Nr. 256. and gasing with Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monat!. 1,10 r.,. wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntages Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat, Erscheint täglich aufer Montage. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 19. Jahrg. anie Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel jeile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für dubie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Settagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Zelegramm Adreffe: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aunt IV, Nr. 1983. Eine Anweisung für CentrumsAgitatoren. Recht schwül wird es den Centrumsgrößen bei der jetzigen Lage. Während die rheinischen Bauernvereine mit Wangenheim und Dr. Hahn gehen und energisch fordern, daß die von diesen geforderten Rollsäge bewilligt werden sollen, nehmen die katholischen Arbeiter eine immer drohendere Haltung an. Die Bauernvereine find nicht zu befriedigen. Sie sprachen es in einer am 29. d. M. in Neuß abgehaltenen Vorstands- und Ausschußßigung offen aus, daß sie ihre Agitation auch dann fortsehen würden, wenn die Kommissions beschlüsse angenommen werden würden. Im so mehr muß das Centrum fich bemühen, die Arbeiter zu beruhigen. Sonnabend, den 1. November 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. ist die Theorie, daß das Ausland den Zoll bezahlt, zur Was aber will Podbielski dann thun, wenn seine Hoffmungen Hälfte preisgegeben. Aber auch die letzte Hälfte bestreiten wir. Eine fich nicht erfüllen? Will er die Grenzen öffnen? An dieses Mittel folche preisbrüdende Wirkung ist doch keine specielle Eigenschaft des denkt er doch offenbar. deutschen Zolles. Wenn sie vorhanden wäre, müßten die Zölle andrer Sam, die Jnlandspreise haben offenbar feinen Einfluß auf die Länder dieselbe Wirkung haben. Nehmen wir an, der deutsche Zoll- sanitären Verhältniffe des Viehs, um derentwillen doch die Grenztarif würde angenommen und diese Wirkung ausüben. Im nächsten sperre erfolgt ist. Wenn es also in absehbarer Zeit" möglich sein Jahre würde Frankreich mit derselben Zollerhöhung folgen und auch wird, die Grenzen zu öffnen, ohne daß sich jenseits der Grenze irgend den Weltmarktpreis um 1,25 M. werfen; in dem darauf folgenden Jahre etwas fanitär geändert hat, so muß das auch jetzt möglich machte Großbritannien dasselbe Experiment. Dann wäre der Weltmarkt fein. Podbielski hat durch seine unvorsichtigen Bertröftungen preis dadurch, daß drei westeuropäische Staaten jeder den Weizenzoll selbst unbewußt die ganze Gesundheitslegende um 2,50 M. erhöht haben, um 3,75 m. herabgedrückt. Alfo durch Lügen gestraft. die Zölle wäre nicht eine Preissteigerung, sondern eine Verbilligung Um so dringender und stürmischer wird der Ruf, die Grenzen des Getreides eingetreten. Es brauchten sich nur noch Italien, die ohne Verzug zu erschließen. Das hungernde Volt hat keine Zeit, Schweiz und einige andre Staaten an der Zolltreiberei beteiligen, auf die Erfüllung dunkler Minister- Prophezeiungen zu warten. um den Weltmarktpreis für Weizen auf- NuII herabzudrücken. pro Die Landtagswahlen in Heffen. Aus Hessen wird uns unterm 30. Ottober geschrieben: Die Wahlmännerwahlen zur Wahl der Abgeordneten für die " Hierfür soll ja der famose§ 11a des Bolltarif Gefeßes gebraucht werden, durch den man ein Almosen für die Witwen und Waisen herausschlagen will. Aber dieses stößt bei der Regierung Unter Zugrundelegung dieser Theorie wird dann behauptet, auf Widerspruch, weil das Geld gebraucht wird zur Deckung der daß den Arbeitern das Brot nur um 36 bis 45 Millionen Ausgaben für die vom Centrum bewilligten Mehrausgaben für Mark verteuert wird, aber 47 Millionen Mark für die Heer und Flotte. So fitzt das Centrum in der Klemme. Die Witwen und Waisen aus den Zollerhöhungen beschafft werden. Für Zweite Kammer bedeuten einen merklichen Ruck nach links, das heißt Bauern find nicht zufrieden, weil sie nicht genug bekommen; die die Arbeiterversammlung ist also das Kunststück fertig und wenn die soweit die Resultate aus den Hauptkreisen bekannt sind. Arbeiter rebellieren, weil ihnen das zum Stillen des Hungers Zuhörer nur dummn genug sind, werden sie sich damit fangen lassen. Nach den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen hat die national nötige Stück Brot verteuert wird, sie sollen befriedigt werden mit Nur muß der Centrumsagitator fich hüten, mit diesem Märchen in liberale Fraktion eine Einbuße von 4 Sigen zu verzeichnen, so daß Mehrerträgen aus den Zöllen, die aber die Regierung nicht heraus eine Bauernversammlung zu gehen. Wenn die Witwen und Waisen sie, die einst die Zweite Kammer beherrschende Partei, von 20 auf geben will. So wird ein neues Schachergeſchäft eingeleitet, indem mehr bekommen als die Arbeiter bezahlen, was bleibt dann 16 Mitglieder zurückgehen wird. Eine große Genugthung erhielten man von den für Witwen und Waisen bestimmten Geldern ettvas fitr Graf Spee's habgierige Garde? Die katholischen Bauern die Freunde des direkten gleichen allgemeinen Wahlrechts, daß in abläßt. Die„ Berliner Politischen Nachrichten" hatten sich gegen den vereine machen doch nicht deshalb so großen Lärm, um Friedberg Justizrat Jödel, einer derjenigen Nationalliberalen, § 11a gewendet und hervorgehoben, daß durch die Festlegung der zwei bis elf Millionen Mark für die Witwen zu erlangen, die in ihrer Jugend die größten Freiheitsschwärmer waren, aber für das Reich bestimmten Steuern dem Reiche die Mehrerträge ver- fie schreien um die eignen Taschen zu füllen. Für eine Bauern- nun im Alter die schlimmsten Reaktionäre sind, feinen nun an Yoren gehen, die es durch das Wachstum der Bevölkerung erhalten verfammlun gwird das folgende etwas zutreffendere Rechenerempel zu 30 Jahren innegehabten Kammersiz an den Freijumigen würde. Ferner daß nicht alles Getreide als Brot von den verwerten sein. In den Jahren 1897-1901 wurden in Deutschland Damm verloren hat. Dazu baben unsre Genossen nach Sträften Arbeitern verzehrt wird. Auf die Mehrerträge aus Zöllen für Vieh- 42 591 797 Tonnen Roggen unb 19 409 671 Tonnen Weizen und mitgewirkt, daß dem Manne die richtige Antwort wurde, der den futter haben aber die Arbeiter feinen Anspruch. Spelz geerntet. Der Rogen soll die Tonne um 20 M., der Weizen Ausspruch that: Tent Mami, der nach der Richtung von äußeren Auf diesen Vorschlag läßt sich die„ Germania" ein und schreibt: um 25. pro Tonne im Preise gesteigert werden. Der Verkaufs- Einflüssen und wirtschaftlichen Verhältnissen abhängig ist, dem lleber diese Differenzpunkte würde man sich preis der beiden Getreidearten würde, wenn die Zollsäge der gebührt überhaupt kein Wahlrecht." Diese Abneigung gegen jedoch, wenn die verbündeten Regierungen, entsprechend der Kommissionsbeschlüsse gegolten hätten; um 1337 077 715 Mart bas allgemeine wie das geheime und direkte Wahlrecht haben Herrn früher seitens des Herrn Reichstanzlers gegebenen Busage, der Aus- höher gewesen sein; dazu die höheren Zollerträge von Jödel das Genick gebrochen und das von Rechts wegen. führung des Grundgedankens näher zu treten bereit fein sollten, 235 420 280 Mart, giebt eine Summe von 1 572 497 995 Mark. Da Einen weiteren Verlust erleidet die Frattion Drehscheibe in der leicht verständigen können." Es wird dann näher aus nach verschiedenen Berechnungen ca. 4% des Getreides in der Land- Residenz Darmstadt, wo mit 6 Stimmen Mehrheit die freigeführt, welche Erträge die Zölle für Roggen, Weizen und Vieh in wirtschaft verbraucht wird, so hat dieser Teil hier auszufcheiden, es sinnigen Wahlmänner mit socialdemokratischer Hilfe gewählt wurden. den Jahren 1897 bis 1901 gebracht haben, und dann geschlossen, daß bleiben alfo 873 609 995 Mart, um welche das für Menschen zum Wenn hier nicht etwa noch eine Wahlungültigkeit herausgedrechſelt durch die Erhöhungen noch immer 60 Millionen Mark im Durch stonfum gelangende Brotgetreide teurer hätte bezahlt werden müssen. wird, werden die Mandate an den Fabrikanten Langenbach und schnitt für die Witwen und Waisen bleiben würden. Also im Durchschnitt für jedes Jahr 174 722 000 Mart. Hiervon Buchhändler Säng übergehen. Den vierten Verlust erlebten die Erst wollte das Centrum 90 Millionen Mart aus den Erträgen würden die Witwen und Waisen 47 084 056 Mart und die Grund- Nationalliberalen im Kreise Grünberg Allendorf, den der der Wucherzölle holen, jezt läßt es auf einem Schlage 30 Millionen befizer 97 637 943 Mart erhalten. Die Mehrausgaben für Antisemit Hirschel- Offenbach eroberte. Nicht unmöglich ist auch noch ab. Wenn wir bedenken, daß circa drei Millionen Witiven und Gerste, welche durch die Beschlüffe Beschlüsse zweiter Lejing der Verlust des Kreises des nationalliberalen Wahlrechtsgegners Baifen in Frage kommen, die nach dem ursprünglichen Vorschlag pro Doppelcentner um um 3,50 Mark im Preise gesteigert werden Heidenreich- Waldmichelbach- Fürth. Stopf dreißig Mark im Jahre erhalten konnten, so bleiben jetzt nur soll, teilen Reichsfiskis und Besonderen Glücksumständen, die in der Hauptsache in der UnterGrundbesitzer fich. Ebenso zwanzig Mart. die Mehrausgaben für Hafer, Mais, Hülsenfrüchte uft. Erst stützung der Socialdemokraten liegen, verdanken die Freifinnigen Das erste Angebot eines Offiziösen, gleich 30 Millionen Mark beim Fleisch kommen die Witwen und Waisen wieder. Da aber in eine Verstärkung ihres Besisstandes. Im letzten Landtage zwei Mann von den für Witwen und Waisen bestimmten Geldern preiszugeben, ber Fleischproduktion ein erheblich höherer Bruchteil von der In- start, werden sie im neuen sobald keine besonderen Zwischenfälle schien doch wohl den frommen Leuten etwas reichlich und gar zu sehr landproduktion gebedt wird, so bekommen hier die Grundbefizer 20 eintreten in einer Särle von fünf Mann erscheinen, da sie neben dazu angethan, ihnen bei dem Arbeiterfang Schwierigkeiten zu be- bis 25 M., bevor 1 M. für die Witwen und Waisen abfällt. Der dent nenen Zuwachs ihren alten Befißstand in Gießen und Alsfeld reiten und darum mußte versucht werden, die Summe größer er- Centrumsfaffulator rechnet, daß die Vieh- und Fleischzölle 22 bis behaupteten. scheinen zu lassen. Dieses wird nun nicht etwa dadurch bewirkt, 24 Millionen Mark für die Witwen und Waisen bringen sollen. Unfre Genossen konnten bei der diesmaligen Wahl auf neue daß man verlangt, es soll num doch ein Teil der Gersten- und Hafer- wie teuer die Summe vom Volke bezahlt werden muß, dafür fehlen Groberungen nicht ausgehen, da in der Mehrzahl der zur Wahl zölle für die Witwen gegeben werden, sondern man fegt einen die bestimunten rechnerischen Unterlagen, weil wir keine fo ein- stehenden Streife noch kein fester Fuß gefaßt war. Man beschränkte Kalkulator hin, der ausrechnen muß, daß 72 800 000 m. verbleiben, gehende amtliche Statistit über die Erträge der Bichhaltung haben fich daher nur auf die Behauptung der bisher innegehabten Positionen wovon noch vier Prozent Erhebungskosten in Abzug zu bringen sind, wie über die Ernte- Erträge. in Mainz und Offenbach- Stadt und Land. aljo 69 888 000 m. bleiben. Das ist die Summe, die als Köder für Am meisten war man von diesen Wahlen allgemein auf den Das Centrum als Regierungspartei, als Vorkämpfer für die katholischen Arbeiter ausgehängt werden foll. Marinismus, Militarismus und Weltpolitik und als Handlanger der Ausgang in der Stadt Offenbach gespannt, die der Ausgang der Die Erträge aus Hafer- und Gerstenzoll, wo man die schlimmsten Agrarier muß Mittel zur Täuschung der Maffen haben, für uns ist borjährigen Stadtverordnetenwahl in diefer alten socialdemokratischen Erhöhungen vorgenomunten hat, find völlig preisgegeben, weil ber§ 11a nur eine der Schwierigkeiten, die das Zustandekommen Beste für die Landtagswahl keine besonders günstigen Aussichten erHafer und Gerste kein Brotgetreide sind. Nun wird aber drei Fünftel des Wuchertarifs hindern. Die durch den Tarif zu erlangenden Mittel öffnete und auch diesmal wieder die Gegner in holder Eintracht aller Gerste in Deutschland in Bier verarbeitet und hier find doch für Witwen- und Waisenversorgung müßten vom Bolte so teuer be- gegen uns anmarschierten und alle Minen springen ließen, um den die Arbeiter die Konsumenten, welche schließlich den größten Teil zahlt werden, daß selbst die Witwen- und Waifenversorgung als ihnen so tief verhaßten Genossen Ulrich, der ihnen schon manche unbezahlen müssen. Ferner ist der Malzkaffee der Kaffee der ärmsten bollsfeindliche Einrichtung erscheinen würde, wenn fie nur durch ruhige Stunde bereitete, womöglich ganz aus dem hessischen Landtag Leute. Auch wird Gerste in Form als Graupen, Gerstengrüße usw. folche Mittel durchgeführt werden tönnte. Die ganzen zu beseitigen. Aber die Drahtzieher dieses unvergleichlichen bürgerin großen Mengen von Arbeitern genoffen. Aber auch die Vernur n- lichen Kuddelmuddels hatten diesmal doch ihre Wahlrechnung ohne .Rechnungen" der„ Germania" find tenerung des Futtergetreides wird der Arbeiter an seinem Geld- weisungen für Stapläne, die bei der Wahlagitation die Arbeiter gemacht, welche die nötige Nutzanwendung aus der vorbentel schwer empfinden. Die Millionen Arbeiter, die sich ein auf den Arbeiterfang ausgehen sollen. Schwein mäften, werden erheblich höhere Beträge für ihr Schwein aufwenden müssen, und diejenigen, denen die Mittel fehlen, werden auf die Schweinemast verzichten müssen. Die meisten Kleinbauern, die auf den Kauf von Kunstfutter angewiesen sind, werden ihren Bestand an Schweinen reducieren müssen, weil die Mittel fehlen, für den bisherigen Bestand das n Futter kaufen zu können, und darum wird der Preis für Schweinefleisch steigen und der Arbeiter in seiner Lebenshaltung herabgebrüdt. Weil aber aus Gerste fein Brot gebaden wird, follen die Jn einer Unterredung mit dem Vorfizenden des Deutschen Witwen und Waisen die Mehrerträge aus dem Zoll nicht haben. Fleischerverbandes hat, wie die Allgemeine Fleischer Zeitung beAbgesehen hiervon, daß alle auf der Hand liegenden Thatsachen richtet, der Landwirtschaftsminister Podbielsti folgende Weisverschwiegen werden, hat das Centrumsorgan noch eine für ganz heiten zum besten gegeben. Er sprach seine Ueberzeugung aus, daß Dumme berechnete Theorie erfunden. Diese Theorie soll offenbar die deutsche Landwirtschaft in fürzester Zeit den Beweis erbringen im Wahlkampf zur Düpierung von Arbeitern benutzt werden und würde, daß sie den Bedarf an Vieh, insbesondere an. Schweinen, verdient darum eine nähere Betrachtung. Die Germania" schreibt: mehr wie hinreichend zu deden im stande sei amd daß ein erWas nun den Vorwurf der Socialdemokratie, daß dem heblicher Preissturz bereits in den nächsten Monaten zu er Arbeiter erst das neunfache an Preiserhöhungen abgenommen warten fei, d) sedeld 20 Politische Uebersicht. Bobbielski hofft! " Berlin, den 31. Oktober. jährigen Niederlage gezogen und ihre Organisation so ausgebaut hatten, daß fie diesmal schlagfertiger denn früher tvar und ihre erste Feuerprobe aufs beste bestand. Wohl boten die Gegner alles auf, um auch diesmal zu fiegen und die Beteiligung von 80 Proz. der Wahlberechtigten am Wahlakt zeigt wohl deutlich, wie heiß der Kampf geführt wurde. Aber die Arbeiter zwvangen diesmal den Heerbann der Millionäre und Fabrikanten nieder. Wenn man bedenkt, wie gerade die unfrem indirekten Wahlrecht angeftenden Kautelen( hessische Staatsangehörigkeit, 3jährige Ansässigkeit, Steuerzahlungsklausel) besonders von den Arbeitern schwer empfunden werden und wie eine große Zahl derselben hierdurch von der Wahl ausgeschlossen wird, kann man mit dem Nefultat nur zufrieden sein. Einen schönen Sieg erfochten unfre Genossen auch im Kreise Offenbach Land. Während bei der Wahl 1896 27 focialdemokratische und 20 bürgerliche Wahlmänner gewählt wurden, fielen diesmal von 54 Wahlmännern unserm Genosien 32 zu, während sich der bürgerliche Ordnungsbrei mit 22 Wahlmännern begnügen mußte. werden foll, um ihm nachher den einfachen Betrag als Almosen Andrerseits habe der Minister unumivunden zugestanden, daß, Die zum Schluß der Wahlbewegung in diesem Kreise vom zurückzugeben, betrifft, so beruht solcher auf gänzlicher Ver- wenn dieser von ihm mit Bestimmtheit erwartete Ridgang Centrum betriebene niedrige und gemeine persönliche Heze hat ihren fennung der thatfächlichen Verhältnisse. Der Preis der in- in den Preisen in absehbarer Zeit nicht einträte, auch er es für feine 3wed nicht erreicht. Da konnte auch der feinem Barteigenoffen Lammert ländischen Produktion wird erfahrungsgemäß feinesfalls um den vollen Betrag der Zollerhöhung gesteigert, die preissteigernde Pflicht halte, auf Abhilfe zu finnen, denn die augenblicklich zu Hilfe geeilte ultramontane Reichstegs- Abgeordnete Schnitt- Mainz, Wirkung des Bolles wird vielmehr zum Teil durch den Drud herrschenden hohen Bichpreise dürften im allgemeinen Interesse auf der sich sogar deshalb von wichtigen Zollabstimmungen im Reichstage trennte, nichts mehr retten. Der Kreis blieb den Socialdemokraten auf den Weltmarttpreis, nach Anficht unparteiischer die Taner nicht fortbestehen. Sachverständiger etwa zur Hälfte, ausgeglichen." Das deutsche Volt wird nicht satt von den Hoffnungen des verschrieben. Herrn Podbielsti und von den wertlosen Wechseln, die er auf In der Stadt Mainz fiegte glänzend die Liste unsrer Genoffen, Unfre Gießener Genossen, die diesmal selbständig vors absehbare Zeit" ausstellt. Also wenn Deutschland den Weizenzoll um 2,50 W. erhöht. finft der Weltmarktpreis für Weizen um etwa 1,25 M. Damit DI bestrebungen als ein Verein angesehen werden, der auf öffentWissenschaft und Parteigeist. Wir haben uns fürzlich mit einer von der pommerschen LandSingen, brachten es auf 334 Stimmen, während es der freisinnige einwirken wolle. Davon sei aber hier nicht die Nede. Der ge- Troßdem unser Parteiorgan, das„ Boltsblatt", Zag für Tag in Sieger auf 686 Stimmen brachte. nannte Verein verfolge nicht ein solches Ziel der Einwirkung auf die fetter Schrift auffordert, man möge den Grund angeben, warum Die vorstehend erwähnten Wahlergebnisse zeigen auch mit Institutionen des Staates ze. Insoweit der Verein bestrebt sei, die die Leute nicht als Bürger aufgenommen werden, regt sich nichts: wünschenswerter Deutlichkeit, wie das Volk im Zeichen des Fleisch- Gesezestenntnisse seiner Mitglieder zu verbessern und diese über ihre weder der Stadtrat, noch das Staatsministerium, das und Brotwuchers denkt, fie bilden einen lebhaften Protest gegen bürgerlichen Pflichten und gesetzlichen Freiheiten aufzuklären, sei er unfres Erachtens schon längst hätte einschreiten müssen! ein Bildungsverein, aber tein politischer Verein diese Wucherpolitik, die gerade an den bürgerlichen Abgeordneten des tach§ 8. Und wenn er sich auch mit der Bekämpfung der Hessischen Landtags eine wesentliche Stütze hatte. Die nächsten socialistischen und anarchistischen Umsturzbestrebungen abgebe, so mache Reichstagswahlen werden dies noch augenscheinlicher demonstrieren.- ihn das auch noch nicht zu einem politischen Verein, denn eine Absicht, auf den Staat oder die Gesetzgebung einzuwirken, könne Die Nationalratswahlen und die Socialdemokratie. darin ebenfalls nicht gefunden werden. Höchstens könnte der wirtschaftskammer veranstalteten und von Dr. v. Katte in den„ LandZürich, 30. Oktober.( Eig. Ber.) Die nun mögliche Gesamt- polnisch- katholische Voltsverein wegen der Bekämpfung der Umsturz- pirtschaftlichen Jahrbüchern" bearbeiteten Enquete über die Verhältnisse der pommerschen Landarbeiter beübersicht über die bei den Nationalratswahlen vom legten Sonntag fiche Angelegenheiten einwirken wolle und deshalb den Melde- schäftigt. Unfre aus der Enquete gezogenen Schlüſſe gaben nun der seitens unsrer Partei erzielten Stimmenzahlen ist erfreulicherweise und Anzeigepflichten des§ 2 des Vereinsgesetzes unterfalle. Solche Streuz- 3 citung" Beranlassung über„ Wiſſenſchaft und Parteiteine ungünstige. Dabei ist aber in mehreren Kantonen und Wahl- Vereine tönnten aber, sofern sie nicht auch zugleich dem§ 8 unter- geist" zu leitartikeln. Sie wirft dem„ Vorwärts":" tendenziöfe Bermehrfach unsre Partei von vornherein mit andern Parteien gemein- lägen, Frauen und Lehrlinge aufnehmen. schaftlich in den Kampf zog. So gingen im Kanton Thurgau die Die Kammergerichts- Entscheidung vermehrt die Zahl der durch den Parteigeist"," Frivolität“,„ Unkenntnis thatsächlicher VerSocialdemokraten und Demokraten Hand in Hand und ihr Kandidat, n einander abweichenden Urteile dieser Instanz. hältnisse" vor, kurz, sucht es so darzustellen, als ob ivir aus der Katteschen Arbeit ganz willkürlich Schlüsse gezogen hätten. Die ganze Dr. Hoffmann, der auf allen Parteiliſten ſtand, erhielt von den die Erörterung staatswissenschaftlicher und socialpolitischer Fragen Entgegnung ist aber, selbst für das geistige Vermögen der„ KreuzNach früheren Entscheidungen des Kammergerichts stempelte schon 6 Rationalen maier bra te both content. Der Stampin einen Verein zu einem politiſchen. Vielleicht aber hat das Kammer- Breußijden, Dr. Deucher brachte es auf 5639 Stimmen. Im Kanton rachte es St. Gallen zogen Socialdemokraten, Demokraten und Ultramontane gericht auch angenommen, daß der katholische Bildungsverein" de preußischen Junier, die nur schimpfen, weil sie die Thatsachen nicht ( Katholisch- Stonservative" oder" Stonservative Demokraten") ge- Rampf mit geistigen Waffen gegen den Umsturz ohne jede Berührung bestreiten können, die in ihren Arbeiterparadiesen festgestellt werden. Dem richtigen Junker kommt es freilich auch nicht auf grobe meinschaftlich in den Stampf und ihre Kandidaten Scherrer und staatswissenschaftlicher und socialpolitischer Fragen führen werde. Berdrehungen an. So behauptet die Kreuz- Zeitung", der Vorwärts" Brandt erhielten in ihren Wahlkreisen 9143 bezw. 4731 Stimmen, Schutz für Schuhleute. Bisher hat man nach einem Schuh vor habe geschrieben:" In Hinterpommern giebt es Arbeiter, die 30 Pf. womit ersterer glänzend gewählt ist und letterer in die Stichwahl Schußleuten gerufen; nächstdem wird man auch nach einem Schub pro Tag verdienen. Daran anschließend wird nun mit großer tommt. In einem dritten St. Galler Wahlkreise, den bisher Herr für Schußleute rufen müssen, wenn es nämlich zur gerichtlichen Emphase darauf hingewiesen, daß solchen Familien von der Herr= Curti vertreten hatte, erhielt der gemeinsame Kandidat Steiger Braris werden sollte, daß angeheiterte Studios, die von einem schaft 6 Morgen Ackerland im Felde bestellt werden, daß ihr eine 4442 Stimmen, womit er durchgefallen ist. Auf allen Parteilisten Schutzmann wegen frecher Erregung öffentlichen ergernisses ver- Stuh gehalten wird, daß sie Schweine mäftet. Kurz, der Arbeiter, ſtand ſchließlich noch Gschwind im Stanton Basel- Land, der mit tours to get, Diejen Saugmafft foutjagen straflos mit der 30 Bf. für den T 3188 Stimmen wiedergewählt worden ist. Wie viele von allen den Fäusten bearbeiten dürfen. Die Leipz. Wolfsztg." kleiner Unternehmer, dessen wirtschaftliches Rückgrat sein diesen auf socialistische und demokratische Kandidaten gefallenen berichtet nämlich folgenden Fall: Vor dem Jenaer Schöffengericht landwirtschaftlicher Betrieb ist und für den der Geldlohn nur einen Stimmen socialdemokratische sind, ist uns unbekannt und wird sich kam folgendes Vorkommnis zur Verhandlung: verhältnismäßig geringen 3 us chuß zu seinem sonstigen Einkommen selbst von den in den betreffenden Wahlkreisen hervorragenden Ein Student der Naturwissenschaft kam am Morgen des 16. Juli bildet." Genossen kaum feststellen lassen. dieses Jahres gegen 5 Uhr aus einem Café und befriedigte an Thatsächlich hat der Vorwärts" aber gar nicht obige Beeinem an offener Straße belegenen Brunnen ganz öffentlich seine hauptung aufgestellt. Er hat vielmehr wörtlich die Feststellung Bedürfnisse und als eine ältere Frau und ein 15 jähriges Mädchen v. Kattes citiert: Während im Regierungsbezirk Stralsund Lohnin diesem Moment in seine Nähe kamen, drehte sich dieser Mensch fäße bis zu 2 M. und darüber vorkommen stoßen wir in den herum und zeigte in ostentativer Weise seine entblößten Geschlechts- intensiv wirtschaftenden Streifen des Regierungsbezirks Stettin vielteile. Jin gleichen Moment erschien auch ein Schutzmann auf der fach auf einen Tagelohnfah von 50 Pf., der in den nordBildfläche und setzte den Herrn Studenten ob dieses Verhaltens östlichen Streifen des Regierungsbezirts kös sehr gemütlich zur Rede; da kam der Beanite aber schlecht lin bis auf 30 f. herabsintt." Es handelt sich hier also an, er wurde mit einer Flut von Beleidigungen gröbster um eine wirklich wiedergegebene statistische e st stellung, nicht Art überschüttet und von dem fidelen Studio bei dem seiner um eine von uns aufgestellte Behauptung. Wir nunmehrigen Festnahme vorausgehenden Ringen derart mit Faust können den Juntern nachfühlen, daß ihnen solche Feststellungen unschlägen traktiert, daß ihm ein Bahn beschädigt in war schon für auf die Konsumententaschen als eine Art Vorfämpfer„ ihrer" Landund der Helm vom angenehm find, zumal in einer Zeit, wo sie sich bei ihrem Raubzug Kopfe gerissen wurde. Dies der Thatbestand. die Verhandlung charakteristisch, daß der Herr Student wegen arbeiter aufspielen möchten. 