Nr. 242. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Preis pränumerande: Bierteljährl. 3,30., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in der Post- Zeitungsa Preisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. 1100 19. Jahrg. bid sid das midherudo Die Insertions- Gebühr Vorwärts Berliner Dolksblatt. beträgt für die fechsgespaltene Solonel geile oder deren Naum 40 Pfg., fitr politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kicine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate fitr bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. 156 notist sid Ferusprecher: Amt IV, Nr. 1983. Boeren- Boykott. An diesem Donnerstagnachmittag, furz nach 5 Uhr nachmittags, werden die Boerengenerale auf der Station Zoologischer Garten in Berlin eintreffen. Am Sonnabend werden sie bereits Berlin wieder berlassen. Donnerstag, den 16. Oftober 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Zunahme der Arbeitslosigkeit im kommenden Winter zu bekämpfen, veranlaßte den Grafen Posadowsky zu einer kurzen Rede, die nichts andres als das Eingeständnis vollkommener Hilflosigkeit war. Das Reich kann nichts thun, der Schafetretär hat kein Geld und um die Positionen für die Landeskultur müssen die Neffortchefs aufs äußerste kämpfen. Ob die Einzelstaaten Arbeitsgelegenheit schaffen können, ist ihre Sache. Die Frage der Arbeitslosen- Versicherung wird eifrig studiert. Freiheitskämpfer. Es chrt die Generale und die Wahrheit, daß nun eigentlich zu thun gedenke, um die von allen Seiten befürchtete fie unter dem Bann der offiziellen Gewalten in Berlin einziehen. Noch in andrer Hinsicht ist die Lage erfreulich geklärt. In Paris verehrte man Botha und Delarey auf ihre französische Abstammung hin. Damit haben die Generale auch einen Strich zwischen sich und jenen Aldeutschen gezogen, die einer sehr loyal und sehr ängstlich bethätigten Boerenliebe aus einer mystischen Stammes Die Ankunft der Tapferen des boerischen Unabhängigkeits- fch wärmerei und einem blöden Englandhasse heraus huldigen. tampfes erfolgt unter allen Zeichen offizieller Ungnade. Die Helden Diese Clique hat allerdings das geringste moralische Recht, England der finsteren und doch gewaltigen Tragödie geraten unversehens in der Vergewaltigung des Boerenvolles anzuflagen; denn sie selbst Während der wildliberale Herr Nöfide einige Spigen gegen die dumpfe, fade Luft wohlangezogener und glänzend gebürsteter Herr- verteidigen bei uns alle Roheiten und Unthaten der Weltpolitik der die Kanalfurcht der der Regierung anzubringen verstand, ritt lein, die als Minister ihr vergängliches Dasein fristen. Die Träger fapitalistischen Barbarei. So weit sie nicht umflare Schwärmer eines Graf Kanis sein altes Steckenpferd, sein altes Steckenpferd, den Kampf gegen elementarer weltgeschichtlicher. Katastrophen werden in den stummen tonfusen Nationalismus find, handeln sie nur aus dem Instinkt die Syndikate. Der letzte Redner aus unsren Reihen war Genosse Operettenchorns beamteter Lentchen geworfen, die über den taktlosen der wirtschaftlichen und politischen Konkurrenz gegen Englands v. Elm, der im Gegensaße zu Molkenbuhr seinen Gedanken Einbruch dieser groben Männer der Volkswehr entsetzt starren, die lebermacht. Es war deshalb eine zwar nicht beabsichtigte, aber vertrat, dvrch Gewährung staatlicher Zuschüsse an die Gewerkschaften fich sogar erdreistet haben, ihrem Willen gegenüber hösischen Wünschen um so schärfere Satire auf die Blutsverwandtschafts- Tiraden der mit der Arbeitslosen- Versicherung einen praktischen Anfang zu Geltung zu verschaffen. Alldeutschen, daß die Boerengenerale in Paris ihre französische Ab- machen. Die Debatie, in der noch der Vertreter des Kohlensynditats, stammung stolz verkündeten. der Nationalliberale Hilbc, gegen den Grafen Kanitz polemisierte und die Behauptung aufgestellt hatte, daß die Industriellen nur im Interesse der Arbeiter billiger aus Ausland lieferten, wurde schließlich bertagt. Schon am Dienstagabend hatte Wolffs Bureau" gegenüber gewissen Ausstreuungen nochmals wiederholt, daß die Frage eines Empfanges der Boerengenerale durch den deutschen Staiser im negativen Sinne entschieden und erledigt sei. Am Mittag meldet die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", daß auch die Minister die allergehorsamsten Folgerungen aus der allerhöchsten Ungnade gezogen haben:„ Nachdem sich die Audienz der Boerengenerale bei Er. Majestät dem Kaiser aus den bekannten Gründen zerschlagen hat, werden auch die amtlichen Kreise von der Kuwefenheit der Generale in Berlin keine Notiz nehmen." Wir können es den Generalen, die jahrelang ihr Volf gegen eine ungeheure Uebermacht mit einer schier unbegreiflichen Straft geführt haben, imig nachfühlen, wie schmerzlich es ihnen sein wird, auf die Bekanntschaft der eblen germanischen Heldengestalten verzichten zu müssen, die im Oktober 1902 zu Berlin die amtlichen Krcise" darstellen. Wie furchtbar: Graf Bülow wird von den Generalen teine Notiz nehmen, Herr v. Richthofen wird keine Notiz nehmen, und auch Podbielski wird sich doch mit den Lausbeeren nicht vor den Bauch stoßen lassen. Hofmarschall v. Kalb, der Ewige, geht majestätisch um, und in Wollen von Morschusdiften ver teidigt er sich gegen die Anwesenheit der ungebildeten Leute, die weiter feinen Titel haben, als Verteidiger eines um seine Freiheit un ringenden Volfes zu sein. i 15dit Es ist ein weiter Weg von jenem Neujahrstag 1896, da auf 3 Das deutsche Proletariat hat mit dieser englandhassenden nationalistischen Boerenschwärmerei nichts gemein. In Ueber einstimmung mit den Empfindungen des aufgeklärten englischen Proletariats fühlt es mit den Boeren als den Opfern der iniperialistischen Weltraubpolitik des Kapitalismus. Es bewundert ihren stolzen Unabhängigkeitskampf und wie die parlamentarischen Vertreter der Socialdemokratie allein im deutschen Reichstage machtvoll die Stimme der Menschlichkeit und des Völkerrechts zu Gunsten des Boerenvolfes verfändet haben, so begrüßt auch jezt das Proletariat schlicht und aufrichtig die Führer der Boeren auf deutschem Boden, in Berlin. Dieser ernste und wahrhaftige Gruß spottet des Boylotts der amtlichen Streise und erhebt sich frei, obwohl die gutgesinnten, ach! so zahmen Arrangeure des Boerenempfanges ängst liche Sorge getragen haben, daß kein profetarischer Hauch die frostigen Veranstaltungen der Zahlungsfähigen vergifte. Die Unterdrückten, die siegenden Freiheitslämpfer der Welterlösung grüßen die Besiegten, die vergebens un die Freiheit geeugen haben. Wir * In der Flut persönlicher Bemerkungen, die sich an schloß, rechneten Stadthagen und Moltenbuhr mit Herrn Bachem noch gründlich ab. Der Vorschlag Singers, am Donners tag die Debatte über die Arbeitslosigkeit zum Abschluß zu bringen und ihre Fortsetzung nicht wieder ins Ungewisse zu verschieben, wurde von den Mehrheitsparteien, die den Zolltarif nicht zeitig genug bekonummen können, abgelehnt. Mit den Mehrheitsparteien ging auch die freisinnige Bolfspartei, deren Taktik in der Bolltarifvorlage immer rätfelhafter wird. Am Donnerstag wird also der erneute Kampf um den Wuchertarif auheben, sobald der erste Punkt der Tagesordnung, die Interpellationen wegen der Fleischteuerung, erledigt ist. Viel Zeit wird er nicht in Anspruch nehmen, Da der Neichstanzler eine Beantwortung ablehnen wird, faim morgen nicht einmal eine Begründung durch die Antragsteller erfolgen, Obstruktion. ha In Paris fagte De 23 et u. a.: Er bedauere, daß die englische Durch einen erbitterten Schimpfartikel gegen die socialdentoRegierung dem Beispiel derjenigen gefolgt sei, welche sich aus dem fratische Postcuftion" leitet die„ Kölnische Volkszeitung" Staube machen, wenn dos Pulver der Eyplosion nahe ist. mußten unsern Stanmi retten und deshalb mußten des Herrn Bach em die Wiederaufnahme der Zollberatung ein. Das Centrum empfindet es überaus peinlich, daß seine stolze Macht wir, um unsre Frauen zu retten, den Frieden annehmen. Wir Befehl des deutschen Kaifers der englische Botschafter in London an- werden die von uns vollzogene lnterzeichnung achten, aber wir auf den anscheinend unüberwindlichen Widerstand der Socialdemo= urban die sie Schmach gewiesen wurde,„ an die englische Regierung die amtliche Anfrage wollen frei bleiben. Ich hoffe, Europa wird das nicht verfratie stößt. Die Sännach des Zollwuchers auf sich nehmen und zu stellen, welche Schritte sie zu thun gesonnen sei, um den durch geffen. Ich habe erfahren, daß eine Straße nach mir benannt dann noch der Besiegte sein das ist ein unerträglicher Gedanke den Einbruch bewaffneter Banden von dem englischen Proteftorats werben soll. Nun, ich hoffe, daß dieselbe niemals ein Süd- Afrikaner für das Centrum, das sich als entscheidende Partei im Reiche fühlt! gebiete in das Territorium des Transvaalstaates geschaffenen betreten wird, der nicht ein Freund Frankreichs ist. Wir haben, schloß Tas Centrum will aller Hindernisse, die dem Zollwucher drohen, völkerrechts- und vertragswidrigen Busland zu beseitigen". Es ist De Wet, ein Recht auf Ihre Freundschaft, wir rechnen auf Sie. ein weiter Weg von jenem Telegramm Wilhelms II. an den Präfte Delarey sprach Frankreich seinen Dank aus für das, was err werden; es spielt den pfiffigen Händler zwischen Negierung benten Striger, das lautete:„ Ich spreche Ihnen meinen aufrichtigsten es für das Beerenvoll gethan habe, und bedauerte, daß er, ein und Ueberzöllnern, es will auch die Opposition der Zollgegner niederGlückwunsch aus, daß es appelieren, mit Ihrem Bolke ge- werden, denn wir find eines Viutes." Glückwunsch aus, daß es Ihnen, ohne an die Hilfe be- Nachkomme der Hugenotten, nicht verstehe die Sprache seiner Väter werfen. zu sprechen; aber", schloß Delarey, unser Appell wird gehört Dies ist das gute Recht des Centrums und es mag durch diese freundeter Mächte zu Bethätigung bei den Arbeitern, die ihm bisher blindlings folgten, lungen ist, in eigner Thatkraft gegenüber den bewaffneten Scharen, Paris, 13. Oftober.( Tel.) Um 11 Uhr nachmittags verließen nun aber begonnen haben, ihm die Gefolgschaft zu fündigen, nach welche als Friedensstörer in Ihr Land eingebrochen sind, den De Wet, Delarey und Botha ihr Hotel, un fich nach dem Nord- Belieben sein Ansehen zu untergraben. Es ist darum auch durchaus Frieden wieder herzustellen und die Unabhängigkeit des Landes bahnhof zu begeben, von wo die Abreise nach Berlin erfolgt. nichts einzutvenden, wenn die„ Kölnische Vollezeitung" die Zöllner den dort zum gegen Angriffe von außen zu wahren." Es ist ein weiter Weg! Die In den an bas Hotel stoßenden Straßen utb eli Boeren haben daun, als es Ernft wurde, an die Hilfe der befreundeten Bahnhofe führenden Straßen sowie in der Umgegend des Bahnhofs dringend aufruft, alles daran zu fezen, um den. Widerstand der Madht appelliert, die sich anbot, als es sich nur um die spottleichte Abwehr war eine gewaltige Menschenmenge versammelt, welche die Generale Bollgegner zu brechen. Die„ tölnische Voffszeitung" läßt sich aber hieran nicht genügen, sondern beschimpft die Zollgegner, weil sie eines unschädlichen Abenteurer- Haufens handelte. Aber die be- bei ihren Erscheinen mit begeisterten Zurufen begrüßte. die unangenehme Absicht haben, fich den Zollgeboten des Centrums freundete Macht war inzwischen anderweitig befreundet. Man zu widersetzen. duldete alle völferrechtsiibrigen Brutalitäten gegen das kleine Bolt, " man wies den hiffesuchenden Präsidenten von der Schwelle, und in opening 23 Politifche Ueberficht. demselben Berlin, wo Cecil Rhodes und Lord Roberts willkommen geheißen wurden, nehmen die amtlichen Streise teine Notiz von der Anwesenheit der Freiheitskämpfer. Oder richtiger, fie nehmen doch Berlin, den 15. Oftober. Der Reichstag Notiz, nämlich insofern die Polizei gegen die Generale aufgeboten hatte am Mittwoch eine sehr ausgedehnte Sizung und eine anwird. Man hat es durchgesetzt, daß die Generale auf der Fahrt geregte Verhandlung. Wie in einem Brennspiegel sammeln sich jetzt zum Hotel nicht die„ Triumphstraße" Unter den Linden berühren. im Parlament alle Sirahlen auf einen Punkt, den Zolltarif, der auch An den Anschlagsäulen dürfen feine Blafate erscheinen, in der heutigen Diskussion über die Arbeitslosigkeit eine große Rolle in denen Mitteilungen über den Weg gemacht werden, den die spielte. Die vor 9 Monaten abgebrochene Besprechung unsrer InterBoerengenerale vom Bahnhof nach ihrem Hotel nehmen pellation wurde durch eine Rede Moltenbuhrs wieder aufgenommen, werden. Auch andre polizeiliche Beschränkungen sind für die Boeren- die die Sachkenntnis und Gründlichkeit unfres Genossen im besten feier erlassen worden; so ist unter anderm eine geplante photo Lichte erscheinen ließ. Er konnte feine Ausführungen diesmal auf die graphische Bliglichtaufnahme in der Philharmonie unter Arbeitslofenzählung der Berliner Gewerkschaftsfonmmission stüßen, fagt worden. Sturz, während man sonst bei offiziellen Empfängen die außerordentlich wertvolles Material geliefert hat. Natürlich fam gleichgültiger Fürstlichkeiten alles aufbietet, um Spaliere hurras unser Reduer auch auf seinen positiven Vorschlag, eine Arbeitslosenrufenben Boltes" aufzubringen, wird diesmal alles gethan, um jede Versicherung durch das Neich herbeizuführen, und erörterte diesen GeDemonstration für die Gäfte zu vereiteln. Die Polizei übt diesmal banfen nach allen Richtungen. bie Rolle einer Feuerwehr, die die Begeisterung zu löschen hat, die man sonst mit aller Kunst in Brand zu setzen bemüht ist. Die amt Lichen Streife nehmen keine Notiz, folglich foll ganz Berlin teine Notiz nehmen. Und es wird gewiß viele Stützen der Gesellschaft geben, die bei aller Boerenliebe sich hüten werden, sich an dem Empfang der Generale zu beteiligen. ber Die Kölnische Boltszeitung" wiederholt das thörichte Geschwätz, daß eine Minderheit die Mehrheit tyrannisieren wolle; die Geschäftsordnung des Reichstags sei dazu da, um den Gang der Verhandlungen und die Feststellung der Beschlüsse zu regeln; jede Geschäftsordnung müsse dabei auf eine loyale Handhabung rechnen, d. h. darauf, daß alle Faktoren sie nur bemusen zur ordnungsmäßigen Förderung und Erledigung der Geschäfte; als Obstruktion aber müsse„ jeglicher parlamentarische Unfug" bezeichnet werden, welcher die Mehrheit hindern solle, in ordmungsmäßiger Weise zu einem Beschluß über eine Vorlage zu gelangen. Weiter schildert die St. 3tg." den„ parlamentarischen Unfug", den sie bekämpfen will, alfo: " Gegenüber der Bolltarifvorlage ist in der Ronimission bisher mur mit überlangen Reden mid mit Künstlich hervor gerufenen tumultuarischen Auftritten gearbeitet worden. Alle diese Formen und noch andre können und werden wiedertommen. Zu allem dem gehört leine Spur von persönlichem Mut und nur ein Minimum von politischem Verstand und parlamentarischem Können. Die Hauptmittel werden immer bleiben lange Reden, deren inhaltliche Bedeutung im umgefehrten Verhältnis zu ihrer Ausdehnung steht, und Anträge auf namentliche Abstimmung. Renerdings hört man als weiteres Mittel, daß die Obstruktionisten über alle Teile des Tarifs,.über welche mündliche Berichte erstattet werden, schriftlichen Bericht verlangen und zu diesem Zived Rückverweifung an die Kommission beantragen werden. Der Oberbemagoge des Centrums, Herr B a chem, der nach unfrem Redner zum Wort fam, hatte über die Arbeitslosigkeit und ihre Bekämpfung blutwenig zu fagen. Die Ausgestaltung des Arbeitsnachweises ist der einzige Vorschlag, den er zu machen hatte. Dabei gab er ihm noch die agrarische Färbung, daß der Rückfluß der Industrie Arbeiter auf das Land durch die DrSo lächerlich und kläglich das Berhalten der„ amtlichen Kreise" ganisation des Arbeitsnachweises gefördert werden müsse. Die war ihm ein Vorstoß ift, so angemessen ist es zugleich. Es wäre eine Beleidigung der Hauptsache gegen die Taktik Boeren, eine Verwirrung einer flaren Situation, wenn die amtlichen Socialdemokraten in der Bolltarif Stommission. Er schreckte der Unwahrheit zurüd, Kreise jest nach allem Vorausgegangenen die Helden von Transvaal nicht vor zurück, unsern Kommisstens für ihre populären Bedürfnisse mißbrauchen und sich mit huldigenden mitgliedern nachzusagen, daß sie die Zollfreiheit für Hummern, Worten an sie drängen würden, deren Thaten doch wieder die Austern, Kaviar beantragt hätten. Den würdigen Schluß Bedrängten gewirkt haben und wirken sollten. Wenn die amtlichen dieser die Behauptung, daß die Annahme Kreise einer ungerechtfertigten Liebedienerei gegen das englische des Zolltarifs das einzige Mittel zur Bekämpfung der ArJingotum auf die, allerdings unverdiente, Ehrung verzichten, den beitslosigkeit fei. Genosse Zubei! widerlegte die schutzölluerischen Boerenführern die Hand zu drücken, so ist dies Verhalten Ausfluß Theorien des Herrn Bachem recht glücklich und nageite die auf die Die Vorgänge in der Zolltonmission hatten natürlich ganz derselben renommierenden Olmütz- Taktik, die die amtlichen Kreise Autorität der„ Germania" gestigten unwahrheiten sofort fest. Als andren Verlauf, als die Centrumsehrlichkeit sie schildert. Die Schergendienste für den russischen Absolutismus leisten läßt; die Mittel zur Einschränkung der Arbeitslosigkeit stellte Zubeil die Arbeiten der Kommission find weit mehr verlängert worden durch Boykottierung der Boeren ist eine Folge der gleichen hochtrabenden gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden in den die Uneinigkeit der Zollparteien als durch die Zollgegnerschaft. Die Schwäche und Geschmeidigkeit wie die Auslieferung russischer Bordergrund. Die Frage unsrer Genossen, was benn die Regierung„ tumultuarischen Auftritte" hatten ihren Grund in unberechtigten Rede bildete Alle diese Mittel werden nur einen und denselben Zweck haben, und darum ist es ganz gleichgültig, welches von ihnen mehr oder weniger frivol ist, nämlich den Zweck, den Reichstag an einer ordnungsmäßigen Erledigung der Vorlage zu hindern dadurch, daß man ihn fünstlich arbeitsunfähig macht und die Mehrheit, welche ihrer Arbeitspflicht ordmungsmäßig ge nügen möchte, fünftlich au der Erfüllng bicser Pflicht hindert. So gewissenlos dieses Borgehen ist, so thöricht ist es auch. Mit ihm wird der parlamentarische Unfug als Kampfmittel verwendet und zum förmlichen Brincip erhoben." Bergewaltigungsversuchen der Zöllner gegen die Zollgegner. lleber rgewaltign persönlichen Mut, politischen Anstand, parlamentarisches Können und über die inhaltliche Bedeutung von Reden sind wir des Streites mit einem Centrumsblatt überhoben, nachdem gerade die politische Entwicklung des Centrums durch fortdauernd feiges Zurückweichen vor den Machthabern und reißenden Zusammenbruch feiner moralischen und intellektuellen Befähigung gekennzeichnet ist. Wie aber steht es um die Obstruktion? Es lohnt sich nicht, um den Begriff dieses Wortes zu streiten. Vedeutet Obstruktion nichts als„ überlange Reden" und als die Forderung nantentlicher Abstimmungen, so ist Obstruktion ein selbstverständliches parlamentarisches Recht. Uns scheinen oft die Reden der Centrumsherren„ überlang" aber, weil sie uns nicht gefallen oder langweilen, bestreiten wir nicht ihre parlamentarische Berechtigung. Wie lang will denn das Centrum gnädig die Reden seiner Gegner gestatten? Soll das Centrum entscheiden, ob seine Gegner nament liche Abstimmung fordern dürfen? Soll der Geschäftsordnung ein Zusagparagraph beigefügt werden: Die Bestimmungen dieser Geſchäftsordnung gelten nur insoweit und fo lange, als. Abgeordneter Bachem mit ihrer Benutzung einverstanden ist. 215 Maschinenbau- Aff- Ges. Nürnberg, Nürnberg, Universitätsprofessor nichts zu flande tommt, oder daß die Beschlüsse des Reichstages die und Geh. Regierungsrat Dr. Schmoller, Berlin, Friedrich Schott, Zustimmung der verbündeten Regierungen nicht finden. Nun ist aber Direktor der Portland- Cementfabrit Leimen, Heidelberg, Generals noch eine andre Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen. Wenn direktor Schumann, Vorsitzender des Vereins zur Wahrung der Inter- die verbündeten Regierungen schon zu Anfang der Beratungen er effen der Halbzeugverbraucher, Witten, Reichsgerichtsrat Dr. Spahn, klären, daß sie auf die Kompromißanträge sich nicht einlassen werden, Mitglied des Reichstages, Leipzig, A. Steinmann- Bucher, Heraus- kann von denen, die unter allen Umständen etwas zu geber der„ Deutschen Industrie- Zeitung", Berlin, Geheimer Kom- stande bringen wollen, vielleicht der Versuch gemacht werden, merzienrat Vogel, Chemnik, Kommerzienrat Winkler, Fürth, schon in der zweiten Lesung eine neue Mittellinie zu finden, mit andern Geheimer Kommerzienrat Wirth, Vorsitzender des Bundes der Worten: wieder etwas umzufallen. Es kann während Industriellen, Berlin. der Beratungen ein Antrag eingebracht werden, der zwischen den Auch in dieser Liste überiviegen zwar bei weitem die fog. Kompromißanträgen und dem Regierungsentwurfe die vielberufene Startellfreunde. Neben dem Vorstand des Centralverbandes Mittellinie sucht. Geschieht das, dann würden vielleicht manche, die deutscher Industrieller finden wir eine lange Reihe als Kartell ohne das Dazwischentreten eines solchen Antrages für die Kompromißenthusiasten bekannte Professoren und Großindustrielle, immer vorschläge gestimmt haben würden, sich auf diesen Antrag zurückziehen. hin ist auch die Gegenpartei mit einigen guten Namen verfeine Mehrheit finden würden. Es ist aber, wie die Dinge Dann wäre es recht wohl möglich, daß die Kompromißanträge treten. Die Hoffnung, daß es schließlich zu brauchbaren Vorliegen, auch keine Aussicht vorhanden, daß ein solcher neuer schlägen gegen die heutige Startellwirtschaft tonnen wird, ist mittellinien- Antrag angenommen werden würde, weil die gesamte deshalb allerdings noch keineswegs angebracht. Linke, die Rechte und ein großer Teil des Centrums dagegen stimment müssen. Wenn also auch dieser Antrag fiele, so würde über die Bam Die ausländische Bergarbeiter Bewegning. am franzöfifchen Vergarbeiter- Streit Regierungsvorlage abgeftimunt werden, und dieſe würde erſt recht feine Mehrheit finden. Dann wäre ein leerer Raum" zu Das Bundeskomitee für das Loiregebiet protestiert in einem stande gekommen, und die schließliche Entscheidung würde auch in Die Köln. Bollsztg." fordert eine„ loyale Handhabung" der energifchen Manifest gegen die Entfaltung der Militärmacht im Siesem Falle erst in der dritten Lesung erfolgen können." Geschäftsordnung, so daß die Geschäfte des Reichstages ordnungs- Streitgebiet. Mit Recht zieht es einen, Bergleich zwischen dem mäßig erledigt werden können. Die Fleischnot- Interpellation. Der er Der Reichstanzler wird, eine loyale Hand- Verhalten des Militärs in der Bretagne und jetzt gegenüber den habung der Geschäftsordnung, daß man in der Zollkommission eine Streifenden. Dort habe die von den Klerikalen aufgeregte Masse wie verläßlich verlautet, erklären, daß er die Interpellationen der Sache entsprechende Debatte mur dann zuließ, wenn die Zöllner ungestraft Soldaten und Offiziere beleidigt und thätlich angegriffen, wegen der Fleischteuerung erst beantworten werde, wenn un das Zollmaß unter einander sich befehdeten, daß man aber die daß diese von ihren Waffen Gebrauch gemacht hätten. Ganz die Erhebungen abgeschlossen sein werden, die seitens der dieser deranstaltet werden. Die Minorität durch brutale Schlußanträge in der Vertretung ihrer An- anders. jest, wo es sich um streifende Arbeiter handele; die ihre verbündeten Regierungen in Jnterpellationen werden nicht zur VerLebenslage zu verbessern trachten. schauungen behinderte? Gedenkt man in Plenum die Geschäfts- Troß der ungeheuren Truppenmacht, die in den Kohlengebieten handling kommen, so daß die Beratung des Zolltarifes sofort be ginnen kann. ordnung ebenso loyal zu handhaben? In gardan hr pfonzentriert ist, machen immer noch einzelne Blätter der Regierung Es ist nicht die Schuld der Zollgegner, daß die Regierung einen den Vorwurf, daß diese die Freiheit der Arbeit" nicht genügend Wuchertarif von fast 1000 Positionen vorgelegt hat, deren jede aufs fchüße. Selbst der Korrespondent des„ Temps" muß demgegenüber tiefste eingreift in das wirtschaftliche Leben unsres Volkes und deren aber zugeben, daß dieser Vorwurf unberechtigt ist. In Valen jede darum eine gründliche Beratung beansprucht, wofern nicht der ciennes, so schreibt dieser Korrespondent seinem Blatte, sei er Zeuge Reichstag sich seiner elementarsten Pflicht entziehen will. Verspüren gewesen, wie etwa 150 Arbeitswillige aus einem Schacht heraufdie Zöllner diese Verpflichtung nicht, so ist das ihre Angelegenheit. Etwa 800 Streifende hatten sich vor der Grube versammelt. Die gestiegen seien und sich vorbereitet hätten, nach Hause zu gehen. Aber die Socialdemokratie erachtet es als ihre unausweichliche heimkehrenden Arbeitswilligen seien mm von einer großen Menge Pflicht, gegen den schmählichen Wuchertarif durch gründliche Bes Infanterie und Kürassiere förmlich eingeschlossen und nach Hause sprechung aller der aus ihm entspringenden Schädigungen zu begleitet worden. Ich habe noch niemals so weitgehende Vorsichtskämpfen und das deutsche Volt davor zu bewahren, daß derselbe maßregeln gesehen." Gefeß wird. Judem die Socialdemokratie dabei sich auf das gewissenhafteste an die durch die Geschäftsordnung gegebenen Vorschriftlich ihre Forderungen unterbreitet. Außer der 15prozentigen Die belgischen Bergleute haben den Bergiverksbefizern ſchriften hält, ſteht sie einwandsfrei auf dem Boden des Rechts. Lohnerhöhung, die gefordert wird, ist auch beschlossen, feinerlei Ueberzeitarbeit zu leisten, um die Kohlenproduktion nicht zu Unsi dugunsten der französischen Bergleute zu vermehren. " Kartell- Enquete. 