Nr. 264. 19. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 I., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erschräglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonels geile oder deren Naum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Geständnis des Staatsstreichs. Dienstag, den 11. November 1902. " Expedition: SW. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Mut IV, Nr. 1984. Geschäftsführender Ausschuß der freisinnigen Volkspartei. Berlin SW., den 7. Juli 1902. Sehr geehrter Herr! Für die Zugehörigkeit zur freis. Volkspartei ist die Anerkennung des Nürnberger Parteiprogrammis von 1897 maßgebend. Ueber die Frage der Bestrafung des Kontraktbruchs ist in diesem Programm nichts enthalten, die Stellungnahme bei dieser Frage also nicht maßgebend für die Zugehörigkeit zur Partei. Ergebenst Dr. MüllerSagan." tragstellern zurückgestellten Anträge beliebig einsehen will. bringt nunmehr folgendes offizielle Antwortschreiben zur Ginge das an, was der Reichsbote" vertritt, so wäre der Schuß offiziellen Kenntnis: des§ 35 gänzlich beseitigt, so könnte eine Mehrheit stets ihre Die Blätter der reaktionären Umsturzparteien verschwenden in neuen Anträge an die Stelle ihrer alten setzen, während diesen Tagen überreich aus ihrem Entrüstungsvorrat. Durch die die Minderheit bei ihren alten Anträgen verbleiben müßte. wütige Entrüstung gegen die Socialdemokratie, die den Zolltarif Thatsächlich giebt der letzte Absatz des§ 35 allerdings dem hindert, soll der freche Plan des Bruches der Geschäftsordnung gedeckt Centrum und den Konservativen die Befugnis, ihre sämtlichen werden. Es ist gegenüber diesen zahllosen Schimpfartikeln unnötig, älteren Anträge von der Stelle, an der sie bisher stehen, abzusetzen immer von neuem das moralische und politische Recht der Opposition im und so ihren neuen Antrag auf Aenderung der Geschäftsordnung Kampfe gegen den Wuchertarif zu erörtern; die Wucherparteien, die eher zur Beratung zu bringen. Aber vor der Beratung gierig nach ihrer Beute drängen, find für Gründe des Rechts doch dieses Antrages müßten sämtliche von andren Parteien unzugänglich und andrerseits stehen die arbeitenden Klassen im früher eingebrachte Anträge erledigt werden, auf deren Beratung Lande, denen das Brot und alle Lebensbedürfnisse schmählich ver- an der ihnen gebührenden Stelle der Tagesordnung ihre Antragsteller teuert werden sollen, vertrauensvoll und begeistert hinter der nicht verzichten. Dieser Thatbestand ist völlig außer Zweifel tämpfenden Socialdemokratie. und keine Verdrehungskunst kann ihn verwirren. Gerade das jezige Vorgehen der Mehrheitsparteien gegen die Geschäftsordnung des Reichstages beweist ja in denkbar schärfster Deutlichkeit, daß diese Parteien, unbekümmert um Necht und Ordnung, vor der offenbarsten Bergewalti gung der Minderheit sich nicht scheuen. Wir haben sogleich, als der Antrag Aichbichler bekannt wurde, darauf verwiesen, daß es nach der Geschäftsordnung des Reichstages unmöglich sei, diesen Antrag vor Erledigung der übrigen dem Reichstage bereits vorliegenden Anträge zur Beratung zu bringen. Die meisten Zeitungen der Wucherparteien stellen sich, als hörten sie diesen fundamentalen Einwand gegen ihren Versuch, die Geschäftsordnung mittels Bruches der Geschäftsordnung zu stören, nicht; sie schweigen und bekunden durch das Schweigen der VerTegenheit ihr Unrecht. Nur wenige Blätter befassen sich mit jenem Einwand und suchen ihn aus dem Wege zu räumen; wie sie dies versuchen, ist wiederum sehr kennzeichnend für die Strupellosigkeit der Zöllner. " Ein Klassisches Zeugnis für die Richtigkeit unsrer Darlegung giebt überdies ein Centrumsblatt. Die Märk. Volts 3eitung", das„ Centralorgan der katholischen Vereine von Berlin", sagt: " Nun tann Herr Jrmer allen seinen Gegnern getrost die Stirn bieten. Er hat das patentierte Zeugnis in der Tasche, daß er ein durchaus braver Freisinnsmann ist, wenn er auch für die agrarische Knebelung der Landarbeiter eintritt. Ist es schon ein köstlicher taktischer" Zug des als Zolltaftiter berühmt gewordenen Herrn Müller- Sagan, daß er die Unterstügung irgend welcher erzreaktionärer Maßregeln mit der Zugehörigkeit zur freisinnigen Volkspartei für bereinbar hält, wenn diese zufällig nicht ausdrücklich im Programm verworfen sind, so verrät Herr Müller- Sagan in seinem Schreiben entweder eine Unkenntnis feines eignen Parteiprogramms oder aber die wahren Meinungen, die hinter dem Programm " Wie der Vorwärts" ankündigt und ohnedies zu erivarten stand, wird die Linke den Antrag mit allen Mittetn ihrer Kunst" bekämpfen. Zunächst will sie verhindern, daß er überhaupt auf die Tagesordnung fommt. Sie beruft sich darauf, daß noch von früher her eine ganze Anzahl von Initiativanträgen vorliege, die nach stecken. Das Programm der Freisinnigen Voltspartei bekennt der Geschäftsordnung diesem neuen Antrage vorgehen würden. sich sowohl zum Stoalitionsrecht, wie es jedes Ausnahmegesetz Da es von den Antragstellern abhängt, ob sie einem andren An- berpönt. Die kriminelle Bestrafung des Kontrattbruches aber trage den Vortritt lassen wollen, so tämen hier bloß die von erschöpft die schon vorhandene Vorenthaltung des KoalitionsSocialdemokraten- Freifinnigen gestellten Anträge in Betracht. Biel rechts für Landarbeiter in der Richtung völliger LeibeigenJeicht bietet sich aber für diejenigen, die in der Notwehr die Geschaft. Sie bedeutet außerdem ein weiteres niederträchtiges schäftsordnung ebenso rücksichtslos ausnußen wollen, wie die Linke Ausnahmegesetz für diese ohnehin entrechtete Arbeiterfie aus strupellofem Uebermit ausnutzt, eine Möglichkeit, sich fiber die entgegenstehenden Anträge hinwegzusehen." fategorie. Das ist die vollkommene Anerkennung der Unmög trotzdem meint, die friminelle Bestrafung des Kontraktbruches Wenn der Geschäftsleiter der Freisinnigen Voltspartei lichkeit, den Antrag Aichbichler den schon vor sei durch das freisinnige Programm nicht verboten, so kann Die Deutsche Tageszeitung" zunächst erklärt: Die Breffe der Linken tröstet sich nun damit, daß der Antrag liegenden Initiativanträgen vorzuziehen. Es ist das mur heißen, daß die Freisinnige Volkspartei weder für erst in geraumer Zeit verhandelt werden könne, da eine große zugleich das offene Zugeständnis des gewaltsamen Bruches der Ge- freies Koalitionsrecht noch gegen Ausnahmegesetze ist. Anzahl früher eingegangener Anträge nach der Geschäftsordnung schäftsordnung, wenn dennoch die Zollmehrheit zwingen wollte, den vorher zur Beratung gestellt werden müßten. Man übersieht Antrag demnächst auf die Tagesordnung zu setzen. Es bedarf auch Landwirtschaftskammern, um ein Gejet, das den KontraftGerade jegt sammelt Herr v. Podbielsti Material bei den dabei, daß der Reichstag das unzweifelhafte Recht hat, Anträge, teines ernsthaften Wortes gegen das Unterfangen des Centrumsblattes, bruch ländlicher Arbeiter in Preußen bestrafen will, vorzuderen Verhandlung dringend erscheint, außerhalb der den von ihm zugegebenen gefezwidrigen Bruch der Geschäftsordnung mit bereiten. Auch die Zustimmung zu diesem Gesetz wird also Reihenfolge zu beraten. Das ist auch schon oft genug der rücksichtslosen Ausnutzung der Geschäftsordnung durch die Linte einem freisinnigen Volksparteiler erlaubt sein.geschehen, so daß dieser Einwand gegenstandslos erscheint." zu entschuldigen. Die Linke ist stets peinlich innerhalb der Irgend welchen Beweis für ihre Behauptungen bringt die Geschäftsordnung verblieben. Die Ausnutzung der durch die Deutsche Tageszeitung" nicht. Es ist auch unmöglich, Beweise zu er- Geschäftsordnung zum Schutze der Minderheit gegebenen Mittel ist bringen, weder dafür, daß eine Aenderung in der Reihenfolge der das gute Recht der Minderheit. Was aber Centrum und Konservative schulen der russischen Bolizei erweisen, nicht standalöse SonderAnträge, wie sie jetzt beabsichtigt wird, jemals geschehen ist, noch planen, ist Bruch der Geschäftsordnung. dafür, daß durch irgendwelche Bestimmung dem Reichstag das Das wäre die Auflösung aller parlamen- erscheinungen Berlins find, sondern die Wirkungen einer thatsächlichen unzweifelhafte Recht" gegeben sei, Anträge, deren Verhandlung einer tarischen Ordnung. Die Wucherparteien sollten es sich Heiligen Alliance find, die zwischen Deutschland und Rußland Mehrheit dringend erscheint, allen andren Anträgen vorzuziehen. sorgsam überlegen, ob sie diesen verhängnisvollen Weg gehen neuerdings geschlossen worden ist. Sollten diese ungeheuerlichen ErBestände eine solche Bestimmung, so wären allerdings die Minderheits- wollen! anträge der Mehrheit auf Gnade und Ungnade überliefert. Die Geschäftsordnung des Reichstags ist aber besser, als die Deutsche Tageszeitung" vorgiebt. Daß eine derartige Bestimmung nicht besteht, beweist auch sogleich der gänzlich mißglückte Versuch des Reichsboten", solche Bestimmungen aus der Geschäftsordnung zu destillieren. Das konservative Blatt sagt, nachdem es unsern Hinweis auf§ 35 der Geschäftsordnung citiert hat: " Antragstellerimmung Politische Ueberlicht. Berlin, den 10. November. Die geschäftsunfähige Reichstagsmehrheit. Die Zollwucherparteien des Reichstags haben am Montag wieder ihre völlige Geschäftsunfähigkeit bewiesen. Run heißt es aber am Schlusse der Bestimmungen des§ 35 Die Sigung begann mit namentlichen Abstimmungen Absatz 3: Eine Entfernung von der Stelle der Tagesordnung, über die socialdemokratischen Anträge zum§ 5, die von der welche den von Mitgliedern des Reichstages gestellten Anträgen 8ollfreiheit gewisser Waren handeln. Bei der ersten Abund den Petitionen nach der Priorität gebührt, kann nur bestimmung zählte das Haus 219 Stimmen, bei der zweiten schloffen werden, wenn nicht bei Anträgen von dem Antragsteller stieg die Zahl auf 224 Stimmen, die bei der dritten nur noch und bei Petitionen von 30 Mitgliedern widersprochen wird." Danach kann der Reichstag beschließen, daß der Antrag 216 und bei der vierten 214 Stimmen betrug. Bei der fünften Aichbichler an die Stelle des Antrages aus dem Hause gesezt Abstimmung ergab sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses und wird, der zuerst zu beraten wäre, wenn der Steller dieses ersten die noch vorhandenen 191 Mitglieder konnten nach Hause Antrages damit einverstanden ist. Darüber wird die Mehrheit sich gehen. Dem Präsidenten blieb nichts übrig, als die nächste schon vergewiffert haben, und so findet denn ein Plawechiel Sigung auf Dienstag 12 Uhr anzuberaumen. zwischen Antrag Aichbichler und Antrag 1 statt. Das ist nach§ 35 Die Mehrheit des Reichstags huldigt offenbar wahren durchaus zulässig. Ferner dürfte auch, da der Antrag Aichbichler Aufsichtsrats- Anschauungen. Sie möchte die Tantiemen" des ein Antrag zur Geschäftsordnung ist,§ 34 der Geschäftsordnung Bollwucher- Gesetzes einstreichen, ohne sich um das Geschäft" Play greifen. Da heißt es zwar mur, daß Mitglieder, welche zur Geschäftsordnung sprechen wollen, fofort das Wort erhalten selbst zu kümmern. Sie verlangt, daß man ihr das Gesetz müssen es läßt sich daraus aber sehr wohl schließen, daß auch fertig ins Haus schickt. Die Zollopposition wird schwerlich so Anträge zur Geschäftsordnung sofort zu behandeln sind. gutmütig sein, diesen ausschweifenden Wünschen Vorschub zu Der letzte Sazz charakterisiert die ganze Unsinnigkeit des leisten. Reichsboten". Weil die Mitglieder des Reichstages auf sofortige # " Bulaffung zum Wort selbstverständlichen Anspruch haben, wenn sie legten Freitag enthält eine irrtümliche Darstellung vom Verhalten Richtigstellung. Unser Bericht über die Reichstagsfigung des Bemerkungen zur Geschäftshandhabung zu machen haben, des Herrn Vicepräsidenten Büsing. Die Auffaffung, als babe daraus soll das Recht gefolgert werden können, daß die Ge- Herr Büsing den Antrag der Mehrheit auf Schluß der Debatte über schäftsordnung selbst zu beliebiger Minute geändert werden 5 des Tarifgefeges in übermäßiger Schnelligkeit zur Unterstützung darf! Warum haben denn die Wucherparteien überhaupt erst einen und zur Abstimmung gestellt, um so die Linke zu überraschen, ist Antrag eingebracht? Es ist nicht anzunehmen, daß die Leute des nicht richtig. Wenn tein Antrag auf namentliche Abstimmung über " Reichsbote" die zu solcher Schlußfolgerung hinreichende Dent- den Debatteschluß gestellt wurde, so entsprach das in diesem Falle unfähigkeit befizen. Sie wissen, daß es Unsinn ist, was sie sagen, lediglich der Absicht der Linken. und wollen mur hinter dem Unsinn die brutale Vergewaltigung versteden. Würdig der Freifinnigen Volkspartei! Deutsche Hochschulen im Dienste der russischen Polizei. Es scheint fast, als ob die Schergendienste, die die Berliner Hoch scheinungen etiva auf jene geheime Anarchisten Konvention zurückzuführen sein, von deren Eristenz man munkelt. Und sind die deutschen Hochschulen wirklich gewillt, dieses deutsch- russische Polizeifartell ihrerseits zu fördern? Aus Darmstadt wird uns über einen sehr merkwürdigen Parallelfall zu den Berliner Vorgängen mitgeteilt: " In den letzten Tagen des vorigen Monats famen in Darmstadt zwei russische Studenten an, die wie so viele der an der dortigen Hochschule Studierenden in Rußland relegiert waren, um sich für das Wintersemester zu immatrikulieren. Der eine hatte dies auch bereits gethan, als am andern Tage abends fich ein Kriminalbeamter bei ihnen einstellte und sie einlud, dem Polizeirevier einen Besuch abzustatten. Hier wurden sie in eint Verhör genommen und am andern Tage zu dem Rektor der Hochschule gerufen, der dem einen seine Studiengelder wieder zurückgab mit dem Ausspruch: Wer in Rußland einmal von der Universität verwiesen ist, den brauchen wir hier in Deutschland auch nicht." Im Korridor der Hochschule hatte sich inzwischen ein Kriminal beamter eingefunden, der sich ihrer in der liebenswürdigsten Weise annahm, sie nach dem Polizeirevier fpedierte, woselbst ihnen eröffnet wurde, innerhalb 24 Stunden Darmstadt zu verlassen, da man sie sonst abschieben würde. Die Studenten verlangten einen schriftlichen Ausweisungsbefehl um, wie sie ihren Kollegen nachher erzählten, die Sache einer Zeitung zu unterbreiten der ihnen jedoch verweigert wurde." Wir würden diese Mitteilung für unglaublich halten, wenn wir nicht nach der Bestätigung des Berliner Falles das ärgste gerade Universitätsbehörde die Papiere der Polizei zur Kenntnis gebracht für das glaublichste halten müßten. Auch in Darmstadt muß die haben, sonst wäre es nicht begreiflich, warum unmittelbar nach der 3mmatrikulation die Polizei eingriff. Bestätigt sich aber obige Meldung, so wird die Berliner und Preußische Angelegenheit zu einer Reichsfache. Wir richten darum die Frage an die Reichsregierung: Existiert eine Verfügung, der zufolge die deutschen Universitätsbehörden angewiesen find, die ruffifchen Studenten in der Berliner Manier unter Polizei- Aufsicht zu stellen? Wenn diese Verfügung existiert, so wäre das eine Schmach Der Hinweis des Reichsboten" auf den letzten Teil des§ 35 Im anhaltinischen Landtag ist bekanntlich eine Vorlage für die deutsche Kultur, eine größere Schmach freilich noch träfe die ist nicht weniger unfinnig.§ 35 ist musterhaft tlar und unmiß über die Bestrafung des Kontrattbruchs ländlicher Gochschulen selbst, die sich solchem unerhörten Anfinnen bereitwillig verständlich. Er schreibt vor, daß die früher eingegangenen Anträge Arbeiter verhandelt worden. Eine Säule der freisinnigen fügen. Ist die Verkommenheit der bürgerlichen Intelligenz bereits zunächst beraten werden müssen. Er macht in seinem letzten Abschnitt Volkspartei im dortigen Landtag, der Landtags Abgeordnete fo weit gediehen, daß man jeden Kampf gegen den 3arismus als nur die Ausnahme, daß bereits eingebrachte Anträge bei Einverständnis Irmer in Stöthen ist für die Bestrafung des Kontrattbruches ein Verbrechen empfindet, ja daß man die jungen Leute für vogel des Antragstellers später behandelt werden können. Es ist also ge- eingetreten. Selbst im freisinnigen Lager war man über frei erklärt, die der russischen Polizei nicht angenehm find? stattet, daß dem Reichstage schon länger vorliegende Anträge zurüd dieses Musterbeispiel freisinniger Arbeiterfreundlichkeit entrüftet gestellt werden, so daß andre eher an die Reihe kommen. Das ist und Herr Jrmer hatte heftige Angriffe zu erdulden. Der aber etwas Grundverschiedenes gegenüber dem Verfahren, edle Herr wußte aber besser als seine Verkleinerer, das der„ Reichsbote" zu rechtfertigen sucht, indem er spätere Anträge was einem freifinnigen Volksmanne erlaubt ist und Troß eines wahrhaft bewunderungswürdigen Kampfes ist es nicht nur vor die durch die Antragsteller selbst zurückgestellten, sondern was nicht. Er wandte sich im Vollgefühl feiner nicht gelungen, das Favoritner Mandat zu behaupten: mit einer auch vor alle andern, keineswegs von ihren An- Unschuld an die Berliner Centralleitung seiner Partei und Mehrheit von 39 Stimmen ist der christlichsociale Prochazka- ein Die Stichwahl in Favoriten. -st- Wien, 9. November. talentloses Bürschlein ohne Wissen und Erfahrung worden. G Der Kaiser beantwortete den Dank des englischen Regiments chefs damit, daß er zum gleichen Zweck eine weitere Summe hinzus fügte! * Deutfches Reich. Agrarische Obstruktion. " Hauptorgan des fonfervativen Bollwuchers schreibt: Die Kreuz- Zeitung" gegen das Reichsiags- Präsidinu. Das gewählt größere oder kleinere Vorteile zu erringen." Diese Worte flingen wie eine Mahnung an Balfour, vorsichtig zu sein. Die Wahl in Favoriten war wohl der heftigste Wahlkampf, der Artikel des„ Spectator". Diese Wochenschrift, die stets die Gedanken Ausführlich und auf den Kern der Frage eingehend, ist der je in Destreich ausgefochten worden ist. Von 15 278 Wählern der britischen Mittelschichten in Form und Wesen genau wieder stimmten 12 485, also 81 Proz. Adler erhielt 6223, Prochazka 6243: spiegelt, geht von der Frage aus: Was bedeutet die Reise des es haben uns also nur elende vierzig Stimmen zur absoluten Mehr- Kaisers?" Sie antwortet:„ Der Zived feines Kommens ist, heit gefehlt. Daß der christlichsociale Sieg mur durch einen unerhörten die Interessen des Deutschen Neiches zu fördern; das In wütendem Sperrdruck kündigt die Deutsche Tageszeitung" Schwindel zu stande gekommen ist, braucht bei der moralischen ist unbestreitbar. die Alle die Angriffe und Nadelstiche, Qualität dieser Partei nicht einmal mehr gesagt zu werden. Die wir in den letzten Jahren von Deutschland erhielten, waren die Vor- an, wenn man die bestehenden Handelsverträge auf eine längere Einrichtung der Legitimationen macht den Schwindel möglich, bereitungen, von uns eine Alliance oder Abmachung zu ver- Reihe von Jahren zu verlängern wage, so müßten die Agrarier fich und diese Möglichkeit wird von den Quegerleuten mit einer Un langen... Was wird der Kaiser verlangen? Um diese Frage be- ernstlich die Frage vorlegen, antworten zu können, müssen wir uns fragen, was Deutschland verfrorenheit ausgenügt, als ob es kein Gesetz und kein Straf braucht. Allgemein gesprochen, liegt es im deutschen Juteresse, , ob sie nicht alle geschäftsordnungsmäßigen Mittel rücksichtslos angericht gäbe. Mit der Legitimation" wird nämlich das Wahlrecht Frankreich und Rußland, besonders Rußland zu verhindern, wenden sollten, um eine derartige Vorlage zum Scheitern zu von dem Wähler bringen." getrennt und in einem Stück Papier sich mit Großbritannien zu verständigen. Käme eine fonstituiert, das natürlich übertragbar ist Jetzt weiß man wenigstens, wer Obstruktion treiben will. an jeden und solche Einigung zu stande, so wäre die Lage Deutschlands eine benügbar für jeden. Die Legitimation ist die Vermutung, desperate. Deutschland scheint sehr groß und mächtig zu sein, in daß der, der Zöllner und Regierung. Die tonservative Bresse wendet sie vorweist, der ist, auf den sie lautet; Wirklichkeit aber wandelt es einen Weg, der von jeder Seite einen dagegen, daß mit ihr kein Mißbrauch getrieben werde, giebt es nur jähen Abgrund hat. Den Zweibund und England auseinander sich in allerlei spitzen Bemerkungen gegen die Regierung und den einen Schutz: daß es berboten ist. Aber was braucht der zuhalten und wenn möglich in Rußland und Frankreich den Glauben teichskanzler, daß sie die Zollparteien im Kampfe gegen die christlichsociale Fälscher ein gesetzliches Verbot fürchten, da sich die zu erwecken, daß England an Deutſchland gebunden und daß des- Opposition nicht genügend unterstütze. Seitdem Graf Bülow sich mit schwarzen Wähler", wie fie in dem Gaumerjargon der Wiener Interesse Deutschlands. halb eine Einigung mit England unmöglich sei, ist das dringendste dem verhaßten Handelsvertragsverein in Beziehungen Der Hauptztveck des Kaisers fann gesezt hat, wird er von den Agrariern mit erneutem und vermehrten Wahlen genannt werden, dem christlichsocialen Vorsitzenden der also mur der sein, schlechtes Blut zwischen uns und dem Wißtranen beobachtet. Die reuzeitung" erklärt u. a.: Wahlkommissionen durch besondere Erkennungszeichen Zweibunde zu machen. Der Kaiser wird nachzuweisen suchen, daß Es scheint manchmal wirklich so, als habe Graf kenntlich machen können! Nicht wähler stehen gegen uns, eine Abmachung mit Deutschland die deutsche Feindschaft beseitigen Bülow an der Zollvorlage fein Interesse mehr." mit die an der Es wäre nicht allzu wunderbar, wenn Graf Bülow allmählich fondern Legitimationen: die Legitimationen von absichtlich und uns gegen russischen Berrat fchüßen würde.... erzeugten Doppelwählern, von Toten, von den dreißig Prozent In- Aber der Kaiser dürfe auch ganz konkrete Vorschläge machen. Man erkennen würde, daß er nichts verfehlteres thun konnte, als diesen differenten, bei denen sie die christlichsociale Hausagitation- ver- interessiert ist. Das deutsche Auswärtige Amt ist indes besorgt, ob ja ihr bestes, dem Reichskanzler die Zolllaune zu verderben. weiß, wie tief er an der Vollendung der Bagdad Bahn Bolltarif dem Reichstage vorlegen. Die Ueberzöllner thaten förpert im Hausherrn und im Hausmeister abgefammelt hat. nicht der Staiser zu weit in seinen fleinasiatischen Plänen gegangen Für den, der die Verhältnisse kennt, unter denen sich in sei, die mir