3 Size. " " " Tag an Geldlohn erhält, ist in it, " ein Sehr befriedigend ist das Resultat in Genf, wo unfre Kampffandidaten Sigg 3206 und Triquet 3120 Stimmen erhielten gegen 700, 800 bis 1000 Stimmen in früheren Jahren und 1306 Stimmen vor Jahresfrist. Der Generalstreik hat demnach die Genfer Arbeiterschaft zusammengeführt und geeinigt und so eine gute Wirkung für die Partei gehabt. Beide Genossen kommen in die Stichwahl, aber mit 6 bürgerlichen Kandidaten und um Insgesamt fielen auf unsre Partei 57 676 Stimmen: die in dieser Zahl enthaltenen bürgerlichen Stimmen werden wohl aufgewogen durch die socialdemokratischen Stimmer in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Glarus und Basel- Land, die aber nicht ausgeschieden sind. Bei den früheren Wahlen betrug die socialdemofratische Stimmenzahl: 1884: 2796, 1887: 6448, 1890: 20 025, weiter Entfernung" troz einer so schweren Anklage Auch die Thatsache, daß die Hauptentschädigung dieser junkerlichen 1893: 27 211, 1896: 27 812, 1899: 37 019. Die Richtigkeit vom persönlichen Erscheinen entbunden war und Arbeiter das ihnen zugewiefene Deputat ist, ist von uns nicht bestritten, der Zahlen vorausgesetzt, zeigt der Vergleich ein fortwährendes kommissarisch vernommen war. Kein Wunder, sondern ganz selbst- sondern ausdrücklich hervorgehoben worden. Wir haben aber keinen Wachstum der socialdemokratischen Stimmen, gegenüber 1899 um verständlich auch, daß der Student sich für alles durch sinn- 3weifel gelassen, und aus vielen Stellen der v. Katteschen Bearbeitung 20 000, also ein durchaus nicht unbefriedigendes Ergebnis. Be- lose Trunkenheit" entschuldigte und angegeben hatte, leuchtet dies hervor, daß dabei der Arbeiter vielfach der Geprellte ist ſtände ſtatt des elenden Syſtems der Liſtenwahl mit dem Majora er könne ſich auf nichts befinnen. Die Zeugenausfage ergiebt und er sich besser stehen würde, wenn er die Entschädigung feiner das System der Einerwahlkreise oder das der Listenwahl mit jedoch, daß der Student wohl angeheitert, aber keines Arbeitskraft in bar anstatt in Deputat ausgezahlt erhält. Die brave Proporz, unfre Partei würde auf ihre Stimmenzahl heute 24 Ver- wegs in sinnlosem Zustande war. Trotzdem erfolgte nun Kreuz- Beitung" aber macht diese gedrückten Proletarier zu„ fleinen treter im Nationalrat haben, während sie deren erst 5 hat und dazu wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen Frei- Unternehmern" und mißbraucht sie im weitern zu Kronzeugen für die in der Stichwahl vielleicht noch 3 oder 4 erhält wenn es gut geht. iprechung, da, wie das" Jenaer Volksblatt" meldet, angenommen Notwendigkeit des Brotwuchers. Weil wir nämlich aus der v. KatteDarum sollte unsre so schändlich vergewaltigte Partei nicht müde wurde, daß der unsittliche und vichische Aft, nicht beabsichtigt"() worden schen Arbeit die Bemerkungen hervorgehoben haben, nach welchem die werden, immer und immer wieder ihren Kriegsruf zu erheben: wäre und die beiden Frauen den Vorgang auch nicht näher"(!) Arbeiter einen Teil ihrer Ernte verkaufen müssen, so sagt das JunkerNieder mit dem Majorz und hoch der Proporz! beachtet hätten. Das Urinieren in den öffentlichen Brunnen blatt mit höhnischem Grinsen, folglich habe auch dieser kleine Mann wurde mit 30 M. Geldstrafe, der Widerstand gegen die Staatsgewalt ein Juteresse an anständigen Getreidepreisen". Es lohnt sich nicht, And stiutopila und die Beamtenbeleidigung wurden mit ganzen 150 M. Geldstrafe darauf etwas zu erwidern. belegt und der Schuhmann, der wegen Schadensersatz als NebenKläger auftrat, auf den Weg der Civilflage verwiesen! Was würde wohl ein Arbeiter bekommen haben, der sich wegen eines ähnlichen Standals vor Gericht zu verantworten gehabt hätte, fragt mit Recht unser Bruderorgan. Deutfches Reich. 08 Die Aufrechten und die Kriechenden. Es wird auch in der Centrumspresse jetzt gar nicht mehr beftritten, daß die Bolltäuscher sich mit der Regierung verständigen werden. Man werde zwar nicht umfallen, aber man werde prüfen, „ ob man sich denn absolut nicht einigen und verständigen fönne". Das Centrum fällt eben niemals um, sondern es fällt nur - anders. Aus dem freifinnigen Musterländchen Gotha. Die Anders ist es schon, wenn die Kreuz- Zeitung in rofen Grimm gerät, weil wir geschrieben haben, viele Tagelöhnerfamilien müßten vielleicht direkt hungern, um noch Naturalien verkaufen zu können und sich so bares Geld zu verschaffen." Diese unsere Mutmaßung wird jedoch gestützt durch die Feststellung des konservativen Bearbeiters der Statistik selbst. Dr. v. Katte sagt nämlich in seiner Arbeit: " In der großen Mehrzahl der Fälle dürfte sich das Gesamta Es ist ein wahres Glück, daß das Herzogtum Gotha aus den einkommen in barem Gelde kaum höher als 250 Mark 48er Revolutions- und Reaktionsstürmen eine halbwegs vernünftige pro Familie stellen." Von diesem geringen Bareinkommen, Zum Ganzen der ekelhaften Komödie gehört auch das Gebahren Verfassung und eine fast vollkommene Vereins- und Versammlungs- velches der Junker der Familie feines Sinterfassen zukommen der sieben Aufrechten vom Landwirtsbunde, die imausgesetzt ihr freiheit gerettet hat. Ohne dies sähe es in unfrem liberalen Ländchen läßt. kann diese natürlich nicht ihre Ausgaben bestreiten. Niemals, niemals, niemals brüllen, weil sie ganz sicher sind, daß ebenso traurig aus wie in Sachsen oder wie in Mecklenburg, troß- und fonstatieren, daß von den Tagelöhnerfamilien überschüssige meisten Fragebogen geben denn auch unsere Behauptung zu die Zollwucherer der mittleren Linie trotzdem in ihre Taschen dem die Freisinnigen und zwar die„ Echten", die„ Vollen und Nahrungsmittel teils verkauft" werden. Ueber das, was sie als überMit der Geschicklichkeit, die den Freifinn auszeichnet, fällt er Ganzen", die Unentwegten" Richterscher Observanz fast überall noch schüffig" betrachten, haben nun die junterlichen Auskunftgeber sich tpieder prompt auch auf diese Maskerade hinein. Bereits faselt man das Heft in der Hand haben. Fast überall denn ganz ausgeschwiegen, indem sie sich in der Tabelle auf einzelne allvon einem Bruch zwischen Konservativen und Landwirtsbündlern. ihre langjährige unumschränkte Herrschaft im Landtag ist von gemein gehaltene Angaben über den Eigenkonsum der Familien be= Ein traffer Unsinn! Sie spielen scheinbar gegeneinander, aber unter den Socialdemokraten gebrochen worden. Dafür sißen die Herren schränkten. Mit gutem Grunde! Denn es leuchtet ein, daß der dem Tische geben sie sich Zeichen. Die Bündler sind die demagogische um so fester in den Gemeindefesseln und diese thre letzte Wahltruppe der Konservativen, die durch Schreien die Bauern einfangen, während dieselbe Sippe in dem vornehmeren konservativen Rod mit der Regierung handelt. Die angeblich feindlichen Brüder stehen in dem Verhältnis der Wucherer und Schlepper. Die Aufrechten, die„ niemals" brüllen, und die Kriechenden, die sich„ verständigen" fie treiben auf verschiedenen Wegen das Wild ins Gehege. arbeiten. Bom Laufetanal hat Podbielski doch, wie ein Königsberger Blatt versichert, wiederholt im Hinblick auf den Mittellandkanal gesprochen. Vermutlich ist im Osten die Junkernot so sehr gestiegen, daß Podbielski während seiner ganzen Reise nichts zu essen bekam, etvig hungrig war und deshalb fortwährend über den Laufekanal schimpfte. Der Berfrommungssport. Officiös wird versichert, daß die preußische Regierung beschlossen hat, dem Antrag einer zweistündigen " Tagelöhner um so mehr von seinen für seine und seiner Position suchen sie mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten. Familie Lebenshaltung bestimmten Wirtschaftsprodukten verkaufen muß, je niedriger sein Barlohn ist. Sobald er größere Wessen das freisinnige Spießbürgertum fähig ist, hat es bei der Bedürfnisse decken muß und er kein bares Geld befißt, ist er ge= legten Landtags- Nachwahl in der Stadt Gotha vor zwei Jahren zwungen von den für seine Lebenshaltung erarbeiteten Feldbewiesen. Eine unflare Bestimmung im Wahlgesez benugend, früchten usiv. so viel zu verkaufen, um das Bargeld zu erlangen, empfahl das freifinnige Wahlfomitee öffentliche Abstimmung. dessen er bedarf. Und was er verkauft, verkauft er auf Kosten Trozdem viele Wähler der Empfehlung folgten, hat das Schildbürger- feiner Lebenshaltung, bis zum Hunger. stückchen, über das damals auch der Vorwärts" eingehend berichtete, In unsrer, an der Hand der v. Hatteschen Arbeit gegebenen Darstellung nichts genugt. Aber den guten Willen, die Verfassung zu durch der Schnitterverhältnisse die Junker flagen bei den Schnittern ständig haben wir die schlechte Belöchern, haben die patentierten Hüter der Verfassung doch befundet. über Neigung zum Stonirattbruchhandlung des Landarbeiters als Ursache des Kontrattbruchs bezeichnet Auch daß in allen Induſtrieſtädtchen, wo die Freifinnigen in der und gesagt:„ Wird dem Schnitter die Schinderei zu groß, so pfeift er Gemeinde herrschen, die Errichtung eines Gewerbegerichts, auf Stontrakt und Abmachungen und läuft vom Hofe." einstmals die liberale Panacee für die sociale Frage, förmlich er- Diese einfache Feststellung nennt das Blatt nun dem Kontraktzwungen werden muß, spricht für den freisinnigen" Geist unfrer bruch, der gesetzlich strafbaren Handlung, geradezu das Wort reden." " luentwegten". Jm freifimigen Ohr druf hat dieser Kampf volle Das ist der Beweis unsrer Frivolitat"! Nein, es ist nur ein Beweis der Unehrlichkeit und der- groben Unwissenheit der„ Kreuz 7 Jahre gedauert. Beitung" die den Kontraktbruch für gesetzlich strafbar" hält; das ist " Schließung der Gastwirtschaften während des Haupthausen vorbehalten, zu zeigen, zu welchen Mitteln der Freifinn er in Preußen noch nicht: das Blatt hält feine frommen Wünsche gottesdienst es feine Folge zu geben. So ist der Verfrommungssport wenigstens in einer Beziehung nicht aus Ziel gelangt. 11 Aber es war dem erzfreisinnigen Stadtrat von Walters greift, wenn er sich in seiner Herrschaft bedroht fühlt. Da wir in Gotha tein Klaffenwahl- System kennen, so schützt das hiesige BürgerDer Jahresbericht der Kölner Handelskammer, der vor kurzem tum seine Rathausfizze vor dem Ansturm der" Roten" durch ein in einem mehr als 400 Seiten starken Bande erschienen ist, hallt Bändler und Socialdemokraten Hand in Hand, so ruft Eugen hohes, den Arbeitern schwer erschwingliches Bürgergeld. In von Anfang bis zu Ende wieder von den Klagen der verschiedenstent Richter in der Freifinnigen Zeitung" aus, weil selbstverständlich Vorausahnung deffen, was vielleicht kommen könnte, erhöhten die Stadt- Erwerbsgruppen über den Tiefstand von Handel und Wandel. Der alle ernsthaften Gegner gegen die vom Centrum ins Werk gesetzte väter in Waltershausen das Bürgergeld auf 20 Mart. Durch Gründung Bericht befaßt sich auch mit der Lage der Arbeiter im Berichtsjahre Erdroffelung von Zollanträgen aufgetreten find. Da ist Eugen Richter endlich etwas eingefallen, aber etwas sehr eines Bürgervereins, der Spargelder zum Zwed des Bürgerwerdens und weist auf die verringerte Arbeitsgelegenheit und Dumumes. Denn selbst wenn die Socialdemokraten mit den Bündlern ansammelt, gelang es trotzdem nach und nach, 70 Arbeiter zu Bürgern die vielfach herabgefehten Arbeitslöhne hin. ZuHand in Hand gingen, so wäre damit die Ueberzöllnerei um kein zu machen. Darüber erschreckt, änderte im Mai v. J. der Stadtrat mal unter dem Druck der noch immer hohen Lebensmittels Haar anssichtsreicher. Wir können ruhig für 7,50 M. Zoll stimmen, bas Statut dahin, daß Einheimische 12, Fremde aber, auf die preife und der teuren Wohnungsmieten habe die Lage der Arbeiter unter der rückläufigen Konjunktur eine Verschlechterung gerade in der Tendenz, das deutsche Proletariat vor der Gefahr des es hier hauptsächlich ankommt, 70 Mart( 1) Bürgergeld zahlen mußten. erfahren. Der Bericht stellt eine infolge des wirtschaftlichen Nieder5 Mark- Bolles zu bewahren. Auf Beschwerde der Arbeiter hin erhob das Ministerium Einspruch, ganges verminderte Kauftrafi der Masse und die nötig Eugen Richter aber geht nicht mir hand in Hand mit den Zoll- weil unser Gemeindegesetz verschiedene, den Vermögensverhältnissen gewordene Einschränkung des Verbrauchs fest. wucherern der mittleren Linie er ist ihr Schrittmacher! der Antragsteller entsprechende Abstufungen vorschreibt. Nun Der Verkauf an Nahrungsmitteln habe nach Der Begriff des politischen Vereins gemäß§ 8 des Vereinsgefezes. fezte der Stadtrat für Einheimische 10, 15 und 20, für Fremde gelassen und es würden in immer größerem Maße Butter und Eier Der Drechsler Barylsty hatte das unheilvolle staatsgefährliche Ber- 50, 75 und 100 Mart Bürgergeld fest, und als auch das nicht ge- minderwertige waren verlangt. brechen begangen, als Vorsteher eines polnisch- katholischen Volksvereins nehmigt wurde, bestimmte der Stadtrat endlich, daß Arbeiter waren namentlich im letzten Halbjahre hoch im Preise; der Verbrauch einen Lehrling als Mitglied aufzunehmen. Das sollte ihm nach hoher 10 Mart zahlen sollen. Auch dagegen erhoben die Arbeiter an Naturbutter und Käse, auch an Eiern, ist gegen das Vorjahr richterlicher Entscheidung 50 M. und dem Verein- das Leben kosten. Das Beschwerde, erhielten aber keinen Bescheid. Nun aber kommt der zurüdgeblieben. Der Verbrauch an Margarine hat zuständige posensche Landgericht erkannte außer auf jene Geldstrafe wiederum eine Zunahme erfahren.... Das Geschäft war in der Fleisch und Wurstwarenbranche im verflossenen Jahre wenig auf die Schließung des Vereins. Einen politischen Verein im Hauptschlag, den die Walterhausener Stadtväter ausführten. Am 27. Mai dieses Jahres meldete der Bürgerverein 61 Einzufriedenstellend. Hierzu trugen in erster Linie die hohen Sinne des§ 8 des Vereinsgefeges, dem Frauenspersonen", Schüler und Lehrlinge nicht angehören dürfen, glaubte das Gericht des wohner als Bürger an. Aber bis heute( Ende Oktober), also nach Preise des Schlachtviches bei; aber auch der Verbrauch halb vor sich zu haben, weil der Verein nach seinem Statut die fünf Monaten, sind diese 61 angemeldeten Einwohner nicht hat gegen das Vorjahr erheblich nachgelassen. socialistischen und anarchistischen Umsturz nur nicht als Bürger aufgenommen, sondern haben Ueber amerikanische Fleisch- und Fettwaren sagt der Bericht: Die bestrebungen" betämpfen will und bestrebt ist, die nicht einmal einen Bescheid vom Stadtrat erhalten. Eine Beschwerde Preise, die drüben auf 7 und 9 Dollar für 100 lbs. ftiegen, wozu Gesezestenntnis seiner Mitglieder zu verbessern. ans Ministerium ist gar nicht beantwortet worden! Und warum noch ein 3oll von 20 m. per Doppelcentner hinzuzurechnen ist, Das Kammergericht als Revisionsinstanz hob jedoch die Vorentscheidung gänzlich auf und sprach den Attentäter mit zögert der Stadtrat in Waltershausen, die doch sonst gewiß will- wangen leider, besonders bei den verschlechterten genusses." folgender Begründung frei: Der Begriff des politischen Vereins sei lommene Geldsumme von 10 X 61= 610 Mart anzunehmen? Einfach ohn verhältnissen, zur Einschränkung desFleischBei der Bekleidungs- Industrie( Kleider, Schuhwaren, Hüte, vom Landgericht falsch aufgefaßt worden. Ein politischer Verein sei weil er fürchtet, daß bei den kommenden Gemeindewahlen ein solcher, der auf den Staat, feine Gesetzgebung, feine im November die Arbeiter einige Sige mehr, vielleicht wäsche), bei Haushaltungsgegenständen, bei den Genußmitteln des Inftitutionen oder internationalen Beziehungenlgar, o Schrecken aller Schrecken, die Mehrheit erringen. fleinen Mannes, wie Bier und Cigarren, stellt der Bericht ebenfalls " Ausland. Die Vertrauensperson. Aus Industrie und Handel. eine Bebeutende Verminderung des Verbrauchs fest. Dasselbe| legten dar, daß die Kohlenpreise in den letzten drei Wochen eine ge- Ju Groß- Lichterfelde findet heute abend 8 Uhr in Saale des trifft bei dem Buchhandel zu. waltige Hausse erfahren haben was der Minister auch zugab; Herrn Ernst Richter, Chauffeestr. 104, eine besonders für Frauen sehr Unterernährung, schlechte Wohnung, ungenügende Bekleidung, daß während nur einer Woche allein auf den beiden Bahn wichtige Versammlung statt. Genoffin Klara Zetkin wird über das Verzicht auf die schlichtesten Lebens annehmlichhöfen Feignies und Jeumont 30 Millionen Kilogramm altuelle Thema der jezigen Fleiſchnot sprechen. Zahlreichen Besuch teiten, wenn nicht gar völlige Not durch Arbeitslosigkeit das ist nach dem Bericht der Kölner Handelskammer das Kohle mehr exportiert wurde als zur nämlichen Zeit des Vorjahres, insbesondere seitens der Frauen erwartet Los der Arbeiter in der jetzigen schlechten Konjunktur. Und eine der Minister blieb bei seinem ablehnenden Standpunkt. Damit hatte gewissenlose Zoll wucher- Sippe ist am Wert, das Leben der der Minister schon recht, als er sagte, nichts zu Gunsten der LohnArbeiter noch um vieles zu verschlimmern, die Erwerbsunsicherheit erhöhung thun zu können. Selbst wenn er es wollte, was hier zu vermehren und die nötigsten Lebensmittel schwer zu berteuern. allerdings nicht der Fall war, dürfte er es nicht wagen, als Schiedsrichter zwischen Kapital und Arbeit zu treten. Das Herren- öffentliche Eizung ab. Auf der Tagesordnung standen eine Anzahl Die Berliner Handelskammer hielt gestern nachmittag ihre ziveite recht der Ausbeuter darf von ihrem Diener nicht angetastet werden. focialpolitischer Fragen, deren Behandlung allerdings nichts weniger Zum Gemeinde- Socialismus in Großbritannien. Der Vorschlag, dem„ Hohen Arbeitsrat"( Conseil Superieur du als socialpolitischen Geist verriet. Auf die Anfrage des ReichsIn ihrem Feldzug wider den Gemeinde- Socialismus hatte die travail) die Sache der Bergleute zu unterbreiten, war wohl nur ein fanzlers, ob es angebracht sei, den§ 137 der GewerbeLondoner„ Times" auch die Verwaltung der Stadt Glasgow mit schlechter Wiz des Ministers. Denn abgesehen davon, daß die Be- ordnung dahin abzuändern, daß die Arbeitszeit für weibliche einem gehörigen Angriff bedroht, denn diese größte Stadt Schott- folgung des ministeriellen Vorschlages einer Vertagung bis zum Personen auf 10 Stunden zu verkürzen und die Mittagspause auf lands hat von allen Großstädten des vereinigten Königreichs die Sanct Nimmerleinstage gleichkommt, kann dieser Rat ohne die Sonne der 1 Stunden zu verlängern sei, hatte die Barmer Handelskammer meisten Einrichtungen, die einen kommunal- socialistischen Charakter Regierungsgunst überhaupt nicht leben. Die Arbeiter würden dann ablehnend geantwortet. Diefem Bescheid schloß sich die Berliner Handelskammer nach einem Referat des Herrn James Simon an. oder wenigstens Anstrich tragen. Das sollte nun nach der„ Times" nur, nachdem sie vom Schmied abgewiesen, nach langem Barten noch Die Stellungnahme wurde damit begründet, daß 20 befragte alles zum Schaden der guten Verwaltung Glasgows ausgeschlagen einmal vom Schmiedchen hinauskomplimentiert werden. fein. Dieser Behauptung tritt In in der Times" vom Die nächsten Tage wird die Deputation ihr Heil noch bei den 24. Ottober der Leiter der obersten Verwaltung Glasgows, Provinzgouverneuren und andren illustren Persönlichkeiten der Lord Provost( Oberbürgermeister) Chisholm, gegenüber und versuchen. Ohne Prophet zu sein, kann man heute schon sagen, daß weift in einer langen, mit Zahlen belegten Zuschrift nach, auch diese Audienzen den Bergleuten nichts bringen werden als daß Glasgows Finanzen sich in einem durchaus zufrieden neue schlimme Erfahrungen.-stellenden Zustand befinden, wie denn auch die Finanzwelt für Anleihen der Stadt Glasgow höhere Preise zahlt, als für die von so reichen Städten wie Birmingham, Liverpool, Manchester. Ebenso hat Glasgow keinen Grund, seine kommunalen Leistungen gegenüber denen tapitalistischer Gesellschaften zu verstecken. Charakteristisch ist z. B. der Vergleich zwischen dem, was die Glasgower Straßenbahnen in den legten Jahren vor ihrer Kommunalisierung geleistet hatten, und dem, was sie heute leisten, nachdem sie aus den Händen einer Aktiengesellschaft in den Besitz der Stadt übergegangen find. Hier die Zahlen. Unter der Attiengesellschaft Stadtverwaltung Es betrugen: Die Länge des Neges in engl. Meilen Die Durchschnittsdistanz für eine Gebühr von 1½ Pemih. 1894 Unter der 1902 30 681/2 0,58 1 11/2 1,12 2,29 $ 1,80 3,45 " 2 2,20 4,60 5,74 3,25 6,84 8,13 21 3 312 Es loftete im Durchschnitt die Fahrt von einer engl. Meile. 0,89 Benny 0,47 Penny Demgemäß stieg die Zahl der jährlich beförderten Fahrgäste von 64 auf 170 Millionen. flären: Dänemark. Handelskammern und alle Unternehmervereinigungen die Anfrage des Reichskanzlers gleichfalls verneinend beantwortet haben. Herner würden die Frauen gegen eine Verkürzung der täglichen Arbeitszeit ebenfalls antämpfen, weil sie dadurch einen Lohnausfall erfahren. Die Möglichkeit längerer Arbeitszeit darf nicht eingeschränkt werden, weil nicht nur die Konkurrenzfähigkeit darunter leiden müßte, plößliche einlaufende Aufträge nicht ausgeführt werden können und zum Schaden der Frauen die Frauenarbeit dann durch Männerarbeit Die Schulreform. Das Folkething beschäftigte sich ani 28. und ersetzt werden würde. Auch sittliche Gründe wußte einer der 29. Oktober mit dem Gesezentwurf über die höhere allgemeine Handelskammerherren gegen die Verkürzung der täglichen ArbeitsSchule. Der Entwurf wurde nicht nur von den Socialdemokraten zeit anzuführen. Durchschlagend war sicherlich der Grund des und Liberalen, sondern auch von den Konservativen zustimmend be- Kommerzienrats Manheimer, der in der Verkürzung der Arbeitszeit urteilt. Nur der Wortführer der Moderaten suchte durch verschiedene eine Beschränkung in der Ausnutzung der Betriebsanlagen erblickt. nichtssagende Einwendungen Stimmung gegen dieses anerkennens- Bei Durchführung eines früheren Arbeitsschlusses vor Sonn- und werte Reformwerk zu machen. Er machte es der Rechten zum Vor- Festtagen drohen einzelne Unternehmer, die Forderung der Socialwurf, daß sie in diesem Fall sich den Socialdemokraten anschließen, demokratie auf fünfstündige Arbeitszeit an diesen Tagen wahrzu worauf der konservative Wortführer erwiderte:„ Wenn die Rechte machen. in dieser Sache mit der Socialdemokratie zusammen- Ein Antrag des Kommerzienrats Jacob u. Gen.: eine Ab geht, so zeigt das, daß die Konservativen mit der änderung des§ 34 des Gewerbe- Unfallver 3eit vorwärts schreiten". Die nur 13 Mandate zählende ficherungs- Gesezes zu beantragen, wurde dahin erledigt, moderate Fraktion ist glücklicherweise nicht im stande, die Schul- daß die Handelskammer sich bereit erklärte, einer Resolution des reform zu vereiteln.