Nr. 276. • Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Boft- ZeitungsBreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Naum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Die Volkspartei. Mittwoch, den 26. November 1902. Störungen oder gar persönliche Beleidigungen zu erlauben, wie dies in Lieguißer Versanunlungen jüngst vorgekommen ist. In der Deffentlichkeit schickt sich dergleichen ebenso wenig, wie es für Gäste im Privatverkehr passend ist." Der Geheime Kriegsrat der Bolloppofition, Herr Eugen Richter, hat in der legten Zeit viel schlimme Tage erlebt, aber Es soll ferner für unartig gelten, im allgemeinen auf die Ausso schlimm wie die allerletzten ist kaum einer je zuvor gewesen. führungen der Redner einzugehen: wohlerzogene Leute müssen sich Seine treue Arbeit für die Verständigung der Brotwucherparteien auf die Klarstellung von Einzelheiten" beschränken. Nur so weit hat er durch den Vorwand zu bemänteln versucht, daß diese Ver- ist die freie Diskuffion am Blake." Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. gewiegten Parlamentarier, nicht wie unfren Genossen geLungen war, seinem Antrag auf Aufhebung der Zuckersteuer eine Form zu geben, die der Präsident nach der Geschäftsordnung nicht beanstanden konnte. Dieser Zuckersteuerantrag wurde mit 158 gegen 99 Stimmen bei drei Stimmenthaltungen abgelehnt. Offenbar haben auch einige Konservative für den Antrag gestimmt; genaues wird sich erst morgen aus der Abstimmungsliste feststellen laffen. ständigung überhaupt nicht zu stande kommen würde: er nahm, wie So wird freisinnigen Versammlungsleitern zur Darnachachtung jeder ertappte Spion, seine Zuflucht zu der Ausrede, daß die mitgeteilt. Unser Redner für den Brannhveinsteuer- Antrag war fremden Mächte, denen er sich für ein paar Stichwahl- Damit hat die freisinnige Volkspartei diefe Wahrheit Genosse Wurm, der, als er die Tribüne bestieg, von den mandate verkauft hat, zum Schlusse die Düpierten ge- anzuerkennen, find wir freudig bereit nur die letzten notwendigen wenigen im Saale anwesenden Bündlern mit Ausrufen univesen wären. Und merkwürdig in keinem Augen- Schlußfolgerungen gezogen, die sich aus ihrer bisherigen Tattit verhohlenen Aergers begrüßt wurde. Mit um so größerem blick ift der Triumph der mittleren Linie Linie so nahe ergeben mußten. Sie konnte darauf gefaßt sein, daß ihr durch social- Elan griff Wurm die Liebesgabenpolitik der Agrarier und den gewesen wie eben jetzt! Der Dienstag a bend hat diese Nachricht demokratische Angriffe die Aufgabe gestellt werden würde, ihre ver- Spiritusring an. Er schloß mit der Hoffnung, daß die gebracht, während uns Herr Richter noch Dienstag morgen vor dem räterische Taftit zu rechtfertigen. Da sie dazu außer stande ist, Stimme der Socialdemokratie um so lauter im Volfe widerersten Hahnenschrei seine geniale Tattit abermals angepriesen und berbietet sie den Versammlungsteilnehmern auf Dinge einzugehen, Hallen würde, wenngleich sie hier im Hause auch taube Ohren erklärt hatte, durch die blindtäppische mechanische Obstruktion" sei die der Referent nicht behandelt hat. Und der wird sich wohl träfe. die Zolltarif- Vorlage nicht zum Scheitern zu bringen. Und jegt an hüten...! Weil sie weiß, daß für einen chrlichen Mann höfliche Unser Antrag wurde niedergestimmt; diesmal mit 203 demselben Tage passiert es ihm, daß die Socialdemokraten einen Ausdrüde zur Kennzeichnung ihrer Thätigkeit kaum mehr ausreichen, gegen 43 Stimmen. Antrag auf Aufhebung der Zuckersteuer einbringen, dieselben Social- berlangt sie, daß an die Stelle einer demokratischen Geschäftsordnung Die Sitzung wurde vertagt. Ein neuer Antrag unfrer demokraten, von denen er zwei Tage zuvor seinen erstaunten Lesern wenn nicht schon die spanische Hofetikette, so doch die Anstands- Fraktion, die Getreidezölle bei bestimmten Preishöhen des crzählt hatte, daß fie sich plötzlich für die Zuckersteuer begeistert regeln einer gutbürgerlichen Tischgesellschaft gesetzt würden. Benn Getreides aufzuheben, wird am Mittwoch zunächst das Haus hätten. ernsthaft über Recht und Unrecht, über Wohl und Wehe der Bebeschäftigen. So ist die Freifinnige Zeitung" ein täglich erscheinendes völkerung beraten wird, muß man sorgsam darauf achten, sich ganz Märchenbuch für die Kinderstube geworden. Noch immer hält so zu benehmen, als ob man bei Eugen Richters zum Thee geladen ihre überströmende Phantasie ant der Vorstellung fest, wäre. Sonst Hausknecht und so weiter! daß die Annahme des Antrages Trimborn eine Vorbedingung Obwohl man in Ostelbien im allgemeinen wenig von guten der Verständigung gewesen sei. Damit hat sie aber das Maß der Manieren hält, darf das neue freifinnige Programm der Wehleidigkeit Naivetät überschritten, das selbst dem politischen Phantasiestück ge- bort ficher auf Verständnis rechnen. Die begrenzte Bewegungsstattet ist. Daß das Centrum auf alle Bollwucher- Profite stolz ver- freiheit, die socialdemokratische Redner bisher in freisinnigen Berzichtet hätte, wenn der Witwen- und Waisenversorgungs- Antrag durch fanmilungen genossen haben, ist von den Hütern der öffentlichen die Resolution Rettich noch mehr verwässert worden wäre Drdnung stets als ein schweres Aergernis empfunden worden. wem will Herr Eugen Richter einreden, daß er das glaubt?! Mögen in Zukunft mehr als je zuvor freisinnige VersammlungsWeiß er doch genau, daß bei der dritten Lesung des Tarifgesetzes leiter durch Mundtotniachung socialdemokratischer Umstürzler die ein einverständliches Abstimmungsmanöver der Mehrheit den Antrag Thätigkeit der königlichen Bolizeibehörde und des Juntertums glüdlich Trimborn beseitigen will! Hat er doch selbst die Unvorsichtigergänzen. Es ist immer noch fraglich, welcher von diesen drei teit begangen, im Reichstage die frohe Erwartung auszusprechen, Bundsebrüdern die Wahrheit am meisten zu fürchten hat. daß die letzten Anfäße zur Schaffung und Waisenversorgung in dritter Lesung aus dem Gesetz hinaus getvorfen werden würden, daß es somit bei seinem genialen Programm der Waifen- Selbsthilfe verbleiben wird! So schlägt jede feiner Aussagen gegen ihn selbst aus, und jeder Versuch der Ausflucht wird ein neues Glied in der lastenden Kette der Schuldbeweise. einer Witwenaus der Abstimmung, die Für den Juni 1903 schließt sich ein neues Ordnungskartell gegen die Socialdemokratie zusammen. Herr Eugen Nichter till Vergeltung üben an der verhaßten Partei, deren unerhörte Wahlerfolge in einem vollständigen Verfall feiner eignen Partei ihr notwendiges Gegenstück gefunden haben. Wenn sich bewahrheiten sollte, was neuestens von der" Frankfurter Zeitung" behauptes wird, wenn twirklich jene alberne 81%, Millionen- Mischmaschbroschüre, für die das Scharfmachertum jest haufieren geht, von einem Agitator der freifinnigen Volkspartei, Herrn Heinrich Fräntel, geschrieben ist, wird sich niemand darüber wundern dürfen. Das Gersten- Canossa. Eine parlamentarische Korrespondenz berichtet als Ergebnis der Verständigungsaktion das Folgende: „ Es bestätigt sich, daß der 9teichstanzler namens der berbündeten Regierungen einen Mindestzoll für Braugerste von 4 M.( bisherige Regierungsvorlage 3 M.) unter der Voraussetzung den Mehrheitsparteien angeboten hat, daß ein Minimalzoll für Futtergerste nicht in das Tarifgefeß eingestellt wird. Die Mehrheitsparteien, einschließlich der Nationalliberalen, haben heute vormittag in ihren Fraktionen über dieses Angebot verhandelt. Das Centrum hat sich, wie bestimmt verlautet, mit dem Augebot einmütig einverstanden erklärt. Es wird in der dritten Lesung auf den Boden der so veränderten Regierungsvorlage zurücktreten. Die große Mehrheit der Nationalliberalen wird den Reichskanzler in seiner Verständigungspolitik unterstützen. Nicht völlig einig foll man dagegen im Lager der beiden konservativen Fraktionen geworden sein. Es ist auch kaum anzunehmen, daß die hier vorhandenen Gegenfäße völlig auszugleichen sind. Mit Sicherheit wird aber darauf gerechnet, daß die für die Mehrheitsbildung erforderlichen Stimmen sich bei den Konservativen werden finden lassen. Voraussichtlich werden die heute abend zwischen den Vertrauensmännern der Mehrheit und dem Reichskanzler stattfindenden Verhandlungen den formellen Abschluß bringen. Die Beratung des Tarifs soll dann mit Dampf" gefördert werden." Die schamlosen Handelsverträge, die seine Partei in Memel Heydekrug, in Bayreuth, in Forchheim- Kulmbach mit dem Brotwucher gegen die Socialdemokratie geschlossen hat, die Beseitigung der socialdemokratischen Tarifanträge Ob Herr Eugen Richter bei seinem Rachefeldzug nicht noch seine Unterstützung, die er auf Grund feiner„ dreißigjährigen legten Wähler verlieren wird, das zu bedenten ist seine eigenste Angelegenparlamentarischen Erfahrung" dem gewaltthätigsten Bruch der heit. Ob sich seine politische Ueberschlauheit nicht als das Gegenteil der Damit wäre denn die mittlere Linie" der Verständigung glückGeschäftsordnung zugewendet, die tollhäuslerischen Denun- politischen Slugheit erweisen wird, darüber zu entscheiden verbietet lich gefunden. Die Regierung hat dem Centrum, vornehmlich den ziationen und Angriffe, die er in Hamburg und täglich bisher unstroy Herrn Richters dreißigjähriger Politik der Mißerfolgefüddeutschen Centrumsagrariern, noch eine Mark bei der Braugerste in seinem Blatte gegen die„ blindtäppische mechanische Obstruktion" die Höflichkeit. verbreitet hat, die Beihilfe, die er der Regierung gegen den Antrag Trimborn leistete alles das soll bloß falsch verstanden oder böswillig mißdeutet worden sein! Trotz alledem will er nicht sein, was er scheint, und nicht scheinen, was er ist. Vorsicht bei Einlaß zu Versammlungen, das ist der neueste freisinnige Gedanke der freifinnigen Volkspartei. Steine Diskussion mehr mit der Socialdemokratie! Die freifinnige Boltspartei will in Ruhe, und im Kreise ihrer Lieben, sterben. Jeder Wähler, der eine Versammlung der Richter- Partei zu besuchen wünscht, wird demnächst ein Attest zu erbringen haben, daß er alles, was ihm in der Versammlung erzählt werden wird, auch gewissenhaft zu glauben bereit sei. Politische Uebersicht. Berlin, den 25. November. Reichstag. draufgelegt, obwohl sie das bisher mit aller Entschiedenheit für schlechterdings unmöglich und unannehmbar erklärt hat. Das Centrum hat mit diesem Zugeständnis mehr erreicht als es wohl jemals ernstlich vermutet hat, und es find die verbündeten Regierungen, die gegenüber allen ihren früheren Erklärungen, schmählich nach Canossa gegangen find das Gerstenopfer darbringend. Herr Irmer, der für die Bestrafung des Kontraktbruches begeistert ist, bleibt in der Partei mit dem Vorbehalt, daß die Es will nichts besagen, daß die„ Deutsche Tagesztg." nach wie " Freis. 8tg." feine Kandidatur nicht gerade mehr empfehlen werde, Die am Dienstag wieder präsente Mehrheit beschränkte vor den unentwegten Bramarbas spielt, und versichert, es werde un über die„ Freis. Korr.", die Herrn Nichters einzig sichere Geheim- ihre Thätigkeit auf die viermalige Abgabe roter Neinfarten geheuer schwer werden, eine Verständigung in der Frage der Viehtaktik nicht begreift, ist der große Parteibannfluch gesprochen gegen unfre Verwendungsanträge. Diese harmonische Be- zölle zu finden. Wir haben niemals die Verständigung, mit deren worden... Und wie den Redakteuren durch öffentliches Censurfchäftigung läßt sich ohne übermäßige Aufwendung an Geist sicherem Zustandekommen wir feit jeher gerechnet haben, in einer editt die größte Borsicht im Gebrauche geschriebener Wahrheit betreiben, jie erfordert nur ein bißchen Geduld und die wird Bustimmung der äußersten Rechten gesehen. Die gefährliche anempfohlen wird, so rät die Freifinnige Zeitung" neuestens ihren die Mehrheit schon aufbringen müssen. Unfren Rednern Bollwuchermehrheit erkannten wir immer in dem Kartell des Anhängern, sich auch vor dem Sirenenfang gesprochener Wahr gehörte der Tag ausschließlich. Unbeirrt von der stummen Centrums, der Nationalliberalen, der Reichsparteiler und eines Teils heiten mit Wachs die Ohren zu verkleben. Feindseligkeit der Zöllner vertraten sie durchaus sachlich unsre der versöhnlichen" Konservativen. Es gehörte zum Ganzen, daß dann Anträge, die nach dem Muster des Antrags Trimborn ge- auf der äußersten Rechten die Unentwegten vom 7% Mart- 3oll zornstaltet waren und einen Teil der Zollerträgnisse für die Auf- voll wüteten. hebung der das Volk seit langem drückenden Salz-, Zucker- Ob die Verständigung in der angedeuteten Weise zustandeund Branntweinsteuer nugbar machen wollten. Genoffe fommen wird, ist gleichgültig. So oder so wird sie kommen. Rosenow begründete die Forderung, die Aufhebung der Sollte wirklich die Regierung Braugerste erhöhen, so wäre das Salzsteuer durch die Bereitstellung von 49 Millionen aus den nur eine weitere Erschütterung der allerdings niemals vorhandenen Bollerträgen anzubahnen. Er wies aus der Geschichte der Regierungsautorität. Salzsteuer nach, daß sie von jeher und von den verschiedensten Wir haben feit Beginn des Zollkampfes die Gewissenlosigkeit Die Zeiten, da man die beiden freisinnigen Richtungen nach Seiten als die ungerechteste Steuer betrachtet worden ist, und und Sturzsichtigkeit bekämpft, mit der namentlich die Freifinnige VoltsWasserstieflern und Wadenstrümpflern schied, sind längst vorbei. daß fie besonders drückend in der gegenwärtigen Zeit der partei den Kampf gegen den Zollwucher einzulullen suchte, indem Gichtbrüchig und altersschwach schleppt sich der Volksfreifinn auf Arbeitslosigkeit empfunden werden muß. Die lebendigen man erklärte, der Tarif würde an den Meinungsverschiedenheiten Filzschuhen einher, und alle urwüchsige Derbheit, jedes laute Wort, Abstimmungsmaschinen widerlegten diese Gründe, indem sie im Zollwucherlager zu Grunde gehen, die Opposition brauche desdas die Ruhe des Sterbezimmers stören könnte, sind ihm verhaßt unsren Antrag mit 190 gegen 64 Stimmen ablehnten. halb keine Hand zu rühren. Wenn das nicht die Taktik des Vergeivorden. Ueber den Umgang mit Menschen in der politischen Ver- Den zweiten Antrag, hundert Millionen zur Erräters war, so war es eine unbegreifliche Einsichtslosigkeit. Jetzt sammlung ergeht sich die Freifinnige Zeitung" in so zarten wie leichterung der Aufhebung der Zuderſteuer zu verwenden, be- zeigt sich, wie richtig unsre Taftit war, die nur mit der eignen Straft tiefsinnigen Betrachtungen. In liberalen Versammlungen haben gründete Bernstein. Er ging auf die Verhandlungen rechnete. Eugen Nichter aber wiederholt in diesem Augenblick des über die Brüsseler Konvention zurück und wies darauf hin, völligen Zusammenbruchs seiner Taktik die lächerliche Finte, die „ Aber auch", so lehrt die Freifinnige Zeitung" aus zart- daß ein neues zuderfartell zu erstehen drohe. Die Opposition, Einigung sei erfolgt, weil die Mehrheit von uns bekämpft besaitetem Gemüte weiter, wenn eine Einladung die Social die sich in England gegen die Konvention rege, dürfe nicht wurde:" In der Temperatur, welche die Obstruktion der demokratie einbegreift, etwa in der Formel: Gäste willkommen", unterschätzt werden. Das sicherste Mittel, die Buderkrisis zu Socialdemokratie im Reichstag hervorgebracht hat, ist die find die Erschienenen verpflichtet, sich auch als Gäste zu beseitigen, sei die Steigerung des Inlandskonsums durch die Einigung rascher und vollständiger erfolgt, als man bisher irgendwie benehmen. Statt dessen hat sich jetzt wieder die Erfahrung Verbilligung der Preise. Die sehr interessanten Darlegungen annehmen konnte." wiederholt, daß die Socialdemokraten versuchen, sich in folchen Ver- unfres Redners über die Obstruktion und sein Versuch, die sammlungen als Herren aufzuspielen. Zur Geschäftsordnung aber So schreibt ein Blatt, das auf politischen Ernst Anspruch haben sie ebensowenig alsdann das Wort zu ergreifen, wie es fich für schwebenden Kompromißverhandlungen zur Sprache zu nimmt, die Freisimmige Zeitung". Woraus Eugen Richter vermutlich eingeladene Tischgäste schicht, die Tischordnung zu tritifieren. Noch bringen, wurden vom Präsidenten als nicht zur Sache gehörig die Folgerung zieht, alle Oppofition aufzugeben, denn jeder Stampf weniger fönnen Gäfte das Recht beanspruchen, Anträge zu stellen, leider eingeschränkt. hat die Eigentümlichkeit, Gegner zu finden. In Wirklichkeit hat Socialdemokraten nichts zu suchen. wie dies jüngst von socialdemokratischer Seite unter dem Wider- Bei der Zuckersteuer beteiligte sich als einziger bürger- unsre energische Opposition die selbstverständliche Verständigung so spruch des Vorsitzenden in Halle versucht worden ist. Für Gäste licher Redner des Tages Eugen Richter mit ein paar lange Zeit verhindert, weil die Komödie der Uneinigkeit ja nur aber paßt es sich auch am wenigsten, sich etwa zwischenrufe, Säßen, aus denen sein Aerger heraustlang, daß es ihm, dem dazu dienen sollte, die Gegner sicher zu machen. Als man aber Sehr tomisch ist es, daß die Freifinnige Zeitung", nachdem fic die„ Obstruktion" für die Verständigung verantwortlich gemacht hat, ein paar Zeilen weiter, auf die„ Obstruktion" zu hoffen scheint, indem sie bemerkt: Die Stompromißparteien seien noch nicht im Klaren darüber, wie es formell möglich ist, die 938 noch rückständigen Tarifpofitionen bis Juni in zwei Beratungen durchzuberaten." Wir nehmen an, daß Eugen Richter ihnen diese Klarheit edel zeigen wird. * Die Kleritalisierung" der Regierung geht sogar so weit, daß sie das Unausführbare durchführbar, das Unmögliche möglich zu machen verspricht. Auf Seite 73 der„ Begründung", die die Regierung dem Entwurfe des Zolltarif- Gesezes beigegen hat, ist nämlich folgendes zu lesen: " 11 eine Summe die dem Einkommen 25 merkte, daß außer der Freifinnigen Volkspartei niemand auf diese Jernsten 3ived, aus purer Standalsucht, aus Spekulation auf die]( Verstorbenen sage nur Gutes nach) heilig sei. Zu einem solchen Finte hineinfiel, gab man das Spiel auf und entschleierte die niedrigste Neugierde des Publikums. Und je versteckter und zwvei- Grundsatz thörichtester Sentimentalität kann sich natürlich kein ver Berständigung. deutiger diese Darstellungen sind, um so gemeiner und schmusiger nünftiger Mensch bekennen. Aber trotzdem ist es eine freche Lüge, find fie. Allerdings sind diese sauberen Blätter ja jetzt sicher vor zu behaupten, der Vorwärts" habe angesichts des trotz alledent einem Strafantrag Krupps. tragischen Falles Krupp auch mir das geringste Bedürfnis gehabt, den Fall fenfationell auszuschlachten. Der„ Vorwärts" hat sich im So veröffentlicht das„ Berliner Tageblatt" folgende Berichte: Gegenteil die denkbar größte Zurückhaltung auferlegt, es gerade Der" Figaro" erhält von einem auf Capri weilenden in der Gewißheit, daß die Akten dieses Falles ja noch Abonnenten einen Brief, worin der Aufenthalt Krupps auf lange nicht geschloffen sind und daß sich später noch Gelegen Capri geschildert wird. Strupp war äußerst freige big, heit genug finden wird, auf den schäbigen Verleumdungsfeldzug er schenkte bisweilen den Arbeitern, mit denen er sich der Strupp- Presse gegen den Vorwärts" zurüdzukommen. Es ist unterhielt, hundert, selbst fünfhundert Mart. Er wurde dem Vorwärts" deshalb auch gar nicht eingefallen, auf den von Malern und Bildhauern bestürmt und kaufte viel, bei- specififchen Fall Krupp irgendwie einzugehen. Wohl aber hatte er spielsweise einmal zwölf Büsten Dantes. Krupp wohnte in dem das unbestreitbarste Recht, in den beizenden Weihrauchnebel auf den Hotel, das dem Sindaco gehörte und wurde dadurch ver- Industriegewaltigen und Arbeiter wohlthäter Strupp leitet, sich in die Angelegenheit der Insel zu mit schonungsloser Strifit hineinzufahren. Lediglich das hat der mischen. Er wich seinen deutschen Landleuten aus und lud" Vorwärts" gethan und zwar völlig mit dem beabsichtigten Erfolg. sie höchstens abends zu den musikalischen Festen ein, die er im Blöde Schimpfereien nach Art der" Post" bieten nur den erfreulichen Salon eines Barbiers veranstaltete, bei denen neapolis Beweis, wie sehr die uns aufgedrungene Abwehr gefeffen hat. ( Es) würde eine verschiedenartige Gestaltung des Gerstenzolles tanische Musikbanden mitwirkten. Leider, sagt der Briefschreiber, ließ Daß einem Unternehmerblatt der Nachweis, daß der größte er auch Tennispläge und Wege anlegen, die schöne Punkte der Insel Industriekönig Deutschlands ein absolut überflüssiges Rädchen zu Gunsten der sogenannten Futtergerste nicht im landwirtschaftentstellten. Den Haß der Infulaner aber entfeffellte er besonders, indem im Getriebe feines Riefenunternehmens war, nicht gefallen kann, lichen Jutereffe liegen, selbst wenn sie zolltechnisch durchführbar er die früher heilig gehaltene Grotte des Fra Felice laufte begreifen wir sehr gut. Es läßt sich kein vernichtenderes Argument wäre. Ju lepterer Hinsicht ist hervorzuheben, daß nach dem und dort einen Portier in der Tracht eines Franziskaners ein- gegen den Kapitalismus erfimen. Der Mann, der jährlich übereinstimmenden Urteil der Sachverständigen fich ein zur zoll- quartierte, fowie Feste gab, die von den Italienern als Religions- 25 Millionen technischen Verwendung geeigneter, äußerlich erkennbarer Unterschied verſpottung empfunden wurden. Stiefe Cragen Arbeiterfamilien entfriend dagegen weiß die„ Poſtwidens bote" brudt dieſe Erzährungen best entspricht konnte, ein völlig übereinheimſen konnte, ein bölg² 1000 zwifchen Futter- und Braugerfte nicht aufstellen läßt. Von einer nach dem Verwendungszwede der Gerste ver ab und noch einen ganzen Haufen Märlein aus Wiener Blättern nichts zu sagen, als daß Krupp, wenn er auch nicht das disponierende schiedenartigen Zollbelastung muß schon aus diesem dazu. und organisierende Talent feines Vaters besessen habe, sich doch Grunde abgesehen werden. über alle Ginzelheiten feines Betriebes habe" informieren“ lafer, Die weitere Erhöhung des Gerstenzolle, so wird weiter aus Wie die Kruppianer lügen, dafür ein Beispiel. Am Leider nur ist die Zahl der Preßtrabanten Strupps eine zu große, geführt, verbiete sich schon aus dem Grunde, weil die heimischen Tage des Todes telegraphierten fie in alle Welt- und Wolff ver- als daß auch nur diese schwächliche Lesart die allgemeine wäre. Gerade Brauereien die östreichische Gerste nicht entbehren könnten. breitete es, daß Strupp beabsichtigt habe, nach Capri zurüdzu- Blätter, die sich mit ganz besonderem Eifer des Verschiedenen anges Wenn schon diese Gründe gegen eine zu starke Erhöhung des Gersten- fchren, und der Salonwagen habe schon bereit gestanden. nommen, verbreiteten die Lesart, daß Krupp bereits seit Jahren aus Aerger über die Kritik an seinem Wirken sich vollständig von den der italienischen zolles sprächen, so sei