Nr. 252. 252. Abonnements-Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. Bojt. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs Breisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Inumayo ng 19. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. 566 19 bi porintieDie Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel geile oder deren Raum 40 Big., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Besttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der französische Generalstreik vor der Kammer. Dienstag, den 28. Oftober 1902. forglich eine enorme Truppenmacht beordert. Wie der revolutionärExpedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aut IV, Nr. 1984. Politifche Ueberficht. ſocialiſtiſche Abgeordnete Bouveri mitteilte, hat die dortige Politifche " zur = Berlin, den 27. Ottober. Gruben Compagnie feit mehr als einem Monat auf den Wunsch des Präfekten Baracken errichtet Einquartierung von Militär. Gegenwärtig ist Montceau von sechsGegenwärtig ist Montceau von sechs dhe Der Reichstag prone Paris, 25. Oftober.( Eig. Ber.) Die zweitägige Streifbebatte drehte sich vornehmlich um drei reichen Bataillonen Infanterie besetzt. Ebenso flagte der revolutionär Verhandlungen über die Zölle auf Rindvieh fort. hundert Gendarmen, mehreren Schwadronen Kavallerie und zahl- sekte am Montag bei sehr schwacher Besetzung des Hauses die Herr Punkte: die Ursachen des Generalstreiks nebst den Forderungen der socialistische Abg. Thivrier über das enorme Truppenaufgebot Dr. Müller- Sagan bestätigte Bebels Angaben über die Bergarbeiter, die schiedsgerichtliche Beilegung des Streits und die im Departement Allier. Dort haben in einigen Orten die Gen- Abhängigkeit der Tierärzte von den Agrariern und wies auf militärischen Maßnahmen der Regierung. Die beiden ersteren Punkte dar men sogar versucht, den Compagnien Schlepperdienste die ungenügenden Besoldungsverhältnisse der Tierärzte als wurden von Jaurès und Basly behandelt, und ihre Reden ge- zu leisten: fie besuchten die Ausständigen zu Hause Grund dieser Abhängigkeit hin. Er führte den Nachweis, daß stalteten sich zu einer beweisträftigen Abrechnung mit der Profit- und forderten sie auf, die Arbeit wieder auf die Landwirtschaft den deutschen Viehbedarf nicht zu decken sucht der Grubengesellschaften. Ebenso ist es als ein vorläufig zunehmen! Vielfach wurden Truppen entfendet auf das direkte vermag und forderte die Beseitigung der Grenzbeschränkungen freilich nur moralischer und parlamentarischer Erfolg zu be- erlangen der Grubenbesizer, die den Behörden falsche unter Aufrechterhaltung einer sanitären Kontrolle. Sehr trachten, daß die große Mehrheit der Kammer sich für eine schieds- Alarmnachrichten übermittelten. zaghaft flang die Verteidigung der Minimalzölle auf Vieh, gerichtliche Aktion Aktion der Regierung ausgesprochen hat. Da= Von ministeriell- socialistischer Seite sprach gegen die militärischen die der Redner des Centrums, Herr Dr. Spahn, zu geben gegen ist hinsichtlich der Einmischung der Armee in die Streits alles Maßnahmen der Abgeordnete von St. Etienne, Briand, unter aus versuchte. Er und ebenso später auch sein Fraktionskollege beim alten geblieben. So energisch, so wirkungsvoll und konsequent führlicher Schilderung der Vorgänge in Terrenoire. Er berichtigte Dr. Becker sprachen die Hoffnung aus, daß die Bedie ministeriellen Socialisten die wirtschaftliche Seite der Berg- die bezügliche offizielle Darstellung auf Grund seiner persönlichen ratungen doch noch zu einer Verständigung arbeiter- Bewegung behandelten, so unsicher und widerspruchsvoll war Enquete in einem sehr wesentlichen Punkt. Der mörderische führen möchten, mur scheint Herr Dr. Spahn viel inbrünstiger ihr Auftreten, wo die ordnungsretterischen Maßnahmen der Regierung Gendarm hat den Schuß abgegeben, ohne daß die Arbeiter vorher an das Zustandekommen des Tarifs zu glauben, als Herr in Frage kamen. Für die konsequente Wahrung der proletarischen auch nur einen einzigen Stein geschleudert hätten. Das dem Schuß Dr. Becker. Intereffen gegenüber der üblichen kapitalistischen Streifpolitik des voraufgegangene Handgemenge aber wurde dadurch hervorgerufen, Der nationalliberale Abg. Semler versuchte sich in Ministeriums forgte einzig die revolutionär- socialistische Kammer- daß der Gendarm einen Arbeiter hatte verhaften wollen, und zwar einer aufdringlichen Polemik gegen die Obstruktion", die nach fraktion. hatte verhaft wegen eines frummen Wortes über die Nichtverhaftung des seiner Meinung schon dann vorhanden ist, wenn die Vorlage Jaurès und Basty haben ein reiches Zahlenmaterial beigebracht, mörderischen Wächters, der den jungen Mauras schwer verwundet nicht prompt" erledigt wird. Dann unternahm er es, an welches die von den Kohlenbaronen vorgenomunenen Lohnreduktionen hatte. Und die angebliche Menge", die in der offiziellen Meldung den statistischen Grundlagen der Bebelschen Beweisführung zu ins rechte Licht rückt. Man hat es da einfach mit einer grenzenlosen noch etwa dreißig Man start gewesen sein soll, bestand in Wirklich rütteln, mußte sich aber nachher von Bebel in einer persön Profitfucht zu thun, wie sie nur von dieser privilegierten Ausbeuter- teit mur aus zehn bis fünfzehn Personen. Auch Briands lichen Bemerfung sagen lassen, daß er die entscheidenden Säge schicht bethätigt wird. Aus Jaurès' Rede ist folgendes zu entnehmen: Ausführungen über die allgemeine Rolle der Armee in den Streits unires Redners vollkommen falsch wiedergegeben oder nicht Vom Ende des Jahres 1898 bis zur Mitte 1900 ist der durchschnitt- waren sehr eindringlich. Er verlangte, ohne darauf zu rechnen, die verstanden habe. liche Kohlenpreis um 10 und selbst um 12 Fr. pro Tonne gestiegen, Einleitung einer neueo, endlich republikanischen" Bolitik in Streif- Der jüngst gewählte konservative Abgeordnete v. Ordend. h. er hat sich faft verdoppelt. Und 1901 blieb der Preis ziemlich fachen. Der von den Gewerkschaften erreichte Entwicklungsgrad habe burg Januschan gab als fünftiger Nachfolger Wangenheims auf der gleichen Höhe. Demgemäß sind die Dividenden der Gruben- bas Nififo der Ruheftörung bedeutend vermindert. Die Regierung in der Leitung des Bundes der Landwirte seine Visitenkarte Risiko altionäre 1898-1899 von 40 auf 60 Millionen und 1899-1900 auf tönnte mit Vorteil die Streifpolizei der disciplinierten Kraft der beim Reichstag ab. In der Tonfarbe erinnert der Redner 105 Millionen Fr. gestiegen. Das ist aber nur der verteilte Gewerkschaften überlassen. Zum Schluß drückte Briand seine stark an den Grafen Kanig, persönlich aber neigt er weniger Reingewinn. Daneben haben die Compagnien im bezeichneten Beit Hoffnung auf eine zufriedenstellende Antwort der Regierung aus. zu der Magerkeit des Don Quichote als zu der Beleibtheit raum nicht weniger als 180 Millionen Fr. jährlich dem Ste ferve Die Antwort des Ministerpräsidenten war aber Sancho Pansas. Ganz wertvoll war ein Geständnis, das fonds zugewiesen. Wie groß ist nun die mit so schweren ebenso furz wie verlegen. Er suchte es offensichtlich weder dem parlamentarischen Neuling entschlüpfte, das Geständnis, Anstrengungen und teilweise durch Streits von den Ar- mit dem äußersten linken, noch mit dem äußersten rechten Flügel daß der Bund der Landwirte auch die Großen schützen wolle beitern in der Blütezeit erlangte Lohnerhöhung? 1899 stieg die feiner Mehrheit zu verderben. Da er aber zugleich auf die hinter und nicht nur die Steinen. Die Minimalzölle bezeichnete totale Lohnfume um 11 Millionen, 1900 um weitere 21 Millionen, der Opposition stehende tapitalistische öffentliche Meinung Nüdsicht Herr v. Oldenburg als Ausfluß des Mißtrauens gegen die zusammen von 183 auf 215 Millionen. Aber wohlgemerkt, bas nehmen mußte und wollte, während die Treue seiner äußersten Linten Regierung. Der einzige Minister, dem er volles Vertrauen Steigen der totalen Lohnfumme erklärt sich zur Hälfte durch die Zu- ihm genau bekannt ist, so fiel seine Antwort schließlich zur Zu- entgegenbringt, scheint Herr v. Podbielski zu sein; ihm streute nahme der Zahl der beschäftigten Arbeiter. 1899 wuchs diese Zahl friedenheit der Bourgeoisparteien von links und rechts aus. Der er eifel Weihrauch. Recht naiv klang es, als der Redner sich um 5000 Arbeiter, 1900 um weitere 9000 Arbeiter, und in den Temps" erteilt ihm das Lob, die Sprache eines Regierungs- auf das Zeugnis seines Berliner Hotelwirts dafür berief, daß beiden Jahren zusammen zählte man 3213 000 Arbeitstage mehr. mannes" geführt zu haben, und bedauert, daß die Melinisten die von einer Fleischteuerung nicht die Rede sein könne. In Lohn umgerechnet bedeutet das eine Mehrausgabe von mindestens vertrauensformel nicht botiert haben. In der Von der Linken kam noch der Abg. Pa chnicke zu 15 Millionen. Bleibt eine wirkliche Lohnerhöhung von bloß 17 Millionen That. Neben der Wiederholung der Reformversprechungen zu Wort, der auf eine Beschleunigung der Erhebungen der gegenüber einem unternehmerlichen Wiehrgewinn von 245 Millionen! Gunsten der Bergarbeiter ein Punkt, in welchem sämtliche Regierung über die Fleischnot drängte und die protektionistische Die Verteilung des Gesamtertrages der Gruben stellt sich in Barteien zumal in der Deputiertenkammer mehr oder minder auf Tendenz des Fleischbeschau- Gesetzes nachwies. der Blütezeit wie folgt dar: 215 Millionen Frank als Lohn, richtig übereinstimmen betonte der Ministerpräsident unter dem Am Dienstag wird die Beratung fortgesetzt. Wieder wird 105 Millionen als Dividende und 180 Millionen unter dem Namen Beifall der Bourgeoisrepublikaner die Unentbehrlichkeit der um 12 Uhr begonnen, obwohl die Kommission für den Kindervon„ Reserve" versteckter Profit, den man nicht gewagt hat, auf Truppenentsendungen in die Streifgebiete und schutz am Vormittag eine Sigung abhält. der Oberfläche als Dividende zu zeigen, der aber den Wert der gab dabei die üblichen ordnungsretterischen Phrasen zum besten, rud Attien, den tiefen und dauernden Reichtum der Grubenbefizer ge- nur daß er sie in farbloser Form vortrug. Ebenso fanden den steigert hat." Beifall der Melinisten seine Vorbehalte in Bezug auf die schiedsAlso selbst zugegeben, daß die Compagnien richtige Angaben richterliche Aktion der Regierung, die ja nicht auf dem Wege der der Direktor des Bundes der Landwirte Diedrich Hahn Bis zur Stunde hat die Deutsche Tageszeitung", mit über das Fallen der Kohlenpreise 1902 machen, find die 2ohngebieterischer und allgemeiner Vorschriften" vorgehen dürfe. Eine. reduktionen gänzlich ungerechtfertigt. Werden doch desto übler angebrachte Erklärung, als die Kohlenbarone ohnehin Behauptung gefunden, daß dieser Herr mit dem moralischen doch einige Beziehung haben dürfte, noch kein Wort auf die die ungeheuren Reservesummen im Hinblick auf die Stabilität der schon alles versuchen werden, um die schiedsrichterliche Aktion zu Doppeltarif sein möglichstes gethan hat, um das Scheitern der hohen Dividenden aufgespeichert. Warum soll nun diese Stabilität lähmen. elenden Flottenpolitik zu Fall zu bringen, gegen die zu nicht auch der geringfügigen Lohnerhöhung zu teil werden? Trotzdem aber erforderte es die Stellung der ministeriellen stimmen er selbst und seine Freunde zu feige waren. Im einzelnen wies Jaurès nach, daß die Lohnreduktionen im Socialisten im Regierungskartell, daß ihr Delegierter im Kartell- Es ist nützlich, die Heimsche Enthüllung im stenographischen Bas- de- Calais und in der Loire auch noch jetzt eine entsprechende vorstand, Jaurès, neben den Delegierten der drei andren Wortlaut festzuhalten. Der Centrums Agrarier sagte im gunahme des Mehrgewinnes der Compagnien bedeuten, Kartellgruppen auch diesmal die von der Regierung zu ge- Reichstage: des mehr getvinnes im Vergleich mit der Zeit vor 1899. Um so nehmigende Resolution mit beantragte, eine Resolution, welche u. a. mehr, als die abgeschlossenen langfristigen Kaufverträge von der das Bertrauen in die Festigkeit und Klugheit der Regierung aus angeblichen Abflachung der Kohlenpreise jedenfalls nicht berührt spricht, zugleich die Arbeitsfreiheit und die freie Ausübung des Streifrechts aufrechtzuerhalten", d. h. indirekt die militärische Ein Was Jaurès für die gesamte Kohlenindustrie nachgewiesen, hatte schüchterungsaktion billigt. In der Abstimmung über jenen vorher a sly für die nordische Region gethan unter Anführung Absatz der Resolution haben sich übrigens neben der revolutionär einer langen Reihe von Zahlen über die Lage der einzelnen Gruben, socialistischen Frattion sieben ministerielle Socialisten, deren Dividende und Aftienwert zu geradezu fabelhafter Höhe darunter Briand und Preffensé, enthalten, alle übrigen stimmten emporgeſchnellt sind und in einem erstaunlichen, sonst in keinem dafür. Aber auch die von ministeriell- socialistischer Produktionszweig anzutreffenden Mißverhältnis zum ursprünglichen Seite beantragte selbständige Resolution wagte es merkwürdigerAnlagekapital stehen. Den Vogel haben die Compagnien von Béthune weise nicht, die Zurückziehung der Truppen zu fordern. und von Lens abgeschoffen: gegründet 1851 mit einem Stapital von Was über die militärischen Maßnahmen und die ganze Streit wenigen Millionen, erzielte sie 1896 einen Gewinn von 2 110 678 r. debatte von socialistischer Seite zu sagen war, das hat der 1901 aber einen solchen von 12 Millionen. Uebrigens hat diese Revolutionsvorschlag der revolutionär- socialistischen Fraktion geCompagnie in den letzten zwei Jahren keine Bilanz ver- fagt:„ Die Kammer berurteilt die bewaffnete Einöffentlicht, um so die wahre Höhe ihres Profits zu verheim- mischung der Regierung in die Streifs, eine Einmischung, lichen. Die Compagnie von Lens wurde 1855 gegründet mit einem die unter dem Vorwand des Schutzes der Arbeitsfreiheit gänzlich Kapital von drei Millionen, geteilt in 3000 Aftien zu 1000 Fr., von gegen den Streit und die Streifenden gerichtet denen aber nur 300 Fr. eingezahlt wurden. Jetzt ist jede ist sie ladet die Regierung ein, die gesamte militärische Attie in hundert Teile geteilt. Ein undertstel Attie stieg nun und polizeiliche Macht aus den Gegenden, wo die 1897 auf 285 Fr. und 1901 auf 655 Fr. mit einer Dividende von Bergarbeiter die Arbeit eingestellt haben, sofort zurück. 30 Kr. pro Hundertstel oder 3000 Fr. pro Aftie gegenüber einer zuziehen, und beschließt, im Laufe der gegenwärtigen Titel„ Ruhig weiterschimpfen lassen" wie folgt: Dividende von 1000 Fr. im Jahre 1897. Session die mit dem Streit verknüpften Fragen( Achtstundentag. Gegen diese erdrückenden Zahlen konnten die Vertreter Lohnminimum und Alterspensionen) zur Beratung zu stellen, der Compagnien rein gar nichts vorbringen. Sie um sie im Sinne der Forderungen der Bergarbeiter zu lösen." In beschuldigten dagegen allen Ernstes die Regierung, die Arbeits- der Prioritätsabstimmung erzielte diese Resolution 54 gegen freiheit" nicht geschützt zu haben!... 487 Stinument. Die ministeriellen Socialisten stimmten allerMinisterpräsident Combes mußte demgegenüber ausrufen: dings dafür, ausgenommen Millerand, der sich neben „ Sie würden also gewünscht haben, daß es zu Erſchießungen ge- mehreren Linksradikalen der Abstimmung enthielt. tommen wäre?... Denn die Regierung hat doch selbst nach Montceau- les- Mines, wo die Arbeiter dem Streit fernbleiben, vorwerden. " Der Bund mit dem doppelten Boden. Da erinnere ich mich an das Wort von der gräßlichen, scheuß lichen Flotte, und mir ist es passiert, als die Flotte in diesem hohen Hause eine Rolle spielte, da ist auch an mich herangetreten worden von einem Herrn ich bin heute noch nicht ins diskret, ich stehe auf dem Standpunkte, folche Dinge soll man immer lange in der Büchse behalten, und wenn man einmal schießt, dann gleich gut, dann müssen niehrere hintereinander fallen bei dem durchschlagenden Geschütz. Man hat mich beschworen, schriftlich sogar da kann nichts gelengnet werden, ich möchte auf meine Parteikollegen einwirken, daß diese elende Flottenpolitik zum Scheitern fäme, und ich habe mich gefreut, daß diese Vorlage in den Reichstag käme. Ich habe dagegen gestimmt und habe erwartet, daß ich die Herren vom Bunde der Landwirte auf meiner Seite haben würde. Fast umgeschlagen hat mich 3. Wie ich sehe, daß die Leute mit Ja stimmen, habe ich nicht mehr gewußt, wie ich dran bin, ich habe meinen Angen und meinem Verſtand nicht mehr trauen können, wie man derartig, ich möchte fast sagen, mit der Ueberzeugung spielen kann, daß man etwas als seine Ueberzeugung hinstellt, und wenn es zum Treffen kommt, die Sache ganz anders ausgeht." Die Deutsche Tageszeitung" quittiert heute unter dem " Die Centrumspreffe hat in diesen Tagen ein voll gerüttelt und geschüttelt Maß derber Liebenswürdigkeiten auf dem Bund der Landwirte ausgegossen. Sie hat sein Vorgehen als engherzig und einseitig, als unsachlich und maßlos bezeichnet, hat ihm et künste und Heggeschäfte borgeworfen und von seinen Taschenspieler Kunststüden geredet. Uns lassen diese vornehmen Freundlichkeiten recht fühl. Es ist eine alte gute Gepflogenheit, daß man einen Mann, dem etwas in die Quere gekommen ist, eine Beitlang sich aussprechen und ausschimpfen läßt. Die Taftik des Bundes der Landwirte ist dem Centrum f Der Unsinn" des Reichstags- Abgeordneten von Trenenfels. Man fehr unangenehm in die Quere gekommen, deshalb sind wir gern bereit, ihm gegenüber von dieser alten Gepflogenheit nicht abzuweichen." Alle Schimpfereien" erwähnt die„ Deutsche Tageszeitung", nur die eine Heimsche Beschuldigung nicht. Die Milliarden- Flottenvorlage wurde im Sommer 1900 mit nur 201 gegen 103 Stimmen angenommen. Hätten sich damals die Kumpane des Bundes der Landwirte, wenigstens die 7 Mart- 8öllner gegen die Politik der Flottenliebhaberei erklärt, so hätte dieser für das Reich ruinöfe Sport verhindert werden können. nicht verlegen sei, aber nach der Tonart, die der„ Vorwärts" an schreibt uns aus Güstrow: Am 6. März v. J. erstattete Herr von geschlagen habe,„ eine Diskussion überhaupt ablehnen" müsse. Treuenfels in Güstrow in einer vom konservativem Wahlverein des Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie. Gerade die von ihr VI. mecklenburgischen Wahlkreises einberufenen Versammlung Bericht befolgte Taftit ist echte Gamin- Taktik und zwar nicht nur über feine parlamentarische Thätigkeit er ist Abgeordneter dieses der litterarischen Spielart. Erst erlaubt man sich die gröbsten AnKreises. Seine Stellung zu den Getreidezöllen begründete er rempelungen, wird man dann aber der Unwissenheit überführt, so folgendermaßen: erklärt man fühn sich überhaupt nicht mehr schlagen zu wollen, „ Die Gerüchte, die über einen 7-8 Mart- 3oll im Umlauf da der Ton des Gegners nicht vornehm genug sei. Berlegenheitssind, berühren mich nicht. Ich halte einen solchen 3oll für einen späße! Unsinn in Anbetracht dessen, daß dadurch dem fleinen Manne das Brot zu sehr verteuert würde." Und am 21. Oktober ging Herr von Treuenfels hin und stimmte für den 7,50 Mart- Roll der Bündler. Gröber kann ein ReichstagsAber die Agrarier verschacherten ihre Ueberzeugung gegen Abgeordneter seine Thätigkeit wohl selbst nicht bezeichnen, als daß die zu erwartenden Zölle, die sie nicht zu erlangen fürchteten, sie Unsinn ſei. wenn sie sich durch ihren Anti- Marinismus mißliebig machten. Hier ist der Punkt erreicht, wo die parlamentarische Diplomatie stätigt, daß der Redakteur Hoffmann, der wegen Preßbergehens acht Kommandierende Generale als Zuchthänster. Es wird jetzt bein parlamentarische Korruption umschlägt. Für Zölle ist Tage Gefängnis erhalten hatte, mit einem Zuchthäusler zusammen den Agrariern alles feil, die Politik ist ihnen das Instrument gefesselt vom Beuthener Bahnhofe nach dem Landgericht transportiert der mittelbaren oder unmittelbaren persönlichen Bereicherung. wurde. Der Kuhhandel wird zum unverhüllten Betrug und Schwindel und die Ehre und das Ansehen des Parlamentarismus geschändet. Schon im Interesse parlamentarischer Sittlichkeit und per sönlicher Integrität muß dem Einfluß der Agrarspekulanten vom Ueberzoll ein Ende bereitet werden, die die Gesamt politik lediglich als ein Warenlager von Kompensationen und Objekten zur Erpressung staatlicher Millionengeschenke betrachtet. Es wird also weiter gebredenbeckt. In Oberschlesien macht man bas eben so! Als Hoffmann den Beamten darauf aufmerksam machte, daß er nur wegen Breßvergehens verurteilt sei und mir noch wenige Tage abzusitzen habe, daher ein Fluchtverdacht ausgeschlossen sei, meinte der Beamte, es würde Hoffmann noch öfter passieren, daß er gefesselt werden müsse. Aus dem Dasein der Dienstmädchen. = Ein interessanter Preß- Beleidigungsprozeß spielte sich vor dem Schöffengericht in Bamberg ab. Kläger war der Oberamtsrichter Reischel in Hollfeld( Fränk. Schweiz), Beklagter der Redakteur Schmidt von den„ Bamb. Neuesten Nachr." In dem Blatte war überrascht wurde, menschenunwürdig behandelt habe. Die Beweis behauptet worden, daß die Oberamtsrichters Familie ihre Dienst magd Krauß, die im Hause ihrer Dienstherrschaft von einer Geburt aufnahme zeigte die Nächstenliebe der oberamtsrichterlichen Familie in hellster Beleuchtung. Durch eidliche Zeugenaussagen wurde folgendes festgestellt: Die Frau Reischel betrachtete es als ungeheuere Frechheit, daß das Mädchen sich im Hause der Dienstherrschaft von der Niederkunft überraschen ließ, und benahin sich gegen fie in der lieblosesten Weise. Sie schimpfte in einem fort und gab nur auf wiederholte Bitten der Hebamme warmes Waſſer her. hielt sich die Familie Reischel durch Zurückbehaltung des rück Für die durch die Niederkunft entstandenen Unannehmlichkeiten ständigen Lohnes von 60 M. und des Koffers und der Kleider des Mädchens schadlos. Außerdem ließ sie die armseligen Sparpfennige Diese preußische Kulturschmach wird nur dadurch möglich, daß der Krauß( 67 M.) bei der städtischen Sparkasse in Bayreuth mit es noch immer fein Strafvollzugs- Gefeß im Reiche giebt. Beschlag belegen. Als das Mädchen geboren hatte, schickte der OberDie Unzuverlässigkeit des Centrums und die skrupellose In Amerika preist ein deutscher Prinz die Redakteure als kom- amtsrichter zu ihr die Gerichtsdienerfrau mit einem Schriftſtück, Unehrlichkeit und Heuchelei der Agrarkonservativen vernichten mandierende Generale in Preußen treibt man sie mit Zuchthäuslern durch dessen Unterschrift sie die Kostenrechnung mit 63 M. anerkennen alles Gefühl für Wahrheit und Würde. Es wird an den vor sich her. sollte. In der trostlosen Verfassung, in der sie sich befand, gab sie Wählern sein, endlich eine Abrechnung mit den heute herr- Wird endlich nun einmal an einem solchen Unterbeamten ein Wöchnerin auf einen mit feuchtem Stroh beschütteten offenen Bauerndie Unterschrift. 