Mr. 248. on about demo ni da tog Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis 1 pränumerande: Bierteljährl, 3,30 Rt., monatl. 1,10 m., möchentlich 28 Pig. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Big. Gommages ein mil d nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in der Post- Zeitungsdo Preisliste für 1902 unter Nr. 7878, Unter Kreuzband für Deutschland und risid olid not und gied, siddag m Aris spilda bilgisid Vorwärts Desterreich Ungarn 2 Mart, für das on tum übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. 000 2081 Gold indi mopiofold dn un timp de si miste Berliner Volksblatt. d 19. Jahr. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ideialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Zollinteressen bei d da Donnerstag, den 23. Oktober 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. an ein Einfuhrverbot wohl nicht gedacht werden kann, dem im Eifer des Gefechts das wertvolle Geständnis entschlüpfte: bei der Armeelieferung. fo würde es sich bei der so allgemein auftretenden Drufe der" Jeder suche sein Schäfchen ins Trockene zu bringen." Unfreiwillig amerikanischen Pferde wohl empfehlen, veterinäre Maßregeln, humoristisch war dieser Centrums- Abgeordnete, als er sich vermaß, Die Vorliebe unsrer Junker für das herrliche Kriegs- z. B. eine sechs wöchentliche Quarantäne, zu be- mit Hilfe der hochentwickelten Chemie Futtergerſte von Braugerſte zu heer" ist bekanntlich nicht bloß daraus zu erflären, daß die fürworten. Nach den Ansichten Sachverständiger würde eine unterscheiden. Mit der Naturwissenschaft und dem Einmaleins leben die Junker in der Armee die fettesten Posten in Händen haben, solche Maßregel vollständig genügen, um den Herren Kapläne ja von altersher auf dem Kriegsfuße; behauptete doch sondern auch aus den enormen Profiten, die sie als Ar mee ganzen amerikanischen Handel in Pferden Herr Gerstenberger, daß ein Centner Weizen schwerer Lieferanten haben. Der militaristische Staat im Staate brach zulegen.". sei als ein Centner Gerstei verbraucht zu seiner Aufrechterhaltung jährlich einen Riesenposten Diese Auslassung ist nicht bloß bemerkenswert für die Während der nationalliberale Abg. Hieber sich bei seinen an Lebensmitteln und Bedarfsartikeln aller Art. An den Waffen, Bekämpfung der Konkurrenz im vorliegenden Falle, sondern württembergischen Bauernwählern Erfolg durch sein Eintreten für Ausrüstungs- und Bekleidungsstücken, Kasernen- 2c. Einrichtungen sie ist typisch für die ganze junterliche Ab- die Erhöhung des Haferzolls nach dem Vorschlage der Regierung verdient die Industrie und das Händlertum Millionen, aber perrungspolitik und die Einfuhrverbote, versprach, schloß sich der Bauernbündler Hilpert dem Kommissions. noch größer sind doch die Profite, welche die Agrarier durch welche hauptsächlich die gegenwärtige Fleisch- antrag an, weil die weitergehenden Anträge, wie er elegisch erklärte, die Lieferung von Lebensmitteln und Material machen. Eifer not verursacht haben. Man verlangt veterinäre Maß- teine Aussicht auf Annahme hätten. süchtig wachen die Agrarier darüber, daß ihnen von ihren regeln und legt damit die Konkurrenz brach. Von der freisinnigen Vereinigung Sprachen die Herren Millionenprofiten an der Armee nichts geschmälert wird. Die Art, wie jetzt die Junker den Pferdezo II in die Röside und Gothein. Der Leiter der Schultheiß- Brauerei zoll Wenn ein Kriegsschiff einmal einen angenblicklichen Konserven Höhe treiben wollen, ist nur ein neues Mittel un, auf dem führte den überzeugenden Nachweis, daß eine Erhöhung des Bolles bedarf im Auslande deckt, erhebt der Oberagrarier Dertel Umwege über das Heer, aus den Taschen des indirekten auf Braugerste zun Monopol der Großbrauereien führen müsse. ein großes Geschrei. Seit Jahr und Tag üben die Agrarier Steuerzahlers noch mehr Geld für den Junker herauszupressen. Herr Gothein wurde von der Rechten und dem Centrum angepöbelt, auf die Militärverwaltung einen Druck aus, um sie zu be- Zweijährige ausländische Pferde bezahlen jetzt einen Einfuhr als er den Ausbruch ungeniertester Interessenpolitik Gerstenbergers wegen, unter Ausscheidung des Handels ihren Bedarf direkt zoll von 20 M. Dieser Zollbetrag kommt den Junkern so zu festnagelte. dopole bei den Gütern zu decken, natürlich nicht um die Lieferungen qute wie der Getreidezoll und die übrigen Agrarzölle. Die Donnerstag beginnt die Sigung um 1 Uhr. Den Anstand, den zu verbilligen, sondern um die Militärverwaltung zu zwingen, Regierung hat den Junkern schon den Gefallen gethan, das Centrum besaß, die Arbeit der Kinderschutz- Kommission zu bezahlen was die Junker verlangen. Genügende Beispiele den Zoll für sie vorteilhaft zu regeln, daß in Zukunft aus nicht durch vorzeitigen Anfang der Plenarverhandlung zu stören, haben bewiesen, daß sehr oft die lokalen Militärverwaltungen ländische Pferde im Werte von 300-1000 M. 75 und im teilten die beiden konservativen Parteien nicht.edrill dors beim direkten Bezug vom Rittergut sich schlechter gestanden Werte von 1000-2500 m. 150 m. Zoll E- zahlen sollen. dan sulat si chod d haben als beim Bezug durch die Händler. Das war den junkerlichen Pferdezucht- Interessenten noch nicht Die Fortsetzung des Zollhandels. Accid So bleibt von der Millionensumme, die das Volk und genug und sie trieben in der Kommission auf 90 und 180 M.! Die Aeußerungen der Zollpresse über die Bedeutung der ersten in erster Linie das arbeitende Volt für das stehende Heer Was wird, wenn dieser Zoll Gesetz wird, der deutsche Steuer entscheidenden Abstimmungen über den Roggen- und Beizenzoll bes jährlich opfern muß, ein gut Teil in gierigen Junkerhänden zahler den Junkern fünftig für ihre Militärpferde bezahlen stätigt durchaus unsre andauernde Ueberzeugung, daß die Fortsetzung Fleben. Daher ist es nur natürlich, daß die patriotischen müssen, von dem sonstigen Handel mit Pferden, der die der Beratungen teinen andren Sinn haben kann, als daß Junker auch bei der Festsetzung einzelner Zölle im neuen Zoll- fleinen Bauern und das kleine Fuhrgeschäft ganz er versucht werden soll, eine neue Mittellinic" der Einigung zu tarif gerade an ihre Lieferungen an das herrliche Kriegsheer heblich belasten wird, gar nicht zu reden! Vor finden. gedacht haben und mittels des Zolles bei ihren Militär- faum drei Wochen hat felbst der Magdeburger Allerdings macht die, Kreuz- 3eitung" eine Bemerkung, Verein für Landwirtschaft", nach nach einem Vortrage des nach welcher den weiteren Beratungen die Bedeutung zukommen Ein solcher Zoll ist zum Beispiel der Pferde zoll. Rittmeisters a. D. v. Plöt, eine Resolution angenommen, in fönne, daß sie, auch wenn sie zu keinem pofitiven Ergebnisse führen, Bei der Remontierung der deutschen Militärpferde verdienen welcher er die jetzigen Pferdepreise selbst für Ackerpferde als der Reichsregierung bei späteren Verhandlungen über Handelsgerade unsre Großjunter jährlich enorme Summen. Nach unnatürlich hoch" bezeichnete und eine Verbilligung des verträge mit dem Auslande den Rücken stärken werden." Die Regieeiner Aufstellung der im Vertage des Majors v. Wigleben Pferdes" verlangt. Wenn schon jetzt die Preise als nung tonne sich alsdann gegenüber dem Anslande mit Erfolg auf ng tonne fich alsdam gegenüber dem Anslande mit Erfolg auf Dresden erscheinenden Intern. Revne über die gesamten natürlich hoch" gelten, was soll dann erst in der Zukunft be- bie Stimmung im Reichstag berufen. Diese Anschauung beruht Armeen und Flotten"( Oftoverheft) beigt das deutsche Heer zahlt werden, wenn den Junkern die Durchpeitschung des zwar wiederum lediglich auf der thörichten Ansicht, daß Handelsgegenwärtig 65 000 Stavallerie, 33 000 Artillerie, circa Bolltarifs gelänge. berträge geschlossen werden nicht gemäß den wirklichen wirtschaft5000 Infanterie, zusammen 103 000 Dienstpferde. Davon So zeigt sich auch hier wieder, wie in alle Wege ge lichen Interessen der verhandelnden Staaten, sondern gemäß den tommen 81 000 auf Preußen, 7000 auf Sachsen, 4250 auf mein schädlich die Zollforderungen der Junker sind und habgierigen Forderungen einzelner Intereffenten. Dennoch ist thatWürttemberg, 10 000 auf Bayern. Um den Abgang durch Tod, berechnet auf die Ausplünderung des Volkes als Steuer fächlich die Gefahr nicht zu unterschäßen, daß die Ueberzöllnerpolitik Verbrauch 2c. zu decken, werden bei der Kavallerie, den zahlers oder Konsument, der wehrlos dem Junkertum über- bahin geht, wenn es nicht möglich ist, den Zolltarif durchzuführen, Jägern zu Pferde und den beim Train vorhandenen Kalt liefert ist. manual o jedenfalls den Abschluß von Handelsverträgen zu verhindern oder blütern je ein Zehutel des Bestandes, bei der Feldartillerie In doch für die Industrie und den Handel möglichst ungünstige Ver ein Neuntel, beim Militär- Reitinstitut ein Siebentel bis ein träge zu erreichen. Diese durch die Krenz- Zeitung" angefündigte Drittel des Bestandes ergänzt. Auch für den Train, der Abficht wird aber durchkreuzt werden, wenn das deutsche bisher die bei andren Truppenteilen ausrangierten Pferde Volk bei den nächsten Wahlen einen Reichstag wählt, der Handels. bekam, beginnt man jeßt eine eigne Remontierung. verträge nach agrarischen Rezepten nicht bewilligt. Lieferungen mehr herauspressen wollen. allsrst Politifche Ueberficht. Berlin, den 22. Oftober. mander Reichstagut " Die so alljährlich erforderliche Zahl von Remonten überlebrigens läßt sich die Kreng- Zeitung nicht abhalten, er. steigt, nach der Revue", die Ziffer 8100. Juteressant ist ist noch beschlußfähig, wenn die Verhandlungen über Hafer und mu, aus einer Aufstellung der Revie" zu sehen, daß diese Gerste Mittwoch auch stundenlang vor leeren Vänken vor sich gingen. neute Mogelunternehmungen anzulindigen. Zunächst haft teineswegs von der Pferdezucht des Deutschen Reiches Die Herren figen eben nicht so vergnügt wie die fieben Gäufe des das ehrbare Blatt der Handelsfeindschaft in geflügelter gleichmäßig aufgebracht wird, sondern daß dabei für die Stinderreims in Haferstroh, sondern lieber in dem Restaurant und Schlauheit, um die der gewichtigste Schacherer es neiden darf, an ganze deutsche Armee der preußische Junker der in den Wandelgängen. Wie lange werden fie überhaupt noch da der Erklärung des Reichskanzlers selbst ein. Es hält die Hauptlieferant ist. bleiben? Das Centrum scheint die Diätenlosigkeit in dieser Zeit Unannehmbarkeits- Erklärung des Grafen Villow noch für„ befonSo wurden im Jahre 1900 auf den Märkten in nach besonders schwer zu empfinden, wie heute einige auf den Diäten dere Auslegungen" geeignet. Die„ Kreuz- Zeitung" meint folgenden Provinzen und Städten Pferde zum Verkauf für bezug der Bundesratsmitglieder gemünzte Zwischenrufe aus feiner offenbar, daß Graf Bülow mur die Kommissionsbeschlüsse" als undie Remonte vorgestellt, von denen die in Klammern befind Mitte deutlich bewiesen. Es hatte also eine starke Färbung ins annehmbar erklärt habe, daß er fich aber für etwaige andre Bollfähe liche Zahl erworben wurde: Ostpreußen 11 475( 5695), West Cartastische, wenn der Präsident an seinen Dank für den Herbst- wifchen denen der Vorlage und denen der kom preußen 1300( 360), Posen 1875( 579), Schlesien 485( 123), blumenstrauß zu Ehren der 200. Sizung die Hoffnung schloß, daß missionsbeschlüsse nicht gebunden habe. Aus dieser Brandenburg 914( 172), Pommern 769( 157), Hannover der Spätherbst des Reichstages noch schöne Blumen und fegensreiche Auslegung fieht die Strenz- Zeitung eine Möglichkeit in einem späteren 3039( 1047), Schleswig Holstein 1885( 389), Hessen Früchte der Gesetzgebung zeitigen werde. Blumen gedeihen in dieser Hessen Früchte der Gesetzgebung zeitigen werde. Blumen gedeihen in dieser für eine Verständigung Nassau 95( 79), Königreich Sachsen und kleine Nachbar Jahreszeit nur in den Treibhäusern, und die Agrarier jammern Stadium der Verhandlungen entspringen. Weiter aber ftaaten 2( 2), Mecklenburg Schtverin 1347( 445), ja eben darüber, daß die Regierung zu wenig geheizt hat. Im weist die Streitz- Zeitung" recht klar den ferneren Weg, auf dem die Agrarier ihr Schachergeschäft fortbetreiben wollen, indem sie erklärt: Mecklenburg Strelitz 257( 138), Oldenburg 391( 64), reien aber rieselu nur die Blätter von den Bäumen..las „ Nur darauf wollen wir aufmerksam machen, daß in jenen Baden 68( 5), Braunschweig 28( 9). Lübeck( Fürstentumt) Eine tichtige Rede unsres Genofien Süde kum leitete die Worten( des Reichskanzlers) eine Ablehnung etwaiger auf Herab 81( 11), Lübeck( freie Stadt) 14( 5), Elsaß Lothringen 103( 16). Verhandlungen ein. Sie war dem Nachweis gewidmet, daß die sehung der Industriezölle gerichteter Vorschläge nicht erblickt Von 24 059 vorgestellten Pferden wurden also insgesamt Erhöhung des Getreidezolls den Ruin der deutschen Viehzüchter werden muß." 1998 9296 angekauft und Ostpreußen deckte dabei, wie in bedeuten, die Fleischverteuerung steigern und damit den Zustand der Mit vollster Dentlichkeit fündigt die Deutsche Tagesfrüheren Jahren, zwei Drittel des Gesamtbedarfs Unterernährung des städtischen Proletariats chronisch machen würde. Deutschlands. Der preußische Junter ist Auf der andern Seite würde die Wirkung eines erhöhten Getreide- eitung" diesen Plan der Herabsetzung der Industriezölle an. also der Haupt Pferdelieferant der Armee; zolls die Vernichtung der kleineren ind mittleren Bauern fein, and Sie fagt: die militärischen Auftäufer haben sich längst daran gewöhnt, wenn die Bierpreise erhöht würden, fich auch im vermehrten Schnapshauptsächlich den ostpreußischen Markt zu besuchen und die genuß ausdrücken. Sehr interessante Auseinandersetzungen über die Militärpferde vom Junker zu beziehen. Dabei sett die Handelspolitik und der Nachweis, daß die Bindung des Gerstenzolls Revue" noch hinzu: Vergessen darf man hierbei nicht, daß den Abschluß von Handelsverträgen besonders erschwert, schlossen auch ein großer Teil der in andren Provinzen vor die Rede. U gestellten Pferde in Ostpreußen erfaufte Absatz- Herr v. Kardorff eiferte in seiner Erwiderung auf diese Rede fohlen waren, die nur großgezogen waren." seinem Freunde dem Grafen Arnim nach. Er machte sich ausdrück" Das andre Mittel, das uns zur Verfügung steht, tft befanntlich die Herabjegung der Industriezölle, insbesondre der Eisen und Maschinenzölle. hier muß sofort und energisch Hand angelegt werden, und wir können in Anssicht stellen, daß die nächsten Tage oder doch die nächsten Wochen befunden werden, in welcher Weise Hand angelegt werden soll, Diese unsre Im Thätigkeit wird weder vergeblich noch schwierig sein. Gegenteil, sie wird voraussichtlich die gewünschten Erfolge haben. Die Industrie scheint sich immer noch dem thörichten Wahne hinzugeben, als ob es uns nicht ernst sei mit der geplanten Herabsetzung ihrer Zölle, oder als ob es uns nicht möglich sein werde, für unsre Forderungen auf diesem Gebiet eine Mehrheit im Reichstage zu finden. Es liegt uns daran, diesen Wahn zu zerstören und die Herren aus dem Nebelbilde ihrer Selbsttäuschung zu befreien." Die Junker wissen mun sehr wohl, daß sie auf ihrem lich die berüchtigten Beschimpfungen des Halleschen Professors Leo, Sanptabfasgebiet für Pferde, der Armee, um so höhere Preise daß die Arbeiterklasse ein strophulöses Gefindel sei, zu eigen. Die verlangen fönnen, je höher der durchschnittliche Marktpreis Leofche Aeußerung ist übrigens in einem andren Zusammenhang für Pferde überhaupt ist. Sie sind deshalb seit Jahren be- gefallen, als Herr v. Kardorff annahm. Sie bezog sich auf die strebt, die ausländische Konturrenz beim Auftrieb angebliche Kultureigenschaft des Krieges, das Kanonenfutter fortzudes Pferdematerials auf deutschen Pferdemärkten auszuschließen. räumen. Dem Reichskanzler warf Herr v. Kardorff, der in seiner von allem möglichen, mur nicht von Gerste Als vor ein paar Jahren die deutschen Pferdeverbraucher die alten Manier Der Centralverband soll es büßen, daß der„ Ickenlose vorzüglichen Eigenschaften der amerikanischen Pferde erkannten oder Hafer sprach, zwar Hinneigung zur Caprivischen Gedankenund infolgedessen die Pferde Einfuhr sich von Amerika aus welt bor, aber er machte ihm doch durch seine Angst, daß ein Doppeltarif" hintertrieben, daß er die Regierung vom Ueberzoll fteigerte, war die Deutsche Tageszeitung", das agrarische etwaiger Nachfolger Billows nicht so agrarisch sein würde, wieder zurückgehalten! Die„ Deutsche Tageszeitung" rechnet mit Sicherheit darauf, daß für die Herabsetzung der Industriezölle eine Mehrheit im Hauptorgan, gleich mit Abhilfsvorschlägen bei der Hand. Komplimente. Sie schrieb damals, am 22. Dezember 1897: Die Rede des freifinnigen Abgeordneten Müller Meiningen Reichstage vorhanden sein werde; sie bettelt die Linke an, dem " Die Zufuhr von amerikanischen Pferden beginnt nach amüsierte mehr, als sie überzeugte. Sein schärferer Skonkurrent in Agrarier hier hilfreich zu sein, und sie meint, die Zinke werde gerade einen bedrohlichen Charakter anzunehmen. Da der Erheiterung des Hauses war der Pfarrer Gerstenberger, nicht umhin können, für diese Herabsetzungen zu stimmen. Diese Dinge " 1 Ein kriegsgerichtliches Urteil. bid " " Der # Regen ja noch in weitem Felde, aber die Hoffnung darf schon heute dieser Bestimmungen entgeht aber kein Gehorsamsvertveigerer, der jihrem ganzen immeren Zwecke nach nicht verwunderlich; was lediglich ausgesprochen werden, daß die Agrarier für möglichst gründliche auch mir zufällig mit einem andren zusammen den Ge- verwunderlich ist, ist die Naivität eines Regierungs Herabsetzung der ungerechten Industriezölle forgen mögen, wenn sie horfam berweigert. Fünf Jahre Gefängnis wäre den beiden präsidenten, die es der geriebenen Centrale ermöglichte, ihn wie geschehen, zuerst als ihrer Geschäfte ain höheren die Stimmen der Socialdemokratie dafür gewinnen wollen. Unglücklichen damit schon sicher gewesen! Die„ Germania" verbirgt die erst gestern bekundeten Mogel- Aber weiter: Der militärische Straffoder bedroht auch durch§ 107 Ruben ihres Ansehens und Geldsackes zu benutzen und dann sogar noch in dieser, freilich echt agrarischen, der böseften Börsenjobber neigungen der Centrumspartei heute ein wenig hinter den Rädelsführer" oder„ Auftifter" mit der Strafverschärfvelulation gleichen Art zu prellen. zornigen Angriffen auf die Regierung. fung der Zuchthausstrafe. Der Vertreter der Anklage nahm zwar Die Germania" erflärt zwar zunächst eine Verständigung nicht an, daß Leopold Mädelsführer" gewefen sei. Das Gericht Das Fleisch als Genußmittel. zwischen Regierung und Reichstagsmehrheit als noch nicht ganz schloß sich aber dieser„ milden" Auffassung augenscheinlich nicht an. Während die Physiologen, Hygienifer und Bolfswirtschaftler ausgeschlossen", die Hoffnung darauf sei doch sehr herab- Es hielt sich nämlich streng an die Auslegung des§ 107, die be- so weit sie nicht Vegetarier sind- Fleisch zu den Nahrungsgedrückt. Die Regierung trage daran alle Schuld; die Social- fagt:„ Mädelsführer ist derjenige, welcher die Bereinigung( 3u mitteln zählen, betrachtet der Dresdener Stadtrat Fleisch als demokratie könne sich vorläufig alle Obstruktion sparen, die Regierung fammenrottung) zu dem verbrecherischen Handeln zu ftande gebracht Genuß mittel. Er thut es allerdings in verschämter Weise. Zn leiste, dieselben Totengräberdienste". Dabei ist inter- hat und die gemeinschaftliche That leitet." Leopold dem Rechenschaftsberichte über den Haushaltungsplan der Stadt essant, daß die Offiziösen und diejenigen, die sich offiziös auf war mun der Wortführer der„ Menterer", also der Mädelsführer"! Dresden auf das Jahr 1901, der ettva auf den Ton der Klagelieder spielen, wiederum den Kompromißparteien die Totengräberrolle bei- Damit war für ihn die Zuchthausstrafe gegeben." des Jeremias gestimmt ist, werben des langen und breiten alle messen. Das Schweinburg- Organ sagt: Einzig und allein der Mehr- Aber auch der zweite Angeklagte vermochte dem Zuchthause nicht mindereinnahmen, die als Folge der Krise zu betrachten sind, aufgeführt: bei der Einkommenstener 134 638 M. weniger, im ganzen heit, welche für die Kompromißanträge gegen die Regierungsvorlage zu entgehen auf Grund des§ 110, der besagt:„ Dem An bei den Steuern, Abgaben und Gerechtſamen 271-927 92. M. weniger stimmte, wird mit Recht die Verantwortung für das stifter... gleich zu bestrafen ist derjenige an dem Aufruhr als man erwartet hatte. Der Gasverbrauch blieb um 1808 000 kubitScheitern des Bolltarifs zugeschoben werden". Beteiligte, welcher, persönlich von dem Vorgefesten zum meter gegen das Vorjahr zurüid. Dagegen wurde der Armen- Etat Solche Aeußerungen verdienen wohl festgehalten zu werden für den Gehorsam aufgefordert, diesen durch Wort oder That um 190 000 M. überschritten. Dann heißt es wörtlich: durch Fall, daß es die Zöllner einmal wieder gelüften sollte, die social- verweigert." Man sieht also, daß die Paragraphen des Militär- Bei der Eingangsabgabe von Verzehrungsgegenständen kommt demokratische Obstruktion" anzuflagen. Strafgesetzbuchs Aufrührern" nicht die kleinste Lüde laffen, einer der aus der wirtschaftlichen Lage sich ergebende Rückgang der Die" Post" endlich setzt ihr Sammel" werk getrost fort. Minimal- Zuchthausstrafe von fünf Jahren zu entgehen! Kauffraft gewiffer Bevölkerungsschichten insofern zum Ausdrud, die not. Ste hofft auf eine Verständigung und weiß Dank selbst nicht das Urteil an sich ist furchtbar, sondern die militärische als in Berichtsjahre nur die Abgaben zum wenbigsten Lebensmittel- Mehl und Backwerk „ ber Berschleppungs- Taktik der Linken", weil durch diese Strafjuftis, die die kleinste, lindischte Unbesonnenheit mit so unMehrerträgniffe geliefert hat, während der Ertrag geraume Zeit zur Herstellung des endgültigen Kompromisses gegeben gehenerlichen Strafen bedroht! der Abgabe für Genuß mittel wie Bier, Wild, Geflügel usw. werde. Leider ist der Dank der„ Post" falsch adressiert, da eine Daß das Volk der Dichter und Denker" im zwanzigsten JahrBuat Teile sehr erhebliche pinbereichen aufweitergab Verschleppungs- Tattit der Linken nicht existiert. In der nötigen hundert einer solchen Strafjustiz unterſtellt ist, wird als kultur- mehr die Abgabe Mehl und Badwerk 12569 M.( 707 369 gründlichen Beratung des Zolltarifs wird sich die Socialdemokratie geschichtliches Dokument erst von dem Historiker, der feinen im ganzen), dagegen weniger die Abgabe von Bier 31 700 M., jedoch nicht beirren lassen durch die Meinung der„ Post", daß dadurch Staatsanwalt mehr zu fürchten hat, gebührend gewürdigt werden 20 390 M. die Abgabe von Wild, 7350 M. die Abgabe von Geden Agrariern genügt werde. Wir sind mun einmal stets auf das können!- supidamist toit ameniflügel, 11 914 M. die Abgabe von Fischen, 20 846 M. die Abgabe agrarische Wolhergehen eifrigst bedacht! ** 1 hlavon Fleischwerk, Kunstbutter und Feinkost( 114 954 M.), 7454 M. die Abgabe von Vich. 2019 x 17 Wie hieraus hervorgeht, betrachtet der Dresdener Stadtrat nur Deutfches Reich. 1d Mehl und Brot als Rahrungsmittel, das Fleisch dagegen als Ants Halle wird uns berichtet: oil and d Engen Richter als Regierungskommissar. Die Freifinnige Genuß mittel und zwar für ein so imbeachtliches, daß er es neben Gin drakonisches Urteil fällte das Kriegsgericht der 8. Division in der Sache gegen den Küraffier Heinrich Leopold, Beitung ist, wie wir begreifen, sehr ungehalten, daß wir das Bier, Wild und Geflügel nicht einmal erwähnt und sich begnügt, 23 Jahre alt, und den Gefreiten Wilhelm Sommer, 22 Jahre alt, unehrliche Spiel der Freifinnigen Volkspartei in Sachen des Zoll-. f. w. zu sagen. Es wäre interessant zu erfahren, ob der Dresdner Stadtrat beide von der 3. Eskadron des Küraffier- Regiments v. Seydlig in tarifs aufgedeckt haben. das Fleisch schlechtweg für ein Gentzmittel hält, oder nur Eugen Richter hat am Dienstag im Reichstage die Führung insoweit, als die Arbeiter in Betracht kommen, oder, wie Halberstadt. Beide Angeklagte haben sich bisher gut geführt der Zollwucher- Parteien übernommen, nicht nur in der Abficht, das der Stadtrat, der sich scheu um das Wort ,, Arbeiter" und mußten Mitte litte September dieses Jahres vont Militärbienſt Wahrschein entlassen werden. Ein Kleiner Verstoß gegen die starre Dis- Zustandekommen des Zolltarifs zu erleichtern, sondern auch um herundrückt, fagt: gewiffe Bevölkerungsschichten. Standpunkt des des Dresdener Stadtrates der ciplin wollte es aber anders und brachte die Angeklagten durch die Technik der Abstimmung möglichst hohe Zölle durch- lich wird daß Fleiſch für das Bürgertum ein Nahrungsmittel, heute wegen militärischen Aufruhrs ins Zuchthaus. Wie furchtbar zusetzen. Es entspricht nur der Logit, daß auch bei den Zollfäßen fein, daß Fleisch für das Bürgerhm heute wegen militärischen Aufruhrs ins Zuchthaus. Wie furchtbar wenig zu einem militärischen Aufruhr gehört, mag man dem folgenden Die weitestgehenden Anträge aber waren die der 71% Mart- Zöllner crfieht man aus dem Rechenschaftsbericht, daß das Proletariat, ait wenig zu einem militärischen Aufruhr gehört, mag man dem folgenden über die weitestgehenden Anträge zuerst abgestimmt wird. dagegen für die armen Lente ein Genußmittel ist. Des weiteren Sachverhalt entnehmen. Am 6. September d. J. gelegentlich der Einquartierung in und der focialdemokratischen auf Bollfreiheit; diese beiden hätten Stelle des Fleisches mehr Brot gegessen hat. Und auch diefes Brot der hungrigen ist extra vom Stabtrat beBoschwiz bei Eilenburg, als die Angeklagten im Manöver waren, Poschwitz bei Eilenburg, als die Angeklagten im Manöver waren, also zunächst erledigt werden müssen. Weder das Princip, mit der steuert worden und hat, wie Bürgermeister Leupold frohfand im Lokale des Gastwirts Klinge ein Tanzvergnügen statt, an höchsten Zahl anzufangen, noch das des Heraussteigens iſt mechanisch lockend verkünden fann: 12 569 M. mehr abgeworfen. Wagt man dem die Angeklagten und mehrere Kameraden teilnahmen. für alle Fälle anwendbar, sondern der Grundsatz des Weitest- das Wort Brotwucher angesichts dieser Zahlen wirklich noch als politisches Schlagwort und Phrase abzuthun? Abends 11 Uhr bot der Vicewachtmeister Trautmann Feierabenb 8chenden hat auch hier seine volle Berechtigung. Richter will es nicht wahr haben, daß durch die Abstimmung und forderte die Kürassiere auf, in ihre Quartiere zu gehen. Die Freifinnige Fleischnot- Bekämpfung. Der Freiftun ist nicht nun beiden Angeklagten verließen zunächst den Saal, ent von dem höchsten Zollfat nach unten 900 Abstimmungen auf Boll- gegenüber den Getreidezöllen sehr tolerant, auch in der Fleijo schlossen sich aber dann, noch etwas dort zu bleiben freiheit beseitigt werden. Die„ Freiſsinnige Zeitung" glaubt, daß wucher- Frage verhält er sich zweideutig. In Danzig ist die und noch einmal zu tanzen. Dem Wirt erklärten sie, er könne durch ihre Methode noch mehr Anträge möglich sein würden. An Fleischnot sehr groß. Die liberale Stadtverwaltung mußte fich auc eventuell dem Wachtmeister sagen, sie, die Angeklagten wären dort den Unsinn glaubt die Freisimmige geitung" ja felbst nicht. Der zu einer Betition entschließen. Sie will mur, daß- 150 Schweine Eine Statistik hat ergeben, einquartiert. Letzteres war jedoch nicht der Fall. Leopold glaubte, Gang der Dinge wird einfach der sein, daß über die Kommiffions- wöchentlich eingeführt werden dürfen. der Wachtmeister würde gegen ihn, wenn er, 2., noch etwas anträge als die höchsten zuerst abgestimmt wird, diese Annahme finden daß jest wöchentlich 240 Schweine weniger in Danzig fonfunniert werden, als im Durchschnitt der Jahre 1900/1902. Bringt man jetzt und dann alle weiteren Anträge unter den Tisch fallen. Dort bleibe, nichts unternehmen, da der Wachtmeister 150 Schweine mehr auf den Markt, so befreit das zwar die Aber die Methode Richters verrät erst dadurch ihre ganze zoll- Schlächter aus der ärgsten Verlegenheit, kann aber wegen der autch nicht als gauz malellos galt. t.Trautmann fol wucherische Bösartigkeit, daß natürlich durch die Abstimmung von Geringfügigkeit des Angebots tein Heruntergehen der Preise benämlich, so behauptet Leopold, bei dem vorigen Manöver den Mann- oben herab die Tendenz sich durchsetzt, daß die Mehrheit an der wirken. Die Liberalen Danzigs tönnten nicht anders handeln, wenn schaften das auf den Quartierbilleten zurückerstattete Duartiergeld, pro Person 80% f, borenthalten haben. Alls obersten Grenze sich bindet, während es bei einer Abstimmung nach sie Jutereffenten eines Fleischtrustes wären, welcher das Ziel verfolgt, die beiden Angeklagten wieder in den Saal wollten, tam ihnen oben es leicht möglich sein würde, daß sich eine Mehrheit schon bei die Preise hochzuhalten. einem niederen Satz bildet, weil sie befürchtet, daß der höhere Satz Elende Flottenpolitik. Die„ Köln. 8tg." wirft die folgende der Wachtmeister entgegen und forderte sie noch keine Mehrheit mehr finden könnte. Die degressive Abstinnnungs- boshafte Frage auf: mals auf, in die Quartiere zu gehen. Leopold entgegnete methode wirkt zollerhöhend, die progressive zollsenkend- Herr aber:„ Herr Wachtmeister ich möchte noch etivas hier Eugen Nichter hat sich um die Zollerhöhung verdient gemacht. bleiben, ich habe Ihnen etwas unter bier Augen zu Aber gleichbiel, wie man über die Abstimmungsmethode denken fagen." Die beiden Angeflagten gingen muunmehr die Treppe himmter auf den Hof, wo Leopold dem Wachtmeister wegen kommen des Zolltariffs zu erleichtern. Die Freifinnige Zeitung" mag, eines ist sicher, Eugen Richters Taktik dient dazu, das Zustandeder Unterschlagungen der Quartiergelder Vorhaltungen machte. Leopold erklärte dann bein Wachtmeister: wirft uns vor, daß uns der Zolltarif ganz gleichgültig sei und daß Ich bekomme heute noch 80 Pfennig von Ihnen, und einem Vor- wir nur agitatorische Zwecke verfolgten. Ja, ist den Engen Richter gesezten, der Untergebene benachteiligt, brauche ich keinen Gehorsam und der freifinnigen Volkspartei der Bolltarif nicht gleichgültig, hat er fein Interesse daran, daß der Zolltarif mit dent zu leisten; ich gehe nicht nach Hause." Der Gefreite Sommer 512 fagte:" I fchließe mich dem( Leopold) an". Nach einigen 5 Mart- 3oll scheitert? mehr möglich: Freisimmigen ist allerdings weiteren Aufforderungen mit dem Hinweise, er, der Wachtmeister, Man stimmt nur anstandshalber gegen den höheren Getreidezoll, München, 19. Oktober.