Str. 265. magas suve mind jijnom stöd of data montad allably adm Abonnements Bedingungen: H • Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsmummer mit illustrierter Sonntags, Beilage„ Die Neue Belt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. C Erscheint läglich außer Montags. dad globus haghbab dalled su19. Jahrg. and asted Calg Vorwärts Berliner Volksblatt. 100 ml of my er in co aid nagrindaigdig nadspris till Die Jufertions- Gebühr beträgt für die fechagespaltene Rolonel zeile oder deren um 40 Bfg., füz politische und gewerfchaftliche Bereins. und Versammlungs Anzeigen 20 Pig. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( mur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Quittung. min@ drid Mittwoch, den 12. November 1902. and disin Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Antrag nur als Initiativantrag gelten kann, sonst brauchten sie den Nach diesem tobenden Ausfall entdeckt die„ Germania" noch of Schein nicht zu meiden. Ein fümmerlicherer Versuch, die alsbaldige andre Feinde des Wuchertarifs, die schlimmer sind als„ der Unzulässigkeit ihres Antrags abzuwehren, ist nicht denkbar. 3 Terrorismus des Juden Singer". Wo sie hinblickt, findet sie Die Nat.- 3tg." bemerkt noch zu dieser Angelegenheit, die gräuliche Obstruktion, bei den Konservativen, bei der eignen CentrumsJin Monat Oktober gingen bei dem Unterzeichneten Mehrheitsparteien wollen vorbringen,§ 35 beziehe fich nur auf partei, bei der Regierung. Sie wültet: ida folgende Parteibeiträge ein: OF THE Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kreis 800,-( darunter den sogenannten Schwerinstag, daß es aber der Majorität unVortrag d. Gen. Bernth. am 9. 9. 02 5,-, desgl. vom 17. 10. 6,-, benommen sei, für ondre Tage beliebig die Tagesordnung zu beKlingsporn 1,-). 3. Kreis 500,-( darunter Melchor 5,-). 4. Streis stimmen". Den Rednern der Mehrheitsparteien ist schon zuzutrauen, Südost 1000,-( darunter Skatklub„ Fünfzig 15,- Sparverein daß sie so etwas vorbringen werden, da es schwer ist, vernünftiges Hufeisen" 5, Polierpatten von Spinn 5,-, A. B. 23. 30,-). für ihre Absicht zu sagen. Hätten die Mehrheitsparteien ein solches 4. Streis Dften 1000,-( dar. Uebersch. d. Sechserkasse v. Hilfebeck, Kroll Recht, so wäre die Einführung des Schwerinstages und die für diesen 11. Co. 5,85, Hochzeit bei Klug, Warschauerstr. 7,80. Ueberschuß des in§ 35 getroffenen Bestimmungen gänzlich sinnlos, da eine MehrBergnügens vom 14. Sept. vom Männergesangverein„ Kornblume", " Deutsche Eiche"," Alpenglode"," Myrtenblüte" und Musikverein Dit heit dann alle ihre Anträge zu beliebiger Zeit beraten lassen könnte, 50,-, Landpartie P. H., Markusstr. 3,-). 5. Streis 150,-( darunter während die Minderheit davon ausgeschlossen bleibt. Gerade dies R. K. 50,-). 6. Streis 3000,-( darunter A. B. Mister 1,- frische aber will der§ 35 verhüten. T " Zunächst will sie( die Opposition) verhindern, daß er überhaupt auf die Tagesordnung kommt. Sie beruft sich darauf, daß noch von früher her eine ganze Anzahl von Initiativanträgen vorliegen, die nach der Geschäftsordnung diesem nenen Antrage vorgehen würden. Da es von den Antragstellern abhängt, ob sie einem andren Antrage den Vortritt lassen wollen, so tämen bloß die von Socialdemokraten und Freisinnigen gestellten Anträge in Betracht. Vielleicht bietet sich aber für diejenigen, die in der Notwehr die Geschäftsordnung ebenso richiestos bangabet, rücksichtslos handhaben Vor allem aber und in jedem Falle gehört heute und für spätere Beiten zur Sicherung des Erfolges in Kampfe gegen die Obstruktion die Beschlußfähigkeit der Reichstagsmehrheit, und damit ist es bisher noch immer nicht so bestellt gewesen, wie es sein sollte und nun erst recht sein muß. Die Rechte des Reichstages wies gestern starte Lüden auf, aber auch vom Centrum fehlte fast ein Viertel. Auf diesem Wege kann der Zolltarif unmöglich fertig werden, und auch die Abänderung der Geschäftsordnung wird nichts helfen. Ein Teil der Abgeord neten ist pflichtgemäß anavesend, bringt große Opfer an Zeit und Geld, vernachlässigt zu Hause das Geschäft und die Familie und all das ist vergeblich, weil viele andre Abgeordnete regelmäßig ab= wefend sind oder, wenn sie einen Tag in Berlin waren, sofort am folgenden wieder verschwinden... Wir sprechen die dringende Bitte aus, die Presse möge rücksichtslos regelmäg die Namen jener Reichstags Abgeordneten veröffentlichen, die bei den namentlichen Abstinumungen abwesend sind. Es wird sich dann auch herausstellen, daß es feineswegs bloß minder gut gestellte und zu Hause schwer abitömmliche Abgeordnete sind, die fehlen, sondern vielfach gerade folche ihre Pflicht am wenigsten thun, denen die Anwesenheit in Berlin am leichtesten fällt ... Wenn nur alle diejenigen anwesend wäven, die aus bloßer Bequemlichkeit und Lässigkeit zu Hause bleiben, so würde schon die Minderheit außer stande sein, die Beschlußunfähigkeit herbeizuführen... Gestern konnte nicht einmal beschlossen werden, der Antrag Aichbichler sei für heute auf die Tagesordnung zu setzen. Die Linte hat dabei noch den Vorteil auf ihrer Seite, daß sie das Odium der Obstruktion auf die Mehrheit abschieben kann. Warum sind diejenigen, die die Vorlage woven, nicht zur Stelle? fagen die um Singer", wir haben keine Lust, durch unsre Stimmen ihnen die Fertigstellung zu erleichtern." Cigarre Niedlich 1,40, Genossen des 435. Bezirkes 9,05, Fleischer Daher ist es denn durchaus zutreffend, was die ,, Köln. VoltsWedding 1,-, Uebersch. Soldatenpfeife 3,70, G. J., Moabit zeitung" in der einzigen Bemerkung, in der sie diese Angelegenheit August Oktober 9,-, 3. 13 4. Quartal 4,50). Berlin, streift, fagte. Die„ töln. Volksztg." sagt dazu wörtlich das diverse Beiträge: Ottilie 5,- Gesangverein Olympia" 10,05. felbe, was wir gestern schon aus der„ Märk. Volksztg." citierten Herrenpartie der Ciseleure und Grabeure 2,10... st. St. 20, und was wir seiner ausschlaggebenden Wichtigkeit nochmals wiederDrechslerei Weheleben 5,-. Statklub Null- Namsch 5,-. Vont roten Schw.. Manteuffelstraße, 2- Dr. 2. A. 50,-. Ertrabeitrag holen. Offenbar ſtamunt die Aeußerung aus der parteioffiziösen von Sch., Heydtstraße, 10,- Tischlerei Tomas 15, Töpfer der" Centrumskorrespondenz". Auch das Blatt des Abgeordneten 15, Firma Drescher 3,-, Niece 10, St. 50,-. Mr. B. 75,- Bachem sagt: od judg J. B. 25,-. Von den Tischlern der Werkstatt Friedrich, Fruchtstr. 30, 10,-. Läbicken 12, Contobucharbeiter v. Wedding 5, Rudolf Wirth 3,70. Kleiner Nauke, Brandenburgstr., 3,-. A. B. 50,-..S.50,-. Uebersch. einer Sammlung bei Spinn ut. Sohn 8,-. Voltszeitung 9,40. Von den Arbeitern der Neuen Berliner Genossenschaftsbäckerei 24, 3. M. 10,-. Mitgl. der U.-Dr., 2 Raten, 12,30. Gefangverein Tonblüte 3,70. Von den Arbeitern der Filzschuhfabr. von Schliewe, Brumenstr. 24 20,-. Mr. G., Extrabeitrag gegen die Volts aushungerer 3, Uebersch. der Bierkasse Schriftgießerei wollmer, Heberth Br. 3, 75,-. Gemütl. Hochzeitsfeier in Friedrichsberg, durch Gutenberg 24,30. Mosler Nachf., Uebersch. 1,50. Metallschleifer d. KronTeuchterfabr. St. Mr. Seifert u. Co., Dresden, gef. durch E. J. 5,-. E. Knuz 9,60. Bau Alexandrinenstr. 37 a 5,80. Aufgelöst Namentos Mariendorf 20,30. Verbandsmitglieder der Druderei B6 13,50. M. L., Arzt 10,-. R. S. und M. 3. im Vorwärts" 10.-. Kontobücherfabrik Zumpe, Dranienstraße 5.- Seger bei Weber durch D. B. 10. Blantenese, amerikanische Auktion bei der Sichtfeier am Neubau D. in Nienstedten- Stockenhuden durch. D. 12, Breslau, socialdem. Verein 50.- Barmen, socialdem. Wahlver. 200, Bremen, Maschinenperf. d." Bremer Bürgerzig." 10,-. Bant, Wahlver. für den 2. oldenb. und 2. hannov. Wahltr., Beitrag für das III. Quartal 137,-. Gottbus, P. 2. 2 Quartale 4,-. Charlottenburg, Ueber schuß einer amerik. Auktion auf der roten Hochzeit am 4. 10. durch F. B. 4,60. Durlach, vom 9. badischen Wahltr., gemeinschaftt. Ausflug nach Jöhlingen, 9, Essen( Ruhr), Beitrag des socialdemokr. Vereins für den Wahltr. E. IV. Quartal 1902, 50,-, Faltenberg ( Oberschl.) 2. Forchheim bei Karlsruhe, socialdemokr. Wahlverein 10,- Gotha, durch den Vertr. H. 30,-. Gießen, E. K. 10, Berständigungs- Kommissar dringend gesucht! bisit m Hamburg, von drei socialdemokr. gefimten Staatsbeamten 60,-. Also es ist klar: Schuld an dem Steckenbleiben des ZollDa sich die Zollparteien in eine heillos verworrene Situation Hamburg, E... 40,-. Hastedt, von Parteigenoffen 10,-. Hamburg, 2. Wahlkreis 1500,-. Hamburg, im Monat Oktober in der haben treiben lassen, ertönen nun aus ihren Reihen klägliche Notrufe, tarifs sind 1. die hartnäckigen Schwänzer der Zollparteien, 2. die Expedition des Echo" eingegangen 485,62( darunter vom Radfahrer- die wahrlich das harte Herz der Opposition in Mitleid zerschmelzen Regierung des Grafen Bülow! verein Hamburg 200,-). Königsberg i. Pr., Parteibeitrag müssen. Der Reichsbote" verrät in einem Artikel 8ur Parteibeitrag müssen. Der Reichsbote" verrät in einem Artikel 3uron Möge sich also die„ Germania" über die Socialdemokratie ein 4. Quartal 100, Kappel i. S., Darwinismus und Sintflutfage Lage", der den Blatte aus dem Reichstage", also wenig in Ruhe fassen. Sie möge die Socialdemokratie nicht die 26,86. Leipzig, bom allgemeinen Radfahrerverein Leipzigs und von einem wissenden Mitgliede der konservativen Bartei geschrieben Sünden der Zollschwänzer und der golfregierung büßen lassen! Umgegend( Nichtmitglied des Arbeiter- Radfahrerbundes Solidarität) wird, interessante Zustände unter den Zollparteien. Zunächst wird ein 100,- Lüdenscheid, Parteibeitrag 50,- Lößniß im Erzgebirge, da die falsche Taktik des Bundes der Landwirte do sido Das Recht der Opposition. focialdemokr. Verein 200,-. München, Waldläufer 5,- Nürnberg, fritifiert, der den zur Verständigung geneigten Konfervativen bei ben J. G. S. 5, Nürnberg Marcel 2, Nürnberg, socialdemokr. Wahlen firamme Landbündler" entgegensetzen wolle, dadurch aber Berein Nürnberg- Altdorf 20,-. Nieder- Barnimer Wahlkreis 500,- mur den Socialdemokraten und Freijinnigen die Wahlkreise ausNordische Wafferkante 15 000,-. Oberlangenbielau, socialdemokr. liefern werde. Weiter erzählt der Reichsbote": Wahlverein von Langenbielau und Umg. 50,- Oberstein, Volksberein 3. Quartal 4,45. Pieragen, A. B. Quartalsbeitrag 1,30. Peterswaldau, Wahlverein 10,- Ronsdorf, allgemeiner Arbeiterberein, Parteibeitrag 3. Quartal 25,-. Rinteln a. W., Glass arbeiter Gejangverein Frohsinn 1,80. Reichszuschuß 8342,98. Nichzenhain, Arbeiter Bildungsverein 8,- Straßburg i. E., Altvater 5,- Schwäbischer Zinsgrofchen 250,-. Schöneberg, G. K. 10,-. Striegau, socialdemokr. Wahlverein durch den Kassierer B. 20,-. Stuttgart G. 1. 10,-. Schmiedeberg i. Riefengeb., durch den Vertrauensmann A. M. 10,-. Golingen, durch den Kreisvertrauensmann 20.-( darunter Boltsverein Solingen 15,-. TorgauLiebenwerda, Wahlfreis 31,20. Borwärts", 3. Quartal 12 712,45. Württemberg 100,-. Wilmersdorf, Teßnow durch D. G., Charlotten burg 5,. 9. 8. 2000,-. wollen, wie die Linte fie aus strupellosem llebermut ausnutzt, eine Möglichkeit, über dieses Hindernis hinweg zu gelangen." Die„ Germania" hat in ihrem Grimme die Wahrheit entbedt, Damit ist unzweideutig anerkannt, daß die vorliegenden Initiativanträge die alsbaldige Beratung des Antrags Aichbichler daß die Mehrheitsparteien selbst die Schuld tragen, wenn die Beschlußunfähigkeit des Reichstages festgestellt wird. Wozu dann aber hindern. Die„ Möglichkeit“ aber, die fich ,, bielleicht bietet, um über dieses Hindernis hinweg zu gelangen", ist in feiner das wütende Getobe gegen die focialdemokratische Obstruktion"? Und noch einen Schuldigen erfaßt der Zorn des Centrums Weise aufgewiefen und ist nicht zu finden. blaties: domai 0 Wenn die Mehrheitsparteien gleichwohl den Antrag Aichbichler Allein bei aller Verantwortung, die die säumigen Abfofort auf die Tagesordnung bringen, so brechen fie offenkundig die Geschäftsordnung und lösen alle Bande der parlamentarischen Ordnung. " D. R. 4,90. München, Gau Südbayern 95,20. Mannheim, 0 Berlin, den 10, November 1902. Für den Parteiborstand; A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. 05 Zollkampf. $ 35.12 Wir können nicht glauben, daß das gegenwärtige Präsidium des Reichstages, das sich stets als unparteiischer Hüter der Geschäftsordnung bewährt hat, sich zu diesem Bruch der Geschäftsordnung mißbrauchen lassen wird. " " Bei den Sonservativen zeigt sich mit jedem Tage mehr, wie fchabe es ist, daß Männer, wie Graf lindom ström und namentlich Herr v. Levezom nicht mehr diejenige Führung übernehmen können, die jetzt auch der Rechten so not thäte. Graf Klindowström bewies seine Fähigkeit zu vermitteln und zwar suaviter in modo sed fortiter in re( fanft in der Form, fest in der Sache) beim Zustandebringen des Fleisch beschangesetzes. Jetzt deckt ihn der tühle Rasen und niemand ist da, der an seine Stelle treten tann.otore geordneten trifft, müssen wir doch auch immer wieder betonen: in Tester Linie ist die Regierung für die Zustände verantwortlich. Ohne Diäten ist kein andauernd beschlußfähiger Reichstag mehr möglich. Die Regierung mußte wissen, daß um die Zolltarifvorlage ein hartnädiger Stampf entbrennen werde, bei dem eine beschlußtthige Mehrheit für längere Zeit zur Stelle fein müßte. Sie hat es verfännt, dafür zu sorgen, wiewohl Graf Bülow noch jängst erflärt hat, er fei kein Gegner der Diäten." " smisli sjald Im konservativen Reichsboten" finden wir wiederum eine Aeußerung, die das gute Recht der Socialdemokratie beweist, sich aufs schärffte gegen den Wuchertarif zu wehren. " Die Deutsche Tageszeitung" hatte gestern Obstruktion an gekündigt für den Fall, doß die Regierung die jetzigen HandelsDazu fagt verträge auf 5 oder 10 Jahre zu verlängern gedächte. der Reichsbote": ... Aber wir fürchten, daß die Nechte weniger geeignet ist für Obstruktion als die Linke, und daß sich für eine solche Vorlage leicht eine Mehrhait bilden könnte, wenn die Reichstagswahlen daraufhin betrieben würden, da auch die Nationalliveralen und ein Teil des Centrums dafür würden zu haben sein." sin Das fonfervative Blatt bestätigt, daß die Befragung der Lägen die Dinge bei der konservativen Partei anders oder Reichstags- Wähler über den Rolltarif eine ganz andre richtiger bei den tonservativen Parteien, denn auch Zusammensetzung des Reichstags ergeben würde als sie jetzt ist. die Reichspartei ist so gut wie sie führerlos, so würde das auch auf das Centrum einen günstigen Einfluß ausüben. Daß dieses die Verständigung wolle, darf kaum bezweifelt werden. Da Es ist die ungeheuerlichste Zumutung an die Gegner des Wucheraber bei den Konservativen sich diejenigen Männer vermissen laffen, welche der Regierung flar und deutlich sagen, daß fie mit tarifs, daß sie diesen Tarif Gesetz werden lassen sollen, während die ihrer Rechthaberei die Lage auch für sich selbst immer ungünstiger Bucherparteien selbst gestehen, daß eine Reichstagswahl die Vergestaltet, zieht es vor, sich alle Rücken frei zu halten." werfung des Tarifs und Handelsverträge, wie sie die Opposition Bielleicht ist die Linke des Reichstages mitleidsvoll genug, der fordert, herbeiführen müßte.-out dru führerlos tappenden Zollmehrheit einige Führer" zu entleihen! ப Damit ist zugegeben, daß die Erledigung der Vorlage im jezigen Reichstag eine Vergewaltigung der Wähler bedeutet. Jedenfalls ist dem Parlamentarier, der im Reichsboten" feines guil Not ausströmien läßt, vollauf zuzugeben, daß die ganze Haltung der Bolfparteien in den jetzigen Kämpfen diese betrübliche Klage vollauf rechtfertigt! igate Kighed oligida Das tobende Centrum. gation shk Politifche Uebersicht. Berlin, den 11. November. Der Reichstag In allem Gelobe gegen die golfopposition und in allem Drängen nach Henderung der Geschäftsordnung vergeffen die Zöllner blätter das fachlich wichtigste: den Versuch, zu begründen, wie überhaupt es angängig fein soll, den Antrag Aichbichler, unter Die Stimmung des Centrums steigt zur Siedehite. Die Ger- war am Dienstag wieder beschlußfähig, ja die Mehrheitsparteier. Ausfegung aller andern vorliegenden Initiativanträge, alsbald auf mania" rast in tollen Widerfinnigkeiten. Sie überschreibt ihren hätten zu Inapper Not aus sich heraus die zur Beschlußfähigkeit erund beginnt ihn forderliche Zahl von Abgeordneten stellen können. Die Präfenzdie Tagesordnung zu feyzen. Nirgends findet sich in der kon- heutigen Wutartikel„ Die Obstruktion" fervativen oder Centrumspresse nnr irgend ein Anlauf zu einer mit wild gesteigerten Schmähungen die Social siffer schwankte zwifchen 242 bei der ersten namentlichen Abstimmung gegen solchen Begründung. demokratie, weil sie am Dienstag den Reichstag wiederum und 260 bei der sechsten und letzten, wovon die Linke 50 bis Nach einer Barlamentsforrespondenz haben die Mehrheits- tünftlich beschlußunfähig gemacht habe. Ripelei", ripelhofte Un 60 Mann stellte. So gelang es denn auch, die Beratung des parteien den Antrag Aichbichler um deswillen nicht schon für gezogenheit", rebolutionäres, brutales und chilanöses Borgehen" Bolltarif Geseges um einige Paragraphen weiterzuführen. Mittwoch auf die Tagesordnung zu bringen versucht, und ähnliche Koseworte werden der Zollopposition zudedacht und Zunächst wurden die noch ausstehenden namentlichen Abstimmungen weil sie dadurch den Anschein geben fönnten, als handle da die„ Germania" nichts Bernünftiges zu sagen weiß, erhebt sie es sich um einen am Schwerinstage zu behandelnden Initiativ sich schließlich, wie immer, wenn ihr der allerlegte Rest ernsthafter antrag. Sie wollen ihn deshalb erst für Donnerstag auf die Tagesordnung zwingen. Diefes Verfahren zeigt nur das 1chlechte Gewissen der Mehrheitsparteien. Sie sind sich bewußt, daß ihr Bolemit ausgegangen ist, zum Geschimpt der Antisemiten. Der Jude Singer" und die jüdisch- socialdemokratische" Obstruktion hat es dem„ christlichen" Brotwucher- Centrum angethan! über die noch nicht erledigten Anträge zu§ 5 vorgenommen. Unser Antrag, der das imgerechtfertigte Brivilegium der auf ausländischen Werften erbauten uyus yachten, zollfrei einzugehen, beseitigen wollte, wurde mit 193 gegen 50 Stimmen abgelehnt. Mit der Mehrheit stimmter Sie Richterschen Wadenstrümpfler und sorgten so Bei in monarhischer Treue dafür, daß sich der Yachtsport auch aufregenden dunkeln Handelsgeschäfte bringen würde, so hätte man| erste Brief des Herrn Müller- Sagan unzulässig gewesen und daß fünftig seine Schiffe zollfrei aus England holen darf. dabei nicht mit dem Brauch der Diplomaten gerechnet, die gerade der Köthener Scharfmacher aus der Partei ausgeschlossen werden Abgelehnt wurde mit 181 gegen 70 Stimmen dann der Antrag dann um so zugeknöpfter sind und immer behaglicher in müſſe. des freisinnigen Abg. Dr. Müller- Meiningen, die Materialien nichtssagenden Redensarten schwelgen, je eifriger hinter den Coulissen zur Ausübung des Fischereigewerbes zollfrei eingehen zu lassen. Bei gefchachert wird. Balfour ist von dieser Tradition natürlich nicht abDie Kommission für Kinderschuh gleichem Stimmenverhältnis etwa fiel auch unser Antrag, wenigstens gewichen, und deshalb verdient auch seine langatmige Rede wenig Be- beriet am Dienstag den§ 10 der Regierungsvorlage, welcher bes die Garne zur Herstellung von Fischereinegen vom Zoll zu befreien. achtung. Auch in England erfährt ja, wie unlängst schon hervorgehoben, ftimmt, daß der Arbeitgeber vor dem Beginn der Beschäftigung § 5 wurde schließlich unverändert nach den Kommissionsbeschlüssen das Volk bitter wenig von den Dingen, die, unter verschwiegener Mitmachen sei, aber nicht, wenn eine bloß gelegentliche Befremder Kinder eine Anzeige an die Ortspolizeibehörde zu genehmigt. wifferschaft fleiner politischer Kreise, im geheimen diplomatischen schäftigung stattfindet. Unfre Genossen hatten beantragt: Auch§ 6 blieb in der Fassung der Kommission, die seinen ersten Räntefpiel gesponnen werden. Die Masse hat sich später mit den Wiederholungen der gelegentlichen Beschäftigung ist Anzeige zu Absatz gestrichen hatte, wonach Waren, die nicht besonders im Tarif vollendeten Thatsachen abzufinden. erstatten. Der Antrag wurde abgelehnt, da er zu große Belästigung genannt sind, nach denjenigen Tarifstellen verzollt werden sollen, Was Balfour über die Lage in Südafrika, über Chamberlains der Arbeitgeber herbeiführen würde und überflüssig sei, was Wurm denen sie ihrer Beschaffenheit und ihrem Verwendungszwed Reise und über die Aufrechterhaltung des Weltfriedens sagte, unter bestritt. nach zuzurechnen find. Ein Versuch der Bündler, die Re- fchied sich in nichts von den reichen Beschwichtigungsdeklamationen, Kindes der Arbeitgeber von dem gesetzlichen Vertreter des Kindes § 11 behandelt die Arbeitskarte, die bei Beschäftigung eines gierungs- Vorlage wiederherzustellen, blieb erfolglos, aber auch der die andre englifche Staatsmänner wiederholt inner- und außerhalb( Water, Vormund) eingehändigt erhalten muß; die Ausstellung erfolgt Antrag Bachnide, die Bestimmung des Vereins- Zollgefeßes, wonach des Parlaments gehalten haben. Man müsse das Beste hoffen, durch die Ortspolizeibehörde. Wurm und 3 wid beantragen: die im Tarif nicht genannten Waren zollfrei bleiben, an diefer Stelle umfomehr, da ja England feine befähigtften Söhne zur Schlichtung nach Anhörung der Schulaufsichtsbehörde. Der Berliner Verein ausdrücklich auszusprechen, wurde in namentlicher Abstimmung ab- des noch vorhandenen Haders nach Südafrika zu senden im Begriff für Schulgesundheitspflege petitioniert, daß die Begelehnt. stehe. Auch der Weltfrieden sei nicht so ernstlich bedroht, daß sich schäftigung nur zulässig sein soll, wenn der Kreis oder der Während der bedeutungslose§ 7 debattelos angenommen wurde, die Staatskunst der Welt der Aussöhnung der vorhandenen Gegen- Schularzt durch Attest bescheinigt hat, daß das Kind entspann sich eine ziemlich umfangreiche Diskussion über den§ 7a, fäße nicht gewachsen zeigen sollte. Der Somalikrisis maß Balfour nicht fräntlich oder schwächlich ist. Wurm und Baudert der die Ursprungsatteste obligatorisch einführt. Hier hat die teme allzugroße Bedeutung für die Entwvidlung des Reiches bei. befürworten die Hinzuziehung der Schulbehörde. Ein Antrag Zwid, Mehrheit in ihrem Eifer, sich zum Zollfrieg zu rüsten, mehr gethan Englands und Italiens Interessen gingen zudem in diefer An- tarte entziehen kann, fobald durch die Beschäftigung des Kindes UnMehrheit in ihrem Eifer, fich zum o reitor daß der Erziehungsberechtigte oder die Schulbehörde die Arbeitsals felbst der Regierung recht ist. Direktor Wermuth erklärte, daß gelegenheit durchaus parallel, I 1190 th zuträglichkeiten für dessen Gesundheit, für Unterricht und Erziehung der Bundesrat die ihm hier erteilte Vollmacht gar nicht brauche. Was aber den Besuch des deutschen Kaisers und entstehen, wird von Wurm dahin amendiert:„ auf Anordnung der Schon jetzt sei ihm für den Fall eines Zollfrieges die Möglichkeit deffen angebliche politische Mission anlange, so handle es fich hier Polizeibehörde nach Anhörung oder auf Antrag der Schulauffichtsgegeben, die Zölle zu differenzieren. Es wäre der Regierung durch um solche und phantastische Erfindungen, auf die behörde". Der Antrag wird nach längerer Debatte, bei der die aus willkommen, wenn der Paragraph ganz gestrichen oder einzugehen seiner nüchternen Art widerstrebe.org Mehrheit sich für ihn aussprach, zurückgestellt zu§ 19. wenigstens die von der Freisinnigen Vereinigung beantragte Die englische Presse fährt freilich trotzdem fort, mit der KaiserDamit sind die Bestimmungen über die Beschäftigung fremder Abschwächung angenommen würde, wonach die Zollatteste nur reise wichtige diplomatische Fragen in Verbindung zu bringen. So Rinder erledigt und es kommen nun die bezüglich der Beschäftigung fakultativ eingeführt werden sollten. Unfre Genossen Moltenversichert Daily News", die Frage, um die es sich hauptsächlich fchäftigungsarten auf und zwar: diejenigen Betriebe, in eigner Kinder.