auch auf die etwaigen Folgen für den Bier. Darauf fiet ihnen ein, daß man geschäftlichen Dingen feines Betriebs zurüdgezogen habe. preis Rücksicht zu nehmen. Auch sei zu befürchten, daß den Bresse, die Strupps Interessen vertritt, bereits eine andre und wunderbarer Weise haben sich Krupps Einfünfte feit leinen Brauereien der Wettbewerb gegen den Lesart verbreitet hatte und nun versichert die" Kölnische dieser Zeit nicht nur nicht vermindert, sondern sogar Zeitung": Die Meldung stehe im Gegensatz zu seinen früheren Ent- ganz tolossal vermehrt! Die kapitalistische Legende von der Alle diese guten Gründe hat die Regierung nun im Stich schließungen. Strupp erklärte bereits vor zwei Monaten, als die ökonomischen Notwendigkeit des Unternehmers gerade der riesigsten gelaffen. Die zolltechnisch undurchführbare", nun aber doch wieder italienische Presse sich mit feiner Person beschäftigte, der Betriebe, ist durch diese Thatsache so schlagend widerlegt, wie es nur durchführbare" Unterscheidung zwischen Futter- und Braugerste Aufenthalt in Italien sei ihm derart verleidet, daß er die Insel der fanatischte Gegner der Lapitalistischen Mißwirtschaft wünschen wird jedenfalls für den Import der Futtergerste zur Quelle der Capri niemals wiedersehen wolle. In diesem Sinne habe Krupp tann. umständlichsten Zollpladereien werden. Und das, troydem nach der auch mit dem Kaiser gesprochen und ihm seinen Entschluß mit„ Arbeiterwohlfahrt" fährt die" Post" fort, das Märchen von dem Und troß unsrer zahlenmäßigen Beleuchtung der Kruppschen Ansicht der Regierung in Betracht zu ziehen ist, daß viele Streise geteilt." wohlthätigen Sinn der Firma Krupp weiter zu der landwirtschaftlichen Bevölkerung auf den wohlfeilen Bezug von Wir sind keine Monarchisten; sonst würden wir die Hineinziehung erzählen. Nicht in einem einzigen Buntie vermag bas Futtergerfte angelviesen find." der Person des Kaisers sicher als höchst peinlich empfinden, die Blatt, unsre gestrigen Darlegungen zu erschüttern, trogdem ſtimunt übrigens auch der„ Lotal- Anzeiger" betreibt, der sich aus Bückeburg es nene Lobeshymnen auf den humanitären Musterbetrieb telegraphieren läßt: alt. Das Blatt ahnt wohl, daß wir noch lange teine " Der Kaiser wird von hier erst Mittwoch früh abreifen und erschöpfende kritik an den famosen Wohlfahrtseinrichtungen direkt nach Essen zur Beijeßung Strupps fahren. Wie verlautet, geübt haben, es hitet sich also gefliffentlich, durch Aufstellung irgend ist der Kaiser über Krupps Tod tief erschüttert und entrüstet welcher tonkreter Behauptungen zu weiterer Kritik zu provozieren! Statt dessen deliriert es allerhand findisches Zeug über unsre an= über die gegen den von ihm geschätzten Mann ausgesprengten gebliche Lästersucht zusammen, die lediglich darauf zurückzuführen Verdächtigungen." sei, daß der Socialdemokratie eine zufriedene" Arbeiterschaft, In das gleiche Gebiet der Kruppianer- Arbeit gehört das folgende wie die Krupps, in der Seele zuivider sei. Wie zufrieden die Telegramm: Arbeiter Krupps waren, bewiesen ja die erst im Anfang dieses Jahres Das„ Giornale d'Italia" erfährt authentisch, der nach Capri in Essen stattgefundenen Maffenversammlungen Tausender von Krupps entsandte Untersuchungsrichter habe auf Grund der Klagen von schen Arbeitern, die einen gesetzlichen Schuß gegen die KruppEltern zehn Fälle von Verführung Minder- schen Wohlthaten" verlangten. Welche Empörung mußte fich jähriger durch einen in Capri lebenden deutschen dieser Arbeiter bemächtigt haben, daß sie sich durch ihre Protesie der Gefahr der Entlassung ausfezten, zugleich der Ge Unterthan festgestellt. Gegen den letzteren wurde ein Haftfahr also, der sich auf Hunderte von Mart belaufenden befehl erlassen. Gleichzeitig wird bemerkt, daß während die ge- Beiträge verlustig zu gehen, die die Kruppsche Wohlfahrt ihnen namten Vergehen vorfielen, Krupp nicht in Capri weilte. abgepresst hatte! " Großbetrieb erschwert würde. Nun hat die Regierung allen diesen legerischen Irrtümern abgeschworen und sich löblich unterworfen wie es sich für eine brave Centrumsregierung geziemt. * sid ole Deutsches Reich.e Die Kruppiauer. Der Schlammbulkan, den der Fall Strupp in der bürgerlichen Preise aufgewühlt, hat sich schnell wieder beruhigt. Die Wahrnehmung, daß in alfen offiziellen Beileidstelegrammen der Würden träger mit feiner Silbe der Affaire" Krupp gedacht war, hat das Gesinde vermutlich stußig gemacht, ob es nicht geraten sei, über UnIeugbares und Wohlbekanntes zu schweigen. Vielleicht hat auch die Klerikale Bresse, die sich zuerst wacker an den wider den„ Vorwärts" infcenierten Schmähungen beteiligte, in bürgerlichen CapriBerichten geleseit, daß die Opposition gegen die Geldherrschaft Krupps auf der Insel zuerst von der Geistlichkeit aus gegangen sein soll. i 00 int Es ist niemals behauptet worden, daß Krupp auf Capri Handlungen begangen hat, die nach italienischem Recht strafbar Dagegen triit jekt eine andre sehr charakteristische Erscheinung find, am allerwenigften in einer Zeit, wo er nicht auf der Insel war. herbor. Der verleumdete Artikel des Vorwärts", der unbegreiflicherweise der Konfistation verfict, beruhte nicht nur auf sorgfältiger In- Der Redakteur der Norddeutschen Allgemeinen 3 tg.". formation, sondern er war auch von strengstem fachlichen Ernst. Er vermied Runge, bittet uns mitzuteilen, daß er nur im Auslande geboren jede sensationelle Einzelheit und war so frei von Beschimpfungen sei, aber von Abstammung ein Deutscher und durch die preußische und Verdächtigungen, daß er in bürgerlichen Blättern sogar Staatsangehörigkeit des Vaters preußischer Unterthan" fei. Seit anfangs angegriffen wurde, weil er Strupps Verhalten-ent- 1848 ist bekanntlich sonst niemand" Unterthan". Herr Runge fühlt fchuldigt habe. Es ist auch eine Lüge, daß er Privat- sich doch immer noch ein wenig russisch! angelegenheiten in die Deffentlichkeit zerrte. Ernstlich sind Borgänge, die seit zwei Monaten das Ausland lebhaft beschäftigten, nicht mehr privater Natur. Sodann hatten wir die Angelegenheit hat auf die Züchtigung, die wir ihrem schamlosen Treiben in der lediglich als Material für die politische Gesetzgebung behandelt. gestrigen Nummer zu teil werden ließen, noch keine Antwort gefunden, Und endlich können Thaten, die nach deutschem Rechte strafbar sind, mit Ausnahme der mit den„ Berl. Neuesten Nachr." im Panzerplattenüberhaupt nicht als Handlungen gelten, die in das Bereich des Privat- Patriotismus rivalisierenden" Post". Auch dies Blatt hat gegen infre Kritik der Krupp- Bresse nicht einen vernikiftigen Einwand vorzubringen, was freilich nur ein Grund mehr für es ist, sich in einem spaltenlangen Geschimpfe gegen den„ Bortvärts" auszutoben. Zunächst entrüstet es sich in seinem 17,50 M.- Entrefilet darüber, daß dem Vorwärts" nicht einmal das ,, de mortuis nil nisi bene" lebens fallen. Was aber sehen wir nun? Diefelbe Presse, die gestern über den Vorwärts" herfiel, veröffentlicht heute selbst eilfertig allen möglichen Capri- Klatsch, ohne seine Wahrheit zu prüfen, ohne jeden -st- ien, 21. November. " Die Krupp- Presse " " Die Struppsche Presse mag also munter weiter schimpfen, wir werden mit Vergnügen durch dürres Zahlenmaterial antworten. Ultramontaner Krupp- Kotau. Auch die Märk. Volls- Zig." speit Gift gegen unsre Brandmartung der journalistischen Strupp- Lalaien. Jusbesondere ärgert sie unfre Stritit der schamlosen Verherrlichung des raffinierten Fabril- garismus der Firma Krupp. Unfre Illustrierung des famosen Wohlfahrts"-Systems erklärt sie für einen„ ebenjo lächerlichen als unverschämten" Angriff. Eine Anpöbelung, die sich notabene auch gegen die Mitglieder christlicher Organisationen richtet, die gegen die Kruppsce 3wangswohlfahrt im Anfang dieses Jahres protestierten. Auch daß Krupp seiner Zeit seinen Arbeitern das Lesen ultramontaner Blätter verbot, die wider den Stachel des Kruppichen Despotismus zu löken wagten, hat das Blait vollständig vergessen. Freilich, heute ist das Centrum ja ebenso panzerflottenpatriotisch, wie die " Post" und die„ Berliner Neueste Nachrichten". Die Pflicht zur Anwesenheit proklamiert jegt die Freijinnige Zeitung" für die parlamentarische Minderheit, indem sie sich darüber aufhält, daß bei der namentlichen Abstimmung am Montag, die die Beschlußunfähigkeit ergab, nur wenige Socialdemokraten abstimmten. Eugen Richter entwidelt sich. Jegt erklärt er es sogar für eine Erzherzog und seine Frau als legitimes Ehepaar. Der Erzherzog bittersten Hohnes zn, die allerdings nicht ihm allein galten. zeigte sich öffentlich überall mit ihr, er schob felbst den Kinderwagen Sterbende und Ermordete schon gar find nicht genug auf dem Korso, er hob seine Snaben vor den Offizieren aufs Pferd, objektiv. liebtofte fie 2c. 2c. Ein Bruder des Domdechanten Samejz Bereits im Dezember 1879 waren in Best gefälschte er auffcheine für die Kinder Diese Taufhabe. Ein Brief Bes ,, Habsburg und Wallburg". In Budapest lebt ein gelvisier Ernst Ballburg als Kellner. Der hat an Eidesstatt bestätigt Frogs felbst vom scheine sind gefälscht, weil ein arl v. Ballburg über " Mami, der von Tisch zu Tisch Trinkgelder einfanmelt, ist der 20. Februar 1898 ist von entscheidender Bedeutung; da heißt haupt niemals preußischer Offizier und ebensowenig Sohn eines östreichischen Erzherzogs, twohlgemerkt: es: Runmehr kann ich die Frage wegen wie die angebliche Mutter nie an der im Taufschein angegebenen ein ehelicher. Nun ist ein Kellner ein Arbeiter tie jeder andre, meiner Ehe mit Deiner edlen armen Mutter Adresse gewohnt hat. und daß Arbeit auch den Sohn eines Erzherzogs nicht schändet, ist nicht mehr berneinen." Die Mutter der Kinder starb. Inzwischen war Klotildens Gatte gestorben. Diese kam nach selbstverständlich. Da aber nicht anzunehmen ist, daß der erzherzog- Diese wurden in Erziehungsanstalten untergebracht, wo sie ihr Wien und verheiratete sich mit dem Rittmeister v. Szimic. Wiederliche Sproß den Kellnerberuf aus einer ernſten Vorliebe fir positive Schwierigkeiten. Er schloß mit seinem Bruder, dem Erzherzog auch mit ihr. Den wiederholten Fragen, ob er mit ihrer Mutter für Water oft besuchte. 1872 tam Erzherzog Ernst in finanzielle holt besuchte Erzherzog Ernst seine Tochter, torrespondierte Arbeit gewählt habe, so muß der merkwürdige„ Abstand zwischen Rainer, einen Vertrag, in dem er auf sein ganzes Vermögen verheiratet war, wich er aus. Erst vor seinem Tode schrieb er jenen Geburt und Beschäftigung eine besondere Ursache haben. Und wirklich, und alle Anwartschaften zu dessen Gunsten verzichtete, wofür Erz- großen" Brief, den die Laibacher Schriftfachverständigen für falsch eine Ursache ganz unglaublicher Art scheint vorzuliegen: nach einer herzog Rainer ihm eine( übrigens kleinere als sonst gewährte) Erz- erklärten. In diesem Briefe heißt es ausdrücklich: Darstellung, die iman dieser Tage erhalten hat, sollen die Kinder Herzog- Apanage bewilligte. Diefer sturatelvertrag, den die Nunmehr kann ich die Frage wegen meiner he des Erzherzogs Ernst um ihren Namen, um ihren Nang und um Schranzen des Erzherzogs Rainer feinem unglücklichen Bruder aufmit Deiner edlen armen Mutier nicht mehr ver ihr Erbe planmäßig gebracht worden sein. Und zwar von zwangen, tvar fotvohl betrügerisch wie wucherisch. Er beutete die neinen, mehr kann ich Dir nicht sagen. Nach meinem Tode, den Sereaturen des Bruders ihres Vaters, des Erzherzogs Rainer. Notlage cines andern zu dessen wirtschaftlichem Ruin aus und führte aber erst dann, gehe nach Laibach, jener dort ist mir und euch ein treuer Freund gewesen und euch geblieben; auf meine Inter Die Affaire Wallbarg" beschäftigt die öftreichische Deffentlichkeit den geschäftlich unerfahrenen entweder durch Uebertreibung feiner vention vollzog sein Bruder die Trauung, mehr kann und darf ich schon seit recht langer Zeit. Der Ernst Ballburg machte nämlich augenblidlichen Notlage oder durch Verschweigen seiner reichen zuden Versuch, seine ehrliche Abstammung von dem Erzherzog Ernst schwächlich, friedliebend und eingeschüchtert durch einen fremden fünftigen Hilfsmittel irre. Der Prinz war zu stolz, wohl auch zu nicht sagen, es bindet mich der Schwur, der mir in bitterster Stunde erpreßt wurde. Fluche daher Deinem alten Vater nicht, durch eine älschung zu erweisen: ein Freund von ihm, ein ge- willen. sondern bemitleide ihn. Den andren, mir so...( Das betreffende, wiffer Staudinger, wollte in die Matrifel cine falsche Eintragung Jetzt belamen die Kinder des Prinzen an Stelle ihres früheren Leicht zu erratende Wort ist ausgelaffen!), ihn soll Gott richten über die Ehe des Erzherzogs einschmuggeln. Er wurde an- Vormundes und seine Stunde wird und muß schlagen, weil er mich und euch fo in diesem ersten Vormundschaftsprotokoll sind die geklagt und im Herbst in Laibach zu einer mehrmonatigen Arrest- Stinder ausdrücklich als chelich bezeichnet- den Sekretär des Erz- elend gemacht hat. Süte Dich vor seinem Selfershelfer G strafe verurteilt. Der Borsitzende in jenem Prozeß schloß damals die herzogs Rainer, Herrn v. Gall, zum Vormund. In dem neuen Protokoll( Hofrat Dr. Basilio Giannelia, Sekretär des Erzherzogs Rainer.) - Die Welt sicht nur den äußeren Schein und Firnis, der Moder Verhandlung mit dem vielkommentierten Wort: Die Sache ist also werden die Kinder schon als unehelich bezeichnet. Die Kinder durften in unfren Hoftreifen ist ihr leider nicht Bekannt, wohl auch ein endgültig erledigt". Daß jene Fälschung nicht beweist, zum Erzherzog Ernst nicht mehr" Papa" sagen. 1879 nahm man Glüd, wohin kämen wir sonst. Du fragit mich, ob Deine arme daß die vier Kinder, die den Namen Ballburg tragen, nicht die die beiden Mädchen aus dem Kloster und gab fie zu einem Diurniſten Mutter eine Stublit war und dessen Frau, einem ehemaligen Dienstmädchen, nach Innsbrud ich sagte es Dir ja schon, und daß Kinder des Erzherzogs find, liegt auf der Hand: die Fälschung war in Bension. Die Stinder mußten dort Magddienste verrichten. Die cure Taufscheine falsch sind. Hüte Dich vor der Hofvielmehr ein Mittel, eine Thatsache mit vorgespiegelten Umständen ältere Tochter, geistig zurückgeblieben, war nicht gefährlich, wohl Camarilla und deren Intriguen, die mich so ver zu ertveisen. Nun ist in einer Wiener Wochenschrift, dem ,, Don Quixote", aber die jüngere, slotilde. Sie wurde daher von den Schranzen folgt hat. Du wirst viel zu kämpfen und zu leiden haber, die sich die ,, Bekämpfung" der östreichischen Dynastie zum Hauptthema an einen alten Arzt in Lienz verkuppelt, die Mitgift von 20 000 fl. gab weil Tu zu aufrichtig bist und gegen tüdische boshafte Feinde zu ertoren hat, unter dem Titel„ Ha bsburg und allburg" ein Erzherzog Rainer. Durch Drohungen erzwang deffen Sekretär die Ehe- tämpfen haft. Aufsatz erschienen, der in der Behauptung gipfelt, die Ballburgs schließung. Von den Söhnen war einer Ernst- Lieutenant geSturz darauf fiarb Erzherzog Ernst. Zu dem Gefrankten ver seien die Kinder des Erzherzogs Ernst aus einer unanfechtbaren Ehe, worden, wegen ganz unbeträchtlicher Schulden kassiert, ins Elend reigerten ihr die Schranzen den Zutritt und wagten die Bemerkung, und bewusst und plänmäßig feien sie um ihr Erbe gebracht worden. und später ins Lumpenproletariat geraten. Der zweite Sohn war die, wie ich annehmen muß, eine Lüge ist, de cin diesbezüglicher lungenkrank. Diesem jungen Mann wurde die Entziehung der färg- Befehl des Erzherzogs Rainer vorliege. Der Aufsatz ist selbstverständlich tonfisciert worden, durch eine Inter- lichen Subvention angekündigt, man fuchte ihm eine Braut, deren Nun begannen die Wallburgs den Stampf um jene Dokumente, pellation aber erst recht bekannt geworden. Wir lassen nun dem Familie vollkommen verläßlich war, aufzuzwingen. Man wagte ihm die ihre Anerkennung als Kinder und Erben bewirken mußten. Autor felbst das Wort, er erzählt: fogar zu sagen, er verdante fein Leben einem Ehebruch der Mut.er. Frau v. Szimic war vorsichtig genug, den Brief des Erzherzogs an Der Jüngling beging cinen Selbstmord. Dent herbeigeeilten einem völlig sicheren Orte zu hinterlegen und sich lediglich eine PhotoDas Testament und der eigen= Sekretär des Erzherzogs Rainer es war bereits der jetzige Hof graphie zu behalten. rat Dr. Bafilio Giannelia vief der Sterbende Worte voll händige Brief an den Kaiser, dessen Niederschrift Erz" Erzherzog Ernst von Deftreich tvar mit der schönen Frau Laura von Stublit eine Liebesbeirat eingegangen. Diese Ehe ist durch Lein Dolument nachgewiesen. Aber in Laibacht annte jedermann den Antrick, Bebel, Stadthagen, v. Bollmar beantragen als§ 11f in das Zolltarif- Gesetz einzuschalten: Der Bundesrat hat die Zölle auf die nachbenannten Waren aufzuheben, sobald deren Verkaufspreise die daneben gesetzten Preise erreichen: Weizen 215 M., Roggen 165 M., Gerste 155 M., Hafen 155 M., Hülsenfrüchte 185 M., Lupinen 80 M., Malz 175 M., Mais 155 M. per Tonne. " Bflicht der Opposition, durch ihre vollzählige Anivesenheit der Bahnhofstraße bewußtlos zusammen. Schuyleutel circa 35 000 Stimment au der Spize, dan folgt Bennsylvanien mit schwänzenden Mehrheit die Beschlußfähigkeit zu ermöglichen. Da ist fanden den Unglücklichen und brachten ihn als Beiruntenen im über 20 000, New York ebenfalls über 20 000, Ohio über 15 000, nur noch eine Steigerung möglich, daß es die Pflicht der Opposition Santongefängnis unter. Erst 11 a ch mehreren desgleichen Illinois. Eine Reihe andrer Staaten, wie Wisconsin, sei, für die Gesetze zu stimmen, die sie nicht will. Stunden teilte man den Vorfall dem Stations Missouri, Teras, California, New Jersey und Michigan weisen von Die offizielle Socialdemokratische Zollanträge. Die Genossen Molfenbuhr, bureau mit, und als man hier erfuhr, daß der Herr unmöglich 4000 bis 12 000 socialistische Stimmen auf. betrunken sein könne, da er um 5 1hr im Dienst sein Stimmenzählung wird erst ein genaues Resultat liefern. mußte, wurde ein Arzt requiriert, der feststellte, daß der im Kanton- Nach einer so langen Stagnation in der Bewegung wird dieser gefängnis Untergebrachte vom Gehirnschlage getroffen Fortschritt die Genossen mit neuem Effer und Energie beleben. Bon ei. Nunmehr wurde der Schwerkrante ins Krankenhaus gebracht, jest ab werden die herrschenden Parteien mit ganz audrem Interesse die socialistische Betwegung verfolgen, für die sie bisher die größte wo er nach kurzer Zeit verstar b. Ein Stein vom Herzen. München, 24. November.( Eig. Ber.) Gleichgültigkeit zeigten, da in einer ganzen Anzahl von Staaten die socialdemokratische Partei zur offiziellen anfgerüdt ist, ihre Gestern verschied infolge eines Schlaganfalles plöglich ein Mann, Standidaten also in Zukunft auf dem offiziellen Stimm der dem bayrischen Centrum schon viele unangenehme Stunden be Eine Polen- Juterpellation. Die Polen haben mit Unterstützung reitet hat: Dr. Franz Klasen, der ehemalige Chefredakteur des zettel erscheinen, ohne daß die Sammlung von Tausenden von des Centrums und der Elsässer folgende Interpellation jetzt ganz centrumsfrommen Bayr. Kurier". Dr. Klesen, ein Unterschriften nötig wäre. eingebracht: Die ungleichmäßige Behandlung der wurde in der politischen Welt begeborener Hannoveraner, Die Hartkohlengräber werden im günstigsten Falle eine polnischen Bevölkerung innerhalb des Deutschen Reiches, kannt durch seine heftigen Angriffe auf das bayrische Centrum. fleine Lohnerhöhung herausschlagen. Die Schiedsgerichtswelche im Widerspruch steht mit der staatsrechtlichen Gleichheit vor Da alle Versuche, den unangenehmen Kritiker zum Schweigen Kommission arbeitet so langsam, daß der Verdacht aufsteigt, dem Gesetz, die sich unter anderm insbesondere in einem Boykott polnischer Gewerbetreibender und Kaufleute seitens der Militär- zu bringen fehlschlugen, ließ Dr. Heim durch einen Bankier israeli- man beabsichtige die Entscheidung so lange hinausnicht einmal die eigentlichen Führer zuschieben, bis wieder ein Kohlenvorrat vorbehörden kundgiebt, in der Entzichung der Berechtigung zum ein- tischen Bekenntnisses heimlich die Aktien des Manz- Verlages zur handen ist, um dann die Miners wieder in den Streik zu jährig freiwilligen Dienst wegen geringfügiger Vergehen, in der Handhabung der Personenstands- Gesetze sowie in der Behandlung Hälfte aufkaufen, dem der„ Bayer. Kurier" gehört. Durch diese nach freiben. Die Klarblickenden unter den letzteren machen sich auch politischer Tagesschriftsteller als gemeine Berbrecher, veranlaßt die mehr als einer Hinsicht intereſſante Finanzoperation wurde das Blatt keine Illusionen, sondern erklären offen, daß sie wieder vor einem politischer Tagesschriftsteller als gemeine Berbrecher, veranlaßt die wieder in den Dienst des Centrums zurüdgeführt und Dr. Selajen neuen Stampfe stehen. Im günstigsten Falle wird der materielle Unterzeichneten zu der Anfrage an den Herrn Reichskanzler, was mußte natürlich gehen. Er gründete dann mit Dr. Bumüller Gewinn für die Miners ein kleiner sein, da eine andre Entscheidung derselbe zu thun gedenkt, um diesen Zuständen ein Ende zu in Augsburg die Wochenschrift ,, Das XX. Jahrhundert", die vornehmlich von der Stommiffion nicht zu ertvarten ist. Das Wahlrefultat in die Interessen der Reformkatholiken vertritt. Es bestand auch der der Anthracitregion hat aber konstatiert, daß der Kampf in Bei dem schönen Jagdwetter mag auch der Ledertönig von Plan, eine neue liberal- katholische Partei zu gründen, deren Rüdgrat principieller Beziehung in Tansenden Worms, Herr v. Heyl, nicht Juden und Judengenoffent als eine neu zu errichtende Tageszeitung bilden sollte. Wie man hört, stohlengräbern Klarheit gefchaffen hat, und das Stimmmbieh dienen. Er hat troh dem großen Interesse, das er dem waren für diesen Zweck schon ziemlich viel Gelder vorhanden. wird der größere Gewinn sein. Zustandekommen des Zolltarifs entgegenbringt, in jüngster Nun dürften diese Gründungspläne wohl ziemlich ins Wasser geZeit verschiedenen Sitzungen des Reichstages nicht beiwohnen fallen sein, denn wenn auch die Zahl der Reformtatholiten aukönnen". Teils wird der bedauernswerte Mann im Sizungsprotokoll scheinend in rascher Zunahme begriffen ist, so waren doch Hauptals„ beurlaubt", teils als entschuldigt" oder„ krant" aufgeführt. fächlich der Ehrgeiz und die Energie Klasens das treibende Element, So ivar der freiherrliche Volfsvertreter 11. November das zum Handeln anspornte. Unter diesen Verhältnissen kann man nach dem Sigungsprotokoll„ frank“. Die„ Wormser Volkszeitung" es verstehen, daß das Centrum erleichtert aufatmet. hat in menschenfreundlicher Absicht dem Leiden nachgeforscht und gefunden, daß der hohe Patient am 11. November einem Treibjagen beiwohnte und gleiche Thätigkeit mußte er am 13. November entfalten. machen?" am " Eugen, der Freifinnige, wettert inzwischen gegen die bösen Socialdemokraten, die den Reichstag künstlich" beschlußunfähig machen. Inzwischen ist mehrfach bewiesen, daß von allen Künsten der Beschlußunfähigkeit alt und neuadelige Waidmannskunst die beste ist. 4 Zu dem Vorschlag einer Kavallerievermehrung äußert sich die Rheinisch- Westfälische Zeitung":" Die glänzenden Reitermanöver, wie sie neuerdings vielfach geübt werden, haben allerdings zur Vermehrung der Reiterei weniger Veranlassung gegeben, da sie im Kriegsfall nicht möglich sind und nur ein prächtiges Bild im Frieden" trop aller nachträglichen Beschönigungsversuche bieten. man lann doch den schlüssigen Gedankengang Zepelins nicht ohne weiteres abweisen. Wer vor jeder Prüfung einer Verbesserung zurüdschreckt, bleibt nicht lange auf der Höhe." " Alber Gegen die Finanzwirtschaft des Reiches erheben erneut, wie wir gestern schon bezüglich Oldenburgs berichteten, bundesstaatliche Ministerien energischen Protest; nächst Oldenburg hat dieser Tage auch im neueröffneten Landtage der leitende Minister von Schwarzburg Rudolstadt, Start, die Finanzwirtschaft des Reiches einer charakteristischen Kritik unterworfen. Er führte nämlich bei der Einbringung des Etats aus, daß y „ bei der Ungewißheit über die finanziellen Anforderungen des Reiches an die Einzelstaaten rechnungsmäßig nur von der Erwartung ausgegangen werden konnte, daß die Ueberweisungen sich mit den Matrikularbeiträgen decken würden. Die Aufbringung ungedeckter Matrikularbeiträge aus den laufenden Einnahmen würde nach dem zu erwartenden Rückgang der Forsterträge nicht möglich und nur durch Anleihe zu beschaffen fein. Eine Abhilfe sei nur durch die endliche Inangriffnahme der längst ersehnten Reichsfinanzreform zu erwarten." des Centrums wußten davon Ausland. Allerlei Kosakisches. Schweiz. Der Genfer Dienstverweigermigs- Prozeß. Am Montag begannen die Verhandlungen des Kriegsgerichts in Sachen der Dienstverweigerung der 17 Soldaten, welche während des großen Streits nicht marschieren wollten. Oberst Lachenal, der frühere Präsident der Eidgenossenschaft, leitet die Verhandlungen. Nach Eröffnung der Audienz werden die Angeklagten verhaftet. Der erste Augeklagte Angeklagte antwortet auf die Schuldfrage, er Dem Leser sind bereits mehrere Girkulare der höheren russischen habe sich nicht gestellt, weil ihm sein Gewissen nicht erVerwaltungsbehörden bekannt, die der Bewegung ein sehr günstiges I aubte, die Waffen gegen die Brüder zu ergreifen. Oberrichter Zeugnis über ihre Thätigkeit unter den Bauern und dem Militär Lachenal bemerkte dagegen, das Militär sei nicht gegen die ausstellen. Der folgende Erlaß giebt einen Einblick über das Vor- Streifenden aufgeboten worden, sondern gegen die Nuhedringen der Bewegung unter den Volksschullehreru: Ministerium der Voltsaufklärung. Inspektor der Vollsschulen des Slawjanoferbschen Kreises, Gouvernement Jekaterinoslaw Nr. 250. störer.