( Von den 14 Moderaten im Folkething hat sich Verbandes der Berufsgenossenschaften, die sich mit dem Antrag Jacob einer dieser Tage der liberalen Fraktion angeschlossen.) deckt und eine Herabsehung des Reservefonds verlangt, zuzustimmen. Mit der Regelung der Nahrungsmittelfontrolle beschäftigte sich ein Antrag des Centralausschusses getverblicher und Der Streit um das Yaugtse- Gebiet. Die Times" melden aus kaufmännischer Vereine. Es wird darin verlangt, daß ein Shanghai: Die chinesischen Beamten betrachten die deutschen Be- Nahrungsmittelbeirat aus Männern der Wissenschaft dingungen für die Räumung Shanghais als eine direkte Verneinung und des Handels gebildet werden soll, dessen Gutachten bei Erlaß der britischen Ansprüche auf eine Einflußsphäre im Yangtse- Thal, von Bestimmungen durch den Polizeipräsidenten usw. gehört werden welche Ansprüche Deutschland im Jahre 1898 bei den Verhandlungen soll. Während man diesem Teil des Antrages zustimmte, wurde über die Eisenbahnlinie Tientsin- Tschinkiang anerkannt hat, und die der zweite Teil, der eine Erweiterung des§ 10 des Nahrungsmittelferner in das englisch- russische Eisenbahnablommen aufgenommen Geschäftsbräuche nicht als Fälschung und Täuschung betrachtet Gesezes dahin befürwortete, daß die bestehenden und anerkannten worden sind, worin der Grundsatz der wirtschaftlichen und geo- werden sollen, abgelehnt. graphischen Gravitationspunkte aufgestellt wurde. Die Bedeutung dieser Haltung der deutschen Regierung wird hier voll erkannt. Asien. Aus der Frauenbewegung. Cornélie Huygeus. Als anniaßend schienen die Herren der Handelskammer den. Antrag der deutschen Kaufleute zu betrachten, der die Kammer er Trotzdem nun die Stadt nach lebernahme der Bahnen die fuchte, ihren Einfluß geltend zu machen, daß in Zukunft der AchtuhrArbeitszeit der Angestellten um über 25 Proz. herabLadenschluß Gesetz werden sollte, wenn nicht wie bisher/, sondern sezte und die Löhne um ebensoviel erhöhte, ist ihre Steindie Hälfte der in Betracht kommenden Gewerbetreibenden sich dafür einnahme aus dem Straßenbahnbetrieb bedeutend gestiegen. aussprechen. Dieser Antrag wurde kurzerhand erledigt und der Die Einnahmen, die ihr aus der Verpachtung der Bahnen an eine Vorsitzende gab seiner Auffassung Ausdruck, daß, wenn der AchtuhrPrivatgesellschaft zuflossen, beliefen sich während der 23 Jahre Die internationale Socialdemokratie hat in den letzten Jahren Ladenschluß eingeführt werde, dann der Siebenuhr- Schluß gefordert dieser Pacht im Durchschnitt auf 2766 Bfd. Sterl., im Hö ch st- in besonderer Fülle große Kämpfer für ihre große Sache verloren. werden würde und schließlich der dauernde Geschäftsschluß. Einem betrage( das letzte Jahr der Pacht) auf 5660 Pfd. Sterl. Im Am Freitag ist ihr ein neuer, großer Verlust beschieden worden, ein Bericht über die Thätigkeit der socialpolitischen Kommission des Tezten Geschäftsjahr des Eigenbetriebs aber war die Reineinnahme Verlust nicht nur einer Stämpferin im Dienste der gemeinsamen Handel- und Gewerbetreibenden, der die Auslegung von Listen Handelstages folgte die Ablehnung eines Antrages des Bundes der 15 000 Pfd. Sterl. Soweit man also den Eigenbetrieb als politischen und wirtschaftlichen Ideen, sondern auch ein Verluft einer zahlungsunfähiger Personen in der Handelstammer und andren Orten Kommunalsocialismus bezeichnen kann, hat dieser sich für die hervorragenden Dichterin. Wie uns ein Privat- Telegramm aus verlangte, um allen von wirtschaftlichem Mißgeschick Betroffenen die Kommune Glasgow ganz ausgezeichnet rentiert. So start ist der Amsterdam meldet, ist dort unsre Genoffin Cornélie Existenz dauernd unmöglich zu machen. Dann folgte eine geheime Zord Provost, der ja durchaus kein Socialist ist, von den Vorzügen Huygens, früheres Mitglied des Vorstandes unsrer holländischen Sikung. des letzteren durchdrungen, daß er feinen Anstand nimmt zu er Bruderpartei, gestorben. Ganz plöglich, aus der Fülle neuer Der Rückgang des Eisenkousums in den Vereinigten Staaten Pläne und neuer Arbeiten hat sie das unerbittliche S dsal ge- von Amerika wird mehr und mehr auch von denen zugegeben, die Für jede, von Voreingenommenheiten eingegebene Behauptung riffen. ihn noch vor wenigen Wochen zu leugnen fuchten. Die Fachzeitung giebt es eine andre Seite, und die Verbrechen des Privatkapitals Obwohl seit Jahren zu den berümtesten und besten Schrift- Iron Age", die noch bis vor kurzeni recht zuversichtliche Berichte übersteigen ganz gewaltig die Unzulänglichkeiten kommunaler Bestellerinnen Hollands gehörend, obwohl seit Jahren in unsrer über den anterifanischen Eisenmarkt brachte, jagt nach telegraphischer hörden.... Es bleibt eine Thatsache, daß wir dem Privat holländischen Bruderpartei hervorragend als Schriftstellerin, Rednerin Meldung aus New York in ihrer soeben erschienenen letzten Ueber tapital nicht trauen dürfen, so lange es nicht und Organisatorin thätig, ist sie den deutschen Genossen doch verficht über die Lage, trotz der anscheinend günstigen Lage seien der Kontrolle öffentlicher Behörden untersteht." hältnismäßig unbekannt geblieben; erst seitdem ihr großer Roman aufsteigende Entwidlung ihren Höhepunkt über. biele Eisenindustrielle davon überzeugt, daß die Berthold Merian vor zwei Jahren in deutscher Sprache schritten habe und jetzt die entgegengesetzte Teidenz bestehe. erfchien( Verlag der„ Tribüne" in Erfurt) und seitdem von mehreren Bom Bergarbeiterstreit. Aus dens wird berichtet: Infolge Barteiblättern abgedruckt wurde, ist sie auch den deutschen Genossen Arbeitsamt veröffentlicht soeben die jüngste statistik über die britischen Entwicklung des britischen Genossenschaftswesens. Das englijaje mehrfacher Zusammenstöße zwischen Ausständigen hörte fie feit langem, in reicherem Umfange bekannt geworden. In Holland ge- Genossenschaften. Nach ihr war der Umjak in den Konsumabteilungen und Gendarmen protestierte der Abg. Basly gegen hörte sie seit langem, wie angedeutet, zu den bekanntesten der vier Großcinkaufs Organisationen 2. Quartal 1902 Persönlichkeiten; aus das Vorgehen der Gendarmen, worauf er und sein Sekretär einem der ältesten adligen Patrizier 5 985 533 Pfd. Sterl. gegen 5 716 244 Pfd. Sterl. im 2. Quartal geschlechter Hollands stammend einer ihrer Vorväter in rechter 1901. berhaftet, aber bald darauf wieder freigelassen wurden. Basty Linie war der berühmte Physiker Christian Huygens 7 Proz. Bertläufe und Umsaß der Produktivabteilungen der schottischen Das bedeutet eine Zunahme um 269 289 Pfd. Sterl. oder telegraphierte alsdann an den Kabinettschef und verlangte von demselben eine Untersuchung wegen seiner Verwuchs auch sie zuerst in durchaus aristokratischem Milieu auf, aber und englischen Großeinkaufs- Gesellschaft betrugen im 2. Quartal 1902 haftung. von der Natur mit einem starken revolutionären Temperament 1 180 161 Pfd. Sterl. gegen 1088 020 Pfd. Stert. im 2. Quarlal 1901, begabt, kam sie bald, als ihre Eltern frühzeitig starben und sie was ciner Zunahme von 92 141 Pfd. Sterl. oder 8,5 Proz. gleich. Bolizei und Gerichte arbeiten den Streifenden gegenüber mit in freier Ungebundenheit sich ausleben konnte, zu starkradikalen fommt. Die Einzelheiten ergiebt folgende Tabelle: ungewöhnlicher Schnelligkeit und Promptheit. In Anschauungen und bethätigte sich zuerst in der bürgerlich- frauenZahl der Vereine Umfaß im 2. Quartal Zunahme und Mitglieder 1902 1901 1902 zu 1901 St. Etienne wurden 12 Personen wegen Streifvergehen zu Strafen rechtlerischen Bewegung Hollands. Als sie dann in einer der England und Pfd. Stert. Pfd. Sterl. in Proz. von 6-15 Tagen verurteilt; in Douai erhielt ein Streifender großen allgemeinen wirtschaftlichen Krisen ihr ganzes Vermögen verder einen Offizier beleidigt haben sollte, drei Monate lor, mußte sie die Schriftstellerei aufgeben und wurde Musiklehrerin. 5,0 Gefängnis. In dieser Stellung weckte die Not neue und starke Impulse in ihr, 11,8 Beseitigung des Gesetzes Fallong. Außer dem Entwurf des und als sie dann 1883 nach Amsterdam übersiedelte. that die Unterrichtsministers find der Kammer noch zivei Projette unter- waltige Gärung, in der in Amsterdam damals alle Kreise, besonders breitet worden, deren Zweck die Neuregelung des Schulunterrichts aber die Arbeiter lebten, ein übriges, um ihr revolutionäres ist. Briffon berlangt in seinem Entwurf die Schließung sämtlicher Temperament voll zum Durchbruch zu bringen. Frankreich. " ge= Wales Konsum- Abt. V Produtt. Abt. 1100 1 356 044 14 442 408 4 229 852 646 345 " 719 345 Schottland Konium- Abt. 1 ( 1 461 543 1 406 702 9,9 287 274 763 Produkt.- Abt. 1 460 816 441 675 4,3 Französische Kapitalanlagen in Rußland. Kürzlich veröffent ,, freien" Schulen, die von Mitgliedern der Kongregationen geführt Socialistin aber wurde sie auch damals noch nicht; erst ganz söhe der von französischer Seite in Rußland angelegten Stapitalien. lichte das französische Journal officiel" einige Angaben über die werden. Kein Mitglied der Geistlichkeit, weder der weltlichen noch allmählich, stufenweise. aber um so innerlich fefter und gesicherter Nähere Mitteilungen über diese Kapitalanlagen bringt die„ Birsh. der Ordensgesellschaften noch die ehemaligen Mitglieder derselben tam sie zu uns. Bollkommen geschah dies erst, als sie 1892 in Amster- Wedomosti", die das in Rußland untergebrachte französische Kapital sollen in Zukunft das Lehramt ausüben dürfen; dieses soll vielmehr dam neben Philofophie auch Dekonomie studierte; über die Brücke im ganzen auf fast 7 Milliarden Frank berechnet. Hiervon find nur Laien vorbehalten bleiben. Dieses Geses würde also mit den sogenannten freien Schulen vollständig der bürgerlichen Dekonomie kam sie zu Mary und Engels und da über 6 Milliarden in russischen Staatspapieren und Eisenbahnaufräumen. Anders der Entwurf Carnaud. Dieser will aus schrieb sie ihren Roman Berthold Merian", ihr socialistisches obligationen und etwa 90 millionen in finländischen Fonds angelegt; finanziellen Rücksichten den gesamten Unterricht durch den Staat Glaubensbekenntnis. Dieser Roman tar in Holland ein außer auf Immobilienbesitz entfallen 17 Millionen, auf Banken 18 Mill. nicht übernehmen, sondern daneben die freien Schulen" bestehen gewöhnliches Ereignis. war doch inzwischen unfre Cornélie Huygens und auf Handels- und Gewerbe- Unternehmungen 792 Millionen. laffen, jedoch fordert er eine strenge lleberwachung derselben durch Letztere verteilen sich auf die Hauptrayons in folgender Weise: staatliche Schulinspektoren. 300 Will. und Polen 180 Mill. In Nordrußland kommen u. a. auf: Nordrußland 25 Millionen, Centralrußland 242 Mill., Südrußland Metallurgie 12%, Mill., Cement 3 Mill., Chemikalien 2 Mill., Gas Von da ab hat sie stets in den ersten Reihen unsrer holländischen 3 Mill. und auf Konserven 3 Mill. Frank, in Centralrußland auf Partei gekämpft und es war gewiß nur eine Anerkennung für große Metallurgie 146 Mill.. Seide 37 Mill., Gas und Elettricität 13 Mill. Verdienste. daß sie bald in den Vorstand der holländischen social- und Bauunternehmungen 3 Mill. Frank. In Polen ist die Verdemokratischen Partei gewählt wurde. Diese Verdienste um unsre teilung in der Hauptsache folgende: Metallurgie und Steinkohle Bruderpartei und ihre hervorragenden dichterischen und wissen 132 Mill. und Bauunternehmungen 34 Mill. Frank. In diesen schaftlichen Arbeiten sichern ihr einen unvergesslichen Plaz in der Daten sind diejenigen belgischen Unternehmungen mit enthalten, Die Berglente beim Minister. Brüssel, 29. Oftober.( Eig. Ber.) internationalen Socialdemokratie. die heute in tiefer Trauer ge- welche durch franzöfifches Geld ins Leben gerufen worden sind. Bor zehn Tagen beschloß der Vorstand des Belgischen Bergarbeiter- meinsam mit den flassenbewußten Arbeitern Hollands an dem Verbandes, vom Streit vorläufig Abstand zu nehmen, obwohl die frischen Grabe steht, das so viele Hoffnungen und berechtigte Gr Forderungen der Kohlengräber- eine Lohnerhöhung von 15 Broz.- wartungen unbezwingbar vernichtet hat. Die Budgetkommiffion der Deputiertenkammer ist gewählt. Sie besteht aus 33 Mitgliedern, nämlich 22 Ministeriellen, darunter die Socialisten Jaurès und Sembat, und 11 Mitgliedern der Opposition, darunter Denys Cochin von der Rechten. Die Zu fammensetzung der Kommission ist günstig für den Budget- Entwurf Nouviers. Belgien. unter den zeitgenössischen Schriftstellerinnen Hollands an die erste Stelle gerückt und diese erste holländische Dichterin ging nun so offen, so flar und absichtlich zur Socialdemokratie über! Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft und ihre Angestellten. mr teilweise bewilligt worden waren, jedoch die Agitation Von den Arbeiten, die unsre Verstorbene für unsee Theorie weiter fortzusehen und die Intervention des Ministers der Arbeit nnd Bewegung schrieb, heben wir nächst ihrem ertvähnten Roman anzurufen. Der Minister empfing heute morgen die Delegation der Berthold Merian" nur noch ihr in Holland gleichfalls Bergleute; die Audienz verlief, wie übrigens vorauszusehen war, außergewöhnlich viel gelesenes Büchlein„ Die Liebe im Nach Beendigung des großen Berliner Straßenbahnerstreits im Frauenleben" herbor, worin fte die fociale Seite dieser Frage Jahre 1900 erflärte sich die Direktion bekanntlich damit einverstanden, erfolglos. " 1 Je mehr man bei uns die Leiter der Beamtenhierarchie hinauf- in der ihr eignen scharfen und doch fünstlerisch harmonischen Art daß eine Vertrauensmänner Sommission der Straßensteigt, desto freundlicher werden die Gesichter und desto liebens- beleuchtet, und ihr im vorigen Jahre erschienenes Buch, Darwin- bahner alle halbe Jahre die Wünsche und Beschwerden der Anwürdiger die Gesten, die Thaten aber find oben wie unten gleich Marg", in dem sie, vielfach absolut original, die Einheit von gestellten in gemeinschaftlicher Sizung mit der Direktion vorzubringen reaktionär. Während anderthalb Stunden sezten die Delegierten Natur und Gesellschaft auf Grund der Darwinschen und Margfchen habe. Mit der Einberufung dieser Konferenzen hat es bis jetzt immer dem Minister die Berechtigung ihrer Wünsche auseinander. Sie Theorien zu erweisen sucht. cdenklich gehapert. Verschiedentlich mußte erst die Presse darauf auf worden: 1 Mart. Neunstündige Dienstzeit für Schaffner; Anstellung der des Gewerkvereins und gab dann den Bescheid, daß alle mit Aus- wurden, nicht feinem der auf" Nach diesen Ausführungen der Direktoren haben sich auch die hoffnungsfreudigsten der Vertrauensmänner gesagt: Die gemeinschaftlichen Konferenzen find im Grunde genommen nichts als eine Komödie, die nur auf eine vorteilhafte Wirkung nach außen berechnet ist. Auch die bescheidensten Forderungen der Straßenbahner werden von dieser Gesellschaft jederzeit abgelehnt werden. " = -W merksam machen, daß die Zeit zur Abhaltung einer Konferenz| fie nicht. Die Streifleitung war fich darüber klar, daß dieser schroff handlungen hätten zunächst den Vorteil gehabt, daß durch dieselben längst gekommen sei, so auch das lezte Mal. Nach langem ablehnende Standpunkt nicht das letzte Wort der Firma sei, sondern die bürgerliche Gesellschaft, mehr als das bisher durch andre Körpers Warten hat die Konferenz dann endlich am legten Freitag daß der Umstand, daß die Hochkonjunktur in der optischen Industrie schaften geschehen konnte, auf das Problem der Arbeitslosen- Vers stattgefunden. Vertreten waren mehrere Mitglieder der Direktion, stets von Mitte Oktober bis Ende Dezember davert, für den Streit sicherung aufmerksam gemacht worden sei. Die Verhandlungen sowie sämtliche Vertrauensmänner der einzelnen Bahnhöfe. Den Wochen aushalten, die Antwort der Firma Nitsa) u. Gunther eine eingehender als bisher mit dieser rage beschäftigen müßten. überaus günstig sei, und wenn die Streifenden noch 14 Tage bis drei hätten aber auch gelehrt, daß sich auch die Gewerkschaften noch viel Borsiz führte Direktor Kühlewein. Seitens der Angestellten ganz andre sein würde. Anders die Herren vom Gewerfverein, fie Erstens sei dadurch überhaupt nur die Möglichkeit gegeben, daß die waren der Direktion unter andern er Direktion er andern folgende Wünsche unterbreitet hatten keinen Mut mehr und knüpften Verhandlungen an. Zunächst Gewerkschaften einmal die Träger dieser Versicherung werden erklärten sie, im Namen aller Streifenden verhandeln zu wollen. Das fönnten. Zum andern lasse sich aber auch nicht bestreiten, daß die Die Gewährung eines Anfangsgehalts von 95 M.( jegt 85 M.) wurde vom Geschäftsführer Herrn Muth abgelehnt, der den Herren Gewerkschaftsvertreter auf der Konferenz, die zwar durch den Stutts steigend nach 5 Jahren auf 120 M. pro Monat. Für den Fall der Ab- sagte, daß er mit ihnen nur als Vertreter des Gewerkvereins ver- garter Beschluß in ihrer Stellungnahme gefestigt waren, gegenüber lehnung für Schaffner und Fahrer Kilometergelder von 50 Pf. resp. handeln wolle. Er forderte eine Liste der ausständigen Mitglieder der Fülle neuer Gesichtspunkte, die auf der Konferenz entwickelt eine vollſtändig fichere Stellung hatten. Trotzden Ersatzfahrer und Schaffner innerhalb sechs Monaten. Eine zur verrichten sollen, ihre Bläke wieder einnehmen sollen. Daraufhin bleme rüdhaltlos zugestimmt werden. In der Tiskussion pflichtete nahme von zwei Mann, die aber auch nur andre Arbeit als früher könne aber auch Konferenz vorgetragenen ProDienstzeit zu rechnende Haltezeit von 12 Minuten an den End- fand eine Versammlung der streifenden Gewerkvereinler statt, in Boesch den lehteren Ausführungen Kubes bei. Wenn man sich stationen pro Stunde. Einen zehntägigen Urlaub pro Jahr( jetzt welcher in Gegenwart des Generalrats Mitglieds nicht auf den engherzigen berufs- egoistischen Standpunkt stellen wolle, fünf Tage). Das Verbot, Strafgelder vom Lohne abzuziehen, event. Ser ist beschlossen wurde mit 17 gegen 4 Stimmen Serist dann können sich auch die Getverkschaften nicht ganz der Frage verbierteljährliche Rechnungsablage über die eingezogenen Straf die Arbeit zu den alten Bedingungen wieder aufzunehmen. Es schließen: Was wird aus denen, die keine gewerkschaftliche Arbeitsgelder. Ferner möchten Schaffner, die Fahrer werden wollen, nicht hatten sich damit 23 Streifbrecher der Firma zur Verfügung gestellt. losigkeits- Versicherung haben und nicht haben können? Aus diesem in eine niedere Lohnklasse zurückversetzt werden. Weiterzahlung des Das geschah zur gleichen Stunde, als die Mit- Grunde werden die Gewerkschaften auch kaum in der Lage sein, ihren des Metallarbeiter Verbandes glieder Gehalts bei militärischen Uebungen. Alsdann möchten alle Angestellten, ihrem Vorstand die Zustimmung zur Fortsetzung einmal der Frage praktisch näher tritt. Schumann( Transports von jezigen Beschluß aufrechterhalten zu können, wenn der Staat erst welche vor Eintritt in den Fahrdienst bei der Gesellschaft als Stallbes Streits in die Hände bekamen. Nun bedente man, arbeiter): Daß die Stellung der Gewerkschaftsvertreter auf der Kon= Teute usw. beschäftigt waren, in die gleiche Gehaltsklasse eingereiht daß vom Metallarbeiter- Verbande 123 Streifende und vom Gewerk- ferenz eine unsichere war, hat seine Ursache lediglich darin, daß sich werden, als wenn sie dauernd im Fahrdienst gestanden hätten. verein 23 vorhanden waren. Nun mußten auch seitens des Wer die Gewerkschaften bisher mit der Frage viel zu wenig beschäftigt Außerdem waren noch eine Reihe kleinerer Wünsche geäußert, die bandes Unterhandlungen versucht werden. Diese wurden schroff haben. Redner hat schon jetzt die Ansicht gewonnen, daß der Stutta sich auf die freien Tage, Kleidung, Dienstregelung und allgemeine abgelehnt. Sowohl der Gauleiter Rohrlack als auch der Streif- garter Beschluß nicht aufrecht zu erhalten ist. Daß es aber Berufe Dinge bezogen. leiter Mafait wurden abgewiesen. Am 30. Oktober fand abermals gäbe, die die Arbeitslosen- Unterstübung in ihren Gewerkschaften Die Direktoren waren nun zwar so freundlich, sämtliche vor- eine Versammlung der Streifenden statt. Die„ Herren" vom Ge- nicht einführen können, bestreite er ganz entschieden. Aber wenn gebrachten Wünsche durch die verschiedenen Vertrauensmänner begründen werkberein waren eingeladen, jedoch nur ein Vertreter erschienen, auch die Gewerkschaften schließlich nicht die Träger der öffentlichzu lassen, doch das war auch rein alles. Sie sagten überall wohl Nach eingehender Beratung wurde die Aufhebung des Streits be- Interesse die Pflicht, in der Frage in umfassendster Weise praktisch der nicht umhin konnte, feine eignen Verbandsgenoffen preiszugeben. rechtlichen Versicherung sein werden, so haben sie doch im eigenen wollende Prüfung" zu bei Dingen, die keine Geldkosten verursachen. schlossen, weil mit den Streifbrechern und event. mit Zuhilfenahme vorzuarbeiten, damit fie bei der allgemeinen Einführung das Botum Sobald aber der leidige Geldpunkt bei irgend einer Forderung auch von Ueberstumden usw. die Firma sich aus der Not herauswinden ihrer praktischen Erfahrung in die Wagschale werfen können. Nach nur ganz entfernt in Betracht tam, da verhielten sie sich strifte fann und auf einen Erfolg nicht mehr zu rechnen ist. So haben also feiner Meinung sei die Ansicht, die Berufsgenossenschaften zu ablehnend. So z. B. erklärten die Direktoren Kühlewein und die 23 Helden" den Streit mit Gewalt beendet, sie haben ibre guten Trägern der Arbeitslosen- Versicherung zu machen, gar nicht so ohne Marholdt, an eine Gehaltszulage oder Dienstzeit- Bläge in der Fabrik gerettet und der Gewerkverein behält keinen weiteres von der Hand zu weisen. Natürlich müßte die Verwaltung berkürzung sei in absehbarer Zeit gar nicht zu denken. Gemaßregelten auf der Straße. Wie ein Führer einer Arbeiter auf paritätische Grundlage gestellt werden. Massini( Bucha Sie gäben wohl zu, daß die Mieten hoch und die Lebensmittel organisation es zugeben kann, daß in seiner Gegenwart über den drucker): Bei der Regelung der Arbeitsnachweis- Frage dürfe unter Kopf von der überwältigenden Mehrzahl der Streifenden hinweg feinen Umständen die Lohnfrage in den Hintergrund gestellt werde teuer seien, doch auch ihnen gäbe niemand eine Teuerungszulage ein solcher Beschluß gefaßt wurde, das mag der Mann bei den feinen Bezüglich der Arbeitslosen- Versicherung sei es nicht gut, fich schon ( Bei 100 000 20. Jahresgehalt!) As einer der Vertrauens- verantworten. Die Rathenower Arbeiter fennen jetzt ihre Leutel jekt von dem Stuttgarter Beschluß zu entfernen. Bei der öffentlichmänner darauf hinwies, daß die ablehnende Haltung der Direktion rechtlichen Regelung der Frage haben die Gewerkschaften unter allen bei den Straßenbahnern nicht besonders freudig aufgenommen werden Töpfer! Um Irrtümern vorzubeugen, erklären wir hiermit, daß Umständen das Recht der Priorität zu beanspruchen. Dieselben würde, da meinten die Herren: Das beste Mittel, die Zufriedenheit die Arbeitsvermittelung nach wie vor durch den beitsnachweis im haben ferner ein Recht, darauf zu dringen, daß die principiellen unter den Angestellten zu erhalten, sei, derartige Forde Gewerkschaftshause vollzogen wird und jede andre Form der Arbeits- Grundlagen, auf denen sich die heutige gewerkschaftliche Arbeitslosenrungen überhaupt gar nicht erst zu stellen, dann fäme bermittelung nicht statthaft ist. Ein endgültiger Bescheid des Jumungs- Unterstüßung aufbaut, nicht verwischt werden. auch niemand in die Verlegenheit, fie abzulehnen. Der Dienſt ſei berselbe, in einer in den nächsten Tagen stattfindenden gemeinschaft Streits und Lohnbewegungen. Vergolder Späthe giebt der borstandes ist uns bisher noch nicht zugegangen, vielmehr beabsichtigt Es folgen dann die Berichte verschiedener Gewerkschaften über spielend leicht; eine geringere tägliche Dienstzeit zu verlangen, lichen Sigung einige Verbesserungsvorschläge" dem Gefellenausschuß Hoffnung Ausdruck, daß die in Anssicht stehenden Verhandlungen wäre einfach eine Dreistigkeit.