Nr. 258. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntage Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungss Preisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Big. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Uebergang zur Tagesordnung. Die Zufchrift lautet: Dienstag, den 4. November 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. auf Tagesordnung bedeutet seinem Wortlaut und feiner verstärkt. Unter diesen Umständen lag für die nichtbündEntstehung nach( er ist aus der preußischen Geschäftsordnung lerische Minderheit nicht der geringste Grund vor, der Mogelei in Anlehnung an die französische und belgische Frage über der Bündler einen Märthrerschein zu verleihen. Der Antrag Aus parlamentarischen Kreisen geht uns folgende Debattierung eines Antrages entstanden) nichts weiter, als daß v. Wangenheim und die Art seiner Vehandlung ist wohl das Zuschrift zu unsrem Artikel über Umsturz der Geschäftsordnung in ein Gegenstand, deffen geschäftliche Behandlung sonst eine Detail- elendeste an Komödianterei, was je in Parlamenten fich ers unsrer letzten Nummer zu. Der Artikel weicht in einigen Punkten beratung erfordern würde, ohne Detailberatung von eignet hat. von den Darlegungen unfres Artikels ab, gelangt aber zu demselben der Tagesordnung abgesetzt und zu den übrigen Gegenständen Die Befürchtung, daß ein Antrag auf Uebergang zur einfachen Ergebnis: daß die Zulassung des Antrages Herold der Tagesordnung übergegangen wird. Das kann begriffs Tagesordnung zur Beschränkung der Rechte der Minders auf Uebergang zur einfachen Tagesordnung über mäßig niemals bei Abänderungsvorschlägen der Fall sein. heit, Verbesserungsanträge einzubringen, thatsächlich in die Anträge v. Wangenheim und Gen. gegen die Auf der Tagesordnung steht nie ein Abänderungsvorschlag, sondern wendung gebracht werden fönnte, dürfte nicht begründet Geschäftsordnung berstieß. der Gesezentwurf oder die Resolution oder der Jnitiativantrag, zu sein. Ein dahin gerichteter Versuch wäre nicht nur ge= dem ein Abänderungsvorschlag gestellt ist. schäftsordnungswidrig, sondern auch auffallend dumm. Denn Folgt also ohne weiteres aus dem Begriff Antrag auf Lages selbst einmal die Zulässigkeit eines solchen Antrages und ordnung", daß ein Antrag auf Uebergang zur einfachen Tages- die Unzulässigkeit einer Geschäftsordnungs- Debatte unterstellt ordnung über Abänderungsvorschläge unzulässig ist, so mag angeführt würde ein ernsthafter Gegner gegen solchen Antrag mit vollem Necht werden, daß die Entstehung der Zulässigkeit eines Antrags auf fein Rederecht zur ausführlichsten Begründung seines Antrages geUebergang zur einfachen Tagesordnung, die Debatte über die brauchen und dann den Antrag stellen können, über den unzulässigen Gestaltung der Geschäftsordmmg, die lebung des Reichs- Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung überzugehen, ein andrer tags sowie der Wortlaut des§ 53 diese Auffassung durchaus stellt den Antrag auf motivierte Tagesordnung(§49) 2c. Durch solchen Anbestätigt. trag würde also lediglich eine außerordentliche Verzögerung der Debatte erreicht werden. Die Stellung des Heroldschen Antrages und die Zustimmung zu diesem unzulässigen Antrag war nur deshalb möglich, weil die Antragsteller von Wangenheim und Genossen selbst sehr froh waren, durch den nur scheinbar von ihnen bekämpften Antrag, einer Begründung ihrer materiell und formell findlichen Anträge überhoben zu sein. Die Auslegung der§§ 48 und 58 der Geschäftsordmung des Reichstages in der letzten Nummer des„ Vorwärts" dürfte nicht volltommen zutreffen. Da die in dem Artikel aufgerollten Fragen aber voraussichtlich in der nächsten Zeit von Bedeutung sein werden, so fei auf Inhalt und Tragweite beider Vorschriften der Geschäftsordnung etwas näher eingegangen. Die Geschäftsordmmg des Reichstages ist im wesentlichen der des preußischen Abgeordnetenhauses nachgebildet. Für ihre Auslegung kommt es in erster Reihe auf ihren Wortlaut, den Zusammenhang ihrer Vorschriften, sodann auf ihre Entstehungsgeschichte und Uebung an. in " Politische Ueberficht. Berlin, den 3. November. Die Zollgründer. Die Anträge auf Tagesordnung waren bereits nach der Geschäftsordnung der Zweiten Kammer vom Jahre 1849(§§ 41 und 53) zulässig. Jedoch auch in jener Geschäftsordnung ist streng zwischen Der erwähnte Artikel nimmt zu wenig Rücksicht auf den Sprach den selbständigen Anträgen und den Anträgen, welche die Vergebrauch der Geschäftsordnung. Antrag" in dem allgemein ge- befferung eines in der Verhandlung begriffenen Gegenstandes bebräuchlichen Sinn und„ Antrag" im Sinne der Geschäftsordnung ist zwecken( Amendements, Abänderungsvorschläge)" geschieden: Der nicht gleichbedeutend. Die Geschäftsordnung nennt Abänderungs- Antrag auf Tagesordnung ist nach der gesamten Struktur auch anträge( Amendements) zu Vorschlägen, die von der Regierung, von jener Geschäftsordning nur gegenüber selbständigen Anträgen zulässig. Kommissionen oder von einzelnen Mitgliedern des Reichstags Aus der Beratung über die Geschäftsordnung im Reichstag mag der Form von Gesetzesvorschlägen, Resolutionen oder ein Passus aus der Rede des Abg. Twesten vom 6. Juni 1868 zur sonstigen Anträgen gemacht sind, nicht Anträge, sondern Erhärtung unsrer Ansicht Erwähnung finden. Twesten regte an, „ Abänderungsvorschläge" oder„ Amendements" auch Regierungsvorlagen ohne Detailberatung zurückweisen zu Wir wissen nicht, ob die Nuhetage des Reichstages, die die (§§ 17, 22, 28, 49, 50, 70 der Geschäftsordnung). Anträge nennt fönnen. Seiner Anregung wurde nicht entsprochen. Die Begründung Frommen des Zollwnchers dem Gedächtnis des Todes weihen sie nur die selbständigen Anträge, mögen sie materiellen feiner Anregung illustriert aber die Bedeutung eines Antrages auf follten, dazu benutzt worden sind, die Zolleinigung herbeizuführen. Inhalts sein( Gefeßentwürfe oder Refolutionen in Form sogenannter Tagesordnung. Er führte aus: Sicher ist, daß das Centrum nur noch von dem einen Ehrgeiz beInitiativanträge(§ 22 der Geschäftsordnung), oder sich auf die ges Bei Anträgen von Mitgliedern könnte es doch sehr wünschens feffen ist, auch bei dieser Gelegenheit zu zeigen, daß es die allein schäftliche Behandlung beziehen(§§ 53, 54, 57 der Geschäfts- wert sein, ohne das zeitraubende Geschäft einet regierungsfähige Partei sei, die es fertig bekommen werde, die Neordnung). Dieser Sprachgebrauch ist kein zufälliger, sondern ein Detailberatung die Anträge a limine zurüd- gierung auch aus der Zolklemme herauszuholen. Die uns beabsichtigter und hat weittragende Bedeutung. zuweisen, wie das in andren parlamentarischen Versammlungen bedingte Regierungstreue der Nationalliberalen ist wertlos, sie durch die Vorfrage geschehen kann. Den Anträgen von Mitgliedern haben ja nichts zu bieten als die selbstverständlichen gegenüber haben wir freilich das bekannte Mittel der einfachen Huldigungen der eignen Unterwürfigkeit. Das Centrum aber leistet Tagesordnung. Warum aber nicht auch nach eingehender mehr, es führt die hadernden Feinde ins Regierungslager, und das Diskussion der Principien einte Regierungsvorlage zurüd gewiesen werden könnte, wenn das Haus der Meinung ist, daß ein Gesezentwurf aus principiellen Gründen nicht annehmbar sei, bermag ich in der That nicht einzusehen. Die Beachtung dieses Sprachgebrauchs ergiebt zweierlei: 1. es ist nicht zutreffend, daß im Plenum Antragstellern zu Amendements das Wort verstattet werden muß; 2. der Centrumsantrag auf llebergang zur einfachen Tagesordnung am vergangenen Mittwoch widersprach der Geschäftsordnung. Die Ansicht, daß jedem Antragsteller, also auch dem, der zu einem Gesetzentwurf einen Abänderungsvorschlag macht, das Wort verstattet werden müsse, beruft sich auf§ 48 der Geschäftsordnung. § 48 der Geschäftsordnung geht allerdings dahin: ,, Antragsteller und Berichterstatter erhalten, wenn sie es verlangen, das Wort sowohl am Beginn wie nach dem Schluß der Diskussion." Dieser Paragraph bezieht sich nach dem eben ausgeführten Sprachgebrauch der Geschäftsordnung aber nicht auf„ Abänderungsvorschläge". Daß diese Auslegung zutrifft, ergiebt auch die Entstehungsgeschichte dieses§ 48. Zu diesem Paragraphen( damals§ 49) wurden im Jahre 1867 von den Abgeordneten Ausfeld, Becker, Baunach und Genossen der Zusatz beantragt: Ist ein Mitglied des Reichstages, welches ein Amendement beantragt hat, bei der Beratung des Gegenstandes nicht zum Wort gelangt, so erhält dasselbe nach dem Schluß der Diskussion das Wort auf fünf Minuten, worauf ein andres Mitglied fünf Minuten dagegen sprechen kann. findet mehr Anerkennung als die Regierungsvorlage von Anfang an. Ueber den einen agrarischen Sünder, der sich bekehrt, ist mehr Freude, als über tausend Gerechte, die niemals gedacht haben, wider den Stachel zu löcken. Das Centrum organisiert seit Jahren mur deshalb seine spröde Oppofition, um den Verkaufspreis der späteren Hingabe in die Höhe zu treiben." Für unsre Auslegung spricht auch die Uebung des Reichstages und des Abgeordnetenhauses. Es ist unsres Wissens noch niemals gegenüber einem Abänderungs antrage Tagesordnung beantragt. Wie eifrig das Centrum an der Durchpeitschung der für alle Anträge auf einfache Tagesordnung sind rücksichtlich Petitionen und guten Agrarier doch„ unannehmbaren" Zollvorlage arbeitet, das wird hier und da, rücksichtlich selbständiger Anträge erfolgt, aber stets bewiesen durch die Nänke und Vergewaltigungen, mit deren Hilfe es nur nach vorausgegangener Begründung. So wurde den Entwurf durchzuhezen bemüht ist. So haben sich Centrumsleute, ein Antrag des Abg. Schulte- Delitzsch auf Aenderung des Artikel 32 wie ein Gerücht verlautet, mit dem Gedanken getragen, nach der der Verfassung( Diätenantrag) am 2. März 1870 durch Uebergang zweiten Lesung des Gesetzes nicht den dazu gehörigen Tarif, sondern zur Tagesordnung nach Begründung und Debatte erledigt. erst die dritte Lesung des Gesetzes vorzunehmen, um damit den Jm nächsten Jahre( am 20. April 1871) wurde ein Antrag auf schnellen Friedensschluß der Ueberzöllner mit der Regierung zu ermotivierte Tagesordnung über denselben Antrag abgelehnt. möglichen. Das ist ein unsinniger Einfall. Die zweite Lesung des か ,, Die Mehrheitsparteien waren genötigt, gegen den Antrag Wangenheim zu stimmen nicht weil sie ihn an sich für unberechtigt hielten, sondern weil seine Durchberating den Gegnern zu endlosen Erörterungen Anlaß ge boten, also praktisch im Sinne der„ Obstruktion" gewirkt haben würde. Dieses Beispiel wird nämlich auch später befolgt werden können in Fällen, wo es sich gegen die Redewut der Linken richtet und dazu dient, die Wege der Obstruktionsmänner zu durchkreuzen." Der Bund der Landwirte scheint allerdings diese Absicht nicht teilen. Die Deutsche Tageszeitung" stellt sich zivar nach wie vor sehr entrüstet, daß man ihre Gemüse- Anträge auf den Stehricht haufen geworfen hat: Jm§ 53 der Geschäftsordnung heißt es: im Laufe der Tarifgesetzes kann gar nicht vollendet werden, ohne daß der Tarif Diskussion darf der einmal verworfene Antrag auf Tages- fertig beraten wird; denn seine Eingangsbestimmungen setzen die ordnung nicht wiederholt werden." Das Wort Diskussion bedeutet Erledigung des Tarifs voraus. nach seinem Zusammenhang Debatte nicht über einen Abänderungs- Wahrscheinlicher ist es, daß das Centrum mit all' der Rücksichtsantrag, sondern über einen Gesetzentwurf oder einen selbständigen losigkeit, die es gegenüber parlamentarischen. Minderheiten zu entAntrag. Auch hieraus kann man auf Unzulässigkeit eines Tages- wickeln pflegt, versuchen wird, die Geschäftsordnung als Totschläger Dieser Antrag gelangte am 28. März 1867 zur Beratung. Der ordnungs- Antrages gegenüber andren als selbständigen Anträgen der Opposition zu benutzen. Daß man den Totschläger scheinbar Berichterstatter, Abgeordneter v. Unruhe, befürwortete die so be folgern. erst auf die eignen Freunde sausen läßt wie das Herr Herold antragte teilweise Ausdehnung der Vorschrift des§ 48 auf Bu demselben Ergebnis gelangt man von andrer Betrachtung that, als er geschäftsordnungswidrig die Gemüsezölle der Bündler Amendementssteller. Der Antrag wurde mit 128 gegen 125 Stimmen aus. Wäre ein Antrag auf einfache Tagesordnung allgemein gegen um die Ecke brachte geht nur aus dem Bedürfnis hervor, sich abgelehnt. Die Mehrheit ging davon aus, daß ja Antragsteller jeden Antrag zulässig, so wäre er auch gegenüber dem Antrag auf einen Ablaß für fünftige Vergewaltigungen der Bollopposition zu doch stets das Wort erhalten würden, da ein Schlußantrag für einfache Tagesordnung zulässig. Demnach könnte also ins Unbegrenzte schaffen. Das spricht die Kreuz- Zeitung" auch ganz offen aus, Kommissions fizungen unzulässig sei und auch bei Gegenständen, hinaus das Spiel eines Antrages auf einfache Tagesordnung ge- indem sie schreibt: die teiner Kommission zur Vorberatung überwiesen seien, trieben werden, wenn in der That ein Antrag auf Tagesordnung dem Antragsteller wohl kaum das Wort abgeschnitten werden gegenüber andren als selbständigen Anträgen zulässig wäre. würde. Bekanntlich hat es der Mehrheit der Zolltarif- Ist nach alledem ein Antrag auf einfache Tagesordnung gegenKommission beliebt, dennoch Schlußanträge entgegen der Geschäfts- über einem Abänderungsvorschlag unzulässig, so war es der Antrag ordnung, welche Schlußanträge für Kommissionssizungen nicht kennt, Herold noch aus einigen speciellen Gründen. Der Antrag Herold für die Kommissionsberatungen zuzulassen. Mit der diesseitigen ist nämlich gestellt: a) bevor die Debatte über den Antrag WangenAuslegung des§ 48 der Geschäftsordnung stimmt auch der Bericht heim eröffnet, ja b) bevor entschieden war, ob die Tarifnummer 5 der Geschäftsordnungs- Kommission des preußischen Abgeordneten oder ob der Antrag v. Wangenheim zur Debatte gestellt werden hauses vom Jahre 1849( Stenogr. Bericht, Sizung vom 30. März 1849 sollte. Ueberdies c) ist der Antrag Herold weder schriftlich einS. 267) überein: dort wird der Auffassung ausdrücklich entgegengetreten, gereicht(§ 49 der Geschäftsordnung), noch d) Tag er gebrudt vor als ob die Abgeordneten, die einen Verbesserungsantrag gestellt haben,(§ 50 der Geschäftsordnung), der Antragsteller irrte auch darin, daß zu zu den Antragstellern im Sinne des jezigen§ 48 der Geschäfts- er annahm, fein Antrag sei ein Antrag zur Geschäftsordmung, der ordnung des Reichstages zu rechnen sind, denen ein Schlußwort Antrag auf Tagesordnung ist ein Antrag zur Sache. gebühre. Die Handhabung der Geschäftsordnung endlich im War nach alledem der Antrag unzulässig, so war es Sache der Diejenigen, welche den Antrag, über die Mindestzölle für Abgeordnetenhause und im Reichstage entspricht gleichfalls der eben Antragsteller, dies klarzustellen. Aber von den drei Handels- Gärtnerei- Erzeugnisse zur Tagesordning überzugehen, gestellt und dargelegten Auffassung, wenngleich selbstverständlich es stets als be- angestellten der Erwerbsgesellschaft Bund der Landwirte" war angenommen haben, würden binnen furzem, soweit sie es jetzt noch Dr. vielleicht auch sondere Ausnahme aufgefaßt wird, wenn Amendementsstellern die v. Wangenheim, Rösicke bei der Be- nicht gethan haben, einsehen, wie unbillig, ungerecht und tattisch über ratung den Antrag Herold nicht im Saale. Begründung abgeschnitten wird. ungeschickt ihr Vorgehen war. Wemi irgend etwas das Zustandes Dr. Hahn nahm das Wort gegen den Antrag Herold. kommen der Zollvorlage erschwert hat, so war es dieser Ueberder Antrag und die Beschlußfassung auf wies mit keinem Wort auf die Unzulässigkeit des Heroldschen Au- gang zur Tagesordnung. Das wird die Zukunft lehren.". Uebergang zur einfachen Tagesordnung zu trags hin. Es fiel ihm auch nicht ein, für seinen und seiner Freunde Aber das sind nur leere Drohungen, die keine Konsequenzen Antrag zu plaidieren. Er begnügte sich mit mit ein paar allgemeinen haben; denn die Deutsche Tageszeitung" hütet sich wohlweislich, lässig war? Verlegenheitsphrasen. Diese Art des Instichlassens des eignen An- die einzig mögliche Folgerung zu ziehen und ein geschäftsordmungstrags legt die Vermutung nahe, daß die Stellung des Antrags mäßiges Wiederaufnahmeverfahren anzukündigen. Ebenso wenig Herold zwischen der Mehrheit den die Unversöhnlichen Wert hat es, wenn das Organ des Bundes der Landwirte ankündigt markierenden Feilschern, abgekartete Sache war. Diese Vermutung und in gut gespieltem Pessimismus hartnäckig versichert, es glaube wird noch durch die wunderliche Form der Anträge von Wangenheim an teine Verständigung. Die Ablehnung des Antrages Barth auch об Die zweite in dem Artikel angeschnittene Frage: dürfte noch aus andren als den Gründen, die der Artikel anführt, entschieden zu verneinen sein. Ein Antrag auf Tagesordnung ist lediglich gegenüber selbständigen Anträgen, nicht gegenüber Abänderungsvorschlägen, die zu einzelnen Artikeln eines Gesezes gestellt sind, zulässig. Der Antrag " und Er 21 " durch die Ueberzöllner zeigt, wie gierig sie sich nach der Verständigung fehnen. Der zweite Teil der Ansprache, in der Wilhelm II. als Kunst- viele Konflikte mit seiner Gemeinde gehabt hat, wie vielleicht kein belehrer erscheint, bietet fast eine Wiederholung des künstlerischen zweiter Bürgermeister in ganz Deutschland, aber in der Entrüstung Was man übrigens der Direktion der Zollgründung, dem Glaubensbekenntnisses, das der Kaiser bei Vollendung seiner dieser bürgerlichen Presse steckt neben der üblichen sittlichen Heuchelei Centrum zutraut, geht auch daraus hervor, daß jetzt allen Ernstes Marmor- Allee ablegte. Zwar ist er jetzt weniger schroff im bei so einem einzelnen Erempel von Korruption auch ein gut Teil behauptet wird, man wolle ganze Gruppen von Positionen nicht nur Angriff gegen die Kunst, die seinem Geschmack nicht entspricht; er übliche Rücksicht" nahm und auch schon in Apolda, wo er vorher Rache, weil Herr v. Fewson auch ihr gegenüber nie die sonst für die Diskussion, sondern auch für die Abstimmung wettert nicht wider die„ Rinnſteinkunst", gegen die Entartungen war, selbst die Arbeiter nicht minderen Rechtes behandelte, wie zusammenfassen. Das widerspricht natürlich nicht nur aller Logit, sondern jener Künstler, die da sich unterfangen, Elend und Not in distren andre Klassen seiner Gemeinde. Das haben ihm viele nie vergessen auch den klaren Bestimmungen der Geschäftsordnung, die im§ 19 Farben zu malen. Aber die kaiserliche Kunstbelehrung dürfte der können und ihre Rachegelüfte können sich nun doppelt start austoben, ausdrücklich vorschreibt, daß über„ jeden einzelnen Artikel" gesondert Künstlerschaft soweit sie gewillt ist, den Kaiser als Lehrer an- mit wie viel wirklichem Grund letztlich wird die Entwicklung dieser abgestimmt wird, während für die Diskussion auf Beschluß zuerkennen und seinen Mahnungen Gehorsam zu zollen einige neuesten sensationellen Affaire zeigen. des Reichstages allerdings solche Zusammenfassungen möglich sind. Verlegenheit bereiten. In seiner früheren Rede verties der Kaiser Aus dem Klerikalen Seelenleben. Emile Zola hat in seiner Der Zollhandel wird, wie man sieht, immer unsauberer. Der ausschließlich auf das antike Schönheitsideal; jetzt aber erweitert er Romantrilogie drei Städte ein grandioses Gemälde des klerikalen gemeine Zwed heiligt" die gemeinsten Mittel". An diesem Zoll- den Kreis der Vorbilder, an die sich die heutige Kunst Weltreichs geschaffen. Dafür wird an dem Dichter nach seinem Tode gründungs- Geschäft hätten die Sanden, Schmidt und Terlinden noch halten müsse.„ Die zahlreichen großen Meister aller späteren von dem in Straßburg erscheinenden katholischen„ Volts boten" manches lernen können. Jahrhunderte, welche die Kunst fortentwidelt haben", werden die folgende Leichenschändung verübt: ebenfalls als Vorbilder genehmigt. Unter diesen zahl= reichen großen Meistern sind aber, wie auch dem Kaiser nicht verborgen sein kann, viele der Größesten, die das hellenische Schönheitsideal gänzlich verleugneten, die alten Bahnen des Schönen verließen und aus eigner Schöpfermacht neue Ueberlieferungen schufen. Vielleicht wird der lernbegierigen Künstlerschaft die Möglichkeit, dem Kaiser den Wunsch zu übermitteln, daß er seine ernste Mahnung bei Gelegenheit näher erläutere und so sein Ziel erreiche, den Genius der preußischen Hofkunst vor jeglicher Jrrung zu bewahren. Auch für die Musik hat der Kaiser seine Mahnung erteilt. Beim Betreten des Musiksaales wurde er durch Professor Jo a chim begrüßt und dankend erwiderte er: Aus Andrew Carnegies Rede. London, 1. November.( Eig. Ber.) Das Wolffsche Bureau beeilt sich, aus Carnegies Rektoratsrede diejenige Stellen zu telegraphieren, die in patriotischen Streifen Deutschlands auf Beifall rechnen konnten. Aber die Rede enthält auch einige Ansichten, die jenen Kreisen nicht angenehm sein dürften. Carnegie meint, der deutsche Militarismus treibe die besten Elemente aus ihrem Vaterlande nach Amerika. Er hatte noch andre Urfachen im Auge, denn er sagt ,, Konffription und andre Ursachen", wahrscheinlich politische Unfreiheit, denn Carnegie ist Demokrat und Atheist. Mr. Schwab, der Präsident des Stahltrusts„ berließ sein Vaterland größtenteils( largely) aus diesen Gründen"( S. 19 und 20). Carnegie macht noch ein viel wichtigeres Geständnis:„ Es sind nicht die niedrigsten, sondern die höchsten Löhne im Verein mit guter Verwaltung und Maschinerie, die die billigsten Waren erzeugten. Manche der wichtigsten Waren ( important staple articles), die in England, Deutschland und Amerika fabriziert werden, kommen am billigsten in Amerika, wo die höchsten Löhne gezahlt werden."