(!) Hauptmann Lehmann als Staatsanwalt verlangt die Bestrafung aller Schuldigen, weil es Pflicht eines Schweizer Soldaten ist, der Drdre seiner Regierung zu gehorchen. Das erste Urteil wurde um 12 Uhr gefällt und lautete gegen den ersten Angeklagten Whß auf zwei Monate Gefängnis und ein Jahr Einstellung der Bürgerrechte. An die Herren Volksschullehrer. Während meiner dreijährigen Beaufsichtigung des Ganges der Vermutlich werden die ferneren Urteile ähnlich ausfallen. Der Wirksamkeit in den Volksschulen in dem mir anvertrauten Rayon Prozeß ist nicht nur wegen seiner Vorgeschichte intereſſant, sondern konnte ich nicht umhin meine Aufmerksamkeit auf die Existenz einer auch durch die Nebenumnstände, durch die man es fertig brachte, aus unerwünschten Tendenz in manchen Volksschulen der Zahl von 321 Mann, die den Dienst verweigert hatten, schließlich zu lenken. In Erfüllung meiner Dienstpflicht und nach meinem mur ganze 17 Mann vor's Tribunal zu bringen. Sämtliche DicuftVerständnis und Kräften habe ich die Lehrer und Lehrerinnen weigerer wagte man aus begreiflichen Gründen nicht unter Antlage rechtzeitig vor Verirrungen gewarnt, doch meine Hinweise zu stellen, man sichtete deshalb die Dienstweigerer verschiedene Male, sind nur von wenigen beachtet worden, man hat um schließlich eine Handvoll aufs Geratewohl Ausgewählter der sich sogar erlaubt, fie ganz verkehrt auszulegen. In dem letzten militärischen Klassenjustiz zum Opfer zu bringen. Gegen 196 Mann Jahre hat diese unerwünschte Tendenz schon frassere Formen an- wurde zunächst das Verfahren eingestellt, weil sie„ genügende Entgenommen, weswegen ich gezwungen war, zwei Lehrer schuldigungen" vorgebracht hätten. Von den übrigen 125 Wann ihres Amtes zu entheben. Dieser Umstand hat aber wurden 108 zwar als straflos angesehen, aber doch nicht in dem nicht, wie die Ereignisse der letzten Zeit bewiesen haben, den Maße, daß eine Anklage gerechtfertigt gewesen wäre. Man beübrigen Herren Erziehern zum warnenden Bei schränkte sich also darauf, an den übriggebliebenen Siebzehn ein fpiel gedient. In Anbetracht dessen bin ich gezwungen, die Erempel zu statuieren. Vor allen übrigen hat man es auf den verehrten Lehrer und Lehrerinnen zur Ordnung zu Genossen Sigg abgesehen, der zum zweitenmal wegen Dienstmahnen. Ich lege einem jeden zur Pflicht auf, feine Lehr- verweigerung zur Anklage steht. Unfre Genfer Genoffen wird jedoch thätigkeit unter der Aufsicht der Erziehungsdirektion und unter das militaristisch- kapitalistische Strafgericht nicht abhalten, in Zukunft meiner Leitung mit dem Geist der Regierung und der noch energischer die Arbeiterinteressen gegenüber dem solidarischen Geseglichkeit in Cintlang zu bringen. Im Falle der Nicht- kapitalistischen Klingel zu verfechten. befolgung dieses werden die strengsten Mittel in Angriff genommen werden. Der Jnspektor der Volksschulen. Strebniski. Die Sehnsucht der Einzelstaaten nach einer sogenannten„ Reichsfinanzreform" bedeutet nichts wie den Drang, die Mitverantwortlichfeit der Bundesregierungen für die Mißwirtschaft im Reiche abzuTehnen. Die Matrikularbeiträge, die auf die direkten Steuern in den Einzelstaaten wirken, sind noch die einzige Hemmung für die sinnlose militaristisch- marinistische Reichspolitik. Jm Bundesrat bes Nicht minder rebellisch gegen den Geift der Regierung" zeigen schließen die Regierungen die Ausgaben des Reichs, es ist also sich auch die Volksschullehrer des Gouvernements Grodno, indem sie durchaus notwendig, daß sie diese Ausgaben auch miticagen.ſich die der Regierung aus tosakisch imperialistischen Gründen berEs giebt nur eine Reichsfinanzreform, die vorwärts führt: haßten kleinruffischen Lieder singen. Hierüber liegt das folgende progressive dirette Reichssteuern, die aber die Vertreter der be jizenden Klaffe nicht wollen, weil sie sich ihren Patriotismus" von den Besitzlofen bezahlen lassen. Wieder ein polizeilicher Mißgriff wird aus Barmen gemeldet. Dort brach am Montag der Stationsassistent Emde, als er sich morgens 5 Uhr zum Dienst begeben wollte, auf der Cirkular vor: a Ministerium für Voltsaufklärung. Direktor der Volksschulen des Gouvernements Grodno, Nr. 912. Aus dem der Direktion vorliegenden Material ist zu ersehen, daß etliche Volksschullehrer, hauptsächlich die jüngeren und die in den südlichen Kreisen des Gouvernements lebenden, sich auf den Bolts Unterhaltungsabenden erlauben, kleinrussische Lieder zu fingen. V Frankreich. Zum Bergarbeiter Streit. Aus Paris wird der„ Frautf. 3tg." depeschiert: Die Vertreter der Bergarbeiter und der Minengesellschaft des Loire- Bedens konnten sich nicht einigen. Sie übertrugen den Schiedsspruch dem Präsidenten des Kaffationshofes, BallotBeaupré. Jm Ministerrat am Dienstag, an welchem der Marineminister Belletan Univohlseins halber nicht teilnahm, teilte Ministerpräsident überall mit Ausnahme des Loire Bassins beendet sei. Auch dort sei die Wiederaufnahme der Arbeit demnächst zu er warten, da die Grubengesellschaften und die Arbeiter sich auf eine schiedsgerichtliche Entscheidung geeinigt hätten. Voyrons Geheimbericht. Voyrons Bericht über den Anteil der französischen Missionare an den Pekinger Plünderungen und an dem Ankauf der Beute, den Pelletan als In Anbetracht dessen rechne ich es zu meiner Pflicht, die Oppositionsmann im vergangenen Jahre vergebens von WaldeckHerren Lehrer darauf aufmerksam zu machen, daß die russischen Rousseau verlangt hatte, ist von ihm dem Vorsitzenden des HausBoltsschulen des Gouvernements Grodno nur die russische haltungsausschusses du Vief auf dessen Verlangen ausgeliefert worden. Staatsidee und die russischen Volkslieder in der örtlichen Der Ausschuß wird weiter geheimhalten, was aus Bevölkerung zu pflanzen haben und daß in der Volksschule keine diplomatischen Rücksichten besser unveröffentlicht andren, als nur russische Volkslieder gesungen werden dürfen. Gerade die Voyronsche Kritik an dem Verhalten der Truppen Der Direktor: Fiwliski. der übrigen Chinamächte wäre außerordentlich interessant. Belgien. bleibt. Herzog Ernst der Tochter anzeigte, wurden dem Hof marschallamt nicht übergeben. Ich spreche hiermit die Vermutung aus, daß dieselben von schuldbewußten Schranzen des Erzherzogs Rainer unterschlagen wurden. Daraufhin begannen die Verhandlungen mit den Wallburgs, wie es heißt, auf Befehl des Kaisers. Der Fondskassendirektor Baron Chartak soll den um mindestens 30 Millionen Kronen geschädigten Erben- 200 000 fl. angeboten haben. Als sie darauf nicht sofort eingingen, scheint man es für flüger und billiger gehalten zu haben, den Wortführer der Wallburgs zu laufen und die Kinder Höhnend auf den für sie ungangbaren Rechtsweg zu weisen. Da entdeckte der VerlassenschaftsUnter den in diesem Frühjahr von der Polizei als verdächtig furator zufällig die Fälschung Staudingers und nun begannen die wahren und größeren Verbrecher üppig zu werden. Die Bestürzung anerkannten Gelehrten Petersburgs befand sich auch Die Spielhöllent. Die Regierung ist der Interpellation Vandervelde, der Hofbehörden und des Untersuchungsrichters, als ihnen die Photo- der Historiker und Publizist Prof. Miljukow, dessen Arbeiten graphie des Briefes vorlag, war furchtbar. Sie hatten auf dem Gebiete der ruffischen Kulturgeschichte allgemeine Beder die Regierung über die Verzögerung der Veröffentlichung des jetzt zweierlei Aufgaben: Erstens fich des Originals selbst zu geisterung hervorgerufen haben und bereits in den verschiedenen ließ durch den Minister des Innern, Herrn de Trooz, erklären, das; Gesetzes über die Spielhöllen befragen wollte, zuvorgekommen. Sie bemächtigen, zweitens Frau v. Szimic zu der Gr- Kultursprachen erschienen sind. Im Monat Februar wurde im Hause die Veröffentlichung aus Rücksicht auf die Badeplätze unterblieben Härung zu pressen, daß der Brief cine Fälschung sei. Man durchschnüffelte ihre Wohnung, vergeblich. Ebenso vergeblich war Miljutows eine Haussuchung vorgenommen, und, obgleich man nichts sei, daß das Gesetz aber bestimmt mit Anfang 1903 in Kraft ircien es, daß auf höheren Befehl Polizeirat Studart mit drei fand, sette man Miljukow hinter Schloß und Riegel. werde. Endlich! Detektivs jogar in der Wohnung des Advokaten Erst nach 4 Monaten kam er frei, doch das genügte der Regierung eine Hausdurchsuchung vornahm. So blieb nur die noch nicht. Sie will herausgefunden haben, daß der Gelehrte zwei Folter übrig. Zehn Stunden täglich quälte der bis drei Abende unter den Studierenden zugebracht habe, und dieses Untersuchungsrichter Trauner fie mit Fragen. Verbrechen hat dem Gelehrten jetzt sechs Monate Bellenhaft Wenn sie ihm den Brief gäbe und als Fälschung erklärte, werde eingebracht, die er auf den Befehl Nikolaus II. am 2. d. M. Tein Prozeß gegen sie geführt werden. Die Kranke blieb standhaft hat antreten müssen. gegen England. treten Das Mitglied des Unterhauses für die Orkney nnd Shet land- Inseln, Wason, der nach seinem Uebertritt von der unionistischen Partei zu den unabhängigen Liberalen sein Mandat den Wählern zurückgegeben hat, wurde mit 2412 Stimmen wiedergewählt. Von den Gegenkandidaten erhielten Wood( liberal) 2001 und Angier( Unionist) 740 Stimmen. Rußland. Anton Tschechow und Gorki. trotz der Tortur dieser Verhöre, die ihren Arzt zu der Drohung In dem Charlower Prozeß die bewogen, er werde dem Justizminister telegraphieren, dies fei feine revoltierenden Bauern verließen, wie feiner Zeit berichtet Untersuchung, sondern ein Mord. Der Untersuchungsrichter, der, wie kundige Zeugen versichern, stundentang im Palais worden ist, die verteidigenden Anwalte demonstrativ des Erzherzogs Rainer dessen Schranzen in das den Gerichtssaal, da sie die Ileberzeugung gewannen, daß sie Allgemeine Erregung hat seiner Zeit die aus politischen Gründen Prozeßmaterial einweihte, gab sich nun offen als bloß Dekorationsfiguren fein sollten. Der Vorsigende vorgenommene Stassierung der Wahl des bekannten Schriftstellers Agent Giannellias. Er suchte von dem Vertreter der Frau des Gerichts hatte gleich nachdem den Justizminister befragt, ob er Gorti zum Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften hervor Szimic den Brief zu erhalten, weil sich eine hochstehende Persön- die Angelegenheit nicht der Korporation der Anwalte übergeben gerufen. Die Regierung führte diesen Gewaltakt unter der Flagge lichkeit dafür interessiere.. Man wolle den Brief in seiner Gegenwart sollte. Das hat aber der Justizminister in der Befürchtung, die der Akademie selbst und beging dadurch eine ganz gemeine Fälschung. vernichten. Ich habe gesagt, daß dieser Brief echt ist. Ich stütze mich auf Anwalte tönnten mit einer gegen die Regierung gekehrten Spize Das Mitglied der Akademie sorolento erhob dagegen scharfen freigesprochen werden, nicht zugelassen. Da der Vorfall Protest. Nun gefellt sich ihm ein andrer russischer Dichter Tschechow das verzweifelte Bestreben der Hofpartei und des ihr unterwürfigen Untersuchungsrichters, das Original zu erlangen und eine Fälschungs- politischer Natur sei, so müsse darüber dem Minister des an. Er meldet in dem folgenden Brief seinen Austritt aus erklärung von Frau v. Szimic zu erpressen. Das Original Innern Plehwe Bericht erstattet werden, und so kann es einer Fälschung ist nicht wichtig und das Geständnis kommen, daß die Anwalte bald ebenfalls auf die Sündereiner Fälscherin belanglos. Das Verlangen des mitschuldigen bant der Staatsverbrecher kommen. Untersuchungsrichters Trauner, den Brief vom Gerichte vernichten zu Taffen, dieses beispiellose, unerhörte, verbrecherische Verlangen ist ein feierliches unwiderlegliches Zeichen für seine Echtheit! In den bürgerlichen Blättern werden die merkwürdigen Ent hüllungen natürlich totgeschwiegen. Aber es wird schon gelingen, die Regierung zu einer Antwort zu svingen., Das amerikanische Wahlresultat vom 5. November zeigt endlich ein gesundes Wachstum der socia liftischen Bewegung in den Vereinigten Staaten an. Die erfreulichen Fortschritte erstrecken sich auf alle Staaten, in welchen die Socialisten cigne standidaten nominiert hatten. Massachusetts marschiert init der Akademie. An den Herrn Präsidenten der Akademie der Wissenschaften Großfürst Konstantin Sonstantinowitsch. Etv. Kaiserliche Hoheit! Im Dezember vorigen Jahres wurde ich von der Wahl A. M. Peschtows( Gorkijs bürgerlicher Name) zum Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften benachrichtigt, und ich zögerte nicht, A. M. Peschkow, der sich damals in der Krim befand, die Nachricht von seiner Wahl zu überbringen und ihn su beglüdwünschen. Einige Zeit darauf stand in der Presse, baß in Anbetracht des Umstandes, daß A. M. Peschkow auf Grund Einen Augiasstall bürgerlicher Gemeindeverwaltung haben unsre es faum glaubhaft, daß der Stahltrust schon jetzt sich zur des§ 1035( einer der politischen Paragraphen) zur Verantwortung Parteigenoffen in Mülhausen im Elsaß auszumisten. Der Ausfuhr größerer Massen von Stahlwaren anschickt, da die gezogen ist, seine Wahl für ungültig erklärt worden ist, wobei Bürgermeister forderte eine vollständige Neuorganisation des Bürger- amerikanischen Preise noch immer zu denen der europäischen und es mitgeteilt war, daß die kassierung von der meister- Amtes unter Personalvermehrung mit der Begründung, daß oftasiatischen Märkte in einem Verhältnis stehen, daß, wenn die Akademie ausgeht. Da ich Ehrenmitglied der Akademie bei der bisherigen Einrichtung die Geschäfte gänzlich in Unordnung Frachtkosten mit in Ansatz gebracht werden, der Export nur mit bin, so geht sie scheinbar auch von mir aus. Unter solchen Um- geraten seien. Darauf hat sich eine Kommission des neuen Ge- bedeutenden Verlusten erfolgen könnte. Weit wahrscheinlicher ist, ständen kann ich diesen Widerspruch mit meinem Gewissen nicht meinderats mit der Angelegenheit beschäftigt. Die Kommission daß der Stahltrust in Kluger Voraussicht der sich am Wirtschaftsin Einklang bringen und nach längerem Ueberlegen konnte ich nur stimmt den Forderungen des Bürgermeisters zu und stellt in ihrem horizont zusammenziehenden Gefahr vorläufig nur erst sondieren zu einem Entschluß kommen, und zwar zu dem, Ew. Kaiserliche schriftlichen Bericht eine unglaubliche Mißwirtſchaft feſt. läßt, wohin er, wenn der Krach hereinbricht, am besten seine UeberHoheit zu bitten, mich von dem Titel eines Ehren- Seit Jahrzehnten sind die Aften der meisten Verwaltungszweige Erzeugung abzustoßen vermag. mitgliedes der Akademie zu befreien. ohne jede Ordnung einfach in Säften gepact worden, so daß kein Deutschlands Außenhandel in den 10 Monaten von Januar bis A. P. Tschechow. Mensch von ihrem Inhalte eine Ahnung hat. Wenn eine ältere Oktober 1902 beträgt nach dem soeben vom kaiserlichen Statistischen Angelegenheit wieder aufgenommen werden soll, find die Akten Amt herausgegebenen Oktoberheft der monatlichen Nachweise über darüber unauffindbar. Zufällig findet man Aftenstücke, die in Be- den auswärtigen Handel: Alles, was in Rußland litterarische Reputation genießt, ist sich einig in der Verurteilung der schurkischen reaktionären Streiche der russischen Regierung. Afien. Ein Zusammenstoß zwischen den Besatzungstruppen in China. Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Beting vom heutigen Tage: Ein östreichischer Matrose, der Polizeidienste that, tötete durch einen Schuß einen angetrunkenen italienis schen Matrosen, der sich der Festnahme widersette. Der Vorfall verursachte große Erregung. Um Busammen stöße zu vermeiden, dürfen die östreichischen und italienischen Truppen die kasernen nicht verlassen. Eine andre Version über den Vorfall lautet: Ein als Polizist fungierender deutscher Soldat tötete, wie aus Pefing gemeldet wird, eineu verschiedener Verbrechen beschuldigten italienischen Matrosen, welcher sich seiner Verhaftung widersezte. Infolge dieses Vorfalles sind die Truppen beider Nationen in ihren Kasernen tonfigniert. Amerika. = " Polizeiliches, Gerichtliches usw. Bei richten an die Aufsichtsbehörde als nie vorhanden bezeichnet wurden. 1. Die Einfuhr in Tonnen zu 1000 Kilogramm: 36 185 636 gegen Gesetze über Bauwesen aus den Jahren 1879 und 1892 find infolge 37 418 722 unb 38 029 688, Daher gegen die Vorjahre weniger dessen noch niemals zur Anwendung gekommen. Das Einnahme- 1 233 086 und 1844 052. on 43 Zolltarif- Nummern brachten 20 und Ausgabewesen ist ohne jede Kontrolle. Jeder einzelne Beamte eine höhere Einfuhrmenge als im Vorjahre, 23 eine geringere. bucht darauf los, und niemand weiß, ob die Ausgaben belvilligt, Starke Zunahme zeigt sich nur bei Materialwaren usw. ob fie angewiesen sind, ob sie zweckmäßig waren und zu welchem(+183 394), wozu Schweinefleisch, Seefische, Südfrüchte, Kaffee, Budgettitel sie gehören. Kakao, Salz und besonders Neis beigetragen haben. Diese Wirtschaft trägt die Firma Terital- liberal! Man letzteremt allein beträgt die Einfuhrzumahme über 100 000 Zonnen. wird sich dieser Thatsachen erinnern, wenn für die hierdurch not- Eine wesentliche Abnahme der Einfuhr zeigt sich bei Holz(-580137), wendig werdende Vermehrung der Ausgaben nach bekanntem Muster Erden, Erzen 2c.(-333 500), Stohlen(-173 021), Eisen(-124003), Die Socialdemokraten verantwortlich gemacht werden sollten. Abfällen( 117 112), Getreide, Del und Fetten, Steinen. Die diesjährige Landesversammlung der socialdemokratischen 2. Die Ausfuhr in Tonnen zu 1000 Kilogramm: 28 602 602 Partei in Sachsen- Weimar findet am Sonntag nach Weihnachten, gegen 26 551 153 und 27 073 354, daher gegen die Vorjahre 2051 449 Außer der Regelung der und 1 529 248 Tonnen mehr. 32 Zolltarifnummern brachten eine den 28. Dezember, in Weimar statt. laufenden Angelegenheiten und der Stellungnahme zu den Reichs- Zunahme, 11 eine Abnahme der Ausfuhr. Die größte Zunahme der und Landtagswahlen wird die Versammlung über eine Verbesserung Ausfuhr zeigten Eisen(+851 385), Stohlen(+543 361), Erden, der Landesorganisation zu beschließen haben. Erze(+281 530), Materialivaren( 232 193), lettere infolge ver Reichstags Kandidaturen. Für den Wahlkreis Hirschberg mehrter Ausfuhr von Roh-, Weiß- und Stärkezuder, Reis, Salz, Die Verfolgungen, denen die Gewerkschaften im klassischen( Schlesien) wurde der Genosse Franz Feldmann in Langenbielau Gries, Graupen, Degtrin, Kartoffelmehl. Eine erheblichere Abnahme Lande des Trades Unionismus, in England, in der letzten Zeit als Kandidat proklamiert. Im 10. wirttembergischen Wahl- der Ausfuhr ist nur bei Getreide und andren Landbau- Erzeugnissen ausgesetzt waren, find nicht ohne Einfluß auf die öffentliche Meinung freise kandidiert nach einem Beschlusse der letzten Kreiskonferenz mit einem Ausfall von 56 479 Tonnen zu verzeichnen. in der nordamerikanischen Union geblieben. Es machen Genosse Dr. Lindemann. Edelmetall- Produktion der Welt. Nach dem vom amerikanischen fich dort allerhand Versuche bemerkbar, der gewerkschaftlichen Bewegung Feffeln anzulegen. So diskutiert zur Zeit das Parla Parteipresse. In die Nedaktion der Leipziger Volts Münzdirektor George Roberts veröffentlichten Vorbericht belief fich ment des Staates Massachusetts einen Gesez- zeitung" ist Genosse Dr. Lensch als zweiter politischer die Produktion der Welt an Gold im Jahre 1901 auf 12 740 746 entwurf, wonach die Gewerkschaften inforporiert werden, Redakteur eingetreten. Lensch hat in den Jahren 1900/01 unser Unzen fein im Werte von 263,37 Millionen Dollar( ca. 1106 Millionen das heißt die Rechte einer juristischen Person erhalten sollen. Dieses Straßburger Parteiorgan, die Freie Presse", geleitet und war nach Mark), die Silberproduktion auf 174 998 573 Unzen fein im Handelswert von 104,99 Millionen Dollar( ca. 441 Millionen Mark). Recht" würde die Trusts und großen Unternehmer- Gesellschaften dieser Zeit in London und Paris thätig. in die angenehme Lage bringen, die Gewerkschaften im Ein neues socialistisches Organ wird vom 1. Januar ab unter An der Spige der goldproduzierenden Länder standen die Vereinigten Falle eines Streits für den dadurch erlittenen Schaden dem Titel: Die socialistische Jugend" in Brüssel herausgegeben Staaten mit einer Gewinnung von 78 666 700 Dollar; es folgten Australien mit 76 880 200 Dollar, Canada mit 24 128 500 Dollar, haftbar zu machen. Es wäre den Unternehmern auch ein werden. Rußland 22 850 900 Dollar, Merito 10 284 800 Dollar, Britisch leichtes, die Kassen der Gewerkschaften und damit diese selbst vollIndien 9 395 900 Dollar, China 9 092 500 Dollar, Südafrika kommen zu ruinieren. Weshalb eine socialdemokratische Versammlung unter freiem 9 089 500 Dollar. An Silber produzierten Merito 34 593 900 die Vereinigten Staaten 7 829 500 Dollar, Bolivia Der Streit der Hafenarbeiter von Buenos- Aires( Argentinien) Himmel die öffentliche Ordnung gefährdet! Der Parteigenosse Dollar, nimmt große Dimensionen an. Es ist zu Zusammenstößen zwischen Maurer Deutsch aus Blankenese hatte zum 8. Mai vorigen Jahres 6 152 600 Dollar, Chile 5 553 100 Dollar, Peru 3 360 500 Dollar, Polizei und Streifenden gekommen; Senat und Kammer haben ein( dem Himmelfahrtstag) nach Riffen( Schleswig- Holstein) eine öffent- Deutschland 3 313 000 Dollar. Gesez votiert, wonach Fremde, die wegen Vergehen bestraft find liche Bersammlung unter freiem Himmel einberufen, die auf einem Berliner Elektricitätswerke. In der heutigen ordentlichen oder verfolgt werden, ausgewiesen werden können. eingefriedeten Privatgrundstück stattfinden sollte. Solche Ver- Generalversammlung war ein Aktienkapital von 8729 500 m. mit Vorgehen gegen Benezuela. Die Frankf. 