Nr. 253. Ink and spa and 796 Vorwärts Abonnements- Bedingungen: ur Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., leuk wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- BeitungsBreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. da modnim 104 296 1105 m би pull hi Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. *** Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferusprecher: Amt IV, Nr. 1983. Eine Infamie. -st. Wien, 26. Dftober. Eine christlich sociale Infamie ist aufgedeckt worden, wie man sie selbst von dieser verlottertesten aller Parteien nicht erwartet, nicht für möglich gehalten hätte. Eine der gemeinsten Verleumdungen, die jemals unternommen worden sind, ift, wie nun attenmäßig feststeht, das Werk der Wiener Kommunalgewaltigen, ist bewußt und planmäßig von dem Bürgermeister der östreichischen Hauptstadt verübt worden. Es ist nötig, die Sache ausführlich zu erzählen: man soll genau erkennen, wie weit die Verworfenheit der Wiener Antisemiten reicht. Am 2. Juli 1901 wurde in Favoriten Dr. Adler zum Landtags- Abgeordneten gewählt. Trotz allem Wahlschwindel und Terrorismus hatten die" Christlichsocialen den Sieg des Socialdemokraten nicht verhindern können, und so tobte sich ihre Wut über die Niederlage in wahnsinnigen Lügen und Verleumdungen aus. Die Socialdemokraten wurden als Diebe und Straßenräuber hingestellt, die den Christlichsocialen] außer den Wahllegitimationen auch gleich die Brieftaschen gestohlen hätten, und die Genossen und Genossinnen, die sich in den Dienst der Agitation gestellt hatten, wurden in der unflätigsten Weise beschimpft. Wie auf Kommando meldeten die christlichsocialen Blätter, daß Prostituierte aus der Novaragasse, einer berüchtigten Gaffe in Wien, für die Socialdemokratie agitiert hätten. Die Deutsche Zeitung", das offizielle Drgan der christlichsocialen Partei, schrieb in einem Leitartikel unter anderm folgendes: " Dugende von Priesterinnen", der freien Liebe, von denen ein Teil als Insassinnen eines in der Novaragasse unschwer aufzufinden den Hauses festgestellt wurde, wurden mit der betannten Zalmi- Eleganz aufgeputzt und in Fiafer gesetzt, um fäumige Wähler für Dr. Adlers Wahl zu interessieren. Mit was für Mitteln diese Dirnen es dahin ge= bracht haben, die Wahlberechtigten zu überzeugen, daß der Jude Adler der richtige Vertreter für den Bezirk Favoriten sei, das weiß außer den Beteiligten" nur noch die Polizei, welche mehrere dieser etären abfing und ihnen ihr fauberes Handwerk zumindest für die Dauer des heutigen Tages legte. Die Arbeiter aber, welche von ihrem sauer erworbenen Verdienst zu den verschiedenen socialdemokratischen Fonds beizusteuern gezwungen find, mögen es wissen, wohin ihre Arbeiterkreuzer gewandert sind. Billig sollen die„ Pensionsvorsteherinnen" aus der Novaragasse ihre lebende Ware nicht außerdienstlich weitergeben. Einem fünftigen Sueton möge es vorbehalten sein, dieses SchandKapitel aus der Geschichte socialdemokratischer Korruption festzuhalten! Für die Bundesgenossen der Socialdemokraten muß nes aber ein erhebendes Gefühl sein, Schulter an Schulter mit diesem weiblichen Abschaum der Menschheit gekämpft zu haben für den Juden Adler, in einer Reihe gestanden zu sein mit öffentlichen Schans als es galt, den Antifemiten ein Mandat zu entreißen. Mittwoch, den 29. Oktober 1902. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Politifche Uebersicht. Berlin, den 28. Oftober. Der Reichstag lief mum beim Gericht eine Eingabe ein, in der Herr Schäffer um Vorladung von Zeugen ersucht, die beweisen sollen, daß er in gutem Glauben gehandelt habe. Es heißt darin, daß die Arbeiter- Zeitung in keinem Falle berechtigt gewesen sei, ihn in der Weise zu beleidigen, wie sie das gethan habe, daß sie aber einen Schein von Berechtigung nur dann gehabt hätte, wenn fie fah am Dienstag endlich den Vater des Zolltarifs, den Grafen die Ueberzeugung gehabt hätte, daß er den Artikel der„ Deutschen Posadowsky, in eigner Person in das Kampffeld herabZeitung" ohne genaue Information geschrieben habe. Er will nun steigen, um einen erneuten Mahnruf zur Rettung seines Zollbeweisen, daß er sich aber vorher genau informiert habe. Es heißt wunderwerts zu unternehmen. Er hat lange auf sich warten nun in der Eingabe des Schäffer wörtlich: lassen. Viele Tage hat er schweigend auf seinem Stuhl geAm Lage der Wahl wurde unsre Redaktion etwa um 5 Uhr sessen, die Reden mit angehört und dicke Aftennachmittags telephonisch angerufen und einer der politischen bündel aus seiner schwarzen Riesenmappe aus- und Redakteure zum Bürgermeister Herrn Dr. Karl Lueger entboten. eingepackt. Die Offiziösen verbreiteten, daß er fich Ich wurde mit dieser Mission betraut, und als ich zu Herrn Dr. unwohl fühle, " und er sieht in der That sehr Lueger tam, fand ich dort den Vicebürgermeister Herrn Josef grau und gealtert aus. Er leidet an der fürchterlichen Frage, Strobach, den Abgeordneten Herrn Julius Aymann, den Landes- ob es möglich sein werde, das größte Wert seiner Regierungsausschuß Herrn Leopold Steiner und den Redakteur der„ Reichs- thätigkeit in den rettenden Hafen zu bringen. Eine Niederpost", wenn ich nicht irre, einen Herrn Fröhlich. Bald darauf lage müßte für ihn das Ende seiner Ministerlaufbahn beerschien dann weiter auch der Redakteur Hermann Fasching denten: scheitert das Zolltariffchiff an den Klippen, bauer vom Deutschen Volksblatt" und der damalige Heraus- dann ertrinkt auch der Steuermann. Und es scheint geber der„ Destreichischen Volkspost", gegenwärtig Herausgeber der ihm fast unmöglich zu sein, es noch zwischen der Wiener Neuesten Nachrichten", Herr Baul Massiezet. Scylla der Scylla der Rechten und der Charibdis der Linken Herr Dr. Lueger informierte uns über den Ausgang der hindurchzubringen. Ein sehr elegischer, ein sehr pessiWahlen, gab uns das statistische Biffermaterial, wie es sich mistischer Zug ging durch die Rede des Herrn Staatsin meinem und in den Artikeln der noch weiter unten an fetretärs. Was sollte er sagen, das nicht schon gesagt worden geführten christlichsocialen Zeitungen vorfindet. Er er wäre, das nicht er schon gesagt hätte? Auch die Taktik, die zählte auch, daß bon den Socialdemo- er einschlagen muß, ist die alte, die er so oft schon angefraten ein unerhörter Wahl- Terrorismus wendet hat. Er muß die Rechte auf das inständigste geübt worden sei, und erzählte insbesondere unt gutes Wetter bitten, er m den Nachweis die Geschichte bon der geraubten Brief- führen, daß er sehr agrarisch ist, er muß die tasche, bon den überfallenen Agitatoren Argumente der Linken bekämpfen, um seine Unentbehrlichkeit und von der Teilnahme von zwölf Prostituierten zu beweisen. Das that er denn auch reichlich. Mit wahrer aus der Novaragaffe. Der Leiter der christlichsocialen Sentimentalität sprach er von der Leutenot auf dem Lande, Agitation, Herr Julius Armann, erzählte die Daten die in manchen Gegenden zu Zuständen geführt habe, daß nochmals und verbürgte sich für deren Richtigkeit, einem das Herz brechen könne. Das wirfte für einen worauf ich mich in meine Redaktion begab und dort meinem Augenblick. Und ebenso wirkte seine Verteidigung des FleischChef, Herrn Dr. Wähner, berichtete. Ich bemerke noch aus beschau- Gesetzes und Borfänreverbotes, feine Verteidigung drücklich, daß ich mich damals noch weigerte, den Artikel der Kornzölle und so weiter. Aber er fann den zu schreiben, weil ich bis dahin nie parteipolitische Agrartern keine weiteren Konzessionen machen, und das VerLeitartikel geschrieben, sondern mich lediglich mit wirt- trauen, der Glaube, den er so dringend heischt, scheint sich schaftlichen und außerpolitischen Artikeln beschäftigt hatte. nicht einstellen zu wollen. Das erfüllt ihn mit höchster BeDa jedoch der betreffende Fachredakteur erkrankt war, bestand Herr sorgnis, und diese Besorgnis war der Grundton der Rede, Dr. Wähner darauf, ich möge den Artikel trotzdem schreiben. der am deutlichsten in ihrem Schlußteile hervortrat, in den Als ich mich dazu aufchickte, fam auch Herr Kollege Dr. Konrad Anspielungen auf die Möglichkeit eines Wirtschaftskonflittes, Rumpf, dem die Berichterstattung oblag, bestätigte das, wie es bis 1866 einen Militärkonflikt mit der Fortschrittswas ich von den oben genannten Herren erpartei gegeben hat, in der Citierung des Propheten Daniel fahren hatte, als wahr und teilte als weiteres und feines Menetekel. Detail mit, daß er eine von diesen Frauen Eine stattliche Corona hatte sich im Hause während der zimmern, die sich an der Wahlagitation be- Nede des Grafen Bosadowsky versammelt: der Reichstag sah teiligten, selbst einmal gefchlechtlich gebraucht eine Stunde lang wieder beschlußfähig aus. Vorher und habe. Daraufhin blieb mir nicht der geringste Zweifel an der nachher aber sah es wieder sehr leer auf den Bänken aus. Wahrheit des mir offiziös von dem Bürgermeister und Von der Rechten sprach Graf Kanit, vom Centrum Herr von dem Vice- Bürgermeister der Stadt Wien Trimborn. Graf Kanit versicherte wieder einmal, daß die Mitgeteilten, und ich schrieb den betreffenden Artikel. hohen Fleischpreise vom Zwischenhandel herrührten, Herr Nun hatte bei dieser Wahl thatsächlich eine Reihe von Frauen mitgewirkt. Auf Anregung der seither verstorbenen Baronin Langenau, einer Witwe des ehemaligen östreichischen Botschafters Diese Eingabe vertveist dann weiter auf die Aeußerungen, die Trimborn suchte die doppelte Buchführung zu rechtfertigen, die in Petersburg, einer ungewöhnlichen Frau, die aus dem Hochadel Lueger, Geßmann, Strobach und Schneider im Landtage gemacht er in der Fleischnotfrage als Stadtverordneter von Köln und hervorgegangen, sich aber immermehr dem leidenden Volke genähert haben, fügt hinzu:„ Es ist gewiß nicht anzunehmen, daß als ultramontaner Reichstagsabgeordneter führt. Bebels Aushatte, hatte sich ein Kreis von Frauen zusammengefunden, die sich diese Notabilitäten der christlichsocialen Partei derlei Behauptungen führungen vom Sonnabend haben ihn sehr nervös gemacht; am Wahltage an der Wahlagitation beteiligten. Es waren leichtsinnig aufgestellt hätten, ohne für die Wahr aus all seiner Großspurigkeit leuchtet die Angst hervor, daß darumter Genoffinnen wie Therese Schlesinger und Anna heit ihrer Mitteilungen sichere Gewährsmänner Köln dem Centrum bei den nächsten Wahlen von uns entrissen Pernerstorfer, dann eine Reihe von Arbeiterinnen, aber auch zu besigen, beziehungsweise soweit sie behaupten, werden könnte. einige Frauen aus der bürgerlichen Gesellschaft, die fich für sociale selbst alles gesehen zu haben, ohne fich wirklich Von unsrer Seite sprachen Segit und Haase. Segit Fragen warm intereffieren. Es war also klar, daß jene unfäglich mit eignen Augen von der Wahrheit überzeugt zu rechnete gründlich mit dem Centrum ab und nahm Herrn gemeine Beschimpfung diese Frauen meinte und haben,"- und beantragt darum die Vorladung dieser v. Podbielski vor die Klinge. Haase schlug dem Grafen treffen follte. Trotzdem war der Artikel nicht flagbar," Notabilitäten" als Zeugen. Das Landgericht übermittelte die Ein- Posadowsky das Buch Schippels aus der Hand, mit es blieb also nichts übrig, als den Buben, der ihn geschrieben, in so gabe den Angeklagten und lud die Herren Lueger und Konsorten alle Sem er operiert hatte und stellte dann eingehend und sachKategorischer Weise zu züchtigen daß er selbst flagen mußte. Das als Beugen vor. fundig die agrarischen Ursachen der Fleischteuerung fest. Am Mittwoch geht zunächst die Debatte weiter; jedenfalls wird es zu den Abstimmungen über die Viehzölle kommen. Das verjängte Centrum. geschah in der„ Arb.- 8tg." in der denkbar stärksten Weise: Der Und der Ausgang? Herr Lueger hätte nun im Gerichtssaale " Journaliſt", der die Schardtg was er " Journalist", der die Schandthat verbrochen hatte, ein gewisser Lothar für seine schmutzigen Lügen Rede stehen sollen und mit ihm wäre Schäffer, wurde als das bezeichnet, was er ist: als ein die ganze chriftlichsociale Ehrabschneider- Gesellschaft auf die AnklageBeitungsprolete", ein ehrloser Schuft", ein bant gekommen. Das war nun gerade vor den Wahlen eine niederträchtiger 2ump". Der Zweck wurde auch erreicht: bittere Verlegenheit. Eine Vertagimg der Verhandlung war nicht Herr Schäffer tlagte. Ms Berfasser bekannte sich sofort Genosse möglich, man machte also durch verschiedene Mittelsmänner den Der Abgeordnete Trimborn behauptete am Dienstag im Friz Austerlitz: es war also die Hoffnung vorhanden, die Er- Verfuch, die Angklagten zu einem Ausgleich zu bewegen. Als das Reichstage unter vielen andren widerspruchsvollen Unrichtigkeiten: der bärmlichkeit der christlichsocialen Kampfesweise im Lichte vollster Begehren, wie selbstverständlich, rundweg abgeschlagen wurde, wandte Centrumnsturm sei unerschüttert, auch bei den letzten Wahlen habe Deffentlichkeit darzuthun. to not man sich an die andre Seite. Der Zeitungsstrolch" wurde einfach sich die verjüngende Kraft des Centrums bewährt und sie werde sich si Aber vorher kamen die schamlosen Verleumdungen noch im gekauft, er ließ sich, natürlich nicht umsonst, bewegen, die Klage weiterhin bewähren. Landtage zur Sprache. Am 11. Juli 1901 hielt Dr. Adler im zurückzuziehen. Am 22. Oftober, vier Tage nach seiner Eingabe, Diese Behauptungen stehen mit der Wirklichkeit in schroffstem Landtage eine große Budgetrede, in der er den Christlichsocialen zog Herr Schäffer feine Anklage gegen die Genossen Kralik und widerspruch. Die Neichstagswahl- Statistit zeigt, daß die Zahl der den Vorwurf in das Gesicht schleuderte, daß sie die politische, sittliche Austerlitz bedingungslos zurück, so daß die anberaumte Centrumswähler von Wahl zu Wahl absolut und relativ, trog der und intellektuelle Verlotterung Wiens auf dem Gewissen haben. Wie Verhandlung, als gegenstandslos, natürlich abgesagt werden mußte! großen Steigerung der Zahl der katholischen Einwohner, gesunken ist. berechtigt dieser Vorwurf war, zeigte das Wutgeheul, in das die Herr Lueger hatte den Abenteurer bestochen um seinen Ent- Alls Centrumswähler stimmten: Christlichsocialen ausbrachen. Dr. Zueger rief mun seinen Bartei- hüllungen zu entrinnen. " 27,86 bei den Reichstags- Haupts wahlen vom Jahre Zahl der Centrumswähler Brozenfat der Centrumswähler zu allen abgegebenen gültigen Stimmen Proz. 1874 41 445 948 24,83 noi 1878 1 328 078 23,05 1881 1 182 873 23,20 1884 1 282 006 22,64 1887 1 516 222 20,11 1890 e1 342 113 18,57 1898 1 468 501 19,14 1898 1 445 139 18,77 genoffen zu: Lassen Sie doch den Vertreter der Die christlichsocialen Schurken find also dem Gerichtssaale ent- d Novaragasse bon Sittlichkeit sprechen!" Dr. Adler wichen, aber den Urteile der Deffentlichkeit müssen sie stillehalten. wies diesen infamen Zwischenruf mit größter Energie zurück, so daß Die weiß es nun, daß eine der schamlosesten Verleumdungen, die fich Dr. Lueger später in jesuitischer Weise damit herauszuwinden Menschen überhaupt begehen können, im Wiener Rathause falten fuchte, an der Novaragasse sei ja nichts Böses. Geßmann und Schneider Blutes erfunden und beschlossen worden ist, daß der Bürgermeister wiederholten dabei die Beschuldigung, daß notorische Prostituierte von Wien, die Spitzen der Partei, über die Frage", auf welche Art 1877 1341 295 aus der Novaragasse" für die Socialdemokraten agitiert hätten. ehrbare, anständige Frauen am schimpflichsten beleidigt werden Der verrückte Schneider behauptete gar, er habe es selbst gesehen. fönnten, eine offizielle Parteikonferenz abgehalten haben, daß eine Der Prozeß selbst zog sich infolge der Winkelzüge der kläge Schandthat, für die man Männer stäupen müßte, nach christlichrischen Seite ungebührlich in die Länge. Endlich wurde, nachdem die socialer Moral ein Parteibeschluß sein kann! Ueberall, wo gejittete berklagten Genossen jeden Ausgleich energisch zurückgewiesen und Menschen wohnen, wo die Achtung vor dem Weibe als unverrückbare etta bierzig Zeugen namhaft gemacht hatten, die die Schuftigkeit Gewissenspflicht erkannt wird, wird man die Wiener Chriftlichjener Verläumdung erweisen sollten, für den 24. Oftober die Haupt- socialen tünftig als eine Partei von Schand buben ververhandlung vor dem Schwurgericht anberaumt. Am 18. d. Wits. achten und haffen lernen. is gallop Die Zahl der Centrumswähler hat also von Wahl zu Wahl abgenommen. Sie ist von 27,86 Broz. bis auf 18,77 Broz. der ab gegebenen Stimmen vom Jahre 1874 bis 1898 gesunken. Das nennt der Abg. Trimborn eine Verjüngung"! Der Rückgang ist ein ſtändiger, die Unaufrichtigkeit und Volksfeindlichkeit der Ultramontanen ist von Jahr zu Jahr breiteren Massen klar geworden und hat zum Abfall von der ultramontanen Partei geführt. Nur in den Jahren 1881 und 1893 war ein kleiner Aufschivung zu verzeichnen. Freilich ist die Zahl der Centrums- Abgeordneten infolge der ungerechten Wahlkreis- Einteilung troß Abnahme der Stimmen zahl der Wähler gestiegen. Sie betrug 1874 91, 1877 93, 1878 94, 1881 100, 1884 98, 1887 98, 1890 106, 1893 96, 1898 102. Wie eine„ Verjüngung" in Wahrheit aussieht, mag Herr Trimborn aus den entsprechenden, die Socialdemokratie betreffenden Zahlen ersehen. Es stimmten bei den Neichstagswahlen Zahl der socialdemokratischen Wähler Prozentsatz der soc.- dem. Wähler zu allen abgegebenen gültigen Stinumen Proz. 1874 351 952 6,78 1877 493 288 9,13 1878 437 158 7,59 1881 311 961 6,12 1884 549 910 9,71 1887 763 128 10,12 1890 ab 1427 298 19,75 1893 1 786 138 1898 2 107 076 23,28 27,18 Die Zahl der Abgeordneten betrug trotz der viel größeren Wählerzahl in den entsprechenden Wahljahren: 9, 12, 9, 12, 24, 11, 35, 44, 56. Die Centrumsherren haben also gar geringen Grund, die " Verjüngung" ihrer Partei prahlend zu rühmen. Sicherlich wird das Eintreten des Centrums für den schamlosen Zoll wucher diese Art der Verjüngung" erheblich beschleunigen! " Die Landtagswahl in Hessen. " Eventualkandidat Ulrichs " Ausland. Vom Generalfireit der französischen Bergarbeiter. werden würden, kann auch von unsrem Standpunkte drückerei, die eine Folge der Kinderarbeit sei, führe schließlich dazu, aus bis zu einem gewissen Grade anerkannt daß die älteren Arbeiter arbeitslos würden und an werden. Ferner ist es, wie ebenfalls zugegeben werden kann, ihrer Stelle Kinder mit lächerlich geringen Löhnen beschäftigt werden. schwer auzunehmen, daß unter den obwaltenden Berhält schon nach zweistündiger Sitzung ihre Beratungen vertagen; Da die Plenarsizung um 12 Uhr begann, mußte die Kommission nissen im Falle eines Wechsels in der Person des Reichs- Mittwoch beginnt die Sizung um 9 Uhr. kanzlers eine der Landwirtschaft freundlichere oder auch nur gleich freundliche Regierung zu erwarten ist, als diejenige, an deren Spize Graf Bülow steht. Daraus würde aber folgen, daß, wenn der Tarif jetzt fällt, er in einer der Landwirtschaft günstigeren Gestaltung zur Zeit schwerlich wieder kommen würde." In dem am Dienstag unter dem Vorsitz des Präft. Vor wenigen Wochen noch hieß die Losung der Kreuz- 3tg.": denten Loubet in dem Palais Elysée stattgehabten Minister. Lieber gänzlichen Freihandel als diese Regierungsvorlage! Jegt rat teilte der Ministerpräsident Combes die über den flingt es ganz anders. Aus stand eingegangenen Depeschen mit, aus denen hervorgeht, Die Geschichte des Lansekanals". In einer Versammlung des daß der Ausstand einen ruhigen Verlaufnimmt. Combes Kanalvereins in Hannover hat der Kommerzienrat Körting im erwartet die Antwort der Grubengesellschaften Auftrag des Landwirtschaftsministers erflärt, wie Podbielski dazu auf das Anerbieten eines Schiedsgerichts der Regierung; er gekommen sei, daß er sich mit dem Lausekanal nicht vor den Bauch fügte hinzu, zwei Gesellschaften hätten das Anerbieten bereits habe stoßen wollen. angenommen. Den Mittelland- Kanal habe er überhaupt nicht gemeint, sondern den Majurischen Kanal. Eines Morgens sehr früh sei der Minister Bei den Landtagswahlen in den Landgemeinden Ober. nach längerer Fahrt in einem kleinen Ort hungrig eingetroffen. De ft reich 3 wurden 19 Konservative gewählt, darunter Statt eines Frühstücks habe er die Ansprache einer Deputation ge- der Landeshauptmann Ebenhoch. Der Besitzstand der einzelnen nießen müssen, die ihm die Vorzüge des masurischen Kanals auseinandersetzte. Er habe die Herren furz abgefertigt, ihnen den Mittelland- Kanal empfohlen und beim Hinaustreten aus dem Bahnhof ärgerlich zu einem Herrn jene Aeußerung gethan. Parteien ist unverändert. Oestreich- Ungarn. " Der Prager Steckbrief. Jm östreichischen Abgeordnetenhause ers flärte der Ministerpräsident in Beantwortung der Interpellation des Danach hätte das fräftige Wort nur eine hygienische Bedeutung ge- Abg. Schönerer betreffend den im Prager Polizei- Anzeiger" verhabt: der leere Ministerbauch vertrug nicht den Stoß einer Kanalansprache. öffentlichten Steckbrief, daß auch die Regierung in dieser gefälschter Die Deutung wäre verständlich, wenn Podbielski überhaupt Kundmachung eine unverantwortliche Verlegung des einem fremden eine Antwort mit Rücksicht auf seinen Hunger abgelehnt hätte. Souverän gebührenden Respekts erblickt, welche im vorliegenden Fall Da er aber doch einmal geredet hatte und sogar wie es heißt um so schwerer in die Wagschale falle, als es sich um einen treuen zu Gunsten des Mittelland- Kanals, so bleibt der nachträgliche Fluch Freund und Verbündeten des Monarchen handelte. Der Haupträtselhaft. Und schließlich: warum dementiert Podbielsti nicht schuldige habe bisher nicht ermittelt werden selber? Er hatte doch im Reichstag bereits mehrfach Gelegenheit tönnen. dazu, wenn auf den Lansekanal angespielt wurde! Italien. dis Die elende Flottenpolitit. Die Deutsche Tagesztg." schivingt sich Ueber den blutigen Zusammenstoß in Giarratana hatte die Presse heute zu einem Dementi in der Flottenfrage auf, die einem Offiziösen zunächst Mitteilungen gebracht, welche den streitenden