§ 12 zählt die für diese verbotenen Be= buhr und Stolle wiesen darauf hin, daß obligatorische handle, sei, welche Belohnung Deutschland dafür erhalten solle, denen fremde Kinder nicht beschäftigt werden dürfen, sowie WerkUrsprungszeugnisse zu einer unerhörten Placerei für den Handel daß es sich während der abschließenden Arrangements stätten, in welchen durch elementare Kraft( Dampf, Wind, Wasser, werden würden. In normalen Zeiten feien sie überflüssig, könnten Englands mit Portugal bezüglich der Delagoa- Bai Gas, Luft, Elettricität usw.) bewegte Triebwerke nicht bloß nur zu Zollchikanen führen und müßten das Ausland zu Gegen- ruhig verhalte. Kolonialsekretär Chamberlain lehne es ab, vorübergehend zur Verwendung kommen". Die Handelstammer maßregeln veranlassen. Obwohl auch der Hamburgische Bundesrats- hinsichtlich des Delagoa- Bai- Abkommens einen Auf- für die Kreise Lörrach und Waldshut in Schopfheim Bevollmächtigte Kügmann die obligatorischen Zollatteste eine fchub zuzulaffen. Soweit Portugal in Betracht komme, werde( Baden) wendet sich gegen die Bestimmung, bezüglich der Werkstätten zweischneidige Waffe nannte, und der nationalliberale Abgeordnete feine Schwierigkeit erwartet, aber Deutschland suche noch Abfindung. mit Triebwerken, die durch elementare Kraft bewegt werden. Die Dr. Semler sich für den Antrag Gothein aussprach, wurde Es sei unmöglich, diesen Stand der Dinge von der Weige- elektrischer Kraft über; dann aber würden Kinder nicht mehr beauf dem Hohenwalde betriebene Hausweberei geht zur Anwendung schließlich doch in vei namentlichen Abstimmungen jede Milderung rung Deutschlands zu trennen, Shanghai unter den schäftigt werden können; zu den Vorarbeiten( Vorwerken), 3. B. zum des Paragraphen abgelehnt. üblichen Bedingungen zu räumen. Deutschlands ur- Spulen der Zettel- und Schußgarne seien jedoch Kinder nötig. Diese Dann tam man zum eigentlichen Paragraphen des sprüngliche Forderungen seien nur zurüdgezogen worden, um Arbeit fei weder gefahrbringend noch anstrengend, während die EinBollfrieges, zum§ 8. Er giebt dem Bundesrat bei Zollkriegen es dem Kaiser zu ermöglichen, die Verhandlungen per- schränkung des Verfügungsrechtes der Eltern über ihre Kinder zur das Recht zu außerordentlichen Repreffalien. Unter Umständen kann sönlich weiterzuführen. Untergrabung der Autorität führe usw. der Zoll auf das Dreifache erhöht oder bis zur Höhe des vollen Im Zusammenhang damit wird der„ Daily Mail" aus Noch über diese Wünsche hinausgehend beantragt Abg. Briche Wertes erhöht werden. Auch im Tarif zollfreie Waren können bis Shanghai gekabelt: Wenn es noch eines Beweises dafür be-( natl.) an Stelle der Worte: sowie in Werkstätten" usw. zu sagen: zur Hälfte des Wertes mit Zöllen belegt werden. Und außerdem durft hätte, daß die deutsche Garnison in Shanghai" sowie an Maschinen, welche durch elementare Kraft bevegt fönnen alle Zollabfertigungs- Vorschriften derjenigen Länder, mit bisher noch keinen Befehl erhalten hat die Stadt zu denen wir in Handelstrieg geraten, von Deutschland übernommen räumen, so ist in der Thatsache zu finden, daß in dem im großen werden. Die Debate, in der Dr. Pachnicke und Genoffe Maßstabe betriebenen Bau von Baraden für die Stadthagen sich mit aller Entschiedenheit gegen eine selbst- deutschen Truppen teine Unterbrechung eingetreten mörderische und wirkungslose Nepreffalienpolitik aussprachen, wurde sei. Die deutschen Baraden würden aus Siegelsteinen er schließlich auf Mittivod vertagt. baut, und von Gärten und Höfen umgeben, die große Grundstücksflächen bedecken. Ueber den ruhigen Fluß der fachlichen Beratungen pfiffen zweimal heftige Windstöße. In den zwei Geschäftsordnungsepisoden tam die verhaltene But der Zollmehrheit zu trasfem Ausdrud. werden". " dem§ 12 als Abfaz 2 anzufügen: Abg. Münch- Ferber( natl.) beantragt, entsprechend jener Petition " Für die Vorwerke der Weberei ist die Beschäftigung von Kindern gestattet, sofern nach dem Zustand der einzelnen Einrichtung die Kinder nur mit besonders leichten und ihrem Alter angemessenen Arbeiten beschäftigt werden und bei der Beschäftigung eine Gefährdung durch elementare Straft ausgeschlossen ist. Eine Ausnahme findet keine Anwendung, wenn die Vorwerke durch elementare Kraft angetrieben werden." Der badische Bundesrats- Bevollmächtigte v. Jagemann stellt sich, entgegen der Regierungsvorlage, auf den Boden der Lörracher Betition und zwar im Namen der badischen Regierung. Diese habe erft jest, nach Vorlage des Gesezentwurfs, ihre Erhebungen über Kinderarbeit abgeschlossen und befürworte die Forderung jener Auch„ Standard" sagt, die Frage der Räumung Shang= hais fei, wie der Berliner Korrespondent des" Standard" aus guter Quelle erfahre, noch nicht geregelt. Die BerhandUm 16 Uhr, also zur normalen Stunde, beantragte der Abg. Lungen zwischen Berlin und London feien noch im Gange; Meldungen Barth von der Freifinnigen Vereinigung Bertagung. Die Zollmehrheit faß gerade draußen bei ihrem ewigen Frühstück, und die über ernste, nicht auszugleichende Streitfragen Opposition besaß in diesem Augenblid zweifellos die Mehrheit. Aber zwischen Deutschland und England seien indes unbegründet. der Vicepräsident Büsing zögerte und zögerte mit der Feststellung Soviel scheint also trok Balfours Spötteleien festzustehen, daß Handelskammer. Er habe auch, um der Sommission Auskunft über der offenkundigen Thatsache, daß die Mehrheit für die Bertagung die Shanghai Angelegenheit noch nicht erledigt ist und daß fie war. Und plöglich öffnete fich die Thür auf der rechten Seite und von Deutschland als Schacherobjekt benutzt wird. Da man weiß, herein strömten die Helden des Zollwuchers in schwarzem Gewimmel, wie fehr Wilhelm II. persönliches Eingreifen in alle politischen ahnungslos, was dean los fei. Die paar Freunde, die Dinge liebt, ist es durchaus nicht unwahrscheinlich, daß seine Englanddrinnen Schmiere gestanden gestanden oder vielmehr gesessen hatten, instruierten die Anrüdenden in aller Eile, was sie zu thun hätten. teise thatsächlich wichtigen weltpolitischen Abmachungen dient. Allen voran beeiferte fich der alleweil aufgeregte Graf Driola Irgendwo wird man schon wieder etliche Nägel eintreiben, an den vou der nationalliberalen Partei, den Schwarm der Zugvögel zu man dann seiner Zeit neue Marinevorlagen befestigen wird. dreffieren: Segen, fegen, sezen! fchrie er unablässig. Jezt erst erklärte der Vicepräsident, daß das Bureau zweifelhaft fei, ob od miei col # 7 die obwaltenden Verhältnisse zu verschaffen, einen Sachverständigen an diesen die Anfrage, wie hoch der Lohn eines Hauswebers fei, kommen lassen, den Obermeister Bock aus Lörrach. Wurm stellte wie lang die Arbeitszeit und ob er die Mitarbeit der Kinder für durchaus erforderlich halte, ferner ob nicht durch Einführung des elektrischen Betriebes die Arbeit derart intensiv geworden, daß sic Kindern noch mehr wie früher gesundheitsschädlich sei. Obermeister Bock erklärt, daß er nicht auf ausführliche Auskunfterteilung vorbereitet sei, da er telegraphisch herberufen, ohne sich genügend orientieren zu können; er macht daher auch nur ganz allgemeine Mitteilungen. Abg. Münch- Ferber verteidigt die Lörracher Petition mit zutreffend bekämpft werden. Jene Hausindustrie sei gerade wegen technischen Hinweisen, die aber vom Gen. Baudert als völlig uns ihrer Kinderarbeit ein Krebsschaden für die ganze Weberei, in der fie die Löhne drücke. Eine ganze Hausweberfamilie verdiene höchstens 2-21, M. täglich und auch nicht einmal regelmäßig, so daß sie eine ganz elende Eristenz führe. Nicht im Intereffe der Hauseberei, sondern in dem der Fabrikanten liege die von Münch- Ferber Löhne der Fabritarbeiter herunter zu drücken. Löhne der Fabritarbeiter herunter zu drücken. 5 Stimmen( Konservative und Nationalliberale) abgelehnt,§ 12 nach Der Antrag Prieze wie der Münch- Ferber werden gegen der Regierungsvorlage angenommen. Nächste Sitzung: Mittivoch vormittags 10 Uhr. für die Bertagung sich die Mehrheit erhoben habe, und er verlangte Deutsches Reich. die Gegenprobe, die natitrlich, da inzwischen der Saal gefüllt war, die Ablehnung des Vertagungsantrages ergab. Genosse Singer Die Freifinnige Zeitung" fährt mit allen nur möglichen ftellte darauf turz und bindig fest, daß nur die Langsamkeit der Er- Mittelchen fort, die Haltung der Freisinnigen Volkspartei mittelung des Stimmenverhältnisses aus der ursprünglichen Minder im Reichstage bei der geschäftlichen Behandlung des Bolltarifs zu heit eine Mehrheit gemacht habe. Herr Büsing gab die Ver- verteidigen, neuestens befleißigt sie sich zu diesem Zwecke auch der zögerung zu, fuchte sie aber daraus zu erklären, daß das Bureau Unterschlagung von Aeußerungen aus ihren cben uneinig getvesen fei. Ginger erwiderte schlagfertig, daß diese eigenen Reihen, wenn sie ihr nicht passen oder auch Verzögerung deshalb eingetreten fei, weil die Schriftführer, statt die nur ganz leise ettvas Opposition andeuten. So fand am Abstimmung zu ermitteln, fich mit dem Herbeiklingeln der Abwesenden legten Sonntag in Saalfeld der Thüringer Parteitag der beantragte Vergünstigung, da diese dadurch in die Lage kämen, die beschäftigt hätten. Der heilige Paasche war so freundlich, fich Freifinnigen Wollspartei statt und die biedere Freif. felbft als schriftführende lingelvorsehung zu denunzieren und als Zeitung" weiß über den ganzen Parteitag weiter nichts zu berichten er diese kleine Korrektur der Abstimmung stolz als Pflichterfüllung als die recht unbedeutende Thatsache, daß für den Streis Saalfeldbezeichnete, umtobte ihn der wilde Beifall der Mehrheit, die endlich Sonneberg, der schon seit zwei Reichstagswahlen zu unfrem feſteſten eine Gelegenheit fuchte, um ihrem Zorn Luft zu machen, daß man Besisstande zählt, ein neuer freisinniger Kandidat aufgestellt ist. fie gezwungen hatte, fich am das Zollgeschäft nicht nur als passive Auf diesem Parteitage der Thüringer Wasserstiefler, auf dem Nuznießer zu fümmern. Hänge- Peters als Hüter der öffentlichen Moral. auch die Abgg. Beckh, Müller- Meiningen und Casselmann vertreten Ernster war die Geschäftsordnungsdebatte am Schluß. Die waren, wurde nun aber auch eine Resolution angenommen, die Herr Karl Peters kann sich noch immer nicht beruhigen. NachMehrheit hatte in ihrem schlechten Gewiffen darauf verzichtet, den nach der üblichen Bortion Anerkennung für die Fraktion bei Be- dem er vor einiger Zeit lärmend angekündigt hatte, daß er einen Antrag Aichbichler auf die Tagesordnung der Mittwochsizung zu sehen, ratung des Zoltarifes also wörtlich ermahnt, daß der Parteitag der Hauptbelastungszeugen in dem Disciplinarprozeß des Jahres 1897, weil sie sich vor dem Schwerinstag fürchteten. Aber die Debatte hofft, daß die Fraktion alle zulässigen Mittel aufwenden wird, um der die deutsche Kolonialverwaltung von diesem rühmlichen Ver wurde ihnen trotzdem nicht erspart." Die Socialdemokraten die auf Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel gerichteten, treter deutscher Kultur befreite, den Lieutenant a. D. Bronsart forderten durch Singer, daß am Mittwoch gemäß den Besowie dem Abschluß langfristiger Handelsverträge hinderlichen, v. Schellendorff, durch beabsichtigte Preßbeleidigungen zur Anstimmungen der Geschäftsordnung Initiativ Anträge beraten würden. Herr Bachem übernahm es die Finte selbst den mittleren Landwirt schädigenden ho chagrarischen strengung einer Injurientlage provoziert habe, durch die er vorzubringen, deren die Mehrheit bedurfte, um die That Bestrebungen zu Fall zu bringen." den Nachweis zu führen können glaube, daß dieser Zeuge der fache zu verdeden, daß sie in ihrer Zollgier für feine andre Für alle die, welche die Haltung der Fraktion des Herrn Eugen Erfinder des Tuder Briefes gewesen sei und deshalb als Zeuge Frage mehr Interesie hat. ber der flerifale Führer kompromittierte Richter im Reichstage verfolgt haben und die Verdunklungen der keinen Glauben verdiene, hat er wiederholt von fich reden feine jesuitische Geistesschulung, indem er keine andre Ausrede zu ersinnen Freijinnigen Zeitung" beobachten konnten, bedarf es feiner be machen. Bekanntlich hat der Vater des Lieutenants a. D. Brenfart wußte als die, daß man die galdebatte am Mittwoch fortjeßen müffe aus fonderen Erklärung, warum dieser Schlußjatz der Resolution wie die v. Schellendorff kürzlich erklärt, daß sein Sohn auf die Provokation Rüchtsicht auf das- Petitionsrecht des Volkes, weil ja- Petitionen die ganze Resolution in der Freifinnigen Zeitung" teinerlei Erwähnung des Peters einfach deshalb nicht habe antworten können, weil er sich in schnelle Erledigung des Bolltarifs wünschen. Singer fing fofort die findet. Wir halten es deshalb für unfre Pflicht, auch in diesem Ostafrika befindet und wahrscheinlich die Petersschen Angriffe nicht schlaue Dummheit in der eignen Schlinge, indem er darauf hinwies, Falle die Berichterstattung der Freifinnigen Zeitung" zu er einmal erfahren hat, daß er aber auf alle Fälle den Peters sobald daß ja die erbrüdende Mehrzahl der Zollpetitionen die Beseitigung gänzen. des Tarifes forderten. Weiter erklärte Singer féine Bereitwilligkeit, Am Dienstagabend geht allerdings die Freifinnige Beitung" als möglich gerichtlich zur Rechenschaft ziehen werde. Da Peters daß auch Betitionen, selbst die Zollpetitionen, auf die Tagesordnung endlich ausführlicher auf den Thüringer Parteitag ein, fie unter seinen Unschuldsbeweis lediglich durch die unglaubhaftmachung gesezt würden. schlägt aber immer noch den Wortlaut der Resolution, deren der Aussagen dieses Zeugen führen zu wollen erklärt hatte, hätte er Die Mehrheit drehte und wandte sich vergeblich, um ihre Ab- Tendenz sie dadurch direkt fälscht, daß ihr Juhalt wie folgt aber alle Veranlassung gehabt, seine so wenig sympathische Person lehnung der Singerschen durchaus berechtigten Anregung zu recht wiedergegeben wird: Auf Antrag des Redakteurs Himmelein einstweilen nicht mehr in den Vordergrund zu stellen, sondern hübsch fertigen. Unfrerseits wurde hr nicht die schroffe Feststellung erspart, nahm der Delegiertentag eine Resolution an, welche der Fraktion geduldig den Ausgang des Beleidigungsprozesses abzuwarten. daß ihre Weigerung lediglich auf ihr ausschließliches Intereffe an der Partei vollste Zustimmung zu ihrer Haltung in der Zolltarif geduldig den Ausgang des Beleidigungsprozesses abzuwarten. den materiellen Boйvorteilen zurückzuführen fei. As von der linken frage ausspricht und dieselbe ersucht, alle zulässigen Mittet Statt dessen erschien er bekanntlich unlängst im Reichstag, um Seite der Antrag Aichbichler erwähnt wurde, wurde die Mehrheit aufzubieten, um die hochagrarischen Bestrebungen Bebel nach dem Namen feines Gewährsmannes zu fragen, bon wahren Lachträmpfen der Verlegenheit befallen; Herr v. Kardorff zu Fall zu bringen. Danach müßte man meinen, der Thü- der Bebel 1896 die Existenz des Tucker- Briefes vorgespiegelt besonders gestikulierte wie ein Beseffener. ringer Parteitag habe von der Fraktion lediglich verlangt, die hatte. Diese Auskunft zu geben, hatte Bebel abgesehen davon, 7% Mart- Zöllner zu bekämpfen! daß er ja sein seiner Zeit verpfändetes Wort gebrochen hättte Die freisinnige Bolkspartei und der Kontraktbruch. Die Frei- unt so weniger Veranlassung, als er dadurch ja nur eine dreiste finnige Zeitung" erklärt jest, vor etwa acht Tagen habe man den Komödie des Peters unterstützt hätte. Haben wir doch erst in Brief des Herrn Müller- Sagan an den Köthener Parteigenossen Frmer der letzten Zeit wiederholt nachgewiesen, daß der Zuder- Brief forrigiert, indem man in einem Schreiben an einen andren anhaltinischen in dem Disciplinarverfahren 1897 nicht die geLandtags- Abgeordneten erklärt habe, daß dieses Verhalten des Herrn ringste Rolle gespielt hat, daß vielmehr Peters' Die Guildhall- Rede bes neuen Premierministers. illus Frmer sich in drastischem Widerspruch befinde zu der Richtung, Berurteilung auf Grund eines ganz andren Die Guildhall- Rede Lord Balfours fiel gerade in den Augenblick, welche die Partei verfolge". Beweismaterials erfolgte. Schließlich wurde gegen die Stimmen der Socialdemokraten und Freifimigen für Mittwoch doch die Fortsetzung des Zollhandels be fchloffen; am Ende der Mittwoch- Sitzung wird sich dann wohl die Debatte über die Zulässigkeit des Antrags Aichbichler für die Tagesordnung der Donnerstags- Sitang ergeben. 00% m 10 Auch das ist noch eine sehr schwächliche und zweideutige Be• wo der deutsche Kaiser in London weilt, um, wie die englische Preffe handlung der Frage, ob jemand Mitglied der Freisimmigen Volkspartei Es ist deshalb nur die dreiste Fortfcgung dieser fest glaubt, tolonialpolitische Abmachungen von großer Bedeutung fein könne, der für die Bestrafung des Kontrattbruchs eintritt. Denn lächerlichen Komödie, wenn nunmehr Peters im„ Tag" mit der englischen Regierung zu treffen. Wenn man deshalb aber dieses Verhalten steht nicht mit der„ Richtung", sondern mit einen an leitender Stelle abgedruckten Artikel losläßt, in dem er hätte annehmen wollen, daß die Rede des neuen Premierministers dem Programm der Freifinnigen Voltspartei in Widerspruch. fortfährt, sich als grundlos angeschwärzte Unschuld hinzustellen. besonders viel Aufklärung über die Englands Deffentlichkeit so sehr Man hat Herrn Jrmer also immer noch nicht mitgeteilt, daß jener Daß der„ Tag" sich zu diesem frechen Spiel hergiebt, darf nicht " tweiter in Erstaunen feßen. Dies Blatt der Gebildeten" folgt dabei nur einer redaktionellen Tendenz, die unlängst darin ihren Ausdruck fand, daß sie im redaktionellen Teil, nicht einmal im „ Sprechs, die bestialischen amerikanischen Lynchakte des Lebendig Verbrennens von Negern mit beispiellofem Cynismus verteidigen ließ. Warum sollte es da einem Kulturverbreiter ähnlichen Kalibers feine Spalten spröde sperren? Daß der Peters sich in seinem Artikel in einer Vorlesung über offentlichen und parlamentarischen Anstand gefällt, ist zwar überaus grotest, aber das Unwesentlichste an der Sache. Dagegen verdient die Art, wie er auch hier wieder seinen Unschuldsbeweis zu führen sucht, einer fritischen Beleuchtung. Zivar nicht des Peters selbst wegen, über den die Akten geschlossen sind, wohl aber wegen der politischen Beziehungen, deren sich ein Mann von solcher Vergangenheit noch immer rühmen kann. Nenommiert er doch auch in diesem Artikel wieder damit, daß die Abgeordneten v. Arnim, Kardorff, Mirbach, Limburg- Stirum, Manteuffel, Arend 2c. noch immer zu ihm hielten und daß auch zahlreiche Zuschriften aus dem Lande und Besuche ihm die Hochachtung bewiesen, die noch immer zahlreiche Personen für ihn hegten. Diese Thatsache wirft denn doch ein interessantes Licht auf die Moralanschauungen dieser Kreise. andrerseits bestehenden Meinungsverschiedenheiten bezüglich) oct Frage fremder Niederlassungen in Japan zu schlichten. Dänemark. auf ein in der Ede stehendes Bierfaß( 25 Liter) aufmerksam, das gewiß als Waschgerät dienen sollte. Das darin befindliche Wasser war total faul. Als ich dies dem Aufseher mitteilte, erhielt ich zur Antwort, wenn mir das nicht passe, möchte ich mir frisches holen. Kurz bor Abgang des Transportes wurden wir zu zweien aufgestellt Die Civilehe. Der Justizminister hat dem Follething einen Gesetzs und ich mit einem nach Celle ins Zuchthaus kommenden Menschen entivurf zur Einführung der obligatorischen bürgerlichen Eheschließung mittels Kette zusammengefesselt. Als ich hiergegen Widerspruch vorgelegt. Ob sie sich firchlich trauen lassen wollen, das soll in erhob und darauf hinwies, ich sei nur wegen Terminversäumnis Zukunft dem freien Ermessen der Brautleute überlassen bleiben. in Haft genommen, erwiderte der Beamte: Freundchen, das Der gemäßigte Liberalismns. Die moderate Linkenpartei im macht nichts, wir bilden ja geschlossene Gesellschaft! So mußte Folfething hat beschlossen, sich aufzulösen und zwar mit der Beich mich denn wohl oder übel darin finden und die Fesseln wurden gründung, daß num nach dem Ministerwechsel tein so großer Untermir erst im Eisenbahnwagen gelöst. schied mehr zwischen ihnen und der Linken- Reformpartei bestehe, um In Celle angekommen, mußte ich mich vor einem noch jugendlichen das Dasein einer besondern Parteigruppe in der Linken zu rechtBeamten ausziehen und mich sogar des Hemdes, der Schuhe und der fertigen. Die Moderaten wollen jedoch als Wahlgruppe weiterStrümpfe entledigen, wie er sagte, un festzustellen, ob ich nicht bestehen. Wirkliche Parteien giebt es im Foltething jetzt nur noch Hautkrank sei. Als ich mich wieder angekleidet hatte, bat ich, sofort zwei: die Linke mit 77 Mitgliedern und die Socialdemokratie mit einem Richter vorgeführt zu werden. Dieses wurde jedoch zurück- 14 Mitgliedern. Die 8 Mitglieder der Rechten bilden ebenso wie die gewiesen mit dem Bemerken, die Richter feien jetzt zum Schöffen- 14 Moderaten nur noch eine Wahlgruppe. 18 Afrika. gericht zusammengetreten. Ungeduldig bat ich nun um Schreibmaterial und reichte nun ein Gesuch schriftlich ein, das ich nachmittags urschriftlich zurückerhielt mit dem Hinzufügen, daß das Niederlage des marokkanischen Prätendenten. Die Times Amtsgericht unzuständig sei und die Akten mit der Beschwerde per melden aus Fez vom 5. d. M.: Der Prätendent griff am 3. NoEilboten zum Straffenat Lüneburg gefandt seien; dieses war am vember bei Tagesanbruch mit einem großen Gefolge die maurischen 1. Oktober. Noch am selben Tage telegraphierte ich auf Anraten Truppen an und drang in deren Lager ein. Die Truppen des des Herrn Amtsgerichtsrates Nöldecke außerdem mit etwa Sultans fammelten sich jedoch, schlugen dann die Rebellen in die 60 Worten, indem ich Raution anbot, nach Lüneburg und bat um Flucht, verfolgten fie und brachten ihnen große Berlufte bei. Der Freilassung, erhielt aber trotz bezahlter Rückantwort keinen Be- Prätendent floh mit einigen Mann auf ein Schloß, welches die scheid. Erst am 4. Oktober, nachdem ich noch mehrere Depeschen Truppen darauf umzingelten. Das Schloß wurde gestern genommen, nach Lüneburg gesandt hatte, wurde mir seitens des Amtsgerichts der Prätendent enttam jedoch. Viele Rebellen sind gefangen geCelle mitgeteilt, daß meine Beschwerde zurückgewiesen sei. Diese nommen oder getötet worden. Nachricht wurde von Lüneburg mittels Depesche auf vorhergegangene telegraphische Anfrage des Amtsgerichts gegeben. Die fraglichen Akten mit der schriftlichen Verfügung trafen aber erst beim Amtsgericht Celle am 7., nachmittags um 4% Uhr, also fieben Tage nach Einreichung meiner Beschwerde von Lüneburg ein.". Gewerkschaftliches. " demokratische Streiftaftif". " Peters erzählt, daß lediglich der Zuder Brief, jener angebliche Brief an Bischof Tucker, nach dem Peters zugegeben haben follte, daß er einen Diener und eine Konkubine aus Eifersucht habe hängen lassen, zur Neueröffnung des Disciplinarverfahrens den Anlaß gegeben habe. Das habe am 14. März 1896 der damalige Kolonialdirektor Kayser im Reichstag selbst erklärt. Denn frühere amtliche Untersuchungen in den Jahren 1892 und 1895, die infolge englischer Anschuldigungen erfolgt feien, hätten nichts Belastendes für ihn ergeben. ergeben. Erst die Bebelsche Enthüllung des angeblichen Tuder- Briefes habe die neue Dis Herr Tample versuchte dann durch seinen Rechtsbeistand Frei- Die Heldenthat der Rathenower Gewerkvereinler und die„ social. ciplinaruntersuchung zur Folge gehabt. Und dieser Tucker- Brief laffung zu erwirken. Aber erst die Anrufung des Oberlandes habe sich bekanntlich als eine Erfindung herausgestellt! Folglich... gerichts hatte Erfolg; am 9. Oktober wurde er endlich freigelassen, Man schreibt uns: Zur Widerlegung" des Berichts im VorDiese Folgerung unterläßt Peters wohlweislich, er ist so großmütig, nachdem er wegen Terminversäumnis in einem Bagateliprozeß zehn wärts" vom 1. November über den Ausgang des Streits der Brillensie den nicht näher unterrichteten Lesern des" Tag" zu überlassen, Tage in Haft behalten worden war. und Pincenezarbeiter der Firma Nitsche u. Günther in die anzunehmen geneigt sein werden, unsern größten deutschen erhörten Zustände, die in gewissen Gefängnissen bestehen, die Reize Leitartikels über Socialdemokratische Streiftaftif" Der gute bürgerliche Herr hat nun einmal sowohl die un- Rathenow läßt der„ Gewerkverein" das schwere Geschütz eines Kolonialhelden für das Opfer einer schändlichen Kabale zu halten. des Strafvollzugs und die Garantie des preußischen Rechtsstaates auffahren. In diesem Artikel wird uns bewußte Fälschung Wie liegen nun die Dinge in Wirklichkeit? Die neue fennen gelernt. Im Deutschen Reich giebt es zwar keine ad- der Thatsachen" vorgeworfen. Von Konservativen Gegnern, Disciplinaruntersuchung wurde am Beginn des Jahres 1896 unter ministrative" Bestrafung wie in Rußland, aber einen, adminidem Eindruck der Bebelschen Anklagerede erhoben. Aber und strativen" Strafvollzug, da wir bis zum heutigen Tage von der" Post", der Arbeitgeber Zeitung" und Organen diefe einzig wichtige Thatsache unterschlägt der wadere tein Strafvollzugsgesetz haben, so daß die Polizeiwillkür alleiniges ähnlichen Schlages wäre das nicht anders zu erwarten, aber Peters geflissentlich die Anklage und Verurteilung selbst Recht ist. ein Organ, welches nur zur Vertretung der Interessen erfolgte unter vollständiger Ausscheidung der Tucker Angelegenheit, Es muß wohl erst ein inkognito reisender Monarch, vielleicht der einer Arbeiterorganisation da sein will, sollte doch wohl etwas da Bischof Tucker selbst 1896 bereits die Erklärung abgegeben hatte, Rönig von England, oder ein General in Civil mit dieser Art Rechts- vorsichtiger sein.- Nun, wir werden die Behauptungen einzeln daß er einen derartigen Brief niemals geschrieben habe. Die Ver- sicherheit unangenehme Bekanntschaft machen, che wir endlich zu prüfen und dann unsre Schlüſſe ziehen. cinem Strafvollzugsgesetz kommen. urteilung erfolgte vielmehr auf Grund eines anderweitigen erdrückenden Der Getvertverein" behauptet, daß die Firma N. u. G. in Beweismaterials, das nach dem Erkenntnis des Disci Rathenow deswegen die Verhandlungen vor dem Gewerbegericht plinar Gerichtshofes ,, Verächtlichmachung" von Staatseinrichtungen. Genosse Roll- abgelehnt habe, weil sämtliche Pläße der Brillenergeben hatte, daß Peters wagen, Redakteur der Augsburger Volkszeitung" ist jetzt nach drei- und Pincenezarbeiter durch Arbeitswillige befekt mehrere Neger thatsächlich aus Eifersucht hatte hängen laffen, monatlicher Voruntersuchung wegen einem Artikel Majestätsdaß er den Bericht über diese Hinrichtung an feine beleidigungen einst nnd jetzt" vors Schwurgericht geladen. Termin vorgesezte Behörde gefälscht hatte, daß er ist am 22. November. Anfänglich lautete die Anklage auf Majestätswiderrechtliche, grausame Auspeitschungen hatte vor- beleidigung, wurde aber dann auf Verächtlichmachung staatlicher Einnehmen und dem Sultan Melamia, der sich einiger feiner Opfer richtungen(§ 131) gewendet. angenommen hatte, widerrechtlich hatte den KriegerIlären lassen! = - -O Ausland. Oestreich- Ungarn. gewesen seien. M Thatsache ist: Vor dem Streit arbeiteten in den betreffenden Abteilungen 235 Mann. In Streit getreten sind 213 Mann. Zu den letzten Wochen waren( nach Kenntnis der Streilleitung) 40 bis 50 Arbeitswillige. Mithin waren ca. 140 Pläge leer. Daß die Plätze nicht besetzt waren, beweist die Einstellung von zunächst Das alles ist von zwei richterlichen Instanzen im Jahre 1897 23 Gewerkvereinlern sofort nach ihrem Verrat, und des festgestellt worden und da findet dieser Mann noch den traurigen weiteren Einstellung von 55 Mann sofort nach Aufhebung des Mut, darüber zu lamentieren, daß Bebel durch eine für die That Dienstagsfizung des Reichsrats kamen die Polizeibrutalitäten bei Firma war nicht zu Verhandlungen geneigt der großen Zahl der Die Wiener Polizeibrutalitäten vor dem Reichsrat. Ju der Streifs. Weitere Einstellungen sind inzwischen noch erfolgt. Die sachen selbst ganz gleichgültige, ihm von anscheinend verder Favoritener Stichwahl zu einer vorläufigen Besprechung. Auf Arbeitswilligen wegen, sondern weil die Streikenden die trauenswürdigster Seite zugegangene Nachricht getäuscht socialdemokratische und christlichsociale Dringlichkeitsanträge wegen Entlassung aller Arbeitswilligen forderten. dieser Vorkommisse erklärte der Ministerpräsident worden war. 17 Uebrigens ist es ein nicht genug zu preifender Glüds- v. Koerber: Der Befehl zum Eindringen der Der Gewerkverein" behauptet, daß seine Leute nicht zu den zufall, daß Bebel dieser Täuschung damals zum Opfer gefallen keinem Polizeibeamten erteilt. Es steht zweifellos feft, in einer Versammlung beschlossen, zu der alle Beteiligten Zutritt Sicherheitswache in das Arbeiterheim wurde von Beratungen herangezogen seien. Thatsache ist: Der Streit wurde ist, denn ohne die Tucker- Brief- Affaire hätte die Kolonialverwaltung daß aus den offenen Fenstern des Arbeiterheims Gläser auf die Straße hatten. Die Gewerkvereinler stinunten unter sich ab, und zwar ein sich bei den früheren unzulänglichen Disciplinaruntersuchungen geworfen wurden.