Nr. 260. 10 B Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,80 I., monatl. 1,10 Mr., 10öchentlich 28 Big. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Bost- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erfcheint fäglich aufer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. 7th Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raun 40 Bfg., für politische und gewerffchaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( nur das erite Wort sett). Inserate für die nächste Runmer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 lbs abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aunt IV, Nr. 1983. Ein russischer Geheimerlaß gegen die revolutionäre Propaganda in der Armee. Wir erhalten das folgende Aftenstück: Kriegs Ministerium. 4 Kriegsgerichtliche Oberverwaltung. 12.( 25.) August 1902. Nr.... Un Geheim. den Kommandierenden der Bezirkstruppen. Geehrter Herr! Die Verfuche der politischen Aufwiegler, ihre Propaganda im Heere zu treiben, die dereinst eine seltene Erscheinung waren, haben fich in letzter Zeit stark vermehrt und einen derartigen Grad der Frechheit angenommen, daß ich es als dringende Notwendigkeit erachte, auf dieselben Ihre ernste Aufmerksamkeit zu lenken. Donnerstag, den 6. November 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. daß viele von diesen Fällen, bei der bekannten Vorsicht und Konspiration Barismus denunziert und von den Weisungen der russischen der unterirdischen" Agitatoren, nicht nur der höheren, sondern Gendarmerie die Bulaffung zu preußischen Hörsälen abhängig macht. beweisen auch schon die angeführten Beispiele deutlich genug, daß die gegen diese erniedrigende Wiederherstellung der heiligen Alliance"? jogar der nächsten Obrigkeit unbekannt geblieben sind. Jedoch Findet die deutsche Professorenschaft kein Wort des Proteftes revolutionären und socialistischen Gruppen energisch bestrebt sind, thre Ideen unter dem Militär zu verbreiten, wie vermittelst Ginsendung durch die Post an die Adressen von Offizieren und Gemeinen und durch das Auseinanderwerfen von Schriften verbrecherischen Inhalts an den Aufenthaltsorten der Truppenteile, so auch vermittelst perfön lichen Umgangs der Agitatoren mit den Gemeinen, unter welchen ersteren, wie es fich öfter erwiesen hat, viele un aktiven Militärdienst standen. Indem ich es als eine Sache von höchster staatlicher Bedeutung erachte, die Armee vor verderblichem Einfluß der politischen Jrrlehren zu bewahren, und die friegsgerichtliche Oberverwaltung beauftragt habe, die Frage der Bekämpfung der erwähnten traurigen Erscheinung gründlich zu beurteilen, halte ich es gleichzeitig für meine Pflicht, Ew. Hochwohlgeboren zu ersuchen, mir Ihr Gutachten zu übermitteln in der Frage, welche Mittel Sie Ihrerseits in diesem Falle als die zweckentsprechendsten und notwendigsten anerkennen. * Das Original ist vom Kriegsminister A. Kuropatkin Reichstag. ,, Wir warten nur auf ein beschlußfähiges Haus, um die Debatte" Kartelldebatte ,, beenden zu können", erklärte am Mittwoch Graf Kanisz mit schöner Offenheit, und da um 1 Uhr die Beschlußfähigkeit noch nicht erreicht war, polemifierte er noc breiviertel Stunden gegen die Handelsvertragspolitif. Wenn die Obstruktion in der Künstlichen Verlängerung der Debatte besteht, so hat Graf Kanitz also die erste wirkliche Obstruktionsrede gehalten. Aber erst während der Rede des Abg. Gothein hatte die Firma Rettich, Spahn u. Co. fich vergewiffert, daß die Garrottierung der Diskussion erfolgreich vorgenommen werden könnte. Der übliche Schlußantrag stellte sich ein und wurde angenommen. In namentlicher Abstimmung wurde dann unser Kartellantrag mit 68 gegen 166 Stimmen abgelehnt. Dasselbe Schicksal hatte der Antrag Dr. Barth, der die von uns obligatorisch erhobene Forderung fakultativ einführen wollte. Nur war die Minderheit, die er auf sich vereinte, etivas größer. Aus den Rapporten der Corpsfonumandierenden und den Berichten der Ministerien des Junern und der Justiz ist es ersicht ich, daß im Monat Mai 1901 Proklamationen in den Kasernen des 116. Malojarosławschen Zufanterie- Regiments verbreitet wurden; im selben Monat wurden an die Abresse des Stabskapitans des 141. Moshajstischen Infanterie- unterzeichnet. Während der 3tveitägigen Debatte über die Kartelle hatte Regiments Scheremetjet zwei Broschüren unter dem Titel:„ Die In dem ungelenken Kanzleirussisch des geheimen Dokuments ge- das Centrum sich ganz in Schweigen gehüllt. Es ficht Politik und die Offiziere" und" Die Aufhebung der stehenden sieht der Kriegsminister die traurige Thatsache ein, daß die letzte nachgerade so aus, als wenn sich jetzt in der Mitte des Armee" aus dem Auslande hergefchickt, deren Inhalt höchft auf- und träftigste Stüße des russischen Abfolutismus ein halbwildes Reichstages eine Trappisten- Siedelung niedergelassen hätte, die bei rührerisch war; im Auguft desselben Jahres wurden allen Militär- zu schwanken beginnt. Einem einzigen Gemeinen ihrem unverbrüchlichen Schweigen in den Mannen des Herrn Richter Offizieren der 27. Infanterie- Division von untergestellten Briefgelingt es im Jekaterinoslawischen Dragoner- Regiment, eine gewissermaßen Laienbrüder besitzt. An der Diskussion über die trägern„ An die Offiziere" betitelte Proflamationen einer Organisation zu gründen, und feine Kameraden find ihm Trusts hatte die freisimmige Boltspartei sich wenigstens mit ein paar Wilnaer Socialdemokratischen Gruppe zugestellt, in welchen bei seinen„ berbrecherischen Handlungen" direkt" behilflich Sägen, die Herr Dr. Müller Sagan fprach, beteiligt, von den gegen die Offiziere Vorwürfe erhoben werden, daß fie auf geweien; andre Kameraden machen fich des Nichtverhinderns Debatten über den nächsten Punkt aber hielt fie fich Befehl ihrer Obrigkeit zu Henkern ehrlicher Arbeitsleute" werden, und Nichtdenuncierens schuldig. Es giebt demnach in Rußland eine ebenso ebenso fern wie die Centrumspartei. Es handelte fich und sie ersucht werden, dieser schändlichen Rolle" zu entsagen; eine neue Stategorie politischer Berbrecher, Richtverhinderer"," Nicht- bei unfrem Antrag darum, für Zollstreitigkeiten, die Stopie dieser Proflamation wurde späterhin( Februar 1902) den benumcierer" 1... bisher von den Zollbehörden und in legter Instanz vom Offizieren der Moskauer Garnison per Post hergeschickt, auch in die Eins fehlt aber in diesem Dokument- die blutigen, militär- Bundesrat selbst entschieden werden, den ordentlichen Rechtsweg zu Offiziers- Scharfschützenschule wurden sie auf demselben Wege zu absolutistischen Vorschläge, die erwachende Bewegung im Militär mit schaffen. Stadthagen begründete in einer zweistündigen Rede, gestellt; im Januar 1902 erhielt der Secondelieutenant des brutaler Getvalt niederzufnütteln, auszurotten. Aber diese humanen bie getvissermaßen das Fundament der Gigung abgab, diesen Antrag 9. Sibirischen Grenadier- Regiments Teljminow ein Schreiben ein Vorschläge werden erst später dem Herrn Kriegsminister von den mit ausgezeichneten historischen und staatsrechtlichen Deduktionen. gesandt, welches gegen die Regierung gerichtet war und in heftigen Sommandierenden der Bezirkstruppen eingesandt werden; an diefe Freilich blühte ihm nicht das Glück, die Aufmerksamkeit der MehrWorten zur allgemeinen Verweigerung der Wehrpflichtsableistung denkt Herr Seuropatkin, wenn er die Hochwohlgeborenen ersucht, ihm heitsparteien zu finden. Die wenigen abgeordneten der Rechten aufforderte; ferner wurde es festgestellt, daß im selben Monat eine mitzuteilen, welche Mittel" sie in diesem Falle als die zived- und des Centrums, die im Saale zurückblieben, fuchten auf den Schrift staatsfeindlichen Inhalts unter dem Titel„ Das Baterinjer mäßigsten anerkennen. Polsterbänken in den Ecken des Saales Erholung von ihrer anfür Soldaten", mit einfacher Hand und sogar auf lithographischem Auch der Hinweis auf die Frechheit der Juden" fehlt. Herr strengenden Unthätigkeit. Schatzsekretär v. Thielmann durchmusterte Wege in den Regierungskanzleien hergestellt, in welcher Suropattin scheint dieses wichtige Argument diesmal vergessen zu haben. während der Rede die„ Stöln. 8tg." bis auf den Anzeigenteil und die Soldaten gegen ihre Vorgesetzten aufgehegt werden, unter den wir wollen ihn deshalb baran erinnern, daß seine kriegsgerichtliche Herr Bassermann stopfte sich sogar die Finger in die Ohren, Soldaten des 65. Mostaner Infanterie- Regiments Sr. Majestät, Oberverwaltung bereits im vorigen Jahre in einem Geheimerlaß um fich der Lektüre feines Leibblattes. der Kölnischen des 66. Butyrstischen Infanterie- Regiments und des 21. Bjelorussischen( er wurde f. 3. im„ Vorwärts"- Juli 1901 veröffentlicht) Bolts- Zeitung", ungestört hingeben zu können. Herrn Bach em Dragoner- Regiments verbreitet wurde; im Februar und März gewiffe Vorgänge im ruffifchen Militär nur durch die Frechheit der mögen allerdings trotzdem die Ohren gellungen haben, denn in der wurden den Offizieren der Petersburger Garnison Prokla- Juden" erklärte und gegen sie Striegsgericht. Auflegung von Geld- Stadthagenschen Rede kam das Centrum schlecht weg. Unfer Redner mationen eingesandt, in denen sie aufgefordert wurden, fich strafen auf ganze jüdische Gemeinden und Vollstreckung führte den Nachweis, wie das Centrum auch in dieser Frage das den Studenten anzuschließen und fich zusammen mit ihnen von Kriegseretutionen projektierte. " Rechtsgefühl, das es früher an den Tag gelegt, allmählich in die Reihen der politischen Demonstranten zu stellen; Die wahnsinnigsten zarischen Stutengejeze, die gewöhnlich an verloren habe. Auch der Redner der Freisinnigen Berim April wurden in Wilna nochmals den Offizieren der Wilnaer fänglich gegen die Frechheit der Juden" und nachher gegen die einigung, Herr Brömet, suchte Herrn Vachem zum Redent Garnison Proflamationen der Socialdemokratischen Arbeiterpartei Bügellosigkeit des Voltes" gemacht worden sind, find nicht mehr im zu bewegen. Doch nur Herr Spahn meldete sich zum Rußlands" per Post eingesandt, in denen sie bewegt werden, sich der stande, die Bewegung des russischen Proletariats zu vernichten. Wort. Allein während der Rede des nationalliberalen Abgeordneten allrussischen revolutionären Bewegung" anzuschließen; im selben Jedes neue Aufgebot zarischer Grausamkeit und tyrannischer Willtür Bassermann, der sich übrigens für unsern Antrag aussprach, Monat wurden in Krasnojarst, in den Höfen der Kasernen der muß an der Entschloffenheit des erwachenden russischen Proletariats sah man Herrn Spahn wieder zum Schriftführer wandern, um Krasnojarster Garnison, in großer Anzahl Proklamationen des scheitern. " Sibirischen socialdemokratischen Verbandes" aufgefunden, welche den Titel„ An die Truppen der Krasnojarsker Garnison" trugen und die Soldaten aufforderten, ihr Gewehr gegen ihre eignen Brüder Bauern und Arbeiter, die für die gerechte Sache" lämpfen- nicht zu crheben; im selben April und im Mai wurde eine Proflamation ,, An die Soldaten" und sogenannte Flugblätter, die zum Un " Politifche Ueberficht. Preußische Universitäten als russische Polizei- Agenturen. Berlin, den 5. November. seinen Namen aus der Reduerliste streichen zu lassen. Herr Bachem besaß schließlich in einer persönlichen Bemerkung die Recheit, zur sagen, er habe leider in der Debatte das Wort nicht ergreifen tönnen. Unfrer Bereitwilligkeit, Verbesserungsanträge entgegenzunehmen, der Stadthagen Ausdruck gegeben hatte, tam nur der Bole Herr " 1 Bollwnt. gehorsam dem Baren gegenüber aufhezten und zum Sturz Die deutsch- fibirische Intimität, die der preußische Polizeigeist v. Daiembowski Pomian nach, in deffen Rede auch das ominöfe der Regierung aufriefen, weil dieselbe ungesetzlich und un- mit der russischen Gendarmenbrutalität inniglich verbindet, zeitigt Wort Löhning" fiel. Der Schatzsekretär hütete sich wohlweislich, hierauf gerecht fei, unter den Gemeinen der 13. Infanterie- Division immer neue, immer erschreckendere Erscheinungen. Daß ruffische einzugehen. Er hatte sich vorher darauf beschränkt, feine Behauptung aus in großer Anzahl verbreitet; ferner wurden Versuche persönlicher Polizei- Agenten auf deutschem Boden ungeniert ihr Wesen treiben, der Stommiffion zu wiederholen, daß die seit einigen Jahren geschaffenen Einwirkung der Agitatoren auf die Gemeinen derselben Division ist bekannt. Daß russische Socialisten von der preußischen Polizei Bollauskunftsstellen den Interessen des Handels besser dienten als festgestellt, wobei es fich erwies, daß viele der Agitatoren felbst den russischen Schergen aus Messer geliefert werden, haben der umständliche Gerichtsweg. Gemeine der in Sewastopol stationierten Flottentruppen waren. Im wir im Fall In namentlicher Abstimmung wurde schließlich unser Antrag mit mit Empörung und Beschännung Fall Kalajew müssen. Daß preußische Staatsbürger willkürlich dem von uns acceptierten Amendement des Abg. v. Dziembowsli März 1902 wurde eine organisierte Propaganda unter den Gemeinen erleben des Jekaterinoslatschen Leib- Grenadier- Regiments entdeät, die aber monatenilang in russischen Gefängnissen festgehalten werden ohne mit 112 gegen 131 Stimmen abgelehnt. Dann wurde die Weiterberatung auf Donnerstag vertagt. nicht von außerhalb der Armee stehenden Leuten, sondern von den Ge- daß man wie gegenüber Haiti die Flotte mobilisiert, hat die alte meinen felbst geführt wurde, wobei an der Spige diefer Organi Frau Kugel an ihrem eignen Leibe schmerzhaft erfahren. Die fation ein Gemeiner( bon adliger Herkimft) des genannten Regiments mannigfachen Scherereien, die man auf deutschen Hochschulen den Es wäre wider alles Erivarten, wenn eine getviffe Gattung von Alschansti stand, der bei seiner Einberufung absichtlich seine russischen Studenten erweist, fiud längst als eine weitere BerfallsRechte auf eine fürzere Dienstzeit verhehlt hatte, um Gelegenheit zu erscheinung der Freiheit bürgerlicher Wissenschaft empfunden worden. Beitungen die jeßige Zollberatung nicht zu scharfmacherischen haben, längere Belt unter den Gemeinen Propaganda zu treiben; Jetzt nun teilt man uns von der Berliner Universität Bettelungen auszubeuten versuchen würde. Wird doch jede Gelegen aur Zeit seines Dienstes hat Alschansti energisch eine Propaganda eine Maßregel mit, die, wenn sie auf Wahrheit beruht, das Aergste heit, wo die Socialdemokratie den herrschenden Parteien oder der der revolutionären Ideen getrieben, wie vermittelst persönlicher ist, was man den Stätten der freien internationalen Wissenschaft Regierung. unangenehm in den Weg tritt, zu solchem Gehetz be sowie ungt, warum nicht auch die Beratung der Zollvorlage? Unterhaltung mit den Gemeinen auch durch Ver- nachsagen taim. tellung einer großen Anzahl Broschüren, Proklamationen u. a. Aus- Bisher mußten die Russen, die sich zur Immatrikulation meldeten, Zwar ist bisher die Beratung dieser Vorlage gerade durch die gaben, wobei einige Gemeine ihm bei diesen verbrecherischen Hand- die Papiere vorlegen, die bekundeten, daß sie genügend vorbereitet 8wiftigkeiten der Zöllner untereinander, sowie zwischen Regierung Lumgen direkt behilflich waren, andre fich des Nichtverhinderns und feien; außerdem wurde ein ordnungsmäßiger Baß verlangt. Die und Zöllnern behindert worden und noch bis zum heutigen Lage ist Nichtdenunzierens schuldig gemacht haben. Es verdient einer ganz Bapiere wurden bei der Immatrikulation geprüft und sofort den die heißersehnte Einigung nicht erreicht worden, aber jene Scharfmacher, anstatt die eigenen Angelegenheiten der Zöllnerei zu bebesonderen Beachtung auch die Thatsache, daß unter den Personen, Besigern wieder eingehändigt. Seit Beginn dieses Semesters wird, so teilt man uns mit, forgen, toben nach alter Gewöhnung gegen die Umfturzpartei". die als Schuldige an den Agrarunruhen in den füdlichen Gouverne Die Berl. Neuest. Nach r." haben nun die glorreiche ments zur Berantwortung herangezogen wurden, sich ein Selonde anders verfahren: die Papiere nebst dem Reisepaß werden den lieutenant des 183. Sympheropolschen Regiments Basjko er Studenten abgenommen und nach dem Polizeipräsidium geschickt. Entdeckung vollbracht, die„ Obstruktion" sei verfassungswies, dem es nachgewiesen wurde was er übrigens Das Polizeipräsidium feht sich mit der ruffischen zuständigen Polizei- to idrig. Weder der Reichstag noch ein Teil desselben habe das bereits selbst eingestanden hat, unter den Bauern des Boltawschen behörde in Verbindung. Nach etwa zehn Tagen wird dann dem Recht, durch einen erkünftelten Mißbrauch der Geschäftsordnung verhindern"; das sei Gouvernements verschiedene Broschüren und Proflamationen ver- Studenten mitgeteilt, ob er immatrituliert werden könne oder nicht. die Durchberatung der Vorlage zu Wir teilen einstweilen diese Informationen mit, um der Berliner Verfassungsverletzung und Verfaffungsbruch. Die„ Berliner Neuesten brecherischen Inhalts verbreitet zu haben. Die angeführten Beispiele erschöpfen ganz getviß nicht alle in Universitätsbehörde Gelegenheit zu geben, sich von dem schimpflichen Nachrichten" laffen es nur an der Angabe fehlen, was gegen die Letzter Beit vorgekommenen Fälle des Eindringens der revolutionären Verdachte zu reinigen, daß fie als russische Polizei- Agentur die Verfassungsverletzer geschehen soll. Am liebsten sähe es das durch Propaganda ins Militär. Es ist Grund vorhanden, anzunehmen, I fremden Gäste, die aus deutscher Wissenschaft schöpfen wollen, dem die Männer des Centralverbandes ausgehaltene Blatt, wenn hier eine " " Gelegenheit erftünde, wichtige Volksrechte zu schmälern und zu beLeider ist kein Aniaß ungeeigneter für die feitigen. Erfüllung solcher Hoffnungen als der Wuchertarif, für dessen rüdsichtslose Bekämpfung die Mehrheit des deutschen Voltes der Bolloppofition überaus dankbar ist. Und nur Heiterfeit kann es in der Bevölkerung erweden, wenn das Scharfmachertum die pflichtmäßige Beratung der Zollvorlage als Verfassungsbruch ausgiebt. Verfassungsbruch wäre das etwa ebenso, wie die Scharfmacher in der bloßen Eristenz der Socialdemokratie eine Verfassungswidrigkeit sehen. Schließlich ist doch nicht die Schuld der Socialdemokratie, daß die Regierungen dem Reichstage eine Vorlage von fast 1000 Pofitionen zu muten, deren die meisten tief in das wirtschaftliche Leben weiter Bevölkerungskreise eingreifen, so daß eine gründliche Beratung moralische und politische Pflicht ist. Wenn der durch die Regierungen hartnäckig diätenlos gehaltene Reichstag diefe Aufgabe nicht bewältigen kann, so liegt alle Schuld bei denen, die solch unausführbares Unternehmen eingeleitet haben. aus Zit der Kommission ift dürfte. In der Stadt New York siegten die Demokraten, Genossen das Wort abzuschneiden. auf die Frage Frage der Zollfreiheit eingegangen. im Staate New York jedoch aller Wahrscheinlichkeit die Republikaner. wiederholt auf die den Reden Windthorsts nachgewiefen In Arkansas und Maryland errangen die Demokraten Erfolge, in So wurde andren Staaten gewannen dagegen die Republikaner an Boden. Die und auch von Centrumsabgeordneten zugegeben, daß Windhorst ein grundsäglicher Anhänger des Freihandels eingelaufenen Telegramme melden: war. Des weiteren ist im Anschluß an die Aeußerung des Grafen Washington, 5. November. Den bis heute früh cine v. Pojadowsky, Marquis Boja habe Gedankenfreiheit gefordert, gelaufenen Berichten zufolge find 196 republikanische, 176 demo- um bl hendes Leben zu erzeugen, die Forderung auf Zollfreiheit tratische und außerdem noch drei unabhängige Kongreßmitglieder aber würde die Ruhe des Kirchhofs erzeugen, von mehreren Socialgewählt. Die Ergebnisse aus elf Bezirken find noch zweifelhaft. demokraten hervorgehoben, weshalb Zollfreiheit verlangt werde. Dies läßt erkennen, daß die Republikaner eine wirksame Mehrheit Wir rekapitulieren einiges hierüber aus unsren damaligen Berichten. im Kongreß behalten werden. In vielen Staaten haben die neu- Es äußerte in der Sigung vom 25. Juli Stadthagen:„ Der gewählten Legislatoren Senatoren für Washington zu wählen, jedoch Borwurf, daß die Socialdemokratie bei beinahe jedem Gegenstand Zollfreiheit beantrage, ist ungerechtfertigt. Abgesehen davon, daß zur können die Resultate dieser Wahlen die republikanische Majorität Begründung der Zoufreiheit ja stets auf die eigenartige Lage des Senats nicht gefährden. der einzelnen Industrien, insbesondere auf die Ein- und Ausfuhr, New York, 5. November. Bisher find folgende Ergebnisse die Produktions- und Arbeitsverhältnisse exemplifiziert werde, rechtder Gouverneurs, der Staats- und der Kongreßwahlen bekannt: fertige fich der Antrag auf Zollfreiheit, um blühendes Leben zum Gouverneur von Massachusetts wurde der republikanische Kan- für Deutschland zu bringen, vom grundsätzlichen StandUm zu dem ja selbst vom Grafen von Kanig als In der Post", der würdigen Gesinnungsverwandten des bidat mit 37 479 Stimmen Mehrheit gewählt; auch bei den Wahlen punkt aus. Centralverbands- Blattes, zeitigt die Zollwut das unfinnigste Gerede. zur gefeßgebenden Körperschaft von Massachusetts siegte die republi- erstrebenswert bezeichneten 8iele internationalen freien Die„ Post" spricht über das Centrumsmanöver gegenüber dem kanische Liste, so daß die Mehrheit in den bisherigen Händen bleibt. Bertehts zu gelangen, jei die Schutzzollpolitik verkehrt. Erhöht bündlerischen Ueberzollantrag. Sie erkennt an, daß die im Auch in Michigan drangen der republikanische Kandidat für den Deutschland feine Zölle, so erhöht auch das Ausland die feinigen. Dann tann aber von einer Möglichkeit, etwas zu bieten, feine „ Vorwärts" gegebene Darlegung richtig ist, wonach der Ueber- Gouverneurposten und sämtliche republikanische Kandidaten für die Rede sein. Die Zollerhöhung geht dann international wie gang zur Tagesordnung nur auf selbständige Gefeßentwürfe und Staatslegislatur durch. In Pennsylvanien wurde der Republikaner eine