3tg." meldet aus New Sammlungen bedürfen nach§ 9 des preußischen Vereinsgesetzes der 17 459 Stimmen vertreten. Die vorgelegte Bilanz per 30. Juni 1902 York: Deutschland und Großbritannien sondierten ortspolizeilichen Genehmigung, welche nach demselben Para- wurde unter Erteilung der Entlastung einstimmig genehmigt, die graphen nur versagt werden darf, wenn aus der Ab- Dividende auf 73% Proz. festgesetzt und die Auszahlung derselben wegen eines Vorgehens in Venezuela. Die amerikanische Haltung der Versammlung Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder vom 26. November ab beschlossen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats, Regierung erflärte, fie könne andre amerikanische Staaten nicht gegen Ordnung zu befürchten ist. Dem Genossen Deutsch wurde nun die Herren Karl Fürstenberg, Justizrat Marimilian Kempner und die Folgen ihrer falschen Politik dem Auslande gegenüber schüßen, erbetene Genehmigung versagt. Er beschwerte sich über diese Dr. jur. Alexander Meter wurden wiedergewählt. würde indeffen die permanente Besizergreifung amerikanischen Ge- Verbotsverfügung des Amtsvorstehers vergeblich beim Landrat zu bietes nicht als freundschaftliche Handlung ansehen. Zuderkonsum in den größeren Staaten. Der auf den Kopf der Pinneberg und eine weitere Beschwerde beim Regierungspräsidenten Deutschland handelte am vernünftigsten, wenn es von jeder in Schleswig wurde ebenfalls abgewiesen. Der Regierungspräsident Bevölkerung entfallende Zuderkonsum betrug nach einer Berechnung Aktion gegen Venezuela Abstand nähme. Durch jede Einmischung in schloß sich den„ Gründen" des Landrats an, der erklärt hatte, es der amerikanischen Evening Post" im Jahre 1900 in England die venezolanischen Wirren würde die politische Situation in Vene- träfe die Befürchtung der Ortspolizeibehörde zu, daß„ nach Maßgabe 91,6 Pfund, und in den Vereinigten Staaten von Amerika zuela nur verwickelter und der deutsche Handel und die deutschen der Verhältnisse von Riffen und Umgegend" aus der Abhaltung der 65,2 Pfund. Von andern europäischen Ländern hatte im Jahre 1900 Eisenbahnaktionäre erlitten mur eine größere Schädigung. Jede Zuderverbrauch von 60,3 Pfund auf ernsthafte Einmischung in die politischen Verhältnisse des Landes Bersammlung eine Gefahr für die öffentliche Ordnung hätte ent- die Schweiz einen den Kopf der Bevölkerung, in Dänemark betrug derselbe stehen können. würde zudem von Amerika, wie ja auch aus der Meldung der in Schweden und Norwegen 38,2 Pfund, in Genosse Deutsch flagte nummehr beim Ober- Verwaltungsgericht 54,8 Pfund, mnd bestritt ganz entschieden, daß durch die Versammlung die öffent- Frankreich 37,0 Pfund, in Deutschland 32,9 fund, in den Niederliche Ordnung und Sicherheit hätte gestört werden können. Riffen landen 32,5 Pfund, in Belgien 23,3 Pfund, in Destreich- Ungarn habe nur 541 Einwohner und eine meist aderbautreibende Be- 17,6 Pfund, in Portugal( mit Madeira) 14,7 Pfund, in Rußland Ein Streit Massacre auf Kuba. Eine Depesche aus völkerung. Soweit dort Versammlungen stattgefunden hätten, 14,0 Pfund, in Spanien 10,6 Pfund, in der Türkei 8,0 Pfund, in Havana meldet: Bei den Unruhen infolge der Aus stands wären sie immer ganz ruhig verlaufen, namentlich solche von Ar- Rumänien 7,8 Pfund, in Griechenland 7,2 Pfund und in Italien bewegung der Cigarrenmacher sind 82 Personen beitern. Er wolle nicht annehmen, daß die Erlaubnis nur versagt 6,1 Pfund. Druckfehler- Berichtigung. In die dritte Notiz der Rubrik Aus berlegt worden, darunter fünf schwer. Unter den Verletzten worden sei, weil die Versammlung eine socialdemokratische sei, beIndustrie und Handel" hat sich gestern ein Drudfehler eingefchlichen. befinden sich neun Polizisten. Der Staatssekretär Ses ziehungsweise socialdemokratischen Zivecken dienen sollte. Auswärtigen, Tamayo, der offenkundig mit den Dem ersten Senat des Ober- Verwaltungsgerichts, der die Sache Es muß dort heißen: In der Generalversammlung des Hasper EisenAusständigen sympathisiert, hat seine Entlassung zu erledigen hatte, lagen die Polizei- Atten vor. Aus einem Bericht werts, nicht Harpener Eisenwerks. dem eingereicht. Bräsident Palma wird dieselbe jedoch nicht annehmen, über die örtlichen Verhältnisse, den der Amtsvorsteher Landrat erstattet hatte, wurde folgendes vorgetragen: Die gewesen sei, die Versammlung werde auch von der Einwohnerschaft Eröffnung des hessischen Landtages. einer Reihe andrer Drte besucht werden, u. a. von Leuten aus Darmstadt, 25. November.( W. Z. B.) Heute wurde im ResidenzBlankeneje. In der Umgegend gebe es viele Handwerker und Die von ihm ver Arbeiter focialdemokratischer Gesinnung, welche zu den Bersammlungen schloffe der Landtag vom Großherzog eröffnet. strömten. Es lebe hier eine sehr bewegliche Bevölkerung, beschäftigt lesene Thronrede führt aus, daß der noch immer auf dem wirtschaftBebels Rede über die bevorstehende Reichstagswahl, die er auf in Buckerfabriken und einer Pulverfabrit, Deicharbeiter 2c. Darunter lichen Leben lastende Drud naturgemäß auch im Staatsvoranschlage dem Münchener Parteitage gehalten hat, ist nunmehr als Sonder befanden sich Russen, Polen, Italiener, Galizier. Auch wäre anzu zur Geltung fomme, insbesondre durch Rückgang der Erträgnisse der der Forstdomäne, während gleichzeitig abzug in Broschürenfornt erschienen. Die Rede Bebels ist ein nehmen, daß der socialdemokratische Redner ein weiteres social- Staatseisenbahnen und das Reich vou den einzelnen Bundesstaaten ungewöhnliche flammender Protest gegen die Bestrebungen der Regierung und der demokratisches Gefolge mit sich gezogen hätte. Unter den zu er herrschenden Selaffen, einen Bolltarif zu schaffen, durch den die ohne wartenden 350 Teilnehmern würden sich viele befunden haben, bei Leistungen beanspruche. Daher könnten die Ausgaben nur durch hin schon elende Lebenslage des Proletariats noch weiter herab- denen der Genuß alkoholischer Getränke alltäglich sei. Bei einer aus eranziehung früherer Vermögensreste gedeckt werden. gedrückt werden muß. Sie ist aber auch ein Aufruf an das arbeitende derartig gemischten Elementen zusammengefeßten Versammlung feien Die Thronrede fündigt dann eine Reihe von Gesetzesvorlagen an, Volf, sich in dem bevorstehenden Wahlkampfe um das Banner der Streitigkeiten immer zu befürchten, wenn auch in socialdemokratischen darunter die Vorlage des landständischen Wahlgefeßes, Socialdemokratie zu scharen und den Feind zu werfen. Die Broschüre Versammlungen davor gewarnt zu werden pflege. Dann wären das in der vorigen Seffion des Landtages nicht zur Verabschiedung wird bei der Agitation in Stadt und Land durch ihre packende auch die aufreizenden Reden socialdemokratischer Agitatoren geeignet, gekommen ist. Die Zweite Kammer hielt eine Sigung ab, in der die verSprache und das schlagende Thatsachenmaterial gute Dienste leisten. die Gemüter zu erhitzen. Der Landrat hatte dieſen Herzensergus schiedenen Ausschüsse gewählt wurden. Darauf vertagte sich die Der Preis ist: 500 Exemplare 10 M.; 1000 Gremplare 15 M.; dem Regierungspräsidenten unterbreitet und noch hinzugefügt, es stammer auf unbestimmte Zeit; nur findet im Dezember eine Sitzung 10 000 Exemplare 135 M.; 20 000 Exemplare 250 M. u. f. f. würde der vorhandene eine Polizeibeamte nicht zur Ueberwachung statt zur Festsetung der Adresse als Antwort auf die Thronrede. Bestellungen sind zu richten: Buchhandlung Vorwärts, einer aufgereizten" Menschenmenge genügt haben. Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Das Ober- Verwaltungsgericht wies D.s Klage ab, ohne Gründe Verhaftete internationale Hochftapler. zu verkünden. Einen glänzenden Sieg erfochten unsre Genossen am Montag Grober Unfug. Am 18. November stand Genosse E. Küttner nationalen Hochstapler Paez aus Naumburg a. S., welcher seiner Wien, 25. November.( B. H.) Die Polizei verhaftete den interbei den Stadtverordneten- Wahlen in Stettin. Es waren acht von Frankenberg( Sachsen) vor dem Schöffengericht, augeklagt Mandate zu besetzen, worunter wir eins zu verteidigen hatten. Ge- wegen groben Unfugs. Er soll am 27. Juli d. J. in Hausdorf Zeit unter dem Namen eines Grafen Bethlem und eines Marquis wählt wurden fünf Parteigenoffen und zwei Gegner, ein Partei durch Verbreitung des Flugblattes: 25 Broz. Stenerzuschlag usw., Briaut große Schwindeleien verübt hatte, sowie den internationalen genosse kommt in ſehr günstige Stichwahl. Es gehören jetzt somit welches er von Haus zu Haus trug, Leute belästigt haben. Die Einbrecher Pourt aus Salzburg. Beide fand man im Besize von 13 Socialdemokraten dem Stadtverordneten Kollegium an, der beiden geladenen Zeugen erklärten, daß fie sich nicht belästigt gefühlt lich aus Einbrüchen in Frankfurt und München herrühren. 14. dürfte durch die Stichwahl hineinkommen. Die vereinigten hätten; auch der als Zeuge geladene Gendarm erklärte, daß er, Gegner verloren gegen die Wahl vor zwei Jahren 847 Stimmen, trotzdem er Erkundigungen eingezogen, niemand gefunden habe, der sich belästigt gefühlt hätte. Dennoch wurde die Verhandlung auf wir gewannen 1783 Stimmen. Freitagvormittag vertagt, um den Vater des einen Zeugen zu ver Die Gemeindewahlschlacht in Nürnberg wurde am Montag ge- nehmen, da derselbe, wie der Beuge angab, geschimpft haben soll. schlagen. Es war ein heißes Ringen zwischen der Socialdemokratie In der Verhandlung am Freitag erklärte der geladene Zeuge, daß und dem kompakt geschlossenen Bürgertum. Die Wahlbeteiligung er sich belästigt gefühlt habe, worauf Stüttner zu 8 Tagen war eine noch nie dagewesene: von 13 273 Wahlberechtigten stimmten Haft verurteilt wurde. Auf Geldstrafe wollte der Amtsrichter nicht 11 171 ab, das sind 84 Proz. Die vereinigte Bourgeoisie hatte alles auf- erkennen, da dieselbe doch nicht vom Angeklagten bezahlt würde. geboten und kräftig den roten Lappen geschwungen. Nach der provisorischen Das Urteil widerspricht selbst der neueren Rechtsauffassung des Feststellung entfielen auf das Startell 7200, auf die Socialdemokratie Reichsgerichts. " Frank. 3tg." hervorgeht, als eine Verlegung der Monroedoktrin aufgefaßt werden. Man beguüge sich also mit dem wohlfeilen Erfolg gegen Haiti.bis der Ausstand beigelegt ist. Nach einer weiteren Meldung sollen drei Streifende tot auf geographische Lage von Riſſen ſei eine solche, daß darauf zu rechnen Letzte Nachrichten und Depeschen. dem Plage geblieben sein. Parteinachrichten. M Aus Industrie und Handel. die Gesundheitszustand in der franzöfifchen Armee. Paris, 25. Nov.( W. T. B.) Senat. Gotteron interpelliert den Striegsminister General André über die gesundheitlichen Verhältnisse in der Armee. Die Zahl der Sterbefälle im Jahre belaufe fich auf 2131, während dieselbe in der deutschen Armee nur 432 be trage. General André erwidert, er müsse zugeben, daß die Sterblichkeit in der französischen Armee viermal so groß sei als in der deutschen. Hieran trage aber nicht das Sanitätscorps schuld, welches tadellos fei. Die Ursache der meisten Todesfälle sei 4000 Stimmen im Durchschnitt. Bei der letzten Wahl im Jahre Schwindsucht, man zähle deren in der französischen Armee 1415, 1899 hatte das bürgerliche Kartell, das damals mur die Freifinnigen in der deutschen dagegen nur 129. Die Schwindsucht sei die und Liberalen umfaßte, während jetzt alles, was sich nur bürgerlich Krankheit Frankreichs. Außerdem erklärten die Aerzte nennt, zusammenging, 5818 Stimmen, die mit den Demokraten verEr habe sich stellenden Leute zu leicht für diensttauglich. bündete Socialdemokratie 3511 Stimmen. Der diesmalige Stimmen Zur Lage der amerikanischen Stahlindustrie. Laffans Bureau die Aerzte angewiesen, zu schwache junge Leute sofort wieder zuwachs unsrer Partei erscheint auf den ersten Blick im Verhältnis meldet aus Pittsburg: heimzuschicken und alle Mittel anzuwenden, um eine Verbreitung der zu dem der Gegner gering, es muß jedoch beachtet werden, daß Der Stahltrust sowie feine Konkurrenten Strantheit zu verhindern und damit, soweit dies möglich sei, die unfre Nürnberger Genossen Heuer zum erstenmal, feitdem sie haben ihre ausländischen Agenten angewiefen, Sterblichkeit in der Armee herabzumindern.( Beifall.) Der Zwischensich an Der Gemeindewahl beteiligen, vollständig allein einen Marit für leichte polierte Stahlwaren zu fall ist hiermit erledigt. und mit einem klaren Programm in den Wahlkampf eintraten und suchen. Die Produktion an Blechen, Stahl und alle bürgerlichen Elemente, die bei früheren Wahlen ein Anhängsel Draht übersteigt ebenfalls den heimischen Beunfrer Partei bildeten, abgestoßen haben. darf. Der Ueberschuß wird zu Preisen, die unter Peking, 25. November.( Meldung des Reuterschen Bureaus") In Fürth, wo am Montag ebenfalls die Wahl stattfand, den amerikanischen Inlandfäßen stehen, ins In einer heutigen Versammlung der Befehlshaber der europäischen wurden acht Kandidaten der Liberalen und sechs der vereinigten Ausland importiert werden. Kontingente wurde beschlossen, den nicht im Dienst befind Socialdemokraten und Demokraten gewählt.. Segiz, der abficht- Die Meldung scheint verfrüht zu sein. Nichtig ist, wie wir lichen Soldaten das Tragen von Feuerwaffen, welches bisher lich in dem gefährdetsten Wahlbezirk aufgestellt wurde, ist unterlegen. schon wiederholt näher dargelegt haben, daß die Nachfrage bei den europäischen Kontingenten gestattet war, zu verbieten. Er wird aber trotzdem wieder in die Gemeindevertretung kommen, nach fertigen Stahlfabrikaten auf dem amerikanischen Markt Der italienische Befehlshaber, welcher an der Versammlung teilnahm, da am nächsten Montag noch vier Gemeindebevollmächtigte nach beträchtlich nachgelassen hat, und ebenso leidet der Blech erklärte, daß bei dem jüngsten Vorfall der östreichische Soldat im zuwählen find. und Drahtnartt unter zunehmender Flauheit. Dennoch ist Recht gewesen sei. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Aus China. Nr. 276. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 26. November 1902. 222. Sigung. Dienstag, den 25. November 1902, mittags 1 hr. Ain Bundesratstisch: Frhr. v. Thielmann, Graf Boja bowsky. Die zweite Beratung des Zolltarif- Gesetzes wird fort gesetzt bei der namentlichen Abstimmung über den vom Abgeordneten Bebel( Soc.) beantragten§ 11b, bei der sich gestern die Beschlußunfähigkeit des Hauses herausgestellt hatte( Ueberweisung von 100 Millionen Mark aus dem Ertrag der Zölle zur Förderung des Bolksschulwefens). § 11b wird mit 211 gegen 59 Stimmen bei fünf Stimmenthaltungen abgelehnt. Die Präsenzziffer beträgt 275. Von den Abgg. Rosenow( Soc.) und Genossen wird beantragt, folgenden§ 11e in das Zoltarif- Gesetz einzuschalten: Bon dem Ertrag der auf Grund dieses Gesetzes zu erhebenden Zölle sind alljährlich 49 Millionen zur Erleichterung der Aufhebung der Abgabe von Salz zu verwenden. Ueber die Aufhebung einer Abgabe von Salz ist durch ein besonderes Gejezz Bestimmung zu treffen. Bis zum Infrafttreten diefes neuen Gesetzes ist diese Summe von jährlich 49 Millionen Mart für Rechnung des Reiches anzusammeln und verzinslich anzulegen. Tritt dieses Gesetz bis zum 1. Januar 1906 nicht in Kraft, so treten von da ab die§§ 2-18 des Gefezes von 1867 betreffend die Erhebung einer Abgabe von Salz außer Kraft. Abg. Rosenow( Soc.): Vicepräsident Graf Stolberg( unterbrechend): Ich möchte Sie bitten, nicht zu weit vom§ 11d abzuweichen. bg. Bernstein( fortfahrend): Uns bestimmt nicht das Bedürfnis nach einer Wahlparole, fondern die innerfie Neberzeugung, daß dieser Zolltarif dem deutschen Bolte im höchsten Grade verhängnisvoll werden muß. Wir werden im Stampfe nicht nachlassen bis an das Ende.( Beifall bei den SocialAbg. Nichter( frf. Vp.): Teicht zu einer andren Ueberzeugung gelangen. Der neue Bolltarif wird, wenn er nach den Kommissionsbeschlüssen zu stande tommt, dem Reiche eine bedeutende Vermehrung seiner Einnahmen bringen. Andrerseits werden die Volksausgaben bedeutend steigen. Die Mehrbelastung des Volles wurde fürzlich vom Abg. NösideDejjau auf 600 Millionen Mark berechnet. Dazu komunen die er höhten Kosten für Industrie- Erzeugnisse aller Art, so daß man noch zu gering greift mit der Behauptung, daß dem Volle mit diesem Bolltarif der Zehnte feines gesamten Einkommens als Belaftung demokraten.) auferlegt wird. Die konservativen Anträge auf Herabsetzung der Industriezölle, die diese Belastung wenigstens um ein geringes Ich hatte vor einigen Tagen einen Antrag auf Abschaffung der vermindern würden, begrüßen wir mit Freuden und werden sie Zuckersteuer eingebracht, der vom Präsidenten aus formellen Gründen unterstützen. Es wurde aber außerhalb des Hauses behauptet, durch nicht zugelassen wurde. Nun ist derselbe Antrag in andrer Form diesen Antrag werde die Parität zwischen den landwirtschaftlichen von den Socialdemokraten eingebracht. Allerdings find währendund den industriellen Zöllen herbeigeführt. Wenn ich pathetisch dessen 50 Millionen von den Erträgen der Zölle in Anwerden wollte, würde ich angesichts einer solchen Auffassung mit spruch genommen durch den Antrag Trimborn, einem klaffischen Worte fragen, ob denn die Scham völlig zu den dadurch zur Annahme gelangte, weil dieselbe Partei, die Hunden entflohen ist ( Große Unruhe rechts.) heute diefen Antrag gestellt hat, für ihn stimmte. Wir hoffen ja, daß der Antrag Trimborn in der dritten Lesung wieder beseitigt wird, da wir die Erträge der Zölle für besser vertvertet halten, wenn sie zur Beseitigung der Steuern auf Salz und Zuder verwandt werden. Indeſſen wir sehen alle diese Versuche, eine Entlastung der Verbrauchsabgaben herbeizuführen, gewissermaßen nur als Fühler in der Richtung an, ob sich für einen dieser Anträge eine Mehrheit in der dritten Lesung zusammenfinden wird. Wir werden daher heute für den Antrag Bernstein stimmen. Präsident Graf Ballestrem: Ich möchte Sie doch bitten, zu Ihrem Antrag zu kommen und feine neue Generaldiskussion über den ganzen Zolltarif herbeizuführen. ( Bravo! rechts.) Abg. Bernstein( fortfahrend): Ich will nur kurz darauf hinweisen, daß der Reichskanzler ja selbst erklärt hat, daß die landwirtschaftlichen Schutzölle 17 Prozent des Wertes der Einfuhr, die Industriezölle nur 5,9 Prozent bebedeuten. Von einer Barität fan also teine Rede sein. Zudem wissen wir ja, daß ein kompromiß in der Luft schwebt... Präsident Graf Ballestrem: der Damit schließt die Debatie. Der Antrag Bernstein wird in namentlicher Abstimmung bei einer Präsenzziffer von 260 Abgeordneten mit 158 gegen 99 bei 3 Stimmenthaltungen abgelehnt. Wir wollen mit diesem Antunge eine Bresche legen in die Mauer der indirekten Steuern, die von der breiten Masse des Voltes außer ordentlich schwer empfunden werden. Besonders die Salzsteuer stellt eine schwere Belastung des Volkes dar, Wir sind andrerseits stets bereit, die notwendigen Ausgaben des Reichs durch Schaffung einer und nicht in eine allgemeine Diskussion über den Zolltarif einstimmung einzufügen, daß aus den Erträgniffen der Zölle jährlich Reichs Einkommensteuer zu decken. Die Salzsteuer ergab 1870 zutreten.( Bravo! rechts.) い 31,5 Millionen Mark, 1880 37,24 Millionen, 1890 43,3 Millionen Ich muß Sie wiederholt ersuchen, auf Ihren Antrag zu kommen Abg. Bernstein( fortfahrend): Als§ 11e beantragen die Abgg. Wurm u. Gen. die Be43 Millionen zur Erleichternng der Aufhebung der Branntweinsteuer zu verwenden sind. Abg. Wurm( Soc.): und 1900 49,69 Mill. Mart. Die Belastung für den Kopf der BeIch war eben im Begriff, auf den Antrag zurückzukommen und bölferung betrug 1893/94 91 Pf., heute etwa 1 M. Die Salzstener nachzuweisen, daß wir leider eine Herabsetzung der Industriezölle ift die ungerechteste aller bestehenden indirekten Steuern. Bis 1866 nicht erwarten können und daher unsomehr Veranlassung hätten, im Hause herrschenden Unruhe auf der Tribüne unverständlich.) Die ( Die ersten Ausführungen des Nebners bleiben bei der großen bestand in den Ländern des Zollvereins außer Hannover und Olden für eine Verbilligung des Zuckers zu sorgen. Sind doch neuer- heutige Branntweinsteuer liegt nicht nur im Interesse der Neichsburg die Salzregie. 1867 wurde dieses Monopol aufgehoben und bings wieder Bestrebungen auf Gründung eines neuen Zucker- finanzen, sondern fie bedeutet zugleich eine Liebesgabe für die eine Salzsteuer eingeführt. Bismarck legte den betreffenden Entwurf tartells zu Tage getreten. Ein solches Kartell würde selbst- Agrarier. 600 Millionen Mark hat das Branntweinsteuergesetz in dem Reichstage des Norddeutschen Bandes im September 1867 vor verständlich eine Erhöhung des Zuderpreises für die Konsumenten den 15 Jahren feines Bestehens den Agrariern in die Taschen geDer Reichstag nahm den Entwurf an, aber schon in bedeuten. Ich mache Sie auch auf die gegenwärtige Situation in spielt auf Seosten der breiten Massen des Wolfes.