(!) Bei den hohen Löhnen sei zu unterbreiten. Ob dieselben für uns annehmbar find, entzieht zu einem annehmbaren Ergebnis führen werden. Uthes berichtete die Bewilligung eines zehntägigen Urlaubs von vornherein aus sich noch unfrer Beurteilung und wird in der am Freitag, den über die Lohnbewegungen im Transportarbeiter- Verbande, Fiege geschlossen! Was die Strafgelder anbelange, so könne es viel 7. November, bei Keller, Koppenstr. 29, stattfindenden Versammlung über den Streit der Glaser. Die bevorstehende Lohnbewegung der leicht von Rußen für die Angestellten sein, wenn die Strafen durch den Unterzeichneten Bericht erstattet werden. Wir ersuchen die Fleischer, über welche se I ose berichtete, wurde dem Ausschuß zur noch erhöht würden, weil dann wohl weniger Verfehlungen vor- Vertrauensleute der Bauten, auch für die Zukunft streng da- Vorberatung überwiesen. Zur Fensterfrage der Töpfer teilte kommen würden. Ueberhaupt ständen sich die Straßenbahner mit nach zu sehen, daß jeder auf einem Bau anfangende Neumann mit, daß die Durchführung derselben in diesem Jahre Arbeitsvermittelungsschein ihrem festen Gehalt doch bedeutend besser als andre Arbeiter, in- Sollege den des fo gut wie gar keine Schwierigkeiten gemacht habe, wenigstens nicht folgedessen hätten sie auch gar keinen Grund, alle halbe Jahre mit Nachweiſes befizer Gesellenausio u ß. von seiten der Unternehmer. Dagegen führt derfelbe lebhafte Bes schwerde, daß manche Kategorien der übrigen Bauberufe, ganz bes unerfüllbaren Forderungen zu kommen. Was für die Angestellten Ein Arbeitswilliger. Seitens der streifenden Bleiglaser wird sonders die Puzzer, den Töpfern hierbei allerlei Schwierigkeiten zu leisten sei, werde auch ohnehin geleistet. uns mitgeteilt, daß der Arbeitswillige Ahlgrimm, der machen, und bittet deshalb, dahin zu wirken, daß diese unwürdige vor einiger Zeit des Nachts Streitbrecherdienste leistete, Stellung zu dieser für die Töpfer hochwichtigen Frage aufgegeben fich am Tage aber als Streikender aufführte, imt die wird. Der Vertreter der Buzzer suchte diese gegen die erhobenen Unterstüßung einzuheimfen, jezt als Werkführer thätig ist. Vorwürfe in Schutz zu nehmen, er stieß dabei aber auf den Widera Zu den Lohnbewegungen der ver Gr trägt bei der Arbeit stets einen Revolver bei sich. Den er spruch der Versammlung. feiner Umgebung mit der Bemerkung zeigte, daß er gegebenen- fchiedenen Brauchen der Metallarbeiter teilte Cohen mit, daß es falls" davon Gebrauch machen werde. Unter welchen Um in diesem Jahre in größerem Umfange gelungen fei, auch für die ständen nach Ansicht des Streifbrechers der gegebene Fall" verschiedenen Gruppen der Metallindustrie tarifliche Verträge eineintritt, ist nicht recht verständlich. Sollten denn die andren zuführen, so daß auch hierin die Metallarbeiter andern Gewerk mit dem Revolverhelden zusammenarbeitenden Streitbrecher so fchaften bald nicht mehr nachstehen dürften trotz der Bemühungen Zum Streit der Rohrleger und Helfer. gefährliche Leute sein, daß man in ihrer Gesellschaft nicht ohne Waffen der Kühnemänner. Eine imposante Versammlung tagte am Donnerstag im großen erscheinen fann? Anständige Arbeiter haben für solche„ Helden" Saale der Brauerei Friedrichshain; die Zahl der Anwesenden be- mur Berachtung übrig, und gegen diese kann man bekanntlich mit Revolvern nichts ausrichten. trug, da auch viele Frauen erschienen waren, über 3000. In seinem einleitenden lleferat gab Wiesenthal zunächst bekannt, daß bis jezt 111& irmen mit 854 Arbeitern den neuen Tarif unterschriftlich anerkannt haben. Feiner teilte er mit, daß auf Einladung des Gewerbegerichts- Direttors Das Arbeitsamt veröffentlicht soeben seinen Jahresbericht von v. Schulz am Mittwoch drei Mitglieder der Lohntommission und der 1901. Danach haben im Berichtsjahre 523 Streits stattgefunden, Obermeister Grün auf dem Gewerbegericht zu einer Vorbesprechung an denen 111 414 Streifende( 100 096 Männer, 10 299 Frauen zusammengetresen sind. Hierbei haben die Arbeitervertreter jedoch und 1109 junge Leute) in zusammen 6970 Betrieben beteiligt waren. Der Wahlverein Nieder- Schönhausen( Bezirk Bankow) hielt am in der bündigsten Form erklärt: Die Unternehmer möchten sich Diese Streits haben den Verlust von 1862 030 Arbeitstagen ver- 28. Oktober eine Versammlung ab. Kaliste hielt einen Bortrag bezüglich der eventuellen Verhandlungen teinen Juusionen hingeben, ursacht. Im Durchschnitt tamen also 15 Streiftage auf einen über Transvaal und Polen"." Sodann wurde Kahlow in die Lokalsie seien nicht aus irgend einem Gefühl der Schwäche, sondern Streifenden gegen 11 Tage im Jahre 1900. Den Anteil der lediglich aus Vernunftsgründen der Ein.adung des Gewerbegerichts einzelnen Industrien betrachtet, giebt folgendes Bild: In der Textil- kommission und Girard und Belter zu Bezirkskaffierern gewählt. Direttors gefolgt. Das Resultat der Besprechung war eine beider industrie waren 600 Streits mit 12 361 Streifenden zu verzeichnen; Weißensee. Am 29. Oftober fand eine öffentliche Gewerkschaftsseitige Erklärung, daß den angeregten Verhandlungen nichts im Bauindustrie 86 Ausstände mit 8573 Streifenden; Transportgewerbe Wege stände, und werden diese voraussichtlich schon am Sonnabend 67 Ausstände mit 36 636 Streifenden; Metallindustrie 68 Streits bersammlung statt. Auf der Tagesordnung stand: Mißstände in vor dem Einigungsamte stattfinden können. Allgemeine Seiterkeit mit 7779 Personen; Bergbau 20 Streits mit 19 454. Bei 363 der Färberei von Altenberg." Genosse Quast fritisierte in furzen Umrissen das Verhalten der dort beschäftigten Arbeiter. Dieselben erregte die Wiedergabe eines Gesprächs des Referenten mit einem Streits gehörten die Ausständigen entiveder alle oder teilweise einer feien bis vor einiger Zeit im Textilarbeiter- Verbande organisiert linternehmer. Anknüpfend an die Hoffnung der Arbeitgeber, daß Organisation an; das Vorhandensein eines Unternehmer- Verbandes gewesen, haben aber jetzt sämtlich der Organisation den Rücken ges die Rohrleger und Helfer durch die am 1. November erforderliche wurde bei 146 Streits festgestellt. Regelmäßige Unterstübung fehrt. Hätten die Arbeiter von diesem unüberlegten Schritt Mietezahlung vielleicht zur bedingungslosen Aufnahme der Arbeit seitens der Arbeitervereinigungen an ihre streikenden Mitglieder gezwungen würden, ist dem Unternehmer gesagt worden:" Wiegen wurden nur in 29 Fällen fonstatiert. Das Resultat der Streits war abgesehen, so würden eine Reihe von Mißständen in dem Betriebe nicht vorherrschend fein. Wie der Redner ausführte, Gie sich nicht unnüß in trügerischen Hoffnungen; die Streifenden folgendes: Nur 114 mit 9364 Streifenden waren für die Arbeiter sollen die Bestimmungen über die Sonntagsruhe und die Ve zahlen ihre Miete ebenso pünktlich wie sonst. im übrigen ist die erfolgreich; 195 mit 44 386 endeten durch Vergleich und 214 Streiks ollen die Bestimmungen über die Sonntagsruhe und die Beschäftigung weiblicher Personen mehrfach überschritten worden fein. Verbandstasse im stande, die Kosten des Streiks noch mindestens mit 57 664 Streitenden gingen für die Arbeiter verloren. Von den Nach längerer Diskussion wurde beschlossen:„ Das Bureau der Ver10 Wochen lang zu decken." Darauf hat der Unternehmer erwidert: Ursachen der Ausstände kommen in erster Linie in Betracht die Fordes jammlung solle wegen Ueberschreitung der gesetzlich vorgeschriebenen " Zehn Wochen halten wir es nicht mehr aus; ich glaube fogar, rungen auf Lohnerhöhung entweder allein oder mit andren Forde Arbeitszeit beim Gewerbe- Juspettor Anzeige erstatten. Sodann schon die nächsten Tage müssen uns eine Einigung bringen. rungen zusammen. 68 Proz. aller Streifenden( 274 Streits) gab Schumann den Bericht als Vertrauensmann der Gewerkschaften. Einen Sturm der Entrüstung entfesselte aber die Schilderung von waren aus diesem Grunde in den Ausstand getreten. Außerdem Der Kassenstand im legten halben Jahr war: Einnahme infl. Bedem über alle Begriffe rücksichtslosen Vorgehen der wurden gegen eine Lohnherabfeßung 57 Streits mit 4876 Streifenden stand 327,75 M., Ausgabe 105,30 m., bleibt Bestand 222,45 M. Die Polizei gegen die Streitposten. Nur ein Wint, eine geführt; 69 Streiks wurden um Herabsetzung der Arbeitszeit geführt. Wahl hatte folgendes Ergebnis: Schumann, Vertrauensmann, Mag telephonische Meldung der Unternehmer genügt, um innerhalb h befonderes Stapitel bilden die gerichtlichen Verfolgungen und Wahl hatte folgendes Ergebnis: Schumann, Vertrauensmann, Mag fürzester Frist ein Aufgebot von uniformierten und nichtunifor- Bestrafungen, die infolge der Streits verhängt wurden. Insgesamt Schröder und Heinzel Nevisoren. mierten Polizeibeamten gegen die Streifposten auf die Beine zu wurden 339 Verurteilungen, teils Geld, teils Gefängnisstrafen, Kreis Teltow- Beeskow. Eine öffentliche Kreisversammlung fand bringen. Letzteren wird der Aufenthalt in ganzen Straßenverhängt. Davon entfallen auf den Bergarbeiter Streit von wobei dann die Feststellung der Personalien eine ganz ungebührlich 87. Bäder von Lyon 21 usiv. Von dem Gesetz von 1892, betreffend zügen berboten; Sistierungen über Sistierungen erfolgen, Montceau les Mines allein 95, auf die Hafenarbeiter von Marseille lange Zeit dauert. Vor einigen Tagen sind sogar zwei Mann, die das Einigungs- und Schiedsgerichtsverfahren, wurde in 142 Fällen absolut nichts verbrochen hatten, nach dem Polizeipräsidium oder 27 Proz. der Konflikte Gebrauch gemacht, in 65 Fällen mit transportiert und dort eine Nacht hindurch in einer Erfolg. Einzelzelle eingesperrt worden. Kurz es ist, als wenn Die Aussperrung der Brüsselez Vergolder ist beendet. die Polizeibehörde gar keine Ahnung davon hätte, daß in Deutschland ein Koalitionsrecht existiert. Unter stürmischem Beifall der Vers sammlung fündigte der Referent an, daß die Lohnkommission alle Fälle von polizeilichen lebergriffen mit den nötigen Beweisunters Tagen der socialdemokratischen Reichstagsfraktion unterbreiten wird, damit diese zu gegebener Zeit den richtigen Gebrauch davon machen kann. Nachdem noch eine Anzahl Diskussionsredner im selben Sinne Berliner Gewerkschaftskommiffion. In der am 30. Oftober gesprochen und zu unbedingter Einigkeit ermahnt hatten, nahm die stattgehabten Versammlung der Delegierten. an der auch die VorVersammlung in begeisterter Stimmung einmütig eine Resolution stände der Gewerkschaften feilnahmen, machte der Sekretär störst en an, welche den Ausführungen des Referenten zustimmt und sich mit eine Reihe auf die Gewerbegerichtswahl bezügliche Mitteilungen, der Taktik der Lohnfommission, besonders mit deren Zustimmung au u. a. daß die Gewerkschaftskommission Flugblätter an die in Betracht den Einigungsverhandlungen einverstanden erklärt, wobei aber betont fommenden Gewerkschaften verteilt, welche die sämtlichen auf die wird, daß die Bereitwilligkeit zu Verhandlungen kein Zeichen von Wahl bezüglichen Bestimmungen in ganz ausführlicher Weise eniSchwäche ist. halten, desgleichen stehen der Gewerkschaftstommission und somit den Gewerkschaften Wahl Legitimationsformulare in hinreichender AnDurch Berrat von Gewerkvereinsmitgliedern( irchzahl zur Verfügung. Bezüglich der letzteren bemerkt försten noch, Dunder) ist der Streit der optischen Arbeiter in daß fämtliche Polizeireviere angewiesen und verpflichtet sind, die Rathenow vorzeitig beendet. Die Vorkommnisse spielten Wahl- Legitimationen, abgesehen von der Feststellung der Wohnung Aachen, 31. Oftober.( W. T. B.) Der ehemalige Reichstagsfichwie man uns schreibt folgendermaßen ab: Am 14. Oftober des Wählers, ohne weiteres abzustempeln. Redner ersucht die Ge Abgeordnete und Alterspräsident Lingens ist heute Abend gestorben. wurde in einer Versammlung der Streitenden beschlossen, das Ges tverkschaften noch um thatkräftige Agitation. Alsdann erstattet San Francisco, 31. Ditober.( W. T. B.) Ein Kabeltelegramm werbegericht als Einigungsamt anzurufen. Die Firma Nitsche St Stube den Bericht von der Arbeitsnachiveis- Konferenz. Ten des Präsidenten von Guatemala an den Konsul in San Francisco u. Günther erklärte auf Anfrage, daß sie nur gezwungen erscheinen Schwerpunkt feiner Ausführungen legte derfelbe auf die Verhand- besagt, es sei wahr, daß der Ausbruch des Vulkans Santa Maria und auch dann nur eine Erflärung abgeben würde, verhandeln wolle lungen, die sich um die Arbeitslosenversicherung drehten. Diese Ver- erfolgt, aber kein Schaden angerichtet sei. Verantwortl. Redakteur: Carl zeid in Berlin. Injeratenteil verantwortung: ag. lone in verum. Srua u. Verlag: Vorwäris Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 24 Ausland. Die Streifs in Frankreich im Jahre 1901. Verfammlungen. # Unter Verschiedenem teilte Körsten mit, daß sich die hiesige Ge werbe- Inspektion zweds Feststellung der Lage des Arbeitsmarktes an die Gewerkschaftskommission gewandt und um deren Mitarbeit erfucht habe. Die Versammlung erflärte sich im Princip mit der Beteiligung einverstanden und verwies die Angelegenheit behufs Feststellung der Grundlagen usw. an den Ausschuß. 190703 Die Verlefung der Präfengliste ergab das unentschuldigte Fehlen nachstehender Vertreter: Elektromonteure. Formenstecher, Staffenbeamte, Lagerhalter, Technisches Bühnenpersonal. für das nächste Jahr die Genoffen Paul irsch Charlottenburg am 30. Oktober in Schöneberg statt; in derselben erstatteten die Vertrauensleute Bericht. Darauf wurden zu Vertrauensmännern für das nächste Jahr die Genoffen Paul Hirsch Charlottenburg und August Schnell Charlottenburg gewählt. Zur weiblichen Bertrauensperson wurde Frau Marie Thiel- Tempelhof wiedergetvählt. Dieselbe hatte im verflossenen Jahre eine Einnahme von 494 M., der eine Ausgaae von 373 M. gegenübersteht, so daß etwa 114 M. an die Centralfaffe abgeliefert werden konnten. Letzte Nachrichten und Depefchen. Das englische Unterrichtsgeseh. der Unterrichtsbill ist mit 165 gegen 60 Stimmen nach einer zwölfLondon, 31. Oftober.( W. T. B.) Unterhaus. Paragraph S tägigen Beratung angenommen worden. schiedene Verbefferungsanträge angenommen und mehrere Die Regierung hat vers geständnisse gemacht; alle Anträge, die von der Regierung bekämpft wurden, find mit einer großen Stimmenmehrheit verworfen worden. Der betreffende Paragraph ist einer der größten Streitfragen in dem Gefeßentwurf. Hierzu 2 Beilagen Nr. 256. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonabend, 1. November 1902, erachtet. zuerwerben in der Lage ist. So hat das Reichs- Versicherungsamt hat folgende Vorgeschichte: Die letzte Generalversammlung vom Partei- Nachrichten. Je einen fünfzehnjährigen arbeitsfähigen Sohu als nicht unerwachsen 21. Ottober, die sehr schwach besucht war, hatte einen Antrag Adolf Winzlers angenommen, der die Einberufung eben dieser Versammlung Die Socialdemokratie im höchsten Norden. Aus Tromsö wird Versicherungspflicht vor. Ist aber Geld verabredet, dies aber wird Verbandsleitung beauftragt, sich in Zukunft strikte nach den AbIst für die Hausreinigung Geld als Entgelt vereinbart, so liegt zu einem Dienstag ganz entschieden verurteilt und die dem norwegischen" Socialdemokraten" gemeldet, daß der Partei- ganz oder teilweise gegen die Wohnungsmiete verrechnet, so wird machungen zwischen Partei und Gewerkschaften zu richten, wonach genoffe Dr. Alfred Eriksen von einer Vortragsreise aus den der Fall so behandelt, als ob freie Wohnung vereinbart sei. der Dienstag der Partei als Versammlungstag vorbehalten sei. Der nördlichsten Orten des Landes zurückgekehrt ist. Ueberall hat seine 3st endlich teilweise freie Wohnung vereinbart, so ist der Antrag hatte eine große Mehrheit gefunden, obwohl Karl Panser Agitation reges Interesse gefunden. An mehreren Orten wurden als frei gewährt anzusehende Teil der Wohnung entscheidend. neue Abteilungen der socialdemokratischen Partei gebildet. Es ist ein gutes Zeichen für die weltgeschichtliche BeSeutung der Socialdemokratie, daß ihre Ideen auch jenseits des Polarkreises( Tromsö selbst liegt nahe dem 70. nördlichen Breiten grade) und oben am nördlichen Eismeer lebhaftes Interesse und Begeisterung erwecken. Der Genosse Albert Schmidt fendet uns folgendes: Während meiner dreijährigen Gefängnisstrafe, die ich vom 30. Ditober 1899 bis 30. Oftober 1902 teils im Strafgefängnis in Gommern, teils im Strafgefängnis in Halle a. S. verbüßte, sind mir am Jahreswechsel, am Geburtstage und aus freundschaftlichen Anläffen aus dem Wahlkreise Kalbe Aschersleben, dem 14. und 15. sächsischen Wahlkreise, aus Leipzig, Wurzen, Berlin und Magdeburg aus den Kreisen der Parteifreunde, so viele Beweise von Teilnahme und Liebe zugegangen, daß mir es unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Allen Freunden und Bekannten, die sich meiner während der schweren Strafhaft so liebevoll erinnerten und meiner Familie helfend und fördernd zur Seite standen, sei hiermit innigster Dant ausgesprochen. Magdeburg, den 30. Oftober 1902. Hohepforteftr. 49 a, III. Albert Schmidt, Journalist. Sociales. Begutachtung von Unfallfolgen. Qualistave des Bleiweiß schreibt uns ein Fachmann, daß es auch nötig ist, Gefundheitsschuß der Arbeiter. Zu den Bestrebungen auf Verbot zu beachten, daß noch einige andre Bleifarben, namentlich Mennige und die in der Wollenfärberei und Blumenfabrikation noch viel gebrauchten verschiedenen Nuancen von rotem, organge und gelbem Bleichromat auch die Gesundheit der dieselben herstellenden und benugenden Arbeiter und Arbeiterinnen schwer schädigen. und Rudolph festgestellt hatten, daß entsprechende Abmachungen noch kandidaten für die Wahl der Verbandsleitung alle in den Viertelsgar nicht vorlägen. Ferner wurde am 21. Oftober ein Antrag von Baul Winzler angenommen, wonach bei der Nominierung der und Zahlstellen- Versammlungen vorgeschlagenen Kandidaten zur Wahl zu stellen sind und der erweiterte Vorstand( die Vertretersizung) bei der Vorbereitung der Wahl nicht das Recht haben soll, einen Kandidaten von der für die endgültige Wahl festzustellenden Kandidatenliste zu streichen. In der Debatte über diesen Antrag war es zu einer heftigen Auseinanderseßung namentlich zwischen Karl Panser und dem Paul Versammlungen. ndo is betragteller Bant Winzler gekommen, wobei Winzler aussprach, daß es bei den Wahlvorbereitungen nicht immer richtig zuEine Kommunalwähler- Versammlung für den 11. Wahlbezirk fand Sasagemaschine zu stempeln suche. Es lag hierin der Vorwurf einer gegangen sei und die Verbandsleitung die Vertretersizung zur am Donnerstag in Graumanns Festsälen, Naunynstraße, statt. Das Beeinflussung der Vertreter zu Gunsten der Wünsche der VerbandsReferat über:" Die Berliner Kommunalverwaltung" hatte Stadt- leitung. Die Verbandsleitung empfand nun das Vorgehen der Ververordneter Dr. Alfred Bernstein übernommen. In Anknüpfung fammlung als ein Mißtrauensvotum und hielt es deshalb für rätan die in der Stadtverordneten- Versammlung an demselben Tage lich, eine außerordentliche Generalversammlung um ihr Urteil zu begeführte Debatte entwickelte er die kommunalen Forderungen der fragen: Socialdemokratie, der herrschende Stommunalfreifinn hat durch seine Energielosigkeit die Rechte der Selbstverwaltung preisgegeben. Das hier furz ffizzierten Vorgänge, worauf Panser in längerer AusNamens der Verbandsleitung schilderte Schulz ausführlich die Verständnis für die focinlen Aufgaben der großen Kommune Berlin einandersegung darauf ebenfalls einging. Er hob unter anderm ist in den liberalen Streisen nicht mehr vorhanden, und nur der Arbeit hervor, daß der Wahlantrag Paul Winzlers an sich nichts Böses entder Socialdemokratie fann es gelingen, die dringenden Reformen im halte, da bei der letzten Wahl schon so gehandelt worden sei, daß Schul- und Verkehrswesen, in der Wohmmgsfrage, der Kranken- und aber darin und in Winzlers Ausführungen die Verbandsleitung einen Frrenhauszustände herbeizuführen. Die Behandlung aller Arbeiter- ungerechten Angriff auf sich erblickt habe, den die Generalversammlung unverfälschte Unternehmergeist herrscht. Diese Wahl, die für unfren A. und P. Winzlers allein hätten nicht zur Krise geführt, sie und verstorbenen Genossen Meyner zu erfolgen hat, muß der Bourgeoisie die Generalversammlung vom 21. Oktober hätten nur das schon bis Ms der Arbeiter H. Millarg am 20. April 1897 in einer lar machen, daß in Zukunft die Dritte Wählerklasse zum Rand gefüllte Maß zum Ueberlaufen gebracht: Es habe sich in 4 Meter tiefen Erdgrube arbeitete, wurde ihm von oben ein Schieb- der Arbeiterschaft gehört. In der sich sehr lebhaft gestaltenden verschiedener Weise eine weit verbreitete Mißstimmung gegen die Leitung farren voll Ziegelsteine auf den Kopf geschüttet, so daß er schwere Diskussion sprechen die Genossen Stumpe, Peter Amerika durch die Lokalisten färbten ab. Viele Verbandskollegen schimpften Kopfverlegungen erlitt. Nachdem er sieben Wochen in Arztlicher Bee und Stadtverordneter Gottfried& quiz. in den Kollegenfreifen geltend dieser handlung geweſen, nahm er die Arbeit wieder auf. Obwohl er hier anvende Genoffin, rau Behrerin state erfarte ihre gemeinsam mit den öfter über„ dumpfes Gefühl" im Kopfe den Lokalisten auf den Bauten auf die flagen hatte, freudige Zustimmung zu den Ausführungen des Vortragenden, und Verbandsleitung und den Vertrag mit den Unternehmern. Andre das allmählich schlimmer wurde, arbeitete er doch circa schildert, daß die amerikanische Socialdemokratie in den Gemeinden Verbandsmitglieder würfen den befoldeten Leitern vor, fie lebten 24 Jahre, ohne Entschädigungsansprüche geltend zu machen, denselben Kampf gegen die Vertreter des Kapitaliemus zu führen von ihren Groschen. Die Leiter würden auch sonst schlecht behandelt. vornehmlich infolge feiner Unwissenheits über seine Rechte. habe. Unser Kandidat Emil Voigt zerpflückte ein Flugblatt der Sie hätten 8000 Arbeitgeber und davon wollten 3000 ständig beDie Beschwerden traten jedoch endlich so heftig auf, daß M. doch Freifinnigen, die sich ihrer Forderungen nur vor den Wahlen zu fehlen. Alles dies und das doppelte Mißtrauensvotum der vorigen veranlasswurde, sich an die Berufsgenossenschaft( Nordöstl. Bau) erinnern wissen. In seinem Schlußwort richtet der Referent einen Versammlung zusammengenommen veranlaßten die Leitung, haupt zu wenden. Der Vertrauensarzt Dr. Rothenburg begutachtete die Appell an die Versammlung, die eifrigste Agitation für die Wahl des fächlich wegen der bevorstehenden Vertragsverhandlungen mit den Erwerbsbeschränkung auf 30 Proz. und danach erhielt M., der sich Genoffen de noth are ovember Roigt nicht unternehmern, die direkte Vertrauensfrage zu stellen. Die Verbandsmit dem Bescheide zufrieden gab, vom 2. Februar 1900 an, eine nur gewählt werde, sondern eine noch größere Stimmenzahl auf sich leitung verlangt in einem Antrage ein unbedingtes Vertrauensvotum Rente von 30 Proz. Die Kopffrämpfe und Schwindelanfälle wurden vereinige als der verstorbene Genosse Metzner. Der Vorsitzende und die Zurücknahme der am 21. Oktober gefaßten Beschlüsse. jedoch bei M. immer heftiger; er konnte gar nicht mehr arbeiten giebt bekannt, daß am Sonntagmorgen eine Flugblattverteilung von und deshalb verlangte er endlich 1901 die Vollrente. Er wurde Grundmann, Naunynstr. 