( Proteste seitens der Socialdemokraten, Gegenrufe bei ftimmig für den Streit. An den ersten Verhandlungen mit der beruhigt und der Peters wäre der viel zu milden- Strafe der den Christlichsocialen. Zwischen den einzelnen Abgeordneten beider Amtsenthebung nicht nur entgangen, sondern er hätte möglicher- Barteien kommt es zu stürmischen Streitigkeiten.) Der Firma nach 6wöchentlichem Streik nahm als Delegierter des weise auch späterhin noch Gelegenheit gefunden, durch Be- Ministerpräsident versichert, der Sachverhalt werde flargestellte werkvereins Herr Radeboldt teil. Die Ver friedigung feiner Sultansneigungen Menschenleben zu opfern! werden, es werde geschehen, was Rechtens ist. Abgeordneter handlungen zerschlugen sich. Es wurde wieder in einer Versammlung Man darf füglich gespannt darauf sein, ob auch jezt nach Pernerstorfer verlangt das Wort, vermag jedoch nicht in Gegenwart aller Streikenden, also auch der Gewerk. diesem für Peters so vernichtend ausgefallenen Reinigungs- zu sprechen, da es zu langanhaltenden, lärmenden Streitig vereinter und des Vorfizenden derselben, Herrn versuch dieses Mannes die von ihm reklamierten im öffent demokraten kommt, die sich ununterbrochen Schmährufe und feiten zwischen den Christlichsocialen und den Social Kahlbau, einstimmig beschlossen, den Streit fortzusehen. Leben stehenden Freunde nicht Veranlassung nehmen Beschimpfungen entgegenschleudern. Endlich beantragt Abgeordneter handelt werden. Und wieder war als Vertreter des Ge Nach abermals 6 Wochen sollte vor dem Gewerbegericht vers werden, die kompromittierende Freundschaft unzweideutig Bernerstorfer, dessen Ausdruck christlichsociale Fangwerkvereins Herr Lochow delegiert! Eine Vertretung zurückzuweifen. hunde" neuerlich Lärm und Streit hervorruft, die sofortige im Streiffomitee ist niemals von den Gewerkvereinlern auch nur beEröffnung der Debatte über die Interpellationen. Die Beantwortung der Anträge wird abgelehnt. Die lärmenden antragt worden. Vielmehr ist dem Metallarbeiter- Verband nur mitAuftritte zwischen den Socialdemokraten und Christlichsocialen dauern geteilt worden, daß 2 Personen das Streitfomitee des Gewerteine geraume Zeit fort. vereins bilden und an diese alle Angelegenheiten zu berichten feien. geschlossen gewesen, hat aber selbst hinter verschlossenen Thüren den Der Gewerkverein ist von keiner wichtigen Beschlußfaffung ausBeschluß gefaßt, den Streit aufzuheben! Aus Preußisch- Sibirien. Zu den Polizeiskandalen liefert die in Braunschweig erscheinende„ Landeszeitung" einen beachtenswerten Beitrag. Dort crzählt ein Herr Lampke, Inhaber des Braunschweiger Grundbefiz- Verkehrsinstituts, wie es ihm im Polizeigefängnis in Hannover ergangen ist. Zample war von einem Zahlmeister Rigau in Celle wegen einer Beleidigung verklagt. Den Termin am 17. September hatte er irrtümlich versäumt; er setzte das Amtsgericht in Celle telegraphisch von seinem Ausbleiben in Kenntnis. Am 30. September inorgens Landtagswahlen einem abgeschlossenen Kompromiß gemäß 13 VerDie niederöstreichischen Großgrundbesizer wählten bei den heutigen fassungstreue und drei Konservative. Frankreich. Fortsetzung des Bergarbeiterstreite. い Nachdem dieser Beschluß von den streifenden Gewerkvereinĭern gefaßt war, ohne den Verbändlern auch nur Zutriti zu gestatten, hat am folgenden Tage eine Sigung des Aus1/8 Uhr wurde er, ohne daß ihm ein Haftbefehl zugegangen war, der Grubenarbeiter hat an die französischen Grubenarbeiter zu der das Generalrats- Mitglied, Herr Krist, sowie die Genossen St. Etienne, 10. November. Der National- Ausschuß schusses des Gewerkvereins der Klempner in Rathenow stattgefunden, verhaftet, um nach Celle transportiert zu werden. Lampke erzählt und das Arbeiterproletariat ein Manifeft gerichtet, in welchem Makait und Früngel vom Metallarbeiter- Verband geladen und erzu der das Generalrats- Mitglied, Herr Krist, sowie die Genossen nun weiter: der Ausschuß die Grubenarbeiter zur Geduld mahnt, sie an ihre " Ich legte telegraphisch dagegen Beschwerde beim Amtsgericht Annahme des Schiedsgerichtes erinnert und den Gesellschienen waren. Celle ein unter der Begründung, daß ich Familienvater, Bürgerschaften Winkelzüge, und Grundbefizer, sowie auch fautionsfähig sei, erhielt aber trotz und schlechte Absichten gegenüber den Ausständigen 1. daß unsre Genossen erklärt hätten, es den streifenden Gewerk Verschleppungs Politif Zu dieser Sigung bemerkt der Gewerfberein": bezahlter Rüdantwort keine Nachricht. Ich wurde nun, ohne vorwirft. etwas genossen zu haben, 12.23 Uhr so lange hatte ich mich ständiger würden die Gesamtheit nicht zum Nachgeben bewegen, fie wieder aufnehmen; 2. daß unsre Genoffen der Ueberzeugung Not und entehrende Unterwerfung einzelner Aus- vereinlern nicht verdenken zu können, wenn sie die Arbeit auf der hiesigen Polizeidirektion aufhalten müssen der fo- würde vielmehr kämpfen bis zum fiegreichen Ende. feien, daß der Streit verloren fei; 3. daß unsre Genossen genannten Gendarmerieforrespondenz übergeben und in einem Gegenüber dem Proletariat erklärt der Ausschuß, daß angesichts der die Hoffnung ausgesprochen haben, daß bei ferneren Streits man Coupee mit Berbrechern und zerlumpt aussehenden Menschen Kampfbegier und der mala fides der Arbeitgeber die Grubenbefördert. Anstatt nach Celle turde ich zu meinem Entsetzen nach arbeiter nicht mehr isoliert dastehen dürfen, und fordert das ebenso fest wie in diesen 14 Wochen zusaminenstehen möge; 4. soll Hannover transportiert. gesamte Proletariat auf, fich am Kampfe zu be- Fringel die Fehler, die in Bezug auf die gegenseitige Verständigung Hier angekommen, wurde ich mit etwa 50 Personen in einen beteiligen. Der Ausschuß appelliert an alle Arbeiter gemacht feien, anerkannt haben; 5. daß ein Protokoll aufgenommen Transportwagen gepadt, der wohl unter normalen Verhältnissen ver bände, durch ein allgemeines entschiedenes Vorgehen fämt- fei, welches unsre Genossen unterschrieben haben. nur für die Hälfte Raum hat, und in das Polizeigefängnis licher Arbeiter die Bemühungen der Grubenarbeiter abgeliefert. Dort ging es wüst her. Ein Unterbeamter riß mir, unterstützen. สน Thatsache ist nur, daß das Protokoll aufgenommen und von ohne mich vorher zu fragen, den Rock auf, nahm mir zugleich meinen Hut vom Kopf und warf in ihn die in meinen Taschen arbeitern wurde die Fortsetzung des Ausstandes beber, Gewerkverein" behauptet! 1. Makait und Früngel Denain, 10. November. In einer Versammlung von 2000 Bergs steht aber nahezu das Gegenteil von dem, was unfren Genossen unterschrieben ist. In diesem Brotokoll gefundenen Sachen hineir; den Hut mit den Utensilien stellte er dam schlossen. In Lievin tam es zu Zusammenstößen; die Gen auf einen recht schmutzigen Tisch. Den auf dem Flur im Kreise Herum- barmerie ging mit der Waffe vor; mehrere Personen haben nicht den Beschluß der Wiederaufnahme der Arbeit gutstehenden wurde dann Essen in wenig appetitlich aussehenden wurden verhaftet. geheißen, sondern nur den Schritt, daß die Gewerkvereinler unterSchüsseln gereicht; ich habe selbstverständlich darauf ber zichtet, da für einen gebildeten Menschen schon der Anblick etel- St. Florentine hat gestern kein einziger Arbeiter die Arbeit wieder wenn sie den Streit für verloren erklärt hätten, denn in einer VerClermont Ferrand, 11. November. In den Kohlengruben von handelt haben. 2. Blödsinnig müßten unfre Genossen gewesen sein, erregend war. Bald darauf teilte ich mit einer zerlumpt aus- aufgenommen. fehenden, wegen Einbruchsdiebstahls festgenommenen Person den fanmilung der Streifenden, die vier Tage vorher stattfand, ist in mir angewiesenen Raum. Hier herrschte ein Duft, der mich fast Faveau erklärten in einer Versammlung die Zugeständnisse der vereinter beschlossen worden, den Streit nicht nur forts Marseille, 11. November. Die Bergarbeiter vou Garda und Gegenwart und ohne Widerspruch der Gewerks übel machte. Als Quelle des Gestantes fand ich dann einen in Grubengesellschaften für ungenügend und befchloffen die Fortzuführen, sondern ihn auf andre Branchen, die die der Ecke stehenden, seit langem nicht geleerten Abort. Meinsetzung des Ausstandes. wiederholtes Klopfen Klingelzug usw. ist nicht vorhanden Industrie beeinflussen können, auszudehnen. Hierzu hatten die fand kein Gehör. Gegen Abend, ungefähr um halb 6 1hr, kamen noch drei, wie ich hörte, zu mehreren Jahren verurteilte, wegung der Bevölkerung in Frankreich im Jahre 1901 ergiebt eine borstandes in der Tasche, und weil die Hochtonjunttur Bevölkerungszuwachs. Die amtliche Aufstellung über die Be- Genossen Makait und Früngel die Genehmigung des Verbandsmich anwidernde Personen hinein. Zugleich wurden fünf Vermehrung um 72 398, gegenüber einer Verminderung die Unternehmer zur Nachgiebigkeit gezwungen Strohsäcke, die den Raum vollständig ausfüllten, als Nachtlager um 25 988 Köpfe im Jahre 1900. Das Ergebnis ist die Folge hätte, war diese erteilt! hereingebracht. Zu dieser Zeit wurde dann auch der erwähnte einer Vermehrung der Geburten und besonders einer Abort auf meinen Hinweis geleert. Was nun durch den Abort ent- Verminderung der Sterblichkeit. fernt war, entströmte dem Nachtlager. Ich verbrachte die Nacht Niederlande. Und dieselben Leute follen den Streit für verloren erklärt haben!! Wo der Informator des Gewerkvereins" die Stirn zu solchen figend auf einer Bank. Früh am Morgen 5 Uhr sollte ich mit Fälschungen hernimmt, begreife ter tann! 3. Die Hoffnung zum einem Transport nach Celle gebracht werden. Wie jeder civilisierte Das Haager Bagatellgericht wird nächstens wieder in Attion Zusammenhalt wurde noch für den gegenwärtigen Streit Mensch, so hatte auch ich das Bedürfnis mich zu waschen, fand aber treten. Es wird nämlich Anfang 1903 zusammentreten, uin die ausgesprochen, weil M. und F. annahmen, daß der Gewerkverein hierzu keine Utensilien. Endlich machte mich einer der Anwesenden zwischen Japan einerseits und Deutschland, England und Frankreich doch zum mindesten erst unfre Beschlüsse abwarten würde. 4. Fehler Der Verständigung find anerkannt" worden aber gehler liche Lohnerhöhungen vorsicht, läßt sich erst nach näherer Prüfung -| des Tarifs beurteilen. des Gewerkvereins. Der Vorwurf der„ bewußten Fälschung der Thatsachen" fällt, das beweist das Vorstehende, auf den Urheber in doppelter Schärfe zurück. " sils An alle( Mohair-) Doppel- Plüschweber Deutschlands! nich Rußlands Außenhandel. Die russische Statistik hinft immer hinterher; so werden denn auch jetzt erst die Ziffern des auswärtigen Handels Rußland während der ersten sieben Monate des laufenden Jahres bekannt. Danach erreichten die 1900 1901 1902 · 346 294 382 391 412 779 Ausfuhr Einfuhr Tausend Rubel 334 244 311 784 302 500 Ausfuhra Ueberschuß 12 050 70 607 110 279 In Hainichen( Sachsen) glauben die Kollegen, daß fie infolge Umjäge eine Höhe von 715 279 000 Rubel gegen 694 175 000 und des geringen Lohnes und des teilweise sehr schlechten Materials die 680 538 000 Rubel in dem gleichen Zeitraum der Jahre 1901 und Der Gewerkverein" nimmt aber nicht nur seine eigne Fälschung Lohnbrüder für die übrigen Berufskollegen abgeben müssen. Es 1900. Diese Zahlen verteilen sich auf die Ein- und Ausfuhr als Entschuldigung für den Verrat seiner Anhänger, sondern ergeht deshalb an alle die Bitte, die betreffenden Kollegen dadurch wie folgt: sling suit er verallgemeinert das zu einer socialdemokratischen mit Material zu versehen, daß unverzüglich Lohntabellen eingesandt Streiftaftit". Demgegenüber erinnern wir an den Streit der werden mit Angabe der Dichte in Kette und Schuß per Centimeter Dreher bei der Firma Flöther in Gassen wo 14 Streifbrecher des Breite der Ware und die Länge der Arbeitszeit sowie Schußzahl der Gewerkvereins ausgeschlossen werden mußten und durch den Stühle per Minute. Alle Sendungen wolle man an Albin Reichelt, Streifbruch der 14 Mann unsrerseits 10-12 Magregelungen Chemnig, Uferstr. 14, richten. zu verzeichnen waren; wir erinnern an den Streit der Firma Stein, Berlin, Blumenstraße, wo die Gewerkvereinler, die mit beraten Bon den arbeitswilligen Maurern in Rostock, die in der fürsorg hatten, ebenfalls eigenmächtig Aufhebung befchloffen.de lichsten Weise von den Maurermeistern empfangen wurden, haben Wenn der„ Gewerkverein" sagt, seine Leute wollen erst mitraten zwei Italiener sofort den Entschluß gefaßt, wieder abzureisen. und dann mitthaten, so müssen wir verlangen, daß, wo sie mit- Vorher wurden fie jedoch von einem Polizeibeamten in der Herberge raten, sie das Mitthaten wie bei Flöther, bei Stein und in aufgesucht, der sie recht höflich einlud, nach dem Polizeibureau zu Rathenow nicht auerst einstellen. Bis heute war die Gekommen, damit ihre Papiere in Ordnung gebracht werden fönnten. Rathenow nicht zuerst einſtellen. Bis heute war die Ge- Die Italiener folgten der freundlichen Einladung. Auf dem PolizeiFällen die, bureau wurden sie von zwei dort anwesenden Maurermeistern = Im Vergleich zum Varjahre ist der russische Export um 7,9 Proz. gestiegen, der Jmport um 3 Broz. gefunken. Die Ausfuhr stellte sich in den Hauptwaren- Gruppen folgender Die Ausfuhr stellte sich in den Hauptwaren- Gruppen folgendermaßen: 1900 1901 1902 Lebensmittel Rohe und 10 555 12579 10 583 346 294 382 391 412 779 halbbearbeitete Vieh Fabrikate Zusammen Materialien Tausend Rubel 192 914 133 939 8.886 215 800144 9779 035 247 077 142 975 12 144 Der Ueberschuß der Ausfuhr über die Einfuhr beträgt also. aus dieser Ziffer auf eine Besserung der russischen Wirtschaftslage Das Gewerkschaftskartell in Effen hat in seiner letzten Sigung zu schließen. Wie schon der flüchtige Vergleich lehrt, entfällt die beschlossen, gemeinsam mit den Hirsch- Dunderschen Gewerkvereinen Zunahme der Ausfuhr fast allein auf Lebensmittel, vornehmlich auf Erhebungen zu veranstalten über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse Getreide, Butter, Eier, Flachs c. Da aber im letzten Jahre die der in Essen beschäftigten gewerblichen Arbeiter. Die christlichen Ernte feineswegs außergewöhnliche Erträge gebracht hat, so bleibt Gewerkschaften, die man gleichfalls hierzu heranziehen wollte, wollen nur die Annahme übrig, daß die Vermehrung der Ausfuhr eine von einer Beteiligung an den Erhebungen nichts wissen, sie ziehen Folge der steigenden Unterkonsumtion der ärmeren russischen Volkswerden beim Bau des Kanals in der Kaiser es vor, in einer socialen Stommnission" mitzuwirken, in der Richtfchichten ist. Wilhelmstraße berlangt. Stundenlohn 60 Pf. Dunderschen, das Kartell möge mit ihnen und den christlichen eine arbeiter die erste Rolle spielen. Eine Anregung der HirschMeldungen auf der Baustelle. fich beizeiten als die lieben braven Kinder beim Fabrikanten in empfangen, die sich die größte Mühe gaben, die beiden Italiener Empfehlung zu bringen, ihre Pläge zu sichern und den Fabrikanten zur Aufnahme der Arbeit zu bewegen. Das verständnisinnige zu sagen: 23 ir sind doch besser als die bösen Social- Busammenwirten von Polizei und Unternehmern hatte jedoch keinen demokraten, die da draußen immer noch streiten! Ja, ja, so Erfolg, frog der von dieser Seite aufgebotenen Liebenswürdigkeiten über 110 Millionen Rubel; dennoch würde es völlig verfehlt sein, ein freifinniger Socialdemokratenfresser von Gewerkvereinsredakteur reisten die Italiener ab. hat's nicht leicht! Er soll einmal mit Helm und Schwert die Arbeit verteidigen, darf aber dem Kapital auch nicht auf die Hühneraugen treten! Berlin und lugegend. Maurer So ist auf großen roten Blakaten, die an den Anschlagfäulen Berlins prangen, zu lesen. Es muß also doch wohl nichts mit dem Stampfbeton, mit dem man uns graulich machen wollte, sein. Wir haben ja auch gleich die Aeußerung des Herrn Bauführers als das erkannt, was sie ist: eine leere Drohung, die jedenfalls nur im Interesse der ausführenden Firma erfolgte. Daß das Plakat seinen Zweck vollkommen verfehlt, müßte selbst einer Bauleitung nicht unbekannt sein. Man läßt auch sonst kein Mittel unversucht, wenn es auch noch so unbrauchbar ist, um Maurer zu bekommen, die ihren ausgesperrten bezw. streitenden Kollegen in den Rücken fallen, und die, entgegen den Bestimmungen, die vor dem Berliner Gewerbegericht am 24. Juni 1899 festgesetzt wurden, für nur 60 Bf. Stundenlohn arbeiten sollen. und so geht es in üblicher Weise weiter. Diese Maß werden freilich regeln lehnte das Startell ab und erklärte sich, einem früher gefaßten Be gemeinsame Kandidatenliste für die Gewerbegerichtswahl aufstellen, schluß gemäß, für selbständiges Vorgehen bei den Wahlen. susi doua nu radost Aus Industrie und Bandel. Der englische Eisenmarkt hat sich, wie schon fürzlich an dieser amerikanischen Bestellungen stetig abnehmen, während andrerseits Stelle näher ausgeführt wurde, wesentlich verschlechtert, da die die deutsche Konkurrenz, um ihren Ueberschuß auf dem verengerten Markt unterzubringen, zu weiteren Unterbietungen greift. In einem Bericht der Rh.- Westfäl. 3tg." aus London heißt es hierüber: Seit unsrem leßten Bericht hat sich die Lage des Marktes feineswegs gebessert, im Gegenteil, die Anzeichen einer Depression, die sich in Geschäftsergebnisse größerer Bierbrauereien. Ist auch das einigen Bezirken bemerkbar machten, haben sich noch verschärft. In Braugewerbe von der Strije feineswegs verschont geblieben. so leidet einigen Rohmaterialien ist der Preis etwas heruntergegangen und es doch im ganzen unter der Ungunit der Verhältnisse entschieden die Nachfrage war ruhiger wie in der Vorwoche. Der Niedergang weniger, als eine Reihe andrer großer Industrien. Deutlich zeigt in den Preisen ist zweifelsohne in der Hauptsache der Verflauung sich das in den Jahresabschlüssen verschiedener größerer hiesiger im amerikanischen Begehr zuzuschreiben; die Lage daselbst hat eine Brauereien, die soeben zur Beröffentlichung gelangen. Die merfbare Wirkung auf die Tendenz des hiesigen Roheisenmarktes Schultheiß- Brauerei schließt das Geschäftsjahr 1901/02 mit einem bekommen. Die Lage des Marktes für Fertigfabrikate bleibt So werden die bekannten Maßregeln gegen die Streifpoſten Bruttogewinn von 11 042 851 M. gegen 10 635 002 M. im Vorjahr. wenig befriedigend. In verschiedenen Zweigen herrscht ein flauerer nicht nur von unteren Polizeiorganen mit sehr viel Schneidigkeit Der Reingewinn stellt sich einschließlich Gewinnvortrag auf Ton und es werden käufe zu etwas gewichenen Preisen gethätigt, auch bei diesem Ausstand angewandt. Ginige hat man berhaftet, 1901 805 W.( 1 608 489 W.), von welchem 14 Proz. Dividende wenn auch die Fabrikanten in Anbetracht der heutigen hohen Koſten andre drohte man sofort zu verhaften, wenn sie nicht weitergehen auf das 12 Millionen Mart betragende Aktienkapital verteilt werden für Rohstoffe, kaum dazu in der Lage sind. Der einzige Artikel, der sollen, während im boraufgegangenen Jahr auf das alte Stapital noch recht flott geht, sind Stahlschienen, abgesehen von der guten an der Sache sehr wenig ändern. von 9 Millionen Mark 14 Proz. und auf das nene Kapital von inländischen Nachfrage, für den Export erhebliche Mengen verschifft Die Ausgesperrten beztv. ftreifenden Maurer find bon 3 Millionen Mark 5 Proz. Dividende verteilt wurden. Die Schloß werden. Schiffbaumaterial liegt in einzelnen Bezirken etwas besser, dem besten Geifte befeelt und denken gar nicht daran, die Arbeit brauerei in Schöneberg, deren Geschäftsjahr mit dem 30. September aber man kann nicht sagen, daß das Geschäft irgendwo glänzend unter den alten Bedingungen aufzunehmen. Auch auf den übrigen schließt, hat einen Reingewinn von 299 467 M. erzielt( im Vorjahr wäre; im Norden Englands sollen 50 Docks leer liegen. Der festStrecken ist dieselbe Einmütigkeit unter den Maſſen vorhanden wie 340 896 W.), wovon eine Dividende von 9 Proz. gegen 10 Proz. imische Wettbewerb wird immer kühner und in vielen Fällen Die Arbeit wieber flott zu machen, und bas ift: die Bewilligung Vorjahr zur Verteilung gelaugh-- Bei der Berliner Unions- drängt er, die eingestelle egrets fit stabeiſen 6 L. 15 s., verlauft brauerei ist sich auf B. beträgt offizielle für des 65 Pf.- Stundenlohnes und die Wiedereinstellung der vorjährigen ziemlich gleich, der Reingewinn steht aber mit 146 412 wird zu 6 L. 12 s. 6 d., während die belgischen Offerten auf 6 L. Ausgesperrten. glauben wir nicht, daß es der Bauleitung gelingen wird, ihren trägt wieder 5 Broz. So lange dieſes Mittel nicht angewandt wird, Mark um 9667 W. niedriger, als im Vorjahr. Die Dividende be- lauten; ein ähnliches Verhältnis herrscht bei Stahlfnüppeln, die von deutscher Seite 10 s. unter dem Inlandssah von 4 L. 15 s. angeboten Willen durchzudrücken. Hierzu ist aber nötig, daß der Zuzug streng Berliner Maschinenbau- Aktiengesellschaft vorm. L. Schwarzwerden und verkauft wurden. ferngehalten wird. Der Vorstand des Vereins zur Wahrung der Jnteressen der Maurer fopff- Berlin. Im abgelaufenen Geschäftsjahre erzielte die GesellBerlins und Umgegend. schaft einen Umsatz von 11 874 952 M.( im Vorjahre 11 512 678 588 312 M.) einen berteilbaren Gewinn von 1 192 341 M. gegen Lohnbewegung der Banglaser. In einer öffentlichen Versammlung insgesamt 1172 832 M. im Vorjahre. Derselbe findet folgende der Glaser Berlins und Umgegend, die am Montag im Gewerkschafts- Berwendung: dem Aufsichtsrat 56 409 M.( im Vorjahre 54 615 ulino Destreich- ungarischer Zollausgleich. haufe tagte, berichtete Starke über das Ergebnis der Lohn- Mark), 10 Proz. Dividende= 1 080 000 M.( wie im Vorjahre), Wien, 11. Nov.( W. Z. B.) Abgeordnetenhaus.( Fortsetzung.) Auf T. bewegung. Die Lohnkommission hat mit der Kommission der Gratifitationen für Beamte 40 000 M.( im Vorjahre 30 000 W.), den Ausgleich mit Ungarn und auf die Handelsverträge überArbeitgeber Vereinbarungen getroffen, die bis zum 1. August 1904 Vortrag für 1902/1903 15 931 2. gehend erklärte der Ministerpräsident, die Regierung habe gelten sollen, bei einer Kündigungsfrist von drei Monaten. Die von Wie es im Geschäftsbericht heißt, sichern die eingegangenen die Verhandlungen mit der ungarischen Regierung rechtben Gehilfen gestellten Forderungen sind zwar nicht ganz bewilligt, Bestellungen der Gesellschaft für das nächste Jahr gute Beschäftigung zeitig eingeleitet; ob sie dabei ihrer Pflicht, die öftreichijedoch beachtenswerte Vorteile erreicht worden. Die hauptsächlichsten Die bis zum 29. Oftober d. J. für die Wertstätten vorliegenden Auf- fchen Intereffen mit allem Nachdrud zu Nachdruck zu wahren, nacha Bestimmungen des Vertrages sind folgende: Bei Accordarbeit muß träge belaufen sich insgesamt auf 10 539 322 M. Die Abteilungen gekommen fei, werde das Haus später zu beurteilen die neunstündige Arbeitszeit innegehalten werden, wegen Ablehnung für allgemeinen Maschinenbau und Elektrotechnik haben in erster haben. Um für den Abschluß von Handelsverträgen jederzeit geder Accordarbeit darf keine Maßregelung stattfinden. Bom Linie unter der ungünstigen Geschäftslage zu leiden. Dagegen hatte rüstet zu sein, glaube die Regierung den Ausgleich mit Ungarn und 1. August 1903 ab soll eine Erhöhung der Stundenlöhne auf 60 Pf, die Torpedo- und Kriegsmaterial- Abteilung im verflossenen Jahre den antonomen Zolltarif so früh fertigzustellen, daß wenigstens 55 Pf. für schwächere Arbeiter und 50 Pf. für Junggesellen eintreten. einen erhöhten Umsatz aufzuweisen und ist zur Beit auch noch besser diese Vorbedingungen für eine längere Vereinbarung erfüllt find Der Lohn muß am Sonnabend bis 5 Uhr ausgezahlt werden. An als in den Vorjahren beschäftigt. In der Abteilung für den Bau und der einheimischen Produktion endlich die notwendige Beruhigung den Tagen vor den drei großen Festen wird ohne Lohnabzug mur der Linotype- Sehmaschine haben die erweiterten Anlagen noch nicht zu teil wird. Redner wendet sich dann der Sprachenfrage zu 7 Stunden gearbeitet. Für Ueberstunden bis 9 Uhr abends wird voll ausgenügt werden können. Bei der hohen Anerkennung, welcher und hebt hervor, daß mit der Erörterung der Schaffung einer ein Zuschlag von 25 Broz, für weitere Ueberstunden von 50 Broz. fich die Maschine andauernd erfreut und welche in zahlreichen Nady sprachlichen Ordnung in Böhmen und Mähren der erste Schritt gezahlt. Bei Arbeiten nach außerhalb wird die Fahrzeit im Lohn bestellungen zum Ausdruck kommt, ist die Verwaltung der Ueber- gethan sei, wofür die Regierung dem Hause Dant wiffe.( BwischenBerechnet, Nachtfahrt als Nachtarbeit, Fahrgeld 3. Klasse vergütet, zeugung, daß mit dem Aufhören der zur Zeit auch auf dem Druckerei- rufe bei den Czechisch- Radikalen.) Redner schließt mit der Aufund für Uebernachten von 3 M. an pro Tag entschädigt. Der Arbeitsnachweis der Inmung bleibt bestehen, der der Gehilfen wird gewerbe lastenden Depression auch diese zur vollen Zufriedenheit forderung, für die Jnangriffnahme des Friedenswertes teine Beit und die aufgehoben. Den Mitgliedern des Ausschusses für das Gefellen Lokomotivfabrik Wildau hat in dem Betriebsjahre bereits erfolgreich Bedürfnisse der Bevölkerung nicht zu vergeffen.( Langanhaltender und Herbergswesen wurde das Recht zugestanden, in den Sprech- gearbeitet. Beifall. Händeklatschen. Der Minister wird lebhaft beglückwünscht.) stumden an der Leitung des Nachweises teilzunehmen. dürfen nur durch Vermittelung des Nachweises eingestellt werden. Die Potsdamer Handelskammer hielt gestern im großen Saale Die Verhandlung wird darauf abgebrochen; nächste Sigung morgen. Eine Ueberwachungskommission von 5 Arbeitgebern und 5 Arbeit des Teltower Streishauses zu Berlin eine Vollversammlung ab, in Ergänzung des französischen Vereinsgefehes. nehmern soll für die Durchführung dieser Vereinbarungen welcher unter andren Punkten auch über die Frage der Ver forgen. Die Versammlung erklärte fich nach nach längerer Legung des Sizes der Handelskammer Paris, 11. November.( 2. T. B.) Deputiertentammer. Das Distuffion mit den Vereinbarungen stillschweigend einver- Berlin verhandelt und Beschluß gefaßt wurde. Dieser Antrag Haus beginnt die Beratung des Gefeßentwurfs betreffend Ergänzung standen. Sodann berichtete Jahn über die Listensammlung, war eingebracht worden, da sich der zuvor bestehenden Absicht, in des Vereinsgesetzes. Castelnau bekämpft den Entwurf, da er dem die eine Gesamtsumme von 877,40 2. ergeben hat. Die Berlin ein Zweigbureau zu eröffnen, wirtschaftliche wie auch sonstige Staate das Recht gebe, das Gesetz zu interpretieren, während dies Versammlung beschloß, die Listensammlung fortzusehen, und setzte Bedenken entgegengestellt hatten. Nach langer lebhafter Verhand- Sache der Gerichte sei. Grousseau spricht sich ebenfalls gegen den den Beitrag hierzu auf 30 Pf. fest. In die Ueberwachung Fommission lung wurde der Antrag angenommen, für den insbesondere die Ver- Entwurf aus, der als Ordensniederlassung jede Niederlaffung bewurden Fauerbach, Starte, Klünder, Bellach und Albeßky gewählt; treter der Industrie aus den neu zu dem Stammerbezirk hinzu- trachte, bei der ein einziges Ordensmitglied beschäftigt werde. Der Fauerbach ist der Obmann, an den alle auf die Vereinbarungen getretenen Streisen Teltow und Niederbarnim, aber auch Kammer- Berichterstatter Rabier empfiehlt den Entwurf und weist bezüglichen Beschwerden zu richten sind. Des weiteren beschloß mitglieder aus den übrigen Streifen des Bezirkes wie Prenzlau. Ober- auf die Notwendigkeit hin, das Gesetz vom Jahre 1901 zu berbolldie Bersammlung, die Bleiglafer noch weiter zu unterstützen. barnim, Jüterbogk- Luckenwalde und Beeskow- Storków lebhaft ein ständigen, indem man eine Bestinunung schaffe, die es ermögliche, getreten waren. die Wiedereröffnung der Kougregationsschulen zu verhindern. Diesem Beschluß wurde seitens der Potsdamer Mitglieder eine Nach Ablehnung verschiedener Abänderungsanträge ninumt das lebhafte Opposition entgegengebracht; unmittelbar nach geschehener Haus den Gesezentwurf betreffend Abänderung des Vereinsgefeßes Beschlußfassung legten der Präsident der Handelskammer, Herr in der Gesamtabstimmung mit 337 gegen 245 Stimmen an. Friedrichs- Potsdam, sowie der erste Vicepräsident, Herr Otto Edert Potsdam, ihr Mandat als Leiter der Kammer nieder. Mark) und nach Abſchreibungen von 754 157 W.