Nr. 259. Vorwirts Abonnements- Bedingungen: o Abonnements- Preis pränumerando: noite. Vierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags.dlf. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Bosti Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post ZeitungsBreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. bit stindusdui sufst 25 list # 2: 00 mad Berliner Volksblatt. daar 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. werden. Fernsprecher: Aut IV, Nr. 1983. 2004 sod Preßreform in Oestreich. dsisol Mittwoch, den 5. November 1902. " " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Es handelt sich hier um eine Frage von großer grundsäglicher Auch nach der Gegenprobe blieb das Reichstagsbureau zweifelhaft. Sein Ers Bedeutung. Das Geschwornengericht ist bei seiner jetzigen in die So mußte der Hammelsprung vorgenommen werden. Willkür der Behörde gestellten Zusammensetzung weit davon entfernt, gebnis war, daß 49 Abgeordnete der socialdemokratischen, freisinnigen Vor ein paar Jahren stand vor dem Wiener Bezirksgericht ein das Ideal eines unabhängigen und unparteiischen Gerichtshofes zu und nationalliberalen Fraktion durch die" Ja- Thüre" marschierten, Mann, dessen ganze Verteidigung in der Behauptung bestand, er sein. Es ist aber immer noch besser, wenn ein Richter während 85 Abgeordnete des Centrums und der Rechten durch die habe nicht das ihm zur Last gelegte geringfügige Delift begangen, von der Volksstimmung abhängig und von seiner Partei-„ Nein- Thüre" schritten. In aller Gile waren, bevor es zu dieſer sondern ein viel schwereres, für das er ungefähr ebensoviel Jahre richtung beeinflußt ist, als wenn er sich burch Ge- Probe tam, von der Majorität noch alle Mitglieder, die sich an Buchthaus verdiene, als der Richter nach der vorliegenden Anklage burt, Erziehung und amtliche Stellung im Bannkreise flassen- andren Stellen des Hauses aufhielten, herbeigeholt worden. Das Wochen Haft über ihn verhängen konnte. Dieser Mann, der es ein- staatlich- bureaukratischer Anschauungen befindet. Denn für die Haus war aber trotzdem nicht beschlußfähig, und die Sigung mußte dringlich beschwor, er sei kein harmloser Delinquent, sondern ein Presse ist die Kritik am Staate und an seinen Behörden immer der abgebrochen werden. Die Wut der Herren war nicht gering. ganz gefährlicher Verbrecher, war feineswegs ein entsprungener Toll- wichtigste Teil ihrer Thätigkeit. Gerade auf diesem Gebiete aber 3hr Born richtete fich gegen die Gewissenhaftigkeit des Präsidiums. häusler, sondern ein socialdemokratischer Agitator und zugleich ein urteilt der Bauer, der Kaufmann, der Fabrikbesizer immer noch un- Und das Bureau war zweifelhaft!" riefen fie nach Verkündigung gewiegter Jurist. Der eigentliche Zwed ſeiner scheinbar sehr selt- befangener als der staatlich angestellte Nichter. Trotz dem Palladium des Abstimmungsergebnisses. Sie übersahen ganz, daß ein Antrag famen Verteidigung war aber, dem Gerichtsstande des Berufs- seiner Unabsetzbarkeit bleibt der Berufsrichter immer noch ein An- auf namentliche Abstimmung über die Vertagung dasselbe Reſultat richters zu entgehen und vor die Geschwornen gestellt zu gestellter des Staates und es heißt einfach den Staat zum Richter ergeben hätte. Sobald das Kind in den Brunnen gefallen war, über sich selbst machen, wenn man über die Berechtigung jener eilten die Führer der Majorität ihn wieder zuzudecken. Eine Beit Jetzt, da dem öftreichischen Abgeordnetenhause ein neuer Pre B- Stritit, die an behördlichen Personen geübt wird, den Berufsrichter Lang war der Bostraum gefüllt von den Einpeitschern der Mehrheit, gesez Entwurf zur Beratung vorliegt, der alles enthält, was entscheiden läßt. bie nach allen Richtungen der Windrose au die Säumigen eine öftreichische Regierung an moderner Gefinmug aufzubringen Im Prozesse wider die Staatsbürger Beitung" hat bekanntlich telegraphierten. Schade um das schöne Geld! im stande ist, wird dieses alte vergessene Geschichtchen wieder aktuell. der Vorsitzende die Behauptung, ein Bürgermeister habe sich trefflich Die Kartelldebatte, die diesem Ende voranging, bot trotz ihres In Wien war es inzwischen unmodern geworden. Der alte Ruf der auf die Kunst verstanden, sich mißliebig zu machen, für eine Ve- akademischen Charakters einige interessante Momente. Daß Herr Geschwornen, Hüter der freien Meinungsäußerung zu sein, wurde leidigung erklärt. Es ist immerhin fraglich, ob fich Wiener Dr. Paasche im Gegensatz zu seinem Barteifreunde Heyl zu Herrnsgründlich zerstört durch eine Reihe von Breßprozessen, die von Geschworne, hätte es auch ihren" Bürgermeister betroffen, zu heim als Lobredner der Kartelle auftrat und in ihren Ausschreitungen chriftlichsocialen Gemeindegrößen gegen die Arbeiter- Zeitung" an einer solchen Feinfühligkeit des Urteils aufgeschwungen hätten! nur eine Kinderarbeit erblickte, wo doch ein Konstitutions gestrengt worden waren und eine geradezu schändliche Parteilichkeit Schwerfällig und langsam ist das alte Destreich darangegangen, fehler vorliegt, war freilich nicht auffällig. Wichtiger war schon, der ungelehrten Richter gezeitigt hatten. Mochte der gelehrte Richter sich vom Weichselzopfe seiner Breßgefeßgebung zu befreien, und fich daß Herr Gamp, der sehr start sonst in Mittelstandsretterei macht, noch so sehr so sehr vom bom Kastengeist und bom Gefühl der im allgemeinen auf das Niveau der norddeutschen Preßfreiheit" zu diese Maske hier abwarf und die mittelstandsfreffenden Kartelle für Abhängigkeit erfüllt fein, ſp fette das Geſetz und erheben. Was ist damit gewonnen? Die Einführung einer ge- eine absolute Notwendigkeit, für Kinder der Not erklärte. Sein feine juristische Ueberzeugung der Bethätigung seiner bürgerlichen mäßigten Kolportagefreiheit ist nicht viel mehr als die Bestätigung eines Geschwätz über die ethische Berechtigung der Schutzzoll- Politik Gesinnung doch an einem gewiffen Buntte feste Schranken. Ueber diese thatsächlichen Zustandes, der sich dem Gesetze zum Trotz durchgesetzt hat. schloß paffend mit einer Hymne auf die socialen WohlfahrtsSchranken aber jetzte sich der ungelehrte chriftlichsociale Richter ohne als wirklicher Gewinn bleibt die Beseitigung des objektiven bestrebungen der Laura- Hütte. Die Angaben darüber hat er sicher. weiteres hinweg. So begann man in Destreich eine Erfahrung zu Verfahrens, die Konfiskation von Druckschriften, die die Behörde lich von seinem Freunde und Nachbarn Herrn v. Kardorff bezogen. machen, die man hier in Deutschland vornehmlich in Meineids- bisher mit bloß vorgeschützten Gründen aus bloßer Zerstörungswut Von der Linken tamen Herr Dr. Pachnide, Herr Brömel Brozessen längst gemacht hat: daß nämlich das bureaukratische bewerkstelligen konnte. Dazu droht ein Zustand allgemein zu und von unsrer Fraktion Genosse Bebel zun Wort. Die beiden Raftengericht und das bürgerliche Klassengericht, der Schlla und werden, der durch jenes Histörchen, das wir einleitend erzählten, Redner der freisinnigen Vereinigung führten den eingehenden Nachder Charybdis zu vergleichen wären, und was der einen ausweiche, hinreichend gekennzeichnet wird. weis, daß das Kartellwesen auf das engste mit der Schutzoll der andern in den Rachen gerate, daß beide Gerichtsstände Infti Die Beleidigungsparagraphen des öftreichischen Strafgesetzes politit zusammenhängt und brachten eine Reihe von Beispielen für tutionen der kapitalistischen Klaffenjuftia feien. wollen ungefähr das werden, was in Sachsen der grobe Unfugs- die Preisschleuderei der Syndikate auf dem Weltmarkt, die durch Der neue Preßgefeß- Entwurf des Herrn v. Soerber hat sich paragraph ist. Mit ihnen will man alles faffen, was sonst nicht zu leberteuerung der inländischen Konsumenten ermöglicht werde. diese Stimmung zu muze gemacht. Während er einerseits in mancher fassen ist. Wo sie nicht ausreichen, soll durch besondere gesetzliche Bebel polemisierte gegen Herrn Gamp, der die allgemeine Beziehung mit dem alten Unrat aufräumt, das objektive Verfahren, Bestimmungen eine wohlthätige Ergänzung geschaffen werden. In Wehrpflicht und die Schulpflicht für eine Belastung der wie das Kolportageverbot ungefähr auf das Maß der deutschen Sachsen wird es bekanntlich als grober Unfug bestraft, wenn man deutschen Induſtrie erklärt und Die Versicherungs- Geset Gesetzgebung einschränkt, liefert er den Preßsünder dem Berufs- mitteilte, es sei von einer bestimmten Werkstatt wegen schwebender gebung wieder einmal zur Verteidigung der Schutzzollpolitik richter aus. Es ist ein Grundsatz der östreichischen Regierung. Differenzen Zuzug fernzuhalten". Der öftreichische Preßgefez- Antrag benutzt hatte. Treffend erwiderte unser Redner, daß Herr Gamp, von zwei llebeln immer dasjenige zu wählen, das für die Bevölkerung enthält eine Bestimmung, die Boykotterklärungen unter Strafe wenn ihm die allgemeine Wehrpflicht nicht gefalle, sich unsren Miliz das größere ist. Echt öftreichisch ist aber auch die Art, mit der stellt. anträgen anschließen möge. Die allgemeine Schulpflicht bedeute dieser neueste Fortschritt in Scene gefegt ward. Die Gerichts- Auch für die bescheidenen Verhältnisse unsres östlichen Europas eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Arbeiterschaft und barkeit der Geschwornen in Preßsachen, die bisher im weitesten tommt Destreich selten in die Lage, andren als Vorbild dienen zu ermögliche eine Entwicklung der Industrie. Ein großes Stüd Umfange bestanden hat, bleibt dem Anschein nach auch weiterhin tönnen. Herr v. Koerber, der seinen Preßgefeßentwurf fast der socialen Gesetzgebung würden die deutschen Arbeiter gern fast unbeschränkt bestehen. Alle Meinungsäußerungen, die ein Ver- dreißig Jahre nach der Entstehung des deutschen verfaßte, hat keinen hingeben, wenn sie die Preß-, Vereins- und Koalitionsfreiheit brechen oder ein Vergehen enthalten sollen, unterstehen auch weiterhin Ehrgeiz befundet, auch einmal an der Spige der Civilisation zu befäßen, die in unsren Konkurrenzländern vorhanden ist. Eingehend ihrem Urteil. Die Ehrenbeleidigungen aber werden zur marschieren. Dazu hätte mum freilich auch eine eingreifende Revision schilderte Bebel die Begünstigung des Kartellwesens durch die Eisengeringsten Kategorie von Gesegesverlegungen, die das östreichische jenes Teils des öftreichischen Strafgesetzes gehört, der sich mit den bahntarifpolitik Preußens und die Schädigung der VerarbeitungsStrafgesek tennt, zu lebertretungen gemacht und den gesogenannten Meinungsdelikten beschäftigt. Hochverrat begeht, wer industrien durch die Preispolitik der die Nohftstoffe und Halblehrten Einzelrichtern der Bezirksgerichte überantwortet. is etwas unternimmt", das Vergehen der Störung der öffentlichen fabrikate erzeugenden Verkaufsvereinigungen auf dem WeltEs war nun in Destreich schon bisher eine beliebte, wenn auch Ruhe und Ordnung, wer zum Haffe und zur Verachtung aufreizt", marft. Bum Schluß erörterte er die Wirkung dieser mächtigen nicht immer anwendbare Praris aller Beleidigten, die das Schwur Majestätsbeleidigung, wer die Ehrfurcht( 1) gegen den Kaiser ver- fapitalistischen Organisationen auf die Arbeiterbewegung und forderte gericht scheuten, zu behaupten, sie wären nicht beleidigt, sondern legt. Daran wird nun freilich bis auf weiteres nichts zu ändern eine gewerkschaftliche Zwangsorganisation der in Kartellen be„ beschimpft" worden und eine solche Beschimpfung" gehöre als fein. Die Gefahren dieser ungeheuerlichen Gesetzesbestimmungen schäftigten Arbeiter. 01 " " Politifche Ueberlicht. Berlin, den 4. November. Eine neue Blamage Freie Rechtspflege. Wir hatten nach dem Trakehner Schulprozeß darauf aufmerksam gemacht, daß die Beleidiger zwar mit einer gelinden Geldstrafe davon gekommen seien, daß ihnen aber durch die großen Gerichtskosten, die sie zu tragen hätten, der wirtschaftliche Ruin drohte. Uebertretung vor das Bezirksgericht. Dieser Weg erschien immer für die Presse sind zudem gering, so lange die Rechtsprechung Die Debatte, an der sich auch der Handelsminister Möller man mag den Schwurgerichten noch so viel lebles nachsagen- be- über diese schweren" Delifte der Jury verbleibt. Sicherlich werden mit einer furzen, nichtssagenden Berichtigung und der Hauptmann quemer, billiger und sicherer. Wird der östreichische Regierungs- die Genoffen im öftreichischen Reichsrat allen, die um die Freiheit der Kartelle" Herr Dr. Beumer mit einer längeren Rede beteiligten, entwurf Gesez, dann wird jede Behörde vor den Angriffen der der Presse besorgt sind, zu Danke arbeiten, wenn sie jedem weiteren wird Mittwoch fortgesetzt werden. Bresse Schutz beim mehr gelehrigen als gelehrten Berufsrichter Eindringen des Berufsrichtertums in die Rechtsprechung über Preßfuchen dürfen und finden können. vergehen mit dem denkbar zähesten Widerstand begegnen werden, Die Verteidiger dieser reaktionären Reform berufen sich mit woran es denn besonders nach Austerlig' überzeugenden AusVorliebe auf die norddeutschen Rechtsverhältnisse, die bekanntlich führungen gewiß nicht fehlen wird! it and mined its dem Berufsrichter einen noch viel weiteren Raum der Bethätigung i un dzim eröffnen. Aber auch manche ihrer Gegner, wie Friz Austerlit in seiner jüngst erschienenen Broschüre Breßfreiheit und Breßrecht"( Wien 1902, Verlag der Wiener Wolfsbuchhandlung) Es wird nun mitgeteilt, daß diese Kosten sich auf 12.000 bekunden immer noch der Preßfreiheit wie in Preußen" bis 20 000 Mart belaufen. Die bürgerliche Presse ist entsetzt gegenüber einen gewissen Respekt. So rühmt Auſterlig, wie einem darüber, daß Personen, die eine gute Sache vertreten haben die Rechtswohlthat des§ 193( Wahrung berechtigter Interessen) in baben sich die Wucherparteien bereits wieder in der Dienstags- und aus rein formalen Gründen mit einer kleinen GeldDeutschland genommen würde und beruft sich dabei auf eine Klage Sigung des Seichstags geholt. Die in jedem Betracht unfähige ftrafe bestraft wurden, nur wegen des Zufalls der VerNormann- Schumanns gegen das Berliner Tageblatt", wegen der Mehrheit hatte am vorigen Donnerstag ein erhebliches Maß fitt urteilung mit fo ungeheuren Kosten belastet werden können. Berfasserschaft der Hunnenbriefe. Das Schöffengericht hatte damals licher Entrüftung gegen den Antrag der Opposition aufgebracht, die Man weiß aber feinen andren Rat als die Niederschlagung im Juni dieses Jahres, erkannt, daß sich die Interessen des An- aussichtslose Weiterberatung des Zolltarifs abzubrechen. Man hätte der Kosten auf dem Gnadenwege. geflagten mit den Interessen jedes einzelnen Deutschen und der erwarten dürfen, daß die Herren angesichts der tönenden Erklärungen In Wahrheit ist der Fall ein Klassisches Schulbeispiel für Deutschen Nation" deckten. Gleichzeitig aber beinahe wurde ein Re- ihrer Führer wenigstens so viel Ernst und Eifer an den Tag legen die socialdemokratische Forderung freier Rechtspflege, ohne datteur des„ Vorwärts" im legten feiner berühmten Hunnenbrief- würden, daß fie für ein beschlußfähiges Haus nach der furzen die der durch das Interesse der ganzen Gesellschaft geforderte prozeffe zu schwerer Freiheitsstrafe verurteilt, obwohl die Aufdeckung Bause forgen würden. Wie aber sah es am Dienstag aus? Auf Kampf ums Recht zu einem Privileg der Reichen wird, der im Chinafeldzuge verübten Thaten allenfalls auch im Interesse den Bänken der Rechten und des Centrums waren während der während die Befihlosen zum schweigenden Dulden aller Unbill, jedes einzelnen Deutschen und der deutschen Ration" gelegen war. ganzen Sigung nur wenige Herren sichtbar, auch von den National zur Wehrlosigkeit oder wenn sie es dennoch wagen Außerdem ist es bekannt, daß die neuere erzreaktionäre Rechts- liberalen fehlten die meisten. Es hätte für die Linke wirklich eine Ueber zum wirtschaftlichen Zusammenbruch berurteilt werden. auslegung des deutschen Reichsgerichts nur die Intereffen für be- treibung der Gutmütigkeit bedeutet, wenn sie nicht für die öffent Die amerikanischen Neuwahlen. rechtigt" hält, die persönlicher Natur find, während die Ver- liche Konstatierung dieser Thatsache gesorgt hätte. So tam Dienstag, bie tretung idealer Interessen nicht unter den Schutz des§ 193 denn nach fünfstündiger Debatte über die Kartelle ein Bertagungs In den Bereinigten Staaten fanden heute, fallen. antrag, der um so berechtigter war, als die in legter Beit üblich Wahlen zum Kongreß statt, durch die in 42 von 45 Staaten Das mur nebenbei. Im ganzen wird die Abneigung, die geworbene übertriebene Ausdehnung der Sigungen auf die Dauer drei Staaten haben die Wahlen bereits im Herbst vollzogen Austerlitz gegenüber Berufsrichtern bekundet, wohl begründet, durch die Leistungsfähigkeit des Parlaments nur herabsetzen kann. Und die Mitglieder des Repräsentantenhauses neu zu wählen sind, die überreichen Erfahrungen, die wir in Norddeutschland mit misren diese Zumutung der Mehrheitsparteien ist um so unerhörter, als während für den Senat ein Drittel der auf 6 Jahre erwählten Breßrichtern gemacht haben. Rönnten nach dem öftreichischen sie selbst nicht anwesend sind und die überanstrengende Arbeit der 90 Senatoren, zimächst durch die Wahl von Staatslegislatoren, zu Entwurf auch nicht ein, zwei und dreijährige Gefängnisstrafen von Minderheit überlassen. Bei der Abstimmung war es in der erneuern ist. Ferner findet in einer Reihe von Bundesstaaten die gelehrten Richtern über Preßsünder verhängt werden, so würde man That um so zweifelhafter, ob die Mehrheit oder die Minderheit sich Wahl von Gouverneuren, Nichtern usw. statt. Infolge der letzten durch die Masse der Urteile die mangelnde Schwere der einzelnen für den Antrag erhoben hatte, als fast alle Nationalliberalen Volkszählung im Jahre 1900 werden statt der bisherigen 357 MitBestrafungen wohl wieder wettmachen. unter Führung Bassermanns für den Vertagungsantrag stimmten. Iglieder des Repräsentantenhauses deren 386 zu wählen sein. " lieber den Ausgang der Wahl lassen sich nur schwer Vermutungen anstellen. Trotzdem iin Repräsentantenhaus die Majorität der Republikaner nur aus 38 Stimmen besteht, also eine'relativ ge- ringe ist, ist es doch das wahrscheinlichste, daß die Republikaner eine wenn auch reducierte Mehrheit behalten. Im Senat, wo jetzt b4 Republikanern, 30 Demokraten und' vier Populisten und Un- abhängige gegenüber stehen, ist die republikanische Mehrheit absolut ungefährdet. Bei der Wahl hat der Kampf gegen die Trusts und den Imperialismus die bedeutendste Rolle gespielt. Die dreisten Anmaßungen der Kapitalmagnaten, die durch die Hochschutzzöllnerische Politik begünstigt wurden, und die schliinmen Erfahrungen der kolonialpolitischen Abenteuer in Asien und Mittelamerika haben viel Erbitterung hervorgerufen. Die Agitation, die von den Demokraten dagegen geführt worden ist, war jedoch nicht allzu ernst geineint, so daß ein Sieg der demokratischen Partei schwerlich einen ernstlichen Bruch damit bedeuten wiirde. Das wissen auch die Wählerinassen und deshalb dürfte die Agitation kaum eine Niederlage der nun seit zehn Jahren am Ruder befindlichen republikanischen Partei herbei- führen. Präsident Roosevelt, der aus dieser Partei hervor- gegaitgen ist, hat zudem nach Kräften dazu beigetragen, mit dem Ansturm der Republikaner die Spitze abzubrechen. In unzähligen Reden hat er ja gesetzgeberische Maßnahmen gegen die Ausschreitungen des Trustwesens angekündigt. Er hat ferner zur Beschlvichtiguitg der Unzuftiedenheit mit dem Hochschutzzoll den Vorschlag gemacht, die Frage der Sievision des Zolltarifs einer aus beiden Parteien zusamniengesetzteit Kommission zu unterbreiten, durch welchen taktischen Zug er die Frage bei dem Wahlkampf möglichst auszuschalten be- absichtigte. Schließlich haben ihn die Rücksichten auf die Wahlen bewogen, den pennsylvanischen Kohlenarbeiterstreik, der die Massen gegen die Trusts und das republikanische Großkapital erbittert hatte, durch Einsetzung des Schiedsgerichts zu schlichten. Dieser Akt hat insofern wenigstens völlig den be- absichtigten Erfolg gehabt, als die Bergarbeiter fich bereits als die Sieger betrachten, die dem koalierten Kapital eine Nieder- läge beigebracht haben— als ob die Kapitalisten nicht selbst schon aus Wahlrücksichten den Rooseveltschen Vorschlag mit beiden Händen hätten ergreifen müssen. Die amerikanischen Arbeiter haben leider ein kurzes Gedächtnis, sonst hätten sie wissen müssen, daß eine momentane Nachgiebigkeit des republikanischeii Unternehmertums stets gerade dann zu verzeichnen war, wenn Wahlen bevorstanden. Nach alledem ist wohl ein Anwachsen der demokratischen Mandate, schwerlich aber eine demokrattsche Majorität zu erwarten. Die bessere Organisatton der Republikaner, ihre Beherrschung der Presse und ihre unerschöpflichen Geldmittel, die bei amerkanischen Wahlkämpfen bekaimtlich eine ungemeine Rolle spielen, werden ihnen einstweilen noch die Majorität sichern. Außerdem wäre es den Demokraten nicht einmal besonders erwünscht, jetzt eine Majorität zu erringen, da sie der Ansicht sind, daß sie sich bei der nächsten Präsidentenwahl in einer günsttgen Sittiatton be- finden, wenn ihnen für die Handlungen des Regicrungsapparates, der vorläufig doch in republikanischen Händen verbleiben würde, nicht einmal eine formale Verantwortung aufgebürdet werden könnte.