Ur. 247. Abonnements Bedingungen: gungen: Abonnements- Preis pränumerando: im Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter SonntageBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat Erscheint täglich außer Montags. biseda 19. Jahrg. Vorwärts Berliner Dolksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und geweitschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der Tag der Abstimmungen. Mittwoch, den 22. Oftober 1902. heim tie gegen die Kommissionsbeschlüsse. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Polizeigewalt und Rechtsprechung. schlag des Präsidenten, den Singer aufgenommen hatte, stimmte ,, Wir dänischen Bauern wünschen keinen Zoll auf Korn und dann nur unsre Fraktion. Futterstoffe. Wir wünschen keinen Schuh auf Kosten andrer, noch Dann tamen die Abstimmungen, zunächst über die wünschen wir die Lebensmittel für unser Bolt zu verteuern." Am fünften Tage ist es dem Reichstag gelungen, die Debatte Mindestzölle. Für den Bündlerantrag-7,50 Mart- 3oll- ftimmten Diese aufrichtige und anspruchslose Massenlundgebung eines über den Weizen- und Roggenzoll abzuschließen und in drei Bäh- 44 Unentwegte. Sie hielten auch für den Antrag Heim- 6 Mart Standes, der in andern Ländern in der Regel am lautesten schreit, wenn lungen festzustellen, wieviel unbedingte Bündler und wieviel An- Boll die agrarische Fahne hoch und sammelten noch fast alle es gilt, die eigenen Interessen auf often andrer zu fördern, hänger der Kommissionsbeſchlüſſe im Hauſe vorhanden sind. Zur bayrischen Centrums- Abgeordneten und die drei Nationalliberalen machte tiefen Eindruck auf die Repräsentanten der fremden Länder. Ermittelung dieser vorläufigen Zahlenangaben hatte sich ein Auf- Deinhard, Sieg und Graf Driola darunter. Die Mehrheit, mit Die Worte der Jütländer find, um als Vorbild zu dienen, in viele gebot von faft 350 Abgeordneten eingestellt. Mit ziemlicher Un- ber die Kommissionsanträge Roggen 5,50 Mart, Weizen Sprachen, unter anderm auch ins Japanische übersetzt worden. geduld wartete diese wimmelnde Masse, von der nicht wenige den 6 Mark- durchgesetzt wurden, war keineswegs glänzend. Wenn die dänischen Landleute mit klarem Blick die Wirkungen Reichstag während der bisherigen vier Jahre ihres ruhmreichen Sie setzte sich aus dem Centrum, den Konservativen, den Anti- sehen, die der Kampf um die Landwirtschaftszölle in den uns umparlamentarischen Wirkens nur vom Hörensagen kennen gelernt haben, semiten, den Polen, Elsässern und einigen versprengten hoch gebenden Ländern hervorgerufen hat, so müssen sie mehr als je an auf den Augenblick, tvo fie in Attion treten sollten. Aber die Vor- agrarischen Nationalliberalen zusammen, die auf die Beschlüsse ihres ihrem eignen Standpunkt, der auch nationalökonomisch unantastbar stellung aus dem Cirkus Busch, die den ersten Teil des Tages ein- legten Parteitags pfeifen. Fünf Centrumsabgeordnete enthielten fich ist, festhalten." nahm, nahm noch geraume Zeit in Anspruch. Hätten die Social der Stimme, Graf Ballestrem und Krebs, wohl deshalb, weil sie Der Vortrag wurde mit größter Aufmerksamkeit angehört und demokraten noch so zahlreiche Redner entsandt, so hätte man zum Präsidium gehören, Fusangel und Humann wohl wegen der erweckte lebhaften Beifall. unfehlbar wieder über„ Obstruktion" geklagt. Die Herren Stimmung in den westfälischen Industriekreisen. Unter den NationalDr. Röside, Dr. Hahn, Nißler, Bindetvald, Graf Schwerin- Löwitz und liberalen fehlten Heyl und Sieg bei dieser Abstimmung. Die Söhne Herold hatten sich so außerordentlich viel zu sagen und die Linke des ersten und des dritten Kanzlers stimmten verschieden. Fürst mußte den Herren Agrariern der verschiedenen Schattierungen die Herbert Bismard ging zwar nicht mit den Bündlern, stimmte aber der Reichstags- Nachtahl im Kreise Saarbrücken sind wiederholt Aus dem Saargebiet wird uns geschrieben: Gelegentlich weitere gründliche Prüfung der Vorlage allein überlassen. Die für den Kommissionsbeschluß, beim Fürsten lerander Hohenlohe Verlegungen der Rechte des Wähler vorgekommen. Pausen zwischen dem Auftreten der ernsteren Kräfte wurden durch weiß man nicht, ob er für die Regierungsvorlage oder gar für die Einen dieser Fälle hat das socialdemokratische Wahlkomitee nach die Herren Bindewald und Nißler ausgefüllt. Herr Bindewald, dem Zollsäge jener Aera gestimmt hätte, wo man noch nicht wollte, daß die Re- Erschöpfung der andern Instanzen zum Gegenstand einer Eingabe sein Fraktionsgenosse Liebermann von Sonnenberg in liebenswürdiger Kollegialität Hans Pinsel getauft hat, erklärte jich bereit, gierung Brotwucher treibe. Er stimmte sowohl gegen den Antrag Wangen- an den preußischen Minister des Innern, Herrn v. Hammerstein, ge= macht. Die Eingabe besagt: Der Bürgermeister von Gersaus Patriotismus die Verteuerung des Brotes zu tragen, und schloß Am Mittwoch, in der 200. Sitzung der Seffion, wird die Dis- weiler( Regierungsbezirk Trier) hat am Sonntag, 20. April 1902, mit der Versicherung, daß auch ein Maler ein Künstler sei. Herr fussion über die Zollsätze für Gerste und Hafer beginnen. nach Ausschreibung der Reichstags- Nachwahl, die Verteilung von Nißler wieder teilte dem Haufe die Neuigkeit mit, daß es sich um die Entscheidung um schwerwiegende Fragen handle. Aus den Unter- Die Zollberatung wird also ihren Fortgang nehmen. Man auf§ 43 der Gewerbe Drdnung, in der Verteilung fortfuhren, die Wahlflugblättern untersagt, und als die Verteiler, sich berufend haltungen der andren Herren ging hervor, daß der Konkurrenzneid mag sich in allerlei Mutmaßungen ergehen, wie diese Fortführung Blätter beschlagnahmt. Sie sind einige Zeit nachher freiüber die Bauernstimmen zwischen Bündlern, Regierungskonservativen der Beratung durch Regierung und Bollparteien sich verstehen gegeben worden. Die Beschwerde gegen den Bürgermeister hat der und Ultramontanen aufs höchste gestiegen ist. laise, wenn doch die Einigung und die schließliche Durch Landrat zu Saarbrücken zurückgewiefen mit der Begründung, Nach diesem Gezänt und vor den Abstimmungen erlebte das führung als ausgefchloffen ausgegeben werden. Für die daß die Verteilung an dem betreffenden Sonntage eine strafbare Haus ein nochmaliges Auftreten des Reichskanzler 3. Schon Oppofition kann es bei dieser Lage der Dinge nur Schon Opposition fann es bei dieser Lage der Dinge nur die lebertretung der Regierungs Polizeiverordmmg vom 14. Delange vorher hatte sich die Kunde verbreitet, daß Graf Bülow eine Lofung geben: den Kampf inn die Gestaltung des Tarifs zember 1853( Sonntagsheiligung) sei; der§ 43 der Gewerbenochmals das Wort nehmen würde, um einige Angriffe der agra- mit aller Nachhaltigkeit und Ernsthaftigkeit fortzuführen. Ordnung stehe der Anwendung dieser Verordnung nicht rischen Redner der letzten Tage abzutvehren. Insbesondere scheint Ob es in dritter Lesung noch zu einer Einigung kommen entgegen, und die Wegnahme der Flugblätter fei zur ihm bemerkbar gemacht zu sein, daß er bisher die Pflicht verab tann, nachdem die Regierung sowie die Mehrheitsparteien sich mun Verhütung weiterer Uebertretungen berechtigt gewefen. Die Befäumt habe, den Monarchen gegen den Vorwurf zu schützen, als feierlichst festgelegt haben, ist nicht abzusehen. Aber wir dürfen schwerde gegen die landrätliche Entscheidung wurde von dem ob er die Ablehr von der äußersten Ueberzöllnerei befohlen habe. nicht nude werden, die Bestrebungen, die dahin drängen, sorgfältig negierungspräsidenten zu Trier ebenfalls abgewiesen. Graf Bülow fühlte das Bedürfnis, nochmals nachzuweisen, Die Eingabe an den Minister beantragt: den Regierungspräsidenten wie agrarisch er sei. Er leitete seine Rede mit dem Nachweis ein, Auch heute liegen mehrere Anzeichen derart vor. entsprechend anweisen zu wollen. Die Eingabe weist darauf hin, daß die Industrie von dem neuen Tarif bei weitem nicht so be- Die Bündler haben auf einen großen Teil der von daß in der letzten Zeit eine ganze Reihe von preußischen günstigt würde wie die Landwirtschaft, und er versicherte, daß keine ihnen jüngst eingebrachten Ueberzollanträge bereits wieder Landgerichten und wiederholt auch das preußische Höhere Willtür von oben herab' den Agrariern irgendwelche Ver- verzichtet, sind also entschlossen, vielfach sofort für die Anträge sammergericht als Revisionsinstanz entschieden: daß in dem günstigungen vorenthalte, die mit dem Abschluß von Handels- der Kommissionsmehrheit einzutreten, die sie soeben noch als Berrat Berteilen von Flugschriften an Sonntagen eine Verlegung jener berträgen noch verträglich seien. Er habe das Seinige für die Land- an der Landwirtschaft geschmäht hatten. Regierungs- Polizeiverordnungen, die ja in allen preußischen Regiewirtschaft vollauf gethan. Einen agrarischer gestimmten Reichs- Das Centrum bereitet ein weiteres Zurüdweichen in der rungsbezirken den nämlichen Inhalt haben, nicht zu erblicken ist. fanzler tönnte man auf Jahre hinaus nicht erwarten! Auch dem Frage der Berwendung der Mehrbeträge vor. Die In einer fammergerichtlichen Entscheidung heißt es u. a.: Auslande gegenüber hat er sich nicht gebunden. Ebenso wenig aber Germania" erklärt sich bereit, ihr Verwendungsgesetz nur auf den habe er bei Plaudereien am Kamin des Reichskanzlerpalais mit mehrertrag aus Nahrungsmittel zöffen zu beschränken sowie Abgeordneten der Mehrheitsparteien während der letzten zwei Jahre die Summen zum Abzug zu bringen, die sich aus der steigenden jemals mehr versprochen, als er jetzt halte. Bevölkerungsziffer ergeben. So soll der berüchtigte Ausgleich" der Regierung annehmbar gemacht werden. " zu beachten. Angesichts solcher Leistungen fühlte sich Graf Billow arg ber fannt und auch über die Presse führte er lebhafte Beschwerden, daß Schließlich sei verzeichnet, daß auch die Spigen der Re sie seine Größe und den Ernst seiner Politik nicht genügend würdigen. gierung an der Hoffnung festhalten, daß etwas zu stande Selbst August Stein, so lange sein getreuer Lobredner, versteht ihn tommt". Auf dem Festmahl bei der Schlußfeier der Düsseldorfer in der Frankfurter 3tg." nicht mehr und nennt seine Redeweise Ausstellung hielt wiederum Minister Möller eine Ansprache, die pastoral; auch dieses ungemein wichtige Ereignis vergaß der Reichs- in der Zuversicht ausklang,„ daß der natürlich gesunde fanzler nicht zu erwähnen. Den Schluß der Rede bildete die Menschenverstand mächtiger sein wird als aller Understand nochmalige Versicherung, daß für die Regierung der Parteien und daß wir aus der schwierigen Situation, höhere Bölle für Weizen und Roggen als die im in der wir uns gegenwärtig befinden, schließlich doch mit Entwurf vorgeschlagenen in jedem Stadium der Beratung dem Erfolg herausgehen, daß ein Ausgleich unter den verschiedenen Interessen gefunden wird". Herr Möller hofft zuversichtlich, daß die Agrarier sich schließlich doch hinreichend zur Regierungsvorlage befehren werden, die ihm als das Wert des gesunden Menschen verstandes" gilt. unannehmbar sein würden. Politifche Ueberficht. Mit keinem Worte aber äußerte sich der Reichskanzler über die Frage, die nun auf aller Lippen schwebt: Was soll werden? Wollte der Reichskanzler wirklich den Anspruch erheben, daß seine Politik ernst gewürdigt werden soll, so mußte er aus seinem Erflärungen die Folgerung ziehen: Wenn dennoch die Mehrheit die Regierungsvorlage verwirft und Zölle beschließt, mit denen Handelsverträge unmöglich sind, so wird die Regierung unverzüglich das Urteil der Wählerschaft anrufen! Mindestens aber Berlin, den 21. Oftober. mußte Graf Bülow die Zurückziehung der Vorlage ankündigen. Diese Landwirte als Schutzollgegner. Folgerungen zieht aber der Reichskanzler nicht und ebenso- Unlängst fand in Aarhus die 28. Delegiertenbersammlung des wenig denken die Mehrheitsparteien an schnelle Reichstags- Verbandes der jütländischen Landwirtsvereine statt, zu der 190 DeNeuwahlen. Vielmehr sprach der Centrumsführer Herr Herold legierte und mehrere Landsthings- und Follethings- Abgeordnete eroffenherzig genug von den heftigen Kämpfen in der schienen waren. Dort hielt der Großhändler und bekannte nationaleignen Partei, die eine Auflösung entfesseln würde. ökonomische Schriftsteller A. P. Köedt einen Vortrag über die Stellung der Landwirtschaft zur Boll- Gesezgebung und sagte unter andrem: „ Ich kann den Landwirten warm empfehlen, sich nicht durch Bollgelüfte zersplittern zu lassen, sondern sich von neuem in vollem Eifer um die alte gesunde Reformiforderung zu sammeln: Keinen neuen und feinen erhöhten Zollschutz, sondern angemessene Herabjegung der bestehenden Schutzölle. " Der Vorderrichter hat mit Recht angenommen, daß durch den§ 2 der gedachten Polizeiverordmmg, die erlassen ist zur äußeren Heilighaltung der Sonn- und Feiertage, nur die öffentlich bemerkbaren Arbeiten verboten sind, die durch die Art ihrer Verrichtung geeignet sind, das religiöse Gefühl der Andacht und der Erbauung in seiner Allgemeinheit zu verlegen und die Feiertagsruhe zu stören. Die von den Angeklagten vorgenommene Verteilung von Druckschriften hat nun zwar der Vordervichter für eine öffentlich öffentlich bemerkbare Arbeit erachtet; er ist jedoch zu der weiteren Feststellung gelangt, daß diefe Thätigkeit der Angeklagten weder an sich, noch nach der Art und Weise, wie die Verteilung vorgenommen wurde, geeignet war, das religiöse Gefühl der Bewohner des Ortes Wülfrath und den Sonntagsfrieden in diesem Ort in seiner Allgemeinheit zu verlegen..." ni mtand Zum Schluß führte die Eingabe an: Wenn die Entscheidung des Herrn Regierungspräsidenten zu Trier bestehen bliebe, so wäre das eine Unwirksammachung des§ 43 G.-D. für die Sonn- und Feiertage. Den Arbeitern wäre damit die Verteilung von Wahlschriften nahezu unmöglich gemacht, da sie dazu nur an Sonn- und Feiertagen die Möglichkeit haben." Auf die Eingabe ging dem Beschwerdeführer kürzlich folgende Antwort zu: Der Minister des Innern. Berlin, den 27. August 1902. II b 8421. Auf die Beschwerde vom 17. Juni dieses Jahres über den Bürgermeister bon Gersweiler wegen Verhinderung der Verbreitung von Wahlflugblättern am Sonntage eröffne ich Ihnen nach Prüfung des Sachverhalts, daß es bei der auf zutreffenden Erwägungen beruhenden Entscheidung des Herrn Negierungspräsidenten zu Trier vom 23. Mai d. J. zu be wenden hat. In Vertretung: ( Name unlesbar.) Der eigentlichen Abstimmung ging schließlich noch ein bedeutsames Zwischenspiel voran. Es wird immer deutlicher, daß Herr Eugen Richter sich berufen fühlt, als Geburtshelfer des 3olltarifs zu wirken. Bei der Feststellung der Abstimmungsart war der Präsident loyal genug gewesen, dem Hause bezüglich der Abstimmung der Tarifpofitionen zunächst eine Abstimmung über den grundsäglichen Antrag der Socialdemokraten auf BollMit ein paar Federzügen überwindet man im preußischen freiheit vorzuschlagen. Daran sollten sich die Abstimmungen über Folgen wir diesem Weg, so thun wir das beste, was Dänemark Ministerium des Innern die Thatsache, daß das Vorgehen des die erhöhten Zollsäge anschließen. Herr Nichter widersprach jedoch der englischen Gefahr"( das heißt: der Gefahr, daß der englische fa arabischen Bürgermeisters und die Entscheidung und war so gütig, den Brotwucherparteien damit nicht nur eine, Markt der dänischen Landwirtschaft verloren geht) gegenüber thun seiner beiden Borgesetzten in traffem Widerspruch stehen fondern etwa 900 Abstimmungen zu ersparen, denn natürlich ist kann. Wir begegnen dieser Gefahr mit flarem Stopf, ungeschwächtem mit zahlreichen Entscheidungen preußischer Landgerichte und des der erste Abstimmungsmodus entscheidend auch für die Zukunft. Selbstvertrauen und furchtlos in die Zukunft blickend. Vor kurzem obersten preußischen Gerichts, des Kammergerichts. Mittlerweile hat Dies Verdienst erkannten die Herren Graf Limburg- Stirum, Spahn sprach ich in einer Versammlung vor ausländischen Nationalötonomen, auch das Saarbrückener Schöffengericht die Flugblattverteiler von der und Bassermann auch sofort willig an. Rebenbei hatte Herr Bolitikern, Fabrikanten und Kaufleuten über die Verhältnisse innerhalb Antlage der Sonntagsentheiligung freigesprochen. Trogalledem hat Richter noch den kleinen Vorteil, seinen näheren Parteigenossen die der unbeschüßten dänischen Landwirtschaft. Ich schloß mit der Verlesung es nach der Erklärung des Ministeriums des Innern bei der Entöffentliche Konstatierung der Thatsache zu ersparen, daß sie gegen der bekannten Matrup- Resolution, die nach Aufforderung des Guts- scheidung des Trierer Regierungspräsidenten zu bewenden". Steht die freie Einfuhr von Lebensmitteln aus Gründen der befizers Westenholz im Verlauf von 14 Tagen von 30 000 jüt- Herr v. Hammerstein über dem Gesetz? Opportunität stimmen würden. Singer kennzeichnete flar und ländischen Bauern unterzeichnet wurde. Es herrschte tiefste Stille scharf den freifinnigen Liebesdienst und Heldenmut. Für den Vor- in der Bersammlung bei den Worten der jütländischen Bauern: Deutsches Reich. Das Zollopfer. Die zolloffiziösen„ Berl. Pol. Nachr." sagen in einer Polemik gegen die Agrarier: ,, Nach sorgfältiger Berechnung würde der Mehrertrag der landwirtschaftlichen Zölle fich auf rund 175 Millionen Mart, der Mehrertrag der industriellen Zölle auf rund 35 Millionen Mark stellen. Die Verstärkung des Zollschutzes, welche die verbündeten Regierungen der Landwirtschaft in Aussicht gestellt haben, verhält sich daher zu den für die Industrie geplanten Vermehrungen des Bollschutzes wie 175 zu 35, d. h. die Verstärkung des Zollschutzes für die Landwirtschaft beträgt rund 500 Proz. desjenigen für die Industrie." 210 Millionen Mark soll also allein das Reich durch die Zollerhöhungen profitieren. Das ist aber nur eine Winzigkeit gegenüber den Summen, die durch den Grenzzoll die Grundbesitzer und die Großkapitalisten der Syndikate einstreichen sollen. " 1 Parlamentarifches. werden die Regierung und die Mehrheit( der Kammer) danach| nach Hankau abzugehen; die Maßregel steht in Zusammenhang mit trachten, zur republikanischen Tradition(!) zurückzukehren..." der Ermordung der britischen Missionare Bruce und Lewis in der In welcher Weife jener Entrüstungsschrei gehört worden ist, zeigen Provinz Hünan. die fortwährenden Meldungen von neuen Truppenverstär tungen in den Streikgebieten. So meldet heute eine Depesche der" Petite République" am Allais( Gard), daß dort 11 Compagnien Infanterie und Kavallerie angekommen sind, froß der Versprechungen Die Kinderschus Kommission zur Beratung des Gesez- Ent des Präfekten an Devèze", den ministeriell- socialistischen Abgeord- wurfs betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben neten. Was die„ republikanische Tradition" betrifft, so bleibt ihr bald auseinander, da das Centrum um 11 Uhr bereits eine Fraktionstrat am Dienstagvormittag zur ersten Sigung zusammen, ging aber die Regierung durchaus treu. Um auf die militärische Einschüchte- fizung anberaumt hatte. Der Ionservative Frhr. v. Richthofen rung der Streifenden zu verzichten, müßte sie vielmehr mit besagter beantragte, daß vorläufig feine Sitzungen stattfinden sollen, Tradition brechen. und der freisinnige Abgeordnete Zwid war derselben Ansicht, * " Der Aufruf der P. S. de J.