36 Stunden nach der Entbindung wurde die schenden Parteien zu halten, die den Reichstag endlich aus Egenpel statuiert werden? Freilich das Polentum ist gegenwärtig bei wagen gebracht und zu der ärmsten Familie des Dorfes geschafft, dem Schlamm elendesten Schachers befreit. uns vogelfrei, und so mag ein Gendarm am Ende glauben, er ver- wo sie hinter dem Ofen auf Lumpen und Spren gebettet wurde. diene sich damit einen Orden, wenn er einen polnischen Preß- Als die Holzhauersfrau, die der Wöchnerin linterkunft gewährte schmierer zwiebelt, als wäre er Lehrer in Trakehnen. es beklagte, daß sie ihr kein Bett bieten könne, meinte die Uebrigens benehmen sich auch in andren Gegenden Leute wie gefühlvolle Oberamtsrichterin:" Die braucht kein Bett, die soll sich Boll- Schwänzer. Die Zollparteien halten es bereits nicht mehr oberschlesische Gendarme. Die„ Münchener Post" hatte kürzlich einen auf die Schwarte( die bloße Haut) legen." Da die Herausgabe für der Mühe wert, einigermaßen vollzählig im Reichstage zu er- Artikel über Soldatenmishandlungen gebracht, die ein Lieutenant ihres Lohnes und ihrer Habseligkeiten von den reichen Richtersscheinen. Die„ Deutsche Tagesztg." sucht diese Schwänzerei sogar Reuß verübt hatte. Bei der Verhandlung vor dem Militärgericht und ganz auf die Barmherzigkeit der Nachbarn angewiesen. Eheleuten verweigert wurde, war das Mädchen ohne jede Mittel zu entschuldigen. Es sei, meint sie,„ kein allzu schlimmes Bergehen, wurde der Redakteur der Münchener Post", Genosse Gruber, als wenn die Abgeordneten es nicht für ihre Pflicht erachten, die Zuhörer- Beuge geladen. Nachdem er schon den Saal verlassen, rief ihm der schaft des Herrn Abg. Bebel zu vermehren". Nach der Deutschen Oberlieutenant v. Malsen, der Verteidiger des SoldatenTagesztg." genügt es für die Zollparteien, zur Stelle zu sein, wenn mißhandlers nach: namentliche Abstimmungen zu erwarten sind, sonst aber dürfen fie Der Herr Zeitungsschmierer drückt sich!" getrost schwänzen. Das sind dieselben Leute, die sonst sich stets um das Ansehen wird nun gegen den Oberlieutenant Beleidigungsflage erheben. Die Aeußerung wurde dem Genossen Gruber mitgeteilt und er des Reichstags besorgt aufspielen. Sie scheuen sich nicht, von den Sollte mun der Herr v. Malsen wegen Beleidigung seine vier wichtigsten Verhandlungen fern zu bleiben. Die Herren sollten nicht allzu leichtfertig den Ernst der Reichs- Wochen Gefängnis erhalten, mit wem wird man ihn dann durch die Straßen schleifen? tagsberatungen herabsetzen. Es könnte sonst geschehen, daß die Bollopposition erklärt, vor leerem Hause überhaupt nicht weiter beraten zu wollen. Dann müssen die Herren am Plage sein, wofern sie nicht wollen, daß die Weiterberatung ihres Tarifs unmöglich wird. Me * -6 Deutfches Reich. " Es ist ein starke Zunnitung an die Opposition, eine Gesetzesvorlage, die sie als gemeingefährlich bekämpft, fortzuberaten, während ihr durch das pflichtwidrige Schwänzen der Zollfreunde das Recht und die Möglichkeit gegeben ist, die Beratungen kurzer Hand abzubrechen! Ein Antrag auf Aussetzung der Zollberatung wird nach der Abstimmung über die Viehzölle von seiten der Freisinnigen Vereinigung im Reichstage gestellt werden. Die Rheinisch- Westfälische Zeitung" ist ungehalten über den flegelhaften Ton", in dem ihre Bülow- Märchen von der„ Nordd. Allg. Zeitung" dementiert worden sind. Solche Dementis feien leere Phantasiegebilde und spiegeln einfach Wünsche einer einflußreichen Person wider." Das Blatt schließt mit der Drohung: Wir können aber doch dem Breßbureau raten, mit dem maßlosen Geschimpfe etwas vorsichtiger zu sein; es möchte uns schließlich die Geduld reißen und wir gezwungen werden, jede Rücksicht auf Personen fahren zu lassen; wir würden dann von gewiffen Agentenreisen erzählen können, welche doch die Frage der Boeren- Audienz sehr unangenehm erneuern dürfte." Wenn das Blatt was weiß, warum begnügt es sich mit dunklen Drobungen? Zum Wreschener Schulffandal. Geldstrafe verurteilt, da einige unwesentliche Behauptungen Trotz dieser Feststellungen wurde der Beklagte zu 150 Mart sich nicht ganz als richtig erwiesen. Bemerkenswert war noch die Aussage des Bürgemeisters von Hollfeld, dem der Artikel vor der Veröffentlichung zur Kontrolle zugesandt wurde und der erklärte, daß alles auf Wahrheit beruhe. In derselben Sache ist auch der Redakteur unfres Nürnberger Parteiblattes, Genosse Gärtner, au geklagt. Ausland. Die Nationalratswahlen in der Schweiz. Ein Privattelegramm meldet uns: Bei den Nationalrats wahlen wurden gewählt die Genossen Greulich und Vogel. fanger in Zürich, Studer in Winterthur, Gschwind ( Baselland), Scherer in St. Gallen; in Stichwahl Tommen die Genossen Brandt, Ernst, Bristlein, Arnold und Schweizer. Die socialistischen Stimmenzahlen sind ge= stiegen. Bern, 26. Oftober.( W. T. B.) Bei der heutigen Gesamts erneuerung des Nationalrats, dessen Mitgliederzahl infolge der Ver mehrung der Bevölkerung von 147 auf 167 steigt, wurde die bis. herige radikal- demokratische Mehrheit bestätigt. Die noch vorzunehmenden Stichwahlen können an diesem Ergebnis nichts ändern. Die Socialdemokraten erhalten einen Zu wachs von 2 bis 3 Mandaten und dürften damit auf etwa 8 Mandate kommen. Vom Generalstreit der französischen Bergarbeiter. Es hat den Anschein, als ob die Grubenbesizer fich bes Zwar haben bereits die Vertreter der Mehrheitsparteien angekündigt, daß diese Parteien die Beratung fortführen wollen in der Carnegies Botschaft. Wolffs Bureau" erzählt jegt, daß Hoffnung, daß noch etwas fertig zu bringen sei. Danach hat die Carnegies Universitätsrede in St. Andrew in einer Broschüre ge Oppofition berechtigten Anlaß, auf Abbrechung der Beratungen zu brudt vorliege. Carnegie habe diese Broschüre vorgelesen und auf dringen und den Zöllnern hierzu Gelegenheit zu bieten. Die Seite 43 das Ding scheint danach recht umfänglich zu sein Opposition sichert sich so gegen jeden etwaigen zukünftigen Vorwurf, auch die Stelle über Wilhelms II. Miffion, wie Zuhörer versichern. mühten, durch allerhand Winkelzüge dem schiedsrichterlichen Eindaß sie Schuld trage an einer die Geduld der Zöllner auf eine Danach hätten die englischen Blätter aus Schonung gegen schwere Probe stellenden Weiterberatung. Carnegie die phantastische Stelle unterdrückt, die das Berliner greifen der Regierung möglichste Schwierigkeiten zu Uns liegt nichts an der Fortberatung. Die Zöllner mögen Telegraphenbureau als Staatsereignis der Welt telegraphisch über- bereiten und den Streit möglichst in die Länge zu ziehen. So heißt es, daß in der am Sonnabend stattgehabten Unterredung ausdrücklich feststellen, daß sie die Weiterberatung wollen. Dann mittelt hat. aber dürfen sie sich auch nicht beklagen, wenn diese Arbeit in der zwischen dem Ministerpräsidenten Combes und dem erforderlichen Gründlichkeit ausgeführt werden wird. Präsidenten des Komitees der Kohlengruben Die Preußen polnischer Abkunft hatten nach den Wreschener Darcy letzterer erklärt habe, daß das Komitee sich nicht für Dunkle Zettelungen auf Aenderung der Geschäfts- Vorgängen vielfach Sammlungen zu Gunsten der Familien der Ver- berechtigt halte, an die Stelle der Kohlengruben orduung des Reichstags werden, wie es scheini, andauernd urteilten veranstaltet. Dies Liebeswerk sollten sie aber nicht ganz Gesellschaften zu treten. Diesen fäme es zu, ihre persönliche in einigen Abgeordnetenkreisen betrieben. Der Nat.- 3tg." wird ungestört verrichten. Bald bewies die Staatsanwaltschaft, das sie Meinung über die Bewilligung der Forderungen ihrer Arbeiter bekannt zu hierüber von parlamentarischer Seite mitgeteilt: Centrums- Abgeordnete find an Mitglieder andrer Parteien mit auch hier auf dem Posten sei. Zwei Polen, die in ihrer Wohnung geben.- Combes wird die Unterhandlungen fortsetzen; man glaubt, Borschlägen auf Abänderung der Geschäftsordnung herangetreten, freiwillige Beiträge entgegen genommen hatten, wurden beschuldigt, daß er sich an die Direttoren der einzelnen Gesellschaften welche u. a. dahin gehen, die namentliche Abstimmung eine der im ganzen Königreich erlassenen Regierungs- Polizei- wenden wird. nicht nur für geschäftliche Entscheidungen, wie den Schluß der Debatte, verordnungen verlegt zu haben, wonach öffentliche Kollekten nir Die Grubendirektionen des Norddepartements sondern für alle Abstimmungen über Einzelbeschlüsse abzuschaffen, mit Genehmigung der Oberpräsidenten veranstaltet und ausgeführt richteten an den Präfekten ein Schreiben, worin mitgeteilt wird, daß so daß namentliche Abstimmung nur noch für die Gesamtabstimmung werden dürften. die Lage der Metallindustrie sowie der gesamten französischen Industrie überhaupt sich nicht gebessert habe; ebenso habe die fremde Konkurrenz zugenommen. Wir sehen", so heißt es in dem " über Vorlagen am Schluß der Verhandlung zulässig sein würde. Das Landgericht Gnesen verurteilte auch die Angeklagten, das Offenbar liegt bei derartigen Plänen die Absicht zu Grunde, wenn se ammergericht hob jedoch dies Urteil wieder auf und sprach eine solche Abänderung der Geschäftsordnung erst durchgefeßt wäre, bei der Beratung des Zolltarifs immer zahlreiche Positionen sie mit folgender Begründung frei: Ein Verbot öffentlicher Kollekten Briefe weiter, nicht die Möglichkeit, die Löhne zu er zusammenzufassen. Durch die Kombination dieser beiden Maß- beztv. eine Beschränkung im Sinne der angezogenen Verordnung sei höhen, trotzdem find wir aber bereit, mit den Arbeitern zu konregeln könnte der Versuch, die Durchberatung des Tarifs zu nur zulässig, soweit es sich um a uskollekten handele, das ferieren, um mit ihnen Mittel und Wege ausfindig zu machen, den einem leeren Schein zu machen, immerhin erleichtert werden; ob heißt um solche, wo die Beitragssammler von Haus zu Haus gingen Ausstand beizulegen.", der Versuch aber selbst dann gelingen würde, steht sehr dahin. und zum Zweck des Sammelns in die Häuser eindrängen. Aus Die Verwaltungsräte der Bergarbeiter- Fach. Von nationalliberaler Seite ist die Centrums- Anregung diesem Grunde müßten die beiden Angeklagten freigesprochen werden, vereine der Departements Nord und Pas- de- Calais haben dem abgelehnt worden." da ihnen ja das Geld ins Haus getragen worden sei. Ministerpräsidenten Combes dagegen telegraphisch mitgeteilt, daß fie Es wäre wünschenswert, daß der parlamentarische Gewährs- Ein andrer Angeklagter W. sollte ebenfalls die fragliche Ver- seine schiedsrichterliche Entscheidung annehmen. mann der„ Nat.- 3tg." genauere Mitteilungen sowohl über den nordnung übertreten haben. Er hatte in einem Lokal Druckschriften Sie bemerken dazu, daß sie auf seinen Einfluß zur Beschleunigung halt dieser Anregungen" als auch über die Personen wachen würde, verteilt und von den Gästen freiwillige Beiträge für die Wreschener der Lösung der Frage rechnen, bringen ihm die Forderungen der die in dieser Art durch Gewaltstreiche gegen die Geschäftsordnung die in dieser Art durch Gewaltstreiche gegen die Geschäftsordnung Verurteilten und ihre Familien entgegengenommen. Auch ihn Grubenarbeiter in Erinnerung und berufen sich bezüglich derselben die Wuchervorlage zu sichern versuchen. Uebrigens nehmen wir so gern wir glauben, daß allerlei hatte das Landgericht wegen behördlich behördlich nicht genehmigten auf die Erklärungen des Ministerpräsidenten über die Durchführung folche Bettelungen bei den Zollfreunden umgehen diese Dinge Kollektierens verurteilt. Das Kammergericht hob auch dies Urteil auf der gesetzgeberischen Reformen, an denen die Bergleute interessiert nicht allzu ernst. Denn wir bezweifeln vorläufig, daß das und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung sind.Centrum Neigung hat, sich durch parlamentarische Brutalitäten an das Landgericht zurück. Das Landgericht müsse feststellen, ob er zum der bezeichneten Art selbst zu schänden und dazu fich einer ebenso schweren wie sicheren Niederlage auszusetzen. Ein freisinniger Heim". Nicht nur im Württembergischen Landtag giebt es bolts parteiliche Agrarier. Auch der Reichstag hat jetzt in der Partei Eugen Richters einen Mann aufzuweisen, der nicht nur Kommissionszöllner sondern gleich Ueberzöllner ist. gwecke des Sammelns in die erwähnten Gastwirtschaften und zugleich in andre Gastwirtschaften eingedrungen sei. Nur in diesem Falle wäre er zu bestrafen, denn bei einer solchen Feststellung wäre anzunehmen, daß er zum Zwecke des Sammelns von Haus zu Haus gegangen und in die Häuser eingedrungen" sei. Staatsgefährliche Turnerei. Wegen Vergehens gegen die§§ 2 und 13 des Vereinsgefezes war der Schriftführer G. des polnischen Turnvereins Falle" zu Thorn in zweiter Instanz zu einer Geld strafe verurteilt worden, weil er den Eintritt von neuen Mitgliedern der Polizei nicht binnen drei Tagen angezeigt hatte. Das Landgericht erachtete den Verein für einen solchen, der auf öffentliche Angelegenheiten einwirken will, schon deshalb, weil er zum Verbande polnischer Socolvereine( Turnvereine) gehört. Für den Heimschen Antrag, den Minimalzoll für Gerste auf 6 Mark zu bemessen, hat nämlich auch der freisimmige Boltsparteiler Ritter, Vertreter des 7. Wahlkreises Merseburg munter gestimmt. Es ist doch ein Glück, daß Eugen Nichters Abstimmungsmodus ,, bon oben herab" angenommen worden ist, sonst hätte man vielleicht G. legte Revision ein und machte geltend, daß der Schriftführer niemals von dieser freisinnigen Unterströmung" erfahren. Nachdem nicht zu Borstehern" gemäß§ 2 des Vereinsgefeßes gehöre. Das Herr Ritter übrigens sein Heimsches Gerstenherz bekannt, scheint Kammergericht verwarf aber die Revision mit der Begründung, daß man ihn in Parteimassage genommen zu haben, wenigstens hat er der Verein" Falke" eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecke und daß G. als dauernder Schriftführer zum Vorstande, zu bei den folgenden Abstimmungen unentschuldigt gefehlt. Vorstehern" gehöre. Man begreift nach diesem Vorkommnis, warum der freifinnige Führer eine parlamentarische Taktik in der Zollfrage einschlägt, die Lediglich darauf berechnet ist, den Tarif durch Annahme aus der Welt zu schaffen.den Frankreich. Cochefert, der Chef der Kriminalpolizei, wurde vom Polizeipräfekten ermächtigt, gegen den„ Gaulois" wegen dessen Bes hauptung, daß Cochefert die Flucht der Familie Humbert begünstigt habe, die Verleumdungsflage anzustrengen. Dänemark. okt Ein liberaler Wahlfieg. Bei der Ergänzungswahl zum Folles thing in Stive auf Jutland wurde an Stelle des bisherigen moderaten Vertreters ein Liberaler, der Häusler Karl Hansen mit Die moderate Follethings 897 gegen 835 Stimmen gewählt. fraktion, die vor zehn Jahren noch 40 Mitglieder zählte, ist nun auf 13 zusammengeschrumpft. England. Des Königs Zug nach der City. London, 25. Oftober.( Eig. Ber.) Die Hauptstraßen der inneren Teile der britischen Metropole haben Festesschmuck angelegt. Die Geschäfte sind geschlossen, in vielen Fabriken ruht die Arbeit und die kleinbürgerlichen Elemente und Arbeitslosen schließen sich den verDie„ Frankfurter Zeitung" ist recht erbost über die ihr in Nr. 249 fchiedenen Soldatentrupps an, die ruhig und gemächlich nach dem Vorwärts" erteilte Antwort, und da fie fachlich nicht zu ant- Centrum der Stadt ziehen. Die Soldaten besetzen die Hauptworten weiß, schimpft sie über die litterarischen Gamins" des straßen, jedoch wird der Verkehr nicht abgesperrt. Fußgänger und Vorwärts", und erklärt, daß sie zwar um eine fachliche Erividerung Wagen bewegen sich ungestört, nur in langsamerem Tempo; Soldes " - " 1. Gewerkschaftliches. baten und Schutzleute machen ihnen bereitwilligst Platz. Der Gegen- Stuttgart Franz und Tauscher als Vertreter ihrer Partei, um im Das Hauptinteresse fonzentriert fich zur Zeit auf die Schäßung faz zwischen Royalismus und Volt ist nicht im geringsten sichtbar. Namen derselben mit den Eisenachern Frieden zu schließen. Dieser des am 1. Juli 1903 beginnenden Erntejahres 1903/1904. Während " Wir achten den König, der das Gesetz achtet", sang vor mehr als wurde auch erzielt durch Annahme folgender Punkte: noch vor einigen Wochen für 1903/04 auf vielen Seiten eine ähnlich einem Jahrhundert der englische Dichter Cowper. Das Ideal der( Eisenacher) werden zwar nicht als keiner Werbefferung mehr fähig hat infolge ganz ungewöhnlicher Fröfte im Staate Sao Paulo Die Organisation und das Programm der Partei große Ernte in Aussicht gestellt wurde, wie die des Jahres 1901/02, Nationalsocialen: Krone und Demokratie scheint hier verwirklicht zu sein. und bedürftig, aber doch als für die vereinigte Partei verbindlid; neuerlich eine pessimistische Auffassung die Oberhand gewonnen. Die Am Trafalgar Square ist eine Tribüne errichtet, wo der Präsident des angesehen. Londoner Grafschaftsrats, der modernsten Municipalverivaltig der Welt, neuesten Berichte lassen indessen darauf schließen, daß die ungünstigen 2. Das Eingehen des„ Proletarier" wird nicht durch die Ver- Nachrichten über den Verlust der halben oder ganzen Ernte in zahldem König eine Ergebenheitsadresse überreicht. Nur wenige Minuten einigung bedingt. Die Redaktion unterivirst sich gleich der des reichen Bezirken, wie schon oft, übertrieben waren, und es dürfte sich dauert die Scene. Der König geht weiter; sein Bestimmungsort ist Volksstaat" der Kontrolle des Ausschusses. Ein etivaiges Defizit empfehlen, gegenüber der spekulativen Ausnutzung jedes neu aufdie City, der Mittelpunkt der britischen Finanz. An der Grenze der des Blattes zu übernehmen ist die Partei nicht verpflichtet. tauchenden Moments eine vorsichtige Haltung zu bewahren. Einigers City wartet in mittelalterlicher Pracht der Lord Mayor und überFranz führte auch nach der Vereinigung die Redaktion des maßen bestimmte Ernteschätzungen für 1903/04 fönnen vor Dezember reicht als Zeichen der Huldigung dem König das Schwert, wenige Wochen später der Krieg mit Frankreich ausbrach und über " Proletarier" unter großen persönlichen Opfern weiter. Als dann kaum erwartet werden. das er bald wieder seinem ursprünglichen Besizer zurückgiebt. Mit die Küstenlande der Belagerungszustand erklärt und auf Grund des dem Lord Mayor an der Spize bewegt sich der Zug nach der selben für diese Teile Deutschlands der in Leipzig erscheinende Guildhall, der Halle der mittelalterlich- municipalen Gilden, wo der Voltsstaat" verboten wurde, empfahl die Parteileitung den Ge König bewirtet wird. Er fühlt sich hier wohler als am Trafalgar nossen den" Proletarier" als Ersak. Trok dieser Empfehlung ließ Square, in Gegenwart des Vertreters des Municipal- Socialismus. sich das Blatt nicht dauernd halten, und auf dem Parteifongreß in Zum Rohrlegerstreik. Die Unternehmer äußerten sich vers Die ganze Unlogik des modernen englischen Denkens, das Festhalten Dresden 1871 berichtete Theodor York namens des Ausschusses, daß schiedenen Streifenden gegenüber, sie beabsichtigen, sich erst nach dem an Formen, deren materielle Grundlagen längst entschwunden sind, der" Proletarier" wegen« pefuniärer Schwierigkeiten" einge- 1. November in Verhandlungen einzulaffen, weil sie hoffen, daß die offenbaren sich hier in seiner ganzen Komik. gangen sei." an diesem Termin fällige Mietezahlung die Arbeiter mürbe machen Und doch ist das englische Volk besonders stolz auf seinen Sinn für Humor, der nach werde. Diese Hoffnung dürfte sich jedoch als eitel erweisen. UnterTotenliste der Partei. In Dresden starb der Maurer Hartwig, dessen setzen die Unternehmer alle Hebel in Bewegung, um Arbeitstiefster britischer Ueberzeugung allen andren Nationen gänzlich fehlt. der sowohl in seiner Gewerkschaft wie in der Partei eine lebhafte fräfte zu gewinnen. Sie geben für ihre Arbeitswilligen jezt fogar Chamberlain reist nach Südafrika. Das Kolonialamt veröffentThätigkeit entfaltete und stets in der vordersten Reihe stand. auch schon rote Legitimationstarten aus, die, mit ihren FirmenDie Breslauer Genossen verloren einen wackeren Mit- stempel versehen, den vom Metallarbeiter- Werband verausgabten licht folgende Note: König Eduard hat folgenden Beschluß gebilligt: fämpfer in der Person des Steinmetzen Demort. Der Staatssekretär für die Kolonien wird sich demnächst nach Süd- storbene war, obwohl seit Jahren an der Berufskrankheit leidend. reicht werden, daß die Arbeitswilligen nicht als solche erkannt Der Ver- starten täuschend ähnlich sehen. Offenbar soll damit erafrika begeben, um an Ort und Stelle Fragen zu lösen, welche einer der thätigsten Genossen Breslaus und hat sowohl in der Partei werden. Zu den neuen Bedingungen arbeiten bis jetzt 752 Arbeiter infolge des Krieges aufgeworfen worden sind. Chamberlain hofft, wie in seiner Gewerkschaft verschiedene Vertrauensposten bekleidet. die Gelegenheit zu finden, mit den Vertretern in " Polizeiliches, Gerichtliches usw. Berlin und Umgegend. --bei 104 Firmen. Daraus ist ersichtlich, daß die größten Firmen jämtlicher in Frage stehenden Interessen in Verbindung zu treten und der Bewilligung noch am meisten abgeneigt sind, während die Mehreinen Meinungsaustausch über die