( Hört! hört! bet der Kommission wurde eine Ermäßigung der Salzsteuer, England aufmerksam. Dort nacht sich eine erhebliche Opposition den Socialdemokraten.) und so weit es die Finanzen zuließen, als höchst erwünscht bezeichnet. gegen die Brüffeler Zuderkonvention bemerkbar. Sie wär noch viel Redner geht ausführlich auf die Geschichte des BrautweinsteuerAbg. Frhr. v. Hoverbeck nannte die damalige Salzsteuer eine un- größer, wenn nicht das Schulgesetz die Gemüter zur Zeit noch Gefeßes ein. Ein solches Steuersystem, das die ärmsten Streife des verantwortliche Belastung der ärmeren Boltsschichten. Im Jahre mehr bewegte. Trotzdem hat die gestrige Abstimmung 120 Stimmen Boltes belastet und den Großgrundbefizern Liebesgaben zuführt, 1872 lag dem Reichstage wieder ein Antrag auf Herabminderung gegen die Konvention ergeben. Und wenn auch der Regierung mit muß zum mindesten in dem Moment beseitigt werden, wo man der Salzsteuer auf 1 M. pro Centner vor. In ciner Resolution etwa 230 Stimmen die Vollmacht erteilt ist, die Stonvention zu darangeht, dem Volfe die notwendigsten Lebensmittel zu verteuern. wurde die baldige gänzliche Aufhebung dieser Abgabe als ratifizieren, so ist es doch noch gar nicht ausgeschlossen, daß, wenn Die Schaßfekretäre freilich haben immer auf Kosten der Armen der eine Forderung der Gerechtigkeit verlangt. Der Antrag und fich die Zuderpolitik der fontinentalen Staaten ändert, die Opposition Spiritusindusirie wieder auf die Beine zu helfen versucht. Durch die die Resolution war von 142 Abgeordneten, darunter auch gegen die Konvention so wächst, daß die englische Regierung sich bestehende Branntweinsteuer- Gesetzgebung und den darin liegenden den Centrumsabgeordneten Windthorst, Reichensperger, Lingens, gezwungen sieht, von der Ratifizierung der Briffeler Beschlüsse Anreiz zur Denaturierung wird der Spiritus tünstlich beim Volle Graf Ballestrem und dem Nationalliberalen Dr. Hammacher und abzusehen. Daß England in der That kein Interesse an der in einen schlechten Geruch gesetzt.( Sehr gut! bei den Soc.) Man andren unterzeichnet. Frhr. v. Hoverbed erinnerte daran, daß die Brüsseler Konvention hat, habe Salaftener seiner Zeit nur widerwillig beschloffen worden sei. Auch bei der Beratung dieser Stonvention ausführlich nachgewiesen. Spiritus- Kochmaschine verwenden, wenn der Spiritus nicht so schlecht ich Ihnen seiner Zeit würde ja gern die Spiritus- Lampe, das Spiritus- Bügeleisen und die Herr b. Stardorff war damals ein entschiedener Gegner Wir find für die Konvention eingetreten, tveil wir röche. Troß aller Bemühungen der Agrarier ist es nicht gelungen, der Salzsteuer, er sprach jogar für gänzliche Aufhebung für alle Maßnahmen sind, die irgend wie auf eine Berbilligung des den Absatz an denaturiertem Spiritus in dem gewünschten Maße zu diefer Abgabe.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Buders hinwirten können. Der Zucker ist eines der wertvollsten steigern. Heute denken die Herren freilich anders, hente sind sie dafür, Nahrungsmittel der breiten Massen des Volkes und ist außerdem zum Jene Herren bezeichnen den Spiritus im Gegensatz Petroleum als ein nationales Produft, weil die dem armen Manne auch das Salz zu verteuern. Die Regierung er ein Futtermittel der Landwirtschaft. Wird ihr dies Futtermittel Branntweinsteuer geeignet ist, ihre eiguen Taschen zu füllen. Härte fich seiner Zeit ebenfalls principiell für die Beseitigung dieser verteuert, so wird der Nutzen, welchen die Zölle der Landwirtschaft Ein ernsthafter Konkurrent des Betroleums. tönnte mir Steuer, heute ist nicht einmal ein Regierungsvertreter anivefend. bringen sollen, wieder aufgehoben. Die Kleinen Bauern, die von den der aus Torf erzeugte Spiritus werden. Alle technischen Fortschritte Auch Fürst Bismard meinte, er müsse zugeben, es sei an sich Getreidezöllen überhaupt nichts haben, werden noch mehr geschädigt. Die auf diesem Gebiete aber werden durch die auf rein agrarische wünschenswert, die Salzsteuer aufzuheben, er lönne aber nicht Viehzucht wird verteuert, dadurch werden die Fleischpreise erhöht, Interessen zugeschnittene Branntweinsteuerpolitik der Regierungen für eine Verminderung der Reichseinnahmen eintreten. Daran und so auch wieder die große Masse der Konsumenten belastet. Be von vornherein in Frage gestellt. Die Herren von der Rechten, diedachte jener eingefleischte Vertreter junkerlicher Interessen natürlich sonders wichtig ist der Wert des Zuckers als Nahrungsmittel: er selben Herren, die im preußischen Abgeordnetenhause die Trunksucht nicht, daß man statt der Salzsteuer eine höhere Belastung der bes stärkt die Muskelkraft und befördert die Verdauung. Der Zuder ist durch eine Beschränkung der Gastwirtschaften bekämpfen wollen, haben fizenden Klaffen einführen könnte. In jener Debatte wurde auch darauf auch ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung des Alkoholismus. Es ist eine fich beim Branntweinsteuer- Gesez die Einschränkung der Trunthucht aufmerksam gemacht, daß das Salz ein Nahrungsmittel ist, das nicht bekannte Erfahrung, daß Leute, die viel Zucker konsumieren, kein Bedürfnis mit einer Abfindungssumme von 43 Millionen bezahlen lassen.( Sehr durch ein andres ersetzt werden kann. Nur mit Rücksicht auf die angen nach dem Alkoholgenuß haben. Daher ist eine Steigerung des Zucker- richtig! bei den Socialdemokraten.) Diese Liebesgaben- Gesetzgebung blidliche Finanzlage wurde damals die Salzsteuer nicht aufgehoben. fonfums dringend notwendig, fie ist aber nur möglich, wenn der wird in ihrer ganzen Schönheit beleuchtet durch das von der Ne Allmählich aber belehrte sich die Mehrheit des Reichstages zu der Preis des Zuders herabgeht. In England ist der Zudertonfum gierung felbst zur letzten Branntweinsteuer- Novelle vorgelegte Auffassung, daß die Salzsteuer eine durchaus gerechtfertigte Belastung durch die Verbilligung des Preises ganz gewaltig gestiegen. Aus Material. Ich flage das Centrum an, daß es bei dieser der armen Proletarier darstelle. 1896 machte meine Partei einen diesen Gesichtspunkten haben wir nun einen Antrag vorgelegt. Gin Novelle gegen die Interessen Bayerns, Birttembergs Versuch, die Aufhebung der Salzsteuer herbeizuführen. Der Redner triftiger Grund wirtschaftlicher Art kann gegen ihm nicht geltend Badens Bestimmungen in das Gefeß hineingebracht hat, meiner Fraltion machte damals allerdings auf die Vertreter der gemacht werden. Die Rücksicht auf die Reichsfinanzen tann für uns die lediglich den norddeutschen, speciell den oftelbischen Startoffelherrschenden Klassen ebensowenig Eindruck, wie es heute der Fall nicht maßgebend sein, weil die Witter des Reichs zu Zweden verwandt brennereien zu gute tamen.( Unruhe im Centrum.) Die kleinen ist, wo ja Herren von der Mehrheit großenteils wieder einmal den werden, mit denen wir uns nicht einverstanden erklären tönnen. Melaffebrennereien wurden direkt unterdrückt zu Gunsten der großen Saal verlaffen haben, um erst bei der Abstimmung wieder Unser Antrag liegt auch in der Richtung einer internationalen fried- Kartoffelbrennereien. Durch die Benachteiligung der gewerblichen zu erscheinen und dann als lebendige Abstimmungslichen Wirtschaftspolitit. Gerade die Schutzzollpolitik und was gegenüber den landwirtschaftlichen Brennereien inerden gerade die maschinen unfren Antrag niederzustimmen. Aber damals fuchten damit zusammenhängt, bildet ein Hindernis gegenüber dem fried fleinen Bauern, deren Intereffen die Agrarier immer wahrzunehmen die andren Parteien unfre Forderungen wenigstens zu widerlichen Zusammenschluß der Völler. Die politischen Gegenfäße find behaupten, geschädigt. Von den Liebesgaben- Millionen für legen, heute hält man es überhaupt nicht mehr für nötig, etwas auf vielfach im Schwinden, die Wunden der letzten Striege beginnen zu die Großgrundbesißer bringen auf diese Weise auch die kleinen Bauern unfre Anträge zu sagen. Und doch ist das Salz, eines der note bernarben. In Frankreich wird die Gegenströmung gegen die einen Teil auf. Von den 38 Millionen Liebesgaben, die im Jahre 1901 wendigsten Nahrungsmittel, verhältnismäßig weit höher besteuert als Revanche- Stimmungen immer größer. Stur die Politik der Schutz- den Brennereien zugeführt wurde, fielen 31 Millionen nach Preußen, die Lurus- Genußmittel der Reichen. Diese Steuer wirtt in der zölle verhindert die wirtschaftliche Annäherung der verschiedenen also an die Agrarier des Ostens und nur 7 Millionen nach Mittelgegenwärtigen Zeit der Arbeitslosigkeit besonders drückend. Trop Rationen. Unser Hauptabnehmer für Industrie- Erzeugnisse ist England. und Süddeutschland. Sehr interessant ist die Feststellung, daß die Diefer wirtschaftlichen Not laffen die herrschenden Kreise, im Gegen- Wenn wir uns aber durch immer höhere Zollmauern vom Welt- Kontingentierung vor allem den ganz großen Brennern Rußen bringt. satz zu jeder christlichen Auffassung, diese Belastung der Armen ruhig handel abschließen, so befördern wir die Rivalität, den Konkurrenz Von 22 000 Brennereien mit 35 Millionen Liebesgabe bekamen 1892 weiter bestehen! Denken Sie doch an das Glend im sächsischen Erz- streit auf dem Weltmarkte. Go hängt mit den Wirkungen der 18 000 Brenner nur drei Millionen Mark.( hört! hört! bei den gebirge, in den Gegenden der Spielwaren- Industrie, in Handelspolitik auch die Gestaltung unsrer Heer- und Flottenpolitik Socialdemokraten.) Das waren die vielen kleinen Brennereien. Die der Strumpfwirkerei und und so weiter! In meinem Bahl aufs engste zusammen. Höhere Zölle, höhere Ausgaben für Armee 197 größten Brenner dagegen erhielten 5,6 Millionen, davon ents Treise können die Familien, die sich von der Spielwaren- und Marine das ist eine Schraube ohne Ende. Darum können fielen allein vier Millionen auf Preußen.( Hört! hört! bei den Industrie nähren, nur durch die angestrengteste Arbeit von früh wir leine Rücksicht nehmen auf die Ausgaben für Heer und Flotte. Socialdemokraten.) Das sind die Ergebnisse der amtlichen Statistik. bis spät überhaupt noch egiſtieren. Bei angeſtrengtestem Fleiße Benn Sie es ernst meinen mit einer gefunden Entwicklung der land- Die Liebesgaben- Politit, die der Fürst Bismard inauguriert hat, hat sich bringen es diese erzgebirgischen Familien auf einen Wochenverdienst wirtschaftlichen Produktion, müssen Sie unserm Antrage zustimmen, also dirett gegen die Bauern zu Gunsten der Großgrundbefizer gewandt. von 15 M., von denen bis zu 10 M. noch für das Arbeitsmaterial der die Abfagmöglichkeit der Landwirtschaft erhöht. Wir kämpfen Die Landwirtschaft hat es gar nicht nötig, die Kartoffeln zu Brennabgehen! Eine Familie von Bater, Mutter und drei Kindern erzielte hier nicht nur gegen eine ungerechte Besteuerung, sondern wir zwecken zu verwenden, es ist vielmehr wissenschaftlich erwiesen, daß einen Wochenverdienst von 7 M.! Ihre Nahrungsmittel bestehen aus fämpfen hier auch jenen großen allgemein wirtschaftlichen Stampf, bie Startoffeln ebenso gut zur Vichfütterung benutzt werden können. nichts als Cichorientaffee und Kartoffeln. Dazu tonfumieren sie den die Vorkämpfer der bürgerlichen Nationalökonomie, Ricardo und Daß trotzdem die Spiritusindustrie von der Landwirts außerordentlich viel Salz, um die Kartoffeln schmackhaft zu machen. Adam Smith, im vorigen Jahrhundert eingeleitet haben. Die schaft fo bevorzugt wird, liegt eben an der LiebesgabenIst es nicht empörend, daß ihnen das Salz uun noch durch die Zudersteuer bildet eine tote Laft für die Bevölkerung, ein Hindernis Politik der Regierung. Das Volt hat ein Anrecht auf Steuer so erheblich verteuert wird? Diese Steuer bewirkt es, ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Wenn wir dem entgegentreten, die Beseitigung dieser Liebesgaben- Politik. Nachdem die Einführung daß von den Bauern sogar das Vichsalz, weil es billiger ist, so fämpfen wir nicht einen specififch socialdemokratischen Stampf, der Zwangsdenaturierung den Herren Agrariern nicht gelungen ist, Selbst die fondern den Kampf der er bebeutendsten Geiſter der bürgerlichen versuchen fie auf dem Wege der Kartellierung den Spiritus. Augsburger Postzeitung", ein Centrumsorgan, erklärt, daß das Nationalökonomie. Es ist das Wort Obstruktion" gefallen. Wir preis zu erhöhen. Der Spiritusring geht außerdem Hand rote Salz maffenhaft als Speise der Menschen verwendet wird( Hört! müssen uns entschieden dagegen verwahren, irgend etwas gethan zu in Hand dem Kartoffelring, der auch den Kartoffelhört! bei den Socialdemokraten.), teils aus Rot, teils aus Geiz. Es haben, was diesen Borwurf rechtfertigt. Selbst wenn wir aber preis erhöhen will. Der Spiritusring ist mächtig, er hat jetzt giebt Häuser, in denen überhaupt lein weißes Salz über die Obstruktion trieben, so wäre sie berechtigt. Die Möglichkeit auch die Ostdeutsche Spritfabrit geschludt, welche uns seiner geit Schwelle kommt. Auf zahlreichen Bauernhöfen wird nach diesem der Obstruktion in bestimmten Fällen gehört zum Wesen des Barla- ein vernichtendes Material über die Tendenzen des Spiritusringes Centrumsblatt das rote Salz, froßdem es ebelfeit und Erbrechen mentarismus. Das wird nirgends mehr anerkannt als in der Heimat lieferte. Die Konzentration des Kapitals erdrosselt eben auch auf verursacht, den Knechten und Mägden als Sprise gegeben. Auch des Parlamentarismus, in England. Der englische Minister diesem Gebiete alles, was ihm Widerstand leistet. Jetzt schränkt der Diese Verhältnisse sind eine Folge der Salzsteuer. Nehmen Sie Chamberlain hat im Parlament erklärt: Wir haben alle schon Spiritusring künstlich die Produktion ein, um den Preis in die Höhe unfren Antrag an und beseitigen sie damit diese drückende Belastung Obstruktion gemacht und werden sie möglicherweise wiederum machen. zu schrauben. Auch den Kartoffelpreis wollen die Agrarier erhöhen, des Volkes!( Beifall bei den Socialdemokraten.). Obstruktion gehört zum Recht der Minorität." Wenn dann der nachdem sie vorher schon durch rücksichtslose Ausnutzung der Fortschritte der Damit schließt die Debatte. Minister den Debatteschluß verteidigte, so motivierte er das damit, Technik die Qualität der Startoffel, dieser wichtigsten Nahrung des Der Antrag Rofenow wird in namentlicher Abstimmung mit 190 daß der Minorität bei dem betreffenden Gesez, einem Schul- Voltes, verschlechtert haben. Es ist ein Standal, was für Kartoffeln Welche heute schon als Eikartoffeln auf den Markt gebracht werden.( Sehr gegen 64 Stimmen bei 4 Stinumenthaltungen abgelehnt. Die gefet, fehr bedeutende Stonzessionen gemacht feten. und zum Centrum) richtig! bei den Socialdemokraten.) Der Ring empfiehlt zur BerBräfenzziffer beträgt 258. Zugeständnisse haben Sie( nach rechts As§ 114 beantragen die Abgg. Bernstein( Soc.) und Genossen, uns während der ganzen 3olldebatte gemacht? Sit dem teuerung der Kartoffeln felbst Verdrängung des Kleinhandels in eine wirkliche Debatte? Bei einem Startoffeln und Errichtung großer Filialen. Das sind die Herren aus den Erträgnissen der Zölle jährlich 100 Millionen zur Er- dies überhaupt noch Teichterung der Aufhebung der Zuckersteuer zu verwenden. solchen Borgehen der Majorität hätten wir, wenn wir zur Ob- Mittelstands- Freunde, die ihre Kerntruppen bei den Wahlen struktion übergingen, das Recht dazu und die Macht des Parla- aus dem Kleinhäuslerstande nehmen.. Von der gesamten deutschen Abg. Bernstein( Soc.): mentarismus auf unfrer Seite! Wir verlangen Auflösung des Kartoffelproduktion, die 40 Millionen Tonnen beträgt, find nur Schon bei der letzten Zuckersteuer- Novelle haben wir die völlige Reichstages und Befragung des Voltes. Wenn dann wieder eine 634 Proz. für die Spiritusfabrikation verarbeitet worden. Um dieser Aufhebung der Zudersteuer gefordert. Die Mehrheitsparteien aber gollmajorität hier einzieht, werden wir Demokraten genug fein, 68 Brog. willen sind der Gesamtheit des Bolles die großen fürchteten damals, daß diese Aufhebung das Zustandekommen der uns dem Willen der Mehrheit des Voltes zu fügen Es ist uns vor- Opfer dieser Liebesgabenpolitik auferlegt worden! Diefe Lasten Brüffeler Konvention verhindern lönne. Jest liegen die Ver- geworfen, mir machten nur deswegen Opposition, weil wir eine will unser Antrag der ärmsten Bevölkerung abnehmen. Branntweinsteuer- Novelle hältnisse anders: der Reichstag hat der Budertonvention zu gute Wahlparole brauchten. Um eine Wahlparole werden wir nie der hat die Mehrheit mur in geftimmt, und manche Mitglieder der Mehrheit, die damals verlegen fein. Auch die wichtige Frage der Handelsverträge als Form einer Refolution die Aufhebung der Maischraumsteuer en unfren Antrag gestimmt haben, werden heute viel Parole würde uns in verstärkter Anzahl wieder hierher bringen.-- angeregt. 28enn aber die Mehrheit will, dann braucht sie keine Re" Bei an an haben GutsVerfammlungen. gegen folutionen, die die Sache auf die lange Bank schieben, sondern dann zu zahlen, ist ein Ende des Kampfes nicht möglich. Das zeigt den 1000 Fr. für die Specialarbeiter; Unterstützung der Witwen und fann sie ihren Willen durch einen Antrag sofort durchsetzen. Unfre Unternehmern die geheime Abstimmung mit genügender Deutlichkeit. Baisen nach einer 15jährigen Dienstzeit und Einführung des AchtAnträge wollen Ihnen zeigen, daß wenigstens die das Bolt in uns Genau 1701( nicht nur 1570) ausständige Weber stimmten für Fort- stundentages. gerechter Weise belastenden Steuern auf Lebensmittel fich fegung des Kampfes und nur 35 für Wiederaufnahme der Arbeit. bei Gelegenheit dieses Zolltarifs beseitigen lassen. Wer die Trunt 1976 Personen stehen im Streif. Ein Teil der Streifenden war fucht ernsthaft bekämpfen will, der bekämpfe die übermäßige durch Bostenstehen oder andre Dienstleistungen verhindert, an der Eine Anzahl ist im Interesse des Ausbeutung des Proletariats, der sorge für Einführung des Acht- Abstimmung teilzunehmen. Der Berliner Konsumverein hielt am 23. d. M. im Getvert stundentags, damit kein Proletarier mehr genötigt sei, nach der Kampfes verreist und andre waren durch Krankheit am Erscheinen schaftshause seine Haupt- Delegiertenversammlung ab. Den Bericht Leberanstrengung der Tagesarbeit zur Schnapsflasche zu greifen! verhindert. Die den ausständigen Webern bezeugte allgemeine über die Thätigkeit der Verwaltung gab der Vorsitzende Lamm, Heute noch kann sich freilich das Centrum alles erlauben. Es wächst Sympathie äußert sich unter andern auch darin, daß neben die Erläuterungen zu dem Zahlenmaterial in der Bilanz der Geaber eine neue Generation heran, die etwas mehr denken den einlaufenden Geldunterstützungen auch reichliche zu schäftsführer Sunger in der ausführlichsten Weise. In einem So Lebensmitteln erfolgen. gelernt hat als die, auf die Sie sich augenblicklich stüßen! wendungen 200 Centner detaillierten Geschäftsbericht, der in Kürze erscheint, wird dieses den Diese neue Generation hat von Jugend auf gelernt, befizer aus der nächsten Umgebung bisher um 58 Proz. daß es Socialdemokraten giebt, und hört die Stimmen der Social- Kartoffeln den Meraner und Glauchauer ausständigen Webern zugestellt. Mitgliedern noch zugehen. Der Umsatz ist im verflossenen Geschäftsdemokraten im ganzen Lande. So lange die Liebesgaben- Politik Ferner find in Glauchau zu gleichem Zwed 400 Köpfe Rotkohl ab- jahr( das nur elf Monate umfaßt) das Vorjahr gestiegen und beträgt 485 410,64 Mark. Die der Mehrheit die Reichen zu Ungunsten der Armen und Aermsten gegeben worden. Ein Zimmergeschäft daselbst schenkte mehrere Der Reingewinn in entlastet, so lange brauchen wir die Hoffnung nicht aufzugeben, daß Fuhren Holz und viele Cigarrenhändler viele hundert Cigarren. Bilanz wurde einstimmig genehmigt. die Nacht endlich vor den glühenden Morgenrot der Socialdemo- Ja, eine Fabrik in Nordhausen sandte nebst 5 M. bar 250 Röllchen Höhe von 26 380,07 W. wurde folgendermaßen verteilt: 5 Proz. kratie weichen werde 1( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Sautabat. Solcher Liebesgaben find noch viele zu verzeichnen. Rückvergütung 24 270,53 M., dem Reservefonds wurden 1309,54 Mr. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Wurm wird in Selbst das„ Meeraner Amtsblatt" fordert von den Fabrikanten zugewiesen und der Verwaltung 800 M. als Entschädigung für namentlicher Abstimmung bei Anwesenheit von 250 Abgeordneten mehr Entgegenkommen, weil der größte Teil der Weber sich mit ihre Mühewaltung zugebilligt. Die Auszahlung der Dividende erfolgt mit 203 gegen 43 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen abgelehnt. einem Lohn begnügen muß, der für eine rechte Lebenshaltung als anfangs bis Mitte Dezember und wird den Mitgliedern Zeit und Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß ein Antrag Wolfen nicht ausreichend bezeichnet werden muß". Die allgemeine Sympathie Drt durch Inserat im Vorwärts“ und„ Genossenschafts- Pionier" und buhr( Soc.) eingegangen ist, wonach die Getreidezölle vom Bundesrat und die Berechtigung ihrer Forderungen giebt den Streifenden eine Aushang in den Geschäftsstellen bekannt gegeben werden. Ebenso findet Ende Dezember eine außerordentliche Delegierten- Versammlung aufzuheben sind, wenn der Preis der einzelnen Getreide- Arten eine vorzügliche Position in dem schweren Kampfe. statt, in der die Zuwahlen zum Berwaltungsrat erfolgen. bestimmte Maximalsumme erreicht.( Unruhe rechts und im Centrum.) Auf Vorschlag des Präsidenten vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch 12 Uhr. Schluß 6½ Uhr. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Die Aussperrung der Küftriner Zimmerer dauert bereits 6 Wochen, ohne daß es bisher gelungen ist, die Arbeitgeber auch mir im mindesten von ihrem Standpunkt abzubringen. " Centralverband der Civilmusiker Deutschlands. Drtsverwaltung Berlin. In der letzten außerordentlichen Generalversammlung er stattete die Kommission zur Ueberführung der Einrichtungen der Trozdem die Ausgesperrten nichts weiter verlangen, als das Freien Vereinigung der Civilberufsmusiker Berlins und Umgegend Recht, Mitglieder ihrer Organisation bleiben zu dürfen, suchen die in den Centralverband der Civilmusiker Deutschlands ihren Bericht. Unternehmer in biirgerlichen Blättern, wie der Frankfurter Dder- Die Versammlung beschloß, den Statutenentwurf drucken zu lassen, zeitung", Reumärkischen Zeitung"," Dderblatt"," Schweriner An- jedem Mitglied zuzustellen und die auf der Tagesordnung stehende Gegen ein ehemaliges Mitglied, Achtung! Töpfer. In der Nummer 275 des Vorwärts" vom zeiger" usiv. Zimmergesellen, welche nicht der Vereinigung der Statutenberatung zu vertagen. 