( Guesdisten und Blanquisten) daß der Vorsitzende der Kommission bestimmen möge, wann die ladet die Parteigruppen ein, überall Voltsversammlungen einzu- nächste Sigung stattfinden soll. Dem widersprachen unsre Fraktionsberufen, in denen eine Resolution zu beantragen ist, die gegen die mitglieder ganz energisch während die Nationalliberalen Einmischung der bewaffneten Macht im Interesse des Kapitalismus sich als Dritte im Bunde dem konservativ- freifinnigen Verschleppungsprotestiert, einer Macht, von welcher die Klassenregierung von heute antrage anschlossen. Bei der Abstimmung ergab sich Stimmendenselben Gebrauch zu Gunsten des Unternehmertums macht, wie gleichheit, und damit war der Antrag gefallen. Der Vorsitzende, Frhr. v. Hertling, beraumte nun die nächste Sigung auf die Regierungen von gestern, und ferner die Proletarier auf- Donnerstagvormittag 9 Uhr an. Der bekannte Prager Steckbrief" gegen Wilhelm II. wird im fordert, sich zu organisieren, nicht so sehr im Hinblick auf diese oder Der öftreichischen Abgeordnetenhause zur Besprechung fommen. Der All- jene Reform, als zum Zwecke ihrer vollständigen Befreiung durch mitglieder, denen an einer raschen Inangriffnahme des Entwurfs so Die eigentümliche Haltung der freisinnigen Kommissionsnumren, nicht im deutsche Schönerer hat über den Fall eine Interpellation ein- die Bergesellschaftlichung im Interesse der Gesamtheit der Bergwerke wenig zu liegen scheint, findet seine Ergänzung in den von ihnen gegebracht.und sämtlicher Produktionsmittel." stellten Anträgen. Sie beschränken fich auf ein solches Mindestmaß Gegen Pastor Dörries in Kleefeld in Hannover war, wie wir Auf den Wunsch des Landeskomitees der Bergarbeiter haben von Forderungen, daß die ungenügende Regierungsvorlage durch sie is mitteilten, seitens des Konsistoriums ein Disciplinarverfahren ferner beide socialistischen Parteien ihre Abgeordneten und Redner nur recht wenig verbessert wird. Von einer Einbeziehung der Landwirtschaft ist in diesen Anträgen nicht die Rede, eingeleitet worden, weil er durch einen Vortrag auf dem national den Streifenden zur Verfügung gestellt. nutr in einer Resolution wird der Reichskanzler ersocialen Parteitage über die Frage Verdirbt Politik den Charakter" sucht, ohne Verzug Erhebungen über die Ausdehnung Zur Verhandlung stehen die Inter in der Landwirtschaft und den landwirtschaftlichen Nebenin und den bestrebungen beteiligt habe. Jest wird gemeldet, daß das Verfahren pellationen über den Grubenarbeiter- Ausstand. Thibrier tadelt betrieben zu veranlassen". As ob es noch erst einer Ereingestellt worden sei. Offenbar fürchtet die Kirchenbehörde, es, daß Truppen in das Ausstandsgebiet entsandt worden sind, und hebung für die offenkundige Thatsache bedarf, daß die KinderMärtyrer zu schaffen, die dem heutigen Kirchenregiment um so unverlangt, daß die Truppen in Anbetracht der ruhigen Haltung der arbeit auf dem Lande in ausgedehntester Weise üblich ist und zu angenehmer werden könnten. Ausständigen zurückgezogen werden. Briand( Soc.) behauptet, geistigen wie körperlichen Nachteilen für die Kinder führt. Zur Fleischnot. Das Cannstatter Stadtschultheißenamt hat in Frankreich bestehe für Ausstandsbewegungen keine Freiheit. bisher von unsren Genossen eingereichten Anträge fordern, daß das Gesetz an den württembergischen Minister des Innern eine Eingabe wegen Redner erinnert an den Arbeiter, der in Terre- Noire getötet wurde sich auf landwirtschaftliche und gewerbliche Betriebe erstrecke, das Schutzder Fleischnot gerichtet, die auf das durch den Mangel im Angebot und schreibt die Tötung des Arbeiters dem Mangel an Kalt alter nicht schon mit dem 13. Lebensjahre ende, sondern erst mit dem 14., der schlachtbarer Tiere verursachte Steigen der Fleischpreise und die blütigkeit von setten eines Gendarmen zu; er verlangt, daß diese Unterschied, der im Gesetzentwurf zu Ungunsten der eignen Kinder gleichzeitige starke Abnahme des Fleischkonsums hinweist. That bestraft werde.( Beifall auf der äußersten Linken.) gemacht wird( die in größerem Umfange als die fremden zur Arbeit Aus einer Zusammenstellung über die in Cannstadt geschlachteten herangezogen werden dürfen), beseitigt wird, eventuell mindestens die Tiere und eingeführten Fleischwaren sind die folgenden Zahlen Paris, 21. Oktober. In einer gestern abgehaltenen geheimen zur gesetzlichen Zwangserziehung überwiesenen Kinder nicht gleich bemerkenswert: Es wurden vom 1. Januar bis 15. September 1902 Sigung des Komitees des Arbeiterverbandes wurde folgende den eignen noch mehr wie die fremden ausgebeutet werden dürfen. gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres bei den Viehgattungen Tagesordnung angenommen:„ Nachdem das Komitee die Berichte Weitere Anträge folgen. leichte Stiere, Kühe, Schweine und Kälber 1011 Stück weniger ein- der Delegierten der verschiedenen Verbände erhalten hat, erklärt geführt, gegenüber einer Mehreinfuhr von nur 253 Stüd bei sich dasselbe zur Annahme des Vorschlages des Grubenarbeiterkomitees schweren Ochsen, Färsen, schweren Stieren, Rindern, Hämmeln betreffend die Organisation eines Die Organisation eines Generalausstandes bereit." und Schafen. An Fleischwaren wurden rund 1400 Kilo- Die Lage ist durch diesen Beschluß wesentlich verändert, da gramm weniger eingeführt. Eine Uebersicht über die monat- infolge desselben der allgemeine Ausstand für ganz Frankreich zu lichen Fleischpreise der Jahre 1900 und 1902 ergiebt im Sep- befürchten steht. In einer heute stattfindenden neuen Sizung soll tember eine Steigerung beim Rindfleisch von 1,30 M. auf 1,36 M., über den Generalstreik beraten werden. Im ganzen feiern nun Schweinefleisch von 1,40 m. auf 1,60 m., Hammelfleisch von 1,04 2. mehr 150 000 Arbeiter; diese Ziffer wird noch bedeutend überschritten auf 1,30 M. per Kilogramm. werden, falls die Hafenarbeiter sich ihrem Versprechen gemäß dem Ausstande anschließen. * * Wie die Junker die Minister ziehen. In einer Versammlung zu Havelberg erzählte der Landtags- Präsident v. Kröcher, Dünkirchen, 21. Oftober. Der Fachberein der Hafenarbeiter es fei hinsichtlich der Behandlung der Kanalvorlage von hat den allgemeinen Ausstand beschlossen. Es soll sogar tonfervativer Seite insofern ein Fehler gemacht worden, als ein bei den Schiffen, deren Entladung bereits begonnen hat, die Arbeit fonservativer Führer dem Minister v. Miquel entgegengehalten habe, daß man nicht wisse, ob seine Rede für oder gegen die eingestellt werden. Kanalvorlage gerichtet gewesen sei. Daher wäre Herr v. Miquel in die Notlage versezt worden, energischer für die Kanalvorlage einzutreten, als er es sonst gethan hätte. Deftreich- Ungarn. Koerber über das Recht der Kritik durch die Presse. Der Minister präsident, der nach dem Scheiden des Justizministers das Justiz Für die richtige Taktik hält es danach Herr v. Kröcher, daß man ministerium provisorisch übernommen hat, hat zwei Erlasse an die die Vertrauensleute des Junkertums in der Regierung heimlich Ober- Landesgerichts- Präsidenten und die Ober- Staatsanwalte gevon der Hintertreppe aus gegen die Politik der Regierung richtet. In dem ersteren Erlaß betont er, daß die in Aussicht arbeiten läßt. Vor allem ist zu vermeiden, daß die Konservativen die Krone durch unüberlegte Offenherzigkeiten darauf hinweisen, wie stehende Reform des Strafrechts einen hierfür vorbereiteten Richterdie Minister die Wünsche der Krone zu vereiteln fuchen. Denn dann stand vorfinden müsse, dessen oberster Grundsatz sein müsse, daß erfolgt ein Armeebefehl und die Minister müssen ihre Junkerliebe einerlei Recht für jedermann herrsche, das von niemand ihrem Klebertum opfern. gebeugt werden dürfe. Hoffentlich findet der Erlaß, der auf die bisherige Praris der östreichischen Justiz ein interessantes Schlag licht wirft, auch Beachtung. Dasselbe wäre sehr zu wünschen von dem zweiten Erlaß, der sich auf das Recht der Kritik durch die Presse bezieht. In diesem Erlaß heißt es: Ein ganz reizendes Sittenbild aus der höheren Welt der Regierungsautorität. So wird's gemacht! - Ausland. Bom Generalftreit der franzöfifchen Bergarbeiter. Paris, 20. Oftober.( Eig. Ber.) Partei- Nachrichten. Der Fall Wittich wird jezt in der Leipziger Volkszeitung" in der hervorragend taftvollen Art weitergesponnen, die wir schon stets so lebhaft bewundert haben. Wir können der„ Leipziger Volkszeitung" aus Gründen, die uns immer als Richtschnur unsres Handelns gedient haben, auf ihren Wegen nicht folgen und begnügen uns deshalb mit einigen thatsächlichen Richtigstellungen. Leipziger Volkszeitung" behauptet, wir hätten über den Fall Wittich auf unkosten der Leipziger Genossen in entstellter Weise berichtet und namentlich die letzten Erklärungen des Leipziger Agitationskomitees totgeschwiegen. Das ist in jeder Beziehung unwahr. Die In den Nrn. 238, 239, 241 und 246 hat der Vorwärts" von der Sache Notiz genommen. In der ersten Notiz, die sofort auf die erste Erklärung des Leipziger Agitationskomitees erschien, sind erstens die wesentlichen Erklärungen des Agitationskomitees wiedergegeben, die wesentlichen Angaben der Broschüre wiedergegeben, es find ferner insbesondere die einzige wichtige Behauptung, daß man Wittich ein festes Mitarbeiterverhältnis mit einem garantierten Einkommen von 1200-1500 M. angeboten habe. Es ist auch ausgesprochen, daß die Aufrollung der Angelegenheit nicht als taftvoll anzusehen sei und daß die Darstellung der Broschüre nicht vollständig der Wahrheit entspreche. Andrerseits haben wir uns aber auch auszusprechen gestattet, daß wir es nicht für würdig hielten, eine Taktlosigkeit durch eine andre zu übertrumpfen. Nachdem wir dann in Nr. 239 von der Erklärung Lipinskis über die Entstehung der Broschüre Notiz genommen, stellen wir in Nr. 241 fest, daß die streitenden Parteien sich in längeren Ausführungen Insbesondere die Erhebung der Anklage ist mit größter gegenseitig berichtigen und im übrigen bei ihren Behauptungen stehen Sorgfalt zu prüfen; sie hat nur dann Plaz zu greifen, wenn bleiben, erlauben uns aber wiederum auszusprechen, daß erneut der Verdacht sowohl in objektiver als auch subjektiver Dinge in die Debatte gezogen werden, die mit der Aufklärung über Die Haltung der Grubengesellschaften ist, wie üblich, darauf Beziehung begründet ist, denn in der Häufung unsicherer das Verhältnis Wittichs zur Leipziger Volkszeitung" nichts zu thun berechnet, die Streikenden durch die Aushungerung zu bezwingen. Anklagen vermag ich keinen Vorteil für die Rechtspflege zu erhaben. So suchen die nordischen Kohlenbarone die vom Gewerkschafts- blicken. Die letzten Darlegungen des Leipziger Agitationsfomitees erverband angeregten Unterhandlungen hinauszuschieben. Ihre Das freie Wort, wenn es nur aus patriotischem Herzen schienen am Freitag in der Leipziger Volkszeitung" und waren am Delegierten, die auf Antrag der Präfekten des Pas- de- Calais und kommt, scheint mir keine Gefahr; im Gegenteil erachte ich Sonnabend in unsren Händen und bereits in der am Montag des Norddepartements zusammengetreten sind, schüßen vor, daß eine freie Presse als die richtige Ableitung der durch redigierten Nr. 246 des Vorwärts" haben wir sie durch zum Teil mannigfache Verhältnisse hochgesteigerten Leiden wörtlichen Abdruck der wesentlichen Sachdarstellung berücksichtigt. fie feit dem 11. Oftober!- noch keine Zeit gehabt hätten, mit fchaften. Was der Kritit erliegt, hat taum Lebens- Gleichzeitig ist dabei eine Erklärung Klaars aus der„ Sächsischen den Verwaltungen der Compagnien sich zu verständigen. Zugleich fähigkeit besessen. Einer die rohen Instinkte nährenden Arbeiterzeitung" vollständig abgedruckt, in der er die in der Broschüre werfen sie in ihrer Antwort an die Präfekten der Arbeiter Journalistik ist allerdings das Gesez in seiner ganzen gemachten Angaben etwas mildernd berichtigt. Etwas weniger Vororganisation bor, den Streit ohne vorherige Einigungsversuche Schärfe entgegenzuhalten." eiligkeit hätte genügt, der Leipziger Boltszeitung" diese Berichtigung erklärt zu haben. Frankreich. zu ersparen. Der Gewerkschaftsvorstand von Pas- de- Calais widerlegt mun In der Ueberzeugung, daß wir auch in dieser Erklärung den die verlogene Antwort in schlagender Weise, indem er die Geschichte wurde am Dienstag von dem Ministerrat erörtert. Die Erklärung des Episkopats zu Gunsten der Kongregationen ruhig belehrenden Schulmeisterton beibehalten haben, der in Leipzig der Unterhandlungen seit dem Frühjahr darlegt. Es waren die Ministerrat beschloß, die Angelegenheit an den Staatsrat zu hiermit, soweit sie den„ Vorwärts" betrifft, für erledigt. Es so wenig Kurs zu haben scheint, halten wir die Angelegenheit Kohlenbarone, die dreimal hintereinander die Verhandlungen unter verweisen, da das Schreiben der Bischöfe thatsächlich den erübrigt sich nur noch ein ein Wort zur Richtigstellung des den nichtigsten Vorwänden zum Scheitern gebracht haben. Bestimmungen des Konkordats zuwiderläuft. Der Zusammenhanges, in den die Leipziger Volkszeitung" auf Grund Stand der Bewegung. Nach einer Aufstellung des General Ministerrat beschloß ferner, den Kardinal Perraud, Bischof von von Aeußerungen Lipinskis die Angelegenheit mit dem Verein sekretärs der Bergarbeiter vom 17. Oktober war der Streit allgemein Autun, der fürzlich bei einem firchlichen Feste in Orleans von der von Aeußerungen Lipinskis die Angelegenheit mit dem Verein in den Departements: Nord, Pas- de- Calais, Loire, Haute- Loire, Kanzel herab eine für die Regierung und das Ministerium be- Arbeiterpresse zu bringen versteht. Von Vorstandsmitgliedern des Vereins Arbeiterpresse werden wir unterrichtet, daß der Vorstand Bouches- du- Rhone, Aveyron und Gard( im legteren mit Ausnahme leidigende Sprache geführt hatte, aufzufordern, seine Aus dieses Bereins niemals einen Beschluß gefaßt oder einen Auftrag laffungen zu widerrufen. erteilt hat, als dessen Ausführung man, wie die„ Leipziger Volkszeitung" thut, die Wittich- Broschüre ansehen könnte." von 2000 Arbeitern), ferner in den Gruben von Combelle, St. Eloy, Bouble, Carmaux, Gagnac, Cransac und Campagnac. Der Streif dehnte sich aus in Decazeville. Er war allgemein in Allier, mit Ausnahme von Commentry( 300 Arbeiter). Außerhalb der Bewegung blieb namentlich das Departement Saône- et- Loire mit 10.000 Arbeitern ( Montceau 2c.). Im ganzen arbeiteten damals noch 14 300 Arbeiter. Im Streit standen also demnach 150 bis 160 000 Mann. Und die seitherigen Nachrichten zeigen die Bewegung wesentlich auf der selben Höhe. Niederlande. Der Die Boerengenerale Botha, De Betund Delarey find am Dienstag vom Haag über Rotterdam nach London abgereift. Belgien. wir seiner Zeit mitgeteilt haben, eine Untersuchung wegen AufGegen den socialistischen Deputierten Van Langendend war, wie reizung eingeleitet. gen die Nach den Ereignissen vom 15. April hatte er in Löwen Plakate anschlagen lassen, in welchen es unter anderm heißt: An unsre Brüder, gemordet für das allgemeine Wahlrecht!" Nach einer monatelangen peinlichen Untersuchung ist dem Genannten jest mitgeteilt, daß das Verfahren gegen ihn eingestelltt Aus dem Norden werden einige weitere Betriebseinstellungen in Eisentverken tvegen Kohlenmangel gemeldet. In Saint- Etienne scheint die Bewegung für den Generalstreit aller Berufe mißlingen zu sollen. Unter andrem haben sich fei. die dort sehr zahlreichen Weber mit 4035 gegen bloß 463 Stinimen gegen die Arbeitsniederlegung erklärt. " England. " # Erklärung. In der Leipziger Volkszeitung" Nr. 243 findet sich in der ersten Beilage ein Artikel, der in einem mir unverständlich as mindeste zu thun und über den ich keine Zeile gebliebenen Gedankengang den Fall Wittich, mit dem ich nicht geschrieben oder angeregt habe, zu internen Grörte rungen in der Münchener Generalversammlung des Vereins Arbeiter presse und unter deutlicher Anspielung zu meiner Person in Beziehung bringt. Der Artikel weiß mit einer Geschicklichkeit, die ich lebhaft anerkenne, bei den über die wirklichen Thatsachen ununterrichteten Lefern der„ Leipziger Volkszeitung" den Anschein zu erwecken, als ob meine gar fein öffentliches Interesse beanspruchenden, nebenfächlichen Aeußerungen in München so gelautet hätten, wie sie das polemische Interesse des anonymen Verfassers des Artikels wohl wünschen mag. Ein großer Mullah- Feldzug wird von der englischen Presse all gemein als notwendig bezeichnet. In einem weiteren Berichte des Die Klaffenjustiz der Bourgeoisrepublik treibt ihr Handwerk mit berst Swaine heißt es, daß die Somali- Hilfstruppen dem üblichen Cynismus. Jeden Tag kommen Nachrichten von start erschüttert seien. Swaine bittet, daß man ihm den summarischen Verurteilungen wegen Verlegung der Arbeitsfreiheit." Rest des zweiten Bataillons der afrikanischen Königsjäger und weitere Meine litterarische Hochachtung vor dem Urheber des interWochen und Monate Gefängnis hageln nur so natürlich durch 600 Mann Verstärkung sofort nach Berbera schicken möge. Nach einem effanten Artikels, die pflichtgemäße Rücksicht auf den Raum des weg ohne Anwendung der bedingten Verurteilung, von der die Bericht des„ Reuterschen Bureaus" aus Aden sollten am Dienstag Vorwärts" und vor allem meine, vielleicht von dem verehrten Klerikalen Richter der Republik einen so chnischen Gebrauch gemacht 460 Mann Bombaytruppen von dort nach Somaliland ab Kollegen nicht geteilte Anschauung, daß die Parteigenossen ein Recht haben gegenüber den bretonischen und anderwärtigen fleritalen gehen. Daily Graphic" schreibt:„ Wir büßen jezt dafür, daß darauf haben, von den Redakteuren ihrer Blätter mit persönlichem diese drei Bedenken hindern Meuterern, trotzdem es sich dort fast ausnahmslos um milde Geld- wir die wirksame Geltendmachung unsrer Autorität in dem Schutz- Tratsch nicht behelligt zu werden bußen handelte. Der socialistische Abgeordnete Selle Denain gebiete des Somalilandes vernachlässigten; vor drei Jahren betonte mich, auf die fabelhafte Darstellung zu antworten. der britische Generalfonful in Berbera, daß, obwohl ein großes Wenn dem Verfasser des Artikels daran liegen sollte, daß die wird den Justizminister über den gerichtlichen Terrorismus inter- Gebiet auf der Landkarte rot markiert ist, nichts geschehen sei, um Wahrheit flar gestellt werde, so ist das leicht möglich, ohne daß pellieren. die britische Herrschaft außerhalb der Häfen und der Schußweite der es nötig wäre, Redakteure in die widerwärtige Lage zu versetzen, Die beiden socialistischen Parteien haben Aufrufe an die Arbeiter stanonen in die That umzusegen; er schlug damals eine allmähliche die ihnen anvertrauten Blätter für persönliche Zwecke zu mißschaft erlassen, die sich natürlich nach Ton und Inhalt wesentlich Ausdehnung der britischen Verwaltung vor, aber da das etwas tost brauchen. Sollte es sich für mich verlohnen, die verwirrten Beunterscheiden. Der jaurėsistische Aufruf ist nur gegen die spielig gewesen wäre, wurde sein Rat nicht befolgt, jegt werden wir hauptungen des Artikels richtig zu stellen, so werde ich dazu das Grubengesellschaften scharf, gegen die Regierung ist er mög- das ganze Land neu erobern müssen. Vereinsorgan benutzen. lichst mild. Er meint Asien. A boit in Bezug auf den Mord Terrenoire:„ Der Entrüstungsschrei des Proletariats gegen Englische Strafexpedition in Hinan. Der Standard" meldet das abscheuliche Verbrechen ist gehört worden. Und vielleicht aus Peking: Vier britische Kanonenboote haben Befehl erhalten, Kurt Eisner. Bon der Landagitation! Genosse Ad. Hoffmann hatte nach dem Parteitag in München, nachdem er vier Versammlungen in Wien und eine in München abgehalten hat, dem Rufe des württembergischen| zum Beweise des Gegenteils dürfte daher anzunehmen sein, daß es Landesvorstandes Folge geleistet und jetzt eine dreiwöchige Land- sich auch in diesem Fall nur um leere Verdächtigungen geschädigter agitationstour beendet. Mit einer einzigen Ausnahme( Ulm) waren Unternehmer- und Spekulantenkreise handelt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Mit dem Streit der Leistenvergolder, Deutsches Reich. Der Weberstreik in Meerane. Anstatt den ebenso bescheidenen wie gerechtfertigten Forderungen die Versammlungen nur in kleinen Landstädten und Dörfern. Die der Ausständigen entgegenzukommen, gehen die Fabrikanten, wie die manchmal nur mit strammen Fußtouren zu erreichenden Drte, die zum Teil in dem vom Centrum beherrschten Oberland und SchwarzChemnitzer Boltsstimme" mitteilt, mit dem Plan einer allgemeinen Aussperrung der vogtländischen und thüringischen wald lagen, haben ausnahmslos schöne Versammlungen ergeben, überall stellten sich die Versammlungen als energischer Protest gegen Weber um. Sie meinen durch einen derartigen Gewaltakt nicht nur den Meeraner Streit niederschlagen, sondern den Wuchertarif dar. Der Schwab', besonders der Landbewohner, ist gegen die Bewegung, die auch jetzt in allen Weberorten des Vogtlandes und der benachbarten alles Norddeutsche sehr mißtrauisch und vor allem ein ruhiger, der bereits über drei Wochen dauert, beschäftigte sich am Montag Gebiete auflebt, im Keime ersticken zu können. Mit der Verwirklichung besonnener Beobachter, aber allenthalben erntete der Redner mit eine sehr gut besuchte Versammlung der Filiale des Vergolder dieses Planes hat es freilich noch gute Weile. Mag er auch seinen die heutigen Zustände scharf geißelnden Ausführungen Verbandes. Dem Bericht über den Stand des Streits ist zu ent- den Großfabrikanten vorteilhaft erscheinen, die kleinen Fabrikanten stürmischen Beifall. In einigen Dörfern nahmen auch Kleinbauern nehmen, daß von den 55 Streifenden 10 bis 12 in andren Werk werden sich hüten, durch eine Aussperrung ihre Geschäfte, die sich das Wort zur Diskussion und bestätigten die Kritik des Referenten; stuben Arbeit