Nr. 85. M Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern spredj- Anschluß: Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 9. April 1892. Reichs- Anzeiger" und von Meyer, S. 428 aufzuschlagen. Dort ſteht der„ beDorwärts" eine Und die Expedition: Beuth- Straße 3. Auf Steinkohlen- Bergwerken ist also im Jahre 1890 in Preußen thatsächlich ein Kind beschäftigt gewefen. Die 21 auf Braunkohlen- Bergwerken beschäftigten Kinder find sämmtlich über Tage zu leichten Verrichtungen, wie Botengängen, Reinigen der Bechenhäuser und Förderwagen, Schmieren der letzteren und Aufsehen von Preß= steinen verwendet worden. fannte verfassungsrechtliche Grundsah" richtig folgendermaßen: Die vollständige Ordnung eines Rechtsgebietes durch die Reichsgesetzgebung hebt das gesammte bezügliche Es muß dem preußischen Handelsminister als Urheber darauf Landesrecht auf und schließt Der famosen Novelle zum preußischen Berggeseze sehr viel alle fernere Thätigkeit der Landesgesetzgebung auf daran gelegen haben, unsere eingehenden Artikel über sein diesem Gebiete aus. Bezieht sich dagegen das Reichsgesetz Auf den Tagesanlagen der Erzbergwerfe und deren Aufjüngstes Gesetzeskind nach Möglichkeit zu diskreditiren. Denn nur auf einzelne Punkte eines Rechtsgebietes, so bleibt bereitungs- Anstalten bietet sich allerdings reichlichere Gelegenunter dem 6. b. M., nachdem bereits vier unserer Artikel auch künftighin Landesgesetzliche heit zur Beschäftigung von Kindern. Sie besteht in Ausflauben von Gestein im Freien oder sehr einfachen und erschienen waren, telegraphirte das offiziöse Wolff'sche Thätigkeit innerhalb der reichsgesetleichten Hantirungen in gut gelüfteten und temperirten WäscheBureau eigens in alle Welt hinaus:„ Der„ Reichs- Anzeiger" lichen Schrauten möglich." Sonst wäre ja das räumen. Für die Angehörigen der betreffenden widerlegt ausführlich einen Artikel des" Vorwärts"( über ganze preußische Berggesetz neben der Reichs- Gewerbe- DrdKinder würde der Ausschluß der Lehteren von die Novelle zum Berggeset)," u. s. w. im Reptilienjargon. nung nicht möglich! Und daß die Begrenzung auf das dieser mit keinerlei Nachtheilen verbundenen Verdienstgelegen Einen Artikel also die übrigen drei, die mit dem Gebiet innerhalb der reichsgesetzlichen Schranken nur beheit die empfindlichsten Wirkungen haben." widerlegten" ein sinngemäßes Ganze bildeten, ließ man deutet, daß nicht unter die Gewerbe Ordnung herunterMan greift sich nach der Lektüre dieser schwayhübsch unberührt. Ein Grund hierfür war uns sogleich gegangen werden darf, bezeugt ja die Novelle zum Berggefeh schweifigen Rederei an die Stirn und fragt sich:" Ja, was nach der Lektüre des Reichs- Anzeigers" klar. Unsere ganze selber. Sie regelt a. B. in der berühmten schriftlichen widerspricht" denn demnach in unserer Darstellung den Artikelreihe bafirt auf der blamablen Thatsache, daß Arbeitsordnung den Arbeitsvertrag etwas schärfer, sie verdaß Arbeitsordnung den Arbeitsvertrag etwas schärfer, fie ver-" thatsächlichen" Verhältnissen?" Bestätigt wird die Richtig der preußische Geheimerath in der Hauptsache zur bietet gewisse Abzüge und läßt die Möglichkeit einer Ron- feit unserer Zahl, nicht bestritten werden die„ HungerBergarbeiter Schußreform nichts weiter wußte, als trolle des Nullens durch die Arbeiter zu, lauter pfennige" was widerspricht also den Thatsachen? die Bestimmungen der neuen Gewerbe- Ordnung mechanisch Bunkte, die ein Stückchen über die Reichs Gewerbe- Wacht es für die armen Wesen einen Unterschied, ob sie im mit der Kopirpresse für den Bergbau abzuklatschen, wie wir Ordnung hinausgehen. da soll ein ver Ruß und Schmutz der Grubenhöfe von Erzbergwerken oder uns einmal ausdrückten. Dieser Vorwurf zog sich wie ein fassungsrechtlicher" Advokatenkniff dazu herhalten, von Kohlenbergwerken frohnden müssen? Daß die rother Faden durch unsere Kritik, und deshalb mußte man Punkte zu verdecken, an denen man eben nicht weiter 329 Kinder ausschließlich oder auch nur in ihrer Mehrheit aus einem Artikel, in welchem dies gerade nicht nochmals gehen wollte, trobem man es recht gut konnte. Auf auf Rohlengruben schafften, war von uns gar nicht bebesonders betont war, ein oder zwei Stellen herausgreifen, folche Wege muß sich der Reichs- Anzeiger" begeben und er- hauptet worden. Aber die Verdienstgelegenheit" ist„ mit um den Schein zu erwecken, als wüßten wir nicht, daß die tappen lassen! Ganz abgesehen davon, daß bei Abfaffung feinerlei Nachtheil" für die jugendlichen Körper verbunden, neue Gewerbe- Ordnung neben der Berggefez- Novelle einige der Gewerbe- Ordnung sehr gut dieselbe Bestimmung für den sagt der„ Reichs- Anzeiger". Er wird hier wieder von ärmliche Schutzbestimmungen für Bergleute enthielte! So- Bergbau angebracht werden konnte, wie sie thatsächlich in feinem Gewährsmann in recht böser Weise blamirt. viel im Allgemeinen zur Kennzeichnung der Art, in welcher§ 41a für die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe angebracht ist keinerlei Nachtheil" druckt er ruhig dem Manuskript aus der„ Reichs- Anzeiger" nach berühmten Mustern das sozial- Weitergehenden landesgesetzlichen Be- dem Handelsministerium nach, während die Autoritäten politische Renommee des preußischen Handelsministers zu schränkungen des Gewerbebetriebs an Sonn- und Fest: aller Länder auf dem VI. Internationalen Hygienekongreß retten" sucht. Nun aber zu dem speziellen Gegenstand, tagen steht diese Bestimmung nicht entgegen." in Wien( 1887) den Beschluß gefaßt haben: Bezüglich der den sich der„ Reichs- Anzeiger" herausgesucht hat, zum Es ist nicht schön von dem Mitarbeiter des Reichs Altersstufen von 12-14 Jahren ist der vollständige Franen- und Kinderschutz beim preußischen Bergbau! Anzeigers" im preußischen Handelsministerium, daß er das Ausschluß von von jeder Fabrikarbeit amtliche Blatt, sich und seinen Auftraggeber mit bekannten boten", während Professor Hirt in seiner Gesundheitslehre 3ucht vorschriften" der Novelle für jugendliche Berg-/ verfassungsrechtlichen Grundsäßen" so blamirt. Herr von für die arbeitenden Klassen"( 1891) diese Forderung nachdrücklich Den erbaulichen Gegensatz zwischen den neuen arbeiter und zwischen dem Fehlen jeder neuen Schutz vorschrift, Berlepsch muß sich ja seiner Hilfstruppen schämen! Nach dieser juristischen Abfertigung zur sozialpolitischen! wirkungen des Staubes von Erzsteinen gerade besonders außer denjenigen, die auch für Fabrikarbeiter gelten, einen Der Reichs- Anzeiger" hat die Stirn, zu schreiben: Gegensatz, den wir an die Spize unserer Betrachtung ge drastisch schildert und deshalb überall für die schweizerische " Es widerspricht den thatsächlichen Verhältnissen, wenn Vorschrift plädirt: Ausschluß der Kinder von aller gewerb stellt hatten, übergeht der„ Reichs- Anzeiger" wohlweislich ausgeführt wird, daß auch fünftig Kinder von 13 Jahren an: lichen Arbeit! Und wenn uns etwa der Offiziosus aus dem und behutsam. Daran ist also nicht zu rütteln- oder standslos im schwarzen Staube der Kohlenhalden und im doch! Wo man sich nämlich sozialpolitisch nicht mehr retten kann, da springt man auf die Planke des„ Verfassungsrechts". Und der„ Reichs- Anzeiger" schreibt deshalb: Demgegenüber ist darauf zu verweisen, daß nach be tannten verfassungsrechtlichen Grundsägen für die Landesgefeßgebung auf diesem Gebiete der Erlaß eigener, mit den reichsrechtlichen nicht in Uebereinstimmung stehender Vorschriften überhaupt ausgeschlossen ist." Aber es ist eine recht elende Planke, auf welcher der preußische Handelsminister da gerettet werden soll. Der juristische Kniff stimmt nicht! Jeder Studiosus der Rechte im ersten Semester, kann den Neichs- Anzeiger" widerlegen. Er braucht nur sein Lehrbuch des deutschen Staatsrechtes" Feuilleton. Madbrud verboten.) [ 85 Am Webstuhl der Zeit. Zeitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " " " ge= Qualm der Grubenhöfe beschäftigt werden können, fogar volle Handelsministerium erwidern will: Auf preußischen Berg6 Stunden den Tag lang", und daß im Jahre 1890 es in werken giebt es feinen Staub und Ruß im ReichsPreußen nach den amtlichen Berichten der Bergbehörden 329 Anzeiger" ist ja jetzt Alles möglich! so rathen wir ihm, solcher armen Wesen waren, deren kindliche Kraft für einen die Nase in die Berichte der preußischen Bergrevierbeamten, Hungerpfennig derart ausgesogen wurde". Nach den Amt- 3. B. für 1889, G. 323, zu stecken, wo es heißt: Berglichen Mittheilungen" aus den Jahresberichten der Fabrik- revier Effen. Unter Tage arbeiteten im Ganzen 8 jugendaufsichtsbeamten( Jahrgang 1890, G. 44) sind im Jahre 1890 im Ganzen 329 Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren aufliche Arbeiter"( im ganzen Staate damals ca. 10 pet., den Bergwerken, Salinen und Aufbereitungs- Anstalten Preußens also über 1000) beschäftigt gewesen, und zwar: auf 214 Steinkohlen- Bergwerken B 1 " 109 Braunkohlen- Bergwerken • 0 21 M 328 Erzbergwerfen und Aufbereitungs- Anstalten 307 329 Diese Arbeit ist... für die jugendlichen Körper mindestens nicht gesundheitsschädlicher, wie jene über Tage in den Kohlenaufbereitungen und auf den Eisenbahn- Waggons, wo sie unter sowohl mehr dem entstehenden Rohlenstaube zu leiden haben, als den uns zu heben oder nur einen kleinen Finger breit aus ihnen nun so rücksichtslos dargeboten, denn in Ermangelung unserer Lage zu rücken; Ihr könnt es nicht, denn Eure be- einer Beschäftigung für die Hände hoben und sentten sie abwegende Kraft ist nichts gegen die passive Gewalt unserer wechselnd die schwer besohlten Füße. Ruhe, unseres Nichtwollens. In der Privatwohnung des Fabrikanten Findeisen war Hunderttausende, Rapital genug, um einigen Hunderten es seit einiger Zeit fast so still geworden, wie in seinen von Menschen die Mittel zu lohnender Arbeit zu gewähren, geräumigen Werkstätten; der Besizer derselben hatte, zu lagen da in ihrer tödtlichen Trägheit, unbeweglich und seiner Erholung, wie er sagte, in Wirklichkeit aber, um den unfruchtbar, nuklos und störend für jedes praktische Auge. vielen Sticheleien seiner Standesgenossen zu entgehen, im Der Dieb selbst, den sein nächtlicher Pfad hierher gebracht, Verein mit Howald, der ebenfalls der Zerstreuung" in ging unverführt an den unbewachten Schätzen vorüber, sich hohem Grade bedürftig zu sein schien, eine Reise nach Baris unternommen. Fräulein Findeisen beurlaubte für Das ist das Rapital! Das Kapital getrennt von der diese Zeit die beiden Diener, mit denen die Familie fich zu behelfen wußte, und behielt nur Köchin und Stuben Elftes Kapitel. mädchen. Der jüngere Findeisen pflegte den ganzen Tag außerhalb des Hauses zuzubringen; nur des Sonntags er Arbeit! Die barmherzigen Schwestern. beginnenden Woche die Findeisen'sche Fabrik darbot. VerTraurig war inzwischen der Anblick, den mit der neu- beffere Beute zu suchen. stummt war das Hämmern und Bochen, das Rasseln, Hechzen und Stöhnen gewaltiger Werkzeuge, das dumpfe Murren und zornige Aufschreien der bewältigten Massen, die der Zeitgeist seinen Zwecken dienstbar zu machen be Fast eben so schnell, wie die letzten Blüthen des halb ver- schien er fast regelmäßig an der Mittagstafel und sprach ſliſſen rauschten Herbstes von der leichtvergeßlichen Menschheit ver- dabei wenig oder garnicht. Es bestand kein freundliches die weiten Nachbarschaft eine unliebſame und doch durch geffen waren, hatte man sich an die Veränderungen gewöhnt, Familienleben in dieſem Hauſe, ſeitdem die die Gewohnheit erträglich, hier und da sogar Bedürfniß welche der früheintretende Winter bewirkte. Die Kutscher Mutter, ein einfaches und poesiereiches Wesen voll zarter gewordene Mujit bereitete, war einer Zootenſtille gefaßen nun ebenso majestätisch auf der Pritsche ihrer elegant Empfindsamkeit, in der Blüthe ihrer Jahre dem Leben entwichen! Die Wasser rauschten ferner nicht, fein herausgeputzten Schlitten, wie sonst auf dem hohen Bock riffen worden. Jedes der drei Familienglieder ging seinen rother Feuerschein glühte aus den hohen Fenstern; des Wagens; die Wassersprenger des Sommers lenkten eigenen Weg, suchte Gesinnungsgenossen in der großen zum Himmel ragenden Essen entflog kein Rauch. ebenso ergeben ihre lebensmüden Gäule vor der Schnee- Wienge der aufstrebenden oder hinsterbenden Mitmenschen Hespensterhaft erschienen die weitgebehnten Räume, wie eine beseitigungsmaschine, und die schweren Pelzkragen und und störte so wenig wie möglich den Willen der Anderen, fleine ausgestorbene Stadt, bet hoeweglich blieben die Muffe der eleganten Damenwelt raubten derselben nichts um sich das Recht der eigenen Willensbethätigung denselben gewaltigen Eisentoloffe; der Niejenommen, der unermüd- von der Grazie des schwebenden Ganges. Der Liebesgott gegenüber zu wahren. lich seine zentnerſchwere East auf prove Metall herab- ließ die Herzen nicht minder heiß erglühen, wenn auch Zwischen Herminen und ihrem Bruder hatte allerdings auguchten pflegte, ruhte ſchwerfällig auf dem breiten Ambos, der Winter die Füße frieren ließ, sondern heißer vielseit dem ereignißschweren Tage von Hasselbach unto infolge ats ſei er der wenig bankbarta Urbeit müde, und die auf leicht eben dieses Grundes wegen. Nur die Dienstmänner der treuen Krantenpflege, welche die Schwester am Krankengestapelten Maſſen des Roh- und Gußeiſené ſtarrten den an den Straßenecken und auf den weißschimmernden lager des einzigen Bruders ohne weiteres übernommen, eltenen Besuchern troßig entgegen, als wollten sie sagen: Bläzen schienen jede andere Unterlage für ihre Füße der eine größere Annäherung, eine Art Wiedersehen stattfinden as ſeid Ihr kleinen Wienschen gegen uns? Versucht es, jenigen vorzuziehen, welche die sonst so gütige Mutter Natur müssen; nach der Abreise des Fabrikanten schien ef ber den Anbilden der Witterung ausgesetzt sind." die Eure Kinder und Frauen bedrohen, durch gelegentliche erhalten, also ohne daß die individuellen Verhältnisse der So schlägt ein Bureaukrat den anderen t o d t. Der eine preist Entstellungen der Worte, die für Euch geschrieben werden, Familien in Betracht gezogen werden dürfen. Die Mittel den Ausschluß der Kinder von der unterirdischen Arbeit und die durch die Berufung auf ein Interesse", von dem für die Unterstützung sind vollständig aus der Reichstafse gefunden Hantirungen" über Tage, und der andere plaudert Ihr gar nichts wissen wollt durch solche Mittel zu entnehmen, sowie die Hilfe auch auf die Familien der aus der Schule, indem er den Kohlenstaub" und die muß die" Reform" vertheidigt werden, welche der christ- Erfahreservisten während der zweiten und dritten Uebung Unbilden der Witterung" über Tage für beinahe gesund- lich- soziale" preußische Staat für Euch übrig hat! Dieser derselben auszudehnen. Der Jahresaufwand des Reichs wird heitsschädlicher erklärt, als die Arbeit unter Tage. Die klägliche Versuch hat nur noch gefehlt, um Euch zu zeigen, auf 1 bis 2 Millionen Mark berechnet. Wie man sich beiden Sozialpolitiker" sind einander werth. Und so Etwas wo Ihr Eure wahren Freunde zu suchen habt: beim erinnern wird, ist der Anstoß zu diesem Gesetz von den berichtigt" unsere Kritik durch den Mund des Reichs- An- Vorwärts" oder beim Reichs- Anzeiger". sozialdemokratischen Abgeordneten gegeben worden. zeigers"! Es kommt aber zum Schluß noch besser! Die Richtigstellung" im amtlichen Blatte rühmt es, daß Surch jene Bekanntmachungen des Reichskanzlers, die wir in unserem Artikel besprochen hatten, eine eine Be ermöglicht # ſchäftigung jugenblicher Arbeiter" auf ge- Politische Leberlicht. während die„ Norddeutſche Allgemeine Zeitung" erklärt, erst Handelspolitische Verhandlungen zwischen Nuß land und Deutschland? Während die deutschen Offiziösen entschieden bestreiten, daß zwischen Deutschland und Rußland über handelspolitische Fragen verhandelt werde, wissen Steinkohlen- Bergwerken daß der deutsche Konventionaltarif nur gegen gleich worden ist"; also weit entfernt, jene Ungeheuerlich Berlin, den 8. April. werthige tarifarische Konzessionen und gegen Verzicht feiten zu perhorresziren, werden sie noch als etwas Die Schraube ohne Ende. Die" Post" schreibt: auf systematische Beschränkungen des deutschen Exports Wünschenswerthes hingestellt. Erzählt wird, daß jugendliche Der Reichsfanzler Graf Caprivi bereitete in der bekannten nach Rußland zu haben ist", wird von deutschen Arbeiter wegen ihrer Beschäftigung beim Bergbau ihre Reichstags- Sitzung vom 27. November v. J. das Haus auf Börsenblättern, von russischen Regierungsorganen u. f. w. Familie wochenlang nicht sehen: einen Gesezentwurf vor, welcher möglicher Weise im nächsten dies Dementi bestritten. Eine Kommission zur Be " In einigen Bergwerksbezirken sind Arbeiter beschäftigt, Winter zur Vorlage kommen sollte und als dessen Zweck rathung eines deutsch- russischen Handelsvertrages habe in welche meilenweit von den Betriebsstellen entfernt wohnen, die Ausnutung der steigenden Bevölke- Petersburg bereits