78 aus stattfindet. mit seinen Ansprüchen jedoch in allen Instanzen abgewiesen, weil der Vertrauensarzt Dr. Rothenburg und der Geheime Medizinal rat Dr. Becker die Verschlimmerung des Leidens nicht auf den Unfall, sondern auf hohes Alter und Nierenkrankheit" zurückführten. Am 2. Februar wurde die Sache wieder aufgenommen, da Dr. Rothenburg jest, nach er den M. unterdes mehrmals behandelt hatte, eine Verschlechterung als Folge des Unfalles zugab. Da wartete jedoch die Berufsgenossenschaft mit dem Gutachten eines Special- Vertrauensarztes Dr. Römert auf, der jetzt feiner feits die Nierenkrankheit" als Ursache der Verschlimmerung in dem Zustande des M. wieder aufnahm. Vom vor dem M. jezt durch einen Sekretär des Berliner GewerkschaftsSchiedsgericht, bureaus bertreten wurde, wurde nun auch Dr. Becker nochmals zu einem Gutachten aufgefordert. Dieser gelangte inzwischen gleich dem Dr. Rothenburg auch zu der Ueberzeugung, daß erstens seit April 1901 wesentliche Verschlechterungen in dem Zustande des M. eingetreten feien, daß die nervösen Affeftionen zugenommen hätten und seelische Alterationen hinzugetreten feien, die nach ärztlicher Erfahrung als Folge des Unfalls anzusehen seien. Er schäße die Erwerbsbeschränkung bes M. indes nur auf 60 Proz. Nach mündlicher Verhandlung tam das Schiedsgericht jedoch zu der Ueberzeugung, daß dem M. 90 Proz. Rente zuzubilligen seien. Die Berufsgenossenschaft gab sich, gestützt auf das Gutachten ihres Dr. Römert, damit noch nicht zufrieden, sondern legte Rekurs ein. In letzter Stunde jedoch, nachdem auch Dr. Rothenburg zu der Ueberzeugung gekommen war, daß dem Berlegten 90 Broz. der Nente gebührten, zog sie den Rekurs zurück, und so bekommt endlich der Arbeiter seit 15. April 1902 eine Stente, die er schon seit Jahren hätte bekommen müssen. genommen. Eine Nunmehr legte die gesamte Berliner Verbandsleitung( Panser, Busse, Frizich, Lehmann und Schulz) ihr Amt nieder. Die Neuwahlen müssen binnen 14 Tagen vorbereitet und vollzogen werden. In der folgenden, sehr langen und bewegten Debatte wurde von Paul Winzler und von Freunden seines Wahlantrags vom sehr zahlreich besuchte Generalversammlung ab. Zweiter Wahlkreis. Der Wahlverein hielt am Mittwoch eine 21. Oftober bestritten, daß jene Versammlung der Verbandsleitung verlas zunächst die Namen der 9 im verflossenen Halbjahr ver- Kollegen berücksichtigt. Der Vorsitzende ihr Mißtrauen ausgedrückt habe. Man habe nur die Wünsche vieler Der Antrag der Verbandsleitung wurde üblichen Weise ehrte. Sodann gab Fellmer den Kassenbericht. mit geringer Majorität wurde auf Antrag Paul Winzlers bestorbenen Mitglieder, deren Andenken die Versammlung in der gegen eine sehr große Minorität( fast die Hälfte) abgelehnt und Die Einnahmen betrugen einschließlich eines Bestandes des vorigen schlossen:„ Der Antrag P. Winzlers vom 21. Oktober( WahlHalbjahrs von 73,49 M. 2414,19 M., die Ausgaben 2376,25 W., antrag) ist gerecht und den Wünschen der gesamten Kollegen entso daß ein Bestand von 37,94 m. verbleibt. wurden insgesamt 2050 M. überwiesen. Ten Vertrauensleuten sprechend. Die Versammlung bedauert, daß der Kollege Panser bedeutend gewachsen; es fanden 302 Neuaufnahmen statt. In ſteller hat hinreißen lassen, da es dem Antragsteller ferngelegen hat, Die Mitgliederzahl ist sich durch den Antrag zu groben Beleidigungen gegen den Antrags Organisation günstig ist, doch lassen es die neueingetretenen Mit- auszustellen. dem Vorstandsbericht führte Woldersti aus, daß der Stand der der Verbandsleitung oder der Vertretersizung ein Mißtrauensvotum glieder recht oft an dem nötigen Eifer für die Arbeiten der Partei vor, weil der Antrag in der vorigen Generalversammlung einstimmig Ein Grund zur Niederlegung der Posten liegt nicht fehlen. Es sollte mehr darauf gehalten werden, daß jeder einzelne angenommen wurde." feine besten Sträfte einfeßt. Der Vorstand hat sich mit einigen Differenzen befassen müssen, und besonders hat die Beschwerde gegen den Genossen Ewald zu größeren Auseinandersetzungen Anlaß gegeben. Der Vorstand traf in dieser Sache einen Entscheid, durch den die Anträge beider Parteien abgelehnt wurden. Der Umstand, daß rinnen hielt am Mittwoch eine Generalversammlung ab. Den VorDer Verband der Fabrik-, Land- Hilfearbeiter und-Arbeite mehrere Mitglieder mit den Billets von Festlichkeiten sehr unpünktlich standsbericht gab der erste Bevollmächtigte Bruhns. Danach hat abrechnen, gab dem Vorstand zu dem Vorschlag Veranlassung, daß die Thätigkeit des Vorstandes nach außen hin nur eine beschränkte diese Abrechnung innerhalb 4 Wochen nach der Festlichkeit erfolgen fein tönnen, an innerer Sleinarbeit ist dagegen recht viel zu thun muß. Diese Bestimmung wurde von der Generalversammlung an- gewesen. Hierauf verlas der Kassierer Rühle den Kassenbericht. gegen ein Entgelt von 10 Pf. verabfolgt werden. Das Protokoll des Parteitaerden. Ferner machte der ein Bestand von 988,34 W. verbleibt. soll den Mitgliedern Gingenommen wurden 1385,45 M., ausgegeben 402,11 t., so daß Borfizende noch darauf aufmerksam, daß verschiedene Veränderungen wärtig 394 männliche und 12 weibliche Mitglieder. Die Zahlstelle hat gegen= in der Liste der Zahlstellen eingetreten sind, daß die Anzahl der Zahl- stattete den Bericht von Weise er stellen von 16 auf 12 zurüdgegangen ist, trotz des Zuwachses an 19. Oftober im Gewerkschaftshause stattgefunden hat. der Gaukonferenz. bie am Mitgliedern, und daß deshalb eine Neuordnung und Ergänzung not- wurde, daß der Antrag Berlin auf Besoldung des Gauborsißenden Bedauert Versicherungspflicht der Hausreiniger. Die strittige Frage, ob wendig ist. Für die Leitung der Zahlstellen ist ein Reglement aus daselbst nicht zur Annahme gelangt ist. Befriedigung dagegen rief und unter welchen Umständen Hausreiniger in Berlin invaliden- gearbeitet worden. Die Sache Ewald wurde, nachdem Lent noch die Verlegung der Gauleitung von Potsdam nach Rigdorf hervor, berficherungspflichtig sind, hat das Reichs- Versicherungsamt in einer in längeren Ausführungen dazu gesprochen hatte, vertagt. Die Vor- auch wurde eine gewisse Genugthuung darüber geäußert, daß die Reihe von Beschlüssen von Fall zu Fall beantwortet, deren Inhalt standswahl, die zu einer ausgedehnten Geschäftsordnungsdebatte Konferenz die Einsetzung einer Kommission beschlossen hat. welche wir nachstehend zusammenfassend wiedergeben. Nach§ 3 des Anlaß gab, hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Wolderski, bis zum nächsten Jahre die Vorarbeiten betreffs der Besoldungsfrage Invalidenversicherungs- Gesetzes ist eine Beschäftigung, für welche 2. Reimann; 1. Schriftführer Seiter, 2. Fendrich, des Gauvorfizenden zu erledigen hat; für diese Stommission stellt die als Entgelt nur freier Unterhalt gewährt wird, feine versicherungs- 1. Kassierer Fellmer, 2. Markmann; Beisiger Karl Bahlstelle Berlin den Obmann und wurde als solcher Funk gepflichtige. Bum freien Unterhalt gehört aber nach Ziffer 15 der Revisoren: Sinze, Strehler und Welsing. Ein Antrag wählt. Weise berichtete gleichzeitig über den Stand der Bibliothek Anleitung des Reichs- Versicherungsamts vom Dezember 1899 nur von der 10. und 11. Gruppe: Um eine leichtere und pünktlichere. und hob dabei hervor, daß dieselbe von den Mitgliedern überaus dasjenige Maß von wirtschaftlichen Gütern, das zur unmittel- Zahlung der Beiträge zu ermöglichen, find den Abteilungsführern fleißig benutzt werde. Als Bibliothekar wurde eise und als baren Befriedigung der notwendigen Lebensbedürfnisse des gestempelte Marken zu übergeben, die sie an die Bezirksführer weiter dessen Stellvertreter Wolter gewählt. Den Bericht von der Arbeitnehmers erforderlich ist. Deshalb ist vom Reichs zu geben haben, rief eine sehr lebhafte Debatte hervor. Der Antrag Ge wertschaftskommission erstattete Opik; derselbe Versicherungsamt Versicherungspflichtigkeit stets dann angenommen, wurde schließlich angenommen. Darauf erklärten mehrere Ab- wurde als Gewerkschaftsdelegierter wiedergewählt. wenn die freie Wohnung über den Bedarf des Arbeitnehmers hinaus teilungsführer, daß sie ihr Amt niederlegen. Als dann die Debatte einen selbständigen Vermögenswert darstellt. Wie viel Wohnräume sehr erregt wurde, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die gendes Ergebnis: Erster Bevollmächtigter Bruhns; zweiter BeDie dann folgende Neuwahl des Gesamtvorstandes hatte fol= zum Bedarf erforderlich sind, ist von Fall zu Fall unter Berück- Verhandlungen sollen in einer neuen Generalversammlung fort vollmächtigter( Kassierer) Rühle; sichtigung der Familienverhältnisse des Hausreinigers zu entscheiden. gefeßt werden. dritter Bevollmächtigter Die Behausung der Ehefrau und noch nicht social felbständiger Gabel. Als Revisoren wurden gewählt Weise, Benthin und Eine lebhafte DeVierter Wahlkreis( Often). Der Wahlverein hielt am Dienstag Semitow, und als Gaurevisor Weise. Kinder gehört zu der Selbſterhaltungspflicht des Familienhauptes. eine Generalversammlung ab. Im Vericht des Vorstandes teilte batte entspann sich alsdann über die Protestbewegung der Zahlstellen In der Regel ist für eine alleinstehende Person in Berlin ein Bader mit, daß die Mitgliederzahl nach der Liste 3587 beträgt, Hannover c. betreffs der auf dem letzten Verbandstage beschlossenen Raum für Befriedigung des freien Unterhalts ausreichend. Von diesen allgemeineren Grundsäzen ausgehend, gelangte das Reichs: Seit der letzten Vereinsversammlung haben sich 76 Personen zur Die Bahlstellen Hannover und Umgegend haben an sämtliche Zahl= wovon aber eine Anzahl mit den Beiträgen im Rückstande find. Gehaltsregulierung der Verbandsbeamten sowie der vom Vorstande Versicherungsamt zu folgenden Entscheidungen in übernommenen Beitragsleistung an den Verein Arbeiterpresse". Einzelfällen: 1. Für eine alleinstehende Person reicht als Unterhalt Aufnahme gemeldet. Verstorben find im letzten Halbjahre elf Wit- Die Zahlstellen Hannover und Umgegend haben an sämtliche Zahlfällen: 1. Für eine alleinstehende Person reicht als Unterhalt glieder. Die Bersammlung ehrte ihr Andenken wie üblich. Dem stellen Deutschlands, mithin auch nach Berlin, ein Cirkular versandt, Stube oder Küche aus; Stube und Küche begründen die Versicherungspflicht. 2. Für 2 Personen genügen 2 Räume, 3. 23. Sassenbericht zufolge betrugen die Einnahmen( einschließlich eines laut dessen sie alle Kollegen auffordern, sich einer in Hannover geStube und Küche; Stube, Kammer und Küche machen versicherungs- Ausgaben 2817,75 M., es verbleibt also ein Bestand von 128,05 M. Ersuchen, der Vorstand und Ausschuß wollen über die Gültigkeit Bestandes vom vorigen Halbjahr von 112,30 m.) 2945,80 M., die faßten äußerst scharfen Protestresolution anzuschließen, mit dem Als beschäftigte und eventuell versicherungspflichtige Person ist auf Abänderung des§ 6 des Statuts rief eine ausgedehnte Debatte ſtala und Beiträge zur Pensionskasse) eine Urabstimmung herbeiFür Agitation wurden 2300 M. ausgegeben. Ein Antrag des Vorstandes der diesbezüglich gefaßten Beschlüsse des Verbandstages( Gehaltsnicht stets die Person zu erachten, mit der der Vertrag geschlossen hervor, die damit endete, daß folgende Aenderung beschlossen wurde: führen". Nachdem sich eine Anzahl Redner teils für, teils gegen ist, sondern die, die wirklich thätig ist und nach der Absicht der Parteien thätig sein soll. Es ist also in der Regel die Ehefrau Generalversammlung. Alle Halbjahr scheidet die Hälfte der Vorstands hatten, beschloß die Versammlung, über das Cirkular von Hannover „ Die Wahl des Vorstandes und der Revisoren erfolgt jährlich in der die in Frage kommenden Verbandstags= Beschlüsse ausgesprochen eines außer Hause arbeitenden Tischlers, der durch Vertrag die mitglieder aus und wird neu gewählt. Wiederwahl ist zulässig. zur Tagesordnung überzugehen. Hausreinigungsstelle übernommen hat, und nicht der Ehemann eventuell versicherungspflichtig. Da das Behausungsbedürfnis der Gewählt können nur solche Mitglieder werden, die mindestens seit Da das Behausungsbedürfnis der einem Jahre einer socialdemokratischen Organisation angehören" Familienmitglieder mit zu berücksichtigen ist und in der Regel Darauf fanden die Neuwahlen statt. Gewählt wurden: Als erster dem Mann, nicht der Frau, die Unterhaltspflicht der Vorsitzender Bader, zweiter August Vogel, erster Schriftführer Kinder obliegt, so hat das Reichs- Versicherungsamt in den Lefebr, zweiter Gu35, erster Staffierer Thielte, zweiter Fällen, wo nur Stube und Küche als Entgelt für die Jansen, Beifizer Wengels; Revisoren: Kandale, Wase= Reinigung gewährt ist, folgende Grundsäße ausgesprochen: 1. Der wig und Enders. Ebemann ist nicht versicherungspflichtig. 2. Die Ehefrau, die that sächlich die Reinigung übernimmt, ist in der Regel versicherungs- Gentralverband der Maurer( Zweigverein Berlin). Eine außer pflichtig. Eine Ausnahme liegt nur dann vor, wenn die Ehefrau ordentliche Generalversammlung aller zum Lohngebiet Berlins und wegen Erwerbsunfähigkeit und Vermögensunzulänglichkeit des Ehe- Umgegend gehörigen Verbands- Bahlstellen der Maurer, sowie der mannes die Ernährerin der Familie iſt. 3. Eine Witwe ohne Kinder Sektionen der Buzer, Rabizpußer und Cementierer tagte, etwa lassen und den Vertrag als Scheinvertrag aufechten, wenn Interventions ift serficherungspflichtig, eine mit unerwachsenen Kindern zusammen- 2000 Mann start, am 30. Oftober im großen Kellerschen Saal in lage erhoben werden sollte. M. 100. Ein Anwalt in Eger ist uns lebende Witwe ist nicht versicherungspflichtig. Bei der Entscheidung, der Koppenstraße. Auf der Tagesordnung stand als einziger Punkt: nicht zu raten. 2. Fordern Sie den Wirt zur Beschaffung der Küche auf, nicht bekannt. Der Lohn wäre nicht pfändbar. ob ein Kind erwachsen ist, ist nicht nur das Alter, sondern Die Vorkommnisse in der letzten Generalversammlung und die sehen ihm eine Frist, bis zu deren Ablauf Sie Erfüllung begehren, und auch die Frage entscheidend, ob das Kind miterwirbt oder mit eventuelle Neuwahl der Verbandsleitung". Diese Tagesordnung flagen Sie dann auf Erfüllung und Schadensersatz. E. R. Nein. pflichtig. - GOVO " leed- logoxisM Briefkaften der Redaktion. Sonnabends von 7%, bis 9½ Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des O. 3. 1000. Die Dame" ist dabei nicht gezwungen zu schlagen. Für den Spieler entscheidet in solcher Lage allein der Vorteil. B. 64, St. 5. Die Frage, ob und unter welchen Umständen die Hausreiniger in Berlin versicherungspflichtig sind, finden Sie ausführlich an andrer Stelle des Blattes dargelegt. E. Schwent, D. B. 12. Nein. 2. B. 61. Sie fönnen pfänden 6. G. 111. 1. Dazu ist Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 1. November. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Feuersnot. Schauspielhaus. Fedora. Javotte. Neues Opern Theater.( Kroll.) Das große Licht. Deutsches. D' Mali. Berliner. Wienerinnen. Leffing. Das Theaterdorf. Neues. Yvette. Residenz. Seine Kammerzofe. Westen. Die Brautlotterie. Thalia. Charleys Tante. Vorher: Cassis Pascha. Anjang 8 Uhr: Central. Madame Sherry. Schiller. 0.( Wallner Theater.) Der Biberpelz. A Nachmittags 3 Uhr: Minna von Barnhelm. 0 Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Herr Senator. Nachmittags 3 Uhr: Die Braut von Messina Carl Weiß. Jlse Römer. Nachm. 4 Uhr: Die sieben Raben. Luisen. Der Stabstrompeter. Casino. Ein Sohn des Volkes. Kleines. Ackermann. Wilhelm. Geschlossen. Buntes Theater. Tochter zu ver heiraten. Der Hund. Bunter Teil. Tiny Senders. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Trianon. Die Liebesschaukel.( La Bascule.) Apollo. Lyfiftrata. Specialitäten Vorstellung. Wintergarten. Specialitäten. Passage Theater. Vorstellung. Specialitäten Passage Panoptifum.SpecialitätenBorstellung. Balajt. Berliner in Steglik. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenjir. 48/49. Tausend Jahre deutscher Kultur. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Central- Theater Sonnabend, 1. Novbr, zum erstenmal: Anfang 7, Uhr. Madame Sherry. 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Reichenbergerstraße 34. Der Stabstrompeter. Posse mit Gesang von W. Mannstädt. Anf. 8 Uhr. Vorverk. 10-2 Uhr, Kasse, Invaliden- und Künstlerdant und Warenhäuser A. Wertheim. Operetten- Burleske in 2 Aften mit Gesang u. Tanz von W. Geride. Musik von E. Wappaus. Hyronimus Fiebig- Dir. R. Winkler. Tanz- Divertissement arrang. v. d. Ballettmeisterin Frl. Anna Bernhard, fgl. Tänzerin a. D. Die neuen Kostüme aus dem Atelier R. Schaub. 12 nene Schaunummern. Morgen nachmittag 3 Uhr zu fleinen Atraktionen I. Ranges. Breisen: Die Grille. Abends 8 Uhr: Der Stabstrompeter. Montag: Der Stabstrompeter. Bernhard Rose- Theater, Badjtr. 58. Anf. präc. 7% Uhr. Entree 50 Pf. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Sonntag, den 2. November 1902: Unter neuer Direftion Carl Haverland. Kyritz- Pyritz. Das große Große Bosse mit Gejang und Tanz November- Programm. in 5 Bildern v. H. Wilfen u. D. Justinus. Franz Müller, Stonzert- Sänger. Anfang des Konzerts 5 11hr, der Vorstellung 6 Uhr. Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Metropol- Theater, Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Jinker- Schatz. Rauchen gestattet." Anfang 8 Uhr. Rose Brandt, Vortrags- Soubrette. Mademois. Terney, Drahtseilfünftlerin. Mr. Fredoff, der urfomische Clown. Willi Helden, Humorist. Smith& Gralmann, Ueberbrettl- Theater. Hermann Grosch, Stomifer. Arthur Delbost, der brillante ein beinige Handakrobat. The Nelson Troupe, große ExcentricBurlest- Pantomime. Mr. de Dante, elektrischer Flammenmensch. Zum Schluß: Hermann u. Borothea. Bosse mit Gesang von Stalisch. Jed. Sonntag, Mittwoch u. Sonnabend nach der Vorstellung: Familien- Tanzkränzchen. Sonntags von 12-2 Uhr Matinee bei freiem Entree. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. tänzerin. spanische Tänzerin Minstrels Parisiens, PariserStrassen,, Biograph". Steidl[ sänger. Theater Oranien an der burg. Thor Friedrichstrße Täglich 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Steidl= Sänger. Täglich wechselndes Programm. Dienstag, Donnerstag, Sonntag im Festsaal: Canzkränzchen. Spandauer Brücke 3 Theater. und SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! KünstlerKapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Treptow. Köpnicker Landstr. 27, empfiehlt sein Lokal nebst kleinem Saal, 250-300 Personen fassend, zu jeder Art von Festlichkeiten. Einige Sonnabende sind noch frei. Glas Bier 10 Liter 10 Pf. ff. Weißbier. 52312* R. Hohlwein. Arbeiter- NotizKalender 1903 Mit Juustrationen: Berliner Gewerkschaftshaus und in der Nachwahl gewählte fozialdemokratliche Abgeordnete. Geb. 60 Pfg., Porto 10 Pfg. wahlen. Inhalts- Auszug: Reichtagswahl- Ergebnisse mit NachSocialdemokrat. Abgeordnete in den Landtagen. Winke für die Reichtagswahlen. Was mufs der Arbeiter von der Wehrpflicht wiffen? Envas von der Elektrizität. Ortsübliche Tagelöhne. Gewerkschaftliche Artikel: Deutsche Streikftatistik 1890-1901. Fdreffen der Gewerkschafts- Organi fationen, Gewerbe- Inspektoren, Ar beitersekretariate. Die Leiftungen der deutschen Gewerkschaften.- Bom Schlachtfelde der Arbeit. Die Mitgliederzahlen der freien Gewerk fchaften. Ein Kapitel aus dem Gewerbegerichtsgefetz. Wie der Inhalt zeigt ist der Kalender für Gewerkschaften und Partei ein praktisches und unentbehrliches Nachfchlagebuch. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW.68, Lindenftr. 69. Palast- Restaurant Friedrichstrasse 174. Friedrichstrasse 174. Zwischen Jäger- und Französische- Strasse. 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Die Wahl ist geheim und wird durch Stimmzettel in einem Wahlgange in der Weise vorgenommen, daß jeder Wähler 32 Namen auf einen Stimmzettel schreibt. Das Mandat läuft bis zum 31. Dezember 1903. Wir berufen hiermit die wahlfähigen Herren Arbeitgeber auf Freitag, den 14. November d. J., abends 8 1hr, nach dem Saale des Boltshauses in Charlottenburg, Rosinenstr. 3, zu einer Wahlversammlung ein mit dem Bemerken, daß der Wahlatt um 9 Uhr abends geschlossen wird. Zur Teilnahme an der Wahl find nur diejenigen Arbeitgeber berechtigt, welche sich durch eine Wahltarte legi timieren können. Die Wahlkarten werden den Herren Arbeitgebern auf Antrag von heute ab bis zum Schluffe der Bureaustunden am 14. No vember cr. bom Kassenbureau un entgeltlich ausgehändigt. Geschäftsjührer bezw. Betriebsbeamte, welche in Vertretung ihrer Arbeitgeber wählen wollen, haben ihre Vollmacht bis zun Wahltage im Kassenbureau niederzulegen. 276/5 Charlottenburg, 30. Oftober 1902. Der Kassenvorstand. gez. Wilhelm Sabor. 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Bersandhaus Germania, Unter den Linden 21. 12058* * 933 68 206059 152 205 87 466 566 600 80 849 66 207142 243 537 797 804 34 939 208013 335 57 538 660 922 30 209065 1500] 242 620 47 762 210043 96 141 51 266 329 81 699 965 211027 268 380 725 55 853 973 212069 76 343 645 51[ 500] 783 836 213009 55 117 45 51 538[ 10001 91 709 13 901 99 214134 69 72 202 316 410 84 714 985[ 3000] 215084 129 90 429 62[ 500] 216050 62 194 260 315 426 574 696 724 45 217147 48 414 714 3000] 31 848 941[ 500] 218129 408 596 672 778 863 936 219037 102 14 66 230[ 500] 327 79 549[ 3000] 705 35 853 984 T5001 220532 613 64 94 812 221019 31 221 316 26 [ 1000] 517 698 775[ 3000] 88[ 1000] 835 222138 87 200 387 110007 97 730 51 856 964 223032 60 326 68 76 436 676 802 57 76 78 80 958 224024 65 152 305 77 86 595 618 752( 1000) 20 Am Gewinnrade verblieben: 2 Gewture 4 150 000 9, 1 su 1000 t 1 zu 000 Mt., 3 a 800, 11 zu 15000 f. 16 3 10 44 su 5000 t, 613, 3000 Wil 678 au 1000 W, 1: 6 1500 Wt. 10035 181 366 402 71 582 898 990 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 81 * Schlafstellen. Freundliche Schlafftelle, 7 Mark. Mariannenstraße 36 I, Pfefferkorn. Gute Schlafstelle für anständigen Herrn Kleine Markusstraße 29 III, allert. 