— •• DcutTchcö Reich. Prinzengefühle 1848. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm, nachmaliger Kaiser Friedrich III., gilt bei der Bourgeoisie als ein Ausbund von freiheit- licher Gesinnung, weil er es liebte, dem bekannten Kronprinzen- Liberalismus zu huldigen, so lange er nicht in der Macht war. Unter welchen erzieherischen Einflüssen aber auch dieser Hohenzoller herangewachsen ist, davon zeugt ein soeben in der „Deutschen Rundschau" veröffentlichter recht interessanter Brief des Prinzen Friedrich Wilhelm, den er unmittelvar nach den Märztagen 1848 an einen Freund geschrieben. Der Prinz war damals kein Kind mehr, als Jüngling von 17 Jahren hätte er wohl bei dieser Gelegenheit eine freiere und größere Auffassung verraten können, als sie in diesem Angsterzcugnis engsten dynastischen Familien- interesses zu Tage tritt. Der Brief lautet: Potsdam, den 22. März 1848. Lieber guter Baeyerl Diesen Augenblick erhielt Deinen lieben Brief, den ersten, seitdem ich Berlin verlassen! Wie mir jetzt zu Mute ist. kannst Du Dir denken. Was ich seit dem Sonnabend bis heute erlebt habe, hat mich um viele Jahre älter gemacht, und ich muß gestehen, das alles scheint mir jetzt ein böser Traum zu sein. Die furchtbaren Scenen des Sonntags und die heldenmütigen Truppen am Sonnabend, das ich alles vom Schlosse aus gesehen, brauche ich Dir nicht zu erzählen: Du weißt es ebenso gut, wenn nicht hesser als ich. Als ich aber Berlin verließ Sonntagabend um 7 Uhr, und aus dem Schloß durch die Bürgergarden ging, blutete mein Herz. Zum Glück fand ich noch in den meisten Fluren Soldaten, was mir noch ein beruhigender Anblick war. Vielfache Beweise von Anhänglichkeit seitens der Offiziere wurden mir noch erwiesen, bis ich in unserm Wagen die Linden herunter nach dem Hause des Major Oelrichs in der Potsdamerstraße fuhr. Mit mir war noch meine Schwester; meine Eltern blieben noch beim König. Wir fuhren dann nach Potsdam und sind vor der Hand sicher. Den Abend dachte ich zu träumen; den schauderhaft entsetzlichen Anblick der Leichenprozession! Und der Ausmarsch der Truppen aus dem Schloß, wo auf einmal daseslbe fast unverthcidigt war, war ganz schrecklich. Und was für eine Erniedrigung für unsern teuren König und die arme, kranke Königin, vom Volke gefordert, auf dem Balkon die greulichen Leichen, unter Geheul, Geschrei und Drohungen ansehen zu müssen. Diese Geschichte ist mir fürchterlich, und nie mag ich wieder den Schloß- Hof betreten. Ueberhaupt, Berlin ist mir auf ewig zuwider! Sonnabend war ich von 4 Uhr ungefähr an bis Mitternacht auf dem Schloß, wo auf einmal dasselbe fast unverteidigt war, war baten angesehen. Mit welcher Tapferkeit die sich geschlagen haben, dafür können Worte nicht hinreichen. Gott sei Tank find im Verhältnis mit der Canaille wenig geblieben; jede Nachricht von einem Verwundeten war mir schrecklich. Dies war der erste mörderische Kampf, dem ich beiwohnte; nun kann ich in die Schlacht gehen, und der Anblick wird mir nicht neu sein. Sonntag ist der gräßlichste Tag meines Lebens bis jetzt gewesen. Als ich den Morgen unser Haus verließ und nach dem Schloß fuhr, sagte mir eine Sttmme: Du kommst fürs Erste nicht wieder! Und wie steht's! Meine meisten Sachen waren schon und sind in Sicherheit, vieles auch schon in meinen Händen. Von dem Augenblick an, wo ich das Schloß betrat und viele Offiziere meines Regiments mir in der tiefsten Rührung die Hand drückten, bis ich wieder abends fort fuhr, hörte das furchtbare Geschrei nicht auf und tönt mir die Nacht noch lange stets in den Ohren. Meine armen Eltern sind wohl und in Sicherheit. Papa geht nach England im Auftrage des Königs, flieht aber nicht.(Er„ging" bekanntlich als Kaufmann Lehmann verkleidet bei Nacht und Nebel davon. Red. d.„V.") Ich habe beide gesehen. In Potsdam ist alles in der größten Ruhe und Sicherheit. Die hiesige Schutzkommission benimmt fich muster- hast. Meine andern jüngeren Verwandten, mit Ausnahme meines Vetters Friedrich Karl und meiner Schwester, sind in Sicherheit, aber nicht mit uns. Die arme Charlotte ist außer sich und fast durch ein Wunder entkommen. Wann wird ihre Ein- segnung stattfinden Minen?! Und die meinige? Gott allein weiß es. Ich habe aber den Mut noch lange nicht verloren. Auf Gott vertraue ich; er wirds wohl machen. Für heute muß ich schließen. Ich habe Dir so ausführlich wie möglich alles erzählt. was mir gerade durchs Herz ging, aber entsetzlich gekritzelt. Ich hoffe. Du wirst es aber lesen können. Daß Du jetzt so froh bist und das Vorgefallene vergißt, ist erklärlich bei der jetzigen Auf- regung. Ich aber kann nicht froh sein, erkenne aber gehorsam die neuen Maßregeln des Königs an, die gewiß mit Gottes Hilfe segnend sein werden. Lange, lange wird es währen, ehe ich wieder froh sein kann! So bald seht Ihr mich nicht in Berlin. Nun lebe wohl! Verzeihe die schlechte Hand und grüße alle Freunde aufs herzlichste. Sage ihnen, sowie auch unsern Lehrern, daß ich stets an alle dächte, in Sicherheit wäre und auf Gott in allen Dingen vertraute, und das schwere Unglück, das über uns ausgebrochen, als von Gott kommend mit Mut und Fassung trüge. Teile den Freunden aus dem Briefe mit Vorsicht mit, was Dir gut dünkt, nichts oder alles; ich überlasse es Dir. Betet alle für uns, so wie ich es für Euch thue. Gott segne Euch alle und gebe, daß wir uns recht bald wiedersehen II Dein ewig treuer Freund Friedrich Wilhelm. Ich bitte Dich nm GotteS willen, nimm Dich mit diesem Brief in acht und hüte Dich, ihn jemand zu zeigen. Teile lieber mündlich daraus mit, was über unser Schicksal beruhigen kann, nicht aber, was ich von Gedanken ausspreche. Glaubst Tu, den Brief nicht wohl verbergen zu können, so verbrenne ihn. Nie- mand darf ihn lesen, wenn nichr Schellhach, den ich übrigens schon gesehen und ausführlich gesprochen habe, und unrer vier Augen, denn glaube mir wahrhaftig; es steckt alles voller Spione und Emissäre, daß man sich mit jedem Wort in acht nehmen muß! Ich weiß es zu genau! Nimm Dich nur selbst recht in. acht II Nun lebe wohl'und denke an Vorsicht in allen Dingen. F. W. In diesem Brief ist besonders charakteristisch die tolle, wahn- finnige Angst, die das Heldenblut des Jünglings erfaßt hat.„Nur sich in Sicherheit bringen"— der eine Gedanke nur beherrscht ihn. Er mahnt den Freund eindringlich, mit dem Brief vorsichtig um- zugehen; denn alles steckt voll Spionen, und er fürchtet für seine Person das Schlimmste, wenn der Hcrzenserguß der„Canaille" be- kannt wird. Als Canaille empfindet auch der Prinz das revolutionäre Volk von 1843. Die Opfer der Soldateska sind für ihn„greuliche Leichen". Nur eines bereitet ihm einigen Trost, daß von den Soldaten weniger gefallen sind als von den Bürgern. Man braucht nicht von der proletarischen Weltanschauung er- füllt sein, selbst dem mattesten Liberalismus mutz es Anstoß er- regen, wie kleinlich ein jugendliches Gemüt, dem man doch einige stürmische Wallungen zutrauen sollte, welthistorische Ereignisse be- jammert. Das ärmlichste Philistertum ist anscheinend auch in Schlössern wohl zu Hause.— Die„elende Flottenpolitik". In seiner„Agrarkorrespondenz" bekennt sich ein Herr Edmund Klapper als Urheber des Versuchs, Centtums-Abgeordnete gegen die„elende Flottenpolitik" zu schärfen. Herr Klapper erzählt, er habe im Frühjahr 1900 mit Dr. Heim einen Briefwechsel geführt; er habe versucht, eine Konferenz politischer Persönlichkeiten herbeizuführen, deren Ziel sein sollte, bei der Ver- Handlung über das Flottengesetz von der Regierung sichere Ver- fprechungen eines wirksamen Schutzes für die Landwirtschaft zu er- halten. Herr Klapper giebt nicht ausdrücklich zu, das Wort von der „elenden Flottenpolitik gebraucht zu haben, aber, da er es nicht be- ftteitct, bestättgt er die interessante Mitteilung des Dr. Heim. Herr Klapper sagt auch deutlich, daß er noch heute dieselbe Meinuug über diejenige Flottenpolitik hegt, die das Wohlergehen Deutschlands auf dem Wasser sucht. Da die„Agrarkorrespondenz" des Herrn Klapper nichts ist als ein Anhängsel des Bündlerttuns, so hat Dr. Heim durch seine Mitteilung die Bündlerpolitik mit scharfem Pfeil getroffen, jene Politik der hinterhälttgen Jnttiguen. die über die„gräuliche Flotte" und über die„elende Flottenpolitik" insgeheim schmäht und wühlt, aber vor der parlamentarischen Oeffentlichkeit sich feig dem Flotteiikurs unterwirft, um nickst an hoher Stelle anzustoßen. Herr Klapper übt fteilich für das enthüllte Bündlertmn auch am verräterischen Centtum einige Rache, indem er erklärt, daß er „eher als ein Scharfmacher des Centrums" gelten könne, wie man„aus meinen von der Centrumspresse, stets un- entgeltliS. recht gern benützten agrarpolitischen Arttkeln ganz gut erfehen kann". Die Heimsche Mitteilung von der„elenden Flotten- Politik" der Bündler ist nicht interessanter als die Klappersche Er- Zählung von der Centtumspresse, die sich durch Herrn Klapper, den Flottenfeind und extremsten aller Agrarier, scharf machen läßt.— Gegen die Flcischnvt hat nun auch die Handelskammer in Düsseldorf Stellung genommen. In ihrer letzten Sitzung beschloß die Kammer: „Die Handelskammer beschließt, bei dem Herrn Reichskanzler zu beanttagen, nach Düsseldorf die Einfuhr einer nach den Be- schlüssen der Stadtverordneten-Versammlung bemessenen Zahl von Schweinen(300 Stück wöchentlich) unter den nötigen Vorsichts- matzregeln zum Schutze gegen Seuchen zu gestatte»." Ausschlaggebend für den Beschluß war die vom statistischen Amte gemachte Feststellung, daß trotzdem in Düsseldorf im letzten Halbjahr über drei Millionen fremde Ansstellungsbesucher mit einen: starken Fleischverbrauch aufgetteten sind, der Verbrauch an Schweinefieisch, der 1899 aus den Kopf der mittleren Bevölkerung noch 22,28 Kilogramm betrug, auf 17,02 Kilogramm im Halbjahr 1902 gesunken ist. Es wurde ferner darauf hin- gewiesen, daß in den ersten neun Monaten 1902, verglichen mit der gleichen Zeit der Vorjahre, die Einfiihr von Schweinen abermals gesunken ist, sie betrug 1901: 57 146 Stück, 1902: 53 949 Stück, das macht 3197 Stück weniger. Auch die Einfuhr von Schafen ist, entgegen den Behauptungen des Landwirtschaftsministers auf der Provinzial-Tierschau in Düsseldorf, zurückgegangen in der erwähnten Zeit(1901: 142 336 Stück, 1902: 119 223 Stück, also 24113 Stück weniger). Eine Fleischnot aber giebt es nicht, sagen die Fleischwucherer und helfen obendrein, dem Volke das ttockene Schwarzbrot ver- teuer».— Die Finanzmisere der Einzelstaaten. Die Etats aller Einzel- stallten verraten die ttefen Spuren des Jammers der Reichsfinanzen. So wird auch in der Begründung zuni Voranschlag des Etats ftir das Herzogttim Oldenburg auf die ungünstigen Wirkungen der Reichsfinauzklemme hingewiesen. Falls sich die Verhältnisse des Reichs gegenüber den Einzelstaaten nicht erheblich günstiger gestalten follten, werde man wohl nicht umhin können, die Erschließung neuer Einna hm e q u e l l e n in Erwägung zu zicheu. Wenn letzteres nicht schon jetzt geschehen sei, so habe das vor allem seinen Grund darin, daß zunächst Klarheit darüber bestehen mutz, wie es mit der Zollgesetzgebung oder einer sogenannten Reichs- Finanzreforin werden wird. Auch diese Ausführungen bestättgen unsre Ansicht, daß das Interesse der Reichsrcgierung an den Wucherzöllen lediglich fis- kali scher Natur ist. Die höheren Zölle sollen die Bankrott- Wirtschaft des Reiches, die ins Blane hinein ungeheure Summen für Heer, Flotte und Wcltpolittk verpuffte, vor dem Zusammenbruch retten. Das ist aber nur ein Grund mehr, diesen Zollgewinn zu verhindern, der nur zu neuen Ausgaben für kulturfeindliche Zwecke anreizen würde. Es ist ganz gut, daß jetzt die Einzelstaaten die Folgen ihrer Nachgiebigkeit im Bundesrat am eignen Beutel spüren. Hier liegt noch das einzige Eleinent der Hemmung I— Die agrarische Bertretung der Industrie, wie sie für den industtiell entwickeltsten Staat, Sachsen, dank einem tollen Wahlgesetz möglich geworden ist, bringt die Industriellen Sachsens allmählich zum Bewußtsein ihrer Lage. So hat dieser Tage die General- versa nimlung des Verbandes sächsischer In- dustrieller in Dresden eine scharfe Resolution gegen die agrarische Landtagsmehrheit gefaßt. Es wurde darin bedauert, daß die Interessen der sächsischen Industriellen, Handel- und Gewerbetteibendcn in den beiden sächsischen Ständekanmiern)o wenig nachdrücklich zur Gelttmg kommen. Die jetzige Zusammensetzung beider Kamniern sei den wirtschaftlichen Verhältnissen Sachsens nicht entsprechend. Es solle baldigst ein Gesetzentwurf borgelegt werden betreffs Neueinteilung der Landtags-Wahlkreise in Sachsen auf Grund der neueren Ergebnisse in Bezug ans Bevölkerung und Steuer» leistung der Sradt- und Landkreise. Der Staatsstreich der Wahlenttechtung rächt sich jetzt an den Thätern selbst. Natürlich wollen die Industriellen kein volksmäßiges Wahlrecht, sondern nur ein so ausgeklügeltes System, daß es auch den Industriellen zur politischen Mitwirkung verhilft. Deshalb legen sie, wie die Freisinnigen in Preußen, das Hauptgewicht auf eine„gerechte" Einteilung der Wahlkreise.— Zu der Affaire Baltrusch. Ueber jene ungeheuerliche Soldaten- Mißhandlung in Gumbinnen, die die„Ostdeutiche Volkszeitung" zur Kenntnis der Oeffentlichkeit gebracht hat, weiß die„Königsberger Hartungsche Zeinnig" auf Grund von Informationen an zuständiger Stelle mitzuteilen, daß das Kriegsgericht der zweiten Division die Vorgänge mit denen der Tod des Baltrusch im Zusammenhange steht, eingehend untersucht hat, daß dieses Gericht in Gumbinnen getagt hat und daft die Beteiligten frei- g e s p r o ch e n sind, weil sie sich in der Notwehr be- funden haben. Weitere Aufklärungen in dieser Sache dürften demnach kaum ausbleiben.— Professor und Oberst. Der Rostocker Professor Binder hatte fich vor der dortigen Sttafkammer zu verantworten, weil er seine geistigen Waffen in Gestalt eines Revolvers gegen den Oberst v. Paczensky losgeknallt hatte. Das Duell verlief unblutig, besonders deshalb, weil ein Re- volver unbrauchbar war; der Herr Professor meinte darum, es könne eigentlich mir von einem versuchten Zweikampfe die Rede sein. Der Angeklagte, der über die Ursachen des Ehrenhandels Aus- kunft gab, entwarf folgendes liebliche Sittenbild aus der höheren Gesellichaft. Der Professor erzählt: Ich verkehrte im Jahre 1900 sehr intensiv in der Familie deS Obersten v. Paczensky. Später brach ich den Berkehr ab aus mancherlei Ursachen, über die ich aus Gründen der Delikateste nnch nicht äußern möchte. Von diesem Zeitpuntte an begann die Frau des Obersten gegen mich zu inttigieren. Nachdem ich sie nutzlos gewarnt, schrieb ich dem Obersten einen Brief, auf den er, wenn er ein Mami von Ehre gewesen wäre, nur niit einer Forderung hätte ant- >v o r t e n können. Statt dessen suchte mich der>elbe auf und bat mich unter Thränen, ich möchte doch wieder die alten Beziehungen zu seiner Familie aufnehmen, was ich jedoch nicht that. Ich habe mich dann später verheiratet. Nun verbreitete die Frau des Oberst das Gerücht, ich sei von ihrem Manne raus- geschmissen worden. Wenn aber einer von uns beiden raus- geschmissen wurde, so konnte das nur der Oberst gewesen fein. Ich schrieb der Frau des Obersten einen Brief, worin ich ihren Mann einen Feigling nannte. Auf seine Forderung hin wandte ich mich an daS Ehrengericht der Offiziere, weil ich den Obersten nicht mehr für s a ti s f a k t i o n s fähig hielt. Von den: General v. Muff erhielt ich die Antwort, daß gegen v. Paczensky ehrengerichtlich vorgegangen werden würde, daß ich mir aber den Vorwurf der Feigheit zuziehen könnte, wenn ich seine Forde- rung nicht annehmen würde. Der delikate Professor nahm vom Gericht 6 Monate FestungS» Haft in Empfang.— Husland. Englische Zoltunions-Bestrcbnngen. In London wurden heute die Besschlüsse, welche die kürzlich hier stattgehabte Konferenz v o n Mitgliedern der Reichs- r e g i e r u n g und M i n i st e r n der Kolonien gefaßt hat, amtlilb veröffentlicht. Die Rcsolutton betteffend Bevor- zugung im Handel zwischen den verschiedenen Teilen des Reiches erklärt es für wünschenswert, daß die Kolonien der britischen Einfuhr eine wesentliche Vor» zugs-Behandlung gewähren und fordert die Reichs- regiernng auf, den Kolonien Vorzugsbehandlung durch Befteiunng von den jetzigen oder künftigen Zöllen oder durch Herab- setznng derselben zuzugestehen. Die Premierminister der Kolonien haben es auf sich genommen, den Parlamenten der betreffenden Kolonien zu empfehlen, der britischen Einfuhr folgende Vorzugsrechte zu gewähren: Kanada soll die bestehende Bevorzugung« m 33'. j, Prozent gewähr e n nebst einer weiteren Vorzngsbehandlung für ausgewählte Artikel durch Ermäßigung von Zöllen zu Gunsten Englands, durch Erhöhung von Zöllen auf fremde Einfuhr oder durch Einführung von Zöllen auf gewisse jetzt zollfreie ausländische Waren. Neuseeland soll eine allgemeine Bevorzugung um 10 Prozent zu Gunsten britischer Fabrikate oder eine gleichwerttge Vergünsttgung für ausgewählte Artikel, wie es für Kanada geplant ist, bewilligen. Die Kap» kolonie und Natal sollen britischen Waren eine Ver- günstig ung von 25 Prozent durch Erhöhung der Zolle auf ausländische Waren zugestehen. Eine andre Resolution verlangt den Ausschluß der fremden Schiffahrt vom Verkehr zwischen den verschiedenen Teilen des Reiches und vom Küsten verkehr, und zwar gegen die Länder. die in ähnlicher Weise die britische Schiffahrt ausschließen. Was Australien bettifft, ist Wesen und Umfang der Vorzugsbehandlung noch nicht f e st g e st e l l t. Die Konferenzbeschlüsse sind demnach recht dürftig ausgefallen: Kanada soll seine dem englischen Mutterland eingeräumten Vorzugs- zolle noch etwas erweitern, Neuseeland eine allgemeine Reduktion von 10 Proz. gewähren oder, ähnlich wie Kanada, auf einzelne ausgewählte Artikel 33 Vz Prozent Ermäßigung eintreten lassen, während die Kapkolonie und Natal die englischen Waren um 25 Proz. günstiger stellen sollen, als nichtenglische Erzeugnisse. Dennoch erscheint trotz der Geringfügigkeit dieser Zollkonzessionen noch recht ftaglich, ob die Parlamente der genannten Kolonien die vorläufigen Abmachungen ihrer Minister genehmigen werden. In Kanada sind die Sympathien ftir eine Art Zollunion mit England noch am größten, wie denn auch diese Kolonie mit der Gewährung von Vorzugszöllen an Großbritannien den Anfang gemacht hat, doch hat entschieden in letzter Zeit die kanadische Partei, die im wirtschaftlichen Anschluß an die Vereinigten Staaten das Heil für die Zukunft sieht, an Boden gewonnen. Und noch geringer sind die Aussichten für die Erlangung größerer Zoll- Vergünstigungen auf Neuseeland und vor allem dem australischen Festlande, dessen Osten mit allen Mitteln dahin strebt, eine eigne. einheimische Industrie großzuziehen.•— Schweiz. Nittionalrats-Stichwahlen. Zürich, 3. November.(Eig. Ber.) Die gestern in Basel, B u r g d o r f und Neuenburg statt- gefundenen Sttchwahlen. an denen socialdemokratische Kandidaten be- teiligt waren, brachten uns nur in Basel einen Sieg, indem daselbst Genosse Dr. Brüstlein, Advokat in Bern, der aber ein Basler ist, gewählt wurde. Er erhielt von den 6 Gewählten mit 3759 fast die geringste Stimmenzahl, noch weniger erhielt der Freisinnige Dr. Zoller mit 3463 Sttmmen. Unser Genosse Arnold er- hielt 2375 Sttmmen, so daß auf Dr. Brüstlein ca. 1400 bürgerliche Stimmen gefallen sind. Gewählt sind mm- mehr in Basel 2 Konservattve, 3 Freisinnige und 1 Socialdemokrat. Die socialdemokratische Partei hat damit den ihr durch den Rücktritt des Genossen Wullschleger verloren gegangene» Sitz wieder zurück- erobert und ist damit die Zahl der bisher gewählten socialdemo- kratischen Nattonalräte auf 6 gestiegen. In Burgdorf erhielt unser Genosse Müller- Bern, der auf der socialdemokratisch- konservativen Kompromißliste stand, 4170 gegen 7615 Sttmmen des siegreichen Gegenkandidaten. Zweifellos hat ein Teil der Konservativen sich an das Kompromiß nicht gehalten und seine Stimme dein Freisinnigen gegeben. In Neuenbürg unterlag unser Genosse Schweizer. Die weiteren Sttchwahlen finden am nächsten Somitag statt.