Bauern, Ehre machen könnte. Sie erklärt, niemand vom engeren Vorstand die den Gendarm Giocastro getötet haben, die alleinige Schuld des Bundes der Landwirte habe an Heim einen Brief gegen die an dem bedauerlichen Ereignis zuschoben. Es stellt sich jezt heraus, elende Flottenpolitik geschrieben. Es ist nicht behauptet worden, daß daß der Präfekt Modica alle Depeschen an Zeitungen gerade Herr Hahn es war, der schriftlich gegen die elende einer Censur unterwarf und alles unterdrüdte, was ihm lottenpolitik gewirkt hat. Will er es leugnen, daß er mündlich Bürgermeister von Giarratana zu sein, welcher die daran nicht gefiel. Am meisten verantwortlich scheint der den Dr. Heim bearbeitet hat? Gendarmen gegen die Streifenden hezte. Selbst eine Depesche an das Ministerium des Innern wurde von dem Präs fetten beschlagnahmt. Als feststehend ist zu erachten, daß Die Kommiffion für Kinderschuh Amerika. Zusammentritt des Schiedsgerichts. Aus Heffen schreibt man uns: Im allgemeinen haben die Landtagswahlen, die am Mittwoch stattfinden, nicht allzu hohe Bellen geschlagen. Die socialdemokratische Partei beteiligte sich nur in wenigen Streifen selbständig, in einigen andern Streifen unterstützten unfre Genossen die Freisimmigen, so in Darmstadt, wo es nicht möglich war, die genügende Anzahl socialdemokratischer Wahlmänner zusammenzus bringen. Auch eine der Schönheiten des indirekten Wahlrechts. Der Haupttampf war in den Kreisen Offenbach- Stadt und Land zu führen, wo die Nationalliberalen im traulichen Bunde mit dem Centrum die beriet am Dienstagvormittag den§ 4 des Gefeßentwurfs, der die der betreffende Gendarm nicht in der Notwehr, sondern aus socialdemokratischen Kreise in Besitz zu nehmen gedenken, wenn die arten aufzählt. Dazu gehören:„ Bauten aller Art, Ziegeleien in Verzweiflung und Wut versetzt hat. socialdemokratischen Kreise in Besitz zu nehmen gedenken, wenn die für fremde Kinder verbotenen Beschäftigungs- einer Budite heraus auf die Menge geschossen und diese damit Wähler am Mittwoch diesem Kuddelmuddel nicht das Spiel gehörig und über Tage betriebene Brüche und Gruben, die nicht bereits verderben. Einen besonders heißen Kampf wird es in der Stadt unter§§ 139 bis 139 b der Gewerbe- Ordnung fallen, sowie beim England. Offenbach geben, wo der bereinigte Ordnungsmischmasch Steinklopfen und in einer Anzahl in einem Verzeichnis aufO'Brien gegen die irische Zwangsakte. In der Parlamentssitzung mit allen Mitteln bemüht ist, dem Genossen Ulrich geführten Werkstätten". Unire Genossen beantragten vom Montagabend beantragte O'Brien Vertagung zu dem das Mandat zu entreißen. Wie arm aber die beiden den§ 4 dadurch zu ergänzen, daß noch verboten wird: die Zwecke, daß das Hans die Lage in Irland berate. Er gegnerischen Parteien an Intelligenzen find, um Ulrich Beschäftigung von Kindern an Maschinen; ferner im Schorn beschuldigt die irische Exekutive, daß sie die Interessen der Grundnur einen einigermaßen gewachsenen Gegenkandidaten gegen- steinfeger Gewerbe, Fuhrwertsbetrieb, in der befizer vertrete und die Pächter zu erdrücken versuche. Ferner ers überzustellen, beweist der Umstand, daß die feindlichen Brüder und in Schießbuden, ferner beim Ni ben und Pflanzen bannt und bestreitet, daß irgend eine Berechtigung für die ZwangsSpedition, im Kellereibetrieb, beim Regelaufießen flärt O'Brien, die irische Liga habe das Verbrechen aus Frland vereine Anleihe bei einer dritten Partei machen mußten und einen Mannmit ziehen ſowie Kartoffelgraben gegen Entgelt und bei alte vorliege. Cheffekretär für Irland Wyndham führt ihrem Vertrauen beehrten, der nach eignem Eingeständnis ein frei Treibjagden. hierauf verschiedene Fälle von Einschüchterung und Boykottierung sinniger Wadelstrümpfler ist, der in Offenbach so gut wie keine Anhänger Das Werkstättenverzeichnis beantragen unsre Genossen von seiten der irischen Liga an und erklärt, die Regierung sei entbesitzt, dafür aber den Vorzug genießt, Großindustrieller und Millionär durch die Verbote für folgende Betriebe zu ergänzen: schlossen, Boykott und Einschüchterung zu unterdrücken. Er sei der zu sein. Das ist einmal ein drastisches Beispiel für die Einheit der Tabatindustrie, Gips- und Cementbrennereien; Meinung, daß die Lösung der Landfrage näher sei als je. Campbell Bannerman fragt, was die Regierung durch die reaktionären Masse gegenüber der Socialdemokratie, National- bei Glasbläsereien die vom Bundesrat vorgeschlagene Ausliberale, Klerikale, Antisemiten vereinigen sich auf einen Juden, der nahme:" Werkstätten, in denen ausschließlich vor der Lampe ge- Inkraftsetzung der Bwvangsafte zu gewinnen hoffe. Der Antrag freisinnig ist! Herr Feistmann, dieser Auserwählte, müßte allerdings Werkstätten, in denen Quecksilber zur Herstellung der Thermoblasen wird", zu streichen, ebenso die Einschränkung, daß nur O'Brien wurde schließlich mit 215 gegen 121 Stimmen abgelehnt. Chauvinistische Excesse. Die ehemaligen Boerenführer einen prächtigen Vertreter der Industriestadt Offenbach abgeben, da meter oder Barometer verwandt wird, zu beseitigen Kruizinger, Joubert und Fouche hielten am Montag er den neuen Zolltavif der Regierung als durchaus nicht zu weit- und auf alle Werkstätten, in denen Quecksilber verwandt wird, aus- abend in Cambridge vor einem fleinen Zuhörerkreise An= gehend betrachtet. zudehnen; ferner bei Haar und Borstenzurichtereien, sprachen. Eine zum größten Teile aus jungen Leuten Während vor 6 Jahren die Zahl der Wahlberechtigten in der Bürsten- und Pinselmachereien die Einschränkung zu bestehende Menge sammelte sich vor dem Hause und nahm Stadt Offenbach 4969 betrug, ist sie jetzt auf 6500 streichen, daß das Verbot nur in Kraft tritt, sofern mit aus eine drohende Haltung an. Fouché und Joubert ents gestiegen; 1896 beteiligten sich mir etwa 45 Broz. der Wahl- ländischem, tierischem Material gearbeitet wird. Dem Ver- fernten sich in einem Omnibus, den sie unter dem berechtigten an der Wahl. Diesmal wird natürlich eine ganz erheblich eichnis soll ferner hinzugefügt werden: Beschäftigung beim Schuße der Polizei erreichten, während ruiginger über stärkere Wahlbeteiligung zu verzeichnen sein. Im Kreise Offenbach beim Mahlen und Mischen von Farben und in der Salzen und Enthaaren von Fellen und Häuten, eine Mauer enttam. Land bewirbt sich ein strebsamer" Landbürgermeister um den Tabakindustrie. Afrika. Landtagssig und seine Wahlmacher bemühen sich in der skrupelVon freisinniger Seite war durch Dr. Zwid beantragt, bei Anwachsen der Opposition. Wie Londoner Blätter aus JohannesTosesten Weise, die socialdemokratischen Kandidaten Ulrich und Orb den zu verbietenden Beschäftigungen hinzuzufügen: in der Tabak- burg berichten, wird infolge der Ernennung europäischer Beamter ( letzterer bei einem Siege die Opposition eine immer heftigere. Die meisten Beamten verin industrie, bei Rollfuhrwert, im Schlächtergewerbe". der stehen die holländische Sprache nicht, obwohl der größte Teil der Stadt Offenbach) Offenbach) persönlich Herunterzureißen. Man In der Debatte hob 23 urm hervor, bei den Verboten sei zu Dokumente in dieser Sprache abgefaßt ist. Auch die Polizei- Agenten entblödet sich nicht, unfren Genossen Diätenschinderei vor beachten, daß voraussichtlich ein Teil der Kinder, denen gewisse Bezuwerfen, ohne auch nur den geringsten Grund dafür angeben schäftigungen jetzt verboten würden, dann nach solchen abströmen find weder der holländischen noch der Kaffernsprache mächtig. zu können, während gerade bürgerliche Parlamentarier Hessens diesen diesen Betrieben bis jetzt Kinderarbeit nicht vorkommt. Man müsse würden, die jetzt nicht von einem Verbote betroffen werden, weil in Vorwurf mit Recht verdienen würden, wie in socialdemokratischen daher alle Betriebe ins Auge fassen, in denen die Kinderarbeit geWählerversammlungen, unter Anführung bestimmter Thatsachen, fundheitsschädlich oder unzweckmäßig sei, auch wenn dort bis jet Die zur Entscheidung des Bergarbeiter- Ausstandes konstatiert wurde. Im weiteren wurden gegen den Genossen Orb, die Kinderarbeit nicht vorkomme. Sonst treten ähnliche Folgen ein eingesetzte Stommission ist heute unter dem Vorsitz des Richters der seit 30 Jahren an leitender Stelle des Kreises Offenbach ge- wie bei Schaffung der Gewerbe- Ordnung, wo die Kinder aus der Gray zusammengetreten. Gray erklärte, die Bergleute sollten als standen, die schäbigsten Angriffe gerichtet, auf welche dieser die Ant- Fabrik in die Hausindustrie getrieben wurden. Bezüglich der ein- die Kläger angesehen werden und ihre Forderungen vor Die Gegenpartei solle innerhalb drei wort nicht schuldig blieb, die freilich den Centrumskandidaten nicht sehr zelnen Anträge sei zu bemerken, daß sie klaffende Lücken des Gefeß- bringen. erbaut haben dürfte. entwurfs zu ergänzen bestimmt seien. Die Beschäftigung von Tagen ihre Antwort einreichen. Beide Parteien begeben Wie bekannt, kandidieren in Mainz die Genossen Dr. David Kindern an Maschinen, die mit der Hand oder den Füßen be- sich in die Kohlenbezirke, un dort ein Bild von der Sachlage zu trieben werden, fei unbedingt unzulässig, zumal gerade und Ha as wieder, für welche in öffentlichen Erklärungen die demo- die hausindustriell angewandten Maschinen nicht einmal unter der gewinnen. Die nächste Sigung der Kommission findet am Donners kratische und freisinnige Partei ebenfalls eintreten. Deshalb ver- Kontrolle der ll n fallversicherung bezüglich Schutzvorrichtungen tag in Scranton statt. läuft auch dort der Wahlkampf in verhältnismäßig ruhigen Bahnen. stehen, die Kinder also auch nicht einmal eine Unfallrente erhalten. In Gießen, das bisher durch den freisinnigen Rechtsanwalt Gut- Das Kegelaufseßen tomme nicht nur als ein Teil des fleisch vertreten war, sind unsre Genossen selbständig in die Wahl- Gastwirtsgewerbes in Betracht, sondern bei Klubs und dergl., bei bewegung eingetreten. Ihr Kandidat ist Genosse Stadtverordneter denen von einem Gastwirtsbetrieb nicht die Rede ist, so daß dort die Kinder schutzlos wären, auch eine Umgehung des Gesetzes durch Schankwirte leicht ermöglicht werde. Da die Ausdehnung des Verbotes auf Landwirtschaft und Gesindedienst von der Mehrheit der Kommission bereits bei§ 1 principiell abgelehnt sei, werden auch die hier vorliegenden entsprechenden Anträge nicht Aussicht auf Annahme haben; fie seien aber wiederholt, um das Verhalten der einzelnen Fraktionen flarzustellen! Daß Kinder bei Treibjagden nicht beschäftigt Bei der Landtags- Stichwahl in Schwarzburg- Rudolstadt haben Die Annäherung der Konservativen an die Regierungsvorlage werden dürften, sei doch eigentlich selbstverständlich; die Re- unfre Genossen den Sieg von der Hauptwahl vervollständigt. Wie bollzieht sich mit großer Schnelligkeit. Während auf der Schaubühne gierung gebe ja schon zu, daß die Beschäftigung, ja die uns ein Privattelegramm meldet, wurde am Dienstag im Wahldes steichstages noch die agrarische Unentwegtheit auftrumpft, ist Anwesenheit der Kinder beim Schlachten von Tieren einer freise Rudolstadt II der Genosse Bloß mit 471 Stimmen gegen 426 man hinter den Coulissen nicht nur im eifrigsten Schacher, sondern vernünftigen Erziehung widerspreche; noch mehr wirke schon bereit zu völligem Umfall. Davon legt folgende Aeußerung weist dann noch nach, weshalb die Ausdehnung des Verzeichnisses Partei 8 von den 16 Abgeordneten, aus denen der Landtag besteht. aber die Jagd vorrohend auf ein jugendliches Gemüt. Baudert freifimige Stimmen zum Abgeordneten gewählt. Damit hat unsre der, Kreuz- Zeitung" heute deutliches Zeugnis ab: der verbotenen Werkstätten beantragt werde, wobei er zahlreiche Bei- Ohne ihre Zustimmung kann kein Gesetz mehr gemacht werden. Sie " Auf welcher Grundlage eine Einigung würde erfolgen können, spiele aus seinen praktischen Erfahrungen anführt. Nachdem noch werden aber hoffentlich auch im stande sein, einige gesetzgeberische wird sich erst nach Erledigung der zweiten Lesung unsre Genossen den Antrag begründet hatten, daß der Bunde s- Reformen durchzusetzen, denn eine geschlossene und entschlossene Mehrübersehen lassen. Ist bis dahin eine feste Mehrheit für eine rat nicht das Recht haben solle, das Verzeichnis der verbotenen heit, die die Hälfte des Parlaments darstellt, kann keine Regierung bestimmte Fassung des Gesetzes gewonnen, so wird, Werkstätten, abzu ändern", sondern nur zu ergänzen", auf die Dauer ignorieren. falls bei dieser Einigung die bisherigen Erklärungen der Regierung d. h. nicht zu vermindern, sondern nur zu vergrößern, werden auf die Dauer ignorieren. die gebührende Berücksichtigung gefunden haben, auch die Regierung durch die Vertreter der Regierungen einzelne dieser Anführungen zu nicht anstehen, einige der Reichstags- Mehrheit unentbehrlich widerlegen versucht, während seitens der Kommissionsmitglieder sich in einem der dunkelsten Bezirle Oberschlesiens statt, in Paruschowis die Abg. Noeside und Trimborn für die Annahme der bei Nybnik. Diese Versammlung war gut besucht, in ihr sprach erscheinende Abänderungen des Gesetzes zuzulassen. Man muß meisten dieser Anträge aussprechen. Abg. Hasse nimmt den von Genosse Winter über die Fleischnot und das Centrum. Die Vers fich vor Augen halten, daß bis jetzt nur einige wenige, die vitalſten einem Regierungsvertreter vorgeschlagenen Antrag auf, daß der fammlung berlief sehr gut, auch Frauen waren erschienen. Die Interessen der Landwirtschaft allerdings auf das allerengste be- Bundesrat weitere gesundheitsschädliche Betriebe zu untersagen Ortspolizeibehörde verlangte in unberechtigter Weise die Entfernung rührende Positionen des nahezu tausend Bollsätze enthaltenden und das Verzeichnis zu ergänzen" berechtigt ist. Der konservative der Frauen aus dem Versammlungsraun; um nicht die Abhaltung Tarifs durchberaten sind, und daß unter der ungeheuren Menge Abgeordnete Förster- Löbau warnte davor, die Verbote zu der Bersammlung ümmöglich zu machen, tam man der unberechtigten der in zweiter Lesung noch nicht erledigten Positionen weit auszudehnen, namentlich auf Betriebe auszudehnen, in denen Polizeiforderung nach. Die Gegner haben sich bisher nicht gemeldet, sich immerhin eine Anzahl solcher befindet, die einer der Land- der Verdienst der Kinder wesentlich zur Erhaltung der sie besorgen ihr Geschäft wahrscheinlich in der Kirche. Die Industrie- Arbeit sei gar nicht so Im Wahlfreise Liegnis Goldberg Hahuan, wo an Stelle des wirtschaft er wünschten Umgestaltung fähig sind. Daß Familie notwendig ist. gesundheitsschädlich, denn in seinem Bezirk sei die Stadtrats Kauffmann ein neuer Abgeordneter zum Reichstag gewählt in diesem Falle aus der Verabschiedung des Entwurfs der Land- militärtauglichkeit der Industrie- Refruten größer werden muß, fand am Sonntag die Verbreitung des ersten wirtschaft Vorteile erwachsen könnten und daß die letztere dann als die der aus der Landwirtschaft stammenden, das Flugblattes, für die ländliche Bevölkerung bestimmt, statt. vielleicht besser fahren würde, als wenn bei dem Scheitern des wisse er als Mitglied der Ersatzkommission ganz genau. Bandert Dasselbe wurde von den vier Städten des Kreises aus in Entwurfs die alten Handelsverträge weiter laufen oder neue Ver- und Wurm wiesen dem entgegen darauf hin, daß die Kinderarbeit 15 000 Exemplaren verteilt, gemeinsam mit dem„ Schlesischen Bolts. träge auf Grund des bestehenden autonomen Tarifs abgeschlossen die Erhaltung der Familie noch mehr erschwere, denn die Lohn- kalender für 1903". Krumm. Deutsches Reich. Der Zollumfall der Konservativen. 15 000 ausständige Bergfente in den pennsylvanischen Kohlen. gruben weigern sich noch, wie dem„ Daily Expreß" aus New York gekabelt wird, die Arbeit wieder aufzunehmen. ungefähr 150 000 Bergleute stehen jetzt wieder in Arbeit, und vor Ende dieser Woche dürfte die tägliche Kohlenproduktion bereits 60-75 000 Tonnen betragen.Parteinachrichten. Die erste focialdemokratische Volksversammlung fand am Sonntag = Reichstag. ( Schluß aus der ersten Beilage.) Staatssekretär Graf Pojadowsky: Es ist wiederholt behauptet worden, daß der Zolltarif der Regierung die ärmeren Klassen belaste und den Reichen ungeheure Einnahmen zuführe. Ich habe bereits in der Kommission aus. tr " Abg. Haase( Soc.): Abg. Trimborn( C.): eine solche Störung für den Besizer mit sich, daß er fie oft gar nicht überstehen kann, wenn er auch Entschädigung bekommt. Es ist Herr Bebel hat die Verhandlungen im Kölner Stadtverordneten also notwendig, daß die Veterinärpolizei loyal aber Barlament erwähnt und behauptet, daß ich da meine zollpolitische auch streng gehandhabt wird. Unser Vieh- und Pferdebestand Haltung geändert habe. Es ist dort festgestellt worden, daß die muß geschützt werden. Erst ganz fürzlich ist wieder in Mannheim Abnahme des Fleischkonsums in diesem Jahre zurückzuführen ist auf die Maul- und Klauenseuche aufgetreten und wie mit ziemli ser die wirtschaftliche Depression, und daß auch eine Sicherheit festgestellt worden ist, durch Einfuhr östreichischen Viehs. Fleischteuerung eingetreten ist in Bezug auf das Schweinefleisch. Nun ist das Reichs- Gesundheitsamt wegen des Verbots der Demgegenüber ist eine vorübergehende Oeffnung der Grenzen unter geführt, daß diese Behauptungen in der Luft schweben. Niemand Borsäure angegriffen worden. Die formelle Berechtigung Wahrung der notwendigen Kontrolle auch von mir verlangt worden. kann voraussagen, wie die Getreidezölle auf die Gestaltung des des Verbots steht außer Frage, aber auch sachlich haben wir die Bölle und Grenzsperre sind ganz verschiedene Dinge. Wir müssen doch Inlandpreises des Getreides wirken werden, wer den Zoll beim ausgezeichnetsten Sachverständigen für das Verbot.( Sehr richtig! auch mit der Möglichkeit, ja der Wahrscheinlichkeit rechnen, daß die Getreide zu tragen hat und wie infolge des Getreidezolls die rechts. Heiterfeit.) Man sagt nun, fleine Dosen sind unschädlich. Grenzsperre mehr und mehr zurücktritt. Je mehr Rußland bestrebt Entwicklung des inneren Getreidebaues sein wird. Läßt man aber das Verbot fallen, so begiebt man sich aber jeder sein wird, seine Biehbestände seuchenfrei zu erhalten, werden die sanitären Nun ist es mir einmal sehr verübelt worden, daß ich mich in Kontrolle über die Stärke der Dosen. Wir sind auf diesem Gebiete Maßnahmen der Grenzsperre gemildert werden können. Dann werden die der Kommission auf einen socialdemokratischen Schriftsteller bezogen ja auch feineswegs Solisten, andre Staaten gehen ebenso vor. In Zölle erst in ihre volle Wirksamkeit treten. Ich hoffe, das werden Sie( nach hätte. Solche Angriffe laſſen mich vollkommen kalt. Ich gehöre der Schweiz, in Frankreich, in Belgien, in Pennsylvanien und links) num doch wohl verstanden haben.( Große Heiterkeit.) Der nicht zu denjenigen Personen, die von der Voraussetzung ausgehen, andren Staaten bestehen Vorsäure- Verbote. Freilich giebt es Landwirtschaft ist viel mehr gedient mit der Deffnung der Grenzen das, was von der Gegenseite behauptet wird, müſſe a priori unrichtig Gelehrte, die andrer Meinung sind. Bis aber der bei ausreichendem Zollschutz als mit einer langen Aufrechterhaltung sein. Wenn man sich in dieser Weise von Parteileidenschaft blenden läßt, Beweis für die Richtigkeit des Zweifels geführt ist, muß sich der der Sperre bei ungenügenden Zollsätzen. Allerdings reicht fann man nicht unparteiisch urteilen. Ich nehme deshalb auch keinen Bundesrat an die Meinung einer so hervorragenden Körperschaft für Speck und Schmalz die inländische Produktion Anstand, mich wieder auf einen socialdemokratischen Schriftsteller zu wie es das Reichs- Gesundheitsamt ist, halten. Ich möchte nun auf nicht ans; deshalb haben wir auch was im Lande noch nicht berufen. Der Abg. Schippel hebt in seinem bekannten Werke be- zwei Behauptungen eingehen, die hier aufgestellt worden sind. Es gemig befannt ist für Spect und Schmalz teine Mindestzölle einsonders hervor, daß alle deutschen Getreidezölle mit ist gesagt worden, die Regiering hätte ursprünglich einem Gerstenzoll gesezt, sondern nur die bestehenden Zölle etwas erhöht. Einschluß des 5 Mark- 3olls von 1887 in Sinten von 4 M. zugestimmt, die zweite ist die, die Regierung habe sich Deswegen gehe ich auch trotz der düsteren Warmungen des Abg. Segizz der Getreidepreise nicht zu verhindern vermocht dem vom Wirtschaftlichen Ausschuß aufgestellten Doppeltarif au- mit gutem Wute in die nächsten Reichstagswahlen. Eine extreme haben.( Wiederholte Nufe: hört! hört! rechts. Große Unruhe geschlossen. Beide Behauptungen sind völlig unrichtig. Solche Freihandelswirtschaft aber würde zum Ruin der Volkswirtschaft bei den Socialdemokraten.) Weite wird ausgeführt, daß Beschlüsse sind nicht gefaßt worden. Für die Regierung war führen und am letzten Ende würden davon die Arbeiter am meisten gegenüber den Preisen von 1870 m noch mehr den von 1860 es natürlich wichtig zu wissen, wie hoch man bei den autonomen betroffen.( Lebhafte Zustimmung im Centrum.) Solche ruhigen Erein beständiges Herabgleiten der Preise in den achtziger Jahren, in Böllen gehen könne und wie weit bei Handelsverträgen. Es war wägungen finden beim Gros der rheinländischen Bevölkerung volles denen zuerst eine Wirkung der Zölle hervortrat, zu beachten ist natürlich für die Regierung von Wert zu wissen, wie Sachverständige Verständnis. Diese Bevölkerung ist viel zugänglicher für ruhige ErOhne Zölle hätte man schon damals von einer über diese beiden Grenzlinien denken. Die Aufstellung des Doppel- wägungen als für leidenschaftliche Ergüsse, wie sie zum Teil aus der Katastrophe sprechen können."