Nr. 280. O Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerandos Bierteljährl. 8,30 R., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28$ ig. frei ins Haus, Ginzelne Nummer 5 Pig. Sonntagss nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt" 10 Big. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in der Bost- Zeitungs, Breisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonne und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adreffe: Bozialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Macht und Recht. Sonntag, den 30. November 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Sum Antrag Kardorff oddam Wenn die herrschende Macht, wie es fast genau vierzig Jahre später im deutschen Reichstag geschehen ist, das Gesetz zerreißt, und erhält die National- Zeitung" folgende Zuschrift: die Blöße ihrer Gewalt, so sehr fie auch darum bemüht ist, mit dem Berlin, 28. November. In der gesetzgebenden Körperschaft des Deutschen Reiches ift legten Feyen der Gefeßlichkeit nicht mehr zu verhüllen im stande Sehr geehrter Herr Redakteur1 die Gefeslosigkeit eingekehrt. Sie ist proklamiert worden von der ist, dann kann sie gewiß für den Augenblick alles durchsetzen. unsturzlüsternen Mehrheit, sie wird stillschweigend und in Heim Wenn sie es aber zum äußersten lommen läßt dann verliert sie heit" ist ein fo außerordentlich folgenschwerer Mit dem gestern im Reichstage geftellfen Antrage der Mehra lichem Einverständnis gebilligt von der Regierung, und der Präsident selbst viel mehr, als sie gewinnen kann. Auch mit dem parlamen Augenblid eingetreten, daß jeder Patriot meines hat das einzige Mittel, ihr zu begegnen, anzuivenden unterlassen. tarijchen Staatsstreich fann man alles durchsetzen was man will, Erachtens die ernste Pflicht hat, sich flar zu machen, ob und wieweit Als ein Mittel von unwiderstehlicher Macht und Wirksamkeit hat zumal wenn man bereit ist, ihn durch den Verfassungsbruch zu auch er von seinem Blaze im ftande ist, irgend etwas zu thun, einst in nicht minder stürmischer Zeit Ferdinand Lassalle übertrumpfen. Aber einen dauernden Zustand kann man fo um weitausgreifendes Unheil zu verhüten eine Verbitterung ber empfohlen, auszusprechen was ist; wir wenden es an, indem nicht begründen: weder mit dem parlamentarischen Staatsstreich noch Stimmung im ganzen Lande, einen Haß und eine Verachtung der wir den augenblicklichen Zustand als einen gefeglofen bezeichnen. mit den äußersten Mitteln des Verfassungsbruches. Für uns mag Andeutung gegeben haben. So lange ich politisch zu denken, über einen gegen die andren, wovon die gestrigen Standalfcenen eine leise Es mag im Jutereffe aller bürgerlichen Parteien liegen, diese es gleich fein, ob die Mehrheit das beizeiten einsieht, oder ob sie haupt mich für Politik zu interessieren angefangen habe, bin ich Thatsache zu verschleiern und zu beschönigen: die revolutionäre das zu thun unterläßt.... stets national- liberal gewesen und habe mich, sotveit Socialdemokratie muß ihm flar ins Auge sehen. So Die Bolls- Zeitung" hat nicht das Recht, vom Recht zu Divergenz der Meinungen innerhalb der Partei vorgekommen ist, lange überhaupt mur entfernt die Möglichkeit besteht, daß fprechen, denn sie hat lange die Notablen- Versammlung und alle unit meinen Anschauungen im wesentlichen in leberein die Mehrheit des Reichstages eine wirkliche Beratung schon aufgezählten Rechtsbrüche sanktioniert und oft sogar beschönigt stim mung mit dem rechten Flügel" befunden. Auf des Zolltarifs durch rechtlich unzulässige Mittel verhindern könnte, so und verherrlicht." jedem Gebiete ist mir jede Art von Radikalismus bon lange die Möglichkeit besteht, daß ein ungültiger Beschluß die Zu„ Herr v. Unruh hat nicht das Recht, vom Recht zu sprechen, jeher im höchsten Grade widerwärtig und meiner ftimmung der Regierungen erhält und, vom deutschen Kaiser denn es befindet sich noch in den Schlußaften der Nationalversamm innersten Natur widerstrebend getvesen. Gerade deshalb aber sehe publiziert, Gesezes fraft bekommt, ohne ein Gefeß zu sein, fo lange lung von 1848 ein von ihm niedergelegter Brotest, worin er in Reichstage. und das thue ich, ob pohl ich in Sachen des ich mit Schreden und Entfeßen den jetzt begonnenen Gang der Dinge Yann dieser gesetzlofe Zustand auch nicht als beseitigt betrachtet feierlich gegen alles das als null und nichtig Solltarifs ein warmer Freund der Regierungsprotestiert, was er jegt selbst thut." borlage bin und das Zustandekommen des Gefezes auf diesem Die Majorität des Reichstags wirft der Minderheit, die auf Die Fortschrittspartei hat nicht das Recht, vom Recht Boden für eine nationale Motivendigkeit halte, fein Scheitern als ein ihrem flaren Rechte besteht, Bosheit, Heimtücke und Niedertracht vor; zu großes Unglück ansehen würde. Aber dieses Unglüd selbst erscheint der Verräter der Minorität", Herr Eugen Richter, hat sie der mir nicht so groß, als dasjenige, welches ein Verfahren, wie es der mechanischen blindtäppischen Obstruktion" beschuldigt. Wir haben Die Demokratie und das ihr Stolz 1- hat allein gestrige Mehrheitsantrag einschlägt, am letzten Ende heraufs auf diese Anwürfe deutlich genug geantwortet, um uns heute nicht das Recht, vom Recht zu sprechen, da sie allein den Bruch desselben beschwören muß. Dagegen auch meine schwache Stimme zu erheben, tweiter mit ihnen beschäftigen zu müssen. Aber die Minderheit niemals fanttioniert hat...." hoffend, daß die allgemeine Indolenz unsrer ge= bitbeten reise, die die Signatur unfrer Zeit in politischer mag noch fo boshaft, heimtüdisch und niederträchtig sein; Bei der Demofratie allein ist alles Recht- Beziehung ist, nicht so weit gehen wird, daß ehrliche Warnrufe man mag ihr Verlangen nach gründlicher Beratung hundert und bei ihr allein wird die Macht sein!" ungehört verhallen und von den Führern selbst derjenigen Fraktion mal als Obstruktion verschimpfteren: eines doch- und Es ist nicht schwer, diese Worte Lassalles in die Sprache unfrer ignoriert werden fönnen, welche ihre ganze Bergangenheit verleugnet, darauf kommt alles an eines fonnte ihr nicht bor Zeit zu übersetzen. Durch nichts unterscheiden sich unfre Reaftionäre wenn sie derartiges mitmacht dazu fühle ich mich im Gewissen geworfen werden! sie hat keinen Rechtsbruch begangen, von ihren Borgängern als durch geänderte Namen und geminderte gedrängt und ich würde es dankbar begrüßen, wenn andre, die die jic hat nicht mit verbotenen Waffen gefämpft. Sätte fie Fähigkeiten. Durch nichts unterscheidet sich die moderne Social ähigkeit und vor allem auch die Zeit dazu haben welche ein das auch nicht aus der gebotenen Hochachtung vor den Gesetzen bemokratie von der Lassalleschen Demokratie als durch die Klarheit außerordentlich beschäftigter Beamter feinem arbeitsreichen Berufe gethan, so würde sie es aus Klugheit haben thun müssen. Eine der Erkenntnis und die Größe der Macht. Ein prophetisches Wort im Lande zu organisieren, welche aufbäumt gegen eine im höchste n nicht abgewinnen fann es in die Hand nähmen, eine Bewegung Minderheit, eine Opposition, die den Boden des Rechts verläßt, beginnt sich zu erfüllen.Grade gefährliche 3rveführung auf politischem wirft sich selbst unter die Räder der Gewalt. Wege, die zum Unheil führen muß. werden. " sprechen, da sie die offenbarste Bergewaltigung besselben hinnimmt." D Zum Antrag Kardorff. " Dieses Recht, auf dem sie besteht und bestehen muß, ist nicht Der gestrige Mehrheitsantrag" im Reichstage ist eine Betvon ihr gegeben worden. Die Socialdemokratie hat den bürgergewaltigung fchlimmster Art, seine Unvereinbarteit, wenn lichen Parlamentarismus nicht erfunden. Die ungerechte Einteilung nicht mit dem Buchstaben, so doch mit dem Geiste der der Wahlkreise, die den Arbeitern längst schon das gleiche Wahlrecht Dies Vademecum für die nationalliberalen Zerstörer des Pars Geschäftsordnung ist fo abfolut handgreiflich. vereitelt hat, macht es unmöglich, daß in der deutschen Volls- lamentarismus, die Baffermann, Paasche, Sattler 2c., läßt an Deut- daß es fanver hält, folchen, welche das bestreiten, noch guten Glauben vertretung der wahre Wille des Wolfes zum Ausdrud täme; lichkeit nichts zu wünschen übrig. Es ist noch tveit drastischer im 3u unterstellen und das Bewußtsein, einer mit teinerlei Phrasen reaktionäre Landtage und ein realtionärer Bundesrat schränken Ton gehalten, als der gestrige Artikel der National- Zeitung", den liegen, mu in den Gemütern der Minorität, nicht nur des Reichszu beschönigenden materiellen Rechtswidrigkeit wehrlos zu unterauch diesem agrarisch gefälschten Bollswillen seinen Machtbereich Herr Baffermann in der Reichstags- Sigung fo frampfhaft ignorierte, tages, sondern der gesamten Bevölkerung, eine solche gewaltige ein. Und die Geschäftsordnung des Reichtages, zu deren Ber- trotzdem ihm Genoffe Singer ein Exemplar des Blattes liebens- Menge von Entrüftung, ja von Haß aufspeichern, daß damit geradezu teidigung fich unsre Abgeordneten erhoben haben, ist nicht von der würdigst überreicht hatte. Die Ausdrücke, deren sich Dr. Karsten bem parlamentarischen System das Urteil gesprochen wäre. Glaubt Socialdemokratie, nicht mit der Socialdemokratie, sondern gegen bedient, um die Haltung der Herren zu brandmarken, find an Schärfe man denn, daß die Folgen ausbleiben würden? Sind die Herren, die Socialdemokratie gemacht und dann noch verschlechtert schlechterdings nicht mehr zu übertreffen, fie stellen die an den deren Führung die Fraktionen der Mehrheit folgen, so blind für die worden. Um den Willen der Umsturspartei" zu durchkreuzen, hat Bassermannschen Gestalten von socialdemokratischer Seite geübte Beichen der Zeit, so taub für die Stimmung der Wählerkreise, daß die Mehrheit die namentlichen Abjiimmungen mit Hilfe der famofen Kritik weitaus in den Schatten. Und das will etwas heißen, wenn fie glauben tönnen, es werde nicht ein gewaltiges An lex Aichbichler beseitigt und ein uniontrollierbares, heimliches Bettel- man erwägt, daß die parlamentarische Geißelung des schnöden Ver- achsen der socialdemokratischen Stimmen die Antwort des Voltes bei den nächsten Wahlen verfahren an ihre Stelle gefeßt. Stückweise hat sie versucht, das nichtungsfrieges gegen den Parlamentarismus unter dem Eindruck der sein? Sind sie so gleichgültig dagegen, wenn sie weite Streise der Schwert des Rechts der Minderheit aus der Hand zu schlagen; aber brigantenhaften leberrumpelung, in der Siedehize einer leidenschaftlich nicht socialdemokratischen Wähler, ja selbst viele solche, die in der auch mit dem Stumpf fämpft die Minderheit weiter. aufgewühlten Debatte erfolgte, während die Kritik des nationalliberalen Sache selbst, um die es fich bei dem Antrage handelt, feineswegs Was sich jest im Reichstag abspielt, ist nur ein Teil jenter stammergerichtsrats in der Ruhe am Schreibtisch figiert werden dem Zustandekommen eines etwas agrarischeren Tarifs, als des allgemeinen Erfdjeinung, die alltäglich in den Lebenstreis politisch tonnte. Und Dr. Karsten, der ausdrücklich erklärt, ein warmer jezigen, widerstreben, zu einer thatsächlichen Bundesgenossens denkender Arbeiter sichtbar eintritt. Die geltenden Gefeße sind von Freund des Zolltarifes zu sein, der versichert, gegen allen Radikalis- fchaft mit der Socialdemokratie geradezu awingen? Das den herrschenden Klaffen dazu gegeben worden, um die beherrschten mus stets mit ästhetischem Widerwillen erfüllt gewesen zu sein, bezeichnet nadte unrecht fällt immer auf seine Urheber zurück und es niederzuhalten. Für sie selbst ist das Recht nur das Feigenblatt der den Antrag Kardorff, für den sich die Baffermänner mit solchem fann auch nicht gerechtfertigt werden durch eine höhere Notwendig teit" ficherlich dann nicht, wenn der Weg, die Sache durchs Gewalt. Sie fühlen sich traft ihres Herrenrechts dazu befugt, dieses Feuereifer ins Beug legten, als einen Gewaltatt, ber mit ug aufegen, welche die höhere Notwendigkeit" vom Standpunkte der geschriebene Recht zu verdrehen, zu mißdeuten und, wenn es in und Recht nicht nur die vergewaltigten parlamentarischen Gegner, Mehrheit gebieterisch fordert, nicht verfchloffen ist. Das ist ja ber ihrem Interesse fein muß, brutal zu überschreiten. Der raftlose, zähe, fondern auch die Masse des Volkes mit Entrüstung. Haß und gewaltige Unterschied der jetzigen Lage der Dinge von derjenigen aufopfernde, intelligente Stampf, den die deutsche Arbeiterschaft um Berachtung erfüllen müsse, als eine Bergewaltigung zur Beit des Konfliktes wegen der Armeereorganisation, und der die richtige und sinngemäße Anwendung der bestehenden Gesetze schlimmster Art, die nur der Bequemlichkeit der Mehr mehrfach gehörte Vergleich mit dieser paßt wie die Faust aufs Auge. tämpft, legt alltäglich neues Zeugnis ab für diese alte Wahrheit. heit wegen verübt werden solle. Der nationalliberale Kammer- Um der Mehrheit eine Nubequemlichkeit zu ersparen, scheut man sich Und für diesen Kampf giebt es nur eine Schranke: die der Ge- gerichtsrat, der ergraute, allen stilistischen Extravaganzen abholbe, nicht, die Grundlagen einer geordneten parlamentarischen Beratung walt. Wir beugen uns unter die bestehenden Geseze, so lange wir mit gewohnheitsmäßig peinlichster Sorgfalt die Worte wägende einfach zu zerstören! Neben dieser schweren Gefährdung unsres ganzen öffentlichen fie gesetzlich zu ändern nicht vermögen. Wir fämpfen mit gefez- Jurist vermag leine milderen Ausbrüde zu wählen, um den ver- Lebens, dieser Berlehung jeder politischen Moral lichen Mitteln für die Beseitigung von Ungefeßlichkeit und Rechts- ruchten Streich auf den Parlamentarismus, die Volfsrechte zu aber läuft nun für uns, die national- liberal gesinnten Reichswidrigkeit. Wir dürfen im Intereffe unfrer Selbsterhaltung im ge- charakterisieren! angehörigen, die Gefahr der drohenden Vernichtung wöhnlichen politischen Leben in der Verfolgung unsres Rechts nicht Ja, er geht noch weiter, er brandmarkt nicht nur die That felbst unsrer Partei. Denn nichts weniger als diefe muß man von über die Grenze hinausgehen, die uns die Gewalt gezogen hat. und ihre schäbigen Motive, er bezeichnet auch die schalen juristischen dem unheilvollen Beschlusse der Neichstagsfraktion, sich an dem Dieser sich stetig erneuernde Kampf ist ein fortgesettes Bemühen, Klopffechtereien des Herrn Basserman als heuchlerische Komödianten geftrigen Antrage zu beteiligen, befürchten. Mit Schmerz und bas zu zeigen was ist, er ist aber auch für die Gewalthaber mägchen, er erklärt, daß man daran zweifeln müsse, ob rauer werden es mit mir viele alte National- Liberale empfinden, ein Quell steigender Beängstigung. Er zerstört das Märchen, ohne denn die Klopffechter auch nur selbst an ihren abu- baß ihre jebigen Führer es für zweckmäßig, daß sie es für erlaubt halten, den übrigen Anhängern einer Verständigung" auf einem das man heute über Köpfe nicht mehr regieren kann, das Märchen Listereien glaubten! Wege zu folgen, welchen ich nicht anders als einen Weg des von dem Rechte, das für alle da und für alle gleich sei- ein Die Entrüftung des Dr. Karsten hat allerdings ihre triftigen materiellen Unrechts bezeichnen fann. Märchen, dem erst unser Sieg Wahrheit und Wirklichkeit erringen wird. Gründe. Wir bezweifeln durchaus nicht die Ehrlichkeit dieser Ent- Beschreitet die national- liberale Reichstagsfraktion diesen Weg War es nicht absurd und lächerlich, daß Herr Reichsgerichtsrat rüstung eines Juristen, der gewissermaßen die Ehre seines Standes und läßt sie sich auch nicht durch die warnenden Stimmen eigener Spahn im Reichstag den Rechtsbruch in das Mäntelchen spiz durch die dreisten Taschenspielereien seiner Berufsgenossen im weiteren Anhänger im Lande zur Umkehr bewegen, so besiegelt fie findigster Rechtsverdrehung steckte? Und doch war es ein Triumph Sinne der Berachtung preisgegeben sieht. Aber die Entrüftung fließt damit das Ende und den Zusammenbruch der der Minderheit, war es ein Anerkennungszeugnis an den erwachenden auch noch aus einer andren Quelle, der schmerzlichen Sorge um die Partei im Lande an den Tod ihres großen Gründers und Geist des Volkes, daß Herr Spahn nicht auszusprechen wagte, was Bernichtung der eignen Partei. Dr. Karsten befürchtet nicht mit Führers wird sich die Vernichtung der Partei selbst anschließen, und fie wird diesen Ausgang selbst verschuldet haben. Und welch ein ist, sondern die Wirklichkeit mit juristischem Spinnweb zu verkleiden Unrecht, daß die nationalliberale Partei, falls fie fich zum Mit- Unglüd es sein müßte, wenn die zahlreichen Anhänger einer zugleich fuchte. Die realtionäre Gevalt vagt es nicht mehr wie verantwortlichen für den Antrag machen würde, in den bevor- nationalen und gemäßigt liberalen politischen Nichtung mindestens vordem, nadt auf die Straße zu laufen! Der alte Diplomat stehenden Wahlen einfach zerrieben werden würde. Hat der für den langen Zeitraum mundtot gemacht würden, welcher vergehen Talleyrand hat schon gesagt: on peut tout faire avec les Nationalliberalismus von 1890 bis 1898 bereits 200 000 Stimmen müßte, ehe eine neue Organisation ins Leben gerufen sein könnte, bayonnettes excepté s'y asseoir man tann alles machen mit verloren, so würde er, mit der Schuld des doppelten Boltsverrats in welcher die gemäßigten nationalgefinnten Liberalen einen den Bajonetten, nur nicht sich darauf feßen. Sie wissen warum, der Annahme des Zolltarifs und des Antrags Kardorff belastet, im Sammelpunkt ihrer Gesinnungsgenossen erblicken könnten, braucht meine Herren. Die Bajonette würden einem ins Sibfleisch dringen. nächsten Jabre noch einen ganz andern Stimmenschwund zu ver- den Lefern der National- Zeitung" nicht auseinandergesetzt zu Talleyrand wollte in dieser wißigen Form ausdrücken, daß man zeichnen haben. " wohl momentan alles mit den Bajonetten durchfeßen, sie aber nicht zu| D6 die Protefte der National- Beitung" die Baffermänner zum einer soliden, dauernden Unterlage machen kann." Also Ferdinand Rückzug bewegen werden? Ob sie sich auf die mittlere 2inie Lassalle zu den Berliner Bürgern am 17. November 1862, Irüdwärts