntag 4 Uhr auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee. Todesanzeige. Allen Verwandten, Bekannten und Genoffen die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Danksagung. Wochen: Spielplan. Opernhaus Schauspiel: haus Schiller: Theater 0. Schiller: Theater N. Deutsches Theater Theater des Westens Sonntag 12 Montag 13. ein 3 Sonnabend 18. Sonntag 19. 2. Symph.- Abd. d. Kgl. Kapelle Der Pfeifertag Mitt.: Deff. p. Geschlossen Dienstag 14. 15. 16 17. Undine Margarete ( Mde de Nuovina a 6) Tristan und Isolde Schiras Die weiße Dame Das Glockenspiel Die Rose von Das Mädchen von Navarra Robert der Teufel Jm bunten Rod Klytamnestra Die Ahnfrau Im bunten Rod Die Ahnfrau Jm bunten Rod Der Tartüff Der Tartüff Heimat Esther Der Arzt wider Willen Esther Doktor Klaus Sappho Der Tartüff Der Arzt wider 8wei Eisen im Feuer Zwei Eisen im Feuer Morituri Morituri Esther Zwei Eisen im Feuer. Willen Esther Zwei Eisen im Feuer Morituri Monna Banna Der Arzt wider Willen Der Biberpelz Monna Banna Monna Banna Monna Banna Der Bettelstudent Das Nachtlager Die Brautlotterie in Granada Es lebe das Leben Alt- Heidelberg Berliner Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Wienerinnen Alt- Heidelberg Wienerinnen Theater Lessing: Theater Kaltwasser Kaltwasser Der Heerohme Kaltwasser Kaltwaffer Der Iuftige Krieg Martha Undine Central Theater Die Fledermaus Die Geisha Das füße Mädel Orpheus in der Die Fledermaus Unterwelt Luisen: Theater Robert und Bertram Robert und Bertram Bor Sonnen aufgang Bor Sonnen aufgang Der Bettelstudent Robert und Vor Bertram Sonnenaufgang Sappho Jm bunten Rod Jugend Doktor Klaus Nachm.: Sappho Monna Banna Monna Vanna Wienerinnen Alt- Heidelberg Die Kleinbürger Das Theaterdorf Das Theaterdorf Der Die Fledermaus Waffenschmied Nm.: Alessandro Dorothea Stradella Der Bettelstudent Boccaccio Nachm.: Die Fledermaus Berlin, wie es Maria Stuart meint und lacht Nm.: Hamlet Neues Königliches Opern- Theater. Diesen Sonntag: Die Räuber. Nächsten Sonntag: Das große Licht. Residenz- Theater. Alle bende: Seine Kammerzofe. Nächsten Sonntagnachmittag: Nora. Neues Theater. Alle Abende: Ledige Leute. Diesen und nächsten Sonntag nachmittag: Fedora. Kleines Theater.( Schall und Rauch.) Sonntagabend und Freitag: Serenissimus- Zwischenspiele, Schöne Seelen 2c. Montag Theater. Sonntagabend bis Mittwoch: Er und seine Schwester. Von Donnerstag an: Charleys Tante. bis Sonntag: Rausch. Trianon Theater. Alle Abende: Die Liebesschaufel. Metropol- Theater. Alle Abende: Berlin bleibt Berlin.- Thalia: Ausführung und bunter Teil.( Neuheiten: Tochter zu verheiraten.( Montag.) Einer, der seine Frau besucht.( Mittwoch.) Buntes Theater. Alle Abende: Einafter Abende: Der Herr Kommissar. Frau Denise. Madame Esprit. Er, Sie, Jener. Jutimes Theater. Alle Urania. Alle Abende: Tausend Jahre deutscher Kultur. Apollo Theater. Alle Abende: Lysistrata. Specialitäten. Wintergarten. Alle Abende: Specialitäten. Dating Deutscher Holzarbeiter- Verband. Neu- Eröffnung! Roh- Tabak. Roh- Tabak. Neu- Eröffnung! Allen denen, die unsrer lieben Tochter die legte Ehre erwiesen, insbesondre für die reichen Kranzspenden sagen wir unfren herzlichsten Dant. Emil Reichert nebst Frau und Geschwister. Danksagung. 53482 Allen Freunden und Bekannten sowie Anna Gronwald ben Stollegen meines Mannes und dem geb. Funk. am 10. Oftober, früh 2, Uhr, nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet Friedrichsfelde. Lotterieklub Immerraus" für die Beteiligung an der Beerdigung meines Mannes und für die schöne Kranzspende herzlichsten Dank. 2748b Frau Luise Rogge. Orts- Krankenkasse Zabiitelle Rixdorf. Sonnabend, den 18. Oktober 1902 in Hoffmanus Festfälen( Juh. Thiel), Bergstraße 152 X. Stiftungsfest. Großes Konzert und Ball. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Nach dem Konzert BALL. Das Komitee. Die Beerdigung, findet am Sonn- d. Schneider, Schneiderinnen Binets 25 Pf. Anfang 8%, Uhr. Hierzu ladet freundlichst ein tag, den 12. b. M., nachm. von der Halle des Friedrichsfelder Gemeinde- Friedhofes statt. Arbeiter Radfahrer- Verein der und verwandter Gewerbe zu Berlin. Schneider, Schneiderinnen und ,, Vorwärts" Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß zu der unser Mitglied, der Schlosser Hugo Powitz Die Vertreter der Orts- Krankenkaffe verwandter Gewerbe zu Berlin werden am Montag, 20. Oftober cr., abends 8, 1hr, im Neuen Klubhaus, Kommandanten nach schwerem Leiden am Donnerstag, den 9. d. Mts., abends 9 Uhr, verstraße 72, stattfindenden Ausserordentlichen storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am General- Versammlung Sonntag, den 12. d. Mis., nachmittags ergebenst eingeladen. 3 Uhr, vom Trauerhause Turmstr. 51 aus nach Plößensee. Die Mitglieder bersammeln sich pünktlich 2 Uhr Waldstr. 8. 13/14 Der Vorstand. Erklärung! Achtung, Die in dem Inserat Drechsler" angezeigten angeblich bei mir bestehenden Differenzen bestehen nicht, da ich die bisher bei mir arbeitenden Drechsler entlassen habe. 27536. Pilzecker. Fremdwörterkunde, Orthographie, Interpunktion, versch. Schriftsäße lehrt in abendlichen Privatcirfeln ein pens. Ritterat. Anknüpfungen sub ,, Mehr Licht" Hauptpostlagernd Berlin. 27145 Exerzierstr. 2a habe ich ein Milchgeschäft er richtet. Auf Wunsch sende Milch und Badware frei ins Haus. Schensch. Tagesordnung: 1. Erhöhung des Arzthonorars. 2. Abänderung der Verträge mit den Beamten. 3. Festsetzung der Vergütigung für 89/18 Restaurant Philadelphia. Greifswalder- Strasse 138. Haltestelle der elektrischen Bahn Weissensee- Dönhoffplay. Allen Genoffen zur Kenntnis, daß ich obiges Lokal, zivci Minuten von Weißensee gelegen, übernommen habe. Im Saale jeden Sonntag: Unterhaltungsmusik. Billard. 2 Kegelbahnen. Devise: Nur gute Speisen und Getränke. Schnelle und freundliche Bedienung. 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Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert. Gesangs- Aufführungen. Sonning, den 12. Oktober, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstrasse 23: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die politische Lage. Referent: Reichstags- Abgeordneter Georg Ledebour. 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein und Tanz. 010 Zahlreichen Besuch erwartet 249/7 Der Vertrauensmann. Achtung! Putzer. Adjtung! Laut Beschluß der Mitglieder- Versammlung vom 8. Oktober d. J. werden fämtliche Mitglieder, welche noch mit den Trägern im Accord arbeiten, d. h. also, wo der Trägerlohn in den Accordpreisen mit einbegriffen ist, aus dem Verband ausgeschlossen. Insbesondere machen wir die Mitglieder aus den Zahlstellen der Vororte darauf aufmerksam, daß auch fie die Pflicht haben, den Beschluß, welcher am 9. Juli d. J. in der öffentlichen Versammlung der Puker Berlins und der Vororte bei Keller gefaßt wurde, wonach der Träger aus dem Accordverhältnis der Putzer auszuscheiden ist, stritte zur Durchführung zu bringen, widrigenfalls wir gezwungen sind, den Ausschluß bei ihren örtlichen Verwaltungen zu bantragen. Gleichzeitig ersuchen wir die örtlichen Berwaltungen der Vororte, soweit dies noch nicht geschehen, unverzüglich ihre Mitglieder, welche sich im hiesigen Lohngebiet mit Pusarbeiten beschäftigen, hiervon in Kenntnis zu sehen. Des weiteren fordern wir die Mitglieder und hauptsächlich die Obleute der einzelnen Bezirke auf, etwaige Unregelmäßigkeiten, sei es in Bezug auf die Trägerfrage oder Innehaltung der fest: gesetzten Arbeitszeit umgehend an das Bureau, Rosenthalerstr. 