Schraube ohne Ende zum Schaden des Exports, der Anträge Bezug haben kann, nicht aber auf Abänderungsanträge, die Bennypader zum Gouverneur gewählt; bei den Staatswahlen siegte nationalen Wohlfahrt und der solidarischen Intereffen der Arbeit. zu einem auf der Tagesordnung befindlichen Gesez gestellt die republikanische Liste mit einer Mehrheit von 175 000 Stimmen; Statt die freihändlerische Richtung andrer Staaten zu stärken, stärke Was solle die find. Nach diesem Anerkenntnis aber erklärt die„ Post": die gefeßgebende Versammlung von Pennsylvanien trägt nun man zum eignen Schaden die schutzöllnerische. " Diese Beweisführung ist schlüffig, so tveit es sich um mehr ausgeprägteren republikanischen Charakter als je zuvor. In deutsche Industrie beginnen, wenn etwa England schließlich zur Abänderungsvorschläge handelt, welche nicht nur äußerlich mit dem Arkansas, wo nur Kongreßdeputierte zu wählen waren, drangen alle Schutzzollpolitik gedrängt wirde? Hierzu komme noch, daß jeder auf der Tagesordnung stehenden Beratungsgegenstande in Bus fieben demokratische Kandidaten trop großer Anstrengungen der fämpfung der Getreidezölle in sich schließe, für Antrag auf Bollfreiheit die grundsäzliche Bes jammenhang gebracht sind, sondern wirklich mit diesem Republikaner durch. Auch in Maryland fanden nur Wahlen zum die man durch industriellen Schußzzoll Anhänger aus Streifen zusammenhängen. Ernstlich gedachten und ernstlich die entschiedene wird daher Kongreß statt; es wurden vier Republikaner und zwei Demokraten werbe, Gegner der gemeinten Abänderungsvorschlägen gegenüber Getreidezölle fein Selbst da, der letzten Wahl nur Republikaner müßten. ein industrieller Erziehungszoll richtiger Anwendung bom gewählt, während aus der Geschäftsordnung wiege in Betracht kommen könnte, Uebergang zur Tagesordnung nicht Die Rede sein hervorgegangen waren. In Mississippi wurden alle von den vielleicht vorübergehend der Arbeiter Jutereffe für den Kongreß aufgestellten Kandidaten gegen Getreidezölle ge- das Anders aber liegt es gegenüber solchen Ab- Demokraten änderungsvorschlägen, die nicht sachlich ernst gemeint sind, wählt; die Gegenpartei hatte keine Bewerber aufgestellt. In centnerschwer." In der nächsten Sizung führte Bernstein aus: fondern außerhalb der Sache liegende Zwecke verfolgen, entweder Kansas drang hingegen bei den Kongreßwahlen die ganze lediglich zu Agitationszwecken gestellt find oder gar durch Ver- republikanische Liste durch, auch in Wisconsin siegten die Republikaner. schleppung das Zustandekommen der Vorlage verhindern In Illinois ist allem Anschein nach den Republikanern der Sieg follen. Gegen folchen Mißbrauch der Befugnis, Abänderungsvorschläge fich die Mehr gelungen, so daß die kommende Staatslegislatur von den Republizu machen, muß kanern beherrscht sein dürfte. Auch in Ohio wollen die Republikaner heit einer gefeßgebenden Körperschaft schützen fönnen... Der Reichstag wird daher auch in der Folge sich durch die Ge- den Sieg davongetragen haben. schäftsordnungshuiffe der Socialdemokraten und ihrer Trabanten Der Republikaner Odell wurde mit 11 604 Stimmen Mehrheit nicht abhalten lassen, alle in Form von Abänderungs- zum Gouverneur des Staates New York wiedergewählt. Die Demoanträgen zu Tage tretenden Obstruktions betraten gewannen mehrere Kongreßfige im Staate New York. strebungen durch Uebergang zur einfachen Tagesordnung zu durchtreuzen." bei fönnen. riffen, >> " Eine furchtbare Explosion von Feuerwerkskörpern ibo in der Kommission gemachten, von der Centrumspreſſe verſchwiegenen Gründe erschien uns gegenüber dem Legendenbrei der„ Kölnischen Volkszeitung" zweddienlich. Den nicht allein auf die Lektüre ultratlar, daß die rheinische Märchentante lediglich den Zweck verfolgt, montaner Legendenblätter angewiesenen katholischen Arbeitern ist durch Auftischung alberner Schwindeleien und Verschweigen der Wahrheit den Wucherzoll auf notwendige Lebensmittel zu ver schleiern. Er halte es für eine grundlose Befürchtung des Staatssetretärs, der da meinte, Zollfreiheit bringe die Ruhe des Kirchhofs. Vielmehr werde die Handelsfreiheit den Verkehr zwischen den Völkern zu deren Wohlfahrt steigern. Das Feilschen mit dem Zolltarif um bedeute eine ungeheuere nuzlose KraftHandelsverträge verschleuderung. Mit dem do ut des( Kuhhandel, wörtlich: ich gebe, damit Du giebst), das mit dem Zolltarif getrieben werde, täme man zu einem gegenseitigen Betrügen der Völker." Kurz darauf legte Molkenbuhr dar:" Bon den Zöllen erhalten die Arbeiter nichts und der Mittelstand wird durch sie schwer geschädigt. Wenn es wahr wäre, daß die Zollfreiheit die Löhne Ferner wird dem„ B. T." aus New York gemeldet: Der für die Wahlen angekündigte demokratische Ruck" blieb herabsetze, fo müßten ja in England, das Zollfreiheit Der für die Wahlen angekündigte demokratische Ruck" blieb hat, die niedrigsten Arbeitslöhne vorhanden sein Die" Post" durfte sich alle diese Bemühungen sparen, wenn fie aus. In der Hauptstadt erhielten Obelt( Republikaner) und in dem schutzollgefegneten Rußland die fich nur wieder beffer in der Geschäftsordnung des Reichstags unter 210 000, Coler( Demofrat) 330 000 Stimmen. Jedoch ver- höchsten Lohnfäße. Thatsächlich steht es umgekehrt: England richten wollte. Diese sagt flar und sie sagt damit nur eine sprechen die Wahlen im Staate New York einen völligen zahlt weit höhere Löhne als Deutschland, Rußland erbärmliche." Selbstverständlichkeit, daß die Abänderungsanträge in wesentlicher Ausgleich, so daß Odells wiederwahl mit wenigstens 10 000 Diese Erinnerung an einige der damals von unsren Genossen Berbindung mit der Hauptfrage, die verhandelt wird, stehen müssen. Stimmen Mehrheit gesichert erscheint. Für den kongreß wählte die Thatsache, daß weder die Vorsitzenden der Zollkommission noch die Stadt New York me ist demokratisch. Unter den Gewählten beDie Präsidenten des Reichstages, zur Zeit der" Post" sehr nahe- findet sich auch der bekannte Zeitungsunternehmer Hearst( der Verstehende Abgeordnete, je in der Lage waren, einen zur Zollberatung leger des„ gelben" Jingoblattes, New York Journal"). Der Staat von der Socialdemokratie gestellten Abänderungsantrag abzutveisen, wählte republikanisch. beweist, daß unsre Anträge stets berechtigt waren. Die" Post" Im Staate Ohio siegten die Republianer mit einer Mehrheit aber wünscht offenbar etwas andres, als was sie in ihrer von 100 000 Stimunen. Unkenntnis fagt; sie wünscht, daß die Geschäftsordnung nicht Anträge, die nicht zur Sache gehören, ausschließe, sondern solche Der Kaiser ist nach England abgereift. Er hat die Minister Anträge, die zwar durchaus zur Sache gehören, die aber den ereignete sich in New York. Der Zeitungsbefizer e ar ft hatte, der nicht mitgenommen, denen dadurch die Gelegenheit versagt ist, fich Bollparteien nicht gefallen. Die" Post" möge dan Franff. Btg." zufolge, aus Anlaß der Feier feines Wahlfieges und in der Heimat des Freihandels von der Verwerflichkeit des deutschen getrost noch einen fleinen Schritt weiter gehen und fordern, daß desjenigen der demokratischen Partei in New York in der un- Bolltarifs zu überzeugen. die Geschäftsordning nur solche Anträge zulaffen solle, die den mittelbaren Nähe des Madison Square Garden Berlin nach Amerika geleitete Meldung, daß der Rived der KaiserDas Bureau Reuter" verbreitet als Empfangsgruß eine aus Beifall der Freitonservativen um Gamp und Kardorff haben. eine große Menge Feuerwerkskörper aufstapeln Zweck Wir sind weit entfernt, die Ausbrüche der scharfmacherischen lassen, die um 10% Uhr abends aus unbetannter Ur- Reise darin bestehe, die gegen Deutschland Herrschende Verstimmung explodierten. Die Folge war Bollwut zu unterschäzen. Diese Leute sind zu jedem Gewaltstreichliches Il ng lid. Zwölf Menschen wurden ein entjes- in England zu beseitigen. in Stücke zcr Bhili Eulenburgs Ende. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" gegen die Ordnung des Reichstages bereit. Doch das moralische Unglüd. während zweinndachtzig Personen schwere Verletzungen bestätigt nunmehr, daß der deutsche Botschafter für Wienin und politische Recht ist in diesen Kämpfen um den Buchertarif davontrugen. Der Platz war von einer dicht gedrängten Menschen- Wien darf man nicht sagen, weil der Herr überall fich aufhielt, nur allzusehr auf seite der Zollgegner, als daß die Reaktion menge untlagert. Etwa 40 000 Personen hatten fich dort Kopf an nicht in Wien in den„ einstweiligen Ruhestand" versetzt sei. Phili es wagen könnte, ihren Gelüften nach Vergewaltigungsversuchen Kopf zusammengedrängt. Als die Explosion erfolgte, bemächtigte Gulenburg hat sich als Komponist und Dichter bekannt gemacht; er nachzugeben. Wenn sie dennoch in ihren Zeitungen eifrig davon sich eine ungeheure Panik der Menge, welche die Vergehörte zu den allerbeliebtesten Bersonen des Berlin- Potsdamer Hofes. reden, so hat dies den erfreulichen Vorteil, daß ihre Pläne und legung vieler andren zur Folge hatte. Die Polizei An Eulenburgs Stelle tommt der bisherige Botschafter in Rom, rüdte mit 5000 Mann an und sperrte den Platz ab. 12 Personen, Graf Start v. Wedel, der seinerseits durch den bisherigen Gesandten Wünsche zeitig genug vor aller Welt offenbar werden. welche die Oberaufsicht über das Feuerwerk führten, wurden ver- in München, Grafen v. Monts, ersetzt werden soll. haftet. Auch das Volt darf einiges Interesse an diesen Verschiebungen Der Schiedsspruch im französischen Bergarbeiter- Streit. Weitere Einzelheiten besagen: Bei dem Feuerwerk wurden nehmen, da es die gewaltigen- Umzugskosten zu zahlen hat. Die von den Bergwerks- Gesellschaften des Pas- zahlreiche gußeiserne Mörser verwendet, welche mit schweren Bomben de- Calais gewählten Schiedsrichter haben ihren geladen waren. Als die erste Reihe der Mörser angezündet wurde, Die Kinderschutz- Kommission Urteilsspruch abgegeben, welcher dahingeht, daß eine Erhöhung fiel ein Mörser um und entsandte eine Bombe in die dichtesten nahm am Mittwoch ihre Sizungen wieder auf und zwar, da die Die Bonibe cyplodierte dort und warf des gegenwärtigen Lohnsages nicht angängig Menschenmassen. imstehenden haufenweise nieder. Auch die übrigen Diskussion über$ 5( Beschäftigung im Betriebe bou sei. Man versichert, daß die Vertreter der Arbeiter hiermit die nicht zufrieden sein werden. Sie haben erklärt, daß sie so- Mörser der ersten Reihe fielen alsdann um und entzündeten sich. Gin Wertstätten, im Handelsgewerbe und in VerkehrsHagel von Projektilen wurde gegen die Menge geschleudert. Dann gewerben) beendet war, mit den Abstimmungen zu den hierbei bald als möglich eine Versammlung aller Bergarbeiter folgten die zweite und die dritte Mörserreihe. Es entstand eine vorliegenden Anträgen. Der Antrag Wurm, das Schuzalter, das des Kohlenbedens von Pas- de- Calais einberufen entsegliche Panik. Biele Leute ffürzten nieder und eine Reihe von im Entwurf auf 12 Jahr festgesezt ist, auf 13 Jahr zu normieren, Opfern, die nicht in Stüde geriffen waren, wurde von der Menge wurde gegen die Stimmen der Socialdemokraten und Freijinnige abgelehnt, ebenso der Antrag 8 wid, während der Feries niedergetreten. die Beschäftigung nicht vier, sondern drei Stunden dauern zu lassen, adbilys JaadisiloG ferner der Antrag Wurm: die Beschäftigung erst zwei Stunden nach beendetem Vormittags- oder Nachmittags- Unterricht beginnen zu lassen. Angenommen und zwar einstimmig wurde ein Antrag Münch Ferber: Am Mittwoch ist den Kindern eine mindestens Das Schiedsgericht hat also die in seinen Spruch gesetzten Er Bekanntlich hatte der Abg. Bachem in der Sigung des Reichs- zweistündige Pause zu gewähren". Mit 9 gegen 6 Stimmen( Sons. wartungen nicht befriedigt. Daß die gegenwärtigen Löhne tages bom 15. Oftober der Wahrheit zuwider zunächst behauptet, und Nationallib.) wurde angenommen der Antrag Trimborn: nicht erhöht werden sollen, bedeutet nämlich mit andren Worten, die Socialdemokraten hätten in der Kommission Zollfreiheit„ Die Beschäftigung darf erst eine Stunde nach beendetem VorDer fo ab daß die in der letzten Zeit vorgenommenen 2ohnreduktionen für Summern, Austern und Kaviar beantragt. Als ihm mittags- oder Nachmittags- Unterricht beginnen". nicht rüdgängig gemacht werden sollen. Und das trotz der die unwahrheit seiner Märchen attenmäßig nachgewiesen war, geänderte§ 5 wurde darauf im ganzen angenommen und hat nun reduzierte er feine Fabeln dahin um: die Socialdemokraten hätten folgenden Wortlaut: noch immer enormen und ganz unverhältnismäßigen allerdings bei den erwähnten Positionen solche Anträge nicht geIm Betriebe von Werkstätten, in denen die Beschäftigung Gewinne des Grubenkapitals! Auf die Begründung der Abstellt, aber Zollfreiheit befürwortet. Abermals wurde von Kindern nicht nach§ 4 verboten ist, im Handelsgewerbe und Berkehrsgewerbe dürfen Kinder unter zwölf Jahren nicht be weisung dieser Forderung der Bergarbeiter darf man gespannt sein. ihm nachgewiesen, daß auch diese Behauptung das Gegenteil Wahrheit enthalte, da die Socialdemokraten bei ja Das Zugeständnis" der Bergwertsgesellschaften, den Arbeitern der schäftigt werden. Die Beschäftigung von Kindern über zwölf Jahren darf nicht in der Zeit zwischen acht Uhr abends und acht aus ihrer Tasche eine Alterspension zu zahlen, ist schon seiner den erwähnten Posten für höhere Zollfäge, als sie die RgierungsUhr morgens und nicht vor dem Vormittags- Unterricht stattfinden. Zeit von den Arbeitern mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen vorlage enthält, gestimmt hatten. Als Abg. Bachem trotzdem Sie darf nicht länger als drei Stunden und während der von der worden und zwar mit Recht. Sollte doch die Alters feine wahrheitswidrige Darstellung aufrecht erhielt, wurde ihm bedeutet, daß man es aufgebe, ihn eines Befferen zu belehren, da er zuständigen Behörde bestimmten Schulferien nicht länger als vier pension nach dem Beschlusse vom 31. Oktober nur den offenbar an einer frankhaften Neigung, bei Unwahrheiten zu beharren, Stunden täglich dauern. Sie darf erst eine Stunde nach beendetem die 30 Jahre leide. Vormittags- oder Nachmittags- Unterricht beginnen. Am Mittag lang bei derselben Gesellschaft oder wenigstens bei einer Diese wiederholt bethätigte Krankheit des Herrn Abg. Bachem ist den Kindern eine mindestens zweistündige Pause zu gewähren. Pas- de- Calais gearbeitet haben. Gesellschaft des Die würde trotz der großen Wichtigkeit, die diefer Centrumsabgeordnete§ 6 behandelt die Beschäftigung bei öffentlichen theatralischen betreffenden Gesellschaften brauchten also ihre alten Arbeiter seiner Person beimißt, für die Allgemeinheit gleichgültig sein, wenn Borstellungen und andern öffentlichen Schauftelungen. Die internach dem bekannten Unternehmerbrauch nur abzulegen", um ihrer die Bachemische Krankheit nicht auf weitere Centrumskreise an- nationale Artiſtenloge hat hierzu eine Petition eingereicht, in der wirken würde. In der Kölnischen Volkszeitung", fie erflärt, daß die Artistenkinder eine sehr gute Erziehung erhielten, famosen Bensionspflicht ledig zu sein! Aber selbst wenn dieser Trick steckend vom 31. Oftober wird die besten Soldaten lieferten und moralisch besser wären als die am nicht zur Anwendung gelangen sollte, mußten die Arbeiter deren Mitbefizer Herr Bachem ist, in langen Spalten die Bachemsche Legende weiter folportiert Ballett beschäftigten Kinder. Würde so wie die Regierung bor selbst durch ein„ musterhaftes" Verhalten, d. h. in erster Linie und durch neue Märchen vermehrt. Es werden neue Fabeln über schlage, die Beschäftigung vor dem 12. Jahr verboten, dann würden durch Fernhalten von allen Lohnbewegungen die Wirkung einer eventuellen Zollfreiheit, über eine Spaltung der die Kinder bei ihrem Auftreten nicht die Schüchternheit verlieren fich die Gunst des Unternehmers zu erhalten beflissen fein! Daß Auffassung über Zollfreiheit innerhalb der Socialdemokratie, sowie und dadurch an Sicherheit einbüßen, die Eltern würden geschädigt unter solchen Umständen die Penfionsbewilligung nichts wäre als ein über die Gründe verbreitet, aus denen heraus Zollfreiheit in der und gegenüber dem Auslande blieben wir nicht konkurrenzfähig. vergifteter Köder, braucht nicht erst auseinander gesetzt zu werden. Kommission beantragt fei. Dieser Gallimathias der Kölnischen Die Artiſtenloge berlangt daher eine Altersgrenze von höchstens Boltszeitung" ist offenbar bestimmt, den katholischen Arbeitern die 10 Jahren und eine Beschäftigungsdauer bis 11 Uhr, nicht, wie der Wucherpolitik des Centrums zu verschleiern und sie vor einem Eutivurf will, bis 9 llbr. zollfreien Zustand graulich zu machen. Das kann das im Wurm beantragt, die Schußgrenze vom 12. mindestens auf das Mitbesiz des Herrn Bachen befindliche Blatt freilich mur 13. Lebensjahr heraufzusehen. Bei§ 2 habe er bereits beantragt, durch Entstellungen erreichen. Diefer 3ived ist offenbar von langer das schulpflichtige Alter als Grenze zu nehmen; da dies Hand vorbereitet. Nur so ist verständlich, weshalb die„ Kölnische damals abgelehnt fci, ersuche er, wenigstens das 13. Lebensjahr alshaben die Vermutungen, die man über den Ausgang der Wahl- Bolkszeitung" und andre Centruunsblätter während der Kommissions- Grenze zu belaffen. Wenn die stinder dann gewisse Stunftstücke nicht campagne hegen tomite, bestätigt. Der demokratische Ansturm ist verhandlungen ihren Lesern die von unsern Genossen für Zoll- erlernen können, 3. B. nicht Schlangennenschen werden können, unt vergeblich gewesen: die Republikaner behalten ihre freiheit angeführten Gründe unterschlagen hat, während die Centrums- so beffer; der gute Geschmack verliere dadurch nichts. Abg. Hite Mehrheit, die nicht einmal wesentlich zusammengeschrumpft sein abgeordneten in der Kommiffion redlich bemüht waren, unfren beantragt, das schulpflichtige Alter als Grenze zu nehmen, worauf werden. Nach der Verlefung des Schiedsspruches erklärte Labour namens aller Bergwerks- Gesellschaften, daß die Gesellschaften auf ihre Sosten die Arbeiterpenfionen aufbessern werden gemäß den in den Verhandlungen bei der Zusammenfunft in Arras am 31. Oftober 1002. festgesetzten Bedingungen. jenigen. Arbeitern gezahlt werden, Die Schiedsgerichts- Episode scheint also nur eine Farce gewesen zu fein, uni die Einmütigkeit der Arbeiter zu stören, die Streifenden hinzuhalten und auszuhungern. Die amerikanischen Wahlen Deutfches Reich. Centrums Märchen. い Es gehört schon zu den widerlichsten Erscheinungen unsres urm erklärt, daß er 111ttt das 14. Lebensjahr vor- meiner Entlassung in Beuthen verbleiben sollte. Unverhofft fan die Berliner Gewerkschafts- Kommission ivandte, machen wir die fajlage, da er das 13. nit deshalb vorgeschlagen habe, aus dem Schlafe geweckt, konnte ich mich an keinen höheren Gewerkschaften darauf aufmerksam, daß das Material über die Ers unt nach Ablehnung feines Prinzipalantrages 3ut§ 2 Beamten wenden, um meine Fesselung zu verhindern. Man fettete mittlungen einzig und allein an das Bureau der Berliner die Regierungsvorlage wenigstens einigermaßen zu verbessern. Wir erfahren mich wieder mit einem Diebe zusammen, troß meiner Opposition. Gewerkschafts- Kommission abzuliefern ist, Wie komme es übrigens, daß man ganz fleine Kinder als Afrobaten In einer Gesellschaft von sechs Sträffingen, darunter Zuchthäusler soeben, daß Kriminalbeamte des Polizei- Präsidiums bei den auftreten fehe, obwohl nach§ 62, Absatz 3 der Gewerbe- Ordnung und eine Kindesmörderin, wurde ich nach dem Bahnhofe geführt, Getverfschaften wegen des Materials nachfragen- angeblich im Auf„ die Aufführung von Kindern unter 14 Jahren zu gewerblichen tvo ich unter dem reisenden Publikum auf die Ankunft des Zuges trage des faiserl. Statistischen Amtes.(?) Diesen Auftrag haben Zweden verboten" ist. Geh. Reg.