— Frankreich. Vom französischen Bergarbeiterstreit. Die Unterhandlungen, welche zwischen den Vertretern der Unternehmer und der Bergleute des Departements du Nord in Lille stattgefunden haben, endigten mit fast dem gleichen Resultat, wie die im Pas- de- Calais, über die wir gestern ausführlich berichtet haben. Auch hier weigerten sich die Unternehmer, die Forderung des Minimallohnes dem Schiedsamt mit zu unterbreiten. Im übrigen erklärten sie sich bereit, Schiedsrichter zu ernennen. * Paris, 4. November. Gestern abend fand eine Konferenz zwischen den Delegierten der Grubengesellschaften und der Bergarbeiter im Beisein der von der Regierung ernannten Schiedsrichter statt; es tam jedoch zu feinem Resultat, Heute findet eine neue Versammlung statt. Zulaffung der Kongregationen. Der Kabinettschef und der Justiz minister werden demnächst vor dem Kammerausschuß, der sich mit der Frage der Kongregationen zu befassen hat, ihre Erklärungen abgeben. Wie es heißt, hat der Kabinettschef beschlossen, nur sechs Männer- Orden die nachgesuchte Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, nämlich den Carmelitern, den Brüdern von St. Jean de Dieu, den Karthäusern, den Baptisten, den weißen Brüdern und den Brüdern vom heiligen Geist. haben auch bereits Entlassungen vorgenommen und bezeichnenders Polizeiliches, Gerichtliches usw. Einen standalösen polizeilichen Uebergriff berichtet unser ja selbst Leute, die nur einmal mit dem Vertrauensmann gesprochen Einen standalösen polizeilichen Uebergriff berichtet unser weise sucht man dabei die organisierten Bergarbeiter los zu werden, Forster Parteiblatt. Der in Senftenberg wohnende Partei- haben, werden auf manchen Gruben gemaßregelt. Redner erörterte genosse S., ein Cigarrenmacher, verteilte am Sonntag vor acht Tagen dann eingehend das Unterdrückungssystem, wie es besonders im in dem Senftenberg benachbarten Jütterdorf Flugblätter, wobei er Senftenberger Revier geübt wird und bewies an der Hand der auf alle gefeßlichen und polizeilichen Vorschriften sorgfältig Mücksicht Mitgliederliste, daß trotz alledem die Bergarbeiter- Organisation nahm. Er wurde trozdem vom Gemeindediener angehalten und, gute Fortschritte gemacht hat. Die Mitgliederzahl im Bezirk iſt diener erklärte, er sei beauftragt, jeden zu verhaften, der ohne von Orten konnten, neue Mitgliedschaften errichtet werden. Einer obwohl er sich auch ausreichend legitimierte, verhaftet. Der Gemeinde- feit t etwa Jahresfrist von 400 auf 1150 gestiegen, in einer Reihe polizeiliche Erlaubnis Flugblätter verteile! großen Anzahl Personen wurde in Arbeiter- Versicherungsfragen 2c. S. wurde nach Senftenberg zurücktransportiert, an seiner Woh Rat erteilt bezw. Beistand geleistet. In der Diskussion wurde nung vorbeigeführt und ins Polizeigefängnis gesperrt, wo er über Klage geführt über schwere sanitäre Mißstände auf der Grube Nacht festgehalten wurde. Am folgenden Tage wurde er dann vor„ Meurostolln", sowie einer Reihe weiterer Uebelstände auf andren den Amtsvorsteher gebracht, der ihn nach eingehendem Verhör Gruben. Auf Ersuchen Rohrlacks erklären sich die Bergarbeiter unter Zurückbehaltung der Flugblätter und seiner Barschaft von dazu bereit, andren Gewerkschaften in Bezug auf Agitation usw. 70 Bf. entließ. gled Hilfe zu leisten. Ueber Arbeitslosen- Versicherung referierte pinEs handelt sich hier um nichts weiter als um eine Freiheits- Bokorny- widau. Eine Resolution, die sich im Princip für Einberaubung unter Amtsmißbrauch. Unfre dortigen Genossen thäten führung der Arbeitslosen- Unterstützung ausspricht, wurde gut, den Fall energisch zu verfolgen. genommen. Als Bezirks- Vertrauensmann wurde Gärtner- Senftenberg einstimmig wiedergewählt. Berlin und Umgegend. Ungelernte Arbeiter ner an= Centralverein für Arbeitsnachweis zu Berlin. Bericht über den Klemp- Tape- Weibl. Jns. Maler Schlosser zierer Berf. gesamt 1175 356 113 407 288 4864 220 93 436 295 4818 191 70 255 208 3358 einiger Zeit eine Versammlung stattfinden. Sie wurde dadurch ver-Polizeiliche Großthaten. In Elsterberg in Sachsen sollte vor eitelt, daß der auswärts wohnende Referent eine Bostkarte erhielt des Inhalts, die Versammlung sei verboten. Die Karte war unterzeichnet:„ Dein Franz Rohleder". Rohleder war der Einberufer, er Geschäftsbetrieb im Monat Oktober 1902: hatte jedoch eine solche Karte nicht geschrieben. Natürlich forschte er England. nach dem Schreiber der Karte. Jezt Lange vergeblich. Eine Maffenversammlung gegen die Schulbill hat am leßten endlich fomnit ihm ein Zufall zu Hilfe. Irgend ein Eingeschriebene, arSonnabend im Alexander- Palast im Norden Londons stattgefunden. Einwohner sagt plöglich zum Polizeiregistrator:" Hören Sie Der Riefensaal, der 2000 Personen faßt, war überfüllt. Der mal, Sie stehen ja im Verdacht, die anonyme Karte geschrieben Penrhyn- Chor leitete das Meeting ein, indem er eine Anzahl seiner zu haben." Der also Angeredete ging hierauf zum Genossen R. ins Heimatgesänge zum besten gab. Dieser Chor ist zusammengesetzt Comptoir, ließ sich die Karte zeigen und nun ereignete fich etwas völlig aus Streifenden und deren Frauen aus den Steinbrüchen von unerwartetes.„ Na," sagte der Beamte, hab' ich mir's doch gedacht! Bethesda. Als Hauptredner traten die Führer der Liberalen Campbell Das ist doch" den" seine Handschrift!" R. stellte den Registrator Bannerman und Asquith auf. asrili sim über das" den" zur Rede und darauf erklärte dieser: Aber gewiß, London, 4. November. Wie heute bekannt gegeben wurde, wird das hat doch der Wachtmeister geschrieben, das ist doch die Handein Nachtragsbudget für das am 31. März 1903 zu Ende gehende schrift des Wachtmeisters." Gleichzeitig bat er den Genossen R. Rechnungsjahr in der Höhe von 8 Millionen Pfund Sterling ein- nichts von der Sache mehr verlauten zu lassen; der Wachtmeister sei gebracht werden, das eine Bewilligung zur Unterstützung von doch auch Familienvater, er werde schließlich um Amt und Brot Transvaal und der Oranje Kolonie darstellt. Von dieser Summe fommen und sich das Leben nehmen. Auf Grund dieser in ganz find 3 Millionen zu freien Bewilligungen an Burghers und beſtimmter Weise geschehenen Aeußerung des Registrators hat R. die 2 Millionen zu Bewilligungen an andre Personen für im Striege Angelegenheit der Staatsanwaltschaft übergeben. erlittene Verluste bestimmt, während 3 Millionen als Darlehen, die von den Kolonialregierungen vorgestreckt werden, Verwendung finden sollen. Rußland. Russische Briefschnüffelei in Finnland. Vor einigen Wochen, als der finnländische Generalpostdirektor Lagerborg sich auf einer Reise im Ausland befand, machte der Generalgouverneur Bobrifoff den Versuch, das Brieföffnungs- Princip am Centralpostamt in Helsingfors einzuführen. Der Versuch scheiterte aber an dem energischen Widerſtand des Stellvertreters des Generalpoſtdirettors und dieſer ſelbſt sprach sich bei seiner Rückkunft sehr mißbilligend über Bobrikoffs Vorgehen aus. Nun verlautet, daß sich der Senat dieser Tage mit der Frage der Verabschiedung Lagerborgs befassen soll. Als zu hinftiger Generalpostdirektor Finnlands wird ein Schwiegersohn des Generalgouverneurs genannt. Asien. Afrika. beitsuchende Bers. 2525 von Arbeitgebern 1543 berl. Arbeitskräfte 2231 In Arbeit gebrachte 635 .. 1999 Personen 1999 Die Man Die Maurer, welche bei den Kanalisationsarbeiten beschäftigt find, haben in einer Versammlung am Sonntag darüber beraten, welche Schritte sie thun sollen, um auch für sich den Stundenlohn von 65 Pf. zu erlangen, welcher für die Berliner Maurer üblich und bekanntlich durch Vertrag festgelegt ist. Die Versammlung beschloß, die Vorstände der beiden hiesigen Maurerorganisationen zu be auftragen, nach nochmaliger Beratung mit den Kollegen die nötigen Schritte zur Erringung des Stundenlohnes von 65 Pf. sowie Abschaffung einiger Mißstände und Ueberstundenarbeit in die Wege zu - Prozesse der„ Gazeta Robotnicza". Von der Straffammer in leiten. Beuthen wurde der verantwortliche Redakteur der polnisch- socialistischen Zu den Uuregelmäßigkeiten in der Kasse des Centralvereins det Gazeta Robotnicza" wegen Beleidigung des Regierungspräsidenten Bildhauer, von denen wir gestern eine Mitteilung brachten, berichten in Posen zu 300 M. Geldstrafe verurteilt. Der Staatsantvalt hatte bürgerliche Blätter, daß der Kassierer der genannten Organisation, nur 90 M. beantragt. Das Gericht war jedoch der Meinung, bei Otto Meyer, seines Postens enthoben worden ist, weil die Kasse und der berhezenden Tendenz" des Blattes müsse die volle Schärfe des die Bücher nicht in Ordnung befunden worden sind. Gesetzes" angewandt werden. Unterschlagungen in Höhe von 2100-2500 M. gesprochen, jedoch stehe noch nicht fest, ob thatsächlich Unterschlagungen oder mur umordentliche Buchführung vorliege. In der Kasse soll sogar mehr vorhanden sein, als buchmäßig vorhanden sein müßte. Völlig geklärt kann die Sachlage erst werden, wenn die im Gange befind= 5 Aus Induftrie und Handel. Berliner Elektricitätswerke. Nach dem soeben veröffentlichten Geschäftsbericht für 1901/02 ergiebt sich nach hinzurechnung des liche sehr eingehende und zeitraubende Revision beendet ist. Deutsches Reich. vorjährigen Gewinnvortrages ein Bruttogewinn von 8 393 926 m. gegen 6 650 440 M. im Geschäftsjahr 1900/1901. Davon sind abDer Weberstreit in Meerane. wollentisesizuziehen für Untoften, Steuern, Abgaben, Abschreibungen, Zinsen 2c. Dadurch, daß nun auch die Hausweber in die Lohnbewegung Verlegung des Waffeneinfuhrverbots. Die" Times" meldet aus von 2 964 211 W.( im Vorjahr 2479 793 M.) bleibt, der folgende ungünstiger geworden. Die Hausweber, diese auf dem Aussterbe429 714 M.( voriges Jahr 4 170 647 m.), so daß ein Reingewinn eingetreten sind, ist die Situation für die Fabrikanten wesentlich Peking: Trotz der Bedingungen des Friedensprotokolls, wonach die Verwendung findet: für Reservefonds 147 769 M.( im Vorjahr etat stehende Arbeiterschicht, wurden sonst von den Fabrikanten als Einfuhr von Waffen nach China oder die Waffen 123 001 2.), Dividende 73 Broz. 1953 000 M.( im Vorjahr Lohnbrücker benutzt, und zwar mit Erfolg, denn diese Aermſten fabrikation dort auf 2 Jahre verboten ist, sind fast alle 7 Proz.= 1764 000 m.), Gewinnanteil der Stadt Berlin 748 909 m. waren eben wegen ihrer wahrhaft elenden Lage und da sie meistens chinesischen Arsenale in vollem Betriebe gewesen( im Vorjahr 486 858 M.), Tantieme des Aufsichtsrats 52 535 M. unorganisiert sind, nicht fähig, den Lohndrückereien erfolgreich Widerund jetzt feßt sich China offen über das Waffen( im Vorjahr 42 108 M.), Gratifikationen und Pensionsfonds 50 000 m. stand entgegenzusetzen. Daß sie sich jetzt zu der Forderung einer verbot hinweg. Eine kaiserliche Verordnung, die( imm Vorjahr 55 000 m.). Als Vortrag auf neue Rechnung bleiben Erhöhung der Weblöhne um am 23. Oftober auf Veranlassung des Vicekönigs von Kivangfi 11 997 M.( im Vorjahr 8823 M.). 25 Proz. aufgerafft haben, das tommt den Fabrikanten ebenso unerwünscht, wie erlassen wurde, belohnt einen Beamten vierten Grades In den Ausführungen des Berichts über die Zunahme der unerwartet. Die Lage der Hausweber ist traurig. 8-9 M.( bei und erhöht ihn im Range, weil es ihm kürzlich ge- Elektricitätserzeugung beißt es: An der Zunahme des Verbrauches einer Tagesarbeit von 14 und mehr Stunden) Iang, 1000 m aufergewehre und 300 000 Patronen in bon 9 343 734 KW.-St. find die Straßenbahnen, welche 41 232 233 wöchentlichen Durchschnittsverdienstes tönnen sich nur wenige Weber die Provinz zu transportieren, wo er sie dem Vice-( im Vorjahre 34 111 146) KW.-St. tonsumierten, hauptsächlich freuen; davon sind 25 Proz. an Ausgaben für Treiben, Scheren, tönig zur Unterdrückung der Rebellen zur Verfügung stellte. Der beteiligt; diese Zunahme wäre wegen des Anschlusses von neuen Spulen, Andrehen und Vorrichten, sowie für Abnutzung und Vicekönig erbat die Rangerhöhung des Beamten, der diesen erfolg- Linien noch beträchtlicher gewesen, wenn die Beseitigung der Erneuerung des Betriebsinventars in Abzug zu bringen. Für alles reichen Waffenschmuggel ausgeführt hatte, unter Hinweis auf die Accumulatoren die zum Betriebe benötigte Elektricität nicht wesentlich dieses zahlt der Fabrikant nichts; nur die fertige Ware tommt für Schwierigkeiten, welche dieser Aufgabe infolge des kaiserlichen Edikts eingeschränkt hätte. Nachdem der elektrische Betrieb auf den hiesigen ihn in Betracht. entgegenstanden, das gemäß dem Friedensprotokoll die Einfuhr von Straßenbahnen jezt durchgeführt ist, werden wir mit erheblichen Eine Aufbesserung der Löhne ist somit dringend notwendig. Waffen verbietet. Aenderungen des Verbrauchs für die bestehenden Unternehmungen Die Lage des Streits ist im allgemeinen unverändert, die kaum noch zu rechnen haben. Innerhalb des Weichbildes der Stadt Streifenden halten fest zusammen und erwarten, gestützt auf die 1118 Eine neue englische Schlappe im Somaliland? In Aden geht wurden im verflossenen Jahre 48 657 Glühlampen, 1685 Bogen- Solidarität der Arbeiterschaft, daß sie ihre Forderungen durchsetzen das Gerücht, daß Truppen des Mullah in der Nähe von lampen, 1014 Motoren mit 3000 PS angeschlossen und es werden werden. Sohotte einen englischen Poften überrumpelt und jezt im ganzen versorgt 401 900 Glühlampen, 15 959 Bogenlampen, zahlreiche Kamele erbeutet haben. Es herrscht große 7440 Motoren mit 24 448 PS, zusammen 50 031 KW, entsprechend Die Einigung zwischen der Buchdrucker- Gewerkschaft und dem Aufregung. 1000 620 Rormallampen. Der Bahnbetrieb erforderte 20 300 PS Buchdrucker- Berband ist nunmehr vollzogen. Die„ Buchdrucker- Wacht", Aden, 3. November. Oberst Swayne ist zurüd- gegen 16 800 PS im Vorjahre. das Organ der Gewerkschaft, hat ihr Erscheinen eingestellt. Aus berufen worden, um borläufig als Berater des Auswärtigen Arbeitsmangel bei der Schuckert- Gesellschaft. Bei der Elektri- ihrer legten Nummer vom 3. d. Mts. ist zu ersehen, daß auf Grund Amtes thätig zu sein. General Manning übernimmt das Ober- citäts- Aktiengesellschaft vorm. Schuckert u. Co. in Nürnberg ist in der Einigungsbedingungen 180 Gewerkschaftsmitglieder in den Ver tommando über die Somaliland- Expedition. Er wird in etwa mehreren Betriebswerkstätten, in denen zusammen ein Drittel der ge- band übertreten und daß den Uebertretenden ihre Beiträge, welche 6 Wochen seinen Vormarsch beginnen. Der Kreuzer„ Pomone" hat sich nach Illig an der Rüfte des zeit von 10 auf 8 Stunden herabgesezt worden. Die Direktion hofft, fie früher an den Verband und später an die Gewerkschaft leiſteten, italienischen Schutzgebietes begeben, um die Verhältnisse einer daß die Maßregel nur eine vorübergehende seir werde und bald wieder angerechnet werden, so daß den Betreffenden ein materieller Nachteil nicht Landung von Truppen im Hinblick auf ein Vorgehen gegen den erwächst. Der Verbandskasse werden aus dem Vermögen der Gewerkschaft Mullah durch das italienische Gebiet zu untersuchen. Gleichzeitig aufgehoben werden könne. 11 000 M. zugeführt. Weitere 1600 M. erhält die Leipziger Lokalwürde man auch von Berber vorgehen. Zur Lage der Eisenindustrie in den Vereinigten Staaten von Wie den Boeren geholfen wird. Eine Depesche von Harrismith Nordamerika wird der Frantf. 8tg." aus New York gemeldet, daß fasse aus dem Witwen- Unterſtügungsfonds der Gewerkschaft. Der Wie den Boeren geholfen wird. Eine Depesche von Harrismith der Stahltruft seinen Preis für Feinblech um 40 Cents pro Kiste übrige Beſtand dieſes Fonds soll nach statutenmäßiger Abfindung an den Morning Leader" giebt detaillierte Aufklärung, in welcher Art die drei den Boeren bewilligten Millionen verteilt schusses des Stahltrustes, Gary, sagt bezüglich der Preisreduktion, Konditionsorten nicht Mitglieder einer andren Witwenkasse werden welcher Art die drei den Boeren bewilligten Millionen verteilt herabgesetzt hat. Der Vorsitzende des ausführenden Aus- der Witwen unter diejenigen Mitglieder verteilt werden, die in ihren wverden. Danach erhält kein Farmer, dessen Grundstück mit daß dieselbe notwendig fei, da die unabhängigen Werte scharfe tönnen. Dies ist so schreibt die„ Buchdrucker- Wacht" werden. Danach erhält kein Farmer, dessen Grundstück mit Hypotheten belastet ist, eine Unterstützung. Diejenigen Konkurrenz machten, und erklärt ferner, daß schwere Fabrikate durch in die Basis, auf der sich die Vers Farmer, deren Grundbesitz eine bestimmte minimale die Preisherabjegung nicht berührt würden. Fläche übersteigt, erhalten ebenfalls feineunterstüßung. Die Feinblech Fabritation gehört zu jenen Produktionszweigen, zieht, der wahrlich gemig Opfer erfordert hat. schmelzung beider Organisationen nach einem Kampfe vollFerner bleiben alle Reklamationen unbeachtet, die nicht bor bei denen sich zuerst der Rückgang der Konjunktur bemerkbar macht; Sem 1. Juni d. J. eingegangen sind. Um diese Zeit aber war ber größte Zeil der Burghers noch Kriegs immerhin zeigt die obige Nachricht, daß sich in letzter Zeit die Kon- An die Stelle des Bruderkampfes hat der einheitlich geführte Kampf Kriegs- immerhin weg mit der Vergangenheit vorwärts richten wir den Blick! gefangene auf St. Helena und anderwärts und somit furrenz auf dem Blechmarkt noch verschärft haben muß. gegen die natürlichen Gegner der Arbeiterklasse zu treten. Wie nicht in der Lage, ihre Forderungen zu stellen. Entspricht Coatspreis- Ermäßigungen. In der in Effen abgehaltenen Aufdiese Darstellung der Wahrheit, so brauchen sich die Engländer fichtsrats- Sigung des westfälischen Coats- Syndikats wurde nach früher, so werden die bisherigen Mitglieder der Gewerkschaft auch nicht zu wundern, wenn sie in ihren neuesten Kolonien keine Popu- Mitteilung der Ath.- Westfäl. 8tg." mit überwiegender Majorität in Zukunft wieder ihren Mann zu stehen wissen, wo es fich darum Larität gewinnen. beschlossen, den bisherigen Preis für Hochofen- Coats von 15 m. handelt, für die Interessen der Arbeiter einzustehen. Möge jeder Die Bergleute in Südafrika. Kaum ist der Frieden in Süd- bis 1. Juli 1903 beizubehalten. Dagegen wurden die Preise der verbleibende persönliche Groll schnell und für immer verblassen und afrita wiederhergestellt, taum hat die englische Regierung die andern Coatsforten größtenteils ermäßigt. Gießereicoats wurde möge Eintracht und Friede einziehen, damit das Werk der Einigung politische Macht übernommen, da beginnt auch schon der Kampf auf herabgesezt von 17 M. auf 16 M., Brechcoats I und II über 30 Millimeter zu einem segensreichen werde. Das sind die letzten Wünsche, die die wirtschaftlichem Gebiete. Zu einem Streit der Eisenbahner ist es von 18 M. auf 17 M., Brechcoats III über 20 Millimeter von Buchdrucker- Wacht" am Ende auszusprechen hat! noch nicht gekommen, weil die Militärgeseze noch immer gelten. 13 M. auf 12 M., Brechcoats IV unter 20 Millimeter ist mit 6,50 M. Dagegen sind in dem Dorfe Main Reef 180 Bergleute ausständig. bestehen geblieben, ebenso Coats, halb gefiebt und halb gebrochen Anstatt wie bisher zwei, sollten sie in Zukunft drei Bohrmaschinen über 30 Millimeter, mit 13,50 M.; der Preis für gefiebten KnabbelDie Arbeit wird durch den feinen Staub, den die und Abfallcoats ist von 14 M. auf 13 M., für Kleincoats von 11 m. Bohrungen verursachen, zu einer sehr gesundheitsschädlichen. Die auf 10 M. ermäßigt worden und der für Perlcoats mit 6 M. be Bergleute fordern die Einführung des Achtstundentages. stehen geblieben. Ferner wurde beschlossen, die Exportvergütung für das erste Quartal 1903 weiter zu bezahlen. bedienen. Parteinachrichten. 1500 Gewerkschaftliches. " Worten furzen • • Hin Der Vorstand des Bergarbeiter- Verbandes giebt jetzt für seine sämtlichen Mitglieder ein in Auflage von 47 000 Exemplaren erscheinendes polnischsprachliches Bergarbeiter- Organ„ Gazeta Górnicza" heraus, das die fiebente Seite der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung" einnimmt. Als Redakteur der polnischen Abteilung des Blattes zeichnet Victor Kalinowski in Herne. Ansland. Glasarbeiter. In Avilis( Spanien) haben die Glasbläser eine Lohnerhöhung gefordert und ihre Kündigung eingereicht. Es handelt sich meist um Belgier und andre Ausländer. Die Unternehmer bemühen sich, wiederum Ausländer als Ersatz hevanDie Glasarbeiter von Charleroi( Belgien) haben Die erste Anflage des Münchener Parteitags- Protokolls ist voll Die organisierten Bergarbeiter der Provinz Brandenburg ständig vergriffen, die zweite Auflage im Drud. Die Buchhandlung Vorwärts bittet diejenigen Partei- Orte, die bis jetzt noch keine Bes hatten ihre Vertreter zu einer Konferenz entsandt, die am Sonntag zuziehen. stellung aufgegeben haben, dies umgehend zu thun. Die Be- in Rottbus stattfand und von den Vertrauensleuten fast aller Bezirke nach einem längeren Streit eine Lohnerhöhung von 18 Proz. für besucht war. Den Hauptvorstand vertrat Pokorny- Zwickau. Außerdem stellungen sind zu richten: An die Buchhandlung Vorwärts, wohnte der Gauvorsitzende des Metallarbeiter- Verbandes, Nohrlack- die jungen Leute durchgesetzt. Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Die Aufträge werden in der Reihen Stettin, den Verhandlungen bei. Die Bergbehörde hatte es nicht folge des Einganges erledigt. der Mühe wert gehalten, die Konferenz zu beschicken, sondern die Der Kongreß der czechischen Socialdemokraten Oestreichs, über Einladung ignoriert. Als Bezirksvertrauensmann erstattete Gärtnerden wir noch berichten werden, beschloß, dem nächsten internationalen Senftenberg den Thätigkeitsbericht. Danach haben sich die Lohn- und ArArbeiterkongreß einen Antrag zu unterbreiten, in welchem dem inter- beitsbedingungen in letzter Zeit wenig geändert, vorübergehend war eine nationalen Broletariat das Verhalten in der Nationalitätenfrage, fleine Besserung, hervorgerufen durch flotten Geschäftsgang, zu vers Der Nat der Stadt No stock in Mecklenburg hat am 31. Oftober die bisher die Solidarität aller Proletarier am meisten schädigte, zeichnen, zur Zeit beginnen aber bereits wieder die Feierschichten eine Verordnung vom 5. August 1897 erneuert, die in ihrem sachlichen vorgezeichnet werde. und damit die Versuche von Lohnreduktionen. Eine Reihe Gruben Teile lautet: Sociales. Streifpoften- Verbot. werden. zu veranlassen. " Erhebungen über den Geschäftsbetrieb der Gesindevermieter und Stellenvermittler hat nach der Süddeutschen Reichskorrespondenz" die badische Regierung angeordnet. Sie sollen der Kenntnis von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt und der Kontrolle dieser Geschäftsbetriebe dienen. jei und dadurch in die Zwangslage fäme, alle Forderungen der Aus der Frauenbewegung. sid sig dodod Most Die Vertrauensperson. Verfammlungen. schäftigten sich gestern abend noch zwei für die zur Wahl stehenden Mit den heute stattfindenden Stadtverordneten- Ersatzwahlen bes Bezirke einberufenen Kommunalwähler- Versammlungen. Ausständigen Gewerbetreibenden, gewerblichen Gehilfen, eine höhere Gewalt, die aller Kontratte entbinde; wo fie Fragen erledigt werden. Erstens der Bau einer massiven Fahrbrüde Gesellen und Arbeitern ist es verboten, auf öffentlichen Straßen aber hier wie bei den Gaswerken Lieferantin ist, wolle sie den im Zuge der Halstestraße nach dem Bahnhof Nieder- Schöneweide, und Bläßen, auf Bahnhöfen und Haltestellen der Eisenbahnen, Streit als berechtigten Anlaß zum Vertragsbruch gelten laffen. und zweitens die Anlegung des Friedhofes. Bisher war die Brücken und Anlegestellen der Schiffe als Streifpoften sich auf- Sämtliche Mitglieder der Deputation stimmten gegen den An- Gemeinde in dieser Beziehung abhängig von der Kirchengemeinde zustellen, aufzuhalten oder umherzugehen. Uebertretungen werden trag Wurm, den Streit nicht als unvermeidlichen Ausnahme- Köpenid, welche in dem Rufe steht, ungewöhnlich hohe Begräbnis auf Grund des§ 366,10 des Strafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zustand gelten zu lassen, indent hervorgehoben wurde, daß die Stadt gebühren einzuziehen. zu 60 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. sonst in große Gefahr gerate, da sie bei einer durch Streik erDie Strafe kann durch polizeiliche Strafverfügung festgesetzt folgenden Nichtlieferung von Gas zu großen Zahlungen verpflichtet Diese Verordnung ist ebenso gefezwidrig wie die berüchtigte Arbeiter zu bewilligen. Da die Vorlage auch noch an das Plenum Verordnung des läbischen Senats vom 24. April 1900, die im Reichs- der Stadtverordneten- Versammlung kommnt, wird diese Angelegenheit 9. November abends 6 Uhr, findet im Englischen Garten, AlexanderVerein der Wäsche- und Krawattenbranche. Sonntag, den tage behandelt, dort von den Vertretern der Regierung selber preis- dort noch weiter erörtert werden. gegeben und dann auch vom Reichsgericht als ungültig bezeichnet Bewiligt wurde das Gesuch der Graphit- straße 27c, eine Versammlung der Wäsche- und Krawattennäherinnen, wurde. Auch Rostock liegt, wenn auch in Mecklenburg, so doch maurer um Lohnerhöhung. Diese, die mit dem Abstoßen Stemplerinnen, Einstemmerinnen, Kleberinnen, Zuſchneiderinnen 2c. immerhin im Deutschen Reich und es wird hoffentlich nicht erst einer des in den Gasretorten bei der Destillation der Kohle sich bildenden Plätterinnen, wäscherinnen, Stärkerinnen 2c. statt. Genoſſe Walded erneuten Reichstagsverhandlung und der Provokation eines neuen Graphits beschäftigt werden, eine sehr belästigende, anstrengende Manaſſe ſpricht über:" Unfre Feinde“. Nach dem Vortrage gemüt Reichsgerichts- Urteils bedürfen, um die Rücknahme der Verordnung und sehr sorgfältig auszuführende Arbeit, ersuchten, ihnen 2 Pfennig liches Zusammensein mit Tanz. Die Sektionsleitungen pro Stunde mehr Lohn als den übrigen bei den städtischen Gasanstalten beschäftigten Maurern zu gewähren, so daß fie 57 Pfennig Arbeiterinnen und Arbeiter. Heute abend öffentlicher Vortrag 2 J. A.: Frau Minna Nosenstengel, Barnimstr. 9. Zu den Fabrik- Pensionskassen, deren schädliche Wirkung für die anstalten beschäftigten Maurern zu gewähren, so daß sie 57 Pfennig pro Stunde erhalten würden. Arbeiter wir erst kürzlich wieder nach einem Bericht aus Ober- eines Deputations- Mitgliedes Vedenten erhoben wurden, weil die des Genossen Arthur Stadthagen in den Arminhallen. Es wird schlesien kennzeichnen konnten, schreibt Genosse Wurm im Hannover- andern Maurer dann ebenfalls eine Lohnerhöhung beanspruchen um zahlreiche Beteiligung ersucht. schen„ Boltswillen":" Der Reichstag wird wohl von unfrer Seite fönnten, entgegnete Wurm, daß die geforderte Lohnerhöhung fich auf d veranlaßt werden, sich mit dieser Angelegenheit, die bei der Etats- die mehr als die andre Maurerarbeit anstrengende Arbeitsweise die beratung jedes Jahr schon erörtert wurde, in einer speciellen füße, so daß daraufhin die andern Maurer keinen Rechtsanspruch Verhandlung zu befassen." auf höhere Löhne erheben könnten, wobei aber selbstverständlich nicht ihr Recht bestritten werden solle, an und für sich höhere Löhne zu fordern, denn die Lohnerhöhung sei eben eine Machtfrage und wenn die Arbeiter die Möglichkeit hätten, ihre Arbeitstraft teurer als bisher bisher zu verkaufen, fo feien sie dazu natürlich berechtigt. Die Jm vierten Bezirk war es unsrem Genossen Dr. Leo Arons Deputation beschloß, den Lohn der Graphitmaurer für jede Stunde, zum erstenmal möglich, sich den Wählern als Kandidat vorin der sie als solche thätig sind, um fünf Pfennige zu erhöhen. zustellen, daer bisher durch ein hartnäckiges Halsleiden hieran verhindert worden war. Die Stadtverordneten- Ersatzwahlen, In einer kurzen Ansprache wies Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sigung am er auf die Bauernfängerei hin, die von liberaler Seite mit dem zu Donnerstagnachmittag 5 Uhr u. a. mit folgenden Gegenständen der Gunsten ihres Kandidaten Kollotowsky verbreiteten Flugblatt ge die heute, Mittwoch, den 5. November, im 4. und im 11. Bezirk Tagesordnung zu befassen: Vorlagen betreffend: die Verbindung der trieben wird. Was die Liberalen dort versprechen, haben die der 3. Abteilung vollzogen werden, find von größerer Be- beiden Schweinehallen des Viehmarktes, die Verlängerung der Kälber- Socialdemokraten nur vertreten müssen, während jene ihre Ver 28as die liberalen dort be, eu habere deutung, als sonst wohl eine Ersatzwahl zu sein pflegt. Im verkaufshalle und die Herstellung von Ständen für die zur Wieder- sprechungen schon gleich nach der Wahl wieder vergessen. Dr. Arons 11. Bezirk tommt es darauf an, daß der Freifinn, der einen noch- berladung bestimmten Rinder daselbst, eine an die Herren Minister versprach. falls er gewählt werden sollte, den socialdemokratischen maligen Angriff auf diesen bei den Wahlen von 1901 ihm durch die des Innern und für Landwirtschaft zu richtende Petition wegen der Grundsägen entsprechend im roten Hause zu wirken. Fleischversorgung Berlins, Socialdemokratie entrissenen Bezirk versucht, noch kräftiger als im zwischen der Straße 39, Abteilung XIV, und der Weichbildgrenze trage die Thätigkeit der socialdemokratischen und liberalen Stadte die Festlegung der Fluchtlinie für den Sodann stellte Stadtv. Borgmann in einem längeren Vorvorigen Jahre und endgültig zurückgeschlagen wird. Jm 4. Bezirk belegenen nördlichen Teile des Markgrafendammes( Westseite), verordneten gegenüber, indem er die Rückgradlosigkeit und Arbeiter. wird der Ausfall der Wahl zeigen, ob die Socialdemokratie auch Berichterstattung Berichterstattung über die Vorlage über die Vorlage betreffend die Auf- feindlichkeit der legteren gebührend kennzeichnete. Redner schloß hier, wo sie jetzt zum erstenmal einen ernsthafteren Vorstoß befferung von Beamtengehältern, Beilegung eine Ausführungen mit einem wuchtigen Appell unternimmt, festen Fuß zu faßen vermag. Die Bedeutung der Amtsbezeichnung Magistratsrat" an die nach einjähriger Anwesenden, mit voller Energie für die Wahl des Genoffen dieser beiden Wahlen ist auch unsern freisinnigen Gegnern Probezeit und sechsjähriger Dienstzeit als Magistratsassessor auf Arons einzutreten, damit die Zahl der socialdemokratischen Stadte flar. Sie haben Sie haben in beiden in beiden Bezirken die stärksten An- Lebenszeit angestellten Magistratsassessoren und der Amtsbezeichnung verordneten wieder um einen vermehrt würde. Gerade der vierte strengungen gemacht und alle bürgerlichen Elemente zu gemein- Magistratsbaurat" an die ſechs Jahre als solche im städtischen Wahlbezirk tönne als Nachfolger des berühmten Professors Virchow famem Kampfe gegen die Socialdemokratie zu sammeln gesucht. Mitglieder des Kuratoriums der städtischen Heimstätten für gemagregelten Genossen Dr. Leo Arons. Der Vorsitzende, Genosse famem Kampfe gegen die Socialdemokratie zu sammeln gesucht. Dienste stehenden Stadtbau- Inspektoren, die Vermehrung der feinen würdigeren Vertreter erhalten als den von der Regierung Eine Kraftprobe" wollen sie ablegen, die der Bevölkerung Genesende, und die Gewährung von Ehrenpreisen an den Schulz, gab alsdann bekannt, daß die Verkündigung des Wahl. Berlins zeigen soll, daß die Socialdemokratie noch nicht überall Verein der Geflügelfreunde in Berlin Cypria" und den Deutschen resultats heute abend 9 Uhr im Lokal von Zühlte, Dennewigstr. 18, Herrin der dritten Abteilung ist. Tierschutzverein. Berichterstattung des zur Vorbereitung der NeuDem Kandidaten der Socialdemokratie im vierten Bezirk, wahl eines befoldeten Stadtrats eingesetzten Ausschusses. stattfindet. unfrem Genossen Dr. Leo Arons ist es durch eine Erkrankung leider Die Versammlung für den elften Kommunal- Wahlbezirk, in Kommunales Chinesentum. Der Titel Der Titel Magistratsrat" der Reichstags- Abgeordneter W. Pfannkuch über die Beerschwert worden, sich mit ganzer Kraft an der Wahlagitation zu be- und ein neuer Titel" Magistrats- Baurat" wird noch die deutung der Kommunalwahlen für die Arbeiterklasse referierte, tagte teiligen. Erst am Dienstag, am letzten Abend vor der Wahl, hat Stadtverordneten- Versammlung beschäftigen. Wie schon früher mit bei Graumann, Naunynstraße. Der Vortrag, in dem Pfannkuch er noch persönlich zu den Wählern sprechen können. Unfre Gegner geteilt, hatte der Magistrat beschlossen, den bewährten älteren und die wesentlichsten Forderungen und die bisherige Thätigkeit hoffen, daß die Behinderung des Genoffen Arons ihnen zu statten lebenslänglich angestellten Magistratsassessoren den Titel der Socialdemokratie auf kommunalem Gebiete eingehend gekommen sein wird. Die socialdemokratische Wählerschaft des Magistratsrat" beizulegen, Der Oberbürgermeister hatte jedoch diesen besprach, sowie das realtionäre Gebahren des bürgerlichen 4. Bezirks wird es als eine Ehrenfache ansehen, in um so größerer Beschluß auf Veranlassung eines Oberpräsidial- Erlasses vom 5. November Liberalismus gebührend kennzeichnete, wurde mit stürmischem 1901 beanstandet. Die vom Magistrat gegen den Oberbürgermeister beim Beifall aufgenommen. In der hierauf folgenden Diskussion Bahl und möglichst vollzählig ihrer Wahlpflicht zu genügen. Der Oberverwaltungsgericht erhobenetlage auf Beseitigung dieser Verfügung an der sich Geguer troy Aufforderung nicht beteiligten, wurde 11. Bezirk will sich in dem Genossen Emil Boigt einen Nach- wurde abgewiesen mit der Begründung, daß der Beschluß des auch die unschöne Kampfesweise der eisimmigen kritisiert und folger für den bisherigen Vertreter, den verstorbenen Genossen Magistrats der Genehmigung der Stadtverordneten- Versammlung so wie vom Referenten, für eine rege Teilnahme an der Wahl Theodor Metzner, geben. Je stattlicher die Stimmenzahl ist, die die bedürfe. Um nun weiter in dieser Angelegenheit vorgehen zu plädiert, um dadurch einen glänzenden Sieg des socialdemo focialdemokratischen Wähler des 11. Bezirks auf Voigt vereinigen, tönnen, ersucht der Magistrat die Stadtverordneten Versammlung tratischen Kandidaten E. Vogt zu sichern. Mit einem desto mehr wird die heutige Wahl sich zu einer Ehrung auch für um ihre Zustimmung zu dem Beschluß, in Zukunft den älteren begeisterten Hoch auf die Socialdemokratie erfolgte der Schluß der unfren Metzner gestalten. Der Ansturm der Freistunigen sollte hier Assessoren die Amtsbezeichnung" Magistratsrat" und den Bau- gut besuchten Versammlung. so nachdrücklich abgeschlagen werden, daß ihnen für alle Zeiten die Baurat" beizulegen. Maßgebend für den Magistrat war die Zahlstelle Berlin am 29. Oftober gegebenen Bericht hatte die Zahl Inspektoren aus denselben Gründen die Amtsbezeichnung„ Magistrats- Buchbinder- Verband. Nach dem in der Generalversammlung der Erwägung, daß den betreffenden Beamten die Titel„ Assessor" und stelle im 3. Quartal 1964 männliche, 1465 weibliche, zusammen Inspektor" bei Beginn ihrer Karriere zukommen, in späteren Jahren eine Amtsbezeichnung aber notwendig werde. In formeller Beziehung war der Magistrat mit der Mehrzahl der Kommentatoren der Städte- Ordnung der Meinung, daß in der Befugnis, die Beamten anzustellen, zugleich auch die Befugnis liege, ihnen eine ihre Stellung ausdrückende Bezeichnung beizulegen. " Lust wiederzukommen vergeht. Die Wahllokale sind: für den 4. Bezirk, 1. Teil, umfassend die Stadtbezirke 31-34, 37, 39 Lützow- Ufer 15/16, bei Witwe A. Kranig; für den 4. Bezirk, 2. Teil, umfassend die Stadtbezirke 35, 36, 38, 45-46 Genthinerstr. 4, Turnhalle der 107. Gemeindeschule; für den 11. Bezirk, 1. Teil, umfassend die Stadtbezirke 80-82 Dranienstr. 36, bei klein; für den 11. Bezirk, 2. Teil, umfassend die Stadtbezirke 83-86 Naunynstr. 63, Turnhalle der 42. Gemeindeschule.i Gewählt wird von morgens 9 Uhr bis abends 8 Uhr, doch empfiehlt es sich, so zeitig wie möglich zur Wahl zu kommen. Wahlberechtigt find auch diejenigen Wähler, die seit dem 1. Juli aus den oben angeführten Bezirken verzogen sind. Wähler, thut Eure Pflicht! Tretet Mann für Mann an die Wahlurne und protestiert gegen das unwürdige Verhalten des Berliner Freisinns, indem Ihr den Kandidaten der Socialdemokratie Eure Stimme gebt! " " 1 D " an die 3429 Mitglieder, das ist eine Zumahme von 186. Die Einnahme der Centralkasse betrug 13 523,21 M., die Ausgabe 5325,39 M. In die Lokaltasse gingen ein 4961,78 M., ausgegeben wurden 1952,23 M., der Ueberschuß betrug 3009,55 M. Vom Arbeitsnachweis wurden weibliche Hilfskräfte mehr verlangt als vorhanden waren, männliche Arbeitslose waren 549 eingeschrieben, von denen etwas über ein Die Deputation für das städtische Turn- und Babewesen be- Drittel eingestellt wurden. Die Beschidung eines zu Weihnachten in villigte den Angestellten der Fluß Badeanstalten gestern eine Charlottenburg stattfindenden Gautags wurde beschlossen und als Ver Gehaltsaufbesserung. U. a. stellt sich das Gehalt der treter wurden gewählt Brückner, Thielemann, Frau Kschemin und 100 bis 130 M., das der Kontrolleure auf 105 bis 135 M., das der Staffierer fortan auf 110 bis 150 m., das der Kassiererimen auf Scherwat. Der Verband deutscher Gastwirtsgehilfen, Ortsverwaltung Berlin, Kontrolleurinnen auf 100 bis 115 M., das der Hilfsbademeister auf hielt am 31. Oktober seine ordentliche Generalversammlung ab. 100 bis 120 m., sowie das der Hilfsbademeisterinnen auf 90 bis Der Vorsitzende Noth erstattete den Geschäftsbericht vom dritten 110 M. Den Wäscherinnen wurde ein Anfangsgehalt von 75 M. gewährt, Quartal. Es wurden vermittelt für fest 68, zur Aushilfe 3295 Stellen. das auf 105 M. steigen foll. Die höchste Gehaltsstufe wird allen Nach den niedrigsten ortsüblichen Vermittlungsgebühren find den Angestellten nach 15 fähriger Dienstzeit zugefichert. Ein Antrag des privaten Stellenbermittlern 2273,25 M. entzogen worden. Zeiste Stadtverordneten Borgmann, wonach in jeder Fluß- Badeanstalt gab den Kassenbericht. Eingenommen wurden im dritten Quartal eine Hilfskraft angestellt werden soll, damit das Personal, welches 3810,95 M., ausgegeben 3161,05 M., fo daß ein Kassenbestand von jezt von morgens 5 Uhr bis abends 9 Uhr, ohne Unterbrechung 649,90 m. verbleibt. Ein Antrag Zeiske, die Mitglieder der GeschäftsDienst thun muß, eine angemessene Mittagspause erhalte, fand mit fommission um vier zu erhöhen, wurde angenommen und Thomas, Rücksicht hätten 4000 m. betragen.bont Berliner Partei- Angelegenheiten. Ridicht auf die schlechte Finanzlage" teine Majorität. Die Kosten Fischer, Albrecht und Bernaşti in diefelbe gewählt. Die Mitglieder der Breßkommission werden ersucht, Freitagab end 8 Uhr auf der Redaktion des Vorwärts", Lindenstr. 69, anwesend zu sein. erwartet. " Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung verwandte in ihrer fünfstündigen Sigung am Montag allein gegen drei Stunden zu einer ausgedehnten Besprechung des bekannten Magistratsantrages, Charlottenburg. Im Voltshause, Rosinenstr. 3, spricht heute der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde den Platz Y des abend 8 Uhr Frau Lily Braun über:" Die Frauen und die nördlichen Geländes und außerdem 40 Quadratruten an der sogen. Politit." Zahlreicher Besuch dieser Volksversammlung wird Dorfaue zur Errichtung je einer Kirche gegen Austausch von Pfarrländereien im Zuge der Eisenacherstraße zu überlassen. Die Wilmersdorf. Mittwochabend 8 Uhr findet in wittes überaus wichtige Angelegenheit, bei welcher die Stadt noch 82000 Mr. Volksgarten, Berlinerstr. 40, die Mitglieder Versammlung dem Magen der Kirche opfern soll, hatte bereits einen Ausschuß be des Wahlvereins statt. Genoffe Schubert- Schöneberg hält einen schäftigt, der mit 4 gegen 4 Stimmen die Ablehnung der Vorlage Vortrag" Die Schule im Dienste gegen die Freiheit". Zahlreicher empfahl. In treffender Weise polemisierten unsre Genossen süter Besuch ist geboten; Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. und offmann gegen jede Art der Abtretung städtischer GrundNeu- Weißenfee. Die zu gestern angefeßte Generalversammlung ftüde zu genannten Zwed. Beschlossen wurde, die Angelegenheit des Wahlvereins findet bestimmt heute abend 8 Uhr im Prälaten, an den Ausschuß zurüd zu verweisen. Lehderstraße 122, statt. Kommunales. " Centralverband der Konditorgehilfen und verwandter Berufe. Mittwoch, den 5. November, abends 9 Uhr bei Stiehr( Hamburger Haus"), Linienftr. 96, Mitgliederversammlung. Gäste willkommen. Gehilfen( Zweigverein Berlin). Mittwoch, den 5. d. M., abends 10 Uhr, Verband deutscher Barbier, Friseur und Perrückenmacher im Restaurant Bauer, Rosenthalerstr. 57: Bersammlung. Central Verband der Handlungsgehilfen und Gehilfiunen Deutschlands( Bezirk Berlin). Mittwoch, den 5. November, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag Aus der deutschen Litteratur!" Referent: Redakteur H. Ströbel. Gäste find willkommen. Ueber die Socialgefekgebung und die Arbeitslosen- Versicherung pricht Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr am Donnerstag, den 6. Noember, abends 8 Uhr, in einer in Gewerkschaftshause stattfindenden Ber jammlung des Arbeitervertretervereins, zu der die Schiedsgerichts- Beifizer fowie die Gewerkschafts- und Krankenkassen Borstände besonders ein geladen find. Letzte Nachrichten und Depefchen. Oldenburger Landtag. Oldenburg, 4. November.( W. T. B.) Der Landtag ist heute den weiteren Ausbau des oldenburgischen Eisenbahnnetzes und bezeichnet abend durch den Minister Willich mit einer Thronrede eröffnet worden. Dieselbe kündigt u. a. eine Vorlage an betreffend den weiteren Ausbau des oldenburgischen Eisenbahnnetzes und bezeichnet die gesamte Lage der oldenburgischen Finanzen als verhältnismäßig günstig, wenn sich der Woranschlag, zu deſſen Ausgleichung bie Betriebsüberschüsse der Eisenbahnen herangezogen werden, mit einem Einkommensteuerzuschlag von 33% Proz. verwirklichen läßt. Verstaatlichung der pfälzischen Eisenbahnen. Eine weitere erregte Debatte entspann sich über den Magistratsantrag, vom Etatsjahr 1903 ab die Gemeinde Einkommen steuer im Steuerjaze von 4 M. nicht mehr zu erheben. Stadtberordneten- Vorsteher Müller hatte Bedenken, da bei dem Ausfall von etwa 40 000 m. tommunale Kulturforderungen" leiden vom Magistrat vorgeschlagene Abänderung der Bedingungen licher wurde die Vorlage einem Ausschuß überwiesen zur genauen Die Gasdeputation beriet u. a. am bergangenen Montag die tönnten. Gegen die Stimmen unsrer Genossen und einiger Bürgerfür die Gasentnahme aus den städtischen Gaswerken. Die Renderung ist bedingt durch den jetzt maßgebenden Einheitspreis für Feststellung des entstehenden Ausfalles".- Der seiner Zeit durch Aenderung ist bedingt durch den jest maßgebenden Einheitspreis für gefallene Mischmaschkandidat Polenz hat in einem Schreiben an gewerbliches und Leuchtgas. Die Vorlage bringt aber noch so im Ben Magistrat mitgeteilt, daß er seine beim Bezirksausschuß anhängig Borbeigehen auch noch eine Spige gegen die Arbeiterbewegung; gemachte Klage gegen den Stadtverordneten- Beschluß, betreffend die fie rechnet die den Ereignissen, welche die Gasabnehmer ohne Ent- Gültigkeitserklärung unsres Genossen Obst, zurückgezogen hat. ihrer Lieferungspflicht gegen die Gasabnehmer ohne Gültigkeitserklärung unires Genossen Obst, zurüdgezogen hat. schädigung entbinden, nicht mehr wie früher nur Feuersgefahr, Jedenfalls das beste, was er thun tonnte. Explosion, Naturereignisse, Krieg also solche Ereignisse, die als Ober- Schöneweide. Schon seit mehreren Jahren war das Be- München, 4. November.