57, zu melden. Die örtliche Verwaltung. J. A.: D. Neumann. SA 244/13 = Auftreten der Theater- Gesellschaft Strzelewicz. Turnerische Aufführungen von Mitgliedern des Turnvereins ,, Fichte". Nach dem Konzert: Grosser Ball. Eröffnung 4 Uhr. ,, Technikum Elektra" Neander- Strasse 4. Am 15. Okteher beginnen die neuen Abendkurse f. Elektrotechnik, Maschinenbau, Zeichnen, Mathematik. Anmeldungen täglich. Prospekt frei. Anfang 5 Nr. Entree 25 Pf. An der Kasse: 30 Pf. Central- Festsäle renoviert. 180 Oranienstr. 180. Den Genossen von Mitte Oktober zur Verfügung. Gute Küche. Vereine, welche hier früher verfehrt, um Rüdprage gebeten. Anmeldung bei Jentsch, 1 Tr. Verschied. Sonnabende im Oktober und November noch frei. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Arbeiter- Bildungs- Schule Berlin. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 14. Oftober, abends 8%, Uhr: Bezirks- Versammlung für Charlottenburg 122/9 im Volkshause, Nofineustraße 3. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Verschiedenes. Bastreiches Erscheinen erwartet( pid Quaver Die Ortsverwaltung. Das Herbstvergnügen findet am Sonnabend, den 15. November 1902, im Bolkshause statt. D. D. Sonntag, den 12. Oktober, in Cohns Festsälen, Beuth- Strasse 21 Vortrag des Herrn Max Osborne über: Arnold Böcklin( mit Lichtbildern). Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 30 Pf. inkl. Garderobe. Eröffnung 6 Uhr. AAM 312eoso Beginn pünktlich 1/8 Uhr. Sonntag, den 2. November, im grossen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15 lauses, Schiller- Abend. Achtung, Holzarbeiter- Verband. Kammermusik.- Festrede.- Recitationen.- Gesang. Montag, den 13. Oftober, abends 8 Uhr: Grosse Versammlung für die Bezirke Moabit, Wedding, Gesundbrunnen, Rosenthaler- und Schönhauser Vorstadt im großen Saale der Germania", Chauffeestraße 103. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Klingener über: Klassenfämpfe in kulturgeschicht licher Beleuchtung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle Kollegen mit ihren Damen eingeladen recht zahlreich zu erscheinen. 89/17 Der Eintritt ist frei. Auch Nichtorganisierte sind eingeladen. Der Einberufer. Bezirks- Versammlung Nachher: Tanz. Entree 50 Pf. inkl. Programm und Garderobe. Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Jede Störung muss vermieden werden. Die Saalthüren bleiben geschlossen. Rauchen nicht gestattet. O Billets sind in der Schule, in obiger Versammlung, in den Zahlstellen, sowie an der Kasse zu haben. 5/5 Das Komitee. Socialdemokratischer Wahlverein fir den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 14. Oktober, abends 8% Versammlung bei Schulz, Stettinerstr. 57. Zages- Drbnung: Uhr: 1. Vortrag des Genossen Kaliski über: Aus der Geschichte Bolens. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. 249/9 Gäfte, auch Damen haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet H- 19tsW Achtung! Der Vorstand. Rixdorf! Achtung! Montag, den 13. Oftober, abends 8 Uhr: Geffentliche Metallarbeiter- Versammlung für Rixdorf im Lokale des Herrn Thiel, Bergstr. 151-152. Tages- Ordnung: 1. Die Lehren der Ichten Streifs und Lohnbewegungen. Referent: Kollege A. Cohen. 2. Disfuffion. Kollegen Nixdorfs! Erscheint in Anbetracht der wichtigen Tages ordnung vollzählig in der Bersammlung. 122/10 Steglit. Der Einberufer. Groß- Lichterfelde. Oeffentliche Partei- Versammlung Dienstag, den 14. Oktober 1902, abends 8 Uhr, im Etablissement Birkenwäldchen, Chausseestraße. Zages Ordnung: Berichterstattung vom Parteitag in München. Referent: Dr. Borchardt. Diskussion und Verschiedenes. 