Nr. 269. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerandos Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Rummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Bostbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. bed as 19. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonek zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm- Adresse: nezialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferusprecher: Amt IV, Nr. 1983. Das Verständigungsspiel. Nachdem die Zollcamorra im Reichstage die Opposition meuchlerisch vergewaltigt hat, betreibt sie muun zwischendurch wieder den schmutzigen Schacher in heimlichen Konventikeln mit dem heißen Cifer, dessen die Größe der Zollbeute wert ist. Es ist offenbar, daß das Centrum und ein erheblicher Teil der Konservativen inbrünstig bereit sind, sich mit der Regierung zu verständigen" über das Maß des Zollwuchers, der dem Volke auferlegt werden soll. Gestern ging das Gerücht, die Einigung zwischen der Regierung und den Ueberzöllnern solle dadurch zu stande gebracht werden, daß wenigstens noch der Mindestzoll auf Gerste von 3 M. auf 3,50 M. erhöht werde. Andrerseits wird die Möglichkeit dieser Konzession an die Agrarier bezweifelt, nachdem Graf Bülow Mindestzölle, die über die Regierungsvorlage hinausgehen, für jedes Stadium der Beratungen als völlig unannehmbar bezeichnet hat. " " Sonntag, den 16. November 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. „ Aber da das Centrum in den Verhandlungen die Führung die nur zu den Abstimmungen aufgeboten werden und die Küche übernommen hat, so kann es auch verlangen, daß man seinen des Reichstanzlers nur vom Hörensagen kennen. Bedürfnissen in einer sodurch aus neutralen Weise Rechnung trägt. Der Auf der Rechten fah es nicht besser aus: Herr Kardinal wird feine Schuldigkeit schon thun, wenn er auf einen Dertel repräsentierte hier fast die ganze Partei. Bewundernstert Engelohn vou 20 M. gestellt wird; lassen wir dem Kardinal doch ist die naive Schamlosigkeit, mit der die Mehrheit es augenfällig seine sonderbaren Begriffe von der Würde des Reichstags. Die Interessen, die mit der Zolltarifvorlage zusammenhängen, haben macht, daß sie den Parlamentarismus als cin Geschäft betrachtet, ein so gewaltiges Gewicht, daß man die Bedenken gegen den bei dem, wie der fromme Herr Gerstenberger sich so treffend ausKuhhandel mit Anwesenheitsgeldern ruhig zurück- drüdte, ein jeder sein Schäfchen zu scheeren trachtet. ftellen kann." Vorläufig jedoch steht der Zurückstellung dieser Bedenken noch immer die bekannte Abneigung des Reichsoberhaupts gegen Reichstags- Diäten im Wege. " 71 Die Regierung erhebe feinen entscheidenden Widerspruch gegen Dänen Jessen, während Herr Dasba ch und Herr Gröber die Erhöhung der agrarischen Zölle in dem autonomen Tarif. das wegen feiner Saalabtreibereien angegriffene Centrum Wer erwägt, in welchem Maße der Reichstag insbesondere die zu verteidigen suchten. Vom Regierungstisch aus fprachen Viehzölle über den Regierungsentwurf hinaus erhöht hat der bei solchen Debatten unvermeidliche sächsische Geheimrat und um wieviel mehr durch so hohe autonome Zölle die Aussicht sich Dr. Fischer, der übrigens von nun an bei diesem Thema streiten verstärkt, auch bei den Handelsverträgen der deutschen Viehzucht Da die Linke in der Mehrheit war, warf sie den KomDie Feststellung der Schwänzerei der Mehrheitsparteien durch die Linte war das hervorstechendste Moment der Sonnabendfißung. Die Verhandlungen kamen über die erste Petition, die Petition der Frauen um ein freies Vereins- und VersammWas aber will die Regierung zur Verständigung lungsrecht nicht hinaus. In der Diskussion wurde ein überbeitragen? Nach Schweinburgs Polit. Nachrichten" feien auch wältigendes Belastungsmaterial zur Kritik der jezigen Handhabung hierüber in parlamentarischen Streifen bestimmte Mitteilungen ver- des Vereins- und Bersammlungsrechts in den Einzelstaaten hauptbreitet worden. Nicht nachgeben tönne die Regierung bezüglich sächlich von unsren Genossen zusammengetragen. Sachse berichtete der Minimalzölle und bezüglich des Termins für das aus Westfalen und Oberschlesien, Stolle fiber Sachfen, HerzJedenfalls aber ist die Presse der Zöllner eifriger denn je bentrafttreten der Vorlage. Dagegen sei die Regierung felb über Mecklenburg, Thiele und Baudert über die fliffen, die Verständigung anzubahnen und den Umfall ihrer doch zu andren wichtigen Konzessionen bereit; hierüber sagen die thüringischen Kleinstaaten. Unterstützung fanden sie bei den Herren Parteien vorzubereiten. Die Kreuz 3eitung" Bolitischen Nachrichten": Nöside Dessau, Dr. Müller- Meiningen, Dr. Barth und dem und die, Germania". die führenden Blätter der beiden Parteien, die den leberwucher betrieben haben und doch allzugern den gangbaren Weg zur Regierungsvorlage zu finden wünschen, zeigen ihr Verständigungssehnen, indem sie die Notwendigkeit der Verständigung mit den unglaublichsten Schwindeleien beweisen wollen. Die genannten Blätter erklären, gerade der Widerstand der Socialdemokratie habe die Zollparteien fester zusammengeschmiedet und damit auch einer Vereinen beträchtlich stärteren Zollschutz als jetzt zu sichern, wird will, und der sachsen- weimarische Bevollmächtigte Dr. Paulsen. Ihm ständigung in der Zollfrage die Wege geebnet. Diese Lächerlichkeit anerkennen miten, daß hierin ein wertvolles Entgegen ging es herzlich schlecht. Die Thatsache, daß im Lande Goethes tommen gegenüber den agrarischen Wünschen der Mehrheit und Schillers ein Vortrag über Goethe verboten worden ist, ist wird nicht vernünftig dadurch, daß sie von der Freisinnigen des Reichstags liegt. Aeußersten Falls würde auch ein Weg ge- zwar nicht zu seiner Kenntnis gelangt, bleibt aber trotzdem wahr. Zeitung" nachgesprochen und als Mittel zur Rechtfertigung der funden werden, um sich über die Ermäßigung der Zölle Genosse Heine gab im Berein mit Baudert und Dr. Barth sich freisinnig volksparteilichen Fahnenflucht aufgegriffen wird.. Der auf für die landwirtschaftliche Produktion besonders soichtige redlich Mühe, den weimarischen Vertreter das Beschämende dieser Widerstand der Zollopposition dauert, feitdem die Zollvorlage einIndustrie- Erzeugnisse zu verständigen. Die Bereitwilligkeit, den Thatsache begreiflich zu machen. gebracht ist, und er hat nicht gehindert, daß die Zöllner ein Auffassungen der Reichstagsmehrheit entgegenzukommen, bestehe ganzes Jahr hindurch von Versuch zu Versuch schwaniten, feitens der Regierung aber auch in Bezug auf manche Bestimmungen sich unter einander und mit der Regierung zu einigen. Wir des Zolltarisgesetzes. Hier dürfe mit Sicherheit darauf gerechnet missionsbeschluß um, der eine Auswahl in den Forderungen werden, daß, venn Der Reichstag bem unbedingt festzu- der Frauen getroffen hatte, und überwies fie sämtlich dem haben die Gegensätze zwischen Regierung und Zollparteien nie so haltenden Standpunkte der verbündeten Regierungen in Bezug auf das Reichskanzler zur Berücksichtigung. irrtümlich eingeschäßt wie die Freisinnige Zeitung", die aus ihnen Intrafttreten des Zolltarifs sich anschließt, sich betreffs der Ver- Als darauf das Haus zu der Petition der Bauhandwerker die Zuversicht auf das Scheitern der Vorlage gewann. Wir haben wendung der Mehreinnahmen aus den Zöllen und betreffe der weitergehen sollte, geißelte Singer aufs fdjärffte das Verhalten stets gewußt, daß die lleberzöllner, so eifrig fie auch auf höhere Kommunalbesteuerung eine mittlere Linie finden werde, auf welcher des Centrums und der Konservativen, die sich Mittelstandsfreunde Zollbeute drängen, doch nimmermehr in dauernder Un sich die Auffassungen der verbündeten Regierungen und der Mehr- nennen und jetzt bei Beratung einer wichtigen Mittelstandspetition nachgiebigkeit gegen die Regierung beharren und damit die heit des Reichstags vereinigen lassen. Es sei also eine Uuwahr- abwesend sind. Singer beantragte die Absetzung der Petition von ganze Beute sich entgehen lassen würden. Wir haben die Niederheit, wenn behauptet werde, die Regierung verlange von der schutzzöllnerischen und agrarischen Mehrheit des Reichstags einfach der Tagesordnung, um der Rechten Gelegenheit zu geben, nicht nur werfung der Zollvorlage stets nur durch den festen Widerstand Die Unterwerfung unter ihren Willen und bestehe auf ihrem bei der Zollberatung, sondern auch bei den Petitionen ihrer Mittelder Opposition als möglich erachtet und die Nichtigkeit dieser AufSchein. standswähler im Reichstag zu erscheinen. Dr. Barth aber widerfassung wird gerade vollauf bestätigt durch Abseits von diesem Schacherbetrieb hält sich scheinbar der sprach und wünschte, daß das Haus in die Beratung eintrete. Es mußte wütenden Kampf, den die Mehrheitsparteien gegen diesen äußerste Flügel der Ueber agrarier, bem die Aufgabe daher ein Beschluß des Hauses herbeigeführt werden. So hatte Singer Widerstand führen, einen Kampf, der grund- und sinnlos wäre, gestellt ist, durch seine Unentwegtheit die Zollparteien im Stuhhandel die erwünschte Gelegenheit gefunden, die Beschlußfähigkeit wenn die Mehrheitsparteien nicht längst bereit wären, in irgend gegenüber der Regierung zu stärken. Die Deutsche Tages- au bezweifeln. Die Linke, besonders die Socialdemokratie war welcher Art sich schließlich mit der Regierung zu vertragen. Weilzeitung" bietet alle Entrüftung auf wider diejenigen Zöllner, die stark vertreten, aber bei der völligen Verwaistheit der Bänke der die Mehrheitsparteien sich verständigen wollen, darum ihr gewalt bereit wären, bei einent um 50% f. erhöhten Gerstenzoll Frieden Bollparteien mußte fich der Präsident der Ueberzeugung von der Bethätiges üten gegen die Opposition, die den Gang der mit der Regierung zu schließen. Herr Dertet spielt also den Zoll- schlußunfähigkeit des Hauses ohne weiteres anschließen. Beratungen aufhält. Das jetzt aufgebrachte Gerede, Aus eigner Machtvollkommenheit beraumte der Präsident die unterstütze der tapfere widerstand der Opposition die Verständigung der Zollparteien und der Regierung, ist eine blöde Erfindung, um den Umfall, zu dem man stets neigte, neu zu beschönigen. Es Tennzeichnet die Waffen, mit denen Herr Eugen Richter gegen die Socialdemokratie vorgeht, daß sie aus dem Arsenal der Unsinnigteiten und Schwindeleien der Zollwucherparteien entnommen find. den " Die Vergewaltigung. ale treiber: Daß man mit der Möglichkeit des Umfalles rechnet, daran nächste Sigung auf Donnerstag an und setzte auf die Tagesordnung tragen, wie wir so oft auseinandergesetzt haben, diejenigen Wähler die Weiterberatung des Zolltarif- Gefezes. und Politiker die Hauptschuld, welche immer und immer wieder trotz aller Warnungen und trotz der offenkundigen Thorheit und Zweckwidrigkeit ihres Vorgehens die Verständigungsbereitschaft auf dem Präsentierteller. a= Ein Blatt, das weit fern von dem Verdacht steht, die Social geboten haben. Diese nervösen, unklugen, rädgratschwachen demokratie unterstüßen zu wollen, der Hamburgische Cor Bolitiker ernten schon jetzt den wohlverdienten Sohn respondent" bemerkt zu dem Gewaltstreich des Nebergangs Oder ist es nicht blutiger Hohn, wenn man ernstlich verkündet, es sei eine Verständigung auf der Grundlage angebahnt, zur Tagesordnung über die socialdemokratischen Abänderungsanträge ja vorläufig beschlossen, daß die Bindung der Viehzölle und die zum Antrag Aichbichler: Erhöhung der Getreidezölle preisgegeben verde, daß aber die verbündeten Regierungen gnädigst geneigt feien, eine Erhöhung des Gerstenzolls umsage und schreibe- fünfzig Pfennige zu bewilligen. Wer nach den Fraitionsbeschlüssen, nach den ErIlärungen im Reichstage wirklich der Mehrheit zumutet, für dieses Fünfzigpfennigstid ihre Vergangenheit, ihre Zukunft, ihren Standpunit, ihre lleberzeugung, die Landwirtschaft und noch vieles andre preiszugeben, der verhöhnt sie in der schärfsten Weise, der treibt mit ihr einen schändlichen Spott." Wie steht es aber augenblicklich mit dem Verständigungsumfall? Genaues ist nicht bekannt. Die„ Kreuz- 3tg." erklärt, daß der Vorwurf des Umfalls fie, falt lasse" und fordert, daß Vertrauens männer der Zollparteien die Verständigung anbahnen; sie beschwört aber auch die Regierungen, daß sie Entgegenkommen zeigen, daß sie sich über das Schlagwort der Unterduckung unter die Agrarier hinwegsehen und nicht verlangen sollen, daß die Reichstagsmehrheit allein in allen wesentlichen Punkten ihre Forderungen aufgeben miffe." Diesen Aeußerungen der„ Kreuz- Zeitung" stimmt die ,, Germania" durchaus bei. Das Centrumsblatt fügt dann über den Stand der Verständigungsaktion hinzu: Borläufig liegen freilich erst die Anfänge einer Verständigung vor. Es ist bekannt, daß der Neichskanzler Graf So wird das jämmerliche Geschäft der Zollverständigung mit Bülow in den letzten Tagen fihlung genommen hat emfiger Geschäftigkeit fortbetrieben. Und dieselben Politiker, die mit den Vertretern der einzelnen Frattionen der also das Parlament zur niedrigsten Schacherspelunke herabwürdigen, Reichstagsmehrheit und daß er gestern auch zu erheben den fabelhaften Anspruch, die Würde des Reichstages" diesem Zwecke im Reichstage erschienen ist, wenn auch nicht im Sigungsfaale. Es handelt sich hier um vertrau wahren zu müssen gegen die Opposition, welche den Zollincher abliche Besprechungen, die sich der Deffentlichkeit entziehen und wehrt und der Vertretung des deutschen Bolles höhere Aufgaben von den Beteiligten wohl vertraulich weiter verbreitet werden, stellt, als Fürsorge zu üben für die materielle Bewucherung der aber selbstverständlich nicht für die Verbreitung in der Preise. Reichen und Reichsten auf Kosten der Armen und Wermsten! Unter diesen Umständen müssen wir unsrerseits von solchen Mitteilungen absehen. Wenn aber von andrer Seite unter Iontreten Angaben behauptet wird, es sei bereits eine fachliche Einigung erzielt oder über den formellen modus procedendi( Art des Vorgehens) eine Abmachung getroffen oder in Aussicht gem d nommen, so tönnen wir derartige Mitteilungen in das Reich der politischen Kombinationen verweisen." Politische Uebersicht. Berlin, den 15. November. Die schwänzende Soämehrheit. Nach unsrer Ansicht ist gestern( Donnerstag) zum erstenmal die Geschäftsordnung wirklich gebrochen und das uneingeschränkte Necht des Stärkeren, das heißt der Mehrheit proflamiert worden. Daß sich dazu der sonst so vornehm und billig denkende Präsident des Reichstages, Graf Ballestrem, hergegeben hat, ist das Üleberraschendste und das Bebanerlichste an der ganzen Sache, an der ja im übrigen das Heil des Reichs sicherlich nicht hängt. Formell hat er sich ja freilich zu erfulpieren gesucht, indem er die Auslegung der strittigen Stelle der Geschäftsordnung der Mehrheit überließ. Aber ges rade dies war der bedauerliche Fehler. Er durfte die Mehrheit nicht in cigner Sache Richter sein lassen, durfte ihr, die in diesem Zustand der Erregung auch beschlossen hätte, daß zwei mal zwei fünf fei, wenn es die Obstruktion bestritt, diese Entscheidung nicht anheim geben. Das war vielmehr feine, des Präsidenten, Sacje, weil er der einzige ist, der über den Parteien steht und pflichtgemäß über den Parteien stehen muß Also die Entscheidung( betreffend Uebergang zur Tagesordnung) ist falsch und sie ist in einer Weise herbeigeführt worden, daß es von vornherein feststand, sie würde nicht unter fach lichen Gefichtspuntten, sondern in der Vorcingenommen heit des Kampfes erfolgen. Das ist überaus bedauerlich, tveil es eine traurige Perspektive eröffnet. Wohin wird der Reichstag kommen, went dieser Kampf noch einige Zeit weitergeht? Es kommt ja immer nur auf den ersten Schritt an. Vorläufig hat ja freilich die Mehrheit auf Kosten des Rechts an Gewalt ge wonnen." Die„ Germania" fordert ferner von neuem als notwendige Die Dreschflegel- Brigade der Aichbichler ist am Freitag fofort Borbedingung für das Zustandekommen der Vorlage Diäten; wieder nach der Heimat abgerückt. Erst wenn es sich wieder um sonst sei die dauernde Beschlußfähigkeit des Reichstages nicht zu er die Zollhamsterei handeln wird, wird sie zur Stelle fein. Alles reichen. Es wird immer deutlicher, daß ein ausschlaggebender Grund andre hat für sie kein Interesse. Mag Herr Bachem auch in für die Ueberzoll- Forderungen des Centrums in der Absicht dieser stürmischer Wahrheitsliebe die Bedeutung des Petitionsrechtes des Partei lag, endlich Diäten herauszuschlagen. Die Kölnische Volkes feiern, wenn Petitionen auf der Tagesordnung stehen, Zeitung schlägt darum auch der Regierung vor, dem Centrum dann herrscht auf den Bänken des Centrums gähnende Leere. Herr zum Lohn für die Aufgabe feiner Zollforderungen, dent Broden Bachem hat sich übrigens nach dem Zeugnis feines Freundes der Anwesenheitsgelder vorzuwerfen. Auch das ist Gröber bei den parlamentarischen Diners den Magen verdorben, aber begangen habe. H 17 4 Deutfches Reich. Eine Berleumdnng der Peters- Preffe. * Die Presse, die sich um die Reinivaschung des Dr. Karl Peters bemüht, behauptet seit einiger Zeit, daß der Lieutenanta D Fris Bronjart v. Schellendorff die Fälschung des Tucker- Briefes cine Episode aus diesen Zeiten des parlamentarischen Trödelhandels, diese Entschuldigung gilt doch nicht für die winmelnden Dazu schreibt und die Gattin des Verleumdetien, Frau Isabella daß die Köln. 3tg." schreibt: Myrmidonen, für die ländlichen Bürgermeister und Kaplänchen, Bronsart v. Schellendorff: " Diese Anschuldigung weise ich hiermit im Namen meines Che- sauf, daß sie minderwertige Milch erhielten, und eine Untersuchung| Monopol nicht nur auf Panzerplatten, sondern auch auf gatten als unwahr zurüd. Von maßgebender Seite ist mir neuer- der Milch ergab einen Fettgehalt von unter zwei Prozent, während Gefchi lieferungen. In seiner Hand liegt es, den dings bestätigt worden, daß mein Mann weder den Tucker- Brief ge- nach der Forster Polizeiverordnung Wollmilch mindestens 2,7 Pro3. berühmten fostspieligen Kampf zwischen Panzerschrieben hat, noch überhaupt zu jenem Briefe in irgendwelcher Be- Fettgehalt haben muß. sichung steht, aigu Entsprechende Schritte konnten bisher in sofortiger Erwiderung des Angriffs nur deshalb nicht schon unternommen werden, weil mein Mann sich im Innern Ostafritas befindet und die Verbindung dorthin, sowie die Erlangung einer beglaubigten Prozeßvollmacht 2c. lange Zeit erfordern. Zudem sind verschiedene Briefe an meinen Gatten erwiesenermaßen verloren gegangen." Tresdow erklärte vor Gericht, da seine Milch früher mehr als platten und Geschüßen ganz nach Belieben zu dirigieren. Milch etwas zu entsahnen. Es könne aber vorgekommen sein, daß die um fich auf diese Weise für dauernd profitable Beschäftigung au 2,7 Broz. aufgewiesen habe, fo glaubte er berechtigt zu sein, die Er kann abwechselnd Panzerplatten und Geschüße obfiegen laffen, Milch zu viel entsahnt wurde, weil die frühere Wirtschafterin sichern. Nachdem er sich nun auch noch eine große Schiffswerft nicht recht zurechnungsfähig gewesen sei; entsahut geschaffen hat, blüht vollends fein Weizen.fci die Milch worden vom November 1901 bis etwa August 1902, um welche Zeit die Anklage erfolgte. Diesmal war's also kein Röhrenbruch, sondern eine unzurechnungsfähige Haushälterin, die an der Milchpantscherei Schuld sein sollte! Der Gerichtshof sprach Frankreich. Das geflickte Vereinsgesek. Die Kanalobstruktion wird jegt von der Streu 3-8tg." und in seinem Urteil jedoch aus, daß Herr von Tresdow der Paris, 13. November.( Eig. Ber.) Die von der Kammer votierle der" Post" geleugnet, und dies, obwohl die Regierung felbst vor wiffentlichen Nahrungsmittel- Berfälschung und Ergänzung zum Vereinsgesetz ist im Grunde eine Epiſode aus dem der Heimſchichung der Konuriffion den tollen Sunterspaß amtlich Täuschung der Käufer fchuldig fei und erkannte Stampfe zwischen der antiklerilalen gefeßgebenden Gewalt und beglaubigt hat, und obwohl Herr v. Zedlitz selbst in diesen Tagen dem Antrag des Antsanwalts gemäß auf hundert Mart dem" fleritalfreundlichen Richterstande. In Sachen der Nebertretung wieder aus den Geheimnissen der Obstruktion ausgeplaudert hat, an Geldstrafe, beziehungsweise zehn Tage Ge- des Vereinsgesetzes durch die Mönchsorden haben die Nichter justes der sich selbst Minister beteiligten. fängnis. Uebrigens lieben die Feudalen überhaupt die Obstruktion. So haben 1873 die Herrenhäusler gegen die Maigeseze in der Kommission obstruiert, bis Bismarck Gewalt antvandte und die Verhand Naumann und Bassermann. lungen aus der Kommission an das Plenum brachte. Berhand- o Es lohnt sich, in der Aera des Zollkampfes sich mit diesen veiden 22 matisch eine Milde der Auslegung bestätigt, die der offenlundigen Absicht des Gesezgebers schnursirads widerspricht und ihr Gegenstüc findet nur in der ebenso parteiischen Härte, mit der die Klassenjustiz der Bourgeoisrepublik das Proletariat mißhandelt. Der Berichterstatter der Vereinsgefeh- Novelle, Rabier, erklärte Es ist sehr feige, daß sich die Kanalrebellen zu ihrem größten im Vordergrund aller politischen Erörterung stehenden Frage des berechnet, die richterliche Abmilderung des Gesetzes unmöglich zu machen. politischen Führern ein wenig zu beschäftigen. In der gegenwärtig geradeherans, die befonders rigorosen Bestimmungen wären darauf Erfolge nicht zu bekennen wagen! Zolltariss nehmen die Beiden einen grundfäßlich verfchiedenen Zu diesem Zwede hat die Kommission den Regierungsentwurf noch Wie die Freifinnige Zeitung" lügt. In dem von Herrn Müller Standpunft ein. Bassermann, der Vertreter der mittleren verschärft. Die gleiche Strafe, wie die gefezwidrigen Stongregationen, Sagan an den Anhaltiner Parteigenossen Frmer gerichteten Brief Linie", geht mit der Regierungsvorlage, Naumann kämpft mit verschärft. Die gleiche Strafe, wie die gefezwidrigen Kongregationen, wurde bekanntlich die Bestrafung des Stontrattbruchs als der Socialdemokratie als Gegner des Brotwuchers gegen die Bergefezwidrigen Niederlassung der Kongregationen, nämlich 16 bis trifft nun auch die Stifter, Leiter und Teilnehmer einer einzelnen trifft nun auch die Stifter, Leiter und Teilnehmer einer einzelnen vereinbar mit der Zugehörigkeit zum freifinnigen Programmi be- tererung der Lebensmittel. Doch die Extreme berühren sich: folite, 5000 Fr. Buße und 6 Tage bis 1 Jahr Gefängnis. Dazu kommt zeichnet, in dem nichts über die Frage stehe. rein theoretisch angenommen, der Zolltarif doch zustande kommen, die unzweideutige Verschärfung hinzu, die auch die Strohmänner der Jetzt schreibt die Freisimmige Zeitung": Die Parteileitung habe so hat Naumann auch seinen Teil baran! Denn den Herrn Irmer vor einigen Tagen nachdrücklich desavouirt, weil Baffermann, der Vertreter des dritten weimarischen Reichstagswahl: Ferner wird als eine Niederlassung schon ein von einem einzigen Rongrationen faßt, d. i. die fittiven Eigentümer der Niederlassung. fie jest erst erfahren, daß Herr Irmer für die Bestrafung des treises, ist bei der vorigen Wahl nur mit Hilfe der Ordensmitglied geleitetes Werk behandelt. Endlich werden mit der Kontrattbruches eingetreten fei. Nationalsocialen gewählt worden. Bei der Hauptwahl gleichen Strafe diejenigen bedroht, die eine gesetzwidrige NiederIm Sommer d. I. hat Herr Müller- Sagan eben feine im Jahre 1898 wurden für Baffermann 6784 Stimmen abgegeben, laffung durch die Hergabe eines Lotals begünstigen. wirklichen Herzensanschauungen verraten und die Desavouirung für den socialdemokratischen Kandidaten Malermeister Paul LeutertDie Klerikalen und ihre Freunde zetern natürlich über die ist erst erfolgt als Herr Frmer den offiziellen Anerkennungsbrief Apolda 6087, für Naumann 4218. In der Stichwahl traten die In der Stichwahl traten die brafonische" Novelle, die die richterlichen Auslegungstünſtler an veröffentlicht hat, die Freifinnige Zeitung" aber ligt dreift, Nationalsocialen auf den Rat ihres Führers für Bassermann ein, bas Gefen zu binden fucht. Aber sie wissen sehr gut, daß diese man habe Herrn Jrmer im Sommer deshalb nicht seine Partei- der dann mit 1046 Stimmen über den socialdemokratischen Kandigenossenschaft bestritten, weil man damals noch nicht gewußt habe, daten, der in der Stichwahl 8673 Stimmen erhielt, fiegte. Hätten ihnen nach wie vor zur Verfügung das Gefeß über die„ bedingte Künstler noch lange nicht entwaffnet sind. Insbesondere ſteht daß der Mann für die Bestrafung des Kontrattbruchs schwärme. die Nationalsocialen bei der Stichwahl Stimmenthaltung geübt, wie Berurteilung". Nein, die freisinnige Parteileitung hat damals nur nicht gewußt, es bei der Konstellation der politischen Verhältnisse und nach ihrem Gebrauch gemacht haben zu Gunsten der bretonischen Krawallmacher. von welcher die Richter einen so standalösen daß das freisinnige Programm thatfächlich das Ausnahmegejeg für ganzen vorherigen Auftreten ihre einfache moralische Pflicht gelesen und dann ist der Erfindungsgeist der Mönchsorden noch nicht die Landarbeiter auf dem Papier verwirft. wäre, so kann man wohl sagen, daß nicht Baffermann, sondern erschöpft. Mit Hilfe der ihnen zu Gebote stehenden Machtmittet Leutert den Sieg davongetragen hätte. Ein Gegner des Brotivuchers werden sie gar manches neues Hinterthürchen zur Umgehung des wäre jetzt mehr im Reichstag, ein Befürworter desselben weniger. Gefeßes ausfindig machen. Die Nationalsocialen können also das„ Verdienst", daß es so ist, ivie es ist, für sich in Anspruch nehmen. Die Herrschaft der Freisinnigen in der Kommune Brestan geht ihrem Ende entgegen. Bei den diesmaligen Wahlen in der II. Abteilung verlor die liberale Mehrheit weitere vier Mandate, so daß sich der Gesamtverlust dieses Jahres auf sieben Mandate beläuft. Die Partei hat ihr Ansehen dadurch untergraben, daß sie mit Worten gegen die Lebensmittel- Steuern eintritt, in der Pragis aber für die Beibehaltung der Schlachtsteuer in Breslau votierte. Etwa 30 freisinnige Stadtverordnete haben das legte Mal für die Schlachtsteuer gestimmt. Das neu geflicte Vereinsgesetz bleibt eben was es war ein Nun fügt es fich aber, daß Bassermann und Naumann gegen unzureichendes Flickwert, ein eitler Versuch, durch dünne Bindfäden wärtig auch noch in andrer Weise die Aufmerksamkeit auf sich fenten. eine gewaltige Organisation zu lähmen, deren Machtivurzeln unanBeide werden für die bevorstehenden Reichs= getastet belassen wurden. tagswahlen höchstwahrscheinlich nicht mehr im Dritten weimarifchlen Wahlkreise kandidieren minister hat dem Untersuchungsrichter Le Mercier Zur Humbert- Affaire. Der Matin" meldet, der Justiz von Bassermann ist dies seit längerer Zeit bekannt; ein die Angelegenheit Humbert entzogen. Le Mercier ernsthaftes Dementi ist der betreffenden Nachricht bisher nicht ent- war hauptsächlich damit beauftragt, die Spur der Familie Humbert Zur Stadtverordnetenwahl in Frankfurt a. M. fchreibt man uns: gegengesezt worden. Bassermann hat sich die Gunst des Bundes der zu verfolgen. Die Beweggründe, die den Justizminister zu Bei den am Mittwoch erfolgten Ergänzungswahlen für die Stadt- Landivirte verscherzi, ohne die ein nationalliberaler Kandidat in den biefem Aufsehen erregenden Schritt veranlaßt verordneten- Verfammlung hat die Frankfurter Arbeiterschaft einen genannten Wahlkreis sich nicht allzu großen Hoffnungen hinzugeben haben, sind noch nicht bekannt. bedeutenden Achtungserfolg errungen. In Frankfurt darf nur der- braucht. Bassermann weiß also, warum er auf den dritten weijenige zur Stadtverordneten- Versammlung mitwählen, der Preuße ist, ein marischen Wahlkreis Berzicht leistet. Aber auch Naumann hat Belgien. Jahr hier wohnt und mindestens 1200 M. bersteuert. Durch dieses pluto- seine Hoffnungen auf diesen Wahlkreis aufgegeben. Sein Nach- Attentat auf Leopold. Ein Attentat soll auf den ruhmreichen tratische Wahlrecht sind 15 000 städtische Steuerzahler, meistens Arbeiter folger wird nach einer Mitteilung des Jenaer Volksblatt" der König der Belgier verübt worden sein. Der Attentäter, ein Italiener und kleine Gewerbetreibende, wahlrechtlos. Unfer Stadtparlament ist da- Sekretär des nationalsocialen Vereins, Dr. Maurenbrecher. Namens Gennaro Rubino, soll auf den Wagen, in welchem durch zu einer Domäne für die besigende Klasse geworden und diese hat Freilich wird auch er sich von vornherein mit dem Gedanken vertraut sich die Prinzessin Elisabeth, Gemahlin des Prinzen Abert, die denn auch ihre Macht bisher in der rücksichtslosesten Weise zur machen müssen, daß er nichts andres übernimmt, als eine Zähl- Gräfin von Flandern und Prinzessin Clementine befanden, Geltung gebracht. Der nationalliberal- freifinn- demokratische Terro- fandidatur! zwei Schüsse abgegeben haben, in dem Glauben, daf rismus hat in allen Schichten des Kleinbürgertums Erbitterung imb Die socialdemokratische Partei wird bei den nächsten Wahlen jich der König in dem Wagen befinde. Die Schüffe Mißstimmung hervorgerufen. Deshalb gestaltete sich auch diesmal alles aufbieten, um den Sieg an ihre Fahne zu heften und die Brot- richtete keinen Schaden an, obgleich der Revolver scharf geladen sein der Wahlkampf in der Hauptsache zu einem Kampf gegen die Vorherr- vucherer zu Falle zu bringen, gleichviel, ob sie nun Bassermann fol. Nach einem Wolfffchen Telegramm rief der Thäler bei der schaft der Freifinn- Demokratie, gegen die alle Parteien Sturm liefen. oder sonstivie heißen. Und die Nationalsocialen haben nach ihrem Verhaftung:" Ich war unglücklich, und beim Anblick solchen ReichSo bewarben sich um 21 freiwerdende Size nicht weniger als Verhalten in der Stichwahl von 1898 erst recht jeden Kredit tums" die übrigen Worte verhallten unter dem Schreien der 73 Kandidaten. In einzelnen Bezirken um deren freiwerdende verloren! Menge. Man glaubt(), daß Rubino anarchistischen Ideen huldige Mandate oftmals über ein Dußend Kandidaten. Besonders von der und eigens nach Brüssel gekommen sei, um den König zu er Zeitungsdemokratie in der Eschenheimergasse wurde der Kampf mit Freifinnige Argumente im Gemeinde- Wahlkampfe. Der Frei- morden. einer Gehäffigkeit geführt, die ihresgleichen sucht. Und der Erfolg? fim Nürnbergs hat jest auf der ganzen Linie der Gemeinde- Wahl- Im Verhör erklärte Rubino, er sei von London, wo er Die Freisinns- Demokratie ist geschlagen worden. lampf eröffnet. Seine Parole ist dabei: Krieg der Social- bergeblich Arbeit gesucht habe, nach Brüssel gekommen. Als Mit Ach und Krach ist es ihr gelungen, drei Demokraten im ersten demokratie bis aufs Meffer!" So wurde in der es ihm auch hier nicht gelungen, Arbeit zu finden, habe er sich zu Wahlgange durchzubringen, und auch diese nur mit Hilfe eines Teils ersten freijinnigen Wählerversammlung am Mittwoch offiziell ver- feiner heutigen That entschloffen. Demnach scheint Rubino, der sich der Nationalliberalen. In sechs Bezirken stehen die Freifinn- fündet. Es soll alles aufgeboten werden, um die Socialdemokraten als Anarchist bekannt haben soll, die That in einem Zustande der Demokraten in Stichwahl, und zwar ist ihre Position teilweise aus der Gemeindevertretung auszuschließen. Es wird zwar an- Verzweiflung begangen zu haben. schlecht. Wenn die Demokraten nicht von der einen oder andren Seite erkannt, daß die Arbeiterschaft das Recht beanspruchen kann, in der Weiter wird noch gemeldet, daß Rubino in Bitonto( Provinz Hilfe bekommen, dürften sie ein bis fünf Size verlieren. Stadtverwaltung vertreten zu sein, dieses Recht habe sie aber ver: Bari) geboren fei und zulegt in Mailand gewohnt habe. Am überraschendsten ist der Erfolg der Socialdemokratie. Sie wirkt durch den„ Ton", den ihre Preffe gegen die Rathausherrschaft hat sich diesmal erstmals selbständig an der Wahl beteiligt und in anschlägt.