( Hört! hört! rechts.) tarifs im Wirtschaftlichen Ausschuß ist aber nur schematisch erfolgt. Mede des Abg. Bebel vom Sonnabend hervorflangen. Ich weiß, Seit 1879 ist der Weizenpreis un 35 M. pro Tonne geftiegen. Auf ein bestimmtes System hat sich die Regierung dem Wirt- daß Abg. Bebel, der im Schatten des Kölner Doms geboren ist, Es ist ausgeführt worden, die Landwirte hätten nur ein Inter- schaftlichen Ausschuß gegenüber in feiner Weise festgelegt. Der feinen sehnlicheren Wunsch hat, als Köln für die Socialdemokratie effe an einer Vermehrung der ländlichen Arbeiter um 300- bis Wirtschaftliche Ausschuß ist ja auch nur eine begutachtende Körper zu erobern. Wenn er diese Eroberung aber im Stil seiner Sonn400 000, im übrigen seien sie nur an der Vermehrung der städtischen schaft, die keine Beschlüsse zu fassen hat. Gewiß kann ein Doppeltarif abend- Nede versucht, dann fann er lange warten, bis die vote Fahne Bevölkerung interessiert. Ich gestehe zu, daß den Landwirten außer ein wichtiges handelspolitisches Instrument sein, aber der Doppeltarif auf dem Dom zu Köln weht!( Lebhafter Beifall im Centrum.) ordentlich geholfen wäre, wenn sie 300- bis 400 000 Arbeiter mehr darf in den Minimalsätzen nicht so hoch sein, daß wer an ihm festhält, hätten. In den Zeiten, wo die Industrie in Blüte steht, mit aller Welt in Zollfriege gerät. Es ist mir auch sehr zweifelhaft, fällt der Rückschlag auf die Landwirtschaft. Die landwirt ob wir mit einem allgemeinen Doppeltarif leichter hätten operieren Herr Trimborn sollte lieber zunächst dafür schaftlichen Arbeiter sind dann nicht auf dem Lande zu halten, tönnen, wie mit dem von uns jetzt aufgestellten Tarif. Wir haben sorgen, daß der Socialdemokratie in der Rheinprovinz und ins sondern wandern in die Industriecentren aus. Die Landwirte nur bei den vier Getreidearten Minimalsäge eingeführt und diese besondere in Köln das volle Vereins- und Bersammlungsrecht können dann auch zu hohen Löhnen keine Arbeiter bekommen.( Sehr Einsetzung hat die schwersten Anfechtungen erfahren. Folgende gewährt wird und daß ihr in Köln Säle zur Verfügung richtig! rechts.) Nicht nur bei den Großgrundbesitzern fehlt es an Gründe haben den Bundesrat aber dazu bestimmt. Es ist doch flar, gestellt werden, damit sie überhaupt in die Lage kommt, dem Leuten, sondern gerade die Bauern leiden fürchterlich unter dieser daß bei Handelsvertrags- Verhandlungen als erste Frage die Volle ihre Lehren zugänglich zu machen. Abg. Trimborn hat dem Not. Der kleine Bauer kann nicht existieren ohne einen Knecht, der an den Herrn Reichskanzler gestellt wird, wie weit er bei Abg. Bebel einseitige Bertretung der städtischen Interessen vorihm pflügen und mähen hilft, und ohne eine Magd, die die Kühe den Getreide- Arten herunterzugehen geneigt ist. Es war also für geworfen. Er scheint gar nicht zu bedenken, daß auch auf dem melft. In meiner schlesischen Heimat sind die Verhältnisse so schlimm, den Reichskanzler gegeben, sich in dieser Kardinalfrage des Ein- Lande Tausende von Arbeitern und Anhängern der Socialdemokratie daß einem geradezu das Herz brechen kann, wenn verständnisses der verbündeten Regierungen zu versichern und eine wohnen. Graf Posadowsky hat heute wiederholt die Kommissionsman sie sieht.( Hört! hört! rechts.) Ich werde mum vielleicht Grenzlinie zu bestimmen. Die verbündeten Regierungen treten beim beschlüsse für unannehmbar erklärt. Weshalb setzen denn die nicht auf die Zustimmung der rechten Seite des Hauses rechnen Abschlusse von Handelsverträgen nicht in so entscheidendem Maße in Mehrheitsparteien die Beratung überhaupt noch fort, falls sie nicht können, wenn ich sage: Kein Polizeimittel wird auf die Dauer im die Erscheinung, weil die Handelsvertrags- Verhandlungen von be- fchon jetzt entschlossen sind, sich auf die Regierungsvorlage zurückstande sein ich halte solche Versuche für fruchtlos die land- sonderen Kommissaren Sr. Majestät geführt werden. Zweitens hätte zuziehen? Meine Partei hat kein andres Interesse, als daß der wirtschaftlichen Arbeiter auf dem Lande zu halten. Man kann diese sich sonst die ganze Agitation gegen die hohen autonomen Säße ge- Bolltarif mit allen Einzelheiten gründlich durchberaten wird. mur dann auf dem Lande halten, wenn man ihnen gleiche Existenz- richtet. Wir sehen das ja jetzt bei den Industriezöllen,( Lachen rechts.) bedingungen mit den industriellen Arbeitern giebt.( Zustimmung links. auch hier wendet sich die Agitation gegen die hohen Säge, Graf Posadowsky hat sich auf das Buch meines Parteigenoffen Große Unruhe rechts.) Das kann aber die Landwirtschaft obwohl diese feineswegs endgültig sind, sondern als Schippet Grundzüge der Handelspolitit" berufen und hat erklärt, nur, wenn sie dazu finanziell im stande ist.( Sehr wahr 1 rechts.) Kompensationsobjekte so hoch in den Tarif eingestellt worden sind. Schippels Ausführungen seien durchaus wissenschaftlicher Natur. Es ist mir geradezu unverständlich, wie man auf der einen Alle Berechnungen, wie hoch die Belastung einer Familie durch die Schippel untersucht lediglich, welche Momente den Weltmarktpreis Seite mit Necht fordern kann, daß auch die arbeitende Klasse an erhöhten Zölle, wie hoch die Mehreinnahmen des Reiches sein werden, für Getreide beeinflußt haben. Er weist darauf hin, daß der Welt dem wachsenden Wohlstand der höheren Klassen, an der Erhöhung hängen ganz in der Luft. Wir wissen ja heute noch gar nicht, wie marktpreis infolge der großen Konkurrenz und der des Standard of life teilnehmen, und wie man gleichzeitig über die der erhöhte Getreidezoll auf die Produktion im Inlande wirken, ob billigen Frachten geringer geworden sei, so daß selbst hohen Preise klagen kann. Das eine schließt das andre aus. Der er sie nicht steigern wird. Davon aber sind die Belastung für die trop eines höheren Bolles im Inland der Preis nicht habe allergrößte Teil der landwirtschaftlichen Produktionskosten liegt in Familien und die Mehreinnahmen für das Reich abhängig. Auch wachsen müssen. Das hindert aber doch nicht, den Leutelöhnen, in den Bruttokosten. Hohe Leutelöhne und niedrige bei den Industriezöllen werden der Berechnung dieser Mehreinnahmen daß der Preis im Inlande noch geringer hätte werden Preise sind unvereinbar und müssen zum Bankerott des Groß- immer die autonomen Säße des Tarifs zu Grunde gelegt, während können, wenn wir den Zoll nicht gehabt hätten.( Sehr richtig! grundbesizes führen. Nun wird uns immer England vorgeführt. doch nur die Konventionalsäge für die Einnahmen des Reiches in bei den Socialdemokraten.) An zwei Stellen seines Buches, Seite 12 Die dort herrschende herrschende Bollfreiheit soll die landwirtschaft Betracht kommen. Man kann ja solche Berechnungen anstellen, aber und 13, erklärt Schippel ausdrücklich, daß der Zoll thatsächlich den lichen Betriebe außerordentlich begünstigt haben. Entweder sie haben keinen praktischen Wert. Wie der Herr Reichskanzler Getreidepreis im Inlande annähernd um den Zollbetrag erhöht habe. verstehe ich nichts von der Landwirtschaft und kann nicht sehen, oder zu dem System der Minimalzölle und zu den Versuchen steht,( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Wenn übrigens Graf die Herren, die das behaupten, fennen England nicht.( Heiterkeit.) weitere Minimalzölle einzusetzen, hat er selber überzeugend nach Posadowsty so großen Wert auf Schippels Ausführungen legte, In England ist der Großgrundbesitz in hohem Maße nicht mehr gewiesen. Darüber brauche ich nichts weiter zu sagen. er auch den Schlußsah des Buches citieren sollen, der auf Erwerbsquelle, sondern Luxusbesitz.( Sehr richtig! rechts.) Ein Nun wird der Regierung immer zugerufen: Ja, wenn hier doch Seite 352 zu finden ist. Dieser Satz lautet: Wir mögen über die ungeheuerer Teil des englischen Großgrundbesizes besteht aus Jagd- nichts zu stande tommt, so verlängern Sie doch Ursachen der agrarischen Krisis so oder so denken.. gründen. Es gehört in England zu einer gewissen socialen Position, einfach die bestehenden Handelsverträge oder industrielle Proletariat wird die Kopfstener der Brotzölle stets Großgrundbefizer zu sein. Das Einkommen stammt aus ganz andren schließen Sie auf Grund des jezigen autonomen Tarifs die neuen als gewissenlosesten Brotwucher der vereinten Volksfeinde ver Quellen. Ich hoffe, daß die Beit kommen wird, wo es politisch und finanziell Handelsverträge ab. Erstens gehören zu solchen Aftionen immer werfen.( Dört hört! und sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) möglich sein wird, auch in andern Provinzen Ansiedelungs- zwei, und und zweitens kann es feinem Zweifel unterliegen, Graf Pojadowsty hat uns gewarnt vor der Entwicklung, die die tommissionen zu gründen, als mur in Bosen und Westpreußen. daß unsre Situation jetzt wesentlich ungünstiger ist auf Landwirtschaft in England genommen habe. Es ist gar fein Zweifel, Aber Sie irren, wenn Sie glauben, daß der Bauer eines Grund des alten autonomen Tarifs als auf Grund eines neuen. daß die Entwicklung der Latifundien in England vor sich geringeren Bollschutzes Großgrundbesizer. Ich habe hier einen Nachweis über 32 Staaten, mit denen wir gegangen ist unter den hohen Kornzöllen. ( Sehr richtig! rechts.) Aus einer Rede des badischen Finanz- Handelsverträge oder Meistbegünstigungsklauseln haben, die seit dem Doch die Frage, die uns jetzt vornehmlich interessiert, ist die ministers, die dieser vor Jahr und Tag gehalten hat, Abschluß der Caprivischen Handelsverträge ihre Zölle sehr wesent Frage der Fleischuot. Die Fleischteuerung lastet schwer auf unsrer geht hervor, daß in Baden, wo der Bauernstand erheblich günstiger lich erhöht haben.( Hört! hört!) Trotzdem sollen wir auf Grund Bevölkerung, breite Volksmassen darben und hungern. Wenn unter teht, wie im Diten, ein Gut nach dem andern aus den Händen der unires alten autonomen Tarifs mit ihnen in Verhandlung diesen Umständen die bündlerische Bresse von einem Fleischnotrummel Bauern entweder in den Befiz von Privatkapitalisten übergeht oder treten. Herr von Marschall, ein Mann, der die maßgebende spricht, so ist das geradezu eine Frivolität.( Schr richtig! bei den bom Fistus angetauft wird.( Hört! hört! rechts.) Also auch der Rolle beim Abschluß der Caprivischen Handelsverträge gespielt Socialdemokraten.) Ganz unverständlich ist die Behauptung der Bauer bedarf des Zollschutzes gegenüber Ländern, die unendlich viel hat, hat schon im Jahre 1892- wir sind so raschlebig, Bündler, die Presse mache die Fleischnot. Wenn die Herren lediglich billiger produzieren, als wir es jemals können.( Ruf links: Däne- daß selbst Wesentliches schnell vergessen wird unmittelbar nach ihre eigne Presse in den letzten Monaten gründlich gelesen hätten, mart!) Dänemart tönnen Sie mit Deutschland nicht ber- Abschluß des Handelsvertrages mit Deftreich hier erklärt: Wir würden sie dort ungefähr diefelben Ausführungen gefunden haben, gleichen. Dänemark hat ein außerordentlich feuchtes Klima, müssen einen neuen Zolltarif haben, wir dürfen nie mehr auf Grund wie sie Bebel am Sonnabend hier gemacht hat. Der, Dresdner Baher unendlich viel günstigere Wiesenverhältnisse, die minimale des alten Tarifs mit andren Staaten in Handelsvertrags- Verhand- Anzeiger" schrieb im August 1902: Was Dresden anlangt, so erfordern Bearbeitung ist deshalb lungen treten. Wenn Sie uns zwingen, auf Grund des alten Tarifes ist der Auftrieb auf dem hiesigen Central- Schlachthof im Laufe in ganz besonderem Maße für die Viehzucht geeignet. Es ist un- in neue Verhandlungen mit den andren Staaten zu treten, dann ist der legten Zeit immer geringfügiger geworden, obgleich die möglich, auf dem märkischen Sande dieselben Erfolge zu erzielen, die Gefahr eines Bollfonfliktes viel größer, als wenn wir Einwohnerzahl erheblich gewachsen ist." Ein agrarfreundliches auf Grund eines neuen Tarifs verhandeln würden. Daß ich da Colmarer Blatt schrieb: Während wir hier unter thatsächlicher Man hat heftige Angriffe gerichtet gegen den Erlaß des jede Maßregel perhorresciere, die zu einem Zollfrieg mit andren Teuerung seufzen und das Fleisch en orm hoch bezahlen müssen, Fleisch beschau Gesezes. Daß aus hygienischen Gründen Staaten führt, dessen können Sie sicher sein. Ich kann Ihnen mun hat man jenseits der Grenze niedrige Breife." Die ,, Germania", das ein Fleischbeschau- Gesez notwendig war, darüber herrschte seiner Zeit auf Grund meiner Kenntnis der Dinge versichern, daß die Centralblatt der Centrumspartei, sprach ebenfalls von im Reichstag Einstimmigkeit. Wenn man aber für das deutsche Vieh Gefahr, in handelspolitische Schwierigkeiten zu geraten, größer ist enormen Preissteigerung", bie, wenn sie noch länger anhalten eine solche Fleischbeschau mit ihrer Belästigung für Besitzer und Gewerbe auf Grund des als auf Grund nenen Tarifs. Sollte, zu einer wahren Kalamität" würde. einführte, dann konnte man unmöglich das ausländische Das ist ein Gebiet, das man in einer parlamentarischen Versanunlung Herr Spahn aber wußte gestern gar nichts von enorm teuren Fleisch ununtersucht hereinlassen und man mußte diejenigen Fleisch- nicht ganz verschleiern kann. Hier gehört aber ein gewisses Fleischpreisen. Die Presse jener Herren aber wird, obgleich sie uns waren von der Einfuhr ausschließen, bei denen eine Untersuchung Vertrauen und ein gewisser Glaube dazu.( hört! hört!) bekämpft, angesichts der flaren Thatsachen zur Anerkennung unmöglich ist. Uebrigens hat die Einfuhr des jetzt ausgeschlossenen Unser alter Bolltarif stammt aus dem Jahre 1879. Wenn wir mit der Fleischnot gedrängt. Redner verliest zum Belege weitere fremden Fleisches geschwankt zwischen 2 Proz. und 3 Proz. des ihm in der Hand verhandeln wollten, dann ist es gerade so, als Aeußerungen der nationalliberalen und Centrumspresse. deutschen Konsums, wenn man 45 Kilogramm pro Stopf annimmt. wenn Sie eine Armee mit dem alten Kuhfuß von 1818 gegen eine Kommune Straßburg hat den Zwischenhandel auszu die mit Die Einfuhr von Würsten und Büchsenfleisch beträgt etwa 1, Broz. Armee ins Feld schicken wollten, den neuesten ich alten versucht und Schlachtungen in eigner Regie aus des gesamten Fleischkonsums. Solche minimalen Bahlen Waffen der modernen Ballistik versehen ist.( Lewegung.) geführt. Natürlich konnte die Stadt billiger liefern. Wir sind tönnen unmöglich einen maßgebenden Einfluß auf die Er- Wir haben eine Zeit in Preußen gehabt, wo die Parteien auch keine Feinde dieser Ausschaltung des Zwischenhandels, im Ich komme nährung des Boltes ausüben. mm kurz der Regierung die Mittel verweigert haben, um die Gegenteil, wir wünschen dem Vorgehen der einen Stadtgemeinde zur Frage der Fleischversorgung des deutschen Volkes. Rüstung der Armee zu erneuern. Es ist das unsterbliche Verdienst Nachahmung, wir wünschen, daß die Stadt die Bevölkerung auch Der Verfasser des Werkes„ Die deutsche Volkswirtschaft am Schlusse eines glühenden Vaterlandsfreundes und eines eisernen Charakters, nicht nur mit Fleisch, sondern auch mit Brot und Milch versorgt. des 19. Jahrhunderts" konstatiert, daß die relative Größe des Vieh- wie es Bismard war, mit allen Chancen des Gelingens und des Diese Ausschaltung des Zwischenhandels begrüßen wir also, anders Standes im ganzen ungefähr die gleiche geblieben ist im Verhältnis Mißlingens dennoch diese Neubewaffnung durchgeführt zu haben. liegt es mit der Ausschaltung des Zwischenhandels durch die ländlichen zur Bevölkerung. Weiter ist zu konstatieren, daß das Durchschnitts-( Große Unruhe links. Abg. Singer ruft: Warum ma chen Produktivgenossenschaften. Durch diese Produktivgenossenschaften wird gewicht eines Stückes Vieh derselben Gattung und desselben Alters Sie es denn nicht ebenso?) Was wäre aus Deutschland das Fleisch nicht billiger, sondern teurer. Daß die Fleischer nicht fich gehoben hat und drittens das ist entscheidend und wird von ohne Bismard geworden?( Große Unruhe links.) Und heute sind schuld an der Fleischteuerung sind, erhellt aus amtlichen Berichten, den Herren der Linken stets außer acht gelassen der Umsaß ist wir wieder in derselben Lage. Wir verlangen eine bessere handels- die nicht so voreingenommen wie die preußischen sind. Die sächsischen schneller geworden. Daraus kann man schließen, daß die Versorgung politische Ausrüstung. Es ist ein kritischer Augenblick. Ich kann den amtlichen Berichte führen die Fleischteuerung z. B. ausdrücklich auf der Bevölkerung mit inländischem Schlachtvich jezt keineswegs un Mehrheitsparteien nur den dringenden Rat geben, von allen den Mangel an geeignetem Schlachtvich zurück. Daß die Preise günstiger, ja wesentlich reichlicher ist als vor 10 und 20 Jahren. weitergehenden Forderungen als bald abzugehen, wenn Sie über- namentlich für Schweinefleisch ganz enorm gestiegen sind, erhellt Es giebt zwei Wege, die Viehseuchen zu bekämpfen. Erstens man haupt einen Tarif erreichen wollen.( Rufe rechts: Aha!) Sie rufen: aus den amtlichen Statistiken zur Genüge. Es erhellt daraus auch, kann die Grenzen absolut freimachen, aber unter der Vor-" Aha!", aber Ihre weitergehenden Forderungen sind nicht realisierbar, daß die Steigerung der Bichpreise im Verhältnis noch mehr gestiegen das wir können sie nicht erfüllen, wir müssen hier ein besseres Urteil für sind, als die Fleischpreise. Hohe Schweinefleischpreise hat gestern aussetzung, daß dann rücksichtslos jedes Stück Vieh, Daraus folgt natürlich uns in Anspruch nehmen. Man muß sämtliche Bevölkerungsflaffen auch Herr v. Oldenburg zugegeben, er hat auch eingestanden, daß trant befunden wird, getötet wird. die Pflicht der Entschädigung der betreffenden Besitzer, und diese hierbei beurteilen und nicht nur die Lage einer einzelnen. Wir eine Viehknappheit vorhanden ist. Ob Fleischnot oder Fleischteuerung würde ganz unerschwinglich sein, sicher würden jedenfalls die Fleisch- sind auf diesem Wege soweit gegangen, wie wir nur konnten, so daß besteht, das ist doch nur ein Streit um Worte. Die Fleischteuerung preise dann noch viel teurer werden als sie jetzt sind. Die un- ich Sie bitten muß, sich auf den Regerungsentwurf zurück ist eben zur Not großer Bevölkerungskreise ausgewachsen. Wir haben in den letzten zwei Jahren schlechte Futterernten geheuren Lasten der Entschädigung fämen nur der ausländischen zuziehen.( Unruhe rechts.) Das Jahr 1902 ist ein ernstes, kritisches Jahr für die deutsche gehabt, aber jetzt geht man daran, die Futtermittel durch erhöhte Landwirtschaft zu gute.( Sehr richtig! rechts.) Dazu können wir Die Viehs unsre Hand natürlich nicht bieten. Als ich noch Landeshauptmann Landwirtschaft. Ob der Tarif an der Scylla oder an der Charibdis Zölle noch fünftlich zu verteuern.( Sehr richtig! links.) in Posen war, ich war 22 Jahre dort thätig, kam es häufig vor, scheitert, ist für sie ganz egal. Das aber sage ich Ihnen: wenn der produktion ist zurückgeblieben hinter dem Steigen der Bevölkerung. daß der Pferdebestand ganzer Güter, wenn sich der Roß eingenistet Tarif scheitert, dann wird für lange Zeit sich kein Zollschiff mehr in Der Auftrieb auf den Viehhöfen ist ganz erheblich zurüc Der Fleischkonsum ist in Königsberg, wo er an hatte, manchmal drei-, viermal nach einander getötet werden mußte. die Nähe so gefährlicher Klippen wagen!( Abg. Singer: Gott sei gegangen. oder gar feine wie in Dänemark. wie bedarf der und des alten Das einer Die Dann gab es Jahre, in denen Lungenfeuche und Roz kaum mehr Dank. Heiterkeit und Unruhe.) Die warnende Schrift steht bereits sich schon gering war, noch weiter bedeutend zurückgegangen. Nur vorkamen. Jeder praktische Landwirt wird mir Recht geben, die an der Wand, und man braucht kein Daniel zu sein, um sie leſen der Pferdefleisch- Verbrauch hat zugenommen, in Sperre eines Gehöfts, die Tötung eines ganzen Viehbestandes bringt zu können.( Wereinzeltes Bravo! bei den Nationalliberalen. Unruhe.) Königsberg, um 20 Proz. in Oberschlesien um das Doppelte. Die England, das Hauptsächlich den Rückgang der amerikanischen Nachfrage zu fühlen bekommt, aber es dürfte kaum lange dauern, daß auch die deutsche Eisenindustrie ihre jezige Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten mehr und mehr zusammenschrumpfen sehen wird. Bankrott. Die große Leonoffsche Zuckerfabrik, Aktiengesellschaft in Warschau, ist in Zahlungsstodung geraten. Das Defizit beträgt 1%. Millionen Mark. D Das einzige Resultat, welches die s die Verhandlungen gezeitigt haben, ist, daß der Kampf auf beiden Seiten mit erhöhter Erbitterung geführt wird, trotzdem die nicht so gut fituierten Firmen ihrem Ruin entgegengehen, wenn der Streik noch eine längere Ausdehnung gewinnt; aber um so energischer verlangen die größeren Firmen die Fortsetzung der Streifbewegung, und versuchen dantit, erstens den Arbeiter zu zwingen, zu Streuze zu triedjen, und zweitens die fleineren Firmen aus der Welt zu schaffen. Leute können eben kein Schweinefleisch mehr bezahlen. Man hat den Rückgang mit der wirtschaftlichen Krisis erflärt. Man hat damit zu geben müssen, wie groß das Massenelend ist. Als wir es beHaupteten, wurden wir der Uebertreibung und Heßerei beschuldigt. Gewiß ist auch die Krisis beteiligt an dem Nückgang des Fleischkonsums, aber bei geringerer Nachfrage hätten die Preise finten müssen, wenn das Angebot in früherer Stärke vorhanden gewesen wäre.