203/14 Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. J. A.: Wenzel. Achtung! Etuisarbeiter! Morgen Montag, 13. Oftober, abends 8%, hr Centralverband der Zimmerer Deutschlands Branchen- Versammlung Bahlstelle Berlin und Umgegend. Dienstag, den 14. Oktober, abends 8 Uhr Versammlung im Gewerkschaftsbaufe, Engel- Ufer 15. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Walded Manasse: Wie die Götter starben." 2. Wertstuben- Angelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. 24/18 im Gewerkschaftshause( großer Saal), Engel- fer 15. Musikinstrumentenarbeiter Tages- Ordnung: der Bezirke Süden und Süd- Osten 1. Die wichtigsten Berbildungen des menschlichen Körpers und am Montag, 13. Oftober, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof", Admiralfir. 18 c. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Wermuth über: Sibirien und sein Sträflingswesen". 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Fachverein. Zahlstelle Rixdorf. 255/4 Montag, den 13. Oktober, abends 8%, Uhr, bei Hoffmann, Bergstraße 52: ihre Verhütung. Referent: Privatdocent Dr. Joachimsthal. 2. Mitteilungen und Bekanntmachungen. Die Mitglieder werden dringend ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Auch Frauen haben Zutritt, sind daher zu dieser Versammlung mitzubringen. Vortrag wird mit Lichtbildern ausgeführt. Der Vorstand. J. A.: H. Knüpfer. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag Kleinlein über: Lage und unsrer Zukunft. 3. Bezirk Süd- Westen. anb Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäft aufgaben ver Berufsgenoffen in der Butumiſt. 2. Disfuffion.& VereinsMontag, den 13. Oktober, abends 8 1hr, in Habels Brauerei, Bergmannstraße. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Davidsohn über:" Emile Zola". M 2. Berbands- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Bezirk Rummelsburg. Donnerstag, den 16. Oktober 1902, abends 8, Uhr, bei Krause, Kant- und Goethestraßen- Ede. Bezirks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Stusche. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Sämtliche Kollegen sind verpflichtet zu erscheinen. Verband der Schneider u. Schneiderinnen Montag, den 13. Oftober 1902, abends 8½ Uhr: Arbeiter Berlins und Umgegend. 142/13 Rege Beteiligung erwartet. Gäste willkommen. Der Vorstand. Montag, den 13. Oftober, abends 81%, Uhr, im Gewertſchaftshause, Verband Verband der Tapezierer. Engel- Ufer 15: 19pis ant sie General- Versammlung. Tages- Ordung: Filiale Berlin. Montag, den 13. Oftober, abends 8%, Uhr: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht oom 3. Quartal 1902. 2. Erjazwahlen. 3. Der Kampf gam hau gegen den Arbeitsnachweis der Holzindustriellen. 4. Anträge. 5. Gemert76/6 1. Bericht der Ortsverwaltung für das III. Quartal und das Geschäftsfchaftliches. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert vollzähliges Grjahr 1901-1902. 2. Staffenbericht für dieselbe Zeit. 3. Neuwahl der ge famten Berbandsleitung. 4. Verbandsangelegenheiten. scheinen. Eintritt gegen Vorzeigung des Quittungsbuches. Mitgliedsbuch legitimiert. Den Kollegen vom Nord- Westen zur Nachricht, daß die Zahlstelle von der Beusselstr. 79 nach der Gotzkowskystr. 29 verlegt ist. Der Vorstand. 910 Die Verbandsleitung. und verw. Berufsgenollen Deutſchlands( Filiale Berlin). Socialdemokratifcher Wahlverein Atung! Textilarbeiter. Adung! für den Bezirk Lichtenberg. Montag, den 13. Oftober, abends 8%, Uhr, im großen Saal der Bezirks- Versammlung aller Branchenntag, den 13. Oktober, abends 9 Uhr, in Höfliche Schwarzer Grosse öffentl. Versammlung für den Norden, Nordosten und Often im unteren Saale der Luna- Sale, Neue Königstraße 7. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Th. Huth über: Die Hinterbliebenen des Arbeiters und die Versicherungs- Gefeßgebung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder aller Branchen, welche in diesen Bezirken wohnen, werden ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Nichtmitglieder als Gäste haben Zutritt. [ 162/17] Die Ortsverwaltung. Charlottenburg. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Adler", Frankfurter Chauffee 120: Andreas Festfäle, Andreasstr. 21: aller in der General- Versammlung. Textil- Induſtrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bericht vom Parteitag in München. Referent: Genosse Grauer. 2. Bericht des Vertrauensmannes und der Revisoren. Neuwahl derselben. 3. Wahl von Delegirten zur Kreiskonferenz. 4. Bericht des Stassierers. 5. Bericht der Zeitungskommission. Neuwahl derselben. 6. Der Beschluß der letzten Mitglieder- Bersammlung betr. Zuziehung der Bezirksführer zu den Vorstandssigungen event. Statutenänderung. 7. Neuwahlen nach§ 9 des Statuts. 14/9 Deutschlands( Zabiftelle Charlottenburg). Parteigenossen! Im Hinblick auf die Wichtigkeit der Tagesordnung ist es unbedingte Pflicht eines jeden Wahlvereins- Mitgliedes, in dieser VerDienstag, den 14. Oktober 1902, abends 8 Uhr, im ,, Volks- fammlung zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. hanse", Rosinenstraße Nr. 3: eliitgliedsbuch dient zur Legitimation. General- Versammlung. Tages Ordnung: F 1. Bericht der Drtsverwaltung über das verflossene Geschäftsjahr vom 1. Oftober 1901 bis 1. Oftober 1902. 2. Abrechnung vom 3. Quartal 1902. Der Vorstand. Vereinigung der Maler. Dienstag, den 14. Oftober, abends 8 Uhr: 3. Neuwahl der gesamten Drisverwaltung. 4. Verbandsangelegenheiten und General- Versammlung 20 Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. 64/20 In dieser Versammlung gelangt das Protokoll zur Ausgabe über die Verhandlungen des 6. Verbandstages zu Offenbach a. M. vom 10. bis 16. Auguft. Die Ortsverwaltung. J..: August Pohl. in den Arminhallen, Rommandantenstraße 20, großer Saal. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Vortrag und Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 124/17 Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Tages- Ordnung: 1. Welche Wirkungen wird der neue Zolltarif für die Textil. Industrie haben? Referent: Reichstags- Abgeordneter August Baudert. 2. Diskussion. 197/8 Der wichtigen Tagesordnung wegen erwartet zahlreichen Besuch der Bersammlung Der Einberufer. Herren Vortrag. Mittwoch, den 15. Oktober, abends 9 1hr, in Damms Festsälen, Lindenstr. 105 und Freitag, den 17. Oktober, abends 9 Uhr, in Dobersteins Restaurant, Mariannenstr. 31. 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Oktober 1902. lich kommit diese Anlehnung an London darin zum Ausdruck, daß, worden, welchen Einfluß schon jetzt die Nachrichten von den amerikaals hier am Dienstag und Mittwoch auf die Meldungen aus New nischen Kohlenantäufen in England und dem Ausbruch des GrubenYork und Montreal ernste Besorgnis vorherrschte, die Haltung sofort arbeiter- Streifs in Frankreich auf die Kurse haben und die nächsten umschlug, als die eintreffenden Londoner Nachrichten eine opti- Tage werden weitere Beispiele dafür erbringen. mistischere Beurteilung der amerikanischen Wirtschaftslage bekundeten. Damit soll nicht gesagt sein, daß, wenn der Ausstand im Die im vorigen Wochenbericht charakterisierte abwartende Hal- In diesem Spiel der Meimumgen hob der eine Faftor immer pennsylvanischen Revier und in Frankreich sich längere Zeit hintung der hiesigen Börse lähmte auch in dieser Woche den Geschäfts- den andren so ziemlich wieder auf, so daß gegenüber dem Stand schleppt, nicht