befolgende Politik zahl der fleineren Betriebe die Forderungen anerkannt haben. Jede Handlung des Menschen" kann der Polizei Gelegenherbeizuführen. Der Kolonialminister beabsichtigt, England im heit zum Einschreiten geben, namentlich wenn der Mensch ein der Gas- und Wasser- Installateure sich in einer Versammlung am Nach einem Bericht der„ Voss. 8tg." hat die Freie Vereinigung November zu verlassen und im März wieder zurückzukehren. Er Socialdemokrat ist. In Königsberg wollte der Genosse J. Borchardt Sonnabend dahin ausgesprochen, daß Verhandlungen mit den wird die Kapkolonie, Natal, den Oranje- und Trans- einen wissenschaftlichen Vortrag halten. Kurz vor Beginn des Vor- Streifenden nicht von der Hand zu weisen seien, wenn günstige baal Staat besuchen. Die Morgenblätter fommentieren diese trages erschien ein Polizeibeamter und verlangte die Bescheinigung Bedingungen Note; die konservativen Organe billigen diese Maßregel und sind der über die Anmeldung der Versammling". Es wurde ihm bedeutet, werden können. für die Unternehmer natürlich erreicht Ansicht, daß dieselbe zur Beruhigung der Gemüter beitragen werde. daß es sich nicht um öffentliche Angelegenheiten, sondern um einen dingungen erreicht werden sollten, die Unternehmer nicht wieder Damit mun, wenn einmal solche günstigen BeDie liberalen Blätter meinen, diese Reise sei notwendig geworden wissenschaftlichen Vortrag handle. Nach längerem Verhandeln ließ durch streifende Arbeiter in ihren günstigen Verhältnissen gestört durch das Auftreten der intransigenten Loyalisten- Partei in Johannes- sich der Beamte herbei, den Beginn der Veranstaltung abzuwarten. werden können, würden es die Herren von der Freien Vereinigung burg und andren Orten, welche man dadurch zum Schweigen bringen Genosse Borchardt begann:„ Jede Handlung des Menschen" gern sehen, daß den Arbeitern das Streiten, oder doch wenigstens wolle. Ich löse die Versammlung auf!" sprach der Beamte und illustrierte die wirksame Durchführung von Streifs unmöglich gemacht werde. Asien. damit unfren Einleitungssatz. Am Schlusse des Berichts der„ Voss. Ztg." heißt es nämlich:„ Man nügenden Schuß gewähre, und sprach die Hoffnung aus, daß der war einig darin, daß der§ 153 der Gewerbeordnung keinen ge=' Reichstag in absehbarer Zeit den Paragraphen in einem den Interessen der Arbeitgeber genügenden Sinne ändern würde." Kein Grund vorhanden. Türkisch- englische Reibungen. Die Frankfurter Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Das britische Auswärtige Amt be- Erfurt, Redakteur unfres dortigen Parteiblattes, der erst vor Den Genossen Hennig in madridtigte sen türkischen Vertreter in London, daß, 12 Wochen nach fünfmonatiger Haft das Gefängnis verlassen hat wenn die Türkei die militärisch beseßten Positionen und nun schon wieder vier Monate abzubüßen hat, ist es verboten in der Zone der Tribus habucha bi nicht räume, die worden, im Gefängnis eine Zeitung zu lesen, weil„ kein Grund" indische Regierung ein Expeditionscorps nach den ab- dafür vorhanden ist. schicken werde, welches sich von dort nach den Positionen der unter englischem Schutze stehenden arabischen Tribus behufs Vertreibung der Türken begeben werde. Auch in der Audienz des englischen Botschafters gab dieser dem Sultan von der Absicht der englischen Regierung Kenntnis. Afrika. Kapstadt, 27. Oftober. 1100 schwarze Hafenarbeiter sind in den Ausstand getreten, weil ihnen das hiesige Hafenamt bekannt gab, daß die Löhne von 54 Bence auf 42 Bence herabgemindert werden. Die Schiffahrt erleidet hierdurch eine Stockung.Parteinachrichten. verhandelt werden. " " dne Aus Induftrie und Handel. Die Gesetzgebung sowohl wie die Rechtsprechung hat für die Interessen der Arbeiter bekanntlich schon so viel gethan, daß ihr zu thun fast nichts mehr übrig bleibt, und besonders der§ 153 der Gewerbeordnung dient den Interessen der Unternehmer in so hohem Maße, daß er das im§ 152 gewährleistete Stoalitionsrecht der Der Centralverband deutscher Industrieller macht mobil. Er Arbeiter zum großen Teil wieder aufhebt. Das hindert aber die hatte am 16. d. M. an die industriellen Kartelle und Syndikate, die Unternehmer nicht, noch weitere Beschränkungen der Arbeiterrechte ihm als Mitglieder angehören, eine Einladung zu einer Versammlung in einem den Interessen der Arbeitgeber genügenden Sinne" zu in Berlin am 31. d. W. gerichtet, um gegen die von den Kartell- verlangen. Genügend" wird diesen Leuten die Gesezgebung wohl gegnern geforderten gesetzgeberischen Eingriffe in das Kartellwesen erst dann sein, wenn sie das Streifen ohne Umschiveife verbietet., Stellung zu nehmen. Auf die inzwischen erfolgte Berufung von Das wird aber, dank der Wirksamkeit der Vertretung der ArbeiterSachverständigen zum 14. d. M. durch das Reichsamt des Innern flasse, doch nur ein frommer Wunsch bleiben. hat nun das Direktorium ein neues Einladungsschreiben an die " Kartelle hund Syndikate gesandt, in welchem es die Versammlung Die Arbeiter der Union"-Werke befaßten sich in einer Ver um 14 Tage verschiebt und zum 13. November, einen Tag vor sammlung am Sonntag wieder mit der Anordnung der Direktion, Beginn des Zusammentritts der Sachverständigen, einberuft. In laut welcher die Accordkolonnen ihre Hilfsarbeiter selbst bezahlen sollen. Eine Aussprache der Kommission mit dem Direktor hatte dem betreffenden Schreiben heißt es: Das Internationale Socialistische Bureau beruft zum 27. Des zember d. J. eine Sitzung des Internationalen Komitees nach Berufung der Sachverständigen, welche die Reichsregierung mit Accordkolonnen feien unter allen Umständen in der Lage, ihre EinDa in der Zwischenzeit seitens des Reichsamts des Innern die feinen Erfolg. Der Direktor war der Meinung, die größeren Brüffel ein. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Bericht ihrem Rate betreffe der Einleitung einer Enquete über das Startell- boler selbst bezahlen zu können, jedoch solle die Hilfsarbeiterfrage des Sekretärs; Der Kongreß von Amsterdam; Die internationale Politik. Weitere Punkte können auf Antrag der Partei- Organisationen wesen im Deutschen Reiche zur Seite stehen sollen, auf den 14. No- nicht dazu dienen, um Abzüge zu machen. Die Versammlung bevember erfolgt ist, so wird hierdurch die geplante Versamm- schloß, die Antwort des Direktors in den einzelnen Werks in Amsterdam abgehalten werden soll, wird mitgeteilt: Die Kosten im Hotel Kaiserhof, Berlin, Eingang von der Mohrenstraße, stattBezüglich des Internationalen Kongresses, der im nächsten Jahre lung vom 31. Oftober auf den 13. November verschoben. abteilungen durchzusprechen und daselbst auch über weitere MaßDieselbe wird Donnerstag den 13. November, nachmittags 22 Uhr, nahmen zu beraten. feien auf 6000 Frant zu veranschlagen; hierzu fönnten die holländiDeutsches Reich. schen Genossen nur etiva 1000 Frank aufbringen. Das Bureau finden." Der Weberstreit in Meerane. unterbreitet deshalb den Parteien den Vorschlag, daß jeder Dele- tann taum einen andern Zwed haben, als die„ Startellfreunde" sucht, eine Einigung zwischen Unternehmern und Arbeitern herbeis Die Verlegung des Versammlungstages auf den 13. November Wie man uns mitteilt, hat der Meeraner Bürgermeister vers gierte zu den Kongreß- Unkosten 10 Frank beizusteuern habe. unter den Sachverständigen und in der Regierung zur Vertretung zuführen. Allerdings stellte er so sonderbare Bedingungen( wahr Aus der Parteigeschichte. Genosse J. Auer widmet in der der Kartellinteressen nochmals anzuspornen. neuesten Nummer der Neuen Zeit" dem in New York verstorbenen scheinlich im Auftrage des Fabrikantenvereins), daß die Arbeiter Genossen Jakob Franz einen Nachruf, der cah parteigeschichtlich geteilt wird, beschloß der Aufsichtsrat der Generalversammlung, die Bürgermeister verlangte nämlich nichts mehr und nichts weniger, Brauerei Pfefferberg( vorm. Schneider u. Hillig). Wie uns mit es rundweg ablehnen mußten, darauf einzugehen. Der interessant ist. Auer schreibt: Außer in München zählte der Allgemeine Deutsche Arbeiter- auf den 3. Dezember einberufen werden soll, eine Dividende von als daß die einzelnen Arbeiter mit den einzelnen Arbeitgebern in verein damals in Bayern noh Mitgliedschaften in Augsburg, Würz- 14 Proz. vorzuschlagen. Auch im Vorjahr wurden 14 Proz. verteilt. einzelne Verhandlungen treten. Die Streitenden sind der Ansicht, burg, Hof und ein paar kleineren Orten, nie aber gelang es ihm, Die Großeinkaufs- Gesellschaft deutscher Konsumvereine erzielte daß dieser Vermittelungsvorschlag" nur Komödie sei, um die in den beiden Hauptorten der bahrischen Industrie, Nürnberg und im Monat September zum erstenmal einen Umsatz von über Ablehnung durch die Arbeiter dazu zu benutzen, die Unternehmer Fürth, sein Banner zu entfalten. Und cuch in München und Augs- zwei Millionen Mark. Nach den vorläufigen Feststellungen als die Friedenssucher hinzustellen, Bekanntlich waren es aber burg war der bayrische Partitularismus und die Abneigung gegen beträgt der Umsatz in dem genannten Monat 2 100 000 Mart. gerade die Arbeiter, die am Tage des Ausbruchs des Streits alles Preußische" in den Arbeiterkreisen noch so start vertreten, daß In dem gleichen Monat des Vorjahres wurden 1380 743. um fanten es ablehnten, ebenso wie sie später die Vermittelungsversuche das Gewerbegericht als Einigungsamt anriefen, indessen die Fabries sehr schwer hielt, dort das Vereinsorgan Socialdemokrat" in gefeßt. Die Steigerung des Umsatzes stellt sich demnach für den irgend nennenswerter Bahl einzuführen. Um diesem Uebelstand ab- Monat September gegenüber demjenigen des Vorjahrs auf 58 pt. des Fabrikinspektors abgelehnt haben. zuhelfen und die Agitation zu fördern, beschlossen die Münchencr Insgesamt beträgt der Umsatz vom 1. Januar bis 30. September Genossen im Einverständnis mit den Augsburger Freunden, ein dieses Jahres nach den bisherigen Feststellungen 14 340 000 m. gegen Polizei und Geistlichkeit gegen christliche Arbeiter. felbständiges socialdemokratisches Organ herauszugeben, tas fidh 9 538 000 m. in der gleichen Zeit des Vorjahres, eine Steigerung organisierten Textilarbeiter ausgesperrt, und zwar handelt es sich In Coesfeld in Westfalen sind seit einiger Zeit die christlich stritte an die Lassalleschen Lehren halten und für den Allgemeinen von über 50 Proz. Deutschen Arbeiterverein in Süddeutschland Propaganda machen darum, daß die jedenfalls auch sehr christlichen Fabrikanten follte. Die Redaktion dieses Blattes, das wöchentlich einmal erschien Die Direktion des Coatssyndikats teilt, der Rheinisch- Westfälisch. es auf die Beeinträchtigung des Koalitionsrechtes der christlichen und den Namen„ Proletarier" führte, wurde dem Genossen Franz Beitung" zufolge, mit, daß für November eine Produktionseinschränkung Textilarbeiter abgesehen haben. Die Polizei geht nun gegen die um übertragen. von 19 Proz. gegen 27 Broz. im Oktober erforderlich werden würde. ihr Koalitionsrecht kämpfenden Arbeiter in der bekannten Weise vor, Die Stämpfe innerhalb der deutschen socialdemokratischen Ar- Der formelle Beschluß hierüber soll in der nächsten Monatsversamm- die sie bei jedem Streit zu bethätigen pflegt. Den Streitposten beiterschaft, die sich auf der Generalversammlung des Allgemeinen lung gefaßt werden. werden alle möglichen Schwierigkeiten in den Weg gelegt, sie werden Deutschen Arbeitervereins in Barmen im April 1868 und dem Ver- Die Berlängerung des Siegerländer Roheisen- Syndikats soll nach fatholische Geistlichkeit hat bei dieser Gelegenheit wieder einmal ge von der Straße gewiesen und gelegentlich auch verhaftet. Auch die einstag deutscher Arbeiterbildungsvereine in Nürnberg im September Mitteilung der Köln. Volts- 8tg." noch unwahrscheinlich sein. Die desselben Jahres abspielten und 1869 zur Gründung der socialdemo- Birlenbacher Hütte, deren Verbleiben im Roheisen- Syndikat von den selbst wenn diese sich als eine chrichliche bezeichnet. Die Geistlichkeit zeigt, daß sie eine Feindin der gewerkschaftlichen Organisation ist, tratischen Arbeiterpartei auf dem Stongreß in Eisenach führten, meisten der bisherigen Mitglieder zur Bedingung der Verlängerung hat nämlich die Hergabe des Saales des katholischen Arbeitervereins gingen an den bayrischen Parteiverhältnissen ziemlich spurlos vor gemacht wurde, hat jest endgültig abgelehnt, dem Syndikat beizutreten. u Bersammlungen der Ausgesperrten verweigert mit der Bea über. Der Proletarier" und seine Leiter hielten fest an der Die nächste Folge dürfte sein, daß auch die Agnesenhütte in Aiger, gründung, daß der katholische Arbeiterverein besonders in den wirtLassalleschen Lehre und Organisation und auch in Nürnberg- Fürth die bisher nicht im Syndikat war, aber nicht abgeneigt schien, sich schaftlichen Kämpfen strengste Neutralität zu beobachten habe. Auf schlossen sich nur fleine Fähnlein, die sich von den Arbeiter- Bildungs- der Vereinigung anzuschließen, den Beitritt ablehnen wird. Kommt diese Weise ist den Ausgesperrten das Abhalten von Versammlungen bereinen loslöften, der neuen in Eisenach gegründeten Partei an. bis Ende Oktober keine Einigung mehr zu stande, können die bis- unmöglich gemacht. Also die Unternehmer beabsichtigen, den Ars Dieser Zustand der Ruhe sollte durch das persönliche Eingreifen herigen Syndikatsmitglieder ihr Noheisen für 1903 nach Belieben beitern das Koalitionsrecht zu rauben und die Geistlichkeit kommt des Dr. v. Schweizer gestört werden. Schweizer hatte, um die freihändig verkaufen. Wirkungen der Eisenacher Parteibildung zu paralysieren, eine große ihnen dabei zu Hilfe, indem sie den Arbeitern auch noch die AusAgitationstour unternommen, in deren Verlauf er auch nach Süd- Raffeespekulationen. Die Meldungen über starte Beschädigungen übung des Versammlungsrechts unmöglich macht, ohne welches die deutschland, speciell nach Augsburg und München fam. Herrn der brasilianischen Kaffeepflanzungen, die im August von Rio Arbeiter ihren berechtigten Stampf natürlich nicht führen können. b. Schweizer, dem starren Centralisten, war das besondere Preß- de Janeiro und Bahia eiuliefen und an der Hamburger Staffeebörse Dieser Fall zeigt wieder einmal, daß die Geistlichkeit sich immer auf organ der bayrischen Genossen ein Dorn im Auge. Er verlangte, eine Hausse in Ntio- und Santos- Kaffee hervorriefen, stellen sich nach die Seite der Unternehmer stellt, wenn die Arbeiter für ihre Interdaß das Erscheinen desselben eingestellt werde, da nur eine Organis einem Bericht des deutschen Konsulats thatsächlich, wie wir schon da- effen kämpfen, und daß es deshalb eine Thorheit ist, wenn die sation und ein Preßorgan egiftieren dürfe. Dieses Verlangen mals annahmen, als spekulatives Manöver heraus. Es heißt in dem fatholischen Arbeiter glauben, ihre wirtschaftlichen Angelegenheiten Tehnten die Augsburger wie die Münchener Genossen einstimmig ab, betreffenden Bericht: in besonderen christlichen Organisationen vertreten zu müssen. trotz der Drohung Schweizers, daß er andernfalls die sämtlichen füddeutschen Mitgliedschaften opfern werde. Ausland. " Im Erntejahr 1902/08, welches am 1. Juli d. J. seinen Anfang genommen hat, wurden bis zum 29. August 1902 in Rio de Damit war der Bruch zwischen Berlin und den bayrischen Ge- Janeiro( einschließlich des Transitverkehrs) 942 771 Säcke und in Ernenter Streit der Landarbeiter in Galizien. Der Neuen nossen vollzogen. Santos 1818 187, zusammen also 2 760 958 Säde angefahren. Die Freien Presse" wird aus Lemberg gemeldet: Die ruthenischen Die letzteren beriefen nun unter der Führung von Franz, Neff Kaffeevorräte in beiden Häfen beliefen sich an diesem Tage auf Bauern haben jetzt bei Beginn der Kartoffelernte den Ausstand und Tauscher, der damals an der Spike der Augsburger Genossen 1910 008 Säde gegen 1435 037 Säcke an dem entsprechenden Tage wieder aufgenommen und weigern sich, bei den Großgrundbefizern stand, zum 23. Januar 1870 einen besonderen Arbeiterfongreß nach des Jahres 1901. Die Kaffeeverladungen betrugen in Rio de in Arbeit zu treten. Augsburg( Stiftsgarten) ein, auf dem nach längeren Debatten die Janeiro 848 673 Säde und in Santos 1484 911 Säde, in beiden die sogenannte Säfen zusammen also 2 333 584 Säcke. Die Kaffeeausfuhr umfaßte Der Streik der Heizer des öftreichischen Lloyd endete mit Bildung einer neuen socialdemokratischen Partei Das Arbeitsvers bierte Fraktion beschlossen wurde. Genosse Bebel, der vom Braun- bis zum 29. August 1902 in Rio de Janeiro 816 049 Säde und in einem Siege der Ausständigen. schweiger Ausschuß gesandt war, um eine Vermittelung mit den Santos 1493 980 Säde, zusammen also 2310 029 Säde gegen mittlungsamt wurde von der Lloydverwaltung anerkannt. Enta Eisenachern anzubahnen, erreichte seinen Zweck nicht. 2 462 732 Gäde am entsprechenden Tage des Vorjahres. lassungen werden nicht vorgenommen. Der Ausgang des Streiks, Die neue Partei hat nie außerhalb der Grenzen Bayerns Die Anfünfte in Nio und Santos sind in den besonders der der musterhaften Solidarität, besonders der Matrosen, zu Boden zu fassen vermocht, und damit war ihr dauernder Bestand wichtigen Monaten Juli und August nur um etwa 1/2 Million Säcke danken ist, erregt überall in der Stadt Triest die lebhafteste bon vornherein ausgeschlossen. gegenüber denjenigen im entsprechenden Zeitraum des ganz außer Befriedigung. ordentlich ertragreichen Vorjahres zurückgeblieben. Die Annahme, daß im Erntejahr 1902/03 in beiden Häfen 9 bis 10 Millionen Säcke eingehen werden, findet daher mehr und mehr Anhänger. Die Bereinigungsverhandlungen wurden deshalb auch nach ihrem anfänglichen Scheitern fortgesetzt und fünf Monate später er chienen auf dem Kongreß der socialdemokratischen Arbeiterpartet in Die Kellner der Pariser Cafés und Restaurants find in eine Bewegung eingetreten, um die Beseitigung der Unfitte durchzusetzen, Iwonach die Angestellten den Unternehmern nicht bloß für das ganze gerbrochene und fehlende Inventar aufzukommen haben, sondern auch noch für die Erlaubnis, arbeiten zu dürfen, eine gewisse Pacht zahlen müssen. stimmumgen des Handelsgesetzbuchs bezog, dagegen ist der Antrag Vom Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend erhalten wir des Angeklagten Heinicke bezüglich seiner Verurteilung wegen folgende Buschrift: In dem Bericht über die Parteiversammlung Betruges abgelehnt worden. Gegen Dr. Haase war im Urteil geltend des 5. Wahlkreises vom 23. Oftober, wo Genosse Liepmann den gemacht worden, er habe in der mündlichen Verhandlug zugegeben, die an- Thätigkeitsbericht der Vertrauensleute gab, wird u. a. erwähnt: Kampf um das Koalitionsrecht in Dänemark. Der Direktor geblich zur Aufbewahrung erhaltenen 25000 M. Gründungskapital dem- Zu dem Fall Gubela, mit dem sich die Vertrauensleute beſchäftigten, Brand von Det forenede Dampskibseltab macht jetzt in Horsens in nächst mit seinem eignen Gelde vermischt zu haben. Hieraus folge am fonne er( Liepmann) mitteilen, daß das Gewerkschaftskartel, welches Gemeinschaft mit der dortigen Handwerkervereinigung den Verfuch, unzweideutigsten die Schein- Natur der ganzen Manipulation. Die fich erst nicht bei dem Beschlusse der Vertrauensleute beruhigen eine Hafenarbeiter- Bunft zu bilden, der das Löschen und Laden der sämtlichen Verteidiger, die bei der Verhandlung mitgewirkt hatten, wollte, fich jetzt deren Gründe zu eigen gemacht habe". Demgegenüber Schiffe als ein Monopol übertragen werden sollen. Die Hafen- überreichten dem Justizminister eidesstattliche Verhabe ich richtig zu stellen, daß das Kartell nicht entfernt daran denkt, arbeiter sollen dadurch gezwungen werden, aus ihrem Fachverein sicherungen, worin sie erklärten, daß Dr. Haase niemals die Gründe der Vertrauensleute bezw. die Beweisführung, welche zu auszutreten. Die Arbeiterschaft von Horsens hat am Dienstag in ein solches Geständnis abgegeben und auch schon bei dem fulminanten Beschluß geführt haben, ohne gefragt oder gehört einer von etwa 1400 Personen besuchten Versammlung gegen diesen den Vorbereitungen mit ihnen ſtets betont habe, daß worden zu sein, sich anzupassen. Nur die vom Kartell angebahnte gesondert aufbewahrt hätte. nicht mit dem feinigen vermischt, sondern Bermittelung, betreffend eine nochmalige Sitzung unter Hin Seitens des Justizministers war zuziehung aller in Betracht kommenden Zeugen, einschließlich des über diesen Buntt auch noch bei den übrigen, an der Verhandlung startellausschusses, mußte auf Grund der ablehnenden Antwort als beteiligten Personen direkte Ermittelungen angestellt. Die An- gescheitert und somit für das Kartell als erledigt angesehen werden. geklagten behaupten, daß der Thatbestand des Urteils, insoweit er Daraus kann aber Genoffe Liepmann unmöglich folgern, das Kartell Sieſes angebliche Geständnis des Dr. Haase enthält, nicht den that hätte sich die Gründe der Vertrauensleute zu eigen gemacht. fächlichen Vorgängen der Verhandlung entsprochen habe. Angriff auf das Vereinigungsrecht der Arbeiter protestiert. In Odense wird derselbe Verfuch zur Knebelung der Arbeiter von der Handelsvereinigung gemacht. Troßdem hier die Organisation der Hafenarbeiter den Wünschen der Unternehmer aufs äußerste entgegengekommen ist, beſtehen dieſe doch darauf, daß eine Yokale, von andern Vereinigungen unabhängige Hafenarbeiter- Bunft" gebildet werde, die ganz unter der Obhut der Unternehmer stehen foll. Sociales. Arbeiterschutz. Für die Einrichtung und den Betrieb der Noßhaarspinnereien, Haar- und Borstenzurichtereien sowie der Bürsten- und Binsel machereien hat der Bundesrat eine neue Verordnung erlassen, die am 1. Januar 1903 in Straft tritt an Stelle der Verordnung vom 28. Januar 1899. Die Veränderungen gegen die bisherigen Vorschriften find jedoch sehr unwesentlich, insbesondere ist an dem Desinfektionsverfahren nichts geändert. Neu ist, daß auch Ziegenhaare unter die Vorschriften fallen. Dann ist die Bestimmung des§ 6 beseitigt, wonach