3 Agrarische Rache. Weil die Stadtverordneten Kölns unter Teilnahme des Centrumsmannes Trimborn die Deffnung der Grenze für lebendes Wich forderten, schreibt die, Rheinische Bolts stimme" wütend: 115 „ Haust Du meinen Juden, so hau ich Deinen Juden! Suchen die Kölner die Einnahmen der Bauern zu hintertreiben, da wären wir doch mehr wie gutmütig, wenn wir den Kölnern unser Geld hintrügen. Darum muß jezt die Parole für die rheinischen Bauern lauten: Kauft nichts in Köln! Der Redakteur der„ Rhein. Bolksstimme" ist der bekannte Geheimagent des Bundes der Landwirte im Centrum. = Der Reichstags Abgeordnete für Schwarzburg Sondershausen, Ausland. Bei der Stichwahl, wo die Oberamtmann Börner, einer der extremſten nationalliberalen Agrarier, der auch Mitglied des Landtags des Fürstentums iſt, ſoll nach immer bestimmter auftretenden Gerüchten beabsichtigen, seine Mandate niederzulegen. Eine positive Unterlage erhielt dies Gerücht dieser Tage noch dadurch, daß Herr Börner sein ca. 400 Morgen In der Sigung der Zolltarif- Kommission am 1. Oftober Der pennsylvanische Bergarbeiter- Streif. großes Gut in und bei Greußen für die nette Summe von fündigte Graf Posadowsky an, daß zur Ergänzung der bei den und Man befürchtet, daß der Vorschlag der Grubenbefizer, eine 300 000 Mart verkauft hat beabsichtigt, nach Halle einzelnen Bundesregierungen veranstalteten Rundfrage und der fünfgliedrige Schiedskommission nach wieder überzusiedeln, um dort eine höhere Versicherungsstelle anzutreten. von den Gerichtsbehörden eingeforderten Berichte über aufnahme der Arbeit mit der Schlichtung der Differenzen zu be- Herr Börner erhielt bei der Hauptwahl 1898 noch 5642 Stimmen, Startell- Rechtsstreitigkeiten eine umfangreiche Ertrauen, bei den Grubenarbeitern feiner Sympathie während es unser Kandidat, Genosse Joos- Gotha, auf 4700 hebung durch kontradiktorische Verhand begegnen wird. Ignoriert doch der Vorschlag der Grubenbefizer und der Zähffandidat der Freisinnigen Vereinigung, Herr Brömel, lungen" vorgenommen werden würde,„ bei denen die Ver- den des Arbeiterverbandes gänzlich und verlangt ausdrücklich voll es noch auf immerhin 1931 brachten. freter von Startellen, darunter auch derjenigen Kartelle, die als lommen unterschiebslose Behandlung der Verbands- Freifimigen uns ganz im Stiche ließen, siegte Börner über Joos mitglieder und dem Verbande nicht angehörender Arbeiter; er mit 8110 Stimmen gegen 5492. Juzwischen haben sich aber die BerKäufer der Erzeugnisse andrer Kartelle in Frage kommen, übergeht ferner Mitchell persönlich gänzlich, indem er den hältnisse, ganz abgesehen von der Agitation des Wuchertarifs, durch sowie ihre Abnehmer und ferner unabhängige Sachverständige selben nicht einmal offiziell von dem Vorschlage in Stenntnis jetzt, Bervollfommmung unsrer Organisatinn und besonders auch durch beteiligt werden sollen." Sofort nach der Posadowskyschen Rede regten sich in der sondern den Vorschlag an das Publikum richtet und es Mitchell den reaktionären Landtag sehr zu unsern Gunsten verändert. über läßt, davon Kenntnis zu nehmen oder nicht. vom Centralverband deutscher Industrieller alimentierten Presse Das wesentlichste aber ist, daß die Grubenbesizer selbst die fünf allerlei Bedenken gegen eine solche Untersuchung, und in der Klassen vorschreiben, aus denen die fünf Kommissionsmitglieder zu Die englischen Bergarbeiter und die Socialpolitik. legten Nummer des offiziellen Organs der Centralverbändler, entnehmen sind, und Vertreter der Arbeiter davon ausLondon, 12. Oktober.( Eig. Ber.) der Deutschen Industrie- Zeitung", wird nicht mur das Einschließen. mitchell selbst hat einstweilen mir folgende ausweichende Erdie periodischen Kongresse der einzelnen Gewerkschaften. Die Aufgaben Noch wichtiger als die allgemeinen Gewerkschaftskongresse find greifen der Gesetzgebung in das Kartellwesen zurückgewiesen, sondern auch die Enquete, nach englischem Muster" lärung abgegeben: als völlig zivecklos bezeichnet. Nur die an den Kartellen beteiligten Sachverständigen sollen, so fordert das Blatt, gehört werden, und zwar scheint es, nach seiner Empfehlung der vom Centralverband geschaffenen Stelle für Syndikatswesen zu urteilen, vor allem die Leiter dieser Unternehmerfoalition für urteilsberechtigt zu halten. Mit der ihm eignen Ueberhebung meinte das genannte Organ in Nach einer Meldung des„ Berliner Tageblatt" sollen diejenigen, bezeichnet werden. Die Föderation bewegt sich unbewußt nach der Bezug auf die von Posadowsky angekündigte Untersuchung die über die Lage unterrichtet sind, ganz offen erklärt haben, daß in socialistischen Richtung. Ihr Klaſſenbewußtsein kam zum Ausdruck Gewiß sind dies so weitgehende Pläne, daß man nicht über der auf heute angesetzten Konferenz der Distrikts- in der Rede des Abgeordneten Ben Pickard für die Unterstützung rascht zu sein braucht, wenn sie sich in vollem Umfange präsidenten der Grubenarbeiter- Union Mitchell den Rat er des amerikanischen Kohlenstreiks, ebenso in dem Beschluffe, die nicht verwirklichen lassen sollten. Graf von Poja teilen wird, den Vorschlag der Arbeitgeber abzulehnen. Unter französischen Bergleute mit 500 Pfd. Sterl.( 10 000 m.) dovsky hat zwar seine Anerkennung darüber ausgesprochen, daß den Arbeitern selbst seien die Anschauungen geteilt, einige feien But interſtützen, falls sie in den allgemeinen Ausstand bei den bisherigen vertraulichen Vernehmungen von Leitern gegen den Plan. größerer Kartelle diese sich durchaus entgegenkommend erwiesen Nach einer Meldung des New York Herald" hat der Präsident bereit erklärt hätten. Allein auf diese Bereitwillig Grubenbefizer in Kenntnis gefegt. und in weitem Umfange zur Darlegung ihres Geschäftsgebarens Roosevelt Mitchell amtlich von dem Vorschlage der teit darf nicht unter allen Umständen gerechnet werden. Wohl liegt es im Interesse der Kartellierten Industrie selbst, Entsprechend einem Ansuchen Mitchells hat der parlamentarische daß die Verhältnisse, welche sie zum Zusammenschluß zwingen, fach Ausschuß der Trades- Unions empfohlen, daß alle Mitglieder der gemäß dargestellt werden und daß die Oeffentlichkeit Kenntnis erhält Trades- Unions in Großbritannien alles in ihren Sträften von den Schwierigkeiten, mit denen diese Industrien vor und stehende thun sollen, um die amerikanischen Gruben für eine moderne Arbeiterbewegung vorbereiten. während der Kartellierung zu kämpfen haben... Allein eine solche ar beiter zu unterstützen. Untersuchung darf gewisse Grenzen nicht überschreiten. Sie darf nicht " " Die Grubenbesizer haben sich, als sie ihre öffentliche Er- find da zwar kleiner, aber defto eingehender sind die Debatten und flärung abgaben, nicht an die Miners Union" oder deren desto flarer treten die Wünsche und Bestrebungen der Arbeiter hervor. Beamte gewandt; es ist für mich daher unmöglich. Es ist deshalb leichter, sich ein Urteil über die geistige und socialpolitische zur Zeit eine Erklärung über die Haltung der Gruben Höhe der Gewerkschaften zu bilden. Der gestern abgeschlossene Jahresarbeiter abzugeben. Eine formelle Erklärung, in welcher tongreß der Bergarbeiter Föderation verdient deshalb eine allgemeine unsre Stellungnahme dargelegt wird, wird abgegeben werden, würdigung. Das Gesamturteil über die dort gepflogenen Versobald uns die volle Bedeutung des Vorschlages der handlungen darf vom socialpolitischen Standpunkte als ein günstiges Grubenbesiger bekannt sein wird." eintreten. Nicht minder charakteristisch war die scharfe und einstimmige Verurteilung der Sonderbündler von Northumberland und Durham, die durch ihre Selbstsucht die socialpolitische Gesetzgebung hemmen. Es ist zu hoffen, daß die Föderation auch Schritte thun wird, ihre Agitation auf jene Gebiete auszudehnen. Sie wird früher oder später erfolgreich sein, da die Socialisten in Durham und Northumberland sehr thätig sind und den Boden Abgelehnt wurde ein Antrag, einen allgemeinen Feiertag( stop- day) die Vorstellung aufkommen lassen, als ob die Kartellleiter auf der An- Budapest, 15. Oktober. Die Delegierten der ungarischen zu veranstalten als Proteft gegen den Ausfuhrzoll auf walisische flagebant fäßen und sich zu verteidigen hätten nicht mir gegen Kohlengruben Arbeiter beschlossen in ihrer gestrigen Stohle. Dagegen wurde der socialistische Antrag auf einen, sondern einen ganzen Chorus von Anklägern, zu dem es wohl Stonferenz, daß, falls die Bergwerks- Gesellschaften die Lage der Nationalisierung( Berstaatlichung) der Bergwerke mit großer Mehrkommen könnte, wenn der Kreis der Einzuvernehmenden zu weit gestreifenden ausländischen Kohlenarbeiter durch Kohlenlieferungen heit angenommen. Die Debatte über diesen Antrag ist wichtig zogen würde und zwar sowohl in der Richtung des sogenannten schwächten, und für den Fall, daß die ungarischen Gesellschaften die genug, um auf ihre Grundgedanken etwas näher einzugehen. unabhängigen Sachverständigen" als des fünften und sechsten Kohlenpreise erhöhten, ohne gleichzeitig eine Lohnaufbesserung ein- Mr. Cook( Schottland) begründete den Antrag auf NationaliAbnehmers; denn es ist eine bekannte Erscheinung, daß die treten zu lassen, auch in Ungarn den Generalstreit zu fierung der Bergiverke und Eisenbahnen. Man sagt, ein solcher AnGegnerschaft gegen die Kartelle um so lauter und aufdringlicher proklamieren. wird, je ferner sie der Wirkung der Kartelle umd der Sachfenntnis sun trag fei unpraftisch. Das ist nicht meine Meinung. Eine solche auf dem Gebiete des Kartellwesens steht. Jedenfalls wird die 12 Maßregel ließe sich sehr gut durchführen. Jedenfalls ist es Erhebung damit zu rechnen haben, daß ihr Ertrag um so dürftiger Deutfches Reich. unpraktischer, einzelnen Bergbefizern zu gestatten, ihren selbstausfällt, je mehr derselbe außerhalb der unmittelbar beteiligten Die agrarischen Ueberzoll- Anträge sind zur zweiten Lesung des herrlichen Willen den Arbeitern aufzudrängen, wie z. B. Lord Kreise gesucht wird." golltarifs wiederum eingebracht worden. Die Abgeordneten des Penrhyn dies in den Schiefergruben von Bethesda( Südwales) Daß durch eine solche Beschränkung der Vernehmung auf Bundes der Landwirte v. Wangenheim, Dr. Röjide- Kaisers thut." Mr. 23 hitefield.( Bristol) unterstützte den Antrag." Ich Startellleiter und Startellinteressen die ganze Enquete zu einer lautern, Dr. Hahn fordern für fast fämtliche landwirtschaftlichen bin überzeugt, daß eine Nationalisierung das Gemeinwohl fördern Farce wird, bedarf keines Beweises. Thatsächlich hat die Re- Erzeugnisse Zollsäge, die weit hinausgehen über die Zölle der wird. Der Grund und Boden ist dem Bolte gewaltsam genommen gierung sich denn auch, trotz ihres sonstigen weitesten Ent Regierungsvorlage solvie über die der Kommissionsmehrheit. Die worden und es ist Zeit, daß das Volk mit Dieben und gegenkommens gegen die Wünsche und Forderungen der Anträge beginnen mit der Forderung eines 7,50 M.- Bolls für die Räubern gründlich abrechnet." Mr. Parrot( Yorkshire) ist gegen Centralverbändler, entschlossen, nicht nur Sachverständige im Getreidearten und zwar soll dieser Zoll, ebenso wie alle andern von den Antrag. Die bisherige Verstaatlichung hat keine wohlSinne der Leiter des Centralverbandes in die Kartell- den Bündlern geforderten Zölle, ein Mindest zoll sein, welcher thätigen Folgen gehabt. Damit wird nur die Macht der Regierung tommission zu berufen. Ein„ kontradiktorisches Verfahren" nach durch vertragsmäßige Abmachungen nicht herabgesetzt werden darf. thätigen Folgen gehabt. Damit wird mir die Macht der Regierung gestärkt." Mr. Stanton( Südwales) betrachtete den Antrag als dem Vorschlag der„ Deutschen Industrie 8tg." mag ihr wohl Ueber den Verlauf und Ausgang der Beratung über die ein Ideal. Jedoch muß zugegeben werden, daß die Macht der felbft als allzu furios erschienen sein. Zu dem vom Staats- Getreide und Viehzölle stellt die„ Deutsche Tageszeitung" folgende Regierung nicht zu fürchten sei, denn die Arbeiter bereiten sich jetzt sekretär des Innern zu einer Vorbesprechung am 14. November Betrachtung an: immer mehr vor, die Zügel der Regierung zu ergreifen." Eingeladenen gehören nämlich: Jedenfalls wird eine umfangreiche und weitschichtige Debatte Mr. Cowey erklärte:„ Nationalisierung ohne politische Gewalt Generalsekretär Dr. Beumer, Mitglied des Reichstags, aufgerollt werden, die mehrere Tage beanspruchen muß. Trotzdem der Arbeiter ist nicht viel wert. Beide Maßregeln müssen Düsseldorf, Universitätsprofessor, dürfte Entscheidung über Gesezes Viehzölle in nicht zu langer Zeit erfolgen. über " Brentano, München, Univerſitätsprofeſſor, Geheimer Regierungsrat mtb Bieŋgöffe, if it out fa ben§ 1 des Geſches und die Getreide: Hand in Hand gehen." Dieſer Redner, ein alter Bergarbeiter Dr. Conrad, Halle a. S., Professor Dr. E. Franke, Herausgeber die weitest gehenden Anträge des Bundes der Landwirte abgestimmt von Yorkshire, gilt hier als ein Liberaler und dennoch sprach er unber„ Socialen Praris", Berlin, Geheimer Kommerziencat Frenzel, werden müssen. Es darf ferner erwartet werden, daß der Abg. bewußt die Grundgedanken der Socialdemokratie aus. Das ist vielPräsident des deutschen Handelstages, Berlin, Geheimer Kommerzien- Dr. Heim seinen angekündigten Antrag auf einen Getreidezoll von 6 M. leicht die Folge seiner Teilnahme an internationalen socialistischen rat 2. M. Goldberger, Berlin, Bergrat Gothein, Mitglied des im Plenum einbringen werde. Sollten diese beiden Anträge ab- Stongreffen. Mr. Brace( Südwales), unterstügte Mr. Cowen. Reichstages, Berlin, Geheimer Kommerzienrat Freiherr Sehl gelehnt werden, was man für wahrscheinlich hält, so würde dann Mr. Smillie( Schottland) meinte, daß eine Nationalisierung die zu Herrnsheim, Mitglied des Reichstages, Worms, Kommerzien der sogenannte Kompromißantrag zur Abstimmung gelangen. Bergarbeiter- lufälle un 50 Proz. reducieren würde. Ich bin gerat Dr. Holz, Vorsitzender des Vereins zur Wahrung der Wie die Dinge jest liegen, ist seine Annahme sehr wahr wiß nicht der Ueberzeugung, daß die gegenwärtige Regierung ein Interessen der chemischen Industrie Deutschlands, Berlin, Ge- scheinlich. Die verbündeten Regierungen, die sicher ihre lin- idealer Bergwerksbefizer fein würde. Aber der Charakter der heimer Finanzrat Jende. Vorsitzender des Direktoriums des annehmbarkeitserklärungen wiederholen werden, sind dann in der Regierung hängt von den Wählern ab." Der Abgeordnete Ben Centralverbandes deutscher Industrieller, Essen, Majoratsbefizer Graf Lage, gegenüber einent Reichstags Beschlusse erneut Stellung zu Kanis, Mitglied des Reichstags, Podangen, Kommerzienrat stir- nehmen. Der Reichstag aber würde einen abweichenden Beschluß Picard ist gegen Nationalisierung und wies auf die verhältnisborf, Generaldirektor des Machener Hütten- Attienvereins, Note Erde, erst in der dritten Lesung fassen können. Läuft die Sache so, so mäßig ungünstige Lage der Bergleute und in denjenigen Ländern, Geh. Bergrat E. Krabler, Alienessen, Hermann Molfenbuhr, wird nichts übrig bleiben, als die zweite Lesing weiter zu wo die Bergwerke oder die Eisenbahnen verstaatlicht sind. Mitglied des Reichstags, Berlin, Baurat Nieppel, Direktor der führen, allerdinds unter dem Eindrucke der Wahrscheinlichkeit, daß Löhne der britischen Bergleute seien höher als ގ Die die der fontinental europäischen Arbeiter in den verstaatlichten Berg- 1 Türkei. Zuzahlung von 14 M. für jede Aktie. b) für je vier Stamm werken. Mr. Abraham, israclitischer Bergarbeiter- Abgeordneter, Die macedonischen Unruhen. Bisher sind 6000 Mann Ver- Prioritätsaktien zu je 600 M.: Staats- Schuldverschreibungen der meinte, die verhältnismäßig schlechtere Lage der kontinentalen stärkungen an die bulgarische Grenze entsandt worden. Weitere um3prozentigen konsolidierten Anleihe zum Neunivert von 3100 M. mit Bergleute habe weniger mit der Verstaatlichung als mit der fassende Maßnahmen zur Ueberwachung der Grenze und zur Säube- Zinsscheinen für die Zeit vom 1. Januar 1903 sowie eine bare Zumangelhaften gewerkschaftlichen Organisation zu thun; er sei für rung des Sandschals Serres von Banden sind in der Durchführung zahlung von 13 M. für jede Attie; den Antrag, der auch angenommen wurde. begriffen. Die Meldung von der Wegnahme dreier türkischer Ge- 2. den Aktionären der Marienburg- Mlawkaer Eisenbahn: schütze bei Dechumaja, sowie die Nachricht, daß in Konstantinopel a) für je fünf Stammattien zu je 600 M.: Staats- Schuldverschreibungen der 3prozentigen konsolidierten Anleihe zum Nenn500 Macedonier verhaftet worden seien, sind unbegründet. Auf Verlangen der Pforte wurden seitens Rusland swerte von 2400 M. mit Zinsscheinen für die Zeit vom 1. Januar 1903 in Sofia Vorstellungen wegen lebertrittes sowie eine bare Zuzahlung von 8,40 M. für jede Aktie, b) für je Staats- Schuld= Banden über die Grenze erhoben. In Konstantinopel ver- fünf Stamm- Prioritätsaftien zu je 600 M.: lautet, alle Großmächte hätten auf ein Cirkular der Pforte versprochen, in Sofia Vorstellungen zu machen. Die Pførte wurde aus Sofia benachrichtigt, die Regierung werde die macedonischen Komitees Die bisherigen Beamten der Föderation wurden wiedergewählt und die Delegierten für den nächsten internationalen BergarbeiterKongreß in Brüssel bestimmt. Oestreich- Ungarn. Der deutsch- czechische Sprachenausgleichs- Vorschlag Kocrbers ist jetzt in beiden Lagern heftigem Widerspruch begegnet. Die czechischen Blätter erklären den Vorschlag für den denkbar auflösen. ungünstigsten" und für ganz undiskutabel", fie betonen, daß auf dieser Grundlage irgend welche Verhandlungen überhaupt nicht geführt werden könnten. Nach der„ N. Fr. Pr." haben auch bereits die Vertreter der Czechen die Ablehnung der Regierungsvorschläge beschlossen und von neuem die Forderung nach sofortiger Gewährung derezechischen Sprache als inneren Amtssprache aufgestellt. Aber auch die Deutschen finden, daß nach dem Vorschlag Koerbers den Czechen mehr gewährt werde, als sich mit den bescheidensten Rechtsansprüchen der Deutschen vertagte. Koerber hat denn auch den deutsch- böhmischen Konferenzteilnehmern erklärt, seine Vorschläge seien nicht una bänderlich. Vorläufig scheint jedenfalls das Keerberiche Sprachenkompromiß wenig geeignet, den Sprachenstreit zu schlichten.Partei- Nachrichten. bon Barteipresse. Die Genossin Rosa Luxemburg hat, wie die Leipziger Boltszeitung" mitteilt, ihre Thätigkeit für das Blatt eingestellt, nachdem sie bereits im Juni aus der Redaktion ausgetreten war. Brusko, als Redakteur Hans Kulhanek. verschreibungen der 3prozentigen konsolidierten Anleihe zum Nennwerte von 4000 M. mit Zinsscheinen für die Zeit vom 1. Januar 1903 sowie eine vare Zuzahlung von zwei Mark für jede Attie. Die Angebote entsprechen im ganzen so ziemlich dem Kursstand der Aktien und Prioritäten in legter Zeit. Legt man der Berechnung den gestrigen Surs von 92 Proz. für die 3prozentigen Konsols zu Gründe, so ergeben sich mit Zinsen und Barzuzahlung für die Aktien der Ostpreußischen Südbahn 79 Proz., für die Stammprioritäten 121 Broz.; während der gestrige Kurs an der Börse sich auf 80%, bezw. 107,6 Proz. stellte. Für die Aktien der Marienburg- Mlawkaer Bahn beredmet sich in gleicher Weise der Prozentsab auf 75 Broz., für Stammprioritäten auf 123 Proz. gegenüber einent Das Abonnement auf die„ Neue Zeit" empfahl der Partei- Kursstand von 75 Proz. und 112 Broz. Es hat demnach die Retag für das östliche Westfalen durch ausdrücklichen Beschluß allen gierung ihre Offerte so gestellt, daß die Attienbesitzer nur den jetzigen Arbeitervereinen seines Bezirks. Wert ihrer Aktien erhalten, zum Teil noch etwas weniger, während Wien die erste Nummer einer Monatsschrist erschienen, die der Er- würden. Unter dem Titel:„ Der Jugendliche Arbeiter" ist in die Prioritätenbesitzer einen Vorteil von der Verstaatlichung haben Warum, ist nicht recht ersichtlich, wenn man nicht anziehung der heranwachsenden Arbeiterschaft dienen will. Neben nehmen will, daß das Interesse der Prioritätenbefizer für die Vereinem einleitenden Programmartitel bringt sie fürzere Artikel, worin staatlichungsprojekte eingefangen werden soll.. den jungen Arbeitern die Vorteile der Gewerkschaften geschildert Dennoch dürften auch die Aktionäre nach einigen Sträuben werden, die Schädlichkeit des Alkoholgenusses, die Vorteile der schließlich zustimmen, da die Offerten an die Marienburger und an Ausgleichsfrage im nugarischen Abgeordnetenhaus. Im Beant Bildung. Außerdem ein Feuilleton„ Naturbeobachtungen". Das die Ostpreußische Südbahn wesentlich günstiger find, als die älteren wortung einer Anfrage der Abgg. Thalys( Kossuthpartei) und Rakovsky( Volkspartei) erklärte der Ministerpräsident v. Szell, daß bierſeitige Blatt kostet 6 Heller. Als Herausgeber zeichnet Start Angebote von 1886, und ferner die Konzession der Südbahn in furzem abläuft, wodurch die Regierung das Recht erlangt, dann die über den Zeitpunkt, an dem die Ausgleichsvorlage mit Aktionäre mit einer noch beträchtlich niedrigeren Sumine abzufinden. Destreich eingebracht werden solle, zwischen der östreichischen Gemeindewahlen. Am Dienstag fanden in Altenburg die Als Zived der Verstaatlichung wird angegeben, daß das Verund der ungarischen Regierung bisher keine Vereinbarung Stadtverordnetenwahlen statt, die mit einem glänzenden Sieg unsrer fehrswesen dem Interesse der Landwirtschaft und der Ostseehäfen, stattgefunden habe. Er werde bemüht sein, das nebereinkommen Parteigenossen endeten. Es ist das erste Mal, daß die hiesigen Ge- vor allem Danzigs und Königsbergs mehr als bisher dienstbar gemit Deftreich auf gefeßlicher Grundlage unter Wahrung seines nossen sich ernsthaft an dieser Wahl beteiligen konnten. Früher war macht werden soll. Was darunter zu verstehen ist, wird die Zukunft Standpunktes zu stande zu bringen. Er hoffe, in nicht langer Zeit die es den Arbeitern nicht möglich, das Gemeinde- Wahlrecht zu erwerben, lehren; doch erscheint keineswegs als ausgeschlossen, daß die Tarife betreffenden Vorlagen einbringen zu können; jedoch könne er vor erst nachdem eine neue Städte- Ordnung eingeführt wurde, mußte eine Aenderung zu Gunsten der speciellen. Interessen des oftAbschluß der Verhandlungen feine Eröffnungen mit diesem System: gebrochen werden. Für unsre Parteigenoffen galt es preußischen ländlichen Großgrundbefizes erfahren, d. h. daß die machen. Sodan polemisierte der Ministerpräsident in längerer mun zunächst, Wähler zu schaffen, zu welchem Zweck eine lebhafte Agitation Frachtfäße für den Import von Agrarprodukten aus Rußland Rede gegen die falsche Auffassung, daß, falls zwischen Destreich und entfaltet wurde. Die Stadtverwaltung versuchte es mit einem neuen erhöht, für den Export ostpreußischer Erzeugnisse aber ermäßigt Ungarn bis Ende 1902 feine neue Vereinbarung über die zoll- Kniff. Sie traf die Klasseneinteilung nämlich derart, daß in die werden. Bisher gehörte die Anfeindung der Tarifpolitik der politischen Verhältnisse abgeschlossen würde, von 1903 ab das Regime dritte Abteilung alle Steuerzahler mit einem Einkommen bis zu Marienburg- Milawfaer Bahn und der Ostpreußischen Südbahn zum des selbständigen Zoligebietes eintreten würde, indem er erklärte, 4500 M. kommen. Fast sämtliche Beamte, Lehrer, Kaufleute, der ständigen Repertoir der ostpreußischen Hochagrarier, speciell hat das Nichtzustandekommen des Zolltarifs sei im Gesetz nicht als Mittelstand, alles hatte mit den Arbeitern zu wählen. Man hoffte Graf Silindowström in dieser Hinsicht Ansehnliches geleistet. Bruch der Reciprocität zwischen Ungarn und Destreich hingestellt. damit die Arbeiter zu besiegen, hatte sich aber bitter getäuscht. An der Börse erzielten heute die hier gehandelten StammDie gegenteilige Ansicht sei total falsch. Es sei im Gesez bloß aus- In der Stadtverwaltung war nämlich eine solche Mizwirtschaft ein- Prioritätsaktien der betreffenden Bahnen bedeutende Kurs gesprochen, daß, falls ein gemeinsamer, autonomer Zolltarif nicht zu gerisien und durch die Altenburger Volkszeitung" aufgedeckt worden, steigerungen. So stellten sich die Stammprioritäten der Marienburgstande tomme, Handelsverträge mit auswärtigent Staaten nicht länger daß die Erbitterung selbst weite Kreise der Bürgerschaft ergriff. Mit Mlawkaer Eisenbahy im 9,50 Proz., der Ostpreußischen Südbahn als bis 1907 abgeschlossen werden könnten. Spannung sah man daher dem Ausfall der Wahl entgegen. Unire um 12,90 Proz. höher. Andrerseits gaben die Stammaktien der Genossen erhielten 3884 Stimmen, die Gegner mur 2686. Damit estpreußischen Südbahn 2,50 Proz. und der Marienburg- Mlawkaer Der Streit der Trambahner in Genf ist beendet. Von drei- ziehen die ersten fünf Socialdemokraten in das Stadtparlament ein. Bahn 1 Proz. nach. hundert Streitenden sind umgefähr 130 gegen Entschädigungen ent Lassen. Gestern abend wurde ein Trambahnwagen auf dem Play Chantepoulet von Passanten attackiert. Es folgte darauf ein Zu fammenstoß mit dem rasch herbeieilenden Militär. Schweiz. Frankreich. Neue Klosterskandale in Frankreich. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Bom preußischen Verfammlungsrecht. Die E3 Harpener Bergbau- Aktiengesellschaft. Nach dem soeben erschienenen Geschäftsbericht der Verwaltung betrugen die Gesamteinnahmen für Kohlen 33 667 310 M.( Vorjahr: 36 058 790 M.), Aus einer öffentlichen Parteiversammlung in Bochum waren für Coats 15 0S0 243 M.( 19 405 813), für Brifets 545 953) M. durch den Gendarm die anwesenden Frauen ausgewiesen worden.( 440 348), also zusammen 49 293 507.( 55 904 952). Die Beschwerde dagegen wurde von der Polizeibehörde kurzerhand Gesamtausgaben betrugen 34 406679 2.( 87 114 558). als unbegründet" zurückgewiesen. Auch der Regierungspräsident bleiben 14 886 828.( 18 790 394). Hinzu kommt der BruttoDie„ Aurore" bringt Enthüllungen über eine geistliche Erwies die Beschwerde zurück, weil der überwachende Beamte seine gewinn aus den Theeröfen- Anlagen von 204 944 M.( 364 856), fo ziehungsanstalt", die Waisenmädchen usiv. gegen Bezahlung auf Befugnisse nicht überschritten habe". Aber er fügte hinzu, daß die daß sich ein Ueberschuß ergiebt von 15 091 773 M.( 19 155 250). nahnt, die geradezu unglaublich flingen würden, wenn nicht Polizei bis auf weiteres Frauen auch in Vereinsversammlungen nach Unter Hinzurechnung des letztjährigen Vortrages von 155 160 M. frühere Klosterskandale, wie z. B. die der kongreganischen Er- dem Schema Hammerstein dulden wolle. ziehungsanstalt 3um guten Hirten", die Möglichkeit der= Die Bochumer Parteigenossen stellten sich mit Recht auf den artiger ungeheuerlicher Scheußlichkeiten bewiesen. leber das Standpunkt, daß ihnen das flare gesegliche Recht, sei es auch noch Strafensystem berichtet das Blatt inter andermi: so bescheiden, lieber sei, wie die polizeiliche Gnade, die doch nur dem Bon den Hauptpeinigungen, die die Nonnen ersonnen haben, ungeschick und der Verlegenheit des Ministers des Junern zu danken feien genannt: ist. Sie wandten sich an den Oberpräsidenten und verlangten zu Das Kreuz mit der Zunge. Das strafwürdige Kind muß wissen, worauf man die haltlose Annahme stütze, daß die öffentliche sich platt auf den Boden vor die fromme Schwester hinwerfen Versammlung eine Vereinsversammlung sei. Es sei nach den beund mit der Zunge auf dem Fußboden der Werkstätte oder gleitenden Umständen" anzunehmen, daß es eine Vereinsversammdes Refektoriums eine gewisse Zahl von Kreuzen zeichnen bis lung war. hundert. Die hochwürdige Marie Sainte- Rose- du- Cour- de- Jésus hat Die Beschwerdeführer sind nun so flug als wie zuvor; sie sich das Extravergnügen ausgedacht, das Zungenkreuz" in den gehen jetzt mit der boshaften Abficht um, Herrn v. Hanımerstein Aborten vornehmen zu laffen. Wenn das Kind vor Ekel schwach vieder einmal in Verlegenheit zu setzen, indem sie seine Entscheidung wird, zerrt man es an den Haaren hin. anrufen. 1 Die Wafferprobe. Dem Kinde wird die Zwangsjacke umgehängt, und es wird dann mit dem Kopfe in ein mit Wasser gefülltes Beden getaucht; die Strafe dauert so lange, bis das Röcheln des gepeinigten Mädchens bedenklich wird. Jut Prozeß Berger, der am Dienstag begann und gestern itachmittag feinen Fortgang nahm, wurde, wie uns aus Danzig telegraphisch gemeldet wird, Genosse Berger zu der unglaublich Die 3wangsjade. Sie wird aus den geringsten Anlässen, hohen Strafe von fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Hahn wegen einer Zerstreutheit bei der Arbeit oder bei dem Gebete, und Grundmann wurden freigesprochen. Die Vorkommnisse, die der einer Unachtsamkeit usw. verhängt. Die zarten Mädchen müssen Anklage zu Grunde lagen, spielten sich im Juli auläßlich des Einoft vierzehn Tage mit der Zwangsjade bekleidet greifens der Polizei in das Versammlungsrecht ab. im Verließe zubringen. Marie Sainte- Rose- du- Coeur- deJésus, der entschieden die Peinigerpalme gebührt, findet ein besonderes Vergnügen daran, den auf diese Weise jedes Widerstandes unfähigen Kindern Egkremente auf das Gesicht zu streichen und in den Mund zu stecken. Die„ Aurore" verspricht, die Angelegenheit werde durch eine Interpellation in der Kammer zur Sprache gebracht werden. Spionage- Affaire. Die Pariser Blätter befassen sich mit einem angeblichen großen Standal im Marineministerium. Der Stabinetts chef des Marineministeriums soll einen Schweizer, Namen Bietet, im Marinebureau angestellt haben, wo er an den Plänen für die Herstellung neuer Unterseebote mitarbeitete. Pictet soll diese Pläne an Deutschland verraten haben. Der Marineminister wird deswegen in der Kammer interpelliert werden. Hus Induftrie und Handel. " Von und verschiedener Einnahmen aus Mieten, aus der Ziegelei usiv., nach Absetzung der Generalfosten, außergewöhnlichen Stoften und der Abschreibungen von 7 586 536 M.( Vorjahr: 10 119 360 M.), ferner von/ Million( Vorjahr 1 Million) für Bergschäden und schiebenden Verpflichtungen bleibt ein Reingewinn von 5 707 182 M. ( Vorjahr 6 811 927 m.). Hiervon gehen ab für 10 Proz. Dividende 200 000 M.( Vorjahr 12 Proz.), für gemeinnükige Zwecke 150 000 m., als Vortrag verbleiben 157 861 M.( 155 160 M.). 5 Sociales. Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit haben die städtischen Behörden in Frankfurt a. M. für den kommenden Winter die Ausführung städtischer Arbeiten im Werte von etiva 4 Millionen Mark in Aussicht genommen. Die Magistrate von Frankfurt und der benachbarten Gemeinden werden demnächst in gemeinsamer Beratung über Maßregeln zur Milderung der Arbeitslosigkeit eintreten. Der nicht zu stande gekommene Arbeitsvertrag. Der Ciseleur S. war von dem Fabrikanten 3. zu einem bejrimmten Tage engagiert worden, und zwar sollte er nach der Mittagspanje antreten. Dies war dem Gehilfen nicht möglich, weil er sich noch Werfzeng besorgen mußte. Er schrieb an 3. eine Karte und teilte ihm mit, daß er am nächsten Morgen erscheinen weide. 3. schickte zu S. und ließ ihm sagen, er brauche mum überhaupt nicht 3 fommen; wenn er ihn brauchen könne, würde er schreiben. gericht gegen 3. auf Gewährung einer Entschädigung, wobei er von der Ueberzeugung ausging, daß ein Arbeitsverhältnis zwischen ihm und dem Beklagten bestanden habe. Die Kammer VIII war jedoch der Meinung, ein Arbeitsvertrag sei überhaupt nicht zu stande gekommen, da der Kläger eine Bedingung des Vertrages nicht erfüllt habe, die nämlich, noch am selben Mittag die Arbeit anzutreten. Der Kläger folgte dem Nate des Gerichtshofs und nahm die Klage als aussichtslos zurück. Nahrung und Kleidung für arme Schuffinder in Amsterdam. " Ueber die Beschäftigung im Holzgewerbe schreibt die ArbeitsDie Totenkammer. Gleichfalls ein Kellerraum, in den markt- Sorrespondenz": Die Belebung, die von Ende Mai ab bis An- Nachdem S. einige Tage gewartet hatte, flagte er beim Gewerbedie Leichen herabgelassen werden. Dient als strengstes Verließ für fang September im Holzgewerbe bemerkbar war, hat nicht die Fortdie Kinder, die man zuvor durch Erzählungen über die Leichname, schritte gemacht, die man angesichts der Jahreszeit hätte erwarten die auf dem Stroh des Verließes gelegen haben, in Grausen ver- sollen. Die Herbstkonjunktur ist nicht befriedigend. Zwar ist der fett. Mehrere Kinder sind infolgedessen wahnsinnig ge- Rohholzmartt noch immer belebt.... Aber in den weiterverarbeiten worden. den Branchen ist die Lebhaftigkeit des Geschäfts nicht der Herbstsaison entsprechend. Daß in der Bautischlerei der Beschäftigungsgrad schon wieder etwas nachläßt, nachdem er sich kaum erst gehoben hatte, hängt vielfach damit zusammen, daß im August und September die Arbeit mehr als nötig forciert worden ist. Die Reaktion konnte daraufhin Die Begnadigung Le Roy Laduries abgelehnt. Präsident Loubet nicht ausbleiben. Und so sehen wir gerade in Bauschreinereien vielhat es abgelehnt, dem Begnadigungsgesuch des Majors Le Roy fach den Betrieb verkürzt; auch Entlassungen fanden da und dort Radurie stattzugeben unter der Begründung, daß eine Begnadi statt. Ganz ausgeblieben ist der Herbstaufschwung in der Möbel Schulpflicht Geset verhandelt wurde, erklärten vornehmlich, aber Als im Jahre 1900 in der Kammer über das jetzt geltende gung nur bei Freiheits- und Geldstrafen antischlerei. Wenn auch die Zahl der beschäftigten Arbeiter nicht ab- Schulpflicht- Gesetz verhandelt wurde, erklärten vornehmlich, aber nicht ausschließlich die socialdemokratischen Abgeordneten, daß, wenn gångig sei. genommen hat, so ist doch vielfach die Arbeitszeit verkürzt. In Ham- der Staat den allgemeinen Schulzwang einführe, er auch verpflichtet burg sind z. B. so ziemlich alle Bau- und Möbeltischler voll be ici, dafür zu sorgen, daß alle Kinder auch im stande sind, die Schule schäftigt. Auch in Magdeburg ist bis auf 20 Arbeitslose alles voll zu besuchen und dem Unterricht zu folgen, und daß darum im Bebeschäftigt. 160 Arbeiter machen zur Zeit sogar Ueberstunden. Fürfnisfall den Kindern Nahrung und Kleidung vom Staat oder der Weniger gut ist schon der Geschäftsgang z. B. in Stuttgart. Gemeinde geliefert werden müsse. Auf Grund dieser Ausführungen 3000 Arbeitern, über deren Beschäftigungsverhältnisse der Arbeits- wurde denn in das Gesch eine Bestimmung aufgenommen, die den markt- Korrespondenz" berichtet wird, sind 2400 voll beschäftigt, 140 Gemeindeverwaltungen die Befugnis" giebt, bedürffind arbeitslos und ein Teil arbeitet verkürzt. In München ist der tigen Schulkindern Nahrung und Kleidung zu Geschäftsgang gleichfalls nicht befriedigend. Von 2900 Tischlern find ca. 150-200 beschäftigungslos. Die Bautischlerei entläßt Ar- ewähren, oder auch Vereinen, die diesen 3 wed beiter oder führt Verkürzung durch; Einstellungen finden nur in ein verfolgen, Subsidien zukommen zu lassen. In Amsterdam hat sich ein Bedürfnis in dieser Nichtung in ganz paar Möbelfabriken statt. In Breslau sind von 2500 Arbeitern nur außerordentlichem Maße geltend gemacht. Der Wohlthätigkeitsverein 2000 voll beschäftigt; etwa 100 arbeiten verkürzt. An 400 sind un„ Kindernahrung" hat im Jahre 1901 200 000 Portionen Essen verteilt, mußte aber 38 Proz. der Gesuche um Nahrung abweisen. Die Thätigkeit des Vereins beschränkt sich auf 110-120 Tage in Jahr. Außerdem kriegen die Kinder in der Regel nur an 3 Tagen der Woche ein Speisebillet. Im Dezember 1901 wurde vom Bürgermeister und Magistrat von Amsterdam cine Kommission von Schulrettoren beauftragt, zu untersuchen, inwieweit ein Bedürfnis vorliege, notleidenden Schulkindern Nahrung und Kleidung auf Gemeindekosten zu gewähren. Der Bericht dieser Kommission ist num, nachdem die Abteilung Amsterdam der Socialdemokratischent Partei beim Bürgermeister und Magistrat darum nachgesucht hatte, publiziert worden. Der Verfasser des Berich's ist unser Parteigenosse A. H. Gerhard. Die Stommission ist zu der Ansicht gelangt, daß viele Kinder die Schule regelmäßig besuchen, trotzdem sie ungenügend genährt und gekleidet sind und infolgedessen oft nicht im stande sind, dem Unterricht gehörig zu folgen, ferner aber auch häufig erkranken und deshalb die Schule versäumen. Darum sei die Gemeinde im Interesse eines geregelten Schulbefuchs verpflichtet, Rußland. Die nach Sibirien verbannten Studierenden weigern sich, irgend eine„ Gnade" anzunehmen. Kürzlich war in Krasnojarst der Chef der Gendarmen, Fürst Swjatopolt- Mirski, um die Verbannten zu bereden, das Versprechen zu geben, daß sie auf eine Fortier ng beschäftigt. der Obstruktion, wie sie in den letzten Jahren getrieben wurde, work Verstaatlichung preußischer Bahnen. Nach dem„ Reichs: zichten, sie könnten dann gleich zurückkehren und wieder zu den Hoch- Anzeiger" hat die preußische Regierung an die Ostpreußische Süd schulen zugelassen werden. Niemand ging aber darauf ein. Bon bahn, die Marienburg- Mlawfaer Eisenbahn, die Altdamm- Colberger Strasnojarst fuhr Swjatopolf- Mirski zu demselben Zweck nach Eisenbahn, die Stargard- Eüstriner Eisenbahn, die Stiel- Eckernförde Irkutst, wo sämtliche nach Ost- Sibirien verbannte Studierende ver Flensburger Eisenbahn und die Breslau- Warschauer Eisenbahn das sammelt worden sind. Angebot gerichtet, ihre Betriebe anzukaufen. Ueber die Propaganda unter dem Militär des Moskauer Militärbezirks werden einige Einzelheiten bekannt. Verhaftet sind in dieser Angelegenheit mehrere Personen, unter denen sich auch zwei Schreiber der Mostaner Militärkanzlei befinden: Goldblatt und Olschansfi. Die beiden befinden sich schon seit dem S. März in dem Butirti Gefängnis. Die Verfolgung ist auf Grund eines Briefes erhoben worden, der den Gendarmen in die Hände gefallen ist und in dem Goldblatt einige Mitteilungen über den Erfolg der Propaganda macht. Verhört worden ist in der Angelegenheit bereits alles Untermilitär des Jekaterinoslatschen Regiments. Größere Bedeutung haben von diesen sechs Bahnen nur die Ostpreußische Südbahn und die Marienburg- Mawlaer Bahn. Von dem für Verstaatlichung erforderlichen Gesamtkapital im Betrage von ungefähr 75 Millionen Mart kommen auf die Südbahn etwa 27, tie Marienburger 26 Millionen Mark. Gewährt werden nach dem nerbieten der Regierung: 1. den Aktionären der Ostpreußischen Südbahn a) für je vier Stammattien su je 600 M.: Staats- Schuldverschreibungen der 3prozentigen konsolidierten Anleihe zum Nennwerte von 2000 M. mit Zinsscheinen für die Zeit vom 1. Januar 1903 sowie eine bare müßten. Bürgermeister und Magistrat von Amsterdam aber sind der Meinung, daß es genüge und dem Geist des Gesetzes entspreche, Ibenn den bedürftigen Schulkindern Schulpantoffeln und vielleicht auch Holzschuhe geliefert würden und bringen dafür eine Summe von 14 000 Gulden in Vorschlag. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. des Konflikts endete. Die Arbeit soll an allen Plätzen innerhalb ich u11 es zu nehmen. Die Barkarbeiter hatten vor einiger Zeit, im acht Tagen wieder aufgenommen werden. Die Streitpunkte sollen, Vertrauen auf die seitens eines Magistratsmitgliedes gethane soweit sie nicht durch besondere Verhandlungskomitees erledigt werden, leußerung, überall wo ein diesbezüglicher Wunsch der Arbeiter vereinem Schiedsgericht zur Entscheidung überwiesen werden. lautbare, Arbeiter- Ausschüsse errichtet werden sollten, einen dahin= zielenden Antrag gestellt. Merkwürdigerweise wurde nun dieser Antrag abgelehnt und zwar mit folgender nicht gerade flarer Begründung: " Der städtischen Part- Deputation mit der Anzeige zurüd Gerichts- Zeitung. in vollem Umfang für Abhilfe zu sorgen. Die Kommission hat nun berechnet, daß für Oktober bis Dezember dieses Jahres 50 000 Gulden hierfür erforderlich sind. Für das Jahr 1903 aber stellt sie folgende Rechnung auf: Für Schulpantoffeln, die in der Schule getragen werden, wenn bei schlechtem Wetter das Schuhzeug der Kinder durchmäßt ist: 12 500 Gulden, Holzschuhe: 12 000, des November in London abgehalten werden. Erwartet wird die Eine internationale Seemannskonferenz foll in der zweiten Hälfte Lederpantoffeln für Kinder, die sonst wegen Ausbesserung ihrer Schuhe die Schule versäumen: 1650, Nahrung: 95 000, Beteiligung seemännischer Vertreter aus England, Frankreich, Holland, Kleidung: 22 500 Gulden; mit Hinzurechnung andrer Untoften Belgien, Skandinavien und Deutschland. Die Konferenz soll sich gehend, daß, da nach den kommen nach Meinung der Kommission von den 56 000 Kindern wir die Agitation und Organisation? 2. Wie ist ein wirksamer Schutz als unzweckmäßig erachtet wurde, nach dem Inhalt des Magistratsder ben( 255 000 M.). Für die Speiſung wir die gitating folgender Fragen beſchäftigen: 1. Wie fördern vember vorigen Jahres die Einrichtung von Arbeiter- Ausschüssen der öffentlichen und privaten unteren Schulen ca. 8000 in Betracht. für Leben und Gesundheit der ſeemännischen Arbeiter aller Länder Beschlusses vom 29. Mai dieses Jahres-J.-Nr. 557 G.-B. I. 02an die pro Jahr 944 000 Portionen warmes Essen verabfolgt werden zu erreichen? 3. Stellungnahme zu den Trust- und Kartellbildungen der Magistrat sich nicht veranlaßt gesehen hat, wegen Errichtung eines im internationalen Schiffahrtsverkehr. Arbeiter- Ausschusses bei der dortigen Verwaltung Anweisung zu geben." Verbandssekretär Schubert empfiehlt, die Arbeiter sollten fich nunmehr offiziell an die höhere Instanz hier also das Das versicherte Diebesgut. Die Geschichte von den betrogenen Magistrats- Stollegium wenden, um von dort zu erfahren, ob denn Betrügern flang aus einer Anklage wegen Bandendiebstahls und Theorie und Bragis bei unsren Behörden so grundverschiedene Dinge Hehlerei heraus, die gestern die dritte Straffammer hiesigen Land- find. Ten Einwurf, daß in der Parkverwaltung einige Leute begerichte I längere Zeit beschäftigte. Auf der Anklagebank hatten schäftigt werden, denen man sonst Armenunterstüßung geben müßte, 14 Personen Platz zu nehmen, von denen vier ganz erstaunliche Ein- hält Nedner nicht für stichhaltig, um der großen Anzahl Gärtner und brechertiuste ausgeführt haben, während die übrigen Angeklagten, Arbeiter das Juftitut vorzuenthalten, welches den andern städtischen Eine lebhafte Diskussion zeitigte teils gehörige der Diebe, teils Pfandleiher, wegen Abnahme der Arbeitern bereits gewährt ist. gestohlenen Ware zu Verantwortung gezogen wurden. Die Dieb- auch die Frage der Erhöhung des Tagelohnes. Bisher stahls- Anflage richtete sich gegen die noch ziemlich jugendlichen, aber werden in den einzelnen Depots noch Löhne gezahlt, die nicht im schon wiederholt vorbest aften Arbeiter Walter Stuche, Bäcker entferntesten zur Ernährung einer Familie hinreichen; so wurde geselle Franz Peter 3. Artist Hans Kern und Hausdiener Paul fonstatiert, daß im Treptower Park Löhne unter dem orisüblichen Schnitter. Peters und Kuche hatten sich zur fortgesetzten Be- Tagelohn für Berlin 2,90 M. nichts feltenes feien. Um nun gehung von Einbruchsdiebstählen verbunden und mit seltener Kühneme beffere Bezahlung zu erreichen, wurde beschlossen, eine Petition heit wahre Raubzüge durch die verschiedensten Stadtteile Berlins an die Park- Deputation zu richten, in der unter Hinweis auf die angestellt. Sie hatten es ausschließlich auf Läden und Vorrats: jezigen Teuerungsverhältnisse die Erhöhung des Lohnes auf eine räume abgesehen, denen sie nächtlicherteile einen Besuch abstatteten. Minimalgrenze für Gärtner von 4,50 M. und für Arbeiter von Zuerst waren sie in eine Schlosserwerkstatt eingebrochen und hatten 3,50 M. gefordert wird. Die Bersammelten waren der Meinung, sich dort das zu ihren nächtlichen Fahrten erforderliche Handwerks- daß die Reputation diese Forderung erfüllen dürfte, da ja der zeug in Gestalt von Dietrichen, Brecheisen und dergleichen gestohlen. Magistrat selbst gegen die Bertenerung des Fleisches Stellung ge= Die Diebstähle, deren 21 zur Anklage standen, wurden sämtlich nach nommen hat. Weiter wurde die Einführung von Lohnffalen ver demselben Muster ausgeführt. Die Angeklagten öffueten nächtlicher- langt, um so den längere Zeit daselbst Beschäftigten die Möglichkeit Folgende Resolution gelangte einstimmig zur Annahme: weile die Häuser mit Nachschlüsseln, schnitten dann aus den zu den eines höheren Lohnes zu bieten.or Die heute bei Keller tagende Versammlung der Rohrleger und Geschäftsräumen führenden Thüren einen Teil der Füllung heraus, Helfer Berlins und Umgegend nimmt Kenntnis von dem Beschluß der krochen hindurch und lockerten von innen den etwa vorhandenen Inmung sowie von dem Stande der Lohnbewegung. Die Ber- Sicherheitsverschluß. So stahlen sie einem Händler in der Magazin sammelten erklären nach wie vor, am Donnerstag, straße 4 Fahrräder, in der Brunnenstraße räumten sie die Werkstatt ben 16. Oktober, die Arbeit in allen Betrieben eines Soufektionsschneiders aus, in derselben Nacht noch stahlen sie niederzulegen, in denen die Unternehmer den aus einem Nebenhause mehrere Fahrräder, in der Badstraße Lohntarif nicht bewilligt haben. Ferner protestieren plünderten sie den„ Bazar des Nordens", dann machten sie dem die Versammelten energisch gegen Die Berschleppungspläne selben Fahrradhändler, den sie schon einmal bestohlen, einen zweiten Der Unternehmer und erwarten, daß die Lohnkommission sowie die Besuch und erbeuteten wiederum 6 Fahrräder, in der Markgrafen Verbandsleitung die kampfesfrohe Stimmung der Rohrleger und straße brachen sie in ein Kleidergeschäft ein und stahlen zahlreiche Helfer benutzt, um die Tarifbewegung derselben zum Siege zu Bis gestern abend hatten 36 Firmen mit 204 Arbeitern die neuen Forderungen bewilligt, darunter die Deutschen Wasserwerfe", Aftien- Gesellschaft". Zur Lohnbewegung der Rohrleger. In einem Schreiben an den Altgesellen teilte die mung mit, daß sie jetzt nicht mehr kompetent fei, Verhandlungen wegen des neuen Tarifs zu führen, weil diese Angelegenheit munehr zu einer Sache der gesamten in Frage kommenden Unternehmer geworden sei. Anfangs nächster Woche soll eine kombinierte Unternehmer- Versammlung einberufen werden, an welcher teilnehmen: die Berliner und Charlottenburger Junung, die Freie Vereinigung, die Heizungsindustriellen und die unorganisierten Unternehmer. In dieser Versammlung wird die Wahl des Streit fomitees stattfinden, welches dann die weiteren Verhandlungen mit der Lohnkommission zu führen hat. Gestern abend beschloß eine von über 2000 Personen besuchte Versammlung der Rohrleger, hente( Donnerstag) in den Strelk zu treten. führen. blieben. " " vorzubereiten. 