fonzentrieren werden, die die National- Zeitung" empfiehlt? O werden. Dem Radikalismus von links und rechts wäre es dann gelungen, über diejenige Richtung zu triumphieren, welche das teise Maßhalten auf allen Gebieten des politischen Lebens zu ihrem Grundfake erhob und welcher das neue Reich fo unendlich viel verdankt. Möchten unsre parlamentarischen Führer nicht achtlos vorüber gelegentlich der lex Heinze geübt. Damals bekannte er sich gehen an den Warnungen, die ihnen jetzt zugerufen werden, und fich bewußt bleiben der ungeheuren Verantwortung, welche ihnen in diesem Augenblice auferlegt ist für die Wohlfahrt der Partei und, was das entscheidende ist, des Vaterlandes! Dr. Karsten, Kammergerichtsrat. n b als Schüler der Windthorst und Mallinckrodt. Das sei er noch, rief Eugen Richter dazwischen. Da tam vom Nachbarfit Bebels schneidendes Wort dazwischen: Jetzt ist er der Verräter der Minorität! In furchtbarer Erregung fprang Richter empor: Wie können Sie mich einen Verräter nennen! Und als Bebel auf dem Wort beharrte, Die National 8eitung macht in ihrer heutigen bat der Führer der Freisinnigen Voltspartei jammernd Abendnummer folgenden Vermittelungsvorschlag: um den Schutz des Präsidenten. Schließlich erhielt Bebel " Jest muß mit einer thatsächlichen Lage gerechnet werden, einen Ordnungsruf. Aber der ,, Verräter" brannte auf dem bie aus den angeführten Umständen sich entwickelt hat. Wir Gezüchtigten. wiederholen die Mahnung zu einer Vermittelung, zu einem Es war noch nicht 18 Uhr, da beantragte Singer die Ausgleich. Nach unsrer Meinumg ergeben die Grundlinien eines solchen fich aus der Sachlage. Der Antrag Kar- Bertagung und bezweifelte zugleich die Beschlußfähigkeit des dorff muß zurüdgenommen werden; es ist Hauses. Der Präsident Graf Ballestrem gab ihm Recht, und der Mehrheit erleichtert durch die Erklärung so mußte die Verhandlung auf Montag vertagt werden. des Präsidenten, daß dem Antrag die ge wichtigsten Bedenken entgegenständen. Ferner muß zwischen der Mehrheit und der Minderheit eine Verein barung dahin getroffen werden, daß bei der Durchberatung mission. Bereits seit zwei Wochen befindet sich eine britische des Tarifs in loyaler Weise zusammengehörige Arbeiterkommission in den Bereinigten Staaten, um dort die FabrikDinge zusammengefagt werden; niemand kann be- verhältniffe aus eigner Anschauung fennen zu lernen. Die Komstreiten, daß ein großer Teil der 946 Positionen über- mission, unter der sich auch Mr. Steadman( Präsident des Parlahaupt keiner Erörterung bedarf, daß viele andre fehr mentarischen Komitees des Trades- Unions- Kongresses) und Mr. Mr. M Er möchte die Salle lieber eine Erinnerungs- und Gedächtnis halle, als eine Suhmeshalle nennen, denn es sei ungermanisch, fich zu rühmen. Diese Erinnerungs- oder Gedenkhalle, soll darant mahnen... daß unsre Einheit mur durch die gewaltige Arbeit des Geistes und des Körpers möglich geworden ist. Ihm wolle es scheinen, daß dem nicht mehr so voll entsprochen werde, es sei ihm, als ob in unserm Volt in seinen verschiedenen Klassen und Stämmen das Bewußtsein der Verpflichtung zur Arbeit etwas ein geschlafen sei. Die neuere Zeit werde von der wissen schaftlichen Forschung und deren Disciplinen beherrscht sein. Dazu sei es aber erforderlich, daß sich der Einzelne dem Ganzen unterordne. Der Kaiser schloß dann mit den Worten, die Freiheit für das Denken, die Freiheit für unsre wissenschaftliche Forschung, das sei die Freiheit, die er dem deutschen Volle wünsche, aber nicht die Freiheit, sich nach Belieben schlecht regieren zu laffen. Eine Korrespondenz giebt folgende Lesart: " Der Deutsche ist groß in der wissenschaftlichen Forschung und in seiner Organisation, welcher sich jeder mit dem kategorischen Imperativ unterzuordnen hat, und steht in dieser Hinsicht un London, 27. November.( Eig. Ber.) Die Mosely- Kom- erreicht da. Jeber, der die Nuhmeshalle betritt, muß sich bewußt Aus der englischen Arbeiterbewegung. würde der Verfuchd. Auch auf Grund einer solchen Verständigung Barnes( Sekretär der Jngineers) befinden, wurde von einem Londoner der Durchberatung eine schwierige und sehr zeitPolitische Ueberlicht. Berlin, den 29. November. Berkröchert! sein, daß auch er am Ganzen mitzuarbeiten hat. Was nun mein Hauptwunsch ist, fasse ich zusammen in die Worte: Freiheit in der Fortentwicklung der Religion, Freiheit im Denken, Freiheit für die Wissenschaft. Die Wissenschaft führt zur Freiheit des Geistes, und diese Freiheit ist es, die ich dem deutschen Volte wünsche, nicht aber jene Freiheit, in welcher jeder einzelne nach Gutdunken selbst regieren könne. Ich trinke auf.." " als den werden, raubende Arbeit fein, und der Minderheit tann nicht der Verzicht Kapitalisten Mr. Mofelt ausgerüstet. Ihr 3 wed ist, den britischen Die Berichterstattung hat offenbar nur sehr unvollkommen den auf die Forderung zugemutet werden, werden, daß die Mehrheit, Arbeitern llar zu machen, daß fie in ihren gewert Gedankengang wiedergegeben. Soweit die Reporter aber zutreffend wenn sie die Durchberatung versuchen will, regelmäßig am Blage fchaftlichen Forderungen nachgeben müßten, um die Säge aufgenommen haben dürften, scheint sich diese Rede in Ansein und für die Beschlußfähigkeit sorgen muß; dies ist die dritte die britische Industrie vor dem amerikanisch en schauungen bewegt zu haben, die auch bei uns Berständnis finden. Boraussetzung einer nach unfrer Ansicht möglichen Verständigung. Wettbewerb zu schützen; dann, um ihnen zu zeigen, daß fie Auch wir sind überzeugt, daß die Freiheit noch mehr der Zwang, sich Kann und will die Mehrheit sich auch unter der Voraussetzung loyaler im Vergleich mit dem amerikanischen Proletariat bessere Arbeits- beliebig schlecht regieren zu lassen, vom llebel ist, daß vielmehr die geſetzBehandlung der Beratung nicht zu der ihr obliegenden regelmäßigen bedingungen hätten. Diefer ganze Ausflug ist im Grunde liche Freiheit der wissenschaftlichen Erkenntnis allein, auf der zu be Bflichterfüllung verstehen, dann giebt es eben feinen positiven Ausheit regeln soll. weg während eine Vereinbarung auf der angegebenen Grundlage genommen ein Verfuch, die politischen Strömungen ruhen, des Socialismus höchster Stolz ist, die Ordnung der Menschden Trabes Unions abzuschwächen. In sicherlich auch dann parlamentarisch durchführbar wäre, falls die in focialdemokratische Frattion ben Anschluß verden Staaten New York, Illinois und Pennsylvanien wurde Die Afchenurnen der Geschäftsordnung. Für die Abstimmungen weigerte. Wird nicht so oder ähnlich eine Verständigung die Soumiffion von den Kapitalisten begrüßt und mit angel- nach dem Modus der lex Aichbichler sind die bisherigen Urnen durch erreicht, dann bleibt nur der Verzicht auf die Durchberatung in fächfischem Rassenstolz gefüllt. Nach einem Kabeltelegramm der neue ersetzt worden. Die neuen Urnen find auf der einen Seite in einer oder der andren Form übrig, etwa in der" Times" wurden die britischen Arbeiterführer gestern weiß, auf der andren Seite in einem Himbeerfarbenen Rosa aneiner Refolution der Mehrheit, wovon früher( 26. November) von Roosevelt, Carrol D. Wright( dem Leiter gestrichen und in der Mitte durch eine Scheidewand geteilt. Für die die Rede war und endlich der Verfuch gewalt- bes Bundesarbeitsamtes) und dem britischen Gesandten in blauen Karten enthalte mich" ist eine besondere Einrichtung nicht samer Durchführung des parlamentarischen Staatsstreichs. Von ihm follte schon allein die Er- afhington begrüßt. Roosevelts Begrüßungsrede enthielt borgesehen. Wo bleiben die? wägung abhalten, daß der Reichstag Reichstag auch am Tage u. a. folgende Säge: Je weiter die industrielle Entwickelung fortHerr Bueck als Sittlichkeitswächter. nach der etwaigen erfolgreichen Vollendung des Gewalt fchreitet, desto stärker wird unter den Arbeitgebern und Arbeitnehmern Daß in dem Reigen der Konservativ- liberal- finanzdemokratischen streiches noch Aufgaben zu lösen haben wird, und daß er die Tendenz, sich in besonderen, großen Organisationen zu vereinigen, Blätter, die in der Krupp- Affäre gänzlich von Sinnen, einen Anlaß mindestens bis zum Ablauf der gegenwärtigen Legislaturperiode auf der einen Seite in Trusts, auf der andren in Gewerkschaften. wähnen, sich für die so oft im Kampf gegen die Socialdemokratie eine Mehrheit hat, die nicht in geschäftsordnungsmäßiger Weise Beide können viel Gutes, aber auch viel Böses stiften. Es ist müßig, erlittenen Niederlagen rächen zu können, auch das Organ des aktionsfähig ist. Die Herrschaft der 58 Socialbemo gegen solche Verbindungen zu lämpfen. Nur nach ihren Thaten find Centralverbandes deutscher Industrieller nicht fehlen darf, ist selbsttraten im Reichstage würde dann in der That be- gegen fie zu beurteilen. Carrol D. Wright äußerte, daß die britischen verständlich. Die focialistische Partei hat so manchen Arbeiterginnen und vielleicht wirkungen haben, auf welche Trabes- unions die Produktion hemmten. Selbst beglückungsplänen diefer schlotjunkerlichen Camorra erfolg bie Erfinder des Staatsstreich Antrages von erinnert fei nur an die vornherein gerechnet haben, und die manchem redend wird die Antwort der britischen Arbeiterführer kaum er- reichen Widerstand geleistet und Buchthausvorlage die bekannte der Regierung von ihnen sogar wichtiger find, als die Erhöhung wähnt. der Getreidezölle." Daß sich Leute wie Steadman und Barnes zu der Beihilfe gewährte 12 000 Mart- Subvention, daß es begreiflich wenn das Direktorium des bekanntlich nach artigen Komödien bergeben, ist fast unverständlich. höchsten idealen Gütern strebenden Verbandes in seinem überMr. Richard Bell, der Sekretär der Eisenbahn- Angestellten quellenden Sittlichkeitsdrange in fich das unabweisliche Bedürfnis und Abgeordneter von Derby, ist definitiv zu den Liberalen fühlt, auch seinerseits etwas zur Hege beizutragen, ist doch zur Zeit übergegangen. Er war Mitglied der Unabhängigen die Socialdemokratie wieder die Partei, die den uneigennütigen Arbeiterpartei und ist Mitglied des Labour Representation Bollplänen der großindustriellen Sittlichkeitswächter den kräftigsten Committee( Stomitee für parlamentarische Arbeiterbewegung). Ms Widerstand entgegensetzt. Das Direktorium hat deshalb sogar Dumm aber start so malte sich vor ziemlich wir Mitte März 1902 im Vorwärts" auf die eigenartige Saltung seinen bedeutendsten Streiter zum Stampf gegen die focialnämlich Herrn Bueck genau drei Jahren im Deutschen Reichstag der Präsident des Bells aufmerksam machten, wurde dies in manchen Kreisen Londons demokratische Frivolität ausgesandt, nämlich es in höchsteigener Person; und muß anerkannt preußischen Abgeordnetenhauses, Herr von Kröcher den als Schwarzfeherei getadelt. Jezt gestehen die socialistischen daß, was inuner die im Dienste des Kapitalismus stehende Idealjunker aus, der berufen wäre, der Socialdemokratie an Blätter Clarion“ und„ Labour Leader", daß Bell feinen Breffe in letzter Zeit an feilen Verdächtigungen und elenden Verdie Gurgel zu springen. früheren Ansichten untreu geworden Er ift. Und dies ist drehungen geleistet hat, von Herrn Bueck überboten wird. Ströchers Zufunftsmann ist nicht mehr nötig, sein Zukunfts- auch die Zukunft andrer Arbeiter Abgeord- schreibt in der Deutschen Industrie Zeitung" wörtlich: staat ist schon erfüllt. Im Reichstag ist das Wort zum Siege neten, so lange wir nicht nicht im britischen Parlament" Seit Jahren war Krupp von der Socialdemokratie mit tödgelangt:„ Dumm aber start." Und um die erhabene einige tüchtige Socialdemokraten haben, die die ges lichem Hasse angegriffen und verfolgt worden. Jeder Handlung Standarte drängen sich die Leute des liberalen Gedankens, werkschaftlichen Arbeitervertreter zufammenhalten und zu einer bedieses in höchstem Maße patriotischen und wohlwollenden die schwarzen Stämpfer für Freiheit und Recht, die Sprossen sonderen Arbeiterpartei zusammenschweißen könnten. Bell ist ein Mannes wurden mit raffinierter Gehäffigkeit unlautere und eigennügige Beweggründe untergeschoben. Strupp war der größte jener verschuldeten Schollenfamilien, die stolz darauf sind, bor durchaus aufrichtiger Mann; von irgend welcher Storruption fann Industrielle nicht nur im Reiche, sondern in der ganzen Welt. Er ben Hohenzollern schon in der Mark gewohnt zu haben. nicht die Rede sein. Aber im Unterhause braucht er politischer beschäftigte rund 44 000 Angestellte und Arbeiter und gewährte Die Stärte liegt in der Mehrheit der Leiber, die Dumm Führung, die er nur bei den Liberalen finden konnte. Nur aus den damit 150 000 Personen eine Existenz, die er in väterlicher Für heit bewährt sich in jedem gewaltsamen Gurgelsprung, den sie eigenartigen parlamentarischen Verhältnissen Englands läßt sich der forge mit fortlaufenden großen Opfern durchaus befriedigend gezur Ausrottung der Bollopposition und des hinter ihr stehenden Umfall der Gewerkschaftsvertreter verstehen. staltete. Boltes versucht. Auch Herr Eugen Richter hat zwar den Nächste Woche kommt der Prozeß der Taff- Bale= bösen Willen, die Stärke zu mehren, aber nicht die Macht, die Eisenbahn- Gesellschaft gegen Bell und Holmes Dummheit zu mindern. Niemals wohl hat eine parla- als Bertreter der der Bahnangestellten zur mentarische Mehrheit, die entschlossen war, ein goldenes Beute- handlung. Auf Grund des bekannten Lordentscheides verlangt die stück traft des Faustrechts zu erobern, eine solche Unfähigkeit Gesellschaft einen Schadensersatz von 25 000 Pfund Sterling der Aftion bewiesen, wie die von den Normann, Spahn,( gleich 500 000 Mark). Bachem, Bassermann- unter gütiger Mitwirkung Eugen Richters angeführten Zollbriganten. Sie haben eine wahre Genialität der Dummheit bewährt und sie ließen keine Gelegenheit vorüber, um sich vor aller Welt ins Unrecht zu Das Ende der Vorstellung. In der freisinnigen Volkspartei ist fegen. Sie zertraten vandalisch jedes Recht, aber fie stolperten man nicht länger gewillt, sich das pöbelhafte Benehmen der Socialfortwährend über die von ihnen erzeugten Scherben des demokratie in unmittelbarer Nachbarschaft gefallen zu laffen." So Gesetzes. Es scheint doch schließlich, als ob die Parole schreibt heute in der Freisimmigen Zeitung" Herr Eugen Richter. dumm aber frech" feine Ergänzung sondern einen aufhebenden Reichstag mitbringen wird, oder ob er die Herren von der äußersten Ob er am Montag einen Schuhmann oder eine Gouvernante in den Unter den fortgesetzten öffentlichen Angriffen mußte Krupp bes sonders schwer leiden, denn er war eine in sich gekehrte, der AußenWiderspruch bedeutet. Diese Mehrheit hat nur zwei Fähig. Rechten bitten wird, mit ihm den Blaz zu wechseln, scheint ihm welt gegenüber faft schüchterne Natur. Nur wenn es galt, drinfeiten: die Strupellosigkeit der Gewalt und die Ohnmachts- noch unflar zu fein. Aber daß er in dieser bedrängten gende Pflichten zu erfüllen, und auch dann nur höchst ungern, anfälle der Beschlußunfähigkeit. Hordenweise stürzten sie Lage noch wißig sein fann, nimmt wunder. Er schreibt: frat er in die Deffentlichkeit. Gegen seinen Willen vor die auf die Straße hervor, bemühten sich, den ehrlichen Leuten an Thatsächlich wird die te befreiheit im Rechstag feitens Deffentlichkeit gezogen zu werden, war ihm in hohem Grade peinlich." die Gurgel zu springen. Dann zogen sie sich erschöpft zurück- ber Socialdemokratie gegentvärtig in der brutalsten Herr v. KarEbenso unwahr als albern. Der Socialdemokratie ist es nie eine wüste Leere hinterlassend. Weise vergewaltigt." Nun weiß man's: Die Sonnabend- Sigung des vertröcherten Reichstags war borff befchüßt die Redefreiheit und die Social- eingefallen, den Verstorbenen mit zähem Haß" zu verfolgen; davor furz und erbaulich. Nach den leidenschaftlichen Scenen bom demokratie vergewaltigt ste! Herr Richter sieht denn auch schügte ihn schon allein seine geradezu franthafte Unbedeutentheit, Freitag ist die ruhebedürftige Mehrheit wieder zur geliebten jede parlamentarische Ordnung" nicht durch den Antrag Kardorff, und die Thatsache, daß nicht er selbst, sondern andre die eigentlichen sondern durch die Socialdemokratie bedroht und schreit Leiter der verschiedenen Kruppschen Betriebe waren. Wohl haben Beschlußunfähigkeit zurückgekehrt. Die Boleninterpellation wurde gott jämmerlich nach Hilfe. gegenüber den widerlichen Lobhudeleien der kapitalistischen Bresse abgesett; Posadowsky will erft ,, Erhebungen" anstellen. Bevor Wahrscheinlich hat er darum alle Verstellung aufgegeben, weil verschiedentlich socialdemokratische Blätter dargelegt, wie es um die dann die Geschäftsordnungs- Debatte über die Zulässigkeit des An- die gestrige Kreuz- Zeitung" das ganze Geheimnis un- gerühmten Wohlfahrtseinrichtungen der Effener Werke bestellt ist, trags Stardorff fortgesetzt wurde, nahm Präsident Ballestrem das vorfietig genug enthüllt hat. Während die andern einbrechen, muß niemals aber richteten sich die Angrisse gegen die Person Krupps, sondern gegen die Firma, oft sogar direkt gegen die Leitung der Werfe Wort. Man erwartete eine größere Erklärung über die Vor- Herr Nichter die Mauer machen! Sie schreibt wörtlich: gänge vom Freitag. Manche Optimisten, die immer noch nicht an der Parteilosigkeit des Präsidenten verzweifeln wollten, glaubten fogar, er würde erklären, daß er sich nach dem Gange der Debatte munmehr überzeugt habe, daß der Antrag unzulässig sei. Aber es fam nur ein Regimentsbefehl über die Ordnung in der Kaserne: Die Gänge und Stufen zur Rednertribüne sollten frei bleiben. Die Socialdemokraten, in ihrer geborenen Gesetzlichkeit, fügten sich der Weisung, aber die Rechtbrecher des Zollwuchers übertraten die Weisung, und unfre Genossen ertappten hohnlachend Herrn Gamp auf den Stufen der Geseglosigkeit". Stadthagen begann die Debatte mit fdjarfen Rechtsausführungen. Dem Geschwätz über die Dauerreden diente er mit dem glücklichen Hinweis: Vier Jahre lang haben die Mehrheitsparteien allein unter sich im Wirtschaftlichen Ausschuß über den Zollwucher beraten, jegt will man der Minderheit wehren, ein paar Monate fachlich zu diskutieren. n Deutfches