ihre erste Sigung gehalten. Rußland deshalb in der Woche sich in Schlafhäusern aufhalten und rungsziffer des Reichs zur Stärkung der Wehr braucht Geld, viel Geld, und die Anfreundungsversuche nur über die Sonn- und Feiertage ihre Angehörigen auftra ft hingestellt wurde. Man irrt wohl nicht, wenn man sollen den Boden für einen großen Pump ebnen, für den zusuchen vermögen. Um solchen Personen an Sonnabenden und den Tagen vor Festtagen die möglichst frühe Abreise und annimmt, daß die Vorarbeiten für die da durch bedingte das deutsche Spießerthum die Gelder hergeben soll. Die am folgenden Werktage die Benutzung der Eisenbahn am Heeresverstärkung bereits im erheblichen deutschen Bankhäuser, die dabei die Hände im Spiel haben, Morgen zu ermöglichen, muß an den beiden Tagen eine Ver- Fortschreiten sich befinden und die Einbringung bieten in lobenswerther Vaterlandsliebe Hand in Hand mit schiebung der Schichtzeit erfolgen." des Gefeßentwurfs mit dem Reichshaushalts Etat für den von ihnen abhängigen Zeitungen Alles auf, um Stim Damit foll die Erlaubniß gerechtfertigt sein, daß 1893/94, also im nächsten Herbst sicher bevorsteht." mung zu machen. Jedenfalls wäre es die höchste Zeit, daß jugendliche Arbeiter an den Tagen vor Sonn- und Fest Die angekündigte Vorlage harmonirt vortrefflich mit jenen die Reichsregierung gerade heraus Stellung zu dieser Anfagen bereits von 4 Uhr Morgens ab beschäftigt drei vom Reichstage Anfangs 1890 angenommenen Re- gelegenheit nimmt. Det werden dürfen! Man gefällt sich also förmlich darin, Aus- folutionen nur die Konservativen hatten dagegen genugung auf Ausnutzung zu häufen, statt mit dem schlimmen stimmt, welche 1. die Erwartung aussprachen, daß die meldet: Der alte Bergarbeiter- Verband beabsichtigt behufs Zur Bergwerks- Novelle. Aus Bochum wird ge Anfang alle bösen Folgen auszumerzen. Dabei läuft eine verbündeten Regierungen Abstand nehmen werden von der Einführung des Achtstundentages bei der Berathung der Verdrehung unserer Worte unter. Wir hatten gesagt: Verfolgung von Plänen, welche die Heranziehung aller Einführung des Achtſtundentages bei der Berathung der Berggesetz- Novelle beim Minister der öffentlichen Arbeiten Die Entschädigung für diese enorme Ausbeutungs- wehrfähigen Mannschaften zur Wehrpflicht durchführen, vorstellig zu werden." freiheit besteht in der Beschränkung der Schichtdauer für indem dadurch dem Deutschen Reiche geradezu 2. die ver Wenn das am grünen Holz geschieht. diefe Jungen auf 8 Stunden." Diesen Satz giebt der erschwingliche Kosten erwachsen müßten. " Reichs Anzeiger" in folgender entstellten Form bündeten Regierungen ersuchten, eine baldige Herab- Reichs- Anzeiger" meldet:" Der chriftlich- patriotische Bergwieder: Der Artikel im Vorwärts" will in der minderung der thatsächlichen Präsenzzeit bei der aktiven arbeiter Verband" Glückauf" erhebt gegen das Vorgehen Beschränkung der Arbeitszeit" auf 8 Stunden feinen Armee, sei es durch die thatsächliche Verlängerung, der eines Theils der Mitglieder der Berggesetz Kommission, Vortheil erblicken." Wer hätte geglaubt, daß Rekrutenvakanz, sei es durch Vermehrung der Dispositions- einige wichtige und von uns mehrfach erhobene und als dem amtlichen Blatte und seinen Mitarbeitern einmal urlauber, eintreten zu lassen; 3. die verbündeten Regierungen berechtigt anerkannte Forderungen aus dem Entwurf zu die publizistische Ehrlichkeit Eugen Richter's zum ersuchten, die Einführung der gesetzlichen zweijährigen Dienst- beseitigen, Protest und spricht die Erwartung aus, daß die Vorbilde dienen würde? Endlich wird als mildernder zeit für die Fußtruppen in ernstliche Erwägung zu ziehen. in dem Entwurf niedergelegten Bugeständnisse wieder herUmstand angeführt, daß die Ausnahmen von dem Maximal- Militarismus zu immer furchtbareren Forderungen, deren Der Verband hofft ferner, daß auch in Bezug auf das So treibt das Zwangsgesetz seines ureigenen Wesens den gestellt und vom Abgeordnetenhause angenommen werden. arbeitstag, dem Verbot der Nachtarbeit und der verlängerten Mittagspause, welche den oberschlesischen Gruben- Erfüllung die Auspowerung der Massen, den Verfall der Knappschaftswesen berggesegliche Normen, so wie sie von magnaten gegen ihre Arbeiterinnen zugestanden worden Nation bedeutet. Wirthschaftlicher Zusammenbruch unter uns mehrfach erbeten sind, eingeführt werden. Er erachtet waren, inzwischen" theilweise auf die Beit bis 1897, der Wucht einer nach Milliarden sich beziffernden Schuld, es ferner als eine Pflicht sämmtlicher Bergleute, in Massen statt auf die Zeit bis 1902 eingeschränkt" seien. Nun, stetig wachsende Inanspruchnahme gerade der produktiven versammlungen Protest gegen das Vorgehen eines Theiles wir schenken dem Mitarbeiter des Reichs- Anzeiger" diese Das geht so lange es geht, das heißt bis die Leistungs- sämmtliche Bergleute auf, sich uns in unseren Bestrebungen Schichten, das ist der Kehrreim der heutigen Militärpolitit. der Kommmissionsmitglieder zu erheben und fordert endlich „ Einschränkung", die er im Intereſſe ſeiner Auftrag fähigkeit und die Geduld der Völker ein Ende nimmt. die er im Intereffe feiner Auftrag geber am besten auf auf seine eigene sozialpolitische anzuschließen." Wenn sogar den lammfrommen christlichen Journalistik ausdehnen würde, für das letzte und Wozu die dreijährige Dienstzeit gut. Das Patrioten der Geduldsfaden reißt über die Heldenthaten der fostbarste Argument: Alles dies ist ausschließlich im Bayerische Vaterland" schreibt: Vom 12. bis 15. Mai Kommis des Grubenkapitals, wie ist die Stimmung in der Interesse der jugendlichen und weiblichen findet in München eine internationale Hunde- unabhängigen Bergarbeiterschaft überhaupt? Arbeiter geschehen." So schreibt der Reichs- An- Au 3 st ellung am Maffei- Anger statt. Die Wache und zeiger" wortwörtlich unter der neuen Aera" des Arbeiter: Beaufsichtigung der Hunde ist- Soldaten übertragen!" Die Kohlenritter an der Arbeit. So sehr sich auch schutzes im Jahre des Heiles 1892, nicht etwa unter dem Die Herren Hunde werden sich auf diese Auszeichnung was effen der Grubenherren anpaßt, sie ist ihnen immer noch die preußische Bergwerksnovelle den Wünschen und Inter Bismarc'schen Knutenregime, das ja bekanntlich jede Re- Schönes einbilden; die Soldaten kaum." Treibjagden, kaum." Treibjagden, form des Arbeiterschutzes im Interesse der Arbeiter" so Lakaien- und Kindermädchendienst, Hundebedienung, in der nicht unternehmerfreundlich genug. Sie soll ein Knappenlange niederhielt, bis es an seiner eigenen brutalen Nichts- That, der Militarismus, der auch nicht einen Tag von der trus sein, sonst nichts. Am 7. April hat in den Büreaus nutigkeit zu Grunde ging. Also Nichts gelernt und Nichts dreijährigen Dienstzeit sich abziehen lassen will, weiß auf Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsdes Zentralverbandes deutscher Industrieller eine von dem vergessen! Das ist die Devise dieser sozialpolitischen After Rosten der Steuerzahler mit dem Pfunde der soldatischen Bezirk Dortmund einberufene von Dele girten sämmtweisheit. Hier wird endlich einmal offen bekannt, daß die Arbeitskräfte zu wuchern. neue Aera so wenig Verständniß wie die alte für die Forderungen der Arbeiter hat, die ihrerseits niemals so beschränkt gewesen sind, irgend eine der weitestgehenden Arbeiterschuß Bestimmungen als gegen ihr Intereffe" gerichtet zu bezeichnen, sondern denen dieses Argument im Interesse des Unternehmerthums einfach angedichtet wird, einst von Bismarck, jetzt von dem publizistischen Kommis des Reformministers" Berlepsch. Eine Auseinandersehung, die mehr geklärt hätte, konnten wir uns nicht wünschen. " licher in Preußen befindlicher bergbaulicher Bers Entschädigung der Familien der zu Friedens- eine und privater Bergwerts besiger besuchte übungen eingezogenen Wannschaften. Wie nach den Versammlung unter dem Vorsitze des Herrn Generaldirektors Mittheilungen der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" Krabler- Altenessen stattgefunden. Die Versammlung hatte ( siehe Borwärts", Nr. 82 vom 6. April) zu erwarten war, den Zweck, sich mit der Novelle zum Berggesetze zu be hat der Bundesrath dem mächtigen Druck von außen nach schäftigen. Man gelangte zu dem Ergebniß, daß eine Reihe gegeben und den Gesetzentwurf in der vom Reichstag be- von Bestimmungen dieser Novelle mit den Interessen des schlossenen Form angenommen. Es werden sonach für die Bergbaues unvereinbar" seien. Die in allen Fällen einEhefrau des Eingezogenen 30 pet., für die sonst unter- stimmig gefaßten Beschlüsse sollen, mit eingehender BeMerkt es Euch, Ihr Bergarbeiter aller Orten: Durch stüßungsberechtigten Personen 10 pCt., im Ganzen nicht mehr gründung versehen, als Denkschrift den betreffenden Be hohle verfassungsrechtliche" Advokatenkniffe, durch Be- als 60 pCt. des ortsüblichen Tagelohns gezahlt werden. hörden unterbreitet werden und dem Haufe der Abgeordneten richtigungen", die keine sind, weil sie jedes Wörtchen, das Und zwar sollen die Familien, um den Schein eines als Petition zugehen. Rückwärts, rückwärts, Don Rodrigo, wir schrieben, nur bestätigen, durch das offene Geständniß, Almosens zu vermeiden, die Unterstüßung nicht blos im rückwärts, rückwärts, edler Cid", diesem Ansturm kann kein der größten Unwissenheit über die gesundheitlichen Gefahren, Falle der Bedürftigkeit, sondern allgemein auf Verlangen reformministerielles Herz widerstehen." junge Mann sogar für seine Pflicht anzusehen, die Für forge, welche er nie erwartet, seiner Pflegerin durch größere Aufmerksamkeit zu vergelten; er verfehlte deshalb nicht, jeden Nachmittag, wenn auch nur auf furze Zeit, bei ihr vorzusprechen. Dies geschah denn auch heute, und Fräulein Habicht, welche seit der gefahrvollen Nacht in Herrenwalde die beständige Gesellschafterin Herminens geblieben, zog sich, wie fie es bei irgend einem Besuche zu thun pflegte, bei seinem Eintreten zurück. " zwecklos in der Welt dastehendes Wesen ein freudloses, anfertigen? Man gebraucht so viele Mädchen in Gärten dürftiges Leben zu führen. zum Begießen und Jäten, also zur groben Arbeit, warum sollten sie nicht die Stelle der Gärtnergehilfen vertreten tönnen? Man gebraucht doch sonst die Frauen, wenn's nöthig ist, zu den schwersten Arbeiten, läßt sie gewichtige Holz- und Waschkörbe schleppen, neben einem Hunde Milchund Kohlenfarren ziehen, die anstrengendsten ländlichen Ars beiten verrichten; ja, ich habe sie schon in den unschicklichsten Stellungen bei Bauten als Handlanger fungiren sehen. Und in welcher Weise könntet Ihr dieses Schicksal bekämpfen?" Dadurch, daß wir den Frauen neue Arbeitszweige zugänglich machen, die Jugend aber bereits für dieselben vorbereiten." " Ihr wollt also einen Theil der Männerarbeit für die Frauen erobern?" 群 So ist es; mir scheint dies der richtigste und hoffMir will dieses Wesen nicht recht gefallen," meinte nungsvollste Weg." der junge Mann, indem er nach dem Weggange der Gesell- Aber, Schwester, bedenke doch, die männlichen Arbeiter schafterin auf einem Lehnstuhl, der Schwester gegenüber, Klagen schon über Arbeitslosigkeit; was sollte erst werden, Blah nahm. Sie hat etwas Unruhiges, Scheues, ich möchte wenn auch die Frauen kommen und einen Theil der Welt fast jagen Unheimliches, so etwas von einem bösen Ge- arbeit für sich in Anspruch nehmen wollen!" wiffen?" " " welt entgegenwirken werde." " Ihr sagt, was sollen dann die Männer thun? Nun, wir sagen Euch: macht die Arbeit frei, macht sie Lohnbringender, setzt die Arbeiter in die Lage, mehr faufen zu können, damit der Ueberproduktion abgeholfen werde; setzt die Arbeitszeit für den Einzelnen herab, damit mehr Hande beschäftigt werden können; wenn es an Arbeit fehlen sollte, so vers theilt sie besser, laßt nicht mehr so viele Menschen sich förmlich als Plagethiere abquälen, während andere zusehen müssen und hungern. Ihr seid die Herren der Schöpfung. Ihr könnt neue Bahnen brechen. Es ist noch viel auf Erden zu thun. Wenn Ihr Frauen zum Heirathen zwingt, müßt Ihr sie doch ernähren, also find sie zu ernähren; warum sollten sie sich nicht selber ernähren können und arum sollten sie sich nicht selber ernähren können und dürfen?" Du sprichst ganz so, wie der Vater und die anderen Sie hat sehr viel gelitten in ihrem kurzen Leben und Bourgeois." erholt sich nur langsam unter meinem tröstenden Bu Bourgeois? Hast Du Dir dieses Schlagwort auch spruche." Du bist immer eine barmherzige Schwester gewesen." schon zu eigen gemacht?" Es giebt kein anderes, um gewisse Lebensansichten, " Nach besten Kräften und nach bester Einsicht, wie ich ja man möchte sagen: wissenschaftliche Ueberzeugungen, soweit es für meine Pflicht halte; aber Straft und Einsicht waren solche darunter sind, zu bezeichnen, die Wissenschaft des bis zur Stunde noch recht schwach. Das soll nun anders Egoismus, der Selbstgenügsamkeit und Selbstverherrlichung. werden, hoff' ich, wenn ich in Verbindung mit einer An- Ihr Männer habt nicht hinreichend Arbeit, tönnt nicht hinDie Frauen haben aber doch eine andere Bestimmung?" zahl edler Frauen mehr den Ursachen, als den Wirkungen reichende auffinden oder verwerthen, folglich sollen oder freierer Weise finden, nicht mehr den ersten besten Mann " Die haben sie vor allen Dingen, aber sie sollen sie in der bedauerlichen Lage eines großen Theiles unserer Frauen- müssen wir armen Frauen kein anderes Schickjal haben, als freierer Weise finden, nicht mehr den ersten besten Mann uns einem ungeliebten Mann opfern, oder die nothdürftige und dann deshalb zu verkümmern. Es ist wie bei Euren annehmen müssen, aus Furcht, keinen andern zu finden, Existenz mit Arbeiten fristen, die bei ihrer geringen Zahl Arbeitern, die sind auch frei; frei können sie wählen, zu gegenüber dem erdrückenden Angebot von Arbeitsuchenden hungern oder Eure Bedingungen anzunehmen. Es werden nothgedrungener Weise bei der größten Konkurrenz den bei anderen Verhältnissen wenigstens ebenso viele Ehen ge geringsten Lohn finden. Warum sollen Mädchen nicht die Damenschuhe fertigen, die jetzt der Damenschuhmacher fertigt? schlossen werden, aber sie dürften unter der Aegide größerer warum nicht vergolden und Uhren zusammenseßen oder Freiheit glücklichere werden, das leuchtet doch wohl Jedem, forrigiren? warum sollten sie nicht Buchbinderarbeiten der sehen will, flärlich ein." Du bist in einer guten Schule gewesen; ich vermuthe " Und wie sollte das wohl ermöglicht werden?" ebenso gut fertigen, da sie mit der feineren Arbeit der Zunächst dadurch, daß wir ein Schicksal bekämpfen, Stickerei viel weniger verdienen? Warum müssen sich die wohl nicht mit Unrecht, daß Fräulein' Howald im Bunde ist?" welches über dem Haupte der weitaus größten Zahl unserer Frauen von Männern frisiren, warum in Modeläden von ( Fortsetzung folgt.) Schwestern schwebt: entweder eine unpassende Heirath ein männlichen Kommis bedienen lassen? Es giebt so viele Damens gehen zu müssen, oder als unverheirathetes, allein und schneider; wozu soll es dienen, daß Männer Damenkleider „ Also auch ein Stückchen von Emanzipationsversuchen wird von Eurer Seite in's Auge gefaßt?" Ja, gewiß, doch in anderer Weise, als sie bisher von den Vertretern dieser Art von Streben beliebt wurde. Bu nächst müssen die materiellen Lebensbedingungen ins Auge gefaßt werden; das Andere wird sich nach und nach von felbft ergeben." Die Friedensfreunde. Nun der Gesehentwurf an- 1 Nachdem Vorstehendes geschrieben war, erhielten wir genommen ist, durch den die Beschlagnahme über den Rep- folgende Telegramme, die einem längst gefühlten Bedürfniß tilienfonds aufgehoben ist, athmen die Offiziösen beglückt abhelfen zu sollen scheinen, und uns ein verständnißvolles: auf. Das Abgeordnetenhaus hatte auf den Wink Miquel's Endlich! entlockten: hin gehorsam von einer durch Eugen Richter angeregten Debatte über die Verwendung des Welfenfonds Abstand ge nommen. Wer ist nun berufener, dem Gefühl der Erleichterung Ausdruck zu geben, als das Pindter'sche Organ, das für Bismarck stets ein Stück weißes Papier übrig gatte, wie heute für Caprivi? Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" artikulirt ihr Uf! des Entzückens wie folgt: " Anzuerkennen ist, daß, was ja im Herrenhause von vornherein ausgeschlossen erschien, auch im Abgeordnetenbaufe die vom Abg. Richter bekundete Neigung bei allen anderen Seiten teinen Antlang fand, diese Gelegenheit zu einer akademischen Behandlung über Dinge zu benutzen, welche die demofratische Presse unter das Rubrum Welfenfonds" bringt. Möge man wie immer diese letteren beurtheilen, so viel ist ficher, daß sie mit dieser Maßnahme der Aushebung der BeSchlagnahme in gar feiner Beziehung stehen und daß es den Frieden im Lande gewiß nicht befördert hätte, eine Angelegenheit, welche diesem Frieden dienen soll, unter Gesichtspunkten zu erörtern, welche notorisch andere Absichten verfolgen." Welcher Friedensbruch, wenn die Stipendiaten des Welfenfonds unter die Lupe wären genommen worden! Aber die Norddeutsche" berühmt fich ja, daß sie schon vor längerer Zeit der Aufhebung des Welfenfonds das Wort geredet hat". Weshalb sollen die Getreuen der Regierung, die ihre Federn jedem Ministerium zur Verfügung stellen, gegen die Aufhebung der einen Fütterungsanstalt Einspruch erheben, nachdem der Reichstag die geheimen Fonds um etliche Hunderttausende erhöht hat? Helldorff in Nöthen. Der Vorstand des Wahlvereins der deutschen Konservativen hat, wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet, am 6. April eine Berathung abgehalten, als deren Konsequenz der Austritt des Herrn von Helldorff- Bedra aus dem Vorstande zu er achten sein dürfte. Posen, 8. April. Der Defan von Poninski in Kozielec bei Inowrazlaw wurde von vier verkleideten Männern meuch lerisch überfallen und durch Revolverschüsse lebensgefährlich verwundet. Die Angreifer entflohen und wurden verfolgt. Zwischen ihnen und den Verfolgern fand ein harter Kampf statt, in welchem zwei der Verbrecher fielen, während die beiden anderen sich selbst erschossen. Nach der„ Posener Zeitung" fand man bei den Angreifern rothe Bettel mit der Ausschrift: Exekutivkomitee der polnischen Anarchisten". Eine Gerichtsfommission hat sich an den Thatort begeben.( Wolff's Bureau.) Bromberg, 8. April. Gestern drangen vier feingekleidete polnische Männer in die Wohnung des Dekans Poninsti in Kozielec bei Jnowrazlaw ein und verlangten mit Dem Revolver drohend die Herausgabe seines Geldes. Der Detan sprang zum Fenster heraus, brach aber von drei Kugeln getroffen zusammen. Die Räuber ergriffen darauf die Flucht, wurden aber verfolgt und zwei von den Verfolgern erschossen. Der dritte erschoß seinen Komplizen und dann sich. Der Vorfall hat in der ganzen Gegend große Aufregung hervorgerufen. ( Herold's Bureau.) Bromberg, 8. April. Bezüglich der Affäre Kozielec werden folgende Einzelheiten gemeldet: Die Räuber präsen tirten dem Dekan einen rothen mit einem Todtenkopfe ver sehenen Bettel folgenden Inhalts:„ Das Exekutionskomitee der polnischen Anarchisten befiehlt Ihnen die Herausgabe Ihres Geldes zur Organisation der polnischen Anarchisten. Im Falle der Weigerung oder des Verraths bestraft Sie das Exekutionsfomitee mit dem Tode". Alle Behörden befinden sich in fieberhafter Thätigkeit. Die Leichen der Räuber wurden auf, amtliche Anordnung hin photographirt. Aus den beschlagnahmten Papieren ist ersichtlich, daß die Attentäter im Falle des Mißlingens fich tödten sollten. Eine Liste weiter zu brandfchaßender Geistlichen ist gleichfalls beschlagnahmt.( Herold's Bureau.) einbisher Bekanntgewordenen im Zusammenhalte mit dem Verlaufe der bereits zu Hainfeld und Wien stattgehabten fozialdemokratischen Parteitage und der seither entwickelten Thätigkeit dieser Partei unzweifelhaft hervorgeht, daß der nach Linz auf Grund des Versammlungsgesetzes berufene Parteitag, entgegen den Prinzipien dieses Gesetzes, die Aufgabe hat, eine diese Versamm Lung überdauernde Leitung und ständige Organisation einer ganzen Partei behufs Erreichung bestimmter Zwecke durch fortgesette Thätigkeit zu schaffen, bezw. auszugestalten; nachdem ferner in dieser Versammlung eine bereits thatsächlich, aber nicht im Einklange mit den derzeit giltigen Gefeßen bestehende Parteileitung durch Erstattung des Parteiberichtes thätig werden soll; diese Thätigkeiten aber gemäß den bestehenden Gefeßen nur von einer Vereinigung auf Grund des Vereinsgefeßes ausgeübt werden können, jedoch eine solche Vereinigung und Leitung behufs Entfaltung einer fortgesetzten, geregelten, auf die Erreichung bestimmter gemeinschaftlicher Zwecke ge richteten Thätigkeit auf dem allein zulässigen Boden des für alle Staatsbürger verbindlichen Gesetzes vom 15. November 1867 R.-G.-Bl. Nr. 134 weder bisher geschaffen worden ist, noch beabsichtigt wird, vielmehr die für den 17. April I. J. nach Linz einberufene Versammlung die Umgehung dieses Gesetzes bezweckt, was den Gefeßen über das Vereins- und Versammlungsrecht vom 15. November 1867 R.-G.-BI. Nr. 134 und 135 widerstreitet und sich als gesezwidriger Vorgang dar stellt, nachdem daher der Zweck dieser Versammlung den bezüglichen Strafgesehen zuwiderläuft, findet der Herr Statthalter von Oberösterreich zufolge hohen Gr laffes vom 31. März 1892 Z. 728 auf Grund§6 des Gesetzes vom 15. November 1867 R.-G.-BI. Nr. 135 den für den 17. April 1892 nach Linz einberufenen Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie zu untersagen. Gegen diese Verfügung fann die Berufung an das hohe t. t. Ministerium des Innern binnen 8 Tagen vom Zustellungstage an ergriffen werden, welche hieramts zu überreichen ist. Brünn, am 2. April 1892. Der t. t. Regierungsrath und Polizeidirektor Wysrouzil. An " die Ablösung eines Theiles der, Genossen" etwas desorganisirte Partei wieder fester zu verklammern. Dies zu verhindern, sein, welche übrigens, wenn sie nicht noch in letzter Stunde mag eben der eigentliche Zweck der behördlichen Verfügung aufgehoben wird, sich kaum als das geeignete Mittel erweisen dürfte, den Zersegungsprozeß der Sozialdemokratie zu befördern; die Maßregel, welche in augenfälligem Gegenfaze zu der nachsichtigen, fast gönnerhaften Haltung der Polizeiorgane gegenüber der Dissidentengruppe Hanser Wie gesagt, unser erster Gedanke war, daß Etwas, das wir längst erwartet hatten, min endlich eingetroffen die löbliche Redaktion des Voltsfreund", Brünn." fei, allein bei genauerer Betrachtung sieht die Geschichte Es ist von Interesse, das Urtheil des Organs der südboch so jagdgeschichtenmäßig aus, daß wir im Augenblick deutschen Regierungen, der Münchener Allgemeinen Zeitung" Balsam auf die Wunde. Herrn von Zedlitz, dem zweifeln, ob wir nicht besser gethan hätten, sie unter Ver-( Nr. 98 vom 8. April) über das Verbot zu hören. Dieses verfloffenen Kultusminister, hat die konservative Fraktion mischtem" zu bringen. Freilich die Sache riecht ein wenig Berbot," schreibt sie, daß mit einem ziemlich belang des Herrenhauses eine Zustimmungsadresse übersendet. nach Ravachol- mur daß dieser nicht sich selber erschossen losen Formfehler motivirt wird, ist um so überhätte. Indeß man darf den Verstand und das novellistische raschender, als ein sozialdemokratischer Parteitag selbst zur Revision des konservativen Programms. Die Talent des internationalen Polizei- Anarchismus nicht über Beit des Ausnahmezustandes in Wien in einer nieder„ Kreuz- Zeitung" schreibt:„ Die Abänderung, bez. Er schätzen.( Eine spätere Depesche des Wolff'schen Bureau's österreichischen Provinzstadt gestattet wurde, und trifft die gänzung des konservativen" Programms wird die kon- fagt:„ die Attentäter sollen sämmtlich direkt von Berlin sozialdemokratische Partei für den Augenblick um so schwerer, fervative Fraktion des Abgeordnetenhauses unmittelbar nach gekommen fein". Das würde allerdings für Mache" als die Linzer Versammlung dazu bestimmt war, die durch den Osterferien beschäftigen. Für die Judenfrage, die sprechen.) Frage der Börsenreform und der Differenzgeschäfte und für die Angelegenheiten des Handwerkerstandes und der Land- Amtliche Wahlbeeinfluffung in Württemberg. Wie der frühere württembergische Finanzminister Renner wirtschaft sind je zwei Referenten bestellt worden." durch sein Wahlbeeinflussungs- Rundschreiben Der Jesuitenvertrag. Um das Volksschul- Gesetz das Recht gebeugt und die Verfassung verletzt hat, ist unseren war dem Zentrum das Jesuitengeset feil. Nun jenes fiel, Lesern bekannt. Die Angelegenheit wird in der im Herbst wollen sie die Aufhebung dieses wieder aufs Tapet bringen. dieses Jahres zusammentretenden Kammer zur Sprache geUns ist es recht, wenn das Ausnahmegesetz fällt. bracht werden. Ein Armuthszeugniß. Go beredt die Organe des Ein Edelster und Befter. Der aus dem Prozesse Elbogen steht, wird eher dazu beitragen, die letztere bei Klerikalismus ihre Wortführer feiern, so fnickerig mit dem Bantier Abrahamson bekannte freitonservative der Arbeiterschaft zu diskreditiren und der Hauptfraktion scheinen die Klerikalen, wenn es gilt, ihre Todten zu ehren. Landtags- Abgeordnete GrafGersdorff, vor unter der Führung des Dr. Adler einen Theil der AbRein Mann hat größere Verdienste um das Zentrum sich einiger Zeit noch preußischer Landrath, ein gewerbsmäßiger trünnigen wieder zuzuführen." erworben, ein Politiker hat niemals mit mehr Scharfsinn, Schuldenmacher, der unsaubersten Geldmanöver und SchieGeschick und Thatkraft die Sache des Katholizismus geführt, bungen mehr als verdächtig, ein wahres Juwel junkerlicher wie der für die Ultramontanen unersetzliche Windthorst. Tugenden, hat die Unverfrorenheit gehabt, sich von Wien So reich auch die Partei ist, so groß die Bahl ihrer An- aus, wohin er sich vor seinen Gläubigern geflüchtet hat, an hänger ist, die als Großgrundbesitzer, als Unternehmer, als hohe das Büreau des preußischen Abgeordnetenhauses mit der geistliche Würdenträger über große Mittel verfügen, trotz Bitte zu wenden, man möge ihm die Diäten auszahlen. dem ist der Denkmalfonds für Windthorst noch nicht auf- Dies Gesuch soll abschlägig beschieden worden sein. Die gebracht. Ein anderes Beispiel für die mesquine Haltung Freikonservativen des Abgeordnetenhauses sind nicht zu beder Ultramontanen ist ein in der„ Germania"( Nr. 81 vom neiden: erst der Betrüger Wehr, jetzt der Ehrenmann Graf dem Sprecher vermahnt werden sollen. Der Unterantrag 8. April) veröffentlichter Aufruf: An alle Freunde und Gersdorff. Verehrer Vogelsang's!", in welchem es heißt: hat das Haus der Gemeinen mit 349 gegen 70 Stimmen Schutz der Redefreiheit in England. Am 8. April den Antrag des Ministers Hicks- Beach, Präsidenten des Handelsamtes, angenommen, wonach die Direktoren der Cambrian- Eisenbahn- Gesellschaft, weil sie durch Maßregelung eines Beamten wegen dessen Aussagen über Romitee die Privilegien des Unterhauses verlegt hätten, von die Arbeitszeit der Angestellten vor dem UnterhausT. P. O'Connors, das Vergehen der Direktoren erst dann " Das beabsichtigte Denkmal für den verstorbenen Freiherrn ER huft zurück. Bismarck, der laut seinem Ham- als gefühnt zu betrachten, wenn diese durch Einsperrung Karl von Bogelsang harrt noch seiner Bollendung; es soll aus burger Leibblatt Herrn Fusangel in standalöser Weise an in den Glockenthurm und durch ansehnliche Geldeinem ftilvollen schmiedeeisernen Kreuze bestehen, dem ein gegriffen hatte( Borwärts", Nr. 81 vom 5. April), fneift strafen gebüßt würden, der entlassene Beamte Granitsockel als Basis dient. Der Granitsockel wird das in und will es nicht gewesen sein. Er habe, läßt er erklären, fein Amt wieder eingeführt oder entschädigt worden sei, Marmor kunstvoll ausgeführte Reliefporträt Bogelsang's auf nicht behauptet, daß Fusangel im Solde des Auslands wurde nach sechsstündiger Debatte mit 274 gegen 159 nehmen. Nach dem Voranschlage sind die Kosten dieses ein gegen den Ehren- Baare vorgegangen sei. Bei Bismarc's Stimmen verworfen. Hierauf wurden die Direktoren vom fachen Denkmals auf 900 fl. präliminirt. Dem gefertigten weltbekannter Wahrheitsliebe ist die Sache damit abKomitee sind bis jetzt an Spenden 832 fl. 72 Kr. zugegangen, wovon für den Ankauf der Gruft auf dem Friedhofe zu Benzing ein gethan. in Sprecher, dem Präsidenten des Parlaments, vermahnt. Ein Minister beantragt, daß die Vertreter einer großkapitalistischen Unternehmung ersten Ranges gerügt werden, weil Betrag von 600 fl. verausgabt wurde; es fehlen somit noch Sächfer- Statistik. Mit sächsischer gemüthlicher Treu- ein Angestellter, der wahrheitsgemäß über die Zustände der 667 fl., die zur Deckung der Kosten nothwendig sind." herzigkeit, schreibt die Frankfurter- Beitung", vor der man Cambrian- Gesellschaft ausgesagt hat, von ihnen gemaßregelt War Windthorst der hervorragendste Bolitiker, so war nicht genug auf der Hut sein kann, giebt das Leipziger worden ist. In Deutschland, näher bezeichnet in Sachsen, Karl von Vogelfang der bedeutendste Theoretiker des Katho- Tageblatt" uns die Versicherung, mit den reaktionären noch näher bezeichnet in Dresden, denunzirte ein Staatslizismus. Ein ausgezeichneter Sozialpolitiker, durchaus Thaten des sächsischen Landtags, mit der Ausschließung des beamter, dem der Schutz der Arbeiter obliegt, die Arbeiter, origineller Kopf, war ihm allerdings der Arbeiterschutz nicht sozialdemokratischen Achtels der Kammer von allen Kom- welche über Arbeitsverhältnisse in ihrem Betriebe fich an blos eine dekorative Phrase, und er ist als der Vater der missionen und mit der Genehmigung zur Erhebung von ihn mit einer Anzeige wenden, bei der Werksleitung. Der österreichischen Arbeiterschutz Gesetzgebung zu bezeichnen. Anklagen wegen Kammerbeleidigung sei die große Mehr- Gewerbe- Inspektor Siebdrat in Dresden weiß Genaueres Ehrenhafter Charakter wie er war, haßte er die Chitanen heit der sächsischen Bevölkerung völlig einverstanden. Nun über diesen Vorgang zu berichten. Sozialdemokratisch gedes Polizeistaats und bekämpfte unentwegt jede Ausnahme- wurde die erwähnte Genehmigung, wie wir gemeldet haben, finnte Arbeiter werden aus Staatswerkstätten entfernt, gesetzgebung, so auch das Sozialistengesetz in seiner Monats von 52 konservativen und nationalliberalen Abgeordneten obwohl sie ihre Agitation nur außerhalb der Werkstätten schrift für christliche Sozialreform". Den blaublütigen ertheilt, während die fortschrittlichen und sozialistischen, betreiben, die Kühnemann und Genossen werden von der Feudalen im Stil der Huene und Ballestrem, den ver- 19 an der Bahl, dagegen stimmten. Nach der Versicherung Regierung und Polizei nach Kräften unterstützt im Lande fuiffenen Nichts- als- Kleritalen mag Bogelsang, auf dessen des Leipziger Tageblatts" stände hinter den 52 die große der Sozialreform von Oben. Die Wildheit Englands steht Grabe es nun schon zum zweiten Male grünt, nie Mehrheit der sächsischen Bevölkerung, aber die amtlichen folglich für jeden guten Deutschen außer Zweifel. sympathisch gewesen sein. Trohalledem aber ist der Aufruf Biffern der letzten Reichstagswahl, plumpe Gesellen ohne symptomatisch für die Filzigkeit der Zentrumsleute. Daß alle Gemüthlichkeit, bekunden dem Leipziger Blatt:„ Edle Gesinnung". Der Verleger Lord Byron's, wir nicht in den Verdacht der Denkmalsschwärmerei ge- Rechnen ungenügend". Es wurden in Sachsen ab- der englische Buchhändler Murray, Herausgeber der be rathen, weil wir diese Angelegenheit in diesen Blättern zur gegeben am 20. Februar 1890: Für die Deutschkonser- tannten englischen Reisehandbücher, die jetzt überall auf dem Sprache bringen, versteht sich. Man muß das Verhalten der Klerikalen von dem Standpunkt, auf welchem sie selbst die Nationalliberalen 112 000 Stimmen, also insgesammt fast 90 Jahren gestorben. In dem Nachruf, den deutsche der Klerikalen von dem Standpunkt, auf welchem sie selbst vativen 129 000, für die Freikonservativen 31 000 und für Festland nachgeahmt werden, ist dieser Tage im Alter von stehen, beurtheilen, um das richtige Werthurtheil über die Enthaltung abgeben zu können, die hier gegenüber den für die Ordnungsparteien, denen wir als Knochenbeilage" Blätter ihm widmen, heißt es: Von seiner edlen Gesinnung gerne auch noch die 5000 antisemitischen Stimmen zugeben, zeugte es, daß er auf den Rath der Freunde Byron's deffen geistigen Häuptern der Partei von der Partei geübt wird.