( W. T. B.) Die Allgemeine Zeitung eine höhere Macht( force majeur) zu betrachten sind, deren Verstreben der hiesigen Gemeinde darauf gerichtet, geeignetes forst- schreibt: Die vom Staatsministerium eingesetzte Kommission zum hinderung nicht ohne weiteres in der Macht der Stadtgemeinde fiskalisches Terrain zu erwerben; dieses Verlangen ist aber vom Studium der Verhältnisse der pfälzischen Eisenbahnen hat gestern liegt, sondern auch den Streit. Fistus immer abgelehnt worden, trotzdem er mit dem Plane um- nach vierzehntägigen Aufenthalt in der Pfalz ihre Thätigkeit be zu Stadt bon Genosse Wurm, der Mitglied der Gasdeputation ist, protestierte ging, einen großen Waldbestand zu parzellieren. Nunmehr ist es endet. Ueber das Ergebnis wird mit möglichster Beschleunigung ein gegen diese Einschmuggelung; der Streit sei durchaus nicht als aber doch gelungen, mit der Regierung einen Vertrag abzuschließen. Bericht ausgearbeitet und dem Staatsministerium in Borlage höhere Gewalt zu betrachten, seine Verhinderung sei bei gutem Danach wird der Gemeinde Ober- Schöneweide das gesamte Areal gebracht werden, auf Grund dessen die Frage der Verstaatlichung Gewissen der Gemeinde möglich und Gemeinde möglich und das Ausbrechen von zwischen Rathenaustraße bis Berliner Gebiet einverleibt, in ungefährer erwogen und Verhandlungen zwischen dem Ministerium und der VerStreits nur ein Beweis dafür, daß die socialpolitische Umsicht der Größe von 86 Hektar. Für die Gemeinde bedeutet das einen großen waltung der pfälzischen Bahnen geführt werden können. Die Kommission Verwaltung viel zu wünschen übrig lasse. Auch sei ja von der Fortschritt in ihrer Entwicklung. Fehlten ihr doch bisher geeignete hat sich über alle Verhältnisse unterrichten können. Abgesehen von Stadtverordneten Bersammlung im Juni vorvorigen Blätze für einen Friedhof, ein Krankenhaus usw. Auch wird beabsichtigt einzelnen Berechnungen, welche die Leistungsfähigkeit der Pensionstaffe Jahres der Antrag der Berliner Baugeschäfte, die Streit in dem neu entstehenden Ortsteil ein eignes Wasserwerk zu errichten. und einige andre Personalverhältnisse betreffen, ist das gesammelte flaufel in die über städtische Bauten abzuschließenden Verträge Selbstverständlich durften in dem Bebauungsplane die Pläge für Material vollauf genügend und das Ergebnis der Thätigkeit der aufzunehmen, abgelehnt worden. Dort, wo die Stadt Abnehmer zwei Kirchen, evangelische und katholische, nicht fehlen. Durch die Kommiffion durchaus geeignet, um eine zuverlässige Grundlage für sei, stehe sie auf dem richtigen Standpunkt, der Streit ſei nicht Eingemeindung werden auch zwei für die Gemeinde brennende die weitere Behandlung der Verstaatlichungsfrage zu bilden. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. mogilisi tasdoled Nr. 259. 19. Jahrgang. 10 idsig 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 5. November 1902, 21 unter dodo oberschlesischen Kohlen möglich billige Transportgelegenheiten nach freiheit des Arbeiters, wie man es in Deutschland nicht entfernt Reichstag. og stignol dem Weſten zu erhalten, der Mittelland- Kanal aber will gerade der tennt. Wir wollen ein großes Stück Ihrer sogenannten Arbeitersodat diteuren westfälischen Kohle gesteigerten Absatz nach dem Osten verschaffen. schutz- Gesetzgebung preisgeben, wenn sie dafür den deutschen Arbeitern 208. Sigung. Dienstag, den 4. November 1902, Im Interesse der Arbeiter liegt das Verlangen der Socialdemokraten, dasselbe Maß von Unabhängigkeit und Freiheit gewähren wie dem mittags 12 Uhr. die Lieferungen nach dem Ausland zu verbieten, sicher am wenigsten. englischen und amerikanischen Arbeiter. In Amerika sind auch 2nd Die große schon bestehende Arbeitslosigkeit würde ins riesenhafte die Löhne höher bei einer türzeren Arbeitszeit. Ein Landarbeiter sdAm Bundesratstisch: Graf Posadowsky, v. Thielen. vermehrt werden, wenn eine Regierung so thöricht wäre, diesem bekommt dort 2 bis 22 Dollar, dabei arbeitet er Präsident Graf Balleſtrem: Verlangen nachzukommen. Keine Industrie der Welt ist so start be- teinen Umständen länger als 10 Stunden. Die Industrie- Arbeiter Ich habe dem Hause eine schmerzliche Mitteilung zu machen. laftet wie gerade die Deutsche. Ich erinnere an die allgemeine arbeiten im allgemeinen nicht länger als 9 Stunden. In großen Unser Kollege Ridert, Mitglied des Reichstags fast ununterbrochen Wehr- und Schulpflicht, nicht zuletzt auch die ausgedehnte Arbeiter amerikanischen Industriezweigen haben die Arbeiter bereits den Achtdurch neun Legislaturperioden, ist gestern hier verstorben. In un- fürsorge. Und da verlangen Sie, Deutschland folle zu den stundentag errungen. Die amerikanischen Südstaaten, in denen nach erschütterlicher Treue hat er sich noch bis zuletzt am 14. Oftober an selben Preisen egportieren, wie die Konkurrenz des Aus- den Ausführungen des Abg. Gamp mehr als 20 000 Kinder bis den Arbeiten des Reichstags beteiligt. Nach wenigen Tagen wurde landes! Gerade in dem Ausgleich dieser humänitären Lasten 12 Stunden täglich arbeiten, sind die ökonomisch rückständigsten er aufs Krantenlager geworfen, von welchem er nach Gottes Rat- liegt die ethische Berechtigung der Schutzzollpolitik.( Lachen links, sehr Gegenden der Vereinigten Staaten. Die Arbeit wird dort schluß nicht mehr aufstehen sollte. Er ruhe in Frieden! gut! rechts.) Der preußische Handelsminister Möller ist ein sehr zum größten Teil von Schwarzen geleistet, die man auf erhalten fucht. Ich ver Die zweite Lesung des Bolltarif- Gesezes wird fortgesezt bei der großer Mann,( Große Heiterkeit lints.)- ich meine natürlich nicht der niedrigsten Kulturstufe zu die körperliche Größe Distuffion über den von den Abgg. Albrecht( Soc.) und Genossen leicht in der Lage, Maßregeln zu ergreifen, die Ausschreitungen Arbeiter in Rußland, das annähernd so hohe Schutzölle hat wie aber er wäre vermöge seines Einflusses weise den Abg. Gamp aber auch auf die erbärmliche Lage der beantragten§ 1b, wonach der Bundesrat verpflichtet ist, solche Waren entgegenwirken. Abg. Bernstein sagte, er sei an sich nicht gegen das Amerika. Andrerseits sind die Löhne in dem freihändlerischen Engzollfrei einzulassen, die von deutschen Trusts, Syndikaten, Kartellen, Kartellwesen, aber er verlange zunächst einen höheren Arbeiterschutz. land durchschnittlich höher als bei uns. Hohe Löhne stehen immer Ringen oder dergleichen nach dem oder im Auslande billiger ver- Da hätten doch Ihre( zu den Socialdemokraten) Gesinnungsgenossen in direktem Verhältnis zur Arbeitsleistung. Die Landwirtschaft muß, tauft werden als im deutschen Zollgebiet. Ein dazu vorliegender zunächst einmal in Amerika auf einen solchen erhöhten Arbeiterschutz um existenzfähig zu bleiben, unter Benutzung der modernen technischen Antrag Barth will für den Fall der Ablehnung dieses Antrages hinwirten sollen!( Lachen bei den Socialdemokraten.) Statt dessen Errungenschaften zur Großproduktion übergehen. In Amerita sind Albrecht dem Bundesrat die obige Befugnis erteilen.ateri after find die Socialdemokraten durch Bekämpfung der Accordarbeit be- auch die Lebensmittelpreise im Durchschnitt niedriger als bei gul Abg. Dr. Paasche( natl.): müht, die Arbeitsleistung herabzudrücken. Die Laurahütte hat in uns. Deshalb wandern auch viele Hunderttausende Deutscher nach Die Darlegungen des Herrn Abg. Bernstein über die Wirkungen diesem Jahre 2 800 000 M. für die Arbeiter aufgewendet, während die Amerika aus, nicht umgekehrt. Der Zolltarif wird diese Erscheinung der Kartelle auf die Krisen waren ja überaus intereffant, aber ich Attionäre nur 2 700 000 M. erhalten haben. Auf den Kopf der noch verstärken.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) muß doch der Versuchung widerstehen, auf sie näher einzugehen. doch verhältnismäßig gering ist, entfielen 125, M. jährlich. Abg. sollen wir nicht unsten Antrag annehmen und gleichzeitig die Enquete Arbeiter, einschließlich der Frauen und Kinder, deren Arbeitsleistung Graf Kanizz will das Ergebnis der Enquete abwarten. Warum Graf. Kanik hatte recht, die Tribüne des Reichstages darf nicht zum Bernstein sollte sich also doch etwas besser über die socialen Wohl- vornehmen? Beides geht Hand in Hand. Universitätskatheder werden. Bernstein gab ja selbst zu, daß die Unser Antrag will zuKartelle im Princip einen wirtschaftlichen Fortschritt bedeuten, aber fahrtbestrebungen unsrer Induſtrie informieren.( Buruf bei den nächst die Wirkung der Kartellpolitit im Ausland treffen. In der ihre Preistreibereien erforderten scharfe Gegenmaßregeln und eine Socialdemokraten.) Wie? Die Rechnung wollen Sie haben? Abg. speciellen Kartellgesetzgebung müssen dann ihre Wirkungen im Instaatliche Kontrolle. Wie sich auch die Liberalen durch Herrn Gothein Gamp weist auf ein vor ihm liegendes Blatt.) lande geregelt werden. Graf Kaniz hat auch übersehen, daß in für eine solche staatliche Oberaufsicht erklären konnten tonnten, ist Präsident Graf Ballestrem( unterbrechend): phaton Konsequenz der Annahme unsres Antrags von Rechtswegen ein mir nicht recht verständlich. Die Kartelle sind eine auf der Bahn Kartellamt für alle diese Verhältnisse errichtet werden müßte. der notwendigen Entwicklung liegende neue Einrichtung, die natürlich Gegenstand führen wollen, so rufen Sie doch eine Versammlung in zweifellos im Vordergrunde stehen. Das beweist die Note der Wenn Sie Privatgespräche über diesen gewiß sehr interessanten Die Kartellfrage wird bei den nächsten Vertragsverhandlungen ihre Kinderkrankheiten durchzumachen hat. Die meisten Kartelle sind geschlossen in der Zeit der bitterſten einem Privatlokal ein.( Große Heiterkeit.) Hier geht es nicht! russischen Regierung vom 30. Juni d. J. an die Teilnehmer an der Notlage der betreffenden Industrie, als die Preise die ProduktionsAbg. Gamp( fortfahrend): Brüsseler Zuckerkonvention. Unter diesen Umständen hat der Reichstosten taum mehr decken. Von einer Preistreiberei fann daher in den Der socialdemokratische Antrag bedeutet eine große wirtschaft Herr Witte weist in seiner Note darauf hin, daß das Kartellwesen tag die dringende Pflicht, zu dieser Materie Stellung zu nehmen. meisten Fällen nicht die Rede sein. Daß einzelne Syndikate ihre Macht liche Thorheit. Wenn z. B. die pommerschen Meiereien, um den auf Kosten der inneren Konsumenten den Außenhandel betreibe. gemißbraucht haben, wird kein Verständiger leugnen; trotzdem aber englischen Markt zu fultivieren, nach England die Butter um 1Mart Die Manipulationen beim Export feien gegenwärtig sehr verbreitet, gehört doch diesen Organisationen die Zukunft der wirtschaftlichen billiger verkaufen als im Inlande, so soll gleich der Butterzoll auf- so verkaufe das deutsche Schienensyndikat in Deutschland die Tonne für Entwicklung. In Amerita haben die kolossalen Trusts vielfach keine gehoben werden! Sie( zu den Socialdemokraten) müssen doch ein- 115 M., im Auslande für 85 M.( Hört! hört! bei den Social Berteuerung, sondern eine Verbilligung der Waren und keine Herab- sehen, daß das Unsinn ist!( Lachen bei den Socialdemokraten.) demokraten.) Die ganze Widersinnigkeit der Lage sei im vorigen brüdung, sondern eine Erhöhung der Löhne zur Folge gehabt. Wir Herr Bernstein verlangt höhere Löhne und niedrigere Preise. Wenn Jahr bei dem Kohlenmangel zu Tage getreten. Während deutsche begrüßen die Enquete der Regierung über die Wirkungen der Kar- Sie, Herr Bernstein, dies Problem lösen, verdienen Sie einen Kohlen nach Destreich zu 8,50 per Tonne exportiert wurden, kostete telle mit großer Freude, in der Arbeit des Bolltarifs wollen wir uns Lorbeerkranz!( Heiterkeit.) Sie haben felbft gefagt: es flinge die Tonne im Lande selbst 18,50 m.( hört! hört! bei den Social aber durch diese Enquete nicht stören lassen. Die Verbindung der parador. Sie wollten wohl fagen: es flingt wie Unsinn. Es flingt demokraten.) Herr Witte betont, der einzige Schutz gegen eine der Kartellfrage mit der Zolltariffrage, wie sie der Antrag Albrecht will, aber nicht nur so, sondern das ist es auch.( Lachen bei den Social- artige Kartellpolitik liege in der Erhöhung der Schutzölle. Das ist halten wir nicht für berechtigt. Schutzölle lassen sich nicht demokraten.) Die Hauptthätigkeit des von Herrn Bernstein an- des Pudels Kern. Wie wollen Sie angesichts dieser Thatsache beohne weitere Schädigung des Wirtschaftslebens von heut geführten Dr. Schulz scheint nicht auf landwirtschaftlichem, sondern haupten, unser Antrag habe mit dem Zolltarif nichts zu thun. auf morgen beseitigen und wieder einführen. Die notwendige auf litterarischem Gebiete zu liegen. Es giebt keinen Unsinn, für Herr Witte sagt selbst, man müsse der Frage um so mehr näher Konsequenz des socialdemokratischen Kartellantrages wäre eine inter- ben man nicht eine wissenschaftliche Autorität anführen könnte. treten, als der Ablauf der Handelsverträge bevorstehe. Er sagt, nationale Regelung der Ausfuhrverhältnisse, damit im Falle der( Heiterkeit links.) Aufhebung der Schutzölle das Inland nicht plöglich mit den Prowird es klug sein, auf lange Zeit hinaus die Bollsäge festzulegen duften der ausländischen Industrie überschwemmt werde. Wie wir und dadurch das einzig wirksame Verteidigungsmittel gegen den Es war interessant, den gegensäßlichen Standpunkt der Herren gewiffenlosen Stonkurrenztampf der Synditate aus der Hand zu eine Zuckertonvention haben, müßten wir dann auch eine inter- Gamp und Graf Kaniz, die in Agrarfragen stets an einen Strange geben.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Thätigkeit nationale Eifentonvention usw. haben. Diese Konsequenz hat schon ziehen, bei dieser Gelegenheit zu beobachten. Herr Gamp ist ja mit ber Startelle widerspreche dem Princip der Handelsverträge, die auf Abg. Gothein richtig gezogen. Ich bitte, den socialdemokratischen einem Freunde v. Kardorff immer dafür eingetreten, daß Land- der Solidarität der Nationen begründet seien. Dazu kommt, daß Antrag abzulehnen.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) wirtschaft und Industrie zusammengehen müssen, durch sein heutiges die Synditate eine ganz gewaltige Macht im Staate selbst bedeuten. mat Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vg.): Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vg.): Node Eintreten für die Kartelle hat er aber bewiesen, daß seine Interessen Das Organ des Centralverbandes der Industriellen, die„ Berliner std Ich halte den Zusammenhang zwischen dem Zolltarif und dem weit mehr auf industriellem Gebiete liegen. Daß wir teine prin- Neuesten Nachrichten", schrieb anläßlich jener Note des russischen Kartellwesen für so evident, daß wir die Augen nicht verschließen cipiellen Gegner der Kartelle sind, darüber haben ja die Aus- Finanzministers: Internationale Politit und Synditate sind jedes dürfen vor den Mißständen, zu denen die Kartelle auf zollpolitischem führungen Bernsteins keinen Zweifel gelassen. Die Kartelle bedeuten eine Sache für sich, die Syndikate müßten gefördert werden mit oder Gebiet Anlaß geben können. Abgeordneter Dr. Paasche hat zum zweifellos einen Fortschritt in der Entwicklung, die, je rascher ohne Mitwirkung des Staates. Also die Herren find bereit, im großen Zeil gegt von ist meht mehr all, in que, großen Teil gegen seine eigne Frattion polemisiert: ich erinnere an fie fich vollzieht, um so mehr den Moment beschleunigt, wo wir aus äußersten Fall selbst gegen den Staat berzugehen. Es hieß dort: Ben Antrag Heyl von Herrnsheim, der unterschrieben ist von einer den Antrag Heyl von Herrnsheim, der unterschrieben ist von einer den Startellen zu Truſts, von diesen zur Vergesellschaftung der ge- Die Handelspolitit ist nicht mehr allein ausschlaggebend, neben ihr großen Anzahl nationalliberaler Herren, allerdings nicht von den samten Induſtrie und damit zum Socialismus tommen. Daß aber ist die Politik der Kartelle entstanden, welche die Aufmerksamkeit der Abgeordneten Dr. Paasche und Dr. Beumer. Es unterliegt feinem Auswüchse der Kartelle vorhanden sind, mußte selbst Herr Gamp zu- Beteiligten im vollsten Maße in Anspruch nimmt." Zweifel, daß, wenn dieser Zolltarif Gesetz werden sollte, das Kartell- geben. Es bedeutete doch in der That bereits einen schweren Schaden Weiter muß immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden, wesen dadurch in Brauch und Mißbrauch sehr wesentlich gefördert für die Allgemeinheit, wenn z. B. durch die Preistreibereien des daß der preußische Staat dem Kartellivesen durch seine Eisenbahnwerden würde. Ein hervorragender amerikanischer Sachkenner des Buckerkartells der Konsum so zurückging, daß die Staatstaffe in politit in die Hände arbeitet. Die riesige Ausfuhr von Coals und Trustvereins gab offen zu:" Die Mutter aller Trusts ist die Zoll- einem halben Jahre um 16 Millionen Steuereinnahmen geschädigt Kohlen in das Ausland, das sie zu niedrigeren Preisen bezieht als tarif- Gesetzgebung!"( hört! hört! links.) Es wird ja auch gar wurde.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Herr Gamp das deutsche Publikum und die deutschen Unternehmer, ist nur möga bei bene center has uns bie Hinsichtigt bei ben nicht bestritten, daß manche Startelle nach dem Auslande billiger sprechen. Das haben wir auch nicht gethan. Die Centralisation demokraten.) Ende August d. I. lief durch die Zeitungen die Notiz, nicht bestritten, daß manche Kartelle nach dem Auslande billiger meinte, wir dürften uns gegen eine Fusion der Kartelle nicht aus- lich durch die billigen Ausfuhrtarife.( Sehr richtig! bei den Social Liefern als innerhalb Deutschlands. Dadurch verwandelt fich der Zoll in eine indirette Ausfuhrprämie, der tapitalistischen Unternehmungen wird von uns stets als ein daß Minister Budde der Industrie fein Entgegenkommen bewiefen Schutz der nationalen Arbeit wird zur Begünstigung ausländischer Fortschritt angesehen, dadurch unterscheiden wir uns gerade von den habe und daß der von der nordwestlichen Gruppe deutscher Eisene Konturrenten. So hat das Syndikat der Drahtstiftfabriken nach sogenannten Mittelstandspolitikern, zu denen doch sonst auch Herr und Stahlindustrieller längst verlangte billigere Tarif auch für feinem eignen Geschäftsbericht in der zweiten Hälfte des Jahres 1900 Bamp zu gehören behauptet. Durch seine lebhafte Verteidigung Roheisen am 1. September d. J. in Kraft treten werde.( Hört! hört! nach dem Inlande für 28,3 Millionen zu 25 Mart, nach dem Aus- des Kartellwesens hat er sich als der größte Feind der Mittel- lints) Die Kartelle feßen, von den Schutzöllen gegen die Konkurrenz Lande für 19,5 Millionen zu 14 Mart verkauft.( Hört! hört! links.) standsretterei erwiesen, das hier einmal klar festzustellen ist not- des Auslandes geschügt, ihre Rohmaterialien, ihre Halb- und GanzMehnliches gilt von den Baumwollspinnern und dem Kohlen- und Coats- wendig. Wir können unsoweniger gegen eine Fusionierung der fabrikate im Inlande ab und liefern dafür billig ins Ausland. In Syndikat. Das letztere lieferte nach dem Inlande für 17,5 Mart, Kartelle ſein, als dieſe thatsächlich die höhere Kulturstufe darstellt. den letzten Jahren sind die Produktionsstätten weit über das nounale Synditat. Das letztere lieferte nach dem Inlande für 17,5 Mart, nach dem Auslande für 12,5 Mark. An die östreichischen Eisenwerke wurde Schreitet diese Fusion immer weiter fort, so entsteht eines Tages Maß hinaus vergrößert, ist die Produktionsfähigkeit aufs höchste Hochofen- Coats verkauft für 8,10 Mart, während das Inland den die Frage was nun? und dann bleibt nichts übrig als die Verstaat- gesteigert worden; der Bedarf aber ist seit 1900 beständig zurüc doppelten Preis, 16-17 Mart, bezahlen mußte.( hört! hört!) lichung, die Expropriation der Expropriateure. Diese Erpropriation gegangen. Für die Großindustrie entstand die Frage, wo sie ihre Diese Ziffern find aus Prozeßatten entnommen. Nach Holland aus- würde dann zwar einer kleinen Minderheit zum Schaden, der All- Produtte lassen sollte: sie warf sie zu Schleuderpreisen auf geführte Kohlen würden, in Holland von deutschen Fabriken an- gemeinheit aber zum Nutzen gereichen.( Sehr richtig! bei den den Weltmarkt, unterstützt von der Eisenbahntarif- Politik getauft, inklusive Boll und Fracht sich eventuell für Deutschland Socialdemokraten.) Prenßens und Deutschlands. Besonders charakteristischist billiger stellen, als wenn sie direkt im Inlande gekauft würden. Junsbesondere glaubt Herr Gamp uns eine Vorlesung halten zu das Verhalten des Kalisyndikats, an dessen Spize der preußische Ein Mißstand des Kartellwesens liegt auch in dem unerhörten Ein Mißstand des Kartellwesens liegt auch in dem unerhörten sollen darüber, wie falsch unsre Politik in Bezug auf die Kohlen- Staat steht. Kali ist ein absolut notwendiges Produkt für die Lands Terrorismus, mit dem widerstrebende Fabriken zum Eintritt gezwungen tonfumtion fei. Die heutige Art der Syndizierung und der Verwirtschaft. Die deutsche Landwirtschaft ist infofern von der Natur in oder für ihren Nichteintritt bestraft werden. Dazu kommt ein social- teilung des Kohlenmarktes erfolgt aber bei einem ungeheuren Preis- dieser Hinsicht begünstigt, als Deutschland die größte Kaliproduktion politischer Mißstand. Schon find öffentliche Anregungen von Kartell- aufschlag zum Schaden der Konsumenten. Wir erstreben deshalb hat. In andren Ländern, deren Landwirtschaft Kali braucht, fehlt vertretern erfolgt, wonach für alle Werte ein Normallohn, der schon heute die Verstaatlichung des gesamten Kohlenbergbaues. fie ganz. Nun ist Nordamerika gezwungen, mehr und mehr von der natürlich unter dem jetzigen Niveau steht, festgesetzt werden soll. Dadurch wird es möglich sein, die Kohlen möglichst billig an extensiven zur intensiven Landwirtschaft überzugehen. Bei der Die von der Regierung in Aussicht gestellte Enquete kommt zu die Gesamtbevölkerung und die Unternehmerschaft abzugeben, ungeheuren Bodenfläche, die in Frage kommt, ist der Bedarf fpät. Wir brauchen erst das Ergebnis dieser Enquete, che wir ohne daß der Staat dabei zu kurz kommt. Mein Bartei an fünstlichen Düngemitteln, wie Kali, sehr hoch, das über den Rolltarif weiter beraten tönnen. Vielleicht kommt es trop genosse Bernstein Redner, die sich Amerika von Deutschland beziehen muß. Es ist doch ein starkes aller Berständigungsversuche der Mehrheit doch noch dahin, daß für unsern Antrag ausgesprochen haben, haben insbesondere Stück, daß das Kalisyndikat trotz des Geschreis der deutschen wir erst das Resultat der Enquete bekommen, ehe wir in die Neu- nachgewiesen, wie durch die Kartellpolitik der letzten Jahre die Rob Landwirtschaft über die Konkurrenz Amerikas dieser Konkurrenz das regelung unsrer handelspolitischen Beziehungen eintreten. und Halbmaterialien in solchem Maße verteuert worden sind, daß durch geradezu Borschub leistet, daß es das Kali der amerikanischen und der and Abg. Bebel( Soc.): und die andern Gewiß bedeuten die vorliegenden Anträge teine ideale Lösung, ganze Industriezweige Deutschlands dadurch gegenüber dem Aus- Landwirtschaft billiger liefert, als der deutschen.