( im Vorjahre Letzte Nachrichten und Depefchen. Arbeiter Zum Rohrleger- Streit. Gewerbegerichts- Direktor v. Schulz hat es abermals versucht, Verhandlungen vor dem Einigungsamte anzubahnen. Die Vertreter beider Parteien sind von ihm zum heutigen Mittwoch behufs erneuter Besprechungen eingeladen worden. Deutsches Reich. thissues Förderung Ant Parlamentarisches aus Eugland. Die Steinbildhauer in Leipzig streiten. Sie hatten vor einiger Kohlenbergbau in Preußen. Troß der Zunahme der Kohlen- London, 11. November.( W. T. B.) Unterhaus. Balfour Zeit an die Arbeitgeber das Ersuchen gerichtet, für Leipzig allgemein produktion einzelner preußischer Reviere im September bleibt die brachte heute einen Antrag ein, welcher für den Abschluß in den die Lohnarbeit einzuführen. Diese Forderung haben die Arbeitgeber Gesamtkohlenförderung Preußens während der drei ersten Quartale brachte heute einen Antrag ein, welcher für den Abschluß in den Unterrichtsgesetz eine bestimmte Frist jezt abgelehnt und den Gehilfen gleichzeitig mitgeteilt, daß am immer noch um mehrere Prozent gegen das Jahr 1901 zurück, Beratungen für das Neubau des Rathauses nicht mehr Tage, sondern Stundenlohn obgleich schon dieses infolge der Krise unter einer beträchtlichen Ab- festsetzt, und zibar soll die Komiteeberatung am 20. und die Beratung des Berichts über die Abänderungsanträge am 28. dieses gezahlt werden solle. Die Bildhauer- Gehilfen sind mit dieser Abnahme des Absages litt. Nach amtlichen Aufstellungen betrug in den Monats beendet sein. Balfour führt zur Begründung seines AnLehnung natürlich nicht einverstanden. Sie haben am Montag auf ersten drei Vierteljahren: 1991 1 trages aus, das Gesetz werde schon seit 28 Tagen im Komitee beallen Bauten, auch am Rathausbau, die Arbeit niedergelegt.o raten, und bedauert, daß ein Antrag, wie der von ihm Wegen Lohndifferenzen haben die Handwerker an der Götheneingebrachte, nötig sei; das Haus dürfe aber selbst nicht zuRadegaster Kleinbahn die Arbeit niedergelegt. geben, daß es durch verlängerte Diskussion arbeitsunfähig gemacht werde. Die Regierung habe in Anbetracht der geringen Minder20 444 862 heit, die das Gesetz bekämpfe, genug Geduld gezeigt, ehe sie den 41 402 663 Antrag einbrachte. Campbell Bannerman bringt einen Gegenantrag ein, in welchem es heißt, das Haus lehne den Vorschlag einer Abkürzung der Debatten über ein Gesez, das genaueste Prüfung. 25 715 896 27 431 551 19 558 377 20 961 503 verlange, ab. Campbell Bannerman bestreitet, daß Obstruktion geOber- Bergamisbezirk: trieben worden sei, und betont, die Natur des Gesetzes fordere 20 886 124 21 715 053 16 250 425 17 035 839 längere Beratung. 3 781 704 4 546 898 2.463 661 3 025 386 Der Textilarbeiter- Ausstand bei der Firma Ernst Schmidt in Forst ist zu Gunsten der Arbeiter beendet. M DIDO OU Steinkohlen Davon im Breslau 1902 gegen 1901 dr t 73 447 617 75 761 092 Ober- Bergamtsbezirk: 21 286 838 t 22 411 219 42 563 295 43 818 930 Absatz 1902 gegen 1901 68 950 508 71 163 568 19 337 278 40 287 328 9.090 924 9 018 238 8 848 022 Braunkohlen Davon im 8 824 539 Lohnbewegung der Textilarbeiter in Gera. Die Antwort der Dortmund Fabrikanten auf die Forderungen der Arbeiter ist jetzt erfolgt. Die Bonn. Mitglieder des Fabrikantenvereins haben sich im beiderseitigen Interesse" dahin geeinigt, sämtliche bisher niedriger gelohnten Artikel vom nächsten Bahltage( 21. November) ab nach dem neuen Halle Tarif zu zahlen und für die bisher höher gezahlten Artikel eine Re- Bonn. buftion nicht eintreten zu lassen. Die tägliche Arbeitszeit soll fünftig Es ist demnach die Förderung von Steinkohlen um ca. 3 Broz., für Accordarbeiter 10 Stunden( ausschließlich Frühstücks-, Mittags- der Absatz um 3,1 Proz. gegen das Vorjahr zurückgeblieben, während Altenkirchen, 11. November.( B. S.) In der benachbarten Geund Vesperpause) sein. Die Reinigung der Arbeitsräume soll außer bei Braunkohlen sich die Förderung um 6,2, der Absatz um 6,7 Broz. meinde Friesen wurden drei in einer Kiesgrube beschäftigte Arbeiter halb der Betriebszeit stattfinden. Wieweit der neue Lohutarif wirk niedriger stellt. berichüttet. Der eine, Vater von sechs Kindern, war sofort tot Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verschüttet. Nr. 265. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 12. November 1902, 213. Sigung. Dienstag, den 11. November 1902, mittags 12 Uhr. Am Bundesratsiisch: Graf osado to sky, Freiherr v. Rheinbaben. Die zweite Beratung des 3olltarif Gefehes wird fortgefeßt. Es erfolgt zunächst die namentliche Abstimmung über den Antrag Albrecht und Genossen( Soc.) zu Ziffer 12 des§ 5 des Bolltarif- Gesezes, wonach von der Bollfreiheit alle Lugus schiffe( nicht nur Binnensee- und Flußschiffe zu Luruszweden) aus geschlossen sein sollen.( Bei der gestrigen namentlichen Abstimmung über diesen Antrag hatte sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses herausgestellt.) An der Abstimmung beteiligen sich 243 Abgeordnete, von denen 50 für den Antrag Albrecht, 193 dagegen stimmen.( Die frei finnige Vollspartei stinumte mit der Mehrheit gegen den Antrag.) Der Antrag ist somit abgelehnt. bei gestäubter Kreide und ausgeglühten Glüh der nachträglichen Genehmigung des Reichstages unter strümpfen. Das fann uns doch nicht veranlassen, jetzt ein be- liegen. Abg. Dr. Spahn( C.) bittet es bei dem Beschluß der Kommission zu belaffen. währtes Brincip zu verlaffen. Sollte trozdem mein Brincipalantrag Abg. Brömet( frf. Vg.) beantragt a) principiell, den zustimmen zu wollen. abgelehnt werden, so bitte ich wenigstens meinen Eventualanträgen§ 7a zu streichen, b) eventuell, identisch mit dem Antrag Albrecht die Genehmigungsbefugnis des Reichstages festzusehen. Ein Antrag des Abg. Dr. Pa chnicke( frf. Vg.) auf nament= liche Abstimmung über seinen Principalantrag findet genügende berlaffen zahlreiche Konservative und Centrumsleute den Saal): Abg. Gothein( frs. Vg. Als der Redner die Tribüne betritt, Unterſtügung. Der Antrag der Kommission verlangt den Nachweis des Her Reichsschapsekretär Freiherr v. Thielmann tritt furz für Wieder- ftellungslandes" als obligatorisch. Das führt zu erheblichen BeHerstellung der Regierungsvorlage ein. Abgeordneten Dr. Pachnice, daß dadurch die Stellung der Regierung einem 3ollkrieg mit dem hochwichtigen Lande Die Behauptung des lästigungen unsres Einfuhrlandes. So leben wir gegenwärtig in bei Handelsvertrags- Verhandlungen geschwächt werde, sei unhaltbar; Haiti.( Heiterkeit.) Infolge dessen müßte für jede Sendung die Berhandlungen beziehen sich natürlich nur auf solche Produkte, Staffee, die nach Deutschland eingeführt wird, der Ursprung die bereits in den Zolltarif aufgenommen feien. nachgewiesen werden, obwohl von Haiti nur sehr ivenig Staffee, aus andern Ländern, wie Südamerika, aber ein ganz uns verhältnismäßig größeres Quantum eingeführt wird. Der KommissionsAntrag Bachnide bedeutet gar keine Neuerung, auch wenn er ab- Herstellungsland" die Nede iſt. Arg. S'adthagen( Soc.[ mit Unruhe rechts empfangen]): Der antrag ist auch schon deshalb unbrauchbar, weil dann von einem Dieser Ausdruck paßt nicht auf gelehnt würde, so würde doch der Wirkung haben, daß im Tarif nicht genannte Waren zollfrei sind. Es wird auch durch eine solche Bestimmung keineswegs das Ur1 des Vereins- Zollgesetzes die alles, was wächst oder in rohem Zustande in der Natur vorkommt. Herr Röfice hat nicht gefagt, wie er sich eine Einstellung dieser sprungsland, sondern vielmehr der deutsche Importeur, der deutsche Waren in ihnen nach Beschaffenheit oder Verwendungszweck am Handel getroffen. Wir haben aber alle Ursache, nicht eine Vernächsten stehende" Tarifstellen denkt. In der Kommission ist auf Schärfung herbeizuführen wie sie§ 7a will. Wollte dieser Paragraph Grund vieler Fälle init Recht darauf hingewiesen worden, lediglich das bisherige Verfahren bestehen lassen, so wäre er ja Der Antrag Dr. Müller- Meiningen( frf. Wp.), wonach daß diese Bestimmung technisch auch Materialien zur Ausübung des Fischereigewerbes zoll bar ist, und dadurch, daß Herr Röside die Regierungs- misfionsmehrheit, die bestehende Praxis in Bezug auf die Ursprungsganz unausführ überflüffig. Es lag aber in der ausgesprochenen Absicht der Komfrei sein sollen, wird in namentlicher Abstimmung bei einer Präsenz vorlage einfach wiederholt, wird die Sache nicht ausführbarer. zeugnisse zu verschärfen. Ich werde in erster Linie für den Antrag ziffer von 251 Abgeordneten mit 181 gegen 70 Stimmen ab- Trogdem in der Kommission eine große Reihe praktischer Brömel auf Streichung dieses§ 7a stimmen und bitte im Falle der gelehnt. Fälle angeführt sind, die dies beweisen und obgleich doch auch die Ablehnung dieses Antrages um Zustimmung zu meinem AnEs folgt die namentliche Abstimmung über den An- Freunde des Herrn Röfice in der Kommission zugegen waren trag Albrecht( Soc.), zollfrei zu laffen Garne, welche zur fie auch zugehört haben, weiß ich freilich nicht( heiterkeit), tommt fakultativ machen will. Es ist dies keine Fraktionssache, sondern es ob trage, der den Ursprungsnachweis nicht obligatorisch, sondern mur Herstellung von Fischernetzen zum eignen Gebrauch von Fischern mun Herr Röfide mit demselben Antrag wieder, ohne auch handelt sich lediglich um eine Erleichterung unsres Handels.( Bravo! oder deren Angehörigen verfertigt werden. nur den geringsten Beweis für für die Möglichkeit seiner links.) An der Abstimmung beteiligen fich 256 Abgeordnete; für den praktischen Durchführung zu erbringen. Jah bin danach Direktor im Reichsamt des Jimern Werniuth: Es kann uns Antrag stimmen 72, dagegen 184, der Antrag ist also ab- iberzeugt, daß sein Antrag abgelehnt wird. Den Antrag Bachnicke mur willfommen sein, wenn Sie gemäß dem Antrage Brömel den gelehnt. bitte ich anzunehmen, wenn er auch nach meiner Anschauung etwas Kommissionsbeschluß ganz streichen oder ihn in der abschwächenden vorschreiben will, was auch soust Gefeß wäre. Da aber die An- Form des Antrages Gothein annehmen. Auf keinen Fall aber würde sichten in dieser Hinsicht geteilt find, so ist es besser, durch Annahme es der Regierung möglich sein, dem Eventualantrag Brömel oder des Antrags Bachnide Klarheit zu schaffen.( Bravo! bei den Social- dem Antrag Albrecht zuzustimmen. demokraten.) In einfacher Abstimmung wird der Antrag Gothein( frs. Va.), der auch das Kajüts- und Küchengut der Schiffe golfrei laffen will, abgelehnt. § 5 wird darauf unverändert in der Kommissionsfaffung an genommen. 0 § 6 Abs. 1 bestimmt in der Fassung der Regierungs vorlage: ,, Waren, die im Tarif nicht besonders genannt und auch in feiner Tarifftelle inbegriffen sind, werden denjenigen Tarifstellen zu gewiesen, in denen die ihnen nach Beschaffenheit oder Verwendungszwecken am nächsten stehenden Waren cu geführt sind." Der Abg. Dr. Pachnide( frs. Wg.) beantragt, statt deffen zu bestimmen: Jm Tarif nicht besonders genannte, auch in feiner Tarifstelle einbegriffene Waren sind zollfrei." Für den Fall der Annahme des Antrags v. Wangen- 76 heim beantragt Abg. Dr. Pachnide: Eine adlige Notlüge. 0 Präsident Graf Ballestrem: Es sind zwei Anträge auf namentliche Abstimmung eingegangen( Hört! hört! rechts) und zwar über den Antrag Albrecht und über die Stommissionsbeschlüsse. 4 Abg. Dr. Paasche( nat.): Daß die vom Herrn Stadthagen erwähnte Bestimmung des Vereinszollgefeßes noch besteht, trotzdem eine gleichlautende Bestimmung im Tarifgesez 1879 gestrichen wurde, ist Abg. Molkenbuhr( Soc.): Nachdem die Regierung beim§ 1 erallerdings eine Unsinnigkeit wie der moderne Ausdruck lautet flärt hat, daß sie nicht hoffe, daß wir zu Zollfriegen kommen, fo Diese Bestimmung hat die Kommission gestrichen. unfrer Gesetzgebung. Sie eriftiert aber und so wäre die Annahme mußte ich annehmen, daß sie sich ganz energisch gegen alles Die Abgg. Frhr. b. Wangenheim( t.), Dr. Nösicke( B. d. des Antrages Pachnide lediglich eine. Schönheitssache. Wegen diefer wehren würde, was geeignet wäre, Zollfriege herbeizuführen. 2.), Dr. Hahn( B. d. L.) beantragen diefen Passus wieder her- Schönheitsfache wäre es wirklich nicht nötig, dem Reichstag eine Ursprungszeugnisse sind aber unter allen Umständen eine Placerei. zustellen. namentliche Abstimmung aufzuerlegen; ich hoffe, Herr Bachnicke zieht Jch brauchte, um dies zu beweisen, nur die Neden vorzulesen, die diesen Antrag noch zurück. Wir werden für die Kommissionsfaffung 3. B. Herr Winch Ferber und andre herren hier gehalten stimmen. haben, in denen sie sich beschwerten über die unendlichen Damit schließt die Diskussion. Der Principal- Antrag I adereien, welchen die Exporteure ausgesezt sind, sobald sie Dr. Pachnide wird in namentlicher Abstimmung mit 179 gegen an Amerita liefern. Die Ursprungszeugnisse bedeuten eine Blackerei Stimmen abgelehnt. zunächst für den ausländischen Erporteur, dann für die betreffende Die Eventual- Anträge Bachnide werden gegen die Stinummen Behörde, welche Ursprungszeugnisse ausstellt, und auch für den a) hinter werden" einzufügen durch den Bundesrat", der Freisinnigen und Socialdemokraten abgelehnt, Importeur, der das Zeugnis immer gir Stelle habent b) folgenden Zusatz: Die getroffenen Bestimmungen sind dem ebenso der Antrag Wangenheim gegen die Stimmen der soll, wenn er seine Ware zur Verzollung vorführt. Reichstage fofort oder, wenn er nicht versammelt ist, bei seinem Konservativen,§ 6 wird hierauf in der unveränderten normalen Zeiten sind Ursprungszeugnisse überflüssig und nächsten Zusammentritt mitzuteilen. Sie sind außer Straft zu setzen, Kommissionsfassung angenommen. haben lediglich den Charakter chitanöfer Maßregeln. Selbstwenn der Reichstag die Zustimmung nicht erteilt." §7, wonach das für die Ausführung von staatlich vereinbarten verständlich werden andre Staaten mit Gegenchikanen vorgehen. Abg. Speck( C.) berichtet über die Verhandlungen der Kom- Eisenbahnverbindungen zwischen dem Deutschen Reich Wenn man auf Amerita verweist, so mache ich darauf aufmerksam, mission. und einem Nachbarstaat erforderliche Material 2c. zollfrei sein soll, daß es ganz etwas andres ist, wenn ein Land mit Wertzöllen Abg. Dr. Röside- Kaiserslautern( B. d. 2.) befürwortet seinen An- wird ohne Debatte in der Fassung der Regierungsvorlage an Ursprungszeugnisse verlangt, oder ein Land, das Gewichtstrag auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage. genommen. 8ölle erhebt. Bei dem ersteren sind Ursprungszeugnisse ganz beDie Industrie entwidelt sich so rapide, die Möglichkeit, daß neue Als§ 7a hat die Kommission folgende Bestimmungen ne u rechtigt; für die Beurteilung des Wertes eines Kleides tommt es 3. B. Nuancen geschaffen werden, ist so groß, daß es notwendig ist, über eingefügt:„ Bei der zollamtlichen Abfertigung einer Bare, die sehr darauf an, ob es ein Bariser Modell ist oder aus irgend die zolltechnische Behandlung im Tarif nicht aufgeführter Waren je nach ihrem Herstellungsland einer unterschiedlichen einer andren Gegend lediglich Bunt Verkauf tommt. teine Unsicherheit bestehen zu lassen. Die Streichung dieses Bollbehandlung unterliegt, ist von dem Einbringer zu erklären und Die ganze Bestimmung hat einen um so häßlicheren Charakter, als Baffus ist nur geeignet, die ausländische Surrogat- Industrie zu auf Erfordern nachzuweisen, in welchem Lande die Ware jedermann sie als eine lediglich chitanöfe erkennen muß. Sie wird fördern. hergestellt worden ist. Die näheren Bestimmungen über den im Auslande eine berechtigte Erbitterung hervorrufen. Deswegeit Abg. Dr. Pachuide( frs. Vg.): Mein Antrag will, daß alle im Inhalt und die Form der Erklärung und über die Erbringung des haben wir die Einfügung der Bestimmung verlangt, wonach ber Tarif nicht genannten Waren ausdrücklich als zollfrei bezeichnet Nachweises erläßt der Bundesrat. Kommt der Einbringer seinen Reichstag das Recht haben soll, chilanöse Vorschriften bes Bundesrats werden sollen. Mit der Bezeichnung des betreffenden Absages aus vorstehend festgefesten Verpflichtungen nicht nach, so tritt die für ihn nachträglich außer Kraft zu setzen. Principaliter sind wir für Abder Regierungsvorlage ist die Klarheit, die wir wünschen, nicht in ungünstigste Bollbehandlung ein, utbeschadet der etwa daneben ver- lehnung des ganzen§ 7a, als Mindestes aber wollen wir dem genügender Weise hergestellt. Mein Antrag aber würde wirkten Strafen oder sonstigen Rechtsvorteile." Reichstag das Recht der Mitwirkung bei der Zollgesetzgebung anch jeden Zweifel daran, daß es bei dem seit dem Vereins Abg. Gothein( fr). Bg.) beantragt, dem§ 7a folgende hier erhalten wissen. Deshalb haben wir unsern Eventualantrag Bollgesetz bon 1869 bestehenden Zustand. bleiben soll, Fassung zu geben: Unterliegen die eingehenden Waren je nach eingebracht.( Beifall bei den Socialdemokraten.) beseitigen. Wir von der Linken betveisen uns hier also ihrem Ursprung verschiedenen Zollsätzen, so kann die Anwendung Abg. Dr. Spahn( C.): Ich bitte, alle Abänderungsanträge ab wieder als die gut konservativen Leute, die wir in handels- des niedrigeren Zollsages von dem Nachtveis des Ursprungs abzulehnen und dem Kommissionsantrage zuzustimmen. politischen Dingen sind.( Lachen rechts.) Warum soll dieser Grundsatz hängig gemacht werden. Die näheren Bestinumungen trifft der Abg. Dr. Semler( natt.) bittet, dem Antrag Gothein zustimmen jezt geändert werden? Hat etwa der bestehende Zustand sich nicht Bundesrat. zu wollen. bewährt? Es ist bisher nur in zwei Fällen vorgekommen, Abg. Albrecht und Genossen( Soc.) Beantragen, dem§ 7a Abg. Brömel( frf. Vg.): Ich möchte diejenigen, die in der Kom daß im Bolltarif nicht genannte Waren eingeführt wurden, nämlich hinzuzufügen, daß die vom Bundesrat zu erlaffenden Bestimmungen mission für den§ 7a gestimmt haben, bitten, sich in diesem Fall auf Emissären und den verdorbenen Litteraten, die wert wären, daß mit der Ayt wieder anfiel. Unter den zu bestattenden Verbrechern sie alle aufgehängt würden. Ich weiß wahrlich nicht, wie ich der großen Tage" waren 40-50, von denen fein Mensch ein Wort, diese Schurken passend bezeichnen soll. Mit einem Wort, es sind nicht Vaterland, nicht Namen wußte. Aus Paris, Karlsruhe, MannSch terls und noch einmal Sch... ferls und zum drittenmal heim, Bern weiß ich von den Tagen selbst offiziell, daß die Häupter Sch ferls!" der Bewegung am 18. März laut sagten: Heute fällt Berlin!" fomiten sich auf einen erlauchten Gewährsmann für die Ver- schaft!" Herr v. Webern und die andren Dungliebhaber seines Standes Namentlich Hecker, Herwegh und viele andre von der Schuftent leumdungen berufen, mit denen fie das Andenken der gefallenen, die Daß der König die Fieberphantafien des Briefes in gutem Ehre der lebenden Boltstämpfer zu beschmutzen strebten: auf teinen Glauben niederschrieb, kann nicht dem mindesten Zweifel unterliegen: andern als König Friedrich Wilhelm IV. in allerhöchsteigner Person. er hat seinem intimen Freunde Bunsen gegenüber niemals aus seinem In offiziellen Kundgebungen wie in privaten Meinungsäußerungen Herzen eine Mörderhöhle gemacht, sondern ihm stets seine geheimsten hat der König seit dem verhängnisvollen 18. März immer wieder Gedanken offenbart, ihm die Wahrheiten gesagt oder wenigstens das, Diese Krähwinkler Weisheit wird noch heute als Erklärung die Ueberzeugung ausgesprochen, daß er es nicht mit dem Volt von was er dafür hielt. In diesem Fall nun hat der König gern ges der Berliner Märzrevolution bon jenen nationalliberalen Berlin, sondern mit Polen und Franzosen, Räubern und Mördern glaubt, was er wünschte. Historifern vertrieben, deren ordnungsliebenden Mannesseelen zu thun gehabt habe. Schon während des Kampfes in der Es erhebt sich also die Frage, wer das von dem König geglaubté ber Gedanke unerträglich ist, daß das bißchen Liberalismus Nacht vom 18. zum 19. März ließ Friedrich Wilhelm in der ungeheuerliche Lügengewebe ausgesponnen hat, dessen schriftlichen am preußischen Staat bem tapferen Straßenkampf der Barrikaden berühmten Broklamation, die mit ihrer fettgedruckten Ueberschrift Niederschlag der Brief an Bunsen darstellt. Für die Eruierung ber helden vom 18. März zu danken ist. Daher das heiße Bemühen, An meine lieben Berliner!" von Wigbolden an einer Pumpe in der verbrecherischen Einbläser liefert höchst wertvolles Material die VerDie Märzrevolution als gänzlich überflüssig und fimlos zu er- Breitestraße direkt unter eine darin stecken gebliebene Granate an öffentlichung urkundlichen Materials aus der Zeit der Märzrebolution, weisen, daher die Aufwendung edlen Schweißes, um den Verlauf geklebt wurde, fich dahin vernehmen, daß eine Notte von Böse- die Felix Nachfahl im neuesten Heft der Breußischen des großes Konflikts zu verdrehen, daher endlich die Kotwürfe gegen wichtern, meist aus Fremden bestehend", die Schuld an allem trage. Jahrbücher" vornimmt.") Herr Rachfahl hat sich zuerst einen die Bollskämpfer. Anstatt in dem Zusammenstoß das unvermeid- Darüber mögen die Bürger nicht wenig erstaunt gewesen sein. Namen gemacht durch die greuliche Abfuhr, die ihm Karl Lamprecht liche Ergebnis der allgemeinen Empörung über das militärische Säbel- Beim König aber handelte es fich nicht um einen vorüber zu teil werden ließ, als der damalige Privatdozent es unternahm, regiment zu erkennen, möchte man ihn aus den Hezereien und Ver- gehenden Einfall, sondern um eine fire Idee, die mit allen Einzel- bie wirtschaftsgeschichtliche Auffassung Lamprechts vom Rankeschen schwörungskünften ausländischer Revolutionsmacher erklären, möchte heiten eines kompletten Räuberromans ausgestattet war. Man Standpunkt aus zu widerlegen. Inzwischen ist Herr Nachfahl Proman die falsche Vorstellung verbreiten, daß nicht das Bolt erfieht das aus einem Schreiben des Königs an Bunsen, das vom fessor geworden und dürstet nach neuen Lorbeeren. Er hat von Berlin, sondern eine Rotte von Menschen, die nicht wert ge- 13. Mai 1848 datiert in der von Ranke veröffentlichten Brief- fich an die erhebende Aufgabe gemacht, Friedrich Wilhelm IV. wesen, den Namen Deutsche zu tragen, Franzosen, Polen und der ſammlung zu finden ist und folgende Angaben über die politisch zu retten, und betrachtet denn auch seine vorliegende Abhub des Pöbels auf den Barrikaden gestanden hätten. So lieft Vorgeschichte und den Verlauf des Straßentampfes enthält: Bublitation als Beweismaterial dafür. Das ist ja num bloß interman z. B. in der Geschichte der Neuesten Zeit", die Oskar Jäger In Berlin war seit mehr als vierzehn Tagen alles zur efsant als Beitrag zur Psychologie des deutschen Professorentums. als Fortsetzung und Verjüngung von Schloffers Weltgeschichte" ver- infamsten Revolte, die jemals eine Stadt entehrt hat, Dagegen ist man ihm aufrichtigen Dank schuldig für die Bekannt brochen hat:" Zu allen Thoren Berlins war in diesen letzten Wochen vorbereitet. Es waren Steine zum Steinigen meiner treuen Soldaten gebung bisher ungedruckter Dokumente aus den Märztagen. Es und Tagen revolutionäres Gesindel eingeströmt, Polen, Franzosen, in allen Häusern vom eigentlichen Berlin, von der Neu- und handelt sich um Auszüge aus umfangreichen Niederschriften, die der in den Künsten der Emente des Straßenkampfes erfahren, das dort Friedrichstadt usw. gesammelt. Man hat dieselben lange vorfahren Berliner Stadtrat Nobiling in jener Zeit über seine Erlebnisse berette Genossen fand." Und weiter: Allerwärts wachsen die sehen, wie auch Rasenstücke, um als Brustwehr gegen das Feuer der und Erfahrungen gemacht hat. Sie sind um so wertvoller, als das wohlvorbereiteten Barrikaden aus der Erde, von denen herab man Truppen zu dienen, und hatte sich dies fonderbare Bedürfnis nach zu fommen Auszüge aus Aufzeichnungen andrer einflußreicher bald französische und polnische Kommandoworte hört. Rafen und Steinen gar nicht erklären können. Ferner waren in der Persönlichkeiten, die Nobiling fir feinen eignen Ge Die freche Lüge ist nicht auf liberalem Miste gewachsen, sondern Hauptstraßen alle Böden in Verbindung gesetzt, um von den Dach brauch angefertigt hat. allem find es der General dem konservativen Juntertum nachgebetet, dessen Geschäfte der fenstern aus die Vor- oder Rückbewegung der Truppen mit Schiffen v. Prittwig, der die Truppen im Straßenkampf be= Rationalliberalismus so eifrig besorgt. Die Junker find mit der und Steinwürfen berfolgen zu können. Es war nachgewiesen fehligte, und der Polizeipräsident v. Minutoli, deren Erinnerungen Legende von den aus dem Ausland zugereisten Revolutionspionieren über 10 000 Mann und nicht nachgewiesen wohl das Doppelte des uns so wenigstens bruchstückweise erhalten sind, nachdem die beiden während der ganzen Reaktionszeit hausieren gegangen und haben fie allergräßlichsten Gesindels feit Wochen in die Stadt geströmt und ver- ihre bereits gedruckten Schriften über die Märztage aus persönlichen bereits im tollen Jahre für bare Münze ausgegeben, sobald fie fich borgen worden, so daß die Polizei mit ihren schwachen Mitteln fie und politischen Rücksichten hatten einstampfen lassen. von dem ersten Schrecken erholt hatten. Als ein Zeugnis für viele nicht auffinden konnte, darunter der Abschaum von Franzosen( galérirens), Auf die Frage nach den Urhebern der Lüge von den ausdiene die faftige Ansprache, die in der ersten Zeit nach der März Bolen und Süddeutschen, namentlich Mannheimern, aber ländischen Emissären fällt aus der Nachfahlichen Publikation eine rebolution General v. Webern im Potsdamer Landwehr- Beughause auch sehr truppierte Leute, angeblich Milaneser Grafen, Kaufherren usw. vor einer Versammlung von Landwehrmännern hielt:" Kameraden, Gin reicher Mannheimer Kaufmann hat seinen Tod in der König-*) König Friedrich Wilhelm IV. und die Berliner Märarebolution wem haben wir denn eigentlich die Revolution zu verdanken? straße gefunden, nachdem ihm Mannschaft von meinem göttlichen im Lichte neuer Quellen. Von Felig Nachfahl. Preußische Jahr Doch niemand anders als den französischen und polnischen 1. Garde Bataillon das Leben eschenkt und er fie rücklings bücher", Bd. 110 S. 264 ff. Der Hochwohlweise Magistat von Krähwinkel macht bei Heine pas berbrecherische Wirken ausländischer Revolutionsemissäre für die Schreckenstage verantwortlich, die über Krähwinkel herein gebrochen sind: Ausländer, Fremde sind es meiſt, Die unter uns gesät den Geist Der Rebellion. Dergleichen Sünder, Gottlob find felten Landeskinder." " 1 " Sätt Standpunkt der derdündeten Regierungen zu stellen. Die Konunission hat hier eine Aestummmg in das Zolltarif- Gesetz gebracht, die gar nicht hineingehört. Das Zolltarif- Gesetz hat nur die Höhe der Zollsätze vorzuschreiben, nicht aber die Zollabfertigungs-Bcstimmunacn. Der ganze Antrag ist auch mir erklärlich durch die Geschichte seiner Entstehung in der Kommission. Die Annahme dieses§ 7a ist in der Konunission mir deswegen erfolgt, weil ein Vertreter der Negierung erklärte, allen- falls könne man sich diese Fasstmg gefallen lassen. Heute aber hat uns ein Vertreter der verbündeten Negierungen, wie ich annehme, autoritativ, erklärt, dah auch die verbündeten Negiernngen die Beseitigung dieses Paragraphen wünschen. Daher sollte sich auch die Mehrheit ihre Stellungnahme noch einmal überlegen. Auf jeden Fall bitte ich, meinen Eventualantrag auf Einfügung der Beschränkungsklausel anzunehmen. Senator Dr. Klngmann: Die obligatorische Einführung der Ursprungszeugnisse ist eine zweischneidige Waffe. Am besten wäre es, den Paragraphen ganz zu beseitigen. Wollen Sie das nicht� nehmen Sie die Bestimmung wenigstens in der abgeschlvächten Fassung des Antrags Gothen, an. Abg. Stolle iSoc.), auf der Tribüne infolge der grasten Unruhe des Hanfes sehr schwer verständlichj: Die chikanösen Bestimmungen des K 7a bedeuten eine Schädigung des deutschen Handels. Das Ausland würde unzweifcll;aft Repressalien ergreifen. Auf jeden Fall ist das Verlangen berechtigt, dast der Bundesrat dem Reichstag Rechenschaft über die von ihm erlassenen Bestimmungen ablege. In erster Linie aber entspricht die Streichung des ganzen§ 7a den Lnteressen des deutschen Handels und der deutschen Konsumenten. (Bravo I bei den Socialdemokraten.) Damit s ch l i e st t die Debatte. DaS AmendementBröme zum Antrag Gothein(Genehmigung des Reichstages) wird gegen die Stimmen der Sorialdemokraten, Freisinnigen und des Abg. Dr. Scmler(natl.) abgelehnt, ebenso der A n t r a � Gothein selbst(fakultativer Ursprnngsnachweis) gegen die Stimmen der Linken und der Nationalliberalen. Der Antrag Alb recht(Soc., Einschränkungsklausel im Falle der Annahme des Kommissionsantrages) wird in nament sicher A b st i in m u n g bei einer Präscnzziffer von 260 mit 189 gegen 71 Stimmen abgelehnt. Darauf wird die Kommissionsfassung des§ 7a in namentlicher Abstimmung mit 182 gegen 71 Stimmen angenommen. 