( Cig. Ber.) Auf ihrem Eisenacher werde den Lieutenant rufen lassen, gingen die Angeklagten in Wirklichkeit würde man auch mit einem noch höheren einverstanden Parteitage haben die Nationalliberalen einmal so etwas wie einen dann doch nach Hause und Leopold machte dabei in Beziehung auf den Wachtmeister, gegen den sie nicht etwa thätlich geworden waren, sein, wenn nur das Fürchterliche vermieden wird, daß die 3011- principiellen Beschluß gefaßt, indem sie in einer Reſolution ihre tariffrage Wahlparole wird. Die Freifinnigen möchten Reichstags- Fraktion verpflichteten, feinesfalls über die in der Nedie Bemerkung:„ Das Alter geht voran." Beschuldigungen seitens Leopold schwebt ein Verfahren gegen den Wahl ziehen, aber nicht mit der so peinlichen Gewissensfrage des die ihre Principien längst in der Rumpelfammer mitergebracht haben, Mindeftzölle abzulehnen. Das erscheint den bayrischen„ Liberalen", Dieses war die sogenannte militärische Meuterei. Wegen der mit dem harmlosen Ruf: Gute Handelsverträge in die gierungsvorlage enthaltenen Mindestzölle hinauszugehen und weitere in letzterem Falle fürchten sie zwischen den schlagung vom Vorjizenden vorgehalten wurde:„ Ich kann mich nicht zöllnerischen Anhängern in ihren eignen Reihen und zwischen den zeitung" giebt diesem Bedenken in einem längeren Artifel bereiten mehr entsinnen, ob ich damals auf Quartier- principiellen Gegnern des Zollwuchers, den Socialdemokraten, zerrieben Ausdruck. Sie schildert, wie bei den legten Wahlen die Liberalen Darum arbeiten sie darauf hin, daß die Zollfrage vor auch in bisher sicheren Wahlkreisen schlecht abgeschnitten billete Geld zurüdbekommen habe." Benge be- zu werden. haben und wie sie sich zum Teil nur durch Kompromisse in ihrem fundete den Wahlen so oder so erledigt werde. aud), er könne nicht annehmen, daß die Deshalb sollen die liberalen Ver Eugen Richter mag sich drehen und wenden wie er will, wir alten Befißstand halten fonnten. beiden Angeklagten sich zur Gehorsam Verweigerung verabredet haben. Die Angellagten rännten bedürfen keines Geständnisses mehr, ſeine Abstimmungstaltik ist der eine ihren( mandatslisternen) Mitgliedern wirtschaftliche den Thatbestand ein, bestritten aber die Zusammen- Centralverbandes, Schuldbeweis. Mit Fug und Recht lobt daher auch das Drgan des Freiheit" lassen, denn: Für die Nationalliberalen Tommen in Bayern bei der Reichstagswahlen für Wahlbündnisse die agrarischen Vereinigungen, rottung und gegenseitige Verabredung dazu mit aller Centralverbandes, die Verl. Neueste Nachr.". Richters Verhalten; es speciell der Bund der Landwirte, auf der einen und die DeutschEntschiedenheit. Leopold erklärte auch heute, daß er vor dem Vice- gebühre ihm der Dank des ganzen Reichstages mit Ausnahme der Socialdemokraten und etwa der Herren Barth und Genossen". freifinnigen auf der andren Seite in Betracht, sie müssen deshalb wachtmeister teinen Respekt und keine Achtung gehabt, wirtschaftlich Freiheit nach rechts und nach links haben." weil dieser seine Untergebenen benachteiligt habe. Er habe geglaubt, Welch eine Ehre! Eugen Richter als Geburtshelfer des Wuchertarifs Während nun aber die Deutschfreifimigen in Bayern fich wird aber damit zugleich der Totengräber seiner Partei, im Reich einem solchen Manne gegenüber den Gehorsam verweigern zu genau wie ihre liberalen Brüder auf der absteigenden Linie tönuten. Der Anklagevertreter nahm nicht an, daß Leopold fowohl wie in- Preußen! bewegen, hat der Junkerbund, dank seiner strupellosen Agitation und Rädelsführer gewesen ist, beantragte gegen diesen aber 7 Jahr Ein geprefter Regierungspräsident. In der Stadtverordneten- reichen Geldmittel in einzelnen Gegenden festen Fuß gefaßt. Das und gegen Sommer 5 Jahr 6 Monat Gefängnis. Das im Gerichts- versammlung zu Erfurt machte neulich der Obermeister der hat auch das Centrum erkannt, das sich, so fürchten die Liberalen, faal allgemeines Erstaunen hervorrufende Urteil lautete gegen Fleischerinnung von einem Schreiben Mitteilung, das ihm vom dem„ Liebeswerben von bindlerischer Seite" gegenüber nun Leopold auf 6 Jahr 6 Monat und gegen Sommer auf 5 Jahr Zucht- Regierungspräsidenten von Dewis zugegangen war nicht mehr so ablehnend wie früher verhält. Num fürchtet die und in welchem sich die berüchtigte Centrale für Wich- Augsb. Abendztg diese ohnehin bedenkliche Situation werde durch haus und Entfernung aus dem Heere. verwertung berpflichtete, für die Erfurter Fleischer, die besonders die Eisenacher Resolution nur noch verschärft. Sie fordert deshalb Das ungeheuerliche Urteil, durch das die Existenz zweier Menschen unter enormem Schweinemangel zu leiden haben, 700 Std die liberalen Abgeordneten auf, unter Preisgabe aller liberalen vernichtet wird, die aus Wangel strafrechtlicher Gin- Schweine zu liefern. Wir sehen zunächst davon ab, daß sich Principien den Eisenacher Beschluß einfach zu ignorieren, wenn sie ficht und wahrscheinlich in der Bierlaune ein so furcht ein Regierungspräsident zum Vermittler dieser agrarischen dadurch ihren Wahlkreis retten können. Und das geschieht unter bares Verhängnis gegen sich heraufbeschworen haben, bringt der Handelsgesellschaft nacht, aber wie stand es mit der Wahrheit Berufung auf Bebel und die Socialdemokratie: Deffentlichkeit wieder einmal jenes für einen modernen Menschen dieses vermittelten Geschäftes? Einige Erfurter Fleischer machten die geradezu schauerliche Ausnahmegefeß zum erschütternden Bewußtsein, Probe, fie fragen sofort bei der Centrale an, ob fie für die vorige ber deutsche Staatsbürger während der Zeit unter- Woche von den disponiblen und offerierten 700 Std Schiveinen 400 sofort haben tönnten. Darauf wurde ihnen der charakteristische worfen ist, in der er den„ borne sten Rod" 3 Bescheid gegeben, tragen Denn gezwungen wird. dae Ungeheuerliche des Urteils liegt nicht in dem konfreien Spru der Richter, sondern in den Bestimmungen des militärischen Straffoder selbst, auf Grund dessen das Urteil gefällt wurde. dem " fedem jegigen Verhalten der „ diese 700 Stück Schweine sind schon längst bertauft(!), wir können aber sofort 300 Schweine im Gewicht von 220 bis 240 Pfund brutto liefern". Der Abg. Heim hat in seiner legten Rede zum Zolltarif eine feltsame Angabe gemacht; er fagte in feiner Polemik gegen den Bund der Landwirte:" ESchriftlich ist auf mich eingewirit liche Flotte" denft, ist ja zur Genige bekannt, es wäre aber worden, daß doch diese elende Flottenpolitik zum Scheitern time." Wie man im Kreise des Bundes der Landwirte über die gräßimmerhin sehr interessant gewesen, wenn Herr Hein angegeben hätte, welche Personen bei ihm gegen die elende Flottenpolitit zu intrigieren versucht haben. Bielleicht befriedigt mum Herr Heim die zielbewußte Neugier. Die Liberalen in der Klemme. wenn " Wir meinen, wenn es bei der socialdemokratischen Partei, die sich doch soviel auf die Disciplin in ihren Reihen zu gute thut, nicht für ausgeschlossen gilt, daß gegen einen wichtigen Parteitagsbeschluß, Ivie der betreffe der Reichstagswahlen, im Wahlkampfe gefehlt wird, wir glauben, selbst Bebel, der doch feine Meinung neben der in dieser, feinigen duldet, offen erklärte, den Genossen von ihm so eifrig betriebenen Wahlbündnisfrage feinen Zwang anferlegen zu können, so brauchen sich auch die bayrischen National liberalen, wenn die Interessen der Partei auf dem gebuchten en die wir sind auch überzeugt, baß die leisch schließlich auf 76,7% f., also beinahe 77 Bf. gestellt, noch eifrigsten Befürworter der Resolution das nicht einmal wünschen erkennbare Verbindung von zwei oder mehreren Personen zu ohne die Gebühren; berücfichtigt man bierbei noch, daß es sich um würden." einem gemeinsamen... unerlaubten Handeln", der Schweine zweiter Qualität handelt, so kann man sich leicht aus- Bebel wird angerufen als Eideshelfer für liberale CharakterGehorsamsverweigerung, betrachtet. Der Begriff des Verbindens redmen, wie boch der Preis für den Stonsumenten hätte gestellt lofigteit! Warum behauptet man denn nicht gleich, er habe auch ist auch dann schon gegeben, wenn Personen, die sich vorher zu einem werden müssen. die Bewilligung des Bolltarifes eventuell empfehlen, damit wir auch andren we de zusammengefunden haben, fich plötzlich zu einem Tap bie Centrale also auch in diesem Erfurter Falle gänzlich mit dem Zankerbund ein Kompromiß schließen dürfen? gemeinschaftlichen bezüglichen Handeln verbinden. Den Stylingen verfegte, ist flar, aber nach den vielen ähnlichen Fällen und Auf telegraphische Anfrage, was denn diese angebotenen Schweine Das Verbrechen der Meuterei wird nämlich nach§ 106 des zweiter Qualität frauco Ersurf foften sollten, Tam die telegra Mt. St. G." mit einer Minimal strafe von 5 Jahren Gefängnis phische Antwort: 57% Mark pro 100 Pfund lebend netto Cajja." Spistehen, durch die Eisenacher Resolution nicht allzuſehr bedroht. Als„ Meuterci" wird aber die„ bewußte, auch äußerlich für den Fleischer hätte sich hiernach der Preis pro Pfund 〃 Oestreich- Ungarn. Frankreich. Aus Baben schreibt man uns: Die Nachricht, daß der Erb durch reichliche Verwendung geliebenen Kapitals versicherung, 6. Sparlassen. VI. Organisationen der Arbeitgeber großherzog den Feldmarschallstab niederlegt, um heimzukehren erreicht, und fordern die englische Regierung auf, in ähnlicher und der Arbeiter. VII. Arbeitsstreitigkeiten. und sich in den Regierungsgeschäften des Landes einmal umzusehen, Weise Sapital in Persien anzulegen. 1. Streits und Aussperrungen, Statistik. 2. Einigungsäntter. 3. Ausfomint nicht überraschend. Sein Vater fühlt offenbar das Bedürfnis ländische Verhältnisse. VIII. Arbeiter Haushalt. 1. Arbeiternach einem etwas ruhigerem Lebensabend, als er ihm in den letzten Wohnungswesen. 2. Kleinhandels- Preise wichtiger Lebensmittel. Monaten durch die Repräsentationsrücksichten bei der immer noch Wahlbündnis der czechischen Oppofitionsparteien. Einer aus IX. Se onsumvereine und Genossenschaften. 1. Statistit, nicht ganz beendeten Jubiläumsfeier beschieden ist. Der Großherzog gegebenen Mitteilung zufolge beschlossen die Vertreter der czechischen 2. Ausländische Verhältnisse. X. Arbeiter Bildungswesen. stand, als er die Entscheidung in der Klosterfrage treffen sollte, vor Oppositionsparteien im Reichsrat, nämlich die national- freisinnige Fortbildungsschulen, Fachschulen, Bollstümliche Hochschul- Kurse, einem Entschluß, der jedenfalls seiner bisher getreuesten Regierungs- Partei, die czechische Agrarpartei und die nationalsociale Partei, für Boltsbibliotheken, Lesehallen usw. XI. Verschiedenes. Auspartei einen herben Schmerz bereitet haben würde; und so wollte er den Fall der Auflösung des Abgeordnetenhauses und Ausschreibung wanderung, Außenhandel Deutschlands. XII. Gesezgebung nicht in einer Disharmonie seine Regierungsthätigkeit abschließen. von Neuwahlen auf Grund des gegenwärtigen Standes und der und Rechtsprech it 11 g. 1. Gesetze und Verordnungen So geschah auf dem Gebiete des Kulturkampfes nichts und die weise Anzahl der Abgeordneten der einzelnen czechischen Parteien eine focialpolitischen Inhalts( n- und Ausland), 2. Rechtsprechung der Vorsicht überläßts dem kommenden Mann, fich mit Rom abzufinden. gemeinsame Kandidatenlifte aufzustellen und bei den Gewerbegerichte, Rechtsprechung in Versicherungssachen, in Straf Deshalb verstummten auch die Andeutungen von einer Veränderung Wahlen gegenseitige solidarische Unterstützung zu üben. Der Czechen und Civilsachen. im Ministerium, es mag zunächst alles beim Alten bleiben, bis der flub hat das Wahlabkommen einstimmig gutgeheißen. Das Material soll dort genommen werden, wo es mir zit ers neue Herr sich für die Gestaltung seiner fünftigen Umgebung eine langen ist, und sollen auch die Geiverkschaften aufgefordert werden, Meinung gebildet hat. Aeußerlich bringt die Heinikehr des Führers das von ihnen erreichbare Material zur Verfügung zu stellen. einer preußischen Heerschar in das verblaßte liberale Musterland eine Versuchsweise Einführung des Achtstundentages in Marinebetrieben. Vielleicht wird es je gelingen, ebenso zuverlässige Berichte über die Veränderung in der Residenz mit sich. Das erbgroßherzogliche Schloß Der Marineminister hat verfügt, daß bei den Arbeiten des Artillerie- Lage des Arbeitsmarktes zu erlangen, wie solche über die an der Kriegs- und Herrenstraße, das als monumentales Bautvert Arsenals in Toulon und der Marine- Kesselfabrik in Lorient vom Lage des Gold- und warenmarktes vorhanden sind. Die mit Millionenaufwand aus den Steuergroschen des Volkes erbaut 1. November ab versuchsweise der Achtstundentag eingeführt Arbeiter, welche die englische„ Labor Gazette" temmen, werden wurde, wird nun am längsten leergestanden haben. wird. Wenn diese Maßnahme ein befriedigendes Ergebnis haben schon oft bedauert haben, daß ein ähnliches Blatt nicht in DeutschMit dem Betteln um einige Kapuzinerklöfter macht der sollte, soll der Achtstundentag vom 1. Januar ab allgemein ein- land besteht. Ob dieses Organ den Anforderungen entsprechen wird. römische Klerns in Baden auf indirektem Wege ein gutes geführt werden. muß die Zuhmit lehren. Auf jeden Fall haben die Arbeiter- OrgaGeschäft. Unter Mißachtung des in der Kammer nisationen alle Ursache mitzuwirken, um eine möglichst vollkommene Schaffung dieser Stelle gefnüpften Wunsches, die Stelle Arbeiterstatistit zu schaffen. Zu Punkt 5 der Tagesordnung: des vorjizenden Rates im Oberschulrat mit einem Fachmann Weitere Behandlung der Erhebung über die Arbeitszeit in der Pädagogie zu besetzen, ernannte die Regierung den Geh. ReEin anarchistischer Attentatsversuch. Der Figaro" berichtet, den Comptoiren" hob der für den erkrankten Referenten gierungsrat F. Schmidt, einen Juristen und Centrumsmann für daß Polizeibeamte gestern einen Anarchisten ergriffen haben in dem Dr. Fischer eingetretene Ministerialdirektor Dr. v. Schider hervor, dieſen neugeschaffenen Boſten; dadurch iſt der Einfluß des Klerus auf Augenblice, als er über das Gitter flettem wollte, welches die daß die Erhebungen sehr abfällig von dem„ Perband deutschdie Besetzung der Schulverwaltungen mit Geistlichen noch größer ge- elyjäischen gelder vom Garten des Palastes trennt. Man hat bei nationaler Handlungsgehilfen" kritisiert worden sei. Die Kritit sei Der Nachfolger Börrishofers in der Fabrikinspektion, Serr archistisches Blatt gefunden. Der Name des Verhafteten die ergriffen wurden, um ein möglichst objektives Bild zu erlangen. dem Berhafteten einen geladenen Revolver und ein an aber zum größten Teil unberechtigt, weil sie Maßnahmen verurteilt, Dr. Bittmann aus Trier, hat sich bisher nicht so verhalten, daß die wird geheim gehalten; doch wird er für eine überaus geenn. B. moniert wird, daß Dresden nicht in die Erhebungen arbeiterfreundliche Bresse Ursache hat, ihre Zufriedenheit zu äußern. Fabrice Persönlich leit angesehen. Man glaubt, daß er eingezogen ist, so sei dieser Borwurf unberechtigt, weil in Sachsen Man vermißt bei ihm das Verständnis seines Vorgängers für fociale em Präsidenten der Republit im Gebüsch auf nur eine Großstadt berücksichtigt werden konnte, falls man an dem Fragen. lanern wollte, um ihn ermorden. Plan der Stichproben festhalten wollte. Hätte man in Dresden die Erhebungen vorgenommen, dann hätte Leipzig nicht berüidjichtigt werden tömmen und der Kritiker habe dann vielleicht mit noch mehr Gründen diese Unterlaffung tadeln können. Es werde toeiter getadelt, daß die Erhebungen sich auf die Arbeitszeit beschränkt habe. Diese Be schränkungen seien aber durch den Beschluß des Reichstages geboten, der durch Annahme des Antrages Raab bestimmt gefagt habe, was ermittelt werden solle. Die ermittelte Arbeitszeit sei nur teine ausnahms weis lange. Es haben z. B. tägliche Arbeitszeit: worden. Ausland. an bie pada titula Der Schluß der Bundesversammlung. Bern, 16. Oktober.( Eig. Ver.) Nach 14tägiger Seffion find die Pforten der beiden Parlantente wieder geschlossen worden; wenn sie in zwei Monaten geöffnet werden, wird mancher„ neue Mann" feinen Einzug halten. Es war nämlich die lepte Seffion des Nationalrates, der am 26. Oktober neu gewählt wird und mit ihm auch alle jene Mitglieder des Bundesrates, die vom Volke und nicht von den Kantonsräten gewählt werden. = bahner von dieser Welt Abschied nehmen. Zu den englischen Marinebetrieben ist der Achtstundentag bereits eingeführt, in Frankreich beginnt man mit der Ein führung- wann wird Deutschland nachfolgen?! Die Nachricht flingt äußerst unglaubhaft. Sollte es sich um einen flerifalen Anarchisten handeln? ya Schweden. 150 Fort mit den Lebensmittelzöllen! Die allgemeine Mizernte in den nördlichen Teilen Schwedens hat einen ernſten Notftand unter der Bevölkerung hervorgerufen. In mehreren Bezirken ist sowohl die Ernte von Roggen, Gersie, Hafer als auch die Kartoffelernte vollkommen fehlgeschlagen. Da nun die Bevölfering fast alle Lebensmittel faufen muß, werden die Lebensmittelzölle um so fchwerer empfunden. Die Gemeindevertretung von Tännäs in Härjedalen hat an die Regierung das Ersuchen gerichtet, die Zölle für Getreide, Mehl und Speck für unbestimmte Zeit aufzuheben. Afien. 19 Stunden mehr als und weniger 9 St. bis 10 Proz.L Broz. 28,7 m Männliche Gehilfen 61,8 pi Weibliche Gehilfen.. 55,9 Männliche Lehrlinge. 50,1 Weibliche Lehrlinge 42,2 30,4 30,5 35,8 Da wo Parteinachrichten. mehr als 10 Stunden Proz. 10,6 14,7 19,4 22 fo Das Hauptgeschäft der Bundesversammlung war die Verabschiedung des ungeheuerlichen 3olltarifs, die nach Erledigung einiger zwischen den beiden Häusern bestandenen Differenzen glatt und prompt erfolgte. Die Interessen des Unternehmertums und der Herrenbauern sowie der Bundesfinanzen sind vollauf gewahrt, für Zur Niederlage des Obersten Swahne. Ants Briefen, die aus die Intereffen der Arbeiter und Konsumenten waren nur die drei Somaliland in London eingetroffen sind, geht hervor, daß Swayne weiteres schließen, daß durch sie eine Gefährdung der Gefundheit Aus den hier ermittelten Arbeitszeiten kann man nicht ohne socialdemokratischen Abgeordneten eingetreten, die gegenüber den 144 schon vor Abgang der lezten Depeschen eine ganze Reihe Gegnern im Nationalrat und gegenüber dem Ständerat nicht auf unglüdlicher Gefechte zu bestehen hatte; daß ferner faſt Arbeitszeit fei aber bis jetzt die einzige Ursache des Einftattfinde. Gefährdung der Gesundheit durch übermäßig lange tommen konnten. Es giebt in den mitteleuropäischen alle Kamele getötet wurden, die Vorräte aufschreitens der Gesetzgebung getvefen. man Bisher Staaten tein Parlament, waren und Mangel an Munition und das so einseitig gebraucht fapitalistisch zusammengefekt, ein so reines Wasser bestand. Auch wird in den Briefen gemeldet, daß der eingegriffen habe, haben Geseze und Verordmingen in der Regel Geldsad Parlament wäre, wie es die schweizerische Mullah am 12. September zwei Magimgeschüge gebie Erhebungen fortjeßen, um zu ermitteln, ob nicht durch eine längere Arbeitszeit zugelassen als hier bestehe. Man müsse aber Bundesversammlung ist. Der Zolltarif, für den überhaupt nommen hat. andre Umstände die Gefundheit geschädigt worden, feine Arbeiterschaft eristiert, ist ein getreues Spiegelbild derselben. daß durch das Hinzutreten bont andren Einflüssen die Im Ständerat ist wieder die Revision des Ruhetags= Der Beirat für Arbeiterstatistik hier ermittelte Arbeitszeit als gesundheitsschädigend angesehen gesebes betreffend die Transportanstalten behandelt worden. werden müsse. Er empfehle daher weitere Erhebunigen, zunächst Die Angelegenheit steht seit 1895 auf der Tagesordnung der Bundes- ist am Mittwoch, den 22. d. M., zu seiner ersten Sigung zusammen durch Befragung von Verbänden. Diese Erhebungen müssen dann, versammlung, alſo ſeit 7 Jahren. Der Ständerat hatte wegen der getreten. Der Präsident des Statistischen Amts, welcher gleichzeitig wie die Kommiffion für Arbeiterstatistik bereits beschlossen hat, auch inzwischen eingetretenen Verstaatlichung der Hauptbahnen die Vorlage Vorsitzender des Beirates ist, berichtete über die bisherige Thätigkeit auf die Hilfsarbeiter ausgedehnt werden. Erst wenn dieses Material einige Jahre liegen lassen und sie erst jetzt wieder in Beratung ge- der Abteilung für Arbeiterstatistik und gab einen Ueberblick über vorliege, jei es möglich, auch medizinische Sachverständige über den zogen. Die Eisenbahner verlangen den Zehnstundentag. Extra- die zunächst in Angriff zu nehmende Arbeit. bezahlung von Ueberstumden, statt der nur einstündigen Ruhepause hört die Fortführung Hierzu ge- Einfluß der Arbeit auf die Gefundheit der Arbeiter zu befragen. der Arbeiten, die von der Kom- Die Vorschläge des Referenten wurden angenommen. um die Mitte der Arbeitszeii eine ein- bis zweistündige, Ausdehnung mission für Arbeiterstatistik eingeleitet wurden. Hierzu gehören Sodai wurde eine Anzahl von Ausschüssen gewählt und zivar der 52 dienstfreien Tage von je 24 auf 36 Stunden und alljährlicher die Erhebungen über die Arbeitszeit der Gehilfen und Lehrlinge in ie ein Ausschuß für die Fortsetzung der Erhebungen im Handels achttägiger Urlaub nach freier Wahl jedes Angestellten, Einstellung solchen Comptoiren des Handelsgewerbes, die nicht mit offenen gelverbe, im Fleischereigetverbe, der Fuhrwerksbetriebe und der des Güterdienstes auch an den Sonntagen und nicht nur an den hohen Verkaufsstellen verbunden sind. Diese sind soweit gedichen, daß ein Binnenschiffahrt. Ferner wurde ein Ausschuß damit beauftragt, die Festiagen, Beschränkung der Ausnahmebewilligung auf die Dauer Bericht von 164 Seiten start über die statistischen Erhebungen vor- Gerausgabe der Zeitschrift für Arbeiterstatistit vorzubereiten. Beeines Monats. Der Ständerat beschloß aber nach der Vorlage nur liegt. Ferner die Erhebungen über die Arbeitszeit im Fleischer- absichtig ist, diese Zeitschrift zum 1. April 1903 erscheinen zu laffen die Reduktion der Arbeitszeit von 12 auf 11 Stunden, die allein an- gewerbe. Auch hier haben Erhebungen durch Fragebogen statt- und wird es noch vieler Arbeiten bedürfen, um von da ab auf die geblich schon 2 350 000 Fr. jährliche Mehrausgaben der drei VundesBon regelmäßige Erlangung des Materials mit Sicherheit rechnen bahnen verursachen soll. Die tägliche Nuhezeit wurde auf 10 Stun gefunden und liegen 6442 beantwortete Fragebogen vor. den für das Lokomotiv- und Zugpersonal und auf 9 Stunden für das diesen find 3631 bou Meistern 11: 2811 von Gehilfen zu können. übrige Personal festgesetzt, die aber auch nur 8 Stunden betragen ausgefüllt. Obwohl die Umfrage bereits vor geraumer Zeit stattkann, wenn die Amtswohnung in der Nähe der Arbeitsstelle ist. Die gefunden hat, so hat die Bearbeitung des Materials noch nicht statttägliche Dienstbereitheit soll für die verschiedenen Kategorien des finden können, weil 87 Proz. der Fragebogen, worauf die Fragen Bersonals 12, 14, 15 bis 16 Stunden betragen. Auch von besonderem genügend beantwortet waren, zur Nacherhebung zurückgesandt Die Parteikonferenz zur Regelung der Zwiftigkeiten unter den Schutz der weiblichen Angestellten ist die Rede, aber was ist das für werden mußten. Die größere Zahl der von Meistern beantworteten ein Schub. Es wurde nämlich beschlossen, im durchgehenden Nacht- Fragebogen ist dadurch entstanden, daß in vielen Geschäften, in deutschen und polnischen Genossen in Schlesien und Bofen, welche dienst von 11 Uhr abends bis 4 Uhr morgens keine Frauen zu be- denen nach dem Plane die Gehilfen die Fragen beantworten sollten, am legten Sonntag in Berlin stattfand, giebt bürgerlichen Blättern fchäftigen, außer Telegraphiftinnen, Telephonistinnen, Wartefrauen, zur Beit als die Ilmfrage stattfand, feine Gesellen beschäftigt waren. Anlaß zu gänzlich unrichtigen Witteilungen. Es ist unToilettewärterinnen, Buzerinnen und dergleichen." Das ist ein sehr bei den Erhebungen über die Fuhrwerksbetriebe ausgefallen. Hier wie die„ Köln. Zeitung" fagt, infolge der Verhandlungen auf diefer Noch ungünstiger wie beim Fleischergewerbe sind die Antworten richtig, daß die Konferenz refultatios verlaufen sei oder gar daß, bescheidener Schuß. Die Vorlage ist aber noch nicht definitiv erledigt, sie geht erst wieder an den Nationalrat zurück und wenn sie wurden in 336 Orten 3508 Fragebogen verteilt, wovon 1843 an Konferenz„ das Tischtuch zwischen den polnischen Socialdemokraten dann endlich verabschiedet wird, bis dahin kann noch mancher Eisen- Prinzipale, und 1737 an Arbeiter gegeben wurden. 