Nr. 241. 19. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerande: Bierteljährl. 3,30 ML, monatl 1,10 2, wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1902 unter Rr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Bort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm breffe: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise. Mittwoch, den 15. Oftober 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. immanenten Ursachen unsrer Wirtschaft selbst au( und damit auch die Kapitalanlage zu Produktionszweden) un. erflären. gleich schneller gewachsen ist, als das ArbeitsDieses Begründetjein der Krise im Wesen der heutigen Wirt- einkommen. Dadurch", heißt es G. 378, daß jährlich eine zu fchaft schließt nicht aus, daß der Anstoß zur Krise wie zum Auf- große Summe dem direkten Verbrauche entzogen und der Produktion An Abhandlungen und Broschüren über die jetzige Wirtschafts- schwung ein verschiedenartiger sein tann, ja Eulenburg nimmt an, zugeführt wird, ist überhaupt das Moment der Ueberausdehnung frise, die nicht nur so manche tapitalistischen Hoffnungen, sondern daß mit der Entwicklung der fapitalistischen Wirtschaft sich auch der nur möglich, die erst nach einiger Zeit vollständig ausgefüllt auch theoretische Konstruktionen der letzten Aufschwungsperiode ver- Charakter der Krisen ändert. So hat denn auch nach seiner Ansicht werden kann." nichtet hat, fehlt es nicht. Wie immer, wenn im vergangenen Jahr- neben den Erfindungen auf dem Gebiete der Elektricitätsverwertung Auf die Ausführungen Eulenburgs über die Nüdwirkung der hundert das Wirtschaftsleben nach Perioden glänzender Pro- besonders die rasche Zunahme der Edelmetallproduktion dem in 1895 Rapitals- und Produktionsausdehnung auf den Geldmarkt und die sperität tiefe Erschütterungen erlitt, sind auch diesmal wieder einsetzenden Aufschwung einen bedeutsamen Anstoß gegeben. Denn Spekulation einzugehen, verbietet die Knappheit des Raumes; erjene Sachkundigen erschienen, die, ба fie mur gewiffe diese Zunahme, speciell die Goldproduktion, habe zu einer Geld- wähnt sei nur, daß er in der Kreditüberspannung und Spekulation Symptome der Krise, nicht deren im kapitalistischen Wirt- entwertung geführt, d. h. zu einem Anziehen der Warenpreise. während der Hochkonjunktur lediglich verschärfende Momente" erschaftsgetriebe wurzelnde Ursachen sehen, allerlei Nebemumstände: Steigender Preis aber bedeute immer ein Ansporn für die Produktion blidt, nicht primäre Ursachen der Krise. den Transvaalkrieg, das Kartellwesen, das Börsengesetz für den und damit auch für die Spekulation. Zum Schluß spricht Eulenburg nochmals die Anficht aus, daß Hereinbruch der Krise verantwortlich machen und dementsprechend„ Steigende Preise aber wirken im Syftem privatfavitalistischer mit einem längeren Andauern des jezigen wirts mit schönen Rezepten bei der Hand find, wie künftig ähnlichen Ulm Volkswirtschaft und der freien Einkommengestaltung als allgemeiner ich a ftlichen Drudes gerechnet werden müsse, dessen schlägen des Wirtschaftslebens vorgebeugt werden kann. Das Anreiz zur Produktionsausstattung und zu einer Förderung des llebertvindung natürlich durch einen wirtschaftlichen Rückschlag in Minderwertigste in dieser Hinsicht bietet die freihändlerische Wirtschaftslebens. Die Beschäftigung hatte z. B. 1899 foldje merita noch weiter hinausgeschoben würde. Brentanosche Schule, deren Wortführer meist überhaupt das Bestehen Höhe erreicht, daß in den wichtigsten Industrien eine wirkliche einer riſe leugnen und nur das Vorhandensein einer„ Depreffion" Rot an Arbeitern eintrat. Dadurch wurde natürlich bei Händlern oder Erschlaffung des Geschäftslebens anerkennen ganz selbst- und im Publikum die Meinung von der außerordentlich gestiegenen verständlich; denn nimmt man einmal an, daß in dem Produktion gestärkt. Das wirkte weiter auf die Steigerung der Berlin, den 14. Oftober. Gewirr der kapitalistischen Wirtschaft sich von selbst eine innere Preise, da vor allem die Händler große Käufe machten und aus Der Reichstag Harmonie durchsetzt, so ist es ein Widerspruch in sich, die Krise als Furcht vor weiterer Haussebewegung und in spekulativer Absicht große notwendiges Produkt dieser Wirtschaft gelten zu laffen, dann er- Lagerbestände aufhäuften, die bei Umschwung der Konjunktur sich hat am Dienstag feine Arbeiten wieder aufgenommen. Groß fordert schon die Stonsequenz, sie als Erzeugnis einer durch irgend- als unverläuflich erwiesen. Die Preissteigerung hat eben ein war die Zahl der Getreuen nicht, die dem Rufe des Präsiwelche äußeren Verhältnisse bewirkten Störung des natürlichen doppeltes Geficht; sie beeinflußt in entscheidender Weise die denten gefolgt sind. Bei Beginn der Sigung waren noch Gleichgewichts der wirtschaftlichen Kräfte aufzufaffen. Es ist deshalb Prosperitätsperiode, fördert die Produktionsausdehnung und erzeugt nicht humbert Abgeordnete im Saale anwesend, und die Zahl auch kein Fehltritt, sondern nur etwas Selbstverständliches, wenn weitere Hausse; sie beschleunigt aber damit auch den Umschwung. wuchs auch nicht sonderlich im Laufe des Tages. Herr Walther Lot, der getreue Kleintärner Brentanoscher Theoretit, erschwert die Anpassung an den Bedarf und verlängert die Baisse." Der Präsiden tließ der Arbeit einige freundliche Begrüßungsfürzlich als wissenschaftliche Attraktion des Frankfurter Bankiertages Dagegen verneint Eulenburg, daß die Entwicklung des Außen- morte an die Erschienenen vorangehen. Unter seinen geschäft verkündete, daß hauptsächlich das Börsengesetz und die durch die handels, wie von manchen Seiten behauptet worden ist, wesentlich lichen Mitteilungen war bemerkenswert, daß nicht weniger als Bollfämpfe hervorgerufene Beunruhigung der Geschäftswelt an dem zu dem Einseßen des Aufschwunges in 1895 beigetragen hat. In 84 Mitglieder in die Zolltarif- Kommission ein- und aus Ausbruch der„ Depreffion" schuld seien. seinen Ausführungen über die Steigerung der Produktivität der getreten sind. " -Politifche Ueberficht. Von dieser Wissenschaft", die sich im wesentlichen damit be- hauptsächlichsten Industrien kommt er vielmehr zum Ergebnis, daß Die Tagesordnung: Petitionen, war außerordentlich gnügt, die Behauptungen der Börsenpreise mit etwas boltswirtschaft- die Ausfuhrzunahme feinesivegs mit der Mehrerzeugung Schritt ge- umfangreich); aber von ihren 40 Nummern wurde selbst die Freilich handelte es sich licher Begründung auszustatten, wofür sie als Gegenwert das reichhalten hat. Die Ausfuhrziffern find erheblich langfamer gestiegen erste nicht zu Ende geführt. weites und wichtiges Thema, unt liche Lob dieser Presse eintauscht, sticht wohlthuend eine foeben von als die Produktionsvermehrung und Kapitalinbestierung bedingte. da um ein sehr Dr. Franz Eulenburg- Leipzig im Septemberheft der Conrad- Der Anreiz zu beiden ist also jedenfalls nicht vom Ausland ge- ein einheitliches deutsches Vereins- und Versammlungsrecht schen Jahrbücher für Nationalökonomie veröffentlichte Studie ab fommen und nicht durch den ausländischen Bedarf hervorgerufen." im allgemeinen und das Vereins- und Versammlungsrecht der über die gegenwärtige Wirtschaftstrise", die ent- Worin ist nun aber die Ursache des eingetretenen Rückschlages Frauen im besonderen. Nirgends vielleicht zeigt sich deutschieden zu dem Besten gehört, war bisher über den legten wirtschaft zu suchen? In der übermäßigen Produktionsausdehnung, aber licher, wie tief wir noch im alten Polizeistaat stecken und wie lichen Rückschlag geschrieben worden ist. Nicht, als wenn sich nicht nicht in der allgemeinen Produktionsausdehnung schlechthin, sondern unendlich langsam und mühselig auch nur der kleinste Fortgegen einzelne Auffassungen Einwände erheben ließen, oder als wenn ſpeciell in der Ueberproduktion von Produktionsschritt zu erreichen ist. Hörte man heute die Redner der die Darstellung nicht vieles zu wünschen übrig ließe. Im Gegen- mitteln. Eulenburg unterscheidet eine Produktion von gewöhn bürgerlichen Parteien, fo mochte es ja so scheinen, teil, die Darlegungen sind durchweg recht troden gehalten; es sind auch lichen Genußmitteln und von Produktionsmitteln( Werkzeugen, Mas als sei es ihnen ernstlich darum zu thun, ein vernünftiges nicht alle in Betracht kommenden Punkte berücksichtigt, und ferner fchinen, Fabrifgebänden 2c.), die im Produktionsprozeß An allgemeines Vereinsrecht zu schaffen. Aber der Verdacht liegt begnügt sich vielfach der Verfasser, gezwungen durch den knapp- wendung finden und zur Steigerung der Produktionsfähig wie Bebel mit gutem Grunde hervorhob sehr nahe, Arten Der Konsum dieser beiden bemessenen Naum( ca. 80 Seiten), mit bloßen Hinweisen und An- feit beitragen. von daß die kommenden Wahlen nicht ohne Wirkung auf deutungen, die in ihrer Kürze dem Nicht- Wirtschaftspolitiker nicht Erzeugnissen sei aber ein ganz ungleichartiger; die Ausdehnung und diese freiheitlichen Allüren sind. Das gilt für die Nationalimmer verständlich sein mögen kurz die Abhandlung präsentiert Broduktionsfähigkeit einer Industrie, tvenn sie einmal gesteigert sei, liberalen, für die Herr Bassermann sprach, besonders fich als richtige Professorenarbeit mit oft altfränkischem Zuschnitt. bleibe bestehen und brauche nicht beständig in gleichem Maße aber für das Centrum. Herr Trimborn aus Köln sprach denn auch mit mit großem Eifer von der NotUnd doch überragt sie die bisher erschienenen Abhandlungen über die und gleichem Tempo weiter gesteigert zu werden. das „ Es ist das Einschieben der Produktion von Produktionsmitteln", wendigkeit, jetzige Krise, denn sie ist eine gefchloffene, systematische Arbeit, die Koalitionsrecht in modernem Sinne nicht naschhaft von einer Hypothese zur andern flattert, sondern sich erklärt der Verfaffer S. 354, die Verlängerung des Produktions- auszubauen, und griff die fächsische Regierung wegen auf dem Fundament bestimmter volkswirtschaftlicher Grundauffassungen weges, das die ganze Wirtschaft kompliziert. Ist das Werk einmal ihrer Chikanierung mißliebiger Arbeitervereine heftig an. Den aufbaut. für die Mehraufträge ausgestattet, so kann diese Erweiterung auch Frauen freilich will das Centrum, ebenso wie die Mehrheit Nach einer Erörterung des Begriffs der Krise und des inter- für längere Zeit den gesteigerten Bedürfnissen Rechnung tragen, der Petitionskommission, das Vereins- und Versammlungsnationalen Charakters der gegenwärtigen Störung beschäftigt sich ohne daß der Spannrahmen des Produktionsapparates stetig recht nicht uneingeschränkt gewähren, sondern es Eulenburg zunächst mit den Symptomen der Krise und ihrer Inten- erweitert zu werden brauchte. Die Kadres find dann geschaffen nur auf ihre socialen Berufsinteressen beschränken. Gegen diesen Vorschlag wandte sich außer Rickert, fität. Er betrachtet die Ausdehnung der Konkurse und ihre Wirkung und bedürfen nun nur noch eines langsameren Ausbaues und eines auf die verschiedenen Ertverbsschichten, die Ausweise( Bilanzen, Ge- langfameren Verschleißes. Es triit fonach eine Unproportionalität dem freifinnigen Abgeordneten Müller Meiningen mit Er wies die schäftsberichte zc.) der Banken, die Rentabilität der industriellen ein zwischen der Produktion von Produktionsmitteln auf der einen besonderer Entschiedenheit Genosse Bebel. Betriebe vor und nach der Krise sowie die Schwankimgen des Seite und der Produktion von Gebrauchsgütern durch jene auf der Halbheit dieses Vorschlages treffend nach und zeigte an einer Arbeitsmarktes. Das Ergebnis feiner Ausführungen faßt er felbft andern Seite: diese legteren können stetig fortschreiten was von Reihe von Beispielen, daß sich die Berufsinteressen der in die Worte zusammen: der Zunahme und der Kaufkraft der Bevölkerung abhängt; jene Arbeiterin mit der politischen Bethätigung auf das engste be" Sonach stellt sich als Gesamtresultat unsrer Untersuchungen erleiden aber nur einen rudweisen Ersay, wenn sie einmal einrühren. Besonders fatal war dem Centrum, wie aus einer daß Bebel heraus, daß die Großbetriebe weniger vom Niedergange zu leiden gerichtet sind. Es steht fonach ein zeitliches Mißverhältnis zwischen Erividerung seines Redners hervorging, Und diese Unausgeglichenheit" an die Praris der Ultramontanen erinnerte, besonders haben, als die kleinen und mittleren, das Handwerk mehr als die der Produktion beider Art... Socialdemokraten die Säle Säle ab Industrie. Der Verlust an Kapital ist nicht so groß als es auf den wird um so mehr verstärkt, je größer zu einer Zeit die Aus im Rheinlande, den daß er die Haltung des bayrischen ersten Aublic schien, die Lage der arbeitenden Klasse hat sich im stattung und Erweiterung der Produktion von Produktionsmitteln zutreiben, und Centrums bei der Revision des der Revision des Vereinsrechtes scharf ganzen wesentlich verschlechtert. Die einzelnen Industrien sind ver- gewesen ist." schieden in Mitleidenschaft gezogen; naturgemäß werden auch die Liegt aber in diesem Mißverhältnis, wie Eulenburg in Bezug kritisierte. Bebel trat bei dieser Gelegenheit entschieden für Arbeiter am meisten betroffen, die in rückgehenden Zweigen be- auf die Eisenindustrie näher darzuthun sucht, thatsächlich die Haupt- das politische Wahlrecht der Frauen ein. Er hatte so drastische schäftigt werden: dort, wo die Rentabilität am stärksten abnahm, ursache der jetzigen Strije, so sind nicht nur alle Hoff- Beispiele, für das ungerechtfertigte Auflösen von Versammlungen find die größten Lohnrückgänge." nungen auf ein baldiges Aufhören der De besonders aus Sachsen anzuführen, daß selbst der sächsische Interessanter ist die Frage nach den Ursachen der gegenwärtigen preffion eitel, sondern es ist auch die Anficht Brentanos, daß Geheimrat Fischer sich genötigt sah, Mißgriffe zuzugeben. Krise, die zugleich die Frage in sich schließt, welche Faktoren den die Kartelle Fallschirme der Krisen" seien, völlig unbegründet, Auch der Bundesratsvertreter der thüringischen Staaten mel Anstoß zum voraufgegangenen Aufschwung gegeben haben. denn wie Eulenburg in einer theoretischen Darlegung nachweist, die zu den dete sich zur Stelle, um sich über die willkürliche Handhabung Nach Eulenburg find die Wirtschaftskrisen notwendige besten Partien der Abhandlung gehört und teilweise ähnliche Gedanken des Vereinsrechts in Sachsen- Weimar und Sachsen- Altenburg Resultate der kapitalistischen Produktionsweise, gänge enthält, wie Kautskys Ausführungen über die Kartelle in zu äußern; nur der größte Bundesstaat Preußen fand keinen ja er verficht sogar die Richtigkeit der Theorie, daß die Krisen sich seinem Artikel über„ Krisentheorien" in Heft 30 des laufenden Jahr Vertreter. Herr v. Hammerstein scheint es vorzuziehen, dic mit einer bestimmten Regelmäßigkeit wiederholen müssen( sogenannte ganges der„ Neuen Zeit", vermag die Kartellorganisation die Grund Reichstagsverhandlungen gedruckt zu lesen, statt Auge in Auge Rede zu stehen. Dabei wurden gerade ihm besondere Liebens Cyflus- Theorie), wenn auch von einem Einhalten stets gleicher Zeit gefeße der fapitalistischen Produktion nicht zu verrücken. abstände nicht gesprochen werden könne, da die Aufschwungs- wie ändert an dem Wesen der modernen Produktionsweise gar nichts, würdigkeiten gewidmet und seine famose Segment- Erfindung die Krisenperiode durch verschiedene Rebemumstände verlängert worauf es doch ankäme. Es ist eben ganz unmöglich, ein einzelnes nicht gerade gefeiert. Auch von der Rechten nahm niemand das Wort. Morgen oder verkürzt werden könnten. Spöttisch fertigt er die Eintags- Glied aus der Kette des Wirtschaftssystems herauszugreifen und ihm soll die Debatte fortgesetzt werden, doch hat die Besprechung Theoretiker ab, die aus dem Stand der heutigen Kredit- und Ver- einen besonderen Platz außerhalb anweisen zu wollen." tehrseinrichtungen im Zusammenhang mit der Entwicklung Neben dem Zurückbleiben der Nachfrage hinter der Produktion unsrer Interpellation über die Arbeitsdes Kartellweseus ohne viele Ueberlegung" eine sinkende von Produktionsmitteln kommt aber noch ein zweites in Betracht, I osigkeit, die bor Monaten abgebrochen wurde, den Tendenz zu wirtschaftlichen Störungen konstruiert hätten. Und nämlich das Verhältnis der Produktionssteigerung und der Kapital- Vortritt.ebenso wenbet Bestreben, das fich gegen gewiffe vermehrung zur Volks- und Einkommenserhöhung, vornehmlich zur „ außerwirtschaftliche Momente"( d. h. außerhalb des eigentlichen Gestaltung des Lohn- und Arbeitseinkommens, und in Bezug auf Wirtschaftsgetriebes stehende Faktoren, z. B. den Transvaalfrieg) diese Frage kommt Eulenburg in einem längeren Abschnitt als Krisenursache hinzustellen. Der Einfluß derartiger Neben über„ Sauftraft und Kapitalisation" zu dem Resultat, daß wenn umstände auf die Ausgestaltung der Krise könne nicht bestritten auch Arbeitslohn und Arbeitseinkommen in den Jahren 1895/1900 werden, doch wäre der letzte Umschwung durch aus aus den gestiegen find, doch die Produktivität sowie die Kapitalanhäufung fände der Session, des 3oIltarifs und des Etats für 1908, er " „ Sie Die Diapofitionen des Reichstages. Der Seniorentonbent, der am Dienstag unter dem Vorsitz des Präsidenten tagte, war sehr start besucht Der Präsident betonte, daß zur Bewältigung der Hauptgegens ettva 130 Sigingstage zur Verfügung stehen. Um die Geschäfte des über die Unfallverhütung übrigens auch der Landestultur| Der Rückgang des Fleischkonsums um 18 zeige die bedridenbe Reichstages ordnungsmäßig zu erledigen, beabsichtigt der Präsident, Rat für das Königreia Sachsen vertrete, worüber wir Notlage der Armen. Bei solcher Not in der Stadt müsse vor der Weihnachtspause die zweite Beratung des Tarifs soweit als früher schon berichtet haben, schloß er: Abhilfe erfolgen. Als Kölner Stadtverordneter möglich zu fördern und außerdem, wenn der Etat eingeht, die erste Beratung desselben vor Weihnachten zu erledigen. Nach Beendigung der Etatsberatung, also voraussichtlich nach der Osterpause könnte alsdann die Zolltarifberatung fortgesetzt werden. Das Ende des jezigen Reichstages sei, so viel er wisse, Mitte Juni zu erwarten, wenn er nicht vorher eines nicht natürlichen Todes sterbe. Die Berufsgenossenschaft dürfe daher nicht länger zusehen, müsse man die Sache beurteilen, und als solcher könne man die Die Aufhebung der wie jährlich eine große Anzahl Personen ihre ge= Deffnung der Grenzen in Erwägung ziehen. sunden Glieder oder ihr Leben verlieren, weil man Sperre würde die Kölner Fleischpreise sicher beeinflussen. in weniger einsichtsvollen Kreisen der meiningischen landwirtschaft. Auch ließe diese sich so durchführen, daß die Gefahr der Senchenlichen Bevölkerung sich den Unfallverhütungs- Vorschriften gegen- einschleppung wohl ausgeschlossen sei. über ablehnend verhielt. Diese Gleichgültigkeit ließe sich aber vor Man sieht, Herr Trimborn ist ein sehr wandlungsfähiger Herr, Gott und dem eignen Gewissen nicht mehr verantworten." und wohl in Anerkennung dessen hat ihn die Zolltarif- Kommission Gegen diese Dispositionen erhob sich im Seniorenkonvent kein zum Berichterstatter über den Abschnitt:„ Kautschuck" bestimmt. Es muß wahrlich, und nicht bloß in diesem agrarischen s Mitglied der Zollfommission tritt Herr Trimborn für AbWiderspruch. Auf die Einzelheiten eingehend, teilte der Präsident so- Bezirk, weit gekommen sein, wenn der Vorsigende einer sperrung des Auslandes durch Wucherzölle ein. Da kümmert ihn dann mit, daß eine Interpellation betreffend die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in deren die Notlage der ärmeren Bevölkerung herzlich wenig, da hilft er Fleischnot von der socialdemokratischen Fraktion eingebracht ist, Vertreter Versammlung also zu reden wagt! Freilich der den Befizenden auf Kosten der Masse die Taschen füllen. Aber als und daß er dieselbe auf die Tagesordnung einer der nächsten Appell an den lieben Gott und das Gewissen der Agrarier wird Kölner Stadtverordneter, da ist's anders. Da ist Herr Sizungen stellen werde. Nach Erledigung der Interpellation soll verflucht wenig helfen. Teilweise sah man das in der genannten Trimborn ein Freund der Armen und Notleidenden, da stimmt er dann der Zolltarif zur Beratung gestellt werden und zwar soll au- Versammlung wohl auch selbst ein und begnügte sich damit nicht, für Deffnung der Grenzen, gegen die hohen Fleischpreise. Warum? Weil in Köln erst das Tarifgeses und dann der Tarif in seinen sondern beschloß wenigstens noch die Vornahme weiterer und vor ist er christlich, dort unchristlich. einzelnen Positionen in zweiter Lesung beraten werden. allem scharfer Betriebsrevisionen. Aber auch die schärfſten die der zweiten aller andren Parteien mit dem Vorschlage einverstanden. Die können, wie allbekannt, nicht ausreichen, so lange noch den land- Klasse auf des Messers Schneide steht. In dieser Klasse wählen viele Socialdemokraten erachteten es der Logit widersprechend, wenn erst wirtschaftlichen