8 8 bestimint in der K o m in i s s i o n S f a s s n n g: Zollpflichtige Waren, die aus Ländern herstammen, in welchen deutsche Schiffe oder deutsche Waren ungünstiger behandelt werden als diejenigen andrer Länder, können neben dem tarifmäßigen Zollsatz einen. Zollzuschlage bis zu», doppelten Betrage dieses Satzes oder bis zur Höhe des vollen Wertes unterworfen iverd'en. Tarifn, ästig zollfreie War«, können unter der gleichen Voraus setzung mit einem Zoll in Höhe bis zur Hälfte des Wertes belegt werden. Auch können, so weit nicht Vertragsbestimmungen entgegen stehen, ausländische Waren denselben Zöllen und Zollabfertigungs- Vorschriften unterworfen werden, die in, Ursprungsland auf deutsche Waren Anwendung finden. Die hier vorgesehenen Mastuahmen werden nach erfolgter Zw stimmung des Bundesrats durch kaiserliche Verordnung in Wirksam leit gesetzt. Die Genehmigung des Reichstags ist für die getroffenen Anordnungen einzuholen. Die Abg. A l b r e ch t(Soc.) u. Gen. beantragen in Absatz 1 das Wort„Lmwer" durch„Staaten" zu ersetzen; 2. hinter„können"(im ersten Satz) einzuschalten„soweit nicht Vertragsbestimmungen entgegenstehen". Abg. Dr. Pach nicke(frs. Vg.) beantragt die Worte„oder bis zur Hohe des vollen Wertes" zu streichen. Die Abg. Alb recht(Soc.) u. Gen. und Gothein(frs. Vg.) beantragen, den Absatz 2 zu st r e i ch e n. Abg. Gothein(frs. Vg.) beantragt im Absatz 1 das Wort „doppelten" durch„vollen" zu ersetzen und statt„zur Hälfte" zu sagen„einem Fünftel". Abg. Brömel(fts. Vg. zur Geschästsordmmg): Ich beantrage getrennte Beratung der beiden ersten Absätze. Es handelt sich hier um verschiedene Materien. Während dir erste Absatz nur von Zollsätzen spricht, handelt es sich bei dem zweiten auch um die Zollabfertigung. Abg. Dr. Spahn(E.): Der Paragragh besteht nicht nur auS zwei, sondern sogar aus drei Absätzen und der dritte bezieht sich auf beide vorhergehenden. Ich sehe absolut keinen Grund für ge trennte Beratung. Abg. Singer(Soc.): Ich beantrage nunmehr. über alle drei Absätze getrennt zu beraten.(Unruhe rechts.) Specicll der Absatz 2 ist aus der Initiative der Konimission entstanden und be- darf einer eingehenden Erörterung. Abg. Stadthagcn(Soc.): Der Absatz 2 behandelt nicht nur eine andre Materie, sondern er sollte eigentlich sogar ein be fonderer Paragraph werden, und die Bestimnuing ist dann schließlich als zweiter Absatz dieses Paragraphen in das Gesetz hineingearbeitet worden. Wenn Sie trennen, geht es schneller. (Heiterkeit. Unruhe rechts.) .Der Antrag Singer wird hierauf gegen die Stimmen der Socialdemokraten, der Freisinnigen Vereinigung und der Freisinnigen Volkspartei, mit Ausnahme des Abg. Richter, abgelehnt, ebenso der Antrag Brömel gegen die Stimmen der gesamten Linken. Abg. Dr. Pachnickc(frs. Vg.): Die Aufnahme der Worte„oder bis zur Höhe des vollen Wertes" in die Kominissronssasilmg des § 8 bedeutet den Erfolg lebhafter agrarischer und leider auch nationallibcraler Bestrebungen. Werden diese Worte aufrecht er- halten, so wird damit das Princip der Wertzölle, das in, deutschen Zolltarif bis auf wenige Reste gestrichen ist, wieder in unsre Zolltarif-Gesetzgebung eingeführt, wenn auch nur für Repressalien bei Zollkriegen. Mein Antrag will diese Worte streichen. Amerika und einige asiatische Staaten, in denen Wertzölle bestehe», brauchen uns nicht als Vorbilder zu dienen. Welcher Wert soll denn der Zollbemessung zu Grunde gelegt werden? Wie soll der Wert festgestellt werden, etwa nach der Deila ration? Wer prüft diese Deklaration? Es mühte geradezu eine Zoll- akademie für die Zollbeamten eingerichtet werden, um eine fach gemäße Wertschätzung zu ermöglichen. Erinnern Sie sich doch des 1893 misgebrochenen Zollkrieges mit Rustland! lieber das Verlangen nach Ursprungszeugnissen bei Zollkriegen sind in der Kommission sehr ausgedehnte Verhandlungen gepflogen worden. Der uns vorliegende Vorschlag der Kommission geht nicht so weit, wie es der Hochschutzzöllnerische Fanatismus der Agrarier und Nationalliberalen in der Kommission gewünscht hatte. Aber auch der Vorschlag geht noch über den bestehenden Zustand hinaus und bedeutet eine Schädigung des Handels. Welche Verschleppung des Transports bedeutet das Verlangen eines Ursprungszeugniffes! Nach den wiederholten Erklärungen der Regierung gegen das Ver langen von Ursprungszeugnissen sollte sich die Mehrheit doch doppelt hüten, eine solche Bestimmung in das Gesetz hineinzubringen. Um S'/.i Uhr beantragt Abg. Dr. Barth(fts. Vg.) die Ver- t a g u n g der Sitzung. Vicepräsident Biising stellt die Unterstützungsfrage. Der Antrag wird von den Socialdemokraten und den beiden freisinnigen Parteien u n t e r st ü tz t. Die Rechte und das Centrum sind während dessen im Saale nur sehr schwach vertreten. Vicepräsident Büsing erklärt die Unterstützung für genügend. (Abg. Singer ruft: DaS war die Mehrheit!) Bei der Abstimnumg erheben sich wieder die Socialdemokraten und Freisinnigen für den Vertagungsantrag, während die Abgeord neten der Rechten und des Centrums allmählich ans den Foyers in den Saal hereinloinmen. Nach längeren Besprechungen mit den Schriftführern erklärt Vicepräsident Biising das Ergebnis der Abstimmung fiir zweifelhaft und bittet um die G e g e n p r o b e; da inzwischen die Bänke der Rechten und des Centnims sich stark gefüllt haben, wird der Vertagnngsantrag abgelehnt. Abg. Singer(Soc., zur Geschäftsordnung): Ich erlaube mir zu konstatieren, dast die Abstimmimg ungewöhnlich lange gedauert hat(Oho!-Rufe rechts und im Ccntvum) und zwar fo lange, bis die im Saale nicht anwesende„Herren Glsil« g'e n h e i t hatten, die Majorität für einen Antrag zu bilden, den sie selbst gar nicht gehört hatten.(Sehr gut! links. Große Unruhe rechts und im Centrum.) Vicepräsident Büsing: Wenn in diesen Worten ein Vorwurf gegen das Präsidium liegt, so muß ich ihn zurückweisen.(Bravo! rechts, im Centrun, und bei den Nationalliberalen.) Wenn es vielleicht etwas länger gcdanert hat als sonst, so lag es daran, daß die Schriftführer nicht einig waren. Infolgedessen konnte ich nichts andres als die Gegenprobe vornehmen zu lassen.(Sehr gut l bei den Nationalliberalen und rechts.) Abg. Singer(Soc.): Ich habe dem Präsidenten keinen Vorwurf machen wollen. Aber er hat ja selbst zugegeben, dast die Feststellung des Resultats etwas lange gedauert hat. Die Uneinigkeit des Bureaus lag vielleicht daran, daß einige seiner Mitglieder anderweitig beschäftigt waren; nämlich damit, die Klingel zu rühren, um die Abwesenden in den Saal hincinzurufen. Abg. Dr. Pansche(natl.): Als Schriftführer möchte ich erklären, daß es die Pflicht der Schriftführer bei bevorstehenden wichtigen Abstinnnnngen ist, die K l i n g e l z u r ü h r e n, um die Herren aus den Foyers hereinzurufen. Diese Pflicht bestand umso- mehr, als der Antrag Barth ganz plötzlich und unerwartet kam. Die Schriftführer haben ihre Säinldigkeit gethan.(Lebhaste Zustinimung rechts und bei den Nationalliberalen.) Als darauf Vicepräsident Büsing dem Abg. Stadthagen(Soc.) das Wort erteilt, ertönen von der Rechten und aus dem Centrum lärmende Zurufe und sonstige Aeußerungen des Unwillens. Abg. Stadthagen(Soc.): Die von uns beantragte Hinzufügung, dast die in, Absatz 1 des§ 6 vorgesehenen Erschwerungen nur ein- treten dürfen,„soweit nicht VertragSbestiminungen entgegenstehen". sind in den, bestehenden Gesetz enthalten. Wenn hier entgegen nnsrem Antrage diese Worte gestrichen werden, so bedeutet das nichts andres, als daß Sie die Möglichkeit schaffen, Verträge, die auf Treu und Glauben von Staat zu Staat geschlossen und eventuell zu brechen.(Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Treu und Glauben müssen aber auch für Verträge zwischen Staaten Geltung haben. Fülle nenen Lichtes. Man glaubte bisher, dast die Regierung damals wirklich durch ein gewisses„Thaisachenmaterial" auf den grotesken Glauben gekommen sei: wenn man„Thaffachenmaterial" die lügenhaften Angaben von Polizeispionen nennen darf, die sich durch zeitgemäße Erfindungen ihren Austraggebern empfehlen wollen. Bei diesen ehrenwerten Leuten läge also die Schuld, bei der Um- gebung des Königs dagegen nur insofern, als sie den Spitzel- Phantasien ohne kritische Prüfung leichtfertig Glauben geschenkt und dann dem Könige jene Wahnvorstellung eingeredet hätten. Aus den Nobilingschen Papieren ergiebt sich aber nun zur vollsten Evidenz, daß solche Polizeiberichte überhaupt gar nicht vor- Händen gewesen sind. Der klassische Zeuge dafür ist niemand anders als der Polizeipräsident von Minntoli in eigner Person. Aus Minntolis Schrift„Erinnerungen aus meinem Leben" zieht nämlich Nobiling u. a. folgendes aus:„Man hat mir den Vorwurf gemacht, dast man Tausende von französischen oder polnischen Emissären in Berlin geduldet und solche nicht vor dem 18. März ausgewiesen hätte, da durch diese allein der längst vorbereitete Barrikadenkampf geleitet worden wäre. Hierauf bemerke ich, daß allerdings viele Fremde und namentlich Polen damals in Berlin sich aufhielten. Die Fremdenkoi, trolle in den Gasthöfen wurde mit Strenge gehandhabt. Revolutionsmacher wohnen nicht in Hotels, sondern ,n Kneipen, bei Studenten, HandlungskommiS und liederlichen Dirnen, Imd polizeiliche oder anherordentliche Meldungen über dergleichen verdächtige Fremde habe ich nicht erhalten; eine entsprechende Be- fichtigung der kleinen möblierten Wohnungen war in Ermangelung des dazu notwendigen Beamtenpersonals unausführbar. Mit den wegen des Polenprozeffes anwesenden Polen sollte infolge hoher Benvendung mit großer Schonung verfahren werden.... Wenn auch von den anwesenden Fremden eine Anzahl, namentlich Polen, sich beim Kampfe beteiligt haben, so bestreite ich, bis daß der Gegenbeweis bis zur Wahrscheinlichkeit geführt sein wird, dast Tausendeode rHundertevon Franzose nundPolen, um einen Strahenkam pf zu organisieren, nach Berlin gekommen sind. Ich zivcifle. dah die französische Revolution viele deutschsprechende Franzosen nach Berlin gespien hatte, ebenso wie ich zweifle, daß sich das Berliner Volk bei solchen Ver- an.assimgen von Ausländern leiten lassen wird, welche der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Ebenso gehört in den Bereich der Märchen, daß in der Breiten- und Königstraste die Wände der Häuser schon vor dem Kampfe durchgeschlagen, die Treppen mit Rasenstücken belegt, die Häuser abgedeckt und die Böden mit Steinen angefüllt gelvescn wären, weil darüber von den gutgesinnten HauS- bewohnern oder Nachbarn mir doch irgend eine Nachricht zugekounnen fein würde, umsomehr, da seit dem 13. März von Tag zu Tag die Aengstlichkeit des einen Teiles der Bewohner Berlins mit der Er- bitterung des andren Teiles in gleichem Raste zugenommen hatte." Die letzten Reste der ganzen Legende werden durch die Be- merkungen vernichtet, die Nobiling selber zu der Frage macht. Vorausgeschickt nmst werden, dast der von Minntoli erwähnte Polen- prozest ans einer von ihm selber„entdeckten" Verschwörung hervor- gegangen war, die eine große Anzahl Polen, worunter Mieroslawski, nach Berlin ins Gefängnis gefiihrt hatte. Nach dem Siege de« Volkes wurden sie frcigelaffen. Nobiling. der die Organisation der Bürgerwehr leitete, sagt nun über die Polen:„Dieselben verlangten am 20. März nachmittags zu ihrer Bewaffnung 60, sage sechzig Säbel, schwerlich weniger, als Personen vorhanden waren... Die Zahl der am 20. März in Berlin befindlichen waffenfähigen Polen betrug daher höchstens 60 Mann, wobei noch überdies die aus dem Gefänguis Entlassenen, wie z. B. MieroSlalvski. mitgereibnet sind. Und diese hätten eine Revolution in Berlin hervorgebracht Wie sich die Zahl der Polen, die am 18. März initgekämpft haben mögen, so auf ein paar Mann rednciert, so verschwindet der eine Franzose. den»nan bisher unter den Barri- laden- Kämpfern sicher nachgewiesen haben wollte, durch Nobilings Angaben spurlos. Unter den 700 Gefaiigenen aus dem Volke befand ich nämlich ein einziger Franzose. Welche Bewandtnis es aber mit biesein Unglücksmenschen hatte, ersieht man aus Nobilings Bericht. Am Abend des 13. März begab der Stadtrat ich nach dem Rathaus in der Königstrastc:„Während ich mich hier zefand. ward von einem Posten ein Mensch aufgegriffeii, der nur ranzösisch sprach,— für die erbitterten Grenadiere genügend, ihn ofort niederstoßen zu wollen, was ich denn doch verhinderte. Der Hauptmann von St. Paul vernahm ihn selbst, und sagte�er aus, er ei Friseur und hätte geglaubt, da jetzt alles ruhig wäre, in das Haus seines Herrn zurücriehren zu können. Bei der Durchsuchung fand sich nicht das geringste Verdächtige; überhaupt erschien der Mensch, der in eii«em Frack gelleidet war, nicbts weniger als gefährlich. Es geschah ihm natürlich kein~ribs,_ doch wurde er nach dem Schlosse geschickt und ist der einzige Franzose, welcher in der Liste der Gefangenen figuriert. Die „Märztage vom militärischen Standpunkte"(des Obersten v. Schulz) referieren falsch, daß dieser Franzose im Köllnischen Rathause ge- äligen worden sei." Der gute Mann war so wenig ein Revolutionär, wie der Barbier im„Don Luirote" ein fahrender Ritter. DaS Ergebnis ist, daß nicht das geringste Material in Gestalt von Thatsachen oder Polizeiberichten vorhanden gewesen ist, worauf ver Glauben an die Revolutionsemissäre hätte fußen können. Den König hat also seine persönliche Umgebung über Entstehung und Bedeutung der Märzbewegung planmäßig irregeführt, über Ent- tchung. um ihn zu den Maßregeln zu bnngen. die man von ihm haben wollte. Man hat ihn systematisch angelogen mit einer Räubergeschichte, die von A bis Z aus den adligen Fingern gesogen war. Einen der Schuldigen keimen wir direkt beim Die Bestimmung des Absatz 2 ist ganz undurchführbar. Wie sollen die Zollbeamten im Kopf haben, welche Zölle und Zoll- abfertignngs-Vorschriften im Ursprungslande jeder Ware ans deutsche Waren Anwendung finden? Wenn so die Rohstoffe beim Eingang nach Deutschland chikaniert werden, so schädigen Sie damit weit mehr die deutsche Industrie als die ausländische. Absatz 2 bedeutet den Gipfel der Schikane, der überhaupt erklömmen werden kann. Man veriveist auf ähnliche Bestimmungen im Auslande. Warum wollen Sie aber mir das Schlechte ans dem Aus- lande nachahmen: das zeugt von einer großen Abhängigkeit vom Auslände. Ich bitte Sie, diesen Absatz, der den Charakter der klein- lichen, gehässigen, hämischen Schikane an der Stim trägt, abzulehnen. (Bravo! bei den Socialdemokraten.) Hierauf wird ein VertagungSanttag der Slbg. Dr. Spahn(C.) und v. Normann(kons.) angenommen. Präs. Graf Bnllcsircm beraumt die nächste Sitzung an auf Mittwoch 12 Uhr und als Tagesordnung Fortsetzung der heutigen Beratung. Abg. Singer(Soc.. zur Tagesdrdnimg): Herr Präsident, ich möchte mir erlauben. Ihre und des Hauses Aufmerksamkeit darauf zu lenken, daß wir seit langer Zeit keine sogenannten Schwerinstage mehr gehabt haben.(Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Nach unsrer G e sch äfts ord nu n g soll„in derRegel" alle Woche ein Tag benutzt werden, um Anträge ans dem Hause zu diskutieren. Nun glaube ich, niemand wird diese Worte„in der Regel" so auslegen, das über- Haupt keine EchiverinStaze mehr im Jahre stattfinden. In der That werden aber Initiativanträge aus dein Hause seit langer Zeit sehr stiefmütterlich behandelt. Neben der Beratung des Zolltarifs glaube ich giebt eS doch noch eine ganze Reihe von Gegenständen, die der Ver- Handlung in diesem Hause wert sind.(Sehr wahr I links.) Ich glaube daher, wir müssen mit der Gepflogenheit, daß solche Schwerinstage nicht mehr stattfinden, endlich einmal brechen. Für den Fall, daß der Herr Präsident nicht die Absicht hat, meiner An- regung zu folgen, bitte ich einen Beschluß des Hauses darüber herbeizuführen.(Bravo! bei den Socialdemokraten.) Abg. Dr. Bachem(C.): Meine politischen Freunde sind ebenfalls nach Kräften bestrebt, Initiativanträge aus dem Hanse zu fördern. Trotzdem bitte ich in diesem Falle, von dem Wunsche des Ab- geordneten Singer abzusehen(Aha! links.) und zwar mit Rücksicht darauf, daß ein andres überaus wichtiges Volksrecht in Frage steht, nämlich das Recht der Petitionen. Unendlich viele Petitionen an den Reichstag legen dar, wie schwer die Arbeiter- Verhältnisse leiden würden, wenn der Zolltarif nicht zu stände käme. (Lachen bei den Socialdemokraten.) Damit diese Petitionen zu ihrem Rechte kommen, ist in erster Linie die Erledigung des Zolltarifs not- wendig.(Bravo l im Centrum und rechts.) Abg. Singer(Soc.): Herr Bachern hat uns nicht mit- geteilt, daß eine Petition mit 3(z Millionen Unterschriften den Reichstag bittest diesen Zolltarif in den Papierkorb zu werfen.(Sehr richttg! bei den Socialdemokraten.) Dazu kommen noch viele andre Petittonen, die denselben Wunsch haben. Bisher haben wir nicrl- würdigerweise weder ans dem Mimde des Berichterstatters, noch der Zolltarifftennde auch nur ein Wort von Petitionen gehört. Deshalb wird diese Auffassung des Dr. Bachern bei denen, deren Rechte er zu ver- treten vorgiebt, einen sehr eigentümlichen Eindruck inachen. Uebrigens habe ich ja selbst hervorgehoben, daß unsre Geschäfts- ordnung von Anttägen der Mtglieder und Petitionen spricht. Wir haben nichts dagegen einzuwenden, wenn der Präsident außer dem Initiativantrag, der an der Reihe ist, noch P e t i- tionen ans die Tagesordnung setzt.(Sehr richtig I bei den Sorialdemokraten.) Das wäre eine bessere Wahrung des Petittonsrechtes, als wie sie Herr Bachem will. Wenn Sie Rücksicht nehmen wollen ans die Petttionen, thun Sie am besten, die Zoll- tarif-Berattmg abzubrechen(Aha l rechts) und so daS Volk vor dem Zolltarif zu bewahren. Abg. Dr. Bachem(C.): Es ist ja richttg. daß unter den Pettttonen zum Zolltarif auch Pettttonen sind, die sich gegen den Tarif aus- prechen.(Ruf links: Auch ist gut!) Aber im letzten Petition*» Verzeichnis, das uns übermittelt ivorden ist. ist nur eine geringe Anzahl gegen den Tarif, viele hunderte sprechen sich fiir ihn aus. Ich halte den Vorschlag des Herrn Präfidenten für im Interesse der Industrie und Tausender industrieller Arbeiter liegend, die notleiden würden, wenn der Zolltarif nicht zu stände käme. Wer das Petitionsrechl deS Volkes also dem Sinne nach wahren will, der muß in der Be- ratung des Zolltarifs fortfahren.(Beifall im Centrum und rechts.) Abg. Heine(Soc.): Das Beispiel mit den Petitionen ist von Herrn Bachem recht unglücklich gewählt worden. Er sollte sich doch daran erinnern, daß, bevor wir in die Zolltarif-Bcrattmg ein- traten, Petitionen auf der Tagesordnung standen, und daß wir die Beratung einer sehr wichtige» Petition über daS BereiuSrecht der Frauen mitten drin abgebrochen haben. Ich bin überzeugt, der Abg. Singer wird damit einverstanden sein, wenn morgen die damals abgebrochene Debatte fortgesetzt würde. Abg. Singer(Soc.): Ich kann meinem Freunde Heine nur bestätigen, daß mein Wunsch, die Zolltarif-Berattmg zu unterbrechen, damit erfüllt wäre, wenn morgen Petitionen beraten würden. Da wir aber jeder guten Anregung, mag sie kommen von welcher Seite Namen. Es ist Herr v. Minntoli selber, der nachgewiesener- maßen dem König das Märchen von den Revoluttons-Emissären vorgeredet hat: wider besseres Wissen, wie aus seinen.Eriimerungen" hervorgeht. Die übrigen Lügner sind unter der nämlichen Cainarilla von Junkern zu suchen, die den König immer nach ihren Standes- intcressen zu lenken verstand. AuS dem kürzlich veröffentlichten Brief des jungen Prinzen Friedrich Wilhelm geht ja auch hervor, wie tief der Glaube an die„Emissäre" der Revolution sich in den Gemütern der Körngssamilie eingefresscn hatte. Unter den Eindrücken des Straßenkampfes freilich entglitt der König zeitweise der Führung der Cainarilla. So wurde nichts ans ihrem Plane, die Truppen aus Berlin herauszuziehen, ivenn der Barrikadenkämpfer nicht Herr zu werden sei. und die Stadt einer regelrechten Belagerung und Beschießung zu unterwerfen. Ihre Machenschaften in der zuletzt angedeuteten Richtung hörten aber deshalb nicht auf. Wir wisien aus Bismarcks eignem Munde, daß er daran gedacht hat, über den Kopf des Königs weg und wider den königlichen Willen das verhaßte Berlin anzugreifen. Er hat damals mit den Generalen von Möllendorf und von Prittwitz die Möglichkeit selbständigen Handels besprochen. Aus die Frage v. Prittwitz, wie man das anfangen solle, antloorietc er damit, daß er auf dem Klavier den Jnfanteriemarsch zum Angriff klimperte. Und als der General, Bismarck unter Tbränen um- armend. ausrief:„Wenn Sie uns das besorgen könnten!" erwiderte der königstteue Junker:„Kann ich nicht; aber wenn Sie es ohne Befehl thun, was kann Ihnen dann geschehen?" Prittwitz wollle, wenn Wrangel und Hedemann mitthäten. Wrangel ist willig. Als aber Bismarck bei General v. Hedemann in Magdeburg mit seinem Plane vorsprichst droht dieser, ihn als Hochverräter verhaften zu lasten. Leute von solchem patentterten Monarchismus konnten naturlich nichts Verwerfliches darin finden, den König zu belügen und zu bettügen, wenn eö ihnen zur Behauptung ihrer Machtstellung notig erschien, wie die Junker auch ohne Skrupel bereit waren, gegen den allerhöchsten Kriegsherrn zu meutern, wenn es»w Klaficn- interesse erforderte. Und so ausschließlich besaßen>.« braven Junker das Ohr deS Königs, daß er auch nachttäglich me die Wahr- heit über den Kampf vom 18. März erfahren hat, une sie fem Zeit- genoffe Heine mit dem ahnungsvollen Auge des Dichters schon im voraus gekündet hatte: „Ich rate euch, nehmt euch in acht, Es bricht noch nicht, jedoch es kracht; Und eS ist daS Brandenburger Thor Noch immer so groß und so weit ime ztivor. Und man könnt' cnch auf einmal zum Thor hmans schmeißen. Euch alle, mitsamt den Prinzen von Preußen— Die Menge thut rS." I. RI. II. AI. III. AI. IV. I. V. KI. M. M. M. M. M. Beitrag. 0,60 0,40 0,30 0,25 0,15 Wöchentl. Krankengeld. 15,- 10,- 7,50 6,25 3,75 Sterbegeld 90,- 60,- 45,- 37,50 22,50 fie wolle, Folge geben, fo stelle ich jetzt den neuen Die Central- Krankenkasse der Tabalarbeiter hat auf ihrer jezigen| Solitischen Aufklärung der Frauen mitwirken, versuchen, ihres Antrag, morgen auch die Petitionen zum Generalversammlung in Mannheim beschlossen, auf die Rechte aus möglichst viele zu Kampfgenoffinnen heranzuziehen. Schwer möge 3olltarif auf die Tagesordnung สน fezen.§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes zu verzichten und sich in eine es manchmal sein, schon wegen der doppelten Belastung der Frauen, ( Lachen rechts.) Es würde vielleicht auf die verhärteten Buschußkasse zu verwandeln. Für Leistung und Gegenleistung wurde und sei doch meist durch die elterliche Erziehung an dem Mädchen Gemüter der Centrumsagrarier einigermaßen wirken, wenn sie folgende Stala beschlossen: schiver gesündigt worden. Doch dürfe nicht der Mut verloren werden. fehen, wie groß die Zahl der Petitionen gegen den Zolltarif und wie Sei es den Christlichsocialen Wiens mit ihren Verblödungsminim dagegen diezahl derjenigen ist, die sich für das bestrebungen gelungen, einen großen Frauenbund zu schaffen und die Zustandekommen aussprechen. Wogegen ich mich verFrauen zu ihren vorzüglichsten Wahlagitatorinnen und Wahlorganis wahre, ist, daß wir hier außer dem Zolltarif alles stehen und liegen fatorinnen heranzubilden, wie follte es nicht möglich sein, für unfre lassen. Wir sind doch hier nicht nur zu einer großen, wirklich idealen Ziele die Frauen zu gewinnen. Rednerin Zolltariffession zusammenberufen. Der Zolltarif ist schloß mit einem flammenden Aufruf zu dieser Aufklärungsarbeit, eine Vorlage der Regierung wie andre Vorlagen auch und der demokratie zu kämpfen, soweit dies heute möglich, und die zugleich die die Frauen fähig machen werde, in den Reihen der Socials Reichstag hat sich nie das Recht nehmen lassen, andre Beratungsgegenstände einzuschieben, wenn er dies für richtig und wichtig ge= die beste Vorbereitung sei zur Beseitigung der politischen Rechthalten hat. Thun Sie es nicht, so beweisen Sie von neuem, losigkeit der Frauen.