das Verbot der Verwendung jugendlicher Arbeiter beschränkt war bis zum 1. April 1909. Das Verbot gilt nunmehr ohne Zeitbeschränkung. Ferner ist beseitigt die einschränkende Bestimmung in§ 9, wonod die Vorräte an nicht desinfiziertem Material auch in dichten Behältern" aufbewahrt werden durften; fie müssen jezt unbedingt in besonderen Räumen aufbewahrt werden. Es ist noch hinzugefügt, daß diese Vorräte in die betreffenden Räume nur auf solchen Zugängen und Treppen hinein- oder aus ihnen herausgebracht werden dürfen, die von den mit der Bearbeitung desinfizierten Materials Zugängen und Treppen desinfiziertes Material nicht befördert beschäftigten Arbeitern nicht benutzt werden. Es darf auf diesen werden. Im übrigen stimmt die Verordnung mit der alten überein. M Bewegung der Bevölkerung im Deutschen Reiche. Der Reichs Anzeiger" veröffentlicht eine neue Bearbeitung der letzten Volkszählung durch das kaiserl. Statistische Amt nach der Gebürtigkeit der Bevölkerung. Unter den 56 367 178 Ein wohnern des Reiches waren 55 529 229 im Reiche geboren. Unter den im Reiche Geborenen waren 7 999 332, die sich am Zählungstage nicht in einer der preußischen Provingen oder in einem der bayrischen Regierungsbezirke oder andern Bundesstaaten aufhielten, in denen sie geboren waren. Die größte Bewegung wiesen natürlich die Großstädte( über 100 000 Einwohner) auf, die besonders nachgewiesen werden. Diese 33 Städte( mit Ausnahme von Berlin) hatten zusammen 9 120 280 Einwohner, davon 8 903 161 im Reiche geboren. Unter diesen aber waren, die 33 Städte als Ganzes behandelt, 4547 616 zugezogen, das ist mehr als die Hälfte, die danach in kleineren Orten geboren waren. Die Städte einzeln behandelt, so daß auch die aus einer Großstadt in die andre Verzogenen dazugezählt sind, wiesen nur wenig mehr zugezogene, nämlich 4 954 773 auf. Die über große Mehrzahl der in die Großstädte Zugezogenen stammt danach aus fleineren Orten. Aus den Großstädten weggezogen in kleinere Orte waren mur 1 032 005 Personen. Werden auch die innerhalb der Großstädte Verzogenen hinzugerechnet, so haben die Großstädte im ganzen 1439 162 Weggezogene. Die Differenz zwischen den beiden großen und den beiden kleineren Zahlen ist gleich; sie ergiebt mit nur 407 157 die Zahl der innerhalb der Großstädte Verzogenen. Es ergiebt sich daraus, daß der Austausch der Bevölkerung zwischen den Großstädten recht gering ist; er beträgt noch keine 5 Proz. Berlin ist ein eigner Verwaltungsbezirk und deshalb besonders behandelt. Es wies unter seiner Gesamtbevölkerung von 1 888 848 im gangen 1849 103 reichsbürtige Personen auf; darunter jedoch nur 772 784 in Berlin geborene, so daß also der größere Teil der Einwohner Berlins außerhalb der Stadt geboren war. Geborene Berliner außerhalb Berlins wurden 275 370 ermittelt. Den größten Verlust durch Weggezogene gegenüber den Zugezogenen, soweit sie sich noch innerhalb des Reiches aufhielten, hatte die Provinz Ostpreußen mit 451 916 Personen. er das Geld teilen. Aus der Frauenbewegung. Jonny Hinrich fen. Wir werden seiner Zeit das Ergebnis der Verhandlungen mitDie Schlächtergesellen Berlins nahmen in einer am Donnerstag, Wegen Beleidigung des Musikschriftstellers Dr. Erich Urban ist den 23. d. W., abgehaltenen öffentlichen Versammlung Stellung zur wiedererrichtung der unentgeltlichen Arbeitsgestern der Schriftsteller und Kritifer Prof. Dr. Krebs vom vermittelung und zur Einführung des 12stündigen Schöffengericht zu fünf Mark Geldstrafe verurteilt worden. Professor Arbeitstages. Das einleitende Referat zu beiden Punkten hielt Krebs hatte im„ Tag" eine Broschüre des Klägers Strauß fonter Verbandsvorsitzender P. Hensel. In seinen Ausführungen wies Wagner" getadelt und dabei behauptet, Herr Urban schreibe, um seine er unter andrem auf die Arbeitsvermittelung in früheren Jahren hin. schlechten Finanzen aufzubessern. In diesem Ausdruck wurde vom Ferner erklärte er, daß der Ausbeutung der Notlage der arbeitsGericht eine Beleidigung gefunden. lofen Schlächtergesellen, durch strupellose private Stellenvermittler, noch immer feine zulängliche Beschränkung auferlegt sei, denn auch heute betreibe diese Art Menschenverschacherer ihre Geschäfte in Gastwirtschaften und an öffentlichen Orten, trotz des gesetzlichen Verbotes. Mit Ueber die Wohnungsfrage sprach am 20. Oftober Herr Hugo dem Arbeitsnachweis der Innung steht es ähnlich so. Trotz verschiedener Heymann im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. guter Beispiele andrer deutscher Fleischerimmungen, in Bezug In der dem Vortrage folgenden Diskussion trat Herr Damaschte für auf die Einführung der Unentgeltlichkeit bei der Stellenvermittelung, die privaten Baugenossenschaften und mit den befannten Gründen laffe sich die Berliner Fleischerinnung noch immer 1 bis 3 Mark gegen den Bau von Wohnhäusern durch die Gemeinde auf. Ihm pro Stelle bezahlen. Auch die Behandlung durch den neuen Sprech Der Referent frat Fräulein Baader entgegen und auch der Referent ging in seinem meister lasse sehr viel zu wünschen übrig. empfahl, die einzelnen Meister durch ein Rundschreiben zur Schlußwort ausführlich auf Damaschtes Einwände ein. Der nächste Vereinsabend findet Montag, den 3. November, Stellungnahme zum unentgeltlichen Arbeitsnachweis zu vers anlassen und die Antworten dann in der Lokalpresse abends 129 Uhr, in den Arminhallen statt. Frau Lily Braun wird bekannt zu geben. Nach einer sehr ausgedehnten Diskussion wurde über die Entwicklungstendenzen der Frauenarbeit“ referieren. beschloffen, daß der unentgeltliche Arbeitsnachweis des CentralRigdorf. Vortrag des Genossen Davidsohn über Emile Zola und Bericht und Neuwahl der weiblichen Vertrauensperson für berbandes so bald als möglich wieder errichtet und nach dem Bureau Rigdorf, stand auf der Tagesordnung einer namentlich von Frauen Beim nächsten Punkt, Einführung des 12 stündigen Arbeitsdes Verbandes, Dragonersir. 15, verlegt werden soll. gut besuchten Voltsversammlung am 21. Oktober. Nach dem Vortrage gab die Vertrauensperson ihren Bericht für tages, wurden die Schäden der übermäßig ausgedehnten Arbeitszeit näher erörtert und besonders darauf aufmerksam ges das Jahr 1901/02. Es fanden im letzten Jahre 5 Versammlungen macht, daß zur Zeit, ungeachtet der großen Arbeitslosigkeit, und 2 Distuffionsabende statt. Die Abrechnung ergab folgendes noch in vielen Werkstätten 15, 18 und hier und da an einigen Tagen Resultat: Einnahme 150,68 M., Ausgabe 146,90 M., bleibt Bestand selbst 20 Stunden täglich gearbeitet wird. Nachdem hierüber gleich3,78 Mart. Auf Antrag der Revisorin wurde die Vertrauens- falls eine ausgiebige Debatte stattgefunden hatte, wurde der Beschluß person entlastet. das e Mits Als Vertrauenspersonen wurden neugewählt Frau Jeeße und gefaßt, den Reichtag und Bundesrat mittels einer näher zu be Frau Mohr. As Nevisorinnen die Genoffinnen Quitt, Lang, Haber gründenden Belition nochmals um baldigste reichsgesetzliche Regelung Arbeitszeit der Schlächtergesellen anzugehen. und Kramer. Jm Verschiedenen wiesen Genoffin Jeeße und Genosse Böske Friedrichshagen. Am 18. Oftober hielt der Arbeiter- Bildungss auf die Wichtigkeit der Mithilfe der Frauen und Mädchen im Be- berein eine Mitgliederversammlung ab, in welcher Grauer- Lichten freiungskampfe des Proletariats hin. Die Frauen, welche am berg den Bericht vom Münchener Parteitag gab. Die Versammlung Sodann Sonntag bei der Flugblattverbreitung helfen wollen, können sich. in erklärte sich mit den Beschlüssen desselben einverstanden. ihrem Bezirk melden. Der nächste Diskussionsabend findet am gab der Vertrauensmann Sonnenburg seinen Jahresbericht. Die Dienstag, den 4. November statt. Einnahme betrug 486,75 m., die Ausgabe 404,50 M., es bleibt Am Dienstag tagte bei Mercier, Steinmetzstr. 113, eine gut be- Bestand 82,25 M. Der Vertrauensmann wurde entlastet. Die besuchte Generalversammlung des Frauen- und Mädchen- Bildungs- Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: Zum Vertrauensmann wurde vereins, in welcher ein neues, vom Borstand ausgearbeitetes Statut Sonnenburg einstimmig wiedergewählt, fein Stellvertreter ist Paul beraten und angenommen wurde. Gleichzeitig wurde beschlossen, Köhler. Revisoren sind Kluge, Kramm, Langnickel, Bahn. daß der Verein von nun an den Namen: Verein gewerblich thätiger glieder der Lokalkommission sind Leischner, Hübner, H. Schözau. Frauen und Mädchen für Rigdorf und Umgegend" tragen soll. Ferner Bur Kreiskonferenz wurden delegiert Bahn, Schözan, Radite. fand die Neuwahl einiger Vorstandsmitglieder statt, bei welcher Frau Reinickendorf. Am 22. Oftober hielt der Wahlverein seine Schlöffel als Schriftführerin, Frau Möchel und Frau Ernst als ordentliche General- Versammlung ab, in der der Genosse Körst en Beisigerinnen und Frau Waschkowsky und Frau Beier zur Vornahme über Gewerbegerichtswahlen referierte. Nach beendeter Diskussion ers. der Revision gewählt wurden. Unfre nächste Versammlung findet ſtattete der Vertrauensmann OHI Bericht über seine Thätigkeit, am 16. November, nachmittags um 31½ Uhr, bei Herrn Thiele, Berg- worauf er ſein Amt niederlegte. Der Vorsitzende Schuhmacher straße 151/152, statt. Nachdem geselliges Beiſammenſein. wurde als Vertrauensmann gewählt und dem Kaifierer Leonhardt I die Besorgung der finanziellen Angelegenheiten übertragen. In die Lokalfommission wurde Lorenz II, Herms, Gorsch und Wallstein gewählt. Zu Delegierien zur nächsten Kreistonferenz wurden ers nannt die Genossen Theil, Schüler, Spikler und Leonhardt I. Die bestehende Beschwerdekommission wurde aufgelöst. ads Joplin iom Verfammlungen. Strelom die auss Der Wahlverein für den ersten Reichstags- Wahlkreis hielt am Donnerstag bei Miegel, Stralauerstraße, seine General- Versammlung ab. Dem Bericht des Vorstandes, den der Vorsitzende Egge er Friedrichsfelde." In der Generalversammlung des socialdemo stattete, war zu entnehmen, daß der Verein im verflossenen Halbjahr fratischen Wahlvereins gab Genosse Grauer den Bericht vom an Mitgliedern zugenommen hat. Nach dem Vericht des Kassierers Parteitag. Der Bericht des Vertrauensmanns ergab eine Ein Bittner betrugen die Einnahmen einschließlich des alten Bestandes nahme von 168,35 M., eine Ausgabe von 130,63 M., bleibt Bestand von 210,87. insgesamt 621,77 W., die Ausgaben, darunter 37,72 M. Der Kassenbericht ergab eine Einnahme von 105,27 M., Eine allgemeine deutsche Streifklausel verlangen die Felisch- 100 M. für Agitation, 236,60 M., so daß ein Bestand von 385,17 eine Ausgabe von 94,90., bleibt Bestand 10,37 M. Als VerSodann wurde trauensmann Für wurde Pinseler wiedergewählt. Der Kassierer wurde entlastet. Leute. Zu der im November stattfindenden 4. Generalversammlung Mart verbleibt. des Deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe ist folgender beschlossen, von dem Bestand dem Vertrauensmann 300 M. zu über- gefchiedenen Vorstandsmitglieder wurden Gronwald, erster Vorsitzender, Antrag eingebracht: Die Versammlung wolle beschließen, den Vor- weisen. Die Neuwahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: Strüger erster Saffierer, Schröder zweiter Schriftführer, zu Beisigern stand zu beaufiragen, bei allen Bundesregierungen des Deutschen Guttmann erster, zweiter Vorsitzender; Thrakowski und Wittmann gewählt. Als Revisoren wurden Brumt, Reiches um sofortige Einführung einer präcifierten Streifflanfel in Reichardt erster, Sommer zweiter Schriftführer, Bittner Tyratowski und Tabbert gewählt. Ein Antrag Pinseler, die Abdie Bauverträge vorstellig zu werden und diese Forderung mit dem erster, 2in de zweiter Kassierer; Jahnke Beisizer; Haase und führungen der Einnahmen an den Kreis von 20 auf 30 Proz. zu Hinweis auf die im Jahre 1902 seitens der Arbeitnehmer im Bau- Dressel Revisoren. Als Abteilungsführer tourden bestätigt die erhöhen, wurde einstimmig angenommen. gewerbe verhängten Sperren und Streits zu begründen." Genossen: Arndt, Diesler, Petermann, Schwabedal, Versammlung des Wahlvereins statt. Vor Eintritt in die Tagess Die Folgen der Kreuznacher That. Der außerordentliche Ver- Seibler und Strehl. Hierauf referierte 2 an to to über die Stralan. Am 19. d. M. fand im Lokale von Gursch die General bandstag thüringischer Konsumvereine nahm am Sonntag nach Entwicklung Frankreichs vom 16. bis gegen Ende des 18. Jahr ordnung ehrte die Versammlung durch Erheben von den Bläßen das mehrstündiger, äußerst lebhafter Debatte, an der sich auch der Ge- hunderts. Eine Diskussion über den interessanten, sehr beifällig auf Andenken unires verstorbenen Genossen Theodor Metzner. Sodann nossenschaftsanwalt Dr. Grüger beteiligte, gegen 3 Stimmen folgende genommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Unter" Verschiedenes" erstattete Grauer Bericht vom Parteitage. Die Versammlung er= Resolution an:" Der Verbandstag Thüringer Konsumvereine miß forderte Oppel zur regen Agitation für die Partei und zur Be flärte sich mit den in München gefaßten Beschlüssen einverstanden. billigt aufs schärffte den zu unrecht erfolgten Ausschluß der 96 Son- teiligung an der am Sonntag stattfindenden Flugblattverteilung auf. Der Vierteljahresbericht des Staffierers ergab eine Einnahme von fumbereine aus dem Allgemeinen Verbande und erklärt sich mit den Außerdem macht er bekannt, daß am Sonntag, den 2. November, 233,51 M., eine Ausgabe von 110,80 m. und einen Bestand von Ausgeschlossenen solidarisch." Sodann wurde der Austritt aus dem vormittags 11 1hr eine Urania- Borstellung und am 11. November 122,71 m. Die Zahl der Mitglieder beträgt in Stralau 127 und in Allgemeinen Verbande mit 96 gegen 6 Stimmen beschlossen. Der eine Versammlung bei Cohn, Beuthstraße, stattfindet. Bom Genossen Herzfelde 52. Aus dem Jahresbericht des Vertrauensmannes war zu ausgetretene Unterverband soll bis auf weiteres als Revisionsverband Werner wurde sodann auf die mißlichen Lokalverhältnisse in ersehen, daß einer Einnahme von 897,81 M. eine Ausgabe von fortbestehen. Als Verbandsdirektor wurde hebestrebt Zeiß Badmannsluft hingewiesen und von ihm der Vorschlag gemacht, um 400,41 m. gegenübersteht. Der Kassierer sowie der Vertrauensmann die dortigen Parteigenossen in der Lokalfrage zu unterſtüßen, feitens wurden entlastet. Bei den hierauf vollzogenen Neuwahlen wurde gewählt. Zur Propaganda für das Genossenschaftswesens hat ein hier des Vereins eine Herrenpartie nach dem Lokal von A. Kuhn" Zum Sänisch zum Vertrauensmann, Krumm als Vorsitzender, Ferdinand bestehender Verein für sociales Genossenschaftswesen" eine Agi- Schweizerhäuschen" zu veranstalten. Dem Vorstande wurde es über- schendorf als Kassierer, Th. Halwaß als Schriftführer, die Ges nossen Alb. Zander, Chr. Gundlach und Br. Halwaß als Revisoren tationstommission gebildet. Die Kommission( Lily Braun, Paul laffen, den Vorschlag in Erwägung zu ziehen. Göhre, Mar Hoppe, Fanny Jmle, Ernst Toft) will hauptsächlich Der christliche Holzarbeiter- Verband hatte Sonnabend eine gewählt. Die Lokalkommission besteht aus den Genossen Franz Vorträge vermitteln über alle giveige des Genossenschaftswesens, öffentliche Versammlung nach den Arminhallen einberufen, in der Aschendorf, Wilh. Beyer und Th. Halwaß. Als Delegierte zur " Konsum-, Bau-, Haushaltungs-, Kredit-, landwirtschaftliche und auch Mitglieder des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes anwesend Streiskonferenz wurden Krumm, F. Aschendorf und Th. Halwaß geandre Genossenschaften" und fordert Genossenschaften, Volfs waren. Den Christlichen war es wohl hauptsächlich darum zu thun, wählt. bildungs-, Handwerker- und Frauenvereine, vor allem aber ihr von uns mehrfach gekennzeichnetes unsolidarisches Verhalten bei Zache zu rechtfertigen. Der " auch die beruflichen Arbeitervereinigungen aller nichtungen" dem Streit in der Tischlerei von Badge und Depeschen. auf, fich bei Bedarf an ihren Schriftführer, Herrn May Hoppe. Rechtfertigungsversuch gelang allerdings nicht, vielmehr zeigten Letzte Nachrichten Spenerstr. 23, zu wenden. Gerichts- Zeitung. Unterhaus. die Ausführungen der Leiter der christlichen Organisation flar und deutlich, daß man von ihrer Seite auch bei zukünftigen London, 27. Oftober.( 2. T. V.) Kolonialminifter Fällen dasselbe unsolidarische Benehmen zu erwarten hat, welches fie beim Bacheichen Streit bewiesen haben. Neues wurde über die Chamberlain erklärt, von der zur Wiederansiedelung der Boeren auf ihren Farmen bewilligten Summe von drei Angelegenheit in der Zacheschen Werkstatt nicht vorgebracht. Be- Millionen Pfund Sterling sei kein Teilbetrag dazu verwendet worden, Der Heliosprozeß hat gestern vor der ersten Straffammer hier züglich der Inserate in der„ Germania" und der Märkischen triegsgefangene Boeren nach Südafrika guriidzubringen. Finanzfelbst seinen Anfang genommen. Als Gründer der Gesellschaft waren Bolkszeitung", durch welche Streitbrecher für Zache gesucht wurden, sekretär des Kriegsamts, Lord Stanley, teilt mit, baß etwa 13 000 im Februar d. J. eine Anzahl Personen von derselben Straffammer stellte sich heraus, daß nicht Hammling, sondern ein andrer Boeren nach Afrita zurückgebracht seien. Es seien Maßnahmen gewegen Betruges resp. Bergehens gegen§ 249a Biffer 1 des christlicher Holzarbeiter dieselben veranlaßt hat. steht troffen, um 7000 Gefangene von Judien und Ceylon vor Ablauf dieses berurteilt worden und zwar bie An also nunmehr sest, daß die Werbung von Streitbrechern Handelsgesetzbuchs geklagten Heinicke zu 6 Monaten Gefängnis und 1500 W. thatsächlich von christlicher Seite ins Werf gefekt worden ist. Der Jahres in die Heimat zu befördern. Der Rest der gefangenen Geldstrafe, Rieß und Gareis zu 300 W. Geldstrafe, Richter zufällig" anwesende Herr Kurtscheid aus Köln juchte das Verhalten Boeren werde bald darauf zurückgesandt werden, falls sie den Treuau 2 Monaten Gefängnis und 300 M. Geldstrafe, Dr. Haase der Christlichen zu rechtferligen, indem er sagte:„ Wir haben teine zu 4 Monaten Gefängnis und 10 000 M. Geldstrafe, Schumann und Ursache, wenn Sie sich was einbrocken, daß wir dieses ausfressen. Budapest, 27. Oktober.( W. T. B.) Ministerpräsident b. Sze!! Mehlich zu je 500 M. Geldstrafe. Die gegen das erste Urteil ein- Wir pochen auf unsre Selbständigkeit und werden werden in äußerte im Finanzausschuß in Bezug auf den Ausgleich, er ſei so handeln, denn sie brauchen uns bei nicht in der Lage erklären zu können, daß der Ausgleich Wenn er, der gelegte Revision ist vom Reichsgericht zurückgewiesen worden. Bei Zukunft wieder Der Begnadigungsfrage war dann, wie feiner Beit mitgeteilt wurde, den stattfindenden Lohntämpfen." Mit andren Worten heißt das, denmächst sicher zu stande tommen werde. Wenn durch ein Reſtript des Justizministers, welcher in dieser Sache die Christlichen werden den Streikbruch auch bei späteren Vor- Minister, von den Rechten des Landes etwas hätte nachlassen wollen, bem Kaiser Vortrag gehalten hatte, den Angeklagten anheim tommnissen gut heißen. Die Versammlung nahm folgende Resolution wäre der Ausgleich vielleicht schon zu stande gekommen. gestellt, die Wiederaufnahme zu betreiben. Der Antrag auf an:„ Die heutige Tischler- Versammlung erklärt, nachdem sie die ver- tönne sich selbst in vertraulicher Weise nicht äußern, weil die Ver Wiederaufnahme- Verfahren wurde von der Straffammer abgelehnt, schiedenen Ansichten gehört hat, daß der Christliche Holzarbeiter- handlungen weder beendet, noch abgebrochen seien, Thatsache set das Kammergericht hat dann am 7. Juni 1902 dem Wiederaufnahme- Verband die Pflicht hat, die Arbeitswilligen bei Bache heraus- aber, daß über viele Fragen schon ein Einverständnis erzielt worden sei.us Antrage stattgegeben, soweit er sich auf die Verlegungen der Be- zuziehen, resp. biefelben aus ihrem Verbande auszuschließen." eid leisten. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druď u. Verlaa: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanſtalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. On morta Nr. 252. 19. Jahrgang. asian 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 28. Oktober 1902, Reichstag. s Hierzu liegen eine Reihe neuer Anträge der Abgg. Albrecht und Gen.( Soc.) vor: Lim 2 1. im Abſay 2 des§ 1 des Tarifgesetzes den Minimalzoll für Rindvieh zu streichen; eventuell: 11 " die links.) Die Statistit beweist unwiderleglich, daß die Reinerträge tommt es wenig an. Warum wenden sich die Herren, die über der Landwirtschaft zurückgegangen sind. Wenn das aber der Fall die Fleischteuerung klagen, nicht mit aller Energie gegen die Schlacht. ist, haben wir allen Grund ihr zu helfen, vor allem auch im steuern in den Städten?( Zuruf bei den Socialdemokraten: 204. Sigung. Montag, den 27. Oftober 1902, Interesse der Arbeiter. Daß der Abschluß von Handelsverträgen Haben wir ja gethan!) Zuzugeben ist, daß die Schweinemittags 1 Uhr. durch Mindestzölle erschwert wird, gebe ich zu. Wir wünschen alle preise hoch sind. Der Grund liegt darin, daß das amerikanische Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky, b. Podbielski. der Landwirtschaft allein getragen werden. Dagegen wollen wir die iſt. Handelsverträge, wollen aber nicht, daß die Kosten derselben von Schmalz wegen der Mißernte in Mais kolossal im Preise gestiegen Von einer Fleischnot tönne teine Rede sein, Die zweite Lesung des Zolltarif Gesetzes( Mindestzölle Landwirtschaft durch die in der Kommission beschlossenen Bindungen höchstens von einer Fleischteuerung. Wenn aber der Schuh für Rindvich) und der betr. Position des Bolltarifs( 102) wird fort- schützen.( Bravo! im Centrum.) gesett. an der Grenze fortfallen würde, so würden unsre mühsam Bravo! herangezogenen Viehstände verseucht werden. Dafür, daß das Fleisch Abg. Dr. Semler( natl.): Die Forderung des Herrn Bebel, daß nach der ersten nament- auch bei Seffnung der Grenze nicht billiger würde, würden schon lichen Abstimmung der Reichskanzler den Reichstag hätte auflösen die Fleischer sorgen. Auf ihre Treibereien ist die ganze Teuerung oder sein Amt niederlegen müssen, wäre nur berechtigt, wenn wir zurückzuführen.