17 Die Eine Versammlung aller in der Schäftefabrikation thätigen Personen( Buschneider, Vorrichter, Stepperinnen uſtv.) war zu Sonnabend von der Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhwacher" nach dem Gewerkschaftshause einberufen, um zu der bevorder Schoßschuhmacher stehenden Lohnbewegung ( Magarbeiter) Stellung zu nehmen. Zu der Versammlung herrschte vollkommenes Einverständnis darüber, daß bei einer etwaigen Lohnbewegung für Schäftearbeiter ein Minimallohn von 24 Mart die Woche, Vorrichter 36 Mark und Zuschneider 40 Mark zu fordern sei. Garderobenstüde, in der Wilsuaderstraße statteten fie furz hinter dem Augenblick, wo die Echofarbeiter in die Bewegung eintreten einander einem Garderobengeschäft, einem Strawattengeschäft und würden, sei auch für die Schäftearbeiter die Zeit gekommen, sich der= einem Schuhwarenladen ihren Besuch ab, in der Frankfurter Allee selben anzuschließen, da feit dem Jahre 1896 nichts zur Verbefferung sprengten sie bei Gelegenheit eines Einbruches einen Geldschrank, ihrer Lage geschehen sei. Schließlich beschloß man, Konferenzen mit fanden darin aber nur einen Check auf die Deutsche Bank vor. Ganz den Brandhevertretern, namentlich mit denen der in Maßgeschäften Arbeiterinnenstreit. Bei der Firma Siemens u. Halsie haben fungen, und so haben sie denn drei Filialen der Firma Tad u. Co. so die in Aussicht genommene Lohnbewegung in wirksamer Weise 175 Arbeiterinnen der Glühlampen- Abteilung in der Helmholzstraße in der Chausseestraßze; in der Beuffelstraße und in der Andreasstraße die Arbeit niedergelegt, weil sie sich die schlechte Behandlung seitens heimgesucht. Ihre verbrecherischen Geschäfte, an denen in wenigen Socialdemokratischer Arbeiterverein Spandau. In der ordentihrer Vorgesetzten, besonders der Direktrice nicht länger gefallen Fällen auch Kern und Schnitter teilnahmen, wurden so umfangreich, lichen Generalversammlung am Freitag erstattete Böhle den BeLassen wollten. Nicht eine einzige Arbeiterin ist bei der Arbeit ge- daß sie sich in der Adalbertstraße einen aus zwei Räumen bestehenden richt von der Streiskonferenz und Pieper denjenigen vom ProSpeicher mieteten und darin die gestohlenen Waren auf- vinzial- Parteitage. Auf eine Diskussion wurde aus Rücksicht auf Die Töpfer find, wie alljährlich, so auch in diesem Jahre wieder stapelten. Alls vorsichtige Leute versagen sie den Zugang zu ihren den übrigen Teil der Tagesordnung verzichtet. Es folgte der für ihre Forderung, daß vom 15. Oktober ab nur bei verglasten Lagerräumen mit einem Kunstschloß und waren drauf und dran, ihr Quartalsbericht des Vorstandes, aus dem hervorzuheben ist, daß Fenstern gearbeitet werden darf, in eine Bewegung eingetreten und Eigentum" gegen Einbruchsdiebstahl zu versichern. infolge einer kürzlich vorgenommenen Hausagitation ein kleiner Zuhaben bereits einen günstigen Erfolg erzielt. In der außer Ta fuhren Suche und Peters auf einige Tage in Geschäften" nach wachs an Abonnenten unsrer Parteipreffe erzielt werden konnte, und ordentlich stark besuchten Bersammlung, die gestern im großen Saale Stettin. Vor ihrer Abreise hatten sie in dem Speicher sämtliche zwar:„ Vorwäris“ von 192 auf 198," Brandenburger Zeitung" des Gewerkschaftshauses tagte, wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Thüren sorgfältigst verfchloffen und sich davon überzeugt, daß das von 42 auf 44," Laterne" von 1017 auf 1055 Abonnenten. In der Die versammelten Töpfer verpflichten sich nur auf solchen Bauten Kunstschloß noch die gewünschte Sicherheit gewährte. Als sie zurück Diskussion wurde das Verhalten der" Brandenb. Zeitung" gegen zu arbeiten, wo sämtliche beschäftigten Töpfer, vor Zugluft durch| fehrten, fanden sie die Thüren erbrochen und die Vorratsräume fast über den Spandauer Genossen und die Ablehnung des Antrages, dem genügend verglaste Fenster geschützt, ihre Arbeiten ausführen fönnen. ihres gesamten Inhalts beraubt. Als Visitenkarte hatten die Ein- Kreise Osthavelland einen Sitz in der Preßkommiſſion der„ Brdbg. Provisorische Verglasung von Fenstern und Verschalen von Balkon- brecher in ein Diebeslager ein Brecheijen zurückgelassen, das ihnen Zeitung" cinzuräumen, einer scharfen Stritit unterzogen. thüren 2c. ist insoweit zulässig, als die übliche Arbeitszeit bei ge- zum Verräter wurde. Es stellte sich heraus, daß die Angeklagten hierauf vorgenommenen Neuwahlen hatten das Resultat, daß Hornig nügendem Licht ausgenügt werden kann. Diejenigen Kollegen, die Kern und Schnitter mit dem Diebesanteil, der ihnen aus ihrer zwei- zum ersten, Lemme zum zweiten Vorsitzenden, Dähne zum ersten, durch die Fensterfrage arbeitslos werden, erhalten, sofern ihnen nicht maligen Teilnahme an den nächtlichen Raubzügen zugefallen war, Schuster zum zweiten Kassierer und Nene zum erfien, Oderwald zum andre Arbeit nachgewiesen werden fam, vom vierten Tage an Unter- nicht zufrieden waren, sondern die Abwesenheit ihrer beiden Diebes zweiten Schriftführer neu beziv. wiedergewählt wurden. Reinert ftügung, fofern fie dem Verbande mindestens ein Vierteljahr angenossen für eine gute Gelegenheit gehalten hatten, ihre Position und Pieper wurden Revisoren der Parteitasse und Böhle und Schmidt gehören und zu dem Lokalfonds gezahlt haben. Desgleichen auch zu verbessern: sie hatten sich gewaltsam Zutritt zu dem Speicher ver- Revisoren des örtlichen Parteigeschäftes. Die Kollegen, die vor ihrem Eintritt einer andren Organisation an- schafft und fast sämtliche dort vorhandenen Gegenstände in die Wilmersdorf. Hier tagte am 8. Oftober eine gut besuchte Gegehörten oder nach beendeter Lehrzeit sofort dem Verband beitreten Schrittersche Wohnung gebracht. Inzwischen war die Polizei auf neralversammlung des socialdemokratischen Wahlvereins in Wittes Die seit den letzten drei Wochen zur Anmeldung gelangten von aus- fore Spur gekommen und bald saß das vierblätterige Kleeblatt hinter Wolfsgarten. Kobie hielt einen Vortrag über:„ Warum müssen wärts zugereisten Kollegen werden nicht unterstützt. Schloß und Niegel. Die Diebe waren in dem gestrigen BerAußerdem wurde eine Resolution angenommen, welche besagt: handlungstermin geständig, die der Hehlerei Beschuldigten bestritten wir socialdemokratisch wählen?" Nach dem Bericht des Vorstandes haben im verflossenen Jahre 3 Generalversammlungen, 8 VereinsDie Versammlung erachtet den in der neuen Baupolizei- Berordnung durchiveg ihre Schuld. Der Staatsanwalt beantragte gegen Suche vom 1. Oktober 1901 in Bezug auf die Verglasung der Bauten an- und Peters je 15 Jahre Zuchthaus, gegen Stern und versammlungen, 7 öffentliche Versammlungen, sowie 20 Vorstandsfitungen stattgefunden. Die Mitgliederzahl beträgt 205. gesezten Termin( 1. November) als verspätet und ist der Ansicht, Schnitter je 2% Jahre zuchthaus. Der Gerichtshof daß, wenn die Gesundheit des Arbeiters durch die Verordnung in verurteilte Stuche zu 10 Jahren, Peters zu 8 Jahren Ausgabe 38,35 M., an die Centraltasse 219,10 M., für Bons und Kaiſenbericht vom 4. Quartal ist folgender: Einnahme 328,65 M.. Wirklichkeit geschützt werden soll, mindestens der 1. Oktober als Kern zu 2½ Jahren Zuchthaus, Schnitter zu zwei Sammellisen 174,81 M., Bestand am Orte 71,20 m. Der Anfangstermin in Betracht zu ziehen ist. Des weiteren spricht die Jahren Gefängnis nebst den üblichen Nebenstrafen. Alle übrigen Staffierer wurde entlastet. Die Abonnentenzahl des Vorwärts" Versammlung die Erwartung aus, daß durch die Polizeibehörden Angeklagten wurden freigesprochen. beträgt 294. Die Wahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: eine strenge Stontrolle über die Innehaltung der erlassenen Verwegen Berkaufs von verdorbenem Fleisch hatten sich gestern drei Giebler erster Vorsitzender, Heinemann zweiter Vorfißender, Köpping ordnung ausgeübt was im vorigen Jahre fast gar nicht, in ein- Personen vor den Straffammern des Landgerichts II zu verantworten. Stafjierer; Preuß, Schriftführer; Heb, Beisizer; Bibliothekare zelnen Fällen aber nur auf ausdrückliche Anzeige der Arbeiter ge- Der Schlächtermeister Baul Richter aus Hohenschönhausen hatte Winzens, Geifenbeiner: Nevisoren W. Piesker, Köhler, Greß; Befchehen ist und auf allen Banten die Arbeit inhibiert wird, wo auf dein Wochenmarkt am Winterfeldplayze in Schöneberg ein von girlsführer Murrer, Sens, Hauswaldt, Hörnig, Hurras und unter Nichtbeachtung der baupolizeilichen Vorschriften gearbeitet Maden durchsentes Stück Fleisch feilgehalten. Er wurde za 50 M. Böttcher. witer Stilda interfellake in Schöneberg ein von girlsführer Murrer, Geldstrafe verurteilt. Ebenfalls hatte die Schlächterfrau Bertha Köpenick. Am 8. Oftober tagte hier eine öffentliche ParteiDie Arbeiter der Firma Julius Pintsch in Finsterwalde haben Burmeister aus Lichtenberg auf dem Markte am Karl Auguſt versammlung. Genosse Böske- Rirdorf erstattete Bericht vom an den Fabrifbesizer, Geh. Kommerzienrat R Pintsch zu Berlin das Blaze in Charlottenburg verschiedene Fleischsorten feilgehalten, die Barteitage, während Genoffin Thiel Tempelhof den Bericht von Erfuchen gerichtet: 1. Die Ueberstundenarbeit abzuschaffen oder für schon in Verwesung übergegangen waren. Sie erhielt dafür drei der Frauenkonferenz gab. Wegen Eintritts der Polizeistunde mußte unvermeidliche Ueberstunden 10 Pf. pro Stunde Aufschlag an Lohn Wochen Gefängnis. Die Schlächterfrau Ida Höhnke aus der von einer Diskussion Abstand genommen werden, doch fand folgende und Accordarbeiter zu zahlen. 2. Reine weitere Reducierung der Sicferstraße war vom Schöffengericht in Charlottenburg wegen Feil Resolution einstimmige Annahme: Lohn- und Accordsäße einzuführen. 3. Einen Accordtarif einzuführen. haltens von verdorbenem Fleisch zu 500 W. Geldstrafe verurteilt Die Parteiversammlung erklärt sich mit der Thätigkeit des 4. Einen Arbeiterausschuß einzusehen. Diese Forderungen sind in worden. Gegen dies Urteil hatte jie Berufung eingelegt. Die Straf Genoffen Böske auf dem Parteitage und der Genossin Thiel auf der einer Versammlung am 12. d. M. aufgestellt und mit einer fanuner bestätigte jedoch das Urteil erster Instanz. de grauenfonferenz einverstanden; desgleichen verpflichten sich die Verausführlichen Deutschrift dem Kommerzieurat Pintsch persönlich Die Sonntagsruhe in den Eiswerken bildete den Gegenstand sammelten, mit allen Kräften dafür einzutreten, daß bei der nächsten zugefandt worden. Das Schriftstück ist von 11 Arbeitern unterzeichnet, strafrechtlicher Erörterungen vor der zweiten Straffammer am Land- Reichstagswahl der Genosse Fris Zubeil gleich in der Hauptwahl die gleichzeitig darin um eine Unterredung bitten. Veranlassung zu gericht II. Angeklagt war der Direktor der Norddeutschen Eiswerke, als Sieger aus der Wahlurne hervorgeht." diesem Schritt gab die Thatsache, daß Ueberstunden in ausgedehntem Herr Heinrich Frey, der Eishändler Friedrich Leske und der Eis- Verein der Lithographen, Steindrucker c, Heute abend 8 Uhr Maße verlangt werden( bis zu 108 Stunden per Woche), daß nicht händler Ernst Beier, die vom Schöffengericht wegen Vergehens im großen Saale des Gewerkschaftshauses tombinierte Generalversammlung mur keine Kenntnis von den Accordsägen vor Ülebernahme der Arbeit gegen die Gewerbe- Ordnung zu Geldstrafen vont 10 bis der Berliner Filialen und Sektionen. vorhanden ist, sondern sogar verdienter Lohn noch abgezwackt wurde herab zu 3 M. berurteilt worden waren, weil sie ihre Versprechen, das Abgezivackte nachzuzahlen, wurden nicht gehalten. Gistutscher des Sonntags länger als fütf Ein Arbeiterausschuß eristiert nicht, und die Behandlung durch die Stunden beschäftigt hatten. Die Angeklagten erklärten, ம் " Der Meister ufio. iſt zum Teil brutal, außerdem find noch viele andre baß es fich hier um einen Notfall handele. Das Gis jei im Sommer Letzte Nachrichten und Depefchen. Deutsches Reim. um 10 Uhr beendet zu erklärte der Ministerhesent im Abgeordnetenhause Mißstände vorhanden. Die Versammlung war von mehr als auch in sanitärer Beziehung unentbehrlich. Obwohl sie am Sonntag 800 Arbeitern der Firma Bintsch besucht, und als Redner je ein nur an diejenigen Stunden lieferten, die ausdrücklich bestellten, reiche Die Verlängerung der Handelsverträge und Destreichs Bertreter des Kupferschmiede- Verbandes, des Gewerkvereins der die Zeit von fünf Stunden nicht aus, denn es handele sich nicht autonomer Zolltarif. Maschinenbau- und Metallarbeiter und des Deutschen Metallarbeiter- allein um das Abfahren, sondern auch um das Einladen und die Budapest, 15. Oftober.( W. Z. B.) Jin Verlauf der heutigen Verbandes erschienen. Rückkehr bon der Tour. Die Arbeit müsse daher bereits Verhandlung Verhandlung über die 3 Uhr morgens beginnen, um v. Szell auf die Anfrage Zum Streit in den Köln- Lindenthaler Metalliverken teilt uns die sein. Den Eimvand, daß hier ein Interesse der Allgemein des Abgeordneten Bichler( Kossuth- Partei), ob eine Berlängerung dortige Verwaltungsstelle des Metallarbeiter Verbandes mit, daß beit in Frage stehe, hatte das Schöffengericht schon damit des Handelsvertrages mit Deutschland eintreten nach erfolgter Vereinbarung mit der Direktion die Arbeit am ver- abgethan, daß zwar ein Intereſſe des Publikums vorliege, nicht tönne, bevor der gemeinsame autonome Zolltarif fertigeſtellt ſei, gangenen Montag wieder aufgenommen werden sollte. Die Direktion aber ein Interesse der Allgemeinheit, Bublifum und Allgemeinheit hielt aber ihr Versprechen nicht, denn sie will vierzig von den feien nicht identische Begriffe. Der Gerichtshof erkannte auf VerStreifenden nicht wieder einstellen. Infolgedessen wird es zu einem werfung der Berufung mit der Motivierung, daß die Sonntagsruhe erneuten Ausstand tommen. Die Direktion sucht Arbeitswillige, es gesetzlich festgelegt sei und Geseze seien dazu da, gehalten zu werden wird deshalb vor Zuzug gewarnt. Die Vorarbeiten seien auch Arbeiten, die in der freigegebenen Zeit qu erledigen seien. Wenn die Arbeit sich nicht mit den ständigen ifsträften in der bestimmten Zeit erledigen faffe, so follten die Angefiagten mit Doppelschichten arbeiten. Metallarbeiter und Schmiede. Bei der Firma Grohmanu u. Frosch in Leipzig- Blagwig ist wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt worden. Zuzug ist zu vermeiden. Ausland. Verlammlungen. folgendes: Machdem in den Handelsverträgen die Verlängerung regelmäßig durch Nichtausübung des Kündigungsrechtes stipuliert und gefehen sei, fönne die Verlängerung nicht als neuer Vertragsabschluß betrachtet werden: somit fönne gefegmäßig eine Verlängerung der Handelsverträge stattfinden, selbst wenn der autonome Bollfarif nicht ins Leben treten sollte.( Beifall rechts.) Mehlitaub- Explosion. 台 Der Streit im Baugewerbe in Südschweden ist nun beendet. Rifchinew, 15. Oftober.( 29. T. B.) In der letzten Macht fand in einer Mühle eine Mchistaub Gxplosion statt. Die Wände Am Montag fand in Malmö eine Verhandlung statt zwischen Vertretern des Schwedischen Baumeister- Verbandes und des Schwedischen Die städtischen Partarbetter waren am Woutagabend bei Buske, stürzten zusammen und begraben unter ihren Trümmern die in der Maurer, Holzarbeiter und Grob- und Fabrikarbeiter- Verbandes, Grenadierit aße versammelt, ut Stellung zu der Antwort der Park Müble befindlichen Arbeiter, von denen 10 getötet und weitere 10 berdie mit der Unterzeichnung eines Uebereinkommens zur Weilegung| Deputation bezüglich der Errichtung eines Arbeiter Ausstümmelt wurden. Berantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Sierzu Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 242. 19. Jahrgang. 196 dod ilundsd 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. uerstag, 16. Oktober 1902. mmmol dallo Reichstag. ryn 104. Sigung. Mittwoch, den 15. Oftober 1902, 1 11 hr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. sid and toiture An Stelle des Abg. Dr. Pa chnicke( fri. Vg.) wird auf Antrag Bassermann( natl.) der Abg. Frese( fri. Vg.) als Schriftführer durch Acclamation gewählt. bie einer von bis zum het omat haben, vielleich wärte es mit der Arbeitstofigleit ben gopi bes bentlichen Arbeiters um ein vielfaches fitten gegenfiber unt wir würden von Man sollte die Arbeitskraft kann kein Reichtum entstehen. Leider wird auf keinem sicht als Molfenbuhr. Für den Augenblick ist die Teile des wirtschaftlichen Lebens ein solcher Raubbau getrieben wie Hauptfrage nicht die Bekämpfung der bereits eingetretenen, fondern die Verhinderung einer drohenden Arbeitslosigkeit. In Zeiten der Strifis geht die Ernährung des Arbeiters zurüc; Wenn es gelingt, den Zolltarif zu verabschieden-( Zuruf bei den es tommen Trunksucht und andre Uebelstände hinzu, die oft den Socialdemokraten: Abwarten!) den Herren von der Socialdemo Arbeiter für sein ganzes Leben arbeitsunfähig machen. Da muß fratie scheinen diese Ausführungen unangenehm zu sein.( Lachen bei umbedingt ein Riegel vorgeschoben werden. Was kostet gegenwärtig den Socialdemokraten.) Hören Sie doch meine Ausführungen mit eine Krise den Staat und die Gesellschaft? Man hat berechnet, derselben Ruhe an, mit der wir alle Herrn Molkenbuhr angehört Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der im Jamiar daß allein die Vagabondage dem deutschen Volke jährlich haben.( Sehr gut! rechts.) Warten Sie doch ab, was die dieses Jahres abgebrochenen Beratung der folgenden Juterpellation 150 Millionen Mark kostet. Würden wir ferner alles zusammen- industriellen Arbeiter sagen werden, wenn es Ihnen gelingt, Albrecht( soc.) und Gen.: 226 zählen, was den Gemeinden an Armenlaften aufgebürdet wird, so den Zolltarif zu Fall zu bringen. Die Ansicht Molkenbuhrs, der ZollWelche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu er- virden wir aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer Summe tommen, tarif würde die Arbeitslosigkeit befördern, tväre vielleicht greifen, um die Folgen der wirtschaftlichen Krisis, die sich in mit der eine sehr gute Arbeitslosen- Versicherung eingeführt werden richtig, wenn im Zolltarif mur die Getreidezölle und nicht auch die Betriebseinschränkungen, Lohnkürzungen und vornehmlich in Arbeiter- tönnte. Man hat mun gefagt, eine Menge träger Leute würden aus Industriezölle enthalten wären. In der ganzen Diskussion über den entlaffungen bemerkbar machen, zu begegnen und dem dadurch der Versicherung Vorteil ziehen, es würde eine Prämie auf die Bolltarif find die Getreidezölle umgebührlich in den Vordergrund hervorgerufenen Notstand weiter Voltsschichten entgegenzuwirken?" Faullenzerei geschaffen, wie Herr Lenzmann fagte. Mit demselben geschoben worden. Der deutsche Arbeiter wird die Frage der Abg. Moltenbuhr( Soc.): adro Rechte fönnte Herr Lenzmann die Feuerversicherung als Prämie auf Industriezölle um so sorgfältiger beachten müſſen, je mehr die Es ist wohl ohne Beispiel in der parlamentarischen Geschichte, Brandstiftung bezeichnen. Die Statistik würde aber beweisen, daß Agitation draußen im Lande fich einseitig auf die Agrarzölle daß die Besprechung einer Interpellation von Januar bis zum die Brände seit Einführung der Feuerversicherung wesentlich ab foncentriert. Würden die Industriezölle dieses Tarifs fallen, so wird Oftober vertagt wird. diese lange Unterbrechung der genommen und der Lohn Debatte hat wohl, so glaube ich, nicht zur Folge ge- ebenso gehen. Die Gewerkschaften, welche die Arbeitslosen- Unter dem, was er vielleicht für Agrarprodukte hätte ausgeben müſſen, habt, daß der Gegenstand an Interesse verloren bat. ftigung eingeführt haben, haben bisher damit keine schlechten Er-( Sehr richtig! rechts.) Die Zustände, mit denen damals die Juterpellation begründet wurde, fahrungen gemacht. Mit der Politik der Socialdemokratie gegenüber dem Zolltarif find keineswegs vorübergehend. Wenn die Arbeitslosigkeit eine vor Jah habe bereits 1900 meine Anficht darüber ausgesprochen, wie wird die Arbeitslosigkeit im höchsten Maße gefördert. Wenn der übergehende Erscheinung wäre, dann könnten wir uns freuen und ich mir eine Arbeitslosen- Versicherung dente. Ich will dabei be- 3olltarif fällt, wird eine Arbeitslosigkeit eintreten, die größer fein hätten nicht nötig, uns an den Reichskanzler mit einer Jnterpellation tonen, daß das meine Privatansicht ist und meine Partei dafür nicht wird als je bisher. Die schwersten Zeiten stehen unsrer Induſtrie zu wenden, denn für vorübergehende Erscheinungen wird man die verantwortlich ist. Ich halte eine allgemeine Arbeitslosen- Unter- bevor, falls wir nicht zu einer besseren Regelung unsrer HandelsGesetzgebung nicht in Bewegung setzen. Die Arbeitslosigkeit ist auch füsung für sehr wohl durchführbar. Wie steht es mit der finanziellen beziehungen kommen, als sie heute bestehen. Noch schlimmer in diesem Winter sehr wenig verändert. Sie erstreckt sich nur auf Piöglichkeit. Nehmen wir das Jahr 1895 als Durchschnittsjahr für würde es werden, wenn den Anträgen der Socialdemokraten ent andre Bernfe. Die Personen haben gewechfelt, das eber selbst aber den Umfang der Arbeitslosigkeit an, so würden für 109 Millionen sprechend in der Kommission für fast alle Produkte Zofffreiheit durchist geblieben.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Heute liegen nun Tage im Deutigen Reich Arbeitslojen- llnterfügung zu bezahlen geführt würde.( Abg. Singer: Schauderhaft!) Jawohl, es ist in etwas bestimmtere Unterlagen vor für den Umfang der Arbeits- fein. Rehmen wir an im Durchschnitt für jeden Tag zwei Mart, der That schanderhaft, daß man im gegenwärtigen Augenblick ſich losigkeit, als bei der letzten Beratung der Interpellation. Die Zäh- fo ergiebt das 219 Millionen Mart. Diese Summe ist sehr wohl einbilden kann, dem deutschen Arbeiter würde geholfen, wenn alle Inng der Berliner Gewerkschaften im Februar dieses Jahres hat ein aufzubringen. Der Reichstag hat schon vielen Gefeßen zugestimmt, Industrieprodukte zolffrei würden. Ich will nicht davon reden, daß Resultat ergeben, das selbst die schlimmsten Besorgnifie libertroffen die das Bolt viel mehr tosteten. Dazu würden noch 60 Millionen die Socialdemokraten Zollfreiheit für Hummer, Austern und Kaviar hat. In Berlin wurden 63 793 Arbeitslose und 42 863 Personen Part Verwaltungskosten tommen, insgesamt würden die Kosten also beantragt haben. Die Herren Socialdemokraten, die doch sonst mit beschränkter Arbeitszeit gezählt. Also über 100 C00 Menfchen 280 Millionen Mart betragen. Hierzu kommen die Ersparnisse des für eine Besteuerung des Luxus find, hätten doch konwaren in jener Zeit von der Arbeitslosigkeit mehr oder weniger be- Reiches an Armenkosten und Gefängnislajten. Das ganze Reich fequenteriveise eine Verdoppelung dieser Zölle beantragen müssen. troffen. Dabei ist zu bedenken, daß natürlich nicht alle Arbeitslose wird doch wohl noch so viel aufbringen fönnen, was Sie haben aber Pollfreiheit beantragt!( Buruf bei den Socialvon den Gewerkschaften ermittelt werden. Bus front guru ist jetzt die unglücklichen Arbeitslosen sich selber besorgen müssen. demokraten: ist ja nicht wahr, was Sie fagen!) Das ist wohl wahr. Bei der legten offiziellen Zählung im Jahre 1895 wurden in Das ist ja gerade das Schlimme, daß für die Sünden, welche die( Abg. Autrick: Das ist nicht wahr, Sie waren ja gar nicht in der Berlin im Juni 27 622 Arbeitslofe, im Dezember 36 000 Arbeitsloje ganze Gesellschaft verschuldet, die Ginzelnen zu büfen haben. Die Kommission, Sie wissen das ja gar nicht!) Allerdings war ich nicht gezählt. Vergleicht man diese Ziffern mit den Ergebnissen der Gejenigen, welche die Produition angespannt und mit allen Mitteln Mitglied der Kommission, ich habe aber die Verhandlungen sehr werkschaften, jo tann man ermessen, welchen Umfang die Arbeits- für die Ueberfüllung des Marites gesorgt haben, schütteln sich die sorgfältig verfolgt. Herr Stadthagen hat ja- um ausnahmsweise Tofigkeit angenommen hat. läftigen Hungerleider ab.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) einen Namen aus der Kommission zu nennen große Reben Run kann man vielleicht einwenden, diese hohe Zahl der Es wäre nur gerecht, wenn alle diejenigen, welche mit beitragen zur darüber gehalten. Eben teilt mir ein Kollege mit, daß Herr MolkenArbeitslosen in Berlin erklärt sich daraus, daß damals die Eisen Arbeitslosigkeit, auch zu den Lasten der Arbeitslojen- Bersicherung buhr in der Kommission gollfreiheit für Champignons beantragt industrie besonders stark von der Arbeitslosigkeit betroffen war berangezogen werden. Die Kosten der Verwaltung hätten Staat hat, als ob Champignons auch schon ein Nahrungsmittel des Voltes und daß gerade in Berlin sehr viele und große Fabriten der und Gemeinde zu tragen, die übrigen 220 Millionen wären auf feien. Wollen Sie zu den Socialdemokraten) weiter bestreiten, daß Sie Metallbranche find. Da ist es intereffant, festzustellen, wie groß die Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu verteilen. Die Beiträge Bollfreiheit für Selt, Belze, Ballschuhe, Smyrnateppiche und für die Alle diese Dinge würden, 24 Proz. höher feinsten Seidengewebe beantragt haben. Arbeitslosigkeit im Buchdruckereigewerbe in Berlin gewesen ist, das der Unternehmer würden dann nur und doch zweifellos mehr abhängig ist von der Arbeitslosigkeit in den sein wie ihre Beiträge zur InvaliditätsAfters falls sie zollfrei werden, in riesigen Mengen aus dem Ausland einübrigen Gewerben. Wie groß ist nun die Zahl der Arbeitslofen, versicherung. Eine foldie Versicherung müßte alle Arbeiter umfassen, geführt werden, und die deutschen Arbeiter der betreffenden Indie vom Verband im Jahre 1900 und 1901 unterstützt worden sind? eine Beschränkung auf die Industrie- Arbeiter würde noch mehr zur Bustrien würden werden. Die deutsche würden kolossal geschädigt würde da Entvölkerung des Landes beitragen, Erstreckte sich dagegen die Ver- Seidenindustrie durch die ausnahmslose Durchführung Sie umfaßt natürlich auch nicht alle Arbeitslosent des Gewerbes, baicherung auf alle Arbeiter, so würde das platte Land am meisten der Zollfreiheit für alle Seidenwaren nahezu taput geben. es auch Arbeitsloſe giebt, die noch nicht unterstützungsberechtigt refp. schon ausgesteuert sind. Die Zahl derer, welche Reise- Unterſingung davon profitieren, es würde wie bei der Juvaliden- Unterstügung Eine große Majje von Arbeitern würde nicht durch die bösen erhielten, ist mm von 1900 bis 1901 um 34 Proz. gestiegen, die Zahl mehr an Unterstüßung empfangen als an Beiträgen aufbringen. Die Fabritanten, sondern durch die Politik der socialdemokratischen der Buchdrucker, welche Ortsunterstüßmig bezogen, gar um 91,88 Bros. Bersicherung dürfte weiter auch nicht auf den Winter beschränkt Fraktion auf die Straße geworden werden.