- 277 000; dagegen standen 241 000 sozialdemokratische und ihm vermachte Autobiographie nicht veröffentlichte, sondern Die Absichten des Polizei- Anarchismus. Die zu 52 000 fortschrittliche Stimmen, zusammen 293 000, also ein den Flammen übergab." Also einer der ärgsten literarischen offiziösen Rundgebungen benutzten„ Berliner Politischen Nach- Mehr von 16 000 Stimmen, zu Gunsten der Parteien, die Frevel, die je verübt worden sind, die heroftratische That " Respektabilitäts"-wüthigen Geschäftsrichten" schreiben: Mehrfach wird über Verhandlungen von Boykott und Kammerbeleidigungs- Prozessen nichts eines bornirten berichtet, die französischerseits eingeleitet worden seien, um ein wissen wollten. Die große Mehrheit der sächsischen Be- manns, der auf Wunsch anderer Respektabilitäts". Zusammenwirken mit anderen Staaten zum Schuge gegen die völkerung, die das„ Leipz. Tagebl." aufmarschiren läßt, ist Wütheriche das unerseßliche Werk eines Geistesriesen zerstört, anarchistischen Anschläge herbeizuführen. Nach Berichten, die demnach kein politisches Aufgebot, sondern eine journalistische blos weil dieser den heuchlerischen Respektabilitäts" wir erhalten, beziehen sich diese Schritte zunächst nur auf Ausschneiderei. bezügliche Auseinandersetzungen mit Spanien und Belgien. Doch ist nach manchen aus Rom kommenden Meldungen zu Das Verbot des Parteitages der österreichischen vermuthen, daß man auch dort geneigt sei, sich einem Zu- Sozialdemokratie. Zur Charakteristik des Systems Taaffe sammenwirken, wenn die Angelegenheit zum Zwede inter- sei die folgende uns zur Verfügung gestellte Verbotsbegrünnationaler Vereinbarungen in Erwägung gezogen werden bung mitgetheilt: sollte, anzuschließen." Auf die internationale Lockspiel- Kaiserl. fönigl. Polizeidirektion Brünn. Dynamiterei folgt der Plan eines internationalen Ausnahmegefeges mit Folgerichtigkeit. Jene war das Mittel zur Herbeiführung dieser von sämmtlichen Bolizisten ersehnten Maßnahme. Wer trägt die Schuld an dem Dynamitschwindel? Nun gemäß der altrömischen Rechtsanschauung: " Der that's, dem es nüßt" Wütherichen sehr unangenehme Wahrheiten gesagt hat, diese abscheuliche Sünde gegen den heiligen Geist" ein Beweis edler Gesinnung"! So stellt die heutige bürgerliche Pharisäer- Moral Alles auf den Kopf! Uebrigens war der jegt verstorbene Murray noch sehr jung, als Byron starb, der im Haus seines Vaters, wenn wir nicht irren des Gründers der Firma, viel verkehrte. Nach den bei der hohen t. f. oberösterreichischen Statt halterei" eingelangten Mittheilungen, insbesondere laut des in hat das Dekret unterzeichnet, durch welches die ausländischen Weltausstellung in Chicago. Der Präsident Harrison der periodischen Druckschrift Arbeiter Zeitung" d. d. Wien, 25. März 1892 Nr. 13 veröffentlichten Aufrufs wurde ein Aussteller in Chicago gegen alle Klagen geschützt werden " Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie" für den sollen, welche wegen Ausstellung von Gegenständen, die in 17. April 1892 nach Linz einberufen. Nachdem aus der für den Vereinigten Staaten Patent- oder Martenschuß genießen, diesen Parteitag aufgestellten Tagesordnung und dem hierüber erhoben werden sollten. Theater. Sonnabend, den 9. April. Achtung! Achtung! Phauspielhaus. Remeo und Julia. Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter, G. S. 29, Deutſches Theater. Der Kompagnon sowie Zeutral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Leffing- Theater. dame. Die Berliner Theater. Ein Tropfen Gift. Wallner- Theater. Der Löwe des Tages. ,, Vulkan", E. H. 89 Hamburg. Große öffentliche Versammlung Vereinigung d. Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin. Versammlung am Montag, den Il. April, Abends 812 Uhr, bei Keßner, Annenstraße Nr. 16. Tages Ordnung: Belden Theater. Der kleine Schwere- sämmtlicher Mitglieder der Filialen Berlins und Umg. Rongreſſes. 3. Diskussion. 4. Antrag des Vorstandes. 5. Verschiedenes. nöther( Ferdinand le noceur). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Reif- Reiflingen. CF am Sonntag, den 10. April. cr., Vormittags präzise 10 Uhr, in Feuerstein's Lokal, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 2319b 1. Die Gestaltung unserer Kassen nach Inkrafttreten des neuen KrankenBellealliance- Theater. Bechschulze. Versicherungs- Gesetzes. Referent: Herr Bredow. 2. Diskussion. Oftend- Theater. Mutter und Sohn. Mitglieder anderer eingeschriebenen Hilfstassen als Gäste willkommen. Theater. Der Der Einberufer. Adolph Ernst Tanzteufel. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Konkordia- Palast- Theater. zialitäten- Vorstellung. SpeAmerican- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spe zialitäten- Vorstellung. Mittwoch, den 13. ds. Mts., letzte Vorstellung in dieser Saison. Circus Renz. Karlstraße. Oeffentliche Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 10. April, Nachmittags 6 Uhr, im Restaurant Otto Klein. Schönleinftr. 6. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung findet vom Lese- und Diskutirklub Vereinte raft" gemüthliches Beisammensein statt. " 434/10 1, Geschäftliches. 2. Die Beschlüsse des Halberstädter Gewerkschafts Die Kammacher, Elfenbein- und Stockarbeiter sind zu dieser Versamme lung besonders eingeladen. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 138/11 Der Vorstand. Gleichzeitig mache den Mitgliedern bekannt, daß die Beiträge jeden Sonnabend, Abends von 81/2 bis 10 Uhr, in folgenden Zahlstellen entrichtet werden können: Dresdenerstr. 116 bei Gründel. Reichenbergerstr. 16 bei Pät old. Langeftr. 34 bei Giersch. Mariannenplay 18 bei Strohmeier. Weinstr. 22 bei Steuer. Alte Jakobstr. 88 bei Wienice. Brunnenstr. 60, vorn 4 Tr. bei Schuster. Dachdecker D. 0. Große öffentliche Versammlung Berlins und Umgegend! be Freien Diskutir- Vereins ( gegründet von Schülern der Arbeiter- Bildungsschule) Tagesordnung: Morgen( Palmsonntag), Abends 6½ Uhr, im„ Elysium", Landsberger Allee. 1. Vortrag über: Christenthum und Sozialismus. Ref.: Genosse Folger. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 2247b Nachher: Gemüthliches Beisammensein. Große öffentliche Versammlung Kam Sonntag, den 10. April d. J., Vorm. 10 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75. Tages Ordnung: = 1. Wollen wir Dachdecker Gesellen mit der Kürzung der Lohnes einverstanden sein? Referent W. Na dwi y. 2. Diskussion und Beschlußfassung. 3. Verschiedenes. 858/6 Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer: H. Pollwitz. NB. Zu dieser Versammlung laden wir alle beim Dachdecker- HandSonnabend, den 9. April 1892, Arbeiter- Bildungsschule( Nord- Bezirk). werk beschäftigten Arbeiter ein. Abends 74 Uhr: Gala- Fest- Vorstellung F Grosse Versammlung zur Feier der 200. Auf am Sonntag, den 10. b. Mts., Abends 6 Uhr, bei Reichert, Müllerstr. Nr. 7. führung des Wasser- Schauspiels ,, Auf Tages Ordnung: Helgoland" mit dem großen pyros Vortrag des Herrn Rantorowicz über:" Hypnotismus". Diskussion. Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein. technischen Schluss- Tableau. Aus dem eigens arrangirten Programm sind besonders hervorzuheben: 432/29 Borläufige Nachricht. Am 2. Osterfeiertag veranstalten Ein hippologischer Kongress" von die Schüler einen Ausflug nach Birkenwerder, wozu Freunde der Ar36 Bollblutpferden( Trakehner, arab., beiter- Bildungsschule eingeladen werden. englischer, irischer ut. schottischer Race), vorgef. v. Direktor Franz Renz. Solon, ger. v. d. Schulreiterin Frl. Clot. Hager. Auftreten d. vorzüglichst. Künstlerinnen und Künstler. Romische Entrées und Intermezzos von sämmtlichen Clowns. Morgen, Sonntag, 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind frei). Mazeppa's Verbannung, hiftor. Pantomime, ausgef. von 150 Kindern.( Ballet- Einlage Polnischer Nationaltanz vom ges. und Corps de Ballet). Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland" E Hiermit erlaube ich mir, dem hoch geehrten Publikum Berlins die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mit dem heutigen Tage die Direktion des Circus Renz übernommen habe und bitte ich Treffpunkt: Stettiner Bahnhof, Vormittags 101/2 Uhr. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 10. April, Nachmittag 3 42 Uhr, in Rnebel's Salon, Badstraße 58. Tagesordnung: Vortrag des Herrn K. Hübsch über: ,, Religion Nächstenliebe". Nachher: Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet 434/9 Die Einberuferin. Oeffentliche Versammlung der höflicht, das meinem dahingeschiedenen Musik- Instrumenten- Arbeiter Sonntag, den 10. April 1892( Palmsonntag), findet in den unteren Gesammträumen der Arminhallen, Kommandantenstr. 20, für den im zweiten Jahre kranken, erwerbsunfähigen Genossen, den Baritonisten Gustav Steinmek, eine Wohlthätigkeits- Soirée, verbunden mit Familien- Tanzkränzchen statt, arrangirt vom Genossen Hugo Osang, unter gütiger Mitwirkung bes Ar: eiter- Gefangvereins Vorwärts I. SO.( M. d. A.-S.-B.), des Zitherklubs ,, Gleichheit", des Glaseuphonisten Mrs. Signori, sowie der Familie Osang. Die Musit wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berling" ausgeführt. Eröffnung 5/2 Uhr. Anfang präz. 62 Uhr. Einlaßprogramme à 25 Pf. find an folgenden Stellen zu haben: Steinmetz, Dranienstr. 1, 3 Tr.; H. Osang, Mariannenstr. 10, Hof 2. Eingang parterre; Gründel, Dresdenerstr. 116; Bubeil, Naunynſtr. 86; Kehr( Hutgeschäft), Röpnickerstr. 126; Salzwedel, Klosterstr. 88; Fröhlich und Richter, Grüner Weg 65; Schentsch, Adalbertstr. 17, sowie in allen mit Plakaten belegten Geschäften.-Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Freie Volksbühne. Für die II. Abtheilung( grüne Karten) findet morgen, Sonn tag, den 10. April, Nachmittags 2 Uhr, im Bellealliance- Theater die Vater stets in so reichem Maße be am Montag, den 11. April cr., Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Lotal, VII. Vorstellung im zweiten Vereinsjahre statt. Aufgeführt wird: wiesene Wohlwollen und Vertrauen auch auf mich hochgeneigtest übertragen zu wollen. Berlin, den 9. April 1892. Franz Renz. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Meu: Salomon Feury der weiße Neger Alte Jakabstr. 48a. Tages Ordnung: 1. Bericht vom Halberstädter Kongreß. Ref.: R. Schmidt. 2. Disfuffion. 3. Wahl der Delegirten zur Konferenz nach Gera. 435/20 Pflicht eines jeden Kollegen bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zu erscheinen. Die Agitations- kommission. nach Arbeiter- Bildungs- Schule. Sonntag, den 10. April, Vorm. 10 Uhr, im Feen- Palast: Ordentliche General Versammlung. 2.- D.: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht der Kassen- Revisoren. 3. Neuwahl des Vorstandes und der Kaffen- Revisoren. 4. Verschiedenes. HAF Das Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. aus Sierra Leone- Westafrika. 482/19 Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. J. A.: E. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Passage Verlag des„ Vorwärts Panopticum. Riese, 9 Fuj. Zwerg, 25 Zoll. Mann m. Steinkopf. Zwergvolt. Berliner Volksblatt Therese Raquin. Drama in 4 Atten von Emile Zola. Um pünktliches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten, da 10 Min. 2 Uhr das Theater geschlossen wird. Dieselbe Vorstellung findet für die I. Abth.( braune Karten) am Sonntag, den 17. April, und für die III. Abth.( rothe Karten) am Sonntag, den 24. April, statt. 2250b Gr. öffentl. Versammlung Wagenbau beschäft.Arbeiter für sämmtliche am sowie Der Vorstand. der Maifeier Beauftragten werden Die mit der näheren Veranstaltung dringend gebeten, baldmöglichst ihre Musfitaufträge zu machen, da nach den bis jetzt eingelaufenen Aufträgen zu Stellmacher, Schmiede, Lackirer. Dimensionen annehmen dürfte und wir urtheilen die Musikerbedarfsfrage große am Sonntag, den 10. April, Vorm. 10 Uhr, bei Scheffer, Inselstraße 10, Tages Ordnung: schleunigst unsere Dispositionen treffen 367/20 müffen. Der Vorstand Berufsmusiker 2c. J. A.: G. Schonert, 1. Vorsitzender. 1. Vortrag über Krankenkassengesetz- ber Freien Vereinigung der Zivil. Novelle und die freien Hilfskaffen. Ref. Gen. Wa ch. 2. Diskussion. 3. Warum veranstalten die Krankenkassen Bälle u. Sonstige Vergnügen? Die Mitglieder der Zentral- KrantenGeneral- Versammlung taffe der Deutschen Wagenbauer, sowie der Allgem. Unterstübungskaffe die Herren vom Vergnügungskomitee Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Zu den Wahlen zu den Gewerbegerichten, die in allen Theilen des Pigmy v. Stanley- Reichs bereits mit Grfolg für unsere Partei stattgefunden haben, theilweise noch vollzogen werden, empfehlen wir den Genoffen zur Anschaffung die in unferem Berlage erschienene Ausgabe vom 10-1 Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. 4-9 Uhr Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch fowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Sale. F. Sodtke. Zum Erbbegräbniss Urban- Strasse No. 51, ladet alle Freunde und Genoffen ein 21092 Pfister- Karl. J. Bertr. Gesek, betreffend die Gewerbegerichte. - Vom 29. Juli 1890. Mit erläuternden Anmerkungen, einer Uebersicht des Juhalts des Gesetzes und alphabetischem Sachregister. 96 Seiten elegant kartonnirt; Preis 50 Pfennige. Auf Grund dieses Gesetzes werden Gewerbegerichte eingefeßt, denen die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zufällt. Unfere Genoffen find sich wohl bewußt, daß bei der Mangelhaftigkeit des Gesetzes eine wesentliche Aenderung des Verhältnisses zwischen Kapital und Arbeit nicht erreicht wird; dennoch ist es lobenswerth, wenn sie allen Einfluß auszuüben suchen, bei den Verhandlungen ein wachsames Auge haben. Die in unserer Ausgabe dieses Gesetzes dem Texte der Paragraphen beigegebenen gemeinverständlichen Kommentare erleichtern den praktischen Gebrauch der: felben ganz wesentlich. Bei Partiebezug und für Wiederverkäufer Rabatt. Die werthen Besteller von auswärts werden ersucht, ihren Aufträgen Restaurant zum Fr. Klosterman, den dafür entfallenden Betrag( Porto extra) beizufügen. Neu eröffnet! 49. Görligerstraße 49.[ 2815b] sind besonders eingeladen. 22386] Der Einberufer. Die Versammlung des Fachvereins der Stellmacher findet wegen der Wagenbauer- Versammlung nicht statt. Arbeiter- Bildungsschule. Stenograph. Abtheilung( Roller). Südost- Schule: Uebungen jeden Mitt woch von 81/ 2-10%/ 2 Uhr. Unterricht jeden Montag von 81/ 2-101/ 2 Uhr. Ost- Schule: Unterricht jeden Sonntag von 9-11 Uhr. Achtung! 2248b der Lederzurichter im Polizeibezirk Berlin.( E. H. Nr. 50) am Sonntag, den 24. April, Vormittags 101/2 Uhr, bei Feindt, Weinstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung vom 1. Quartal 1892. 2. Geschäftliche Mittheilungen. 202/16 Der Vorstand. J. A.: G. Busse. Sämmtl. Hüte mit Kontrollmarke. Hut- Fabrik Rud. Beisse, Größte Auswahl. Auf verschiedene Anfragen und An- Chauffeestraße Nr. 70, parterre. regungen erklären wir hiermit, daß der Mufiter A. Holz, Ruppinerstr. 42 wohnhaft, seit Jahren Dirigent d. Musikkapelle im Etablissement ,, Neue Welt"( Hasenhaide), nicht Mitglied unseres Vereins ist, auch nicht Mitglieder unseres Vereins ( bis auf zwvei) sonst aber mit Vorliebe Beamtenmusiker beschäftigt. der Freie Vereinigung Zivil- Berufsmusiker Berlins 2c. Der Vorstand. 867/19 Plüschgarnitur 100, Sophas 30, Ruhebetten 25, Bettstellen, Matragen 27 M. 23286 Bennigkeit, Holzmarktstr. 5. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. KRONEN 1000 GARN YARDS Bestes Nähgarn! Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. $ zwei Beilaaen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 85. Parlamentarisches. " Sonnabend, den 9. April 1892. wärtsschiebende, die Interessen der Arbeiter fördernde Element unter Umständen die Berichte der Minderheit, wenn nicht gar die Einzelbearbeitung sein wird. Was wir noch in technischer Beziehung an der Kommission auszusehen haben, das ist, daß ihr jegliche Initiative fehlt.. Bur Richtigstellung. Im Leipziger Tageblatt" - und wahrscheinlich werden die anderen nationalliberalen Blätter es nachdrucken wird anläßlich einer Rede des Genossen Geyer Geschrieben: Doch wir erkennen auch das Wenige an. Der Anfang ist Hauptsächlich eiferte der Redner( Herr Geyer) da- gemacht und das ist die Hauptsache. Die Arbeiter haben dafür gegen, daß die freien Hilfskaffen jest gezwungen wären, auch in zu sorgen, daß die Kommission Besseres leistet, als die gewert fleinen Orten ihren Mitgliedern freie ärztliche Behandlung und schaftlichen Organisationen zu leisten vermögen. Arznei " statt wie bisher einen Geldbetrag " zu liefern, was B Zweischneidige Loyalität. Nr. 79 der St. Johanner Boltszeitung" enthält folgende Mittheilung: = 9. Jahrg. Nicht wenig zu den Siegen hat das Programm beigetragen, mit welchem unsere Genossen vor die Wähler traten. Dasselbe enthielt in den Hauptpunkten die Forderungen, durch welche die sozialistische Frattion im Berliner Stadtverordneten- Kollegium von Wahl zu Wahl neue Verstärkungen erhält. Einzelne nebenfächliche Punkte dieses Programmes waren je nach den lokalen Bedürfnissen der einzelnen Ortschaften umgeformt worden. Es empfiehlt sich, daß dies Programm bei kommunalen Wahlen überall im Reiche von unseren Freunden zum Vorbild genommen wird. Die einzelnen Punkte desselben entsprechen so sehr den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung, daß sich kein denkender Mensch der Nichtigkeit derselben zu verschließen vermag. Bauern", die Hilfskaffen geradezu ruiniren müsse. Wer aber war daran Preußische Landgemeinde Wahlen. In Torgelow Schuld, daß diese Bestimmung Rechtskraft erlangt? Niemand bei Stettin wurden die sozialdemokratischen Kandidaten der dritten Die übrigen Parteien, welche in den Wahlkampf eingetreten anders, als die sozialdemokratischen Fraktionsmitglieder! Bekannt- Klasse fast einstimmig gewählt. In Schöneberg bei Berlin sind, sind, wie üblich, ganz paff" über die sozialistischen Siege. lich mußte am Tag der Schlußabstimmung über die Novelle siegte ebenfalls die Sozialdemokratie( siehe„ Lokales"). Vor der Wahl glaubten die Wortführer derselben die Bestrebungen zum Krankenversicherungs- Gesetz über den Antrag Hirsch- Gutfleisch, welcher den freien Hilfstassen das Recht eingeräumt wissen wollte, der Sozialisten mit höhnischen Worten lächerlich machen zu fönnen, jetzt aber sind die großen Mundhelden ganz stumm ge an Orten mit weniger als zwanzig Mitgliedern anstatt der freien ärztlichen Behandlung und Arznei die Hälfte des Tagelohnes zu Saarbrücken, 