( Sehr richtig! bei den Socialdenwkraten.) Eine Reihe von Kommunen, darunter auch Königsberg i. Pr., haben Amerikanische Reprocitätspolitik. General James Wilson, be- Genossen! Helft ims, unsren Forderungen Geltung verschaffen, die Aufhebung der Grenzsperre verlangt und der fannt als einer jener Handelspolitiker, die energisch für eine engere helft uns, durch Eure thatkräftige Unterstützung den Feind, dem unsre Regierungspräsident und der Oberpräsident von Ostpreußen haben Handelsverbindung der Vereinigten Staaten mit Kuba eintreten, feft gefügten Organisationen längst ein Dorn im Auge find, besiegen, teilweise Aufhebung der Grenzsperre befürwortet. Herr Sittart hielt gestern in Chicago im Handelsklub eine Rede, in welcher er für fommt in unsre öffentlichen Versammlungen, hört und seht die bom Centrum hat sich für die Deffnung der Grenzen eine Freihandelsvereinigung zwischen den Vereinigten Staaten, tampfesfreudige Stimmung der Kollegen, und ihr werdet mit Freude ausgesprochen, ebenso Herr Schmitt- Mainz. Diese Kuba, Portorico, Merifo und Kanada gegen Europa eintrat, die und Genugthuung sagen können, daß Eure Unterstügung einer für Herren scheinen andrer Meinung zu sein, als der offizielle Redner geeignet sei, das Handelsübergewicht der Vereinigten Staaten aus ihre gerechte Sache kämpfenden, feststehenden Organisation zu teil des Centrums, Herr Spahn, der den beschränkten Unterthanen- 3udehnen. Kanada sollte unter der Bedingung Freihandel gewährt geworden ist, getreu dem Wahlspruch:„ Einer für Alle, Alle für berſtand gepredigt hat und alles der Weisheit der Regierung über- werden, daß es den amerikanischen Tarif gegen England anwende. Einen." Die Lohnkommission. Lassen wollte. Die Bündler wollten, daß die Wirkung der Die Monroe- Doktrin sollte auch auf Stuba angewendet werden. Grenzsperre, die Fleischteuerung, durch den Zoll dauernd gesichert Sollte England also die Kolonien jemals hart behandeln, so wäre Achtung, Klavierarbeiter, Tischler! Die Bodenmacher der Firma werde. Wenn die Bündler wüßten, daß die Grenzsperren dauernd es Pflicht der Vereinigten Staaten, sich ins Mittel zu legen. Forreßtier, Blumenstr. 38, sind sämtlich in den Streit ein aufrecht erhalten würden, dann würde ihnen gar nicht so viel an Eine derartige Handelsvereinigung könnte den amerikanischen getreten. Die Firma liefert die Böden für die Pianinofabrik von den hohen Viehzöllen liegen.( Sehr richtig! bei den Socialdemo- Großindustriellen und Trustmagnaten sicherlich passen. Sie würde Lehmann, Königsbergerstr. 3. Während es bisher bei Lehmann pro traten.) Es steht fest, daß 1360 Schweine wöchentlich über die ober- den inneren Markt Kanadas und Mexikos völlig der Industrie der Stick 12 M. gab, sollen die Kollegen bei Forreßtier dieselben für schlesische Grenze kommen, ohne daß auch nur ein Fall der Ver- Vereinigten Staaten ausliefern, während diese von der industriellen 9,42 M. nach Einführung von Teilarbeit herstellen, was diefelben feuchung hätte konstatiert werden können. Wie ist da noch irgend ein Konkurrenz beider Staaten nichts zu befürchten hätten und auch die im Einverständnis mit den Arbeitern von Lehmann abgelehnt haben. plausibler Grund zu finden, um die Grenzsperren noch weiter auf- Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte aus Kanada in die Union nur Die Verhandlungen blieben erfolglos. Wir ersuchen den Zuzug recht zu erhalten. wenige Zweige der Landwirtschaft berühren würde. Jedoch werden i Geweder Nun hat Graf Posadowsky mit der Ausmalung der Ge- weder Kanada noch Meriko sich auf diese Bläne einlaffen, Denn die streng fernzuhalten. Die Konumiffion des Fachvereins. 1 Deutsches Reich. fahren der Grenzenöffnung einen großen Trumpf aus- Wilsonsche Freihandelsvereinigung bedeutet nichts andres als eine zuspielen versucht. Aber nie ist von uns eine völlige Grenzöffnung völlige Erstickung der industriellen Ansäße in beiden Ländern, vor berlangt worden. Er rannte also offene Thüren ein. Die Seuchen allem der sich schnell in Merito entwickelnden Baumwollspinnerei und gefahr vom Auslande ist nicht so groß wie sie vom Grafen Bosa Weberci. dowsky und den Herren von der Rechten hingestellt werden. Wenn der Beweis nicht sicher ist, sollte man nicht die Behauptung aufstellen, dieser Seuchenfall ist durch Einfuhr vom Auslande verschuldet. Ein neuer Scharfmacherverband hat sich kürzlich in Münster Herr v. Feilitsch hat in Bayern erklärt, elf Fälle von gebildet. Schutzverband der Textilindustriellen des Wünsterlaudes" Seuchen in Bayern seien aus Preußen eingeschleppt worden. ist sein Name, und seine Aufgabe: 1. Unberechtigten Bestrebungen ( Hört! hört! links.) Der schreckenerregenden Fleischnot gegenüber der Arbeitnehmer, welche darauf gerichtet sind, die Arbeitsbedingungen thut die Regierung nichts weiter, als daß sie Ermittelungen anstellt. verbreitet die" Post". Dieser Notruf" tommt aus der gepreßten einseitig vorzuschreiben, gemeinsam entgegenzutreten, 2. Unbefugte Wenn die Agrarier ein Notstand betrifft, so ist die Regierung zu Brust eines Unternehmers der Rohrlegerbranche, und er ist Einmischung von Arbeiterverbänden in die Angelegenheiten der ganz andren Maßnahmen bereit. Aber hier trifft die Not ja nur in einem so deutlichen Scharfmacherton gehalten, daß es begreiflich einzelnen Fabriken zurückzuweisen. 8. Geplante oder veranstaltete die Massen der Proletarier.( Hört! hört! links.) Her v. Oldenburg erscheint, wenn ihm die scharfmacherische" Post" als Resonanzboden Ausstände gemeinsam abzuweisen und in ihren Folgen unschädlich hat uns gestern schon das Resultat dieser Enquete mitgeteilt.( Sehr dient. Die Unternehmer der Rohrlegerbranche waren feither zu machen. 4. Streitfragen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in gut! bei den Socialdemokraten.) Er sagte, die Zählung des Viehes gewohnt, die Arbeitsbedingungen selbst festzusehen, denn die gerechter Weise zur Entscheidung zu bringen, dadurch den Frieden würde eine solche Menge ergeben, wie man sie nicht für möglich Organisation der Rohrleger war schwach. Jezt, wo diese er zwischen ihnen dauernd zu sichern und das Wohl der Arbeiter werk gehalten hätte. Es besteht thatsächlich eine Vichknappheit und da starkt ist, und die Rohrleger ihrerseits mit eignen thätig zu fördern. suffis og mun Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Einen Notruf aus Arbeitgeberkreisen" Monteure Zum Weberstreit in Meerane schreibt die Chemnitzer Bolts stimme": In den legten Tagen der vorigen Woche sind Einigungs berhandlungen angebahnt worden. Wir hoffen, daß dieselben bald zu einem Friedensschluß führen, an dem die Unternehmer sowohl wie die Arbeiter ein gleich großes Interesse haben. " kommt man auf den Gedanken, daß die Enquete doch nicht Forderungen an die Unternehmer herantraten, sind die Arbeitgeber Mit andren Worten, aber durchaus zutreffend müssen die Abganz objektiv angestellt wird. Ich möchte Herrn so verdußt, daß sie, die der Arbeiterbewegung ganz verständnislos fichten der Schußzverbändler so ausgedrückt werden: Entschiedene b. Podbielski fragen, wie die Enquete zu stande kommt, wer die gegenüberstehen, sich die Lohnbewegung der Rohrleger nicht anders Zurückweisung jeder Forderung der Arbeiter, Bekämpfung ihrer Auskunftspersonen find, ob wirklich in erster Reihe die Vorsitzenden erklären können, als das Ergebnis einer von der Socialdemokratie Organisationen, Festsetzung der Arbeitsbedingungen durch die Unters des Bundes der Landwirte befragt werden.( hört! hört! links.) angezettelten Verhegung, der die armen, sonst so zufriedenen nehmer. Der Schutzverband ist also von unverfälschtem ScharfWenn sich dieses Gerücht bewahrheiten sollte, dann kann man frei- Rohrleger, mur widertvillig nachgeben." Alte, jahrzehntelang machergeist beseelt, und die Arbeiter werden sich danach zu richten lich auf das Ergebnis rechnen, das gestern schon Herr v. Oldenburg in einer Stellung und in bestem Einvernehmen mit dem wissen. angekündigt hat.( Sehr gut! links.) Das letzte Argument Chef thätige mußten thränenden Anges ihre für die Zölle ist immer noch, daß die Arbeiter davon Rußen Arbeit verlassen, dem Machtspruch der Genoſſen folgend. Verfammlungen. So haben sollen. Wir kennen dieses Lied schon lange und es wird erzählt im Brustton der Ueberzeugung der notrufende Unternehmer. immer mit dem Naturalienlohn für die Landarbeiter operiert. Welchen Wert in Bezug auf Glaubwürdigkeit seine Schilderungen Verband der Möbelpolierer. Die Zahlstelle Berlin hielt am Thatsache ist aber, daß der Geldlohn steigt und das haben, werden wir sogleich zeigen. Der Notrufer behauptet mit un- 20. 6. M. ihre Generalversammlung ab. Nachdem der VorstandsDeputat immer mehr zurückgeht. Es ist so gering, glaublicher Dreiftigkeit: und Kassenbericht erstattet war, referierte Schulz über den ge= daß die Leute kaum ihre taum ihre Nahrungsbedürfnisse Nahrungsbedürfnisse befriedigen, Die Forderungen wurden einer großen Bahl bon planten paritätischen Arbeitsnachweis. Er legte den von den geschweige denn noch etwas zur Viehfütterung benutzen Unternehmern gar nicht einmal bekannt geommiffionen ausgearbeiteten Vertragsentwurf vor. Die General fönnen. Die Landarbeiter müssen auf dasselbe Niveau gehoben gegeben, sondern der Streit ohne weiteres in einer Form be- versammlung lehnte denselben ab und beschloß: werden mit den industriellen Arbeitern, vor allem auf socialem und gonnen, die feinen Zweifel daran lassen konnte, daß man es ledig- Der Arbeitsnachweis unsres Verbandes, wie er jetzt ist, soll rechtlichem Gebiet. Die Landarbeiter empfinden den Mangel des lich auf eine socialdemokratische Machtprobe abgesehen hatte, um beibehalten werden, da er sich bisher sehr gut bewährt hat. Dies Koalitionsrechts als eine Ungerechtigkeit und sie werden Ihnen wegauch die Installationsbranche unter die Parteifuchtel zu bringen, beweist am besten, daß wir in diesem Jahre 148 Adressen mehr Taufen, so lange sie noch unter der Gesinde- Ordnung seufzen.( Sehr wie schon so manche andre Branchen, die infolgedessen kaum noch vermittelt haben wie im vergangenen Jahre, trotzdem der Inningsrichtig! bei den Socialdemokraten.) Sie verlangen höhere Zölle, lebensfähig sind. nachweis besteht. Ferner wurden folgende Anträge des Vorstandes höhere Löhne zahlen zu können. Haben angenommen: Die außerordentlichen Zahltage fallen fort, es findet von jetzt ab wieder alle 14 Tage Zahlabend statt. Der Delegierten tag findet am 28. Dezember in Berlin statt. Auf diesem Delegierten tage haben die Bezirksleiter auch Sitz und Simime. um Nach der Darstellung des Unternehmers haben die Rohrleger etwa jemals ihren Arbeitern beffere Löhne gezahlt, mit ihrem Streit sozusagen einen heimtückischen Ueberfall auf als es ihnen besser ging.( Bebel: Ist ihnen ja nicht die nichtsahnenden Unternehmer ausgeübt. Wie verhält es sich aber eingefallen.) Vor allem verlangen die die Arbeiter bessere in Wirklichkeit? menschentwürdige Behandlung. Der Trakehner Prozeß hat ja wieder Wer seine Kenntnisse über Arbeiterangelegenheiten nicht nur aus ſelbſt empfunden hatten. Herr Trimborn meinte, feine Bartet habe heit, wenn behauptet wird, einer großen Zahl von Unternehmen Letzte Nachrichten und Depefchen. Für Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde fand am 19. d. M, gezeigt, wie in Wirklichkeit die Verhältnisse der Landarbeiter sind. der" Post" schöpft, der muß wissen, daß der jetzt von den NohrDie Landarbeiter wollen in solchen Zuständen der Unfittlichkeit nicht legern geforderte Tarif seit einer Reihe von Wochen beraten, am eine öffentliche Parteiversammlung bei Dittmann in Marienfelde länger hausen, sie wollen menschliche Zustände. Das Gefühl der 5. Oktober endgültig festgesetzt, veröffentlicht und gleichzeitig der statt, in der Böske über den Parteitag und Frau Thiel über die Menschlichkeit ist in ihnen erweckt durch unsre Agitation, fie tommen Innung eingereicht worden ist. Erst nachdem die Innung auf die Frauenkonferenz berichteten. Die Versammlung erklärte sich durch in Scharen zu uns. Ein Zeuge in dem Prozeß hat erzählt, als die von den Arbeitern gewünschten Verhandlungen nicht einging, beschlossen die Annahme einer Resolution mit den Beschlüssen des Parteitages Landarbeiter in Trakehnen ein socialdemokrati- die Rohrleger am 12. Oktober, daß der Tarif am folgenden Tage jedem und der Thätigkeit der Delegierten des Kreises einverstanden. sches Flugblatt in die Hände befamen, sagten sie: Die Unternehmer persönlich eingereicht, und bis zum Abend des Hierauf wurde die Lokalfrage für Tempelhof besprochen und behaben ganz recht". Diese Arbeiter haben vielleicht vorher noch 15. Oktober auf Antwort gewartet werden sollte. Erst am 16. Oftober schlossen! die Sperre über das Gehrtsche Lotal aufzuheben und nur nichts von der Socialdemokratie gewußt, als sie aber das Flug- wurde die Arbeit dort niedergelegt, wo die Unternehmer die Forde das Geißlersche Lokal„ Gasthof Stadt Dresden" zu sperren. blatt lasen, fanden sie meistens den Ausdruck dessen, was sie längst rungen abgelehnt hatten. Es ist demnach eine schreiende unwahrbei den letzten Wahlen zugenommen. Ja, an Mandaten wohl, seien die Forderungen nicht bekannt gegeben worden. Sollte irgend Landtags- Nachwahlen in Württemberg. nicht aber an Stimmenzahl, und Herr Trimborn wird selbst einem Unternehmer der Tarif nicht bekannt geworden sein, so hat wissen, daß in großen Kreisen der katholischen Arbeiter sich eine er es nicht der Mühe für wert gehalten, denselben anzusehen. Stuttgart, 28. Oktober.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Bei große Mißstimmung gegen seine Partei bemerkbar macht. Der Denen, die ihren Notruf" in den Spalten der" Post" ertönen den heutigen Nachwahlen erhielten Stimmen im Amt Heilbronn: Fleischkonsum geht in demselben Maße wie der lassen, ist eine solche Verachtung der Arbeiterforderungen schon zu schäffler( Soc.) 1600, zurüd Alkoholismus steigt. Und an dieser Schädigung der Bolts- autrauen, und wenn ihnen der Streit deshalb unerwartet gekommen Säffler( Soc.) 1600, Hegelmeier( Bauernbündler) 1100, gesundheit, diesem sittlichen Verfall gehen die Herren von der ist, so haben sie selber Schuld daran. Daß den Unternehmern der Hagner( Volkspartei) 900. Somit Stichwahl zwischen Schäffler Regierung achtlos ohne nennenswerte Erregung vorüber. Es ist Streit nicht angenehm ist, glauben wir gern. Sie haben es aber in der und Hegelmeier. In Vaihingen wurde der Bauernbündler Reichert lediglich der aufklärenden Wirksamkeit der Socialdemokratie zu ver- Hand, sich mit den Streifenden, die jederzeit zu Verhandlungen be- gewählt mit 2079 Stinnen, während der Volksparteiler Kercher danken, daß es bei dieser großen Not und diesem Elend nicht zu reit sind, zu einigen und so wieder geregelte Verhältnisse herzustellen. 1582 und der Socialdemokrat Mattutat 173 Stimmen erhielt. In Hungerrevolten gekommen ist. Mit der Annahme des Zolltarifs ver- Reineswegs tann der Friede dadurch herbeigeführt werden, daß die Stavensberg ging der Centrumsmann Schlichte mit 2775 Stimmen schärfen Sie noch den jetzigen Zustand, der wahrhaftig schon schlimm Unternehmer unwahrheiten über den Streit verbreiten und die aus der Wahl hervor, während Kost( Mischmasch) 840 und der gemug ist.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Arbeiterbewegung mit dem Polizeiknüppel niederschlagen lassen Socialdemokrat Bregmar 173 Stimmen auf ihre Kandidatur ver Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch möchten. einigten. 12 Uhr. Schluß 68% Uhr. Aus Induftrie und Handel. Schuckert- Gesellschaft. Schon bei der Besprechung der letzten Bilanz der Elektricitätsgesellschaft vorm. Schuckert wurde darauf hingewiesen, daß die Einstellung der Aktien der Kontinentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen mit 50 Proz. ihres Nominalwertes in die Bilanz der Schuckert- Gesellschaft als zu hoch gelten müsse. Nachdem bereits in lezter Zeit die Aktien der Kontinentalen Gesellschaft immer weiter heruntergerutscht sind, fielen sie heute an der hiesigen Börse um weitere 5% Bros., auf 85,25. Und ebenso gingen die Aktien der Schuckert- Gesellschaft, da ihr Besitz an Attien der Kontinentalen Gesellschaft nominell 28 Millionen Mart, also nach der Bilanz 14 Millionen Mark beträgt, im Kurse um 3 Proz. zurüd, auf 75 Proz. Zum Streit der Bleiglaser, Glasmaler und Messingglaser. Abgeordnetenhaus. Aus Acht Wochen schon fämpfen jezt die Streifenden, um ihre ge- Wien, 28. Oftober.( 2. T. B.) In fortgesetzter Verhandlung rechten, bescheidenen Forderungen durchzubringen, tros des schroffen der Dringlichkeitsanträge schildert Daszynski unter heftigen AusDen internehmen die Spige zu bieten und den Sieg über das Unter- bäuerlichen Bevölkerung Galiziens, welche von den Gutsbesitzern ablehnenden Verhaltens der Arbeitgeber. Wir sind fest entschlossen, fällen gegen die polnische Schlachta die traurigen Berhältnisse der nehmertum davonzutragen. Es ist uns nur durch die Opferfreudig- ausgewuchert, der Not und dem Elend preisgegeben, zur keit und das Solidaritätsgefühl der gesamten Arbeiterschaft, die uns wanderung gezwungen werde und warnt vor der Entfachung des durch materielle Beihilfe bis jest treu zur Seite gestanden hat, Chauvinismus im Bauernstande, sowie vor der beabsichtigten Heranmöglich gewesen, den Kampf so lange zu führen, und wir geben uns ziehung fremder Hilfsarbeiter für die Ernte, wodurch der Bauernstand der Hoffnung hin, daß uns dieselben auch fernerhin ihre Unter- zur Empörung gereizt würde. Redner tritt für die Entsendung einer stügung zu teil werden lassen. parlamentarischen Kommission zur Prüfung der Verhältnisse in Die indirekte Veranlassung zum Streit war die Stellung der Galizien ein. Forderung auf Anerkennung unsres Arbeitsnachweises. Nachdem uns Ministerpräsident v. Koerber fonstatiert, daß bei den diese Forderung rundweg abgelehnt, wurde in einer öffentlichen Vorfällen in Galizien allerdings die Lohnfrage im VorderVersammlung der Beschluß gefaßt, diese Forderung mit einer grund gestanden habe, jedoch die politische Agitation sich durch Ververschmelzen und eventuell durch Lohnforderung zu eine breitung von Broschüren, deren Angaben tros augenscheinlicher UnArbeitsniederlegung zur Geltung zu bringen. Nachdem wahrheiten geglaubt wurden, bemerkbar machte, was der Bewegung min nach vierwöchentlichem Streit die erste ergebnislose Kom- einen kritischen Charakter verlieh. Zahlreiche Zusammenſtöße, Vom englischen Eisenmarkt meldet die Fachzeitung Industrie": missionsverhandlung stattgefunden hatte, ruhten die Verhandlungen deren Verlauf start übertrieben dargestellt wurde, hätten dem Die Stimmung in den Eisenbezirken ist einigermaßen gedrückt. wiederum drei Wochen, bis uns der Vorstand des Arbeitgeber- Ber- Streit den Charakter cines Boytotts verliehen. Der Ministers Einiges Buddeleisen wurde zwar in der vergangenen Woche noch bandes durch ein Schreiben erklärte, in weitere Kommissions- präsident weist entschieden alle gegen die Angehörigen der Armee für Amerita getauft. Die amerikanische Nachfrage stockt aber im verhandlungen treten zu wollen, und sollten wir uns zu dieser Ver- vorgebrachten Vorwürfe als unbegründet zurüd, konstatiert, daß allgemeinen. Selbst die Verschiffung des früher gekauften Eisens handlung mit den weitgehendsten Vollmachten ausrüstenlassen, worum nientand getötet und die Zahl der Verwundungen sehr gering gegeht langsam vor sich, und was an amerikanischer Nachfrage für wir auch die Herren Arbeitgeber ersuchten. Wie weit nun unser wesen sei, und erklärt, daß die Haltung und Besonnenheit der Stahl noch vorhanden ist, wird von Deutschland gedeckt. Gleich- Ersuchen von den Herren Arbeitgebern berücksichtigt wurde, sollten Affistenzfommandanten eine volle uneingeschränkte Anerkennung ver zeitig nahm der deutsche und belgische Wettbewerb überhaupt zu. wir in der Kommissionssizung gewahr werden. Die Herren Arbeit diene.( Beifall.) do Er zeigt sich am schärfsten in gewöhnlichem Stabeisen, Stahl, Bau- geber dachten, der Zweck der Verhandlung sollte der sein, uns auf eisen und Platinen. Die Schiffbauwerfte klagen dauernd über Gnade und Ungnade auszuliefern; denn die Herren waren anfänglich empfindlichen Mangel an neuen Aufträgen. In Middlesbrough hat absolut nicht zu bewegen, uns weitere Zugeständnisse zu machen, Paris, 28. Oftober.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Cha mit dem Ende des Ausstandes der Kohlengrubenarbeiter in Amerika und als darüber lang und breit debattiert worden war, millard richtet an die Regierung eine Interpellation betreffend auch die Nachfrage nach Roheisen aufgehört. Die Verschiffungen waren dieselben so großmütig, uns einen etwas erhöhten Lohn die Schließung der Kongregauistenschulen im Departement Finistère; nach Amerifa werden noch etwas fortdauern, und zwar noch auf von 3 Pf. pro Stunde für perfekte Arbeiter und von 5 Pf. für er hält die Ansicht aufrecht, daß die Schließung dieser Schulen Rechnung alter Abschlüsse. Das Geschäft in Roheisen beschränkt sich schwächere Sträfte vom 1. August 1908 ab zu bewilligen, welchen und die Anlegung der Siegel ungefegmäßig seien. Gourgie auf Abschlüsse für sofortige Lieferung. Der Preis von Cleveland Vorschlag wir absolut nicht annehmen konnten, und als wir darauf- tadelt die Regierung, weil sie den Gerichten die KongregationsNo. 3 Roheisen ist innerhalb der letzten Tage von 53 sh. 6 d. auf hin den 1. Januar 1908 beantragten, wollten dieselben sofort als frage entzogen habe. Ministerpräsident Combes legt dar, 52 sh. gefallen. Für spätere Lieferung würden gern Bugeständnisse Gegenleistung die Accordarbeit wieder eingeführt wissen. Als wir daß das Gefeß von 1901 die Regierung ermächtige, die Kongres gemacht werden, die Lage ist aber im allgemeinen derart, daß man uns nun dem Willen der Herren Arbeitgeber nicht fügten, brachen gauistenschulen zu schließen. Die Regierung habe hierbei Mäßigung fich auf langatmige Geschäfte nicht einlassen will." dieselben die Verhandlungen einfach ab. angewandt; fie habe die notwendige Beit gegeben, Die obige Darstellung wird durch die Meldungen englischer Wenn wir diese Bedingungen annehmen sollten, so würde unfre die Genehmigung nachzusuchen.( Beifall auf der Linken.) Hierauf Blätter, darunter auch des Ironmonger", bestätigt. Borerst ist es Lohnbewegung keinen Fortschritt, sondern eine Niederlage bedeuten. wird die Weiterberatung auf Donnerstag vertagt. Berantwortl. Medakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u.Interhaltungsblatt. " Die klerikale Frage. 1916 miral um tododded so mi sign( ni ilipino sido ti ni meme Nr. 253. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 29. Oktober 1902, thedogplangi tonis ir nuo 25 Reichstag. 