( Sehr richtig! vechts Besonders ist die Arbeitslosigkeit des Jahres 1901 auch auf dem Ge- werden, denn viele Berufe, wie z. B. die Schneider, haben gerade und im Centrum.) Wie man, um Zuruszölle zu beseitigen, eine biete der Metallindustrie hervorgetreten. im Sommer ihre flaue Zeit. Gegen jeden Mißbrauch der große Anzahl von Arbeitern in sichere Arbeitslosigkeit bringen kann, das mau fich einfac dadurch Die Frage der Arbeitslosen- Unterstützung wird in der nächsten Bersicherung laun schützen, muß ich der Weisheit der socialdemokratischen Wirtschaftspolitik überZeit auch aus einem besonderen Grunde aktuell werden. Falls der daß man die Unterstützungsdauer abhängig macht von lassen. Weiterhin würde die Eifenindustrie durch die Annahme neue Bolltarif mit den geplanten Erhöhungen der Getreide und der Dauer der Beitragszahlung. Geschicht das, berechtigt etiva jede der socialdemokratischen Anträge auf Zollfreiheit im ruiniert; Augenblic einfach Fleischzölle zur Aunahme gelangt, jo wird auch dieser Umstand eine Woche Beitragszahlung zu einem Tage Unterstübung, so tönnte die wärtigen erhebliche Steigerung ber Arbeitslosigkeit zur Folge haben. Die Versicherung unmöglich von Arbeitsschenen ausgebentet werden. Die der amerikanischen Konkurrenz erdrückt werden. nicht immer den Unternehmern enorme Bertenerung von Brot und Fleisch wird natürlich eine Ein- Arbeiter, selbst sind, wenn ihnen die volle Selbstverivaltung ein- doch die Arbeitslosigkeit schränkung der konsumtionsfähigkeit der Jndustrie- Arbeiter und damit geräumt wird, die allergefährlichsten Ueberwacher. Das beweist die zur Last legen. Ich könnte Ihnen Beispiele mit Namen nennen, in eine Einschränkung der Produktion mit sich bringen und daraus wird außerit penible Simulantenriecherei in den Krankenkassen der Senen die internehmer aus ihrer eignen Tasche den Arbeitern die weiterhin in eine Verschärfung der Arbeitslosigkeit resultieren. Die Arbeiter. Unter diesen Voraussetzungen glaube ich, wäre ein bisherigen Löhne weitergezahlt haben, nur um sie nicht entlassen zu nunmehr Arbeitslosen werben sich für jeden Preis zur Arbeit Mißbrauch der Versicherung ziemlich ausgeschlossen. Im übrigen müffen. Ganz ähnlich liegen die Verhältnisse in der Textilindustrie. Sie haben noch Man sollte doch nicht einem sogenannten Princip und der Agitation anbieten. Diese Wirkung darf man nicht unterschägen. Diejenigen faut ja die Erfahrung das Nähere zeigen. von zu Liebe in dieser Weise vorgehen. Um der Industriezölle willen Parteien, die für den Zolttarif eintreten wollen, werden gezivungen eine größere Institution geschaffen bei der Sie fein, fchon jest Mittel und Bege anzugeben, zur Bekämpfung der vornherein über alle Eventualitäten informiert waren. Wollen fann der deutsche Arbeiter sehr wohl die Agrarzölle mit Sie immer darauf warten, dann können Sie nie etwas in Kauf nehmen. Er fann eine Arbeitslosigkeit, die durch ihre Maßnahmen hervorgerufen und bereventuelle Steigerung der Neues schaffen. Zweifellos ist jedenfalls, daß schärft wird. eine solche Lebensmittelpreise ertragen, er einen ausfömmlichen Bei der letzten Debatte über diesen Gegenstand hat uns Abg arbeitslosen- Unterstützung einen großen Nuzen haben würde. Wir Lohn hat. Ich will nicht noch weiter reden, um mir nicht vorwerfen Graf Kanit einige Belehrungen erteilt. Er hat bei seinen Aus- würden dadurch eine Arbeitsiofen- Statistik erhalten und durch sie eine zu lassen, daß ich den Veginn der schwierigen uns bevorstehenden führungen Krante und Arbeitslose einfach auf eine Stufe gestellt und vollständige Uebersicht über die Lage des Arbeitsmarlies. Danach Arbeit der Verabschiedung des Bolltarifs verzögere. Nichts ist für weiter hingewiesen auf die Bagabunden und Arbeitsscheuen. Die Wagabon- tönnten sich die öffentlichen Arbeiten richten und man lönnte an eine die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit notwendiger, als die Verabdage aber wird jetzt häufig fünftlich gezüchtet und zivar besonders von Regelung der Arbeitszeit herangehen. Von den jugendlichen Arbeitern schiedung dieses Bolltarifs.( Lebhafter Beifall im Centrum. Widerdage aber wird jetzt häufig fünftlich gezüchtet und zivar besonders von würde man verlangen tönnen, daß fie, wenn sie lnterstützung er spruch bei den Socialdemokraten.) dem Kleinhandwerk, das eine übergroße Anzahl von Lehrlingen halten, auch gleicherzeit Die Fortbildungsschulen besuchten. heranzieht, die nach Beendigung der Lehrzeit vielfach auf die Straße Seute müssen sie sich auf der Landstraße herumtreiben und sinken gesetzt werden. Diese auf die Landstraße Geworfenen lämpfen einen leicht ins Clend und Verbrechertum hinab. förmlichen Verzweiflungstampf um ihr Tafein, in dem sie schließlich Was geschieht denn nun heute auf solche Interpellationen hin? miffion Zollfreiheit für Kaviar beantragt, ist absolut unrichtig. Meine unterliegen. Dieser Erziehung zur Vagabondage muß ein Riegel Man bestreitet, daß die Zahl der Arbeitslojen gauz so groß ist, wie Parteifreunde haben im Gegenteil für eine sehr große Erhöhung vorgeschoben werden. Wie viele von denen, die im Stote der Land- fie angegeben wird, und damit hat es sein Bewenden. Höchstens dieses Zolles in der Kommission gestimmt. Es geht hier ftraße umgefommen sind, wären nicht zu Grunde gegangen, veranlaßt man den Landtag, Geld für neue Korreftionshäuser zu Herrn Bachem ſo, wie bei einer andren Gelegenheit, wo wenn sie rechtzeitig eine hilfreiche Hand gefunden hätten. Graf Stanis bewilligen, aber damit schafft man das lebel nicht aus der Welt. er sich ebenfalls bereit finden mußte, seine unrichtigen meinte weiter, die Arbeitslosigkeit fei wesentlich eine Frage der Das könnte erst geschehen, wenn man den Arbeitslosen Arbeit ver- Behauptungen zurückzunehmen. Wenn seine schutzölluerischen Industrie- Arbeiter. Nähere Gründe dafür hat er nicht angegeben. Ein schaffte, und nach dieser Richtung kann noch sehr viel geschehen. Es Theorien richtig wären, würde heute in England kein Arbeiter irgendMann, der so gut mit der Landwirtschaft Bescheid weiß wie Graf Kanig, werden ja jogenannte Notstandsarbeiten in Angriff genommen, dabei welche Beſchäftigung oder Lohn haben. Es würde nicht möglich sein, müßte doch die gewaltige Differenz fennen zwischen der Zahl der handelt es sich aber in der Regel int nichts mehr daß die englische Textilindustrie einen so hohen Lohn zahlen könnte während der Erntezeit beschäftigten Arbeiter und derjenigen, die im ais unnüge Quälerei der Arbeitslosen. Erst wenn ſtets im Vergleich zur deutschen. Die nächsten Tage werden ja noch Monat Februar beschäftigt ist. Die Erntearbeiter tommen aber doch die nötigen Borarbeiten rechtzeitig gemacht werden, wird es mög- weiterhin beweisen, wie anfechtbar diese Schutzzöllnerei ist. Herr nicht von irgend einem Planeten zu uns, sondern rekrutieren sich lich sein, bei solchen Notstandsarbeiten auch auf den Beruf der Bachem mußte selbst zugeben, daß im kommenden Winter die hauptsächlich aus der Armee der Arbeitstofen. Es wurde weiter Arbeitslosen Rücksicht zu nehmen. Vor allem müßte es vermieden Arbeitslosigkeit vielleicht noch schlimmer fein würde, als im auf das häufige Fortziehen der Landarbeiter hingewiesen. Die werden, daß bei Strijen massenhafte Arbeiterentlassungen erfolgen vergangenen Jahre. Und bem gegenüber ist sein einziges brutale Behandlung, die den Leuten zu teil wird, ist sehr oft die und dazu noch durch Lohulürzungen die Stonsumfähigkeit der Arbeiter Auskunftsmittel der Ausbau des Arbeits- Nachteises! Wenn Ursache dieses Fortzuges. Auch wird ja die Arbeit auf dem Lande herabgedrückt wird. Noch in der vorigen Woche haben sich die die Arbeitslosen so lange warten follen, bis die Frage der eine immer unsicherere. Je mehr die Technik fortschreitet, je mehr in Krantenfassen mit dieser Frage beschäftigt und die Aerzte haben fest- Arbeitsnachweise im deutschen Reichstag geregelt ist, so wird es sehr der Landwirtschaft Maschinen eingeführt werden, desto mehr drängt gestellt, daß gerade in Beiten der strife fich die Anforderungen an fchlecht um fie bestellt ſein. Eine gerechte Regelung der Arbeitsfich die landwirtschaftliche Arbeit auf eine furze Saison Die strankentafen erheblich steigern. Der Zusammenhang ist ja tlar, nachweise ist noch immer an unserm Unternehmertum gescheitert. zusammen. Die daraus entstehende Arbeitslosigkeit drängt die Arbeitslosen, die das nötigste entbehren, können sich nicht ge- Der bekannte Kühnemann, der Vorsitzende der Berliner Metallmanajem den Wanderstab iT die givingt nügend ernähren. Einige Tage satt essen hebt in der Regel die industriellen, hat offen ausgesprochen: Wir sind die Herren in ihn, in den Städten Arbeit zu suchen. Wenn er dann einmal in Strankheit wieder auf. Sorgen Sie dafür, daß die Arbeiter davon unserm Hause, wir lassen uns durch die Arbeiter niemals in irgend der Stadt Arbeit gefunden hat, so bleibt er auch meistenteils dort. verschont werden, in Zeiten der Krise ihre Ersparnisse aufzehren zu etwas hineinreden!" Bei einem folchen Standpunkt kann von einer Ge wäre interessant, einmal eine Enquete über die Verschuldung ber müssen, dann werden die Arbeiter ihre Arbeit viel freudiger leisten. gedeihlichen Regelung des Arbeitsnachweises keine Rede sein. Landarbeiter zu veranstalten. Daraus würde sich wahrscheinlich das( Lebhafter Weifall bei den Socialdemokraten.) aus, daß auch das fächsische Eisenbahnministerium nicht vor ArbeiterBei der Beratung dieser Interpellation im Januar führte ich folgende Bild ergeben: während des Winters machen sie Schulden, im Sommer verdienen fie vielleicht so viel, um ihre Schulden abentlassungen zurüdgeschredt sei und daß ferner die sächsische bezahlen zu können, dann aber beginnt von neuem die Zeit der Schon im Januar hat der Reichstag aufs ausführlichste zu der Maschinenfabrik in Chenmis in 500 Fällen Kündigungen und Ents Arbeitslosigkeit und des Schuldenmachens. Die Arbeitslofenfrage focialdemokratischen Juterpellation Stellung genomment. Seitdem ist lassungen vorgenommen habe. Das bestritt damals der fächsische sollte deshalb von den Vertretern der Landwirtschaft nicht eigentlich nichts Neues vorgekommen, es sei denn die leider be- Bevollmächtigte Graf Hohenthal; er sagte, er habe vom Minister so von oben herab behandelt werden. Man sollte nicht gründete Befürchtung, daß die Arbeitslosigkeit im tominenden Winter b. Waßdorf die Nachricht erhalten, daß Arbeiterenilaffungen in Eisenaus dem Umstande, daß während der Erntezeit vorübergehend sich wiederholen und vielleicht noch ausgedehnter sein wird als im bahnverkehr nicht stattgefunden hätten, sondern daß nur zeitweise an feine Arbeitsfräfte zu finden sind, auf die Abwesenheit jeder Arbeits- bergangenen Winter. Das hauptsächlichste Mittel zur Bekämpfung genommene Arbeiter entlassen worden seien; es sei aber Vorsorge getroffen, Tofigkeit auf dem Lande schließen. Unter den 771000 Arbeitslosen, der Arbeitslosigkeit mutß die Ausgestaltung des Arbeitsnachweises sein. daß diefe Arbeiter in erster Linie seitens der Bauunternehmer bei die Abg. Graf Kanis anführte, befinden sich über 162 000 and Durch eine richtige Organisation des Arbeitsnachweises wird es sich Eisenbahnbauten beschäftigt würden. Ich erhielt darauf ain arbeiter. Es müssen demnach auch zur Befämpfung der Arbeits- hoffentlich ermöglichen lassen, einen erheblichen Rüdfluß industrieller 20. Januar d. I., als die Verhandlung über diesen Gegenstand eben Tofigkeit auf dem Lande Mittel und Wege gefunden werden. Damit Arbeiter auf das Land herbeizuführen. Das wird für die industriellen vertagt worden war, eine Depesche aus Chennis, worin nach den würde die Abwanderung der Arbeiter in die Städte eingefaräuft wie für die ländlichen Arbeiter von Gegen sein. Dem Ausbau der dortigen Neuesten Nachrichten" ausgeführt wird, daß die Erklärungen werden, so daß auch die Arbeitslosigkeit der Judustrie- Arbeiter Naturalver Jegungs- Anstalten muß befondere Sorgfalt zugewendet des Grafen Holrenthal auf nicht ganz richtigen Grundlagen bafieren. weniger scharfe Formen annähme. werden. Man wird allerdings ohne die Bereitstellung besonderer Soviet man visse, habe die Staatsbahnverwaltung die betreffenden 23ill man die Arbeiter wirklich vor der Not bewahren, so darf Wittel bei dieser Frage nicht auskommen, und ich hoffe, daß das Aufträge nicht zurückgezogen, sondern die Direktion der fächſiſchen man nicht etwa mit periodischen Maßregeln eingreifen, sondern man Meich wie die Gemeinden sich dazu bereit finden werden. Eventuell Maschinenfabrik habe dieselben ablehnen müssen, weil sie zu Vemüßte auf irgend einen Ausweg finnen, der den Arbeitern dauernd müßten den Arbeitern ebenso wie den Kaufleuten oder Handwerkern dingungen angeboten wurden, die sich mit einem Verdienst nicht verwie ein Eristenzminimum garantierte. Daran haben alle Barteien ein Vorschüffe gewährt werden. Was die Frage der Arbeitslosen- einbaren ließen. Das sei etwas wesentlich andres als das vom tiefgehendes Interesse. Die Arbeitskraft ist für den Arbeiter freilich Versicherung anlangt, so find bekanntlich auf diesem Gebiete die An- Grafen Hohenthal Behauptete. Erst als Ober- Bürgermeister Dr. Beck fein einziges Vermögen, aber auch für die Gesellschaft ist die Erschauungen der Socialdemokratie feineswegs einheitliche. Namentlich auf das Anfuchen einer Arbeiterdeputation mit dem Minister in Haltung der Arbeitsfähigkeit des Bolles von höchstem Werte. Ohne in gewertschaftlichen Kreisen ist man vielfach ganz andrer An-| Dresden konferiert hatte, sei ein Abschluß zu stande gekommen. Die jom slothian chun 2011thin stund and und Abg. Dr. Bachent( C.): wenn Abg. Zubeil( Soc.): Die Behauptung des Abg. Dr. Bachem, wir hätten in der Kom 11 Abg. v. Elin( Soe.): Eisenbahnverwaltung habe also schließlich wohl der Arbeiternot mehr als Phantom behandelt, sondern sehr ernsthaft genommen Rechnung tragen gewollt, aber auf eine etwas merkwürdige Weise, wird. Eine Arbeitslosen- Versicherung würde die Leistungsfähigkeit der Von allen Seiten ist das Bestehen einer großen Arbeitslosigkeit die gerade unter den damaligen Zeitverhältnissen doppelt überraschen deutschen Arbeiter heben, zum Vorteil für die Industrie, die nach meiner anerkannt und zugegeben worden, daß sie im kommenden Winter mußte. Diese wichtigste Seite der Angelegenheit habe Graf Hohen- Ansicht die Verpflichtung hat, in den guten Jahren Mittel aufAber mit der Anerkennung dieser Thatthal im Reichstage nicht berührt. zuspeichern, um den Arbeitern in den schlechten Jahren über die noch zunehmen wird. fache allein kommen wir nicht weiter: es müssen positive Ich erhielt weiterhin einen Brief aus dem Plauenschen Grunde, Arbeitslosigkeit hinwegzuhelfen. In der jüngsten Versammlung der Maßregeln ergriffen werden. Da ist es mun sehr bedauerlich, daß der wonach dort ansässige Familienväter mit zahlreichen Kindern von Arbeitsnachweise war man übereinstimmend der Ansicht, daß die den Eisenbahnbau- Unternehmern entlassen oder mit ihrem Arbeits- Frage der Arbeitslosen- Versicherung ohne gefeßlichen Zwang nicht Wunsch des Reichstages auf Einſegung einer besonderen Kommission angebot aufs schrofffte zurückgewiesen worden sind. An ihrer Stelle durchgeführt werden kann. Die deutschen socialdemokratischen Ge- für diese Frage nicht erfüllt worden ist und daß man sich damit bewurden Czechen und andre Ausländer angenommen. werkschaftler verlangen, daß der Staat ihnen die Mittel zur Durch gnügt hat, die Angelegenheit dem statistischen Amt zu überweisen. Graf Kanit hat bei der Beratung im Januar die Schuld der führung der Arbeitslosen- Versicherung übergiebt; dagegen habe ich in neun Monaten hätte wahrlich mehr geschehen können. Darin Arbeitslosigkeit in erster Linie auf die Agenten geschoben, die in zwei Bedenken: einmal wird es niemals möglich sein, alle Arbeiter, gebe ich dem Grafen Posadowsky recht, daß weder er noch die ganze gewissenloser Weise die Arbeiter vom Lande in die Industriegegenden auch die ungelernten, gewerkschaftlich zu organisieren, und zweitens, Regierung im stande sind, die gesamte Produktion zu regeln. Auch der Reichstag kann das nicht. Wohl aber können Reichstag zögen. Aber gerade diejenigen Agenten, die die russischen und gali- glauben denn die Gewerkschaftsvertreter, daß in den nächsten fünfzig und Regierung zusammen vorbeugende Maßnahmen zur Rezischen Arbeiter für die ostpreußischen Güter aniverben, wirtschaften Jahren sich in Deutschland eine Regierung finden wird, die socialam allergewissenlosesten; diese Arbeiter sind auf jenen Gütern am demokratischen Gewerkschaften staatliche Geldmittel zufließen läßt? gelung der Produktion treffen. schlimmsten hineingefallen. Weiter Weiter empfahl Graf Kanitz der Die Gewerkschaftler sollten sich wirklich damit begnügen, wenn es krisis, die das deutsche Wirtschaftsleben trifft. Arbeiterschaft, in den Zeiten günstiger Konjunktur für die schlechten nur gelingt, eine allgemeine Arbeitslosen- Unterstüßung einzuführen. es längst an der Zeit gewesen, die Möglichkeit solcher Maßnahmen Zeiten zu sparen. Es ist aber ganz undenkbar, daß der Arbeiter Sie selbst könnten ja auch dann noch Zuschüsse zu dieser Unter- ernstlich zu untersuchen. Der Reichstag kann der Regierung gar bei den heutigen Lohnverhältnissen soviel zurücklegen könnte, stüßung innerhalb der Gewerkschaften leisten. Mir selbst würde nicht den Vorwurf der Unthätigkeit machen, ohne daß er auf ihn um davon in Zeiten der Arbeitslosigkeit leben zu können. es am wichtigsten erscheinen, zunächst die Gemeinden im An- felber zurückfiele. Wie oft find hier nicht Anregungen gegeben Graf Kanik ersuchte die Arbeiter, ich nicht so viel auf schluß an patitätische Arbeitsnachweiſe. Diesen Unterfingen zweig worden, ohne daß ein prattiches Reſultat gefolgt wäre. Die erſte Staatshilfe zu verlassen; das schädige das ethische Gefühl. Wie darf einführen würden. Es ist doch nicht die erste Da wäre Maßnahme, um eine gewisse Regelung der Produktion gerade Graf Kaniz, dessen Freunde seit vielen Jahren Staatshilfe An die Regierung möchte ich die Anfrage richten, in wieweit sie herbeizuführen, wäre die Verkürzung der Arbeitszeit. Wir halten im weitesten Ilmfange für sich beanspruchen, der Arbeiterschaft solche dem Verlangen des Reichstages auf Einsetzung einer Kommission den Achtſtundentag für absolut erforderlich und durchführbar. Wenn Sie aber nicht so weit gehen wollen, weshalb Ratschläge erteilen! Oder sollte ihr eignes ethisches Gefühl schon nachgekommen ist, die die Frage der Arbeitslosen- Versicherung prüfen entschließen Sie sich nicht zur Einführung der gesetzlichen so weit gesunken sein, daß sie gar keine Empfindung mehr dafür soll.( Beifall links.) haben, daß sie selbst sich fortwährend auf Staatshilfe verlassen? biot Diese. Worte hätte Graf Kanitz lieber unterlassen sollen. worden. Staatssekretär Graf Posadowsky: zu von der Abg. Graf v. Kanis( f.): der tote zehnständigen Arbeitszeit für sämtliche Arbeiter. Auch hierin läge unzweifelhaft ein Fortschritt. Weiter verlangen wir die volle Ein wirksames Mittel gegen die Arbeitslosigkeit ist die Ver- Herr Zubeil hat an mich die Frage gerichtet, was die Reichs- Koalitionsfreiheit für alle Arbeiter beiderlei Geschlechts, um den kürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden. Dadurch könnten viele regierung zu thun gedenkt, um der Arbeitslosigkeit im kommenden Arbeitern die gewerkschaftliche Organisation zu ermöglichen. In dem Arbeiter ihrer Stellung erhalten werden, und Krisen könnten nicht Winter entgegenzutreten. Wenn der Staatssekretär des Innern so Sinken der Löhne besteht doch die Hauptursache der gegenwärtigen mehr so verheerend wirken wie heute. Herr Gamp mahnte mächtig wäre, daß er die Produktion regeln und infolgedessen auch Krisis. Die Arbeiter sind nicht im stande, so viel wie früher zu freilich, der Arbeiterschutz- Gesetzgebung und der„ Ausbeutung des die Arbeitslosigkeit vermeiden fönnte, so wäre er ein sehr glücklicher fonfumieren, und daher tritt die Stockung im Absatz und in der Unternehmertums durch die Arbeiterschaft" Einhalt zu thun. und erfolgreicher Mann, denn er könnte dann ein gut Teil der Konsumtion ein. Wir leiden eben an einer Unterkonsumtion und Einen solchen Standpunkt werden wir auf das äußerste bekämpfen. socialen Frage mit einem Federstrich lösen. Was kann das Reich in nicht an einer Ueberproduktion. Es fragt sich, wie wir diese UnterHerr Röside meint, konsumtion beseitigen können. Sie( nach rechts) sagen, wir sollten Daß die Arbeitslosen- Versicherung schwierig ist, wissen auch wir; der That auf diesem Gebiete thun? Das kann den Zolltarif annehmen. Wir verwerfen aber den Zolltarif, unmöglich ist sie nicht. Auch die christlichen Arbeiter verlangen die das Reich solle der Arbeitslosigkeit steuern". staatliche Arbeitslosen- Versicherung, wir halten sie vom Reiche aus man aber nur dadurch, daß man den Arbeitslosen Arbeit verschafft, weil er eine Steigerung der Preise und damit eine Verstärkung der für sehr gut durchführbar. Redner giebt eine eingehende Darstellung und dies ist nur möglich, wenn die dazu nötigen Mittel, vor allem Unterkonsumtion zur Folge hat. Daß auch durch zu hohe Industriedes Ergebnisses der Arbeitslosenzählung der Berliner Gewerkschafts- etatsmäßigen Mittel, vorhanden sind. Ich kann Sie versichern, daß zölle eine Belastung des Volkes stattfindet, haben wir nie bestritten. tonmission. Das Ergebnis war die Feststellung einer ungeheueren jedesmal ein heftiger Kampf zwischen mir und den übrigen Ressorts Die Kohlen- und Eisenpreise sind seit der Mitte der achtziger Jahre Arbeitslosigkeit innerhalb der seßhaften Arbeiterbevölkerung Berlins. mit dem Reichsschaamt über die Positionen gerade auf dem Gebiet um das Doppelte gestiegen. Es ist kein Zweifel, daß auch durch Am allerschwersten leiden unter der Arbeitslosigkeit die unschuldigen der Landeskultur entsteht. Wir können froh sein, wenn uns nur hohe Industriezölle eine Berteuerung der Waren eintritt. Bei den Forderungen, die wir Kinder. Ueber 37 000 Kinder hatten die gänzlich Arbeitslosen in Berlin, die zum Etat gemeldet haben, Wahlen muß man auch die Wirkungen der Industriezölle eingehend Reichsschazamts bewilligt werden. beleuchten. Für die Taktik der Socialdemokratie in der Kommission über 20000 die Arbeitslosen in den Vororten. In Berlin und den Vororten vom Staatssekretär des hat auch, abgesehen in jedem einzelnen Fall die Gesamtheit hatten in den Wintermonaten 122 731 Personen unter der Einwirkung Das Reich Reichspost- ist nicht dem Sinne verantwortlich zu machen, daß der Krisis zu leiden. Was hat die Regierung nun für den Verwaltung, gar nicht die nötigen Berwaltungszweige, um durch Be- Fraktion in auch an die Ausführung dieser Komkommenden Winter gethan? Der Staatssekretär hat alle Hände voll schaffung von Arbeit der Arbeitslosigkeit steuern zu können. Ich habe die Fraktion zu thun, um die Socialdemokratie zu bekämpfen und die schwere mich an die einzelnen Regierungen gewendet mit der Anfrage, wie die missionsanträge bezüglich jedes einzelnen Industriezweiges im Last des Wuchertarifs auf das arbeitende Volk zu wälzen.( Sehr gegenwärtige Lage auf dem Arbeitsmarkte sei. Ich hoffe, daß die Plenum gebunden wäre.( Aha! rechts.) Taktische Gründe haben uns gut! bei den Socialdemokraten.) mit schönen Nedensarten kommen Regierungen hierin einen Anstoß finden werden, ihrerseits zur Stellung dieser Anträge veranlaßt, wie ja auch die andern treffen, soweit es in ihren es in ihren Sträften Parteien sich bei ihren Anträgen von taktischen Rücksichten leiten wir hier nicht weiter. Einzelstaaten und Gemeinden müssen an Sorge dafür zu sorgen. lassen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Mit dem, was gewiesen werden, was sie gegen die schleichende Krisis zu thun steht, für Arbeitsgelegenheit in ihren Ressorts haben, die immer noch anhält. Wir gehen einem sehr schlimmen Von Frankfurt a. M. wird mir berichtet, daß man sich dort jetzt Abg. Graf Kanig über die billigeren Auslandsverkäufe der Syndikate Winter entgegen. Hunger und Elend der Arbeiterklasse schon sehr eingehend mit der Frage der Beschaffung von Arbeits- gesagt hat, bin ich einverstanden. Warum aber hat er dabei die werden wachsen. Fortgesetzte Lohnreduktionen und Einfügung gelegenheit für den nächsten Winter beschäftigt. Die gegenwärtige Buderindustrie vollständig vergessen?( Sehr gut? bei den Socialvon Feierstunden sind die Regel. Der Kohlen- und Eisenmarkt, Strise ist dadurch entstanden, daß man eine vorübergehende demokraten.) Die Prämienwirtschaft der Zuckerindustrie ist auch von das Baugewerbe, die Textilindustrie liegen danieder. Das gleiche Konjunktur auf manchen Gebieten irrtümlicherweise für eine den Freunden des Herrn v. Kanit unterstützt worden. Richtig ist, daß Bild zeigt die Maschinenindustrie besonders in Berlin. Traurige dauernde Konjunktur gehalten hat.