doch von England die Exporte eine Ausdehmung verkehr. Die Lage des amerikanischen Geldmarktes gilt troy aller am Ende der vorigen Berichtswoche die Kurse im ganzen nur recht annehmen können, einer starken Verschiebung des Erleichterungsmaßnahmen des Herrn Shaw noch immer als wenig geringe Renderungen aufweisen. Auf dem Bankaktien- Markt hat sich Verhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage auf dem englischen geklärt, und zudem erhielt die Befürchtung eines baldigen Rückfast nichts verändert; dagegen haben die leitenden Werte des Markt führt und dementsprechend zu weiteren Preissteigerungen. schlages der amerikanischen Industrie- Entwickelung durch die in den Montanmarktes durchweg fleine Kurssteigerungen erzielt( meist 1 bis Auch auf dem französischen Markt wird der dortige Ausstand selbstöftlichen Staaten der Union hervorgetretene Sohlennot eine neue Stüge. 2 Proz.), und zwar nicht nur Kohlenaktien, für die, wie schon er- verständlich nicht ohne Einfluß bleiben. Die Händler haben zwar, Andrerseits wird allerdings von einem längeren Andauern der wähnt, die Kohlenarbeiter- Ausstände Stimmung machten, sondern da sie schon seit Monaten auf den Ausbruch des Streits gefaßt sind, Kohlennot drüben und dem in Frankreich ausgebrochenen Gruben zum Teil auch Hüttenaktien, da man darauf rechnet, daß durch bedeutende Vorräte angehäuft und teilweise Abschlüsse mit ausarbeiter- Ausstand ein vorteilhafter Einfluß auf die Lage der deutschen den Kohlenmangel die amerikanische Eisenindustrie sich zu weiterer wärtigen Gruben gemacht; das dürfte sie aber nicht hindern, Kohlenindustrie erhofft. Man rechnet nicht nur auf größeren Abfah Betriebseinschränkung genötigt sehen und diese günstig auf die deutsche gleich ihren englischen Kollegen jede Gelegenheit Gelegenheit für nach Frankreich, Belgien, Holland, sondern glaubt auch erwarten zu Eisen- und Stahlausfuhr zurückwirken wird. Preiserhöhungen auszunuzen, und wenn die Marktlage dürfen, daß als Folge der englischen Kohlenerporte nach den Ver- In den Vereinigten Staaten macht sich infolge des Andauerns sich hierfür nicht günstig erweisen sollte, durch künstliche Zurückhaltung einigten Staaten und der dadurch bewirkten Preissteigerung für des Stohlenarbeiter- Streits der Kohlenmangel immer fühlbarer, des Angebots nachzuhelfen. Zu einer Versendung größerer Kohlen Kohlen in den englischen Ausfuhrpläzen die britische Konkurrenz sich besonders in den nordöstlichen Staaten, und bereits sind in den massen Deutschlands nach den Vereinigten Staaten wird es dagegen aus den Häfen der deutschen Nord- und Ostseeküste zurückziehen legten Tagen größere Mengen von Anthrazitkohlen von Cardiff und kaum kommen. Die von einigen Blättern in diefer Nichtung ges und das frei werdende Gebiet von der deutschen Kohlenindustrie Newcastle nach New York und Boston verschifft worden. Die äußerten Hoffnungen gehören zu den luftigsten Spekulationen. besetzt werde. Und zu diesen Aussichten gefellte sich als weiteres Folge ist, daß in diesen Hafenplätzen die Preise für Was die Vereinigten Staaten entbehren, sind Anthracit stimulierendes Moment das Gerücht, die Verwaltung des Schalker Anthrazitkohle angezogen haben, nach den letzten Meldungen fohlen; andre Kohlensorten sind zum Teil im Ueberfluß Gruben und Hüttenvereins habe für das abgelaufene Geschäftsjahr fogar um 2-3 Shilling( 2-3 m.) pro Tonne( 2240 engl. Pfund vorhanden. Hierin kann aber Deutschland, unter Berücksichdie Verteilung einer 30 prozentigen Dividende( gegen 321 Proz. im a 458 Gramm). Einige Blätter folgern daraus bereits, daß auch in tigung der Frachtverhältnisse, nicht mit England konkurrieren, selbst Vorjahr) beschlossen. Mitteleuropa der