1191205. Sigung. Dienstag, den 28. Oktober 1902, mittags 12 Uhr. but mug pores Am Bundesratstisch: Graf Pojadowsky, polad nie Die zweite Beratung des Zolltarif- Gefeßes wird bei den Minimalzöllen für Nindvich mit der dazu gehörigen Pofition 102 des Zolltarifs fortgesetzt. Abg. Graf Kanis( f.): autol nail 18 Landlies& du Ich tispati 1915 aus nicht als stichhaltig gelten. Auch das Experiment mit dem be- Dr. Windhorst, Dr. Jäger u. a., sich gegen Zollerhöhungen auf rühmten, Sodahind", den man täglich 8 Gramm Soda und 10 Gramun Lebensmittel aussprechen. Indessen wird in weiteren Verlauf der Salpeter gab, fann feinen wissenschaftlichen Wert beanspruchen. Daß Verhandlungen sich noch Gelegenheit genug bieten, die Taktik des durch das Borsäureverbot die Einfuhr ausländischen Fleisches voll Centrums genügend zu charakterisieren. Die immer höher geständig unterbunden wird, unterliegt feinen Zweifel. Das Verbot, steigerten Forderungen der Agrarier sind bei der schwächlichen durch das der Inlands- Konsument gezwungen, werden soll, muur Saltung der Regierung mur zu begreiflich. Die Nechte wird ja von inländisches tonſumieren, liegt durchaus in der Richtung einseitiger glauben eben von dieſer Regierung und von dem modernen Staat Fleisch und zwar zu höheren Preisen zu der Regierung mit Wohlthaten geradezu überhäuft. Die Herren agrarischer Interessen, wie sie auch der vorliegende Zoll- alles fordern zu können. Der neue Zolltarif soll( mu dieſe Politik tarif verfolgt. Deswegen bekämpfen meine politischen Freunde im der Liebesgaben din größtem Maßstabe fortjeßen. Die Re im Allgemeinintereffe dies Verbot. Wir verlangen, daß er auf- gierung macht ja auch die Agrarier bei jeder Gelegenheit Die Vorwürfe der Abgeordneten Bebel und Dr. Müller- Sagan gehoben oder doch wenigstens gemildert werde.( Beifall links.) glauben, daß sie noch dieselbe Bedeutung für den Staat gegen den Stand der Tierärzte sind durchaus unbegründet. In meiner du D langjährigen Praxis iſt mir noch nicht ein gediffen fasen. Die Verteidiger des 30lltarifs fommen bon ben volle erhöht tennen. So ein Miniſter hat ja auch viet wichtigere, gure etern Abg. Segit( Soc.): it isn hätten, wie vor vierzig, fünfzig Jahren. Wancher Minister, der in seinem eignen Ressort nicht recht Bescheid weiß, ein Tierarzt sich durch seinen Kunden hat beeinflussen die in Betracht kommenden Verhältnisse sehr menig zu bedauere, daß Herr Müller- Sagan Einzelfälle derartig verall- Auffassungen aus alle zum gleichen Resultat, daß die Zölle erhöht gemeinert hat. Was die Fleischteuerung anlangt, so möchte werden müssen. So hat Herr Depken behauptet, die and heiten zu beforgen; er hat dafür zu sorgen, daß auf gewissen Gütern ich es den Verwaltungen der großen Städte dringend ans Herz wirtschaft stehe auf der Höhe der Zeit, während Herr teine Milchpantscherei getrieben wird und daß mindestens bei Kaiſerlegen, gleich Berlin die Schlachtsteuer abzuschaffe u.( Sehr Dr. Beder von einem solchen Tiefstand der Land Eſſen der Schweinebraten nicht fehlt, weil das dem Patriotismus richtig! In Breslau haben aber die freifinnigen Stadt- wirtschaft in den Rheinlanden sprach, daß sie sich kaum Abbruch thun könnte.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Kein verordneten den socialdemokratischen Antrag auf mit 0,4 Proz. verzinse. Graf Kanis machte sich die Beweis- Wunder, wenn einem solchen Minister das Bestehen der Fleischnot Aufhebung der Schlachtsteuer abgelehnt.( Hört! hört! führung dafür, daß die preußischen Kreis- Tierärzte nicht abhängig von unbekannt ist. Der Minister hat nur meinem Freunde Bebel rechts.) den Agrariern seien, sehr leicht. Diese Abhängigkeit besteht, gegenüber zugegeben, daß gewisse Umstände hier und da In Berlin stehen die Fleischpreise im Durchschnitt um 3 M. pro auch wenn dem Grafen Kaniz keine derartigen Fälle zu Gehör ge- vorliegen", die eine Erschwerung der Fleischversorgung mit Doppelentner höher als im vorigen Jahre. Das ist keine so exorbi- kommen sind. Schon das niedrige Einkommen der sich bringen. Aus einem Vergleich der Stückzahlen des tante Steigerung, daß sie ein solches Geschrei rechtfertigt.( Sehr reis- Tierärzte von 600 M. macht eine solche wirtschaftliche in den Jahren 1900, 1901 und 1902 auf den städtischen Viehrichtig! rechts.) In der That find lediglich die Machinationen Abhängigkeit im hohen Grade wahrscheinlich. Die Abgg. Bebel und höfen Deutschlands aufgetriebenen und dort geschlachteten Viehes der Händler Schuld an der Preissteigerung. Auch der durchaus Müller Sagan haben ganz bestimmte Fälle angeführt. aber ergiebt sich ein ganz erheblicher Ridgang der nicht agrarische Münchener Stadrat Schmidt hat darauf hingewiesen, Graf Kaniz riet der Linken, für die Aufhebung der städti- Schlachtungen. Redner giebt für eine Anzahl von Städten, wie daß diese Händler vielfach auf telegraphische Anordnung die fchen Schlachtsteuer einzutreten. Meine politischen Freunde Nürnberg, München, Dresden, Berlin das betreffende Zahlenmaterial. Viehzufuhr zurüdhalten.( Hört! hört! rechts.) Auf dem ganzen haben aber in der Zolltarif- Kommiffion einstimmig die Aufhebung Aus einer Zusammenstellung der Ergebnisse von 49 deutschen Schlacht Weltmarkt sind die Fleischpreise gestiegen. In England liegt die der kommunalen Zuschläge verlangt durch die Einfügung eines§ 10a höfen ergicht sich z. B., daß im Januar 1902 auf diesen Schlachthöfen Teuerung daran, daß die Zufuhr aus Australien bedeutend gegen in das Zolltarif- Gesez. Ein Teil der Konservativen hat gegen den 75 033 Schweineschlachtungen weniger vorgenommen sind als im frühere Jahre abgenommen hat. Auch in Amerita sind die Preise 810a gestimmt. Die Erhöhung der Fleischpreise hat Graf Kanis Januar 1901.( ört! hört! bei den Socialdemokraten.) Diese Ziffern außerordentlich hoch. Daß dieses Land trotzdem Fleisch zu so billigen zum Teil auf den Zwischenhandel, insbesondere die Praxer, zurück- sollten dem Landwirtschaftsminister nicht unbekannt sein. Es wäre Preisen ausführt, liegt meines Erachtens daran, daß zu der Aus- geführt. Wir sind aber schon längst im bayrischen Ab- gar nicht mehr nötig, da noch Enqueten zu veranstalten. fuhr eben minderwertiges, ja verdorbenes Fleisch bemigt wird. geordnetenhause für die Beseitigung des Viehkommissionärswesens Die Ziffern aus einer großen Reihe von Fällen beweisen weiter, daß Die agrarischen Versuche auf Beseitigung des bei Mangel von Vieh ein außerordentliches Anziehen der Preise zu schicken sie uns herüber. Es kann nicht die Aufgabe der deutschen Zwischenhandels sind bisher durchaus fehlgeschlagen. Graf Kaniz fonstatieren ist. Für 80 Städte beträgt die Zunahme der Bollpolitit ſein, die Einfuhr dieſes verdorbenen ameri- fuchte zu beweisen, daß hohe Fleiſchpreise nicht notwendig eine Bierbeschlagtungen in dieſem Jahre gegenüber 1901 burgfanischen Fleisches durch Zollerleichterungen womöglich noch sinkende Lebenshaltung bewirkten. Es kommt dabei aber ganz auf ihnittlich 20 Proz.( Hort! Hört! bei den Socialdemokraten.) Und zu befördern. Eine Deffnung der Grenzen nach Destreich- Ungarn die Löhne der Arbeiter an. Berſchaffen Sie mir zunächst den in diese Situation kommt die Regierung mit und Rußland würde den Viehimport aus diesen Ländern allerdings deutschen Arbeitern amerikanische Löhne, dann wird einer wesentlichen Erhöhung der Bichzölle. Num behauptet etwas erhöhen, aber unsren heimischen Viehbestand der Ver- sich über das. Weitere reden lassen. Abg. Spahn nahm es dem man, daß die Zollerhöhung im Preise nicht zum Ausdruc feuchungsgefahr aussehen. Dann aber würden die Fleisch Abg. Bebel übel, daß dieser eine Klärung der politischen Situation fomme. Gerade das Gegenteil ist aber statistisch nachgewiesen. preise nicht fallen, sondern weiter steigen. Etwas ganz forderte. Herr Spahn hofft immer noch auf eine Verständigung Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß die Ernährung andres als die Grenzsperre ist der Viehzoll. Die Grenzsperre zwischen Reichstags- Mehrheit und Regierung auf der Grundlage der des deutschen Volkes schon jetzt eine außerordentlich schlechte ist nur fo lange berechtigt und erforderlich, als die Ausfuhr- Kommissionsbeschlüsse. Auch Herr Semler hat vor einer Auflösung ist, bei Annahme dieser Zolltarifs aber ivird die Unterernährung länder nicht absolut feuchenfrei sind. Zölle aber sollen den Bichpreis des Reichstages gewarnt. Man mag von der Regierung aber so der Arbeiter eine noch größere werden. Nun riet Herr Gamp den im Inland auf einer angemessenen Höhe erhalten. Wenn durch eine geringschäßend denten wie man will, ihre wiederholten Er- Arbeitern Konsumvereine zu gründen. Wie sich diese Empfehlung vorzeitige Deffnung der Grenzen, Viehseuchen bei uns eingeschleppt flärungen über die Unannehmbarkeit der Kommissionsbeschlüsse mit der Mittelstandspolitik der Herren vereinigt, verstehe ich nicht. werden, so bedeutet das gerade für den kleinen Besitzer, für den lassen doch eine Verständigung auf Grund der wo Sie( nach rechts) die Mehrheit haben, da machen Sie den ländlichen Arbeiter eine ganz besonders schlimme Gefahr. Möge Kommissionsbeschlüsse als ausgeschlossen erscheinen. Konsumvereinen alle möglichen Schwierigkeiten.( Sehr man also auch die Interessen dieser Arbeiter und kleinen Besitzer Andrerseits kann auch das Centrum nach den Erklärungen seiner richtig! bei den Soc.) und in der bayrischen Kammer haben auch nicht vergessen! Es wird immer auf den günstigen Viehbestand in Führer nicht umfallen. Eine Verständigung erscheint also aus- Centrumsabgeordnete wiederholt schärfere Maßnahmen gegen die Dänemark, wo es keine Viehzölle giebt, hingewiesen. Die Herren geschlossen. Das Centrum wird voraussichtlich erst nach den Wahlen Konsumvereine verlangt. Am meisten wird der Zolltarif den vergessen aber dabei, daß Dänemark gegenüber dem Auslande umfallen. Dann wird es so viel Leute stellen als notwendig sind, Gewerkschaften schaden. Je mehr der Arbeiter von seinem Lohn für eine absolute Grenzsperre für Vich durchgeführt hat.( Hört! um Handelsverträge auf Grundlage der Regierungsvorlage zu stande die notwendigsten Lebensmittel ausgeben muß, desto weniger hat er hört! rechts.) Diese Grenzsperre ist allerdings nicht durch zu bringen. Fällt das Centrum schon vor nm, dann für sociale Zwecke übrig. Wenn aber die Position der Arbeiter im ein Geſetz festgelegt, aber die Duarantänemaßregeln gegen laufen ihm sowohl die Arbeiter, wie and die Lohntampf geschwächt wird, dann wird auch eine Folge des Zollausländisches Vieh find so scharf, daß sie im Effett einer Grenz- Bauern fort. Weint es danach also sicher ist, daß tarifs nicht die Erhöhung, sondern gerade eine Herabsetzung der Löhne sperre gleichkommen. Unter solchen Umständen braucht Dänemart eine Verständigung nicht erzielt werden kann, so ist nicht sein.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Auch in den Kreisen feinen Zoll; er würde kaum einen Pfennig Ertrag liefern.( Sehr einzusehen, was die ganze Rederei hier im Reichstage der katholischen Arbeiter hat ja die Haltung des Centrums in der richtig! rechts.) nach für einen Zweck haben soll.( Sehr richtig! auf allen Seiten des Bollfrage einen Sturm entfesselt, der nicht so leicht wieder zu bes Was die von der Kommission vorgeschlagenen Zollfäße anlangt, Hauſes.). Wir werden, uns unter allen Umständen alle Mühe geben, schwichtigen sein wird. Ich verkenne nicht die fonfessionelle Gewalt, so haben allerdings Frankreich und einige andre Länder die Tarifvorlage zu Fall zu bringen. Hier handelt es sich um die das Centrum über die fatholischen Arbeiter hat, aber allmählich noch niedrigere Zölle. Aber in dieſen Ländern wird auch das Be- Lebensintereffen des deutschen Volkes, über die man nicht im Hand- scheinen auch diese Arbeiter einzuschen, wie es mit der Arbeiterdürfnis nach einer Bollerhöhung stark empfunden. Amerika Hat umdrehen hinweggehen kann. Wenn Sie versuchen sollten, eine ein freundlichkeit des Centrums bestellt ist. Ein christlicher Arbeiter hat mehr als doppelt so hohe Viehzölle, als die Kommission fie jetzt gehende Beratung des Zolltarifs zu verhindern, so wird das nicht in einer focialdemokratischen Versammlung im Rheinland, wo der nifion fie vorschlägt. nicht so leicht möglich sein. Die National- Zeitung" Arbeitersekretär Hofrichter aus Köln über die Fleischnot referierte, ein Zum Schluß möchte ich an die linke Seite des Hauses hat ja: 1 berichtet, rin Centrumsfreisen versuche man für beredtes Zeugnis von dieser Stimmung der katholischen Arbeiter abs einen Appelt richten. Sie( nach links), und dann hohe Nun Herr Aichbichler kann seinen norddeutschen Kollegen berichten, habe sich das Centrum in wahren Lichte gezeigt, durch einen von Löhne. Diese drei Wünsche sind gleichzeitig unerfüllbar. Ich kann auf welche unüberwindlichen Schwierigkeiten, das Centrumisfeite aufgeführten großen Tummilt, der stumdenlang dauerte, nicht jeden Satz der letzten Rede des Reichskanzlers unterschreiben, entrum im bahrijden zaustag bei einem derartigen ſeien die 2fatholischen Arbeiter mundtot gemat mit einem Sage aber fann ich mich einverstanden erklären, näm Versuch gestoßen ist. Bei gründlicher Beratung reicht aber die worden.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Er ersucht bes lich:„ Es kommt weniger auf den Preis des Brotes an, als viel- 3eit bis zum 15. Juni leinesfalls aus. Daher wäre es das Beste, sonders die Frauen, dahin zu wirken, daß bei den nächsten Wahlen mehr auf den Verdienst des Arbeiters." Wir müssen in der That die Bude zuzumachen und das grausame Spiel zu beenden.( Sehr fein Anhänger des Zolltarifs gewählt werde. Das Centrum stelle vor allem eine wohlhabende, kauffräftige einheimische Bevölkerung richtig! links.) Herr Becker betonte, die Mindestzölle seien ein stets die Religion in den Vordergrimd und benutze sie als Ded ſchaffen. Thun Sie das Ihrige, um auch dem Landwirt zu er- Mißtrauensvotum gegen die Regierung und meinte ja, mantel, um die Arbeiter noch mehr ausnußen zu können. Wer einen möglichen, die Produkte der heimischen Industrie zu kaufen.( Bravo! wenn wir noch einen Bismarck hätten, dann brauchten wir Befürworter des Brotwuchers wähle, begehe ein Verbrechen an sich rechts.) feine Mindestzölle. Das ist auch ein Beweis für die Wandlung und seiner Familie. Das ist teine vereinzelte Stimme, sondern die das Centrum durchgemacht hat. Uebrigens hat der Sohn des auch in and die zollpolitik des Centrums ausgesprochen. Daher Abg. Depken( natt.): Die Notwendigkeit der Mindeſtzölle für Vieh iſt bisher noch früheren Kanglers gegen die Kommiſſiosbeſchlüſſe geſtimmt, er hat in andren Gegenden haben sich bereits viele chriftlichen bon feinem Rebner nachgewiesen worden. Wir können eine also der jetzigen Regierung noch mehr Vertrauen entgegengebracht, fürchtet das Centrum mit Recht eine Reichstags- Auflösung. solche Notwendigkeit nicht anerkennen. en. Die Zollfäße der Regierungs- wie das Centrum.( Widersprung rechts.) Herr Spahn hat he- Aus einer Reihe von der Nürnberger Gewerbe- Invorlage sind vollkommen ausreichend. Von den Fleischzöllen haben hauptet, der Zolltarif läge auch im Interesse der Arbeiter. Wie bie fpeftion aufgestellten Arbeiter budgets geht hervor, daß in zum großen Teil die kleinbauern Vorteil, da besonders diese Vich- Arbeiter in Wirklichkeit über den Tarif denten, hat Ihnen die Petition ben Jahren vor 180gen eine wesentliche Steigerung für alle zucht betreiben. Gegenüber Herrn Bebel, der behauptete, daß die mit 3 Millionen Unterschriften bewiesen. Besonders zahl- Lebensmittel und Gebrauchsartikel eingetreten ist. So ist der Preis e Landwirte nicht intensiv und rationell genug arbeiteten, möchte ich reiche Unterschriften hat die Petition in den katholischen für ein Kilo Rindfleisch von 1,07 M. auf 1,35 M. gestiegen, darauf hinweisen, daß andre Landwirte seit Jahrzehnten bestrebt Bezirken in Bayern und Schlesien gefunden. für ein Kilo Schweinefleisch von 1,37 M. auf 1,49 M. find, fich die Fortschritte der Technik zu Nutze zu machen. Unfre Bebel soll die Not der Landwirtschaft ignoriert haben, sagte Herr Unter diesen Preissteigerungen haben selbstverständlich auch Landwirtschaft ist nichts weniger als rückschrittlich. Ich hoffe, daß Spahn. In der That hat Bebel anerkannt, daß gewisse Leiden. Deshalb find diese wir, wenn nicht in diesem Reichstag, so doch im nächſten zu einem Landwirtschaft sich ebenso in Not befinden, wie aucille Streife der die katholischen Arbeiter zu Kreise Arbeiter mit der Socialpolitik des Centrums nicht zufrieden. Eine Bolltarif gelangen werden, der unfrem Vaterlande zum Segen ge- des Mittelstandes und vor allem der Arbeiter. Der Abg. Becker Steigerung der Fleischpreise wird eine Verminderung des Konjums reichen möge.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) fagte, die Zölle sollen bei Aufhebung der Grenzsperre den Massen zur Folge haben. So kann trotz der Erhöhung der Zölle der Fall dimport ausländischen Viches verhindern. Glauben Sie denn, eintreten, daß die Preise wieder sinken. Aber was hat dann die Abg. Dr. Zwick( frs. Vp.): daß diese Regierung je die Wir sind mit dem Grafen Kaniz durchaus der Meinung, daß wird? Das wird sicher nicht geschehen. Wenn die Rentabilität helfen wollen, so haben Sie andre Mittel dazu. Diese Zolltarif nicht gerendiperre, aufheben Landwirtschaft für einen Vorteil? Wenn Sie der Landwirtschaft so da, wo wirkliche Seuchengefahr vorliegt, die Grenze gesperrt werden der Landwirtschaft so herabgekommen wäre, wie Herr Becker meinte, Vorlage aber darf nicht Gesetz werden. Wir werden alle parlamuß, wo aber die Grenzbezirke thatsächlich seuchenfrei find, muß die wäre der einzige Ausweg ihre Verstaatlichung.( Sehr richtig! bei mentarischen Mittel anvenden, um diese Zolltarif Vorlage zu Fall Kontrolle auch weniger rigoros gehandhabt werden. Daß die den Socialdemokraten.) In jedem Fall erfolgten die landwirtschaft- zu bringen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Forderung: billiges Fleiſch, billiges Brot und höhere Löhne nicht lichen Zollerhöhungen auf Kosten der Induſtrie und der Arbeiter, so bald erfüllt werden kann, geben wir zu. Um fie aber der Vermögen fie auch der fleinen Klasse der Großgrundbesitzer Vorteile wirklichung näher zu führen, brauchen wir günstige Handelsverträge( Sehr bringen. Können wir es verantworten, das ganze Volk zu belasten richtig links), die allein der Industrie eine stetige Entwicklung sichern. zu Gunsten einer tieinen Rafte, in der noch halb asiatische Zustände l Sowohl Herr v. Oldenburg wie Herr Becker haben das Bestehen herrschen?( Heiterkeit rechts.) Brot, billiges Fleisch( Sehr richtio berlangen billiges cine Aenderung der Geschäftsordnung Stimmung zu machen. gelegt. Er führte aus, er komme aus einer Centrumsversammlung; dort ord gegen Hus 916 87( Schluß im Hauptblatt) gall Jagmohitmo 3615( 10) SOR amb der Frauenbewegung. zur Geschichte Zur Geschichte der Sittenpolizei. einer Fleischteuerung nicht geleugnet, fie meinten mur, die Teuerung Wegen dieser Stellung aber sucht man uns als Feinde der Land- nologien la werde eine vorübergehende sein; sie werde bei der Ausdehnung der wirtschaft hinzustellen, ebenso wie Dr. Heim uns wegen unsrer Be- ain Viehzucht bald verschwinden. In demselben Moment aber wollen lämpfung der Erhöhung des Gerstenzolles als Vertreter der Großbrauer Vor dem Schöffengericht in Kiel hatte sich, wie unser dortiges die Herren den Viehzüchtern die Futtermittel vertenern! Herr hinzustellen fuchte. Wir haben aber die hohen Gerstenzölle gerade Parteiblatt berichtet, ein Mädchen wegen groben Unfugs und Widerv. Podbielski behauptete, das Borsäureverbot sei nichts neues, es sei im Interesse der Kleinbraner bekämpft. Die rechte Seite aber be- stands gegen die Staatsgewalt zu verantworten. Bei der Heimtehr von Frankreich und der Schweiz längst eingeführt. Er hat aber nicht zeichnet, uns wegen unsrer Zollgegnerschaft als Feinde der Monarchie, aus einer Gesellschaft am Abend des 4. Juni war die Angeklagte erwähnt, daß dieſes Verbot in Frankreich ſchon nach zwei- des Staates und der bürgerlichen Geſellſchaft. Nach dieſer Auf- mit einem Herrn in Streit geraten und dabei etwas zu laut gemonatlichem Bestehen so gut wie garnicht mehr fassung gehören auch z. B. die Herren Röfice, Barth, Eugen Richter, worden, Ein hinzukommender Schußmann sah sich ohne weiteres beachtet wird.( Hört! hört! links.) Die Gesundheitsgefähr turz alle die Leute, die sich Tag für Tag die Finger wund schreiben veranlaßt, das Mädchen zu verhaften. Da der Schuhmann dabei, lichkeit der auf Grund von§ 1 des Fleischbeschau- Gesetzes vom Bundes- gegen den Zolltarif, zu den Feinden der Monarchie und der bürger- nach Angabe von Augenzeugen, sehr schroff vorging, ist es wohl bes rat verbotenen Konservierungsmittel ist feineswegs erwiesen. So- lichen Gesellschaft. Damit ist aber die Liste dieser Umftürgler noch wohl Borsäure wie Boray tonnen der Gesundheit nur dann schädlich nicht erschöpft. Auch die Centrumspartei hatte früher über Zoll- greiflich, daß das Mädchen nicht allzuwillig Folge leistete. Bei dem werden, wenn sie in großen Mengen genossen werden. Bei der erhöhungen ganz andre Anschauungen als heute. Im A- B- C- Buch der Vorgang wurde dem Mädchen die Kleidung in Fezzen vom Leib gerissen. Konservierung des Fleisches aber handelt es sich um verschwindend Centrumspartei heißt es: Gegen die Vermehrung der indirekten Steuern Am nächsten Morgen wurde die bei ihrer Mutter, wohnende Anfleine Quantitäten. Seit über 40 Jahren wird in den hat sich das Centrum seit Jahren mit stets gleicher Entschiedenheit aus geklagte wieder entlassen. Einige Zeit später erhielt sie jedoch durch nordischen Ländern und in Deutschland das Fleisch, gesprochen.