3304 Fragebogen und der deutschen socialdemokratischen Partei endgültig zerschnitten" liefen wieder ein, aber 90 Proz, mußten, zurückgegeben werden, weil sei. Wahr ist vielmehr, daß die durch die Konferenz eingeleiteten Ter Antrag unfre3 Genossen Vogelsanger, es sei die Fragen zum Teil nicht verstanden oder aus sonstigen Ursachen Verhandlungen überhaupt noch nicht zum Abschluß; gediehen, find. zu prüfen, ob nicht zum Schuße von Wehrpflichtigen, welche wegen falsch oder ungenügend beantwortet waren. Militärdienstes in ihrem bürgerlichen Anstellungsverhältnisse geschädigt Der Präsident Wilhelmi teilte ferner mit, daß die Arbeiten des Sobald dies geschehen sein wird, wird das Ergebnis von uns mit. werden, gesetzliche Bestimmungen zu erlassen sein, welche die Auf- Beirats wesentlich durch das Entgegenkommen der Bundesregierungen geteilt werden. hebung des Arbeitsvertrages aus Grund des Militärdienstes verbieten, aufrichtert ift. Bährend frither die stommiſsion für Arbeiterſtatiſti Mit der Wittichbroschüre beschäftigte sich am Montagabend noch wurde vom Nationalrat erheblich erklärt, also dem Bundesrat zur nur auf dem Umivege durch den Reichskanzler und die Landes- eine Parteiversammlung in Leipzig. Es entwickelte sich eine lange Berichterstattung überwiesen, jedoch wird dabei voraussichtlich gar fonnten, ist jetzt ein direkter Verkehr ermöglicht und können Stellung einnehmenden Genossen Grenz sämtliche Redner scharfe AnCentralbehörden mit den Staats- und Ortsbehörden verkehren Auseinandersetzung, in der mit Ausnahme des eine vermittelnde nichts oder nicht viel herauskommen. Bemerkenswert ist die Annahme eines weiteren Postulates be- hierdurch die Geschäfte viel schneller abgewickelt werden. griffe gegen die Broschüre und den Verleger richteten. Auch Fran ist angebahnt, daß die Arbeiterstatistische Abteilung Wittich und Genosse Lipinski nahmen das Wort, um ihr Verhalten treffend die Prüfung der Einführung des elektri: Auch fchen Betriebes auf den Bundesbahnen. direkt mit den Konsulaten verkehren kann, um arbeitsstatistische Mit zu rechtfertigen. Versuche dazu werden schon jetzt gemacht von der Maschinenfabrik Derlikon bei teilungen aus dem Auslande zu erhalten. Zum Schlusse wurde ein Brief Klaars verlesen, worin dieser die Der elektrische Betrieb würde nach dem Antragsteller Sind mun viele Hindernisse biniveggeräumt, die früher das unrichtigen Anschuldigungen der Broschüre zurücknimmt. Daranf Zürich. Dinkelmann- Bern eine jährliche Ersparnis von 4% Millionen Franken rasche Fortschreiten begonnener Arbeiten henunten, so läßt sich jest gab auch Frau Wittich die Erklärung ab, daß sie die großen Schärfen bedeuten, der Wert der Kohleneinfuhr der Schweiz beträgt ein schmelleres Tempo erwarten. Bei dem langfamen Gang der in der Broschüre nicht verschuldet habe; ihr Manuskript habe diese 70 Millionen pro Jahr. Die Verwendung der elektrischen Straft würde Geschäfte hat früher die Kommission für Arbeiterstatistik mir einen Schärfen nicht enthalten. Sie könne erklären, daß ihr die Veröffent= die Ausbeutung der reichen Wasserkräfte ermöglichen und vom Alus- geringen Bruchteil der im Etat ausgesezten 39 000 m. verbraucht. lichung dieser Stellen sehr leid thue. Schließlich erklärte auch Tande etwas unabhängiger machen. Die damals gemachten Ersparniffe fönnten jest gebraucht werden Lipinski, wenn Klaar jest zurückziehe, so wolle auch er die Unrichtig und der Präfident erklärte schon, daß erheblich höhere Summen feiten mit Bebauern zurücknehmen und die Broschüre einziehen. gebraucht werden, wenn die Arbeitsstatistische Abteilung ihren Zwed Rußland in der Mandschurei. Die Versammlung wurde beendet mit Annahme der folgenden erfüllen soll. Gegenwärtig werden schon 15 Personen bei der Resolution: Der Korrespondent der„ Times" in Beling berichtet telegraphisch Arbeiterstatistik beschäftigt, und das Personal muß noch verstärkt Die heutige Parteiversammlung weist die in der Wittich über eine Reise in der Mandschurei, wobei er mit größter Bewerben. Nachdem eine Geschäftsordnung für den Beirat festgestellt, Biographie gegen die Leipziger Parteileitning erhobenen Anwunderung die wunderbare Umwandlung bezeugt, welche russische wurde fiber die Herausgabe einer monatlichen Zeitschrift für fchuldigungen als unwahr zurüd und mißbilligt aufs schärffte die Thatkraft vollzogen habe. Er beschreibt das schnelle Empor- Arbeiterstatistik beraten. Es soll das eine ähnliche Zeitschrift hierauf bezügliche Thätigkeit des Verlegers Lipinski, zuntal man in wachsen zahlreicher Städte und ganzer russischer wie die Labor Gazette" werden und für 10 Pfennig pro feiner Eigenschaft als Parteigenosse eine andre Handlungsweise von Ansiedlungen, in denen tausende russischer Ein- Exemplar in den Buchhandel lommen. Nach dem vor ihm erivarten mußte. wohner mit Frauen und Kindern sich niedergelassen läufigen Plan soll die Zeitschrift hauptsächlich berücksichtigen: haben. In den russischen Ansiedlungen, meldet 1. Arbeitsmarkt. 1. Arbeitsmarktstatistik a) Statistik der ArbeitsErklärung. der Korrespondent, befinden sich große Kafernen für die bermittelung, b) Statistik der Krankenkassen, c) Statistik des Verkaufs In den Konflikt, der in Leipzig in der Angelegenheit unfres Eisenbahnbeamten, in großen russischen Landkonzessionen außerhalb von Versicherungsmarken für die Invaliditätsversicherung. 2. Der verstorbenen Genossen Wittich entbrannt ist, wurde auch der Verein aller großen Städte werden ständige Garnisonbauten Arbeitsmarkt im Auslande. II. Arbeitsvermittelung und Arbeiterpreffe" hineingezogen, nachdem Lipinski behauptet hatte, er errichtet. Rußland befolgt genau seine Zusicherungen bezüglich der Arbeitslosigkeit. 1. Entwicklung der Arbeitsnachweise im Jus und habe vom Vorstand des Vereins den Auftrag erhalten, das VerRäimmung der Mandschurei, aber dies bedeutet lediglich Ausland. Mitteilungen über Organisation und Thätigkeit einzelner hältnis Wittichs zur Leipziger Bolkszeitung" aufzuklären. Wir er Zusammenziehung der Truppen an den Eisen- Arbeitsnachweise und Arbeitsämter. 2. Arbeitslosigkeit, a) Statistit, flären hiermit, daß Lipinski einen solchen Auftrag weder von dem Bahnen und Zurüdziehung der Garnisonen aus b) sonstige Mitteilungen. 3. Notstandsarbeiten. III. Arbeits- früheren noch vom nenen Vorstand erhalten und unser Berein mit den Städten nach Konzessionen außerhalb der Manern. Schließlich bedingungen und Arbeiterschuß. 1. Arbeitsvertrag, der Affaire nicht das mindeste zu thun hat. schlägt der Korrespondent der„ Times" die Ernennung eines britischen 2 Arbeitslöhne, 3. Arbeitszeit für Kinder, junge Leute, Arbeiterinnen, ErGeneralkonsuls in Mulden vor. Die„ Times" befürworten den Vorschlag wachsene, 4. Arbeitsordnungen, 5. Arbeiterausschüsse, 6. Sansindustrie, und sagen, England müsse bestrebt sein, feine wichtigen vertrags- 7. Gewerbe- Juspektion, 8. Arbeiterschutz im Auslande, 9. Gewinnmäßigen Rechte in der Mandschurei zu sichern. Das Blatt rät beteiligung. IV. Arbeitshygiene, insbesondere Berufskrant- Der Vertrauensmann für das westliche Westfalen berichtet über Anerkennung zur stillschweigenden ber heiten und die dantit im Zusammenhang stehenden Fragen. die Parteithätigkeit in der Zeit vom 15. Oktober 1901 bis jetzt. Zu ruffifchen Otfupation, da scharfe Worte nicht V. Arbeiterversicherung und Spartaisenwesen. dem Bezirk gehören die Reichstagswahlkreise Dortmund, Bochum, ratiam feien, wenn sie feinem praktischen Zweck dienen. Zum 1.Krankenversicherung, 2.Unfallversicherung, Unfallstatistit, 3. Invaliden- Samm, Recklinghausen und Arnsberg. Im Streife Arnsberg ist Schluß bemerken die„ Times", Rußland habe so große Erfolge nur versicherung, 4. Witwen- und Waisenversicherung, 5. Arbeitslojen noch keine Organisation vorhanden, weil keiner von den Parteiferner " Berlin, 22. Oftober 1902. A. Thiele. St. Stautafy, Th. Glode stad genossen um seiner Eristenz willen sich traut, ein Parteiamt zu über-| aus, daß seine Leute nie wieder in einen Ausstand zu treten brauchen.| lich eine fünfgliedrige Kommission, bestehend aus den Genoffen nehmen. Auch im Streise teď linghausen sind nur eine kleine Demnach hat also der Streit einen Abschluß gefunden, mit dem die Ligoci, Scheffler, Pritsch, Hahn und Friz Schmidt, die den Fall Anzahl von Kräften vorhanden, aber auch sie haber bei dem gewaltigen Arbeiter durchaus zufrieden sind. Einfluß der Klerikalen, die dort ihre wirtschaftliche Uebermacht rüdfichtslos mißbrauchen, einen schiveren Stand. Alle Säle werden uns abgetrieben, Versammlungen sind deshalb unmöglich, die Agitation muß sich auf die Verteilung von Druckschriften beschränken. = LiebenwerdaZum Apothekenboykott. Deutsches Reich. mit den Postkarten untersuchen und dann in der nächsten General= versammlung eventuell den Ausschluß beantragen soll. Der Vers trauensmann Hoch machte auf die am 5. November stattfindende Ersazwahl im 11. Stommunalwahl- Bezirk aufmerksam sowie auf die am Donnerstag bei Graumann stattfindende Versammlung und ferner auf die Flugblattverteilung am Sonntag. Gegen den Gau VII des deutschen Holzarbeiter- Verbandes hatte die Magdeburger Staatsanwaltschaft unter Berufung auf das Im ganzen Bezirk wurden 82 000 Flugblätter, 25 000 Agi- Vereinsgesetz ein Verfahren eingeleitet, welches jetzt vor dem Kammertationskalender und 100 000 Eremplare des Kommunalprogramms gericht zum Abschluß gelangt ist. Hierüber wird uns geschrieben: verteilt und gegen 200 Agitationsversammlungen abgehalten. Die Sechster Wahlkreis. In der am Dinstag in Schmidts Gesells Der Genosse Vahle zu Magdeburg war als Vorsitzender des schaftshaus abgehaltenen Wahlvereins- Versamunlung sprach Reichs= Wahlkreise hatten zusammen 7138 M. Einnahme und 4321 M. Ganes VII des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes in erster tags- Abgeordneter Th. Schwark Lübeck über„ Die Lage der Ausgabe. Instanz zu einer Geldstrafe von 30 Mark verurteilt worden, Seeleute unter der alten im Gegensatz zu der neuen Seemannsa Reichstags- Kandidaturen. Im Wahlkreise Ohlau- Nimptsch- weil er dadurch die§§ 2 und 13 des Vereinsgesetzes übertreten ordnung". Besonderes Interesse erweckten bei den Zuhörern die Strehlen wurde Genosse Oskar Schü- Breslau, im Kreise haben sollte, daß er auf Erfordern des Polizeipräsidenten diesem lebendigen Schilderungen eigner Erlebnisse des circa 30 Jahre im Ratibor in Oberschlesien Genosse Paul Löbe- Breslau als nicht ein Statut und ein Mitglieder- Verzeichnis des Gaues VII ein- Seemannsberufe thätig gewesenen Genossen Schwarz. Der reichlich Reichstags Kandidaten normiert. Bijok Ratibor hat auf seine reichte. V. legte Berufung ein und machte geltend, daß der Gan zweieinhalbstündige Vortrag wurde mit großem Beifall aufgeKandidatur verzichtet. Für den Wahlkreis Würzburg wurde der gar kein Statut habe und auch nicht aus physischen Mitgliedern be- nommen. Landtags- Abgeordnete Franz Schmitt als Kandidat erwählt. Für stehe. Das Landgericht hob die Vorentscheidung auf und sprach den Die Elektromontenre und Berufsgenossen hielten am 8. Oftober den 11. Hannoverschen Wahlkreis. Osterode Einbed, hat Angeklagten frei. Zur Begründung wurde ausgeführt: Der Haupt- eine Generalversammlung für die Sektion Berlin ab. Der VorGenosse Adolf Hoffmann die ihm von der Kreiskonferenz jetzt vorstand des Deutschen Holzarbeiter- Werbandes, der in ganz Deutsch- fizende Reichardt gab einen Ueberblick über die Thätigkeit des Voreinstimmig übertragene Kandidatur angenommen, nachdem die land Zahlstellen habe, könne den Verband nach dem Statut in Gaue ein- standes und wurde darauf Techarge erteilt. Die Neuwahl des VorGenossen nach ordentlicher Aussprache ihre Differenzen begraben und teilen. Die Gauvorstände hätten dann innerhalb des Gaues die standes ergab folgendes Resultat: Reichardt 1. Vorsitzender; sich zu gemeinsamem Handeln geeinigt haben. Für Lieben werd agitation zu betreiben, bei Lohnbewegungen den Verbandsvorstand Wangerin 1. Kassierer; Haase 1. Schriftführer; Borbet 2. Schrift Torgiu kandidiert der Cigarrenfabrikant Genosse Rauhe in über die Verhältnisse in den Zahlstellen zu informieren und die führer; Gottlieb, 2. Vorsitzender; Müller 2. Staffierer. Zu Revisoren Eilenburg. Zahlstellen zu revidieren. Wenn nun auch der Gauverband, zu dem wurden gewählt: Schlick, Pinnow und Holz auf der Haide. In die eine Anzahl Zahlstellen gehörten, gleich dem Gesamtverband eine Arbeitsnachweis Kommission wurden gewählt: Haase, Mathias, Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwede, so könne doch Borbet, Thielmann, Giese, Pflügner und Hamann, § 2 des Vereinsgesezes nicht Anwendung finden, denn der Gau verband fei nicht ein Verein im Sinne des Gesetzes. Ein Verein sei Charlottenburg. Der Wahlverein hielt am 16. d. Mts. seine Die Krankenkassen- Vorstände und Verwaltungsbeamten Berlins eine Vereinigung physischer Personen, hier aber handele ordentliche Generalversammlung ab, in welcher der Vorsitzende Curt und der Vororte hielten gestern, Mittwoch, in Cohns Festsälen eine es sich um eine Veinigung von 3 ahlstellen zu einem Gau und Baate zunächst Bericht über die beiden legten Quartale erstattete. Versammlung ab, um zu den Einigungsvorschlägen, welche die der Gauvorstand sei gleichsam nur ein Untervorstand des 284 Mitglieder ließen sich in dieser Zeit aufnehmen, während 36 Apothekervertreter in der letzten gemeinsamen Sizung mit der Centralvorstandes. Centralkonimission am 1. Oktober gemacht hatten, Stellung zu und betonte, daß auf jeden Fall die Mitglieder des Gau- nügend agitiert worden sei, namentlich seien die in Aussicht ge= Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein ausschieden. In der Diskussion bemängelte Hirsch, daß nicht genehmen. Wie wir bereits seiner Zeit berichteten, sollten nach diefen vorstandes einen Verein bildeten und daß auch dieser Verein nommenen vierzehntägigen Mitgliederversammlungen nicht abge= Borschlägen die Krankenkassen einen Rezepturrabatt von 12 Bros. eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwede. 2 halten worden. Baale erwiderte hierauf, daß die Angelegenheit erhalten und die Handverkaufstage nach der Fröhlichſchen Hand- des Vereinsgefeyes wäre also durch Nichtanwendung vom Vorder- Sabor durchaus nicht angethan war, besondere Bersammlungen und verkaufsliste geregelt werden. Das gelbe Rezeptformular soll unter richter verletzt, selbst wenn man seine Darlegungen über den Agitationen zu unternehmen. Der Vorstand beschäftigte sich verder Bedingung beibehalten werden, daß von der Ueberschrift, welche lautet:„ Diese Verordnung gilt nur für Droguengeschäfte und wird Charakter des Gaues gelten ließe. Der Straffenat des schiedentlich mit dem Fall Sabor und nahm folgende zwei ReApotheken nicht honoriert", der zweite Absatz gänzlich und vom Revision mit folgender Begründung 3rd: Nicht nur der Kammergerichts wies die staatsanwaltschaftliche solutionen an, denen auch die Versammlung zustimmte: 1. Der socialdemokratische Wahlverein für Charlottenburg lehnt ersten Satz das Wort nur gestrichen wird. Im übrigen sollen aber Gauverband, sondern auch der Gauvorstand sei kein Ver- ausdrücklich jede Befassung mit den inneren Angelegenheiten der Vereinbarungen getroffen werden, daß durch diese Veränderung ein. Es handele sich lediglich um eine Verwaltungsorganisation des Charlottenburger Orts- Krankenkasse ab. Es gehört nicht zu seinen den Droguisten nicht die zugestandene Stassenlieferung im größeren Gesamtverbandes und der Gauvorstand fei nur eine Unterbehörde, Aufgaben, irgend welchen Einfluß auf die sich dort abspielenden Maßstabe entzogen werden kann. Dem Bericht über die Verhandlungen zwischen den Apothekern ein Unterorgan des Centralvorstandes, das die Vorgänge zu nehmen, deren Regelung lediglich Sache der Delegierten Agitation betreibe und die Zahlstellen beaufsichtige. dieser Stasse ist. und der Centralkommission, den Dr. C. Freudenberg erstattete, Es ist nicht das erste Mal, daß die Magdeburger Staatsfolgte eine längere Diskussion, in der von allen Rednern die Vor- anwaltschaft versucht hat, Gerichtsurteile herbeizuführen, durch welche fchläge der Apotheker entschieden abgelehnt und von den meisten der Gewerkschaftsbewegung Hindernisse in den Weg gelegt worden für die Aufrechterhaltung der ursprünglichen Forderungen: 20 Proz. wären. Unfres Wissens hat die Magdeburger Staatsanwaltschaft Rezepturrabatt und als alleinige Lieferanten für die freigegebenen aber ihre Absicht nicht verwirklichen können, sie hat vielmehr, ebenso Die Vorstandswahl ergab: Baake erster, Bunge zweiter VorMittel nur die Droguisten zuzulassen, plädiert wurde. Andre Rassen wie in dem vorstehenden Fall, nur Niederlagen geerntet. Man fizender, Wernicke Kaffierer, Gremling Schriftführer, Nieder, Beivertreter gaben der Meinung Ausdruck, daß man den Apotheken nochmals sollte daher meinen, daß erneute Versuche dieser Art nun endlich sizer, Jost, Flemming und Jander Revisoren, Liedtke, Noack und entgegenkommen und den Rezepturrabatt auf 17 Proz. ermäßigen unterbleiben. Gehrice Lokalfommission. Den Kassenbericht des 3. Quartals gab solle, trozdem die Situation für die Kassen eine außerordentlich günstige Wernicke. Die Einnahme betrug 1152.06 M., wovon 768,04 M. ist und auch bei längerer Dauer des Kampfes unzweifelhaft bleiben an die Kreistasse abgeführt sind, so daß am Orte 384,02 m. verwird. Sollte dieses Mal keine Einigung erzielt werden, so würde an eine baldige Beendigung des Kampfes nicht zu denken sein, An dem Streit sind, wie bekannt, eine große Zahl von Frauen wardt wurden. Die Einnahmen der Parteispedition betrugen im hlieben, wovon 251,18 M. zur Deckung der örtlichen Ausgaben verund Mädchen beteiligt, und diese weiblichen Mitstreiterinnen im Berichtsjahr 24 471,34 M. die Ausgaben 24 333,06 M. inklusive wirtschaftlichen Stampf thin in vollstem Maße ihre Pflicht. Man 760 M., welche der Parteitasse zugeführt sind, so daß 138,28 M. sieht sie ihre Thätigkeit als Streifposten ausüben und wacker bei am Orte verblieben. Der Antrag des Centralvorstandes, die Mitder Verteilung von Flugblättern helfen. Ein besonders lebhaftes gliedsbeiträge vom 1. Januar 1903 auf 25 Bf. zu erhöhen, wurde Treiben herrschte in den Straßen Meeranes, als den Streifenden angenommen. Ebenso ein Antrag, wonach Anträge der Wahlvereine die erste Unterstügung ausgezahlt wurde. Die Unterstützungssätze zur Generalversammlung vier Wochen vor derselben gestellt und find gerade nicht hoch, aber die an knappen Verdienst gewöhnten alsdann drei Wochen vorher vom Centralvorstande den einzelnen Tertilarbeiter sind damit zufrieden. Es wird gezahlt: An Wahlvereinen mitgeteilt werden müſſen. organisierte Arbeiter 8 M., an Arbeiterinnen 6 M., an nicht Organisierte 6 bezw. 4 W. Witwen erhalten 1 M. mehr, die Organisierten bekommen für jedes Kind 75 Pfennig, die llnorganisierten 50 Pfennig. zumal von den Kassen noch weitere Maßnahmen geplant sind. Von der Centralkommission lag folgender Antrag vor: „ Die Versammlung stimmt dem zu, daß die Einigungsverhandlungen mit dem Apothekerverein fortgesezt werden, und beauftragt die„ Centralkommnission der Krankenkassen Berlins und der Vororte", folgenden Einigungsvorschlag zu machen: Die Ueberschrift der gelben Rezepte soll fünftig einfach Der Weberstreik in Meerane. 2. Der Ausschluß des Mitgliedes Sabor aus dem Wahlverein ist ausschließlich deshalb erfolgt, weil er die Interessen des Wahlvereins durch die öffentliche Bekundung eines schlimmen Unternehmer- Terrorismus geschädigt hat. 1100 Generalversammlung wurden Baate, Wernicke und Förster gewählt. Als Delegierte für die am 11. November stattfindende Kreis: Die Versammlung wurde hierauf bis zum 23. Oftober vertagt, un den Proteſt Sabors gegen seinen Ausschluß zu erledigen. Einer Aufstellung des Kassierers über den Beruf der dem Chartottenburger Wahlverein angehörenden 781 zahlenden Mitgliedern entnehmen wir folgende Angaben: Politiſch organiſiert find: 153 lauten: „ Diese Verordnung gilt nur für Droguena geschäfte." Gelbe Rezepte, die trotzdem versehentlich in den Apotheken angefertigt werden, sollen den Apothekern honoriert werden und zwar zu den mit den Droguisten vereinbarten Preisen. In Glauchau find neuerdings wieder die Arbeiter einer Es wird aber vertraglich festgelegt, daß von seiten der Fabrik wegen Verweigerung von Streitarbeit für Meerane in den Apotheker auf gelbe Rezepte nicht gefahndet werden darf, und Ausstand getreten, so daß sich die Zahl derjenigen, welche in daß Apotheker, in deren Geschäft nachweislich wiederholt Glauchau aus diesem Grunde streifen, um 80 vermehrt hat. Arbeiter, 135 Maurer, 58 Gastwirte, 53 Tischler, 51 Zimmerer, gegen diefe Bestimmung verstoßen worden, durch SchiedsDie Aluminiumschläger in Fürth haben ihre Forderungen durch- arbeiter, 7 Schmiede, 8 Schuhmacher, 8 Kaufleute, 7 Steinfeger, 38 Maler, 31 Schloffer, 20 Töpfer, 18 Buchdruder, 10( 1) Metallgerichtsbeschluß von der Kassenlieferung ausgeschlossen werden gesetzt. Die Lohnerhöhungen find bewilligt, und die Werkstätten 7 Stellmacher, 7 Brauer, 9 Böttcher, 5 Porzellanarbeiter, 4 Porzellans Lönnen. haben den Betrieb in vollein Umfange wieder aufgenommen. In dreher, 2 Porzellanmaler, 5 Klempner, 2 Tischlermeister, 3 BodenSchwabach dagegen sind die Lohnerhöhungen abgelehnt worden leger, 5 Fensterpuber, 4 Dachdecker, 4 Cigarrenmacher, ebensoviel und die Schläger in den Ausstand getreten. arbeiter, 4 Dreschler, 6 Schneider, 6 Schneidermeister, 5 Dreher, Stimmen die Apotheker dem zu, so soll die Centralkommission erntächtigt sein, die bisherige Forderung eines Rezeptur rabatts bon on 20 Pro welche von den VertragsApotheken bereits bewilligt ist auf 17 Proz. herab Der Glaserstreit in Plauen i. V. ist als beendet anzusehen. 5 Schriftsteller, 2 Doktoren, 4 Schuhmachermeister, 6 Stukateure, zusehen." Ein Teil der Ausständigen hat die Arbeit zu den alten Bedingungen 3 Bildhauer, 3 Glaser, 3 Uhrmacher, 3 Cigarrenhändler, ebensovicl Die Abstimmung war eine namentliche. Bis auf den Absaß, aufgenommen, ein andrer hat einen Teil der Forderungen bewilligt Robrleger, Barbiere, Musiker, Lackierer, Former und Hausdiener. ver den Rezepturrabatt betrifft, wurde der Antrag der Central- erhalten, eine geringe Anzahl ist abgereist. Je 2 Mitglieder sind: Monteure, Händler, Bäcker, Wertführer, tommission einstimmig angenommen. Für den letzten Absaz, also Gegen die organisierten Holzarbeiter geht die Leitung der Möbel- Mechaniker, Droschkentntscher, Milchhändler, Lederarbeiter und für 17 Prozent, erklärten fid) 67 tassen, während fabrik von Kempf u. Geiger in Mühldorf am Jun vor. Sie Tapezierer. Je 1 Mitglied ist Stenograph, Photograph, Stunftstider, 30 Raffen für 20 Prozent ſtimmten und somit der ganze verlangt von allen organisierten Tischlern und Maschinenarbeitern Glasermeister, Gärtner, Buchbinder, Dekonomi, Stereotypeur, BerAntrag der Kommission angenommen ist. Die Versammlung war eine schriftliche Erklärung, daß sie aus der Organisation austreten. walter, Zeitungsspediteur, Goldschmied, Drechslermeister ,, Steinaußerordentlich stark besucht. 21 Arbeiter, die dies Verlangen zurückwiesen, sind entlassen worden. drucker, Schreiber, Arat a. D., Bierfahrer, Kutscher, Kassenbote, Der Betrieb ist gesperrt und Zuzug deshalb fernzuhalten. Apotheker, Steinmez, Anschläger, Kunstmaler, Posamentier, Glasmacher, Feilenhauer. 10 Mitglieder haben keinen Beruf angegeben. Der Streit der Cigarrenmacher in Offenburg( Baden) ist beendet. Die vom Fabrikanten entlassen Arbeiter wurden wieder eingestellt 14. Oktober eine Generalversammlung ab. Nach dem Bericht des Der Wahlverein für Mariendorf und Umgegend hielt am uud sämtliche Streifenden nahmen unter etwas günstigeren BeDie Germania" und die christlichen Streifbrecher. Nachdem wir Vorstandes erfolgten die Neuwahlen, welche folgendes Ergebnis gestern unter Darlegung von feststehenden Thatsachen das schimpf- dingungen am 20. d. M. die Arbeit wieder auf. hatten: 1. Vorsitzender Thiel; 2. Vorsitzender Schmidt; Staffierer liche Verhalten der christlich organisierten Holzarbeiter in der C. Lehmann; Schriftführer Bogen; Revisoren Frank, Lammé und Tischlerei von Zache gekennzeichnet haben, bleibt die„ Germania" Die Perlmutterdrechsler Wiens-etiva 600 stehen seit. Lehmann. Der Kaffenbericht weist eine Einnahme von 178.48. auch heute noch bei der Behauptung, der Kernpunkt des Streits Montag im Streit. Sie fordern geringe Lohnerhöhungen. und eine Ausgabe von 48,13 M. auf; es bleibt ein Kassenbestand sei die beabsichtigte Entfernung der Mitglieder des christ130,35 M. Ter Staffierer wurde entlastet. Der Antrag, die Gemeindevorstände von Tempelhof und Mariendorf aufzufordern, beim Bundesrat für Aufhebung der Biebsperre einzutreten, wurd; angenommen. Ein Antrag, sich mit der Spedition des zweiten Wahlfreises wegen Lieferung des Vorwärts" in Verbindung zu sehen, Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ausland. lichen Verbandes gewesen, Freilich giebt sich die„ Germania" Verkürzung der Arbeitszeit in der Diamanten Industrie Der Allgemeine Niederländische Diamantarbeiter nicht die Mühe, diese Behauptung zu beweisen. Sie kann das Hollands. auch nicht, denn ihre Behauptung ist eine grobe unwahrheit. Verband hat beschlossen, eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit wenn es die von 60 auf 55 Stunden herbeizuführen. Der Hauptvorstand des Germania" schmerzt, „ daß dieser Streit dazu benutzt wird, den christlichen Holz- Verbandes hat diese Forderung bereits samt einer ausführlichen Be- wurde dem Vorstand zur Erledigung überwiesen. arbeiter- Verband und seinen Vorsißenden herabzuseßen", aber diesen gründung der Juveliers- Vereinigung übersandt. In dem Schreiben Schmerz können wir dem christlichen Blatte nicht ersparen, denn wer wird auf die Gutachten der Amsterdamer Professoren der Augenheildie zugesicherte Solidarität so schnöde bricht, um hinter dem Rüden tunde, Gunning und Straub, Bezug genommen, die übereinstimmend seiner Kollegen Sondervorteile herauszuschlagen, wie es die Schüßlinge erklärt haben, daß die gegenwärtig in der Diamantindustrie übliche der„ Germania" gethan haben, der verdient allerdings, daß er dem Arbeitszeit viel zu lang ist und das Sehvermögen veriviiftet. Die Gedies Urteil fahr wird um so größer, da der zu bearbeitende Rohstoff immer Urteil der Deffentlichkeit übergeben wird und tann nicht anders lauten als: Der chriftliche Holzarbeiter- Verband Kleiner und schlechter wird. hat sich in vorliegendem Falle als eine Streitbrecher rondsp Organisation erwiesen. Achtung, Drahtarbeiter. Der Streit bei der Firma Heize in in Lichtenberg dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Be fonders die auswärtigen Kollegen ersuchen wir, das streng zu beachtet. Versammlungen. Go: Letzte Nachrichten und Depefchen. Unterhaus. London, 22. Ottober.