„ Leute, denen nichts heilig ist, die fogar"( 1) die allen 9 Bezirken Kandidaten aufgestellt, während 1900 nur in vier Unternehmer in der frivoliten und gehässigsten Weise angreifen, Bezirken bekanntere Genossen fandidierten. Von 785 Stimmen im hätten auf dem Rathaus nichts zu suchen! Jahre 1900 find wir bis auf 2382 im Jahre 1902 gestiegen. Ji London, 13. November. Den Gemeindefieuerzahlern der Stadt Belustigend wirft es zu hören, wie der Freifinn die Forde7. Bezirk erhielten wir 1900: 137, 85, 80 Stimmen, 1902: 544, rungen des socialdemokratischen Gemeinde Wahlprogramms ab- Birmingham lag vorige Woche die Frage vor: Sollen die elektrischen 516, 524. Hier erfolgt Stichwahl zwischen zwei Socialdemokrates fertigt. So wird z. B. gegen die Forderung, daß die Gebühr Straßenbahnen einer Privatgesellschaft oder der Munizipalverwaltung Das Referendum ergab eine Mehrheit von und zivci Demokraten. Die Arbeiterschaft hat jetzt ihre Macht für das Wahlrecht abzuschaffen sei, geltend gemacht, daß übergeben werden? erprobt; der Census von 1200 M., an den sich Steaktionäre und einer fluttuierenden Bevölkerung nicht die gleichen 6581 Stimmen zu Gunsten der Munizipalverwaltung. Die Firma Freifinnige als an ihren lezten Rettungsanfer flammerten, hat seine St echte eingeräumt werden dürfen, wie ciner feß- Pierpont Morgan war die Gesellschaft, die fich um die Straßenbahn Schreden verloren. Es geht auch hier vorwärts. haften. Daß diefe fluttuierende Bevölkerung" den Löwenanteil bewarb. an den städtischen Lasten zu tragen hat, berührt den Freifinn ebenso Von den Wanizipalprofiten wurden im letzten Berichtsjahre in Die Düsseldorfer Stadtverordnetenwahlen. Zu unsrer Düsseldorfer wenig, wie die Thatsache, daß im freifinnigen Programm verschiedenen Städten bedeutende Summen zur Herabsetzung der Korrespondenz über die dortigen Stadtverordnetenwahlen wird uns be- das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht ge- Gemeindeſtenern verwendet: richtigend mitgeteilt, daß die Partei als solche dort sich überhaupt fordert wird. Die Forderung der Lehrmittelfreiheit an 442 120 fd. Sterl. nicht an den Wahlen beteiligt hat. Es handelt sich vielmehr um den Volksschulen wird durch die Bemerkung abgethan, daß, 200 485 ein Kartell der dortigen Freien Gewerkschaften und der Gewerk- wenn die Stadt die Lehrmittel liefert, die Elterntein Inter183 723 vereinler, von denen jede Gruppe einen Kandidaten in die Stich- esse mehr an der Schule hätten, weil sie dann nicht mehr 174 403 wahl brachte. darauf sehen würden, daß die Kinder die Bücher Die braunschweigische Regentschaftsfrage. Das braunschweigische fa uber halten! Und in dieser Richtung geht es mit Eleganz Staatsministerium hat dem Landtag eine Gesetzesvorlage zugehen weiter. Wackerer Freisiun! lassen, die folgende zwei Artikel enthält: Ein Lieutenant als Sittlichkeitsverbrecher. Wie uns ein PrivatArtikel 1. Eine auf Grund des Gefeßes vom 16. Februar 1879 telegramm aus Halle meldet, wurde heute vom Kriegsgericht der Nr. 3, die provisorische Ordnung der Regierungsverhältnisse bei 8. Division der Küraffierlieutenant Heinz von Derzen wegen vereiner Thronerledigung betreffend, eingetretene Regentschaft fuchter Notzucht, begangen an der Tochter eines Maurers, zu bier endigt bei Bechseln in der Person des erb Monaten Gefängnis und Dienstentlaffung verurteilt. Die That berechtigten Thronfolgers nicht, bleibt vielmehr so wurde während des legten Herbsimanövers begangen. Tange bestehen, bis ein an der Ausübung der Regierung nicht be= hinderter Thronfolger die Regierung antritt. Artikel 2. Dieses Gesez, welches einen Teil des Landes- Grundgesetzes vom 12. Oftober 1832 bildet, tritt mit seiner Verkündigung in Kraft. Alle, die es angeht, haben sich hiernach zu richten. Ausland. " Belletan über die Bauzerplatten- Patrioten. England. Munizipal- Socialismus. Manchester Bolton " " Birmingham Leeds Nottingham " " " " 144 000 " " Darlington Tunbridge Wells.. 70406 12950 " " Universität eingerichtet. Nottingham hat auch eine musterhaft verwaltete munisipale Unabhängigen Arbeiterpartei, giebt heute einen längeren Bericht Der Labour Leader", das in Glasgow erscheinende Organ der über die Munizipalwahlen in Glasgow. Die Socialisten erhielten dort 8844 Stimmen; die Stimmen für A. Scott Gibson werden nicht mitgerechnet. Ueber den Wahlkampf zwischen Gibson und Chisholm sagt das Drgan:„ Die organisierten Arbeiter hielten sich diesem Kampfe fern, da sie wußten, daß darauf das Sprüchwort paßt: Wer Pech berührt, beschmutzt sich". Gibson lämpfte thatfächlich gegen die munisipale Wohnungsreform und hatte deshalb die Aus der Nede, die der französische Marineminister am 13. bei Gegen dieses Gesez hat der Landgerichts- Präsident der Interpellation wegen der Einstellung des Baues dreier Panzer- Unterstügung der Grundbesitzer, Hausagenten und Schantvirte; daß Dr. Dedekind in einer Aufsehen erregenden Weise öffentlich fchiffe, gehalten hat, verdient eine Stelle nachgetragen zu werden, er sich Socialist nennt, dürfte hier wohl als eine Privatsache beStellung genommen. Dedekind bestreitet in einem öffentlichen Schreiben an die Regierung nachbrüdlich, daß der Re- die von den Wucherprofiten der patriotischen Bangerhandelt werden. gierung das Recht zum Erlaß eines solchen Ge- plattenfabrikanten handelte. Der Bassus lautete: fezes ohne die Zustimmung der Aguaten des Herrscherhauses zustehe, und bezeichnet das Gesez für die Bevölkerung als rechtlich der völligen Richtigkeit berfallend. Nach einem uns zugegangenen Privattelegramm ist nach der Berl. Korresp." wegen dieser Erklärung ein neues Disciplinar verfahren gegen Dedekind eingeleitet worden. 0 Kriegsminister Brodrick hielt in Delvsbuh eine Rede, in welcher Der Vortourf, daß ich die Werftindustrie schädige, überrascht mich. Denn auch ohne die drei Streuzer haben die er jagte, in Irland sei eine gigantische Verschwörung Werften für dieses Jahr einen Zuwachs von 8 Mill. Frank Aufträgen. im Gange gewesen, aber die Kraft der Gefege fei zu Die Privatwerften, die unsre Arsenale unterstützen, sind wertvolle mächtig gewesen für die Verschwörer. Bezüglich des Standes Mitarbeiter, aber fie follten bescheidener in ihren der Armee erklärte Redner, daß es ein Leichtes wäre für England, Forderungen fein. Sie erzielen aus dem Bangermaterial ein gleiche Armee zu haben wie die Nationen des Kontinents, allein einen Gewinn, der über das wünschenswerte hinausgeht. aber es würde dies nur um den Preis der obligatorischen In Nordamerika beschloß der Staat die Schaffung einer Ausbebung möglich sein. Die Aufgabe der Regierung fei es, die Staatsinduftrie, und dieser Beschluß genügte, um die Preise um notwendigen Streitkräfte ohne folch extreme Maßregeln ein Drittel herabzudrücken. Es ist vielleicht auch unvorsichtig, fich zu verschaffen. Die Regierung fei gegenwärtig am Werte, unt cine Industrie verhältnismäßig empor zu treiben, die Grundlage für einen endgültigen Plan zu schaffen, nach welchem wenn man nicht sicher ist, sie dauernd unterhalten zu man für eine zur Entsendung nach dem Ausland zur VerHerr Tresckow aus dem benachbarten Weissagt zierte an fügung stehende Streitmacht, die mit den Reserven Dienstag die Anklagebank des Forster Schöffengerichts. Der Edle hat 120.000 Mann zählen werde, forgen, und Man sieht, die Panzerplatten- Patrioten find überall die gleichen. an drei Forfer Milchhändler laut Stoutralt Vollmilch zu liefern, und beim Abschluß des Vertrages wurde sogar ausdrücklich betont, daß die Ihr Patriotismus, der sie für immer neue, immer gesteigerte Marine- leichzeitig für eine farfe und ausgebildete Truppenmat zur Verteidigung des HeimatMilch nicht en tahnt werden darf. Im Herbst v. J. beauftragte forderungen eintreten läßt, erklärt sich aus ihren enormen landes Borforge treffen tönne. Ferner führte der Junker Tresdow jeboch seine wirtschafterin, die mittags und abends Gewinnen aus den Marinelieferungen. In Deutschland ist die Striegsminister aus, die Striegführung zur See sei feine crafte diffengemellene Milch teilweise zu entsahnen; den Händlern fiel schließlich Sache noch schlimmer als in Frankreich. Bei uns befigt Stripp ein fchaft, und England sei verpflichtet, für eine Verteidigung zu forgen, Ein adeliger Milchpantscher. Einen neuen Beweis dafür, daß da Milchpantfchen keineswegs nur von den dieses Verfahrens von den rariern bezichtigten Milchhändlern geübt wird, liefert die Märkija Volisstimme" durch folgenden Prozeßbericht: tönn e it. die einen Angriff nicht so leicht planen laffe. Die englische Armee ſei nie ſo ſtart geweſen wie jest. Gie lönne morgen in viel größerer Ausdehnung mobil gemacht werden, als dies zu Anfang des Boerenfrieges der Fall gewesen sei. Schließlich bat Brodrick, die Kritik möge noch einige Monate warten, bis das neue Armeesystem in Wirksam teit getreten fei.Asien. Japan räumt Shanghai. Eine Depesche des Standard" aus Shanghai vom Freitag meldet: Die japanische Garnison hat Befehl erhalten, Shanghai am 22. d. M. zu räumen. Afrika. Parlamentarifches. g Absatz des Kohlensyndikats. Wie die Rh. Weitf. Zig." mitteilt, sind von dem Ottoberversandt des Kohlensyndikats an Coaisund Feinkohlen nach der heute den Verbandsgechen zugegangenen Abrechnung des Vorstandes 71,4 Proz.( gegen 70,8 Proz. im September) als Coatstohlen abgenommen worden. Der Rest ist als einkohle zu 7,50 M. statt 9,50 M. pro Tonne verrechnet und an das Ausland siv. abgesetzt worden. es deshalb it möglich gewesen war, daß Bierkrüge auf die dings muß hervorgehoben werden, daß die Löhne im Durchschnitt of 1 15 2 in ft eye gewesen war, daß wache jei gaus ungemein niedrig fund, daß vielleicht gerade dieser Umstand dazu ohne Grund in das Arbeiterheim eingebrochen. Die Polizeibeamten beiträgt, dem Schlesischen Tertilgewerbe Aufträge zuzuführen. Die hätten ihre Leute nicht mehr in der Hand gehabt. Die Sicherheitswache niedrigen Löhne halten sich um so eher, als ein fortwährender Zuzug wäre den ganzen Tag über aufgeregt gewefen. Sie wurde in böhmischer Arbeitsträfte einen ständigen Druck auf das Lohnniveau cine erbitterte Stimmung gegen die Arbeiterschaft hineingehegt. ausübt. Flott sind die Arbeiter in Peters wat dau beschäftigt; Im Sicherheits- Wachcorps giebt es erbitterte und fanatische ca. 5 Proz. machen Ueberstunden. Der Wochenverdienst schwankt bei Feinde der Arbeiterschaft. Wenn fich ein Wachmann den Männern zwischen 8 und 12, bei weiblichen Arbeitern zwischen hineinstellt, mit dem Säbel herumfuchtelt und den in die Eden alle voll beschäftigt. Nur 30 arbeiten verkürzt; dafür aber machen in die Mitte des Gaales des Arbeiterheims 6 und 9 M. Ju Sagan mit eina 2000 Tertilarbeitern find fast des Saales geflüchteten Arbeitern zuruft: Kommt's her, Ihr Soci- 60 Ueberstunden. In Friedland( Bezirk Breslau) haben mit Hunde!", wenn ein andrer Polizist die Gläser und Fenster im Saale Ausnahme der Seidenweberei alle Betriebe gut zu thun. JugendAmnestie für die Kaprebellen. Ein Specialtelegramm aus Rap- mit dem Säbel wie wahnsinnig zertrümmert, so ist das nur dadurch liche Arbeiter verdienen wöchentlich 3,50 bis 6 M., erwachsene stadt meldet dem„ Manchester Guardian": Die Regierung der zu erklären, daß ein großer Teil des Wachcorps aus rohen, un zwischen 6 und 16 M. Weniger zufriedenstellend sind die BeKapkolonie hat beschlossen, für das ganze Gebiet der gebildeten, fanatisch gegen die Arbeiterschaft schäftigungsverhälmise in Grünberg, wo ca. 3000 TertilKolonie eine volle Amnestie zu verkünden. Der vorgehenden Leuten besteht. Diese Leute haben arbeiter thätig sind. Von ihnen muß ein großer Teil oft lange auf Afrikander- Bond hat infolgedessen die von ihm eingeleitete Bewegung fich benommen wie Hunde, welche auf Menschen dressiert Material warten. Etira 100 Arbeitskräfte sind ganz ohne Beauf Veranstaltung einer Untersuchung bezüglich der Anwendung des find. Die eingedrungenen Bolizisten waren Betrunkene oder schäftigung. Daneben giebt es aber auch Betriebe, wo viel zu thun Kriegsrechts aufgegeben. Wahnsinnige. Sie hieben wild auf die Arbeiter los! Herr ist, was daraus hervorgeht, daß an 300 Arbeiter Ueberstunden Amerika. Ministerpräsident, danken Sie Ihrem Herrgott, daß machen. Schlecht ist der Geschäftsgang in Liegnig. Die Hausich nicht draußen gewesen, ich hätte solchen Kerl industrie mit eingerechnet beschäftigt das Tertilgetverbe etiva 3500 General Chaffee als Berteidiger des amerikanischen Hunuentums. erdroffelt. Ich möchte sehen, welche Geschworenen mich da ver- bis 4000 Arbeitskräfte. Davon ist die Hälfte zur Zeit nicht mehr General Smith, der wegen feiner grausamen Kriegs- urteilen würden! Denken Sie sich, in eine Apotheke bricht ein voll beschäftigt. Ueberstunden werden nirgends gemacht. Bielmehr führung auf den Philippinen vom Präsidenten Roose: rasender oder besoffener Polizeimann ein. Er zer- werden fast in allen Betrieben Feierschichten eingelegt. Noch unvelt zum Rücktritt gezwungen wurde, wird vom General trümmert alles, haut mit dem Säbel auf den Apotheker los! günstiger ist der Beschäftigungsgrad in Görlig. Von 2500 ArChaffee in seinem Jahresbericht über die militärische Lage auf den Ich sage Ihnen, wenn mir das geschicht, der Mann ist beitsträften arbeiten mindestens 2000 verkürzt. Die tägliche Ar Philippinen warm verteidigt. General Chaffee jagt, die von Smith des Todes! Wenn solche Dinge vortonunen, dann verbreitet sich beitsdauer ist durchschnittlich um zivei Stunden herabgefeßt; trogegen die Filipinos angewandten Methoden seien durch die der Glaube, daß man sich gegen die ganze Lage gerechtfertigt gewesen. Er bemerkt ferner, alles erlauben darf, Sozi" dem müssen die Weber, wenn sie abgearbeitet haben, oft 8-14 Tage denn die Polizei ist gegen auf neue Arbeit warten. Es find ca. 300 Personen arbeitslos; die Abschaffung der Sklaverei auf den Philippinen fie, der pflichtvergessene Polizeipräsident, der wird in irgend einem Betriebe einmal eine Stelle frei, so melden jei mit Rüdsicht auf die Bollsstimmung unmöglich. pflichtbergeijene Die christlichen Kulturnationen find also einander völlig eben Dinge vorkommen läßt. Justizminister, der folche fich 40-50 Arbeitsuchende. Die Löhne find gedrückt. Der Wochen( Lebhafter Beifall bei den verdienst schwankt bei den Frauen zwischen 4 und 12, bei den bürtig.Socialdemokraten.) Sie denken nicht, Herr Ministerpräsident, Männern zwischen 8 und 18 M. daran, daß Sie durch Duldung des rohesten Terrorismus die Ver wüstung der Verwaltung herbeiführen. Sind Sie denn gar nicht in Fühlung mit Ihren Beamten, daß Ihnen teiner gejagt, wie man Reichstags- Kommiffion betreffend die kaufmännischen Schieds- über diese Verwaltung denkt? Von der Verwaltung des gerichte. Die feiner Zeit vom Reichstage gewählte 14 gliedrige agistrates bis hinauf zur Statthalterei, wo alles bor Nominission zur Beratung des Antrages Bassermann( kaufmännische ueger gittert! Mangel an Mut und Tapferkeit findet Schiedsgerichte) hielt Sonnabendvormittag, auf Wunsch der social- fich auch bei dem Ministerpräsidenten, der sich vor Dr. Lueger demokratischen Mitglieder derselben, eine Sigung ab. In derselben verneigt. Wir Socialdemokraten haben die Empfindung, daß wir in gab der Regierungsvertreter Geheimrat Casper die Erklärung ab, einem Ausnahmezustande leben, daß wir unter dem Terrorismus daß in wenigen Tagen ein Gesezentwurf vollendet sein einer Partei stehen, die die Lüge und die Verleumdung als Waffen welcher derart gestaltet fei, daß hat. Wir haben das Gefühl, daß die Arbeiterschaft vogeler allen Wünschen der Abgeordneten Rechnung trage.( Also frei ist gegenüber dieser Partei, welche die torrupteste auf der die Angliederung der Schiedsgerichte an die Gewerbegerichte Welt ist, die sich aber als taiſertreue und fatholische Partei bringen wird. Die Reb.) Ueber den Inhalt des Gefeßentwurfes ausgiebt. Redner erzählt die von den Christlichsocialen erfundene Der Streit der Kanalisationsmaurer ist beendet. Jur Beisein tönne er zwar noch nichts sagen, da derselbe dem Bundesrat noch Geschichte, daß in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch ein der Bevollmächtigten beider Maurer- Organisationen fand am Sonnnicht vorgelegen habe, indessen werde derfelbe baldigit an den Reichs erstoen worden sei. Diese Geschichte reduziere sich darauf, Streik in der Kaiser Wilhelmstraße beteiligten Maurer statt. Bachmann in Favoriten von Socialdemokraten abendnachmittag im Englischen Garten eine Versammlung der am tag gelangen. Nach dieser Erklärung erschien eine Kommissionsberatung des Antrages Bassermann zwedlos. Rosenow( Soc.) daß zwischen Leuten, welche 22 Krügel Bier getrunken, eine Sämtliche Redner erklärten, es sei zivecllos, den Streif noch länger überreichte den Mitgliedern der Kommission eine Flugschrift des Wirtshaus- Nauferei entstand. Leuten auszudehnen, weil der Unternehmer Arbeitswillige in genügender Central- Verbandes der Handlungsgehilfen Deutschlands: befand sich auch ein Wachmann in Civil. Derselbe Bahl gefunden habe. Allgemeine Anerkennung fand das Bemithen " Der Stampf ums Recht", welche eine Darstellung des langjährigen Stampfes erhielt von einem Streitbrecher, einem Gegner der focialdemo: des Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz, eine Einigung hervei für die Errichtung taufmännischer Schiedsgerichte giebt. Diese Schrift fratischen Partei, einen Messerstich. Auf Grund der Lügen zuführen; dieselbe ist jedoch an dem Verhalten des Unternehmers beweise die Notwendigkeit, endlich für die Herbeiführung auf der christlichfocialen Blätter hat uns Lueger in der Mittwochsfizung Eichholz gescheitert. Da letterer ein freiwilliges Erscheinen vor dent männischer Schiedsgerichte einen energischen Schritt zu thun und nicht fortwährend Me uchel mörder" genannt. Er hat sich benommen Einigungsamt abgelehnt hatte, wurde er amtlich geladen. Doaj auch auch diese Legislaturperiode resultatios auslaufen zu lassen. Da wie ein rrsinniger oder ein Gasjenjunge. So benimmt jetzt lehnte er jebe Verhandlung mit den Streitenden ab, obgleich nun die Regierung ihren Entwurf als in so naher Aussicht stehend sich nicht der Bürgermeister des letzten Dorfes. Der Bürgermeister der Magistrat zu einer solchen geraten hatte. Vielleicht hätte der angekündigt habe, erscheine es zwecklos, daß die Kommission in die von Wien, Dr. Lueger, hat sich einer Ehrlosigkeit Streif, dennoch eine andre Wendung genommen, wenn nicht die Beratung des Antrages Baffermann eintrete, und es empfehle sich, schuldig gemacht, wenn er auf Grund von Lügen verleumbet. Mit Polizei in so überaus schroffer Weise gegen die Streifposten vorEs war einfach unmöglich, mit den vorläufig zu warten, bis der Regierungsentwurf komme, der hoffentlich diesem Manne, der bar ist jeden Gefühles der Ehre, verkehren gegangen wäre. nicht lange mehr auf sich warten lassen würde. Dieser Meinung die höchsten Würdenträger des Staates! Er gilt als Verkünder Arbeitswilligen zu sprechen, weil die Polizei Vor einigen waren auch alle übrigen Kommissionsmitglieder der andren Parteien, der Staiſertreue und des Patriotismus, derselbe Mann, der sich jeden Streifposten sofort sistierte! so daß die Kommission den einstimmigen Beschluß faßte, die Ne öffentlich sagen lassen muß, daß er ein Verleumder ist. Redner Tagen wurden beide Funktionäre der totalen Maurerorganisation, gierungsvorlage abzutvarten. erinnert an die Ausfälle der antisemitischen Zeitungen gegen die witte und Gehl, wegen Posten stehens verhaftet! Frauen, die sich an der Wahl in Favoriten beteiligt. Wer sich Zepterer wurde sogar nach dem Bolizeipräsidium transportiert und Frauen gegenüber so benimmt, ist der ärgste Schandbube in Destreich. Dort ca. 5 Stunden lang aufgehalten. Die Versammlung sprach ( Händeklatschen bei den Socialdemokraten.) ihr lebhaftes Vedauern darüber aus, daß die Tiefbaumaurer im Präsident( aufspringend): Jah kann nicht zugeben, daß ein allgemeinen immer noch um 5 Pf. pro Stunde billiger arbeiten, als Mitglied des Hauses in solcher Weise beleidigt wird. die Hochbaumaurer. Infolgedessen habe auch die vertragsmäßig ein Eldersch: Sie werden Lueger doch nicht reinwaschen, der ist gesetzte Achtzehnerkommission dem Unternehmer nichts anhaven ein Schuft! fönnen, obwohl derselbe den gültigen Tarifvereinbarungen für Hochbauten untersteht. In Anbetracht der ganzen Sachlage beschloß die Versammlung einstimmig, den Streif aufzuheben. würde, Parteinachrichten. Bei den Stadtverordneten Wahlen in Herford erzielten unfre Genossen schöne Fortschritte. Während sie 1900 nur 172 Stimmen erhielten, wurden diesmal 342, 354 bis 386 Stimmen abgegeben Alle drei Kandidaten kommen in die Stichwahl und zwar zwei gegeneinander, so daß einer gewählt werden mnß. Reichstagskandidaturen. Ms Kandidat für die bevorstehende Erfazwahl in Danzig wurde der Genosse Bartel, Kassenführer in Danzig, aufgestellt. Die Aufstellung gilt außerdem nach einem Beschlusse des vestpreußischen Barteitages zu den allgemeinen Wahlen für Danzig- Land, Neustadt- Karhaus, Berent- Stargard. Inter diesen Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. Der Webersireis in Meerane. Gegen die Brot- und Fleischwucherpolitik der Regierung und der agrarischen Parteien hat die Buchhandlung Vorwärts foeben eine neue Broschüre unter dem Titel" Die agrarische Gefahr herausgegeben. Verfasser ist der Parteigenosse Paul Göhre. Pernerstorfer( fortfahrend): Er ist ordinär vom Scheitel Die Broschüre giebt eine Darstellung der Entstehungsgeschichte des bis zur Sohle! Junkertums, ihrer Macht und ihrer Endziele. Der Preis beträgt Bernerstorfer schließt:" Diese Partei ist nicht nur jeber Die Holzarbeiter hatten vor einiger Zeit über die Firma 20 Pf. Die gleichzeitig erschienene Agitationsausgabe liefert der Gemeinheit, fondern auch jedes Verbrechens fähig."( Beifall bei den O. Schulz, Krautstr. 38, die Sperre verhängt wegen der daselbst Verlag: 500 Gremplare zu 20,- W.; 1000 Eremplare zu 30,- M.; Socialdemokraten.) Der Präsident ruft Pernerstorfer hierfür zur eingestellten Scheingefellen". Nachdem sich die Firma nunmehr 5000 Gremplare zu 125,- M. Bestellungen sind zu richten an die Ordnung. verpflichtet hat, während der Dauer des Kampfes gegen den Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Die erregte Sigung fand einen heiteren Abschluß unter Jnnungsnachiveis feine Gesellen von dort zit beziehen, ist die Die Nachwahl im ersten Landtags- Wahlkreise der Stadt Rudolstadt, kollarische Aufnahme angeblicher Ueberfälle von Socialdemokraten daß der Holzarbeiter- Verband der Tischlerimung einen Erfolg nach schallendem Gelächter, als der Christlichsociale Armann eine proto- Sperre aufgehoben worden. Hierdurch zeigt sich wieder. die mit einer Niederlage unsrer Genossen endete, gestaltete fich zu auf Christlichsociale verlas. einer Art Kraftprobe, bei der die Gegner alles daran segten, um dem andern abringt, denn obige Verpflichtung haben bis jetzt bereits der Socialdemokratie das achte Mandat wieder zu entreißen, das ging damals mit einem langjährigen Bekannten, deſſen Agmann( aus magistratischen Protokollen vorlesend): Ich mehrere der bedeutenderen Firmen eingehen müssen. die Geschicke des Landes an den Willen der Socialdemokratie gebundena men mir unbekannt ist,( Stürmische Heiterkeit.) Na ja, hätte. Bei der Hauptwahl erhielt unser Kandidat 419, der Gegner es ist halt ein Bleonasmus! Die Organisation der Straßenbahner tonnie am Schlusse des 367 Stimmen; bei der Nachwahl stiegen unfre Stimmen auf 481, lächter und anhaltende Heiterkeit. ( Erneuertes schallendes Ge- dritten Quartals eine erhebliche Zunahme von Mitgliedern verlächter und anhaltende Heiterkeit. Die Socialdemokraten unter seichnen, so daß rund 1400 Beiträge mehr entrichtet wurden wie die der Gegner aber auf 493, so daß sie mit 12 Stimmen Mehrheit brechen jetzt von Zeit zu Zeit den Redner mit dem Zwischenruf: im vorigen Quartal. Die Einnahme der Verwaltungsstelle bezifferie siegten. Diese haben ihren Sieg den zu dem Wahlkreise gehörenden Bleonasmus! Bleonasmus!) Er erhielt von hinten einen wichtigen sich im dritten Quartal auf 2428,20 M., toovon 1213,25 M. an die fleinen Landorten zu danken, wo wir zumeist nur einige Stimmen erhielten, während die dort ohnehin stärkeren Gegner alle Mann an Streich.( Rufe bei den Christlichsocialen: Wuchtig! Buchtig!) Hauptkasse abgeführt sind. Für Unterstübungen und Rechtsschutz Ellenbogen: Es wird nicht so wichtig gewesen sein. ipurden ca. 700 M. ausgegeben. Durch den Verbandsanwalt erdie Urne trieben und so ihre Stimmenzahlen wesentlich erhöhten. Streich.. gmann( fortfahrend): Cr erhielt also einen wichtigen folgten 14 Vertretungen von Mitgliedern vor Gericht; davon endeten ( Laute Seiterfeit, allseitige stürmische Rufe: 7 mit Freisprechung, 2 mit Berurteilungen von 5 resp. 50 M., in wuchtig, nicht wichtig!) Er( nämlich der attackierte Chriftlichsociale) Fällen steht die Entscheidung noch aus. Bahlstellen bestehen hat sich aber gewehrt, und ich glaube sogar, er hat ihm einen gegenwärtig 28 für Berlin und Umgegend. Bahn ausgeschlagent.( Große Heiterfeit.) 3 weihundert Socialdemokraten stürmten daher. Pernerstorfer: 3weitaufenb! Eldersch: Damit's nach was ausschaut! Der„ Voltsjtime" in Chemnis wird geschrieben: Durch den gmann( fortfahrend): Und begaben sich sodann in ein Bürgermeister Birthgen waren die Arbeiterausschüsse und die Gasthaus.( Stürmisches Gelächter.) Fabrikanten zweds Einleitung von Unterhandlungen auf das Nat Daszynski: Sehn's, das ist der Pleonasmus!( Er- haus bestellt, zu einer gemeinsamten Beratung fam es jedoch nicht. neutes stürmisches Gelächter.) Der Bürgermeister konferierte mit beiden Parteien getrennt. Das Lueger ist wütend über Agmanns Ungeschicklichkeiten und Resultat war ein vollständig negatives. Der Bürgermeister schien sucht ihn vergeblich zum Schweigen zu bringen. bei den Fabrikanten nichts erreicht zu haben, denn er empfahl den Arbeitern, die Arbeit wieder aufzunehmen. Er führte Armann sucht vielmehr aus den Protokollen den angeblichen Mordversuch an Die Fabritanten zu nichts zu bewegen feien, dem Wachmann Beyer nur an, daß die Zit beweisen. Er unterbrochen, daß Beher mit drei Menschen und einem Frauen- au erreichen. Wohl aber halte er es für möglich, nach wiedererzählt in verworrener Weise, von häufigen Heiterkeitsausbrüchen es erscheine ihm aussichtslos, in diesem Kampfe einen Tarif zimmer im Wirtshause gesessen hatte. Die Leute hätten sich ruhig aufnahme der Arbeit einen solchen durch gemeinsames Beraten zu unterhalten, erst als sie schon gezahlt, fei mit Unbekannten ein Streit erreichen. Die Arbeiterausschüsse lehnten es ab, diesen Vorschlag Eine Abrechnung mit Lueger. entstanden, über was, ist noch nicht eruiert. ihren ausständigen Kollegen zu empfehlen. Es sei den Arbeiterit gmann fährt fort: Vielleicht haben sie über böhmische Sprache klar, daß sie auf die Versprechungen der Fabrikanten, keine LohnIn der Freitags- Sigung des Reichsrats hielt Genoise oder über etwas andres gestritten.( Schallendes Gelächter.) Der reduzierungen mehr vorzunehmen, leinen Wert legen könnten. Bernerstorfer als Redner der Fraktion eine gründliche Ab- achmann Beyer hat sich an dem Streit gar nicht beteiligt, er hat wollten die Fabrikanten weiter auf ihrem ablehnenden Standpunkt rechnung mit dem Generaliffimus der christlichsocialen Schwindler kein Wort gesprochen. Wie er draußen war, hat er einen Stich in beharren, so könnten und würden die Arbeiter dasselbe thun. Durch bande. Die Darstellung, die er dabei von dem unglaublich pro- den Bauch bekommen. Er ist in den Saal zurückgeflüchtet, und die das Scheitern auch dieser, von den Behörden eingeleiteten Vervozierenden Vorgehen der Wiener Polizei gegen die socialdemokratischen Mordbuben tamen mit Eisenstangen in das Lokal und wollten es er- handlungen werden alle diejenigen wieder um eine Juufion ärmer, Arbeiter gab, verrät geradezu russische Zustände. Bernerstorfer stürmen. Armann will mun den Beweis erbringen, daß das Attentat welche auf irgend einen Einfluß der Behörden auf die Unternehmer gab seiner begreiflichen Entrüstung über die standalöse Polizei- auf Beyer vorbereitet war: er suchte in den Papieren nach einem zu Gunsten der Arbeiter rechneten. Die Arbeiterausschüsse werden Attacke und die schamlofen Cynismen Luegers in einer so derben anonymen Schreiben, in welchem der Polizei mit blutiger demnächst stattfindenden Versammlungen Bericht über den geSprache Ausdruck, wie sie im deutschen Parlament undentbar war. Rache wegen des Ueberfalls auf das„ Arbeiterheim" gedroht scheiterten Einigungsversuch erstatten. ber folchen Zuständen und solchen Gegnern gegenüber fann man wird. Armann schließt seine den Aerger seiner Gesinnungseben nur Fraktur reden. genossen und die tautefte Heiterkeit der Geguer erregenden Lohnbewegung der Textilarbeiter in Gera. In einer Sizung der Die Chriftlichsocialen hatten den unseligen Einfall gehabt, gegen Ausführungen mit den Worten: An die Regierung wende Gesamtkommissionen der Weber wurde festgestellt, daß der von den Bernerstorfer einen ihrer täppischten Hanswürfte vorzuschieben, den be- ich mich im Namen meiner Partei mit dem Bruston der Fabritanten aufgestellte neue Mindestlohn- Tarif in 16 Betrieben anrüchtigten Armann. Dieser Mensch redete einen so wüsten Unsinn leberzeugung,( Schallendes Gelächter.) Hinter uns steht geschlagen ist, während 11 Firmen denselben noch nicht belannt gezusammen, daß die Christlichsocialen sich vergebens bemühten, seiner das Bolt und damit bitte ich die Regierung zu rechnen.( Schallende geben haben. Der neue Tarif bedeutet für die bisher am schlechtesten Hanswurstiade ein Ende zu machen. Die Heiterkeitsstürme, die die Heiterfeit.) bezahlten Artikel eine Lohnerhöhung bis ingefähr 10 Bro3., in Zwerchfellerschütternde unfreiwillige Komik Armanns entfesselte, einzelnen Fällen noch etwas mehr. Zluischen den Forderungen ber provozierten den total Berhedderten eben nur zu immer neuen ProArbeiter und den Sägen des neuen Tarifs bestehen erhebliche duktionen des blühendsten Blödsinns. Differenzen. Wie viele Arbeiter einen Vorteil von den Lohnt aufbefferungen haben werden, läßt sich noch nicht feststellen, da sich dies nach den jeweils anzufertigenden Arifeln richtet. Die Kommiffion der Weber hat den Larif als Abschlagszahlung angenommen. Es foll berfucht werden, die Fabrikanten zur nachträglichen Bewilligung jämtlicher Ferderungen zu veranlassen, Für den Wahlkreis Regensburg wurde der Genosse Duint, Redakteur in Fürth, aufgestellt. Zur Agitation wollen unsre badischen Genossen die Rede Bebels im Reichstage am 25. Oktober als Flugblatt herstellen lassen und unter der ländlichen Bevölkerung verbreiten. Im socialdemokratischen Berein Altona wurde die Erhöhung der Monatsbeiträge von 30 auf 40 Pf. beschlossen. Ein Bericht des„ Berl. Tagebl." schildert die interessante Sitzung folgendermaßen: Hus Industrie und Handel. Ueber die Beschäftigung und Lohnverhältnisse im schlesischen Textilgewerbe berichtet Der Arbeitsmarkt": Bernerstorfer schildert die Vorfälle beim Eindringen der Sicherheitswache in das Arbeiterheim in Favoriten. Er erklärt, daß Im Gegensatz zu vielen andern Bezirken ist der Beschäftigungsdie eisernen Rollballen herabgelassen waren, und daß grad des Tertilgefverbes in den Schleifchen Orten befriedigend. Aller Unternehmerterrorismus. Die Mitglieder einer christlichen 10. Bezirk, umfassend: Hermannstr. 1-98 und 167-258. Wahl- und mehr zu einem echten Hein und zugleich auch zu einer Bildungss Stuccateurorganisation in Düsseldorf sind von dem Berein der ber- Total: Wernedes Lotal, Hermannstr. 49. Kandidat: Hausbefizer Karl stätte für die Arbeiterschaft wird, und darum sollen dort Kunstabende. einigten Stuccateurmeister Düsseldorfs ansgesperrt worden. Als Heinrich, Mainzerstr. 41. Dichterabende und Familienabende veranstaltet und bildende VorGrund wurde ein Artikel über den kürzlich beendeten Stuccateur- 14. Bezirk, umfassend: Kopfstraße, Steinmeßftr. 20-125. träge gehalten werden. Bereits am 22. Rovember veranstaltet der streit, der in einer christlichen Arbeiterzeitung erschienen ist, an- Merciersches Lokal, Steinmenftr. 113. Kandidat: Euftachius Fauftner, Voltshausverein eine Theatervorstellung. Ferner ist mit dem gegeben. Die Arbeitgeber fordern, die christliche Organisation Hausbesitzer, Ringbahnstr. 25. Schiller- Theater ein Abkommen getroffen worden über Veranstaltung soll diesen Artikel widerrufen. Die Organisation weigert sich dies 16. Bezirk, umfassend: Benderstraße, Bergstr. 69-102, Bruno tünstlerischer Aufführungen, womit im Monat Januar begonnen zu thun und motiviert ihren Standpunkt damit, daß sie weder der Bauerstraße, Delbrückstraße, Emserstraße, Glasowstraße, Juliusstraße, werden soll. Mitglied des Voltshausvereins können Männer und Urheber, Berfasser, noch Einsender dieses Artikels sei. Auch die be- Saalestraße, Siegfriedstraße, Thüringerstraße, Walterstraße, Warthe Frauen aus allen Ständen werden. Die Beiträge der Mitglieder treffende Zeitung bestätigt dies. Das hindert aber die Unter- straße, Wipperstraße. Wahllokal: Wendisches Lokal, Bergstr. 