( Hört! hört! links.) Wenn der jezige Bolltarif wieder einen Schutzmann die Mitteilung, daß sie unter Kontrolle gestellt inländische wie das ausländische, mit Borsäure- einer Revision unterzogen wird, wird das Centrum nicht verfehlen, worden sei und sich innerhalb 24 Stunden eine von präparaten tonjerviert. Niemals ist ein Fall von Ver- die beſtehenden Härten zu beseitigen( hört! hört! links) und dafür genehmigte Wohnung zu verschaffen habe, andernfalls habe ſte Kiel Polizei giftung und sonstiger Schädigung der Gesundheit vorgekommen. zu sorgen, daß, soweit es mit dem Schuß der Landwirtschaft und sofort zu verlassen. Ohne daß der geringste Anhalt dafür vorlag, ( Port) bört! finis,) Die bedeutendsten medizinischen der Induſtrie vereinbar ist, die Verbrauchsartikel der ärmeren BeAutoritäten halten die Borsäure keineswegs für ge- völkerung entlastet werden."( Hört! hört! links.) Das also machen daß das Mädchen gewerbsmäßige Unzucht betrieben hatte, sundheitsschädlich. Geheimmat Liebreich hat durch zahlreiche Sie( zum Centrum) in Ihrem A- B- C- Buch den Leuten vor! Wie sehr sollte es also in eine Situation versetzt werden, die für Versuche nachgewiesen, daß die Anschauung von der Gefährlichkeit sticht Ihr jetziges Verhalten von diesen Versprechungen ab! Ich fie die Wirkung haben muß, es direkt der Prostitution in der Borfäure in keiner Weise aufrecht zu erhalten ist.( Hört! hört! tönnte Ihnen noch eine ganze Reihe von Aussprüchen anführen, in die Arme zu treiben. Unter solchen Umständen zog das Mädchen links.) Die Versuche des Reichs- Gesundheitsantes tönnen durch denen hervorragende Centrumsführer, wie Peter Reichensperger, lieber aus Kiel fort und trat in Elmshorn bei einem Stadtrat als Hausmädchen in Dienst. Damit war aber die königliche Polizei in Logis im Hause des Unternehmers haben. Mädchen im schul-| behalten werden. Eine Herabsetzung des Lohnes ist der Arbetterin to Riel feineswegs einverstanden. Hinter dem Mädchen wurde ein pflichtigen Alter dürfen weder als Arbeiterinnen noch als rechtzeitig anzuzeigen, daß es ihr möglich ist, die Stelle zu fündigen, Haftbefehl erlassen. In Elmshorn wurde es einfach aus dem Dienst Lehrtöchter angestellt werden. Die täglige Arbeitszu gerissen, dann nach Niel übergeführt und wie eine Protistuierte be- eitbeträgestagen neun zehn, an den Vorabenden vor Stunden zulässige Ueberzeitarbeit bor Stunden zulässige Ueberzeitarbeit ist ein Lohnzuschlag von mindestens ihre Ueberführung in Untersuchungshaft. muß me handelt. Nachdem die Bedauernswerte zuerst im städtischen Kranken- Sonn- und Festtagen neun Stunden. Die Arbeitszeit 25 Proz. des gewöhnlichen Lohnes zu bezahlen. Die weiblichen Angestellten in den Ladens Hause zur Untersuchung einige Zeit untergebracht worden, erfolgte in die Tagesstunden von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends fallen. Um die Mitte der Arbeitszeit muß eine bieten. Dem WirtschaftsFür alle diese Maßnahmen vermochte der als Zeuge geladene wesen zu beforgen haben, sind eine halbe Stunde vor der Mittags personal ist eine Nachtruhe von mindestens 8 Stunden zu ge mindestens einer Stunde eintreten; Arbeiterinnen, die ein Haus sechäften follen mindeſtens 10 Stunden Nachtruhe haben, ferner Schußmann in der Gerichtsverhandlung auch nicht einen im ent- pause und an den Vorabenden von Sonn- und Festtagen um 4 Uhr währen. Die weiblichen Angestellten in Laden- und Wirtsgeschäften ferntesten ausreichenden Grund anzugeben. Es ergab sich zwar, daß nachmittags zu entlassen. Ruhepausen dürfen von der sollen jeden Monat einen freien Sonntag haben und außerdem einen das Mädchen einige Liebschaften gehabt hatte, dagegen konnte absolut Arbeitszeit nur insoweit abgerechnet werden, als den Arbeiterinnen Sonntag zum Besuche des Gottesdienstes, außerdem ist jede Woche nicht nachgewiesen werden, daß es sich der gewerbsmäßigen Unzucht gestattet ist, während derselben die Arbeitsräume zu verlassen. ein halber Tag freizugeben. Außer den eidgenössischen Fabrikgesetz bestehen nun tantonale schuldig gemacht hatte. Die angestellten Ermittelungen gaben dafür Unterrichtsstunden sind im Marimalarbeitstag einbegriffen und Die Arbeit Geseke zum Schuße der Arbeiterinnen, Ladnerinnen, des Wirtschaftsauch nicht den geringsten Anhalt. Amtsrichter v. Opel bezeichnete es darf hierfür kein Abzug gemacht werden. an Sonnt Ferner und gefttagen ist untersagt. ist personals und der Lehrlinge in den Kantonen Basel, Zürich, das Vorgehen der Sittenpolizei geradezu unerhört und standalös. verboten, den Arbeiterinnen über die gesez St. Gallen, Glarus, Luzern, Genf, Solothurn, Neuenburg, Aargau Ohne jede Berechtigung und ohne jeglichen gesetzlichen Grund werde liche Arbeitszeit im Geschäfte hinaus noch und Freiburg. Bern wird sich nächstens anreihen. ein Mädchen unter Kontrolle gestellt und damit aus der Reihe der weitere Arbeit mit nach Hause zu geben. anständigen Frauen ausgestrichen. Ein solches Vorgehen sei aufs Wöchnerinnen dürfen von Zeitpunkt ihrer Niederkunft an während des Genoffen Arthur Stadthagen in den Arminhallen. Es wird Arbeiterinnen und Arbeiter. Heute abend öffentlicher Vortrag schärfste zu rügen, vier Wochen im Betriebe nicht wieder beschäftigt werden. Sie Die Vertrauensperson. Die Angeklagte wurde zwar wegen Unfugs und Widerstandes können auch bis zu sechs Wochen von der Arbeit wegbleibent. der Arbeit wegbleiben. um zahlreiche Beteiligung ersucht. zu einer Geldbuße verurteilt. Diese gilt jedoch durch die lange Haft Hochschwangere Arbeiterinnen fönnen jeder Zeit auf bloße Ann meldung hin bon der Arbeit wegbleiben. Die Lohn of Briefkaften der Redaktion. zahlung hat mindestens alle 14 Tage zu erfolgen, der Bahltag foll 20 nicht der Sonnabend sein. Lohnabzüge für Miete, Reinigung, J. F. Gablonz. Die Frau müßte bei dem Landgericht des Wohnsizes Heizung oder Beleuchtung des Lokals sowie für Miete und Ab- ihres Mannes( also in Deutschland) auf Scheidung flagen. Die Klage ist nur durch einen bei dem Landgericht zuständigen Rechtsanwalt anzustrengen. nutzung der Werkzeuge sind untersagt, Arbeitsmaterial darf nicht nach erfolgter Trennung der Ehe kann die Ehefrau heiraten, wem sie will, höher als zum Selbstkostenpreise verrechnet werden. Lohnkaution wenn er fie will. Die deutschen, nicht die öftreichischen Geseze treffen auf darf mur bis zur Hälfte des durchschnittlichen Wochenlohnes zurück- Ihren Fall zu. M. Wch., Ober- Schöneweide. Sie sind im Recht. als tompensiert. ind Ein Arbeiterinnenschutz- Gesetz ist jetzt im schweizerischen Kanton Aargau geschaffen worden. Das Gesetz gilt für alle gewerblichen Betriebe, in denen eine oder mehrere weibliche Personen gegen Lohn oder zur Erlernung eines Berufes arbeiten, auch wenn sie kost und Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 29 Oktober. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Théâtre paré. Carmen. Schauspielhaus. La Dame aux Camélias. Neues Opern Theater.( Kroll.) Jm bunten Rod. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Wienerinnen. Leffing. Das Theaterdorf. Nachm. 3 Uhr: Die Kleinbürger. Neues. Yvette. Residenz. Seine Kammerzofe. Westen. Die Fledermaus. Urania.DichterTaubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Dr. E. 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Specialitäten- Vorstellg. Anfang 7, Uhr. nach der Vorstellung: Operette in 3 Atten von Joh. Strauß. zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Jed. Sonntag, Mittwoch u. Sonnabend Jm 2. Att: Balletteinlage Kamarinsky unter Mitwirkung des Ballettmeisters Chlebus. Donnerstag: Die Geisha. Freitag ( Abonnements gültig): Der Bigeunerbaron. Sonnabend, 1. November, zum erstenmal: Madame Sherry. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Kleines Theater ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Dresdenerstrasse 72-78. Anfang 8 Uhr: Thalia- Theater. Bum 464. Bate: Charleys Tante. Guido Thielscher als Charleys Tante. Anfang: Charleys Zante. 82 Uhr. Borher: Cassis Pascha. Anf. 71%, Uhr, Morgen und folgende Tage: Die selbe Borstellung. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstraße 132. spropi Zum erstenmal: Ackermann. Eine tragische Komödie in 3 Akten. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmMittwoch abend 8 Uhr: Der Biberpelz. Eine Diebskomödie bon Gerhart Hauptmann. Donnerstagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Freitagabend 8 Uhr: Esther.tandiose Hierauf: Zwei Eisen im Fener. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz b. Schönthan und Gustav Kadelburg. Donnerstaga gabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Freitagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Arnold Scholz Germania- Prachtsäle Chausseestr. 103. Jeden Mittwoch und Sonntag: Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Hamburger Sänger. Direktion Otto Steidl und Wilh. Wolff. Nen: Die lustigen Weiber von Stralau. Humoristisches Gesamtspiel von Wilh. Wolff. Ant. 8 Uhr. Bons gelten. Eintritt 30 Pf. Jeden Donnerstag: Bergter- Konzert und Familien- Kränzchen. Großer Ball. 8 große und fleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Etablissement Buggenbagen am Moritplay. Heute Mittwoch: Militär- Konzert 3. Garde- Regim. zu Fuß ( Herr Goerisch.) Im Kaifer- Saal: 50822* 1196 09 Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein Mann Emil Jacob, Tischler in Lichtenberg, zur Zeit in der Landes- Frrenanstalt zu Neu- Ruppin, am 25. d. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. d. M., auf dem neuen Friedhof in Lichtenberg, Serugsteg weg, nachmittags 4 Uhr statt. Die trauernde Witwe. Allen Freunden und den Kollegen meines Mannes, sowie dem Metallarbeiter- Verbande für die Teilnahme bei der Beerdigung und für die Kranzspende 916 herzlichen Dank. Frau Machule nebst Kindern. „ Auf die Erklärung des Restaus rateurs M. Mönch in Borsig walde, Ernststr. 8 in Nr. 251 d. Bl. erwidere ich, daß dieselbe, soweit meine Person dabei in Frage kommt, in allen Punkten vollständig erfunden ist und habe ich das weitere gegen den Urheber derselben veranlaßt." Oppermann, Borsigwalde bei Tegel, Ernststraße 5, I. Casino- Theater Lothringer- Straße 37. Ein Sohn des Volkes. 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Morgen und folgende Tage: Ilse Die Tourbillon- Truppe, Radfahrer. Römer. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Sisters Carey's dressierte Papageien. 8 Uhr Die arme Streatur. Pariser Die 7 Raben. Sonntagnachmittag Carl Maxstadt, Humorist. Liane de Vries, Soubrette. Kara, Lucie Krall, Wilhelm- Theater. Friedrichstrasse 236. Der Goldonkel. Bofse in 7 Bildern von E. Bohr. Rasjeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Sonntag, 2. November: NachmittagsBorstellung. Halbe Kassenpreise. Das Mädel ohne Geld. Luisen- Theater. Neichenbergerstraße 34. Der Stabstrompeter. Anj. 8 Uhr. Vorbert. 10-2 Uhr, Stasse, Invaliden- und Künstlerdant. Morgen: Hamlet. Freitag, zum Meister- Jongleur. Sängerin. Der Schönheitspreis", Tanz ,, Biograph". [ tissement. Sanssouci Kottbaserstr. 4a, Station der Hochbahn.' Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Borstellung Tanzkränzchen. 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Am Mittwoch, den 29. Oktober, abends 8% Uhr, in Habels Ausschank, Bergmannstraße 5/7: General- Versammlung des Socialdemokr. Wahlvereins für den II. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Tages- Ordnung: 239/1 Banarbeiter Berlins und Umgegend. Wir geben hiermit bekannt, daß am Donnerstag, den 16. Oktober 1902, die Rohrleger und Helfer Berlins und Umgegend 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Wahl des Vorstandes getreten sind. und der Revisoren. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. III. u. IV. Wahlkreis( Südost) Wähler des 11. Kommunahl- Wahlbezirks. Donnerstag, den 30. Oktober 1902, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung ale im Lokal von Graumann, Naunynstr. 27. 1. Bortrag des Stabiverordneten Dr. Alfred Bernstein Aber: Die Berliner Kommunalverwaltung. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. 215/3 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Morgen Donnerstag, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, 088 002 Engel- Ufer 15: Kombinierte Sitzung der Werkstatt- Kontrollkommission und der Ortsverwaltung. Socialdemokratischer Verein 90/14 im 5. Berliner Reichstaus- Wahlkreis. Donnerstag, den 30. Oktober, abends 8, Uhr: General- Versammlung im Rosenthaler Hof, Nosenthalerstr. 11-12. Tages- Ordnung: 2001 1. Borstands, Kassen- und Revisionsbericht. 2. Bericht der Vertrauens lente, Breß-, Lokal- und Agitationskommission. 3. Neuwahl des gesamten Borstandes und der Revisoren. 4. Vereins- und Partei- Angelegenheiten. 5. Verschiedenes. 245/18 Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mitglieder unbedingte Pflicht. Achtung! Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 000000 Achtung! Gebr. Kranz' Festsäle Köslinerstrasse S. Köslinerstrasse 8. 30 Wir empfehlen den geehrten Vereinen und Gewerkschaften unsre gänzlich renovierten und hochelegant ausgestatteten Prachtsäle mit neuer Theaterbühne, 300 bis 1200 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Bersammlungen. Es sind noch einige Sonnabende im Januar, Februar und März sowie der Totensonntag zu vergeben, desgleichen sind noch der 1. und 2. Weihnachtsfeiertag zu Matineen frei. Gebr. Kranz. Hochachtungsvoll 54832* feste Preise. Julius Lindenbaum Frankfurter Strasse 141 Eckhaus der Frucht- Strasse Gegründet 1879. Anerkannt grösstes Etablissement der Bezirke Ost, Nord- Ost, und Süd- Ost für bessere, tadellos gearbeitete 100011 I in den Streif Streif unfrem Streit zu benachrichtigen. 000 017 164/15 Jeder Rohrleger und Helfer, welcher zu neuen Bedingungen arbeitet, hat eine vom Deutschen MetallarbetterVerband ausgestellte Legitimationskarte erhalten. Wir ersuchen alle Rohrleger, Helfer, Kupferschmiede, Klempner usw., welche Rohrlegerarbeiten machen, von Deutfcher Metallarbeiter- Verband( Ortsverwaltung Berlin). 3..: Carl Wiefenthal. Centralverband der Maurer etc. Buchhandlung„ Vorwärts") Neu- Erscheinungen: SW., Lindenstraße 69. Münchener Parteitags Protokoll, 60 gebunden 90 Pf. 100011 000119 Zweigverein Berlin. Donnerstag, den 30. Oftober, abends S, Uhr, in Kellers Festfälen, Koppenstr. 29: Arbeiter- Notizkalender 1903, 60 Ausserordentliche Generalversammlung Neue Weltkalender 1903, 40 f. Kautsky, Sociale Revolution: I. Socialreform und sociale Revolution, 40 Pf. aller zum Lohngebiete Berlin und Umgegend gehörigen Verbands- Zahlstellen der Maurer, sowie der Sektionen der Buzer, II. Am Tage nach der socialen Revolution, 30 Pf. Mehring, Aus dem litterarischen Nachlass Karl Marx, der Verbandsleitung. Friedrich Engels und Ferdinand Lassalle. Band III, broschiert 7 M., gebunden 8,50 M. von Letteres Wert, bestehend aus 4 Bänden, liegt nunmehr tomplett vor. Preis für alle vier Bände: broschiert 25 M., gebunden 31 M. Gar 50982* ardinen Neuheiten, Secessions: und Jugendstil, circa 250 Muster. Katalog( 450 Juustrat.) gratis und franco. Rabizpuzer und Cementierer. Tagesordnung: Die Vorkommnisse in der letzten Generalversammlung und die event. Neuwahl 143/ 11* Das Mitgliedsbuch legitimiert ohne Buch kein Gintritt. Der Zweigvereins- Vorstand. J. A.: Karl Panser. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprehler Amt VII, 353. Donnerstag, den 30. Oktober 1902, abends 8 Uhr, der Allgemeine Versammlung Rohrleger und Helfer Berlins und Umgegend S im Lokal der Brauerei Friedrichshain( vormals Lipps) Tages- Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission über den Stand unfres Streits.2. Die Antwort der Berliner Rohrleger und 164/14 Emil Lefèvre, Berlin S., 158. Belfer auf die Vermutung der Unternehmer. Dranienstr. Reste zur 084 Damen- Mäntel- Konfektion und Kindergarderobe. futterseiden, Besatzartikel fertige Mäntel in grosser Auswahl zu bill. Pr. C. Pelz, 4. Kottbus Strasse أحد Sämtliche Unternehmer unsres Berufes find hiermit zu dieser Versammlung eingeladen. Wir garantieren volle Nedefreiheit. Bahlreiches Erscheinen der Kollegen und ihrer Frauen erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung! Bauanschläger. Achtung! Verband der Bananschläger Deutschlands. Mittwoch, den 29. Oktober 1902, abends 7 Uhr, im Volkshaus, Charlottenburg, Rofinenstraße Nr. 3: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Verbandsangelegenheiten.( Abstimmung über die eingegangenen Anträge.) 3. Wahl des stellvertretenden Sekretärs. 4. Verschiedenes. Wegen Ausgabe der Statuten ist die Mitgliedstarte mitzubringen. Anker Gost scho Meissener GeldLotterie zur Erneuerung d.Domes in Meissen. 13 181 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mark 375000 Hauptgewinne: ev. Mark 100'000 Herren- Knaben- Anker- Brikets 60000 Garderoben. Grösste Leistungsfähigkeit durch Selbstfabrikation. Winter- Paletots 69 Iprolad adanagatell Winter- Joppen _ Elegante Anzüge. Specialität: Maass- Anfertigung. dasian feste Preise. Mass- Anzüge mit Anprobe zu 24 und 30 Mark. nach Mass 52462* sind aus reiner Braunkohle hergestellt, daher der hohe Nutzeffekt. Möbel Tel. Amt IV. 8239. 44/ 3* gegen Caffa und Teilzahlung 40000 etc. etc. etc. Originallo ose à 3 Mark. Für Porto und Liste 30 Pf. extra. Berliner Loose der techn. Commission f. Trabrennen a 1 Mk. 11 Loose 10 Mk. ( Porto und Liste 20 Pfg.) Der Vorstand. Damen- Konfektion direkt aus der Fabrik. Kein Laden! 34/2 Jezt nach be endeter EngrosSaison: Einzelverkauf 312 ual Engrospreisen: Capes, Paletots, Jacketts, AbendMäntel. Kinder- Jacketts in großer Auswahl. 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[ 500] 830 33 913 29 35 124118[ 3000] 41 227 39 90. 65 93-250 467 591 674[ 500] 822 75[ 500] 906 311 54 419 549 632 [ 500] 225[ 30007 200 127-04 527 028 739 200 [ 1000] 23 126092 108 377 489 594 665[ 3000] 815 940 127194 219 30 431 128019 53 214 331 406 28 59 540 47 96 608 55 734 57 86 834 65 95 921 129047 84 267 474 629 96 770 86 911 31 59 408 87 506 44 77 119185 200 434 43 570 619 70 733[ 1000] 884 89 919 80 0120092[ 5001 103 13 237 84 360 64 401 39 549 80 902 22 121332 36 421 33 48 795 122101 247 72 582 600 763 90 834 123211 72 320 23 71 88 93 628 53 798 800 9 48 940 124046 157 266[ 5001 457 90 529 752 53 980 125199 215 30 93 403 798 128064 374 79 437 616 46 855 82 127168 98 253 67 346 479 561 606 52 70 99 894 972 128122-223 25 77 302 715[ 3000] 801 1065[ 3000] 329 402 29 82 737[ 500] 90 2068 168[ 1000] 342 89 478[ 1000] 612 36[ 5001 746 62 982 3157 301 40 489[ 1000] 804 86 952 73 4021 92 135 253 383 443 84 91 549 50 664 783 914 5003 6 53 450 531 685 9673000 74 432 33 67 504 90( 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Die Trinkgelder der Straßenbahner. Mittwoch, 29. Oktober 1902. Mit Es bleibt wässerig zu machen. Am Montag empfahl nun die aus liberalen läßt daher die Direktion durch die Hofverwalter eine Bes Leuten zusammengesetzte Finanzkommission gegen den Protest unsrer sprechung über die wegen zu frühen Eintreffens an den Genossen, die Vorlage mit Rücksicht auf die Privat- Endhaltestellen verhängten Strafen herbeiführen. Dabei giebt industrie abzulehnen, und das liberale" Kollegium der Hofverwalter dann den Führern den Rat, zur Vermeidung Das Reichs- Versicherungsamt hatte sich jetzt mit einer An- stimmte der Finanzkommission mit großer Majorität zu. Für eine weiterer Strafen die Direktion um Verkürzung der Fahrzeiten zu gelegenheit zu beschäftigen, die in vielen Beziehungen großes Interesse Denkmalseinweihung bewilligte feiner Zeit die Majorität 70 000 erfuchen. Viele Führer unterschreiben eine solche Petition. beausprucht und es hat darin eine grundsätzliche Entscheidung gefällt, Mark auf einem Brett. Jährlich aber 5000 bis 6000 Mart für diesen Unterschriften ausgerüstet, wird die Direktion dann an das Verren zu Der Vorstand der Straßenbahn- Berufsgenossenschaft weigerte Ausgang der Sache nicht zu blamabel zu gestalten, bewilligte man Straßenbahnführer die Herabsetzung der Fahrzeit selbst wünschen. fich in einer Unfallfache des Schaffners Lensche, der bei der Großen schließlich 2000 Mart ju eventuellen" Unterstützungen. Nach Lage der Verkehrsverhältnisse werden die Führer bei schnellerem Berliner Straßenbahngesellschaft in Dienst ge= Zu Notstandsarbeiten im kommenden Winter hat der Gemeinde- Fahren leicht eine Vermehrung der Zusammenstöße wie überhaupt standen hatte, bei der Rentenberechnung das Trinkgeldereinkommen rat von Mülhausen im Elsaß einen vorläufigen ersten Stredit eine größere Gefährdung des Publikums herbeiführen. der Schaffner zu berücksichtigen. 