die Eifersucht und den Horn Rußlands erweden Wien Stichwahlen abspielen, ist es eher überraschend, daß fönnten was ja die deutsche Politit stets zu vermeiden gesucht Ebenso wird darauf gehalten werden müssen, daß die Bedie Differenz au Stiminenzahlen nicht größer gewesen ist. Daß hatte. Der Kaifer sucht deshalb nach einer Schutzstimmungen der Geschäftsordnung fortan mit aller Strenge an die Socialdemokraten an die absolute Mehrheit so nahe gekommen mauer, die ihn gegen den russischen Zorn sichert und es ihm gegewendet werden. Der Abgeordnete Brömel wies fürzlich find, daß vierzig Prozent aller Wähler für Adler gestimmt stattet, die Bagdad- Bahn bis zum perfifchen Meerbusen zu bringen.... Sarauf hin, daß Stadthagen während seiner vierundeinhalbhaben, betveist vielmehr, daß sie in Favoriten wirklich die stärkste angenommen, der Kaiser sagt zu den britischen Ministern:„ Ich verstiindigen Rede nicht ein einziges Mal zur Sache Partei sind, und daß das Mandat nach Recht und Gesetz ihnen wünsche nur, daß die britische Regierung uns bei Fertigstellung lange weder Eure Fonds noch Eure diplomatische Hilfe. Ich gerufen worden sei. Das war allerdings ein Mangel. Es gehört. Jede andre Körperschaft als der niederöstreichische Landtag der Bagdad- Bahn- die indische Post gegen Subfidien von ist ja eine entsetzliche Aufgabe für einen Präsidenten, solchem würde das mit so viel Schwindel und mit so geringer Majorität ſage Dauerredner aufmerksam zuzuhören; allein er kann sich dabei die 100 000 Pfund Sterling jährlich übergiebt." Geht Unterstügung durch die Schriftführer sichern. Jedenfalls aber ist erlangte Mandat kassieren; von dem Lueger- Landtag ist dieses pri- die Regierung auf diesen Vorschlag fo dürfte fich es wünschenswert, daß er von dem Rufe zur Sache und mitive Anstandsgefühl freilich nicht zu erwarten. Trotzdem wird das britische Kapital an der Bagdad- Bahn beteiligen; da den sich daran knüpfenden Folgen fortan energegen die Wahl Protest erhoben werden. durch wäre aber ein neuer Konfliktspunkt zwischen Großgischen Gebrauch macht. Verstößt aber ein Abgeordneter Der Wahltag endete mit einer Sch and that der Wiener britannien und Rußland geschaffen. Ja, die Russen würden dann beispielsweise durch fortwährenden Lärm gegen die Ordnung, fo Polizei, die für die Zustände, die sich aus dem christlichsocialen das" perfide Albion" als den eigentlichen Urheber der Bagdad- Bahn binstellen und Deutschland als unser willfähriges Instrument..... kann er für die Dauer der Sizung ausgeschloffen werden." Terrorismus entwidelt haben, ungemein charakteristisch ist. Ohne jede Unfre Minister müssen sich also gegen den Zauber der Persönlichkeit sich nicht zu den von ihm gewünschten Parteilichkeiten mißbrauchen Das Junkerorgan ist sehr betrübt, daß das Reichstags- Präsidium Veranlassung sprengten nämlich die berauschten Polizisten von des Kaisers stärken. Wir würden es viel lieber sehen, wenn läßt. Es scheut nicht vor der beleidigenden Zumutung zurück, die Alkohol berauscht und von dem Haffe gegen die Arbeiterschaft unsre Regierung sich mit Frankreich oder Rußland Bräsidenten hätten einen Redner, der gänzlich zur Sache sprach und das Thor des jüngst eröffneten Favoritener Arbeiterheims, einigt, als mit Deutschland, unsrem wirtschaftlichen Rivalen und beffen Sachlichkeit sie anerkannt haben, pflichtwidrig in feinen Ausbrangen mit gezückten Säbeln in den mit Menschen überfüllten Saal wahrscheinlichen Feind." führungen behindern sollen! und richteten dort schreckliches Unheil an, verwundeten eine Unmiasse Wenn die„ Kreuz- Zeitung" von Abgeordneten spricht, die fortMenschen und demolierten alles, was nicht niet- und nagelfest war. Zwei Lesarten sind wieder einmal über eine kaiserliche währenden Lärm verursachen, so denkt sie wahrscheinlich an AbGemeinderat Neumann schildert in der„ Arb.- 3tg." als Augen- Rede entstanden. Und zwar ist es seltsamerweise ein und dieselbe geordnete, die ihr sehr nahe stehen, an Herrn v. Kardorff Quelle, von der aus diese beiden verschiedenen Lesarten ver- und andre ordnungswidrige Lärmmacher. zeuge den unerhörten Ueberfall folgendermaßen: Im Souterrainsaal des Arbeiterheims stehend, wurde mir von breitet wurden. In dem Telegramm des Wolfffchen Bureaus Die Untanglichkeit des Antrages Michbichler wird mm in den einer Anzahl furchtbar erregter Personen mitgeteilt, daß eben über die Ansprache, die der Kaiser in seiner Eigenschaft als Chef Neihen der Antragsteller selbst erkannt. Die Berliner Neuesten Polizisten die Verglasung der Thorflügel ein- der Royal Dragoons gehalten hat, befand sich nämlich eine Stelle, Nachrichten" und die" Post" teilen mit, daß eine Aenderung des gehauen und im Begriff wären, in den Hausflur zu stürmen. Die nachträglich von demselben offiziösen Bureau korrigiert worden Antrages erwogen werde. Man denke daran, die namentliche AbIch begebe mich rasch hinaus und suche zum Thor zu gelangen. ist. Bei dieser Ansprache sollte nämlich der Kaiser, wie wir in ftimmung in der Art zu vollführen, daß die Abgabe von Der erste Anprall war aber vorüber und ich suchte nun durch unsrer Sonntagsnummer mitteilten, die Wendung gebraucht haben, Abstimmungskarten mit dem„ Hammelsprung" fombiniert wird. Die die dichtgeteilte Menge auf die Straße zu gelangen. Die Wache daß er dem Regiment zu dem Verhalten gratuliere, das namentliche Abstimmung soll bei diesem Verfahren fünf bis acht hatte den Eingang zum Arbeiterheim bejezt und ließ es in Südafrika an den Tag gelegt habe. In der zweiten Minuten erfordern. niemand hinaus. Ich suchte die mit Recht erbitterte Auch dieses Verfahren der Abstimmung ist jedoch als untauglich Menge zu beschwichtigen und allmählich legte sich der Lesart findet sich dieser Bassus nicht mehr, in dieser Lesart, die auf von der Bache provozierte Entrüstungssturm. Da geschah zuverlässigen Informationen" beruhen soll, wird es nur zu der Heim einzelnen Abgeordneten dabei nicht gewährleistet ist. Heim- 3 verwerfen, ba das fofortige Bekanntwerden der Abstimmung der ettvas Unglaubliches: Fenster tlirrten, und wie tehr aus dem schweren Dienst beglückwünscht, den es zur Ehre seines wütende Bestien stürzten einige Wachleute Königs und feines Vaterlandes wacker gethan habe. Die Korrektur Die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichstages ist vom Vormit blantgezogenen Säbeln abermals zum ist nicht so unwesentlich, wie es auf den ersten Blick erscheinen worden, um sich mit der principiellen Frage zu beschäftigen, ob ein fizzenden Singer zum Donnerstag, den 13. D. M., einberufen Thor herein, blind dreinhauend. Eine furcht fonnte. Die zweite Lesart erscheint nur eingegeben durch die Pflicht, früher gestellter Antrag betreffend die geschäftsordnungsmäßige Ve bare Banit entstand. Ein Schieben, Stoßen und Drängen einer tonventionellen Höflichkeit zu genügen. Die erfte handlung eines Beratungsgegenstandes, über den bereits ein Bes entstand, ein Auffreischen der bis zum Wahnsinn erregten Menge tourde hörbar, und eine Katastrophe schien unvermeidlich, die unhingegen erscheint als abermaliges Partei- fchluß des Hauses gefaßt ist, von neuem gestellt werden darf. absehbare Folgen nach sich ziehen konnte. Im blinden Partei- Ergreifen zu Gunsten Englands, als ein neues Glied fanatismus stürmten die Wachleute die Freitreppe jener Slette oftentativer Parteinahmen, als die z. B. die hinauf und drangen in den im ersten Stod Ordensauszeichnungen an hervorragende eng gelegen Festsaal ein. Ich war in das Gastzimmer Iische Generale des Boerenfeldzuges gedeutet werden Die Düsseldorfer Stadtverordneten- Wahlen haben wider alles gedrängt, und als ich von rückwärts in das Thor ge- müßten. Erwarten mit einem achtunggebietenden Siege der organisierten langte, waren die Polizisten bereits wieder zurückgekehrt, wo ich Offenbar wollte man an jener Stelle, von der die zuverlässige Arbeiterschaft geendet. Unfre Düsseldorfer Parteigenossen haben sich verwundete Arbeiter, zerschlagene Gläser und eine auf das höchste Information" stammt, vermieden sehen, daß der Kaiser abermals in in diesem Jahre zum erstenmal an den Wahlen der 3. Klasse der Rolle eines Belobigers der englischen Kriegsthaten in Südhatte das Thor geschlossen, den Verwundeten wurde Hilfe ges afrifa erschien. Ob der nichts weniger als freundliche Ton, den die einem Schlage verdrängten, dem Centrum derart auf den Seib gerüdt, leiste.. Ich habe schon viele empörende Polizei- Attaden mitdaß sie nun mit diesem eine nicht ungünstige Stichwahl auszufechten haben. gemacht. Aber einen folchen Ausbruch bon englische Breffe zum Kaiſerempfang der deutschen Regierungspolitik Die ganze Düsseldorfer Wählerschaft ist verblüfft über dies Resultat. Bolizistenroheit habe ich noch niemals wahr gegenüber angeschlagen hat, diese Korrektur veranlaßt hat? Oder was in allen Streisen der Bevölkerung, namentlich aber bei den genommen. Die Polizisten hatten nicht die Ordnung aufrecht ob man fürchtet, daß das Ergebnis der zweifellos politischen Arbeitern, noch bis zum Wahltage als eine Unmöglichkeit erschien erhalten, sie fühlten sich als Parteimänner, und da sie zufällig Kaiserreise derartige erneute Huldigungen für England Waffen trugen, ließen sie gegen die wehrlose Menge ihren ganzen nicht rechtfertigen möchte? Parteihaß los. Die Bestie war entfesselt, und die Kommandeure schienen einen Augenblick diesen wütenden Wachmännern gegenüber machtlos. Diese unerhörte Gewaltthat erregt in Wien auch außerhalb des Kreises der Arbeiterschaft stärkste Entrüftung und hat felbft die Polizeileitung stußig gemacht, die es bisher nicht gelten lassen wollte, daß ihre Polizisten natürlich wütende Queger- Fanatikeran Arbeitern Excesse begangen. Das wahrhaft Schändliche an diesem Einbruch der das Verbrechen der schweren förperlichen Beschädigung, der öffentlichen Gewaltthätigkeit und des Hausfriedensbruches darstellt ist die empörende Thatsache, daß für ihn nicht einmal ein Vortvand gegeben war und daß ihn auch niemand tommandiert haben will; es war wirklich nichts andres als die Siegesfeier der christlichsocialen Polizeisoldatesta. Die Sache wird unzweifelhaft auch im Parlament zur Sprache kommen und Herr v. Körber als Minister des Innern wird sagen müssen, ob er der behördlichen Parteiwirtschaft im Magistrat noch die Zuchtlosigkeit der Polizei als berechtigtes Stampfmittel der christlichsocialen Herrschaft zugesellen will. Des Kaisers Empfang in England. " Centeums- Wirren. Aus Düsseldorf wird uns berichtet: auch nur einen annähernden Erfolg zu erzielen das ist wirklichfeit geworden, so zwar, daß wir mit Zuversicht hoffen dürfen, in fürzester Zeit einige Hechte in den städtischen Starpfenteich hinein zu bringen. wartungen. So schreibt z. B. die Deutsche Tageszeitung": Die deutsche Bresse hegt in der That bereits äußerst geringe Er„ Es ist schon längst offenbar, daß wir... die blamierten Centrum, das mit seiner Schaukel- und Gaukel- Politik nun in DüffelUnd wem ist das zu verdanken? Run, niemand anders als dem Europäer sind. England ist bereits wie hier mit Behagen festgestellt wird durch eine Politik finanzieller Bersetzung" antommen muß: das Düsseldorfer Centrum hat sich nun sogar in dorf auf dem Bunfte angekommen ist, auf dem es logischerweise in den Besitz des portugiesischen Ostafrika gevier, wenn man es will, sogar in fünf Gruppen gespalten. langt; es hat, was noch mehr wert ist, unter deutscher Rüdendedung seinen Krieg gegen die Boeren vier verschiedene Centrumsgruppen in den Wahlkampf, stellten eigne Bei den diesmaligen Düsseldorfer Stadtverordneten- Wahlen traten burchgeführt- was sollte es dann da noch Deutschland Kandidaten anf und bekämpfen einander in Bersammlungen und dur zugestehen? Die Frage, wie Deutschland dabei wohl abhneide, flingt ans englischem Munde wie Hohn. England Flugblätter. Es giebt in Düsseldorf jetzt: braucht uns in Südafrika nicht mehr, was sollte es da noch viel mit uns verhandeln es sei denn über die Abtretung Deutsch Südwest afritas an Großbritannien!" Ein Centrum der„ Boltsblatt"-Partei, " D erhielten. " christlichen Hausschay- Partei, " " christlichen Handwerksmeister- Innungen, christlichen Nur- Agrarier. eine der gegen das" alte" Centrum Diese vier Richtungen haben verschiedene Kandidaten aufgestellt, Wir glauben, daß das Bündlerorgan thatsächlich recht hat. Die die auch sämtlich Stimmen in so rätselhaften Sturven sich bewegende deutsche Politik wird Eng- opponierenden Centrumsgruppe sogar im Verhältnis recht beträchtliche, land faum irgend welches Zugeständnis abzumötigen vermögen. Die deutschen Regierungsmänner werden die blamierten Europäer sein. Die Socialdemokratie ihrerseits könnte sich freilich zu diesem genialen Mißerfolg der deutschen Auslandspolitik nur gratulieren, wenn nicht trotzdem bei diesem wunderbaren Improvisationstalent die Gefahr vorläge, daß wir auch bei der unwahrscheinlichsten Gelegenheit wieder mit Bolldampf in eine weltpolitische Sackgasse hineinrennen werden. Wie bekannt, hat sich in Düsseldorf eine Gruppe christlicher Arbeiter, die Hausschatz- Richtung, vom Centrum wegen dessen Brotwucher- Haltung getrennt. Un dem Drängen der gesamten christlichen Centrum einen seiner Geldsad-„ Boltsvertreter" der dritten Wählerklasse, Arbeiter num mehr Rechnung zu tragen, ließ das" alte" Brotivncherben steinreichen Rentner Sudut, fallen und stellte für diesen den bekannten Er- Socialdemokraten und zum Centrum übergelaufenen Arbeiter- Sekretär Bernhard Meyer als Centrumskandidaten auf. Die Aufstellung dieses legteren Kandidaten verschmufte mm aber die christlichen Innungsmeister, sie traten mit der London, 8. November.( Eig. Ver.) Höflich in der Form, schmeichelhaft für die Person des Kaisers, aber entschieden ablehnend gegen die deutsche Politik ist der Empfang, den die leitende englische Presse dem Kaiser hente bereitet. Zwei Stimmen sind besonders bemerkenswert, die der„ Times" und des Des Kaisers Fürsorge für die englischen Soldatenfrauen. Spectator", die die obere und mittlere Schicht der englischen Aus der Antwort des englischen Regimentschefs wurde eine faiser- Forderung an die Parteileitung des Centrums heran, den Meyer Bourgeoisie vertreten. Die„ Times" erklären: Was Deutsch- tiche Aktion bekannt, von der bisher sonderbarerweise die Deffentlich- fallen zu lassen und an seiner Stelle einen Handwerksland betrifft, so wiffen wir, daß wir es mit einer Macht zu thun feit noch nichts erfahren hatte. Nämlich die Thatsache, daß der meister als kandidat zu proklamieren. Das wurde haben, die nie nachlässig war, uns zu zeigen, daß ihre beutsche Kaifer beim Ausrücken des englischen Regiments nach Süd- abgelehnt und sie verkündeten nun ihre Trennung von der„ BoltsInteressen im Gegensaße zu den unfren stehen; es blatt"-Partei und stellten den eignen Kandidaten Handwerksmeister ist deshalb notwendig, wachsam zu sein. Unfre Politik darf keinen afrika einen namhaften Betrag für die Frauen und Kinder Kriegers an Stelle des Bernhard Meyer auf. Wiinel der Erde außer acht lassen, denn im gegenwärtigen der gegen die Boeren ins Feld gesandten Dragoner Ein andrer Teil der Immungen war selbst hiermit noch nicht zuAugenblid liefert uns Deutschland in China den Beweis, gespendet hatte. Der Kaiser befundete seine Genugthuung, frieden und stellte zwei Handwerksmeister auf. daß es fest entschlossen ist, Vorteile zu erreichen auch daß die von ihm gespendeten Mittel ausgereicht hätten, die Frauen Schließlich trat noch eine weitere Spielart des Centrums herbor dort, wo seine Jutereffen sehr wenig borherr- und Kinder der ins Feld gezogenen Mannschaften zu befriedigen. und stellte zum Gaudium der übrigen Wählerschaft einen( fünften) schend find Jedoch soll uns das Gefühl ( deutschen) Feindschaft nicht abhalten, den deutschen Kaiser in Deutschland bisher seltsamerweise nicht das geringfte erfahren! Meyer- Bartei des Centrums: 3684 bis 2939 Stimmen. Aus der der Von dieser Kriegssubvention aus der kaiserlichen Schatulle hatte man agrarischen Kandidaten auf, den Landwirt Dresia. Es erhielten von den Centrumiskandidaten: Der„ Voltsblatt". herzlich zu begrüßen... Aber unfre Höflichkeit, die wir um so befremdender muß unter folchen Umständen die Bülowsche ersten Handwerksmeister Gruppe des Centrums erzielte Schlofferdem faiserlichen Gaste schulden Pfade leiten, die zu betreten uns die Interessen der Nation ver- Granitbeißer- Rede erscheinen. Der deutsche Reichskanzler meister Kriegert 922 Stimmen, während die Stimmenzahl der bieten. Unser leichtes indolentes Vertrauen ist nicht am Blake, eiferte gegen den Vergleich der nämlichen englischen übrigen Centrums- Diffidenten allerdings nur gering war. wenn wir mit einer Macht zu verhandeln haben, die immer Truppen mit den deutschen Truppen von 1870/71, zu deren Aus- Der bürgerliche Mischmasch brachte es auf ganze 1159 Stimmen bereit ist, uns zu verwunden und die stets wachsam ist, rüstung der deutsche Kaiser selbst beitragen battel und ist seit der letzten Wahl erheblich zurückgegangen. darf uns nicht auf Dieser imponierende Erfolg der Socialdemokratie steht gegenüber der klerikalen Zerfahrenheit. Es geht vorwärts! 11 Die unglückliche Hand des Fiskus. In Hagen hat vor einigen Tagen ein Dr. Böttrich, Sohn des Vorstehers der EisenbahnBetriebsinspektion Magdeburg, ein Haus zum Preise von 17 000 m. gekauft. Unmittelbar darauf verkaufte er es für 44 000 m. an den Eisenbahnfiskus, der das Grundstück für den Bahnhofsneubau benötigt. Total ein, während die Centrums- Wahlmänner in Begleitung Ausland. Ein Wendepunkt im Bergarbeiterstreik. Frankreich. Grubenenquete. aus Indien herausGe= Die Socialdemokraten erhielten nach furzer Agitation: Erbert| Jena, Mainz, Offenbach, Heidelberg und Mannheim. Zu den zuleht| hat. Die Ausgaben sind auf rund 165 Millionen Gulden, die Eine 2292, Schmidt 2282, Ziegler 2293, Broter 2278 Stimmen! Beir genannten beiden badischen Städten tritt demnächst auch die Residenz nahmen auf 153 Millionen berechnet; das Defizit von 12 Millionen ersten Anhieb brachten wir Erbert und Ziegler in die Stichwahl mit Karlsruhe hinzu, deren Stadtrat jetzt beim Bürgerausschuß wird aus der indischen Anleihe von 1898 gedeckt. Diese Anleihe war den Centrums- Kandidaten Eykeler und Meyer! einen Kredit von 66 000- M. zur Erbauung eines Strematoriums be die zweite für Indien. Es waren 55 Millionen Gulden. Davon antragt. In der Begründung der Vorlage wird hervorgehoben, es waren 1901 noch 19 millionen übrig; nachdem nun aber auch 1902 brauche in der vorliegenden Frage nicht untersucht zu werden, ob die ein großes Defizit gebracht hat, wird wahrscheinlich 1903 der letzte Verbrennung der Leichen in der That diejenigen gesundheitlichen und Rest der Anleihe verbraucht werden. Solange Indien Profite für Eine ausgelassene Verhöhnung gewisser Berliner Magistrats- ästhetischen Vorzüge darbiete, die die Anhänger dieses Verfahrens den niederländischen Staat abwarf, hielten es die Machthaber für adressen haben sich die Berliner Kunstjünger anläßlich der Ein- geltend machen; für die von der Gemeinde zu treffende Ent: praktisch, die Finanzen der Kolonien mit denen des Mutterlandes zu weihung der neuen Berliner Kunstakademie in offenbar sehr vor- schließung genüge es vielmehr, daß in der genannten Richtung irgend verquicken; als aber die schlechten Zeiten kamen, da gingen die Herren gerückter Stimmung geleistet, indem sie das folgende Schriftstück aufs velche begründete Einwendungen gegen die Verbrennung nicht er- dazu über, ein getrenntes Indisches Budget aufzustellen, damit die Telegraphenamt brachten: hoben werden könnten. Ebenso dürfe außer Betracht bleiben, ob die armen Indier die Schuldender Mißwirtschaft ihrer Ew. Majestät, dem allergnädigsten und erhabenen Be- oder andren Konfession entspreche, da sie selbstverständlich nur faful- der„ Ehrenschuld" Niederlands, von jenen vielen Millionen, die es in Be- Feuerbestattung den religiösen Vorschriften der einen Ausbeuter selber tragen sollten. Nun redet man von schüber wahrer deutscher Kunst, dem erlauchten Förderer tati v sein könne und begründete rechtliche oder sittliche Bedenken der guten Zeit als Staat, selbstverständlich ganz abgesehen von alles Edlen, Schönen, wagt die heute aus Anlaß des Neuerstehens gegen sie nicht vorlägen. Unter diesen Umständen werde es grund- den ungeheuren Profiten der Privatkapitalisten einer ihrer hehrsten Pflegestätten versammelte afa- fäblich richtig sein, wenn die Gemeinde als Verwalterin des Be- geholt hat. Aber das christliche Kabinett denkt nicht daran, auch nur demische Jugend der Reichshauptstadt die Gefühle unwandelbarer stattungswesens je nach Wunsch der Berechtigten die etwas von dieser„ Ehrenschuld" abzutragen. Der tapitalistische, Treue und Dankbarkeit an den Stufen Ew. Majestät Leichen entweder beerdige oder verbrenne. Sie militaristische und imperialistische Charakter tritt auch in dem neuen ruhmreichen Fürstenthrones niederzulegen. Geruhen werde dabei das neue Verfahren jedoch nur unter der Bedingung zu Budget nur zu deutlich hervor. Empörend ist es, wie die ca. 65 000 Gw. Majestät beglückende Huld die Annahme dieser lassen können, daß diejenigen, die nichts davon wissen wollen, auch Europäer von Niederländisch- Ostindien den 33 Millionen Einunsrer überströmenden Gesinnungen von den daraus erwachsenden Kostenfrei bleiben. Dieses Ziel geborenen gegenüber bevorzugt werden. Rund 12 800 000 Gulden unter gleichseitigem Ueberzeugtsein, daß wir Jünger im Dienste herr- Verbrennungsverfahrens ausgiebig deat, wobei nicht außer acht ge- täts- Trattamenten, Wartegelder, Unterstützwerde durch eine entsprechende Gebühr erreicht, die die Kosten des der Ausgaben sind bestimmt für Urlaubs- und Nonaktivilichster Musen nie aufhören werden, uns rastlos zu bestreben, dem lassen werden dürfe, daß die Verbrennung der Leichen insofern eine ungen, Gratifikationen, Pensionen und Vaterland und seiner Nation die Blüte der Kultur erringen zu Entlastung der Gemeinden bedeute, als für diese die Beschaffung hälter; davon erhalten aber Eingeborene nur 400 000 Gulden, helfen, für die Ew. Majestät als Mehrer des Friedens weitschauend von Begräbnisplägen für die feuerbestatteten Leichen in Europäer 12 400 000. Für europäischen Unterricht sind 3 Millionen, die Wege geebnet haben." Wegfall tomme. für inländischen nur 1 600 000 Gulden bestimmt; für die Kinder der Die Blüte, für die die Wege geebnet sind die überströmenden 65 000 Europäer wird fast zweimal so viel als für die der 33 Mill. Gesinnungen unter gleichzeitigen Ueberzeugtsein- die Jünger im Eingeborenen ausgegeben. Rund 35 300 000 Gulden sind für Krieg, Dienste herrlichster Musen das sind so tolle Parodien auf das 9 700 000 für Marine, zusammen also 45 Millionen für militärische Rotwälsch byzantinischer Sprachkunst, daß man nicht begreift, wie es Zwecke bestimmt, das ist weit über ein Viertel der ganzen Einnahme Leute giebt, die diesen übermütigen Architektenscherz" für Ernst Paris, 9. November.