Preis beträchtlich in die Höhe schnellen wird. Vor- wenn dort der Preis noch weiter anziehen sollte. Dagegen würde Die Haltung der Börse war deshalb keine einheitliche. Nicht nur läufig ist diese Befürchtung wenig begründet. Das Anziehen der wahrscheinlich infolge der Verminderung der englischen Konkurrenz wechselte, je nachdem der eine oder andre Gesichtspunkt in den ein- Preise in den genannten Hafenpläßen erklärt sich keineswegs sich in Belgien und den Niederlanden sowie in den deutschen Häfen laufenden Meldungen mehr oder weniger hervortrat, die Stimmung, daraus, daß die bisher verkauften und verladenen Mengen für die der Nord- und Ostsee die Gelegenheit zu einer bedeutenden Ersondern lettere wirfte auch vielfach auf die verschiedenen Spekulations- englische Kohlenproduktion erheblich ins Gewicht fallen. Der Grund weiterung des bisherigen Absatzgebietes für deutsche Kohle bieten, gebiete in divergierender Richtung ein. Während sie auf dem einen liegt vielmehr darin, daß die Nachfrage von seiten Amerikas sich plöz- und auch der Ausstand in Frankreich eröffnet die Aussicht auf spätere Gebiet eine Befestigung der Tendenz herbeiführte, bewirkte sie auf lich eingestellt hat, die Lieferung sofort vom Play erfolgen muß, und größere Exporte dorthin, vorausgesetzt, daß dort wie in den Vereinem andren eine Abschwächung. Dazu kommt, daß die hiesigen die Großhändler, da die Amerikaner nicht Zeit zu langen Unter einigten Staaten der Streit noch wochenlang anhält. Börsenkreise, besonders die fleinere Spekulation, in dem Gefühl ihrer handlungen haben, die ihnen vorteilhafte Lage ausnüßen. Soweit Zu verwundern ist eigentlich, daß der Ausstand im pennsylvanis Unsicherheit und verwirrt durch die widerspruchsvollen tendenziösen die Nachrichten reichen, mögen bisher im ganzen etiva 150000 Tonnen schen Revier sich erst jest, nach ungefähr fünfmonatlicher Dauer, amerikanischen Nachrichten, ein gewisses Bedürfnis nach einem Weg- teils schon verladen sein, teils in den nächsten Tagen zur Verladung energisch auf dem amerikanischen Kohlenmarkte geltend macht, da weiser aus dem wüsten Meldungs- und Meinungsgewirr empfinden kommen. Das ist sicherlich ein ansehnliches Quantum, aber was außer dem pennsylvanischen Anthracit- Kohlenrevier, in welchem etwa und in ihrer Suche nach einem Anhalt mehr und mehr danach schielen, bedeutet es gegen eine Gesamtmenge von 219 Millionen Tonnen ständig 160 000 Grubenarbeiter beschäftigt sind, von denen nach der welche Aufnahme die New Yorker Meldungen an der Londoner Börse finden. Kohlen aller Art, die England nach einem soeben dem englischen Angabe Mitchells, des Vorsitzenden der„ United Mine Workers Eine gewisse Abhängigkeit der Berliner Börse von London bestand, Parlament zugegangenen Blaubuch im letzten Jahre produziert hat? Union" 140 000 streifen, sich nur noch größere Anthracitlager an der was amerikanische Werte anbetrifft, naturgemäß auch bisher schon, Borerst fann von einer in Aussicht stehenden Kohleninappheit Grenze zwischen Nord Carolina und Virginien befinden, die immerhin reagierte die hiesige Börse meist ziemlich selbständig auf nicht die Rede sein, auch für England nicht und selbst nicht aber nicht entfernt die Bedeutung des pennsylvanischen Reviers die New Yorker Vorgänge, oft sogar mit völlig parallelen, wenn für die obengenannten Versandpläge, oder doch nur einstweilen, erreichen. Die Sache läßt sich nur daraus erklären, daß zur Zeit auch im fleineren Maßstab ausgeführten Schwankungen. Nach der d. H. bis zur Heranschaffung größerer Vorräte. Die Meldungen des Ausbruchs des Streiks noch größere Kohlenvorräte vorhanden Kursbewegung der letzten Woche zu urteilen, scheint man aber jetzt über die