- Rat Casper erklärt darauf, daß warten mußte. In Kattowis wurde ich von der Polizei wieder an- die Beamten nicht. Bir machen nochmals darauf aufes nicht als ein Gewerbebetrieb im Umherziehen ständig behandelt. Das ist die genante wahrheitsgemäße Schilderung merksam, daß den Beeeten bes Bolizei- Prüfidiums kein Material betrachtet werde, wenn ein Afrobat u. dergl. an ver jenes Vorfalles." auszuhändigen ist. schiedenen Orten auftritt, sobald er an einem dort ständigen Der Ausschuß der Berliner Getvertschafts- Kommission. Unternehmen engagiert sei. Burm weist darauf hin, daß dann Kulturstaates, daß man die Verbrecher gefesselt durch die Straßen Die Bildhauer- Zeitung"( Nr. 45 vom 6. November), welche doch das Gesetz ganz illusorisch gemacht werde, da die meisten schleppt. Daß man aber auch ehrenwerte Leute dieser Behandlung foeben in unsre Hände gelangt, liest uns den Text, weil wir in Artisten an festen Bühnen engagiert sind. Um so notwendiger sei teilhaftig werden läßt, sollte man selbst in Preußen nicht für möglich unfrer Dienstagnummer die Nachricht von der dem Otto Meyer es aber mm, daß das Kinderschutz- Gesez diese Lücke ausfülle und halten. Freilich wissen die Redakteure auch ein Lied davon 3 nachgesagten Unterschlagung gebracht haben. Weshalb die" Bildsich damit an die Gewerbe- Drömmg anschließe und so, wie er fingen, wie man sie in den Gefängnissen behandelt. Der ganze Haß hauer- Zeitung" über unsre Mitteilung die übrigens gleichzeitig beantragt habe, das 14. Jahr als Grenze nehme. Gegenwärtig des preußischen Polizeistaates gegen die Freiheit der öffentlichen Meimmg auch verschiedene bürgerliche Zeitungen gebracht haben ungehalten werde geradezu ein Handel mit fremden Kindern getrieben. und ihre Vertreter offenbart sich in der Antwort, die man in diesem ist, und merkwürdigerweise nur über den Vorwärts", aber nicht über Abg. v. Jazdzewski teilt mit, daß in seiner Gegend( Schroda) Fall dem Redakteur erteilte. Der. Schmierfint ist für die Polizei die bürgerlichen Zeitungen, das ist uns unflar. Die Richtigkeit wie überhaupt in der Provinz Bofen die Kinder schon vor vollendetem ein schlimmerer Gesell als ein Lustmörder. Jummerhin ist es immer unsrer Mitteilung bestreitet die„ Bildhauer- Zeitung keineswegs, jie zwölftem Lebensjahre aus den Schulen entlassen werden, weil diese noch angenehmer, mit Zuchthäuslern in gemeinsamer Fessel auf der bestätigt sie sogar, indem sie sagt, daß der von uns furzweg als überfüllt seien. In seiner Gegend seien in 12 Klassen 1000 Kinder Straße zu erscheinen, als sich den rednerischen Ausbrüchen derartiger Stassierer Meter" Bezeichnete der Verwalter der Berliner Ver Polizisten wehrlos ausgesetzt zu sein. waltungsstelle des Centralvereins der Bildhauer Deutschlands, Wann wird man im Deutschen Reiche zu einem Strafvollzugs- Otto Meher ist, daß eine Beruntreuung und Fälschung Gesetz kommen? im Sinne des Statuts fest gestellt werden komite, und daß untergebracht. Abg. Zwick beantragt, daß die Ausnahmen bei solchen Vorstellungen und Schaustellungen, bei denen ein höheres Interesse der Kunst und Wissenschaft obwaltet, nicht allein von der unteren Berwaltungsbehörde, sondern auch unter Zustimmung der Schulbehörde zu genehmigen feien. Abg. Hike ändert dies um in Anhörung der Schulbehörde". " Bei der Abstimmung wird abgelehnt der Antrag Wurm, die Schutzgrenze auf 14 Jahre zu feßen, gegen 6 Stinumen( Socialdemokraten, 3 Freifinnige); angenommen gegen eine Stimme( Frhr. v. Richthofen) der Antrag Hige, die Schulpflicht als Grenze zu sezen; der Antrag:" Anhörung der Schulbehörde" wird gegen die Elimmen der Konservativen angenomment. Danach lautet der§ 6: „ Bei öffentlichen theatralischen Vorstellungen und andren öffentlichen Schaustellungen dürfen Kinder nicht beschäftigt werden. Bei solchen Vorstellungen und Schaustellungen, bei denen ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft obwaltet, fann die untere Verwaltungsbehörde nach Anhörung der Schulbehörde Ausnahmen zulassen." " Der Streit um den Kieler Hafen. In dem Prozesse, welchen die infolgedessen sofort der Ausschluß Meyers durch den Centralvorstand Stadt Kiel gegen den Reichsfistus um das Eigentumsrecht am Hafen erfolgte. Ferner teilt die Bildhauer- Zeitung" mit, daß nach den führt, wurde heute von der Civilkammer des Landgerichts das Urteil bisherigen Feststellungen der Stevisoren und den eignen Angaben verkündet. Der Stadt Kiel wurde das Eigentumsrecht nach des D. M. die volle veruntreute Summe gedeckt wurde, so daß von dem Klage- Antrage zuerkannt. Der Entscheid ist für die einem materiellen Schaden des Vereins nicht geredet werden kami. Kommune Kiel von außerordentlicher Bedeutung, da die geplante Unbegreiflich ist es nach dem Vorstehenden, daß sich die BildNeuanlage eines Kieler Handelshafens an dem Einspruch des Fistus, hauer- Zeitung" über unsre durchaus zutreffende Mitteilung aufregt. der das Eigentumsrecht der Föhrde für sich in Anspruch nahm, und zwar in so hohem Maße aufregt, daß sie folgende hämische Derselben scheitern sollte. Selbst im Falle einer Verständigung wäre der Berdächtigung gegen den Vorwärts" schleudert:" In Kommune Kiel ein Schaden von Millionen erwachsen. Es handelt Nummer( wo die Angelegenheit Meher erivähnt ist. Ned. d.„ V.") fich mun darinn, ob die höhere Instanz das Urteil des Kieler Land- ist eine Duell- Rauferei erwähnt, die Namen der Attentäter find gerichts bestätigen wird. wohlweislich(! Ned. d.„ B.") mir mit den Chiffren„ Landwirt und Reserveoffizier B." und" Referendar S." benamfet." " " Im Herzogtum Sachsen- Altenburg waren bisher Geldjammlungen So viel sollte doch auch der Schreiber des Artikels in der an feinerlei Genehmigung gebunden. Jetzt aber hat die Regierung Bildhauer- Zeitung" wissen, daß es sich bei der Duell- Angelegenheit ein Verbot jeder Geldsammlung, zu der nicht die vorherige polizei nur um die Uebernahme einer Nachricht aus bürgerlichen Blättern liche Genehmigung erteilt ist, erlassen. Von diesem Verbot werden handeln kann, die allerdings die Namen in solchen Fällen„ wohlDer§ 7 behandelt die Beschäftigung von Kindern im Betriebe betroffen: die öffentliche Aufforderung zu freiwilligen Gaben, die weislich" zu verschweigen pflegen. Erivartet die„ Bildhauer- Zeitung" von Gast- und von Schankwirtschaften. Auch hier haben unsre Ge- Sammlung von Geldern mittels Umlaufs oder Umgangs in Sonder vielleicht, daß wir den Beamten eintr Arbeiter- Organisation, dem nossen das dreizehnte Lebensjahr als Schutzgrenze beantragt, aus heit in Wohnhäusern oder Arbeitsstätten, die Sammlung von Geldern Beruntreuung und Fälschung nachgewiesen ist, ebenso schonend bedenselben Gründen wie beim vorhergehenden Paragraphen, auch hier bei Gelegenheit öffentlicher Versammlungen, sowie das Aufstellen handeln, wie bürgerliche Blätter die Angehörigen ihrer Klasse, wemi schlägt Hise nur das schulpflichtige älter als Grenze vor, zieht aber von Sammelbecken oder Sammelblichsen; lediglich Sammlungen sie sich vergangen haben, zu behandeln pflegen? Wir sind der Meidann diesen Antrag zurück. Abg. Zwid will bei diesem Paragraphen für firchliche Zwecke sind von dem Verbot ausgenommen. Mit diesem nung: Wer das Vertrauen einer Arbeiterorganisation getäuscht hat, hinzufügen, was unsre Genossen bei den allgemein verbotenen Be- as foll natürlich gerade die Socialdemokratie getroffen der verdient keine Schonung. Die nachträgliche Deckung einer verschäftigungen vergeblich beantragt hatten, nämlich das Verbot des werden, die bereits Geldfammlungen für die kommende Reichstags- untreuten Summe läßt das Vergehen in unsren Augen nicht Regelauffezens, während Abg. Trimborn dieses ganz besonders er- wahl in die Wege geleitet hat. Daß die Behörden eine solche Samm- milder erscheinen. laubt wissen will, was Abg. Wurm bekämpft. Abg. Trimborn zieht lung genehmigen, erscheint vollständig ausgeschlossen, denn behördlich abgestempelte Sammellisten für den socialdemokratischen Wahlfondsdann seinen Antrag zurüd. Der Weberstreit in Meerane greift mehr und mehr auf andre das Schreckliche läßt sich ja gar nicht ausdenken. Unfre Partei Orie des Vogtlandes über, indem Weber dieser Orte die Anfertigung genoffen werden natürlich auch diesen Hieb abzuwwehren wissen und von Meeraner Streitarbeit verweigern. In Elfterberg legten die nie werden Mittel und Wege finden, damit der Partei die nötigen Arbeiter der Firma Oschatz einmütig die Arbeit nieder, weil ihnen zuGeh. Regierungsrat Neumann behauptet, in dem Buche von Agahd sei doch darauf hingewiesen, daß Kegeljungen bis 12 M. wochentlich verdienen. Daß jet, so fügte Geh. Rat Neumann hinzu, doch ein sehr in Betracht kommender Zuschuß für die Eltern. Abg. Wurm kennzeichnet diese Mitleilung des Geh. Nat Neumann als typisch dafür, wie mitunter citiert und dadurch das Gegenteil des Citats zu Tage gefördert wird. In dem Buche von Agahd heißt es wörtlich: Geldmittel zufließen. Ausland. Die Forderungen der amerikanischen Bergarbeiter, Deutsches Reich. gemutet wurde, Streitarbeit zu machen. In Netschkau stehen die Homosexuale" Majestätsbeleidigung. Wegen Majestäts- Arbeiter bei der Firma Dennhardt immer noch im Streif, während beleidigung und Vergehens gegen§ 175 des Strafgesetzbuchs der Streit bei der Firma Haubold in Dölau bei Elsterberg ſeit ist in Breslau der ehemalige Theaterdirektor Wilhelm Gerlin zu Montag beendet ist. Die Meeraner Fabrikanten bedienen sich bei der acht Monaten Gefängnis verurteilt ivorden. Versendung von Streitarbeit eines raffinierten Tricks: Sie schicken nämlich die Ware an eine Firma in Mülsen und eine in Crimitschau. Von hier aus geht dann die Streifarbeit unter dem Signum dieser Decfirmen weiter nach Neumark, Elsterberg, Nezschkau usw. Auf diese Weise verschickt das Meeraner Fabrikantentum die Streifarbeit auch nach Bayern. So besteht seit Ausbruch des Streits in Roßbach eine Filiale der mechanischen Weberei in Meerane". Das ist natürlich nur eine Finte, denn diese Filiale" verschickt von Roßbach aus weber wohnen. Das loftet den Fabrikanten zwar heillos viel Fracht die Streifarbeit nach Bapstleithen und überall hin, wo arme Handund verteuert die Ware bedeutend mehr, als es durch die Bewilligung der Forderungen der Streikenden geschehen würde, aber die FabrifanBelveis, daß es nicht wahr ist, wenn sie behaupten, das fönne die von den Streifenden geforderten Löhne nicht tragen. Wenn 3. B. Kegeljungen und Laufburschen wöchentlich 5-6 M., ja bis 12 m. verdienen, so haben sie später oft teine Lust mehr, eine geregelte Lehrzeit durchzumachen. Die sind verpfuscht für die gauze Lebenszeit." Agahd bekämpfe also ganz energisch und mit Recht die Beschäftigung der Kinder beim Kegelauffeßen. Die die von dem Vorsitzenden Mitchell der SchiedsgerichtsAnträge Wurm und Zwick werden abgelehnt und§ 7 nach der Regierungsvorlage angenommen, wonach im Betriebe von Gast- und Schankwirtschaften Kinder unter zwölf Jahren überhaupt nicht und Mädchen nicht bei der Bedienung der Gäfte beschäftigt werden dürfen. Im übrigen finden auf die Beschäftigung von Kindern über zivölf Jahren die Bestimmungen des§ 5 Abs. 2 Anivendung. Nächste Sigung: Donnerstagvormittag 9 Uhr. Die kommandierenden Generale". In der„ Breslauer Zeitung" erzählt jetzt der Redakteur Hoffmann in Rattowig selbst, tpie er mit einem Zuchthäusler zufammengefesselt vom Bahnhof Beuthen nach dem dortigen Gefängnis geflcheppt wurde: " Stommission unterbreitet worden sind, sind die gleichen, die von den Arbeitern im März d. J. gestellt worden waren und deren Nichtbetvilligung den erbitterten langwierigen Ausstand hervorriefen. Sie lauten: 1. Eine Lohnerhöhung von 20 Pro3. " 2. Achtstündigen Arbeitstag für sämtliche An- ten müssen doch diese Mehrausgabe ohne Schaden tragen fönnen. Ein gestellte ohne Lohnabzug. 3. Ein gerechteres Wiegesystem und 4. Die Vereinbarung eines Arbeitsvertrages mit dem Verband der Grubenarbeiter. Die Forderungen sind ausführlich begründet. Oestreich- Ungarn. Am 9. Juli wurde ich wegen Beleidigung des Lehrerstandes zu zivei Monaten Gefängnis verurteilt, welche Strafe ich auch am 14. Auguft im Kattowiger Gerichtsgefängnis abzubüßen anfing. In Bei den Wahlen in Steiermark, die am Montag stattfanden, diese Zeit fiel auch mein zweiter Prozeß mit der Kattowizer Polizei haben in den Landgemeinden die Bauernbündler, die bisher mir vor der Strafkammer zu Beuthen, zu welchem Zwecke ich am durch einen Abgeordneten vertreten waren, sechs Size zugewonnen, Freitag, den 3. Oktober, also elf Tage vor Ablauf meiner Strafzeit, nämlich zwei von der deutschen Volkspartei und vier von der fleritalen. Sorthin transportiert wurde, zusamunen mit einem gewissen Kania, der, soweit mir bekannt, wegen Sittlichkeitsverbrechens, Afrika. Eine Versammlung ausständiger Weber in Glauchau verfiel der polizeilichen Auflösung, weil ein Redner, entgegen dem Verlangen des überwachenden Beamten vom Vorsißenden nicht zur Ordnung ge rufen wurde. Der Redner hatte die durch den Stadtrat verfügte Ausweisung eines Webers tritisiert, der österreichischer Staatsangehöriger ist. Was mag wohl der Grund dieser Ausiveisung gewesen sein? Hat sich der Ausländer vielleicht läftig gemacht", weil er am Streit beteiligt war? Wenn dem so ist, dann hat die Polizei ihre Neutralität, Die fie bis jest bei dem vogtländischen Streif bewiesen hat, durch brochen, und sich, wie das sonst zu geschehen pflegt, auch bei diesem Anlaß als Schüßerin der Unternehmerinteressen aufgespielt. an einem unreifen Mädchen begangen, zu einigen Boerenfreiwillige gegen den Mullah. Dem Standard" wird Die Deutsche Gärtner- Vereinigung, die auf dem Boden der Jahren Gefängnis verurteilt war, weiter einem oftmals voraus Johannisburg telegraphiert: Eine große Anzahl Boeren hat sich modernen Arbeiterbewegung stehende Organisation der Gärtner, hielt bestraften Wawrzeczko, zuletzt zu sechs Jahren Zutan die Regierung mit dem dringenden Gesuch gewandt, als fürzlich in Hamburg ihre vierte General- Versammlung ab, auf der haus verurteilt, wie mir später berichtet wurde, irreguläre Truppen im Somaliland gegen den tollen Mullah kämpfen 15 Delegierte aus Hamburg, Altona, Wandsbeck, Leipzig, Dresden, dann einem Diebe, einer Diebin und noch einem zu dürfen. Offenbach, Frankfurt a. M. und Mannheim anwesend waren. Aus Sträfling. den In Beuthen übernahm Transport Ob die Regierung das Auerbieten annehmen wird, ist noch uns dem Geschäftsbericht des Vorstandes geht hervor, daß die Mitgliederdie dortige Polizei, vertreten durch drei Polizisten, die von entschieden. Es ist aber kaum anzunehmen, daß sie es von der zahl zwischen 300 und 500 schwankt. Finanziell steht die Organicinem höheren Beamten tommandiert wurden. Im Transport- Hand weisen wird. Ihre Taktik bei der Unterstützungsfrage in Süd- sation kräftiger da wie früher, das Vermögen beträgt 3004,88 M. waggon der Eisenbahn, der nur für Sträflinge bestimmt war, trat afrita fcheint ja faft darauf angelegt zu sein, die hungernden Boeren- Die General- Versammlung faßte einen Beschluß, der sich gegen den er an mich heran, um mich mit dem Zuäythänster Wawrzeczko tämpfer zu englischen Landknechtsdiensten zu pressen. Wenn nicht Uebertritt der Deutschen Gärtner- Vereinigung in den Algemeinen zufammenzufeffeln, worauf ich ihm mitteilte, ich wäre Redakteur, für Afrika, so doch für andre Teile des britischen Imperiums.- deutschen Gärtner- Verein ausspricht, jedoch eine kollegiale Fühlung und daß er mich als solchen wohl nicht zu feffein brauche. Ich Eine neue Niederlage der Kapregierung. Das Stapparlament hat mit den Mitgliedern der erstgenannten Organisation empfiehlt, im belam jedoch die unglaubliche Antwort: Was? Journalist sind die vom Afrikanderbond bekämpfte Vorlage betr. die Reorganisation Interesse einheitlicher Aftionen zur Verbesserung der Lage der Sie? Oh, da müffen Sie sich deran gewöhnen, das wird Ihnen der Truppen der Napkolonie mit 34 gegen 29 Stimmen abgelehnt. Gärtnergehilfen. Die Errichtung gemeinsamer Streitfonds soll, noch öfters passieren, ich fenne meine Vorschriften ganz genan." Dies ist die vierte Niederlage des Premierministers Gordon Sprigg fünftig unterbleiben, die Entscheidung über gemeinsame Aktionen steht Meine Vorstellungen, daß ich nur noch 11 Tage zu fizzen habe, in der gegenwärtigen Tagung des Hauses. dem Hauptvorstand und dem Ausschuß zu. und daß es ein Unsinn wäre, zu entlaufen, halfen nichts. Die Zur Frage der rechtlichen Stellung der Gärtnergehilfen wurde ganze Nachsicht, mit der man mich bedachte, bestand in dem Rat, folgender Beschluß gefaßt: meinen Stragen aufzufrempeln und den Hut ins Gesicht zu drücken. Reue Unruhen auf Haiti. Ein Telegrammu aus Port- au- Prince In Erwägung, daß die widersprechenden behördlichen und Ich mußte mich in das Unvermeidliche fügen. Man führte meldet: Ungefähr zwölfhundert Anhänger Fouchards, richterlichen Anschauungen über die Rechtsstellung der Gärtnerei Unmich also also um 7 Uhr abends, zu einer Zeit, wo der die, aus dem Feldzuge gegen Firmin zurückgekehrt, in die zuträglichkeiten aller Art im Gefolge haben, erwartet die 4. ordentBahnhof sehr belebt war, durch die Hauptstraßen Hauptstadt einzogen, tamen mit den Civilbehörden in liche General- Versammlung der Deutschen Gärtner- Bereinigung von von Beuthen, zivifchen gaffenden zahlreichen Zufajauern, Streit; es entstand ein förmliches Feuergefecht, bei den maßgebenden Körperschaften die unzweideutige Festlegung einer gefesselt mit einem Zuchthäusler. Im Gefängnisbureau angelangt, dem sieben Personen getötet und viele verwundet wurden. Grenze zwischen Landwirtschaft und Gärtnerei; in fernerer Grivägung, sprach mich der den Konvoi überwachende Beamte mit einer Die Lage ist ernst und der Bürgerkrieg droht von neuem aus- daß unter diesen Unzuträglichkeiten die arbeitnehmenden Gärtner am toloffalen gronie an: Ra, sehen Sie, Sie sind doch nicht ge- zubrechen. Ein Dampfer, welcher Znagua am 29. Oktober ver- schwersten zu leiden haben, erwartete die General- Versammlung die ftorben, man erträgt ja alles." s ich ihm zur Antwort gab, daß lasjen hat, meldet, Firmin habe sich nach St. Thomas be- Serbeiführung einer Bestimmung, daß die in der Gärtnerei beschäftigich mich darüber beschweren würde, wollte er mir bereitwilligst das geben und seine Anhänger, ungefähr 380 an 3 ahi, hilflos ten Personen der Gewerbe- Ordnung unterstellt werden. Beschwerdebuch reichen, das ich jedoch zurückwies mit der Be- zurückgelassen. Ferner debattierte die General- Versammlung über Agitation Amerika. mertung, daß ich mir auf einem andern Wege Recht verschaffen Entscheidender Sieg Caftros? Die venezolanische Regierung und Organisation. dann wurde ein Streit- Reglement beraten und würde. Nehmen Sie sich nur in Acht!" antwortete er mir darauf. giebt einen entscheidenden Sieg bekannt, durch welchen die Auf- fchließlich Schwarze- Hamburg als Vorsitzender und Reiti- Hamburg Sie find noch meiner Gewalt; Vor- ftändischen aus ihrer starken Stellung bei San Mateo vertrieben als Geschäftsführer gewählt. mir stellungen zu machen, machen, find Sie mir überhaupt viel zu wurden. Die Streitkräfte von Mendoza, Matos, Rolando, Crespo, Die Maurer in Rostock stehen in einem Abwehrkampf gegen eine dumm." Ich wurde abgeführt. Der Aufseher wollte Torres und andren wurden zerstreut. Die aufgelöste Armee der Auf von den Unternehmern bittierte willkürliche Verlängerung der Arbeitsmich in einen Gaal für die Nacht legen, in dem ungefähr ständischen hat am Sonntagabend Villa de Eura passiert. General zeit. Ilm Fernhaltung des Zuzuges wird ersucht. 25 Sträflinge schliefen. Ich erklärte ihm, daß ich eine Einzel- Riera soll gefallen sein. In Caracas wurde der Sieg durch Victoriaselle verlange, und daß ich in den Saal nicht hineingehen würde. schießen, Feuerwerk und Glockengelänt gefeiert. Die Regierung erEr hatte aber keine Einzelzelle frei, und deswegen bat er mich, tlärt, die Revolution sei beendet. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. diese Nacht in der Zelle der Stalfattoren zuzubringen, mit dem Bemerken, daß es alles anständige Leute sind". Diefelben entpuppten sich als„ anständige" Leute, die alle fünf zusammen wegen schwerer Körperverlegung zu 14 Jahren 4 Monaten verurteilt waren und mich natürlich mit dein vertraulichen„ Du" anrebeten. Am andern Tage mußte ich von 8 bis 11 Uhr in Achtung! Gewerkschaften! Gewerbegerichtswahlen? verschiedenen Winkeln mit Sträflingen aller Art zubringen, ehe man Den Getvertschaften zur Stenntnisnahme, daß die Flugblätter zu mich in die Lifte eintrug und mir eine Einzelzelle anwies. Man be- den Gewerbegerichtswahlen, sowie die Wahl- Legitimationen von heute handelte mich dann anständig. Am 9. Ofiober um 5 Uhr früh hat ab in unserm Bureau, Engelufer 15, zu haben sind. man mich damu wieder nach dem Beuthener Bahnhof zurücktransportiert, um mich nach Staitowig zu überführen, trotzit Ausland. Der belgische Gewerkschaftskongres findet am 14. und 15. Dezember in Brüssel statt. Auf die Tagesordnung gelangen folgende Buntte: Das Unfallversicherungs- Gesez für Arbeiter; Beseitigung des Art. 310 des Strafgefeßbuches( Berstoß gegen die Freiheit der Arbeit); Verkürzung der Arbeitszeit( Agitation zu Gunsten der VerTürzung); die Lage der belgischen Gewerkschaften; die Gewerkschaftstommission( ihre Aufgabe und Beiträge für diefelbe); Organisation der ungelernten Arbeiter. Die Bergarbeiter Förberation des Lütticher Kohlengebietes hat sich, dem Nate des Ministers folgend. an den Gouverneur der Provinz getvandt. Derfelbe hat versprochen, die Unternehmer möglichst gu Unterhandlungen mit den Arbeitern über deren Forderungen geneigt Bezüglich der Frage der Erhebung über die Arbeits. dem ich Tags vorher beschieden wurde, daß ich bis zu losigkeit, in welcher Angelegenheit die Gewerbe- Inspektion fich zu machen. Hus Induftrie und Handel. Auf Grund des§ 120d der Gewerbeordnung hatte die Polizeibehörde in Hamburg den Inhabern eines größeren Stonfektions16 bis 18 Jahren an Sonnabenden und Vorabenden von Festtagen geschäfts aufgegeben, die von ihnen beschäftigten Arbeiterinnen von schon um 5% Uhr zu entlassen. erlaffen Gerichts- Zeitung. Die Heiligkeit der Kavaliersehc. Verfammlungen. Zur Preispolitik der Kartelle. Das„ Centralblatt der WalzBersammlung die zu ihrem Schuß erlaffene Bundesrats- VerDie Steinarbeiter besprachen am Sonntag in einer öffentlichen fverfe" bringt eine längere Zuschrift eines Walzwerkbesizers zum Abbruck, in der treffend die schädliche Rückwirkung der Preispolitik Die Anordnung wurde nicht befolgt und die Geschäftsinhaber in ordnung, welche seit dem 1. Oktober in Straft ist. Die Steinarbeiter des Halbzeug- Verbandes auf den Erport der deutschen Fertig- Eisen- Strafe genommen. Sie riefen alle Gerichtsinstanzen und schließlich hatten ihre auf diese Angelegenheit bezüglichen Forderungen beindustrie dargelegt wird: " Die Schuld an der augenblicklich traurigen Lage trifft außer wiesen. Sie wandten gegen die polizeiliche Anordnung ein, daß sie alter führte in feinem Referat aus, daß die Verordnung den Anauch das Oberlandesgericht an, wurden aber auch von diesem abges kanntlich in einer Denkschrift an den Reichstanzler niedergelegt, die der Verordnung als Grundlage gedient hat. Der Vertrauensmann dem Kohlen- resp. Coatssyndikat hauptsächlich den Halbzeug- Werband, zweckmäßig sei und ihren Geschäftbetrieb störe, da sie gerade an alter führte in feinem Referat aus, daß die Verordnung den Andessen Logik überhaupt nicht zu verstehen ist. Weshalb 3. B. verkauft den fraglichen Tagen das Hauptgeschäft machten. Das Oberlandes forderungen, welche die Steinarbeiter an wirksame Schutzbestimmungen der Halbzeug- Verband nach dem Auslande das Flußzeisen um 20 W. gericht erklärte in seinem Urteil, daß es nicht die Zweckntäßigkeit der stellen, bei weitem nicht genügt. Eine Anzahl der Bestimmungen sei bandes, so bekommt man zur Antwort:„ Na, das ist doch selbstver- Die Polizeibehörde war aber berechtigt, eine solche