( W. T. B.) Gibson Bowles fragi an, welchen Grund Deutschland dafür angegeben habe, daß eine deutsche Truppe im September 1900 einen Teil des Kongostaates mit Gewalt in Besitz genommen habe, den der König der Belgier im Jahre 1904 an England verpachtet hatte, den aber England, indem es von französischer und deutscher Seite erhobenen Einwendungen nachgab, aufgegeben habe. Im Laufe der Sigung kommt es zu einem lebhaften Streit zwischen dem Premierminister Balfour und Campbell Bannerman mit Bezug auf die Forderung der Partei der Iren, daß eine Sizung der Erörterung der Lage Irlands gewidmet werde. Dritter Wahlkreis. Die Generalversammlung des Wahlvereins Borsigende Frizz berichtete, daß im verflossenen Quartal 37 neue Ich habe bereits erklärt, daß die Information, die wir von der fand am Dienstag in Voigts Salon in der Ritterstraße statt. Der Interstaatssekretär des Aeußeren Lord Cranborne erwidert: Deutscher Metallarbeiter- Verband.( Ortsverwaltung Berlin.) Mitglieder aufgenommen wurden. Der Kassenbericht weist einschließlich eines Bestandes vom vorigen Quartal von 387,50 m. deutschen Regierung erhalten haben, keine Erwähnung dieses Zwischenfalls einschließt. Die Grenzabſteckung in dieser Gegend Der Formerstreit bei Grunauer soll nach der Behauptung mehrerer eine Einnahme von 880,90 M. auf; die Ausgaben betrugen wird ohne Zweifel durchgeführt, aber wir haben keinen Grund zu Blätter, besonders der Arbeitgeber- Zeitung", für die Arbeiter ein 380,15 M., so daß ein Bestand von 500,75 M. verbleibt. Für der Annahme, daß Rechte des Kongostaates über das an unser verlorener sein, da sie die Arbeit bedingungslos wieder aufgenommen Agitation wurden 360 M. ausgegeben. Die Generalversammlung Schutzgebiet stoßende Territorium berührt worden sind. hätten. Daß diese Behauptungen den Thatsachen nicht entsprechen, entlastete den Kassierer. Ein Antrag, dem Vorstand 200 W. zur geht aus folgendem hervor: Herr Grinauer sah sich zweimal vers Agitation zu überweisen, wurde einstimmig angenommen. anlaßt, den Formern Zugeständnisse zu machen. Das erste Mal dann hielt Reichstags- Abgeordneter Rosenow einen Vortrag wurden dieselben, weil zu geringfügig, abgelehnt, das zweite Mal über Heimatpolitit, Brotwucher und Arbeiter wurden sie acceptiert. Ob nun die Arbeiter oder der Unternehmer flasse". Der Vortragende nahm in seinen interessanten Ausvon einem Erfolge reden kann, zeigen nachstehende Lohnabmachungen: führungen, die sich hauptsächlich gegen die mit dem Schlagwort Für Regulatorgewichte gab es bis zum Streit pro 100 Stilo 80 Bf., jezt Heimatpolitit" eingeleitete Bollwucher- Politik richteten, auch auf 1,25 M., glatte Gewichte bis zum Streif 80 Pf., jegt 1 M., Rundgiffe, die neuesten Borgänge im Reichstag Bezug. Der Vortrag fand 50 Millimeter Durchmesser, bis zum Streit 2 M., jetzt 3 M., Rundgüsse, lebhaften Beifall. Unter Vereinsangelegenheiten" wurde vom 150 Millimeter Durchmesser, bis zum Streik 1,50 M., jetzt 1,75 M.; Genossen Ligodi der Antrag gestellt, Paul Jahn aus dem Wahlverein Ankerflöte bis zum Streit 2 M., jetzt 2,20 M. Kernmacher arbeiten auszuschließen. Der Antrag rief eine lange Distussion hervor. Als im Lohn und haben eine Zulage zum Stundenlohu erhalten. Nach Grund für den Ausschluß wurde hauptsächlich geltend gemacht, daß Aus Madrid berichtet die Frankfurter Zeitung" vom 22. Oftober: dem jezt die Former wieber eine Woche arbeiten, läßt sich weiter Jahn an die Mitglieder des Vorstandes sowie an die Vertrauens In Valencia legten die Arbeiterinnen einer Seidenfabrik vorgestern sagen, daß die übrigen Arbeiten durchaus angemessen bezahlt sind. männer des Streises Postkarten mit sehr groben Beleidigungen ge die Arbeit nieder, weil die Forderung einer Lohnerhöhung abgelehnt Es ist Thatsache, daß Grunauer selbst erklärte, von den Arbeits- schickt hat. Gegen den sofortigen Ausschluß wurden jedoch ver- wurde, und erzwangen die Schließung aller Seidenfabriken. willigen feinen wieder haben zu wollen. Er sprach auch die Hoffnung schiedene Bedenken laut. Die Generalversammlung wählte schließ- 2000 Weiber durchzogen die Stadt und wurden gewaltsam zerstreut. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Bern. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Hamburg, 22. Offober.( W. T. B.) Während der heutigen Sigung der Bürgerschaft wurde der Vorsitzende Präfident S. Hinrichsen von einem plötzlichen Unwohlfein befallen. Die Sigung wurde sofort abgebrochen. Hinrichsen starb nach wenigen Weinuten infolge Herzschlages. Nr. 248. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 23. Oktober 1902. 200. Sigung. Mittwoch, den 22. Oktober 1902, mittags 12 Uhr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. und 4 M.) Der Antrag Frhr. v. Wangenheim und Genossen( B. d. 2.), wonach für Gerste und Hafer Minimalzölle von 7,50 Mark eingefegt wonach für Gerste und Hafer Minimalzölle von 7,50 Mark eingefegt werden sollten, ist zurüdgezogen worden. Die bestehenden Vertragssäge betragen für Gerste 2 M., für Hafer 2,80 M.( bestehende autonome Säge: 2,25 m. Die Regierungsvorlage enthält im allgemeinen Tarif für Gerste einen Zoll von 4 M., für Hafer einen solchen von 6 M. Die Kommissionsvorschläge zum allgemeinen Tarif Betragen für beide Getreide- Arten 7 M. Abgg. Albrecht und Gen.( Soc.) beantragen für Gerste und Hafer Zollfreiheit. nennt. einem Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): würde. Die Landwirte pflegen sich ja mit Stolz des größeren und zuvorkommend gegen uns gewefen. In der Form gewiß, in Wertes des aus der Landwirtschaft hervorgehenden Retruten der Sache aber wird der Reichstag in der That herabgefeßt, wenn materials zu rühmen. Diese Herren hätten doch, falls über- ihm nicht ein gleiches Maß von Einfluß auf die Gestaltung des haupt die von ihnen angeführten Ziffern über die Rekrutenaus- Tarifs zugebilligt wird wie den Regierungen. Der Herr Reichshebungen ohne weiteres in ihrem Sinne zu verwerten sind, kanzler meinte, daß der Regierung das entscheidende Wort in der sehr wenig Grund folchen Stolz. Handelspolitik gebühre. Nim, wir haben ja gesehen, daß beim Vor dem Size des Präsidenten ist ein großer Blumen- Sie zivingen selbst die städtische Bevölkerung zu chronischer Unter- öftreichischen Handelsvertrag die deutsche Landwirtschaft geopfert worden ftrauß von gelben Aftern und Chrysanthemen aufgestellt. ernährung, und nachher thun Sie stolz mit dem Hinweis darauf, ist, um Oestreich zu einer stärkeren Ausgestaltung seiner Wehrkraft Präsident Graf Ballestrem: Ich eröffne die 200. Sigung in daß die städtische Bevölkerung gegenüber der ländlichen körperlich zu verhelfen. Bismard hat davor gewarnt, politische Fragen mit diefer Seffion. Die Herren Schriftführer haben den Präsidialfis minderwertig sei. wirtschaftlichen Fragen zu verquicken. Aus des Grafen Bülow langer mit herrlichen Blumen geschmückt, die trotz des Spätherbstes noch Die Verteuerung der Schweinezucht trifft den kleinen Viehzüchter Rede tlang uns aber doch eine Hinneigung zu den Caprivischen gediehen sind. Ich hoffe, daß das eine gute Vorbedeutung ist ganz besonders schwer Die Schweinezucht bedeutet gegenüber der Gedanken hervor. Auch ist er gesonnen, wirtschaftliche Konzeffionen ( Heiterkeit) dafür, daß auch der Spätherbst unsrer Session noch Ziegenzucht, einen primitivsten Viehwirtschaft, großen zu gewähren, um politische Freundschaften zu erkaufen. Daß er fulturellen Fortschritt. schöne Blumen und segensreiche Früchte der Gesetzgebung zeitige. Sie Spartasse des fleinen Mannes bezeichnet. Diesen Interessen dazu ist er ein viel zu aufrichtiger Freund der Landwirtschaft. Das Man hat das Schwein mit Recht als ganz in die Caprivischen Bahnen geraten wird, glaube ich nicht, ( Heiterkeit und Beifall.) Die zweite Lefung des Zolltarif- Gesches wird fortgesetzt gegenüber fönnen die Interessen der süddeutschen Gerstenbauern, erkenne ich an. Aber haben wir denn die Sicherheit, daß uns Graf bei§ 1 Abs. 2 Minimalzölle für Gerste und Hafer die einen höheren Gerstenzoll fordern, allein nicht maßgebend sein. Bülow noch längere Zeit als Reichskanzler erhalten bleibt? Wir in Verbindung mit den Positionen 3( Gerste) und 4( Hafer) des Vor einer weiteren Erhöhung des Gerstenzolles über die Regierungs- müssen deshalb dafür sorgen, daß wir durch den Tarif wenigstens vorlage hinaus hat vor einigen Tagen ja sogar der bayrische Finanz- das zurückerhalten, was Caprivi uns genommen hat. Die Regierungs allgemeinen Tarifs. Die Regierungsvorlage enthielt für Gerste einen minister v. Riedel gewarnt. Der oberste Leiter des Münchener Hof- vorlage giebt uns das nicht.( Bravo! rechts.) Minimalzoll von 3 Mart, für Hafer einen solchen von 5 Mark. bräuhauses( Heiterkeit) ist vom Standpunkt der Brauereien für eine Die Kommisson hat für beide Getreide- Arten Minimalzölle Basis ausgeht, daß 100 stilogramm Gerste 75 Kilogramm Malz Ermäßigung des Gerstenzolles eingetreten. Wenn man von der bon 5,50 Mark eingesetzt. Für den Abgeordneten Dr. Heim galt bisher immer der Spruch: Abg. Dr. Heim( C.) beantragt für Gerste und Hafer Minimal- geben und 22,5 Kilogramm Malz 1 Hektoliter Bier, so ergiebt die Hannemann, geh' Du voran, Du hast die größten Stiefel an." säge von 6 Mart. Kommissionserhöhung des Gerstenzolls bei einer Bierproduktion von( peiterkeit.) In seiner legten Rede aber ist er aufgetreten auf dem 70 Millionen Hektoliter eine Belastung von 126 Millionen Mart. einen Fuß den Wasserstiefel, auf dem andern den Wadelstrumpf( HeiterDiese Belastung werden natürlich die deutschen Brauereien nicht so teit), auf der einen Seite Hart und auf der andern weich gejotten. ohne weiteres auf sich nehmen tönnen. Eine Abwälzung auf die( Seiterkeit.) Jedenfalls ist Dr. Heim als Erzieher zur Mäßigung eine Konkurrenten ist aber nicht leicht angängig, weil die Bierpreise in ganz neue Erscheinung.( Große Heiterfeit.) Leider hat er diese lehr vielen Gegenden durchaus traditionell sind. Also würden wahr- Mäßigung bei seinem Antrag auf einen Gerstenzoll vou 6 M. nicht scheinlich zunächst die Gastwirte, deren Unkosten ohnehin von Jahr zu an den Tag gelegt. Er hat ja gegen den Bund der Landwirte was ein erfreuliches Zeichen eines steigenden Kultur- dabei vom Leder gezogen. Ich meine aber: ein bissel Brot Jahr wachsen staates ist- einen Teil dieser Belastung auf sich nehmen müssen. neid und Angst war immer dabei.( Große Heiterkeit.) Erhöhte Bierpreise würden das Volk zu einem Der Bund der Landwirte muß dem Abg. Heim viel zu schaffen vermehrten Schnapskonsum zwingen. Das könnte machen.( Dr. Heim: Nein, gar nicht!) Negen Sie sich nur nicht ( Heiterkeit. freilich den Kollegen der Herren von der Rechten außerhalb des auf, Herr Kollege. Der Vicepräsident Graf vont Hauses nur angenehm sein. Es ist mehr als eine agitatorische Stolber bittet wiederholt um Ruhe und um Einstellung dieses Phrase, wenn man Junker und Schnaps fortwährend zusammen Zwiegesprächs.) Abg. Dr. Südekum( Soc.): Warum waren Sie denn so fein still Ihrem Fraktions Nach der gestrigen Abstimmung hätte man erwarten Die ungeheure Belastung der Brauereien würde zweifellos zum to Ilegen Herold gegenüber? Sie haben nur deshalb so sollen, daß die Regierung den Reichstag auflösen oder den Ruin der kleinen und mittleren Brauereien, soweit scharf gegen den Bund und gegen die Nationalliberalen polemisiert, Tarif zurüdziehen würde, sie hat aber keins von beiden gethan. Die sie nicht auf den engsten lokalen Absatz gestellt sind, führen. Aus- um die Abfuhr zu mastieren, die Sie von Ihrem Fraktionskollegen Größe ihrer Niederlage scheint ihr nicht einmal zum Bewußtsein ländische Gerste ist für die Brauereien absolut notwendig. Sie muß erlitten haben. Der Saz des Herrn Herold, daß alle Ans gekommen zu sein. Besondere Bedeutung scheint der Reichskanzler eingeführt werden, ganz abgesehen von der Höhe des Bolles. Ein träge, die über die Höhe der Kommissionsbeschlüsse hinauss der gestrigen Abstimmung überhaupt nicht beigelegt zu haben- Gerstenzoll bedeutet also feinen Schußzoll, sondern einen Finanzzoll, gingen, lediglich zu Demonstrations- und Agitationszwecken feine Gemahlin war ja nicht einmal in der Diplomatenloge. der identisch ist mit der indirekten Besteuerung eines absolut not- gestellt würden, war auf Sie gemünzt, Herr Kollege Heim. ( Heiterkeit.) Nach seiner gestern entwickelten Logik hält wendigen Konsumartikels, des Vieres. Wenn man einmal den( Große Heiterkeit. Abg. Dr. Heim: Daraus mache ich mir gar der Herr Reichskanzler vielleicht seine Niederlage für einen Großbauern ans Portemonnaie will, so sollte man doch lieber eine nichts!) Es giebt eben sehr abgebrühte Menschen.( Lärm im Erfolg, indem er sich sagt, ich bekomme von rechts Reichs Vermögenssteuer einführen. Das wäre einfacher, Centrum. Heiterkeit.) Herr Dr. Heim hat seinen Antrag nur ge eine Badpfeife und von links eine Backpfeife, folglich habe praktischer und gerechter. stellt, weil am 27. Oftober die Generalversammlung des ich gar keine bekommen, sondern die mittlere Linie eingehalten. Es kommt aber auch die zollpolitische Seite dieser Frage in Bayrischen Bauernbundes ist. Nur um dort etwas ( Große Heiterfeit.) Am bequemsten ist die Situation für die Betracht. Wenn schon der Abschluß von Handelsverträgen durch die bieten zu können, ist er seiner eigenen Partei in den Journalisten. Sie können all die alten Artikel, welche sie früher Einführung von Minimalzöllen überhaupt erschwert wird, so gilt üden gefallen.( Bravo! links.) Soll denn nun der Tanz über die Politik des Fortwurstelns von seiten des Grafen Taaffe in das ganz besonders durch eine Bindung des Gerstenzolls. Die Ein- um den Marmorblock, der allmählich eine Reproduktion Destreich geschrieben haben, jest wieder hervorholen, und brauchen fuhr von Futtermitteln, insbesondere aus Rumänien, Deftreich und des goldenen Kalbes geworden ist( Seiterkeit), auch jest nur anstatt Taaffe Bülow zu setzen. Uns kann es ja recht sein. Rußland ist durchaus notwendig. Beziehen wir aus diesen Staaten noch weitergehen? Wenn der Reichskanzler auch mit ims Wir werden unentwegt weiter mitarbeiten im Interesse des Bolts- teine Futtergerste, so müssen wir ganz einfach amerikanischen tein Mitleid hat, so sollte er doch mit den armen Geheim wohls und der Förderung dieser Verhandlungen. Der Gerstens Mais einführen.( Sehr richtig! lints.) Das geschieht auf Stoften räten Mitleid haben und mit den Bundesratsmitgliedern.( Ruf im zoll, wie ihn die Kommission gestaltet hat, ist erst nach besonders von Rußland, dessen Kauffraft in demselben Maße Centrum: Kriegen ja Diäten! Große Heiterfeit.) Die Sache soll Langen Verhandlungen auf diese Höhe gebracht worden vermindert wird, wie wir die Futterzölle erhöhen. Die Abfay- aber weitergehen.( Nuf links: Wird schon schief gehen! Heiterfeit.) und sicher hat dabei ein großer Teil der Herren das Opfer der fähigkeit der Amerikaner an Weizen und Mais ist aber nicht Jest beginnt aber erst die eigentliche Sisyphusarbeit, die technische Ueberzeugung gebracht. Die Gemeinfchädlichkeit eines so von der Höhe der Bölle abhängig. Die Amerikaner, die uns Kleinarbeit. Darüber wird der Reichstag ganz versumpfen, an ein hohen, wie überhaupt eines hohen, vielleicht sogar eines Gerstenzolls gegenüber alle möglichen Kompensationsmittel in der Hand haben, beschlußfähiges Haus ist nicht zu denken. Der Reichstanzler überhaupt, läßt sich ganz flar nachweisen. Deutschland verbrauchen unter teinen Umständen ängstlich zu sein sollte doch dem grausamen Spiel ein Ende machen, Er ist freilich braucht 40 Millionen Doppelcentner Gerste, davon 23 Millionen für für ihren Abjaz. Wir aber würden durch eine Erfchwerung schon wieder in den Wolken des Olymps verschwunden. Futterzwecke, 17 Millionen für 8vede der Brauereien. Dem gegen der russischen Einfuhr in eine totale passive Handelsbilanz mit( Heiterfeit.) Graf Posadowsky muß muun alles ausbaden. Herr über steht eine einheimische Produktion von 28 Millionen Doppel- Amerita hincingeraten; wir würden zu einer direkten Verschiffung v. Podbielsti wird sich gewiß durch allzuviel centner, alfo 12 Millionen müssen unter allen Umständen von deutschem Gelde nach Amerika in ganz erheblich größerem Maße Arbeit nicht vor den Bauch stoßen lassen.( Große eingeführt werden, d. h. 40 Proz., während bei Weizen nur 38 Broz. als heute schon gezwungen sein. Denn bei der hochentwickelten Seiterkeit.) Für die Mehrheit ist die einzige Frage jezt die: Ach eingeführt werden müssen. Wenn die Brauereien allein aus- amerikanischen Industrie könnten wir nicht entfernt so viel Industrie- wie wird's möglich dann, daß ich schon umfallen kann. Das gilt schließlich deutsche Gerste verwenden würden, so müßte doch produkte nach Amerika liefern, um die vermehrte Getreide- Einfuhr besonders für die Herren in der Mitte.( Widerspruch im Centrum.) nach wie bor für Futterzwede Gerste eingeführt werden. dadurch zu fompensieren. Ganz anders liegt die Sache mit Ruß- Der deus ex machina, der rettend auftreten wird, kann doch nur Die Anbaufläche für Gerste hat sich in Deutschland nicht land. Rußland ist schon geographisch das natürliche agrarische Herr Herold sein. Er hat sich zwar verschworen, nicht umzufallen. vermindert, sondern ist von 1893 bis 1900 um 75.000 ettar Hinterland für das mehr industrielle Deutschland. Man macht den( Abg. v. Vollmar: Das macht ja nichts! Große Heiterkeit.) Wenn gestiegen. Die Zollerhöhung für Gerste fällt in allererster Borteil diefer natürlichen Situation illusorisch, indem man künstliche das wahr ist, brauchen Sie( zum Centrum) ja keine lange Reden Linie mit voller Wucht auf die Viehzüchter, diese haben ein eminentes Bollschranken zwischen Deutschland und Rußland errichtet. mehr zu halten.( Abg. Gerstenberger[ E.]: Sie auch nicht! HeiterInteresse daran, daß die Futtermittel ihnen nicht berteuert werden. Für Amerika giebt es nur einen agrarischen Konkurrenten: Rußland. feit.) Wir werden jede Position eingehend, sachlich und gründ 30 ( Abg. Gerstenberger: wvie Sie Die eigne Statistit der Landwirtschaft hat erwiesen, daß die Durch Jemehr wir die russische Agrarpolitit begünstigen, einen um so lich prüfen. das jetzt schnittseinnahmen der deutschen Landwirtschaft aus Vieh ganz be- fichereren Absatz schaffen wir der deutschen Industrie. Nur auf thun! Große Heiterfeit.) Jetzt lomme ich auch dazu.( Heiterkeit.) trächtlich höher find als aus dem Störnerbau, fie betragen 60 Broz. diese Weise tönnen wir den Amerikanern ihre Zollchikanen ab- Auf die Verfassungsfrage, ob nicht die Bindung der Bölle gegen den resp. 26 Broz. Für die fleinen Bauern fteigert sich gewöhnen. Jede Einfuhr von Rußland trifft direkt die amerikanische§ 11 verstößt, will ich nicht eingehen. Graf Bosadowsky fagte in dieser Prozentjat natürlich noch ganz bedeutend. Nun sagt die Be- Weizen- und Maisausfuhr. der Kommission, dann verstoßen auch die Magimalsäge gegen die gründung der Vorlage: Die Viehhaltung hat an Mentabilität in Aus allen diesen Gründen ist es sowohl vom Standpunkt der Verfaffing. Theoretisch mag das richtig sein, aber praktisch kommen Deutschland noch nicht eingebüßt. Das ist richtig, fie wird aber an Biehhaltung, wie der Jndustrie, wie der gesamten volkswirtschaftlichen die Magimalsäge beim Abschluß von Handelsverträgen nicht in Frage. Rentabilität einbüßen, wenn wir einen solchen Gerstenzoll hier an- Interessen durchaus angebracht, nicht nur die hohen Zollfäße der Was nun die Frage des Gerstenzolls anlangt, so möchte man beim nehmen. Der Ruin der deutschen Viehhaltung wäre dann unaus- Kommissionsvorlage für Gerfte abzulehnen, sondern überhaupt auf Anhören der Reden hier glauben, wir seien im preußischen Abin Bayern nur Gerstens bleiblich. In den Jahren 1871-1897 stieg die Stückzahl des Viehes einen Gerstenzoll zu verzichten, wie meine Partei es beantragt hat. geordnetenhause und als gäbe es bauern. pro Quadratkilometer bei den Rindern von 29 auf 84, bei den( Lebhafter Veifall bei den Socialdemokraten.) Das ist aber keineswegs der Fall, auch kommen anderswo als Schweinen von 18 auf 26; und diese Entwicklung ist seit 1897 nicht in Bayern auch auch große Brau- Industrien in Betracht. Die Einfuhr von Gerste in erheblichem Maße ist in stillgestanden, sondern nur noch rapider geworden. Was die Verteilung des Vichſtandes auf die verschiedenen Der Vorredner hat ein wertvolles Zugeständnis gemacht, das Deutschland eine Notwendigkeit. Der Preis ist verschieden, er ist Größentlassen des landwirtschaftlichen Betriebes anlangt, so ent vir bisher aus socialdemokratischem Munde noch nicht gehört haben. aber nicht niedrig. Für gute Braugerste find sehr hohe Preise be fallen auf die Betriebe bis 20 Heftar 10% Millionen Stück Rind- Während die Socialdemokraten sonst immer die ländlichen Arbeiter zahlt worden. Der bayrische Vertreter in der Kommission hatte mit bieh und 10 Millionen Schweine, auf die Betriebe über 20 hektar mur als die elendesten der Welt darstellen, denen es viel schlechter gehe der Erklärung recht: Gute Gerste wird inumer Abfaz finden, schlechte 6%, Mill. Stück Rindvich. Der Schwerpunkt der Rindvieh als den städtischen, gab der Vorredner zu, daß die ländlichen Arbeiter Gerste wird auch bei hohen Zöllen schlecht zu verkaufen sein. Die und Schweine zucht liegt bei dem kleinen und mittleren doch nicht so viel schlechter sein können, indem er andeutete, daß Brauer find nicht chifanös gegen die deutschen Gerstenbauern, Bejiz unter 20 Hektar, obwohl der gesamte Grund und Boden es richtig sei, daß die ländlichen Bezirke viel mehr Militär sondern sie brauchen eben noch ausländische Gerste. Die Behauptung, daß wie dieser Besikgruppe um 3 Millionen Hettar Heiner ist als der stellen die städtischen.( Abgeordneter Singer ruft: die deutsche Gerste unverkäuflich sei, wird von Fachleuten der Brauindustrie hat Gesamtbesitz der Gruppe über 20 Heffar. Jene Gruppe umfaßt Er nur gesagt, bas gefagt, daß fie behaupten!) wie dem Kollegen Nösicke bestritten. Es wird da am meisten geflagt, 14,8 Millionen hektar, diese aber 17,7 Millionen Hettar. In der Schon in den 48er Jahren wurde die Frage nach dem Wert der Land- wo am wenigsten Grund dazu vorhanden ist. Ich habe hier ein Begründung der Vorlage heißt es, für die weitere Entwicklung der wirtschaft erörtert. Damals meinte ein Vertreter der westfälischen In- amtliches Schriftstid aus einer der reichsten Gerstengegenden. Viehhaltung bedürfe die Landwirtschaft vor allem der dustrie, ähnlich wie jetzt die Socialdemokraten, wir brauchten über- Der Amtsvorsteher jammert da über die allzugroße Sicherung des Absages. Dieser sinde fich ja zunächst haupt keine Landwirtschaft. Darauf erwiderte ein Mitglied der Rechten, Vergnügungssucht der Gerstenbauern. Es heißt darin, noch auf dem inländischen Markt, aber e3 sei der sog. Reaktion, sehr derb: Ar brauchen die Landwirtschaft schon man müsse auf den Gedanken kommen, daß das ganze Jahr zweifelhaft, ob das auch in Zukunft so bleibe. deshalb, damit wir nicht beim Ersatz für die Armee bloß auf das Sarneval fei.( hört! hört! bei den Freisinnigen und SocialDas ist falsch. Die Viehzüchter bedürfen vor allen Dingen billiger ffrophulöse Gesindel aus der Großstadt und den Induſtriebezirken demokraten.) In einem agrarischen Blatte wird selbst zu Rohprodukte.( Sehr richtig! links.) Die Aufnahmefähigkeit der angewiefen find.( Sehr richtig! rechts. Unruhe lints.) Heute wäre gegeben, daß häufig deutsche Gerste sich nicht für die Brauerei eignet. Das Blatt fordert die Gerstens Bevölkerung für Fleisch ist theoretisch vollkommen unbegrenzt; das noch ebenso. auf, mehr Sorgfalt Herr Südesim fagte, der Boll auf Gerste müsse beseitigt bauern auf ben Gerstenbau praktisch ist sie nur begrenzt durch den Geldbeutel. Wir brauchen Wenn sich die Bauern nicht ar machten, was billige Futtermittel, billiges Vieh, billiges Fleisch und damit einen werden, weil wir die Gersteneinfuhr brauchten. So machen es die legen. praktisch unbegrenzten Abfaz an Fleisch. An billigen Futtermitteln Herren immer: Wird ein Artifel eingeführt, fo fagen sie, wir für Eigenschaften gute Brangerste haben muß, so werden sie sich sind besonders jene Viehzüchter interessiert, die nur für den eignen brauchen feine Zölle; ist keine Einfuhr da, so sagen sie: da brauchen nicht wundern dürfen, daß der Abfaz schlecht bleibt. Daran würde Haushalt züchten, die schweinezüchtenden Handwerker, Arbeiter, wir doch keinen Boll!( Heiterfeit und Sehr gut! rechts.) Herr Sübelum aber auch der Zolltarif nichts ändern.( hört! hört! links.) Das fleinen Beamten uſtv. Diese ganze Verteuerungspolitit trifft un sprach von Rücksichten auf Destreich und Amerika. Wenn Sie aber den Hofbräuhaus in München bezieht ausländische Gerste ind sein Etat zweifelhaft in legter Linie die Konsumenten und vor allen Dingen Freihandel auf allen Gebieten etablieren, dann fällt doch für andre wird trotzdem von den Herren, die hier die ausländische Gerste verbie städtische proletarische Bevölkerung. Die Mehrheit der deutschen Staaten jede Neigung fort, mit uns Handelsverträge abzuschließen. banen wollen, bewilligt. In diesem Jahre soll sogar noch mehr Bevölkerung wohnt schon jetzt in Städten oder lebt unter( Sehr richtig! rechts.) Herr Südelum meint, die Ostelbier hätten Gerste vom Auslande bezogen worden sein als in den früheren städtischen Bedingungen. Der gesamte jährliche Geburtsüberschuß wenig Interesse am Hafer- und Gerstenzoll, da hat er recht. Es ist Jahren. Vielleicht beantwortet mir diese Frage der bayrische Bundestommmt den Städten zu gute. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber nicht die Furcht von der süddeutschen Agrardemagogie, die Bevollmächtigte. Unter einer Erhöhung des Gerstenzolles leiden nicht ergeben, daß die traditionelle Ernährung der wohlhabenden städtischen uns veranlaßt, für diefe Zölle einzutreten, sondern das am meisten die Großbrauer, sondern gerade die kleinen und mittleren Bevölkerung durchaus den physiologischen Anforderungen genügt. Gefühl der Solidarität der gesamten deutschen Landwirtschaft.