Arbeitern das Recht der freien Koalition behäbige Mezgermeister und manche Leute, denen die hohen Fleischdas Tarifgesetz und dann der Tarif, welcher ausdrücklich als Voraus- und die dadurch erst mögliche Macht fehlt, den berufsgenossenschaft- preise zuwider sind. Die Deffnung der Grenze bedeutet Profit fir fegung des Tarifgefeßzes bezeichnet wird, zur Beratung gelangt. lichen Vorschriften den gehörigen Nachdruck zu geben. die demnächst Stadtratswahlen und find die Mit Ausnahme der Socialdemokraten erklärten sich die Vertreter and gewiffenhaftesten Betriebsrevisionen und Unfallvorschriften entschettionalliberal verwaltet werden soll, in rheinische Metropole zufünftig klerikal Zunächst müßten die Zollpofitionen festgesetzt werden und erst bann kann davon die Rede sein, welche gesetzgeberische Vorschriften für die Handhabung des Tarifs getroffen werden sollen. Deutfches Reich, Die deutsche Boerenfurcht. den Mezzger. Sollen da die Centrumsmandate erhalten werden, so muß man ihnen schon um den Bart gehen und trotz aller Wuchergelüfte, trotz der in der Zollkommission betriebenen Brot- und Fleischpolitik muß man den Schein wahren, als ob man außer den Agrariern und dem Armen und dem Mittelstande helfen möchte. Daher das doppelte Geficht des Herrn Trimborn! Gegen den Widerspruch der Socialdemokraten trat die Mehrheit der Ansicht des Präsidenten bei. Demgemäß wird die Beratung mit dem§ 1 des Tarifgesetzes( Minimalzölle für Getreide und Vieh) präsidenten Combes wie dem Minister des Auswärtigen Während in Paris die Boerengenerale sowohl von dem MinisterDas Mitgliederverzeichnis. Wie muß ein Mitgliederverzeichnis int in Verbindung mit den diese Artikel betreffenden Tarifpofitionen Delcassé empfangen wurden, ohne daß man peinliche Etiquetten Sinne des§ 2 des preußischen Vereinsgefeßes aussehen? Diese Frage, beginnen. fragen aufwarf, hat man in Berlin sogar die Anschlagfäulen- Firma die bereits das Kammergericht beschäftigt hat, ist nunmehr auch vor Die socialdemokratischen Mitglieder des Seniorentonvents regten Raud u. Hartmann mobilisiert, um die Platatierung des Aufrufes das Ober- Verwaltungsgericht gebracht worden. In Zabrze in weiter an, daß die vor den Ferien nicht zum Abschluß gelangte Be- des Empfangsausschusses für die Boerengenerale zu verhindern. Die Schlesien besteht ein Voltsverein Obrona", der von Polen gegründet und den Schutz sowie die Förderung der Interessen sprechung der Interpellationen wegen der Arbeitslosigkeit Weigerung ist offenbar auf einen Wink des Polizeipräsidiums erist und Unterdrückung der polnischen Sprache in der folgt, das auch sonst eifrig bemüht ist, jede Möglichkeit boeren- feiner Mitglieder bezweckt. Der Vorstand des Vereins konnte Provinz Posen vor dem Beginn der Zollberatungen erledigt wird. freundlicher Demonstrationen zu verhindern. Nun wird auch wohl es der Polizeiverwaltung von Zabrze nie recht machen, so oft Provinz Bofen vor dem Beginn der Zollberatungen erledigt wird. das ganze Bolf der Hoflieferanten die anfängliche Begeisterung aber auf Verlangen ein Mitgliederverzeichnis einreichte. Sie verlangte Ebenso wurde socialdemokratischerseits verlangt, daß jede Woche ein Tag schnüren; die„ undantbaren" Generale verdienen es ja nicht anders. immer wieder eine andre Art der Aufstellung und ordnete schließlich für die Beratung der Initiativanträge freigehalten wird. Der„ Vieutve Rotterd. Courant" giebt folgende Darstellung der unter Androhung einer Zwangsstrafe an, innerhalb 8 Tagen ein Bon keiner Seite wurden jedoch diese Anregungen aufgenommen oder Affaire: Nach den erfolgten Anregungen einer Zwischenperson, die nach einem bestimmten S che ma aufgestelltes Mitglieder- Verzeichnis befürwortet. Nur in einem Punkte kam der Seniorentonvent den aber im Unklaren lassen, inwieweit der Kaiser persönlich mit der einzureichen. Danach sollten außer Namen, Stand und Wohnung Wünschen entgegen, indem verabredet wurde, am Mittwoch die Be- Angelegenheit in Verbindung zu bringen ist, stimmte De Wet der Mitglieder auch deren Alter nach Jahr und Tag an sprechung der Arbeitsloseninterpellation fortzusetzen. einem Besuch beim Kaiser zu. Er konnte nicht anders handeln, ohne gegeben werden. Der Vorstand kam der Aufforderung nicht nach, Am Donnerstag soll dann für den Fall die Regierung nicht etwa unhöflich zu sein. Gleichzeitig verlangte er Informationen, nach sondern beschwerte sich, allerdings vergeblich, beim Landrat welchen Formalitäten der Empfang vor sich gehen sollte. Die und beim Regierungspräsidenten zu Oppeln. Die Behörden hielten die Beantwortung auf ſpäter zu verschieben wünscht die Bes Formalitäten, die ein Enthalten von einer Agitation und Ein- das Vorgehen der Polizeiverwaltung für durchaus berechtigt. Nach sprechung der Fleischnot- Interpellation stattfinden. Lehnt die führung durch den englischen Gesandten verlangen, bildeten feinen§ 2 des Vereinsgesetzes könnten die örtlichen Polizeibehörden nicht Regierung die Beantwortung zur Zeit ab, so wird bereits am Hinderungsgrund. Nun blieb die offizielle Einladung nur ein Mitgliederverzeichnis, sondern auch jede darauf bezügliche nächsten Donnerstag mit der Beratung des§ 1 des Bolltarif- aus. Die Generale wollten eine flare Ginladung haben, ehe sie Auskunft verlangen. Gesetzes begonnen, sonst am nächsten Freitag. die Audienz wagten. Daher die offizielle Mitteilung der Generale Der Vorsitzende Wycisk flagte nun beim Ober- VerwaltungsVoraussichtlich wird die Beratung des§ 1 sich zu einer um- aus dem Haag vom 6. d. Mts. gericht. Diesem lagen die Akten in einer Strafsache vor, die in fassenden Generaldiskussion über Getreidezölle im allgemeinen und Auch diese Darstellung beweist die Richtigkeit der Auffassung, derselben Angelegenheit gegen W. gefchwebt hatte. Danach ist W. Minimalzölle für die Hauptgetreidearten und Vich im besonderen daß die deutsche Regierung eine höchst zweideutige Rolle gespielt vom Kammergericht freigesprochen worden. Das Kammergericht nahm auswachsen. Vielleicht fallen alsbald für das Geschick der Zoll- und die Audienz als einen mit allerhöchster englischer Genehmigung Pflicht war. Unter einem Mitgliederverzeichnis gemäß§2 des Verhat; sie wollte überschlau zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen an, der Vorstand des Vereins habe schon mehr gethan, als seine vorlage entscheidende Erklärungen seitens seitens des erfüllten Wunsch der Generale zu stande bringen. Man hat einsgesetzes sei ein Verzeichnis zu verstehen, das nur Reichskanzlers. 1 fläglich vorbei geschlagen. Uebrigens scheint man jetzt bei uns ein Empfinden für die Eine parlamentarische Korrespondenz berichtet: Wie bestimmt Jämmerlichkeit der Situation zu haben. Wenigstens wird heute verlautet, wird der Reichskanzler die Interpellationen über die von den Breßbedienten des Auswärtigen Amts versichert, es werde Fleischnot am Donnerstag nicht beantworten, so daß an diesem vielleicht doch noch möglich werden, die Audienz zu vermitteln. Tage also bereits die zweite Beratung des Zolltarifs beginnen wird. Wenn die Regierung sich weigert, über die schwere Fleischnot, Stimmungszeichen für die Reichstagswahlen die wesentlich durch ihre verfehlte Grenzsperrepolitik heraufbeschworen find auch die Landtags- und Gemeindewahlen, die jetzt stattfinden. ist, Rede zu stehen, so wird fich alsbald bei Beratung der Viehzölle Der Zolwucher beeinflußt auch die Wähler in den Einzelstaaten und Gelegenheit ergeben, diese Frage zugleich zu behandeln. Agrarischer Arbeitermord. Daß neun Zehntel aller Unfälle der Arbeiter durch die ftrupellose Lässigkeit und gemeingefährliche Knauferei der Unternehmer in Befolgung und Verwirklichung der Vorschriften der Berufsgenossenschaften ihren letzten Grund haben, darüber herrscht bei allen halbwegs Ehrlichen kaum ein Zweifel; ebenso wenig darüber, daß die agrarischen Unternehmer hierin ihre industriellen Kumpane noch weit übertreffen. Einen geradezu klassischen Beleg hierfür bietet wieder der Geschäfts- und Rechenschaftsbericht der Meiningischen landund den Gemeinden. Bemerkenswert sind in dieser Hinsicht die Landtags to a hlen die Herrschende agrarische Mehrheit gestürzt worden. in Oldenburg, die am Dienstag stattgefunden haben. Dort ist Die Socialdemokraten gingen es ist dort indirektes Wahlsystem mit den bürgerlichen Demokraten gegen die Agrarier zu sammen und es gelang unfren Genossen, sechs Kandidaten durch zubringen, während bisher nur ein Socialdemokrat, Hug, im Landtag faß. Ein Privat- Telegramm berichtet uns vom Dienstag, daß im Wahlkreis Rust ringen die Socialdemokraten Hug, Duden, Heitmann, im Wahlkreis Delmenhorst die Genossen Schulz, Meyer und Schmidt gewählt worden sind. Namen it it d Wohnort der Mitglieder und in größeren Städten noch Straße und Nummer enthalte. Das Recht auf Auskunft umfasse nicht die persönlichen Verhältnisse der Mitglieder. Das Ober- Verwaltungsgericht gab der Klage statt, hob den Bes schwerdebescheid des Regierungspräsidenten auf und setzte die Verfügung der Polizeiverwaltung außer Kraft. Wie Subventionen ,, verdient" werden. Vor dem Schöffengericht in Hadersleben hatte fich am letzten Donnerstag der bekannte amtlich bezahlte Dänenvernichter C. Strackerjan, der Herausgeber der Schleswigschen Grenzpost", wegen Beleidigung des Landtags- Abgeordneten Julius Nielsen zu verantworten. Strackerjan hatte in einem Artikel mit der Ueberschrift„ Der neueste Eid" die Vereidigung Nielsens im Abgeordnetenhaus glossiert und diesem vorgeworfen, er habe gar nicht die Absicht, den Eid zu halten. Nielsens Eid fei deshalb ein Meineid und eine Gotteslästerung. Vor Gericht suchte der Angeklagte den Wahrheitsbeweis(!!) für seine Behauptung anzutreten. Er verlas eine Anzahl Artikel der dänischen Oppositionspresse, denen Nielsen nicht widersprochen, die er also gebilligt habe. citierte Reden von Parteigenossen Nielsens, aus denen Er dasselbe erhelle, wies auf eine in Nordschleswig kolportierte So ist die Herrschaft der agrarischen Mehrheit im agrarischen Ansichtspostlarte mit dem Vilde Christians IX. zu Pferde hin und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Musterstaat gebrochen worden. appellierte schließlich im Bruftton der Ueberzeugung an den Patriotisfür das letzte Berichtsjahr 1901 und ihre Vertreter Vermus der Richter: er habe nur aus den ehrenwertesten Motiven den sammlung. Dieser Beleg ist um so gewichtiger, maßgebender Der nationalliberale Delegiertentag in Eisenach bedeutet nichts Abgeordneten Nielsen angegriffen, denn er kämpfe für seinen und eindringlicher, als er außergewöhnlich offen und ehrlich ist, vor als der erneute Beweis des kläglichen Elends, in dem der National- König, jener aber gegen denselben. Der Gerichtshof bereitete dem allem aber auch, weil er eben von einer nahezu offiziell liberalismus untergeht. Einige Blätter der Partei, die auf ihrem großen Patrioten leider den Schmerz, ihm die Wahrung berechtigter agrarischen Seite kommt, der man eher alles andre als etwa linken ach so überaus schwachen!- Flügel stehen, täuschen sich Intereffen nicht zuzugestehen, die von ihm eingenommene Pose des Das Urteil Feindschaft gegen die Landwirtschaft vorwerfen kann. Hören wir, in die freudige Meinung, daß in Eisenach die Partei„ einen Ruck nordischen Vaterlandsretters also nicht anzuerkennen. was der Vorsitzende dieser genannten Berufsgenossenschaft in der nach links" erhalten habe. Die jüngeren Elemente sollen die Be- stellte vielmehr fest, daß der Wahrheitsbeweis absolut nicht gelungen Bertreterversammlung, die vor nicht zu langer Zeit stattfand, im Anschluß tonung der liberalen Gesichtspunkte fordern und den Anschluß an die und Straderjan zu der höchsten zulässigen Geldstrafe, 600 M., zu fonservative Reaktion zurückrufen. Herr Bassermann ließ seine verurteilen sei. Nur weil das Gericht annahm, daß Straderjan im an den schriftlichen Bericht ausführte. Rede über die allgemeine Stellung der Partei ausklingen in der guten Glauben gehandelt habe, sei von einer Freiheitsstrafe Abstand Nachdem er im Namen des Vorstandes, dem sich die Vertreter- Verkündigung dieser nationalliberalen Ziele:" Förderung des All- genommen worden. versammlung dann anschloß, erklärt hatte, daß die vornehmste Auf- gemeinwohls, Erhaltung der Wohlfahrt des Vaterlandes, entschieden Die Aufhebung des Vereinsrechts im Reichsland. Aus Met gabe der Berufsgenossenschaft die Verhütung der landwirtschaft- liberale Politik gegen jegliche Reaktion und gegen die mehr und wird uns geschrieben: Das kaiserliche Bezirkspräsidium hat die lichen Betriebsunfälle sei und daß die diesbezüglich bestehenden mehr um sich greifende leberwucherung der materiellen Interessen." vereinspolizeiliche Genehmigung des socialdemokratischen Vorschriften noch sehr berbesserungsbedürftig seien, wies Das ist das schöne Gerede, mit dem der Nationalliberalismus er auf die vom Reichs- Versicherungsamt gegebene vorläufige Mit- fein Wahlgeschäft einleiten will. Das einzige einigermaßen ahlvereins von Meg und Umgebung bersagt und zwar ohne teilung hin, wonach bekanntlich für 56 936 in der Land- und flare Ergebnis über die Eisenacher Verhandlungen ist der Zoll- irgend welche Begründung. Es wird Berufung aus Ministerium Beschluß, daß die Reichstagsfraktion sich im wesentlichen auf den eingelegt werden. Forstwirtschaft im Jahre 1901 verunglückte Personen Ent- Boden der Regierungsvorlage" stellen solle. Eine nicht unansehn Jm Neichsland giebt es also überhaupi fein Vereinsrecht ei:: fchädigungen gezahlt werden mußten, und führte dann nach der liche Minorität wolte selbst noch ein Hinausgehen über die neuer Beweis, wie dringend notwendig eine reichsgesetzliche gutagrarischen Dorfzeitung" in Hildburghausen, die sich in Regierungsvorlage offen halten. Das ist der nationalliberale Regelung ist. Mitteldeutschland weiter Verbreitung, guter offizieller Verbindungen Liberalismus, das der Widerstand gegen die Interessenüberwucherung, und eines noch besseren und berechtigteren, gut reaktionären und das schamlos reaktionärste Wuchergesetz, das Erzeugnis wildester arbeiterfeindlichen Rufes erfreut, folgendes wörtlich aus: Intereffenentfesselung zu billigen und zur Annahme bringen zu wollen! " D " Auf zwei Achsein. Husland. Deftreich- Ungarn. Diese Unfallstatistik und die wider Erwarten hohe linfallziffer zeige mit erschreckenderKlarheit, daß Tausende Bemerkenswert ist nur noch die Episode, daß Professor Lotz- Ein neuer Sprachen- Ausgleichsversuch. Koerber unterbreitete von Unfällen nur deshalb entstehen, weil in der deutschen München recht eindringlich seinen abweichenden Standpunkt gegen den Mitgliedern der einberufenen Konferenz die Grundsätze bezüglich Landwirtschaft für Unfallverhütung bisher fast gar nichts die Zustimmung zur realtionären Zollpolitik aussprach. Er sprach der gefeßlichen Regelung der sprachlichen Verhältnisse bei den landesgeschehen sei. Ebenso hätten die seit dem Bestehen der Berufs- zu tauben Ohren und er fragte ſelbſt offen, ob für ihn überhaupt fürstlichen Behörden Böhmens, sowie solche für die Regelung dieser genossenschaft vom Vorstand angestellten statistischen Erhebungen noch Platz in der nationalliberalen Partei sei. Verhältnisse bei den landesfürstlichen Behörden Mährens. Für beide bie unum stößliche Thatsache ergeben, daß in dem Länder gelten folgende Grundsätze: Herzogtum Sachfen- Meiningen eine große Anzahl von Unfällen Die deutsche Sprache ist in dem bisherigen Umfange zu in den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sich ereignen, die Aus Köln wird uns berichtet: Jm Kölner Rathause wurde lediglich durch mangelhafte Betriebseinrichtungen, durch das Fehlen in der letzten Sitzung über die Fleisch not verhandelt und mit gebrauchen; 1. im gesamten Verkehr mit den militärischen Behörden geeigneter Schutzvorkehrungen und Schutzvorrichtungen, sowie allen gegen zivei Stimmen ein Antrag der Verwaltung angenommen: und der Gendarmerie und für deren dienstliche Anforderungen; badurch hervorgerufen werden, daß es an genügender Die Stadtverordneten- Versammlung wird ersucht, beim Herrn 2. im Berkehr mit den Behörden außerhalb Böhmens bezw. Aufsicht, Anweisung und Belehrung der Arbeiter fehle." Reichskanzler um eine erweiterte Einfuhr lebender Schlachtschweine Mährens; 3. die deutsche Sprache ist ferner zu gebrauchen von Das ist gewiß schon deutlich und, von solcher Stelle qus, auch aus Destreich- Ungarn und den Niederlanden in den öffentlichen allen landesfürstlichen Behörden sowohl im inneren Dienstverkehr wie emerkennenswert offen und ehrlich gesprochen. Aber es tommt Schlachthof behufs sofortiger Abschlachtung vorstellig zu werden." auch in amtlichen Konferenzen, in allen Angelegenheiten der benoch besser. Der Vorsigende dieser Berufsgenossenschaft fuhr dann Beigeordneter Belmann begründete den Antrag mit den gestiegenen waffneten Macht, weiter bei der Vorlegung von Berichten, GutSchweinepreisen, dem Rückgang der Schlachtungen und dem um 12 Broz. pro Kopf der Bevölkerung gefallenen achten und Geschäftsausweisen usw. Abgesehen hiervon find grundGewiß müsse anerkannt werden, daß in der Industrie Konsum. Gegen den Antrag sprach Herr Pauli, ein Groß- fäßlich bei den landesfürstlichen Behörden zu unterscheiden: ein auch viele Unfälle durch mangelhafte Betriebseinrichtungen ent- grundbesiger; die hohen Wichpreise seien eine Folge der einsprachiges böhmisches, ein einsprachiges deutsches und ein zweistehen, aber dort handle es sich um viel kompliziertere Gin- Preistreibereien. Die Märkte in Köln, Elberfeld, Effent it. a. hätten sprachiges Sprachgebiet. Als einsprachig gelten jene Gerichtsbezirke, richtungen, bei denen viel schwierigere Fragen bei der Unfall fortwährend Ueberstände, woraus sich ergebe, daß ein Viehmangel in denen bei der Volkszählung von 1900 und bei jeder zweiten berhütung auftreten als in der Landwirtschaft. Je legierer nicht eriſtiere. Im Auslande seien die Schweinepreise um feinen jeweiligen Volkszählung weniger als 20 Prozent der ausässigen Bedagegen lägen die Gefahrenverhältniffe", soweit es fich um Pfennig billiger als bei uns. Die Minderung des Fleischkonsums völkerung die andre Landessprache als die Umgangssprache an Maschinen, bauliche Einrichtungen, Fuhrwerke und Geräte handle, habe ihre Ursache in den wirtschaftlichen Verhältnissen. Der LandAlle andern Gerichtsbezirke sind zweisprachig. so einfach, daß nur der gute Wille fehle, um hier eine ganz wirtschaft sei es gleich, ob die Grenzen geöffnet würden, da ein gesehen haben. bedeutende Besserung des Unfallrisitos herbei Breisrüdgang nicht eintreten würde(??), wohl aber sei die Gefahr Danach richtet sich auch die Einsprachigkeit oder Zweisprachigkeit der zuführen." der Seucheneinschleppung vorhanden, Man solle daher die Sache landesfürstlichen Behörden. Mehrere Gerichtssprengel umfassende Nachdem er dann darauf hingewiesen hatte, daß die Auffaffung vertrauensvoll in die Hände der Regierung legen. Nun nahm Herr Behörden sind zweisprachig, wenn ein oder mehrere dieser Sprengel ber meiningischen land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Trimborn, der bekannte Centrumsführer, das Wort: anderssprachig sind als die übrigen. nämlich fort: Schweiz. Vom Zolltarif. Zürich, 10. Oktober.