( Sehr richtig!) Man hat das Treiben der Syndikate zu unhaltbaren Zuständen führt. Richtig Nachrichten kommen von den Heimarbeitern Thüringens und des dadurch zu viele Arbeiter in die Städte gezogen zum Schaden der ist, daß Dividenden in folossaler Höhe ausgezahlt worden sind. fächsischen Erzgebirges. In den Militärwerkstätten find Arbeiter, die Landwirtschaft und auch entgegen den nationalen Interessen, denn Von der fartellierten Industrie sind Bucherpreise erzielt worden und 17 Jahre lang dort im Dienst standen, entlassen worden. Was soll sie mußten vielfach durch ausländische Arbeiter ersetzt werden. Was dagegen ist auch ein Wuchergesetz am Plaze. Nicht einseitig, sondern man da von der Privatindustrie sagen. Der preußische Eisenbahn- die Frage der Arbeitsnachweise betrifft, so ist auf diesem Gebiete allgemein muß gegen die kartellierte Industrie vorgegangen werden, minister hat zwar bestritten, Arbeiterentlassungen vorgenommen zu noch unendlich viel zu schaffen. Die Resolution des Reichstags ist denn billige Preise sind die Hauptsache für die konsumierende BeGewerkschaften und Genossenschaften sind heute das haben, das Gegenteil ist aber hier wie im Landtag bewiesen der arbeiterstatistischen Abteilung des Kaiserlichen Statistischen völkerung. Das große Postgebäude in Berlin an der Münz- Amtes überwiesen. Dort wird sie beraten, wie ich annehme, alleinige Gegengewicht gegen die Kartelle. Wären diese nicht vorund Alexanderstraßen- Ecke, wofür die Mittel längst bewilligt unter Hinzuziehung des Arbeiterbeirats und von Sachverständigen. handen, so wäre der Krach längst hereingebrochen. Der Staat muß find, ist noch nicht begonnen. Ich bitte den Staatssekretär Was die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit betrifft, so werden die also Gewerkschaften und Genossenschaften fördern, alle Hemmnisse mir zu sagen, was er zu thun gedenkt, um die Härten der Arbeits- verbündeten Regierungen in allernächster Zeit zu dieser Frage müssen beseitigt, das volle Koalitionsrecht eingeräumt werden. Tofigkeit zu mildern. Die Einzelstaaten wie die Kommunen müssen Stellung nehmen, und dann wird man prüfen, welche wissenschaft- Wenn man wirklich Notstandsarbeiten vornimmt, so geht man dabei mehr wie bisher ihre Schuldigkeit thun. In Frankfurt a. M. wird lichen und praktischen Wege zu gehen sind, um der Frage näher zu ganz verkehrt vor, indem man schlechtere Löhne zahlt als sonst. Das jegt vom Magiftrat das Fünffache der Summe für die Arbeitslosigkeit treten: Jst überhaupt eine Arbeitslosen- Versicherung möglich und durch werden viele Arbeiter abgeschreckt, diese Arbeit anzunehmen. Es ist nun von einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit die verlangt, was der socialdemokratische Stadtverordnete im Jahre vor unter welchen Voraussetzungen ist sie durchführbar. Die Frage muß her verlangt hat. Es geht daraus hervor, daß der Frankfurter noch wissenschaftlich und praktisch vertieft werden. Wir haben die Rede gewesen. Ich bin der Meinung, daß in der That Reich, Staat Bürgermeister im vorigen Jahre seine Pflicht nicht erfüllt hat und Verpflichtung, wenn gegenüber unzweifelhaften Rotständen eine solche und Gemeinde verpflichtet sind, Beihilfe zur Versicherung der zu leisten. Man schützt heute nur das die Berantwortung dafür trägt, wenn die Arbeitslosen damals statt Frage auftaucht, sie zum mindesten einer ernsten Prüfung zu unter- Arbeitslosen viel wichtiger aber ist der Schutz des lebenden mit Brot mit blauen Bohnen gefüttert worden sind. Auch gegen werfen. Das wird seitens der verbündeten Regierungen geschehen, Eigentum, Eigentums, der Arbeitskraft. Diese ganze Frage ist ja bedas vom Stadtrat Fischbeck gegebene Berliner Material sind Ein- dessen seien Sie versichert.( Bravo!) sonders in der letzten Zeit viel erörtert worden. Man sagt, es fehle wendungen zu erheben. Es ist deshalb Pflicht des Reichstages, auf an den genügenden Unterlagen. Diese werden aber niemals gedie Regierung einzuwirken, daß schnellstens etwas zur Linderung der Not geschicht.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Die Voraussagungen, daß die Krise nur eine vorübergehende schaffen werden, wenn die Arbeitslosen- Bählungen in bisherigem sein werde, haben sich bis jetzt nicht als richtig erwiesen. Wir haben langsamen Tempo vorgenommen werden. Das einzig brauchbare Abg. Röfice( wild- liberal): also leider noch mit denselben Faktoren zu rechnen wie vor neun Material haben bisher die gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiter Die wirtschaftlichen Verhältnisse Verhältnisse haben sich seit den Monaten. Ich bedauere, daß Herr Fischbeck nicht anivesend ist, um geliefert. Sie haben auch durch ihre Unterstützungsleistungen weit mehr Januartagen, wo die Interpellation zuerst verhandelt wurde, uns einen Vortrag über die Arbeitslosigkeit in Berlin zu halten. Er gegen die Vagabondage geleistet als Staat und Kommune. Ein praktischer doch so verschoben, daß die damals gegebenen Zahlen nicht hat in direktem Gegensatz zu den Socialdemokraten behauptet, daß Anfang zur Arbeitslosen- Unterstügung wäre die Gewährung von mehr als Grundlage dienen können. Natürlich will ich nicht be- ein eigentlicher Notstand in Berlin nicht egiſtiere. Angesichts Buschüssen an die Gewerkschaften; wie diese das auf ihrem letzten haupten, daß bereits jetzt eine dauernde Besserung eingetreten ist. der Arbeitslosigkeit halte ich es, wenn auch unsre Finanzlage eine Kongreß gefordert haben. Man sagt, die Gewerkschaften feien Ich neige vielmehr auch zu der Ansicht, daß im kommenden Winter sehr schwierige ist, doch nicht für richtig, wenn einzelne Staats- Kampfesorganisationen. Gewiß sind sie das und ihr Kampf ist eine fich die Arbeitslosigkeit wieder verschärfen wird. Es wird verwaltungen, wie die preußische Forstverwaltung mit Arbeits- fulturelle Notwendigkeit, aber sie verlangen diese Unterstützung doch darauf ankommen, ob wir einen milden oder harten Winter einschränkungen vorgehen. Derartige Ersparnisse sind gerade jetzt auch nicht zur Führung ihres Kanipfes, sondern lediglich zur Bekämpfung haben werden. Deshalb müssen wir schon heute überlegen, wenig angebracht. Herr Molkenbuhr ist auf die ländlichen Ver- der Arbeitsnot. Natürlich müssen die Staaten und Gemeinden, die was der Staat gegen die Arbeitslosigkeit thun fann. Eine der hältnisse eingegangen. Sein Hinweis, daß von 771 000 Arbeitslosen den Zuschuß leisten, auch das Recht der Kontrolle über die Verwesentlichsten Aufgaben für die Reichsregierung wird es sein, sich 162 000 auf die Landwirtschaft entfallen, spricht aber gerade wendung der Mittel haben. So schwierig ist das Problem nicht zu mit der Frage der paritätischen Arbeitsvermittelung eingehend zu be- für die Landwirtschaft. Wenn 40 Prozent der Arbeiter in lösen. Bei Nichtinnehaltung der Vorschriften durch die Gewerkschäftigen. Ohne einen Druck auf die Kommunen wird es dabei der Landwirtschaft beschäftigt sind, und nur der vierte Teil schaften könnten die Zuschüsse, die eventuell als Vorschuß zu zahlen nicht abgehen. Nun kann die Arbeitsvermittelung allerdings keine der Arbeitslosen auf die Landwirtschaft fällt, so spricht das für die wären, ganz oder teilweise gestrichen werden. Die Gewerkschaften beneue Arbeit schaffen, aber sie kann die vorhandene Arbeit richtig ver- Landwirtschaft. In der That beschäftigen die Landwirte im Winter die Kontrolle wohl zu ermöglichen. an jeden beliebigen Arbeitsteilen. Von den eigentlichen Notstandsarbeiten ist nicht viel zu er- ebensoviel Arbeiter wie im Sommer, fie bringen dies Opfer, um absichtigen ja auch keineswegs, ohne Unterschied Unterstützung zu zahlen. Eine warten. Aber längst projektierte Arbeiten sollten sofort in Angriff einen Stamm angesessener Leute zu haben.( Sehr richtig!) Was ist losen wir in teiner Weise. genommen werden. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, daß die Regie- denn nun die eigentliche Ursache der Krisis? Graf Posadowsky Förderung der Arbeitsschen wollen rung sofort den großen Mittelland- Kanal in Angriff nehme?( Große legte der Ueberproduktion alle Schuld bei. Gewiß hat auch Dagegen fönnen wir nicht qualifizierte Arbeiter zu schlechter be= Heiterfeit.) Sie brauchte nur energisch aufzuftampfen, dann würden sie ihren Anteil Herbeiführung der Krisis als zahlter Arbeit zwingen. Um solche Fälle zu entscheiden, müssen die Gewisse bürgerdie Herren drüben schon nachgeben. Aber so fürchtet man sich vor zweiter wichtiger Umstand kommt aber hinzu, die Spekulation auf Gewerkschaften die Träger der Versicherung sein. der sogenannten inmeren Krisis, die von dieser Seite kommt, und den ausländischen Markt als Hauptabfazgebiet für die Industrie. liche Socialpolitiker wollen die Gewährung der Arbeitslosen- Unterläßt den ganzen Gedanken lieber langsam unter den Tisch fallen. Das Hauptgewicht muß viel mehr auf den einheimischen Markt ge- ftigung an die Gewerkschaften zur Stärkung der Kampfpofition des Der Kanalbau sollte gerade in einer Zeit vorgenommen werden, wo legt werden.( Sehr richtig! rechts.) Ueber die Feierschichten im Unternehmertums. So hat ein bekannter bürgerlicher Socialwir die Arbeit am nötigsten brauchen.( Sehr richtig! links.) Kohlenbergbau sagte mir Dr. Hammerstein, daß es heute um- politiker fürzlich gefordert, daß keine Unterstüßung an solche Arbeiter Herr Bachem riet, den. Zolltarif möglichst schnell anzunehmen. gefehrt Jahre 1889 sei. Damals flagten die gegeben werden dürfe, die sich weigern, in durch Streit frei geHat er dabei den Regierungsentwurf gemeint oder die Kommissions- Arbeiter über zu viel Arbeiten, heute über die Feierschichten. wordene Stellen einzutreten. Das wäre eine offenbare Unterstüßung beschlüsse, oder die unbekannten Beschlüsse seiner politischen Freunde? Nicht mit Unrecht! Den Rückgang der Förderung verschulden die des Unternehmertums. Der Vorschußgedante des Herrn Bachem ist unausWie sollen diese Vorschüsse von den Arbeitern jemals Aber eine sehr gewagte Behauptung bleibt es auf jeden Fall. Ich Syndikate. Ich verurteile die billigeren Verkäufe nach dem Ausland führbar. Soll etwas Brauchbares geschaffen, stehe ganz auf dem Standpunkte des Kollegen Molkenbuhr, daß eine entschieden. Die ausländische Industrie wird gehoben zum Nachteil zurückgezahlt werden. es auf der allgemeinen Solidarität der Arbeiter Erhöhung der Agrarzölle die Arbeitslosigkeit nur vermehren fann. der inländischen Industrie. Das ist heute von den socialdemokrati- muß In der Kommission aufgebaut werden. Auch für den Gedanken einer allgemeinen Und ebenso steht es mit einer Erhöhung der Industriezölle. Die schen Rednern noch nicht erwähnt worden. Vertreter der Industrie, die für den Zolltarif eintreten, sind in der haben die Herren beantragt, dem Bundesrat die Befugnis zur Auf- Reichs- Sparkasse bin ich nicht begeistert. Praktisch giebt es nichts Hauptsache diejenigen, die einen Profit für die eigne Tasche dabei hebung der Zölle bei billigeren Auslandsverkäufen zu geben. Der andres, als daß man sich auf die Gewerkschaften stüßt. Auf die erwarten und keine Rücksicht auf die Wirkung höherer Zölle auf die Gedanke ist mir sehr sympatisch, die Sache ist aber praktisch auf Arbeitsnachweise kann man sich nicht stützen. Sie sind heute KampfArbeiter nehmen.( Sehr richtig! links.) Die Regierung trägt eine diesem Wege nicht zu lösen. Den Syndikaten muß man auf andre organisationen des Unternehmertums, wenigstens großenteils, und wesentliche Schuld an der allgemeinen Unsicherheit und an der Krisis Weise beikonunen. Es ist doch kein haltbarer Zustand, daß die Eisen- werden es noch lange bleiben. Der Aufbau auf die kommunalen und Arbeitslosigkeit in der Industrie dadurch, daß sie überhaupt bahnverwaltung sich in ständiger Abhängigkeit von den Syndikaten Arbeitsnachweise ist auf die Dauer unmöglich. Was Bachem aus ( Ruf links: Billige Köln berichtet hat, ist auch nicht aufmunternd. Die dortige städtische mit dem neuen Zolltarif gekommen ist und die allgemeine Begehr- befindet und die hohen Preise bezahlen muß. lichkeit gereizt hat. Wenn der Kollege Bachem die Arbeitslosigkeit Wasserstraßen!) Herr v. Thielen hat erklärt, daß die Wasserstraßen Arbeitslosen Versicherung kann sich nur mit starken privaten BuIch halte eine centralistische Basis für notwirklich bekämpfen will, dann sollte er mit uns dafür sorgen, daß für den Kohlentransport nicht geeignet sind. Notwendig ist, daß die schüssen halten. der Zolltarif zurückgezogen wird und die jetzigen Handelsverträge vom Staatssekretär versprochene Enquete über die Syndikate bald wendig, mit den kleinen Kommalbezirken ist nicht auseinfach verlängert werden. Herr Bachem hat viel von der Stellung in Angriff genommen wird. Ich höre, es soll am 14. November zukommen. Der heutige Staat ist an der Fürsorge für die ber Socialdemokratie zum Champagner- und Austernzoll gesprochen. eine Besprechung darüber stattfinden. Für die Eisenbahnverwaltung Arbeitslosen intereffiert. Die Armenverwaltungen, die Arbeitgeber Ich würde mich unnüz dem Vorwurf aussehen, frühzeitig Obstruktion wäre der Bruch mit dem Syndikat das Beste. Mit Herrn Bachem haben ein großes Interesse daran. Heute verkennen sie noch ihr zu treiben, wenn ich ihm darin folgen wollte. Die Haltung der bin ich der Meinung, daß das beste Mittel gegen die Arbeitslosigkeit eignes Jutereffe und werden die Versicherung zu hintertreiben suchen. Socialdemokraten in der Kommission war wohl durch taktische Rück- das Zustandekommen des nenen Zolltarifs ist. Er wird den Industrie- Trotzdem wird sie kommen. Herr Rösicke glaubt an teine Aenderung fichten bestimmt und nicht ihr letztes Wort. Auch sie würden davor arbeitern großen Außen bringen.( Lachen bei den Socialdemokraten.) in den nächsten fünfzig Jahren. Ich bin darüber andrer Meinung. zurückschreden, plöglich alle Zollmauern niederzureißen. Daran Gesunde landwirtschaftliche Verhältnisse führen zu gefunden wirt- Die Verhältnisse ändern sich heute sehr schnell. Minister kommen benkt niemand. Nur die erhöhten Zölle sollen abgelehnt werden, schaftlichen Zuständen überhaupt. Die Hauptsache ist der innere und gehen. Früher wäre es gar nicht möglich gewesen, daß die bann bleibt Deutschland immer noch ein geschütztes Land. Markt und seine Stärkung ist das beste Mittel gegen die Arbeits- deutsche Reichsregierung einen Vertreter zum Gewerkschaftskongres Die Anschauungen wandeln sich. Die Frage Ich fehre zurück zur Frage der Arbeitslosen- Versicherung. Mir er- losigkeit. Ich kann nur die dringende Bitte an Sie richten, am Zu- entsandt hätte. geregelt werden. Wie dies und muß einmal aber fcheint eine Versicherung gegen die Folgen unverschuldeter Arbeits- standekommen des Zolltarifs mitzuhelfen.( Beifall rechts und im wird auch geschehen möge, die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Tofigkeit durchaus notwendig. Ich freue mich, daß der Gedanke nicht Centrum. Widerspruch links.) . ivie im an der Dadurch wäre Arbeitslosen- Unterſtügung. Dem heutigen Reichstag werden gerade bei dieser Frage einen besonderen Wert auf Fülle von Unitvahrscheinlichkeiten gegen mich borbrachte. Ich muß es| die Erhaltung ihrer Selbständigkeit legen. Von diesem agrarischen zurückweisen Reichstag erwarte ich allerdings kein Vorgehen auf dem Gebiete der Dem heutigen Reichstag der Brot vertenerung aber werden die Arbeiter bei den Wahlen schon sagen, was sie von ihm zu halten haben.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Abg. Hilbek( natl.): Ueber das Ballonunglid in Paris werden jetzt noch folgende Einzelheiten gemeldet: Der Ballon erhob sich schnell bis etwa auf Präsident Graf Ballestrem: Sie haben es ja schon zurüd- 100 Meter. Die Absicht Bradsky& war, in der Richtung auf den gewiesen.( Heiterfeit.) Ererzierplaz von Jisy zu fliegen. Der Ballon schien aber von einem Abg. Stadthagen: Es ist natürlich im Rahmen der persönlichen füdlichen Wind gefaßt worden zu sein, drehte sich sozusagen um Bemerkung sehr schwer, die Fülle von Unwahrheiten zu seine eigne Achse in und flog langsam der Richtung widerlegen. ta nach dem Montmatre zu. Es fiel allen Zuschauern auf, Präsident Graf Ballestrem: Es ist manches schwer im Parlament. daß der Korb, mit 16 Stahldrähten an dem Ballon Durch die kolossalsten Anstrengungen der Arbeitgeber ist es( Große Seiterfeit.) befestigt wvar, einen sehr schwachen Eindruck machte. in den Industriebezirken des Westens bisher gelungen, die die Abg. Dr. Bachem( C.): Herr Stadthagen hat kein Bedenken ge- Gegen 9 1hr war das Luftschiff über dem Dorf Stains ans drohende Not von den Arbeitern fernzuhalten. Die Bilanzen der tragen, mir eine Fülle von Unwahrheiten vorzuwerfen.( Abg. Stadt gekommen, und der Luftschiffer rief einigen Leuten auf der Straße großen Eisenwerke weisen nach, daß im abgeschlossenen Geschäftsjahr hagen: Zweifellos!) Herr Stadthagen, darüber urteilen andre Leute. zu: Wo sind wir?" Er erhielt die Antwort: In Stains, Des fein einziges von ihnen im stande war, seinen Aktionären auch nur( Bravo! im Centrum.) Ich habe Ihnen mein Material vorgelegt, partement Seine." Bradsky sagte darauf:„ Ich möchte landen. einen Pfennig Zinsen zu zahlen. Die Industrie des Westens bedarf nur meine Bemerkung über die Humunern habe ich eingeschränkt Rönnen Sie mir einen geeigneten Platz angeben?" Als ihm eine dringend der Unterstützung durch den Bau von Wasserstraßen, gegen Bei Auſtern und Kaviar habe ich nicht von einem Antrag gesprochen, fleine Wiese gezeigt wurde und das Luftschiff sich dorthin beivegte, den die Herren von der Rechten so lebhafte Opposition machen. Da sondern nur davon, daß die Socialdemokraten in der Kommission trat das Unheil ein. Einer der Zuschauer bemerkte, daß plößlich bei bringt der Regierungsbezirk Düsseldorf mehr direkte Steuern auf 3olffreiheit befürwortet hätten.( Abg. Bebel: Das ist nicht wahr!) fünf von den Drähten( Klavierfaiten), die die Gondel trugen, rissen, als Ostpreußen und Westpreußen zusammen. Einige große Firmen Meine Zeugen hierfür sind die Abgg. Paasche, Müller- Fulda und Sittart. daß die Gondel dadurch nach vorn schoß und die übrigen Drähte zerbrach. die verhandeln bei dem Abschluß von Auslandslieferungen jetzt jedesmal m amtlichen Protokoll steht klipp und flar: Abg. Mollenbuhr spricht und daß der Ballon in den Lüften verschivand, während die Gondel mit mit ihren Arbeitern und fragen diese, ob sie die Lieferungen zu einem fich für Zollfreiheit der Champignons aus. Das Gleiche steht in der rasender Geschwindigkeit zur Erde stürzte. Die beiden Luftschiffer bestimmten Preise fertigstellen wollen. Bisher sind die Arbeiter noch töln. 3tg." und in der Germania". In den socialdemokratischen waren aus der Gondel herausgefallen und stürzten, sich mehra jedesmal darauf eingegangen. Man komme uus aber nicht mit der Blättern ist verzeichnet, daß Molkenbuhr von den armen Witwen fach überschlagend, in ein Startoffelfeld. Der Ingenieur Morin war thörichten Idee, als ob man im Ausland für seine Produkte ebenso- geredet hätte, die Kostgänger beim Mittagstisch haben und die die auf den Kopf gefallen, der vollständig zersplittert war. Bradsky lag biel erzielen könne, wie im Inland. Wie wollten wir dann auf dem Champignons teurer bezahlen sollten. Ich überlasse das Urteil, ob mit eingedrücktem Kopf unter dem Motor. Der Erbauer des LuftWeltmarkt fonkurrenzfähig bleiben? Wenn die Industriellen billiger ich eine Fülle von Unwahrheiten gefagt habe( Abg. Stadthagen! Ja schiffes, Lachambre, erklärt, daß er vergeblich geraten habe, die ins Ausland liefern, so thun sie das lediglich im Interesse der wohl!) jedem ehrlichen und redlichen Maune. Stahldrähte lieber durch Seile zu ersehen. Frau Bradsky befand Arbeiter.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Jawohl, sehen Sie sich, ehe die Nachricht von dem Unglück eintraf, in großer Aufsich doch die Bilanzen nur an! Die vom Abgeordneten Zubeil regung, weil man nichts über den Verbleib des Luftschiffers gehört berührte Angelegenheit des sächsischen Eisenbahnministeriums ist hatte. Lachambre war bei ihr, als pläßlich Baron Mayer durch vielleicht einer der Herren Regierungskommissare in der Lage, Präsident Graf Ballestrem: Sie dürfen nur für sich reden. ber bei als den Fernsprecher den Tod der beiden Luftschiffer mitteilte. Lachambre, Graf Kanig hat sein altes Stedenpferd, die Abg. Stadthagen( Soc.): daß ich Bollfreiheit für Kaviar und der am Fernsprecher gewesen war, sagte der Frau Bradsky zunächst, Syndikate, angeschnitten. Nun, es giebt ja Leute, die nichts lernen Austern befürwortet hätte, ist unwahr. Aufs Protokoll fann sich daß ihr Mann leicht verletzt sei. Baron Mayer erklärte ihr dann, und nichts vergessen.( Oho! rechts.) Der Zweck der Syndikate ist Herr Bachem nicht ſtützen; da beruft er sich auf die unwahren Be die Verlegungen seien schwer, und teilte ihr später mit, daß Bradský teineswegs, die Preise unnatürlich hoch zu halten, sondern vielmehr richte der Zeitungen oder einzelner Herren. Die Unwahrheit ist um tot sei. Der Berunglüdte hinterläßt drei Kinder. Er befaß ein durch gemeinsames Vorgehen Verluste von der betreffenden Industrie so auffallender, weil ich für die Erhöhung dieses Bolles über die großes Vermögen. Der Ingenieur Morin hinterläßt eine Frau und abzuwenden. Das wird hoffentlich die angekündigte Enquete über Regierungsvorlage hinaus gestimmt habe.( Abg. Bebel: Wir alle!) eine Tochter. Herr Bachem ist einer besseren Belehrung nicht zugänglich; er besitzt das Talent, bei einer erwiesenen Ulnwahrheit zu bleiben.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) die Syndikate auch klar erweisen. a Geh. Ober- Regierungsrat Dr. Hopf: Hierauf tritt Vertag ein. Es folgen persönliche Bemerkungen. Abg. Stadthagen( Soc.): Herr Bachem hat von mir provoziert jetzt schärfer gesprochen. Die von ihm aufgestellte Behauptung, daß wir Abg. Bachem( C.): Auf die letzte Insinuation brauche ich nicht zu antworten.( Sehr gut! im Centrum.) Ueber die Verhandlungen über Kaviar und Austern enthält das Protokoll nichts; deshalb habe ich mich auf unbeeinflußte Zeitungsnachrichten berufen.( Gelächter bei den Socialdemokraten. Rufe: Die„ Germania"! Unbeeinflußt!) Damit schließen die persönlichen Bemerkungen. Briefkasten der Redaktion. Santos Dumont soll sich über die Ursachen des Unfalles folgendermaßen ausgesprochen haben. Dumont fagt, der Unfall Ich muß entschieden in Abrede stellen, daß die Eisenbahnwurde dadurch veranlaßt, daß sich das Drahtseil loslöfte.„ Ich halte es für durchaus richtig, die Gondel statt durch Seile durch verwaltung den Verkehrsrückgang dazu benut hätte, um irgend Drähte an dem Ballon zu befestigen. Das war sogar meine eigne welche Arbeiter abzuschieben, auf die Straße zu feßen und dadurch Idee, die Bradsky von mir annahm. Ich bleibe dabei, daß es die Arbeitslosigkeit zu erhöhen. Das ist nicht geschehen. Im Gegen richtig ist. De Bradsky machte aber den Fehler, daß er die Trag teil hat mein Chef im Dezember vorigen Jahres bestimmt, daß Arbeiter infolge des Verkehrsrückganges unter feinen Umständen fähigkeit des Drahtes nicht berechnete. Vei mir ist jeder einzelne entlassen werden sollen, sondern daß sie weiter beschäftigt werden Draht bis auf ein Zehntel Zoll berechnet worden, während Bradskh müssen. Außerdem sind in diesem Jahre gegen 60 Millionen Mark Donnerstag 1 Uhr abzuhalten mit der Tagesordnung: 1. Inter- und sagte ihm, daß ich sie für gefährlich hielte. Wie ich vorause Präsident Graf Ballestrem schlägt vor, die nächste Sigung nach oberflächlichen Schätzungen verfuhr. Ich sah seine Maschine für Bauten mehr ausgegeben worden als im vorigen Jahre und, vellation Albrecht und Genossen betreffend Steigerung der Fleisch gesagt habe, daß Severos Maschine in Brand geraten werde, so soweit ich unterrichtet bin, werden im kommenden Winter noch preise in Verbindung mit der freisinnigen Interpellation über den habe ich auch Bradsty und seine Freunde gewarnt, daß die Drähte weitere Erhöhungen eingestellt werden. gleichen USA in Gegenstand. 2. Zweite Beratung des Entwurfs eines Zoll- nicht halten würden. tarif- Gesches. Abg. Stadthagen( Soc.): Herr Dr. Bachem hat behauptet, ich trag erlauben, als zweiten Punkt der morgigen Tagesordnung die Abg. Singer( zur Geschäftsordnung): Ich möchte mir den Anbezw. meine Fraktion hätte in der Zolltarif- Kommission für eine Fortsetzung der foeben vertagten Beratung der Reihe wohlschmeckender Dinge wie Champignons, Kaviar, Humunern Interpellation zu setzen. Ich war der Meinung, daß die Diskussion Errichten Sie ein solches nicht, dann würden die Geschwister miterben B. 777. Am ratsamsten ist, Sie machen ein wechselseitiges Testament. und Austern Zollfreiheit beantragt. Nachdem im Mai d. J. dem heute zu Ende kommen würde. Unter dieser Boraussetzung sind die lönnen. Ein Beispiel zu einem solchen für Ihre Verhältnisse passenden felben Abgeordneten von einer Seite, die ich sehr hoch schäge, die Aussichten im Seniorenkonvent Bitte ausgesprochen worden ist, keine Vorgänge aus der Kommission können Testament finden Sie S. 238 Nr. 55 des dem Arbeiterrecht" beigefügten ausgetauscht worden. Wir der die Fortsetzung unter Namensnennung im Plenum vorzubringen, widerstrebt es mir lange vertagen, wie Führers zum Bürgerlichen Gesetzbuch. 1111. Abschrift kann erteilt werden. nicht wieder so- Wegen Erteilung der Abschrift wenden Sie sich an das Schiedsdas ist nicht meine Schuld, sondern die des Abg. Dr. Bachem. oder unnatürlichen Todes gestorben. Eine abschließende Aussprache pflichtig. gegen Sie erlassenen rechtskräftigen Urteils alimentations Herr Bachem hat freilich insofern der Bitte entsprochen, ist gerade bei der Frage der Arbeitslosigkeit durchaus notwendig. 3. Eine Gegenklage ist, soweit ersichtlich, aussichtslos. M. 23. 