( Sehr Brauereibesizer. Den Vorteil von der Erhöhung des Gerstenzolles und der damit Ganz anders steht es mit der Ernährung des städtischen Proletariats. richtig! rechts). Ebenso wie die Herren aus dem Süden für unsern Auch diese Voltstlasse hat das physiologisch durchaus gerechtfertigte Roggenzoll stimmen, stimmen wir für ihren Gerstenzoll.( Heiterkeit verfchlechterten Bierproduktion hat nur das Ausland.( Sehr richtig! Bestreben, eine Wandlung in ihrer Ernährungsweise vorzunehmen, links.) Herr Sübelum hat wieder Branntwein und Junker in Zu links.) Italien und Belgien werden die Erhöhung unfres Gerstenmehr Fleisch zu verzehren, die Pflanzenfette durchy Tierfette zu erfeßen, fammenhang gebracht. Wir aber haben allen Erhöhungen der solles mit der Erhöhung der Bierzölle erwidern.- Die Belastung Weizenbrot an Stelle des schwer verdaulichen Schwarzbrotes zu feßen Brennsteuer zugestimmt, obwohl die Brenner dadurch schiver ge- bes Boltes bei 2 Bf. Erhöhung des Bierpreises beträgt 138 Millionen und einen stärkeren Zuderkonsum in die Ernährung einzufügen. schädigt wurden. Die Herren von der Socialdemokratie sind immer Mark bei einem Bierkonsum von 69,9 Millionen Hektoliter. Uebrigens Aus einer Statistik des Herrn Diefer Uebergang fann aber nicht in dem gewünschten Maße voll- für die möglichste Verbilligung des Branntweins eingetreten. Meine trinkt doch auch der Bauer Vier. zogen werden, weil die Lohnverhältnisse es nicht er politischen Freunde werden auch beim Gerstenzoll geschloffen für die Finanzminifters v. Niebel geht hervor, daß die bayrischen Bauern lauben. Es bleibt ein Zustand der Unterernährung in der Kommiffionsbefchlüffe eintreten. Der Herr Reichskanzler bestritt, daß bei 2 Pf. Erhöhung mit 15 Millionen Mart pro Jahr bes Der Vorteil der bayrischen Landwirtschaft aber städtischen Bevölkerung bestehen, den die Berteuerung des Getreides in der von ihm gefchaffenen Situation Friß Bogel oder stirb" eine lastet werden. und des Fleisches zweifellos zu einer dauernden Erscheinung machen Rücksichtslosigkeit gegen den Reichstag liege. Er sei immer höflich aus der Erhöhung des Gerstenzolles beträgt demgegenüber Abg. v. Kardorff( Rp.): au ur 13,5 Millionen, die Bauern müssen also noch 1,5 Millionen zu Das deutsche Brauereigewerbe ist auf die Einfuhr ausländischer| losigkeit hervorheben, seiner Zeit nicht gegen die Erhöhung ahlen.( Hört! hört! links.) Unter diesen Umständen begreife ich Gerste angewiesen. Mährische Gerste ist früher und zu einem des Bierzolles aufgetreten? nicht, wie der bierfachverständigste Minister( Heiterkeit) für eine Er größeren Prozentsaz keimfähig wie deutsche Gerste. Darin liegt ja Die Gerste ist heute geradezu unverkäuflich. Die Brauereien höhung des Gerstenzolls eintreten kann. Zu alle dem komunt, daß der Vorteil des Großbetriebes, daß er seine Rohprodukte aus jenen werden mit dem Angebot von Gerste bestürmt. In derselben Zeit die Gerste auch zum Viehfutter gebraucht wird. Gute und billige Ländern beziehen kann, aus denen der Bezug besonders vorteilhaft aber, als wir riesige Massen von Inlandsgerſte unverkäuflich in den Gerste macht gutes und billiges Vieh, daher müssen wir für die ist. Jede Zollerhöhung, jede Erschwerung der Einfuhr Speichern liegen hatten, wurden aus Destreich 1 110 000 DoppelEinfuhr guter und billiger Gerste sorgen. Daß eine Unterscheidung verschlechtert auf das äußerste die Situation der centner österreichischer Gerste eingeführt.( hört! hört! rechts und zwischen Brangerſte und Futtergerste zolltechnisch unmöglich ist, ist leinen und mittleren Brauereien gegenüber den im Centrum.) in der Kommission nachgewiesen worden, daher muß eben alle Gerste Großbrauereien.( Hört, hört! links.) Wenn ich hier Geschäfte Was die Futtergerste anlangt, so erkenne ich gern an, billig eingeführt werden. In der That haben sich auch machen wollte, müßte ich für einen Zoll von 5,50 M. und womög- daß man in Norddeutschland Futtergerste einführen viele landwirtschaftliche Kreise dafür ausgesprochen, daß der lich 7 M. stimmen( hört! hört! links); denn dann würde ich mir muß. Meine politischen Freunde sind auch gern bereit, die Zoll auf Futtergerſte in der bisherigen Höhe belassen werden möge. für mein Gewerbe ein Monopol schaffen, wie ich es gar nicht besser Futtergerste aus dem Minimaltarif heraus( Hört, hört! links.) wünschen könnte. Für den Durchschnitt der deutschen Brauereien zubringen.( Zuruf bei den Socialdemokraten: Weil es un= Ein Abschluß von Handelsverträgen mit Destreich- Ungarn und beträgt heute der Gewinn pro Hektoliter 1,50 M.; bei An möglich ist!) Nein, wir halten das nicht für unmöglich, wir Rußland wäre bei derart erhöhtem Gerstenzoll, wie ihn die Kom- nahme des Kommissionssages würde diefer Gewinn auf glauben, daß in der dritten Lesung die verbündeten Regierungen bei mission will, absolut unmöglich. Wir stimmen gegen jede Erhöhung 35 Pf. reducirt werden. Das kommt doch ungefähr einer der hochentwickelten Chemie und dergleichen( Stürmische Heiterkeit) der Gerstenzölle im Jnteresse der deutschen Landwirtschaft, vor allem Expropriation der Betriebe gleich! Für Bayern ist die beabsichtigte einen Weg finden werden, um es zu ermöglichen. Es sind schon Vorder deutschen Viehzucht. Dieser kann nicht durch Zölle, sondern Schädigung des Brauereibetriebes besonders bedenklich; dort bildet schläge gemacht worden, um mit Stechhebern usw. die Futter- von lediglich durch Verbilligung der Produktionsmittel geholfen werden. die Brausteuer eine Haupteinnahmequelle des Staates, und diese der Braugerste zu unterscheiden. Für uns in Bayern ist ( Bravo! links.) Steuerquelle will man nun auf das höchste gefährden. Hohe Zölle, dies eine Frage von der größten Wichtigkeit.( Sehr richtig! im hohe Produktionssteuer sind geeignet, den Großbetrieb zu fördern. Centrum.) Nicht nur sämtliche Abgeordnete von Bayern, sondern Nur der Großbetrieb ist im stande, sich mit dieser hohen die große Mehrheit, vielleicht die Gesamtheit meiner Partei wird Belastung abzufinden. Die kleinen und mittleren Brauereien nicht einem Zolltarif zustimmen, welcher nur einen Zoll von 3 M. aber speciell in Bayern würden bei einer Erhöhung der Gersten- für die bayrische Gerste enthält.( Buruf links: Wie viel denn? zölle der Konkurrenz der Großbetriebe rettungslos erliegen. Der Heiterkeit.) Da müssen Sie die Herren fragen, wir haben noch keine wirtschaftliche Nachteil, den zahlreiche kleine Brauer von einer Er- Fraftionssigung darüber gehabt.( Stürmische Heiterkeit.) Bei einem höhung der Gerstenzölle haben, steht in gar keinem Verhältnis zu so niedrigen Zoll würden wir in Bayern die Vorlage scheitern dem Vorteil der Landwirtschaft. Die Mehrbelastung von etwa lassen müssen, wenn wir nicht Verräter an unsrem bayrischen Land1500 bis 1600 Mark, von der ein kleiner Brauer betroffen würde, volk werden wollen.( Lebhafter Beifall im Centrum. Große Unruhe würde sich als Gewinn auf etwa 20 Bauern verteilen. links.) Wir werden den Schußzoll- Bestrebungen der Rechten energisch Abg. Gothein( frs. Bgg., Abg. Dr. Hieber( natl.): Bayrischer Ministerialdirektor v. Geiger: tritt ja Jawohl, jeder sucht sein Schäfchen ins Trockene zu bringen.( Lebhafte Sem Gerstenzoll nichts andres gemeinsam als höchstens den ersten Rufe links: Sehr wahr! Sehr richtig!- Sie auch!) Ich habe mit Teil meines Namens.( Rufe: Au! Au! Große Heiterkeit.) Im Interesse der kleinen und mittleren Bauern im Süden bitte ich Sie, für die Erhöhung des Gersten- und Haferzolles, wie ihn die Regierungsvorlage vorsieht, zu stimmen. Der Umsay von Safer und Gerste in Württemberg ist in dem letzten Jahrzehnt zurückgegangen. Württemberg exportiert auch Hafer nach der Schweiz im Werte von über 1 Million Mark. 45 Prozent der Bevölkerung in Württemberg ernähren sich von der Landwirtschaft. Herr Hausmann fragte: Was verkaufen denn die Bauern? Ich möchte ihn dagegen fragen: Wovon sollen denn diese Bauern ihre Steuern 2c. bezahlen, wenn nicht aus dem Bar- Erlös ihres Getreides? Eine mäßige Erhöhung des Gersten- und Haferzolls ist also von eminenter Be- entgegentreten. Damit treiben wir konservative Politik im besten von der Rechten und dem Centrum mit großer Unruhe und Zurufen deutung für die Lebensfähigkeit der kleinen württembergischen Sinne des Wortes: wir stehen auf dem Boden der bisherigen empfangen): Wenn die Herren aus Bayern den 3 Mark- Zoll scheitern Bauern. Herr v. Bischeck hat durchaus gemäß den Intentionen Handelsverträge. Wir werden nur vor der lebermacht schrittweise lassen wollen so würde der gegenwärtige autonome Zoll von 2,25 M. der württembergischen Landwirtschaft und gemäß dem Beschlusse des zurückweichen und uns weder durch die Ratschläge von der einen bestehen bleiben. Ich kann also die Herren nur bitten, den Worten württembergischen Landtags vom 1. Februar 1901 gehandelt, als er hier noch die Angriffe von der andern Seite von dem Wege abbringen des Vorredners Folge zu geben. Mit einer solchen Ungeniertheit im Reichstag für eine angemessene Erhöhung des Gerstenzolls eintrat. lassen, den wir im Interesse des Allgemeinwohles für nötig halten! wie von dem Vorredner ist die Interessenpolitik wohl selten von Auch Mitglieder der süddeutschen Volkspartei haben im württem-( Lebhafter Beifall links.) der Tribüne eines Parlaments empfohlen worden.( Lebhafte Bubergischen Landtage anerkannt, daß die Getreidezoll- Erhöhung auch ftimung linfs. Stürmische, langanhaltende Unruhe rechts und im den mittleren und kleineren Landwirten zu gute komme. Von Abg. Gerstenberger( C.): Centrum, lebhafte und sich immer wiederholende Rufe: O, ol diesem Standpunkt aus traten wir für eine Erhöhung der GetreideEs war interessant, daß der Direktor einer der größten wegung gehen die folgenden Worte des Redners verloren.) Der Vicepräsident Büsing bittet um Ruhe. In der allgemeinen Bezölle ein. Ein Abgeordneter der Volkspartei erwähnte besonders, daß auch die kleinen Kaufleute, der Mittelstand in württembergischen Brauereien bei der Frage der Erhöhung des Braugerstenzolles Vorredner hat ausdrücklich gesagt, jeder schere sein Schäfchen. Die an andre Parteien den Vorwurf der Interessenvertretung Schäfchenpolitik ist in seinen Augen das Charakteristische für dies Lande für höhere Getreidezölle sei.( hört! hört! rechts.) Eine AbTehnung der Gersten- und Haferzölle, wie sie der neue Zolltarif der richtete und von einer Schädigung des parlamentarischen Ansehens Parlament.( Sehr richtig! links.) Das ist keine Schmeichelei für Regierung vorsieht, würde unsrer württembergischen Landwirtschaft die Sprach.( Sehr gut im Centrum und rechts. Lebhafter Widerspruch die Mehrheit dieses Parlaments. Wie konnte Abg. Gerstenberger trübsten Perspektiven eröffnen. Ich stimme somit denjenigen Mitgliedern Anschauungen und seiner Interessenlosigkeit überzeugt sein, daß er Nösicke flar nachgewiesen hatte, daß er, wenn er seine Interessen links.) Der Vorreduer muß so sehr von der Unfehlbarkeit seiner seinem Freunde Röside Interessenpolitik vorwerfen, nachdem Abg. der Volkspartei bei, die sich für eine Erhöhung der Getreidezölle ausgesprochen haben.( Zuruf links: Wie hoch denn?) Für eine be- gar nicht bemerkt hat, welche sonderbare Rolle er hier als fördern wolle, einen höheren Zoll fordern müsse? Der Borredner stimmte Höhe haben sie sich nicht ausgesprochen, weil das im Land- Prediger gegen die Interessenwirtschaft spielt.( Große Unruhe hat die Interessen seines Kirchdorfes vertreten; das war die tag nicht zur Frage stand. Was mun hier im Reichstag bei Be- und lebhafter Widerspruch links.) Auch die Socialdemokratie ir chturmspolitik in idealer Konkurrenz mit messung der Zölle anlangt, so wird die Höhe der Regierungs- sollen die Bauern nicht die Interessen des Bauernstandee vertreten? objektive Univahrheit, wenn Abg. Gerstenberger der deutschen Braufür die Interessen der Arbeiter ein, warum der Schäfchenpolitit.( Sehr gut! links.) Es ist auch eine vorlage von unsren Bauern, mindestens was Hafer anlangt, für genügend betrachtet. Sie wollen sich mit dem Erreichbaren beIndustrie vorgeworfen hat, daß sie nicht gegen die Erhöhung des gnügen und handeln nicht wie jene, die heute einen Zoll von 7,50 M. Brau- Industrie hat Abg. Röside damals die Erhöhung Bierzolles aufgetreten sei. Im Namen der deutschen für unbedingt notwendig erklären und morgen wieder umfallen. Das sind nicht die wahren Freunde der Landwirtschaft!( Beifall des Zolls auf ausländische Biere bekämpft. bei den Nationalliberalen.) Daß Herr Hieber mit der Regierungsvorlage einverstanden Wenn Herr Gerstenberger so etivas nicht weiß, sollte er auch nicht ist, glaube ich wohl, der Zoll für Hafer ist ja vielmehrer von der Tribüne des Reichstags herab Behauptungen aufstellen, die höht als der Gerstenzoll und in Württemberg wird vor allem geeignet sind, einen ehrenwerten Stand, den der deutschen Brauer, Der bayrische Finanzminister bedauert. aus zwingenden Gründen Hafer gebaut; er meinte jedenfalls: Heiliger Florian, verschon mein in der Achtung ihrer Mitmenschen herabzusetzen. Gegen solche Beder heutigen Sizung nicht beiwohnen zu können. Er hat übrigens Haus, zünd' andre an.( Heiterfeit, Unruhe links.) Herr Müllerhauptungen, die im schroffsten Widerspruche zu der Wahrheit stehen, seine Ansicht in der Gerstenzollfrage vor einigen Tagen klar und Meiningen, der so entschieden für die Interessen der bahrischen müßte eigentlich von allen Seiten dieses Hauses energisch Verwahrung deutlich dahin zum Ausdruck gebracht, daß er auf dem Boden des Banern einzutreten behauptete, beklagte sich, daß der Herr Reichs- eingelegt werden.( Sehr gut! links.) Herr Hieber meinte: Wovon Regierungsentwurfes steht. Im Münchener Hofbräuhaus fanzler während seiner Rede nicht anwesend war. Er hat jeden sollen die Bauern leben, wenn sie nicht Getreide verkaufen? Ich wurden im vorigen Jahre 80 Proz. inländische und 20 Proz. aus- falls nicht gewußt, daß Graf Posadowsky fogar während bedaure, daß Herr Hieber sich nicht die Ergebnisse der amtlichen ländische Gerste verwendet. Im laufenden Betriebsjahr wird das seiner Rede hinausgegangen ist.( Große Heiterfeit. Burufe Statistit über die Rentabilität der landwirtschafts Verhältnis annähernd dasselbe sein. Der bayrische Landtag hat links: Er ist auch jetzt nicht da!) Jedenfalls hat ihn die Rede des lichen Betriebe etwas angesehen hat, ich hätte das erwartet, gegen diese verhältnismäßig geringe Verwendung ausländischer Herrn Müller- Meiningen so erschüttert, daß er den Weg hinein noch wenn er über eine solche Materie sprechen wollte. Aus dieser Gerste teine Bedenken erhoben. nicht wieder gefunden hat.( Erneute Heiterfeit.) Herr Dr. Meiningen Statistik geht hervor, daß 55,9 Proz. der Einnahmen der württem ( Heiterkeit) warf den Bauern vor, sie erfüllten nicht ihre Pflicht, bergischen Landwirtschaft aus dem Verkauf von Vich und Viehum eine gute Gerste zu liefern. Da ist er nicht gut unterrichtet. produkten kommen.( Hört! hört! links.) Herr Müller- Meiningen wird mit seinen Ausführungen bei den Es geschieht außerordentlich viel zur Hebung des Braugerstenbaues. Wenn Herr Hieber auf die Abgeordneten der Volkspartei erems Bayrischen Landwirten wenig Anklang finden.( Sehr richtig! rechts.) Gerade die Bauern aus Unterfranken haben bei einer Ausstellung plificierte, die auch für erhöhte Getreidezölle eingetreten seien, so habe Wenn manchmal den Brauereien nicht ganz gute Gerste geliefert erst vor kurzem die höchsten Auszeichnungen für ihre Braugerste ich ja nicht die Pflicht, die Haltung dieser Herren zu verteidigen. wird, so liegt das in den Witterungsverhältnissen. Futtermittel erhalten.( Zuruf links: Sie erhalten auch gute Preije!) Ich erinnere mur daran, daß einmal ein alter Konservativer sagte: giebt es bei ims genug, die Landwirtschaft darf dafür, wenn sie Das ist ihnen dann 10117 so mehr zu gönnen.( Sehr Reden Sie auch dem vernünftigsten Menschen Tag für Tag diefelbe bestehen will, nicht viel Geld ausgeben, sondern muß ihre eignen gut! in Centrum.) Einzelne Einzelne Bauern mogen ja ihre Dummheit vor, so tvird selbst der Vernünftigste nach einer gewissen Produkte verbrauchen.( Sehr richtig! rechts.) Es ist von einer Pflicht nicht thun, es giebt ja auch Amtsrichter, die ihrer Pflicht Beit sie glauben.( Große Heiterfeit.) Das ist ja eben das Kunsts Reichsvermögenssteuer gesprochen worden. Wenn Sie diese erstreben, nicht nachkommen und doch für Gehaltszulagen eintreten.( Große Stück, das der bayrische Bauernbund fertig gebracht hat, er hat den werden Sie mich an Ihrer Seite finden. Heute aber muß der Landwirtschaft Heiterkeit.) Herr Müller- Meiningen hat lediglich für die Interessen Bauern Tange mit höheren Zöllen geholfen werden. Wir werden für den Antrag der Großbrauereien gesprochen, er wollte jedenfalls seinen Dant ab- den Getreidezöllen, daß fie es schließlich glauben. borgeredet, fie hätten hätten Vorteil Aber es der Kommission stimmen, da der Antrag Heim keine Aussicht auf statten für den Aufruf der Großbrauereien wie Pschorrbräu, fängt bereits an zu dämmern, und Annahme hat. Wenn jetzt der Landwirtschaft nicht der genügende Münchener Kindl c. zu Beiträgen für seine Parteikaffe.( Uluruhe eine andre Auffassung bei diesen Herren Platz greifen. Der Generales wird auch einmal Schuß gewährt wird, so wird die Unzufriedenheit unter den Bauern links.) Herrn Südekum möchte ich nur bitten, seine landwirtschaftlich- sekretär des Deutschen Landwirtschaftsrates Dr. Dade selbst hat für fortgesetzt steigen.( Sehr richtig! rechts.) technischen Ausführungen einmal vor einer Bauernversammlung zum Futtergerste einen Zoll von nur 1 M. gegenüber dem heutigen Bortrag zu bringen.( Sehr gut! im Centrum.) Der bayrische Finanz- 2 M.- Boll verlangt. Dabei kommen über 70 Proz. der SchweineAbg. Röfice- Dessau( wildlib.): minister v. Riedel identifiziert sich nach und nach mit dem Institut, haltungen auf die kleinen Betriebe, die in den allerfeltensten Fällen Die Debatte hat ergeben, daß die Forderung von 7,50 M. und mit dem er immer zu thun hat.( Stürmische Heiterfeit.) Meine in der Lage find, ihre Futtermittel selbst zu producieren. Mit einem 6 M. nur agitatorischen Zwecken dienen sollte, denn die eignen Herren, das auszusprechen, was Sie denken, habe ich keine Ursache. großen logischen Sprung fordert schließlich derfelbe Dr. Dade doch Fraktionsgenossen haben die Antragsteller im Stiche gelaffen. Heiterkeit.) Die süddeutsche Landwirtschaft ist durch den 3,10 M.- Zoll für Gerste überhaupt mit der Begründung, daß die Höchst bedauerlich ist, daß wir uns 111111 monatelang die Zollvorlage geradezu brüstiert.( Sehr richtig! Produktion der Brangerste in den letzten Jahren große Fortschritte mit einer reinen Interessenpolitik beschäftigen müssen. im Centrum.) Der Zoll auf Roggen und Hafer, der in den nord- gemacht hat. Ist dies aber richtig, dann bedarf diefer ProduktionsNichts ist geeigneter, mehr das Ansehen des Barlamen deutschen Staaten verhältnismäßig stark angebaut wird, ist auf 5,50 zweig doch feines besonderen Schutzes.- Die deutsche Viehhaltung tarismus herabzuseßen als diese Jntereffenpolitik. Leider scheint ja und 6 M. festgesetzt, der Zoll auf Gerste aber, der für sämtliche hat das größte Interesse daran, daß ihr die Produktionskosten nicht die Regierung die Vorlage trotzdem nicht zurückziehen zu wollen. süddeutschen Staaten in Betracht kommt, nur auf 3,50 Mr. verteuert werden. Die dänische Viehzucht ist gerade deshalb zu Ich selbst bin ja auch Interessent in dieser Materie, würde es aber Die Herren auf der Linken treten doch sonst immer ihrer Blüte gelangt, weil ihr nicht durch hohe Zölle die Futtermittel nicht wagen, das Wort zu ergreifen, wenn ich Ihnen nicht nach für bessere Bezahlung qualifizierter Arbeit ein. Nun die verteuert wurden. Umgekehrt hat dagegen in dem Lande des Hochweisen könnte, daß Betriebe von der Größe wie der meinige von Braugerste ist gegenüber der Futtergerſte eine qualifizierte Arbeit schutzzolles in Frankreich die Zahl der Zwangsversteigerungen der Zollerhöhung nur Vorteil, aber feinen Schaden und bedarf deshalb eines besseren Schutes.( Buruf bei den Social- immer zugenommen, Dies hat felbst die Kreuz- Zeitung" haben können. Bei der Gerste liegen die Verhältnisse ganz anders demokraten: Für die Arbeiter!) Num jagt man: Die fleinen festgestellt, sie fonstatiert auch, daß die Landflucht wie bei Weizen und Roggen, wo sich die Interessen von Produ- Brauer gehen alle zu Grunde.( Ruf links: Sehr wahr!) Das ist in Frontreich einen derartigen Umfang ans zenten und Konsumenten direkt gegenüberstehen. Auch steht auch wahr, aber aus andren Gründen als durch eine Erhöhung des genommen hat, daß einzelne Dörfer nicht in direktem Verhältnis Gerstenzolles. Rührend sind die Klagen der Großbrauer.( Buruf: det sind. Und da fommt die Regierung und sagt, wir müssen Die Höhe der Gerstenpreise zur Höhe der Einfuhr, so daß ein höherer Zoll durchaus nicht einen Sie haben ja gar nicht geklagt!) Doch, Abg. Röjice hat von einer es nicht Dänemark nachmachen, wo es der Landwirtschaft gut geht, höheren Gerstenpreis bedingt. Richtig ist ja, daß ein Teil der Belastung auch der Großbrauer gesprochen, und er hat hinzugefügt, daß sondern Frankreich, wo sie daniederliegt. Das ist doch eine merk Bauern im Süden ein Interesse an guten Gerstenpreisen hat, aber er diese Belastung nicht auf die Konsumenten abwälzen könne würdige Logil.( Sehr richtig! links.) Herr Hieber ist zwar für der Gerstenbau ist in diesen Gegenden bisher so lohnend gewesen, oder wolle.( Abg. Nöside Dessau rust: Nur vorübergehend einen höheren Haferzoll eingetreten, hat aber auch nicht einmal daß eine künstliche Erhöhung der Preise ganz un nicht, um nachher desto mehr herauszuschlagen! den Versuch Abg. Hilpert( Bahr. Bauernbund): -so ganz bon bers Das müßte doch nötig erscheint.( Sehr richtig! links.) Die Einfuhr der Gerste Große Heiterkeit.) Das Haderbräu hat 10 Proz. Dividende gezahlt, in den letzten Jahren zurückgegangen sind. gemacht, nachzuweisen, daß die Haferpreise hat bisher vollkommen Schritt gehalten mit den Ernteverhältnissen das Löwenbräu 20 Proz. die armen Großbrauer!( Große Heiter nach seiner eignen Auffassung zum mindesten die Grundlage in Deutschland, auch hat die infolge schlechter Ernten ge- feit.) Die Berliner Bockbrauerei gab 20 Proz. Dividende, die Aktien- für eine Erhöhung des Zolls sein. steigerte Einfuhr eine üble Wirkung auf den Anbrauerei Friedrichshain 9 Proz., Friedrichshöhe- Pazenhofer 10 Broz., gegenüber Herrn Paasche. Er hat mir Mangel an politischen Taft Zum Schluß eine Bemerkung bau der Gerste nicht gehabt. Die Statistit beweist, daß eine Brauerei Germania 12 Broz., Vereinsbrauerei Rigdorf 14 Proz. vorgeworfen, daß ich in einer so hochpolitischen Situation eine so wesentliche Einschränkung des Verbrauchs ausländischer Gerste für die Wenn die Bauern nur 4 Proz. aus ihrem Betriebe herausbringen, lange Rede hielt. Ich habe gar nicht den Eindruck gehabt, daß die Brennereien stattgefunden hat. Damit können doch die Landwirte nur zu- sind sie sehr zufrieden.( Sehr gut! im Centrum und rechts.) Die Situation nach der Rede des Herrn Reichskanzler so hochpolitisch frieden sein. Warum ersetzen übrigens die Landwirte nicht die Einfuhr armen notleidenden Großbrauer!( Heiter!.it! im Centrum und rechts.) und gespannt war. Der Reichskanzler konnte ja gar nicht anders durch eigne Produktion, sie wären doch wohl im stande, für ihre Es giebt ja auch andre; ivenn aber die einen florieren sprechen, als er es that, wenn er sich um mit Herrn Bassermann zu Futtermittel selbst zu sorgen. Heute werden durch die Erhöhung der und die andern nicht, so kann der Grund nicht in der Höhe des reden noch auf der Straße sehen lassen wollte.( Sehr richtig! lints.) Futterzölte die Viehzölle faft ganz kompenfiert.( Sehr richtig! links.) Getreidepreises liegen, sondern nur an der Konkurrenz der Groß- Im übrigen habe ich Durch den Zoll von 5,50 M. würden die deutschen Brauer mit gegen die Kleinbetriebe.( Sehr richtig! im Centrum) Infolge des entgegnet, während in der ganzen Diskussion von feiten der dem Herrn Reichstanzler fachlich 59 Millionen, die Landwirtschaft selbst mit 80 Millionen Mart be- Herabgehens des Gerstenpreises hat das Münchener zöldenbräu einen Agrarier feine fachlichen Gründe angeführt worden find, sondern laftet werden. Mehrgewinn von 700 000 Mark erzielt, ohne an eine Herabsehung lediglich Behauptungen aufgestellt wurden. Es ist ja zwedlos noch Auch die Haferpreise sind in der letzten Zeit feineswegs zurück der Bierpreise zu denken. Sie( nach links) kommen uns wieder mit zu reden( Sehr richtig! rechts), denn überzeugen werden wir Sie gegangen, sondern sie haben sich im allgemeinen auf derfelben Höhe dem armen Mann. Ja, der arme Mann muß immer herhalten doch nicht. Ueberzeugt werden Sie erst werden durch die Macht der gehalten. Trotzdem verlangt man eine Erhöhung des Zolles und( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten), sowohl beim Bier wie Thatsachen und durch die Wahlen.( Lebhafter Beifall links.) Bamit eine Erschwerung der Einfuhr. Eine solche würde aber wahr bei den Champignons uſtv.( Große Heiterkeit und Sehr gut! im scheinlich durch eine vermehrte Einfuhr von amerikanischem Mais Centrum.) Bahrischer Ministerialdirektor Ritter v. Geiger: wieder kompensiert werden. Die Ausführungen des Abg. Dr. Hieber Es ist rührend zu sehen, wie Herr Röside, der Vertreter einer Der Herr Abg. Gerstenberger hat gesagt, Herr v. Riedel habe fonnten eher zu einer Herabseßung als zu einer Erhöhung des der größten Brauereien, mit so warmem Herzen eintritt für die sich mit dem Hofbräuhaus identifiziert. Davon kann doch wohl Haferzolles die Argumente liefern. Aber jedes Ländchen Kleinbrauer. Das freut mich.( Heiterkeit.) Wenn Sie aber dies nicht gesprochen werden.( Heiterkeit.) Es ist doch nur selbstfucht eben sein Schäfchen ins Trodene zu bringen, Interesse nur auch in der Praxis bethätigen möchten!( Sehr gut verständlich, daß Herr v. Riedel an diesem Institut. das einen ges hier im Norden bei Roggen und Weizen, in Bayern ist im Centrum.) Statt dessen aber werden die kleinen Brauereien mit wissen Weltruf genießt, großes Interesse nimmt. Weiter hat Herr es die Gerfte und in Württemberg sucht man das Geschäft mit der größten Rücksichtslosigkeit zurückgedrängt, werden ihnen die ältesten Gerstenberger gesagt, Süddeutschland sei zurückgesezt durch die Ers Safer zu machen.( Lebh. Beifall links. Buruf im Centrum: Sie machen Stunden nach und nach abgejagt.( Lebhafte Zustimmung im Centrum.) höhung des Gerstenzolls auf nur 3 M., die Erhöhung fäme nicht in ja auch Geschäfte!) Gewiß, aber nicht hier im Reichstag( Sehr gut! Von 1889 bis 1898 find in Süddeutschland 714 kleine Brauereien, Betracht, weil der Gerstenzoll gegenüber den andren Getreidezöllen lints), im Reichstag habe ich die Interessen der Allgemeinheit zu von 1898 bis 1900 weitere 271 fleine Brauereien eingegangen. fehr niedrig sei. Ich weise mur darauf hin, daß die Zollfäße für wahren.