1665 号 Gesperrt sind folgende Werkstätten für Tischler, Einsetzer, Maschinen arbeiter und Bolierer: A. Schulz, Krautstr. 18/19. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Lur u. Engelbrecht, Görliger Ufer Wehner, Stallschreiberstr. 58. Bache, Fruchtstr. 8. Warner, Krautstr. 52( Gewerbebon. Schubert, Kaftanien- Allee 10. Die Ortsverwaltung. Achtung Tischler! 188/6 Nr. 256. 19. Jahrgang. für die westlichen Vororte mitzuteilen. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 1. November 1902. des Haushaltvorstandes ließ sich aus den Wohnungsfarten nicht ent- das Vertrauen zur Centralfommission verloren hätten und dann Eine Wohnungsstatistik nehmen, weil eine bezügliche Frage nicht gestellt war. Doch wurde weiter die vage Behauptung aufstellten, daß die Kommission die Frage des Einkommens nach Beruf aus den Wählerlisten er keinen Frieden haben wolle und den Kampf nur um des Kampfes für die westlichen Vororte Berlins. mittelt, indem der Steueranfab auf die Wohnungskarten übertragen willen weiter führe. Gelegentlich der letzten Bolkszählung wurde für Berlin und die wurde. Allerdings mußten dabei nicht nur sämtliche weibliche Haus direkt widersprechende Thatsache, daß es gerade auch in der Ueber die bekannte, ihren Behauptungen angrenzenden Gemeinden eine allgemeine Aufnahme der Verhältnisse haltungsvorstände unberücksichtigt bleiben, sondern auch alle die direkt widersprechende Thatsache, daß es gerade auch in der der Grundstücke und Wohnungen veranstaltet. Die Ergebnisse für die männlichen, welche nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen letzten Kaffenvertreter- Bersammlung wieder die Centralkommission westlichen Vororte Charlottenburg, Wilmersdorf, Friedenau, dauernd oder vorübergehend kein Wahlrecht befizen. Von den so be war, welche für die reduzierten Einigungs- Bedingungen Edmargendorf und Grunewald find vom Statistischen Amt der Stadt rechneten 27 936 männlichen Haushaltungsvorständen besaß nur eina eintrat und die höheren Forderungen zahlreicher Kassenvorstände beCharlottenburg bearbeitet und bereits veröffentlicht worden, während ein Viertel ein Einkommen von mehr als 2400 M., ein weiteres tämpfte, feßten sich die Apotheker einfach hinweg, da sie ja sonst ihre eine Statistik für Berlin und alle Nachbargemeinden demnächst vom Viertel hatte zwischen 1200 und 2400 M., ein drittes Viertel 900 Beschuldigungen nicht aufrecht erhalten konnten. Statistischen Amt der Stadt Berlin zu erwarten ist. Bis diese bis 1200 m. und das letzte Viertel 420 bis 900 m. Einkommen. Die weiteren Verhandlungen ergaben schließlich folgendes: Die Mit Ausnahme der Dentisten, Zahnärzte und Apotheker haben alle Statistik vorliegt, müssen wir uns darauf beschränken, die Resultate Berufsklassen Angehörige in der untersten Einkommen- Steuerstufe, Apotheker beantragten, daß von beiden Parteien ein SchiedsEine der charakteristischten Erscheinungen der Grundstücks- selbst solche Berufsgruppen, von deren Gliedern ein Teil ein Einrichter ernannt wird, dessen Spruch sich beide aufnahme ist zunächst die Zunahme des Mietstasernen Barteien bedingungslos unterwerfen. Als Schieds tu m3; die Mietsfaserne hat in den Vorortgemeinden allmählich Leider ist die kombinierte Auszählung von Einkommen und richter brachten sie den Herrn Oberpräsidenten v. Bethdas Landhaus verdrängt. Von je 1000 Häusern find in Wilmersdorf Wohnung, welche zuerst in Aussicht genommen war, infolge der Un- mann- Hollweg in Vorschlag, der von je einem Herrn der nur noch 98 einstöckig, in Friedenau 73, in der Billenkolonie Grune- vollständigkeit des Materials unterblieben. Aber auch so bietet die beiden Parteien persönlich gebeten werden soll, das Amt des Schiedswald 184, in Charlottenburg 76. Dagegen weisen 4 und mehr Stock- Statistik genug des Lehrreichen für den, der vorurteilsfrei an die richters zu übernehmen. werke in Wilmersdorf bereits 624, in Friedenau 467, in Charlotten- Prüfung des Materials Herangeht. Sie zeigt, daß nicht nur die Demgegenüber unterbreitete die Centralkommission folgenden burg 669 pro Tausend Häuser auf. Eine Ausnahme macht Mietspreise erheblich gestiegen sind, sondern daß auch ein immer Schmargendorf, wo noch 331 von tausend Häusern einstöckig und nur größerer Teil des Verdienstes für die Miete erforderlich ist, und zwar modifizierten Beschluß:„ Die Centralfonmission erklärt sich bereit, 117 bier und mehrstödig sind. Auch in der Villenkolonie Grune nicht nur bei Arbeitern. Die Wohnungsfrage ist eben eine Frage, einer Bersammlung von Kassenvorständen und Verwaltungsbeamten wald ist von einem Siege des Mietstasernentums vorläufig noch nicht die alle Berufsklassen in gleicher Weise interessiert, die aber nicht für die Annahme des Vorschlages der Apotheker zu empfehlen mit der die Rede; es sind nur 36 pro Mille der Grundstücke vier- und mehr sich besonders, sondern nur im Zusammenhang mit anderen Reformer Maßgabe, stödig. Mit dem Anwachsen des Umfanges der Grundstücke, Stod unsres Wirtschaftslebens ihrer Lösung entgegengeführt werden kann. 1. daß durch den Schiedsspruch die vertragliche Verpflichtung wverkhöhe und Wohnungszahl steigt naturgemäß auch die Beder Centralkommnission nicht berührt wird, nach welcher unter alleir iv ohnerzah L. Jn Charlottenburg begegnen wir Häusern mit einer Umständen die Droguisten die bevorzugten Lieferanten der freigegebenen Mittel bleiben müssen, tommen von 100 000 m. und mehr erreicht. Bewohnerzahl von über 200, Schmargendorf und Grunewald er Berliner Partei- Angelegenheiten. reichen 66 bis 70 Personen als Höchstzahl, während sich Wilmersdorf und Friedenau mehr Charlottenburg nähern. Diejenigen Parteigenoffen der Schönhauser Borstadt, welche am legten Sonntag in den Häusern Straßburgerstr. 58-59 Flug blätter verteilt haben, werden gebeten, ihre Adresse dem Bertrauensmann Karl Wünsch, Schönhauser Allee 103, zu überFlugblattverteilung zur Stadtverordnetenwahl. Parteigenossen Die Zahl der leerstehenden Wohnungen hat in und Genoffinnen! Sonntag früh 8 Uhr findet für den Charlottenburg in der Zeit von 1895 bis 1900 erheblich abgenommen. 4. Kommunal- Wahlbezirk eine Flugblatt- VerDie Aufnahme vom 2. Dezember 1895 ergab 4354 leerstehende teilung statt. Alle verfügbaren Genossen wollen sich im Lokale Wohnungen; am 1. Dezember 1900 dagegen waren nur noch 975 Sumte, Bülow str. 59, einfinden. Es ist Pflicht aller Genossen, Wohnungen unvermietet. Auch in der Art des Wohnens ist in Char- sich an der Verbreitung zu beteiligen. Die Vertrauensleute. Tottenburg zwischen den Zählungen von 1895 und 1900 eine bemerkenswerte Aenderung eingetreten. Während nämlich die Zahl der Wohnungen in diesem Zeitraum um 40,8 Proz. gestiegen war, hatte die Bevölkerung um 43 Broz. zugenommen, und demgemäß hatte sich ihre Unterbringung in erheblicherem Maße geändert. Das Abmieten unmöblierter oder möblierter Zimmer oder von Schlafstellen bildet im wesentlichen diese andre Form das Unterkommtens. In dieser Weise wurde dem Zuzuge unverheirateter Personen entsprechend Rechnung getragen. Es hat sich in der fünfjährigen Periode die Baht der Einmieter und Chambregarnisten um 80,7 Broz., die der SchlafTeute um 147,6 Proz. vermehrt. Man ersieht hieraus, daß die Bevölkerungszunahme nicht so sehr in der Form der Zunahme der selbst ständigen Haushaltungen vor sich gegangen ist, als vielmehr in dem mitteln. 2. daß der schiedsrichterlichen Verhandlung einerseits die Zugeständnisse der Apotheker vom 30. September dieses Jahres, andrerseits die Beschlüsse. der Kassenvertreter- Versammlung vom 22. Oftober d. J. zu Grunde gelegt werden." Die Centralfommission empfiehlt, daß zu der schiedsrichterlichen Verhandlung von jeder Seite zivci Experten ernannt werden. Die Apotheker erklärten hierauf nach längerer Beratung, daß sie diesen Antrag erst ihren Auftraggebern unterbreiten müßten. G fommit munt darauf an, ob die Apotheker dem Vorschlage der Centraltommission zustimmen und ob sich dann auch die KassenvertreterVersammlung mit diesem Vorgehen einverstanden erklärt. Lehnt eine der beiden Parteien ab, so ist bis auf weiteres und anscheinend auf lange Zeit ein Friedensschluss nicht zu erwarten. " Erster Wahlkreis. Die Parteigenossen werden auf die am Sonntag, den 2. November, vormittags 11 Uhr, stattfindende Urania Vorstellung hingewiesen. Zur Aufführung gelangt Tausend Jahre deutscher Kultur". Billets find noch bei Weihnacht, Ein Rezept gegen die Schuhmannsallmacht. Nach§ 501 der Grünftr. 21, und am Sonntagvormittag in der Irania, Tauben Str.-B.-D. fann das Gericht, falls ein Versehen durch eine wider straße 48/49, erhältlich. Die Vertrauensleute. besseres Wissen gemachte oder auf grober Fahrlässigkeit Lichtenberg. Die Parteigenoffen veranstalten am Dienstagabend beruhende Anzeige veranlaßt worden ist, dem Anzeigenden nwachsen der Ginzellebenden, und zwar leider verhältnismäßig am 8½ Uhr im großen Saale von Höflichs Lokal, Frankfurter Chauffee, die der Staatskasse und dem Beschuldigten erstärksten in der hygienisch und fittlich ungünstigsten Art der Schlaf- einen öffentlichen Vortragsabend. Zum Vortrag kommen wachsenen Kosten auferlegen. Amtsrichter Dr. Biele stellen. Die Ursache für diese Erscheinung ist in den teuren Wiets Die Weber", Drama von Gerhart Hauptmann. Recitator: Herr feld Stehl empfiehlt in der Deutschen Juristen- 8tg.", diese Bestim preisen zu erblicken, welche den Inhabern der Wohnung die Auf- altotte. Entree 15 Pf. Während des Vortrages bleiben die Saal- mung auf die Fälle auszudehnen, in welchen die grob fahrlässige nahme fremder Infassen wünschenswert und dem ein Unterkommen fuchenden Einmieter das Mieten besonderer Zimmer au fostspielig thüren geschloffen. machten. Der Anteil der Schlafleute betrug im Durchschnitt in Charlottenburg 28. in Wilmersdorf 16, in Friedenau 17, in Schmargendorf 8 und Grunewald 3 pro Mille der Bevölkerung, der der Chambregarnisten in Charlottenburg 40, Wilmersdorf 18, Friedenau 10, Schmargendorf und Grunewald je 11 pro Mille. Geht man von den Bewohnern auf die Haushaltungen über, so ist die Zahl der Haushaltungen ohne Einmieter und Schlafleute in Charlotten burg verhältnismäßig nicht hoch gestiegen, nämlich nur um 35 Broz., während die übrigen Haushaltungen um 75 Broz. zugenommen haben, und zwar die mit Einmietern allein um 44 Proz., die mit Schlafleuten allein um 125 Proz. und die mit Einmietern und SchlafLeuten um 266 Proz. " Lokales. Schuß dem Kommunalfreifinu"! " " bei den Gerichten noch vielfach die bedenkliche Neigung, die Polizeibeamten möglichst zu decken. Der allgemeine Spott der Ausländer bine!"" jei nicht ganz unberechtigt. Darum müsse bedauert über unsre Polizei Allmach t" und den Subaltern= werden, daß eine in der Rechtsprechung weit verbreitete Ansicht die Anwendung des§ 501 St.-P.-D. gegenüber den Anzeigen der Polizei- Drgane grundsäßlich ausschließe; gerade die Staats. anwaltschaft, welche sich oft genug in öffentlicher Gerichtsverhandlung durch fahrlässige Anzeigen ihrer Hilfsbeamten blosgestellt sche, habe ein Interesse an der Anwendung des§ 501 auf die Schutzleute. Zulässig ist die lettere zweifellos in allen Fällen, in denen ein Schußmann auf Grund eigner Wahrnehmungen eine zeige in wissentlich unwahrer oder grob fahrlässiger Weise erstattet hat. Herr Amtsrichter Dr. Bielefeld scheint nicht zu wissen, daß manche Staatsanwalte den Begriff Bloßstellung in einem von seiner Anschauung sehr abweichenden Sinne auffaffen und fein Appell an diese Hüter der Staatsautorität daher kaum viel fruchten wird. Zur Frage der Abschaffung der Gerichtsferien haben sich mun Anzeige eines Polizeibeamten vorliegt. Die Autorität und Beliebtheit der englischen und amerikanischen Schu Teute beim Publikum beruhe nicht zum geringsten auf der vorsichtigen Zurüdhaltung dieser Beamten und ihrer maßvollen Unterscheidung wichtiger Vergehen und unbedeutender Uebertretungen. Für etwaige Mißgriffe sei der fahrläfftge Die Ersakwahlen zur Stadtberordneten er Beamte haftbar. Bei uns dagegen sei das Publikum durch sammlung, die am 5. November im 4. und im 11. Bezirk die Gewöhnung an den Officialbetrieb und das übertriebene der 3. Abteilung zu vollziehen sind, werben auf freifinniger Eingreifen der Polizei in alle Verkehrsverhält Seite als eine Art Kraftprobe betrachtet. Im 4. Bezirt, der nisse so unselbständig geworden, daß es nur in den bisher von Birchow vertreten war, rechnen die Anhänger des Freisinns feltensten Fällen zu Schadensersay- Klagen schreitet. Dazu herrsche darauf, die überall vordringende Socialdemokratie wenigstens hier noch aufhalten zu können; im 11. Bezirk, der im vorigen Herbst Was nun die Mietspreise betrifft, so beträgt für ganz unfren Genossen Theodor Wegner ins rote Haus geschickt hatte, Charlottenburg die Durchschnittshöhe der Mieten 714 m., für geben fie sich der Hoffnung hin, es werde ihnen gelingen, dieses Wilmersdorf 697 M., für Schmargendorf 274 M., für Friedenau Mandat noch einmal zurückzuerobern. Man will zeigen, daß es 551 M. Dagegen übersteigt der Durchschnittsmietspreis in der Villen- ,, noch nicht aller Tage Abend ist". folonie Grunewald mit 1789 m. noch den Durchschnittssah des Die Kandidaten, mit denen der Freisinn in diesen beiden Beteuersten Stadtviertels von Charlottenburg. Läßt man die kleine zirken auf dem Plan erschienen ist, werden als, entschieden" Anzahl von Wohnungen, die entweder mur Küche oder ein unheiz- liberale Männer bezeichnet. Da aber für die Wahlen die bares Zimmer mit oder ohne Küche enthalten, außer Betracht, so beträgt der Durchschnittspreis für Wohnungen mit einem Heizbaren Unterstützung auch der andren" Liberalen, der sogenannten Zimmer in Charlottenburg 222 M., für Wohnungen mit zwei heiz- Kommunalliberalen", nicht gut entbehrt werden kann, so baren Zimmern 345 M. In Schmargendorf steigert der Miets- fucht man in der Agitation möglichst alles zu vermeiden, was die zuschlag für das zweite Zimmer den Mietspreis um mehr als 100 sonst so viel geschmähten„ Kommunalliberalen" verlegen könnte. In Brozent( 126: 259), in Wilmersdorf und Friedenau treten etwa den Reden der Freisinnskandidaten wie in ihren Flugblättern giebt 50 Broz. zum Mietspreis der Einzimmerwohnung hinzu. Dagegen fich der entschiedene" Liberalismus mit einer gewissen Vorsicht. ist der Mietszuschlag, der für das dritte bis zehnte Zimmer gefordert Selbst in dem zu Berlin SO. gehörigen 11. Bezirk, in dem wird, ein verhältnismäßig viel höherer als der, den das zweite die freifinnigen Worthelden wohl oder übel eine stärkere Zimmer erzielt. Die Dreizimmerwohnung tostet im Grunewald mehr als das Doppelte der Zweizimmerwohnung; in Charlottenburg toftet Tonart anschlagen müssen als in dem 4. Bezirk, der zu die Vorstände der Anwaltskammern gutachtlich geäußert. Die das dritte Zimmer durchschnittlich 300 m. mehr, in Wilmersdorf, Berlin W. gehört, lassen die Entschiedenen" auf ihre Mehrzahl derselben soll sich, der„ Deutschen Juristenzeitung" zufolge Friedenau und Schmargendorf über 200 2. mehr. anders"-liberalen Brüder doch nichts kommen. Die in ablehnendem Sinne ausgesprochen haben und zwar vorDen höchsten Mietspreis erzielt das heizbare Zimmer in der Socialdemokratie". so heißt es in einem Flugblatt des Freisinns- nehmlich aus zwei Gründen: erstens würde die Besetzung der Gerichts Mart den aller andern Gemeinden. Er erreicht in Charlottenburg auf den„ Kommunalfreisin" zu schimpfen. Das ist eine häßliche der Anwalt, der doch auch einmal Urlaub nehmen muß, die während Kolonie Grunewald. In ihr übersteigt der Durchschnitt mit 327 fandidaten im 11. Bezirk,„ können nicht den Mund aufthun, ohne abteilungen, Stammern 2c. während des Sommers( wegen der Beurlaubungen der Richter) fortwährend wechseln und zweitens fönne nur 76 Proz., in Wilmersdorf 70 Proz., in Friedenau 60 Pro3. und Art des Kampfes!" Wie vornehm das klingt, nicht wahr?! Dabei seiner Ferienzeit vor Gericht zur Verhandlung gelangenden Sachen in Schmargendorf nuz 48 Proz. des Mietspreises, der für ein heizbares Zimmer im Vorderhaufe der Grunewaldtolonie gezahlt wird, ist es noch gar nicht so lange her, daß auch die entschieden" nicht ausschließlich in seiner Hand behalten. Beides sei der Rechtsin der Hinterhäuser überhaupt nicht vorhanden sind. Für Charlotten- liberalen auf den Kommunalfreisinn" zu schimpfen" pflegten. Seit pflege noch weniger dienlich, als die Gerichtsferien. Der Vorstand burg stellt sich der Durchschnittspreis eines heizbaren Zimmers bei fie aber gemerkt haben, daß sie mit ihrem Schein der Berliner Anwaltskammer schlägt vor, alle VersäumnisKellerwohnungen auf 145 M., im Erdgeschoß auf 214, im Hoch- radikalismus teine Stimmen mehr fangen können, Sachen in den Ferien zu verhandeln und die Erhebung gewisser parterre auf 302 M. und im Halbgeschoß auf 189 W. Während ein haben sie das Schimpfen" auf die„ Kommunalfreifinnigen" an den Rechtsstreitigkeiten zu Feriensachen" möglichst zu erleichtern. Zimmer im ersten Stockwerk durchschnittlich 270 M. tostet, sinkt der Nagel gehängt und fordern nun Arm in Arm mit ihnen die Social- Aus der Magistrats- Sitzung vom Freitag. Für die folgenden Durchschnittspreis für das zweite Stocwert auf 253 M., für das demokratie in die Schranken. städtischen Bauten wurden vom Magistrat die Pläne und dritte auf 234 M., für das vierte auf 195 W., für das fünfte auf Wir finden, daß dieses offene Eintreten für den Sosten vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten genehmigt: 171 M. Eine Sonderstellung nehmen die durch mehrere Stodwerke gehenden Wohnungen ein; ihr Durchschnittspreis beträgt pro Zimmer , Ronimunalliberalismus" sehr zur Klärung der Situation Eine achtzehnklassige Gemeindeschule in der Butbuferstraße, Baukosten im Grunewald 351 M., in Charlottenburg 344 M., in Wilmersdorf beiträgt. Auch der Kurzsichtigste unter den Wählern wird nun 541 000., eine 36 flasfige Gemeindeschule an einer noch nicht bes 283 M., in Friedenau 209 M. und in Schmargendorf 158 M. Im wissen, woran er ist. Wer in den letzten Jahren die Vorgänge in nannten Straße bei der Greifswalderstraße für 738 000 M. Der Bau ganzen bleiben Wilmersdorf. Friedenau und Schmargendorf mit ihren unsrer städtischen Verwaltung aufmerksam verfolgt hat, der weiß ferner verschiedene An- und Neubauten auf Feuerwachen für Durchschnittspreisen pro Bimmer erheblich hinter dem Charlotten- freilich ohnedies daß die Grenzlinie zwischen den Entschiedenen" der 73 000 m. Da die Verhandlungen mit den Wollankschen Erben burger Durchschnitt zurück; nur ganz vereinzelt, wohl in besonders Reuen Linten" und den Pflaumweichen" der, Alten Linken" wegen Abtretung von Bauterrain zum Bau der großen Neberbrückung reich ausgestatteten Wohnungen, wird ein höherer Preis erzielt. Vergleicht man die Bahlungsresultate der Jahre 1895 und 1900, längst verwischt ist. Der Wahltag bietet Gelegenheit, dem scheinradikalen des Bahnhofes Gesundbrunnen im Zuge der Bellermann- und Swineso ergiebt sich, daß in Charlottenburg der Mietwert für eine Wohnung Flügel des Berliner Stadtfreisinns über das, was auch er in der Kom- münderstraße zu feinem Ergebnis geführt haben, hat der Magiftrat im Borderhause um 23 Proz., im Hinterhause um 25 Pro3. zuge- munal- Berwaltung gesündigt hat, die verdiente Quittung auszustellen. beschlossen, die Enteignung des zum Bau nötigen Geländes bei Zum Oberarzt am nommen hat. Nach der Bahl der Zimmer bilden an beiden Auf- Wenn am 5. November die socialdemokratische Wählerschaft ihre den zuständigen Behörden zu beantragen. nahmeterminen die Wohnungen mit ein oder givei Bimmern 3 u städtischen Waisenhause zu Nummelsburg wurde Dr. Erich Müller gewählt. Das Feuerwehr Denkmal soll am Montag, den sammen über die Hälfte aller Wohnungen( 58,9 Proz. im Jahre 17. November, enthüllt werden. 1895 und 56,2 Proz. im Jahre 1900). Nicht weniger als 9051 Menschen lebten Ende 1900 in überfüllten Wohnungen, und dabei gilt Die Oeffentliche Bibliothek und Leschalle zur unentgeltlichen nach der Statistik eine Wohnung erst dann überfüllt, wenn fie aus Benutzung für jedermann, Alexandrinenstr. 26, blidte am 25. Oftober 1 heizbarem Zimmer( mit und ohne Küche) ohne unheizbare Nebendieses Jahres auf ein dreijähriges Bestehen zurück. Das Institut räume besteht und von mindestens 6 Personen bewohnt wird. In hat in seinem dritten Lebensjahre an innerem Wert erheblich Betracht kommen hier im ganzen 1361 folcher Wohnungen gegen 978 Die Einigungsverhandlungen zwischen den Apothekern und der gewonnen, indem die Bibliothek durch Einstellung neuer Bücher im Jahre 1895, und von diesen hatten 20 mit zusammen 131 Be- Centraltommiffion sind wiederum resultattos verlaufen. bestände wesentlich erweitert und die Lesehalle durch Hinzufügung In einer Sigung, die am Donnerstag tagte, lehnten die Apotheker wertvoller, belehrender und unterhaltender Zeitschriften bereichert Betrachten wir schließlich den Beruf und Miete sowie Benicht nur die von den Krankenkassen in der Versammlung vom worden ist. Bei den vorgenommenen Ergänzungen haben die von ruf und Einkommen, so ergiebt sich, daß von geivöhnlichen 22. Oftober aufgestellten Ginigungsbedingungen( Siehe Ver- den Lesern ausgesprochenen Wünsche thunlichste Berücksichtigung Arbeitern aller Art weitaus die Mehrzahl 200 bis 250 M. Miete fammlungsbericht in Nummer 248 des„ Vorwärts") rundweg ab, gefunden. zahlte. Die qualifizierten Arbeiter, die Gesellen und Gehilfen zahlden Die Benutzung des Instituts hat im letzten Jahre wiederum ten höhere Mieten. Bei den Arbeiterinnen find die Mieten weit ondern zogen außerdem ihre sämtlichen, eine erhebliche Steigerung erfahren. Die Lefesäle wurden von niedriger. 303 von 1000 zahlten bis zu 150 m., 192 über 150 bis tassen bereits gemachten Zugeständnisse zurüd. 60 670 Personen, und zwar 58 201 Männern und 2469 Frauen be 200 M., 253 über 200-250 und 169 über 250-300 2. Von Dieses brüste und ganz unerwartete Vorgehen gegenüber den Kassen versucht, denen die ausliegenden 450 Zeitungen und Zeitschriften jeder Handwerksmeistern zahlten 224 pro Tausend bis 300- M., 271 fuchten die Apotheker mit einigen ganz deplazierten Angriffen auf Art und Richtung reiche Förderung und Anregung boten. zwischen 300 und 500 W., 203 von 500-600 M. Das Einkommen die Centralfommission au rechtfertigen, indem sie erklärten, daß fie Arbeitszimmer der Lesehalle aufgestellte Nachschlage- Bibliothek wohnern nicht einmal eine Küche. " " " " " Pflicht thut und vollzählig erscheint, um im 4. Bezirk unsrem Genoffen Dr. Leo Arons, im 11. Bezirk unfrem Genoffen Emil Voigt ihre Stimme zu geben, dann können unsre freifinnigen Gegner am Ende doch eine böse Ueberraschung erleben. Zum Apotheken- Boykott. " 0 Die im 9 bis 1 und 3 bis 6 Uhr geöffnet. V 5 Männer und 3 Knaben. Von der Stadtbahn wurde eine Person, " 4 bis 5 M. war. Aus den Nachbarorten. wurde von den Besuchern in unfaffender Weise zu State gezogen und| Stadtverordneten- Versammlung sprach Stadtv. Professor Glazel, für| Wehr in der Stülerstr. 5, Langeftr. 58 und in der Fruchtstr. 69 zu wies 12 332 Benutzungen auf. die Schuldeputation Stadt- Schulinspektor Stubbe. Ansprachen von beobachten. In der Gipsstr. 