Reich. Ver Wie war es möglich, daß ein solcher Mann von der Socialdemolcatie mit zähem Haß unabläffig verfolgt werden konnte? Die Beweggründe zu dieser Handlungsweise find bezeichnend für das ganze Weil Krupp Wesen der Socialdemokratie. als Unternehmer und Arbeitgeber vor der Welt täglich erneut den Betveis erbrachte, daß ein individuelles, kapitalistisches, von reichem Gewinn begleitetes industrielles Unternehmen seinen Arbeitern eine felten gute und befriedigende Lebenshaltung gewährte, weil des wegen die socialdemokratische Agitation bei den Arbeitern Krupps mur geringen Eingang fand, weil sich in Krupp die vorzüglichsten Eigenschaften des Unternehmers und Arbeitgebers, wie überhaupt eines Mitgliedes der bürgerlichen Gesellschaft verkörperten, daher tvar er der Socialdemokratie in der Seele verhaßt, daher verfolgte fie ihn bis in den Tod. " Bum erftenmal haben sich die Konservativen, das Centrum mit dem Hinweise darauf, daß Krupp selbst, der kaum die nötigen und die Nationalliberalen unter felbftlofer Hintanjeßung befonderer geistigen Fähigkeiten zur Uebersehung seiner Etablissements habe, Wünsche und sogar unter Preisgebung mancher grundfäßlicher nicht in Betracht komme. Am wenigsten handelt es sich aber bei Forderungen zu einer wirksamen Bekämpfung der Umsturzpartei dem angeklagten Artikel des Vorwärts", wie Herr Bued frivol beaufgerafft. Dadurch gewinnt das Vorgehen dieser Gruppen hauptet, um einen Alt raffinierter Gehässigkeit"; der„ Fall Krupp" eine Bedeutung, die über die gegenwärtig vorliegende Frage diente lediglich als Angriffsmittel gegen den§ 175 des Strafgesetzweit hinausgeht und auch für die gutunft in Betracht buches. kommen wird. In diesem Sinne gehören zu jenen Gruppen nicht Nebenbei eine Frage, wenn es Krupp peinlich war, in die nur diejenigen, welche die eigentliche Verständigung mitmachen, Deffentlichkeit gezogen" zu werden, weshalb wurde er dann seiner fondern auch die Konservativen, die ihr fern bleiben werden, in Beit von den Gesinnungsgenossen Bueds dazu getrieben, fich als gewiffem Sinne auch die unter Führung des Abg. Richter stehende Reichstagskandidat aufstellen zu lassen? Freifinnige Boltspartei. Denn auch jene werden den Kampf gegen die Obstruktion unzweifelhaft in allen ihren Phasen mitmachen, und biese haben durch ihr bisheriges Berhalten gezeigt, feiert das Militär Wochenblatt" in feiner neuesten baß fie nichts thun werden, was die Obstruktion fördern könnte." Numuner durch folgenden Nachruf: Als wir vor ein paar Tagen von einem Startell gegen die Socialdemokratie, dem auch Herr Richter angehöre, fprachen, da machte diefer Herr Richter für seine Freifinnige Beitung" ein Notizchen daraus und schrieb darüber: Aus dem Lügenfacke der Socialdemokratie". Jegt ist der Verräter geständig! Eine Raiferrede über die Freiheit. Galt der Freitag der Abrechnung mit den Renegaten des Centrums und des Nationalliberalismus, so brach am Sonnabend das Gericht über Eugen Richter herein. Herr Barth von der Freifinnigen Vereinigung machte sich im Laufe seiner Wilhelm II. hat am Freitag in Görlitz eine Nuhimeshalle einpackenden Ausführungen das Vergnügen, an die glänzende Ber- geweiht und dabei eine Rede gehalten, in der nach den, Görliger teidigung des Rechts der Obfcuftion zu erinnern, die Richter Nachrichten" folgende Säge vortamen: n Den Patriotismus der Firma Krupp Mit der Waffengeschichte der preußischdeutschen Wehrmacht ist in den letzten 50 Jahren tein andrer Name so innig verknüpft gewesen wie der, deffen Träger foeben einen jähen Lod gefunden hat. Kruppsche Geschüße haben auf den Schlachtfeldern Frant reichs unsrer Infanterie den Siegesweg gebahut. Kruppsche Panzer schützen die Eisenkoloffe, die des Kaisers Voraussicht und Thatkraft für die Verteidigung unfrer Küsten und zum Schuh unfres Handels bereitstellt. Was die Firma Krupp für die Gesamtindustrie des Reiches, insbesondere aber für dessen Wehrkraft bedeutet, das hat gerade im letten Sommer noch die Düsseldorfer Ausstellung in wahrhaft überwältigender Weise dargethan. Wenn somit der Kaiser und König einem feiner treuesten Unterthanen, der all zeit patriotisch bewährt und nun so schmachvoll angegriffen war, das letzte Geleit gab, so war es zugleich der allerhöchste Kriegsherr, der den Chef eines für Heer und Flotte so wichtigen Unternehmens noch im Zode ehrte. Mit unsrem erhabenen Herrn gedenken auch tvir in Wehmut des bescheidenen und wohlmeinenden Mannes, der das große Erbe seiner Väter zur Ehre Deutschlands berwaltete und stets zu finden war, wo es galt, zum Besten des Vaterlandes zu wirken und unsre nationale Wehr zu fördern und zu stärken." durch seine Stimme in der Bolltarif- Kommission für die Erhöhung Aber nicht dies allein fordert die schärfste Dppofition gegen die der Industriezölle stimmte, die der Landwirtschaft ein großes Opfer" neue Sittenverbesserei heraus. Der Antrag zeigt eine Dehnbarauferlegen. Das Blatt fagte feurzend: feit, die einer willkürlichen Rechtsprechung alle Wege So viel ist sicher: Das Centrum hatte keine Veranlassung, ebnet. Unter" guten Sitten" und Schamgefühl" wollen, wie die den Großindustriellen die Kastanien aus dem Feuer zu holen, Diskussion zeigt, die Antragsteller eben ihre Auffassung während deren Vertreter gegen alle Forderungen der " Landwirtschaft stimmten, voran die Nationalliberalen, mit einer über diese Dinge als maßgebend angesehen wissen. Und welch' Ausnahme, vor allem der Sekretär des Verbandes der Groß- empfindliches Ding das Schamgefühl" und die Sitte" eines Kleriindustriellen, Abg. Beumer. falen ist, bedarf für die Kenner der lex- Heinze- Debatte im deutschen Reichstage feines Beweises. Wir bedauern, daß es so gekommen." Die inzwischen perfekt gewordene Verständigung sieht bekanntlich Der Antrag würde eine furchtbare Waffe gegen alle diejenigen auch eine Erhöhung des Bolles für Braugerste von 3 auf 4 M. vor. fein, die sich nicht zur Moral und Sitte des Klerikalismus Roms Dieser Satz entspricht nun absolut nicht den Grundforderungen der hinabschwingen tönnen. Uebt beispielsweise ein Redner Kritik au bayerischen Bauern, die einen einheitlichen Zoll für alle GetreideDas Militär- Wochenblatt" umkleidet hier das Geschäftsintereffe arten im Betrage von 6 m. verlangen. Diese Forderung begründete dem Verhalten mancher Beichtbäter, oder brandmarkt er die schamlose M. Ausbeutung der Kinder in den christlichen Klöstern, oder macht er der Firma Krupp mit einem durchaus unverdienten Dr. Heim am 3. Oftober 1901 im bayerischen Landtage in einer Ausbeutung der Kinder in den christlichen Klöstern, oder macht er Rimbus. Hätte die Kanonen- und Panzerplattenfirma nicht alles mehrstündigen Rede, in der es u. a. heiße: den Inhalt der Bibel zum Gegenstand einer öffentlichen Unteraufgeboten, durch ihre Leistungen die Konkurrenz des In- und unsrem bayrischen Standpunkt aus, so ist gerade die Gersten- väter, so verlegt er zweifelsohne die Sitte und das Schamgefühl „ Wenn für die Landwirtschaft etwas geschehen soll, speciell von fuchung, oder beleuchtet er den Inhalt des Handbuches der BeichtAuslandes zu überflügeln, so wäre das einfach ihr verzollung für uns die allerwichtigste Frage in Bayern und wegen unsrer Schwarzen. Der servilen Richter giebt es aber genug, die geschäftlicher Ruin gewesen, da die Armee- und der Befürchtung, daß die Gerste wieder einen Fußtritt bekommt, hieraus einen Strick zu drehen wüßten. Flottenlieferungen ohne Gnade andren Firmen, Was besonders gravierend auch habe ich von Anfang an die gleiche Verzollung immer betont... an dem Antrage ist, ist, daß er die Delikte dem Berufs ausländischen übertragen worden wären. Der Kanonen- und Wenn bei fünftigen Handelsverträgen nicht eine gleiche Berzollung Banzerplatten- Patriotismus der Firma Krupp war außerdem ein Blaz greift, wenn wir nicht geschützt werden in der Weise, daß ichter zuweist, während ein Verstoß gegen die Sitten durch die höchst einträglicher, wie das ja der von uns fürzlich citierte Beschluß Gerste und Hafer nicht das Aschenbrödel bilden wie bisher. Dann Presse wenigstens noch dem Geschwornengericht unterstellt der Budgetkommiffion des Reichstages mit aller Deutlichkeit fonstatiert werden wir Bayern bei der Sache keinen Gewinn ist. War es mit dem bestehenden Gesetz schon möglich, einen Echoud, haben. einen Lemercier, die Blüten der belgischen Litteratur, tegen hat. Der Befchluß lautete: Am 5. Oftober 1901 führte der Abg. Gerstenberger, der Sittenberlegung vor das Gericht zu citieren, so wird, wenn Gegenüber einer solchen unerhörten Preistreiberei der beiden gleichfalls Mitglied des Reichstages ist, in einer längeren Nede aus, der Antrag Gesetz wird, jede Recitation oder Besprechung ihrer deutschen Fabriken( gemeint sind die Firmen Krupp und Stumm, daß die gleiche Verzollung der Gerste mit den übrigen Getreide- Werke zur platten Unmöglichkeit. welche sich dieses Monopol geschaffen hätten, wurde es für er- arten der wichtigste Punkt für die bayrische Landwirtschaft sei." forderlich gehalten, entweder die ausländische Konkurrenz Auch auf dem von Dr. Heim infcenierten bayrischen den Lieferungen heranzuziehen oder die Bauerntag in Regensburg( 22. Oftober 1901) wurde in Errichtung eines Nidelstahl- Banzerplatten- einer Reſolution die gleiche Verzollung der vier Hauptgetreidearten wertes für Rechnung des Reiches anzustreben. berlangt. Eine dahin gehende Resolution wurde mit 20 gegen 4 Stimmen Dr. Heim dem bayrischen Finanzminister mit einer fürchterlichen Und in seiner Landtagsrede vom 1. März 1902 endlich drohte Opposition, wenn diese Forderung nicht erfüllt werde: zu " angenommen." Die Budgetkommission zum Marine- Etat bestand keineswegs in ihrer Mehrheit aus vaterlandslosen Gesellen, die den patriotischen Verdiensten der Firma Krupp mangelndes Verständnis entgegengebracht hätten! Aber ein Extravorteil von 60 Millionen Mart für die Bauzeit des Marineprogramms ging selbst den Flottenenthusiasten über die Hutschnur! Ferner vergißt das„ Militär- Wochenblatt" zu erwähnen, daß die Ferner vergißt das Militär- Wochenblatt zu erwähnen, daß die Firma Krupp ihre wertvollen Erzeugnisse auch an alle zahlungs fähigen fremden Reiche lieferte, fich also auch die so gefeierten Verdienste um die Wehrkraft diefer ausländischen Mächte erwarb. Bir erinnern in dieser Beziehung nur an den Ausruf des vor den Tatu Forts verwundeten Korvettenkapitans Lans vom Iltis", daß es beschämend für Deutschland sei, daß seine Mannschaften von Kruppschen Kanonen niedergeschmettert worden feien! D Zweierlei Ehre. Was den Zolltarif anlangt, Herr Minister, keine Täuschung! Wir Bayern sind nicht zu unterschäzen diesmal, denn es wird sich eine Parteigruppierung ergeben aus der äußersten Rechten und den hundert Mann der Linken, den vereinigten linken Parteien und unfre Haltung wird ausschlaggebend sein, keine Werfte ohne Gerste!" In den Bauernversammlungen draußen auf dem Lande wurde natürlich noch ein viel gröberer Faden gesponnen und kein Zweifel darüber gelaffen, daß man mit dem 6 Mart- Gerstenzoll stehe oder falle. Und jetzt? 171 " Litteraten- und Künstlerwelt, daß sie sich auch nicht zur geringsten Es ist bezeichnend für den Tiefstand unsrer bürgerlichen tion, die den Schein einer Opposition gegen diefe lex Heinze hätte, aufzuraffen vermag. Auch hier zeigt es sich wieder treffend, gegen die klerikale Realtion in Frage kommt. daß nur die Arbeiterpartei allein noch für einen Kampf Schweiz. Zum Genfer Dienstverweigerungs- Prozeß. n " Genf, 27. November.( Eig. Ber.) Den Höhepunkt der Berhandlungen des Genfer Kriegsgerichts bildete der heutige Tag. Schon der Fall des Korporals Rochat brachte eine Wandlung zu Gunsten des Angeklagten. Lausanne, führte in 11ftündiger glänzender Rede vor, wie unrecht Der Verteidiger, Genosse Behelerman thue, von den 321 mur 17 so schwer zu bestrafen, zudem habe das Einberufungs- Plakat nur eine Disciplinarstrafe angedroht. Der" Deggendorfer Donaubote", ein bewährtes Centrumablatt, Leyterer Grund betoog denn auch die Richter, nur 20 Tage Ge schreibt auf die erste Nachricht der noch gar nicht perfekten Ver- fängnis zu verhängen. Desgleichen bei den beiden folgenden. Aber ständigung: auch Kupfer, ein Landwehrmann, erhielt nur 6 Wochen, während „ Eins scheint festzustehen: Die von den berbündeten Regie- man die Tage vorher jedem 2-3 Monate Strafe zugeteilt hatte. rungen und ganz besonders vom bayrischen Finanzminister v. Riedel Am Nachmittage begann die Verhandlung gegen Sigg. Die so hartnädig verweigerte Erhöhung des Gerstenzolles für Braugerste Tribünen waren überfünt. Sigg führte aus, daß er seinem Gevon 3 auf 4 M. ist jetzt zugestanden worden. Bekanntlich haben wissen habe folgen müssen, das ihm verbot, gegen die eignen Brüder gerade die bayrischen Centrumsmitglieder diese Forderung zu marschieren. Wir brachten gestern bereits furz nach bürgerlichen Berichten mit äußerster Schärfe vertreten und erklären lassen, daß sie gegen Der Präsident fragte, ob er gegen den äußeren Feind marschieren die Meldung, daß nach italienischen Blättern von dortigen Gerichten das ganze Gesetz stimmen müßten, wenn der Gerstenzoll nicht erhöht würde. Sigg antwortete: Gewiß, wenn auch mit schwerem gegen den auf Capri fich aufhaltenden deutschen Maler Allers würde. Der 4 Mart- Gerstenzoll wäre also zweifel- Herzen." ein Strafverfahren wegen Handlungen eingeleitet worden sei, die los als ein Verdienst der ausdauernden Bähigkeit Staatsanwalt Lehmann citiert einen Artikel des Beuple": man Krupp vorgeworfen habe. Diese Meldung ist schon insofern der Centrums- Bayern, speciell des Abg. Dr. Heim, Anstatt Brot, Blei!" welcher von Sigg stammt und behauptet, daß unrichtig, als Krupp durchaus feiner Handlungen geziehen worden anzusehen. dieser Artikel viele veranlaßt habe, der Einberufung nicht Folge zu Obwohl also in Dugenden von Reden und Leitartikeln nach geben. Sigg sei mehr zu bestrafen als die andern, da er in seiner war, die nach italienischem Recht strafbar waren. Die Straf- gewiesen wurde, daß die bayrischen Bauern nur den einen Nußen Stellung als Deputierter größere Verantwortlichkeit habe. Er beverfolgung Allers' muß also, wenn sie überhaupt eingeleitet worden haben, wenn sie für die Gerste 6 M. Zoll betonmen, sollen fie fich antragt 6 Monate. Oft wird der Staatsanwalt vom Publikum ist, wegen ganz andersartiger Bergehen eingeleitet jetzt bei Dr. Heim und dem Centrum für 4 M. bedanken. Das ist unterbrochen, doch der Präfident erklärt nur, die Richter würden sich worden sein, die mit dem Falle Krupp nicht das Mindeste zu thun zwar nicht ganz unrichtig denn die Regierung ist thatsächlich zu weder durch Unwillen noch Beifall der Zuhörer beeinflussen lassen. haben. Streuze getrochen aber die bayrischen Bauern haben nach den Den Rest des Nachmittags füllte die Verteidigungsrede des Genossen Aber das ist das Nebensächlichste, interessant ist vielmehr, daß großen Reden vielleicht doch das Empfinden, daß sie als Stimmbich tapin- Lausanne, welche zeitweilig von lautem Beifall des die gesamte deutsche Ordnungspresse, die wegen der angeblichen dienen auf Befehl der ostelbischen Junker und Junkergenoffen.- Publikums unterbrochen wird. Rapin bittet die Richter, die Frage Krupp Verleumdungen des Vorwärts" in eine wahre der Aberkennung der bürgerlichen Rechte( für 1 Jahr) fallen zu Raserei der Empörnng darüber verfallen war, daß sich der Vor- Eine Abrechnung mit Venezuela stellt die Kölnische laffen, da Sigg dadurch in seinem Beruf als Arbeiter wärts" zum Verbreiter solch unbewiesener Berleum- Beitung" in Aussicht. Sie schreibt zur Entsendung der Kriegs- ekretär behindert würde. Nach 1stündiger Beratung dungen" hergegeben habe, die gegen den Maler Allers in die Schiffe, über die Form des Vorgehens Deutschlands ſei noch nichts bürgerlichen Rechte für ein Jahr, fowie wier der Richter wird trotzdem auf berkennung der bekannt. Der Verlauf werde auch nicht vom Willen der deutschen Welt gesetzten Gerüchte selbst shue bie geringsten Bedenken Regierung allein abhängen, indeffen habe die Stunde der Ab- Monate Gefängnis ertannt. verbreitet. Und doch liegt dieser Fall der VerAm Abend rechnung gefchlagen, und Deutschland sei entschlossen, breitung ehrenrühriger Gerüchte über eine unbescholtene den gerechten Forderungen zu Gunsten feiner in Venezuela Genfs versammelt und nahmen einstimmig nachstehende Ste= Berson viel schlimmer, als der fo exaltiert verdammte Fall geschädigten Unterthanen den äußersten Nachdruck zu geben, folution an: des„ Vorwärts". Werden doch Allers viel ehrenrührigere Dinge nachgesagt als Krupp! Dazu hat sich die bürgerliche Presse zum Zwischenträger eines Gerüchts gemacht, das auch noch so flüchtig nachzuprüfen, ihr nicht im Traume ein gefallen ist! " " nachdem die diplomatische Verständigung Deutschlands mit Amerika perfett ist. Deutschland überreiche eine feit Jahren aufgelaufene Rechnung, der Präsident Castro werde gut thun, die Begleichung nicht wieder auf die lange Bank zu schieben. Der Befehlshaber in den venezolanischen Gewässern, Kommodore Scheder, erhielt auf der Freilich, Allers ist ja nur ein Künstler, kein hundertfacher entsprechende Verhaltungsmaßregeln an die übrigen dort befindlichen Kabelstation Willemstad neue Weisungen aus Berlin und er gab Millionär und Kanonenkönig! Und doch, eine ganz beiläufige Kreuzer, so daß baldigst sechs Schiffe dem Kommodore zur Verfügung Person ist auch Allers nicht. Der bürgerlichen Presse war jedenfalls stehen. auch bekannt, daß Allers ein intimer Freund des Hauses Man thäte gut, wenn man von dem Marinekreuzzug zu Gunsten Bismard war! Und doch trug sie nicht eine Gefunde Bedenken, einiger deutscher Banken nicht allzuviel Aufhebens machen wollte. den Ruf und die Ehre dieses bis dahin angesehenen Mannes auf Man erschwert sich damit nur einen Rückzug, der in Anbetracht der eine bloße Depeschennachricht hin in den Schmuß zu ziehen“. Wie, mißtrauischen Haltung Amerikas nicht ganz ausgeschlossen wäre. wenn auch Allers Gesundheitszustand ein angegriffener ist? Sie wird sich im Falle einer Katastrophe dann selbst eines indirekten Meuchelmordes zeihen müssen! wurde! Den Rekord des schäbigsten Berlennidens " hat die Bost" erreicht. Dies Hezblatt, das dem Vorwärts" seinen Artikel über Krupp vorwirft, bersucht die Ehre eines Mannes, die allerdings gegenüber den Reptilienbissen einer„ Bost" unantastbar ist, in folgender finnlos eflen Weise zu besudeln: " werden". Husland. Eine lex Heinze in Belgien. waren die Delegierten sämtlicher Syndikate Angesichts der unerhörten Strafen, welche die ihrem Proletariergewiffen folgenden Soldaten zum Opfer gefallen find, erkennen die Delegierten sämtlicher Gewerkschaften Genfs, daß die Civil- und Militärbehörden nur eine Funktion haben, nämlich die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Privilegien, die durch Macht und Gewalt gefchaffen worden sind. Sie protestieren energisch gegen die sie unterbrüdende KlassenRegierung! Sie anerkennen die mutige Haltung der angeklagten Kameraben und übersenden den Gefangenen den Ausdrud ihrer vollen Bewunderung. und beschließen, sie moralisch und materiell zu unterstügen." Erklären den Familien der Verurteilten ihre größte Sympathie Frankreich. Die Angst vor den China- Enthüllungen. Ministerpräsident Combes empfing den Berichterstatter für das Budget des Auswärtigen Dubief und erklärte ihm, er begreife bollkommen, daß der Berichterstatter von dem Bericht des Generals Boyron vertraulich Renntnis genommen habe; hingegen erachte er, daß es große Uebelstände mit sich bringe, wenn Dubief den Bericht der Budgetkommission mitteilen und sich in seinem Bericht über das Budget des Aeußern auf ihn be rufen würde. Man sieht, wie grausam unfre Ordnungspresse sich selbst parodiert. Noch ist die Druderschwärze ihrer Entrüftungsartikel nicht troden Brüssel, 27. November.