83/85. werden durch Selbsteinschäßung bestimmt, jedoch darf das Eintrittsnehmer nicht, ihre Gewaltmaßregel aufrecht zu erhalten. Kandidat Genosse Fritz Hoppe, Berlinerstr. 14. geld nicht unter 10 Pf., der Wochenbeitrag nicht unter 5 Pf. be= Barteigenossen, tretet vollzählig an den Wahltisch, sorgt dafür, tragen. Hierfür werden den Mitgliedern die Veranstaltungen des daß unsre Kandidaten mit überwältigender Majorität gewählt Vereins zu einem ermäßigten Preise zugänglich gemacht. Der werden, hole jeder die Säumigen heran, damit sich der Ausfall der Verein verfolgt keine politischen Zwecke, möglichst alle Streise der Wahl gleichzeitig zu einem Proteft gegen das jetzt im Roten Hause Bevölkerung sollen herangezogen werden. In der sehr regen Domizilierende Hausagrariertum gestaltet, welches wohl die eignen Debatte wurden Ziel und Zweck des Vereins gründlich besprochen, Geldjackinteressen vertritt, aber von den notwendigsten Forderungen und wenn hierbei auch verschiedene Einwendungen gegen die neue der Arbeiterschaft absolut nichts wissen will! Darum thue jeder Gründung laut wurden, so trat doch bei den meisten Rednern die feine Pflicht und agitiere für unsre Kandidaten. Ueberzeugung von der Zweckmäßigkeit des Vereins zu Tage. Die Versammlung nahm schließlich folgende von Baate empfohlene Resolution mit großer Majorität an:" Die Versammlung begrüßt die Gründung des Volkshausvereins und verpflichtet sich, mit aller Kraft für ihn zu agitieren." Ein Schuhmacherstreit ist in der Fabrik von Waldmann 1. Co. in Mainz aufs neue ausgebrochen, nachdem der Ausstand erst vor einigen Tagen beigelegt worden war. Die Firma hatte die bei einigen Tagen beigelegt worden war. Die Firma hatte die bei diefer Gelegenheit getroffenen Vereinbarungen durchbrochen und deshalb entstand der erneute Streif. Ausland. Eisenbahner- Bewegung in der Schweiz. Die Mitglieder des Wahlvereins, die sich am Bußtage an der Partie des Gesangvereins Rote Nelte" nach Teltow beteiligen wollen, werden gebeten, sich früh 72 Uhr bei Hauser, Hauptftraße 97 einzufinden. In einer am legten Sonntag in Luzern stattgefundenen Delegierten bersammlung wurde beschlossen, zu Gunsten der Angestellten der Schöneberg. Dienstag bei Obst, Meiningerstr. 8: Vereins Bundes( Staats) Bahnen wie derjenigen der versammlung. Der äußerst wichtigen Tagesordnung wegen ist Gotthardbahn geeignete Schritte zu unternehmen. Bezüglich das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder erforderlich. Näheres siehe der ersten wurden in einer einstimmig angenommenen Resolution Inserat in heutiger Nummer. folgende Forderungen aufgestellt: Erfüllung der seiner Zeit in der bundesrätlichen Botschaft den Eisenbahnern gemachten Versprechungen und gleichzeitig wurde Protest erhoben gegen den vom Generaldirektor Weißenbach unternommenen Versuch, den Eisenbahnern ihre erworbenen Rechte abzusprechen oder zu schmälern; Erhöhung der Lohnstala vom 1. Mai 1903, die dem Personol volle Garantie dafür bietet, daß die einzelnen unter feinen Umständen schlechter gestellt werden als bei den Privatbahnen; Ausbau der Bensions- und Hilfstassen und Erfüllung der Forderungen des Personals betreffend die Revision des Nuhetags- Gesetzes. = Die Gotthardbahn Angestellten verlangen: Bessere Handhabung des Gehaltsregulativs, damit der Angestellte wenigstens nach 20 Jabren Dienstzeit das Lohemarimum erhält, Lohnzuschlag von 50 Proz. für den Nachtdienst; feste Anstellung nach einjährigem Provisorium; Mitbestimmungsrecht des Personals bei der Dienst einteilung; Verlängerung der Ruhezeit; tein Abzug mehr für das Uebernachten. Beschwerden wurden ferner erhoben über das Ueberstundenwesen des weiblichen Aushilfsdienstes, wofür nur 1,50 Fr. gezahlt werden; sodann über die Nichtbezahlung der Zeit zur und von der Arbeit bei größeren Entfernungen, über mangelhafte Durch führung des Ruhetags- Gejeges usw. Zur Durchführung der Aktion wurde ein dreizehngliedrige Lohnkommission bestellt. Der Streit der Pariser Orchester- Musiter kann als beendet gelten und zwar mit einem durchschlagenden Erfolg. Mit wenigen Ausnahmen haben alle Theater- und Konzert Direktionen bereits die Forderungen bewilligt. Friedrichsfelde. Der Wahlverein hält Dienstagabend 8%, Uhr bei Haberland, Wilhelmstr. 38, eine Versammlung ab, in der Genosse Manaffe über Götter und Gözen" spricht. Außerdem wird Bericht von der Parteifonferenz erstattet. Frauen sind als Gäste willkommen. " Wilmersdorf. Mittwochabend 8 Uhr hält der Wahlverein bei Witte, Berlinerstr. 40, eine Vereinsversammlung ab, in der Bericht von der Generalversammlung des Centralvereins erstattet wird und außerdem wichtige Vereinsangelegenheiten zu erledigen find. Jedes Mitglied sei am Blaze! In Zehlendorf findet Dienstagabend 8 Uhr die Versamm. Lung des Wahlvereins bei Giese, Teltowerstraße, statt. Tages ordnung: Vortrag, Diskussion, Bericht von der General- Versamm lung, Kommunale Angelegenheit, Verschiedenes. Gäfte find willkommen. Bankow Niederschönhausen. Am Dienstag findet in früher Witive Rölls Saal, Kreuzftr. 3/4 eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt, in welcher Genoffin Steinbach, Hamburg, über„ Idealismus im Klaffentampf" sprechen wird. Außerdem werden in dieser Versammlung die Beisiger für das Gewerbegericht gewählt. " Der Vorstand. Johannisthal. Die nächste Mitgliederversammlung des Wahlvereins findet am Dienstagabend 8%, Uhr in Raus Lokal, Bark straße 12-13, statt. Gäste willkommen. Der Vorstand. Verfammlungen. 0 Litterarisches. Zur Dienstbotenfrage. Inter diesem Titel untersucht Dr. A. Huber- Burckhardt, Gerichtspräsident in Basel, die Ursachen des Mangels an weiblichen Dienstboten in den schweizerischen Städten. Er beginnt seine Broschüre mit dem Nachweis der Bevorzugung, welche das schweizerische Obligationenrecht den Dienstboten zu teil werden lasse. Diese die Dienstboten speziell begünstigenden Bestimmungen seien folgende: der Stillstand der Verjährung für Forderungen des Dienstboten gegenüber dem Dienstgeber während der Dauer des Dienstverhältnisses und die Verpflegungspflicht des letzteren bei unverschuldeter Krankheit des Dienstboten. Außerdem sei die Rechtspragis den Dienstboten dadura) entgegengekommen, daß fie minderjährige Dienstboten fortwährend selbständige Dienstverträge abschließen" läßt und gutmütig stets die stillschweigende Genehmigung des gefeßlichen Vertreters der Minderjährigen prä= fümiert". Laß eben dies gutmütige Entgegenkommen gerade den Dienstboten, deren Arbeitsverträge nur mündlich abgeschlossen werden und gewöhnlich nur approximative Bestimmungen über die Höhe des Lohnes enthalten, außerordentlich gefährlich werden kann, giebt der Verfasser selbst zu. Er empfiehlt daher den jugendlich unerfahrenen Mädchen" derartige Verträge, welche ihre Uebervorteilung bezwecken, In Basel stehen die Straßenbahner in einer Bewegung nicht einzugehen. Es ist äußerst erstaunlich, wie gerade Dr. Huber, für beffere Regelung ihrer Urlaubsverhältnisse, und die Regierung fonit ein so eifriger Gegner der Frauenemanzipation, dieser sehr beantragt num beim Großen Rat die Aufnahme folgender Bestimmung bedenklichen frühzeitigen Selbständigkeitserklärung der Dienstboten in die Dienstordnung:" Jeder ständige Arbeiter und jeder vorüberdas Wort redet. Daß die Verpflegungspflicht kranken Dienstboten gehend angestellte Arbeiter, der mindestens ein Jahr im Dienste ge gegenüber in der Schiveiz, wo noch kein Strantenversicherungsgeset standen ist, hat Anspruch auf einen jährlichen Urlaub, und zivar: auf einen solchen von vier Tagen bei einer Dienstzeit von 1 bis Lichtenberg, Friedrichsberg, Wilhelmsberg. Eine außerordent- besteht, eine schäzenswerte Berücksichtigung bedeutet, ist unbestreitbar, 5 Jahren, auf einen solchen von sieben Tagen bei einer Dienstliche Generalversamlung hält der Wahlverein Bezirk aber ganz abgesehen davon, daß den Dienstboten nur 14 Tage lang zeit von 5-10 Jahren, auf einen solchen von zehn Tagen bei Lichtenberg" am Dienstagabend 9 Uhr, im Schwarzen" Adler" unentgeltliche Verpflegung und freie ärztliche Behandlung gestellt einer Dienstzeit von mehr als zehn Jahren. Den Arbeitern der( Höflich), Frankfurter Chaussee 120, ab. Außer einem Vortrage des werden muß, wird dieser Vorteil dadurch wieder aufgehoben, daß sich fantonalen Straßenbahnen, welche an mehr als einem der beiden Genossen Stalisti- Berlin steht die Berichterstattung von der Kreis- die Unfallhaftpflicht auf die Dienstherrschaften nicht erstredt. Auch Fastnachtsmittage Dienst zu thun haben, ist als Entschädigung ein konferenz und die Erhöhung der Monatsbeiträge auf der Tages- müssen die Effekten der Dienstboten nicht gegen Feuerschaden verfichert werden, obgleich das Dienstpersonal fein flagbares Recht auf halber Tagelohn auszubezahlen." Das ist ein anerkennenswertes ordnung. Zahlreichen Besuch erwartet Ersatz durch Feuer zerstörter Gegenstände hat. Da der Lohn des Entgegenkommen, das das Personal nicht zwingt, wie in Genf, in Dienstboten im wesentlichen in Naturalien besteht, ermahnt der den Streit zu treten. Verfasser die Dienstgeber, ihr Personal zwar nicht lugurios, aber doch gut zu verpflegen; ebenso wenig wie dem Arbeiter minders wertiges Geld gezahlt werden darf, ebenso wenig soll die dem Dienstboten dargereichte Kost und die demselben eingeräumte Schlafstelle minderwertig sein." Die Behandlung der Dienstboten, welche der Verfasser vorwiegend als eine Sache des Tattes ansieht, foll natürlich eine gute sein; auf die religiöse Gesinnung habe die Herrs Das Gewerkschafts- Kartell Berlins und Umgegend hielt am schaft keinen Druck auszuüben, dagegen stehe es ihr zu, über das ab, um zu den Gewerbegerichtswahlen und dem Beschluß der Ber- Statt den im zürcherischen Civilgesetzbuch geforderten allgemeinen liner Gewerkschaftskommission Stellung zu nehmen. Hinrichsen Pflichten der Dienstboten: Fleiß, Gehorsam, Treue und Ehrerbietung berichtete ausführlich über die stattgefundenen Verhandlungen mit möchte Dr. Huber die ettvas modernisierten Borte Ordnung, Diss der Gewerkschaftskommission, Parteivorstand und Vertrauenslenten ziplin, Anstand und Höflichkeit geseht wissen. Sehr befremden muß und verwies darauf, daß die Gewerkschaftskommission trotz aller Ein- ce. daß der Verfasser mit großem Eifer dafür eintritt, den Diensts wendungen auch seitens der Parteibertretung die Anerkennung der boten den Lohn für die ersten 14 Tage als Garantie gegen ein Die Gewerkschaftskommission hat dies noch vor wenigen Tagen vom Startell aufgestellten Kandidaten abgelehnt habe. Von den eventuelles späteres Beglaufen einzubehalten, was gefeßlich durchaus selbst anerkannt, denn in dem vom Ausschusse unterzeichneten Partei- Vertrauensleuten sei dann folgende Erklärung abgegeben zulässig sei. Flugblatte heißt es ausdrücklich: Die Kandidaten find von den in worden:„ Die Vertrauensleute Berlins erklären, daß sie das Vor- Doch was sind nun tros all dieser Vorzüge des Dienstbotens Betracht kommenden Gewerkschaften vorgeschlagen und haben die gehen der Gewerkschaftskommission aufs schärfste verurteilen. Sie berufs die Gründe, daß die Antipathie gegen denselben ständig zuZustimmung der socialdemokratischen Vertrauenspersonen erhalten. verlangen, daß ein Regulativ zwischen der Gewerkschaftskommission, nimmt? Die Frauenemanzipation und die damit verbundenen BeEs kann also von einer" Oftronierung" unfrerseits gar nicht die Kartell und den Bertrauensleuten bezüglich der Aufstellung strebungen, erwidert uns der Verfasser. Sobald die Frau dem Nede sein, das direkte Gegenteil ist der Fall. der Gewerbegerichts Beifizer ausgearbeitet wird, so fo daß Manne im Erwerbsleben gänzlich gleichgestellt ist, wird keine mehr Wir sind Beauftragte der organisierten Genossen und die in Zukunft derartige Vorkommnisse vermieden werden." einer andern dienen wollen,"(!) Eine Konsequenz des FreiheitsLeitung aller Wahlen, welche öffentliche Angelegenheiten betreffen, Da also eine Einigung wider Erwarten mit der Gewerkschafts- branges der Frauen ist nach ihm ihre Bevorzugung der Fabrikarbeit. liegt uns resp. unfren Auftraggebern, der politischen Partei, ob. tommission nicht erzielt worden ist, so empfiehlt der Kartellausschuß Selbst die verheiratete Frau zieht es magisch immer und immer Hierzu gehören auch unbedingt die Wahlen zum Gewerbegericht. dadurch gegenüber dem Vorgehen der Gewerkschaftskommission zu wieder in die Fabrik; der Eriverb in der Fabrik ist nur ein BorZum Thatbestand selbst teilen wir mit, daß das Gewerkschafts- protestieren, daß die Mitglieder der im Startell vereinigten Ge- vand... die Gelegenheit zum Plaudern, die leichte Arbeit lonfartell nur fünf in Frage kommende Beisiger präsentiert hatte. Diese werkschaften aufgefordert werden, sich zahlreich an der Wahl zu be- venieren ihr."( 1) Hält der Verfasser die Fabrikarbeit für so ver bescheidene Forderung wurde vom Ausschuß der Gewerkschafts- teiligen und in allen Bezirken die vier vom Startell aufgestellten führerisch anziehend, so ist es bei derartigen praktisch focialTommission abgelehnt, was wir im Interesse eines einheitlichen Vor- Kandidaten zu wählen. In der hierauf folgenden Diskussion, politischen Stenntnissen kein Wunder, daß et den Abscheu gegen den gehens aller Arbeiter allerdings scharf verurteilen mußten und worin in der allgemein das Verhalten der Gewerkschaftskommission einer Dienstbotenberuf nur auf die ideellen Bestrebungen der Frauen wir uns nicht nur mit den politisch organisierten Genoffen, sondern sehr scharfen Kritik unterzogen wurde, sprachen sich die meisten Redner zurückführt, anstatt den Grund dieser Antipathie in den unzus auch wohl mit den Mitgliedern der Centralverbände eins glauben. gegen den Vorschlag des Ausschusses und für Wahlenthaltung aus. reichenden Löhnen, der unwürdigen Behandlung und der allgemein Wir haben als Vertrauensleute die Rechte aller Genossen zu Es wurde von diesen Rednern angeführt, daß nunmehr die Zeit eine üblichen Ueberarbeit der Dienstboten zu sehen. So find denn auch wahren, eine Richterwahl ist ein politisches Recht, und der Gewert zu furze wäre, um eine Agitation für die Wahl der vom Kartell die von Dr. Huber gemachten Vorschläge, welche diesen Beruf wieder schaftsausschuß war nicht gut beraten, als er bei dieser Gelegenheit aufgestellten Standidaten zu entfalten, so daß voraussichtlich nur eine anziehender machen sollen, nicht wirtschaftlicher, sondern vorwiegend den Gegensatz zwischen Central und Lotal aufrollte, zumal den Ver- sehr kleine Stimmenzahl erzielt und damit der Anschein der Schwäche ethischer Natur. Man nehme dem Dienstbotenberuf das persönlich trauensleuten gegenüber, welche fämtlich central organisiert find, aber der im Startell vereinigten Gewerkschaften erweckt würde. Statt Serabwürdigende, man rede die Dienstboten z. B. nicht mit Du. deshalb doch einem offenbaren Unrecht gegenübertreten müssen. der Wahlbeteiligung sei es besser, Protest- Versammlungen eins fondern mit Sie an, man laffe sie sich kleiden, eitel sein, wie es ihnen Wir hätten uns schon früher in dieser Frage geäußert, wenn zuberafen und Flugblätter zu verbreiten, in denen das Vorgehen beliebt, vor allem aber bringe man den Frauen bei, daß die Thätignicht vom Genossen Körsten als Vorsitzenden des Ausschusses aus der Getvertschaftskommission gekennzeichnet und zur Wahlenthaltung teit als Dienstbote eine qualifizierte Specialarbeit sei. Da die drücklich erklärt worden wäre, die Aufstellung der Arbeitnehmer aufgefordert wird. Andre Redner befürworteten den Vorschlag des Kandidaten erfolge wie bei der vorigen Wahl", bei welcher die Ausschusses und gaben der Meinung Ausdrud, daß ein derartiger Lokalorganisationen verhältnismäßig berücksichtigt waren. Proteft, auch wenn sich auf die Kartellkandidaten unter den gegebenen Dies zur Klarstellung und Selbstbeurteilung für Partei und Umständen teine hohe Stinmenzahl vereinigt, wirksamer sei. In Gewerkschaften. namentlicher Abstimmung wurde fchließlich mit 10 gegen 9 Stimmen Wahlenthaltung beschlossen und dem Ausschuß auf gegeben, diesen Beschluß mit einer entsprechenden Erklärung und ausführlichen Begründung im„ Vorwärts" zu veröffentlichen. Außerdem sollen die Partei- Vertrauensteute aufgefordert werden, ihren Beschluß im Partei- Organ bekannt zu geben. Berliner Partei- Angelegenheiten. Freitag eine Delegierten- Versammlung bei Patt, Dragonerſtraße füttliche Wohl( 1) der ihr anvertrauten Dienstboten zu wachen. Auf die gestrige Erklärung des Ausschusses der GewerkschaftsTommission stellen wir fest, daß wir als Beauftragte der politischen Partei die Kandidaten für das Gewerbegericht stets gemeinsam mit allen Gewerkschaften nominiert und Arbeitgeber- wie ArbeitnehmerBeisiger zusammen aufgestellt haben. Die Bertrauensleute von Berlin und Umgebung. Erster Wahlkreis. Der Wahlverein unternimmt am Mittwoch ( Bußtag) in Gemeinschaft mit dem Gesangverein" Freiheitsklänge" eine Landpartie nach Waidmannslust, zu der die Mitglieder eingeladen werden. Treffpunkt morgens 9 Uhr, Charlottenstraße, Ece Unter den Linden. W Vorbedingung jeder beruflichen Qualifikation bestimmte Fachtenntnisse sind, tritt den auch der Verfasser sehr warm für Dienstbotenfachschulen ein. Er schreibt:" Solche Fachschulen in größerem Maße auzubahnen und zu errichten, sei es aus freiwilligen Kräften oder mit Beihilfe des Staates, der Gemeinden, das wäre gerade eine schöne Aufgabe für die Frauenwelt." Einverstanden, nur wünschten wir, daß zugleich den Hausfrauen die gesetzliche Verpflichtung auferlegt würde, ihren Dienstboten zum Besuch dieser Institute einige Tagesstunden frei zu geben. Wenn wir auch in vielen, sehr vielen Punkten die Auffassung müssen, so hat die Herausgabe des Schriftchens vielleicht wenigstens des Dr. Huber bei Voraussetzung der besten Absicht sehr naiv finden das Gute, daß einigen denkenden Hausfrauen vor Augen geführt wird, wie sehr es in ihrem eigenen Interesse liegt, beruflich tüchtig ausgebildete und daher( wenn auch Dr. Huber gegen dieſe Sonsequena protestiert), auch selbstbewußtere Dienstboten zu haben. Fanny Zmle. in der letzten Kartell- Versammlung gefaßten Beschluß, wonach sie Unter Verschiedenem" wandte sich Frau Gubela gegen den verpflichtet wird, sich gegen den Beschluß der Vertrauensleute in Zweiter Wahlkreis. Die Fortschung der am 29. Oftober d. ihrer Sache beschwerdeführend an den Parteivorstand zu wenden, vertagten Generalversammlung findet Dienstagabend 81% Uhr in und führte aus, sie würde ja doch auch bei diesem ihr Recht nicht Habels Brauerei- Ausschant, Bergmannstr. 5/7, statt. Die Protokolle finden. In der Diskussion wurde Frau Gubela aufvom Barteitag lönnen auf allen Zahlstellen des Wahlvereins gegen gegeben, nach dem gefaßten Beschluß zu verfahren und den Zahlung von 10 Pf., sowie des Beitrages für den Monat November Kanoffagang" nochmals zu gehen, denn erst dann könne das Startell in Empfang genommen werden. weitere Maßnahmen ergreifen. Vorläufig halte das Kartell Frau Gubela noch für twürdig, Arbeiterbewegung thätig zu sein, und das müßte il Sachin ber better bollte der Parteivor fans Letzte Nachrichten und Depeschen. anders beschließen wurde in Laufe der Debatte gesagt, dann ihr zunächst genügen. werde das Kartell vielleicht auf diesen Beschluß pfeifen. Dritter Wahlkreis. Mittwoch( Bußtag) Ausflug des Bahl bereins nach Schildhorn, Restaurant Schmidt. Nege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Rigdorf. Arbeiter! Parteigenoffen! ordon Montag, den 17. November d. J., finden die Stadtverordneten Wahlen der dritten Abteilung statt. Gewählt wird in folgenden Bezirken in der Zeit von 10 Uhr vormittags bis 6 Uhr nach mittags: Die Wirkungen des jüngsten Bukan- Ausbruches. New- York, 15. November.( W. T. B.) Ein Telegrammt aus Guatemala vom 9. d. M. berichtet über einen großen Verlust an Leben und Eigentum infolge des jüngsten Ausbruches des Vultans Santa Maria; Hunderte von Menschen sollen das Leben eingebüßt haben. Erstochen. Charlottenburg. Am Donnerstag fand im Voltshause eine öffentliche Versammlung statt, die hauptsächlich den Zweck hatte, für den kürzlich gegründeten Volkshausverein Propaganda zu machen und neue Mitglieder zu werben. Leider war der ReichstagsAbgeordnete Peus, der über:„ Die kulturelle Bedeutung eines der organisierten Arbeiterschaft gehörenden Volkshauses" sprechen sollte, infolge der langen Reichstagsfizung am Erscheinen verhindert und aus demselben Grunde traf der zweite Referent. Baate, erst gegen schaft Naffenhaide wurde gestern abend der Schnitter Martin Noch, Mitternacht ein. Unter diesen Umständen unternahm es Pöfen ein Russe, erstochen aufgefundenu. Er war seiner Barschaft von 6. Bezirk, umfaffend: Berlinerstr. 1-40 und 62-107. Wahl eder, der Versammlung den Zweck und die Grundfäße des Volts- 110 m. und feiner Taschenuhr beraubt. Mutmaßlicher Thäter ist Total: Waldtsches Lotal, Berlinerstr. 105. Kandidat: Eigentümer hausvereins darzulegen. Der Verein will dahin wirken, daß die der 19 Jahre alte Schnitter Albert Kazmard. Die Leiche lag mit E. Grüning, Herfurthstr. 32. Frequenz des Voltshauses gehoben wird und daß das Haus mehr dem Gesicht auf dem Erdboden. 2. Bezirk, umfaffend: Bergstr. 52-68, Jonasstraße, Kirchhof ftraße 1-9 und 35-49, Schöneweiderstraße. Wahllokal: Sollmach fches Lokal, Bergstr. 67. Kandidat: Genoffe Heinrich Gericke, Haus befizer, Herzbergftr. 15. Verantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Bertin. Injeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Bugeruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Sierzn 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Nr. 269. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 16. November 1902, 217. Sigung. Sonnabend, den 15. November 1902, Socialdemokraten: Folgen Ihrer Haltung zum Zolltarif!) Das bedeuter doch geradezu eine capitis deminutio für die deutsche mittags 1 hr. Am Bundesratstisch: Stommiffare. feine Rolle gespielt haben, von denen es nicht einmal feststeht, ob sie striert. Auf der Gesellschaft für sociale Reform durfte Fräulein der Centrumspartei angehören, plötzlich sich als solche auffpielen, Helene Simon nicht sprechen, während in der Versammlung der Versammlungen als vom Centrumsverein ausgehend anfagen und internationalen Vereinigung für Arbeiterschutz cine englische Dame, nun eine Agitation gegen das Centrum entfalten.( Rufe bei den die Fabrifinspektorin Andersen, ungehindert sprechen durfte. E2 ist eine offenbare Fälschung der öffentlichen Meinung und in solchen Frauenwelt, wenn sie nicht einmal dieselben Rechte wie die englischen Fällen muß eine Bureauwahl verlangt werden, um die Tendenz der Frauen auf deutschem Boden haben!( Sehr gut! links.) Ein unAuf der Tagesordnung stehen Petitionen. Versammlung von vornherein festzustellen. Ich habe mich zum gewöhnliches Aufsehen haben in der letzten Zeit die zahlreichen Zunächst wird die in der 193. Sigung abgebrochene Beratung Wort gemeldet, um gegen eine Behauptung des Vertreters von Berhaftungen von Frauen erregt. Was ist da nicht alles geleistet einer großen Anzahl von Petitionen betr. Schaffung eines einheit: Sachsen- Weimar vom 14. Oftober d. J. zu protestieren. Dr. Paulsen worden? Die eine Dame wurde verhaftet, weil sie zu kurze lichen deutschen Vereins- und Versammlungsrechtes fortgefeht. meinte, die Bestimmung seines Vereinsrechts, wonach Versamm Haare trug( Heiterkeit); die zweite, weil sie ein Reform Die Stommission beantragt, die Petitionen, solveit sie die lungen zu verbieten feien, wenn dringende Besorgnis vorhanden kleid trug, die dritte, weil sie einen Männer hut aufhatte Schaffung eines Reichs- Vereins- und Versammlungsrechts betreffen, sei, daß die öffentliche Ruhe gestört werde. Diese Bestimmung fann( Seiterkeit); die vierte, weil sie ein männliches Gesicht dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, soweit im Gegenteil sehr leicht gemißbraucht werden, da es in der Hand hat; die fünfte, das war in Wiesbaden, weil sie zu langsam sie aber die Gleichstellung der Frauen mit den Männern auf diesem der unteren Polizeibehörden liegt, zu entscheiden, ob eine solche ging. Der sechste Fall ist ein Schwabenstreich, er passierte in Gebiete fordern, sie nur insoweit dem Reichskanzler zur Ber id=" dringende Besorgnis" vorliegt. Im Interesse des focialen Eglingen. Dort wurde eine Dame verhaftet, weil sie sich so unfichtigung zu überweisen, als den Frauen die Teilnahme an Friedens fann man nur wünschen, daß den unteren Polizeibehörden auffällig geriert hat.( Große Heiterleit und Hört! hört! links.) Vereinen und Bersammlungen gestattet werden soll, in denen die möglichst wenig Vollmacht in dieser Beziehung gegeben wird. Nichts Der Beamte, der das fertig gebracht hat, hat unbedingt den Rekord Berufsintereffen derselben zur Verhandlung gelangen, im übrigen wirft so aufhebend auf die Massen, als eine ungerechtfertigte Ver- erreicht. Sollen die deutschen Frauen nicht das Recht haben, sich jedoch über die Petitionen zur Tagesordnung überzugehen. sammlungsauflösung.( Sehr richtig! im Centrum.). gegen eine derartige univürdige Behandlung aufzulehnen? Das muß Abg. Dr. Crüger( frs. Bp.) beantragt, sämtliche Petitionen der Frau gestattet sein.( Sehr richtig! lints.) Ich schließe mit der unbeschränkt zur Berücksichtigung zu überweisen. Versicherung, daß wir nicht ruhen und rasten werden, bis wir endHerr Bassermann verwies neulich darauf, daß bei der Tagung lich auf diesem Gebiete einen Fortschritt erreicht haben.( Lebhafter Abg. Sachse( Soc.) der Gesellschaft für Socialreform in Köln ein Vortrag des Fräulein Beifall links.) uhrt Beschiverde über die Handhabung des Vereins- und Versamm Helene Simon verboten wurde. Ich erinnere daran, daß im Abg. Jeffen( Däne) führt Beschwerde über die Handlungsrechts in Oberschlesien, Sachsen und Westfalen. Seine Aus- jahre 1901 fogar an dem evangelisch- socialen Kongreß in Braun- habung des Vereinsrechts in Schleswig. Landführungen bleiben zunächst auf der Tribüne fast unverständlich. In schweig keine Frauen teilnehmen dürften.( hört! hört! Tints.) wirtschaftliche Vereine und auch der Verein zur Erhaltung Sachsen ist es fast nicht möglich, im Freien Versammlungen abzu- Der braunschweigische Staatsminister beffagte dies in seiner Be- der dänischen Sprache werden als politische Vereine halten, weil die vereinsgefeßlichen Bestimmungen jugendlichen Per grüßungsrede und sagte wörtlich: Unfre Gesetzgebung erlaubt das betrachtet. Bezeichnend für das Vorgehen gegen die dänischen Verfonen unter 21 Jahren die Teilnahme an öffentlichen Versamm nicht und sie partikularrechtlich abzuändern ist mit Schwierigkeiten eine ist, daß sich vor kurzem sogar ein Denunziationsverein gebildet Yungen verbieten. Wird nun eine Bersammlung im Freien ab- verbunden. Daher ist zu hoffen, daß es bald gelingt, die Frage hat, der bei den Behörden die Mitglieder der dänischen Vereine gehalten, so kommt die Polizei und löst sie auf, weil die Möglichkeit reichsgesetzlich zu regeln.( Hört! Hört! Tints.) Nicht einmal an denunziert.( Lebhaftes Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) vorhanden sei, daß jugendliche Personen zu dem Versammlungsplat den Verhandlungen des Gustav Adolph Vereins in Braunschweig Sie sehen, bei uns steht die rücksichtsloseste Handhabung des VereinsEintritt haben( Hört! Hört! bet den Socialdemokraten), wenn auch durften Frauen teilnehmen. Zu welchen unlöslichen Widersprüchen rechts noch in voller Blüte. teine Straße in der Nähe ist. Das Versammlungsrecht für Frauen der jezige Zustand führt, beweist die Thalfache, daß bei der Tagung ist trop der Verfügung des Herrn Ministers von Hammerstein in des Berliner Zweigvereins der Gesellschaft für Socialreform Frauen Preußen noch außerordentlich beschränkt. So wurden in Watten ungehindert teilnehmen durftent, Chte reichsgesetzliche Regelung ist scheid, im Kreise Bochum, Frauen entgegen der Verfügung aus dem doher dringend notwendig. Wie werfen für den ersten Antrag der Saale gewiesen, ebenso in der Umgegend von Essen. Am 28. Sep- Kommission und für den Antrag Crüger stimmen.( Bravo! bei den tember wurde eine Zahlstellenversammlung des Bergarbeiter Rationalliberalen.) verbandes aufgelöst, weil Frauen im Lofale anwesend waren, troiz dem doch die Zahlstelle mit einem politischen Verein nichts zu thin Seine Beschwerde Abg. Dr. Hieber( nafl.): Abg. Röjice Dessau( wildlib.): D Abg. Stolle( Soc.): auch der Grund, weshalb die Vertreter der Centrumspartei diese Ministerium Rumpel von einberufen hatte, eine Bescheinigung, haben. Mein verehrter Herr Nachbar, Herr Geheimrat Fischer,( Seiterkeit) beklagte sich am 14. Oktober, daß ich meine Heimat Sachsen stets so unfreundlich behandle. Gerade weil ich meine engere Heimat liebe, fühle ich mich verpflichtet, die berechtigten slagen derselben hier vorzubringen.( Sehr gut! bei den Es ist höchst bedauerlich, daß noch ein großer Teil der ver- Socialdemokraten.) Herr Geheimrat Fischer meinte, bei der Hand= hat und trotz der Verfügung des Miniſters, nach der ja auch in bündeten Regierungen derart rückständigen. Auffassungen huldigt, habung des Vereinsrechtes in Sachsen kämen wohl Verstöße politischen Versammlungen Frauen zum Teil anvesend sein können. Unfre Genossen in Westfalen führen in solchen Fällen Beschwerde um sich einer Regelung dieser Frage in dem vom Reichstag mit vor, nicht aber bei der Auslegung. Gerade die Auslegung jenes und sie haben dies auch hier geihan. Sie sind an den Landrat ge- mehr dazn dienen, die Achtung vor dem Parlamentarismus herab- 3 muß der Einberufer einer Versammlung„ ortsangesessen" großer Majorität beschlossenen Sinne zu widersetzen. Nichts kann Gesetzes ist indes in den einzelnen Fällen total verschieden. Nach gangen, der wies fie ab, ebenso der Regierungspräsident. Der Ju einem Fall befand sich der zuwürdigen, als wenn die verbündeten Regierungen unaufhörlich sein. Einberufer Oberpräsident teilte mit, daß die Polizeibehörden auf die Verfügung einer solchen Forderung des Reichstags Widerstand entgegenfetsen bereits mehrere Wochen in den betreffenden Ort, war auch des Ministers von Hammerstein hingewiesen worden seien. Trotzdem( Sehr wahr! links) und sich nicht einmal bereit finden lassen, ihre Bercits angemeldet und erhielt die Bescheinigung wurden furz darauf wiederum aus einer Gewerkschaftsversammlung darüber vom Gemeindevorstand, der Gendarm aber verbot die Frauen hinausgewiesen; ja, es geht noch weiter. Es ist nichts Gründe zum Ausdruck zu bringen. Neues, daß Vergnügungen von politischen Vereinen und GewerkAbg. Dasbach sprach von Personen, die bisher keine Rolle in die Versammlung, weil der Einberufer zwar angemeldet schaften unmöglich gemacht werden, weil man Frauen dabei nicht der Centrumspartei gespielt hätten und nun durch Einberufung wäre, aber in seiner Wohnung noch nicht geschlafen habe. zuläßt. Im Bezirk Bochum wurde von einer Zahlstelle des Berg- ben Versammlungen versuchten, die öffentliche Meinung zu fälschen.( Seiterkeit und Hört! hört! bei den Socialdemokraten. Ruf: echt arbeiterverbandes für den 7. September ein Vergnügen angemeldet. Ich selbst habe vielfach von solchen Versammlungen Kenntnis ge- fächsisch) zu solchen Zuständen kommt man, wenn die InterDarauf erging eine Polizeiverfügung, nach der die Erlaubnis zu nommen mid gefunden, daß die von diesen Leuten vertretenen An- pretation der Geseze in die Hände der untersten Polizeidem Bergnügen nicht gewährt werden könne, da die Zahlstelle als sichten doch im allgemeinen den Auffassungen des Centrums ent- behörde gelegt wird.( Sehr richtig! bei den Socialdemo fraten.) In einem andern Falle verlangte ein Freund des politischer Verein gelte und nach§ 8 des Vereinsgesetzes Frauen Sprachen. Nur in dem Punkte der Getreidezölle waren diese Redner der Amtshaupinann, Direktor im an politischen Versammlungen nicht teilnehmen dürften.