2. flagte, vertreten durch den Ge- von 20 000 m. bewilligt. Auf socialdemokratischen Antrag wurde für sie daher sehr zu überlegen, ob sie leichterhand die von der noffen Rathmann vom Transportarbeiter- Verband, und die Sache ferner beschlossen, für die Notstandsarbeiten, einen Minimaliohn Direktion gewünschte Unterschrift abgeben sollen. tam nach einem ungünstigen Schiedsgerichts- Urteil vor das Reichs von 2,60 m., für die voranschlagsmäßig ausgeführten sonstigen Der Etat des städtischen Obdachs für 1903 beschäftigte das Versicherungsamt. Der Kläger beanspruchte die Anrechnung der Arbeiten( Straßenbau usw.) einen solchen von 3 M. festzusehen. Suratorium für das Obdach in seiner legten Sizung. Zum Ober Trinkgelder sowie des Wertes eines Dienstanzugs auf den Jahres- Die Arbeitszeit ist, gleichfalls auf socialdemokratischen Antrag, auf Inspektor wurde der Verwalter Dudzus gewählt; den Neubau einer arbeitsverdienst. Ferner wünschte er, daß man der Berechnung 360 9%, Stunden täglich, bei 1%, stündiger Mittagspause, festgesetzt. Stochtiche sowie die damit zusammenhängende Verlegung des und nicht bloß 317 Arbeitstage zu Grunde lege. Der verhandelnde( Der Minimallohn für Notstandsarbeiten betrug bisher 2,20 M., die Familienbades hat das Kuratorium nummehr endgültig beschlossen. Senat nahm an, daß die Trinkgelder schon wegen ihrer wirtschaft- Arbeitszeit der städtischen Arbeiter 10% Stunden.) Zu den Not- Das Gehalt des Maschinisten wurde von 4 M. auf 4 M. 50 Pf. lichen Bedeutung für die Straßenbahnschaffner zu berücksichtigen standsarbeiten sollen zugelassen werden Leute, die Angehörige gu täglich erhöht; das Gehalt der Hausdiener beantragte Gen. Hoffseien. Da aber diese Annahme von früheren grundsätzlichen Ent- unterstüßen haben, wenn sie ein Jahr ununterbrochen in Mülhausen mann von 30-45 W. monatlich auf 35-50 wt. festzusetzen. Nach fcheidungen des Reichs- Versicherungsamts abweicht, so mußte die ansässig waren und regelmäßig gearbeitet haben; für ledige längerer Debatte beschloß das Kuratorium einstimmig die Erhöhung Erledigung der Sache dem erweiterten Senat überlassen werden. Arbeiter, die niemand zu unterstützen haben, wird eine dreijährige des Anfangsgehalts auf 35 M., lehnte dagegen die Erhöhung des Genosse Rathmann als Vertreter des Klägers fonnte sich auf Anfässigkeit als Voraussetzung verlangt. Die bisherige weitere Höchstgehalts auf 50 m. mit allen gegen 4 Stimmen ab, obwohl verschiedene eidliche Zeugenaussagen berufen, wonach bei Gelegen Voraussetzung, daß die Beschäftigten in Mülhausen den later allseitig zugegeben wurde, daß der Dienst der Hausdiener sehr heit von Klagen der Angestellten der Großen Berliner" über zu stübungswohnsitz haben, ist auf socialdemokratischen Antrag fallen schwer ist. Gen. Hoffmann tadelte noch den Zustand, daß geringe Entlohnung ihnen wiederholt von Vorgesetzten gesagt worden gelassen. bis zu 20 Hausdiener in einem Schlafsaal zusammenliegen; sei, sie hätten ja ein schönes Nebeneinkommen durch die Trinkgelder. es müsse dafür gesorgt werden, daß jeder Hausdiener allein Demgegenüber berief sich der Vertreter der Straßenbahn- Berufsgenossenschaft auf die früheren Urteile und Feststellungen des Reichswohne oder wenigstens zwei zusammen ihr eignes Zimmer Versicherungsamtes sowie auf eine Auskunft des GeneralEin Antrag gewaltigen, des Direktors Micke, die dahin geht, daß bei der Fest- Achtung, Parteigenoffen des dritten und vierten Wahlkreises drei Hausdiener in einem Zimmer zu lassen. fegung der Gehälter und insbesondere bei den Verhandlungen mit( Südost). Am Donnerstagabend 8 Uhr findet im Lokale von unsres Genossen, im Winter die Zahl der Hausdiener von 30 auf den Streifenden des Jahres 1900 auf die Trinkgelder als Gehalts- Graumann, Naunynstr. 27, eine Voltsversammlung 85 zu erhöhen und dadurch den Zustand zu beseitigen, daß Obbachzuschuß durchschlaggebendes Gewicht nicht gelegt worden" sei. Mit zwecks Agitation für die Ersazwahl im 11. Kommunal Wahlbezirf lose Essen tragen, wurde abgelehnt, doch sollen Krankentransporte großer Spannung sähe der Vorstand der Berufsgenossenschaft der statt. Das Referat hat der Genosse Stadtv. Dr. Alfred fortan mur durch Angestellte ausgeführt werden. Ein von unfren Entscheidung des Gerichts entgegen, und er habe namens des Vor- Bernstein übernommen. Außerdem Diskussion. Mit Nücksicht Parteigenoffen Augustin und Hoffmann gestellter Antrag, das Gehalt standes zu erklären, daß dieser bei einer Aenderung der Praris den auf die intensive Agitation der Gegner ist es Pflicht der Partei der Lehrkräfte in Anbetracht ihres schwierigen Dienstes mit dem der Verkehrsgesellschaften empfehlen müßte, den Schaffnern die Annahme genoffen, für regen Besuch dieser Versammlung zu andren städtischen Lehrer und Lehrerimen gleichzustellen, wurde abgelehnt. agitieren. Das Wahllomitce. Für Ueberarbeit bewilligte man den Angestellten eine monatliche Entschädigung von 10 Mark. Auf Antrag von Hoffmann follen die Desinfektionsbeutel größer hergestellt werden, damit die Kleidungsstikke glatt darin hängen können. Das Kuratorium bes fchloß ferner auf Anregung unsrer Parteigenoffen, den Angestellten des Obdachs außer dem bereits für jeden zweiten Sonntag gewährten halben Tag zweimal wöchentlich die Zeit von 6-12 Uhr abends zum Ausgehen freizugeben. von Trinkgeldern zu verbieten. " Das Reichs- Versicherungsamt verurteilte die Berufsgenossenschaft, den Dienstanzug und monatlich 30 Mark Trinkgelder dem Jahreseinkommen hinzuzurechnen. Präsident Gäbel bemerkte, daß das Gericht von seinen früheren Grundsäßen über die Notwendige feit einer vertraglichen Berücksichtigung der Trinkgelder nicht abgegangen wäre, daß es aber auf Grund aller im Laufe der Jahre gemachten Feststellungen jetzt der Ueberzeugung sei, die Trinkgelder der Schaffner der Großen Berliner" gehörten zum Gehalt im Gesezessinne, weil sie im Sinne des§ 6 gewohnheitsmäßig" gewährt würden und ganz oder teilweise an Stelle des Gehalts" träten. " Es wäre eine erfreuliche Nebenwirkung des Interesses, das den Unternehmern als Gesamtheit an den Zuständen im Einzelbetriebe durch die Unfallversicherung eingebläut worden ist, wenn es dazu führte, das unwürdige Trinkgeldersystem abzuschaffen und bessere Bezahlung der Angestellten zu veranlassen. eine In der Angelegenheit der hiesigen Ortskaffe der Schneider er halten wir zu der Veröffentlichung des Verbandes der Kassenbeamten in Nr. 245 des„ Vorwärts"*) folgende Erwiderung: Die Organisation der Kassenbeamten hat sich darin gefallen, einen Artikel über den Vorstand der Orts- Krankenkasse der Schneider zu veröffentlichen und sich nicht gescheut, organisierten Arbeitern Handlungen zu unterschieben, wo sie von vornherein wußte, daß der Sachverhalt ein andrer war. Berliner Partei- Angelegenheiten. hätten. Beschloffert wurde, dem Hausvater aufzugeben, Höchftens _ Lokales. Garantierte königstreue Lente. do Nicht allein die Leute vom Bau, sondern auch weitere Kreise werden sich für eine Anregung intereffieren, die von der in Betracht lommenden königlichen Behörde verschiedenen hiesigen Unternehmern zugesandt worden ist. Das Schriftstück lautet: Charlottenburg, 24. Oftober 1902. Neubau der akademischen Hochschulen für die bildenden Künste und für Musik An die Firma... Berlin. Mit dem Bau der Millionenbrücke, wie die im Zuge der Swines münder- Bellermannstraße zu errichtende Brücke ihrer hohen Kosten wegen genannt wird, ist nunmehr begonnen worden. Diese Brücke wird das größte derartige Bauwerk Berlins. Im Zuge der Swinemünderstraße, zwanzig Meter von dem alten Bahndanum der NingBahn entfernt, find bereits die Fundamente, in denen der eiserne Aufbau befestigt wird, eingelassen. Das in einen Winkel von zehn Grad zu errichtende Bauwerk überschreitet nicht weniger als 22 GeTeise. In Nicksicht auf die Verzweigung der Schienen können immers halb des Bahnterrains nur zwei Pfeiler angelegt werden, so daß die wird, die Spanmgen alfo 38 Wieter betragen werden. Es bietet sich Gelegenheit, die bei den Neubauten ber atade- 150 Mieter lange Bride and the sugen nur vier Pfeiler rühen mischen Hochschulen für die bildenden Künste, Musik und Kirchen mufit beschäftigt getvefenen Herren Handwerksmeister und Handwerker bei der am 2. November d. J.( Sonntag) durch Se. Majestät den Kaiser vorzunehmenden feierlichen Einweihungen an einer Stelle derart aufzustellen, daß Se. Ma jestät von der Beteiligung derjenigen, die den Bau hergestellt haben, Kenntnis erlangt. Voraussichtlich wird die Aufstellung in den Seitenräumen der großen Ehrenhalle an der Hardenbergstraße Ecke Fasanenstraße vorgenommen werden und zwar von 1 Uhr ab, wobei vorbehalten bleibt, daß sich die Teilnehmer in einem andren Raume versammeln. Ich ersuche nunmehr um umgehende Mitteilung bis spätestens Dienstag, ob sie selbst teilnehmen wollen und namentlich Bezeichnung derjenigen Leute, deren Beteiligung von Ihnen gewünscht wird. Selbstverständlich übernehmen Sie durch den gewünschten Vorschlag die Garantie dafür, daß nur fönigstreue Leute zu gelassen werden. Außerdem wird ein angemessener( dunkler) Anzug vorausgesezt werden müffen. den Vororten giebt das Genossenschafts- Register der beiden Berliner leber die Entwicklung des Genossenschaftswesens in Berlin und Amtsgerichte interessante Aufschlüsse. Danach giebt es in Berlin und deffen nächster Umgebung 251 eingetragene Genossenschaften, davon 225 mit beschränkter und 26 mit unbeschränkter Haftpflicht. Da auch die Organisation der Sassenbeamten beansprucht, als An der Spike stehen die Kreditvereine, 82 an der Zahl, dann Organisation der modernen Arbeiterbewegung angesehen zu werden, folgen 32 Bau- und Wohnmgsvereine, 29 gewerbliche Produktions so ist es um so bedauerlicher, daß gerade die organisierten Arbeiter genossenschaften, 28 Ein- und Verkaufsgenossenschaften, 20 Wolkerei, von den Artikelschreibern herausgeholt wurden, um von ihnen in der Wilch- und Biehverwertungsgenossenschaften, 15 Verbands- und Centralhäßlichsten Weise bekritelt, die unorganisierten und am fassen, 10 Konfuunvereine und 4 Vereine filr Gesundheitspflege auf allerersten die Arbeitgeber von modernen Arbeitern als Engel genoffenschaftlicher Grundlage. 12 Prozent der Genofienschaften in den Himmel gehoben werden; denn das ist die Thatsache auf den Berlins befinden sich zur Zeit in Liquidation. Unter den ProduktivKopf gestellt. Die Vorstandsmitglieder der Arbeitgeber haben genossenschaften befinden sich 11 Möbelfabriken, 9 Buchdruckereien, denn auch dankend abgelehnt und erklärt, daß sie gerade diejenigen Bäckereien, 2 Schneidergenossenschaften und 1 Cigarrettenfabrit, find, die von Anfang an gegen die ganzen Verträge waren, aber Die Ein- und Verkaufsgenossenschaften zerfallen in 6 für Koloniale die Arbeitnehmer sind dafür eingetreten, und deshalb wurden die waren, 5 fogenannte Wirtschaftsgenossenschaften, 8 beforgen SchneiderVerträge angenommen; sie werden auch stets gegen den Paraartikel, je 2 Kohlen und Ziegel, je 1 Blumen, Leder, Posamenten graphen bezüglich des Schiedsgerichts, wie er jetzt lautet, stimmen. und Baumaterialien. Von den 18 Verbandskassen dienen 11 dem Wir nehmen es der Organisation nicht im geringsten übel, daß Kreditwesen, darunter die Centralfasse des Bundes der Landwirte fie für ihre Mitglieder eintritt, dazu ist sie verpflichtet und würde Der königliche Baurat. sowie die landwirtschaftliche Provinzial Genoffenschaftsfaffe für die fich als Organisation nicht verstehen, aber es muß auch in einer an- Diese Aufforderung wird die in Betracht kommenden Baufirmen Mark Brandenburg und die Niederlausitz. Ferner gehören in diese ständigen Weise geschehen und nicht wie der Artikel gehalten war. in nicht geringe Berlegenheit gebracht haben. Es ist sehr nett, dem Kategorie die Centrale für Milchverwertung, die Central- Vereinigung Hatte sich der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Schneider Kaiser wirklich echte Arbeiter vorzuführen, die im gegebenen Moment deutscher Grundstücksmakler, die des Tischler Jnnungs- Verbandes 2c. etwas zu Schulden kommen lassen, so war auf den ganzen Borstand mit patriotischer Begeisterung Hurra rufen. Aber woher nehmen? Von den hygienischen Genoffenschaften hat je eine die Errichtung zu pauken und nicht diejenigen herausgreifen, gegen die man aus Wer will in Berlin eine Garantie dafür leisten, daß die Königstreue eines bftinentenheims, einer Naturheilanstalt, eines Hufelandschen persönlichen Ansichten etwas hat, weil man früher mal nicht ganz beim Maurer und Bauarbeiter fein leerer Wahu ist? Ja, wenn in Institutes, sowie die von Licht- und Luftbädern zum Ziel. übereinstimmte. Mit gefangen, mit gehangen. Aber es ist echte Tezter Zeit noch ein Streit gewesen wäre! Da hätte man sich einfach Mit der Angelegenheit des ausgewiesenen Nikolaus Bernstein Hat Manier. Wir allein sind nicht maßgebend, Beschlüsse herbeizuführen, da eine Anzahl vom Auslande herangelootster Arbeitswilliger heraus- sich am Montag eine Versammlung der Musitreferenten Es wurde der Vorstand der Orts- Kranteniasse der Schneider aus 18 Personen fuchen können, die bekanntlich nach der für die deutsche Arbeiterschaft befaßt. besteht. Wir stehen aber nicht an zu erklären, wenn wir einen Fehler ewig unvergeßlichen Zuchthaus- Dentschrift die für den Polizeipräsident eine die Mufiltritifer rechtfertigende Aufgemacht haben und es wird nachher eingesehen, alles daran feßen, Staat besonders nüglichen Glemente darstellen. Diese flärung gegeben hat, und so ging die Meinung der Versammelten den Fehler wieder auszugleichen. In diesem Falle haben wir aber in gutem Glauben gehandelt Stichprobe kann aber nicht gemacht werden, da Ausstände von nennens bahin, daß die Angelegenheit feines gemeinschaftlichen Vorgehens mehr wert set. und die Beamten unsrer Stasse tragen ein gut Stück Schuld mit, daß wertem Umfang fich neuerdings im Baugewerbe nicht ereignet haben, auch wir der Ansicht waren, die Verträge müßten eine Aenderung und bei Arbeitern, die bei früheren Gelegenheiten ihren Kameraden erfahren. Es kominen sehr viele Beschwerden der Mitglieder über in den Rücken gefallen sind, keine Garantie gegeben ist, ob ste indas Betragen der Beamten den Mitgliedern gegenüber, wir haben zwischen nicht einer besseren Einsicht folgend sich der gewerkschaftnicht nur für die Beamten, sondern in erster Linie für die Interessen lichen und politischen Organisation angeschlossen haben. Es fänien fiberfandt:„ Herr Bernstein erhielt nach seiner Ausweisung aus der Mitglieder einzutreten. Was die Wohnungsenquete betrifft, so noch in Betracht die christlichen Bauhandwerker, die aber zu gering machen wir bekannt, daß der Vorstand schon im Auguſt beschlossen an Bahl sind, als daß mit ihnen viel Staat zu machen wäre. Wie hat, diefelbe bis zum 1. Mai 1903 auszuführen. Auch dieses behelfen sich nun die am Bau der Hochschulen beteiligt gewefenen weist, daß die Artikelschreiber ihre Information in der Weise, wie der Artikel gehalten war, unmöglich von unsren Beamten bekommen Firmen aus der Verlegenheit? Wir würden ihnen raten, dem könig lichen Baurat zu bedeuten, lieber den ganzen Plan einer Arbeiter In der Generalversammlung am 20. Oftober ist nun nicht das parade fallen zu lassen und statt dessen im Hurrarufen erprobte Schauspiel eingetreten, welches in dem Artikel vom 19. Oftober Kriegervereinler heranzuziehen, wenn es unsre Sache wäre, die prophezeit wurde, nämlich daß die Arbeitgeber für die Erhaltung Interessen der Monarchie wahrzunehmen. des Schiedsgerichts stimmen und die organisierten Arbeitnehmer da gegen, sondern das Gegenteil. haben. Im übrigen scheint trotz alledem die Angelegenheit noch nicht zur Ruhe kommen zu sollen. Der„ Nenen Hamburger Zeitung" wird vom Rechtsbeistand des Herrn Jeolla Bernstein, dem Rechtsanivalt Dr. Max Rosen, folgende Darstellung zur Veröffentlichung Berlin auch in Hamburg, wo er ein Asyl zu finden glaubte, einen Ausweisungsbefeht. Als er sich nach den Gründen erkundigte, wurde habe zu Schulden kommen lassen, so sei doch nach einem Abkommen ihm mitgeteilt: Wem er sich auf hamburgischem Gebiet auch nichts der Bundesstaaten die Ausweisung aus Berlin bezw. Breußen auch für Hamburg von maßgebender Bedeutung. Als ich dann für Herrn Bernstein eintrat, erfuhr ich an leitender Stelle, baß selbstverständlich die Berliner Atten vorher geprüft wären und der Inhalt derselben auch die Ausweisung aus Hamburg rechtfertige. Mir ist dann in durchaus wohlwollender Weise Frist und Gelegenheit ge= geben worden, meinen Klienten von den Berliner Verdächtigungen Zu den Kommunalwahlen im 4. und 11. Bezirk sei bemerkt, daß zu reinigen. Das Verfahren schwebt zur Zeit noch. Was die AusDie organisierten Arbeitnehmer- Vorstandsmitglieder mai diejenigen Wähler, welche ihre Wohnungen seit Aufstellung der weisung aus Berlin aubetrifft, so werden Gründe für die Maßregel der Orts- Krankenkasse der Schneider. Gemeinde- Wählerliste Frau Gerlach. Frau Almeu. Frau E. Nicolai. Frau Meisgeher. Erleichterung der Legitimation bei der Stimmabgabe und zur Be- wesentlichen das Folgende: Es hat eine Versammlung Berliner Juli 1902 nicht gewechselt habent, zur nicht angegeben. Was Herr Bernstein davon erfahren hat, ist im Frau Bratov. Frau Schulze. Frl. Weilandt. Frau Reimann. fchleunigung des Wahlverfahrens besondere Karten zugestellt erhalten, Mufiltritifer stattgefunden, über Wittel zur Abwehr welche bei Abgabe der Stimme vorzeigen sind, während denjenigen ber die Bernstein'scheit Angriffe gegen Der Hallische Magistrat Freifinnige Arbeiterfreundlichkeit. Berliner Kunsts beratschlagen. Ein Ausschuß wirbe eingesett, der wahrlich nicht in dem Geruch steht, besonders arbeiterfreundlich Wahlberechtigten, welche seitdem berzogen sind und nicht in den fritik Dr. Alfieri Berlin hat mein silient zu sein, hatte zur Versorgung der nicht pensionsberechtigten städtischen Besitz der Legitimationstarte gelangen follten, auheim- und durch gehört, Arbeiter und Bediensteten an das Stadtverordneten- Kollegium eine gegeben wird, solche an einem der beiden letzten Wochentage vor daß dem Berliner Polizeipräsidium eine Befürwortung der AusVorlage eingebracht. Was geboten werden sollte, war sehr wenig während der Bureaustunden abzuholen. Die ohne Karte erscheinenden fritikern zugegangen ift. Mun liegt es auf der Hand, daß dies der Wahl aus dem amtlichen Wahlbureau, Poftstraße 16, 2 Treppen, welfungsmaßregel unterzeichnet von einer Reihe von Mufik jähriger ununterbrochener Dienstzeit, steigend um des Jahres- Bähler müssen für ihre Legitimation Sorge tragen, sich auch bei feiner Polizeibehörde eines deutschen Bundesstaates genügt, um Es war ein Ruhegeld von des Jahresverdienstes nach zehnverdienstes mit dem Ablauf eines jeden weiteren Dienstjahres bis der Zulassung zur Stimmabgabe eine zurückstellung hinter die einen Ausländer als lästig über die Grenze zu bringen. Gleichmit Starte erschienenen gefallen lassen. Ein flagbarer zum Höchstbetrage bon/ borgeschlagen worden. Nos zeitig, oder vorher oder furz darauf, in Verbindung damit oder Anspruch sollte den von dieser Wohlthat" Betroffenen nicht zustehen. Die Große Berliner scheint ein recht merkwürdiges Mittel an- nicht, fegte aber eine Intrigue einer Frau in Berlin, der Gattin Mit der Vorlage, die nicht weniger als 27 mal in den Kommissionen zuwenden, um von der Polizeibehörde eine Verkürzung der eines Bankdirektors, ein. Diese Dame hatte Herrn Bernstein aus auf der Tagesordnung stand, haben die Liberalen schon bei der Fahrzeit für verschiedene Streden zu erlangen. Von gewerte persönlicher Neigung in ihr Haus gezogen. Er trat darauf, in und die Beziehungen vorigen Stadtverordnetenwahl versucht, den Arbeitern den Mund schaftlicher Seite schreibt ntant uns: Da von der Behörde die Fahr ein Liebesverhältnis zu ihrer Tochter, zeit auf den einzelnen Streden ganz genau vorgeschrieben ist, hofft gingen so weit, daß nur die Heirat den begangenen Fehl*) Die Unterschrift des Verbandes der Kaffenbeamten ist unter die Direktion eine Genehmigung zu ihrem Vorhaben dann zu iritt wieder gut machen tonte. Frau R. will hierzu ihre Einwilligung der betreffenden Veröffentlichung nur infolge eines Sabfehlers weg- erlangen, wenn die Angestellten, insbesondere aber die Führer, eine nicht geben. Die Tochter verließ das Haus, und die Mutter hat geblieben. persönlich bei dent Verkürzung der Fahrzeit wünschen. In den Inspektionsstunden dann von Eifersucht und Haß getrieben -O Der Nachfolger Rudolf Virchows, Johannes Orth, hielt gestern im Pathologischen Institut seine Antrittsrede, in der er des Verstorbenen ehrend gedachte. Von Kaiser Wilhelm II. bringt der„ Lokal- Anzeiger" die Neuigkeit, daß der Monarch jetzt 30 Jahre Waidmann sei und in dieser Beit 47 448 Stück Wild geschossen habe. Das macht auf jeden Tag fünf Stück. Gerichts- Zeitung. = Späthe empfahl der Versammlung nachfolgende Resolution zur Annahme:" Die heutige außerordentliche Versammlung der Filiale Berlin nimmt Kenntnis von den Verhandlungen ihrer Vertreter mit dem Vorsitzenden der Fabrikanten- Vereinigung. Obgleich die Versammlung keineswegs mit dem Resultat der Verhandlungen zufrieden ist, so beschließt sie doch, bis zu dem versprochenen Termin, an welchem die Verhandlungen offiziell mit den Vertretern der Fabrikanten- Vereinigung stattfinden soll, eine abwartende Stellung einzunehmen. Desgleichen empfiehlt die Versammlung den augens blicklich im Streit Stehenden, die Arbeit wieder aufzunehmen. Sollten die Herren Fabrikanten auf das Versprechen ihres Vors izenden nicht eingehen und nicht geneigt sein, in Verhandlungen einzutreten, so verpflichten sich sämtliche bei den Ringfabrikanten einzutreten, so verpflichten sich sämtliche bei den Ringfabrikanten beschäftigten Vergolder Berlins, nicht früher eine Stange anzus rühren, als bis die Herren Fabrikanten den Streitpunkt durch Vers handlungen aus der Welt geschafft haben." Man Es entstand nun eine längere Diskussion. Verschiedene Redner wandten sich gegen die Resolution, da sie mit den Abmachungen des Vorstandes nicht einverstanden sind. Für die Opfer, die schon ge= bracht seien, dürfte man mehr erwarten. Desgleichen wandten sich mehrere Redner entschieden dagegen, daß die bei den Zwischenmeistern Streifenden die Arbeit sofort aufnehmen sollten. müßte erst das Resultat der Verhandlungen abwarten. Der Vorstand empfiehlt jedoch, die Arbeit sofort wieder aufzunehmen, da es ohne Belang sei, wenn weiter geftreift würde. Sollten die Arbeitgeber Winkelzüge machen, dann kämen die Vergolder Berlins eines Vormittags in einer Versammlung zusammen und warten solange mit der Weiterführung der Arbeit, bis sich die Herren eines Besseren besonnen hätten. Die Resolution wurde angenommen, jedoch hatte eine starte Minderheit gegen die sofortige Aufnahme der Arbeit durch die Streifenden gestimmt. Ferner wurde beschlossen, die 50 Pf. Ertrabeitrag durch Listensammlung so lange weiter zu führen, bis die Streitfrage endgültig geregelt ist. Bolizeipräsidenten in Berlin die Ausweisung erwirkt. Alle Eingaben und einen größeren Umfang anzunehmen drohte. Die Wehr hatte waren anwesend. Seit dem großen Streit im Jahre 1895 haben meines Klienten waren fruchtlos; er wurde schließlich auf offener daher längere Zeit mit einem Rohre Wasser zu geben, um bie die Vergolder eine so stark besuchte Versammlung noch nicht wieder Straße verhaftet." Flammen zu ersticken. Die Pferde tomten in Sicherheit gebracht gehabt. Der Vorsitzende der Berliner Filiale teilte mit, daß die Man wird nach den Erfahrungen der letzten Tage abwarten werden. Kurz vorher mußte in der Brandenburgstr. 