25. November ist unsrerseits durch eine Annonce bekannt gegeben, Bimmerer Deutschlands angehören, die denn auch in hellen Haufen welches bei einem Geschäftsabschluß mit einer Gewerkschaft mit dent daß die Sperre über die Firma Richter, die auf Grund des Be- angesichts des Winters und der verlockenden Versprechungen seitens Titel der Organisation Mißbraud) irieb, soll gerichtlich vorgegangen schlusses der öffentlichen Töpferversammlung vom 18. Juli d. 3. der Arbeitgeber nach Kistrin kommen, so daß es den Ausgesperrten werden. wegen Nichtbenutzung des Arbeitsnachweises verhängt war, auf nur mit großer Mühe und schweren Opfern möglich ist, die Arbeitsgehoben ist, nachdem Herr Richter die schriftliche Erklärung abgegeben pläge frei zu halten. Die Brutalität der Unternehmer beschränkt sich aber nicht allein hat, für die Zukunft nur Gesellen durch den Arbeitsnachweis einstellen zu wollen. In derselben Numuner des„ Vorwärts" befindet auf ihr eignes Gebiet, sondern den Ausgesperrten ist auch Arbeitsgelegenheit abgeschnitten sich nun eine Annonce mit der Ueberschrift:" Verein der Töpfer ede andre Berlins und Umgegend," worin bekannt gegeben wird, daß die worden; so haben sie dafür gesorgt, daß keiner der Ausgesperrten Kollegen" wegen Lohndifferenzen bei der Firma Richter die Arbeit irgendwie andre Arbeit erhält. Da sonst ein Teil der Zimmerer jeden Winter in den städtischen eingestellt haben. Wir fühlen uns verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß Lohndifferenzen im Sinne des seit dem 1. Januar 1902 gültigen Forsten, in den Imprägnier Anstalten, auf Schneidemühlen 2c. BeTarifs, der zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern unfres Ge- fchäftigung fanden, werden sie jest ohne Ausnahme mit dem Hinwerbes in Form eines, bis 1. Januar 1904 laufenden Vertrages weis auf ihre Organisationszugehörigkeit abgewiesen und ihnen abgeschlossen ist, nicht vorliegen, und für Ausnahme- Arbeiten, wie bedeutet, daß sie nur dann Beschäftigung erhalten, wenn sie nach die in Betracht kommende, glatte Meißener Defen, höhere als die treisen, nicht mehr Mitglieder der Organisation zu sein. zwischen uns und den Arbeitgebern vereinbarten Preise gezahlt werden. Dieses zur Information für unfre Kollegen. Der Vorstand der Filiale Berlin. Der Notiz, welche wir in der gestrigen Nummer unter der Ueberschrift:" Die Heldenthat der Rathenover Getverkvereinler und die socialdemokratische Streiltaktit" brachten, fehlt infolge eines Verschens in der Seßerei die Unterschrift: H. Rohrlack. Wir bringen Dies zur Kenntnis unsrer Leser, weil es dem Genossen Rohrlad was ja aus den Schlußsäzen seines Artikels hervorgeht gerade darum zu thun war, seine vom Gewerkverein" bestrittenen Angaben mit seinem Namen zu vertreten. " Deutsches Reich. Der Weberstreit in Meerane. und Ausbauer ihre Organisation, und haben bisher nur drei Mann Die Ausgesperrten, 51 an der Zahl, verteidigen mit Zähigkeit der Organisation den Rüden gekehrt. Unorganisierte find zur Zeit 22 Mann beschäftigt, davon sind sieben von auswärts zugereist, während die andren der Drganisation vorher nicht angehört haben. nach Küstrin zu warnen. Es werden alle Arbeiterblätter gebeten, vor Zuzug von Zimmerern Die Geschäftsleitung der Vereinigung deutscher Zimmerer. Ausland. Köpenick. Am 18. November fand eine öffentliche Volksversamm lung statt. Die Stadtverordneten Herbst und Rochlik erstatteten Bericht über die Thätigkeit unsrer Bertreter im Stadtparlament. Die Versammlung war mit den Ausführungen unsrer Parteigenossen vollständig einverstanden, und wurden die ausgeschiedenen Genossen: Bäckermeister Paul Hein und Glasmacher Julius Schneider aufs neue als Kandidaten für die nun stattfindenden Stadtvers ordnetenwahlen aufgestellt. Adlershof. Der hiesige Wahlverein hielt am 20. November im Fechnerschen Lokal eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, mit einem Referat des Genossen Dr. Borchardt über Arbeitslosen- Versicherung". An der Diskussion beteiligte sich Hildebrandt, der einen Stemmwedel Bericht von der Streis- Generalversammlung, der ohne von dem Referenten abweichenden Standtpunkt vertrat. Hierauf gab besondere Eintvendungen entgegengenommen wurde. Bei Erledigung von Vereinsangelegenheiten wurden drei Mitglieder ausgeschlossen, weil dieselben sich an der letzten Gemeindevertreter- Ersatzwahl nicht beteiligt hatten. Nachdem noch Kühn als Hilfstaffierer gewählt war, wurden die unerledigt gebliebenen Punkte der Tagesordnung bis zur nächsten Versammlung vertagt. Eingegangene Druckschriften. D Für den vierten belgischen Gewerkschaftskongreß, der, wie bereits Die Geldstrafe. Bom Dber Landesgerichtsrat Rob. Schmölder. mitgeteilt, am 14. und 15. Dezember in Brüssel abgehalten wird, ist nunmehr folgende Tagesordnung festgestellt worden: Arbeiter- Hamm i. B. E. Grichſch. Zur Sygiene des Gärtnergewerbes. Von M. v. Schulz. Sonder Unfallversicherung, Beseitigung des Artikels 310 des Strafgesetz- abbrud aus der„ Medizinischen Reform". Helene Simon und August Pieper. Die Herabsehung der Arbeitsbuches( Arbeitswilligenschutz); Verkürzung der Arbeitszeit, Agitation zur Herbeiführung derselben; Gewerkschaftsbewegung in Belgien, seit für Frauen und die Erhöhung des Schuhalters für jugendliche Arbeiter Gewerkschaftsbewegung und allgemeines Wahlrecht; die nationalen in Fabriken. Jena. Gustav Fischer. 1 M. Gewerkschaftsverbände; allgenieine Streillaffe; Organisation der ungelernten Arbeiter. Witterungsübersicht vom 25. November 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windflärte Der„ Sächsischen Arbeiterztg." wird aus Meerane geschrieben: Es ist erklärlich, warum die vereinigten Weberindustiellen, die feit Beginn des Lohnkampfes jeden Versuch zu Einigungsverhandlungen halsstarrig und übermütig zurückgewiesen, für den vom Bürgermeister unterbreiteten Vergleich so schnell eingenommen waren. Dieser Vergleich verpflichtete die Fabrikanten zu nichts andrem, als zur Die Streits in Frankreich im Monat Oftober. Das Arbeitsantt Zahlung derselben Löhne, die sie vor dem Streik gezahlt, nur mit dem stellt für den Monat Oktober nur 28 Streits mit zusammen Unterschied, daß die Zahlung dann auf Grund eines Tarifs zu erfolgen 13 908 Streikenden fest; darunter befindet sich ein Streit der Bäckerhatte. Dieser Unternehmertarif vom 10. Oftober bedeutete damals für meister. Nicht eingerechnet allerdings ist hier der Ausstand der einige Artikel sogar eine Lohnreduktion, die ja bekanntermaßen den Bergleute, an welchem, den offiziellen Angaben zufolge, 111 266 PerStreif herbeigeführt, die aber der Vergleich nunmehr aufheben wollte, fonen teilgenommen haben. Von den 28 Streits wurden unter- Swinemde. 758 SHI so daß mit diesem revidierten" Unternehmertarife in Bezug auf nommen, um Erhöhung des Lohnes durchzusehen 13, wegen Herab- Hamburg Löhne thatsächlich der alte Zustand in andrer Form Geltung er fegung 4, aus Solidarität für die Bergleute 3 usw. langt hätte und von einer wirklich nennenswerten Lohnerhöhung Der Kongreß der französischen Marine- Arbeiter, der dieser Tage nicht die Rede sein konnte. Die Erbitterung der Weber über einen in der Arbeitsbörse zu Paris abgehalten wurde, hat eine Reihe solchen Vergleich war ungeheuer. Namentlich die vielen Frauen wichtiger Beschlüsse gefaßt. Danach sollen folgende Forderungen und Mädchen gaben ihrer Entrüstung über das Anerbieten der aufgestellt werden: Eine allgemeine Erhöhung des Lohnes von Fabrikanten in heftigster Weise Ausdruck. So Lange die 50 Cis. pro Tag für alle Arbeiter der staatlichen Marinewerkstätten; Meeraner Webindustriellen sich nicht entschließen, höhere Löhne Einführung einer Alters- und Invalidenpension in der Höhe von Für den Inhalt der Inserate. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 26. November. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Der Waffenschmied. Schauspielhaus. 3m bunten Nod. Neues Opern Theater.( Kroll.) Geschlossent. Deutsches. D' Mali. Central. Madame Sherry. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Kaltwasser. Nenes. Der Gemeine. Central Theater Urania. Luisen- Theater. Heute Anfang 7 Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Aften von Hugo Feliç. Morgen und folgende Tage 7%, Uhr: Madame Sherry. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nur noch 3 Ausführungen. Ilse Römer. Romantisches Schauspiel in 3 Atten ( 6 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Sonnabendnachmittag: Frau Holle. Sonntagnachmittag: Othello, der Residenz. Seine Kammerzofe.( Nelly Mohr von Venedig. Rozier). Westen. Don Juan. Sonnabend, zum 1. Mal: Witwe Dalila. Sriminal Schauspiel in Thalia. Charley's Tante. Vorher: 6 Bildern. Cassis Bascha. D Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Kabale und Liebe. @chiller. N.( Friedrich WilhelmThalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Bum 490. Mal: Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Deborah. Anfang 8 Uhr. Vorverk. 10-2 Staffe, Znvaliden, Künstlerbank u. Warenhäuser A. Bertheim. Berlin 756 DSD Frantj./M. 758 CO 755 D 757 S München ien Better Temp. n. E. 5° C.= 4°. Stationen. Barometer tand mm Windrichtung Windstärke Rebel 2Nebel 1 Haparanda 764 ND 0 Petersburg 765 DSD 1 Cort 2 Aberdeen 736 ND 1 wolfenl 2bedeckt 2Nebel 1 Paris 761 SSD 1Nebel-6 750 S Wetter Temp. n. C. 5° C. 4°. 4Schnee- 13 1wolten!-13 4 bededt 11 4 bedeat 9 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 26. November 1902. Mild und zeitweise heiter, jedoch veränderlich mit geringen Niederschlägen und mäßigen südöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau Buntes Theater Casino- Theater. ( Ueberbrett'l.) Röpniderstraße 69. Anfang 8 Uhr. Novitäten- Abend. Er und Sic. Theodor fucht Streichhölzer.- Monsieur Badin. Abergläubtsch. Bunter Teil: Kultur.morgen: Die Räuber. Freitag: Leitung: Fritz Lehner. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Neu! das jüngste Wunder Afrikas eine schneeweisse Negerin von der Goldküste, 20 Jahre alt, weisse Haut, weisses Haar, hellgraue Augen, ein anthrop. Phänomen!! Neben der weissen d.schwarze Schwester: Beide von schwarzen Eltern!! ſtädtisches Theater). Der Pfarrer Charleys Tante. Beide von von Kirchfeld. Belle Alliance- Theater. Anno 48. Guido Thielscher als Charleys Tante. Wilhelm. Preciosa. Carl Wein. Ilse Römer. Luifen. Deborah. Casino. Ein Sohn des Bolles. Metropol. Berlin bleibt Berlin. Apollo. Nakiris Hochzeit. -W Buntes Theater. Er und Sic. Theodor sucht Streichhölzer. Monfieur Babin.- Abergläubisch. Kleines. Ackermann. Palast. Goldene Jugend. Specialitäten. Trianon. Die Liebesschaukel. Wintergarten. Specialitäten. Paijage Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Tausend Jahre deutscher Kultur. Juvalidenſtrake 57/62. Zäglich Anfang: Charleys Zante. 81, Uhr. Borher: Cassis Pascha. Anf. 7 Uhr Belle- Alliance- Theater. Lothringer Straße 37. 8 Uhr: Chambre garnie. 81, Uhr: Die brill. Specialitäten. 9% 11hr: Bis jekt täglich ausverkauft Ein Sohn des Volkes. Tiny ochentags 8, Sonntags 7%, Uhr. Hamlet. Sonnabendnahm. 3 Uhr, Senders. Marcell Salzer. 8 Uhr: Der zu ganz kl. Preisen Schüler- Vorstellung: Othello. Stabstrompeter. Pålast- Theater Direktion: R. Winkler. Burgstr. 22. 8% tyr: Riesenerfolg. 8, Uhr: Carla Lingen a. G. Kleines Theater ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Ackermann. Eine tragische Komödie in 3 Akten von F. Holländer u. L. Schmidt. Goldene Jugend. Morgen: Ackermann. Gr. Ausstattungs- Burleske mit Gesang und Lanz in 2 Atten von B. Geride. Rentier Fiebig Dir. R. Winkler. Die Tänze arr. v. d. Igl. Tänzerin a. D. Frl. A. Bernhard, Balletmeitsterin. Die neuen Kostüme sind aus dem Atelier Schaup. Das Riesen- Programm. Goldene Jugend ist von der gesamten Breffe als die hervorragendste Novität der Saison bezeichnet worden. Morgen und folgende Lage: Die Münchener Ensemble: Gastspiel Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. selbe Borstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Gast- ente Mittwoch, 26., abends 8 Uhr: ſpiel des lönigl. Schauspielers Herrn Anno 48. Konrad Dreher Joseph Neiper: Nathan der Weise. Apollo- Theater. Von 8-9 Uhr: Specialitäten. Um 9 Uhr: Bum 20. Male: Mit tolossalem Erfolge: Nakiri's Hochzeit Residenz- Theater. Operette in 2 aften von P. Lineke. Mittwoch und folgende Tage: Seine Kammerzofe. Schwant in drei Alten von Bilhand ( Nelly Rozier.) und Hennequin Im zweiten Bilde( um 10%, Uhr): Der sensationelle Spiegeltrick. 3m lezten Bilde( 10%, Uhr): H. Harndins elektrisches Ballett. Rofjeneröffnung 7 Uhr. Anjang 8 Uhr. als Gast. Altmünchener Poffe mit Gesang in 3 Aften. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage, abends 8 Uhr: Anno 48. Sonnabend, 29. Nov., zum 1. Mal: Die Schröderischen. Entree 50 Pf. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 8, Ende 11 Uhr. Breisge: Letzte Woche. sensationellen frontes Boltsstüd. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu fleinen Preisen: Der Müller und sein Kind. Wilhelm- Theater. Friedrich- Strasse 236. Preciosa. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Sonntag, 30. Novbr., NachmittagsBorstellung: Dorf und Stadt. Anfang 3 Uhr, halbe Kaffenpreise. November- Progr. Georg Kaiser vom Apollo- Theater in Berlin in seinem Repertoire. der, Witze" Agoston, König. Der Todessprung des Hundes. 14 erstklassige Nummern. Metropol- Theater. Letzte Woche! Berlin bleibt Berlin. Grosse Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet." Donnerstag, 27. November: Die zwölf frauen des Japhet. Vaudeville in 3 Akten von Mars u. Desvallières. Musik von Victor Holländer. Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58. Mittwoch, den 26. November: Deborah. Volksschauspiel in 4 Aften von Dr. S. H. Mosenthal Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M.Donnay Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: Denise. Cirkus Schumann Mittwoch, den 26. November, abends 7 Uhr: Grosse EliteVorstellung. Eine Fortsetzung der beliebtesten Pantomime: Die lustigen Heidelberger. Cirkus Busch. Direktor Alb. Schumanns Mittwoch, den 26. November 1902, abends 7 Uhr: Grosse Vorstellung. Dahomey. Parade Exercieren des Amazonen- Corps. neueste Creationen. Ausserdem: Das Riesen- Programm. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmMittwoch abend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich Schiller. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Biberpelz. Freitagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Volksstück mit Gesang in 5 Aften von Ludwig Anzengruber. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Freitagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. 080000 Unserm Kamerab Jakob Freudenthal u seinem 25jährigen Jubel- Wiegenfeste ein donnerndes Rebehoch! Mehrere Freunde. 6526 Herrenuhren I verfallene goldene 14karätig Sprungdeckel 50,00 an, silberne 5,50 an. Damenuhren grossart. Auswahl, 14 k. 12,00 an, I Für die vielen Beweise herz lichster Teilnahme und die so über aus reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes Hermann Wede jage ich hiermit allen Verwandten sowie den Kollegen, Freunden und Bekannten meines verstorbenen Mannes, insbesondere dem Gesangverein Berliner Typographia" meinen innigsten Dank. 680b Martha Wede, geb. Bartels. " II. Wahlkreis! Mittwoch, den 26. November, abends 29 Uhr, im großen Saale der Bockbranerei, Tempelhofer Berg:) Volksversammlung. 210/11 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Reichstags- Abgeordneten August Bebel hochmoderne Muster. Herren- Vortrag über: Der Staat und die herrschenden Klaffen". 2. Diskussion. Verfallene Arnold Scholz Germania- Prachtsäle Chausseestr. 103. Brillantringe E Jeden Mittwoch und Sonntag: Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Hamburger Sänger. Direktion Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. Anf. 8 Uhr. Bons gelten. Eintritt 30 Bf. 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Steidl= 65 Letzte Woche des mit so grossem Beifall aufgenommenen NovemberProgramms. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich eritil. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Somabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Sanssouci Heute Mittwoch: Extra- Vorstellung zum einer Sänger. Weihnachts- Bescherung Täglich wechselndes Programm. Dienstag, Donnerstag, Sonntag im Festsaal: Canzkränzchen. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante armer Kinder. Nachher: Tanzkränzchen. Die Einnahme ohne jeden Abzug verbleibt dem guten Zwed. Anf. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Berfallene Pfänder zum Weih nachtsfest. Golds., Brillanten j. Art, gold. u. filberne Uhren, Stetten, Ringe, sauber u. schön, w. spottb. vert. Bfandl. Brinzenstr. 28 I, Ede Ritterstr. Herren- Moden, clegante Ausführg., geringe Teilzahlg. November- Programm. J. Kurzberg, Neue Königstr. 47, Nur allererste Kunstkräfte. 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Der Vorstand. Achtung! Socialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 27. November, abends 8%, Uhr, im Alten Schützenhaufe, Linienſtr. 5: Ti Versammlung. 19798ed ob Wurms Magendoctor ist das Beste -80 Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Baudert- Apolda: Die politische Lage". 2. Distusfion. 3. Mitteilung von Partei- und Vereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Das Protokoll des Münchener Parteitags gelangt in dieser Versammlung zur unentgeltlichen Verteilung und wird jedem Mitgliede eingehändigt, das sich mit den Beiträgen nicht über drei Monate im Rückstande befindet. Die Bücher find mitzubringen. Das Erscheinen aller Mitglieder erwartet Achtung! 245/20 Der Vorstand. sins Achtung! Zwei Volksversammlungen Mittwoch, den 26. November, abends 8% Uhr: im Belforter Salon, Belforterstr. 15 und bei Graumann, Nannyuftr. 27. Tages- Ordnung: Die Auflösung des Rabatt- Sparvereins Königsthor und die Konsumgenossenschaften. 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Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht 91/15 Die Ortsverwaltung. Kammermusik- Abend am Sonntag, den 14. Dezember 1902, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Die Branchen- Versammlung am 26. November sowie die Ber frauensmänner- Bersammlung am 3. Dezember fallen wegen der am 8. Dezember stattfindenden außerordentlichen Brauchen- Verfammlung aus. In der noch näher bekannt zu machenden Versammlung am 8. Dezember wird Kollege St arl KloB Stuttgart referieren. Branche der Stellmacher. Den Kollegen zur Nachricht, deß die Branchen- Versammlung der Generalversammlung wegen nicht am Donnerstag, den 27. November, sondern am Donnerstag, den 4. Dezember, stattfindet. Der Obmann. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Zahlstelle Berlin). Mittwoch, den 26. November 1902, abends S, Uhr, im Schloss Weddingpark, Müllerstr. 178: Mitglieder- Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen W. Miethke über: " Alkoholismus und Klassenkampf". 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. 71/3 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich mit Frauen zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Die Ortsverwaltung. Allen Barteigenossen und Kollegen hiermit zur Nachricht, daß ich am heutigen Lage in Mariendorf, Feldstraße, Ecke Ring- Chauffec, cin Weiß- und Bairischbier- Lokal 6625 eröffnet habc. Hermann Reichardt. F. Scholz' Festsäle, Große Frankfurterstraße 74, empfiehlt 1. und 2. Weihnachts- Feiertag zu Matineen. Außerdem empfehle meine Säle wochentags zu Festlichkeiten und Bersammlungen unter ganz coulanten Bedingungen. 55952* Jeden Sonntag, Montag, Dienstar, Donnerstag: Tanz VorwärtsBuchhandlung Berlin SW., Lindenstraße 69. Neu- Erscheinungen! Münchener Parteitags- Protokoll broschiert 60 Pf., gebunden 90 Pf. Arbeiter Notizkalender 1903 60 Pf. Neue Weltkalender 1903 40 Bf Zadek Blaschko, Schub gegen Strantheitsgefahr, 20 Bi. Kautsky, Sociale Revolution: I. 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Belegerinnen und Barod- Ber- Schubert, Rastanien- Allee 10. golderinnen verlangt E. Joers, Jurius, Höchftestr. 17. Staligerstraße 28. +17 Hahn& Metzkow, Weissensee, Arbeiterin auf beffere Stnaben- König- Chauffee 71. Anzüge im und außerm Hause. Weser, Fachberein Usedomstraße 7. 106 der Tischler Berlins u. Umgegend. Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. pmnis- airb Nr. 276. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 26. November 1902. Milde Richter. Lokales. = Berliner Partei- Angelegenbeiten. Das Baugewerbe nämlich veranlaffen, bei den zuständigen Behörden Bangeschäfte Berlins will den Bund der Arbeitgeber- Verbände für Der Prozeß gegen Graf Püdler und Genossen, in welchem zu gestern vormittag vor der 9. Strafkammer des Land- wochabend 8%, Uhr feinen Bortrags- Zyklus über Arbeiterschutz und Orten, wo Verträge zwischen den Organisationen der Unternehmer In den Arminhallen fezt Genosse Stadthagen heute Mitt gewerbe zu petitionieren. Bei Submissionen sollen an allen um Anerkennung der Tarifgemeinschaften im Baugerichts I Publikationstermin anberaumt war, ist noch nicht ganz Arbeiterrecht fort. Zahlreiche Beteiligung erwartet die Vertrauens- und der Arbeiter geschloffen find, für die Dauer dieser Verträge die zu Ende gekommen. Vorsitzender Landgerichtsdirektor Müller person. machte den Angeklagten Graf Bückler darauf aufmerksam, daß seine vereinbarten Lohn- und Arbeitsbedingungen zu Grunde gelegt und Berurteilung wegen der Rede vom 11. Novembec auf Grund des Charlottenburg. Morgen Donnerstag spricht Genosse Dr. die außerhalb der Koalition stehenden Arbeitgeber von der Be§ 186 Str.-G.-B. erfolgen könnte. und zwar wegen des Eatzes, der Eduard David aus Mainz in einer Volksversammlung, die werbung ausgeschlossen werden. da lautete:" Unfre Behörden laufen aber wie toll und verrückt hinter im Volkshause, Rosinenstr. 