( Bravo! rechts.) 2. in Pos. 102( Rindvich) statt 18 M. für einen Doppelcentner eine parlamentarische Regierung hätten.( Abg. Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vg.): Ich weiß nicht, ob der Herr Lebendgewicht" zu setzen„ frei" und die von uns bereits gegebenen Bebel: Habe ich ja gesagt!) Die haben wir aber nicht, sondern Vorredner sich vorstellen wollte für die Stelle des ersten Vorsitzenden Anmerkungen zu streichen. wir haben unfre Verfassung, daher fallen auch die Schlußfolgerungen im Bunde der Landwirte, jedenfalls waren seine Ausführungen die Anmerkung 2 lautet: Für Bewohner des Grenzbezirks dürfen des Herrn Bebel fort. Darin bin ich mit Herrn Bebel einverstanden, daß konzentrierte Säure des Bündlertums.( Lachen rechts). Der Herr nach näherer Bestimmung des Bundesrats Zugochsen im Alter von wir die Verpflichtung haben, die ganze Vorlage ordnungsgemäß zu ist ja noch sehr jung im Reichstag, deshalb werden wir für einzelne 2 bis 5 Jahren zum Zollsage von 30 M. pro Stück eingelassen beraten, aber daneben und trotzdem haben wir die andre Ver- seiner Aeußerungen auf mildernde Umstände plädieren müssen. werden, sofern sie zum eignen Wirtschaftsbetriebe nachweislich not- pflichtung, diese Vorlage auch ordnungsgemäß und prompt zu er-( Unruhe rechts.) Dazu gehört seine Behauptung, die Linke habe wendig find." ledigen, d. h. so schnell wie möglich.( Lachen links.) Alles nichts gegen die städtische Schlachtsteuer gethan.( Sehr richtig! Im Falle der Ablehnung des obigen Prinzipalantrages auf Boll- was sich gegen diese prompte Erledigung wendet, wäre unzulässige rechts.) Gerade die Linte hat den Antrag auf Aufhebung der freiheit beantragen die Abgg. Albrecht und Genossen( Soc.) Obstruktion.( Widerspruch bei den Socialdemokraten.) Darüber städtischen Schlachtsteuern gestellt.( Ruf rechts: Stadtverordnetenwird das Volk entscheiden.( Sehr wahr! bei den Social Versammlungen!), ein Teil der Rechten aber hat gegen diesen Antrag 1. die Worte„ nach näherer Bestimmung des Bundesrats" zu demokraten.) Unfre Stellung zu den Viehzöllen ergiebt sich aus gestimmt.( hört! hört! links.) ersetzen durch die Worte unter den vom Bundesrat vorzuschreibenden unsrer Stellung zum gefamten Tarif, wir werden für Auch Herr Semler that so, als ob wir bedingungslos die besonderen Kontrollen". die Regierungsvorlage stimmen. Herr Bebek hat in Deffnung oer Grenzen verlangten. Wir wollen aber die Vieheinfuhr 2. statt 30 22." zu feßen: 20 M.". 1998 agitatorisch äußerst geschickter Weise die Wirkung der jetzigen aus dem Auslande mur insoweit vermehrt und erleichtert wissen, und der Abg. Dr. Müller- Sagan( frs: Vp.): fünftigen Bölle auf die Voltsernährung gegen als es sich mit der Gesunderhaltung des deutschen Viehbestandes übergestellt, seine statistischen Angaben sind für mich aber nicht bevereinigen läßt. Woher hat den Herr Semler die Gewißheit, daß Auch wenn Herr v. Podbielski auf die Frage der Tierärzte nicht weisträftig. Herr Bebel führte aus: auf so und so viel Einwohner die Regierungsvorlage noch Handelsverträge ereingegangen wäre, so müßte ich doch einiges darüber sagen, kommen so und so viel Stück Vieh. Wie ist Herr Bebel zu möglicht? Was er vom Reichskanzler gehört hat, waren nur das Fleischbeschau- Gesetz ſgranten, sie, ber will, vendieſer Berechnung gekommen? Jedenfalls auf die Weise, wie Ansichten und Hoffnungen, die nicht einmal von fämtlichen neue Tarif aufrichten will, alle den jetzt gewohnheitsmäßig solche Berechnungen aufgestellt werden. Bundesregierungen geteilt worden sind. Auch wir teilen diese opti felben Zweck verfolgen. Ich kann die Worte des Kollegen Da wird gesagt, in der und der Stadt wird so und so viel mistische Anschauung keineswegs. Bebel über die Abhängigkeit der Tierärzte von den Agrariern nur Fleisch gebraucht, also kommt auf den Kopf der Bevölkerung so und vollkommen unterschreiben. In zahlreichen Zuschriften, so viel. Diese Berechnung berücksichtigt nicht, daß auf dem Lande, aber die Erhöhung der Viehzölle für kein geeignetes Mittel dazu. Auch wir sind bereit, die deutsche Vichzucht zu schützen, halten die mir von preußischen Kreis- Tierärzten zugegangen sind, wird wie ich zugeben will: leider weit weniger Fleisch gegessen wird, als Dänemark und England, in denen die Viehzucht in hoher Blüte über diese Abhängigkeit und die schlimme Lage der Tierärzte geffagt. in den Industriecentren. Weiter sagte Herr Bebel: Die Steigerung steht, haben keine Vichzölle. Erhöhte Bölle lassen sich zur Not mit Auf eine Anfrage, ob die Tierärzte durch eine strifte Durchführung der Bevölkerimgszahl bedeutet für die Landwirtschaft Ströme von einem Rüdgang entweder der Produktion oder des Preises bes der veterinärpolizeilichen Vorschriften in ihrer Privatpraxis geschädigt Konsumenten und trotzdem wollen die Agrarier Zölle. Das scheint gründen. Keins von diesen beiden Motiven trifft aber bei den werden würden, haben von fast 300 ausführlichen Ant auf den ersten Blick überzeugend, ist aber grundfalsch. Sollen dem Biehzöllen zu. Die Viehproduktion hat zugenommen, aber diese worten vier Fünftel in bejahendem Sinne gelautet.( Hört, hört! diese Ströme ins Ausland gelenkt werden? lints.) Ein mir im Original vorliegender Brief besagt:" Nicht wenig geschehe, werden aber die Zölle verlangt.( Sehr richtig! bei den Bevölkerung. Diese Bevölkerungszunahme aber fſt entscheidend Damit das nicht Zunahme hat nicht Schritt gehalten mit der Vermehrung der Stollegen erklären ganz offen, daß, wenn sie den Verfügungen der Nationalliberalen.) Regierung nachgeben wollten, fie mit ihren Familien für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Wie kann man das Dem Abg. Gamp möchte ich bemerken, daß gerade die ein Vorhandensein einer Fleischnot leugnen? Sind etwa die Kundhungern müßten." Diejenigen Tierärzte ständen sich am besten, sichtigsten unsrer Landwirte und Vichzüchter einen hohen Wert auf gebungen der Kommunen lauter Phantasiegebilde? Ich möchte bitten, Die es verständen, beide Augen zuzudrücken. Ich will hier den Abschluß von Handelsverträgen legen. Die Landwirte in Ost- die von der Regierung angeordneten Erhebungen möglichst zu beweitere Details nicht mitteilen, ich stelle aber die Briefe vertraulich friesland wollen wohl einen fräftigen Bollschutz, aber keine Bollfäße, schleunigen. Der Verwaltungsdirektor des Berliner Schlachthofes jedem Mitglied des Hauses zur Verfügung. Wieder wird in den ein die den Abschluß von Handelsverträgen unmöglich machen. Da die hat vor furzem für Berlin einen Mangel an Schlachtvich konstatiert, gegangenen Schreiben der Kreis- Tierärzte auch auf die ganz un Regierung aber Minimalsäge für Vieh unvereinbar mit Handels- wie er nach seinen Erfahrungen bisher noch nicht vorgenügenden Besoldungsverhältnisse dieser Beamtenkategorie hin- verträgen erklärt hat, so wollen diese Landwirte lieber auf Minimal gekommen ist. Die Regierung hat die unabweisbare Pflicht, gewiesen. Wenn ein wirksamer Stampf gegen die Viehſenche geführt zölle für Vich verzichten. Die Behauptung des Abgeordneten diejenigen Bestimmungen zu treffent, die diesem Mangel abhelfen werden soll, müssen die beamteten Tierärzte wirtschaftlich unabhängig Gamp, wir Nationalliberalen hätten auf die Unterstützung fönnen, und diejenigen Bestimmungen zu beseitigen, die diefen gestellt werden von denjenigen, deren Betriebe sie zu überwachen haben. landwirtschaftlicher Kreise verzichtet, erkläre ich namens meiner Mangel verschärfen müssen. Mit dem Fleischbeschau- Gesetz müssen Der Herr Minister v. Podbielsti behauptete wieder, daß die Grenzsperre politischen Freunde für ganz unberechtigt. Wir erwarten im wir uns ja abfinden. Die Gesundheitsschädlichkeit der Lediglich sanitären Zwecken dienen solle. Keiner von uns aber ver- Gegenteil von unsrer landwirtschaftsfreundlichen Haltung die Borsäurre ist aber noch keineswegs unzweifelhaft langt eine vollständige Beseitigung der Grenzsperre, wir wünschen weitestgehende Unterstützung dieser Kreise. nur, daß sie lediglich in dem Umfange erfolge, der nötig ist, um Bundes der Landwirte freilich werden gegenüber den Landwirten, Fleischpreise; ob es auch der Zweck der Sperre ist, lasse ich dahinDie Führer des festgestellt. Die Folge der Grenzsperre ist eine Steigerung der amfren heimischen Viehstand vor der Verseuchung zu schützen. Bis jetzt zu denen sie mit leeren Händen zurüdfehren, einen schweren Stand gestellt. Die Regierung ist ja in dieser Beziehung sehr empfindlich. ist noch kein Fall nachgewiesen, in welchem durch die Einführung haben. Besonders zurückweisen muß ich die persönliche Attacke des( Heiterfeit links.) Die eigentümliche Art der Ausführung des Fleischder Kontingentsschweine im Inlande eine Erkrankung hervorgerufen Abg. Gamp gegen meinen abwesenden Freund Bassermann. Herr beschau- Gesezes aber wedt immer wieder den Verdacht, daß es fich worden wäre. Wenn das der Fall ist, so kann doch die Gefahr der Gamp versuchte den Abg. Bassermann der Industrie zu denunzieren dabei nicht lediglich um veterinärpolizeiliche, sondern Verseuchung nicht so groß sein.( Sehr richtig! links.), Weshalb geht wegen seiner angeblich zu weitgehenden socialen Fürsorge. Ich als bei gewissen Instanzen auch um protettionistische Tendenzen handelt. wenigstens man übrigens nicht ebenso scharf wie gegen die Schlacht ganz junger Abgeordneter habe mit naivem Erstaunen gesehen, wie wir werden dem vom Abg. Bebel angekündigten Antrage, schweine auch gegen die Jagdschweine vor? In der Inter- Abg. Gamp bei jeder Gelegenheit mit rücksichtslosester nach der Abstimmung über die nationalen Fleischerzeitung" wird berichtet, daß durch solche aus Entschlossenheit nur danach fragt: Was tommt dabei die Vieh und Fleischzölle Rußland importierte Jagdsch toeine thatsächlich ein für meine Freunde heraus? Dieser Standpunkt mag auch Reichstag in die Ferien zu schicken und Verhandlungen über über den 8olltarif auszuseßen, den Fall von Verseuchung im Julande verursacht seine Berechtigung haben, aber welche Politik steht höher: die des ihn erst wieder worden ist.( Hört! Hört! links.) Weiter ist mir berichtet worden, Herrn Gamp oder die des Herrn Bassermann, der von seinen stimmen. zur Etatsberatung zusammenkommen zu lassen, gern zu daß in Stettin bis zu diesem Jahre noch russisches Schweinefleisch Freunden in der Induſtrie hohe persönliche Opfer verlangt? fegen wollen, so lönnen wir ja nichts dagegen machen. Wir bieten Wenn Sie( nach rechts) die Beratung forts eingeführt worden sei, während sonst die Grenze hermetisch ver- Abgeordneter Gamp sollte lieber mit einer gewissen Schen und Ihnen nur die Gelegenheit, die Verhandlungen abzubrechen. Lehnen fchloffen ist. Noch eine Frage hätte ich an den Herrn Staatssekretär: Ehrfurcht auf den Standpunkt des Abgeordneten Bassermann sehen. Sie das ab, so haben Sie die Verantwortung und wir haben unfre Es ist bekannt, daß die Hausschlachtungen von der Untersuchung frei Sehr interessant war es, daß Herr Spahu allerdings sehr knapp Pflicht gethan, um dem grausamen Spiel rechtzeitig ein Ende zu find. Wie ist es mum im Manöver. Dürfen die Landwirte den bei und sehr zaghaft den Versuch gemacht hat, die Festsetzung eines machen. Wir werden das unsrige thun, um den Tarif zum Scheitern ihnen einquartierten Truppen dieses nicht untersuchte Fleisch vor Mindestzolles bei den Viehzöllen zu rechtfertigen. Er hat aber selbst zu bringen. Das einzige Mittel das die Finanzen des Reiches stärkt, fchen? zugegeben, daß Mindestzölle den Abschluß von Handelsverträgen ohne die breiten Massen mehr zu belasten, ist eine Reichs- Erbschaftssteuer. Wie bei der herrschenden Fleischnot noch immer die Behauptung erschweren. Und wir wissen, daß die Einfügung neuer Mindestzölle Herr Gamp sprach von dem Kartell der Linken. Eine Annäherung aufgestellt werden kann. daß die Landwirtschaft den heimischen Bedarf den Tarif für die Regierung unannehmbar macht. Deshalb stehe ich der Socialdemokratie an den Freifinn würde in der That für die an Wieh deden kann, verstehe ich nicht. Daß dies möglich ist, ist ja auf dem Boden der Regierungsvorlage. selbstverständlich. Wenn man die Schulhäuser in Trakehnen in Konfervativen eine große Gefahr bedeuten. Aber was in der Theorie Meine politischen Freunde sind der Anficht, daß eine Fleischnot sehr richtig erscheint, begegnet in der Praxis großen Schwierigkeiten, Schweineställe verwandelte, tönnte man eine große Anzahl nicht vorliegt und nicht vorgelegen hat. Unter Fleischnot versteht noch bleibt es bei dem Ausspruch des Abg. Bebel: Die Konser Schweine mehr aufziehen.( Heiterkeit.). Die Agrarier schieben man etwas andres. Ob eine Fleiſchteuerung vorliegt, werden wir vativen sind unsre besten Freunde.( Sehr richtig! lints.) die Schuld für die hohen Fleischpreise auf tünstliche Preis erst nach Mitteilung der Regierungserhebungen, beurteilen fönnen. vativen sind unsre beſten Freunde.( Sehr richtig! lints.) treibereien der Händler. Angesichts der Thatsache aber, daß die Erst dann wird sich sagen lassen, ob gewisse Erleichterungen in der ons Abg. Dr. Beder( C.): Fleischteuerung eine fast internationale ist, kann von„ tünstlichen Einfuhr von Fleisch stattfinden sollen. Eine Aufhebung der aus Breistreibereien füglich nicht geredet werden. Bei uns aber sind fanitären Gründen verhängten Grenzsperre halten wir aber Grenzsperre scharf angegriffen. Es handelt sich hier gar nicht um Herr Bebel hat meine Partei wegen ihrer Zustimmung zu der die Preise am höchsten gestiegen. Die diesseits und jenseits der für ausgeschlossen. Der Fleischproduktion, einer Quelle des die Grenzsperre, sondern um die Viehzölle.( Lachen bei den Socials Grenze bestehenden Preisunterschiede erklären ja auch die kolossale Nationalwohlstandes, muß das Nijiko der Vichseuchen ferngehalten demokraten.) leber die Grenzsperre werden wir bei der Beratung Bermehrung des Grenzverkehrs in kleinen Fleischmengen. werden. Die Kleinen Moorbauern, die lange nicht fünf Hektar be der Interpellation über die Fleischteuerung sprechen. Herr Bebel Die Steigerung der Fleischpreise ist vielfach zurückzuführen auf fizzen, ziehen aus ihrer kleinen Schweinezucht das Kapital, das sie hat uns vorgeworfen, daß wir für die Beschlüsse der Kommission bie immer me jr überhandnehmende Umgestaltung der landwirtschaft zur Verbesserung ihres Bodens gebrauchen. Herr Bebel ist durch eintreten, trotzdem einzelne unsrer Mitglieder große Industriebezirke lichen Betriebe in fabrikartige Betriebe. Die Spiritus-, Zucker- und ein Zahlenmaterial da zu völlig falschen Schlüssen gelangt. Gewiß vertreten. Unfre Partei treibt hier wie stets die Politik der ausStärkeproduktion hat die Viehzucht in zahlreichen landwirtschaftlichen sind es agrarische Interessen, aber nicht im Sinne Bebels, gleichenden Gerechtigkeit, wir fagen suum cuique, jedem das Seine Betrieben verdrängt. Daraus resultiert die immer größer werdende die, die Grenzsperre hervorgerufen haben. Die Landwirtschaft( Abg. Stadthagen[ Soc.]: Es fragt sich nur, in welche m Unfähigkeit der heimischen Landwirtschaft, dem Fleischbedarf der Be- hat ein dringendes Interesse daran, daß ihr Vieh Maße!), wir werden nie dafür bölkerung zu genügen. Unter so I chen Umständen noch höhere bestand gegen Senchengefahr geschützt werde. zu haben sein, einem Ein einziger Fall einzelnen Stand auf Kosten andrer Stände besondere VorBölle auf Vieh und Fleisch zu verlangen, das wäre lächerlich, wenn von Viehseuche ist im stande, den ganzen Viehbestand eines Land- teile zu verschaffen.( Lachen links, sehr richtig! im Centrum.) es nicht so traurig wäre.( Sehr gut! links.) Meine Freunde haben wirtes zu infizieren und ihn in seiner wirtschaftlichen Eristenz um Besonders freue ich mich darüber, daß eine Reihe Nationalliberaler ein für alle Mal erklärt, daß sie weder für eine Er- Jahrzehnte zurückzuwerfen. Ich wollte, Herr Bebel hätte auch für troß der Eisenacher Beschlüsse für die Kommissionsbeschlüsse gestimmt höhung der geltenden Vertragssäge noch für eine Bindung diese Dinge das Herz, das er für andre Verhältnisse hat. Ich würde haben. Eine Fleischnot besteht nicht. Es besteht mir ein Fleischdurch Minimalzölle zu haben sein werden. Die Regierung es für angebracht halten, daß im internationalen Vichstapel eine mangel, da die Landwirte mit ihrem Vich noch zurückhalten. Der müßte doch dafür sorgen, daß wenigstens Schlachtschweine bestinunte Zoneneinteilung in der Weise eingeführt würde, daß der Vichbestand als solcher ist vorhanden.( Lachen links.) An der in genügender Zahl in diejenigen Schlachthöfe eingelassen werden, Berkehr von einem Nayon in den andern erschwert würde. Wenn Fleischverteuerung ist der Zwischenhandel schuld. die unter amtlicher Kontrolle stehen.( Sehr richtig! links.) Die die politischen Grenzen mit ihren natürlichen Beschränkungen nicht zu den Konsumenten gelangt, geht es erst durch vier bis fünf Ehe das Fleisch Grenzbeschränkungen müssen auf dasjenige Maß zurüdgeführt werden, vorhanden wären, so müßte man fie- um es parador auszudrücken- Hände. Dieser Zwischenhandel muß ausgeschaltet werden durch das im Interesse unfres Viehstandes geboten ist. Mit Rücksicht auf erfinden. Wie kann Herr Bebel die Deffnung z. B. der holländischen Gründung von Genossenschaften. Das Nilo Schweinefleisch ist um das Wohl der Gesamtbevölkerung sollte die Regierung verzichten Grenzen verlangen, wenn selbst das deutsche Vich in Ostfriesland 15 Pfennig im Preise gestiegen. Da tönnen Sie( nach links) doch auf eine Vorlage, die so unheilvoll eingreift in die Ernährung der unter gewissen Bedingungen in Quarantäne genommen wird? Die nicht von einer exorbitanten Preissteigerung reben. Und auch diese Bevölkerung!( Beifall links.) Deffnung der Grenzen auf der einen Seite und die Erschwerung der geringe Steigerung wird vorübergehen. Im nächsten Jahre werden Vieheinfuhr durch das Fleischbeschau- Gesetz auf der andren Seite wir wieder normale Preise haben. Die Grenzsperre ist lediglich aus Das für die Landwirtschaft Ausschlaggebende ist weniger die sanitären Gründen erfolgt. Sie hat schöne Erfolge erzielt und muß Söhe der Zölle, als die Gewißheit, daß die Zölle für Getreide und im Juteresse des heimischen Vichbestandes aufrechterhalten werden. Bieh durch Handelsverträge nicht unter ein gewisses Maß Ich habe zu erklären, daß meine politischen Freunde ein- Der Vichbestand hat sich sich in den letzten Jahren gehoben. Die Landwirtschaft muß stimmig bei der Bindung der Viehzölle stehen bleiben werden. Wenn wir herabgesetzt werden können. einigermaßen lohnende Fleischpreise befominen, Darüber beruhigt sein, daß diese wichtigsten Bollsätze nicht Was die Höhe der Zölle anlangt, so ist eine Minderheit für die An- so wird er sich weiter heben und unsre Landwirtschaft wird in der als Rompensationsmittel bei handelsverträgen dienen. träge Wangenheim, die Mehrheit wird für die Kommissions Lage sein, den heimischen Markt allein zu versorgen. Von den Mindestzölle für Vieh sind ebenso wichtig wie solche fassung stimmen. An der Frage der Bindung der Viehzölle fönnte 17 Millionen Stück Rindvieh find 11 Millionen im Besize voit bei Getreide. In der Begründung der Vorlage ist nachgewiesen, der Zolltarif vielleicht scheitern. Ich gebe zu, daß zu den Zeiten Kleinbauern und nur 6 Millionen im Besitz der Großbetriebe. Bei daß der Fleischbedarf der Bevölkerung bei einem genügenden Zoll- des Fürsten Bismard kein Mensch daran gedacht hätte, einen Mindest Schweinen stellt sich das Verhältnis für den Kleinbetrieb noch schutz wohl von der Landwirtschaft gedeckt werden kann. zoll zu verlangen, man war überzeugt, er wird es schon machen. günstiger. Ich bin mit dem Abg. Spahn durchaus der Abg. Dr. Spahn( C.): würde eine unverantwortliche Intonsequenz bedeuten. sig Abg. v. Oldenburg- Janaschau( t:): Abg. Bebel hat erwähnt, der Schlußantrag der Abgg. Rettich( Sehr richtig! und große Heiterkeit linis.) Der jezige Minimalzoll Meinung, daß durch Minimalzölle der Abschluß von Handelsund Genossen sei eingebracht worden, nachdem sich auf wiederholte ist in der That nichts weiter als ein Zeichen des Mißtrauens, das verträgen wohl erschwert, aber nicht unmöglich gemacht Provokationen noch ein socialdemokratischer Redner zum Worte ge- in der Landwirtschaft durch die Aera Caprivi entstanden ist.( Sehr wird. Ich hoffe, daß eine eine Verständigung noch möglich meldet habe. Es bestand aber kein Zusammenhang zwischen dieser richtig! rechts.) Wir können nicht zugeben, daß die Viehzölle als Rom- ist im auf der Grundlage der Kommissionsbeschlüsse der Tarif Wortmeldung und dem Schlußantrage, und Abg. Bebel wird mir penfationsobjekt dienen. Dem Herrn Landwirtschaftsminister möchte fertiggestellt wird.( Lachen links.) Sollte die Vorlage aber an der selbst zugeben, daß die persönlichen Auseinandersetzungen, zu denen ich den Dank der deutschen Landwirtschaft dafür aussprechen.( Ah! lints), Unmöglichkeit einer Verständigung scheitern, so trifft die Schuld die es zwischen einigen bayrischen Abgeordneten gekommen war, Man spricht immer vom Schuße der kleinen Landwirte. Ich will Regierung, und sie hat dann die Verantwortung zu tragen, wenn das Plenum des Reichstags gehören. auch den kleinen Mann schügen, aber ebenso and den die nationale Produktion unfres Vaterlandes schwer geschädigt wird. Ich hoffe ja, daß wir die Beratungen in gedeihlicher Weise fort- großen.( Aha! links.) Denn es geht nur den nicht schlecht, der Diese Verantwortung ist eine sehr schwere.( Beifall im Centrum.); fegen und zu Ende führen werden.( Beifall im Centrum, Lachen keine Schulden hat, ob er ein großes oder kleines Gut bát. darauf. Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. eigentlich nicht in Es folgen persönliche Bemerkungen. Ausland billigen. Wir seien nicht geneigt, Fleisch von frankem Vieh| Abg. Bassermann, den ich der Industrie denunziert" haben soll zu genießen. Aber wir verlangten, daß diese sanitären Maßnahmen schätze ich persönlich nach jeder Richtung sehr hoch. Ich habe nur loyal gehandhabt würden, das heißt nicht vom agrarischen Interessen- gesagt, daß sein socialpolitischer Standpunkt von der großen Mehrheit der Industriellen nicht geteilt wird. Abg. Bebel( Soc.): Alle Säße, die Herr Semler als aus meiner Rede herstammend vorgeführt hat, waren entweder falsch wiederwenn ich alles berichtigen wollte. Ich beschränke mich daher auf Abg. Gamp( Rp.): Herr Semler fann mir feine Abstimmung Abg. Dr. Müller- Sagan( Frf. Vp.) erklärt gegenüber dem einen besonders wichtigen Punkt. Ich habe mit keinem Worte gesagt, oder Handlung nachweisen, bei der ich mit rücksichtsloser Einseitigkeit Abg. v. Oldenburg, er habe den Stand der Tierärzte keineswegs an daß keine Seuchengefahr vom Auslande bestehe und daß wir keine den Klassenstandpunkt der mir nahe stehenden Parteien vertreten gegriffen, sondern im Gegenteil verteidigt. Nächste Sitzung: Dienstag 12 Uhr. Maßregeln gegen diese Gefahr ergreifen sollten. Ich habe im hätte. Auch in der Zollfommission bin ich stets für Milderung der Gegenteil wiederholt erklärt, daß wir sanitäre Maßregeln gegen das Gegensätze und Verständigung der Parteien eingetreten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 28. Oktober. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Feuersnot. Schauspielhaus. La Tosca. Neues Opern Theater.( Kroll.) König Heinrich der Vierte. Deutsches. Fauft. Berliner. Ruhmlose Helden. Leffing. Das Theaterdorf. Neues. Yvette. Residenz. Seine Kammerzofe. Westen. Nanon. Thalia. Charleys Tante. Vorher: Cassis Pascha. Central. Anjang 8 Uhr: Die Geisha. Schiller. 0.( Wallner Theater.) Der Biberpelz. Schiller. N.( Friedrich Wilhelm% städtisches Theater). Der Herr Senator. Carl Weiß. Ilse Römer. Luisen. Der Stabstrompeter. Casino. Chambregarnie. Ein Sohn des Volkes. Specialitäten. Kleines. Rausch. Zwischenspiele. SerenissimusWilhelm. Der Goldonkel. Buntes Theater. Tochter zu ber Heiraten. Der Hund. Bunter Teil. Kinh Senbers. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Trianon. Die Liebesschaukel.( La Bascule.) Apollo. Lysistrata. SpecialitätenVorstellung. Wintergarten. Specialitäten. Passage Theater. Borstellung. SpecialitätenPassage Panoptikum.SpecialitätenBorstellung. Palast. Berliner in Steglitz. Steidl. Specialitäten. Neichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstr. 48/49.( Im Theatersaal.) Tausend Jahre deutscher Kultur. Im Hörsaal: Dr. Naß: Das Chlor und seine Gefährten. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDienstagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Eine Diebskomödie von Gerhart Hauptmann. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Biberpelz. Donnerstagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. städtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Herr Senator. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Preie Volksbühne. Mittwoch, den 29. Oktober, abends 8 Uhr, in Sanssonci: Kottbuser- Straste 4a: Zola- Feier Vortrag über Zola: Herr M. G. Conrad aus München. Hierauf: General Versammlung. Tages- Ordnung: Geschäfts- und Kassenbericht. Bericht der Revisoren. Diskussion. Antrag auf obligatorische Einführung des Bühnenheftes und Abgabe der Garderobe und der dadurch Verschiedenes. bedingten Statutenänderung. Der Eintritt ist nur Mitgliedern gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Voranzeige! Winterfest! Dumoristischer Vortragsabend Sonnabend, den 15. November, Brauerei Friedrichshain, unter Mitwirkung hervorragender Humoristen und Coupletsänger. Recitation: Marcell Salzer. Festmarken a 50 Pf., nur für Mitglieder, in allen Zahlstellen. Sonntag, 2. November, 2 Uhr nachm.: Lessing- Theater: 14. Abt. Die Kleinbürger. Metropol- Theater: 5/6 Abt.: Was ihr wollt. Lustspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 230/11 Neue freie Volksbühne. Den Schluß 53% Uhr. Buchhandlung des„, Vorwärts" 99 Linden- Strasse 69. Unsere seit Jahren mit der Expedition verbundene Sortiments- Buchhandlung des Vorwärts" haben wir in unseren neuen Geschäftslokalitäten 男 Lindenstr. 69 wesentlich erweitert In erster Linie pflegen wir nach wie vor unsere Parteiliteratur haben aber daneben ein reiches Lager und vervollständigt. sozialpolitischer und nationalökonomischer Schriften eingerichtet, ebenso eine grosse Auswahl der besten Werke aus dem Gebiete der Unterhaltungsliteratur, Romane, Klassiker in besseren und billigsten Ausgaben. Bücher, die infolge ihres hohen Ladenpreises für Arbeiter zu teuer waren, können wir in älteren und neueren Auflagen in bester Ausstattung aus allen Wissensgebieten zu herabgesetzten Preisen empfehlen, besonders Naturwissenschaftliche, Reise-, Geschichts- Werke, Romane und Erzählungen u. s. w. Nicht vorrätige Bücher werden schnellstens besorgt. Reclam's Universalbibliothek sowie Händel's Klassiker- Bibliothek stets in allen Nummern vorrätig. Buchhandlung und Expedition des ,, Vorwärts", Lindenstr. 69. 12 Winter Garten Die zu Sonntag, den 2. November, nachmittags 3 Uhr, angekündigte Griffin und Dubois. Borstellung ,, Dr. Klaus" findet nicht, wie irrtümlich angegeben, im Schiller- Theater O., sondern im Schiller- Theater N., Chauffeestraße 25/26, statt. Starten zu dieser Vorstellung sind noch in allen Zahlstellen sowie beim Kassierer H. Neft, Georgenkirchstraße 22, III, zu haben. Buntes Theater Sonntag, den 9. November, ( Ueberbrettl.) Anfang 8 Uhr. Köpeniderstraße 68. Tochter zu verheiraten. Der Hund.. Bunter Teil. Leitung: 0. Straus. Wiederauftreten TINY SENDERS. bon Bozena Bradsky. Marcell Salzer. Bokken- Lasson. Central- Theater Dienstag, 28. Oktober, abends 72 Uhr: Die Geisha. Operette in 3 Utten v. Gibney Jones. ( Mimosa: Mia Werber.) Mittwoch: Die Fledermaus. Don nerstag: Die Geisha.( Freitag ( Abonnements gültig): Der Zigeuner II. Abteilung: I. Abteilung: nachmittags 2, Uhr, im Belle- Alliance- Theater: Ordentliche Vereins- Borstellung. Excentrics. Duncan's dress, schott. Schäferhunde. „ In den Alpen", Tanz divertissement. Elise de Vère, Soubrette. Los Floridos, Spanische Tänzerinnen. Die 2 Freydos, Professoru.Schüler". Die Tourbillon- Truppe, Radfahrer. Sisters Carey's dressierte Papageien. Pariser Humorist. Sonntag, den 16. November, Carl Maxstadt, Liane de Vries, Soubrette. Kara, Von Gottes Gnaden. Trauerspiel von Arthur Fitger. Mitglieder zur zweiten Abteilung werden noch aufgenommen. 150/14 Der Vorstand. Meister- Jongleur. Reichshallen. Bett- u. Leibwäsche Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestaffe 11-12 Uhr. ( Meysel, Pietro, Britton, MaySteidl, Krone, Böhme, Böd mann, Blättner 2c.) Casino- Theater Lothringer Straße 37. Lucie Krall, Sängerin Ein Sohn des Volkes. ,, Der Schönheitspreis", diver Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7%, Uhr. Urania. Kleines Theater Biograph Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Im Hörsaal um 8 Uhr: Gefährten. baron. Sonnabend, 1. November, Dr. Nass: Das Chlor und seine zum erstenmal: Madame Sherry. Thalia- Theater. Sternwarte Dresdenerstrasse 72-73. Invalidenstrasse 57/62. Zum Bale: Charleys Tante. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Guido Thielscher als Charleys Tante. Anfang: Charleys Tante. 8, Uhr. Borher: Cassis Pascha. Anf. 7%, Uhr. Morgen und folgende Tage: Diefelbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die zärtlichen Verwandten. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, wochentags 8 Uhr, Letzte Woche! Carl Weiss- Theater. Mellinis dunkl. Geheimnis Große Frankfurterstraße 132. Ilse Römer. Romantisches Schauspiel in 3 Atten ( 6 Bildern) von Ernst Nitterfeldt. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Ilse Römer. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Die 7 Raben. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Die arme Kreatur. Wilhelm- Theater. Friedrichstrasse 236. Der Goldonkel. Posse in 7 Bildern von E. Pohl. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Sonntag, 2. November: NachmittagsBorstellung. Halbe Kassenpreise. Das Mädel ohne Geld. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Vorstellung Tanzkränzchen. Entree: Sonntags 50 Pj., Sperrfik 75 Pf., ab 9 Uhr, 30 P., Wochentags 30 Pf., La Dalys englische Boxerinnen. Georgette Langée, ExcentricTänzerin. 14 erstklassige Nummern. Luisen- Theater. Reichenbergerstraße 34. Bum erstenmale: Der Stabstrompeter. Posse mit Gesang von W. Mannstädt. Anf. 8 Uhr. Borvert. 10-2 Uhr, Staffe, Invaliden- und Künstlerdant. ( Schall und Ranch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr: Rausch. Tragikomödie in 4 Akten August Strindberg. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. 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Berlin bleibt Berlin. von Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. u. Heidelberger. Theater Specialitäten- Vorstellg. Anfang 7, Uhr. nach der Vorstellung: Morgen. Der Stabstrompeter. Grosse Ausstattungs- Pantomime Bed. Sonntag, Mittwoch u. Sonnabend in 3 Abteilungen von Aug. Siems, Grosses Familien- Tanzkränzchen. Donnerstag: Hamlet. Freitag, zum erstenmale: Die Grille. Hofballettmeister; insceniert vom Direktor A. Schumann. Apollo- Theater. Vorher: Das vorzügliche 11m 8 1hr: Die brillanten Specialitäten. Um 9 Uhr: Nur noch wenige Tage! Bum 211. Male: Lysistrata Operette von Paul Lincke. Sperrfig 50 Pt, ab 9 Uhr 20 Pf. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Programm: Direktor Alb. Schumann mit seinen Jeden Sonntag bon 12-2 Uhr Matinee bei freiem Entree. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. neuesten Monstre- Dressuren. Brunnenstrasse 16. Nur noch 2 Tage: Auftreten der 25 Geretteten von Martinique. Der Mann im Monde. Gr. Posse mit Gesang v. E. Jacobson. Entree 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Morgen: Käthchen von Heilbronn. An der Spandauerbrücke 5. Größtes Vergnügungslokal Berlins. Internationale Konzerte von 5 Künstler: Kapellen. Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Täglich Matinee von 12-2 Uhr. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Heute Dienstag: Militär- Konzert Elisabeth G.- Gr.- Reg. No. 3 ( Herr Brinkmann). Im Kaiser- Saal: Bückeburger Sänger. Cirkus Busch. Dienstag, 28. Okt, abends 72 Uhr: Grosse Vorstellung. nur eine Tr. durch d. Hausfl. Direkt aus erster Hand, in Wäsche- Fabrik der Z. Alexander mur eine Tr. durch d. Hausft 1 Tr. Gr. Frankfurterstr. 102 1 Tr. Kein Laden! 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Um zahlreichen Besuch ersucht Central- Verband der Töpfer. Filiale Berlin. Mittwoch, den 29. Oktober 1902, abends 5% Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29( Großer Saal): General- Versammlung. Tages Ordnung: 麗 Orts- Krankenkasse der Stadt Schöneberg. Bekanntmachung. Infolge Ablaufs der Wahlperiode hat für die Sabre 1903/1904 die Neu wahl der Vertreter der General bersammlung zu erfolgen. Zwecks Feststellung der Anzahl der Vertreter ist der am 16. Oftober 1902 bors 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Rosenow über: Kapitalistische Heimatpolitik und Handene Mitgliederstand zu Grunde proletarische Klasseninteressen". 2. Stassenbericht vom dritten Quartal. 3. Bericht über den Verlauf der Fenster- 34 legen; derselbe beträgt 12 353, worunter fich 287 freiwillige Mitfrage. 4. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert. glieder befinden. Hiernach sind gemäß § 48 des Statuts vom August 1901 206/11 Der Vorstand. Centralverband der Maurer etc. Zweigverein Berlin. Donnerstag, den 30. Oktober, abends 8% Uhr, in Kellers Festfälen, Koppenftr. 29: Ausserordentliche Generalversammlung aller zum Lohngebiete Berlin und Umgegend 244/19 gehörigen Verbands- Zahlstellen der Maurer, sowie der Sektionen der Puzzer, Rabizpuzer und Cementierer. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 2008 100 Dienstag, den 28. Oktober, abends 8½, 1hr: Versammlung in den Arminius- Hallen, Bremerstraße 70/71, Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Bartels über: Streiflichter in das Wirschaftsleben der letzten Jahre. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste, auch Damen, willkommen. Zahlreichen Bejuch erwartet 249/ 12* Der Vorstand. der Verbandsleitung. 143/ 11* Tagesordnung: Die Vorkommnisse in der letzten Generalversammlung und die event. Neuwahl Das Mitgliedsbuch legitimiert ohne Buch kein Gintritt, Der Zweigvereins: Vorstand. J. A.: Karl Panser. Fichtung! Bauanschläger. zu wählen. 99 26. Seitens der Arbeitnehmer: 62 Vertreter, 31 Stellvertreter, seitens der Arbeitgeber: 31 Vertreter, 16 Stellvertreter. Die Wahlen finden statt: im Kassenlokal, Hauptstraße 8, und zwar für die Arbeitnehmer am Mittwoch, den 29. Oktober 1902, von 5-9 Uhr abends, für die Arbeitgeber am Donnerstag, den 30. Oktober 1902, von 4-6 Uhr abends. Die Wahlen sind geheim und werden durch Stimmzettel vorgenommen. Die Mitglieder werden ers sucht, ihre Mitgliedskarten zweds Achtung! egitimation mitzubringen. Verband der Bauarbeiter Deutschlands. Auf dem Stimmzettel sind die Vers treter bezw. Stellvertreter als solche deutlich zu bezeichnen. 275/17 Im übrigen wird auf die Be wähnten Kassenstatuts hingewiesen. Schöneberg, den 16. Oftober 1902. Der Vorstand. Mittwoch, den 29. Oftober 1902, abends 7, Uhr, im Volkshaus, Charlottenburg, ftimmungen der§§ 48, 49 des er Rosinenstraße Nr. 3: General- Versammlung. Vorsitzender. Schriftführer. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Verbandsangelegenheiten.( Abstimmung über A. Wöller, Chr. Frante, die eingegangenen Anträge.) 3. Wahl des stellvertretenden Sekretärs. 4. Verschiedenes. Wegen Ausgabe der Statuten ist die Mitgliedskarte mitzubringen. Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Achtung! Rummelsburg. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Bimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 29. Oftober 1902, abends 7 Uhr: Versammlung der Former und Gießerei- Arbeiter 34/2 Achtung! Orts- Krankenkasse, der Kürschuer 1. verivandt. Gewerbe zu Berlin. Freitag, den 31. Oftober 1902, Feind, Weinstr. 11( Gartenfaal): Wahlversammlung Donnerstag, den 30. Oktober, abends 8% Uhr, im grofsen Saale des abends S, Uhr, im Restaurant ,, Café Bellevue", Hauptstr. 2: Oeffentliche Partei- Versammlung. 100001 Tages- Ordnung: im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I. Tages Ordnung: 1. Die direkten und indirekten Steuern und die gegenwärtigen Zolltarif- Verhandlungen im Reichstage". 1. Was lehren uns die letzten Streiks und Lohnbewegungen? Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilh. Klees- Magdeburg. 2. Diskussion. 3. Wahl des Vertrauensmannes Referent: Adolf Cohen. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zu den und der Revisoren. 4. Wahl der Lokalfommission. bevorstehenden Neuwahlen des Branchenvertreters und der Agitationsommission. 4. Verbandsangelegenheiten. 223/8 Der wichtigen Tages- Ordnung wegen erwarten wir, daß die Kollegen Mann für Mann erscheinen. Mittwoch, den 29. Oktober 1902, abends 8%, thr: Versammlung De Der wichtigen Tages- Ordnung wegen erwartet zahlreichen Besuch, auch der Frauen Der Einberufer. Deutscher Buchbinder- Verband. Bruch- Pollmann Zahlstelle Berlin. empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, der Herren Arbeitgeber, welche Beiträge aus eignen Mitteln zur Kaffe zahlen. Tagesordnung: Wahl von 70 Delegierten auf 2 Jahre. An demselben Tage und in dems selben Lokale abends 8% Uhr ( Seitensaal): Wahlversammlung der grossjährigen Kassenmitglieder. Tagesordnung: Wahl von 140 Delegierten auf zwei Jahre. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Wahlen finden gemäß der Be 49 und 50 statt. d.Drahtarbeiter( Uadler, Spinner, Schlofferu.Hilfsarbeiter) Morgen Waale bes Gewerkschaftshauses, gelei großen Suspensors, fowie sämtliche Artikel ftimmungen ber§§ 38 Abs. 4 bis 6, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal VIII. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Der Streit bei Heinze. 4. Verbandsangelegenheiten. Bahlreichen Besuch erwartet 164/13 Die Ortsverwaltung. Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Hente Dienstag, 28. d. M., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- lifer 15: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Wahl eines 2. Vorsitzenden. 3. Rechenschaftsberichte des III. Quartals. 4. Eventuelle Wahl eines Verwalters für Berlin. 4. Verschiedenes. 20/16 NB. Der Necitationsabend findet am 4. November statt. Der Vorstand. Oeffentlicher Vortrag Mittwoch, den 29. Oftober 1902, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Ordentliche Engel- Üfer 15: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht. 2. Abrechnung vom Herbstvergnügen. 3. Abrechnung von den Urania- Borstellungen. 4. Abänderungs- Anträge zur 5. Beschlußfassung über Abhaltung eines Gautages. Geschäftsordnung. 6. Eventuelle Wahl von Delegierten zum Gautag. 7. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. vollzählig und pünktlich erscheinen. 24/20 zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Lieferant f. Drts- u.Hilfs- Krankenkassen. Berlin C., 52362* 30. Linien- Straße 30. Wir erwarten von allen Mitgliedern, daß fie in dieser Bersammlung für Mitgliedsbuch legitimiert. Der Wahlatt beginnt Punkt 9 Uhr und wird um 10 Uhr geschlossen. Pünktliches Erscheinen aller Wahl berechtigten ist dringend notwendig. Der Vorstand. 275/20 J. A.: G. Seidenkranz. Partei- Versammlung den Wahlkreis Teltow- BeeskowStorkow- Charlottenburg am Donnerstag, den 30. Oktober, abends 81 Uhr, im großen Saal von Obst, Schöneberg, Meiningerstraße 8. Tagesordnung: Die Ortsverwaltung. Grösste Weihnachtsmesse Berlins. Für Schausteller und Aussteller Pläße und Verkaufsstände zur Weihnachts: meffe, vom 30. November bis 27. Dezember im 10 000 Personen 1. Vortrag des Abg. Förster Hamburg über die Aussichten des faffenden ,, Luisenhof", Dresdenerstr. 34-35. Quadratmeter Bodenfläche Bottarifs. 2. Distussion. 3. Berichte und Neuwahlen der Vertrauensleute. Näheres: Buckowerstr. 9, im Restaurant.[ 54912* 4. Berschiedenes. von 5 M. an. 203/15 Der Vertrauensmann. Konsumverein für Schöneberg und Umgegend Achtung, Fliesenleger! Aktiva. Referent: Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen über: Sassenbeſtand Arbeiterschub und Arbeitsvertrag. 1/15 Arbeiterinnen und Arbeiter sind hierzu zahlreich eingeladen. Die Vertrauensperson. Heute abend, 84, Uhr, Kommandantenstr. 20, Arminhallen: Lichtbilder- Frauen- Vortrag. Welche Blutungen und Unterleibsleiden Ref. pratt. Frauenheilt. Grundmann. Inventarbestand Warenbestand Fastagen. Debitoren in Liquidation( E. G. m. b. H.) Bilanz vom 17. August 1902. 592,64 Mitgliederguthaben 2051,64 Sparfonds 7442,28 Reservefonds 372,24 Reingewinn. 130,75 Mt. 10 589,55 Mitgliederbewegung: 361, Bestand am 1. Oktober 1901 Eingetreten bis 17. August 1902 200, Passiva. 6658, 56,25 384,60 Am Mittwoch, den 29. Oktober, abends 8 1hr, im alten Schützenhause Linienstr. 5a: Oeffentliche Versammlung 3490,70 der Fliesenleger Berlins und Umgegend. . 10 589,55 Summa 561. 56/10 Es schieden aus durch Tod, Verzug usw. bis 30. September 1902 70. Bleibt Mitgliederbestand am 1. Dktober 1902 • 491. arten in Schwindfucht aus? Kind Hellanstalt Köpnickerstr. 72. von 4688,50 auf 6658 W., alſo um 1969,50 M. – Die Haftſumme der MitKurNaturärzti. Sprechstunden 11-2, 6-8. Sonntags 10-12. Vortrag ist für Frauen sehr wichtig. Für 20 Pf. Eintr. Broschüre frei 127/15 Die Mitglieder- Guthaben vermehrten sich im Geschäftsjahr 1901/1902 glieder hat sich von 11 520 auf 16 830 9., also um 5310 M. vermehrt. Schöneberg, den 15. Oftober 1902. Die Liquidatoren: Dito Reich e. Otto Kuhlmeg. Der Aufsichtsrat. Hermann Plättrich. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfs- ermann Meiling Arbeiter und Arbeiterinnen Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 29. Oktober, abends 8, Uhr, bei Mülbrodt, Müllerstraße 7: General- Verfammlung. Tages- Ordnung: 1. Vorstandsbericht. 2. Kaffenbericht. 3. Bericht der Delegierten von der Gaukonferenz. 4. Bericht des Gewerkschaftsdelegierten. 4. Neuwahl des Gesamtvorstandes, des Gewerkschaftsdelegierten, des Bibliothekars und deffen Stellvertreters. 7. Die Protestbewegung der Bahlstellen Hannover. 8. Verbandsangelegenheiten und Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Pflicht eines jeden Kollegen und jeder Kollegin ist es, pünktlich zu ers scheinen. 71/1 Die Ortsverwaltung. General Versammlung Freitag, den 7. November, abends 8%, Uhr, bei Obst, Meiningerstrasse. Tages Drdnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Genehmigung der Bilanz und Verteilung des Reingewinns. Die Liquidatoren. Hermann Meiling. Otto Reiche. Otto Kuhlmey. Berlin SO. 16, H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Fabrik- Lager sämtlicher gangbarer Kautabake. Specialitat: Nordhäuser Kautabak stets frisch zu billigsten Engros- Preisen. Tagesordnung: 1. Die Sonderbündelei in unfrem Beruf. 2. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Achtung! Schmiede! Achtung Mittwoch, den 29. Oktober, abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung der Schmiede Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Gewerkschaftssekretärs Genossen Lint über„ Unfall. versicherung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 176/3 Da der Vortrag für uns jett, nachdem für das Schmiede- Gewerbe die Unfallversicherung eingeführt ist, sehr wichtig ist, erwartet das Erscheinen aller Kollegen Der Gesellen- Ausschuß. Berliner Resource Kommandantenstr. 57. Kleine und große Süle für 100, 500 und 1000 Personen empfiehlt. 