1000. Fragen über erbrechtliche Verhältnisse lassen sich nicht als er keine Vorgänge aus der Kommission, sondern vielmehr aus Die Diskussion hat eine reiche Fülle von Anregungen gezeitigt, die beantworten, wenn nicht eine Reihe von Umständen bei der Anfrage flar feiner Phantasie mitgeteilt hat.( Heiterkeit und Sehr gut! links.) keinerlei Ausführung erfahren werden, wenn die Debatte wieder gelegt sind. Es muß fargelegt sein: wann ist der Todesfall erfolgt? Wo? Ich habe mir, obgleich ich ein ziemlich gutes Gedächtnis habe, hier unterbrochen wird. Auf einen Tag kann es nicht ankommen. Die Seine Enfel? Seine Eltern? Seine Geschwister? Deren Kinder? Liegt ein War der Verstorbene verheiratet? Lebt seine Frau? Leben seine Kinder? einige der wenigen Anträge, die wir gestellt haben( Große Heiterkeit), zweite Lesung des Zolltarifs kann um einen Tag ruhig verschoben Testament vor? Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Berücksichtigung dieser hervorgesucht. Daraus ergiebt sich, daß die Position 35, die werden, damit Champignons enthält, in unfren Anträgen nicht berührt worden ist. periode wirklich erledigt, sei der Arbeitslosigkeit für dieſe Legislatur- Fragen oder sprechen Sie in der juriſtiſchen Sprechstunde vor. C. Droß. Herr Bachem hätte doch erst das Protokoll einsehen sollen, Alimente sind vierteljährlich im voraus zu zahlen. Besprechen Sie Präs. Graf Ballestrem: Ein Abschluß der Besprechung einer die Angelegenheit mit dem Vormund. 2. Mein. 3. Seineswegs. ehe er solche Sachen hier mitteilt, die nicht richtig sind. Interpellation findet. überhaupt nicht statt( Sehr richtig! rechts), da G. P. 100. Der Vertrag gilt bis zum 1. Oktober. Der Wirt muß einen Auch zu den Positionen, die Kaviar, Hummern 2c. enthalten, haben eine Abstimmung nicht zulässig ist. Ueber einen so hochwichtigen find. Lehnt er das ab, jo tönnen Sie bis 3. Januar zum 1. April Untermieter zulassen, gegen den erhebliche Einwendungen nicht zu erheben wir keine Anträge gestellt.( Hört! Hört! bei den Socialdemokraten.) Gegenstand wie den heutigen können wie vierzehn Tage und Das muß aus dem Protokoll ebenfalls hervorgehen. Ich bedauere länger sprechen. fündigen. 2. D. 100. An Beide. 2. 7. 20. 1. u. 2. Rein. die Notwendigkeit( Buruf im Centrum: Das ist nicht persönlich!) Ob morgen noch ein Teil der Redner B. S. 100. 1. Eine besondere Mitteilung an Sie ist nicht erforderlich. Ist das nicht persönlich, wenn von mir behauptet wird, ich hätte auf die verbündeten Regierungen und Worte kommt, zum kann auf die Einwirkung der Debatte 2. Nein. 3. Wer unterliegt, hat in der Regel die Stosten der Klage zu folche Anträge gestellt? das deutsche Bolt tragen. 4. Wollen Sie nicht persönlich für die Schulden der Erbschaft haften, keinen besonderen Einfluß ausüben. Nach meiner Verabredung mit so hätten Sie entweder innerhalb 6 Wochen der Erbschaft entsagen müssen Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, was persönlich den Vertrauensmännern der Fraktionen muß ich auf meinem Vor- oder müßten Nachlaßkonturs, Nachlaßinventar usw. herbeiführen. ist, das habe ich allein zu entscheiden. Ich habe sie bis jetzt nicht schlag bestehen. Ich werde das Votum des Reichstags über den Einzelne finden Sie auf Seite 86-88 des dem„ Arbeiterrecht angehängten unterbrochen.( Heiterleit.) Antrag Singer anrufen. Debatte eigentlich, auf diese Dinge noch zurückkommen zu müssen. Aber neun Monate, denn dann ist der Reichstag bereits eines natürlichen des be es das vorige after ts eles naftlichen gericht. J. F., Spandan. 1. Nein. 2. Sie sind im Umfang Abg. Stadthagen( fortfahrend): Wir haben für diese Positionen nicht mir nicht Zollfreiheit beantragt, sondern wir haben sogar für die Anträge, die Herren aus andern Parteien gestellt haben, auf weiterer Erhöhung des Zolles auf Kaviar, Seemnischeln, Schnecken usw. trop ihres Wohlgeschmades geftimmt, und zwar habe ich die Ehre gehabt, zu begründen, warum wir trotz der Zollerhöhung dafür stimmten. Ich habe damals etwa ausgeführt( Große Heiterfeit. Glocke des Präsidenten.) Präsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Sie dürfen hier nicht ganze Neden aus der Kommiſſion wiederholen.( Erneute Heiterfeit.) Abg. Stadthagen: Ich wollte nur ein paar Kleinigkeiten Präsident Graf Ballestrem: Auch Kleinigkeiten dürfen Sie nicht wiederholen; die Kleinigkeiten des Abg. Stadthagen sind in der Regel fehr umfangreich.( Große Heiterfeit.) Abg. Stadthagen: Ich muß lebhaft bedauern, daß ich bei einer Debatte über die Arbeitslosen- Unterstügung gezwungen bin Präsident Graf Ballestrem: Das ist auch nicht mehr persönlich. Sie haben jetzt alles richtig gestellt, was nach Ihrer Ansicht richtig gestellt werden mußte. wird. Bei der Abstimmung entscheidet Socialdemokraten drei Abgeordnete der freisinnigen Vereinigung. schlag des Präsidenten. Für den Antrag Singer stimmen außer den Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr.( Tagesordnung: Interpellation über die Fleischteuerung; 2. Zolltarif- Gefet. Schluß 7 Uhr. Eingegangene Druckschriften. -Das Führers, der in den öffentlichen Lesehallen ausliegt. Es dürfte aber ratsam sein, Ihre Sache einem Anwalt zu übergeben. 2. F. 100. Das FleischDer Abschluß einer Interpellation ist gegeben, wenn fein Fleischbeschauern. Abg. Singer: Das Votum acceptieren wir natürlich. beschaugejek enthält teine Vorschriften über die Prüfung und dergleichen von Die Befürchtung Ihrer Bekannten ist unbegründet. Redner sich meldet. Auch durch einen Schluß- Verband der Bäcker. Sie können Beschwerde an die Oberstaatsantrag, den wir natürlich nie stellen werden, kann ein Ab- anwaltschaft einlegen. Sie hätten darzulegen, daß dem Betreffenden, da er schluß erreicht werden. Der Reichstag hat die Verpflichtung, eine nicht Lehrherr ist, fiberhaupt kein Züchtigungsrecht zusteht, daß aber auch Frage von so eminenter Wichtigkeit zu erledigen. Es wird die Sache Schlägereien nicht in Ausübung des Züchtigungsrechts, also nicht zur des Volfes sein, zu entscheiden, ob nicht diejenigen recht haben, die find, dem Lehr- und Erziehungszweck zu dienen, und daß sie endlich bie Erreichung des Lehrzwecks, sondern mun unter dem Borwande vorgenommen die Frage zur Erledigung bringen wollen, selbst auf die Gefahr hin, durch das Gesez gezogenen Grenzen überschritten haben. Dies erweisen das daß der Wuchertarif( Pfui! rechts) um einen Tag später beraten wird. Attest und der Umstand, daß gegen das Gesicht und auf den Kopf, allo ( Sehr gut! bei den Socialdemortott sich die Mehrheit für den Vor- Die Reichstags- Berhandlungen über Lehrlingszüchtigungen finden Ste nicht zur Erreichung eines Lebrzwedsgeschlagen ist, sondern um zu mißhandeln. S. 6098-6103 ber stenographischen Berichte des Reichstages 1895/1897. Plätzensee 5. Stirbt ein tinderloser Ehegatte ohne Hinterlaffung cines Eltern des Verstorbenen Erben. An die Stelle der verstorbenen Eltern treten Testaments, so werden in der Regel der verwitwete Ehegatte und die die Geschwister. Diese Regel erleibet für eine Reihe vor 1900 geschlossener Chen Ausnahmen. Es ist deshalb ratsam, den Einzelfall genau Klarzulegen, das geschieht am givedmäßigsten in der juristischen Sprechstunde.- P. 1111. Nein, die Grünbe, aus denen ein Wandergewerbeschein versagt werden muß, foll und darf, finden Sic in den§§ 57, 57a und 57b der Gewerbe- Ordnung. Von der durch die Buchhandlung Vorwärts in Wochenheften A. S. 5. Soweit ersichtlich, läßt sich in dem von Ihnen erwähnten Abg. Stadthagen: Dann behalte ich mir vor, demnächst näheres zu 10 Bi. herausgegebenen Ilustrierten Romanbibliothek Fall im Rechtswege nichts ausrichten. Zur Entscheidung, ob etwa Briefdarüber anzuführen.( Heiterfeit.) In Freien Stunden liegen jetzt eft 37 und 38 nor. Der mit prächtigen, unterschlagung oder unbefugte Brieföffnung vorliegt, giebt Ihre Darstellung Abg. Dr. Bachem( C., mit Oho- Rufen von der linken Seite für den Inhalt charakteristischen Zeichnungen geschmüdte Roman Die drei keinen sicheren Anhalt. Vielleicht legen Sie die Sachlage in der juristischen empfangen): Es muß mir doch, nachdem der Herr Abg. Stadthagen Beifall gefunden, so daß wir wiederholt unfre Leser auf diese Romans ist zu hoch und verjährt. Musketiere" von Alexander Dumas hat bei dem Leserkreis reichen Sprechstunde flar.$. 2. 99. Die Forderung des Naturheil- Arztes" eine solche Menge moralischer Entrüstung gegen mich aufgeboten hat, bibliothet aufmerksam machen, die zur Verdrängung der leider auch in Versuch, 2. S. 40. 1. Nein. 2. Machen Sie einen rechtlich erzwingen Tönnen Sie die Aufhebung nicht. gestattet sein, meine bona fides in der Angelegenheit nachzuweisen. Arbeiterkreisen noch vielfach verbreiteten Schundroman- Litteratur bestimmt C. R. 41. Nein. C. 23. 1. Die Sachen müssen zurüc Ich habe mich bei meinen Behauptungen auf Zeitungsberichte( Lachen ist. Jede Buchhandlung und jeder Kolporteur nimmt Bestellungen ent- gebracht werden. 2. Derjenige, der den Schaden verursacht hat. links) bezogen, und es wird mir jetzt von drei Mitgliedern der gegen. Ch. 02. Der Gerichtsvollzieher befindet sich durchaus in rechtmäßiger Ausübung seiner Pflicht, wenn er in der Wohnung des Ehemanns auf Grund eines gegen diesen erlassenen Urteils die angeblich der Ehefrau ge= hörigen Sachen pfändet. Sache der Ehefrau ist es, alsdann schleunigst dem Gläubiger ihr Recht glaubhaft zn machen und ihn zur Freigabe aufzufordern sowie Interventionsflage und Einstellungsantrag bei Gericht zu stellen. Ein Beispiel für solche Klage und solchen Antrag finden Sie S. 432 des in den öffentlichen Leseballen ausliegenden Arbeiterrechts".. Kündigungsfrist ist nur gewährt, wenn die Sündigung spätestens am 17. 5. W. 139. Eine sechswöchentliche, zum Duartalsersten auszusprechenden 19. November bem andren Teile gegenüber ausgesprochen, bei schriftlicher ( im Schalljahr am 18.) Februar, am 19. Mai, am 19. Auguft oder am Sündigung also ihm übergeben ist. Die Aufgabe zur Post an den era 1. Da der Reisende mit dem Aufhören zum A. B. 1 und 2 Nein. 3. 3. 40. 1. Nein; 2. und 3. Eine noch4. Beschwerde tönnen Sie an den Rektor " Kommission bestätigt, daß ich im wesentlichen richtige Behauptungen Bom Süddeutschen Postillon erschien die Nr. 21. Das Titelbild aufgestellt habe, wenn berücksichtigt wird, daß zwar keine zeigt die herrlichen" Erfolge, die wir in China errungen haben; das SchlußAnträge gestellt worden find, aber in der Diskussion die bild„ Aeh!". sfizziert, wie herrlich weit wir es daheim gebracht haben. Bollfreiheit auf die genannten Gegenstände befürwortet worden on dem sonstigen Inhalt ist zu nennen: Bola+, famose Briefe, Sprüche, ist. Redner verliest einen Bericht der„ Germania" und eine offen, Citate. Gine originelle Zeichnung von. B. Der Bauch des Ministers Leopold der Tugendjame Berführt, eine illustrierte Münchener Aeußerung des Abg. Paasche, die dieser nach der„ Kölnischen Zeitung" Landtagsgeschichte Der Roland von Berlin Gütliche Streifverhandlung, auf dem letzten Delegiertentage der Nationalliberalen in der beregten dessen Tert in Destreich verboten wurde, u. a. Die Nummer ist bei allen Angelegenheit gemacht hat. In einer mir vorliegenden Abschrift des Beitungsträgern amtlichen Protokolls heißt es bei der Position 35, Champignons: Presfreiheit und Prehrecht. Eine Studie über den BreßgesetMoltenbuhr befürwortet Bollfreiheit.( Abg. Geyer[ Soc.] ruft: Da Entwurf bon rib Austerlit. Berlag der Wiener Volksbuchhandlung ist das Protokoll eben unvollständig!) Ich sage das nur, um meine Sanaz Brand, VI, Gumpendorferstraße 18. 126 Seiten. Breis 2 Stronen. bona fides außer Zweifel zu stellen, und überlasse die Schluß- Inhalt: Die Bedeutung der Breßgesetzgebung. Das objektive Verfahren. 6. September einverstanden war, kann er nicht nachträglich Gehalt verDas System der Verantwortlichkeit. Der strafbare Inhalt. Konfistation langen. 2. und 3. Rein. folgerung jedem objektiv denkenden Mitgliede des Hauses. und objektives Verfahren im Entwurf. Ehrenbeleidigungen. Neue shajbare der Lehrer war zu einer Antwort nicht verpflichtet. Abg. Molkenbuhr( Soc.): Herr Bachem hat behauptet, ich hätte Handlungen. Der Boykottparagraph. Die Kolportagefreiheit. bei Champignons Bollfreiheit befürwortet. Er mag das glauben, richtigung. Die Verantwortlichkeit. Die Immunität. Das Verbot aus- oder an die Schulaufsichtsbehörde oder an die Regierung zu Potsdam malige Prüfung giebt es nicht.. mit den Thatsachen steht es in Widerspruch. Ich habe mich nur ländischer Zeitungen. Der fonzeffionierte Buchhandel. Anhang: Der richten. 5. Nein. gegen eine Erhöhung des Zolles gewendet und befand mich dabei Gesetzentwurf. in Gesellschaft des Regierungsvertreters, der ausführte, daß eine Christian Beket. Die Blütezeit der deutschen politischen Lyrik von Zollerhöhung die deutsche Konservenindustrie schädigen müsse. Dieſer 1840 bis 1850. Ein Beitrag zur deutschen Litteratur- und Nationalgeschichte. Grund war für mein Verhalten ausschlaggebend.( Sehr gut! bei Dritte Lieferung. Heine, Geibel, Die östreichischen Dichter. München. J. F. Lehmanns Verlag 1902. den Socialdemokraten.) Vermischtes. Die BeStationen Barometer ftanb mm Windrichtung Windstärke Wetter Swinemde. 756 SW 4mollig Berlin Abg. Stadthagen( Soc.): Herr Bachem hat dem alten Märchen, ich hätte bei Austern, Kaviar 2c. Anträge auf Bollfreiheit gestellt. die neue Legende hinzugefügt, indem er aus einem Vericht die Verwunderung des Herrn Paasche über die socialdemokratischen Anträge Eisenbahnurfall. Aus Erfurt wird amtlich gemeldet: Vom Hamburg auf Bollfreiheit der genannten wohlschmeckenden Dinge feststellte. Ich Güterzuge 6551 entgleiste Mittwochmorgen 6 Uhr in der Weiche 10 habe in der Kommission gesagt, da wir eine Einkommensteuer nicht des Bahnhofs Kühnhausen ein Wagen. Personen wurden nicht verhaben, nuiſſe man der Zollerhöhung auf Staviar zustimmen. Ich habe leßt, der materialidaden ist geringfügig. Die Strede Gispare Bien aber den Herren der andren Parteien gesagt, sie sollten sich nicht leben- Kühnhausen war auf turze Zeit gesperrt und ist inzwischen einbilden, daß sie damit etwas Besonderes gethan hätten. Herr wieder fahrbar. Schnellzug 52 tourde über Sömmerda- Straußfurt Bachem war meines Erachtens nicht guten Glaubens, als er diese geleitet und fam mit 19 Minuten Verspätung in Nordhausen an. 758 759 28. Frankf./M. 764 SW München Temp. n. 6. 5ºC. 4º° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärle 10 Haparanda 762 N 10 Petersburg 754 D 10 Corf 9 lberdeen 9 Paris Wetter Temp. n. C. Het= De|| Goa| 2wolfen!-10 3 bededt 749 WW 5 bedeckt 12 765 S 3bebedt 2 bedeckt 2 heiter 766 23 6bcbcdt 3 bebedt 762 2 heifer. 12 Wetter- Prognoje für Donnerstag, den 16. Oftober 1902. Ziemlich warm, zeitweise heiter, aber sehr veränderlich, mit Regenfällen und starten füdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. G Theater. to Donnerstag, 16. Oftober. Anfang 7 1hr. Opernhaus. Das Glockenspiel.( Le Carillon.) Das Mädchen von Navarra.( La Navarraise.) Schauspielhaus. Die Ahnfrau. Neues Opern Theater.( Kroll.) Geschlossen. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Wienerinnen. Westen. Die Brautlotterie. Lessing. Kaltwasser. Neues. Ledige Leute. Residenz. Seine Stammerzofe. Caffis Thalia. Charleys Tante. Bascha. Central. Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr: Schiller. 0.( Wallner Theater.) Der Tartüff. Der Arzt wider Billen. Schiller. N. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Esther. Zwei Eisen im Feuer. Carl Weiß. Die Baria. Luisen. Robert und Bertram. Casino. Corradini. Ihre Familie. Kleines. Sereniffintus Zwischenspiele. Wilhelm. Der Jongleur. Buntes Theater. Enthüllung des Heinedenkmals. Der Hund. Bunter Teil. Tiny Senders. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Donath: Das Ohmsche Gesetz. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDonnerstagabend 8 Uhr: Der Tartüff. Luftspiel von Molière. Frei überfekt von Ludwig Fulda. Hierauf: bun Der Arzt wider Willen. Schwant von Molière. Deutsch von F. S. Bierling. Freitagabend 8 Uhr: Der Tartuff. Sonnabendabend 8 Uhr: Sappho. städtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Esther. Von Franz Grillparzer. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Lustspiel in 3 Atten frei nach Calderon von Friedrich Adler. Orts- Krankenkasse für das Bierbrauergewerbe zu Berlin, Deutscher Holzarbeiter- Verband Machruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Alte Schönhauserstr. 32, Hof I. der Kollege, Tischler Am Donnerstag, den 23. Oftober, abends von 7 Uhr bis 10 Uhr, finden im Gewerkschaftshause, Max Dowe Engel- Ufer 15 im Saal IV, die im am 5. Oktober verstorben ist und am § 40 des Kassenstatuts vorgeschriebenen Donnerstag, den 9. d. M., zur letzten Delegiertenwahlen Ruhe gebettet wurde. 90/2 Freitagabend 8 Uhr: Delegiertenwahlen Doktor Klaus. Sonnabendabend 8 Uhr: Morituri. Panoptikum Preie Volksbühne. Friedrichstrasse Die sensationellen lebenden Bilder, dargestellt v. 6 jungen Damien. Kirchmeiers Berliner Original- Schrammeln. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, wochentags 8 Uhr, Mellinis dunkles Geheimnis. Neu! Lu Dalys Englische Boxerinnen und Ringerinnen zum erstenmal auf dem Kontinent. Trianon. Die Liebesschautel.( La Georgette Langée, ExcentricBascule.) Apollo. Lysistrata. SpecialitätenBorstellung. Wintergarten. Specialitäten. Tanzerin. 14 erstklassige Nummern. Specialitäten- Stadt Paffage Theater. Specialitäten Stadt- Theater. Borstellung. Passage Panoptikum.SpecialitätenBorstellung. Balast. Berliner in Steglik. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Alt- Moabit 47-49. hom Gastspiel des Bernhard Nose: Theater Ensembles: pi Donnerstag, den 16. Oftober 1902: nia. Taubenstr. 48/49. Der Hypochonder. Theatersaal.) deutscher Kultur. Tausend Jahre ( Im Hörjaal): Dr. Donath: Das Dhmiche Gesek. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Central- Theater Donnerstag, 16. Oftober, Anf. 71, Uhr: Die Fledermaus. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. ( Adele: Mia Werber.) Jm 2. Art: Ballett- Einlage. Freitag, 17. Oftober( Abonnements gültig): Der Bettelstudent. Sonnabend: Boccaccio. Sonntagnach Austspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. Hut 8 Uhr: 1m 9 1hr: Neue Specialitäten. 3um 199 Mal: mittag: Die Fledermaus. Abends: Lysistrata Der Bettelstudent. Operette in 2 Aften von Paul Lincke. Thalia- Theater. staffeueröffnung 7 11. Anfang der $ Anfang 7 Uhr. Jubiläums Borstellung für Guido Thielscher. Bum 451. Male: Charleys Tante. Vorher: Cassis Pascha. Ausstattungs- Burleske mit Gesang u. Zanz in 1 Att. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Sonntagnachmittag 3 1hr Die Grille. Luisen- Theater. Reichenbergerstr. 34. Robert u. Bertram. Unf. 8 Uhr. Borvert. v. 10-2Theatert., Invaliden- und Künstlerdant. Morgen: Bor Sonnenaufgang. Connabend: Maria Stuart. Some tagnachmittag 3 Uhr zu lein. Breisen: Hamlet. Abends: Berlin, wie es meint und lacht. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Eine Paria. Vorstellung 8 Uhr. Freitag, 17. Dtober: Jubiläums Vorstellung. 3um 200. Male: Lysistrata. Metropol- Theater. Berlin bleibt Berlin. von Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 15 Bildern von Julius Freund. Musik Erik MoyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Flora Siding. Henry Bender. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater Direttion: Richard Winkler. Sensations- Erfolg! 91: Berliner in Steglitz. Gr. Ausst.- Burleste mit Ges. u. Zanz. Lebensbild in 5 Aften( 8 Bildern) Im bunten Teil: Willi u. Rosita von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Sands, Sportatt. Sisters Laurence, Morgen und folgende Tage: Eine Dressur- Uft. Mr. Atlas, bie schwan Paria. Sonnabenbnachmittag 4 Uhr: fende Weltkugel. Brother Gaude, Robinson Crusoe. Sonntagnachmittag Straft- ft. Benedetti, Universal- Artist. 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntag, den 19. Oktober, 2014 Uhr nachm.: Lessing- Theater: 10./11. Abt.: Die Kleinbürger. Metropol- Theater: 1./2. Abt.: Was ihr wollt. Lustspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 230/8 Andreasstr. 26. Andreas- Garten, Franz Merkowski. Empfehle den geehrten Bereinen, Gesellschaften und Freunden meine neu eingerichteten, bis 200 Personen jaffenden Lokalitäten. Mittagstisch, ff. Getränke, gute Rüdje, Regelbahn, gute saubere Betten. Chaussee- Germania- Prachtsäle Arnold Scholz. Heute Donnerstag: ChausseeStr. 103. Grosses Militär- Streichkonzert ausgeführt von der Regimentsmusik des IV. Garde- Regiments zu Fuss in Uniform unter persönlicher Leitung des königl. Musikdirektors Herrn Frz. A. Bergter. Anfang 8 Uhr. 5144L* Bons gelten. Eintritt 30 PI. Nachdem: N Familien- Kränzchen. FR Cirkus Busch. G NG DUNOIS. Excentrics. Duncan's dress. schett. Schäferhunde. Robinson- Baker- Trio, Hochspringer. Elise de Vère, Soubrette. Los Floridos, Spanische Tänzerinnen. Die 2 Freydos, Professoru.Schüler". Radfahrer. Die Tourbillon- Truppe, Sisters Carey's dressiorte Papageien. Pariser Carl Maxstadt, Humorist. Liane de Vries, subrette. Kara, Meister- Jongleur. Sängerin v.kgl. Angèle VanLoo, Theat, Brüssel Cléo de Mérode Gr. Oper i. Paris. Biograph Tänzerin von der Steidl- Theater. Linienst: 132 am Dranien burger Thor Täglich humorist. Soiree 11. a.: Studenten Lust u. Leid Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Borverkauf 11-1 Uhr. Sonntag u. Donnerstag im Festsaal Tanzfränzchen. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Huc und Mac, Transformationsaft Fritz Brand, Sumorist. Elise Gebhardt, Norddeutsche Säuger Buntes Theater Borttags Soubrette. Entree 30 Pf. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7hr. ( Ueberbrettl.) Anfang 8 hr. Stöpenickerstraße 68. Enthüllung des Beine- Denkmals. W. Noack Theater. Der Hund. Bunter Teil. Leitung: 0. Straus. Direktion: Robert Dill. Brannenstrasse 16. Wiederauftreten TINY SENDERS. eute: Gr. Extra- Vorstellung: Don Bozona Bradsky. Marcell Salzer. Bokken- Lasson. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachm.: Coralie& Cie. Nach jeder Vorstellung Tanzkränzchen. Entree: Sonntags 50 Pf., Sperrsit 75 Bf., ab 9 Uhr 30 Bi., Wochentags 30 Bf., Sperrfis 50 Bf., ab 9 Uhr 20 Pf. Der Mann im Mende. Cirkus Schumann Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Nach der Vorstellung: Tauzkränzchen. Kleines Theater ( Schall und Ranch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Serenissimus- Zwischonspiele. Karlstrasse. Cirkus Renz- Gebäude. Donnerstag, den 16. Oktober, abends 7 Uhr; Ausserordentl. gr. Vorstellung. Neuester Reitersport, Ball- Spiel mit dem? Fuss hohen Ball, geritten von 8 Herren ohne Sattel. Wilhelm- Theater. Fienidyll, Schöne Seelen, Kollegen. hengste sowie d. HierbrauerFriedrichstrasse 236. Abends& thr: Der Jongleur. Casino- Theater Lothringer Straße 37. Ganz neue Specialitäten: Die Costa- Nesemann ze. Dazu des großen Stassen- Erfolges wegen noch einige Tage: Ihre Familie. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7%, Uhr. Deutsche Konzerthallen. Die dressierten Rapppferde als Fasskünstler etc. Nur noch einige Tage: 10 Genis, Truppe Icarieus. Nur noch einige Tage: Gerettete der Insel Größtes Bergnügungslokal 25 Martinique. Berline. Internationale Konzerte von 5 Künstler Kapellen. Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. 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Die Beerdigung findet am Donners tag, nachmittags um 2, Uhr, vom Strankenhause Friedrichshain nad dem Central- Friedhofe in Friedrichs. jelde aus, statt. Um rege Beteiligung ersucht 90/1 Die Ortsverwaltung. Socialdemokratischer Wahlverein Wichtig für Strassenhändler for den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis Boeren- Postkarten für ( Süd- Ost).g Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse 28176 nach Original Aufnahme und mit eigenhändigen Unterschriften. Kaufmann, Steinmetzstraße 52. 36 Mark ✿ elegante Winter- Paletots, 30 Mark hochjeine Herren- Anzüge, 12 Mark fchivere Winter- Beinkleider. Gnter Stoff, tadelloser St. 14. Krausenstr. 14. 1 Treppe. Tel.- Amt I Nr. 3708.1 Treppe. !!! Spottbillig!!! Julius Meyer Reichenbergerfir. 96A, Stadtbeg. 113b, geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, nahm. 4%, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Brik aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 244/17 Der Vorstand. Deutscherat Anzugstoff- Reste Metallarbeiter- Verband. Hosen- u. Winterpaletot- Reste, Reste auch für 26876 Damen- Paletots u. Kostüme. Tuchfabrik- Niederlage Koch& Seeland, Berlin, Rossstr. 2. Totenfest! Saal mit Theater bühne frei getvorden. 28106 Harmonie"; Snvalidenstr. 1 a. Fritz Preuss Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Albert Fritz am 13. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 16. Oktober, nachmittags 2 ühe, von der Zeichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofs. Stege Beteiligung erwartet 122/16 Die Ortsverwaltung. ece 74a Belle- Alliancestrasse 74a, Gde 123en Bekännten zur Nachricht, dai Buggenbagen am Moritzplatz. Hente Donnerstag: Militär- Konzert Musikcorps Garde- Füsilier- Neg. ( Herr Dippel.) 