3, stattfindet, über: Socialismus Mit diesem Antrage hat der Verband der Baugeschäfte Berlius den Juden her!" Graf Püdler bestreitet nochmals, derartige Be- und Landwirtschaft". Der Vorirag wird das Agrarproblem, anerkannt, daß das Necht auf Organisation nicht allein leidigungen ausgestoßen zu haben. Angell. Bruhn beantragt seine principielle Tragweite und feine Bedeutung für die Pragis zwedmäßig ist, wenn es von den Unternehmern für sich in Anspruch die Bernehmung des Kriminalkommissarius Dr. Henninger. Dieser unsrer Partei im Kampfe gegen das Agrariertum behandeln. genommen wird, sondern auch, wenn die Arbeiter es üben. Diese werde bekunden, daß unter Billigung der Staatsanwaltschaft bei ein wenig spät kommende Einsicht hat zwar in der Praxis wenig zu andren Zeitungen die Sache stets so gehandhabt wird, daß bei einer bedeuten, da die Arbeiter sich organisieren ohne Rücksicht darauf, ob es Strafverfolgung immer nur der für den betreffenden Zeitungsteil dem Unternehmertum und dem mit ihm im Bunde stehenden Staat geVerantwortliche in Anspruch genommen wird. Rechtsanwalt nehm ist oder nicht. Aber interessant ist es doch, daß die Clemente, 11 Irich beantragt auf Grund einer ihm zugegangenen Puitkarte Es giebt feinen außergewöhnlichen Notstand in Berlin", so hieß die vor wenigen Jahren die Organisationen der Arbeiterschaft mit einen Beweis darüber zu erheben, daß der Journalist Schiveder, auf es im vorigen Winter, als die socialdemokratische dem ihnen von der Regierung dargebrachten Zuchthaus- Gesetz deffen Bericht hin der Angeft. Graf Bückler wegen Richter- Beleidi-& taktion der Stadtverordneten Versammlung ftranguliert wissen wollten, heute zu der Anschauung kommen, daß gung bestraft werden soll, ein unzuverlässiger Berichterstatter jei. auf die herrschende Arbeitslosigkeit hinwies und die städtischen Bes eine Einigung mit diesen Organisationen für den Beruf im ganzen Der Abg. Liebermann v. Sonnenberg und der Kaufmann Trautmann hörden aufforderte, durch Schaffung von Arbeitsgelegen gute Früchte tragen fann und die außerhalb einer Organisation in Reinickendorf würden bekunden, daß Schweder wegen unzu- heit helfend einzugreifen. Eine andre Antwort enthält der Bestehenden Elemente verfehmt werden müssen. Dies Vehmrecht nehmen verlässiger Berichterstattung vom Vereinstag in Stasiet ausgeschlofericht über die Thätigkeit der Armendirektion im Jahre die Petenten vorab zwar mir im Kampf gegen ihresgleichen in Anspruch, toorden ist. Der Gerichtshof hält diesen Antrag für wichtig genug. 1901/1902, den der Magistrat jest veröffentlicht wenn darin auch aber bei einigen Fortschritten in der socialpolitischen Erkenntnis um ihm stattzugeben, da nach der Beweisaufnahme der Beuge mit teinem Wort auf die Verschärfung des Notstandes Bezug ge- kommen fie vielleicht auch zu der Einsicht, daß Arbeiter, die fich den Schiveder seinen Bericht nur auf Grund von Notizen konstruiert hat. nommen wird. Gewerkschaftsorganisationen feindlich gegenüberstellen, ebenfalls feine Der Gerichtshof beschließt deshalb, die Vergandlung in der Der Bericht ergiebt, daß vom vorletzten zum letzten Jahre ge- Rücksicht verdienen. Wir sind daher begierig auf einen von den stiegen find: die Ausgaben für das Armenwesen vor: 9 154 014 organisierten Unternehmern der Regierung unterbreiteten Wunsch, und zur Fortsetzung dieses Teils der Verhandlung einen neuen ringen Einnahmen geleistete Zuschuß von 8 439 964 M. auf schaft besonders nüßlichen Elemente vor jedem schiefen Blick an Mark auf 9 771 646 Mark( um 6%, pet.), der nach abzug der ge- der Staat möge die Streitbrecher nicht mehr als die für die GesellLermin auf Sonnabend, 29. November. vormittag 39 039 599 M.( um 7 pet.). Eine so bedeutende Erständiger Arbeiter in Schuh nehmen. 8 Uhr anzusetzen. Zu diesem Termin sollen der Reichstags- höhung der Ausgaben bezw. bez zufchuffes für Abgeordnete Liebermann v. Sonnenberg, der Kaufmann das Armenwesen haben wir in Berlin feit vielen zu lesen: Abteilung für Medizin: Die Sizung vom Mittwoch, den Akademischer Sittenschutz. In der Hochschul- Zeitung" ist folgendes Emil Trautmann, der Polizeilieutenant c; ir mer und der Jahren nicht gehabt. Man muß hen bis auf den Anfang 26. November, fällt aus, da Se. Magnificenz der Herr Neftor Journalist Schweder geladen werden. Der Betveisantrag auf der 90er Jahre zurückgehen, um etwas Aehnliches zu finden. Speciell die Genehmigung zu dem angekündigten Vortrage des Herrn Ladung des Kriminalkommissars Dr. Henninger wird abgelehnt. Nachdem auf weitere Erörterungen verzichtet worden, verkündet der stühungen gingen von 6 936 694 M. hinauf bis 7 464 698 M.( um unter besonderer Berücksichtigung des dritten Geschlechts( Konträre die Ausgaben für die von der Armenkommission gezahlten Unter Dr. Magnus Hirschfeld: Die Entstehung der Geschlechter, Vorsitzende das 7% pet.). Es ist ja immer nur ein kleiner Teil der Arbeitslosen, Segualempfindung)" nicht erteilt hat. der fich dazu herbeiläßt, die Hilfe der Armenpflege in Anspruch zu nehmen. Wenn trotzdem die Ausgaben so außerordentlich gestiegen find, so läßt sich ermessen, wie drückend die Notim legten Jahre gewesen ist. Beamtenbeleidigungs- Sache abzuicennen Urteil " halten werden soll, sondern im engen Streise medizinischer Fachmänner. Man beachte, daß der Vortrag keineswegs vor aller Welt geDer Rettor der ersten Universität Preußens macht sich die Weisheit werden darf. des sächsischen Gendarmen zu eigen, daß über Thema nicht gesprochen des Gerichts dahin: Der Angell. Graf Bückler wird wegen Beleidigung des Sanitätsrats Dr. Neumann in Glogau zu 500 M. Geld ftrafe ebent. 30 Tage Haft, wegen Aufreizung zu Gewaltthätig feiten in zwei Fällen zu 700 M. Geldstrafe event. 70 Tagen Ge- Beachtung verdient hierbei der Umstand, daß die Aufivendungen fängnis verurteilt, im übrigen freigesprochen. Der Angell. für Extra Unterstübungen in viel stärkerem Grade zueber wird wegen Beleidigung des Sanitätsrats Dr. Neumann genommen haben als die für regelmäßige Unterstüßungen. Vom Die elektrische Hoch- und Untergrundbahn wird mit dem Durch zu 100 M. Geldstrafe event. 10 Tagen Haft verurteilt. Die vorlegten zum letzten Jahre vermehrten sich die Almosenzahlungen gangsverkehr über den Potsdamer Platz einen neuen Fahrplan in diei übrigen Angeklagten werden freigesprochen. Dem von 358 423 auf 370 142( um 3%, pet.), der Betrag von 5 343 616 Straft fezzen. In dem neuen Fahrplan werden nur noch zwei Dr. Neumann wird die Publikationsbefugnis zugesprochen und die Mart auf 5 618 857( um 5 pCt.), die Extra- Unterstübungen für Richtungen aufgeführt, Warschauer Brüde- Zoologischer Garten und Einziehung bezw. Vernichtung der vorfindlichen Gremplare der Almosenempfänger von 24 257 auf 27 685( um 10 pct.), der Be- Zoologischer Garten- Warschauer Brücke. Bei jedem Zug ist leicht Staatsbürger- Zeitung" sowie der Platten und Formen verfügt. trag von 174 190 M. auf 190 946 M.( um 9% pet.), die Pflege- zu ersehen, ob er über den Potsdamer Plaz geht. Der neue Fahrraf Pückler hat sich nach Ansicht des Gerichts durch die Reden vom geld- Zahlungen von 118 878 auf 119 513( um ½ pCt.), der Be- plan mit dem Durchgangsverkehr über den Potsdamer Plaz er 24. Februar und 7. März gegen§ 130 Str.- G.-. vergangen. Im trag von 768 491 M. auf 808 372 M.( um 5 pet.), die Ertra- möglicht es während der ganzen Betriebsdauer von jeder Station großen und ganzen bieten diese Reden nicht Gelegenheit zur Be- Unterstüßungen für Pflegegeld- Empfänger von 7689 auf 9836( um der Ost- und Weststrecke nach jeder andren Station der beiden ftrafung des Redners, dagegen ist in einzelnen gezingen Abfäßen 28 pet.), der Betrag von 65 272 M. auf 80 804 M.( um 24 pet.). Strecken innerhalb einer Zeit von durchschnittlich fünf Minuten abber§ 130 verlegt. Viele Säße in diesen Reden cnihalten nur bild- endlich die Extra- Unterstüßungen für nicht fortlaufend Unterstüßte fahren zu können. Bei Benutzung der Züge, die über den Potsdamer liche Ausdrücke, dagegen sind zwvei Säße els aufreizend zu erachten, von 57 455 quf 74 803( um 30 pet.), der Betrag von 585 080. Plaz fahren, langt man immer noch früher auf den Haltestellen der 1imlich in der Rede vom 24. Februar der Sat:" Wenn Euch auf auf 765 719 M.( um 31 pct.). Besonders die zuletzt angeführten jenseitigen Strede an, als wenn man den nächsten unmittelbaren dem Heimwege schwarzlockige Jünglinge oder Samen begegnen, so Bahlen und ihre außerordentliche Zunahme lassen erkennen, daß im Durchgangszug abwarten würde. tretet auf sie zu, gebt ihnen patsch, patsch ein paar hinter die letzten Jahre die Armendirektion die Wirkungen Ohren, dann hebt den Fuß und verseht ihnen einen Fußtritt", und der Arbeitslosigkeit start zu spüren bekommen in der Rede vom 7. März der Saz: 20 stämmige Sterle müßten hat und in erheblich größerem Umfange als sonst von Notleidenden ' mal den Anfang machen und einige den ordentlich verdreschen!" vorübergehend in Anspruch genommen worden ist. Mit Rücksicht darauf, daß die Reden in. großen und ganzen sich innerhalb erlaubter Grenzen Arbeit verursacht hat und dem die Brände am Krögel, ain Haadschen Der Brandstifter, der seit Wochen schon der Feuerwehr viel Markt, in der Neuen Promenade, Stralauerstraße, Kurstraße usw. Uebrigens hat auch die Zahl der regelmäßig Unterstützten in ur Last gelegt werden, setzt sein Treiben mit einer Frechheit fort, lekten Jahre recht auffällig zugenommen, in stärkerem Grade als die trifft. Montagabend hatte die Feuerwehr schon wieder mehrere die selbst die der Brandstifter der Moabiter Dachstuhlbrände überhalten, hat der Gerichtshof eine Geldstrafe noch einmal für zulässig von 29 869 auf 30 845, der Pflegefinder von 9907 auf 9959, aller Balfen u. a. braunten, dann um 9 Uhr einen Kellerbrand im QuerBevölkerung. Es stieg die Durchschnittszahl der Almosenempfänger Kellerbrände zu löschen. In der Sebastianstr. 17, wo Schaaldecken, erachtet. Graf Büdler ist ferner wegen Beleidigung des Sanitäts- regelmäßig Unterstüßten von 39 776 auf 40 804, d. h. von 215 rats Dr. Neumann verurteilt worden. Wenn auch die Begutachtung unter je 10 000 Einwohnern auf 218. Trotzdem giebt es keinen gebäude des Hauses Inselstr. 9a, to Hausrat in Flammen stand vor dem Gericht in Glogau, die mit Gründen vorgetragen worden, und die Feuerwehr träftig Wasser geben mußte. Kaum vielleicht dem einen oder andern nicht vollständig genug erscheinen außergewöhnlichen Notstand in Berlin" 1 war dieser Brand gelöscht, als schon wieder ein Kellerbrand mag, um daraufhin einen so schtvertviegenden Antrag auf Beob- Zustände in Berliner Bäckereien. Vom Verband der Bäcker wird aus der Alten Jakobstr. 78 gemeldet wurde. Es brannte im achtung des Geisteszustandes zu stellen, so durfte Graf Büdler nimmer uns gefchrieben: Kürzlich veröffentlichte der Vorwärts" einen Artikel rechten Seitenflügel eine Menge alter Hausrat, Stroh 2c. mehr den Dr. Neumann in dieser Weise beleidigen, wie er es durch übr die Unsauberkeit in Dresdener Bäckereien, daß in Berlin die Gestern früh vor 7 Uhr wurde dann ein Kellerbrand aus der Juseldie in der Staatsb.- 3tg." veröffentlichten Notiz gethan. Die Be- Zustände keineswegs besser sind, mögen folgende von uns festgestellte straße 4 und gleich darauf aus der Seydelstr. 11 gemeldet. Mit leidigung sei augenscheinlich eine absichtliche gewesen. Da der An- Thatsachen zeigen: der Gassprize mußte tüchtig Wasser gegeben werden, um die geklagte Graf Bückler in hoher Erregung sich befunden hat, hat der Am 30. Mai erging vom Verband gegen den Bäckermeister H. Flammen, die schon eine große Ausdehnung erlangt hatten, zu Gerichtshof auch hier eine Geldstrafe für angemessen erachtet. im Südosten eine Anzeige. H. hielt in den Badräumen Staninchen, löschen. Noch während die Feuerwehr dort thätig war, wurde ein Wegen des Abdrucs der Notiz über Dr. Neumann mußte auch der die mit den Rohmaterialien und mit der Backware in Berührung neuer Kellerbrand zwei Häuser weiter gemeldet. Es brannte Angeklagte Weber verurteilt werden. Wegen der Rede vom kamen. Seydelstr. 13 ebenfalls in großer Ausdehnung in den Steller 6. Januar hat der Gerichtshof den Angeklagten Graf Püdler Am 2. Juni wurde gegen Bädermeister 2. in der Friedrich- verschlägen, so daß auch dort längere Zeit Wasser gegeben werden freigesprochen. Die ganze Rede verrät zweifellos nicht die Absicht, Wilhelmstadt Anzeige erstattet. Die„ Blase", der in dem Backofen mußte. Bu bedauern sind die arinen Feuerwehrmänner, die besonders Den§ 130 zu übertreten; zu dieser Meinung muß man kommen, wenn eingemauerte Wasserbehälter, aus dem das warme Wasser zur Her- bei Kellerbränden viel unter der Einwirkung von Qualm zu leiden man fieht, wie tiefes Gottvertrauen, wie tiefen Glauben in der christ- stellung der Backware entnommen wird, verbreitete einen abscheu haben. lichen Religion, wie lichen Gestank. hohen patriotischen Sinn Am 19. Juni erging Anzeige gegen Bäckermeister S. in der einige Mitteilungen gemacht, die den Klempnergesellen Moser in Zu dem Raubmordversuch in der Friedrichstraße werden noch die Rede bekunde. Dem gegenüber erscheinen die dazwischen hin- Schönhauser Vorstadt, weil Mäuse in den Betten der Gesellen nisteten, einem neuen Lichte zeigen. Moser hatte behauptet, daß er nach durch gehenden Ausdrücke nicht geeignet, als Uebertretungen des die Staben das Mehl verunreinigten, und, da kein Sieb vorhanden seiner Entlassung vom Meister Schwarz in der Linienstraße noch § 130 zu gelten, fie seien zweifellos bildlich gemeint und nicht ver- war, der Schmuß, wenn er nicht von den Gesellen beim Badprozeß eine Zeitlang in der Chausseestraße gearbeitet habe. Diese Angabe botenus( wörtlich) aufzufassen, so wenig es sich verteidigen läßt, daß entdeckt wurde, mit in die Ware fam. Am 18. September wurde Bäckermeister S. im Norden angezeigt. Daß er die ganze Zeit nach seiner Entlassung von Fahrradhat sich als unwahr herausgestellt, sehr wahrscheinlich ist vielmehr, so schtvere Beleidigungen gegen andre ausgesprochen werden, denn der christliche Glaube berechtigt nicht dazu, in dieser Weise Bei ihm wurde das auf dem Mehlboden zusammengefegte Fußboden Diebstählen gelebt hat. Bei verschiedenen Trödlern und Pfandgegen Andersgläubige vorzugehen. Daß in absehbarer Zeit mehl gesiebt, auf das Roggenmehl geschüttet und mit verbaden. Am 14. Oftober wurde gegen Bäckermeister G. im Südosten einem Militärpaß auswvies, Fahrräder versetzt oder verkauft. leihern hatte in der legten Zeit ein junger Mann, der sich mit 10 etwas passieren würde, was Redewendungen angedeutet, wird kein vernünftiger Mensch glauben. Anzeige erstattet, weil zwei Katzen in seinem Betriebe fortwährend die Kriminalpolizei der Herkunft dieser Räder nachging, fand fie, Säge wie der: Die Judenkerle müssen überall zerschmettert werden", das Mehl verunreinigten. Am 12. November erging gegen Bädermeister R. in der Nähe burgerstraße Nr. 7 wohnte. Da er jedoch zur Zeit im Krankenhause daß der Mann, auf den der Militärpaß lautet, in der Großen Hamfind nach Ansicht des Gerichts mur bildlich aufzufassen und nicht geeignet, jemand ernstlich zu beunruhigen. Zu berüdsichtigen ist auch, des Rathauses Anzeige. Bei ihm winunelte es derart von Wanzen, lag, so konnte er als Verkäufer oder Verpfänder der Näder nicht in daß die Rede in einer Boltsversammlung gehalten ist und die daß die Gesellen beim Aufstehen diese Tierchen von den Hemden Betracht kommen. Worte vielfach nicht ganz überlegt sind; nach Ansicht des Gerichts herabsuchen mußten. Sogar auf dem Backtroghenkel wurde das Un Moser in feinen Taschen hatte, auch jenen Militärpaß gefunden, Nun hat man aber unter den Papieren, die enthält die Rede aber keinen Ausdruck, der unter§ 130 geziefer gefunden. dessen Eigentümer mit ihm zusammen bei einer Wirtin wohnte. Da fällt. Daraus ergiebt sich die Freisprechung des Grafen Bückler Bei dem Bädermeister F. in Charlottenburg fand ein Geselle auch die Beschreibung, die die Tröbler und Pfandleiher von ihrem Kunden und der drei in diesem Falle Mitangeklagten. Was die Neben- angen auf dem Streußeltuchen. Die Kazen berunreinigten das Ilage betrifft, so ist auch hier auf Freisprechung erkannt. Die Mehl und die Gesellenbetten. Auch hier fand die Polizei alle An- geben, auf Mojer paßt, so ist kaum daran zu zweifeln, daß dieser der Mann Anwar, der die Mäder verschärfte. Ihm waren die Sachen seiner Schlafgenossen zugänglich, so daß er sich den Paß leicht aneignen fonnte. die den§ 130 verletzt haben sollten, aber nicht diejenigen, die sich Berlin, soweit Schmutz und Unfauberkeit in Betracht kommen, sich Hause entlassen werden sollte. Dann waren Nachfragen von der auf den Giftmordversuch in der Schweiz und die angebliche Be- kaum von einem andern Ort überbieten läßt. Polizei zu erwarten und die Aufdeckung der Fahrradgeschichte unteiligung der Glogauer Juden an demselben beziehen. Gottvertrauen, tiefer Glaube in der christlichen Religion und ganzen Jahre nicht die Rede sein, da die Bestimmungen über die länger halten, und der Raubmord sollte ihm die Mittel zur Abreise Im Barbiergewerbe kann von einem völlig freien Tage im vermeidlich. Aus diesem Grunde fonnte fich Moser in Berlin nicht hoher patriotischer Sinn find also die Wilderungsgründe, die den Sonntagsrube hier immer noch eine Arbeitszeit von 6-8 Stunden liefern. Nach seiner Entlassung aus der Charité wird er alsbald Grafen Püdler vor dem Gefängnis bewahrt und die Richter zu zulassen. Die organisierten Gehilfen haben daher die Forderung er den Trödlern und Pfandleihern gegenübergestellt werden. Vereinem Urteil bewogen haben, das von dem wohlhabenden An- hoben, daß ihnen an den großen Festen der zweite Feiertag nommen worden ist er noch nicht. Den Krankenwärtern giebt er geklagten wohl nicht allzuhart empfunden wird. Wir wollen das ganz freigegeben werde in dem Sinne, daß an diesen Tagen ein feinerlei Antwort. Allem Anschein nach bereitet er sich auf die Rolle Urteil an sich gelten lassen und gewiß kein Wehklagen über allzu völliger Geschäftsschluß eintritt. Das würde für Meister und Ge- des wilden Mannes vor. Als Juliage richtete fich nur auf Bergehen gegen§ 130 des Strafgefeh- gaben des Werbandes beſtätigt, daß das ehrſame B Diese paar Proben lehren, daß das ehrsame Bäckerhandwerk in Er wußte aber auch, daß dessen Eigentümer jezt aus dem Krankenbuchs. Es waren nur alle die Teile der Nede unter Anklage gestellt, große Milde erheben. Ja, wir gehen weiter und sagen, daß der hilfen eine Ruhezeit von 40 Stunden bedeuten. Leider stellen sich Graf aus Gründen, welche die Richter anscheinend nicht in Betracht diesen Wünschen der Gehilfenschaft nicht allein die reaktionären in der Naunynstr. 29 sprach am Montagnachmittag gegen 3 Uhr ein Der Tod des Arbeitslosen. Bei der Familie eines Glasmalers gezogen haben, hätte freigesprochen werden sollen. Aber da Elemente unter den Meistern, sondern auch teilweise die Regierungen unbekannter Mann von etwa 45 Jahren vor und bat um etwas der Gerichtshof nun einmal geglaubt hat, den Angeklagten als einen entgegen. So hat der Regierungspräsident von Oberbayern ein ent- Mittagessen. Die Frau ließ ihn in der Küche Platz nehmen und für seine Handlungen bollauf verantwortlichen Mann hinnehmen sprchendes Verlangen der Zwangsinnung in München mit der Bereichte ihm Rottohl mit Kartoffeln, die er haftig aß. Blöglich ließ zu müssen, ist es fehr wertvoll, daß er flipp und flar gründung abgelehnt, daß den Bedürfnissen des Publikums Rechnung er die Gabel fallen, während er den Teller frampfhaft festhielt, fiel das eine ausgesprochen hat, was zwar als ständige Gerichts getragen werden müsse; der Regierungspräsident für die Rheinpfalz mit dem Kopfe hintenüber und starb nach wenigen Minuten. Die praris gilt, aber doch mit dieser Dentlichkeit unfres hingegen hat ohne weiteres einem derartigen Antrage stattgegeben. Revierpolizei ließ die Leiche nach dem Schauhause bringen. Der Wiffens vom Gerichtstisch aus nicht allzu oft verkündet wird: daß Ebenso hat der Senat von Hamburg den Geschäftsschluß an den drei Verstorbene, der weiter nichts gefagt hatte, als daß er arbeitslos fei, nämlich Gottvertrauen und patriotischer Sinn bei Anklagen wegen zweiten Feiertagen verfügt, nachdem mit Zweidrittelmehrheit ein ist klein und schlant, hat braunes Haar und einen roten Vollbart Vergehens gegen den Aufreizungsparagraphen als sehr wesentliche solcher Antrag gestellt worden war. Was in einer Großstadt wie und trug einen braunen Rod, ein braunes Jadett mit Weste, eine Wilderungsgründe in Betracht gezogen werden müssen. Einem Hamburg möglich ist, sollte auch in Berlin eingeführt werden können, graugemischte und eine schwarze Hose, eine schwarze weißpunktierte Atheiſten oder Socialdemokraten wäre also auf keinen Fall anzuraten, und man darf wohl erwarten, daß das Publikum in dieser Beaugemischte im Vertrauen auf eine mildere richterliche Beurteilung Kraftausdrücke wegung den Gehilfen nach Kräften zur Seite steht. Sammetmüße, graue Strümpfe und Zugstiefel. der im legten Büdler- Brozeß festgestellten Art zu gebrauchen. Das Eine Einbrecherbande ist von der Kriminalpolizei festgenommen Urteil und feine Begründung ist für die Beurteilung unsrer öffent- Ein focialpolitisches Damaskus scheint über die organisierten worden. Ein früherer Rohrleger Adler hatte sich mit einem Seutscher lichen Zustände von sehr großem Wert. Bauunternehmer hereingebrochen zu sein. Der Verband der Noack und einem Steinsetzer Ritter zusammengethan, um in Heinen Wohnungen in den Hinterhäuserit einzubrechen und lediglich bares Spandau. In die Stadtverordneten- Versammlung zu Spandau Geld, Goldsachen und Sparkassenbücher zu stehlen. Da ihm noch wurde am legten Donnerstag auch unser in der Erfazwahl gewählte Gerichts- Zeitung. ein Fachmann zum Deffnen der schwierigeren Schlösser fehlte, so Parteigenosse Grieben eingeführt! Eine ziemlich ausgedehnte Debatte Der beleidigte Bürgermeister. Interessante Ausführungen waren machte sich Adler an einen arbeitslosen Schlosser Streich heran, der rief alsdann die Angelegenheit, betreffend Anstellung von es, die der Reichsanwalt in einem gegen unser Magdeburger in seiner mißlichen Lage auch alsbald gewonnen wurde. Die Schulärzten hervor. Auf den Antrag unsrer Genossen sprach sich Barteiorgan gerichteten Beleidigungsprozeß über das Wesen der Bande vereinigte mun Klingelfahrten" mit Einbrüchen von seiner Zeit die Versammlung für die Anstellung von Schulärzten Stollektiv- Beleidigung machte. Es wird darüber aus Leipzig beleerstehenden Wohnungen und Noack spielte den Buchhandlungs- aus; die Sache wurde damals in der Gesundheitskommission" richtet: " い dem in zu wurde. der die Verreifenden. Mit einer schwarzen Mappe, die einige Hefte enthielt, flingelte weiter beraten, woraufhin schließlich der Magistrat zu einem a b= Wegen Beleidigung des ersten Bürgermeisters von Halberer in den Hinterhäusern an jeder Wohnung. Wurde ihm geöffnet, lehnenden Beschluß tam. Die Stadtverordneten Versammlung stadt, Dr. Dehler, ist am 8. August vom Landgerichte Magdeso legte er mit der unschuldigsten Miene irgend ein Heft vor, ohne blieb jedoch fest und erneuerte ihren zustimmenden Bejchluß; burg der Redakteur der„ Volksstimme", Hans Martwald, großen Wert auf eine Bestellung zu legen. War aber niemand zu daraufhin ging die Sache an die Schuldeputation, welche einer Geldstrafe von 200 m. verurteilt worden. In der am 22. Juni Hause, so holte er seine Spießgefellen, die auf der Straße warteten, sich ebenfalls für die Anstellung von Schulärzten aus erschienenen und vom Angeklagten verantwortlich gezeichneten Nummer herauf und brach mit ihnen ein. Lag neben der Wohnung, der