( Eig. Ber.) Wir haben schon darauf geworden und sie macht sich eines unendlich schwerer en hingewiesen, daß der gegenwärtig alles überwuchernde Klerifalismus Berbrechens wider einen bis dahin als Ehrenmann geltenden feine momentane Macht dazu mißbraucht, seine Bofitionen auf allen Menschen schuldig, als es selbst, wenn die Angriffe der Ordnungs- Gebieten zu befestigen und die paar noch aus besseren Zeiten über presse gegen den Vorwärts" ebenso begründet wären, wie sie tommenen Freiheiten zu beseitigen. Ein neuer Beweis dafür ist der unbegründet sind, von ihr dem Vorwärts" vorgeworfen feit zwei Wochen in der Stammer zur Diskussion stehende Antrag Die Budgetkommission beschloß tros der Erklärungen Woeste, der nichts als eine Kopie der deutschen lex des Ministerpräsidenten mit 12 gegen 11 Stimmen, von dem Be= Heinze ist. Der Antrag will denjenigen bestraft wissen, wer richte des Generals Vohron Kenntnis zu nehmen, in einer Versammlung oder an öffentlichem Drt Ausrufe, Gefänge, die Mitglieder der Kommiffion aber zur Geheimhaltung zu Reden, Recitationen und Vorlesungen hören läßt, welche gegen berpflichten. die guten Sitten verstoßen und das Schamgefühl ver- diesem Bericht über gewisse Uebelthäter ber franzöfi Das B. T." bemerkt zu dieser Geheimnisträmerei:„ Da in letzen. Wer dies im Beisein von Personen unter 16 Jahren thut, ichen Truppen in China ungeschminkt gefprocen " Das Blatt( der Vorwärts") hat also nicht einmal foll mit einer Gefängnisstrafe von drei Monaten bis zu drei wird, so ist es erklärlich, daß man alles daran sezt, diese Ent birekt im Kreise der ihm nahestehenden und Jahren und mit einer Geldbuße von 100 bis 1000 Frank bestraft hüllungen der Deffentlichkeit vorzuenthalten. In Wirklichkeit handelt bekannten Parteigen offen eine eine Persönlich es sich um die Furcht vor diplomatischen Unannehmlich teit finden können, die wirklich ihre Existenz aus Be An ähnlichen Verfuchen haben es die Klerifalen auch früher nicht teiten, die die Mitteilungen Vohrons über fremdländische geisterung wenn auch irregeleiteter und fehlen lassen. Obwohl jene sich in einer schwächeren Form hielten, Chinatrieger hervorrufen könnten. Das Berl. Tagebl." bleibt eben fanatischer Begeisterung der angeblich großen konnte sich dennoch eine Mehrheit kaum für sie erwärmen. Auch auch hier seiner mutigen Bertuschungstaftit treu. Sache zur Verfügung gestellt hätte. Man hat sich einfach legten die schwarzen Sittenwächter lange nicht den Eifer an den irgend einen unglüdseligen Menschen mieten müssen, der sich wohl durch die Not des Lebens gezwungen gesehen hat, Tag wie heute; denn die damalige politische Sonstellation schien Leib und Seele den Herren Redakteuren des Vorwärts" zu ver- ihnen nicht genug Garantie dafür zu bieten, daß diese Be- Die Wiederaufnahme der Arbeit im Norden und im Bas schachern, wenn er dafür vielleicht mit 150 Mart monatlich gestimmungen auch nicht einmal gegen sie selbst an- de- Calais ist eine allgemeine, dagegen sind die Schwierigkeiten im füttert wird. Wenn wir nicht irren, hat man diesen Mann ungewandt werden könnten. Diese Möglichkeit, die ihren Loire- Gebiet und besonders in Carmaux noch nicht gehoben. Die längst in die Berliner Stadtverordneten Wer heißen Eifer und ihr empfindliches Schamgefühl damals abkühlten, Schiedsspruch, der bekanntlich von Jaurès in Gemeinschaft mit dem Bergleute der Gruben von Carmaux erhielten nach dem letzten fammlung wählen lassen. Das ist natürlich ein rein taktisches erachten sie heute nicht mehr als vorhanden. So suchen sie denn Großindustriellen Gruner gefällt wurde, eine Prämie von 12 Broz. Manöver gewesen, um das Unfittliche und Menschenunwürdige des Sit alles, was nicht mit Weihwasser benezt ist, unter die Kontrolle des Jetzt erklären sich die Streifenden bereit, die Prämie auf 7, 6 oder redakteur- Instituts ein wenig zu bemänteln und auf erwartete Angriffe hin fagen zu können: Der Mann ist ja sogar Mitglied der Polizeibüttels zu stellen. gar 5 Proz. herabzufezen, fie wünschen aber, daß dafür die Berliner Stadtverordneten- Versammlung!" Es braucht nicht erst gefagt zu werden, daß jedes Wort dieses schmierigen Ergusses eine infame, stinkende Berleumdung ist. Es genilgt, ein solches Breßinsett einfach aufzuspießen. n Die Verständigungsaktion und das bayrische Centrum. München, 28. November.( Eig. Ber.) Der„ Bayr. Kurier", das Herrn Dr. Heim so nahestehende Blatt, macht dem unterfräntischen Centrumsmann Zurz Vorwürfe, daß er Bom Bergarbeiterftreit. Bon der tie feinschneidenden Bedeutung des obigen Bensionstaffe für alte Arbeiter feitens der Unternehmer mit Antrages für Belgien kann man sich kaum eine Vorstellung machen. einigen Prozent dotiert werde. Da sich die Vertrauenspersonen Bis heute sind in Belgien alle Versammlungen, Konferenzen, Gesangs- der beiden Parteien nicht einigen fonnten, wird, nunmehr vorträge 2c. der Polizeikontrolle entrüdt. Ihre Freiheit ist durch der erste Präsident des Kaffationshofes, Herr Ballot Beaupré, der die Berfassung garantiert umb fein Polizei- Organ fann das Schiedsrichteramt angenommen hat, dieser Tage den Entscheid es wagen diese zu bewachen. Wird der Antrag Woefte fällen. Gefeß, so ist der Polizeischnüffelei und der Denunziation Thor und Thür geöffnet und die durch die Konstitution garantierte Freiheit durch ein Gesetz durchlöchert. Die parlamentarische Untersuchungs- Kommission, der die Aufgabe zufällt, Erhebungen über Ursachen und Wirkungen der Bergarbeiterstreits anzustellen, hat ihre Arbeiten begonnen. Es find drei Subtommiffionen gebildet worden, die je ein Kohlengebiet( Norden. Centrum, Süden) zu bearbeiten haben. Die Mitglieder der Versammlung ab, in welcher eine an die Bevölkerung gerichtete erfahren habe. Stadtverordneten- Vorsteher Schröder führte aus, Kommission haben das Recht, sich zum Zwecke der Information an Broklamation verlesen wurde, welche die Veranlassung zu dem Aus- er habe, da Rieger sehr schnell zu sprechen pflege, die Aeußerung erst Det und Stelle zu begeben und Berhöre vorzunehmen. ftande mitteilt. Es wurde beschlossen, den Ausstand so lange fort überhört, sei aber dam von den Beifikern darauf aufmerksam zusehen, bis sämtliche Forderungen der Streitenden von den Schiffs gemacht worden und habe nun dem Redner einen Dronungsruf Italien. gesellschaften bewilligt seien. Der Sekretär des Matrosen- Synditats erteilt. Auf Verlangen aus der Versammlung sei der Ordnungsruf Die Kammer wurde am 26. November nach einer fünfmonatlichen forderte die Ausständigen auf, die Ruhe zu wahren und der Polizei protokolliert worden und nun habe Rüger beantragt, auch Bause eröffnet. Gleich zu Beginn der Sigung gab der socialistische teinerlei Anlaß zum Einschreiten zu geben. seine Aeußerung zu protokollieren. Bei der ersten Protokollierung Deputirte Ciccotti im Namen der socialistischen Fraktion eine Auch heute( Sonnabend) ruht auf den Quais die Arbeit voll- fei folgende Fassung festgelegt worden:" Die Art und Weise des Erklärung ab, welche die Stellung der Partei zu der Frage des ftändig. 1200 Duniarbeiter feiern, 39 Dampfer sind gegenwärtig Bescheides ist ein Stüid aus dem Tollhause!" Auf Antrag Riegers Südens betraf. Ciccotti legte dar, daß die Socialisten die beaußer Dienst gestellt. fei der Saß aber dahin abgeändert worden:„ Der Drömungsruf dauernswerte Lage, in welcher sich die Bevölkerung eines ganzen wurde erteilt, weil derfelbe die Art und Weise, wie auf die Der Buchbinderstreit in Göteborg dauert fort. Bei einer Ab- Beschwerde geantwortet worden ist, als ein Stück aus dem Tollhause Landesteiles befände, wohl zu begreifen vermöchten. Deshalb hätten sie schon längst verlangt, daß das Parlament dieser Frage ſtimmung, die vor einigen Tagen stattfand, wurden 176 Stimmen bezeichnet hat." Dieser Fassung habe der Angeklagte selbst zudie größte Aufmerijamfeit schente, aber ihr Verlangen sei bei der für und nur 6 gegen Fortführung des Streits abgegeben. Inzwischen gestimmt. Auch die Mehrheit der übrigen Beugen hat die Regierung bisher nicht günstig aufgenommen worden. Die Vor- hat sich die Zahl der Ausständigen noch durch Anschluß mehrerer Aeußerung des Angeklagten nicht auf die Behandlung in der ſchläge aber, die unterbessen von der einen oder der andren Arbeiterinnen erhöht. Der Centralvorstand des Buchbinder- Ber- Versammlung, sondern auf den Bescheid des Präsidenten bezogen. Seite im Intereſſe der südlichen Provinzen gemacht wurden, bandes hat seine Zustimmung dazu erteilt, daß auch die Lehrlinge. Auf Grund dieser Befundungen gelangte der Gerichtshof zur Berseien nach der Auffassung der socialistischen Fraktion durchaus um die gegen ihren Willen genötigt werden zu arbeiten, sich den urteilung. Der Angeklagte habe das Recht gehabt, den Bescheid zu genügend und würden ihren Zweck nicht erreichen. Die socialistische Streifenden anschließen. Fraktion würde deshalb den Projekten der Regierung Opposition| machen und in furzem mit eignen Entwürfen, die geeignet sein würden, das Los der bedauernswerten Bevölkerung des Südens aufzubessern, hervortreten. Diese Erklärung wurde mit großer Spannung entgegen genommen; schon in den nächsten Tagen wird die Debatte über die Entwürfe der Regierung und des Erministers Sonnino beginnen. Amerifa. Vermehrung der Marinemannschaften. Der Staatssekretär des Marine- Amts Moody erklärt in einem Bericht, die Marine bedürfe dringend einer Vermehrung ihrer Offiziere und fordert den Kongres auf, dieser Angelegenheit seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Er empfiehlt auf das nachdrücklichste, die Zahl der Seekadetten zu Annapolis zu erhöhen und den Mannschaftsbestand der Flotte um 3000 Mann zu vermehren. Ferner empfiehlt er ununterbrochenen Fortgang in der Vermehrung der Schiffe.Der Streit der Cigarrenmacher von Havanna scheint zum Teil politischen Charakters zu sein. Französischen Blättern zufolge sollen die Ausständischen gerufen haben:„ Nieder mit den Almerikanern!" Die tubanischen Behörden sind den Streilenden sehr günstig gesinnt, und der Sekretär Tamayo verlangt seine Demiffion. Bei den Zus fammenstößen mit der Polizei sollen insgesamt 120 Personen verwundet worden sein. Auftralien. Aus Induftrie und Handel. fritifiren, aber er durfte denjenigen, auf welchen der Bescheid zurüdzuführen war, nicht als einen Mann hinstellen, der seiner Sinne nicht mehr mächtig sei. Die Beleidigung sei eine sehr schwere und darum fei auf 100 m. Geldstrafe und auf Publikationsbefugnis erkannt worden. Siegerländer Rogeisen- Syndikat. Wie Wolffs telegraphisches Bureau" berichtet, ist in einer gestern abgehaltenen Sigung nochmals ein Verfuch gemacht worden, die Verlängerung des Siegerländer visionsinstanz hat jetzt eine Polizeiverordnung, die für Göttingen erUngültige Polizeiverordnung. Das Kammergericht als ReRoheisen- Syndikats herbetzuführen, doch konnte abermals fein lassen worden ist, wegen der folgenden Bestimmungen für ungültig definitiver Beschluß gefaßt werden. Die Finmentroper Hütte wurde erklärt: Es ist verboten, irgend einen der im Gebiete der Stadt be dem Syndikat zum Stauf angeboten. Diesem Vorschlag stimmten legenen Brunnen zu benußen, falls nicht die Polizei ausnahmsweise alle Hüttenwerte zu bis auf die Geisweider Eisenwerke, welche die und ausdrücklich die Benugung des einen oder bes andren erlaubt. Angelegenheit ihrem Aufsichtsrat zunächst unterbreiten wollen. Eine Die Benutzung von Brimmen jeder Art ist überhaupt verboten, soweit Entscheidung ist erst Dienstag oder Mittwoch zu erwarten. tungen über die Grneuerung des Syndikatsvertrages zu dem Ergebnis ist, daß das Wasser in ungetochtem Zustande beim Betriebe VerDagegen erfährt die Stoln. 3tg.", daß die gestrigen Verhand- Selterswafferfabriken, Meggereien, Bäckereien sowie andre Betriebe der Nahrungsmittelbranche in Frage kommen, bei denen zu befürchten geführt haben, daß eine Verständigung zwischen den beteiligten Bertex erzielt ist. Die Unterzeichnung des Syndikatsvertrags wird flagten, der sich gegen die als gesundheitspolizeilich bezeichnete Ber endung findet. Das Kammergericht sprach einen Augezu Beginn der nächsten Woche erwartet. Außerhalb des Syndikatsordnung vergangen hatte, mit folgender Begründung frei: Die bleiben voraussichtlich neben der Birkenbacher Hütte die Geisweider Verordnung sei rechts ungültig, soweit sie jene beiden VerEisenwerke. Die Agnesenhütte, die dem Syndikat schon bisher nicht bote ausspreche. Allerdings vertrete das Kammergericht den Standangehört hatte, ist auch jetzt nicht beigetreten. punkt, daß Polizeiverordnungen, die die Benutzung von Brunnen verhindern wollen, dann rechtsgültig wären, wenn das Waffer gefundheitsschädlich sei und eine das Bublifum unmittelbar bedrohende Gefahr vorliege. Hier handle es sich aber nicht um direkt gesundheitsschädliches Wasser, sondern nur um folches, das möglicher weise der Sitz von Krankheitserregern werden könne. Ein Verbot der Benutzung solchen Waffers gehe aber über den Rahmen der polizeilichen Befugnisse hinaus. Auf dem rheinisch- westfälischen Kohlenmarkt war in dieser Woche wie der Boff. 3tg." aus Effen berichtet wird, ein Rückgang in der Nachfrage aus Frankreich deutlich zu verspüren. Da indeß das Streckengeschäft noch recht rege ist, tam derselbe bei dem Versand nicht zum Ausdruck. Die Kohlenzufuhr nach den Häfen bei Duisburg In Neuseeland fanden diese Woche die Parlamentswahlen statt. und Ruhrort ist zwar recht lebhaft, allein die oberrheinischen VerEin flares Bild der Ergebnisse läßt sich vorläufig nicht geben. Nur Yadungen sind nicht mehr so umfangreich wie Anfang des Monats, soviel ist sicher, daß die bisherige Regierung unerschüttert aus den da der Hausbrandbedarf in Süddeutschland bereits zum großen Wahlen hervorgegangen ist. Die Minister wurden mit großer Mehr- Teil gedeckt ist. Man beginnt dort bereits wieder von neuem, heit wiedergewählt. Das Unterhaus, das aus etwa 80 Abgeordneten Sohlen zu lagern. Mit Anfang nächster Woche dürften die Ueber Letzte Nachrichten und Depeschen. besteht, zählt 49 Progressive( Anhänger der Regierung), 23 Oppo schichten auf den Zechen geringer werden. trial du fitionelle, 4 Unabhängige und 4 Vertreter der Maoris( Eingeborenen). Die Nngültigkeit der Warenhaussteuer ist, wie der Stone Was die vier Unabhängigen sind, ist noch nicht bekannt. Beachtens wert ist die Thatsache, daß die Regierungsmehrheit in stärkerem Mr. Richard Seddon, der bisherige Premierminister, bleibt also auch fernerhin Bürger Neuseelands. Er hatte eine Riederlage erwartet und traf die nötigen Vorbereitungen zu einer Abreise nach Johannesburg. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. fektionär" erfährt, vom Oberverwaltungsgericht in einem von einem hiesigen großen Warenhaufe anhängig gemachten Prozesse wegen ungerechtfertigter Einschätzung in einem Urteil vom 9. Oktober 1902 ſtener mit dem reichsrechtlich geschützten Grundfake der Gewerbefreiheit nicht vereinbar und deshalb nicht rechtsgültig fei, wenn hierdurch der Warenhausbetrieb in unzulässiger Weise durch diese Besteuerung bedrüct oder unmöglich gemacht würde. Die Aktiengesellschaft Düsseldorfer Eisenwerk beendet ihr Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag von 1 172 000 Mart. Das Aktientapital beträgt 1%, Millionen Mart. Als Gläubiger find beteiligt Ein vrivates Koalitionsverbot hat die Firma Kempf u. Geiger, die Niederrheinische Bank, Filiale der Duisburg- Ruhrorter Bant Möbelfabriken in Mühldorf am Inn und in Neusorg im Fichtel- mit 756 000 m., der A. Schaaffhausensche Bankverein mit 320 000 zebirge erlassen. Dieser gegen den Holzarbeiter-Ver- Mart. Ferner wird unter den Bassiven aufgeführt Liquidations and gerichtete, das Koalitionsrecht für die betreffenden Arbeiter tonto Niederrheinische Bank" mit 66 600 M. und Liquidationskonto Muforisch machende Utas lautet: A. Schaaffhausenfcher Bankverein" mit 150 000 M. Der SchaaffHochachtung für unsre Schreiner! Ruhigen Betrieb wischen uns und unfren Schreinern zu erhaufensche Bankverein soll für seine Forderung durch eine Hypothet helen, find wir gezwungen, hierdurch bekannt zu geben, daß wir gedeckt sein. jedem Schreiner, den wir in Zukunft mit dem Bevollmächtigten der Insolvenz. Die alte hiesige Getreidefirma J. Herzfeld& Sohn Rahlstelle oder sonst mit einem Verbandsmitgliede verkehren hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Firma, die vor Jahren ein sehen, unwiderruflich am nächsten Zahltage fündigen werden. renommiertes Getreide-, Mehl- und Spiritusgeschäft betrieb, hatte Wir wollen endlich einmal mit dieser Angelegenheit zur Ruhe sich seit längerer Zeit von der Produktenbörse zurückgezogen und nur fommen, und es liegt sicherlich gerade so gut im Interesse der noch geringe geschäftliche Bedeutung. Die Verluste, die insgesamt Schreiner als auch in unsrem Interesse, daß jeglicher Ver- auf eine halbe Million Mark geschätzt werden, sind durch Beteiligung an industriellen Unternehmungen und besonders durch Spekulationen tehr mit dem Verbande abgebrochen wird. ir Minentverten entstanden. Wir erklären hiermit, daß wir unter gar feinen Umständen den Verband jemals wieder in unsrer Fabrik aufkommen lassen werden, und zwar im cigensten Interesse der Schreiner. Wir sind gern bereit, vernünftige und ausführbare Wünsche unfrer Schreiner nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Wir erivarten aber auch von unfren Schreinern, daß dieselben unser Geschäftsinteresse stets hochhalten und wahren und hierdurch alsdann auch ihr eignes Interesse schützen. Sociales. Frondienste im 20. Jahrhundert. Sie werden hierdurch aufgefordert, den von Ihnen zu leistenden Frondienst am... zu leisten, und zwar haben Sie einen Tag in der Gasse Graben zu befreien von Eis. Sollten Sie zu der angegebenen Zeit den Frondienst nicht leisten und sich vorher auch nicht genügend entschuldigen, so verfallen Sie in eine Geldstrafe von erstmalig 2 Mart, im Wiederholungsfalle 6 Mart, die bei Uneinbringlichkeit in einen Tag eventuell drei Tage Altenfeld, den 25. November 1902. Die Firma Kempf u. Geiger ist vor kurzem in weiteren Streisen dadurch bekannt geworden, daß sie die organisierten Holzarbeiter aus sperrte. Ob es der Firma gelingen wird, endlich einmal mit dieser Angelegenheit zur Ruhe zu kommen", dürfte giveifelhaft sein. Wenn man durch Verbote der vorstehenden Art Arbeiterorganisationen vers Strafarbeit umgewandelt wird. nichten könnte, dann hätten die Unternehmer längst die Ruhe, welche sich die Firma Kempf u. Geiger wünscht. Mit dem Meeraner Weberstreit hat sich am Donnerstag eine start besuchte Versammlung von Einwohnern Meeranes beschäftigt. Die Versammlung nahm einen stürmischen Verlauf und wurde polizeilich aufgelöst. Die Stimmung der Streifenden ist durch diesen Zwischenfall noch fampfluftiger geworden. Die Tabatarbeiter der Firma Kespohl u. Gronemeier in Der linghausen( Lippe) befinden sich wegen Lohnherabjeßung schon seit 11 Wochen im Ausstande. Sie ersuchen alle Arbeiter, fie in ihrem Kampfe dadurch zu unterstützen, daß keine Cigarren, welche von der genannten Firma herrühren, gekauft werden. Ausland. Der Streif der Seeleute von Marseille, Der Gemeindeborstand. Wenzel. Das Dorf Altenfeld gehört zu Schwarzburg- Sondershausen. Es handelt sich ja dabei nicht um Herrendienste, sondern um Gemeindeleistungen, aber die Art dieser Leistungen mutet denn doch etwas sehr mittelalterlich an. Ein sich über diese Fronauflage Be Schierender erhielt den Bescheid, daß es der Gemeinderat befchloffen und das Ministerium genehmigt habe. Gerichts- Zeitung. " Die Raiserrebe. Berlin, 29. November.( 2. Z. B.) Die Ansprache, welche der Kaiser gestern in Görlitz bei Entgegennahme des Ehrentrunks in der Ruhmeshalle hielt, wird sehr verspätet auch offiziell durch Wolff veröffentlicht. Die Hauptstellen lauten in dieser Fassung: Wir will es aber scheinen, als ob die jetzige Generation der Verpflichtung, durch Arbeit das fortzuführen, was uns durch die Arbeit der Bäter überkommen ist, nicht vollkommen entsprechen wollte. Unjer Bolt in feinen verschiedenen Klassent und Ständen ist für diese Aufgaben miempfänglicher geworden. Die großen Fragen, die an dasselbe herantreten, feitdem ein einiges deutsches Vaterland und ein einiges germanisches Volk wieder hergestellt sind, werden nicht verstanden. Ich hoffe aber, daß jeder Bürger, der hier ein- und ausgeht, aus diesem Anblick zum Nabenten angeregt werden möge, und daß in den Laufizern, und auch in den Fremden, die hier hoffentlich in großer Zahl sich einfinden werden, das Gefühl für den kategorischen Imperativ der Pflicht wieder wach werde... Das neue Jahrhundert wird beherrscht durch die Wissenschaft, inbe griffen die Technit, und nicht wie das vorige durch die Philosophie. Dent müssen wir entsprechen. Groß ist der Deutsche in feiner wissenschaftlichen Forschung, groß in seiner Organisierungs- und Disciplin fähigkeit. Die Freiheit für das einzelne Individuum, der Drang zur Entwicklung der Individualität, der unfrem Stamme innewohnt, iſt bedingt durch die Unterordnung unter das Ganze zum Wohl des Ganzen. Möge deswegen die zukünftige Zeit ein Geschlecht herans wachsen sehen, das in voller Erkenntnis dieser Thatsachen in freudiger Arbeit Individuen entwickelt, die sich, unterordnen zum Wohl des Ganzen und zum Wohl des Volkes und des Vaterlandes. Freiheit für das Denken, Freiheit in der Weiterbildung der Religion, und Freiheit für unsre wissenschaftliche Forschung, das ist die Freiheit, die ich den deutschen Bolle wünsche und ihm er fämpfen möchte, aber nicht die Freiheit, sich nach Belieben schlecht zu regieren. Begnadigung jugendlicher Verurteilter in Destreich. Wien, 29. November.( W. T. B.) Das Justizministerium hat an alle Gerichte und Staatsanwaltschaften eine Verordnung betreffend die Begnadigung jugendlicher Verurteilter erlassen, in welcher ausgeführt wird, daß bei vielen straffällig gewordenen jugendlichen Berbrechern der Vollzug der verwirkten Strafe sich als eine Härte erweise, deren Vermeidung zu den Aufgaben der vom Geiste der Mensch lichkeit getragenen Strafrechtspflege gehöre. Der Kaiser habe in Ausübung des Gnadenrechtes das Justizminifterium ermächtigt, die Gerichte anzuweisen, in allen berücksichtigungswerten Fällen von Berurteilungen jugendlicher Berbrecher Gnadengesuche zu stellen und hierbei von dem Grundfage auszugehen, vor allem Unmündige in dem Alter von 10 bis einschließlid Falls der Vollzug der 18 Jahren zu berüidjichtigen. Strafe ben Strafrechts- Bwvede nicht förderlich erscheine und die Berurteilten gerichtlich noch nicht vorbestraft seien. Jedenfalls sei bei Einreichung des Gnadengefuches der Strafvollzug auszusehen. Deputiertenkammer. Wegen Beleidigung des fönigl. Regierungspräsidenten zu Potsdam Mom, 29. November.( W. T. B.) In der fortgefekten Behatte sich gestern unser Parteigenosse Stadtb. Ernst Rieger aus ratung des Gesetzentwurfs betreffend Ueberweisung gewiffer öffentSpandau vor der ersten Straffammer am Landgericht II zu ver- licher Dienste an die Gemeinden ergreift Giolitti das Wort und ver über den der Telegraph schon mehrfach furge Mitteilungen gebracht antworten. Der Angeklagte wurde beschuldigt, in der Spandauer teidigt unter allgemeiner Aufmerksamkeit des Hauses die Vorlage hat, ist ein so vollständiger, daß fast die ganze Schiffahrt brach gelegt Stadtverordneten- Versammlung am 5. Juni d. F. in Bezug auf aufs wärmste. Er betont, alle Redner, mit Ausnahme eines einzigen, ist. Auf dem Fort Saint Jean liegen allein 800 Passagiere, einen zur Mitteilung gebrachten Bescheid des Regierungspräsidenten hätten der Vorlage, die nicht nur von finanzieller, sondern auch von die nach Algier wollen und nicht befördert werden können. Die geäußert zu haben: Die Art und Weise dieses Bescheides ist ein Stück focialer Bedeutung fei, im Princip sugestimmt. Giolitti verweist Schiffsgesellschaften haben ihnen die Rüdzahlung des Fahrgeldes aus dem Tollhause!" Der Angeflagte führte zu seiner Rechtfertigung am Schlusse seiner Nede auf die Fortschritte, die durch die Deputiertens angeboten, die meisten aber verlangen Schadensersatz für den Aufent folgendes an: Er habe als Schriftführer der socialdemokratischen Frattion fammer auf diesem Gebiete bereits gemacht feien, und meint. jie halt im Hotel usw. Die Forderungen der Seeleute sind folgende: der Spandauer Stadtverordneten im vorigen Jahre den Auftrag seien der beste Weg zur socialen Gerechtigkeit.( Lebhafter Beifall.) Die Maschinisten verlangen eine achtstündige Arbeitszeit, wobei alle erhalten, namens feiner Fraktionsgenoffen eine Beschwerde an den Das Haus beginnt hierauf die Beratung der einzelnen Artikel des vier Stunden Ablösung zu erfolgen hat; das übrige Personal ver- Regierungspräsidenten zu richten, durch welche dieser auf ver- Gesezes. Finanzminister Carcano hat dem Haufe das Budget für Tangt die neunstündige Arbeitszeit; im Hafen soll die Arbeitszeit der schiedene Mißstände in der städtischen Verwaltung aufmerksam ge- 1903/04 vorgelegt. Maschinisten von 7 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags bei einer macht und um Abhilfe gebeten wurde. Der Regierungspräsident zweistündigen Mittagspause dauern; ein Heizer soll nicht mehr als habe einen Kommissar mit dem Auftrage nach Spandau entsandt, Zum Anstand der Seeleute in Marseille. drei Feuerungen zu bedienen haben; schließlich wird gefordert die die Verwaltung der Stadt zu revidieren und besonders die einzelnen Marseille, 29. November.( W. T. B.) Die Ausständigen Anerkennung der Organisation, mit der über alle ausbrechenden Beschwerdepunkte zu untersuchen. Obwohl die Beschwerde höchft haben auf der Arbeitsbörse eine Versammlung abgehalten, in der sie Streitigkeiten verhandelt werden soll. Was die Bezahlung anlangt, fachlich abgefaßt war, habe weder er noch einer der Mitunterzeichner beschlossen, falls vor nächsten Mittwoch nicht eine Verständigung so werden seitens der Arbeiter neue Forderungen nicht gestellt, einen Bescheid erhalten. Der Bescheid des Präsidenten sei einfach an erzielt werde, sich an die 112 Syndikate der zur Anmusterung vorfondern diese soll auf Grund der Kontratte von 1900 weiter erfolgen. den Magistrat ergangen mit der Aufforderung, den Beschwerdeführer gemerkten Seeleute um Erlaß eines Aufrufs zum Generalstreit zu Die Unternehmer aber haben beschlossen, über den Sontratt von 1900 von dem Inhalte in öffentlicher Stadtverordneten- Sigung Mitteilung wenden. Der Präsident des Syndikats der zur Anmustering bor nicht hinauszugehen, alle oben aufgestellten Forderungen also ab- zu machen. Das sei geschehen. Der Stadtverordnete Jenne habe gemerkten Seeleute von Bordeaux hat telegraphisch eine Werzulehnen. Der Präfeit hat den Streifenden versprochen, zu ver- barüber referiert, den Wortlaut des Bescheides aber nicht verlesen, ständigung mit den Schiffsgesellschaften empfohlen. In Cette und fuchen, zwischen den Parteien zu vermitteln. vielmehr habe derselbe den Bescheid nur ironisch gloffiert. Er habe Port- Louis weigern fich die Hafenarbeiter Marseiller Frachtdampfer Ueber die gegenwärtige Situation des Ausstandes liegen folgende dann den Vorsteher um eine Abschrift des Bescheides gebeten, dieser auszuladen. Man erwartet in Marseille awei TorpedobootsNachrichten vor: habe ihn damit an den Magistrat gewiesen, der anwesende Magistrats- zerstörer, die den Postdienst von Marseille nach Algerien und Korsika Wie aus Cette gemeldet wird, sind die im dortigen Hafen vertreter Bürgermeister Wolf habe aber die Abschrift verweigert. versehen sollen. liegenden Dampfer von ihren Bemannungen verlassen worden; Darauf habe er fich zum Bort gemeldet, der Borsteher Schröder sämtliche Matrosen des Hafens haben sich dem Ausstande ange habe aber jede Distuffion durch den Hinweis auf die bor schlossen. Wie es heißt, beabsichtigt die Transatlantische Dampfer- gerüdte Zeit, die herrschende Schwülle und durch die Bemerkung gesellschaft, ihre Schiffe außer Dienst zu stellen. Nach einem Tele- abgeschnitten, daß über diese Sache faum noch was zu reden wäre, gramm aus La Ciotat find die dortigen Matrosen gleichfalls in den imb die Mehrheit habe dem zugeftimunt. Nun habe er die Ausstand getreten. Gestern hielten die ausständigen Schiffsmann- inkriminierte Aeußerung gethan, er habe dieselbe aber nur bezogen schaften in der Arbeiterbörse eine von ca. 3000 Personen besuchte auf die Behandlung, welche der Bescheid in der Versammlung hat, zu zehnjähriger Zwangsarbeit. Verantwortl. Redakteur: Earl Leid in Berlin. Snjevatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlegsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilngen u. Unterhaltungsblatt. Baberborn, 29. November.( W. T. B.) Der frühere langjährige Centrums, Reichs- und Landtags- Abgeordnete, Mitglied des einrich Hesse- Baderborn ist heute hier gestorben. Ronen, 29. November.( W. T. B.) Das Schivurgericht verurteilte den Maler Syndon, der den Financier Lucien David erfchoffen Mr. 280. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 30. November 1902. 226. Gigung. Sonnabend, den 29. November 1902, und bestimmen Sie, die andren Rebner dürfen fünf Minuten sprechen, folches Verhalten erlaubt hätte, würde wegen contemption of courts mittags 12 Uhr. Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht zunächst folgende Jnterpellation des Abg. Dr. v. Dziembowski- Pomian( Bole) u. Gen.: Die ungleichmäßige Behandlung der polnischen Bevölkerung innerhalb des Deutschen Reiches, welche in Widerspruch steht mit der staatsrechtlichen Gleichheit vor dem Geſetz, die sich u. a. ins besondere in einem Boykott polnischer Gewerbetreibender und KaufLeute seitens der Militärbehörden hundgiebt, in der Entziehung der Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst wegen geringfügiger Bergehen, in der Handhabung der Personenstandsgesetze sowie in der Behandlung politischer Tagesschriftsteller als gemeine Verbrecher veranlaßt die Unterzeichneten zu der Anfrage an den Herrn Reichs Tanzler, was derselbe zu thun gedenkt, um diesen Zuständen ein Ende zu machen?" Präsident Graf Ballestrem Staatssekretär Graf Bosadowsky: Der Reichskanzler ist bereit, die Interpellation zu beantworten. Es finden indeffen zum Zwecke dieser Beantwortung noch Erhebungen statt. Der Reichskanzler wird deshalb die Ehre haben, dem Herrn Präsidenten den Tag mitzuteilen, an dem er bereit ist, die Antwort zu erteilen. Präsident Graf Ballestrem: bleibe. Das ist genau die mit Methode, der vom Präsidenten nicht ein einziges Mal zur Sache gerufen worden. Wenn ein Winkeladvokat sich vor irgend einem Gericht herausWenn Sie also eine solche Rede Obstruktion nennen, geben Sie damit genommen hätte, derartige Deduktionen zu geben, wie wir sie hier zu, daß Sie gar nicht fähig sind, fachlich zu verhandeln.( Sehr gut! gehört haben, so wäre er sicher wegen Frivolität unter Anklage gebei den Socialdemokraten.) Aendern Sie doch die Geschäftsordnung stellt worden, und ein englischer Advokat, der sich vor Gericht ein Sie selbst zwei Stunden.( Heiterfeit.) Der, welcher drakonische Be- gefchloffen abgeführt worden sein. Die Herren der Mehrheit haben stimmungen erläßt, ist lange nicht so schlimm als der, welcher das ja jelbst erklärt, es fet das Teszte Mittel, das ihnen Recht beugt. Denn wer das Recht beugt, ist unwahr, ist unehrlich und übrig hat nicht den Mut, offen hervorzutreten mit seiner lleberzeugung, man bisher jeden jeden Staatsstreich begründet hat.( Lebhafte er geht auf Schleichwegen.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Zustimmung lints.) Das Gedächtnis des Herrn Baffermann scheint uns werfen Sie Dauerreden vor, die Mehrheitsparteien aber haben besonders furz zu sein. Sein Freund Sattler hat noch am 20. Ottober im Wirtschaftlichen Ausschuß gefeisen, Sie haben viel länger ge- hier verlangt, daß Schicht gemacht werde mit den Verhandlungen redet als wir, Sie haben vier Jahre lang geredet und jetzt wollen über den Zolltarif und daß die Regierung entweder den Entwurf Sie der Minderheit das Recht nehmen, ihre Stellungnahme auch zurückziehe oder das Haus auflöse. Heute hält Herr Bassermann das nur zu begründen.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Sie Zustandekommen des Zolltarifs für ein nationales Unglück. Heute erklären, Sie feien zu diefem Antrag gezwungen, weil find die Nationalliberalen mit am Werke, das Recht zu beugen. Sie Ihr Ziel auf anderm Wege nicht erreichen können. Die Mehrheit hat die unerhörte politische Thorheit begangen, sich in Wenn ein Dieb fagt, weil ich das Eigentum des der zweiten Lesung völlig festzulegen. Sie hat viele Wochen geandern nicht auf gefeßlichem Wege erreichen konnte, habe braucht, um diese Thorheit wieder gut zu machen. Sie versucht ich zur Notwehr des Diebstahls gegriffen, welcher vernünftige Richter jetzt wenigstens den Schein zu erwecken, als ob auch die verbündeten würde so einen Mann freisprechen.( Sehr gut! bei den Social Regierungen wenigstens in etwas nachgegeben hätten. Boller Glückdemokraten.) Er müßte verurteilt oder zur Beobachtung feines feligkeit verkündet die Centrumspresse als eine großartige Errungenrichtet die Frage an den Vertreter des Reichskanzlers, ob diefer bereit Geisteszustandes eingesperrt werden.( Sehr gut! bei den Social- fchaft, daß der Reichskanzler sich mit einer Erhöhung des Minimalsei, die Interpellation zu beantworten. demokraten.) Die Vertreter des Antrags Kardorffs behaupten die zolles für Braugerste einverstanden erklärt habe.( Sehr gut! links.) Mehrheit zu vertreten. Die Partei des Herrn v. Karborff aber hat Das ist der Stolz der Centrumspartei, dieser Partei für Wahrheit, bei den letzten Wahlen nur 4,4 Proz. der Wähler, bas Centrum nur Freiheit und Braugerfte!( Große Heiterkeit links.), 18,7 Broz. der Wähler für sich gehabt, die Socialdemokratie allein Dr. Bachem hat gestern versucht, hier die Methode des Kaffeevertritt 27 Proz. der Wähler, und da wollen Sie behaupten, Sie flatsches in das parlamentarische Leben hineinzutragen.( Sehr gut! repräsentierten die Mehrheit des Voltes?( Sehr gut! bei den Social links.) Er hat bei dieser Gelegenheit keine besonders heroische Rolle demokraten.) gespielt. Er hat versucht, die Haltung der Freifinnigen Bereinigung Es ist behauptet worden, daß bei einer ordnungsmäßigen Ver- in einem Licht erscheinen zu lassen, von dem er glaubt, daß Handlung der Tarif nicht verabschiedet werden könne. Dabei haben es uns umbequem wäre.