gefunden haben. Die besseren Arbeiten werden jetzt eben ein wenig zu beleben beginnen, zu schädigen. So lassen sich in einem Drte( Böcklingen) in der Umgegend von Heilbronn, stellte in den Fabriken hergestellt, während die Zwischenmeister die ganz denn auch die Streifenden durch derartige Gerüchte nicht einein mittlerer Bauer mehrere Fragen an den Referenten über die minderwertigen Arbeiten machen und dazu außer ihrer eignen schüchtern. Sie halten an ihren Forderungen fest und ihre Kollegen von uns angestrebten Einrichtungen und erklärte, nachdem lepterer Arbeitskraft eine Anzahl ungelernter Arbeiter und Arbeiterinnen ver- in andren Orten bethätigen ihre Solidarität durch Verweigerung dieselben beantwortet hatte, unter großem Jubel der Versammlung: wenden, so daß von ca. 50 Personen Streitarbeit gemacht wird. von Streifarbeit. Erst dieser Tage geschah das wieder durch die Ja, dann bin ich auch Socialdemokrat!" In Lauterbach im Die Fabrikanten bekommen auf diese Art die notwendigsten Arbeiten Arbeiter einer Weberei in Gera, welche Streitarbeit für Meerane Schwarzwald meldeten sich nach dem Vortrag 15 Personen fertiggestellt. Die Versuche, den Streit durch Verhandlung bei- machen sollten. Sie beschloffen, lieber die Arbeit einzustellen, als als Mitglieder für einen zu gründenden socialdemokratischen Verein. zulegen, sind bis jetzt gescheitert. Zu einer dieses Zweckes wegen Streitarbeit anzufertigen. Im übrigen ist die Lage des Streiks Die letzten acht Tage befand sich Genosse Hoffmann zur Wahl- einberufenen Sitzung waren nur drei Zwischenmeister erschienen unverändert. agitation in dem Heilbronner Bezirk, wo am 28. d. M. die Nach- und diese erklärten, daß keine Einigkeit in dieser Frage " wahl für einen verstorbenen württembergischen Landtagsabgeordneten unter den Meistern vorhanden sei. Es ist also wenig Aussicht vor- Aussperrung organisierter Zimmerer. Der Arbeitgeber- Verband stattfindet. Der Kreis gehörte bis jetzt der Volkspartei, doch ist handen, daß der Streit bei der bisherigen Taftit zu einem günstigen für das Baugewerbe von Süstrin und Umgegend hat am diesmal alle Aussicht vorhanden, den Kreis der Socialdemokratie zu Abschluß gebracht werden kann. Es sind offenbar andre Maßnahmen 18. Oktober eine Aussperrung sämtlicher Zimmerer, ca. 70 bis erobern, und Genossen Schäffler, der in diesem Bezirk Hoffmann auf nötig, um die Bewilligung der bescheidenen Forderung eines Minimal 80 Mann, vorgenommen. Die Arbeitgeber verlangen den Ausfeinen Agitationstouren begleitete, in den Landtag zu senden. Ein lohns von 24 M. für eine die Gesundheit schwer schädigende Arbeit tritt aus der Organisation und bemühen sich, uninteressanter und für den nötigen Humor sorgender Landtagskandidat ist zu erzielen. organisierte Zimmerer heranzuziehen. Es ergeht daher an die der vom Mischmasch präsentierte bekannte Hegelmaier, Oberbürger- Nachdem die Versammlung die Frage einer allgemeinen Bimmerer allerorts die dringende Bitte, Arbeitsangebote meister von Heilbronn, der sich bei der 98er Reichstagswahl einen Arbeitsniederlegung reiflich erwogen hatte, wurde mit großer Mehr- nach Küstrin nicht anzunehmen und den Zuzug fern zu Namen durch das Requirieren der Feuerwehr gemacht hat, und da- heit beschlossen, den Vorstand zu beauftragen, sofort mit dem halten. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck dieser Notiz gemals hätte diese Heldenthat ohne die Besonnenheit der leitenden Vorstand der Fabrikantenvereinigung in Verbindung zu treten, um gebeten. Parteigenossen sicher noch schlimmere Folgen gehabt! Jetzt werden möglichenfalls durch dessen Vermittelung nochmals eine Verhandlung Nähere Auskunft erteilt die Geschäftsleitung der Vereinigung die Wähler bei der Landtagswahl ihm einen kleinen Vorgeschmack mit den Meistern zu versuchen. Schlägt auch das fehl, so soll am deutscher Zimmerer", Berlin C. 22, Dragonerstr. 15. von der nächsten Reichstagswahl geben. Wie der schneidige Herr es nächsten Montag eine außerordentliche Mitgliederversammlung über verstanden hat, sich nach und nach fast alle Freunde vom Halse zu die weiteren Schritte endgültig beschließen. Ein erfolgreicher Boykott. Die Kulmbacher Brauereibesizer schaffen, geht daraus hervor, daß die städtischen Kollegien sich in hatten seit längerer Zeit den in ihren Betrieben beschäftigten Areinem öffentlichen Protest gegen seine Kandidatur ausgesprochen beitern Anlaß zu Klagen über verschiedene Mißstände gegeben. Be= haben. Daß er heute noch Oberbürgermeister ist, verdankt er nur Für die christlichen Streitbrecher in der Tischlerei von Zache fonders erregte es den berechtigten Unwillen der Arbeiter, daß ihrer selbstverständlich der in Württemberg bis jetzt noch geltenden Lebenslänglich- Blatt kann den Versuch, die Handlungsweise seiner christlichen An- Grunde haben die Klassenbewußten Arbeiter Sachsens den Boykott die„ Germania" ein. Das christliche Organisation Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Aus diesem hänger zu rechtfertigen, nicht andres unternehmen, als indem es in über das Kulmbacher Bier verhängt, und derselbe hat die errecht unchristlicher Weise die Thatsachen entstellt. Nach der wünschte Wirkung erzielt. Die bedeutendsten Brauereibefizer Kulm" Germania" soll es sich nicht um Lohnforderungen handeln, sondern bachs haben nunmehr die Arbeiterorganisation in aller Form andie Ursache des Streiks soll die sein, daß die Mitglieder erkannt, und, wie aus einem Rundschreiben, welches uns der VorIn der gestrigen Sitzung der Aeltesten der Kaufmannschaft des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes die Entlassung einiger stand des Brauerei- Arbeiter- Verbandes zusandte, hervorgeht, schriftfündeten diejenigen Mitglieder, die zugleich der Betliner Handels- Gesellen verlangten, weil diese der christlichen Organi- lich folgendes erklärt: lammer angehören, dem Kollegium an, daß sie mit dem Ablauf des fation angehörten. Wenn die„ Germania" nur über ein wenig Auf Wunsch der Centralleitung deutscher Brauerei- Arbeiter Jahres ihren Wählern die Mandate zur Verfügung stellen würden. gesunde Bernunft verfügte, dann müßte sie einsehen, daß dies in Hannover geben die unterfertigten Firmen der hiesigen freien Zur Erläuterung dieses Schrittes gaben sie eine schriftliche Erklärung der Grund des Streits nicht sein kann, denn es wäre in der That Brauereivereinigung folgende Erklärung ab: 1. Alle von der Lohnab, in der es heißt: der Gipfel des Unfinns, wollte man verlangen, daß Arbeiter sich kommission getroffenen Vereinbarungen strengstens zu beachten; feit"! " Aus Industrie und Handel. Unterzeichnet ist die Erklärung von Geh. Kom.- Rat Arnhold, Kom.- Rat Behrens, Kom.- Rat Heckmann, Geh. Kom.- Rat Wm. Herz, Kom.- Rat Ropetty, Kom.- Rat Loewe, Alfred Loewenberg, Kom. Rat Ravené, Justizrat Dr. Rießer, Direktor Noland- Lücke, Emil Salomon, James Simon. " „ Als im April ds. Js. die Handelskammer zu Berlin errichtet an einem Streit beteiligen, der geführt wird, um ihre 2. der Organisation de: Brauerei- Arbeiter fünftig nichts in den wurde, hielten wir es für unsre Pflicht, die Berufung in die eigne Entlassung durchzusetzen. In Wahrheit liegt Weg zu legen; 3. die Koalitionsfreiheit der Arbeiter zu respektieren Handelskammer anzunehmen, gleichwohl aber im Aeltestenkollegium die Sache so: Die Gesellen der Zacheschen Werkstatt forderten, und 4. bei Bedarf von Arbeitskräften in erster Linie hiesige arbeitszu verbleiben. Hier wie dort galt es, behufs Wiederherstellung der daß die seit geraumer Zeit verkürzten Löhne wieder auf die frühere lose Brauer und Brauerei- Arbeiter einzustellen; 5. bei eintretendem für das Ansehen und ein ersprießliches Wirken der Berliner Kauf- Höhe gebracht werden. Gleichzeitig verlangten sie die Entlassung Arbeitsmangel hat die Aussetzung bei den zuletzt eingestellten Armannschaft dringend erforderlichen Eintracht die Gegensäße thunlichst von zwei Scheingesellen( d. h. durch den Arbeitsnachweis der Innung beitern zu beginnen und zwar dem Dienstalter nach; bei Wiederzu mildern und im Sinne gegenseitiger Verständigung diejenigen Eingestellte) und eines Maschinenarbeiters, der durch sein im höchsten einstellung wird dagegen derjenige, der zuletzt aussetzen mußte, zuerst Verhandlungen zu führen, welche für die Abgrenzung der Interessen Grade unverträgliches Verhalten bald diesem, bald jenem der Tischler wieder angenommen, so daß lediglich das Dienstalter die Richtsphären beider Körperschaften so lange notwendig sind, als nicht das Leben schwer machte. Zwar war der Maschinenarbeiter seit schnur bildet; 6. Brauer und Brauerei- Arbeiter, welche hier geetwa eine Verschmelzung derselben erfolgt ist. längerer, die beiden Scheingesellen erst seit ganz kurzer Zeit( fie arbeitet haben, jetzt aber arbeitslos sind oder werden, haben sich Von diesen Erwägungen haben wir uns inzwischen in unsrer sind als Unorganisierte in die Werkstatt eingetreten) Mitglieder beim städtischen Arbeitsamt zu melden; von diesem werden sie bei Amtsführung sowohl bei der Handelskammer wie bei dem Aeltesten- des christlichen Holzarbeiter Verbandes. Dieser Umstand hatte Stellenerledigungen den Brauereien nach der Reihenfolge der Anfollegium leiten laffen. Nachdem wir aber erkannt haben, daß auch aber mit der Forderung auf Entlassung der Betreffenden meldungen zugewiesen. Die Brauereien verpflichten sich, ihren fernerhin die principiellen Gegensäge statt des Strebens nach fried gar nichts zu thun, und niemand hat auch nur daran gedacht, ihnen Arbeiterbedarf beim städtischen Arbeitsamte anzumelden und nur lichem Ausgleich in den Vordergrund gestellt werden sollen, erscheint wegen ihrer Beziehung zur christlichen Gewerkschaft etwas in den vom städtischen Arbeitsamte sich zuweisen zu lassen, so lange dort es uns geboten, unsre Wähler zu befragen, ob die von uns ein Weg zu legen. Das wird unzweifelhaft dadurch erwiesen, daß solche Arbeiter angemeldet sind, welche in Kulmbacher Brauereien geschlagene Richtung von ihnen in dem Sinne gebilligt wird, daß zwei andre Mitglieder der christlichen Gewerk bereits gearbeitet haben. Gegen die fernere Boykottierung jener fie auch in Zukunft von uns beibehalten werden soll." schaft, die schon länger in der Zacheschen Werkstatt arbeiteten, Firmen, welche die Unterzeichnung dieser Erklärung verweigern, fich mit den Forderungen und dem Vorgehen haben die Unterfertigten nichts zu erinnern." ihrer Kollegen vom Holzarbeiter Verband voll- Das vorstehende Schriftstück ist von 14 Kulmbacher Brauereitommen einverstanden erklärten. Ja selbst der firmen, darunter die größten und bekanntesten, unterzeichnet. Vorsitzende der christlichen Gewerkschaft, Herr Hammling, hat diese Forderungen Forderungen bei den gemein- Die Berschmelzung des niederrheinischen Weber- Verbandes mit als Besprechungen anerkannt berechtigt famen die dem deutschen Textilarbeiter- Verband zeitigt fortgesezt neue und zwar Mitglieder seines Verbandes zum Mitstreiken zu ver- durchaus nicht schöne Formen des Kampfes der Minderheit im Nur das Verlangen, den Maschinen- niederrheinischen Verband gegen die Mehrheit, welche die Veranlassen gesucht. er schmelzung beschlossen hat. Einer Zeitungsmeldung zufolge hat der arbeiter zu entlassen, billigte Hammling nicht, wenn sich auch den Gründen, die dafür geltend gemacht wurden, nicht ver- von der Minderheit eingesetzte neue Vorstand des niederrheinischen schließen konnte. Bestätigt haben allerdings weder diese beiden Verbandes die seiner Zeit von der Mehrheit beschlossene Ueberführung christlich Organisierten noch ihr Vorsitzender die zugesagte Solidarität des Kassenbestandes an den deutschen Verband dadurch zu hinterBon seiten der Christlichen ist, wie sich bald herausstellte, eine höchst treiben gewußt, daß er eine Verfügung des Amtsgerichts zweideutige Rolle gespielt worden. Sie sind wohl, nachdem der Krefeld erwirkte, durch welche der Kassenbestand und die GeschäftsStreit etwa zwei Wochen gedauert hatte, zum Schein bücher bei dem seitherigen Kassierer Vallen mit Beschlag belegt einen halben Tag aus der Werkstatt herausgegangen. Bald worden sind. waren sie aber wieder drin. hatten nämlich, ohne Mit je drei Monaten Gefängnis bestrafte das Schöffengericht in daß ihre streifenden Kollegen Holzarbeiter Verband Luckenwalde zwei Maurer, welche die Ehre" von Arbeitsetwas davon wußten, Sonderabmachungen bezüglich willigen dadurch verlegt hatten, daß sie dieselben mit einigen derben der Lohnforderungen mit dem Arbeitgeber getroffen und die andre Ausdrücken bedachten, die zwar sonst in den Kreisen der Bauarbeiter Forderung fallen lassen. Daß der Vorsitzende Hammling bei dieſem nicht als besonders schlimm betrachtet werden, vom Schöffengericht Spiel, für das es keinen parlamentarischen Ausdruck giebt, die aber als Beleidigung aufgefaßt wurden. Der Amtsanwalt, Bürgerführende Rolle hatte, ist zweifellos. In einem mit beleidigenden meister Suchsland, hatte für jeden der„ Uebelthäter" sogar sechs Redensarten gespickten Schreiben, welches Hammling an uns richtet, Monate beantragt. behauptet er zwar, er habe keine Streifbrecher aus andren Werkstätten Oberschlesisches Roheisen- Syndikat. In der heutigen Sigung wurde der Vertrag auf ein Jahr verlängert. Noch in den letzten Tagen hieß es an der Börse, die Vertragserneuerungen würden an den erhöhten Forderungen scheitern, die von den Huldschinskyschen Werken gestellt worden seien. Absatz der Kohlen- Syndikatszechen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres setzten die Syndikatszechen im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ab: Kohlen Coats Briquetts Januar- September 1901 27 766 000 t 5 204 700 t 1 170 600 t 1902 1902 mehr+ weniger 26 500 000 t- 1 266 000 t 4 820 000 t 384 700 t 1180 000 t+ 9 400 t Gegenüber dem Vorjahr, das ebenfalls eine erhebliche Verminderung der Kohlenproduktion und des Kohlenabfazes zeigte, hat demnach der Absatz von Kohlen um ungefähr 4, von Coats um 71% Proz. abgenommen, dagegen war der Briquettabsatz um beinahe Sie vont Tüchtige Möbeltischler werden sofort gesucht. Näheres bei Kollege Hammling, Berlin O., Posenerstr. 30. und 0 Dieser Ausland. " 1 Broz. höher. Deutsche Roheisenproduktion. Wie schon im lezten Wochenbericht" in die Zachesche Werkstatt gebracht, er habe auch nicht durch Inserate erwähnt wurde, hat sich in letzter Zeit der Absatz von Roheisen in der„ Märkischen Volkszeitung" Streifbrecher gesucht. Ob die Die Hafenarbeiter in Marseille verlangen eine Lohnerhöhung trotz der ungünstigen Lage des Eisenmarktes im ganzen etwas lettere Behauptung zutrifft, können wir nicht mehr feststellen. Aber und gleichzeitige Verkürzung der Arbeitszeit. Der Docker- Verband gebessert, allerdings nicht deshalb, weil der inländische Konsum es liegt uns das Organ des christlichen Holzarbeiter- hat an die französischen Matrosen einen Aufruf erlassen, worin diezugenommen hat, sondern infolge des stärkeren Exports nach den Verbandes„ Der deutsche Holzarbeiter" Nr. 41 vom 11. Oftober selben aufgefordert werden, sich dem Streit anzuschließen. Auslandsmärkten. Deutlich kommt diese Besserung der Absatz vor, und darin finden wir folgendes Inserat: Von den norwegischen Buchdruckern. Die Norwegische Buchverhältnisse in den statistischen Produktionsermittelungen des druckereibesizer- Vereinigung hat beschlossen, über den von der GeVereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller zum Ausdruck, hilfen- Organisation eingesandten Vorschlag zu einem für das ganze nach welchen sich die Roheisen- Produktion des Deutschen Reiches Land geltenden Lohntarif mit den Gehilfen Verhandlungen anzu( einschl. Luremburgs) im vorigen Monat auf 718 702 Tonnen belief, darunter Buddelroheisen und Spiegeleisen 98 177 Tonnen, Bessemer Auf dieses Inserat meldete sich ein Tischler bei Hammling, dieser knüpfen, und ein Komitee hierzu gewählt. Auch die Gehilfen haben roheisen 33 351 Co., Thomasroheisen 450 728 Tonnen, Gießerei- fchickte ihn zu Zache und schärfte ihm noch ausdrücklich ein, daß der bereits ihre Vertreter für diesen Zweck gewählt. Die Abteilung Kristiania des Norwegischen Buchroheisen 136 446 Tonnen. Die Produktion im August 1902 betrug Arbeitsuchende sich nicht durch die in der Nähe der Zacheschen Werkdrucker- Verbandes, die vor einiger Zeit aus der socialdemokratischen 736 836 Tonnen oder 18134 To. mehr, im Sept. 1901 625 220 Tonnen statt stehenden Streitposten abhalten lassen möge. oder 93 482 Tonnen weniger. Vom 1. Januar bis 30. September Fall beweist hinreichend, daß der Vorsitzende der christlichen Gewert- Arbeiterpartei ausgetreten ist, hat in ihrer legten Generalversamm1902 wurden produziert 6 175 235 Tommen gegen 5 871 859 Tonnen schaft sein möglichstes gethan hat, um den Streit, den er selbst als lung mit großer Mehrheit zu ihrem Vorsitzenden einen entschiedenen im Vorjahre. Demnach sind in den ersten drei Quartalen des gerechtfertigt anerkannte, zu hintertreiben. Durch dieses Spiel ist es denn Socialdemokraten, unsren Parteigenossen O. Ruud gewählt. Die laufenden Jahres 303 376 Tonnen mehr erzeugt worden als im auch gelungen, die Werkstatt mit Arbeitswilligen, die Herrn Hammling endgültige Annahme der Wahl hat der Gewählte von dem Wiedergleichen Zeitraum des Vorjahres. ebenbürtig sind, zu besetzen. Ob Hammling aus andren Werkstätten eintritt der Abteilung in die Partei abhängig gemacht, und den John Mitchell und Wallstreet. Der Londoner Korrespondent des Streifbrecher geholt hat, ist für die Beurteilung seines schändlichen Borfis nur deshalb provisorisch übernommen, um der jetzt vor sich Treibens gleichgültig. Thatsache ist, daß der Schriftführer gehenden Tarifbewegung fein Hindernis zu bereite „ Berl. Börsencourier" berichtet seinem, Blatt nach den aus New York des christlichen Verbandes seine Arbeitsstätte verlassen hat, vorliegenden Kabelmeldungen:" Mr. John Mitchell, der Präsident um bei Bache als Streitbrecher einzutreten. Wenn also zwvei Vorder amerikanischen Bergarbeiter- Union, hat seine Rolle als stands- Mitglieder des christlichen Verbandes absichtlich und mit reifStimmungsmacher der New Yorker Börse ausgespielt. Während licher Ueberlegung einen Streit zum Scheitern bringen, um für die der letzten Tage vor der Beendigung des Bergarbeiter Leute ihrer Nichtung Sondervorteile herauszuschlagen, so muß dieser ausstandes soll er sich Wallstreet, Auskunft gebend, in einer Weise Verband mit vollem Recht als Streitbrecher Organisation zur Verfügung gestellt haben, die man jezt bei einem Rückblick über bezeichnet werden, und die„ Germania" ist in der Rolle einer Verdie jüngsten Vorgänge als zum mindesten befremdlich betrachtet. teidigerin des gekennzeichneten Treibens jener Leute nicht zu beEr war es, dessen immer wechselnde Aeußerungen über den Stand der Streifangelegenheit die heftigsten Preisschwankungen verneiden. Sociales. Arbeitslosigkeit und Gewerbericht. Der Magistrat in Prenzlau ist auf den Gedanken verfallen, arbeitslose Arbeiter vom Wahlrecht zum Gewerbegericht auszuschließen. Dort finden am 7. November die ersten Wahlen zu dem neu errichteten Gewerbegericht statt. anlaßten, und wie behauptet wird, begünstigten diese in auf- Die Arbeit niedergelegt haben in der Kronleuchterfabrik von Es wird min allen Arbeitslosen die Eintragung in die fallender Weise die Engagements eines bekannten New Yorker Dietrich, Wasserthorstr. 