50432* Adolf Stein, Ein Sonnabend im Oktober und November frei. Warum sollen Kinder Kathreiner's Malzkaffee trinken? Weil namhafte Aerzte nachgewiesen haben, daß Bohnenkaffee den Kindern durchaus nicht zuträglich ist, während durch Kathreiner's Malzkaffee mit Milch glänzende Erfolge in dem Gedeihen der Kleinen erzielt wurden! Dieses Getränk wird von den Kindern auch dauernd gern genommen, während reine Milch oft bald widersteht und in vielen Fällen nicht gut vertragen wird. [ 130/ 14* 8. Ziehung 4. Kaffe 207. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung von 27. Oftober 1902, vormittags. Nur die Gewinne über 232 t. find den betreffenden Nummern in Mammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. [ 3000] 65 751 74 802 46[ 500] 49 965 123101 233 334 99 562 607 785 841 907 18 25 93 124028 187 90 376 428 566 78 654 711 125000 159 226[ 3000] 397 578 663 126016 125 323 419 574 620 84 91 970 127236 77 389 461 64 531[ 500] 676 94 709 12 73 882 91 956 128004 16 64 370 424 506 722 45 49 75 129069[ 1000] 153 70 208 67 95 329 66 79 85 461 810 18 32 471935 72 103.98 466 596 849 904001 578[ 500] 074 268 84 678 824 76 922 31 32 2102 58 242 65 3142 78 256 445 51[ 30001 93 588 658 792 98 937 48 4098 208 16 19 62 96 307 604 47 861 5014 18 164 97 203 479 648 6049 73 184 203 330 463 558 717 30 845 902 7005 55 312 44 86 756 72 81 86 844 51 95 995 8070 222 69 410 521 86 742[ 500] 835 957 81 9062 187( 500] 202 402 22 71 73 539 629 814 10141 438 562 669 794 807 915 11143 52 332 442 76 759 855 905 12102 90 94 380 405 680 914 73 13025 415 519 81 928 14482[ 500] 563 747 807 83 15007 82 109 360 16092 380 456 59 511 634 840 932 17001 112 313[ 50001 589 800 49 909 18173 210 359 539 856 913 33 35 19163 73 364 82 587 663 79[ 3000] 890 927 20013 137 225 34 612 98[ 3000] 919 40 21119 209 12 457 673[ 5001 766 827 22124 244 77 415 64 706 20 71 23147 275 92 396 435 85[ 3000] 628 77 728 64 99 24036 ( 500] 192 693 749 901 26 37 25042 164 67 221 97[ 1000] 367 432 33 550 640 845 75 960 26396 514 55 814[ 1000] ( 1000) 863 928 281[ 500] 336 407 525[ 10001 99 612 723 882 901 29032 135 282 542 916 48 8. Biehung 4. Maffe 207. Kal. Brent. Botterie. 344 448 580( 1000 646 807 98[ 10001 904 39 1: 3258 [ 1800] 74 311 78 82 922 40 114106 15 59 240 49 b[ 3000 359 416 706 883 115469 116319 716 25-65 813 89 117101 89[ 10001 335 614 714 23 30 800 14 80 89 118290 620 93 714 119025 157 276 385 41 41 561 612 863 933 Biehung vom 27. Oftober 1902, nachmittags. Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffenden Nummern in Slammern beigefat Ohne Gewähr.) Nachbrud verboten. 183 217 69 305 11 21 501 34 86[ 500] 600 710 917 90[ 500] 91 947 2128 87 427 630 83 878 3104 34 388 603 7 91 811 25 36 4126 27 390 567 651 87 835 990 5061 276 1500] 441 57 801 62 913[ 3000] 6080 82 171 79 202 33 459 84 682 762 808 61 7082 176 98 281[ 1000] 378 90 450 72 84[ 500] 557 70 92 737[ 3000] 940 46 8038 62 148 54 280[ 3000] 675 413 500 37 749 804 94 120139 81[ 3000] 346 473 536 696 775 914 121132 315 33 55 79 719 36 894 1500] 122216 404 618 85 872 946[ 500] 123018 20 110 69 212 48 49 401-583 603 926[ 30001 124010 57 147 73[ 30001. 225 79 301 530 95 724 816 983 125103 84 244[ 30901 98 388 425 90 96 535 48 762 875 949 126070 97 104 358 80 492 501 27 888 987 127050 413 21 78 805 98 128015 52 [ 3000] 50 87 697 765 989 90 129233 359 130039 82 111 354 92 99 688 704 958 66 87 131040 60 108 99 272 437 39 36 90 612 874045[ 500] 66 227 69 96 313 490 526 95( 500) 614 825 798 879 970 132041 47 79 457 555 899 956 73 133418 607 907 8 134043 160 94 295 539 99 710 959[ 3000] 135142 98 227 74 682 864 996 136013 35 151 212 93 532 795 889 137006 179[ 1000] 265 365 516 603 731 998 138235 360 85 428 35 542 90 632 784 96[ 3000] 886 139026 204 80 684 836( 5001-961 79 794 140012 244 333 401 93 540 45 655 79 774 858 83 924 9213 26 68 427 38 503 27 40, 53 92 650 734 55 868 467 319 7161 232 50 87 697 765 93 141269 407[ 3000] 16 29 41 616 813 91 95 142012 360 430 513 725 880 937 143033 43 297 324[ 500] 59 94 456 71 558 652 884 912 144061 79 182 285[ 5001 305 71 683[ 500] 96 737 847 145005 291 98 319 484 613 768 868 938 146417 74 76 507 16 648 147032 32 85 87 191 475 525 99 601 786 987 94 148117 245 439 601 8 18 23 148C98 207 14 304 406 533 727 73 8 836 84 919 151008 81 968 84 96 13 95 944 930 27.40. 10637 169 253[ 500] 332 420 501 700 20 922 11040 73[ 3000] 124 91 205 620 795 849 60 12048 239 49 558 627 13110 49[ 1000] 65 213 94 736 72 901 14064 187 450 639 77 776 872 919 15019 69 146 204 42 77 312 505 703 838 45 17372 456 551 67 675 729 858 63 953 18046 96 229 32 403 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Oktober 1902. Die Vertrauensleute. 912 Die Attion anfällig, ebenso der Einwand, daß der von ihm eingegangene Ber Berliner Partei- Angelegenheiten. zu Gunsten des„ Vorwärts" sowie des neuen von der Berliner trag gegen die guten Sitten(!) verstoße. t Partei ins Leben gerufenen Unternehmens hat am Sonntag mit der Das Streifobjekt wurde auf 2000 m. festgesetzt. Sache ber Zweiter Wahlkreis. Mittwochabend 8%, Uhr findet im Sabel gewohnten Präcision stattgefunden. Tausende von Parteigenossen Krankenkasse ist es nunmehr, den Schaden zu berechnen, der ihr durch Versammlung des Wahlvereins statt. Da der Bericht sowie tannten Stellen ein, um ihrer Ehrenpflicht, das eigne Unternehmen bar zu machen. ( chen Ausschank, Bergmannstr. 5/7, die ordentliche General- Berlins und der Vororte fanden sich zu früher Stunde an den be- den Vertragsbruch des Apothekers Wedel zugefügt worden ist und den Verurteilten dann weiter für diesen Schaden civilrechtlich haftdie Wahl des Vorstandes auf der Tagesordnung stehen, wird regel- zu fördern, zu genügen. In einer Auflage von 750 000 Exemplaren Die Wahl des Plates für das Friedrichs- Realgymnasium, welches mäßiger Besuch erwartet. Dritter Wahlkreis. Heute abend 8 Uhr findet bei Buggen- wurden die Flugblätter von Haus zu Haus verbreitet, hoffend, daß bekanntlich von der Albrechtstraße nach der Tempelhofer Bor hagen am Morigplatz eine Voltsversammlung statt, in der so mancher Arbeiter sich auf seine Klassenlage besinnt und endlich it a dt verlegt werden soll, hat den Ausschuß zur Vorberatung dieser Reichstags- Abgeordneter v. Vollmar über„ Centrum und Social die sogenannte„ unparteiische" Klatschpresse mit dem einzigen Arbeiter- Angelegenheit in zwei langen Sigungen beschäftigt. Der Magistrat demokratie" sprechen wird. Außerdem Diskussion. Rege Ve- organ Berlins, dem„ Vorwärts", vertauscht. hat das Grundstück Mittenwalderstraße 34/37, welches ca. teiligung der Genossinnen und Genossen erwarten. 4462 Quadratmeter groß ist und etiva 535 440 7.( 120 m. pro Rummelsburg. Donnerstagabend 81%, Uhr findet im Café Bellevue In der Angelegenheit des ausgewiesenen Musikschriftstellers Quadratmeter) kosten soll, in Vorschlag gebracht und der Ausschuß ist diesem Antrage schließlich beigetreten, trotzdem der Baus eine öffentliche Parteiverſanımlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter Nikolaus Bernstein ist munmehr eine Aufklärung erfolgt und zwar grund stellenweise schlecht ist und einen Mehraufwand von 18 200 2. Klees- Magdeburg über direkte und indirekte Steuern und die durch die hiesige Polizeibehörde. Das Polizeipräsidium an Fundierungskosten verursachen wird. In Betracht kam u. a. noch Bolltarif- Verhandlungen im Reichstage sprechen wird. Ferner steht läßt offiziös erklären, daß niemals ein Gesuch hiesiger Musikfritiker, das Grundstück 9orfstraße 10, auf welchem sich bereits ein für u. a. die Wahl cines Vertrauensmanes auf der Tagesordnung. welches die Ausweisung Bernsteins forderte, bei ihm eingegangen die Direktorialwohnung passendes Gebäude befindet, sowie das fei, ein solches Gesuch also auch zu der Ausweisung nicht die Ver- Grundstück Wartenbergstraße 12( frühere Gemeindeschule), Sod tim aulaffung gegeben habe. Ebenso erläßt die Hamburger Polizei auf welchem sich schon jetzt die Vorschulklassen des Friedrichs- Realeine Erklärung, in welcher die von Herrn Wolfradt in der gymnasiums befinden. Beide wurden aber schließlich für ungeeignet 16 find super mail sportste Mittwochfizung des Vereins zur Förderung der Kunst gegebene erilärt. Darstellung„ in allen Punkten für unrichtig" erklärt wird. Es Die Absicht des Forstfiskus, die Schönholzer Heide an Privats unternehmer als Bauterrain zu verkaufen, soll aufgegeben sein. heißt in dieser Auslassung: Man hat die Verhandlungen mit der Laufirma, die für den Erwerb " Dem Bernstein ist hier im Stadthause eröffnet worden, daß der Heide in Frage tam, abgebrochen. Deffenungeachtet ist die Er er ausgewiesen sei, ohne daß ihm weitere Gründe für diese Maßregel mitgeteilt sind. Die Ausweisung rechtfertigte sich haltung des Waldbestandes in seinem heutigen Untfange feinesvollauf durch den Inhalt der Akten des Berliner Polizei- wegs gesichert. Es soll der Plan bestehen, das Gelände präsidiums. Es ist daher auch keinem Hamburger Beamten ein- der Schönholzer Heide in späteren Jahren zu fiskalischen doch liegen in dieser Beziehung gefallen, die Maßregel des Berliner Polizeipräsidiums zu kritisieren Zwecken zu verwenden, und als„ unbegreiflich" zu bezeichnen. Ebenso widerfinnig ist die noch keine bestimmten Beschlüsse vor. Die an den Schönholzer Forst Erzählung von dem Vertragsverhältnis, wonach der in einem angrenzenden Vorortsgemeinden, welche bekanntlich alle gegen die Bundesstaate Ausgewiesene auch in jedem andren Bundesstaate Wald zu erhalten und haben dem Fistus insofern Schwierigkeiten Abholzung petitioniert haben, wollen nach wie vor versuchen, den ausgewiesen werden müsse; ein solcher Vertrag besteht nicht und in Aussicht gestellt, als sie sich gegebenenfalls weigern würden, das ist von der Hamburger Polizeibehörde auch nicht erwähnt. Letztere Waldgebiet nach seiner baulichen Erschließung einzugemeinden, es hat, lediglich um den Anwalt des Bernstein in den Stand zu sei denn, daß ihnen eine große Entschädigung für fünftig dort zu fetzen, Material für die höheren Orts vorzulegenden Beschwerden errichtende Schulen, Kanalisationsanlagen usw. gezahlt wird. Niederzu sammeln, die Ausführung der Ausweisung vorläufig hinausgeschoben und dem Bernstein eine Frist bis zum 1. November d. J. Schönhausen verlangt beispielsweise 600 M. pro Morgen, was für das ganze Gelände 180 000 m. betragen würde. gelvährt." Lokales. Gegen die Fleischvertenerer werden die städtischen Behörden von Berlin nunmehr eine Eingabe an die Minister des Innern und der Landwirtschaft richten. Gemäß dem Stadtverordneten- Beschluß bom 4. September dieses Jahres hat der Magistrat den Entwurf einer solchen Eingabe angefertigt und ihn jetzt der StadtverordnetenBersammlung mit dem Ersuchen um Zustimmung zugehen lassen. Die Begründung und das beigefügte Zahlenmaterial sind so überzeugend, daß die Ausflüchte der agrarischen Fleischwucherer berftummen müßten, wenn diese Gesellschaftsschicht in solchen Fragen überhaupt einer andern Erwägung als der Rücksicht auf den Profit zugänglich wäre. " Daß die Fleischpreise wie fast überall im Deutschen Reich so auch in Berlin feit geraumer Zeit in außergewöhnlicher Weise gestiegen sind, wird aus den Notierungen des fönigl. preußischen statistischen Bureaus nachgewiesen. Hiernach kostete im September 1902 das Kilogramm Schweinefleisch 155 Pf., das sind noch 5 Pf. mehr als der Höchstpreis der letzten 10 Jahre, der sich im August Wir erwähnen noch, daß der Vorsitzende des Vereins zur Förde= Der Baron von Möllendorf" ist nicht mir ein gewandter Einund September 1892 borübergehend auf 150 Pf. gestellt hatte. Rind- rung der Kunst, der erwähnte Herr Heinz Wolfradt uns am brecher, sondern, wie die weiteren Ermittlungen ergeben haben, auch fleisch toftete im September 1902 von der Kenle 150 Bf. pro Kilo- 24. d. M. in der Angelegenheit eine„ Richtigstellung" übersandte, die ein Heiratsschwindler und Zechpreller ersten Ranges. Wenn er einen gramm, vom Bauch 133 Pf. Diese Preise sind gleichfalls die höchsten wir infolge eines unliebsamen Umstandes erst heute veröffentlichen guten Zug" gemacht hatte, so benutzte er Brillantringe und andre des letzten Jahrzehnts. Kalbfleisch hat den Preis von 150 Pf. er tönnen. Herr Wolfradt schreibt uns: Kostbarkeiten, die er nicht„ verschärfen" komite, dazu, junge Mädchen alt sich zu reicht. Im April hatte es noch den Preis von 140 Bf. gehabt, der locken, um ihnen später ihre ErVon mir rühren die im Bericht der Freitagnummer des sparnisse abzunehmen. In einem Falle ging er noch für die früheren Jahre etwa den Höchstpreis bildet. Hammelfleisch„ Vorwärts" erwähnten Worte her, daß die Beschuldigung weiter. Nachdem er er mit der Tochter eines hiesigen Be wurde im September mit 150 Bfennig bezahlt, am Jahresanfang der Denunziation so ungeheuerlich sei, daß es unter anderm amten, die in einem einem großen Geschäft thätig ist, bekannt mit 130 Pfennig. Höchstpreis in früheren Jahren war 140 Pfennig, Sache der Presse wäre, die Sache aufzuklären; Vertreter der Presse geworden war, ging er zu ihren Eltern und hielt um ihre Haud an. im August und September 1900. feien ja mehrfach im Saale anwesend. Ein Einblick in die Be- Die Leute gaben gern ihre Einwilligung und freuten sich, daß ihre schwerdeschrift wird ja ohne weiteres die Namen der Befürworter Tochter mit dem Herrn Baron" eine gute Partie machte. Nach der Ausweisung ergeben. Ein Irrtum ist es in der Vericht einer Reihe von schönen Tagen aber wurde dem flotten jungen erstattung, daß ich von etwo zwanzig Namen der Berliner entschlossen ging er zu seinem fünftigen Schwiegervater und erhielt, Mann das Geld knapp, da der Wechsel vom Papa ausblieb. Kurz Musikkritik gesprochen haben soll. Ich sagte vielmehr Angehörigen was er verlangte. Der Mann hatte gar keine Bedenken, denn der der Presse und Kritik und erwähnte, daß ich wohl wüßte, daß Herr Schiegersohn, der so kostbare Geschenke gemacht hatte, mußte ja Bernstein sich die Unzufriedenheit und Feindschaft der Musikkritiker ein reicher Mann sein. Nach dem großen Pump ließ im vollen Maße zugezogen habe. Dieses berechtigte aber doch, so verbrecherisch es an sich auch sei, zu teiner Ausweisung. Diese ginge mehr Leute an und ich sei der Meinung, daß wir gute Musikkritiker in Berlin ganz gut noch gebrauchen tönnten. Ich darf Sie wohl freundlichst bitten, dieser Mitteilung den Charakter einer offiziellen Berichtigung zuzuerkennen, da ich aus begreiflichen Gründen nicht den Vorwurf auf mir sißen lassen möchte, daß ich, was mir durch aus fernlag, die zwanzig fraglichen Vertreter der Musikkritik hätte beleidigen wollen. Ich habe nur zur Untersuchung des Falles, zur Feststellung der Thatsachen beitragen wollen." nommen " sich der Herr Varon aber nicht wieder sehen, und die Geschenke muß die Braut mm obendrein wieder herausgeben. Der Einbrecher verkehrte als Baron v. Möllendorf auch in den feinsten hiesigen Wirtschaften. Anfangs zahlte er pünktlich, sobald er aber bekannt geworden war, borgte er die Kellner an und gab ihnen gestohlene Brillantringe als Pfand. Auch diese Leute haben jept Bas Nachsehen. Der Inhaber der Liebermanuschen Pfandleihe dagegen ist wieder zu seinem Eigentum gekommen. Ein Teil der Brillanten wurde nachträglich noch in der Wohnung des Herrn Barons gefunden und bares Geld, das der Einbrecher im Tiergarten bei der Löwengruppe vergraben hatte, wurde dort von Kriminal beamten ausgebuddelt". Nimmt man, so wird in dem Eingabe- Entwurf ausgeführt, den Fleisch verbrauch pro Kopf und Jahr in Berlin in Anlehnung an die Berechnungen des„ Statistischen Jahrbuchs" auf 75 Kilogramm an, so würde eine Haushaltung von nur vier Köpfen bei dem niedrigsten Monatsdurchschnittspreise für Rinderbauchfleisch, der im letzten Jahrzehnt beobachtet wurde, also bei 105 Pfennig pro Kilogramm 1895 und 1896 jährlich 315 M. für Fleisch ausgegeben haben. Nach dem Breise von Anfang 1902 würde die Ausgabe 360 M., nach dem vom September fogar 399 M. betragen, also pro Haushaltung im Jahre 45 M. beztv. 84 M. mehr. Bon den Minderbemittelten wird Schweinefleisch bevorzugt, weil es fettreicher ist. Hier beträgt die Jahresausgabe pro Haushaltung nach dem bisherigen Mindestpreise von 115 Pfennig( 1896) 345 M., dagegen 450 M. nach dem Preise von Anfang 1902 und 465 M. nach dem vom September, macht im Jahre 105 m. bezt. 120 m. mehr.( Start gestiegen ist übrigens auch der Preis von Speck und Schmalz, die für die Minderbemittelten gleichfalls wesentlich in Betracht kommen.) Wie sehr Schließlich teilt uns Herr Wolfradt noch mit, daß er mehrere folche Mehrausgaben für kleine Haushaltungen ins Gewicht Thüren, an welche er dieserhalb anpochte", verschlossen gefunden habe. Die Eingemeindung von Lichtenberg in Berlin scheint nun doch fallen, ist flar. Sicherlich werden fie vielfach dadurch Die Richtigstellung des Herrn Wolfradt ist, so weit die Sache Aussicht auf Verwirklichung zu haben. Wie uns aus unserm abzuwenden versucht, daß der Fleisch berbrauch eingeschränkt an sich in Betracht kommt, verhältnismäßig belanglos, denn es ist Nachbarort geschrieben wird, hat Minister v. Hammerstein seine biswird. Die Eingabe weist darauf hin, daß das für eine Stadt wie im wesentlichen gleichgültig, ob er zwanzig Musilfritiker oder zwanzig herige ablehnende Haltung geändert und sich zur Förderung der Berlin, wo die Minderbemittelten die Mehrheit bilden, von großer Angehörige der Presse und Kritik auffordert, sich wegen einer von Gingemeindung bereit erflärt. Einem fürzlich von ihm dem Kaiser Bedeutung sei. Auch der städtische Etat werde durch die hohen ihm wenn auch nur referierend verbreiteten Beschuldigung zu recht gehaltenen Vortrage in der Frage soll denmächst ein weiterer folgen Fleischpreise stärker belastet, namentlich infolge der Vertenerung der fertigen. Nach allem scheint es jetzt, als ob Herr Wolfradt den ihm und dann der Beschluß der Regierung den Beteiligten zur Kenntnis Fleiſchlieferung für die städtischen Anstalten wir die von Herrn Bernſtein gemachten Mitteilungen Glauben geſchenkt hat, gebracht werden. Mit dem Stande der Angelegenheit, ſo ſchreibt Zur Frage nach den Ursachen der Fleischteuerung wird die ohne die notwendig gewesene Prüfung dieser Mitteilungen vor man uns weiter, scheint auch die merkwürdige Bugeknöpftheit des amtliche Reichsstatistik fiber Bestand und Zufuhr von lebendem Vieh zunehmen. Berliner Magistrats zusammenzuhängen, der, nachdem die Annahme herangezogen. 1892-1897 wurden jährlich 64000 Rinder und 223000 Schafe, 1897-1900 jährlich 48 000 Stimber into 234.000 Schafer Die städtische Untergrundbahn Süd- Nord" Berlin. Für die des Eingemeindungsvertrages durch die Gemeindevertretung von fchlachtet als aufgezogen. Schweine wurden 1892-1897 jährlich 4000 Bauausführung ist ein Beitraum von vier Jahren in Aussicht ge- Lichtenberg erfolgt war, sich noch nicht wieder geäußert hat. Stüd und 1897-1900 jährlich 777 000 Stück mehr aufgezogen genommen werden, die bei der Jnangriffnahme des eigentlichen Charlottenburg gemeldet. und zwar follen im ersten Jahre die Arbeiten vorZwei Bergiftungen werden aus zwei Nachbarhäusern zu Der 37 Jahre alte Droguist als geschlachtet, aber diese Steigerung der Schweinezucht hat nicht Tumelbaues beendet sein müssen. Hierzu gehören im wesentlichen: Theodor S. aus der Spreestraße Nr. 1b, der früher ein eignes Ges das Manto an Rindern und Schafen ersetzen können, zumal da in der Abbruch der Häuser und die Unterrampung und Sicherung der schäft besessen hatte und zuletzt als Schreiber in dem städtischen den letzten Jahren immer mehr Magerschweine auf den Markt ge- Gebäudeteile und Bauwerke, die in unmittelbarer Nähe der Krankenhause auf Westend beschäftigt war, hatte Sorgen um die Yangten. Am 1. Dezember 1900 wurden 164 Millionen Schweine ge- Tunnelbaugruben liegen. Vor allem find aber im ersten Bufumft seiner Frau und fünf Kinder und vergiftete sich in Berlin zählt. Nach Abzug der jüngeren und der Mehrzahl der Zuchttiere Jahre alle Zeitungsverlegungen auszuführen und die Straßen mit Nitrobenzol. Im Strankenhause am Urban erlag er der Wirkung bleiben für den Verbrauch etwa 6 Millionen Schweine. Da aber allein nach der erfolgten Ausführung dieser Arbeiten provisorisch des Giftes. Die 24 Jahre alte Arbeiterfrau Enna K. aus der in 32 Großstädten im Jahre 1901 fast 3 Millionen Schweine gefeiler der elektrischen Hochbahn und der Brücke des Schönhauser schlecht behandelt. Als sie ihm in der vergangenen Woche das Mittagwieder zu pflastern. Auch ist die Tiefergründung der beiden Spreestraße Nr. 1 lebt in unglücklicher Ehe, weil ihr Mann sie schlachtet wurden, so ist es sehr wahrscheinlich, daß der Vorrat vom Grabens herzustellen. In den nächsten drei Jahren foll alsdann, effen nach dem Bau brachte und ihn uni etwas Geld bat, miß1. Dezember 1900 im ersten Halbjahr 1901 bereits verbraucht nach der Verlegung der Straßenbahnen, der eigentliche Tunnelbau handelte er sie auf der Stelle. Die Frau wehrte sich nun und vers und neue Aufzucht bis jetzt nicht genügend beschafft worden ist. erfolgen, die Ausführung des Aufstellungshofes in Schöneberg und wundete ihn durch einen Schlag mit der Kaffeekanne, so daß er sich Dazu kommt, daß auch die geschlachteten Rinder jest nicht mehr das des Betriebs- und Werkstätten- Bahnhofes im Norden, sowie die verbinden lassen mußte. Seitdem tam er gar nicht mehr nach Hause. frühere Schlachtgewicht haben. Schafe find in den lezten 80 Jahren Betriebseinrichtung der freien Strecke, Haltestellen und Bahnhöfe un fich allen Widerwärtigkeiten zu entziehen, nahm die junge Frau von 25 Millionen bis auf 90 Millionen zurückgegangen und vorgenommen werden. Jährlich follen 3 Kilometer ausgeführt am Sonntagabend Sublimat und wurde in bedenklichem Zustande tommen übrigens für die Ernährung der Minderbemittelten immer werden. Der für die betriebsfertige Herstellung und Ausrüstung der nach dem städtischen Krankenhause gebracht. ganzen Bahn erforderliche Aufwand ist auf 56 223 000 20. berweniger in Betracht. anschlagt, davon entfallen 3 106 900 M. auf Schöneberger Gebiet, Vor einer Schwindlerin, die im Westen der Stadt auftaucht, Je weniger nun, fagt die Eingabe, die deutsche Land- 9 305 350 Wt. auf die Strecke von der Berliner Weichbildgrenze bis wird gewarnt. Vor einigen Tagen erschien bei einer im Haufe wirtschaft in stande ist, den Fleischbedarf selber zu decken, um aunt Landwehrkanal, 3 095 000 m. auf die Unterführung des Land- Nürnbergerstr. 