( Hört! hört!) Dazu Gewiß bedeuten die vorliegenden Anträge keine ideale Lösung, lande konkurrenzunfähig geworden find. Weiter tam Herr Gamp auf aber schweigen Sie( nach rechts!) während Sie hier doch wirklich aber sie packen das Problem an der richtigen Stelle an. Sind die Herren mit dem Princip der Anträge einverstanden, so können wir die großen Lasten zu sprechen, die das deutsche Unternehmertum zu Grund zu Klagen haben.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) über die Form sicher bis zur dritten Lesung, falls es überhaupt je die allgemeine Wehrpflicht als eine besonders ungünstig wirkende Laft Kaniß noch Herr Gamp haben seine Behauptung widerlegt, daß die tragen hätte. Dabei war mir neu, daß jetzt auch auf jener Seite Mein Parteigenosse Bernstein hat völlig recht und weder Graf zu einer solchen kommt, eine Verständigung finden. Wir arbeiten ja mit Bewußtsein darauf hin, daß dieser Zolltarif nicht zu stande der deutschen Industrie gegenüber dem Ausland empfunden wird.( Sehr Kartelle die inländische Industrie bedeutend schädigen, die Krisis vertommt, sondern halten im Interesse der Induſtrie und auch der Landwirt- richtig! bei den Socialdemokraten.) Wir haben diesen Gedanken schärfen und den deutschen Arbeiter aufs schärfste treffen. schaft eine Verlängerung der bestehenden Tarife für den besten Ausweg. schon vor vielen Jahren ausgesprochen und von diesem Standpunkt( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) fchaft eine Verlängerung der bestehenden Tarife für den besten Ausweg aus das Milizsystem empfohlen, dabei aber stets auf Ihrer Seite so weit gediehen, daß mit Hilfe der Schleuderpreise, zu denen die Die Dinge find Benn die Regierung mit diesem Ausweg rechnen muß, so war es um so unverständlicher, wie gerade Graf Posadowsky es für angebracht halten heftigsten Widerspruch gefunden. Wenn Sie jetzt die Laften der all- deutschen Kartelle ihre Roh- und Halbfabrikate im Ausland absetzen, Tonnte, diese Methode zu diskreditieren und einer Eventualität, auf gemeinen Wehrpflicht erleichtern wollen, werden wir hier sehr gern mit ausländische Fabrikanten trotz der Schutzzölle den deutschen Verdie der Herr Reichskanzler selbst hingewiesen hatte, gewissermaßen und physischen Vorteile der allgemeinen Wehrpflicht betont, jest tönnen. Ein klassisches Beispiel gab vor einiger Zeit die„ Hamburger Ihnen zusammenarbeiten. Sie haber früher stets die eminent moralischen arbeitungs- Industrien auf dem Inlandsmarkte Konkurrenz bereiten Schwierigkeiten zu besorgen. Die technische Unbrauchbarkeit des bestehenden Tarifs ist zwar häufig behauptet, aber noch nie bewiesen empfinden Sie sie als eine schwere Schädigung der Industriellen. Börsenhalle". Sie teilte mit, daß holländische Werften mit Hilfe stehenden Tarifs ist zwar häufig behauptet, aber noch nie bewiesen( Abg. Gamp ruft: Habe ich gar nicht gesagt.) Dann haben Sie des billigen ans Deutschland stammenden Roh- und Halbmaterials die worden.( Sehr richtig! links.) Jest steht aber, daß gerade unter worden.( Sehr richtig! links.) Fest steht aber, daß gerade unter etwas andres gefagt, als Sie wollten. Die allgemeine Schulpflicht, deutschen Werften bei der Lieferung von Schuten aus dem Felde den bestehenden Berträgen ein großer wirtschaftlicher Aufschwung die Herr Gamp weiter erwähnte, hat im eminenten Maße zur Er- schlagen. Es vergehe keine Woche, in der nicht mehrere Schuten, die möglich gewesen ist.( Bravo! links.) höhung der Leistungsfähigkeit unsrer Arbeiterschafi beigetragen. in Holland gebaut find, in Hamburg zur Ablieferung gelangten und unter in 20midexlibg. Gamp( Rp.): ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Was die Armenpflege zwar zu einem billigeren Preise, Ich halte die Kartelle in gewissem Sinne für eine absolute Not- anlangt, so hat doch der Staat dafür zu sorgen, daß möglichst Werften liefern könnten, obwohl auf jeder in Holland gewendigkeit, um die Verteidigung der Produzenten gegen die Händler wenig Arme entstehen. Dieser Zolltarif muß im Gegenteil die bauten Schute mindestens 500 Mark an Schlepperlohn und mit Erfolg führen zu können. Die meisten Startelle find Kinder der Maffenberarmung fördern.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Affeturanzprämien ruhten.( hört! hört! links.) Angesichts solcher Not. Herr Bernstein sprach von dem Princip der größtmöglichen Unfall-, Kranken- und Invaliditäts- Versicherung find zwar Vorteile im vernichtender Thatsachen für das Kartellwesen ist die Gleichgültigkeit Wirtschaftlichkeit. Gewiß ein ganz idealer und berechtigter Stand- Princip, in Wirklichkeit ist aber an diesen Gesezen sehr viel auszusetzen. der Majorität in dieser Frage ganz unbegreiflich. Sollen wir denn punkt, den die Herren der Linken aber nicht immer praktisch ver- Andrerseits haben andre Länder und besonders die hier in Betracht dieser Entwicklung mit gebundenen Händen hilflos gegenüberstehen? treten haben. Vom Standpunkt der größtmöglichen Wirtschaftlichkeit tommenden Konkurrenzländer ein solches Maß von Koalitions, In der Broschüre Deutschland am Scheidewege" wird. berechnet. hätten Sie( nach links) dafür eintreten müssen, daß die billigeren Vereins, Bersammlungs- und Brekfreiheit, turz von Bewegungs- daß das Ausland für unser Noheisen 45 M. für die Tonne zu " Es werden besonders die billigeren bezahlen hat, während es in Deutschland 60 Wt. Toftet; für schmiede-| bereit erklärt, eine Herabſegung der Preise für das Inland um fünf| beteiligt gewesen bin. Wer auf dem Weltlande ton eiserne Träger sind die entsprechenden Zahlen 66 M. und 97/, M., Mart pro Tonne vorzunehmen. Das ist aber eine so minimale Auslandsverkäufe getadelt. 66 für Stabeisen 100 und 125 M., für Stahl in Blöcken 65 und 92 M., Herabseßung, daß sie gar nicht ins Gewicht fällt. furrieren will, muß auch zu Weltlands- Preiſen anbieten. für Schienen 115 und 160 M., resp. 85 und 115 M., für Drahtstifte Nun sagt man, die Kartelle seien ein Vorteil für die Arbeiter, Durch die großen Auslandsverkäufe an Roheisen sind in der Zeit der 140-150 m. und 250 M. Bei solchen Preisdifferenzen zu Ungunsten noch Herr Paasche führte aus, sie verbilligen die Preise und erhöhen Krisis Hunderttausende von Arbeitern vor der Arbeitslosigkeit bewahrt des Inlandes besteht in der That die Möglichkeit für ausländische die Löhne. Daß die Trusts eine bedeutende Verbilligung der Produktions- worden. Für den vorliegenden Antrag Albrecht werden die Arbeiter Fabrikanten nach Deutschland zu exportieren. mittel für die betreffende Industrie bedeuten, ist selbstverständlich, feinen Sinn haben. Es giebt in Deutschland vier RoheisenEine außerordentliche Rolle spielt die Ausfuhr des Roheisens da sie eine bedeutende Ersparnis an Verwaltungskosten, Reflames synditate: das siegerländische, das luremburgisch- lothringische, das das oberschlesische. Wenn eines aus Deutschland. Das Roheisen stand in den letzten Jahren so hoch tosten, Vermittelungsspesen aller Art mit sich bringen. Sie schaffen rheinisch- westfälische und im Preis, daß viele deutsche Roheisen verarbeitende Fabriken auf aber auch einen Ueberschuß von Beamten und Arbeitern und bilden dieser Syndikate zu billigeren Preisen im Ausland als im Inland dem Weltmarkt nicht konkurrieren fonnten. Hätten sie nicht infolge damit gerade die Möglichkeit, die Löhne und Gehälter herabzusetzen, verkauft, sollen auch die übrigen darunter leiden durch völlige AufZölle! Vor dem der Prosperität auf dem Eisenmarkt fortgesetzt volle Arbeit gehabt, Das schließt nicht aus, daß bei der Vervollkommnung der Technik schließlich hebung der wir uns doch nicht so schrecklich fürchten. Wir haben so wäre längst eine für auch höhere Löhne eisen- Vorräte wurden aus Deutschland auf den amerikanischen Markt Der Trust selbst aber ist eine so mächtige tapitalistische Organisation, bei den ganzen Zolltarif- Verhandlungen schon viel zu viel geworfen. Die starte Abnahmefähigkeit Ameritas trop der steigenden daß dagegen die Arbeiterorganisationen so gut wie gar nichts aus- Furcht vor dem Auslande geäußert.( Lebhafte Zustimmung rechts.) eigenen Produktion ist auch auf die großen Streits der legten richten tönnen. Das giebt sogar das Ehepaar Wepp zu. Man Das Wesentliche einer Kartellgesetzgebung liegt in der Staatsaufsicht Diesen Monate und Wochen zurückzuführen. So können sehr oft Arbeits- duldet auch in den Trusts die Arbeiterorganisationen nicht und ber- durch Einsegung von Kommissaren oder Kommissionen. einstellungen der Industrie eines andern Landes großen Vorteil bringen. bietet und unterdrückt sie auf alle mögliche Weise. Mit einer der- Instanzen müßte doch auch ein Vetorecht eingeräumt werden. Auf aus dem Auslande müßte sich die beUnfre rheinisch- westfälische Kohlenindustrie kann nur wünschen, daß der artigen Politik geht selbstverständlich ein Niederhalten der Löhne jede Bestellung Generalstreit der französischen Kohlenarbeiter möglichst lange dauere, Hand in hand, wenn auch in den Zeiten der Prosperität die Löhne treffende Grube sofort telegraphisch an die Kommission wenden um die Ueberschüsse ihrer Produktion nach Frankreich werfen zu steigen, denn auch die Kartelle müssen schließlich der Marktlage mit der Anfrage, wie es mit diesem Auslandsverkauf gehalten werden fönnen. In den ersten neun Monaten des Jahres 1900 wurde aus Rechnung tragen. Herr Gamp glaubte einen besonderen Trumpf soll. Wer aber in Deutschland weiß so genau im wirtschaftlichen Deutschland an Roheisen eingeführt 1124 000 Tonnen, im ent- damit ausspielen zu können, daß er zahlenmäßig aufführte, Leben Bescheid, daß er jeden Augenblick aufs genaueste orientiert ist sprechenden Zeitraum 1901 1529 000, 1902 2 372 000 Tonnen. daß die Löhne der Arbeiter der Königs- und Laurahütte höher ge- über die Verkaufs- und Preisverhältnisse sämtlicher 400 deutscher ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) So ist in zwei Jahren wesen seien, als der Gewinn der Aktionäre. Jst denn das überhaupt Syndikate, über die Weltmarktspreise usw.? Ich weiß nur einen in die deutsche Roheifen- Ausfuhr um 111 Proz. gewachsen. Die Ein- ein Vergleich. Die Laurahütte beschäftigt sicher mehrere Tausend Deutschland, der alles das genau weiß: das ist der Abg. Gothein. fuhr nach Deutschland betrug in demselben Zeitraum 1900 760 000 Arbeiter und es fragt sich zunächst: Was verdient der einzelne( Heiterkeit.) Der weiß ja auf wirtschaftlichem Gebiete alles, wird Tonnen, 1901 330 000, 1902 208 000. Das ist eine Abnahme um Arbeiter? Dazu kommt, daß der Arbeiter für schwere Arbeit einen also ein passender Staatskommissar für die Kartelle sein.( Erneute 278 Proz. Trotzdem sind die Preise des Noheisens in Deutsch- fümmerlichen Lohn erhält, während die Dividende unter die nichts- Seiterfeit.) Wie weit ist es denn noch bis zu Staatstommiffaren land außerordentlich hohe! Sogar Industrien, die hierbei direkt thuenden Aktionäre verteilt wird.( Sehr richtig! bei den Social- für große kaufmännische Geschäfte, für Schiffahrtsgesellschaften usw.? Ich bitte Sie im Namen meiner politischen Freunde, den Antrag in Frage fommen, zahlen, um die Ausfuhr fünftlich zu erhöhen, demokraten.) Ausfuhrprämien. So zahlt das rheinisch- westfälische Kohlensyndikát Unter diesen Umständen müssen wir verlangen, daß die Kartelle Unter diesen Umständen müssen wir verlangen, daß die Kartelle abzulehnen.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Rilbrecht an die Roheisen- Industriellen Ausfuhrprämien, damit das Kohlen- unter strenge staatliche Kontrolle gestellt werden und daß ihr gesamtes Ge- of reda Janist Abg. Brömel( frs. Bg.): tim sisi a syndikat die Coatspreise für Deutschland nicht herabzusehen braucht. schäftsgebahren durch eine Kommission überwacht wird, nicht durch Herr Möller hätte lieber das wenige, was er gesagt hat, auch Das ist doch der denkbar größte wirtschaftliche Widerspruch. Wenn einen Beamten, der läßt sich zu leicht beeinflussen. Auf der andren die deutschen Arbeiter etwa mit Hilfe einer großartigen Organi- Seite müssen die Arbeiter gegen die Uebermacht der Unternehmer- nicht sagen sollen. Er hat flipp und klar nachgewiesen, daß der billigeren Auslands sation Hunderttausende nach dem Auslande schaffen wonten, um Organisationen dadurch geschützt werden, daß von Staats wegen der von uns gerügte Unfug dort zu billigen Preisen gegen die deutsche Industrie zu eine gewerkschaftliche Zwangsorganisation der Arbeiter, die in Kartell- verkäufe und der dadurch entstehenden Schädigung der konkurrieren, so würde der deutsche Reichstag alsbald ein Aus- betrieben beschäftigt sind, vorgesehen wird. Nebenbei müssen ihnen deutschen Industrie durch Zollfreiheit abgeholfen werden könnte. nahmegesetz gegen die Auswanderung deutscher Arbeiter beschließen. natürlich die volle Koalitionsfreiheit und Vereinsfreiheit gewährt Wenn Herr Möller konsequent wäre, müßte er danach für unsren Dieselben Leute aber, die in dieser Weise die deutsche Industrie und werden. Also wir verlangen nichts weiter als eine Beseitigung der Antrag eintreten.( Sehr gut! links.) Herr Beumer berief sich wieder auf die Hunderttausende von Arbeitern in der fartellierten die deutschen Arbeiter schädigen, sind die großen Patrioten, die trasfesten Mißbräuche der Kartelle. Wem es aufrichtig damit zu Er vergißt vollständig die vielzahlStützen des Staates und der öffentlichen Ordnung!( Sehr gut! bei thun ist, muß unsrem Antrag zustimmen.( Lebhafter Beifall bei den Groß- Giseninduſtrie. reicheren Arbeiter der Klein- Eisenindustrie, die durch die den Socialdemokraten.) Kann es eine größere Heuchelei geben? Socialdemokraten.) Preispraftifen der Kartelle direkt geschädigt werden. Sehr Mein Parteigenosse Bernstein hatte völlig recht, wenn er ein derPreußischer Handelsminister Möller: richtig! links.) Herr Beumer hat darzulegen versucht, daß eine Be artiges Verfahren als ein direkt vaterlandsverräterisches gebrandmarkt hat. Das ist in der That Vaterlandsverrat! Sie werfen uns Angesichts der bevorstehenden Enquete will ich auf die Sache aufsichtigung der 400 Kartelle praktisch nicht durchführbar sei. Ein immer unsern internationalen Sinn vor. Aber wir haben niemals selbst nicht eingehen, sondern nur einige unrichtigkeiten des Vor- solcher Einwand ist aber mir verständlich vom Standpunkt des auch nur Haaresbreite die inländischen, vaterländischen redners berichtigen. Herr Bebel behauptete, daß das Kali- Schlendrians oder vom Standpunkt des bösen Willens aus, Intereffen zu Gunsten des Auslandes preisgegeben.( Sehr Syndikat Kalifalz nach dem Ausland billiger bertauft hätte als der überhaupt feine Reformen will.( Sehr richtig! links.) richtig! bei den Socialdemokraten.) Hier aber sehen wir an die heimische Landwirtschaft. Das ist nach meiner Kenntnis Der Centralverband der Industriellen, dem Herr Beumer so nahe die Stüzen bon Staat und Gesellschaft die scham- niemals der Fall gewesen.( hört! hört! rechts.) Dann hat sich steht, ist jetzt schon dabei, die Organisation der Enquete der Regierung lofefte Wucherpolitik treiben, um das Inland zu schädigen Herr Bebel darüber entrüstet, daß Schuten, die in Holland gebaut in für ihn erwünschte Bahnen zu lenten. Es wiederholt sich ber und das Ausland emporzuheben. emporzuheben. Die notwendigen Folgen sind, zu erheblich billigeren Preisen von dort nach Hamburg ge- Vorgang bon 1879, wo bei Gelegenheit der Eisenenquete die Sachdieser Politik müssen sein Mangel an Absatz im Inlande, Verteuerung fommen find, als die inländischen. Ich gebe ihm vollständig recht, verständigen genau instruiert wurden, wie sie zu antworten hätten. der Lebensmittel, der Heizung usw., Lohnherabjegungen, furz: eine daß der jetzige Zustand nicht haltbar ist. Wenn er aber das Roll- Der Antrag Albrecht ist uns zu mechanisch, wir wollen dem Schädigung der weitesten Boltstreife. In einem mir von einem tarif- Gesetz durchgelesen hätte, so hätte er gefunden, daß in demselben Bundesrat die Entscheidung überlassen, ob wirklich ein handgreiflicher Industrie- Arbeiter zugegangenen Briefe wird mitgeteilt, daß seit auf diesen Bunft Rüdficht genommen worden ist, indem auch in Zukunft für ißstand vorliegt. Ich bedauere, daß eine so große Partei wie 1900 bis jest breimal Lohnreduktionen stattgefunden haben. Nach Flußschiffe diefelbe Bollfreiheit gesichert werden soll, die jetzt für das Centrum fich diefer wichtigen Frage gegenüber durchaus gleich ben genauen Zahlen find die Löhne seit 1900 um 40 bis 65 Broz. Seeschiffe besteht. Dann hat Herr Bebel von dem Briefe eines gültig verhält.( Sehr richtig! links.) gefunten.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Jezt steht aber Arbeiters gesprochen, der von Lohnreduktionen von 40 bis 50 Proz Um 5 Uhr wird jezt vom Abg. Dr. Barth ein Bertagungsmals eine Lohnreduktion bevor! In welchem Maße große berichtet. Daraus tönnte man schließen, daß solche Lohnreduktionen antrag eingebracht, der auch von den Nationalliberalen unterstützt Mengen von deutschem Roheisen zu sehr reduzierten Preisen in weitem Umfange vorgekommen seien. Es kann sich aber nur um wird. Die Abstimmung über den Antrag bleibt bei der schwachen nach Nordamerika gegangen find, geht schon aus den Maß- einen besonderen Ausnahmefall handeln. Nach allen Statistiken, die Besetzung der Rechten und des Centrums zweifelhaft, so daß icenahmen der amerikanischen Bollbehörden hervor. Die Bollbehörde über Löhne vorhanden sind, find die thatsächlich eingetretenen Lohn- präsident Bijing unter großer Heiterteit des Hauses die Ausin Philadelphia erließ eine Verfügung, wonach das deutsche Roheisen reduktionen erheblich niedriger. Bei den Bergleuten, über die amt- zählung( durch den sogenannten Hammelsprung) anordnet.ds fünftig nicht mehr nach den Exportpreisen, sondern nach den Kartell- liche Berichte vorliegen, gehen sie in feinem Fall über 15 Prozent preisen in Deutschland selbst verzollt werden sollte. Die Bollbehörbe hinaus. Die Kartelle haben nicht verschärfend, sondern mildernd auf fagte sich die Preise, mit denen man uns hier kommt, find die Krisis geturft.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) 9 Schwindelpreise, die wirklichen Preise sind die, welche in Deutsch Abg. Dr. Beumer( natl.): wish land gezahlt werden. Auf eine Beschwerde der JImporteure ist durch eine andre Rubrizierung die Zollerhöhung vorläufig nicht in Straft Herr Singer ruft seinen Nachbarn zu: Jetzt kommt der Hauptgetreten. Die Angelegenheit beschäftigt aber noch eine weitere mann der Kartelle!" Demgegenüber betone ich, daß ich weder Instanz. In letzter Zeit hat sich nun endlich der Halbzeugverband jemals Leiter eines Kartells noch an der Leitung eines Kartells is Davon stimmen mit ja 49 mit nein 85. Bräsident Graf Ballestrem Die Auszählung ergiebt die Anwesenheit von 135 Mitgliedern. enthält sich der Stimme. Das Haus ist somit beschlußunfähig, die Sigung muß abgebrochen werden. Nächste Sigung Mittwoch 12 Uhr( Fortsetzung der heutigen Beratung.ne Schluß 51 Uhr. bi 131050) Central- Verband der Maurer. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Textilarbeiter- Verband Deutſchlands. ( Zweigverein Berlin.) alcanti Bezirk Osten. af moldo in Donnerstag, den 6. November, abends 8 Uhr: Mittwoch, den 5. November, abends 9 Uhr: Mitglieder- Versammlung 4 gr. Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: Für Schöneberg im Klubhause, Hauptstraße 5/6. Für Wedding im Lokal Basewalferstraße 3. Für Süd- Off im Lokal Naunynstraße 6. Für Moabit bei Peters, Alt- Moabit 80/81. Tages- Ordnung: Tages- Ordnung: in Imbs Ostbahnpark, Rüdersdorferstr. 70/71. Aufstellung der Kandidaten zur Verbandsleitung. Die wichtige Tages- Ordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Der Obmann. 143/16 Berlin III( Dekateure). Mittwoch, den 5. Nov., abends 8 Uhr, bei Jannascht, Inselstr. 10: 大 General- Verfammlung. Lages Ordnung: 1. Bericht des Borstanedes. 2 Bericht der Staffierer und der Revisoren. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersucht 197/10 Der Vorstand. Die ordentliche Deutscher Metallarbeiter- Verband. Allgemeine Orts- Krankenkasse Generalversammlung Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, 8immer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. 314 Achtung! Schloffer! der Orts Krankenkaffe für die vereinigten Gewerbebetriebe für den Gewerbebetrieb der Charlottenburgs. Nach§ 49 Abjab 3 des Kaffenfinden Erfazwahlen zur statuts Kaufleute, als ein Drittel der Delegierten Handelsleute und Apotheker 1. Aufstellung der Kandidaten zur Verbandsleitung. 2. Berschiedenes. Die wichtige Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Donnerstag, den 6. November, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Generalversammlung statt, wenn mehr 143/15 Die Verbandsleitung. NB. Die für Schöneberg zum Mittwochabend im Rokale Kyffhäuserstr. 11 geplante Sitzung fällt aus. Jost too. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. 1190 Sonntag, den 9. November, vormittags 10 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27e: Ordentliche 19? 10 pis god b Kommandantenstraße 20: während der Wahlperiode( 1. Januar 1902 bis 31. Dezember 1903) ausgeschieden H Versammlung der Schlosser. n sit. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Cohen über das Unterstützungswesen. 2. Aufstellung der Delegierten zur Drts- Krankenkasse der Schloffer. Distusfion. 165/1 Es ist Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Donnerstag, d. 6. Nov., abends 81%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 1: Sigung der erweiterten Ortsverwaltung. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. General- Versammlung Steinseher Berlins und Umgegend! für das III. Quartal 1902. du Tages Ordnung: n Bon den Delegierten der Stallen mitglieder, deren Zahl fich auf 192 stellt, find insgesamt 72 ausgeschieden, so daß in der Ersagwahl 72 Dele: gierte der Kassenmitglieder zu wählen find. findet ſtatt Donnerstag, den 13. November, im grossen Saale der Arminhallen, abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 20. titled Lages Drdnung: 1. Beschlußfassung über die ärztliche Behandlung der Kaffenmitglieder für das Jahr 1903. 3. Aenderung des§ 55 des Kaffenstatuts. 2435 4. Wahl von a) 2 Vorstandsmitgliedern seitens der Arbeitgeber auf 3 Jahre. Wahlberechtigt und wählbar sind mur Personen, welche die Kaffen- 2. Bericht über den bisherigen Vermitgliedschaft besigen, großjährig und lauf des Kampfes mit den Apothekenim Besitze der bürgerlichen Ehrens besizern. rechte find. Die Wahl ist geheim und wird durch Stimmzettel in einem Wahlgange in der Weise bor genommen, daß jeder Wähler 72 Namen Eine Diskussion über die Auf stellung der Kandidaten findet im Wahllokal nicht statt. Das Mandat der neugewählten Dele gierten läuft bis zum 31. Dezember 1903. Am Donnerstag, den 6. November cr., abends 7 Uhr, auf einen Stimmzettel schreibt. bei Nümann, Brunnenstraße 188 1. Bericht der Ortsverwaltung infl. Kaffenbericht. Bericht der Re- 3-14 biforen. 2. Die Lohnbewegung ber Rohrieger und Helfer. 3. Neuwablen: Versammlung. I Regelung des Rechtsschutes, eventuell Wahl einer Kommission. 4. Berschiedenes. Kollegen, da in dieser Generalversammlung die Neuwahl des 1. Bevollmächtigten, sowie der Kassierer und Revisoren stattfindet, außerdem auch wichtige Beschlüsse zu fassen find, so muss jedes Mitglied rechtzeitig erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. 280/12 19 Die Ortsverwaltung. Schöneberg. Donnerstag, den 6. November 1902, abends 8, Uhr: Volks- Versammlung Tages Ordnung: 0531 1. Bericht über den Streitfonds. 2. Bericht des Gesellenausschusses über die Stellung der Innung zur Lohnfrage. 3. Gewerkschaftliches. Steinfeger! Da die Innung diesmal den Gesellenausschuß gänzlich unbeachtet laffen zu wollen scheint, so ist vollzähliges Erscheinen dringend notwendig. 190 174/4 Der Gesellenausichuk. Achtung! Rohrer. Atung! Donnerstag, den 6. November, abends 8 Uhr bei Patt, Dragonerstraße 15: Oeffentliche Versammlung. 2466 Tages Drdnung: 1. Vortrag. 2. Wie stellen wir uns zum Streit der Stettiner Rohrer? J. A.: H. Fuhrmann. Wir berufen hiermit die wahl berechtigten Staffenmitglieder auf in b) 4 Borstandsmitgliedern seitens der Arbeitnehmer auf 3 Jahre. 5. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Rechnung des Jahres 1902, Der Vorstand. G. Knebel, H. Philipsohn, Vorsitzender. Schriftführer. Derren- Vortrag Sonntag, den 16. November dieses Jahres, vormittags 10 Uhr, nach dem Saale des Volkshauses Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10 über: Charlottenburg, Rojinen: Sogenannte unhellbare Männerleiden straße 3, zu einer Wahlversammlung Mittwoch, den 5. November, ein mit dem Bemerken, daß der abends 9 Uhr, Wahlatt um 11 Uhr vormittags ge- im Weddingpark, Müllerstr. 178. schlossen wird. Nur für Herren! Eintritt frei! Teilzahlung 2485 Bur Teilnahme an der Wahl find nur diejenigen Kassenmitglieder be rechtigt, welche sich durch eine Wahlfarte legitimieren tönnen. Die Wahl monatlich 10 M., liefert ele. farten werden den Kassenmitgliedern gante Herren Garderobe auf Antrag von heute ab bis zum nach Maß. Bar Kasse allerbilligste Schlusse der Bureauftunden am Preise, Wer selbst Stoff nach unentgeltlich ausgehändigt. pon 20 Mart an. Charlottenburg, den 8. Nov. 1902. Tomporowski, Schneidermeister, Der Kaffenvorstand. Prinzenstr. 55, Bu beziehen von D. Ziminer, Berlin, Ruheplaystr. 21. Preis 50 Pf., Porto 5 Bf. 1276/714 Wilhelm Sabor. Ede Dresdenerstraße. in Obst's Restaurant, Meiningerstr. 8. 3. Verschiedenes. der Arbeiter resp. die Arbeiterin die Kenntnis, um bei unglüds. Der Socialist in Lebensgeschichte Jesu nach der neuesten 19. November er vom Kaffenbureau fertige Anzüge, Baletot hat, Zages- Ordnung: Bortrag des Herrn Dr. Christeller über: Wie verschafft sich fällen und plöglichen Erkrankungen die erfte Hilfe letzten an von Nazareth. tönnen," Nach dem Bortrage freie Diskussion. 261/13 Der Einberufer. Forschung, verbunden mit einer Stritik der diesbezüglichen socialistischen Parteischriften. 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Holzarbeiter! M 90/ 16* Nr. 259. 19. Jahrgang. Lokales. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 5. November 1902. 0001 Ein Hohenzoller als Kunstförderer. V In in 876 Ein Geburtstag, ein Ereignis, das die Stadtverordneten- Versammlung| Verhalten des Angeklagten für um so verdammenswerter, da man seit drei Jahren bekanntlich unbeachtet läßt. Anders der Magistrat, genötigt sei, einem Arzte Vertrauen entgegenzubringen. Er bes der der Dame den folgenden Glückwunsch zusandte: antragte gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von drei Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste Kaiserin und Königin! Monaten. Der Gerichtshof beließ es bei einer Geldstrafe, bemaß Im Hinblick auf die am Sonntag erfolgte Einweihung der König- Allergnädigste Kaiserin, Königin und Frau! Gure kaiserliche und diese aber auf 300 Mart. lichen Akademie der Künste mag es angebracht sein, das Verhältnis zu tönigliche Majestät bitten wir, unsre ehrerbietigsten Glückwünsche zum betrachten, in dem einer der bedeutenderen Hohenzollern zur Sunst heutigen Wiegenfefte allergnädigst entgegennehmen zu wollen. Mit Daß auch ehrliche Leute nicht gern mit der Polizei zu thun stand. Wir meinen den Nachfolger des Begründers der Akademie, dem Ausdruck der innigsten Liebe sind heute die Augen des deutschen haben, zeigte sich bei der Festnahme eines Diebes in der CentralKönig Friedrich Wilhelm I. von Preußen. Wie dieser die Volkes auf die hohe Frau gerichtet, welche an dem Geschide markthalle am Alexanderplat. Seit geraumer Zeit machten Akademie der Wissenschaften sur Stätte giover Hanswurst- unfres Vaterlandes so herzlichen Anteil nimmt und welche so viel Händler in der Halle die Wahrnehmung, daß ihnen jedesmal, wenn Späße herabwürdigte, so betrachtete er auch die Akademie der Künste Zeit und Mühe dem Wohle unsres Voltes und besonders unsrer Ristchen Wein fehlten. Regelmäßig war dann auch ein Mann am der Andrang an ihrem Stande besonders groß gewesen war, einige als ein besonders unnüzes Institut. Ein Jahr nach seinem ReStadt widmet. Zu aufrichtiger Danksagung vereinen wir heute Stande gewesen und hatte nach diesem und jenem gefragt, ohne gierungsantritt setzte er die Einkünfte dieser Akademie, die unter unsre Stimme mit den vielen, welche durch Eure Majestät Linderung etwas zu faufen. Eine Frau, die auf der Galerie verkauft, sah nun ihrem Begründer 6000 Thaler ausgemacht hatten, auf 300 Thaler in geistiger und körperlicher Not erfahren haben. Möge das herab und legte ihr außerdem noch die Verpflichtung auf, für die ihr Wirten Gurer Majeſtät auch in dem neuen Lebensjahre stets vom gestern von dieſer herab, wie sich der Mann wieder unten an einen über dem Marstall eingeräumten Zimmer eine jährliche Miete von besten Erfolge begleitet sein. Gott erhalte, Gott schütze und ſegne start besetzten Stand heranmachte, zwei Weinkistchen unter den Arm 50 Thaler zu zahlen. Die Pensionen und Gehälter der in der Residenz Eure Majestät und das ganze kaiserliche und nahm und mit ihnen verschwinden wollte. Sie trat plöglich aus ihrem angestellten Künstler wurden gekürzt oder ganz aufgehoben und bald Heile des Baterlandes unto after cönigliche Haus zum Versteck hervor und rief dem Standinhaber zu, daß er beſtohlen sahen diese Männer ein, daß für ihr Wirken kein Raum mehr in Eigentümlich, daß man im Verkehr mit Majestäten glaubt, der worden sei. Als der Dieb hieraus hörte, daß er beobachtet worden Berlin sei. Sie verließen, soweit sie vermochten, das verrohte Preußen deutschen Sprache Daumschrauben ansehen zu müffen. 190Xals ob nichts borgefallen sei. Er wurde aber trotzdem festgenommen war, fehrte er fofort um, stellte die Kistchen wieder hin und that so, und gingen ins Ausland. Wer aber durch Familienbande oder sonstGegen die Beschäftigung von Unteroffizieren in hiesigen Banken und als der Griinkramhändler Rudolf H. aus der Leibnizstr. 79 zu vie hier festgehalten war, mußte fich einschränken und in die Um- hatte der Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Charlottenburg erkannt. Jezt ergab sich, daß einige Standinhaber stände fchiden; ja, es soll nach Stredfuß, dem wir hier im wesent bei dem Generalfommando des Gardecorps Beschwerde erhoben, den Dieb schon auf frischer That ertappt hatten. Sie hatten ihn lichen folgen, vorgekommen sein, daß die Meister ihre Kunst ganz auf nachdem das Kriegsministerium diese Behörde als die zuständige aber wieder laufen lassen, um nicht durch Vernehmungen 2c. gaben und zu irgend einer andern Arbeit griffen. bezeichnet hatte. den bedeutendsten Bankhäusern ist Beit zu verlieren. Der Festgenommene ist wegen Diebstahls schon Der vom großen Kurfürsten angelegte und unter dessen Nach die Gepflogenheit herrschend geworden, Unteroffiziere, Bahl mehrfach vorbestraft und wurde der Kriminalpolizei übergeben. folger prächtig urde geebnet, von einem Ende bis zum andern Arkaden und ausgeschmückte meister Aspiranten, Krongardisten in immer zunehmender Luftgarten Gerade Zahl zu beschäftigen.. mit weißem Sande befahren und dann als Erercierplas be- bie Hunderte von Bankangestellten stellungs- und eristenzlos gemachtarbeiter Karl Schuhmann aus der Rigaerstraße berlangte für Billige Straußfedern wurden gestern nachmittag in dem Puzz der Zeit der Krise, geschäft in der Königsbergerstr. 64 zum Kauf angeboten. nuzt. Eine Grotte mit prächtigen Arkaden erhielt ein Tapezierer hat, ist die Konkurrenz von Militär in den beteiligten Kreisen um 60 weiße und 108 schwarze ungekräufelte echte Federn nur 16 M. als Werkstatt überwiesen, und das Orangeriehaus wurde ebenfalls zu so schwerer empfunden worden. Für eine geringe Bezahlung überinduſtriellen Zwecken benutzt und später zu einem Backhof hergerichtet. nehmen aktive Soldaten in den Nachmittagsstunden die Bureau- und erbot ſich, den andern Tag noch 600 Stück zu liefern. Der Doch ist nicht zu leugnen, daß Friedrich Wilhelm sich nunmehr, to Berlin von Künstlern so ziemlich verlassen war, auf seiner Weise arbeiten, um die fich eine Schar von entlassenen Angestellten vergebens Geschäftsinhaber sah aus dem Angebot und der Person dessen, der Er fragte den der Kunst annahm. Er begann seine Vielseitigkeit zu entdecken und bemüht. Nach zweimonatlicher Frist hat nun das Generalkommando dem es machte, fofort, daß hier etwas nicht richtig war. Mann nach allerhand Dingen, die in diesen Handel einschlagen, und fich für einen vorzüglichen Maler zu halten. Um sich die Zeit zu Bevollmächtigten jenes Verbandes folgende Antwort übersandt: „ Auf die geft. Eingabe vom 29. Auguſt d. J., betreffend die da er keine befriedigende Auskunft erhielt, so ließ er ihn festnehmen. bertreiben, verbrachte er manche Stunde an der Staffelei; und wie zu allen Zeiten, so gab es auch damals Schmeichler die Menge, welche Untersagung der Annahme einer Nebenbeschäftigung in hiesigen Ueber die Herkunft der Federn weiß Schuhmann nur, daß sein Banten seitens der Unteroffiziere usw. erwidert das General- Freund Hase sie ihm zum Verkauf gegeben habe. Freund Hase soll dem König ein über das andre Mal versicherten, daß er ganz hervor tommando ergebenst nach eingehender Prüfung, daß es rechtlich auch die andern 600 noch haben, leider weiß Schuhmann nicht, wo ragende Kunstwerte schaffe. Mit Vorliebe porträtierte der König feine nicht in der Lage ist, die Unteroffiziere in der Verwertung ihrer her, der der Kriminalpolizei noch nicht angezeigt ist, daher wurde er wohnt. Die Federn rühren ohne Zweifel aus einem Diebstahl Grenadiere, die langen Rerls, aber auch Bediente und Bauern dienstfreien Zeit, wie dortfeits gewünscht, zu beschränken." wurden dieser Ehre teilhaft. Ein Maler Adelfing hatte die Borträts Wo sich das Diebeslager aufzuzeichnen und wenn dem König ein Pinselstrich mißglüdte, er= Diese Unabhängigkeit, deren fich preußische Unteroffiziere nach Schuhmann einstweilen festgehalten. bem Bescheid des Generalkommandos zu erfreuen haben, ist wohl befindet, hat er noch nicht mitgeteilt. 20 bis heute den weitesten Kreisen unbekannt geblieben. Es ist daher Als Knaufer kam der König bald darauf, aus seinen Lorbeern bedauerlich, daß das Generalfommando nicht die Bestimmungen anGewinn zu ziehen. Er ließ eines Tages den Bilderhändler Schütz gegeben hat, nach denen es ihm rechtlich unmöglich gemacht ist, die nach dem Tabatskollegium tommen und fragte ihn, was er ihm für Verdrängung von Angestellten durch Soldaten, deren Eristenz immerhin Im Verein für volkstümliche Kurse von Berlinern Hochschullehrern Borträt einen Louisdor, erhielt jedoch die Bilder nicht zugewiesen, den sonst so erschreckend weitgehenden Machtbefugniffen der beginnt am Mittwoch, den 5. November, abends 8, Uhr, Profeſſor die von ihm gemalten Bilder geben wolle. Schüß bot für jedes fertige auf Kosten der Steuerzahler gefichert ist, zu verhindern. Mit weil ein andrer Händler gar 100 Thaler für ein Bild zu geben ver- Militärbehörden gegenüber den Mannschaften läßt sich dieser Dr. Martin Mendelsohn feinen Vortragsfurfus über:" Die Herzsprach. Dieser Mann machte trop des hohen Preises sein Geschäft Bescheid des Generalfommandos schwer vereinen. Dem Herrn frankheiten, ihre Entstehung und ihre Verhütung" in der Aula des mit den töniglichen Gudeleien. Er ließ die Bilder an seiner Laden- Seriegsminister dürfte es nicht erspart bleiben, an geeigneter Friedrich- Werderschen Gymnasiums, NW., Dorotheenftr. 13/14. Er zu erklären. Den Bant- An- ich ersten zibens über bus perz bes Menſchen sprechen. Einthür aufhängen und gab ihnen die Ueberschrift:„ Von der Hand Sr. Stelle diesen Widerspruch gestellten aber wird die Antwort des Generalfommandos den trittskarten zum Preise von 1 M. für sechs Vorträge sind zu haben Majestät des Königs gemalt". Nun ärgerte es doch den König, daß seine Kunstwerte öffentlich Weg zeigen, auf dem sie sich der Lohndrückerei durch aktive Soldaten bei: Georg Belling, W., Leipzigerstr. 136; A. Schütz, O., Holzverschachert werden sollten. Er schickte dem Händler das Geld wieder erwehren können. In Zeiten der glänzendsten Geschäftskonjunktur marktstr. 60; Chr. Tischendörfer, C., Sophienstr. 20; F. G. Lederer, und forderte seine Bilder zurüd; der Mann aber antwortete, er sei haben sie an den Millionengewinnen der Banken teinen Anteil W., Sturfürstenstr. 70; Bernhard Staar, SW., Friedrichstraße 250; Raufmann und könne unmöglich fo wertvolle Sachen, an denen er be- gehabt, in der Zeit des Niederganges werden sie auf die Straße Centralstelle für Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen, SW., Dessauerdeutend verdienen wolle, für den Einkaufspreis zurückgeben. So gefeßt, um durch Unteroffiziere ersetzt zu werden. Nur durch ein- ftraße 14( 8 bis 8 Uhr). 3 mußte der König dem Händler den gewünschten Profit gewähren und mütigen Zusammenschluß mit ihren Berufskollegen, durch die Unterfelbft den Käufer für seine Bilder machen. Von den Kunstwerken stützung der Organisation werden sie erreichen können, was sie bisher Friedrich Wilhelms I. haben sich manche erhalten; einige noch vor- vergeblich erbeten und erbettelt haben. handene Porträts von Bauern tragen die Inschrift: Fridericus Wilhelmus in tormentis pinxit in Schmerzen gemalt, weil sie entstanden waren, während der König an Podagra litt. Mit Schmerzen hatten ihm aber auch die Bedienten und Bauern gefeffen, denn wenn dem König die Arbeit nicht gelang, so prügelte er auf feine Modele los oder strich ihnen einen Pinsel voll Farbe ins Gesicht und schrie dann wütend:" Nun bist Du gewiß getroffen!" In dieser geistreichen Weise wirfte der Hohenzoller Friedrich Wilhelm I. für die Kunst und die künstlerische Erziehung seines Voltes. 104& 12 13 hielt der künstlerische Handlanger jedesmal eine reiche Tracht Prügel mit dem Malstock. g Gegen den hiesigen Lokal- Anzeiger" wollen, wie die Münchenet Neuesten Nachrichten" melden, die Londoner Times" einen Prozeß anstrengen, weil Herr Scherl zu Unrecht die Memoiren Krügers aus dem Londoner Blatt abgedruckt habe. # Verfehlung eines Geistlichen. Der Selbstmord des Pastors Mar Wagner in Papliz bei Baruth in der Mart erregt in weiten Streifen berechtigtes Aufsehen, da die That mit sittlichen Verfehlungen Bei der Rekrutenvereidigung, die gestern im Lustgarten erfolgte, des Geistlichen im Zusammenhange steht. Vor drei Jahren nahm hielt der Kaiser eine Ansprache, in der er die Soldaten zur Wagner die damals taum konfirmierte Frida Schliebner Tochter Selbstzucht, zu unbedingtem Gehorsam und zu christlicher des Schuhmachermeisters Schliebner aus Baruth, in feinen Dienst Gottesfurcht ermahnte, ihnen die Bedeutung des Fahneneides und hatte, wie fich jetzt herausgestellt hat, Umgang mit dem ans Herz legte, fie aufforderte treu zu sein auch im kleinsten, und Madchen, der nicht ohne Folgen blieb. Vor etwa 4 Monaten fie mit den Worten entließ: Nun gehet hin und thut Euren mußte das Mädchen auf Drängen der Frau Pastorin den Dienst vers Dienst." laffen, worauf es sich nach Berlin wandte, um in einem Mädchen" " Vermifchtes. Bruchsarbeiten in der Maschinenhalle der Ausstellung wurde einem Ban- Unglück. Aus Düsseldorf wird berichtet: Bei den AbTechniker aus Rheydt, der an einer Winde beschäftigt war, der Kopf zerquetscht, so daß der Tod bald darauf eintrat. Außerdem erlitten erquetscht, so daß der Tod bald darauf eintrat. Außerdem erlitten mehrere Arbeiter leichte Verlegungen. Defraudanten. In Chemnitz wurde der frühere hochangesehene Leiter des Chemniger Bankvereins in Aue,& lichenmeister, wegen Defraudationen in Höhe von 100 000 22. verhaftet. Die Verhaftung erregt naturgemäß großes Aufsehen. Der zweite Fall In früheren Jahren folgte in den Ansprachen vielfach ein Sin- heim die Entbindung abzuwarten. Als es spät abends auf dem weis auf den inneren Feind". So noch 1900, wo der Kaiser den Bahnhofe in Schöneberg antant und sich hier bei dem dort dienst Militärstand auch einen besonderen Stand nannte. Bei der habenden Bahnbeamten Manzke nach einem Mädchenheim erkundigte, Vereidigung 1896 sagte der Kaiser Wer meine Uniform antastet, bot ihm Manzte Unterkunft in seiner Familie an, was auch an Den Erholungsstätten vom Roten Kreuz, deren Wirken fich allge- der beleidigt mich selbst"; 1894 aber: 3hr tragt des Kaisers Rod, genommen wurde. Es erhielt loft und Logis und zahlte dafür meiner Anerkennung erfreut, ist ein Gegner erstanden in dem Ihr seid dadurch andren Menschen vorgezogen." Bei der Truppen- angeblich monatlich 35 M. Almonatlich erhielt nun das Mädchen 100 me. Magistratskommissar für die Orts, Betriebs- und Innungsbereidigung in Potsdam am 23. November 1891 fielen bie be- von auswärts zugeschickt, und bald war es im Hause bekannt, daß dieses Krantentassen, Herrn Stadtrat Friedel. Die Erholungsstätten fannten Worte:" Bei den jezigen focialistischen Umtrieben Geld von einem Geistlichen komme, der ein Verhältnis mit dem am Eichtamp, in Schönholz, in der Jungfernheide und auf dem kann es vorkommen, daß ich Euch befehle, Eure eignen Berwandten, Mädchen habe. Wie nun Manzle die Sache darstellt, lief fürzlich Brüder, ja Eltern niederzuschießen, was ja Gott ber bei der Schliebner ein Brief ein, in welchem der Pastor Wagner Spandauer Berg wurden vor zwei Jahren auf Kosten des Vereins hüten möge. Aber auch dann müßt Ihr meine Befehle