( S. 22.) Unter diesen drei Industrieländern zahle Deutschland die niedrigsten Löhne. Deutsches Reich. Kunstbelehrung des Kaisers. Bei der Einweihung der neuen Hochschule für die bildenden Künste und für Musik hat am Sonntag der Kaiser erneut seine Stellung zur Kunst verkündigt. Er begann seine Ansprache mit einer Berherrlichung der Verdienste seiner Ahnen um die Künste: „ Eng verknüpft ist die Geschichte der Akademie mit den Geschiden meines Hauses. * * Sie wissen, welch große erziehliche Bedeutung ich der Musik und ihrer Pflege zuerteile. Sie haben sie vornehmlich in ihrer Wirkung auf das Gemüt und das ganze Seelenleben zu erfassen. Die Musik erleuchtet, erhebt und formt die Seele. Ich halte mich überzeugt, daß Sie und das ganze Lehrerkollegium Ihre Thätigkeit in solchem Sinne erfassen und ausüben werden." Heinrich Rickert. " Wie viel hat's hier von denen, die jetzt aus dem Zola einen großen Herrn machen, die nichts von ihm gelesen haben. Diese brüllen aufs Geratewohl mit.' s ist aber besser, daß sie nichts von ihm gelesen haben, denn der Kerl hat so saumäßig geschrieben, daß eigentlich heute das Schweine fleisch nicht so teuer sein sollte. Es scheint aber, seine Zeit war doch um, deswegen wird er auch den Schlüssel am Kamin zugedreht haben." Zola ist tot, die fromme Christenliebe fann ihn also nicht mehr zu Tode foltern. Dagegen giebt es noch einige Professoren, die die Wissenschaft dem Glauben, das Studium der Natur dem Leuten widmet der bayrische Landtagsabgeordnete Pfarrer Hebel Reliquientult und die Vernunft dem Unsinn vorziehen. Diesen diesen Gruß: " Solche Burschen, welche lehren, daß es keinen Gott giebt, daß der Mensch vom Affen abstamme, sollte man um einen Kopf fürzer machen, mögen es nun Universitäts- Professoren oder andre Schulmeister sein. Aber anstatt solche Menschen unschädlich zu machen, giebt man ihnen noch hohe Gehälter. Die Fürsten bezahlen so ihre Mörder und züchten selbst ihre Königsmörder." Kopf ab das ist eigentlich in zwei Worten der Gesamtinhalt der klerikalen Weltanschauung. Wer es wagt, einen Kopf zu haben, dem nuß er zur höheren Ehre der christlichen Nächstenliebe abgehackt werden! Der Klerikalismus kann keine lebendigen Köpfe brauchen! Nach längerem Leiden ist Rickert am Montag früh verstorben. Mit ihm verliert der gemäßigte Liberalismus einen Führer, der in früheren Jahren eine nicht unbedeutende parlamentarische Rolle spielte. Rickerts Liberalismus stand in der Mitte zwischen dem Fahrlässige Tötung eines Kanoniers. Das Kriegsgericht Nationalliberalismus, der sich stets reaktionär entwickelte, und der der elften Division zu Breslau verurteilte den Hauptmann Richterschen Politik. Wie Ridert stets ein liebenswürdiges, allem v. Randow vom Feldartillerie- Regiment Nr. 42 zu Schweidnig Schroffen abgeneigtes Naturell zeigte, so war er auch politisch zu 14 Tagen Stuben arrest, weil er aus Fahrlässig= zum Ausgleichen der Gegenfäße, zu allzu sanfter Nachgiebigkeit verfeit nicht für Entladung eines Geschüß es nach einer anlagt. Uebung gesorgt habe. Durch die Nichtentladung der Nickert ist einer der Senioren der Parlamente. Seit 1870 war Sanone ward der Tod eines Menschen herbeigeführt. Es war er Mitglied des Abgeordnetenhauses, seit 1874 des Reichstags. Un im Manöver im vorigen Jahre in Oberschlesien. Nach dem unterbrochen gehörte er beiden Körperschaften an; in den 70er Jahren Gefecht wollte bei Annaberg der Patterieschlosser die Geschüße reinigen. als Mitglied der nationalliberalen Partei, nach der Secession von Alls er an einem derselben die Abzugschnur zog, enflud sich ein Von meinem Ahnen Kurfürst Friedrich III., dem wir 1880 war er einer der Führer der liberalen Vereinigung, ſeit 1884 chuß und der vor dem Geschütz stehende Kanonier Kittel stürzte so viele noch heute unerreicht dastehende Kunst- der deutsch- freisinnigen Partei. tot nieder. Der Schuß hatte ihm den Leib zerrissen und die Von letterer trennte er sich mit 9 Gesinnungsgenossen wieder im Eingeweide hingen heraus. schöpfungen berdanken, im Jahre 1696 gestiftet, hat die Der Batterie Schlosser, Akademie sich des Protektorats aller meiner Vorfahren Jahre 1893, weil er Richters Opposition gegen die Caprivische Militär- Kanonier Mostiwa, und der Geschüßführer, Unteroffizier an der Krone zu erfreuen gehabt und von ihnen, vorlage nicht mitmachen wollte. Seitdem ist er Führer in der Szmolin, sind vom Ober- Kriegsgericht des VI. Armeesoweit nicht die Not der Zeit und die Sorge um die Erhaltung Freiſinnigen Vereinigung gewesen, jener kleinen Gruppe, die schließ- corps bereits in einer früheren Verhandlung wegen fahrlässiger des Staates es hinderten, reiche Förderung erfahren. Die lich in Militär- und Marinefragen den weitgehendsten Anforderungen Tötung ersterer zu 14 Tagen strengen, legterer zu 14 Tagen 1809 erfolgte Angliederung einer Abteilung für Musik an die des modernen Ueberseeturses entgegenkam. Aber in wirtschafts- Mittelarrest verurteilt worden. ursprünglich nur für Malerei, Bildhauerei und Architektur be- politischen wie sonstigen allgemeinen Kulturfragen blieb Nickert der Selbstmord eines Soldaten wegen Mißhandlungen? Vor dem stimmte Akademie, die 60 Jahre später erreichte Gründung der liberalen Ueberlieferung treu; er war ein eifriger Befehder des Hochschule für Mufit, die Ausgestaltung des praktischen Unterrichts Junkertums, des Antisemitismus und ein Befürworter der Be- Breslauer Kriegsgericht der elften Division war angeklagt auf den verschiedenen Gebieten der Kunst durch Beschaffung von strebungen der bürgerlichen Frauenbewegung. Wo auch die Social- der Sergeant Peutert vom Leib- Kürassierregiment in Breslau auf den verschiedenen Gebieten der Kunst durch Beschaffung von Meister- und Schülerateliers und die gesamte Entwicklung demokratie mit ihm zu fechten hatte, blieb Rickert doch ein ehren- der Soldatenmißhandlung. Der Kürassier Fischer hatte im letzten Manöver einem Kameraden ein Paar Stiefel entwendet, weshalb der Hochschulen bis zu der jetzigen Höhe legen ein hafter Gegner und humaner Mensch. Noch vor wenigen Wochen in der ersten Sigung der wieder ihn der Angeklagte zur Rede stellte. Wie nun zwei Zeugen bereotes Beugnis ab von der, der Akademie zu eröffneten Reichstagsverhandlungen ergriff Ridert das Wort für das vor dem Kriegsgericht beeideten, habe der Sergeant teil gewordenen töniglichen Fürsorge. Daß es geohrfeigt und mit Erstechen be aber gelungen ist, der Hochschule für die bildenden Künste, welcher Vereins- und Versammlungsrecht der Frauen. Aber das jugendliche den Der Kürassier erhängte sich am andren Tage die alte historische Stätte der Akademie Unter den Linden schon Feuer, das den Greis noch immer beseelt hatte, sprühte nicht mehr; droht. Es hieß feit geraumer Zeit keine genügende Unterkunft bot, hier in un- er war bereits vorher von leichteren Schlaganfällen heimgesucht in seinem Quartier auf dem Dominium Marienhof. mittelbarer Nähe der Schwesteranſtalt, der Technischen Hochschule, gewesen. Nun hat ihn der Tod aus dem arbeitsreichen Leben mun, der Selbstmörder sei von dem Sergeant schlecht behandelt worden und habe sich deshalb das Leben genommen. Vor ein so schönes neues Heim zu schaffen und zugleich mit ihr die gerissen. dem Kriegsgericht sagten andre Zeugen, die in der Nähe gestanden, Hochschule für Musik räumlich zu vereinigen, das verdanken wir als der Sergeant den Soldaten wegen des Diebstahls zur Rede gestellt, aus, daß sie nicht gesehen, daß der Küraffier gemißhandelt worden sei, sie hätten es sehen müssen. Der Vertreter der Anklage beantragte eine Woche Mittelarrest, das Kriegsgericht erfannte ivegen non liquet auf Freisprechung. Jn Danzig Stadt, dem Wahlkreise Rickerts, wird nummehr in erster Linie dem unermüdlichen Wirken und der Entschließung eine Reichstags- Erjazwahl nötig. 1898 erhielt in der Hauptwahl meines in Gott ruhenden Herrn Vaters, weiland Seiner Majestät Ridert 7231 Stimmen, die Konservativen 2968, das Centrum 3086, des Kaisers und Königs Friedrich." Weiter pries der Kaiser das Interesse und Verdienst seines die Socialdemokratie 3822 Stimmen. In der Stichwahl fiegte Baters um die Künste und im besonderen um den Neubau der Hoch- die Freisimmige Vereinigung mit 11184 gegen 4976 Stimmen. schulen. Dann aber ging er dazu über, den versammelten Künstlern und Kunstjüngern die Kunstanschauungen, denen er selbst huldigt, in ernster Mahnung" vorzuführen. Er sagte: Husland. Unterhandlungen im Bergarbeiterstreit. die Konvention von 1901 zu halten und im übrigen mit größtem Punkte: Bezüglich der Forderungen, wegen des Streiks keinerlei Wohlwollen die„ mildernden Umstände" zu prüfen. Die Möglichkeit Insterburg erscheinende„ Ostdeutsche Volkszeitung", die sich Ueber eine ungeheuerliche Soldatenmißhandlung berichtet die in Wie ich es aber als eine der vornehmsten Pflichten des zugleich für die Richtigkeit ihrer Mitteilung verbürgt. Der Ministerpräsident Combes erklärte im letzten Danach wäre am 8. Auguſt in Gumbinnen der Kanonier August Herrschers ansehe, in seinen Landen die den Menschen veredelnde Baltrusch dadurch zu Tode gekommen, daß er furchtbar miß- Ministerrat, daß die Bergwerksgesellschaften alle bereit zu sein Kunst zu fördern und auf deren gesunde Entwicklung sein Augen- handelt und dann aus einer Stube des zweiten Stocks auf den schienen, in Unterhandlungen zu treten. Für das Kohlengebiet vom mert zu richten, und wie ich während meiner bisherigen Regierung Rasernenhof geworfen fei. Pas de Calais haben die Unterhandlungen zwischen den stets darauf bedacht gewesen bin, dieser Pflicht gerecht zu werden, Das Blatt veröffentlicht ein Schreiben der Ehefrau des Ver- Vertretern der Bergarbeiter und der Gesellschaften so tann ich auch die jetzige Gelegenheit nicht vorübergehen storbenen, das so entsetzliche Einzelheiten enthält, daß wir einst- bereits begonnen. Der Bergarbeiterverband hatte 7 Vertreter laffen, ohne an Lehrer wie Schüler die ernste Mahnung zu weilen Bedenken tragen, sie zu veröffentlichen. Der Brief gipfelt delegiert, unter denen Basly und Evrard; die Delegierten waren richten, in enger Anlehnung an die unerreichbaren in der Behauptung, daß das angeblich begangene Verbrechen bisher beauftragt, an den alten Forderungen festzuhalten, ferner sollte nur Klassischen Vorbilder und in treuer Nachfolge ungefühnt sei. der zahlreichen großen Meister aller späteren Von der Militärverwaltung ist eine sofortige Aufklärung zu ver- daß die Direktionen sich bereit erklären, falls eine Einigung unter der Bedingung in die Verhandlungen eingetreten werden, Jahrhunderte, welche der Kunst sich geweiht und sie fort- langen. entwickelt haben, sowie insbesondere derjenigen Meister, welche an der Akademie gelehrt oder ihre Ausbildung erhalten haben, die schilderten Vorgange nicht das mindeste bekannt sei. Zur Meldung principiell bereit, eventuell einen Schiedsrichter zu ernennen; Die National- Zeitung" versichert, daß in Berlin von dem ge- nicht erzielt wird, die Streitfragen einem Schiedsamt zu unterbreiten. Die Vertreter der Gesellschaften erklärten sich Ideale der Kunst in den durch Ueberlieferung und die sei lediglich gelangt, daß der Kanonier Baltrusch infolge eines Un= unwandelbaren Geseze der Schönheit, Harmonie glüdsfalles einen Schädelbruch erlitten hat und sich vor dem die Bedingungen, unter welcher Form das und Aesthetit gewiesenen Bahnen zu hüten Sturz in angetrunkenem Zustand befunden hat. Schiedsamt zu verhandeln habe, behalten sich und zu pflegen. Seien Sie sich allezeit der großen die Unternehmer vor. In Berlin kann man natürlich nur wissen, was von Gumbinnen Man einigte sich über folgende Kulturmission bewußt, welche die bon Jünger und Träger der Kunst zu erfüllen haben: durch hauptet, daß die Darstellung, die von einem Unglücksfall spricht, Gott begnadeten gemeldet worden ist. Das Insterburger Blatt hat ja gerade beihre Arbeit das Volk in allen seinen Schichten aus falsch sei. dem Getriebe des alltäglichen Lebens zu den Höhen der Kunst zu erheben und das den germanischen Stämmen be= Ein Kommunalskandal. Einen neuen kommunalpolitischen Skandal einer Kontrolle über die Löhne soll den Arbeitern durch regelsonders eigne Schönheitsgefühl und den Sinn für das fondergleichen hat Eisenach wieder zu verzeichnen: zunächst das mäßige Veröffentlichungen der Lohnstatistiken seitens der Compagnien Edle zu hegen und zu stärken. gewiß ungewöhnliche Ereignis einer staatsanwaltlichen Haussuchung gegeben werden. Die Vertreter der Unternehmer lehnten es ab, in Von solchem Geist getragen, werden die beiden Hoch- bei der Polizei selbst und im Anschluß an deren Ergebnisse eine eine Diskussion über die Einführung eines Lohnminimums eindas erwarte und vertraue ich ihren großen Aufgaben Voruntersuchung gegen den Oberbürgermeister Dr. v. Fewſon wegen zutreten. Es folgte sodann eine lange Debatte über die geforderte schulen gerecht werden und dem Vaterlande zur Zierde und zum Segen Vergehen gegen§ 346 St.-G.-B., nach dem mit Gefängnis- Lohnerhöhung. Die Unternehmer behaupteten, daß nach dem Stand gereichen!" stra fe nicht unter einem Monat, eventuell aber mit Zuchthaus der Preise sie nicht in der Lage wären, eine Erhöhung des Lohnes Diese Ansprache des Kaisers bezeugt gleicherweise seine hohe bis zu fünf Jahren ein Beamter bestraft wird, wenn er in der eintreten zu lassen. Selbst die gegenwärtige Prämie von 3C Proz., Meinung von den Thaten seiner Vorfahren für die Kunst wie seine bficht jemand der gesetzlichen Strafe rechtswidrig zu entziehen, die nach der Konvention von Arras gezahlt werde, sei kaum aufrecht einer strafbaren Handlung unterläßt, oder zu erhalten. Da keine Einigung erzielt wurde, beschloß man, diese Ueberzeugung, daß er selbst auch auf dem Gebiete der Kunſt berufen eine Handlung begeht, welche geeignet ist, eine Freisprechung Frage dem Schiedsamt zu unterbreiten, wobei die Untersei, der Mitwelt die Bahn zu weisen. oder eine dem Geseze nicht entsprechende Bestrafung zu bewirken, nehmerbertreter nochmals ausdrücklich erklärten, daß die Nach der Rede des Kaisers tönnte es scheinen, als ob die oder die Vollstreckung der ausgesprochenen Strafe nicht betreibt, Lohnminimumfrage ausgeschlossen bleiben müßte. preußischen Könige stets heißes Empfinden für die Künste gehegt oder endlich eine gelindere als die erkannte Strafe zur Vollstreckung Der Schiedsspruch ist nach dem Studium der offiziellen Dokumente und bethätigt hätten. Die Geschichte der Kunst in Preußen weiß bringt. ( Lohnstatistik usw.) und nach Anhörung der Parteien zu fällen. Das aber andres zu berichten. Es sei mur an die Thatsache erAls Thatbestand sollen nun der Haussuchung bei der Polizei wie Urteil des Schiedsspruchs ist endgültig. innert, daß sogleich der Kurfürst Friedrich III., den Wilhelm II. der Boruntersuchung gegen Fewson sehr merkwürdige„ Nachsichtig- Hierauf zogen sich die Unternehmer- Vertreter nochmals zur Beals Begründer der Kunstakademie feiert, keinerlei Interesse oder feiten" gegenüber Prostituierten vorliegen, Nachsichtigkeiten" der- ratung zurück, um nach Rückkehr einen neuen Vorschlag zu Verständnis für Kunst und Wissenschaft besaß, daß er nur, um den artigen Umfanges, daß sie wiederholt zu öffentlichen Standalen und noch unterbreiten, angeblich um noch schneller zu einer Ver= öffentlicheren sehr persönlichen Geheimnissen der oberen Polizei- Organe st än digung zu gelangen, ohne das Schiedsamt nötig höfifchen Glanz Ludwig XIV. von Frankreich nachzuahmen, jene ausarteten. Der Oberbürgermeister hat nunmehr infolge der gegen ihn zu haben. Danach sollen vom 1. Januar 1903 ab die Penfionen Gründung vollführte. Kurfürst Friedrich III., der spätere erste König eingeleiten Voruntersuchung sein Amt als oberster Chef der Polizei der Bergarbeiter, welche 55 Jahre alt und 30 Jahre bei derselben Gevon Preußen, sah in den Künsten nichts als ein Mittel, seiner prunt in die Hände des zweiten Bürgermeisters niedergelegt, was fellschaft bezw. bei einer Gesellschaft des Pas de Calais thätig sind, liebenden Eitelkeit zu frönen. Freilich gab es auch schon damals er noch nicht nach der ersten Haussuchung auf der Polizei that, ob- auf 600 bezw. 550 Fr. erhöht werden. Das hierzu nötige Geld Gelehrte und Künstler, die ihn als größten Fürsten seiner Zeit wohl diese sich auch ganz besonders auf seine Zimmer erstreckte; wollen die Compagnien allein aufbringen; die feierten und sich dafür reicher Begünstigungen seitens des Gefeierten zugleich ist er nach Weimar zu dem Departementschef des Innern, Höhe der Beiträge soll jedoch 3 Proz. der gezahlten Löhne erfreuten. Der Nachfolger dieses Kurfürsten und Königs aber dem Herrn v. Wurmb, geeilt, angeblich, um diesen zu einem Protest nicht übersteigen. Der Beweggrund für dieses Entgegenkommen scheint allerdings der zu sein, wenn möglich, dem ist vollends bekannt als Hasser der Wissenschaft und Kunst. Auch gegen die richterlichen Maßnahmen zu bewegen. Inzwischen hetzt die ganze bürgerliche Presse Eisenachs und Schiedsamt zu entgehen; die Arbeiter erkannten das Wohldie Verdienste der ferneren Könige von Preußen um die Kunst sieht Thüringens erneut gegen v. Fewson und drängt ihn, jetzt endlich wollen der Unternehmer an, lehnten dies zweifelhafte Geein kritisches Auge gänzlich anders als der Kaiser, dessen pietät- wenigstens ſein Oberbürgermeisteramt niederzulegen; fchent als Ersaz für die geforderte Lohnerhöhung vollem Sinn die Thaten seiner Ahnen in überschwänglicher Herrlich- soviel muß dieser Presse freilich, ganz abgesehen von dem jezt vor- aber dankend ab und bestanden auf den Schiedsteit erscheinen. liegenden Fall, zugegeben werden, daß Herr v. Fewson schon so spruch. Basly telegraphierte an den Ministerpräsidenten, denselben " ersuchend, einen Schiedsrichter zu ernennen. Wie es heißt, soll der Unterstaatssekretär für Bergbau, Jocon, als Schiedsrichter in Ausficht genommen sein. Auf Ersuchen des Deputierten des Pas- de- Calais Basly hat der Arbeitsminister Maruéjouls den General inspektor der Bergwerke in den Departements Nord und Pas- de- Calais Delafond zum Schiedsrichter in dem Streite zwischen den Bergarbeitern von Lens und den Grubengesellschaften ernannt. Nähmaschinen- Industrie der Vereinigten Staaten von Amerika. Totenliste der Partei. Ein alter hamburgischer Parteigenoffe, Msdann werden ein Drittel in Stammattien und zwei Drittel in der Cigarrenmacher Johann Ddelmann, ist am 26. September 6pro3. Vorzugsaktien des Trust ausbezahlt. im Alter von 61 Jahren in Dayton( Vereinigte Staaten) gestorben. Ockelmann war schon in den sechziger Jahren in Hamburg politisch und gewerkschaftlich thätig. Als das„ Hamburg- Altonaer Volksblatt" Das Censusbureau der Vereinigten Staaten veröffentlicht ein bes am 1. Oktober 1875 herausgegeben wurde, wurde Ockelmann Kolporteur auf St. Pauli. Diesen Posten hat er ausgefüllt, bis 1880 der kleine Belagerungszustand über Hamburg verhängt wurde und Ockelmann zu den Ersten gehörte, die auf Grund des Socialistengesetzes von dort ausgewiesen wurden. Er gehörte zu denen, die am 2. November die Reise nach New York antraten. sonderes Bulletin über die Nähmaschinen- Industrie. Das Bulletin Zubehörstücke sowie Kasten, Tischplatten und sonstiges Holzwerk zu umfaßt auch diejenigen Fabriken, welche Nähmaschinenteile und Zubehörstücke ſowie Kasten, Tischplatten und sonstiges Holzwerk zu Nähmaschinen herstellen. Zur Zeit des Census im Jahre 1850 bestanden noch keine besfonderen Nähmaschinen- Fabriken; in den folgenden zehn Jahren hatte die Industrie indessen schon bedeutende Fortschritte gemacht, so daß Lille, 3. November. Nach der gestrigen Besprechung der Ver- In Amerika hat er von der ersten Stunde an bis zu seinem im Jahre 1860 bereits 88 Nähmaschinen- Fabriken mit einem Kapital treter der ausständigen Bergarbeiter und der Vertreter der Berg- Tode ebenso alle seine Kräfte in den Dienst der Arbeiterbewegung von 1 494 450 Dollar gezählt wurden, die an Arbeitslöhnen 1143 384 werks- Gesellschaften hatten erstere eine Besprechung mit den gestellt. Die" New Yorker Volkszeitung" widmet ihm einen sehr Dollar verausgabten, Material im Werte von 700 776 Dollar verVertretern der sogenannten Gelben, welche von der ehrenvollen Nachruf. arbeiteten und deren Produkte fich auf 4 403 206 Dollar bewerteten. ersten Besprechung ausgeschlossen gewesen waren. Lettere erklärten, fie hätten an den Minister für öffentliche Arbeiten telegraphiert und eine Arbeiterbundes in Littauen, Polen und Rußland Eine neue Nummer des Centralorgans des Allgemeinen jüdischen In den letzten drei Jahrzehnten hat sich diese Industrie nach den Prüfung ihrer Ansprüche durch Schiedsrichter gefordert. Die Verstimme" Nr. 29- ist in diesen Tagen in Rußland in einer Geheimdie Arbeiter- amtlichen Erhebungen, wie folgt, entwickelt. treter der Bergwerk- Gesellschaften schließen sich druckerei erschienen. Zahl der Fabriken dieser Forderung an. Carmaux, 3. November. Eine von etwa 3000 Arbeitern besuchte Versammlung beschloß gestern einstimmig die Fortsetzung des Ausstandes, nachdem ihnen die Antwort der Regierung auf das letzte Schreiben der Delegierten und die Protestnote bekannt gegeben worden war. " Deftreich- Ungarn. Zurückziehung der Wehrvorlage. Jm Kronrate wurde, wie die Neue Freie Presse" meldet, beschlossen, die Wehrvorlage zurückzuziehen und den Parlamenten eine neue Vorlage zu unterbreiten, durch welche für das nächste Jahr das Retruten Kontingent um 20 000 Mann erhöht Schweiz. wird. Bei den Nationalrats- Stichwahlen wurde, wie uns ein Privattelegramm mitteilt, am Sonntag in Basel Genosse Dr. Brüstlein gewählt, während leider in Burgdorf unser Genosse Müller in der Stichwahl unterlag, obwohl die Hauptwahl einen außerordentlichen Stimmenzuwachs aufgewiesen hatte. Norwegen. " Liberale Korruption. Innerhalb der das politische Leben Norivegens beherrschenden Linkenpartei und der von ihr eingesetzten Regierung hat sich nach und nach ein solches Cliquenwesen, eine solche Korruption bei der Besetzung der Staatsämter und Beamtenstellen entwickelt, daß ein immer mehr steigender Unwille im Volfe, und selbst in der Linkenpartei zum Durchbruch kommt. Davon zeugte sehr deutlich eine Debatte, die kürzlich in Studentersamfundet" in Kristiania stattfand und durch einen Vortrag des liberalen Professors Ostar Jäger eingeleitet wurde. Dieser erklärte einleitend, es handle sich hier nicht um Parteipolitik, er selbst sei Linkenmann( Liberaler). Aber die Zustände seien nun derartig geworden, daß ein jeder sich nach Mitteln zur Abhilfe gegen eine Korruption, welche die höchsten Interessen der Nation bedrohe, umsehen müsse. Von der schlimmsten Form der Korruption, der Bestechung, sei man bisher verschont ge= blieben, das aber sei auch Korruption, wenn man politische Freunde belohne dadurch, daß man sie in Komitees hineinseße, wo sie nichts leisten könnten, oder ihnen Aemter gäbe, die ihnen ihren Fähigkeiten nach nicht gebührten. Der Redner führte dann eine Reihe von Bei= spielen derartiger Anstellungen im Staatsdienst, Schaffung neuer Aemter für den Anhang der herrschenden Clique an und wies unter anderm auch auf die Zusammensetzung des Komitees zur Vor beratung einer staatlichen Arbeiterversiche rung hin, die dazu geführt habe, daß diese große und gute Sache durch ein ganz sonderbares Gutachten verpfuscht worden sei. Der Redner verlangte schließlich nach einer starten charakter= festen Opposition für das Storthing, die es jeder norwegischen Regierung bei Mangel an politischer Rechtschaffenheit unmöglich machen müsse, im Amt zu verbleiben. Die kritischen Ausführungen des Professors riefen wiederholt stürmischen Beifall her vor. Aus der dann folgenden Debatte ist vor allem die Rede des Socialdemokraten Advokat Ludwig Meyer bemerkenswert, der eine vernichtende Stritik an der Leichtsinnigen Finanzpolitik der Linken übte und ebenfalls mehrere krasse Auswüchse der Cliquenherrschaft geißelte. Die Ausführungen unfres Parteigenossen wurden mit größter Aufmerksamkeit angehört und mit demonstrativem Beifall aufgenommen. " Die Zeitung hat folgenden Inhalt: Unfre fünfte Konferenz. Kapital Wie müssen unsre Demonstrationen organisiert werden? Briefe Durchschnittliche Zahl der vom Jenseits Feuilleton. Die finstere Welt"( der Kampf der Lohnarbeiter. zarischen Selbstherrschaft um ihre Eriſtenz). Korrespondenzen aus Betrag der gezahlten Lodz, Bialystod, Dinaburg und Grodna. Die Judenplündereien Löhne in Czenstochau. Der Zionistenkongreß in Minst. Die väterlichen Kosten der Materialien. Sorgen des Polizeidepartements. Wassiljew der Henker und die Wert der Produkte Zionisten. Chronik und Kassenbericht. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Aus Danzig. ebenso wenig dazu geführt, den Wirtschaftsbetrieb darin unmöglich Die Achtuhr- Polizeistunde für das Danziger Parteilokal hat zu machen, wie das Verbot sämtlicher Versammlungen in dem Lokal. Vielleicht führt aber die neueste Polizeimaßregel dazu, die man aus folgendem Schriftstück erseher mag: Danzig, den 28. Oftober 1902. Kgl. Polizei- Präsident. J.-No. Va 1486. Gelegentlich einiger Anzeigen des Kaffenführers Hahn gegen mir unterstellte Beamte hat mir Hahn einen Vertrag vorgelegt, nach welchem Sie von ihm, dem Zimmerpolier Sellin und dem Stauer Schiforr zur Bewirtschaftung des Lokales Brotbänkengasse 11 gegen Abrechnung und Gewährung einer täglichen Entfchädigung von 3,50 M. eingefegt sind. Da Sie somit das Lokal nicht für eigne Rechnung führen und somit eine der wesentlichsten Voraussetzungen fehlt, unter denen Ihnen der Konsens vom 12. April cr. für das genannte Lokal erteilt worden ist, so werde ich die Entziehung des Konsenses im Verwaltungs- Zwangsverfahren betreiben. . · 1900 1890 1880 65 66 124 Dollar 20 072 800 17 473 539 13 243 180 13 288 11 375 10 659 19 7 279 118 5 602 927 5 319 437 " " 9 343 676 21 129 561 4 492 612 15 072 698 6 068 506 15 928 025 Berliner Partei- Angelegenheiten. Heute, Dienstagabend 8%, Uhr, findet in der„ Victoria- Brauerei", Zu den Stadtverordnetenwahlen im vierten Kommunalwahlbezirk. Lützowstr. 112, eine wählerversammlung statt. Referenten sind der Stadtverordneta Genosse Borgmann und der Kandidat Dr. Leo Aron 3. Zum Wahltag am Mittwoch ersuchen wir alle verfügbaren Genossen, sich zur Hilfe in folgenden Lokalen einzufinden: vormittags bei Kumte, Bülowstr. 59. und nachmittags bei Homuth, Lüßowstraße, Ecke Dörnburgstraße. Die Verkündigung des Wahlresultats findet Mittwoch abend 9 Uhr bei 8 ühlte, Dennewigstraße 13, staft. Die Vertrauensleute. Elfter Wahlbezirk. Am heutigen Tage findet eine Kommunalwähler Versammlung für den elften Wahlbezirk in Graumanns Lokai, Naunynstr. 27, statt. Das Referat hält der Genosse Das Wahlkomitee. Pfannkuch. Zahlreichen Besuch erwartet Diejenigen Genossen, die am Wahltage zur Agitation sich zur Nach Maßgabe der Bestimmungen vom 9. August 1899 zur Verfügung stellen wollen, können am genannten Tage früh 7 1hr Abänderung der Gewerbe- Ordnung" fordere ich Sie jedoch vorher und nachmittags 4 Uhr im Lokale von Mohn, Oranienstraße 198, auf, den Gewerbebetrieb freiwillig einzustellen und ersuche Sie, sich melden. mir Ihre bezüglichen Entschließungen binnen einer Woche mitErster Wahlkreis. Heute, Dienstagabend 8 1hr, spricht Genosse zuteilen. Sollte innerhalb dieses Zeitraums eine Antwort nicht Rechtsanwalt Victor Fränft über„ Trakehner Stallluft" in eingehen, so wird das Konzessionsentziehungs- Verfahren ohne der in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35, stattfindenden weiteres eingeleitet werden. Au Frau Julianna Berger, geb. Foth, hier. J. V.: Negenborn. Dazu macht unser Königsberger Parteiblatt noch die interessante Mitteilung, daß der Polizeipräsident bisher den Vertrag noch niemals anerkannt hat, sobald es sich darum handelte, daß Hahn der Polizei gegenüber ein Hausrecht in dem Lokal ausüben wollte.- Es liegt System in der Sache. Aus Industrie und Handel. Versammlung. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Lichtenberg. Heute abend findet bei Höflich ein Recitationsabend statt. Herr Waltotte liest Gerhart Hauptmanns, Weber" bor. Der Zutritt steht gegen 15 Pf. Eintrittsgeld jedermann frei. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. Weißensee. Heute abend 81/2 Uhr findet die außerordentliche Generalversammlung des Wahlvereins im„ Prälaten", Lehderstr. 122, statt. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mitglieder unbedingt notwendig. 10001 Kommunales. Kein Notstand!" Löhne im preußischen Bergbau. Nach einer in der letzten Nummer des„ Arbeitsmarktes" veröffentlichten Zusammenstellung ist zwar im letzten Jahre die Gesamtsumme der gezahlten Löhne der im preußi schen Bergbau beschäftigten Arbeiter gestiegen, nicht aber der Jahres- sammlung über jenen socialdemokratischen Antrag Ms im vorigen Winter in der Stadtverordneten- Vers verdienst des einzelnen Arbeiters. Pro Kopf aller Arbeiter( einschließlich der jugendlichen und weiblichen) ergiebt sich ein Rein- verhandelt wurde, der auf die herrschende Arbeitslosigkeit einkommen von 1076 M. im Jahre 1901 gegen 1138, 1070, 1010, hinwies und die städtischen Behörden an ihre Aufgabe, hier helfend 964. 900 und 848 M. in den sechs Vorjahren. In den einzelnen einzugreifen, erinnerte, da gab der Magistrat durch den Mund des Zweigen und Distrikten des Bergbaus betrug der durchschnittliche Stadtrats Fischbeck die bekannten Erklärungen ab, die darin gipfelten, Nettolohn in Mart: daß von einem eigentlichen Notstand doch keine Rede sein könne. i. 3. dageg. in d. Jahren Auf freisinniger Seite nidte man befriedigt, spendete dem Herrn 1901 1900 1899 1895 Magistratsvertreter lärmenden Beifall und freute sich, daß man wieder einmal auf gute Manier die lästige Pflicht, von Ges meinde wegen etwas zur Linderung der Arbeits. 968 Iosigkeit zu thun, von sich abwälzen konnte. " " England. Munisipalsocialismus in West Ham. London, 1. November. beim Steinkohlenbergbau in Oberschlesien ( Eig. Ber.) Herr William Thorne, der am meisten verleumdete Socialdemokrat im Stadtrat von West Ham, wurde einstimmig wiedergewählt. Seine Popularität ist so groß, daß die reformfeindlichen Wähler es für aussichtslos hielten, einen Gegenkandidaten aufzustellen. London, 3. November. Das Resultat der Gemeindes rats- Wahlen in Wales ist bisher folgendes: Von 268 Sizen erhielten die Liberalen 83, die Konservativen 52, die Arbeiterpartei 27, die Socialdemokraten und die Unabhängigen je 5. Ein Meeting füdafrikanischer Kriegsveteranen, das am Sonntag im Hydepark stattfand, protestierte mit großer Schärfe gegen die Behandlung der entlassenen mittel- und arbeitslosen Reservisten. Die Sprecher erklärten, daß, wenn das Kriegsamt nicht für fie forge, namentlich auch den rückständigen Sold auszahle, fie Re= servisten an alle Werbungspläge führen und die Rekrutierung berhindern würden. Auch das stolze, welterobernde Albion tennt also für sein verbrauchtes Soldatenmaterial nur die Losung:" Nun, Bruder, häng' den Schnappjack um, Soldat bist Du gewest." Afien. # 871 877 801 685 Niederschlesien 872 910 846 737 des Ober- Bergamts- Bezirks Dortmund 1224 1332 1255 ( staatlich) Eine Illustration zu der Haltung, die der Freifinn des Roten bei Saarbrüden 1042 1044 1019 929 Hauses damals einnahm, bildet eine jetzt vom Statistischen Amt der bei Aachen 1162 1194 1069 868 Stadt veröffentlichte Zusammenstellung über die Verurteilungen Vom amerikanischen Eisenmarkt. Der Nachricht des Jron wegen Bettelei und wegen Obdachlosigkeit, die im Age", daß die Nachfrage nach Eisen- und Stahlwaren auf dem amerikanischen Markt abnimmt, reiht sich die Stabelmeldung des englischen Fronmonger" aus Philadelphia an, daß zwar die Knappheit in Roheisen sich noch gesteigert hat, auf dem übrigen Eisenmartt aber die Tendenz sich immer mehr a bich wäche. 3 unter den verurteilten Jahre 1901 von der Abteilung Alleganderplatz des Amtsgerichts Berlin I ausgesprochen wurden. Von 1900 bis 1901 stieg die Bahl der Verurteilungen wegen Bettelei: beim männlichen Geschlecht von 5755 auf 7956( um 38 Proz.), beim weiblichen Geschlecht von 185 auf 214( um 16 Broz.); die Zahl der Verurteilungen wegen Obdach losigkeit: beim männlichen Geschlecht von 1344 auf 2440( um 82 Broz.), Vergebung von Eisenbahnbedarf. Die kürzlich mitgeteilte Auf- beim weiblichen Geschlecht von 80 auf 150( um 88 Proz.). Die forderung des Verkehrsministers an die Eisenbahn- Direktionen, zur 3 unahme der Verurteilungen erstreckte sich auf alle AltersLinderung der Krise in der Eiſenindustrie baldigst ihren Bedarf an Eisenbahnmaterialen in Auftrag zu geben, beginnt Früchte zu tragen. gruppen, von den noch nicht Zwanzigjährigen bis zu den über Die Eisenbahn- Direktion Berlin hat Auftrag zur Ausschreibung von Siebzigjährigen. 831 Personen- und Gepäckwagen sowie von 5000 Güterwagen erteilt. weigen ergiebt fast überall eine Zunahme. Die stärkste Auch die Gruppierung nach Industrie. Außer diesen Betriesmitteln sind vor kurzer Zeit erst 162 Personen- Gruppe war, wie immer, die der Arbeiter bezw. Arbeiterinnen ohne und Gepäckwagen bestellt worden. Bedeutende Aufträge auf Lokomo- besondere Angabe. Von 1900 bis 1901 stieg die Zahl der wegen Beting, 3. November. Infolge des Verlangens des englischen tiven sollen folgen. Bettelei verurteilten Arbeiter von 2083 auf 3098, der Arbeiterinnen Gesandten, daß die für die Ermordung der Missionare in Hunan verantwortlichen Beamten zur Bestrafung gezogen handlungen in Köln noch nicht zu stande gekommen, da eine Ver- 610 auf 1163, der Arbeiterinnen von 30 auf 84. Die Verlängerung des Schienenkartells ist in den langen Ver- von 89 auf 131, der wegen Obdachlosigkeit verurteilten Arbeiter von Nächstdem werden, ist ein Erlaß veröffentlicht worden, welcher über die ständigung über die Beteiligung der einzelnen Werke an dem Absatz war Männern die Gruppe Metallmilitärischen Beamten, die sich geweigert haben, die Missionare nicht erzielt werden konnte. Doch hofft man, wie von informierter bearbeitung am stärksten vertreten, und hier war auch die zu schüßen, die Todesstrafe, über mehrere andre hervor- Geite berichtet wird, daß es den Bemühungen einer hierfür einge- Bunahme mit am bedeutendsten. Die Verurteilungen wegen Bettelei ragende Lotalbeamte, einschließlich des Präfetten, die Strafe der dauernden Ausschließung von öffentlichen Aemtern, und über mehrere ständigung herbeizuführen, da das Kartell am 30. November abläuft. auf 216. febten Kommission gelingen wird, in der nächsten Zeit eine Ver- mehrten sich hier von 626 auf 981, die wegen Obdachlosigkeit von 101 niedrigere Beamte die Strafe der Verbannung verhängt. Es handelt sich in der Hauptsache nur um die für die Gewerkschaft Solche Zahlen lassen erkennen, wie schwer die Wunden Deutscher Kaiser zu reservierende Beteiligung. find, die der Arbeiterklasse durch den Be= Kapstadt, 31. Oktober. Ein amtliches Telegramm des Haupt- Abnahme der Neugründung von Aktiengesellschaften. Die von schäftigungsmangel und zugleich. durch die manns Wood, der eine gegen herumstreifende Banden von Damara- finanzieller Seite beklagte Gründungs- Unlust" hält nicht nur an, Wohnungsteuerung geschlagen wurden. Teuten im Kenhardt- Diftritt ausgesandte Expedition befehligt, lautet sondern scheint sich bis zur völligen Stagnation steigern zu wollen. figende Klasse ist allerdings mit ihrem Urteil über die wegen Bettelei folgendermaßen: In den zwei letzten Monaten( September und Oktober) sind in Woriſeep, 23. Oktober. Ich fand ein Hottentottendorf auf einer Deutschland nur 13 Gründungen mit 9,7 Millionen Mark Grund- oder wegen Obdachlosigkeit Verurteilten rasch fertig. Sie gelten großen Insel in der Nähe der Inleis- Furt. Die Eingeborenen tapital vorgekommen, wovon allein 3 Millionen Mark auf die deutschen ihr sämtlich als„ verkommene Subjekte", die ihr Schicksal selber verflüchteten auf deutsches Gebiet. Ein Hottentotte wurde Salpeterwerke, Aktiengesellschaft in Hamburg, kommen. Die meisten schuldet haben. Daß in Zeiten der Wohnungsnot und des Arbeitsdurch deutsche Patrouillen erschossen. Bockhorst Gründungen sind ziemlich unbedeutend: nur noch bei zweien außer mangels auch recht ehrenwerte Leute mitunter sehr bald mit fünfzehn Begleitern befindet sich in den Bergen auf der obigen beträgt das Aktienkapital über 1 Million Mark. dazu kommen können, obdachlos zu werden und auf die Milddeutschem Gebiet, er wird von deutschen Truppen ver- Insgesamt sind in den letzten zehn Monaten 77 Gesellschaften thätigkeit andrer angewiesen zu sein folgt. Ich habe die Gegend von Scuitdrift bis Onfeeptans ve mit 96 922 600 W. gegründet worden gegen 168, 261, 364 Gesell- Besigenden! tommen gesäubert und bin jetzt im Begriff, nach Bella zurück- schaften mit 172 beziv. 340 beztv. 544 Millionen Mart Kapital in Auch unsre städtischen Behörden haben wenig danach zumarschieren. den Jahren 1901-1899. gefragt, wie viele unsrer Mitbürger der Arbeitslosigkeit und der Ueberkapitalisation des Morganschen Schiffahrtstrustes. Wie die Wohnungsnot zum Opfer gefallen find. Der Magistrat hat so gut „ Hambg. Börsenhalle" berechnet, kommen von der Kaufsumme von wie nichts unternommen, um das Elend zu lindern. Er 10 699 436 Pfd. Sterl., welche die„ White Star Line" für den Uebergang ihres Schiffsbestandes und ihrer Betriebsanlagen in den folgte verständnisvoll dem Wint der freisinnigen Stadt. Befit des atlantischen Schiffahrtstrustes erhält, auf je eine 1000 berordneten Mehrheit, für die es keinen Notstand gab. Pfund Sterl.- Attie 14 265 Pfd. Sterl. 18 Schill. 3 Pence. Davon werden 4143 Pfd. Sterling 18 Schill. 3 Pence in bar bezahlt, vom Rest gehen 52 Pfd. Sterl. 8 Schill. pro Aktie ab, die einen Fonds zur Verteilung an die Comptoirangestellten der Reederei bilden sollen. Afrika. Parteinachrichten. Der erste Hamburgische Wahlkreis stellte am Sonnabend in einer Mitgliederversammlung den Genossen Be bel wieder einstimmig als Kandidaten auf. Im nächsten Jahre, dem Wahljahre, werden es 20 Jahre, daß Bebel zum erstenmale in Hamburg gewählt wurde. Nach Erledigung der Wahl beschloß die Versammlung, 3000 M. an die Parteikasse in Berlin abzuführen. " Die bes was schert das die In der gestrigen Situng der städtischen Gasdeputation unter dem Vorsitz des Stadtrats Namslau wurden die geänderten, neuen Bedingungen für die Gas entnahme aus den städtischen worden. Gerichts- Zeitung. Deutsches Reich. Der Weberstreik in Meerane Verfammlungen. Gaswerken beraten und genehmigt. Die Aenderung ist eine not- Die Accordarbeit ist abgeschafft. Des weiteren wendige Folge des Einheitspreises. Ferner wurde die Be- find noch einige Abmachungen über sanitäre Einrichtungen und über schaffung von 20 Rettungskästen nebst Zubehör für die die Zahlung von Fahr- und Montagegeldern getroffen. Einsetzung Arbeiter bei dem Legen von Gasröhren ust. genehmigt. Diese einer aus je drei Arbeitnehmern und drei Arbeitgebern bestehenden Die schroffe Ablehnung der Einigungsverhandlungen durch die Rettungskästen beruhen in der Hauptsache auf dem Princip der Zu- Schlichtungskommission, die über alle sich ergebenden Differenzen zu Fabrikanten hat die Streikenden nicht im mindesten wankend gemacht. führung von Sauerstoff, ähnlich der wie bei den Giersbergschen beraten hat. Maßregelungen sollen nicht stattfinden, demgegenüber Der Kampf dauert bereits drei Wochen, und noch nicht einer von den Athmungsapparaten, die bei der Feuerwehr sich bewährt haben. Die find die Streifenden verpflichtet, die noch vorhandenen Arbeitswilligen Streitenden ist der gemeinsamen Sache untreu geworden. Nicht ein Deputation gab dann noch ihre Zustimmung zu dem Gasanschluß weder thätlich noch wörtlich zu beleidigen. einziger Streifbrecher hat die Reihen der Ausständigen verlassen. In der neuen Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffahrt, Zu vorstehenden Vereinbarungen gab die beschließende Ver- den 15 vom Streit betroffenen Fabriken arbeiten zusammen 45 Perdie auf der sogenannten Schleuseninsel zwischen dem Zoologischen sammlung der Streikenden gestern abend einmütig ihre Zustimmung; sonen. Am Donnerstag hielten die Streikenden wieder drei stark be= Garten und der Charlottenburger Chaussee erbaut worden ist, und infolgedessen wird die Arbeit am heutigen Dienstag wieder suchte Versammlungen ab, die von der zuversichtlichsten Stimmung zu der Verbesserung der öffentlichen Gasbeleuchtung in der Sprengler, aufgenommen. Allseitige Anerkennung fand die thatträftige finanzielle beseelt waren. Wenn die Fabrikanten geglaubt hatten, die Ablehnung Kameruners, Lüderitz- und Wittstockerstraße, sowie am Schles- Unterstützung, die den Streifenden von den im Kartell organisierten der Verhandlungen werde die Streifenden einschüchtern, so haben sie wiger Ufer. Arbeitern zu teil geworden ist, da nur hierdurch den Ausständigen sich verrechnet, das zeigte der Verlauf der Versammlungen. Die Die zuständigen Behörden werden sich in nächster Zeit mit der die Möglichkeit gegeben wurde, neun Wochen lang in dem Kampfe Streifenden erklärten, daß sie zu Verhandlungen bereit seien, sich aber Frage der Errichtung eines städtischen Prüfamtes für auszuhalten. Beschlossen wurde sodann, die noch verbleibenden Arbeits- niemals bedingungslos unterwerfen würden, und wenn der Kampf noch Monate dauern sollte. Auch die Hausweber find in eine Lohns Elettricität beschäftigen, nachdem diese Frage von mehreren lofena uch fernerhin zu den üblichen Sägen zu unterstützen. bewegung eingetreten. Sie haben sich mit einem Gesuch an den Bor Seiten aufgeworfen worden ist. Den Arbeitern der städtischen Kanalisationswerke( Heizer, Buzzer, fißenden des Industrievereins gewendet und diesen gebeten, sich bei Kohlenfarrer, Baffinarbeiter, Druckrohr- Aufseher, Kanalarbeiter) ist den Fabrikanten um eine Lohnaufbesserung für sie zu verwenden. auf ihre im August dieses Jahres an die Direktion gerichtete Ein- Damit werden diese armen Hausweber natürlich nichts erreichen. Die gabe Unterbreitung einer Lohnstala, Einführung von Wochen- Hausweberei steht auch in Meerane auf dem Aussterbeetat, trotzdem löhnen, Regelung des Sonntagsdienstes, Einführung eines Schicht- find es immer noch einige Hundert, zum größten Teil alte Leute, die Ein umfangreicher Meineidsprozeß hat das Schwurgericht des wechsels, Ruhepausen für Heizer, Regelung der täglichen Arbeits- fich durch diese ernähren müſſen. Landgerichts I in dreitägiger Verhandlung beschäftigt und ist um zeit usw. jetzt ein Bescheid zugegangen. Danach wird dem 2 Uhr in der Nacht zum Sonntag zum Abschluß gelangt. Auf der Maschinenpersonal ihrem Wunsche gemäß, alle 14 Tage ein Anklagebant befanden sich der Kaufmann Emil Bedmann, der freier Sonntag, unter Fortzahlung des Lohnes, gewährt. Den Vergolder William Beck und der Kutscher Gustav Weirich. Der Heizern wird während der Nachtschicht eine zweistündige RuheErstgenannte war beschuldigt, die Mitangeklagten Beck und Weirich pause zugestanden. Eine Kreiskonferenz für Nieder- Barnim Alle übrigen Punkte, namentlich der zum Meineide angestiftet, ferner sich des Betruges und der Ge- hauptsächlich ste, eine Lohnerhöhung für alle schon tagte am Sonnabend in Rummelsburg. Dieselbe war besucht von brauchmachung