( Sehr gut! links. Unruhe im Centrum.) Nach dieser Antwort des Vertreters der verbündeten Regierungen wir im Blenum zum Tarifgefes weit weniger Sigungen gebraucht, Da erscheint es angezeigt, die Saltung der Freisinnigen Vereinigung berlassen wir diesen Gegenstand für heute. als in der Kommission. Acht Sigungstage wurden uns durch das einmal näher zu beleuchten. Die Freifinnige Vereinigung ist eine Meine Herren! Ehe wir in die Beratung des zweiten Punktes Verschulden der Mehrheit bisher geraubt, drei Tage verloren wir ausgesprochen freihändlerische Partei. So flein sie ist, so energisch der Tagesordnung eintreten, möchte ich einige Worte an das Haus durch den Antrag Aichbichler. Und da sagen Sie, wir feien Ob- hat sie sich jederzeit gegen die protektionistische Interessentwirtschaft errichten. Rach§§ 60 ff. unsrer Geschäftsordnung liegt die Aufrecht struktionisten. Nein, Sie( nach rechts) find diejenigen, die die flärt und gegen fie Front gemacht.( Sehr richtig! bei der Frei( Sehr wahr! bei finnigen Vereinigung.) Das ist ein Teil ihrer Socialpolitik, daß sie erhaltung der Ordnung des Hauses dem Präsidenten ob. Infolge dieser ordnungsmäßige Erledigung verhindern. mir von der Geschäftsordnung übertragenen Obliegenheiten bestimme den Socialdemokraten.) Das gebe ich zu, daß wir Wider nicht die Masse der Arbeiter zu Gunsten einiger weniger Rentenich folgendes: Der Raum zwischen den Siten der Abgeordneten und dem stand gegen diejenigen Pofitionen geleistet haben, gegen besitzer besteuert wissen will.( Sehr richtig! bei der Freifinnigen wir fachliche Bebenken haben. Tisch des Hauses resp. den Pläten der Stenographen, feruer die Die fachliche Deshalb Be- Vereinigung.) ist sie gegen den Zolltarif von die zum Podium führenden Treppenstufen dürfen von den Abhandlung verlangen wir. Der ganze Tarif hat in der seinem Erscheinen auf der politischen Bildfläche aufgetreten geordneten nicht eingenommen werden und müssen frei bleiben. Stommiffion, wo auch 30 Sigungen durch den Kuhhandel der Mehr- Gin Zweifel über ihre Haltung war nicht möglich. Wir waren von ( Einzelnes Bravo! rechts.) Auf den Referentenplätzen zu beiden heit ausgefüllt wurden, 87 Sitzungen in Anspruch genommen. Anfang an entschlossen, alle Kräfte aufzubieten, unfren Einfluß anSeiten der Rednertribüne dürfen nur offizielle Referenten sich auf Ebenso wie zum Tarifgesetz würden wir auch zum Tarif im Plenum zuwenden, diefen Solltarif zu Falle zu bringen und so werden wir Und wenn man uns heute sagt, wir halten. Diese Anordnungen, die übrigens feine Neuerungen ent- weniger Sigungen brauchen. Sind Sie denn nicht im stande, etwa auch weiter verfahren. halten, habe ich getroffen resp. aufgefrischt im Interesse der Würde 80 Sigungen hier zu beraten? Die Herren der Freifinnigen Volts marschieren in diesem Kampfe in erster Linie, so ist das der größte des Hauses und der Redefreiheit seiner Mitglieder.( Beifall bei der partei behaupten, wir seien schuld an dem Vorgehen der Mehrheit! Ehrentitel, den man uns geben kann.( Bravo! bei der Freifinnigen Nein, das wirtschaftliche Intereffe, die materiellen Vorteile, die für Vereinigung.) Mehrheit. Unruhe links.) unfren Einfluß weiter gegen viele in der Aimahme des Zolltarifs liegen, haben die Mehrheit den Zolltarif aufwenden und alle Mittel der Gesetzgebung In der Fortsetzung der Geschäftsordnungs- Debatte über die 3n zufammengefchweißt. Wir haben in dee Kommission sechs und der Geschäftsordnung anwenden, die Vorlage zu Falle tvir würden auch Wir Stunden gesessen, wverden hier zu bringen.( Sehr gut links.) zehn Stunden figen und hier verhandeln.( Zustimmung bei den Social fireng auf dem Boden des Rechts halten, denn unsre Sache ist so demokraten.) Sie wollen aber nicht verhandeln, weil Sie sich gut, daß sie ein Abweichen vom Wege des Rechts nur schänden Ich habe mich bereits am Donnerstag zum Worte gemeldet, um fagen, daß Sie Ihre Leute nicht zusammenhalten fönnen. Sie sind würde. Das Gleiche fann die Mehrheit von sich nicht behaupten, Sie zu bitten, endlich in der Beratung des Zolltarifs fortzufahren, niemals allein beschlußfähig gewesen, Sie verdanten es unsrer dafür liegt jetzt ein drastischer Beleg in dem Antrag v. Kardorff vor. in der wir uns nach den einleitenden Borten des Herrn Gnade, daß Sie überhaupt schon soweit in der Verhandlung ge- Man hat auf die Haltung der Freifinnigen Volkspartei hin Präsidenten am Donnerstag längst befinden. Der Antrag kommen find. Wir laffen uns auch von Ihnen nicht vor getviesen und auf ihren staatsmännischen Führer.( Heiterkeit.) Kardorff steht gar nicht auf der Tagesordnung, er fann ist schreiben, wie wir hier unsre Pflicht thun wollen. Wir können Sch mich noch genau ganz bei Beerinnern, gefchäftsordnungsmäßig zweifellos unzulässig, nachdem der Sie nicht als Zenfor über uns anerkennen, dazu ist das Volt ratung der Flottenvorlage war es gerade umgekehrt. Herr Präfident widerspruchslos verkündet hat, daß wir in die da.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Je mehr Sie,( Erneute Heiterfeit.) Da waren wir die Staatsmänner und die Beratung der Position 5 des Zolltarifs eintreten. Da wir aber je mehr die reaktionären Parteien schimpfen, desto mehr wissen wir, Parteifreunde des Herrn Richter die ewigen Nörgler.( Sehr gut! einmal in der Beratung der Zulässigkeit sind, werde ich Ihnen einige baß wir im Interesse des Volkes handeln.( Lebhafte Zuftimmung bei den Socialdemokraten.) und der Mann, dem man heute den Gründe vorführen, die klar beweisen, daß eine Beratung dieses An- bei den Socialdemokraten.) Ihre fortgesetzte Behauptung, daß wir Odysseus nennt, er wurde damals auch mit einem Namen aus dem trages ganz unmöglich ist. Der Reichstag hat bereits im Abfas 2 unrecht gethan haben, freut uns und zeigt, daß wir auf dem richtigen Somer bezeichnet, aber nicht mit einem schönen.( Stürmische Heiterdes§ beschlossen, daß der Tarif zur Beratung kommt, denn Wege find.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) feit auf allen Seiten des Hauses.) Willig erkenne ich aber die Dort heißt es, die Zollfätze des Tarifs werden nicht Ich schließe mit der dringenden Bitte an den Präsidenten, in parlamentarische Bedeutung und Erfahrung des Abg. Richter an und ich herabgesezt usto. Wir haben bereits über neun Nummern der Beratung fortzufahren, in der wir unterbrochen worden find durch will denn dem Hause erzählen, wie dieser hervorragende Parlamentarier des Tarifs einen Beschluß gefaßt und fönnen nun nicht die an sich schon unzulässige Beratung über einen unzulässigen Antrag über das, was heute mit dem Namen Obstruktion belegt wird, denkt. diesem Beschluß entgegen den Antrag Kardorff annehmen. Die Beratung über die Zulässigkeit oder Nichtzulässigkeit des Antrages Es war in den lex Heinze- Tagen. Am 15. März 1900 fagte Herr Weiter spricht der Antrag von den am 6. Oktober dem Reichstag v. Stardorff steht nicht auf der Tagesordnung. Dazu würde ein be- Richter:„ Wir halten es nicht bloß für unser Recht, sondern für endgültig vorgelegten Kommissionsbeschlüssen. Auch das ist geschäfts- fonderer Antrag jener Herren gehören, der ausdrüdlich eingebracht unfre Pflicht, in solchen Fällen auch von ungewöhnlichen ordnungsmäßig unzulässig. Eine Kommission hat dem Reichstag werden muß. Der Antrag v. Stardorff kann nicht zur Verhandlung und äußersten Mitteln der Geschäftsordnung Gebrauch zu machen. überhaupt nichts vorzulegen, sondern nur dem Präsidenten, und kommen, zumal auch der Präsident bereits verkündet hatte, daß wir( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Mehrheit hat dann die außerdem hat die Bolltarif- Kommission erst am 10. Oktober ihre in die Beratung der noch nicht erledigten Tarifpofitionen einträten. Verpflichtung, selbst in einem beschlußunfähigen Hause anwesend zu Schlußfizung gehabt. Zweifellos ist, daß die Mehrheit nicht berechtigt 3ch halte es schon für eine außerordentlich weitgehende Konnivenz fein"( hört! hört! bei den Socialdemokraten) ich glaube, gerade ist, einen Bruch der Geschäftsordnung per majora zu befchließen. des Präsidenten, daß er überhaupt die Zulässigkeitsfrage diefes An- heute ist es sehr zweckmäßig daran zu erinnern( Sehr richtig! Die vom Abg. Spahn angeführten Präcedenzfälle passen absolut trages zu Debatte geftellt hat. lässigkeit des Antrages v. Kardorff hat das Wort Abg. Stadthagen( Soc.): fich überhaupt fein Präcedenz finden. Wenn, wie in den von Abg. Stadthagen( Soc., fortfahrend): " Wir werden uns dabei Abg. Bebel: Heute sind Sie der Verräter der Minorität!( Leb hafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.)( Abg. Richter ruft in großer Erregung: Wir werden beschimpft, wir werden fortgesetzt beschimpft. Als Abg. Bebel feinen Zuruf wiederholt, ruft Richter stehend dem Präsidenten zu: Ist es gestattet, daß Mitglieder dieses Hauses Berräter genannt werden? Vicepräsident Büsing: Ich habe den Ruf nicht vernommen. Abg. Richter: Fragen Sie Herrn Bebel, ob es nicht wahr ist oder ob links.) Am 16. März 1900 fagte dann Herr Richter:„ Es ist ein nicht auf die jetzige Situation. Für den Antrag b. Stardorff läßt Vicepräsident Graf Stolberg- Wernigerode( unterbrechend): offenes Geheimnis, daß die Herren vom Centrum nicht über SonnDr. Spahn angeführten Fällen, ausgesprochen wird, daß bestehende Ich bitte, den Herrn Präsidenten nicht zu fritifieren.( Dho! bei tag bleiben wollen, foll sich dann der gange übrige Reichstag fügen? Gefeße weiter in Straft bleiben oder in dem Gebiete ihres Geltungs- den Socialdemokraten.) Wenn Sie etwas gegen den Herrn Brä( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Graf Limburg meinte, die Centrumspartei habe beim Kulturkampf nie solche Mittel bereiches ausgedehnt werden sollen, so ist das etwas absolut andres, fidenten sagen wollen, dann bitte ich, fagen Sie es, wenn er hier benutzt. Ich bin selbst bei diesen Stämpfen dabei geals wie es jetzt durch den Antrag v. Kardorff bezweckt wird. Diese anwesend ist.( Lachen bei den Socialdemokraten.) wesen, ich weiß, daß die Abgg. Windthorst, Mallinckrodt En bloc- Annahme, wie sie der Antrag v. Kardorff will, steht ohne es noch ganz anders verstanden haben, die Minderheit zu schüßen." Beispiel da. Dadurch erklärt sich auch der Widerspruch der Mehrheit Es hat mir fern gelegen, den Herrn Bräsidenten nach der Rich( Abg. Thiele( Soc.]: Hören Sie, Herr Spahn! Große Heiterkeit links.) gegen die Bertagung am Donnerstag. Wir sollten nicht im stande tung zu kritisieren, baß er etwas Schlechtes gethan hätte. Im( bg. Richter betritt den Saal.) Alles, was ich von diesem Kampf fein, uns über etwaige angebliche Präcedenzfälle näher zu Gegenteil, ich habe ausdrücklich erklärt, daß er eine weitgehende verstehe, habe ich von jenen Herren gelernt.( Sört! hört! bei den orientieren.( Sehr richtig! links.) Die juristischen Deduktionen des Ronnivenz geübt hätte. Ich will mich aber gern nach der Richtung Socialdemokraten.) Ich habe noch nicht entfernt jene großen Meister Dr. Spahn wären überhaupt unmöglich, wenn nicht die aufs höchste fügen. Wenn aber ein ähnlicher Antrag von einem meiner Partei- im Schuße der Minorität durch die Handhabung der Geschäftsordnung gesteigerte politische Leidenschaft das flare Denken völlig erstickt hätte. genoffen eingebracht wäre, so würden meine sämtlichen Freimbe den erreicht."( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Dr. Spahn meinte, der Zolltarif sei nur ein Instrument für Handels- Antragsteller verurteilen wegen der Mißachtung gegenüber dem Abg. Richter ruft: Das sage ich auch heute noch! berträge. Wenn aber keine Handelsverträge abgeschlossen werden, Seichstag und seinem Präsidenten, die in einem solchen Antrag läge. so tritt dieser Tarif autonom in Straft. Der Präsident, mag er Ihnen( zur Mehrheit) politisch nahe stehen oder Abg. Baffermann hat eine Anzahl Gründe angeführt, die immer uns, ist berechtigt und verpflichtet zur Aufrechterhaltung der Rechte wieder dahin gingen, die Mehrheit befinde fich in der Notwehr. Warum der Geschäftsordnung und der Minorität: Es darf nimmermehr immer wieder diese Deklamationen, wenn Sie selbst den Antrag für eine Abstimmung über die Zulässigkeit oder die Unzulässigkeit des zulässig halten? Diese Behauptung beweist am besten, daß die Antrages Stardorff stattfinden. Sie würde einen flagranten Bruch Mehrheit selbst den Antrag fiir einen Rechtsbruch hält, der Geschäftsordnung bedeuten. Dadurch würden Sie uns das den sie durch eine angebliche Notwehr zu entschuldigen sucht.( Bu- Recht geben, mit allen Mitteln gegen Sie vorzugehen, auch mit stimmung bei den Socialdemokraten.) Ebenso hinfällig ist die Be- verfaffungswidrigen Mitteln.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) hauptung des Abg. Spahn, daß die Mehrheit in der Kommission Das Recht würden Sie uns geben, ob wir auch davon Gebrauch machen durch das Verhalten der Minderheit verhindert worden sei, Anträge würden, ist eine andre Frage. Wenn ein Schwurgericht einen zu stellen. In der Kommission ist ausdrücklich von der Mehrheit wegen Mordes Angeklagten freispräche und der Vorsitzende fich dem Sarauf hingewiesen worden, daß der Tarif in seinen einzelnen Bo- Ginreben einiger Beifizer beugte, und dem Angeklagten, trobem er er sich gleich wieder zurückzieht.( Große Unruhe bei den Socialfitionen zur Beratung genommen würde. Jetzt wollen Sie ver von den Geschworenen freigesprochen ist, das Todesurteil verkündete, hindern, daß daß bei der Beratung der Einzelpofitionen der Einzelpofitionen die so würde er damit ein schandbares Verbrechen begehen. Ein Prä bemokraten.) Angaben des Abgeordneten Bachem über unser Berhalten in der fident, der einen unzulässigen Antrag für zuläffig erklärt, handelt Kommission als unwahr enthüllt werden. Sie wollen die Deffent nicht anders wie ein Schwurgerichts- Präsident, den ich soeben charakte lichkeit der Verhandlungen ausschließen, um das Land im unflaren rifiert habe.( Beifall bei den Socialdemokraten. Große Unruhe bei zu laffen über Ihre wahren Motive. Das ist verfassungswidrig. der Mehrheit.) ( Sehr wahr bei den Soc.) Uns wirft man Obstruktion bor, aber Ser Antrag Kardorff bedeutet den Gipfel der Obstruktion.( Sehr) wahr! bei den Soc.) Sie sprechen von Dauerreden. Die längste des Barlamentarismus. Die formalistischen Rechtsfragen brauche ich Der Antrag v. Kardorff bedeutet ein Attentat gegen die Wurzeln Rebe dauerte 4 Stunden, Sie haben sie aber selbst zur Not wendigkeit gemacht durch Ihren Beschluß. 15 Pofitionen zusammen gar nicht mehr zu berühren. In der National- Beitung" ist heute zufassen.( bg. Gamp begiebt sich auf die Treppe neben der Tribüne früh ein Artifel eines attiven Kammergerichtsrates Dr. Karsten, der, und unterbricht den Redner durch) Burufe.) wie er selbst sagt, auf dem rechten Flügel der nationalliberalen Bartei steht, erschienen, worin der Antrag v. Kardorff eine Vergewaltigung Herr Bachem hat das Verhältnis der Freisimmigen Vereinigung der schlimmsten Art genannt wird.( Lebhafte Rufe links: Hört! hört!) zur Socialdemokratie durch allerlei nicht gerade sehr schöne AnSeine Unvereinbarkeit mit dem Geiste der Geschäftsordnung sei fo deutungen in ein zweideutiges Licht zu sezen versucht. Aber selbst wenn absolut handgreiflich, daß es schwer falle, denjenigen, die das be Herr Bachem es über die Bunge gebracht hätte, jene Verdächtigungen streiten, noch guten Glauben zuzutrauen.( Hört hört! lints. Große zu Ende zu führen, so würde er sich doch außerordentlich Unruhe bei den Nationalliberalen.) Das Bewußtsein, einer materiellen täuschen, daß, selbst wenn fie irgend eine Substanz gehabt hätten, Ich erinnere daran, daß feiner Zeit der Abgeordnete Windt Rechtswidrigkeit zu unterliegen, müffe nicht nur bei der Minorität daraus für uns die geringste Beranlaffung zur Aenderung unsrer horst und Präsident v. Seidlik sich dafür aussprachen, den§ 5 des des Reichstages, sondern auch im Volte ein großes Maß der fachlichen Haltung gefolgt wäre.( Sehr gut! links.) Solche Wizeleien Solitarif- Gefeßes in feinen einzelnen Abfäßen getrennt zu beraten, Entrüstung und des Haffes aufspeichern.( hört! hört!) Wenn über unfre Haltung machen auf uns nicht den allergeringsten Einweil das zu einer Vereinfachung der Debatte führen würde. die Herren so blind und taub seien für die Stimmung ihrer Wähler- druck. Was würden die Herren vom Centrum darum geben, wenz ( Abg. Gamp ruft am Tische des Hauses stehend: Es ist ja nachher freife, fo werde ein gewaltiges Anwachsen der socialdemokratischen die Socialdemokratie sich dazu herbeilafsen würde, einmal Jhre gar nicht über alle Bofitionen gesprochen worden! Auf eine Hand Stimmen bei den nächsten Wahlen die notwendige Folge sein. Das Politik zu treiben. Wie haben Sie gejauchzt, als Graf Bosadowsty ewegung des Präsidenten hin begiebt sich Abg. Gamp unter großer fagt ein Mitglied des obersten preußischen Gerichtshofes. Es war die sich auf die Autorität des Herrn Schippel berief, und was peiterkeit der Linken wieder auf seinen Plak.) Der Zwischenruf des Herrn Antwort auf ein Verhalten, das ein Mitglied des höchsten deutschen würde geschehen, wenn die Socialdemokratie so gewiffenlos Bamp hat mit der Sache nichts zu thun. Der Redner zu§ 5 ift Gerichtshofes mitgemacht hat.( Lebh. Beifall lints. Uuruhe im Centrum) sein würde, Ihre Politit beim Zolltarif zu verteidigen? Vicepräfident Graf Stolberg: Ich bitte den Redner nicht zu unterbrechen.( Ruf bei den Social demokraten: Da dürfen Sie ja gar nicht stehen!- Große Seiterfeit.) Abg. Stadthagen( fortfahrend): Abg. Dr. Barth( frf. Vg.): Abg. Bebel: Jawohl, Sie haben die Minorität verraten. Abg. Richter: Das ist eine Infamie! Vicepräsident Büsing: Herr Abg. Bebel, ich höre, daß Sie das Wort Verräter gebraucht haben, ich rufe Sie deshalb zur Ordnung.