( Eig. Ber.) Die fünfte Woche des Verg- Indiens. Die militärischen Ausgaben für 1903 übersteigen die des nehmen.arbeiter- Generalstreiks beginnt mit einem kritischen Wende- stark militärischen Budgets von 1902 noch um 888 000 Gulden. punkt. Die ungerechten Schiedssprüche im Pas- de- Calais und im Indien muß für die imperialistischen Gelüfte Hollands bluten, muß Norddepartement haben wieder alles in Frage gestellt. 3. B. auch dafür zahlen, daß Holland seine Macht auf dem australischen Für die Indier Die Arbeiter sind erbittert. Der parlamentarische Erfolg der Streif- Neu- Guinea zu befestigen und auszudehnen sucht! Die debatte, das Kammervotum über die Einleitung einer schiedsgericht- selbst aber, für wichtige Kulturaufgaben ist sehr wenig über. Ausgaben für Bewässerung, für die so notwendige Verbesserung des lichen Aktion, hat sich für die etwa 90 000 Streikenden der genannten Ackerlandes auf Java sind diesmal nur 1995 500 Gulden gegen. zivei Departements bereits als eine taube Nuß erwiesen. Und was 2 160 000 im vorigen Budget angesetzt, und dabei nimmt die die übrigen Reviere betrifft, so müßten die nordischen Schiedssprüche ungersnot der Eingeborenen einen immer Der Eisenbahnfiskus spart in diesen schlechten Zeiten nach Kräften. Er knapft den Eisenbahnarbeitern noch an ihren färglichen eine böse Rückwirkung auf die noch schwebenden Unterhandlungen größeren Umfangan! Die Kammer beginnt in der Regel Löhnen ab. Hier aber bezahlt er für ein einziges Grundstück fast ausüben. Kurz, der große Kampf würde jedenfalls seinen un- mit der Beratung des Indischen Budgets in der zweiten Hälfte des das Dreifache des Verkaufspreises und läßt einem Privatmann mittelbaren Hauptzweck, die Abwehr der Lohnreduktion, verfehlen, November. Diesmal werden die Regierung und die Vertreter des einen arbeitslosen Gewinn von 27 000 M. auf Kosten des Fiskus wenn sich die Arbeiter der nordischen Reviere den Schiedssprüchen herrschenden Systems einen ganz besonders schweren Stand haben. Unser Parteigenosse Van Kol, der von neuem aus eigner Anschauzukommen, ein kleines Vermögen, das der Herr sich für die Mühe fügten. ung die Zustände in Indien kennen gelernt hat, wird den Herren mit eines An- und Verkaufs verdient" hat. Warum hat der Fiskus Letzteres ist nun nicht geschehen. Der Kongreß der Thatsachen entgegentreten, die sie nicht zu widerlegen vermögen. Van eine so unglückliche und jener Dr. Böttrich eine so glückliche Hand?-nordischen Gewerkschaften zu Lens hat, ohne die Stol hat bereits jetzt im Anschluß an das Budget eine Schilderung Schiedssprüche formal zu veriverfen, mit großer Mehrheit die der Verhältnisse auf Java und der kapitalistischen Ausbeutung der Heffische Landtags- Wahlen.( Eig. Ver.) Die Wahlen der Einleitung neuer Unterhandlungen beschlossen. Der Streik wird Bevölkerung veröffentlicht, die ihre Wirkung nicht verfehlen wird; er geordneten zur Zweiten Hessischen Kammer fanden am Sonnabend felbstverständlich fortgesetzt. legt den Herren von der Regierung Fragen über die zukünftige Verstatt und haben wesentliche Ueberraschungen nicht mehr gebracht. Die Kehrseite dieses Beschlusses ist die thatsächliche Nicht- waltung Indiens vor, die ihnen nicht angenehm sein werden. Man In Darmstadt wurden die beiden freisinnigen Kandidaten, Fabrikant Langenbach und Buchhändler Säng, mit Hilfe unfrer Ge anerkennung einer Entscheidung, zu deren Anerkennung sich beide fann auf sehr interessante Kammerverhandlungen rechnen. nossen gewählt. In der Stadt Offenbach wurde Genosse Parteien im voraus verpflichtet haben. Das Streitkomitee Ulrich diesmal einstimmig zum Abgeordneten gewählt. Von 100 von Carmaux, wo sich zur Zeit Jaurès aufhält, hatte an den Wahlmännern waren 99 zur Wahl erschienen. Abgeordneten Basly, den Vorsitzenden des Lens- Kongresses, Die Wahl im Landkreise Offenbach ging, wie schon ge- ein Telegramm geschickt mit dem dringlichen Rate, die Schieds- Paris, 8. November.( Eig. Ver.) Nach kurzer Debatte hat die meldet, wegen der klerikalen Obstruktion nicht so glatt von statten, sprüche anzuerkennen, trotzdem sie„ den gerechten Erwartungen des Deputiertenkammer im Einverständnis mit der Regierung auf denn für sie mußte zu nächsten Dommerstag ein zweiter Wahltermin Bergarbeiter- Proletariats nicht entsprechen". Der Nat wird be- Antrag der jaurèsistischen Fraktion eine parlamentarische Enquete über anberaumt werden. In Groß- Steinheim, dem Ort der gründet erstens damit, daß die Ablehnung der Schiedssprüche einen die Ursachen der Konflikte und der Ausbeutungsverhältnisse in der Wahl, waren wohl sämtliche 54 Wahlmänner erschienen, unheilvollen Schlag für aber nur die 32 socialdemokratischen fanden sich im Wahl- Schiedsgerichts" in Streitfachen bedenten würde. Zweitens Stimmen. Der wichtige Beschluß ist nicht nur, wie selbstverständlich, das Princip des französischen Kohlenindustrie" votiert, und zwar mit 358 gegen 141 eines Kaplans in einem andern Lokal bei einander wird auf die andren Reviere verwiesen, wo die Grubengesellschaften eine direkte Folge des Generalstreifs. Unmittelbar nach den zwei unwaren, aber nicht zur Wahl gingen, troz der persönlichen Be- bisher noch die schiedsgerichtliche Aktion verschleppen, also die- gerechten Schiedssprüchen über die Lohnfrage gefaßt, erscheint er aïs mühungen des Wahlkommissars. Da min dadurch die vorgeschriebene selbe ablehnen würden, falls die nordischen Schiedssprüche von eine Mit billigung dieser Schiedssprüche, wie der Anwesenheit von zwei Dritteln der Wahlmänner nicht zu erzielen den Arbeitern nicht anerkannt werden sollten. melinistische Abg. Beauregard zutreffend sagte, damit das ablehnende war, so konnte die Wahl nicht vorgenommen werden, und unfre Man sieht, der Lens- Kongreß fonnte feinen Augen- Votum der kapitalistischen Parteien begründend. Ferner hat die Genossen müssen fich eben nochmals bemühen. An einigen Stellen blick die Tragweite seines Kampfbeschlusses ver- Kammer mit 299 gegen 182 Stimmen einen nationalistischen Zusatzwurde in diesem Kreise auch der Versuch gemacht so in Weis- tennen. Er hat aber trotzdem vorgezogen, es auf eine neue Straft- antrag verworfen, der von der Enquete„ Vorschläge zur Verfirchen focialdemokratische Wahlmänner zum Fernbleiben von der Wahl zu bewegen, natürlich ohne Erfolg. Ob man in der Zwischen- probe antonmen zu lassen. Und meines Erachtens mit Recht. Das wirklichung des umentbehrlichen Einvernehmens zwischen den Arzeit bis zum nächsten Wahltermin noch weitere solche Verräter- Princip des Schiedsgerichts" hat ja gerade im ge- beitern und den Grubengesellschaften" verlangte. Dieser Zusat Experimente vorzunehmen gedenkt? gegebenen Falle Fiasko gemacht. Was hingegen die bildet übrigens den Rest eines nationalistischen Enquete- Antrages, Die Stadt Mainz wählte ihre früheren Vertreter Dr. David nordischen Bergarbeiter früher an Lohnerhöhungen erlangten, ver- der eigentlich gegen die Streikenden und die Streifheizer" gerichtet und Haas wieder. Beinahe wäre noch ein neuer Streis für die danken sie nicht jenem Princip", sondern direkten Unterhandlungen war, aber durch Annahme des socialistischen Antrags ohne weiteres Socialdemokratie erobert worden, denn in Darmstadt- Groß mit den Unternehmern, d. H. dem direkten Druck ihrer beseitigt wurde. Gerau tourden für unsern Genossen Friedrich- Darmstadt Organisation. In die Form des Schiedsgerichts umgesetzt, 19 Stimmen angegeben, während der Landwirtsbündler Bürgerbüßt dieser Drud den besten Teil seiner Kraft ein. Im souverän durch Listenwahl gewählt werden, d. h. eine überwiegende radikale Die Enquete- Kommission wird aus 33 Mitgliedern bestehen und meister Sensfelder- Büttelborn mit 22 Stimmen siegte. Freisiunige wurden noch gewählt in Gießen: Rechtsanivalt Gutfleisch. entscheidenden„ Unparteiischen" heben sich Druck und Gegendruck der und socialistische Mehrheit aufweisen. Friedberg: Beigeordneter Damm und Alsfeld: Nechtsanwalt beiden Parteien auf, und zwar gerade desto vollständiger, je un- Im Jahre 1884 wurde zum erstenmal eine parlamentarische Reh, ein Verwandter Liebknechts. Bingen und Ingelheim parteiischer er ist oder sich wähnt. Er hält sich daher an formal- Grubenenquete veranstaltet im Gefolge der damaligen Kohlenstreits. wählten die bisherigen Centrums- Abgeordneten Pennrich und Frenay juristische Gesichtspunkte, wie es bestenfalls in bureaukratischer Jene Enquete offenbarte das tiefe Elend und die Knechtung der wieder. 28orms behält seinen nationalliberalen Vertreter Beschränktheit die schiedsrichtenden nordischen Berginspektoren gethan Bergarbeiter und wurde zum Ausgangspunkt der Schutzgesetzgebung Reinhart, ebenso Erbach seinen Vertreter Lang und Wald- haben.... Jedenfalls darf die wirtschaftliche Form des Klassenkampfes in der Kohlenindustrie. Die kommende Enquete wird gewiß neues michelbach feinen Vertreter Heidenreich Couleur. Lauterbach verlor feinen bisherigen nationalliberalen werden, wie deffen politische Form. Und es zeugt von einem gefunden Forderungen der Bergarbeiter liefern. derselben ebenso wenig an ein schiedsgerichtliches Princip" gekettet wertvolles Material zu Gunsten der mächtiger denn je erhobenen Vertreter Zinßer durch Losentscheid. In Dieburg- Groß Umstadt, wo das Centrum den Sieg seines Kandidaten Uebel- proletarischen Instinkt, wenn die französischen Gewerkschaften im Dieburg erhoffte, siegte der Autisemit Haud- Schafheim. Bauern- allgemeinen von einem schiedsgerichtlichen Princip nichts wissen bündler und Antisemiten wurden noch in Herbstein: Schmal- wollen. bach, Oppenheim: Braunt, Grünberg: Hirschel und Was die Wirkung des Lens- Kongresses auf die andren Reviere Schotten: Weidner gewählt. In einzelnen Streisen hat es auch an Wahlunregelmäßigkeiten der Anerkennung der Schiedssprüche gewesen wäre. betrifft, so kann sie zumindest nicht schlimmer sein, als die Wirkung bei den Wahlmänner- Wahlen nicht gefehlt, so besonders auch im Im zweitwichtigsten Streifgebiet des Loire- Departements ist die Kreise des christlichsocialen Weidner. Jedenfalls spricht da die Schiedsgerichts- Aftion noch vor dem Lens- Kongreß auf sehr beKammer noch ein ernſtes Wörtchen mit, um solchen Ungehörigkeiten zeichnende Schwierigkeiten gestoßen. Die Parteien tönnen sich auf Die atademischen Betterschaften. Aus München, 9. November, haben nacheinander den Ministerpräsidenten und den Loire- Präfekten die Wahl des„ Unparteiischen nicht einigen. Die Arbeitervertreter wird uns geschrieben: Die Cliquen- und Protektionswirtschaft an unsern Universitäten vorgeschlagen. Die Vertreter der Grubenbesitzer aber wollen nicht ist nun endlich auch einmal offiziell anerkannt worden. Anläßlich ihre Sache" politischen Persönlichkeiten" anvertrauen. Diese der Immatrikulation hielt dieser Tage der Rector magnificus der sind ihnen eben Aus Industrie und Handel. nicht umparteiisch genug. Sie schlugen Münchener Universität, Geheimrat Dr. v. Windel, eine Ansprache ihrerseits einen hohen Gerichtsbeamten vor, zuerst den Gerichts- Generalversammlung der Aktionäre der Leipziger Bant. Aut und berührte dabei auch die Organisation des akademischen Lehr- präsidenten von Lyon und dann den ersten Vorsitzenden des der Tagesordnung der Generalversammlung, die heute stattfand, förpers. Dabei äußerte der Rektor wörtlich: Ersessen Raffationshofes. Darauf antworteten die Arbeitervertreter mit der stand bekanntlich die Frage der Erhebung von Regreßaufprüchen fann teine Profeffur werden, und wenn es dahin kommen Standidatur des in ganz Frankreich durch seine humane Rechtsprechung gegen die früheren Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates follte, so wäre das überaus traurig. Wenn freilich auch hier berühmten Gerichtspräsidenten Magnaud, des„ guten Richters" und ferner die Geltendmachung von Ansprüchen gegen den Konkurs Protektion, Cliquenwesen und dergleichen sich geltend machen, wie es ja leider nicht zu leugnen ist, so ist das eben menschlich und von Chateau- Thierry. Nun lehnten die Compagnien ab. Natürlich verwalter, dem vorgeworfen wird, daß er durch seinen mit dem überall so." Denn Magnaud ist selbst auf dem Amtsgerichts- Stuhl vom juristischen früheren Aufsichtsrat abgeschlossenen Vergleich die Aktionäre benachteiligt habe. Geheimrat v. Windel ist als sehr vorsichtiger und zurück- Formelfram frei und zeigt ein tiefes Gerechtigkeitsgefühl. haltender Mann bekannt. Wenn er es trotzdem für notwendig hielt, In der Haute- Loire und im Puy- de- Dôme haben die Com vor dem Vorsitzenden des jetzigen Aufsichtsrats, Dr. Göhring, ers Die Versammlung, die von etwa 200 Personen besucht ist, wird einmal der Kage die Schelle umzuhängen, wobei er allerdings nur pagnien- ebenfalls schon vor dem Lens- Kongreß das Schieds- öffnet, der nach dem telegraphischen Bericht des„ Berl. Tagebl." längst Bekanntes wiederholte, so müssen sich die Verhältnisse schon gericht rundweg abgelehnt. Endlich in Carmaux will die Compagnie erklärt: ganz hübsch ausgewachsen haben. Die Clique der Voraussetzungs die von den Streifenden mit gewählten politischen Vertreter, den losen wird ihm für seine Rede freilich wenig Dank wissen. Die jetzige Verwaltung habe die Initiative zu prozessualen Bürgermeister Calvignac und den Abgeordneten Jaurès, Schritten gegen den früheren Aufsichtsrat und den Konkursverivalter Bayrische Beamten- Opposition. Aus München wird uns berichtet: nicht einmal zu den vorbereitenden Unterhandlungen zulassen. nicht ergreifen wollen. Sie habe aber gegen den abgeschlossenen Die hiesigen Staatsbeamten und Bediensteten hielten am 8. November Es wird offenbar noch eines großen Aufwandes von Energie Vergleich protestiert. Der Appell an den Aufsichtsrat, auf gütlichem eine große, sehr stark besuchte Versammlung ab, um zu beraten, was zu und Kampfmnut bedürfen, um die Kraftprobe zu gutem Ende zu den jüngsten Tagen hat der frühere Aufsichtsrat formell erklärt, daß Wege die Aktionäre zu entschädigen, hat keinen Erfolg gehabt. Ju geschehen habe, wenn auch der nächste Landtag die Wohnungs- führen. geldzuschüsse ablehnt. Es wurde beschlossen, für diesen Fall! er eine Entschädigung der Aktionäre ablehnt.( Entrüstungsrufe.) einen großen Wareneinkaufs- Verein zu gründen oder sich an einen Das Verhalten des früheren Aufsichtsrates mache einen beschämenden schon bestehenden Konsumverein, der entsprechend auszubauen wäre, Eindruck. Das mit dem Erscheinen des christlichen Ministeriums durchaus anzuschließen. Die Stimmung unter den Beamten und Bediensteten fein Beitalter der Gerechtigkeit angebrochen ist, ist eine bekannte That- Versammlung. Der frühere Aufsichtsrat habe eine Regreßpflicht von Rechtsantvalt Blumenfeld begründet die Anträge der heutigen ist äußerst erbittert. sache und auch die armen Indier werden nichts von dem Segen 60 Millionen Mark anerkannt. Der Konkursverwalter habe sich aber Von der Feuerbestattung. Aus Baden wird uns geschrieben: fpüren, der, wie man meinen sollte, von einem Ministerpräsidenten mit 4%, Millionen zufrieden gegeben. Der Konkursverwalter habe In Mittel- und Süddeutschland nimmt die Zahl der Städte, die mit ausgehen muß, der sich so oft auf Bibel und Offenbarung beruft und die Interessen der Aktionäre gröblich verlegt. Redner erivähnt Einrichtungen zur Leichenbestattung durch Feuer ausgerüstet sind, von zu dem Gotte der Liebe in einem ganz besonders vertraulichen Ver- schließlich noch, daß die Idee ventiliert werde, einen Zwangsvergleich Jahr zu Jahr zu. Während im Norden und Osten des Reiches hältnis zu stehen glaubt. In dem Indischen Budget für im Konkurse der Bant abzuschließen. Krematorien bis heute bekanntlich nicht anzutreffen sind, be- 1903 deutet nichts, auch ganz und gar nichts darauf hin, daß hier In der Diskussion wird die Beschlußfassung über die Beschaffung stehen solche schon seit längeren Jahren in Gotha, Eisenach, Homburg, letiva ein neuer christlicher Geist irgend welchen Einfluß gewonnen von Mitteln zur Prozeßführung als ungefeßlich bezeichnet. Rechtszu steuern." Christliche Kolonialpolitik Hollands. Rußland. " Der Oberprokurator des Heiligen Synods, Pobjedonoszew, beabsichtigt von seiner Stellung zurückzutreten. Die Kölnische Beitung" meldet aus Petersburg von gestern: Es verlautet aus sicherer Duelle, Pobjedonoszet habe mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seinen Wunsch, seine letzten Lebensjahre in Nuhe zu verleben, um Enthebung von seiner Stellung gebeten. Saifer Nikolaus habe das Gesuch bewilligt. Man erivartet zu Neujahr die amtliche Bekanntgabe. Als sein Nachfolger genannt. wird das Mitglied des Reichsrates Graf Sergius Scheremetjew des Amtes bereit. 97 Da antvalt Boeffet ftellt den Antrag, der neuen Verwaltung ein Mandat| nicht zuivider gehandelt habe. Rechtsanwalt Dr. Heinemann| achten, damit solche Unannehmlichkeiten vermieden werden. An den zu erteilen, mit dem früheren Aufsichtsrat und dem Konkursverwalter beantragte nicht bloß Freisprechung, sondern auch Belastung der Parteivorstand sollen in Zukunft regelmäßig monatlich 100 M. ab= zit verhandeln im Interesse derjenigen Aktionäre, die Aktien vor dem Staatstaffe mit den Kosten der Verteidigung, da schon nach der An- geführt werden. Die Zahl der dem Central- Wahlverein ange= Zusammenbruch besessen.( Sehr richtig.) Das Aufsichtsrats flage selbst die Freisprechung des Angeklagten sich ergeben mußte. schlossenen Vereine ist von 24 mit 3500 Mitgliedern auf 27 mit 5200 mitglied Boyens, der Vorsitzende der Aktionärvereinigung, erklärt Dieser habe sich innerhalb des Hauses aufgehalten und Mitgliedern gestiegen. Mit Rücksicht darauf, daß bei der letzten sich gegen die Anträge der heutigen Versammlung. Rechtsanwalt sei dort von dem Schußmann aufgefordert worden, das Reichstagswahl 42 699 socialdemokratische Stimmen im Kreise ab Burdas weist auf die Konkursordnung hin, wonach die Gläubiger Straßenpolizeireglement gebe dem Schußmann nur Rechte außerhalb gegeben wurden, muß jedoch noch eine große Steigerung der Mitnur auf dasjenige Vermögen Anspruch haben, das der Zwangs- des Hauses, indem es bestimme, ivas zur Ruhe und Sicherheit des gliederzahl möglich sein. vollstreckung unterliegt. Dazu gehören nach seiner Meinung Regreß- Bublitums auf öffentlichen Straßen und Blähen zu geschehen habe." Der Kassenbericht lag den Delegierten gedrudt vor. Die ansprüche nicht. Mithin habe der Konkursierivalter zu Unrecht den Abgesehen hiervon würde sich das Verbot des Schuhmannes auch in gesamten Einnahmen betrugen 23 199,63 M., die Ausgaben Vergleich abgeschlossen. feiner Weise rechtfertigen, denn das Streifpoftenstehen sei an sich 15 031,66 M., so daß ein Bestand von 8167,97 M., gegen 3731,86 In endloser Debatte kommen die verschiedenartigsten Ansichten nicht verboten, und daß irgend welche Gefährdung der Ruhe und Mark des Vorjahres, verbleibt. Für Agitation wurden 8180,98 zum Ausdruck. Den Gipfelpunkt der mangelnden Sachfenntnis er- Sicherheit vorgelegen, habe der Schußmann nicht zu bekunden ver- Mark verwandt; dem Parteivorstand wurden 900 M. überwiesen. reicht ein Aktionär, indem er bedauert, daß der Aktienkurs nach dem mocht. Der Richter müsse dies nachprüfen, wie auch das Kammer- Des weiteren berichtete der Kassierer Eberhardt, daß im verKonkurs infolge von Treibereien auf 190 Prozent( 1) gestiegen fei. gericht neuerdings mit aller Schärfe ausgesprochen habe. flossenen Geschäftsjahre 22 000 Kalender, 44 000 Broschüren, Bevor zur Abstimmung geschritten wird, giebt der Vorsitzende Während früher die Ansicht geherrscht, daß der Richter nicht nach- 35 100 Flugblätter, 26 200 Handzettel, 570 Plakate und 888 Proder Ansicht Ausdruck, daß Personen, die die Rechte des früheren auprüfen habe, ob ein solches Verbot eines Schußmannes zu Recht tokolle verbreitet wurden. Dem Kassierer Eberhardt wurde nach Aufsichtsrates vertreten, nicht mitstimmen dürfen. Die Abstimmung oder Unrecht ergangen sei, spreche das Kammergericht in einem furzer Diskussion einstimmig Decharge erteilt. Darauf fanden die ergiebt, daß der Antrag Blumenfeld auf Einsetzung einer Kommission, Urteil vom 11. November 1901 wider den Maurer Louis Schicke Neuwahlen statt. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiederdie gegen den Aufsichtsrat Ansprüche erheben soll, mit 26 018 gegen aus:" Auf die subjektive Auffassung des Beamten, ob er durch seine gewählt. Zu Revisoren wurden Jäger Rigdorf, Bielede= 19 000, und der Antrag auf Erhebung von Ansprüchen gegen den Aufforderung die öffentliche Ruhe und Sicherheit habe aufrecht Johannisthal und Gruhl- Nowawes gewählt. Schubert, Konkursverwalter mit 25 503 gegen 24 022 Stimmen angenommen erhalten wollen, könne es nicht ankommen, sondern darauf, ob die der Vertreter in der Agitationstommission, berichtet, daß wurde. Für die erforderlichen Mittel hat die Kommiffion Sorge zu Aufforderung thatsächlich zur Erreichung des gweds, den der Polizei- diefe Kommiffion eine erfprießliche Thätigkeit entfaltet hat. tragen. Ein Zwang zur Zahlung von Beiträgen für die Aktionäre beamte bei Erlaß des Verbots im Auge gehabt, geeignet war. Diese Schubert wegen Mangel an Zeit auf seine Wiederwahl verzichtete, besteht nicht. Feststellung zu treffen ist Sache des erkennenden Richters, der nach- wurde Obst- Schöneberg einstimmig in die Agitationsforamiſsion Am Schluß der Generalversammlung ereignete fich ein suprüfen hat, ob die Aufforderung des Polizeibeamten sich auch in gewählt. interessanter Zwischenfall; der gesamte Aufsichtsrat legte fein Amt Wirklichkeit als eine solche darstellt, deren Nichtbefolgung in der Von der Preßtommission berichtete Hoppe. nieder und erklärte, auf keinen Fall eine Neuwahl anzunehmen. Straßenpolizei- Verordnung unter Strafe gestellt ist. Wollte man der letzten Flugblattverbreitung ist die Abonnentenzahl des„ VorDer Vorsitzende ersuchte um Vorschläge für die Neuwahl von 9 Auf- die Auffassung des Beamten allein als entscheidend ansehen, so würde wärts" um ca. 1500 gestiegen, sie beträgt jest ca. 60 000. Der fichtsratsmitgliedern, indes erklärte sich niemand zur Uebernahme dies zur Folge haben, daß auch die Nichtbefolgung von Auf- Redner geht des weiteren auf die neuen Einrichtungen des" Borw." forderungen, die im Gegensatz zu der Annahme des Beamten that- ein und fordert zu thatkräftiger Unterſtüßung des neuen UnterIn die Kommission wurden gelvählt: Rechtsanivalt Blumen- fächlich zur Aufrechterhaltung der Ordnung auf der Straße gänzlich nehmens auf. Als Vertreter in der Preßkommission wurden feld, Direktor Schuhann, beide in Hamburg; Dr. Nöder- Görlik; ungeeignet sind, der Bestrafung unterläge." Die gleichen Hoppe- Rirdorf wieder- und Köster Zehlendorf neugewählt. Die Rechtsanwalt Huschner- Leipzig und Rechtsanwalt Kali in Leipzig. Gesichtspunkte hat das Kammergericht neuerdings geltend gemacht. Diskussion über den Bericht, die sich wesentlich auf die Unterſtüßung Kohlenförderung. Bei der vom Kohlensyndikat in Aussicht ge- Der Gerichtshof sprach den Angeklagten frei und legte auch die des neuen Partei- Unternehmens mit Druckarbeiten bezog, führte nommenen Einschränkung der Förderung um 24 Proz. hat sich, wie außergerichtlichen Kosten der Staatstasse auf, unter zur Annahme folaender von Wollermann vorgeschlagenen Rede„ Rheinisch- Westf. Btg." meldet, im Oktober dieses Jahres bei folgender Begründung: Das Streitpostenstehen an sich ist zulässig; solution: 27 Arbeitstagen eine Winderförderung gegenüber der Beteiligungs- der Angeklagte hatte das gute Recht, fich in dem betreffenden Hause„ Tie Delegierten der Generalversammlung verpflichten sich, in ziffer von nur 16,85 Broz.( gegen 20,29 Proz. im Vormonat aufzuhalten. Die Straßenpolizei- Verordnung komme hier nicht in ihren Organisationen dahin wirken zu wollen, daß zu vergebende umd gegen 16,73 Broz. im Oftober vorigen Jahres bei 26 age, denn sie beziehe sich nur auf Vorgänge auf der Straße, Druckarbeiten der Vorwärts"-Truckerei überwiesen werden." resp. 27 Arbeitstagen) ergeben. Die rechnungsmäßige Beteiligungs- nicht aber im Hauje. Das Verbot des Schußmannes an den An- Ferner wurde auf Antrag von Baate folgende Resolution einziffer betrug im Oktober d. 3. insgesamt 5574 474 Tonnen oder geklagten, fich im Haufe aufzuhalten, war auf Grund des§ 132 der stimmig angenommen: arbeitstäglich 206 462 Tonnen( 213 876 Tonnen oder 205 534 Tonnen Straßenpolizeiordnung absolut ungerechtfertigt und der Angeklagte" Die Generalversammlung betrachtet die Preßkommission des beziv. 5 264 425 oder 194 979). Demgegenüber stand eine Förderung durfte sich durch das Verhalten des Schußmannes beschwert fühlen. ,, Vorwärts" als ein selbständiges Organ der Partei, das mit seinen von 4579 595 oder arbeitstäglich 169 615 Tonnen( 4 156 221 oder Feder Beamte müſſe es sich gefallen laffen, wenn jemand, der sich Beschlüssen nicht unter der Kontralle des Vertrauensmännerförpers 159 855 beziv. 438 378 oder 162 362 Tonnen). Die Minder- durch seine Anordnungen beschwert fühlt, sich an die vorgefekte Stelle von Berlin und Umgegend steht. Den Preßkommiſſionsmitgliedern förderung belief fich demnach auf 994 879 oder arbeitstäglich ende, für den Beamten folge daraus nur die Pflicht, seine Sand- bleibt es selbstverständlich überlassen, sich bei principiellen Partei36 847( 1 057 655 oder 40 679 bezib. 880 643 oder 32 616 onnen). lungen so einzurichten, daß eine Beschwerde feinen Erfolg haben fragen mit den Parteigenossen ihrer Kreise in Verbindung zu setzen. Die Förderabrechnung würde sich erheblich günstiger gestellt haben, könne. Diese Vorsicht habe aber vorliegend der Schußmann nicht Die Generalversammlung erklärt sich im übrigen mit dem Verhalten wenn nicht die Beteiligungsziffer seit dem 1. Oftober abermals be- geübt, da er das Gesetz nicht beobachtet habe. Lag aber kein Grund ihrer Preßkommissions- Bertreter einverstanden. trächtlich gesteigert wäre. für den Schuhmann vor, dem Angeklagten den Aufenthalt im Hause Von der Lokalkommission berichtete Schliebig. Er Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Oftober belief fich zu verbieten, oder gar ihn zu fiftieren, so folge hierdurch auch die bemängelte es, daß die Berliner entgegen den Wünschen der Genossen bie rechnungsmäßige Beteiligungsziffer der Syndikatzechen des Berpflichtung, die außergerichtlichen Stoften auf die Staatsfasse zu in Nieder- Schöneweide zwei Lokale freigemacht haben, und verKohlensyndikats auf 50 651 434 Tonnen, oder arbeitstäglich 199 715 langte, cak die Ansichten der Genossen der Bororte mehr beachtet Tonnen, im Vorjahre 47 772 414 Tonnen oder arbeitstäglich Die schlimmen Folgen einer Wirtshaus- Hänselei beschäftigten werden. In gleichem Sinne äußerte sich der Delegierte von Nieder188 917 Zonnen, der eine Förderung von zusammen 40 197 507 gestern das Schwurgericht am Landgericht I, welches unter Borsiz des chlieb ik- Britz einstimmig wiedergewählt. Schöneweide. Als Vertreter in die Lokalkommission wurde Tonnen, oder arbeitstäglich 158 497 Tonnen, im Vorjahre Landgerichtsdirektors Heidrich eine neue Tagung begann. Auf der 42 267 116 Tonnen, arbeitstäglich 167 146 Tonnen gegenüberstand. Anklagebank saß der Tischlermeister Stanislaus Stelma sant, bevorstehenden Reichstagswahlen. Er wies auf die Darauf referierte Reichstags- Abgeordneter 3ubeil über die Es sind demnach im vorigen Jahre während der ersten zehn Monate um sich auf die Anklage der Körperverlegung mit tödlichem Erfolge lekten Verhandlungen im Reichstage hin und auf die unverantwort= von den Syndikatszechen 2069 609 Tonnen mehr gefördert worden, zu verantworten. Der Angeklagte, welcher verheiratet und Vater liche Schlappheit, die die Freifinnige Volkspartei gegenüber dem Zollbreier Kinder iſt, betrieb hierselbst in der Warschauerstraße eine große tarif bekundet. Bei dem nächsten Wahlkampfe werde man es im Nach den neuesten Nachrichten aus dem Ruhrkohlen- Revier be- Tischlerei, die aber infolge seiner Verhaftung aufgelöst worden ist. Streise offenbar nur noch mit Konservativen zu thun haben, ginnt die Marktlage sich bereits erneut zu verschlechtern, da die Am Abend des 26. Auguſt befand er sich mit seinem Wertführer müsse danach getrachtet werden, daß der Wahlkreis im ersten WahlBestellungen seitens der französischen Kohlenhändler, die wesentlich zu Ludwig in einem Bierlokal und bekam dort Streit mit dem Milchdent relativ günstigen Ergebnis des Oktobers beigetragen haben, pächter Gädicke und dem Hilfspostboten Franz Braasch, weil diese gange erobert wird, und jetzt schon müsse mit der Wahlarbeit beEnglische und belgische Kohlen werden jezt vielfach beleidigende Bemerkungen über ihn machten. Er verließ mit dem gonnen werden. Vor allem ſollte auch für eine weitere Stärkung noch billiger in Frankreich angeboten als deutsche; und außerdem Wertführer das Lokal und beide begaben sich in eine andre der Organisation gesorgt werden. Der Redner ging dann auf die ſcheinen auch die französischen Groß- Kohlenhändler der Ansicht Restauration; kaum hatten sie dort Plaz genommen, da erschienen Organisationsverhältnisse einzelner Orte näher ein und stellte ſchließzu fein, daß bald der Streif beendet fein wird. auch Gädicke und Braasch daselbst, sezten sich an denselben Tisch und lich den Antrag, daß der Vorstand des Central- Wahlvereins zuin Deutlich zeigt sich der Rückgang der franzöfifchen Nachfrage darin, es begann abermals ein Wortwechsel, den das Feierabend- Gebot des Central Wahlkomitee des Kreises, mit dem Recht, daß die Wagenverladungen und die Wagenanforderungen während Wirtes beendete. Der Streit setzte sich aber auf der Straße fort und sich zu ergänzen, ernannt werde. Der Antrag wurde einstimmig der bergangenen Woche beträchtlich hinter denen in der letzten wurde so laut, daß ein Schußmann sich genötigt fah, die Barteien angenommen. In der Diskussion, die sich hauptsächlich auf die VerOktoberwoche zurückgeblieben sind. miz zur Wache zu nehmen. Nach Feststellung der Personalien hältnisse in den einzelnen Orten des Kreises bezog, teilte Hirsch Rheinisch- westfälisches Roheisen- Shudikat. Nach langen Verhand- wurden erst die Gegner des Angeklagten entlassen, dieser aber blieb mit, daß die Gegner bereits Vorbereitungen zur Wahl treffen und aus Vorsicht noch zehn Minuten länger auf her mache lieb daß ein vertrauliches Cirkular an die Vertreter fämtlicher bürgerlungen ist am Sonnabend in Düsseldorf die Verlängerung des Dijjel wieder auf die Straße tam, glaubte er zu bemerken, daß ihm Gädice licher Barteien versandt wurde, worin zur Bildung eines Wahls dorfer Roheisen- Synditats erfolgt; und ist nun anzunehmen, daß und Braasch auflauerten, er kehrte deshalb noch einmal nach der auch das Siegerländer Roheisen- Syndikat und das Schienen- Wache zurück und ließ sich zu seinem Schuße einen Beamten mitgeben. Der Schuhmann begleitete ihn auch eine Strede, of zeigte sich aber ist damit der wichtigste Teil der Verbandsfrage für die Eisen nichts Verdächtiges und der Angeklagte erklärte ferneren polizei- gierten einzelner Orte sprachen sich dagegen aus und befürchteten, induſtrie gelöſt; ob zum Nutzen für das Geſanit- Wirtschaftsleben, lichen Schuß nicht für nötig, da er mit seinem Werfführer die nächſte daß ein Rüdgang der Mitgliederzahl dadurch herbeigeführt werden Droschke besteigen und noch ein Café aufsuchen wolle. Bald darauf könnte, an andren Orten haben sich die Genossen jedoch einstimmig Die Cleftricitäts- Aktiengesellschaft vorm. Schuckert u. Go. teilt tauchten die Gegner aber wieder auf, es tam zum Wortivechsel und für die Beitragserhöhung erklärt. Der Antrag wurde angenommen. mit: In einer zu München abgehaltenen Sigung des Finanz- der Angeklagte gab dem Posthilfeboten Braasch einen Stoz vor die Ein Antrag von Sauer- Eichwalde, bei den neugegründeten VerTonfortiums, in welcher der letzte Finanzplan der Elektricitäts- Bruft. Er eilte dann mit Ludwig einer Droschte zu und trieb den einen den Beitrag bis zur nächsten Generalversammlung auf 20 Pf. Aktiengesellschaft vorm. Schuckert u. Co. und der Continentalen Rutscher an, schleunigst wegzufahren. Ehe dies aber geschehen zu belassen, wurde abgelehnt. Damit war die Tagesordnung ers Gesellschaft für elektrische Unternehmungen zur Vorlage gelangte, fonnte, waren auch die beiden andern an der Droschke. Der Posthilfe- ledigt. wurden die von beiden Gesellschaften für den Ausbau aller ihrer bote Braasch war von seinem Begleiter angefeuert worden, sich den Unternehmungen benötigten Stredite zunächst auf die Dauer von Stoß vor die Brust nicht gefallen zu lassen; er entriz dem in der als im laufenden Jahre. dürfte allerdings recht zweifelhaft sein. übernehmen. G3 fartells aufgefordert wird. Sodann wurde über einen Antrag des Vorstandes, den Beitrag 5 weiteren Betriebsjahren in unfündvarer Weise zur Verfügung Profchte füßenden Angeklagten den Schirm und holte damit zum Letzte Nachrichten und Depeschen. gestellt. Auf die Bestellung von Sicherheiten wurde seitens des Bant tonsortiums verzichtet. " Der Ge Schlage nach ihm aus. In demselben Augenblick fiel ein Droschtentutscher dem Braasch in den Arm und hielt den Schirm fest. Der Socialdemokratischer Landtags- Wahlsieg. durch Alkohol animierte Angeklagte, der schon vorher seinem Be Allgemeine Elektricitätsgesellschaft Berlin. Den Ausführungen gleiter gesagt hatte, daß es ihm so vorgekommen sei, als ob Braasch der heute stattgehabten Stichwahl in Amt Heilbronn wurde Stuttgart, 10. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) In über die Lage der Elettricitätsindustrie" in letter ein Messer in der Hand habe, kletterte aus der Droschte und entriß Genosse Schaeffler mit 2577 Stimmen in den Landtag geNummer bleibt noch hinzuzufügen, daß der Geschäftsgewinn für das dem Braasch seinen Schirm, wobei er mit seinem Taschenmesser nach wählt. Der Gegenkandidat Hegelmaier brachte es auf 2897 Stimmen. abgelaufene Berichtsjahr nach Abzug der Obligationszinsen sich auf seinem Gegner stach. Dann fuhr er mit Ludwig davon. 6.996 966 m. stellt( im Vorjahre 10 726 600 M.), hinzu kommt der brauch des Messers hatte sehr böse Folgen. Braasch hatte einen Vortrag vom voraufgegangenen Jahre im Betrage von 226 290 W., Stich in den Unterleib erhalten, von dem er anfänglich absolut nichts so daß die Gesamtfumme 7 223 157 M.( im Vorjahre 11 012 157 gemerkt hatte. Erst als er zu Hause angekommen war, stellten sich Nationalrats- Stichwahlen. Mark) beträgt. quälende Schmerzen ein und es zeigte sich, daß seine sofortige leberZürich, 10. November.( Privat- Depesche.) Bei den Nationalrats. Nach Abzug von Handlungsunkosten, Steuern und Abschreibungen führung nach dem Krankenhause Friedrichshain notwendig war. Dort wahlen in St. Gallen wurde Genosse Brandt gewählt, ſtehen 5 634 042 M.( gegen 9 738 669 M.) zur Verfügung, deren ist er zwei Tage darauf unter großen Schmerzen gestorben. Der während der Genosse Ernst in Zürich in der Minderheit blieb. Verteilung wie folgt vorgeschlagen wird: 8 Proz. Dividende( Vor- Angeklagte gab den Gebrauch des Taschenmessers zu, machte aber Damit wären insgesamt 7 socialdemokratische Nationalräte gejahr 12 Broz.) gleich 4 800 000 m.( 7 200 000 M.). Tantiemen 120 000 m.( 240 000 M.), Gratifikationen 240 000 W.( 300 000 3 feiner Entschuldigung geltend, daß er, seit er vor zwei Jahren wählt, während früher nur 4 Socialdemokraten dem Nationalrat 120 000.( 240 000 M.), Gratififationen 240 000 W.( 300 000 an Bauten 80 000 9. verloren habe, sehr nervös und leicht erregbar angehörten, nach dem freiwilligen Rücktritt des Genossen Wullschläger Mart), Unterstützungsfonds 240 000 m.( 300 000 m.), Vortrag sei, an jenem Abend viel getrunken habe und durch seine Gegner fogar nur drei. 234 042.( 226 291 2.). direkt bedroht worden sei. Justizrat Wronter und Rechtsanwalt Grelling verwerteten diese Momente zur Verteidigung des Angeklagten und führten aus, daß dieser in der Notwehr ges handelt habe. Die Geschworenen nahmen auch Notwehr als vor liegend an und berneinten in diesem Sinne die Schuldfrage. Es mußte daher die Freisprechung des Angeklagten erfolgen. Gerichts- Zeitung. m. Verfammlungen. Der Central- Wahlverein für Teltow Beeskow- Storfow Charlottenburg Türkisch- italienisches Abkommen, Rom, 10. November.( W. T. B.) Die, Agenzia Stefani" meldet: n der Angelegenheit der Seeräuberei im Roten Meere iſt ein Abkommen zwischen Italien und und der Türkei auf folgender Grundlagen abgeschlossen worden: Alle in der Umgebung von Midi eingeschlossenen Seeräuber- Schaluppen werden zerstört oder dem Kommandanten Arnone ausgeliefert. Die türkischen Behörden werden diejenigen Seeräuber, welche türkische Unterthanen sind, streng bestrafen. Die von Arnone bezeichneten Seeräuber, welche nach der italienischen Kolonie Erythräa zuständig sind, werden von der Pforte binnen zwei Monaten nach Maffauah ausgeliefert. An die Familien der beiden in Midi getöteten Seeleute wird eine Entschädigung von 15 000 Frank gezahlt. Kabinettskrifis in Spanien. Ein fleiner Dämpfer ist einem Schuhmann aufgefekt fvorden, der es in einer Streitangelegenheit gar zu eilig mit einer Sistierung hatte. Der Tischler Schütthauff war angeklagt, am 3. September d. J. vor dem Hause Fruchtstraße 31 als Streifposten gestanden und dadurch mit Stücksicht auf einen in dem genannten Hause ausgebrochenen Streitzustand die öffent liche Ruhe und Sicherheit gefährdet und den Ans ordnungen eines Schußmannes nicht Folge geleistet zu haben. In hielt am Sonntag im„ Volkshause" zu Charlottenburg seine Generaldem genannten Hause war ein Streit ausgebrochen, der Angeklagte versammlung ab. Von 25 Orten waren 60 Delegierte anwesend; war im dritten Stockwerk von einem Schutzmann betroffen worden außerdem der Vorstand des Central- Wahlvereins, die Funktionäre und auf dessen Frage, was er da fuche, hatte er geantwortet:" Ich und der Abgeordnete des Kreises, zusammen 74 Teilnehmer. Der arbeite hier und im übrigen geht Sie das gar nichts anl" Vorsitzende Hirsch erstattete den Bericht über die Zeit vom Der Schutzmann verbot ihm darauf, sich in der Nähe des Streit 1. Oftober 1901 bis zum 30. September 1902. Es wurden zwei Madrid, 10. November.( W. T. B.) In der Deputiertenkammer Lofals aufzuhalten, der Angeklagte ging zwar die Treppe herunter, Agitationstouren unternommen. An mehreren Orten hat sich der machte Ministerpräsident Sagasta Mitteilung von der Demission erklärte aber dem Schußmann:" Wenn Sie mich noch einmal be- Vorstand mit der Schlichtung von Differenzen befassen müssen. As des Kabinetts. Die Kammer beschloß darauf, die Sigung auflästigen, werde ich mich über Sie beschweren. Er wurde Kalender für den Wahlkreis Teltow- Beestow- Storfow- Charlotten- zuheben. darauf zur Wache sistiert. Im Termin bestätigte der im Hause burg soll diesmal der für Pommern verfaßte mit einzelnen AbändeFruchtstraße 31 wohnende Tischlermeister Sommer dem Angeklagten, rungen verwandt werden, da die Verhandlungen mit dem Verleger den Kohlengruben des Bassin du Nord die Arbeit wieder Lille, 10. November.( W. T. B.) Etiva 5000 Arbeiter haben in daß dieser zur fraglichen Zeit bei ihm gearbeitet habe und noch des Kalenders für die Proving Brandenburg hinsichtlich der Annoncen den Kohlengruben des Bassin du Nord die Arbeit wieder arbeite. aufgenomme it. Der vernommene Schußmann behauptete, daß der An- nicht zu dem gewünschten Resultat geführt haben. Den Delegierten getlagte seine Absicht, sich zu beschweren, in sehr lärmendem wurden Exemplare des neuen Kalenders zur Verfügung gestellt. Die Peking, 10. November.( W. T. B.) Die chinesische Regierung one fund gegeben habe, worauf der Vorsitzende der VIII. Straf: Wahlen zu den Gemeindevertretungen haben im allgemeinen große hat dem Protest des Gouverneurs von Hunan gegen die Hinrichtung Tammer den Beugen darauf hinwies, daß er in seiner Anzeige mit Erfolge gehabt, aber auch die Kasse sehr in Anspruch genommen. des für die Ermordung der britischen Missionare Bruce und Lewis feinem Worte von einem Lärm gesprochen habe. Der Staatsanwalt Durch Unterlassung der polizeilichen Anmeldung von Mitgliedern verantwortlichen Beamten nicht stattgegeben. Die Behörden von beantragte die Freisprechung, da der Angeklagte der Aufforderung haben sich einzelne Vereinsvorstände Strafen zugezogen. Der Vor Human verlangen, daß der britische Beamte, welcher Chenchau am des Schutzmannes, sich nicht vor dem Streif- Lokal aufzuhalten, gar sigende ersuchte, die Vorschriften des Vereinsgefeßes genau zu be- nächsten stationiert ist, der Hinrichtung beiwohnt. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Nr. 264. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 1. November 1902, Die Wahl. Die Wahl ist unmittelbar und geheim und erfolgt mittels Stimmzettel. Auf dem Stimmzettel dürfen nicht mehr Namen 212. Sigung. Montag, den 10. November 1902, enthalten sein, als im Bezirk zu wählen sind. mittags 1 hr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. Die zweite Beratung des Zolltarif Gesetzes wird fortgesetzt. Zunächst erfolgen die namentlichen Abstimmungen über die zu § 5 gestellten Anträge Albrecht( Soc.), Dr. Müller- Meiningen ( frs. Vp.) und Gothein( frf. Vg.) Der Antrag Albrecht( Soc.) und Gen., der die Zollfreiheit für die von deutschen Fischern gefangenen Fische, Robben 2c. auch auf die von Helgoländer Einwohnern gefangenen Fische, Robben 2c. ausdehnen will, wird mit 165 gegen 54 Stimmen abgelehnt. Die Präsenzziffer beträgt also 219. Ein Antrag Gothein( frf. Vg.), die Worte„ Von der Zollfreiheit ausgeschlossen find die in fremdländischen Küstengewässern gefangenen Schal- und Krustentiere" zu streichen, wird gegen die Stimmen der Linken abgelehnt; ebenso ein Antrag Albrecht ( Soc.) und Genossen, der gebrauchte Kleidungsstücke und Wäsche auch zur gewerblichen Verwendung zollfrei eingehen laffen will. Die Agitation. Es empfiehlt sich für alle Vertrauensleute der Gewerkschaften, in ihren Werkstätten usw. festzustellen, wieviel Wahlberechtigte dort arbeiten, alsdann für diese die nötige Anzahl Wahl- Legitimationen zu beschaffen, die Ausfüllung zu überwachen und die Abstempelung zu veranlassen. Desgleichen ist es notwendig, am Tage vor der Wahl die Wahlberechtigten an ihre Pflicht zu erinnern. Parteinachrichten. meist infolge einer schon lange vorhandenen Bruchanlage und träten fast immer nur bei Gelegenheit der Arbeit, aber nicht infolge der Arbeit aus. Jedenfalls seien sie nicht das direkte Resultat eines auf einen engen Zeitraum beschränkten Ereignisses. Die seltenen Ausnahmen seien nach der Pragis des Reichs- Versofort von derartigen Schmerzen heimgesucht werde, daß er feine sicherungsamts namentlich daran zu erkennen, daß der Betroffene andreichung mehr machen könne. Der Nachweis dafür fehle hier, wie ein ärztliches Gutachten ergebe. Der Kläger legte noch Rekurs ein, worauf das Reichs- Versicherungsamt weiteren Beweis erhob. Er ließ sich zunächst ein Gutachten von einem Doktor Horn erstatten, der den Kläger behandelt hatte. Dieser konstatierte, daß ein Bruch in der gewöhnlichen Art nicht vorgelegen habe. Dann erstattete Professor Dr. Helferich ein Obergutachten. Er sprach sich dahin aus, daß beim Kläger wahrGemeindewahlen. Bei den Stadtverordneten- Wahlen in scheinlich bei schwerer Arbeit beschwerliche Verschiebungen stattfänden. Gommern wurden zum erstenmale die zwei socialdemokratischen daß der fragliche Unfall bei dem schon vorher nicht ganz normalen, Mit an Gewißheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre anzunehmen, Kandidaten mit reichlicher Mehrheit gewählt. In Ronneburg( S.