6. April. Durch Beschluß des Vorstandes des worden. Namentlich die Bauern" können es noch immer nicht gewähren, in Gemäßheit des§ 50 der Geschäftsordnung noch Saar- Blies- Nahe- Bezirks des deutschen Kriegerbundes find Mit- verwinden, daß in der Gemeindevertretung jetzt auch Sozialisten mals abgestimmt werden, weil der Antrag bei seiner am Tage glieder von Kriegervereinen, welche das sozialdemokratische Blatt mitrathen und mitthaten werden. Bisher wurde über die Klagen vorher erfolgten Annahme nur schriftlich, nicht aber gedruckt vor Bote von der Saar" halten, aus den Vereinen auszuschließen. Der Arbeiter einfach zur Tagesordnung übergegangen, jetzt aber lag. Es handelte sich hierbei um die bedeutsamsten Interessen Der Vorwand, dieses Blatt würde unter der Thüre durch werden die Bourgeois dieselben hören müssen, sie mögen nun Die sozialistischen Hechte im Karpfender freien Hilfskaffen, namentlich der zentralisirten, für welche geschoben oder durch Kinder ins Haus gebracht und der wollen oder nicht. ben fetten Karpfen das Leben natürlich die sozialdemokratischen Abgeordneten, so auch Herr Geyer gestern, gleichen, entschuldigt nicht. Der Beschluß soll auch durch teiche" werden mit so großer Emphase eintreten. Und was geschah? Im sozial die" Parole", das Organ des Deutschen Kriegerbundes veröffent- sauer machen, die schöne Zeit des idyllischen Stilllebens in der Gemeindevertretung ist vorüber. Und zwar für demokratischen Zentralorgan, dem Berliner Vorwärts", steht licht werden." Die bösen Sozialdemokraten werden nun sämmtliche Mit- immer vorüber, denn die stille Hoffnung der wörtlich zu lesen: Der Antrag wird heute, da die sozialdemokratischen Bänke" sehr schwach besetzt sind und die Gegner glieder des Kriegervereins ermitteln und jedem derselben den daß es bei den nächsten Wahlen sich wieder ändern werde, ist aus den Reihen des Zentrums sich zahlreicher erheben als gestern, Boten von der Saar" unter der Thür durch in die Wohnung eine vergebliche. Die zielbewußten Arbeiter leben gar nicht der abgelehnt." Es ist dies ein recht bezeichnendes Beispiel, in fchieben, bis endlich der Vorsitzende des Vereins mangels anderer Meinung, daß jest nach der Wahl einiger Vertreter ihrer Interessen sofort das goldene Zeitalter anbrechen werde. Auf welcher Art die sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten, zu Mitglieder sich selber ausschließen muß. den ersten Hieb fällt kein Baum und bei den nächsten Wahlen welchen auch Herr Geyer gehört, der gestern nach gewohnter Gepflegenheit natürlich über Beschränkung der freien Hilfstassen Ju Stuttgart ist jetzt der Boykott an der Tages- werden die Sozialisten in ihren Anstrengungen erst recht nicht räfonnirte, ihre Pflichten als Volksvertreter auffaffen. Die ordnung. Die Frankf. 3tg." sagt darüber:" Bald verhängt die nachlassen. Die Bourgeois brauchen sich also nicht darauf zu zentralisirten Hilfskaffen mögen sich also bei ihren eigenen Ver- Militärbehörde über„ mißliebige" Wirthschaften, d. h. solche, in fpißen, daß sie die„ Sechte im Karpfenteich" jemals wieder los fechtern, den sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten, be- denen besonders viele Sozialisten verkehren, die Soldatensperre, werden. Im Gegentheil, dieselben werden in immermehr, verdanken, wenn das Gesetz ohne diese Vergünstigung in Kraft tritt. bald weigern sich Behörden, Vereine und Private, ihre Säle den stärkter Zahl wiederkehren. Sollte das Herr Gener nicht wissen?" Sozialdemokraten zu überlassen. Letztere revanchiren sich, indem Wie nothwendig es ist, wenn unsere Freunde geschlossen An diesem Angriff auf unsere Abgeordneten ist nichts wahr, fie gewisse Brauereien resp. Wirthschaften ihrerseits mit dem auch in den kommunalen Wahlkampf eintreten, haben die oben außer daß der zitirte Bassus einer Reichstags- Korrespondenz auch Interditt belegen. So wird herüber und hinüber geschoffen. Die erwähnten Gemeindewahlen von Neuem bewiesen. Die bisherige in den Vorwärts" gelangt ist. Wir hatten damals gleich für Versuche, nachdem das Sozialistengesetz gefallen ist, mit Polizei- Stagnation in der Gemeindevertretung wird einem frischdie folgende Nummer nachstehende Notiz geschrieben, die wir mitteln der sozialistischen Bewegung beizukommen, machen einen fröhlichen Leben weichen und gar mancher alter Zopf jedoch auf den Wunsch von Freunden zurückstellten: nicht sehr erhebenden Eindruck. Was mit einem rigorosen Unter- wird abgeschnitten und manche alte Perrücke wird ausSo lange die Besitzenden hübsch unter Am Schluß unseres letzten drückungsgesetz, mit Verboten, Ausweisungen und sonstigen Maß geklopft werden. Bum Antrag Hirsch. Tonnten fie ihre Interessen gar herrlich Reichstagsberichts hieß es: Der Antrag( irsch) wird heute, regeln nicht erreicht wurde, wird gewiß auch dadurch nicht erzielt, fich waren, da die sozialdemokratischen Bänke sehr schwach daß man einen sozialdemokratischen Umzug am 1. Mai verbietet wahrnehmen, und die Arbeiter hatten schließlich die Beche zu bebesetzt sind und die Gegner des Antrags aus den oder den Arbeitern einen Saal vorenthält. Alles das hat weiter zahlen. Es wurde einfach beschlossen und immer wieder beReihen des Zentrums sich zahlreicher als gestern erheben, ab- feinen Erfolg, als daß es die Arbeiter erbittert und die Ansicht schlossen, und die Arbeiter hatten zu zahlen und immer wieder zu gelehnt." Nicht Saumseligkeit der sozialdemokratischen Abgeord- in ihnen bestärkt, daß die heutige Gesellschaft nicht gerecht zu zahlen, ohne daß es ihnen möglich gewesen wäre, ihre Beschwerden an der richtigen Stelle vorbringen zu können. Dank der enerneten, sondern die Haltung des Zentrums hat den Antrag zu sein vermag." gischen Jnangriffnahme der Wahlagitation seitens unserer Freunde wird das jetzt nicht mehr vorkommen können. Zudem stärkt jede Betheiligung an einer Wahl unsere Reihen und läßt neue Agitationskräfte zu uns stoßen. Das allein sind schon Gründe genug, die Wahlbetheiligung als nothwendig zu be zeichnen. Noch keine Partei hat es zu einer Machtstellung gebracht, deren Angehörige hinter dem Ofen gehockt haben und deren Wortführer nur groß gewesen find in hohlen Phrasen und unklaren Schlagwörtern. " Fall gebracht. Wären unsere Genossen allesammt am Platz ge$ wesen, so hätte das am Ergebniß nichts geändert. Die Bänke In Schwetzingen findet am Sonntag eine Konferenz unferer Fraktion waren übrigens durchaus nicht sehr schwach" der Sozialdemokratie des 44. badischen Landtags= Wahlbesett, fondern verhältnißmäßig besser als die irgend einer treises statt. von 35 Mitgliedern 16 an Abends zuvor anderen Fraktion. Es waren wesend, also beinahe die Hälfte. Unsere Parteigenossen in Delmenhorst warnen vor Die übrigen waren zum größten Theil im Parteidienst abwesend da sie einem gewissen Kortschneider einr. Wöhler, der in am 18. März! in ihren Wahlkreisen Delmenhorst in Parteikreisen ein sehr schlechtes Andenken hinter au reden gehabt hatten. Beiläufig war der Antragsteller Hirsch laffen hat. Wöhler soll sich nach Berlin begeben haben, weshalb selber nicht bei der Abstimmung zugegen. Wir erwarten, daß die hiesigen Arbeiter vor ihm hiermit gewarnt sein sollen. W. die Redaktion des Parlamentsberichts, in dem diese grundlose ist von mittlerer Statur und trägt schwarzes Haar und dito Infinuation enthalten war, der Wahrheit die Ehre geben und Schnurrbart. sich in Zukunft vor derartigen nach Tendenz riechenden Betrachtungen hüten wird." Todtenliste der Partei. In Wald bei Solingen starb Seitdem hat die nämliche Reichstags- Rorrespondenz über die im Alter von erst 21 Jahren der sehr thätige Genosse Emil neuliche Etatsrede Liebknecht's einen sp verstümmelten und ent- 2 even. stellten Bericht gebracht, daß die Annahme der bona fides sehr schwer gemacht ist. Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches ze. In Wandsbed wurden die Genossinnen Frau Hansen und Frl. Arz vom Schöffengerichte wegen, unerlaubten Kollettirens" zu je 20 M. Strafe verurtheilt. Sie hatten in einer Volksver sammlung, in welcher Frau Ihrer sprach, Marlen verkauft, da bisher die Erhebung von Eintrittsgeld ebenso wie die Vornahme von Tellersammlungen stets verboten worden waren. Gegen das Urtheil des Schöffengerichts ist Berufung eingelegt. Tokales. Stolz will ich die Tante. Die Bemerkung des Stadt verordneten Zubeil in der letzten Stadtverordneten- Sitzung, daß die Herren ein anderes Gesicht machen würden, wenn es nicht blos" Arbeiter wären, die von der Kugel eines Bostens getroffen werden, wird von der„ Voffischen Zeitung" für abgeschmackt und gehässig erklärt. Die alte Tante wirft sich in die Brust und ruft pathetisch: Ob ein Prinz von der Kugel hinweggerafft wird, macht für gewissenhafte Vertreter der Bürgerschaft schlechthin keinen Unterschied." Aber Tantchen! Schließlich beruft sich die Vossische auf das Ausland und meint: Vielleicht betrachtet Graf Caprivi einmal die Urtheile der öffentlichen Meinung nicht nur in Deutschland, sondern auch im Auslande. Wir wollen nicht wiedergeben, was beispielsweise Blätter des Infelreiches über die jüngsten Vorfälle sagen. Es ist um so weniger schmeichelhaft für Deutschland, je begründeter es ist." bem dortigen Gerichte der Antrag, den Reichstag3Abgelehnt wurde, wie uns aus Breslau berichtet wird, von Aus der öffentlichen Meinung im Ausland dürften sich Abgeordneten Kunert gegen Raution aus der Haft zu preußische Minister wenig machen. Was beispielsweise Blätter des Jufelreiches" über deutsche Zustände, über System Buttkamer, entlassen. Zugleich erfahren wir, daß die gegen Kunert anhängig über Spigel und Denunziantenthum, über Majestätsbeleidigungsgewesenen Breßvergehen infolge seiner Immunität als Abgeord neter und der von dem Gerichte unterlaffenen Einholung der und Bismarcksprozesse, über die Beschränkung der persönlichen Auf Grund welcher angeblichen Vergehen unser Genosse trotzdem Erlaubniß zur Strafverfolgung bei dem Reichstage verjährt sind. Freiheit, der Preß- und Versammlungsfreiheit und ähnliche in Haft behalten wird, ist uns unbekannt. Parteigenoffen des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises! zunehmen würden die Räume der königl. Bibliothek nicht ausreichen, Wie bekannt sein dürfte, ist seitens des Wahlvereins be- aber es hat die Regierung wenig beirrt und wird sie auch wenig beBur Maifeier. Die Parteigenossen aus den Orten Bobstedt, schlossen, ein Flugblatt herauszugeben, welches die Ziele des irren, so lange ein Reichetangler dem Reichstage selbst zurufen fann: Bürstadt, Heppenheim, Campertheim, Lorsch, Neuhausen, Biern- Berens farlegen und zum Beitritt in denselben auffordern soll. Sie imponiren mir gar nicht! Und daß dem Grafen Caprivi heim und Worms beschlossen auf einer Konferenz in 2orsch, Die Verbreitung dieses Flugblattes erfolgt am Sonntag, den weder die Tante Voß noch die freisinnige Majorität des rothen die 10. April, früh 7/2 Uhr, und wollen sich alle Genossen, welche Hauses imponiren solle, kann doch kein ernsthafter Mensch glauben. Durch ein Waldfest zu begehen. Bei ungünstiger Witterung findet Interesse daran haben, daß der Wahlverein eine der Stimmen auf wie thörichte Bemerkungen die Bourgeoispresse tommt, blos das Fest ebenfalls in Lorsch in geschlossenen Räumen statt. * In Elberfeld wird das Maifest in 3 Lofalen( Johannisberg. zahl des Wahlkreises entsprechende Anzahl Mitglieder erhalte, weil sie den Kern der Sache, der im Geiste des Militarismus Wilhelmshöhe und Helenenhöhe) gefeiert. Ein Umzug ist geplant. 8ur angegebenen Zeit an folgenden Stellen melden: Aus Tilsit wird uns geschrieben: Wie überall, so rüstet sich auch hier die sozialdemokratische Partei zur Feier des 1. Mai.| Nach einem Umzuge mit Musik durch die Straßen der Stadt wird in dem wenige Kilometer entfernt gelegenen Dreibrücken ein Gartenfest, bestehend in großem Konzert, Voltsbeluftigungen u. f. w. mit darauf folgendem Tanz stattfinden. Die Betheiligung der Arbeiterbevölkerung scheint eine recht rege werden zu wollen, da kauft sind und Nachbestellungen sich nöthig machen. Allerdings| find die Leiter der Partei auch unterdessen thätig, neue Genossen zu gewinnen. Seit der letzten Reichstags- Wahl hat sich überhaupt ein erfreulicher Umschwung in der politischen Gesinnung eines großen Theiles der Tilsiter Arbeiterschaft vollzogen. Aus der sozialdemokratischen Presse. mission für Arbeiterstatistit: Die„ Niederrheinische Volks- Tribüne über die Kom F. Hermerschmidt, Moabit, Perlebergerstr. 28, W. Gieshoit, Boyenstr. 40, G. Wizel, Elisabethkirchstr. 18, Adolf Scholz, Kastanien- Allee 35, J. Gnadt, Brunnenstr. 38. Der Vorstand. Schöneberg. Das Wahlergebniß bei den LandgemeindeWahlen vom Dienstag, den 5. April, ist folgendes: 1. Genosse Hermann Schmidt, Töpfer, erhielt 387 Stimmen, 2. Genosse Paul Hackelbusch, Maurer, 388 Stimmen. Beide sind gewählt. Bon den Gegnern erhielten Schriftsteller Schön und Hauptmann a. D. Stieler je 338 Stimmen. Arbeiter und Genossen! Am Dienstag, den 12. d. M., Abends 8½ Uhr, findet eine öffentliche Versammlung in Ramm's Salon statt, in welcher über das Wahlergebniß und die zunächst liegenden Arbeiten verhandelt werden wird. Die Gemeindewahlen in den ländlichen Vororten von Die Art der Zusammenfeßung der Kommission bietet die Garantie, daß sie, ebenso wie es der Herr Staatssekretär von den Fabrikinspektoren forderte, die Politik betreiben wird und für Berlin sind beendet. liegt, nicht zu berühren wagt, zeigt die" Vossische" mit ihrer Frage: Wenn der Dragoner auf Posten ohne Schießgewehr aus fominen fann, weshalb soll der Infanterist seiner bedürfen? sowie andere Blätter, welche die Bewaffnung der Posten mit weniger gefährlichen Waffen verlangt. So lange man von militärischer Seite Ehrenposten aufstellt, ist es dem Geiste des Militarismus entsprechend, daß diese Ehrenposten auch in voller Uniform und Armatur erscheinen und daß sie nicht mit abgelegten Waffen ver sehen werden. Ein Posten hat vor allen Dingen auf seiner Unantastbarkeit zu bestehen; ebenso wie ein Offizier schlimmere Folgen zu befürchten hat, wenn er in einem Konflikt sich der geringsten Mißhandlung aussetzt, als wenn er den ihn Bedrohenden mit dem Degen niederstößt, ebenso hat der Posten die„ Ehre" des Postens zu behaupten, und tämen dabei auch andere Menschenleben in Gefahr. Das mag bedauerlich sein, aber- so lange der Militarismus die Staatseinrichtung ist, der sich alle anderen Intereffen unterzuordnen haben, so lange ist dieses die nothwendige Konsequenz des Militarismus, über welche sich diejenigen am wenigsten zu beschweren haben, welche den Militarismus felbft auf alle mögliche Weise hätscheln. Wir haben das Resultat derselben schon Ju dem Streite zwischen der Agitationskommission fie können heut konstatiren, daß die Sozial- der Schneider und der Firma Bär Sohn ist von lekterer mit dem Reichstag jeweilig zu treiben für gut findet. Die Mehr- demokratie mit dem Ausfall derselben recht zufrieden sein kann, ein Flugblatt veröffentlicht worden, in dem die Verfasser aus beitsparteien des Reichstags haben alle ohne Ausnahme in erster unsere Genoffen haben in vollſtem Maße ihre Schuldigkeit gethan. dem Umstande, daß ihnen zur Rechtfertigung gegenüber den AnLinie die Interessen des Stapitalismus zu wahren und gegen die Sie sind in der dritten Klaffe Sieger geblieben in Rigdorf, griffen der Agitationskommission auch die Spalten des„ Bor= Behauptung Bebels, daß die Regierung der Ausführungsausschuß Rummelsburg, Friedrichsberg, Schöneberg, Mariendorf und wärts" geöffnet wurden, den Schluß ziehen:" Daß der Parteieer befizenden Klassen fei, erhob der anwesende Herr Staats: Weißenfee. Gleich an dieser Stelle wollen wir noch des Erfolges vorstand das den Sozialismus mißkreditirende Vorgehen der ferretär nicht nur nicht widerspruch, sondern gab durch beifälliges gedenken, den die Schöneberger Genossen bei den Wahlen zum Serren Pfeiffer, Timm und Täterom nicht billigen konnte," Für seopfnicken sein Einverständniß zu erkennen. Hiernach ist es nun Gewerbefchiedsgericht errungen haben. Rings um Berlin herum die Redaktion des Vorwärts" haben wir die Unterſtellung der Herbstverständlich, daß die Regierung in der Kommiſſion die erſte macht sich ein Eifer für unsere Sache geltend, wie man ihn sich Herren Bär Sohn, daß es erst der Intervention des Parteium den Angegriffenen die Vertheiſchree ſpielt, für die die gerne De Sicarage Die Staten nicht besser wünschen kann! Das berechtigt zu der Hoffnung, vorstandes bedste, daß in nicht allzu ferner Zeit auch die weiter hinaus gelegenen digung au ermöglichen, bereits zurückgewiesen. Heute wir dem noch nachzutragen, daß ruchtend erscheinen, baß bie Mehrheitsbejchtlife bez Rommission werden müssen trok der Blumberger Dreschlegel und Mist- Bär Sohn ohne jeden stichhaltigen Gubbie Serren Nach dieser Darlegung wird unsere weitere Behauptung ein- Bororte, die„ Dörfer", dem sozialdemokratischen Ansturm erliegen haben nur relativen Werth befizen werden, und daß das treibende, vor-| gabeln. schreiben werden " vorstand in den Streit hinein zerrten. Der Parteivorstand als " solcher hat mit der Sache gar nichts zu thun, wohl aber haben seiner Genesung beim Vertrauensarzt der Raffe vorzustellen) Achtung! Parteigenossen, welche an der Fort die Herren Bär mit den beiden Sekretären im Parteibüreau ge- hat. Der Vorstand unterläßt es nun nicht, den als frant Ge- entwickelung des sozialdemokratischen Wahlvereins im vierten sprochen und ist von den letteren die selbstverständliche Zufage meldeten auf diese statutarische Bestimmung noch ganz besonders da Berliner Reichstags- Wahlkreis Intereffe haben, können sich Sonngemacht worden, daß beide Theile soweit der Streit ein öffent- durch aufmerksam zu machen, daß er demselben eine Aufforderung zuliches Interesse beanspruchen könne, im Vorwärts" zu Worte sendet, sich dem Vertrauensarzt vorzustellen. Wenn der Krante tag, den 10. d. M., Morgens 8 Uhr, im Lokal von A. Böhl, fommen werden. Von einer Mißbilligung" des Parteivorstandes überhaupt im Stande ist, ausgehen zu können, so wird er dieser Rüdersdorferstr. 