von gefälschten Urkunden in je zwei Fällen Gebrauch länger in städtischen Diensten stehenden ist seitens der 13 Vertrauensleuten und 46 Delegierten aus den 13 Bezirken des gemacht zu haben. Ursprünglich war auch die Ehefrau Beckmann Deputation mit der Motivierung abgelehnt worden, daß eine Streises. Außerdem nahmen an der Konferenz teil: Der Reichstags= mitangeflagt, fie ist inzwischen aber geistestrant ge solche erst vor zwei Jahren stattgefunden habe. Ein Arbeiter Abgeordnete des Kreises, der Kreis- Vertrauensmann, zwei Vertreter war nach Frankreich geflüchtet und ausschuß ist immer noch nicht errichtet. Auch die Einführung von der Preßfommission, je einer der Agitationskommission und der ist von dort den deutschen Gerichten ausgeliefert worden. Wochenlöhnen ist abgelehnt worden, wodurch die im Lokalkommission und die drei Revisoren. Der Sachverhalt, wie die Anklage ihn darstellt, erinnert an die se anal Thätigen am meisten zu leiden haben. Diese Arbeiter Der Kreis- Bertrauensmann Freiwaldt erstattete den Praris des berüchtigten Meineidschloffers Orthmann. Die Beck- heben hervor:„ Angesichts der ungleichen Festlegung im Kassen- und Rechenschaftsbericht. Die Einnahmen mannschen Eheleute betrieben unter der Firma der Ehefrau in den städtischen Etat, wonach den Kanalarbeitern 350 Tage, allen andren und Ausgaben bilanzieren insgesamt mit 5797,39 M. Unter den Jahren 1899 und 1900 in der Gartenstraße ein Buttergeschäft. Ihr Arbeitern dagegen 365 Tage im Jahre bezahlt werden sollen, ihnen Ausgaben find hervorzuheben: für 26 000 Agitations- Kalender Hauptlieferant war der Molkereibesizer Briechle, der wöchentlich( den Kanalarbeitern) jedoch in Wirklichkeit nur 320, im aller- 572 M., für die" Fackel" 270,90 M., an die Agitationskommission Butter lieferte und zumeist à conto- Bahlungen erhielt. Im April günstigsten Fall 338 Tage bezahlt wurden, entstehe für diese, je nach 500 m., für Agitationszuschuß an die Kreisbezirke 334,70 M., an 1900 war die Ehefrau Beckmann soweit im Rückstande geblieben, der Lohnklasse der Betreffenden, ein Lohnausfall von 48 bis 120 m. den Parteivorstand 500 M., Prozeßkosten 44,20 M., Delegation daß Briechle 1000 m. gegen sie eintlagte. Das beklagte Ehepaar jährlich. Diese Zurücksetzung erklären die Kanalarbeiter für um so zum Provinzialtag und Parteitag 357,40 M. An Kaffenbestand erhob den Einwand, daß der Kläger außer den regelmäßigen Ab- ungerechter, da sie doch die schmutzigsten und ungesundesten verbleiben 2613,22 M. Aus dem Jahresbericht, welcher gedruckt zahlungen am 12. Januar einen Betrag von 1000 m. er- Arbeiten zu verrichten hätten. Protestiert wird seitens der vorliegt, ist zu entnehmen, daß der Wahlkreis über 13 Wahlvereine halten habe und legte hierüber eine Quittung vor, die Kanalisationsarbeiter gegen die Auslegung bezw. Erweiterung des fol- berfügt, denen sich in den einzelnen Bezirken weitere Wahlvereine bon der Hand Briechles herrühren sollte. Außerdem genden Punkts in der Arbeitsordnung:„ Bei etwaigen Verspätungen tritt und Filialen anschließen. Die Zahl der politisch organisierten Ges beriefen sich die Beklagten auf die Beugnisse des Beck und des eine Geldstrafe bis zur Höhe von einem Viertel des Tagelohnes nossen beträgt 3526, von welchen 784 ihren Wohnfis in den Filialen Weirich, welche zufällig hinzugekommen feien, als die 1000 M. an oder Zurückweisung des Arbeiters für die ganze Arbeitsschicht ein." haben. 97 Genossen, welche auf Grund ihrer wirtschaftlichen Briechle gezahlt worden seien. Beck und Weirich beschworen dies Dieser Punkt werde von den Inspektoren folgendermaßen gehandhabt: Stellung den Wahlbereinen nicht angehören können, zahlen einen auch, worauf Briechle trotz seiner Behauptung, daß die Quittung ge- Wer zweimal zu spät kommt, wird entlassen."- fest normierten freiwilligen Beitrag. Die Zahl der Organisierten fälscht sein müsse, mit der Klage abgewiesen wurde. Später wurde Da ihre Hauptforderung abgehnt worden ist, verlangen nun- ist seit dem vorjährigen Bericht um 1552 gestiegen. Zur Agitation so viel Belastungsmaterial gegen die Angeklagten beschafft, daß das mehr sämtliche Kanalisationsarbeiter eine Teuerungszulage wurden verbreitet 26 000 Exemplare„ Märkischer Landbote", 18 000 Werfahren gegen fie eröffnet werden konnte. Nach den Gutachten von 50 Pf. pro Tag, wie solche die Charlottenburger städtischen Be- Beitungen die" Fackel". Der Vorwärts" wird in 4000 Eremplaren der Schreibsachverständigen, Schulrat Grabow und Rechnungsrat hörden ihren Arbeitern bereits seit 1½ Jahren zahlen. In Char- gelesen. Die Zahl muß sich aber vergrößern, da die Abonnenten Jung, war die Quittung zweifellos gefälscht. Der junge Briechle lottenburg werde den städtischen Arbeitern in Krankheitsfällen bis der bürgerlichen Spediteure nicht einbegriffen sind. Die Brandens hatte am 1. Januar 1000 Mart erhalten und hierüber eine Quittung zu. 26 Wochen der volle Lohn gezahlt, in Berlin dagegen nur 6 Wochen! burger Beitung" wird in 97 Exemplaren abonniert. Bei den im ausgestellt. Er wollte am 12. Januar wiederum 1000 Mart auf Eine in nächster Zeit stattfindende Generalversammlung wird sich Frühjahr stattgefundenen Gemeindevertreter- Wahlen sind die abs Abschlag einfaffieren, erhielt damals aber kein Geld. Die später mit dieser Frage speciell befassen und das weitere Borgehen fest gegebenen Stimmen von 1509 auf 5285 gestiegen; im Streife wirken von Beckmann vorgelegte Quittung war insofern geändert, als man fezen. insgesamt 32 Genossen als Gemeindevertreter. Von größeren aus dem 1. Januar durch Hinzufügen einer 2 den 12. Januar Prozessen ist zu erwähnen, daß in Summt bei einer Flugblattgemacht hatte. Der Gerichtschemiter Dr. Jeserich hat dies durch Zum Rohrlegerstreit. Die Hoffnungen der Unternehmer, daß Verteilung Soldaten, die im Quartier lagen, Flugblätter erhalten chemische, mikroskopische und mikrophotographische Untersuchungen anläßlich der Mietezahlung am 1. November ein großer Teil der hatten, eine darauf erfolgte Anklage wegen Aufreizung hatte keinen festgestellt. In Betreff der Frage, ob der Angeklagte Beckmann die Streikenden die Arbeit bedingungslos wieder aufnehmen würden, Erfolg, die Genossen wurden freigesprochen. Fälschung begangen, gingen die Gutachten der beiden Schreib- hat sich, wie vorauszusehen war, nicht erfüllt. Am Montag, den Dem Berichte des Kreis- Vertrauensmannes schloß sich ber fachverständigen auseinander; sie tvaren nur darin einig, 3. November, ruhte die Arbeit in den verschiedenen Betrieben und Bericht der Preß und Agitationstommission daß eine Fälschung vorlag. Nach dreitägiger Verhandlung auf den Bauten noch genau in demselben Maße wie vordem. In an. Grauer als Mitglied der Preßkommission führte aus, daß gelangte Staatsanwalt Engel zu dem Schlusse, daß alle dem Zahlenverhältnis der Streifenden und Arbeitswilligen ist keinerlei der Streit und der Protest wegen des Zuschusses zum Verein Angeklagten im Sinne der Anklage überführt seien, während Veränderung eingetreten. " Arbeiterpresse" gegenstandslos geworden sei, da der Verein vorläufig die Verteidiger, Rechtsanwalte Blaschkauer, Staub II, Dr. Reiche auf den Zuschuß verzichtet. Taubmann als Mitglied der und Margoninsky das Belastungsmaterial zu einem Schuldigspruch Agitationskommission weist auf die nächsten Wahlen hin und forderte nicht für ausreichend erachteten. Rechtsanwalt Blaschtauer trat bedie Genossen auf, die Agitationskommission in jeder Weise zu unters sonders für Freisprechung des Angeklagten Beck ein, der seine Ausftüßen. Am Schlusse der ausgedehnten Diskussion über die ges fage nach bestem Wissen und Gewissen abgegeben habe. Die Vergebenen Berichte, in welcher besonders heftig der Annoncenteil des handlung endete mit der Verurteilung des Angeklagten Beckmann zu Achtung, Brauerei- Arbeiter. Die Brauerei J. Bögot hat wie Kalenders Märkischer Landbote" kritisiert wurde, fand ein Antrag: zwei Jahren Zuchthaus und fünfjährigem Ehrverlust, während sämtliche andre Ringbrauereien im Jahre 1894, bei Beendigung des Die Agitationskommission zu beauftragen, Heilannoncen und ähn Weirich zu neun Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Bei dem Bierboykotts den Arbeitsnachweis der Kingbrauereien anerkannt, sie liche Schwindelannoncen im Agitationskalender nicht mehr aufzus ersteren wurden drei, bei dem legteren vier Monate durch die erlittene entzog sich aber durch Austritt aus dem Brauereiring den einnehmen", einstimmige Annahme. Nachdem dem Kreis- Vers Untersuchungshaft für verbüßt erachtet. Der Angeklagte Beck wurde gangenen Verpflichtungen. Zu dem von den organisierten Brauerei- trauensmann Decharge erteilt war, schritt man zur Wahl der freigesprochen. Arbeitern geschaffenen Arbeitsnachweis für ringfreie Brauereien hat Funktionäre. Es wurden gewählt: Freiwaldt- Pankow als Kreissich Brauerei Julius Bözzow wohl oft zustimmend Vertrauensmann, Grauer- Lichtenberg und Schumann- Weißensee erklärt, doch immer wieder ihre Leute ohne Benutzung des als Mitglieder der Preßkommission, Taubmann- Weißensee als Mits Arbeitsnachweises und meist auch bon außerhalb ein- glied der Agitationskommission, Eichler als Mitglied der Vorwärts". gestellt. Als die Agitationskommission in lezter Zeit in dieser Sache Kommission und die Genossen Eichler, Welt und Juckel als Rea Berlin und Umgegend. vorstellig wurde, antwortete der technische Leiter: Er nähme seine visoren. Der Kampf um den Arbeitsnachweis in der Holzindustrie. Die Leute her von wo er Luft habe, namentlich habe er auch auf die „ Arbeitgeber- Zeitung" teilt mit: In einer am 27. Dktober abgehal- ihm von befreundeten auswärtigen Braumeistern Empfohlenen Rücktenen gemeinsamen Sigung der Vorstände der Vereinigten Verbände ficht zu nehmen, den Arbeitsnachweis erkenne er nicht an. Es wurde wurde beschlossen, die Verhandlungen mit den Arbeitern dem Herrn darauf auch erwidert, er möge auch seine Biere feinen wegen Errichtung eines paritätischen Arbeitsauswärtigen Freunden zur Konsumierung senden. nachweises abzubrechen und über diese Angelegenheit zur Die Brauerei Julius Bözow ist die einzige ringfreie Brauerei, Tagesordnung überzugehen, den Entlassungsschein abzuschaffen und den welche den Arbeitsnachweis der Brauerei- Arbeiter nicht anerkennt. Beschluß, durch welchen den Mitgliedern die Verpflichtung auferlegt wird, In dieser Angelegenheit verweisen wir auf die Annonce. Arbeiter nur durch unsren Nachweis zu beziehen, aufzuheben; daDie Agitationskommission der Brauerei- Arbeiter. gegen wird aber die obligatorische Meldepflicht eingeführt, so daß von der Einstellung eines Arbeiters ohne Vermittelung unsres Nach- Scharfmacherische Verdrehung. Mit der unverfrorenen Dreistigweises diesem sogleich Mitteilung zu machen ist. feit, welche den Soldschreibern des Unternehmertums eigen ist, beDie Redaktion der Arbeitgeber- Zeitung" beglückwünscht die Hauptet die" Post", der Vorwärts" habe sich darüber aufgeregt, Holzindustriellen zu dem vorstehenden Beschluß, weil er sich gegen daß in Breslau ein Maurer wegen Beleidigung verurteilt wurde, die Herrschaftsgelüfte des Holzarbeiter- Verbandes" richte.- Wer den weil er einen unorganisierten Berufsgenossen beleidigte. Das ist Kampf beobachtet hat, den die Holzarbeiter gegen den Arbeitsnachweis, eine dreiste Entstellung. Wir haben ausdrücklich gesagt, daß wir das durch den die Unternehmer ihre Herrschaftsgelüfte ausüben wollten, Verhalten des Betreffenden nicht billigen, wir haben aber den Umseit Monaten führt, der wird nicht finden, daß die Unternehmer zu stand als bezeichnend hervorgehoben, daß der Staatsanwalt in diesem dem jezt gefaßten Beschluß zu beglückwünschen sind. Außer dem Falle im öffentlichen Interesse Klage erhoben hatte, was bekannt Rummelsburg. Am 30. Oftober fand hier eine öffentliche Hoffnungsseligen Redakteur glauben das höchstens die führenden lich nicht oft und nur bei besonders schweren Fällen zu geschehen Scharfmacher in den Unternehmerverbänden, während die Mehrheit pflegt. Besonders schwer kann aber die Beleidigung nicht gewesen Parteiversammlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter Slee der Arbeitgeber die gegenwärtige Situation durchaus nicht als für sein, denn sonst wäre der Angeklagte sicher nicht mit einer Strafe über Die direkten und indirekten Steuern und die gegenwärtigen fie günstig ansehen werden. bon 30 M. davongekommen. Das Einschreiten des Staatsanwalts Bolltarif- Verhandlungen im Reichstage" sprach. Hierauf wurde hat demnach seine Ursache darin, daß ein organisierter Ar die Wahl des Vertrauensmannes vorgenommen, die auf den GeDer Streitende als Berkehrshindernis. Unweit der Nothmann beiter bei der Werbung für seine Organisation, also einer durchaus noffen Oehlting fiel. Als Revisoren wurden Prüfer, Gebauer schen Fabrik in Nigdorf standen jüngst drei Arbeiter auf der Straße erlaubten Handlung, einen Unorganisierten beleidigt hat. Damit und Ulbrich, in die Lokalkommission Rich, Gebauer und Bartel geim Gespräch beisammen. Ein Schußmann kam auf die Gruppe zu hat die Staatsanwaltschaft gethan, was man von ihr gewohnt ist: wählt. und forderte einen bestimmten Mann aus derselben auf, fich zu ent- fie hat einem ausgesprochenen Feinde der Arbeiterorganisation fernen, während die beiden andern ruhig stehen bleiben konnten. einen besonderen Schutz gewähren zu müssen geglaubt. Das findet Ein starker Verkehr herrscht mum zwar an jener Stelle es mar in die" Post" natürlich in der Ordnung, und obgleich sie von dem be der Kaiser Friedrichstraße nicht, aber der Schusmann kann doch treffenden Fall nicht mehr weiß, wie in der von uns gebrachten Notis Letzte Nachrichten und Depeschen. nur mit Rücksicht auf den Verkehr den Mann zum Weitergehen auf steht, nimmt sie ohne weiteres an, daß ein öffentliches Interesse vorgefordert haben. Sonderbar ist es allerdings, daß gerade dieser gelegen habe, denn die Einschüchterungsversuche, welche von social. Ein schweres Brandunglüd, bei dem zwei kleine Kinder ihren Mann ein Verkehrshindernis bildete und nicht die beiden andern. demokratischen Arbeitern durch Beleidigungen und Bedrohungen Tod fanden, verursachte gestern abend in Rigdorf berechtigtes AufDaß der Weggewiesene ein Streitposten war, tann doch den nichtorganisierter Arbeiter gemacht werden, find längst zu einer all- sehen. Der Gasarbeiter Geßnach, der lange arbeitslos gewesen war Schuhmann nicht zum Einschreiten bestimmt haben, denn auch die gemeinen Kalamität geworden, deren Bekämpfung und Ausrottung und erst vor einiger Zeit Beschäftigung in einer Berliner Gasanstalt Polizeibeamten in Rigdorf müssen doch wissen, daß das Streit wirksam nur durch ganz specielle gesetzgeberische Vorschriften ers fand, hatte aus Mangel an Mitteln feine Wohnung gefunden und postenstehen nicht verboten ist, oder haben Streifende vielleicht eine möglicht werden könnte". sich daher mit seiner Familie in einer Laube an der Fuldastraße besondere verkehrsverhindernde Eigenschaft, die nur dem scharfen häuslich eingerichtet. Er hatte jedoch bereits für die nächste Beit Blick der Polizeibeamten erkenntlich ist. eine Wohnung gemietet und wollte in einigen Tagen umziehen. Gestern gegen Abend war nun seine Frau ausgegangen, um ein zulaufen. Vorher hatte fie den Ofen geheizt und die beiden Kinder In ihrer Abwesenheit geriet die Laube ins Bett gelegt. auf nicht ermittelte Weise in Flammen, in welchen die Kinder ihren Tod fanden, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Die fast vollständig verkohlten Leichen wurden nach dem Schauhause gebracht. Gewerkschaftliches. " Achtung, Metallarbeiter. Der Streit der Justierer bei Noth mann in Rigdorf und der Streit bei einze in Lichtenberg dauert unverändert fort. Also eine tros öffentlichen Interesses nur mit 30 m. bestrafte Beleidigung giebt der" Post" wieder Veranlassung, nach Specials Der Streit der Bleiglafer, Glasmaler und Messingglaser ist be- gefeßen zur Knebelung der Arbeiterbewegung zu rufen. Es ist ein endet. Nach neunwöchentlicher Dauer des Ausstandes wurden am Montag gutes Zeichen für den gefeßlichen Sinn und das gefeßmäßige Verbon den beiderseitigen Kommissionen folgende Hauptvereinbarungen ge- halten der organisierten Arbeiter, daß das Scharfmacherorgan teine troffen: Anerkennung des Innungsnachweises; die Arbeitnehmer schwereren Fälle wie den hier vorliegenden heranziehen kann, um geben ihren Arbeitsnachweis auf und dürfen nur durch die in Unternehmerkreisen herrschende Sehnsucht nach BuchthausBen Jnnungsnachweis eingestellt werden; dem Gesellenausschuß steht gesehen zu begründen. ein Kontrollrecht des Arbeitsnachweises zu. Der Lohn bleibt bis zum 1. April 1903 der alte, 50 und 572 Pf. Von diesem Datum Der Unterschlagung von Verbandsgeldern soll sich, wie uns mit ab wird er auf 55 und 60 Pf. pro Stunde und darüber erhöht. geteilt wird, der Kassierer Meier vom Centralverein der Bildhauer Ueberstunden werden mit 25 Broz. Zuschlag bis 9 Uhr abends und schuldig gemacht haben. Ueber die Höhe der veruntreuten Summe, mit 50 Broz. nach dieser Zeit entschädigt. Ne unstündige fowie über die näheren Umstände diefer Angelegenheit fonnten wir Arbeitszeit; am Sonnabend eine und an den Tagen vor den hohen noch nichts erfahren. Die Feststellungen durch die Revisoren sind anFesten zwei Stunden frühere Lohnzahlung. scheinend noch nicht abgeschlossen. " Die gestellten Anträge auf Erhöhung des Monatsbeitrages ber Wahlvereine und des an den Kreis aozuführenden Beitrages wurden abgelehnt und den Wahlvereinen anheimgegeben, sämtliche überschüssigen Gelder an den Kreis abzuführen. Ein fernerer Antrag der Genossen Lichtenbergs:„ Die Parteigenossen haben sich der Organisation ihres Wohnortes anzuschließen", wurde nach kurzer Eine Resolution, in welcher verlangt Begründung angenommen. wird, daß die Druckarbeiten des Kreises und der Orte soweit wie möglich der Druckerei des„ Vorwärts" übertragen werden, fand eins stimmig Annahme. Nachdem der Obmann der Lokal Kome mission Bericht erstattet hatte, an welchen sich ebenfalls eine Dis fussion anschloß, waren die Verhandlungen der Konferenz beendet. Fünfter Wahlkreis. Der Schriftführer des socialdemokratischen Vereins teilt uns mit, daß in der Versammlung, über welche wir in der Sonntagsnummer berichtet haben, außer den angeführten noch folgende Wahlen vollzogen wurden: Lokalfommission: Klein und Wilhelm Merker; Agitationskommission: Kokke. " London, 3. November. Nach Meldungen aus Gravesend ist der britische Dampfer Regulus" mit dem spanischen Dampfer„ Enero" auf der Höhe von Dungeneß Freitagabend zusammengestoßen. Der Enero" fant. 22 Mann der Besatzung ertranten, 2 find gerettet. Der" Enero", welcher eine Ladung Erz an Bord hatte, war von Huelva nach Antwerpen bestimmt. " Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 258. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 4. November 1902, Wirtschaftlicher Wochenbericht. Mit dieser bisherigen Aufnahmefähigkeit des Auslandsmarktes nach Besprechung mit dem Vorstand der vereinigten Gewerkschaften geht es aber seit einigen Wochen bedenklich zurück. Ameritas Nach erstmals am 10. November d. I. statt. Trotzdem eine Umfrage des frage auf dem englischen Markt stockt. Die englische Eisenproduktion Statistischen Amtes der Stadt Stuttgart bei den größeren deutschen Berlin, den 3. November 1902. fieht sich wieder in stärkerem Maße auf den einheimischen Markt an Städten über ihre Maßnahmen zur Arbeitslosigkeit und deren Fests Die Berichtswoche brachte auf dem Kohlen- und Hüttenattien- gewiefen; die Preise beginnen zu fallen. Damit vermindert sich stellung ergab, daß fast nirgends etwas geschieht, wird Stuttgart Martt ein stetiges Steigen und Fallen der Kurse bei relativ stillem aber die Abſazgelegenheit für deutsche Eisenwaren in England. den übrigen württembergischen Städten nahelegen, zu denselben Martt ein stetiges Steigen und Fallen der Kurse bei relativ stillem und bald dürfte sich auch eine direkte Abnahme des deutschen Stahl- Zeiten auch ihrerseits Arbeitslosen- Zählungen vorzunehmen, um ein Verkehr, so daß sich am Schlusse der Woche im Ganzen bei den leitenden exports nach der nordamerikanischen Union bemerkbar machen, selbst möglichst getreues Bild über den Stand des Arbeitsmarktes zu erSpekulationswerten nur geringe Abweichungen ergeben. Zu diesen wenn es den amerikanischen Stahlimporteuren gelingen sollte, die halten. Schwankungen trugen wesentlich die abwechselnd trübseligen und zu amerikanischen Zollbehörden von ihrer Ueberverzollung deutscher versichtlichen Reden bei, die verschiedene Bergwerks- und Hütten- Stahlknüppel abzubringen. Die Hochkonjunktur der dortigen Eisen- Gewerkschaften in alle vor. Nach vorläufiger Zählung wurden Eine Arbeitslosenzählung nahmen am Sonntag die vereinigten direktoren in den jüngsten Generalversammlungen ihrer Gesellschaften industrie ist vorbei. Nachdem noch bis in die letzten Wochen von den gehalten haben: ein Beweis mehr für die andauernde Nervosität der 1331 Arbeitslose festgestellt. Börse und zugleich für ihre geringe Kritik gegenüber Nach- verschiedensten Seiten Vertuschungen der amerikanischen Marktlage richten, die ihrem Ursprunge nach durchaus nicht als versucht worden sind, sieht sich jetzt die Fachschrift Iron Age" selbst Der Verband der Konsumvereine der Provinz Sachsen und der objektive Situationsbilder gelten können. Schon eine einfache der Meldung genötigt, biele amerikanische Eisen- angrenzenden Provinzen und Staaten hielt am Sonntag in MagdeBerücksichtigung der psychologischen Momente, die bei solchen industrielle seien davon überzeugt, die auf- burg einen außerordentlichen Verbandstag ab, auf dem 154 Vereine Direktorenreden mitsprechen, sollte davon abhalten, lettere als weise steigende Entwicklung habe ihren Höhepunkt über- vertreten waren. Auf der Tagesordnung stand der Antrag des schritten. Drakelsprüche zu betrachten. Auch ein guter Direktor vermag bei Konsumvereins Braunschweig auf Abbruch der Beziehungen zum der Kompliziertheit des modernen Wirtschaftsgetriebes nur die Lage vielleicht sogar für sie noch mehr als für die Industriellen, schaften. Nach sehr stürmischen Auseinandersetzungen witrde in Dieses Sugeständnis hat auch für die Arbeiter ein Intereffe, Allgemeinen Verbande Deutscher Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenseiner Branche und allenfalls ihrer wichtigsten Nebenzweige zu be- denn sie sind es, die am schwersten unter dem Widerfinn der kapita- namentlicher Abstimmung der Antrag Braunschweigs mit 96 gegen 55 urteilen. Die Lage des Weltmarktes und der übrigen Industriezweige, liftischen Produktionsweise zu leiden haben. Man sollte sich durch bei 3 Stimmenthaltungen abgelehnt. Die 55 Vereine, welche für den die mit seiner Branche zusammenhängen, bleibt auch ihm mehr die Stimmungsmache gewisser interessierter Streise nicht täuschen Austritt aus dem Allgemeinen Verbande stimmten, verließen darauf oder weniger ein Rätsel. Dazu kommt, daß gerade dem tüchtigsten lassen: die Krise in der deutschen Eisenindustrie ist noch feineswegs den Berbandstag und hielten eine weitere Versammlung ab, in der Leiter eines Werkes immer zunächst seine besonderen Fachinteressen überstanden, wahrscheinlich steht vielmehr obenan stehen. Der Kohlenbergwerks- Direktor, der findet, daß die die der Austritt aus dem provinzsächsischen Unterverbande und dent Allgemeinen Verbande sowie die Errichtung eines neuen selbständigen Kohlenpreise viel zu hoch sind, oder der Hüttendirektor, der, falls sein schlimmste Depression noch bevor. Zu der Stimmungsmache, die jezt vielfach betrieben wird, gehört Werbandes beschlossen wurde. Die austretenden 55 Vereine hatten Wert nicht mit Kohlenzechen verbunden ist, die Ansicht hätte, die Kohlen- und Coatspreise müßten erhöht werden, soll erst noch ent- auch der Hinweis auf die angeblich außerordentlich befriedigenden am Schlusse des Jahres 1901 55 000 Mitglieder und einen Umsatz Ziffern der Handelsstatistik für die ersten drei Quartale des laufenden von 14 Millionen Mart, während die gegen den Antrag stimmenden deckt werden. Jahres. Die Ausfuhr Und zu diesem Einfluß der Fachinteressen auf das Urteil gesellen hat gegen die erſten neun Monate des 96 Vereine 30 000 Mitglieder zählten und 7 Millionen Mark Umsatz sich die speciellen Werksinteressen und die der Werksleitung. Schwer- Jahres 1901 um 308,8, des Jahres 1900 m 88,7 Millionen Mark hatten. Unentschieden ist die Stellungnahme von 30 Vereinen mit lich wird z. B. der Direktor einer Eisenhütte, der durch Nachlässigkeit zugenommen, und gleichzeitig stieg die Einfuhr gegen das Vorjahr um 10000 Mitgliedern und 2 Millionen Mark Umsay. 67 Mill. Mark, so daß sie gegen 1900 nur noch um 199 Mill. Mark einige größere Aufträge entgangen sind, sich in der Generalversamm zurückbleibt. Der Außenhandel steigt also wieder, folglich muß die Schutz der Handlungsgehilfen. Die öftreichische Regierung hat lung zu dem Bekenntnis verstehen: Wir waren zu nachLässig, die Werke Το und 10 haben uns die Aufträge Induſtrie sich bereits in einem Aufschwungsstadium befinden. Die dem Arbeitsbeirat, dessen Aufgabe es ist, solche Gesetze vorzuberaten, vor der Nase weggenommen." Er wird im Gegenteil die Argumentation gehört zur Sorte jener dialektischen Künste, durch Gefeßentwürfe zum Schuße der Handlungsgehilfen vorgelegt. Aus die schon Ende vorigen Jahres alle Woche ein paarmal das Ein- den Beschlüssen des Arbeitsrats ist bemerkenswert, daß eine tägliche Schuld auf das Üeberangebot, die geringe Nachfrage, die Worin ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 12 Stunden gewährt Strupellosigkeit der Konkurrenz, die schlechte Gesamtlage schieben: feßen einer neuen Prosperitätsperiode bewiesen wurde. besteht denn und je schlechter ihm die Lage seines Werkes erscheint, um so grauer drei Vierteljahren des laufenden Jahres? die Mehrausfuhr Deutschlands in den ersten werden muß. Für Ueberzeit wurde eine Extrabezahlung vorVornehmlich in geschrieben. wird er, vom fleinen Hoffnungspflästerchen für die murrenden Eisen, Eisenwaren, Kohlen, Erzen, Baumwolltaren, Erzeug Aktionäre abgesehen, die geschäftlichen Aussichten seines Industrie- nissen der chemischen Industrie. Da aber, wie sich nachweisen läßt, zweiges malen. Umgekehrt wird eine Leitung, die geschäftliche Erfolge die einheimische Produktion in diesen Artikeln durchweg beträchtlich erzielt hat, taum aus Bescheidenheit darauf verzichten, ihre Geschäftstüchtigkeit in die richtige Beleuchtung zu rüden; und die besonders zurückgegangen ist und gleichzeitig die Einfuhr abgenommen hat, so Frankreich schon lange Gegenstand von Untersuchungen gewesen; die günstige Lage ihres Unternehmens wird sie meist auch die Aussichten folgt aus dem stärkeren Export nur eine bedeutende Verringerung Arbeiter- Organisationen haben nicht geruht, die Gesetzgebung gegen der Konsumfähigkeit des inneren deutschen Marktes. der Gesamtbranche hoffnungsvoller beurteilen lassen. dieselbe anzurufen. Nachdem mehrere Ministerien den Gebrauch von Und ebenso steht es mit der Erhöhung der Einfuhr, die in der Bleiweiß auf dem Wege der Verordnung für ihre Ressorts verboten Diese Einflüsse auf die in den Generalversammlungen üblichen Direttoren- Urteile zeigen sich bei einem Vergleich der Neden so Hauptsache auf Materialwaren und landwirtschaftliche Produkte oder doch eingeschränkt hatten, unterbreitet jetzt der Handelsminister augenfällig, daß es gar feltam berührt, wie immer wieder die Börse entfällt. Dagegen hat die Einfuhr von Eisen, Kohlen, Holz, Erden, Trouillot der Kammer einen Gesezentwurf, der folgende Bein ehrfurchtsvoller Autoritätsgläubigkeit die Auslassungen der Erzen 2c., sowie von Maschinen, Werkzeugen, Instrumenten bedeutendstimmungen enthält: Die Unternehmer, Direttoren, Werfführer Direktoren und Aufsichtsrats- Borfizenden als heilige Confucius- abgenommen. Daß aber ein Rückgang der Einfuhr von Rohstoffen von Wertstätten, Fabriken und Bauten, wie überhaupt allen Arbeitssprüche hinnimmt und je nachdem, ob diese Sprüche hoffnungs- oder für industrielle Zwecke und von Maschinen eine Steigerung der in- plägen, wo Malerarbeiten für Bauten( neu oder in Reparatur) Hergestellt werden, haben sich folgenden Bestimmungen zu unterwerfen: entsagungsvoll lauten, mit Kurssteigerungen oder-Abschwächungen dustriellen Thätigkeit bedeutet, muß erst noch bewiesen werden. Wesentlich günstiger stellt sich für die ersten neun Monate dieses Nach Ablauf eines Jahres von der Veröffentlichung dieses Gesetzes antwortet. Aber die Börse ist nun einmal keineswegs das raffinierte, allwissende Ungeheuer, als das sie so manchem erscheint. Neben Jahres der Außenhandel Englands. Er beträgt in der Einfuhr an gerechnet, ist die Anwendung von Bleiweiß und von Del, dem Raffinement und Mißtrauen stedt in ihr eine starke Dosis naiver 388,9 Mill. Pfd. Sterl., 4,4 Mill. Pfd. Sterl. mehr als im Bleiglätte zugefezt ist, bei allen Malerarbeiten auf Bauten untersagt. Vertrauensseligkeit, fast tann man sagen: eine findliche Gedanken fd. Sterl., also 0,4 mill. Pfd. Sterl. mehr als im vorigen Jahre. Malerarbeiten im Innern der Bauten in Kraft. gleichen Zeitraum des Vorjahres, in der Ausfuhr 209,5 Millionen Nach Ablauf von drei Jahren tritt das Verbot auch für alle Das teilweise losigkeit. Das zeigt deutlich wieder, wie kritiklos man in legter Berichts- Die Zunahme der Einfuhr entfällt vornehmlich auf Fabritate oder gänzliche Verbot andrer Bleizusäße kann durch die VerwaltungsDas zeigt deutlich wieder, wie kritiklos man in letter Berichts-( 3,5 Millionen Pfd. Sterl.), Tabat, Dele, Eßwaren, die Zunahme behörden ebenfalls ausgesprochen werden. woche die Aeußerungen der Herren Müser, Baare, Junghann usw. der Ausfuhr auf Metallwaren, Maschinen, Kleidungsstücke, Süte 2c., bindung von diesen Verboten kann für jeden einzelnen Fall mur Ausnahmsweise Ents aufnahm. Herr Müser hatte die Aussichten der Kohlenindustrie „ nicht rojig" gefunden, und Herr Kommerzienrat Baare während die Ausfuhr von Rohstoffen besonders infolge des vom Handelsminister und zwar nach Anhörung der„ Beratenden Kommission für Kunst und Gewerbe" gestattet werden. Die meinte als Leiter des Bochumer Gußstahlvereins am vorigen Sonn- geringeren Bedarfs Deutschlands und andrer kontinentaler Staaten Kontrolle über die Ausführung des Gesetzes ist den Fabrikinspektoren abend auf einem fich an die General- Versammlung anschließenden um 2,95 Millionen Pfd. Sterl. zurückgegangen iſt. Frankreichs Außenhandel gestaltete fich in den ersten drei übertragen. Festmahl: die deutsche Eisenindustrie gehe schweren Quartalen des Jahres 1902 im Vergleich zu dem entsprechenden Beiten entgegen. Man könne nur dann hoffen, sie zu überwinden, wenn alle zusammenhielten. Aber man sei nicht weit davon Beitabschnitt des vorhergehenden Jahres: entfernt, daß das Schienensyndikat in die Brüche gehe. Dieses aber sei das Rückgrat aller industriellen Syndikate. " Diese Ansichten verstimmten am Montag die Börse derart, daß der Montanmartt einer ausgeprägten Mattigkeit verfiel und Har pener Aftien um 13. Bochumer um mehr als 21 Proz. zurüdgingen. Nahrungsmittel Am Mittwoch kam dann in der Generalversammlung der Ver- Rohstoffe für die Industrie einigten Königs- und Laurahütte Generaldirektor Geh. Bergrat Fabrikate. Junghann zum Wort, der umgekehrt die allgemeine Lage durchaus nicht unbefriedigend fand, die Herabsetzung der Eisenpreise in Köln am 13. d. M. für unnötig erklärte, die früheren Preise als nicht zu hoch Zusammen für den inländischen Konsum bezeichnete und schließlich in Bezug auf Nahrungsmittel die Laurahütte meinte: Wenn die Preise wieder höher werden Rohstoffe für die Industrie sollten, so werden wir natürlich auch Abschlüsse machen. Gegen- Fabritate wärtig ist allerdings eine kleine Depression wieder eingetreten und Poststücke. augenblicklich gehen gie Aufträge langsamer. Aber ich glaube, daß wir in Kürze die Sache dahin bringen werden, daß die Werte wieder flotter beschäftigt sind, als augenblidlich." Zusamwen Einfuhr: 1902 1901 1902 mehr+ weniger 572 731 Wert in tausend Frank 565 783 559 799+ 2 130 707 2134 393 574 523 3 268 715 • 3 269 221 Ausfuhr: 500 132 857 881 526 279 744 161 . 1 568 505 1 512 213 173 253 3 099 771 165 798 2948 451 + ++ 5 984 Bleiweißverbot. Die Verwendung von Bleiweiß zu industriellen Zwecken ist in Aus der Frauenbewegung. Die Enquete über die Arbeitszeit der Frauen. Vor einigen Wochen teilten wir mit, daß der Vorsitzende der Handelstammer Barmen, Kommerzienrat Barthels, in der Kammer3 686 figung erklärt hatte, die Regierung denke gar nicht an eine Ver1792 fürzung der Arbeitszeit der Frauen; ihre Enquete habe nur den 506 3tvedt, Material gegen die Forderung zu sammeln. Die Schlußfolgerungen, die an diese Aeußerung geknüpft wurden, scheinen der Regierung doch peinlich gewesen zu sein. Herr Barthels ist 26 147 veranlaßt worden, seine Aeußerung richtig zu stellen, was er mit 113 720 folgender Erklärung in der letzten Sigung that: 56 292 Die von mir in der vorigen Sigung als Einleitung in die 7455 Beratung über die von der königlichen Regierung zur Erörterung +151 320 gestellten Frage:„ Erscheint die weitere Beschränkung der Arbeitszeit für Arbeiterinnen über 16 Jahre zulässig?" gemachten Bemerkungen Es hat also die Ausfuhr von Rohstoffen für industrielle Zwecke haben zu unrichtigen Schlußfolgerungen in der Presse geführt und ich um 113,7 Millionen Frank, von Fabrikaten um 56 Millionen Frank erkläre daher hiermit folgendes: Bei der Wichtigkeit der Frage für Darauf am Mittwoch wieder frohe Stimmung an der Börse. zugenommen bei einem Stehenbleiben der Einfuhr auf der im vorigen alle beteiligten Streise hielt ich es für richtig, mich über dieselbe mit Herrn Gewerberat Frölich auszusprechen, um, wenn möglich, zu ers Verweht sind die durch die grauen Perspektiven der Baare und Müser Jahr erreichten Höhe. Deutlich kommt in diesen Zahlen die Verbreitung der Krise zum fahren, welche Stellung die Regierung zur Zeit derselben gegenüber geweckten Bedenken, Montanaktien werden begehrt. Laurahütte steigt Herr Gewerberat Frölich teilte mir den Eingang gegen den Schlußkurs am Dienstag um 2 Broz. bis auf 197,50 und Ausdruck. Während Deutschland nächst Rußland am schwersten unter einminimt. des Reichskanzlers bom 17. April ds. s. fällt dann zum Schluß auf 197. Und warum diese plötzliche dem Druck der Krise zu leiden hat, ist England getvissermaßen eines Erlasses welcher die Aufforderung zur Einholung gutachtlicher günstigere Auffaffung"? Weil die Bohrungen auf der zur Laura- nur indirekt, durch Verringerung seiner Rohstoff- und Fabrikaten mit, hütte gehörenden Dubenstogrube auf einen Kohlenflög gestoßen find, ausfuhr nach Mitteleuropa, die teilweise aber durch größeren Erport Aeußerungen der Industriellen seitens der tgl. Regierung enthält. der 1,8 Meter reine Kohle liefert, und ferner der Bruttogewinn in- nach den Vereinigten Staaten von Amerika wieder ausgeglichen wird, Aus dem Wortlaut dieser Aufforderung durfte ich nach meiner leberfolge besonders günstiger Absatzverhältnisse von Juli- September den in Mitleidenschaft gezogen; und noch weniger zeigt sich Frankreich zeugung die Ansicht gewinnen, daß die Staatsregierung im Augenblick des gleichen Quartals im Vorjahr um 631 818 M. übertrifft also wegen bon der Krise berührt. An dem Mehrimport der nordamerikanischen nicht die Absicht habe, ihrerseits einen Antrag auf die weitere EinVerhältnisse, die nur die Laurahütte betreffen, für die Gesamtlage Union ist es zwar nicht beteiligt, im Gegenteil sein Absatz dorthin schränkung der Arbeitszeit der Arbeiterinnen einzubringen, sondern aber gar nicht in Betracht kommen. Und selbst für die Laurahütte find hat um 1,3 Millionen Frank abgenommen; dafür aber hat es seinen daß dieselbe dieser wichtigen Frage noch neutral gegenüberstehe die Aussichten nicht besonders günstig, denn auf eine Anfrage mußte Export nach Großbritannien um 63, nach Belgien um 55, nach und bemüht sei, einwandsfreies Material zur Beurteilung derselben Generaldirektor Junghann zugeben, daß zur Zeit die Aufträge fich Deutschland um 26 und nach der Schweiz um 15 Millionen Frank zu beschaffen. Das ist der alleinige thatsächliche Untergrund meiner nur auf 8,4 Millionen Mart belaufen, also um 20 Prozent hinter vermehrt. denen im Vorjahr zurückbleiben. Sociales. Tat. zur Ve Ausführungen in der Sigung der Handelskammer vom 18. September und sind mir weitere Mitteilungen über die Absichten der Regierung nicht gemacht worden." Etwas diplomatischer ausgedrückt ist das in der Sache dasfelbe. Herr Barthels hat aus den Regierungsäußerungen die Ueberzeugung gewomen, daß die Regierung des Staates der Socialreform nicht baran denkt, die Verkürzung der Arbeitszeit der Frauen zu betreiben. Wenn die Enquete, die ganz überflüssig wäre, wenn der gute Wille zu socialpolitischen Thaten vorhanden wäre, nicht den Zweck hat, Material gegen die Verkürzung zu sammeln, soll dann wahrscheinlich Ganz verschieden von Junghanns Aeußerung lauten denn auch die Urteile, die in den letzten Tagen Generaldirektor Tull vom Hörder Bergwerks und Hüttenverein und Kommerzienrat Hoesch vom Zur Frage der Reichs- Arbeitsmarkt- Statistik hat das Kaiserliche Eisen- und Stahlwerk Hoesch abgegeben haben. Herr Tull erklärte, er sehe für die nächste Zukunft sehr schwarz und glaube Statistische Amt den Gewerkvereinen, Gewerkschaftskommissionen usw. nicht, daß fürs erste bessere Verhältnisse eintreten würden. Und folgendes Schreiben zugehen lassen:" Vom Kaiserlichen Statistischen Herr Hoesch meinte, die Eiſenindustrie frante einerseits an dem ge- Amt, Abteilung für Arbeiterstatistik, wird zur Durchführung der ihm waltigen Rückgang des inländischen Eisenbedarfs und andrerseits an gestellten arbeiterstatistischen Aufgaben beabsichtigt, das Zahlen der gewaltigen Zunahme der Erzeugung sowohl bei den rheinisch- material der in Deutschland bestehenden bedeutsameren Arbeits- nur als Sand in die Augen wirken. mindestens 500 Vermittelungen im Jahre westfälischen als auch bei den lothringischen Werken. Man bleibe nachweise deshalb nach wie vor in ganz besonderem Maße obachtung des Arbeitsmarktes statistisch zu verwerten. Hierzu wäre Rirdorf. Heute Dienstag, den 4. November, findet bei Hoppe, auf die Ausfuhr angewiesen. Nun habe sich aller- Ihre Mitarbeit sehr erwünscht. Die ſtatiſtiſche Benutzung des Zahlen- Berlinerstraße 14 ein Diskussionsabend statt. Um zahlreiches Sings der amerikanische Markt bisher als außer materials der Arbeitsnachweiſe iſt in der Weise gedacht, daß diese Erscheinen der Parteigenoffinnen und Genossen bittet ordentlich aufnahmefähig gezeigt. Die Preise in der ersten Woche jeden Monats für den vorhergehenden Monat Die Vertrauensperson. feien aber doch sehr niedrig geblieben und von der die Zahl der offenen Stellen, der Stellengesuche und der vermittelten Stellen die beiden legteren wenn möglich in Scheidung nach Unfre Genoffin Cornelie Huygens ist einem tragischen Geschic Gestaltung der Dinge in Amerika werde es wesentmitteilen. Soweit sich die Verhältnisse zur Zeit über erlegen; sie hat sich, wie uns aus Amsterdam berichtet wird, selbst lich abhängen, wie sich die Eisenindustrie in der Berufen sehen lassen, wird mit der Aufstellung einer Arbeitsmarktstatistik das Leben genommen, indem sie ins Wasser ging. Ihr Gatte, Genächsten gutunft entwidle. Wegen der nosse Bahlmann, fand, als er nach Hause fam, einen kurzen Brief, Das letzte Urteil charakterisiert thatsächlich die Lage. Die Aus- schwerlich vor April nächsten Jahres begonnen werden. fichten der Eisenindustrie hängen heut weit mehr als jemals bisher Lieferung des Zahlenmaterials von diesem Termin ab würde ich worin sie, mit einem Worte inniger Liebe, sich von ihm verabschiedete. von der Gestaltung der Ausfuhr ab, und diese wieder zum ſeiner Zeit an die einzelnen Arbeitsnachweise herantreten. Dem Am folgenden Morgen wurde sie im Teiche des Vondel- Partes ge großen Teil vom Eisenmarkt in Amerika. Selbst unser starter Verband( der Kommission) wäre ich dankbar, wenn mir vorher zu funden. Frau Huygens war 54 Jahre alt und erst fürzlich verheiratet. Eisen- und Stahlwaren- Export nach England war nur dadurch diesem Zweck ein Verzeichnis der im Reiche bestehenden gewerkschaftmöglich, daß England für seine Eisenprodukte einen aufnahme- lichen Arbeitsnachweise, welche mindestens 500 Vermittelungen im Ihr tragisches Schicksal hat in unsern Reihen allgemeine Bestürzung hervorgerufen. fähigen Markt in den Vereinigten Staaten fand. Nach der fürzlich Jahr aufzuweisen haben, zur Verfügung gestellt werden könnte. gez. Wilhelmi. vom Statistischen Ami veröffentlichten Zusammenstellung hat Deutschland vom Januar bis Ende September für 87 Millionen Zählung der Arbeitslosen. Der Gemeinderat Stuttgart hat Mark Eisen- und Eisenwaren mehr ausgeführt, als in den ersten beschlossen, jährlich drei Arbeitslosen- Zählungen nach dem System drei Quartalen des Vorjahres, und doch hatte schon dieses bis zum der Selbstmeldung der Arbeiter vorzunehmen und zwar jeweils am 1. Dttober gegenüber 1900 einen sehr beträchtlichen Vorsprung. 1. Februar, 1. Juli und 1. November. Die erste Zählung findet Verein abstinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Versammlung am Mittwoch, den 5. November, abends 8%, Uhr, im„ Englischen Hof", Neue Roßstr. 3: Vortrag des Herrn Dr. med. M. Hirschfeld über:" Darwinismus". Gäste willkommen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Schiller- Theater. Central- Verein der Bildhauer Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Publikum gegenüber keinerlei Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilhelm- Sonnabend, den 8. November 1902, in Kliems neuerbauten Festsälen, Hasenheide 13/15 Verantwortung. Theater. Dienstag, 4. November. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Figaros Hochzeit. Schauspielhaus. Im bunten Rock. Neues Opern Theater.( Kroll.) ( Keine Vorstellung.) Deutsches. Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Das Theaterdorf. Neues. Yvette. Residenz. Seine Kammerzofe. Westen. Die weiße Dame. Thalia. Charleys Tante. Borher: Cassis Pascha. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Apollo. Lysistrata. Specialitäten. Anfang 8 Uhr: Central. Madame Sherry. Schiller. O.( Wallner Theater.) Sappho. D Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Herr Senator. Carl Weiß. Ilse Römer. Luisen. Maria Stuart. Cafino. Ein Sohn des Bolles. Kleines. Ackermann. Wilhelm. Die Anna- Liese. Buntes Theater. Tochter zu ber heiraten. Der Hund. Bunter Teil. Trianon. Die Liebesschaukel. Bascule.) ( La Wintergarten. Specialitäten. Passage Theater. Specialitäten. Passage- Panoptikum.Specialitäten. Palast. Berliner in Steglig. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstr. 48/49. Frühlingstage an der Riveria. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Naß: Schwefel und Phosphor". Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Bum 470. Male: Charleys Tante. Guido Thielscher als Charleys Tante. Anfang: Charleys Tante. 8, Uhr. Vorher: Cassis Pascha. Anf. 7%, Uhr. Morgen und folgende Tage: Diefelbe Borstellung. Sonntag, 9. Nov., nachmittags 3 Uhr: Judas- Liebe. Das Schwert des Damokles. Dienstagabend 8 Uhr: Sappho. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Mittwoch abend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. städtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz b. Schönthan und Gustav Kadelburg. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Biberpelz. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Urania, Buntes Theater Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. G. Nass: Schwefel u. Phosphor. CASTANS ( Ueberbrettl.) Anfang 8 Uhr. Köpenickerstraße 68. Tochter zu verheiraten. Bunter Teil. Leitung: 0. Straus. Der Hund. wiederauftreten TINY SENDERS. bon Bozena Bradsky. Charlotte Marga. Hans Fredy. Marcell Salzer. Residenz- Theater. Blumenstraße 9. Herbst- Kostüm-) Fest Ein Tag in Schlaraffenland. Billets find zu haben: Herren 75 Pf., Damen 60 Pf. intl. Tanz, im Bureau Engel- Ufer 15, Zimmer 27, sowie beim Kollegen Greier, Köpnickerstr. 1, 2. Aufgang IV. Das Vergnügungskomitee. Anfang 8 Uhr. NB. Möglichst entsprechend humoristische Kostüme erwünscht. Gäste willkommen. Voranzeige!! Sonntag, den 28. Dezember( 4. Weihnachts- feiertag) 1902, nachmittags 5 Uhr: Grosses Weihnachtsfest der Freireligiösen Gemeinde( zum Besten des Baufonds) in Louis Kellers sämtlichen Sälen, Koppenstraße 29. Panoptikum eine Kammerzofe. Grosses Künstler-, Tnstrumental- u. Vokal- Konzert. Friedrichstrasse 165. Hochaktuelle Neuheit!! Ein ,, Boeren- Museum" ( Waffen, Kriegsbeute, Briefe, Dokumente, Handarbeiten gefangener Boeren etc. etc.) Grösste Sehenswürdigkeit der Jetztzeit!! Passage- Theater. Das neue Novbr.- Programm. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Agoston der, Witze"-König. Der Todessprung d. Hundes, vorgef. v. Maud Griselda Lotte Sebus, das gewisse Etwas. Yvette de Laabé, Flammentanz d. 20. Jahrhunderts. neue 14 erstklassige Nummern. Wilhelm- Theater. Central- Theater Friedrich- Strasse 236. Heute ju. folgende Tage( Abonnements gültig) abends 72 Uhr: Madame Sherry. Dperette in 3 Atten von Hugo Felix. Sonntagnachmittags: Die Fledermaus. Abends: Madame Sherry. Kleines Theater ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr: Ackermann. Eine tragische Komödie in 3 Akten von F. Holländer u. L. Schmidt. Morgen: Rausch. Die Anna- Lise. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ( Nelly Rozier.) Schwant in drei Atten von Bilhaud und Hennequin. Anfang 7, Uhr. Morgen und folgende Tage: Seine Kammerzofe. Weber- WeberAuf allgemeines Verlangen: Drunterund DrüberBrett'l! Mit ganz neuen Nummern! Carl Weiss- Theater. Unter persönlicher Leitung des Herrn C. von Ungezogen Leitung des Herrn C. von Ungezogen vor ſeinem Rücktritt von Große Frankfurterstraße 132. Ilse Römer. der Bühne. Sämtliche Nummern werden von Kindern der Gemeinde ausgeführt. Zur Aufführung gelangen unter anderm: Romantische aufpiel in 3 gutten Wie Hanne u. Nante das Tanzen lernt. Bibelfeft! Weihnachtspantomime. ( 6 Bildern) von Ernst Nitterfeldt. Morgen und folgende Tage: Ilse Römer. Sonnabendnachmittag: Die fieben Raben. Sonntagnachmittag, fleine Preise: Eine Paria. Apollo- Theater. Heute zum letztenmale: Lysistrata Operette von Paul Lincke. Ferner: Die neuen Specialitäten. Kassen- Eröffnung Uhr. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Wegen der Generalprobe der neuen Operette: Geschlossen. Donnerstag, den 6. November: Erstaufführung: Nakiris Hochzeit. Operette in 2 Atten von Paul Lincke. Casino- Theater Lothringer Straße 37. Trianon- Theater. Ein Sohn des Volkes. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater Direktion: R. Winkler. Stadt- Theater. Burgftr. 22. Große Ausstattungs- Novität. Alt- Moabit 47-49. Bernh. Rose Theater: Ensemble: Dienstag, den 4. November 1902: Kyritz- Pyritz. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern v. H. Willen u. D. Juftinus. Anfang 8 Uhr. Luisen- Theater. Reichenbergerstraße 34. Maria Stuart. Anf. 8 Uhr. Vorbert. 10-2 Uhr, Kasse, Invaliden- und Künstlerdant und Warenhäuser A. Wertheim. Morgen: Robert und Bertram. Donnerstag: Bor Sonnenaufgang. Freitag: Faust. Sonnabend: Zum erstenmal: Der grüne Karl. Wiederauftreten d. Direktor R. Winkler. 8 Uhr: 8 Uhr: Goldene Jugend. Operetten- Burleske in 2 Atten mit Gesang u. Tanz von W. Geride. Musik von C. Wappaus. Dir. R. Winkler. Tanz- Divertissement arrang. v. d. Ballettmeisterin Frl. Anna Bernhard, fgl. Tänzerin a. D. Hhronimus Fiebig Die neuen Kostüme aus dem Atelier R. Schaub. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 71, Uhr. SteidlTheater Dranien an der burg. Thor Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonntag 7 Ubr. Steidl= Sänger. Täglich wechselndes Programm. Dienstag, Donnerstag, Sonntag im Festsaal: Canzkränzchen. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns 12 neue Schaunummern. Attraktionen I. Ranges. Anf. präc. 7%, Uhr. Entree 50 Bf. Norddeutsche Sänger Cirkus Schumann Nach jeder Vorstellung Tanzkränzchen. Entree: Sonntags 50 Bf., Sperrfit 75 Pf., ab 9 Uhr, Dienstag, den 4. November 1902, 30 Bf., Wochentags 30 Pf., abends 72 Uhr: Winter G Grosse Elite- Vorstellung Neues Programm: Die Sarnthaler Singvögel, Tyroler Willi Walden, Gesangs- Sextett. Soubrette. Loulou Glover, amerikanische so beliebt. Ausstattungs- Pantomime Die lustigen Heidelberger. Vom Hofballettmeister Aug. Siems, Sängerin. Sperrsit 50 Bf., ab 9 Uhr 20 Pf. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Zum Schluß: Weihnachten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Drei lebende Bilder mit verbindendem Text. Arrangiert von A. Hoffmann und B. Schröder. Von 5 Uhr ab im oberen Saal und nach der Vorstellung im großen Saal: Grosser BALL. Während der Vorstellung ist das Rauchen im großen Saal untersagt. Die Saalthüren bleiben während der Vorträge geschlossen. Alles Nähere das Programm, welches vom 1. Dezember ab die Mitglieder in den bekannten Billet stellen der Gemeinde erhalten können. 62/4 Werneckes Festsäle, Rixdorf, Hermanuftraße 49. Cirkus Busch. Sonnabend, den 8. November 1902: Zur Feier des Stiftungs- Festes Künftler- Konzert Socialdemokratischen Wahlverein Rixdorf. Mitwirkende: Gesang: Konzertsängerin Fräulein Dommel, Opernsänger Herr Der Th. Scheer. Berliner Sinfonie- Orchester, Dirigent Sert StapellReiter Maximilian Fischer.- Cello: Herr Solo- Celliſt Fr. Grosse- Flöte: Herr Flöten- Virtuos M. Fischer. Anfang präcise 8, Uhr abends Rauchen während des Konzerts nicht gestattet. Während der Vorträge bleiben die Saalthüren geschlossen. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt. Entree 50 Pf. Nach dem Konzert: Ball. Programme und Liederterte am Eingang gratis. Einlaßkarten sind nur in den Zahlstellen und bei den Bezirksführeru erhältlich. Der Vorstand. Um zahlreichen Besuch bittet 232/17 Frankfurter Hütte Grosse Frankfurter Strasse 101 und Kraut- Strasse 1. 3. Abteilung 3. Dienstag, 4. Nov., abends 7, Uhr: Grosse Vorstellung. Dahomey. Grosse Ausstattungs- Pantomime.. Besonders hervorzuheben: Die Elefantenjagd im Urwald. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Die Näherin. Entree 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Theaters: Die Näherin. Mittwoch: Einweihungsfeier des Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Heute Dienstag: N Militär- Konzert Elisabeth G.- Gr.- Reg. No. 3 ( Herr Brinkmann). Im Kaiser- Saal: Bückeburger Sänger. Ziehung 12. u. 13. November zu Berlin, im Kaiserhof Berliner Loose& 1 d. techn. Commission f. Trabrennen. 11 Loose 10 M., Porto u. Liste 20 d 6039 Gewinne im GesammtWerthe von 100000 Der Verkauf der Gewinnpferde wird mit 70% d. angegeb.Werthes garantirt. à 10000 Theater- Specialitaten- Vorstelly. Die Schwemme 1.6000 Anfang 72 Uhr. Jed. Sonntag, Mittwoch u. Sonnabend nach der Vorstellung: Der Schönheitspreis, Ballett- Diver- insceniert von Dir. Alb. Schumann. Grosses Familien- Tanzkränzchen. tissement in 1 Akt. Mason u. Forbes, amerik. Excentrics. Kara, Meister- Jongleur. Emile Gautier, der Ritt auf der Theodor Franke, Tischplatte. Humorist. Vorher: Glänzendes Programm. Emir, das musikalische Pferd, vorgeführt vom Komponisten Sign. Luigi. Trio Rossi, Germaine Gallois 1 Dame, 2 Herren, die besten Pariser Diva. Valentine Petit, Phantasietänzerin. spanische Rosario Guerrero, Tanzerin. Minstrels Parisiens, PariserStrassen,, Biograph". [ sänger. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! 5 Künstler- 5 Kapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Künstler der Welt. Direktor Alb. Schumann mit seinen neuesten Creationen. Metropol- Theater, Berlin bleibt Berlin. von Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik Erik MeyerHelmun. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Jeden Sonntag bon 12-2 Uhr Matinee bei freiem Entree. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstkl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Unf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestaffe 11-12 Uhr. ( Mehjel, Pietro, Britton, MaySteidl, Krone, Böhme, Bödmann, Plättner 2c.) ist um das Doppelte vergrössert. Frankfurter Hütten- Bräu 12 Liter. 1 Liter 12 Pf. 23 Pf. Sehenswürdigkeit Berlins. 1.5000 1.4000 2 à 3000= 6000 5 à 2000= 10000 6 à 1500 9000 2 à 1000 2000 = = 20 Fahrräder=== 4000 6000 15.10, 44000 M. Loose versendet der General- Debit: Lud. Müller& Co., Berlin C., Breitestr. 5. Telegr.- Adr.: Glüoksmüller. Herren- Moden elegante Ausführung, geringe Teilzahlung. J. Kurzberg, Neue Königstr. 47, am Alexanderplatz.[ 54142* Socialdemokratischer Wahlverein f.d.4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Osten) Dienstag, den 4. November 1902, abends 8½ Uhr, Große Frankfurter- Straße 117: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Dr. R. Friedeberg über: Die deutsche Krankenversicherung und das Proletariat." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 234/1 Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 4. November, abends 8 Uhr: Versammlung im Swinemünder Gefellfchaftshaufe, Swinemünder Strasse 42. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Zubeil über: Die preußischen Landtagswahlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. auch Damen Der Vorstand. Bahlreichen Besuch erwartet 249/15 4. Kommunal- Wahlbezirk. Dienstag, den 4. November, abends 8½ Uhr, große Wählerversammlung in der Victoria- Brauerei, Lützowstraße 112. 1. Vortrag des Stadtv. Gen. Borgmann und des Kandidaten Gen. Dr. Leo Arons. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Parteigenossen! Sorgt für guten Besuch der Versammlung. Die Verkündigung des Wahlresultates findet am Mittwochabend 9 Uhr im Lokal von Zühlke, Dennewigstraße 13, statt. 210/10 Die Vertrauensleute. Achtung! Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Sonntag, den 9. November 1902, vormittags 10 Uhr: Generalversammlung der Verwaltungsstelle Berlin im Palast- Cheater, Burg- und Wolfgangstrassen- Ecke. Tages Ordnung: 164/19 1. Rassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Diskussion. 3. An die Verwaltung gelangte Anträge und eventuelle Wahl eines Bureau beamten und eines Mitgliedes der Ortsverwaltung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Laufzettel werden zu dieser Versammlung nicht verschickt. Zahlreichen Besuch erwartet 11. Kommunal- Wahlbezirk. Dienstag, den 4. November, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Wähler- Versammlung bei Graumann, Naunynstrasse 27. Tages- Ordnung: 215/4 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wilh. Pfannkuch über„ Die Bedeutung der Kommunalwahlen für die Arbeiterklasse". 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 5. November, abends 8 Uhr: Arbeitervertreter- Verein. Mitglieder- Versammlung Donnerstag, den 6. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15( großer Saal): Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Molkenbuhr über:" Die Socialgesetzgebung und die Arbeitslosen- Versicherung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 53/11 fehr willkommen. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird ersucht.- Gäste Der Vorstand. J. A.: F. Stügelmaier. in den Borussia Sälen", Ackerstraße Nr. 6/7. Tages- Ordnung: 130/8 1. Vortrag des Genoffen Dr. Max Schütte über: ,, Das Socialistengesetz". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Achtung, Maurer! Die Ortsverwaltung. der Orts- Krankenkasse Hutmacher, Hutfourniturenund Filzwaren- Verfertiger zu Berlin. Allgemeine Mitglieder- Versammlung am Mittwoch, 12. November 1902, abends 8 Uhr, im Restaurant Feind, Weinstr. 11. Tages- Ordnung: In getrennter Versammlung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Wahl von 25 Delegierten der Arbeitgeber Arbeitnehmer. und Wahl von 50 Delegierten der Sierzu sind die Herren Arbeit. geber sowie sämtliche großjährige wahlberechtigte und wählbare Mitglieder eingeladen. Mits gliedsbuch legitimiert. Der Mitglieder Versammlung an schließend findet in demselben Lokal um 9 Uhr abends die ordentliche Generalversammlung statt, zu welcher die Delegierten eine geladen werden. Zages- Ordnung: a) In getrennter Versammlung: 1. Wahl von 3 Borstandsmitgliedern der Arbeitgeber. 2. Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern der Arbeitnehmer. b) In gemeinschaftlicher Versammlung: 3. Antrag des Vorstandes auf Abänderung der§§ 2, 4, 9 und 29 des Statuts. der Rechnungen pro 1902.(§ 47, Abs. 1 des Statuts.) Wir geben hiermit bekannt, daß die Arbeitszeit für den Monat 4. Bahl der Revisoren zur Prüfung Gewerkschafts- und Krankenkassen. Vorstände find abends 5 Uhr und wird unterbrochen durch eine Frühstückspause von NB. Sämtliche Schiedsgerichts- Beisitzer, sowie die November eine achtstündige ist. Dieselbe beginnt früh 28 Uhr und endet 9-10 Uhr und eine Mittagspause von 12-1 Uhr. hiermit eingeladen. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 5. November, abends 84 Uhr, 143/ 13* Wir erwarten strenge Innehaltung dieser durch Vertrag festgelegten Arbeitseinteilung. Die Arbeitnehmer- Vertreter in der Achtzehner- Kommission. J. A.: Karl Panser. 5. Verschiedenes. gez.: Karl Kummert, Vorsitzender, 2366 Pankow, Floraftr. 43. Patentanwalt Dammann, Moritzplatz 57. Auskunft bis abends neun.[ 5220L* Vertrauensmänner- Versammlungen: Deutscher Metallarbeiter- Verband. Oeffentlicher Vortrag Wedding und Gesundbrunnen: bei ern Raabe, Zages- Ordnung: Kolbergerstraße 23. 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amit VII, 353. Die Kommiffions Mitglieder erscheinen eine Stunde früher. Mittwoch, den 5. November, abends 8%, Uhr bei Gold, 3. Verschiedenes. Rosenthaler u. Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tages- Ordnung: Große Frankfurterstr. 133: Konferenz der Vertrauensleute des Osten. Mittwoch, 5. November 1902, abends 8% Uhr, 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollfommission. 2. Berbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 5. November, abds. 8% Uhr, bei Kumke, 1/16 8. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Obmann des Bezirks ist F. Schade, Ramlerstr. 21, born III. Osten und Nordosten: bei Mann, Straußbergerstraße 3. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Südosten bei C. Behrend, Manteuffelstrake 95. Zages Ordnung: 1. Werkstattangelegenheiten. 2. Verbandsangelegenheiten. schiedenes. 3. Ber Süden: bei etot, jest Doberstein, Wafferthorstr. 68. Tagesordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben. Süd- Westen und Westen: in Habels Brauerel, Bergmannstr. 5-7. Zages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Der Vertrauensmänner. 3. Berschiedenes. Ersuche alle Werkstätten, vertreten zu sein. Moabit: bei Jocksch, Turmstrake 84. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Vertrauensmänner. 2. Berbandsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Bülowstraße 59: Konferenz der Vertrauensleute des Westen. Mittwoch, den 5. November, abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung für Moabit. in den Arminius- Hallen, Bremerstr. 70/71. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Steiner über: ,, Erdbeben und Vulkan- Ausbrüche." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Frauen sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Bahlreichen Besuch erwartet 164/18 Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Maurer. ( Zweigverein Berlin.) Mittwoch, den 5. November, abends 29 Uhr: 4 gr. Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: Be Es iſt Pflicht sämtlicher Bertrauensmänner zu erscheinen. Für Schöneberg im Klubhause, Hauptstraße 5/6. Modell- u. Fabrik- Tischler bei Dieke, Ackerstraße 123. Tages- Ordnung: für Wedding im Lokal Baſewalkerstraße 3. Für Süd- Ost im Lokal Naunynstraße 6. 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauensleute. 3. Ber- Für Moabit bei Peters, Alt- Moabit 80/81. schiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Drechsler. Norden: bei Schmitz, Brunnenstr. 150. Osten: bei Matthes, Koppenstr. 41. Südosten u. Südwesten: bei Stramm, Ritterstr. 123. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 2. Werkstattdifferenzen. 3. Verbands. S Tages Ordnung: Verbandsleitung. 2. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Referent: Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. Fortsetzung über Arbeiterschuh und Arbeitsvertrag. Arbeiterinnen und Arbeiter sind hierzu zahlreich eingeladen. Die Vertrauensperson. Mittwoch, den 5. November, abends 7 lihe, bei Obst, Schöneberg, Achtung! Bauanschläger! Achtung! Oeffentliche Versammlung. Tausende ehrende Anerkennungen. Meiningerstraße 8: Tagesordnung und Referent werden in der Versammlung bekannt [ 34/4] geben. Hauptkatalog überSolinger Stahlwaren, Waffen, Lederwaren, Musikw., Pfei fen, Schirme, Stöcke, Feldstecher, Fernrohre, Hausu. Küch.- Ggst. Uhren, Ketten Ringe, Broch. grat.n.franco Kassubek. Wiederverk. geg. hoh. Provis. gesucht. Neuheit!! 30 Tage zur Probe! Feuerzeug Edison zur jahrelangen Benugung, unentbehrlich für jedermann. Nur einen Drud und man hat sofort eine hellleuchtende Flamme. Hochfein vernickelt, bes quem in der Westentasche zu tragen. 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Es erwartet deshalb zahlreichen Besuch Die örtliche Verwaltung. im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal V. Lages- Ordnung: der Berliner Holzindustriellen. 3. Branchenangelegenheiten.. vertreten ist. 2. Diskussion. Referent: L. Güth. 143/4 FABRIK MARKE zu Diensten stehen. J.G.Schaller& Söhne, Schmölln mehrf. prämiiert, liefert alle Sorten Leder. Schuhwaaren mit Holzsohlen, auch gesetzlich geschützte bewegliche Sohlen. Eigne Dampfsäge- und Lederwerke, deshalb billigste Preise, die Wiederverkäufern ( Sachsen- Altenb.). Wir bitten auf unse Fabrikmarke zu achten. Deutscher Honig! Bienenhonig, best. Qualit. 4,30 M. franco. Gavant. Rüdnahme. 10 Jahre Gar. Teilz. wöchentl 1 M. Vollkommen verf. die 10 Pfunddose zu 7,00 m., 5 Pfd. Umarbeit. schlecht fizender Gebisse. Reparatur sofort. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Die elegenheit werden ersucht, dafür zu sorgen, daß ihre Werkstatt Zähne 2 M. schmerztofſes Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130( Haus Schaarwächter) Sprechit. 9-7r. E. Reil, Augustfehn, Dideng, Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Die Kommission. A. Sickfeld. Nordloh, Bahnhof Oldenbg. 14.Biebung 4. Alaffe 207. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 3. November 1902, vormittags. Nur die Gewinne über 232 Wt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 112 18 240 54 82 373 420 694[ 500] 819 1048 173 74 320 28 484 683 702 85 915 38 2203 30[ 500] 826 36 3111 208 346[ 500] 57 444 764 99 4113 51[ 3000] 61[ 15 0001 85 91 748 870 5072 237 64 77 575 603 983 6438 528 633 51 77 7032 35 331 406[ 500] 20 511 618 61 708 888 901 8161 75 489 597 778 83 891 9309 469 534 864 324 10005 275 92 324 723 11054 76 195[ 500] 215 18 320 51 60 67 70 416 598 605[ 1000] 68 796 927 12015[ 3000] 134 278 452 512 98 633 44 744 93 837 73 13201 58 427 72 546 600[ 500] 19 22 65 731 813 14077 153 88( 1000) 243 446 94 510 830 36 939 15106 96 205 662[ 5001 710 42 888 16072 216 21 93 367 87 437 562 664[ 1000] 893 964[ 3000] 89 17002 30[ 500] 117 65 325 455 86 690 740 18124 203 7 451 53 502 43 44 90 864[ 1000] 971 19006[ 10001 289 305 479 662 714 904 20028 187 244 374 413 65 519 39[ 1000] 80 823 81 906 27 21131 208 462 87[ 500] 93 692 713 21 71 811 39 980 22051 175 341 82 484 502[ 500] 799 917 23033 74 187 452 835 83 978[ 500] 80 24048 112 366 92 400 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434 598 658 813 13000] 28 33 994 103197 603[ 500] 88 850 943 04053 102 382 406 652 957 105059 215 331 472 531 60 86 608 889 936 106016 44 104 442 607 81 703 79 916 64 107198 223 758 82 838 50 52 99 915 108157 289 395 520[ 1000] 55 78 812 109180 236 73 303 81 576 691 791 835 72 982 85 110006 148 352 482 558[ 500] 703 912 88 11123133 457[ 500] 81 742 48 89 905 112071[ 1000] 90 [ 1000] 117 201 300 63[ 5000] 465 556 617 746 113528[ 5001 62 94 778 800 994 114002 66 97 214 42 318 40 66 67[ 3000] 88 645 840 931 115027 40 115 290 308 56 57 75 528 666 788 837 70 116009 276 85 Jedes Wort: 90 547 621 766[ 50001 98 118255 343 588 765 80 119120 202 39 366 545[ 10001 607 79 854 76 989 120480 925[ 5001 65 96 121142 46 237 48 1500 472 531 71 618 759 845 994 122050 414[ 3000] 538 93 619 93[ 30001 771 920 88[ 1000] 123060 82 148 49 281 442 44 669 713[ 500] 16 68 124168 291[ 500] 380 521[ 5001 896 915 78[ 500] 125324 84 673 731 969 126682 738 127090 146 57 97 229 61 408 700 98 829 36 949 128022 31 79 395 503 635 881 970 129270 376 416 34 566 98 740 821 130070 294 399 462 769[ 10001 808 88 131006 149 230 550 627[ 1000] 38 702 65 825 80[ 1000] 902 132056 63 77 120 657 797[ 3000] 819[ 1000] 38 933 133276 337 46 92 502 19 46 69[ 5001 666 825 73 910 134121 72 275 90[ 5001 94 382 473 506[ 1000] 652 [ 500] 809: 46 84 934 135286 312 631 136069 125 205 33 89 303 63 411 514 27 49 621 725 77 82 884 973 137129 242 54 342 483 665 832 923 49 138016 106 [ 1000] 64 254 311 586 687[ 500] 791 863 905 139039 [ 1000] 42 397 442 597 619 34 65 762 889 901 8 25 140036 101 65 90 345 520 601 750 879 82 141031 149 268 525 91[ 5001 611 74 995 142086 170 308 40 436 99 635 58 84 827 35 143176 540 665 827 45 48 144353 61 74 662 786 820 28 145034 117 362 98 472 503 654 845 968 146022 108 24 294 672 812 910 15 21 147402 81 646[ 1000] 790 840 976 18045, 123 370 691 787 839 149087 106 25 424 94 669 705 30 834 902 19 150145 321 749 86 835 61 151273[ 500] 78 315 418 616 840 901 46 92 152024 51 108 236 47 413[ 100] 713[ 3000] 83 86 883 907 99 153028 46 290 528 500] 76 630 50 77 154058 110 55 233[ 500] 81 431 556 76 601 726 48 66 911 13 155103 19 38 39 54 336 38 56 467 89 520 712 46[ 1000] 156050 237[ 1000] 65 428 812 39 61 941[ 500] 157356 538 660 710 929 46 85 158102 23 62 96 262 93 507 734 99 835 159007 43 91 107 523 35 627 723 819 50 65 93 941 160085 173 219 45 58 303 414 598 840 63 67[ 500] 161143 255[ 500] 81 94 555 614 57 787[ 1000] 810.935 162127 350 523 1500] 34[ 1000] 92 636 934 163256 370 648 824 902 164228 98 311 16 520[ 3000] 697 726 826[ 500] 72 947 82 165035 215 402 52 967 166161 228 37 99[ 3000] 749 831 961 167057[ 3000] 166 210 49 63 68 941 51[ 1000] 84 168008 169 72 239 337 67 75 [ 30 000] 82 574 629 67 785 916 169039 139 371 75 691 98 706 813 908 170052[ 500] 126 85 201 52 381 452 581 752 901 85 171086 138 42 45 46 516 61 12280 484 751 95 860 173052 96[ 500] 109 261 303[ 500] 50 453 531 65 703 73 812[ 500] 174117 242 87 442 62 69 523 34 87 601 700 175007 164 398 443 78 535 61[ 3000] 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78 732 55 200003[ 1000] 25 42 80 355[ 3000] 607 78 793 991 201021 124 225[ 3000] 481 619 73 822 202134 206 32[ 500] 303 41 499 636 825 77 84 203031 114[ 500] 232 485 663 717 805 23 48 76 88 204161 562 205021 29 200 86 316 582 717 40 899[ 500] 978 206089 99 269[ 500] 350 55 612 78[ 1000] 96 713 37 42 856 950 207099 301 12 47 740[ 3000] 208082 206 433 658 713 812 21 986, 209012 60 76 101 37 326 72[ 3000] 503 842 210041 185 283 389 616 712 54 835 925 211055 77[ 1000] 194 427[ 500] 632 62 783 976 212237 416 26 54 79 556 611 92 714 949 213002 15 163 91 447 581[ 1000] 82 88 661 214194 364 438 90 570 618 80 757 59 904 12 215074 78 83 238 595 640 909 74 90 216368 422 33 826[ 3000] 44 217018 110[ 3000] 34 456 527 57 713 27 850[ 3000] 218052 389 99 447 64 624 29 813 22 26 89 993 219040 44 45 117 32 263 430 704 57 95 939 220071 78 103 545 49[ 500] 741 221140 483 796 827 54[ 1000] 99 974[ 500] 222079[ 1000] 127 222 419 546 662 76 82 747 50[ 500] 84 832 85 223081 372 619[ 500] 51 754 826 919 224080 614 84 90 708 841 67 907.95 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu 150 000. .. 1 zu 60000 it., zu 30 UND R., 8 zu 15 000 71, 13 an 10 000 W, 34 zu 5000., 403 8 3000 ML, 500 zu 1000 W, 926 au 500 RL. 14. Ziehung 4. Alaffe 207. Ral. Breng. Lotterie.98 15001 235 575 704 42 58 71 115085 130 79 487 542 Biehung vom 3. November 1902, nachmittags, Rur die Gemiane über 232 Wt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten 143 79 268[ 10 000] 342 589 617 79 750 1194 381 577 791 942 2055 124 234 692 704 21 818 47 985 3146 81 233 44 361 449 52 67 625 4044 152 80 584 [ 500] 652 67 730 5035 232 459 77 763 873 74 967 6146 83 97 374 584 794 863 7282 326 408 507 23 35 87 8145 93 381 470 600 79 713 941 9294 369 443 501 18 8735 93 381 470 6 10224 56 89 312 98 491 531 49 83[ 1000] 608 921 1500] 11730 50[ 15 0001 954 12027 79 96 99 128 400 595 714 59 838 13276 346 490 666 893 14012 428 850[ 3000] 15032 207 45 81 347 422 99 573 78 640 66 86 791 891 984 16046 88 164[ 500] 218 575 688 967 17087 122 29 47 90.338 63.425 609 11 828 907 18490 559 63 793 15001 808 19135 209 12 15 416 537 90 653 854 951[ 1000] 94[ 500] 20045 148 96[ 3000] 309 595 678 711[ 1000] 86 857 924 21453 545 799 834 15000] 37 901 12 22044 201 83 392 469 629 707 23044 125 50 283 311 478 521 24095 101 73 396 580 82 632 58 68 80 25038 39 49 68 147 357 534 689 805 26235 330 597 799 809 985 27001 54 80 108 58 67 201 84 404[ 1000] 757 71 996[ 1000] 28024 101 223 34 55 89 354 546 623 961 29110 66 77 234 93 315 23 58 426 569[ 500] 80 96 687 715 21 832 34 959[ 1000] 30055 131 68 230 97 362 922 31042 225 450 582 630 721 54 811 28 35 917 25 32075 137 294 301 22 531 701 833 960 33049 54 55 60 71 182 361 497 658 34319 [ 500] 418 34 57 87 528 809 22 43 990 35212 68 370 610 726 45 824 966 36043 50 55 124 45 323[ 500] 455 84 569 758 949 68 37277 340 411 50 546 650 97 770 938 38089 128 56 265 468 69 655 96 39032 286 355 62 71 576 736 68 87 40136 66 614 736 971 41157 240 327 48 409 78 508[ 500] 27 39 86 661 702 47 929 42279 561 616 28 46 897 988 43079 410 28 44 93[ 500] 608 44 65 73 87 706 23 59 84 890 905[ 1000] 44051 217 85 419 39 70 546 64 90 716 83 15001 872 97[ 3000] 952 45164 335 50 440 586 642 735[ 3000] 48 868 86 89[ 500] 46003 138 50 68 322 56 586 699 926 40 47162 63 244 48 365 80 513 78.99 656 93 702 871 48013 44( 500] 213 35 76 312 590 673 744 64 834 920 49398 431 561 91 606 59 712 66 849 75 82 50440[ 500] 81 543 605 24 772 994 51027 87 128 342 433 66 652 62 52600 91 98 762 53040 245 66 71 358 60 96 497[ 1000] 537 645 811 28 54055[ 1000] 192 313 505 49 796 900 28 55012 165 229 31 38 47 74 [ 500] 306 70 544 49 656 750 71 865 56136 66[ 1000] 210 39 316[ 1000] 54 567 817 915 60 1500] 57021 34 74 111 228 301 463 548 93 645 765 66 823 917 29 58056 121 97 272 450 532 40 776 869 973 59087 525 670 863 60023 205 75 488 939 66 82 61254 308 432 91 717 62304 64 400 15001 589 665 700 9 922 54 72 13000 63036 63 84 493 575 656 61 64171 315 56 15000) 413 560 74 630( 500) 50 775 903[ 500] 65330 35 421 545 773 823 66391 414 47 509 63 692 743 53 855 67069 101 49 65 99 447 115 000T 99 554 625 58 73 743 857 996 68047 204 75 382 477 761[ 1000] 812( 3000] 69008 50 132 36 292 317 59 493 645 708 871 70101 222 29 36 89 422 83 554 56 606 44 944 71026 311 534 680 838 98 905 6 72093 572 73009 389 589 615 60 865[ 500] 74222 46 411 21 565 710 817 28 44 73 75073 347 654 55 729 91 914 76556 778 834 42 954 77203 59 81 312 73[ 5001 484 89 799 951 78248 360 87 517 55 994 79295 366 511 82 802 80008 45 161 315 95 504 24 69 865 68 96 933 81122 334 425 35 591 667 870[ 1000] 82128 422 77 561 600 72 725 71 82 883 83150 327 631 739 917 42 84009 24 256 510 64 625 66[ 1000] 901 85121 68 296 359 98 493 559 98 806 92 917 41 67 96 86136 58 411 49 614 899 990 87011 139 61 74 307 565 751 89 832 38 88077 110.53 410 57 558 852 66[ 30001 970 80 89097 236( 1000] 315 54 73 483[ 30001 511-54 672-730-848 994 90121 64 200 518 882 91011 54 69 186 87 204 24 312 17[ 3000] 435 37 520 88 130001 807 900 92434 541 634 800 80 904[ 30001 59 93080 153 98 205 389 439 79[ 10001 641 701 850 94039 66[ 1000] 97 147 [ 3000] 493 569[ 500] 82 742 95019 159 249[ 5001 437 42 757 832 96076 224 428 503 85 614 25 83 97112 25 86 230 79[ 5001 80 374 479 530 44 627 800 919 98039 208 23 95 629 60 786 834 99122 24 74 727 86 862 968 7513 358 417 68 100091 113 358 417 68 87 502 22[ 3000] 731[ 500] 96 822 37 101116 215 32 424 551 694 843 62 102206 312 38 96 466 15001 648 727 876 103214 37 57 90 329 447 909 19 104153 401 504 10 610 870( 10001 105040 592 115 20 52 327 515 97 603 739 804 951 106011 474 605 739 107487 542 681[ 1000] 94 892 949 98 108125 93 204 482 839 49 951 109634 753 847 110055 153 320 451[ 3000] 669 82 738 48 65 868 111019 34 128 580 772 91 895 112072 82 248 353 72[ 3000] 405[ 500] 563 691 720 71 88 935 49[ 5001 113080 127 60 239 82 91 366 96 432 689 114136 5Kleine Anzeigen. 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Ein nächtlicher Auch gestern war die Verwundete noch nicht zu sich gekommen. 3weikampf spielte sich nach den Mitteilungen einer Korrespondenz in der Auf die Ergreifung des Entflohenen, der wie berichtet, Selbstmord be= Wohnung eines bekannten Sportsmannes, Namens Guido M., in ging, hatte die Polizei eine Belohnung von 300 M. ausgesetzt. Kein freifinnig konservativer Ordnungsbrei? Bur Stadt- Veranlassung zu diesem mit Säbeln ausgefochtenen Zweikampf bot der Jägerstraße ab und nahm einen recht blutigen Verlauf. Die Ein Todesfall im Strafgefängnis Tegel wird voraussichtlich der berordneten Ersagwahl will nun, wie verlautet, auch die ein Streit zwischen dem Referendar von S. und dem Landwirt und Staatsanwaltschaft Anlaß zur Einleitung eines Ermittelungsfamose Bürgerpartei" für den in Berlin W. gelegenen Reserveoffizier B., die mit mehreren Herren zusammen gegen 1 Uhr verfahrens geben. Am 14. Oktober war in die Tegeler Anstalt ein 4. Bezirk noch einen Kandidaten aufstellen. Für den Freisinn nachts am Sonnabend im Kaiser- Café saßen. Ueber ein politisches Maler S. eingeliefert worden. Am 27. erhielt seine in Berlin wohnende wird das eine böse lleberraschung sein. Man hatte hier schon Thema gerieten die beiden Leute, die ohnehin auf gespanntem Fuße Frau von der Anstaltsdirektion die briefliche Nachricht, der Mann sei darauf gehofft, sich nur gegen einen socialdemokratischen Gegner, miieinander standen, in arge Differenzen, und schließlich fiel von erkrankt. Als Frau S. am Abend desselben Tages hinaustam, wurde unfren Genossen Dr. Leo Arons, wehren zu müssen. feiten des Landwirts B. ein beleidigendes Wort. Auf die Aufforde- ihr mitgeteilt, S. sei bereits tot. Inzwischen war an sie auch schon Dabei hätte es sich dann von selber verstanden, daß ein beleidigung hinzu, sodaß der Referendar aufsprang und seinem Be- Lungen- Emphysem" angab. Mündlich wurde der Frau S. erklärt, Dabei hätte es sich dann von selber verstanden, daß ein be- ung von S., sofort zu revocieren, fügte B. eine noch stärkere Be- die amtliche Todesnachricht abgegangen, die als Todesursache trächtlicher Teil derjenigen Stimmen, auf die sonst die leidiger den Handschuh ins Gesicht warf. Sofort verließen sämtliche S. Habe am 26. Oktober Erbsen gegessen, habe in der folgenden Bürgerpartei" ein Anrecht gehabt hätte, dem Freisinnskandidaten Herren das Café und begaben sich, nachdem sie sich geeinigt hatten, Nacht sehr gestöhnt, sei sofort ins Lazarett gebracht worden und zugefallen wäre. Das hätte wieder einmal einen recht appetitlichen daß wegen der Schwere der Beleidigung das Duell sofort dann am 27. Oftober nachmittags um 3 Uhr gestorben. Frau S. freiſinnig- konservativen Ordnungsbrei gegeben. Dem entsprechend ausgefochten werden sollte, nach der Wohnung des Herrn M. in der bat, die Leiche sehen zu dürfen. Man führte sie in den Leichenist ja auch das Flugblatt der Freisinnigen abgefaßt. Da ist keine Jägerstraße, wo im geräumigen Korridor der Zweikampf feller, gestattete ihr aber nur eine ganz flüchtige Bes Bevölkerungsschicht, der nicht etwas Gutes versprochen würde. Nach stattfand. Schon beim ersten Gange erhielt der Referendar von S. sichtigung. Die Beerdigung wurde auf Donnerstag den 30. Oktober allen Seiten langt der Kandidat des Freisinns mit seiner Fliegen- mittels Droschte nach seiner in der Mittelstraße befindlichen Wohnung Sarg faufen und sich erst die Mittel hierzu beschaffen wollte, nach. einen tiefen Stich in den Unterleib, sodaß er sofort festgesetzt, doch auf Wunsch von Frau S., die gern einen eignen flatsche, um womöglich gleich mehrere Fliegen mit einem einzigen gebracht werden mußte, wo Herr v. S., der sich nur zum Besuch in träglich auf Freitag, den 31., verschoben. Am Donnerstag besichtigte Schlage zu treffen. Daß er nur nicht ganz vorbeischlägt und schließ- Berlin aufhielt, schwer krank daniederliegt. Sein Vater ist aus Frau S. die Leiche noch einmal am Tage. Sie fand sie noch unlich gar nichts trifft! In ähnlicher Weise gehen übrigens die Frei- Dresden telegraphisch herbeigerufen. Es ist als ein Fortschritt zu be- gewaschen und bemerkte jetzt am linken Ellenbogen zwei Einfinnigen auch im elften Bezirt, wo sie dem Kandidaten der grüßen, daß die Veranstalter der Stauferei diese in einer Privat- ferbungen, die auf sie den Eindruck machten, als wenn sie von einem Schlage Socialdemokratie, Genossen Emil Boigt, das Feld wohnung abgehalten und nicht etwa auf freiem Felde mit ihrem herrührten. Sie äußerte ihr Befremden darüber, erhielt aber zur Antwort, Streitig zu machen suchen, auf den Stimmenfang aus. Sabul unversehens dritte Personen oder ein nützliches Tier in Ge- S. habe an Krämpfen gelitten und habe sich wohl bei einem KrampfHier ist ihnen tein Mittel zu schlecht, um die„ bürger- fahr gebracht haben. So ist die Geschichte für die gefittete Menschheit anfall verletzt. Fran S. versichert indes, an ihrem Manne nie eine parteilichen" Elemente zu fich hinüberzuziehen. Beispiels glimpflich abgelaufen, und nur die Hausnachbarn des Sportsmannes Spur von Krämpfen bemerkt zu haben. Als Frau S. sich bei der weise betonen sie ausdrücklich, daß ihr Kandidat auf dem Boden mögen wegen der nächtlichen Ruhestörung gerechte Klage zu führen Direktion über den Zustand der Leiche beschtverte, beruhigte haben. man sie: S. habe vor der konstitutionellen Monarchie" stehe, während die Socialdemokraten seinem Tode ärztlichen Beistand Gegner der Monarchie seien. Wenn das nicht hilft, dann hilft über- Grundstück Schönhauser Allee 81/82 der 35 Jahre alte Klempner folle sich am Freitag davon überzeugen. Am Donnerstagabend Beim Abrüsten des Daches ist gestern, Montagmorgen, auf dem erhalten; die Leiche werde auch gewaschen werden, Frau S. haupt nichts mehr! Spaßhaft wäre es, wenn trotz dieser Liebäugeleien Dstar Bänelt aus der Siegfriedstr. 7 zu Schöneberg schwer ver- wurde dann noch telephonisch zwischen Frau S. nnd der Direktion auch in diesem Bezirk die„ Bürgerpartei" schließlich noch auf die unglückt. Die Rüstung, die er abnahm, hatte keine Schußvorrichtung. verabredet, daß am Freitag der eigne Sarg herausgebracht werden Idee käme, sich den Lugus eines eignen Kandidaten zu leisten. Dann Daher stürzte er, als er abrutschte, vier Stock tief hinunter und zog sollte. As aber am Freitag der Sarg antam, wurde er zurückwäre es auch hier nichts mit dem vom Freifinn erhofften freifinnig- sich einen Schädel- und Armbruch und schwere innere Verlegungen gewiesen. Frau S. erhielt den Bescheid, die Leiche sei wegen vorWählerschaft am 5. November gründlich mit dieser Gesellschaft auf- verbunden hatte, wurde er mit einem Lückschen Rettungswagen nach Anstalt gelieferten Sarg gelegt worden. Die Leiche wurde nicht mehr dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. gezeigt. Frau S. verbot mum die Beerdigung, wurde aber in der Anstalt und auch auf dem Amtsbureau Tegel mit ihrem Einspruch ab= gewiesen. Die Beerdigung erfolgte schließlich unter Protest. Frau S. hat inzwischen der Staatsanwaltschaft von dem Vorfall und ihren Beobachtungen Mitteilung gemacht und die Wiederausgrabung der Leiche beantragt. Das weitere bleibt abzuwarten. räumen! werden. Die Wärter der Krankenstation am städtischen Obdach ersuchen Schlimme Folgen der Sonntagsreiterei. In Tempelhof raste uns, als Erwiderung auf die von dem Anstaltsleiter Herrn Professor vorgestern ein wertvolles Reitpferd, welches vollständig gefattelt und Dr. Behrend in der Sitzung des städtischen Kuratoriums aus- gezäumt war, durch die Straßen. In der Friedrich Karlstraße jagte gesprochene Beschuldigung folgendes bekannt zu geben: das schäumende Pferd mit solcher Wucht gegen einen Straßenbahn In Nr. 254 Ihrer geschäßten Zeitung ist ein Bericht über die wagen, daß es auf der Stelle tot zusammenbrach. Der Reiter, der In die russische Friedhofskapelle bei Tegel ist in der Nacht zum Letzte Kuratoriums- Sigung des städtischen Obdachs enthalten. Die bermutlich abgeworfen und verunglückt ist, fonnte nicht aufgefunden darin vorkommenden Aeußerungen des Herrn Prof. Dr. Behrend Sonntag eingebrochen worden. Die Diebe müssen die über den Charakter seines Wärterpersonals haben bei uns zumindest Eine Liebestragödie, deren Anfang in Hainichen in Sachsen die Thüren zur Kapelle und zum Allerheiligsten und mehrere Friedhofsmauer überstiegen haben, erbrachen mit einem Stemmeisen dieselbe Ueberraschung hervorgerufen wie bei jedem andern denkenden spielte, fand in der Nacht zum Sonntag im Tiergarten einen blutigen Sammelbüchsen und erbeuteten außer deren Inhalt eine schwere Menschen. Wir haben leider an unsrem eignen Leibe schon seit Abschluß. Auf dem Wege vom großen Stern nach der Brückenallee Längerer Zeit die außerordentliche Sparsamkeit des Herrn Professors wurde gestern der etwa 25 Jahre alte Techniker Ernst Bernstein aus und drei stark versilberte Alfénideteller. Vor Ankauf der gestohlenen goldene Bibel mit vielen Ornamenten, Engeln und Engelstöpfen verspüren müssen. Der wahre Grund dieser Sparsamkeit war uns Hainichen tot und seine Geliebte, die 19 Jahre alte Verkäuferin Sachen wird gewarnt, auch vor dem Erwerb einer größeren Goldaber bis heute gänzlich unbekannt, da der Herr Professor es nicht Sarah Mehler, auf den Tod verwundet aufgefunden. Bernstein, der liebt, seine innersten Gedanken dem Personal gegenüber zum Aus- Sohn angesehener Eltern, hatte mit Fräulein Megler ein Liebes- masse, da die Einbrecher die Bibel jedenfalls nicht so, wie sie ist, drud zu bringen. Der Herr Professor hat behauptet, daß höhere verhältnis. Da sich Folgen einzustellen schienen, wollte er feine Ge- anbieten, sondern erst einschmelzen werden. Löhne die Trunksucht befördern, und zwar resultiert diese Erkenntnis, liebte heiraten, stieß aber bei seinen Eltern auf Widerstand. Nach Eine Bande jugendlicher Diebe und Hehler wurde in den lezten nach des genannten Herrn eignen Worten, aus den Erfahrungen einer Auseinandersetzung mit seinen Angehörigen fuhr er nach Berlin. Tagen dingfest gemacht. Die Schlosser Alfred Sieg, Gustav Surens eines Jahrzehnts. Nun find wir zwar noch nicht 10 Jahre, sondern Er ging mit der Absicht um, sich das Leben zu nehmen, und schrieb berg und Friz Burgmann und die Tischler Sare, Willy Weiß, Mar durchschnittlich 1 Jahr im Dienst des städtischen Obdachs, in dieser in diesem Sinne an einen ihm befreundeten Techniter in Hainichen. Franz und Frizz Hillmann hatten sich zu einer Einbrecherbande verZeit haben wir zweimal eine Zulage von 2 refp. 3 M. erhalten. Trotz an- Frl. Mezler erhielt am Sonnabend Kunde von dem Briefe und fuhr einigt, der die Schloffer Grünewald und Nose als Helfer dienten. gestrengten Nachdenkens ist uns aber kein Fall erinnerlich, in dem sofort nach Berlin. Sie fand den Geliebten und wußte ihn zu über- Alle neun find Burschen von 15 bis 18 Jahren. Der Anführer war die vom Herrn Professor befürchtete Wirkung ein- reden, sie in den Tod mitzunehmen. Nachdem das Paar alle Mittel Sieg, der aber nur bei großen Sachen in der Leipziger- und getreten wäre, sondern die Gründe für den besonders in aufgebraucht hatte, ging es nach dem Tiergarten, um den Plan aus- Friedrichstraße selbst mitwirkte. Ein Besuch des Zeughauses sollte früherer Zeit häufigen Wechsel des Personals find gänzlich andrer zuführen. In der Nacht gegen 3 Uhr hörte eine Schußmanns- zur Festnahme der Bande führen. Im Zeughause erbeuteten die Natur. In der vom Herrn Professor Dr. Behrend ausgesprochenen Be- patrouille zwei Schüsse fallen. Sie suchten die Gegend ab, konnten Einbrecher Waffen verschiedener Art und andre wertvolle Sachen. hauptung liegt der indirekte Vorwurf, daß wir, die Wärter des aber im Dunkel der Nacht nichts finden. Erst gestern morgen fanden Beim Berseben dieser Dinge wurden Grünewald und Rose abges städtischen Obdachs, auf einer so tiefen moralischen Stufe stehen, daß Leute das unglückliche Paar Es hielt sich fest umschlungen, beide faßt. Die Polizei ermittelte, daß beide teine feste Wohnung hatten. wir jeder Versuchung unterliegen und jede Gelegenheit dazu benutzen, bluteten aus Kopfwunden. Ein Arzt stellte fest, daß Bernstein tot Beide aber hatten Bräute". In deren Wohnungen fand die um uns dem Trunk hinzugeben. Wir fühlen uns verpflichtet, da- war, seine Geliebte dagegen noch Lebenszeichen von sich gab. Aus Polizei eine Menge Sachen, die aus Diebstählen herrührten. Begegen ganz energisch zu protestieren, und erklären, daß die vom einem Revolver, der neben der Leiche lag, waren zwei Patronen amte bejezten die Wohnungen, um nach den Hehlern auch die EinHerrn Professor qufgestellte Behauptung den Thatsachen nicht ent- abgeschossen worden, ein zweiter Revolver war unbenußt geblieben. brecher abzufangen. Diese gingen denn auch in die Falle. Als spricht, sondern eine jeder Grundlage entbehrende, rein persönliche Bernstein hatte nur noch 5 Pf. bei sich, das Mädchen garnichts. Grünewald und Nose nicht wiederkamen, glaubten die Einbrecher, Ansicht desselben darstellt. Wir erklären, daß wir soviel Während die Leiche des Mannes nach dem Schauhause gebracht wurde, daß sie ihnen mit der Beute durchgebrannt seien. Einer von ihnen Selbstachtung besigen, um uns den billigerweise gestellten ließ der Arzt das schwerverwundete Mädchen dem Moabiter Kranken- sollte bei den Bräuten nachsehen, wo sie geblieben seien, und lief den Anforderungen der Anstaltsordmmg in Bezug auf einen guten hause zuführen. Kriminalbeamten in die Hände. Ein Zweiter wollte sich nach dem Lebenswandel zu fügen. weiter, bis am Sonnabendabend von den sieben Einbrechern auch ersten Abgesandten erkundigen