( Hört! andrer Meinung als die offizielle Centrumspartei. Das ist wohl Herrn Geheimrat Fischer, einem meiner Freunde, der eine hört! bei den Socialdemokraten.) Solche Fälle kommen noch jetzt vor. Die Anweisung des Ministers von Hammerstein ist ein Schlag Berjammlungen zu sprengen suchten. Das Gentrum sollte doch Bersammlung ins Wasser. Daher ist es notivendig, ein freiheitliches und einheit wenigstens zunächst in feinen eignen Reihen für Versammlungs- daß er ortsangesessen sei. Mein Freund war dem Herrn Amtsliches Vereins- und Versammlungsrecht zu schaffen. freiheit sorgen.( Sehr gut! links.) Früher, als es noch Oppositions- hauptmann seit langem als Gemeinderatsmitglied und Noch ein paar Worte über die Schantsperre. Vielfach bekommen partei war, trat ja auch das Centrum lebhaft für Versammlungs- Vertreter vor dem Gewerbegericht bekannt, der Amtsdie Wirte ein Schantsperrverbot, wenn, Versammlungen bei ihnen freiheit ein. Heute ist das anders gevorden. Das Centrum, das hauptmann aber erklärte, nach§ 3 müsse mein Freund die Beangemeldet sind. In Altenburg- Haidhausen sollte eine Bergarbeiter die Politik der Regierung so sehr unterſtügt, wird ja auch heute fcheinigung der Ortsangehörigkeit vom Gemeindevorstand erbringen. Versammlung stattfinden. Auch da bekam der Wirt die Verfügung. selbst nic mehr die Auflösung seiner Versammlungen zu gewärtigen( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Wenige Monate später war daß die Schaufsperre über ihn verhängt sei. derselbe Amtshauptmann in einer Versammlung überwachender wurde zurückgewiesen. Was die Behandlung der Frauen antlangt, so genügt es nicht, Beamter, in der ich zugegen war. Als er dem Redner ins Wort fiel, Ich möchte nun eingehen auf einige Aeußerungen des Abg. die Teilnahme von Frauen nur au solchen- Vereinen zu gestatten, in rief jemand aus der Versammlung:„ Wer ist der Mann?" „ Sie müffen nach Ich bin der Amtshauptmann selbst!" Wo liegt denen sog. spezielle Berufsintereffen" erörtert werden. Trimborn vom 14. Oftober. Herr Trimborn behauptete, als Abg. Die Grenze zwiſchen Berufsinteressen und allgemeinen politischen des Vereinsgefezes eine Legitimation bei sich haben sie Hier Bebel die Saalabtreibungen und Versammlungsverbote in Centrumstreifen kritisierte, am 12. Oktober sei in Dortmund eine Interessen? Es wird ja hente fo weit gegangen, daß selbst Tanz- ift Herr Stolle, der mich kennt." Num, da haben wir einfach Versammlung des katholischen Volksvereins seitens der Socialdemo- belustigungen von Vereinen verboten werden lediglich aus dem gesagt: wie Du mir, so ich Dir, tennt der Herr Antstraten gesprengt worden. Es war aber eine öffentliche Versamm: Grunde, weil an diesen Vergnügungen auch Frauen teilnahmen. Hauptmann uns nicht, so kennen wir den Herrn Amishauptmann auch lung, in der freie Diskussion zugesagt war. Meine Parteigenossen,( Heiterkeit.) In Köln auf der Versammlung für fociale Reform nicht.( Stürmische Heiterkeit auf allen Seiten des Hauses.) Wenn Versammlungen im Freien stattfinden, so geht die die schon wiederholt erfahren hatten, wie sehr es mit der Diskussions ist es nur der Vermittelung des Herrn v Berlepsch gelungen, dem freiheit in diesen Versammlungen hapert, verlangen einen Eis im Fräulein Helene Simon den Zutritt zu der Versammlung zu er- Polizei zu dem Befiser des Nachbargrundstücks und fragt, ob Bureau, um Sicherheit zu haben, daß ihnen nicht das Wort abge= wirken.( Hört! Hört! links.) Andrerseits durfte auf der Ver- er durch die Versammlung geschädigt wird. Berneint schnitten werde. Darüber erhob sich solcher Lärm, daß die Versammlung des Verbandes der Arbeitsnachtweise in Berlin die social- der erste Nachbar diese Frage, so geht die Polizei zum sammlung unmöglich gemacht wurde. demokratische Agitatorin Fräulein Fanny Imle neben der Gräfin weiten, dritten, vierten Nachbar, bis sie einen findet, der ihre Frage bejaht. Sie hat dann einen Das Centrum ist stets bestrebt, unsre Versammlungen unmög- Brühl, der Balastdame der verstorbenen Staiserin Friedrich, sizzen, lich zu machen und uns die Säle abzutreiben. In einer Centrums- ohne daß jemand daran Anstoß nahm. In den Versammlungsrechten Grund, die Versammlung zu verbieten.( Heiterkeit.) verfamuntung in einem Orte bei Essen wurde, als ich zur Diskussion der meisten deutschen Bundesstaaten werden die Frauen den Winder- Wenn man so vorgeht, fann von einem freien Vereinsrecht nicht sprechen wollte, ein Schlußantrag eingebracht. Bei der Abstimmung jährigen, Schülern, Lehrlingen und solchen Berfonen, die die bürger- mehr die Rede sein.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) über diesen Antrag haben dann die Parteifreunde des Herrn lichen Ehrenrechte verloren haben, gleichgestellt.( Sört! hört! links.) Heute stehen 3000 Weber in Glauchau und Meerane im Kampf ums Trimborn einen solchen Krakehl gemacht, daß die Versammlung auf Man muß hier ganze Arbeit machen und alle Bestimmungen be- tägliche Brot. Jeder gebildete Mensch steht auf feiten der Arbeiter. gelöst wurde.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Katholische seitigen, die in den einzelnen Bundesstaaten der Teilnahme von Der wöchentliche Verdienst dieser Arbeiter be Geistliche find vielfach bemüht, die Wirte zu veranlassen, uns ihre Frauen an Vereinen und Versammlungen entgegenstehen. Leider trägt 8 bis 9 Mark. Ihre wiederholten Bitten, wenigstens um 1 Pfennig Zulage pro Meter wurden abgelehnt.( Hört! hört! bei Säle zu entziehen. Ein Wirt, der uns seinen Saal zur Verfügung haben die Herren von der Rechten scheinbar sehr wenig Intereſſe ben Gocialdemokraten.) Es blieb den Arbeitern weiter nichts übrig, gestellt hatte, wurde vom Centrum boykottiert; alle katholischen, für diese Materie. Gestern, als es sich darum handelle, wie die Wenn sie den Streit geVereine, die bis dahin bei diesem Wirt verkehrten, sind von ihm Getreidepreise in die Höhe geschraubt werden könnten, da waren sie als in den Streit zu treten. winnen wollen, gebrauchen fie ein freies Versammlungsiweggezogen. In Bottrum schrieb ein Centrumsblatt fogar:" Hut alle da, heute sind ihre Bänke leer.( Sehr gut! Tints. Abgeordneter ab vor den Wirten, die den Noten die Säle nicht geben!"( Söri! Dr. Dertel( fons.) macht eine abwehrende Gebärde.) Herr Dr. recht. Was geschieht num? Ein Lokal, das sich die Arbeiter hört! bei den Socialdemokraten.) Ein andrer Wirt, der uns seinen Dertel, wenn sie auch eine sehr gewichtige Persönlichkeit sind, so in Glauchau neulich errungen haben, wurde boykottiert. Saal zugesagt hatte, erklärte:" Die Stapläne sehen mir so zu, ich tönnen fie doch allein nicht alle die fehlenten Herren von der Rechten Berschiedene Wohlthätigkeitstonzerte und die Sigungen des MilitärTann mein Wort nicht halten, die Versammlung kann nicht statt crieben.( Große Heiterkeit.) Noch bebauerlicher aber ist es, daß die vereins, die bisher in diesem Lokal stattgefunden hatte, wurden nach finden!( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Als ich selbst Bänke der Reichsregierung ganz leer find.( Einige Abgeordnete der einem andren Lolal verlegt.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) in Hemme eine Versammlung abhalten wollte, teilte mir der Wirt Linken weisen nach der Bundesrats Estrade, wo drei Kommiffare, unter Ein östreichischer Arbeiter, der sich schon jahrelang in Sachsen auf mit, der Polizeifommiffar sei dagetvesen und habe gesagt:„ Wenn ihnen der sächsische Geheimrat Dr Fischer und der füringische gehalten hat, wurde ausgewiesen, nur weil er sich an dem Streik Sie die Bersammlung abhalten, darf kein Vergnügen mehr bei Bundesratsvertreter Dr. Paulsen fizen) Nein, das sind Mitglieder beteiligt hatte.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Ihnen stattfinden!"( Hört! hört!) Ich erinnere auch an die Mit des Bundesrats, deren Teilnahme ich mit Freuden begrüße. Soffent von Arbeitern werden durch eine solche Maßregel ängstlich gemacht teilungen aus Rheydt im Vorwärts" vom 13. November, wonach lich werden wenigstens die Vertreter diefer Staaten durch die heutige und schrecken vor einem Kampf mit ihren Arbeitsbrüdern gegen die Unterdie Kapläne den Versuch machten, ihnen mißliebige Versammlungen Debatte von der Notwendigkeit einer Reform der nehmer um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zurück. Das ist unser fatholischer Arbeiter zu sprengen. Wenn es so in Ihren eignen Verheutiger christlicher Staat, der sich das Wohl der arbeitenden Versammlungs- Gesezgebung und fammlungen zugeht, tönnen Sie fich denken, daß die katholischen überzeugt( Geheimrat Dr. Fischer midt ironisch. Seiterfeit. Sulajien angeblich so angelegen sein läßt!( Sehr richtig! bei den nicht Arbeiter uns in unfren Versammlungen nicht ungestört diskutieren Weil ich in solchen Fragen mit der Socialdemokratie Hand in Hand Socialdemokraten.) Als am andern Tage in einer Versammlung die Tassen. Herr Trimborn hat ja am 14. Oftober hier sehr radikal gehe, werde ich in der Presse vielfach als Schrittmacher" der Social- Ausweisung des östreichischen Arbeiters besprochen werden sollte, für ein freies Soalitionsrecht der Arbeiter gesprochen. Ich möchte demokratie" bezeichnet. Ich habe mich auch in Anhalt um eine wurde die Versammlung aufgelöst mit ihn nur ersuchen, erst einmal die Arbeitgeber in seiner eignen Partei Einigung der entschieden liberalen Parteien, mit den Socialdemo- gründung, daß das Verhalten der Polizei nicht zu veranlassen, daß fie das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter aner fraten bemüht, um entschieden liberale Wahlen herbeizuführen und kritisiert werden dürfe.( Heiterkeit links.) Herr Trimkennen. In der lebten Zeit erst sind in Strefeld 500 Tertilarbeiter zu verhindern, daß in Anhalt in Zukunft Gesebe gemacht werden, born erklärte sich in seiner Rede vom 14. Oftober mit großer Entschiedenheit für ein freies Versammlungsrecht. Nur den von christlichen Fabrikanten ausgesperrt worden, weil sie dem christ die die Rechte der arbeitenden Klasse geradezu Welcher Unterlichen Textilarbeiter- Berband beitraten.( Sört! hört! bei den mit Füßen treten. In Anhalt ist zu den mannigfachen rauen wollte er dies nicht gewähren. besteht denn heute zwischen der Arbeit Socialdemokraten.) Das von dem Centrums- Abgeordneten Fus- polizeilichen Chikanen. jetzt noch eine erschlechterung des fchied der Von Frauen? In der angel redigierte Blatt, die Westdeutsche Volkszeitung", fritisiert 28 a hI gefeßes und die triminelle Bestrafung des von Männern und unter dem Titel:„ Ein bedauerlicher Vorgang" dies Verfahren sehr ontrattbruchs ländlicher Arbeiter hinzugekommen. Wenn deutschen Textilindustrie sind 356 000 Frauen beschäftigt, in: fcharf. Also wenn die Herren es wirklich ernst meinen mit dem ich hier die Socialdemokraten gegen die Reaktion unterstütze, so der fächsischen Textilindustrie 85 000 Männer und 96 000 Frauen. Stoalitionsrecht der Arbeiter, dann mögen sie dafür sorgen, daß es identifiziere ich mich noch durchaus nicht mit der socialdemokratischen Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Frauen müssen zunächst von christlichen Fabrikanten ihren Arbeitern gewährleistet Partei im ganzen. Ich habe bisher noch die besondere Freude, als ebensogut Staats- und Kommunalsteuern zahlen wird. die Dritte im Bunde, sogar die nationalliberale Partei zu begrüßen. wie die Männer, wenn ihr Einkommen 400 M. übersteigt. Was die Petitionen anlangt, so sind wir mit dem ersten Teil Ich bitte um Annahme des Antrages Dr. Crüger.( Beifall links.) Gleiche Pflichten, gleiche Rechte! Die Frauen haben doch auch das lebhaftefte Interesse on der Gestaltung der staatlichen und kommunalen des Kommissionsbeschlusses einverstanden, mit dem zweiten aber nicht, sondern werden hier dem Antrage Dr. Crüger zustimmen, ipoAbg. Dr. Müller Meiningen( frf. Vv.); Auch ich beklage, daß Verhältnisse.( Schr richtig! links.) Wer es ernst meint mit den nach Frauen und Männer in Bezug auf das Vereins- und Ver- die Reichsregierung und die preußische Regierung Rechten des Arbeiterstandes, muß für die Berücksichtigung, aller hier nicht vertreten ist. h sehe eben, daß der einzige Ver- diefer Petitionen eintreten. mitßte denn fein, Sie jammlungsrecht die gleichen Freiheiten genießen sollen,( Bravo: treter der Reichsregierung, der anwesend war, sofort das Saus nach rechts und im Centrum) stellten sich auf den Standpunkt der bei den Socialdemokraten.) wieder verlassen hat. Die aulvejenden erren Bundesratsvertreter Kapitalisten, die in Meerane und Glauchau den armen Webern den Abg. Dasbach( C.): fcheinen mir weniger aus Feuereifer für die gate Sache gefontmen nativendigsten Lohn verweigern und damit nicht nur Hunger und Auf die einzelnen Vorgänge, die der Herr Vorreduer angeführt au fein, als weil fie doch, mehr oder theniger ein frend, sondern sogar den Tod in ihre Streise hineintragen! Der hat, Jann ich nicht eingehen, da mir das Material fehlt. Ich will Gewissen haben.( Geheimrat Dr. Fischer schüttelt den Stood ist die Folge der Arbeitslosigkeit und des tur eins fagen. Im Rheinland ist in neuerer Zeit das Bestreben Die Inhaltbarkeit der bestehenden Praris wird wohl durch die ungers. Solchen unmenschlichen Zuständen muß ein Ende aufgetaucht, daß Berfonen, die bisher in der Centrumspartei gar famose ölner Segmentsgefchichte am besten gemacht werden. Herr Dasbach sprach von Elementen, die unter Vereins M n Hunderte der Be Wortlaut bom Abg. Heine( Soc.): Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): über Goethe + sprechen ber Flagge von Centrumsleuten gegen die Partei agitierten. Nin,( Abg. Bebel ruft: Sehr richtig!) beschuldigt. Die Frage, ab die famten cibilisierten Welt auf uns laden, muß die Agitation der Stapläne gegen diese Leute hat in einzelnen Bundesregierungen die Bestimmungen des Vertins to schärffter Protest erhoben werden.( Lebhafter Beifall links.) Geheimrat Dr. Paulsen: Ich gebe vollständig zu, daß diese Krefeld z. B. fehr wenig genügt, denn die betreffende Ver- Versammlungsrechts richtig oder verfassungswidrig auslegen, ist doch sammlung hat beschlossen, bei den nächsten Reichstagswahlen lediglich eine Frage der Einzellandtage.( Widerspruch Befügung in der Art, wie sie Herr Barth behandelt hat, einen dem offiziellen Centrumskandidaten einen christlich bei den Socialdemokraten.) Im weimarischen Landtage hat der fomifen Anstrich hat. Selbstverständlich ist der Vortrag verboten demokratischen Kandidaten entgegenzustellen. Herr Staatsminister unter dem Beifall der Abgeordneten dargelegt, worden, nicht weil über Goethe gesprochen werden sollte, sondern ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Das beweist, daß der daß das Gesetz von 1854 eine unanfechtbare Rechtslage für die weil hier unter einem andern Thema ein socialdemo Vortrag gehalten. werden sollte. Centrumsturm doch nicht mehr so ganz fest steht. Versammlungsverbote bildet. Prof. Abbé in Jena ist ein sehr fratiser Wie wollen die Herren die Haltung des Centrums zum Vereins- angefehener Mathematiter, auch ein Ehrenmann in( Stürmisches Gelächter links.) Wenn Sie von diesem Standpunkt gesetz im bayrischen Landtag rechtfertigen? Dort hat sich das Centrum jeder Beziehung, aber eine andre Frage ist, ob er ausgehen, werden Sie diese Verfügung begreiflich finden.( Erneutes gefträubt, der Polizeigewalt und den polizeilichen Chikanen auf diese Frage juristisch richtig beurteilen konnte. Er ist Gelächter links.) diefem Gebiete entgegenzutreten. Es muß aber hier andre Wirt anstatt des 1854 er Gesetzes, den bon Abg. Thiele( Soc.): Wenn wirklich unter dem Deckmantel schaft werden, damit endlich das freie Versammlungsrecht Materialien des Gesetzes ausgegangen. Eine durchaus un Goethe ein socialdemokratischer Vortrag gehalten werden sollte, so und die volle Koalitionsfreiheit berwirtlicht abhängige Broschüre eines Jenenser Ober- Landesgerichtsrates, der war es imuner noch Zeit, den Staat Weimar während des Vortrages werden. Gleiches Recht für alle!( Beifall bei den Social- fein weimarischer Beanter ist, legt dar, daß das Gesetz die Ver- felbst durch die Auflösung vor dem Umſturz zu retten.( Sehr Demokraten.) sammlungsverbote durchaus rechtfertigt. Das Verbot speciell gegen richtig! bei den Socialdemokraten.) Redner führt eine Anzahl von Sächsischer Geheimrat Dr. Fischer: Einige Herren haben sich Herrn Baudert ist ja vom Ministerium aufgehoben worden. Die Fällen an, wo in Thüringen Gewerkschaftsversammbeschwert über die schwache Besetzung der Regierungs- Verhältnisse müssen je nach der Bevölkerung, der Person des Redners, lungen der Auflösung berfallen sind, weil sie als bänke. Aber wer im Glashause fitzt, soll nicht mit Steinen dem Thema der Rede usw. behandelt werden. Die Verbote politische Vereine betrachtet wurden. werfen. Mitglieder eines schwach befesten Hauses sind ja im wesentlichen nur in Landorten ergangen( zurufe Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Durch seine Verteidigung hat Herr dürfen den Vertretern der berbündeten Re- bei den Socialdemokraten: Weintar! Jena!), wo eben nach der Paulsen die Sache nur noch schlimmer gemacht. Er hat gierungen teine solchen Vorwürfe machen.( Zurufe Ueberzeugung der unteren Polizeibehörden dringende Gründe der hervorgehoben, es sei ja nicht das Thema, das die Ursache des links.) Uebrigens find die Regierungen nur berechtigt, nicht verpflichtet, öffentlichen Wohlfahrt gegen das Auftreien socialdemokratischer Verbots gewesen sei, sondern der Umstand, daß ein Socialwollte. Das ist das an den Sizungen teilzunehmen.( Unruhe). Eine Reichsregierung, Redner sprachen.( Burufe bei den Socialdemokraten: Goethe demokrat von der die Rede war, fenne ich nicht. Ich kenne einen Reichskanzler Goethe!) Ich will mich hierauf beschränken.( Lachen bei den Social offenbare Zugeständnis, daß die weimarische Regierung sich das und Reichsämter, aber keine Reichsregierung. Der Staatssekretär des demokraten.) Der Fall mit Goethe ist mir völlig unbekannt. Recht anmaßt, jeden öffentlichen Borirag, der von einem SocialInneren hat aber auch einen Kommissar entsandt, der den Verdemokraten gehalten wird, zu verbieten, d. h. die Socialdemokratie handlungen mit großer Teilnahme gefolgt ist.( Buruf bei den Socialist in Weimar völlig rechtlos. Dieses Zugeftändnis erhalten zu haben, demokraten: Na! Na! Heiterkeit.) Ich möchte, um Mißverständnisse Dieser Fall, der Herrn Dr. Paulsen unbekannt ist, hat ist allein schon die Diskussion über Goethe wert gewesen, so peinlich zu beseitigen, eine so furze Erklärung abgeben, daß ich sie beenden in allen Zeitungen gestanden und ist auch in diesem Hause ihre Notwendigkeit auch sonst war.( Beifall links.) Die Verbote betrafen durchaus Damit schließt die Diskussion. zu können hoffe, ohne durch die freundlichen Zurufe von dieser( zu schon einmal erörtert worden. Dr. Paulsen Jena und In der Abstimmung wird der Antrag Crüger gegen die den Socialdemokraten) Seite gestört zu werden.( Lachen bei den nicht bloß Landorte, sofern nicht Dr. Socialdemokraten.) Ueber das Vereins- und Versamm Weimar als Landorte ansieht.( Seiterkeit.) Professor Abbé ist Stimmen der Rechten und des Centrums angenommen, da die Iungsret in Sachsen sind in diesem Hause der allerdings Mathematiker, aber feine Broschüre zeichnet Linke verhältnismäßig gut besetzt ist. Die folgende Petition betrifft die Einführung des BeWorte genug gewechselt.( Widerspruch bei den Social- sich auch vom juristischen Standpunkt aus durch demolraten.) So wenig Sie mich überzeugen werden, daß, abgesehen eine must er gültige Klarheit und zwingende Logit fähigungsnachweises im Bauhandwerk. Abg. Singer( Soc., zur Geschäftsordnung): Ich konstatiere, von einigen Mißgriffen, Ihre Beschwerden begründet find, so wenig aus. Die Juristen pflegen ja oft vor lauter Bäumen den Wald nicht hoffe ich, Sie überzeugen zu können, meine Auffassung über die Grund zu sehen.( Heiterkeit.) Was die Ausführungen des Geheimrats daß besonders die Rechte und das Centrum außerordentlich schlecht urfache zu teilen, warum die sächsischen Behörden gerade Ihrer Partei Dr. Fischer anlangt, so will ich mich nicht auf Silbenstecherei vertreten sind bei der Beratung eines Autrages, der die sog. Mittelgegenüber mit besonderer Energie und Schmeidigkeit vorgeht.( Abg. darüber einlassen, ob es eine Reichsregierung giebt oder nur standspolitit betrifft, die jene Herren so besonders interessiert. Jene Bebel: Mit Ungerechtigkeit.) Ein sächsisches socialdemo- Vertreter des Reichskanzlers und der Reichsämter. Ob es eine Herren scheinen lediglich noch am Zolltarif Interesse zu haben.( Sehr kratisches Organ, das mir anonym zugeschickt wurde, hat mir in Reichs regierung giebt, ist uns ja ohnehin schon manch- wahr! bei den Socialdemokr.) Wir müssen es ja den beteiligten Streisen dieser Frage eine ganz besondere Rolle zugeteilt. Ich erkläre dem- mal sehr zweifelhaft gewesen, auch wenn sie hier überlassen sich bei den Herren vom Centrum und der Rechten für Heiterkeit ( Sehr gut! und gegenüber, daß ich mich auf weitere Auseinandersetzungen über diesen oben gesessen hat. bei den die Teilnahme zu bedanken, die sie ihnen durch ihre Abwesenheit, Socialdemokraten.) Dr. Fischer fagte, er werde sich nie beweisen, wir wünschen aber, daß die Beratung und Entscheidung Punkt weder heute noch in Zukunft einlaſſen werde.( Lachen bei den wieder auf Erörterungen über die sächsischen Vereinsverhältnisse ein über eine so wichtige Frage in Gegenwart der Herren und vor Socialdemokraten.) Abg. Groeber( C.): Ich halte es nicht für richtig, daß wenn lassen. Für seine Person mag er dies Versprechen halten; daß aber einem beschlußfähigen Hause stattfindet, weil wir überhaupt der man gemeinsam ein freiheitliches Vereinsrecht schaffen will, man die andre fächsische Regierungsvertreter uns Nede stehen müssen, dafür Meimung sind, daß Petitionen ein Recht auf ein gut befestes Haus Darin befinden wir uns in völliger Uebereinstimmung Mitwirkung des andern Teils dadurch abzuschwächen sucht, daß man werden wir schon sorgen!( Sehr wahr! bei den Social haben. den ich ja herzlich bedauere, daß er die beweislose Behauptung aufstellt, es sei ihm nicht Ernst mit demokraten.) Dr. Fischer hat wieder seine Theorie vom Druck und mit Herrn Bachem, der Sache.( Sehr richtig! im Centrum.) Wir sind stets für Gegendruck entwickelt. Die fächsische Regierung betrachtet es eben durch Unwohlsein an der Teilnahme an der Sigung verhindert das freie Koalitionsrecht eingetreten. Mein Freund Bachem schon als einen Druck, wenn die sächsischen Parteigenoffen mir ihr ist, aber das hätte doch seine Freunde nicht verhindern ( Burufe bei den Socialdemokraten: Wo ist Herr Bachem! Petitionen!) berfaifungsmäßiges Recht ausüben.( Sehr richtig! dürfen, ihr Interesse an den Verhandlungen durch ihre Herr Bachem ist durch ein Unwohlsein verhindert.( Aha! bei den und Beifall bei den Socialdemokraten.) Anwesenheit zu beweisen( Sehr gut! bei den SocialSocialdemokraten.) Herr Bachem hat bereits 1895 die Anschauung demokraten.) Ich beantrage also Abfezung dieser Petition unsrer Fraktion dahin dargelegt, daß wir eine allgemeine freiheit von der Tagesordnung. liche Regelung des Vereinsrechts verlangen auch für die religiösen Jm vorigen Jahre hat der med lenburgische Regierungs- Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Ich halte es für ganz lehrreich, Vereine. In dieser Hinsicht haben wir nicht immer Unterstützung bei vertreter hier im Reichstag im Namen seiner Regierung die wenn wir in einer Diskussion über diese Frage sehen, wie außer der Linken gefunden. Ein Socialdemokrat war es, der im bayrischen Erklärung abgegeben, daß sie der Socialdemokratie ordentlich schwach gerade diejenigen vertreten sind, die sonst vorLandtag meinte, die katholischen Orden könnten auswandern, fie unmöglich machen werde, in Mecklenburg Bergeben, am meisten daran interessiert zu sein. Ich widerspreche brauchten nicht nach Württemberg zu kommen.( Hört! hört! im fammlungen abzuhalten. Diesem Grundsay ist die daher dem Vorschlag des Herrn Kollegen Singer und bitte, einen Centrum.) Ich mache Ihnen( zu den Socialdemokraten) feinen Vor- medlenburgische Regierung bis auf den heutigen Tag Beschluß des Hauses herbeizuführen. wurf, das war eben auch einer von Ihnen, aber dann dürfen auch Sie tren geblieben. Wenn die Regierungen schon im all- Abg. Singer( Soc.): Ich bezweifle die Beschlußfähigkeit des der herrschenden Hauses. uns nicht immer vorhalten, was draußen im Lande oder im bayrischen gemeinen die geschäftsführenden Ausschüsse Präsident Graf Ballestrem: Ja, meine Herren, diesem Zweifel Landtagfeinmal ein Centrumsmitglied sagt."( Sehr richtig!( im Centrum.) Selaffe find, so ist das in Mecklenburg ganz besonders der Ich kann es verstehen, daß der sächsische Herr all. Die mecklenburgische Regierung haßt das allgemeine muß ich mich anschließen.( Seiterkeit.) Wir sind also nichi Regierungsvertreter meinte, über Sachsen seien der Wahlrecht, weil es geeignet ist, die Kultur in ihren Landen in der Lage, unsre Beratungen fortzusehen. Daß sie auch ein freiheitliches Vereins- und Ver- Ich sehe die nächste Sigung fest auf Donnerstag 1 Uhr mit der Worte genug gewechselt. Der Meinung sind wir alle, zu heben. möge nur Sachsen im Bundesrat dafür sorgen, daß wir endlich fammlungsrecht, die Vorbedingung für ein allgemeines, gleiches Tagesordmung: Fortsetzung der zweiten Lesung des Zoltarif- Gefezes. In demselben Augenblid, Schluß 5 hr. eine freiheitliche Regelung des Vereinsrechts bekommen( Lebhafte Wahlrecht bekämpft, ist selbstverständlich. Zustimmung im Centrum und links), und daß sich Sachsen nicht, wie wo wir hier im Reichstag über die Zollvorlage beraten, verbietet bei gewissen andern Dingen, sogar von Mecklenburg überholen läßt. die medlenburgische Regierung mir, dem Reichsfür Rostock, einen Vortrag ( Heiterkeit und Bravo! im Centrum.) Wir wollen auch für die tags Abgeordneten vor meinen Wählern zu halten! Frauen ein freiheitliches Vereinsrecht, nur mit rein politischen über die Zolltarif- Borlage vor Fragen, wie Verfassungs- und Wahlrechtsfragen sollen sie sich nicht Sollte man das für möglich halten? Widerspricht das nicht dem beschäftigen. Die Frauen, die sich heute mit Politik be- Geiste der Verfassung? Müßte nicht jede Regierung so viel Achtung fassen, sind nicht gerade von der angenehmsten dem gewählten Abgeordneten ihres Landes zollen, daß fie ihm die Sorte ich glaube, auch die Kollegen von der Social- Verbindung mit seinen Wählern gestattet? Wenn solche Zustände demokratie haben bereits ein Haar darin gefunden.( Heiterkeit bestehen, hat der Reichstag die Pflicht, ein freiheitliches Bersammlungs- baurat Krause dar, daß die Entlastung des Straßenniveaus notim Centrum, Widerspruch bei den Soc.) Aber ich bin überzeugt, daß recht zu schaffen. Diese Pflicht hat vor allem auch das Gentrum. wendig sei und daß die geplante Bahn, wenn auch vorläufig feinen das Politisieren sich stets auf eine kleine Zahl von Sie( zum Centrum) haben für die Regierung schon so viel gethan, Ueberschuß, so doch die Verzinsung des Anlagekapitals und vermutlich thun zu faft nichts mehr übrig bleibt. egcentrischen Frauen beschränken wird.( Lachen bei daß Ihnen auch dessen Amortisation bringen werde. Zur näheren Prüfung des den Socialdemokraten.) Aber um die wirklich praktischen Fragen im( Heiterkeit sehr gut! links.) Run nügen Sie die Projektes und der Kostenanschläge für Kanalisationsveränderungen, einmal aus. wirtschaftlichen Leben sollen sich die Frauen mehr fümmern. Macht, die Sie haben, Anch gewerk- Grunderwerb und Verlegung von Gas- und Wasserröhren beantragte ( Abg. Singer( Soc.): Erhöhung der Getreidezölle!)- Vor allem fchaftliche Versammlungen werden berboten mit der der Referent die Einsetzung einer Kommission. beschränken wir uns in unsrer Forderung deshalb, um endlich ein Begründung, daß sie politische Zivede verfolgen.§ 152 der Reichs- In der Diskussion befürworteten die Stadtbb. Kreitling, Singer, mal die Vorlage eines Reichs- Vereinsgefezes von den verbündeten Gewerbeordnung besteht für die mecklenburgische Regierung einfach Egmann, Kyllmann, Dinje, Rosenow und Caffel das Projelt mit Regierungen zu erhalten. Haben wir das, dann wollen wir in nicht. In einer Versammlung in Rostock, in der eine Frau über der Notwendigkeit, dem Verkehr neue Bahnen zu schaffen und aller Gemütsruhe an die Negelung der Frage herantreten.( Bravo! das Thema Frauenarbeit" sprechen sollte, wurde aufgelöst, als namentlich auch mit dem Erfordernis eines Schnellverkehrs. Neben im Centrum.) die Frau auf die krisis zu sprechen fam.( Hört! Hört! bei den diesen Gründen wurde von den Anhängern des Projekts darauf Abg. Baudert( Soc.): Socialdemokraten.) Damit aber noch nicht genug. Als der Leiter hingewiesen, daß es sich um eine Anlage handle, die für das VerDer Vertreter für Sachsen- Weimar glaubte am 14. Oftober den der Versammlung den überwachenden Polizisten fehrswesen in fünftigen Zeiten von großer Bedeutung sei, und daß Vorwurf meines Freundes Bebel, daß in seinem Lande eine fragte, weshalb die Versammlung aufgelöſt ſei, wurde er ver- die Entscheidung darüber nicht von dem sekundären Gesichtspunkte direkte Willkür bei der Handhabung des Vereinsrechts haftet und mußte fich wie ein gemeiner Berbrecher behandeln sofortiger Ueberschüsse abhängig gemacht werden könne. ( Lebhaftes Hört! Hört! bei den Socialdemokraten.) Das Unternehmen in den ersten Jahren die Selbstkosten dede, besteye, zurückweisen zu müssen. Wie die Dinge in Wirklich- Bei einem Maurer streik in Rostock verbot der Magistrat das könne fehr zufrieden und sein, auch feit liegen, beweist die bekannte Broschüre des hoch: Streikposten stehen( hört! hört! bei den Socialdemokraten), wendigkeit eines städtischen Zuschusses für die ersten Jahre dürfe kein angesehenen Profesijors Abbé. Dieser Herr erflärt trotzdem das Reichsgericht ein früheres Verbot in Lübeck für ungültig Sindernis bilden. Es fei mit Sicherheit anzunehmen, daß die die meisten Versammlungs- Verbote Sachsen Weimar, die sich nur gegen Socialdemokraten richten, als gejeg erklärt hat. Sie sehen, die Regelung des Versammlungsrechtes ist gegebenen Zahlenunterlagen für die Zahl der zu befördernden Berin Mecklenburg dringend notwendig.( Bravo! bei den Social- sonen weit überschritten werden. widrig und ihre Sanktionierung durch die oberen Instanzen als demokraten.) Der Oberbürgermeister sowie der Stadtverordnete Jacoby verfassungswidrig.( Hört! hört! bei den SocialdemoAbg. Dr. Barth( frs. Vg.): Ich bedauere, daß speciell die Herren machten finanzielle Bedenken, starke Belastung der Steuerzahler durch traten.) Die Verlesung von Teilen dieser Broschüre wurde mir in Weimarerischen Landtag vom Präsidenten nicht gestattet, auf der Rechten so wenig zahlreich erschienen sind. Denn gerade die Zinsen der für den Bau der Bahn aufzunehmenden Anleihe fie fönnten sich ein Bild darüber machen, wie es heute im Lande geltend. Der Oberbürgermeister wünscht gleichzeitig mit weil in ihr schwere Beleidigungen der Staatsregierung aussehen würde, wenn die konservativen Grindsäge Geltung hätten. Der Prüfung des Projekts der Nord- Süd- Bahn in eine Prüfung enthalten seien.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Profeffor Bielleicht haben sich die Herren durch die Formulierung der lex der von Siemens u. Halsle geplanten West- Ost- Unterpflasterbahn, Abbé aber wartet bis heute noch auf eine Auflage. Aichbichler geistig fo angestrengt, daß sie einige Tage Erholung gebrauchen. sowie der von andrer Seite projektierten Schwebebahn Nord- Süd Freilich die Weimarische Regierung hat ja auch offen erklärt, daß es( Seiterfeit und Sehr gut! links.) Am bedauerlichsten ist ein Fall, einzutreten. Bei genügender finanzieller Sicherheit, d. h. Verihr nur um die Socialdemokratie zu thun sei. Der Minister den der Abg. Bandert hier zur Sprache gebracht hat. Der Fall ist zinjung und Amortisation des Anlagekapitals, wäre er geneigt, die des Innern hat es im Weimarischen Landtag ausgesprochen: so ungeheuerlich, daß er dick unterstrichen werden muß. Es handelt städtische Unterpflasterbahn Nord- Süd zu befürworten. Noch notDarum dreht sich das ganze Spiel: soll die SocialSemokratie bekämpft werden oder sollen wir alles sich um das Verbot eines Vortrages über Goethe in wendiger für den Verkehr sei jedoch nach seiner Meinung die Westüber uns ergehen laffen?"