32, Dreher, Gürtler, Schloffer, Drücker Großspekulanten, der die erste Konferenz der Streifleiter und Schleifer. Die Ursache des Streits liegt in Lohndifferenzen. Wählerliste verweigert und zugleich erklärt, daß auch diejenigen und Grubenbefizer veranlaßte und sehr freundschaftliche Be- Eingeleitete Verhandlungen seitens des Metallarbeiter- Verbandes Arbeiter ihr Wahlrecht verlieren, die zwar als Wähler eingezeichnet ziehungen zu Mitchell unterhielt. Vielleicht thut man legterem Un- waren resultatlos, weshalb die Arbeiter am Dienstagnachmittag die sind, aber am Tage der Wahl arbeitslos find. Man glaubt diese recht, aber der Schein spricht gegen ihn, und es ist mur dedauer- Fabrik verließen. Wahlrechtsberaubung zahlreicher Arbeiter durch folgende Bestimmung lich, daß seine Interesselosigkeit erst nachträglich in Frage gezogen wurde." " Zur Teilnahme an den Wahlen sind nur berechtigt: b) solche Arbeiter, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet und in dem Bezirke des Gewerbegerichts beschäftigt sind oder, falls sie außerhalb dieses Bezirkes in Arbeit stehen, wohnen" Die Töpfer haben wegen der auch in diesem Herbst gestellten des Dutsstatuts begründen zu können: Derartige Anschuldigungen, daß die Streifleiter ihre Kenntnis Forderung, nur bei verglasten Fenstern zu arbeiten, teine erheblichen der Streit- und Arbeiterverhältnisse dazu benutzt hätten, um Differenzen mit den Arbeitgebern gehabt, die Forderung ist auf gegen entsprechende Entschädigung den großen Börsenspekulanten allen Arbeitsstellen ohne weiteres durchgefegt worden. Nur 6 Töpfer nützliche Winke zu erteilen, find in Amerika schon öfter erhoben waren genötigt, die Arbeit niederzulegen, sie konnten jedoch am worden, z. B. auch nach dem großen Stahlarbeiter- Ausstand. Bis folgenden Tage wieder weiterarbeiten. Das Gewerbegerichts- Gesetz lautet in§ 14: Bur Teilnahme an den Wahlen ist nur berechtigt, wer das somit keine Klarheit über den Wortlaut des Protokolls zu schaffen| schiedenen erinnert Ströhlinger an die im November stattfindenden 25. Lebensjahr vollendet und in dem Bezirke des Gewerbegerichts war, beschloß der Gerichtshof, die Sache zu vertagen und das amt- Delegiertenwahlen zur Orts- Krankenkasse der Gastwirte, und bittet Wohnung oder Beschäftigung hat." liche Protokoll der Stadtverordneten- Sigung einzufordern. die Kollegen um eine recht rege Beteiligung. Danach ist das Statut, das die Genehmigung des Bezirksausschusses gefunden hat, ungefeßlich. Das Statut darf, wie die berufensten Kommentatoren des Gesetzes, wie Haas, Wilhelmi und Fürst, Mugdan und Cuno nach den Motiven feststellen, keine der nach dieser Bestimmung berechtigten Personen vom Wahlrecht ausschließen. Der§ 13 bestimmt, daß die Beisiger zur Hälfte aus Arbeitern und zur Hälfte aus Unternehmern entnommen werden müssen und von diesen auch zu wählen sind. Als Arbeiter in diesem Sinne ist wiederum nach den berufensten Kommentatoren unwider sprochen anzusehen auch derjenige, der vorübergehend ohne Arbeit ist, sofern er mur berufsmäßig gegen Entgelt selbständigen Gewerbetreibenden seine Arbeitskraft zu Arbeiten im Gewerbebetrieb zur Verfügung stellt. Es kann natürlich der Fall eintreten, daß Zweifel darüber entſtehen, ob noch eine vorübergehende Arbeitslosigkeit vorliegt oder die Eigenschaft als Arbeiter aufgeben oder verloren gegangen ist. Aber das Gewerbegerichts- Gesetz ist eben ein socialpolitisches Gesetz, das den Interessen der Arbeiter dienen soll und in Zweifelfällen so auszulegen ist, wie es den Interessen Arbeit habent. Handlungsgehilfin oder Gewerbegehilfin? " Ser Zum Kapitel der unnatürlichen Eltern" lieferte eine Verhand- Der Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend" nahm in lung, die gestern vor der Berufungsinstanz des Landgerichts II statt seiner Generalversammlung am 19. Oktober den Bericht des fand, einen neuen Beitrag. Der auf dem Bahnhofe in der Frank Kassierers vom 3. Quartal entgegen. Danach ergab die Einnahme furter Allee angestellte Stationsassistent Otto Gutsch und dessen 8360,80 M., die Ausgabe 6545,34 M., der Bestand beträgt 27 566,54 Ehefrau Marie Gutsch waren beschuldigt, ihr zehnjähriges Mart. Der Kassierer Megner wurde entlastet. Den streitenden BleiTöchterchen Else fortgesezt in der empörendsten Weise mittels ge- glasern überweist die Versammlung 450 M. Schöffengericht war ein trauriges Bild von Hartherzigkeit und Verfährlicher Werkzeuge gemißhandelt zu haben. Schon vor dem Der Schmargendorfer Wahlverein beschäftigte sich am 14. d. M. rohung entrollt worden, das mishandelte Kind hatte aber mit seiner in zustimmenden Sinne mit den Verhandlungen des Parteitages. Aussage zurückgehalten, wodurch es kam, daß die Ehefrau Gutsch Mehrere Redner bekämpften jedoch die zum erstenmale auf einem nur zu 50 M. Geldstrafe, der Ehemann dagegen freigesprochen Parteitage vorgebrachten Einwendungen gegen die Maifeier. As wurde. Hiergegen hatte die Staatsanwaltschaft Berufung Delegierte für die Streis- Generalversammlung wurden die Genossen eingelegt. Die Verhandlung ergab folgenden That Gutbier und G. Stein gewählt, die beauftragt wurden, auf der Ges bestand: Die Angeklagten wohnen in Mahlsdorf, wo sie ein neralversammlung für Beitragserhöhung um 5 Pf. einzutreten. fleines Besitztum haben. Schon wiederholt war es den Nachbarn Adlershof. Die ordentliche Generalversammlung des Wahls schwächliche Else, in der qualvollſten Weise mißhandelten. Am vereins fand am 16. d. M. bei Fechner statt. Der Bericht des Bors aufgefallen, daß die Eheleute Gutsch ihre Kinder. besonders die 7. Januar d. J. wurde Else Gutsch in einen Zustande vollständig standes zeigte unter anderm, daß die Vereinsversammlungen von förperlicher Verkommenheit in das Krankenhaus zu Rummelsburg durchschnittlich 50 Mitgliedern besucht waren. Der Bericht des eingeliefert. Die Zeugen bekundeten, daß die Kinder der An- Kassierers ergab eine Einnahme von 642,77 M. und eine Ausgabe geklagten von früh bis spät in der anstrengendsten Weise im Garten bon 357,51 M. Die Mitgliederzahl beträgt 160. In der Bibliothek arbeiten mußten. Auf dem Gartengrundstück befand sich ein sind 181 Bände und 73 mal wurde dieselbe benutzt. Der Lokalalter Eisenbahnwagen, der zum borübergehenden Auf- tommission ist es gelungen vier Lokale frei zu machen, eins in Adlersder Arbeiter entspricht. Jedenfalls ist es kein Objekt für juristisch enthalt der Familie diente und zumeist als Prügelzelle benußt hof und drei außerhalb. Die Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: reaktionäre Haarspaltereien und jedenfalls ist das zweiffellos, daß wurde. Von dort her ertönte häufig ſehr klägliches Sanumergeſchrei, 1. Vorsitzender Michels, 2. Vorſizender Stemmwvedel, Schriftführer das Statut eines Gewerbegerichts nicht von vornherein das Wahl- wenn Frau Gutsch gegen ihr Töchterchen eine Eretution ausführte. Strop, i. Kaſſierer Löwenthal, 2. Kaſſierer Stretschmer, Beißiger recht nur auf solche Arbeiter beschränken darf. die am Tage der Wahl Wenn der Ehemann Gutsch des Abends aus dem Dienſt lam, be- Gehrhardt, Revisoren Neumann, Bösermöni und Tempel, Bibliothekare gannen die Mißhandlungen von neuem. Ein Stiefeltnecht, ein Seil Neste und Gerlach. Lokalkommission B. Schulz, Reichert und Druck. Das Gewerkschaftskartell in Prenzlau hat gegen das Verfahren oder ein Seidel dienten als Büchtigungswerkzeuge. Es wurden Hilfskassierer Pökelmann, Dürre, Köppen, Smolni, Wilde und des Magistrats natürlich Beschwerde geführt und die Aufsichtsbehörde damit auch Schläge gegen den Kopf geführt. Eines Tages tam Else Behrend. Es wurde ein Antrag angenommen, wonach sämtliche Mitmit einer Wunde am Kopf in die Schulklasse. wird deshalb genötigt, das Statut überhaupt auf seine Gefeßmäßig Staatsch befragte bas stind nach dem Ursprung der Werlegung. Das sein müſſen. Als Delegierte zur Generalversammlung des CentralDer Lehrer glieder, welche ein Vorstandsamt bekleiden, gewerkschaftlich organisiert teit zu prüfen. Kind gab zur Antwort: Mein Vater hat gesagt, ich habe wahlvereins wurden Kasper und Arndt gewählt. mich gestoßen." Der Lehrer bekundete auch vor Gericht, daß das Rigdorf. Am 15. Oftober hielt der socialdemokratische Wahlvernachlässigte Kind häufig mit eiternden Geschwüren behaftet, zum verein seine Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die TagesUnterricht gekommen fei. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Diez, ordnung ehrte die Versammlung das Andenken der im letzten sprach seine Verwunderung darüber aus, daß das Kind in diesem Quartal verstorbenen Mitglieder Bischoff, Nowad, Fricke und Ahlers verwahrlosten Zustande in der Schule gelitten wurde.. Als das in der üblichen Weise. Den Bericht des Vorstandes erstattet Böske. Kind in das Krankenhaus eingeliefert wurde, war es, mit Lumpen Er bemerkte unter anderm, daß der Besuch der Versammlungen bekleidet und vor Schmutz starrend, an den Füßen und Schenkeln durchweg, besonders in letzter Zeit, ein guter war. Strafmandate mit Quetschwunden und eiternden Geschwüren bedeckt, am Kopf waren 2 zu verzeichnen, wovon 1 vom alten Vorstand übernommen hatte es eine 4 Centimeter lange Wunde, die seiner Angabe nach und 1 nach dagegen eingelegter Berufung mit Freispruch erledigt wurde. von einem Schlag mit dem Stiefelknecht herrührte. Frauen hatten das Der Mitgliederstand betrug am Schluß des vorigen Jahres 1125, verwahrlofte gemißhandelte Kind auf dem Hausflur zusammengefunken gegenwärtig zählt der Verein 1582 Mitglieder. Der Kaffenbericht, gefunden und es nach Benachrichtigung der Polizei nach dem Krankenhause den Stiller gab, war folgender: Einnahme( einschließlich 161,50 M. gebracht. Im Termine wurde festgestellt, daß das Kind zumeist nur für Bons, 270,45 M. auf Sammellisten, Lokalfonds 2530,72 M.), nackte Kartoffeln und trocken Brot als Nahrung erhalten hatte. Der 4782,11 M.; Ausgabe: am Ort 633,23 M., an den Centralvorstand Staatsanwalt wies nach Schluß der Beweisaufnahme darauf hin, abgeliefert 3332,06 M., Bestand am Ort 816,82 m. Ueber die daß die Angeklagten ihr leibliches Stind so behandelt hätten, wie Parteifpedition berichtet Ostermann. Die Abonnentenzahl beträgt man faum ein Tier zu behandeln pflege, er beantrage gegen das gegenwärtig 2458, die Einnahme betrug 8558,48 M., die Ausgabe Ehepaar eine Gefängnißstrafe von je sechs Monaten. Der Gerichts- 8167,38 W., so daß ein Reingewinn von 491,10 M. für das dritte hof erkannte unter Aufhebung des ersten Urteils auf eine Ge- Quartal 1902 zu verzeichnen ist. Den Bericht der Bibliothek fängnisstrafe von je bier Monaten. gab Wurbs. Es sind für circa 200 Mark neue Bücher an so daß auch hier dem Lesebedürfnis Ein neuer Skandalprozeß ist wieder in Sicht. In der Berliner geschafft worden, Montagszeitung" vom 21. September d. J. war ein Artifel ver- in weitgehendstem Maße Rechnung getragen ist. Hierauf erfolgten öffentlicht, der sich gegen den bekannten Pastor Krösel zu Klogin die Neuwahlen des Vorstandes, die nachstehendes Ergebnis hatten: richtete. Derselbe wurde als ein wütender antisemitischer Heger, Erster Borsigender Böste, zweiter Borsigender Henning, Schriftführer als ein Mann, der sich grobe Unanständigkeiten habe zu Schulden Hoffmann, Kassierer Stieber, Beisitzer Hübner, Revisoren Hendrischte, fonimen lassen und als ein Schweinepriester" bezeichnet. Prediger Kurkowski und Rohr, Bibliothekar Wurbs. In die Lokalkommission Kröfel stellte Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft, wurde aber wurden Müller, Reischock und Voges delegiert. Als Delegierte zur auf den Weg der Privatflage verwiesen. Er erhob diese gegen den Generalversammlung wurden Böste, Dftermann und Nohr gefrüheren Redakteur der genannten Zeitung, Dr. Mag Wittenberg. wählt. Gestern sollte die Sache zur Verhandlung gelangen. Der Kläger wurde vom Rechtsanwalt Jüngst vertreten, dein Angeklagten standen die Rechtsanwalte Dr. Halpert und Joseph Cohn als Verteidiger zur er einen umfangreichen Wahrheitsbeweis antreten wolle. Es solle Der Bergarbeiter- Ausstand in der französischen Kammer. unter Beweis gestellt werden, daß der Kläger in heftigster Weise in Paris, 21. Oftober.( W. T. V.) Lasies berlangt, daß der Konizer Sache gegen die Juden Partei genommen habe und im Lande unihergereist sei, um durch Vorträge in Wolfsversammlungen reguläres Militär überhaupt nicht ay Orte gesandt wird, wo den Standpunkt zu vertreten, daß der Ritualmord bei den Ausstände ausgebrochen sind, und daß eine besondere Truppe Juden gebräuchlich sei. Schließlich habe das Konsistorium sowohl gebildet wird, welche der Freiheit der Arbeit Achtung verwie das Kultusministerium dem Kläger untersagt, die Schufräume schaffen soll. Die Ausstände bildeten eine Gefahr für die Industrie zu seinen Vorträgen zu benutzen. In betreff des Vorwurfs der Frankreichs, welche alsbald von der ausländischen Industrie berUnanständigkeit" verweise er auf die Thatsache, daß der Kläger wegen drängt werde. Während die Socialisten die internationale Solidarität eines eigenartigen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe verurteilt rühmten, hätten die englischen Grubenarbeiter den Vorteil von den wurde. Prediger Kröfel hatte nach einer Kaifer- Geburtstagsfeier sein Ausständen, die in Frankreich erklärt würden. Redner protestiert Logis aufgesucht, das ihm bei einem befreundeten Gutsbefizer gegen die Einmischung von Ausländern in die Ausstände in der Wirtschafterin geraten und habe sich erst wieder entfernt, nachdem Dreibund angeboten worden sei. Er fei dabei versehentlich in das Zimmer Frankreich und tabelt Jaurès, weil er gesagt habe, daß der das erforderliche Gegengewicht gegen den fran die im Bette liegende Bewohnerin ihn viermal in der energischten zöfifchen Chauvinismus bilde. Basly sagt, den Ausstand hätten Weise dazu aufgefordert habe. Erkenntnisgründen nicht angenommen habe, daß der damalige An- der Arbeiterverbände anerkannt, die Löhne gekürzt und Verhandgeklagte unfittliche Zwecke verfolgt habe, so müsse dessen Verhalten Jungen abgelehnt hütten. Die Regierung müsse den Arbeitern Gerech betreffend den Ausdrud„ Schweinepriester" stellte Rechtsanwalt Cohn doch als doch als unanständig" bezeichnet werden. Bum dritten Bimft, tigkeit verschaffen. Basly weist darauf hin, daß die größeren Vorteile bei eine Menge Beweisanträge, wodurch dargethan werden sollte, daß dem Ausstande die Gesellschaften hätten, denn die KohlenEine solche Situation dürfe die Pastor Kröfel fich feineswegs eines moralischen Lebenswandels preise gingen in die Höhe. Der Staat habe das Recht, die befleißige. Der Gerichtshof gab allen diesen Anträgen statt und Regierung nicht zulassen. Kohlengruben felber zu übernehmen, wenn die Gesellschaften nicht verlegte den Termin. ihrer Verpflichtung gemäß den Betrieb aufrecht erhielten. Uebrigens seien bei den Minen in den Departements Nord und Pas de Calais die Gallerien nicht nach Vorschrift errichtet.( Beifall links.) Nachdem noch Failliot über ungenügenden Schutz der Arbeitswilligen Klage geführt und Selle demgegerüber für die Ausständigen Bewilligung einer Unterstützung von 2 Millionen Frank beantragt hat, vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag. Die Handlungsgehilfin T. hatte die Inhaberin einer Postfarien Centrale" mit photographischem Betrieb, Frau Sudermann, auf Zahlung einer Entschädigung von 237 m. verklagt, indem sie die Kündigungsfrist kaufmännischer Angestellter( 6 Wochen vor dem Quartalsersten) für sich in Anspruch nahm. Sie behauptete ohne Grund vorzeitig entlassen worden zu sein. Das Landgericht hatte festgestellt, daß die Klägerin im Geschäft der Beklagten hauptsächlich photographische Aufnahmen für Postkarten gemacht hatte, und hatte sich deshalb für unzuständig und das Gewerbegericht für zuständig erflärt. So tam die Angelegenheit vor das Gewerbegericht, vor dem Frl. T. dabei blieb, daß sie Handlungsgehilfin und nicht Photo graphin, nicht Gewerbegehilfin gewesen sei. Sie habe allerdings bei der Beklagten das Photographieren erlernen und photographische Aufnahmen machen müssen. Zugleich habe sie aber das Geschäft kaufmännisch verwaltet, unter andern Eintragungen in die Bücher gemacht und auch Bostkarten verkauft. Für ihre Eigenschaft als Handlungsgehilfin spreche auch die Annonce in der Boff. 3tg.", auf die hin sie in das Geschäft gekommen sei. In der Annonce, die Klägerin borlegt, wird eine Verkäuferin gesucht. Die Beflagte behauptete, das sei nur geschehen, weil man für solch Postkartengeschäft keine Berufsphotographin bekomme. Das eigentliche Engagement sei davon abhängig gemacht worden, daß die Klägerin photographiere. Für den nebenher betriebenen Verkauf von Postkarten ohne Photographie hätte man nicht eigens eine Verkäuferin gebraucht. Die Stammer 8 des Gewerbegerichts verurteilte die Beklagte zur Zahlung von 70 M., das heißt zu einer Entschädigung für 14 Tage, der Kündigungsfrist gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Mit der Mehrforderung wurde die Klägerin abgeiviefen. Gewerberichter Dr. Meier führte begründend aus: Für die juristische Auslegung der Stellung eines Angestellten komme es nicht darauf an, in welcher Form man engagiert oder wie das Engagement verabredet worden sei, sondern hinweg, daß die Klägerin entgegen der Annonce und vielleicht entgegen gewissen Abmachungen thatsächlich als photographische Gehilfin beschäftigt worden sei. Wenn die Klägerin nebenbei mal Eintragungen im Geschäftsbuche machte und mal eine Ansichtskarte verkaufte, so ändere das nichts daran, daß ihre Hauptthätigkeit die einer Photographin gewesen sei. Sie könne deshalb nicht auf die Sündigungsfrist der Handlungsgehilfen, sondern nur auf die 14tägige Kündigungsfrist der Gewerbegehilfen beziehungsweise auf eine dieser entsprechenden Entschädigung wegen unberechtigter plöglicher Entlassung Anspruch erheben. " auf die Stellung selber. Hier komme nun das Gericht nicht darüber Seite. Dr. Halpert erklärte nach Eröffnung der Verhandlung, bas Letzte Nachrichten und Depefchen. Wie groß das Bildungsbedürfnis in den unteren Volksschichter. st. zeigte sich jüngst wieder in einer für manche Leute überraschenden Weise in München. Dort hat man seit einiger Zeit an 46 Volfsschulen neben den vorhandenen sieben Selassen noch je eine achte Klasse für die Oberstufe eingerichtet. Diese achte Klasse, deren Besuch freigestellt war, wurde durchiveg so start in Anspruch genommen, daß man jetzt daran denit, diese Einrichtung in den nächsten Jahren obligatorisch zu machen und im Anschluß daran einen ebenfalls obligatorischen zweijährigen Fortbildungsschultursus einzuführen. Zur Tarchführung des schweizerischen Fabrikgesehes. Der schweizerische Bundesrat ersucht in einem Kreisschreiben die Stantonsregierungen, alle die Uebertretung des Fabrifgefeßes betreffenden Endurteile der fantonalen Behörden sofort nach diesem Erlaß de cidgenössischen Fabrifinspektoren zu Händen des Bundesrats mit zuteilen, die sodann ihrerseits dem Industriedepartement binnen fünf Tegen eventuelle Anträge auf Erhebung der Kajsationsbeschwerde zu stellen haben. Ter schweizerische Bundesrat ist anscheinend zu der Ueberzeugung gelangt, daß gegen die gesetz verachtenden Unternehmer eine schärfere Tattif nötig ist. Ein Informationsbureau für das Unfallgefes in Amsterdam hat bas Nationale Arbeitersekretariat( die Generalfommission der Gewerkschaften Hollands) zu errichten beschlossen. Gerichts- Zeitung. Verfammlungen. Verband der Tapezierer. In der Generalversammlung am 13. d. Mts. erstattete Wels den Bericht über die Thätigkeit im letzten Jahre. Größere Streils und Differenzen sowie Aussperrungen haben nicht stattgefunden. Hervorzuheben sind der Kleberstreit, der Streif der Stickerinnen bei Pfaff, ferner die im Frühjahr stattgehabte Diedenhofen, 21. Dftober.( W. T. B.) Bei einem Streite Kündigung des Vergleichsvertrages und die Gründung des pari italienischer Arbeiter in Nilvingen wurde den Lothringer NachLeo Schmidt gab folgenden Kaffen- richten" zufolge ein Arbeiter getötet und zwei schwer verletzt. Drei tätischen Arbeitsnachweises. bericht für das verflossene Geschäftsjahr: Einnahme( einschließlich Arbeiter wurden verhaftet. 2400,03 M. Bestand) 15 611,38 M., Ausgabe 13 116,34 M., bleibt Wien, 21. Oktober.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus.( Schluß.) Bestand 2495,04 M. Jm verflossenen Jahre wurden 5126,41 m. an Nach Begründung der Dringlichkeit des Antrages Hruby, betreffend die Hauptkasse eingesandt. Der Kassierer wurde entlastet. Nach die Sprachenverhältnisse bei den Behörden Schlesiens, einer furzen Dishission wurden in die Ortsverwaltung gewählt: durch den Antragsteller, setzt Ministerpräsident v. Koerber die 1. Vorsitzender Wels, 2. Vorsitzender Hirth, 1. Kassierer L. Schmidt, sprachlichen Verhältnisse bei den Justizbehörden Schlesiens aus2. Kassierer Minn, 1. Schriftführer Bölfe, 2. Schriftführer Betfe, einander, wobei er betont, daß die Justizverwaltung in Erkenntnis Revisoren: Luck, Jent, Delters. der Wichtigkeit der Berücksichtigung der sprachlichen Bedürfnisse der Parteien insbesondere auf die sprachliche Qualifikation der Beamten ihr Augenmerk richte. Die Behauptung des Antrags ftellers, daß gerade unter der gegenwärtigen Regierung in flabischen Gegenden der Sprache der Bevölkerung unkundige Beamte angestellt worden seien, vermag der Ministerpräsident mit vollem Rechte als nicht richtig zu bezeichnen.( Beifall und Widerspruch.) Die Regierung lasse schon im Interesse der Justizfrage diese Frage durchaus nicht aus dem Auge und werde ihrerseits dem Bedürfnis Wien, 21. Oftober.