Verordnung zu steinarbeitern gegenüber nicht genügend präcifiert. Beim§ 1, welcher die Tonne billiger? Fragt man hiernach die Herren dieses Ver- Polizeiverordnung zu prüfen habe, sondern nur ihre Gesezmäßigkeit. auch so unklar, daß eine zweifache Auslegung möglich sei. So fei der Unterschied zwischen Marmor- und Granitarbeitern den Sandständlich! Weil wir unsre Produktior in unserm Lande nicht unterbringen können!" Das würde einem Fernstehenden nicht einleuchten; von der Beschaffenheit der Arbeitsstätten handelt, wurde namentlich der würde bei einem solchen Bescheide sagen:„ Da habt Ihr recht; der Mangel einer Festsetzung der Größe der Arbeitsstätte bezüglich man macht Euch ungerecht Borivürfe!" Aber, die Sache liegt be= der Höhe und Breite vermiẞt. Aud) wurde bemängelt, daß die deutend anders: Weil der Halbzeug- Verband so billig nach dem AusBerordnung nur auf die Werfstätten, die mehr als fünf Arbeiter beYand verkauft, werden die deutschen Walzwerke vom Ausland mit schäftigen, Geltung hat, für die Kleineren Betriebe aber seitens der deutschem Material unterboten!! Und da wundert man sich, weshalb Eine Dreißigmillionen- Brant ans Amerika, zu deren Einfanging Bolizeibehörde Sonderverordnungen erlassen werden sollten. Es feine Arbeit vorliegt, und das heute, wo wir auf den Erpori ange- für einen„ Kavalier" ein ganzes Konsortium thätig war, spielte in fei in der Steinhauerei sehr leicht möglich, daß ein Arbeit. wiesen sind! Angesichts solcher Unistände fragt man sich: Weshalb eine Anklage hinein, die gestern die dritte Straffammer des Land- geber heute drei Arbeiter und morgen 25 beschäftige. Bei räumt der Halbzeug- Verband dem Inlande nicht dieselben Be- gerichts I gegen die Kaufleute bezw. Agenten Adolf Mendel- ben Sonderbestimmungen für die Steinarbeiter fam es dingungen ein wie dem Auslande? Man sollte doch meinen, die ein- ohn, Moris Mendelsohn und Hermann Pincus zu einer längeren Debatte über den§ 6, der bestimmt, heimische Industrie läge dem Verbande mehr am Herzen als die aus- wegen Erpressung zu verhandeln hatte. Der Rittergutsbesitzer daß die Arbeiter auf ihren Arbeitspläzen mindestens zwei ländische?! Wenn man sich in Düsseldorf zu diesem Schritt ent- Frhr. Burchard v. M. war im Jahre 1897 zur Artillerie- Schießschule Meter von einander entfernt sein sollen. Die Bestimmung ist, so schließen wollte, dann würde sofort genügend Arbeit hereingeholt fommandiert und lernte hier die Majorin d. Quizow fennen, die führte man aus, insofern höchst ungenau, als fie teine Rüdsicht werden können, nachdem die Preise für Stabeisen, Bleche, Draht usw. fich mit Heiratsvermittelungen befaßt. Dasselbe thut ein gewiffer nimmt auf die Größe des Arbeitsstückes. Es sei wohl möglich, daß dann entsprechend ermäßigt sind! Eißler in Stuttgart, der inzwischen das Malheur gehabt hat, un- die Arbeiter bei Beginn der Arbeit zwei Meter von einander entVielleicht richten die einzelnen Verbände mehr aus wie die Ver- freiwilligen Aufenthalt im Zuchthause nehmen zu müssen. Von fernt feien, sich aber langsam näher rüdten. Die Forderung der braucher allein. Wenn nun der Feinblech- Verband oder dergl. käme diesem Eißler erhielt Frau v. Q. eines Tages eine Depesche folgenden Dentschrift habe gelantet: Um jedes Arbeitsstid muß ein freier und sagte dem Halbzeug- Verband:„ Wir kaufen Euch zum Export Inhalts:„ Haben Sie einen Kavalier an der Hand, der sofort reisen Raum von 1 Meter sein. Scharf sprach man sich gegen die Bepreis so und so viel tausend Tonnen ab und sorgen für den Vertrieb fönnte, dann schicken Sie ihn sofort hierher." Es handelte ſtimmungen für die Lehrlinge im§ 10 und§ 18 aus. Der lezte der Fertigfabrikate", so würde damit der ganzen Kalanität abge- fich um das Zustandebringen einer Ehe mit einer 30 Millionen Baragraph bestimmt, daß die Festsetzungen des 8 10, daß holfen sein. Es fann dem Halbzeug- Verband finanziell einerlei fein, fchweren Amerikanerin, deren Eristenz durch deren Gristenz durch die ehemalige jugendliche Arbeiter in Steinbrüchen bei der Steingewinnung ob wir im Juland seine Preise für Export zahlen oder Belgien, Eng Kammerzofe der beneibenswerten Amerifanerin in Stuttgart befantt und Rohaufarbeitung, in Steinhauereien bei der trodenen Beland usiv. Wichtiger aber ist die Frage, ob er uns vorzicht oder das geworden war. Da hier ein riesiger Verdienst in der Luft lag, arbeitung von Sandstein, beim Transport und Verladen von Ausland, und da sollte man doch wohl annehmen dürfen, daß die Be- nahmen sich eine ganze Anzahl von Personen diefer feltenen Sache Steinen nicht beschäftigt werden dürfen, auf solche jugendlichen antwortung derfelben zu unsern Gunsten ausfallen müsse! Der Halb- an, darunter auch die Angeklagten und das Chevermittelungs- Arbeiter leine vending finden, die vor dem Inkrafttreten der zeug- Verband hat durch seine rücksichtslose Taktik der deutschen In- Konsortium hatte bald den Herrn v. M. dahin gebracht, als Be- Bundesratsverordnung bereits beschäftigt find. Man wies darauf dustrie manche Million in den letzten Jahren aus der Tasche geholt; werber um den weiblichen Krösus jenseits des großen Wassers auf hin, wie wohl ein Lehrling von vierzehn Jahren, der in der es liegt nun in seiner Hand, dem gewohnten Surse treu zu bleiben zutreten. Man gab ihm zunächst 300 M. zur Reise nach Stuttgart Junungsverfamunang im Auguſt eingestellt worden sei, fräftiger was gleichbedeutend ist mit dem Ruin unsrer heimischen Industrie und nach den dort gepflogenen Unterhandlungen mit Eißler rijtete fein könne, als en andrer, der erst jetzt im Alter von sechzehn oder aber die Karten zu wenden und damit einigermaßen das sich Herr v. M. zur Reise nach Amerita. Auch das Reisegeld zu Jahren eingestellt würde. Bei Besprechung der Frage, wie weit wieder gut zu machen zu versuchen, was er uns im Laufe der Zeit dieser großen Tour erhielt er von dem Konsortium. Vor seiner die Bundesratsverordnung zur Durchführung gekommen fei, stellte hat Trauriges erfahren lassen." Abfahrt stellte er dem Eißler als eventuelle Vermittelungsgebühr für sich heraus, daß bei der Firma Zeidler u. Co., Mühlenstraße, bis Die Schädigung der deutschen Industrie fertiger Eisenwaren die 30 millionen- Braut Wechsel in der Höhe von 1500000 M. aus, mit auf das Trinkwasser nichts den Bestimmungen entspräche. Alldurch die billigen Erxporte des Halbzeug- Verbandes weiß der Verfasser der Maßgabe, daß diese erst eine bestimmte Zeit nach der Tranung in Kraft gemein wurde geklagt, daß zum vorgeschriebenen Fenchthalten der recht gut zu fchildern, da er diese Wirkungen im eigenen Betrieb ver- treten dürften. Von Amerika aus beanspruchte Herr v. W. die Zu- Sandsteinarbeiten die Gefäße für das Wasser fehlten. Auch wurde spürt; sonst aber muß er sich über die Grundfäße, nach denen die sendung einer weiteren, nicht zu kleinen Sinne, da er in der Lage über die ausgedehnte Verwendung der Lehrlinge beim Transport Startelle bei ihren Inlands- und Auslandsverkäufen verfahren, in sein müßte, der Millionen- Braut sich mit standesgemäßem Aufwand und Verladen geklagt. Es wurde fodann, nachdem angeregt war, seltsamer Täuschung befinden. Er könnte im andren Fall sicherlich zu nähern. Das Ende vom Liede war, daß Herr v. W. die die Gewerbe- Inspektoren direkt anzugehen, folgende Resolution einnicht die Behauptung aufstellen, es tönne dem Halbzeng- Verband amerikanische Millionärin gar nicht heiratete, sondern eine andre stimmig angenommen:" Die Versammlung erklärt, daß ihren befinanziell einerlei fein, ob das Inland ihm seine Preise für Erport Dame als Gattin heimführte, die allerdings auch in Amerita lebte, rechtigten Forderungen in der Denkschrift nicht genügend Rechnung zahle, oder Belgien, England usiv. Die billigen Berkäufe des Ver- aber ihm eine wesentlich geringere Mitgift zuführte. Inzwischen getragen und die geforderte Sicherheit zum Schuhe für Gefundheit bandes nach dem Auslande sind nur dadurch möglich, daß ihm durch waren den Mitgliedern des Konsortiums, insbesondere auch den drei und Leben der Steinarbeiter in der Bundesrats- Verordnung nicht die Zölle gestattet wird, auf dem Inlandsmarkt Preise zu fordern ingeklagten, von Gißler einige der v. M.schen Wechsel gewissermaßen zum Ausdruck kommt. Die Versammelten verpflichten sich aber, die und zugestanden zu erhalten, die ihm für die geringen Vorteile und als Fauftyfand für ihre Bemühungen in dieser Affaire liberantwortet Bundesrats- Berordnung durch persönliches Eintreten für dieselbe so Berluste bei den Erporten entschädigen. Wollte er im Inland zu den worden. Der Angeklagte Pincus fuchte nun eines Tages Herrn v. M. weit zur Geltung zu bringen, wie es die Möglichkeit der Verordnung felben Exportpreisen verkaufen, wie auf den Auslandsmärkten, würde in einem hiesigen Hotel auf und soll ihm hierbei nahe gelegt zuläßt, resp. die Unternehmer auf die Bundesrats- Berordnung auses bald mit seiner Herrlichkeit aus sein. Deshalb wird sich auch der haben, sich mit ihm und den Mendelsohns in Güte auseinander- merksam zu machen." Halbzeug- Verband auf die in der Zeitschrift gestellten Forderungen zusetzen, da sie die Wechsel ohne Entschädigung für ihre nicht einlassen. Helfen kann nur eine Herabsehung bezw. Abschaffung Bemühungen nicht herausgeben würden und Herr v. M. doch fachen zur Kenntnis gebracht zu sehen. Herr v. M. hat dann dem der hohen Zölle, die dem Halbzeug- Verband ſeine heutige Ausbeutung jeden Eflat vermeiden sollte, um feiner Gattin nicht noch die That Letzte Nachrichten und Depefchen. des inneren Marktes garantieren. Niederöstreichische Landtagswahlen. Zu der gestern mitgeteilten Festsetzung der Conkspreise für das Angeklagten Pincus 700 M. und den Mendelsohns 1500 m. gegeben und erfte Halbjahr 1908 schreibt die Stöln. 3tg.": Wie im Vorjahr, dafür die in deren Händen befindlichen Wechsel in Höhe von 150 000 so hat auch diesmal wieder die in der Preisbemessung extreme n- Mart zurückerhalten. Ein aus dieser ganzen Affaire hergeleitetes Am Mittwoch fanden die niederöstreichischen Landtagswahlen statt, fchanung die Oberhand behalten, und man ist demgemäß, allerdings Verfahren wegen Wuchers gegen die Teilhaber des Konsortiums ist wo auch ein focialdemokratisches Mandat, das des Gegegen eine nicht unbeträchtliche Minderheit, zu dem Entschluß ge- eingestellt worden. Dagegen ist nun die Anklage wegen Erpressung noffen Adler( Wien- Favoriten), zu verteidigen war. Auch in Wien kommen, jede Breisermäßigung für Hochofencoals abzulehnen und erfolgt, da Herr v. M. feiner Zeit angegeben hatte, daß er sich durch den Preis von 15 M. auch für die erfte Hälfte des Jahres 1908 den Angeklagten Pincus für bedroht gehalten und aus diesem hatten die Christlichsocialen bisher eine erbrüdende Majorität. bestehen zu lassen. Verglichen mit den Vorjahren stellt sich nunmehr Grunde das Geld hingegeben habe. Die Angeklagten, denen Es gelangen 34 Mandate zur Besetzung, davon 21 in Wien der Preis für Hochofencoats wie folgt: Rechtsanwalt Gottschaft, Justizrat Sleinholz und Rechts- und 13 in den Landstädten. Von den 21 Wiener Mandatent 1894 1895 1896 1897 1898 1899 1900 1901 1902 1903 anwalt öniger zur Seite standen, bestritten entschieden, besaßen bisher die Christlichsocialen 14, die Fortschrittlichen sechs 11 m. 11. 12,02. 13,87. 14. 14,37 W. 17. 17. 15 M. 15 M. irgendwelche Drohungen gegen Herrn v. M. ausgestoßen zu haben. und die Socialdemokraten ein Mandat. Von den 13 Landstädten Der Preis für Hochofencoats stellt sich hiernach jetzt immer Der Zeuge v. m. vermochte im geftrigen Termin feine früher auf waren bisher sechs durch christlichsociale, fünf durch deutsch- boltlich noch um eine volle Mart höher als in den Jahren der Hoch- gestellte Behauptung, daß der Angeklagte Vincus die Drohung aus- und zwei durch deutsch- fortschrittliche Abgeordnete vertreten. Da die tonjunktur 1898 unb 1899. Db unter diesen Umständen der gestoßen habe, nicht mehr aufrecht zu halten, er gab vielmehr die Queger- Partei durch ungeheuerliche Stimmenfälschungen gefaßte Beschluß besonders glücklich war, ist zu bezweifeln, ebenso, Möglichkeit zu, daß Pincus nur darauf hingewiesen habe, daß Frau ob er auf die Beurteilung der Kartelle im allgemeinen eine günstige v. W. Kenninis von der Sache erhalten müsse, wenn die Wechsel ihrem Erfolg vorgearbeitet hat, dürfen die Gegner dem Ausgang Wirkung ausüben wird. eingeklagt würden. Der Zeuge wußte auch nicht mehr, ob der An- der Wahlen nicht mit allzu hochgespannten Erwartungen entgegenDeutsche Bank. Wie an der heutigen Börse verlautete, foll in geflagte Bincus mit bestimmten Forderungen hervorgetreten fei oder fehen. Das Resultat liegt in folgenden Depeschen vor: ob er selbst Anerbietungen gemacht. Auch die Gebrüder Mendelsohn Eine Privatdepesche meldet uns: Von den 21 Mandaten Wiens den nächsten Tagen eine Aufsichtsrats- Sigung der Deutschen Bank fönne er nicht direkt bezichtigen, aber er habe damals den Einbrud errangen die Chriftlichfocialen 20, nur in Favoriten kommt Adler stattfinden, die sich mit der Frage beschäftigen wird, ob eine weitere gewonnen, daß auch diese eine Bression auf ihn ausüben wollten. in Stichwahl, er erhielt 5715 Stimmen gegen 5617 christlichsociale, Kapitalserhöhung der Bant nötig sei, da voraussichtlich der Bau Der Gerichtshof hielt unter diesen Umständen jede weitere 226 waren zersplittert. Bon 13 Provinzmandaten find zwei dah eine ihn der Bagbadbahn alsbald bedeutende finanzielle Anforderungen an Beweisaufnahme für überflüssig. Der Erste Staatsanwalt die Bank stellen werde. Außerdem soll über den Abschluß ver- Schönian hielt dennoch die Anklage aufrecht. Habe der Zenge v. M. christlichsocial, sieben bürgerlichfreisinig, ein Socialdemokrat und fchiedener größerer Inlandsgeschäfte beraten werden. auch nicht den Wortlaut der gegen ihn ausgesprochenen Drohung brei Stichwahlen. In Florisdorf siegte Socialdemokrat wiedergeben könne, so habe er doch mit Bestimmtheit befindet, daß Seiz mit 400 Stimunen Majorität. dem Sinne nach eine Drohung gegen ihn ausgestoßen worden sei. Die Verhandlung habe ein trauriges aber lehrreiches Bilb entrofft Wien, 5. November.( W. B. B.) In den Wahlbezirken der und gezeigt, daß es in Berlin eine Klasse von Geschäftsleuten gäbe, Städte Niederösterreichs find bis jetzt gewählt worden: 5 Deutschdenen es nur darauf ankomme, im Trüben zu fischen. In diesem voltliche, 2 Christlichsociale, 1 Deutsche Fortschrittspartei und ein Vor dem Schwurgericht in Frankfurt a. D. fiand am Falle sei der Benge v. W., der seinen Vermögensverhältniffen durch Barteilofer. In Storneuburg und Mistelbach find zwei Stichwahlen Montag der 48 Jahre alte Subfütterer Ang. Dühring aus Golzow. eine reiche Heirat aufhelfen wollte, das Opferlamm gewesen. zwischen christlichsocialen und deutschvolflichen Standidaten notwendig. Dem Angeklagten ist zur Last gelegt, am 8. Oktober d. J. eine Die Angeklagten müßten fireng angesehen werden. Er beantrage feinem früheren Dienstherrn Küpper in Alt- Langsow gehörige Stroh gegen Adolf Mendelsohn sechs, gegen Moriz Mendelsohn drei In allen Wiener Bezirken find, bis auf den Bezirk Favoriten, miete vorfäblich in Brand gesteckt zu haben. Er gesteht dies auch Monate, gegen Pincus ein Jahr Gefängnis und fünf in dem eine Stichwahl zwischen dem Socialdemokraten Adler ein und giebt als Beweggrund an: Er wollte ein Unter jährigen Ehrverlust. Unter- jährigen und dem Christlichsocialen Pro hasta notwendig ist, die christlichtommen haben! Die Verteidiger traten mit aller Entschiedenheit für die Frei- focialen Kandidaten gewählt worden. Der Angeklagte ist seit seiner Jugend an Händen und Füßen sprechung aller Angeklagten ein und verwahrten sich besonders da Im zum Teil verkrüppelt und von Rheumatismus geplagt. Zur französischen Bergarbeiterbewegung. Nach kurzer Beratung kam der Gerichtshof zur kostenlosen Freiborigen Jahre stürzte er in Diensten bei. in Alt Langfow gegen, daß der Zeuge v. M. als ein„ Opferlamm" anzusehen sei. von einer Treppe und renkte sich das Schulterblatt aus. Eine Rente sprechung aller drei Angeklagten. Lyon, 5. November.( W. T. V.) Die Verivaltungsrate für ihn zu erwirten, war nicht möglich. Nachdem er seinen Dienst Eigentümlich berührt es, daß der christliche Staatsanwalt den der Kohlengruben- Gesellschaften nahmen heute im Princip ein verlaffen, versuchte der Angeklagte in verschiedenen Strankenhäusern edlen Freiherrn als unschuldiges Opferlamm hinstellt. In harm Schiedsgericht an und ermächtigten ihre Direttoren, die Forderungen Aufnahme zu finden, wurde aber überall( u. a. auch in Berlin) ab- loser Naivität wird dieser Herr sich kaun zu dieser klassischen der Arbeiter zu prüfen. Die Bertreter dieser Gesellschaften und der gewiesen. Trotzdem er dann fast unter den Augen der Polizei in Spekulations heirat haben ausrüsten lassen. Vielmehr steht dieser Arbeiter werden morgen in St. Etienne zu einer Sizung zusammenBerlin dem Bettel oblag, erfüllte man seinen Wunsch nicht. Hierauf adlige Rittergutsbefizer moralisch mit dem famosen Konfortiuun auf treten. fam er wieder nach Alt- Langfow zurüd, worauf die Gemeinde be- gleicher Stufe. schloß, ihn der Reihe nach abzufüttern". Dieser Zustand würde einer Anstalt überwiesen. Sociales. Ein Berbrecher. M " Baris, 3. November.( W. Z. B.) Heute wurden im Departement Man gruben in Baldonne haben beschlossen, die Arbeit wieder aufMarseille, 5. Noventber.( W. T. B.) Die Arbeiter der Kohlenzunehmen. dem Angeflagten, dem das Zeugnis eines ordentlichen Arbeiters Wegen Landesverrats hatte sich gestern vor dem vereinigten Nord zum erstemnal die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeiter von ausgestellt wird, auch zugesagt haben, wenn dem fiechen, von zweiten und dritten Straffenat des Reichsgerichts in Leipzig der den Schiedsrichtern Heurteau und Delafond vernommen. Rheumatismus geplagten Störper die Wohlthat eines Bettes geworden Geschäftsreifende Edo Beder aus Wolffenbüttel zu verantworten. glaubt, daß morgen vormittag nochmals eine Verhandlung stattwäre. Das aber ist bei diesen Abfütterungen" nicht Mode er Den Vorsitz führte der Senatspräsident Treplin, die Auflage vertrat findet und daß das Urteil morgen abend für das Departement Nord mußte fortgesetzt auf Stroh schlafen. Bevor er nun die That beging, der Oberreichsanwalt Olshausen, Verteidiger ist Rechtsanwalt Wild gefällt werden wird. verlangte er noch vom Polizisten in Gusow feine Verhaftung und hagen. Geladen sind 11 Zeugen, 3 Militärfachverständige und ein erklärte, als derselbe dies abschlagen mußte, daß er dann etivas Dolmetscher. Außerdem wohnt im Auftrage des Ministeriums für begehen müßte, damit er ein Unterkommen finde. Elfaß- Lothringen Polizeidirektor Zahn- Straßburg den Verhand In der Verhandlung bat der Angeklagte fast unter Thränen, lungen bei. Der Angeflagte ist im wesentlichen ge ständig, einem ihm nur recht viel zu geben! Schließlich wurde die Verhandlung französischen Spion Namens Meunier militärische Korrespondenzen vertagt und der Angeklagte zivecs Feststellung feines Geisteszustandes und photographische Aufnahmen der Meher Festen Lothringen" und Bremen, 5. November.( W. T. B.) Die Weser- Zeitung" meldet „ Graf Haefeler" geliefert zu haben. Wehrere Ze ugen befunden, aus Brake, nach einem Telegramm aus Masatlan sei die Braker Dem Unglücklichen wird ja mun fein Wunsch erfüllt werden: den Angeklagten mehrfach in verdächtiger Weise am Fort Graf Bark" Freya", Kapitän Aden, auf der Reise von Mansanillo nach entweber tommt er als geistestrank und gemeingefährlich in eine Jrren- Baeseler" gesehen zu haben. Ein Meter Stantinenwirt will den Ans Punta Arenas total verloren gegangen. Ueber die Mannschaft liegt anstalt oder er kommt ins Gefängnis. Der letztere Fall ist der un geflagten mit weißem Papier und Bleistift gesehen haben, als derselbe feine Nachricht vor. günstigere für ihn auch deshalb, weil er aus dem Gefängnis veram Fort Graf Haefeler" Aufzeichnungen machte. Der Angeklagte mutlich eher wieder herauskommt wie aus dem Irrenhause und bestreitet, jenen Mann gesehen zu haben. Der Zeuge erklärt jedoch, heute gegen den Mörder Vidal der im letzten Tezember 3 me i Nissa, 5. November.( W. T. B.) Das Schivurgericht sprach Dann sieht er sich vor dem alten Elend der Freiheit. Sein bißchen den Angeflagten mit Bestimmtheit wiedererkennen zu können. Der Moral wird aber nicht gestärkt werden im Gefängnis, er wird dann Angeklagte Edo Becker wurde unter Anrechnung der ihm in Metz auf- bas obesurteil aus. Frauen ermordet und drei andre zu morden versucht hatte, leichter wie vorher etwas begehen", um aufs neue ein Unterlommen erlegten Gefängnisstrafe von 1 Jahr 3 Monaten zu 3 Jahren zu finden. 3uchthaus, 10jährigem Ehrverlust und Stellung unter Polizeis London, 5. November.( W. T. B.) Jn einer Baumwoll Diesen„ Verbrecher" hat ganz allein die bürgerliche Gesellschaft aufsicht verurteilt, Es wurde bezüglich der Festen Graf Haefeler" spinnerei zu Stockport brach heute nachmittag Feuer aus, durch welches auf dem Gewissen, die es unterläßt, für ihre Armen und Glenden und" Lothringen" Landesverrat als erwiesen angenommen. drei Personen das Leben einbüßten und viele verlegt zu forgen. tourden. Das Feuer ist bisher noch nicht gelöscht. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil berantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n.Unterhaltungsblatt. 2 " n Nr. 260. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonuerstag, 6. Yovember 1902, 209. Sigung. Mittwoch, den 5. November 1902, befämpft be sein, die Notwendigkeit des Antrages nochmals zu als Zeugen berufen. Ich sehe zu meiner großen Freude ein andres Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. Die zweite Beratug des Zolltarif- Gesetzes wird bei dem von den Abg. Albrecht( Soc.) und Genoffen beantragten§ 1b ( Bollbefreiung für waren, die durch Kartelle 2c. im Auslande billiger als im deutschen Zollgebiete verkauft werden) mit dem dazu vorliegenden Eventualantrage Barth fortgesetzt. Abg. Müller- Sagan( frs. Lp.): In erster Linie werden wir für den Antrag Albrecht stimmen, nur müßte bis zur dritten Lesung eventuell eine bessere Fassung gefunden werden. Der Antrag bedeutet vor allem einen Proteft gegen die Machinationen der Kartelle.