( Anhaltender stürmischer Beifall.) Mit einem daß Sie nicht anders wollen, als die materiellen Interessen dreimaligen Hoch auf die internationale Socialdemokratie und auf einer kleinen Minderheit im Staate zu fördern.( Sehr gut! links, die Steferentin endete die Versammlung. großer Lärm rechts und im Centrum.) außerordentlicher Tagung in Chemnik, in Gesamtheit dem neuen Der Verband fächsischer Konfumvercine beschloß am Sonntag in Gesamtverbande deutscher Konsumvereine beizutreten. " Im öffentlichen Dienste. " „ Süddeutschen Postillon". Die eben erschienene Nr. 23 des enthält als farbiges Titelbild: Fräulein liebst Du mich, oder ich zerhack Dir die einen König Mammon von A. Fiebiger Moriz als Kritiker, Kommode Großen und dem Kleinen. Weiter sind zu nennen Ernst Klaars Gedicht von Banselow; das Schlußbild illustriert das alte Sprichwort von dem Sunker und Wucherzoll; Ahasver von A. Str. 2. N.'s Ehrbarkeit, Federzeichnung, und Motto der Welt. Das Telegramm.( Schluß.) Jägere glück. Stoßseufzer eines Sittenpolizisten und eine Reihe Kleinbeiträge. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9%, Uhr abends statt. J. G. 62 Jahre. Daß Staat und Gemeinde ihre unteren Angestellten nicht gerade nobel bezahlen, ist eine bekannte Thatsache; dennoch ist es interAbg. Dr. Pachnicke( frf. Bg.): Der letzte Vorschlag des Abg. effant, dann und wann einige Einzelbeispiele aus diesem Kapitel zu Arbeiterinnen und Arbeiter. Heute abend öffentlicher Vortrag Singer, morgen die Petitionen zum Zolltarif zu beraten, wird erfahren. Wir blätterten zufällig in der„ Bakangliste für Militär- des Genossen Arthur Stadthagen in den Arminhallen über meines Erachtens nur auf geringe Gegenliebe stoßen.( Heiterkeit und anwärter", die im Auftrage des preußischen Kriegsministers heraus- Arbeiterschutz und Arbeitsrecht". Es wird um zahlreiche Beteiligung Taute Sehr richtig! im Centrum und rechts.) Aber für unerläßlich halte gegeben wird und bestimmt ist für Leute, die es nach Absolvierung ersucht. Die Vertrauensperson. ich es, daß die in so großer Zahl vorliegenden noch unerledigten ihrer Militärzeit gelüftet, so eine Art Amtsperson" zu merden. andren Petitionen allmählich aufgearbeitet werden. Auch die Da ist in der Gemeinde Drengfurth( Ostpreußen) die Eingelaufene Druckschriften. Erledigung der Initiativanträge liegt doch mur im Stelle eines Wachmannes und Steuerdieners frei. Das Jahres Interesse der Mehrheitsparteien, denn diese Anträge sind doch einkommen beträgt einschließlich der Nebeneinnahmen 348,20 m., nicht zum Vergnügen, sondern aus ernsten sachlichen Erwägungen wozu noch Gebühren von etwa 45 M. im Jahre und freie gestellt. Wir tagen seit dem 14. Oktober und haben Wohnung im Werte von 45 M. kommen. Aussicht auf Verbesserung feinen Tag für die Initiativanträge freigelaffen. ist nicht vorhanden. Es ist doch aber unerläßlich, daß wir bis zu den Wahlen wenigstens Die Gemeinde Straßburg in der Uckermark will einen die hauptsächlichsten Anträge erledigt haben. Das liegt ja auch Nachtwächter mit dem gleich fürstlichen Jahreseinkommen von im Intereffe des neuesten Antrages der Mehrheitsparteien. Denn 396 M. beglücken, auch ohne jede Aussicht auf Verbesserung. ehe nicht die sämtlichen bei Beginn dieser langen Seffion ein- Ein pensionsfähiges" Jahreseintommen von 300 m. bietet gebrachten Anträge erledigt sind, kann ja der Antrag Aichbichler die Stadt Schurgast( Oberschles.) einem Stadt- und Polizei( Oho! rechts und im Centrum) ohne einen Bruch der Geschäfts- diener", dazu außerhalb der Pensionsfähigkeit Wohnung, Beordnung( Erneuter Lärm, rechts und im Centrum) nicht auf die leuchtung, Heizung und 30 M. Kleidergeld, sowie 150 m. NebenTagesordnung gebracht werden.( Sehr gut! links. Wiederholter einnahmen, diese jedoch ohne Garantie, also etwas wie Trinkgelder. Lärm rechts und im Centrum. Abg. v. Kardorff gestikuliert Auch diesem Hüter der öffentlichen Sicherheit bietet sich in seinem heftig mit den Händen und giebt unartikulierte Laute von sich.) Amte teine Aussicht auf Verbesserung. Abg. Dr. Bachem( C.): Wenn die Linke die Zahl der nament- Beim Amtsgericht Martlissa kann einer, der eine gute, lichen Abstimmungen auf das gewöhnliche Maß beschränken würde, korrekte Handschrift schreibt und Fertigkeit im Lesen von Handwäre Zeit zur Erledigung der Initiativanträge vorhanden.( Sehr schriften hat wozu sich ein guter Schriftseher eignen dürfte, gut, im Centrum und rechts.) Kanzleigehilfe werden. Er bekommt für die Seite Schreibwerf 5 Pf. Abg. Singer( Soc): Jh tamr Herrn Bachem feine Aussicht und kann, wenns ihm nicht mehr gefällt, jederzeit ohne Kündigung machen, daß wir auf seinen Vorschlag eingehen.( Heiterkeit.) Ab- gehen. gesehen davon, daß wir gewöhnt sind, unsre Anträge auf nament- Wenn ihm die Accordquälerei bei diesem Gericht nicht gefällt, liche Abstimmung nur nach fachlichen Erwägungen zu stellen,( Lärm so kann er in gleicher Eigenschaft an das Amtsgericht in Sazenrechts. Ruf: Bebel in Hamburg!) würde der Bachemsche Vorschlag elnbogen( Wiesbaden) gehen, wo ihm ein festes Monats- Eindem Gefühl meiner Freunde schon deshalb tvidersprechen, weil kommen bon 10 bis 15 M., allerdings ohne Aussicht auf Verwir für Kuhhändel nicht geeignet sind.( Lärm rechts. befferung geboten wird. Auch hier kann er trotzdem jederzeit ohne Swinemde. 767 SS 1wolfent Lebh. Beifall links.) Kündigung die fette Pfründe, in der er keinen Reichsrentner zu be- Hamburg Präsident Graf Ballestrem: Ich habe mich nicht überzeugen neiden braucht, verlassen. Berlin fönnen, daß mein Vorschlag unrichtig war. Nicht ohne Grund haben die Verfasser der Geschäftsordnung hineingeschrieben: in der Regel findet in jeder Woche an einem vorher bestimmten Tage ein Schwerinstag statt", das heißt also, wenn nicht andre wichtige Geschäfte vorliegen, deren Erledigung schwierig und langwierig ist und die erledigt werden müssen.( Bravo! rechts und im Centrum.) Ich würde geglaubt haben, meiner Pflicht als Bräsident, die Geschäfte des Hauses zu fördern, nicht nachzukommen, wenn ich meinen Vorschlag nicht gemacht hätte.( Bravo rechts und in der Mitte.) 3 Es ist Widerspruch gegen meinen Vorschlag erhoben worden, ich laffe also das Haus entscheiden. Der Antrag Singer wird gegen die Stimmen der gesamten Linten abgelehnt. Es bleibt also beim Vorschlag des Präsidenten. Nächste Sigung Mittwoch 12 Uhr. Schluß 6½ Uhr. Partei- Nachrichten. Die Einigung tu Solingen ist am Sonnabend auch in der Versammlung des dortigen socialdemokratischen Volksvereins ohne Debatte und einstimmig unter lebhaftem Beifall gutgeheißen worden. Danach fand eine große öffentliche Versammlung statt, in der Genosse E. Bernstein über fommunale Fragen sprach. Dann wurden die vier Kandidaten für die Stadtverordneten- Wahlen, die Genossen Forkert, Bollengraben, Kreuzer und Eichorn, proflamiert, die die ausdrückliche Erklärung abgaben, daß fie im Falle ihrer Wahl das Mandat als Socialdemokraten und im Einverständnis mit der Partei ausüben werden. Gemeindewahlen. Je zwei socialdemokratische Stadtverordnete wurden gewählt in Eisenberg und in Schmölln. B. O. 27. Die Mietssteuer wurde bis 1. April 1895 erhoben und zivar lange Zeit hindurch auch von Wohnungen unter 150 Mart. Grnit 10. Üngünstiges ist uns über die betreffende Kasse nicht befannt; immerhin würden wir an Ihrer Stelle vorziehen, das Geld in einer ficheren Hypothek anzulegen. Witterungsübersicht vom 11. November 1902, morgens 8 Uhr Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke 767 GD 764 Wetter 1 Mebel Temp. n. T. 5º C.= 4º R. Stationen Barometerftand mm richtung Wind Windstärke 3 Haparanda 752 Still 4 Petersburg 765 3 Cort 743 S 759 SD Wetter Temp. n. T. oto 214 1 wolfig 2 1Regen 6 bedeckt 12 3 wollig 766 D 1 heiter Im Gebiete der Postverwaltung giebt es anständige Stellen Frantj./M. 765 OND 1lb. bed. 5 Aberdeen als Landpostbote in Württemberg. So ein Landpostbote muß eine München 4bedeckt 4 Paris Prüfung über seine Fähigkeit ablegen, muß über ein zur Boten- Wien 768 SD 1hlb. bed. 4 niederlage geeignetes Lofal verfügen, sofort 500 M. Staution stellen Wetter- Prognose für Mittwoch, den 12. November 1902. und bekommt dann ein Jahresgehalt von 576 M. in Roßberg am Lage mild bei mäßigen südöstlichen Winden. Beitweise nebelig, sonst meist heiter und troden, nachts ziemlich talt, 516 M. in Wachendorf, 375 M. in Söflingen. Für höhere geistige Leistungen wird allerdings mehr geboten. So fucht die Gemeinde Now a wes bei Potsdam einen BüreauDiätar, der die bei der Polizeiverwaltung vorkommenden Kriminalfachen selbständig bearbeiten kann, energisch und gewandt im Protokollieren ist und Gesetzes, Lokal- und Personenkenntnis hat. Wer das alles tann, bekommt dafür 900 M. Jahresgehalt ohne Pension und ohne Aussicht auf Verbesserung. Die Stadt Jbbenbüren( N.-B. Münster) sucht einen Amtssekretär. Er muß alle in einer umfangreichen Verwaltung vorkommenden Sachen selbständig bearbeiten können, die Geschäfte des Amtsanwalts wahrnehmen und deshalb alle zur Anwendung tommenden Gefeße und Verivaltungsvorschriften genau fennen. Das Gehalt beträgt jährlich 1200 W. ohne Aussicht auf Verbefferung. Man kann die Reihe dieser Angebote noch lange fortseßen, immer zeigen sie, daß die niederen Dienste in den öffentlichen Berwaltungen im höchsten Grade armselig bezahlt sind und daß selbst in Stellungen, die schon verhältnismäßig hohe Anforderungen stellen, wie z. B. Ibbenbüren, die Bezahlung in keinem Verhältnis steht zu den geforderten Diensten. Staat und Gemeinde scheinen immer noch großes Vertrauen in den Idealismus ihrer Angestellten zu sehen. Hus der Frauenbewegung. Frauenpflichten im Kampfe ums Brot. Todesanzeige. Allen Freunden, Berwandten und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Fran und unfre gute Mutter Pauline Scholtz geb. Gritschke am 8. November verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 12. Nov., nachm. 4 Uhr, auf dem Emmaus Kirchhof von der Halle aus statt. 3736 Paul Scholt nebst Kindern. D Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau Elsa Lier geb. Greve am 9. d. M. sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet Paul Lier, Naunynstr. 9. Die Berdigung findet Donnerstag, den 13. November, nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisen- Kirchhofs( Nixdorf) 3756 Hermannstraße aus statt. Verein socialdemokratischer Gast- und Schankwirte Eine von etwa 800 Personen besuchte Volksversammlung, einTotenliste der Partet. Ein alter Parteigenosse, der Kolporteur Schulz, ist in Hamburg im Alter von 65 Jahren gestorben. In Berlins, tagte am 10. November im großen Kellerschen Festsaale. berufen von den Vertrauenspersonen der socialdemokratischen Frauen den fechziger Jahren lernte er die Arbeiterbewegung fennen, schloß sich später den Eisenachern an und war, weil er die Drudschriften Is Referentin war die bekannte Wiener Parteigenossin Adelheid derselben vertrieb, in den Parteitreisen eine bekannte Persönlichkeit. Popp erschienen. Sie sprach über: Frauenpflicht im Ms das Hamburg- Altonaer Volksblatt" heraustam, war Schultz Stampfe gegen die Verteuerung der Lebensa auch an deffen Kolportage beteiligt, wie später bei der Gerichts- Versammelten oft zu den lebhafteften Beifallsbezeugungen hin. Sie haltung". Die äußerst tenperamentvolle Rednerin riß die zeitung"," Bürgerzeitung" und" Hamburger Echo". In den letzten Jahren machte sich bei Schulz die Altersschwäche geltend und er schilderte treffend den Segen unsrer heutigen Gesellschaft, die man Hatte unter mancherlei Krankheiten zu leiden. Er war bis an sein die von Gott gewollte und beste nenne, die aber die Arbeiter, die Lebensende Mitglied des Socialdemokratischen Vereins für den Schaffenden, die Fleißigen ausschließe nicht nur vom Genuß der Elsa Lier, geb. Greve. zweiten Wahlkreis. Sociales. Der Arzt als Unfallgutachter. Kulturerrungenschaften, sondern ihnen fogar die kräftige Nahrung verwehre, auf die gerade fie das größte Anrecht hätten. Obenein schimpfe man sie noch begehrlich und unzufrieden, wenn sie Fleisch effen wollten und gegenüber der Teuerung der notwendigsten Nahrungsmittel die Oeffnung der Grenzen verlangten. Wir achteten allerdings die Unzufriedenheit der Ausgebeuteten und Unterdrückten Als Privatdocent der Unfall- Heilkunde, ein bisher noch nicht ver- als eine Bierde. Mehr noch als der Arbeiter sei die proletarische tretenes Fach der Chirurgie, hat sich an der Universität Bonn Frau bedrückt. Sie habe gewöhnlich doppelte Pflichten, doppelte der Anstalts- Oberarzt Dr. Liniger habilitiert. In seiner Antritts- Lasten; sie könne erst Gattin und Mutter sein, nachdem sie Lohnrede sprach er über die Stellung des Arztes im Rahmen des Unfall- arbeiterin gewesen. Und wie wirke auf sie, die schon im Haushalt versicherungs- Gesetzes. Er wies darauf hin, daß allein im Jahre mit jedem Pfennig so wie so rechnen müsse, eine Lebensmittel- Ber1900 110 000 Unfälle entschädigt wurden. Durch das Unfallgeset teuerung, wie sie heute schon gegeben sei und noch mehr infolge der hätten sich in der ärztlichen Wissenschaft völlig neue Bahnen eröffnet, engherzigsten Geldsacksbestrebungen der Agrarier in Deutschland erBerlins und Umgegend. Am 9. d. M. starb die Frau unsres Mitgliedes, Kollegen Paul Lier, am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Luisen- Kirchhofes in Rigdorf, Hermannstr. 186/190, aus ftatt. 70/3 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Central- Kranken- und Berliner Wetterbureau. Am 7. d. M. verschied plötzlich durch Unglücksfall unser lieber Vater, Bruder, Dntel, Schwiegerund Großvater, der Sattler Gustav Scharsig im 72. Lebensjahre. 3845 Dies zeigen tiefbetrübt, um stille Teilnahme bittend, im Namen der Hinterbliebenen an Gustav Scharsig u. Frau. Waldemarstr. 28. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 13. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des alten Rigdorfer GemeindeFriedhofes, Briz, Rudowerstraße, aus statt. Danksagung. Sage allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme und schöne Kranzspende bei der Beerdigung meiner lieben Frau meinen tiefgefühlten Dank. 56442 Franz Klawitter nebst Kindern, Reinickendorferstr. 36. Danksagung. Sagen allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme und schönen Stranzipenden bei der Beerdigung unsres lieben Sohnes den herzlichsten Dank.[ 3796 Familie Schinz, Blumenthalstr. 10. Orts- Krankenkaffe für das Gewerbe der Tischler und Pianoforte- Arbeiter zu Berlin. Am Donnerstag, 20. November 1902, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1: General- Versammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder und der Arbeitgeber. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Wahl des Rendanten. 3. Wahl eines Hilfs arbeiters. 4. Wahl eines KrankenKontrolleurs. 5. Wahl von 5 Borworauf die Forschung erfolgreich fortschreite. Die begutachtende wartet werden müſſe? Gerade die Frau, auch das schlecht getönte Sterbekasse d. Zimmerer landsmitgliedern der Arbeitnehmer. 4 Thätigkeit des Arztes sei durch die großen Erfahrungen auf dem Mädchen, habe das größte Interesse, gegen den Lebensmittel- Wucher Gebiete der Unfall- Heilkunde und durch die Rechtsprechung des zu protestieren. Die Entbehrungen der jungen Mütter der ArbeiterReichs- Versicherungsamtes wesentlich erleichtert und geklärt, be- klasse empfänden deren Kinder schon, ehe fie geboren seien; nicht nur sonders auch die schwierige Frage des Zusammenhanges eines die Mutter leide empfindlich unter der schlechten Ernährung, sondern Leidens mit einem Unfall. Sehr erfreulicherweise habe sich auch das fünftige Kind. Wie viele Frauen gäbe es nicht, die zerimmer mehr herausgestellt, daß reine Simulation viel cüttet seien von dem Moment an, wo fie ein Kind geboren hätten. feltener sei, als man ursprünglich anzunehmen ge- Zu der Not in der Ernährung fomme noch die Wohnungsmisere. neigt war, während die in der menschlichen Natur be Rednerin wies dann nach, daß, wenn überhaupt, es nur der gründete Uebertreibung allerdings noch immer die größten Socialdemokratie möglich sei, das agrarische Attentat auf die GeSchwierigkeiten für die begutachtende Thätigkeit des Arztes sundheit, auf die Ernährung des Volkes abzuwehren. Ferner erschaffe. Der Gutachter soll seine wissenschaftlich begründete An- örterte Frau Popp die allerwärts vorhandene politische Entrechtung ficht jeder Zeit unter Eid vertreten können. Er habe bei den Unfall- der Frauen, welche das östreichische Wahlgefeß mit Idioten und ge gerichten diefelbe Stellung als Sachverständiger wie bei den ordent- meinen Verbrechern auf eine Stufe stelle. Sie warf hierbei einige lichen Gerichten. Weder zu streng, noch zu milde dürfe seine Be grelle Streiflichter auf die bekannten forrupten Wahlmachenschaften urteilung ausfallen. Die Forderung der Humanität werde auch der Chriftlichsocialen in Destreich und die Polizeiwirtschaft unter Unfallverlegten gegenüber allein erfüllt durch Gerechtigkeit. Auch Herrn Lueger, welche den gestern auch vom Vorwärts" gemeldeten die Behandlung des verletzten Arbeiters fei wesentlich besser und Einbruch in das Arbeiterheim ermöglichte. Die Versammelten bebollkommener geworden. Man strebe vor allem nach rascher und antworteten die Mitteilung der Thatsachen mit einem kräftigen bielmöglichst guter funktioneller Heilung. Diese werde durch die fältigen Pfui! und die drastische Kritif, die die Vortragende an speciellen Einrichtungen der großen modernen Krankenhäuser wesent- den Vorkommuissen und dem sonstigen schoflen Verhalten der allerlich gefördert. Sobald als irgend angängig folle aber der Verletzte christlichsten Lueger- Männer übte, fand im Beifall der Versammfeine Arbeit so weit wie möglich wieder aufnehmen; denn diese lung stürmischen Widerhall. Sie gloffierte dann die Männer, bleibe das beste Mittel, ihn und die Seinen vor Not und Elend zu die, wie der Freiherr von Gautsch, es angesichts unsrer schützen. bon heutigen privatkapitalistischen Ausbeutung Herr Dr. Liniger, ein fimdiger Mann, kritisiert durch diese Be- Frau fertig befommen zu sagen, am schönsten erscheine ihnen mertung, wohl ohne es zu beabsichtigen, scharf unfre gepriesene die Frau, wenn sie nichts sei, als zärtliche Gattin und Mutter. sociale Gesetzgebung, die, wie er zugesteht, das Opfer des Unfall- Heute müsse die Frau hinaus in den Kampf ums Dasein und so molochs nicht vor der Not schützt. müffe fie auch teilnehmen am politischen Stampf, der zugleich ein Kampf für ihre wirtschaftlichen Interessen sei. Jeder müsse an der " Mann und Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Carl Schulz, wohnhaft Pappel- Allee 109, am 8. 6. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitte woch, den 12. d. M., nach. 3, Uhr, von der Leichenhalle d.Gethsemanes Kirchhofs in Nieder- Schöugausen aus stait. 259/14 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand Berlin VI. Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler a. and. gew: Arhcker: Verwaltung Berlin D. Moabit. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied 182/11 Robert Flötert am 9. November gestorben ist. Die Beerdigung findet heute, Mittwochnachmittag 3 Uhr, vom Krankenhause Moabit nach dem Heilands- Friedhof( Plößensee) statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 6. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern der Arbeitgeber. 7. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 3746 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Boxhagen- Rummelsburg. Dienstag, den 18. d. M., abends 8%, Uhr, im Lofal Café Bellevue: General- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern, 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 2. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung. 3. Abänderung des § 49 des Statuts. 4. Berschiedenes. Der Vorstand. gez. Budde. 5½½ Pfand Brot 50 Pf. Backware 6 Stück für 10 Pf. Albrechts Bäckereien: Wrangelstraße 9, Krautstraße 19, Falckensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Markthalle Püdlerstr., Stand 222/23. Markthalle Andreasstr., Stand 16/18. EIN Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46-49 Krausenstrasse 46-49 Vorzugspreise für Lebensmittel In sämmtlichen Special- Abtheilungen soweit der Vorrath reicht. Gemüse- Conserven. Pa. Stangenspargel 82/86 Stg.. . 1 Dos. 1/2 Dos. 1,45 M. 78 Pf. Frucht- Conserven Fisch- Conserven. Preisselbeeren...... Dose 75 Pf. Gabelbissen Pa. Stangenspargel( Diner- Sp 28/30 Stg. 1,55 M. 83 Pf. Preisselbeeren. u • per Dose 65 Pf. 8 Pfd. Dose 2,80 M. Apetit Sild. . Dose 32 Pf./ Dose 50 Pf. . 9 Dose 85 Pf. Krabben.. Dose 33 Pf. 1%, Dose 60 Pf. Dose 70 P. Neunaugen • ⚫ per Dose 90 Pt. Anchovis Dose 42 Pt. 2 Dose 60 Pf./ Dose 1,10 10 Dosen Sortiment Bismarck- Bratheringe in oval Dos. p. Dose 45 PL Pa. Stangenspargel 20/24 Stg... 1,65 M. 88 Pf. Reineclauden. Pa. Stangenspargel( Consumspargel) Dose 85P 1,15 Pflaumen%, Fr. Pa. Brechspargel I Riesenstangen mit Köpfen 1,35 M. 73 Pf. Pa. Brechspargel II extra stark mit Köpfen 1,25 M. 68 Pf. Pa. Brechspargel III stark mit Köpfen 95 Pf. 53 Pf. Pa. Brechspargel IV mittel mit Köpfen 80 Pf. Pa. Brechspargel ohne Köpfe ( Suppensp.) 63 Pf. 38 Pf. Feinste junge Schoten I... 1,05 M. 58 Pf. Feinste junge Schoten II Boten 80 Pf. 45 Pf. Gemüse- Schoten I....... 50 Pt. Gemüse- Schoten II.... DinerGemüse- Melange( Leipziger Allerlei) Pfefferlinge Steinpilze Carotten 4 . 45 Pf. 75 Pf. 43 Pf. · 45 Pf. 85 Pf. 48 Pf. ... 55 Pf. 33 Pf. Colonialwaaren Pflaumen.. Prünellen Apricosen. Kirschen, saure p. 1 Pfd. 25, 35, 40, 50 Pf b. 5 Pfd. 22, 30, 35, 45 Pf enthaltend je 1 Dose Apricosen, Pfirsiche, Preisselbeeren, Pflaumen, Birnen, Mirabellen, Reineclauden, Kirschen m. St., Melange Kirschen o. St. M. 9,25 190 Melange- Marmelade 10 Pfund Eimer Hering in Gelée... . 45 PL 3,10 Bratheringe in 8 Ltr. Dose, ca. 60 Fische... Sardellen in Gläsern.... per Glas 70 u. 95 Pf. Delicatess- Heringe in Wein, Bouillon, Tomaten, Mixed- Pikles, Senf- u. Champignon- Sauce per/ Dose 78 Pf. 1, Dose 47 Pt. Sardinen i. Oel, p.Dos.ca. 8 Fische 35 Pf. Fische ca. 10-12 45 PL Sardinen, Dosem. Schlüssel 65 Pf. / Dose mit De mit Schlüssel 1,20 PL Feinster Malossol- Caviar ganz mild gesalzen( helles Korn) in Schlüsseldosen netto 1 Pfd. 1½ Pfd. eingewogen 2,25 2,25 Mk. Backobst, gemischt Mehl in Säckchen p. 1 Pfd. 55 Pf. 2 Pfd. ° 35 Pf. 2 Pfd. Feinstes Kaiser- Auszug 5 Pfd. 85 Pf. Backobst, gemischt 10 Pfd. 1,65 Mk. Reis.... 10 Pfd. 1,35 Mk. 1, Pfd. 4,40 8,65 1 Pfd. ... II bei 5 Pfd. 30, 27 Pf. 45, 42 Pf. I 45, bei 1 Pfd. 17, 21, 23, 33 Pt. • • bei 5 Pfd. 16, 20, 21, 30 Pf. Maccaroni( Hausmarke) 1 Pfd. 32 Pf., bei 5 Pfd. 30 Pf. Hausmachereiernudeln 1 Pfd. 34, bei 5 Pfd. 32 Pf. Deutsches Speiseoel( Erdnussoel).. 1 Ltr. 1,60 M. Thee Cacao b. 5 Pfd. 50 Pf p. 1 Pfd. 45, 58 Pf. b. 5 Pfd. 43, 55 Pf. p. 1 Pfd. 38, 48 Pf b. 5 Pfd. 35, 45 Pf Cacao, Deutscher ,.- per Pfd. 1,10 M. u. Cacao, Holländischer ,. Haushalt Chokolade, Butter Käse 30 Pt. Feinstes Weizenmehl 000 5 Pfd. 70 Pf. Kaffeeb auk 1,30 M. Kaffee gebr,... . per Pfd. 1,80 M. Kaffee roh, Santos. per Pfd. 80 Pf. Kaffee roh, Guatemala. Wild- u. Geflügel. Feine Tischbutter...p. Pfd. 1,10 M. Feine Tafelbutter p. Pfd. 1,20 M. F. Bairische Süssrahmbutter ungesalzen F. Holländer Käse p. Pfd. 85 Pf. " . p. Pfd. 1,20 M. ..p. bei 5 Pfd.80 Pf. D bei 5 Pfd.60 Pf. " F. Tilsiter Käse. p. Pfd.65 Pf. Moselweine Remicher. Maringer Veldenzer Kirchenberg Rheinweine Erbacher Geisenheimer ..p. Pfd. 68 Pf. Pa. junge Gänse... p. Pfd. 58 Pf. Pa. junge Enten. Junge Poulets. Junce Puten Stopfgänse. Hasen ..p. St. 1,00 M. .p. Pfd. 85 Pf. .p. Pfd. 70 Pf. p. St. 3,20 M. WeineMischung 3a 4a 1,00 M. 1,15 M. • 70 u. 62 Pf. .. 80 u. 95 Pf. No. I. II. III. IV. V. per Pfd. 1,40 M. 1,80 M. 2,10 M. 2,60 M. 3,40 M. Feinster Dessert- Cakes( Kinderlust) Fleischwaaren à Carton 50 Pt. Obst Holsteiner Cervelatwurst Pfd. 1,20 M. Amerik. Aepfel Serie I Westfäl Cervelatwurst Pfd. 1,30 M. Westfäl. Schinkenwurst Pfd. 1,15 M. Braunschw. Schinkenspeck Pfd.1,05M. Pökelzungen... per Stück 3,15 M. Pökelzungen geräuchert per Stück 3,00M. Spirituosen 1 Fl. bei 10 Fl. Bordeauxweine 1 Fl. bei 10 Fl. 70 Pf. 65 Pf. 1,05 M. 1,00 M. 1,70 M. 1,65 M. Medoc St. Estephe 75 Pf. 70 Pt. 95 Pf. 90 Pf. " 5 Pfd. 70 Pfg. 10 Pfd. 1,30 M. Serie II 5 Pfd. 90 Pfg. 10 Pfd. 1,70 M. Original- Fässer ca. 120 Pfd. Inhalt 17,00 M. 21,00 M, Yngarweine Süsser Ober- Ungar Medicinal- Ausbruch. 93er Chat. Beychevelle 2,10 M. 2,00 M. Herber Ober- Ungar Dessertweine Spirituosen 1 Fl. bei 10 Fl. .. 75 Pf. 70 PL. • 1,30 M. 1,20 M. 1,65 M. 1,55 M. 65 Pf. 60 Pf. Portwein 85 Pf. 80 Pf. Feiner alter Rum .95 Pf. 90 Pt. • 90 Pf. 85 Pf. Weisser Portwein 95er Rüdesheimer Alter Douro Portwein 19 1,35 M. 1,30 M. 1,90 M. 1,80 M. Feiner alter Jam.- Rum 1,75 M. 1,65 M. Feiner Arac de Goa.. 1,65 M. 1,55 M. 1,30 M. 1,25 M. 24000 Flaichen Original Franz. Cognac 1 80 Meunier& Co., Cognac per Kiste 12 Flaschen 20,40 M., bei 5 Kisten per Kiste 19,20 M. M. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 265. 19. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 12. November 1902. Berliner Partei- Angelegenheiten. über die Stulturwelt verbreiteten Lehre mag es an verftehen fein, auf dem Wege der Besserung befindet. wollen: für Parteigenossen! die Redaktion des Vorwärts". " " 0 viel fordern muß, und im Sinne diefer vom Mühlendanım ans verlegte Köchin Therese Steigner außer Lebensgefahr und bereits wenn die Abstinenzler unsereinem das bescheidenste Gläschen Vier nehmen. als Gift zu verefeln suchen, die Vegetarier in einer Snobländer Bau- Unfall. Am Sonnabendnachmittag stürzte der Maurer Die nächste Lokal- Lifte erscheint am Sonntag, den 30. November Zeichenteile wittern und nunmehr unter der Führung des Vereins Hermann Werner aus Gusow aus der zweiten Etage des von 1902. Wir ersuchen daher die Mitglieder der Lotaltommission z Die Kunst im Leben des Kindes" ein auf den ersten Blick eigen der Firma Held u. Franke ausgeführten Baues Alte Jakobstr. 30/31 bon Berlin und Umgegend, Aenderungen und Neuaufnahmen tümlicher Feldzug gegen den„ Spielzeugtenfel" beginnt. Mit dem herab und zog sich schwere inere Verlegungen zu. Da die bis spätestens Freitag, den 21. November 1902, einsenden zu Spielzeugteufel hat es nach dem Erfinder dieses Wortes, Herrn Friz Vorder Faffade aus Sandstein hergestellt wird, so befindet Stahl folgende Bewandnis: sich an derselben ein festes, von den Zimmerleuten aufgestelltes Teltow- Beeskow" an den Genossen Hermann Schliebig in Das Kind schafft sich aus seiner eignen Phantasie eine reiche Gerüft, welches jedoch in der zweiten Etage mangelhaft abgedeckt Bris, Jahnstr. 2; Welt nach seinem Bilde. Eine armselige Fußbank ist ihm Puppe, und nicht einmal wie üblich mit einer Barriere versehen war. " Nieder- Barnim" an den Genossen Otto Riebe in Friedrichs. Eisenbahn, Hund, Mutter, Stube und alles sonst noch mögliche. Werner war bei den Steinmegen beschäftigt und im Begriff, auf das felde, Victoriastr. 