ohne seinen Besuch antiindigte. Lediglich aus dem Grunde, um den bom Roten Kreuz erbaut und dienen vornehmlich Mitgliedern der Murren befolgen." Geistlichen von diesem Vorhaben abzubringen, will mun Manzte am Strantentassen tagsüber als Netonbalescentenheim. Es Der Beleidigungsprozeß gegen den Freiherrn v. Münch sollte vorigen Dienstag nach Papliz gefahreu sein und dort eine Auswerden den Kranten Räume in frischer, freier Luft und in schöner gestern vor der neunten Straffammer am Landgericht I verhandelt einandersetzung mit Paftor Wagner gehabt haben. Thatsache ist, daß Umgebung geboten, während sie sonst die ihnen vom Arzt vor- werden. Es handelt sich hierbei um eine Broschüre, die Herr sich Pastor Wagner furz nach der Unterredung mit Manzte in seinem geschriebene Ausgehzeit günstigsten Falles auf den umliegenden v. Münch verfaßt hat und in der er die angeblichen Gefeßwidrigkeiten Studierzimmer erfchoß. Er war 42 Jahre alt und hinterläßt Frau Straßen und Plägen ihrer Wohnung zubringen müssen. Auf schildert, deren die württembergische Regierung sich bei seiner Ent- und drei noch unerwvachfene Kinder. der letzten Tuberkulose Konferenz fanden diese Erholungs- mündigung und Unterbringung in eine Frrenanstalt schuldig ge- e dis stätten vielfach lobende Erwähnung. Um den Kranten den macht haben foll. Gegen v. Münch, der inzwischen die preußische Aufenthalt während des ganzen Tages Staatsangehörigkeit erworben hat und hier auf freiem Fuß gelassen ermöglichen, zu hat das Note Kreuz die Einrichtung getroffen, daß für 30 Pf. den antrag wegen Beleidigung gestellt. Nachdem der Angeflagte in worden ist, hatte die württembergische Regierung mumehr StrafBesuchern ein Mittag brot verabreicht wird. Vielfach ist es den logisch flaren Ausführungen zunächst versucht hatte, die in der Kranten bei der fargen Krantenunterſtügung, die auch zum Unter- Broschüre aufgestellten Behauptungen zu begründen, erklärte er sich halt der Familie dienen muß, natürlich unmöglich, selbst diese 30 Pf. bereit, fich medizinischen Sachverständigen auf die Dauer von sechs aufzubringen und so sehen sich einzelne Krankenkassen- Verwaltungen Wochen zum Zwecke der Beobachtung seines Geisteszustandes zur schon seit zwei Jahren in richtiger Auffassung ihrer Aufgaben ver- Verfügung zu stellen. Der Gerichtshof berfagte hierauf die Beranlaßt, solchen erkrankten Mitgliedern, die Besucher der Erholungs- handlung und beauftragte die in der Sigung anwesenden Sachstätten sind, das Mittagessen auf Kosten der Kasse zu ge- berständigen mit der Beobachtung des Angeklagten. währen. Bei einer jüngst vorgenommenen Revision einer Drts- Mit neuartigen Eisenbahnwagen 4. Klaffe werden gegenwärtig betrifft umfangreiche Steuer- Defraudationen im Bürgerlichen Brau trantenfasse erklärte nun der Revisor, daß er in Zukunft die Aus- auf der Strecke Berlin- Insterburg, Versuche angestellt. Während Hause zu Bilsen, die jetzt, nachdem fich die Aufregung über die gaben für das Mittagessen beanstanden würde und stellte fogar in die gewöhnlichen Wagen 4. Klaffe innen gar nicht oder zur Ab- Millionen- Unterfchlagungen in der gleichfalls rein czechischen St. WenzelAussicht, daß auch die Zahlung von Geldern, die die Kassen ihren sonderung eines Frauen- Abteils nur einmal geteilt sind und die Bank in Prag taum gelegt, entdeckt wurden. Wie die„ Ostdeutsche RundMitgliedern zur Fahrt von ihrer Wohnung zur Erholungsstätte Eingänge an den beiden Querseiten haben, befißen die neuen Wagen schan" in Wien meldet, ist es im Bürgerlichen Brauhause zu Pilsen mehrere Abteile, deren Eingänge sich an den Längsseiten befinden. zu umfangreichen Steuerhinterziehungen gekommen, welche wohl bewilligten, moniert würde. Da die Abteile mit Sigbänken versehen find, gleichen fie fast den schon lange Zeit hindurch zum Schaden des Fiskus vorgenommen Es ist völlig unverständlich, aus welchen Gründen der Magistrats Wagen 3. Klaffe und bieten den Reisenden einen gegen früher an worden sind. Auf die Anzeige eines Finanz- Oberauffehers in Pilsen fommissar zum Verbot einer Krantenfaffenleistung schreitet, die nach genehmeren Aufenthalt. Reisende mit großen Traglasten haben den verfügte die t. 1. Finanz- Landesdirektion in Brag telegraphisch über dem Urteil aller Aerzte die vorzüglichste Fürsorge für die Erkrankten dafür bestimmten Wagen alten Systems au beugen. Während den Kopf der Finanz- Bezirksdirektion in Bilsen hinweg die bedeutet. Ueber 2 Jahre haben die betreffenden Krankenkassen die der Fahrt und am Endziel werden die Reisenden von Eisenbahn- Suspendierung der dortigen Steuer Aufsichtsorgane, ließ diefelben nebenbei verhältnismäßig geringen Aufwendungen für diese Swede, beamten gefragt, wie ihnen die neuen Wagen gefallen und ob durch Heranziehung von Wachorganen ersetzen und leitete gegen die sie noch Aussehungen zu machen haben. Die Aussagen werden Schuldtragenden und gegen die Betriebsleitung des Bürgerlichen die durchaus im Nahmen ihrer Thätigkeit liegen, machen dürfen, um protofoliert und sollen die Grundlage bilden in der Frage, ob sich Brauhaufes, das bekanntlich den taiserlichen Abler in Schild und mun plöglich darin behindert zu werden. Wird die Kasse den Kranken das Mittagseisen und das Fahrgeld in Zukunft nicht die Wagen bewähren und ob sie sich zur allgemeinen Einführung Siegel führt und ein großes czechisches Unternehmen ist, die Unter eignen. gewähren dürfen, so wird die Zahl der Besucher wahr- Die Verhaftung des Musitschriftstellers Bernstein wird aus Ham- Die Cholera in Palästina. Dem Standard" wird aus Jeru scheinlich gering werden und die Existenz der vom Rotenburg gemeldet. Der aus Berlin und Hamburg ausgewiesene Mufit falem unter dem 23. Oktober geschrieben, daß etwa um die Mitte Kreuz nur durch außerordentliche Opfer ermöglichten Erholungs- schriftsteller Cola Bernstein, dem in Hamburg eine Aufenthaltsfrist dieses Monats die asiatische Cholera von Aegypten nach Palästina ftätten überhaupt in Frage gestellt. Der Bau von Erholungsstätten bis zum 1. November gewährt war, ist gestern dort verhaftet übertragen worden ist, in Gaza und Lydda heftig tobt und auch in hätte schon lange Aufgabe der Gemeinde sein müssen. worden, wie es heißt, wegen zahlreicher Betrügereien. Jaffa aufgetreten ist. Eine amtliche Liste der Sterbefälle wird nicht Wahrscheinlich betrachtet der Herr Magistratskommissar die durch Ein empfehlenswerter Arzt. Eines groben Vertrauensbruchs geführt, aber trotzdem glaubt man mit Sicherheit annehmen zu private Mittel erbauten Erholungsstätten als eine beredte Anklage gegenüber einer Patientien war der praktische Arzt Dr. Georg lönnen, daß bereits über 400 Todesfälle vorkamen. Die Opfer der gegen die socialpolitischen Unterlassungssünden der freisinnigen Borchardt beschuldigt, welcher gestern vor der zweiten Straf Krankheit sind meistens eingeborene Mohamedaner. Der Gouverneur Stadtverwaltung, zu beren Rechtfertigung er zeigen will, daß lammer des Landgerichts I stand. An einem Jumitage wurde der bon Jerusalem hat sehr energische Absperrimgsmaßregeln getroffen Erholungsstätten überflüssig sind. Die Krankenkassen werden Angeklagte von einer jungen Dame wegen eines geringfügigen und den Eisenbahnverlehr mit Jaffa eingestellt. Man sagt, daß der hoffentlich kein Mittel unversucht laffen, um diesen Streich univirksam Leidens in Anspruch genommen. Sie wurde in einer Weise be- mangelhafte Grenzdienst an der aegyptischen Grenze die Einschleppung Man fegt große Hoffnung auf den jetzt einhandelt, die sie zur Borsicht mahnte. Dann verschloß der An- verschuldet habe. zu machen. getlagte die Thür, hielt die auf dem Stuhl fißende Dame fest und getretenen Wetterumschlag. Bon Zeit zu Zeit ist es einmal angebracht, den Einfluß zu füßte sie trotz ihres Sträubens auf die Wange. Sie sprang dam Wetter- Prognose für Mittwoch, den 5. November 1902. beachten, den die freifinige Unentwegtheit des Magistrats auf die auf und war weiteren Budringlichkeiten nicht ausgesetzt. Sie stellte Ein wenig fälter, teilweise aufflarend, vorwiegend nebelig bei mäßigen deutsche Sprache ausübt. Bor furzem hatte die Kaiferin Strafantrag wegen Beleidigung. Der Staatsanwalt erachtete das nordöstlichen Winden; keine wesentlichen Niederschläge. fuchung ein. 9 Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7%, bis 9½, Uhr abends statt. Streitkopf. Die erste Personenbeförderung mittels Elektricität geschah auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1879, wo die Firma Siemens u. Halste eine elektrische Bahn errichtet hatte. A. G. Aerztlichen Rat geben wir nicht im Briefkasten. Suchen Sie einen ordentlichen Arzt auf. N. K. N. Ja. C. M. Der Antrag auf Rückerstattung muß innerhalb eines Jahres nach Eheschließung gestellt sein. Geflebt müssen mindestens 200 Marken vor der Heirat sein. Sind Duittungskarten verloren gegangen, so find neue zu beschaffen. Für die Ausstellung neuer ist die Orts- sind die in der älteren nachweisbar entrichteten Beträge in beglaubigter Polizeibehörde, in Berlin das Polizeirevier zuständig. Selbstversicherer. Form zu übertragen. Der Antrag ist an die Ortspolizeibehörde( in Berlin Es sind von Weiterversicherern die gelben, von Selbstversicherern graue an das Polizeirevier) zu richten. W. S. 31. 1. Wegen Auswanderer Quittungstarten zu benußen. Die Bundesrats- Verordnung, deren Fassung Angelegenheiten wenden Sie sich am beiten an die Auskunftsstelle des zweifelhaft war, ist in diesem Sinne erläutert. Demgemäß ist auch in der Reichs( Schellingstr. 4, II, Sprechzeit 11-3 Uhr). 2. Ja, sie geht auch durch neuesten Ausgabe des von Ihnen erwähnten Buches eine Aenderung er- Abwesenheit in der Regel nicht verloren. 3. Sie können noch einberufen folgt. F. G. 84. Da ist guter Rat schwer. Das Institut ist uns un werden. Franz K. 20. 1. Ja. 2. Ihr Vormund müßte beim Amts bekannt. Der Vertrag mit Ausnahme des§ 4 erscheint günstig. Unterschreibt gericht auf Rückzahlung klagen. N. R. 19. Reklamieren Sie schleunigst ihn nur Ihre Tochter, nicht Sie, so ist nur das Institut, nicht Ihre Tochter bei der Nixdorfer Gemeinde unter Vorlegung Ihrer Berliner Quittung. gebunden. Vielleicht wählen Sie diesen Weg oder kürzen die Zeit auf ein Jahr ab. 5. St. 100. Die für einige mitteldeutsche Staaten bestehende VorBügeleisen. Verlorene, unbrauchbar gewordene oder zerstörte In- schrift, daß die Großeltern väterlicherseits für den außerehelichen validitäts- Quittungskarten find durch neue zu ersetzen. In die neue Karte Enkel Alimente zählen müssen, ist seit dem 1. Januar 1900 beseitigt. Allen Verwandten, Freunden Arbeiter- Baugenoffenfchaft Leydeckers Salon und Bekannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau Pauline Klawitter geb. Dittmann am 3. d. M. fanft entschlafen ist. 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Tages- Ordnung: Wahl von 32 Vertretern zur General- Verfammlung. Der Vorstand. Desgleichen abends 8 Uhr im selben Lokal: 00 VI. Stiftungs- Fest 1119 veranstaltet vom Socialdemokratischen Wahlverein 1 für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis Konzert und Auftreten der beliebten Max Eichlers Quartettfänger und Humoristen. dunle usthilaji bestehend in chilimite 245/19 Festrede, gehalten vom Reichsings. Abgeordneten Emil Nachdem: Grosser Ball. Anfang 8 Uhr. Entree inkl. Garderobe 35 Pf. d Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Das Komitee. J. A.: H. Weise. Mitglieder- Versammlung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Tages- Ordnung: Wahl von 87 Ver tretern zur General- Versammlung. Wahlberechtigt und wählbar Zahlstelle Berlin. find alle Mitglieder, welche dem§ 49 id did Sonnabend, den 8. November 1902: Allen Freunden und Bekannten, sowie den Kollegen der Geldschrantfabrik G. 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Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Blogva, nezadded as r 忘 dodspun de saline st 44/ 6* Anker- Brikets od 6 m für Bäckereien, Brauereien, Brennereien, sowie für alle industriellen Zwecke in Halbstein- und Würfelformat liefern zu ausserordentlich billigen Preisen istonlig trimsis of oli nou mis Friedr. Daniel& Co. Berlin W. 8, Leipzigerstr. 29. Telephon: Amt I. 355. Goldene Medaille ardım Bruchleidenden sid Paris 1896. 3d 103/6 empfehle meine solid und dauerhaft gearbeiteten, Tag und Nacht tragbaren Gürtelbruchbänder ohne Federn, Leib und Norfallbinden, Suspensorien. Für jeden Bruchschaden Während des Konzerts bleiben die Saalthüren ge- Extra- Anfertigung. Kein Drud wie bei Federbändern. Außerordentlich * schlossen. Das Rauchen im Konzertsaal ist verboten. zahlreiche Anerkennungsschreiben. Mein Vertreter ist wieder mit Mustern an Anfang 8, Uhr. wesend in Berlin, Sonnabend, 8. November, 9-4; Sonntag, 9. Nor ember 11-2; Montag, 10. November, 9-2 und Dienstag und Mittwoch, 11. unt 12. November, 9-4, Hotel Braunes Ross, Krausenstreke 16. Billet 30 Pf. NB. Billets sind auf sämtlichen Zahlstellen, sowie im Bureau 54972* Engel- Ufer 15 I., Zimmer 10, zu haben. 90/15 Abendkasse findet nicht statt. Edmund Lindenstädt, Brunnen- Straße 16. Das Komitee. Bandagen- Fabrik L. Bogisch, Stuttgart, Ludwig- Strasse 15. 15. Ziehung 4. Klasse 207.Kgl. Preuß. Rotterie.| 713 69 954 114130 44 53 309 98 447 619 736 900 28 15 Biehung 4. Klasse 207. Stgl. Preuß. Lotterie. Siehung vom 4. November 1902, vormittags. Nur die Gewinne über 232 L find den betreffenden Rummern in Mammern beigefüat. ( Ohne Gewähr.) Bachernd verboten. 174 409 79 650 78 723 28 36 855 64 966 1008 77 122 83 210 49 424 95 772 804 958 2059 130 41 69 91 393 98 482 84 96 527 670 716 18 3225 26 28 310 517 35 58 749 845 987 4182 232[ 500] 42 317 59 65[ 1000] 5001 132 278 94 301 10 83 97 491 522 67 87 675 729 31 42 814 89 6156 424 50 67 958 7018 47 67 94 106 28 85 227 44 410 32 55 82[ 1000] 697 905 8029 110 18 34 50 210 334 89 98 532 729 9014 273 85 91 326[ 50 000] 38 444 10022 33 67 187 96 626 61[ 500] 63 64 99 748 11179 88 286 335 41[ 1000] 412 46 536 777 906 99 12018 135 59 594 600 748 91 817 942 99 13115 554 776 949 74 95 14008 9 177[ 1000] 250 319 421 509 36 652 55 81 876 15025 185 334 622 861 16038 113[ 500] 25 225 80 419 27 523 753 92 980 90 17152 324 26 15001 515[ 3000] 96 775[ 500] 843 77 941 18007 53 221 414 82 527 54 110001 704 92 830 956 59 19003 133 99 612 719 78 879 98 960 20138 204 330 524 763[ 3000] 70[ 3000] 844 926 35 21361 440 591 730 842 87 22105 28 87 227[ 3000] 394 445 50 877[ 1000] 937 23059 88 160 490 532 [ 15 000] 42 954 24045 83 234 44 462 500[ 500] 619 711 20 859 914 97 25155 225 330 53 601 731[ 500] 860 971 26023 266 314 501 79 920 25 27049 51 175 202 329 548 972[ 500] 28020 182 252 60 308 470 531 626 702 928 29064 79 83 269 361 403 70 506 625 47 60 844 30126 96 324 511 48 776 824 42 56 934 31229 31 367 456 98 513 58 660 69 958[ 500] 32042[ 500] 67 94[ 500] 224 375 641 704 942 33278 323 562 634 94 751 88 874 34144 238 301 10 735 51 58[ 1000] 35001 81 103 49 55 324[ 500] 448 59 559[ 500] 90 91 747 925[ 500] 95 36360 88 434 73 582 696 732 73 808 22 37045 270 98 99 317 25[ 3000] 500 752 38044 348 60 439 49 609 35 98 925 39119 79 257 82[ 500] 559 96 661 75 842[ 3000].931 40051 109 88 209 18 337 501 628 709 995 41071 92 298 328 35 79 573 78 634 58 718 84 42005 323 437 1500] 795 845 907 25 64 43018 181 435 543 606 44080 105 268( 5001 329 56 453 616 43 814[ 500] 56 45055 72 78( 1000) 251 373 512 63 666 726 68 96 818 72 75 79 907 46177 216 503[ 3000] 42 96 737 98 905 47195 97 251 384[ 1000] 545 680 783 90 827 90 48115 452 88 516 717 47 835 931 49077 173 485 549 913 50005 141 50 333 427 47 582 604 59 91 806 49 51136 277 379 629 44[ 30001 716 55 96 52087 434 73 524[ 500] 53818 916 77 80 54289 440 55 510 29 794[ 3000] 55060 194 201 78 334 464 695 704 87 3000] 877[ 3000] 916 37[ 500] 56058 437 55 563 72 84 624 31 903[ 1000] 57041 51 182 98 289[ 500] 91 310 56 465 91 602 12 66 751 53 61 58431 904 23 59132 77 234 56 85 358 581 632 71 960 60349 444 557 630 729 853 55 63 61073 97 124 219 95 341 551 668 80 846 89 91 62073 80 276 367 793 63019 73 270 390 478 912 64119 35 62 75 97 242 83 393 425 68 501 15 626 722 874 970 65000 443 52 58 66127 69 397 419 510 67 734 88 857 67029 100 50 79 130001 255 63 323 39 457 579 85 848 916 75 87 68172 291 404 638 702 75 854 957 69043 388 89 412 37 13000] 687 759 926 80 e reent Biehung vom 4. November 1302, nachmittags, Nur die Gewinne über 232 it. And den betreuenben Summern in slautern beigefügt Ohne Gewähr.) 115065 581 90 839 952 92 116439[ 10001 534 775 803 70 967 88 117197 212 32 435[ 10001 48 520 [ 500] 638 50 63 737 961 68 86 118010 469 81 711 889 119020 22 4 44 311 12 14 803 30 57 99[ 10001 120005[ 1000] 75 180 446 529 733 812 22 121006 [ 5001 249 85 344 510 110001 867 912 122001 246 423 535 97 664 927 64 123021 24 81 162 314 416 644 789 910 124000 95 133 210 31 89 838 65 68 125047 587 97 930 126040 184 206 14 55 444 5135053 159 75 88 245 92 95 508 23 70 633 734 961 6074 97 689 773[ 3000] 840 99 980 127159 86 205 17 46 412 62[ 30001 819 917 128166 202 45 83 344 45 563 782 129059 170 594 850 57 999 130041 47 112 35 84 206 96 434 64 528 95 642 726 131054 239 492 738 839[ 3000] 965 132018 58 137 228 321 458 62 82 554 64 69 805 54 133024 50 257 416 587 610[ 3000] 904 134009 192 228 365 71 403 70 517 28 38 45 706 62 833 81 918 135203 504 81 97 632 68 77 713 15 78 96 997 136027 79 284 433 70 806 954 137142 310 29 405 20[ 5001 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In der Liste vom 3. November vormittags lies 208 713 ftatt 208113 49 508 41 688 780 965 95185 259 333 673 706 84 96045[ 1000 82 145 46 48 274 316 65 412[ 500] 517 22 59 730 71 989( 500] 97033 74 139 62 77[ 500] 840 99150[ 1000] 78 202 130001 57 434 643 893 990 100003 178 327 78 408 82 741 825 39 101011 103 501 623 41 740 43 45 75 89 821 102183 258 T30001 422 582 720 84 862 940 103017 37 133 253 319 491 557 61 1500] 675 783 805 972 104059 69 77 123 477 86 526 71 74 76[ 500] 96 057 97 728 826 79 902 32 95 105175 253 324 550 623 66 819 21 26 15001 97( 300) 911 106009 389 425 69 590[ 1000] 746 980 107023 65 367 455 522 39 657 108028 112 46 657 72 77 793 898 919 49 109281 505 52 66 736 52[ 3000 64 820 15001 110003 167 214 30 92 678 747 111068 549 657 687 89 756[ 5001 891 152157 200 444 510 709 840 920 26 39 153025 123 218 43 70 356 432 86 92 744: 45 85 827 41 72 935 96 154021 63 200 85 357 474 75 574 643 948 77 155291 753 993 156118 43 462 603 724 802 963 95 157001 76 94 130 80 238 332 495 537 56 72 77 712 863 158055 64[ 5001 66 158 285 315 26 511 51 773 812 88 939 58 159049 63 149 73 377 63 149 73 651 768 810 926 160005 26[ 5001 80[ 5001 281 487 521 85 644 749 54 869[ 10001 81 968 161176 92 207[ 500] 338 952 68 72 162372 412 57 58 734 967 163197 344 431 95 501 620 41[ 5001 76 750 66 830 49 965 164155 256 398 408 45[ 5001 522 25 48 970 165004 264 437 776 935 166115 79 95 203 40 432 15001 684 980 167014 98 121 97 344 570 649 76 707 26 58 63 168055 205 57 505 685 792 838 81 98 972 169012 21 120 241 404 544 593 736 856 241 4 ம் 170089 109 592 693 981 171266 456 61 672 93 172018 33 301 414 28 657 799 840 173120 305 23 42 63 93 522 23 40 652 790 822 950 174068 132 51 278 316 416 603( 500] 26 834 77 907 38 89 175047 73 121 389 981 176138 43 244 495 548 759 892 901 177039 118 300 130001 448 545 602[ 1000] 19 27 33 840 912 178196 200 9 37 357 587 690 727[ 5001 48 961 179267 180270 95 536 740( 1000] 902 44 181067 82 177 202 393 418 520 657 716 63 889[ 500] 182002 550 58 68 855 69 183001 43 54 189 241 361[ 3000] 78 418 42 628 64 896 917 184009 285 319 46 531 65 963 185252 309 89[ 5001 752 65 915 41 87 93[ 5001 186064 131 [ 3000] 44 1500] 212 325 500 633 749 70 885 187312 26 407 705 863 188484 575 824 93 930 189108 454 510 12 896 923[ 500] 190161 75 219[ 500] 355 74 400 31 505 63[ 1000] 633 80 758 816 191008 92 155 75 248 521 727 57.93 814 945 192012 135 347 632 83 837 98 929 193045 570 652( 500) 797 979 194081[ 5001 182 217 20 330 487[ 500] 98 565 645 700 21 89 857 906 62 195162 265 361 79[ 5001 96 532 36 635 36 97 718 15001 39 946 [ 500] 196160 89 223 523 707 36 863 969 197000 280 323 611 911 42 198023 97 245 86 98 349 658 70 [ 5000] 884 927, 199307 83 575 612 996 201048 10 500 84 722 66 888 96 951 53 356 480 600 754 969 203013 169 289 499 550 613-926 18 259 66 79 356 401[ 500] 748 85 820 973 202009 124 70 204024 86 217 95 441 69 94 750 805 205025 28 32 157 96 295 341 405 33 80 587 694 206070 354 830 90 970 80 207692 758 208136 281 337 99 427 520 23 35 666[ 10001 852 70 209006 111 85 353 75 1500] 534 210149 98 99 382 488 89 92 551 92 702[ 500] 38 [ 3000] 818 915 211099 114 18 311 76 94[ 1000] 469 621 729 49 68 82 823 44 87 977[ 500] 212102 489 591 747 922 213018 143 60 287 358 527 214336 503 22 41 78 819 58 215018 147 340 542 87 620 804 16 61 216020 263( 5001 407 17 648 903 217064 223( 500 503 726 929 218290 13000] 308 1500] 29 13000] 71 577 713 50 888 21923 350 501 1500] 910 220104 13 43 253 15001 377 467 85 520 635 37 221092 132 99[ 3000] 275 493 581 97 812 41 908 222108 10 45 270 373 401 32 538 623 68 95 712 40 71 871 916 223083 109 71 253 68 301 548 78 636 741 52 95 839 224018. 31 68 73 682 313 31 verblieben: 2 Gewinne au 150 000 ML, 2 8 360, zu 15 000, 1000 Mt., 25 zu 5000 Mt., 309& 3000 Dif, 390& 1000 W, 701 au 500 24. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.