( m einzelnen bleiben die Ausführungen des Redners bei der großen im Hause Herrschenden Unruhe fast unverständlich.) Sollte der Antrag Albrecht abgelehnt werden, so werden wir selbstverständlich für den Antrag Barth stimmen. ( Lebhaftes Hört! hört! links.) Ich wollte er Handels- techt gesprochen werde die Vaterlandsliebe die für danach annehmen, daß unser Antrag auch jetzt ohne Debatte mit den Worten aus„ Othello" bitten: Seid ihm( dem Antrag) einstimmig zur Annahme gelangen müßte. In der Kom- nicht abhold seiner Farbe wegen.( Heiterkeit.) Herr Stadt mission ist derselbe Antrag aber besonders bom Centrum hagen hat sich auf ein leider durch Krantheit ferngehaltenes und danach abgelehnt worden. Es wird deshalb Mitglied der Centrumspartei, auf den Abgeordneten Mintelen, meine begründen. Wenn einmal ein Boll, sei es auch ein ungerechter, ein Mitglied der Centrumspartei sehr frisch und munter auf seinem geführt ist, so muß die Gesetzgebung wenigstens Kautelen dafür Blaze, das lauter als alle andren das Bedürfnis einer einheitlichen faffen, daß nicht zu hohe Zölle erhoben oder daß überhaupt zoll- Rechtsprechung auf dem Gebiete der Zollstreitigkeiten anerkannt hat. freie Waren verzollt werden. Diesen Standpunkt hat der Reichstag Es ist der Kollege Dr. Bachem.( Abg. v. Bollmar ruft: Es iſt mit der Annahme des§ la fich zu eigen gemacht. Wenn die Mehr schon lange her!) Nun, с3 tvar am 4. Dezember 1896, heit nicht inkonsequent sein will, so muß sie auch auf den Boden also erst bor sechs Jahren, als er den gegenwärtigen dieses Antrages treten und gesetzliche Kautelen gegen ungerecht- Bustand geradezu vorfündflutlich nannte, ja, daß er sagte, es wäre der Meinung, daß es in einem Rechtsstaat auch einen Rechtsweg geben fönnte. Wenn Herr Bachem etwas unglaublich findet, muß es schon fertigte Zollerhebungen schaffen. Frither war auch das Centrum fiets ganz unglaublich, daß die Verwaltung Richter in eigner Sache ſein müsse. Das war freilich zu einer Zeit, als das Centrum noch sehr arg sein.( Große geiterfeit.) Auch die Nationalliberalen haben stärker war als heute. Seitdem ist mit dem Sinken seiner Anhänger- früher auf diesen Standpunkt gestanden. So hat Dr. Hammacher zahl auch die Idee des Rechtsstaates bei ihm mehr und mehr ge- am 15. Februar 1898 einen Appell an schwunoen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Ich werde der Regierung gerichtet, in dieser Angelegenheit die Hände num zu untersuchen haben, ob diese gerichtlichen Entscheidungen nicht länger in den Schoß zu legen. Gerade in dieses Gesetz gehört zweckmäßig denjenigen Behörden zuzuweisen sind, die auch sonst über eine solche Bestimmung wie die beantragte, hinein, weil hier nene Abg. Graf Kanių( l.): Mein und Dein entscheiden, oder etwa den Verwaltungsbehörden, Zollauflagen in außerordentlichem Umfange eingeführt werden sollen. Das Interesse für diese Verhandlungen ist erschöpft, wir warten oder ob man etwa mit der Regelung dieser Waterie bis zu einer Auch Herr Dr. Lieber war feiner Zeit diefer Meinung. Centrum nur auf ein beschlußfähiges Haus, um die Debatte beenden zu können. Revision des Vereins- Zollgesetzes warten soll. Es muß auf jeden und Nationalliberale verleugnen ihre Vergangenheit, wenn sie hier nur noch Fall die Möglichkeit statuiert werden, daß Recht gegeben, uns nicht die Hand bieten, im bem jezigen Zustande durch gefes einmal dagegen wenden, daß eine Verlängerung der Handels- Recht gesprochen werde bon einer unabhängigen Behörde liche Vorschriften ein Ende zu machen.( Bravo! links.) verträge im Interesse der Industrie oder Landwirtschaft läge. Die gegenüber derjenigen Behörde, die Unrecht gethan hat. Schazsekretär Frhr. v. Thiefmann: D Handelsverträge haben die jeßige Krisis nicht verhindern können. Das erfordert der Begriff des Rechtsstaates. Ebenso wie Um der Wiederkehr so ominöfer Zustände vorzubeugen, brauchen man gegen ungerechtfertigte Steuererhebungen den Rechtsweg Der Antrag Albrecht beabsichtigt, die Streitigkeiten um gollfätze wir den neuen Tarif, brauchen wir neue Verträge in neuer Form. zugelassen hat, so muß er auch hier zugelassen werden. vor die ordentlichen Gerichte zu bringen, und hat unzweifelhaft im Mißstände im Kartellivefen lassen sich nicht leugnen. Die Förder- Wir haben ja den Anfang gemacht bei der Reichs- Stempelstener. Auge, eine Rechtseinheit auf diesem Gebiete zu schaffen. Ist dieses einschränkungen des Coats- Syndifates betrugen im vorigen Sonst tönnte außerhalb des Reichstages die falsche Meinung ent- Biel auf diesem Wege erreichbar? Ich glaube das nicht. Wir haben in Jahre 43 Proz. In zahlreichen Fällen haben Entlassungen von Berg- stehen, der Reichstag habe dem Börsenmann einen Schuß gegen zu Deutschland weit über 100 Landgerichte, und es erscheint mir doch arbeitern stattgefunden. Nur dadurch wurde es möglich, den verbleibenden hohe Steuern geben wollen, nicht aber dem kleinen Manne gegen sehr zweifelhaft, ob sie im gleichen Sinne bei denselben Zollſtreitigkeiten Nun wird an das Reichsgericht als Arbeitern die bisherigen Löhne weiter zu zahlen oder doch nur zu hohe Zölle. Man müßte dann glauben, der Reichstag stelle den immer entscheiden würden. geringe Lohnreduktionen eintreten zu lassen. Wenn man über die Börsenmann höher als den fleinen Handwerker usw. Ungerechtfertigt oberste Instanz gedacht. Bei den bekannten Zuständen in der RechtNotlage unfrer Eifenindustrie spricht, darf man auch die hohen Coats- hohe Zölle stellen einen Eingriff in das Vermögen dar. Warum will sprechung wird immer sehr erhebliche Zeit verflossen sein, bevor das preise nicht vergessen. In Amerifa loftet der Hochofencoats 9 bis bas Centrum wohl dem Börsenmann, nicht aber dem kleinen Hand- Reichsgericht einheitliches Recht schafft. Ich weiß nicht, ob dem Vor etwas über drei Jahren 9 M., bei uns 15 M. Das Roheisen- Syndikat hat es verstanden, werfer einen Rechtsschutz gegen solche Eingriffe gewähren? Ein Vertreter Handel damit gedient fein würde. worden, Bollanstanftsstellen geschaffen der Roheisen verarbeitenden Industrie das Roheisen zu außer der Regierung sprach früher die Meinung aus, es handle fich bei find die ordentlich hohen Preifen aufzuzwingen. Der Preis des Roheisens dieser Forderung um eine Verschiebung der Gewalten in der Zoll- jeden einzelnen Jmporteur als Sicherheitsventil bestimmt sind und stieg bis auf 92 m. pro Tonne( Hört! hört! links); dabei mußten die ab- verwaltung innerhalb des Reiches. Der Bundesrat dürfe sich hier in vielen hundert Fällen schon als solches gedient haben. Ich kann nehmenden Fabriken sich durch Verträge für zwei Jahre auf diesen Preis nicht den Gerichten unterwerfen, sondern diese Materie müsse seiner feststellen, daß verschiedene Auskünfte dieser Zollauskunftsstellen in berpflichten.( Buruf: Wucher!) Daher ist eine getvisse staatliche Ein- souveränen Erkenntnis überlassen bleiben. Art. VII der Verfassung Boufragen äußerst felten vorkommen. Die Pragis dieser Stellen ist also schränkung der Kartellpolitik durchaus geboten. Man hat die ist aber nur in dem Sinne aufzufassen: Wenn andrerseits keine Ausziemlich einheitlich. Müßte der Handel auf die Entscheidungen des ReichsSchutzzoll- Gesetzgebung als den Nährboden der Kartelle bezeichnet, führungsverordnungen zu erlassen sind, wenn nicht durch das Gesetz gerichts warten, so würden darüber eben so viele Jahre vergehen, wie jetzt In dem freihändlerischen England steht aber das Kartellwesen in feststeht, wer sonst Ausführungsverordnungen zu erlassen hat, dann Monate. Herr Stadthagen sowohl wie Herr Brömel haben sich auf die hoher Blüte, und die billigeren Auslandsverkäufe find dort mindestens ist der Bundesrat verpflichtet, diese Verordnungen zu erlassen. Die Stempelsteuer- Gesetzgebung bezogen. Aber da liegen doch die Dinge ebenso sehr an der Tagesordnung wie in Deutschland. Der focial staatsrechtliche Deduktion, daß unter allen Umständen dem Bundes- viel einfacher. Wieviel Stempelsteuer für eine Sache zu zahlen sind, Bei Streitigkeiten über die Bollfähe demokratische Antrag würde auch alle die Rohprodukte, die bei uns rat die Prärögative der Ausführungsverordnungen zustehe, ist somit fann jedes Gericht feststellen. Teinem Zoll unterliegen, nicht treffen. Das rheinisch- westfälische in keiner Hinsicht haltbar. | aber würden die Landgerichte darauf angewiesen sein, das Urteil der Stohlensyndikat hat dem preußischen Eisenbahnminister seine hohen Auf jeden Fall hätte doch der Bundesrat nur das Recht, Ver- Eachverständigen heranzuziehen. Die Sachverständigen aber find noch Stohlenpreise einfach aufottroyiert. Auch das Schienenkartell zwingt ordnungen innerhalb des Rahmens der Gesetze zu erlassen. Geht er viel häufiger verschiedener Ansicht als Professoren oder Nichter. Ich dem Staate sehr hohe Breise auf. Und die Steuerzahler, die armen über diesen Rahmen hinaus, so muß er rettifiziert werden durch die bitte Sie, den Antrag Albrecht abzulehnen. Bauern, müssen die Mehrbelastung tragen! Die ganze Materie Gerichte. Es ist eine Rechtsunordming, es ist geradezu Anarchie, Abg. Dr. v. Dziembowski- Pomian( ole): a des Kartellwesens muß durch eine besondere Gesetzgebung geregelt wenn heute z. B. ein Handwerker, der durch falschen Entscheid der Es wird bei den Gerichten ebenso wie bei den Zollbehörden werden.( Bravo! rechts.) Zollbehörde um 2-3000 M. geschädigt ist, kein Rechtsmittel hat, um lediglich auf das Gutachten von Sachverständigen ankommen. Das Abg. Gothein( frs. Bg.): dagegen einzuschreiten. Durch einen solchen Zustand wird das Publikum ist aber berechtigt, unparteiische Sachverständige zu ver Dem Grafen Kaniz ist es trotz seiner längeren Ausführung Rechtsgefühl des Einzelnen direkt untergraben.( Sehr richtig! bei langen. Diese Unparteilichkeit findet es mi bei den gerichtlichen nicht gelungen, das Haus beschlußfähig zu machen.( Dho! rechts) den Socialdemokraten.) Beim Reichs- Stempelsteuer- Gefeß, wo es Behörden. Die Zollbeamten stehen thatsächlich unter dem Dr. Beunner bezeichnete England gewissermaßen als das Musterland ich allerdings um die Interessen der reichen Leute handelt, haben suggestiven Einfluß der Regiering. der Regierung.( Sehr richtig! lints.) Sie ja den Rechtsweg Sen Rechtsweg geschaffen. Hier der Kartelle. Ich möchte ihn verweisen auf ein fürzlich erschienenes handelt es sich Der Fall Löhning hat ja auf anderm Gebiet erwiesen, wie bei der vor allem 11111 Berk über die startelle, das den Generalsekretär des Centralverbandes die Intereffen fleiner Leute, tie uns Beurteilung der fachlichen Anträge, die bei der Brovinzial- Stenerbehörde der Industriellen Destreichs, Dr. Joseph Grunzer, den Bued Destreichs, die Unzahl der Petitionen, die Zollfuriofa betreffen, betweisen. in Bosen eingehen, die Referenten sich von der Erwägung feiten der Industriellen Destreichs, Dr. Joseph Grunzer, den Bueck Desireichs, Unfre Richter haben über alle möglichen Gebiete zu urteilen, von faffen, ob der Antragsteller Deutscher oder Pole ist oder gar polnischer zum Verfasser hat. In diesem Buch, das geradezu eine Apologie der denen sie nichts wissen, sie werden dabei eben von Sachverständigen Agitator. Das sind doch Dinge, die mit einer fachlichen Entscheidung zun Verfasser hat. In diesem Buch, das geradezu eine Apologie der Startelle darstellt, wird auseinandergefegt, daß die englischen Amalgamations" einen ganz andern Charakter haben, als die unterstützt. So werden sie auch im stande sein, über zolltechnische in gar keinem gufammenhang stehen.( Sehr richtig! bei den Polen.) dieser Fall wurde ja neulich an Wenn die Sachen so stehen, dann können sie es uns doch nicht verdeutschen Syndikate, daß es aber eigentliche Kartelle in England Fragen abzuurteilen, z. B. nur ganz vereinzelt giebt. Eine Amalgamation" stellt 3. B. eine geführt zu entscheiden, ob Blechwaren Sardinen find.( Heiterkeit.) denten, wenn wir auch den Entscheidungen der Zollbehörben ein genur ganz vereinzelt giebt. Eine Amalgamation" ſtellt B. eine Verschmelzung mehrerer Fabrilbetriebe dar, oder eine Bereinigung Den Verwaltungsbehörden darf die Entscheidung nicht überlassen wisses Mißtrauen entgegenbringen.( Schr richtig!) Ich halte daher Verschmetzung mehrerer Fabrikbetriebe dar, oder eine Vereinigung werden, denn es handelt sich ja gerade um Schutz gegen Maßnahmen das Princip des Antrages Albrecht für richtig, möchte aber um die zum Schub gegen den umlauteren Wettbewerb oder zum Zwecke von Lohnvereinbarungen, twie sie etwa beim Lohntarif der Buchdrucker von Verwaltungsbehörden.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Annahme meines Amendements bitten. daß es für einen Rechtsstaat dringend notwendig ist, daß in Bezug Die Motive zum Gerichtsverfassungs- Gesez sprechen es aber aus, Abg. Bassermann( natt.):-sllat auf die Frage, ob öffentliche Abgaben zu entrichten find oder nicht, Wir stehen noch heute auf dem Standpunkt, den früher im Rechtsweg beschritten werden kann. In diesem Sime hat sich Dr. Hammacher entwickelt hat, und werden dem Antrag Albrecht in auch der Centrumsabgeordnete Dr. Rintelen fehr warm ausgesprochen. Princip zustimmen, vorbehaltlich formeller Abänderungen in der 1886, das war vor 20 Jahren. Das Centrum hat damals den Aus( bg. v. Bollmar: Früher! Ja das war früher, das war im Jahre dritten Lesung. führungen des Abg. Stintelen lebhaft zugestimmt. Seine Anhängerzahl ist gesunken, seine Anschauungen sollten doch aber nicht sinken. Hier will man dem Mittelstand den Rechtsweg verschließen! Davor Abg. Brömel( fef. Vg.): Der Reichs- Schabfefretär hat gemeint, Abg. Bernstein( Soc.): Herr Gamp hat fich für berechtigt ge- follten doch selbst die ärgsten Schutzzöllner zurückschrecken!( Sehr daß ich über eine Sache in Erregung geraten fei, die eine Eriegung halten meine Bemerkung von der Vereinbarkeit hoher Löhne mit richtig! bei den Socialdemokraten.) Aber selbst wenn einmal ein nicht verdiene. Ich bin in Erregung geraten über die Verschleppung niedrigen Preisen für Unsinn zu erklären. Nachher hat uns aber folches Reichsamt errichtet werden sollte, so wäre das ein Ausnahme einer Forderung des Reichstages, und die verdient die Erregung! Herr Gamp erzählt, daß Steinarbeiter in seiner Heimat 1,50 Mart, recht, das dem Grundsag des Rechtsstaates widerspricht. Es giebt( Scht richtig! links.) in Berlin dagegen bis 5 Mart erhielten, er wolle aber doch fleine Handwerker, die durch die Erhebung ungerechtfertigt hoher Hölle Abg. Dr. Bachem( C.): Herr Brömet hat frühere Aeußerungen, lieber die Berliner Steinarbeiter nehmen, weil sie mehr leisteten. geradezu ruiniert find! Es giebt tausend und abertausende von Fällen, die ich zu diesem Gegenstand gemacht habe, in die Debatte gezogen. Ich will nicht gerade die Zusammenstellung dieser beiden Be in denen das finanzpolitische Gewissen der Zollbeamten stärker als die Ich bin leider im Rahmen einer persönlichen Bemerkung nicht in der hauptungen als Unfinn bezeichnen, aber Methode, Herr Gamp, liegt wahrheit und in denen infolgedessen zu hohe Zölle erhoben werden. Lage, darauf zu antworten.( Große inruhe links. Rufe: Sie Im Jahre 1890 hat Abg. Brömel einen Gefeßentwurf im Reichstag hatten sich ja zum Wort melden können!) Ich will nur bemerken, Abg. Schlumberger( natl.): Herr Dr. Pachnicke hat gestern darauf eingebracht, der die Entscheidung über Zollfragen dem gerichtlichen wenn die Herren mit diesem Antrag den Zolltarif zu stande bringen hingewiesen, daß ich zu den Unterzeichnern des Kartellantrags Hehl oder verwaltungsgerichtlichen Verfahren überlassen wollte. Der wollten, so könnten wir dafür stimmen.( Große Unruhe.) zu Herrnsheim gehöre. Ich habe das gethan, weil mit diesem An- nationalliberale Abg. Dr. Hammacher unterstützte damals diesen An- Vicepräsident Büsing: Das war nicht persönlich! Bestehen. Wenn Dr. Beumer meint, ich sei geeignet für die Stellung cines Staatsfommiffars der Kartelle, so unterschätzt er meinen Ehr geiz doch gewaltig. Ich strebe nicht nach staatlichen Aemtern, sondern wünsche meine Freiheit zu bewahren, um auch in Zukunft meine Meinung fagen zu können.( Beifall links.) Sierauf wird ein Schlußantrag der Abgg. Rettich( f.), v. Arnim( Rp.) und Spahn( C.) angenommen. Dafür stimmen Es folgen persönliche Bemerkungen. auch die Nationalliberalen. Sarin nicht. Tommien. Damit schließt die Diskussion. Es folgen persönliche Bemerkungen. Schluß 5% hr.T- mied! W Partei- Nachrichten. Abg. Singer( Soc.): Ich habe im Namen meiner Freunde zu Kommission habe ich mich entschieben und mit aller Energie gegen daß das dringende Bedürfnis bestehe, die bestehende Gefeßgebung zu erklären, daß wir vorbehaltlich etwaiger gafjungsänderungen in der jede gefeßliche Maßregel im Startellwefen ausgesprochen. Das ist ändern und einen Rechtsweg, in Zollstreitigkeiten zu schaffen.( hört! hört! dritten Lesung für heute das Amendement Dr. Dziembowski- Bomian das Persönliche, zur Sache fann ich ja infolge des Schlusses der bei den Socialdemokraten.). Dann kam ein kleiner Handwerker zu Worte, acceptieren. Debatte nicht sprechen.( Heiterfeit.) mein Parteigenoffe Schumacher aus Golingen, der darlegte, welch In namentlicher Abstimmung wird hierauf der Antrag Albrecht Abg. Gamp( Rp.): Herr Bebel hat aus meinen Ausführungen schlimme Erfahrungen er mit den Zollbehörden gemacht habe und mit dem Amendement v. Dziembowski abgelehnt. An der entnehmen zu sollen geglaubt, daß ich mich gegen hohe Militär- wie ungerechtfertigte Zollerhebungen auf das kleine Handwerk viel- Abstimmung beteiligen fich 244 Abgeordnete, für den Antrag Tasten und gegen die allgemeine Wehrpflicht...( Rufe links: fach geradezu ruinös wirkten. ist doch der Zwed stimmen 112, dagegen 131, ein Abgeordneter enthält sich der Abgestern!) der Gesetzgebung, daß dem einzelnen fein Recht werde, ſtimmung. Vicepräsident Graf Stolberg Wernigerode: Sie dürfen in nicht aber, daß cr rechtlos der Willkür Der Behörden Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerseiner persönlichen Bemerkung nicht auf eine Rede von gestern zurück- preisgegeben fet.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) tag 12 11hr. Im übrigen find wir gern bereit, über andere, vielleicht auch beffere Abg. Franken( natl.): Herr Graf Kanit benutzt jede Gelegen- Borschläge zu diskutieren. Wenn Sie eine beffere Gestaltung heit, um in unliebenswürdigster Weise das Kohlensyndikat zu befinden, so soll es uns darauf nicht ankommen, vir streiten uns handeln. nicht um einzelne Worte herimi! Aber möchten Sie doch Bicepräsident Graf Stolberg: Das ist feine persönliche Be- etwas Besseres bringen.( Heiterfeit.) Jezt ist es an Ihnen, das Vermerfung.( beiterfeit.) sprechen einzulösen, der wachsende Schwund Ihrer Wählermassen Die Abstimmung über den Antrag Albrecht(§ 1b) ist auf mahnt Sie dazu. Benn Sie weiter nur immer Versprechungen geben irag Singer eine namentliche. An der Abstimmung beteiligen fich und da, wo der Weg ist, das Versprechen einzulösen, dies nicht 234 Abgeordnete, davon stimmen mit" ja" 68, mit" nein" 166 Ab- thun, so hoffe ich, daß bei den nächsten Wahlen Ihre Stimmenzahl geordnete. Der Antrag ist also abgelehnt. unter eine Million heruntergehen möge. Und wenn ich auch erwarte, Die Abstimmung über den Antrag Barth( frf. Vg.) ist auf An- und hoffe, daß, selbst wenn Sie unsern Antrag annehmen wollten, trag Barth ebenfalls eine namentliche. Ihre Stimmenzahl weiter heruntergeht( Große Heiterfeit), so hoffe An der Abstimmung beteiligen fich 235 Abgeordnete. Davon ich doch, daß das lebendige Rechtsgefühl, das damals in den Mit stimmen für den Antrag 80, dagegen 155. Der Antrag Barth ist gliedern des Centrums lebte, auch bei Ihnen so weit wachsen, blühen fomit abgelehnt. und gedeihen möge, daß unser§ 1c mit großer Mehrheit an genommen wird.( Stürmische Seiterfeit und lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten; ironischer Beifall rechts.) Vicepräsident Büsing: Als§ 10 beantragen die Abgg. Albrecht und Gen.