4; Ein Sandhaufen im Freien, worin es nach eignem Gefallen und äußere Gerüft zu steigen. Hierbei trat er seht und stürzte aus der " Potsdam- Ost- Havelland" an den Genossen Albert Neue in unbeaufsichtigt wählen kann, ersetzt dem Kinde einen ganzen tveiten Etage auf die am Boden liegenden Sandsteine. Er wurde Spandau, Jagotstr. 9; Spielzeugladen, weil aus dem Sand eben alles zu formen geht, was mittels Krankenwagens nach dem Krankenhause an Urban gebracht. " Diverse Orte" an den Genossen Gustav Fellwook, Ebers- die junge, im unbeschränkten Maße einbildungsfähige Phantasie nur Werner ist Vater von vier unerzogenen Kindern. Nach Ansicht von walde, Eisenbahnstr. 67. zu schaffen gedenkt. Das Spielzeug ist aber etwas fertiges, bleibt Augenzeugen wäre B. nicht abgestürzt, wenn die Rüstung vorschriftsBerlin an den Genossen Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, S. 14. wenigstens, so lange es heil ist, in den Augen des Kindes dasselbe mäßig abgedeckt und mit Barriere versehen gewesen wäre. Die Genossen werden ersucht, hiervon Kenntnis zu nehmen und und wird daher zumeist, nachdem die erste Freude an dem Neuen Ein fleines Warenlager wurde bei einem alten Bodendiehe die Einsendungen umgehend zu besorgen, da spätere Einsendungen zeug ist, je ficherer ist es diesem Schidsal verfallen. Die Puppe mit Johannes Schwarz, der hin und wieder wohl in großen Geschäften vorüber iſt, achtlos beiseite gelegt. Je vollendeter ein Stück Spielnicht mehr berüdfichtigt werden können. einem Holzkopf läßt sich init irgend einem Gegenstand fämmen; Nachträge können in der Folge nicht mehr veröffentlicht werden. zu der Puppe mit Werghaaren braucht das Kind schon einen bergerstraße abgefaßt. In der Wohnung feiner Braut", mit der er Stelling hatte, beschlagnahmt. Schwarz, der mehrfach mit Zuchts haus bestraft ist, wurde bei einem Bodendiebstahl in der LandsVielfach ist es in den letzten Wochen vorgekommen, daß Zuſchriften Kamm, die vornehm gekleidete Puppe, welche Papa und Mama bergerstraße abgefaßt. In der Wohnung seiner" Braut", mit der er in Lokal- Angelegenheiten" an die Redaktion des Vorwärts" schreien tann, ift mitten in der Stadt Hauste, fand man eine ganze Wagenladung beim Kinde wohl Gegenstand des gesandt worden sind; wir teilen daher den Genossen mit, daß alle Staunens aber kein eigentliches Spielzeug mehr, wenigstens im Betten, Unterbetten, Taillen, Röcke, Unterröcke usw. Der Verhaftete Anfragen und Zusendungen nur an den Genossen Wilhelm Hinz, findlichen Sinne nicht. Diese unzweifelhaft richtigen Beobachtungen, giebt zu, das alles gestohlen zu haben, weiß aber im einzelnen Berlin S. 14, Prinzen str. 66, zu richten sind und nicht an die wohl noch keinem Elternpaar entgangen find, mußten Herrn Stahl nicht mehr, wo das gewesen ist. Die Eigentümer können die Sachen Die Parteiblätter der genannten Kreise werden um Abdruck deckung dienen, daß so ziemlich jedes im Laden getaufte Spielzeug num in feinem gestern im Rathause gehaltenen Vortrag zu der Ent- im Zimmer 36 des Polizeipräfidiums besichtigen und in Empfang ersucht. Die Lokal- Kommiffion. vom Uebel sei, weil es der Phantasie des Kindes Zwang anthue. Ein schwerer Unfall wurde gestern vormittag durch ein fchen geSechster Wahlfreis. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur treten, die dem modernen Großstadtfinde sozusagen verschlossen sei. Sandlrug- Brüde herbeigeführt. An die Stelle des Spielzeuges folle die Beschäftigung mit der Natur worbenes Droschtenpferd an der Ecke des Alexander- Ulfers und der Nachricht, daß in den Donnerstag, den 13. d. M. stattfindenden Daher die Thatsache, daß die Spielzeugfrage im ertvähnten Sinne Klaffe 6925 gespannte Pferd war am Alexander- llfer an der Stadts Das vor der Droschte erster Zahlabenden die Ausgabe der Parteitags- Protokolle erfolgt. für das Dorffind gar nicht und für das Kind aus der Kleinstadt bahn- Ueberführung durch das Geräusch cines über die Brücke Die Bezirksführer haben die von ihnen bestellten Protokolle von lange nicht in dem hier entdeckten bedenklichen Sinne egiftiere. fahrenden Buges schen geworden und jagte die Uferstraße entlang. Heute( Mittwoch) abend ab an folgenden Stellen abzuholen: Für Daher die weitere Thatsache, so wäre zu folgern gewesen, daß Der Kutscher Wilhelm Wittte, Freienwalderstr. 20 wohnhaft, hatte Moabit bei Anders, Salzwvedelerstraße 8; für Wedding bei die ländliche Jugend mit der reichsten, die großstädtische hingegen die Herrschaft über das Pferd verloren, welches an der SandkrugTauschel, Wiesenstr. 29; für Oranienburger Vorstadt bei Kaiser, mit der ärmsten Phantasie begabt ist, und ein Geist von reger Brüde gegen einen dort haltenden Straßenbahnwagen rannte. Jus Pflugstr. 6; für Gesundbrunnen bei Raschke, Brunnenstr. 93; Thätigkeit sich überhaupt nur auf dem Kartoffelader bilden kann. folge des Anpralls flog W. vom Bock auf das Straßenpflaster und für Rosenthaler Vorstadt bei Ba chgänger, Sivinemünderstr. 34, Es will uns scheinen, daß an diesem Puntte das Register schon ein erlitt einen schweren Schädelbruch. Er wurde in Hoffnungslosem und für die Schönhauser Vorstadt bei Mars, Kastanien Allee 95. Loch hat und im Grunde eine weniger strenge Forderung von glid- Zustand nach der Charité gebracht. Der Vorstand. licherer Wirkung gewesen wäre. Aber bei aller Uebertreibung giebt Rigdorf. Die Barteigenoffen machen wir auf die heute abend die Anregung des Herrn Stahl Stoff zum Nachdenken und legt den Auf der Eisenbahnfahrt bestohlen wurde, wie erst jetzt der 81 Uhr in Werneckes Festsälen, Hermannstr. 49 stattfindende Wähler- Eltern nahe, bei der Auswahl von Spielzeug vorsichtig zu sein und Kriminalpolizei angezeigt worden ist, in der Nacht vom 18. zum versammlung aufmerksam. Auf der Tagesordnung steht unter andrem jedes Stück daraufhin zu prüfen, ob es die Schaffenskraft des 19. Oktober der ruffische Baron von Kronpensky, der über Oderberg Bericht unsrer Stadtverordneten über ihre Thätigkeit und Aufstellung Rindes anregt. hierherkam. Wahrscheinlich zivischen Oderberg und hier, vielleicht der Kandidaten der dritten Abteilung zu der am 17. November stattauch erst in Berlin selbst, wurde ihm eine Brieftasche mit findenden Stadtverordnetenwahl. Der Wichtigkeit der Tagesordnung Donnerstaguachmittag 5 Uhr u. a. mit folgenden Gegenständen der Münzen, eine größere Anzahl Blanco- Accepte init ruffischer Unter Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sigung am 1975 Rubel in 200, 300 and 500-9Rubelscheinen und fleineren vegen ist es Pflicht der Parteigenossen, zahlreich in dieser Ber- Tagesordnung zu befassen: Wahl von vier Bürgerbeputierten in fchrift und eine große Zahl Rechnungen auf seinen Namen ent sammlung zu erscheinen. die neu zu bildende Deputation für die Verwaltung der König wendet. Die Scheine befanden sich in einer Brieftasche mit silbernen Reinickendorf. Morgen, Donnerstagabend 81%, Uhr, finden zwei Friedrich- Stiftung mittels Stimmzettel. Berichterstattung des Verzierungen modernen Stils. Wahrscheinlich hat ein internatioBoltsversammlungen im Kastanienwäldchen", Schönholz, und bei Ausschusses für Rechnungssachen über 27 Rechnungen, sowie naler Eisenbahndieb sich die Sachen angeeignet, während der Baron Witwe Thomas, Eichbornstraße, statt. Tagesordnung: Siehe Inserat. über die Jahresabschlüsse für 1901 des Viehmarktes, des schlief. Zahlreiches Erscheinen, hauptsächlich der Frauen, erwünscht. Schlachthofes, der Fleischschau auf dem Schlachthofe, der Ein Paletstdieb, der wahrscheinlich schon seit Juli dieses Jahres Spandau. Morgen Donnerstag spricht Reichstags- Abgeordneter Berwaltungsfonds der Sparkasse nebst Anhängen. Berichterstattung die Bergakademie und die Landwirtschaftliche Hochschule, und Gaft Fleischschau für das von außerhalb eingeführte gleisch und des verschiedene öffentliche Anstalten, wie die Charité, die Anatomie, Genoffe Antrid hierselbst, Schönwalderstr. 80( bei Stumle), in der über die Resolution des Stadtv. Wallach, betreffend die Verwirtschaften und Staffeehäuser in der Friedrichstadt unsicher machte, die Bergakademie und die Landwirtschaftliche Hochschule, und GastThema: ist von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Ein Striminalstarter Besuch der Versammlung wird bestimmt ertvartet. Gäste find gegenständen, Subfellien nsw.- Berichterstattung über die Petition beamter, der unauffällig in einem Café faß, beobachtete, daß ein Bülows Heimatspolitik und die Arbeiterklasse". Necht anschlagung und die Beschaffung von Inventarien und Einrichtungs- wirtschaften und Kaffeehäuser in der Friedrichstadt unsicher machte, der Schuldiener um Gehaltsaufbesserung.- Borlagen betreffend: die Teilung des Gemeinde- Waisenrats- Bezgirts 196 E, iunger Mann sich zweimal fura hinter einander dort aufhielt. Da die Erwerbung des in Weißensee, Berlinerstr. 138/9, belegenen Grund- auch hier wiederholt Ueberzieher gestohlen worden waren, fo folgte studs zur Errichtung eines Blinden asyls, die für Erwerbungen er ihm, als er einen Baletot anzog, der ihm nicht recht paßte. und Beschränkungen von Straßenland auf Grund von Entschädigungs- unge Mann ging nach dem Bahnhof Friedrichstraße, gab dort den beschlüssen oder richterlichen Entscheidungen im Vierteljahr Juli- leberzieher in Berwahrung, fuchte ein andres Café auf, um hier Die städtischen Finanzen Berlins erörterte Stadtverordneter September 1902 gezahlten Beträge, den Ankauf des Chauffeehaus Bahnhof und ließ sich den aufbewahrten Neberzieher herausgeben. den Ankauf des Chauffeehaus- feinen eignen Ueberzieher anzuziehen, ging dann wieder nach dem Wallach in einem Vortrage, den er am Montagabend im Luisen- Grundstücks im Gutsbezirk Wartenberg, die Jezt nahm der Beamte, der ihm immer gefolgt war, ihn fest. Der städtischen Bezirksverein hielt. Er wies zunächst darauf hin, daß die städtischen Sparkasse im Juli- September- Vierteljahr 1902, leberschüsse früherer Jahre von 18 Millionen und mehr jetzt einen Ablehnung eines Vermächtnisses zur Unterhaltung eines Erb- Mann nennt sich Anton Berends, man weiß aber nicht recht, wer er lleberschüsse früherer Jahre von 18 Millionen und mehr jetzt einem begräbnisjes aus dem städtischen Friedhof in der Gerichtsstraße, suchung fördern, wenn sich der Eigentümer des lleberziehers, mit Fehlbetrag gewichen wären, und daß die Stadt genötigt fei, eine die Erhöhung der Gebührenjäge für die von der Armendirektion dem der Beamte ihn erwischte, im Zummer 97 des Polizeipräsidiums ist und ebenso wenig wo er wohnte. Es würde die InterAnleihe von 228 Millionen aufzunehmen, um dringende Ausgaben suchung fördern, wenn sich der Eigentümer des leberziehers, mit zugelassenen fogenannten Bezirts Hebammen, für die städtische Verwaltung zu bestreiten, die in der nächsten Zeit Berlauf zweier zu beiden Seiten des Kiefholzweges in Treptow melben wollte. Der Ueberzieher trägt auf einem Stüd Sammt das unabwendbar feien. Diese 228 Millionen feien erforderlich Beichen B. M. in Kreuzstich gejtidt. Erweiterung der Gas- und Wafferwerke, der Kanalisation, des Vieh- belegenen Barzellen, die Annahme eines Vermächtnisses des ver- 3eichen B. M. in Kreuzstich gejtidt. und Schlachthofs, der Markthallen, für Brückenbauten, Straßenstorbenen Geschichtsmalers Prof. Schauer,- den den Entwurf Jubiläum. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Bierverbreiterungen, Beseitigung des Scheunenviertels, Ankauf des Insel- einer Polizeiverordnung zur Regelung des Straßenhandels in abzieher ersucht uns mitzuteilen, daß der Bierabzieher Gottfried speichers, Bau von Krankenhäusern und Irrenanstalten, zur Nüd- Berlin, den Abschluß des Lagerbuches der Stadtgemeinde für Bor, Reichenbergerstr. 130, am Donnerstag fein 25 jähriges zahlung des bei der Spartasse aufgenommenen Darlehns behufs 1901,- die Errichtung von Baulichkeiten 2c. auf den städtischen Arbeitsjubiläum begeht. Einen Straßenbrand gab es gestern abend in der Frucht parts, für den Bau von neuen Schulen, für die Erhöhung des Betriebsfonds usw. Falls die städtische Unterpflasterbahn Nord- Bensionierungs- und Unterstützungsfachen. Wahl von 2 Mit- traße. Das Zuführungs- Gasrohr zum Hause Nr. 78 war schab Süd" und verschiedene Straßenbahn- und Hafenprojekte genehmigt gliedern für das Kuratorium der Stiftung der Berliner Gewerbe- haft geworden und das ausströmende Gas hatte das Erdreich und Ausstellung im Jahre 1879. Außerdem findet in diefer Sitzung, das Trottoirpflaster durchbrungen. Wahrscheinlich war es dann durch und zwar um 6 Uhr, die Wahl von zwei unbesoldeten Stadt ein weggeworfenes Streichholz in Brand geraten, so daß die Flammen räten statt. an der Mauer emporfoderten. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, schleunigft Gasarbeiter telephonisch herbeizurufen, die durch den fogenannten Gas- Absperrtopf die Gaszuführung einstellten. Noch im Laufe des Abends zogen sie dann ein neues Gasrohr ein. Ats Merkwürdigkeit fei noch erwähnt, daß diefer einzige Gasabsperrtopf für vier Häuser dient, während sonst fast jedes Haus in Berlin seinen eignen Absperrtopf hat. Infolge dieses Vorkommnisses wacen daher auch jene vier Häuser fumdenlang ohne Gaslicht. ur selben Zeit nnigte in der Großen Frankfurter traße 112 ein Wohnmgsbrand abgelöscht werden. willkommen. Lokales. Freifinnige Weisheit. den Erwerbung der Siemensschen Straßenbahnen, zur Anlage des Nord- Gebäudes für 54 sicche Männer bei der Jrrenanstalt Herzberge. Riefelgütern, den speciellen Entivurf zum Neubau eines zweiten Der werden, würde eine neue Anleihe von 100 Millionen notwendig werden. Redner betonte, daß nur große Sparsamkeit in der Verwaltung Berlin vor einem noch größeren Fehlbetrage und vor leberschreitung des Steuerzuschlages von 100 Prozent bewahren könne. In Wertlosigkeit der Jamungskontrolle. Das Berliner Polizei den letzten Jahren hätten die Ausgaben eine Steigerung erfahren, präsidium hat dem Bunde deutscher Barbier, Friseur die bei jedem Bürger gerechte Bedenken erregen müsse. Die Kosten und Perrückenmacher- Innungen, in Beantwortung einer der Unterrichtsverwaltung seien von 10 auf 18 Millionen gestiegen, Eingabe, die Mitteilung augehen lassen, daß die Beratungen zur der Armenetat von 6 auf 11 Milliouen, die Ausgaben der Bau- Sicherstellung der gesundheitsgemäßen Ausübung des Barbier- und bertvaltung bon 11 auf 29 Millionen, die Verwaltungs- Friseurgewerbes noch nicht zum Abschluß gelangt seien. Der Polizeitosten von 5% auf 10 Millionen, die Polizeikoften hätten sich präsident würde es mit Freuden begrüßen, wenn die Gewerbeebenfalls verdoppelt. Nicht besser sei es bei der Straßenreinigung, treibenden schon jetzt unter sich eine private hygienische Gesundheitspflege, Waifenverwaltung usw. Während die Ausgaben, Beaufsichtigung der Betriebe einrichten wollten. Dagegen er besonders für Gehälter auf 41 Millionen und für Arbeitslöhne auf scheine der Vorschlag, Angehörige des Gewerbes mit Beamten- Feuerbericht. In der Nacht zum Dienstag wurde ein größeres 16 Millionen angewachsen seien und diese Ausgaben den Etat eigenschaft auszustatten und mit der gesundheitlichen Aufsicht der Löschaufgebot nach der Kaßbachstr. 4 gerufen. Hier war gegen 9 Uhr dauernd belasteten, sei von den Interessenten gegen die Einnahmen Geschäfte amtlich zu beteauen, nicht zweckmäßig. Der Präsident aus nicht ermittelter Ursache in der Wohnung eines Anbaues an bas Sturm gelaufen worden. Diese hätten sich deshalb besonders bei ist der Ansicht, daß eine amtliche Kontrolle nur durch besondre, von Quergebäude ein Brand ausgekommen, der an den Möbeln, Betten, den Gas- und Wasserwerken, sowie bei dem Vieh- und Schlachthof dem Getverbe ganz unabhängige Beamte mit Erfolg vorgenommen Kleidungsstüden zc. reiche Rahrung fand und bei Ankunft des ersten verringert. Eine solche Finanzwirtschaft mit verminderten Einnahmen werden könne. Der Regierungspräsident von Potsdam, der bereits Löschzuges auch schon auf die Dachkonstruktion übergesprungen war. und ständig zunehmenden Ausgaben könne kein gutes Ende nehmen. im vorigen Jahre Vorschriften zur Barbierstuben- Hygiene erlassen Die Wehr ging daher auch sofort mit mehreren Schlauchleitungen Stadtv. Wallach nahm dabei Bezug auf den Ausfall der Einnahmen und den Innungen die Aufsicht überlassen hat, betlagt sich in einem vor und löschte die Flammen in verhältnismäßig furzer Zeit ab. aus dem Wegfall der Schuldotation, der Mietssteuer, der Schreiben über die Unzulänglichkeit dieser Kontrolle. Die Aufräumungsarbeiten dauerten indes noch längere Zeit. Sturz lex Huene, der Haussteuer usw. Aus all' diesen Gründen müsse Er erklärt, von dem Erlaß einer Polizei- Berordmung zunächst noch vorher war in der Friedrichstr. 37a in einem Glaswarenlager Feuer man bei den Fragen des Baues von Unterpflasterbahnen, Straßen- Abstand nehmen zu wollen, in der Erwartung, daß der Bund auf ausgekommen, das in der Hauptsache Feuerungsmaterial erfaßte, bahnen, der Eingemeindung nicht steuerträftiger Bororte genau die Innungsvorstände hintvicke, fich die Durchführung der Maß aber noch im Steime erstickt werden konnte. In der Liegnigerstr. 11 prüfen, wohin diese Mehrbelastungen der Bürgerschaft führen, da nahmen und deren lleberwachung mehr angelegen fein zu lassen. hatte die Wehr nachmittags 8 Uhr zu thun. Fleischwaren waren iman jetzt schon die Beobachtung mache, daß gerade die steuerkräftigen hier in einer Räucherfamnier in Brand geraten. Außerdem mußte Bürger nach den westlichen Vororten ziehen. Fürst und Wucherer. Auf Veranlassung des Fürsten Anton noch in den letzten 24 Stunden in der Müllerllr. 11 in einer Küche schreitung des üblichen Steuerzuschlages von 100 Proz. werde die Radziwill wurde hier am Freitag ein Geldagent Namens Nöttger ein Feuer abgelöscht werden, das den Fußboden und die Balkenlage Regierung sicherlich von ihrem Rechte der Prüfung der städtischen Radziwill, des Sohnes des Fürsten, war und in dieser Eigenschaft berhaftet, der vordem Bevollmächtigter des Fürsten Stanislaus erfaßt hatte. Finanzverwaltung Gebrauch machen. Diese Klagen des Herrn Wallach entsprechen einer Anschauung, der„ Boffischen Zeitung" zu dieser Angelegenheit gemeldet, Nöttger am Mittwoch, den 12. November, abends 8 Uhr, im Hörsaal des den Prinzen bewuchert und betrogen haben soll. Aus Wien wird Ju der Deutschen Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde hält welche die freifinnige Partei auf den Hund gebracht und der unter liberalem Regiment stehenden Reichshauptstadt den Ruf verschafft habe sich dort seiner Zeit bemüht, Geld auf Wechsel des tönigl. Muſeums für Völlerkunde, Königgrägerstraße 120, Herr und Prinzen zu beschaffen, hat, socialpolitisch von allen deutschen Städten am rückständigsten zu veriidelte er den Prinzen in Häuferspekulationen, bei denen indischen Bullanansbrüche". Am Dienstag, den 18. November, abends nicht gelang, Dr. E. Dedert einen Vortrag mit Lichtbildern über: Die westfein. Die Mahmung, bei den Projekten der städtischen Bahnen recht vorber Bring für 170 000 kronen Bargeld bald mehr als eine 8 1hr, wird im Hörsaal des hygienischen Instituts ber kgl. tierfichtig zu verfahren, bedeutet, auch ferner bem privaten Großfapital bei- Million bulbete. Die hierbei beteiligten Bersonen werden jest ärztlichen Hochschule, Luisenstr. 56, ein sechsstündiger Vortragscyklus leibe nicht ins Gehege zu kommen und ihm zu Gefallen auf Einnahme- ftrafgerichtlich verfolgt. Diese Angelegenheit war die Ursache der über„ Balteriologie" durch Herrn Dr. J. Bongert, städt. Ober- Tierquellen zu verzichten, welche die Stadt sich schon längst hätte erschließen Lösung der Verlobung zwischen dem Brinzen und der Gräfin arztu nd Leiter des bakteriologifchen Laboratoriums auf dem städtischen sollen. Nach der Sparsamkeitstheorie gewiffer freisinniger Herren Ghotel, der Schwägerin des Erzherzogs Franz Ferdinand. Dem Schlachthof, eröffnet werden. Näheres durch den Schriftführer, Obermüßte Berlin in der Verknöcherungsperiode der fünfziger Jahre am Erzherzog war die Sache zu Ohren gekommen und er berlangte von lehrer Dr. Greif, Köpniderstr. 142. glänzendsten dagestanden haben. Sehr unangebracht ist übrigens der Hinweis darauf, daß der seinem Oberhofmeister, Grafen Nostig, welcher Vormund der Gräfin Jm Berlage von Alexius Kießling in Berlin SW., KleinbeerenSteuerzufchlag 1892 mur 70 Broz. betragen habe. Serr Wallach hotel ist, die infertige mereinigung ber Angelegenheit. Bei straße 26 erschien foeben in vierter Auflage: Sieglings neuer Rabweiß so gut wie andre, daß damals noch die Mietssteuer erhoben ist hierin der Grund zu der seiner Zeit vielbesprochenen einfachen fahrerplan von Berlin mit Bororten 1: 20 000 mit farbiger Darstellung teuer erhobies unmöglich erwies, wurde Verlobung aufgehoben. Bielleicht stadBerabschiedung des Grafen Nostitz von seinem Hofanite zu fuchen. der Art und Beschaffenheit des Pflasters umb der für Zweiradfahrer berbotenen Straßen nebst Straßenverzeichnis und Polizeiverordnung, Ein Kampf gegen das Spielzeug. Es ist nicht allein in der Zu dem Eifersuchtsdrama in der von der Heydtfir. 1 wird noch in fechsfarbigem Drud, 1 Mart. Der Plan gewährt ein sehr überhohen Politik ein alter Grundfag, daß wer etwas erreichen will, mitgeteilt, daß sich die durch einen Stich in den Unterleib schwer fichtliches Bild von dem Stande des Pflasters am 1. Oktober 1902. wurde. Bei einer Ueberals ihm dies fich 21 Boltsschüler- Vorstellungen. Das Schiller- Theater veranstaltet auf Die Ausstellung des Vereins der Geflügelfreunde in Berlin ,, Cypria" vom 15.- 17. d. M. im„ Luisenhof", Dresdenerstr. 34/35, umfaßt vier Sonderabteilungen, und zwar: 1. Die Ausstellung der Cypria" von Geflügel aller Art, 2. die Ausstellung der ostdeutschen Brieftaubenliebhaber- Vereine von rund 500 Nummern, 3. die zweite deutsche Eselschau, verbunden mit der ersten allgemeinen Tierschny- Ausstellung, und 4. die Ausstellung hornloser Saanen und Toggenburger Ziegen von der brandenburgischen LandwirtschaftsAus den Nachbarorten. fammer. " Eine zweite Auflage britte Anklage " Ein " Die Lebensmittelgenommen: Der erste und zweite Bevollmächtigte sowie der Rendant Grund des im vorigen Jahre mit den Stadtverwaltungen von Berlin richtete sich gegen denselben Angeklagten, Redakteur Böckler, der in erhalten ein Anfangsgehalt von 175 M. pro Monat. Das Gehalt und Charlottenburg getroffenen Uebereinkommens auch in diesem Gemeinschaft mit dem Schriftsteller Paul och der Verächtlich- steigt jährlich um 5 M. pro Monat bis zum Höchstbetrage von 200 Winter wieder eine Reihe von Nachmittags- Borstellungen, aus- machung von Einrichtungen der jüdischen Religionsgesellschaft be- Mart monatlich. Die übrigen Beamten erhalten ein Anfangsgehalt schließlich für die oberen Klassen der Gemeindeschulen von Berlin schuldigt wurde. Diese wird in einer vom Angefl. Koch verfaßten bon 165 M. pro Monat( wie bisher), steigend jährlich um 5 M. pro und Charlottenburg. Der Besuch dieser Volksschüler- Vorstellungen Broschüre über den Ritual mord gefunden, dessen Inhalt von Monat bis zum Höchstbetrage von 175 M. monatlich. Diese Gehaltsist für die Schüler resp. deren Angehörige tostenfrei, nachdem die der Staatsbürger- Zeitung" wiedergegeben worden war. In dieser ffala gilt vom 1. November d. J. ab. Ferner lag ein Antrag auf genannten Stadtverwaltungen hierfür wieder einen bestimmten Strafsache konnte nicht verhandelt werden, da nach einer von Frauenderung des Ortsstatuts betr. der zu zahlenden Bisher wurden Streikgelder an Unorgani Betrag zur Verfügung gestellt haben. Zur Aufführung gelangt in Stoch eingegangenen Mitteilung ihr Ehemann infolge einer Streitunterstützung vor. diesem Jahre Leffings" Minna von Barnhelm". Ein Billetverkauf Satastrophe, die seine ganze wirtschaftliche Eristenz bedrohe, von fierte oder nicht vollberechtigte Mitglieder in einer Höhe gezahlt, die Es geschah dies lediglich, um findet für diese Vorstellungen nicht statt. einem heftigen Nervenchoc befallen sei und ärztliche Hilfe in Anspruch jene eigentlich gar nicht verdienten. nehmen müsse. Es wurde beschlossen, die Verhandlung dieser Straf- iene Leute vom Streifbruch fernzuhalten. Die Ortsverwaltung ist aber zu der Ueberzeugung gelangt, daß eine derartige Rücksichtfache zu vertagen. nahme jetzt nicht mehr in demselben weitgehenden Maße nötig ist, Es folgte eine weil die Organisation am Orte immer mehr erstarkt und jene Elemente längst Gelegenheit gehabt haben, mit in die Reihen der organigegen den Redakteur Böckler. In diesem Falle hat er sich wegen fierten Kollegen einzutreten, um vollberechtigte Mitglieder zu werden. Beleidigung des Professors der Theologie, Hermann 2. Strad, Daher wurden folgende Unterstützungsfäße vorgeschlagen: Für Unzu verantworten. Vor Eintritt in die Verhandlung stellt RechtsVor Eintritt in die Verhandlung stellt Rechtsanwalt Simons einen Ablehnungsantrag, der sich einem in der organisierte oder bis 4 Wochen Organisierte 6 M. pro Woche( früher 9 M.), von 4-13 Wochen Organisierte 9 M.( früher 10,50 M.). vorigen Sache vom Angeil. Koch gestellten gleichen Antrage an- von 13-26 Wochen Organisierte 12 M.( wie früher) und für nichtgliedert. Der letztere hatte einen Ablehnungsantrag gegen den Beifizer Landgerichtsrat 3ie hm gestellt und dieser hatte bei seiner bollberechtigte weibliche Mitglieder 4 M.( früher 6 M.). Vorweiblichen Mitglieder gemachten Vorschlag. Deckeneinsturz. Am Dienstag früh 63% Uhr stürzte ein Teil der Aeußerung hierüber folgendes erflärt:" Ich erinnere mich nicht, daß stehender Antrag fand einstimmige Annahme bis auf den für die Decke im Parterre- Geschoß im Hause Viktoriastr. 