( Eig. Ber.) In 4 Sigungen hat sich der Nationalrat mit dem 3olltarif beschäftigt, nachdem der Ständerat daran mehrfache Aenderungen vorgenommen hatte und eine Vorlage nur dann als parlamentarisch erledigt anzusehen ist, wenn beide Häuser sich über sie vollständig geeinigt haben. Die nationalrätliche Zollkommission, welche die Vorlage vor der Plenarberatung des Nationalrates behandelte, nahm daran noch weitere Aenderungen vor, indem sie für 26 Positionen die Zölle erhöhte und für 19 ermäßigte, andren, vom Ständerat getroffenen Aenderungen dagegen ohne weiteres zustimmte, so z. B. der Ermäßigung der Zölle auf Wildpret und Wildpretkonserven von 20 und 25 Franks auf 15 und 20 Franks. Der plutokratische Charakter der schweizerischen Bundesversammlung offenbart sich in dieser unverhüllten Begünstigung der befizenden Klassen, die ja fait ausschließlich die Wildpretkonsumenten sind, auf die abstoßendste Art, die durch die Ermäßigung des Margarinezolles von 25 auf 20 Fr. beispielsweise, der übrigens wieder eine Erhöhung des Bolles auf Hering, der doch auch in den Arbeiterfamilien konsumiert wird, von 35 auf 40 Fr. gegenübersteht, feineswegs gemildert wird. Dagegen hat man, um den Agrariern noch weiteres Entgegenkommen zu beweisen, die Zölle auf land- und gartenwirtschaftliche Arbeitsgeräte verschiedener Art von 15, 20, 30 bis 50 Fr. auf den Einheitssag von 15 Fr. Herabgesetzt, anderseits aber die Zölle auf zahlreiche Industrieartikel gegenüber den vom Ständerate festgesetzten Ansägen weiter erhöht. Als ein heiliges Rührmichnichtan wurden die in weiten Wolfskreisen grade am meisten beanstandeten Vieh, Fleisch und Weinzölle behandelt. Gegen das demagogische Schlagwort der Ueberzöllner, der Wuchertarif sei ein Kompromiß aller, wandte sich schließlich noch der sozialdemokratische Abgeordnete Gschwind, indem er ausführte, daß hier nur von einem Kompromiß zivischen Industrie und Landwirt schaft geredet werden könne, d. h. natürlich nur zwischen den Unternehmern diefer beiden Hauptberufsgruppen, zu denen ja auch noch die Arbeiter und Arbeiter men gehören, die mit niemand ein Bollfompromis abgeschlossen haben und die zu den Leidenden, zu den durch die hohen Zölle Benachteiligten und Geschädigten gehören. Inzwischen haben die Gegner der Wucherzölle bereits ihr Vorbereitungen getroffen zu einer großen Versammlung am 19. Oktober in Olten, wo die Einleitung der Referendumsbewegung zur Gewinnung der erforderlichen 30 000 Unterschriften beschlossen werden soll, um den Wuchertarif zur Voltsabstimmung zu bringen. an, Frankreich. La Victoria zu einem Gefecht zwischen den Truppen Castros, die Ein Deutmal deutscher Schande" war ein Artikel des„ Volks4100 Mann mit 15 Geschützen stark waren, und den Aufständischen, wille" in Hannover vor einigen Wochen überschrieben, der sich mit Matos, Mendoza, Peraloza und Riera befehligt waren. die ungefähr 6000 Mann mit 22 Geschüßen stark waren und von der Ausweisung des russischen Studenten Kalajei und seiner UeberDie betreffende Geschüßfeuer wurde in Valencia gehört. Vicepräsident Gomez ist Nummer wurde seiner Zeit polizeilich beschlagnahmt und ist jetzt Das lieferung an die russische Polizei beschäftigte. heute früh mittels Sonderzuges mit 800 Mann und vieler Munition wieder freigegeben worden. von Caracas zur Verstärkung Castros abgegangen. Parlamentarifches. folgenden Wortlaut: Die socialdemokratische Interpellation wegen der Fleischnot hat fanzler " Nähere Angaben über ein nebenher gehendes Strafverfahren oder überhaupt über die Gründe der Beschlagnahme und der Wiederaufhebung werden nicht gemacht. die Anfrage: Die Abgg. Albrecht u. Gen.( Soc.) richten an den Herrn ReichsWelche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu er greifen, um der Steigerung der Fleischpreise, die seit geraumer Beit eingetreten ist und in steigendem Maße eine Kalamität für immer weitere Schichten der Bevölkerung wird, entgegenzu- angenommen werden fann wirken?" Mitglieder der freisinnigen Partei haben eine ähnliche Inter pellation eingebracht. Partei- Nachrichten. heute außer der von uns schon auszugsweise wiedergegebenen ErZur Angelegenheit Wittich enthält die„ Leipziger Volkszeitung" flärung Lipinskis noch eine Berichtigung der Frau Wittich, die verschiedene Behauptungen in der Erklärung des Leipziger Agitations komitees bestreitet; dem folgt eine abermalige Erklärung des Agitationskomitees, das seinerseits wieder alles aufrecht erhält. Soweit darin noch Thatsachen angeführt werden, tragen sie zur Aufflärung über das Verhältnis Wittichs zur Leipziger Volkszeitung" nichts bei; sie beschäftigen sich nur mit Lipinski, stellen fest, daß er bei dem Druckauftrage Geld verdienen wollte und teilen unter anderm die ein bedeutsames öffentliches Interesse beanspruchende Thatsache mit, daß Lipinski bei der Druckerei der Leipziger Bolts zeitung"-Druckschulden hat. wirft uns vor, daß wir in schulmeisterlichem Tone" voreilig geur Ain Schlusse beschäftigt sich die Erklärung auch mit uns und teilt hätten. Soll es Schulmeisterei sein, wenn wir in ruhigem Tone unsre Meinung über einen recht unerfreulichen Parteizank sagen, schön: dann bleiben wir Schulmeister und geben gern zu, daß die Leipziger Genossen- leider keine Schulmeister sind. Es wäre aber in diesem wie in dem ganz ähnlichen von uns seiner Zeit behandelten und auch noch nicht aufgeklärten Falle eine Aufklärung dringend geboten. Beschlagnahme von Druckschriften ohne richterliche Anordnung ist nur zulässig( wegen des strafbaren Inhalts) wegen Majestätsbeleidigung, Unfittlichkeit, Aufforderung zu strafbaren Handlungen und Aufreizung verschiedener Bevölkerungsflassen zu Gewaltthätigkeiten. Nichts derartiges liegt vor. Es kann sich nur wie in Königsberg um ein Beleidigungsverfahren handeln und wenn auch bei Gefahr im Verzuge" was hier nicht einmal auch die Staatsanwaltschaft eine Beschlagnahme anordnen fami, so kann doch die Staatsanwaltschaft eher einschreiten, als bis fie durch einen Strafantrag auf Verfolgung der Beleidigung mit der Sache befaßt ist. Zudem tritt die staatsanwaltschaftliche Eeschlagnahme binnen 3 Tagen außer Kraft, wenn sie nicht durch den Richter bestätigt worden ist. Ohne Sirafantrag tann sich aber fein Richter mit einer gewöhnlichen Beleidigungssache amtlich befassen. Vorschriften erfolgte die Beschlagnahme? Wie stehen also die Dinge? Auf Grund welcher gesetzlichen freiheit bitten wir unfre Genossen in Hannover und Königsberg. Im Interesse der PreßAufklärung zu fordern. Aus Induftrie und Handel. Keine Erweiterung des fiskalischen Bergwerksbesites. An die Reise des Handelsministers in das rheinisch- westfälische Bergwerksrevier hatten einige Blätter die Annahme geknüpft, es sei der Ankauf weiterer Kohlenzechen durch den Staat beabsichtigt. Demgegenüber wegs, wie mehrfach vermutet wurde, den Zwed, weitere melden jetzt die„ Polit. Nachrichten": Die Reise verfolgte keinesErwerbungen von Bergwerkseigentum in jenem Montangebiete für den Staat vorzubereiten. Bei der jezigen gedrückten Lage des Bergbaues mag es manchem Bergwerkseigentümer wohl als sehr erwünscht erscheinen, wenn der Staat ihm seinen bergbaulichen Befis abnähme. Aber die Absicht einer Erweiterung des fistalijchen Besizes in jenem Bergiverksrevier besteht überhaupt nicht; denn die bisherigen Erwerbungen reichen in Verbindung mit Kohlenfeldern, vollständig für die Zwecke aus, um deren willen der dem übrigen fiskalischen Bergbesig, namentlich an Kohlengruben und Staat dem Kohlensyndikat mit seinen westfälischen Kohlengruben Erwerb erfolgte. Ebenso wenig trifft die Annahme zu, daß der beizutreten gedenke. Der Kongreß der Radikal- Socialisten, der vom 7. bis 12. Oftober in Lyon tagte, war von 14-1500 Personen besucht. Dies waren Socialdemokratische Redakteure im Gefängnis. Am Montag ist natürlich nicht alles Delegierte; es hatten sich allein gegen Genosse Franz Klühs in Breslau aus dem Gefängnis zurück500 Journalisten eingefunden. Immerhin blieben 900 Delegierte, die von den Freimaurer- Logen und unzähligen zubringen mußte. Man gestattete ihm im Gefängnis zwar das 800 bis gefehrt, in dem er 7% Monate wegen Beleidigung durch die Presse Komitees und Lokal- Vereinigungen geschickt waren. Kongreß nahm eine Sympathie Resolution für die Bergleute beföjrigung jedoch wurde ihm ebenso veriveigert wie jegliche BeitungsDer Tragen der eigenen Kleider und Selbstbeschäftigung, Selbstin der die Erwartung ausgesprochen wird, daß das lektüre. Die Verweigerung gerade der Zeitungsfeftüre bedejitet Parlament seinen Einfluß geltend mache, um die Regierung zu be- natürlich für den Redakteur einer Tageszeitung noch eine Erfchiverung wegen, die Wünsche der Bergleute zu befriedigen. feiner Eriversthätigkeit auf längere Zeit nach der Verbüßung einer Dortmunder Union. In der Aufsichtsratssigung der Dortmunder Ferner wurde eine Resolution angenommen, die sich gegen den Krieg so langen Strafe, da sich in dieser Zeit viele wichtige Ereignisse ab- Union am Sonnabend wurde die Robbilanz für das Geschäftsjahr erklärt und für die Einsetzung internationaler Schiedsspielen, ohne deren genaue Kenntnis er nicht entsprechend arbeiten 1901/02 vorgelegt. Sie ergiebt einschließlich des Vortrags aus dem gerichte eintritt. Eine Reihe Resolutionen, in welchen n. a. das kann. Verbot des Religionsunterrichts in den Schulen, die Trennung von Vorjahre von 155 635 M. und des Eingangs aus verfallenen DividendenStaat und Kirche, die Aufhebung des Konkordats verlangt wird, Dresden- Neustadt bei der nächsten Reichstagswahl gegenüberstehen. bau 791 808 W.( im Vorjahr 727 071), der Eisensteinbergbau 2996 Mr. Ein interessanter Ordnungskandidat wird den Genossen in gegen 6083065 M. im Vorjahre. Jm einzelnen ergaben der Kohlenbergscheinen von 150 M. einen Brutto- Betriebsgewinn von 2 706 030 M. fanden Annahme. Es ist nämlich von den vereinigten Ordnungsparteien, wie jetzt aus( im Vorjahr 235 670 M.), die Hüttenwerke 1 755 441 M.( im VorDie Deputiertenkammer trat am Dienstag unter dem Vorfiz Dresden berichtet wird, für diesen Kreis, den unser Genosse August jahr 4 224 732 M.) Bont Bruttogewinn können die Generalunkoſten Bourgeois' wieder zusammen. Finanzminister Rouvier legte dem Staden vertritt, der Landgerichts- Direttor Veder aufgestellt im Betrage von 524 164 M. und die Zinsen in Höhe von gut besetzten Hause das Budget für 1903 vor. Basly brachte worden. Herr Becker hat sich als richterlicher Bekämpfer der Social- 2 278 993 m. bis auf einen Fehlbetrag von 97 127 M. gedeckt einen Antrag ein betreffend die Altersversicherungen demokratie einen Namen weit über Sachsens Grenzen hinaus ge- werden. der Arbeiter und verlangte für denselben die Dring- macht. Es ist derselbe Herr, der als Aktionär der Waldschlößchen 9. Juni beschlossenen Kapitalreduktion mit 16 800 000 Mark; Dem gegenüber steht der Buchgewinn aus der am lichkeit, welche beschlossen wurde. Baudry d'Asson Brauerei Parteigenossen wegen Boykottierung dieser Brauerei ver- hiervon wurden 5457 504 Mark zu Abschreibungen verwandi, beantragte Versehung des Ministeriums in Anklageurteilte. Becker stellte, un Socialdemokraten wegen Boykotts verurteilen 1145 368 Mart für Bezugsverpflichtungen zurückgestellt und zustand. Dasselbe habe durch die Schließung der kon zu können, den Grundsay auf, der Boykott verlege die Gewerbe- endlich der oben erwähnte Verlust von 97 127 M. gedeckt. Danach greganistischen Schulen das Gesez berlebt. Die vom freiheit, deren Princip es sei, jedem Geschäftsmanne bleiben 10 100 000 m. übrig, die auf das Conto vorbehaltener AbAntragsteller verlangte Dringlichkeit wurde mit 414 gegen 53 feinen Erwerb zu garantieren. Er war hervorragend schreibungen übertragen werden. Stimmen abgelehnt. Das Haus machte sich sodann über die Reihen- beteiligt an Maispaziergangs- Prozessen und verschiedene frühere folge schlüssig, in welcher die zahlreichen vorliegenden Inter- Redakteure der Sächsischen Arbeiterzeitung" haben ihn in gutem worden ist. Der Gewinn dect noch nicht mal die Unkosten des BeDas Ergebnis ist noch ungünstiger, als allgemein erwartet pellationen erledigt werden sollen. Das Budget balanziert in Ein- Andenken. nahmen und Ausgaben mit 3 575 500 000 Fr. triebes, sondern bleibt noch um 97 127 M. hinter der betreffenden Wenn Herr Becker jetzt in Wohnungsreform macht, so ist er ja Summe zurück. Die Abschreibung muß deshalb gänzlich aus dem Der Ministerrat beschloß die Einbringung einer Borlage zur nicht der einzige, der so ein bißchen Socialreform mit skrupelloser Betrag bestritten werden, der durch die beschlossene Sanierung erzielt Reform der Kriegsgerichte nach dem Gallifetſchen Entwurfe, ferner wird ihn nicht hindern, weiter im Namen des Nechts zu handeln, 5 Millionen ab, und da weitere 6 Millionen Mart als gbBekämpfung der Socialdemokratie zu verbinden versteht und das wird. Es gehen von der Summe von 16,8 Millionen Mark Semnach einer Vorlage zur Aenderung des Associationsgefezes, endlich eines Gefeßentwurfes, durch welchen nach Abschaffung der wie er bisher gehandelt hat. loi Falloux neue Bedingungen für Haltung von Privatschulen fest- furulischen Sefsel heruntersteigt, wohl kräftig dienen. schreibung auf die verkaufte Henrichshütte abzusezen find, bleiben Die Dresdener Arbeiter werden dem Herrn, wenn er von dem von dem ganzen durch die Sanierung gewonnenen Betrag noch nicht gestellt werden. 5 Millionen Mark übrig. Belgien. Der Kohlenarbeiter- Streif. Nach einer Meldung der Frankfurter Zeitung" aus Brüssel ist in einzelnen Kohlenbezirken nach Amerika. Ein Schiedsgericht? " Polizeiliches, Gerichtliches usw. Vereinigte Königs- und Laurahütte. Nach dem Gewinn- und linternehmerehre und Arbeiterleben. Verlust- Conto beträgt der Betriebsgewinn 7321 209 90.( i. V. Wegen Beleidigung des Brauereidirektors Monglows fy) in 9564 300 M.) und Gewinn an Effekten- Zinsen 23 225 M.( i. V. Berweigerung ber geforderten Lohnerhöhung Kulmbach wurde Genosse Goßler in Hof, Nedakteur der„ Ober- 24 590 M.), sodaß sich einschließlich 101 978 M.( i. V. 100 673 2.) durch die Direktoren bereits am Montag der Streit ausfränkischen Volkszeitung", zu 150 M. Geldstrafe eventuell 30 Tagen Vortrag der Gesamtgewinn auf 7446 414 M.( i. V. 9 691 615 gebrochen. Erst heute wird es sich übersehen lassen, ob ein allGefängnis verurteilt. gemeiner Ausstand der belgischen Bergarbeiter zu stande kommt. In einem Gingesandt war M. nachgesagt Mark) stellt. Dagegen erforderten: Central- Verivaltungskosten Lüttich, 14. Oktober. Der Preis für Hausbrandtohlen ist um eine Strankheit zugezogen, mit Grobheiten empfangen und ihr 151 359( i. V. 32 253 M.) und Kursdifferenzen 20 585 M.( i. V. 0). worden, daß er die Frau eines Heizers, der in der Brauerei sich 561 028 2.( i. 2. 477 887 m.), Obligationszinsen 350 000 m. im ( wie Vorjahre), Zinsen, Discont und 2 Fr. pro Tonne gestiegen. Da Belgien bedeutende Lieferungen die Thür gewiesen habe, als sie ihn um Provisionen eine Unter nach Frankreich ausgeführt hat, wird hier ein Mangel an Industrie- stügung für ihren franken Mann bat. tohle befürchtet. Auf Grund der An- Zu Abschreibungen auf unsichere Forderungen wurden 18 016 M., von Türkei. gaben dieser Frau war das Eingesandt abgefaßt worden. Bor Immobilien und Mobilien und zwar: ordentliche 2 500 314 m., Gericht fagte fie aus, M. habe sie zwar etwas angefahren, aber außerordentliche 500 000 M., zusammen 3 000 314( i. 2. 4 000 653) W. Zu den macedonischen Unruhen. Bei Kurowa, im Distrikte das sei seine Art so", die Unterstützung habe sie erhalten. Ein verwendet, wonach ein Reingewinn bon 8 345 108( i. V. Florina, Vilajet Monastir, wurde eine bulgarische Bande von fürli- andrer Brauereidirektor deponierte, W. sei nicht grob aber er 4830 822) verbleibt. Davon entfallen als Tantieme auf schen Truppen aufgerieben, wobei zehn Bulgaren fielen. Von sei früher Hauptmann gewesen und habe infolgedessen ein etwas den Vorstand und die Gesellschaftsbeamten 162 156 Mart, Saloniki und andren Orten sind gestern 2350 Mann türkischer lautes Organ". Dem Beklagten war bont Gericht den Aufsichtsrat 100 048 M.; die Aktionäre erhalten 10 pet. DiviTruppen nach Dedeagatsch abgegangen. Vorgestern und gestern die Ladung der von ihm namhaft gemachten Zengen verdende= 2700 000 M., und von dem verbleibenden Rest von zerstörten bulgarische Banden auf der Linie Salonifi- Konstantinopel weigert worden, ebenso wurde ein in der Verhandlung 382 902 M. jollen 300 000 M. aus Anlaß des 100jährigen Betriebszwischen den Stationen Porly und Demir- Hissar an neun Stellen gestellter Vertagungsantrag abgelehnt. jubiläums der Königshütte den zu Gunsten der Beamten und den Telegraphendraht. In derselben Sigung hatte sich ein Baumeister zu verantworten, Arbeiter bestehenden Pensions- und Unterstützungskassen überwiesen, der zum Häuserbauen statt Sand Flugasche und gewöhnliche Hummus- 45 853 M. dem Vorstande zur Verwendung für Wohlthätigkeitserde verwendet und sich in geradezu frevelhafter Weise gegen die anstalten und zu Wohlfahrtszwecken zur Verfügung gestellt und restAus New York wird vom Dienstag gemeldet: Morgan Schutzvorschriften auf Bauten vergangen hatte. Er erhielt für sechs liche 37 049 M. auf neue Rechnung vorgetragen werden. Fälle zusammen 33 M. Geldstrafe! hatte gestern abend in Washington mit dem Präsidenten Englische Kohlenverschiffungen nach Amerika. Nach Londoner Es geht daraus hervor, daß man bei uns wirklich die Ehre Meldungen werden dort die bisherigen amerikanischen Kohlenankäufe Roosevelt und dem Kriegssekretär Root eine Be- höher schätzt wie das Leben, besonders wenn die Ehre einem Unter in Südivales, Newcastle und Schottland auf 250 000, 100 000 und sprechung; später verlautete, die Eigentümer der Kohlenbergiverke nehmer gehört und von einem Socialdemokraten angetastet wird, 50 000 Tonnen geschätzt. feien mit Roosevelt dahin übereingekommen, eine Sommission und das Leben armen Arbeitern, und von einem Unternehmer gezu ernennen, vor die alle Streitfragen zwischen den fährdet wird. Gesellschaften und ihren Angestellten, mögen fie Unionisten oder Nichtunionisten sein, gebracht werden gericht der Genosse Riem, Redakteur der Sächsischen ArbeiterZu 50 M. Geldstrafe wurde in Dresden vom Berufungsfollen. Die Entscheidungen der Kommission werden von Zeitung", verurteilt. Er hatte in sein Blatt den Bericht über eine den Arbeitgebern angenommen werden, welche aber die Gerichtsverhandlung aufgenommen, in der ein Weinstuben- Besiger erläßt der Vorstand des Bergarbeiter Verbandes einen Aufruf zu Bedingung stellen, daß die Vergarbeiter die Arbeit, sobald Töpfer als Angeklagter eine Rolle spielte. Dieser Töpfer war eines Gunsten der in Amerika sowie der in Frankreich streikenden die Kommission gebildet ist, wieder aufnehmen und daß fie Nachts mit einer Dame in der Droschke gefahren und dann über Kohlengräber. In dem Aufruf heißt es: sich nicht in die Angelegenheiten der Nichtunionisten einmischen. Die den Fahrpreis mit dem Kutscher in Streit geraten, in dessen Ver- Wie die Kameraden wissen, befinden sich die amerikanischen Kommission wird den Zeitpunkt bestimmen, wann die Ergebnisse in Lauf er den Kutscher mit einem schweren Stock auf den Kohlengräber mun schon über fünf Monate in einem gewaltigen lang für die Beschäftigungsbedingungen der Gesellschaften und ihre lich als wahr erwiesenen Bericht fühlte sich Töpfer beleidigt eingetreten. Unfre französischen Brüder fordern: 1. Achtstundenschicht, Durch den nach jeder Richtung gericht Woche sind auch unsre französischen Kameraden in den Generalstreit Angestellten maßgebend sein. Die Kommission soll aus einem Jund flagte gegen Riem. Das Schöffengericht sprach Niem frei, die 2. Minimallohn, 3. ausreichende Invalidenpension, 4. Reform der genieur- Offizier des Landheeres oder der Marine be- Berufungsfammer verurteilte ihn jedoch zu der angegebenen Strafe, stehen, ferner einem fachverständigen Bergingenieur, einem weil aus der Form die Absicht der Beleidigung hervorgehe. Dazu macht Berginspektion, 5. Errichtung von praktischen Berg- Gewerbegerichten, Richter, einem hervorragenden Sociologen und einem die Sächsische Arbeiterzeitung" unter andern die folgende Annering: 6. anständige Arbeitsverträge, 7. Verbot der willkürlichen EntManne, welcher hinreichend vertraut ist mit der Kohlen Dreimal ist Genosse Riem schon vor dem Schöffengericht freigesprochen Cins fönnen wir uns nicht versagen, einmal festzustellen: lassungen. gewinnung und dem Kohlenabsatz. Mitchell wird Wenn die französischen Kameraden ihre gerechten Forderungen wahrscheinlich zu einer Besprechung mit dem Präsidenten und jedesmal erfolgte auf eingelegte Berufung von dem Landgericht durchsetzen, so ist das auch ein Fortschritt für uns, wir können dann die Berurteilung. Das erste Mal war es der Fall Wechselmann, mit größerem Nachdruck auch für unsre Forderungen eintreten. Die Roosevelt in Washington eingeladen werden; man glaubt, daß das zweite Mal der Fall Klinkicht und diesmal der Fall Töpfer. Regierung wird dann unsre Forderungen nicht mehr mit dem Hiner der Aufforderung folgen wird. Mitchell hat es abgelehnt, In allen drei Fällen war der Wahrheitsbeweis gelungen, aber weis auf das„ zurückgebliebene Ausland" abweisen können. Also fich über obige Erklärung zu äußern. jedesmal war es die Form, die berühmte Form, aus der nach Anficht des Landgerichts die Absicht der Beleidigung hervorgehen sollte. fämpfen die Kameraden in Frankreich auch für die deutschen BergDer Entscheidungskampf um die Regierungsgewalt von Venezuela Wir fragen um alles in der Welt, was können wir für ein Jnteresse leute. Ebenso ist auch ein Sieg der amerikanischen Kohlengräber scheint nunmehr wirklich gekämpft zu werden. Ein Telegramm aus daran haben, einen Wechselmann oder einen Weinstuben- Besitzer ein bedentender Erfolg für uns, für die internationale BergWillemstad meldet: Am Montag früh kam es in der Nähe von Töpfer zu tränken?" arbeiterfache. " Gewerkschaftliches. Au die Bergarbeiter Deutschlands Wirksamkeit treten und diese Ergebnisse sollen mindestens drei Jahre Geldstrafe verurteilt. Kopf geschlagen hatte. Dafür wurde Töpfer zu 150 W. Kampfe mit dem vereinigten Riesenkapital. In der verflossenen " Darum hat der Gesamtvorstand beschlossen, die deutschen| funden, mit dem Eintritt des Winters aber wird ihre Lage wohl| Schaden zufügt. Das Wort Schuzzoll, führt der Redner aus, sei Bergleute zunächst aufzufordern, feine Ueberschichten zu ver- etwas schwieriger werden, zumal, da sich eine Anzahl Streitbrecher hier nur eine Phrase, die dazu dienen soll, dem Volfe Geld aus der fahren! Wir können nicht hindern, daß die deutschen Kohlenherren auf ihren früheren Arbeitspläßen eingefunden hat. Sociales. Tasche zu ziehen. Die Arbeiter der Textilindustrie aber sollten mehr ihre angehäuften Kohlenvorräte num nach Frankreich hineinals bisher zusammenhalten und sich ihrer Organisation anschließen, werfen. Dies geschieht schon, denn in den letzten Tagen ist der um einer weitern Verschlechterung ihrer Lebenslage entgegenzus Versandt von Ruhrkohlen auf täglich über 17 000 Doppelwaggons wirken. Auch dieser Zolltarif werde dazu beitragen, den Textilarbeitern die Augen zu öffnen. Zum Schluß wies der Redner auf gestiegen, während vor dem Ausbruch des französischen Streits nicht Das Verbot der Verarbeitung des weißen Phosphors, zu dem sich den Streit in Merane hin und forderte zu solidarischem Verhalten ganz 16 000 pro Tag versandt sind. Diese Mehrausfuhr können die Reichsregierung, wie wir gestern berichteten, nun endlich ent- auf. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Folgende Resolution wir nicht hindern, weil die betreffenden Kohlen schon längst gefördert schließen will, ist bereits bei Beginn dieser Legislaturperiode des wurde einstimmig angenommen: waren, aber unsre Pflicht ist es, so lange die ausländischen Reichstags, also vor 4 Jahren von unserer Fraktion be„ Die Textilarbeiter und Arbeiterinnen erklären: In Erwägung, Kameraden streiken, mindestens keine Ueber dieser bisher nicht zur Verhandlung, dagegen wurde die Frage bei daß sie ferner ohne Bezug verschiedener Halbfabrikate vom Ausland antragt worden. Wie so viele unserer Jnitiativanträge kam auch daß die Textilindustrie hauptsächlich auf den Export angewiesen ist, schichten zu verfahren! Thun wir dies nicht, so schneiden den Debatten über das Reichsamt des Innern von unsren Fraktions- nicht lebensfähig sein kann, eine Erhöhung der Zollfäße durch die wir uns ins eigne Fleisch! Kameraden in allen Revieren, rednern eingehend erörtert, von der Regierung damals deutsche Regierung naturgemäß zu Repreffalien seitens des Ausbedenkt dies und helft nicht durch Erhöhung der Förderung aber als noch nicht spruchreif bezeichnet. Inzwischen hatten die landes führen muß, und infolgedessen die materielle, geistige und dem ausländischen Grubenkapital! Sollte der Streif in Fabrikanten der Zündhölzer mit weißem Phosphor, der sogen. politische Lebenslage der Textilarbeiter noch erbärmlicher sich ge= Frankreich lange dauern, dann wird der Gesamtvorstand Schwefelhölzer, fich vereinigt und von der Regierung verlangt, daß stalten wird, ist die Zollvorlage der deutschen Regierung entschieden unsrer Organisation zu beraten haben, was weiter zu thun fie, falls ein gefegliches Berbot der Fabrikation eintreten sollte, zu verurteilen und mit aller Kraft zu bekämpfen. Als notwendigstes ist. Wir können und wollen unsre Brüder in Frankreich, die direkt entschädigt würden. Die Geldbeträge, die sie verlangten, waren Mittel gilt für die Versammelten der Anschluß an die Organisation auf unsre Hilfe angewiesen sind, nicht im Stich lassen! Kameraden, geradezu enorm. Seitens der Regierung schien auch die Neigung vor der Textilarbeiter. Die Versammelten erklären sich mit den ausauf unsre Hilfe angewiesen sind, nicht im Stich lassen! Kameraden, handen zu sein, eine Entschädigung zu gewähren, von unsren ständigen Textilarbeitern in Merane solidarisch." wir erwarten von Euch, daß Ihr den hohen Ernst der Sachlage Fraktionsrednern wurde die Forderung jedoch energisch bekämpft. vollständig erfaßt! Wir stehen vielleicht vor folgenschweren Ent- Genau so wie jeder Unternehmer sich ohne Entschädigung gefallen Die Bäckerei- Arbeiter hielten am Dienstag bei Keller, Koppenschlüssen! lassen muß, daß sein Industriezweig durch die technische Entwickelung straße, eine öffentliche Versammlung ab, in der Reichstags- AbSodann beschloß der Gesamtvorstand, einstweilen 5000 M. an niederkonkurriert wird, so ist es auch das selbstverständliche Recht des geordneter E. Wurm referierte. Der Referent schilderte die skandalösen die streifenden amerikanischen Kameraden zu senden. Je nach dem Staates, Industrien zu verbieten, falls sich dies im Interesse des Gesund Bustände im Bäckereigewerbe, die schon seit langen Jahren, namentlich der Streif in Frankreich andauert, wird die Verbandsleitung auch heitsschußes der Arbeiter als erforderlich erweist. Eine andre Frage ist durch die Schriften des Genossen Bebel allgemein bekannt geworden dorthin finanzielle Unterstüßung senden. Unfre Internationalität die, wie sich der Staat zu den in solchen Induſtrien beschäftigten sind und kritisierte, daß eigentlich fast nichts geschehen ist, um die wollen wir nicht nur in Worten, sondern auch mit Thaten beweisen, anderweitig zu verwerten, ist eine sociale Pflicht des Staates. Schweinereien zu beseitigen. Allerdings sei die Bundesrats- VerArbeitern stellt. Ihnen Gelegenheit zu bieten, ihre Arbeitskraft Ausbeutung der Bäckerei- Arbeiter und die bekannten ekelhaften sonst hat sie keinen Zweck. Speciell in der Zündholz- Industrie kommen ganze Bezirke in Be- ordnung erlassen, aber infolge der völlig ungenügenden und laren tracht, in denen ha usindustriell die so gefährliche Fabrikation Kontrolle, da viel zu wenig und mit den Betriebsverhältnissen betrieben wird und, da jene Arbeiter durch ihre ganze Lebenslage vertraute Aufsichtsbeamte vorhanden find, werden die Be an die Scholle gebunden sind, müßte durch staatliches Einstimmungen der Verordnung auch heute im allgemeinen greifen für weitere Beschäftigung jener Arbeiter gesorgt werden, noch gar nicht beachtet. Von der seit langem und wiederholt in vielleicht durch Errichtung von Betriebswerkstätten mit Staatshilfe, Aussicht gestellten Badstuben- Verordnung, durch welche die efelhaften in denen die ohne weißen Phosphor hergestellten Zündhölzer fabriziert Schweinereien, wie sie unzweifelhaft amtlich und gerichtlich festgestellt sind, beseitigt werden sollten, hört man mun gar nichts mehr und es scheint, daß die verschiedenen Entwürfe bei dem Ministerwechsel verschwunden sind. Der Redner beleuchtete eine große Anzahl von geradezu schauderhaften, in den Bäckerbetrieben vorherrschenden Misstände, unter denen nicht nur die Bäckereiarbeiter besonders gesundheitlich überaus zu leiden haben, sondern die auch dazu augethan find, jedem Menschen das wichtigste Nahrungsmittel, das Brot, gänzlich zu verekeln. Und es sei geradezu wunderbar, daß nicht auch die Angehörigen der Herrschenden Klassen, die doch Mit Glück auf Der Gesamtvorstand des Vergarbeiter- Verbandes. Berlin und Umgegend. Zur Lohnbewegung der Rohrleger faßte eine Versammlung der Kupferschmiede am 12. d. M. folgenden Beschluß: Alle Kupferschmiede, die bei der Lohnbewegung der Rohrleger intereffiert sind, haben sich den Beschlüssen derselben zu fügen. Die Unterstützungsfrage wird nach dem Statut geregelt. Deutsches Reich. werden könnten. * * * In unfrer gestrigen Notiz zu derselben Angelegenheit ist versehentlich ein wesentlicher Sazteil weggeblieben, der zum Verständnis des nachfolgenden umentbehrlich ist. Es muß heißen( 1. Beilage, Achtung, Metallarbeiter, Former und Schlosser! Der Direftion 1. Seite, 3. Spalte, 1. Absatz): Wenn angegeben wird, daß die geder„ Harzer Werke", Aktiengesellschaft, Siz in Blankenburg a. Harz, schwefelten Phosphorzündhölzer in Arbeiterkreisen besonders beliebt gehören die Eisengießereien in Blankenburg, Rübeland und Borge seien, weil sie billig seien und weil man sie an jeder im Harz. Auf diesen Werken bestehen seit langer Zeit wegen Reibfläche entzünden könne usiv. schlechtem Verdienst, schlechter Behandlung und Herabsetzung der Mit den Krenznacher Borgängen beschäftigte sich der Unter- auch Brot essen, schon längst gegen diese Schweinereien vorgegangen find. Accordpreise ernstliche Differenzen zwischen den Arbeitern und der verband der Konsumvereine für die Provinz Den durch lebhafte Zustimmungskundgebungen oft unterbrochenen Leitung. Die Arbeiter in Zorge versuchten zu wiederholten Malen, Brandenburg in einer Versammlung am Sonntag. Der Ausführungen des Referenten folgte eine längere Diskussion, in der eine Befferung in ihrem Arbeitsverhältnis durch eine Ver- Konsumverein Brandenburg hatte den Austritt des Unterverbandes von allen Rednern die verschiedenartigen Mißstände einer herben ständigung mit der Werkleitung herbeizuführen. Die Direktion aus dem allgemeinen Verbande beantragt. Verbandsanwalt Crüger Kritit unterzogen und so wie vom Referenten zum feſten Zuſammenließ die Wünsche der Arbeiter unberücksichtigt. Bei einem erklärte diesen Antrag für unzulässig, weil die Statuten über den schluß in der Organisation aufgefordert wurde, um durch dieselbe Verdienst von 1,70 Mark bis 3,50 Mark pro Tag für Austritt des Verbandes nichts enthielten. Nach einer langen und endlich menschenwürdige Zustände herbeizuführen. Einstimmig Former und Schlosser sind diese gezwungen, bei schwerer Arbeit mit erregten Verhandlung wurde dann beschlossen: wurde sodann folgende Resolution beschlossen: ihren Familien Hunger zu leiden. Die Gesundheitsverhältnisse der Der Unterverbandstag der Konsumbereine der Provinz Branden Arbeiter sind erschreckend schlechte. Die Direktion der Harzer burg erklärt den Ausschluß der 97 Konsumvereine ohne die Initiative Werke" weiß, daß die Arbeiter derartige Leiden nicht länger ertragen der betreffenden Unterverbände für vollständig ungerechtfertigt. wollen. Sie inseriert in verschiedenen Orten und Zeitungen nach Für unvereinbar mit den Aufgaben des Allgemeinen Berbandes Formern und Schlossern. Damit sollen beizeiten die nicht mehr muß der Unterverband ferner die offiziell proflamierte Vertretung ausbeutungswilligen Arbeiter ersetzt werden. der Interessen des Mittelstandes ansehen. Former, Schlosser! Macht alle Kollegen darauf aufmerksam, wie es in Borge steht, damit keiner geschädigt wird. Aus einen Schwesternheim. = Die Versammlung bedauert lebhaft, daß die Regierungen die schon vor mehr als drei Jahren in Auficht gestellte Verordnung über die innere Einrichtung und den Betrieb der Bäckereien bis heute noch nicht erlassen haben. Die Vgrsammlung erflärt, daß die Zustände in dem weitaus größten Teile der Bädereien Berlins und Umgegend derartige find, daß energische im Abstellungs Maßregeln als auch im Interesse Jutereffe des Publikums sowohl, der Bäckerei- Arbeiter liegen und fordert deshalb die Regierung nachdrücklichst auf, endlich das vom Grafen Posadowsky am 12. Juni 1899 gegebene Versprechen einzulösen. Die Versammelten erklären es auch für Ehrenpflicht jedes Bäckergesellen, sich Mann für Mann dem Deutschen Bäckerverbande anzuschließen, der stets unermüdlich bestrebt ist, für die Beseitigung der sanitätswidrigen Zustände in den Bäckereien Sorge zu tragen. Graveure und Cifeleure. Sit der Versammlung am 7. d. Mis. verlas der Vorsitzende ein Schreiben des Centralvorstandes, in welchem die Filiale um Stellungnahme zum Uebertritt von Kollegen aus andern Verbänden ersucht wird. Ein hierzu aus der Versanumlung gestellter Antrag, folche Kollegen mit Anrechnung ihrer geDer Unterverband kann daher die Beschlüsse des Verbandstages zu Kreuznach nicht billigen. Gesetzwidriges Vorgehen eines Hamburger Polizeibeamten Der Unterverband besteht aus 28 Vereinen; vertreten waren gegen Streifposten ist wieder einmal durch das Hamburger 22 Vereine. Davon stimmten für den ersten Absatz 16, für den Schöffengericht festgestellt worden. Dasselbe sprach dieser Tage zweiten 12, für den dritten 15 Vereine. einen Streifposten kostenlos frei, der durch einen Schußmann in Ferner wurde noch der Antrag gestellt, auf einem demnächst rechts- und gesetzwidriger Weise vom Bahnhofsplaze fortgewiesen einzuberufenden außerordentlichen Verbandstag die Auflösung des worden war, aber der Aufforderung nicht Folge geleistet hatte. Das Interverbandes zu beschließen. Gericht erkannte an, daß es sich um einen Willtürakt des Schutzmannes gehandelt. Zur Charakteristik der Schußmannsaussagen Die evangelifchen„ Schwesternheime", die nichts andres sind als bor Gericht sei erwähnt, daß ein Schutzmann aussagte, ein Streif posten habe den sehr lebhaften Droschtenverkehr beim Bahnhof ge- gewerbliche Justitute zum Zwecke der Krankenpflege, beschäftigen jest hindert. Dabei wurde ihm sofort nachgewiesen, daß an dem frag- öfter die Gewerbegerichte. Am Dienstag erschienen wieder einmal lichen Tage der Droschtenstreit herrschte, ein Droichtenverkehr also wei Schwestern" im bekannten Kostüm frommer Krankenpflegerinnen zahlten Beiträge aufzunehmen, wurde einstimmig angenommen. überhaupt nicht stattgefunden haben konnte! Zu seinem Glüd nahm vor der Kammer II des Berliner Getverbegerichts. Sie hatten ihre Den Bauhandwerkern des Kreises Ruppin- Templin zur Nachder uniformierte Ordnungswächter seine falsche Aussage auf Vorhalt bisherige Prinzipalin", die Oberin des Schwesternheims CharlottenDiele, Aderftr. 123, eine Bersammlung stattfindet, in welcher Genoffe Kiesel des Borfizenden rechtzeitig zurück, sonst hätte er sich des Meineides haus", dorthin citiert und beanspruchten die sofortige Lösung ihres Ver- richt, daß am Donnerstag, den 16. d. Mts., abends 8%, Uhr, im Lokale von tragsverhältnisses und eine entsprechende Entschädigung. Sie behaupteten, über das Thema: Welche Aufgaben haben die Bauhandwerker oben schuldig gemacht. Ein Polizeibeamter ist disciplinarisch bestraft worden, weil er die Nahrung sei unzureichend gewesen. Um nicht zu hungern, hätten genannten Streises bei den kommenden Reichstagswahlen zu erfüllen? Auch habe die Oberin, referieren wird. sie sich Nahrungsmittel kaufen müssen. einen Stuccateur, der mit Arbeitswilligen gesprochen hatte, ohne räulein Kutschiad, sie beschimpft, sie z. B. Böbel" und schlechte rechtmäßigen Grund verhaftet hat. Frauenzimmer" genannt. Ferner habe die Oberin an einem Tage bie Entrecthür verschlossen, so daß sie nicht weggehen konnten. Die Letzte Nachrichten und Depefchen. ſo stattfand, tamen auf Antrag der dortigen Gewerkschaften Stimmzettel eine Klägerin will dadurch gezwungen gewesen sein, den Abend zu in amtlichen Umschlägen zur Verwendung. An der Wahl beteiligten hungern. fich etwa 25 Broz. der Berechtigten. Die vom Gewerkschaftskartell Die Oberin stellte die Sache anders dar. Sie bestritt die aufgestellten Kandidaten wurden einstimmig gewählt, da Gegen- schlechte Behandlung und meinte, die eine Klägerin, Schwester Ama, kandidaten nicht vorhanden waren. habe wenig leisten können und sei widerspenstig gewesen. Von dieser fei sie auch versoffenes Frauenzimmer" genannt worden. Bei der Gewerbegerichts- Wahl in Schwerig, welche am 11. Oktober Almanach des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes für 1903. Das uns soeben angehende gut ausgestattete Büchlein enthält außer Kalender und Notizbuch, sowie viele Tabellen, Notizen 2c., die für die Arbeiter im allgemeinen und für die Holzarbeiter im besonderen sehr nüßlich sind, auch eine kurzgefaßte Geschichte der Organisation der Drechsler als Fortsetzung der in den früheren Jahrgängen gebrachten Darstellungen aus der Geschichte der Organisationen der Holzarbeiter. Der Almanach ist herausgegeben von Theodor Leipart und erscheint im Verlage des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Ausland. -O Die Berlmutterknopfbrechsler in Wien haben ihren Meistern auch denen in der Provinz einen neuen Lohntarif vorgelegt, der am 20. b. M. in Kraft treten, und wenn nötig, mittels eines Streits durchgesetzt werden soll. Glasarbeiter- Ausstand in Charleroi. Einer früheren Nachricht zufolge wollten die Glasarbeiter in Charleroi, weil die Direktoren die Forderung einer Lohnerhöhung von 15 Broz, abgelehnt hatten, am 1. Oftober in den Ausstand treten. Das ist jedoch nicht geschehen, wenigstens ist nichts derartiges bekannt geivorden. Jetzt berichtet das B. H." aus Charleroi: Ein Teil der Glasarbeiter hat beschlossen, in den Ausstand zu treten. Die Arbeitswilligen haben Maßregeln getroffen, damit der Betrieb keine Unterbrechung erleidet. " " Neue Oberpräsidenten. Berlin, 14. Oftober.( W. T. B.) Zum Oberpräsidenten in Hannover wurde Regierungspräsident Wentzel in Wiesbaden, zum Oberpräsidenten in Westpreußen Oberbürgermeister Delbrüd in Danzig und zum Regierungspräsidenten in Wiesbaden Oberpräsidialrat Hengstenberg in Breslau ernannt. Französische Deputiertenkammer. Schwester Anna gab zu, daß sie zur Oberin gesagt habe, fie wisse nicht, was sie von ihr denken solle, ob sie angetrunken sei. Möglicherweise habe sie auch angesoffen gesagt. Die Oberin hätte Das Dienstmädchen der sie jedoch vorher furchtbar gereizt gehabt. Oberin, das als Beugin gehört wurde, hielt das Essen für reichlich Paris, 14. Oftober. Auf Antrag des Ministerpräsidenten Combes und genießbar, ebenso eine andre Schwester, die noch bei der Be- beschließt das Haus, sämtliche Interpellationen über die Schließung lagten ist. Diese Zengin fügte jedoch hinzu, daß eine Schwester der Kongreganistenschulen zu verbinden und beginnt hierüber anspruchslos und bescheiden sein müsse. Es wurde festgestellt, daß sofort die Beratung. Aynard tadelt die Schließung der Schulen; an einem Tage das Mittagsmahl aus einer Hafermehljuppe, Bell- das sei der erste Schritt zur vollständigen Unterdrückung der Freifartoffeln mit Grieben und Pflaumen bestand. Die Grieben sollen heit des religiösen Unterrichts.( Burufe auf der äußersten Linken.) nach den Behauptungen der Klägerin verbrannt und ungenießbar Redner legt des näheren dar, daß seiner Ansicht nach die gegen die Freiheit Schließung der Schulen gesetzwidrig und gewesen sein. Schließlich handelte es sich noch darum, wer die andre zuerst gerichtet sei. De Mun sagt, die Bevölkerung der Bretagne habe angefaßt" habe. Eine genaue Feststellung, wer in diesem Heim nicht allein aus Rechtsgefühl, sondern noch vielmehr aus einem christlicher Charitas auf den andren ein handgreifliches Attentat ver- Gefühl der Auflehnung gegen einen solchen Angriff auf ihre Freiübt, und ob die Klägerin. in der Notwehr war, als sie sich durch einen heit Widerstand geleistet. Er protestiere gegen die Behauptung, daß fräftigen Schups die Thür freimachte, erübrigte sich, denn die diese Bewegung einen royalistischen Charakter gehabt habe. Redner Parteien schlossen auf Zureden einen Vergleich. Sie lösten das beschwert sich schließlich über die Verwendung des Militärs. Morgen Vertragsverhältnis und die Beklagte verpflichtete sich, jeder Klägerin findet Forisezung der Beratung statt. das volle Oftobergehalt, je 25 Mart, auszuzahlen. Charleroi, 14. Oftober.( W. T. B.) Die Kohlengruben- Arbeiter Abschaffung der Nachtarbeit der Bäcker in Holland. Vertreter traten heute Abend zu einer Beratung zusammen. In einer Zusammendes Niederländischen Bäckergesellen- Verbandes sowie der katholischen funft mit dem Direktor der Gruben wurde eine Lohnerhöhung verund chriftlichen Organisationen der Bäckergesellen hatten am langt. Da diese verweigert wurde, so erklärten die Arbeiter, fie In den Webereien in Roanne( Frankreich) verlangten die Arbeit 8. Oktober eine Audienz bei dem Minister des Innern, um ihm die würden die Arbeit morgen nicht wieder aufnehmen. geber, daß die Arbeiter auch am Sonnabendnachmittag für fie Notwendigkeit der Abschaffung der Nachtarbeit der Bäcker, wodurch In Gilly wird der Ausstand beinahe allgemein sein. arbeiten. Die Arbeiter weigerten fich jedoch, worauf die Arbeit erst die Einführung der Sonntagsruhe möglich werde, vor Augen zu geber beschlossen, zwei Prozent ihrer Arbeiter zu entlassen, die führen. Der Minister erklärte, daß wahrscheinlich noch in dieser Arbeiter, an Zahl 12 000 Wann, erklärten sich mit den Entlassenen Legislaturperiode dem Parlament ein Gefeßentwurf, der diesen solidarisch und verlangten Wiedereinstellung, andernfalls wollen sie wünschen entspreche, vorgelegt werde. Der Entwurf sei bereits in in den Ausstand treten. Vorbereitung. Sägewerksarbeiter Aussperrung im schwedischen Nordland. Auf Karlsborgs Sägelverk bei Neder- Kalig wurden ca. 400 von den 500 bis 600 Arbeitern des Betriebes entlassen, weil sie sich dem Sägewerksindustrie Arbeiterverband angeschlossen hatten. Das genannte Werk ist eins der größten in dem fürzlich gebildeten Ning der Sägewerfe. V Verfammlungen. Protest der Textilarbeiter gegen den Zolltarifentwurf. Ueber den pensylvanischen Kohlenarbeiter- Streik meldet die„ Franks. Zeitung" aus New York unterm 14. Oftober: Die Grubenbesiber haben die Ernennung einer Kommission durch den Präsidenten Roosevelt gebilligt. Dieser Kommission sollen alle zwischen den Gesellschaften und den Angestellten schivebenden Differenzen unterbreitet und die Entscheidung der Kommission soll von den Zechenbefizern acceptiert werden. Die Streifer werden zweifellos die Fünfer- Stommiffion acceptieren, da fie einen ähnlichen Vorschlag bereits selbst gemacht hatten und sie volles Ver trauen auf Roosevelt setzen. Aus Wilkesbarre wird vom Dienstag, 14. Oktober, telegraphiert: Eine große Anzahl Ausständiger befürworten die Ablehnung der Vorschläge der Präsidenten der Kohlengesellschaften; einige sprechen sich für die Annahme aus. Die Angelegenheit wird voraussichtlich der Entscheidung Mitchells anheimgegeben werden. Welche Wirkungen wird der neue Zolltarif für die Textilindustrie haben? Ueber dieses Thema sprach am Montag ReichstagsDie Schornsteinfeger in Stockholm haben durch Verhandlung abgeordneter August Baudert in einer öffentlichen TextilAndreas- Festfälen. In seinen von ihrer Organisation mit den Arbeitgebern eine annehmbare Erarbeiter Versammlung in den Andreas Festsälen. großer Sachkenntnis zeugenden Ausführungen weist der Redner nach, höhung der Löhne erzielt. In der ersten Lohnklasse wurde der Wochen mit welcher Leichtfertigkeit und Oberflächlichkeit sowohl die Regierung lohn von 25 auf 28 Kronen, in der zweiten von 22 auf 24 Stronen bei Aufstellung des Entwurfs als auch die Mehrheit der Zolltarif erhöht. fommission bei der Beratung der einzelnen Pofitionen vorgegangen Der Steinhauer- Streit in Kristiania ist noch immer nicht beendet. ist, wie man die Wünsche auf Zollschutz auch bei der fleinsten UnterDie Unternehmer bestehen auf der Herabsetzung der Löhne, die nehmergruppe berücksichtigte und damit der ganzen Tertilindustrie, Streitfrage zwischen Kalifornien und Megiko bezüglich Arbeiter aber find fest entschlossen, nicht darauf einzugehen. Die die sich schon lange in einer permanenten Krise befindet, und den der geistlichen Güter verurteilte Merito einstimmig zur Streifenden haben bisher zum größten Teil anderweit Arbeit ge- jest schon aufs äußerste ausgebeuteten Arbeitern unermeßlichen Zahlung von 1420 000 Dollar in Geld, welches in Merito Kurs hat. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Haag, 14. Oftober.( W. T. B.) Das Schiedsgericht über bie Nr. 241. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 15. Oktober 1902. 193. Sigung. Dienstag, den 14. Oftober 1902, 2 11 hr. veiß man nichts von der Vermischungs- und Segmentstheorie. bringt. Statt dessen haben Preußen, Bayern, Sachsen und verAm Bundesratstisch: Kommissare. Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sigung und fügt folgende Worte hinzu: Ich erlaube mir nach der längeren Pause bei Beginn des neuen Sessionsabschnittes die Herren Kollegen auf das herzlichste zu begrüßen. Zu Ehren des am 2. d. M. verstorbenen Abgeordneten Kauffmann ( Haynau- Liegnig, frs. Vp.), erheben sich die Mitglieder des Hauses von den Plägen. ( Bravo!) den Versammlungen ein Auge zudrücken könne; mit andern gelung dieser Frage zu dringen, denken. Man sollte es doch füh Worten, die Polizei soll gegen den Bund der Landwirte anders vor- felbstverständlich halten, daß die einzelstaatlichen Vertreter im Bundesgehen als gegen die Socialdemokratie. Beim Bund der Landwirte rat instruiert werden, damit dieser auf eine reichsgefeßliche Regelung Gegen die socialdemokratischen Gewerkschaften geht man aber in der schiedene thüringische Staaten erst fürzlich neue landesgesetzliche allerschärfsten Form vor. Der Vorschlag der Petitionskommission ist Aenderungen des Vereinsgefeges vorgenommen. Die thüringischen Berufsinteressen vertreten können, nicht aber in edler Weise die recht, sondern volle Freiheit auf diesem Gebiete. Mit dem Socialistenfür mich völlig unannehmbar. Die Frau soll nur ihre speciellen Staaten hatten bis 1878 überhaupt kein Vereins- und VersammlungsInteressen der Allgemeinheit. Bei einem Vortrage des Professors gesetz aber glaubten sie auch noch ein Vereins- und VersammlungsLujo Brentano über den Industriestaat mußten die Frauen den Saal recht schaffen zu müssen. Erst ganz kürzlich hat sich SchwarzburgInteressen mit einbegreifen? verlassen. Will Herr Trimborn solche Fragen in die beruflichen Sondershausen ein besonderes Vereinsgesetz gegeben, in dem einzelne Bestimmungen fast wörtlich mit den Vorschriften des Socialistengefeßes Der Beschluß der Kommission bedeutet ferner einen direkten übereinstimmen, so besonders die Bestimmungen, wonach Versammlungen Rückschritt für nicht weniger als 16 deutsche Bundesstaaten z. B. von der Ortspolizei verboten werden können, wenn durch fie eine Präsident Graf Ballestrem: Se. Majestät der König Georg auch für Sachsen.( Hört! hört!) In Breußen ist man jetzt schon Gefährdung der Sicherheit, Ordnung oder Sittlichkeit zu befürchten von Sachsen haben mich beauftragt, dem Reichstage seinen herz- so weit gegangen, daß man selbst gesellige Vereinigungen mit dem ist. Und was wird alles unter diesen so dehnbaren Begriffen verlichsten Dank auszusprechen für die Trauerfundgebung, die ich in Vermischungsverbot belegt. Das Wort des Herrn v. Hammer- standen? In Sachsen- Altenburg wurde einem Redner ein- für alle= Dresden im Namen des Reichstages anläßlich des Heimgauges des stein:„ wir stehen auf demselben Standpunkte wvie Königs Albert von Sachsen, des letzten der großen Heerführer 50 bor mal das Abhalten von Versammlungen in einem bestimmten LandJahren" sollte mit über goldenen Lettern aus der großen Zeit, Ausdrud verliehen habe. Diesen allerhöchsten Ministerium seinem ratsamt verboten, weil er in einer früheren Versammlung angeblich angeheftet werden. In der That ist Auftrag, der mir in einer besonderen Audienz erteilt worden ist, Gefeßgebung in Bezug auf das Vereins- und Versammlungsrecht Sachsen Weimar- Eisenach die aufreizend gesprochen haben sollte. In ( Hört! hört! links.) hat der erfülle ich hiermit. frühere Bezirksdirektor dringend, den Antrag Crüger anzunehmen.( Bravo! links.) für Frauen um mindestens 50 Jahre zurückgeblieben. Ich bitte Sie Dr. Enden- Addenhausen, der, wenn ich nicht irre, seit einiger Zeit in das Reichsamt des Junern berufen worden ist, ein alle für allemal bon Socialdemokraten Abg. Bebel( Soc.): gehenden Bersammlungen verboten und zwar ohne Motivierung. Der Bürgermeister von Jena verbot meinem Parteigenossen KloßDas nennt man in Deutschland Vereins- und Versammlungsrecht! Stuttgart, in einer Versammlung der Holzarbeiter zu sprechen, weil er für seine aufreizende Sprechweise hinlänglich bekannt sei. Dasselbe geschah in Eisenach gegenüber meinem Parteigenossen und Kollegen Förster, weil von ihm eine andre als verheßende Behandlung eines Themas nicht zu erwarten sei.( Hört! hört! bei den SocialdemoAm Sarge des verstorbenen hochverehrten früheren Präsidenten des Reichstages, des Staatsministers und Oberpräsidenten v. Goßler ist ein Erinnerungskranz des Reichstages niedergelegt worden. Der französische Botschafter hat in einem Besuche bei dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Freiherrn v. Richthofen, den Dank der französischen Republik für die Worte zum Ausdruck gebracht, die von dieser Seite aus Anlaß der Katastrophe auf der Jujet Martinique ausgesprochen sind. Der Botschafter hat dem Staatssekretär gedankt für die so sympathische Kundgebung der Teilnahme, für die das französische Volk sehr empfänglich sei. Der Präsident teilt weiter mit, daß während der Vertagung des Reichstags in 84 Fällen Mitglieder in die Zolltarif- Kommission einresp. aus ihr ausgetreten sind. weisen. erhöhen.( Sehr richtig!) 0 aus Ich bedauere, daß noch kein Redner der Rechten das Wort genommen hat, es wäre doch interessant, auch die Stellung jener Herren kennen zu lernen. Die Parteien, die bis jetzt zum Worte gekommen sind, haben ja einen solchen Eifer an den Tag gelegt, daß man glauben fönnte, es sei gar nicht so schwer, hier im Reichstage ein gutes einheitliches Vereins- und Versammlungsrecht zu schaffen. Früher war von diesem Eifer wenig zu merken, und ich hoffe, daß nicht etwa nur der Umstand, daß im nächsten Frühjahr die Wahlen fraten.) bevorstehen, auf die Herren einen gewissen Einfluß ausgeübt hat. Es ist der Vergleich mit der Preßgefezgebung gezogen worden. Bei schen Vereine regelmäßig bei den Polizeibehörden einzureichen sind, Auch die Bestinumnungen, wonach die Mitgliederlisten der politis diefer konnte aber aus dem Grunde viel leichter ein einheitliches Recht werden in der allerärgsten Weise mißbraucht. Unfre Parteigenoffen Auf der Tagesordnung stehen Petitionen. geschaffen werden als an ihr auch die bürgerlichen Parteien bis zur Eine Reihe von Petitionen des Bundes Deutscher Frauenvereine, äußersten Rechten aufs lebhafteste interessiert find. Beim Vereins- haben vielfach die Erfahrung gemacht, daß ihre Arbeitgeber von des Vereins Frauenwohl in Berlin u. a. verlangen: und Versammlungsrecht hat man weniger Eile, denn wie reaktionär ihrer Zugehörigkeit zu socialdemokratischen Vereinen oder Ge1. Schaffung eines der heutigen Zeit entsprechenden einheitlichen auch diese Gesetze sein mögen, die bürgerlichen Parteien haben am lassen wurden. In Fürstenwalde wurden eine Anzahl von Mitgliedern der werkschaften unterrichtet wurden und daß sie dann daraufhin entdeutschen Vereins- und Versammlungsrechts. wenigsten darunter zu leiden.( Sehr richtig! bei den Social2. Daß den deutschen Frauen in diesem Reichs- Vereins- und demokraten.) Herr v. Meßsch, der sächsische Minister des Innern schloffen, nachdem die dortige Polizei unter Mißbrauch ihrer Rechte socialdemokratischen Partei ganz plößlich aus dem Kriegerverein ausgeVersammlungsrecht die gleichen Rechte wie den Männern gewährt hat es ja direkt ausgesprochen: Das Vereins- und Versammlungs dem Kriegerverein Kenntnis gegeben hatte von der Mitgliederliste werden mögen. recht müsse gegen Socialdemokraten ganz anders gehandhabt werden, Die Kommission( Berichterstatter Dr. Müller- Meiningen) wie gegen Mitglieder andrer Parteien.( Hört! hört! bei den Social- bes socialdemokratischen Vereins. Die Polizei nahm dabei für sich das Recht in Anspruch, die Liste des socialdemokratischen Vereins beantragt, die Betition ad 1 dem Reichskanzler zur Berücksichtigung demokraten.) Nur in zwei Punkten ist bis jetzt das Vereins- und das Recht in Anspruch, die Liste des socialdemokratischen Vereins mit der des Militärvereins zu vergleichen und dann die Socialzu überweisen. Bersammlungsrecht einheitlich geregelt. Einmal durch jene Be( Hört! hört!) ad 2 nur insoweit zur Berüdsichtigung zu über- stimmung des Wahlgesetzes, daß nach Ausschreibung der Wahlen demokraten dem Kriegerverein zu denunzieren. In einem ganz ähnlichen Falle erklärte ein Landrat weisen, als den Frauen die Teilnahme an Vereinen und Ver- feine Versammlungen verboten werden dürfen und dann durch Auffür ihren fanunlungey gestattet werden solle, in welchen ihre Berufs- hebung des Verbindungsverbots unter dem Fürsten Hohenlohe. Im es für das Recht der einzelnen Polizeibeamten, solche Brivatgebrauch Vereinslisten anzufertigen und fie interessen zur Verhandlung gelangen, im übrigen über die übrigen herrscht die bunteste Mannigfaltigkeit. In Mecklenburg Sen Kriegervereinen zur Durchsicht zu überlassen. In einem dritten Petitionen zur Tagesordnung überzugehen. giebt es überhaupt kein Vereins- und Versammlungsrecht. Abg. Dr. Crüger( frs. Bp.) beantragt, die Petition in ihrem Wenn wenigstens auch nur die Möglichkeit vorhanden wäre, wo Falle, der in Sachsen passierte, wurde die socialdemokratische Liste ganzen Umfange dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu über- ein vergleichsweise freies Vereins- und Bersammlungsrecht besteht abgeschrieben, vervielfältigt und in der Stadt verbreitet, mertund im ganzen loyal gehandhabt wird wie z. B. in Württemberg, würdigerweise, ohne daß es gelungen ist, den Betreffenden ausfindig Abg. Bassermann( natl.): Hessen und Baden, irgend einen Mißbrauch dieses Rechtes nach zu machen. In Preußen nimmt die Polizei sich sogar das Recht Der Reichstag hat alle Veranlassung, jede sich ihm bietende zuweisen! Aber man wird kein einziges Beispiel dafür anfübren heraus, Bersammlungen am Sonntag während des Gottesdienstes zu verbieten. Es liegt zwar eine Kammergerichts- Entscheidung vor, Gelegenheit zu benutzen, um die reichsgesetzliche Regelung des fönnen. Herr Trimborn hat ja mit ganz besonderem Nachdruck Vereins- und Versammlungsrechts zu fordern. Daher können wir betont, feine Partei verlange auch ein freiheitliches Vereins- wonach die Polizei für ein solches Verbot nicht die geringste gesezdem Antrage der Kommission, die erste Forderung der Betitionen und Versammlungsrecht. Wie er dasselbe in Bezug auf die liche Handhabe hat, trotzdem kommen aber noch solche Verdem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, mur zu Aber ich möchte dem Abg. Trimborn doch gleich jetzt bemerken, daß Frauen eingeschränkt hat, darauf komme ich noch zurück fügungen vor. Es ist demnach klar, daß der heutige Zustand absolut unhaltbar stimmen. Ebenso werden wir für den Antrag Dr. Crüger stimmen. Besonders in Preußen ist das Vereinsrecht für die Frauen man man in den Einzellandtagen, wo seine Partei oft Gelegenheit ist. Herr Trimborn sprach von dem Urrecht der Germanen auf ein fast gar nicht vorhanden trotz der neuesten Auslegung durch Herrn 3 Reformen im Vereins- und Versammlungsrecht gehabt hat, von freies Bersammlungsrecht. Freilich, die alten Deutschen hatten dieses fast gar nicht vorhanden froh der neuesten Auslegung durch Herrn einem solchen Eifer, wie er ihn heute an den Tag gelegt hat, nichts Recht im vollsten Maße. Bei ihnen war jeder waffenfähige Mann v. Hammerstein. Ich erinnere nur an den Vorgang bei der letzten Tagung der Gesellschaft für Socialreform in Köln, wo der Vortrag gemerkt hat. In Bayern hat das Centrum, das dort ausschlag fogar bei Strafe gezwungen, zu ersammlungen zu erscheinen, heute in von Frl. Helene Simon verboten und der Dame nur gestattet wurde, gebend ist, die socialdemokratischen Anträge zur Reformierung des möchte man am liebsten eine Strafe darauf legen, daß jemand in Helene Simon verboten und der Dame nur gestattet wurde, Vereinsrechts energisch bekämpft. In der Münchener Hoensbroech eine Versammlung geht. Unfre Altvordern hatten auch das Recht, in dem berühmten Segment an der Versammlung teilzunehmen. Bersammlung, in der es zu den bekannten Tumulten kam und in der man ja die Pflicht, vom 18. Jahre an Waffen zu tragen; wenn wir dies Derartige Maßregeln dienen nicht dazu, die Staatsautorität zu sich schließlich Maßkrüge an den Kopf warf, sollen nach bisher unwider Recht heute verlangen würden, würde man darin eine große Gefahr legten Berichten die Parteigenossen des Abg. Trimborn in besonderem für den Staat erblicken. Abg. Trimborn( C.): Miaße an diesen Ausschreitungen beteiligt gewesen sein. Es spricht Der Herr Reichskanzler hat ia im März dieses Jahres gegen Auch wir halten ein Reichs- Vereins- und Versammlungsrecht für auch nicht gerade für einen besonderen Eifer für eine Besserung des über einer Deputation von 35 Frauen erklärt, er selbst sei durchaus durchaus zeitgemäß und dringend erforderlich. Durch die Viel- Vereinsrechts, wenn außer von den Polizeibeibehörden auch von bereit, auf eine Aenderung des Vereins- und Versammlungsrechts gestaltigkeit dieses Rechts, wie sie heute besteht, wird der Reichs- der Centrumspartei alles aufgeboten wird, um uns Socialdemokraten für die Frauen hinzuwirken. Nun, wenn der Reichskanzler will, gebante gröblich verletzt. Nicht nur einheitlich, sondern vor allem die Säle für unsre Versammlungen abzutreiben.( Sehr richtig! bei dann tann er auch. Er sollte nur seinen Einfluß geltend machen freiheitlich muß unser Vereins- und Versammlungsrecht sein. Heute den Socialdemokraten.) Das gilt namentlich auch von der Heimat zunächst als preußischer Ministerpräsident gegenüber seinem Stollegen ist das Koalitionsrecht in den meisten norddeutschen Staaten start des Abg. Trimborn. Meinen Parteigenossen in Köln ist es bis Herrn v. Hammerstein. Der Antrag der Kommission ist ja unterbunden. heute nicht möglich gewesen, einen großen Saal in oder um Köln schon mehrfach als nicht weitgehend genug bezeichnet worden. aufzutreiben, weil der Einfluß der Centrumspartei weit genug reicht, Nur Herr Trimborn wilf nichts davon wissen, daß um das zu verhindern. die Frauen agitatorisch thätig sind. Sein leider verstorbener Kollege Diese Zustände können in keiner Weise als ehrenvoll für Windthorst hat aber auf einem Katholikentag sehr energisch betont, Deutschland angesehen werden. Wie kann man, während auf der daß die Frauen die besten Agitatorinnen für die katholische Kirche einen Seite dem Volle das allgemeine Wahlrecht gewährt wird, ihm sein müßten und bei Neuwahlen wird von zahlreichen Kanzeln herab auf der andren Seite das Vereins- uid Versammlungsrecht be- den Frauen ans Herz gelegt, auf ihre Männer einzuwirken, daß fie schneiden wollen? Beide Nechte gehören absolut zu einander Die für das Centrum eintreten. Dies Recht, das Sie( zum Centrum) Ausübung des Wahlrechts ist undenkbar ohne absolut freies Vereins für sich und noch dazu von einer privilegierten Stelle aus in Anund Versammlungsrecht. Ich habe ja in meiner Jahrzehnte langen spruch nehmen, verlangen wir für alle Parteien. In Belgien sind Erfahrung eine Fülle von Verboten oder Auflösungen solcher übrigens auch die Freunde des Herrn Trimborn für das FrauenWas die zweite Forderung der Petitionen anlangt, so wollen Versammlungen erlebt, in denen ich gesprochen habe oder sprechen stimmrecht eingetreten( Zuruf im Centrum), ein Teil der Socialmeine politischen Freunde nicht die aktive Teilnahme der Frauen wollte. Dabei hat es mich immer am allermeisten demokraten leider dagegen. Aber ich täusche mich darüber nicht: an der eigentlichen Politif. Sie wollen nicht das politische entrüstet, daß ich mir sagen mußte: Es ist doch einfach ein Standal, Wenn wir in Deutschland jetzt das Frauenstimmrecht bekämen, Wahlrecht der Frauen. Die Frauen sollen den politischen Vereinen daß der erste beste, ganz und gar ungebildete Polizeibeamte, Polizei- dann bin ich gewiß, daß wir zunächst damit schlechte Erfernbleiben. Dagegen wollen wir, daß die Frauen absolut un wachtmeister, der sich in Bezug auf Wissen und Können nicht im fahrungen machen würden. Aber die haben wir früher gehindert sind in den Vereinen und Versammlungen und bei entferntesten mit dem Redner der Versammlung messen kann, die auch mit den Arbeitern gemacht und machen sie zum Teil ja jetzt den Bestrebungen, welche der Förderung ihrer Berufs- Macht hat, 5 bis 6000 Menschen auf sein bloßes Machtwort wie noch. Die Arbeiter müßten ja, wenn sie alle Verstand hätten, auch interessen dienen. Der Begriff der Berufsinteressen muß dabei Schulbuben nach Hause schicken kann.( Lebhafte Zustimmung bei den alle socialdemokratisch wählen.( Lachen im Centrum.) Wie es uns möglichst weit im Sinne interpretiert werden; alle socialen Inter- Socialdemokraten.) Er braucht nur zu sagen, das paßt mir nicht, aber gelungen ist, es bis über 2 Millionen Stimmen zu bringen, so essen der einzelnen Personen und der Allgemeinheit müssen das gefällt mir nicht, macht, daß ihr nach Hause kommt! Wir würden wir auch die Frauen allmählich für uns gewinnen. Ja, darunter fallen.§ 152 der Gewerbe Ordnung muß nach haben in einer Broschüre alle während der letzten drei Jahre wenn gar die Frauen über Ihren famosen Zolltarif- Gesetzentivurf diefer Nichtung hin erweitert werden. eine erfolgten Verbote und Auflösungen von Versammlungen innerhalb abstimmen sollten, dann würden wir gleich bei den ersten Wahlen gründliche Reform des Vereins und Versammlungsrechtes. des Königreichs Sachsen samt den dazu gehörigen Motivierungen einen ganz ungeheuerent Stinumenzuwachs haben, die Frauen find Es ist wirklich kein würdiger Zustand, daß in Deutschland, zusammengestellt. Es kommen dabei die ungeheuerlichsten Be- viel vernünftiger, als Sie( zum Centrum) glauben.( Heiterkeit und wo so ungeheure Arbeitermassen organisiert sind, das Koalitionsrecht gründungen vor. Zwei Versammlungsauflösungen, über die die Sehr richtig! links.) Es giebt ja schon eine ganze Reihe von in feiner Weise entsprechend den Bedürfnissen eines modernen Leipziger Volkszeitung" vom 10. Oktober berichtet hat, beweisen, Staaten, in denen der Vereinsbildung der Frauen nicht das Staates geregelt ist. Ein neues modernes Vereins- und Ver- daß noch heute in Sachsen dies System in Blüte steht. geringste Hindernis in in den Weg gelegt wird. Vollkommen janmmlungsrecht ist das notwendige Erfordernis, um die kaiserliche In einer Versammlung zu Annaberg in Sachsen verlangte der ividersimig ist es aber, die Frauen von Vereinen, in denen es doch Botschaft von 1890 ihrer Erfüllung näher zu bringen. Möge die überwachende Polizeibeamte, da der Saal überfüllt war und einige verhältnismäßig ruhig zugeht, auszuschließen, sie aber zu öffentlichen Reichsregierung sich wieder allmählich auf die Höhe der Februar- Besucher im anstoßenden Lokal stehen mußten, daß die Verbindungs- Versammlungen, die der Agitation dienen, zuzulaffen. Herr Erlasse erheben.