8, zur Austragung von Flugblättern einfinden. fann also gar feine Rede sein, es sei denn darüber, daß die Aufforderung um so eher nachkommen, als er ja nicht weiß, um um zahlreiches Erscheinen, insbesondere der Mitglieder des WahlHerren Bär Sohn einer unter anständigen Leuten selbstverständ- was es sich handelt. Auch ich befolgte dieselbe, obgleich ich noch lichen Handlung eine fünstliche und partelische Deutung geben, lange nicht gesund, d. h. erwerbsfähig war. Ich meldete mich also vereins, ersucht. Der Vorstand. wie dies in dem erwähnten Flugblatte allerdings geschehen. bei dem in der R. straße wohnenden Vertrauensarzt. Derselbe ertlärte mir, daß ich nicht mehr frank sei, denn sonst hätte ich ja anarchistischer Umtriebe sind die vorgestern verhafteten Herren In der Untersuchung gegen Camin und Genossen wegen Im( konservativen) füblichen Bürgerverein sprach am nicht zu ihm tommen können. Irgend einer förperlichen Untersuchung Simonsohn, Engel und Adamczak gestern schon wieder aus der Haft Donnerstag Abend Professor Adolf Wagner über" Richtiges wurde ich nicht unterzogen. Damit war ich gesund und auch arbeits- entlassen worden. Dagegen wird uns mitgetheilt, daß noch Buchund Falsches in den sozialpolitischen Bestrebungen der Gegen- fähig geworden, ich wußte gar nicht wie. Krankengeld erhielt binder May Eichhorn in dieser Sache neuerdings verhaftet wart". So hieß das Thema, thatsächlich behandelten Referent ich natürlich nicht mehr. Als ich bei der Kaffe vorstellig wurde worden sei. und Distusfion nur den Antisemitismus. Herr Wagner giebt und erklärte, daß der Arzt ohne Untersuchung doch kaum wiffen fich feit einiger Zeit Mühe, die Antisemiten von dem öden kann, ob ich auch wirklich in der Lage sei, wieder meinem Beruf Schimpfen auf die Juden abzubringen und ihnen einiges Ver- nachgehen zu können, wurde mir geantwortet, der Arzt habe nicht Spree, nahe der Molttebrüde, die verweste Leiche einer uns Polizeibericht. Am 7. b. M., Morgens, wurde in der ständniß für die sozialökonomische Entwickelung zu vermitteln. nöthig, eine Untersuchung vorzunehmen, er sehe auch ohne die- befannten Frauensperson angeschwemmt. In der Telephon Er wirft damit Perlen vor die Säue. Als er am Donnerstag felbe, ob Jemand krant oder gesund sei. Damit war die Sache fabrit von Wellec, Engel- Üfer 1c, gerieth Nachmittags der Abend fragte: Wer ist denn an der technischen Entwickelung für beide Theile erledigt: für die Kasse, indem sie nichts mehr Maschinenmeister Gafe mit der Hand in das Getriebe einer im schuld? Wer hat der Maschine ihre Bedeutung gegeben?" zahlte und auch für mich, da der Beschwerdeweg erschöpft war. Gange befindlichen Dampfmaschine, wobei ihm alle Finger der unterbrachen die Antisemiten ihn mit dem Ruf: Die Juden!" Hätte ich die Aufforderung des Vereins nicht erhalten, mich Hand abgerissen wurden. Der Verletzte wurde nach dem KrankenDer Satz: Die Berliner jüdische Presse kann fast extrem- christlich beim Arzt vorzustellen, wäre ich gar nicht hingegangen, denn der haufe Bethanien gebracht. Nachmittags versuchte ein Kellner genannt werden gegen die Wiener", wurde nicht verstanden und Gang ist mir schwer genug gefallen. So geht's aber, wenn man in feiner Wohnung in der Chausseestraße, sich mittelst eines Brot mit Unwillen aufgenommen. Hinsichtlich der Presse befürwortete zu vertrauensselig ift! Wagner besonders die Verstaatlichung des Annoncenwesens. Der messers die Pulsader am Arme zu öffnen und mußte nach der ( Anmerk. d. Red. Wir haben nun so viele Beispiele für die Charitee gebracht werden. Auf dem Nordbahnhofe sprang zu von den Antisemiten befürwortete Ausschluß der Juden von be Leistungsfähigkeit des Vereins" Bufunft" veröffentlicht, daß wir derfelben Beit ein beim Umbau der Grenzmauer in der verlängerten stimmten Berufen sei, so sagte er weiter, weder ausführbar, noch dieses Thema vorläufig ad acta legen. Wer jetzt noch nicht Schwedterstraße beschäftigter Arbeiter von einer etwa 1/2 Meter würde er die gewünschte Wirkung haben. Schlösse man weiß, was er von dem Verein zu erwarten hat, dem können wir hohen Mauer herab und brach den Fuß, sodaß seine UeberDie Juden Dom Richterberuf aus, fo würden fie auch nicht helfen.) sich um so stärker führung nach der Universitäts- Klinik erforderlich wurde.- An der Rechtsanwaltschaft zuwenden. Einen jüdischen Arzt brauche der Ecke der Frucht- und Pallisadenstraße wurde Nachmittags brauche der Antisemit ja nicht Daß es mit dem Bäckereigewerbe recht traurig bestellt ein dreijähriger Knabe von einem Bierwagen überfahren und so au fonfultiren, er sei darin völlig frei. Die hohe Abonnentenzahl ist, hat die Berliner kapitalistische Preffe urplöglich entdeckt. schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain des Tageblatts" und des Lokal- Anzeigers" sei sehr bedauerlich, Durch dieselbe machte dieser Tage folgende Notis die Runde: aber Niemand habe nöthig, den„ Lokal- Anzeiger" zu halten und gebracht werden mußte. Zu derselben Zeit stürzten die An Im Bädergewerbe hat die Arbeitslosig streicher Saß und Keller von einem an der Hoffeite des Hauses zu lesen. In der Debatte meinte der erste Nedner, ein Anti- teit einen Umfang erreicht, wie er nach den Versicherungen Gneisenaustraße 25 angebrachten Hängegerüft infolge Umschlagens femit Hübner: Die Bürgervereine blieben tros Herrn Wagner erfahrener Arbeiter bisher noch niemals zu fonstatiren ge- der beiden Stügböcke etwa 7 Meter hoch in den Garten hinab. antisemitisch. Dem kleinen Mann müsse geholfen werden und wesen sei. Von den ca. 4500 Bäckerei- Arbeitern Berlins Hierbei erlitt Saß eine bedeutende Verlegung an der Hüfte und auf den fleinen Mann müsse eine politische Partei fich stützen. find nach glaubwürdiger Schäßung nahezu 2000 ohne mußte nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden, wäh Es fehle an Geld, nur die Sozialdemokraten hätten Geld, denn Beschäftigung und es ist auch keine Aussicht auf eine rend Reller nur eine leichte Verlegung am Ropfe davontrug. die Juden schenkten es ihnen. Die Antisemiten müßten suchen, wesentliche Berringerung dieser Zahl vorhanden. Auf den Geleisen der Nordbahn, nahe dem Bahnhof Gesundfich mit den Sozialdemokraten zu verbinden.( Bravo!) Auch die weitere Distuffion förderte wenig flare Ansichten zu Tage; 20jährigen Mannes aufgefunden, dessen abgetrennter Ropf außer brunnen, wurde Abends die Leiche eines unbekannten etwa doch schien immerhin ein großer Theil der Versammlung mit halb der Schienen unmittelbar neben ihm lag. Es liegt unzweifelden Ausführungen Wagner's einverstanden zu sein. haft Selbstmord vor. " Lehrlingszüchterei auch im Bäckergewerbe einen gewaltigen UmAls ob diese Thatsachen etwas Neues wären! Seit die fang angenommen hat, ist die Zahl der arbeitslosen Gehilfen natürlich in demselben Maße im Bunehmen begriffen, wie die Die Zulaffung der Frau zum ärztlichen Beruf wird Bahl der eingestellten Lehrlinge gewachsen ist. Wird nun noch jeht bereits von der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" nicht die schlechte wirthschaftliche Lage im Allgemeinen in Betracht gemehr prinzipiell bekämpft. Es wird zugestanden, daß, wenn 80gen, berücksichtigt man die hohen Getreidepreise, die eine Abauch die Frau in das Haus und in die Familie gehöre, unternahme des Konfums zur Folge haben, weil der Arbeiter sich den gegebenen Verhältnissen thatsächlich einer übergroßen Zahl schon im Brotgenuß einschränken muß, so dürften die oben anvon Frauen zur Unmöglichkeit gemacht wird, dort ihren geführten Zahlen nicht übertrieben sein. Wirkungstreis auch wirklich zu finden. Die Einwendungen gegen das ärztliche Studium der Frau werden von der Norddeutschen" ganz richtig widerlegt. Sie schreibt: zu B -VO Gerichts- Beitung. Prozek Polke. IV. 16 Albert Schappach und Fabrikant Pietsch, gerichtliche Sachver Broschüre über die Lage der im Bäckereigewerbe beschäftigten Vor einigen Jahren veröffentlichte unser Genosse Bebel eine Gehilfen und Lehrlinge, die ein erschütterades Bild gab von der Auf den ersten Blick allerdings möchte nichts so wenig hatte an die Vertrauensleute in den einzelnen Städten Frage- wird von demselben bemerkt, daß nach Ansicht des Gerichtshofes erbärmlichen Lebenshaltung der Bäckergehilfen. Genosse Bebel Landgerichtsdirektor Barschdorff, wieder aufgenommen und Die Verhandlungen werden heute durch den Vorsitzenden, passend und gerathen erscheinen, als wenn den Frauen gerade dasjenige Studium bis zu einem gewissen Grade bogen versandt, welche diese von den Bäckergehilfen selbst aus- es zunächst barauf ankomme, den inneren Werth der Aktien der freigegeben würde, bei dessen Verfolgung nicht nur die füllen ließen, so daß sich eine möglichst wahrheitsgetreue Dar- Façonschmiede zu ermitteln. Es werde daher nöthig sein, den Frische des Gefühls und die natürliche Schlichtheit weib- tellung erzielen mußte. Dieselbe förderte Thatsachen zu Tage, Werth der Immobilien, des Grund und Bodens, der Gebäulichlichen Empfindens, sondern vor Allem auch die Scham- In den Großstädten war's am schlimmsten: in Berlin, Leipzig, vorhanden waren, festzustellen. Dazu fomme zunächst der Unvon welchen sich die Welt bisher nichts hatte träumen lassen. feiten, Utensilien 2c. und die Kaffenbestände, soweit sie damals haftigkeit Einbuße zu erleiden droht. Muß hingegen zu gegeben werden, daß in der weiblichen Bevölkerung nicht Dresden, Hamburg u. f. w. überall diefelben Klagen über über- fang von Grund und Boden, welchen die Gesellschaft besigt, in nur der Wunsch, sondern auch das Bedürfniß vorhanden mäßig lange Arbeitszeit, schlechtes Effen, erbärmliche Wohnung Frage. Es find hierzu neuerdings als Sachverständige fei, ihre Leiden durch Aerztinnen heilen und behandeln zu Enquete die sächsischen Städte wieder an der Spitze der Pläge, Grundstücksmakler Oliven geladen. Nach den Be und fargen Lohn. Wie gewöhnlich, marschirten auch bei dieser der Gerichtsschöppe Ernst Noehring und der vereidete laffen, und rechnet man mit der Thatsache, daß eine nicht wo die Arbeiter die schlechteste Behandlung erfahren. Die für fundungen des Bücherrevisors Bierstädt umfaßt geringe Bahl von Frauen schweren Krankheiten er die Gehilfen bestimmten Wohnräume bestanden in einzelnen der Berliner Façonschmiede Aktiengesellschaft in der Reinicken der liegen muß, weil sie das natürliche Echamgefühl hindert, Bäckereien in einem fensterlosen Loch, in dem der Mensch nicht dorfer Straße gehörige Grund und Boden, auf dem fich ihren Körper einem Mann zur Untersuchung und Behand- aufrecht stehen konnte. Von Wohnen" ist überhaupt bei Bäcker- die Fabrikgebäude und einige Wohnhäuser befinden, 7038 Quadrat lung anzuvertrauen, so erscheint es nur gerecht, diese Frage aufrecht stehen konnte. Bon Wohnen" ist überhaupt bei Bäckerdorfer Straße gehörige Grund und Boden, auf dem fich ernstlich in Erwägung zu ziehen. Begegnete man fich beim gehilfen nicht die Stede, bie haben in der Backstube so lange 8 meter.- Der Gerichtshof beauftragte die Sachverständigen Ginnehmen dieses Standpunktes von der linken wie der arbeiten, bis sie vom Schlaf überwältigt ihre sogenannten„ Betten" rechten Seite des Abgeordnetenhauses, so verdient besondere aufsuchen mußten. In diesen Betten schlafen oft zwei Gehilfen, öhring und Oliven, sich an Ort und Stelle zu begeben, um die Hervorhebung, wie man den Bedenken gegenüber, die oft ein Lehrling und ein Gehilfe, in einem Falle wurde das Bett über den Werth der Grundstücke abzugeben. Ueber die Frage Grundstücke zu besichtigen und alsdann ein schriftliches Gutachten Igeltend gemacht wurden, daß Frauen an Frauen und in der Zeit, in welcher die Gehilfen nicht darin lagen, noch vom des inneren Werthes werden sodann Direktor Weill, Bankier Kindern den ärztlichen Beruf ausüben, darauf hinwies, Dienstmädchen benutzt. wie Hebammen den ganzen Schrecken einer schiveren und Die Kost ist kaum leiblich zu nennen. Die altbacken ge- ständige für Maschinen als Sachverständige vernommen, deren blutigen Arbeit durchmachen und die Diakonissinnen, wordenen Brötchen und Schrippen spielen zum Frühstück und Aussagen von dem Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Friedmann barmherzige Schwestern und Krankenpflegerinnen die Abend eine große Rolle. In Berlin werden dieselben mit Vor- und Munkel einer Gegenerörterung unterzogen werden. Die blutigsten Operationen des Arztes vor Augen zu haben liebe für die Lehrlinge reservirt, die sich auch noch des Vorzuges hier entwickelten Subtilitäten haben wenig Interesse für unsere genöthigt sind." erfreuen, die frische Backwaare am Morgen den Kunden ins Haus Leser. Freilich lavirt die Norddeutsche zwischen diesem Zugeständniß tragen zu dürfen. Am Schlimmsten sind die Bäckergehilfen bei und der Befürchtung, daß wenn erst einmal die Frau in einer Festzeiten daran, zu Weihnachten wird so lange gearbeitet, bis der Eine staatsgefährliche Landpartie. Der Leseklub„ Karl Beziehung aus dem ihr von der Natur(?) angewiesenen Kreise Mann bei der Arbeit zusammenbricht, wenn er nicht versteht, im Mary" veranstaltete am Sonntag, den 19. Juli 1891, eine Landherausgetreten sein werde, dann immer mehr Wünsche auf Stehen zu schlafen. partie nach Schmöckwiz. Zu diesem Behuse hatte der Verein in Emanzipation hervortreten und wir schließlich uns der Von der Reinlichkeit schweigt des Sängers Höflichkeit. einer feiner voraufgegangenen Sigungen einen BergnügungsForderung nach unbedingter Gleichstellung der Frau im Bebel's Buch führt Fälle an, die verteufelt wenig appetiterregend Ausschuß, bestehend aus dem Buchhändler Schulz, dem Schrift feßer Schobeleiter und dem Tischler Schrade, gewählt, Staatsleben gegenüber befinden befinden dürften, von wo es find. Wer sich ein klares Bild von den Zuständen machen will, Derfelbe dann nur noch ein Schritt weiter sei, um die Frau in die in den einzelnen angeführten Bäckereien herischen, den müssen welcher die erforderlichen Arrangements veranlaßte. politischer und sozialer Beziehung zu der Stellung gelangen zu wir auf Bebel's Broschüre verweisen, die auch heute an ihrer erließ eine entsprechende Bekanntmachung im„ Borwärts" und laffen, die ihr Herr Bebel in feinem vielt erufenen Buche zuweist, Aftuellität Nichts eingebüßt hat. Sind gegenwärtig in Berlin bestimmte als Sammelpunkt der Theilnehmer an der Landpartie aber, meint sie, es hieße doch diese Gefahr nicht herabmindern, allein 2000 Bäckergehilfen arbeitslos, dann wird sicher die Zahl sonen nahmen an der Partie theil, welche in acht Kremfern Aufdas Vereinslokal des Klubs, Mariendorferstr. 