( Soc.) folgende Bestimmung einzuschieben: Wer zur Entrichtung eines Eingangszolles nicht oder nicht in dem geforderten Betrage berpflichtet zu fein vermeint, ist befugt, feinen Anspruch gerichtlich geltend zu machen. Die Klage Der Abg. v. Dziembowski- Pomian beantragt, den Sat 3 im ift binnen sechs Monaten nach erfolgter Bahlung des Bollbetrages Antrage Albrecht wie folgt zu fassen:" Buständig ist ohne Rücksicht anzustellen. Zuständig sind ohne Mücksicht auf den Wert des auf den Wert des Gegenstandes das Landgericht". Streitgegenstandes die Landgerichte des Bezirks, in welchem die Waren eingeführt sind. te entgegenstehende Bestimmung in § 12 des Vereinszollgesetzes vom 1. Juli 1869 wird aufgehoben." Abg. Stadthagen( Soc.): Unser Antrag bewegt sich auf derselben Linie, wie früher bereits bon allen Parteien des Reichstags unterstützte Anträge. Man sollte Abg. Brömel( frs. Wg.): Der Herr Bortragende( Seiterkeit)- man kann die Rede meines Herrn Vorrebners sehr wohl einen Vortrag nennen( Heiterleit) hat die Geschichte des Antrages sehr ausführlich dargelegt. Es handelt sich hier um eine sehr alte liberale Forderung. Wir werden den Antrag auf das wärmste unterstügen. Ich kann das Haus mir 910 Wirtschaftlicher Boykott aus politischen Gründen. Aus Ostpreußen werden immer neue Fälle bekannt, daß die herrschenden Streise den wirtschaftlichen Boytott zur Bekämpfung der Socialdemokratie anwenden. Erst jüngst wurde vor Gericht festgestellt, daß ein Arbeiter, der viele Jahre in einer Zuckerfabrit ge arbeitet, feiner socialdemokratischen Gesinnung wegen brotlos ges macht wurde, wobei ein Amtsgerichtsrat die treibende Straft war. Dann war der Fall mit den Schulbänten in Bascheligsten.Weil der Schulvorstand sie bei einem focialdemokratischen Tischler machen ließ, ie, soll der Gemeinde der Staatszuschuß zu der Ausgabe verweigert werden. Sint Jetzt wird von unsrem Königsberger Parteiblatt ein neuer Fall mitgeteilt, wobei der§ 119 des Bürgerlichen Gesetzbuches eine überraschende Anwendung gefunden hat. Ein Kaufmann Pflaumbaum die Verwaltung einer Filiale feines Geschäfts übertragen. in Angerburg hatte dem Unfallrentner Koßte durch Vertrag 1. Oktober ließ jedoch Pf. den K. die Stellung nicht antreten mit der Begründung, daß er vom Vertrage zurücktrete, weil er nachträglich erfahren habe, daß S. Socialdemokrat sei. S. tlagte und die Sacje tam vor das Anitsgericht Angerburg. Im Termin berief fid) Pf. auf den§ 119 des Bürgerlichen Gesetzbuches, welcher lautet: Wer bei Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Jerfum war oder eine Erklärung dieses Inhalts Als Jrrtum über den Inhalt der Erklärung gilt auch der Irrtum über solche Eigenschaften der Person oder der Sache, die im Verkehr als wesentlich angesehen werden." " überhaupt nicht abgeben wollte, fann die Erklärung anfechten, I wollen, intereffiert an dem Vorfalle vor allem das, was Pf. zur Be-| fränkischen Wahlkreise herauszugeben. Bisher erscheinen in diefen wenn anzunehmen ist, daß er sie bei Kenntnis der Sachlage und gründung seines Vorgehens angiebt. Der Hauswirt, der ihn rufen Bezirken zwei Kopfblätter der Fränkischen Tagespost", was sich für bei verständiger Würdigung des Falles nicht läßt, um ihm zu sagen, daß er sich ja gar einen Socialdemokraten ver- die Agitation nicht als förderlich erwiesen hat. abgegeben haben würde. schrieben habe; der Herr Superintendent, der Prediger der christErfreuliche Parteiverhältnisse kamen in der am Sonntag in lichen Nächstenliebe und Vorstand einer Anstalt, die zu Pf.'s Kunden zu gehören scheint, läßt gleichfalls schleunigst den Kaufmann rufen, Langenbielau abgehaltenen Parteiversammlung für den Wahlkreis um ihm bemerklich zu machen, daß er Schaden haben könnte durch Reichenbach- Neurode zur Sprache. Nach dem Bericht des die Einfegung eines socioldemokratischen Filialisten; endlich das Kreisvertrauensmannes wurden 53 000 Stick Flugschriften im BerichtsLandratsamt, das in diesem Privatgeschäft die Rolle der Auskunftei jahre im Wahlkreise verbreitet. 1356,24 M. wurden für die Agitation übernimmt und über die politische Gesinnung des Filialisten Aus- berausgabt. Der Langenbielauer Wahlverein hat 660 Mitglieder und ein Vermögen von 1425 M. Während jahrelang in Reichenbach nur kunft" giebt. Wie würden alle diese berufenen Schüßer der gottgelvollten 40-60 Genossen politisch organisiert waren, zählt der dortige WahlOrdnung über Terrorismus fayreien, wenn socialdemokratische Ar- verein jetzt 230-240 Mitglieder; sein Kassenbestand beläuft sich auf beiter gelegentlich den Spieß umdrehten und bei einem Geschäfts- rund 150 M. Der Peterswaldauer Wahlverein hat 277 Mitglieder und einen Kassenbestand von 293,19 M. Einige 20 Mitglieder zählt manne nicht kauften, der konservative Gesinnung bethätigte! der nengegründete Wahlverein für Peilau und Umgebung. Im NeuBei der Landtags- Nachwahl in Frankenhausen( Schwarzb.- N.) roder Streise erfüllen die Parteigenossen ihre Pflicht gegenüber der wurde, wie uns ein Privattelegramm meldet, an Stelle des doppelt- Partei infolge des Lokalmangels durch freiwillige Beiträge. Der gewählen Genossen Winter der Genosse Böttcher mit 473 gegen Stand des Proletarier aus dem Eulengebirge" ist 273 Stimmen gewählt. An der Zahl unsrer Mandate wird durch durchaus günstig sowohl was die Auflage anbelangt wie auch in diese Wahl nichts geändert. materieller Beziehung. Die Auflage des Proletariers" beträgt Neben der Frage der Anwendbarkeit des§ 119 des Bürger- Parteipresse. Eine Wahlkreis- Konferenz in Bayreuth beschloß. 7300, ist also höher wie vor Gründung der Landeshuter Volkslichen Gesetzbuches, deren Brüfung wir den Juristen überlassen vom 1. Januar 1903 an ein gemeinsames Parteiblatt für alle zeitung". Zur Begründung seiner Handlungsweise machte Pf. geltend: Bei Abschluß des Vertrages habe er nicht gewußt, daß K. Socialdemokrat ist. Vielmehr sei er erst später zu dem Eigentümer des Hauses, in dem sich die Filiale befindet, gerufen worden, und dieser habe es ihm mitgeteilt. Ebenso sei er zum Superintendenten, der zum Vorstand des Siechenhauses gehöre, berufen worden, um die gleiche Mitteilung zu erhalten. Endlich habe er sich auch auf dem Landratsamt erkundigt, und dort sei ihm dasselbe gesagt worden. Da er nun in seinem Hauptgeschäft die Kundschaft von Beamten, angesehenen Bürgern und gemeinnügigen Anstalten habe, so müsse er aus der Verbindung mit einem Socialdemokraten geschäftliche Nachteile befürchten." Das Gericht erkannte diese Gründe als durchschlagend an und wies S. mit seiner Klage toitenpflichtig ab. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 6. November. Anjang 3 Uhr: Opernhaus. Wohlthätigkeits- Vorstellung. Anfang 7%, Uhr: D Bajazzi Opernhans. Cavalleria rusticana ( Bauern Ehre). ( Pagliacci). Werbucci).- Slavische BrautSchauspielhaus. Jm bunten Nod. Deutsches. D' Mali. Berliner. Alt- Heidelberg. Central. Madame Sherry. Leffing. Das Theaterdorf. Neues. Ledige Leute. Residenz. Seine Rammerzofe. Westen. Der luftige Krieg. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Ballner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDonnerstagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Eine Diebskomödie von Gerhart Hauptmann. Freitagabend 8 Uhr: Doktor Klaus. Sonnabendabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Fener. städtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Auszügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Freitagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Urania. Central- Theater Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Thalia. Charleys Zante. Vorher: Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Caffis Pascha. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Apollo. Nakiris Hochzeit. Anfang 8 Uhr: Central. Madame Sherry. Schiller. O.( Wallner Theater.) Der Biberpelz. Schiller. N. 3 ( Friedrich Wilhelm0 städtisches Theater). Der Herr Senator. Carl Wei. Ilse Römer. Quisen. Vor Sonnenaufgang. Casino. Ein Sohn des Bolles. Kleines. Adermann. Wilhelm. Die Anna- Lise. Buntes Theater. Zochter zu ber heiraten. Der Hund. Bunter Teil. Trianon. Die Liebesschaukel. Bascule.) ( La Wintergarten. Specialitäten. Passage Theater. Specialitäten. Passage: Panoptikum.Specialitäten. Palast. Goldene Jugend. Specialis täten. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenjir. 48/49. Frühlingstage an der Riviera. Juvalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Zum 471. Male: Charleys Tante. Guido Thielscher als Charleys Tante. Anfang: Charleys Tante. 8, Uhr. Borger: Cassis Pascha. Anf. 7% Uhr. Morgen und folgende Tage: Die selbe Borstellung. Sonntag, 9. Nov., Judas- Liebe. nachmittags 3 Uhr: Das Schwert des Damokles. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Ilse Römer. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Hochaktuelle Neuheit!! Ein ,, Boeren- Museum" ( Waffen, Kriegsbeute, Briefe, Dokumente, Handarbeiten gefangener Boeren etc. etc.) Grösste Sehenswürdigkeit der Jetztzeit!! Passage- Theater. Das neue Novbr.- Programm. Sonntags 3 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Agoston der, Witze"-König. Der Todessprung d. Hundes, vorgef. v. MaudGriselda Lotte Sebus, das gewisse Etwas. Yvette de Laabé, Flammentanz d. 20. Jahrhunderts. neue 14 erstklassige Nummern. Werneckes Festsäle, Rixdorf, Hermannstraße 49. Sonnabend, den 8. November 1902: Zur Feier des Stiftungs- Festes Künftler- Konzert arrangiert vom Socialdemokratischen Wahlverein Rixdorf. Mitwirkende: Gesang: Konzertjängerin Fräulein Dommel, Opernfänger gerr Th. Scheer. Berliner Sinfonie- Orchester, Dirigent Herr Kapell meister Maximilian Fischer. Cello: Herr Solo- Cellist Fr. Grosse- Flöte: Herr Flöten- Virtuos M. Fischer. Anfang präcise 8%, Uhr abends Nauchen während des Stonzerts nicht gestattet. Während der Vorträge bleiben die Saaltyüren geschlossen. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt. Nach dem Konzert: Ball. Entree 50 Pf. Programme und Liederterte am Eingang gratis. Einlaßkarten find nur in den Zahlstellen und bei den Bezirksführeru Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Heute u. folgende Tage( Abonnements gültig) abends 7%, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Felix. erhältlich. Sonntagnachmittags: Die Fledermaus. Abends: Madame Sherry. SteidlDranien burg. Thor Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonntag Uhr. Steidl= Sänger. Täglich wechselndes Programm. Dienstag, Donnerstag, Sonntag im Festsaal: Canzkränzchen. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Wochentags 8, Sonntags 7% Uhr. 8 Uhr: Chambre garnie. 8%, Uhr: Die brill. Specialitäten. 11. a.: Nosemann als Sarah Bernhardt. 9 Uhr: Ein Sohn des Volkes. Sanssouci Kottbuserstr. 4a, Station der Hochbahn. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Nach jeder Borstellung Tanzkränzchen. Entree: Sonntags 50 Bj., Uhr Trianon- Theater. Sperris 75 81., ab 9 libr Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater Romantisches Schauspiel in 3 Aften ( 6 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Morgen und folgende Tage: Ilse Römer. Somabendnachmittag: Die Burgstr. 22. fieben Raben. Sonntagnachmittag, Heine Preise: Eine Paria. 30 Bf., Wochentags 30 Bi., Sperrfit 50 Bi., ab 9 Uhr 20 3j. Cirkus Schumann Donnerstag, den 6. November 1902, 3 " lumen- und Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Specialit.: Vereinskränze. Königstadt- Casino. Hoizmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstfl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. 292/17 Berliner Chase Germania- Prachtsäle Chaussee. ChausseeStr. 103. Str. 103. Arnold Scholz. Heute Donnerstag: Grosses Militär- Streichkonzert ausgeführt von der Regimentsmusik des IV. Gårde Regiments zu Fuss in Uniform unter persönlicher Leitung des königl. Musikdirektors Herrn Frz. A. Bergter. Anfang S Uhr. Bons gelten. Nachdem: 5144L* Eintritt 30 Pf. Familien- Kränzchen. Kleines Theater Gratweils Bierhallen ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr: Ackermann. Eine tragische Komödie in 3 Akten von F. Holländer u. L. Schmidt. Morgen: Rausch. Metropol- Theater. Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Flora Siding. Henry Bender. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Rauchen gestattet." Anfang 8 Uhr. Grosser Extra- Abend. Apollo- Theater. Meisterdressuren. Direktion: R. Winkler. Direktor Alb. Schumann mit seinen Große Ausstattungs- Novität. Wiederauftreten d. Direktor R. Winkler. 8 Uhr: 8 Luisen- Theater, Goldene Jugend. Das musikalische Pferd, Vor Sonnenaufgang. Sociales Drama von G. Haupimann. Fauft. Sonnabend: Morgen: Novität! Zum erstenmul: Dez grüne Karl. Berliner Volksstüd in 4 Aften von D. Drechsler und J. Wach. Sonntagnachmittag 22 Uhr: Fauft. Abends 8 Uhr: Der grüne Sarl. Operetten- Burleste in 2 Aften einzig dastehende Dressur, vom Komponisten Sign. Luigi. Die phänomenalen Künstler Trio Rossi, 2 Herren. mit Gefang u. Tanz von W. Geride. vorgeführt Mufit von C. Bappaus. Huronimus Fiebig- Dir. R. Winkler. Zanz- Divertissement arrang. b. d. Ballettmeisterin Frl. Anna Bernhard, tgl. Zänzerin a. D. Die neuen Kostüme aus dem Atelier R. Schaub. 12 nene Schaunummern. Wilhelm- Theater. Attraktionen I. Ranges. friedrich- Strasse 236. 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Laut Beschluß der Lohnkommission erhalten alle Rohrleger und Helfer nach Beendigung des Sonnabend, den 15. November, Brauerei Friedrichshain Winter- Fest. Dumoristischer Vortragsabend Recitation: MARCELL SALZER. Gesang: Joseph Josephi. Festmarken a 50 Pf., nur für Mitglieder, in allen Zahlstellen. Sonntag, 9. November, 23, Uhr nachm.: Metropol- Theater: 7/8 Abt.: Was ihr wollt. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 230/12 Streiks, ſoweit dieſelben während des Streits ſich den Beſchlüſſen und Anordnungen der Organisation Orts- Krankenkasse der Sattler gefügt haben, Legitimationstarten. Wer nicht organisiert ist, erhält dies auf der Karte vermerkt. Damit können die Verliner Vauarbeiter ihre Kampfesbrüder wieder erkennen. 165/4 Die Ortsverwaltung. 3. A.: Karl Wiesenthal. Socialdemokratischer Central- Wahlverein für Teltow Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Sonntag, den 9. November, vormittags 10 Uhr, im ,, Volkshaufe", Charlottenburg, Rosinenstrasse No. 3: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Berichte und Neuwahlen des Vorstandes, der Vertreter der Breß-, Agitations- und Lokalfommission. 2. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 3. Antrag des Vorstandes betr. Beitragserhöhung. 4. Sonstige Anträge. 5. Verschiedenes. 250/19 Jeder Wahlverein hat das Recht, drei Delegierte zu entisenden.- Gäfte haben Zutritt. Achtung! Töpfer. Töpfer. Achtung! Freitag, den 7. November, abends 5 Uhr, in Louis Kellers Festfälen, Koppenstraße Nr. 29: Große öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins. Tages Ordnung: Die neueste Stellungnahme der Berliner Junung gegen den Arbeitsnachweis und die Antwort der Berliner Kollegen. 206/12 Der Gesellen- Ausschuss...: H. John. Solbie Der Vorstand. H und verwandten Gewerbe zu Berlin. Donnerstag, 13. November, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaufe Engel- Ufer 15( Saal 1): Ortskrankenkasse der Maler Ordentliche General- Verfammlung Montag, den 10. November 1902, der in den Wahlversammlungen vom 16. n. 22. Oktober Arminballen", Stommandantenstr. 20: 1902 gewählten Vertreter der Kaffenmitglieder und Mitglieder- Versammlung. Arbeitgeber. Tages- Ordnung: abends 82 Uhr, Erfazwahl von 6 Delegierten, Arbeitgebern, und 24 Delegierten, Arbeitnehmern, für das Jahr 1902. Neuwahl von 95 Delegierten, Arbeitgebern, und 190 Delegierten, Arbeitnehmern, für die Jahre 1903/4. Mitgliedsbuch resp. eine BescheiniIn Ltr. Fl. em- gung der Arbeitgeber legitimiert. pfehle: Cognac 2586 Der Vorstand. 1,25-10,35, Rum 1,00-5,60, Nordhäuser 0,45-1,35. Liqueure, Eiercognac, CitronenHimbeersaft, u. Port- u. Ungarweine gut u. billigst. ChausseeCarl Schindler, strasse 55. Wurstbruch in schöner Ware von 50f. pr. Bfund an, fowie Kao cen, Werfallene Pfänder. Gold. inie Dr. Simmel, Knochenfleisch, Eisbeine ze. täglich Brillanten j. Art, gold. u. jilb. 11hren, Ketten, Ringe, sauber u. jájön, m. spottb. verf. Altes Gold, Silber w. getauscht u. in Zahlung gen. in der Blandl. Brinzenftr. 28 I, Ecke Ritterfir. PrinzenStr. 41. Specialarzt für[ 45/ 17* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. 16. Ziehung 4. laffe 207. gl. Preuß. Lotterie. Stehung vom November 1902, vormi taas. Mur die Gewinne über 232 L find den betreffenden Summern in Klammern beige ital Nadbrud cerboten. Ohne lemahy. 7 403 749 938 82 1000 39 179 414 512 770 871 954 2291 335 690 96 757 859 3072 147 308 62 68[ 500] 401 522 642 700 900 4187 215 71( 500) 337 473 81 510 17 675 91 718 856 93 5006 27 55 152 251 329 41 61 421 61 623 35 870 903 6151 253 373 516 85 702 14 82 7494 586 698 838 48 964 8130 40 273 359 468 551 57 806 55 82 93 922 9007 75 362 1500] 420[ 3000] 21 66 86 704 68 10093 112[ 500] 352 71 473 601 774 11113 230 60 396 572 86 910 12013 115 568 84 618 704 927 13089 131 34 370 575 604 46 757 824 941[ 500] 78 14027 55[ 3000] 162 270 307 92[ 500] 468 89 612 804 26 45 75 954 15157 15001 604 45[ 3000] 751 72 $ 94 927 16004 117[ 1000] 323[ 5000] 416 508 657 62 752 17223 1500] 95 379 96 404 87 514 794 872 970 82 86 18022 93 338 80 413 580 96 831 42 19016 67 165 241 319[ 500] 85[ 500] 432 550 92 640 68 71 726 [ 3000] 31 20034 88 259 355 68 556 627 978 21059 145 248 53 300 467 649 976 22104 15001 32[ 500] 81 212 76 88 96 330 38 40 597 666 71 84[ 500] 846 927 23 190 261 306[ 3000] 29 13000] 447 62 572[ 3000] 93 770 24016 212 443 531 640( 30001 726 68 86 92 896 966 25085 153 72 505 61 728 826 26017 35 214 469 679 836 27105 229 54 61 401 35 87 636 13000] 53 727 36 68 95[ 500] 900 11 80 2159 331 465 542 636[ 500] 86 790 905 29098 133[ 1000] 204 76 562 78 683[ 500] 983 30166 377 526 85 636 710 815 31019( 500] 23 100 46 237[ 1000] 544 791[ 1000] 32198 230 56 493 652 719 33018 124 65 288 365 70 403 555 605 23 87 700 34 56 66 926 57 34187 324 488 678 702 35199 218 593 845 36073 125 330 469 576[ 500] 674 37074 101[ 5000] 15 22 58 206 700 837 93[ 3000] 993 38013 126 29 1500] 94 328 58 561 705 800 74[ 1000] 39166 213 66 423 516 54 682 40330 433 920 41016 252 414 683 971 96 42043 262 514 75 639 716 70 995 43047 347 685 867 900 52 44050 64 225 82 593 682 97 805 6 47 76 936 45056 59 61 390 515 46147 358 65 489 546 743 858 [ 3000] 67 47 308 19 520 92 645[ 3000] 773[ 1000] 800 76 48018 132 327 421 769[ 500] 82 92 908 9 70 49034 275 80 454 556 616 20 722 54 915 50038 226 13000] 36 308 458 501 61 675 771 91009 12 30 181 234 365 445 80 606 752 52026 30 615 732 936 5303 456 586 656 770 967[ 3000] 87 54085 230 57 307 462 548 89[ 500] 626 38 967 55156 300 63 416 21 678 790 15001 56225 42 445 49 96 57014 66 120 212 304 49 473 79 99 509 61 634 58186 344 441 77 520 59172 214 29 463 571 684 775 971 60035 37 39 154 420 81 507 62[ 1000] 669 80 864 909 45 61125 243 309 27 400 74 594 697 827 910 98 62044 108 17[ 1000] 325 486 524 795 911 63009 174 312 19 526 57 848 64016 127 29 36 92 1500] 239 74 391 97 59 640 L10901 710 901 6512 314 523 32 69 89 764 91 870 66497 560[ 5001 793 973 67103 496 97 502 73 68036 54 160 242 467 536 605 739 69011 42 209 45 47 73 452 614 771 96 836 64 91 904[ 3000) 22 88 70007 85 140 74 247 59 386[ 500] 751 71062 196 250 69[ 500] 613 44 815 86 96 72096 132 53 332 37 575 80 633 54 89 796 912 73432 36 72 759 916 74037 167 265[ 500] 327 425[ 500] 509 700 904 39 73 75410 83 638 710 11 823 924 76082 93 117 273 609 91[ 500] 962 77123 89 227 363 457 935 78016 77 281 83 323 430 57 83 527 878 918 25 1500] 79012 85 260 521 611 22 706 17 891 953 80418 568 861 945 81112 524 818 19[ 1000] 25 82109 23 230 404[ 5001 513 47 613 720 800 904 29 83015 32 38 125 466 536 904 5 95 84010 216 388 433 48 642 47 63 791 843 85011 26 255 361 408 549 61 629 97 814 70 989 86011 102 10 41 71 202 22 51 76 493 646 736 834 45 57 958 87180 430 719 839 88120 331 38 78 400 2 40 15001 60 732 65 825 900 89000 6 65 151 210 48 95 358 451 617 73 851 90085 92 443 584 784 91127 208 85 98 675 773 81 859 92012 1500] 72 110001 226 59 71 435 623 49 820 93113 276 407 69 517 666 878 90 94087 113 473 594 687 749 899 922 74 95018 290[ 100001 503 27 621 752 889 99 912 96454 635 987 97105 8 217 376 92 435 612 712 36 908 15001 98350 536 833 52 940 49 99091 307 26 420 628 83 88 722 100006 153 262 95 321 96 410 519 15001 49 676 826 50 991 101324 50 448 655 80 766 87 102146 223 421 48 554 788 900 103087 280 383 400 34 69 72 652 61 74 92 732 984 104086 101 15 378 473 99 704 36 48 800 34 74 1500] 105164 358 743 873 958 15000 106061 68 377 420 44 58 560 61 707 907 55 107006 129 1000] 74 283[ 5001 97 332 639 713 808 987 108063 418( 500) 583 747 844 54 968 1500] 109110 91 279 85 441 506 604 58 66 703 77 883 110046 56 180 248 478 506 855 111002 17 67 174 235 72 392 503 67 639[ 10001 733 50 987 112085 162 238 322 30 50 10001 459 68 597 704 113024 74 197 320 663 95 875 945[ 10001 87 114034 188 218 20 314 426 636 880 115059 212 360 433 570 644 2712 854 929 51 216057 1500] 75 155 76 459 500 frijd in unfrem Detailverkauf- Laden Berliner Wurst- u. Fleischwaren- Fabrik Petersburger Play S. 51931 818 38 906 15 33 117152 346 514 79 639 61[ 500] 753 58 976 83 118097 99 162 T5001 69 85 212 395 401 55 510[ 3000] 60 650 717 834 928 38 47 119007 68 194 476 549 952 94 120026 40( 1000] 315[ 1000] 55 74 513 57 672 877 943 121169 227 364 452 654[ 500] 80 87[ 500] 732 840 962 83 122265 429 540 608 123252 339 47 512 699 763 812 83 919 98 124228 77 627 796 97 125016 61 273 303 9 33 474 576 623 717 899 946 128156[ 500] 361 468 84 619[ 500] 63 749 811 37 127115 482 583 824 962 128154 209 53 300 99 411 19 92 652 731 841 920 129050 247 310 50 87 404 533 702 805 63 93 925 51 130109 241 350 53 73 84 438 693 781 873 944 70 131032 133 226 99 429 91 525 878 132101 56 206 42 63 348 609 706 849 133054 92 273 74 382 591 [ 1000] 857 925 134010 56 186 241 63 310 445 928 135104 17 537 658 701 963 136089 153 245 95 333 44 523 40 714 55 61 66 137020 114 1500] 258 85 326 94 426 51 539 605 138343 49 78 725 95 139012 32 34 87[ 500] 102 10 73 338 550 56 718 140034 282 353 443 647 919 24 46 141091[ 500] 125 98 200 27 379 767 71 826 905 142039 130 235 323 412 539 685 909 70 143015 479 530 653 825 72 110001 989 144071 165 77 98 335 482 697 703 40 959 145 158 221 528 86 601 130001 32 35 79 729 [ 3000] 58 836 900 42 146432 614 46 878 13000] 982 1000] 147137 39 71 382 583 668 844 923 31 1500 39 148080 132 290 429 548 731 766 860 73 149361 150198 518 654 72 758[ 500] 904 87 92[ 3000] 151013 15001 38 142 259 75 82 526 27 50 633 705-939 152223[ 500] 349 418 831 153051 66 186 288 349 450 594 813 902 4 154006 104 42 494 528 847 155074 413 30 529 53 716 20 94 922 87 156035 102 36 393 619 800 59 157367 574 909 24[ 50] 158107 50 301 488 577 715 884 159172 286 94 97 477 576 644 46 761 65 839 99 928[ 3000] 160059 114 1000] 251 319 588[ 1000] 637 71 89 715 78 939 161053 632 41 814 936 162038 107 474 677 709 29 870 900 91 163003 77 79[ 500] 165 213 92 467 512 15 856 164004 151 233 64 393 661 88 718 50 933 165040 241 316 21 546 673[ 1000] 775 166047 [ 500] 124 204 88 303 76[ 500] 401 65 544 694[ 500] 793 868 167141 256 616 13000] 730 56 812 967 168006 292 408 75 87 554 601 73 966 169036 55 100[ 500] 48 360 546 608 40 825 170117 66 241 76 79 343 430[ 1000] 53 68 523 40 712 171038 109 32 64 285[ 1000] 90 91 363 95 406 55 783 87 874 921 89 172185 92 254 411 74 566 654 762 173025 266 78 547 78 606 760 88 174255 456 71 618 760 76 813 98 175022 77 130[ 3000] 41 315 87 577 607 53 176003 100[ 500] 67 231 35 51 62 334 586 [ 500] 654 709 20 998 177117 45 209 304 32[ 1000] 50 881 90 178047 120 54 83 242 724 83[ 500] 978 84 179121 85 349 544 613 65 79 180072 314 429 40 533 70 825 98[ 1000] 181119 [ 3000] 290 93 327 495 552 698 731 73 801 2 992 182158 74 239 45 534 941 183027 35 330 51 842 184120 243 478 94 600 69 784 856 919[ 1000] 30 65 74 185039 70 153 86 346 489 547 1500] 684 721 860 950 75 92 186034 110 59 322 458 567 866 70 921 187186 228 84 362 700 71 848 188219 300 15 472 612 858 69 77 189001 168 227 35 55 501 55 843 50 190031 34 38 61 62 308 37 497 516 757 802 72 191053 54 133 203 72 410 11 63 585 765 893 903 192022 29 277 323 490 575 757 89 969[ 3000] 193081 188 577 600 93 737 882 194092 112 48 66 237 482 736[ 3000] 849 926 195024 34[ 3000] 99 145 386 435 905 31 196122[ 1000] 207 528 42[ 1000] 197011 146 235 36 48 581 725 55[ 500] 73 850 79 906 20 29 198035 42 128 292 353 87 439[ 30001 569 95 642 754 76 819 63 77 92 95[ 500] 928 199035 379 439[ 1000] 553 981 200125 59 263 92 343 84 444 91 556 813 40 65 78 201084 157 258 64 76 308[ 500] 436 68 647 726 39 852 202285[ 3000] 383 464 548 203298 402 80 522 842 83 938 42 204020 122 261 485 567 738 83 822 34 39 63 205023 615 61 737 47[ 3000] 819 27 46 206147 358 64 561[ 500] 858[ 3000] 81 955 207066 173[ 500] 383 471 518 694 838 64 909 58 62 208328 672[ 500] 706 26 955 209003 291 407 585 937 210050 63 112 18 350 545 606 43 47 881 989 211160 262 330[ 1000] 52 442 76[ 1000 94 529 623 [ 3000] 29 34 738 970 212040 103 33 55 245 46 77 310 844 48 968 213053 284 86 469 531 39 67 77 662 943 214038 59 136 48 245 439 76 577 91 699 971 215026 64[ 1000] 215 408 632 793 826 47[ 1000] 947 216226 324 64 550 85 641 882 85 975 217051 337 48 98 576 621 974 218165 216 362 417 32 38 63 219066 90 208 343 420 45 553 56 675 955 220040 171 774 951 221051 329 443 599 806 978 222030 36[ 500] 86 169 610 74 801 909 223040 193 565 99 940 42 224383 418 73 532[ 3000] 61 70 93 701 10 804 Zu Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne 150000 2, 230002, 4 8 1600 2,8 au 000 9, 22 A18 600 276 5000 2,805 1000 1, 631 600 5581L* Gelegenheitskauf! Bunte ocquetiplüsche and abgepasste Satteltaschen, einfarbige Plüsche u. Möbelstoffe selten billig! Muster bei näher. Angabe franco. Emil Lefèvre, Berlin, 158. Oranienstr. 