-A.) wurden gleichfalls die beiden social- aur Bruchbildung geneigten Manne eine Schädigung verursacht habe, zur Zeit etwas zurückgegangen sei. demokratischen Kandidaten ins Stadtverordneten- Kollegium gewählt. In Hornberg( bad. Schwarzwald) erhielt bei der Erfahwahl Berufsgenossenschaft, dem Kläger für die erste Zeit nach dem Unfall Das Reichs- Versicherungsamt berurteilte darauf die zum Bürger- Ausschuß( dritte Klasse) unser Standidat 118 von 125 20 Prozent und für die spätere Zeit 10 Prozent der Vollrente für abgegebenen Stimmen. Er zieht als 19. Socialdemokrat in die Unfallverletzte zu zahlen. Soiveit es sich um das, jetzt nur noch in Betracht kommende Bruchleiden handle, sei ja der Nachweis des Polizeiliches, Gerichtliches usw. ursächlichen Zusammenhanges mit dem Unfall dadurch erschwert Eine polizeiliche Haussuchung wurde am Sonnabend in den worden, daß Kläger die nächsten Tage auf dem Schiffe verweilen Räumen des Sächsischen Voltsblattes" in 3 wickau mußte. Nachdem sich aber Professor Helferich, eine Autorität auf abgehalten. Die Polizei unter Führung des ersten Stommiſſars habe, trage auch der Senat tein Bedenken, ihr anzunehmen und für dem chirurgischen Gebiete, für den Zusammenhang ausgesprochen forschte nach dem Manuskript eines Artikels gegen die Meeraner das Bruchleiden, zu dem in der ersten Zeit ein Leberleiden kam, In einfacher Abstimmung werden abgelehnt der Antrag ertilfabrikanten. Die Kriminalbeamten erklärten, der Albrecht( Soc.) u. Gen., der Ausstattungsgegenstände, Braut Staatsanivalt habe im öffentlichen Interesse wegen diefes Artikels 10 Prozent zu bewilligen. oder Hochzeitsgeschenke auch ohne besondere Erlaubnis Strafverfolgung angeordnet. Natürlich fand die Polizei nichts. zollfrei lassen will, ebenso der Antrag Albrecht( Soc.), der auch bei gebrauchten Sachen, die als Erbschaftsgut eingehen, die besondere Erlaubnis streichen will. Ein weiterer Antrag Albrecht will die Beschränkung, jedoch Gemeindevertretung ein. nur aufnahmeweise auf besondere Erlaubnis" in der Bestimmung streichen, daß gebrauchte Gegenstände vom Anziehenden zur eignen Benuzung zollfrei sein sollen. Die Abstimmung hierüber ist eine namentliche. An der Abstimmung beteiligen fich 224 Abgeordnete. Der Antrag Albrecht wird mit 160 gegen 64 Stimmen abgelehnt. Ferner wird in einfacher Abstimmung abgelehnt der Antrag Gothein( frs. g.) zu Ziffer 7, der den Bedarf von Schiffsmannschaften nicht nur für zwei Tage, sondern für unbegrenzte Zeit zollfrei laffen will. Ueber den Antrag Albrecht( Soc.) it. Gen., der den Schiffs bedarf für eine Woche zollfrei laffen will, wird namentlich abgestimmt. An dieser Abstimmung beteiligen fich 216 Mitglieder. Der Antrag wird mit 160 gegen 56 Stimmen abgelehnt. Der Antrag Albrecht( Soc.) u. Gen., der in Ziffer 10 nicht nur Proben von Kaffee, Kakao, Zucker, Rohtabak und getrockneten Früchten bis 350 Gramm, sondern alle Proben von Nahrungs- und Genußmitteln bis 350 Gramm zollfrei lassen will, wird in einfacher Abstimmung abgelehnt. Der Antrag Albrecht( Soc.) 1. Gen., wonach in Ziffer 11 Kunstsachen außer für öffentliche Kunstanstalten auch für private Anstalten, die dem allgemeinen Besuch zugänglich sind, zollfrei bleiben sollen, wird in namentlicher Abstimmung bei einer Präsenz ziffer von 214 Abgeordneten mit 157 gegen 57 Stimmen abgelehnt. Der Antrag Gothein( frf. Bg.), der auch altertümliche Gegen stände( Antiken, Antiquitäten) für Sammlungen zollfrei laffen will, wird in einfacher Abstimmung abgelehnt. Zollfreiheit alle Binnenschiffe( nicht nur Binnensee- und Flußschiffe Der Antrag Albrecht( Soc.) und Genossen, wonach von der für Licenzzwede) ausgeschlossen sein sollen, wird in namentlicher Abstimmung bei einer Präfenzziffer von 191 mit 149 gegen 42 Stimmen abgelehnt. Sociales. Aus der Frauenbewegung. 17 leber Entividlungstendenzen der Frauenarbeit" sprach Fran Die standalöse Gleichgültigkeit der fächsischen Agravier gegen Lily Braun am 3. November im Verein für Frauen und Mädchen Leben und Gesundheit ihrer Arbeiter, die erst fürzlich vom sächsischen der Arbeiterklasse". Erst seit verhältnismäßig sehr kurzer Zeit, so Landeskulturrat scharf verurteilt wurde, wird jetzt auch von der führte die Rednerin aus, können wir überhaupt die Entwicklung der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das König- Frauenerwerbsart genauer beobachten, da erst seit wenigen Jahrreich Sachfen offiziell zugestanden. Diese Störperschaft versendet an zehnten statistisch brauchbare Erhebungen darüber stattgefunden die Gemeindebehörden eine Denkschrift, in der sie ihre Mitglieder haben. Diese Erhebungen beweisen eine teilweise enorm starke Auswegen der von diesen erhobenen Klagen über zu hohe Beiträge den breitung der Frauenarbeit. So fonstatiert z. B. eine englische Tert lieft. Es wird darin auf die erhebliche Zunahme der entschädigungs- Statistik für den Zeitraum von 1840-1890 in geivissen Berufen pflichtigen Unfälle hingewiesen und dann gesagt, daß nach den Wahr- eine Zunahme der männlichen Arbeitskräfte um 53 Proz., der weibnehnungen der Genossenschaft eine große Zahl der Unfälle ihre lichen dagegen um 212 Proz. Aber nicht nur in England ist diese Ursache in unzulänglichen Sicherheitsvorkehrungen habe. Die Genossen- Erscheinung beobachtet; in Deutschland, in Amerika, in Destreich vollschaft hat sich deshalb veranlaßt gesehen, zur leberwachung der ziehen sich ähnliche Verschiebungen. So famen in Amerika auf je Betriebe 5 besondere Aufsichtsbeamte anzustellen, die jetzt bereits 100 männliche Arbeiter im Jahre 1880, 124 männliche Arbeiter im viele Mängel abgestellt hätten. Jahre 1890, dagegen auf je 100 Arbeiterinnen des ersten Zahlungsjahres 140 im zweiten. Diese christlichen Landwirte müssen erst gezwungen werden, das Leben ihrer Arbeiter vor allzu schwerer Gefahr zu schützen. Für die gesetzliche Einführung der völligen Sonntagsruhe im Bäckergewerbe haben sich die Bäckermeister von Barmen und Elberfeld in zwei gut besuchten Versammlungen ausgesprochen. In diesen Versammlungen, je einer in Elberfeld und Barmen, haben sie nach eingehender Beratung folgende Resolution angenommen: Die außerordentliche Jungsversammlung, zu der sämtliche Handlungsweise des Centralverbandstages zu Köln ihr Mißfallen Meister von Barmen refp. Elberfeld eingeladen sind, spricht über die aus bezüglich der Art und Weise, wie der Antrag der Inmung zu Stolberg betreffend Einführung der Sonntagsruhe im Bäder gewerbe von der Mehrheit vergewaltigt worden ist. Ju der Präsident Graf Ballestrem beraumt die nächste Sigung an der Menschenwürde nicht aufkommen läßt, vielmehr geeignet ist, das Erkenntnis, daß Stete Sonntagsarbeit das Gefühl auf Dienstag 12 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Beratung.) selbe tief herunterzudrücken, erklärt sich die Versammlung mit dem Schluß 3 Uhr. Vorgehen der Vorstände beider Jniningen( Elberfeld- Barmen) ein verstanden und verspricht denselben ihre volle Unterstügung, um eine böllige, auf gefeßlicher Grundlage beruhende Sonntagsruhe im Bäckergewerbe herbeizuführen." Das Haus ist also nicht beschlußfähig. An die Arbeiterschaft Berlins! Gewerbegerichts- Wahl. Mit dem Ablauf dieses Jahres scheidet auf Grund des vom Magistrat festgesetzten Verteilungsplanes das zweite Drittel der Gewerbegerichts- Beisitzer aus. Die Ergänzungswahl findet statt am Sonntag, den 16. November, von 12 Uhr mittags bis 8 Uhr abends. Zu wählen find 70 Beisiger in 16 Wahlbezirken. Wahl- Berechtigung. Hausgewerbetreibende find wahlberechtigt und wählbar als Arbeiter, sofern sie nicht selbst mindestens einen Arbeiter regelmäßig das Jahr hindurch oder zu gewissen Zeiten des Jahres beschäftigen und nicht gemäß§ 14 der Gewerbe- Ordnung den selbständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben. Nicht wahlberechtigt find solche Personen, Eine besonders intensive Steigerung erfuhr die Erwerbsarbeit verheirateter Frauen. In Bezug auf diese gerade in letter Beit so stark erörterte Seite der Frauenarbeit hat man vielfach auf Frauen und Mädchen hingewiesen, der für England ein relatives den Bericht der Miß Klara Collett über die Erwerbsarbeit der Zurückgehen der Beschäftigung Verheirateter in dem Zeitraum von zu betveisen versucht. Die Beweisführung dieses Be1880-1890 Schlußfolgerungen als hinfällig betrachtet werden müssen. richts ist indessen in diesem Punkte höchst angreifbar, auch thatsächlich von den verschiedensten Seiten angegriffen worden, so daß feine wachsen der proletarischen Frauenarbeit begünstigt oder sogar erzeugt Forscht man nun den Ursachen nach, die das ungeheure Anvielen Industrien das Eintreten der schwächeren Frau in die Stelle haben, so ist an erster Stelle die Verdrängung der Handarbeit durch die Maschinen zu nennen, Die Maschine ermöglichte in so und so des männlichen Arbeiters. Frauen aber wurden, wo dies anging, mit Vorliebe eingestellt, weil sie sich anspruchsloser und fügsamer erwiesen, weil sie im Ueberfluß vorhanden und vor allem weil sie billiger zu haben waren. Die mittelbare Folge dieser Billigkeit der Die Bäckergesellen werden wohl nicht verfehlen, den Meistern, die dahin führte, daß häufig der Mann bald gar nicht mehr im stande Frauenarbeit war wiederum eine Senkung auch der Männerlöhne, welche sich gegen die Einführung der gesetzlichen Sonntagsruhe noch war, ohne Mithilfe der weiblichen Familienglieder die Familie übersträuben, diese Resolution vorzuhalten. Was in Elberfeld und Barmen haupt zu ernähren. So fand hier eine unheilvolle Wechselwirkung möglich ist, das dürfte auch überall ohne Schaden für das Bäcker- statt. Frauenarbeit ist aber im allgemeinen schon deshalb schlechter gewerbe durchführbar sein. entlohnt als Männerarbeit, tveil sie fast überall ungelernte Der Verband nordwestdeutscher Konsumvereine hielt am Sonntag Arbeit ist. Da die Frau sich der Berufsthätigkeit meist nur zeitin Hannover einen außerordentlichen Verbandstag ab, um sich mit weise widmet, erlangt sie selten eine so hohe, specifische Geschicklichkeit der Frage des Austritts aus dem allgemeinen Verbande zu be- in irgend einer technischen Handhabung wie der Mann. Wo dies schäftigen. Von 93 dem Verbande angehörenden Vereinen waren 59 ausnahmsweise dennoch der Fall ist, da finden wir auch meist für erschienen. Nach längeren Verhandlungen erklärten sich 57 Vereine die Frauenarbeit die gleiche Entlohnung wie für die Männerarbeit. für den Austritt und nur 2 dagegen. Der Austritt ist damit be- Bei der gegenwärtigen Entwicklung unsrer industriellen Verschlossen. hältnisse ist die weibliche Industriearbeit jedenfalls nicht mehr zu Zur Teilnahme an der Wahl ist berechtigt, wer das 25. Lebensjahr vollendet und in Berlin Wohnung oder Beschäftigung hat. In einem interessanten Lohnentschädigungsprozeß hat das entbehren, so wenig die der Mädchen wie die der verheirateten Darunter ist zu verstehen, daß jeder Arbeiter, ivenn er auch nur Berliner Gelverbegericht eine wichtige Entscheidung gefällt. Der Frauen. In Bezug auf lektere hat dies die bekannte Enquete der einen Tag im Orte wohnt oder beschäftigt ist, wahlberechtigt ist. Schleifer F. und der Schleifereibesizer Kasch hatten vereinbart, daß Gewerbe- Inspektoren in Deutschland aufs Klarste gezeigt. Als Bersonen, welche nicht in Berlin wohnen, aber ihre Beschäftigung das zwischen ihnen bestehende Arbeitsverhältnis am 30. August ſein Hauptursache der Frauenarbeit erwies sich nach den Aussagen der hier haben, wählen im Bezirk ihrer Beschäftigung, dagegen die in Ende erreichen solle. Es kam aber schon am 23. August zum Bruch. Arbeiterinnen überall die bittere Nothwendigkeit, d. h. die Unmög Berlin wohnenden Personen in ihrem Wohnbezirk. Eine Auswahl für Der Lohn für die verflossene Woche wurde dem Arbeiter einbehalten. lichkeit, vom Verdienst des Mannes allein zu existieren, oder aber der sie letzteren zwischen Wohn- oder Beschäftigungsbezirk ist unzulässig. 8. klagte darauf beim Gewerbegericht und beanspruchte nicht nur den 3wang für die Frau, für den eignen oder den Lebensunterhalt der Personen, welche auswärts arbeiten und in Berlin wohnen, üben rückständigen Lohn, sondern auch eine Lohnentschädigung für die Familie überhaupt ohne jede anderweitige Mithilfe aufzukommen. ebenfalls im Wohnbezirk ihr Wahlrecht aus. nächste Woche wegen unberechtigter Entlassung. Der Beklagte Andre wirtschaftliche Momente wirken in gleicher Richtung. Der wandte vor der Kammer VIII ein, Kläger habe selber die Arbeit auf- ausgesprochene Saisoncharakter vieler Gewerbe nötigt die Frau, in gegeben und den Lohn habe er ihm vorenthalten können, weil ihm Beiten zuweilen monatelanger Arbeitslosigkeit des Mannes zur Erläger viel Schaden bereitet habe. nährerin der Familie zu werden; umgekehrt sind in Perioden starken Das Gewerbegericht verurteilte jedoch den Beklagten zur wirtschaftlichen Aufschwunges die verfügbaren männlichen ArbeitsZahlung der geforderten 42 Mart. Gewerberichter Dr. Meier führte fräfte oft erschöpft, so daß Frauenarbeit herangezogen werden muß. begründend aus: Selbst wenn der Beklagte glaubte, durch die Arbeit Gewisse Erwerbszweige erfordern andrerseits schon ihrer Natur nach a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reiches sind, des Klägers geschädigt zu sein, so hätte er ihm doch nicht den Lohn die für fie geeigneteren, weiblichen Hände. Endlich wirken aber auch b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher vorenthalten dürfen, da nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch Auf- die sich stetig steigernden Lebens- und Kulturbedürfnisse der ArbeiterVerurteilung verloren haben, oder gegen welche das Haupt- rechnungen gegen den schuldigen fälligen Lohn nicht zulässig seien. Schaft, wie der wachsende Freiheitsdrang der Frau auf eine immer verfahren wegen eines Verbrechens oder Vergehens eröffnet Was den Lohnentschädigungsanspruch des Klägers angehe, so gingen weitere Ausdehnung der Frauenindustrie- Arbeit hin. Es sind dies Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge des Arbeitsverhältnisses, auseinander. Das Gericht wolle nun davon focial Aufgeflärten muß die Frauenerwerbsarbeit trotz der vielfachen ist, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder die Behauptungen der Parteien über die Voraussetzung, die Lösung Erscheinungen, die nur von dem reaktionären Gesichtspunkte der herrschenden Klaffen beklagenswert genannt werden können. Für den ausgehen, daß der Beklagte recht habe, Kläger also selber gegangen c) welche infolge gerichtlicher Unordnung in der Verfügung über sei. Dazu habe er trok der Kündigungsfrist nach dem§ 124 der tiefen Schädigungen und Leiden, die sie unter unsren gegenwärtigen ihr Vermögen beschränkt sind, und Gewerbeordnung ein Recht gehabt, weil ihm der Lohn nicht in der Zuständen erzeugt, unbedingt als ein socialer Fortschritt erscheinen. d) die Mitglieder der Innungen, für welche ein Schiedsgericht bedungenen Weise" ausgezahlt worden sei. Für den Gerichtshof fei Nicht allein ist sie im Verein mit der Kinderarbeit zum Ausgangsin Gemäßheit des§ 81b Nr. 4 und der§§ 91-91b der die weitere Frage entstanden, ob dem Kläger auch noch ein Schaden- punkt der Arbeiterschutz Gesetzgebung geworden Gewerbe- Ordnung errichtet ist, sowie die von denselben be- ersatzanspruch zustände. Diese Frage habe das Gericht bejaht. Ein furchtbaren Folgezustände der ungeschützten Arbeit am trasfesten schäftigten Arbeiter. Schaden sei dem Kläger durch die vorzeitige Lösung des Arbeits- hervortraten die berufliche Thätigkeit der Frau ward auch der Wahl- Legitimation. verhältnisses, da er in der folgenden Woche keine Arbeit erhielt, Anstoß der beginnenden socialen und geistigen Befreiung des weibFür die Arbeiter werden keine Wahllisten zum Zwecke der Wahlen zweifellos entstanden. Und diesen müsse Beklagter tragen, weil dem lichen Geschlechts. Schon darum allein müssen wir uns wehren gebers oder der Polizeibehörde( Polizeirevier des Wahlbezirks), durch angelegt, es genügt vielmehr für dieselben ein Zeugnis ihres Arbeit- Kläger wegen der gesetzwidrigen Vorenthaltung des Lohnes nicht gegen jeden etwaigen Versuch eines Verbots der Frauenarbeit. welches ihm bestätigt wird, daß er zur Zeit innerhalb seines Wahl bezirks in Arbeit steht oder wohnt. haben kann, " zugemutet werden konnte. bis zum Ablauf der Vertragszeit für den Beklagten weiter zu arbeiten. # weil hier die zur Qual; das aber liegt einzig an den Mängeln ihrer gegenwärtigen Heute allerdings wird die Erwerbsarbeit für das Weib meist Organisation. Was haben wir zu fordern, um diese Organisation Bruchleiden als Folge eines Betriebsunfalles. Der Schiffer J., zu verbessern und die weibliche Arbeit fegensreich zu gestalten? Vor Diese Zeugnisse oder Wahl- Legitimationen werden vom Magistrat der in einem Baggereibetriebe thätig gewesen war, beanspruchte von allem: Herabseßung der Arbeitszeit auf höchstens 8 Stunden, ferner herausgegeben und sind bei den Gewerkschaften, sobie im Bureau der Tiefbau- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente, indem er geltend Erweiterung der Versicherungsgesetzgebung nach verschiedenen der Berliner Gewerkschaftskommission, Engel- Ufer 15, 2. Eingang, machte, er habe sich beim Lichten des Ankers ein Bruchleiden zu Richtungen hin, besonders Ausdehnung der Versicherung auf 9-1, 6-8, und im städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, Zimmer 57, gezogen. Die Stette fei plöglich nach vorn geschnellt und dadurch Schivangere und Wöchnerinnen für eine genügende Zeitdauer, Pflegewährend der Dienststunden von 9-3 zu habent. habe sein Körper einen starken Rud bekommen. Er sei zwar nicht möglichkeit für Stranke und Wöchnerinnen durch geeigneten Erfas Die Formulare enthalten vier Fragen. Diese sind von in Arbeit hingefallen, habe sich auch nicht gestoßen, aber doch alsbald heftige ihrer häuslichen Arbeitskraft, zweckmäßige Einrichtungen zur Ueberstehenden Personen sämtlich, von Arbeitslosen nur Frage 1 und 2, Schmerzen verspürt. Des starken Windes wegen der Bagger lag wachung und Anleitung der Kinder während der Arbeitszeit der auszufüllen und alsdann dem Arbeitgeber oder der Polizei zur in einem Meereshafen hätte er erst nach einigen Tagen ans Land Mütter. Unterschrift oder zum Stempeln vorzulegen. Die Behörden find kommen können, wo der Arzt den Bruchschaden und eine Leber- Dem lehrreichen Vortrage, der mit lebhaftem Beifall auf angewiesen, diesem Wunsche nachzukommen. Jedoch empfiehlt es quetschung feststellte. Die Berufsgenossenschaft und das Schieds- genommen wurde, folgte eine furze Diskussion. Frl. Heidemann sich, int letteren Falle einen Ausweis mitzunehmen. gericht wiesen J. mit seinem Anspruche ab und beriefen sich auf die wies darauf hin, daß die Frauen überall dafür eintreten sollten, für Am Tage der Wahl ist die Wahl- Legitimation vor der Abgabe Braris des Reichs- Versicherungsamts. Danach seien die Leisten gleiche Leistungen auch gleichen Lohn wie der Mann zu erhalten und des Stimmzettels dem Wahlvorsteher oder einer von ihm beauftragten brüche, die sich bei der Arbeit das erste Mal bemerkbar machen, in eine Amerikanerin teilte fehr interessante Züge aus dem socialen Person zu übergeben. den seltensten Fällen als Unfallfolgen zu betrachten. Sie entständen Leben ihrer Heimat mit. Die Vertrauensperson für Charlottenburg gab in einer Ver-| beschlossen, feine Meeraner Streifarbeit zu machen. Die dortige Zur Gewerkschaftsbewegung in Spanien.( Eig. Ber.) Der sammlung am 5. November im Volkshause, nachdem Frau Weberinnung hat festgestellt, daß gegenwärtig 210 Hausweber für 2. Braun über:„ Die Frauen und die Politik" gesprochen hatte, ihren Meerane arbeiten. Von einem Anschluß an den Streit wollen diese Jahresbericht. Danach haben im letzten Jahre vier von den Frauen absehen und lediglich nicht mehr für solche Fabrikanten arbeiten, veranstaltete Versammlungen stattgefunden. Eingenommen hat die Da jest Glauchau selbst Vertrauensperson 22,65 M., ausgegeben 14,18 M. Frau Liedtke deren Arbeiter sich im Streik befinden. wurde wieder als Vertrauensperson gewählt. wieder Beschäftigung bietet, wollen fich die dortigen Hausweber Arbeit am Play suchen. Berbot von Frauenarbeit in Gastwirtschaften. In Pretoria ( Südafrika) ist eine neue Verordnung erlassen worden, wonach die Beschäftigung von Frauen sowie von Kindern unter 16 Jahren und von Eingebornen in den Büffetts der Liqueurschenken verboten ist. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Rohrlegerstreik dauert unverändert fort; der Stand des Streiks ist derselbe wie in voriger Woche. Bei der Kontrolle am Montag ergab sich, daß die Zahl der Streifenden mur um so viel abgenommen hat, als bei neubewilligten Firmen in Arbeit getreten find. Zu den neuen Bedingungen arbeiten ca. 950 Mann, also etwa ein Drittel; die übrigen zwei Drittel harren mit gewohnter Bähig feit im Stampfe aus. Arbeitswillige find nach wie vor nur in geringer Zahl vorhanden. Metallarbeiter. Der Streit bei den Firmen Nothmann und Heinze, fowie die Sperre über die Firma Saduhr Nachfolger ( Inhaber Laue), Hollmannstraße, dauern fort. Deutsches Reich. Der Weberstreik in Meerane. Textilarbeiter- Ausstand in Forst( Lausih). In der Tuchfabrik von Ernst Schmidt legten am Sonnabend sämtliche 36 Weber und zwei Weberinnen die Arbeit nieder. Die betreffenden Arbeiter mußten die bis 4 Centner schweren Bäume von einem Fabriksaal zum andern, eine Treppe hinauf und eine hinunter schleppen. Dadurch wurde viel Zeit versäumt und zwar auf Kosten der Weber, die alle in Accord arbeiten. Das Ersuchen, die Bäume durch besondere Arbeiter befördern zu lassen, lehnte der Fabrikant ab mit der Bemerkung, wem der jetzige Zustand nicht passe, der solle machen, daß er hinauskomme. Darauf erfolgte die Arbeitsniederlegung. Verband der socialistischen Gewerkschaften Spaniens, die„ Unión General de Tra aiadores"( Allgemeine Arbeiter- Union), der von den spanischen Anarchisten, da er auf dem Boden des ſocialiſtiſchen Programms steht, aufs heftigste befehdet wird, macht in letzter Zeit ganz enorme Fortschritte. Seine Entivickelung seit der Gründung veranschaulichen folgende Zahlen: 27 Seftionen, 3355 Mitglieder November 1889 September 1890 36 3 896 " " August 1891 58 5 304 n " August 1892 97 8014 D August 1893 97 8553 Mai 1895 79 6276 " September 1899 65 15264 " September 1900 126 26 088 " 1901 198 31 558 • " 226 267 32 778 " 43 535 " Oftober März 1902 Oftober 1902 " In den letzten sechs Monaten hat sich also die Zahl der Sektionen Töpfer! Schon lange bemühen sich die Töpfer Hamburgs, ihren Lohntarif in zwei Geschäften zur Anerkennung zu bringen; bis jetzt( Fachbereine) um 41, der Mitglieder um beinahe 11 000 vergrößert: ist es leider trotz der Sperre noch nicht gelungen. Wir müssen des- in Anbetracht der Thatsache, daß die spanischen Arbeiter, was Aufhalb an alle Kollegen das Ersuchen richten, vorsichtig zu sein, um fassung und Entschließung anbetrifft, recht schwerfällig sind, ein nicht auf etwaige Verschreibungen nach hier hereinzufallen. Die außerordentlich gutes Ergebnis. Am stärksten ist die Bewegung in Kastilien und den nördlichen gesperrten Geschäfte find A. Krüger u. Co. und Wesselly. Es haben: Kastilien 113 Sektionen mit Der Bruder des Firmeninhabers A. Krüger, Karl Krüger, fucht industriellen Provinzen. Töpfer auf seinen Namen anzuwerben; deshalb Vorsicht! Um 22 417 Mitgliedern, die baskischen Provinzen 46 mit 4627, Stataetwaige Auskunft wende man sich an Otto Werner, Hamburg, Ionien 18 mit 3688, Asturien 24 mit 3420, Valencia 17 mit 3168, Andalusien 14 mit 2647, Galicien 19 mit 2609, die BalearenTieloh 10/0 r. Filiale Hamburg des Verbandes der Töpfer. Inseln 7 mit 632, Navarra 3 mit 182, Aragonien 6 Sektionen mit 155 Mitgliedern. Centralpunkte der gewerkschaftlichen Organisation. find: Madrid mit 13 638, Bilboa mit 3630, Santander mit 2232, Vigo mit 2225, Oviedo mit 1518, Mataro mit 1319, Mieres mit 1080, Valladolid mit 1018 Mitgliedern. Nach Industriebranchen geordnet, umfaßt das Baugewerbe 59, die Bekleidungsindustrie 50, die Metallindustrie 26, die Steinindustrie 23, das graphische Gewerbe 22, die Möbelindustrie 20, und Gärtnerei 9, Licht- und Heizungsindustrie 5, Minenindustrie Nahrungsmittelindustrie 14, das Transportgetverbe 10, Landbau und Gärtnerei 9. Licht- und Heizungsindustrie 5, Minenindustrie 4 Sektionen. Die übrigen Sektionen verteilen sich auf verschiedene fleinere Industrieztveige. Die lieben Arbeitswilligen. In Rostock, wo sich bekanntlich die Maurer im Ausstande befinden, war es den Arbeitgebern gelungen, Die Streifenden haben wiederum einen Beweis dafür geliefert, ein Dutzend Streifbrecher auswärts anzuwerben, die mit der Eisendaß fie, soweit es an ihnen liegt, sich in Güte mit den Fabrikanten bahn nach Rostock befördert wurden, bei welcher Gelegenheit ein einigen wollen. Diese dagegen haben auch den in Nede stehenden Rostoder Maurermeister, seine Standeswürde" ganz vergeffend, die Versuch, einen annehmbaren Frieden herbeizuführen, vereitelt. Be Neise im Eisenbahnwagen 4. Klasse als persönlicher Schützer seiner kanntlich hatten es die Fabrikanten abgelehnt, mit der Organisation lieben Arbeitswilligen mitmachte. Aber es kam noch besser. All die Streitbrecher in Rostoc per Droschte vom Bahnhof abgeholt wurden, ober der Streifleitung der Arbeiter zu verhandeln und erklärt, daß sie fand es ein andrer ehrsamer Maurermeister nicht unter seiner Würde, mit den einzelnen Fabrikausschüssen in Verhandlung treten würden. Den Bod zu besteigen, während die Arbeitswilligen im Innern der Nun haben die Streifenden den Versuch gemacht, durch die Fabrik Droschke Plaz nahinen. So hat also der Streit die Standesausschüsse mit den Unternehmern zu verhandeln. Die Fabrikanten unterschiede, die in einer medlenburgischen Stadt wohl noch ängsthaben aber auch diese Verhandlungen abgelehnt, nachdem einzelne sich licher aufrechterhalten werden wie anderswo, verwischt. Unternehmer wohl mit den Abgesandten der Arbeiter besprachen, sonst aber keine und Arbeiter gemeinsam in der vierten Klasse und in der Droschke. befriedigenden Erklärungen abgaben. Die Arbeiter wurden wegen Freilich gehören diese Arbeiter zu den Stügen der Gesellschaft. der weiteren Verhandlungen an den Vorsitzenden des Fa- Mit ehrenwerten Arbeitern, die selbstbewußt auftreten und Fordebrikantenvereins gewiesen. Also die Organisation der Arbeiter rungen stellen, werden diese biederen Meister nach wie vor keine Gemeinschaft haben wollen, und um die innigen Beziehungen zu wird grundsäßlich nicht anerkannt, nur mit den einzelnen Ar- ihren Arbeitswilligen wird sie niemand beneiden. beitern wollen die Fabrikanten unterhandeln, für sie aber soll mur ihre Drganisation maßgebend sein. Die Ausständigen haben um Schriftfeherstreit in Budapest. Neunhundert Schriftseger aus mittelbar nach dieser Zurückweisung drei stark besuchte Versammlungen 80 Drudereien, welche den neuen Lohntarif nicht angenommen haben, abgehalten, in denen den Fabrikanten die gebührende Antwort erteilt find in den Ausstand getreten. wurde. Der Beschluß der Versammlungen lautet: Die ausständigen Arbeiter sind gewillt, in Berhandlungen einzutreten, jedoch nur von Organisation zu Organisation. Ausland. Sehr bedeutend war die Streitbetvegung im letzten Jahr. Wir hatten 38 Streifs, an denen Sektionen unfres Verbandes beteiligt waren. Davon verliefen 18 günstig für die Arbeiter, 5 endeten mit ciner Niederlage und 15 sind zur Zeit noch in der Schwebe. Briefkaften der Redaktion. Walter. Beschlossen am 19. Oftober 1878, in Straft getreten am 21. Oktober, abgelaufen September 1890 und nicht wieder erneuert. S. B. Jehlt einem Bechsel ein Fälligkeitstermin, so ist es tein Wechsel. Ein Fälligkeitstermin darf nicht ohne ausdrückliche Einwilligung des Vers pflichteten beigefügt werden. In solcher Beifügung kann keine Wechſelfälschung gefunden werden. 3. J. 102. Leider machen Sie fich völlig überflüssige und kostspielige Scherereien. Den Betrag müssen Sie zahlen; erst durch Jn Luzern haben hundert Gotthard- Arbeiter beschlossen, in eine eine ausdrüdliche Austrittserklärung werden Sie Ihre Verpflichtungen los. Lohnbewegung einzutreten. Durch Pfändung 2c. entstehen weit mehr Kosten als die Forderung beträgt. Die Pfändung des 1500 M. überschießenden Teils Ihres Arbeitslohnes ist Lohnbewegung der norwegischen Buchdrucker. In Kristiania haben zulässig. C. P. 15. Nein. 2. 70. 1., 2. und 4. Wenden Sie sich Der Meeraner Streik dehnt sich auf immer weitere Drtschaften aus. Im Mülsen- Grund, wo bekanntlich viel Meeraner Buntweberei die Buchdrucker nach einer sehr lebhaften Debatte mit 294 gegen an einen Schweizer Genossen, z. B. Arbeitersekretär Greulich, um Auskunft. K. 2. 1. Die Einreichung des Vermögensverzeichnisses in der Hausindustrie betrieben wird, haben die Hausweber be- 224 Stimmen beschlossen, die Arbeit nicht niederzulegen. Damit 3. Nein. schlossen, die Arbeit sofort niederzulegen und in den Streit mit haben sie auf diejenige Bestimmung ihres Tarifs, wonach nur ge- ist dem Witmer und der Bitwe durch Gesetz aufgelegt, soweit es sich um lernte Typographen als Maschinenseger arbeiten dürfen, verzichtet Bermögen der Kinder handelt, das ihrer Verwaltung unterliegt oder dem Kinde später zufällt. Eine Auseinandersetzung ist nur für den einzutreten, sobald ihnen zu wissen gethan würde, daß sie Streit und ebenfalls auf ihre Forderung bezüglich der Lehrlingsstala und Fall einer Biederverheiratung vorgeschrieben. 2. Soweit aus Ihrer Anfrage arbeit verrichten. Auch aus dem Vogtlande mehren sich die Mel- des gleichen Lohnes für männliche und weibliche Typographen. ersichtlich ist, ist der Magistrat im Umrecht: der Pachtvertrag läuft weiter. dungen, daß dort die Arbeiter sich weigern, Streitarbeit für Der schlechte Geschäftsgang, der gegenwärtig herrscht, ist hauptsächlich Zur Slarlegung des Sachverhalts steht der Frau der Besuch der juristischen Sprechstunde frei. Meerane zu verrichten. Die Hausweber Glauchaus haben ebenfalls für diesen Beschluß maßgebend gewesen. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 11. November. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Der Bildschüß, oder: Die Stimme der Natur. Schauspielhaus. König Laurin. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Wienerinnen. Central. Madame Sherry. Lessing. Der Schleier des Glücks. Hierauf: Das Rätsel. Neues. Ledige Leute. Residenz. Seine Kammerzofe. Weften. Der Zigeunerbaron. Thalia. Charleys Tante. Vorher: Cassis Pascha. Anjang 8 Uhr: 0 Schiller. O.( Wallner Theater.) Kabale und Liebe. Schiller. N. 9 ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Sappho. Belle- Alliance- Theater. Ammo 48. Wilhelm. Auf goldenem Boden. Cerl Weißt. Ilse Römer. Luisen. Der grüne Starl. Cafino. Ein Sohn des Voltes. Buntes Theater. Die Lore. Abergläubisch. Der Hund. Bunter Teil. Palaft. Goldene Jugend. Specialitäten. Kleines. Adermann. Trianon. Die Liebesschaukel.( La Bascule.) Metropol. Berlin bleibt Berlin. Apollo. Nakiris Hochzeit. Wintergarten. Specialitäten. Passage Theater. Specialitäten. Vaffage- Panoptikum.Specialitäten. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstr. 48/49. Tausend Jahre deuscher Kultur. Im Hörsaal: Dr. Naß:„ Der Urstoff des Diamanten." Jubalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Nass: Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilhelm Dienstagabend 8 1hr: Kabale und Liebe. Ein bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller. Mittwoch abend 8 Uhr: Esther. „ Der Urstoff des Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Diamanten." Donnerstagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Das neue Novbr.- Programm. Sonntags 3 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Agoston der Witze"-König. Der Todessprung d. Hundes, vorgef. v.Maud Griselda Lotte Sebus, das gewisse Etwas. Yvette de Laabé, Flammentanz d. 20. Jahrhunderts. neue 14 erstklassige Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Hochaktuelle Neuheit!! Ein ,, Boeren- Museum" ( Waffen, Kriegsbeute, Briefe, Dokumente, Handarbeiten gefangener Boeren etc. etc.) Grösste Sehenswürdigkeit der Jetztzeit!! Thalia- Theater. Residenz- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Blumenstraße 9. B: Charleys Tante. Seine Kammerzofe. 477. Male: Guido Thielscher als Charleys Tante. Anfang: Charleys Tante. 8, Uhr. Borher: Cassis Pascha. Anf. 7 Uhr. Morgen und folgende Lage: Dieselbe Borstellung. Sonntag, 16. Nov., nachmittags 3 Uhr: Gastspiel des Yönigl. Schauspielers Herrn Joseph Nesper. Die bezähmte Widerspenstige. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Ilse Römer. Romantisches Schauspiel in 3 Atten ( 6 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Morgen u. folgende Tage: Ilse Römer. Sonnabendnachm. 4 Uhr: Robinson Crusoe. Sonntagnachm. 3 11hr: Eino Paria. ( Nelly Rozier.) Swank in drei Aften von Bilhaud und Hennequin. Morgen und folgende Tage: Seine Stammerzofe. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Heute Dienstag: Militär- Konzert Elisabeth G.- Gr.- Reg. No. 8( Herr Brinkmann). Im Kaiser- Saal: Bückeburger Sänger. städtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Sappho. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Apollo- Theater. Central Theater Um 8 Uhr: Die neuen Specialitäten. Um 8 1hr: Zum 6. Male: Unter persönlicher Zeitung des Komponisten: Heute und folgende Tage, abends 7, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Felix. Sonntag, 16. Novbr., nachmittags: Die Geisha. Abends: Madame Sherry. Mittwoch abend 8 Uhr: Nakiris Hochzeit. Trianon- Theater. Der Biberpelz. Donnerstagabend 8 Uhr: Doktor Klans, Ausstattungs- Operette in 2 Atten und 6 Bildern von Paul Lincke. Im zweiten Bilde: Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Buntes Theater Belle- Alliance- Theater. Der sensationelle Spiegeltrick. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. ( Ueberbrettl.) Köpniderstraße 68. Anfang 8 Uhr. Die Lore. Abergläubisch. Der Hund. Bunter Teil: Tiny Senders. Marcell Salzer. Charlotte Marga. Hans Fredy. Emil Justitz. Wilhelm- Theater, Friedrich- Strasse 236. Auf goldenem Boden. Bollsstüd mit Gesang in 5 Bildern Heute und folgende Tage: Münchener Ensemble Gastspiel Konrad Dreher a. 6. Anno 48. Altmünchener Poffe mit Gesang in 3 Atten. Anfang 8 Uhr. Im letzten Bilde: H. Hardins elektrisches Ballett. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Winter Barten Anfang 8 Uhr. Sonntagnachm.: Coralie& Cie. Palast- Theater Burgstr. 22. Direktion: R. Winkler. Große Ausstattungs- Novität. Wiederauftret. d. Direktors R. Winkler. Cirkus Schumann Neues Programm: Goldene Jugend. Dienstag, den 11. November, abends 72 Uhr: Grosse Elite- Vorstellung. lachen will, Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 ur. Wer Sonntag, den 16. November, zu halben Preisen, nachmittags 3 thr: Die Kuna- Lise. muss Die lustigen Die Sarnthaler Singvögel, Tyroler Gesangs- Sextett. Soubrette. Sängerin. Willi Walden, Loulou Glover, amerikanische Operetten- Burleske in 2 Aften mit Gesang u. Tanz von W. Geride. Musik von E. Bappaus. Hhronimus Fiebig Dir. R. Winkler. Tanz- Divertiffement arrang. v. d. Der Schönheitspreis, Ballett- Diver- Ballettmeisterin Frl. Anna Bernhard, tissement Masonu. Forbes, erik. Excentriks. Kara, Meister- Jongleur. Emile Gautier, der Ritt auf der Theodor Luisen- Theater. Heldelberger Franke, Reichenbergerstraße 34 Zum 3. mul: Der grüne Karl. Anf. 8 Uhr. Borvert. 10-2 Uhr, Staffe, Invaliden- und Künstlerdant und Warenhäuser A. Wertheim. Morgen: Bum 1. mal: Deborah. Donnerstag: Der grüne Karl. Freitag: Othello, der Mohr von Venedig. Sonnabend: 13 Schülerborstellung. Samlet. 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Commas: 3: Kleines Theater Uhr: Maria Stuart. 8 Uhr: Robert Bertram. ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr: Ackermann. Eine tragische Komödie in 3 Akten von F. Holländer u. L. Schmidt. Morgen: Rausch. sehen. , Tischplatte. Humorist. Germaine Gallois Pariser Diva. Phantasietänzerin. spanische Humor, Scherz, Witz Valentine Petit, von Anfang bis zum Schluss der Rosario Guerrero, Tanzerin. Festlicher Aufzug Minstrels Parisiens, Pariser Strassender Studierenden, überrascht ,, Biograph". durch strömenden Regen und das grossartige Programm. Das musikalische Pferd. Trio Rossi. 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November, abends 9 Uhr, in Kellers feftfälen, Koppenftr. 29: Ausserordentl. Generalversammlung aller zum Lohngebiet Berlin und Umgegend gehörigen Verbands- Zahlstellen, sowie der Sektionen der Puzzer, Rabiger und Cementierer. Tages- Ordnung: Diskussion über die Vorschläge zu den Wahlen zur Verbandsleitung. NB. Butritt haben alle in Berlin und limgegend arbeitenden Kollegen, die sich durch das Verbands. buch legitimieren können. Ohne Verbandsbuch kein Zutritt. Zur besondren Beachtung! Am Sonntag, den 16. November, findet die Wahl. der Beisitzer zum Berliner Gewerbegericht statt. Da jeder Wahlberechtigte im Besige einer Bahllegitimation sein muß, so ersuchen wir die Bau deputierten, auf den Bauten festzustellen, wer wahlberechtigt ist und in welchem Bezirk die betreffenden Kollegen wohnen. Diese Feststellung muß erfolgen auf Grund eines Flugblattes, welches mit einem Wahltableau versehen ist, und am Mittwoch und Freitagabend in den Verkehrslokalen zur Verbreitung ausliegt. Wir ersuchen die Baudeputierten, sich an genannten Abenden in den Besitz dieser Flugblätter sowie der notwendigen Wahllegitimationen zu sehen. 143/17 Der Zweigvereins- Vorstand. J. A.: Karl Panser. Danksagung. Sage allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme und schöne Kranzspende bei der Beerdigung meiner lieben Frau meinen tiefgefühlten Dank. 56442 Kranz Klawitter nebst Kindern, Reinickendorferstr. 36. Mailinfrumente u. Saiten aller Art flefert Bite untergarantie die Fabrit elsel& Hössner, Marknexdiren t. 6. Cataloge fret Parkettbodenleger! Mittwoch, den 12. November, abends 8 1hr, im„ Englischen Garten", Aleganderstraße 27: Vereins- Kränze, Balmen- u. BlumenArrangements, Bouquets, Guirlanden 91/4 usw. werden sein u. preiswert geliefert. RECHT Stempel Fabrik bon[ 52372* Robert Hecht, Berlin S., Oranienste. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in befter Ausführung. 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November 1902, vormittags 10%, 1hr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 。 1. Bortrag des Herrn Dr. Sternberg: Die Tuberkulose und ihre Bekämpfung, mit besonderer Berühsichtigung der Ergebnisse der Forschungen, über welche auf dem Tuberkulose- Kongres be:= richtet ist." 2. Fragestellung. 3. Besprechung über Bestrebungen im Krankenkassenwesen in letter Beit. 4. Wahl von drei Vorstandsmitgliedern für die Jahre 1903-1905( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer). 5. Wahl des Rechnungsausschusses für das Jahr 1903. 6. Verschiedenes. Der Borstand. Johannes Blenz, Borsigender. Otto Wonitzki, Bhriftführer. Die Tribünenplätze bleiben für die Mitglieder der Stasse, welche nicht 3716 Delegierte find, reserviert. Achtung! Achtung! Genoffinnen und Genoffen. Volks Versammlung Zages- Ordnung: heute, Dienstag, den 11. November, abends 8 Uhr, in den Germania- Festfälen, Chauffeeftr. 103. Vortrag der Genoffin Adelheid Popp( Wien) über: Die Betheiligung der proletarischen Frauen an den bevorstehenden Wahlkämpfen. Diskussion. 1/19 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen Die Vertrauenspersonen. Charlottenburg. Donnerstag, den 18. November 1902, abends 8 Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Peus über:" Die kulturelle Bedeutung eines der organisierten Arbeiter, chaft gehörigen Volkshauses". 2. Der Boltshausverein." Referent Genoffe Banke. 3. Distuffion. Um zahlreichen Besuch bittet 203/18 Achtung! Rirdorf. Der Einberufer. Achtung! Mittwoch, den 12. November 1902, abends 8 Uhr, in Werneckes Festsälen, Hermannstr. 49: Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Bericht der Stadtverordneten über ihre Thätigkeit im Roten Hause. 2. Diskussion. 78, 84, 88, 92, 98, 110, 120, 140 Bi Moh: 59, 64, 68, 78, 84, 88, 92, 100, 110, 120 Pf. Gebrannt: 74, verordnetenwahl. 4. Berschiedenes. 3. Aufstellung der Kandidaten zur Bevorstehenden StadtUm zahlreichen Besuch bittet 56192* 5½½ Pfund Brot 50 Pf. Brugte is a ctr. co Plg. ab int. Specialität: Hamburger Melange, per Pfund 90 Pf. Sämtliche Brennmaterialien Backware ebenfalls billig. De 6 Stück für 10 Bf. Albrechts Bäckereien: Wrangelstraße 9, Krautstraße 19, Faldeustetustr. 28, Lausitzerstr. 2. Markthalle Püdflerstr., Stand 222/23. Markthalle Andreasstr., Stand 16/18. Deutscher Bienenhonig, best. Qualit. vers. die 10 Pfunddoje zu 7,00 m., 5 Bfd. 4,30 M. franco. Garant. Rüdnahme. Nordloh, Bahnhof Honig! Unverfälscht. E. Reil, Auguftichn, Oldenbg. PrinzenDr. Simmel, Str. 41. Specialarzt für[ 45/ 17* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Damen- Capes Jaktets- Saccos billiger als in jeder Fabrik Reste 56412* zu Kostümen, DamenMänteln, zu Mädchen- u. KnabenSachen. 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Südosten im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15( großer Saal). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Gewerberat Dr. Hartmann. 2. Verbands. Vingelegenheiten. Angesichts des hochwichtigen Vortrages ist zahlreiches Erscheinen erwünscht. Mittwoch, 12. November, 1902, abends 8%, Uhr: Bezirksversammlung für Charlottenburg im Volkshause, Rosinenstraße 3. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Stiefel über: Kapitalismus und Armut. 2. Distuffion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Mittwoch, 12. November 1902, abends 8% Uhr: Bezirksversammlung für Westen und Schöneberg im Klubhaufe, Schöneberg, Hauptstraße 5-6. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Agster. 2. Diskussion. 52292 3. Verbands- Angelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet 165/11 Die Ortsverwaltung. Alle Freunde und Bekannte mache ich ergebenst aufmerksam, daß ich in Berlin, Große Frautfurterstr. 88, einen Oscar Bräner& Co. Nacht. Anker- Kautabak Achtung! Bank- Geschäft[ 5588L* Berlin W., Friedrich- Strasse 181. 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Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 11. November 1902. Die Vertrauensämter der Berliner Socialdemokratie. A. Bertrauenspersonen: 1. Wahlkreis: Georg Oppel, Dranienburgerstr. 5 vorn III. Georg Weihnacht, Grünstr. 21 part. 2. Wahlkreis: B. Scholz, Barutherstr. 22, Ede Bossenerstr. 1. H. Werner, Mittenwalderstr. 30 part. 3. Wahlkreis: Franz Hoch, Admiralstr. 7 v. IV. Aug. Pohl, Gitschinerstr. 62, Seitenflügel I. 4. Wahlkreis( Ost): Paul Schneider, Blumenstr. 48 III. Otto Frante, Zorndorferstr. 8 vorn part. 5. Wahlkreis: Leopold Liepmann, Linienstr. 242 I. Leo Zucht, Kaiserstr. 4 vorn IV. 6. Wahlkreis( Moabit): Carl Fischer, Waldstr. 8. ( Schönhauser Vorstadt): K. Wünsch, Schönhauser Allee 103 Nieder- Barnim: Georg Freiwaldt, Pankow, Floraftr. 36. Teltow- Beeskow: Paul Hirsch, Charlottenburg, Rosinenstr. 3. Aug. Schnell, Charlottenburg, Rosinenstr. 3. B. Preßtommiffion: 1. Wahlkreis: Rich. Strehl, Swinemünderstr. 118, L. Friz Kubat, Jakobikirchstr. 2. 2. Wahlkreis: Albrecht fülle, Mariendorferstr. 1. Richard Köderis, Blan- Ufer 92 e. 3. Wahlkreis: Otto Kräter, Oranienstr. 143, Seitenfl. IV. May Voß, Köpniderstr. 25a, Seitenfl. I. 4. Wahlkreis( Often): Otto Büchner, Andreasstr. 75. 4. Wahlkreis( Südosten): Nich. Weise, Forsterstr. 