10. Gtwa 140 Ber sondern verstärken, wenn man die Augen vor der Thatsache ver- der Beschäftigungslosen im ganzen Reiche etwa 10 Mal so groß fonen nahmen an der Partie theil, welche in acht Kremfern Auffchließt, daß Jahr für Jahr Taufende und Abertausende von fein. Und das ist nur das Bäckergewerbe! In den übrigen Ge- nahme fanden. Die Abfahrt fand Morgens bald nach 7 Uhr Angehörigen des weiblichen Geschlechts in der Möglichkeit, ihren werben sieht's faum besser aus. Nach dieser Schäßung fann sich statt und vollzog sich dergestalt, daß, sobald ein Kremser gefüllt Mitmenschen durch eine fie selbst befriedigende Thätigkeit sich Jeder einen Begriff machen, wie stark die Armee der Arbeitslosen war, diefer davonfuhr und an feine Stelle ein anderer leerer das offiziöse Blatt damit, nur noch bei der Borbildung der Nahrung die Gaue Deutschlands durchbetteln muß. Wirtlich Dies wiederholte sich, bis alle Ausflügler Platz gefunden hatten, nüßlich zu erweisen, beschränkt werden. Und so begnügt sich denn ist, die ohne Obdach, ohne Kleidung, ohne Lebensunterhalt, ohne fremfer rückte, welcher sodann seinerseits nach Möglichkeit Perfonen aufnahm und nach erhaltener Füllung ebenfalls davonfuhr. und in den durch die jedesmalige Füllung der einzelnen Wagen find", zu verlangen. Als ob die Schranken, welche die Natur In der Angelegenheit der Frau Dr. Prager ist dem bedingten Zwischenräumen folgten die Kremser einander, um auf gezogen hat, einer Stüße bedürfen; wo lehteres nöthig erscheint, Bernehmen nach gestern ein von den Rechtsanwälten Dr. Fr. dem nächsten Wege das Ziel der Partie zu erreichen. Musik war ist eben der Beweis geliefert, daß nicht die Natur die Schranke Friedmann und Dr. Gotthelf unterzeichneter, sehr um- nicht zur Stelle. Am vordersten Kremser war ein rothes Banner gezogen hat. Freilich guckt aus der Bemerkung der Nord- fangreicher Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt mit der Inschrift: Lesellub Karl Mary" befeitigt, während die deutschen" der Pferdefuß hervor; es soll jedenfalls der Versuch worden. Kompetent ist die 5. Straffammer des Landgerichts I. übrigen Kremfer je mit zwei rothen Fähnchen geschmückt waren, wie gemacht werden, der weiblichen Aerztin die Gleichberechtigung Mit dem Antrag auf Wiederaufnahme ist zugleich der Antrag es bei Kremserpartien üblich ist und die vorwiegend bezweckten, mit dem männlichen zu wehren. Jedenfalls ist das Zugeständniß, auf vorläufigen Aufschub des Strafvollzuges verbunden worden die Kremser für die Theilnehmer der Partie fenntlich zu machen. das hier gemacht wird, schon ein gewaltiger Fortschritt, und, und da ein solcher auch aus einem anderen Grunde nicht un- Die Staatsanwaltschaft erblickte nun in der Veranstaltung dieser wie richtig bemerkt ist, eine Etappe auf dem Wege zu dem Ziel, wahrscheinlich ist, so dürfte Frau Dr. Prager wohl noch einige Landpartie einen öffentlichen Aufzug", durch welchen die öffent welches Bebel der Frau gestellt hat. Zeit ihren Aufenthalt im Untersuchungsgefängniß behalten. liche Ordnung und der öffentliche Verkehr gefährdet worden sei. Da zu solchen öffentlichen Aufzügen die polizeiliche Genehmigung Ueber das Volks- Kaffeehans in der Neuen Schönhauser- Na, dann haben wir uns bloß geirrt! Ein Arbeiter erforderlich, eine solche aber nicht nachgesucht worden war, so straße brachten wir in der Beilage unseres Blattes vom 24. v. M. fchreibt uns: Am Mittwoch gegen 3/410 Uhr passirte ich die wurde seitens der Staatsanwaltschaft gegen die drei Worgenannten, eine Notiz, welche die„ Schneidigkeit" des neuen Jufpettors rügte, Klosterstraße, um mich nach Arbeit umzusehen. Da ich schon seit Schulz, Schobeleiter und Schrade, wegen Ueberund Beschwerde darüber führte, daß die Zeitungen bloß in einem 5 Uhr Morgens auf den Beinen war, ging ich zunächst in einen tretung des Vereinsgefezes Anklage erhoben, und zwar insofern, Exemplar vorhanden seien und an Sonntagen gar nicht ausgelegt Bäckerladen und kaufte mir für 5 Pf. Brot; dann holte ich mir als sie vor Eingang der obrigkeitlichen Erlaubniß öffentlich zu würden u. f. w. In einer Zuschrift des Herrn Dr. Paul Arons, im Schlächterladen von Knauer, Klosterstr. 4, für 10 Pf. Wurst. einem öffentlichen Aufzuge aufgefordert( Inferat im Vorwärts") der zu den Verwaltern der Bolts- Kaffeehauser gehört, wird uns Ich ging nun, meine Wurst und Brot verzehrend, meinen Weg und den öffentlichen Aufzug geleitet haben. Mit dieser Annun- durch unliebſamen Zufall verspätet die Mittheilung fort; auf einmal flopft mir jemand auf die Schulter und fordert gelegenheit hatte sich f. 3. das hiesige Schöffengericht zu befaffen, gemacht, daß die größeren Beitungen: Boffifche"," Tageblatt", mich auf, ihm zur Wache zu folgen, er fei Kriminalschuhmann. welches indessen zu einem freisprechenden Urtheile der Angeklagten Lokal- Anzeiger"," Borwärts" in" je zwei Gremplaren ge- Da ich mich keiner Schuld bewußt war, machte ich ein ziemlich gelangte, indem es in der vorgedachten Landpartie einen öffent halten werden und" auch am Sonntag ausliegen, und daß der verdußtes Gesicht. Der Herr schob mich vor sich her, indem er lichen Aufzug" nicht zu erblicken vermochte, auch nicht der MeiInspektor angewiesen ist, den Besuchern ohne Ansehen des Anzugs fagte: Na, machen Sie man keine Geschichten, fie haben doch nung war, daß durch die Kremser der öffentliche Verkehr gestört aufs Zuvorkommenste zu begegnen, allerdings auf zweifelhajte sebettelt. Auf der Wache wurden meine Taschen ihres In- worden sei, indem an und für fich die Mariendorferstraße eine Elemente, d. h. Buhälter u. f. w., ein wachfames Auge zu haben. balts entleert. Nach Verlauf von 3/4 Stunden verlangte ich sehr wenig verkehrsreiche Straße sei, besonders aber zu so früher Die Angaben unseres Gewährsmannes, der uns als durch aus endlich meine Entlaffung und protestirte, daß man mich ungerecht Morgenstunde. Auch war besonders hervorgehoben worden, daß zuverlässig bekannt ist, waren damals sehr präzise, auf der fertigter Weise ohne Beweise arretirt und festgehalten habe. Es der Landpartie jedweder demonstrative Charakter gemangelt, es anderen Seite können wir auch nicht an der Richtigkeit der Mit- wurde mir hierauf geantwortet: Na, dann haben wir uns sich vielmehr lediglich um eine Vergnügungstour, wie sie so zahltheilung des Herrn Dr. Arons zweifeln. Wermuthlich hatte der blo3' geirrt, versäumt haben Sie doch nichts." Der Einreich stattfinden, gehandelt und auch kein" Umzug" stattgefunden neue Inspektor fich in seine Stellung noch nicht ganz hinein- fender diefes Schreibens hat wohl Anlaß, fich zu beschweren. habe. Gegen das freisprechende schöffengerichtliche Urtheil hatte Staatsanwaltschaft Berufung gelebt. Daß er sich damals tattlos tenahm, ist unbestreitbar. Ginmal zeigt die Art und Weise, einen Arbeiter so ohne Weiteres bie eingelegt und hatte Wenn die Bolts- Kaffeehäuser im Geiste dieser 3 schrift verwaltet zu verhaften, nicht gerade von hoher Werthachtung der Freiheit sich infolge deffen gestern die Berufungs- Straffammer des der Person, die nicht ohne zwingenden Grund angetaftet werden Landgerichts I nochmals mit dieser Angelegenheit zu befassen. werden, wird sicherlich kein Anlaß zu Beschwerden sein. darf. Dann aber auch, wenn wirklich ein Irrthum als entfchuld- Seitens des Staatsanwalts wurde geltend gemacht, daß die Be Einer unserer Abonnenten schreibt uns: Bei der von bar angenommen wird, könnte man denn doch dem widerrechtlich rufung aus dem Grunde eingelegt worden sei, weil es sich um Ihnen wiederholt erwähnten Krankenkasse des Vereins Zukunft" festgehaltenen Arbeiter eine paffendere Entschuldigung des be- eine Prinzipienfrage handele, welche zur richterlichen Entscheidung habe auch ich sonderbare Erfahrungen gemacht. Das Statut gangenen Irrthums aussprechen, als:„ Na, dann haben wir gebracht werden folle; eine Prinzipienfrage nicht in Betreff der schreibt vor, daß sich jedes erkrankt gewesene Mitglied nach uns blos geirrt." Zugehörigkeit der Landpartieler zu einer bestimmten Partei, viel Frauen für das ärztliche Studium eine Rücksicht auf die Schranken, herrliche Zustände! welche durch die Natur dem weiblichen Geschlechte gezogen " " mehr um eine Prinzipienfrage von genereller Bedeutung. Eine Polizeiverordnung mache die Veranstaltung von öffentlichen Aufzügen von der Genehmigung der Polizei abhängig. Eine LandBur gefl. Notiz! Aus Rücksicht auf den überaus beschränkten Raum des Fachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden totalen: 1. Friedrichsbergerfir. 25 bet Schmidt, 2. Staiger, bel Thierbach, mann 3. Belleallianceplay 6 bei Silfcher, 4. Schwedterstr. 44 5. Schietermacher- und Gneisenaustraßen- Ecte bet Scheuer, 6. Steinmeßſtr. 57 bei sindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübeckerstraße 41 bei Matthias, 9. Breslauerstraße 27 bei Tempel, 10. Rirdorf, Bergstr. 7, bei Duschet, fee: Bölfer- und Charlottenstraßen- Ecke bet klebs, 14. Trescow- u. Diedenhofenerstraßen- Ecke bei E. Schmidt, 15. Walter, Badstraße Nr. 23. Arbeitsnachweis befindet sich Wallstraße 7-8 und ist von 8 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-3 Uhr, und Sonntags Bormittags von 8-11 Uhr geöffnet. Die Arbeitsvermittlung ge10 Uhr Uebungsstunde bei Wienecte, Alte Jakobftr. 88. 11 Uhr: General Gefangverein Berliner Buchdrucker. Sonntag Bormittag präzise versammlung. 11. Fennstr. 5 bei Krüger, 12. Görliger- und Sorauerstraßen- Ecke, 13. WeißenDer fchiedenen durch Erheben von den Blägen ehrten. Am Sonntag Versammlungen. den 3. April unternahm der Verein einen Besuch der Happoldt Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Schen Brauerei. Die Exkursion war sehr lohnend und das Entbrein für beste gegenkommen des Herrn Brauereibesizers Happoldt, sowie deffen licher Aufzug erachtet werden und wenn durch denselben im Generalversammlung ab. Derselben erstattete der Kassirer, Ge- Personals ein sehr freundliches. Leider war die Betheiligung Kollegen betreffs hicht gestört worden sei, so wäre derselbe doch sehr wohl ge- einen Ueberschuß von 387 W. 35 Bf. tonstatirte. Nach dem der Ausflüge hiermit aufmerksam gemacht werden. Der nächste Auseignet geweſen, eine Störung hervorzurufen. Der Gerichtshof richt der Revisoren wurde der Kassirer entlastet. Im Anschluffe flug findet am zweiten Osterfeiertag statt, das Nähere wird noch konnte indessen auch gestern nicht sich dieser Auffassung anschließen, hieran erstattete der Vorsitzende, Genoffe& ch weiß er, namens durch die Zeitung bekannt gegeben. schloß sich vielmehr voll und ganz der Urtheilsbegründung des des Vorstandes den Bericht desselben pro 1. Quartal, die regste Borderrichters an und erkannte auf Verwerfung der staatsanwalt Agitation für den Verein den Mitgliedern dringend ans Herz„ Vorwärts" tönnen wir in den Bereins- und Versammlungskalender Hinweise lichen Berufung, die Kosten des Gerichtsverfahrens der Staats- legend. Die Mitgliederzahl beträgt gegenwärtig 410. Den Vor- auf Bergnügungen nicht mehr aufnehmen. Red. d.„ V." taffe auferlegend und zwar, einem Antrage der Angeschuldigten trag des Abends hielt hierauf Genoffe Wiedemann, welcher entsprechend, einschließlich der denselben durch die unbegründete die beutigen sozialen und politischen Verhältnisse in eingehender Berufung erwachsenen nothwendigen Auslagen. Weise beleuchtete und in flarer und verständlicher Weise die Das Reichsgericht( II. Straffenat) verhandelte gestern über Momente erörterte, die geeignet erscheinen, den Kampf des Proden Revisionsantrag in Sachen Peus. Derselbe ist von dem letariats um die Lösung der sozialen Frage siegreich zu gestalten. Berliner Landgericht wegen Vergehens gegen§ 131 zu sechs An den mit Beifall aufgenommenen Vortrag knüpfte sich eine Monaten verurtheilt und hat der Reichsgerichts- Senat die da: Diskussion, in welcher die vom Referenten vorgeführten Begegen eingelegte Revision verworfen. Die gegen das Magde- trachtungen von den Genossen Haupt, Apelt, Pößsch und Wiedemann ergänzt wurden. Zu Agitationszwecken burger Urtheil von Peus eingelegte Revision wird in nächster stellte hierauf die Generalversammlung dem Vorstande schieht unentgeltlich. Zeit ebenfalls zur Verhandlung gelangen. 250 M. zur Verfügung, wovon in erster Linie die Kosten für ein im dritten Wahlkreise zu verbreitendes Flugblatt bestritten werden sollen. Die Ausarbeitung des Flugblattes wurde dem Vorstand überlassen und den Mitgliedern des Vereins es dringend ans Herz gelegt, zur gegebenen Beit an der Verbreitung des Flugblattes sich thatkräftig zu betheiligen. Auch fand die Bannerangelegenheit ihre endliche Erledigung durch Bewilligung der Kosten seitens der Generalversammlung. Nachdem noch über die Maifeier in eingehendster Weise diskutirt worden war, insbesondere bezüglich der Lokalfrage( für den dritten Wahlkreis ist " In Erwägung, daß es zum vollen Durchbruch der Gewerk- die Neue Welt", Hafenhaide, gemiethet), forderte der Vorsitzende schaftsbewegung unumgänglich nöthig ist, daß alle Gewerke zur regen Agitation für den Verein auf, gleichzeitig die Zahlund Industriezweige in die Bewegung gezogen werden, er- stellen des Vereins bekannt gebend; dieselben befinden sich bei tlärt es der Kongreß für Pflicht der Delegirten sowie W. Gründel, Restaurateur, Dresdenerstr. 116; A. Schweizer, aller zielbewußten Arbeiter, überall dahin zu wirken, Bigarrenhändler, Dresdenerstr. 52/53; A. Kehr, Hutgeschäft, daß die noch nicht genügend oder gar nicht organisirten Köpenickerstr. 126; W. Börner, Bigarrenfabritant, RitterBranchen, wie Bäcker, Müller, Schlächter u. s. w. zur Straße 108; H. Schönice, Zigarrenhändler, Wafferthorstr. 20; Organisation herangezogen werden. Gottfried Schulz, Bigarrenhändler, Rottbuser Play. Boziale Uebersicht. Aufruf an die in der Nahrungs- und Genußmittel- Industrie beschäftigten Arbeiter! Kollegen und Mitarbeiter! Der Halberstädter GewerkschaftsRongreß nahm einstimmig folgende Resolution an: stützt werden. " antwortlich. · Kollege G. Dost. versammlung. Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands. Bahlitelle airdorf und Umgegend. Heute Abend 8% Uhr, Versammlung bei Appelt, Knesebeckstr. 15. Der Halberstädter Gewerkschaftstongreß. Referent: Klub der Wanderfreunde. Morgen: Wanderfahrt nach Potsdant, Bornim, Marquardt, uez, Bares, Faltenrehbe, Buchow- Carpzow, Dyroß und Wustermart. Treffpunkt: früh 7 Uhr 30 Min. auf dem Potsdamer Bahnhof. Abfahrt nach Potsdam 8 Uhr. Tischler- Verein. Heute Abend uhr, Melchiorsir. 15. General Arbeiter- Bildungsschule. Heute, pünktlich Abends 8 Uhr, bei Norbert, Beuthstr. 21, Borstandssigung. Verein Bildung und Geselligkeit Berlin. Heute Abend 9 Uhr Vereins- Versammlung im Augustgarten, Augustfir. 24-25. Bortrag des Herrn Referendars Schneidemühl: Aus dem Rechtsleben. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufsklaffen Berlin II.( Ging. Silsstaffe Nr. 2.) Heute Abend 8 Uhr Bersammlung im Restaurant Bülow, Admiralfir. 38. straße 101: Probe und Billetausgabe. Bredlow. Sonnabend: Bergnügungsverein Sufiige 13 bei Blöß, Dresdenerfir. 28. Tambourverein Deutsche Etche bei Nieberschuh, Fürbringerfir.7.- Rauchklub Dornröschen bet waltowstt, Webbingstraße 9. Barzantria, bet Grothe Raftanten- Allee 75. Tambourverein Borussita bei FeldGrüne Schleife bei Sperling, Inselstraße 1. ett bet Lehmann, Fruchtstr. 69. Vergnügungsverein Privattheater- Gesellschaft Geselliger Verein Gut fahn, Weidenweg 12( Sigung nach dem 1. und 15. im Monat). nickel'scher Mufitverein Allegro bet 28. Bogel, Sorauerfir. 13. Vermischkes. Auf ewige Zeiten. Der Großherzog von Hessen hat die Theaterverein ria". Heute Abend 9 Uhr bei Dohmeier, LangeAlle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbettervereine betreffen, sind nur an die Vorstände derselben Insbesondere erklärt es der Kongreß für nothwendig, daß bei etwaigem gemeinsamen Vorgehen der NahrungsIn einer öffentlichen Drechslerversammlung hielt Gezu richten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends mittelarbeiter zur Erringung einer geregelten Arbeitszeit noffe D. Klein einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen u. f. w. diefelben allerwärts und von vornherein, mit Vortrag über„ Krisen", Bum zweiten Punkt der Tagesordnung: 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, RirLyrania, Landsbergerdorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ecke bei Beyerle. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei Zubeil. aller Kraft in pekuniärer und moralischer Hinsicht unter die neuen Werkſtattordnungen in den Stockfabriken", verlas ftrage 31 bet be bet Glüd su, Herr Rase hotn einen vom 1. März datirten Bericht über eine Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Zolltühn. Phönir, Bülowstraße 65 bet Felsen Des Weiteren erkennt der Kongreß an, daß durch die Versammlung von Stockfabrikanten, in welcher diese sich mit der Knebel, Babstraße 58( Gesundbrunnen). - Harmonie 3, Friedrichshagen, Gesellschaftshaus. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler. Hineinziehung der Müller die Landagitation eine bedeutende Einführung einer einheitlichen Arbeitsordnung in den Stock- burg, Blumenstraße zia. fabriten beschäftigten. Danach waren die Unternehmer bezüglich esmeralda, Königsbergerstr. 24.- Siederkranz in Brandenburg, Erleichterung finden würde." Libertee, Wrangelstr. 84 bet Ulrich. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Mit Annahme dieser Resolution haben sich die deutschen Ar- der Arbeitszeit einig darin, daß wieder allgemein die zehnstündige Mengert's Boltsgarten. beiter verpflichtet, unsere Sache zu der ihrigen zu machen; auf eingeführt werde. Sie motivirten dies angesichts der den Gedieses Wort können und müssen wir um so mehr bauen, als diesem hilfen vor zwei Jahren bewilligten neunstündigen ArbeitsWort der weitere Beschluß folgte, daß sofort nach Schluß des zeit damit, daß ja die Gehiljenkommission auch ihr VerKongresses durch die in Hamburg eingesetzte Generalfommission sprechen nicht gehalten und nicht dafür gesorgt habe, daß auf Kosten der vereinigten Gewerkschaften eine lebhafte und in ganz Deutschland in der Drechslerei nur neun Stunden lang Gefang- Turnund gesellige Vereine. Sonnabend. Paul energische Agitation unter den Arbeitern der Nahrungsmittel- gearbeitet werde. Um Einrede der Arbeiter zu verhindern, beBranche betrieben werden soll, um Euch alle zu Euren schlossen sie, eine von einer Kommission auszuarbeitende WerkstattTurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Organisationen heranzuziehen. in erster Linie Redner der speziellen Berufe Verwendung finden. den Bericht über die Fabrikantenversammlung brachte der Redner von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bet eine von der Firma Römmert eingeführte Arbeitsordnung zurzeichniß, Königsbergerstr. 