68 im dritten Korrespondenz, welche ei mit dem Borjizenden der Fabrikantens müssen, wieviel von diesen doch jedenfalls auf Angaben des Aus- Stock ein Feuer beseitigt werden, das den Fußboden und die Balken Vereinigung gepflogen hat, die Folge gezeitigt habe, daß der Vors gewiesenen beruhenden Mitteilungen auf Wahrheit beruht und wie- lage ergriffen hatte. Gegen Abend hatte die Wehr außerdem noch jizende der Fabrikanten- Vereinigung, Stadtverordneter Rosenow, viel Dichtung ist. in der Friesenstr. 19 zu thun. Hier war ein Brand entstanden, der den Verbandsvorstand zu einer Besprechung eingeladen hat, die am Breßzkohlen, Verpackungsmaterial, Einrichtungsgegenstände, sowie den Sonnabend stattfand. Bei dieser Gelegenheit habe Herr Rosenow Fußboden und die Schaldecke erfaßt hatte, aber in verhältnismäßig erklärt, daß die Besprechung rein privater Natur sei, da er zu furzer Zeit abgelöscht werden konnte. offiziellen Verhandlungen nicht autorisiert sei. Zur Sache selbst meinte er, daß bei eventuellen Unterhandlungen die Lohnfrage Aus den Nachbarorten. ausscheiden müßte aus den Gründen, die in den Antwortschreiben schon mitgeteilt seien; im übrigen gebe er zu, daß Mißstände vorDie im März d. J. in Wilmersdorf vollzogenen Wahlen handen seien, die der Abhilfe bedürffen und er glaubt auch annehmen zur Gemeindevertretung sind gestern vom Teltower zu dürfen, daß die Fabrikanten zur Regelung dieser Frage geneigt Aus dem Rechtsanwaltsstande ist der Rechtsanwalt Ballien I reisausschuß sämtlich für ungültig erklärt worden. seien. Auf die Anfrage, wie sich Herr Rosenow zu einer tariflichen bom Ehrengerichtshof der Anwaltskammer wegen verschiedener Ver- Bei diesen Wahlen, wo es sich im ganzen un 16 Mandate aller drei Vereinbarung stelle, erwiderte er, daß ihm diese Idee sehr sympathisch fehlungen ausgeschlossen worden. Der Staatsanwalt hatte Abteilungen handelte, hatten die Liberalen sehr schlecht abgeschnitten. erscheine, doch glaubte er, daß dem zu große Schwierigkeiten wegen nur einen Verweis und eine Geldstrafe beantragt. Sie fochten darauf durch den Lehrer Wilhelm Köppe die Wahlen Ausführung entgegenstehen. Aber trotzdem ist er auch der Meinung, den Tausenden von Leistensorten und der Verschiedenartigkeit in der Fräulein Dr. jur. Anita Augspurg, die bekannte Vorkämpferin an und der Kreisausschuß, vor welchem die Angelegenheit gestern daß irgend eine Instanz vielleicht ein Schiedsgericht eingesetzt fur grauenrechte, soll in Weimar sistiert worden sein. Wie die verhandelt wurde, hielt die formalen Verstöße, die unter werden müßte, damit die ewige Beunruhigung durch Streits auf Korrespondenz„ Märkischer Merkur" erfährt, meldet Dr. Augspurg, anderm bei Besetzung des Wahlbureaus und bei Ausschreibung friedlichem Wege aus der Welt geschafft würde. Der Vorstand der daß sie gestern auf dem Weg zum Bahnhof in Weimar von einem der Wahlen vorgekommen sein sollen, für ausreichend, um Filiale Berlin erklärte sich mit der Verhandlung auf dieser Basis Polizisten verhaftet und zur Wache geführt wurde, obgleich sie den diese Wahlen in ihrer Gesamtheit für ungültig zu erklären. Auf nach Ausscheiden der Lohnfrage einverstanden. Herr Rosenow gab Beamten darauf aufmerksam machte, daß er einen Mißgriff beginge. jeden Fall wird die Gemeindevertretung die Anfechtung des gestern das Versprechen, sofort nach seiner Rückkehr von England, wohin er Trotzdem Dr. jur. Augspurg sofort ihren Namen und Stand namite, gefällten Urteils beschließen und die Streitsache bis an das Ober- ist reisen muß, die Verhandlungen in die Wege zu leiten. Zum mußte sie doch dem Polizisten zur Wache folgen, wo Verwaltungsgericht bringen. Sollte auch diese Instanz dem Urteil Schluß gab er dem Vorstand mit auf den Weg, daß es im Interesse fich herausstellte, daß ein arger Mißgriff der Polizei vorgekommen des Kreisausschusses zustimmen, so wird die Situation wenigstens für meistern noch Streikenden die Arbeit wieder aufnehmen würden und des Friedens besser sei, wenn die augenblicklich bei den Zwischenwar. Näheres über den wunderlichen Fall wird nicht berichtet. die Socialdemokratie kaum verändert sein. Die Entwicklung der auch weiter auf feine Verhandlungen mit den Zwischenmeistern einAuf der Flucht vor ihrem Manne ist Montagnachmittag die Frau Partei am Drte sichert uns die Mandate der Nichteingesessenen, zugehen, weil die Sache nur mit der Fabrikanten- Vereinigung des Arbeitskutschers Karnowski Marie geb. Bronowiß aus der welche schon im März mit sehr erheblicher Mehrheit gewählt worden geregelt werden könnte. Kastanien- Allee 28 tödlich verunglückt. Die 46 Jahre alte Frau war mit dem ebenso alten Kutscher Franz Karnowski seit 20 Jahren sind, wohl auch bei fünftigen Wahlen. Ob die Wahlaussichten für berheiratet. In letzter Zeit hatte der Ehemann sich dem Trunke er- die konservative Mehrheit der Vertretung ebenfalls günstig sind, geben. Als er Montag morgen die Wohnung nach einem heftigen lassen wir dahingestellt. Bank verließ, erklärte ihm seine Frau, daß sie ihn nicht wieder auf- Treptow- Baumschulenweg.„ Endlich allein!" sagte einer der nehmen werde. Bei seiner Rückkehr um 4 Uhr nachmittags konservativen Herren bei der gestrigen Gemeindevertreter hielt sie denn auch die Wohnung verschlossen und ber: Stichwahl, als der Wahlvorſizende die beiden als Veisiger in riegelt, weil sie mit den Enkeln allein zu Hause war. Vorschlag gebrachten Herren als einstimmig gewählt erklärte. Unfre Als sich nun Karnowski anschickte, die Thür mit einem Genossen hatten sich aus den schon bekannten Gründen der Wahl Knüppel einzuschlagen, floh fie aus Furcht vor Mißhandlungen enthalten. Es wurden 283 gültige" Stimmen abgegeben. Der durch ein Fenster auf das flache Dach des Seiten Konservative, Herr Schirmer, erhielt 282 und unser Parteigenosse flügels, das bis an die im dritten Stock des Quergebäudes gelegene Gerisch eine Stimme, welche jedenfalls des Humors wegen von kon Wohnung heranreicht. Sie nahm eine Fußbant mit, um damit durch fervativer Seite abgegeben wurde. Ein einzulegender Protest wird ein Fenster in die Wohnung des Kassierers Braun im Vorderhause ja entſcheiden, ob die Bestimmung der Landgemeinde- Ordnung und einzusteigen. Dort suchte sie Zuflucht, weil sie bei den Leuten auf die Entscheidungen des Ober- Verwaltungsgerichts zu recht bestehen. wartete. Die Fußbant tippte jedoch unter ihren Füßen um, und nun Ein schwerer Unfall hat sich gestern früh gegen 5 1hr in der stürzte die unglückliche Frau vom Dach in die Tiefe und blieb tot Mühlenstraße in Schöneberg ereignet. Der in der Muskauerstraße 33 auf dem Pflaster des Hofes liegen. Die Revierpolizei beschlag- wohnende Arbeiter Kern wollte den Motorwagen 1624 der Linie nahmte die Leiche und ließ sie nach dem Schauhause bringen. Die Zoologischer Garten- Landsberger Allee, der vom Depot tam und Hauswirtin nahm die beiden Enkel zu sich. Karnowski wurde nach nach dem Nollendorfplatz einsetzte, benutzen. S. bestieg die Vorderder Revierwache gebracht, aber wieder entlassen. Nach der Wohnung Plattform des Kraftwagens, wollte jedoch, da es ihm zu fühl war, kehrte er nicht wieder zurück. Die entsetzliche Scene verursachte einen sich nach der Hinter- Plattform begeben. Er sprang von dem in der großen Menschenauflauf. Fahrt befindlichen Wagen herunter, glitt aus und fiel neben dem Ein schwerer Zusammenstoß eines Straßenbahnwagens mit einem Wagen zu Boden. Hierbei geriet die linke Hand unter den Wagen Lastwagen fand gestern, Dienstag, nachmittag in der Landsberger auf das Straßenbahn- Geleise, so daß ihm durch die Räder des straße statt. Dortselbst fuhr der Motorwagen Nr. 1302 der Linie schweren Gefährtes die Knochen des Handtellers total zermalmt Morigplatz- Central- Viehhof in der Richtung nach der letzteren wurden. Der Verunglückte wurde nach der Unfallstation in der End- Haltestelle, während aus entgegengesetter Richtung ein mit Bahnstraße und von dort dem Krankenhause am Urban zugeführt, Brettern beladener Lastwagen der Firma Felix, Charlottenburg, woselbst ihm die Hand abgenommen werden mußte. Kirchstraße, herannahte. Der Kutscher lenkte, um einem andren Fuhrwert auszuweichen, seine Pferde auf das Straßenbahn- Geleise, ohne zu beachten, daß der Motorwagen in unmittelbarer Nähe herangesaust kam. Der Anprall erfolgte denn auch mit solcher Gewalt, Die Verhandlungen im Helios- Prozeß haben sich gestern daß von dem Straßenbahngefährt die Vorder- Plattform total zer einigermaßen sensationell gestaltet. Nachdem der Verteidiger Bahn trümmert und abgerissen wurde. Ein Kassenbote der Victoria- Ver- sich erfolglos über eine unziemliche Behandlung beschwert hatte, die ficherungs- Gesellschaft, welcher auf dem Perron stand, wurde mit dem ihm nach seiner Meinung der Vorsitzende hatte zu teil werden lassen, Kopf in die Stirnscheibe des Kraftwaggons geschleudert, wobei ihm teilte der Vorsigende mit, daß die Angeklagten ihn durch den Gedurch Glassplitter das Gesicht fast gänzlich zerschnitten wurde. Er richtsvollzieher am Montagabend hätten als Zeugen laden lassen. Die Fälschungen bei der Norddeutschen Bant. Wie aus Hams wurde mittels Droschte nach der Unfallstation in der Seibelstraße Er werde dieser unmittelbaren Ladung aber keine Folge leisten, denn burg gemeldet wird, wurde gestern. dort wegen Verdachts der gebracht. Der Straßenbahnfahrer Busch wurde von der Deichsel- ihm stehe seine Dienstpflicht höher als die Zeugenpflicht. Die An- Fälschung des Bankabschreibezettels, wodurch im Vorjahre die Nordstange des Lastwagens an der Brust getroffen und erlitt anscheinend geklagten beantragten darauf, sämtliche Richter, die bei der vorigen deutsche Bank um 16 000 Mart geschädigt wurde, der Beamte innere Verlegungen. Verhandlung mitgewirkt haben, als Zeugen laden zu lassen. Es Schreiber verhaftet. Zwei Komplicen, Möller und Maack, sind kürze Ein Opfer des afrikanischen Klimas ist der 34 Jahre alte fommen in Betracht außer dem Vorsißenden Direktor Tadmann die lich in Aschaffenburg festgenommen worden. Auch dieser Eine furchtbare Schiffstatastrophe. Aus Hamburg wird be Arbeiter Hermann Prost aus der Kastanien- Allee 29/30 geworden. Landgerichtsräte Haberstroh, Horwis und Schlesier. Prost erkrankte beim Bahnbau in unsern herrlichen Kolonien und Antrag wurde abgelehnt. Der Vorsitzende teilt sodann mit, daß von richtet: Der englische Dampfer" Seang Leong" mit einer Reis( Hierzu ladung von Singapore nach Amoy unterivegs, ist unweit Sivatow tehrte mit einem schweren Nervenleiden zurück. Auf Kosten des dem Angeklagten Rieß ein Schreiben eingegangen sei. Auswärtigen Amtes brachte er vier Monate in einer Heilanstalt zu ist zu bemerken: Bei der Vernehmung des Angefl. Rieß wurde dieser in einen Taifun geraten und mit Mann und Maus untergegangen. Rieß Die ganze Vesayung, sowie über achthundert Kulis, und bezog seitdem monatlich 28 Mart Unterstützung. Die letzten vom Vorsitzenden gefragt, warum er sich Ingenieur" nenne. vierzehn Tage verschlimmerte sich sein Leiden wieder. Namentlich erwiderte, daß er durch langjährige Studien sich die Kenntnisse eines die sich an Bord befanden, find ertrunken. plagten ihn unerträgliche Kopfschmerzen. Als seine Wirtin, bei der Ingenieurs erworben habe. Der Vorsitzende fragte ihn, wo ei denn Der Baufier Boulaine, der bei der Zurückführung von einem er als Junggeselle wohnte, gestern ausgegangen war, erhängte er als Ingenieur thätig gewesen sei, worauf er erwiderte: Unter anderm Berhör bei dem Untersuchungsrichter in das Gefängnis den ihn Halske. Ter Vorsitzende erwiderte hierauf: fich in seinem Zimmer am Bettpfosten, weil er zweifelte, jemals bei Siemens u. Wohl zum Stubenreine machen?!). Ter Angeklagte begleitenden Polizisten entkommen war, wurde, wie aus Paris wieder arbeitsfähig zu werden. Stie B fühlt sich, wie er in dem besagten Schreiben an den Gerichts- gemeldet wird, Montagabend in Bois- Colombes wieder verhaftet und nach Paris zurückgebracht. Bei der Arbeit totgequetscht wurde der 35 Jahre alte Holz- hof ausführt, durch diese Bemerkung schwer beleidigt. Er meint, Zu dem Unwetter in Italien wird aus Messina telegraphiert, arbeiter Wilhelm Eichner aus der Großen Frankfurterstr. 47. die Bemerkung sei nur gemacht, um ihn persönlich herabzusetzen und Eichner brachte in der vorigen Woche eine Führe Bretter mit einem er habe deshalb bei dem Amtsgericht die Privatflage gegen daß das fortdauernde Regenwvetter noch immer großen Schaden an Sie richte. In der Meerenge herrscht ein solcher Sturmt, daß die Handwagen nach dem Grundstück Fruchtstr. 64. Während ein andrer Landgerichtsdirektor Zadmann eingereicht. Arbeiter schob, zog er seitwärts vom Wagen. Als dieser auf der wissen doch ganz gut, Angeklagter, daß ich die Bemerfung nur ge- Dampfer nicht anlegen können. etwas steilen Einfahrt rückwärts lief, geriet er mit dem Unterleib macht habe, weil ich in dem Irrtum war, daß Sie zu der Zeit, als ständig. zwischen die Bretter und den Thorpfeiler und wurde so start ge- Sie Ingenieur bei Siemens u. Halste gewesen sein wollen, erst quetscht, daß er mit schweren Verlegungen nach dem Krankenhause 18 Jahre alt waren, während Sie thatsächlich 28 Jahre alt waren. am Friedrichshain gebracht werden mußte. Dort starb er nach Ich habe also alles wieder gut zu machen gesucht. Wollen Sie den einem qualvollen Krankenlager. Der Verunglückte hinterläßt seine Inhalt Ihres Schreibens aufrechterhalten? Angefl. Rie B: Frau mit einem achtjährigen Kinde. Wenn die Sache nicht in gutem beigelegt wird! Präs.: Was soll 23. K. 10. Wegen des Unfalls tönnen Sie leider nichts ausrichten, Cirkus Busch hat nun auch seine neue Pantomime, die uns in das heißen? Bilden Sie sich ein, ich werde mit Ihnen hier handeln? wohl aber wegen des Regenschirms. Der Wirt hat den geborgten RegenAngefl.: Ich bilde mir gar nichts ein.- Präs.: schirm zurückzugeben oder den vollen Wert zu ersetzen. Sie tönnen auf eine gar schaurige Gegend führt. Geradesivegs in das Land der M. T.: Ja. Bankow 100. Sie können Amazonen geht der Weg des Stückes, ins menschenfressende Land In dem Schreiben stellen Sie weiter das Verlangen, daß bei der Rückgabe und eventuellen vollen Schadensersatz bei dem Amtsgericht mit von dem über ein Grundstück geschlossenen Staufvertrag zurüdtreten, wenn Dahomey. Wir erleben im Cirkus eine romantische Geschichte. weiteren Verhandlung Sie bei Ihrer Vernehmung nur sachlich be- Aussicht auf Erfolg flagen. derselbe weder gerichtlich noch notariell geschlossen ist. Seit dem Januar 1900 Ein Missionar in Frankreich, der offenbar auf sein einziges Kind handelt würden, da Sie sonst alle Antwort verweigern würden. eine Bite hat, will partout diese Tochter zu den Wilden schicken, Angekl. Sti e ß: Ich bin zu sehr beleidigt und erregt darüber ge- find Verträge über An- oder Verkauf nur dann gültig, wenn sie gerichtlich oder notariell abgeschlossen sind. 133. Niederschöneweide. Die Ihnen damit das heiratslustige Mädchen dort das Christentum predige. Nachdem der Gerichtshof die Beschlußfassung über einen An- erteilte Antwort ist durchaus zutreffend. Der Karfreitag ist durch Gesetz Diesen für sein Glück verderblichen Plan kann der Liebhaber des armen Kindes, ein französischer Offizier, mun leider nicht ändern, trag des Staatsanwalts, den Angeklagten wegen Ungebühr in vom 2. September 1899( Gesetzfammlung S. 161) allgemeiner Feiertag. aber er will wenigstens das Leben seiner Angebeteten schüßen und eine Strafe von 24 Stunden Haft zu nehmen, vorläufig ausgefeßt für die Frage, welche Tage gefebliche Feiertage in Preußen find, sind die geht daher, wenn auch auf andren Wegen, ebenfalls nach hatte, lehnte er auch sämtliche andern Anträge der Angeklagten ab Stabinettsorder vom 7. Februar 1837, die Gejeze vom 9. Mai 1892, vom Verordnungen maßgebend. Es ist unmöglich, Ihnen im Raum des Bricf Dahomey. Was weiter kommt, kann man sich denken. Unendliche und trat dann in die sachliche Behandlung der Anklagepunkte ein. 12. März 1893 und vom 2. September 1899 sowie eine Reihe von Bolizei,, Wenn ich einmal der Landrat wär'! 44 Durch ein Lied mit tastens die an sich sehr interessante Geschichte der preußischen Feiertage darzulegen. Gefahren hat die Missionarin an der Seite eines trockenen Paters 0.2. Das Mitbaden alten Brotes ist in der Regel nicht strafbar und stellt keine zu bestehen und zuletzt soll sie als Gefangene des Königs Behanzin dieser Ueberschrift, das der Liberale Verein auf einer in Greifs. von Dahomey bei lebendigem Leibe hingerichtet werden. Während wald abgehaltenen Kaiser- Geburtstagsfeier gesungen hat, fühlte Lebensmittelfälschung dar. Ob in Ihrem Falle eine solche vorliegt, ist auf H. G. Dies Recht steht der blutdürftige Henter schon zum Streich ausholt, tritt der Geliebte sich der Landrat des Kreises, Herr v. Malzahn, beleidigt. In Antrag von den Gerichtsbehörden zu entscheiden. des schwergeprüften Kindes auf den Plan und giebt der schwarzen dieser Sache begann gestern vor der Straffammer Greifswald die den Eltern zu.. O. 22. Nur der Kutscher ist in Ihrem Fall schadensersahpflichtig. K. Bruder. 1. In Ostpreußen vor etwa 16 Jabren. Es hatten sich zu verantworten die Herren Emil 2. Wilhelm I. 3. Mein. Gerichtstraße. Aus der von Ihnen geMajestät so viel gute Worte, daß er nicht allein den beiden Weißen, Verhandlung. D. 3. sondern auch seinen schwarzen Gefangenen das Leben schenkt und Brandt als Verfasser, Redakteur Erich Stechert( Greifswald) als schilderten Handlung läßt sich Hausfriedensbruch konstruieren. am Schluß ein großes Ballett mit Apotheose veranstalten läßt, die Drucker des Liedes, Rittergutsbesizer Arthur Becker( Bartmaus- Rummelsburg. Widerspruch wäre zwedlos; während der Zeit am Sonnfinnig und der Wirklichkeit entsprechend den Trimmph der Humanität hagen) und Gutspächter Dr. Wendorff( Toit) als Leiter der Fest- tag, in der der Verkauf verboten ist, sind nach der Oberpräsidial- Verordnung A. R. K. Rein. über düsteres Heidentum versinnbildlicht. Daß mit dieser kurzen lichkeit und der Kaufmann Benjamin Davidsohn( Grimmen) wegen vom 4. Juli 1898 die Schaufenster zu verhängen. M. 2. Beide haben Unrecht. Ein Ehevertrag ist gerichtlich oder Stizzierung nicht entfernt alle Neberraschungen des Stückes erwähnt Berbreitung des Liedes. Der Ursprung des Liedes ist in einem G. G. 12. Leider läßt sich dagegen sind, versteht sich in Cirkus Busch von selbst. Wir erleben ein Saalboykott zu suchen, der von konservativer Seite aus Anlaß des notariell zu schließen und wird Dritten gegenüber erst mit Eintragung in das Güterrechtsregister wirksam. eine Reichstagswahlkampfes verhängt worden ist. Ein besonders in nichts ausrichten. Die Gefinde- Ordnung steht auf seiten der Herrschaft. ebenso glänzendes wie drolliges Massen Tierballett, Elefantenjagd, so wild, wie sie nur im Cirkus darzustellen kriminierter Vers aus dem Liede bezieht sich auf den Vorgänger des K. M. 46e. Nein: es fann nur für zwei Lohnzahlungsperioden, in Ihrem ist, ein Abenteurer wie es Mazeppa, der auf das Pferd gebundene jebigen Landrats, den wegen Sittlichkeitsvergehen nach der Schweiz Falle also für 2 Monate der Beitrag für Invaliden- oder Krankenversicherung Kosat, durchlosten mußte, und gegen den Schluß die mehr komische geflohenen Herrn Osterroth. Die Angeklagten erklären sich nicht abgezogen werden. Paul Manthe. 1. Zu der Regel die Dritte. 2. Das hängt vom Belieben des Gerichts ab. R. 9. Soweit ersichtlich, sind als schauerliche Hinrichtung zweier schwarzen Majestäten. All' dieser schuldig. Bestiminte Auskunft darüber ist bunte Wirrwarr wird in faum zu beschreibender Ausstattungspracht Wegen Falschmünzerei ist in Hildesheim ein Dr. v. Wedel- Ihre Rechte durch Verjährung verloren. nur möglich, wenn Sie den Sachverhalt genauer farlegen. Daß Sie einen vorgeführt und so dürfte denn auch die diesjährige Pantomime allen städt zu 1 Jahr 1 Monat Gefängnis verurteilt worden; seine Berzicht unterschrieben haben, ist unverständlich. Statt der schriftlichen, doch Freunden aufregender Cirkuskünfte eine willkommene Gabe sein. Frau erhielt als Anstifterin 3ivei Jahre Zuchthaus. mur ungenauen Aufrage wählen Sie beffer mündlichen Vortrag in der juristischen Sprechstunde. Lampe. Gie tönnen verlangen, daß das Beugnis fich nur über die Art und Dauer der Beschäftigung verhält. Sie können auch die Ausdehnung des Zeugnisses auf Ihre Führung und Ihre Leistungen begehren. Ist das Zeugnis nicht wahrheitsgemäß, so fönnen Sie auf Berichtigung flagen. M " worden. " Verfammlungen. Mit dem Streit der Vergolder Vermischtes. Mehrere Postdampfer sind aus Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7%, bis 9%, Uhr abends statt. -Feuerbericht. Dienstagmittag gegen 1 Uhr fam in der Benthstraße 8 in einem im zweiten Stock belegenen Papierlager Fener aus, das indes so rechtzeitig bemerkt wurde, daß seine Ablöschung erfolgen konnte, nach bevor die herbeigerufene Wehr eintraf. Montag nachmittag 4 1hr wurde die Wehr nach der Köpnickerstr. 55a gerufen. beschäftigte sich am Montag eine außergewöhnlich stark besuchte VerWetter Prognose für Mittwoch, den 29. Oktober 1902. Hier war auf nicht ermittelte Weise in einem Pferdestall ein Brand sammlung der Vergolder Verlius, die den großen Saal der Armin= Mild und zeitweise aufflarend, vorwiegend nebelig bei schwachen fild. ausgekommen, der an dem Stroh und Holz reiche Nahrung fand hallen bis auf den lezten Platz füllte. Ungefähr 700 Personen östlichen Winden; keine wesentlichen Niederschläge.. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.