( hört! hört! bei den Social- eimar. Gerade die Nechte sollte sich diesen Fall genau merken. Dft- Linie, die einem noch dringenderem Verkehrsbedürfnis abhelfen demokraten.) In Sachsen- Weimar kann jeder Bürgermeister( bg. Seine: Die Herren da drüben wissen ja gar nicht, wer würde. Goethe war! Heiterkeit und und Sehr richtig! links.) Ich Stadtv. Jacoby erklärt sich nicht gegen eine Prüfung des auf Grund eines Gesezes vom Jahre 1854 eine Versammlung hätte es berbieten, wenn er in ihr eine Gefahr für die öffentliche Goethevortrag verboten werden konnte. nie für möglich gehalten, daß in Weimar ein Projekts, ist aber der Ansicht, die Errichtung solcher Verkehrsanlagen Das übersteigt alles, dem Privatfapital zu überlassen und demselbent hierfür billiges Geld Sicherheit erblickt. Die nächste Instanz ist der Bezirks direktor, und dieser fann auch über die stöpfe der Bürger- was bisher dagewesen ist. Das Berbot ist aber nicht erfolgt und eventuell Buschüsse aus städtischen Mitteln zu beschaffen. aus dem Grunde, daß die Weimarer Polizei sich Die Deputation beschließt, eine Subkommission, bestehend aus meister hinweg Versammlungen verbieten. Ein Bezirksdirektor sagte:„ Wir wissen schon so viel über Goethe, dem Oberbürgermeister, dem Baurat Krause und den Stadtyv. Dinse, hatte einfach eine Verfügung erlassen, wonach meine Veriamm- bab uns niemand mehr darüber etwas fagen Sthlmann, Jacoby, Heilmann und Singer, mit der Aufgabe einlungen zu verbieten feien, weil ich ein Agitator tann."( Heiterkett links.) Man muß das Verbot schwarz auf weiß zuſeßen, und das Krausesche Projekt einer technischen und finanziellen sei, der in der giftigsten Weise verheye".( Hört! hört! lesen. Der Oberbürgermeister von Weimar schreibt in dem Bescheid: Prüfung zu unterziehen, sowie durch die Bau-, Kanalisations-, bei den Socialdemokraten.) Die Beschwerde gegen daraufhin er- Die von der Getvertschaftskommission für den 9. September ein- Gas-, Wasserwerks- und Grundeigentums- Verwaltung feststellen zu gangene Versamunlungsverbote hatte ich dann bei denselben berufene Verfanunlumg, in der Student May Grunwald aus Jena laffen, ob die in dem Kostenanschlag veranlagten Summen zutreffend Bezirksdirektor einzulegen,( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) einen öffentlichen Vortrag über Goethe halten soll, wird aus beziffert sind. wird aus beziffert find. Die Kommission soll möglichst in vier Wochen der Ein Bürgermeister, den ich wegen eines Versammlungsverbotes ( Lebhaftes Deputation Bericht erstatten. interpellierte, meinte: Ja, wir haben die Anweisung von oben her dringenden Gründen des öffentlichen Wohls verboten. Hört! hört! links.) Referent ist zielbewußter Socialdemokrat Bor Beratung dieses Punktes, der Tagesordnung hatte die De unter bekommen, ich weiß ja, daß es nicht zutrifft, aber man macht und Agitator und es unterliegt keinem Zweifel. daß er putation beschlossen, auf eine Beseitigung der Endhaltestellen der es eben, dann habe ich feine Verantwortung.( Lebhaftes inter dem Thema Goethe eine socialdemokratische Rede Großen Berliner Straßenbahn auf dem Spittelmarkt hinzuHört! hört! bei den Socialdem.) Wenn das nicht Wiйltür ist, dann halten wird."( Große Heiterfeit und Hört! hört! links.) Dies wirken. weiß ich nicht, was noch willkür genannt werden geschehen zu Weimar im Jahre s Heils 1899. Auf eingelegte Der Etat des Hafen am Urban, der einen Zuschuß von foll( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Beschwerde erflärte vas großherzogl. weimarische 94 000 W. erfordert, wurde festgestellt. Staatsministerium, Departement bes Aeußern Weimarischer Geheimrat Dr. Paulsen: Die Beratung der übrigen Gegenstände der Tagesordnung Es ist hier wohl nicht der Drt, im einzelnen auf die Sandhabu nnern( Große Seiterkeit links) dieses Verbot für gerecht. Berichterstattung und Kostenberechnung wegen drei von der Stadt des Vereins- und Versammlungsrechtes in Weimar einzugehen fertigt. Also der weimarische Staatsminister hat entschieden, daß zu errichtenden Straßenbahnlinien und andre Punkte- mußten der Abg. Baudert hat den schweren Vorwurf des Prof. Abbé wiederholt, in Bortrag in Weimar über einen feiner früheren Kollegen als im vorgerückten Zeit wegen vertagt werden. der die weimarische Regierung der willkürlichen Gefeßesauslegung höchsten Grade bedenklich zu verbieten fet.( Große Heiterfeit.) Gegen ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten) und der Verfassungsverlegimg folche Verbote, durch die wir das Sohngelächter der gein light = " und Die städtische Verkehrs- Deputation hat gestern unter Vorfil des Oberbürgermeisters in mehrstündiger Diskussion über das Projekt der Unterpflasterbahn Süd- Nord beraten. Die Kostenanschläge sowie die Special- Projette lagen vor. In einem sehr eingehenden und instruktiven Bericht legte Stadtman Wenn die Not H. Wahlkreis. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 18. November cr., abends 8 1hr, in Habels Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5/7: Fortsetzung der am 29. Oktober d. J. vertagten General- Verfammlung. Zages Drdnung: 1. Erledigung der Anträge. 2. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Socialdemokratischer Wahlverein 239/ 2* f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( S.- 6.) Dienstag, den 18. November, abends 8%, Uhr: Versammlung im Saale des Hrn. Otto( Drachenburg), vor dem Schlesischen Thor. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Klees über: Proklamation des Gewerkschafts- Kartells für Berlin und Umgegend zu der am heutigen Tage stattfindenden Gewerbegerichts- Beisitzerwahl In Erivägung: = aus den Reiben der Arbeitnehmer. 0,031 8 ,, indem die Gewerkschaftskommission aus ganz nichtigen, geradezu albernen Gründen die Kandidaten der im Kartell vereinigten Gewerkschaften nicht anerkannt hat, so daß ein erheblicher Teil der Berliner Arbeiterschaft ihres zutommenden Rechtes in der unerhörtesten Art und Weise beraubt, folglich das Opfer einer brutalen Vergewaltigung, die Beute einer Ueberrumpelung geworden ist"; in fernerer Erwägung: ,, indem von den Vertrauensleuten Berlins, als der oberen Instanz, erklärt wurde, daß das rücksichtslose Vorgehen der Gewerkschaftskommission auf das schärfste zu verurteilen sei und in Zukunft vorgebeugt werden foll", 234/3 proflamieren die Vertreter der im Kartell vereinigten Gewerkschaften unter diesen Umständen die Parole der Die Entwicklung der Rechtsbegriffe". AH 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Der Vorstand. Achtung! H Stimmenthaltung. W Der Ausschuß des Kartells erwartet, daß die Wähler der sogenannten Lokalorganisationen diese uns aufgezwungene 8 Der Ausschuß. Sechster Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Barole fritte befolgen. Sonntag, den 16. November, abends 5 Uhr, im Jägerhans, Schönhauser Allee 103: Volksversammlung. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über: Ferdinand Freiligrat, ein Dichter des Volkes. 2. Diskussion. rege Beteiligung ersucht 220 Der Vertrauensmann. 292/12 J. A.: Jonny Hinrichsen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Raf der gerfammlung gemütliches Belfamenitien und Sana. I'm Sonntag, den 16. Nov., vorm. 10 Uhr, im Lokale„ Brauerei Friedrichshain": Allgemeine Versammlung Socialdemokratischer Wahlverein der Robrleger und Helfer Berlins und amgegend. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 18. November, abends 8%, Uhr, Versammlung bei Hensel, Invalidenstrasse 1a. Tages Drdnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Die preußischen Landtagswahlen". 2 Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 246/17 Tages Drdnung: 1. Was lernen wir aus dem lehten Streit? Referent: Carl Wiesenthal. 2. Diskussion. Das Erscheinen aller Stollegen erwartet [ 165/15] Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen und verwandten Gewerbe zu Berlin. Die Arbeitgeber werden hierdurch zu den am Montag, den 24. Movember 1902, abends 7 1hr, im „ Neuen Klubhaus", Kommandantenpro 1903 ergebenst einge 4236 wahenol Tuberoen zertreter laden. Tagesordnung: Wahl von 138 Verfretern aus den Reihen der Arbeit§ 40 Des Charts,( Radition) Anmeldeschein der Arbeiter dient als Legitimation. Am Montag, den 17. November 1902, abends 8 Uhr, in Kellers großem Saal, finden in demselben Lokal die Ber Koppenstraße 29: Grosse öffentliche Schöneberg. Schuhmacher- Versammlung Socialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 18. November, abends 8 Uhr, im Obst schen Lokale, Meiningerstraße 8: Versammlung. Zages- Ordnung: ages Ordnung: 1. Die neueste Entwicklung der kapitalistischen Produktion und die Aufgaben der gewerkschaftlichen Organisation mit specieller Berüdsichtigung der Schuhindustrie. Referent: Reichstags- Abgeordneter Eduard Bernstein. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. alli, dolas, 170/7 Alle in der Schuhindustrie und als Schoßschuhmacher thätigen Personen sind zu dieser Bersammlung eingeladen. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 1. Zoll- und Handelspolitik und die Aussichten der Verein für Frauen u. Mädchen d. Arbeiterklasse. Zollvorlage. Referent: Reichstags- Abgeordneter Förster- Hamburg. 2. Diskussion. 3. Bericht von der General- Versammlung des Kreises. 4. Bereins- Angelegenheiten. Gäste haben Zutrift. 15/16 Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. NB. Das Parteitags- Protokoll gelangt in dieser Versammlung an die Mitglieder zum Preise von 20 Pf. zur Ausgabe. Lichtenberg. Socialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 18. d. M., abends 8½ Uhr, im Schwarzen Adler( Höflich), Chauffeestraße 120: Ausserordentliche General- Versammlung. Zages Drdnung: 9 1. Breukens Kosakendienſte. Referent: Kaliski- Berlin. 2. Bericht von der Kreistonferenz. 3. Antrag wegen Erhöhung der Monatsbeiträge (§ 3 des Statuts). 14/12 Der Vorstand. NB. Die Frauen der Mitglieder können auf der Galerie Platz nehmen. Mitgliedsbuch legitimiert. Montag, den 17. November 1902, abends 8, Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Zahnärztes Herrn C. Gedieke: „ Die Zähne, ihre Krankheiten und Pflege". Gäste willkommnen. 55/19 Der Vorstand. Musikinstrumenten- Arbeiter. Fachverein. Montag, den 17. November 1902, abends 8½ Uhr, bei Graumann, Naunynstr. 27: on es gernelen E. Rosenow über: Aus Tages- Ordnung: Ste Mitglieder- Versammlung. 1. Vortrag Reichstags- Abgeordneten der Urgeschichte des Christentums. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen heiten. Achtung! An demselben Tage abends 81, Uhr treterwahlen der Kaffenmitglieder statt, wozu dieselben ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: Wahl von 310 Bera tretern aus den Reihen der Kaffenmitglieder,§ 49 des Statuts( Nachtrag). Nur großjährige Mitglieder, welche das 21. Lebensjahr zurückgelegt, haben Butritt. Legitintation. Das Duittungsbuch dient als Berlin, 16. November 1902. Der Vorstand. Karl Retzlaff, 2. Vorsitzender, Templinerstr. 15. Fritz Runge, Schriftführer, Cremmenerstr. 3. Achtung! Fachverein der Tischler Berlins und Umgegend. Dienstag, den 18. November 1902, abends 8 Uhr, im: Restaurant des Herrn Zöls, Köpniderstr. 137: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Socialdemokratie und Gewerkschaft, 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. Zur Beachtung: Die Versammlung wird pünktlich er- Referent: Genosse Fritz Reuter. öffnet. Kollegen als Gäste willkommen. Mittwoch, den 19. November( Buftag): Herren- Partie nach Friedrichshagen, Schöneiche usw. Treffpunkt morgens 8 Uhr Schlesischer Bahnhof. Deutscher Holzarbeiter- Verband.oeretas, ben 25. Dezember 1902( 1. Weihnachts ( Zahlstelle Rixdorf.) MT Dienstag, den 18. November 1902, abends 8 Uhr, bei Herrn Thiel, Bergstraße 151: Mitglieder- Verfammlung. Tages Ordnung: Feiertag), nachmittags 4 Uhr: Urania- Vorstellung. Zur Aufführung gelangt: ,, Durchs Land Tirol". Billets find beim Staffierer en sel und bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. 142/6 1. Bortrag des Civil- Ingenieurs Grempe über:" Zechnische FortDie Zahlstellen und Verkehrslokale befinden sich für den Süd: schritte im Beleuchtungswesen"( mit Demonstrationen). 2. Diskussion. often bei Grundmann, Naunynstr. 78, für den Often bei 3. Verbandsangelegenheiten. 91/9 Schwarzer, Frankfurter Allee 99, und für Nigdorf bei Krusemann, Jägerstr. 67. Beiträge werden daselbst Sonnabend von 8-10 Uhr entgegenDeutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 18. Rovember 1902, abends 81 Uhr genommen. 2 Der Vorstand. Achtung! Kistenmacher. Dienstag, den 18. d. M., abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Bezirks- Versammlung Versammlung. Den für den Norden im Colberger Salon, Colbergerstraße Nr. 23. 104/11 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Sanitätsrats Dr. Ebers auf internationaler Grundlage möglich? Referent: Genoffe Franz Kotzke. Tages Ordnung: 1. 3ft eine Regelung der Arbeiterschutz- Geschgebung über: Verdauung und ihre Organe. Mit der Betonung der Krankheits: 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. verhütung. 2. Verbandsangelegenheiten. 165/18 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Kollegen! Nachdem wir mit großer Mühe für wirklich belehrende Borträge gesorgt, erwarten wir, daß die Stollegen zahlreich erscheinen. Achtung! 3. O. Achtung! Piano- Mechanik- Arbeiter und Arbeiterinnen. 188/9 Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Gäste willkommen. Der Vorstand. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 19. November 1902( Bußtag), vormittags 10 Uhr, im Lotal des Herrn H. Nümann, Brunnenstr. 188( nahe d. Rosenthaler Thor) Beschliessende Mitglieder- Versammlung. Zages Drbnung: 1. Die Unterdrückung der Minorität bei der diesjährigen Gewerbegerichts- Wahl durch den Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommiſſion. 2. Beschlußfassung über die von der Generalversammlung zurüd gestellten Anträge. 3. Bericht über den Streik der Rohrleger 2c. 4. Gewerkschafts- Angelegenheiten. Bei der wichtigen Tages- Ordnung erwarten wir zahlreiches und pünktliches Erscheinen. 280/13 Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Die Ortsverwaltung. Achtung! Bezüglich der heute, Sonntag, stattfindenden Gewerbegerichts- Wahl verweisen wir unsre Mitglieder auf die in dieser Nummer befindliche Annonce des Ausschusses des Berliner Gewerkschafte Kartells. D. 0. Graveure! Ciseleure! Kommandantenstraße 72: In Anbetracht des intereffanten Vortrages ist das Erscheinen Dienstag, den 18. November, abbs. 8% Uhr, im Neuen Klubhans, aller Kollegen dringend notwendig. Der Vorstand..A.: Karl Judel. Arbeiter- Baugenossenschaft ,, Paradies" Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Sonntag, den 23. November, vormittag 9 Uhr, Montag, den 17. November, abends 8% Uhr, in Kellers Festsälen, Stoppenstraße Nr. 29( großer Saal): S im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15, Saal 1: Grosse öffentl. Versammlung. Zages Drdnung: Oeffentliche Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten H. Pens: Der Arbeiter im Handwert, in der Klein- und Großindustrie. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Ehrenpflicht der Kollegen, für einen zahlreichen Versammlungs74/6 Befuch zu agitieren. quexueblo Der Ginberufer. Außerordentliche Generalversammlung. Central- Verband der Maurer. Zages Ordnung: 1. Der Stand unfrer Bewegung. 2. Ergänzungswahl des Vor1. Bortrag über: Frauen- Arbeit und Gewerkschaftsorganisation. standes. 3. Anträge der Verwaltung. 4. Berschiedenes. Referentin: Frau Anna Mesch. 2. Diskussion. 3. Bericht über die auf Zutritt nur Mitglieder. Mitgliedskarte legitimiert. enommene Statistik. 4. Verschiedenes. 91/7( NB. Beiträge werden in dieser Versammlung entgegengenommen.) Arbeiter und Arbeiterinnen der Pianomechanik- Fabrikation, agitiert für 128/6 Der Vorstand. Vorsitzender: Gustav Voigt. Görlitzerstraße Nr. 56. zahlreichen Besuch dieser Bersammlung. Die Kommiffion des Holzarbeiter Verbandes. Sektion der Rabitzputzer. Mittwoch, d. 19. Nov., vorm. 10 Uhr, in den Arminhallen, Stommandantenftr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Bortrag. Referent: Kollege Silberschmidt. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. 252/15. * B. Das Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. Frauen haben zu Der Vorstand. tritt. 52 Winter- Joppen warm gefüttert, m. breitem Brustüberschlag, Schutz Billigste Sonder- Angebote Winter- Hosen gegen Erkälig. 50 iais& ado von fertigen Herren- Orösse. 18, 15, 10, 6 M. Winter Paletot Winter- Raglan D N& W Winter- Paletots u. Anzügen elegantem Futter........ Moderner marengo Melton mit 21 M. Marengo Diagonal. Moderne m. Verarbeitung, un, schrägen Taschen 20 M. Mit eleg, breitem Krimmerkragen. 27 M. 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Ein Denkmal. 8 In unsrer Haupt- und Residenzstadi Berlin, die bekanntlich ,, doch noch mal die schönste Stadt der Welt werden" soll, ist ja in den letzten Jahren der Denkmalfegen ein bißchen groß gewesen. Er ift so reichlich ausgefallen, daß es nachgerade den Freunden wie den Gegnern der Denkmalswut gleia) tvenig darauf ankommen kann, ob Berlin noch ein Denkmal mehr friegt oder nicht. Aber das Denkmal, das am morgigen Montag enthüllt wird, beansprucht ein besonderes Intereffe; denn es ist keins von den gewöhnlichen. " Die Enthüllungsfeier wird, wenn das Programm nicht etwa noch im letzten Augenblick geändert wird, sich gleichfalls in bemerkens werter Weise von dem interſcheiben, wo ingrediare in bementenen Besuch in der Irrenanstalt. stalt. Wie sie sich freut, ihn wieder besuchen zu können! Wie ihre daß ihr Kind bereits am 13. Oftober in Prenzlau Augen leuchten, wenn sie von ihm spricht! Ein guter Junge, ein gestorben sei; soeben fei die briefliche Mitteilung eingelaufen. hübscher Junge und trotz seiner Krankheit immer noch ein kluger Am 10. November also erfuhr die Waisenverwaltung, daß das Junge. Gerührt lauschest Du ihren Worten. Aber wenn Du hinaus: Kind am 13. Ottober gestorben war! Auch hier waren wieder vier kommst und in den gemeinsamen Saaf, in dem die Kranken ihre Be- ochen vergangen, che die Verwaltung die Todesnachricht suche empfangen, den„ guten, hübschen und immer noch fingen befam auch hier fonnte man der Mutter die Mitteilung erst in Jungen" erblickt, wenn Du sehen mußt, wie er gierig über Kuchen, Büdlinge, Pflaumen usw. herfällt und auf die Mutter schilt, daß sie nicht noch mehr gebracht hat, dann erschrichst Du über das Jammerbild, das sich Dir bietet. Wie blind doch Mutterliebe ist! 1 genau dem Augenblick machen, wo sie beglückt ihr Kind in die Arme zustände! Wissen denn die Waisenväter nicht, was sie zu thun zu schließen gedachte! Das sind doch in der That unerhörte haben? Wir müssen auch hier wieder fragen: Hat der Waijenbater vier Wochen lang nicht nach dem Kinde gesehen, oder hat er die ihm Die Besucher und ihre Gaben werden in den Anstalten einer zugegangene Todesnachricht erst nach Wochen abgesandt? Die strengen Kontrolle unterworfen. Womöglich werden nur die nächsten Waisenverwaltung hat die Pflicht, fich offiziell hierüber zu erklären. Dieses nicht aus dem Staatssäcket und auch nicht aus dem Angehörigen und zu jeder Besuchszeit nicht mehr als drei Personen Eine Jugendschriften- Ausstellung findet auch in diesem Jahre im Privatportemonnaie des Königs errichtete Denimai verherrlicht zugelassen. Was mitgebracht wird, muß dem Aufsichtspersonal ge- Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, statt. Wie wir hören, weder ein gekröntes Haupt, noch einen ordengeschmüdten Feld- zeigt werden. Speisen und Getränke, die dem betreffenden Kranten ist hierfür ein größerer Saal als im vorigen Jahre in Aussicht geHerrit. Keins von den gewöhnlichen Denkmälern ist es gerade schädlich werden könnten, werden zurückgewiesen, namentlich nonunen, weil sich der Andrang des Publiiums in den Abendstunden deshalb, weil es in einem gewissen Sinne eben doch ein gewöhn- Spiritnofen. Die Aufenthaltsräume der Stranten dürfen von den außerordentlich stark zeigte ind weil das ausgestellte Material fiches ift. Es gilt nämlich nur dent Andenken ganz fimpler Feuer- Besuchern in der Regel nicht betreten werden. Die Kranken werden, umfangreicher geworden ist. Zu den Büchern, die ausschließlich auf wehrmänner, derjenigen Mitglieder unsres Feuerwehrcorps, die soweit sie nicht bettlägerig sind, zu ihren Angehörigen in einen be- Grund des vom deutschen Jugendschriften Ausschußfe( einer über in den fünfzig Jahren seit der Schaffung einer Berufsfeuerwehr fonderen Saal geführt, der während der ganzen Besuchszeit von Verzeichnisses beschafft werden, gejellen fich diesmal die vom Teubnermehr als 40 deutsche Städte vereinigten Lehrervereinigung) aufgestellten für Berlin in Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommen sind. scharf aufpassenden Wärtern und Wärterinnen überwacht wird. In schen Verlag( Leipzig) herausgegebenen bunten Künstlerdrucke für Die Stadtgemeinde ist es, die diefes Feuerwehr- Denkmal gedrüdter Stimmung sizen hier die Besucher umher, mit gedämpfter Schule und Haus. Die Ausstellung wird in der Woche vom Montag errichtet. Draußen im Südosten der Stadt, auf dem Mariannen Stimme unterhalten sie sich mit den draufen und hören ihre Slagen den 1., bis Sonnabend, den 6. Dezember, von 10 bis 10 Uhr geöffnet Play hart an der Waldemarstraße, ist das von Stadtbaurat Hoffmanns an. Nur wo ein Aufgeregter" seinen Besuch empfängt, geht es fein. Am Montag, den 1. Dezember, abends 8 1hr, wird der Stünstlerhand entworfene Denkmal aufgestellt worden. Anfangs lauter zu. Hier spielen sich, wenn die Kranten ihren Angehörigen Berliner städtische Lehrer Herr Troll im größten Saale des Gewar der Hof der Hauptfeuerwache in der Lindenstraße, der zugeführt werden, manchmal tief erschütternde Auftritte ab, deren werkschaftshauses einen Vortrag über die Bedeutung einer guten von Privatpersonen nicht betreten werden darf, als Standort aus- Schilderung man uns erlassen möge. Das Ende der Besuchszeit Jugendlektüre und über die einschlägigen Bestrebungen des deutschen erfchen. Es war ein glücklicher Gedanke, den ursprünglichen Plan kommt manchem' unter den Besuchern sichtlich wie eine Erlösung. Sie Jugendschriften- Ausschusses halten. Der Besuch der Ausstellung sowie zu ändern und das Denkmal auf einen öffentlichen Plaß zu stellen. waren hinausgefahren, um Trost zu bringen und Trost zu fuchen, nicht statt! Die Veranstaltung soll ausschließlich dazu dienen, Eltern des Vortrages steht jedermann unentgeltlich frei. Ein Verlauf findet Die Wahl fiel auf einen Platz des Südostens einer Stadtgegend, aber bei vielen ist die schmerzende Wunde neu aufgerissen worden. und Erziehern die Möglichkeit zu bieten, sich völlig ungeniert und die ebenfalls nur eine gewöhnliche" und darum für ein Dentinal Auf der Rückfahrt kommt das in der Unterhaltung deutlich zum auf Wunsch unter fachverständiger Führung mit der für die Jugend ungewöhnliche ist. Aber es wird dem Andenken der tapferen Männer, Ausdrud. Nur wenige machen hiervon eine Ausnahme, nur wenigen vom zartesten Alter bis zur völligen Reife geeignetsten Lektüre zu die im Kampfe gegen das vorheerende Element unerschrocken ihr ist der Besuch in der Jrrenanstalt aur Erquidung geworden. Sie orientieren. Leben für ihre Mitbürger gewagt und drangegeben haben, teinen dürfen hoffen, ihre Kranken bald als wieder genesen nach Sanfe Wer arbeiten will, findet auch Arbeit." Eine Jünfication zu Hause Illustration Abbruch thun, daß man ihr Denkmal nicht in die statuengefegnete führen zu können oder sie denkeit wenigstens, daß sie sich dieser dieser oft gehörten Phrase fatter Moralbürger bietet der soeben Umgebung der prunkvollen Linden, sondern mitten in ein schlichtes Hoffnung hingeben dürfen. Neben uns fist eine junge, hübsche herausgegebene Vericht der Wärmehallen" für das Jahr 1901/2. Arbeiterviertel hineingestellt hat. Für ein Denkmal der Feuerwehr, Frau, die uns auf der Hinfahrt durch ihre Schweigfamkeit auffiel. Es heißt da: die Tag für Tag in stiller, ernster Arbeit ihre schwere Pflicht thut, Jezt ist sie überraschend lebhaft und redet in heiterem Ton fort- Obwohl der Winter im Durchschnitt milde war, ist der Besuch ist gerade hier die richtige Stelle. während auf uns ein. Sie erzählt von ihrem Manne, den sie der Wärmehallen zeitweise stärker gewesen, als in der vorandraußen besucht hat. Er wird wieder gesund werden sie weiß es gegangenen Berichtsperiode. Dieser limitand ist offenbar auf die bestimmt. Dabei trägt sie uns mit wachsendem Eifer vor, welche Die Werringerung der Arbeitsgelegenheit hat es auch mit sich gebracht, bekamiten ungünstigen Verhältnisse des Arbeitsmarftes zurückzuführen. Bläne er hat und wie er fie auszuführen gedenït, wenn er erst aus Die hat es que, mit jeg se grbeit Denkmalsenthüllungen her gewöhnt ist. Die Berliner Feuerwehr der Anstalt wieder heraus ist. Die Berliner Feuerwehr der Anstalt wieder heraus ist. Es sind sehr hochfliegende Pläne herangezogen wurden, obwohl stets eine große Zahl Arbeit wird eine„ königliche" genannt und ist nach militärischem Muster uns erscheinen sie als wirre Phantasien eines bedauernswerten fuchen der vorhanden war. Wir benußen deshalb die organisiert. Aber auf Entfaltung militärischen Pompes, wie sie sonst Stranten, aber sie ist felsenfest von ihrer Ausführbarkeit überzeugt. Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß sich in den Wärmehallen bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit üblich ist, soll bei Bestürzt blicken wir ihr in das vor Erregung glühende Gesicht, in beinahe regelmäßig Männer finden, die jede Arbeit dankbar überder Enthüllung des Feuerwehr- Dentmals verzichtet werden. Auch das flackernde Auge. Armes Weib mun verstehen wir dich! nehmen und auch außerhalb Berlins zu arbeiten bereit sind, sobald das ist durchaus in der Ordnung! Ein um so lebhafteres Interesse C in einigen Umfange Gewähr Unfer Wagen hält. Wir verabschieden uns mit furgem Gruß, die Arbeitsbedingungen werden alle Schichten der werkthätigen Bevölkerung Berlins dieser steigen ab und stehen, befreit aufatmend, auf dem Straßenpflaster. für ein bescheidenes Auskommen bieten. Freilich ist es vorDenkmalsenthüllung entgegenbringen. Und das hastende, nie rastende Treiben der Großstadt, der sich vor- gekommen, daß von einzelnen Arbeitgebern Bedingungen gestellt wurden, die nicht angenommen werden konnten. beiwälzende Strom der Passanten reißt uns jäh mit sich fort. Von dem Komitee, das den Bericht unterzeichnet hat, gehören drei Mitglieder dem Berliner Magistrat an. Mit welchem Eifer In den städtischen Jrrenanstalten hat sich in der letzten Zeit Wen trifft die Schuld? Das tadelnswerte Vorkommis, das mögen die Herren in diesem Kollegium agitieren, um dem Magistrat ein stärkerer Andrang von Besuchern bemerkbar gemacht. Diese Er wir vor mehreren Tagen aus der städtischen 23aisenpflege eine andre Meinung als seine lanbläufige über die Arbeitslosigkeit fcheinung steht offenbar im Zusammenhang mit den Aufsehen er- mitzuteilen hatten, harrt noch immer der amtlichen Aufklärung. Die beizubringen. Schade mir, daß wahrscheinlich nicht einer dieser regenden Vorkommnissen, die in den letzten Monaten und Wochen Waisenverwaltung hat sich zu dem Steindruder Herrn Kurt Richter Herren das Zeng hat, den stämmerer den Geldbeutel zu aus diesen Anstalten bekannt geworden sind. Es ist begreiflich, daß bisher noch nicht darüber geäußert, wie es geschehen konnte, daß der öffnen. in solchen Zeifen bei denjenigen, die einen Angehörigen in einer der Tod seines Kindes, das er notgedrungen für einige Zeit der betreffenden Anstalten haben, noch mehr als sonst der Wunsch rege Verwaltung ohne sein Wissen nach Golzow im Oderbruch in Pflege fich, der„ Berl. 3tg." zufolge, in feiner letzten Sizung mit der Frage städtischen Waisenpflege anvertraut hatte und das dann von der geschäftsführende Ausschuß des Deutschen Lehrervereins beschäftigte wird, sich wieder einmal nach dem Befinden des Kranken zu er gegeben worden war, der hiesigen Verwaltung erst 4 Wochen der Kostendeckung des Trakehner Prozesses für den Lehrer Nickel. nachher bekannt wurde. Herr Richter wartet auch noch darauf. Nach längeren Grörterungen lehnte der Ausschuß, der in der AnSeitdem man die Jrrenanstalten der Stadt Berlin nach außer daß ihm von der Verwaltung die Todesursache mitgeteilt und die gelegenheit juristische Gutachten eingeholt hatte, den Gedanken, die halb hinaus verlegt hat, sind die Besuche mit mancherlei Schwierig- Sterbe- Urkunde zugefandt wird. Den schriftlichen Antrag, den man erforderlichen Mittel auf dem Wege einer öffentlichen Sammlung feilen verknüpft. Sie gleichen heute fast einer kleinen Reise. Man auf dem Bureau der Waisenverwaltung von ihm forderte, hat er zu beschaffen, wegen entgegenstehenden gesetzlichen Bestimmungen fährt von dem Innern der Stadt nach Dalldorf mit der Straßenbahn sofort gestellt, die Verwaltung hat ihm aber zunächst nur antworten ab. Der Ausschuß hält auch die Anwendung eines derartigen außerfür 10 Pf. in 50 Minuten, nach Herzberge mit der Straßenbahn tönnen, sie habe sich brieflich an den Waiſenvater in Golzow gewandt. gewöhnlichen Mittels durchaus nicht für notwendig, da die Anfür 10%. 20 in 50 Minuten, nach Wuhlgarten mit der Eisenbahn bis Inzwischen hat nun die Pflegemutter, hei der das Kind in gelegenheit auf dem geordneten Wege des Rechtsschutzes, der eine Biesdorf für 20 Pf. in 30 Minuten. Wer Wuhlgarten besucht, hat sie jetzt erfahren hat) geschrieben und in bestimmter Form erklärt, befriedigend erledigt werden kann. Golzow gestorben war, den Richterschen Eheleuten( deren Adresse dauernde Institution des Deutschen Lehrervereins ist, vollkommen außerdem noch einen Marsch vom Bahnhof Wisdorf nach der Anstalt fe habe den Waifenvater ihres Dries it is in zu leisten, der weitere 20 Minuten Das sind Opfer an dem Tode des Kindes in Kenntnis gesezt. Das Kind Das Verbot des Straßenverkaufs bringt die Polizeibehörde jetzt Zeit und Geld, die gerade von derjenigen Bevölkerungsschicht, die für sei an Strämpfen erkrankt und trotz ärztlicher Behandlung, mit der mit großem Eifer gegen verschiedene meist illustrierte Wochenschriften die öffentlichen Frrenanstalten in Betracht kommt, den weniger Be- fofort begonnen worden sei, schließlich der Krankheit erlegen. Die in Anwendung. So jind die letzten Nummern der Druckschrift„ Selt", mittelten, als sehr drückend empfunden wird. Sie erschweren auch Pflegemutter versichert übrigens, das Kind gut gehalten zu haben. fowie des„ Satyr" von dieser Maßregel betroffen worden, ebenso Diese dem bekannten die Aufrechterhaltung einer Verbindung zwischen den Kranken und Sie habe es auch nicht als Armentind, sondern in einem besseren, die vorletzte Nummer der„ Pifanterient". aus eigner Tasche bezahlten Sarg beérdigen lassen. ihren Angehörigen recht erheblich. Sittlichkeitseifer der Polizei entsprungenen Thaten üben auf die Hiernach träfe also den Waisenvater die Schuld. Zwar Herausgeber derartiger Litteratur zum Teil die Wirkung aus, daß Die Fahrt nach und von diesen Irrenanstalten ist für den Be- der Verdacht, daß er vier Wochen lang nicht nach dem Kinde gesehen sie unter einander in Krakehl geraten. Die letzte Nummer der obachter eigentlich noch interessanter als ein Besuch der Anstalten und das längst verstorbene noch immer am Leben geglaubt habe, Bitanterien“ führt bewegliche Klage darüber, daß ihre Vorgängerin felber. Da für die Besuche bestimmte Tage und Stunden festgesetzt wäre hinfällig. Aber er hätte dann, wie die Pflegemutter behauptet, von dem erwähnten Verbot betroffen worden ist. Nachdem das find, so wird die Fahrt ziemlich von allen Besuchern zu gleicher Zeit die vorgeschriebene Absendung der Todes Blatt seinem Unimuit darüber Luft gemacht, fährt es fort: Bon angetreten. Bestimmte Wagen der Straßenbahn, bestimmte Züge nachricht versäumt. Hoffentlich wird offiziell bekannt gegeben, dem ganz gemein illustrierten Heft„ Sett" wurden an dem gleichen der Eisenbahn find dann fast nur von solchen Personen besetzt, die nach wie sich die Sache verhält. Auch darüber erwarten wir Aufklärung, Tage in fürzester Zeit 20 000 Gremplare anstandslos auf der Straße den Jrrenanstalten hinauswollen. Wer durch Zufall in einen solchen warum Herrn R., als sein Kind in fremde Pflege gegeben wurde, verkauft. Wo bleibt da Gerechtigkeit und Moral?" Wagen hineingerät, der wird im ersten Augenblick überrascht durch nicht sofort Mitteilung davon gemacht worden ist. Herr St. Hatte das Aussehen der Fahrgäste. Da ist fast keiner und keine, die nicht unter Angabe seiner Wohnung ausdrücklich darum gebeten. mit einem Paket oder mehreren beladen wären. Mannichfach find die Noch ein Waisenhaus Skandal. Die Waisen väter, denen Wassenbäter, Gaben, die den Kranken mitgebracht werden: Stuchen, Obst, die Berliner Waifenverwaltung die Aufsicht über die nach außerhalb Cigarren, Butterbrot, gebratenes Fleisch, Räucherivaren, fertig zu in Familienpflege gegebenen Waifentinder überträgt, scheinen in der Aufgelöste Bolts- Krankenkasse. Der Polizeipräsident teilt mit, bereiteter Kakao usw. Sehr bunt ist das Bild namentlich am Sonn- That zuweilen eine recht eigentümliche Auffassung von ihrem Amt zu haben. Kaum haben wir den Fall Richter veröffentlicht, und daß die Berolina", Deutsche Volts- Krankenkasse zu Berlin, tag, der als Besuchstag naturgemäß am beliebtesten ist. An den schon wird uns ein zweiter Fall mitgeteilt, der ganz genau so Eingeschriebene Hilsstasie Nr. 140, C. 22, Kleine Präsidentenstr. 