der sprach. Jezt glaubte der Magistrat gröberes Geschüß gegen dieses des genannten Blattes war eine Zuschrift aus Halberstadt abgedruckt, Besuch galt, eine leere, so wurden mit roher Gewalt alle Thüren Projekt auffahren zu müssen und zwar: Die mißliche in welcher auf das schlechte Pflaster in der Batenstraße im Gegensatz gesprengt, sonst mußte Streich mit dem Werkzeug, daß er eigens für Finanzlage Spandaus. Die Verwirklichung des Projekts zu in den vornehmen Vierteln hingewiesen die Bande anfertigte, die Schlösser öffnen. es:„ Mit Es waren schon würde nach den vom Magistrat angestellten Verhandlungen ganze Dann hieß zweierlei Maß wird unfrer wiederholt Einbrüche dieser Art angezeigt worden. Die -2000 M. pro Jahr kosten und diese haben eben die Herren Stadt chnisch gemessen." Am 2. Juli veröffentlichte dann Kriminalpolizei fahndete in allen Pfandleihen nach Versatz- nicht für die Erfüllung von Kulturaufgaben, obgleich fie eben erst das Blatt folgende Berichtigung: ,, Ein bedauerlicher Irrtum stücken, die aus Da zeigte sich der Ausgabe von 1000 M. für ein Parade- Effen zugestimmt hatten. ist einem unsrer Gewährsmänner unterlaufen, ihnen herrühren konnten. Sann, daß auf einen bestimmten Namen mancherlei hier In der Diskussion des ablehnenden Magistratsbeschlusses tam es zu hältnisse in Halberstadt, namentlich in Bezug auf das Pflaster geund da versetzt worden war. Die Beschreibung, die die Pfand- Tage, daß der Magistrat sich wohl überhaupt keine richtige Vorstellung rügt hatte. Wenn auch die Zustände dort recht verbesserungsbedürftig leiher von den Verpfändern gaben, lauteten aber immer wieder von der Bedeutung der Schulärzte und von deren Aufgabe für die sind, so übersah der Schreiber des Artikels doch, daß in diesem anders, nur auf den Mann, auf den die Ausweispapiere lauteten, Volksgesundheit gemacht hat. Deshalb unternahm es unser Genosse Jahre von den Stadtverordneten erhebliche Summen bewilligt paßte sie überhaupt nicht. Kein Wunder, denn das war ein ganz Pieper, den Magistrat hierüber, an der Hand einer bezüglichen worden sind, um die Mißstände zu beseitigen. Hätten wir dies geunschuldiger Mensch, der mit den Einbrechern nichts zu thun hatte. Dienstanweisung der Charlottenburger Schulärzte zu belehren. Er wußt, so hätten wir den früheren Artikel nicht aufgenommen. Wir Diese hatten ihm aber die Papiere gestohlen und nun benugten alle vier sowie Genosse Rieger traten entschieden für die Anstellung zunächst werden Sorge tragen, daß uns ein eigner Berichterstatter über die fie abwechselnd, um die Beute immer wieder an andrer Stelle zu einmal eines Schularztes für die 7. und 8. Gemeindeschule ein. Verhandlungen der Stadtverordneten regelmäßig Berichte sendet." den ersten Artikel fich versezen. Endlich erkannten die Kriminalbeamten an wiederholten Auch die Stadtverordneten Oberlehrer Grube und Dr. Engel- Durch beleidigt fühlend, stellte Das LandBeschreibungen den Noack und nahmen ihn fest, als er wieder ein- hard( tons.) sprachen sich rückhaltlos für das Projekt aus. der Magistrat Strafantrag gegen den Redakteur. eine fah Beleidigung des mal etwas auf eine Pfandleihe trug. Sie beobachteten nun seinen Stadtv. Jenne( lib.) führte dagegen seinen gewohnheitsmäßigen gericht ersten Bürgermeisters Berkehr und lernten so nach und nach auch seine Spießgesellen Eiertanz aus. Er habe sich aus der Fachlitteratur von dem fegens- als erwiesen an. Die Absicht des Verfassers sei nicht dahin gegangen, fennen. Als sie sich überzeugt hatten, daß sie die ganze Bande reichen Wirken der Schulärzte überzeugt, aber man fönne heute Seritit zu üben, sondern in verlegender Weise zu beleidigen. Die famuten, griffen sie zu und nahmen sie fest. Den Verhafteten sind doch nur den Beschluß des Magistrats zur Kenntnis" nehmen!" Revision des Angeklagten tam heute vor dem Reichsgericht zur bereits 35 Einbrüche nachgewiesen. " Hoffentlich" werde der Magistrat nun Veranlassung nehmen, uns Verhandlung. Der Reichsanwalt erklärte das Rechtsmittel für Der Polizeipräsident. Offiziös wird den Zeitungen folgende unsrer Genossen„ Anstellung zunächst eines Schularztes" wurde Eröffnungsbeschluß, welcher eine Beleidigung des Magistrats anDer Polizeipräsident. Offiziös wird den Zeitungen folgende nun selbst recht bald mit einer Vorlage zu kommen. Der Antrag begründet. Auffälligerweise habe das Gericht abweichend vom Mitteilung zugesandt: " In der Presse wird fortgesetzt die Versegung des Polizei- hierauf abgelehnt. Dafür stimmten nur die Antragsteller und die nahm, eine Beleidigung des ersten Bürgermeisters als erwiesen angesehen. Der Strafantrag sei vom Magistrat gestellt. Nach früheren präsidenten v. Windheim in ein andres Amt als Thatsache be- fonservativen Stadtvv. Grube und Engelhard. sprochen. Demgegenüber sei darauf hingewiesen, daß in dieser An- Aus einem Eisenbahnzuge gestürzt sind Sonntagnachmittag zwei Reichsgerichts- Entscheidungen sei nun zwar anzunehmen, daß, wenn gelegenheit eine Entscheidung der maßgebenden Stellen nicht vor- Personen, Bater und Kind, die sich in einem Personenzuge der eine Behörde beleidigt ist, jedes Mitglied dieser Behörde ebenfalls liegt." Lehrter Bahn befanden. Der aufregende Borgang trug sich auf der beleidigt ist, aber es handele sich dann immer um eine KollettivEinheit. Wenn aber nur ein einzelnes Mitglied einer Behörde Aus dem Offiziösen ins Deutsche übersetzt, besagt diese Mit- Strede zwischen Wustermark und Spandau zu und ist durch die teilung, daß der Berabschiedung des Herrn v. Windheim nichts im mutwillige Handlung eines Mitreisenden herbeigeführt worden, der beleidigt sei, so bedürfe es zur Strafbarkeit eines Strafantrages diefes Wege steht. den dicht an der Rupeethür stehenden Mann aus„ Scherz" heftig an- einzelnen Mitgliedes. Num sei zwar früher schon vom Reichsgericht. stieß. Der Gestoßene fiel gegen die Thür, die sich auf unaufgeklärte ausgesprochen worden, daß der vom Bürgermeister gestellte Strafeise öffnete, und der Mann stürzte topfüber hinaus, sein neben antrag auch für den Magistrat gelte, weil der Bürgermeister ihm befindliches Kind, ein vierjähriges Mädchen, mit sich reißend. gewissermaßen als Vorgesetzter des Magistrats angesehen werden Im Wagen wurde alsbald die Notleine gezogen und der Zug hielt tönne. Aber im umgekehrten Falle, wenn also nur ein Strafantrag darauf. Vater und Kind, die aus Kopfwunden bluteten, wurden des Magistrats vorliege, tönne nicht angenommen werden, daß dieser vom Zuge mit nach Spandau genommen, wo ein Arzt sie verband. Antrag den ersten Bürgermeister mit umfasse, weil eben der Magistrat Die beiden Verunglückten fonnten indes, da sich die Verlegungen nicht der Vorgesetzte des Bürgermeisters ſei. Es hätte alfo eines als ungefährlich erwiesen, ihre Reise fortsetzen. Sie tamen aus dem besonderen Strafantrages desselben Bürgermeisters im vorliegenden rheinisch- westfälischen Industriebezirk und reisten nach Ostpreußen, Falle bedurft. Einer Einstellung des Verfahrens werde es indessen nicht bedürfen, da die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sei, daß das - Das ihrer Heimat. Landgericht doch eine Beleidigung des Magistrats annehme. Reichsgericht trat diesen Ausführungen bei, hob das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurüď. Am 14. November verlor ein Vorstandsmitglied des Hafen arbeiter- Verbandes nach der Sizung im Lokale des Herrn Fortanier, Tegelerstraße 55/56, ein Portemonnai mit 17 M. Juhalt. Der Finder wird gebeten, es gegen Gewährung des Finderlohns von 10 Prozent in der Erpedition des Vorwärts" abzugeben. Lebendig verbrannt. Die Mitwe Wilhelmine Päpke, welche im Hause Grunewaldstr. 119 bei ihrem Schwiegersohn, dem Tischler Baumann, wohnte, ist auf schreckliche Weise ums Leben gekommen. Die 65jährige Frau stand in vergangener Nacht auf und lam, wohl halb im Schlaf, mit ihrem Nachtgewand der Flamme eines von ihr angezündeten Lichtes zu nahe, so daß sie bald einer lebenden Fackel glich. Ihr Wehe- und Hilfegeſchrei tönte herzerschütternd durch die Stille der Nacht. Ehe indessen ihre Verwandten und die Nachbarn Hilfe leisten konnten, hatte die Aermste so entsetzliche Brandwunden erlitten, daß sie bald nach ihrer Einlieferung in das ElisabethKrankenhaus verstarb. Ein volkstümlicher Richard Wagner- Abend findet am Donnerstag, den 27. d. M., abends 81 Uhr, im Königshof, Bülowstr. 37, statt. Mitwirkende sind die dramatische Sängerin Frau Gertrud NeumannHahndorff, die Konzert- und Opernfänger Gerhard Fischer und Willy Berry, sowie Kapellmeister Fritz Otto. Eintrittstarten a 40 Bf. inkl. Garderobe sind im Bureau der„ Gewerkschaft", Bülowstr. 21, und an der Abendkasse zu haben. Aus den Nachbarorten. Sociales. Gegen die Arbeitslosigkeit. Die Berliner Korrespondenz" und der„ Reichs- Anzeiger" veröffentlichen folgendes: Auf die vom Reichstage zu dem Gesezentwurf betreffend die Feststellung des Reichshaushalts- Etats auf 1902 gefaßte Resolution über die gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit zu treffenden Verficherungseinrichtungen hat der Bundesrat beschlossen: den Reichskanzler zu ersuchen, durch das taiserliche Statistische Amt feststellen zu lassen, welche Einrichtungen bezüglich der Bersicherung gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit bisher getroffen und welche Ergebnisse dadurch erzielt worden sind, hierdurch aber diese Resolution für erledigt zu erklären. Eine schwere Aufgabe lag gestern dem Landgerichtsdirektor Diet ob, der als Vorsitzender der 4. Straffammer des Landgerichts II gegen den der verschiedensten Verbrechen und Vergehen beschuldigten Der An Architekten Allerander taste zu verhandeln hatte. geklagte, welcher eine schwere Strafe zu gewärtigen hatte, griff zu dem bekannten Mittel, den Unzurechnungsfähigen zu spielen. Er hatte vor der Verhandlung an den Vorfizenden einen Brief gerichtet, worin er drohte, daß er den ganzen Gerichtshof verhauen werde, falls er verurteilt werde. Die Verhandlung wurde fortgesezt von dem Angeklagten durch wüste Beschimpfungen der Zeugen unterbrochen. Dem Vorsitzenden gelang Der Stellvertreter des Reichskanzlers Graf von Posadowsky hat es dennoch, die Verhandlung zu Ende zu führen. Privatdozent infolge dessen das kaiserliche Statistische Amt beauftragt, das zur Dr. Puppe begutachtete, daß der Angeklagte Komödie spiele. Ausführung des Beschlusses Erforderliche zu veranlassen. Dabei ist Der Angeklagte wurde durch die Zeugenvernehmung im bollen Auch ein Krankenhaus- Standal. Merkwürdige Zustände herrschen bemerkt worden, es sei davon auszugehen, daß zu den Einrichtungen, Umfange überführt. Er wohnte bald in diesem, bald in jenem im Strankenhause zu Rigdorf. In einer abgesondert gelegenen Barade welche die Voraussetzung einer Versicherung gegen die Folgen der Vorort, zuletzt in Salensee. Durch Zeitungsinserate fuchte er Buchwerden erkrankte Prostituierte behandelt. Die Kontrolle war Arbeitslosigkeit bilden, insbesondere auch die gemeinnüßigen Arbeits- halter und Hausdiener mit Kaution für sein„ Bureau für Architektur, Auf Briefbogen und Visitenkarten im Laufe dieses Sommers höchst ungenügend und so war es möglich, nachweise öffentlicher und privater Verbände zu rechnen sind. Specialität: Billenbauten". daß die Dirnen sich von ihren Zuhältern Cigaretten, Chokolade und Demnach werden die Erhebungen die gegenwärtige Lage der organi- prangte die stolze Firma. Im Bureau befand sich weiter nichts sonstige Lederbiffen zuschmuggeln lassen konnten. Das ging außer fierten Arbeitsvermittelung innerhalb des Deutschen Reichs zu um als eine geliehene Schreibmaschine. Staste befand sich in den ordentlich einfach, denn die Burschen Kletterten über den Zaun, der fassen haben. Er hatte als gelernter schlechtesten Vermögensverhältnissen. die Baracke von der benachbarten Gasanstalt trennt und überreichten Was die Einrichtungen zur Versicherung gegen Arbeitslosigkeit Maurer im Jahre 1894 Bau- Unternehmungen ausgeführt und ihren Damen ungeniert die Leckerbissen durch das von den Mädchen im engeren Sinne betrifft, so werden auch die im Auslande ge- das Vermögen seines Vaters, eines Berliner Klempnermeisters, Seine Ehefrau und beiden Kinder, die ge geöffnete Fenster. Durch diese Erfolge ermutigt, wurden die Zu- troffenen Maßnahmen insoweit zu berücksichtigen sein, als fie aus dabei verloren. von ihm lebten, beziehen Armenunterstützung. Es hälter allmählich kühner. Die Baracke ist eingeteilt in zwei der Litteratur bekannt sind und für die inländischen Verhältnisse be- trennt Säle, deren jeder Platz für sechs Betten hat. In den sonderes Interesse bieten." gelang dem Angeklagten, durch sein hochtrabendes Auftreten Monaten Juli und August wurden die Prostituierten Mathilde K., zu Der Beschluß des Bundesrats ist schon vor einigen Wochen ge- von den Stellensuchenden Beträge bis zu 1000 Mart hat er über die Be großes Elend Frida B., Elise W., Marie V. und Marie W. gemeinsam in einem feiner ein Opfer, Gastwirts der Säle an Syphilis behandelt und diese Damen empfingen eine Anfrage des taiserl. Statistischen Amts mit der hier bezeichneten trogenen ganze Zeitlang am Abend ihre p. t. Freunde, um sie erst früh Angelegenheit zusammenhängt, ist nicht ersichtlich. sohn aus Stahnsdorf, unternahm aus Verzweiflung über den Verlust morgens wenn die Hähne krähen, wieder zu entlassen. Eines der Arbeitslosen Zählungen für ganz Hessen sollen nach einem Be feiner gesamten Ersparnisse erst einen Mordversuch gegen seine Ehe Mädchen erzählte sogar, daß ihr Vorhaben, sich Garderobe ins zur Sprache, außerdem viele Betrügereien mit Kellerwechseln, UnterStrankenhaus bringen zu lassen und dann in der Nacht vom Sonn- schlusse des Offenbacher Gewerkschaftskartells die Gewerkschaften vor- frau, dann erschoß er sich selbst. Es kamen 14 Rautionsschwindeleien abend auf den Sonntag ihrem Gewerbe nachzugehen, nur an dem nehmen. schlagungen und Urkundenfälschungen. Widerstand ihres Bräutigams" gescheitert fci. Endlich wurde der Die Unternehmersynditate des franzöfifchen Baugewerbes haben Standal nicht durch Wachsamkeit der Wärter, sondern durch für den 11. Dezember einen Kongreß nach Paris einberufen, auf Verrat aufgedeckt und nunmehr soll gegen die Zuhälter welchem über folgende Punkte verhandelt werden soll: Mittel und wegen Hausfriedensbruchs vorgegangen werden. Wege zur Erweiterung und Verallgemeinerung der Sonntagsruhe Mit diesen Thatsachen steht es in Zusammenhang, daß der im Baugewerbe; die Verpflichtungen, die sich daraus für die KorpoStadtverordneten- Versammlung ein Antrag auf Bewilligung der rationen der Bau- Industrie ergeben; der Einfluß der Sonntagsruhe Mittel vorgelegt wurde, welche notwendig find, um den Zaun der auf die Arbeitslöhne. Krankenanstalt entsprechend zu erhöhen. Wir bemerken noch, daß die Rirdorfer Stadtverordneten- Verfammlung es seiner Zeit für gut befunden hat, die am Orte errichtete Krankenhaus Deputation gegen den Protest der socialdemokratischen Gemeindevertreter aufzulösen und die Angelegenheiten des Krankenhauses der nur aus bürgerlichen Stadtverordneten zu fammengefeßten Armendirektion zu unterstellen. Mit welcher Wir tung dies geschehen ist, zeigen die hier geschilderten Zustände. faßt worden. Ob die bereits an die Gewerkschaften 2c. gerichtete erschwindeln und Eines gebracht. Aus der Frauenbewegung. Mit dem Vereinsgeset beschäftigte sich eine von den bürgerlichen Frauen veranstaltete Versammlung, die am Montagabend in der Leipzigerstr. 136 stattfand und von etwa 500 Frauen besucht war. Nach einem Vortrage Tischendörfers, nach welchem noch einige Frauen sprachen, wurde eine Resolution angenommen, in der die Beseitigung vereinsgefeglicher Ausnahmebestimmungen für Frauen gefordert wird. Sociale Rechtspflege. Der Staatsanwalt bezeichnete den Angeklagten als einen ganz gewissenlosen Verbrecher, er beantragte gegen ihn fünf Jahre Buchthaus und die üblichen Nebenstrafen. Das Urteil lautete auf vier Jahre Zuchthaus, 10jährigen Ehrverlust und Stellung unter Polizei- Aufsicht." Briefkaften der Redaktion. R. L. 45. Die Walfisch- Ausstellung am Dranienburger Thor war Anfang März 1889. D. R. Sp. Erfahren Sie durch Ihr Postamt. Sansewind. 180 Ruten. L. N. F. W. 99, Weißenfee. Gehören die Betreffenden feiner andren Staffe( z. B. freie Hilfskaffe, Kaufleute- Staffe) an, so find sie durch Gesek Mitglieder der Orts- Krankenkasse des Ortes, in dem der Betrieb( die Verfaufsstelle) liegt. 2. 3. 411, F. S. 49, A. 190. Nein.- O. P. 1. Bautow. Die Schulmisere in unsrem Orte nimmt kein Ende. Dußendemal haben wir betont, daß die Mitglieder der sogenannten Wohlfahrtslassen in der Regel nur durch eingeschriebenen Brief gültig austreten Zwar ist beschlossen worden, bis zum Herbst 1903 ein neues Doppelund gut daran thäten, dies schleunigst zu thun, widrigenfalls sie später Schulgebäude zu errichten, doch wird es wohl nicht möglich sein, Bahlung leisten müßten. Ihre Tochter hat diese Warmung nicht beachtet mit den vorhandenen Klassenräumen bis dahin auszukommen. Die und muß daher nunmehr den Betrag zahlen, falls sie nicht etwa bis zum Schülerzahl ist von 2800 auf 3026 gestiegen, sodaß in aller Gile Oftober 1901 minderjährig( noch nicht 21 Jahre alt) war. War sie minderBaralellflaffen unter Streichung einzelner Unterrichtsstunden ein- Aushilfsweises Engagement und Unfähigkeit zur Fortfehung der jährig, so hat sie nichts zu zahlen. Sie haften als Bater keineswegs für die So wurde in der ersten Gemeinde Arbeit wandte der Unternehmer Schoch gegen eine Lohnentschädigungs- etwaige Schuld Ihrer Tochter. gerichtet werden mußten. 2. 9. 3., Schönhauser Allee. Nein. N. W., Beujjelitr. 51. Sie sind nach der Rechtssprechung des Reichsschule die 6. Klasse mit 84 Schülern geteilt, ebenfalls die klage des Bildhauers K. ein, der nach zweitägiger Beschäftigung 4. Stlaffe mit 91 Schülern in der zweiten Gemeindeschule. Auch plöglich entlassen worden war. Der Beklagte behauptete, der Kläger Bersicherungsamts flebepflichtig. Wenden Sie sich eventuell zur Entscheidung 1855. Damit der Anspruch die Lehrer find in Bezug auf die Anzahl der Unterrichts- habe sich gleich nach den ersten 24 Stunden als völlig unfähig er des Streites an die Bersicherungsanstalt. stunden an der Grenze der Leistungsfähigkeit angelangt; viesen. Er sei Epileptiker und auch schon in einer Nervenheilanstalt auf Rente nicht verloren gche, müssen bei versicherungspflichtigen WeiterInvalide. Sie die von der Regierung vorgeschriebene Anzahl der Maximalſtunden gewesen. Er protestiere dagegen, daß dem Kläger ein Eid über die versicherern mindestens 20, bei nichtversicherungspflichtigen Selbstversicherern Die Stammer III des brauchen nichts zu melden, thun Sie es dennoch, so fann ein au a. mindestens 40 Marken jede zwei Jahre geflebt werden. ist schon teilweise überschritten worden. Rechnet man dazu das Art seines Engagements auferlegt werde. Korrigieren der Aufgaben zu Hause, so kann man sich von der Gewerbegerichts vertraute dem Kläger aber doch den Eid an, nachdem erkennung der Rente abzielendes Verfahren eingeleitet werden. geistigen Abspannung der Lehrer ein Bild machen. Nach dem Etat sich über den Aufenthalt des Klägers in einer Anstalt nichts hatte 2. A. Wenn Sie Auftrag zum Zettelanfleben nicht erteilt haben, so Der Gemeinde beträgt die Anzahl der Lehrkräfte an den hiesigen nachweisen lassen und da der Kläger während der Verhandlung würde die Berufung auf richterliche Entscheidung Aussicht auf Erfolg haben. M. 99. 1. Mit Ihrem GeldVolksschulen 51. Es kommen demnach auf jede Lehrkraft etiva Momente der Benommenheit nicht hatte, sondern seine Sache flar Beantragen Sie richterliche Entscheidung. 60 Schüler. Durch Gemeindebeschluß sollen vom 1. April 1903 vertrat. St. beschwor, daß er nicht aushilfsweise engagiert worden ftüd tönnen Sie machen was Sie wollen. 2. Ja. 3. In der Buchhandlung zwei Lehrer und eine Handarbeitslehrerin eingestellt werden. Das sei. Der Beklagte wurde zur Zahlungn von 88 M. berurteilt. Borwärts fönnen Sie alle litterarischen Erscheinungen erhalten.-. B. 96. W. B. 26. Sie brauchen nicht zu zahlen, weil der heißt, daß alles beim alten bleiben soll, denn zum 1. April wird der Vorfüßende führte begründend aus: Der Einwand des Beklagten, Gläubiger die Hauptforderung hat verjähren lassen. wiederum eine Steigerung der Schülerzahl zu konstatieren sein, welche die daß ein aushilfsweises Arbeitsverhältnis ohne Kündigungsfrist vorH. D. 105. Ihre Frau ist zahlungspflichtig, Sie find es nicht. Leistungsfähigkeit der neuen Lehrkräfte vollständig in Anspruch nimmt. gelegen habe, sei durch den Eid des Klägers widerlegt. Somit habe Verlust. Sie müssen dem Gerichtsvollzieher mitteilen, daß Sie versehentlich Die socialdemokratischen Gemeindevertreter werden insofern von St. die gefeßliche vierzehntägige Kündigungsfrist zugestanden. Nun die Sendung nicht angenommen hatten und ihn beauftragen, die Forderung Im Beigerungsfalle hätten Sie sich an das Amtsgericht bürgerlicher Seite unterstüßt, als einige Vertreter den Antrag gestellt fei weiter Unfähigkeit zur Arbeit eingewandt worden. Ein Beweis beizutreiben. Die Kosten der zweiten Pfändung hätten haben, die geistliche Ortsschulinspektion aufzuheben und sie zu ver- dafür fehle. Aber selbst wenn der Kläger mal in der Anstalt in der beschwerdeführend zu wenden. 1. Das ist möglich, aber unwahrscheinlich. Sie zu tragen. 7. K. 13. R. U. Der weltlichen. Es wird allerfeits mißliebig empfunden, daß in der Wuhlheide oder in Herzberge gewesen wäre, dann würde dies hier 2 Michten Sie ein dahin gebendes Gesuch an das Gericht. Schulkommission die verwandtschaftlichen Verhältnisse des Ortsschul- doch nicht maßgebend sein. Wenn jemand Arbeit annehme und einige Beg, wie Sie ein Armenrecht erreichen, ist S. 348, 349 des in den öffentinspektors zu einem Mitgliede der Kommission eigentümlicher Natur Tage arbeite, dann müsse in der Regel Arbeitsfähigkeit angenommen lichen Resehallen ausliegenden Arbeiterrechts" mit einem Beispiel angegeben. find. Das Mitglied der Kommission ist ein im Lehramte grau gewordener werden. Ein Grund zur plöslichen Entlassung sei somit nicht nach)- Für die Ehescheidungstlage ist das Landgericht des Wohnorts des Ehemannes Herr und Rettor einer der hiesigen Gemeindeschulen, der Ortsschul- gewiesen, denn vloge Mangelhaftigkeit der Arbeit berechtige noch zuständig. Der Klage muß ein Sühneversuch beim Amtsgericht vorausgehen. Für dieses Sühneverfahren wird in der Regel das Armenrecht nicht bewilligt inspektor, ein hiesiger Pfarrer, ist der Neffe des Rettors. nicht dazu. Nein. 1 1000. Nein Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlaa: Vorwäis Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.