51992* Jin Kaiser- Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 711hr. Tageskaffe 11-12 Uhr. 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Schillings neun junge afrikanische Störche, sogenannte Berliner Partei- Angelegenheiten. gerichts die freie Passage gehindert worden ist, nicht als ein zweck- Nimmersatt, Tantalus ibis, und eine gestreifte loses oder müßiges angesehen werden könne. Müßig gewesen sei es häne aus dem Gebiete zwischen der Küste und dem Kilima Die Nimmersatt unterscheiden sich Charlottenburg. Heute abend pünktlich 81 Uhr findet im Bolts- nicht genannt werden, da die Frau geglaubt habe, die Käufer vor von unsrem Freund Adebar durch den etwas gekrümmten und an 8%, nicht, denn die Frau habe gehandelt, und auch zwecklos könne es Ndjaro als Geschenk erhalten. Hause, Rosinenstr. 3, die ordentliche Generalversammlung abgerundeten Schnabel. Die Hyäne ist eine Seltenheit des Wahlvereins statt, worauf wir die Mitglieder unter Hinweis auf dem Stande beſſer bebienen zu können und deshalb aus dem Stande der Spigen Freund Abebar durch den etwas gekrümmten und an ersten Ranges und noch niemals in irgend einem zoologischen die gestrige Annonce besonders aufmerksam machen. Am Eingange herausgetreten sei. ausgestellt gewesen. Vor wenigen Die Hochbau- Deputation beschloß gestern, verschiedene Neubauten Garten ausgestellt legitimiert das Mitgliedsbuch. wenigen Jahren, als Ju Wilmersdorf spricht Reichstags- Abgeordneter Ledebour zu errichten; darunter befinden sich der Bau einer Blinden- und Schillings die Auffindung einer gestreiften häne am NatronFortbildungsschule für Waisenmädchen in der Kürassierstraße und See in der Massaisteppe ankündigte, begegnete man ihm mit Mißam Montag in einer bei Struß, Ede der Berliner und Augusta- ferner die Neubauten von Gemeindeschulen in der Putbuserstraße trauen. Bald darauf gelang es ihm aber, zahlreiche Bälge dieser straße stattfindenden Volksversammlung über Fleischnot und und Greifswalderstraße. Die Blindenschule ist mit 153 000 Mart Art zu sammeln, und der Verwalter der Berliner SäugetierFleischwucher. Ebenfalls wird diese Versammlung zur Gemeinde- veranschlagt, die Gemeindeschulhäuser mit 540 000 und 740 000 Mart Sammlung, Kustos Matschie, wies nach, daß man es mit einer rats Wahl Stellung nehmen. bisher noch unbekannten Streifenhyäne zu thun habe, welche er zu Bei den Innungen der Handwerkskammer Berlin wurden vielfach Ehren Hy a ena schilling si nannte. Nun ist dieses merkKöpenid. Die am Dienstag fällige Versammlung des Wahl- Lehrverträge benutzt und Lehrbriefe( Prüfungszeugnisse) ausgestellt, würdige Tier zum erstenmal lebend in Berlin; die Streifenhhäne vereins fällt aus; am Dienstag, 28. Oftober, ist General- bie in keiner Beziehung den geseglichen Anforderungen entsprechen. des Massailandes unterscheidet sich von ihren Gattungsgenossen aus versammlung. Sämtliche Bibliothetsbücher wolle man ab- Die Handwerkskammer hat daher nunmehr von allen Inmuigen andren Gegenden durch die scharf ausgeprägten breiten schwarzen geben; bis zur Bekanntgabe des Termins werden keine Bücher ver- ihres Bezirks die Verträge in je einem Eremplar eingefordert, um Binden, die aschgraue Grundfärbung, das schwarze Knie, den großen Liehen. Der Vorstand. fie auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Innungen, welche die von der schwarzen Stehlfled und die dunklen Zehen. Handwerkskammer herausgegebenen Lehrverträge und Prüfungs88.02 mil Lokales..Beugniffe benusten, brauchen dies mir der Skammer anzuzeigen. eine totale Mondfinsternis statt, zu deren Beobachtung die Räume Zu den Stadtverordnetenwahlen. Durch amtliche Bekanntmachung vom 9. Oktober b. 3. war beſtimmt worden, daß bei den bevorstehenden Stadtverordneten- Erfahwahlen am 5. November im 4. unb 11. Gemeinbe- Wahlbegif ber Abteilung ein aus besizer zu wählen sei. Es hat sich inzwischen aber herausgestelit, daß durch eine Besizänderung eine Verschiebung in der Zahl der Hausbefizer unter den Stadtverordneten eingetreten ist, so daß nur ein Hausbesitzer zu wählen ist. Durch Los ist gestern vom Magistrat bestimmt worden, daß im 11. Bezirk der III. Abteilung ein Hausbesizer zu wählen ist, im 4. tann auch ein Mieter gewährt Mondfinsternis. In den Morgenstunden des 17. Oftober findet Privatklinit und Hoffonzert. Ein Drehorgelspieler hat Anlaß zu der Urania- Sternwarte dem Publikum von 4% Uhr ab zur Vereiner Polizeiberfügung gegeben, nach welcher der betreffende fügung stehen werden. Der Verlauf der Finsternis wird große Hauseigentümer aufgefordert wurde, zur Vermeidung einer fista- Aehnlichkeit mit demjenigen der Mondfinsternis vom 22. April d. I. liſchen Strafe von 100 Mart( event. 10 Tagen Haft) dafür Sorge zu haben, mit dem Unterschiede, bab damals der Schluß des Phänomens tragen, daß die Patienten einer im Nachbarhause befindlichen und diesmal sein Anfang in Berlin zu beobachten ist. Der Eintritt Frauenklinik durch derartige Hofkonzerte fürder nicht gestört unseres Trabanten in den Erdschatten beginnt um 5 Uhr 17 Min. würden. Beschwerdeführend machte der gemaßregelte Eigentümer mitteleuropäische Zeit. Um 6 Uhr 19 Min, befindet sich der Mond geltend, daß dem Befizer des Nachbargrundstücks allenfalls eine bereits vollständig im Bereiche desselben, auf 7 1hr 3 Min. fällt die Civillage freistehe, falls er sich durch die Immission von Ge- Mitte, auf 7 Uhr 48 Min. das Ende der totalen Finsternis und um räuſchen in seinen Rechten gekränkt fühle; aber auch diese erscheine 3 Uhr 50 Min. wird der Mond den Sternschatten der Erde bereits unbegründet, da er nicht verpflichtet sei, die durch dritte auf seinem gänzlich verlassen haben. Da um 6 Uhr 37 Min. der Mond für den Hofe verursachten Störungen zu verhindern. Am allerwenigsten sei Berliner Beobachter untergeht, so werden wir die Verfinsterung mur Immer noch der Milchkrieg. Ueber die geschäftliche Lage des die polizeiliche Strafandrohung am Blaze. Der Oberpräsi bis zum Beginn der Totalität verfolgen können. Berliner Milchhandels nach dem 1. Oktober sprach in einer Milch- dent hat daraufhin auch die eigenartige Polizeiberfügung Händler- Versammlung der Vorsitzende Wiesener. Er bezeichnete aufgehoben. die Verhältnisse als im Vergleich mit dem Vorjahre recht ruhig. Es Die Reformbedürftigkeit unsrer Jrrenanstalten erstreckt sich vor tonime viel neue ringfreie Milch nach Berlin. Von einem Milch- allem auf das Wärterpersonal, das niedrig entlohnt wird und nur mangel sei keine Rede, in Zukunft werde eher ein Milchüberfluß eintreten. Rechtsanwalt Dr. Flatau legte das Urteil in dem Prozesse gegen die Milch- Centrale wegen umlauteren Wettbewerbes vor und verwies auf einige besonders markante Ausführungen in der Urteilsbegründung. So erklärt das Gericht wörtlich: werden. der zu oft ohne genügende Borbildung ist. Wie es mit den Anforderungen in dieser Hinsicht bestellt ist, zeigt die folgende dem Lokal- Anzeiger" von gestern entnommene Anzeige: Frrenanstalt Neu Ruppin sucht zum 1. November einen Klempnergesellen und einen Buchbindergesellen, die zugleich Wärterdienst zu übernehmen haben. Anfangsgehalt 30 Mart monatlich( steigend in einigen Jahren bis ca. 60 Mark) bei freier Station und Dienstkleidung. Unverheiratete, gesunde, unbestrafte Bewerber, 20-25 Jahre alt, wollen sich mit Zeugnisabschriften wenden an den Direktor. Jm Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern beginnt am Donnerstag, den 16. Oktober, abends 81% Uhr, Profeffor Dr. Hensler seinen Vortragskursus über Altdeutsche Götter- und Heldensagen" in der Aula des Friedrich- Werderschen Gymnasiums, NW. Dorotheenstr. 13/14. Eintrittskarten zum Preise von einer Mart für sechs Vorträge sind zu haben bei Georg Belling, W. Leipzigers straße 136; A. Schüz, O. Holzmarktstr. 60; Chr. Tischendörfer, C. Sophienstr. 20;. G. Lederer, W. Surfürstenstr. 70; Bernhard Staar, SW. Friedrichstr. 250; Centralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, SW. Deffauerstr. 14( 8 bis 3 Uhr). " Die Beklagte( Milchcentrale) hat in ihren Cirkularen über ihre geschäftlichen Verhältnisse, besonders über die Beschaffenheit und Preisbemeffung der eignen Milch unrichtige Angaben thatDer Berliner Verein für Schulgesundheitspflege veranstaltet am sächlicher Art gemacht, welche geeignet sind, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen. Unrichtig ist hierbei Dienstag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, im Bürgerfaale bes Rate hauses einen öffentlichen Vortragsabend. An demselben Abend wird bie thatfächliche Angabe bu ber des Cirkulars, beim Bezuge der von der Centrale für 14 Bf. eine wich Klempner und Buchbinder im Hauptberuf und Irrenwärter im Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Hoffa über: Gutſtehung der seitlichen Herstellen könne, für die er beim Einkauf von einem Milchhändler Nebenamt. Was mag da bei 30 Mark Anfangsgehalt für die Kranken Rückgratsverkrümmungen während der Schulzeit", Herr Prof. Dr. Rudolf Lehmann über: Vererbung und Erziehung" sprechen. 20 Pf. bezahle. Die Unrichtigkeit dieser Behauptung steht fest, da viel herauskommen? Beklagte selbst dagegen Einwendungen nicht erhoben hat. Die BeDie Bereinigung der Maler c. ersucht uns, folgendes bekannt Neunundzwanzig Opfer hat der Rudersport der diesjährigen Hauptung, vom Milchhandel in Berlin werde zu Vollmilchpreisen Sommersaison auf den Gewässern in der Umgebung Berlins ge- zu geben: Am Sonnabend find zwischen Siebertstraße und WeidenHalbmilch verkauft, ist nicht erweislich wahr. Sie muß nach der fordert. Die Mehrzahl der Unfälle sind durch den Leichtsinn der weg 30 uittungsmarten a 35 Pf. der Vereinigung verAuskunft des fgl. Polizeipräsidiums als unrichtig bezeichnet werden. Suderer herbeigeführt und nicht weniger als 28 fanden durch Loren gegangen. Der Finder wolle die Marken gegen Belohnung Das Gericht hat auf Grund des Gutachtens des gerichtlichen Sentern von Booten ihren Tod. Nur eine Dame ertrant dadurch, bei Kralowsky, Weidenweg 64, IV, abgeben orlangais Chemiters Dr. Bischoff als erwiesen erachtet, daß die von den daß das von ihr benußte Fahrzeug von einem Dampfer zerschnitten Fenerbericht. Mehrere Brände hatte die Wehr in der Zwischennite, sich ben Berliner Milchhändlern ohne Auswahl verkaufte Bollmilch den wurde. Die Mehrzahl der Unfälle ereignete fich auf den Gewäffern polizeilichen Anforderungen an Vollmilch im ganzen Umfange der Oberspree und Dahme. Im Müggelsee allein, eins der entsprochen hat." tüdischten Gewäffer, ertranten sieben Personen. Nicht festzustellen Ueber das jüngste Flugblatt der Centrale bemerkte der Redner, ist die Zahl derjenigen, die mit einem unfreiwilligen Bade davon daß der Ring, selbst wenn alle Ringmilch verpachtet sei, nicht von einem famen. Nach amtlichen Feststellungen beträgt die Zahl der auf der Siege sprechen könne. Erstens verringere die Auflösung zahlreicher Spree, Dahme und Havel gefenterien und geretteten Personen 126. Milchgenossenschaften die Vorräte der Centrale gang erheblich, zweitens Da jedoch die Mehrzahl derartiger Unfälle nicht zur polizeilichen täme es darauf an, ob die Verpachtung der Ringmilch auch zu Kenntnis gelangen, so dürfte die Zahl derselben thatsächlich noch Centralpreisen erfolgt sei. Das Urteil gegen die Milchcentrale mehr als boppelt so groß fein. lodro Ein verspäteter Beitrag für die Zuchthaus- Denkschrift. Ein zeit abzulöschen. In der Nacht zum Mittwoch wurde sie nach der Lehrterstr. 6 gerufen, wo in einem Keller durch unvorsichtigkeit ein Brand entstanden war, der Spiritus and Verpackungsmaterial ergriffen hatte. Glücklicherweise konnten indes die Flammen bald abs gelöscht werden, so daß größerer Schaden nicht entstanden ist. Längere Beit nahm die Ablöschung eines Feuers am Stralauer Play 13 in Anspruch. Hier hatten Kleidungsstücke, Möbel, der Fußboden, sowie die Ballenlage Feuer gefangen, so daß die Mehr mit einer Schlauchleitung tüchtig Wasser zu geben hatte, um die Gefahr zu beseitigen. In der Triftstr. 3 war nachmittags ein Brand in war gelöscht wurde und einem Friseurgeschäft ausgetoninten, ber aber bald gelöscht wurde und in der Hauptfache nur Möbel und Berücken beschädigte. Gardinen und Aus den Nachbarorten. Ein trauriges Nachspiel hat der Jagdunfall" in Schallehne bei bezeichnet, alle gegen diesen erhobenen Beschuldigungen hätten sich Rathenow gehabt, über den schon mehrfach berichtet wurde. Der als unrichtig herausgestellt. Folgende Nesolution fand Bankier Denice, der seit 17 Jahren in der Möckernfir. 131 ein einstimmige Annahme:„ Die Versammlung tonstatiert, daß fleines Geschäft betrieb, hatte bei Rathenow eine Jagd gepachtet und Betten gingen abends 101hr in der Wasserthorstr. 16 in einer Schlafftube die Informationen, die der Herr Landwirtschaftsminister v. Bobbielski wurde dort am 7. b. M. erschossen aufgefunden. Da sich nicht fagen in Flammen auf, während in der Gerichtstr. 9a durch Ueberföchen über den Berliner Milchhandel allem Anscheine nach wie in Sachen ließ, ob ein Selbstmord vorliege, so wurde ein Jagdunfall an von Teer ein Brand entstanden war. In der Fleischnot von Herrn Ring Dippel erhalten hat, durch das genommen. Jetzt erscheint diese Annahme nicht mehr haltbar. Das mußte ein Schornsteinbrand beobachtet werden. Ginen Kellerbrand beber Auguftstr. 14/15 Gerichtsverfahren gegen die agrarische Milchcentrale wegen unlauteren Bankgeschäft in der Möckernstraße ist seit Montag geschlossen, die hatte die Wehr in der Kurfürstenstr. 28 zu beseitigen. Gerümpel Wettbewerbs eine durchschlagende Widerlegung erfahren haben. Sie Angestellten sind entlassen. Zu diesen gehörte auch der 40 Jahre und Verpackungsmaterial wurde hier eingeafchert. Wohnungsbrände, bedauert, daß nach den Aeußerungen des Herrn Landwirtschafts- alte Bantbeamte Emil Ruedli, ein Junggeselle, der seit 15 Jahren die in der Hauptfache Gardinen und Möbel beschädigten, mußten in ministers im Abgeordnetenhause gerade diejenige Behauptung, deren bei Denice beschäftigt war und seit 7 Jahren in der Barutherstraße der Friedrichsbergestr. 3 und in der Sebastianstr. 74 abgelöscht Inrichtigkeit jetzt von Gerichtswegen festgestellt ist, zum Erlaß der ein möbliertes Zimmer bewohnte. Ruedli wurde gestern, Mittwoch, werden. Außerdemt liefen im Laufe des Mittwochs noch Alarmierungen neuen Berliner Milch- Polizeiverordnung geführt hat." morgen von seiner Wirtin, die ihm den Kaffee bringen wollte, in von der Holzmarktstr. 46 und vom Grünen Weg 66 ein, die jedoch Der Stadtverordneten- Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage feiner Wohnung erhängt aufgefunden. Er nahm sich das Leben, beide auf unbedeutende Anlässe zurückzuführen waren. über die Einführung einer neuen Besoldungsordnung für weil er bei Denice 12 000 m., den Ertrag seiner fünfzehnjährigen die Oberlehrer an den städtischen Gymnasien, Realgymnasien, Arbeit, einbißte. Denicke verlor dieses und andres Geld durch Ober- Nealschulen, Realschulen und höheren Mädchenschulen hat unter mißglüdte Spekulationen. dem Vorsiz des Stadtv. Cassel und in Gegenwart des Stadtschulrats hthaus- Dentichrift. Vom Grunewald. Die Pläne zur Erschließung des Grunes Dr. Gerstenberg folgendes beschlossen: Der Stadtverordneten- Ver- angeblicher Word versuch beschäftigt die Kriminalpolizei. In sammlung vorzuschlagen, wie vom Staate auch bei der Kommune ein der Nacht zum Mittwoch um 1 Uhr hörte man am Halleschen Thor walds für den allgemeinen Verkehr sind nahezu fertig. Bei den Anfangsgehalt von 2700 M. und ein Höchstgehalt von 5100 M., einen plötzlich vom Landwehrkanal herauf gellende Hilferufe. Die wenigen in diesem Winterhalbjahre stattfindenden Abholzungen wird die Wohnungsgeldzuschuß von 900 M. und eine feste Zulage von 900 M. zu Leute, die noch unterwegs waren, sahen an dem Postgebäude am Forstverwaltung für die neuen Straßenbauprojekte durch Freilegung gewähren. Die hiernach zu normierenden Gehälter werden vom 1. April Tempelhofer Ufer einen Mann im Kanal liegen, der sich nur mit 1902 ab nachgezahlt. Bom 1. April 1903 ab beträgt das Anfangs- Mühe über Wasser hielt. Ein Artist und ein Opernsänger machten gehalt 2000 M. und das Höchstgehalt 5300 M. Außerdem wird ein sich gleich an das Rettungswerk. Es gelang auch, den Mann in den pensionsfähiger Wohnungsgeldzuschuß von 900 M. und eine feste Sahu zu bringen und auch lebend zu landen. Der Gerettete, ein Zulage von 900 m. gewährt." Die Erhöhung des Schul- 28 Jahre alter Arbeiter Paul Nimekli, der in der Rostockerstr. 12 geldes wurde abgelehnt und der Magistrat soll durch eine in Schlafstelle wohnt, giebt von der Art, wie er in das Wasser geAnnahme einer Resolution ersucht werden, der Stadtperordneten- fommen sein will, eine Darstellung, die von vornherein wenig glaubVersammlung eine Vorlage zu machen über die Verbesserung der würdig flang, die aber trop dem die Kriminalpolizei nötigte, wegen Grundsäge bei ber Berechnung der zurückgelegten Zeit als Bilfs versuchten Mordes Ermittelungen anzustellen. Nimekti, der auf lehrer oder Gemeindeschullehrer der Lehrer an den höheren städtischen einem Kohlenplay in der Haidestr. 2-20 arbeitete, erzählte etwas Lehranstalten. Die bisher gebräuchliche Gewährung von Freistellen verworren, daß ihn givei Arbeitsgenossen, die er nur mit den Bor ( Freischule) an die Kinder von Leitern und Lehrern höherer Lehr- namen Karl und Wilhelm kenne, in den Kanal geworfen hätten, weil anstalten und Mädchenschulen soll für die Kinder, die am er sich geweigert habe, mit ihnen zu streiten. Nimezki ist wahr 1. Oftober 1902 und später eintreten, fortfallen. fcheinlich angetrunken gewesen und im Schlafe vom Geländer in den Stanal gefallen. Für das Publikum der Berliner Markthallen ist ein Urteil des Slammergerichts von Interesse, bei dem es auf die Auslegung der Bei den Herstellungsarbeiten der Unterleitung für die Straßen Berliner Polizeiverordnung vom 14. März antam. Diese Wer- bahn auf dem Schloßplatz ist ein Hindernis zu überwinden, durch ordnung, welche den Verkehr in den Markthallen regelt, be- welches die Ausführung des Banes eine wesentliche Verzögerung stimmt in ihrem§ 14:„ äufer wie Verkäufer find gehalten, jegliche erfährt. Es handelt sich um die Durchführung der Unterleitung auf Verletzung des Anstandes und jede Störung der öffentlichen Ruhe der Ueberbrüdung des Abflußkanals der Alten Schleuse. Es hat sich und Ordnung zu unterlassen. Wißiges, atvedloses Stillftehen, wo die Notwendigkeit berausgestellt, die Brückenkonstruktion tiefer zu durch die freie Passage gehindert wird und bei etwaiger ubestörung legen, damit die Eisentäften, welche die Unterleitung aufzunehmen der Zuſammenlauf vergrößert wird, ist unbedingt berboten. haben, eingelassen werden können. In Rückſicht auf die enorme Bergehen gegen diese Bestimmungen werden durch einen andren Belastung, welche das Bautverk durch die über dasselbe fahrenden Baragraphen unter Strafe gestellt. Wegen Vergehens gegen Strafiwagen erfährt, ist auch eine wesentliche Verstärkung des den§ 14 war die Standinhaberin Müller zu einer Geldstrafe ver- Brüdenlagers erforderlich. Es muß infolgedeffen ein vollständig urteilt worden, weil sie, als mehrere faufluffige Berfonen an ihrem nenes Trägersystem und Unterbelag hergestellt werden, eine Arbeit, Stande erschienen, aus dem Stande herausgetreten war und vor die mehrere Wochen in Anspruch nimmt. von Waldstreifen sorgen. Völlig unentschieden ist Frage, an welcher Stelle zur Weiterführung der Heerstraße BerlinDöberitz die Havel überbrückt werden soll. Dem Vernehmen nach bestehen hierfür drei Pläne. Nach dem einen muß nicht nur die Havel, sondern auch eine seeartige Einbuchtung des Flusses überbrückt In diesem Falle würde werden, um das andre Ufer zu erreichen. die Heerstraße füdlich von Pichelsdorf vorüberführen und eine faft geradlinige Fortführung des bisherigen Straßenzuges bilden. Die Ausführung würde allerdings fehr loftfpielig fen. Der zweite in Erwägung gezogene Plan geht dahin, die Havel weiter nördlich, zivischen Pichelsdorf und Tiefwerder zu überbrüden; auch hierbei wäre noch ein günstiger Anschluß an die Hauptverkehrsstraße des Grunewalds zu erreichen. Nach dem dritten Vorschlagen soll die Heerstraße noch näher an Spandau vorübergeführt und zu diesem Zwecke die bisherige Havelbrücke der Lehrter Eisenbahn ausgebaut werden; diese geht nämlich auf der Strecke von Rubleben ab anläg= lich der Spandauer Bahnhofsumbauten gänzlich ein, weil die Geleise mit denen der Hamburger Eisenbahn von Verliu aus bis über Spandau hinaus zusammengelegt werden. d Ein aufregender Vorfall spielte fich gestern nachmittag auf der Dorffelbst belucgte sich ein Cin Dahme bei Köpenid ab. fuller, in welchem zwei Herren faßen, in der Sichtung nach Griinau. Die Mannschaft eines entgegenkommenden Vierers vom Verein Friesen" bemerkte nun, wie einer der Insassen des Einstullers auffällige Bewegungen machte, über den Rand des Bootes ins Wasser stürzte und sofort in die Tiefe verfant. Der in Boote Zurida gebliebene rief un Silfe und machte die Infassen des erwähnten Vierers darauf aufmerksam, daß der Verunglückte Epileptiter fei. diesem mit den Leuten verhandelt hatte. Das Landgericht I ver Ein gefährlicher Zusammenstoß zwischen einer Wagent der Kurz und entfchloffen sprang ein Mitglied der Friesen"-Mannschaft, warf die Berufung der Angeklagten, der Straffenat des stammer- Straßenbahngesellschaft und einem Brauerwagen erfolgte gestern Saumann Dertel, ins Wasser und bei wiederholten Tauchen fand gerichts gab jedoch ihrer Revision statt und sprach Frau Müller nadmmittag gegen 3 Uhr in der Landsbergerstraße. Während der er den Berunglückten in zusammengekrümmten Zustande, den stopf mit folgender Begründung frei: Es sei sebe zweifelhaft, ob über Gleftrische in voller Fahrt herangesanft kam, fuhr der Brauerwagen nach unten gerichtet, auf dem Grunde des Flusses. Dem inutigen haupt jemand wegen Vergehens gegen die Bestimmung des§ 14 im Trabe aus der Meinen Frankfurterstraße heraus, so daß beide uberer gelang es, den Berunglückten, am Kragen des Paletots bestraft werden könne, die die Stäufer und Verkäufer in den Wagen zusammenprallten. Der Bierkutscher wurde vom Bod gehaltend, dem Woote guzuführen, und nun wurde der Bewußtlose ans Berliner Markthallen verpflichtet, jebe Berlegung des Austandes und schleudert und zog sich einen Armbruch zu; man verband ihn in Land gebracht, wo die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche jede Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung zu unterlassen. ber linfallstation. Der Juhait mehrerer Biertonnen ergoß sich auf zunächst erfolglos blieben. Die Rettungsversuche wurden dann in Denn diese Vorschrift jei so allgemeint, daß jich kaum ein ihr die Straße. Den Straßenbahnwagen wurde der Vorderperron ein- bder Wohnung eines Mitgliedes des Spindlersfelder Rudervereins entsprechenden Thatbestand werde feststellen lassen. unbedingt fortgefeht und biet gelang es dann auch nach nahezu halbstündigen Inpost Mühen, den Erstarrten ins Leben zurückzurufen. Der Verunglückte, rechtsgültig sei dagegen die Bestimmung, die mußiges zived loses Stillſtehen, wodurch die freie Passage gehindert wird 2c., ver- Der Berliner Zoologische Garten hat durch den, um die Erdeffen Namen nicht sofort festgestellt werden konnte, wurde einem bietet. Sie könne hier aber nicht angewendet werden, weil hier bas l forschung der Tierwelt von Deutsch- Dstafrila hochverdienten Reisenden Krankenhause zugeführt. gedrückt. Moabit! Moabit! 31 6. Wahlkreis. Mobi Donnerstag, den 16. Oktober, abends 8%, Uhr Volks- Versammlung thodischi in Ahrens Brauerei, Turmstr. 25/26. to dr de Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Die deutsche Weltmachts- und Hunger- Politik. Referent: Stadtverordneter E. Vogtherr- Stettin. 2. Diskussion. Um recht rege Beteiligung ersucht Zähne 2 Mk. 10 Jahre Garantie. Teilzahlung wöchentlich 1 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 Mark. Plomb. 1,50 M. Reparat. sof. Umarbeit schlecht sitz. Gebisse. Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. ( Haus Schaarwächter.) 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Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 28026 28126* Arbeitsmarkt. Stellenangebote. 27826 28076 Achtung! Achtung! Bauarbeiter. Der Bau Badstraße 64, Unternehmer P. Ueberholz, ift wegen Lohndifferenzen bis auf weiteres für organisierte Arbeiter gesperrt. Die Lohnkommission. Achtung, Holzarbeiter! Gesperrt sind folgende Werkstätten für Tischler, Einsezer, Maschinen arbeiter und Polierer: A. Schulz, Krautstr. 18/19. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Kimbel u. Friedrichsen, Yorkstr. 43. Kimbel u. Friedrichsen, Yorfstr. 59. Lur u. Engelbrecht, Görliger Ujer. Wehner, Stallschreiberstr. 58. Bache, Fruchtstr. 8. 17 Die Ortsverwaltung.