1. In getrennter Wahlversammlung: a) für die Vertreter der Kassen. mitglieder: Ergänzungswahl von 4 Mitgliedern zum Vorstand für 1903-1904; b) für die Vertreter der Arbeitgeber: Ergänzungswahl von einem Mitgliede zum Vorstand für 1902-1903; Ergänzungswahl von zwei Mitgliedern zum Borstand für 1903-1904; 2. In gemeinschaftlicher General- Versammlung: 1. Wahl des Rechnungsausschusses; 2. Neuwahl des Rendanten; 3. Aenderung des§ 12 Biffer 2( 1. Abänderung) und§ 29( 4. Abänderung) des Statuts, sowie§ 6 des Anhanges zum Statut; 4. Verschiedenes. Nur die mit Legitimation event. Mitgliedsbuch versehenen Ver treter haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich um 19 Uhr eröffnet. NB. Sollte die Tages- Ordnung in dieser Versammlung nicht erledigt werden, so findet die Fortsetzung am 20. Novbr. im Gewerkschaftshause statt. 276/8 Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Walter Dittmann, Schriftführer. N. 39, Sparrftr. 6, H. IV. Gustav Schillmann, Vorsitzender. W. 62, Sleiftstr. 15,. part. 36 Mark elegante Winter- Paletots, 30 Mark hochfeine Herren- Anzüge, * 12 Mark schwere Winter- Beinkleider. Bufstag. Grosses Schlachie- Fest, frische Blut und Leberwurst und verschiedene Speisen, wozu ergebenst einladet 55792* Grünaner Gater Stoff, tabelloieri. Heinrich Sass, brake 25. 14. Krausenstr. 14. 1 Treppe. Tel.- Aunt I Nr. 3708.1 Treppe. Baustellen, Vorort, guter Boden, unweit Bahnhof, 6-8 Mart die Rute. 27940* Pantschloß, Bepernid. 16 ehung 4. Alale 207 Kgl. Preuk. Lotterie.| 73 833[ 5001 35 911 32 93 114175 363 421 50 91 99 Siehung vom November 1908, nachmittags, Rue se ero ano aber 232 st and den beteende ammern in diamantera beinerat ( Ohne Gewähr.) Rachdrud verboten. 11 130 318 524 61 857 1001 72 129 47 88 443 A[ 3000] 539 45 616 949[ 3000] 59 2171 75 489 771 8: 0( 500 69 3017 33 144 204 76 311 60 519 699 4038 62 110 25 347 74 447 556 59 648[ 3000] 959 5015 24 47 205 6008 251 326 483 542 659 67 704 49[ 3000] 838 921 27 7127 413 553 626 57 734 35 861 922 71 8065 325 672 940 9397[ 1000) 452 504 677 721 61 98 831 97 10032[ 3000] 58 104 322 34 762 804 24 87 906 17 11173 306 23 89 403 73 881[ 3000] 956 12039 197 [ 500] 320 32 477 609 59 130001 724 74 867 900 29 13098 103 217 46 1500] 354 57 452 670 930[ 500] 14046 192 231 332[ 5001 438 553 786 888 15065 239 357[ 3000] 402 16 44 46 606 731 913 49 16166 331 406 45 781 864 946 17121 207 462 538 623[ 1000 710 873 18011 129 79 87 335 616 871 19127 224 45[ 3000] 51[ 3000] 61 340 430 31 48 85 624 52 902 64 99 20024 153 238 63 87 474 603 705 925 21379 978 22362( 3000] 408 534 654 65 912 51 23041 124 307 38 537 618 25 840 24176 394 473 555 88 607 25052 212 635 26024 240 712 830 39 27034 117 59 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Die Pianofabrit von Ernst Koch& Co., Greifswalder: jtraße 155/156, ist wegen Lohndifferenzen bis auf weiteres gesperrt. 88/5 Die Ortsverwaltung. Achtung, Holzarbeiter! Gesperrt find folgende Berkitätten für Tischler, Einsetzer, Maschinens arbeiter und Polierer: A. Schulz, Strautstr. 18/19. Emmeluth, Dieffenbachstr. 33. Lug u. Engelbrecht, Görliger Ufer. Behner, Stallschreiberstr. 58. Bache, Fruchtstr. 8. Warner, Krautstr. 52( Gewerbehof). Schubert, Naftanien- Allee 10. Sarius, Höchstestr. 17. Die Ortsverwaltung. Achtung! Hoharbeiter! Wegen ständiger Ueberstundenarbeit haben die organisierten Stollegen der Möbeltischlerei von Hahn& Wetzkow, Weihensee, König Chauffee 71, die Arbeit eingestellt. Der Betrieb ist für die Mitglieder des HolzarbeiterBerbandes gesperrt. Zuzug ist also fernzuhalten. 90/ 10° Die Ortsverwaltung. Achtung Tischler! Folgende Werkstätten find gesperrt: 188/6 Zache, Fruchtstr. 8. Warner, Strautstr. 52( Gewerbegoj). Fachberein der Tischler Berlins u. 1mgegend. unfrer Der Stadt: Auflage heutigen Rummer liegt ein Prospekt der Deutschen Dampffischerei- Gesellsch... Nord1 tüchtiger Arbeiter auf feine Neu- see", ongifiliaie C. 22 Bahn: arbeit. 165/3 hof Börje, Bogen 9 und 10, bel. Ropniderstraße 154a, 4 Treppen.+1131 Bigmannstraße 9. Berantwortlicher Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co Berlin SW. de of safia) 2.8.3 Idiot allofebig mapind sie od mog slut dat dandose Serris gugoline chose nd hon admijng malala Nr. 260. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 6. November 1902. gemacht, daß die am 14. d. M. fällige Versammlung wegen des Wahlverein Brik. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam bevorstehenden Stiftungsfestes am 7. b. M. im Lokal von H. Kloß, Chauffeeſtr. 69/70 stattfindet. Referent Baul Hirsch:„ Die preußischen Landtagswahlen". Wahl der Delegierten zur Generals versammlung des Central- Wahlvereins. Adlershof. Die Bibliothet des Wahlvereins befindet sich von jekt ab im Lotale des Herrn Fechner, Oppenste. 56. Die Bücher werden nur Sonntagvormittags von 10-11 Uhr ausgegeben. Der Vorstand. enero 2007 Lokales. hidities Die Stadtverordneten- Wahlen haben gestern der Socialdemokratie im 11. Bezirk einen Sieg, im 4. Bezirk eine Niederlage gebracht. Das Ergebnis ift: grudne 81 4. Bezirk: 4498 eingeschriebene Wähler. 1392 abgegebene Stimmen. 351 für Arons( Soc.) 5001 sadu 933 für o IIotowsky( liberal). 106 für Ulrich( Bürgerpartei). 2 zersplittert. Gewählt: Rollołowsky. 11. Bezirk: 5003 eingeschriebene Wähler. 2319 abgegebene Stimmen. 1552 für Voigt( Soc.). 358 767 ir ruse( liberal). mo ( dandy- dl Gewählt: Boigt. Cust Der 11. Bezirk ist nach diesem Ergebnis als ein gesicherter Besitz der Socialdemokratie anzusehen, den ihr der Freifinn nicht mehr streitig machen kann. Halle- Kaffel Gelegenheit, diese Wagen zu benutzen und muß sagen, schwer zu ersehen. Es wird gebeten, das Batet gegen 20 m. Be bald allgemein auf den preußischen Bahnen eingeführt werden, denn plag abzugeben. werden konnte. Berliner Partei- Angelegenheiten. daß ich von ihnen sehr befriedigt war. Es ist zu wünschen, daß sie lohnung auf dem Fundbureau im Polizeipräsidium am Alexander werden abends tadellos erleuchtet und sind, was als besonders an- Schlüter in der Laubenkolonie Untonsruh" auf Rirdorfer Geman fährt darin faft so gut wie in den Wagen 3. Klaffe. Sie Erhängt hat sich in der Nacht zu gestern der Schneider Erhard! genehm noch hervorgehoben werden muß, auch mit einem Abort birt. Schlüter hatte vorher zu Bekannten geäußert, er fei seines versehen. Welche Bedeutung gerade diese Einrichtung hat, das weiß Lebens überdrüffig. Man nahm diese Bemerkung aber als ein jeder, der in 4. Staffe zu fahren gezivungen ist und erlebt hat, Scherz auf. welche unangenehmen Dinge namentlich dann ereignen, wenn Kinder im Bagen find. Lange war die 4. Wagenklasse ein Mittel, Den Tod auf den Eisenbahnschienen suchte und fand Dienstagdie ärmere Bevölkerung vom Reisen abzuschrecken. Möchte die nachmittag der 38 Jahre alte frühere Erdarbeiter Richard Herden Eisenbahn- Verwaltung recht bald ihre alten Sünden gut machen. Bom Grundstückswucher. Das Grundstille Hohenzollernstraße 1, Druckerei, die gut ging. Im vergangenen Sommer starb ihm seine aus der Hermannstraße 48 zu Rirdorf. Herden, der früher in der Berlinerstraße wohnte, betrieb seit acht Jahren eine kleine Ede Tiergartenstraße, das 104 Quadratruten groß ist, soll vertaufi Druckerei, die gut ging. Im vergangenen Sommer starb ihm seine werden. Trotzdem dort teine Geschäftsgegend ist und Läden nicht Frau im Alter von 36 Jahren. Nun war er wie verzweifelt, wurde gebaut werden können, werden für die Quadratuite 6500 M.(!) ge- die Miete schuldig blieb. In der früheren Wohnung war er mit nervös und vernachlässigte sein Geschäft. Die Folge war, daß er fordert, d. h. für einen preußischen Morgen 1170 000 Die Ver- 30 M. im Rückstand, für die letzte hatte er auch schon zwei Monate zinsung des nackten Bodens würde also Jahr für Jahr rund nicht bezahlt. Nachdem nun die Räumungsklage anhängig gemacht 60 000 m. kosten, ungerechnet die Steuern und sonstigen Abgaben. worden war, verließ er am Montag seine Wohnung und irrte wahrEs ist nicht leicht, Pairist zu sein. Die Bert. M. Bachr." er- scheinlich bis Dienstagnachmittag umher. Dann warf er sich gegen zählen folgende Geschichte: Der Kommis eines Konfektionsgeschäfts halb 2 ihr auf dem Schlesischen Bahnhof vor einen Stadtbahnzug, in Nanen befand sich nachmittage im Café Bauer, Unter den Linden, wurde überfahren und auf der Stelle getötet. als bekannt wurde, daß der Kaiser vorüberfahren würde. Wie andre Gäfte, so ging auch der Brovinziale hinaus, und um beſſer Gewand angelegt und präsentiert sich in geschmackvoller Bracht. Der Das Baffage Theater hat feit Beginn des Herbftes ein neues fehen zu tönnen, frieg er auf eine Baut. Der junge Mann hat die Theaterfaat ist völlig neu hergerichtet und die Bühne, welche erheb Gewohnheit, sobald er müßig ist, eine Hand in die Hosentasche zu stecken. Als der Kaiser sich nun näherte, recte sich der junge ich vergrößert ist, kann es jest mit dem andrer Theater in jeder Mann auf der Bank möglichst hoch, um alles überschauen zu können. Hinsicht aufnehmen. Auch das Specialitäten Brogramm steht auf In diesem Augenblick wurde er von hinten gepadt und von feinem Leistungen. Vor allem fällt eine energische Dame auf, die unter der Höhe und bietet ein geschicktes Arrangement durchweg guter erhöhten Standpunkt Herunterbefördert. Geheimpoligisten Sem Namen Maud Griselda dem lieben Hundevich vortreffliche Künste hatten ihn beobachtet und wohl den Verdacht geschöpft, daß der ablockt und einen Bintscher dressiert hat, von einer Haushohen Leiter junge Mann eine Schußwaffe in der Tasche verberge! Unter großem Auflauf der Menge wurde der Verbächtige, dem das den Todessprung zu riskieren. Farbenprächtig und harmonisch ist Publikum zu Leibe wollte, von einer Anzahl Beamten zur Revier der Serpentintanz von Yvette de Labée; so viel in dieser HellNatürlich Härte sich der Irrtum schließlich auf, so daß der Arrestant Cloton Agoston sowie die Stelzenakrobaten Burnelli; ebenfalls werden wache befördert, zumal er auch keine Ausweispapiere bei sich führte. wieder der bunte Flammenwirbel. Tüchtiges leistet der musikalische leuchtenden Kunft auch aufgeboten worden ist, fo erfreut auch hier nach einem Verhör und Feststellung seiner Person wieder entlassen die Tyroler Sängerinnen Geschwister Klatt und die Reger- Excentrics Der Ausfall der Wahl im 4. Bezirk wird den Freisinnigen Das ist fatal, denn auch ein Patriot mag sich wegen seiner Duncan und Haney für ihre ja nicht ganz unbekannten Stünste durch Baljam in die Bunden träufeln, die ihnen durch die Hauptwahlen Liebe zum angestammten Herrscherhause nicht gern einsperrenlassen. wohlverdienten Beifall belohnt. Ebenso die Soubrette Lotte Sebus, des Jahres 1901 geschlagen worden sind. Sie dürfen sich rühmen, Vielleicht empfiehlt es sich, die erforderlichen Berhaltungsmaßregeln die, ein wenig anspruchsvoll dem Publitum litterarisch kommt. wenigstens in diesem Bezirk bis auf weiteres immer noch einen an- in einem Leitfaden für patriotische Gelegenheiten bekannt zu geben. Großfener in einem Kaufhause. Das vor einigen Jahren bei sehnlichen Vorsprung vor der Socialdemokratie zu haben. Der Sieg Ueber die Gründe, welche in Hamburg zur Verhaftung des hier Verbreiterung der Rosenstraße neu aufgeführte Riefengebäude, ist hier freilich mit Witteln errungen worden, die nicht immer ausgewiesenen Musilschriftstellers Nikolaus Bernstein geführt welches die ganze Nordseite der Straße einnimmt und zahlreiche ganz zweifelsohne waren. Der Freifinn hat vor der Wahl in haben, wird dem„ Seleinen Journal" gemeldet: Seine Mutter hatte aufhäuser und Großgeschäfte enthält, wurde gestern gegen Abend Bersammlungen und Flugblättern mit Inbrunst um die Gunſt ihn während seines Aufenthalts in Samburg mehrfache Unter- fache Feuermeldungen auf den einzelnen Feuerwachen ein, denen Don Großfeuer heimgesucht. Sturz vor 5 Uhr liefen mehrdes ,, leinen Mannes" gebuhlt; um aber diesem Liebes- fügungen gewährt, aber diese Unterstützungen schließlich aus dem fügungen gewährt, aber diese Unterstützungen schließlich aus dem Grunde zurückgezogen, weil Bernstein mit einem Mädchen aus Berlin Der größte Teil der Berliner Feuerwehr eilte daher nach bald die Meldung werben mehr Nachdruck zu verleihen, hat mancher Wähler am zusammenlebte und von diesem Mädchen nicht lassen wollte. Bernstein dem Brandplate und nahm in der Rosenstraße fowie in der „ Großfener" in der Rosenstraße folgte. Wahltage noch einen besonderen Wink mit dem Baumpfahl erhalten, hatte die Absicht, in Hamburg eine Musik- Zeitung zu gründen, aber dem Brandplatze und nahm in der Rosenstraße sowie in der der schwer mißzuverstehen war. Besonders das Hausagrarier- diefer Plan scheiterte, weil die ihm in Aussicht gestellten Unterſtügungen der Abteilung des Kaufhauses Bremen Nr. 16 und zwar Reiten Friedrichstraße Aufstellung. Das Feuer wütete in tum hat unfren freisinnigen Gegnern in dieser Beziehung wieder ausblieben. Nun versuchte Bernstein, für Privatlente Broschüren über zunächst im britten Stod des linten Seitenflügets. sehr gute Dienste geleistet. Im Westen sind die kleinen Handel Theater, Konzerte ufiv. zu schreiben, Programmne aufzustellen und bie Firma Gottheim u. Rummelsburg ein Engroslager von Filz und Gewerbetreibenden, die zum großen Teil längst zur Social- dergleichen mehr. Aber bei dieser Thätigkeit gab er nicht feinen hüten imme. Das aus nicht ermittelter Ursache ausgekommene Feuer demokratie halten, noch mehr von den Hausbesitzern abhängig als richtigen Namen an, sondern namte sich„ Dr. Jander". Unter hüten ime. Das aus nicht ermittelter Ursache ausgekommene Feuer im Dften. Auch die zahlreichen Portiers find von den Hausbesitzern diefem Namen ließ er auch bei Hamburger Buchdruckereien vers anwesenden Angestellten nur mit genauer Not den Ausgang ge die Etage so daß die nod Diesmal sehr eindringlich daran gemahnt worden, zur Wahl zu wenn auch erst nach mehrfacher Mahnung, schließlich blieb er aber Löschungsarbeiten anfangs felbft leitete, ließ fofort givei mechanische tvinnen konnten. Branddirektor Giersberg, welcher die gehen und den Namen des Freisinnskandidaten ja nicht zu ver- die Beträge schuldig, so daß mehrere Druckereien um Beträge bis Löschungsarbeiten anfangs felbft leitete, ließ sofort givei mechanische 3u 20 Mart geschädigt sind. Bei der Direttion des Ham wurde. Leitern auf dem Hofe aufrichten, während eine dritte mechanische Wi burger Centralhallen- Theaters führte sich Bernstein ebenfalls Leiter auf der Straße in Thätigkeit gefeßt Unfre Beröffentlichungen aus der Sitzung des Kuratoriums für unter dem Namen Dr. Jander ein und erbot sich, über geheure Wassermassen wurden mm durch Dampfsprißen den das städtische Obdach haben„ oben" Mißfallen erregt. Herr Stadtrat das Stück:" Die Theater- Revue" eine gute Kritik zu schreiben bas Feuer durch die Verbindungstreppe auch auf den vierten Stod Flammen zugeführt, doch konnte nicht verhindert werden, daß Fischbeck tam in der gestern abgehaltenen Sizung des Kuratoriums und diese in Broschürenform in 10 000 Exemplaren zu verauf die im Vorwärts" enthaltenen Berichte zu sprechen und meinte, treiben. Als Honorar sollte er 100 M. erhalten. Nach kurzer Zeit übersprang. Der Inhalt beider Etagen war nicht zu retten, dagegen er wolle feinem der Anwesenden das Recht nehmen, die Vorgänge erschien Dr. Jander und erzählte, er habe den Auftrag ausgeführt den Weg nach dem Vorderhause und dem Quergebäude zu verlegen. gelang es, trotz der enormen Hize und Vergnalmung, dem Fener in den Sizungen bekannt zu geben, aber die Art, wie Herr und erbäte sich die vereinbarten 100 M. Er erhielt das Geld aber Professor Dr. Behrendt behandelt worden sei, könne doch leicht nicht, da der Auftraggeber in Erfahrung gebracht hatte, daß Bern dahin führen, daß das Kuratorium als Körperschaft für die ſtein nur 1000 Exemplare hatte drucken und vertreiben lassen. Bei Aeußerungen eines Einzelnen verantwortlich gemacht werde. Unjer der Polizeibehörde hat sich ferner eine große Anzahl steliner ges Parteigenosse Hoffmann verlas darauf den in Betracht kommenden meldet, denen Bernſtein heinlich mit der Zeche ausgerückt ist. Auch Artikel unfres Blattes, um zu beweisen, daß an keiner Stelle das feine beiden Logis in der Bundesstraße und in der Gimsbütteler Kuratorium für die Ansichten der Herren Professor C. Behrendt und straße hat Bernstein heimlich, ohne Miete zu zahlen, verlassen. Friederici haftbar gemacht ist. Herr Stadtrat Münsterberg Die dreihundertsie Ballonfahrt des deutschen Vereins für Luftwollte das Recht auf Berichterstattung aus den Sigungen des fchiffahrt fand gestern statt. Der von Herrn Dr. Brödemann geSturatoriums überhaupt nicht gelten lassen; jedes Mitglied lönne in filhrte Ballon stieg mit den Herren August Spieß und Dr. v. Manger ftraße 16 und in der Stallschreiberstr. 5 mußte die Feuerwehr gestern diesen Sizungen seine Ansicht frei aussprechen, aber in die um 9 Uhr früh von der Gastanstalt Charlottenburg auf und landete Deffentlichkeit dürfe nichts von diesen Aeußerungen kommunen. Dem- um 3½ Uhr bei Wollſtein in Bosen. Während seines 20 jährigen enten in Thätigkeit treten. Früh 6 the gegenüber waren unsre Parteigenossen Augustin und Hoff Bestehens hat der Verein 956 Mitgliedern Gelegenheit zur Fahrt wurde sie nach der Reichenbergerstr. 113 gerufen, wo in einer WohSoffBestehens mann der Ansicht, daß alles, was nicht ausdrücklich als Amtsgegeben. Sämtliche Fahrten fanden in den letzten zehn Jahren, nung Gardinen und Kleidungsstüde in Flammen aufgingen, die geheimnis proklamiert sei, auch der Deffentlichkeit unter- und zwar außer von Berlin, von Köln, Staßfurt, Hameln, Verden, indes bald erstickt werden konnten. Von der Schönhauser Allee 69 wurde breitet werden könne; tver seltsame Grundsätze in den Bremen, Hannover, Münster, Naumburg, Osnabrück und Perleberg konnte die Wehr sofort wieder abrücken. Möbel und Wäschestlice hatten eine Gaserplosion gemeldet. Da größeres Unheil nicht angerichtet wurde, Sigungen verlautbaren lasse, solle auch den Mut haben, fie in der Deffentlichkeit zu vertreten. Ebenso wie Herr as ſtatt. and in der Nacht zum Mittwoch in der Steinmenstr. 29 in einer Schlafſtube Stadtrat Minsterberg wollte auch Herr Friderici die Sitzungen Gegen den Schwindel mit Pferdefleisch geht die Polizei jest Beuer gefangen, während in der Alexandrinenfir. 95/96 Verpadungsals streng vertraulich behandelt wissen; auf die Ausführungen dieses energisch vor. es ift its gelungen, wiederum einen Verbreiter material in der Es ist ihr gelungen, wiederum einen Verbreiter material in der Hauptsache eingeäschert wurde. Ju der AntlamerHerrn entgegneten unsre Genossen, daß es doch merkwürdig fei, wenn feiner Wurstwaren zu fassen. Der im Südosten Berlins wohnende straße 25 war Turz darauf auf dem Boden ein Feuer ausgekommen, ftragen man gegen eine Berichterstattung aus den Sizungen erst etwas ein- Kaufmann inner betrieb ſchon ſeit Jahr und Tag einen das allerhand Gerümpel ergriffen hatte, aber in verhältnismäßig zuwenden habe, sobald sie diesem oder jenem Herrn unbequem werde. umfangreichen Handel mit echter Braunschweiger und Thüringer furzer Zeit abgelöfajt werben tonnte. Außerdem liefen in Ber Es wäre eine Pflichtvergessenheit gegenüber der Bürgerschaft gewesen, Schlad- und Mettwurst und sein Absay war mit Rücksicht auf die Zwischenzeit noch Alarmierungen von der Neuenburgerstr. 