( Abg. Bebel: Ja, ja. Heiterkeit.) Abg. Dr. Barth( fortfahrend): " Ja, wenn fie so weit gehen würde, noch ein Fünfzigpfennig- Bon einer andern Seite her hat nun ein Mann, der sich viel Jauch die Herabsehung der Rifikoprämie. Kurz, es sprechen viele stick mehr aufzulegen? Ich bin überzeugt, Herr Singer würde mit Wirtschaftsfragen beschäftigt und, unbeschadet einzelner Miß- Gründe für dieses Profit- Marimum, während sich wenig gegen es am nächsten Tage eine Deputation aus den Führern der Mehrheit griffe, fich als scharfblidenden Beobachter moderner Ent vorbringen läßt. Schwierigkeiten giebt es dabei sicher so z. B. empfangen und sie würde ihm einen Lorbeerkranz zu Füßen legen. wicklungen erwiesen hat, Herr N. E. May, in einem foeben die Gefahr der Abschwächung des Interesses an Produktions( Stürmische Heiterkeit.) erschienenen Buch über die Krisenfrage des Problem angefaßt.*) verbesserungen. Aber auch sie sind nicht unüberwindlich. Wir halten Wir halten den Bolltarif für ein nationales Unglüd. Herr Auf Grund genauer Untersuchung der Bewegung der Preise und den Mahschen Gedanken für durchaus diskutabel und kommen vielleicht Baasche selbst fonnte ja nur mit Schaudern den Gedanken erwähnen, Löhne im Verlaufe mehrerer Jahrzehnte ist Herr May dazu gelangt, später noch einmal auf ihn zurüd. An seine Verwirklichung ist daß diese Beschlüsse der Kommission etwa einmal Gefe folgenden Satz als„ Krifengefeg" aufzustellen: freilich noch nicht zu denken. werden sollten, und er hat doch eine ziemlich starke agrarische Haut. Eine Wirtschaftskrisis muß allemal dann entstehen, wenn die Inzwischen aber hat das Maysche Buch und schon deswegen ( Sehr gut! links.) Die Kommissionsbeschliffe haben ja auch nicht Verkaufspreise aufhören, in fallender Richtung und beztv. oder die Löhne ist es Lesenswert neue Beweise erbracht für die Wichtigkeit der im entferntesten die Zustimmung der Regierung. Wenn diese den und Gehälter in steigender Richtung fortzufchreiten zusammen( eins Gegenaktion gegen allen Auftrieb, alles fünstliche Hochhalten der Antrag Kardorff gebilligt hat, so hat sie es unter der reservatio ins andre gerechnet) in gleicher Geschwindigkeit mit der Produktivität Preise. Alles, was es den Unternehmerverbänden ermöglicht, die mentalis gethan, daß der Tarif gar nicht Gesez werden solle, denn der Arbeit."( S. 6.) Breise fünstlich hochzuhalten, muß im Interesse der gesamten Boltsint§ 12 ist es der Regierung selbst überlassen, ihn zu einer Mit andern Worten, sobald der Ne allohn- d. h. der Lohn- wohlfahrt auf das entschiedenste bekämpft werden. Sein einseitiges Zeit in Kraft treten zu lassen, die ihr angemessen erscheint. fas, gemeffen an den Verbrauchsgütern, die er zu kaufen vermag- Konsumenten- Interesse, sondern das Interesse der Gesamtwirtschaft Es ist also nur ein Schaugericht, und auf Grund dieses aufhört, im Verhältnis der wachsenden Produktivität der Arbeit zu schreibt als leitendes Motto der Wirtschaftspolitik die Parole vor: Schaugerichtes will die Regierung Handelsverträge abschließen. steigen, tritt mit Notwendigkeit eine Wirtschaftskrisis ein. Die Preise herunter, damit die Reallöhne steigen. Ed. B. Für wie dumm muß man die fremden Regierungen Man tann sagen, das sei ja nur eine etwas andre Formulierung halten!( Sehr gut! lints.) Es stellt sich immer mehr heraus, daß des alten Sazes, daß die Krisen in der Unterkonsumtion wurzeln; das ganze Vorgehen der Mehrheit mur eine Art Rache sein soll. denn der sollte auch nur sagen, daß die Massen zu wenig Aber diese Rache ist nicht ungefährlich. Die Möglichkeit ist nicht konsumieren, weil sie infolge mangelnder Kauftraft ihrer Löhne 2c. ausgeschlossen, daß fremde Regierungen die Handelsverträge fündigen die vorhandenen Konsumgüter nicht anzuschaffen vermögen. Und und dann erhält dieser Zolltarif reale Bedeutung, dann würden alle daß im Zurückbleiben dieser Kaufkraft hinter der Produktivität der die Positionen ich erinnere nur an den Quebrachozoll, gegen Arbeit ein Krisenmoment liege, tönne man unter anderm schon bei deisen Höhe die Regierung die gewichtigsten Bedenken hatte, that Robbertus- Sismondie lesen. sächlich Straft bekommen.( Sehr richtig! links.) Das ist ganz richtig, ein von Grund aus neuer Gedanke ist in dem Mayschen Strifengeset" auch nicht niedergelegt. Der Fortschritt gegenüber seinen Vorgängern besteht bei Herrn May in der bestimmteren Fassung und beweisträftigeren Begründung des in Frage fommenden Gedankens. Und das ist durchaus keine zu verachtende Leistung. Wer nur ein wenig die Geschichte der ökonomischen Wissenschaft kennt, der weiß auch, daß grundsätzlich neue Gedanken da überaus dünn gefäet find, ihr Fortschritt vielmehr fast durch gängig darin besteht, daß ursprünglich spekulativ gefundene und sehr allgemein gefaßte Säge auf bestimmtere Formen gebracht und genauerer Brüfung an der Hand erfahrungsmäßig festgestellter That fachen unterworfen werden. Parteinachrichten. Pfäffische Schleichwege. Eine fenfationelle Mitteilung müssen wir heute unfern Lesern mitteilen: Das Centrum ist socialdemokratisch geworden. Wenigstens hat man die Kutte abgeworfen und ist in die Proletarierbluse geschlüpft. " 9 Ein paar Worte noch über die Art, wie sie( zur Mehrheit) den Antrag durchzusehen suchen. Was würde geschehen, wenn wir in die materielle Behandlung des Antrags Kardorff eintreten würden. Der Seit Jahren giebt die Buchhandlung„ Vorwärts" einen ArbeiterAntrag Kardorff bezieht sich auf die Kommissionsvorlage, für die Notiz- Kalender heraus, dessen Verbreitung ständig gewachsen ist. 23 Referenten bestimmt find. Sie wollen über das ganze Werk der Jetzt haben nun die Verbände katholischer Arbeiterverbände WestKommission sofort gemeinschaftliche Diskussion eröffnen. Die Folge und Süddeutschlands ein Arbeiter Taschenbuch" herauswürde sein, бав die 23 Referenten hinter einander gegeben( Verlag der„ Germania", Aktiengesellschaft), das in Format, sprechen müßten; das ist um fo notwendiger, weil tein schriftlicher Bericht über die Kommiffionsvorlage vor Farbe, Ausstattung und Inhalt fflabisch nachgeahnt ist, so daß liegt, die die Basis für das Gefes bilden soll. Das allein zeigt, das fromme Büchlein zum Verwechseln dem Umsturzkalender gleicht. bis zu welchent Grad der Absurdität wir gelangen, wenn es an die Ist das Justinkt oder Ueberlegung, Zufall oder Absicht? Wie praktische Ausführung gehen sollte.( Sehr richtig! links). Mit einer May hat auf den Erfahrungsbeweis ganz besondere Mühe ver leicht tönnte das Schreckliche geschehen und irgend ein frommes Rücksichtslosigkeit sondergleichen meinte man diesen Antrag durch wendet. An der Hand der Sauerbeckschen und andrer Jnderzahlen Schäflein, das 1903 den Centrumskalender gekauft hat, im nächsten drücken zu können. Nicht einmal 24 Stunden Bedentzeit wollte man der Preisbewegung der wichtigsten Artikel des Maffenverbrauchs Jahre auf den„ toten" hereinfallen. Dder follte etwa die uns geben. Herr Baffermann wollte uns eine Stunde gewähren, weist er nach und illustriert es in einer durch ihre Regelmäßigkeit attiengesellschaft Germania die Absicht verfolgt damit wir noch ein Paternoster beten könnten.( Sehr gut geradezu überraschend wirkenden Kurventafel, daß die Jahre der haben, den socialdemokratischen Arbeitern das und große Heiterfeit Heiterkeit links.) Mit allen Makeln einer großen Krisen, wie 1825, 1836, 1847, 1857, 1873, 1890, 1900, nicht legalen Geburt behaftet ist der Antrag Stardorff, der fiets Jahre der höchsten Preise für die betreffende Epoche fchwarze Plagiat unterzuschieben? Treiben latholische richtige Ausdruck einer Interessenpolitit, die unser öffentliches Leben gewesen sind. Das scheint an sich eine sehr banale Feststellung, da Christenmenschen so zweifelhafte Geschäfte? depraviert. Ueber die Depravierung des öffentlichen Lebens durch eine ja den Krisenjahren stets Jahre erhöhten Geschäftsganges vorauss Aber wir wollen über die Zwede nicht grübeln, sicher ist, daß einseitige Interessenpolitik hat Herr von Treitschte ein Urteil gefällt, das gehen, wo größere Massen von Arbeitern Beschäftigung die flerifale Nachahmung des socialdemokratischen Kalenders juristisch) fich auf die Franzosen bezieht, aber Wort für Wort auf das heutige finden, die Löhne und Profite steigen und die Kauffähigkeit der unter den Begriff des unlauteren Wettbetverbes fällt. So schmeichel Deutschland paßt. Es heißt bei Treitschte:" Heillos war vor allem die Gesamtheit, d. h. die Nachfrage nach Verbrauchsartikeln zunimmt. haft es auch für uns ist, daß das Centrum so wenig eignen Wit Einwirtung dieses handelspolitischen Unfinns auf die öffentliche Moral. Soweit handelt es sich dabei um Bekanntes, und Marr verweist besitzt, daß es alle seine Weisheit von der Socialdemokratie„ entleihen" ( Hört! hört! links)... halb grollend, halb teilnahmslos stand der fleine denn auch gelegentlich auf diese notorische Thatsache als einen mußte- ohne uns zu fragen-, so müssen wir doch, zur Verhütung Mann bei Seite." Grollend wohl, aber nicht mehr teilnahmslos steht heute Beweis gegen die Ableitung der Krisen aus der Unterkonsumtion. der kleine Mann da.( Bravo 1 bei den Socialdemokraten.) Deshalb Was aber weniger offen zu Tage tritt oder weniger scharf be- unangenehmer Ueberraschungen, die Arbeiter mahnen, auf die Schafe verlangen wir im Intereffe des fleinen Mannes, daß diese durchaus leuchtet wird, ist, daß die besagte Preissteigerung im Widerspruch im Wolfspelz acht zu geben. verderbliche Vorlage der Bevölkerung zur Beurteilung vorgelegt steht mit der stetig vor sich gehenden Zunahme der Produktivität der wird. Wenn das Ürteil für Sie( zur Mehrheit) ausfällt, soll es gut Arbeit. Von rechtswegen müßten auch in den Prosperitätsjahren die brachten unsrer Partei außerordentliche Erfolge. Es wurden ins Die Bremischen Bürgerschaftswahlen, die heute beendet wurden, sein, dann mögen Sie den Zolltarif heimführen. Vorher aber Preiſe fallen. Wenn sie es nicht thun, so führt man als Grund gesamt, wie uns ein Privattelegramm meldet, 8 Socialdemokraten nicht!( Lebhafter Beifall links.) gewöhnlich das Steigen der Arbeitslöhne an. Es würde auch die und Genossen die Bertagung der Sihung beantragen.( Große Unruhe aber nicht der Fall. Thatsächlich steigen in den Prosperitätsjahren sie teilweise aussichtsvoll find. Im allgemeinen hat unfre Stimmen. über 17 Sige im Bremischen Landesparlament, das aus 150 MitPräsident Graf Ballestrem teilt mit, daß der Abg. Singer( Soc.) Thatsache genügend erklären, wenn die Löhne stets mindestens im gewählt und damit 6 nene Mandate erobert. Wir verfügen danach Verhältnisse der erhöhten Produktivkraft der Arbeit stiegen. Das ist gliedern besteht. Außerdem sind wir an 6 Stichwahlen beteiligt, Der Präsident stellt die Unterstützungsfrage. Es erheben fich Gesamtproduktion betrachtet, die Massen der Lohn- und Ge- zahl erheblich zugenommen. als die Löhne, so daß, die Im allgemeinen hat unfre Stimmen. die Socialdemokraten und die Freisinnige Vereinigung. Abg. Singer: Ich bezweifte die Beschlußfähigkeit des Hauses. haltempfänger auch in diesen Zeiten unterfonsumieren, mit Bei der Landtags Erfahwahl in Saalfeld( Sachfen- Meiningen) ( Rufe rechts: Aha! Großer Lärm.) Sämtliche Mitglieder der social- ihrem Konsum hinter die gestiegene Produktion zurübleiben errangen unsre Parteigenoffen einen glänzenden Sieg. Demokratischen Fraktion verlassen bis auf den Abg. Singer den Saal. Das haben organisierte Arbeiter neuerdings vielfach mit Bezug auf Kandidat Genosse Zietsch erhielt über 1100 Stimmen, während ( Rufe rechts: Aha! Aha! Bravo! Gelächter, Lärm.) ihren speciellen Beruf nachgewiesen, und May führt mit Bienenfleiß die zwei Gegner zusammen nur gegen 900 Stimmen erhielten. Abg. Richter ruft dem Abg. Barth zu: Gehen Sie doch mit Material aller Art heron, um den Beweis für die große Allgemein- Damit eroberten wir das fiebente Mandat im meiningischen Landtag, hinaus! heit zu führen. Und wenn er dabei auch hier und da des Guten der aus 24 Mitgliedern besteht, davon 16 aus allgemeinen Wahlen Abg. Röfice- Deffau, der in diesem Augenblick an dem Abg. Richter au viel thut, aus den Zahlen zu viel herauslesen will, fo hervorgehend. vorübergeht, erwidert ihm: Wir befolgen nur Ihr Rezept!( Lärm, tann im ganzen seine Beweisführung doch als gelungen bezeichnet Glode des Präsidenten.) Präsident Graf Ballestrem( lächelnd): werden. 0 0 Unser Gemeindewahlen. In Heiligenhafen( Schleswig- Holstein) Ein Haupteinwand, der gegen seine Theorie erhoben werden wurde bei erstmaliger Beteiligung unfrer Genoffen eins bon bier bleibt, ist, daß die Profit- und Rentenempfänger ja auch Konfu- freien Mandaten zum Stadtverordneten Kollegium erobert. Aus Das Bureau teilt einstimmig die Ansicht des Herrn Abg. Singer. menten feien, aus dem etwaigen Unterkonsum der Lohn und Gehalt dem Königreich Sachfen sind Siege zu melden aus zwei abseits geabbrechen.( Auf eine Bewegung des Abg. Dr. Spahn): Auch das Unterfonsumtion geschlossen Das Haus ist nicht beschlußfähig. Wir müssen unsre Verhandlungen empfangenden Klaffen also noch nicht auf eine allgemeine legenen Gemeinden, nämlich Großschönau in der Oberlausit, woselbst werden dürfe. Aber treffend zwei Parteigenoffen gewählt wurden, und Schmiedeberg im ErzWort zu einer persönlichen Bemerkung kann ich nicht mehr geben. weist May darauf hin, wofür er beiläufig schon in einer früheren gebirge, wo ein Genosse gewählt wurde. Ich beraume die nächste Sigung an auf Montag 1 Uhr mit der Schrift viel Material erbracht hat, daß es heute die ersteren Klassen Tagesordnung: Fortsetzung der heutigen Beratung. Schluß 2 Uhr. Warenpreise, Arbeitslöhne und Wirtschaftskrisen. " Verfammlungen. Schmargendorf. In der am 26. November im„ Wirtshaus sind, die für den Absatz des größten Teils der Gesamtproduktion entscheidend ins Gewicht fallen. Die moderne Produktion wird in ihren Hauptzweigen immer mehr Produktion von Artikeln des Massenverbrauchs. Wo diefer zurückbleibt, stockt daher das ganze Wirtschaftsgetriebe. Die Profit- und Rentenempfänger wenden stets nur einen eil ihres Ginkommens zu Ronfumzwecken an, ein großer, machfender Schmargendorf" stattgefundenen öffentlichen Versammlung ſprach Teil wird zu neuer Kapitalbildung verwendet. Außerdem ist auch ist Die vielumstrittene Frage der Wirtschaftskrisen ruft immer neue der Konsum dieser Klassen teilweise ein solcher, der den Markt der Reichstags- Abgeordneter Frik 8ubeil über das Thema:" Die Schriften zu ihrer Klarstellung hervor. Sie kann auch durchaus Stapelartikel nur oberflächlich berührt.( Man denke an Lugusbauten, Zollpolitik und das Volk". Wie immer, wenn sich Gegner an der nicht als erschöpft gelten. Man hat zwar die Formen der Luruspferde, Lurustulturen 2c.). Die großen Industrien sind teils Diskussion beteiligen, war auch diese Debatte eine lebhafte. Von fonservativer Seite wurde Anstoß genommen an dem Worte Krisen, die Art ihres Verlaufs und ihre Begleit- direkt, teils indirekt auf den Konsum der Massen angewiesen. erscheinungen eingehend genug beschrieben, was aber die Abnorme Breissteigerungen schwächen diesen Konjum und führen Wuchertarif", während ein Anhänger der freifinnigen Volkspartei Ertlärung der Strifen anbetrifft, fo herrscht darüber nichts dadurch zu Absatzstodungen. Für sie brachten bisher die Strifen diesen Ausdruck als durchaus zutreffend bezeichnete und im übrigen weniger als Einstimmigkeit. Auch sind die verbreitetsten der Krisen die Heilung, oder waren fie schon die Heilung. Denn Krisis hieß Richters im Reichstage, welches von unfrem Redner gebührend geden schwachen Versuch unternahm, das blamable Verhalten Eugen erklärungen: Ueberproduktion und Untertonfum, viel Preisfall, die Krisis drückte die Preise auf den Standpunkt, den zu dehnbare Begriffe, um mehr als das alleroberflächlichste Gr- sie überhaupt haben sollten. Die Krijen waren ein unbeholfenes, geißelt worden war, zu entschuldigen, um ihn dann umso gründ flärungsbedürfnis zu befriedigen. Sie verweisen uns wohl auf be- foftspieliges Heilmittel gegen den Auftrieb der Preise, aber sie halfen licher fallen zu laffen, indem er sich mit der Stellungnahme des freistimmte Umstände und Faktoren, die Krisen herbeiführen ihm schließlich ab. Das broht aber jetzt, im Zeitalter der fapitalisti finnigen Führers in den Geschäftsordnungsfragen nicht einverstanden tönnen, aber laffen uns hinsichtlich der Frage, ob, warum und schen Monopole, der Trusts und Syndilate anders zu werden. Diese erklärte und dieselbe mißbilligte; ein festes Rusammengehen beider tvann Strifen eintreten müssen, vollständig im Stich. Dasselbe gilt Monopolverbände helfen fich durch Produktionseinschränkungen über freisinniger Fraktionen mit der Socialdemokratie sei bei dieser Vorvon der Vielheit der sonstigen Vorgänge im Wirtschaftsleben, die die Perioden der Geschäftsstodung hinweg, so daß es nicht zu dem lage notwendig. Mehrere, auch persönliche, Aeußerungen des Kon man als Krisenfaktoren bezeichnet hat, wie Ueberspekulation, über- Breisfall kommt, der sonst das unausbleibliche Ergebnis der Krisen war. fervativen gaben dem Referenten Gelegenheit, dieselben richtig zu Zu Punkt 2: Wie organisieren wir den genossenschaftmäßige Festlegung von Kapital, große Erschütterungen des Kredits Darin liegt nun, wie aus dem Vorhergehenden ersichtlich, eine große durch Kriege oder Kriegsgefahr und dergleichen. Für die Erklärung Gefahr für den Volkswohlstand, ja, nach May die Hauptgefahr dieser lichn Einkauf?" empfahl Genosse Guttbier die Beschaffung der Waren der Möglichkeit, des Vorkommens von Strifen reichen fie Stapitalistenverbände. Behufs Hochhaltung der Profite legen fie fich vom Steglißer Konsumverein, welcher bereit sei, dieselben nach hier aus, aber sie laffen teils die Krisen als mehr zufällige Unter der Verbilligung der Artikel des Massenkonsums hemmend in den zu liefern, und forderte die Anwesenden auf, die beim Gastwirt brechungen des Wirtschaftsgetriebes erscheinen, teils mangeln fie ge- Weg, verhindern fie es, daß die Reallöhne im Verhältnis der Leonhardt, Warnemünderstr. 