39. · von dem Verbot des Straßenhandels nach Anlage A Blumen, passiver Held unser Stapellmeister geworden ist, sei noch erwähnt, Zeitungen, Extrablätter 2c. ausgenommen werden. Der besseren daß Herrn Strauß ein gleiches Unglüd wie das vom Freitag früher Uebersichtlichkeit wegen hat der Magistrat Stadtpläne anfertigen schon sowohl am Theater des Westens als auch am Secessionslassen, welche durch verschiedene Farben der Straßen das beabsichtigte Theater widerfahren ist. Die Ursache solcher Unannehmlichkeiten Verbot illustrieren und auch über die Lage der Markthallen scheint in dem etwas aumaßenden Wesen des Herrn Strauß zu Aufschluß geben, in deren Umgebung der Straßenhandel mit Gegen liegen." ständen des Wochenmarkt- Verkehrs schon jetzt verboten ist. Die So das uns vom technischen Berfonal zugesandte Schreiben. Stadtverordneten Versammlung soll sich nun ihrer Eine neue eingehende Untersuchung hat bestätigt, daß überhaupt nicht seits gutachtlich äußern, danach wird sich der Magistrat geschossen worden ist. Es wurden von der Polizei jetzt in dem darüber zu erklären haben, ob er dem Entwurf zustimmt oder nicht. Sunflen Gang Revolverschüsse abgefeuert und im Zuschauerraum Im letteren Fall dürfte, wie es heißt, die Zustimmung im gehört. Herr Strauß blieb aber bei seiner Behauptung und kam Aufsichtswege ergänzt werden, da das Polizeipräsidium fest auch Sonntagabend nicht in das Theater. Ant demselben Tage entschlossen sei, bie endliche tegelung des Straßenhandels und meldete der Direktion Frl. Bradsky, daß sie infolge der durch das die Beseitigung seiner Aus wüchse durchzusetzen. Attentat hervorgerufenen Aufregung nicht im stande sei, aufzutreten. D 4. Wahlkreis( Südost): Nich. Hadelbusch, Curystr. 16, Hof II. Uns will scheinen, daß mit den Auswüchsen des Straßenhandels Die Leitung sandte sofort den Theaterarzt zu Frl. Bradsky, der Wilhelm Jöchel, Köpniderstr. 190. im Polizeifinne der Straßenhandel überhaupt gemeint ist. Anders keinerlei Krankheit fand. ist die Klage über die Auswüchse heutigen Tages nicht zu verstehen, Bradsky noch Herr Strauß erschienen, wurde beiden die sofortige Da zur Abendvorstellung weder Fräulein wo den armen Leuten, die mühsam ein paar Mart auf der Straße Entlassung wegen Vertragsbruchs mitgeteilt. Gleichzeitig wurde verdienen, die Haftstrafe auch bei aller Vorsicht ebenso sicher ist, ihnen das Betreten des Bunten Theaters verboten. ( Wedding und Oranienburger Vorstadt): Karl Fahrow, wie dem socialdemokratischen Zeitungsredakteur die Gefängnisstrafe. soll außerdem zur Zahlung der Vertragsstrafe angehalten werden. Frl. Bradsty Ravenéstr. 6. ( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen): Adam Bittcharakteristisch sind die Gründe, die man in Berliner Bürgerkreisen hauptet, daß es ihr gelungen sei, ihre Milch bis auf ein geringes Ein Fernbahnhof für Einzugsfeierlichkeiten. Für unsre Zustände Kein Frieden im Milchkriege. Während die Milchcentrale be dorf, Fehrbellinerstr. 25. für die Möglichkeit der Errichtung eines Berliner Fernbahnhofes ins Quantum zu verpachten, erklären die Milchhändler, daß sie nicht nur Feld führt. Wie in einer Versammlung Moabiter Bürger mitgeteilt im Augenblicke genügend ringfreie Milch zur Verfügung haben, wurde, zeigt der Kaiser für die Frage der Errichtung eines Fern- sondern auch in der Lage wären, im Bedarfsfalle noch mehr ringbahnhofs in Moabit großes Znteresse und will damit die Frage eines freie Milch herbeizuschaffen. Das Organ des Verbandes deutscher Berliner Centralbahnhofs verbunden, wissen. Nachdem die Ausgestaltung Milchhändler Vereine stellt ausdrücklich fest, des Bahnhofs Friedrichstraße zu einem der Reichshauptstadt würdigen föhnung mit der Milchcentrale vollständig ausgeschlossen sei daß eine Mits Centralbahnhofe infolge der Raumverhältnisse großen Schwierigkeiten und der Milchkrieg unerschütterlich mit eiserner Stonsequenz weiter begegnet inter Berliner geführt werden würde. Dagegen feien die Wilchhändler gern bereit, zu einem Mittelpunkte für den gesamten Berliner Eisenbahnverkehr nach Auflösung des Ringes mit den Milchproduzenten Vereinbarung ausbauen läßt, bleibt für die Ausführung des Centralbahnhof- über den Milchpreis zu treffen. Außerdem wird darauf hingewiesen, Projektes nur ein Neubau übrig. Für diesen ist bereits ein um daß die Organisation der Milchhändler infolge des Milchkrieges sehr fangreiches Gelände an der Straße Mt- Moabit in Vorschlag ge- beträchtlich an Mitgliedern zugenommen hat und fortwährend neue bracht. Dem Kaiser ist, wie von gutunterrichteter Seite versichert Meldungen zum Beitritt eintreffen, indes immer mehr Genossenwurde, der Plan auch darum sympathisch, weil er ihm die Möglich- schaften, die der Centrale angeschlossen waren, sich auflösent. Unter feit eines großartigeren Empfanges fremder Fürstlichkeiten diesen Umständen ist ein Ende des Milchkrieges nicht abzusehen. durch Aufstellung einer Ehrencompagnie auf dem BahnBureaukratismus in der Eisenbahnverwaltung. Von den Bellevue fommt dabei in Betracht. Statt durch die sonderbaren Blüten, die der Bureaukratismus zuweilen auch in der enge Friedrichstraße könnten dann die Gäſte des Kaisers durch den Eisenbahnverwaltung treibt, sei hier eine kleine Probe gegeben. In Tiergarten und die vornehmen Straßen um den Königsplatz in der Nähe von Küstrin liegen die beiden Ortschaften Gorgast und Berlin einziehen. Die Verbindung mit dem Anhalter und Pots- Mansch now. Hier wohnen eine Anzahl Maurer, die schon jahre= damer Bahnhof wäre unschwer herzustellen und die immer not- lang während der Sommermonate in Berlin auf Bauten arbeiten. wendiger werdende Centralisation des gesamten Berliner Verkehrs Seit 1885 find sie von der nächstgelegenen Station Gol3ow aus auf diese Weise durchgeführt. stets anstandslos des Montags und Sonnabends per Arbeiterbillet Ob der Kaiser wirklich die erwähnten Gründe als maßgebend nach Berlin und zurück befördert worden, ohne daß ihnen jemals betrachtet, fann in diesem Augenblick weniger interessieren als die etwas in den Weg gelegt worden wäre. Dies änderte sich aber mit Thatsache, daß fie in Bürgerkreisen in erster Reihe als durchschlagend einemmale, als die Ortschaft Gorgast selbst Eisenbahnstation hingenommen werden. wurde. Am 1. Juli 1900 wurden den Maurern die Arbeiter- RückZur Bürgermeisterwahl. Auf die öffentliche Ausschreibung der die verhältnismäßig teuren Billets 4. Klasse lösen. Diese Maßregel fahrtkarten einfach entzogen und sie müssen seither ivohl oder übel Stelle des zweiten Bürgermeisters von Berlin find 15 schriftliche berührt um so sonderbarer, als sowohl von Golzow wie auch von Meldungen eingegangen, darunter mehrere von Bürgermeistern, Bei- süstriner Vorstadt aus nach wie vor Arbeiterbillets nach geordneten und Stadträten kleinerer Provinzstädte. Ferner haben Berlin verausgabt werden. Alle Befchiverden der betreffenden fich noch einige hohe Regierungsbeamte, Militärs, Staasanwalte und Maurer an die Eisenbahndirektion Bromberg und selbst an den Direktoren von Brivatunternehmungen, ein Amtsgerichtsrat, ein Minister sind erfolglos geblieben; die letzte abschlägige Antwort an Kaufmann 2c. gemeldet. Da noch Kandidaten in Betracht kommen, die Beschwerdeführer datiert vom 6. Juni 1902. In diesen Bedie schon vorgeschlagen worden find, so hat der Ausschuß über eine scheiden wird darauf hingewiesen, daß nach den Bestimmungen der Zahl von etwa 20 Standidaten zu befinden. Eisenbahn- Verkehrsordnung Arbeiter- Rückfahrtkarten nur zulässig 5. Wahlkreis: Willy Friedländer, Elsasserstr. 25 II. Otto Bels, Greifswalderstr. 45 IV. 6. Wahlkreis: H. Steiniger, Pappel- Alee 135. S. Gutthofe usw. bieten würde. Auch die Nähe des Schlosses mann, Brunnenstr. 9. Allee 197. Nieder- Barnim: Oswald Grauer, Friedrichsberg, Frankfurter Emil Schumann, Neu- Weißensee, Lehderstr. 118 part. Teltow- Beeskow: Herm. Köster, Zehlendorf, Flensburgerstr. 2. Frip Hoppe, Rigdorf, Berlinerstr. 14. C. Lokalfommission: 1. Wahlkreis: Jakob Ege, Noßstr. 28. Wilh. Nehen, Surstr. 25. 2. Wahlkreis: Wilh. Mews, Gräfeftr. 6, Hof Duergeb. IV. Karl Polenske, Gitschinerstr. 73 II. 3. Wahlkreis: Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66 v. IV. Karl Heise, Melchiorstr. 18, Stfl. III. 4. Wahlkreis( Often): D. Blume, Gubenerstr. 6 part. Zimmermann, Zorndorferstr. 44. 4. Wahlkreis( Südosten): Wilh. Sedler, Reichenbergerstr. 122. Wilh. Hauschildt, Falckensteinstr. 6 I. ( Treptow.) Gustav Beer, Stalizerstr. 65 vorn IV. 5. Wahlkreis: Karl Klein, Georgenkirchstr. 12. Wilh. Merter, S. Hamburgerstr. 10. 6. Wahlkreis: Joh. Pfarr, Putligstr. 10( Moabit). Otto Wegener, Bohenstr. 4( für Dranienburger Vorstadt und Wedding). Gustav Bizet, Brunnenstr. 164( für Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen). D. Rißmann, Dunckerstr. 13 vorn II( für Schönhauser Vorstadt). Rieber- Barnim: Otto Riebe, Friedrichsfelde, Victoriaftr. 4. Teltow- Beeskow: Herm. Schliebig, Briz, Jahnstr. 3. Alle Zusendungen in Lokalangelegenheiten sind an Wilhelm Sina, S. 14, Prinzenstr. 66 vorn TV zu richten. D. Agitationskommission für die Provinz Brandenburg: 1. Wahlkreis: Albin Schuster, Straßmannstr. 2. 2. Wahlkreis: Frig 8inte, Reichenbergerstr. 138. 3. Wahlkreis: Karl Dimmick, Ruisen- Ufer 11. 4. Wahlkreis( Often): Albert wasewis, Friedrichsbergerstr. 4. Wahlkreis( Südosten): Karl Scholz, Wrangelstr. 110. 5. Wahlkreis: Franz Kogte, Marienburgerstr. 3/4. 6. Wahlkreis: Mar Kiefel, Schulstr. 22. Gustav Lautant, Brunnenstr. 117. Nieder- Barnim: A. Taubmann, Neu- Weißensee, Elsaßstr. 15. Teltow- Beeskow: Ernst Obst, Schöneberg, Meiningerstr. 8. Arthur Stadthagen, Corneliusstr. 8. E. Vorsitzende der Wahlvereine: 1. Wahlkreis: Felig Guttmann, Neanderstr. 10 II. 2. Wahlkreis: Hugo Woldersti, Stegligerstr. 84. 3. Wahlkreis: St. Friz, Dranienstr. 157 IV. des 4. Wahlfreis( Osten): Ernst Bader, Große Frankfurterstr. 34. 4. Wahlkreis( Südosten); Paul Hoffmann, Oppelnerstr. 21. 5. Wahlkreis: Leo Zucht, Kaiserstr. 4. 6. Wahlkreis: with. Freythaler, Gartenplatz 1. Der Die Sparkassenbücher haben sich bei der städtischen Sparkasse in sind zur Fahrt zwischen Wohnort und Arbeitsort. den letzten drei Jahren, vom Schluß des Etatjahres 1898/99 bis zum Wohnort der Maurer ist nun Gorgast resp. Manfchnow. Für fie Schluß des Etatjahres 1901/02, im ganzen von 642 552 Stüd auf tommt als Eisenbahnstation die neue Haltestelle Gorgast in Frage. 719 149 vermehrt, also um 76 597 Stück oder um rund 12 Proz. Von Gorgaft nach Berlin und zurück giebt es aber keine Arbeiterder Zahl vom Jahre 1898/99. Wenn aber die Bücher nach der billets, weil diese Station über 50 Kilometer von Berlin entfernt verschiedenen Höhe ihres Guthaben gruppiert werden, dann ergiebt ist. Nun sind die Stationen Golzot und Küstriner- Vorstadt zwar sich für die einzelnen Gruppen ein bemerkenswerter Unterschied in auch über 50 Kilometer von Berlin entfernt, lettere sogar noch weiter der Vermehrung. Von 1898/99 bis 1901/02 vermehrten sich die als Gorgast, doch die Arbeiter jener beiden Orte erhalten ArbeiterSparkassenbücher mit 1-60 m. Guthaben von 187 111 Stüd billets, die Gorgafter dagegen müssen den Fahrpreis 4. Klasse zahlen. auf 203 020, also um 15 909 Stüd oder um nur 8½½, Proz. der An diesem Falle zeigt sich, daß das starre Festhalten an dem BuchBahl von 1898/99, die Bücher mit 60-150 m. von 103 968 staben zu handgreiflichen Ungerechtigkeiten führt. Stück auf 112 720, um 8752 Stück oder um gleichfalls rund 8 Proz., die mit 150-300 2. von 96 367 Stück auf 104 418, um 8051 Stück oder um wieder nur 81 Broz. Dagegen vermehrten sich die Sparkassenbücher mit 300-600 M. Guthaben von 104 696 Stüd auf 118 038, d. H. um 13 342 Stüd oder um rund 13 Broz, 20. die Bücher mit 600-3000 22. von 150 366 Stück auf 180 936, um 30 570 Stück oder um rund 20 Proz. Außerdem waren noch einige Sparkassenbücher mit Guthaben von 3000 m. bis über 10 000. vorhanden, 1898/99 mur 44, 1901/02 nur noch 17. Hier ist also eine Verminderung eingetreten, doch kommt diese wegen der geringen Anzahl der Bücher mit so hohen Guthaben wenig in Betracht. Ein Rekruten- Selbstmord aus eigenartiger Veranlassung ereignete sich bei dem 3. Garde- Regiment. Der Rekrut M. aus Kiel hatte in feiner Heimat mit einem jungen Mädchen ein Verhältnis gehabt, das Scheidungsklage von dem klagenden Ehemann als Belastungszeuge nicht ohne Fulgen geblieben war. Dazu kam, daß er in einer vorgeschlagen war. Als ihm nun mitgeteilt wurde, daß er in diesem Prozesse hier kommissarisch vernommen werden solle, ging er hin ein Unteroffizier ihn fand und abschnitt, war er schon tot. M. stand und erhängte sich auf der Kegelbahn des Unteroffizierkasinos. Als bei der 9. Compagnie. Das Polizeipräsidium teilt mit: Einem in Saft befindlichen Wenn man sein Kind der städtischen Waisenpflege anvertraut. Baletotdiebe ist ein brauner Sommerüberzieher abgenommen worden. Der Steindrucker Richter, jetzt Kastanien- Allee 74 wohnhaft, war Der Ueberzieher hat braunes Futter, und auf der rechten Seite in durch andauernde Krankheit seiner in der Charité liegenden Frau Kreuzstich von Seide das Monogramm B. M. Er ist einreihig und genötigt gewefen, fein im Juni dieses Jahres geborenes Töchterchen muß vor dem 13. Dftober ausgeführt sein. Eine Anzeige über denfind die Knöpfe von Horn und gleichfalls braun. Der Diebstahl Anfang September bis auf weiteres der städtischen Waisenpflege zu übergeben. Er hatte bei der Aufnahme auf dem Bureau in der Allten selben ist bisher nicht eingegangen und wird der Geschädigte erJakobftraße ausdrücklich gebeten, daß man ihm, falls das Kind sucht, fich in den Vormittagsstunden zwischen 9 und 12 lhe im zu einer fremden Familie in Pflege gegeben werde, Nach- Polizeipräsidium, Erdgeschoß, Zimmer 97, zu melden. richt darüber zukommen lasse. Ms Herr Nichter Ende September Central- Wahlverein für Teltow- Beeskow: Paul Hirsch, Char- wieder nach dem Waisenhause tam, um sich nach dem Befinden des reinemachen veranstaltete in den letzten Tagen die Kriminalpolizei Wildbiebsromantik in der Umgegend Berlins. Eine Art GroßLottenburg, Rosinenstr. 3. Kindes zu erkundigen, wurde ihm erst jest mitgeteilt, daß das Kind in der Tegeler Forst und den angrenzenden Gemarkungen. Vogellängst nach einem Dorf Golzow weggegeben worden sei. Mitte steller und Wilderer trieben es gar zu arg. Oftober wünschte R. das Kind zurückzunehmen und stellte den Razzia übernahm ein Kriminalfommissar, der früher dem Forstfach Die Leitung der Berliner Partei- Angelegenheiten. erforderlichen schriftlichen Antrag. Ende Oktober wurde er von der angehörte. Die Expeditionen hatten den Erfolg einige zwanzig Waisenverwaltung durch Postkarte aufgefordert, die Kleine am Wilderer und Vogelsteller zu erwischen. Daneben wurden auch Borfigwalde. Die Diskutierabende finden von jetzt an jedem 8. November abzuholen. Als aber Richter und seine Frau am noch andre interessante Entdeckungen gemacht. Früh morgens Dienstag bei Uhlmann statt. Da am nächsten Diskutierabend ein November zur festgesezten Stunde fich in der Alten Jakob- noch vor dem Eintreffen der gegnerischen Partei waren die Posten Bortragschtlus über die Geschichte der deutschen Socialdemokratie Straße einfanden, wurde ihnen gesagt, am 7. November sei die ausgestellt. Durch den ganzen Wald zerstreut, aber die Verbindung begonnen wird, ist es wünschenswert, daß alle Mitglieder sich zahl- Waisenverwaltung von der Pflegemutter des Kindes benachrichtigt unter einander aufrecht erhaltend, gaben sie sich den Anschein von reich beteiligen. Auch werden neue Mitglieder aufgenommen. worden, daß das Kind bereits am 11. Ottober ge- harmlosen Frühspaziergängern und griffen aus dem Versteck die storben sei. Köpenick. Mittwochabend 8 Uhr findet im Kaiserhof eine VerBogelsteller auf, sobald sie sich daran machten, die Fallen, LeimHiernach hat die Waisenverwaltung, wenn diese uns von Herrn ruten und Netze zu leeren. Es zeigte sich, daß man es nicht mit fammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Berichterstattung Richter gegebene Darstellung zutrifft, erst volle vier Wochen nach Anfängern zu thun hatte. Alles Material, das beschlagnahmt der Stadtverordneten- Fraktion über ihre Thätigkeit. Frauen haben demi Tobe des Mädchens Kenntnis davon erhalten. Die Schuld wurde, war geradezu vorzüglich, und der Fang mit den besten Lodals Gäste Zutritt. an dieser Verspätung trifft natürlich nicht das Berliner Bureau vögeln ebenso trefflich eingerichtet. Eines Morgens stieß man auch Wahlverein Groß- Lichterfelde- Lankwiz. Mittwochabend 8 Uhr, der Waifenverwaltung. Aber wo war der sogenannte Waisen auf einen Wilderer, der gerade ein Reh aufbrach. Der Bursche im Vereinslokal, Chauffeeftr. 104: Mitglieder- Versammlung. Lages: bater, dem die Aufsicht über das Kind übertragen war?! entfam durch Sumpf und Schilf, da er die Wege zu genau kannte, ordnung: Bericht von der Generalversammlung des Kreis- Wahl nicht ein einziges Mal besuchen wollen? Und konnte es ihm in einem toftete, ihn wieder herauszuholen. Mehr als einmal mußten DeHatte der Herr das Kind vom 11. Oftober bis zum 7. November während einer seiner Verfolger so tief hineingeriet, daß es Mühe vereins. Diskussion. Vereins- Angelegenheiten. Ort wie Golzow so lange entgehen, daß das Kind gestorben war? ante ihren Gegnern mit dem Revolver in der Hand entgegentreten. Die Waisenbäter für die in auswärtiger Pflege untergebrachten Kinder Ein Wilderer Drinzikowski wurde auf der Pürsche ertappt. Statt werden in der Regel aus den Reihen der Geistlichen, der Lehrer klein beizugeben, trat er dem Kommissar mit geladenent Drilling und ähnlicher Kleinstädtischer oder dörflicher Honoratioren genommen. und gespannten Hähnen entgegen und setzte ihn erst ab, als ihm Die Polizeiverordnung zur Regelung des Straßenhandels, welche entgehen müssen. Wer war Waisenvater für das Richtersche Kind? spielte er den Unschuldigen und erzählte, er habe nur im Auftrage Gerade solchen Personen hätte der Tod des Kindes am wenigsten ein andrer Beamter mit dem Revolver in die Flanke fiel. Nun der Magistrat, wie gemeldet, der Stadtverordneten- Bersammlung Um Antwort wird gebeten. zur Kenntnisnahme mitgeteilt hat, ist bereits in drei städtischen Um Antwort wird gebeten. eines Bauern Krähen schießen wollen. Auf Reinickendorfer Gebiet Kommiffionen durchberaten worden und hat in allen drei Zu der Operettenverschwörung im Bunten Theater erhalten wir wurde ein guter Fang gemacht. Die„ Arbeiter" Harwirt und Müller, eine verschiedene Aufnahme gefunden: Die Gewerbe- vom technischen Personal dieser Bühne folgende Buschrift: zwei harmlose" Laubenbewohner, hatten gerade einen frischen Zug Deputation hält die Polizeiverordnung aus wirtschaftlichen Gründen für verfehlt und empfiehlt dem Magiftrat, feine Zustimmung dem Kapellmeister Strauß widerfahrene Malheur durchblicken, daß große Entfernung zugezogen. Es enthielt fünfzig Singvögel. Diese Verschiedene Zeitungen laffen in der Berichterstattung über das gethan. Sie hatten das Netz von ihrer Laube aus, in der sie mit den unschuldigsten Mienen bei einer Pfeife Tabak faßen, auf eine überhaupt zu verjagen; die Verkehrsdeputation billigt dieser Herr von Arbeitern unfres Theaters verprügelt worden bas Verbot des Straßenhandels in der Umgebung der wäre. Hierauf erwidern wir, daß keiner von uns Herrn Strauß ein beiden Arbeiter" haben die Bögel zu Taufenden weggefangen, die Markthallen, der Leipziger, Friedrich- 2c. Straße, wünscht haar gekrümmt hat, eine Thatsache, die zum lleberfluß durch die gefunden verkauft, die beschädigten aber, mit Bein- und Flügelaber die Streichung der meisten Straßenzüge und Pläge der Feststellung von unser aller Alibi bestätigt worden ist. In brüchen zc., einfach ihrem Schicksal überlassen. Anlage B, auf welchen der Straßenhandel nicht unter Zuhilfenahme dem für Herrn Strauß so kritischen Augenblick stand der Vorhangs von Fuhrwert betrieben werden darf; die Straßenzieher logo am Vorhang und der Schnürbodenmeister Feldberg auf Auguft Möllendorf, der mit seinem Gespann am Humboldthafen Ein gräßlicher Unglücksfall traf gestern morgen den Stutscher Reinigungs- Deputation endlich empfiehlt die Zustimmung bem Schnürboden. Alle übrigen aber befanden sich in der Theater- stand, um aus einem Kahn eine Ladung überzunehmen. Als die mit der Maßgabe, daß einige Straßen der Anlage B gestrichen und fantine des Herrn Kohlsdorf. Zur Erläuterung des Vorfalles, deffen Pferde vor irgend etwas scheuten und plötzlich anzogen, geriet er so Lokales. unglücklich zwischen die Speichen eines Rades, daß ihm der rechte| Lederhaute schwammen gegen 300 Centner in dem nassen Element| der Behörden auf den Kopf stellt und mit den Beinen in der Fuß abgebrochen wurde. Der Verunglückte wurde mit einer Droschte herum. Eine Dampfsprige aus der Seibelstraße arbeitete stunden Luft herumfuchtelt. Nur vom Bescheide des Herrn Regierungsnach der Charité gebracht. lang, um das Wasser auszupumpen. Dieses hatte eine braungelbe präsidenten, den die beiden Beisiger auf eingelegte Beschwerde erFärbung, die von dem Gerbstoff des Leders herrührte. Das auf halten haben, thäte P. S. flüger zu schweigen. Denn in diesem diese Weise naßgewordene Leder ist start entwertet, so daß der durch spiegelt jede der gequälten Zeilen die Verlegenheit wieder, in der den Rohrbruch verursachte Schaden ein recht erheblicher ist. der Regierungspräsident fich infolge der Beschwerde befand. Muß Arbeiter und Heilstätten. Uns wird von einem kranken Arbeiter geschrieben: In den letzten Wochen beschäftigte sich die Presse, veranlaßt durch den Kongreß zur Bekämpfung der Lungentuberkulose, öfter mit den Heilstätten der Landesversicherung. Man hörte da verschiedenartige Ansichten über die Zweckmäßigkeit solcher Anstalten. Da mum aber die Anstalten ganz gern von den Arbeitern, welche hoffen, durch eine Kur daselbst ihre Gesundheit wiederzuerlangen, besucht werden, ist es verwunderlich, daß von keiner Seite einmal die finanzielle Frage angeschnitten wurde. Wenn ein Arbeiter von der Landesversicherung nach der Heilstätte geschickt wird, so erhält er als lediger Mensch bei seinem ordnungsmäßigen Abgange eine Unterstützung von sechs Mark für die ganze Zeit, welche er für seine Kur braucht. Ein Verheirateter ohne Kinder erhält ettva 7,50 M., einer mit Kindern etwa 9-10 M. wöchentliche Unterflüßung von der Landesversicherung, da die Krankenkassen in solchen Fällen kein Krankengeld zahlen. Auf ein Gesuch an die Landesversicherung um eine monatliche Beihilfe zur Miete bekamen einige den Bescheid, daß kein Fonds für derartige Unterſtügungen zur Verfügung stände, andren wurde mitgeteilt, daß das betreffende Gesuch an die Armendirektion weitergegeben sei. Man kann also wählen zwischen Weiterdarben oder Armenunterstützung, vorausgesezt, daß man schon letterer für würdig befunden wird. Hierin liegt auch der Grund, warum noch so viele Arbeiter von einem Aufenthalt in den Heilstätten nichts wissen wollen. Denn mit den paar