( Beifall im Centrum.) thür sofort geschlossen werde, widrigenfalls er die Versammlung Müller- Meiningen meinte, wir hätten mit den Frauen bisher wenig Abg. Rickert( frs. Vg.)( sehr schwer verständlich]: auflösen werde. Darauf wurde die Thür zugemacht. Ms dann im gute Erfahrungen gemacht. Nun, wir haben gar viele Frauen, aber Herr Trimborn verlangt ein freiheitliches Vereinsrecht. Dabei will Laufe des Vortrags noch ein Teilnehmer durch diese Thür in den wir haben noch immer nicht genug.( Große Heiterkeit.) Wenn die er aber die Hälfte aller Staatsbürger, die Frauen, von den politi- Saal eintrat, erklärte der Polizeibeamte die Versammlung sofort für Frauen heute noch nicht in dem Maße zu uns kommen, wie wir aufgelöst.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Und num das wünschen, so liegt es vor allem daran, daß die socialdemoschen Versammlungen ausschließen. Das nennt der Herr freiheitlich. wurden die Hunderte von Zuhörern einfach aus dem Saal hinaus fratischen Frauenorganisationen viel mehr anterdrückt werden, als die ( Sehr gut! links.) getrieben. Das ist doch ein unerhörter Zustand, und die Dummheit bürgerlichen. Ich gönne getvis den bürgerlichen Frauenvereinen die Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): mancher Beamten muß die höchste Erbitterung gegen die ge- Freiheit, die sie genießen, Thatsache ist aber, daß z. B. in Berlin Ueber die Handhabung der Vereinsgefeße in Schwarzburg- samten Staatseinrichtungen hervorrufen. Eine zweite Versammlung in fünf socialdemokratische Frauenvereine aufgelöst worden sind, während Sondershausen, Weimar- Eisenach und im Königreich Sachsen fönnte einem Orte Sachsens wurde von dem Gendarmen mit der Motivierung man den bürgerlichen Frauen gegenüber nicht ähnlich aufman eine fortlaufende Satire schreiben, und dabei hat Sachsen noch aufgelöst, daß der Einberufer der Versammlung in seiner neuen getreten ist. Die Verordnung des Herrn v. Hammerstein, daß ein verhältnismäßig liberales Vereins- und Versammlungsrecht. Wohnung zivar angemeldet fei, aber dort noch nicht geschlafen habe. Frauen nur in einem Segment an Vereinsversammlungen teil( Lachen bei den Socialdemokraten.) Jawohl, bezüglich der( Lachen und Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Aber im besten nehmen dürfen, ist vollkommen ungefeßlich. Wenn es einen Frauen ist das sächsische Recht liberaler als das preußische Fall wird den Beamten nach so und so viel Wochen oder Monaten preußischen Staatsanwalt giebt, der seine Pflicht und Schuldigkeit und bayrische. Es muß auf das schärfste kritisiert werden, daß eine Rektifizierung zu teil. Mit diesen Rettifizierungen wird recht nach allen Richtungen thäte, so müßte er Herrn v. Hammerstein man jetzt noch eine Bestimmung des absolutistischen Regiments, vorsichtig umgegangen, um die Beamten in ihrem Vorgehen nicht wegen Verlegung des§ 8 des Vereinsgefepes zur Verantwortung nämlich den§ 10 des Allgemeinen Landrechts anwendet. Dieser einzuschüchtern. Dieser einzuschüchtern. Eine andre Versammlung wurde aufgelöst, weil der ziehen.( Sehr richtig! bei den Soc.) Nach diesem Paragraphen 10 dient in der Prayis als Mädchen für alles. Man hat mit Beamte erklärte, es friere ihn an den Füßen, das könne er auf die dürfen Frauen, Kinder und Lehrlinge an politischen Vereinen nicht Biesem Kautschuhparagraphen Theaterstücke verboten, Bienenstöcke Dauer nicht aushalten.( Große Heiterfeit und Hört! hört! bei den teilnehmen. Der Herr Minister, der selbst erflärte, er stehe auf dem entfernt, Schornsteine gereinigt und Prostituierte vorgeführt.( Große Socialdemokraten.) Standpunkt von vor 50 Jahren, hat gar nicht gemerkt, was fir Seiterkeit.) Dazu kommt die absolut willkürliche Auslegung des§ 8 Es ist doch charakteristisch, daß, während wir seit Jahrzehnten eine gewaltige moralische Ohrfeige er sich selbst verfette, als er den Ses preußischen Vereinsgesetzes durch den preußischen Minister des auf die Verwirklichung der Bestimmungen der Reichsverfassung über Frauen dies Recht einräumte.( Sehr gut! bei den Soc.) Ich Innern. Der preußische Minister hält es für angebracht, daß in das Vereinsrecht warten, die Einzelstaaten gar nicht an die Er- wiederhole also, es liegt uns fern, den bürgerlichen Frauen die gewiffen, befonders geeigneten Fällen die Polizei gegenüber füllung ihrer selbstverständlichen Pflicht, auf die reichsgefegliche Re- Freiheiten, die sie gegenüber den socialdemokratischen genießen, zu In Elsaß- Lothringen sind heute die Gewerkschaften der polizeilichen Willtür vollständig preisgegeben. In Sachsen kann jeder Polizeibeamter ohne weiteres jedem Redner einer Versammlung das Wort entziehen. Die Judikatur in Sachen des Vereins- und Versammlungsrechtes wird heute vielfach dazu benußt, um mißliebige Arbeitervereine und Gewerkschaften zu chifanieren. Das gilt nicht nur von den socialdemokratischen, sondern auch von den christlichen Gewerkschaften. Daß die Arbeiter, wenn es sich um die Wahrung eines so wichtigen Rechtes handelt, empfindlich sind, wird man ihnen wahrlich nicht verdenken können. mißgönnen, aber wir wollen Teine Wohlthaten, teine Bolizeiwillkür.| Dr. Barth( frf Vg). Dr. Müller- Meiningen( frf. Bp.) und den wir wollen Recht ohne Ansehen der Verson.( Bravo! bei den Abg. Albrecht u Gen.( Soc.) eingegangen sind und an einem der Socialdemokraten.) nächsten Tage zur Verhandlung fonimen sollen Nächste Sigung. Mittwoch 1 Uhr. Stand der Bewegung. In den drei Streiftagen hat sich die Bewegung bereits jeden falls auf eine erhebliche Mehrheit der Bergarbeiter ausgedehnt. Weiterer Zuzug ist von Montag an zu erwarten, so namentlich aus ( Tagesordnung Wahl eines Schriftführers an Stelle des Abg dem Departement Affier und aus Montceau- les- Mines. Was aber Dr. Pachnicke, Fortiezung der Besprechung der Interpellation die Produktion betrifft, so ist sie bereits wohl mindestens zu Albrecht u. Gen. betreffend Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit. drei Vierteln lahmgelegt. Die zwei Reviere des Nord und Pas- deFortießung der heutigen Beratung.) Calais und der Loire, wo der Ausstand nahezu allgemein ist. proSchluß 5 Uhr. ducieren allein 24 215 000 Tonnen bei einer Gesamtproduktion von rund 33 Millionen Tonnen für ganz Frankreich. Generalstreik der französischen Bergarbeiter. JP Das wichtigste Ereignis für die weitere Entwicklung des Streifs ift der Beschluß des nordischen Regional Kongresse&( für Nord und Pas- de- Calais), den Compagnient regionale Sonderforderungen zu unterbreiten und zwar durch Vermittelung des Präfekten, nachdem das Centralkomitee der Kohlengewerke sich in berechneter Taktik für„ unzuständig" erklärt hat, mit dem Landeskomitee der Bergarbeiter in Unterhandlungen zu treten. Der Beschluß wurde mit 112 gegen bloß 17 Stimmen gefaßt. Damit zerfällt der Generalstreif that grund tritt. Ja. Abg. Basly hat in Interviews erklärt, er fei der Meinung, daß die Arbeiter seines Reviers ohne weiteres die Arbeit wieder aufnehmen würden, sobald ihre Sonderforderungen bewilligt wären, also ohne Rücksicht auf den Stand der Bewegung in den Gutswächter andren Revieren. Mit Recht ist von mehreren Seiten auf den Widerspruch hingewiesen worden, in dem sich die Kommission mit ihrem Beschluß und Herr Trimborn bewegt, wenn sie den Frauen die Teilnahme an Versammlungen und Vereinen gestatten wollen, in denen die Berufsinteresien der Frauen verhandelt werden, im übrigen aber vorschlagen, über die Frauen- Betition zur Tagesordnung überzugehen. In Bayern hat man auf Betreiben des Centrums eine folche Bestimmung in das revidierte Vereinsgefeß aufgenommen, während die weiter gehenden Anträge unsrer Genossen abgelehnt wurden. Die Entscheidungen, die daraufhin in Bayern erfolgt sind, sollten vor einer Nachahmung warnen. Herr Trimborn erklärt zwar hier, er wünsche eine möglichst weitgehende Auslegung einer solchen Bestimmung. Herr Trimborn ist Jurist: er sollte Paris, 12. Ottober.( Eig. Ber.) wissen, daß nichts gefährlicher ist, als den Behörden die Möglichkeit zu geben, das Geich nach Belieben zu interpretieren.( Lebhafte Der Doppelmord von Terrenoire. Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Wir wollen flares Gleich am zweiten Streiftage sind zwei Bergarbeiter der Recht und feine Willkür. Wie weit diese Willkür gehen Ordnungsretterei zum Opfer gefallen. Entgegen der ersten privaten sächlich in eine Reihe regionaler Streifs, wobei kann, hat der verflossene Rektor der Berliner Universität, Meldung, die von einem Konflikt zwischen Streifenden und die Centralleitung des Landeskomitees in den Hinter Herr von Refulé, bewiesen. der in vorigen Jahre Gendarmen sprach, sucht eine offizielle Version" die Bedeutung des einer Dame das Reden im socialwissenschaftlichen Studenten- Doppelmordes durch den Hinweis abzuschwächen, daß dieser mit verein verboten hat, nur weil sie Socialdemokratin ist. Die Wahrung dem Streik nichts zu thun habe. Es soll sich um ein zu der Berufsinteressen der Frau führt unzweifelhaft auf das politische fälliges Mißverständnis" handeln. veranlaßt durch einen Gebiet. Zu diesen Verufsinteressen gehört für die Arbeiterin in Worlwechsel zwischen einem brutalen privaten erster Linie die gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit, der Acht- und drei Arbeitern, wobei der Wächter drei Revolver Die nordischen Forderungen sind: 1. Lohnerhöhung um 10 Proz stundentag. Das ist aber eine eminent politische Forderung, die im schüsse abfeuerte und den Arbeiter Morasse verwundete. Was aber genauer, die Wiedererlangung der früheren, um ebensoviel Prozent Wahlkampf große Bedeutung erlangen wird. Ebenso steht es mit weiter erfolgte, das erscheint selbst nach der offiziellen Meldung als herabgesezten Lohnhöhe. Der Unterschied beträgt 139 Front pro der in einer Frauenpetition geforderten Verlängerung der Schonzeit eine polizeiliche Missethat, die nur auf dem Boden der gouverne Jahr. 2. Festießung eines Lohnminimums 3. Abschaffung der der Wöchnerinnen von 4 auf 6 Wochen, mit dem Verbot der Nacht- mentalen Ordnungsretterei entstehen konnte. übermäßigen Arbeitslaft. 4. Verpfächtung. feine Maßregelungen arbeit, mit dem Koalitionsrecht der Frauen.( Sehr richtig! b. d. Soc.) Denn die herbeigeeilten Gendarmen, stets wie Hetzhunde gegen wegen des Streiks vorzunehmen. 5. Kontrolle über die LohnIch meine, ich habe Ihnen durchschlagende Gründe genug angeführt, streifende Arbeiter dressiert, haben, anstatt den Wächter auf frischer auszahlung, d. h. Einsichtnahme in die Geschäftsbücher. um Sie zu bestimmen, den Kommissionsantrag abzulehnen und die That zu verhaften, die zwei unversehrt gebliebenen Arbeiter zwecks Ferner haben die Arbeiter von Carmeaur ihre Forderungen Anträge Dr. Crüger und Rickert anzunehmen. Leider ist uns damit Aufklärung des Thatbestandes" in die Kaserne abgeführt. Da war dem Grubendirektor brieflich mitgeteilt. Dort sind die Arbeiter in auch noch wenig geholfen, denn die Regierung wird auf unsre An- ja das„ Mißverständnis" seitens der zusammengelaufenen Menge den Streif getreten vor allem aus Solidaritätsgefühlen träge nicht eingehen. Stäme sie mit einer Vorlage, so würde diese unvermeidlich. Man denke sich nur das Umgekehrte: die Ver- und aus Disciplin gegenüber der Landesorganisation. Denn eigne unsre Wünsche wenig befriedigen. Der Reichstag hat also gar keine wundung des Wächters durch die Arbeiter wären dann diefe brennende Forderungen haben sie nicht Sie verlangen wesentlich Ursache, eine Begrenzung vorzunehmen. Sonst werden die neuen auch nur eine Sekunde lang in Freiheit gelassen? Die Menge die Abstellung einer allerdings langen Reihe von untergeordneten Zweideutigkeiten sofort neue Agitationen erwecken. Wollen Sie denn be- mußte notwendig in Empörung geraten an die Ver- Mißständen für die diversen Arbeiterkategorien. Für die gesamte haupten, daß die Männer flüger sind als die Frauen? Es giebt zahlreiche baftung der abgeführten Arbeiter glauben. Um so mehr, als die Arbeiterschaft von Carmaur fordern sie dann: 1. Abschaffung der Frauen, die flüger sind als viele Männer.( Heiterfeit.) Es ist doch wirklich Gendarmen, wie die Aurore" niitteilt und was die offizielle Verpflichtung der Kranken, sich in den Bureaus der Compagnie pernur Zufall, ob jemand als Mann oder Frau auf die Welt kommt Meldung verschweigt, die Menge noch durch Beschimpfungen provocierten! fönlich einfchreiben zu lassen. 2. Keine Verpflichtung, bei einem ( Erneute Heiterkeit.) und dieser Zufall darf doch nicht ausschlaggebend Die weitere Entwicklung des" Mißverständnisses" war von selbst Urlaubsgesuch die Gründe anzugeben. 3. Behandlung seitens der sein. Die Zahl der Frauen, die zum Kampf ums Dasein gezwungen gegeben: ein Steinwurf verlegte einen Gendarm, ein Faustschlag Compagnie und ihrer Angestellten auf dem Fuße der Gleichberechtiwerden, wird immer größer, die Zahl der Eheschließungen ist im traf einen zweiten, worauf dieser, Namens Breuil, ohne weiteres Rückgang begriffen, dabei steigt die Zahl der weiblichen aus nächster Nähe durch eine Revolverfugel zwei Arbeiter nieder- Angesichts des Solidaritätscharakters des Carmaux- Streits ist die Geburten fortwährend. Sind die Frauen beim Zolltarif nicht streckte. Keine gefezlich erforderliche vorherige musterhafte Disciplin und Eintracht der dortigen Arbeiter doppelt mindestens so interessiert wie die Männer? Wer führt denn dreimalige Aufforderung zum Auseinandergehen, bemerkenswert. Die Gewerkschaft konnte schon am zweiten Streitdie Wirtschaftsfajje? Wem berührt die Berteuerung der kein vorheriger Shredschuß in die Luft ein tage die Streitposten abschaffen, da sie zur Verhütung Lebensmittel und der Wohnungsmieten am meisten? Doch die absichtlich mörderischer Schuß. ohne jeden von Streifbrechereien unnötig sind. Deshalb ist auch anzunehmen, Frauen! Wie wollen Sie es also rechtfertigen zu sagen:„ Das geht Schatten eines Lebensgefährlichen Notwehr daß in Carmaux die Arbeit mur im Einverständnis mit der CentralEuch Frauen nichts an!" Ich hoffe, Sie werden sich der bessern 3ustandes!... leitung aufgenommen werden würde. Einsicht nicht verschließen und reinen Tisch machen. Sonst werden Wer denkt da nicht an die übermenschliche Langmütigkeit der In Saint- Etienne( Loire), wo die Führer principielle Sie zweideutige und unhaltbare Zustände schaffen und es wird Gendarmen, Polizeikommissare und Soldaten gegenüber den Generalstreifler sind, wurde in einer Versammlung einstimmig befeinen Frieden geben.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten bretonischen klerikalen Barrikaden- Krawallanten, schloffen, sämtliche Arbeitsbranchen zum Generalstreit aufund links.) die in offenem Aufruhr gegen gefeßliche Regierungsmaßnahmen nicht zufordern. Die Erregung über die Mezelei von Terre- Noire, das in Sächsischer Ministiraldirektor Fischer: nur mit Steinen und Stöden, sondern namentlich auch mit der Umgebung von St. Etienne liegt, hat gewiß an ihrem Teil bei In dem Falle, den Abg. Müller- Meiningen anführte und in arbeiteten? Warum ist es in der Bretagne angesichts einer großen scheint die Versammlung hauptsächlich die Mezelei besprochen zu flüssigem Unrat die Bertreter der öffentlichen Macht be- dem Beschluß mitgewirkt. Nach dem vorliegenden kurzen Bericht bem es sich um Entfernung von Minderjährigen handelte, waren die Behörden im Recht nach dem Gesetze. Herr Bebel und aufrührerischen Masse wochenlang zu keinem auch nur annähernd haben. auch der Parteivorstand haben eine Zusammenstellung von Gründen, Terrenoire, wo nach dem offiziellen Bericht nur etwa dreißig ähnlichen„ Mißverständnis" gekommen, wie im Kleinen ruhigen Orte aus denen Versammlungen in Sachſen verboten worden sind, ver- Personen" am Auflauf teilnahmen?! Warum? Weil eben der Deputiertenkammer beauftragte den Vicepräsidenten Rouſſet, Baris, 14. Oftober. Die nationalistische Gruppe der öffentlicht, um die sächsischen Behörden lächerlich zu machen. Ich klassenstaat gegen streifende Arbeiter von jeher Einschüchterungs in der Kammer einen Antrag einzubringen, wodurch der Gegebe zu, daß bei solch schnellen Entschließungen Mißgriffe vorkommen; einzelne der Fälle haben auch mir ein Lächeln politik treibt und seine Werkzeuge, Gendarmen und Polizisten, scharf brauch der Waffen bei Ausständigen geregelt entlockt, in andern sagte ich mir, man muß auch die andre sphäre erzeugt, in der sich der Gendarm allmächtig und zu macht, weil er um jeden größeren Streif eine terrorisierende Atmoallem be= Seite hören. In einem Falle hat der Beamte gesagt: vom Thema rechtigt dünkt gegenüber den vogelfreien Ruheſtörern". Daß aber die berichtet, daß die sogenannten roten und gelben Syndikate feit Zu dem Ausstand der Bergleute in Valenciennes wird darf nicht gesprochen werden, der Beamte hat sich versprochen, er demokratische Regierung Combes in dem gegenwärtigen Streik die üb gestern in völligem Einverständnis mit einander sind und wollte fagen, vom Thema darf nicht abgewichen werden.( Widerspruch und Lachen links.) Es war wirklich nur ein Versprechen und liche kapitaliſtiſche Ordnungsretterei treibt, das ladet in letter Linie auf daß der Aus stand in den Departements Nord und Pas das sollte nicht in solch spöttischer Weise ausgenügt werden. fie die Verantwortung für das Blutvergießen von Terrenoire; keine de Calais ein vollständiger ist. In der Umgegend von Von den vom Abg. Bebel angeführten Fällen will ich manche preisgeben, offiziellen Abschwächungen der thatsächlichen Einzelheiten des Denain fam es zwischen etwa 1000 Ausständigen, die nach einem andre scheinen mir aber so zu liegen, daß der Beamte gesetzmäßig gegebenen Falles tönnen an jener allgemeinen Berantwortung Schacht, in welchem angeblich noch gearbeitet wurde, marschieren andre scheinen mir aber so zu liegen, daß der Beamte gefeßmäßig etwas ändern. Ebenso wenig wie die Verhaftung des mörderischen wollten, und berittenen Gendarmen zu einem zuim Recht war.( Der Redner spricht mit so leiser Stimme, auf der Linken herrscht so große Unruhe, daß die einzelnen Säße auf der sammenstoß. Mehrere Arbeiter wurden leicht Tribüne nicht zu verstehen sind. Der Präsident bittet nochmals um Uebrigens ist hundert gegen eins zu wetten, daß das Militär- verlegt. St. Etienne, 14. Oktober. Die Setzer haben sich mit den Ruhe.) In Sachsen ist der Druck der Socialdemokraten besonders gericht den Mörder freisprechen wird. Siehe die Freisprechung groß, d. h. das Bestreben, das Vereins- und Versammlungsrecht Rouffeau. Der„ Gaulois" darf sich schon heute auf den Freispruch gemeinen Ausstand beschlossen. der Gendarmen von Chalons unter dem Ministerium Walded Grubenarbeitern solidarisch erklärt und den allmöglichst auszubeuten oder seine Schranken zu durchbrechen oder freuen!. zu umgehen.( Heiterkeit und Zurufe links. Graf Ballestrem verbittet sich die„ Zwiegespräche") Dieser Druck erzeugt den Gegendruck der Behörden, d. h. die Behörden sind bestrebt, die umgeriffenen Schranken wieder aufzubauen und auf die strenge Durchführung der Gesetze zu achten.( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Gendarmen. " " gung. werden soll. Witterungsübersicht vom 14. Oftober 1902, morgens 8 Uhr. Das Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke 761 Better SSW 3bedeckt Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometerſtand mm Wind richtung Windstärle Wetter -bedeckt Temp. n. 6. 5° C. 4° 9. 9 Haparanda 759 ND 2 heiter-9 761 WNW 3 heiter 5 19 2 bedeckt 10 Petersburg 761 Still 764 SW 2wolfig 8 Cork 766 SW 2bedekt 8 Aberdeen 768 W 2wolfen! 8 Paris 765 SSW 3hlb. bed. 8 770 Still- heiter Wetter- Prognose für Mittwoch, den 15. Ottober 1902. Ein wenig fühler, veränderlich, vorwiegend trübe mit Regenfällen und Berliner Betterbureau. Briefkaften der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll, und die lehte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die unternehmerliche und Klerifal- nationalistische Bresse sucht mit üblichem Cynismus aus dem vergossenen Arbeiterblut politisches stapital zu schlagen fei es gegen das antiflerifale Ministerium, sei es, wie der seit dem Generalstreik rasend gewordene" Temps", Landeskomitee der Bergarbeiter! sogar gegen das Bundesratsbevollmächtigter der Thüringischen Staaten Dr. v. Paulsen fapitalistische Blatt geht nämlich von der ungeheuerlichen Voraus wendet sich gegen die Ausführungen Bebels über die Vereinsgefeß- fegung aus, daß ein Streik notwendig das Leben der Arbeiter gebung in Sachsen- Weimar, Altenburg und Sondershausen. Er bedrohen müsse. Also habe das Bergarbeiter- Komitee durch die bestreitet, daß der§ 3 des Gesetzes von Sondershausen schärfer Streiferklärung das Blutvergießen verschuldet!... Die„ Petite Swinemde. gefaßt sei, als die Bestimmungen in andren einzelstaatlichen Vereins- République" aber sucht im Sinne der offiziellen Breßmitteilung Berlin gesetzen. Es sei darin die Auflösungsbefugnis mir gegeben, wenn die wahre Bedeutung der Sache abzuschwächen. Sie bringt es Frankf./M. bringende Besorgnis vorhanden sei, daß die öffentliche Ruhe und fertig, bloß von einem„ schmerzlichen Zwischenfall" und einem ein- München Ordnung gefährdet sei.