2, Sonntagen werden von der Straßenbahn wie von der Eisenbahn verlaufen ist. Eine von ihrem Manne verlassene Frau P., die nach gegen die vor einiger Zeit Klage auf Schließung bei dem hiesigen besondere Wagen und Züge eingelegt, aber trotzdem entſpinnt sich ihrer Entbindung ins Krankenhaus gehen mußte, ließ am 27. Sep- Bezirksausschusse erhoben worden war, sich durch Beschluß der außer an den einzelnen Haltestellen und Stationen regelmäßig ein heißer tember ihr 10 Tage altes Töchterchen durch eine Nachbarin dem ordentlichen Generalversammlung vom 13. November d. J. aufgelöst Kampf um das Mitkommen. Wer einen lieben Stranken besucht und Waisenhause in der Alten Jakobstraße überweisen. Auf dem Bureau hat. Mit der Abwicklung der Geschäfte sind von der Generalnur auf eine kurze Stunde angewiefen ist, hat es noch eiliger als die fügte die Nachbarin ausdrücklich hinzu:„ Aber nur, bis die Mutter versammlung die Herren A. 2. Schmidtte, Charlottenburg, Friedandern, die zu ihrer Erholung in Feld und Wald hinausziehen. wieder gefund ist". Frau P. verließ am 27. Oktober das Kranten bergstr. 24; Mag Echwarz, Charlottenburg. Spreestr. 48, und Rudolf Während der Fahrt wird allenthalben die lebhafteste Unterhaus, ging am 29. nach dem Waisenhause und bat um ihr Stind. Haffner, Wilmersdorf, Preußischestr. 2a, beauftragt worden. „ Da müssen Sie eine Eingabe machen."„ Eine Eingabe, wenn Anfragen, Unterstützungsgesuche und Beschwerden sind an die haltung geführt. Die meisten haben ja den Weg schon recht oft mit ich mein eignes Stind zurichaben will?!" Ja, gewiß! Das genannten Liquidatoren, deren Geschäftsräume sich vorläufig im einander zurückgelegt und find allmählich einer dem andern bekannt geht nicht so, wie Sie sich das denken. Hier wird alles gewissenhaft alten Kassenlofale Berlin C. 22, Kleine Präsidentenstr. 2, befinden, geworden. Das Gespräch dreht sich fast überall um denselben Gegen- gebucht." Frau P. schiate die Eingabe" am 30. Oktober ab und und nicht an das Polizeipräsidium zu richten. stand, um die Kranken und ihre Krankheit, aber die Stimmung, die erhielt dann am 4. November vom Waisenhausbureau die schriftliche Ein ,, Central- Krankenpflege- Nachweis" foll in den nächsten Tagen aus der Unterhaltung hervorklingt, ist recht verschieden. Auf der Aufforderung, ihr Kind am 10. zu holen. Am 10. ging sie nach dem einen Seite ruhige Ergebung in das unabänderliche Schicksal des Bureau. Hier mußte sie über den Empfang des Kindes quittieren in der Centrale der Berliner Rettungsgesellschaft, Ziegelstr. 10/11, in Stranken, auf der andern Seite inbrünstige Hoffnung auf endliche Ges bei der Waifenverwaltung geht aber alles gewiffen haft zu und den nächsten Tagen eröffnet werden. Sie Wegen versuchten Sittlichkeitsverbrechens ist der 19 Jahre alte nesung. Zu den noch immer unerschütterlich Hoffenden gehört auch wurde dann mit einer Bärterin nach dem Kinderafyl geschickt. das grauhaarige Mütterchen da drüben in der Ecke, das mit den werden sich über das Kind freuen," fagte die Wärterin, es ist schon Schlächtergeselle Hieronymus Bolusti von der Kriminalvorige Woche gekommen." Aber als im Saale nach dem Kinde polizet festgenommen worden. Woluski, der noch einen knabenhaften zitterigen Händen nicht weniger als fünf Pakete und Düten um gefragt wurde, war leine Wally B. zu finden. Frau P. cilte nach Gindrud macht, spielte gern mit Kindern herum. Vorgestern abend tammert. Sie hat einen dreißigjährigen Sohn draußen in der An- dem Bureau zurüd und erhiet mum hier die entjegliche Nachricht, versuchte er ein ungefähr 11 Jahre altes Mädchen aus dem Hause Tundigen. " " " " Der Deutsche Lehrerverein und der Trafchuer Brozek. Der In welcher Bedeutung die Zeitschrift das Wort„ anstandslos" gebraucht, bleibe dahingestellt. Vorläufig soll diese Notiz die haltenen Denunziation nun auch gegen die Zeitschrift„ Selt" vorging wirtung gehabt haben, daß die Polizei auf Grund der darin enthaltenen Denunziation nun auch gegen die Zeitschrift„ Seft" vorging und sie vom Straßenverkauf ausschloß. und sie vom Straßenverkauf ausschloß. Alle Manu. einen lleberblick Otto N. VerSebastianstr. 79, wo er in Stellung war, in den Keller zu ver- Bodinus- Ehrenpreis und einer der Ehrenpreise der Stadt Berlin des Landgerichts I beginnt, wird außerordentliche Ansprüche an alle schleppen. Das Kind entkam ihm unter lauten Hilferufer. Die zufiel. Das eiserne Staatsehrenschild erhielt, Dr. Lavalle in Schiffs- Prozeßbeteiligten stellen. Mizlaff ist des Verbrechens und Vergehens Eltern machten Anzeige und Kriminalbeamte verhafteten den jungen mühle bei Freienwalde für Geflügel. gegen die Konkursordnung, des Betrugs und der Unterschlagung in in je etiva 50 Fällen und des Vergehens gegen das Börsengeset beWegen Heiratsschwindels ist ein früherer Privatförster Gustav Aus den Nachbarorten. schuldigt. Er soll einen bedeutenden Aufwand getrieben und sich die Weierbacher hier verhaftet worden. Weierbacher, der in der Mittel dazu dadurch verschafft haben, daß er in unverantwortlicher Nähe des Vieh- und Schlachthofes wohnte, machte sich in der schmucken Zahlen veranschaulicht, die deutlich erkennen lassen, daß für dies Papieren schaltete. Die Entwicklung unfres Vorortes Wilmersdorf wird durch einige Weise. mit den ihm bon seinen Kunden anvertrauten grünen Tracht oder auch in seiner bürgerlichen Kleidung mit Vorliebe Dorf" die Landgemeinde- Ordnung eine Fessel ist. Im Etatsjahr Buchführung, durch falsche Eintragungen usw. hat Miglaff es Durch Unterlassung einer regelrechten an Verkäuferinnen oder Geschäftsleiterinnen heran und wußte sie 1901/02 betrugen die Gesamteinnahmen des Vorortes, einschließlich außerordentlich erschwert, durch das Heiratsversprechen zur Hergabe ihres Geldes zu ver- der Einnahmen durch Anleihen, 4624 297,90 M., die Ausgaben Vermögenszustand zu gewähren. Der Bücherrevisor Reuter hat eine über seinen anlassen. In der Regel spiegelte er eine notwendige Reise vor, 3 2 908 552,50 M. Wie wenig die starke Vermehrung der Einwohner- schwere Arbeit zu bewältigen gehabt. Alls im Mai v. J. der Konkurs der es ihm an Geld mangele. Hatte er erst das Reisegeld, so ließ schaft vorausgesehen werden konnte, ergiebt sich daraus, daß die über das Vermögen des Angeklagten eröffnet wurde, war dies für er sich nicht mehr sehen. Am schlimmsten erging es einer Witive, Einnahmen aus indirekten Steuern 440 000,35 M. betragen haben, seine, zum größten Teile auswärts wohnenden Kunden wie ein Bliz einer Geschäftsfrau. Bei dieser führte sich der Schwindler als Oberförster ein und prellte sie nach und nach um mehrere tausend Mart. während bei Aufstellung des Etats mur 291 000 M. in An- aus heiterm Himmel, denn Miglaff galt allgemein als ein reicher Gestern sah eines seiner Opfer den Mann auf der Straße am Arme chlag gebracht waren. Die Einnahmen aus direkten Steuern Manit. Es sind über 60 Zeugen geladen und ein großer Teil der eines andern Mädchens und ließ ihn durch einen Schuhmann un- ſtellten sich auf 1166 235 W., gegenüber dem Voranschlag auswärts wohnenden Geschädigten ist kommissarisch vernommen von 1015 000 m. Die Einnahmen aus dent verzüglich festnehmen. Pflaster worden. Es ist kaum zu erwarten, daß die Verhandlung im Laufe fonds betrugen 851 990 M., die Ausgaben 682 564 M., beim einer Woche wird zum Abschluß gebracht werden können. In einem Anfalle von Geistesumnachtung stürzte sich Sonnabend Kanalisationsfonds stellten sich die Einnahmen auf 522 375,46 M. morgen um 9 Uhr die 38 Jahre alte Ehefrau Luise des Telephon- die Ausgaben auf 310 410 M. Dem Ordnungssinn der Einwohnerarbeiters Schmidt vom Grünen Weg 69 aus dem Fenster ihrer im schaft wird ein rühmendes Zeugnis durch die Thatsache ausgestellt, Briefkasten der Redaktion. vierten Stock des Seitenflügels gelegenen Wohnung auf den Hof daß unter den wenigen Positionen, in welchem die Einnahmen hinter W. N. 1887. Die Eduard Heinrich Schnellsche Stiftung gewährt hinab. Frau Schmidt war nervenleidend und vor kurzem acht dem Voranschlag zurückblieben, auch die Polizeistrafen jährlich am 20. Dezember hilfsbedürftigen Witwen und Witwern mit Kindern Wochen in der Frrenanstalt Herzberge. Auf ihre Bitten nahm ihr Mann gehören. Im Armen Etat, in welchen die Ausgaben auf sowie solchen verheirateten Arbeitern und Handwerkern mit Kindern, welche sie vor vier Wochen wieder zu sich, da sich ihr Zustand 20 000 m. veranschlagt waren stellten sie sich auf 27 254 M. in den Monaten Dezember bis Februar gewöhnlich nach der Natur ihres gebessert hatte. Es ging alles gut und niemand ahnte eine Immerhin ist dies im Verhältnis zu Berlin und zu Erwerbszweiges keine Arbeit haben, den Betrag von 50 Mark. Gesuche Katastrophe. Gestern morgen um 8 Uhr, nachdem ihr Mann zur einigen östlichen Vororten ein außerordentlich geringer Be- find an die östlichen Vororten ein außerordentlich geringer Be- sind an die städtische Stiftungs- Deputation, Boststraße 16, zu richten. Arbeit gegangen war, brachte Frau Schmidt ihre Söhne im Alter trag; macht er doch noch nicht einmal ein Prozent der D. 100. Eine Bertagung einer Stlagefache wegen Krankheit einer von 6, 8 und 12 Jahren nach der Gemeindeschule in der Frucht- Gesamtausgabe aus, während in Berlin die Ausgaben für das artei ist zulässig, erfolgt aber nur in besonders gearteten Fällen. Ein straße und ging gleich wieder nach Hause, wo ihre 62jährige Mutter Armenwesen über ein Nenntel des ganzen, sich auf 113 Millionen fährung ist nicht eingetreten, sie würde mit Ablauf des Jahres 1903 einRecht auf Bertagung hat die erkrankte Partei nicht. frank im Bette lag. Ohne daß diese etwas merkte, stürzte sie sich Mark stellenden Etats beanspruchen. Recht. 1 bis 3. Sie können bei dem Amtsgericht des Wohnortes eine Stunde später kopfüber aus dem Fenster auf den Hof hinab. Aus der letzten Sigung der Gemeindevertretung ist der Beklagten mit Aussicht auf Erfolg eine Klage auf Herausgabe des Storbes Hausgenossen, die sie fallen sahen, fanden sie mit vollständig zer- noch nachzutragen, daß auf Antrag unfres Parteigenossen Hilpert anstellen. 4. 25 Hedwig. Steht ein baupolizeiliches Bedenken schmetterten Schädel tot daliegen. Die Leiche wurde auf den die Mittel für einen Leichen- Transportwagen in Höhe von 750 M. der Aufstellung eines Diens überhaupt entgegen, so kann ihre Schwester Hausflur getragen, bis die Revierpolizei sie nach dem Schauhause bewilligt wurden. Ein Vertreter der ersten Abteilung, Herr nichts erreichen. Steht aber der Aufstellung einer andern Art, z. B. eines bringen ließ. Simmichen, hat aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat nieder- Gasofens, baupolizeiliche Bedenken nicht entgegen, so kann sie die Ausden Verein" Heilstätte für Nervenkrante Haus Schönow" in Zehlen- gegen den Schläger ſelbſt anstellen. gelegt, so daß eine Neuwahl zu erfolgen hat. Als Subvention für ellung verlangen. Ihre Schwester sollte bei der Polizei Erkundigungen einziehen. O. F. 73. Nein: es ließe sich nur eine Schadensersatzklage Brik 67. Die Sachen Ihrer Ehedorf bewilligte die Gemeindevertretung 100 M. frau tönnen allerdings gepfändet werden. Es kann aber Ihre Frau dam Spurlos verschwunden ist, dem Berliner Tageblatt" zufolge, der Erben tönnten sich durch Erbschaftsentsagung, Inventarerrichtung usw. mit Aussicht auf Erfolg die Interventionstlage erheben.- O. K. 1. Shre Magistratssekretär Kammer aus Charlottenburg, der beim schüßen. 2. Leider giebt es da kein Mittel: die Gemeinde dortigen Tiefbau- Amt angestellt war. Infolge einer langwierigen hätte einzugreifen. Kroffen. Legen Sie den Sachverhalt Krankheit war ihm ein Urlaub von einem Jahre bewilligt worden, unter Vorlegung der Schriftstücke in der juristischen Sprechstunde dar. nach dessen Ablauf er aber nicht wieder zum Dienstantritt erschien, Witterungsübersicht vom 15. November 1902, morgens 8 Uhr. Die angestellten Ermittelungen ergaben vielmehr, daß Kammer von Schon vor einiger langer Hand ſeine Flucht vorbereitet hat. Beit machte der Verschwundene einmal von sich reden, als seine Frau und ſein Schwiegervater furz hinter einander unter verdächtigen Umständen starben. Die von der Staatsanwaltschaft angeordnete Erhumierung der Leichen führte aber zu keinem greifbaren Resultat. Bon seiner Frau hatte Kammer ein Vermögen von etwa hunderttausend Mark ererbt, das ihm zur Hälfte zufiel, während der Swinemde. 775 SB 1 Nebel Nest einem noch lebenden Kinde verschrieben ist, das er bei seiner in Hamburg 775 D Berlin 775 ND Pankow lebenden Braut in Pflege gab. Vor seiner Flucht hat er Franks./M. 772 D möglichst viel Geld zusammengerafft. So hat er seine nach einem München Speicher gebrachten Möbel heimlich veräußert, ein dem Stinde gehörendes Haus in Perleberg verkauft, verschiedene Geschäftsleute angepumpt und schließlich seiner Braut aus Erkenntlichkeit für die kostenlose Verpflegung seines Kindes noch 7000 M. abgeknöpft. Die Spuren des Flüchtigen weisen nach Amerika. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft einen Steckbrief hinter ihn erlassen. jednod Eine Verkehrsstörung, die über eine Stunde dauerte, ereignete sich in Weißensee dadurch, daß auf dem Geleise der nach dem Dönhoffplatz fahrenden Straßenbahn Linie gestern früh 5 Uhr ein schwerer Lastwagen zusammenbrach. Der Vorfall hat viele Arbeiter, die rechtzeitig auf der Arbeitsstätte fein sollten, empfindlich betroffen. Ein Revolverattentat verübte gestern abend gegen 10 Uhr ein etiva 22jähriger junger Mann auf eine ihres Weges gehende Dame in der Wilhelmstraße. Der Schuß ging feht. Hierauf lief der Attentäter in die Zimmerstraße, wo er sich auf offener Straße eine Kugel in die Schläfe jagte und sofort auf den Pferdebahnschienen zusammenbrach. Schußleute schafften den Unbekannten vorläufig in das nächste Haus. Eine Erpresserbande hat sich zusammengethan, um ihr bekannt gewordenen Schuldnern unter dem Vorwande, Abgesandte eines Bollziehungsbeamten zu sein, Gelder abzulocken. Die Namen der Schuldner erkunden sie, indem sie den Wagen der Pfandkammer folgen und in Häusern, vor denen sie halten, nachfragen. Darauf geht ein Mitglied zu dem Schuldner, erzählt diesem, ein Gerichtsvollzieher hätte ihn geschickt, um Sachen abzuholen. Wenn nun der Schuldner sich nicht gleich darauf einläßt, suchen diese durch überlautes Gebahren vor der Thür und im Hausflur die Aufmerksamkeit andrer Hausbewohner auf seine Lage zu lenken. In andren Fällen reden die Schwindler ihren Opfern vor, deren Intereffen gegenüber der Pfandkammer oder dem Gerichtsvollzieher wahren zu wollen. lleberall aber haben sie es darauf abgesehen, die Schuldner zur Zahlung zu nötigen. In der Irrenanstalt Dalldorf, wo er interniert war, hat sich der am 14. Dezember 1868 zu Freienwalde a. D. geborene Schlosser Heinrich Lutas in einem unbewachten Augenblick erhängt. Lutas hatte früher viel mit dem Strafrichter zu thun und befand sich schon seit längerer Zeit in Dalldorf. Feuerbericht. In den letzten 24 Stunden hatte die Wehr mehrere Alarmierungen zu verzeichnen. Sonnabend früh gegen 6 Uhr wurde jie nach der Andreasstr. 58 gerufen. Hier war ein Schaufensterkasten in Brand geraten, dessen Ablöschung indes bald erfolgte. Längere Zeit hatte die Wehr in der Nacht zum Sonnabend in der Marfiliusstraße 16 zu thun. Hier war gegen 10 Uhr in einem Keller ein Feuer ausgekommen, das Spähne, Lattenverschläge, Decen usw. ergriffen hatte. Auch war eine starke Verqualmung eingetreten. Die 2. Compagnie hatte daher bald eine Stunde Wasser zu geben, um die Gefahr zu beseitigen. Ein zweiter Kellerbrand kam kurz darauf in der Mendelssohnstr. 2 aus. In der Hauptsache wurde hier Stroh und andres Verpackungsmaterial eingeäschert. Gardinen und Kleidungs stücke gingen abends 9 Uhr in der Anflamerstr. 36 in einer Wohnung in Flammen auf, die jedoch noch im Keime erstickt werden konnten. Nach der Markusstr. 4 wurde die Wehr gerufen, weil hier Körbe u. a. Feuer gefangen hatten. Nachmittags 5 Uhr mußte in der Großen Frankfurterstr. 11 ein Brand beseitigt werden, der allerlei Gerümpel erfaßt hatte. Außerdem hatte die Wehr noch kleinere Brände in der Dennewitzstr. 2 und in der Elsasserstr. 5 abzulöschen. Selbstmord eines Greises. Erhängt hat sich gestern mittag in der jüdischen Altersversorgungs- Anstalt in der Großen Hamburgerstraße der 77jährige Privatier Holz. Als ihm fnrz nach 12 Uhr sein Mittagessen gebracht wurde, fand man den Greis in seinem Zimmer tot vor. Er hatte sich an der Thürklinke, mit den Knien auf dem Erdboden ruhend, erhängt. H., der hochgradig nervös war, besuchte kurz bevor er den Selbstmord ausführte, einen andern Insassen der Anstalt, mit dem er längere Zeit plauderte. Er dürfte die That wahrscheinlich in einem Anfalle von Geistesstörung begangen haben. Für den Verein für Volksunterhaltungen findet am Sonnabend, den 22. November, abends 8 Uhr, die zweite Sondervorstellung des föniglichen Schauspielhauses im Neuen königlichen Opernhause( Stroll) statt. Zur Aufführung gelangt Wallensteins Tod". Am darauffolgenden Sonntag, den 23. ds., abends 7 Uhr, veranstaltet derselbe Verein im Beethoven- Saal ein geistliches Stonzert. " treten. Wien Barometer= stand mm Wind richtung Winbftärke Wetter Temp. n. E 5° 4°. Stationen Burgmeter fatto mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. C. ° G. 4° R. 品 -3 2 1 Rebel 2Nebel 26ededt Haparanda 775D 1 Petersburg 769 ND -2 Cork 2 bedeckt-6 4 Aberdeen 0 Paris 767 G 770 NO 2bedect 5 moltig 11 36edeďt 2 770 SD 4 bedeckt 774 Still Rebel Wetter- Prognose für Sonntag, den 16. November 1902. Salt und vielfach nebelig, sonst ziemlich heiter und troden, bei schwachen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Allen Verwandten, Freunden und berg eine zweite evangelische Kirche erbaut werden. So finden Bekannten ſage für die liebevolle TeilUm einem tiefgefühlten Bedürfnis abzuhelfen, soll in Lichten die 80 000 M. denn ihre Verwendung, die von der sonst immer übernahme bei der Beerdigung meiner Finanznot flagenden Gemeindevertretung zu diesem Zweck mit ganzen meinen herzlichsten Dank. lieben Frau und herzensguten Mutter 4726 zwei Stimmen Mehrheit bewilligt worden sind. Das Gebäude Paul Scholtz nebst Kindern. fommt im oberen Ortsteil, links von der Frankfurter Chaussee zu stehen. Daß die Krantenfürsorge am Drt sehr im Argen liegt, scheint gegenüber dem nicht vorhandenen geistigen Notstand" keine Rolle zu spielen. Ober- Schöneweide. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung gab der Gemeindevorsteher bekannt, daß in Verfolg des Beschlusses der vorigen Sitzung, die Regierung um geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Fleisch not zu ersuchen, vom Landrat der Bescheid ergangen ist, daß dieser Beschluß unzulässig sei. Die Fleischnot bestände allgemein und berühre deshalb nicht die Interessen der Gemeinde im besonderen. Im übrigen komme ja auf instanzenmäßigem Wege so etwas zur Kenntnis der Regierung. Vertreter Lange wies es treffend darauf hin, daß bei Bewilligung eines Zuschusses für eine ardwarte sich keine Behörde gefunden habe, die dagegen Einspruch erhoben hätte. Ein Antrag des Genossen Grunow, im Verwaltungsstreitverfahren die Geltungmachung des Beschlusses zu erwirken, wurde gegen 2 Stimmen abgelehnt. Der Vertrag betreffend Eingemeindung von Forstareal wurde einstimmig gutgeheißen. Beschlossen wurde für diesen neuen Ortsteil die Errichtung eines eignen Wasserwerkes, da sich Verhandlungen mit dem Rummelsburger Wert zerschlagen haben. Für die Vorarbeiten wurden 3000 m. bewilligt. Antrag des Schulvorstandes, eine Fortbildungsschule mit obligatorischem Schulbesuch zu errichten, wurde angenommen. Auf Anregung des Genossen Grunot foll ein Antrag auf Errichtung eines Gewerbegerichts auf die Tagesordnung der nächsten Sigung gestellt werden. Gerichts- Zeitung. Ein Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Kollege, der Buchbinder Richard Dietrich am Mittwoch nach langem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntagnachmittag 3 Uhr, von der Leichenhalle des Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf, Feldstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 25/3 Statt jeder besonderen Meldung zeige ich allen Freunden, Befannten und Stollegen die traurige Nachricht an, daß meine innigstgeliebte Frau, unsre gute Mutter Friederike Seehaus geb. Krüger im Alter von 51 Jahren nach langen schweren Leiden sanft ent schlafen ist. 9445 Die Berdigung findet am Sonntag, den 16. November, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen Kirchhofs, Landsberger Allee, statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Verband d. Maschinisten u. Heizer sowie Beruisgenossen Deutschl. Verwaltungsstelle Berlin u. Umgeg. Todes Anzeige. Am 14, d. Mts. verstarb das Mitglied Karl Schulz Zu einem Sensationsprozeß scheint sich die Privattlage auszuwachsen, die gestern das hiesige Schöffengericht beschäftigte. Als Bribattläger standen der Kaufmann Mar Arendt und Dr. jur. B. Bahn, vertreten durch Rechtsanwalt Morris, dem Angeklagten Rechtsanivalt Dr. Rosenstod, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Löwenstein, gegenüber. Zwischen Herrn Arndt und Herrn Dr. Rosenstock bestehen bekanntlich seit längerer Zeit Differenzen, die auch zu dem fürzlich in Prenzlau verhandelten Beleidigungsprozeß geführt haben. Unter dem 4. Februar d. J. richtete der Rechtsanwalt Dr. Stehmann Der Orgelvortrag in der Marienkirche am Montag, den 17. Nobbr., in Hannover an Dr. Rosenstock die Anfrage, ob es sich um einen abends 7 1hr, bringt außer mehreren Orgelstücken eine Cantate Herrn Arendt handle, der mit dem ehemaligen Rechtsanwalt Dr. Bahn, von Seb. Bach, Frauenchöre von Fr. Schubert und Blummer, Beckers der jetzt als Syndikus bezeichnet werde, liiert sei. Dr. Stehmann Mach mich selig" u. a. und wird ausgeführt von Musikdirektor erbat fich eventuell nähere Mitteilungen über die Persönlichkeit des Otto Dienel, Frl. Clara Strause, Herrn Carl Raché, Herrn G. Diburg, Dr. Bahn. Darauf antwortete Dr. Rosenstod in einem als„ perfönViolinist, Herrn Ad. Bolte und dem Cl. Krauseschen Frauenchor. lich" bezeichneten längeren Briefe, in welchem er behauptete, daß er Der Eintritt ist frei. von den beiden jezigen Privatflägern, die mit ihm wegen ihrer Die Geflügel- Ausstellung Cypria und die damit verbundenen Forderungen an seinen Kuranden Ernst Renz in Konflikt gekommen Ausstellungen des Deutschen Tierschuh- Vereins und des oftdeutschen feien, systematisch verfolgt werde. Er charakterisierte dann beide Brieftauben- Verbandes sind gestern in der Ausstellungshalle im Der Brief war in einer andern Prozeßsache ohne Wissen des Anin einer Weise, daß diese die Beleidigungsflage einreichten. Luisenhof, Dresdenerstr. 34/35 eröffnet worden, Die GesamtAusstellung ist so reichhaltig wie felten eine vorher beschickt. Die geklagten zu den Aften gegeben worden und dadurch zur Kenntnis Abteilung Hühner umfaßt 345 Nummern, die der Enten 100 und der Privatkläger gekommen. In der gestrigen Verhandlung erklärte ebenso ist die Gans der Quantität wie der Qualität nach aus- sich Dr. Rosenstock bereit, für jeden einzelnen Punkt der in seinem ebendaselbst, Nöllestraße, statt. Briefe enthaltenen Behauptungen den Wahrheitsbeweis zu erbringen, gezeichnet vertreten; finden sich doch unter den ausgestellten Martins- während die Privattläger behaupten, daß ihm dies unmöglich sein vögeln Eremplare im Gewicht bis zu 40 Pfund. Raffetauben sind etwa dürfte. Der Angeklagte hatte sich mit einem sehr umfangreichen 1400, Brieftauben 512 ausgestellt; es sind Gruppen darunter, deren Flug- Material ausgerüstet, das er zur Firierung des Wahrheitsbeweises leistung bis auf 600 stilometer erprobt und deren Wert sehr beätrchtlich ist. In der Efelausstellung find Maultiere, Maulesel, Ponies, fläger, da sie sich dagegen wehren müßten, daß der Angeklagte einzum Vortrag bringen wollte. Hiergegen protestierten die Privat englische, französische, ungarische und deutsche Esel, darunter Tiere im Werte bis zu 1200 M. In der Tierschutz- Ausstellung befinden sich außer feitig eine Reihe starker Verdächtigungen gegen sie in die Deffentlichverschiedenen Apparaten und Bespannungs- Utensilien auch Terrarien keit bringe, die erst nach geraumer Zeit widerlegt werden könnten. und Aquarien mit allem möglichen Getier; zum Schluß sei noch einer Der Gerichtshof hielt es für notwendig, daß der Angeklagte die Ausstellung von Büchern über Geflügelzucht und Tierschutz gedacht gesamten Wahrheitsbeweis- Anträge innerhalb einer bestimmten Frist Die filberne stönigsmedaille ist dem Dalldorfer Gutsinspektor bem Gericht einreiche und den Privatflägern Gelegenheit gegeben Rudolf Meined verliehen, der auch den für Geflügelzucht bestimmten werde, sich auf jeden einzelnen Bunft zu äußern. Die Verhandlung Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer erhielt. Den höchsten Staats- wurde deshalb vertagt. preis, das bronzene Staatsehrenschild des LandwirtschaftsDie Verhandlung gegen den Bankier und früheren tgl. Lotterie Ministeriums, errang Kaufmann Paul Meißner, dem außerdem der Einnehmer Rudolf Miklaff, welche morgen vor dem Schwurgericht i im Alter von 71 Jahren infolge eines im Berufe erlittenen Unfalls. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause NeuWeißensee, Charlottenburgerstr. 10, aus nach dem Gemeinde- Friedhoj Um zahlreiche Beteiligung ersucht 160/6 Di eOrtsverwaltung. Hiermit zur Nachricht, daß unser Kollege, der Klempner Julius Jungmann am 9. d. M. durch einen Unfall verschieden ist. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 16. November, vormittags 11 Uhr, von der Leichenhalle des Central- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 4795 Die Kollegen von Weinert. Plötzlich und unerwartet starb am 14. d. Mts. infolge Schlaganfalls unser lieber Kollege, der Schriftsetzer Herr Hugo Glück im fast vollendeten 57. Lebensjahre. Fest und unerschütterlich im Kampf um eine Besserstellung seiner Kollegen liebenswürdig im Umgang mit jedem seiner Arbeitsgenossen. waren besondere Eigenschaften seines lauteren Charakters. T Ein ehrendes Andenken werden ihm stets bewahren Die Kollegen des ,, Berliner Tageblattes", Die Beerdigung findet am Mittwoch( Busstag), mittags 12 Uhr, vom Franz. Kirchhof, Wollankstrasse( Pankow), aus 489b statt. Allein werten Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß unser Sohn und Bruder Jean Butry nach kurzem Leiden im Alter von 25 Jahren gestern vormittag sanit entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. d. Mets., nach mittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des St. Sebastian- Kirchhofes, Reinickendorf, Humboldtstraße, aus statt. 56992 Berlin, den 15. November 1902. Namens der Familie Carl Butry, Stralsunderstr. 41. Central- Verhand d. Handlungsgehilfen u. Gehiliinnen Plougue Deutschlands. Bezirk Berlin. Am Freitag, den 14., verstarb plöglich unser Mitglied Johann Butry. ant Chre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 16., nachmittags 1/4 Uhr, von der Leichenhalle des Sebastian- Kirchhofes in Reinidendorf, Humboldtstraße, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 292/11 Die Ortsverwaltung. Unser Vater, der Stadtreisende Franz Wasner ist am 13. d. M. sanft entschlafen. Dies zeigen statt jeder besonderen Meldung tiefbetrübt an John Arp und Frau geb. Wasner, Berlin. 4876 Otto Wasner, Stuttgart. Georg Wasner, Stönigsberg. Paul Wasner, Friedrichshagen. Die Beerdigung findet am Sonn tag, nachmittags 4 Uhr, auf dem Bius- Kirchhof, Wilhelmsberg, statt. Berliner Konsum- Verein. Sonntag, den 23. November 1902, vorm. 9 Uhr, im ,, Gewerkschaftshaus"( Saal I), Engel- Ufer 15: Berliner Orts- Krankenkaffe Genossenschafts- Bäckerei der Dachdecker Berlins. ( E. G. m. b. H.) Am 18. November 1902, abends 8 Uhr, Am 6. Dezember, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Feind, WeinNeue Hochstr. 18: Ordentliche Delegierten- Versammlung. Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Verwaltungsrate 2. Borlegung und Genehmigung der Bilanz. 3. Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinns. 4. Bericht der Statuten- Revisionsfommission und Ergänzungswahl dazu. 5. Ergänzungswahl zum Genossenschafts- Bureau. 6. Verschiedenes. Die Delegierten werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Delegierten- Karte legitimiert. Die Mitglieder und ihre Frauen werden als Gäste gern gesehen. Das Genossenschaftsbureau des Berliner Konsum- Vereins. J. A.: Dehlking. Abteilung II, Often Dienstag, den 18. November, abends 8%, Uhr, im Freischüt", Fruchtstr. 36 a: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen 2a mm. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Delegierten- Lifte. 4. Abteilungs- Angelegenheiten. 4. Abteilun Die Abteilungs- Leitung. 128/5 Achtung! Achtung! Kupferschmiede. Durch einen Irrtum des Dekonomen Herrn Pohlit ist Saal I zum Sonntag, den 16. d. M., nachmittags 4 Uhr, zweimal vermietet worden, es findet deshalb die Verſammlung nicht im Saal I, sondern Saal VII statt. Ohne Tanz. Der Filial- Vorstand. 480b Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter. Mittwoch, den 19. November( Buktag): Herrenpartie nach Grünau u. Friedrichshagen. Treffpunkt: 9 Uhr am Görliser Bahnhof. Für Nachzügler 10%, in Grünau, Bur grünen Ede", Köpniderstr. 88. Das Vergnügungs- Komitee. + Naturärztliche Vorträge+ Tages- Ordnung: straße Nr. 11: Ordentliche General- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Auffichtsrats, Vorlegung der Bilanz und Beschlußfassung über dieselbe. 2. Be- für Arbeitgeber auf 2 Jahre. 2. Wahl 1. Wahl eines Vorstandsmitgliedes richt des gerichtlichen Bücherrevisors. von zwei Vorstandsmitgliedern für 3. Entlastung des Vorstandes und Auffichtsrats. 4. Neuwahlen. 5. Statuten- Arbeitnehmer. 3. Wahl eines Voränderung. 6. Verschiedenes. standsmitgliedes für Arbeitnehmer auf 1 Jahr. 4. Wahl von zwei Krankenbesuchern auf 2 Jahre. 5. Wahl des Rechnungsprüfungs- Ausschusses für 1902. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. Paul Lenz, Franz Schersath, Staffierer. Geschäftsführer. Die Bilanz liegt den Mitgliedern im Comptoir, Neue Hochstr. 18, zur Einsicht aus. 128/3 Ortskrankenkasse der Schlosser Delegierte Zutritt. Zur Generalversammlung haben nur 277/6 Der Vorstand. Aug. Stiller. Junungs- Krankenkasse der Glaser- Zwangs- Junung zu Berlin. und verwandten Gewerbe.vember d. I., abends 8 Uhr, in Zu der am Freitag, den 21. Noauf Grund des§ 43 des Stassenstraße 39, stattfindenden GeneralDie Mitglieder obiger Kaffe werden Frankes Festsälen, Sebastian: Statuts vom 12. Juni 1893 aufgeversammlung zur Wahl der Delefordert, am Dienstag, 25.November d.3., hiermit eingeladen. gierten werden die Herren Mitglicher 277/7 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Abends 8 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 behufs Wahl von 261 Delegierten fich einzufinden. Wahlberechtigt sind nur diejenigen Mitglieder, welche das Der Vorstand. J. A.: H. Caspar, Vorsitzender. find nur Orts- Krankenkasse eidenstoffe Se Weltbekannt ist unsre Schwarze 5646L* Reinseidene Robe in glatt und gemustert. 10 Meter Mark 25,00. Seidenhaus Pauldrach& Ott, I. Geschäft: Oranienstr. 153, II. Rosenthalerstr. 