( W. T. B.) Einer ausgegebenen Mitteilung M. zufolge beschlossen die Vertreter der czechischen Oppositionsparteien Die socialdemokratische Fraktion im Stadtverordneten Kollegium 3n Spandan hatte seiner Zeit eine Beschwerde an den Regierungspräsidenten von Potsdam gerichtet, in welcher über Mißstände in Die Holzbearbeitungsmaschinenarbeiter hielten am 13. Oftober der städtischen Verwaltung Klage geführt wurde. Der Regierungs- ihre Generalversammlung ab. Den Kassenbericht vom 3. Quartal Den Kassenbericht vom 3. Quartal präsident ordnete einen Regierungsrat ab, um die städtische Ver waltung zu revidieren. Auf Grund des erstatteten Berichtes beschied erstattete Zimpel. Danach war eine Einnahme von 7351,70 W., eine der Präsident die Beschwerdeführer abschlägig, sandte diesen Bescheid Ausgabe von 5055,70 M. und ein Ueberschuß von 2296,00 M. erEs wurden geaber nicht an die Beschwerdeführer, sondern an den Magistrat mit dem zielt. Neu aufgenommen wurden 72 Mitglieder. Auftrage, den Bescheid dem Stadtverordneten- kollegium zur Kenntnis zu wählt: Piehl 2. Vorsitzender, Wieland 1. Schriftführer, Kußer bringen. Am 5. Juni wurde er in der Stadtverordneten- Sigung verlesen, 2. Schriftführer. In die Arbeitsnachweiskommission wurde Fuhr worauf der Vorsteher unter allerlei Vorwänden die Diskussion ver- gewählt. Der Antrag des Vorstandes, die Extrabeiträge fallen zu der Bevölkerung Rechnung zu tragen bemüht sein. hindern wollte. Da rief der Stadtverordnete Ernst Stieger, der lassen, wurde einstimmig angenommen. Hierauf beschloß die Ver die Beschwerde verfaßt und namens feiner Stollegen abgesandt hatte, fammlung auf Antrag des Vorstandes, die Unterstützung auf 18 die ganze Sache fame ihm vor wie ein Stück aus dem Tollhause. zu erhöhen. Die Zahlstelle für Nord- Westen ist von der BeusselDieser Zuruf trug ihm erstens einen Ordnungsruf zu, der protokolliert straße 79 nach der Goßkowskystraße 29 verlegt. wurde, und dann auch noch eine Auflage wegen Beleidigung Der Verband deutscher Gastwirtsgehilfen( Ortsverwaltung des Regierungspräsidenten ein. Diese Anflage ge- Berlin) hielt am 10. d. Mts. eine außerordentliche General- Verlangte gestern vor der ersten Straffammer am Landgericht II fammlung ab. Zu Punkt 1 der Tagesordnung: Reorganisation des zur Verhandlung. Der Angeklagte erklärte, er habe sich nicht Vorstandes giebt Ströhlinger bekannt, daß es sich, um eine regere gegen die Person des Regierungspräsidenten gewandt, sondern gegen Agitation entfalten zu können, nötig gemacht habe, den Vorstand Die ganze Behandlung dieser Sache und dafür berufe er sich auf das zu entlasten, und soll zu diesem Zweck eine Geschäftskommission geSigungsprotokoll. Dieses war nicht zur Stelle. Der Stadt wählt werden, die namentlich die Arbeiten des sehr umfangreichen berordneten Borsteher hatte zwar eine Abschrift des Protokolls bei Arbeitsnachweises zu erledigen hat. Nach einer teilweise recht er fich, die er dem Gerichte vorlegen konnte, aber diese Abschrift enthielt regten Diskussion wurden folgende Kollegen neu- bezw. wiedernur am Rande die Bemerkung: Die Behandlung der Sache durch gewählt: Burot, Krambach, Braun, Noth, Kettner, Kollmann, den Regierungspräsidenten", dagegen enthielt eine beglaubigte Ab- Herzberg, Rausch, Heilmann, Gebeler, Bormann, Pizner, Siebecke, schrift, die der Bürgermeister vorlegte, diese Bemerkung nicht. Da Jablonski, Gedicke, Erdmann, Schulz und Hilgert. Unter VerVerantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckevei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Veilagen u. Unterhaltungsblatt. " im Reichsrat, nämlich die national- freifinnige Partei, die czechische Agrarpartei und die national- sociale Partei, für den Fall der Auflösung des Abgeordnetenhauses um Ausschreibung von Neuwahlen auf Grund eines gegenwärtigen Standes und Anzahl der Abgeord= neten der einzelnen czechischen Parteien eine gemeinsame Kandidatenliste aufzustellen und bei den Wahlen gegenseitige solidarische Unterstützung zu üben. Calais, 21. Oftober.( W. T. B.) Die Dockarbeiter haben hier ebenso wie in Düntirchen die Arbeit eingestellt. Die Kohlenübernahme der Postdampfer ist gesichert. London, 21. Oftober. Das Reutersche Bureau" meldet aus Curaçao vom 20. d. Mts.: Der Kapitän des Dampfers„ Valesia" der Hamburg- Amerika- Linie, sowie der erste Ingenieur und brei Matrofen sind ertranfen. Nr. 247. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 22. Oktober 1902. 199. Sigung. Dienstag, den 21. Oktober 1902, mittags 12 Uhr. gesetzt. Abg. Bindewald( Antis.) fagen ant das Ausland in feiner Weise In der gegeben der Politik der Sammlung. Diese Politit ist aber früher immer so mehr oder weniger hitzige Debatte nicht rechtfertigt. aufgefaßt worden, daß zunächst die Sicherung des inländischen Stellung der verbündeten Regierungen wird durch solche Angriffe Marktes und dann erst die Förderung des ausländischen Absatzes zu nichts geändert. Ich erkenne vollkommen an, daß die Landberücksichtigen ist. Der gegenwärtige Tarif trägt dieser Auffassung wirtschaft aus den socialpolitischen Gründen, die gestern am feine Rechnung. Er gewährt der Landwirtschaft teinen genügenden Schluß seiner Rede der Herr Abgeordnete Heim in so beredten Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky, v. Podbielski. Schuß. Graf Bülow meint, bei höheren Getreidezöllen, als sie die Worten ausführte, Anspruch auf eine besondere RüdRegierungsvorlage enthält. feien feine Handelsverträge möglich. Die sichtnahme hat. Der praktische Ausdruck dieser Uebers Die zweite Beratung des Zolltarif- Gesetzes wird bei den andren Staaten haben aber weit mehr Interesse am Abschluß von zeugung und Dieser Rücksichtnahme ist der Ihnen von Minimal- und Mayimalsäzen für Roggen und Weizen fort- Handelsverträgen als Deutschland. Graf Bülows Aufgabe ben verbündeten Regierungen vorgelegte Tarif- Entwurf, der, ist es, die wirtschaftliche Ueberlegenheit Deutschlands in wie ich wiederholt ausgeführt habe, eine wesentliche ErAbg. Dr. Röficke- Kaiserslauterit( B. d. 2.) Aber alle den Verhandlungen mit dem Auslande zu. Geltung zu bringen. höhung der Zölle auf Weizen und Roggen enthält. ( bei der großen im Hause herrschenden Unruhe auf der Tribüne fast Wenn wir die industriellen Sätze dieses Tarifs annehmen andern Erwägungen hatten gegenüber der Rücksichtnahme auf die ganz unverständlich) verteidigt nochmals die Wangenheimschen Anträge. sollen, so brauchen wir einen Bollsaß von 7,50 Mark für alle vier Landwirtschaft nicht zu schweigen, das würde noch Annahme aller Unfre Forderungen sind nicht unbescheiden, wir sind der Ueberzeugung, Getreidearten. Will man den 7,50 Marl- Boll uns nicht gewähren, verbündeten Regierungen nicht förderlich sein für die Entwicklung daß auf andrem Wege ein wirksamer Schutz für die Landwirt- so wird man uns gegenüber auch die hohen industriellen Deutschlands. fchaft nicht zu erreichen ist. Theoretisch sind ja die meisten Konser- 8ollfäße nicht vertreten können.( Sehr richtig! rechts.) Nun sprach Herr v. Wangenheim von dem leichten Son vativen derselben Meinung wie der Bund der Landwirte; wenn diese Für den Fall, daß der Reichskanzler glaubt, nach Lage unsrer verfationston meiner neulichen Rede und deducierte daraus, Konservativen sich trotzdem von dem 7,50 Mark- Boll auf die Kom- handelspolitischen Beziehungen einen Zoll von 7,50 oder 6 oder daß es mir bei der Vertretung der Interessen der Landwirtschaft missionsbeschlüsse zurückziehen, fo gleichen sie einem Arzte, der die 5,50 Mark nicht vertreten zu können, so möchte ich ihn bitten, als an dem nötigen Ernst fehle. Nachdem ich neulich gesprochen Diagnose auf Schwindsucht stellt und dann achselzuckend erklärt, er bald eine vollständige Umarbeitung des ganzen Zolltarifs vor hatte, las ich am nächsten Tage in einer Reihe von Zeitungen, ich könne das einzig wirfame Heilmittel nicht anivenden. Der Reichs- zunehmen und dem Reichstag vorzulegen. Zollfäße unter hätte zu nüchtern und zu langiveilig gesprochen.( Heiterkeit.) Dei fanzler meinte, bei einem Zoll von 7,50 M. würden keine Handels- 7,50 Mark, etiva auf dem Niveau der Kompromißanträge, Berliner Mitarbeiter einer großen mitteldeutschen Zeitung, welche verträge mehr abzuschließen sein. Wichtiger aber als der Abschluß haben nur Aussicht auf Annahme, wenn die industriellen Zoll sich bisweilen mit mir beschäftigt, schrieb sogar, meine neulichen von Handelsverträgen ist die Erhaltung der deutschen Landwirtschaft. Die fätze ganz erheblich herabgefeht werden. Die Industriellen haben alle Ausführungen hätten einen pastoralen Ton gehabt.( Große Regierungsvorlage berücksichtigt nur einseitig die Interessen der In Veranlassung, sich bei den verbündeten Regierungen zu bedanken; Heiterfeit.) So gehen die Ansichten der Menschen auseinander und dustrie. Das ist keine Wahrnehmung des Allgemeinwohles, wie sie alle ihre Wünsche sind erfüllt worden. Falls uns die landwirtschaft so blind urteilt der Parteigeist. In Wahrheit habe ich in ganz unGraf Bülow immer profiamiert. Die Regierung hat diesen Boll- lichen Zölle in der notwendigen Höhe nicht bewilligt werden, so muß zweideutigen Worten und sehr ernst dem dringenden Wunsch der vertarif nicht der Landwirtschaft zu Liebe gemacht, sondern ledig die Regierung damit rechnen, daß wir den industriellen Teil des bündeten Regierungen Ausdruck gegeben, daß mit Hilfe der Freunde lich um die Finanzen der Reichstasse zu bessern. Tarifs wesentlich umgestalten. Ich weiß nicht, waher. der Widerstand der Landwirtschaft etwas Greifbares für die Landwirtschaft ( Sehr richtig! rechts.) Wenn man sagt, unsre Forderung ist der verbündeten Regierungen stammt, nachdem uns so und so oft erreicht werden möge. Der Herr Abg. Dr. Hahn hat mich soeben zwvar berechtigt, aber nicht durchführbar, so weise ich darauf das größte Wohlwollen der Regierungen ausgesprochen ist. Aber erinnert an meine Busage für die Landwirtschaft. Daran tann ich hin, daß die Kommissionsbeschlüsse ebenso wenig auf An- auf jeden Fall hat Graf Bülow in den Beschlüssen fast aller mich ruhig erinnern lassen. Ich bin seit zwei Jahren nach besten nahme zu rechnen haben.( Sehr wahr! rechts.) Wir bedeutender einzelstaatlicher Parlamente auf Erhöhung der Kräften bestrebt, das Meinige für die Landwirtschaft zu thun. halten es für unsre Pflicht, das, was wir draußen als unsre landwirtschaftlichen Zollfäße eine außerordentliche Stüße gegen- Ich bin mit meinen Bemühungen bis an die Grenze ernste Meinung proklamiert haben, auch hier zu vertreten, von einer über diesem Widerstand dessen Ursprung ich nicht tenne. des Möglichen gegangen, mehr kann man wohl fordern, Demonstration unfrerseits kann keine Rede sein. Eine Demonstration Wir dürfen von der Loyalität der Regierung erwarten, daß sie die aber nicht durchsetzen; was man aber kann, ist das ist es aber, wenn der Herr Kollege Herold und die andren Herren Handelsverträge fündigt. Selbst wenn nichts Neues zu stande fäune, Erreichbare gefährden, und ich glaube, dazu ist man auf dem besten draußen im Lande unsre Forderungen für durchaus berechtigt er so würde das für die Landwirtschaft immer noch günstiger sein als Wege.( Hört! hört! bei den Nationalliberalen.) Db i für meine klären, hier aber bei dem ersten auftauchenden Widerstand zurück- das Zustandekommen eines Bolltarifs ohne genügende landwirtschaft- Bemühungen für die Landwirtschaft an dieser oder jener Stelle weichen. Graf Schwerin meinte, man müsse in dem Bolltarif liche Minimalzölle. Ich würde erfreut sein, wenn diese Ausführungen Dank ernte oder Undank, darauf fommt es mir nicht an. Eins aber auch auf Mißernten Rücksicht nehmen. Der Zolltarif soll aber auf auf den Reichskanzler nicht ohne Einwirkung geblieben sein würden. möchte ich doch dem Herrn Abg. Herold sagen, der soeben die LandJahre hinaus gelten, da tönnen wir nicht Ausnahmefälle bes( Heiterkeit und Beifall rechts.) wirtschaft vertröstet hat mit einem Wechsel auf die Zukunft, rücksichtigen. Für diese werden die Maßnahmen im gegebenen indem Abg. Herold( E.) er ihr einen Regierungswechsel in Aussicht stellte: Moment zu treffen sein. Auch von Rücksichten der Loyalität polemefiert gegen die Abgg. v. Wangenheim und Dr. Nöfice. Würde für die Landwirtschaft das thut, was ich mit dem Einbringen dieſer Es wird lange dauern, bis wieder ein Reichskanzler fönnen wir uns bei einer so eminent wichtigen Materie unmöglich ber Bund der Landwirte feine angeblich wissenschaftliche Begründung Tarifvorlage mich bestrebt habe zu thun.( Bielseitiges hört! hört! Teiten lassen, sondern lediglich von unserer wohlerwogenen Ueberbes 7,50 Mart- Bolles tonsequent durchführen, so müßte er zu einem Große Bewegung. Rufe links: Sehr richtig!) Es ist in mehreren zeugung. Die Kinbauern werden am meisten durch den Gersten- Weizenzoll von 9 Mark kommen müssen.( hört! hört! im Centrum.) Neden, auch vom Abg. Herold, angedeutet worden, daß die berzoll geschützt, weil sie vor allem Gerste bauen. Der Gerstenpreis ist in den letzten Jahren so rapid gesunken, daß nur ein starter estamotiert er einfach 1,50 Mart für Weizen weg.( Heiterkeit.) H. Also nur um gleiche Zölle für Roggen und Weizen zu erreichen, bündeten Regierungen schon allerlei Vorverhandlungen gepflogen Zollschutz einen weiteren Rückgang verhindern kann.( Sehr richtig! Das sind die großen Freunde der Landwirtschaft.( pört! hört! im haben dürften, d. h. daß sie sich bereits gebunden hätten. rechts.) Demgegenüber fann ich mur erflären, daß solche 8uCentrum. Unruhe rechts.) Ich habe niemals einen ganz bestimmten ( Der Reichskanzler betritt den Saal.) Bollfaz vor den Nommissions- Beratungen in der Deffentlichkeit vor- worden sind,( Lebhaftes Hört! hört!) auch nicht gegeben geschlagen. Ich habe mur theoretische Berechnungen angestellt und werden konnten bei dem gegenwärtigen Stand der Tarifs wenn ich so rechne... wenn ich verhandlungen. Ich habe mich durchaus in meinen mündlichen Untererklärt sich für seine Person für den bündlerischen Antrag gejagt: wenn ich so rechte so rechne.( Große Heiterfeit tints.) ad 1900 auf Einführung eines Minimalzolles von 7,50 Mark. Auf Herr Nöfide sagte, noch lange Jahre wird um den 7,50 Mart rebungen mit den leitenden Ministern unsrer großen Nachbarstaaten diesem Standpunkt stehe die gesamte hessische Bauernschaft. Die Erhöhung der Getreidezölle werde an der Gestaltung der Brotpreise Boll gefämpft werden, er selbst aber glaubt nicht, daß die For- lediglich darauf beschränkt zu sagen, ich hoffte, der deutsche Reichstag werde alles daran seßen bei den Verhandlungen über den ähm von abfolut nichts ändern. Gollte der 7,50 Mart- Boll abgelehnt werden, berung fo bald durchführbar ist. Wenn er das aber glaubt, den verbündeten Regierungen vorgelegten Tarifentwurf, um einen er für die Kommissionsbeschlüsse eintreten. Die Centrumspolitik ſo ſeien die von der Kommission beschlossenen Zölle das Alleräußerste, liegt flar zu Tage( große Heiterkeit links), wir suchen das Möglichste gangbaren Weg und eine brauchbare Grundlage zu erhalten für was die Landwirtschaft zur Erhaltung ihrer Eristenz fordern müsse. für die Landwirtschaft zu erreichen. Das Centrum hat schon so viele Handelsverträge. Die ablehnende Stellung, welche wir einnehmen Eine Exportindustrie, die nur auf kosten der Landgegenüber den Anträgen auf Erhöhung oder Erweiterung der wirtschaft sich über Wasser halten lönne, sei wert, daß sie Anfechtungen erfahren, aber immer ist es der unerschütterliche Winimalfäße geht also nicht hervor aus irgend welchen Vers au Grunde gehe. Bei einer vernünftigen Wirtschaftspolitik werde Turm geblieben. Auch Neuwahlen würden unfee Stellung nicht erdie im stande genauen Erkenntnis der im Auslande herrschenden Disposition und bedarf an Brotfrucht zu erzeugen. Das höchste Biel jeder Bolitit verlangte, ist mir sehr erklärlich, denn keine Partei hat sich so Ser Notwendigkeit, den Schuh für die Landwirtschaft im Einklang zu die deutsche Landwirtschaft im stande sein, den gesamten Inlands- schüttern. Daß gerabe Herr Sattler eine Auflösung des Reichstags Pflichtungen gegenüber dem Auslande, sondern nur aus unsrer Das höchste Ziel jeder Politit zwischen zwei Stühle gefeßt, wie die Nationalliberalen.( Sehr müsse die Erhaltung desjenigen Standes sein, der ein Volk groß richtig! im Centrum). Gine Auflösung würde nicht zum Segen des der Rücksichtnahme auf die Lebenshaltung der arbeitenden Klasse. bringen mit den Lebensbedingungen von Induſtrie und Handel und gemacht habe.( Bravo! rechts.) Daß die Nationalliberalen umfallen anbes gereichen, es würden sich dann in allen Barteien heftige Der Abg. Haußmann meinte gestern, die Tarifattion der Regierung würden zu wußt. Ich hoffe aber, daß ivenigstens Abgeordnete wie Frhr. b. Sepr Parteifämpfe abspielen, und das könnte nur zum Schaden für das sei eine verfehlte. Das könnte doch als begründet nur dann gelten, und Graf Oriola ihrer früheren Haltung konsequent bleiben würden. ivenn entweder der Tarif in materieller Beziehung nicht das richtige Nur vor einer konsequenten Haltung kann man Achtung haben. Bei erklärt, daß sie jest mehr Gewicht auf den liberalen Teil ihres Pros träfe oder wenn das taktische Vorgehen der Regierung ein mangel der gestrigen Nede des Dr. Sattler aber ist mir das Dichterwort nationalen" Gründen die Regierung für eine Auflösung des Reichs- weil sowohl von rechts wie links Angriffe gegen den Tarif erhoben gramms legen wollten. Gleichzeitig aber sucht Dr. Sattler aus haftes gewesen sei. Der erste Einwand ist schon deswegen hinfällig, tags zu gewinnen. Das ist mun gerade nicht sehr liberal. Aber Gewohnheitsfehler laffen sich eben schwer ablegen,( Große Unruhe worden sind, die sich gegenseitig aufheben. Auf der einen Seite heißt es, daß wir den Agrariern nicht genug geben, auf der andren bei den Nationalliberalen, lebhafter Beifall im Centrum.) Seite, er würde die Konsumenten zu sehr belasten. Aus diesen VorAbg. Graf Schwerin- Löwitz( t, bei der großen im Saale würfen von rechts und lints entnehmen wir, daß der Tarifentwurf ( Große Unruhe bei den Nationalliberalen.) Jawohl, das trifft auf herrschenden Unruhe fast unverständlich) tritt nochmals für die der Regierung in lobenswerter Weise bestrebt sei, die Intereisengegensäge auszugleichen.( Heiterkeit bei den Soc.) Ebenso Sie zu, meine Herren! Bismards tönnen wir heute gebrauchen, aber Kommissionsbeschlüsse ein. feine Sattlers Selbst wenn die Getreidezoll erhöhung eine steht es mit den Vorwürfen über das tattische Vorgehen. Was habe Abg. Dr. Nöficke- Kaiserslautern( B. b. 2.) polemifiert gegen ich in dieser Beziehung nicht alles gelesen. Die Regierung laviere, Berteuerung des Brotes mit sich bringen sollte, so müßte diese aus den Abg. Herold. Er habe lebhaft bedauert, daß er dem Abg. Herold fie wolle sich durchwinden, dann aber trete sie zu schroff auf, sie geBatriotismus ertragen werden.( Lachen bei den Socialdemokraten.) zu folcher Anregung Anlaß gegeben habe. Aber diese Erregung bärde fich intransigent, fie trage Bascha Alluren zur Schau, dann Ich freue mich über die Bundesgenossenschaft, die uns Antisemiten zeuge nicht für die Richtigkeit der Anschauungen des Abg. Herold. fie fage zu viel oder zu wenig. Gelegentlich habe ich alle vom Bunde der Landwirte in den Zollfragen geleistet wird. Ueber( Lachen un Centrum.) biese Aeußerungen in demselben Blatt gelesen.