( Lachen links.) Das Verbot des Auftretens fachen fait- divers"( Lokal- Ereignis) zu sprechen, das ja glücklich mit Bien in öffentlicher Versammlung einem Redner gegenüber, der als auf dem Streit nichts zu schaffen habe( complétement étranger au reizend bekannt war, erscheint mir gerechtfertigt. Ich weise den conflict") 2c. Sie richtet ihren ganzen Zorn gegen die Nationalisten, die Vorwurf der Willtür mit Entschiedenheit zurück. Was die übrigen auf Grund der erwähnten Privatmeldung das Gegenteil behaupteten, und frischen westlichen Winden. Fälle anlangt, so kenne ich die Einzelheiten nicht.( Beifall rechts.) befürchtet vor allem den Sturz des Ministeriums, wodurch die A J. v. Chrzanowski( Pole): Kongregationen vor der Anwendung des Gesetzes gerettet würden"... In den Landesteilen mit polnischer Bevölkerung wird die Praxis die Grundursache des einfachen fait- divers", Kein Wort des Tadels gegen die Regierung, keine Andeutung auf die polizeilich auf dem Gebiet des Vereins- und Verſammlungsrechts vielfach zur militärische Machtentfaltung. Dafür aber ebenso hier unangebrachte Chikanierung der Bolen ausgenützt. Für das zu schaffende Reichs- wie nachdrückliche Ermahnungen der Bergarbeiter zur„ Vorsicht" und Vereinsrecht ist absolute Klarheit notwendig. Wie scharf wird gegen" Kaltblütigkeit". die polnischen Turnvereine ganz im Gegensatz zu den deutschen Turnvereinen vorgegangen! Dabei greifen gerade die deutschen Turnvereine urteilen, braucht das Ministerium wegen des fait- divers" von aus dem Gefängnis entlassen. Nach dieser Leistung der ministeriell- socialistischen Zeitung zu 2. D. Ein Reichstags- Abgeordneter wird im erwähnten Falle nicht häufig auf das politische Gebiet über. Festliche Veranstaltungen und Terrenoire die Opposition der ministeriell- socialistischen Fraktion Schiffer 130. Von B. zurüdfehrende Arbeiter sind äußerst enttäuscht Ausflüge harmloser polnischer Vereine werden von der Polizeibehörde als nicht zu befürchten. Es sei übrigens bemerkt, daß der angezogene von den dortigen Verhältnissen und warnen vor der Auswanderung. öffentliche Versammlungen betrachtet und daraufhin verboten. Einem Artikel von Mr. Charnay an redaktioneller Stelle geschrieben ist. 3. S. 17. 1. Soweit ohne Einsicht in die Klage der Sachverhalt Posenschen Turnverein wurde ein Ausflug untersagt mit der Be- Jaurès und Gérault Richard sind nach Carmaux ver- ersichtlich ist, fönnen Sie Ihre Klage voll aufrecht halten. 2. a. 3. Eine gründung der Möglichkeit einer blutigen Schlacht!( Gelächter!) Das Beschwerde ist zulässig, wäre wohl aber zwedlos. H. W. M. Soweit sind die kulturellen Heldenthaten des Polizeipräsidenten von Posen! reist. Auf die Verfasserschaft kommt jedoch sachlich sehr wenig an. ohne Einsicht in die Klage sich die Sachlage beurteilen läßt, befinden Sie Bewaffnung der„ Gelben". sich im Unrecht und ist ihnen deshalb zu einer Einigung zu raten. Neben den polizeilich militärischen Provokationen droht den Tassene Bundesrats- Berordnung vom 23. Januar 1902 regelt in etwas die Hedwig K. Nicht ein Gesez, sondern die auf Grund des Gesetzes erIch habe ausdrücklich betont, daß wir den Kommissionsbeschluß Streifenden noch das herausfordernde Auftreten der gelben" Ge- Ruhezeit( nicht die Arbeitszeit) der im Gastwirtsgewerbe beschäftigten Gein der Erwartung zustimmen, daß der Begriff Berufsinteressen der werkschaftler, dieser offenkundig im Dienste des Unternehmertums hilfen und Lehrlinge. Die wesentlichsten Bestimmungen für Gehilfen und Frauen in dem zu erwartenden Gesetze ausgedehnt werde auf alle und wohl auch der flerikalen Reaktion stehenden Renegaten der Lehrlinge über 16 Jahre sind folgende: Es ist für die Woche siebenmal eine socialpolittschen, humanitären und ähnlichen Interessen. Wenn wir wirk- Arbeiterklasse. Die Pariser Unabhängige(!) Arbeitsbörse" der ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 8 Stunden zu gewähren. Die lich etwas erreichen wollen, so müssen wir nicht volle Gleich- Gelben hat eine Zusammenkunft von angeblich 47 Delegierten gelber tägliche Arbeitszeit darf demnach" höchstens 16 Stunden betragen. berechtigung verlangen, sondern müssen uns vorläufig auf den Bergarbeiter- Sektionen veranstaltet, auf der die Aufrechterhaltung 60 mal im Jahre darf dieſe Maximalzeit überschritten werden, jedoch muß erreichbaren Durchschnitt beschränken. Für eine Beſtimmung in dem der Arbeitsfreiheit" mit allen Mitteln, eventuell mit bewaffneter die achtstündige Ruhezeit gewahrt werden. Sit alſo 3. B. eine Kellnerin neuen Gesetz, daß denjenigen Staaten, die weitergehende Freiheiten Hand beschlossen wurde. Und auf der Stelle votierte man die folgenden Tage nicht vor 9 Uhr beginnen. von 8 morgens bis 1 Uhr abends beschäftigt, so darf der Arbeitsantritt am einräumen wollen, dies unbenommen sein soll, wäre ich selbst Anschaffung von Revolvern. Jede„ Seltion" soll 20 000 Einwohnern muß an die Stelle einer der 7 achtstündigen Ruhezeiten verständlich. Von nufrer Seite werden den Socialdemokraten am Rhein niemals Säle abgetrieben, wohl aber müssen wir uns darüber zwanzig Revolver erhalten. Der Renegaten- Häuptling Lanoir eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 24 Stunden jede zweite brüstete sich einem Berichterstatter gegenüber, feine Leute Woche treten( in fleineren Städten jede dritte Woche). In denjenigen bellagen, daß die Socialdemokraten häufig unsre Versammlungen wären bereits im Besitz von 14 000 Revolverkugeln. Woher Wochen, in denen eine 24 stündige Ruhezeit nicht gewährt zu werden stören. Soeben wird mir noch von einem zuverlässigen Gewährs- stammt das Judasgelo? Das ist um so leichter zu beantworten, braucht, ist außer den 7 achtstündigen Ruhezeiten eine solche von mindestens meine Gewährsmänner sind immer zuverlässig( Große von 8 Uhr morgens bis 10 Uhr abends liegen. Sie ist in der Regel ein Heiterkeit) mitgeteilt, daß erst am letzten Sonntag wieder in Dort- als Abg. Basly kürzlich bekannt machte, daß die Compagnie fechs Stunden zu gewähren. Diese sechsstündige Ruhezeit muß in der Zelt der Anzin- Gruben, eines Hauptneftes der Nenegaten, unter Frei- Bormittag oder Nachmittag. Weibliche Gehilfen und Lehrlinge zwischen muund eine Centrumsversammlung durch die Socialdemokraten gestört worden ist. Herr Vebel wies dann noch darauf hin, daß in die Gelben Revolver und Kugeln verteilt habe. 16 und 18 Jahren endlich dürfen zwischen 10 Uhr abends und nur dann zur Bedienung der Gäste verwendet Belgien meine Parteigenoffen für das Stimmrecht der Frauen ein- Ferner teilt Basly mit, daß in mehreren Orten des Nordreviers die 6 1hr morgens getreten wären. Aber Herr Bebel, in Belgien haben ja Ihre Bartei- ngenieure der Grubengesellschaften den militärischen werden, wenn sie zur Familie des Arbeitgebers gehören. W. M. Der Vertrag wäre anfechtbar. Chefs Befehle erteilten. In Bruay gab der Ingenieur M. B., Potsdam. Bis zum einem Kavallerieposten den Befehl:„ Attatiert nach Be- 1. April müßte die Miete gezahlt werden, falls nicht eine anderweitige Verständigung im Vergleichswege erfolgt. 2. D. Dem Lehrherrn steht nach der Gewerbe- Ordnung das Recht väterlicher Zucht dem Lehrling gegenüber zu. Die näheren Auseinandersehungen über die Grenzen des Zuchtrechts finden Sie S. 234, 235 des in den öffentlichen Lesehallen ausliegenden Arbeiterrechts. F. B. 157. 1. Sigung des Reichstags im Gegensat mann Abg. Dr. Trimborn( C.): genossen dagegen gestimmt.( Hört! hört! im Centrum. Zuruf bei Ben Socialdemokraten: Hat Bebel ja selbst gesagt!) Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Präsident Graf Ballestrem teilt mit, das zwei Interpellationen betreffend die Fleischnot von den Abgg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.), lieben!" " Man hört aber nichts von Regierungsmaßnahmen gegen diese Uebergriffe der Ingenieure, und es bleibt noch abzuwarten, ob die Regierung gegen die Bewaffnung der Gelben etwas unternimmt. 1 In Städten mit über 3. 3a. zu Sibungen von Kommissionen des Reichstags. 2. Einen Ausschuß von| Staatssteuer, also ebensoviel wie die Staatssteuer. A. B. 27. Ist das| Tage des ersten Monats fündigen, der auf das Quarial folgt, in dem der Vertrauensleuten der einzelnen Fraktionen. 3. Nein. 23. W. Nein. Grundstück freihändig berkauft, so bleibt der Mietsvertrag in Gültigkeit. Buschlag erteilt ist. Der Ersteher tönnte also, wenn er das Grundstüd in S. R. 24. Die Staats- Einkommensteuer beträgt bei einem Einkommen War aber das Grundstück das scheint in Ihrem Fall zu sein im Wege der Zeit vom 1. Juli bis 30. September erstanden hat, die Wohnung bis von 1500 bis 1650 M.: 21, bei 1650 bis 1800 M.: 26, bei 1800 bis 2100: der Zwangsvollstreckung( Subhastation) versteigert oder durch den Konturs- am 3. Oftober zum 1. Januar fündigen, obwohl der Mietsvertrag für 31 Mart. Die Gemeinde- Einkommensteuer in Berlin beträgt 100 Pro3. der verwalter veräußert, so tann der Ersteher den Mietsvertrag bis zum dritten einen längeren Zeitraum abgeschlossen ist. M.. 1. und 2. Ja. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 15. Oktober. Anjang 7 Uhr. Opernhaus. Die weiße Dame. Die Rose von Schiras. Schauspielhaus. Im bunten Rock. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Geschlossen. Deutsches. Monna Vanna. Berliner. Alt- Heidelberg. Westen. Das Nachtlager in Granada. Leijing. Kaltwasser. Neues. Ledige Leute. Residenz. Seine Kammerzofe. Thalia. Er und seine Schwester. Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Nachm. 4 Uhr zu kleinen Preisen: Die deutsche Ostseeküste. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmMittwoch abend 8 Uhr: Sappho. Trauerspial in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Donnerstagabend 8 11hr: Der Tartüff. Hierauf Der Arzt wider Willen. : Freitagabend 8 Uhr: Der Tartüff. Hierauf: Der Arzt wider Willen. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Morituri. ( Teja, Fritzchen, Das Ewig- Männliche) von Hermann Sudermann. Donnerstagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Fener. Freitagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Panoptikum Neue Freie Volksbühne. 165. 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Um 8 Uhr: Neue Specialitäten. 1m 9 1hr: Bum 198+ mal: Lysistrata Operette in 2 Aften von Paul Lincke. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Freitag, 17. Oftober: JubiläumsVorstellung. 8 um 200. Male: Lysistrata. Metropol- Theater, Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Musik Donnerstag: Die Fledermaus. ( Adele: Mia Berber.) Freitag ( Abonnements gültig): Der BettelSonnabend: Boccaccio. student. Sonntagnachmittag: Die Fledermaus. Abends: Der Bettelstudent. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Cirkus Schumann Sonntag, den 19. Oktober, nachmittags pünktlich 3 Uhr, im Schiller- Theater O., Baner- Theaterstraße 35, Vereins- Vorstellung für die II. Abteilung: Der Tartuff. Lustspiel von Molière. Deutsch von Fulda. Der Arzt wider Willen. Schwant von Molière. Deutsch von Bierling. Mitglieder zur II. Abteilung werden noch in allen Zahlstellen aufgenommen. Sonnabend, den 18. Oktober, abends 8 Uhr, 150/13 in ber Brauerei Friedrichshain( Großer Saal): Grosses Herbstfeft. Mitwirkende: Berliner Conkünftler- Orchefter.. Dirigent: Franz v. Blon, Frau Hertha Geipelt( Sopran) und Herr Konzertmeister H. Arenson( Bioline). Klavierbegleitung: Dr. Joseph Ettlinger Nach dem Konzert: Tanz. Karten a 50 Pf. sind in nachstehenden Zahlstellen zu haben: A. Knapp, Grünthalerstr. 5. D. Gradhandt, Brenzlauer Allee 215. Anna Löhr, Aderstr. 38 II. R. Sannapfe, Brunitenstr. 122. S. Glaser, Invalidenstr. 125. N. Kleinau, Gerichtsstr. 4. Heinrich Neft, Georgenkirchstr. 22, vorn 3 Tr. Hermann Beder, Gokkowskyftr. 9. H. Landgraf, Neuenburgerstr. 15. J. Pe ch, Mödernstr. 120. Kehr, Friedrichstr. 211. H. Bobsien, Kommandantenstr. 62. Schaefer, Neue Jakobstr. 6. H. Köhn, Naunynftr. 83. H. 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Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Pawlowitsch. 2. Diskussion. bands- Angelegenheiten. 8. Ber Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Mittwoch, den 15. Oftover 1902, abends 8 Uhr, Allgemeine Versammlung der Rohrleger Berlins und Umgegend im Lokal von Keller, Koppen- Strasse 29. und Helfer Tages Ordnung: 1. Bericht über den Stand unsrer Lohnbewegung. Referent Carl Wiesenthal. 2. Diskussion. Sämtliche Unternehmer unsres Berufes sind hiermit zu dieser Versammlung eingeladen. Wir garantieren volle Redefreiheit. 122/14 Zahlreiches Erscheinen der Kollegen erwartet Die Ortsverwaltung. Sämtliche Berliner Banarbeiter werden hierdurch benachrichtigt, daß die Mohrleger und Helfer, welche vom Donnerstag, den 16. Oftober 1902 nicht im Besik einer Legitimationskarte sind, aber auf den Bauten arbeiten, Streitbrecherdienste verrichten. 3. O. Socialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Mittwoch, 15. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Donnerstag, den 16. Oktober 1902, abends 8%, Uhr, Engel- fer 15, Saal VIII: Versammlung der Metalldrücker. Tages Drdnung: 1. Die Lohnkämpfe der letzten Jahre und welche Lehren ziehen wir baraus? Referent: Cohen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet 122/15 Die Ortsverwaltung. Kollegen! Nachdem wir durch unfre eigne Nachlässigkeit in den letzten Jahren in unsren Lohn- und Arbeitsbedingungen zurückgegangen sind, ist es endlich an der Zeit, daß auch wir, sowie andre Branchen, uns aufraffen und die Stellung unter den organisierten Arbeitern wieder einnehmen, die uns durch eigne Schuld verloren ging. Es hat jeder Kollege zur Stelle zu fein, weil es gilt, unfre wichtigsten Interessen zu beraten. 3. D. Im Volkshause, Rosinenstr. 3: General- Versammlung. Tagesordnung: foren. 2. Neuwahl des gesamten Borstandes, der Revisoren und Lokal 1. Bericht des Borstandes, des Kassierers, Parteispediteurs und NebiTommission. 3. Anträge zur Generalversammlung des Central- Wahlvereins und Wahl der Delegierten zu derselben. 4. Protest Sabors gegen seinen Ausschluß. 5. Bereinsangelegenheiten. Am Eingang legitimiert das Mitgliedsbuch. Mitglieder, die ihre Wohnung verändert haben, werden ersucht, dies umgehend dem Vorstand oder Bezirksführer anzuzeigen. 250/17 Der Vorstand. Nur Achtung, Kupferschmiede! 15 Mk. Alle Kollegen, die bei Rohrlegerfirmen arbeiten, werden hier: mit aufgefordert, in der Versammlung der Rohrleger und Helfer zu erscheinen, die am 15. Oktober 1902, abends 8 1hr, bei Keller, Koppenstraße 29, stattfindet. Der Filial- Vorstand. 3. A.: A. Korbowicz. D. R. P. 137 057. Ledumin darf 27926 in keinem Haushalte fehlen. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben sähler doppelt. Verkäufe. Golfcapes und Paletots, Reife muster, zur Hälfte des Wertes Leipzigerstraße 112 II. Sonntags geöffnet. 13568* 53071* Schweizer Uhren- Industrie. 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Ergänzungswahl des Vorstandes und der Rechtsschuh- Kommission. 6. Aufnahme neuer Mitglieder. 7. Vereinsangelegenheiten. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. 3..: Ferdinand Ewald. Orts- Krankenkasse Boxhagen- Rummelsburg. Versammlung sämtlicher grossjährigen Kassenmitglieder am Dienstag, den 21. Oftober cr., abends 8 Uhr, im Lofal Café Bellevue, Hauptstr. 1. Zagesordnung: 1. Aufstellung von 88 Kandidaten zur Generalversammlung. 2. Berschiedenes. Gemäß 49 unfres Statuts finden die diesjährigen Neuwahlen der Ber treter für die Generalversammlung am 26. und 27. Oftober cr. im Lokal Café Bellevue während nachgenannter Beitabschnitte statt. 1. Sonntag, den 26. Oktober cr. Bahl von 44 Vertretern der Arbeit nehmer der in nachstehend bezeichneten Betrieben beschäftigten Mitglieder: Deutsche Kabelwerke Reste zur Damen- Mäntel- Konfektion und Kindergarderobe. futterseiden, Besatzartikel wahl zu bill. Pr. fertige Mäntel in grosser AusC. Pelz, 4. Kottbuser- Strasse 4. 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Auf der Tagesordnung steht: Wahl des Vorstandes und Vortrag des Genossen C. Lankov. Der falsche Hundefänger. Mit seltener Frechheit arbeitet ein Spandau. Einer Richtigtepanser StadtverordnetenBerliner Partei- Angelegenheiten. Sundedieb, welcher unter der Maste eines Fangbeamten ſelbſt in unsre gestrige Notiz Gegenwart der Eigentümer Hunde stiehlt. Vorgestern abend gegen Ersagwahl. Nicht mit 412, sondern mit 492 Stimmen wurde unser 9 1hr begab sich das Dienstmädchen des Gitschinerstr. 85 wohnenden Genoffe Grieben gewählt. Sein Gegner, Döhring, unterlag mit Eigen Kaufmanns K. in Begleitung eines jungen echten Terrier- Hundes 305 Stimmen. Als Hausbesitzer" wurde der Bäckermeister Kurth auf die Straße. Plötzlich trat ein junger Mann an das Mädchen mit 305 Stimmen gewählt. Unfre Genossen mußten bekanntlich auf heran, nahm den Hund auf den Arm und erklärte, daß er als Fang- die Aufstellung einer Hansbefizer- Kandidatur verzichten. Die socialbeamter des Deutschen Tierschutzvereins den Hund, weil er ohne demokratische Stadtverordneten- Frattion Spandaus zählt jetzt wieder Bierfer Wahlkreis( Süd- Ost), 11 tania billets zum Sonntag mit müaliszulesen, doch erflätte dies von beiden Seiten ungewöhnlich flau. Maulforb sei, mit Beschlag belegen müsse. Das Dienstmädchen er- 9 Mitglieder bei 42 Sißen überhaupt. Die Wahlbeteiligung war nachmittag 1 Uhr sind noch in der Spedition, Laufizerplay 14/15, der angebliche Beamte als unzulässig, das beschlagnahmte Tier müsse zu haben. 1. Aufgeführt wird: Tausend Jahre deutscher Kultur. Die bis jetzt noch nicht verkauften Billets wolle man unverzüglich in der verständlich beruhen die von dem angeblichen Hundefänger gemachten finden. Unter Vorsiz des Bürgermeisters Voigt hielt jüngst die zut aus dem Depot, An der Stadtbahn, abgeholt werden. Selbst- Auch in Rigdorf werden nunmehr im Verlaufe des Winters Spedition abliefern. Halbjahres eine Reihe volkstümlicher Kunstabende stattAngaben auf unwahrheit. Der falsche Fangbeamte ist ziveifellos mit Rigdorf. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet heute einem gewersmäßigen Hundedieb identisch, der sich auf solche raffi- diesem Zwecke in Rigdorf gebildete Kunstkommission mit der Leitung abend 8 Uhr bei Thiele, Bergstr. 150-152 statt. Tagesordnung: nierte Weise Naffetiere zum Verkauf verschafft. Das Publikum des Vereins zur Förderung des Kunst" eine Konferenz ab, welche Jahresbericht des Vorstandes und Neuwahl desselbent. Pflicht eines sei darauf hingewiesen, daß die amtlich angestellten Hundefänger das erfreuliche Resultat hatte, daß das Zustandekommen der Berjeden Parteigenossen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. sowohl an der Müze wie an der Brust ein Blechschild haben müssen anstaltung gesichert ist, und daß schon am nächsten Sonntage der Migliedsbuch legitimiert. init der Aufschrift:" Deutscher Tierschutz- Verein" und außerdem erste Sumstabend mit dem Thema: Märkische Kunst" in dem die bekannte Uniform tragen noch mit den erwähnten Blechschildern Diese Erstaufführung soll eine Vorstellung geben von dem Stile eine amtliche Legitimation bei sich führen. Personen, welche weder Festsaale des Kaiser Friedrich- Realgymnasiums stattfinden wird. versehen sind und trozdem den Hundefang ausüben, sind als Diebe dieser Darbietung, den Kräften, welche zu diesem Zwecke zur Berohne weiteres der Polizei zu übergeben. fügung stehen und der vom Verein ins Leben gerufenen Methode, Adlershof. Der Wahlverein hält am Donnerstagabend 9 Uhr bei Beder, Oppenſtr. 56, seine Generalversammlung ab. Tages heiten. Bericht des Borstandes und Neuwahl. Vereinsangelegen, Lokales. Lokales. Von den Erfaswahlen zur Stadtverordneten- Versammlung, Liberalen von der ,, Alten Linken". " " Gerichts- Zeitung. Ein schwerer Unglücksfall hat sich gestern abend gegen 8 Uhr breiten Wolfsschichten einen recht fünstlerischen Genuß zu vermitteln. in der Chausseestraße ereignet. Zur genannten Zeit versuchte der Otto Schramm, der Begründer des berühmten„ Seebades" in 74jährige Rentier Otto Blut, Chauſſeeſtr. 