Mark Unterſtützung ist unter den heutigen Verhältnissen keine Frau im stande, sich und die Kinder auf ehrliche Weise durchzubringen, selbst wenn sie noch etwas mit zu verdienen kann. Um nun nicht die ganze Heimstätten Bewegung als leere Phrase erscheinen zu lassen, müßte die Landesversicherung ernstlich bemüht sein, die Familien der Pfleglinge ivenigstens so zu unterstützen, daß keine krasse Not eintreten kann. Für einen Arbeiter ist es ein sehr schwerer Schritt, wenn er die Heilstätten aufsuchen soll, während seine Angehörigen zu Hause darben müssen. Daher ist es schon öfter vorgekommen, daß Patienten vor Ablauf ihrer Kurzeit die Anstalt freiwillig verlassen haben. Wir bemerken, daß wir auf diesem immer noch nicht genügend beseitigten Uebelstand schon mehrfach hingewiesen haben. In große Gefahr geriet am Montag mittag die Mamfell der der Regierungspräsident doch im Eingange seines Bescheides Kassestube des Vereins für Volkshygiene in der Oranienburgerstraße. bedingungslos zugeben, daß die Wahl am Sonntag gefeßlich zulässig Der Spiritusapparat explodierte aus unbekannten Ursachen und die war und zum Schluß deat er den Landrat durchaus nicht voll, Kleider der Damen fingen Feuer. Durch das schnelle Eingreifen sondern behilft sich mit der charakteristischen Wendung, nachdem an einiger Gäste blieb die Angestellte vor größeren Verlegungen be- der Sache doch nichts mehr zu ändern ist, kann es bei der Anordnung des Herrn Landrats sein Bewenden haben. wahrt. Neue freie Volksbühne. Wegen plöglicher Erkrankung eines Hauptdarstellers muß die Vorstellung der L. Abteilung auf Sonntag den 16. November, verschoben werden. " P Also mit diesem Bescheide kann P. S. für die Sache der Ordnung" wirklich feinen Staat machen und im übrigen ist es ja, um ein Bort Bismards zu gebrauchen, auch völlig Wurscht, welche Meinung Landrat, Regierungspräsident 2c. von der Sache haben. Denn nicht sie haben in letzter Linie zu entscheiden, sondern das Der Turnverein Fichte" hielt vorgestern im Saale der Brauerei von Rechts wegen". Von diesem heiflen Kapitel schweigt Friedrichshain ein Künstlerkonzert ab, das in jeder Hinsicht befries. S. aber aus guten Gründen fein säuberlich still. Würde das bigend ausfiel. Der zahlreiche Besuch sowie die vortreffliche Aus- Philisterium doch dabei die entsetzliche Mär vernehmen, daß das führung des Programms bewiesen, daß die in Arbeiterkreisen rühm Ober- Verwaltungsgericht bereits im Sinne der von der fociallich bekannte Vereinigung nicht allein den Leibesübungen ihr Recht demokratischen Arbeiterschaft vertretenen Auffassung entschieden hat. werden läßt, sondern auch die geistige Anregung ihrer Angehörigen Dagegen scheint P. S. die Gabe des Hellsehens oder zweiten fördert. Unter der Leitung des Dirigenten Franz v. Blon spielte das Gesichtes wie die Schottländer fagen, in hohem Maße zu beBerliner Tonkünstler- Orchester den instrumentalen Teil, aus welchem die sitzen. Nicht nur muß er den Inhalt der Zuschrift des RegierungsWiedergabe der Ouverture zu Figaros Hochzeit und der Sonate in präsidenten an die beiden Wahlvorstands- Beisiger, die von diesen F- moll von Mendelssohn hervorgehoben sei. Die Hof- Opernsängerin britten Personen bisher nicht mitgeteilt wurde, im Geiste erschaut Fräulein Hartwig erwarb sich durch den Vortrag einiger Lieder von haben, er behauptet auch unter dem 9. November,„ daß von der Schubert, sowie durch ihre Mitwirkung im Vortrag von Venzanos unterlegenen Partei( den Arbeitern) ein Wahlproteft gegen die Grande Valse wohlverdienten Beifall, während der Schauspieler Herr Gültigkeit der Wahl eingelegt worden ist", während der Mag Laurence wirksam einige Dichtungen, so Fontanes Friz Kazfuß Protest erst am 10. November dem Herrn Gemeindevorsteher zurecitierte. Der gute Verlauf der Veranstaltung wird hoffentlich gestellt wurde. weiter zum Gedeihen des Turnvereins Fichte" beitragen. Aus den Nachbarorten. Nach einer Dann huldigt P. S. den bürgerlichen Mannen von Treptow, die kühnen Muthes mit ihren heftographierten Papierwählern einen graufigen Feind niederrangen, der lachend zu Hause geblieben war, und den Schluß bildet wieder eine tiefe Reverenz vor der Wer ist Hausbesiter im Sinne der Städte- Ordnung? Eine Ent- Aufsichtsbehörde, der jeder gute Bürger auf den Knien danken müsse, daß sie in der„ Kraftprobe" die bösen Roten so energisch bezwungen scheidung von principieller Bedeutung hat der Bezirksausschuß habe. Nicht nur auf die socialdemokratischen Arbeiter Treptows, Potsdam in einer Klage des Maurers Mickler gegen die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung getroffen. Am 14. Februar fondern auch auf die der übrigen Vororte habe dieser Ausgang Ein Eifersuchtsdrama. Wie der Polizeibericht meldet, hat gestern dieses Jahres fand in Charlottenburg im vierten Wahlbezirk der sehr deprimierend gewirkt, sie allesamt hätten nun in solchen„ Straftmorgen um 10 Uhr die Schneidersfrau Mathilde H., Novalisstr. 13 dritten Wählerabteilung die Neuwahl eines Stadtverordneten statt, proben" ein Haar gefunden. wohnhaft, im Hause von der Heydtstr. 1, der Köchin Therese St. einen der bestimmungsgemäß Hausbefizer sein mußte. Der Kläger war Dliebe, heilige Einfalt von P. S.! Die Socialdemokraten von Stich in den Unterleib beigebracht. Mit einem lauten Aufschrei fank die von unsern Genossen als Kandidat aufgestellt. Am 29. Januar d. J. Treptow- Baumschulenweg sind über den Gang der Dinge, der es Köchin zu Boden, während Frau Henn mit den Worien:" Hoffentlich hatte er mit feiner Ehefrau, welche Eigentümerin des Hauses mit sich gebracht hat, daß fie sogar die Verteidigung ist sie nun auch wirklich tot, daß sie mich nicht weiter unglücklich Christstraße 4 zu Charlottenburg ist, einen notariellen Vertrag ab- der erzreaktionären Landgemeinde- Ordnung übernehmen müssen, macht", die Wohnung verließ. Sie begab sich allsogleich zu ihrem in der geschlossen, in welchem diese bekennt, ihrem Ehemanne ein Dar- während das Bürgertum nur noch imter den Fittichen der heißNovalisstr. 13, Quergebäude 1 Treppe, wohnhaften Mann, den Schneider lehn von 1000 M. zu schulden und ihm zu seiner Sicherung und geliebten Aufsichtsbehörde ſein verkümmertes und verkrüppeltes Martin Henn, und machte dieſem von dem Geschehenen Mitteilung. Befriedigung den Nießbrauch an ihrem Hause bestellt. Auf Grund Geistesleben fristen kann, höchlichst vergnügt. Auch die socialKurz darauf wurde Frau Henn in der Wohnung ihres Mannes von dieses Vertrages war Midler am 1. Februar d. J. im Grundbuche demokratischen Arbeiter der übrigen Vororte laffen ob des Ausder Polizei verhaftet und nach dem Polizeipräsidium gebracht. Der der Stadt Charlottenburg als Nießbraucher eingetragen worden. Bei ganges unsrer Kraftproben" durchaus nicht den Kopf hängen, die erste Hilfe durch einen Arzt zu teil, der sie mittels Koppfchen gewählt; ein Einspruch gegen die Wahl wurde nicht erhoben. Troß- verhältnisse mit großem Jntereffe die von uns geführten Stämpfe. von ihr anscheinend lebensgefährlich verletzten Nebenbuhlerin wurde der Wahl wurde Mickler mit 726 von 1292 abgegebenen Stimmen sondern sie verfolgen, in richtiger Würdigung der in unsrer Gemeinde für die Arbeiter so außerordentlichen ungünstigen GesamtKrantenwagens nach dem Elisabeth- Krankenhaus bringen ließ. Der dem befchloß die Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung, und wer schließlich in diesen sogenannten„ Straftproben" nicht mur Zustand der Steigner soll bedenklich sein. Die 36 Jahre alte wie erinnerlich, die Wahl unter der Begründung für ungültig zu er ein Saar, sondern wahrscheinlich etliche Haare von recht hübschen Steigner hatte vor etwa vier Jahren den Martin Henn in Budapest flären, daß das Bürgerliche Gesetzbuch den Nießbrauch des Chemanns Dimensionen finden wird, ob die unter dem Banner der Freiheit für tennen gelernt. Obwohl selbst verheiratet, ließ sich die Steigner mit am Vermögen der Ehefrau nur als Rugnießung bezeichne und als Henn in ein Liebesverhältnis ein, aus dem drei Kinder hervor Begriff des Nießbrauchs mur den vertragsmäßig eingeräumten, nicht Recht und Gerechtigkeit kämpfende Socialdemokratie, oder das von gingen, die jedoch nach der Geburt verstarben. Zur Zeit aber den gejeglichen kenne. Der Bertrag, durch den Midler den Nießbrauch der Aufsichtsbehörde beschirmte und geleitete für Cliquenwirtschaft befindet sich Frau Steigner in andern Umständen. Sie war bor au dem Grundstücke seiner Ehefrau erworben, sei nur ein Scheinvertrag schwärmende Bürgertum, die Entscheidung dieser Frage können wir Jahresfrist auf Henns Veranlassung nach Berlin gezogen und hatte und daher ungültig. Aber selbst wenn dieser Vertrag gültig wäre, Socialdemokraten getroft der Zukunft überlassen. hier als Köchin Stellung genommen. Als die Frau des Schneiders so würde doch durch ihn Nießbrauch im Sinne des§ 16 der StädteHenn von dem Verhältnis erfuhr, wollte sie sich mit ihrem Kinde Ordnung nicht begründet worden sein. Die Städte- Ordnung sei unter Sigung die Annahme eines Vermächtnisses von 22 000 M., Steglitz. Die Gemeindevertretung genehmigte in ihrer letzten von Henn lossagen. Am Sonntag versprach er ihr jedoch, zur der Herrschaft des Allgemeinen Landrechts emaniert, ihr Sprach das der verstorbene Rentier Emil 2a demann geftiftet hatte. Von Steigner zu gehen und sich mit ihr auseinander zu setzen. Die Aus- gebrauch daher nach diesem zu beurteilen. Das Allgemeine Landrecht den Zinsen sollen alte oder franke Personen, die keine Armen- Untersprache fand in einer Gastwirtschaft statt und dauerte so lange, daß unterscheide aber Nießbrauch und Antichrefe und verstehe unter dem stützung erhalten, mit Bremmaterial versorgt werden. Frau Henn aufs neue Grund zur Eifersucht zu haben glaubte. Gestern legteren Rechtsbegriffe einen Vertrag, durch den einem Pfand- mitteilung des Gemeindevorstehers ist nunmehr nach ungefähr ging sie zu ihrer Nebenbuhlerin, um an ihr Rache zu nehmen. gläubiger, der ant sich keinen Anspruch auf den Ertrag einem Jahr das Gewerbegerichts- Statut genehmigt Ein schlimmer Streich, der einer großen Anzahl Personen das des verpfändeten Grundstücks habe, durch Nebenvertrag Befis und find die Wahlvorbereitungen im Gange. werde. des Grundstücks gewährt Leben kosten konnte und nur durch die Pflichttreue des Bahnwärters und Ertrag des Grundstücks Die Erweiterung der hiesigen Stealschule zu einer Karl Götting aus Biesdorf verhüttet wurde, ist am Sonnabend- artiges antichretisches Pfandrecht sei mur ein erweitertes Pfand- Ober- Realschule wurde mit der Maßgabe beschlossen, daß das Sinne Nießbrauchrecht im des§ 16 nachmittag auf der neuen Strecke Karlshorst- Kaulsdorf ausgeführt recht, Schulgeld wie beim Gymnasium auf 136 M. erhöht wird. Gleichworden. Als der Beamte die Strede abschritt, bemerkte er auf Städte- Ordnung. Diese Auffassung der Charlottenburger Stadt zeitig sollen die Schulgeld- Freistellen für begabte imbemittelte Schüler dem Bahndamm zwei Jungen, die sich da zu schaffen machten. Bei verordneten- Versammlung hat der Bezirksausschuß als rechtlich un bon 7 auf 10 Proz. erhöht werden. seinem Erscheinen versuchten sie die Flucht zu ergreifen, einen fonnte zutreffend und thatsächlich irrig bezeichnet und ohne mündliche VerDer Antrag des Gemeindevorstehers, zur Bekämpfung der er jedoch noch festnehmen. Es stellte sich heraus, daß die beiden handlung entschieden, daß unter Aufhebung des Beschlusses der Völlerei die Erteilung der sogenannten halben) Schantdas Geleise auf ca. einen Meter untergraben hatten. Der fest- Stadtverordneten- Versammlung die Wahl Midlers für fonzession von der Bedürfnisfrage abhängig zu machen, genommene Junge jagte aus, er sei von seinem älteren Kameraden gültig zu erklären sei und die Kosten der Beklagten zur Last zu wurde abgelehnt gegen ganze drei Stimmen. Außer den Socialunter Androhung des Totschlags gezwungen worden, bei der ver- legen find. demokraten erklärten sich auch die andern Parteien gegen eine Er brecherischen Arbeit zu helfen. Zwanzig Minuten nach gethaner Am Mittwoch wird sich die Stadtverordneten- Versanmilung weiterung der Polizeibefugnisse. Die Schattenseiten der PolizeiArbeit war ein Personenzug fällig. Der Beamte machte sich sofort darüber schlüssig zu machen haben, ob sie sich bei dem Urteil be- allmacht scheinen, feit der Beamten- Wohnungsverein ohne Baukonzession nach Entdeckung des Anschlags an die Reparatur des Geleises, so ruhigen oder von dem Rechtsmittel der Berufung Gebrauch machen bauen konnte, auch den Hausagrariern aufzudämmern. Für die daß der Zug die gefährdete Stelle passieren konnte, ohne daß die will. Es ist zu erwarten, daß sie von der Berufung an das Ober- öffentliche Lesehalle wurde eine jährliche Beihilfe von 400 M. bea Insassen ahnten, welchem Unheil sie entgangen waren. Gegen die verwaltungsgericht Ab st and nehmen wird, da der höchste Ge- willigt.- Ferner wurde eine Kommission gewählt, die die beiden Jungen ist Anzeige erstattet. Es handelt sich um den elf- richtshof erst vor kurzem, am 26. September 1902, in dem Fall Rentabilität und Anlagekosten einer eventuellen Straßenbahnjährigen Rudolf Kulmer und den 13 jährigen Georg Tiepel. unfres Genossen Faustner in Rixdorf dahin entschieden verbindung Steglig- Dahlem- Grunewald prüfen soll. hat, daß grundsätzlich gemäß§ 1363 des des Bürgerlichen Bur Förderung der Vorarbeiten wurden 1000 m. bewilligt. Ueberschneidiger Schaffner. In einem Wagen der Straßenbahn Gesetzbuches das Vermögen der Frau durch Die Ehe Zoologischer Garten- Treptow war am Sonnabendabend ein Fahrschließung der Verwaltung und Nuznießung des Mannes unter Spandau. Zu der projektierten Verlegung des Bahnhofes an gast eingeschlafen. Der Schaffner wedte ihn mit der Weisung, daß worfen wird, und daß zu diesem eingebrachten Gut auch das rechte Havelufer verlangte der Eisenbahnfiskus von der er sich anständig betragen und die übrigen Fahrgäste nicht belästigen das Vermögen gehört, das die Frau während der Ehe er- Stadt einen Zuschuß von zwei Millionen Mark. Die Verkehrssolle. Als der Herr, der sich offenbar nicht der geringsten Unwirbt. Nach§ 1383 des Bürgerlichen Gesetzbuches aber ertvirkt der deputation wollte eine Million bewilligen, der Magistrat setzte diesen anständigkeit bewußt war, in bescheidener Weise erklärte, daß Mann die Nutznießung des eingebrachten Gutes in derselben Weise Betrag auf 600 000 M. herab. In der letzten Sitzung der Stadter doch niemand belästigt habe, verbot ihm der Schaffner und in demselben Umfang wie ein Nießbraucher. Die Einlegung der verordneten- Versammlung wurde diese Angelegenheit erörtert. Unser den Mund, und als der Herr auch dagegen remonstrierte, Berufung würde nur zur Folge haben, daß den Charlottenburger Parteigenoffe Rieger teilte mit, daß die socialdemokratische Fraktion ließ der Schaffner den Wagen halten und forderte den Herrn auf, Steuerzahlern noch größere Kosten erwachsen, als ihnen durch die feinen Pfennig Zuschuß bewilligen werde, da die Beseitigung der fofort den Wagen zu verlassen. Da der Fahrgast sich weigerte, dieser ungültigkeitserklärung der Wahl Midlers durch die Mehrheit des heutigen Mißstände schon längst Pflicht des Eisenbahnfiskus gewesen Aufforderung nachzukommen, wurde er vom Schaffner unter Assistenz Stadtparlaments bereits erwachsen sind. wäre. Einen ähnlichen Standpunkt nahm der konservative Stadtdes Fahrers aus dem Wagen geschleppt und auf den Straßendamm verordnete Dr. Engelhardt ein, während der Oberbürgermeister und geworfen. Von den im Wagen befindlichen Herren und Damen, Der Klempnermeister Heyden war in 2ichtenberg auf der Herr Jenne für den Zuschuß sprachen. Eine Abstimmung wurde tros die alle mehr oder oder weniger über den Vorgang empört Frankfurter Chauffee im Dezember 1899 infolge von Glatteis aus eines dahingehenden Antrages unsrer Parteigenossen nicht vors waren, vermochte niemand, da der Wagen sofort weiterfuhr, dem geglitten und hatte eine Gehirnerschütterung und Verlegung der genommen. Hinausgeworfenen mit Rat und That beizustehen. Der betreffende Wirbelsäule davongetragen. Er verklagte im Civilprozeß die Be- dropolopoltoa der an fein Ein derder Eingegangene Druckschriften. Herr kann aber, wenn er sich wegen der ihm widerfahrenen Inbill fizerin des fraglichen Terrains und den von dieser mit der Erfüllung Genugthumg verschaffen will, auf unsrer Redaktion sowohl die der polizeilichen Verpflichtungen betrauten Gärtner Gullnick auf ήτα Nummer des Schaffners wie auch die Adressen zahlreicher Zeugen Schadensersag. Gulinid, als für die Reinigung des Bürgersteiges Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieh' Berlag) ist soeben das des Vorganges erfahren. verantwortlich, wurde darauf verurteilt. Jezt hat aber ein Civilfenat 6. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Cornelie Huygens zum Eine große Anzahl Kellerbrände, die sämtlich auf Brandstiftung des Kammergerichts die Entscheidung aufgehoben und Heyden wir hervor: Neues über die Märzrevolution. Bon May Grunwald. zurückgeführt werden, hatte die Feuerwehr abzulöschen. Es wurden mit folgender Begründung abgewiesen: Weder die Terrain- Gedächtnis. Die englischen Utilitarier. Bon Ueber die Grenzen der öffentlichen Gesundheitspflege in der nicht weniger als zehn solche Brände gemeldet. Zunächst hatte die gesellschaft noch der Gärtner Gulinid feien für die ungenügende. Beer. Bon Dr. Ludwig Teleky( Wien). Die Von A. H. Simons Wehr in der Neuen Schönhauserstraße 10 zu thun, wo Steller und Reinigung berantwortlich, denn die Pflicht zur Reinigung der Bürger- heutigen Gesellschaftsordnung. ( Chicago). Der Versuch einer Personalbesteuerung. Bon Hans MarkErdgeschoß auf dem Hofe der Roten Apotheke von Marggraff in steige und Straßendämme in Lichtenberg liege nicht den Eigen- apitalfonzentration in den Bereinigten Staaten. Die Ausdehnung des Brandheerds war auf- tümern und ihren Vertretern ob, sondern der Gemeinde. walb. Bergbau und Bergarbeiter. Bon D. Hué. Flammen standen. Litterarische Rundfallend groß. Da mehrere Familien dort wohnen, so war deren Die örtliche Polizeiverordmmg, welche die Unterhaltungs- und schau: Leo Berg, Henrik Ibsen. Brockhaus' Stonversationslexikon. Die Neue Beit erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchLage recht unangenehm. Die Feuerwehr ging deshalb mit Reinigungspflicht den Straßenanliegern( Grundeigentümern) aufFast gleichzeitig erlege, sei rechts ungültig. Es seien stets die Gemeinden zur handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro mehreren Schlauchleitungen erfolgreich vor. brannte ein Lagerfeller Rosenthalerstr. 43, Ede Unterhaltung und Reinigung der Straße einschließlich des Bürger- Duartal zu beziehen. In der Beilungspreisliste der Bostanstalten ist die der Neuen Schönhauserstraße. Die Flammen hatten sich steiges verpflichtet, wenn nicht durch Observanz die Verpflichtung Neue Zeit unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post schon einen Weg über die Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Treppen gebahnt, als die auf die Anlieger oder Mieter von anliegenden Grundstücken über nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. Wehr eingriff. Gleichzeitig wurde ein Kellerbrand aus der gegangen sei. Eine solche Observanz sei aber für Lichtenberg nicht Neuen Promenade gemeldet. Dort standen Delfäffer ust. in nachgewiesen. Heyden muß nun gegen die Gemeinde flagen, wenn er feinen Flammen. Die Löschung dieses Brandes war eben erfolgt, als ein großer Kellerbrand vom Hackeschen Markt 3 gemeldet wurde. Anspruch nicht fallen lassen will. Später brannte ein Keller in der Landsbergerstr. 101. Ein sechster Treptow- Baumschulenweg. In unfrem Weltblatte, dem„ Treptower Kellerbrand wurde aus der Reichenbergerstr. 97 gemeldet. Ferner Anzeiger", falbadert in der Sonntagsnummer ein B. S. über unsre Stationen hatte die Feuerwehr noch mit der Löschung von Kellerbränden in letzten Gemeindevertreterwahlen. Eine„ Kraftprobe" nennt P. S., Der Neuen Königstr. 69, Großen Frankfurterstr. 80/81 u. a. D. zu nach einem aus der gleichen Werkstatt stammenden Artikel des Thut. Nach Lage der Sache muß mit Brandstiftung gerechnet Teltower- Kreisblattes", den Beschluß des Wahlvorstandes, nach Swinembe. 761 SS 3Dunst werden, da die Entstehung so vieler Brände in schnellster Aufeinander welchem die Stichwahl am Sonntag stattfinden sollte. Die Herren Hamburg folge starke Verdachtsmomente liefert. Die Kriminalpolizei ist ber Socialdemokraten hätten alles versucht, um ihren Willen durch Berlin ständigt worden. Bei einer ähnlichen Brandstiftungs- Epidemie aufeßen, aber die Aufsichtsbehörded. h. der Landrat fei ener-Frantj./M. früherer Jahre in Kellerräumen waren Kinder die Thäter. gisch eingeschritten und habe einfach defretiert, daß die Wahl am München Eine fostspielige Kellerüberschwemmung gab es Montagnachmittag Dienstag stattzufinden habe. Für einen Subalterngeist, der in jedem Wien in der Neuen Friedrichstr. 82. Hier war in dem Lagerfeller Schneuzen der geheiligten Person des Herrn Landrats einen welt der Lederhandlung von S. First u. Comp. ein Haupt- Wasserrohr geschichtlichen Att erblidt, mag das ja von überwältigender Wirkung geplatzt, und das eindringende Wasser hatte dann den Keller voll- fein und die socialdemokratischen Arbeiter von Treptow haben auch bei mäßigen füblichen Winden; später Trübung und leichter Regen. ständig unter Wasser gesezt. Von den etwa 1000 Centner fertiger gar nichts dagegen, wenn P. S. fich aus Freude über das Eingreifen Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glorke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. " Witterungsübersicht vom 10. November 1902, morgens 8 Uhr. Barometerstand mm 760 7625 Wind Витри Windstärke Wetter 4wolfen! 2wolfig 764 WW2bedect 766'5W 3 wolfig Temp. n. C. 5°.4° R. Stationen Barometer Windrichtung Windstärke 7 Haparanda 756 S Wetter 2Nebel Temp. n. C. 2 5 Betersburg 767 DSD 1 bedeckt 7 Cort berdeen Paris 0 5 755 SS 4 bedeckt 11 764 SS 3wolfen 4 766 Still- bedeat Wetter Prognose für Dienstag, den 11. November 1902. Zunächst meist heiter, nachts etwas kühler, am Lage ziemlich warm: Berliner Wetterbureau.