68 wohnenden Blätterin eine Frau mit dem Vors so wichtiger wird die Frage der Einfuhr. Bei Rindvieh ist wehrlanals, 8 878 600 m. auf die Unterführung der Spree, geben, daß sie eine Wäscherin fuche. Sie sei Wirtschafterin bei einem die Mehreinfuhr nur wenig, jedenfalls nicht in ausreichendem 8 Millionen Mart auf die Strede Landwehrkanal bis Spree, Arzt Dr. Landauer in der Raufeftr. 6 und habe eine lohnende Maße gestiegen, Schafe kommen seit langem nicht mehr für die Ein- 8 Millionen Mark auf die Strecke Spree bis Wedding, 5 890 300 W. Arbeit zu vergeben. Die Fremde ließ sich verschiedene Wäscheſtücke fuhr, sondern nur für die Ausfuhr in Betracht, und Schweine sind auf die Endstrecke Wedding bis Seestraße. Der Betriebsbahnhof foll zeigen und verschwand dann unter Mitnahme eines Regenschirms. in den letzten Jahren pro Jahr feine 100 000 Stid mehr eingeführt 1600 000 W., das Kraftwerk 2 790 300 M. foften; für Betriebs- ergab sich, daß in dem Hause Nantestr. 6 ein Arzt des erwähnten mittel find 1745 000 m., für allgemeine Koften 23 Millionen Mart, Namens nicht wohnt und die Person es daher auf Schwindel und worden, gegenüber 800 000 noch zu Anfang der 90er Jahre. für Verwaltungsspesen 1 Millionen Mark und für Bauzinfen Diebstahlsgelegenheit abgesehen hat. Sie ist von schlanker Statur, Nachgewiesen wird, wie sehr infolgedessen die Schlachtungen 41 Millionen Mark vorgesehen. Hiervon find 6 Millionen Mark trägt dunkles Haar und fällt beim Sprechen dadurch auf, daß ihr in Berlin zurüdgegangen sind. In den ersten 9 Monaten für wieder verfügbare Grundstücke in Abzug zu bringen, so daß zwei Vorderzähne fehlen. bon 1902( bezw. von 1901 und 1900) wurden geschlachtet: 122 609 rund 56 Millionen Mark an Gesamtkosten verbleiben. Ueberfall im Tiergarten. Am Sonntagnachmittag ging ein ( 138 372, 130 457) Rinder, 122 830( 128 801, 126 301) Kälber, 352 581 ( 358 447, 336 557) Schafe, 561 167( 606 203, 610 007) Schweine. Schöneberg hatte sich der dortigen Ortstaffe gegenüber am trat ein älterer, starfgebauter Mann auf fie zu und sagte: Folgen Student der Theologie mit seiner Cousine im Tiergarten spazieren. Der Apothekenbefizer Wedel in Beide setzten sich schließlich auf eine Bank und plauderten. Plötzlich Dieser Rückgang hat nicht ausgeglichen werden können durch die 23. April d. J. verpflichtet, die von der Krankenkasse geforderten Sie mir sofort, ich bin Sicherheitsbeamter." Der Student ließ sich Einfuhr von Fleisch, Spec usw., weil diese immer erst ein Siebentel 20 Broz. Rabatt auf Arzneilieferungen zu gewähren. Unter den von den angeblichen Beamten einschüchtern und folgte ihm einige des ganzen Fleischverbrauches ausmacht. Einflüsterungen seiner Stollegen erklärte Herr Wedel jedoch Schritte hinter ein Gebüsch, während das Fräulein auf der Bant Zum Apothekenbontott. " Zur Bekämpfung des Fleischmangels wird Erleichterung schon nach einigen Tagen, daß er von der Vereinbarung der Zufuhr von lebendem Vieh verlangt, namentlich wieder zurüdfrete. Die Drts Krantentasse strengte nun zurückblieb. Der Beamte" faßte, hinter dem Gebüsch angelangt, Milderung der Einfuhr berbote, da eine Gefahr der mehr einen Prozeß auf Einhaltung des Vertrages gegen den den schmächtigen Studenten an den Schultern, drückte ihn zu Boden Seucheneinschleppung nur noch wenig oder gar nicht mehr bestehe, Apotheker an und die Civilfanumer des Landgerichts II bat darauf- und riß ihm Stette nebst Uhr fort. Jegt erst rief der Student nach völlige Aufhebung der Einfuhrverbote für Schweine aus Dänemart hin dieser Tage folgendes Urteil gesprochen: Der Apothefer Wedel Silfe, worauf von mehreren Seiten Baffanten herbeieilten. Nun and Destreich, daneben eine Ermäßigung der Eisenbahn- Frachtfäße ist verpflichtet, den mit der Krankenkasse geschlossenen Vertrag ergriff der Stäuber eiligst die Flucht und entkam leider. zu erfüllen. Sein Einwand, daß er zum Abschluß des Ver- Nicht weniger als fünf Straßenbahn- Unfälle werden vom Sonnfür Viehbeförderung, wenigstens für die Dauer des Viehmangels trages nicht berechtigt gewesen sei, weil er sich seinen Kollegen tag aus Berlin und den Vororten gemeldet: Der 23jährige Kauf und der Fleischteuerung. gegenüber durch Ehrenwort anders verpflichtet habe, ist hinmann Weigel stand gegen 11 Uhr abends mit zwei Freunden auf bem Bürgersteige vor dem Haufe Oberwallstraße 11. Die beiden verordneten mit 17 gegen 14 Stimmen den socialdemokratischen An- die Höhe von 5 Meter und überschwemmte das Land auf eine Aus Herren hielten W. fest, um ihn zu veranlassen, mit ihnen gemeinsam trag betr. die herrschende Fleisch not" angenommen und zwar dehnung von 8 Kilometer. Die Landleute der umliegenden Ort noch ein Glas Bier zu trinken. W. riß sich los, fiel rücklings zu hatten die Freifinnigen damals damals für den Antrag ge schaften sind auf die Dächer ihrer Häuser gestiegen und gaben von Boden und schlug mit dem Kopf gegen den eisernen Tritt der stimmt. Der Magistrat benachrichtigte mun die Ver- dort Flintenschüsse als Notzeichen ab. Jn andren Teilen der Provinz Border- Plattform des in demselben Augenblick vorbeifahrenden sammlung, daß er jenem Beschluß nicht zugestimmt, find die Flüsse gleichfalls ausgetreten und haben mehrfachen Schaden, Straßenbahn- Wagen Nr. 1310. Der Verunglückte, der eine Kopf- sondern sich seinerseits in dieser Frage an dieser Frage an den Regie namentlich in den Weinbergen, verursacht. berlegung erlitten, wurde nach der Charité gebracht. Beim Ab rungspräsidenten gewendet habe. Als Berichterstatter über dieses Wegen Aschenregen mußte die Stadt Duezaltenango in springen von einem fahrenden Straßenbahn- Wagen der Linie Schreiben des Magistrats begründete Stadtv. Rieger( Soc.) noch Guatemala geräumt werden. Die Einwohner flüchteten nach Dalldorf- Knesebeckstraße vor dem Hause Hermannstraße 52 ver- einmal kurz und fachlich die Notwendigkeit eines Vorgehens der Ge- Totonicapan. Ein Ausbruch des Vultans Santa Maria und unglückte die Arbeiterin Bertha Steuer aus Nixdorf, Prinz meinden gegen die dem Volke in der wachsenden Fleischvertenerung andrer Berge wird gemeldet. Leichte Erdstöße und umumterbrochenes Handjerystraße 28. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und drohenden Gefahr; er verwies auf den kolossalen Andrang der Getöse, ähnlich dem Donner von Schnellfeuergeschützen sind seit Bluterguß über dem rechten Auge und mußte dem Kreis- Krankenhaus ärmisten Bevölkerung bei der Freibant"( d. H. beim Verkauf des von 4 Uhr in der Nacht zum Sonnabend wahrgenommen worden. Die zugeführt werden. Beim Ueberschreiten des Fahrdamms der Schön der Schlachthofs- Verwaltung beanstandeten minderwertigen Hauptstadt ist bisher nicht gefährdet. Hauser Allee lief der Privatier Karl Karl aus Pankow gegen die Fleisches) und auf das gute Beispiel zahlreicher andrer Städte. Borderplattform eines Motorwagens der Linie Schönhauser Allee- Er belämpfte auch vor allem den Standpunkt des Magistrats und Hajenheide. Der 64 Jahre alte Herr erlitt Verlegungen an Kopf feine Auslegung des§ 35 der Strafprozeß- Ordnung und stellte und Unterschenkel. Zwei Unfälle ereigneten sich abends auf der schließlich folgenden Antrag: Charlottenburger Straßenbahnlinie Kupfergraben- Westend, Der Schlosser Hohn versuchte gegen 11 Uhr abends in anscheinend angetrunkenem Zustande unmittelbar vor einem Accumulatorenwagen das Geleis vor dem Hause Berlinerstr. 120 zu überschreiten. In gleicher Weise verunglückte eine halbe Stunde später der Schlosser Emil Scholz in der Nähe des Großen Stern. Beide erlitten Kopfwunden, erhielten die erste Hilfe auf der Unfallstation in der Marchstraße und konnten sich sodann nach ihren Wohnungen begeben. " Die Stadtverordneten- Bersammlung nimmt mit Bedauern von der ablehnenden Haltung des Magistrats zu dem Beschluß bom 18. September, betreffend Maßnahmen zur Beseitigung der Fleischnot, Kenntnis. Aus der Erwägung heraus, daß, die vom Magistrat beschlossene Verwendung bei dem Herrn Regierungspräsidenten nicht den von der Versammlung gewünschten Erfolg. haben kann, beauftragt die Stadtverordneten- Versammlung ihren Vorstand, gegen den Magistrat wegen Erteilung der erforderlichen Zustimmung den Klageweg zu beschreiten." Eingegangene Druckschriften. Natürliche Zuchtwahl. In unsrer überfeinerten Zeit ist es wahr haft herzerquickend, auf einem Gebiete, wo man es am wenigsten vernitet, ein von aller Konvention befreites Verlangen ausgedrückt zu finden. Die„ Mohrunger Zeitung" brachte dieser Tage folgende Heiratsanzeige: Junge Witwe mit Kuh und zwei Kindern sucht fräftigen Mann. Pferdeluecht bevorzugt. Näheres in Schönwäldchen bei Frögenau. Das ist einmal unverfälschter Erdgeruch. Wer wagt es, Ritters mann oder Knapp? Briefkaften der Redaktion. Tie juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7%, bis 9% Uhr abends jatt. F. M. Ihren Brief haben wir dem Genossen Bebel übermittelt. O. N. 7. Handelsblatt des Verbandes der Handelsgärtner Deutschlands, Möllers Deutsche Gärtner- Zeitung", Erfurt. Oberbürgermeister Kölge verteidigte furz die MaßDie„ Typographia" veranstaltete am Sonntag in Kellers Festfälen nahmen des Magistrats, ohne jedoch besonders zu überzeugen. Zum in der Koppenstraße eines ihrer beliebten Gesangskonzerte. Die freiwilligen Verteidiger warf sich Stadtv. Jenne, der Führer des Vorträge lieferten den Beweis, daß der Gesangverein der Buch- Spandauer Freisinns", auf, der sich entschieden gegen den drucker mit allem Eifer bestrebt ist, tüchtiges zu leisten. Von socialdemokratischen Antrag wendete. Man könne doch nur den Freiheitsliedern waren nur" Frühlingsstürme" von Schulfen im ablehnenden Beschluß des Magistrats einfach zur Kenntnis" 2. in 3. Die betreffende Rede von B. wird gedruckt. Das Münchener Programm vertreten. Paula Weinbaum als Altistin brachte einige nehmen, und ihm nicht etwa ein Mißtrauensvotum aussprechen. Brotokoll ist bereits fertiggestellt. Beides ist in unsrer Buchhandlung zu Soloſtücke zu Gehör, aus denen wir„ Der Blumen Rache" hervor Ueberdies habe sich die Situation wesentlich verändert(!!), denn kaufen, heben. Geradezu begeistert war das Publikum von den vorzüglichen befanntlich habe der Reichskanzler Graf Bülow eine Antwort auf G. A. 22. Bringen Sie Ihre Beschwerde beim Polizeirevier an. Leistungen des Violin- Virtuosen Alfred Wittenberg, der Beifall wollte die entsprechende Interpellation der Social etwa 10 Tagen zur Herstellung der einzeln aufgeführten Reparaturen. Nach Brandschaden. Stellen Sie dem Wirt eine angemessene Frist von schier kein Ende nehmen. demokraten und Freisinnigen zugesagt! Stadtv. fruchtlosem Ablauf der Frist flagen Sie entweder auf Herstellung der Feuerbericht. Im Laufe des Sonntags wurde die Wehr viel Rieger trat der Auffassung der Freisinnigen scharf entgegen. Der Reparaturen und Schadensersatz oder führen Sie, falls Sie Ihrer Auffach in Anspruch genommen. Früh 6 Uhr wurde sie nach der Adolf- socialdemokratische Antrag wurde schließlich mit allen gegen die forderung die Drohung beigefügt haben, nach fruchtlosem Ablauf der Frist straße 1 gerufen, wo in einer Bäckerei ein Brand ausgekommen Stimmen unsrer Genossen abgelehnt. So bewährt sich der die Reparaturen auf Kloften des Wirts ausführen zu lassen, Ihre Drohung aus und flagen Ersatz des Verauslagten und Schadensersah ein. war, dessen Ablöschung indes bald erfolgen konnte. Gardinen und Freifinn allerorts als Volksfreund. W. T. 1. Durch die Buchhandlung Borwärts, Lindenstr. 69, können Kleidungsstücke gingen furz vorher in der Kleinen Markusstr. 9 in In Weißensee ist vorgestern in Gegenwart des Kaiserpaares die Sie jedes Buch erhalten. 2. Die Klage hat Aussicht auf Erfolg. Durch die V. M. Flammen auf, während in der Gubenerstr. 4 Wäscheſtücke durch Bethanienkirche eingeweiht worden, nachdem es durch Sonntags- felbe tann allerdings ein Strafverfahren hervorgerufen werde Feuer beschädigt wurden. Längere Zeit hatte die Wehr in der arbeit möglich geworden war, das„ Gotteshaus" rechtzeitig fertig bei dem Magiftrat, Abteilung für Invaliden- Versicherung, Breitestr. 24. Nachdem Sie sich verheiratet haben, stellen Sie den Antrag auf Rückerstattung Bandelstr. 21 zu thun. Hier war in einem Keller aus nicht erzustellen. Die durchaus socialdemokratisch gesinnte Bevölkerung Ein Beispiel für solchen Antrag finden Sie S. 445 Nr. 95 des in den Lesemittelter Ursache ein Brand entstanden, der in der Hauptfache Ver- unfres Vorortes denkt bekanntlich recht nüchtern über die neue Bau- hallen ausliegenden„ Arbeiterrechts". Vor der Heirat müssen mindeſtens padungsmaterial und Schreibmaterialien ergriffen hatte, so daß die lichkeit und hält viele andre Einrichtungen, die bisher noch nicht ge- 200 Marten geflebt sein... 1890. 1. Sa. 2. Die Höhe des Beis Wehr mit einer Schlauchleitung tüchtig Wasser geben mußte, um die schaffen worden sind, am Orte für notwendiger als eine Kirche. trags ist von Fall zu Fall festzusehen. Gefeßliche Tagen giebt es hierfür Flammen zu ersticken. Einen zweiten Kellerbrand hatte die Wehr nicht. E. H., Köpenick. Die Schule ist im Recht. X. y. Leider. nachmittags 3 Uhr am Grünen Weg 26 zu beseitigen. Allerlei GeBauer in Agram. 1 bis 3: Sa. B. S. 100. Leider fönnen Ste Die Rigdorf 100. rümpel wurde hier eingeäschert. In der Nacht zum Sonntag wurde Burüderstattung des Geldes nicht verlangen. die Wehr nach der Matthieustr. 17 gerufen. Hier war durch die Beantwortung Ihrer Fragen hängt von dem Wortlaut Ihres Vertrages ab. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Verlag) ist soeben das Sprechen Sie mit demselben in der Sprechstunde vor. M. S. Der Unvorsichtigkeit eines Kleinen Knaben in einer Keller4. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Hestes heben Anspruch ist leider längst verjährt. G.. 1. Db Sie mit Erfolg klagen wohnung ein ein Feuer entstanden, das fast die ganze wir hervor: Eine verfehrte Welt. Jakob Franz. Bou Ignaz Auer. fönnen, hängt von dem genauen Inhalt der mündlichen Abrede ab. Es Habe der kleinen Familie vernichtete. Sonntagvormittag hatten Bur Lage des Socialismus in Frankreich. Von B. Kritschewsky. Die wäre deshalb für Sie ratsam, diese in der Sprechstunde vorzutragen. in der Mexanderstraße 24 Kartons und andres Feuer gefangen, Eisenbahner Deftreichs und Deutschlands. Von Franz Heger. Der not 2. Trefen Sie aus. E.. 44. 1 und 2: Ja. A. S. 28. Bom das aber noch im Entstehen beseitigt werden konnte. In der leidende Bauer. Bon August Rasch. Litterarische Rundschau: Dr. Joseph vollendeten 21. Jahre ab können Liebende ohne elterliche oder vormund einander heiraten. 2. R. 20. Ein Alexandrinenstraße 84 gingen Lumpen und Verpackungsmaterial in Grunzel, Ueber Startelle. Von H. Cunow. Eduard Vaillant, La législation fchaftliche Genehmigung Notizen: Ucber Industrie und industrielle solcher Beschluß ist nicht gefaßt, folche Broschüre auch nicht erschienen. Flammen auf, die jedoch auch bald erstickt wurden. Montag früh ouvrière et l'hygiène. Arbeiterschaft in Britisch- Indien. Nungestraße, M. H., G. Sch. 600 Barth, M. 5. Ja. furz nach 6 Uhr hatte die fünfte Compagnie in der Brandenburg- Arbeiterschaft in Die" Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch- W. 74. 1. Diese Frage ist strittig, die Berliiner Gerichtsprayis bejaht fie straße 68 im dritten Stock einen Brand abzulöschen, der den Fuß- handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von M. 3,25 pro in der Regel. Aufwärterin. Eine Auswärterin ist invaliden, nicht boden und die Balfenlage ergriffen hatte. Außerdem hatte die Wehr Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreislifte der Bostanstalten ist die frankenversicherungspflichtig. Bu fleben hat der, der am ersten Wochentage in der Zwischenzeit noch Alarmierungen von der Pücklerstr. 18, Neue Zeit unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post beschäftigt. A. 2. 00. Durch Außerhebungstellen der Biermart stufe dem geht berloren. das Betreffenden Wahlrecht Bülowstr. 54 und von der Posenerstr. 4 zu verzeichnen, die jedoch nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft tostet 25 Pf. nicht alle drei nur auf unbedeutende Anlässe zurückzuführen waren. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. W. K. 40. M. B. Nein, Sie könnten auf Rückzahlung flagen. Bom Süddeutschen Postillon" versendet der Verlag M. Ernst in Darüber, ob eine Versicherungsgesellschaft u bergl. empfehlenswert ist, geben München soeben die neue Nr. 22. 23. 9. 1. bis 3. Das Titelbild nennt sich eine Audienz". wir keine Auskunft. Südost 100 und 102. Nein. Der Frosch- König ist eine flassische Figur bornierter Einbildung. Das Nein. 4. Weißbier. R. R. 1. Ein Anspruch wird schwer durchzuführen Die Witwe soll einen Versuch gegenüber der Fuhrwerts. Schlußbild Der Zolltarif" von M. Engert erzeugt ein gelindes Gruseln ob sein. der Zukunft des deutschen Michels. Der gräulichen Ungetüme find zu viele, Berufsgenossenschaft versuchen. 2. Erst in 2 Jahren fritt Berjährung ein. denen der gute Michel direkt in den Rachen fällt. Der Inhalt geißeli die 28. Der Betreffende soll sich direkt an das Seriegsministerium wenden. jüngsten Ereignisse. 2. B. 26. Die frühere Stenter wäre noch feinesivegs verjährt; für die Zeit von Ihrem Wegzug ab sind Sie nicht mehr steuerpflichtig. Sehen Sie fich mit der auswärtigen Gemeinde unter Beibringung der Quittungen über hier gezahlte Steuern mündlich auseinander und sprechen Sie eventuell mit den zu der Angelegenheit gehörigen Quittungen in der juristischen Sprechstunde vor. Neues Hochwasser auf Sizilien. Infolge wolkenbruchartiger W. B. Die Frage, ob ein Mitspieler froh Nichtzahlens an den weiteren tegen ist der Fluß Simeto, so meldet der Draht aus Catania, aus Selaffen teilnimmt, ist von Fall zu Fall danach zu entscheiden, ob das Mit feinen Ufern getreten und hat auf einen Kilometer die Eisenbahn- spielen sich nur auf eine oder ob es sich auf alle Stlassen bezieben sollte. verbindung Catania- Siracusa unterbrochen. Auf den Feldern hat Das flarzustellen ist Sache der Mitspieler. die Ueberschwemmung großen Schaden angerichtet, besonders bei.., Schöneberg. Sie könnten lediglich bis am 15. zum 1. kündigen der Ortschaft Bicocca. Man befürchtet, daß auch Menschen verunglückt Wetter- Prognose für Dienstag, den 28. Ottober 1902. find. Ein Hilfszug und Truppen sind nach dem lleberschwemmungsBunächst etwas wärmer, ziemlich trübe und regnerisch bei mäßigen weft gebiet abgegangen. Die Behörden und das Militär mußten in lichen Winden; später aufflarend, etwas fühler. Berliner Wetterbureau. Rähnen nach der Unglücksstätte heranfahren. Das Wasser erreichte Aus den Nachbarorten. Der Landrat des Kreises Niederbarnim hat den Vororten befanntlich den Rat gegeben, in Fällen, wo die Stadt Berlin durch ihr Gebiet Kanalisations Röhren legen will, ja auf ihren Vorteil bedacht zu sein. Nun scheint es, daß manche Vororte nicht allein der Stadt Berlin, sondern auch untereinander in solchen Dingen das Leben möglichst schwer zu machen suchen. So wird berichtet, daß der Gemeinde Pankow bei der Durchführung ihrer Drud röhren durch Nieder- Schönhausen und Franz. Buchholz außerordent liche Schwierigkeiten bereitet werden und der Landrat sich daher veranlaßt gesehen hat, felber die Vermittelung in die Hand zu nehmen. Solche Früchte trägt die Scharfmacherei. Aus Spandau schreibt man uns: Einen Beweis seiner völligen Unzuverlässigkeit in allen ernſten wirtschaftspolitischen Fragen hat der Spandauer Kommunalfreifinn aufs neue in der letzten Stadt verordneten- Sigung geliefert. Am 18. September hatten die StadtVermischtes. Franz Wedemeyer, Möbel- Fabrik wachtungen dem Unternehmerdant 10 Wochen vor dem heutigen 25. Jahrestage des zu Fabrikpreisen Eintritts in die Werkstatt G. A. Hotfmann, Hut- und Mützenfabrik, die Begehung seines 25 jährigen Werkmeister- Jubiläums durch Entlassung vereiteln sollte, zu feinem wohlverdienten Ehrentage die herzlichsten Glückwünsche! 845 Berlin, 27. Dftober 1902. Seine Freunde und ein Teil seiner bisherigen Mitarbeiter. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Freunden und Betannten, sowie den vier Vereinen meinen herzlichsten Dank. Die tieftrauernde Witwe Frau Münsterberg. 64b Ehrenerklärung. Unterzeichneter nimmt die am 9. 9. 02 in seinem Lokal gegen den jezigen Konsum- Borstand der Firma Siemens u. Halste, Charlottenburger Wert, ausgestoßenen schweren Beleidigungen mit dem Ausdrucke des Bedauerns zurüd. 655 Charlottenburg, 16. Oftober 1902. Julins Wegener. Kranz- und Blumenbinderei u. kompletter Wohnungs- Einrichtungen Eigne Werkstätten empfiehlt am Kottbuser Thor. Julius Apelt, Skalitzerstr. 6, Th Schutzmarke. 5191L* Jos. Gremmer's Wwe. Landshut, Bayern. Erste und Klteste Brasiltabakfabrik Brasilschnupftabak per Pfd. Mk. 170, Mk. 1.50 und Mk. 1.30. Von 8 Pfd. an franco. Staniol- Packete zum 10 Pfg.- und 5 Pfg.- Verkauf Beste und vortheilhafteste Bezugsquelle. Zähne 2 Mk. 10 Jahre Garantie. Teilzahlung wöchentlich 1 Mark. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 Mark. Plomb. 1,50 M. Reparat. sof. Umarbeit schlecht sitz. Gebisse. Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130. ( Haus Schaarwächter.) Sprechst. 9-7 Uhr. Tel. 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Drud u: Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Alexan42 Oranienstr. 202, part. Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun.[ 5220L*