und teilte dessen Schicksal. So ging es der letzte gefangen war. Als sie sich alle wieder beisammen sahen, gaben sie unwillkürlich ihrer Verwunderung Ausdruck, daß sie so dämlich gewesen seien, in diese Falle zu gehen. Sie räumten nach und nach 80 Einbrüche ein, die Kriminalpolizei wies ihnen noch 40 dazu nach. So die Wärter der Krankenstation am Obdach. Die korrekte " Noch ein Liebesdrama. Mit der Mordthat im Tier Antwort, die diese Angestellten dem Anstaltsarzt auf seine so wenig garten, auf welche gestern die polizeiliche Bekanntmachung an den begründeten Anschuldigungen gegeben haben, sollte allein schon im Anschlagsäulen hinwies, steht der Selbstmord des stande sein, ihn von der Ünhaltbarkeit seiner Beleidigung zu über- Schreibers Ernst Thiele in Zusammenhang, der gestern nach zeugen. Vielleicht hat den Herrn Professor inzwischen auch das mittag im Aschingerschen Lotal am Alexanderplat Studium einiger focialpolitischer Schriften zu der Ansicht gebracht, ungeheures Aufsehen erregte. daß eine anständige Entlohnung keineswegs zu den von ihm aus präsidiums an den Anschlagsäulen erschienen war, kam in den Um 4 Uhr, furz nachdem die Bekanntmachung des PolizeiEin Bau- Unfall ereignete fich, wie uns nachträglich gemeldet gesprochenen Befürchtungen berechtigt. Und wenn Herr Behrendt immer noch zweifelt, dann wird ein Blick auf seinesgleichen ihn zu durch sein unstätes Wesen sogleich auffiel. Er tranf ein Glas Kulm- der Mühlenstraße zu Pankow. Der Bauarbeiter Kaliski aus Aschingerschen Ausschant am Alexanderplatz ein junger Mann, der wird, vor einigen Tagen auf den Bau der Schultheiß- Brauerei in der Ueberzeugung bringen, daß erträgliche Lebensbedingungen den bacher und begab sich dann auf die Toilette. Bald darauf hörte die Schöneberg wurde von seinen Kollegen besinnungslos im Erdgeschoßz Menschen keineswegs zum Potator machen. Verkäuferin der Liqueurstube 3 iv ei Schüsse fallen, und während sie des Baues aufgefunden, nachdem er kurz vorher noch auf der Etage Das neue Ortsstatut betreffend die Krankenversicherung den Geschäftsführer rief, noch zivei. Alle Kugeln gingen in die gearbeitet hatte. Er mußte abgestürzt sein. Da der zuerst herbeider Handlungsgehilfen und Lehrlinge, wie es die Thürpfosten. Als der Geschäftsführer mit mehreren Angestellten und gerufene Arzt nicht sofort zur Stelle sein konnte, dauerte es längere Gewerbedeputation jüngst festgestellt hat, liegt im Entwurfe jetzt Gästen kam, fand er die Thür verriegelt. Der junge Mann rief Beit, bis Kalizki verbunden und in ein Krantenhaus gebracht werden dem Magistrat zur Genehmigung vor. Die wesentlichen Be- heraus, er werde jeden niederschießen, der sich ihm nähere, während konnte. Dort liegt er heute noch besimmungslos danieder. stimmungen desselben lauten: Die Anwendung des§ 1 des dann die Leute die Scheiben der Toilette vom Hofe und vom Innern Fenerbericht. Eine ganze Reihe Alarmierungen hatte die Wehr Krankenversicherungs- Geseges wird erstredt auf Handlungsgehilfen des Hauses aus einschlugen, schoß er noch zweimal. Die fünfte Kugel im Laufe des Sonntags zu verzeichnen. Früh 3 hr wurde sie nach und Lehrlinge, welche nicht schon nach§ 1 des 2c. Gesetzes ver- schlug wieder in einen Thürpfosten ein. Erst der sechste Schuß traf der Fennstr. 27 gerufen, wo auf dem großen Koblenplage ein ficherungspflichtig find. Hiernach unterliegen der Krankenversicherungs- den jungen Mann in den Stopf, sodaß er röchelnd zusammenbrach. Waggon mit Breßfohlen in Brand geraten war, dessen Ablöschung pflicht nach Maßgabe jenes Gesetzes alle männlichen und Man schlug nun die Thür ein und fand den Lebensmüden bewußtlos Waggon mit Preßfohlen in Brand geraten war, dessen Ablöschung indes bald erfolgte. Kleidungsstücke, Möbel und Gardinen gingen weiblichen Handlungsgehilfen und Lehrlinge, deren daliegen. Ein Arzt und die Polize waren unterdessen schon geholt Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 6%, Mart für den worden. Der Arzt legte dem Verwundeten, in dem man Thiele er gegen 6 Uhr in der Forsterstr. 17 in einer Schlafftube in Flammen auf, während in der Landsbergerstr. 72 Holzleisten auf dem Hofe Arbeistag oder sofern Lohn oder Gehalt nach größeren Zeit- kannte, einen Verband an, und mehrere Schußmänner sollten ihn Feuer gefangen hatten. Gegen Abend hatte die Wehr in der Reinickenabschnitten bemessen ist, 2000 Mart für das Jahr berechnet, mit einem Rettungswagen in ein Krantenhaus bringen, auf dem nicht übersteigt." In taufmännischen Streifen wird die endliche Wege dorthin aber starb der Verwundete. Seine Leiche wurde dem Dorferstraße 18b einen Brand abzulöschen, der den Fußboden und die Regelung dieser wichtigen Frage für dringend notwendig gehalten, Schauhause zugeführt. Der Aschingersche Ausschant war während Balkenlage ergriffen hatte. Nach der Reinickendorferstr. 2c wurde die Wehr handelt es sich doch um das Wohl und Wehe von nahezu des aufregenden Vorganges von Tausenden von Menschen belagert, gerufen, weil hier der Juhalt eines Schaufensters in Flammen stand, die jedoch noch im Keinte erstickt werden konnten. In der Kaiser Wilhelmstr. 17 60 000 Personen, die im Falle längerer Krankheit eventuell der so daß eine halbe Stunde lang der Straßenbahnverkehr stockte. war in einem Steller ein Feuer ausgekommen, das allerlei Gerümpel städtischen Armenpflege zur Last fallen. Schußmänner mußten die Menge zerstreuen. Thiele war 22 Jahre alt und der einzige Sohn einer Witwe, sowie Verpackungsmaterial erfaßt hatte. Die Wehr hatte hier längere Im Elifabeth- Kinderhospital war im vorigen Jahre auf etwa 40 deren Mann Vollziehungsbeamter war; er wohnte bei ihr in der Zeit mit einer Schlauchleitung Wasser zu geben, um die Gefahr zu der in der Anstalt untergebrachten Kinder eine Geschlechtskrankheit Georgenkirchstr. 65. Seit einem halben Jahre war er als Schreiber beseitigen. Ein zweiter Kellerbrand beschäftigte die Wehr eine Stunde übertragen worden. Die Sache wurde damals, wie sich unsre Leser er- bei dem Rechtsanwalt und Notar Kayser in Neu- Weißensee be- später in der Alexanderstr. 20a. Abends 9 Ühr wurde infolge mehrinnern werden, durch den Vorwärts" an die Oeffentlichkeit gebracht. schäftigt und arbeitete hier zur Zufriedenheit. Seit drei Jahren maliger Meldung ein größeres Löschaufgebot nach der Neuenburger Jetzt wird gegen dieses Hospital von neuem der Vorwurf erhoben, unterhielt er ein Liebesverhältnis mit einer 18 Jahre alten Verstraße 23 gerufen. Es handelte sich indes nur um einen Brand, der die Strohdaß ein Kind, das in der Poliklinik des Hoſpitals behandelt worden wandten Else Brüß, der Tochter eines Kaufmanns in der verpackung des Kloſetts ergriffen hatte, weshalb die Züge sofort wieder Krankheit geholt habe. Das sind tam im Alter von neun arbeitete. Die Eltern waren auf beiden Seiten gegen das Verhältnis, einem Keller in Brand geraten, der aber auch in furzer Zeit be= war, sich dort durch Ansteckung eine geschlechtliche Dunckerstraße, die in einem Konfektionsgeschäft an der Stadtbahn umkehren konnten. Zur selben Zeit hatte die dritte Compagnie auf dem Potsdamer Personenbahnhof zu thun. Kohlen waren hier in Tagen wegen Erkrankung des Nabels in Behandlung und erwies da die beiden zu jung und zu unselbständig waren. Da faßte Thiele fich nach weiteren fünf Tagen, in denen es dreimal zur Poliklinik den Entschluß, mit der Geliebten zu entfliehen. Am Sonnabendabend feitigt werden konnte. In der Nacht zum Sonntag hatten in der gebracht wurde, als geschlechtskrank. Die Krankheit wurde in der holte er sie vom Geschäft ab und veranlaßte fie, mit ihm nach Magde des ersten Stocks Feuer gefangen. Außerdem hatte die Wehr in der Friedrichstraße 111 Kleidungsstücke und Gardinen in einer Wohnung Anstalt vom Arzte selber festgestellt. Sie übertrug sich dann später burg zu fahren. Von dort schickten die jungen Leute an ihren Eltern noch auf ein zweites Kind derselber Familie. Der Vater des Kindes Ansichtspostkarten und erklärten, daß sie von einander nicht lassen Zwischenzeit noch in der Triftstraße 42 zu thun. Hier war durch hat dem Anstaltsarzt eine Bescheinigung der Hebamme vorgelegt, fönnten. Als nun Thiele seiner Geliebten den Vorschlag machte, mit Umfallen einer Petroleumlampe in einer Sattlerwerkstatt ein nach der das Kind nicht geschlechtskrant gewesen sei, bevor es zur ihm in den Tod zu gehen, weigerte sie sich entschieden. Daher fuhren Brand ausgekommen, der jedoch noch im Entstehen unterdrückt Poliklinik gebracht wurde. Der Arzt hat indes ebenso wie die An- beide Sonntagabend wieder nach Berlin. Hier wiederholte Thiele werden konnte. staltsleitung jede Verantwortung abgelehnt. Man beruft sich darauf, seinen Vorschlag, gemeinsam in den Tod zu gehen, stieß aber wieder daß sich nicht nachweisen lasse, wo die Ansteckung erfolgt sei. Wir auf Widerspruch. In der Nacht um 3 Uhr feuerte er dann im Tiersind selbstverständlich nicht in der Lage, zu entscheiden, wen hier die garten in der Eichenallee plößlich drei Schüsse auf das Mädchen ab, Schuld trifft. Wir meinen aber, daß es der Leitung des Elisabeth verwundete sie dreimal schwer an der linken Kopffeite und entfloh. Kinderhospitals nicht gut ansteht, mit so gewaltiger Entrüftung den Ein Schutzmann, der auf die Schüsse herangelaufen fam, sah ihn noch Verdacht von sich zu weisen, daß das Kind, wie behauptet wird, erst und fand das Mädchen blutüberströmt. Er ließ die Verwundete nach in der Anstalt angesteckt worden sei. Nach den Vorkommnissen aus der Charitée bringen. Sie konnte noch angeben, daß Thiele ohne dem vorigen Jahre hätten wir eigentlich erwartet, daß man etwas ihre Einwilligung auf sie geschossen habe, und verlor dann das BeKleinlaut geworden wäre. wußtsein. Aus den Nachbarorten. Lichtenberg. Auf Beschluß der Gemeindevertretung sollen die Kosten für die Regulierung des Bürgersteiges der Frankfurter Chausse zum Teil von den anliegenden Grundbesitzern erhoben werden und zwar auf Grund eines Ortsstatuts, dessen rückwirkende Kraft bis zum Jahre 1897 gilt. der nordwestlichen Vorortbahn ist die Konzession von der Dem Konsortium zur Erbauung Gemeindevertretung wieder genommen worden, da die Gesell Eingelaufene Druckschriften. haft feit langer Zeit nichts hat bon sich hören laffen. Die An-| Zwecke, von denen die hiesige Arbeiterschaft absolut nichts wissen| Henrit Pontoppidan. Mag Klinger. Von John Shilowski mit Singers regung unsrer Parteigenossen Grauer und Welk in der will. Das jetzt angewandte Mittel bedeutet wiederum eine Beun- Bortrait als Kunstbeilage 2c. Gemeindevertretung, das Konsortium zur Erfüllung der ein- ruhigung der Arbeiter. gegangenen Verpflichtungen zu zwingen, fand leider keinen Anklang. Zu Pflasterungszivecken sowie zur Erbauung zweier Turnhallen soll eine Anleihe in Höhe von 602 000 m. aufgenommen werden. Ebenfalls will man den Rest der Kosten für den Erweiterungsbau des Wasserwerts aus dieser Anleihe bestreiten. Das Wasserwerk, das mit einem Profit von einer Million Mark von der Kontinentalen Wasserwerks- Gesellschaft an Lichtenberg verkauft worden ist, kommt der Gemeinde dann auf 2 708 000 M. zu stehen. Charlottenburg. Ersagwahlen zur Stadtverordneten- Versammlung finden am 17. und 18. November statt, und zwar am 17. November in der II. Abteilung im zweiten Wahlbezirk für den berstorbenen Stadtv. Sommer und am 18. November in der I. Abteilung für den zum Stadtrat gewählten Handelsrichter Boerner sowie für die Stadtvv. Hoppe und Dr. Klingenberg, die ihre Mandate niedergelegt haben. Das Ersagmitglied in der II. Abteilung sowie eins in der I. Abteilung müssen Hausbesitzer sein. Die Liberalen werden versuchen, den Unpolitischen die bisher von diesen behaupteten Mandate streitig zu machen. Aus Neu- Weißensee schreibt man uns: Kaum sind die Steuereinschäzungslisten eingezogen, so soll auch schon für eine möglichst hohe Besteuerung der Arbeiterschaft gesorgt werden, wie aus dem folgenden uns zugesandten Schreiben ersichtlich ist: Gemeinde- Vorstand Neu- Weißensee, Kreis Nieder- Barnim. Behufs Herbeiführung einer ordnungsmäßigen und gerechten Einkommensteuer- Veranlagung, ersuchen wir ergebenst das anliegende Verzeichnis mit den Namen der bei Ihnen beschäftigten Personen auszufüllen und deren Einkommersteuer- Verhältnisse, sofern die Betreffenden in Neu- Weißensee ihren Wohnsitz haben, hierher mitteilen zu wollen. Die vielfachen zu hohen Annahmen des Einkommens hiesiger Einwohner bei der Veranlagung haben zu vielen Berufungen geführt, bei denen die Veranlagten wiederHolten Vernehmungen und Weiterungen sowie Zeitversäummnissen und Verdienstausfällen ausgesezt gewesen sind. Zur Vermeidung folcher Unzuträglichkeiten bitten wir daher um möglichst baldige Erledigung vorstehenden Gesuchs. " Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeitsmarkt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Verlag von Georg Reimer). Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" er scheinende Zeitschrift enthält in Nr. 3 des 6. Jahrganges u. a.: Die amt Allgemeines: Internationaler Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Berlag) ist soeben das liche Streifstatistik für das Jahr 1901. 5. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Arbeitsmarkt.- IX. Jahresversammlung des Centralverbandes der Drts. wir hervor: Aus den oftelbischen Hinterwäldern. Bolas Wert. Von Kurt Krankenkassen. Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Bergbau Eisner. Bauer und Socialdemokratie. Von Ernst Ebhard( Komorowen).( Löhne im preußischen Bergbau 1901. Geschäftslage im rheinischen Brauns Schönfärberei in der Unfallstatistik. Von Wilhelm Düwell. Der Streit fohlen- Bergbau. Rückgang des Absages von Kali); Steine und Erden der französischen Minenarbeiter und seine Ursachen. Bon Paul Louis( Frühzeitiger Eintritt der Arbeitslosigkeit); Holz- und Schnisstoffe( Herbst( Paris). Die Numerierung der Garne. Von A. Baudert. Der Kon- fonjunktur. Beschäftigungsgrad in der Bau- und Möbeltischlerei); Bekleidung Statistisches Monatss greß der Halben. Von Verus. Neuere Litteratur über Journalistit. Von( Abnahme des Umjazes in der Schuhfabrikation). Börsenkurse. Haushaltskosten. Adolf Braun. Litterarische Rundschau: Benedikt Friedländer, Die vier material: Internationale Streifstatistik. Notizen: Die Betriebs- Konjum: Preise für Schweinefleisch. Kaffeeverbrauch in den hauptHauptrichtungen der modernen socialen Bewegung. Bersächlichsten Ländern der Welt. Lebensmittelpreise im Oktober. grenze im Bergbau. Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch- waltung der Arbeitsnachweise: Kampf gegen die gewerbsmäßige Stellenhandlungen, Postanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro vermittelung im Gastwirtsgewerbe. Verbot der Arbeitsnachweis- Plakate Quartal zu beziehen. In der Beitungspreisliste der Bostanstalten ist die im Eisenbahnwagen. " Neue Zeit" unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Duartal abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. zugegangen. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Dick' Berlag), ist uns soeben die Nr. 23 des 12. Jahrganges Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Fraueninteresse und Frauenpflicht. Frauenarbeit in Buderfabriken. Von Louise Weberausstand in Bieb. Arbeitslose Proletarierinnen. Bon ad. br. Meerane. Aus der Bewegung. NotizenFeuilleton: Mutter Jones. Sociale Gefeßgebung. teil: Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Frauenstimmrecht. Verschiedenes. Bereinsrecht der Frauen. Quittung. Zur Beachtung. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Bf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1902 unter Nr. 3051) beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9, Uhr abends statt. 5. 2. 158. Den Aether. O. K. W. Wenden Sie sich an Herrn Friedrich Kortum, Laufizer straße 33, um Auskunft. Rob 12. 288 Personen. M. 120. Der Vorsitzende des Vereins der abstinenten Arbeiter und Arbeiterinnen ist Oskar Koselowski, Schliemannstr. 19. Dort erhalten Sie auch die gewünschte Auskunft. J. G. 13. Das Mädchen soll den Dienst schleunigst verlassen. Haben die Eltern nicht darin gewilligt, daß fie in Dienst gehe, so ist der Dienſtvertrag ungültig. W. E. Die Betrugsklage ist längst verjährt. Zwei Wettende. 1. In fünf Jahren. 2. In fünf bis zehn Jahren. W. G. Sie müssen zahlen. J. S., Elisabethstraße. Auch Arbeits. Der Wahre Jacob hat soeben die Nr. 23 seines 19. Jahrganges lose haben 3eugenentschädigung zu beanspruchen.§ 2 der erscheinen lassen. Aus dem Inhalt heben wir besonders die beiden farbigen Gebühren- Ordnung für Zeugen bestimmt ausdrücklich: Der Zeuge erhält Ferner eine Entschädigung für die erforderliche Zeitversäumnis im Betrage von Bilder„ Krachende Throne" und" Ein glücklicher König" hervor. enthält die Nummer noch die Juustrationen„ Das Bucherkartell"," Michels 10 Pf. bis zu 1 M. für jede angefangene, jedoch nicht für mehr als zehn Standeschre"," Die Höhe des Meeres- Stunden." Personen, welche durch gemeine Handarbeit, Handwerksarbeit Alpdrücken"," Rascher gehen!", spiegels" sowie zwei Landschaftsbilder des Stuttgarter Malers R. Herdtle. oder geringeren Gewerbebetrieb ihren Unerhalt suchen oder sich in gleichen Der textliche Teil der Nummer bringt die Gedichte„ Der Kluge Herr Pro- Berhältnissen mit solchen Personen befinden, erhalten die nach dem ge feffor", Aus Trakehnen"," Der neue Griff"," Herr Ministerialdirektor ringsten Saße zu bemessene Entschädigung auch dann, wenn die Fischer"( in sächsischen Dialekt),„ Der Junker Ende"," Ehe" und" Herbst" Bersäumnis eines Erwerbes nicht stattgefunden hat." Schwiegersohn. 1. Ja. 2. und 3. Nein. G. R. 101. Nein. An den Unternehmer Herrn von Clara Müller, Im Kampfe um die Krone" von Ludwig Frank, Hieraus ergiebt sich, daß man gewillt ist, die Steuerschraube Deutschlands Heil"," Uns kann keiner!" sowie außer einer Anzahl kleinerer 100 Emdenerstr. 1. Nein. 2. Nein. Die zuständige Stelle wird Ihnen aber auf dem Polizeirevier mitgeteilt. F. K. 10. Ihre Kündigungszeit bis zum Ende anzuziehen, um die schon durch hohe Mieten und satirischer Beiträge in Poesie und Prosa und die größeren Feuilletons" Die beträgt sechs Wochen zum Ersten des Duartals. 97 W. K. Soweit 170 Prozent Gemeindesteuer- Zuschlag beglückte Arbeiterschaft noch Hosen des Herrn von Duassow"," Aus Barmherzigkeit"," Ein Vorschlag können Sie die Vollmacht fündigen und Rechnungslegung eventuell im mehr zu belasten. Der zweite Absatz des Schreibens dient doch zur Güte" und" Stammtischrede des Mezgermeister a. D. Wurstler in ohne Einsicht in den Vertrag und ohne mündliche Besprechung ersichtlich, Klagewege verlangen. Streitfrage 1. R. W. 1. Als Oper. 2. Ms Trauernur dazu, die ganze Sache etwas schmackhafter zu machen. Wir München". Der Preis der 10 Seiten starken Nummer ist 10 Pf. Von der„ Hütte", Zeitschrift für das Bolt und seine Jugend( Dresden, spiel und als Oper. W. 3. 13. Zur Zahlung sind Sie verpflichtet. For wollen hoffen, daß die hiesige Steuer- Einschätzungskommission von Verlag H. Wallfisch) ist soeben das fünfzehnte Heft erschienen. Aus dem mulare betr. den Austritt erhalten Sie durch Stadtv. Hoffmann, Blumenstr. 14. den Verhältnissen der hiesigen Arbeiterschaft genügend Kenntnis hat, Inhalt des Heftes heben wir hervor: Liebe ist ewig. Roman von Wilhelm um die Einkommensteuer- Veranlagung gerecht und ordnungsb. Bolenz.( Fortsetzung.)- Kunst und Natur. Von Wilhelm Bölsche. Wetter- Prognose für Dienstag, den 4. November 1902. Der Storch und gemäß herbeizuführen. Dem Gemeindevorstand können wir nur Der Boden auf dem Du stehst. Von Curt Grottewig. Etwas wärmer, vielfach heiter, aber veränderlich bei lebhaften westlichen Ein Dichterleben. Von Winden; feine erheblichen Niederschläge. den Rat erteilen, nicht fortwährend Summen auszuwerfen für der Regenwurm. Märchen von Karl Ewald. Deutscher Metallarbeiter Verband. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unjer Mitglied, der Schlosser F. Richter am Sonnabend, den 1. November gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags 3/2 Uhr, von der Leichenhalle des Stegliger Kirchhofes aus statt. 164/20 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Kollege Fischer am 28. Oktober durch einen Straßenbahnunfall gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am. Dienstag, den 4. November, nachmittags 3 Uhr, vom Schauhaus nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen- Allee. 164/17 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter Verband. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Emil Jacob am 25. Oktober nach langen Leiden verstorben ist und am 29. Oktober zur letzten Ruhe gebettet wurde. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 90/19 Socialdemokrat. Wahlverein Steglitz Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Fritz Richter verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. d. M., nachmittags 4 Uhr von der Halle des Stegliter Friedhofs aus statt. 203/16 Der Vorstand. Gänsefedern 60 Pf. pr. Pfund( gröbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, fallfertiger Gänferupf m. 2,00, beffere Gänsehalbdaunen m. 2.50, 3.00. beste schneeweiße m. 3.50, russische Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 2.50. Prima geriffene nit. 3.00, 3.50. Derfand gegen Nachnahme. Berlin S.. Gustav Lustig, pringenstraße 46a. Erste Bettfedernfabrik m. electr. Betriebe. Diele Unerkennungsschreib. ( Unterschrift.) Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, uur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. 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