( Heiterkeit.) In den Standpunkt der Hunderttausende von Bauern fann man nicht Neichskanzler Graf Bülow: Wahrheit haben die verbündeten Regierungen vom ersten Tage ohne weiteres hinweggehen. Ich persönlich würde, falls durch die Der erste Redner, der heute das Wort ergriffen hat, hat mir der Einbringung der Vorlage an in ganz klarer und unzweideutiger Zölle der städtischen Bevölkerung das Brot verteuert würde, darunter ebenso zu leiden haben, wie jeder andre. Aber mich leiten keine persön- vorgeworfen, daß ich die Industrie zu Ungunsten und zum Schaden Weise erklärt, bis zu welcher Grenze fie mit den Minimalzöllen ebenso zu leiden haben, wie jeder andre. Aber mich leiten keine persön lichen Interessen: ich bin Künstler, ich bin Maler( Heiterkeit), ich handle nur der Landwirtschaft bevorzugen wolle. Ich habe schon neulich hervorgehen können. Das ist in flarer und unzweidentiger Weise erklärt gehoben, daß die verbündeten Regierungen nicht anerkennen worden von mir und meinem Stellvertreter, selbstverständlich in gemäß meiner Ueberzeugung. Der Regierungsentwurf ist für mich lönnen, daß die industriellen Zölle des Tarifes im Vergleich zu lebereinstimmung mit mir, und auch von den Bundesbevollmächtigten vollkommen unannehmbar; dafür könnte ich unter teinen Umständen vollkommen unannehmbar; dafür könnte ich unter teinen Umständen den agrarischen Zöllen durchweg zu hoch gegriffen feien. Gegen der übrigen Bundesstaaten, die ich zu meiner großen Genugthuung stimmen. Die Kommissionsbeschlüsse sind in jeder Weise unzureichend über den Auslassungen namentlich des Abg. Dr. Hahn möchte ich auf zwei hier fehe. Ich möchte doch auch gegenüber dem, was der Abg. Herold und lückenhaft. Das allereinfachste, tozu man sich entschließen könnte, sind die Kommissionsvorschläge in Verbindung mit den Minimal- Bahlen hinweisen. Die im Abschnitt I des Entwurfs enthaltenen erklärt hat, daran erinnern, daß ich seit zwei Jahren feinem landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind autonom im ganzen mit Mitgliede der Mehrheitsparteien, das mir die Ehre erwiesen hat, zöllen für Bich. Ich werde für die Bollsäge des Bundes der Land- 17,2 Prog. ihres Einfuhrwertes durch Zölle geschütt, dagegen sind mit mir über die Tariffrage unter vier Augen zu sprechen, etwas wirte stimmen.( Bravo! bei den Bündlern.) die industriellen Erzeugnisse der Abschnitte II- XIX des Entwurfs andres gefagt habe, als daß eine Erhöhung und Erweiterung der Abg. Nißler( f.): nur mit 5,9 Proz. ihres Einfuhrwertes autonom geschützt. Es würde Mindeſtsätze nicht möglich sei. Wenn deshalb der Abg. Dr. Sattler Draußen im Lande sieht man den heutigen Verhandlungen also autonom einem Zollschuß von 17,2 Proz. für die Landwirtschaft gestern gesagt hat, alle diese Erklärungen feien fruchtlos geblieben, mit ernster Spannung entgegen. Die Regierung hat es leider ein solcher von 5,9 Proz. für die Industrie gegenüberstehen. Gegen o liegt das nicht am Säemann, sondern am Boden. mir weiter gefagt worden, ich fei weder nur bei freundlichen Worten für die Landwirtschaft belassen. Er über diesen so flaren und unzweidentigen Zahlen tann man doch ist hat zugegeben, daß die Landwirtschaft sich seit Jahren in einer nicht im Ernst behaupten, wir wollten mit unsrem Tarif die Land- noch warm, ich befolge eine Politik der mittleren Zinie. So spricht man, wenn man nicht die Verantwortung für das Ganze Strifis befindet, aber seine Thaten entsprechen nicht seinen Worten. wirtschaft der Industrie opfernt. Die Säße der Regierungsvorlage bedeuten abfolut feinen aus Nun hat Abg. Dr. Hahn weiter in etwas mysteriöser Weise trägt, sondern nur die Durchführung des Parteiprogramms im reichenden Schutz für die Landwirtschaft. Die Getreidepreise sind angedeutet, daß eine Erhöhung der Mindeſtfäße Schwierigkeiten, Auge hat. Gewiß wäre es für die verbindeten Regierungen leichter heute besonders niedrig. Als sie doppelt so hoch waren, ist es niemand widerstand finden würde an gewissen Stellen. Abg. Frhr. v. Wangen- gewesen, den Tarifentwurf zuzuschneiden, entweder nach den Wünschen eingefallen, von Brotwucher zu sprechen. Der Bauer verlangt, wenn heim war vor einigen Tagen in dieser Beziehung deutlicher ge- der Rechten, oder den Wünschen der Linken. Wenn wir die Getreideer produktive Arbeit teisten foll, auch entsprechenden Verdienst. worden. Herr v. Wangenheim meinte, die Industrie habe sich gegen zölle beseitigt hätten, so yätten wir den Beifall der Linken gefunden, Die Interessen der deutschen Bauern sollen hier wieder zu Gunsten die Landwirtschaft gewendet, nachdem der Wind von oben etwas hätten toir fie erhöht, den der Rechten. Der parlamentarische Stampi der Juduſtrie preisgegeben werden.( Sehr richtig! rechts.) Die deutsche anders wehte. Gegenüber dieser Anspielung muß ich feststellen, daß wäre ja dadurch für uns erleichtert worden, aber dem Interesse es wäre sehr Landwirtschaft ist früher der Kern des deutschen Boltes gewesen, das man sich von oben in die Aufstellung, die Ausarbeitung und in die des Landes wäre damit nicht gedient, und dürfen Gie nicht vergessen. Freiherr bon Riedel hat parlamentarische Behandlung des Tarifentwurfs in feiner Weise ein- fraglich, ob ein solcher Tarifentwurf auf der einen oder Tediglich die Jutereffen der Großbrauer vertreten, als er gemischt hat. Das föderative Zusammenwirken der andren Basis Teichter durchgefegt werden könnte wie der gegen für einen niedrigen Gerstenzoll plaidierte. Ich werde zunächst für Bundesregierungen in der Tariffrage ist von oben wärtige. Der Abg. v. Stardorff hat mir neulich einen schwerden Antrag Heim auf gleichmäßigen Schuß für alle Getreideforten in teiner Weise beeinflußt oder gehemmt worden. wiegenden Vorwurf gemacht. Er hat gemeint, ich setzte das Pareintreten, sollte dieser abgelehnt werden, so werde ich lein Bedenken Alle Bundesfürften ohne jebe Ausnahme find vollständig damit lament in der allgemeinen Achtung herunter, wenn ich es so be tragen für die Kommissionsbeschlüsse zu stimmen.( Bravo! im einverstanden. daß der Landwirtschaft jeder mögliche Schutz gewährt handelte, daß ich sagte: Friß Vogel oder stirb!" Ich möchte den Centrum.) Ich bedauere, daß die Nationalliberalen in Eisenach einen werden solle, der sich mit dem Zustandekommen, von Handelsverträgen Herrn Abg. Kardorff bitten, mir einen einzigen Fall zu nennen, wo ich es diesem hohen Hause gegenüber an der gebührenden RücksichtBeschluß gefaßt haben, der so wenig im Interesse der Landwirtschaft vereinbaren läßt. liegt.( Widerspruch bei den Nationalliberalen.) Vor 10 Jahren galten Die Annahme, daß die Landwirtschaft kraft höherer Willkür von nahme habe fehlen lassen, sei es in fachlicher oder formeller Beziehung. die Bauern als der geduldigste Stand, auf die Dauer werden oben herab Vergünstigungen vorenthalten würden, die ihr zu teil Ich möchte Herrn v. Kardorff darauf aufmerksam machen, daß wo fie sich aber nicht mit schönen Reden abspeisen laffen. Ich schließe werden könnten, wenn von oben ein andrer Wind wehte, entspricht die verbündeten Regierungen in der Tariffrage den Wünschen der Mehrheitsparteien soweit entgegengekommen sind, wo sie feit givei mit der Mahnung an den Herrn Reichskanzler, er möge endlich nicht den Thatsachen. feinen Worten auch Thaten folgen lassen. Einem patriotischen Im Zusammenhang damit möchte ich noch eingehen auf eine Jahren sich so unendliche Mühe gegeben haben, den Wünschen der Manne mußte fich das Herz zusammen frampfen, wenn man fah, andre Aeußerung, die Herr v. 23 angenheim neulich gemacht hat. Wehrheitsparteien gefeggeberischen Ausdruck zu geben, fie auch erdaß hat gefagt, wie er bei seinen letzten Ausführungen weit mehr Beifall auf der Er mit warten durften, daß sie von diesen Parteien geschloffen unterſtüßt linten Seite des Hauses fand.( Lebhafter Beifall rechts.) ihrem Tarif den Aft abfägen, auf welchem die Mon- werden dürften im Kampfe gegen die festgeschlossene Phalang der archie fäße. Ich tann futt meinem Bedauern darüber jenigen, die überhaupt keine Erhöhung der Getreidezölle wünschen. Ausdruck geben, daß die Sache.der Landwirte Noch auf einen andten Gesichtspunkt möchte ich hinweisen. ( mit großer Unruhe empfangen): Graf Bülow fuchte die Vor- fchaft burch folche Aeußerungen geschädigt Die verbündeten Regierungen find weit davon entfernt, die Mehrheit legung diefes Bolltarifs zu charakterisieren al einen Ausfluß wird( Oho! rechts.), welche meines Erachtens auch eine dieses hohen Haufes in der Vertretung ihrer Auffassung beschränken eingefallen: Wie sich die armen Thoren plagen, Für sich nicht, nein: fürs Vaterland, Geduldig alle Lasten tragen Für Amt und Würden, Stern und Band 1" ! Abg. Dr. Hahn( B. d. L.) S die verbündeten Regierungen falt zu wollen. Die Mehrheit dieses hohen Hauses darf aber auch nicht| Sie die abweichende Methode bei der Etatsberatung anwenden wird, kommt der Antrag Heim, dann der Kommissionsantrag. Diese vergessen, daß es einen wesentlichen Unterschied ausmacht, ob es würden, würden wir zu den absonderlichsten Beschlüssen kommen. Abstimmung wird nach dem Antrag Singer und Genossen eine naments sich handelt um einen Aft der Gesetzgebung, der feine Rückwirkung Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Ich kann Herrn Richter nur liche sein. Dann kommt eventuell die Regierungsvorlage. Diese Ab1111r ausübt auf die inneren Verhältnisse, oder ob es sich bestätigen, daß es den parlamentarischen Gepflogenheiten und auch ſtimmung wird auf Antrag derselben Abgeordneten wieder eine namenthandelt um Maßnahmen, die ihren Schwerpunkt auf internationalem der richtigen Behandlung der Sache entspricht, daß stets mit der liche sein. Sodann wird abgestimmt über Tarifstelle 2 im allgemeinen Gebiet haben. Wo es sich um die Rückwirkung auf das Ausland höchsten Ziffer begonnen wird und nach und nach heruntergegangen Tarif, und zwar zunächst über die Kommissionsvorschläge, dann über die handelt, müssen die verbündeten Regierungen ein größeres Maß von wird. Es kommt sonst nicht jeder zu seinem Recht. Regierungsvorlage. Autorität für sich in Anspruch nehmen: sie wissen ganz genau, welche Abg. Singer( Soc.): Es handelt sich hier gar nicht um die Abg. Spahn( C. zur Geschäftsordmmg): Die besondere AbRückwirkungen diese oder jene Maßnahme haben wird auch für Abstimmung über 8iffern, sondern um die Abstimmung über einen ftimmung über den Antrag Dr. Heim zum Weizenzollsazz dürfte sich unsre Beziehungen zum Ausland. Es war mir sehr schmeichelhaft, daß Grundsatz.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Sie erübrigen, weil der Zoll auch nach den Kommissionsbeschlüssen für Herr Dr. Hahn eine so freundliche Meinung von meinen diplomatischen werden doch nicht behaupten wollen, daß der Grundsatz der Zoll- Weizen 6 M. beträgt, sodaß beide Anträge sich decken. Fähigkeiten hatte;( Seiterkeit.) er hat aber vergessen zu sagen, ob freiheit gleichbedeutend ist mit irgend einer Biffer, wobei man über- Präsident Graf Ballestrem: Ja, das fällt zusammen. Das ist diese meine diplomatischen Fähigkeiten nur ausreichen würden, um haupt noch zweifelhaft sein kann, ob Null eine Ziffer ist. Was richtig.( Heiterkeit.) etwa den Zoll von 6 M. durchzusetzen oder vielleicht auch 7,50 M., das Beispiel des Quebrachozolles anlangt, so wüßte ich nicht, was Es folgt mum zunächst die namentliche Abstimmung womöglich einen noch höheren Zoll. Ich kann Ihnen in allem die Majorität der Kommission verhindert haben sollte, sich auf die über den Antrag Freiherr v. Wangenheim( B. d. L.), Ernste versichern, daß ich weder in diesem hohen Hause noch außer Biffer zu vereinigen, die sie für die richtigste hielt. in§ 1 Abs. 2 den Mindestzoll für Roggen auf 7,50 Mart festhalb desselben irgend jemand fenne, dem ich zutrauen würde, mit Abg. Baffermann( natl.): Die aufgeworfene Frage ist von sehr zusetzen. Der Namensaufruf beginnt mit dem Buchstaben A. Als erhöhten oder erweiterten Mindestsägen als diejenigen sind, die wir großer Bedeutung, da sie sich bei jeder Position des der Schriftführer Dr. Hermes den Präsidenten Grafen Ballestrem vorgeschlagen haben, gute Handelsverträge zu stande zu bringen. Tarifs wiederholen fanit. Ich schließe mich namens meiner aufruft und dieser nicht gleich antwortet, macht ein in der ( hört! hört! links.) Ich weiß sehr wohl, daß Sies politischen Freunde den Ausführungen des Abg. Richter Nähe stehender Abgeordneter den Präsidenten darauf aufmerksam, Argument feinen Eindruck machen wird auf die Gegner an. Sie entsprechen der Logik und den Gepflogenheiten des Hauses daß er antworten solle, indem er ihm auf die Schulter klopft. jeglicher Handelsverträge. Diejenigen aber, die der beim Etat. Ich verweise auch auf die Tausende von Abstimmungen Graf Ballestrem erhebt sich und schwingt in mißverständlicher Aufverträge, und ich glaube noch immer, daß eine Mehrheit in diesem ich nicht. Richter( fri. Bp.): Wenn man mit dem Antrag auf BollAnsicht sind, daß wir festhalten müssen an dem System der Handels- in der Budgetfommission. Die Vorschläge des Präsidenten erachte fassung dieser Aufforrdeung mit der Glocke.( Große Heiterkeit.) Erst für die richtigen. jetzt stimmt der Präsident, die Situation erkennend, mit„ Nein". ab. hohen Hause der Ansicht ist, daß wir Handelsverträge haben wollen, Abg. Der Antrag Wangenheim wird bei 5 Stimmenthaltungen ich betone nochmals, daß die verbündeten Regierungen fest ent- freiheit beginnt, so käme darauf zunächst die Regierungsvorlage, mit 289 gegen 44 Stimmen abgelehnt. Es sind somit im ganzen schlossen sind, auf für uns annehmbarer Basis zu neuen dann der Kompromißantrag. Der Kompromißantrag wird ver- 338 Abgeordnete bei der Abstimmung antvesend. Für den Antrag. Hand.isverträgen zu gelangen, die die sollte sollte doch doch das von worfen von denjenigen, die für die Regierungsvorlage und den Wangenheim stimmt ein Teil der Konservativen, u. a. außer dem mir eben bezeichnete Ziel nicht aus dem Auge verlieren jenigen, die für den Antrag Wangenheim sind Antragsteller Frhrn. von Wangenheim die Abgeordneten Dr. Dertel, und die Gesichtspunkte nicht vernachlässigen, auf welche ich Präsident Graf Ballestrem: Entschuldigen Sie, wenn ich Sie von Salisch, von Treuenfels, von Waldow- Reitzenstein, von Weitzel, eben hingedeutet habe. Im Namen der verbündeten Regierungen unterbreche. Sie werfen die Positionen im Tarifgesetz von Winterfeld; von den Antisemiten die Abgeordneten Bindewald, habe ich nochmals zu erklären, daß die Anträge Frhr. v. Wangenheim, und im Tarif zusammen. Wir sind jetzt bei der Position Gräfe, Liebermann von Sonnenberg und Müller- Waldeck, außerdem Heim, Albrecht, ebenso wie die Anträge der Kommission in Bezug des Tarifs. die Mitglieder des Bundes der Landwirte Dr. Hahn und Dr. Rösicke auf die Mindestzölle in jedem Stadium der Verhandlungen für die Abg. Richter: Bei diesem Punkte hat die Sache ja wenig Be- und die bayrischen Bauernbündler Hilpert und Bachmeier. Fürſt verbündeten Regierungen unannehmbar sind.( Bewegung und an- deutung. Aber sie könnte im Laufe der weiteren Beratung zu den Herbert Bismard stimmte mit„ Nein". dauernde Unruhe.) allerverkehrtesten Beschlüssen führen. Der Antrag Dr. Heim( C.) wird hierauf in gewöhnlicher AbPräs. Graf Ballestrem: Das Wort wird nicht weiter ver- Präsident Graf Ballestrem: Da von mehreren Seiten Wider- stimmung gegen die Mehrheit der Deutschkonservativen, eine Yangt wir kommen zur Abstimmung. Ich schlage Ihnen vor, über spruch gegen meinen Vorschlag erhoben worden ist, so ziehe ich ihn Minderheit der Reichspartei, die Mehrheit der Antisemiten, die Positionen Roggen und Weizen getrennt abzustimmen und zwar zurück. Ich würde das Haus nur dann darüber entscheiden die Mitglieder des Bundes der Landwirte und die südin folgender Reihenfolge: Zunächst werden die Positionen des lassen, wenn er von andrer Seite wieder aufgenommen würde. deutschen Banernbündler, fast sämtliche bayrische CentrumisTarifgesetes zur Abstimmung kommen und zwar zunächst Ich schlage daher vor, nunmehr bei den Tarifpofitionen zuerst ab abgeordneten und die nationalliberalen Abgeordneten Graf Oriola, der Antrag b. Wangenheim. Die Abstimmung darüber zustimmen über den Antrag der Kommission, dann über die Säße Dr. Deinhard und Sieg abgelehnt. wird eine namentliche fein gemäß einem genügend unter der Vorlage und endlich über den Antrag Albrecht und Genossen. stützten Antrage Dr. Pachnicke. Im Falle der Ab- Abg. Singer( Soc.): Ich nehme den Vorschlag des Präsidenten st immung mit 187 gegen 152 Stimmen bei 5 Stimmenthaltungen lehnung des Antrages v. Wangenheim werden wir ab- wieder auf und beantrage Abstimmung darüber. Ich möchte Ihnen angenommen. Unter den Abgeordneten, die sich der Stimme stimmen über den Antrag Dr. Heim und dann eventuell über die( zu den Freisinnigen) Gelegenheit geben, durch die Abenthalten, befinden sich die Centrums- Abgeordneten Fusangel, Sommissionsbeschlüsse. Auch diese Abstimmung wird auf Antrag lehnung unfres Antrages auf 3ollfreiheit zu Cahensly, Krebs und Hermann. Von den Nationalliberalen stimmien Singer eine namentliche sein. Sollte auch die Kommissions- dokomentieren, daß Sie gegen die freie Einführung von Lebens mit" Ja" die Abgg. Dr. Deinhard, Haas, Graf Oriola, Hische und fajjung abgelehnt werden, so wird über die Vorlage der Regierung mitteln sind.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten. Große Unruhe.) Lichtenberger. ebenfalls namentlich abgestimmt werden. Abg. Spahn( C.) erklärt sich für die Vorschläge des Abg. Richter. Gerade die Vorkommnisse in der Kommission haben uns gezeigt, daß man zu ganz unrichtigen Ergebnissen kommen kann, wenn der Antrag auf Bolfreiheit unter allen Umständen zuerst zur Abstimmung Hiergegen erhebt sich kein Widerspruch. Bei den Säßen des Zolltarifs würde zunächst über den Antrag Albrecht, dann über die Kommissionsfassung und dann über die Fassung der Regierung abgestimmt werden. Abg. Richter( zur Geschäftsordnung): Ich möchte mich wenden gegen die Vorschläge in Bezug auf die Reihenfolge der Abstimmungen über die Anträge zum Tarif selbst. Ich bin der Ansicht, daß es dem parlamentarischen Brauche entspricht, die höchste Biffer zuerst zur Abstimmung zu bringen, dann die niederen und zuletzt die Zollfreiheit. Mit einem andren Verfahren kommt man, wie es in der Stommission mehrfach der Fall gewesen ist, unter Umständen zu ganz falschen Resultaten. Die Sache ist von großer Bedeutung für die Beratung des gesamten Tarifes. tommt. Abg. Richter( frs. Wp.): Dem Abg. Singer bemerke ich, daß wir nichts zu verdunkeln und zu verdecken haben. Wir haben wiederholt rund heraus erklärt, daß wir sehr wünschten, daß Zollfreiheit eingeführt würde, daß wir es aber für unmöglich halten, da der Zoll einmal besteht und die Verhältnisse sich danach eingerichtet haben, ihn mit einem Schlage zu beseitigen. Der vom Abg. Singer unternommene Angriff ist nichts weniger als geschickt. Hierauf wird der Kommissionsantrag in namentlicher AbDie drei Führer des Bundes der Landwirte, Frhr. v. Wangenheim, Dr. Rösicke und Dr. Hahn, hatten vor der Abstimmung den Saal verlassen. Als der Name des Abg. Dr. Hahn aufgerufen wurde und keine Antwort erfolgte, ertönten unter großer Heiterkeit wiederholte lebhafte Rufe:„ Hahn! Hahn!" Es ist somit für Roggen ein Mindestzoll von 5,50 Mark vom Reichstag beschlossen worden. Nunmehr wird abgestimmt über Position 1 des Zolltarifs ( Mayimalfaz für Roggen). Die Kommission schlägt hier einen Zon von 7 M. vor. Dieser Vorschlag vereinigt in einfacher Abstimmung die Mehrheit auf sich. Mit der Minderheit( Socialdemokraten und FreiAbg. Singer( Soc.): Herr Richter sollte es ruhig uns überlassen, sinnige) stimmt auch eine nicht unbeträchtliche Anzahl Nationalwas wir zu thun haben. Jedenfalls sind wir nicht in der Lage, liberaler. Präsident Graf Ballestrem: Ich kann ja nicht in Abrede stellen, von ihm Weisungen über unser Verhalten anzunehmen.( Bravo! Durch dieses Ergebnis sind alle übrigen Abstimmungen zum daß das, was Herr Richter gesagt hat, gewissermaßen logisch ist. bei den Socialdemokraten.) Ich stelle nach der Erklärung des Abg. Roggenzoll erledigt. ( Große Heiterkeit.) Ich kann aber so nicht allen Herren, die Richter fest, daß er trotz seines Wunsches auf Zollfreiheit die Es folgt die Abstimmung über den Minimalzoll für Amendements gestellt haben, gerecht werden. Wenn wir hier zunächst praktische Gelegenheit, diesen Wunsch zum Ausdruck zu Weizen. Zunächst wird der Antrag Frhr. v. Wangenabstimmen würden über die Anträge der Kommission und dieselben bringen, nicht ergreift.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemo- heim( B. d. L.), der einen Minimalzoll von 7,50 M. für Weizen werden angenommen, so würde das Amendement Albrecht ausfallen. traten, Widerspruch bei den Freisinnigen.) berlangt, in einfacher Abstimmung gegen die Stimmen der Mehrheit Abg. Singer( Soc.): Es ist selbstverständlich, daß nach dem Abg. Richter meldet sich nochmals zum Wort, verzichtet aber der Konservativen, der Bündler, einiger Antisemiten u. a. ab= Vorschlage des Abg. Richter diejenigen in der Abstimmung darauf auf halb zornige, halb beschwichtigende Blicke und Hand- gelehnt. befchränkt würden, welche ihrem Grundsaße der 8ollfreiheit bewegungen des Präsidenten Grafen Ballestrent.