24.- Theaterverein Iphigenia, Nixdorf, bei Desgleichen werden die Gewerkschaftskartelle der einzelnen Kenntniß der Bersammlung. In derselben sind u. A. folgende Barias. Privattheatergesellschaft Schneeglodchen", Abends 9 Uhr Städte nicht die Hände in den Schooß legen, sondern bemüht Bestimmungen enthalten: Die Arbeiter haben sich der Arbeits- bet Schulz, Brunnenſtr. 116. sein, Euch mit Rath und That zur Seite zu stehen. Vergnügungsveretn Azalia 9% Uhr bei D. SHeindorf, Barnimstr. 16. Somit fönnen wir als Gure speziellen Vertreter mit dem ordnung anstandslos zu fügen. Sie find für die Werkzeuge ver vergnügungsverein& uftige Jugend Abends" uhr, im Reſtaurant Das Lautenbach, Cuvryftr. 3.- Bergnügungsverein Lustige Becher Abends Berlauf des Kongresses vollauf zufrieden sein. An Euch liegt es Geselligkeitsverein Pallifaben- Giche, Abends 9 Uhr, Ballisadennun, den gebahnten Weg als zielbewußte Kämpfer für Euer Rauchen ist verboten. Fremde dürfen die Arbeitsräume nicht 9% Uhr Mendelssohnfir. 9. Danst Forening Freta( Dänischer Berein Recht zu beschreiten. Wohl haben wir Euch seit Jahren betreten. Ist dies dennoch geschehen, so hat fie der Arbeiter ftraße 103 bet startin fofort hinauszuweisen und unverzüglich dem Werkführer Meldung Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe.- Berein ehemaliger Schüler ermahnt und ermuntert, Euch zu organisiren, doch nur wenige davon zu machen. Wer die Arbeit nicht nach Muster oder An- der so. Gemeindeschule, Abends& Uhr, Restaurant Burt, Koppen= haben diesen Rath befolgt und diese Wenigen hatten Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22. begreiflicher Weise nicht die Kraft, um Vortheile für die gabe anfertigt, erhält dafür keinen Lohn. Niemand darf in der Straße 58. Rauchklub Dornröschen, abends 9 Uhr, Schulstraße 104 beim Ster Allgemeinheit erringen zu können, denn hierzu bedarf es der Werkstatt umherlaufen oder andere bei der Arbeit stören. Die vereinten Kraft aller in Deutschland in demselben Beruf Be- Arbeiter sind verpflichtet, nach Maßgabe des§ 105 der Gewerbe- ftaurateur rech. Ordnung an Sonntagen und, wenn die in der Gewerbe- Ordnung schäftigten. Bisher standen wir allein, jedes Gewert für sich; heut bieten vorgesehene behördliche Genehmigung dem Arbeitgeber ertheilt Euch die organisirten Arbeiter ganz Deutschlands ihre erprobte it, an Wochentagen über die festgesetzte Arbeitszeit hinaus auch des Sonntags. Die Diskussion Bruderhand; sie rufen mit uns vereint Euch zu: Faßt Muth! zu arbeiten, wie Schließt Euch Eurer Organisation an, tretet ein für Euer Recht, bezeichneten verschiedene Redner als Gefängnißordnung. Herr wurde eine sehr lebhafte. Die Römmert'sche Arbeitsordnung unfere Hilfe ist Euch ficher! Wollt Ihr diesen Ruf noch nicht hören und verstehen? Hildebrand erklärte, daß nicht die Gehilfen den vor zwei Fühlt Ihr Euer Elend noch nicht oder wollt Ihr Euch bis in Jahren mit den Arbeitgebern eingegangenen Vertrag gebrochen Salinen Karls- und Theodorshalle bei Kreuznach für 245 000 M. umgekehrt die eines Menschen unwürdigen Schlafstätten, täglich 14-20 Stunden an versucht. Die Gehilfen hätten sich überhaupt nicht verpflichtet, an die Krone Preußens verkauft, die ihrerseits das ganze Anaußmergeln lassen, während tausende Gurer Brüder die Land- die neunstündige Arbeitszeit in ganz Deutschland zur Wirklichkeit wesen der Stadt Kreuznach kostenlos überläßt. Letztere übernimmt straßen und Verpflegungsstationen bevölkern, ohne lohnende Arbeit zu machen; fie hätten naturgemäß nur die Verpflichtung über- dagegen auf ewige Zeiten die Verpflichtung, sämmtlichen königerhalten zu können? Nein? Ihr wollt nicht mehr willenlose nommen, bies zu versuchen. Für die Vertragbrüchigkeitlichen Schloßverwaltungen das zum Verbrauch in den SchloßStlaven fein? Ihr empfindet Euer Elend und wollt davon der Stockfabrikanten führte der Redner eine ganze Reihe von füchen nothwendige Kochfals unentgeltlich und in feinster Güte Beispielen an. Alle Redner waren darin einig, daß sich ein zu liefern. Mit Salz wäre also der Hof versorgt und sogar für befreit sein? Nun, so schlagt muthig ein in die von hunderttausenden Arbeiten genau nach Muster oder Angabe, wie es in der Arbeits- ewige Beiten gut und reichlich. Es ist freilich nur Kochsalz, ob= deutscher Arbeiter freudig dargebotene Bruderhand, schließt Euch ordnung der Firma Römmert verlangt wird, einfach nicht wohl den Höflingen auch etwas attisches Sals, woran an den Guerm Verein oder Verband an, so werden wir gemeinsam und ermöglichen lasse. Die betreffende Bestimmung gebe dem Höfen gerade fein Ueberfluß zu sein scheint, noth thäte. Das ficher unser Ziel erreichen und ein menschenwürdiges Dasein Arbeitgeber die Macht, jeden Arbeiter zu jeder Zeit liefert nur teine Saline, und wenn sie es auch lieferte, felbst bei aus seiner Werkstatt durch Einbehaltung des Lohnes hin- sonst geistreichen Leuten wird, wenn sie Höflinge werden, das erringen. Also auf! Nichts habt Ihr zu verlieren, sondern könnt nur aus zu brangfaliren. Augenblicklich könne man dem jezigen Salz bumm. Großes Aufsehen erregt in Mainz der Selbstmord des Alles gewinnen. Beruft Bersammlungen ein, fezt Euch mit einem Vorgehen der Unternehmer freilich nicht gebührend begegnen. der Unterzeichneten in Verbindung, lieft und verbreitet Eure Das beste Mittel dies zu ermöglichen sei die Festigung der Bildhauers Scholl. Derselbe hat sich im Atelier erhängt. Einen entsetzlichen Tod fand in Barmen der in der Fachblätter, sowie die politischen Arbeiterblätter und stimmt ein Organisation. Man beschloß, zum dritten Osterfeiertag eine Steindruckerei von Ewald Klüfener u. Ro. beschäftigte Maschinenöffentliche Stockarbeiter- Bersammlung durch Zirkular einzuberufen, in den vieltausendfachen Ruf: Es lebe die Organisation! Durch welche sich eingehend mit den neuen Arbeitsordnungen beschäftigen meister Paul Neltenbrecher. Als er an einer im Betriebe Kampf zum Sieg! Nach lebhafter Debatte über die Maifeier wurde be- befindlichen Steindruck Schnellpresse die Farbevorrichtung stellen Mit brüderlichem Gruß fchloffen, daß sich die Drechsler der von der politischen Partei wollte, glitt er aus und fiel trog der vorschriftsmäßigen SchußDie Delegirten der Nahrungs- und Genußmittel- Branche. infzenirten Feier anschließen. Dann wählten die Versammelten vorrichtung mit dem Kopfe zwischen die Walzen. Schwer verlegt Ernst Pfeiffer, Berlin N., Koloniesir. 20, Ernst Kretschmer, Hamburg, Lange Mühren 59, II., noch Herrn Rasehorn als Delegirten zur Streit Kontroll- wurde der Mann zum Krankenhause gebracht, wo er gleich nach seiner Ankunft den Geist aufgab. Louis Zusche, Leipzig, Windmühlenstraße 16, Franz Gaßmann, Berlin, Lindenstr. 10, Schlächter. Eine Versammlung nebst geselligem Beisammensein H. Käppler, Altenburg, Mauergaffe 4b, H. Kabl, Halle a. G., hatte die Arbeiter- Bildungsschule, Bezirk Südost, S. Bösch, Berlin, Kellner, Waldemarstr. 35. in Feuerstein's oberem Saal am legten Sonntag veranstaltet. Die konservative Verdächtigung, an den hohen BrotR. Wiehle, Hannover- Linden, Nieschlagstr. 13, Brauer. Die Versammlung war, trotz des schönen Wetters und trotz des preisen seien nicht die Kornzölle, sondern die Bäcker schuld, hat Bum Streif in Nachob wird uns geschrieben, daß die aus turz vorher stattgehabten Umzuges ziemlich gut besucht. Herr nach der Burgstädter Boltsstimme" 29 Bäckermeister Ann'a= fländigen Arbeiter und Arbeiterinnen der Baumwollspinnerei Dr. Paul Ritter sprach in etwa dreiviertelstündigem Vortrage bergs veranlaßt, sich schriftlich zu verpflichten, daß dortige Benedikt, Mauthner und Wärnsdorfer folgende Forderungen über Zahn- und Mundkrankheiten im Zusammenhang mit an- Amtsblatt nicht mehr zu halten. Hoffentlich geben die resoluten, stellten: Lohnerhöhung gemäß dem verjährigen Tarif, Abschaffung deren Krankheiten, und beantwortete mehrere im Verlaufe der Bäckermeister beim nächsten Male sammt und sonders dem der Strafen, Entlaffung eines groben Meisters, humane Behand: Diskussion an ihn gerichteten Frage. Im Verschiedenen wurde Sozialdemokraten ihre Stimmen; das wäre wenigstens konsequent. der Frauen Agitationskommission einer Aus Dirschau wird gemeldet: Der Direktor der Dirschauer Lung. Der Gewerbe- Inspektor war bei Abgang des Schreibens das Vorgehen noch nicht da, dafür jedoch der Bezirkshauptmann, welcher sich herben Kritit unterzogen, da durch die Gründung eines Frauen- Kredit Gesellschaft, Wilh. Preuß, hat sich hier freiwillig gestellt tamit beschäftigte, alle Gendarmen zusammenzutrommeln. Nach Bildungsvereins der Arbeiter- Bildungsschule entgegen gearbeitet, und ist sofort in Saft genommen worden. Zugleich wurde der Der" Frankfurter Zeitung" dehnte sich der Streit auch auf die überhaupt durch die Gründung derartiger Vereine und Vereinchen bisherige Händler Kiedrowski verhaftet. Die Verhältnisse der Spinnereien von faat Mauthner Sohn und Hermann S. Doctor die Kräfte zersplittert würden, während man gerade darauf hin- Dirschauer Kredit- Gesellschaft laffen sich noch nicht übersehen. Beim Zusammenstoß der Dampfer Faltenburg" und aus. Die Streifenden sollen hier 25 pet. Lohnerhöhung fordern. arbeiten solle, die Kräfte zusammenzufassen, um so ein großes In Schahler bei Trautenau bethätigte der österreichische und lebensträftiges Ganze bilden zu können. Zum Schluß wurde Sansa" sind, wie aus Bremen gemeldet wird, 14 Personen erStaat sein Interesse für die streitenden Bergleute vorläufig da vom Vorstand noch hervorgehoben, daß möglichst Jeder sich in trunten und 12 gerettet. durch, daß er 40 Gendarmen dorthin beorderte. Die Bergleute die Arbeiter- Bildungsschule aufnehmen laffen solle, um so durch find sehr schlecht behandelt worden und daher in erregter seine Beihilfe die Schule zu dem zu machen, was sie sein soll, Stimmung. zu einem wirklichen und wahren Bildungsinstitut, in dem der Nachod, 7. April. Heute haben hier sämmtliche Arbeiter Arbeiter die ihm von den herrschenden Klassen vorenthaltenen und Arbeiterinnen der mechanischen Baumwollwebereien: Isaat Kenntnisse zu erwerben im Stande ist. Mautner u. Sohn, Hermann S. Doktor, Luderer u. Stransty Im Fachverein der in Buchbindereien, der straat u. s. w. wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen InterJakob Pick, also in vier Fabriken die Arbeit eingestellt wegen Leder- und Papierindustrie beschäftigten Arbeiter hielt eſſes getreten. Die Kommission, welche die verschiedenen fleiner Löhne. Auch in der Baumwollspinnerei S. Kakau in am 4. April Genosse Roland einen Vortrag über Möglichkeiten der Wiedergewinnung der in früheren JahrPorie bei Nachod ist ein Streit ausgebrochen, welcher aber durd Robespierre als Staatsmann." Der Referent trat den unter hunderten durch die Seefluthen den Niederlanden entrissenen Lohnerhöhung beigelegt wurde. Jetzt feiern in Nachod über ben Gegnern über jenen französischen Politiker herrschenden An- Provinzen geprüft hat, empfiehlt folgendes Vorgehen: Abschluß 2000 Menschen. fichten ganz entschieden entgegen und entwarf von demselben ein der Zuidersee gegen die offene, der Ebbe und Fluth unterinteressantes Lebensbild. Da sich durch Abreise eines Mitgliedes worfene Nordsee auf der Höhe der Insel Wieringen und mit des Arbeitsnachweises eine Ergänzung derfelben nothwendig deren Hereinziehung in den Abschluß. Darauf soll die Einmachte, wurde Kollege Siegrist in die Arbeitsnachweis deichung des abgeschlossenen Gebietes in vier Theilen nebst Kommission gewählt. Nach Erledigung des Berschiedenem und schrittweiser Trockenlegung jedes dieser Theile folgen. Die Kosten des Fragefajtens gedachte der Vorsitzende des verstorbenen nimmt die Kommiffion an zu 42 000 000 Fl. für den Abschluß Kollegen Schott, worauf die Anwesenden das Andenken des Ge- lüber Wieringen, sodann die vier verschiedenen Eindämmungen Müller. Bäcker. fommission. Schwedische Sozialreform. Kronvogt Carlssohn, unter fügt von einer genügenden Polizeimannschaft, hat jetzt in Kurrgrufvan die Austreibung ber ausständigen Ar beiter aus den Familienwohnhäusern der Grube begonnen. Die Arbeiter weigern sich, selbst ihre Sachen fort sufchaffen, leisten aber der Polizei teinen Widerstand. A Durch eine Feuersbrunft wurde in Bremerhafen ein großer Schuppen mit 1500 Ballen Baumwolle, beträchtlichen Maisvorräthen und anderen Waaren vernichtet. Ju Szent Benedek sind durch eine Feuers brunst die Stirche, zwei Schulgebäude und 67 Häufer eingeäschert worden. Ein Riefenprojekt. Die Frage der Trockenlegung der Zuidersee( Holland) ist, wie der N. A. 3." berichtet wird, durch Veröffentlichung des Berichtes der Zuiders ee- Kommission nebst technischen Erläuterungen des Ministers für Water" sufaminen zu 148 000 000 FT.; die Ausdehnung des trocken ge= 1 legten Landes zu 216 000 Heftar, wovon 190 000 als sehr fruchtbar vorausgesetzt werden. 32 Jahre werden als erforderlich angenommen. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Bochum, 8. April. Der deutsche Bergarbeiter- Verband wird auf dem nächsten internationalen Kongreß die Einführung chiffrirter Telegramme zur Streifzeit beantragen. Brüssel, 8. April. Hier wird eine starke Schutzollpropaganda organisirt. Dem sanften Emil zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! Emil laß sprigen. 2256b Die Kollegen A. K. A. K. Unserm Freunde u. Genossen Eimecke ein dreifach donnerndes Hoch zu seinem heutigen Geburtstage! [ 2244b Der Cigarrenfrite nebst Anhang. | Paris, 8. April. Die Kammer ist geneigt, den geforderten Kredit für Dahomey morgen zu bewilligen, wenn die Regierung sich klar und büudig über ihre Kolonialpolitik ausspricht. Paris, 3. April. Nachdem die Untersuchung gegen Ravachol beendet und die vier Angeklagten vor die Assisen verwiesen worden sind, wird die Sache am 20. und 21. April zur Verhandlung kommen. Madrid, 8. April. Die Behörden von Valencia überwachen streng die Anarchisten. Die dortigen Sozialisten haben zu einer friedlichen Feier des 1. Mai eingeladen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Köln, 8. April. Wie der Kölnischen Zeitung" aus Bukarest gemeldet wird, wäre die serbische Regierung nunmehr entschlossen, alle in Serbien weilenden bulgarischen Flüchtlinge in aller nächster Zeit auszuweisen. Unserm Freund und Schafkopfbruder A. Weniger zu seinem heutigen Wiegenfest ein dreimal donnerndes Hoch! Von den Schafkopfbrüdern Vorwärts. August laß Gießen! Ei verflucht! Am 6. April entschlief sanft unser lieber Vater, der Schlosser Carl Paetz im 59. Lebensjahre. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß mein Gatte und unser Im Namen der Hinterbliebenen: guter Vater, der Tischler W. Suring Gustav Paetz. Die Beerdigung findet am Sonntag 1 Uhr von der Halle des Zions- Kirchnach 2/2 jährigem Leiden am Donners 2245b tag um 1/28 Uhr an der Proletarier- bofes( Weißensee) aus statt. Krankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. April, Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Friedrichs berg, Frankfurter Allee 168, 3 Tr., aus statt. [ 2235b Die trauernden Hinterbliebenen. Auguste Suring nebst Kindern. Karl und Fritz Lücke und Fritz Wiedfelt aus Braunschweig ( oder deren Freunde) werden gebeten, ihre Adresse an ihre Schwester Minna Lücke 230 East, 108te Strasse, New- York City zu senden. 2294b Danksagung. Für die vielen herzlichen und tröstenden Beweise der Theilnahme bei dem Hinscheiden meines innigftgeliebten Vaters Ernst Renz 542M erlaube ich mir auf diesem Wege Allen, von Nah und Fern, gleichzeitig im Namen meiner ganzen Familie, meinen tiefgefühlten, aufrichtigsten Dank auszusprechen. Berlin, den 8. April 1892. MACHT STARK GESCH Franz Renz, Direktor. Schuhe u. Stiefel EINIGKEIT GESETZL ESCHUHFARRIK ERFU DEUTSCHE mit Kontrollmarke aus der„ Deutschen SchuhFabrik" in Erfurt sind an folgenden Stellen zu haben: Chr. Geyer, Oranienstr. 202. C. Nitschke, Rastanien- Allee 86. G. Zerbe, Ritterstr. 114, nahe der Fürstenſtr. A. Anders, Gerichtstr. 82. H. Bath, Waldstr. 37( Moabit). G. Kördel, Forsterstr. 7. T. Janke, Langestr. 90. A. Heufelder, Hermann- Platz 3. A. Seeger, Buttbuserstr. 41. W. Papke, Manteuffelstr. 31. J. Schülke, Bücklerstr. 14. 2254L Deutsch. Reich u. Ausld. Patent angem. Bray's PatentKassen- Schutz. 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