( Lebhafter Beifall linits.) Warum sind denn dieselben Herren, die jetzt so lebhaft ihre Interessen-| Gerste bisher immer niedriger gewesen sind als die übrigen.( Ruf Persönlich bemerkt Abg. Dr. Südekum( Soc.): Herr v. Kardorff hat in seiner Bolemik gegen mich behauptet, zum erstenmal hätte durch mich ein Bertreter der deutschen Socialdemokratie öffentlich zugestanden, daß die jungen Leute aus ländlichen Distrikten tauglicher zum Militärdienst seien, als die aus industriellen Bezirken. Ich stelle fest, daß ich dieses Zugeständnis, das Herrn v. Kardorff so ungemein interessant dünfte, nicht gemacht habe. Ich habe die Frage ausdrücklich als Kontrovers hingestellt. " da " " fie nts: Leiber) Die Gründe hierfür sind ja den Herren zur Genüge| zuschließen. Die Verfügung, die übrigens angefochten verden wird,| Rechtsschutz gewähren soll, da sie sehr oft mit Strafmandaten bedacht ist nur ein Kennzeichen des geringen Wohlwollens für die Orts- werden, Bekannt. die Vorschrift lautet, die Blumenhändlerinnen fassen, die durch den Zusammenschluß zu Verbänden die Aufgaben dürfen nirgends mit ihrer Ware stehen bleiben; Hierauf vertagt sich das Haus. der Krankenversicherung wesentlich fördern, auch wenn nicht gemein müssen fortwährend in Bewegung" sein, widrigenfalls sie von den fame Unterstützungseinrichtungen damit verbunden sind. Im Wachleuten aufgeschrieben werden. Diese Versammlung und die übrigen erinnert die Angelegenheit daran, wie hinderlich es den Stimmung unter den Blumenhausiererinnen ist der neueste Unfug Zweden der Krankenversicherung werden kann, daß ihre Vereinigung der Lueger schen Retterei des Kleingewerbes". Selstverständlich zu Unterstüßungsverbänden an die Grenzen der fleinstaatlichen Ver- wird dieses Hausierverbot keinem einzigen Blumenhändler nüßen, waltungsbezirke gebunden ist. denn die Leute, welche von den Frauen Blumen kaufen, faufen sie Sächsische Arbeiterzeitung" berichtet aus Freiburg in nur, weil sie ihnen angeboten werden; in einen Laden pflegen diese Sachsen, daß in der dortigen Orts- Krantentasse I feit 9 Jahren die Stäufer nicht zu gehen. Es ist übrigens nicht zu zweifeln, daß die Borstandsmitglieder für jede Sizung je 1 M. Entschädigung er- Aktion der Blumenhausiererinnen Erfolg haben wird. Es wäre zu Ferner Hat Herr v. Kardorff eine seiner Wendungen so hielten. Nachdem sich jetzt die organisierten Arbeiter auf ihre lächerlich, wenn die oberen Instanzen das Verbot der Christlich, formuliert, als ob ich ihm Anlaß zu der Bemerkung über Rechte bei der Kassenverwaltung besonnen, die Mehrheit in der socialen bestätigen würden. δας strophulöse Gesindel bes Industrieproletariats Generalversammlung erlangt und den Kassenvorstand mit Leuten gegeben hätte. Ich stelle hiergegen fest, daß meine Aus- ihres Vertrauens besetzt hatten, erschien dem Stadtrat als Aufsichtsführungen dazu nicht den geringsten Anlaß geboten haben, daß behörde plöglich nach 9 Jahren die Entschädigung uns vielmehr die Bemerkung über das ftrophulöse Gesindel des Industrie- gefeßlich. Er gebot dem Vorstande, den betreffenden Beschluß aufproletariats ausschließlich auf Rechnung des Herrn zuheben. Auf denselben Standpunkt stellte sich die Kreishauptmann von Kardorff tommt, eine Bemerkung, die mir mit dem be- fchaft, und es bedurfte erst der Anrufung des Ober- Verwaltungsrühmten Zwischenrufe des Grafen Arnim auf einer Stufe zu rangieren gerichts, um die gesetzliche Zulässigkeit dieser geringfügigen Entscheint.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) schädigung festzustellen. Die Verfügung des Stadtrats mußte auf gehoben werden. Präsident Graf Ballestrem schlägt vor, die morgige Sigung um 12 Uhr beginnen zu lassen. Abg. Frhr. v. Hertling( Centrum) stellt als Vorsitzender der Kommission für die Beratung des Gesezentivurfs betreffend den Schutz der Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben den Antrag, die Sizung erst um 1 Uhr beginnen zu lassen, um der Kommission Zeit für ihre Arbeit zu lassen. Aus Induftrie und Dandel. " Aus der Frauenbewegung. " Gerichts- Zeitung. Um die Person des Präsidenten des kaiserlichen Patentamte v. Huber handelte es sich bei einer Privatklage, die der Ingenieur und Patentanwalt Karl Pieper gegen den früheren Chefredakteur der Nordd. Allg. 8tg.", Geh. Hofrat Dr. Wilh. Lauser und den Chefredakteur der Vossischen Zeitung", Hermann Bachmann angestrengt hatte. Der Privatfläger hatte in einem vor Fachleuten gehaltenen Vortrag sich gegen angebliche Mißstände im Patentamt gewandt und die Fähigkeit des Präsidenten v. Huber zur Verwaltung dieses Amtes angezweifelt. Die„ Nordd. Allg. Ztg." brachte Die Ausbeutung der Frauenarbeit im Schneidergewerbe. darauf einen gegen Herrn Pieper gerichteten Artikel und warf diesem Vor kurzem veröffentlichte das Centralorgan der dänischen darin unwahre Behauptungen vor, behauptete, daß eine erfolgte VerSocialdemokratie Socialdemokraten" einige Mitteilungen über die urteilung desselben wegen Beleidigung beweise, wie wenig genau er Abg. v. Kardorff( Rp.) bittet, es beim Vorschlage des Präsidenten Arbeitsverhältnisse der Schneiderinnen und Näherinnen des sogenannten es mit der Ehre andrer Leute nehme und erklärte, daß Herr P. zu belassen, damit es möglichst zeitig am Nachmittag zur Ab- Seidenhauses"( Silkehuset) in Kopenhagen, wo die Damen mit seinen Auslaffungen von fachkundigen Kreisen längst nicht mehr stimmung fommen könne. der höchsten Kreise ihre Kleider anfertigen lassen. Es wurden dabei ernst genommen werde. Diesen Artikel des offiziösen Blattes hatte Präsident Graf Ballestrem: Ich will durch eine Abstimmung Thatsachen ans Licht gebracht, die von einer empörenden Ausbeutung die„ Bossische Zeitung" abgedruckt. Ein erster Verhandlungstermin entscheiden lassen, muß aber sagen, daß wenn der Vorsigende einer und Auswucherung der weiblichen Arbeitskraft zeugen. Da in dieser Angelegenheit verfiel vor Monatsfrist der Vertagung, weil Kommiffion um Zeit für die Kommissionsberatung bittet, ich auf mun Herr Dahl, der Besitzer des Seidenhauses, in legter noch Beweise erhoben werden sollten. Gestern tam nach längeren feiner Seite stehe.( Beifall im Centrum und links.) Die Kommissionen Zeit trotz des allgemein schlechten Geschäftsganges in auf Bemühungen der Justizräte Michaelis und Kleinholz auf der müssen ihre Arbeiten auch erledigen können. fallend großen Annoncen nach Arbeiterinnen suchte, beschloß einen und des Justizrats Koffta auf der andren Seite ein Vers Der Antrag des Abg. Frhrn. v. Hertling wird hierauf gegen die Vorsigende des Fachvereins der Herren gleich zu stande. Danach soll die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die Stimmen der beiden konservativen Parteien angenommen. ichneiderinnen, Andrea Nielsen, die dort herrschenden eine Erklärung etwa folgenden Inhalts veröffentlichen: Nachdem Herr Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Arbeitsverhältnisse zu untersuchen, und ließ sich als Näherin ein- Bieper auseinandergesetzt, daß er in seinem Vortrage nur zum AusBeratung.) stellen. Es wurde ihr ein Wochenlohn von 3-4 Kronen zugesagt. brud habe bringen wollen, daß der Präsident des kaiserlichen PatentSchluß 6 Uhr. Sie blieb dort acht Tage in Arbeit und berichtet mun in" Social- amtes die Befähigung zum Richteramt nicht besize, seine sonstige demokraten" ausführlich über ihre Beobachtungen. Von den vierzig Qualifikation aber in die Erörterung nicht habe gezogen werden Näherinnen, die dort beschäftigt waren, hatten acht, welche die Auf- sollen, wird der Vorwurf der unwahren Behauptung zurückgenommen. ficht führten, einen Wochenlohn von 9 Kronen, die übrigen Die Behauptung, Herr P. werde in fachkundigen Streiſen nicht ernſt zweinnddreißig 2 bis 4 Kronen Wochenlohn. Wie genommen, beruht auf einem Mißverständnis und entbehrt der unverschämt mit der Arbeit dieser Armen gewuchert wird, das zeigt Grundlage. Der Vorwurf, daß Herr P. es mit der Ehre andrer folgender Fall: nicht sehr genau nehme, wird nicht mehr aufrecht erhalten, nachdem Am Mittwoch", so berichtet Andrea Nielsen, hatten wir unter festgestellt ist, daß in dem qu. Beleidigungsprozesse Herrn Pieper anderm einen sehr eleganten Seidenrod für die Gräfin Ahlefeldt: vom Gerichtshof der gute Glaube zugefprochen worden ist. Herr Laurvigen in Arbeit. Vier Näherinnen machen einen solchen Nock Bachmann erklärte sich bereit, eine solche Erklärung aus der„ Nordd. in einem Tage fertig. Drei von ihnen werden mit 6 Dere die allgem. 3tg." in die" Vossische Zeitung" zu übernehmen. Stunde entlohnt, die vierte erhält 1,50 Kr. den Tag. Der ganze Das schwere Bauunglück, welches sich in diesem Frühjahre in det Lohn für die Näharbeit an der Gräfin neuem Rock beläuft sich auf Zur Erneuerung des oberschlesischen Roheisen- Syndikats wird nach- 3 Stronen 30 Dere. Ich weiß ganz bestimmt, daß das Seidenhaus Stolperstraße vor dem Schönhauser Thor ereignete, beschäftigte träglich dem„ Bresl. Generalanzeiger" noch aus Gleiwitz mitgeteilt: 50 Stronen für die Näharbeit an Seidenröcken berechnet, die nicht so gestern zum zweitenmal die zweite Strafkammer des Landgerichts I. Die Verlängerung des oberschlesischen Roheisen- Syndikats auf ein elegant find, wie der der Gräfin. Die vier Näherinnen haben also n der genannten Straße führte der Maurermeister De chandt Jahr ist auf Grund des Canontarifs erfolgt, nach welchem die durchschnittlich pro Person nicht einmal eine Krone verdient, wo der einen größeren Neubau auf. Er hatte seinen Bruder, den MaurerVerkaufspreise, zu denen den Huldschinskyschen Hüttenwerken Herr Dahl über 40 Kronen an sich reißt als Profit an der Näh- Am 24. März wollten die Stuccateure zwei große, je 1½ Centner polier Wilhelm Dechandt, mit der Leitung der Arbeiten betraut. und der Bismard Hütte Roheisen offeriert werden foll, arbeit eines einzigen Rodes." schwere Vasen auf dem Hauptsims der Borderfront anbringen. Als geregelt werden. Diese Stala sieht als Mindestpreis 55 M. " Socialdemokratens" Veröffentlichungen bildeten natürlich das für die Tonne Roheisen bor, bei einem Walzeisen- Durch- Tagesgespräch, und man zerbrach sich den Kopf darüber, wer wohl fie soeben das Gefims mit ihrer schweren Last betreten hatten, schnittspreis von ab 105 M. pro Tonne stürzte das ganze Gefims herunter und auf die Rüstung, die zum Werk. Einer eigentlich dem Blatt die Nachrichten überbracht haben könnte. eventuellen Ermäßigung der fiskalischen Coatstohlenpreise wird noch Irgend welches Verständnis für die Gewerkschaftsbewegung war zwecke des Puzens vor der Vorderfront aufgeführt war. Auf dem besonders Rechnung getragen. Mit dem Haupttäufer ist eine nicht vorhanden. Kurz nach dem Frühstück erschien die Direktrice in Gerüft war eine Anzahl Buzer beschäftigt, welche mit in Uebereinstimmung erzielt worden. Die Vereinigte Königs- und der Thür und fragte, indem fie rund herum blickte in der Stube: die Tiefe geriffen wurden. Der Puzer Birke verstarb auf der Stelle, Laurahütte kommt als Käuferin für das Syndikat vorerst nicht mehr" Hier sind wohl keine Fachvereinsmitglieder?"- Die erschreckten Wesen bier andre Puzer erlitten mehr oder weniger schwere Verlegungen. in Betracht, da dieses Wert seinen Roheisenbedarf selbst produzieren gudten einander furchtsam an. Dann wandten sich alle 40 Augenpaare gemacht. Im vorigen Termine begutachtete der Sachverständige, Der Maurerpolier Dechandt wurde für dies Unglück verantwortlich wird. Die Verlängerung des Roheisen- Syndikats hat noch die be- auf mich, der einzigen neu angenommenen Näherin. Ich muß wohl sondere Bedeutung, daß damit auch die Schwierigkeit, welche einer die Feuerprobe gut bestanden haben, denn eine der Damen brach in Baurat Höhne, daß das Hauptsims nicht genügend verankert gewesen fei. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Morris, lehnte darauf den Verlängerung des Oberschlesischen Walzwerkverbandes entgegenstand, die Worte aus: Nein, hier sind teine Fachvereinsmitglieder," und gelöft ist, so daß auch dessen Fortbestand numehr als gesichert die Direttrice zog sich beruhigt zurück. Nach diesem Kleinen Auftritt Baurat Höhne als Sachverständigen ab mit der Begründung, daß erſcheint. entstand eine ganze Diskussion über Fachvereine. Eine der Damen derselbe sich eventuell ebenfalls einer Fahrlässigkeit schuldig gemacht Coatsproduktion. Der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" zufolge fagte mit einer vornehmen Kopfbewegung:„ Nein, in den Fachverein habe, denn er habe kurze Zeit vorher den Rohbau abgenommen und haben die Mitglieder des Coatssynditats die Coatserzeugung dieses gehe ich niemals. Ich will mir doch meine Weiblichkeit bewahren!" hätte eine zu schwache Berankerung bemerken müssen. Der Gerichtshof beschloß darauf die Bertagung der Sache und Ladung weiterer SachKeines Menschen Ja, so weit sind die Frauen noch zurück. Monats bis heute annähernd nur um 12 bis 13 Prozent( 27 Proz. verständigen. Im gestrigen Termine beantragte Rechtsanwalt Morris waren vorgesehen) eingeschränkt. Die Lagerräume find größtenteils Los ist doch trauriger als das der Näherin. Das Dienstmädchen wiederum die Ablehnung des Baurats Höhne, denn derselbe habe geräumt. Vereinzelt mußten sogar den Kokereien zugedachte Auf- hat doch in der Regel eine gute, nahrhafte Koſt, aber die Näherin feine frühere Ablehnung dazu benugt, über den Verteidiger bei der träge abgelehnt werden, da die Defen, die teilweise außer Betrieb figt entweder auf ihrer eigenen erbärmlichen Kammer und Anwaltskammer Beschwerde zu führen, wodurch die Besorgnis feiner plagt sich vom frühen Morgen bis zum späten Abend, oder fie Befangenheit erwedt werden müsse. Der Gerichtshof hielt den waren, nicht so schnell wieder angeheizt werden fönnen. wird eingesperrt in die Nähstuben wie die des„ Seidenhauses" und Eisenpreisermäßigungen. Wie uns mitgeteilt wird, hat die Berliner Stabeisen- Bereinigung in einer heute mittag abgehaltenen Versammlung die Preise für Walzeisen und Bleche um Von einigen Seiten war angeregt 5 M. pro Tonne ermäßigt. worden, die Preise noch etwas tiefer herabzusetzen, um eine größere Belebung des Geschäfts herbeizuführen, doch drang diese Auffassung nicht durch. 2 Beteiligung der Syndikats- und Nichtsyndikats- Zechen an der man kauft ihre Jugend und Gesundheit für ein Nichts, läßt sie aurat Höhne nicht für befangen, sondern ließ ihn als SachKohlenförderung. Nach der Frankfurter Zeitung" förderten die Nicht- hungern und mißbraucht sie, indem man sie einlullt in den Glauben, berständigen zu. Der Angeklagte bestritt, daß die Verankerung zu syndikats- Zechen in den ersten neun Monaten d. J. 1064 907 Tonnen, fie sei feiner als ihre andern arbeitenden Schwestern, und sie selbst schwach gewesen sei. Er meinte, daß das Gesims zu schwach gegleich 17,95 Broz. mehr wie in der entsprechenden Zeit des Vor- fullt sich ein in den Traum einer Ehe, die sie in den Stand wesen sei, um die Last der schweren Basen und der fie tragenden Leute auszuhalten, es hätte mit der Anbringung der Basen jahres, während die Kohlenförderung bei den Syndikats- Bechen fezen soll, selbst Dahls Seidenröcke zu kaufen." werden müssen, bis das Mauerwerk größere gleichzeitig um 2 264 423 Tonnen, gleich 5,96 Proz., zurückging. Es Die hier geschilderten Zustände find wohl leider auch in Berlin gewartet Festigkeit gewonnen. Durch die Beweisaufnahme und durch betrug somit die Minderföroerung im ganzen Ober- Bergamt Dort- nicht unbefant. die Gutachten der Sachverständigen fand diese Anmund 1200 516 Tonnen Kohlen, gleich 2,74 pCt., und in ganz nahme soviel Bestätigung, daß der Gerichtshof den Nachweis der Deutschland 1908 495, gleich 3,37 Proz., gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres. Schuld gegen den Angeklagten nicht für erbracht erachtete und deshalb ein freisprechendes Urteil fällte. V Sociales. Wiener Blumenfrauen. Eine ganz eigenartige Versammlung hat vor einigen Tagen in Wien stattgefunden. Ungefähr 200 Frauen hatten sich in der Ueber die Lage des Arbeitsmarktes in Frankreich berichtet die Wegen Hinterzichung von 50 M. Krantentassen Bet Arbeitsmartt Korrespondenz": Während im August die Zahl der Ressource", einem schönen Saal in der Nähe des Parlaments, versammelt, um gegen einen Beschluß des christlich- socialen Gemeinde- trägen ist der frühere Bauunternehmer, jetzige Maurerpolier Arbeitslosen 8 Proz. betrug, ist sie im September auf 10 gestiegen: rats Protest zu erheben. Blumenhausiererinnen, Frauen Wilhelm Plieste von der 9. Straffanimer des Landgerichts I hier Die Beschäftigung hat in der Induſtrie durchweg nachgelassen, worauf meist schon zwischen 30 und 50 Jahren, zu deren sonstigen Ge- am 21. d. M. zu zwei Wochen Gefängnis und Tragung der Stofter auch die Stagnation auf dem Kohlenmarkte zurückzuführen ist. Die Lage des Arbeitsmarktes war daher für die Arbeiter so ungünstig pflogenheiten es nicht gehört, Versammlungen zu veranstalten, verurteilt worden. werden durch den Wiener Gemeinderat in ihrer Existenz bedroht. Bor dem Schwurgericht in Oldenburg spielt sich seit einigen wie möglich, um in einen Ausstand einzutreten. Wenn dies Diese Frauen stehen auf der Straße, zumeist in den eleganten Tagen der Prozeß gegen den Bankier Baden- Bruns ab, seitens der Bergarbeiter doch geschah, so dürfte der Ausgang des Streits die Arbeiter darüber belehren, daß bei den Kämpfen Straßen der Stadt und bieten Blumen feil. Dazu müssen sie einen der der Ermordung des Oberamtsrichters Bedet ane geklagt ist. Baden- Bruns war Leiter der Oldenburger Boltsbant, zwischen Arbeitgebern und Arbeitern die Gestaltung der Marktlage Hausierpaß haben und jährlich 24 Kronen Steuer zahlen. Die christlichfociale Gemeinderatsmehrheit nun zählt zu ihren die allerlei unsaubere Geschäfte machte, fich Wucherzinsen dafür nicht als nebensächlich übersehen werden darf. Auch in Deftreich machen sich die Folgen der Strise in start bornehmsten Aufgaben die" Rettung des Kleinen Mannes", den zahlen ließ und viele Geschäfte dadurch schließlich zum Zusammenfteigender Arbeitslosigkeit merkbar. Die großen Industriewerke Schutz des seßzhaften Gewerbetreibenden". Da die Christlichsocialen bruch brachte. Unter letzteren befand sich auch eine Delmenhorster halten sich nur noch einen kleinen Stamm ihrer Arbeiterschaft, die ihre Herrschaft erschüttert fühlen, wollen fie etwas thun, umſomehr Ziegelei, die in Konkurs geriet. Oberamtsrichter Beder wurde mit andern werden entlaffen. Ein einziges großes Eisenvert 3. B. be- als die Landtagswahlen vor der Thür stehen. Sie wollen sich bei der Regelung dieses Konkurses beauftragt und erhielt so einen schäftigt gegenwärtig 4000 Arbeiter weniger als zur gleichen Zeit ihrer festesten Stütze, dem kleinen Mann" neues Ansehen geben, genauen Einblick in die Machenschaften und Geschäfte der Olben= und haben im Gemeinderat beschlossen, nebst einer Reihe andrer burger Volksbank; er unterzog das Gebahren des Direktors Badendes Vorjahres. Artikel auch das haufieren mit Blumen zu verbieten. Bruns bei verschiedenen Gelegenheiten einer abfälligen Stritit. In Darüber herrscht nun ein Sturm der Entrüstung unter den seiner Wut darüber begab sich Baden- Bruns in die Wohnung des Blumenfrauen. Diese Frauen, die gewiß nie daran gedacht haben, Oberamtsrichters Becker und ließ diesen, der gerade mit einer fich mit Socialismus zu beschäftigen, haben sich, als sie sich von den Familie beim Frühstück saß, herausrufen. Als er dem Becker im Der Kampf gegen die Krankenkassent. Christen so gänzlich verlassen sahen und nur Schimpf und Spott Empfangszimmer gegenüberstand, zog er plöglich einen Revolver Svei charakteristische Beispiele von dem geringen Wohlwollen ernteten, an die Socialdemokraten um Rat und Hilfe gewendet. hervor und gab auf den Unglücklichen drei Schiffe ab, die so gut mancher Behörden gegen die früher so gehätschelten Orts- Stranten- Einer der berüchtigsten Wiener Christlichsocialen, der bekannte trafen, daß der Oberamtsrichter in wenigen Minuten eine Leiche kassen finden wir in Parteiblättern. Dem Vorstand der Orts- Mechaniker Schneider, hat die Blumenhaufiererinnen so dar- war. Hierauf ergriff der Attentäter einen Stuhl und zertrümmerte Krankentasse der Schuhmacher in Magdeburg wurde es, wie die gestellt, als ob sie alle das leichtsinnigste Leben führten, als wären in seiner maßlosen Wuth noch die ganze Zimmereinrichtung seines „ Volksstimme" berichtet, vom Regierungspräsidenten untersagt, in fie die Aushälterinnen ihrer Liebhaber, mit welchen Opfers. Erst nach längerer Zeit gelang es, den Rasenden zu überihrer Generalversammlung zu beraten über die Gründung eines fie im Fiaker in den Prater fahren. Schneider hat diese nicht mehr wältigen. Man nahm zunächst an, daß er geistesgestört sei, feine Verbandes der Orts- Krankenkassen im Bezirke der Versicherungs- jungen, unzweifelhaft anständigen Frauen als Dirnen dargestellt. Internierung in einer Frrenanstalt ergab jedoch, daß er durch anstalt Sachsen- Anhalt". Unter Berufung auf§ 46 des Kranken- Schon im Sommer 1901 haben einige Versammlungen statt- aus mit Vorbedacht gehandelt hatte. Baden- Bruns hat sich dahe versicherungs- Gesetzes erklärt der Regierungspräsident, daß diese gefunden, wo sich diese Frauen ihrer bedrohten Eristenz wehrten. wegen vorfäglicher Zötung des Oberamtsrichters Becker zu ver Sache nicht zu den Aufgaben gehört, deren Regelung den Orts Jetzt ist nun diese Frage durch das Haufierverbot aktuell geworden. antworten. Da der Beschluß der Bestätigung des Statthalters bedarf, so sollte Krantentaffen überwiesen ist. Der genannte Gefeßesparagraph bestimmt nämlich, daß sich die jüngst abgehaltene Versammlung die Stellung der Blumen die Ortstassen innerhalb des Bezirks einer Aufbaufiererinnen zum Ausdruck bringen. Die Versammlung bot ein fichtsbehörde durch übereinstimmende Beschlüsse der General- bewegtes Bild; die Ausführungen der Redner wurden fortwährend Mutter die Entbindungskosten und die Sechswochentoften sowie diejenigen Versammlungen zu einem Verbande vereinigen fönnen. Da nun durch stürmische draſtiſche zurufe unterbrochen, in welchen die Frauen Aufwendungen zu ersehen, die etwa infolge der Schwangerschaft und Entbindung überdies notwendig waren. Einen bestimmten Betrag kennt das der Kaffenverband für den Bezirk der Landes- Versicherungsanstalt ihre den Christlichsocialen feindliche Stimmung fundgaben. Sachsen- Anhalt in verschiedene behördliche Aufsichtsbezirte übergreift, Außer dem Abg. Dr. Ellenbogen und Genoffin Adelheid Gesetz nicht und kann es nicht lennen. Ferner ist der Vater verpflichtet, den so glaubt sich der Regierungspräsident berechtigt, der Kasse die Be- Bopp sprachen drei Blumenhausiererinnen, welche betonten, daß sie vollen Betrag des Unterhalts( nicht nur einen Beitrag zum Unterhalt wie ratung der Angelegenheit zu untersagen. Im§ 46 handelt es sich gute Chriſtinnen feien, aber ihre verzweifelte Lage 3tvinge fie früher) für das Kind in breimonatlichen Bränumerando- Raten zu zahlen. Als Minimum ist 24 M. monatlich zu aber nur um Verbände zur gemeinsamen Erledigung der Unters bei den Socialdemokraten Schuß und Hilfe zu suchen. Diese Worte Bestimmte Säße fennt das Gesetz nicht. Die Alimentenfäße richten sich nach erachten. Daß die Gerichtspragis oft unterhalb dieses Gates bleibt, bermag ftüßungszwecke der Kassen unter Aufwendung gemeinsamer Mittel. wurden mit Rufen Hoch die Socialdemokraten" begleitet. Die Aus der Lebensstellung der Mutter. Der Regierungspräsident könnte also der Staffe untersagen, Stassen- führungen der Rednerinnen gipfelten weiter darin, daß fie meinten, bie Thatsache nicht zu ändern, daß für weniger als 24 M. monatlich mittel für einen solchen, über den behördlichen Aufsichtsbezirk hinaus der Kaiser und die Minister tönnen nicht zugeben, daß sie ihr ein Mensch schwerlich zu ernähren, zu behausen, zu befleiden, zu zu erziehen ist. Die Alimentationspflicht dauert bis gehenden Verband aufzuwenden, im übrigen aber ist es den Kassen Brot verlieren. Eine der Rednerinnen sprach in fehr logischer Weise pflegen und 2. Nein nirgends verboten, sich zu Verbänden irgend welcher Art zusammen- für die Gründung einer Draanisation welche den Frauen vor allem zur Vollendung des 16. Lebensjahres. 3. Nein. 4. Ja. " Briefkaften der Redaktion. 10 K. 223. 1. und 2. Der außereheliche Erzeuger ist verpflichtet: der Anlässlich des 10jährigen Bestehens nix- end unserer Firma geben wir bei Einkäufen am heutigen Tage als besondere Vergünstigung an unsere werte Kundschaft die doppelte Anzahl Rabattmarken. Wir geben sonst bei Einkäufen von Mark 1.00 4 Rabattmarken sinuba cuR am heutigen Tage jedoch 8 Rabattmarken. BERLIN, den 23. Oktober 1902. C., Spittelmarkt 16/17, SW., Belle- Alliancestr. 1/2, NO., Gr. Frankfurterstr. 113. Elegante in ganz Wolle; Costu ostümröcke in neuen Façons; in allen modernen Stoffen, sämtliche Weiten u Längen stets in grosser Auswahl vorrätig 3.50 Mk., 6 Mk., 10 Mk., 15 Mk., 20 Mk. In Damast u. 