( Heiterfeit und durch eine Abstimmung Ausdruck geben wollen. Ich glaube, daß Unruhe.) das unmöglich der Wille der Majorität des Hauses ist. Der Vorschlag des Abg. Singer, zuerst über Zollfreiheit abstimmen zu lassen, dann über die Kommissions- und endlich über die tegierungssäße, wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt. Das Haus stimmt den letzten Vorschlägen des Präsidenten( zuerst Kommissions-, dann Regierungssätze, zuletzt Zollfreiheit) zu. Abg. Nichter( frs. Vp.): Daß einzelne Anträge in der Abstim mung ausfallen, kommt immer vor. Wenn die hohen Ziffern angenommen werden, fallen die andren aus. Warum hier eine Ausnahme gemacht werden soll, wo der andre Satz eine Null ist, weiß ich nicht. In der Kommission hat man diese Methode beim Quebrachozoll angeordnet, daß man zuerst über Präsident Graf Ballestrem: Was die Weizen- Bollfäße anZollfreiheit abstimmte und zuletzt zum 7 Mark- Boll kam. Dadurch belangt, so werden wir beim Tarifgesez analog zu dem Verfahren fam es zu einem ganz falschen Resultat. Auch im englischen bei Roggen zuerst über den Antrag Wangenheim abstimmen, aber Parlament wird stets bei der höchsten Ziffer angefangen. Wenn hier nicht namentlich. Wenn der Antrag Wangenheim abgelehnt] Gelegenheits- Partie ardinen Gardi abgepasste Fenster, weiss und crême pro 250 300 400 600 Fenster u. Eleg. Secessions- 900 u. 285 Tüll- Stores Gestickte echte Spachtel- Stores U. 600 Goldfarbige echte 675 u. 750 Band- Stores Nach auswärts per Nahnahme. Gardinen- Haus 5396 L* Eril Lefèvre. Oranienstr. 158, BERLIN S. Gardinen- mit ca. 450 Abbildungen Katalog gratis und franco. !!! Spottbillig!!! Anzugstoff- Reste Hosen- u. 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Die Minderheit ist dieselbe wie bei der Abstimmung über die Position Roggen. Die Weiterberatung wird hierauf auf Mittwoch 12 Uhr vertagt. Schluß 534 Uhr. Nur einig. Mal erscheint dieses Angebot. Um dem verehrlichen Publikum unsre Leistungsfähigkeit recht vor Augen führen zu können, haben wir 1500 Winter- Paletots fonfektioniert, welche durch ihre solide Verarbeitung, hochmodernen, gediegenen Stoff, tadellosen Sik als das praktischte Kleidungsstück der Saifon zu bezeichnen find. Diese Baletots dürften, wenn man ihre vor. zügliche Qualität und den außerordentlich billigen Preis in Betracht zieht, jedermanns freudige Anerkennung erlangen. 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Schiller Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmMittwoch abend 8 Uhr: Der Biberpelz. Eine Diebeskomödie von Gerhart Hauptmann. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Die Braut von Messina. Ein Trauerspiel mit Chören von Friedrich Schiller. Socialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 23. Oktober, abends 81, Uhr, Stralauerstr. 57: General- Verfammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. 2. Vortrag des Genossen Lantom über:" Die Entwicklung Frankreichs Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: bom 16. bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Doktor Klaus. Freitagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Morituri. Freitagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. 236/13 Der Vorstand. III. und IV. Wahlkreis( Südost). Passage- Theater. Cirkus Schumann Cirkus Busch. Achtung! Wähler des 11. Kommunal- Wahlbezirkes! 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Oktober cr., abends 8½ Uhr, im ,, Alten Schützenhause", Linienftr. 5: Partei- Versammlung Tagesordnung: 1. Bericht und Wahl der Vertrauensleute. 2. Socialdemokratie und Strafrecht. 245/17 Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Wolfgang Deine. 3. Diskussion. 4. Partei- Angelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Vertrauensleute. Socialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Am Donnerstag, den 23. Oftober, abends 8, Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Fortsetzung der am 16. d. M. vertagten 250/18 General- Versammlung. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 22. Oktober 1902, abends 8%, Uhr: Außerordentliche Versammlung in den Andreas- Festsälen, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Der Streit bei der Firma Zache, Fruchtstr. 8; und das Bers halten des„ Christlichen Holzarbeiter- Verbandes". 2. Diskussion. NB. Der Vorstand des Christlichen Holzarbeiter- Verbandes ist brieflich zu dieser Versammlung eingeladen. Die Ortsverwaltung. 90/7 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Rixdorf. Mittwoch, den 22. Oktober 1902, abends 8%, Uhr, A bei Thiel, Bergstr. 151: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht des Kartell Delegierten und Neuwahl. 3. Bortrag. 4. Diskussion. 5. Verbandsangelegenheiten. 90/8 Achtung! Klaviatur- Arbeiter! Mittwoch, den 22. Oktober, abends 8%, Uhr: Grosse öffentliche Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ilfer 15, Saal VII. Tages- Ordnung: 1. Wollen wir unsre Lage verbessern? Referent: Kollege Gailing. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen sämtlicher Kollegen. 90/6 Achtung! Die Werkstatt- Kontrollkommission. Köpenick. Freitag, den 24. Oktober cr., abends 8 1hr: Achtung! Gr. öffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Lokale des Herrn Scheer( Wilhelmsgarten). Tagesordnung: 1. Bortrag: Die Errichtung des Gewerbegerichts für Köpenick. 2. Aufstellung der Kandidaten. 3. Verschiedenes. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 2. Oktober 1902. Berliner Partei- Angelegenheiten. framhändler ist daraufhin noch am Abend aus der Haft entlassen Stunde zum Stehen gebracht werden. Judes wurde der Schuppen Parteigenossen und Genoffinnen! Am kommenden Sonntagvormittag findet in Berlin und den Bororten eine umfassende Flugblattverbreitung statt, bei der alle Genossen und Genoffinnen ihre Pflicht zu erfüllen haben. Es handelt sich um eine Propaganda zu Gunsten des Partet Organs, für welches alle, denen das Wachsen der Partei am Herzen liegt, zu agitieren Gelegenheit haben. Keiner darf bei dieser Arbeit fehlen, jeder, der fich Socialdemokrat nennt, hat pünktlich am Blaze zu sein. In den nächsten Tagen werden die Stellen bekannt gegeben, wo sich die Verbreiter einfinden, doch geben wir vom Statt finden der Verbreitung schon heute Kenntnis, damit ein jeder sich rechtzeitig auf die im Dienste der Partei zu erfüllende Arbeit ein richte.blo Die Vertrauensleute. worden. über in der Nottvehr gehandelt habe und die Untersuchung hat er daß die Feuerwehr von drei Seiten mit Dampfsprißenrohren an geben, daß diese seine Darstellung glaubwürdig ist. Der Grün- greifen konnte. Auf diese Weise konnte der Brand innerhalb einer und ein Teil Brennholz eingeäschert. Eine Liebestragödie spielte fich in der Nacht zu gestern auf dem Fenerbericht. In der Nacht zum Dienstag wurde die Wehr nach Grundstück Elsasserstr. 37 ab. Eine 23 Jahre alte Helene Möller, die der Culmstr. 3 gerufen. Hier war durch Unversichtigkeit gegen 11 Uhr vor zwei Jahren aus Köln hierher tam, erst Konfettioneuse war in einer Kellerwohnung ein Brand ausgekommen, der in kurzer Zeit und dann Kellnerin wurde, weil sie keine Stellung hatte, unterhielt Wäschestücke, sowie Möbel erfaßt hatte, aber noch im Entstehen unterCafés, der ihr verschwiegen hatte, daß er verheiratet ist. Gestern in der Potsdamerstr. 123a ebenfalls einen Wohnungsbrand abzus seit einiger Zeit ein Liebesverhältnis mit dem Geschäftsführer eines drückt werden konnte. Zur selben Zeit hatte die dritte Compagnie abend kam es zum Bruch, da das Mädchen erfuhr, daß sie ihre löschen, der in der Hauptsache Gardinen und Kleidungsstücke be= Liebe einem verheirateten Manne geschenkt hatte. Becherei in der Klause" in der Novalisstraße begleitete der Geschäfts- beseitigt werden, daß den Fußboden und die Ballenlage ergriffen. Nach einer schädigte. In der Fehrbellinerstr. 100 mußte abends 7 Uhr ein Feuer führer seine Geliebte, die in einer besseren Wirtschaft in der Friedrich hatte. straße beschäftigt war, nach Hause. In der im dritten Stock gelegenen Umfallen einer Petroleumlampe Deden, Betten 2c. in Brand geraten, Eie Stunde später waren in der Prinzenstr. 103 durch Wohnung gab es dann die letzte Auseinandersetzung. Nachdem der deren Ablöschung jedoch bald erfolgen konnte. In der MarienGeschäftsführer sich entfernt hatte, sprang das Mädchen vom Balkon burgerstr. 4 hatte die Wehr kurz vorher in einem Keller einen Brand auf die Straße hinab und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus zu beseitigen, der im wesentlichen Verpackungsmaterial einäfcherte, gebracht, wo es noch jetzt bewußslos daniederliegt. Das Publifum, während in der Rosenthalerstr. 62 Möbel und Kleidungsstücke in Achtung, Parteigenoffen des dritten und vierten Wahl- fistierte auch den Geschäftsführer, entließ ihn aber wieder, sobald noch nach der Gleditschstr. 5 in Schöneberg gerufen, wo in einer has an einem Mord glaubte, geriet in große Aufregung. Die Polizei einer Wohnung in Flammen aufgingen. Außerdem wurde die Wehr freises( SO.) Am Mittwoch, den 5. November, findet im der Vorfall aufgeklärt war. Auf einem hinterlassenen Zettel bat Wohnung ein größeres Feuer ausgekommen war. Da die Schöne11. Kommunal- Wahlbezirk die Ersagwahl für den verstorbenen das Mädchen ihre Eltern um Verzeihung. Genossen Th. Mesner statt. berger Feuerivehr zur Stelle war, so konnte die Berliner Wehr Zur Einleitung der Wahlagitation findet am Donnerstag, den Zwei Hausdiebe haben seit Jahren ein Warenhaus im sofort wieder abrücken. 23. d. M., abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynstr. 27, eine Centrum der Stadt um Stoffe, Seide usw. bestohlen. Da sie zu öffentliche Versammlung statt, zu der Reichstags- Abgeordneter den eifrigsten Angestellten des Hauses gehörten und als verdächtig Bekämpfung der Geschlechtsfrankheiten hat, wie wir hören, u. a. den Der geschäftsführende Ausschuß der Deutschen Gesellschaft zur Arthur Stadthagen das Referat übernommen hat. Hierauf gar nicht in Betracht tamen, so wollte es nicht gelingen, die Dieb- Vorsitzenden der Centralkommission der Krankenkassen, Herrn folgt Diskussion. Ferner findet in dieser Versammlung die Aufstähle, die sich unausgesetzt wiederholten und das Haus schwer E. Simanowski als Mitglied tooptiert. stellung eines Kandidaten und die Wahl eines Wahls schädigten, aufzuklären. Endlich entschloß man sich, einen Kriminalfomitees statt. beamten unter der Maske eines Angestellten mitarbeiten zu lassen. An der 9. städtischen Fortbildungsschule soll auch in diesem Diesem fiet nun bald ein fünfmaliges Klingelzeichen auf, das von Wintersemester wieder ein Kursus in Handelskunde eingerichtet Zeit zu Zeit der Fahrstuhlführer erhielt. Wenn dieses Zeichen ge- werden. Unterrichtszeit Mittwochs 7-9 Uhr abends. Besondere geben war, so wurde jedesmal eine alte Kiste, die im ersten Berücksichtigung wird in diesem Kursus die Wechsellchre finden. Stock zur Aufnahme von Stoffabfällen, Papier usw. stand und auch Handwerker werden mit Erfolg an dem Kursus teilnehmen regelmäßig auf dem Hofe geleert wurde, hinumtergelassen. Der können. Anmeldungen täglich von 7-9 Uhr abends und Sonntags Beamte merkte aber, daß das fünfmalige Beichen nicht bei jeder vormittags im Amtszimmer der Schule, Fruchtstraße 38. Der öffentliche Vortrag, den Genosse Arthur Stadthagen Ermittelungen zu sein, und seine Benutzung führte auch bald zum beginnt am Mittwoch, den 22. Oftober, abends 8 Uhr, Geheimer Leerung gegeben wurde. Das schien ihm ein Fingerzeig für feine Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern heute in den Arminhallen abhalten sollte, findet erst am Mittwoch, Ziel. Die Untersuchung der alten Niste zeigte, daß sie, so oft das Regierungsrat Dr. jur. Stephan seinen Vortragskursus über Das den 29. Oktober, in demselben Lokale statt. Die Vertrauensperson. verdächtige Zeichen gegeben wurde, nicht bloß Abfälle und Papier. deutsche Bürgerliche Gesetzbuch in seiner Bedeutung für das tägliche Adlershof. Den Wählern der dritten Slaffe bringen wir hiermit sondern darunter auch Tuch- und Seidenballen enthielt. Das Zeichen Leben" in der Anla des föniglichen Französischen Gymnasiums, nochmals in Erinnerung, daß die Ersazwahl für die Gemeinde- sagte dem Fahrstuhlführer, was er zu thum habe. Dieser nahm NW. Reichstags- Ilfer 6. Gintrittskarten zum Preise von 1 M. für bertretung heutigen Mittwoch, den 22. Oftober, nachmittags von 4 dann, bevor er die Kiste auf dem Hofe leerte, die wertvollen Sachen 6 Vorträge sind zu haben bei: Georg Belling, W. Leipzigerstr. 186; bis 7 Uhr in der alten Schule stattfindet. Unser Kandidat ist der heraus und brachte sie im Heizraum unter, bis sich eine Gelegen- A. Schütz, O. Holzmarktstr. 60; Chr. Tischendörfer, C. SophienSchriftfeßer Hermann Hildebrand, Selchowstr. 14. Außerdem heit fand, sie wegzuschaffen. Nachdem sie überführt waren, wurden straße 20; F. E. Lederer, W. Surfürstenstr. 70; Bernhard Staar, machen wir nochmals darauf aufmerksam, daß jedes Mitglied des fest der ungetrene Hausdiener und Fahrstuhlführer verhaftet. SW. Friedrichstr. 250; Centralstelle für Arbeiter- WohlfahrtsWahlvereins laut Beschluß verpflichtet ist, zur Wahl zu gehen. Beide hatten größere Barschaften und Sparkassenbücher zu Hause. einrichtungen, SW. Dessauerstr. 14( 8 bis 3 Uhr). Der Vorstand. Die Stoffe wurden gleich zu einem Schneider gebracht, der sie zu Reinickendorf und Umgegend. Die Diskutierabende des Wahl- Anzügen verarbeitete und abjeßte. Einem der Diebe wurde auch In der Urania- Sternwarte, Invalidenstraße 57/62, beginnt am vereins finden statt: Often: Jeden Donnerstag im Restaurant Bur noch eine goldene ührtette abgenommen, die er von einem Montag, den 3. November, 8 Uhr abends, ein aus drei Vorträgen Tanne", Nordbahnstr. 11. Besten: Jeden Dienstag und zwar im Unbekannten gekauft haben will, die aber zweifellos irgendwo bestehender astronomischer Vortragscyklus„ Einführung in die Oktober und Dezember bei Muster, Berlinerstr. 29; im November gestohlen worden ist. Es handelt sich um eine vierfach gewundene Himmelskunde". Stelle des Abteilungsvorstandes Herrn Ausnahme des greitags vor Geben mit von 150 ml. hat. Der Eigentümer tainu fie in den Vormittagsstunden Herr Geheimrat Profeſſor för ft er, Direktor der föniglichen Sternbei Engel, Eichbornſtr. 73/74. Wilhelmsruh: Jeden Freitag, mit Panzerfette mit rundem Karabinerhaken, die einen reinen Goldwert Dr. Graff, der an die Hamburger Sternwarte berufen ist, hat Appelt. Nordend: Jeden Sonnabend vor dem 1. und 15. des Monats im Zimmer Nr. 37 des Polizeipräsidiums in Empfang nehmen. warte, die Liebenswürdigkeit gehabt, diesen Vortragscyklus zu überim Lokale von Krieg. Rosenthal: Jeden Freitag vor dem 15. des Monats bei Kabeliz. In jeder Woche nach dem 15. des Monats finden keine Diskutierabende statt, dafür die monatlichen Vereinsversammlungen. Es ist Pflicht aller Genoffen, für den regen Besuch dieser Verfammlung zu agitieren. fir den regen Besuch diefer Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß alle Wähler wahlberechtigt find, welche in den Listen verzeichnet stehen, gleichviel ob sie seit dem 1. Oktober aus dem Bezirk verzogen sind oder Lokales. " Die Vertrauensleute. haben. An Aus den Nachbarorten. an Der nehmen. Ein übel angebrachter Scherz" ist gestern am Nollendorfplatz Anschaumgen über Ruhe und Bewegung, die Entwicklung der Die Vortragstitel lauten: Die ältesten astronomischen dem Schlosser S. verhängnisvoll geworden. In der Bülowstraße astronomischen Beobachtungskunst hatte ein Staufmann, welcher dortfelbst Kunden besuchte, fein Zivei- Beobachtungsprobleme, die neuere astronomische Ortsbestimmung und die Verschärfung der bite, abs at hoteger aufs bem et, wien ingenuis Bewegingslehre. blick, er wieder aus dem Laden trat, bemerkte er, wie ein junger zeitig zum Besuch der Sterntvarte berechtigen, werden zum Preise Abonnements zu diesem Cyklus, die gleichMain, sich auf seine Maschine schwang und auf dieser davonjagte. von 2 M. an der Kasse der Urania, Taubenstraße, sowie Invalidens Der Bestohlene sprang in eine gerade vorüberfahrende Droschte und straße ausgegeben. Gegen die Unsauberkeit in den Berliner Gemeindeschulen hat, Bevor er sich wieder aufzuraffen und feine Flucht fortzufezen ververfolgte den Fahrraddies, der am Nollendorfplaß zu Fall fam. wie wir am Sonntag mitteilten, der Unterrichtsminister, mochte, wurde S. festgehalten, der behauptete, sich nur einen Scherz veranlaßt durch das ungünstige Ergebnis der von ihm angeordneten gemacht zu haben. Er wollte auf der Maschine nur ein bißchen In Rixdorf find die Jumungsmeister mit ihrem Vorgehen gegen Besichtigung mehrerer Schulen, dem Magistrat empfohlen, fünftig spazieren fahren und sie dann wieder dorthin bringen, wo er sie bie Arbeiterschaft von neuem abgeblitzt. Der Nigdorfer Magistrat die gründliche Reinigung nicht bloß dreimal in jeder Woche, hergeholt habe. Da man dem Schlosser, der übrigens schon vor hatte sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Antrag des sondern täglich stattfinden zu laffen. Dabei wird unter der bestraft fein soll, leinen Glauben schenkte, wurde er der Polizei Inmungsausschusses der vereinigten Nigdorfer Jnnungen zu begründlichen" Reinigung natürlich das naffe Aufwischen ver- übergeben und so dürfte der Scherz für N. noch ein böses Nachspiel schäftigen, das Ortsstatut das Gewerbegericht betreffend, standen. Im Anschluß an diese Mitteilung erwähnten wir die dahin zu ertveitern, daß Wahlen von Beisigern nicht jahrelangen Bemühungen der socialdemokratiber sich vor einigen Tagen auf einem Neubau in der Goßlerstraße Wahlen der Arbeitnehmer- Beisiger zum Nigdorfer Gewerbegericht Von dem Dünkel gewisser Unternehmer giebt ein Vorgang Kunde, Sonn- und Festtagen vorgenommen werden dürfen. Die fchen Stadtverordneten, eine häufigere und gründlichere abspielte. Dieser Bau wird von dem Unternehmer Gaudlig auf- fanden bekanntlich letzthin an einem Sonntage statt, wogegen der Meinigung der Gemeindeschulen durchzufeßen. Ueber diesen geführt, leitender Polier ist der Sohn dieses Herrn. Da auf dem Innungsausschuß mit der Motivierung, daß eine Entheiligung des Hinweis ärgert sich ärgert sich ein hiesiges Blatt, den ent- Ban sehr niedrige Löhne bezahlt werden, beschlossen die Bauarbeiter, Somitags borläge, ohne Erfolg Protest erhob.- Der Magistrat schieden" Freisinnigen von der Neuen Fraktion der dem Polier die Forderung auf Erhöhung des Stundenlohnes um fam nun gestern zu dem Entschluß, den Antrag des Innungss Linken" nahe steht. Der Vorwärts" thut so," sagt das Blatt, 5 Pfennig vorzulegen und beauftragten den Vertrauensmann ausschusses abzulehnen. Die Wahlen fänden niemals in den ,, als ob die Einführung einer täglichen Reinigung nur von focial- der Lokalorganisation der Bauarbeiter, orget damit, Bauarbeiter, Norget damit, die Kirchenstunden statt, und könne somit das religiöse Gefühl der Bürger demokratischer Seite gefordert, aber am Widerstand der freisimmigen Angelegenheit dem Herrn vorzutragen. Als Norgel auf dem nicht verlegt werden. Im Interesse der Arbeiter aber läge es, die Kommunalverwaltung gescheitert sei. Wir erinnern uns aber, daß mit den Worten:„ Na, kommen Sie man, Männeken", den Beauf- Magistrat wird der Stadtverordneten- Versammlung, Bau erschien und dem Bolier feinen Auftrag vorlegte, schob dieser Arbeitnehmer- Wahlen an einem Sonntage vorzunehmen. es der freisinnige Stadtv. Rosenow war, der zuerst die tägliche tragten der Gewerkschaft vor sich her und stieß ihn unter steten bei welcher die Inmumgen ebenfalls einen entsprechenden Antrag ge Reinigung gefordert hat." Selbstverständlich ist es uns nicht ein- mighandlungen zum Bau hinaus. Die auf beim Vau beschäftigten stellt haben, den Uebergang zur Tagesordnung empfehlen. gefallen, so zu thun", als sei die tägliche Reinigung nur" von Arbeiter befundeten laut ihren Unwillen über die Mishandlung und eilten socialdemokratischer Seite gefordert worden. Das freisinnige Blatt ist natürlich dem Leiter der Organisation zur Hilfe. In diesem Augenblick er straße der siebenjährige Sohn des Stutschers Gustav Gehrke aus Aus Rigdorf. Schwer verunglückt ist gestern in der Richards es, das nur so thut". Was die Verdienste des Herrn Rosenow angeht, griff der Polier ein ihm zur Hand liegendes Antersplint und er der Ringbahnstr. 