36 wohnhaft, vor dem Wilmersdorf ist gestern im 57. Lebensjahre gestorben. Seit Sause 92 des genannten Straßenzuges den Fahrdamm zu über- Jahren schwerkrank, hatte er die Leitung seines Vergnügungslokals schreiten. Um einen Lastwagen herumgehend, überfah der alte Herr jüngeren Verwandten übertragen. Durch das„ Seebad", in welchem die durch den Tod der Stadtverordneten Friedr. Goldschmidt, Meyner die Annäherung eines Motorwagens der Linie Seestraße- Briß und bekanntlich das Baden Nebensache und das Tanzen Hauptsache war, und Virchow notwendig geworden sind und am 5. November betrat unmittelbar vor dem Wagen das Geleis. Obwohl der Wagen ist Schramm zum reichen Manne geworden. vollzogen werden sollen, kommt eine auf die 1. Abteilung und führer sofort Gegenstrom gab, gelang es ihm doch nicht, den Wagen zwei auf die 3. Abteilung. Für Goldschmidt ist im 9. Bezirk rechtzeitig zum Stehen zu bringen. B. wurde niedergestoßen und der 1. Abteilung, für Megner und Virchow im 11. und im geriet unter die Vorderplattform. Um den Verunglückten aus seiner 4. Bezirk der 3. Abteilung Ersatz zu schaffen. Von einem wirklichen Passanten angehoben werden. Lage zu befreien, mußte der Straßenbahnwagen mit Hilfe von Blut, welcher mehrfache RippenWahlkampf kann, aus den bekannten Gründen, wieder mur in brüche wie auch äußere Verlegungen erlitten hatte, erhielt auf der reisenden, welche mit Restaurateuren und Schankwirten zu arbeiten Der Schnapsreifende. Die schwierige Lage der Geschäftsden Bezirken der 3. Abteilung die Rede sein. Die„ Liberalen", Unfallstation in der Lindowerstraße die erste Hilfe und wurde dann haben, trat in einer Verhandlung zu Tage, welche während zweier wie sich die Berliner Freifinnigen bei den Kommunalwahlen nach seiner Wohnung gebracht. Sigungstage die neunte Straftammer des Landgerichts beschäftigt zu nennen pflegen, sind mit der Regelung der Kandidaten- In der Narkose gestorben ist vorgestern abend der 33 Jahre alte hat. Der Reisende R. war beschuldigt, der von ihm vertretenen frage ziemlich fertig. Im vierten Bezirk, der den Stadtteil Kriminalschußmann Peter Römer von der politischen Polizei, der Firma innerhalb einiger Jahre den Betrag von 13 000 M. untervon der Botsdamerſtraße weſtwärts bis zum Zoologiſchen Garten am Hafenplays 2 wohnte. Nömer frankte feit einem Jahre an 2716 zu Er im 1807 mit einem Gehalt bon unfakt, ist Vir cows Mandat einem Herrn Kollołowsty, einem Zähnen und besuchte in den letzten, sechs Wochen niemal einen 275 M. monatlich und einer Proviſion, die sich je nach dem Zert Angestellten des Bankhauses Bleichröder, zugedacht. Der Herr hat Bahnarzt. Vorgestern nachmittag um 5 1hr verließ er seine Frau und der Waren zwischen 3 und 25 Proz. bewegte, angenommen. Außer= erklärt, zu den„ entschieden" Liberalen von der Couleur der„ Neuen sich dann wieder zum Arzt, um sich drei Zähne ziehen zu lassen. geklagte machte so gute Geschäfte, daß der Umfaß sich von Jahr zu ſeinen siebenjährigen Sohn, machte noch einen Dienstgang und begab dem stellte sein Chef ihm täglich eine elegante Equipage. Der AnLinken" zu gehören, und ist dann zum Kandidaten proklamiert Da er die Narkose wünschte, so zog der Zahnarzt einen praktischen Jahr bedeutend hob und zuletzt fogar sich vervierfachte. Während worden, allerdings nicht ohne Widerspruch der andren" Arzt aus der Nachbarschaft zu. Während der Betäubung traf Römer der beiden letzten Jahre stand dem Angeklagten kein Fuhrwerk mehr Herrn Kollokowskys der Herzschlag und machte seinem Leben ein Ende. zur Verfügung, sein Chef bewilligte ihm anstatt dessen einen Spesen. Anhänger rechnen mit großer Zuversicht auf seinen Sieg eins fab von täglich 5 M. Schon damals will der Angeklagte seinem gedenk der verhältnismäßig hohen Stimmnenzahl, die noch im nachmittag eine 20 Jahre alte aus Lückersdorf gebürtige Marie fönne, tvorauf der lettere, der den tüchtigen Vertreter nicht verlieren In einem Zustande unglaublicher Verwahrlosung wurde vorgestern Chef vorgehalten haben, daß er mit 5 M. Spesen nicht auskommen Herbst 1901 auf Virchow fiel. Es ist indes leicht möglich, daß doch Bahlow in der Köpenider Forst aufgefunden. Das Mädchen wollte, in unbestimmter Form weitergehende Zugeständnisse gemacht mancher, der einem Virchow noch seine Stimme geben zu sollen wohnte bis vor sechs Wochen in Berlin in der Fruchtstraße und be- haben soll. Hierauf will der Angeklagte gerechnet haben, als er von glaubte, diesmal einen Kollokowsky verschmäht. Die Vossische schäftigte fich ab und zu mit der Anfertigung von Cigarettenspitzen. den eintassierten Geldern einen Teil für sich verwandte. Er gab Zeitung" jammert sogar schon, daß der Virchowsche Bezirk Die Wirtin fündigte ihr die Wohnung, weil die B. sehr schmutzig die mehr verausgabten Posten auch nicht an, sondern ließ sie aufam Ende einem Socialdemokraten zufallen könnte, umd fleht war und sich ganze Nächte umher trieb. Sonntags pflegte Marie summen, bis fein Chef endlich auf Abrechnung drängte und dabei die Liberalen an, einig zu sein. Im elften Bezirt, bei einer solchen Gelegenheit zog sie sich auf irgend eine Weise stritt, daß er diese Summe oder auch nur den geringsten Teil davon Bahlow Tanzböden in den Vororten aufzusuchen. Wahrscheinlich einen Fehlbetrag von 13 000 M. feststellte. Der Angeschuldigte be= der von Osten her an den Luisenstädtischen Kanal angrenzt, will eine Stopfverlegung zu. der Freifinn, trotz der Niederlage, die er im vorigen Herbst hier er- wochenlang im Walde umher, bis man sie gestern im Zu verbrauchen müssen. Kein Reisender verbrauche so viele Spesen, Mit dieser lief sie dann vermutlich für sich verbraucht habe, er habe alles im Interesse des Geschäfts Titten hat, den Kampf noch einmal versuchen. Zum Kandidaten der stande völliger Erschöpfung auffand und nach Berlin in ein wie ein Wein- und Schnapsreisender, zumal wenn dieser die AufLiberalen ist der Malermeister Kruse ausersehen derselbe, der Krankenhaus brachte. Die Verwahrlosung, in der sie sich befand, gabe habe, neue Kunden zu gewinnen. Er müsse wiederholt reichvor einem Jahre unsrem Genossen Mener im Wahlkampf mutter- spottet jeber Beschreibung. Seit Wochen hatte sicher kein Tropfen lich verzehren und zum Besten geben, bevor er vielleicht einen AufTag. Herr Struje ist von einer Versammlung des fortschrittlichen Wasser mehr ihren Körper berührt. Alles starrte von Schmutz und trag erhalten, er müsse kostspielige Abendtische mitmachen und noch Vereins der äußeren Luisenstadt einstimmig als Standidat acceptiert Ungeziefer. Die Kopfivunde und andre Körperstellen, Ohren, sonst allerlei Opfer bringen. Zu Fuß hätte er seine Kundschaft nicht worden. Auch er wünscht, soviel wir wissen, als ein„ entschieden" Augen usw. eiterten und waren voll von Maden. Nahrung schien bewältigen können und ein Fuhrwert habe ihm täglich 15 bis 20 Mt. Liberaler zu gelten. die Erschöpfte, die zusammengebrochen war und hilflos dalag, schon gekostet. Sein ganzes Gehalt habe er obendrein zugesetzt. Es war Die Siegeszuversicht ist hier sehr viel tagelang nicht mehr zu sich genommen zu haben. Im Krankenhause seitens des Verteidigers, Juftigrats Wronker, ein umfaffender Entweniger groß als im 4. Bezirk, desto größer ist aber ihr Eifer. wurde fie fofort unter Anwendung aller Vorsichtsmaßregeln gesäubert lastungsbeweis aufgeboten worden. Eine ganze Reihe Vertreter Man will ganz außerordentliche Anstrengungen machen, um der und mit Stärkungen versehen. Trotzdem war es nicht mehr möglich, der Destillationsbranche war als Sachverständige geladen. GroßSocialdemokratie den Bezirk noch einmal zu entreißen. Die Agi- fie am Leben zu erhalten, sie starb vielmehr bald nach der Auf- destillateur May Schulz bezeichnete es als einen Krebsschaden, tation wird hier im Osten vorsichtiger betrieben werden als drüben nahme. Alles, was mit ihr in Berührung gekommen war, mußte daß das Geschäft durch die ungeheuren Spesen so belastet werde, im Westen, aber das Grundprincip wird dasselbe sein: die bekannte desinficiert werden. einige Firmen glaubten aber, daß dies im Interesse der Reflame Schaukelpolitif der Neuen inten, das hilflose Hin Im Gewerkschaftshause hat Herr Paul Küchler, Melchiorstr. 27, nötig fei. Das Gehalt, welches der Angeklagte bezogen habe, sei und Herschwanken 3ivischen einerseits" und andrerseits zwischen vorn III bei stüchler, eine Anzahl Bous" gefunden, welche bei ihm höchst anständig gewesen, und er halte es für ausgeschlossen, daß dem Eingeständnis, daß in der Berliner Kommunalverwaltung zwar abgeholt werden können. dessen Chef sich zur Zusicherung von 13 000 M. Extraspesen für so manches reformbedürftig ist, und der gleichzeitigen Versicherung, Wegen Rautionsschwindels und Wechselfälschung verhaftet wurde einen Beitraum von zwei Jahren herbeigelassen hätte. Richtig sei daß die Kritik der Socialdemokraten und ihre Verbesserungsvorschläge der Kaufmann Wilhelm Wiemer aus der Urbanite. 107. un fich an Gesundheit und den Geldbeutel stelle. In diesem Sime be es, daß die Thätigkeit eines Reisenden ganz außerordentliche Opfer doch zu weit gehen". Geld zu verschaffen, ließ W. fich Wertpapiere, die ihm junge Leute als Bürgschaft gegeben hatten, von einem Hamburger Bankhause wegten sich auch die übrigen Gutachten. Der Staatsanwalt bean= tragte gegen den Angeklagten wegen Unterschlagung eine GefängnisDie Theater- Aufführungen für die Schuljugend waren von An- beleihen. Da er auf diese Weise jedoch nicht so viel erhielt, wie er strafe von anderthalb Jahren, der Gerichtshof schloß sich aber den fang an nicht als bloße Unterhaltung, sondern zugleich als eine wohl gedacht hatte, fälschte er einen Wechsel über 1500 M. Mit diesem Ausführungen des Verteidigers an und erkannte auf FreiErgänzung des Unterrichtes in der deutschen Litteratur gedacht. Sie Gelde eröffnete er am Tempelhofer Ufer einen Cigarrenladen. Nach- prechung, indem angenommen wurde, daß der Angeklagte sich werden das jetzt, nach Einführung des neuen Gemeindeschul- Lehr- dem er ihn eingerichtet hatte, ſuchte er junge Leute als Hausdiener, in der rechtsirrtümlichen Auffassung befunden habe, er dürfe so eigenplans, noch mehr als bisher sein können. Die städtische Schul- Verkäufer und Reisende für eine Cigarrenfabrik. Es meldeten mächtig handeln, wie er gethan. verwaltung legt Wert darauf, daß sie diesen Zweck so vollständig ſich viele Leute, die bereit waren, die verlangte Bürgvie möglich erfüllen. Die Schuldeputation hat daher den Lehrer- schaft von 500 Mark zu stellen. 2. kam auf diese Weise wieder zu Vornehme Grundstücksspekulanten. Reichsgericht gegen Oberfollegien sämtlicher Gemeindeschulen je ein Eremplar der von ber 1500 Mark. Jetzt packte er seinen Koffer, da der Wechsel bald verwaltungsgericht wurde gestern vor der I. Strafkammer des LandSchulausgabe von Lessings" Minna von Barnhelm" zugehen lassen seinen Plan und lkezzen 2. durch die Polizei in dem Augenblick fest- gesetz vom 24. Juni 1891 wurden der Wirkt. Geh. Ober- Regierungsund in einem Begleitschreiben darauf hingewiesen, daß der Wort- nehmen, als er nach London, wo sich sein Vater, sein Bruder und seine rat a. D. Lüders und der Kammerherr Graf Albert Hermann Taut dieser Ausgabe den für den Winter geplanten Aufführungen des Schwester befinden, abreisen wollte. Später kam auch der gefälschte v. Griebenow zur Verantwortung gezogen. Beide Beschuldigte Stückes zu Grunde gelegt wird. Wechsel zum Vorschein. W. bestreitet, daß es seine Absicht gewesen haben im Laufe der Jahre in der Kolonie Grunewald eine fei, zu entfliehen. Er habe lediglich deshalb nach London fahren Reihe von Grundstücken getauft, die sie in kürzerer oder längerer Buchhändler und Magiftrat. Die Berliner Buchhändler ge- wollen, um seinen Angehörigen dort bei der Erfindung eines neuen Beit mit Gewinn wieder verkauften. Die Königl. Regierung zu Die Berl währten bisher der Stadtgemeinde Berlin, einer ihrer Haupt- Diphtheric- Heilferums zu helfen. Potsdam ist der Ansicht, daß sie auf diese Weise den Grundstücksfundinnen, die jahrein, jahraus einen ganzen Posten an Schul Herr Professor Dr. Waldeyer beginnt Mittwoch, den 15. Oftbr., handel als stehendes Gewerbe ausgeübt haben und verpflichtet ge= büchern und wissenschaftlichen Werken für ihre Schul- und abends 8 Uhr, im Bürgerfaale des hiesigen Rathauses das Winter- wesen wären, dieses steuerpflichtige Gewerbe anzumelden. Wie die Fortbildungs- Anstalten, die städtischen Volksbibliotheken zc. gebraucht, fenrester des Deutschen Vereins für Wolfshygiene, Ortsgruppe Verhandlung ergab, hat insbesondere Geh. Rath Lüders aus dem händler den Magistrat darauf aufmerksam gemacht, daß dieser Mundhöhle und deren Verrichtungen". Der Zutritt steht jedermann über, der persönlich anwesend war, bestritt die Berechtigung einen Rabatt von 16% Proz. Neuerdings haben die Buch- Berlin E. V."" mit einem Vortrage über den„ Bau der menschlichen Verkauf solcher Grundstücke erhebliche Gewinne erzielt, die sich auf 65,000 2,18,000 W., 257,000 W. usw. ftellen. Geh. Rath Rabattjah ein ungewöhnlich hoher und durch die ungünstige Geschäfts- unentgeltlich frei. lage der letzten Jahre in feiner Weise gerechtfertigt sei. Der vom ter gegen ihn erhobenen Anklage. Es handle sich hier nicht um Magistrat in dieser Angelegenheit eingesezte Ausschuß hat beschlossen, einen auf einheitlichem Willen beruhenden Handelsbetrieb, sondern dem Magiftrat für das nächste Jahr eine entsprechende Herabjezzung um einzelne Grundstücksgeschäfte, die er teils aus bestimmten Verdes Rabattjakes zu empfehlen. rabſchung Stadtverordneten- in teils Aehnliche AusSigung am Montag einem Antrage des Petitionsausschusses bei, führungen machte Rechtsanwalt Dr. Werthauer für den ab= Die Ankunft der Boeren- Generale in Berlin erfolgt, wie mit entsprechend einem Wunsche des hiesigen Gastwirtevereins dem wesenden Grafen v. Griebenow. Die Angeklagten müßten aber geteilt wird, am Donnerstagnachmittag um 5 1hr 23 Min. auf dem Magistrat zu empfehlen, daß er im nächſtjährigen Etat von einer auch aus Rechtsgründen freigesprochen werden. Nach dem Geiverbe= Bahnhof Zoologischer Garten. Die Generale werden jedoch nur bis Erhebung des noch bestehenden 50 prozentigen Zuschlages steuergesetz unterliegen der Besteuerung nach diesem Gesetz die in Sonnabendnacht bleiben, da wichtige Geschäfte sie nach England zur Betriebsstener absehe. Begründet wurde die Petition Preußen betriebenen stehenden Gewerbe". Objektiv liege aber hier rufen. Sie lehren aber nach furzer Zeit zurück und gedenken dann damit, daß nicht allein die Ausnahmesteuer von nur sehr wenigen die mit diesem Begriff verbundene Selbständigkeit der Thätigkeit in mehreren deutschen Städten zu sprechen. Naturgemäß muß nun- Gemeinden noch erhoben wird, sondern daß die Fleisch nicht vor. leber den Gewerbebegriff bezüglich des Handels mit mehr die für Montag, den 20. d. Mts, geplante zweite Versammteuerung und der sich bereits bemerkbar machende Arbeitsmangel Immobilien bestehe ein 14 Jahre alter Streit zwischen dem Reichslung in der Philharmonie unterbleiben. Dagegen ist ins Auge ungünstig das Gewerbe beeinflusse. Sodan gab Sie gericht und dem Oberverwaltungsgericht. Nach der Gewerbeordnung gefaßt worden, Sonnabendabend hier noch eine große Versammlung Negulierung der Sedanstraße dem Stadtv. Hoff- gelte der Handel mit Immobilien nicht als Gewerbe, während er nach mann( Soc.) Veranlassung zu einigen recht bissigen Bemerkungen einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts vom 17. Februar Ein Totschläger, auf dessen Ergreifung eine Belohnung von fammlung. Bekanntlich find in diefer Angelegenheit schon verschiedene Das Reichsgericht habe dagegen in dem Erkenntnis vom 16./23. as in steuerlich ex inficht einen Gewerbebetrieb darſtell 300 Mart ausgesetzt ist, wird auf Veranlassung der Hamburger Be- Beschlüsse gefaßt worden, die sich für unbedingte bessere Justand- März 1886 die Steuerpflichtigkeit eines solchen Handels, wenn er hörde von der Kriminalpolizei in Berlin gesucht. Es handelt sich seizung genannter Straße ausgesprochen hatten, die aber vom von einem einzelnen geiverbsmäßig betrieben wird. verneint. um einen Seemann, der einen schwedischen Matrosen Karl Karlsen Magistrat stets ignoriert wurden. Nun soll eine gemischte Deputation Staatsanwalt Steiler führte dagegen aus, daß beide Beschuldigte in der Nacht zum Montag auf der Reeperbahn in der Nähe der mit den bockbeinigen Besitzern, die sich weigern, das Vorgartenland durch die große Zahl der Käufe und bald darauf folgende Verkäufe Silberjackstraße durch Messerstiche so schiver verletzte, daß er bald zur Regulierung herzugeben, in erneute Verhandlung treten. Hin sich eine dauernde Einnahniequelle verschafft und deshalb einen Gilberte bung zu ber That eitt Volcheſſer mit fightlich, des Eintaujdes von Firment and gegen steuerpflichtigen Grundſtüdshandel betrieben haben. Er beantragte Hirschhorngriff benugte, ist 160 Meter groß und fchlant, hat ein Gemeindeland ist der Kirchengemeinde der Appetit mit dem nach Maßgabe der steuerpflichtigen Vorschriften gegen Geh. Rat fchmales blaffes Gesicht und einen fleinen schwarzen Schnurrbart, Essen gekommen. Sie verlangt nicht nur die Errichtung eines firch- Lüders eine Strafe in Höhe von 5272 M., gegen den Grafen trägt einen grauen Jackettanzug( Pfeffer und Salz- Farbe) und eine lichen Gebäudes auf dem Plaz Y an der Grunewaldstraße, sondern v. Griebenow eine solche in Höhe von 600 M. Der Ge graue englische Mütze und spricht süddeutsche( bayrische) Mundart rechnet auch noch auf ein Entgegenkomunen für eine Kirche in der sogen. richtshof erkannte im Anschluß an die vom Verteidiger geltend ge= und gebrochen englisch. Er war mit einem andern Seemann, der Dorfaue. Ein auf 11 Mitglieder verstärkter Ausschuß, dem auch machten Gründe auf Freisprechung, da er durch die fray= einen starten rötlichen Schnurr- und Vollbart trägt, und einem Genosse Panser angehört, soll mit der Kirchengemeinde in Verlichen An- und Verkäufe den Begriff des stehenden Gewerbes" nicht Frauenzimmer von 27 bis 30 Jahren in dem Tanzlokal Safino". handlung treten. für erfüllt ansah. abzuhalten. ཚོགས་ རིགས་ བཞི་ བ་ རེད་ ཡིས་ བཅས་ ས་གནས་ རྣམས་ དནས་ པ་ Aus den Nachbarorten. t ficht jederma " Danksagung. Für überaus große Beteiligung. der Arbeiter- Sänger- Vereinigungen for den 4. Ber. Reichstags- Wahlkreises for the coate dining Deutschlands. Nachrufu Nach langem schweren Leiden wurde das langjährige Mitglied des Ausschusses Julius Schneider am 8. Oktober durch den Tod erlöst.. 66/12 Sein opferfreudiger Fleiss für die Interessen der ArbeiterSängerschaft Deutschlands wird in steter Erinnerung bleiben und wahrt ihm ein ehrendes Angedenken. 20 Der geschäftsführende Ausschuss. I. A.: Otto Rasche.o Am 13. früh 82 Uhr verstarb plößlich mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder und Schwager, Ser Restaurateu Otto Härtig im 39. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. Oftober, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kichhofs( Hermannstraße) aus statt. Allen Bekannten zur Nachricht, daß ( Süd- Ost). jowie für die Kranzipenden nament lich den Mitgliedern des Central: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Verbandes d.Handelsangestellten, unjer Genosse ſage ich hiermit meinen innigsten Dank zugleich im Namen meiner Otto Härtig, is Kinder. Manteuffelstr. 59, Stadtbeziri 92, gestorben ist. Der Vorstand. 3. Guttmann, 27906 NW, Brücken- Allee 4. Danksagung. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am 16. d. M., Für die große und herzliche Teil nachmittags 4 Uhr, von der Leichentnahme bei der Beerdigung meiner halle des Emmaus- Kirchhofs aus statt. lieben Frau A. Gronwald jage 244/16 ich allen Beteiligten, insbesondere den Kollegen und Kolleginnen der Hutfabrik G. Seelig und den Genossen von Friedrichsfelde und Nummelsburg 53472 meinen tiefgefühlten Dank. Deutscher unser guter Baler und Schwieger Holzarbeiter- Verband vater, der Schuhmacher Max Hibinsky 28006 sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Central Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Die Hinterbliebenen. PrinzenDen Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Drechsler Paul Bahn K. Gronwald, Friedrichsfelde. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes fagen dem Gesangverein Freie Liedertafel sowie den Genossen des 5. Wahlkreises und Bekannten und am Sonntag, den 12. Oktober, ver- Freunden ihren innigsten Dant storben ist. Auguste und Erna Schneider. am Mitt Dr. Simmel, Str. 41. wod), den 15. Dlober, nagmita Charlottenburg. Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. 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Röhl). 48522 Restaurant zum Lindenpark 4 Uhr, von der Leichenhalle des nädtischen Krankenhauses am Urban Restaurant„ Zur alten Linde", Friedrichsfelde, an der Stirche. Haltestelle„ Lindenpart" der Straßenaus statt. 89/20 Leibnizftr. 3. Gut gepflegte Biere, bahn Spittelmarkt Alexanderplat- Friedrichsfelde. Größtes Etablissement Um rege Beteiligung ersucht warme Speisen zu jeder Tageszeit des Oftens. Großer Turn- und Spielplay. Vereinen und Schulen bestens Die Ortsverwaltung. 21655 A. Röttger. zu empfehlen. Kaffeeküche von 2-6 Uhr geöffnet. A. Gesch.* A. Jandorf& Co. ned Spittelmarkt 16-17. Belle Alliancestr. 1-2. Am Blücherplatz. Ecke Leipzigerstraße. Un 30 siding at 2 mois todis 13 204 jad and ne Gelegenheitskaut golod Boilie din auf abo Gr. Frankfurter Str. 113. 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