absolut nicht zu befriedigende Nachfrage in der englischen getvesen sein müssen, die zusammen mit der Förderung in einigen willens zu sein, die amerikanischen Gerichte nicht mehr in originaler Zu- Presse dürften aus den Streifen der Großhändler, Stohlenerporteure nicht am Ausstand beteiligten Gruben des pennsylvanischen Reviers bereitung genießen zu wollen, sondern nur noch präpariert mit englischen und andrer Interessenten stammen, denen natürlich sehr daran liegt, sowie in Virginien und Nord- Karolina die Nachfrage bislang einigers Saucen, und das nennt man dann Emancipation vom Treiben in die Nachfrage nach Kohlen im Verhältnis zum Vorrat und zur Er- maßen zu decken vermochten, daß nun aber, wo der Winterbedarf Wallstreet. Im Grunde genommen ist nur der Unterschied vor- zeugung recht groß erscheinen zu lassen, um den Boden für weitere Preis- sich geltend macht, alles, was an Vorräten noch irgendwo vorhanden handen, daß, während man bisher fast haltlos im Schlepptau von erhöhungen zu ebnen. Und ähnliche Interessentenkreise sind es auch, die war, aufgebraucht ist. Vielleicht haben auch manche Betriebe, die New York trieb, man sich neuerdings abwechslungshalber gelegentlich in Deutschland die Bedeutung der jetzigen englischen Kohlenerporte früher Anthracitkohlen verbrauchten, sich schon in letzter Zeit mit von der Londoner Börse ein Stück Weges nachschleppen läßt. Deut nach der Union übertreiben. Es ist ja bereits vorhin erwähnt gewöhnlicher bituminöser Kohle beholfen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 12. Ottober, Freie Volksbühne. MetropolTheater. 13. u. 14. Abteilung. John Gabriel Borkmann. Anfang 23 Uhr. 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Es wurde beschlossen: gegen die Aeußerungen der Barmer Handelskammer bezüglich der Frage der gefeßlichen Einführung der zehnftündigen Arbeitszeit für Arbeiterinnen, der Verlängerung der Mittagspause und des früheren Stationen Arbeitsschlusses an den Vorabenden der Sonn- und Festtage. Die Kommission hält insbesondere die Einführung des ZehnstundenArbeitstages für die Arbeiterinnen für unbedingt notwendig im Interesse der physischen und geistigen Hebung der Arbeiterklasse." Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Swinemde, 755 SW Hamburg 755 S Berlin 756 SSW Frantj./M. 758 Still 759 SGD 760 Still Wetter- Prognose für Sonntag, den 12. Oktober 1902. Mild und zeitweise heiter; aber sehr veränderlich mit leichten Regen- München „ Die Gewerkschaftskommission als Vertreterin der gesamten organisierten Arbeiterschaft Barmens erklärt sich auf das entschiedenste fällen und mäßigen westlichen Winden; später etwas fälter. Montag Dienstag Mittwoch Einzelne Wien Wetter 2 Dunst 1 Dunst 2 bedeckt Rebel 1 bededt Temp. n. 6.1 5º C.= 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärle Wetter 11 Haparanda 752 DGD 2bedeckt 9 Betersburg 760 SSW 1bedeckt 12 Corf 9 Aberdeen 11 Paris Nebel 11 757 NN 755 Temp. n. C. 5°. 4° 1 2 4 wolkenl 3wollig 12 Waarenhaus Hermann Tietz Vorzugspreise Servietten mit kleinen Fehlern. Dizd. 1⁹ 80 Handtücher schwere Qualität h'leinen Drell, grau 50 cm breit, Mtr. 24 PL. • Meter Baumwollwaaren( für Herbst- und Wintersaison) Blusenstoffe neuste türkische und andere Streifen, Meter 40 Pf. Negligé- Velours schwere, feste Qualität Meter 50 Pf. Unterrock Flanell( Eider- Flanell, karirt). Meter 65 Pt. Hemdenflanell sehr gute, feste Qual., Meter sehr gute, feste Qual., Meter 30 33 38 PL. Sammetflanell bedr., beste Qualitäten, Meter 50 68 PL. Reste u. Coupons in Baumwollstoffen Kleiderstoffe ca. 110 cm breit bestehend aus: Reinwollene Blusenflanelle, doppelbreit, Mtr. 75, 95 P. 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