8 waren in der Wohnstube Möbel, In der Ausleih- Bibliothek wurden im dritten Betriebs- Mitgliedern des Lehrerkollegiums, von verschiedenen Abordnungen, Kleidungsstücke 2c. in Brand geraten, der jedoch in kurzer Zeit er fahre 59 447 Bände verliehen, von denen 21 in Verlust gerieten. Deklamationen der Schüler und Gesang schlossen die Feier. stickt werden konnte. Alarmierungen, die Donnerstagabend in der Von der Gesamtziffer entfallen 45 371 Bände auf die Unterhaltungsund Jugendschriften und 14 076 Bände auf belehrende Litteratur. Die Zahl der im Straßenverkehr Berlins verunglückten Personen achten Stunde nach der Ritterstr. 48 und nach der Königstr. 50 er folgten, waren auf unbedeutende Anlässe zurückzuführen. Zum UeberDiese Ziffern werden sich im nächsten Jahre zu Gunsten der ist in diesem Monat gestiegen. Getötet wurden 8 Personen gegen fluß wurde die Wehr noch während der Nacht zum Donnerstag belehrenden Litteratur erheblich verschieben, weil einige wissenschaftliche 7 im September, während 23 Personen gegen 15 im vorigen Monat zweimal böswilligerweise alarmiert, nach der Putbuserstr. 27 und Abteilungen erst seit kurzer Zeit dem Publikum zugängig sind und schwere Verlegungen erlitten. Unter den Getöteten befinden sich ber Ackerstr. 129. In beiden Fällen gelang es leider nicht, der andre neue Fächer der Benutzung überhaupt noch nicht übergeben durch Roll- und Lastwagen 4 Personen, 2 Knaben durch Wagen Thäter habhaft zu werden. werden konnten. Im ganzen sind im dritten Jahre 71779 Bücher der großen Berliner Straßenbahn und ein Kind durch einen Wagen Zeugen gesucht. Die Personen, welche gesehen haben, wie in in und außer dem Hause entlehnt worden; in den drei Betriebs- der Westlichen Berliner Vorortbahn getötet. Schwerverletzt wurden der Nacht vom 6.- 7. September vor dem Hauſe Schönhauser jahren zusammen 172 448 Bände. Der stetig wachsende Leserkreis, im Straßenbahnverkehr 18, im übrigen Straßenverkehr 10 Personen. Allee 152 ein Arbeiter von einem Manne geschlagen wurde, werden der jetzt 5856 Lefer umfaßt, dehnt sich durch alle Stadtteile bis in 6 Personen von der ersteren Gruppe verunglückten beim Auf- resp. gebeten, ihre Adresse an Wilhelm Haase, Tapezierer, Schönhauſer die Vororte hinein aus. Die verschiedenen Stände und Berufe sind wie folgt beteiligt: 3052 gewerbliche Arbeiter, 1532 Kaufleute und Beschädigungen durch Ueberfahrenwerden zu, während 3 Personen bei Absteigen. 14 von den 23 Schwerverletzten zogen sich die schweren Allee 141, Hof part., gelangen zu lassen. weibliche Handelsangestellte, 116 Aerzte und Juristen, 262 Staatsund Privatbeamte, 202 Lehrer und Lehrerinnen, 84 Studenten, Busammenstößen von Fuhriverken erheblich verlegt wurden. 217 Seminaristen und Schüler und 391 Personen ohne Beruf. Berlin im Zeichen des Verkehrs. Das Polizeipräsidium teilt Aus Schmargendorf wird uns geschrieben: Nachdem die GeDie Gesamtzahl der Besucher, die im dritten Betriebsjahre mit: Aus Anlaß der am 4. November im Lustgarten stattfindenden meindevertretung die Amtszuschuß- Angelegenheit des Genteinde- VorBibliothek und Lesehalle benuzten, belief sich auf 120117 Personen. Seit Rekruten Vereidigung werden der Lustgarten, die Schloß stehers Hohmann durch den Bescheid des Landrats für erledigt der Eröffnung vor drei Jahren insgesamt 294 531 Personen das freiheit, die Schloß- und Kaiser Wilhelm- Brücke von 9 1hr vor erachtet hat und weitere Konsequenzen zu ziehen nicht geneigt ist. Institut aufgesucht. Troß dieser hohen Besuchsziffer haben die mittags ab bis nach beendeter Feier für jeden Verkehr gesperrt. find wir genötigt, die Oeffentlichkeit und vor allem die Behörden Aufsichtsbeamten im Laufe der drei Jahre nur ein einziges Mal Anlaß zum Einschreiten gehabt; die Haltung des Publikums war Sechs Mart für eine goldene Uhr. Von dem großen Unbekannten über die Sachlage zu informieren. Bei Gründung des Amtsbezirks eine musterhafte. Gin dringender Wunsch vieler Besucher wird im will ein 17jähriger Bursche, der Anleger Wilhelm Dräger aus Stein- Schmargendorf stellte der Gemeindevorsteher H. beim Teltower Kreis neuen Jahre in Erfüllung gehen. Der umfangreiche Katalog der höfel, eine schöne goldene Uhr billig gekauft haben. Ein Kriminal- den erfolgreichen Antrag auf Gewährung eines Amtszuschusses für die Gemeinde, nicht für sich selbst. Die Gemeinde setzte das Bibliothek, dessen Drucklegung rüftig vorwärts schreitet, wird in beamter traf den Burschen, als er in der Rosenthalerstraße einem einigen Monaten zum Abluß gelangen und alsdann dem Publikum Herrn die dreikapselige Remontoir- Uhr für 6 M. anbot. Auf die gesamte Dienſteinkommen ihres Vorstehers, der gleichzeitig zu einem geringen Preise überlassen werden. Frage, woher er denn die Uhr habe, erzählte er, sein Onkel habe sie Amtsvorsteher ist, einschließlich der Standes- und AmtsDas Institut ist nach wie vor wochentäglich in den bequem ihm geschenkt. Als er mm aber sagen sollte, was für ein Mann einnahmen fest. Demgemäß führte der Gemeindevorsteher in den Riegenden Abendstunden von 5 bis 10 Uhr und Sonntags von und gab jest an, ein feiner Herr, der ihn Unter den Linden getroffen auf und zahlte die Beträge an die Gemeindekasse. Auch im laufenden dieser Onkel sei, wo er wohne usw., da geriet er in einige Verlegenheit Borjahren den Amtszuschuß im Gemeinde Etat als Einnahme und in den Tiergarten mitgenommen, habe sie ihm für gewisse Dienste Geschäftsjahre ist der Posten von der Rechnungskommission im BeiDas Interesse des Unternehmertums an öffentlichen Angelegen- geschenkt. Aber auch mit diesem alten Verbrecherkniff, dessen Kentnis fein des Gemeindevorstehers in den Etatsentwurf aufgenommen, heiten ist in diesen Tagen treffend durch eine Versammlung gekenn- für den jungen Bengel bezeichnend ist, kam er nicht durch, deshalb vom Gemeindevorsteher aber ohne Wissen und Willen der Kommiſſion zeichnet worden, welche sich mit der Stellung der Arbeit zog er sich schließlich auf den großen Unbekannten zurück, von dem aus der Vorlage weggelassen worden. Der Gemeindevertretung geber zur Gewerbegerichtswahl befassen sollte. Ein- er die Uhr im Hanımelstall", einer bekannten Kaschemme in der machte er auch die gründliche Prüfung des Etats unmöglich, indem berufer der im Lokal Südost, Waldemarstr. 75, abgehaltenen Ver- Georgenstraße, in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße, gekauft die Etatsaufstellung erst am Sitzungstage zur Kenntnis der Gesammlung war der Stadtverordnete Karl Goldschmidt. Von habe, und zwar auch für 6 Marf. Die Uhr ist ohne Zweifel irgendwo meindevertreter gelangte. Eine nochmalige Beratung in einer 740 eingeladenen Unternehmern waren im ganzen 26 erschienen. gestohlen worden, die Kriminalpolizei hat aber von dem Diebstahl späteren Sizung lehnte der Gemeindevorsteher ab, weil der Stat Herr Goldschmidt eröffnete die Versammlung und bestellte sich aus noch keine Anzeige gemacht. Es wäre wünschenswert, daß sich der angeblich wenige Tage später dem Landrat eingereicht werden Der kleinen Zahl der Anwesenden drei Personen zur Bildung des Eigentümer der Uhr, die die Nummer 12 449 trägt, bei der Kriminal- müſſe. In andren Orten des Kreises fand die Etatsberatung aber Bureaus. Dann begann der ebenfalls von Herrn Goldschmidt polizei zur Aufklärung der Angelegenheit meldete. erst wesentlich später statt. Die unbefugte Abänderung des Etats gehaltene Vortrag, der in die Mahmung ausflang, doch sowie die einzigartige Behandlung der Etatsberatung ließen die beja dafür zu forgen, daß fein Socialdemokrat Im Magazingebände der königlichen Theater in der Französischen denklichsten Ansichten aufkommen. Mit der vom Landrat verfügten zum Arbeitgeber Beisiger gewählt werde; es sei schon straße gab es gestern großen Kehraus. Die ausrangierten Garderobe Rückzahlung des Betrages kann die Sache nicht erledigt sein. bedauerlich genug, daß die Socialdemokraten als Arbeitnehmer- stücke, fowie die in den königlichen Theatern zurückgelassenen und nicht abgeholten Gegenstände wurden meistbietend versteigert. Die In den Nixdorfer Rollbergen" wurde am Donnerstagabend Beifizer fungierten. Herr Goldschmidt unterließ es, ein probates Auktion hatte zahlreiche Kauflustige und viel Neugierige angelockt. durch herabfallende Sandmassen das siebenjährige Töchterchen des Mittel anzugeben, durch welches etwa dieſer bedauerliche Zustand Auch aus der Provinz waren Bühnenleiter erschienen, in die Lederarbeiters Koditet, Selchowerstr. 3 wohnhaft, verschüttet. Mittel anzugeben, durch welches etwa diefer bedauerliche Zustand geändert werden könnte. Nun ging es an die Aufstellung der ge- günstige Gelegenheit zur Bereicherung ihres Fundus zu benutzen. Auf das Geſchrei andrer Kinder, mit welchen die kleine St. an der forderten neun Kandidaten. Das war aber nicht so einfach, denn es Der größte Teil der Sachen ging allerdings in die Hände der Unfallſtelle gespielt hatte, eilte ein junger Mann herbei, welchem es mochte der eine in dem andren einen Socialdemokraten wittern, und erst nachdem Herr Goldschmidt darauf hingewiesen hatte, daß es für Maskenverleiher über. Zuerst kamen 24„ bergessene" Operngläser gelang, das Kind aus seiner entsetzlichen Lage zu befreien. Das jede Sizung 6 M. Entschädigung gebe, traten neun Herren mit der aus- das eine mit 20 m. bezahlt wurde, während der Durchschnittspreis getragen und wurde nach der Unfallstation gebracht. Nachdem fie unter den Hammer, darunter zwei kostbare Perlmuttergläser, von denen kleine Mädchen hatte einen Bruch des rechten Oberschenkels davonbrücklichen Versicherung hervor, daß sie keine Socialdemokraten seien. Diese Herren wurden dann auch als Kandidaten aufgestellt. Einige andre Es folgten viele Portemonnaies, Lorgnetten, hier verbunden war, mußte die Verunglückte nach der elterlichen Teilnehmer der Versammlung wählte man in das Wahlkomitee. Broschen, Fächer und Pompadours, Shawls, Federboas, Gürtel, Wohnung transportiert werden, da weder in Berlin noch in Num kann der Ordnungskampf gegen die Socialdemokratie Los- Muffen 11. a. Einem Besucher war sogar der Trauring aus der den Vororten ein Krankenhaus ein Bett für die Num kann der Ordnungskampf gegen die Socialdemokratie los- Westentasche gefallen, ohne daß er es gemerkt hatte. 40 Baar Hand- Aufnahme frei hatte. gehen. schuhe brachten 4,60 m., 40 Taschentücher 9 M., 10 Paar GummiDie Eheschließungen find in diesem Jahre um den 1. Oftober schuhe, die sofort in dritte Hand übergingen, 3,60 m., 24 Schirme Jn der letzten Kommissionssigung erstattete der Vorsitzende, AmtsDie Thätigkeit der Gesundheitskommission in Friedrichshagen. herum nicht so zahlreich gewesen, wie im Jahre 1901. In den 21 M. Den Fundstücken schloß sich dann die ausrangierte Theater- und Gemeindevorsteher slut, Bericht über die im Sommer stattvier Wochen vom 21. September bis zum 18. Oktober find diesmal garderobe an, die ca. 50 große Körbe und Pakete füllten. Ein gefundenen Revisionen der Grundstücke. Mit wenigen mur 3339 Ehen geschlossen worden, während im vorigen Jahre die großer Sack Turbans wurde mit 1 M. losgeschlagen, ein Haufen Ausnahmen haben diejenigen Besitzer, auf deren Grundstücke von der vier Wochen vom 22. September bis zum 19. Oktober 3638 Che- Rürasse mit angearbeiteten Röcken brachte 6 M., ein großer Sack Kommission Mißstände festgestellt wurden, den behördlichen Anordschließungen gebracht hatten. In der zweiten Oktoberwoche pflegt Wollstrümpfe 8,20 m., ein Sad voll Stulpenstiefel 8,50 W., 5 weiße nungen entsprochen. Nur in einem Falle wurde die Androhung die Zahl der Cheschließungen alljährlich ihren Höhepunkt zu erreichen. Uniformen u. a. zusammen 10 M. beziehungsweise die Festsetzung einer Exekutivstrafe Jm vorigen Jahre waren in der Woche vom 6. bis zum 12. Oktober note 1079 Chen geschlossen worden, davon allein 236 am Sonnabend Einen tödlichen Ausgang hat ein Fahrstuhl- Unfall ge= mendig. Die vollständig befriedigende Herbeiführung sanitärer Zustände wird jedoch erst durch die ( 12. Oktober). In diesem Jahre wurden in der Woche vom 5. bis nommen, der sich vor acht Tagen in dem Schneidergeschäft von Vollendung der zum 11. Oftober 1056 Chen geschlossen, davon 232 am Sonnabend Bernward Leineweber am Köllnischen Fischmarkt Nr. 4 er= Wasserleitung und Kanalisation eintreten. Eine erneute Ste vision ( 11. Oktober). Auch in diesen Zahlen zeigt sich ein kleiner Rückgang eignete. Die 25 Jahre alte Näherin Agnes Hoffmann vom der Barbierstuben hat die Beseitigung der von der Komgegenüber dem vorhergehenden Jahre. Rottbuser Damm Nr. 7 wollte dort mit dem Fahrstuhl vom dritten mission gerügten Uebelstände ergeben. Verschiedene HandwerksStock hinunterfahren. Als sie die Thür zum Schacht öffnete, war meister sind dem Wunsche der Kommission, ihre Werkstätten der Stuhl schon anderthalb Meter tiefer. Die Unglückliche fah das nicht mehr als Schlafräume zu benußen, bereitwilligst nachnicht, stürzte topfüber in den Schacht hinan, zertrümmerte sich auf gekommen. Den Bädermeistern ist auf Ersuchen der Kommission dem Fahrstuhl den Schädel und geriet mit einem Bein zwischen vom Amts- und Gemeindevorsteher aufgegeben worden, das Stuhl und Wand. Im St. Hedwigs- Krankenhause ist sie jetzt ihren sowie die Ware nicht unverpackt zu befördern. Die KinderBetasten der Backware nicht zu gestatten, Verlegungen erlegen. sterblichkeit in der Gemeinde ist im laufenden Jahre Von einem Radfahrer überfahren wurde gestern vor dem Hause gegen das Vorjahr bedeutend zurückgegangen. Nach der Wilmersdorferstr. 56 zu Charlottenburg der 14 Jahre alte Maurers Berichterstattung des Vorfißenden faßte die Kommission folgende Bei dem Brande im Hause Stralauerstr. 26 wurden neunzehn lehrling Paul Lautenschläger aus derselben Straße Nr. 134, als er Beschlüsse: Den Händlern mit Nahrungs- und Genußmitteln Personen durch die Feuerwehr dem Tode entrissen. Zwei Kinder, für Arbeiter eines Neubaues aus einer gegenüberliegenden Wirtschaft sowie den Schant- und Gastwirten ist aufzugeben, unde in ihren dem Schlossermeister N. gehörig, erlitten Brandwunden, die fich Bier holte. Er erlitt eine Armverstauchung und so schwere innere Geschäftslokalen nicht zu dulden. Wird dem Wunsche der jedoch glücklicherweise als ungefährlich herausstellten. Durch das Verletzungen, daß man ihn in ein Krankenhaus bringen mußte. Sommission nicht Rechnung getragen, so wird der Vorsitzende als Feuer, welches die Löschmannschaften bis nachts um 2 Uhr be- Den Radfahrer, der nicht geflingelt hatte, schütte ein Polizeibeamter Amtsvorsteher ersucht, geeignete Maßnahmen gegen die befchäftigte, ist das ganze Grundstück, Borderhaus sowohl wie Quervor einer Tracht Prügel, die ihm die Maurer zugedacht hatten. treffenden Geschäftsinhaber anzuwenden. Eine Besichtigung gebäude, so gut wie vernichtet. Das Feuer entstand auf dem Hausflur des Vorderhauses, woselbst der Eigentümer des Grund- Zu einem erbitterten Kampf im„ Grünen Wagen" tam es in der iolcher Räume, in denen von Gewerbetreibenden Bier stücks, der Droguenhändler C. F. Neumann, acht Sack Naphtha gestrigen Nacht gegen 2 Uhr in der Alten Schönhauserstraße. Ein auf Flaschen gefüllt wird, soll demnächst erfolgen, zu lagern hatte, auf bisher unaufgeklärte Weise. Naphtha an schwerer Verbrecher, welcher verhaftet worden war, sollte mit dem Bei der Gemeindevertretung zu beantragen, zur Anschaffung und für sich brennt nur wenig, aber verdunstet start, und gewöhnlichen Sammlerwagen für Gefangenentransporte nach dem eines Krantenwagens die Mittel in den nächstjährigen die Gase brangen über das Treppenhaus bis zum Dachboden, Polizeipräsidium gebracht werden. Als der Verbrecher den Wagen Gemeinde- Etat einzustellen. Der Vorsigende wird ersucht, sich mit und über den Hof hinweg nach dem Quergebäude, um sich dann besteigen sollte, widersetzte er sich und wild um sich schlagend, machte dem Forstfiskus in Verbindung zu setzen, damit den Gemeindeexplosiv zu entzünden. In wenigen Sekunden bildete das Grundstück er den Versuch zu entfliehen. Nur mit Mühe gelang es den ver- mitgliedern gestattet wird, etwa bis jetzt noch verbotene Forstein einziges Flammenmeer. Treppen und Thüren gerieten in Brand, einten Anstrengungen der Beamten, den Gefangenen in den Wagen wege betreten zu dürfen. Auch wird die Benutzung einiger das Feuer drang teilweise in die Wohnungen, so daß die Lösch hineinzubringen, doch auch dort setzte er den Kampf noch fort. Er Jagen des kgl. Köpenicker Forstreviers als Erholungspläge mannschaften bei ihrem Eintreffen einen außerordentlich schweren mußte in die Jfolierzelle gebracht werden, was erst nach schwerem in Aussicht genommen und der Forstfiskus zu ersuchen sein, der Stand hatten. Die Bewohner des Vorderhauses wurden über anhaltenden Kampfe gelang. artige Flächen gegen eine geringe Pachtsume auf mehrere Jahre zu überlassen. mechanische Leitern, diejenigen des Hinterhauses über Hakenleitern Radfahrer auf Weltreisen. Die beiden Dauerfahrer Nobl und durch die Fenster gerettet. Die mit Rauchhelm ausgerüsteten Sapeure Didentmann werden ihre Fahrt nach Australien Anfang November Charlottenburg aus gegebene Anregung hin die Vornahme einer In Wilmersdorf beschloß die Gemeindevertretung auf eine von gingen gegen das Feuer mit fünf Schlauchleitungen so energisch auf dem Norddeutschen Aloyddampfer Großer Kurfürst" antreten. Die Statistik der Neu- und Umbauten, sowie der leerstehenden vor, daß bereits um 11 Uhr Feuer aus" gemeldet werden komite. Schrittmacher der beiden Meisterschaftsfahrer werden am 5. November Die Aufräumungsarbeiten zogen sich jedoch wie gesagt, bis 2 Uhr von Bremen abfahren, während N. und D., welche noch furz vorher inwohnungen am Drte. Weiter wurde beschlossen, die am Drte nachts hin und alsdann blieb auch noch eine Wache mit einer Paris starten, von Neapel aus die Seefahrt unternehmen. Robl wird von zudehnen. Als es sich um die Mietung von weiteren Schulräumen bestehende Volksbibliothek" auch auf den Ortsteil Halensee auss Schlauchleitung am Brandort zurück. Von den Bewohnern konnten den beiden Schrittmacherpaaren Brettschneider- Steege und Thomann für die Gemeindeschule im Friedenauer Ortsteil handelte, nur zwei Familien im Hause bleiben. Wolf begleitet, dagegen nimmt Dickentmann nur die beiden Chauffeure teilte der Gemeindevorsteher mit, daß nächstens die letzte fliegende Dem Volke muß die Religion erhalten bleiben. Gestern wurde Lehmann und Schmidt mit. Das Endziel ist Melbourne, wo sie klasse, die noch am Ort bestehe, beseitigt sein werde. Das Schulin der Soldinerstraße auf dem Gesundbrunnen die Grundstein- voraussichtlich am 26. Dezember eintreffen und am 28. Dezember haus, welches die Gemeinde für diejen Ortsteil projektiert hat, hofft legung einer neuen Kirche unter den üblichen Geremonien voll- auf der dortigen Rennbahn starten werden. Falls sie gute Erfolge man am 1. Oftober 1904 fertiggestellt zu haben. Die Ein= Selbstverständlich war hierbei der unvermeidliche Herr haben, beabsichtigen Bobl und Didentmann, welche ohne festes wohnerzahl von Wilmersdorf ist am 1. Oftober auf 39 707 v. Mirbach anwesend. Eine sonderbare Logik: Da die vorhandenen Engagement auf eignes Risiko die Fahrt unternehmen, sich auch nach gestiegen. Stirchen ohnehin schon leer sind, müssen noch neue gebaut werden. Südafrika zu begeben. Lichtenberg. Ueber den Stand der EingemeindungsDie neuen Schnellzüge Berlin- Hamburg, welche von heute abend Bflinit. Der Berliner Verein für häusliche Gesund frage machte Gemeindevorsteher 3iethen in der vorgestrigen a regelmäßig verkehren werden( Nr. 14 und Nr. 11) führen die erste, heitspflege unterhält u. a. eine Poliklinik im Hause Sigung der Gemeindevertretung folgende Mitteilungen: Auf eine zweite und dritte Wagenklasse und halten zwischen Hamburg und Weinbergsweg 7, I. Die Sprechstunden in den einzelnen Ab- persönliche Anfrage beim Magistrat von Berlin sei ihm die Auss Altona auf allen Stationen, Zug 11 aber in Klosterthor nur teilungen, denen tüchtige Special- Aerzte vorſtehen, find folgende: funft geworden, daß die Berliner Kommunalbehörden die Verhandzu a aussteigen. Der Berliner Zug geht heute abend 810 vom Täglich von 8-9 Uhr: Zahn- und Mundkrankheiten; bon 10-11 Uhr: lungen mit Lichtenberg erst dann wieder aufnehmen wollten, wenn zehrter Bahnhof ab und trifft in Hamburg- Altona 1207 bezw. 1230 Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten; von 11-12 Uhr: Frauen- die Staatsregierung sich offiziell über ihre Stellung zu dem nachts ein; der Hamburger Zug verläßt Altona um 744, frankheiten; von 12-12 Uhr: Augenkrankheiten( Kassentrante); Blan geäußert habe. Bisher sei eine solche Aeußerung nicht erfolgt Hamburg B um 820 abends und trifft in Berlin( Lehrter Bahnhof) von 12-1 Uhr: Augenkrankheiten( Unbemittelte). Ferner täglich und so lasse sich über den Ausgang der Angelegenheit nichts vorhervon 2-3 Uhr: Chirurgie und Orthopädie; von 5-6 Uhr: Kinder- sagen. Der Gemeindevorsteher theilte dann noch mit, daß die Der 80. Geburtstag des Rektors August Seiffert wurde am frankheiten. Außerdem Montag, Mittwoch, Freitag von 9-10 Uhr: Meldung einiger Blätter, wonach der Plan der Stadtwerdung noch Freitagvormittag in der festlich geschmückten Aula der 15. Gemeinde- Innere Strankheiten und Dienstag, Donnerstag und Sonnabend von im Landratsamte liege, irrig fei; vielmehr beschäftige fich der foule Kaftanien- Allee 82 gefeiert. Mit den Angehörigen des greifen on 9-10 Uhr: Nervenkrankheiten. Außer freier ärztlicher Behand- Regierungspräsident mit diesem Plan. Nach einer Erörterung der Geburtstagslindes, dem Zehrerkollegium und den Schülern berung erhalten bedürftige Patienten auch freie Medikamente, Milch Angelegenheit, die das„ freundschaftliche" Verhältnis der bürgerlichen Interessengruppen zu einander in strahlender Beleuchtung zeigte, gab 15 Schule waren Vertreter der städtischen Behörden, Abordnungen für Kinder, Lebensmittel, Feuerung usw. Der Magistrat beschäftigte sich am Freitag noch mit dem Entwurf für eine Polizeiverordnung zur Einschränkung des Berliner Straßenhandels. Der Entwurf hat schon die Verkehrsdeputation, sowie die Deputation für die Straßenreinigung und die Gewerbedeputation beschäftigt, die sich dagegen ausgesprochen haben. Der Magistrat beschloß, den Entwurf der Stadtverordneten- Versammlung zur Aeußerung vorzulegen. zogen. um 1159 nachts ein. au Inz dem an Lel ens- wie " " ¡ ommunalen und pädagogischen Kreisen, frühere Kollegen Feuerbericht. Am Donnerstagabend wurde die Wehr mehrfach die Gemeindevertretung dem Wunsche Ausdruck, der Gemeindeit ib in beträchtlicher Anzahl ehemalige Schüler erschienen, in Anspruch genommen. Während noch einzelne Züge bei dem vorsteher möge noch einmal versuchen, in einer Audienz den Minister an Dienstjahren ältesten Volts- großen Brande in der Stralauerstr. 26 beschäftigt waren, liefen von von der Unhaltbarkeit des gegenwärtigen Zustandes zu überzeugen. faullehrer Berlins, der nun 56 Jahre im öffentlichen Schuldienst, verschiedenen Seiten Feuermeldungen ein. So wurde die Wehr nach Der Gemeindevorsteher versprach, sich in diesem Sinne bemühen davon 55 im Dienste der Stadt, thätig ist und 44 Jahre an der der Gontardstr. 3 gerufen, wo Gardinen und Kleidungsstücke in zu wollen. Size feiner Schule steht ihre Glückwünsche darzubringen. Der einer Wohnung in Flammen aufgingen. In der Rosenthalerstr. 4 Maira war vertreten durch Stadtschulrat Gerstenberg, der Herrn mußte kurz vorher ein Brand beseitigt werden, der den Fußboden Seiffert nach einer herzlicher Ansprache die Mitteilung machte, daß und die Balkenlage ergriffen hatte. Wäschestücke und Möbel hatten die städtischen Behörden beschlossen haben, dem alten Herrn für den in der Lottummstr. 