20-21. Man verlange Proben. Reste zur Damen- Mäntel- Konfektion und Kindergarderobe. futterseiden, Besatzartikel in grosser Ausfertige Mäntel Wahl zu bill. Pr. C. Pelz, 4. Kottbuser- Strasse 4. 21. Lebensjahr zurückgelegt und im d. Maurergewerbes. 28 Nach beendetem Umzuge 28 Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte find. Die Wähler haben sich durch das Stranten Legitimations- und Quittungsbuch zu legitimieren. Die Wahl ist eine geheime. 9 Die Herren Arbeitgeber, welche aus ihren eigenen Mitteln ein Drittel schäftigten Mitglieder der Dienstag, den 18. November, abends 8, Uhr, in den Armin Hallen, Kommandantenstr. 20: General- Versammlung der Vertreter d. Kaffenmitglieder und Arbeitgeber. Tagesordnung: Bu ben Beiträgen der bei ihnen beBorstandes. Uhr 91/8 wichtig für Kranke und Frauenleiden jeder Art sind in Broschüren a 20 Pf. erschienen v. prakt. Naturheilk. Grundmann, Kur- u. Heilanstalt, Köpnickerstr. 72. Naturärztl. Sprechst. 11-2. 6-8. Sonntags 10-12. Lichtbilder. Männer- Vortrag morg. ab. 8, Stommandantenstr. 20, üb. chronische Gonorrhoe. Herren- Vortrag.4685 Dienstag, 18. Nov., abends 1,9 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenftr. 29 und Freitag, 21. Nov., im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Carl Bruckhoff, Friedrichstr. 10, üb.„ Sogen. unheilb. Männerleiden". Eintritt frei! Nur f. Herren. Empfehle Freunden und Bekannten mein neueröffnetes Weiss- und Bayrisch- Bierlokal mit Frühstücks, Mittags: und Abendtisch. Franz. 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" Zu denen, die einen wirtschaftlichen Rückschlag nahe gerückt sehen, hat sich nun auch der frühere Schabamtssekretär rant Wanderlip. jebiger Vicepräsident der National City Bant, des größten amerikanischen Bankinstituts, gestellt. Er erklärte kürzlich am Schluß eines Vortrages: Schluß eines Vortrages: Die Behörde, die durch einen Lehrer von der Kindesaussetzung in Stenninis gefekt wurde, hat sich der Sache bereits angenommen und das sind anderweit untergebracht. Das Arbeitsverhältnis beim„ lieben Verwandten". Ein Fräulein Carlosti war vom 1. September vorigen Jahres bis zum 1. Juni 1902 bei cinem ebenso benamsten Berivandten dritten Grades in Stellung, und zivar hatte sie sich vorwiegend in feinem Bädereigeschäft nüßlich zu machen. Für die letzten vier Monate hatte sie von S., vo fie aß und wohnte, 46 M. in bar erGeldentschädigung und flagte beim Gewerbegericht, als ihr der Lohn halten. Sie beanspruchte aber auch für die ersten sechs Monate ei.e verweigert wurde. Interventionstäufe der großen Finanz nicht ausreichen, die Situation am Montag die Alltagsstrümpfe gesucht habe, seien dieselben verzu halten. Im Gegenteil, die tünstliche Stüßung der Marktlage schwunden gewesen. Es habe die Sonntagsstrümpfe wieder andürfte nur den späteren Fall um so gefährlicher gestalten; denn, gezogen, doch eine Schwester habe ihm befohlen, sie wieder auswenn nicht alles trügt, sind, um ihre Shares( Aktien) im Kurse zu zuziehen. Die Lehrerin schidte sofort ein größeres Mädchen halten, große Massen Trustwerte von den betreffenden Trusts selber ins Waisenhaus mit der Bitte Strümpfe für das lassen fast alle eine bedeutende Zunahme des Effektenbestandes er Lehrerin zu einer ihr bekannten Frau in der Nordstraße und aufgekauft worden. Die letzten Ausweise verschiedener Gesellschaften Kind, da diese aber nicht ausgehändigt wurden, so schickte die kennen. Der Stahltrust besaß 3. B. am 1. November für 222,6 erhielt dann dort auch Strümpfe. Mit diesen kehrte das Kind am Millionen Effekten gegen 201,8 Millionen am 1. November 1901. Mittag ins Waisenhaus zurüd. Am Nachmittag schickten die Bon ausschlaggebender Bedeutung ist, wie lange noch die Masse Schwestern des Waisenhauses der Lehrerin durch Kinder Bescheid, Nachdem in letzter Zeit einzelne Blätter sich schon daran ge- der kleineren amerikanischen Kapitalisten ihren Glauben an die sie habe sich um das Kind nicht zu timmern, außerdem pöbut hatten, spöttisch über die Furcht vor der amerikani unbegrenzten Möglichkeiten" der industriellen Ent- fügten fie Aeußerungen hinzu, die die Autorität der fden Gefahr zu wißeln und die New Yorker Geldmarit faltung behält. Weit mehr noch als die vergangene Aufschwungs Lehrerin zu schädigen geeignet waren. Am Dienstagmorgen fchivierigkeiten als eine abgethane Sache zu behandeln, erhebt sich periode in Deutschland, hat in den Bereinigten Staaten von Amerila tam das sind mit Strümpfen zur Schule, gegen 12 Uhr traf nach blöslich diese Gefahr am wirtschaftlichen Horizont drohender als die dortige enorme Wirtschaftsentwicklung während der letzten Jahre Schluß des Unterrichts die Lehrerin dasselbe auf der Nordstraße. vorher und bringt den sich ohnehin nur mühsam an der hiesigen einen Ueberfluß von Optimismus erzeugt, und dieses feste Ver- Das Mädchen erklärte, eine Schwester habe ihr, als es um 11 hr Börje fortschleppenden Geschäftsverkehr fast ganz ins Stoden. Hatte trauen auf die Ueberlegenheit, den Reichtum und das Glüd der ins Armenhaus zurückgekehrt sei, erklärt, es habe hier kein Heimt fchon am vorigen Sonnabend nach anfangs einigermaßen fester Union, das durch die gute diesjährige Ernte und durch die günstigen mehr, eine andre Schwester habe gefagt, es solle machen, daß es zu Haltung die Börse das Bild träger Mattigkeit geboten, so steigerte Berichte über den Güterverkehr eine nene Stärkung erfahren hat, feiner Lehrerin komme." sich diese am Montag infolge der Telegrammie über den Verlauf der bildet mit verschiedenen andren Faktoren, zu denen auch die vorhin New Yorker Sonnabendsbörse fast zur Schlafsucht. Die Spekulation erwähnte Finanzorganisation gehört, einen gewissen Wall, der zwar hielt sich ängstlich, zurück und die feitenden Bergwerts- und Hütten& inanzorganisieren zu bietet behag, all dem jebodj attien fetten meist 1-1 Broz. unter den lebten Schlußkursen schwächere Wellenstöße ziemlich wirkungslos abprallen. Aber dieser Das Reichs- Strafgesetzbuch bestimunt im§ 221:„ Wer eine wegen ein: ein Rüdgang, der auch die Bankattien in Mitleidenschaft zog, bisher fait unerschütterliche Glaube an die Gesundheit und Beständig jugendlichen Alters, Gebrechlichkeit oder Krankheit hilflose Person auf die überdies die niedrigeren Notierungen der Wiener Börse für feit der amerikanischen Wirtschaftsentwicklung hat, wie so manche aussetzt, oder wer eine solche Person, wenn dieselbe unter feiner streichische Kreditaktien drüdten. Selbst die Meldungen von der Vorgänge und Aeußerungen hervorragender Geschäftsleute zeigen, Obhut steht oder wenn er für die Unterbringung. Fortschaffung oder Verlängerung des Düsseldorfer Roheisen- Synditats, die unter andern in legter Zeit beträchtlich abgenommen; und gewinnen diefe Zweifel Aufnahme zu sorgen hat, in hilfloser Lage vorsätzlich verläßt, wird Berhältnissen sicherlich den Anlaß zu einem kleinen Seursauftriebs im breiten Publikum weiter au Boden, so fällt damit eine der mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft. spiel geboten hätten, vermochten die griesgrämliche Stimmung nicht wichtigsten Stüßen der bisherigen Hochkonjunktur, denn gerade das zu bannen. Am Dienstag führten zwar die Nachrichten der Rh. amerikanische Wirtschaftsleben mit seinem ausgeprägt spekulativen Weftf. Btg." über die Zunahme der Beschäftigung in den westfälischen Charakter beruht zu einem guten Teil auf Vertrauen. Rofereien und zuversichtlich lautende Londoner und New Yorker Depeschen, obgleich letztere meist deutlich genug die Absicht der Stimmungsmache verrieten, zu teilweiser Erholung der Montanaitien; aber schon am Mittwoch war es auf die erneuten Fieber erscheinungen der New Yorfer Fondsbörse mit der Geschäftsbelebung" wieder vorbei. Unbeweglich blieben viele der wichtigsten Spekulationswerte bis zum Börsenschluß auf der Anfangsnotierung waren fallen ab, die Ausfuhr von Getreide und Baumivolle wird " Fassen wir das furz zusammen: unsre Exporte an Industriestehen. Ueberall das Gefühl, daß es unter den vorhandenen Ber- aren hältnissen das vernünftigste sei, sich auf das Abwarten zu verlegen, immer noch enormen Exporte sind nicht mehr im stande, gegen die durch spekulative Eingriffe und Kunststücke start gehemmt, unsre Der Bellagte betonte in der Verhandlung vor der Kammer VI, vie sich die Dinge in Wallstreet weiter gestalten werden. Und diefelbe Stimmung beherrschte auch vorgestern und gestern die Börse, wachsenden Importe und gegen unsre Verschuldung an das Ausland daß die Klägerin, die aus der Provinz zu ihm gekommen sei, überaufzukommen; wir müssen mehr kurzfichtige Wechsel geben, und da haupt keinen Lohnanspruch hätte. Sie habe mehr als Verwandte nur war die Reigung zu pessimistischer Auffassung vielleicht noch um dies auf die Dauer nicht geht, werden wir zum Golderport als bei ihm leben und sich zugleich etwas ausbilden sollen. Er habe sie einige Grade gestiegen, da entgegen den schönfärberischen New Regulator greifen müssen. Die riesigen, in Eisenbahn- Investitionen in den ersten Monaten nicht recht berivenden können. Zulegt hätte Porter Bantiersdepefchen die Nervosität der dortigen Effektenbörse festgelegten Suminen fördern bedeutende Erhöhungen der Brutto fie ja etwas gelernt gehabt und fei dann brauchbar gewesen, ves sich in den letzten Tagen cher gesteigert, als vermindert hat. In Einnahmen zu Tage, während die Netto- Einnahmen nur geringe halb er ihr nunmehr auch etwas gegeben habe. Die Klägerin selber einzelnen Papieren versuchte allerdings auch vorgestern und gestern Erhöhungen zu zeigen beginnen; die steigenden Preise der wichtigsten habe seiner Zeit gebeten, sie doch zu behalten und nicht nach Hause die Spekulation fleine Sturstreibereien in Scene zu sehen, z. B. gestern in Laurahütten- Aktien und den Aftien der Anatolischen Lebensmittel erregen Unzufriedenheit in stets weiteren Bevölkerungs- zu schicken, weil sie sich schäme, schon wieder zu kommen. Eisenbahn; doch war der Erfolg ein recht bescheidener. Für die freisen, erhöhte Kohlen- und Arbeitskosten schrauben die Preise der die Art des Engagements der Klägerin giebt ein Brief Aufklärung, Beurteilung der Gesamtlage tommen diese Zwischenfälle nicht in produktion den Preisstand der Fertigprodutte drückt, was die Ge- hielt, geschrieben hatte. Darin heißt es:" Als ich Euch besuchte, in Nohstoffe des Eiſenmarktes in die Höhe, während die lleber den der Beklagte der Sulägerin, als sie sich noch in der Zeinat aufIch eröffne Bon Bedeutung sind, wenn man von den Attien des Nord- vinne stark vermindert. Unfre Bankkredite find bis zu einem Punkte fagtest Du, Du möchtest gern eine Stellung annehmen. deutschen Lloyd und der Hamburg- Amerika- Linie absicht, die gegen ausgedehnt, daß Gefahr im Verzuge liegt, wenn nicht durch graduelle eine Bäckerei und möchte Dir die Stellung eines Ladenfräuleins Liquidierung und eine konservative Finanzpolitik diese Kredit geben. Du wirst bei uns aufgenommen wie bei lieben den Schlußkurs des vorigen Sonnabends um ungefähr 4% beziv. ausdehnung beschränkt wird. Es ist an der Zeit, daß die großen Verwandten. Schreibe bald Antwort. usiv." 4 Proz. gefallen sind, die Kursveränderungen der Woche nicht; wohl Finanz- Centralstellen des Landes der Spekulation. der großen und Der Gerichtshof unter Vorfiz des Gewerberichters Wölbling aber zeigen die Vorgänge deutlich, wie abhängig die Berliner Börse der Kleinen, einen Riegel vorschieben und die Festlegung so enormer verurteilte den Beklagten zur Zahlung von 69 M., also von von der New Yorker noch immer ist, und daß von einer Ueberwindung Summen in zweifelhaften Unternehmungen erschweren, welche auf 11,50 uite hon. Begründung wurde ausgeführt: In oder auch nur Verminderung der Schwierigkeiten des amerikanischen Geldmarktes nicht die Rede ist. Der Ausweis der Nationalbanken den andauernden, unbegrenzten Aufschwung beruhen, der einmal dem Schreiben sei der Klägerin eine Stellung angeboten worden, nahm sich allerdings in den letzten Wochen besser aus als vordem; zu Ende gehen muß... Die Regel, daß auf alle 10 bis die als Ladenfräulein. Allerdings komme dann die Bemerkung, daß 15 Jahre Fortschritt eine heftige. Langman fie als liebe Verwandte aufnehmen wolle. Immerhin fei aus aber dieses Resultat ist weit weniger die Folge eines Nachlassens der anhaltende Realtion folgt, ist heute noch lange dem ganzen Briefe zu entnehmen, daß es sich hier nicht nur um eine nicht beiseite geschoben." Gefälligkeitsleistung handle. Wenn jemand eine Stellung wünsche, Bolitit, ihre Mittel an sich zu ziehen und ihre Darlehen, besonders Als Gegenmittel empfiehlt Vanderlip Mäßigung, Vorsicht, Ein- wie es Fräulein S. that, dann rechne er auch auf Bezahlung. Die soweit sie der Spekulation dienen, möglichst einzuschränken. Zudem handelt es sich, wie schon verschiedentlich hervorgehoben wurde, nicht schränkung der Gründungen und der Kapitalsfeftlegungen. Eine Versicherung, daß Fräulein G. als liebe Verwandte aufgenommen um Snappheit der Umlaufsmittel, sondern um die Festlegung über recht gutgemeinte Warnung, die aber wenig helfen dürfte; tauchen werden würde, habe nur die Bedeutung, der Klägerin die Stellung großer Stapitalien in vielfach zweifelhaften Unternehmungen, und doch stetig neue Trustprojette auf. ferner um die in den letzten Jahren stetig gestiegene Verschuldung der Union an Europa, die dadurch eine gefährliche Wendung für den amerikanischen Schuldner erlangt hat, daß die europä päischen Gläubiger, mißtrauifch geworden gegen die amerikanische Wirtschaftslage, zum Teil ihre in amerikanischen Werten angelegten Sapitalien zurüdzuziehen suchen, wie die zu nehmenden Effektenverkäufe für Londoner. Pariser, Berliner und Amsterdamer Rechnung an der New Yorker Börse beweisen, so daß Amerika gerade feist, wo größere Trustfinanzierungen auf der Tages ordnung stehen, sich in seinen Krediten beschräntt sicht. Und nicht nur die europäischen, auch die amerikanischen Besizer von Industries papieren find teilweise topfscheu geworden und beginnen mit der Abstoßzung: ein Vorgehen, das in der Befürchtung wurzelt, der in dustrielle Aufschwung habe feinen Höhepunft überschritten. Charakteristisch ist in dieser Hinsicht das plötzliche Auftauchen großer Posten von Stahltrust- Altien auf dem New Yorker Markt am vorigen Sonnabend. Betracht. sogenannten Geldversteifung, als der von den Banken befolgten Es ist schwer, die amerikanischen Verhältnisse nach hierher gelangenden Nachrichten zu beurteilen. Die Spekulation hat da durch, daß sie meist in großem Maße torporativ, d. h. durch finanziell starie Gruppen, betrieben wird, und diefe Gruppen wieder ihrerseits eng mit industriellen Trusts und Eisenbahngesellschaften verbunden find, ein von den unfrigen Berhältnissen vielfach abweichendes Gepräge erhalten. Dennoch läßt sich erkennen, daß, wie die industrielle Stonjunktur teilweise künstlich durch die Truſtierung gestüßt wird, speziell durch die Zusammenfassung von Werken verivandter Branchen burch die on weigh bernandtechzeigeg 19169 Sociales. ,, Barmherzige" Schwestern. Tat. IT- ollogA Ueber besonders angenehm erscheinen zu lassen, nicht aber die Bedeutung, daß der Charakter des Dienstverhältnisses beseitigt und durch den eines Gefälligteitsverhältnisses ersetzt werden sollte. Da cin Lohn nicht vereinbari fei, so müsse ein angemessened Lohn genouumen ver 1. Das Gericht sei der Meinung, daß für ein Ladenfräulein in ver Stellung der Klägerin neben Stoft und Logis 11,50 Mark für den Monat nicht zu viel seien. Aus Solingen berichtet ein dortiges bürgerliches Blatt, das Kreis- und Intelligenzblatt":" Ein im evangelischen Waifen- und Arbeiterschutz in der Schweiz. Der Genfer Große Rat hat in Armenhaus( bon barmherzigen Schwestern" verivaltet) untergebrachtes 10jähriges Mädchen erschien am Montagmorgen in der Schule trotz das neue Wirtschaftsgesetz eine Bestimmung aufgenommen, wonach Der die Arbeitsdauer der Angestellten in den Cafés 11 Stunden nicht des naßkalten Wetters ohne Strümpfe und Unterkleider. das frierende ind Lehrerin fiel auf und sie erfundigte übersteigen und die Nachtruhe wenigstens 9 Stunden betragen soll. Das weshalb dasselbe fo mangelhaft bekleidet fci. sich. Jm Großen Nate des Kantons Waadt ist beantragt worden, ein sind erzählte. es habe zur Strafe teine Strümpfe erhalten. Suhetagsgesetz für die Geschäftsangestellten und Dienstboten mit Am Sonnabend habe es mit anderen Kindern im Waisenhaus ein Einschluß der landwirtschaftlichen zu schaffen und durch dasselbe Bimmer schrubben niffen, dabei feien ihm die Strümpfe naß ge- den ersteren 56, den letzteren 26 Ruhetage im Jahre zu gewähren. worden, und es habe blefe auf die Heizungsleitung gelegt. Am Sonntag habe es die Sonntagsstrümpfe getragen, als es Wochen: Spielplan. Opernhaus Schauspielhaus Schiller: Theater O. Deutsches Theater Der Herr Senator Nchm.: Morituri Sonnabend Sonntag 90 28. Die Stumme von Portici Don Juan Mitt.: Mainee Geschlossen Mufilaufführung Judas Maltabäus Geschloffen Der Pfarrer von Kirchfeld Freitag 21. 4. Symph. A6. d. Igl. Stapelle Witt.: Matince König Laurin Der Pfarrer von Stirchfeld Im bunten Rod Stabale und Liebe König Laurin Jugend Der Herr Senator Der Pfarrer von Kirchfeld Kabale und Liebe 18tsedT- 1281 Sonntag Montag 16. Dienstag 18. Mignon Spileps Zar und Zimmermann Mittwoch 19. Stonzert des tgl. Opernchors. Donnerstag 20. 5122 König Laurin der Kabale u Rönig Laurin Rabale und Liebe Feuersnot Javotte Das große Licht Schiller Theater N. Der Biberpelz Sappho Sappho Der Biberpelz Monna Banna Monna Banna Monna Banna Geschlossen D' Mali Lessing Theater Das Theaterdorf Das Theaterdorf Berlince Theater Theater des Westens Neues Theater Der Kreuzweg Allt- Heidelberg stürmer Flachsmann als Erzieher Der Kreuzwegftürmer Geschloffen Gefchloffen Alt- Heidelberg Das Heimchen am Herd Undine Ledige Leute Herren der Schöpfung Das Heimchen amt Herd Ledige Leute Geistliches Stonzert Alessandro Stradella Alt- Heidelberg Rigoletto Gastspiel d'Andrade Rigoletto Geschloffen Kleines Theater Adermann Adermann Rausch Geschlossen Herren der Schöpfung Bunbury Boulouroche Ledige Leute Der Gemeine Der Gemeine Adermann Bunbury Boubouroche Ackermann Intimes Theater Flitterwochen Flitterwochen Flitterwochen Geschlossen Maria Magdalena Luisen Theater Robert uud Bertram Geschlossen Tausend Jahre deutscher Kultur Tausend Jahre oft den Ausfall eines andren mehr oder weniger ausgleicht und der eine Zweig als Abnehmer. oder Besteller des andren auftritt, so auch der hohe Kursstand vieler amerikanischer Industrie und Eisenbahnwerte längst unter deutschen Verhältnissen zusammengebrochen sein würde. Aber in Amerita hat erstlich die Hochfinanz nicht nur ein weit größeres Interesse daran, die Situation im allgemeinen zu halten, zumal eine Reihe der wichtigsten Trustgründungs- und Finanzierungsprojekte noch in der Schwebe sind, sondern es ist auch jedes einzelne Finanzkonsortium direkt mit eignem Nutzen an der Aufrechterhaltung bestimmter Trusts interessiert. Die Folge ist, daß, sobald infolge Abstoßens größerer Aftienposten die Kursstürze heitel 3it werden beginnen, die Finanzgruppen intervenieren, d. h. durch segenannte Interventionsfäufe dem Angebot eine Nachfrage entgegen zu feßen suchen, die den Kursfall hemint. Sehr gut kommt dies in den Kursschwankungen zum Ausdruck, die Walstreet am letzten Mittwoch in Aufregung verfekten. Zuerst umfangreiche Positions lösungen, zunehmende Kursrüdgänge, eine Stunde stetig steigender Nervosität. Nun aber haben sich die Finanzgruppen verständigt; was an Attien angeboten wird, wird von ihnen schlankweg aufgekauft. Die Kurse steigen wieder. Dann erfolgt ein neuer Verkaufsandrang, die Kurse springen hin und her; doch schließlich behalten wiederum die Interventionstäufer die Oberhand. Und noch ein drittes Mal Schall u. Rauch wiederholt sich mit gleichem Erfolg dasselbe Spiel, das der Telegraph in die Worte zusammenfaßt: on sciten der führenden Finanzmächte besteht augenblidlich der Wunsch. den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zeitweilig war der Verkehr so fieberhaft, daß der Börsentelegraph die Operationen immer erst 10 Minuten später anzeigen konnte. Umgesetzt wurden nicht weniger als 1,19 Millionen Stück Attien, Auch gestern bot die New Yorker Börse ein ähnliches Bild. Der Umfab betrug 1,33 Millionen Aftien. Monna Banna Monna Banna Monna Banna Das Theaterdorf Der Heerohme Das Theaterdorf Der Heerohme Der Kreuzweg Alt- Heidelberg Stürmer Die Fledermaus Der mmatürliche Der unnatürliche Der unnatürliche Gohn Sohn Berlin, wie es weint und lacht Sohn Der Wallensteins Tod Stabstrompeter Zaujend Jahre Frühlingstage deutscher Kultur 1280-061 Deutcher stuttur an der Riviera Die Räuber Der Der grüne Karl Stabstrompeter Urania: Tausend Jahre Frühlingstage Theater deutscher Kultur an der Riviera Zaubenst. 48/49 Natürlich wird auf die Dauer der Widerstand ber Residenz Theater. Allabendlich( außer Mittwoch): Seine Kammerzose. Sonntag, den 23. November: Nathan der Welse. führenden Finanzmächte" die Strife nicht abwenden Theater. Allabendlich( außer Mittwoch): Die Liebesschaukel. Sonntag, den 23. November: Denise. Central Theater. Allabendlich( außer Mitt fönnen. Wenn die industrielle Lage sich verschlechtert, das breite wittwoch): Madame Sherry. Sonntag, den 16. November: Die Gloden von Corneville. Thalia Theater. Allabendlich( auzer Mittwoch): Charleys Bublifum das Vertrauen in feine Papiere verliert und der Verlaufs- Tante und Caffis Pascha. Sonntag, den 23. November: Die Ehre. Renes gl. Opern Theater. Sonntagabend: Die Fledermaus, nächsten andrang eine immer größere Ausdehnung annimmt, werden alle' Sontag: Mignon. Trianons Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 16. November. Freie Volksbühne. MetropolTheater. 9. und 10. Abteilung. Was ihr wollt. Anfang 2% Uhr. Anfang 7, Uhr: Dvernhaus. Mignon. Montag: Der Ring des Nibelungen. Bierter Abend: Götterdämmerung. Anfang 6%, Uhr. Schauspielhaus. König Laurin. Montag: Nathan der Weise. Neues Opern Theater.( Kroll.) Die Fledermaus. Montag: Geschlossen. Deutsches. Monna Banna. Rachmittags 22 Uhr: Lebendige Stunden. Montag: Monna Banna. Berliner. Der Streuzwegstürmer, Montag: Alt- Heidelberg. Central. Madame Sherry. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lessing. Das Theaterdorf. Nachmittags 3 Uhr: Dame Kobold. Montag: Das Theaterdorf. Neues. Ledige Leute. Nachmittags 3 Uhr: Die GroßstadtLuft. Montag: Herren der Schöpfung, I. Fift. II. Mitgift. III. Der Oberlehrer. Residenz. Seine Kammerzofe. Nachmittags 3 Uhr: Cyprienne. Montag: Seine Stammerzoje. Weften. Das Heimchen am Herd. Nachmittags 3 Uhr: Bar und Zimmermann. Montag: Undine. Thalia. Charleys Tante. Vorher: Cassis Bascha. Nachmittags 3 Uhr: Die bezähmte Widerspenstige. Montag: Charleys Tante. Caffis Bascha. Metropol. Berlin bleibt Berlin, Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Nafiris Hochzeit. Montag: Dieselbe Borstellung. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Der Herr Senator. Rachmittags 3 Uhr: Der Tartüff. Hierauf: Der Arzt wider Willen. Montag: Kabale und Liebe. Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Biberpelz. d Nachmittags 3 Uhr: Doktor Klaus. Montag: Sappho. Belle Alliance- Theater. Anno 48. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wilhelm. Auf goldenem Boden. Nachmittags 3 Uhr: Die Anna- Life. Montag: Auf goldenem Boden. Carl Weth. Ilse Nömer. Nachmittags 3 Uhr: Cine Paria. Montag: je Römer. Luisen. Robert und Bertram. Nachmittags 23 Uhr: Stuart. Maria Montag: Der Stabstrompeter. Casino. Ein Sohn des Volkes. Montag: Dieselbe Borstellung. Urania. Schiller- Theater. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmSonntagnachmittag 31hr: Der Tartuff. Lustspiel von Molière. Frei übersetzt von Ludvig Fulda. deutscher Kultur. Sierauf: Der Arzt wider Willen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Um 8 Uhr: Die neuere astronomische Ortsbestimmung. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Hochaktuelle Neuheit!! Ein ,, Boeren- Museum" ( Waffen, Kriegsbeute, Briefe, Dokumente, Handarbeiten gefangener Boeren etc. etc.) Grösste Sehenswürdigkeit der Jetztzeit!! Schwank von Molière. Deutsch von F. S. Bierling. Sonntagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Lustspiel in 3 Auszügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Montagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Dienstagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. städtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Doktor Klaus. Lustspiel in 5 Akten v. Adolf L'Arronge Sonntagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Eine Diebskomödie von Gerhart Hauptmann. Montagabend 8 Uhr; Sappho. Dienstagabend 8 Uhr: Sappho. Carl Weiss- Theater. Cirkus Busch. Gr. Frankfurterstr. 132. Nachm. 8 Uhr fleine Preise Parkett 60 Pf. Eine Paria. Sonntag, d. 16. November 1902, Zwei Vorstellungen. Nachm. Lebensbild in 5 Atten v. E. Ritterfeldt. 4 Uhr: Bär und Schildwache" Abends 8 Uhr: Ilse Römer. höchst komische Pantomime. Abends 7 99 Uhr: Dahomey". Romantisches Schauspiel in 3 Atten König Behanzin m. seinen Löwen. ( 6 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Cirkus Schumann Trianon- Theater. Cl Passage- Theater. Trianon- Theater. Kurzes Gastspiel von Georg Kaiser vom Apollo- Theater in Berlin in seinem Repertoire ,, Einfach Puppe". Agoston der Witze"-König. 93 Der Todessprung des Hundes. 14 erstklassige Nummern. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Sonntag, den 16. November, 4 Uhr u. 7, Uhr: Die Liebesschaukel. 2 grosse Vorstellungen 2 Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachm.: Coralie& Cie. Buntes Theater ( Ueberbrett'l.) Köpniderstraße 68. Anfang 8 Uhr. Die Lore. Abergläubisch. Der Hund. Bunter Teil: Tiny Senders. Marcell Salzer. Charlotte Marga. Hans Fredy. Emil Justitz. Kleines Theater Metropol- Theater. ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigt. Preisen Serenissimus Zwischenspiele u. a. Abends 8 Uhr: Ackermann. Eine tragische Komödie in 3 Akten von F. Holländer u. L. Schmidt. Montag: Ackermann. Wilhelm- Theater. Friedrich- Strasse 236. Nachmittags 3 Uhr( halbe Kassenpreise) Die Anna- Lise. Albends 8 Uhr: Auf goldenem Boden. Belle- Alliance- Theater. Heute und folgende Tage: Münchener Ensemble Gastspiel Buntes Theater. Die ore. ber Anno 48. Konrad Dreher gläubisch. Der Hund. Bunter Teil. Montag: Diefelbe Borstellung. Palait. Goldene Jugend. Specialitätest. Kleines. Ackermann. Nachmittags 3 Uhr: Sereniffimus Zwischenspiele. Montag: Adermant. Trianon. Die Liebeschaukel. La Bascule.) Nachmittags: Coralie u. Co. Montag: Die Liebesschautel.( La Bascule.) Wintergarten. Specialitäten. Steidl. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstr. 48/49. Tausend Jahre deutscher Kultur. Montag: Dieselbe Borstellung. Invalidenstraße 57/62. Täglich: Sternwarte. Central- Theater als Gast. Mtmünchener Boffit Gesang in 3 Aften. Anfang 8 Uhr. Totensonntag, 23. Der Müller und sein Kind. Letzte Sonntags- Vorstellung! Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Wini Grabitz. Anfang 7, Uhr. Rauchen gestattet." Toten- Sonntag, 23. Novembe, Einmalige Aufführung: Mein Leopold. T: W. Noack Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Das Käthden von Heilbronn Anfang 7 Uhr. Entree 30 Bj. Nach der Borstellung: Familienball. Montag: Zwischen zwei Herzen. Apollo- Theater. Bon 7-8 Uhr: Specialitäten. Um 8% Uhr: Zum 12. Male: Komponisten: Residenz- Theater. unter persönlicher Leitung des Blumenstraße 9. Seine Kammerzofe. Nakiri's Hochzeit ( Nelly Rozier.) Schwant in drei Alien von Bilhaud und Hennequin. Morgen und folgende Tage: Seine Kammerzofe. Palast- Theater Burgstr. 22. Direktion: R. Winkler. Große Ausstattungs- Novität. 8 Uhr: 84, Uhr: Sonntag, den 16. November, zwei Goldene Jugend. Vorstellungen. Nachmittags 3 Uhr: volkstümliche Borstellung zu halben Breifen: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Abends 7%, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Felig. Montag und Dienstag: Madame Sherry. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Operetten- Burleske in 2 Aften Ausstattungs- Operette in 2 Aften und 6 Bildern von Paul Lincke. Im zweiten Bilde: Der sensationelle Spiegeltrick. H. Bilde: Hardlins elektrisches Ballet. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 7%, Uhr. Voranzeige! Busstag, den 19. November: Nachmittags 4 Uhr auf allen Plätzen ohne Ausnahme 1 Kind frei, jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise. Nachmittag: Clown- und Komiker- Vorstellung. Sämtliche Clowns mit neuen Spässen. Clown Adolf als Zauberkünstler. Das musikalische Pferd. Trio Rossi. Clown Magoli als Barbier. Abends: Das Riesenprogramm. Direktor Alb. Schumann mit seinen Meisterdressuren. Zum 25 Male: Die lustigen Heidelberger. Neue Welt. Hasenheide 108-114. Arnold Scholz. Heute sowie jeden Sonntag: Gr. Bothe- Konzert und 5697 L Gala- Specialitäten- Vorstellung Vor, während und nach der Vorstellung: Grosser Ball. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. SteidlDranien burg. Thor Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Steidl= Sänger. Täglich, wechselndes Programm. Dienstag, Donnerstag, Sonntag aid ingestsaal: Canzkränzchen. Konzert des Tonkünstler- Orchesters Reichshallen. Vorverkauf der Billets finde con 10-2 Uhr im Apollo- Theater Forste mit Gesang u. Zanz von W. Geride. im Deutschen Hof, Ludanterfte, 15, thatt Musik von E. Wappaus. Shronimus Fiebig D. R. Winkler. 12 neue Schaunummern. LAYER Attraktionen I. Ranges. Sonntag, den 23. November: Einmalige Aufführung Preciosa. Winter Neues Programm: Die Sarnthaler Singvögel, Tyroler Gesangs- Sextett. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Willi Walden, Schauspielsängerin. Therese Rombello, Rauch- und Sandmalerin. Entree 50 Pf. 482. Bule: Charleys Tante. Bernhard Rose- Theater, Der Schönheitspreis, Ballett- Divor Babstr. 58. tissement in 1 Akt. Guido Thielscher als Charleys Tante. Sonntag, den 16. November 1902: Mason u. Forbes, amerik. Excentriks. Anfang: Charleys Zante. 8, Uhr. Borher: Cassis Pascha. Anf. 7 Uhr diese Männer! Rara, Meister- Jongleur. Morgen und folgende Lage: Dic- Schwank in 4 Aften von Jul. Roſen. Emile Gautier, der Ritt auf der Tischplatte. Humorist. felbe Borstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Gastspiel Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Theodor Franke, des fönigl. Schauspielers Herrn Joseph Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Germaine Gallois Nesper. Die bezähmte Widerspenstige. Luisen- Theater, Stadt- Theater. Reichenbergerstraße 34. Heute nachmittag 3 Uhr, zu fl. Preisen: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: 47-49. Gebrüder foster oder: Pariser Diva. Valentine Petit, Phantasietänzerin. spanische Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 711hr. Tageskaffe 11-12 Uhr. ( Mehsel, Pietro, Britton, MaySteidl, mann, Plättner 2c.), Krone, Böhme, BöckGratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Direktion Carl Haverland Direktion). ( neue Das amüsante hochkomische mit großem Beifall aufgenommene November Programm. Allererste Kräfte. 1. a.: Arthur Delbost. Mr. Fredorf. Mr. Dante. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Sonntag, den 16. November 1902, abends 7 Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstrasse No. 75: Vortrag des Herrn Dr. Steiner über Emile Zola. He Eintritt 20 Pi. inkl. Garderobe. Nach dem Vortrage:[ 5/ 10* Gemütliches Beisammensein und Tanz. Wo amüsiert man sich grossartig? In Schnegelsbergs Festsälen Inhaber: Max Schindler Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Grofser Ball Heute: verbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. Entree: Mittwochs frei, Sonntags 15 Pf. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. 52022 Max Schindler. Germania- Prachtsäle. Chauffeeftr. 103. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Arnold Scholz. Chauffeestr 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Hamburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. Die lustigen Weiber von Stralau. Humoristisches Gesamtspiel von Wilh. Wolff. Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. In Vorbereitung: Muffels Brautwerbung. 