26 und wenn die riidftändigen Anschauungen des Herrn Prof. Behrendt nicht niedrigen Preise sehr bedeutend Nicht weniger als drei Agenten vom Grünen der Deffentlichkeit unterbreitet worden wären. Nach langer Bolemit besorgten den Vertrieb, und eine Wurstfabrik in Weißenfee wat aué sufithren wen Weg 47 ein, die jedoch auf geringfügige Anläſſe zuviickauszuführen waren. geffen. schloß Herr Fischbeck die Erörterung mit dem Bemerken, daß er es für angebracht gehalten habe, auf die Berichterstattung für unser Blatt aufmerksam zu machen. # 9078 か Musta Dort hat Nach einstündiger Anstrengung galt die Hauptgefahr für beseitigt, Ablöschung noch längere Zeit. Leider sind bei den Löscharbeiten doch dauerte die vom Brandinspektor Barth geleitete vollständige auch drei Feuerwehrleute verunglückt. Als sie über die brennende Solztreppe zum vierten Stod emporstürmten, brach die Treppe unter ihnen zusammen. Die Verletzung des einen Berunglückten ist erheblich. Während des Feuers wurde der Straßenbahn- Verkehr von der Rosenstraße über den Alexanderplatz abgelenkt. Feuerbericht. Neben den beiden großen Bränden in der Rofen1012 Aus den Nachbarorten. schließlich mit der Herstellung der von Lindner benötigten Wurstwaren beschäftigt. Lindner beabsichtigte nun, eine zweite 2urstfabrik anzulegen, ivas jedoch durch das Einschreiten der Polizei verhindert wurde. Die Hauptkunden des Engroffiften für feine" Wisest waren Material verordneten- Bersammlung statt und zwar sind in der britten AbIn Rigdorf finden in nächster Zeit Ersazmahlen. zur StadtAus der Sihung der Deputation für das städtische Turn- und mrd Delitateßwarenhändler, denen die Ware vielfach auf dem Umweg teilung ein Hausbesitzer und ein Richtangesessener, in der zweiten Badewesen ist noch folgendes mitzuteilen: Das neue Drisftatut über Braunschweig. Thüringen usw. zugesandt wurde. Soweit bis jetzt Abteilung ein Nichtangefeffener zu wählen. Wittivoch nächster Woche betr. Erhebung der Kanalisationsgebühr von öffentlichen Gebäuden ermittelt wurde, find die Kunden in dem Glauben gewesen, echte Nind hat sich eine nach dem Lotal von Wernide, Hermannstraße 49, einwird den Ertrag der städtischen Babe Anstalten erheblich ver- und Schweinefleischwurst erhalten zu haben. Im Jahre 1901 wurden berufene öffentliche Wählerversammlung mit der Kandidaten ringern; die Anstalten sollen in Bufumft 100 000 m. mehr bezahlen. in Berlin 13 000 Pferde geschlachtet. Sierbon wurde das Fleisch von Damit unbemittelten Schülern Schwimmunterricht erteilt werden 4500 Tieren reell als Pferdefleisch verfauft, während das von 8000 frage zu befaffen. fann, find 2000 Mart in den Etat eingestellt; es ist hierbei Massen Pferden der Hauptstädtischen und Provinzbevölkerung als Rindfleisch Bankow. Eine lebhafte Debatte rief in der gefirigen Sigung unterricht vorgesehen. Der Verwaltungsbericht fällt über das zugeführt wurde! Täglich gehen vom Anhalter und Botsdamer der Gemeindevertretung ein von unseen Parteigenofijen gestellter Spielen der Kinder auf den Schulhöfen ein günstiges Urteil; auf Bahnhof in der Zeit von 5-7 Uhr abends große Sendungen von Antrag hervor, Maßnahmen gegen die Fleischteuerung bei Antrag des Stadtv. Borgmann wurden statt der von der Schul- Pferdefleischwaren ab, ohne daß die solli das polizeilich vor der Regierung zu befürworten. Bon blirgerlicher Seite wurde hervor deputation vorgeschlagenen fünf neuen Schulhöfe deren zehn in den geschriebene Zeichen Roßfleisch" tragen. Den hiesigen Roßschlächtern gehoben, daß der Antrag ein politischer Att fei und die Gemeinde Etat eingestellt; sebe Schule erfordert erfordert an Kosten hierfür ist vorgeschrieben, an ihren Transportwagen Schilder mit der Bestein Recht hätte, derartige Beschlüsse zu fassen. Diese Auffassung 500 Mark. Nunmehr wird auf 30 Höfen von Gemeindezeichnung" Noßfleisch" anzubringen. Sie kommen zum Teil dieser wurde von unsrer Seite und von Profeffor Mendel lebhaft Doppelschulen gespielt werden. Damit die Wohnung des Bolizeibestimmung in der Weise nach, daß sie Blechschilder nur lose betämpft; leisterer vertrat die Ansicht, daß den von uns Turnwarts am Falt- Realgymnaftum vergrößert werden kann, wurde an die Wagen hängen und im Bedarfsfall die Tafel univenden. gestellten Forderungen an die Staatsregierung, betreffend die Deffbeschloffen dem Turndiener seine Dienstwohnung zu tündigen. Manche Roßschlächtereien schlachten 50 Pferde pro Woche und berstung der Grenzen, nicht so ohne weiteres stattgegeben werden könne, Diese Kündigung trifft den Mann, der von 5 Uhr morgens bis taufen in ihren Läden kaum 8-4 Tiere in dieser Zeit! Das es müßten umfassende sanitäre Maßnahmen getroffen werden, um 11 Uhr abends ununterbrochen Dienst hat, sehr hart, da er wohl kaum in Fleisch der übrigen Pferde wird gerteilt, dann von den Knochen be- einer Verseuchung vorzubeugen. Der Redner erbot sich, eine Petition der teuren Gegend des Lüzowylages eine Wohnung erhalten wird, die freit, leicht eingesalzen und wandert als Rinderausschnitt" in Wurst auszuarbeiten und sie der nächsten Sigung vorzulegen. Die Geer von seinem verhältnismäßig niedrigen Einkommen bezahlen tann. fabriken. odnota med 100 flodasmeindevertretung erklärt sich stillschweigend damit einverstanden. Unter diesen Umständen ist wohl die Frage angebracht, ob der Durch einen Sturz vom Dache tödlich verunglückt ist gestern, Die vorgelegte Zeichnung zitm Schulhaus Neubau wird gegeTurnwart mit feiner Wohnung von fünf Zimmern sich nicht Mittwoch, morgen der 33 Jahre Dachdecker Richard Feyerabenb nehmigt. Wir möchten den Wunsch daran knüpfen, daß der Schulbehelfen kann? zu Charlottenburg. Auf dem vierstödigen Hause Staiser Friedrichs bau recht beschleunigt werde, da die lleberfüllung der vorhandenen Agitation für die Kriegervereine. Bei der Kontrollversammlung, traße 86 mit Ausbefferungsarbeiten beschäftigt, fürgte er plötzlich Schulen bis jetzt ein dauerndes Uebel ist. tvelche vorgestern morgen 11 Uhr stattfand, beliebte es dem Haupt in die Tiefe hinab und blieb mit zerscheitertem Schädel tot auf mann, an Die 500 versammelten Neservisten die Frage au richten, bem gepflasterten Sofe liegen. 6 ber Berunglückte schwindelig ge- Stadtverordneten- Bersammlung die Schaffung eines Wochenmarttes Aus Rigdorf. Der Rigdorfer Magiftrat hat beschlossen, der iver von ihnen einem Kriegerverein angehöre. Niemand worden war oder fehltrat, ist nicht festzustellen. Die Leiche wurde für Nirdorf vorzuschlagen. Anlaß zu diesem Borgehen hat das teilmeldete fich. Einen Augenblick hielt der Hauptmann nach solcher nach dem Charlottenburger Schanhause gebracht. weise Verbot des Straßenhandels durch Ortsstatut gegeben. Man Enttäuschung den Atem an, dann aber empfahl er den„ Mannfchaften", zur Stärkung ihres Patriotismus recht bald einem Strieger- 6 und 7 Uhr ein Stanzleigehilfe dadurch erlitten, daß er in einem Wochenmarkt konzentrieren. Einen empfindlichen Berlust hat am Sonnabenbabend zwischen will für die Zukunft den Straßenhandel auf den zu begründenden verein beizutreten. Eine Aufforderung, die wenigstens im social- Straßenbahnwagen zwischen Rofenthaler Thor und Alexanderplatz demokratischen Berlin wohl nicht allzuviel fruchten wird. Auf entsegliche Weise verunglückt ist der in der Lederfabrik von ein Backet liegen ließ, welches wichtige Urkunden und Aftenstücke, Martin u. Salomon, Berlinerstr. 35, beschäftigte Arbeiter Wilhelm Never die nenen Eisenbahnwagen 4. Klasse, auf die wir gestern als Hypothelenbriefe c. enthielt. Die Fundgegenstände sind für den Stuhle. Infolge eines Fehltritts stürzte der Unglückliche in einen hintviesen, schreibt uns ein Zefer: Ich hatte auf der Strecke Berlin- noch unbekannten Finder ohne Wert, für die Eigentümer hingegen Steffel mit kochender Lange und wurde am ganzen Unterförper い 40 098 Einwohner hatte Wilmersdorf am 1. November d. J. Trotz der rapiden Vermehrung der Einwohnerschaft hält die Regierung daran fest, daß Wilmersdorf immer noch Dorf bleiben soll. Vermischtes. zinsen und Renten; b) die auf besonderen Rechtstiteln( Bertrag, Ver schreibung, legtwilliger Verfügung) beruhenden dauernden Lasten, z. B. Alten teile; c) die von den Steuerpflichtigen für ihre Person gefeß oder vertragsmäßig zu entrichtenden Beiträge zu Kranten, Unfall, AltersBaisen und und Invaliden- Versicherungs-, Witwen, Pensionstassen; d) Versicherungsprämien, welche für Versicherung des Steuerpflichtigen auf den Todes- oder Erlebensfall gezahlt werden, soweit dieselben den Betrag von 600 M. jährlich nicht übersteigen abo G. F., Elberfeld. Wenden Sie sich an B. Miethte, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 29. Witterungsübersicht vom 5. November 1902, morgens 8 Uhr. Briefkasten der Expedition. Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n. E 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm 2 Haparanda 768 5 Petersburg 752 9 1 molfen! 3bedeckt 1 molfig 5 Corf 1 beiter 1 Aberdeen Windrichtung Windstärke 747 60 Better Temp. n. E. GE. 4° R. 4 bedeckt 1Schnee 0 8Regen 13 756 GGD 2bedeckt 10 schrecklich verbrüht. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde S.| weise sehr erregten Debatte. Die häufigen Unglüdsfälle fordern] D. B. Bei der Veranlagung zur diretten Steuer find( außer 50 DR. in fast hoffnungslosem Zustande nach dem Krankenhause Bethanien gebieterisch Abwehrmaßregeln. Da an eine Verlegung der Geleise für jedes nicht vierzehn Jahre alte Kind) in Abzug zu bringen: überführt. auf den Fahrdamm vorläufig nicht zu denken ist, wurde folgendem 1. die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung des Einkommens verwendeten Ausgaben einschließlich der Deich und Siellasten; Projekt zugestimmt: Es soll neben den Geleiseperrons ein nach der 2. solche indirekte Abgaben jeder Art, welche zu den Geschäftsuntoften Aus Spandau schreibt man uns: Unfre städtischen Körperschaften Straßenseite zu offener, an der andern Seite durch ein 40 Centi- zu rechnen sind; 3. die regelmäßigen jährlichen Absezungen für halten seit jeher die öffentliche Meinung im Atem; fie fühlen auch meter hohes eijernes Gitter abgeschlossener Rasenstreifen von Abnutzung von Gebäuden, Maschinen, Betriebsgerätschaften 2c., soweit jezt wieder das Bedürfnis, von fich reden zu machen. Eben erst hat ca. 2 Meter Breite angelegt werden. Die Zufahrten zu den Grund- solche nicht bereits unter den Betriebsausgaben verrechnet sind; 4. die fol man mit Pauken und Trompeten das Jubiläum der städtischen stücken bleiben natürlich offen, das Gitter soll aber beide Seiten genden Ausgaben: a) die vom Steuerpflichtigen zu zahlenden SchuldenSparkasse gefeiert. Trotz des heftigsten Protestes der Bürgerschaft flantieren. ging man von dem einmal beschlossenen Festessen nicht ab. Dieses hat am Sonnabend unter ziemlich geringer Beteiligung der Stadtverordneten stattgefunden; die zahllosen Neden und Toaste, welche bei der Festtafel gehalten worden sind, konnten aber nicht über die Thatsache hinwegtäuschen, daß der einsichtige Teil der Bürgerschaft die Verausgabung von 1000 M. aus den Mitteln der Sparkasse für solche Zwecke, noch dazu bei der trüben Zeitlage, auf das schärffte miß billigt. Außer den neun Socialdemokraten fehlten 11 bürgerliche Stadtverordnete und sogar zwei Magistratsmitglieder, wovon das eine sogar zum Vorstand der Die Direktion der Hamburg- Amerika- Linie teilt mit: Die Sparkasse gehört. Einschließlich der erschienenen Ehrengäste Zeitungsmeldung, wonach auf dem in Hamburg eingetroffenen oftnahmen 42 Personen an dem Festessen teil, macht pro Gedeck dampfer, Lithonia" an der Westküste Afrikas der Steuerbordca. 25 M. Eine Spende zu Gunsten erholungsbedürftiger Kinder tessel explodiert, die ganze Mannschaft verbrüht und 16 Personen gehatte man bekanntlich abgelehnt. Nun wird die Bürgerschaft tötet sein sollen, ist vollständig erfunden. Ein zweites Schiff diefes durch den Magistrat aber erst in Erstaunen versezt: der Magistrat Namens liegt im Hamburger Hafen nicht und giebt es auch nach hat nämlich einen im Januar d. J. von den Stadtverordneten a n- dem Register des Bureaus„ Veritas" nicht. Der Dampfer„ Lithonia" genommenen Antrag unsrer Genossen auf Anstellung von bon der Amerika- Linie hat während der ganzen Reise nicht den ge- Stationen mehreren Schulärzten abgelehnt mit dem ausdrücklichen Hinweis ringsten Unfall erlitten. 0000 auf die schlechte finanzielle Lage Spandaus. Dieser überraschende Ein edler Monarch wurde König Leopold von Belgien s. 3. Bescheid soll den Stadtverordneten in ihrer heutigen( Donnerstag) von einem Staatsanwalt genannt, als es in Hamburg galt, einen Swinemde. 769 OND Sigung zur Kenntnis gebracht werden. Wohl mancher Teil- focialdemokratischen Redakteur wegen Beleidigung dieser Majestät Hamburg 767 DGD nehmer an dem opulenten Festmahl wird sich gerade bei dieser auf lange Monate ins Gefängnis zu bringen. Wie es in Wahrheit Berlin 768 SD Borlage kaum einer Regung seines Gewissens erwehren können! um den Charakter des belgischen Königs bestellt ist, zeigt folgende Frankf./M. 765D München 765D Im Januar d. J. ist auch ein Antrag unsrer Genossen nach heißem Mitteilung der„ Berl. N. Nachrichten" aus Brüssel: Wien Bemühen von den Stadtverordneten angenommen worden,„ Die allgemeine Entrüstung, welche jüngst die Zwischenfälle am Borberatungen für die Aufnahme einer Bohnungsstatistit Sarge der Königin der Belgier in ganz Europa hervorriefen, und Schaffung eines Wohnungsamtes anzustellen. Der scheint dem König der Belgier zu noch heftigerer Feindseligkeit Magistrat sprach sich damals dagegen aus, die Stadtverordneten gegen seine Tochter, die ehemaltige Kronprinzessin von Destreich- wärmer bei lebhaften südöstlichen Winden; später zunehmende Bewölkung. blieben aber seltsamer Weise auf diesem Beschluß bestehen. Bis heute Ungarn, jezige Gräfin Louhay, gereizt zu haben. Anders läßt hat man nichts wieder über das Schicksal diefes fich die von den Brüsseler Blättern gemeldete, von der„ Deutschen Antrages erfahren. Man hoffte wahrscheinlich darauf, daß die Tagesztg." vor einigen Tagen wiedergegebene Thatsache nicht erziemlich lebhafte Bauthätigkeit das ihrige thun würde. Vor kurzem klären, daß das königliche Oberhofmarschall- Amt von Brüssel durch hat nun eine Zählung der leerstehenden Wohnungen durch den König angewiesen wurde, der genannten Tochter des Königs Bolizeibeamte stattgefunden. Diese ergab im ganzen 227 leerstehende zu eröffnen, sie habe, da sie ihres Ranges und all ihrer Rechte Wohnungen( einschließlich der gesundheits widrigen?), d. i. bei verlustig gegangen fei, nicht mehr das Recht, unter einem insgesamt 20 000 Wohnungen-14 Prozent, gewiß ein geradezu andern Namen Namen infognito zu reisen reisen und sie werde im tlägliches Resultat; Iläglich für den Mieter natürlich. Ob Wiederholungsfalle gerichtlich verfolgt werden wegen der Magistrat sich nun zu irgend welchen Schritten in der Wohnungs- Führung eines falschen Namens. Die Gräfin Lonyay reiste letzthin frage bequemen wird, bleibt mindestens sehr zweifelhaft. unter dem Namen Frau Brogulie, wozu ihr zweifellos der Kaiser Aus Friedenau schreibt man uns: Ein würdiges Seitenstück zu von Destreich, der hierfür allein maßgebend sein kann, die Erlaubnis der Reklamelaterne eines Apothekers, welche seiner Zeit direkt vor gegeben haben wird. Die Veröffentlichung dieser seltsamen Kundden Gemeindebureaus aufgestellt wurde, und dem Anschluß des machung an die Gräfin Lonyay wird im belgischen Publikum und Sportparkes an unfre Stanalisation, ohne daß jemand eine Ge- in der Presse sehr unfreundlich besprochen; das in der guten nehmigung erteilt hatte, wurde in der letzten Gemeinde Bürgerschaft Brüssels verbreitete Blatt Gazette fagt dazu: Diese Ankündigung und Androhung hat einen solch knabenhaften bertreter Sigung an die Deffentlichkeit gebracht. Die" Gemeinde Wilmersdorf wird von der Gasanstalt in Mariendorf Charakter, daß wir uns weigern, an die Echtheit des Dokuments mit Gas versorgt und zwar durch eine 0,50 Meter starke Rohr zu glauben." leitung, welche auch unfren Ort durchschneidet. Die Verlegung der Rohre mit den umfangreichen Buddeleien konnte in unfrer Gemeinde ausgeführt werden, ohne daß weder die Gemeindebertretung noch der Gemeindeborstand ein: Genehmigung erteilte. Unfre Polizei scheint sich um solche öffentlichen Arbeiten überhaupt nicht zu kümmern, denn sonst wäre es undenkbar, daß der Amtsvorsteher auf die Beschwerde eines Hausbesizers, welcher sich durch die ausgehobenen Erdmassen vor seinem Grundstück belästigt fühlte, antworten konute, er wisse überhaupt nichts von derartigen Arbeiten. = Die verfehlte Seitenlage der Geleise der elektrischen Straßenbahn in unserm Ort gab Veranlassung zu einer teilBriefkaften der Redaktion. 3Nebel-0 Paris 768 Still-bedeckt 4 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 6. November 1902. Zunächst ziemlich heiter und troden, nachts etwas tälter, am Tage Berliner Wetterbureau. Nach langem schweren Leiden ftarb am 4. November unser guter Gatte und Vater, der Hutfabrikant 2655 Wilhelm Rother. Die Beerdigung findet Freitag, den 7. November, um 4 Uhr, von der Halle des Heilig- Kreuz- Kirchhofes zu Mariendorf aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Marie& Bruno Rother. Für die beim Begräbnis unsres lieben Baters, Sohnes, Bruders und Schwagers August Heck Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des uns bewiesene Teilnahme sagen wir Sonnabends von 7%, bis 9 Uhr abends statt. B. und F. Man behauptet: der rechte. S. F. 100. Wenden Sie sich an die Auskunftsstelle des Potsdamer hiermit allen Berwandten, feinen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Fechtklub Nord- Ost" unfren innigsten Dant. Berlin, Weidenweg 83. Bahnhofes. R. 2. 21. Die beste Methode zum Selbstunterricht in der englischen Sprache ist die von Toussaint- Langenscheidt. Sie erhalten diese Unterrichtsbriefe zum Preise von 27 M.( auch lieferungsweise) in der Buchhandlung 2635 Borwärts. Die Hinterbliebenen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Barthold Fiebig am 1. Rovenier verstorben ift und am 4. November zur legten Ruhe gebettet wurde. 90/20 Ehre seinem Andenken. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Da es mir nicht möglich ist, für die bielen Beweise herzlicher Liebe und Teilnahme sowie für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Mannes, des Faftors Adolf Schröter, allen persönlich zu danken, so sage ich hiermit allen Berwandten, Freunden u. Bekannten sowie der Buchdruckerei B. Koeble und allen, die daran teilgenomment haben, meinen herzlichsten Dant. Die trauernde Witwe Schröter und Kinder. 2686 001 Erklärung. Die wiederholten Angriffe der„ Allgemeinen Fleischerzeitung" veranlaffen uns, nachstehende Veröffentlichung derselben vom Montag, den 3. November, zur allgemeinen öffentlichen Kenntnis zu bringen: Die Allgemeine Fleischerzeitung" schreibt: Wer mag wohl der Lieferant fein? Diese Frage stellten wir in Nr. 167 unsrer Zeitung, als wir mitteilten, daß das Warenhaus Wilhelm Stein, Berlin N., Chausseestraße 66, Wiener Würstchen, das Paar 6 Pfg., prima frische Leberwürste, 4 Stück 16 Pfg., prima frische Blutwurst, das Pfund 60 Pfg., vorzügliche Pommersche Leberwurst, das Pfund 50 Pfg., vorzügliche Pommersche Blutwurst, das Pfund 50 Pfg., vorzügliche Pommersche Mettivurst( harte), das Pfund 75 Pfg., feine Braunschweiger Mettwurst, das Pfund 80 Pfg., mit großen Inseraten in den Tageszeitungen anbiete. Jetzt erhalten wir von vertrauenswerter Seite Nachrichten, die geeignet sind, den Schlüssel zu des Rätsels Lösung zu bieten. Es wird uns nämlich versichert, daß die Wagen von Adolf Beck, Charlottenburg, Kirchplatz 4, bei dem, wie wir meldeten, kürzlich 2 Fässer Pferdefleisch von der Kriminalpolizei beschlagnahmt worden sind, wiederholt vor dem Warenhaus Wilhelm Stein gehalten haben. Auch ist in der Nachbarschaft mit Verwunderung bemerkt worden, daß von einem Wurstlieferanten Wurst auf einem Möbelwagen nach dem Stein'schen Warenhaus gebracht worden ist, was doch auch gerechten Anlaß zu allerlei Verdacht und Vermutungen geben muß." Wir haben folgendes darauf zu erwidern: 1. Wir haben niemals Waren von der Firma Adolf Beck, Charlottenburg, bezogen, dieselbe ist uns vollständig unbekannt. 2. Sämtliche von uns verkauften Fleischwaren entsprechen voll: kommen den Bestimmungen des neuen Nahrungsmittel: Gesetzes, wofür wir selbst volle Garantie übernehmen und auch volle schriftliche Garantie von allen unsren Lieferanten besitzen. 3. Wir fönnen in den Angriffen der Allgemeinen Fleischerzeitung" nur die Absicht erkennen, das Publikum gegen den Einkauf von Fleischwaren in Warenhäusern einzunehmen. 4. Wir haben infolge dieser Veröffentlichung der„ Allgemeinen Fleischerzeitung" unfren Anwalt beauftragt, sofort die Beleidigungsklage einzureichen, von deren Resultat wir nicht verfehlen werden, der Oeffentlichkeit Kenntnis zu geben. Warenhaus Wilhelm Stein, Chaussee- Strasse 66. Wir Unterzeichnete, Lieferanten der Firma Warenhaus Wilhelm Stein, bestätigen, an den Tagen 11., 18. und 25. Oftober die von dem Warenhause Wilhelm Stein inserierten Waren geliefert zu haben und erklären hiermit, daß die gelieferten Waren von tadelloser Beschaffenheit und in jeder Beziehung den Bestimmungen des neuen Nahrungsmittel- Gesetzes entsprechend, und zwar ausschließlich aus Rind- bez. Schweinefleisch( aus keinem Pferdefleisch) angefertigt sind. H. Seemann, J. Hirschfeld, A. Schmidt, Kolberger Strane 12/13. Danziger Straße 95. Friedrichsberg, Blumenthalstr. 42. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. ac ven Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drut und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.