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Da mit der Vervollkommnung des Betriebes und seiner der projettierten Trace geführt werden. Eriveiterung eine Herabjegung der Selbstkosten zu erwarten ist, Tag berechnet der Vorstand eine Ausgabe von etwa 5,50 Mart. der damit verbundenen hohen Kosten nach einem Beschluß der Bisher, als die Anstalt noch in privaten Instituten ihre Kranten städtischen Baudeputation vorläufig leider nicht zur Ausführung Die Arbeiterheilstätten der Landesunterbringen mußte, betrug die Gesamtausgabe pro Kopf und Tag fomnien. Danach kann auch die geplante Straßenbahnlinie nicht in Versicherungsanstalt Berlin bei Beelitz. Der Vorstand der Landes- Versicherungsanstalt Berlin hatte zu folgert der Vorstand, daß die Versicherungsanstalt in den eignen stahl zu schützen, hat die Verwaltung der städtischen Bade- Anstalten Um das badende Publikum vor Schaden, besonders gegen Diebs Dienstag, den 21. Oktober, die Mitglieder des Magistrats, der Stadt- großen Heilstätten bei Darbietung der größten Leistungen billiger eine Einrichtung getroffen, die allseitig beachtet werden sollte. Diese verordneten- Versammlung, Vertreter von Regierungsbehörden usw., wirtschaften wird, als bei Unterbringung der Pfleglinge in fremden Einrichtung verursacht dem Badenden nicht die geringste Mühe, sichert sowie die Berliner Presse zu einer Besichtigung der neu errichteten Anstalten". Arbeiterheilstätten bei Beelig eingeladen. Ein Extrazug führte um Die Sanatorien und die Lungenheilstätten unterstehen je einem ihn aber vor Schaden. In allen verschließbaren, nur von den be12 Uhr vom Bahnhof Friedrichstraße die zahlreich Erschienenen in dirigierenden Arzte, dem mehrere Assistenten zur Seite stehen. Die treffenden Wärtern zu öffnenden Ankleidezellen find Täfelchen anetwa einstündiger Fahrt nach Beeliz, einer Station der Berlin- Krankenpflege liegt auch auf den Männerstationen zum größten Teil gebracht. Auf diese sollte jeder Badende ein Kenn- oder Stich Wetzlarer Bahn. in den Händen von Schwestern. Bei der Besichtigung der Anstalten wort schreiben, bevor er die Zelle verläßt. Der Wärter öffnet bei Die unter Leitung des Baurats Schmieden erbauten Heil- hatten die socialdemokratischen Stadtverordneten die traurige Genug- Nennung des Wortes die betr. Zelle, wenn der Badende sich wieder ankleiden will, und überzeugt sich, ob das Kennwort stimmt. Stimmt stätten liegen dicht am Bahnhof auf einem 140 Hektar großen, von thuung zu konstatieren, daß diese Schwestern insbesondere die in der Stadt Beelitz ertvorbenen Waldgelände, welches einerseits leitender Stellung befindlichen zum größten Teil ehemals in das Stichwort, dann kann der Badende sich ankleiden und gehen, vom Bahndamm, andrerseits von der diesen trenzenden Chaussee in städtischen Diensten stehende Victoria- Schwestern sind; diese haben stimmt es aber nicht, dann sind die Kleider mit Inhalt jedenfalls bier annähernd gleiche Teile getrennt wird. Kommt man von den städtischen Dienst quittiert, eben wegen der von socialdemokratischer vor unbefugten Eingriffen geschüßt, und vielleicht ist dann ein SpizBerlin, so liegen rechts( nördlich) von der Bahn die beiden Heil- Seite so oft gerügten schlechten Entlohnung des Pflegepersonals, und bube auf seinem Wege gefaßt. Darum beachte man diese Einstätten für Lungen rante, links( südlich) die Sanatorien für nicht sind in den Dienst der Landes- Versicherungsanstalt getreten, deren richtung. ansteckende chronische Kranke, wobei beiderseits vor der Chaussee zum Teil aus Arbeitern bestehender Vorstand mehr Verständnis Der Geheime Baurat Wilhelm Böckmann, Mitinhaber der bes ( östlich) die Anstalten für Männer, hinter derselben( westlich) die für dafür hatte, daß die aufopferungsvolle und aufreibende Thätigkeit kannten Baufirma Ende& Bödmann, ist gestern im 71. Lebensjahre Frauen liegen. Alle vier Anstalten, jede für sich durch ein Gitter im Krankenpflegeberuf auch eine entsprechende materielle Ent- an den Folgen einer Beinamputation gestorben. Von Böckmann abgeschlossen, dienen den Zweden des vorbeugenden Heil- fchädigung verdient. berfahrens" im Sinne des Alters- und Invaliditätsgesetzes, " C. F. der Invalidität und damit der Rentenpflichtigkeit vorbeugen. Der Berliner Partei- Angelegenheiten. Garten. d. h. sie sollen durch rechtzeitige Behandlung Versicherter dem Eintritt ökonomische Betrieb geschieht gemeinsam, und zwar be= findet sich das Kessel- und Maschinenhaus, welches für die Parteigenoffen des zweiten Wahlkreises. Zu der bevorstehenden " 1 rühren viele öffentliche und Privatbauten Berlins her, so das Rote schloß, das Industriegebände in der Beuthstraße, das Architektenhaus, das Museum für Völkerkunde und die Neubauten im Zoologischen Die Angelegenheit Ganswindt wird nunmehr nicht zu einem Prez Kohlenzufuhr direkte Geleisverbindung mit der Bahn hat, Erfaziahl im vierten Kommunal- Wahlbezirk findet heute, Donners- Strafverfahren gegen den„ Erfinder", sondern zu einem auf dem Terrain des Sanatoriums für Männer; es enthält die tag, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gründer, Schwerin- prozeß führen. Eine Korrespondenz meldet darüber: Auf eine Maschinen für die Centralheizung, die elektrische Kraftzuführung und straße 13, eine Volksversammlung statt, in der Genoffe Privatflage des Erfinders Hermann Ganswindt, welche dieser schon Beleuchtung, die Gewinnung des zur Wasserversorgung erforderlichen Alfred Bernstein über„ Die Kommunalverwaltung Berlins" vor seiner Verhaftung angestrengt hatte, die aber bis zu der nunmehr erfolgten Einstellung des Verfahrens hatte vertagt werden Grundwassers, dessen Enteisenung, die Zuführung des kalten und referiert und der Kandidat proklamiert wird. Die Vertrauensleute. müffen, find jegt der Verleger des Berliner Tageblatts", der warmen Wassers zu den einzelnen Gebäuden, eine EismaschinenAnlage, sowie Werkstätten und Wohnräume für das Maschinen- Achtung, Barteigenoffen des dritten und vierten Wahl- Berliner Morgenzeitung" und des" Ult", Verlagsbuchhändler personal. Ein hoher Wasserturm frönt das ganze Gebäude. Die freises( SO.) Am Mittwoch, den 5. November, findet im Rudolf Mosse und die Redakteure Dr. jur. Moritz Friedländer, Rohrleitungen zu den einzelnen Gebäuden find in unterirdischen 11. Stommunal- Wahlbezirk die Erfagwahl für den verstorbenen Ottwald, Richard Schmidt Cabanis, Dr. Frizz Engel und Victor Brandt unter Anklage gestellt worden. Das Hauptverfahren ist Kanälen untergebracht, deren mit Beton belegte Deden in sehr zwed Genossen Th. Mener statt. mäßiger Weise zugleich als Fußgängerwege den Verkehr innerhalb Zur Einleitung der Wahlagitation findet am heutigen Donners- eröffnet und die Hauptverhandlung auf den 6. November, vorund zwischen den Anstalten vermitteln. Das Kochküchen- tag, abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynstraße 27, eine mittags 11 Uhr, im Zimmer 24 des Kriminalgerichts zu Moabit Gebäude und das Waschküchen- Gebäude sind auf dem Terrain des öffentliche Versammlung statt, zu der Reichstags- Abgeordneter anberaumt worden. Da sämtliche Mosseschen Zeitungen das UnterSanatoriums für Frauen untergebracht; namentlich die letztere erregte Arthur Stadthagen das Referat übernommen hat. Hieraufnehmen Ganswindts als Schwindel darstellten, so ist auch gegen den Das„ Berliner Tageblatt" ließ das Interesse der Besucher, durch die überaus praktischen maschinellen folgt Disfuffion. Ferner findet in dieser Bersammlung die Auf- Verleger Anklage erhoben worden. Einrichtungen, welche es ermöglichen, die großen erforderlichen stellung eines Kandidaten und die Wahl eines Wahl- u. a. eine Berichtigung Ganstvindts vom 7. Oftober 1901, die mit Wäschemengen in kürzester Zeit zu waschen und zu trocknen, und komitees statt. Attenzeichen des Kriegsministeriums versehen ivar und der Nedaktion eingeschrieben zugesandt wurde, unbeachtet. " Nach diesen nicht ganz klaren Mitteilungen scheint es sich um eine Anklage wegen Verstoßes gegen den Berichtigungsparagraphen des Preßzgesetzes zu handeln. fo wieder gebrauchsfähig zu machen.„ Centrifugal- Trockenmaschinen" Es ist Pflicht aller Genossen, für den regen Besuch dieser Berschleudern durch freisförmige, Drehung aus der frisch gewaschenen und fammlung zu agitieren. gespülten Wäsche den größten Teil des Waffers aus, dann folgt die Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß alle Wähler wahl bollständige Trocming in Heißlufttammern, oder in Dampf berechtigt find, welche in den Listen verzeichnet stehen, gleich mangeln", die zugleich die Wäsche bügeln. Dabei erfolgt nur die viel ob sie seit dem 1. Oktober aus dem Bezirk verzogen sind oder Einen Selbstmord verhinderte am Dienstag ein Arbeiter im Zuführung und Abnahme der Wäsche durch Händearbeit alles übrige nicht. Die Vertrauensleute. Balde bei Schönholz. Der 38 Jahre alte Kaufmann Richard Wegener besorgt der elektrische Strom. Eine Desinfektionsanstalt mit Müll- Fünfter Kreis. Heute Donnerstagabend 8½ 1hr findet aus der amendestraße Nr. 36, der verheiratet und Vater von zwei verbrennungs- Einrichtung befindet sich auf dem Terrain der Lungen- eine Bartei versammlung statt, in welcher die Vertrauens- Kindern ist, hatte seit vier Monaten teine Stellung heilstätte für Männer. Eine„ Central- Bade- Anstalt" auf dem Leute Bericht erstatten. Neben der Neuwahl steht ein Vortrag des mehr. Berzweifelt ging er Dienstagvormittag nach Schönholz Terrain des Sanatoriums für Männer ist noch im Bau. Verwaltungs- Genossen Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine auf der hinaus, um dort im Walde feinem Leben ein Ende zu machen. Ein zu den für alle Anstalten gemeinsamen Gebänden. Alle bisher genannten Zahlreiches aber auch pünktliches Erscheinen ist Pflicht. gebäude, Arzthäuser, Gärtnerhaus, Stallgebäude usw. gehören ebenfalls Tagesordnung. Thema: Strafrecht und Socialdemokratie. Arbeiter, der einen Schuß fallen hörte, lief hinzu und entriß ihm Bauten sind so bemessen, meist auch schon in ihrer maschinellen Ausstattung, daß sie nicht bloß bei dem jezigen Umfange, sondern auch nötigenfalls bei sehr erheblicher Erweiterung der Anstaltenbié auf insgesamt eine Belegschaft von 2000 Personen noch ausreichen werden. Ebenso würde das Terrain der Anstalt eine solche Erweiterung gestatten. hat, schwebt noch 11 1 und die Kirche steht noch im Rohbau. " Lokales. Die Vertrauensleute. der den Revolver, bevor er ihn zum zweitenmale ansehen konnte. " Schade, daß ich so schlecht getroffen habe," entgegnete der LebensCharlottenburg. Heute abend 9 Uhr findet im Volkshause, Die erste Stugel war in die rechte Schläfe eingedrungen, ohne den müde feinem Netter auf die Frage, weshalb er sich erschießen wolle. Rosinenſtr. 3, die Fortsetzung der vertagten Generalversammlung Mann lebensgefährlich zu verlegen. Nachdem er von einem Arzte des Wahlvereins statt, worauf wir die Mitglieder besonders aufmerk verbunden worden war, wurde der Verwundete mit einem Lückschen sam machen. Am Eingang legitimiert das Mitgliedsbuch. Unter den allen Anstalten gemeinsamen Gebäuden muß schließ Ferner teilen wir mit, daß am nächsten Sonntag, den 26. d. M., Rettungswagen nach Berlin in die königliche Klinik gebracht. Bernntreuungen, die nach den bisherigen Feststellungen eine lich noch eins erwähnt werden, schon um seiner Geschichte willen: früh 8 Uhr, eine allgemeine Flugblatt- Verbreitung, und das dicht an der Station gelegene„ Gotteshaus", welches für den zwar von folgenden Lokalen aus stattfindet: 1. Bezirk: Pasche, halbe Million überschreiten sollen, find in dem Kaufhause 2. Bezirk: Bade, Nehringftr. 25. Gebrauch der Protestanten und Katholiken bestimmt ist. Seiner Zeit Potsdamerstr. 44. 3. Bezirk: Israel verübt worden. Der alte Kommerzienrat Jerael war wurden im Ausschuß der Landes- Versicherungsanstalt die Kosten Gimpel, Osnabrückerstr. 4, und Bock, Cauerstr. 16. 4. Vezirt: Dörre, Vormund von fünf Gebrüdern Befas, die im Auerbach- Stift erzogen des Rohbaues der Kirche nur bewilligt, indem die Arbeitervertreter Ballstr. 90. 5. Bezirk: Bartsch, Sefenheimerstr. 11. 6. Bezirk: wurden. Die jungen Leute lernten alle bei Israel und blieben auch dagegen, die Arbeitgeber dafür stimmten, und bei Stimmengleichheit Fischer, Pestalozzistr. 84. 7. Bezirk: Röttger, Leibnizftr. 3. 8. Bezirk: später noch bei ihm. Zwei machten sich dann selbständig, einer wurde geistestrank, die andren beiden waren seit langen Jahren bei der Vorsitzende Reichstags- Abgeordneter Röside den Ausschlag gab. Bredlow, Ansbacherstr. 31. Als dann aber die innere Ausstattung bewilligt werden sollte, Wir ersuchen um pünktliche und zahlreiche Beteiligung. Jsrael thätig, der ältere, Julius, als Kassierer, der jüngere, Berthold, Der Vorstaud. als Buchhalter. Julius Befas soll mun fortgesezt Verkaufszettel hatten infolge der Säumigkeit der Arbeitgeber die Arbeitervertreter die Mehrheit und sie lehnten die Bewilligung ab. Der Refurs an Friedrichshagen. Sonnabendabend 9 Uhr im Saale des Herrn gefälscht und sein Bruder ihm geholfen haben, die Unterschlagungen das Reichs- Versicherungsamt, den hiergegen der Vorstand eingelegt Start Conrad, Friedrichstraße 187: Voltsversammlung für 3 verdecken. Vor acht Tagen äußerte endlich, wie es heißt, Nun wurde scharf aufgepaßt, Frauen und Männer. Reichstags- Abgeordneter Georg Ledebour ein Lehrling einen Verdacht. Außer den allen gemeinsamen Gebäuden befindet sich in jeder pricht über Die Lebensmittelverteurer an und man entdeckte die Veruntreumgen. Nach ihrer Ueberführung Anstalt ein Pavillon" zur Aufnahme der Kranken. Jeder Pavillon Arbeit". wurden die beiden Ungetreuen aus dem Geschäft entlassen. Eine Anzeige bei der Behörde ist nicht erfolgt. Julius Vesas hatte bei besteht aus Keller, Erdgeschoß, Obergeschoß, und teilweise Dachgeschoß. Krankenräume finden sich fast mur im Erd- und OberIsrael ein Guthaben von 50 000 m. und auf einer hiesigen Bank geschoß. Es enthält der Pavillon des Sanatoriums und der Lungenein solches von 150 000 M. Diese Beträge sind der Firma einheilstätte für Männer je 186 Krantenbetten, der für Frauen über gehändigt worden. Ueber die Art. wie die Veruntreumgen vers Daß die Polizei daim am seltensten zur Stelle ist, wenn man übt wurden, meldet man uns folgendes: Der Verkäufer verzeichnet 80 beziv. 70 Betten. Als Schlafräume dienen nicht, wie in den Krankenhäusern große Säle, sondern Einzelräinie mit ihrer am meisten bedarf, lehrt von neuem der unglückliche Vorfall die Ware, die jemand kauft, und den Preis auf einem Blockzettel. zwei bis höchstens acht Betten. Diese Räume dienen auch eben nur im Hause Reinickendorferstr. 18c, über den wir vorgestern und Den Originalzettel erhält der Käufer, um sich vom Kassierer die zum Schlafen, da neben ihnen in jedem Pavillon ein großer Speise- gestern berichteten. Aus unbedeutendem Anlaß entsteht vor einem Bahlung quittieren zu laffen. Eine blaue Durchschrift bekommt haal, Tagesräume, Lesezimmer usw. zur Verfügung stehen. Auch Minute an, unter Leute, die da glauben, aus gerechtem Anlaß ent- Blauzettel nahm der Kassierer mum wieder an sich und fälschte den Geschäftsteller ein Auflauf. Die Menge schwillt von Minute zu zunächst ein Lehrling, der sie für die Verpackung braucht. Diese besondere Waschräume mit einem Waschbecken auf je fünf Strante, rüstet sein zu können, mischt sich allerhand zweifelhaftes Bolt, und Betrag. Hatte zum Beispiel jemand für 88 M. gekauft, so machte Zufluß von warmem und faltem Wasser, eigne Vorrichtungen zum bald ist eine Einzelperson derart in Bedrängnis geraten, daß sie Julius Besas daraus 8,80 7. Diefe Summe führte er in Mundspülen usw. sind vorhanden, ebenso Räume zum Reinigen der Kleider; in den Frauen- Pavillons sehr praktisch eingerichtete Räume fich anders keine Hilfe weiß als mit dem Revolver in der Hand. Die Kaffe ab, während er das Uebrige in seine Tasche steckte. Inner stärker wird der Lärm, das Eigentum des Angegriffenen Bei einem täglichen Umfaße von 50-60 000 M. fonnte mun folche zur Vornahme der von den Aerzten verordneten Ausspülungen wir zerstört, die halbe Straße gerät in Aufregung, doch von Unterschlagung nicht leicht entdeckt werden, und stellte sich doch eine Untersuchungszimmer, Räume für Massage und für Apparate= behandlung usw. Bade- Einrichtungen, Klosets usw. vervollständigen polizeilicher Hilfe ist immer noch nichts zu erblicken und eine halbe unrichtigkeit heraus, so verdeckte der Buchhalter Berthold Besas sie das Ganze. Namentlich in den Lungenheitstätten ist auf die GeStunde dauert es ungefähr, bis solche zur Stelle ist. Juzwischen haben bei der Kontrolle durch eine andre Fälschung. Es kam auch vor, staltung der Bade- Einrichtungen besonderer Wert gelegt, hier findet die schlimmsten Lärmmacher sich längst feitwärts in die Büsche ge- daß der Kaffierer einen Blanzettel ganz verschwinden ließ. Auf das fich die Möglichkeit zur Vornahme aller Proceduren für Waffer- schlagen, der Angegriffene, der mit dem in der Angst abgegebenen Guthaben und das Depot des Staffierers wollen die Geschäftsheilverfahren und auch die Einrichtung für elektrische Lichtbäder. lezt hat, meldet selber den Vorfall auf der Polizeiwache an und der Fälschungen haben vielleicht schon vor fünfzehn Jahren begonnen. Revolverschuß das unbeteiligte Kind zum Glück nur ganz leicht ver- inhaber, wie es jetzt heißt, verzichten. Die Unterschlagungen und Vorgebaute offene Hallen und Terrassen ermöglichen auch den in ihrer Beweglichkeit gehemmten Kranten den ausgiebigen Aufenthalt Schumannschaft bleibt mun, nachdem alles vorüber ist, weiter nichts Julius Befas ist ein Mann von 62 Jahren und Vater von drei Seine einzige Tochter heiratete vor drei Jahren im Freien. In den Lungenheilstätten dienen diesem Zwede noch be- fibrig, als den" Thatbestand" nach den Angaben des attadierten Stinbern. sonders die nach Süden gelegenen Liegehallen, hier sind auch über- Grünframhändlers festzustellen. Wenn man die vielen unbedeutenden und bekam eine Mitgift von 60 000 Mart und eine AusAnlässe in Betracht zieht, bei denen die Polizei einschreiten zu steuer von 30 000 Marf. In der Naupachstraße Nr. 90 dachte Wandelhallen vorhanden, die bei schlechtem Wetter die Be- müssen glaubt, wenn man bedenkt, wie sie sich im Streitbrecher und bewohnte die Familie seit vielen Jahren sechs Zimmer. wegung im Freien ermöglichen sollen. Sämtliche Gebäude sind bei äußerlich gefälliger und geschmad- Unternehmerschutz nicht minder müht als in der Konstatierung Das Jahreseinkommen des Mannes betrug etiva 8000 Mr. Berthold voller Form im Innern geradezu mustergültig ausgestattet. Die irgend welcher von Händlern begangenen Polizei- Kontraventionen, Besas ist 54 Jahre alt, kinderlos verheiratet und bewohnt in der Beschreibung der Anstalt, welche der Vorstand veröffentlicht,") fagt schüttelt, daß die Sicherheitswächter von einem Vorfall wie mitgeteilt, daß die Gebrüder Julius und Berthold Bejas gestern dann ist es begreiflich, wenn das Publikum den Kopf darüber Holzmarktstraße 2 sechs Zimmer. Zu den Veruntreuungen wird diesbezüglich in dem Vorwort durchaus zutreffend, daß gerabe diesbezüglich in dem Vorwort durchaus zutreffend, daß gerade bem in der Reinickendorferstraße absolut nichts gewahr wurden. Nachmittag von ihrer Wohnung nach dem Polizeipräsidium abgeholt bei dem Bau und der Einrichtung von Heilstätten der Grundfas Streifbrecher bewachen und Straßenhändler notieren, ist teine Kunst; wurden, um über die ihnen zur Last gelegten Straftaten verhört gelten muß: das Teuerste ist das Billigste. Die Mehr schwerer ist es schon, Leben und Eigentum der Bürger zur rechten zu werden. Diese Vernehmungen werden voraussichtlich lange Zeit aufwendungen, welche durch Verwendung besten Materials entstehen, in Anspruch nehmen, zumal da auch die Ermittelungen im Kauf machen sich im Laufe der Jahre reichlich bezahlt durch die Ber Beit zu schügen. Vermeidung der Ersaß- und Reparaturfosten. Bis ins kleinste hinein Zum Bau städtischer Straßenbahnlinien hatte eine Korrespondenz hanje noch nicht abgeschloffen find. entspricht die innere Einrichtung den höchsten Anforderungen, welche gemeldet, daß zum Ausbau der vom Minister genehmigten städtischen Eine verzwickte Geschichte beschäftigte in der legten Zeit die die hygienische Wissenschaft heute stellt. Dazu fchafft man unter Oftlinie" der Ankauf eines Hausgrundstückes in der Gartenstraße hiesige Kriminalpolizei. Die Staatsanwaltschaft von Hamburg fragte möglichster Erhaltung des alten Waldbestandes durch diesen ergänzende behufs Verbreiterung des Fahrdammes von der Stadtgemeinde ins nach dem Verbleib eines Arbeiters Melzer, der aus Danzig wegen gärtnerische Anlagen für das Ganze einen Rahmen, der das Seinige Auge gefaßt worden sei. Ursprünglich plante man, mir einen Teil Diebstahls entflohen sei und dort seine Frau in gesegneten limbazu thun wird, den Kranken den Aufenthalt in der Anstalt zu dieses Grundstücks anzukaufen und das auf demselben stehende ständen habe figen laffen. In der Petersburgerstraße wurde mun einem angenehmen zu machen und so den Erfolg der Kur zu unter- Gebäude an der Ede abzurunden. Die städtische Tiefbau ein Arbeiter Melzer ermittelt, der im Jahre 1898 in Danzig war. Deputation beschloß indes in ihrer geftrigen Sigung, das Dieser hat sich aber erst in Berlin verheiratet und lebt hier mit stützen. Die Gesamtkosten der Anlagen betragen ca. 9 Millionen Mart. Grundstüc gans anzulaufen. Ferner war städtischerfeits eine feiner Frau im besten Frieden. Er hat auch nie gestohlen, dagegen Der Vorstand berechnet danach pro Strantenbett einen Betrag von Straßenbahnlinie vom Winterfeld play durch die wurden ihm damals in Danzig von einem Arbeiter Herrmann, den 15 000 M., eine Summe, die fich aber bei weiterem Ausbau der Froben und Magdeburgerstraße nach dem Hafenplas er dort kennen lernte, seine Ausweispapiere gestohlen. Herrmann Anstalt erniedrigen wird, eben weil Grund und Boden sowie die und unter Mitbenutzung der neuen Geleise der Charlottenburger aber war seitdem spurlos verschwunden. Man sandte mun seine allgemeinen Zweden dienenden Baulichkeiten bereits einer Er Straßenbahn( Stöthener, Bring Albrecht, Zimmerstraße) nach dem Bersonenbeschreibung und fein Bild an alle Behörden und Strafweiterung angepakt sind. Die jährlichen Betriebskosten, einschließlich Hausvoigteiplatz und dem Kupfer graben. Ede Dorotheenstraße, anstalten und da stieß man in Gefängnis zu Perleberg auf einen Berzinsung, werden auf 1 200 000 m. angenommen, pro Stopf und geplant. Um dieſe Linie ausbauen zu können, bedurfte es aber Sträfling Hartmann, der dort wegen Diebstahle sigt und der genau eines Hänfer- Durchbruches rejp. einer Durchlegung der so aussieht wie Herrmann. Das Bild ging jezt auch nach Danzig, *) Die Arbeiter- Heilstätten der Landes- Versicherungsanstalt robenstraße zwischen Kurfürsten- und Stegligerstraße nach der wo Frau Melzer sofort sah, daß es Herrmani darstellte. Hartmann Perlin bei Beeliz." Dit einem Uebersichtsplan, 20 Grundrissen und Magdeburgerstraße. Dies von den Anwohnern der genannten ist jedenfalls ein sehr schwerer Junge, der vielleicht auch nicht Herr60 Autotypien. Kommissionsverlag W. u. S. Löwenthal, Berlin. Straßen schon längst sehnlichst gewünschte Projekt wird wegen mann heißt. Auf die gestohlenen Papiere heiratete er in Danzig Jm Cirkus Schumann wird heute zum erstenmal in dieser Saison eine Pantomime aufgeführt. Es handelt sich um die Fortsetzung des bekannten, schon unter Renz aufgeführten Stückes „ Die lustigen Heidelberger". Aus den Nachbarorten. Für die Gemeindevertreter- Wahl am 21. und 22. Oktober wurde ,, da ein geeigneter Kandidat nicht zur Verfügung stand, Wahlenthaltung proflamiert. Vermischtes. " als Melzer und als er beim Diebstahl ertappt wurde, nannte er sich der Fleischpreise, wie sie durch die Nahrungsmittelzölle und durch| tündigen vergessen hatte.- 781 G. Streitfragen 1-3: Ja. Hartmann. die Viehsperre jetzt schon betwirft wird; und nach Annahme der Zoll- W. Schmischte. Ihre Frage ist bereits früher mit Rein beantwortet. Feuerbericht. Nur wenig Alarmierungen hatte die Wehr in den tarif- Vorlage fünftig noch mehr verstärkt werden würde. Die Ver- Streitfrage. 1 u. 2 Das ist möglich, aber nicht wahrscheinlich. 3. Die N. N. 1. Gefängnis. 2. Der letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Mittwoch frith gegen 6 Uhr ſammlung richtet an die Reichsregierung und den Reichstag das Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. Betreffende tann Strajantrag stellen. Zwei Wettende in Niederwurde sie nach der Liebenwalderstraße 56 gerufen, wo in einer Gesuch, diesen unheilvollen Zuständen ein Ende zu machen durch Schöneweide. Starfreitag ist geseglicher Feiertag. Die gefeßlichen FeierKüche ein Brand ausgekommen war, der den Fußboden und die schleunige Aufhebung der Viehsperre und Beseitigung der Lebenstage in Preußen nd im Arbeiterrecht" S. 133 Anm. angeführt. Gleichzeitig spricht die Versammlung ihre Ent- D. R. 2. 1. Die Kinder erster Ehe und die Witwe würden erben. Balkenlage ergriffen hatte. In der Marienburgerstraße 4 mußte mittelzölle. Dienstag gegen Abend in einem Keller ein Feuer beseitigt werden, rüstung darüber aus, daß die Gemeindevertretung von Wilmersdorf 2. Das Sparkaſſenbuch gehört der Frau, tommt daher unter die Teilungs das in der Hauptsache Gerümpel und Verpackungsmaterial ein- ihrerseits eine Kundgebung zur Beseitigung der Fleischnot für über- masse, wenn sie das märkische Erbrecht wählt, nachdem ihr die Hälfte des beiderseitigen Vermögens zufiel. 2. S. 1. und 2. An Stelle der veräscherte. Dienstagabend 10 Uhr waren außerdem noch in der flüssig erklärte. und damit den Fleischwucherern in die Hände gestorbenen Geschwister( oder Kinder) treten deren Kinder. M. W. Waldemarstraße 15 in einer Wohnung Möbel, Gardinen und arbeitet hat zum Schaden der arbeitenden Bevölkerung." 1. Dispens tann erteilt werden. 2. Nein. 3. Sie würden 4 des NachKleidungsstücke in Brand geraten, der indes vom fünften Löschzuge lasses erhalten, das andre erhält das Kind oder die Kinder. 4. Ja. 5. Das tann Ihre Frau halten wie sie will. P. P. Priebus. 1. Leider nur in furzer Zeit unterdrückt werden konnte. Sie. 2. Nein. 3. Nach 26 wöchentlichem Krantjein. 4. Wenden Sie sich an die untere Berwaltungsbehörde( Magistrat oder Landrat). Dagobert H. 1. Ja. Der Eigentümer fann Interventionsflage erheben. 2. Nein. 3. Die Frist zur Einlegung des Rechtsmittels in Straffachen beträgt eine Woche vom Tage der Verkündung ab gerechnet.-. y. Nein. Gewaltigen Schrecken hat eine Ga sexplosion im Keller des D. F. 1. Nein. Städtische Fortbildungsschulen für Mädchen befinden Johanneums zu Zittau unter den Schülern des in dem Gebäude sich in der Georgenkirchstr. 2, Hochstr. 4, Langeste. 76, Turmstr. 25, Gubeneruntergebrachten Realgymnasiums hervorgerufen. Einige dreißig fraße 51/52, Gulmistr. 15, Naunynstr. 63, Danzigerstr. 23, ElisabethkirchIn tiefe Betrübnis sind die in der Koburgerstraße zu Schöne Sertaner saßen gerade in dem über dem Keller befindlichen Zeichen- mädchen sind die Victoria- Fortbildungsschule Tempelhofer Ufer 2, die Fortstraße 19. Von Vereinen oder Kuratorien geleitete Fortbildungsschulen für berg wohnhaften Zimmermann Klauke schen Eheleute durch den faale, als plöglich ein Krach das Haus erbeben machte. Klirrend bildungsschule Auguststr. 67/68, die taufmännische und gewerbliche Fort Verlust ihres auf schreckliche Weise ums Leben gekommenen elf- sprangen die Fensterscheiben in taufend Stücke, der Voden wankte, bildungsanstalt Alte Jakobstr. 122 und die Handelsschule und kaufmännische jährigen Sohnes versezt worden. Die Eltern, die ihren Sohn die Dielen wurden etwa 20 Centimeter in die Höhe gehoben und Fortbildungsanstalt Georgenstr. 30/31. Der Chef ist verpflichtet, Ihnen die schon am Dienstagabend vermißten, konnten trotz aller Nach auseinandergetrieben und die Zeichenpulte durcheinandergeworfen. zum Besuch einer Fortbildungsschule erforderliche Zeit zu gewähren. 2. Leider nein. forschungen nichts über dessen Verbleib in Erfahrung bringen und Ein Augenblick jähen Entfeßens dann stürzten die meisten Halse Labiau S. Die Frage, ob Sie noch jetzt Alimentationsansprüche geltend mußten so eine Nacht in Sorge und Angst verbringen. Erst den über Kopf zur Thür hinaus, während die dem Fenster zunächst machen können, hängt davon ab, ob Ihr Mann damals für den schuldigen polizeilichen Recherchen gelang es am andern Morgen, eine Spur Sigenden durch diese ins Freie sprangen. Infolge eines Röhrenbruchs Teil erklärt ist. Wenn dies der Fall, so können Sie zu Ihrem ſtandesmäßigen Unterhalt ausreichende Alimente nach Ihrer Schilderung etwa des Vermißten zu entdecken. Schulkinder hatten ihn Dienstag- war Gas ausgeströmt, hatte sich im Gewölbe des Kohlenfellers an- 50-100 Mart monatlich noch jetzt bei dem Landgericht einflagen, in nachmittag in Begleitung einiger Spiellameraden nach den an der gesammelt und entzündete sich, als der dem Gasgeruch im Keller nach dessen Bezirt Ihr früherer Ehemann wohnt. Zweckmäßig ist es, daß Sie Erfurterstraße belegenen Wiesen gehen sehen. Es lag nun die Be- gehende Hausverwalter Heubner ein Streichholz ansteckte. Das mächtige zwecks Anstellung der Klage fich das Armenrecht verschaffen. fürchtung nahe, daß er in dem die Wiesen durchziehenden so- Gewölbe wurde durch gewaltigen Druck in die Höhe gehoben und wiederholen Sie Ihre Anfrage: die von Ihnen bezeichnete liegt nicht vor. genannten„ Seegraben" ertrunken sein könne. Die Feuerwehr suchte barst an verschiedenen Stellen, starte Holzthüren wurden zersplittert, 2. A. S. 33. 