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Donnerstag, 3. erstenmal: Das Jubiläum. Montag, 23. Nov.: Einmalige Mitwirkung des Berl. Schauspiel- Bereins 1889: Der Pfarrer von Kirchfeld. Schauspiel in 5 Aften v. Angengruber. Ball bei verſtärktem Drefter. Berliner Anfang 4, Uhr. Ende 2 Uhr. An Bochentagen ist der Saal mit Bühne an Vereine zu vergeben.[ 52812 Felix Sebeuer U 156812 Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Heute Sonntag: Militär Konzert 3. G.-Gr.-R. 3. F.( Herr Goerisch.) Jin Kaisersaal: Norddeutsche Sänger. Morgen Montag: 3. G.Gr. Reg. 3.. Herr Goerisch. Jm Kaiserfaal: Büdeburger Sänger. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater: u. Specialitätens lk- Trio. Borstellung. Jeden Sonntag: Bak. Sale für Gesellschaften, Bereine coulant zu vergeben. Noch einige Stralsunderstr. 1. Sonnabende frei. 5235 Teue Welt Arnold Scholz. ( System Eug. Konrad) ( System Eug. 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Morgens – nu, da Inspektion von ſeiten der Polizei, welche jedenfalls vorher anstehen wir bei Sonnenaufgang an der Arbeit. Aber abends! Immer gemeldet war, wurde der Notausgang, welcher sonst durch einen länger werden sie, immer länger!" Scherrahmen verbaut war, frei gemacht, nad Zuspicierung wurde derfelbe, durch Aufbauen des Scherrahmens, als Rotausgang wieder unbrauchbar gemacht. In der nun folgenden Diskussion wurden von einigen Rednern die Zustände noch drastischer geschildert. Zum Schluß wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen der einzelnen Redner, welche sich gegen die Mißstände in der Teppichweberei der Firma Loewy u. Lubosch aussprachen, einverstanden und hofft, daß von seiten der Aufsichtsbehörde geeignete Schritte unternommen werden, um diese unglaublichen jeder fänitären Beziehung wieder sprechenden Einrichtungen zu beseitigen.ba Na, was essen Sie denn da? Es heißt doch immer, eine Fleischnot giebt es nicht. Was, da giebt's wohl jeden Tag bei Ihnen unbrauchbar gemacht. Was, da giebt's wohl jeden Tag bei Ihnen Filet oder Nierenbraten, oder Schnißel? Was?" Dem Mädchen traten Thränen in die Augen. Sie glaubte, ich mache mich über sie lustig. Still beugte sie sich über die Arbeit. Nach einer Weile erst sagte sie: ..Fleisch Fleisch mögen wir gar nicht." Das hatte ich nicht erwartet. Sollte es hier oben Vegetarier geben, die sich an feinen Gemüsen, Gier, Butter, Obst und Aehnfichem für das mangelnde Fleisch entschädigten? Aber das wäre wohl unmöglich bei den erbärmlichen Verdiensten. = " Und es ist nicht wahr! sage ich. Das Gerede von der Not und Der hungernden Arnut im Erzgebirge ist nichts als Schwindel, Lüge und gemeine Verleumdung!" schrie der Fabritant, den ich am Hoteltische kennen gelernt hatte. Fällt hier vielleicht jemand auf der Straße um, weil er nichts zu effen hat? Na, sehen Siel Wer es versteht, sich einzurichten, fann hier ganz gut leben. Die Arbeiter leben hier nicht schlechter als viele Bürgerfamilien und als mancher Agrarier. Gehen Sie erst mal hinein und sehen Sie sich die Gegend andann werden Sie anders reden... Aber da wird nun schon so Tange über das Erzgebirge geredet, als sei hier die Armut und der Hunger zu Hause. Und weil das vielleicht mal so gewesen ist, so muß Als ich meine Verwirrung überwunden, fragte ich das Mädchen Die deutsche Metallarbeiter Gewerkschaft, Verivaltungsstelle das wohl auch immer noch so sein? Nee, mein Freund, sehen Sie sich näher aus. Und da gestand sie, daß ihnen selbst das Fleisch von Berlin, hielt am 9. d. M. eine Generalversammlung für das dritte nur selbst um!" jenseits der Grenze, das nur fünfzig und fünfund- Quartal ab. Dem Stassenbericht zufolge betrug die Einnahme infl. Das that ich denn auch. dni fünfzig Pfennige pro Pfund koste, während das ein Bestand vom zweiten Quartal 3991,38 M., die Ausgabe 1491,30 M., Jeder, der die vielen Städte, Dörfer und Ortschaften des Geheimische mit achtzig bis neunzig Pfennigen beso daß ein Staffenbestand von 2500,08 m. vorhanden ist. Neu aufbirges durchwandert, ohne hinein zu gehen in die Häuser, der kann zahlt werden müſſe, zur Delikatesse geworden sei. Sie könnten ja genommen wurden 221 Mitglieder. An Streit- und Maßregelungswohl glauben, daß es sich hier ganz gut leben läßt. Bon außen nicht immer wegen eines Pfundes über die Grenze cintaufen gehen. unterstützung wurden 741,40 m. ausgegeben. Den Bericht der Verhaben die Häuser nichts Aermliches an fich; verfallen und verkommen Wehr fei ja nicht zollfrei. Allerdings gebe es genug Leute, die sich waltung erstattet der Bevollmächtigte Wiesner. Differenzen ficht keines aus. Trotz aller Dürftigkeit, die hier und da eine alte wegen zwei Pfund Schweinefleisch zum Schmuggler machten, zum waren auch in diesem Quartal in einemfort zu verzeichnen, unter and unsicher ftükt, bleibt doch der Eindruck des Zureichenden. Die Schmuggler machen müßten aber sie tönnten das nun einmal anderm waren wir bei den Streits in den Niles- Werken, Berliner Fenster sind nicht zersprungen, die Thüren nicht aus den Angeln ge- nicht und fo mögen sie denn schon gar kein Fleif Motorfahrzeug Fabrik( Gottschalf), Bauflempner, A. E.-G., Engel fallen und die Dächer scheinen auch dicht zu sein, kein Wasser durch mehr! 11. Hegewald, Arndt, Garoin- Werke und bei dem der Rohrleger und zulassen. Dazu das viele Grün; überall schieben sich Wald und Das ist gelviß auch eine Lösung der Fleischnot! Aber eine Helfer beteiligt. Sleine Differenzen wurden durch die Kollegen Busch in die Landschaft. Die sanften Hänge sind mit Kartoffeln schredenerregende. Denn wenn dieser arbeitsamen Bevölkerung im selbst erledigt. Rechtsschut erhielten 4 Kollegen. Nach Evledigung oder Hafer bepflanzt oder zur Wiesenkultur bearbeitet, die schrof- Erzgebirge, wenn den Klöpplern der ganzen Gegend, den Hand- des Bericht wurden gewählt: Wiesner, erster Bevollmächtigter, feren Felsbildungen fügen nur hier und da einen grotesten Ton fchuhmachern von Johanngeorgenstadt, den Puppenbekleidern von Staffierer für den Norden: Buth; Silfstaffierer: Mertens; Staffierer ein. Ueberall gedeiht Geschäftigkeit. Und da sich auch keine Stadt Schneeberg, den Blechspielwaren- Arbeitern von Zöblitz und all den für den Süden: Manhold; Revisoren: Schulz, Neubrand; zur luftbeengenden Großstadt ausgetvachsen hat, scheint das Erz- andern Hausindustriearbeitern auch noch die ihnen so notwendige Erpedienten der Solidarität": Siegert, Lankowski; Bibliothekgebirge ein glückliches Stück Erde zu fein. Nirgends find die allerlegte, geringe Fleischration, die letzte Möglichkeit zur schwachen Kommission: Lining. Otto Gerlach; Rechtsschutz- Kommission: EdelFabriken dicht aufeinander gehäuft. Und die Arbeiterschaft braucht Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit genommen wird, so sinkt das mann, Landmann, Lünnig. Mertens, Oriwohl, Schulz, Wiesner. nicht in hohen Mietstasernen zu Hunderten zu hauſen. mit einfach die Lebensmöglichkeit dieser Arbeiterschaft unter Null. Sie hat sich ja immer schon durch's Leben hungern müssen. Und derner wurde beschlossen: Die Bibliothek wird zum Kollegen Lüning, Suffitenstr. 35, hin verlegt. viele Gegenden, viele Häuser hat es dort stets gegeben, auf deren Herd fast nie ein Stück Fleisch gebraten wurde. Aber nun werden auch jene Gruppen des letzten notwendigen Bissens beraubt, die sich dwenigstens einmal in der Woche anständig satt machen konnten. Und sie wissen: jenseits der Grenze ist genug von dem, was sie brauchen, für einen erschwingbaren Preis vorhanden. Aber man läßt sie lieber zu Schmugglern werden, man demoralisiert lieber ganze Wolfsgruppen, che man mit einem mörderischen System bricht. So bleibt es denn dabei, daß das Volk weiß: jenseits der Grenze ist es anders und daß es nun schon gar kein Fleisch mehr mag. Hans Wandrer. Aber das ist wohl auch der einzige Vorteil. Denn trok dieser Borzüge ficht man auch hier seine traftstrohenden Menschen. Bis zu einem gewissen Alier haben die Kinder ein gesundes Aussehen. Aber dann kommen die Jahre über sie, die alle frohen Steime zerStören. Gelviß, so rasch fällt hier kein Mensch auf der Straße um. Aber sie sinken in jahrelangem Kampfe zu Boden: Opfer einer gewiffeniofen Ausbeutungswvut. Still verbluten fie. Oder vielmehr: aus ihren Blut wird nach und nach Wasser. Ja, wenn man sie in ihren Häusern aufsucht, wenn man sie bei der Arbeit trifft, da geben sie ein ander Bild, als draußen in den luftigen Straßen, auf den heiteren Höhen. Es giebt eben doch Unterschiede im Betrachtet. Und also auch Unterschiede in den Resultaten. Nirgends fiel mir die Schwächlichfeit der Menschen, ihre Unterernährung so sehr auf, als bei meiner Rückfehr aus Böhmen. Großer Reichtum herrscht da drüben ganz gewiß nicht. Aber die Menschen scheinen doch noch nicht so ausgefogen zu fein wie diesseits der Grenze. In der Familie des alten böhmischen Musikanten in Gottesgab, bei dem wir übernachtet hatten, gab es wenigstens ein regelrechtes Mittagessen und Fleischsuppe mit Grünzeug und Blumenkohl. Hus der Frauenbewegung. Casanstaltsarbeiter. Zivei gut besuchte Versammlungen der auf den Betrieben der englischen Gasanstalten in Ber Lin und Schöneberg beschäftigten Arbeiter fanden vor wenigen Tagen statt. In beiden Bersammlungen wurden die Arbeitsverhält= scharfen Stritit unterworfen. Hauptsächlich war es die ständige nisse bezüglich der Entlohnung und der Arbeitszeit einer Sonntagsarbeit, deren Beseitigung dringend verlangt müssen die Arbeiter leberstunden machen, damit nur feine neden wurde. Hunderte, ja tausende von Arbeitern seien brotlos und hier Kräfte eingestellt werden brauchen. Es wäre wirklich einmal Zeit, daß sich die Aufsichtsorgane mit diesen Verhältnissen beschäftigen würden. Recht brutal verfahre man auch gegen diejenigen Arbeiter, von denen man annehme, daß sie geivertschaftlich organisiert seien. Mit Spizzeln und Aufpassern umgeben, wird diesen Leuten aus der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag. geringsten Aeußerung sofort ein Strick gedreht und mit Entlassung den 17. November, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Komman- bestraft. Man findet kaum einen Betrieb in Berlin und Umgegend, bantenstr. 20: Vortrag des Zahnarztes Herrn E. Gedide über die der das Herr im Hause" so rigoros handhabt wie diese mit engZähne, ihre Strankheiten und Pflege. Gäste willkommen. lischem Stapital in Deutschland Hunderttausende verdienende MonoDer Vorstand. pol- Gesellschaft. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: Im sächsischen Orte Oberwiesenthal gingen wir gerade zur Mittagszeit durch die kleinen, abseits vom Touristenwege liegenden Die Versammlung erflärt den Verband der in GemeindeBerichtigung. Zu der Notiz Mißhandlung einer Frau" in Nebenstraßen, in denen die Arbeiterschaft wohnt. Durch die niedrig Nr. 268 des„ Borivärts" erhalten wir von der Hamburgischen Polizei- betrieben beschäftigten Arbeiter und Unterangestellten für die allein gelegenen Fenster konnte man hineinsehen in die Stuben. Da behörde eine Zuſchrift, worin wir unter Berufung aufs Preßgeser zuständige Organisation dieser Arbeitergruppen und spricht die Erdampfte nirgends eine Suppe. Nirgends wurden Messer und Gabel aufgefordert werden zu berichtigen, daß nicht die Hamburger, sondern wartung aus, daß in Interesse eines friedlichen Zusammenivirkens zum Zerschneiden des Fleisches gebraucht. Auf dem einen Tische die Altonaer Polizei daran beteiligt war. Wir stellen das gern fest zwischen Verwaltungen und Arbeitern alle in Betracht kommenden standen Kartoffeln, auf dem andern wieder Kartoffeln. mit dem Bemerken, daß nur durch ein Verschen die Verhandlung Kollegen sich in diesem Verbande organisieren. Bezüglich des geWer seine Erdäpfel hinuntergewürgt, der setzte sich gleich wieder als in Hamburg vor sich gegangen bezeichnet worden ist. Im planten Gasarbeiter- Kongresses erklärt die Versammlung es für an die Arbeit. übrigen lassen die Personenbezeichnungen teine Berwechselung mit unerläglich, daß sich alle Gasarbeiter für diese Angelegenheit interAn einem der offenen Fenster saß ein junges Mädchen, wäh- Hamburg zu. Wir hätten eigentlich keinen Anlaß zu der Berichtigung, essieren und nach Möglichkeit für das Gelingen dieses Kongresses rend die Mutter die Reste der Mahlzeit, Startoffelhäute, vom Tische wenn wir nicht damit zu unsrer Freude festzustellen in der Lage Sorge tragen. Insbesondere hält die Bersammlung den gelverkfegte. Das Mädchen arbeitete an einer schwarzen Berlspise. Ganz wären, daß es der Hamburger Polizei in diesem Falle peinlich ist, schaftlichen Anschluß aller Gasarbeiter, Rohrleger, Laternenwärter und Plazarbeiter an den Verband für geboten." feine Flitter und Berlen nähte sie auf seidenen Tüll zu einem Tunst- mit der Altonder Polizei verwechselt zu werden. vollen Muster wie und von den Damen der Gesellschaft auf Bällen, zarte Rosa der Haut der Arme und der entblößten Schultern so fein durchschimmern lassen. Es ist eine mühselige Arbeit, solche Stragen und Spigen zusammenzufädeln. Das fostet Augen. Das loftet noch manch andres von den kostbaren Gütern des Menschen. " Wenn es noch nach seinem Wert bezahlt würde! Wenn jene, die fich damit brüsten, zu stolz wären, eine aus Entbehrung und Hunger zusammengenähte Softbarkeit zu tragen!.. Wenn Mutter und ich die ganze Woche nähen, so lange Licht ist und abends noch bei der Klöppellampe( ähnlich der Schuster Tampe), dann haben wir beide zusammen vier Mart auch mal fünf oder sechs Mart. Aber dann müssen wir großes Glück haben beim Preismachen. Sehen Sie, was ich hierfür kriege, weiß ich auch Verfammlungen. Der Schmargendorfer Wahlverein nahm am 11. b. M. nach einem Vortrage über: Stirche und Proletariat" den Bericht der Delegierten von der Streis Generalversammlung entgegen. Die Der Textilarbeiter- Berband, Filiale Berlin I, hielt am 8. No- lebhafte Distuffion ergab das Einverständnis mit den gefaßten Bes schlüffen.- In der Amiszuschuß- Angelegenheit des Gemeindevember eine öffentliche Versammlung ab. Der Kassenbericht vom britten Duartal ergab eine Einnahme intl. 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Es sind dies die Brinzen- Apotheke, N., Brinzen- Allee 69( Böfenhagen), Luisen- Apotheke, N., Rügenerstr. 21( Brandes). Apotheke zum goldenen Adler, S., Alexandrinenstr. 41( Bloch). Pelikan- Apotheke, W., Leipzigerstr. 93( Liece). Weiter veröffentlichen wir im Folgenden die erweiterte Liste der Rezept- Sammelstellen. ( Die durch Fettbrud hervorgehobenen Stellen sind neu hinzu gekommen): Charlottenburg. Kassentokat der Orts- Krankenkasse Charlotten- Differenzen auf dem Arbeitsnachiveis anzumelden und auch die Dandelmannstr. 2. Neumann Söhne, Berlinerstr. 103. A. Hörisch, einberufenen Sizungen müssen solche einberufen werden, wenn es Berlinerstr. 56. Berlin C. A. Collin, Spittelmarkt 15. Bernh. Moock, Alte Schönhauserstr. 12. P. Hacje Nachf. C. Aßmuß. Niederwallstr. 28/ 29.0.d Otto Kretschmar, Rosenthalerstr. 6/7. E. Kunzendorf, Rosenthalerftraße 42. 7 .00 Verfammlungen.194 $ M. von drei Mitgliedern verlangt wird, unter Bekanntgabe der TagesSchöneberg. Kassentotal der Orts- Strankenkasse Schöneberg, ordnung innerhalb einer Woche. Der Antrag III ist angenominen, Hauptstr. 8. H. Hoge, Sedanfir. 82. D. Richter, Gleditschstr. 52. die übrigen sind teils abgelehnt, oder, da Amendements vorlagen, Friedenau. Lorenz, Uhrmacher, Rheinstr. 55. gar nicht zur Abstimmung gelangt. Redner meint, daß es unter den Alle nicht eiligen Rezepte follten diesen Sammelstellen über- fett gegebenen Umständen nötig sei, die Bertreter der Arbeiter wiesen werden. Die Kassenmitglieder erhalten dann ohne Ver- aus der Deputation zurückzuziehen und der Arbeiterschaft zu auslagung des Betrages Sie Arznei frei ins Haus geliefert; empfehlen, den Nachweis lints liegen zu lassen. In der Diskussion es bleiben ihnen also so die Abholung der Arznei und die hierüber legte Stadtv. Baake die Gründe dar, weshalb er sich bei vorläufige Verauslagung des Betrages erspart. Zugleich aber er- einigen Anträgen der Abstimmung enthalten habe, und ging des wächst der Klasse und damit doch auch den Kassenmitgliedern- näheren auf die Befugnisse der Deputationen, die samt und ſonders ein Vorteil, da auch auf die dort abgegebenen Rezepte ein Rabatt laut der Städte- Ordnung der Aufsicht des Bürgermeisters respettive von 20 Broz. gewährt wird. Magistrats unterstehen, ein.. Fasse die Deputation noch Auch für die Deckung des Familienbedarfs können die Rezept- die schönsten Beschlüsse, dieselben würden immer der ReviSammelstellen benutzt werden. dierung des Magistrats unterliegen, daher ist es besser, Centralfommission der Krankenkassen Berlins jich mir mit protokollarischen Feststellungen zu begnügen. Redner und der Vororte. winfot, nicht dem Vorschlag Menges zuzustimmen, sondern es sei nötig, da die Deputation auch die Aufgaben einer focialen Stommiffion zu erfüllen hat, daß die Arbeiter in der Deputation Berlin N. R. Aßmus, Gerichtstr. 10. E. Fischer, Lothringerbleiben, und bittet, in Zukunft mehr als sie bisher mit straße 26. W. Kapell, Brimmenstr. 118. Th. Knabe, Wörtherder Fraktion der socialdemokratischen Stadtverordneten Fühlung zu firaße 19. N. Nichter, Neinidendorferstr. 61. N. Sayffarth, Schönnehmen. Nach langer Debatte wurde ein Antrag Flemming angenommen, hauser Allee 44a. S. Schulz. Müllerstr. 166a. C. Tribolet, Charlottenburg. Am 4. 5. W. hielt die hiesige Gewerkschafts- der wissen will, daß die Vertreter der Arbeiter in der Deputation Fransecisir. 10. 2. P. Wannste, Wörtherstr. 12. Went, Chauffee- fommission eine Delegiertenversammlung ab, in der die Frage der für den städtischen Arbeitsnachweis so lange im Amt zu bleiben Straße 7. A. Wohlgemuth, Acterstr. 69. G. Spiter. Stralsunder- Verschmelzung der Gewertschaftsbibliotheten weiter behandelt haben, bis sich ein Fall ereignet, der den Intereffen der Gewerk ftraße 29. B. Würfling, Juvalidenstr. 128. Es wurde auf intrag Flemming beschlossen, mit schaften zuividerläuft. Hiermit war die Angelegenheit, mit der sich den Bereits zur llebergabe bereitgestellten Gewerkschafts- brei Bersammlungen der Kommission beschäftigt hatten, erledigt. bibliotheken am 1. Januar 1908 den Anfang der gemeinsamen Verwaltung zu machen in der Hoffnung, daß sich die auf dem ablehnenden Standpunkt stehenden Gewerkschaften auch der 228 Berlin NW. F. Kühne, Alt- Moabit 45. Verschmelzung anschließen werden. Hierauf referierte Menge als Mitglied Berlin S. R. Jahnz, Dranienstr. 191. Ad. Neumann( Progasty), der Deputation für den städtischen Arbeitsnachweis über die Vorgänge, Oranienſtr. 45. G. Sasse( Bolle), Prinzenstr. 92. 23. Zippel, welche sich in der letzten Zeit in der Deputation abgespielt haben. Brandenburgstr. 16. Die 5 Arbeitervertreter in der Deputation hatten an den Vorsigenden der Berlin SO. G. A. Mittag, Adalbertstr. 87. Gustav Kohl, felben Herrn Stadtrat Dr. Jastrow folgende Anträge zur Besprechung Rottbuserstr. 7. D. Pötsch, Wrangelstr. 171. E. Finsterbusch und Beschlußfassung überwiesen: I. Für die Beamten des Arbeits( P. Habicht), Sfaliterfir. 63/64. Sudolf Hoffers, Reichenberger nachweises wird eine Instruktion oder Geschäftsordmmg durch die straße 55. M. Grünenthal, Wienerstr. 69. Deputation und den Magistrat erlassen, wonach für Betriebe, in Senen die Arbeiter ausgesperrt oder sich im Streit befinden oder Differenzen bestehen, die Vermittelung eingestellt wird bis zur Beendigung. II. Auf einer zu beschaffenden Tafel die Betriebe, ivo Aussperrungen, Streits, Sperren oder Differenzen bestehen, bekannt zu geben, sowie den Arbeitsuchenden jede gewünschte Auskunft ge wissenhaft zu erteilen. III. Aus der Deputation ist ein Ausschuß zu wählen, der befehtigt ist, Stretts, Aussperrungen, Sperren oder Berlin NO. E. Hennig, Marienburgerstr. 27. Theophil Quade, Rene Königstr. 32. Rickebusch, Landsberger Platz 1. Berlin W. M. Eckert, Culmftr. 1. F. Ambos, Potsdamerfiraße 96b. n Berlin O. Herm. König, Rüdersdorferstr. 42. C. D. Mecklenburg ( Schmidt), Andreasstr. 50. Otto Gottschalt, Krautstr. 55 a. Berlin SW. D. Alberts, Friesenstr. 24. G. Rettig, BelleAlliancestr. 94. Weißbach 11. Fischer, Belle Allianceftr. 23. C. Schröder, Fürbringerstr. 7. Bankow. Buchmann, Mühlenstraße 17. Rosemann, Brehmes straße 65. F An die Arbeiterschaft Berlins! Gewerbegerichts- Wahl. Mit dem Ablauf dieses Jahres scheidet auf Grund des vom Magistrat jejtgesetten Berteilungsplanes das zweite Drittel der Gewerbegerichts- Beiiber aus. Die Ergänzungswahl findet statt am Sonntag, den 16, November, von 12 Uhr mittags bis 8 Uhr abends. Bu wählen find 70 Beifiker in 16 Wahlbezirken, Wahl- Berechtigung.. Zur Zeilnahme an der Wahl ist berechtigt, wer das 25. Lebensjahr vollendet und in Berlin Wohnung oder Beschäftigung hat. Darunter ist zu verstehen, daß jeder Arbeiter, wenn er auch nur einen Tag im Dete wohnt oder beschäftigt ist, wahlberechtigt ist. Personen, welche nicht in Berlin wohnen, aber ihre Beschäftigung hier haben, wählen im Bezirk ihrer Beschäftigung, dagegen die in Berlin wohnenden Personen in ihrem Wohnbezirt. Eine Auswahl für die letteren zwischen Wohn- oder Beschäftigungsbezirk ist unzulässig. Bersonen, welche answärts arbeiten und in Berlin wohnen, üben ebenfalls im Wohnbezirt ihr Wahlrecht aus. Hausgewerbetreibende sind wahlberechtigt und wählbar als Arbeiter, sofern sie nicht selbst mindestens einen Arbeiter regelmäßig das Jahr hin durch oder zu gewiffen Zeiten des Jahres beschäftigen und nicht gemäß 14 der Gewerbe- Drdnung den selbständigen Gewebebetrieb angemeldet Nicht wahlberechtigt sind solche Personen, haben. a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reiches sind, 2. Wahlbezirk. wurde. b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher Verurteilung verloren haben, oder gegen welche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens oder Bergehens eröffnet ist, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Nemter zur Folge haben kann, c) welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sind, und d). die Mitglieder der Innungen, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit des§ 810 Nr. 4 und der§§ 91-91 b der Gewerbe- Ordnung errichtet ist, sowie die von denselben beschäftigten Arbeiter. Wahl- Legitimation. Für die Arbeiter werden keine Wahllisten zum Zwecke der Wahlen an oder der Polizeibehörde( Polizeirevier des Wahlbezirts), durch welches ihm gelegt, es genügt vielmehr für dieselben ein Zeugnis ihres Arbeitgebers bestätigt wird, daß er zur Zeit innerhalb seines Wahlbezirks in Arbeit steht oder wohnt. Diese Zeugnisse oder Wahl- Bogimationen werden vom Magistrat herause gegeben und find bei den Gewerkschaften sowie im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission, Engel- Ufer 15, 2. Chngang, 9-1, 6-8, und im städtischen Wahlbureau, Boststr. 16, Zimmer 57, während der Dienststunden von 9-3 zu haben. Die Formulare enthalten bier Fragen. Diese sind von in Arbeit stehenden Bersonen sämtlich, von Arbeitslojen mu Frage 1 und 2, aus zufüllen und alsdann dem Arbeitgeber oder der Bolzei zur Unterschrift Wunsche nachzukommen. Jedoch empfiehlt es sich, im legteren Falle einen oder zum Stempeln vorzulegen. Die Bebörden find angewiesen, dieſem Ausweis mitzunehmen. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme bes Sonnabends von 7%, bis 9% Uhr abends statt. Bronberg. Angaben über Löhne und Lage des Arbeitsmarktes am Orte, das Wichtigste bei der Sache, fehlen. Stönnen Sie das ergänzen? 6. 8. 110. Der Norddeutsche Lloyd and die Hamburg- Amerika Lirie gehören nicht dem Morganschen Schiffstrust an, stehen aber zu diesem in einem Vertragsverhältnis, das sie an den Geschäftserträgen des Trusts beteiligt, während diefer wieder einen bestimmten Anteil von den Gewinnen beider Gesellschaften erhält. 7. 2. 20. Gewiß, in allen australischen Kolonien wird Gold ge wonnen am meisten jedoch in Westaustralien, in Queensland und Victoria. 3. 6. 1859. Genosse S. war bei den vorjährigen Kommunalwahlen in allen Bezirken der 1. und 2. Abteitung als zähltandidat aufgestellt. W. V. Spandau. Geschäftsfirmen tönnen wir im Brieffaften nicht gut namhaft machen. unterschrieben reip. gestempelt sein, dasselbe trifft auch auf die in Vororten gelegenen Betriebe zu. Um Lage der Waht ist die Wahl- Legitimation vor der Abgabe des Stimmzettels dem Wahlvorsteher oder einer von ihm beauftragten Person zu übergeben. Die Wahl. Die Wahl ist unmittelbar und geheim und erfolgt mittels Stimmzette. auf dem Stimmzettel dürfen nicht mehr Namen enthalten sein, als im Bezirk zu wählen sind. Die Agitation. Es empfiehlt sich für alle Vertrauensleute der Gewerkschaften, in ihren für diese die nötige einzahl Wahl- Legitimationen zu beschaffen, die AusWerkstätten usw. festzustellen, wieviel Wahlberechtigte dort arbeiten, alsdann ist es notwendig, vor der Wahl die Wahlberechtigten an ihre Pflicht zu füllung zu überwachen und die 2tbstempelung zu veranlaffen. Desgleichen erinnern. Gleichzeitig wird ersucht, den vor und in den Wahllokalen befindlichen Drdnerr Folge zu felsten, damit die Wahl ruhig und der Arbeiter würdig verläuft, alsdann genau auf die von der Berliner Gewerkschafts- Kommission aufgestellten Standidaten, welche unten angegeben sind, zu achten. Shue jeder seine Pflicht, damit die von unsrer Seite aufgestellten Genoffen gewählt werden. In den weiter unten angegebenen Wahlkontroll- Lokalen find Wable Legitimationen usw. zu haben, auch sind event. Beschwerden daselbst zu Protokoll zu geben. Das Central- Lokal ist das Bureau der Berliner Auch wenn in- Bezirken, in welchen der Arbeitgeber seinen Betrieb hat: Gewerkschafts- Kommission. Telephon: Amt VII 3733. nicht gewählt wird, kann die Wahl- Legitimation doch vom Arbeitgeber Wahl Lokale und Kandidaten: Wahl- Lokal: Turnhalle des Friedrich- Werderfchen Gymnasiums, Dorotheenftr. 13/14. Bu wählen find 4 Beisizer. Als Kandidaten empfehlen wir: Adolf Schulz, Schneider, Alie Jakobstr. 147. Fris Knoop, Schneider, Sebastianstr. 79. Bruno Dübelt, Lithograph, Urbanfir. 104. Friedrich Heilmann, Gastwirtsgehilfe, Gneisenaustr. 106. 5. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmek: froße 79. Bu wählen find 4 Beisitzer. Als Kandidalen empfehlen wir: Mar Behrend, Metalldrücker, Boedhstr. 36. Gustav Mewes, Former, Hafenhaide 21. Alwin Meyer, Steimmet, Solmsstr. 51. Robert Lindemann, Siberarbeiter, Boechstr. 43. 8. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 60. Gemeindeschule, Fürbringer: firaje 33. Zu wählen sind 4 Beisitzer. Als Kandidaten empfehlen wir: Gustav Mehrwald, Arbeiter, Noftizftr. 44. Gustav Müller, Handels- Hilfsarbeifer, Moritstr. 5. Andreas Haberland, Schmied, styffhäuserstr. 19. Hermann Henning, Gürtler, Manteuffeljtr. 102. 11. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 42. Gemeindeschule, Naunyn: jiraje 63. Zu wählen find 4 Beifiber. Alls Kandidaten empfehlen wir: Reinhold Petzold, Schlosser, Engel- Ufer 15. Rudolf Klinski, Graveur, Adalbertstr. 4. Max Sahm, Chemigraph, Forsterstr. 36. Gustav Winkler, Bildhauer, Rigdorf, Stirchhofftr. 46. 20. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 49. Gemeindeschule, Blumen: firoke 63a. Zu wählen sind 4 Beisitzer. s Kandidaten empfehlen wir: Auguft Vogel, Puter, Weidenweg 32. Carl Schmidt, Mechaniker, Höchfteftr. 8. Otto Almendinger, Silberarbeiter, Langenbedftr. 4. Kart Hennigs, Schneider, Büschingstr. 9. 23. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 30. Gemeindeschule, Nüders: borferstr. 4/5. Zu wählen sind 4 Beifiher. Als Kandidaten empfehlen wir: Robert Schulz, Buchdruckerei- Hiljsarbeiter, Straußbergerstr. 43. Reinhold Languer, Schneider, Matternftr. 8. Paul Greier, Bildhatter, Röpnickerstr. 1. Bernhard Herzer, Textilarbeiter, Georgenfirchstr. 53. ideile26. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 104. Gemeindeschule, Olivaer: firasse 19. Zu wählen find 5 Beisiger. As Kandidaten empfehlen wir: Bruno Ollrich, Schuhmacher, Rüdersdorferstr. 15. Richard Schröder, Zimmerer, Tilfiterfir. 82. Oswald Schumann, Handels- Hilfsarbeiter, Capriolitr. 6. August Werner, Bandels- Hiljsarbeiter, Wallner- Theater straße 30. Reinhold Richter, Baitarbeiter, Theerstr. 63. 35. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 117./118. Gemeindeschule, Ebers. wvalderstraße 10. Zu wählen sind 5 Beifizer. Als Kandidaten empfehlen wir: Hermann Bubach, Buzer, Kastanien- Allee 90. Wilhelm Brillmit. Stickerei- Arbeiter, Tilsiterstraße 46. Karl Borisch, Steindruder, Cothenius. straße 15. Paul Strunt, Bademeister, Wrangelstraße 80. Carl Strank. Maurer, Novalisstraße 13. 38. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 241./250. Gemeindeschule, Watts ftraße 16. Zu wählen find 5 Beifizer. Als Kandidaten empfehlen wir: Gustav Brachwik, Dreher, Gerichtstr. 3. Carl Ladner, Kupferschmied, Gerichtstraße 22. Mar Mökel, Hutmacher, Reinickendorferstr. 18. Wilhelm Witt, Zimmerer, Schulstr. 51. Max Zemke, Wäsche Arbeiter Weißensee, Wilhelmstr. 47a. 41. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 26./179. Gemeindeschule, Albrecht ftraße 20. Zu wählen sind 4 Beisitzer. Ms Kandidaten empfehlen wir: Paul Winzler, Maurer, Turmistr. 9. Georg Pigusch, Konditor, Gartenstr. 78. Karl Henschold, Bäcker, Rheinsbergerstr. 17. Karl Schaub, Hobler, Ackerstr. 93. 44. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 172./185. Gemeindeschule, Bremer 29. Wahlbezirk. 14. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gips: fraße 13-17. Wahl- Lokal: Turnhalle der 85. Gemeindeschule, Wrangel: trake 23 a. fließe 85. Zu wählen sind 4 Beifiker. As Kandidaten empfehlen wir: Zu wählen find 5 Beisitzer. As Kandidaten empfehlen wir: Otto Klemm, Zabalarbeiter, Barschatterjir. 76. Gustav Krause, permann Jaed, Bolzarbeiler, Oppelnerstr. 44. Nobert Ahrens, Schuhmacher, Berneuchenerstr. 7/8. Wilhelm Band, Arbeiter, Höchste Zijahler, Mustauerstr. 22. Robert Zeiste, Gastwirtsgehilfe, Manteuffelstraße 45. Wilhelm Bachmann, Nollkutscher, Schillingstr. 17/18. ftraße 8. Kart Nieke, Nabigputer, Staligerstr. 52. Gruft Karpenkiel, Rohrleger, Wienerstr. 34. Straße 54. 17. Wahlbezirk. fe, Zillioveiser. Wahl- Lokal: Turnhalle der 47. Gemeindeschule, Stallschreiber zu wählen find 4 Beifiber. Als Kandidaten empfehlen wir: Wilhelm Fischer, Handels- Hilfearbeiter, Laufiterstr. 50. August Sidfeld, Slavicrarbeiter, Engel- lljer 2c. Hermann Schöht, Schneider, Mariannenste 20. Otto Zemin, Lackierer, Falkensteinstr. 28. 2. Bahbezirk: Glane, Krausenste. 18. 8. 11. 14. 17. Rickert, Steinmcgftr. 35. 32. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 25. Gemeindeschule, Ruppinerrahe 48. Zu wählen sind 4 Beifiber. Als Kandidaten empfehlen wir: Paul Keller, Bäsa e Arbeiter, Diedenhofenerste. 3. Julins Zäubuer, Lisphalteur, Dunderstr. 3. Christian Mener. Handels- Hilfsarbeiter, Landwehrsty. 10. Paul Welfisch, Glasschleifer, Holzmarttftr. 37 a. Zu wählen fitd 5 Beifizer. Ms Kandidaten empfehlen wir: Richard Jahn, Borzellanarbeiter, Bremerstr. 46. Gustav Dießner, Stempner, Suffitenstr. 77. Oskar Weihe, Arbeiter, Gartenstr. 42. Steinhold Ticharntke, Schneider, Wollinerstr. 38. Franz Troschte, Stereotypeur, Lothringerffr. 25, 47. Wahlbezirk. Wahl- Lokal: Turnhalle der 65./77. Gemeindeschule, Schulstrane 99-100, Eingang Reinickendorferstraße 30. Zu wählen sind 5 Beisiker. Ms Standidaten empfehlen wir: Heinrich Schumacher, Buchbinder, Neinidendorf, Herbststr. 24. Karl Liebe, todarbeiter, Frankfurter- Allee 4. Gustav Staff, Schneider, Bantitr. 4. Julius Oelschläger, Bau- Arbeiter, Michaelfirchstr. 27. Emil Boeste, Tischler, Rigdorf, Hermannstr. 200. Die Wahl- Kontrolllokale befinden sich: Schulz, Zoffenerite. 1ouch.3 1. Grundmann, Naunynstr. 78. Gonell, Faldensteinstr. 5. Ladewig, Kommandantenstr. 65. Andshie 20. Bahlbezirk: Schulze, Blumenftr. 38 2519 26. 99 32. R. Neumann, Rüdersdorferstr. 11. Bart, Elitigerftr. 83. Günel, Rosenthalerfte: 57, Rosin, Nuppinerfte. 42.Rojin, Ruppinerfte. 42 41. 38. Wahlbezirk: Diefe, Aderstr. 123. Gitler, Luisenstr. 26. Gundlach, Waldenserstr. 24. Plath, Reinickendorferstr. 60 c 44. 47. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommiffion. Ein einziger Versuch überzeugt auch Sie! Das einstimmige Urteil von Autoritäten der Wissenschaft, Fachleuten n. 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