20 in einer Schlafstube Feuer gefangen, dessen Eine Polizeithat schwerster Art wurde Donnerstag vor dem Fall seiner Pensionierung vees Gehalt zu gewähren. Für die Ablöschung indes bald erfolgen konnte. Schornsteinbrände hatte die Schöffengericht zu Marienburg festgestellt. Die Gerichts- Zeitung. Nogat Beitung schreibt: Der Maurer Max Musowski stand vor der An- letzten in der Prozession, daß der Wald Hinter ihnen Armenfommissions- Vorsteher bescheinigen, daß Sie außer Lage find, die flage, am 16. September d. Js. dem Polizeisergeanten Longowati in Flammen stand. Das Feuer griff mit rasender Schnellig- Prozeßkosten zu bezahlen. Dann reichen Sie das Attest dem Gericht ein, vor in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes Widerstand geleistet leit um sich. Gleichzeitig bemächtigte sich ein unbeschreib- dem der Prozeß zu führen ist in Ihrem Fall das Kammergericht-, legen und ihn mit dem Verbrechen des Totschlags bedroht zu haben. liches Entsetzen der bieltausendköpfigen Pilgerschar. dar, welche Thatsachen und Beweismittel Sie anführen wollen, um Ihren Die Verhandlung, welche über eine Stunde in Anspruch nahm warfen fich betend auf die Knie, andre stürzten, wahnsinnig War Ihnen schon in erster Instanz das Armenrecht bewilligt, so brauchen Viele Anspruch zu rechtfertigen, und beantragen Bewilligung des Armenrechts. und zu der 9 Zeugen geladen waren, ergab folgenden Thatbestand: schreiend, in blinder Angst davon, zahlreiche Frauen fielen in Ohn Sie fein neues Attest der Armendirektion. Es genügt dann die BezugAm genannten Tage, gegen 10 Uhr stand der Angeklagte in der Junter- macht und mir wenige suchten die topflose Menge zu beruhigen, zu nahme auf die für die erste Instanz erfolgte Bewilligung des Armenrechts gasse vor dem Hause der Frau Gutjahr und unterhielt sich mit deren sammeln und auf eine waldfreie Matte hinauszubringen. Als es und die Darlegung, welche Gründe Sie gegen das erste Urteil geltend Tochter Bertha, seiner Braut, als plötzlich der Polizeisergeant endlich gelang, einen Ausweg aus dem jetzt auf beiden Seiten machen und wie Sie Ihre Behauptungen beweisen wollen. In allen solchen Longowski hinzukam und den Angeklagten aufforderte, nach brennenden Wald zu finden, führte der rettende Pfad an steil- Fällen ist der schriftlichen Frage an uns ein Vortrag in der juristischen Hause zu gehen, da es schon 10 Uhr sei. Ohne den Polizei- abfallenden Felsen entlang; alles stürzte sich in wildem Durch Sprechstunde unter Vorlegung des Aftenmaterials vorzuziehen. 2. Nein. sergeanten auch nur mit einem Wort belästigt zu haben, nahm einander auf den schmalspurigen Ausweg und Hunderte stürzten da- wie folgt: Beträgt das Stranfengeld weniger als/ des bei der Berechnung . N. 8. Mit dem sogenannten Unfallzuschuß verhält es sich Mujowsti seine Braut unter den Arm, und beide schritten mun, bei über den Abhang, der glücklicherweise nur einige Meter tief war. desselben zu Grunde gelegten, also im allgemeinen des ortsüblichen Tagedas Gespräch wieder aufnehmend, die Straße entlang, ohne Trotzdem trugen zahlreiche Pilger schwere Verlegungen davon. lohnes( ob eine andre Berechnung zutrifft, ergiebt das Krankenkassenstatut), dem Zwischenfall eine besondere Bedeutung beizumessen. Nachso ist das Krankengeld für die Zeit vom 29. Tage nach Eintritt des Unfalles dem sie sich nun ca. 100 Schritte von dem Hause entfernt hatten, erschien der Polizeisergeant 2. abermals vor ihnen, trennte das Paar Sonntag, den 2. November, abends 6 Uhr, Schiller Abend im geld, das der Verlekte aus einer oder mehreren Kassen zusammen zu Arbeiter- Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- lifer 15. diese 2½ zu erhöhen. Beträgt das gefeßliche oder statutenmäßige Kranken( den Unfalltag nicht mitgerechnet) ab bis zum Ablauf der 13. Woche bis auf von einander, schickte die Braut nach Hause und arretierte den großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Kammermusit, beanspruchen hat, bereits% des bei der Berechnung desselben zu Grunde Musowski. Troydem letzterer dem Polizeisergeanten nicht den Recitationen, Festvortrag, Gesang. Bei nur ersten Kräften verspricht das gelegten Arbeitslohnes oder mehr, so steht dem Verlekten ein Anspruch auf geringsten Widerstand geleistet hatte, wurde er auf dem Wege zur uns vorliegende Programm einen genußreichen Abend. Der Eintrittspreis einen Unfallzuschuß nicht zu. Der Zuschuß ist von der Krantentaffe zu Polizeiwache derartig mit dem Säbel bearbeitet, daß er aus beträgt nur 50 Pf. inkl. Garderobe, Programme und Liederterte. Früh- zahlen und wird dieser vom Unternehmer erstattet. Lesen Sie also Ihr mehreren Wunden stark blutete und auch mehrmals bewußtios zeitige Billetentnahme in den Verkaufsstellen ist geboten, um den Andrang Stassenstatut durch oder sprechen mit demselben in der Sprechstunde vor. zusammenbrach. Mit Hilfe eines Nachtwächters wurde Musowski nicht gestattet und bleiben die Saalthüren während der Vorträge geschlossen, Anordnung ist unfres Wiffens nicht ergangen. Maßgebend find das Gefet an der Kaffe und die damit verbundene Störung zu vermeiden. Rauchen 23. B. 40. 1. Nein. 2. Bei der Innung. 23. 11. Eine solche fchließlich zur Wache gebracht und am nächsten Tage in das die Teilnehmer wollen sich daher frühzeitig einfinden. Gerichtsgefängnis eingeliefert, woselbst er bis zum Verhandlungs- Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 2. November, vorm. 8, 1hr, 23. Januar 1885, 4. 3. 85, 26. 5. 85, 6. 12. 90, 12. 2. 91, 14. 6. 94, vom 18. Juni 1884, und die Ministerialerlasse vom 18. Juni 1884, tage in Untersuchungshaft faß. Auf diese Beweisaufnahme hin in der Aula. der 69. Gemeindeschule Kleine Frantfurtertr. 6: 1. 4. 96, 3. 2. 98, 31. 10. 98, 81. 1. 99. wurde der Augeflagte freigesprochen. Gleichzeitig sprach der Versammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 10 Uhr vorm. eben- mindestens vierwöchentliche vorherige Frist zur Prüfungsmeldung bei den In diesen ist nur eine Gerichtshof sein Bedauern darüber aus, daß dem Polizeisergeanten daselbst: Vortrag des Herrn Professor Dr. Albert Gehrke:" Philosophen Prüfungsbehörden für Hufbeschlag vorgeschrieben. Longowsfi in diesem Falle so viel Glauben geschenkt wurde und der aus dem Volke." Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Erfundigen Sie sich Angeklagte so lange Zeit hindurch unschuldig im Gefängnis Rügen. Sizung am Sonntag, den 2. November, vormittags 10 Uhr, bei gangen ist.- Abonnent Sp. Die auf die ausschlachtung Bezug eventuell bei der dortigen Polizeibehörde oder der Inmung, ob etwa neuerSocialdemokratischer Agitations- Verein Stralsund- Franzburg: dings eine Prüfungsordnung mit dem von Ihnen angegebenen Inhalt erschmachten mußte. Ob jezt an dem schlagfertigen Beamten ein Erempel S. Ramlow, Schönhauser Alee 135. Vortrag des Schriftstellers Max habende Vorschrift des Schlachtvieh- und Fleischbeschaugefeges lautet: Bei ftatuiert wird? Schütte: Das Socialistengesek. Gäste willkommen. Schlachttieren, deren Fleisch ausschließlich im eignen Haushalt des Besizers verwendet werden soll, darf, sofern sie teine Merkmale einer die Genußtauglichkeit des Fleisches ausschließenden Erkrankung zeigen, die Untersuchung vor der Schlachtung und, sofern sich solche Merkmale auch bei der Beuthstr. 2) haben soeben das November eft ihres VIII. Sahrganges unterbleiben. Eine gewerbsmäßige Verwendung von solchem nicht unterDie Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin SW., Schlachtung nicht ergeben, auch die Untersuchung nach der Schlachtung erscheinen lassen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: suchtem Fleisch ist verboten. Als eigner Haushalt ist der Haushalt der Paul Umbreit: Der gegenwärtige Stand des Problems der Arbeits- Schlächter, Fleischhändler, Gast-, Schant- und Speisewirte nicht anzusehen. lofen- Versicherung. Eduard Bernstein: Parteien und Klassen. Nachtwächter. 1. und 2. Auf Privatwächter eines gewerblichen Be Heinrich Peus: Die socialdemokratische Presse und das Genossenschafts- triebes, 3. B. einer Brauerei, finden die allgemeinen Vorschriften über Berng. Die fo wesen. Dr. Cafimir v. Kelles Aranz: Comtismus und Maryismus. bot und Beschränkungen der Sonntagsaabeit keine Anwendung. Nach§105c Friedrich Herb: Moderne Naffentheorien. Ludwig Radlof: Die der Gewerbe- Ordnung finden die Sonntagsruhe- Vorschriften unter anderm stia Claassen: Ricarda Huch. auf die Bewachung der Betriebsanlagen keine Anwendung. Bei diesen Ueber= Aufgaben der Arbeitersekretariate und des Central- Arbeitersekretariates. Dr. Rudolf Wlassat: Trinterwachungsarbeiten sind aber die Unternehmer verpflichtet, falls die Arbeiten behandlung und Delirium. Politik von Richard alwer.- Wirtschaft länger als drei Stunden dauern oder falls die Arbeiten die Arbeiter am bon Mar Schippel Socialistische Bewegung von Dr. L. Gum- Besuche des Gottesdienstes hindern, jeden Arbeiter entweder an jedem dritten plomicz. nossenschaftsbewegung von Gertrud David. Gewerkschaftsbewegung von Ernst Deinhardt. Ge- Sonntage volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntage mindestens Socialpolitik von Paul in der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends von der Arbeit frei zu Kampffmeyer. Sociale Kommunalpolitik von Dr. Hugo Linde- lassen. 3. Die Adressen der Gewerbe- Inspektoren finden Sie im Adreßmann. Socialwissenschaften von Dr. Leo Arons. Revuen von falender zweiter Teil. Schmidt. Auf die Arbeiten der Schuhmacher Paul Göhre. Als künstlerische Beigabe bringt das Heft ein Portrait sinden die allgemeinen Vorschriften über Sonntagsruhe gewerblicher Arbeiter von Ricarda Huch, gezeichnet von Star! Bauer. Der Preis des Anwendung. Sie dürfen in Fabriken und Werkstätten an Sonn- und FestHeftes beträgt 50 Pf., vierteljährlich 1,50 M. Bu beziehen durch alle Buch- tagen nicht beschäftigt werden. Für die Schuhmacherei im handwerksmäßigen handlungen, Kolporteure und Postanstalten( Bostzeitungskatalog Nr. 7138), Betriebe gilt die bundesratliche Ausnahmeverordnung, daß der Betrieb an ferner durch den Verlag der" Socialistischen Monatshefte", Beuthstraße 2, sechs Sonn- und Festtagen bis 12 Uhr mittags gestattet ist, falls die sechs Berlin SW. 19.( Busendung" unter Kreuzband oder in geschlossenem Sonntage von der Ortspolizeibehörden festgesetzt sind, oder, wo dies nicht geschehen ist, die Beschäftigung vor dem Beginn der Ortspolizeibehörde Couvert). Probenummern stehen auf Wunsch kostenfrei zur Verfügung. angezeigt ist. 23. 2. 1. und 2. Ja. 3. Nein. 2. Y. Leider nein. Seimarbeit der Frauen in Dresden, Untersuchungen über. G. 2. 23. 1. Ja. 2. Nein. G. Hannich. Sie sind nicht Dresden, Verlag von D. V. Böhmert. vermögenssteuerpflichtig. Legen Sie den Sachverhalt im Termine Alter Abonnent. 20. 1. Ja. 2. und 8. Mit Ges 4. Ja Vermischtes. Seemannsieiden. Aus Hamburg wird vom Freitag berichtet: Fast die gesamte Mannschaft des der Dampfschiffs- Reederei von 1889" gehörigen Dampfers„ Siegfried", der heute nacht im hiesigen Hafen eingetroffen ist, ist an der Westküste Afritas schwer an an Malaria erkrankt. Sur unter den größten Anstrengungen ist es der Besatzung möglich gewesen, das Schiff bis zur Elbe zu bringen, von wo ein Cuxhavener Seelotse dasselbe nach hier steuern mußte. Die Erkrankten sind dem hiesigen Krankenhause zugeführt worden. Kesselerplosion. Wie die Magdeburgische Zeitung" meldet, ist gestern vormittag in Wanzleben der Dampfteffel der dortigen Buderfabrik explodiert, wobei sieben Personen schwer und einige Personen leicht verlegt wurden. Der Schornftein ist eingestürzt. Der Schaden ist bedeutend. " Fünfhundert Leichen untergegangen. Nach einem Telegramm des „ Daily Expreß" aus Melbourne ist der englische Dampfer Ventnor" auf der Fahrt nach China bei Neu- Seeland untergegangen. Die Mannschaft wurde gerettet. Der Dampfer hatte außer 5000 Tonnen Kohlen für die englische Marine in Hongkong 500 Särge mit Chinesen, die in China begraben werden sollten, an Bord. 460 Särge waren je mit 10 Pfd. Sterl. versichert. Zu den Vulkanansbrüchen in Guatemala besagt ein Telegramm des amerikanischen Generalkonsuls in Guatemala: Die Eruption des Vulkans Santa Maria dauert fort. Bei Quezaltenango sind vulkanische Massen in der Höhe von 6 Zoll niedergegangen. Die reichen Kaffeepflanzungen an der Küste liegen 7 Fuß unter Sand und Asche begraben. Aus dem Departement Tombador wird Eine am gleichfalls von einem vulkanischen Ausbruch berichtet. Kaffeegeschäft interessierte Firma in San Francisco hat aus Guatemala von ihrem dortigen Vertreter ein Telegramm erhalten, welches bejagt: Die Kaffeezone ist zerstört; die Verluste sind enorm. Eine Prozeffion in einem brennenden Walde. Der Bischof von Tortofa führte, wie aus Madrid berichtet wird, eine Prozession von einigen 10 000 Gläubigen auf die Bergspige von Castellon, auf der ein riesiges Kreuz errichtet war. Der Weg geht durch einen dichten Wald und besteht in einem einfachen Fußpfade, der indes vielfach an schroff abfallenden Felswänden entlang führt. Plötzlich bemerkten die Statt besondrer Mitteilung! Hierdurch beehren sich, die Geburt eines Sohnes anzuzeigen Charlottenburg, 29. Oftober 1902. Rechtsanwalt Schmilinsky und Frau Helene, geb. Roeftel. Mittwochnachmittag 22 Uhr, verstarb nach langem Leiden unser lieber Bater, Sohn, Bruder und Schwager, der Cigarrenfabrikant August Heck im 46. Lebensjahre. Dies zeigen tief betrübt um stille Teilnahme bittend, an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 2. November 1902, nach mittags 3%, Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen- Kirchhofs ( Landsberger Allee) aus statt. Am 29. Oftober entschlief nach furzem, aber schwerem Strantenlager unser verehrter Faktor, Herr Adolf Schröter. Sein biederer und offener Charafter, welchen er uns stets während feiner zweijährigen Thätigkeit als Faltor bewiesen hat, sichert ihm ein ehrenvolles Andenken. Das Personal der Buchdruckerei W. Koebke. Berlin, 30. Dttober 1902. Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. November, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle der FriedensGemeinde, Nordend- Nieder- Schönhausen, aus statt. 158b Verband der Bau-. Erd- und gewerbl. Hilisarbeiter Deutschl. Zahlstelle Berlin I. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, 44/4 der Kollege Paul Meyer am 29. Oftober an der Proletariertrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. November, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Simeon Kirchhofes in Rirdorf, Mariendorfer Weg, aus statt. 9 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Eingelaufene Druckschriften. dar. 23 Jahre Sturm und Sonnenschein in Südafrika. Bon Adolf Schiel, Oberstleutenant a. D. der Transvaal- Artillerie, Oberst- Kommandant nehmigung der Friedhofs- Inspektion und der Angehörigen. des deutschen Freicorps. Verlag von F. A. Brockhaus in Leipzig. Preis 10 M. Witterungsübersicht vom 31. Oftober 1902, morgens 8 Uhr. Briefkaften der Redaktion. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter 2wolfig 2wollig Temp. n. T. 5° 4° R 7 Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärle Wetter Haparanda 740 23 2wolfig 6 Petersburg 751 S Temp. n. E. 5º E. 49 N. 690 5 G. J., Eisenbahnstraße. 1. Ja. 2. Geteilt seit 1. April 1878. 3. Bor der Teilung nicht Fürstentum, sondern Herzogtum. P. W. 18. Die Borsigmühle ist am Abend des 7. Januar 1898 abgebrannt. Swinemde. 760 23 Junger Parteigen. 100. Die Cheaufgebotsfrist beträgt in der Regel Hamburg 763 WSW 2. M. 19. 1. Vorstandsmitglieder sind verantwortlich, soweit Berlin 762 WNW 3 bedeckt 14 Tage. Ein Verschulden fann bei Unter- Frantf./M. 764 23 2bedeckt ihnen ein Verschulden zur Last fällt. München 765 29 4 bedeckt schlagungen des Staffierers in einer ungenügenden Aussicht, Verstößen gegen die Geschäftsordnung u. dgl. gefunden werden. Eine Haftung tritt nicht Wien 762 23 2 bedeckt ein, wenn der Schaden auch beim Mangel eines Verschuldens eingetreten Wetter- Prognose für Sonnabend, den 1. November 1902. wäre. 2. Ja, soweit damals eine Schädigung stattfand. 3. 30 Jahre. 4. Nein. Bunächst etwas tälter, vielfach helter, bei mäßigen westlichen Winden; A. B. 99. 1. Zur Erreichung des Armenrechts laffen Sie sich vom später neue Erwärmung und Trübung ohne erhebliche Niederschläge. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonnabend, den 8. November 1902: Sinfonie- Konzert ausgeführt vom Berliner Tonkünstler- Orchester unter Mitwirkung des Berliner Männerquartetts Harmonie( Doppel- Quartett) in Kellers festsälen, Koppenstrasse 29. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Während des Konzerts bleiben die Saalthüren geschlossen. Das Rauchen im Konzertsaal ist verboten. Anfang 8, Uhr. Billet 30 Pf. NB. Billets sind auf sämtlichen Zahlstellen, sowie im Bureau Engel- Ufer 15 I., Zimmer 10, zu haben. 90/15 Abendkasse findet nicht statt. Dieser schwarze steife Hut mit Futter kostet 3 Mark. Das Komitee. Diese weiche Herrennut kostet mit Satinfutter 1,75 Mark, mit Atlasfutter 2 Mark. Oscar Arnold Grösstes Specialgeschäft Engros. für Hüte, Mützen u. Pelzwaaren Export. ( Kein nur Dresdenerstr. 116 Laden). Einzelverkauf zu erstaunend billiges Preisen und aussergewöhnlich reichhaltige Auswahl in allen Preislagen. Die schönsten Herren Bett- u. Leibwäsche Baletots, Anzüge, Joppen in nen, fowie speciell 53720* nur Monatsgarderobe eine Tr von Kavalieren zurückgelegte Sachen, fast neu, für jede Figur passend, find in größter Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. durch d. 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Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. Orts- Krankenkasse der Verband der Möbelpolierer. adlern. Siebmacher Montag, den 3. November, abends 8 Uhr, in Rigdorf, Hermannstraße 197: Versammlung. zu Berlin. Montag, den 10. November 1902, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15, Saal 2 und 3: Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Dr. Silberstein über: General- Versammlung. Die Bedeutung der Kommunalwahlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mittwoch, den 5. November: Vertrauensmänner- Sibung. Für Norden: Abends 8, Uhr Brunnenstr. 96. Für Osten: Abends 7 Uhr Blumenstr. 38. Für Süd- Osten: Abends 7 Uhr Staligerstr. 58. 147/9 Der Vorstand. Verband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, den 2. November, nachmittags 5 Uhr, bei Rob. Voigt, Nitterstraße 75: Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Ingenieur Müller über Eisenhüttenkunde. Das Eisen in seiner Ürgestalt. und das Zustandekommen der verschiedenen Eisenarten. Aufnahme neuer Mitglieder. Die Verarbeitung 160/3 Die Ortsverwaltung. Verein der Bauanfchläger Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Vorstandes( 2 Arbeitgeber, 1 Ersabwahl, 1 Neuwahl, Arbeitnehmer).§§ 38 und 49 des Statuts. 2. Verlesung der Protokolle. 3. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres. 4. Beschlußfassung über den Aerztebertrag für 1903. 5. Definitive Anstellung des Kaffierers nebst Gehaltserhöhung. 6. Staffenangelegenheiten. 7. Verschiedenes. Die Kaffenmitglieder werden er= fucht, recht zahlreich zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Berlin, den 1. November 1902. Der Vorstand. Robert Schmidt, Borsitzender. 1356 Baugenossenschaft Sonntag, den 2. November, vorm. 101, Uhr, im Gewerkschaftshause ,,, Freie Scholle" Engel- Ufer 15, Saal 1: Versammlung. 99 Sonntag, den 2. November, 9%, Uhr, Engel- Ufer 15, Saal 3: Tages.Ordnung: 1. Abrechnung des Vergnügungsfomitees. Ausserordenti.Generalversammlung 2. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedskarte legitimiert. Beiträge werden nur zwischen 1,10-11 Uhr angenommen. Die Mitglieder werden aufgefordert, ihre neuen Statutenbücher abzuholen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Partei- Speditionen: 34/3 Mittenwalder Berlin zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, straße 30, b. part. Dritter Wahlkreis: St. Fris, Brinzenftr. 31, Hof rechts part. Vierter Wahlkreis O.: Robert engels, Gr. Frankfurterstr. 183, of part.- SO.: Paul Böhm, Laufiperplaz 14/15 ( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Star Anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden. ( Nur für Mitglieder.) Tagesordnung: Geschäftsbericht, Statutenänderung, Anträge.[ 127/16 Geschäftsstelle: W. 35 Startsbad 15. Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. audrer gewerblicher Arbeiter. Ortsverwaltung C. Sonntag, den 2. November, Wedding und Oranienburger bei label, Bergmannstr. 5-7: vormittags 10 Uhr, Vorstadt: Emil Stoltenburg, Wiesenstr. 41/42. Rosenthaler Vorstadt, Gesundbrunnen, Reinickendorf( Ost Mitglieder- Versammlung. und West), Wilhelmsruh und Schönholz: Hermann Raidhte, Brunnenstr. 93, of part. I. Schönhauser Vorstadt: Start DeutschZages Ordnung: 0 1. Kassenbericht vom 3. Duartal 1902. Mar 3, Kastanien- Allee 95/ 96.- Charlottenburg: Gustav Scharn 2. Verschiedene Staffenangelegenheiten. berg, Sefenheimerstr. 1, Ede Goethestraße, vorn I. Wilmersdorf: B. Nidel, Uhlandstr.108, part. Friedrichs( dheinen ersucht Um zahlreiches und pünktliches Er182/10 Die Ortsverwaltung. berg- Friedrichsfelde- Wilhelmsb.- Hohenschönhausen: Dewald Grauer, Berlin O., Frankfurter Allee 197.- Grünau: Gustav Miers, Köpeniderstr. 21.- Rixdorf: Ostermann, ftraße 6. Schöneberg: Wilh. Laden. Ober- Schöneweide: Ernst Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. kaffe der Tischler usw. Baumler, Martin Lutherstr. 51, aber Central- Kranken- u. SterbeGrünstr. 29. 7. Verwaltung Berlin H. Nieder- Schöneweide: Bonatowsky, Berlinerstr. 8. Johannisthal: Baul Mann, Adlershof: Gustav ie, Hadenbergstr. 8. K: Friedrich Woid, Sonntag, den 2. November, vormittags Friedenau- Steglitz:. Bernsee, Kirchstr. 15 10 Uhr, bei Tolksdorf, Görligerstr. 58: Mitgliederversammlung. in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstr. 8, und Fr. Schell hase, Ahornstr. 15 a.- BaumschulenTagesordnung: 1. Abrechnung vom weg: Stod, Ernftftr. 2, II. Neu- Weissensee: Joseph Rein, III. Quartal. 2. Aufhebung einer Friedrichstr. 38, Ede Streustraße. Rummelsburg: Sorgbert, Bahlstelle. 3. Wichtige KaffenangelegenBrinz Albertstr. 5a. heiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. NB. Die Zahlstelle Lübbenerfstr. 9 ift nach Staligerstr. 51/52 verlegt. Dort wird auch das Krankengeld ausgezahlt. Außerdem ist sämtliche Bartellitteratur sowie alle wissenschaftlichen Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" entgegengenommen. " He Bitte ausschneiden. Für das Auge ob weit, fura oder übersichtig, ist es von größter Wichtig. felt das richtig paffende Augenglas zu erhalten. Fachmän= nisch angepaßte und beſt ſizende Brillen und Pince- nez find in oem Inftitut für Präcifions- Optit von Carl Buttendorff, in Firma Ernst Riek, Berlin N, Weinbergsweg 15 b( ben vom in allen bentbaren Ausführungen erhältlich. Nickel- Brillen u. Pince- nez Double" Eleg. Gold- Brillen u. Pince- nez mit besten Rathenower Gläsern Rosenthal. Tyor 185/2 Damen- Konfektion direkt aus der Fabrik. v.Mk. 1.50- 4.00 6 99 39 3.50-13.00 8.00-40.00 99 99 Specialität: Theater- u. Reise- Perspective mit Perlmutt, Elfenbein, Schildpatt und schwarzen Körpern, nur scharfe Gläser, von Mt. 4.50-60.00. Bitte genau auf Firma und Haus Nr. 15 b achten. 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