1. Ja. 2. Die Frist zur Stellung eines Strajantrages darauf den etwa zwei Meter breiten Graben ab und nach vieler Holzteile und Kalk durch die Gitterfenster weit hinaus auf die wegen Beleidigung beträgt drei Monate. Diese Frist rechnet von dem Tage der Kenntnis der Beleidigung ab. Der Sühnetermin unterbricht diese Vers Mühe wurde denn auch nachmittags 5 Uhr die Leiche des Knaben Straße geschleudert. Heubner wurde zwar nicht lebensgefährlich jährungsfrist nicht, sondern nur ein an das Amtsgericht, die Staatsanwaltherausgezogen. Wie es heißt, soll ein andrer Junge den Ver- verlegt, aber doch furchtbar zugerichtet. Dadurch daß er an eine schaft oder die Polizeibehörde gerichteter Antrag auf Bestrafung und die unglückten im Uebermut in das schlammige Waffer gestoßen haben Mauerede geschleudert wurde, erlitt er eine schwere Stopfverlegung Beleidigungsflage selbst. 2. K. N. 1. Bedenken gegen die bes und, weil er selbst seinen Spielgenoffen nicht zu retten vermochte, und einen Beinbruch. Kopfhaar und Bart sind ihm abgefengt treffende Gesellschaft liegen nicht vor. 2. Falls Sie nicht zahlen, ihn in dieser hilflosen Lage verlassen haben. worden, und Gesicht, Hals und Hände bedeckten Brandwunden. Der fann auf Erfüllung Ihrer Berpflichtung mit Erfolg geflagt werden. 2. S. 68. 1. Ja. 2. Die Mitglieder, die unterschrieben haben, nicht Ablershof. In der gestern stattgefundenen Erfazwahl zur Feuermann Zeißig, der gerade eine Karre Coaks in den Keller Gemeindevertretung wurde unser Kandidat, Genosse Hilde- fahren wollte, wurde mitsamt der Karre zu Boden geschleudert und der Verein, haftet. 3. Nein. 4. Suchen Sie eine Einigung herbeizuführen. H. N. Beide K. A. Ja, sie müßte wenigstens 80 Marken fleben. brandt, mit 323 Stimmen ge to ählt. Der Freisinnige erhielt am Kopfe verbrannt. Das entstandene Feuer konnte rasch gelöscht Aeußerungen enthalten Beleidigungen. Sie könnten wegen der zweiten den Schuß der Wahrnehmung berechtigter Interessen(§ 193 des Strafgesehbuchs) für sich in Anspruch nehmen. R. H. Sie sind im Unrecht, falls nicht ausdrücklich vereinbart ist, spätestens am 29. müsse das Band fertig sein, widrigenfalls Sie es nicht abnehmen, sind Sie zur Abnahme und Zahlung verpflichtet. 17 Stimmen. Die Gewerbegerichtswahl in Köpenick, welche am 3. und 4. November stattfindet, wird Freitagabend 8 Uhr bei Scheer, Wilhelinsgarten, in einer öffentlichen Versammlung für Männer und Frauen erörtert. In dieser Versammlung werden auch die Kandidaten aufgestellt. Aus Zehlendorf schreibt man uns: Mit dem Bau des neuen Bahnhofes zwischen Zehlendorf und Schlachtensee scheint es nun doch nichts zu werden. Im Frühjahr dieses Jahres waren die Pläne dazu von der Zehlendorfer Gemeindevertretung bereits genehmigt und die Kosten in Höhe von 650 000 m. waren gesichert. Seit langem hört man nichts mehr von dem Plan; nur so viel steht fest, daß ein in Frage kommender Besizer eines größeren Terrains am Bahnhof jetzt seine Zusage zurückgezogen hat. Wie man erzählt, soll eine hier sehr bekannte Terraingesellschaft eine Entwertung ihrer Grundstücke befürchten, die in der Nähe andrer Bahnhöfe liegen. Verfammlungen. = Eine Protestversammlung gegen den Fleischwucher wurde am Montag in Wilmersdorf abgehalten. Der Besuch, besonders feitens der Frauen war sehr stark. Reichstags- Abgeordneter edebour legte in eineinhalbstündiger Rede die Gründe der bestehenden Fleischverteuerung dar. Der Redner wurde oft durch stürmische Beifallskundgebungen unterbrochen. Die Gemeindebertreter, welche bestritten, daß in Wilmersdorf eine Fleischnot besteht, und die von unsren Bertretern eingebrachte diesbezügliche Betition abgelehnt haben, waren zu der Versammlung schriftlich eingeladen, jedoch nicht erschienen. Dieses Verhalten wurde vom Genossen Ledebour sowie verschiedenen Rednern einer wohlverdienten Sritit unterzogen. Die Versammlung nahm folgende Resolution einstimmig an: " Die am 20. Oftober in Wilmersdorf tagende VolksverfammTung erhebt Protest gegen die unerträgliche Künstliche Verteuerung werden. Auf der Kirmes erstochen wurden in Geiselwind( Unterfranken) in einem Streit drei Burschen. B. in N. Witterungsübersicht vom 22. Oftober 1902, morgens 8 Uhr. Ueber den fünffachen Mord, der im Abbau Damerkow im Kreise Stolp von dem Arbeiter Bantin verübt wurde, wird gemeldet, daß der Mörder Montagmorgen verhaftet worden ist. Er hat eine Frau Grunft, deren 3 Kinder im Alter von 13, 4 und 12 Jahren sowie eine sechzigjährige Frau Dona erschlagen, um sich in den Besitz von 110 Mart zu sezen. Bei der gerichtlichen Leichenfektion, zu der Stationen Bantin zugezogen wurde, hat er ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Mörder wurde gefesselt in das Gefängnis zu Stolp abgeführt. Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Swinemde. 761 23 Wetter 3 heiter 764 W 765 W 3 bededt 3 wolfig 3 woltig 2bedeckt 768 GD Temp. n. C. 5° G.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärle 6 Haparanda 762 D 5 Petersburg 763 D 6 Corf 5 Aberdeen 6 Paris Wetter 4 bedeckt 2 bedeckt Temp. n. C. 767 WSW 4wolkig 12 769 S 3wollen! 767 28 1hlb. bed. 8 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 23. Oftober 1902. Ein wenig wärmer, veränderlich, vorherrschend wolkig, mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Ein schweres Eisenbahn- Verbrechen ist, wie aus Petersburg Hamburg gemeldet wird, Montag in Rußland verübt worden. Montagabend Berlin 9 Uhr entgleiste bei Dinaburg der Schnellzug von Wirballen nach Frantf./m. 768 W Petersburg. Die Lokomotive stürzte um, der Gepäckwagen wurde München Wien völlig zertrümmert, die beiden folgenden Wagen 2. Klasse ebenfalls umgestürzt und schwer beschädigt; es entgleisten noch ein Wagen 2. Klasse, ein Wagen 1. Klasse und ein Schlafwagen, der aber nur leicht beschädigt wurde. Vom Zugpersonal wurden der Padmeister getötet, drei Beamte schwer und drei leicht verletzt. Von den Fahrgästen wurde einer schwer verletzt. Die Ursache des Unglüds war böswillige Entfernung der Schienenschrauben und der die Schienen mit den erst fürzlich neu gelegten Schwellen verbindenden Bolzen. Briefkaften der Redaktion. ir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll, und die letzte Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beantwortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. A. B. 2000. 1. Das Kind ist erbberechtigt. Das Kapital ift sofort verzinslich, die Zinsen stehen für die Dauer der Minderjährigkeit in der Regel dem Bater zu. 2. Nein. P. 2. 62. Nein. Ningel. Ihre Selage wäre nicht ohne Aussicht auf Erfolg, weil der Konkursverwalter zu Todes- Anzeige. Heute früh 1 Uhr entschlief sanft nach furzem Krantenlager meine liebe Frau, unire gute Mutter Marie Weise geb. Diesing. Um stilles Beileid billen Berlin, 22. Oftober 1902. Albert Welse, nebst slindern. Die Beerdigung findet am Sonn abend, 25. Oktober, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause Rostockerstr. 28 aus statt. 54522 + Herren- Vortrag Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, über: " Sogenannte unheilbare Männerleiden." Donnerstag, den 23. Oftober, abends 9 Uhr, Gerths Restaurant, Blücherstr. 66. 29446 Nur für Herren! Eintritt frei! Preise Zahn- Klinik. beliebige Teil Olga Jacobson, strasse 145. zahlung. InvalidenWarenhaus A.Wertheim Extra- Preise Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27-29. Oranienstr. 52-55. Donnerstag, Freitag, Sonnabend: Leinen- und Baumwollenwaren Tischtücher reinlein, Haus- Gr. ca. 115/ 125-130/ 130 130/165 macher, Blumen- 1,50 1,80 2,40 und Sternmuster, gesäumt dazu passend, ge. Servietten säumt, Gr. ca. 60/66 cm 4,80 Mk. Tischtücher Dtz. aus reinleinen, Gr. ca. 130/180 130/163 Jacquard, gebleicht, 2,50 3 Mk. Blumenmuster, gesäumt Servietten dazu passend, gesäumt Gr. ca. 65/65 cm Dtz. Tischgedeck mit Servietten, Gr. ca. 130/165 cm 6 6,80 Mk. 6. Mk. reinleinen, Hausmacher, Blumenmuster, gesäumt Stubenhandfücher Gr. ca. 42/100 halbleinen Drell Stubenhandtücher reinlein. Jacquard Küchenhandtücher 48/100 Dtz. 3,70 4,50 Mk. Gr. ca. 48/110 Dtz. 5,60 gesäumt gebänd. Gr. ca. 42/100 halblein. Gerstenkorn Dtz. 3,50 Mk. Wischtücher reinleinen, Dtz. 2,50 und 2,70 Ausserdem grosse Posten DamastTischtuch reinleinen, gesäumt, Gr. 130/130 cm 2.60 Mk. Hemdentuch mittelstark Mtr. 28 schwere Qual. 38 Pf. Renforcé gute Qualität Mtr. 42 Pf. Wäsche- Perkal tr. 38 u. 42 Pf. Bettlaken- Dowlas Bettsatin Streifenmuster, gute Schürzen. 50 Pf. ca. 130 80 PL. Wirtschaftsschürze mit Besatz Tändelschürze weiss mit Stickerei 65 u. 85 Pf. Tändelschürze farb. 80, schwarz 95 Pf. Küchenschürze Hausmacher bedruckt 1,15 Mk. 95 PL. 1,15 M. Wirtschaftsschürze schwarz od. Gingham 1,05 schwere Qual. ca. 160 cm breit Qualität, ca. 84 cm Mtr. Qual, ca. 84 cm Mtr. 80 Pf. Theegedeck Bettdamast elegante Muster, feine 75 PL. cm " mit 6 Serv. mit bunt. Kante a. Fransen Piqué- Barchent Mtr. 45. 55 P., Schwere 80 Pt. Wirtschaftsschürze weiss mit Hohlsaum 95 PL. 2.70 Mk. Engl. BatistTaschen= tücher mit Hohlsaum und farbiger Kante Dtz. 1.80 Mk. Qualität Gingham für Schürzen u. Hauskleider 55 Pf. ca. 120 cm breit Mtr. Ein grosser Posten Schweizer Hausschürze altdeutsch 68 Pf. farbig 1,15 Wirtschaftsschürze mit Achselbändern 1,20 Mk. bändern Wirtschaftsschürze Gingham mit Achsel- 1,45 Kleiderschürzen Cretone 1,75 1,95 2,15 cm 55 65 75 cm Stickereien Hängeschürze Kinder, schwarz 1.10 1.25 1,40 zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Schulschürze einfarbig Kleiderstoffe ca. 60 65 70 cm 1,20 1,30 1,40 bedeutend unter regulären Preisen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 23. Oktober. Anfang 72 Uhr. Opernhaus. Robert der Teufel. Schauspielhaus. Die Ahnfrau. Deutsches. Mouna Vanna. Berliner. Alt- Heidelberg. Westen. Das Nachtlager in Granada. Leffing. Das Theaterdorf. Neues. Yvette. Residenz. Seine Kammerzofe. Thalia. Charleys Tante. Borher: Cassis Pascha. Anfang 8 Uhr: Schiller. 0. Doktor Klaus. ( Wallner- Theater.) Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Morituri. ( Teja. Fritchen. Das EwigMännliche.) Genival. Die Geisha. Carl Weiß. Eine Paria. Luisen. Fauft. Casino. Ihre Familie. Kleines. Rausch. Wilhelm. Der Walzerkönig. Buntes Theater. Tochter zu ver heiraten. Der Hund. Bunter Teil. Sinh Genbers. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Trianon. Die Liebesschaukel.( La Bascule.) Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Wintergarten. Specialitäten. Pagage Theater. Vorstellung. SpecialitätenPajjage Panoptikum.SpecialitätenVorstellung. Palast. Berliner in Steglitz. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstr. 48/49.( m Theatersaal.) Tausend Jahre deutscher Kultur. Juvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Trianon- Theater. Georgenstrasse, Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, wochentags 8 Uhr, Mellinis dunkles Geheimnis. Neu! Lu Dalys Englische Boxerinnen und Ringerinnen zum erstenmal auf dem Kontinent. ExcentricGeorgette Langee, Tänzerin. 14 erstklassige Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Hochaktuelle Neuheit!! Ein ,, Boeren- Museum" ( Waffen, Kriegsbeute, Briefe, Dokumente, Handarbeiten gefangener Boeren etc. etc.) Grösste Sehenswürdigkeit der Jeiztzeit!! Wilhelm- Theater. Friedrichstrasse 236. Der Walzerkönig. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDonnerstagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Luftspiel in 5 Att. v. Adolph L'Arronge. Freitagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Biberpelz. städtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Morituri. ( Teja, Fritzchen, Das Ewig- Männliche) von Hermann Sudermann. Freitagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Sonnabendabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Preie Volksbühne. Mittwoch, den 29. Oktober, abends S Uhr, in Sanssouci, Kottbuser Strasse 4a: III und IV. Wahlkreis( Südost). Achtung! Wähler des 11. Kommunal- Wahlbezirkes! Volks- Versammlung Donnerstag, den 23. Oftober, abends 8%, 11hr, im Lofal von Graumann, Naunynstraße 27. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen über: Die bevorstehende Stadtverordneten- Wahl." 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines Kandidaten. 4. Wahl eines Nomitees. Zahlreichen Besuch erwarten 215/ 2* Die socialdemokratischen Vertrauensleute. 11. Wahlkreis. Donnerstag, den 23. Oktober, abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn Gründer, Schwerinstr. 13: Zola- Feier Volks Versammlung Vortrag über Zola: Herr M. G. Conrad aus München. Hierauf: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Geschäfts- und Kassenbericht. Bericht der Revisoren. Diskussion. Antrag auf obligatorische Einführung des Bühnenheftes und Abgabe der Garderobe und der dadurch bedingten Statutenänderung. Verschiedenes. Der Eintritt ist nur Mitgliedern gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Voranzeige! Winterfest! im 4. Kommunal- Wahlbezirk. Tages- Ordnung: 1. Die Kommunal: Verwaltung Berlins. Referent: Genoffe Dr. Alfred Bernstein. 2. Diskussion. 3. Ausstellung eines Kandidaten. 210/18 Die Vertrauenslente. 4. Wahl eines Komitees. Freireligiöse Gemeinde Berlin. Sonnabend, den 26. Oktober 1902. Andreas Festfäle. Humoristischer Vortragsabend Grosses Herbitvergnügen Sonnabend, den 15. November, Brauerei Friedrichshain, unter Mitwirkung hervorragender Humoristen und Coupletsänger. Recitation: Marcell Salzer. Festmarken a 50 Pf. vom 27. Oktober ab in allen Zahlstellen. Sonntag, den 26. Oktober, 23, Uhr nachm.: Lessing- Theater: 12./13. Abt.: Die Kleinbürger. Metropol- Theater: 3./4. Abt.: Was ihr wollt. Lustspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 230/9 Poſſe in 3 Akten von Mannstädt. Kleines Theater Kaffeneröffnung 6 Uhr. Morgen: Der Goldonkel. zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Stadt- Theater. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag Coralie& Co. 3 Uhr: Carl Weiss- Theater. Ali Moabit 47-19. Beruh. Nose: Theater: Ensemble: Donnerstag, den 23. Ottober 1902: Eva. Schauspiel in 5 Aften von Rich. Voß. Anfang 8 Uhr. Große Frankfurterstraße 132. Buntes Theater Zum vorlegtenmal: Eine Paria. Lebensbild in 5 Aften v. E. Nitterfeldt. Anfang 8 Uhr. ( Ueberbrettl.) ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. 8 Uhr. Rausch Tragikomödie in 4 Akten von August Strindberg. Winter Gaten S Excentrics. Griffin und Dubois. Anfang 8 Uhr. Röpeniderstraße 68. Duncan's dress. schott. Schäferhunde. Tochter zu verheiraten. Robinson- Baker- Trio, Hochspringer. Bunter Zeil. Elise de Véra, Der Hund. Soubrette. Leitung: 0. Straus. Los Floridos, Spanische Tänzerinnen. Römer, Sonnabendnachm.: Robinson Wiederauitreten TINY SENDERS. Die 2 Freydos, Professor u. Schüler". Die Tourbillon- Truppe, Radfahrer. Bozena Bradsky. Marcell Salzer. Sisters Carey's dressierte Papageien. Sonnabend, zum 1. Male: lise Crusoe. Sonntagnachmittag: Gräfin Bassalis. Central- Theater Donnerstag, 23. Oftober, abds. 7%, Uhr: Die Geisha. Operette in 3 Alten v. Sidney Jones. Mimosa: Mia Werber. Freitag( Abonnements gültig): Boccaccio.( Fiametta: Mia Werber.) Sonnabend: Die Fledermaus.( Adele: Mia Werber.) von Bokken- Lasson. Cirkus Alb. Schumann Donnerstag, 23. Okt., abds. 7, Uhr: Gala- Premiere. Eine Fortsetzung der berühmtesten und populärsten Pantomime Die lustigen unter gütiger Mitwirkung der Geigenvirtuosin Jenny Schmerzier und von Mitgliedern des Turnvereins ,, Fichte"( Männer- Abteilung). Außerdem: Konzert. Cheater. Gefang. Canz. Billets sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: O. Jänice, Schöneberg, Goltstr. 6,. I. G. Böhne, Hochmeisterstr. 26,. IV. C. Christens, Mühlenstr. 49, v. III. B. Schröder, Passauerstr. 3, im Laden. 2. Kubirte, Immanuelkirchstr. 16, Stft. IV. P. Hulbauer, Krautstr. 36, Quergeb. III. H. Kotlow, Hochmeisterstr. 5, Quergeb. IV. Frau Kohlhardt, Alexandrinenftr. 21, v. IV. Rowalszik, Swinemünderfiraje 82, I. Quergeb. IV. Plath, Rüdersdorferstr. 19. Retusch, Königsbergerstr. 34. M. Wendt, Gollnowstr. 44, Quergeb. III. H. Peege, Rüdersdorferstr. 48, Quergeb. II. In den Verkaufsstellen: W. Boerner, Ritterstr. 15. F. Wolf, Pintschstr. 3. H. Rogel, Demminerstr. 32, H. Bobsin, Kommandantenstr. 62. C. Kartlinnis, Holzmarktstr. 48a. 5. Ziehm, Bernauerstr. 48. W. Krause, Pappel- Alee 15-17. 2. Rfe. burg, Urbanstr. 68. Th. Mequer, Stalizerstr. 59. Bei unserm Kasscuboten A. Räder, Rheinsbergerstr. 62 v. Il und in unsren Vorträgen. Programm 30 Pf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Das Komitee. 28186 Anfang 8, Uhr. Gewerkschaftshaus Obere Säle, Engel- Ufer 15. Sonnabend, den 25. Oktober, 5 Herbst- Vergnügen, von den Heidelberger, Gold- u. Silberarbeitern. Carl Maxstadt, Humorist. humoristische Bilder aus dem Pariser Soubrette. Apollo- Theater. Siane de Vries, si Hi S lihe: modernen StudentenGroßes Künstler- Konzert Kara, Meister- Jongleur leben mit noch nie gesehenen des Berliner Symphonie- Orchesters unter Leitung des Stapellmeisters Herrn Sängerin v.kgl. Die glänzenden Specialitäten. Angèle VanLoo, The plastischen Darstellungen auf dem Bum 206. Male: Wie werben, Conningmadinitas: Lysistrata Clé de Mérode Gr. Oper i Der Bettelstudent. Abends: Der Zigeunerbaron. In Vorbereitung: Madame Sherry. Operette von Paul Lincke. Biograph 1501 von der Paris Kaffener Simung 7 Uhr. Auf. S UW. Noacks Theater. Thalia- Theater. Casino Theater Dresdenerstrasse 72-73. Anfang 7 1hr. Bum 458. ale: Charleys Tante. Die Schwant in 3 Aften von Br. Thomas. Guido Thielscher als Charleys Tante. Borher: Cassis Pascha. Ausstattungs- Burleske mit Gesang und Zanz in 1 Aft. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Preciosa. Lothringer Straße 37. Ganz neue Specialitäten: Coitaesemann ze. Dazu des großen Staffen- Erfolges wegen noch einige Tage: Ihre Familie. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 72 Uhr. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Die Verkäuferin." Sämtliche Specialitäten. Luisen- Theater. Metropol- Theater. Reichenbergerstr. 34. Faust. Tragödie von W. v. Goethe. Anf. 8 Uhr. Borvert. 10-2 Uhr, Kaffe, Invaliden- und Künstlerdank. Morgen: Vor Sonnenaufgang. Sonnabend: Berlin, wie es weint und lacht. Sonntag 3 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Palast- Theater Diveftion: Richard Winkler. Sensations- Erfolg! Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Rauchen gestattet." Anfang 8 Uhr. Sanssouci 9 Uhr: Berliner in Steglitz. Kottbuserstr. 4a, 9ur: Gr. Ausst.- Burleste mit Gej. u. Tanz. Im bunten Teil: Willi u. Rosita Sands, Sportaft. Sisters Laurence, Dressur Aft. Mr. Atlas, die schwan Brothers Gaude, kende Weltkugel. Station der Hochbahr Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Kraft- 2tt. Benedetti, Universal- Artist Norddeutsche Säuger Hue und Mac, Transformationsaft. Nach jeder Vorstellung Fritz Brand, Humorist. Elise Gebhardt, Vortrags- Sonbrette. Entree 30 Pf. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestasse 11-12 Uhr. ( Meyfel, Pietro, Britton, MaySteidl, Krone, Böhme, Böckmann, Plättner 2c.) Tanzkränzchen. Entree: Sonntags 50 Pf., Sperrfik 75 P., ab 9 16 30 Pf., Wochentags 30 Bi.. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Wasser, in 3 Abteilungen von August Siems, Grossherzogl. hessischer Hofballettmeister. Auf das grossartigste insceniert Direktor Albert Schumann. Musik von Aug. Siems, instruvom Der Mann im Monde. mentiert von A. Cahnbley, Regie: Anjang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Freitag: Deborah. Ballettmeister Herr Jäckel. Kostüme, Dekoration, Requisiten von Hugo Baruch& Co., Hofl. I. Abteilung: Ein vergnügtes Morgenstündchen. II. Abteilung: Fidelitas im Neckarthal. III. AbCirkus Busch.teilung: Die Wissenschaften. Donnerstag, den 23. Oktober 1902, Noch nie gesehen: Eine abends 7, Uhr: Grosse Vorstellung mimisch- plastische Darstellung auf dem Wasser. Zum Schluss: Elne Luftfahrt mit Hindernissen! Die Hadji Mohamed- Truppe. Ausserdem: Das glänz. Programım. 7 phänomenale arab: Springer. Etabliffement Buggenbagen am Moritzplatz. Heute Donnerstag: Militär- Konzert Mujitcorps Garde- Funlier- Reg. ( Herr Dippel.) 51992* 3m Kaiser- Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Achtung, Vereine! Empjehle meine gänzlich neurenovierten Säle zu Berjammlungen und Festlichkeiten. Einige Sonnabende 50372* und Sonntage noch frei. Neues Klubhaus, 72, Kommandantenstr. 72. Fritz Preuss Sperrfizz 50 Bt., ab 9 Uhr 20 Bi. 74 a Belle- Alliancestrasse 74a, Ede Deutsche Konzerthallen. An der Spandauerbrücke 5. Größtes Bergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte von 5 Künstler Kapellen. Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Täglich Matinee von 12-2 llhr. Bergmannstraße, empfiehlt. Freunden und Bekannten sein Weiss- und Bayrisch Bierlokal nebst Bereinszimmer für 50 Personen.* + Achtung! Vortrag!+ Donnerstag. 23. Okt., abds. 8, Uhr, Etablissement Ballschmieder, Badstr. 16. Referent: H. Müller, praft. Naturheil fundiger, Gr. Frankfurterstr. 87, spricht über:„ Entstehung, Verhütung und Heilung jogenannter geheimer Leiden", im weiteren:„ Die Quecksilberfuren u. ihre gesundheitsschädlichen Folgen." Nur Herren haben Zutritt. 29455 Fragen Beantwortung. Eintritt frei. Direktor Albert Schumann mit seinen neuesten Monstre- Dressuren. Sonntag: Zwei Vorstellungen. Nachmittags 1 Kind frei. M. Fischer. Auftreten des beliebten Ulk- Trios in feinen Glanznummern. Staffeepause 1 hr. Nach dem Konzert Grosser Ball. Herren, die daran, teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang präc. 812 Uhr. Programm- Billets a 30 Pf. sind bei Brückner, Naunynftr. 66, Firnkranz, Markusstr. 51, Holtkamp, Firstenstr. 20, Becker, Dresdenerstr. 18, Lohse, faligerstr. 10, und Feistel, Waldemarstraße 17, zu haben. 164/17 000 ChausseeStr. 103. Germania- Prachtsäle ChausseeStr. 103. Arnold Scholz. Heute Donnerstag: Grosses Militär- Streichkonzert❤ ausgeführt von der Regimentsmusik des IV. Garde Regiments zu Fuss in Uniform unter persönlicher Leitung des königl. Musikdirektors Herrn Frz. A. Bergter. 5144L* Eintritt 30 Pf. E Anfang 8 Uhr. Bons gelten. Nachdem: Familien- Kränzchen. Emile Zolat Deutsche Verlags- Anstalt Stuttgart Von den Werfen des durch ein tragisches Geschick so rasch aus dem Leben geschiedenen berühmten französischen Schriftstellers find in unserm Verlage erschienen in einzig autorisierter deutscher Uebersetzung Das Geld. Stoman. 10. Auflage. 2 Wände. Geheftet M. 5.-. in cinen Band gebunden M. 6.Der Zusammenbruch. ( Der Krieg von 1870/71.) Roman. 13. Auflage. 3 Bände. Geheftet W. 5.-., gebunden M. 8.Jurierte Ausrabe Mit 219 Abbildungen von Adolf Wald, Friz Bergen u. Chr. Speyer. Doktor Pascal. Roman. 2. AufGeheftet W. 5.-, in einen Band gebunden M. 6.Lourdes. Roman. 4. Auflage. 3 Bde. In Original Einband M. 12.gebunden M. 8.lage. 2 Bände. Geheftet M. 6.-, in 2 Bände Roman. 9. Auflage. 3 Bände. Ges Rom. ft. 6, in 2 Bände geb. M. 8.Paris. Roman. 10. Auflage. 8 Bände. Geheftet M. 6.-, in 2 Bände ge Fruchtbarkeit. Erster Teil der Bier Evangelien". Roman. 10. Auflage. 2 Bände. Geheftet Mt. 6.gebunden M. 8.Arbeit. Zweiter Teil der Bier Evangelien". Roman. 7. Auflage. 2 Bände. Geheftet M. 6.-, gebunden W. 8.Wahrheit. Dritter Teil der„ Vier Evangelien. Der neueste, vom Berfasser vollendet zurückgelaffene Roman erscheint gegenwärtig in der Halbmonatsschrift ,, Aus fremden Zungen Monatlich 2 Hefte à 50 Pfennig. Der Siegeszug der Wahrheit Die Affäre Dreyfus. Geheftet M. 2.-, geb. M. 3.Madame Sourdis- nantas. Novellen.( Romansammlung„ Deva" 16. Band.) Geheftet 50 Pfennig. Der naturalistische Roman in Frankreich. Geheftet M. 4.-, bunden M. 8.gebunden M. 5.Durch alle Buchhandlungen zu beziehen, auch direkt von der Deutschen Verlags- Anstalt in Stuttgart 4. Ziehung 4. Klasse 207. Kal. Preuß. Lotterie.112201 312 34 500 81 8 630 70 76 940 42 118246 Biehung vom 22. Oftober 1902, vormittags. Nur die Gewune über 232 vt. und den betreifenden Nummern in Klammern beigefüat ( Ohne Gewähr.) Sachbend verboten. 10 81 250 384 600 36 51 753 94 1082 19[ 500] 299 604 53 93 2104 39 324 638 44 702[ 5000] 65 851 75 939 42 3024 82 206 395 97 505[ 500] 83 684 920 4128 47 70 411[ 500] 29 534 79 94[ 5001 638 711 14 71 936 5008 178 362 408 11 593 642 773 824 79 935 38 8071 188 221 78 430 53 548 890 7027 259 74 332 424[ 3000] 26 78 665 738 8084 126 421 812 58 68 943 [ 500] 9220 336 423 577 604 53 10039 68 191 94 313 67 440 93 563 676[ 1000] 928 52 15001 11048 263 87 410 596 696 12186 337 780 962 13086 423 34 62 695 798 14268 75 469 532 37 844 73 15009 72[ 1000] 258 308 520 84[ 500] 15 69 76 716 24 68 943 16114 317 49 426 97 609 66 710 17053 159 316[ 500] 55 88 441 49 569 1500] 83 634 47 739 52 18364 408 530 769 952 81 19356 557 62 608 747 840 955 20016 206 416 77 564 835[ 3000] 54 21124 25 61 234 363 68 622 55 796[ 3000] 951 54 95 22026 37 56 63 130 309 421 37 693 847 23086 156 355 82 465 [ 500] 608 721 927 28 43 24064[ 5001 463 66 736 863 25003 22 187 389 542 60 620 26002 13 152[ 500] 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Nachdrud verboten. 41 94 380 481 567 74 845 903[ 500] 1018 1500] 270 98 401 586[ 500] 718 42 924 74 2105 29 338 75 476 571 621 852 902 26 3027 35 44 54 119 352 471 36 110001 593 704 91 926 4277 86 696 912 5011 41 76 79 173 266 79 309 16 525 711 826 980 81 94 6042 95 100 311 577 693 708 32 34 817 51 58 68 7133 225 489 577 707 938 45 8017 296 309 415 33 75 9091 99 263 98 521 [ 500] 76 78 678[ 3000] 84 737 48 59 826 59 10098 133 300 51[ 500] 596 637[ 3000] 816 11007 29 119 225 58 350 577[ 30001 678 775 804 12062.97 168 229 352 408 507 646 777 94 982 13058 177 226 489 608 85 96 738 870 14249 96 441 569 760 815 18 15055 188 39 284 372 565 80 653 67 85 860 16091 108 95 643 56 941 17081 94 233[ 5001 63[ 500]: 303 41 61 402 581 657[ 500] 730 884 994 18083 437 890 19017 167 317 490 664 861 959 20189 245 85 427[ 3000] 538 645[ 500] 51[ 500] SO 757 60 816[ 3000] 99 964[ 500] 21152 264 326 480 603 11 99 997 22146 63 229 585 664 82 795 23130 247 540 607 74 934[ 500] 77 79 24042 240 47 57 73 309 52 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