30 dadurch, daß er von einem Dungwagen überso ist wohl die am 21. März 1901 von der Stadtverordneten- Versammlung lärte, jedem den Schädel einschlagen zu wollen, der sich ihm fahren wurde. Der Knabe erlitt dabei außer andern Verlegungen angenommene Resolution Rosenow gemeint, durch welche nähere. Auch der Vater des Poliers erschien jetzt.. bewaffnete sich einen komplizierten Bruch des rechten Unterschenfels, was ſeine dem Magistrat empfohlen wurde, die Klassenzimmer aller städtischen mit einem Stechbeutel und rief seltsamerweise die auf dem Bau be- Ueberführung nach dem Krankenhaus am Urban erforderlich machte. Schulen dreimal wöchentlich naß aufwischen und weile hatte der Unternehmer die Polizei herbeigerufen, welche in junge Burschen verhaftet; sie sollen auf dem Tempelhofer Felde ein schäftigten Maurer zur Hilfe heran, allerdings erfolglos. Mittler- Wegen Notzucht hat die hiesige Kriminalpolizei gestern zwei sonst täglich durch Ausfegen unter möglichster Vermeidung von Gestalt von vier Schuyleuten erschien und nun zwar nicht den 16 jähriges Mädchen überfallen und vergewaltigt haben. Staubentwidlung reinigen zu lassen. Die Resolution unterscheidet Urheber des Vorganges, wohl aber Norgel und den Bauarbeiter fich in bemerkenswerter Weise von einem sechs Jahre älteren Heidemann zur Revierwache sistierte. Eine ganze Stunde dauerte Schöneberg. In der Stadtverordnetensitung am Antrag Badet, welcher forderte, die Klassenzimmer tägliches, bis die Personalien festgestellt waren und die Arbeiter entlassen Montag erfolgte zunächst die Einführung der aus Ersaßwahlen naß reinigen zu lassen. Dieser Antrag wurde in der Stadt- wurden. Was weiter aus der Angelegenheit wird, steht noch der zweiten Abteilung hervorgegangenen Stadtverordneten Rechtsverordneten- Sizung vom 18. April 1895 von einer freifinnigen nicht fest. anwalt v. Glasenapp und Oberlehrer Dr. Hellmann unter den Mehrheit abgelehnt. Für ihn sprach kein einziger der Freifinnigen, firafter Ginbrecher Fritz Weißenfeld festgenommen. Der Mann zeichnend ist es, daß man es mit der Einführung von Arbeiter Wegen Brandstiftung wurde gestern nachmittag ein mehrfach bezähligkeit von 60 Stadtverordneten erreicht. üblichen Formalitäten. Mit diesen zwei Nachwahlen ist die Voll auch nicht ein entschieden" Freisinniger auch kein Rosenow. Nicht neu, aber be jah in der Einfahrt des Hauses Kruppstr. 13 einen Wagen mit en vertretern nicht halb so eilig hat, in diesem Falle hat man fogar Die Krankenkassen- Mitglieder Berlins und der Vororte werden stehen, der dorthin verkauft war, und steckte ein brennendes Streich Herrn v. Glafenapp noch vor der Einführung in eine wichtige auf einen Fehler in der gestrigen Beröffentlichung aufmerksam ge- holz in die Ladung hinein. Das Fener wurde gelöscht, bevor es Kommission delegiert". Bei der Verpflichtung gestattete sich der Vor macht. Es muß heißen: Berlin C., A. Collin, Spittelmartt 15 größeren Schaden angerichtet hatte; und Weißenfeld verhaftet. Diefer ſteher u. a. den Ausspruch:„ mir ein starkes Bürgertum fönnte mit der ( nicht Bollin.) Weiter teilen wir mit, daß sich bei a efe Nacht giebt an, das Streichholz sei ihm ohne seine Abficht ins Hen geraten, Selbstverwaltung in den Kommmen segensreich für die letzteren ( C. Aßmus) Niederwallstr. 28/29 ebenfalls eine Sammelstelle befindet. als er eine Cigarre habe ansteden wollen. wirken." Wie das„ starke Bürgertum" mit diesem erbärmlichen Der Umbau des Stettiner Bahnhofs ist nunmehr so weit gediehen, Arbeiterelend. Aus Nahrungssorgen ist der 41 Jahre alte Wahlgesetz seine Macht in den Gemeinden ausübt, ist glücklicherweise daß die Herstellung der Verbindung der Vorhallen des alten und Arbeiter Andreas Witted, aus der Lessingstraße 35, in den schon ziemlich bekannt. neuen Bahnhofs in Angriff genominen werden kann. Zu diesem Tod gegangen. Witteck, ein ordentlicher fleißiger Mann, erkrankte hatte bekanntlich feiner Zeit gegen ihre Nichtaufnahme in die diesa Die Berlinische Bodengesellschaft Sivecke ist der Durchgang der beiden Veſtibüle für das Publikum vor einigen Wochen an Rheumatismus und gerief mit feiner Familie, jährige Wählerliste Einspruch erhoben, war aber abgewiesen worden. gesperrt, und wird die Verbindung zwischen den beiden Hallen zur da er seiner Arbeit nicht nachgehen konnte, unverschuldet in Not. Mit der Vertretung der von der Gesellschaft nun erhobenen Beit über die Bahnsteige geleitet. Inzwischen hat bereits die voll Woche auf Woche hoffte nun der Aermite, daß sich sein Zustand bessern Verwaltungsstreitfache wurde Stadtv. Justizrat v. Gordon betraut. tändige Trennung des Ausfahrt von dem Einfahrt- Verkehr bewirkt werde, mittlerweile war aber die Not aufs höchste gestiegen, so daß Mit der Neupflasterung der in äußerst schlechtem Zustande werden können, dergestalt, daß zwei Bahnsteige auf der westlichen die Familie mit schweren Nahrungsjorgen zu tämpfen hatte. Aus befindlichen Erdmann- und Neuen Steinmeßstraße vertröstet der Seite ausschließlich für die Einfahrt der Züge reserviert bleiben. Berzweiflung darüber, daß die Seinen hungern mußten, und daß Magistrat die Versammlung auf die nächstjährige Etatsberatung. Demnächst tann mit der Ueberdachung des Mittelstückes zwischen den sich seine Strankheit nicht bessern wollte, verübte Witteck Selbstmord. beiden Hallen begonnen werden, da die bereits fertiggestellte Eisen- indem er sich in feiner Wohnung erhängte. Lichtenberg. Der Landrat des Kreises Niederbarnim soll an konstruktion auf die Träger nur noch aufzusetzen und festzunieten ist. die Vororte von Berlin ein Rundschreiben gesandt haben, in welchem Anfang Juni fommenden Jahres sollen die Gesamt- Bauarbeiten Gesundbrunnen. Auf dem nach der Straße hin unbebauten Grund- trägen mit Berlin, die Legung von Röhren in den Ge Mittelfener gab es gestern abend in der Stettinerstr. 41 auf dem die Gemeindebehörden vor dem übereilten Abschluß von Ver beendet sein und die Uebergabe des Gesamtbaues an die Eisenbahn- ftüde hat der Händler Saudte einen Holz- und Kohlenplatz, in dessen meindestraßen betreffend, gewarnt werden. Direktion erfolgen. Mitte ein großer einstödiger Schuppen stand, der auch als Pferde- träge fünftig so halten, daß die Gemeinden Herr über ihre Straßen Der Vorfall im Hause Reinickendorferstraße 18, worüber wir stall diente. In diesem Schuppen war mun abends 7 Uhr das bleiben, das heißt, daß Berlin keinerlei Aenderungen ohne Erlaubnis gefiern berichteten, hat zum Glück nicht mit dem Tode des vom Fener auf nicht ermittelte Weise ausgekommen und bald loderten der Vororte vornehmen dürfe. Außerdem sollten in jedem Falle ans Grüntramhändler Seifert durch einen Revolverschuß verlegten Kindes Haushohe Flammen empor und gefährdeten die rechts und links angemessene Vergütigungen von Berlin gefordert werden. Der Landa geendet. Die fleine Morf ist nicht, wie die is gestern überbrachten grenzenden Wohnhäuser. Da auch die in unmittelbarer Nähe des Brandes rat von Tresckow läßt es sich danach angelegen sein, die in seinem" Witteilungen besøgten, durch den Schuß zu Tode getroffen worden, lagernden Holz und Kohlenvorräte Die Gefahr erhöhten, so wurde Streise belegenen Vororte von Berlin gegen die Reichshauptstadt scharffondern liegt in der Wohnung ihrer Eltern in der Wiesenstraße 38 von dem zuerst eintreffenden Löschzuge die Meldung Mittelfeuer" zu machen. Und doch sind eine Reihe von Vororten des Kreises, ivir danieder; die Wunde soll nicht lebensgefährlich sein. Auf der gegeben. Die Sicherung der bedrohten Wohnhäuser und die wirk- erwähnen Lichtenberg und Weißensee, in Bezug auf Finsorge scitens Polizeiwache fagte Ceifert, daß er der andeängenden Menge gegen fame Bekämpfuns des Fenters wurde dadurch wesentlich erleichtert, des Landrates bisher recht stiefmütterlich bedacht worden. Wöse atalia " Man solle die Vers " Bungen behaupten seit langem, daß der Großgrundbesiber und Schloßherr von Friedrichsfelde es ist, der dem Verlangen der Vororte nach Verfassungs- Aenderung tvenn nicht gar im Wege steht, so doch dem mehr als schleppenden Gange der Dinge als Landrat gemächlich zusieht. Hier würde eine Wahrnehmung der Interessen der Vororte diesen sehr nüßlich sein und dem Gemeinwesen Berlin feinen Schaden zufügen. Der Plan der Stadtwerdung Lichtenbergs soll an geblich, trotzdem er seit Jahr und Tag schwebt, über das Landrats amt noch nicht hinausgekommen sein. Die Einberleibungsfrage, so wird behauptet, tranke an demselben Leiden. Wo bleibt hier der fürsorgende Landrat? Wo liegt das Stadtwerdungs- Projekt? Wie steht es mit der Einverleibungsfrage?! = 23. 13. Uns unbekannt. Socialdemokrat. Wahlverein Den Parteigenossen zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Puzer 249/12 August Hain, Oberbergerstraße 43, am 19. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwochnachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Central- Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Central- Verband A. B. Das Köpenicker Thor stand auf der Stelle, wo sich jetzt die Roßstraßen- Brüde befindet. gebenden Versammlung wegen ihrer Abstimmung oder ihrer in Ausübung Mölln. Nach§ 11 des Strafgesetzbuchs dürfen Mitglieder einer gesek- f. d. 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ihres Berufs gethanen Aeußerungen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Nach§ 12 find wahrheitsgetreue Berichte über Berhandlungen einer gesetgebenden Körperschaft von jeder Verantwortlichkeit frei. 5. B. 100. Nein. Th. N. Es genügt die Untersuchung; Sie können ein Attest beibringen. E. G. 50 und Kochstr. 5. Den Staatsangehörigkeits- Ausweis erteilt in Medlenburg- Strelik die Landesregierung zu Neustrelitz, in Bayern die Kreisregierungen zu München, Landeshut, Speyer, Regensburg, Bayreuth, Ansbach, Würzburg und Augsburg. M. H. 6. Die Kreise und Distrikte. Das Nähere erfahren Sie Nen- Weißensee. Nach Verlauf von sieben Wochen findet in aus einem in den öffentlichen Lesehallen ausliegenden Konversationslerifon S. W. 14. Nein. unsrer Gemeinde von 33 000 Seelen wieder einmal eine Gemeinde oder aus einem ebendort erhältlichen Geographiebuch. - P. J. Gegen dieses Manöver können Sie leider nichts ausrichten. vertreter- Sitzung statt. Jedoch vermissen wir den von den ſocial Rigdorf 1864. Ihr Antrag kann wegen des von Ihnen angegebenen demokratischen Vertretern gestellten dringlichen Antrag betreffend die Umstandes nicht zurückgewiesen werden. G. M. Zur Erreichung des Aufhebung der Grenzsperre für Schlachtvieh auf der von Ihren Eltern gewünschten Zweckes ist die Errichtung eines Testaments Tagesordnung. Sollte der Mitte September eingereichte Antrag erforderlich. In dem Testament müßte das eine Kind wie gewünscht bedacht bereits durch den Papierkorb erledigt sein?- Der Punkt„ Ein- und die andern, falls sie damit nicht einverstanden sind, auf das Pflichtteil weihung der Bethanien Kirche" birgt gewiß eine Geld- gefekt werden. Beispiele für Testamente finden Sie S. 238 Nr. 55-58 des forderung in sich, die sich jedenfalls auf eine Ausschmückung der dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Das Buch liegt in den öffentlichen Straßen und Plätze bezieht, da hohe und höchste Herrschaften er- lesehallen aus. N. S. 35. Die Anmeldung hat an dem Ort der Ge wartet werden, um die mit allen Anstrengungen und Sonntags- 1. Nach der herrschenden Ansicht haftet der Themann für solche Schulden 1. 2. 10. burt zu erfolgen, der Umzug an dem neuen Wohnort. entheiligungen fertiggestellte Kirche am nächsten Sonntag ihrem nicht. 2. Wenden Sie sich an die Sparkassen- Berwaltung. A. B. Nein. Zweck zu übergeben. Von dem zum 1. Januar 1903 zu errichtenden Der Lehrling kann auf Innehaltung des Vertrags und auf SchadensGewerbegericht hört man nichts mehr. Im Oktober follten ersak Klagen. W. W. Nicht mehr möglich. X. y. 1. Ja. 2. Nein. nach einer eingeholten Auskunft die Wahlen ausgeschrieben werden, H. N. Dem außerehelichen, in die Ehe gebrachten, nicht von ihm ers es ist bis jetzt aber nichts geschehen und herrscht infolge dessen in zeugten Kind seiner Frau tann der Ehemann infolge einer auf Antrag der Arbeiter und Gewerkschaftskreisen eine gewisse Aufregung; man ist Socialdemokraten in das Bürgerliche Gesetzbuch gebrachten Vorschrift seinen der Ansicht, daß eine Verschiebung des Eröffnungstermins beab- Ihre Frau und der Vormund vor dem Standesbeamten erscheinen, der die Namen beilegen. Sie können das dadurch erreichen, daß entweder Sie, sichtigt wird. Geburt bekundet hat. Dort geben Sie zu Protokoll, daß Sie dem Kinde Ihren Namen geben, die andren erklären ihr Einverständnis hierzu. Oder Sie stellen eine Urkunde etwa folgenden Inhalts aus:„ Meine Ehefrau hat vor der Ehe ein nicht von mir erzeugtes Kind Namens. ge= boren. Ich erteile hierdurch dem Kinde meiner Ehefrau meinen Namen, daß es fortan. heißen soll. Berlin, den. Folgt Ihre Unterschrift. ( Dieser Name ist gerichtlich oder notariell zu beglaubigen.) Unter das Schriftstüd folgt: Mit der Erteilung des Namens an mein Reinickendorf. Nach dem Vertrage, den die Gemeinde Dall dorf wegen Anschluß an unfre Trinkwasserleitung ab geschlossen hat, erhält diese Nachbargemeinde den Kubikmeter Wasser für 13 Pf. Der Vertrag ist auf 15 Jahre abgeschlossen. Eine vom Landrat des Kreises gegebene Anregung, durch Ortsstatut für Gesuche um Schankkonzession die Bedürfnisfrage an der Maurer Deutschlands. Zweigver. Berlin. Sektion d. Putzer. Unfren sowie den Mitgliedern des Gesanvereins der Buyer hiermit zur Nachricht, daß am 19. Dttober unser Mitglied August Hain nach langem Krankenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwochnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes zu Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung ersucht 143/10 Die örtliche Verwaltung. zuschneiden, wurde in der letzten Sigung der Gemeindevertretung beziehentlich mein Mündel, bin ich einverstanden. Berlin, den... Folgen Patentanwalt Dammann, von unsren Parteigenossen energisch bekämpft. Der Vorschlag wurde die Unterschriften Ihrer Frau und des Vormunds. Auch diese Unterschriften gegen die Stimme des Gemeindevorstehers abgelehnt. Nach Fertig- find notariell oder gerichtlich zu beglaubigen. Diese Urkunde überiveisen stellung des neuen Armenhauses soll das alte zu Bureau- Sie dann dem Standesbeamten, in dessen Standesregister die Geburt des zwecken umgebaut werden; die Kosten in Höhe von 11 500 Mart Kindes eingetragen ist, mit dem Antrage: Auf Grund dieser Einwilligung den Namen. wurden bewilligt. auf der Geburtsurkunde in.... umzuwandeln. Dieser zweite Weg ist vorzuziehen, wenn das Kind nicht hier geboren ist. Witterungsübersicht vom 21. Oktober 1902, morgens 8 Uhr. Arbeiter Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Der gestern ausgefallene Unterricht in Naturertenntnis findet heute, Mittwochabend, statt. Verband deutscher Barbier, Friseur und Perrückenmacher: Gehilfen( 3weigverein Berlin). Mittwoch, den 22. Oftober, abends 10 Uhr, im Restaurant Bauer, Rosenthalerstr. 57: Generalversammlung. Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Mittwoch, den 22. Oftober, abends, 8, Uhr, im„ Englischen Hof", Neue Roßstr. 3: Vortrag des Genossen Walded Manasse: Der Weg der Völker zur Vernunft". " Stationen Barometerstand mm Windstärke Aind richtung Wetter Stvinemde. 754 S 754 3 4 Regen 2bedeckt 2Regen Central Verband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Hamburg Deutschlands( Bezirk Berlin). Mittwoch, den 22. Oktober, abends 9 1hr, Berlin 754 SSW in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Redakteurs Georg Frankf./M. 757 23 Bernhard:" Die Handelspolitik im Anfange des 19. Jahrhunderts". Gäste München find willkommen. Wien 763 Temp. n. E. 5° C. 4° R. Stationen starb mm Barometer Windrichtung Windstärle 8 Haparanda 764 SD 10 Petersburg 10 Cort Wetter Temp. n. 6. == Moritzplatz 57. Auskunit bis abends neun.[ 5220L* Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Puber August Hain am Sonntag, den 19. Oktober, früh 4 Uhr nach langem, schwerem Leiden verstorben ist. Dies zeigt trauernd an Wwe. Minna Hain nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Mitt wochnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Central- Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt.[ 29386 Am 20. Ott. starb nach langen, schweren Leiden mein lieber Mann und unser Bater, der Maurer Wilhelm Kuschke 43/19 im 36. Lebensjahre. Frau Helene Kuschke nebst Stindern Die Beerdigung findet Donnerstag, den 23. Oftober, nachmitt. 4 Uhr, von der Leichenhalle in Wilhelmsberg aus statt. Reste zur Damen- Mäntel- Konfektion und Kindergarderobe. futterseiden, Besatzartikel wahl zu bill. Pr. fertige Mäntel in grosser AusC. Pelz, 4. Kottbuser- Strasse 4. Wegen Geschäftsauflösung Ausverkauf unsres grossen Uhren- Engros- Layers 4 bedeckt -5 765 NND 762 MA 3 heiter 7 10 4 bedeckt 11 9 8 6 7.6 5 bedeckt 13 Aberdeen 6 bedeckt 11 Paris 763 Still bedeckt 9 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 22. Oftober 1902. Zunächst tühler, zeitweise heiter bei mäßigen westlichen Winden; später G. N. 74. Uns ist nicht bekannt, daß Frankfurter Thaler von 1873 neue Erwärmung, Trübung und etwas Regen. einen höheren Wert haben. Berliner Wetterbureau.. Briefkasten der Redaktion. 3. Ziehung 4. Klaffe 207. Sgt. Brenh. Lotterie. Biehung vom 21. Oftober 1902, vormittags. Wur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenden Summern in Stiammern beigefaat ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 102[ 1000] 62 292 98 300 490 654 95 795 1097 150 85 415 46[ 1000] 75 659 711 845 937 2008 14 522 624 727 52 79 806 54 3085 141 210 375 84 407 34[ 500} 817 980 4278 362 97 507 53 690 769 824 27 64 83 86 978 5010 183 85 302 44 435 96 595 727 44 856 909 6175 300( 3000] 49[ 1000] 67 410 13 549 60 63 622 791 895 7081[ 3000] 93 136 39 452 76 621 51 56 711 8473 92 588 677 807 18 9011 77 155 211 27 325 72 416 697 765 823 937 10014 174 79 316 535 58 627 29 941 11294 623 837 946[ 1000] 12282 451 829 930[ 1000] 13061 237 75 80 1500] 329 587 756 67 819 44 58 911 39 A4038 90 232 387 511 13 57 95 611 723[ 500] 50 891 949 15116 56 78 333 545 62 630 759 16095 268 681 736 17007 231[ 500] 477( 1000) 91 755 18166 240 457 522 82 95 627 749 68 80 837 947 19020 411 595 773 94 814[ 5001 977 84 26 67 1 20077 195 312 494 937 77 21036 67 199 207 390 435 49 51 753 846 941[ 500] 22254 411[ 1000] 560 891 23352 470 86 592 641 42 773 839 58 953 24108 289[ 15 0001 91 302 6 48 71 617 39 793 847 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209 77 529 607 48 710 69 809 30 90 96 908 zu 500 Mt. 3 Ziehung 4 Klasse 207. gl. Preuk. Lotterie. Stegang vom 21. Oft ber 1902, nachmittags. Rar de Grwinne aber 232 L ftud de betreffenden Rummern in Riammern beige at ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 136 86 308 730 73 1113 16 31 92 219 690[ 500] 2122 206 424 60 67 589[ 5001 825 950 4260 526 796 [ 1000] 830 49 5045 125[ 1000] 53 342 52 714 91 974 6059 196[ 500] 209 415 43 639 46 69 76 90 901 37 # 7007 45 175 285 329 483 978 8024 79 104[ 1000] 31 224 84 321 516 49 76 602 82 860 9379[ 1000] 98 644 75 743[ 1000] 959 10045 135 588 853 11049 246 358 64 72 415 638 12074 146[ 500] 61[ 1000] 495 521 87 620 25 26 772 827 901 13118 26 247 385 440 539 623 880 87 14265 391 15010 152 221 304 456 82 621 788 800 3 992 16103 21 75 96 99 345 411 92 700 17028 40 262 92 397 762 18039[ 500] 371 76 zu enorm billigen Preisen. Regulateure, ca. 1 Meter, lang, 14 Tage, Schlagwerk. v. Mk. 10,- an. Freischwinger, modernste Muster Herren- Uhren, silberne ."" •"" 1 13,50 ช " 9 7,50 券 30, " Herren- Uhren, goldene Damen- Uhren, silberne Damen- Uhren, goldene." 14, "" 29 Stilgerechte Haus- Uhren, sowie jede Art Uhren in grösster Auswahl bis zu den feinsten Stücken. Hillmer& John, Leipziger- Strasse Nr. 66, Hof geradezu. [ 5339L 202 27 382 420 31 562 743 119011 67 374 431 520) 644 923 88 120102 26 356 513 14 662 715 78 852 957 121022 155 214 45 47 337 617 737 916 81 122259 343 82 507 53 609 48[ 3000] 786 841 917 37 123170 239[ 5001 391 124304 518[ 1000] 40 51 89 638 125364 95 407 568 631 44[ 1000] 713 836 37 940 82 126002 11 123 217 36 381[ 5001 433 94 743 55 843 54 906 29 34 127001 33 76 88 295 589 794 128161 350 431 91 660 733 129041[ 500] 110 36 37 226 291 60[ 1000 84 664 73 753 75 933 43 130052 193 202 33 636 41 701 880 131013, 341 499 596 987 132033 78 94 214 25 590 605 741 841 53 942 133038 148 455 507[ 1000] 30 84 90 735 98 856 134190 255 59 78 535 922 135124 73 78 [ 500] 93 307 430 94 644 46 820 15001 972 88 136093 145 427 508 30[ 1000] 35 615 77 706 137081 109 403 99 678 744 800 38 43 979[ 1000] 138030 104 351 61 424 647 812 139088 218 22 91 405 653 54 67 19243 85 93 1500] 358 406 711 815242 692 93 733 95 74 82 736 858 74 921 70 74 20023 264 90 98 99 635 706 30 886 903 21 60 21308 426 529 77 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Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.