1 in Friedrichs- ich in einer Verhandlung gegen den Buchhändler Dewald bei den Auf Antrag von Frl. Kadeit wurde nämlich Beschlossen, es felde ein. Das einstödige alte Wohnhaus, bestehend aus zwei Ausführungen des Angell. Dewald und seines Verteidigers über den bei dem Unterstützungssatz für nichtvollberechtigte weibliche Mitglieder Wohnungen im Parterre, gehört dem Eigentümer Burkert und ist an jüdischen Ritualmord mitleidig gelächelt oder den Kopf geschüttelt zibei Parteien vermietet. Das Haus ist im höchsten Grade bau- hätte. Ich halte es aber durchaus für möglich. Die Frage, ob es in der bisherigen Höhe von 6 M. zu belassen, weil die Agitation weiterer Antrag, für den Norden Berlins ein Hilfsbureau mit zwei fällig und es ist erstaunlich, daß ein solches Gebäude noch als einen jüdischen Ritualmord giebt, ist nicht neu, sie ist längst von unter den Arbeiterinnen eine so überaus schwierige sei. Wenn es gleichwohl immer Wohnhaus vermietet werden darf. In der einen Stube wohnte eine kompetentefter Seite widerlegt worden. Arbeiterfamilie mit zwei Stindern. Die zwei vorhandenen wieder Personen giebt, die die Frage aus Geschäftsgründen, aus Verbandsbeamten einzurichten, mußte der vorgerückten Zeit halber Betten stehen an der Längsseite der Stube am Giebel Unwissenheit oder aus Haß gegen die Juden als eine offene behandelt bis zur nächsten Generalversammlung vertagt werden. Ebenfalls die Wahl eines Beisitzers der Jeren Ortsverwaltung an Stelle des entlang. Die Deckenbalfen find mur wissen wollen, so können sie doch unmöglich von einem Richter verdurch sogenannte Wickel- Lehmstaaten ausgefüllt. Es ist weder Fußboden auf langen, daß er ihnen und ihrem Zwede zu Liebe seine wissenschaft- zum Beamten gewählten Matgliedes Rawlowitsch, da noch eine den Ballen, noch eine Schalung darunter. Es scheinen fich all- liche Erkenntnis beiseite seht und ihren mit Wahrheit und Wissen- Stichwahl zwischen Schulz und Ficis stattzufinden hat. Eine lebhafte Agitation für die Konsumvereine entfalten gegenmählich die ausfüllenden Wickelstaaten gelodert zu haben, denn schaft in Widerspruch stehenden Ausführungen eine andre Beachtung plöglich stürzte ohne Einwirkung von oben unter furchtbarem Geschenkt, als die des Erstaunens und Lächelns. Es ist also möglich, wärtig mehrere Mitglieder der vereinigten Sonfumvereine BerlinAuf Nord und-Süd, Weißensee und Schöneberg. Von letzteren waren polter das ganze einen Meter breite Balkenfeld in der Stubenlänge daß ich gelacht habe, halte mich aber nicht für befangen. zusammen. Beide Bettstellen wurden durch die Last zertrümmert, Grund dieser in der andern Sache abgegebenen Erklärung beantragte zu Montag 10 öffentlige Voltsversammlungen ebenso Tisch, Stühle und Spiegel. Wäre der Einsturz eine halbe Rechtsanwalt Simons namens feines Klienten die Ablehnung einberufen worden mit der Tagesordnung: Stunde früher erfolgt, so wären vier Menschenleben vernichtet des Landgerichtsrats 3iehm als befangen. In dieser Straffache verteuerung und der Nuben der Konsumgenossenschaften". Die auch worden, indem Vater und Mutter sowie beide Kinder in den Betten handle es sich zwar nicht direkt um den Ritualmord, sondern um von Frauen verhältnismäßig gut besuchten Versammlungen fanden überrascht worden wären. Auch dieser Fall lehrt wieder, daß es eine Beleidigung des Professors Dr. Strack, der Streit mit diesem statt in den Lokalen: Ballschmieder, Badstr., Weddingpart, Müllerstr., endlich an der Zeit ist, bezüglich des Wohnungswesens Zustände gruppiere sich aber doch un dessen Stellungnahme zum Ritualmord Berliner Brater, Staftanienallee, Boruffiasäle, Aderstr., Elysium, herbeizuführen, die solche Gefahren für Leben und Gesundheit und deshalb müsse ein Mann, der die von vielen wissenschaftlich ge- Landsberger Allee, Peters, Alt- Moabit, Bockbrauerei, Fidicinstr., beseitigen. bildeten Männern immer noch als offen behandelte Frage des Kreideweiß- Tempelhof. Obsts Festsäle- Schöneberg und im PrälatenRitualmordes in dieser scharf pointierten Weise als absolut erledigt Weißensee. Als Referenten waren erschienen: Frau Helma SteinDie Schöneberger Stadtverorducten- Bersammlung erledigte am hinstellt, als befangen angesehen werden. Ein andrer Richter, der bach- Hamburg, Frau Emma Ihrer- Pankow, Frau A. Mesch, Montag in netto zehn Minuten sechs Vorlagen. Unter anderm Amtsgerichtsrat v. Podewils, habe in einer andren Sache die Frage Fräulein Fauny Imle, Breslauer, Bernhardt, Hetzschold, v. Elm, wurden zur Vergrößerung der Kaffenräume der Sparkasse 3450 M. des Ritualmordes für absolut offen erflärt. Der Gerichtshof zog Paul Göhre und E. Rosenow. In den einzelnen Versammlungen bewilligt. Die Einlagen der Sparkaffe haben seit dem zweijährigen sich hierauf zur Beratung zurück. Nach Anhörung des Landgerichts- wurde den Anwesenden Zwed und Nußen der Konsumbereine aus Bestehen derselben bereits die Höhe von 12 Millionen Mark erreicht. rats 3ie hm durch die Beschlußkammer wurde der Ablehnungs- führlich flargelegt. Bedauert wurde dabei jedoch, daß die GenossenIn die gemischte Deputation zur Regulierung der Sedanstraße antrag abgelehnt, da jene Erklärung des Landgerichtsrats 3 ie hm fchaftsbewegung gerade in Berlin nur sehr geringe Fortschritte wurde auch Stadtv. Db ft( Soc.) deputiert. Die Jahresrechnung feine Veranlassung gebe, gegen diesen Mißtrauen in seine Un- mache. Diese zurückhaltung entspreche egentlich nicht der Intelligenz der Armenverwaltung stellt sich für 1901 in Einnahme und Ausgabe befangenheit zu sehen. der Berliner Bevölkerung. Anstatt sich dem Konsumverein für auf 258 670 M., wovon allein auf Nachbewilligungen 26 913 M. Berlin und Umgegend anzuschließen, beteilige man sich hier an den entfallen. Rabattsparvereinen, und dabei müsse es doch jedem Denkenden flar sein, daß die Konsumenten den bei den lehtgenannten Vereinen erzielten Rabatt aus ihrer eignen Tasche zu bezahlen haben. Mit der Beteiligung an den Rabattsparvereinen beseitige man nicht die durch den parasitischen Kleinhandel bewirkte Lebensmittelberteuerung. Lekterer aber entgegenzuwirken, das sei der erste Zweck der Konsumbereine. Wenn die deutschen Arbeiter erst die Das Gewerkschafts- Kartell Berlins und Umgegend hielt am richtige Erkenntnis von dem Nußen der Konsumbereine gewonnen Montag eine Delegierten- Versammlung bei Balt, Dragonerstr., ab. hätten, dann würden sie auch mit derselben Energie die GenoffenNach dem Bericht, den der Stassierer Piester erstattete, betrugen schaftsbewegung fördern, wie sie es bei der politischen und gewerkdie Einnahmen des Kartells in der Zeit vom 12. Juli bis 25. Oftober schaftlichen Bewegung thun. Zwar dürfe man in den KonsumEin Angriff gegen einen Militärposten soll Sonntagnacht an der inkl. des alten Bestandes von 421 M. insgesamt 13 036,26 M., die vereinen nicht ein Allheilmittel zur Lösung der socialen Frage erbliden, so z. 23. könne auf diesem Wege einer gesetzlichen LebensGrenze der Jungfernheide auf Haselhorster Gebiet verübt Ausgaben 11 912,74 M., so daß ein Bestand von 1 123,52 m. bliden, so 3. V. könne auf diesem Wege einer gesetzlichen Lebensworden fein. Ein Kanonier des Garde- Fußartillerie- Regiments, der verbleibt. Unter den Einnahmen befinden sich 3 179,20 m. für gegenwärtig in noch größerem Maßstabe herbeigeführt werden solle, mittelberteuerung, wie sie durch Zölle bewirkt worden sei und gerade als Posten auf einem lebungsplatz bei einer Menge von Artillerie- Streits der Bauarbeiter, Tischler, Kleber, Bleiglaser und Glasmaler. vorläufig nur indirekt und in geringem Grade entgegenarbeiten. material stand, wurde angeblich um Mitternacht von zwei Mämern Berausgabt wurden für die Streiks der Mufitinstrumentenarbeiter, Trotzdem seien die Vorteile gut geleiteter Konsumgenossenschaften überfallen, nachdem er sie vorher dreimal angerufen und dann auf- Bauarbeiter, Tischler, Kleber, Kistenmacher, Bleiglaser und Glas- derartig groß, daß sich die deutschen Arbeiter genau so gut dafür gefordert hatte, den Platz zu verlaffen. Nach Hartem Kampf schlug maler insgesamt 11 385 M. Hierauf berichtete inrichsen begeistern müßten, wie es die englischen und belgischen Arbeiter der Kanonier, wie es heißt, seine Angreifer in die Flucht. Die über die bevorstehende Gewerbegerichtswahl und die Kandidaten bereits gethan haben. Was die Engländer, Belgier usw. auf diesem Geschichte flingt ein bißchen abenteuerlich, da kein verständiger Mensch frage zwischen Startell und Gewerkschaftskommission. Er verwies Gebiete leisten können, das können die Deutschen ebenfalls, vorausdanach Verlangen tragen fann, einen zweiten Fall Lüd an seiner darauf, daß dem Sekretär der Gewerkschaftskommission die vom gesetzt, daß sie den Wert einer Sache erst begriffen haben. Inwieweit Person heraufzubefchwören. Startell aufgestellte Kartell- Kandidatenliste frühzeitig zugestellt, aber diese Erkenntnis stetig mehr und mehr Blak greife, dafür liefere der nicht berücksichtigt worden ist und teilte mit, daß nunmehr zwischen erfreuliche Aufschwung der deutschen Konsumgenossenschaften in den den in Frage kommenden Instanzen verhandelt wird, um eine letzten Jahren einen schlagenden Beweis, und infolgedessen stehe auch Regelung der Kandidatenfrage zu veranlassen. In der hierauf zu erwarten, daß die Berliner Arbeiterschaft in absehbarer Zeit den folgenden Diskussion wurde das Verhalten der Gewerkschafts- Konsumvreinen die gebührende Beachtung schenken werde. tommission heftig fritisiert und verlangt, daß in Zukunft geeignete Vorkehrungen getroffen werden, um ein derartiges Verfahren gegen über den an das Kartell angeschlossenen Geiverkschaften zu verhindern. In Zehlendorf ist die Zahl der Einwohner neuerdings zurüd gegangen. Jm Juli d. J. Hatte sie die Zahl 10 000 überschritten, am 1. Oftober betrug fie 9761, am 1. November 9637. Jn mert würdiger Weise wird das Fortbildungsschulwesen in der Gemeinde zurüdgestellt. Obgleich für die Fortbildungsschule bereits im vorigen Jahr 400 Mart in den Etat eingestellt wurden, ruht noch alles in dieser Sache. Nunmehr haben die Handwerksmeister am Orte Protest gegen die Verschleppung erhoben, die im seltsamen Gegensatz zu dem Eifer steht, mit dem man sich der Schulinteressen der Besitzenden annimmt. Gerichts- Zeitung. -n Es wurde hierauf in die Verhandlung selbst eingetreten, die nach langer Dauer damit endete, daß der Angeklagte zu 300 Mari Gelb ftra fe verurteilt wurde. In den Erörterungen spielte selbstverständlich die Ritualmordfrage aller Wissenschaft zum Trotz wieder eine beträchtliche Rolle. Verfammlungen. Ms Resultat der Versammlungen war eine nach mehreren Hunderten zählende Neuaufnahme von Mitgliedern für die Konsuma genossenschaft Berlin und Umgegend zu verzeichnen. Central Verband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands( Bezirk Berlin). Mittwoch, den 12. November, abends 9 Uhr, in den Arminballen, Kommandantenstr. 20: 3weiter Vortragsabend des Redakteurs Herrn Ströbel über das Thema: Aus deutscher Litteratur." Gäste willkommen. Berliner Tanzlehrer- Verband. Sigung Freitags 8 Uhr in Feuer steins Festsälen, Alte Jakobstr. 75. Vermischtes. Aus dem Zuge gestürzt. Aus Oppeln wird der Schlef. Big." unter dem 9. d. M. berichtet: Im Zuge 1 von Breslau nach Oberberg faß eine Mutter mit einer Schwester und vier Kindern im Alter von 3 bis 9 Jahren. Ein Junge von fünf Jahren spielte mit dem Thürgriff, die Thür ging auf und das Kind fiel aus dem mit 75 Kilometer Geschwindigkeit fahrenden Zuge zwischen Dombrau und Oppeln auf das Nebengeleis. Die angstvolle Mutter sprang dem Kinde nach, statt die Notbremse zu ziehen. Beide, Mutter und Kind, wurden blutüberströmt in den Zug aufgenommen und in Oppeln von einem telegraphisch herbeigerufenen Arzt verbunden. " Die Staatsbürger- Zeitung" vor Gericht. Um Trakehner Verhältnisse handelte es fich bei einer Anklage wegen Beleidigung des Regierungspräsidenten egel zu Gum binnen, die gestern den früheren verantwortlichen Redakteur der Den Bericht über die Angelegenheit der Frau Gubela, den Staatsbürger- Beitung". Otto Bödler, vor die zweite Strafs fammer des hiesigen Landgerichts I unter Borsiz des Landgerichts- Beschluß der Berliner Vertrauensleute betreffend und über die von Direktors Opis führte. Der Angeflagte hatte sich, nachdem er der Geschäftskommission und dem Ausschuß des Kartells in dieser wegen Beleidigung des Justizrats Cassel zu 6 Monaten Ge- Sache unternommenen Schritte erstattete ebenfalls Hinrichsen. fängnis verurteilt worden war, nach Destreich begeben, ist aber nach Nachdem die Vertrauensleute eine nochmalige Verhandlung mit fängerem Aufenthalt daselbst wegen mehrerer noch anhängiger Straf- Hinzuziehung der Kartellvertreter abgelehnt, ist vom Ausschuß des fachen ausgeliefert worden und verbüßt zur Zeit die sechsmonatige Kartells und der Geschäftskommission eine Sihung in dieser Sache Gefängnisstrafe. Die Staatsbürger- Zeitung" veröffentlichte in einberufen worden, in der die vernommenen zahlreichen Zeugen im ihrer Nummer vom 5. Mai v. J. eine Zuschrift aus Trakehnen, die allgemeinen für Frau Gubela günstig aussagten. Nach einer langen folgendes mitteilt: Ein dort als Ortsarmer sich aufhaltender Sohn Diskussion wurde beschlossen, der nicht anwesenden Frau Gubela einer Invaliden- Witive habe eine Anzeige wegen Veruntreuungen aufzugeben, gegen den Beschluß der Vertrauensleute noch innerhalb eines Gestütsbeamten erstattet, sei aber darob von einem Stuten- dieses Jahres bei dem Barteivorstand, entsprechend dem Organi meister im Auftrage des Herrn b. Dettingen statt gerüffelt worden sationsstatut der Partei, Berufung einzulegen. Bis dahin soll Frau und habe dann mit seiner Mutter eine üble Behandlung erfahren. Gubela ihre bisherige Thätigkeit in der Organisation weiter ausEin in Berlin wohnender Bruder des Demant habe darauf über üben und über das weitere foll dann eine spätere Kartellverfammdiese Behandlung eine Immediateingabe an den Kaiser gerichtet, Tung entscheiden. Hierauf berichteten Schröder und Wiesner über den Liese sei dem Regierungspräsidenten Hegel au Gumbinnen zur Prüfung überwiesen worden. Die darauf erteilte Antwort habe sich gegenwärtigen Stand und den voraussichtlichen Verlauf des Nohrnun gar nicht auf diese Beschwerde bezogen, sondern auf eine legerstreits. Sodann wurde von dem Vertreter der Bleiglafer mit Eingabe, die die Witwe Demant in Sachen der Invalidenpension geteilt, daß entgegen den Vereinbarungen trotzdem Maßregelungen Fünf Seelente ertrunken. Die Montag mit einer Ladung Sal an den Staiser gerichtet habe In dem Artikel hieß es nun, daß eine stattgefunden haben und eine größere Anzahl seiner Kollegen noch peter von Iquique( Chile) im Hamburger Hafen eingetroffene Prüfung der Beschwerde des Demant durch Vernehmungen gar nicht arbeitslos ift. Nach Erledigung einiger geschäftlichen Angelegen Hamburger Bart Gudrun"( Kapitän Thomsen) hat bei Stap Horn stattgefunden habe; vielleicht habe der Regierungspräsident den von heiten erfolgte der Schluß der Sibung, in der die Bäcker, Kürschner, fünf Mann der Vejagung verloren. Die Bark hatte beim Passieren Demant angeschuldigten Landstallmeister b. Dettingen angehört, mit Portefeuiller und der gewerkschaftliche Frauenverein fehlten. des gefürchteten Raps stürmisches Untvetter zu bestehen. Während dem er gesellschaftlich verkehre. Dieser Passus hat den Regierungs- Die Metallarbeiter hielten am Sonntag im Palast- Theater ihre des Sturmies wurde der Matrose Hellriegel aus Ribniz von einer präsidenten Hegel zur Stellung des Strafantrages veranlaßt. Er ordentliche Generalversammlung ab. Der Kapitän ließ sofort ein Boot Der Besuch war Sturzsee über Bord gerissen. hat bei seiner fommissarischen Bernehmung befundet: Er habe die ein sehr zahlreicher. Rendant Pezold verlas den affenflar machen und mit den Matrosen Fehling aus Dierhagen, Pleitner in dem Immediatgesuch des Fabritarbeiters Gottlieb Demant ent- bericht vom 3. Quartal. Danach hatte die Haupttaffe eine aus Oldenburg, Hartung aus Vordingborg und Witt aus Rostod haltene Beschwerde über die Behandlung seines Bruders und seiner Einnahme von 79 632,51, M. Es wurden 34 300 Beiträge mehr Das Schiff drehte bei und nun stieß das Boot Der verunglückte HellMutter als Ortsarme dem Landratsverweser zu Stallupönen über vereinnahmt wie im 2. Quartal, weil die Mitgliederzahl in mit den vier kühnen Männern ab. Eine wiesen und von dort die Mitteilung erhalten, daß die Beschwerde dieser Zeit von 22 884 auf 26 180 geftiegen ist. An Ortsumferriegel tauchte zeitweilig auf den Wogenkämmen auf. unbegründet sei und Demant Mutter und Sohn als Querulanten gu ftügung hatte die Hauptkaffe zu leisten 19 511,45 M. und an Streif Beitlang tämpften die Retter sich durch die Wogen, und schon glaubte gelten haben. Allerdings haben die Feststellungen des Landrats- unterstützung 32 374,05 M. Aus der Lokalfasse wurden für Streit man, daß das Nettingswerk gelingen werde, da wurde das Boot verivefers nur auf Mitteilungen des Landstalls und sonstige Unterstüßung gezahlt 15 619,65 M., das find ca. 8900 von einer riesigen Welle gefaßt. Im nächsten Augenblicke trieb meisters v. Oettingen beruht. Ein gesellschaftlicher Verkehr Mart mehr wie im 2. Quartal. Die Lokaltasse meist einen es fieloben, und die vier Retter fanden bei dem Wagestück ebenfalls wischen ihm und dem Landstallmeister v. Dettingen finde allerdings Staffenbestand von 165 640,62 m. auf. Der erste Bevollmächtigte den Tod, denn noch ein weiteres Boot auszufeßen, fonnte bei dem statt, in dem inkriminierten Baffus liege aber die beleidigende In Cohen begründete den Antrag der Ortsverwaltung auf An Untvetter nicht gewagt werden. Es wurden noch Rettungsringe über finuation, daß er sich durch diesen gesellschaftlichen Verkehr in seinen stellung eines neuen Bureaubeamten. Bei der schnell Bord geworfen und die Unfallstelle längere Zeit abgefreuzt; aber amtlichen Maßnahmen beeinflussen laffe. Staatsanwaltschafts- fteigenden Mitgliederzahl der Verivaltungsstelle Berlin und der das von den fünf Berunglückten war nichts mehr zu erbliden. Ein Hamburger Austerntutter ist ungefähr 100 Meilen Rat Schmidt gab zu, daß der Artikel an sich fachlich gehalten sei, durch erwachsenden Mehrarbeit feien die jetzigen acht Beamten nicht bis auf den nicht sofort erkennbaren Tropfen Gift, den der be- mehr ausreichend. Da die Beschäftigung von vielfach wechselnden unterhalb Helgoland untergegangen, doch wurde die ganze Mannleidigende Passus darstelle. Er beantragte einen Monat Silfskräften aber ihre Schattenseiten habe, so erweise fich die feste schaft von einem andren Austernfutter gerettet und in Kuthaven gelandet. Bei Kronstadt zeigt sich zunehmend Eis, doch ist der Ver Gefängnis. Rechtsanwalt Simon 3, bestritt, daß übe haupt Anstellung eines neunten Beamten als eine zwingende Notwendigkeit. eine Beleidigung borliege und beantragte Freisprechung ebent. eine Nach kurzer Debatte wurde dieser Antrag fast einstimmig angefehr mit den Dampfschiffen zur Zeit noch möglich. geringe Geldstrafe. Der Gerichtshof ertannte auf 100 m. Geld- nommen und das bisherige Mitglied der engeren Ortsverwaltung, Brand der neuen Brüde in New Yort. Die im Bau begriffene ftrafe event. 10 Tage Saft und die Nebenstrafen. Der Gerichtshof Pawlowitsch, von 2804 abgegebenen Stimmen mit Majorität Brücke über den East River zwischen New York und Brooklyn ist hielt zwar eine Beleidigung für vorliegend, erwog aber straf- gewählt. Alsdann gelangte ein von der vorigen General- Ver- durch Fener beschädigt worden. Der Schaden wird auf eine halbe mildernd, daß die in dem Artikel mitgeteilten hatsachen an fammlung zurüdgefekter Antrag betreffend die Gehalts Million Dollars geschägt. Die zwei Brücken für Fußgänger, die an fich richtig seien, da eine vollständig umfassende fachliche Erledigung regulierung der örtlichen Verbandsbeamten den Hauptfabeln hängen, find zerstört. Die Behörden ließen den der Beschiverde des Demant nicht stattgefunden habe, sondern nur zur Verhandlung. Nach einer lebhafien Diskussion, in der sich ver- Verkehr auf dem East River einstellen, da ein Negen von Feuer Herr v. Dettingen und nicht die eigentlich Beteiligten von dem Land- fchiedene Redner teils für, teils gegen den Antrag ausgesprochen und glühendem Eisen von der Brücke herunterfiel. Der Brand kam in der ratsamtsverwefer vernommen worden seien, hatten, wurden folgende Säge desselben mit großer Mehrheit an- Spige des 335 Sub hoben Turmes auf der New Yorker Seite aus. -V # bemannen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. 101 Urania. Schiller- Theater. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Theater. Ster Mittwoch, 12. November. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Das Rheingold. Schauspielhaus. Im bunten Nod. Deutsches. Monna Vanna. Berliner. Alt- Heidelberg. Central. Madame Sherry. Lessing. Die Zwillingsschwester. Neues. Herren der Schöpfung. Residenz. Seine Kammerzofe. Westen. Das Heimchen am Herd. Thalia. Charleys Tante. Cassis Pascha. Schiller. Anfang 8 Uhr: Vorher: 0.( Wallner Theater.) Esther. Zwei Eisen im Feuer. Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Biberpelz. D Belle- Alliance- Theater. Anno 48. Wilhelm. Auf goldenem Boden. Carl Weiß. Ilse Römer. Luisen. Deborah. Cajino. Ein Sohn des Volfes. Buntes Theater. Die Lore. Abergläubisch. Der Hund. Bunter Teil. Palast. Goldene Jugend. Specialitäten. Kleines. Rausch. Trianon. Die Liebesschaukel.( La Bascule.) Metropol. Berlin bleibt Berlin. Apollo. Naliris Hochzeit. Wintergarten. Specialitäten. Waffage Theater. Specialitäten. Vaffage- Panoptikum.Specialitäten. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstr. 48/49. Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Das neue Novbr.- Programm. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Agoston der, Witze"-König. Der Todessprung d. Hundes, vorgef. v.Maud Griselda Lotte Sebus, das gewisse Etwas. 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Morgen und folgende Tage: Die felbe Vorstellung. Sonntag, 16. Nov., nachmittags 3 Uhr: Gastspiel des fönigl. Schauspielers Herrn Joseph Nesper. Die bezähmte Widerspenstige. Residenz- Theater. Blumenstraße 9. Seine Kammerzofe. ( Nelly Rozier.) Schwant in drei Akten von Bilhaud und Hennequin. Morgen und folgende Tage: Seine Kammerzofe. Buntes Theater ( Ueberbretti.) Köpniderstraße 68. Anfang 8 Uhr. Die Lore. Abergläubisch. Der Hund. Bunter Teil: Tiny Senders. Marcell Salzer. Charlotte Marga. Hans Fredy. Emil Justitz. Wilhelm- Theater. Friedrich- Strasse 236. Auf goldenem Boden. Boltsstück mit Gesang in 5 Bildern von W. Freding. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Sonntag, den 16. November, zu Falben Preisen, nachmittags 3 Uhr: Die Auna- Lise. Belle- Alliance- Theater. Heute und folgende Tage: Münchener Ensemble Gastspiel Konrad Dreher a. 6. Anno 48. Altmünchener Boffe mit Gesang in 3 Aften. Anfang 8 Uhr. 8 Casino- Theater. Lothringer- Straße 37. Wochentags 8, Sonntags 7%, Uhr. 8 Uhr: Chambre garnie. Uhr: Die brill. Specialitäten. 11. a. Nesemann als Sarah Bernhardt. 9½ 11hr: Ein Sohn des Volkes. Carl Weiss- Theater. weint und lacht. Sonntag: 3 Uhr: Maria Stuart. 8 Uhr: obert und Bertram. Metropol- Theater. Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Erik MeyerHelmund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Johanna Junker- Schatz. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. Um 8 Uhr: Die neuen Specialitäten. Um 8% Uhr: Bum 7. Male: Unter persönlicher Zeitung des Komponisten: Nakiris Hochzeit. Ausstattungs- Operette in 2 Aften und 6 Bildern von Paul Lincke. Im zweiten Bilde: Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmMittwoch abend 8 Uhr: Esther. Bon Franz Grillparzer. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Lustspiel in 3 Aften frei nach Calderon von Friedrich Adler. Donnerstagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Freitagabend 8 1hr: Der Biberpelz. Cirkus Schumann Mittwoch, den 12. November, abends 7 Uhr: Grosser Gala- Abend. Wer lachen will, muss die unverwüstiche Meisterpantomime Die lustigen Heidelberger sehen. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Biberpelz. Eine Diebstomödie von Gerhart Hauptmann. Donnerstagabend 8 Uhr: Doktor Klaus, Freitagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Cirkus Busch. Mittwoch, den 12. November 1902, abends 7, Uhr:. Grosse Vorstellung. Die neu engagierten Specialitäten und das grosse Ausstattungsstück Dahomey mit Elefanten- Jagd. Winter Neues Programm: Die Sarnthaler Singvögel, Tyroler Gesangs- Sextett. Willi Walden, Soubrette. Humor, Scherz, Witz, Loulou Glover, amerikanische Frohsinn und Heiterkeit beleben die Pantomime von Anfang bis Schluss. Sängerin. Der Schönheitspreis, Ballett- Divertissement in 1 Akt. Mason u. Forbes, amerik. Excentriks. Meister- Jongleur. Vorher: 19 Jara, Das Riesenprogramm. 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Wir machen unsre Kollegen darauf aufmerksam, daß bis jetzt die Differenz noch nicht beseitigt ist, und bitten deshalb, die Baustelle streng zu meiden. aller zum Lohngebiet Berlin und Umgegend gehörigen Verbands- Zahlstellen, 143/18 Die Verbandsleitung. Agtung! Bauarbeiter. Atung! Den Baudeputierten zur Stenntnis, daß Wahl Legitimationen zu der am Sonntag, den 16. d. M., stattfindenden Gewerbegerichts- Wahl in allen Filialen Berlins zu haben sind. 44/ 7* Wir ersuchen die Deputierten, für alle auf dem betreffenden Bau beschäftigten wahlberechtigten Stollegen Wahl- Legitimationen zu besorgen. Die Verbandsleitung. Achtung! Zimmerer. Achtung! Meissner Geld- Lotterie Ziehung 29. Novbr. bis 5. Dezemb. Höchstgewinn ev. Mark 100 000 bar Originallose à 3 Mark empfiehlt die Glückskollekte J. sowie der Sektionen der Puzer, Rabiger und Cementierer. Tages- Ordnung: Diskussion über die Vorschläge zu den Wahlen zur Verbandsleitung. NB. Zutritt haben alle in Berlin und Umgegend arbeitenden Kollegen, die sich durch das Verbands. butch legitimieren können. Ohne Verbandsbuch kein Zutritt. Zur besondrea Beachtung! Am Sonntag, den 16. November, findet die Wahl der Beifiber zum Berliner Gewerbegericht statt. Da jeder Wahlberechtigte im Befige einer Wahllegitimation sein muß, so ersuchen wir die an deputierten, auf den Bauten festzustellen, wer wahlberechtigt ist und in welchem Bezirk die betreffenden Kollegen wohnen. Diese Feststellung muß erfolgen auf Grund eines Flugblattes, welches zur Verbreitung ausliegt. Wir ersuchen die Baudeputierten, sich an genannten Abenden in den Besitz dieser Flugblätter sowie der notwendigen Wahllegitimationen zu sehen. 143/17 Der Zweigvereins- Vorstand. J. A.: Karl Panser. Rosenberg, mit einem Wahltableau bersehen ist, und am Mittwoch- und Freitagabend in den Berkehrslokalen Berlin S., Kommandantenstr. 51 Porto u. Liste 30 Pf. extra. Central- Kranken- und Sterbekasse der Zimmerer. 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November, 8%, Uhr bei Tollsdorf, Görlikerstr. 58: Vortrag 292/8 Mofes oder Darwin?„ Eine Schulfrage." Der Vorstand. Ordentliche Vereins- Vorstellung I. Abteilung: II. Abteilung: Sonntag, den 16. November,| Mittwoch, den 19. November nachm. 2, Uhr, ( Busstag), abends 7 Uhr, im Belle- Alliance- Theater: Von Gottes Gnaden. Trauerspiel in 5 Aufzügen von A. Fitger. Sonntag, den 23. November( Totensonntag), abends 7 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Ordentl. General- Versammlung. 150/15 Nach derselben: Recitation und geselliges Beisammensein. Der Vorstand. Kleber( Tapezierer)! Mittwoch, den 12. November 1902, abends 81%, Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die letzten Borgänge in der Klebebranche( lebemaschine Hönemann). Referent: Kollege Leo Schmidt. 2. Diskussion. Ulm zahlreiches Erscheinen der Kleber und Kundenarbeiter ersucht Der Einberufer: Paul Hirsch. 178/14 Möbel gegen Caffa und Trihzahlung in der Fabrit H. 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