6, ausliegenden Beteiligungslisten recht nügender Bestimmtheit, als daß sich auf Grund ihrer eine Gefeß- wachsenden Produktivität der Arbeit steigen. Auch hierfür erbringt zahlreich zu zeichnen. Um 12 Uhr schloß der Vorsitzende die intereffant verlaufene Versammlung, welche durch die zahlreichere mäßigkeit der Krisenerscheinung feststellen ließe. May eine Fülle von Material. Was heißt Ueberproduktion, was Unterkonsumtion? In Bezug Wie foll man diesem fortschritts- und fulturfeindlichen Wirken Beteiligung der Frauen deren Anteilnahme an dem Schicksal des auf einzelne Waren fann man wohl Ueberproduktion feststellen, z. B. der Trusts und Syndikate abhelfen? Soll man sie verbieten? Wie Wuchertarifs bewies, mit einem Hoch auf die internationale Socialwenn mehr Seidenwebstühle hergestellt sind, als für die Verarbeitung jeder modern denkende Dekonom ist May entschiedener Gegner demokratie. stellen. " Weißensee. In der lekten Generalversammlung der Ortsder gewonnenen Seide gebraucht werden, aber wann ist allgemeine solches Verbotes, hält er alle darauf abzielenden Vorschläge für Ueberproduktion vorhanden? Das erfahren wir nur, wenn eine utopistisch- reaktionär. Im Gegenteil ist er für jede mögliche Strantenfaffe Weißensee rechneten die Vertreter mit dem alten VorKrisis da ist, aber wir erfahren dann nicht, ob wirklich leber- Förderung der Syndikats- und Trustbildung. Diese Verbände find produktion Ursache der Krisis ist oder ob nur darum Ueber- um ihrer größeren Wirtschaftlichkeit willen durchaus gutzuheißen, auch stande ab, indem er nicht mehr gewählt wurde. Es kam gleich am produktion vorherrscht, weil eine Strifis eingetreten ist. Und ebenso wenn fie fich zu Monopolen ausbilden. Nur darf die Allgemeinheit Anfang zu erregten Geschäftsordnungs- Debatten, weil der Vorstand steht es auf der andern Seite mit der sogenannten Unterkonsumtion. der Monopolwirtschaft gegenüber nicht passib bleiben. An eine Ver- wieder das Statut und Gesez umgehen wollte, indem er die VorWie wenig mit dem bloßen Wort gesagt ist, geht aus der Thatsache staatlichung der Maffe der Trusts glaubt May nicht, er hält sie in standswahlen nicht in getrennten Wahlversammlungen und auch eben hervor, daß den allgemeinen Strijen gewöhnlich eine Epoche erhöhten absehbarer Zeit für ausgeschlossen. Für nicht ausgeschlossen aber falls nicht geheim vornehmen wollte. Ferner stand die Vermehrung Konsums vorangeht. hält er gefeßliche Maßregeln, welche den Trusts das Auftreiben oder des Beamtenpersonals auf der Tagesordnung und teilte der VorWill man also eine Gefeßmäßigkeit der Krisen nachweisen, so hochhalten der Preise verlegen. Und als eine folche Maßregel fiende mit, daß der Vorstand schon zwei Beamte angestellt habe, muß man nach genauer zu bestimmenden Vorgängen suchen, als bezeichnet und empfiehlt er die gefeßliche Begrenzung auseinandersetzungen und liefen zwei Anträge ein, welche forderten, ohne die Generalversammlung zu hören. Es fam zu stürmischen wie sie in den allgemeinen Begriffen Ueberproduktion und Unterber Trust gewinne, ein Profitmagimum für tapi daß sich der neue Vorstand mit dieser Frage beschäftigen solle und tonfum ausgedrückt find. talistische Monopole. Marg hat einen bestimmteren, im Sinne einer gewiffen Gefeß- Der Gedanke erscheint auf den ersten Blid abenteuerlich, man daß die Stellen öffentlich ausgeschrieben werden sollen. damit die mäßigkeit wirkenden Krisenfaktor in der Thatsache festgestellt, daß denkt unwillkürlich an all die Mittel, solche Gewinnbegrenzung zu wiederholt, über diese beiden Anträge diskutieren und abstimmen Betternwirtschaft endlich aufhöre. Der Vorsitzende weigerte fich das fire, in Maschinen 2c. angelegte Stapital fich verschieden abmußt, umgehen.( Aktienkapital- Erhöhung usw.) Indes ist es nicht so schwer, zu lassen. Es wird dieserhalb Beschwerde beim Landrat erhoben je nachdem es für Herstellung neuer Produktionsmittel oder für Maßregeln gegen fie zu treffen, auch ist die Sache nicht gar jo un werden. Ferner wurden dem Vorstand Vorwürfe gemacht, weil die Artikel des endgültigen Konsums bestimmt ist, und außerdem oft erhört. Wird der Trust zum Monopol, dann ist seine fernere Orts- Strankenkasse Weißensee so selten in der Centralfommission verschon moralisch aufgebraucht, d. h. veraltet ist, bevor es physisch Duldung wirklich ein„ Trust". d. h. ein Vertrauensmandat der Gesamt treten sei und die Rezepte nicht von dem Beamten der Centralaufgebraucht ist. Wer nur einigermaßen die Geschichte der gegenheit an seine Inhaber. Und an dies Vertrauensmandat tann Auf eine Anfrage teilte der Vorwärtigen Geschäftskrisis verfolgt hat, wird sich überzeugt haben, daß die Gesamtheit Bedingungen knüpfen. Wachsen sie zu Monopolen ans, kommission revidiert werden. hier in der That ein Faktor vorliegt, der im Sinne einer gewissen fo nimmt das Rififo der Unternehmungen ab und damit rechtfertigt sich fibende noch mit, daß der Landrat das neue Statut noch nicht genehmigt habe. Es wird sich nächstens eine öffentliche Versammlung allein läßt sich die Differenz in der Lebensdauer der verschiedenen trifen und ihr Vorbeugemittel im Zeitalter beschäftigen. ) R. E. May, Das Grundgefes der Wirtschafts- mit diesen Zuständen in der Orts Krankenkaffe Weißensee bea Teile des gesellschaftlichen Gesamtkapitals, worauf es hier doch an- Monopols. Mit 5 Tabellen und einer Kurventafel. Berlin 1902, tommt, nicht herleiten. Gejeßmäßigkeit auf Krisen hinwirft. Aber auch er erschöpft die Sache nicht, denn aus der Technik Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung. Socialdemokratischer Wahlverein Socialdemokrat. Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis für den Bezirk Rummelsburg. Dienstag, den 2. Dezember, Zwei Versammlungen. 1. Jm Kösliner Hof", Köslinerstr. 8. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Zubeil über: Die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wernan, Góm 2. Bei Wernan, Schwedterstraße 23. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Alfred Bernstein über: Kautskys socialistische Lehren." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 29/20 Gäste auch Damen zu beiden Versammlungen willkommen. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 1. Dezember, abends 8, Uhr, Johannisstraße 20: 170/9 Verſammlung der Schoharbeiter. 1. Das Vorgehen der Innung gegen die Rechte der Arbeiter. 2. Aufstellung von Kandidaten zum Innungsschiedsgericht. 3. Verschiedenes. nema Die Ortsverwaltung. Berliner Kranken- Unterstützungs- u. Begräbnis- Verein ner0-19bnt. ( Gegr. 1892.) für Frauen u. Mädchen.( Gegr. 1892.) 10001 Heute abend 26 Uhr, in Feuersteins Festsälen,] GO. eld 60 Alte Jakobstraße 75: urles- 1-791 Dienstag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schumann, Neue Prinz Albertstraße 70( Niez): Ausserordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 67 Soeben erschienen! 1. Antrag des Borstandes: Wenderung der§§ 2, 3 und 8 des Statuts. 2. Kommunales. Meine diesjährige 3. Vereinsmitteilungen. Mitgliedsbuch legitimiert. Neue Mitglieder werden vor Beginn der Versammlung aufgenommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Central Verband der Maurer Deutschlands. Berlin.( Sektion der Putzer.) Mittwoch, den 3. Dezember 1902, abends 7 lihr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Zages Drdnung: 01. Bortrag des Genoffen Barthel über: Das Koalitionsrecht in Theorie und Praxis“. 2. Beschlußfassung über Einführung der Einheitsmarte. 3. Berbandsangelegenheiten und Berschiedenes. 134/19 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Mitglieder ersucht, recht zahlreich und pünktlich en die Mitglieder erfu zu erscheinen. .1 0.11 Die örtliche Verwaltung. Charlottenburg. Außerordentliche Generalversammlung. Freier Verein für Naturheilkunde und Geſundheitspflege. Zages Ordnung: ezust Bortrag des Herrn Dr. Zadek: Die Influenza. Nevisors. Verschiedenes. Hieran anfchießend: IB Bahl eines Igon21- noms Geselliges Beisammensein und Tanz. 60/7 Um zahlreichen Besuch bittet K. Müller, Vorsitzender, Waldemarstr. 43. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Zimmer 30. Fernspr.: Amt VII Nr. 1959. Dienstag, den 2. Dezember, abendz 81, Uhr, in den Arminhallen, 20( großer Saal): Ausserordentliche General- Versammlung. Zages.Dronung: min. 2. Geſchäftlich Dienstag, den 2. Dezember 1902, abends 8 Uhr, im Voltshanje, Rosinenstraße 3: Oeffentlicher Vortrag. Referentin: Srl Minna Kube. 292/16 Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Herren- Vortrag 784b Mittwoch, 3. Dez., abends 1,9 Uhr, im Engl. Garten, Alexanderstr. 27c, und Freitag, 5. Dea., abds. 19 Uhr, in Feinds Festsälen, Weinstr. 11. Carl Bruckhoff, J. A.: H. Neuman. eihnachtsExtra- Liste besonders Weihnachtspreiswerter geschenke sowie mein neuer Bekanntmachung Katalog 1903 Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute u. Apotheker Friedrichstr. 10, üb.„ Sogen. unheilb. Männerleiden". Rurf. Herren. Eintritt frei! für die Generalversammlung ab, und Stockarbeiter. Montag, den 1. Dezember, Kommissionssizung bei Bareinz. Mittwoch, den 3. Dezember, Bertrauensmännerfizung bei Bareing, Brüdenstraße 7. Bekanntmachung Dreizehnte Abänderung 1. Wahl des Vorsitzenden der Ortsverwaltung. 2. Geschäftliche Mitteilungen. 3. Fortsehung der Diskussion über die General zum Statut der Orts- Krankenkasse versammlung 1903 und Stellung von Anträgen zu derfelben. 4. Verschiedenes. nem8- nedan) Mitgliedsbuch legitimiert. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung anwesend zu sein. 159/2 Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Militär- Sattler. Donnerstag, den 4. Dezember, abends 8, Uhr: der Maschinenbau- Arbeiter und ver wandten Gewerbe za Berlin. Artikel I. bird geful § 59 des Statuts wird gestrichen und erhält folgenden Wortlaut: Die Kaffe ist durch den Vorstand ameimonatlich regelmäßig und jährlich mindestens einmal unvermuteterweife zu prüfen. Die Prüfung hat fich fedesmal auch auf die vorschriftsmäßige Belegung des Staffenvermögens und auf die Verwahrung der Hinterlegungsscheine zu erstreden. Artikel II. Diese Abänderung tritt mit dem Tage der ftatutenmäßigen Bekannts machung in Kraft. Versammlung der Mitglieder der Lokalkaffe termibigen Befana im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15( Saal 10). Mitgliedsbuch legitimiert. Der Obmann. Freitag, den 26. Dezember( 2. Feiertag): Weihnachts- Vergnügen in den oberen Räumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Ronzert. Auftreten des Berliner Ult: Trios. Tanz. Er öffnung 5 Uhr. Anjang 5%, Uhr. Entree 30 Pf. Herren, die am Zanz feilnehmen, zahlen 30 Bf, nach. Um rege Beteiligung ersucht Das Vergnügungskomitee. 3. A.: Willi Tuschke, Grünauerstr. 10. Berlin, 18. September 1902. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin. Aug. Lübke. Rud. Seibel. Genehmigt durch Beschluß vom 28. Oftober 1902. Berlin, 31. Oftober 1902. Der Bezirks- Ausschuss, Abtellung II. ( L. S.) ahser. ad 4961 Betv. II. 02. Zweite Abänderung Bangenossenschaft Freie Scholle". Orto 128/1 Montag, den 1. Dezember 1902, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 2: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: Erledigung der am 2. November unerledigt gebliebenen Anträge. Der Vorstand der Baugenossenschaft Freie Scholle. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 6. Dezember 1902 Recitations- Abend des Anhanges zum Statut der Krankenkasse der Maschinenbau91/19 Orts- Krankenkasse beran Webero und verwandten Gewerbe. Grosse Versammlung fämtlicher Arbeitgeber fowie der großjährigen Mitglieder obiger Staffe am Sonntag, den 7. Dezember 1902, vormittags 10%, Uhr, in Wolffs Festsälen, Fruchtstraße 36a. Zages Ordnung: ( 10%, Uhr vormittags) betr. die Delegiertenwahl. Mit dem 31. Dezember 1902 laufen die Mandate fämtlicher Bertreter der Staffenmitglieder und der Arbeitgeber haben demgemäß auf Grund der §§ 48 u. ff. des Statuts die Neuwahlen derselben stattzufinden. Zu der wählen find 352 Bertreter Raffenmitglieder und 170 Bertreter der Arbeitgeber für die nächste dret jährige Bahlperiode vom 1. Januar 1903 bis 31. Dezember 1905. Die Wahlen seitens der Kassen. mitglieder finden Montag, d. 8. Dezember 1902 tellungen. statt. Gewählt wird in zwei AbAbteilung I umfaßt alle Kaffeumitglieder, die in Betrieben beschäftigt sind, welche rechts der Spree liegen, fowie alle freiwilligen Mitglieder, die rechts der Spree wohnen( also die Postbezirke O., NO., N., sowie ein Teil bon O. und NW.). Das Wahllofal befindet sich im Bahl von 74 Delegierten der Arbeit Grand Hotel Alexanderplatz geber für das 1903. Tages- Ordnung: ( 11 Uhr vormittags) 1. Wahl von 164 Delegierten der Staffenmitglieder für das Jahr 1903. 2. Berschiedenes. Wahlberechtigt und wählbar find nur großjährige Stassenmitglieder. Zum Eintritt in das Wabllokal ist das Mitgliebsbuch erforderlich. Das Bahllokal wird um 12 Uhr geschlossen, da um diese Zeit der 7145 der ablatt beginnt. 1902. Berlin, den 30. november 190 Der Vorstand. C. Spann, G. Berndt, Borfizender. Schriftführer. Konsumgenossenschaft Don Adlershof u. Umgegend Arbeiter und verwandten Gewerbe Montag, d. 8. Dezember 1902, zu Berlin. Artikel I. abends 8 Uhr, in A. Lau's Gesellschaftshaus, Adlershof, Bismardstraße: erbfat IV erbätt folgenden Bufat: General- Versammlung. Mitglieder, welche sich nicht im Staffenbezirt und in Vororten von Berlin, jedoch im Deutschen Reich aufhalten, haben vom Tage der Erwerbs unfähigkeit ab gerechnet innerhalb 6 Zagen dem Kaffenvorstand hiervon Mitteilung zu machen. Artikel II. Diefe Abänderung tritt mit dem Tage der statutenmäßigen Bekannt. machung in Straft. Berlin, 18. September 1902. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse der MaschinenTages- Ordnung: ( Eingang nur Neue Königstr. 44/45). Abteilung II umfaßt alle Stassenmitglieder, die in Betrieben beschäftigt sind, welche links ber Spree liegen, fowie alle freiwilligen Mitglieder, die lints der Spree wohnen( also die Postbezitte SO., S., SW., W., fowie ein Teil von C. und NW.). Das Wahllokal befindet sich im " Saal von Cohn ( Industriegebäude), Benthstr. 20/22. Die Wahlversammlungen werden um 11 Uhr vormittags eröffnet und die Wählerlisten um 11 Uhr abends geschlossen. Um Zweifeln vorzubeugen, machen in künstlerisch vollendet. Ausstattung ( ca. 100 Seiten stark) mit 600 Abbildungen etwa für Innen- Dekorationen, Teppiche, Möbelstoffe, Vorhänge, Gardinen, Decken etc. Zusendung erfolgt gratis u.franko! Teppich- Versandhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S. Meine Uhren find wirklich gut abgezogen. Reelle dreijährige für guten Gang. Garantie Uhren umsonst giebt es nicht, doch billiger wie jebe Konkurrenz verkauft die Uhren- und Goldwaren- Industrie bon 58302 H. M. Tomechna, wir darauf aufmerksam, bag bie Berlin SO., Brückenst. 16 Gesamtzahl der Delegierten in beiden Babllokalen zu wählen ist. Eckhaus Köpnickerstrasse. Wert. Wahlberechtigt find alle groß Ridel- Remontoir-Uhr, gutes jährigen Stassenmitglieder, welche im Befiz der bürgerlichen Ehrenrechte find. Bur Legitimation dient das Mitgliedsbuch oder bei denjenigen Kassenmitgliedern, welche noch nicht im Besiz eines solchen find, eine Be scheinigung des Arbeitgebers, daß sie in versicherungspflichtiger Beschäftigung stehen.( Datum, Unterschrift der Firma bezi. Stempel.) Freiwillige Mitglieder, welche ihre Woh nung anzugeben haben, legitimiert das Mitgliedsbuch. 1. Geschäftsbericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 1902. 2. Bericht des Aufsichtsrats und Verlesung des Berichts des Verbandsrevisors. 3. Ge- Wir bitten die Kaffen- Mit: nehmigung der Bilanz und Entglieder bringend, die Tages: lastung des Vorstandes. 4. Berteilung tunden zur Abgabe 5. Neuwahlen Stimmen zu Benutzen, um das des Reingewinnes. und Ergänzungswahlen des Aufsichts- durch einem zu großen Andrang rats und des Vorstandes. 6. Anträge: am Abend vorzubeugen. Anträge der Verwaltung: 1) Der Fonds für alt und invalid gewordenes im Bernhard Rofe- Theater, Badstr. 58 bau- Arbeiter und verwandten Gewerbe Rejernefonds zugeführt; 2) Die Mit veranstaltet von den Vertrauensleuten des Nordens. Zum Vortrag gelangen: Die Weber bon Gerhard Hauptmann, borgetragen von Herrn Emil Baltotte Anfang abends 8 Uhr. Billet 20 Pf. find, werden gebeten, diefelben bei den Bezirkstaffierern zurüdzugeben. 167/13 Die Ortsverwaltung. Die Bertrauenslente, welche noch im Besitz von nicht verkauften Bidets Vereinigung der Maler u. Lackierer. smial Dienstag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Kollegen Lint über: Krankenversicherung. 2. Distusfion. 3. Vereins- Ungelegenheiten. Lackierer. 9125/1 dodonald Gewerkschafts- Haus Engel- Ufer 15, Saal III. Tages- Ordnung: TOT 1. Bortrag des Genossen Davidsohn: Die englische Revolution unter Cromwell. I. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. Negen Besuch erwarten Die Verwaltungen. Wug. Lübke. Rud. Seidet. glieder des Aufsichtsrats erhalten pro Sitglied und Sigung 30 Bf. Entfchädigung; 3) Aufnahme von Dar Der vorstehenden 2. Abänderung leben bis zur Höhe von 3000 Mart. der unterm 28. Januar 1893 ge Mitgliedsbuch oder Legitimationsnehmigten Berhaltungsmaßregeln wird farte legitimiert. b. 128/10 gemäß§ 26a abfaz 3 des KrankenDer Vorstand. versicherungsgefeges die Genehmigung Hermann Hildebrandt. Wilhelm Kohl. der Aufsichtsbehörde erteilt. SV Otto Woltersdorff. Berlin, 15. Ditober 1902. Der Magistrats- Kommiffar für die Orts: und Betriebs 196-921944 Kranfenfaffen. ( L. S.) Friedel ad 4757 Betp. II. 02. 7625 Die auf Grund des§ 2 des Sta tuts der Staffe angehörenden Mitglieber erhalten diese Abänderungen bon ihren Arbeitgebern; bie auf Grund der§§ 5 beam. 9 Ablak I des Statuts der Kaffe angehörenden Mitglieder im Staffenlokal. Berlin, 30. November 1902. Der Vorstand. Aug. Lübke. Rub. Seidel Gardinenhaus Bernhard Schwark Wallju 29 Flur Eingang.) ihrer Die Bahlen seitens der Arbeitgeber finden statt im Staffenlokal Georgenkirchstr. 40, vorn I am Montag, d. 8. Dezember d. 3. eingeladen mit dem Bemerken, daß Es werden hierzu die Arbeitgeber um 6 Uhr abends der Wahlaki beginnt und die Liſten um 9 Uhr abends geschlossen werden. Wahlberechtigt find alle Arbeit geber, welche für die bei ihnen be eignen Mitteln zu oben genannter fchäftigten Personen Beiträge aus Kaffe zahlen. 277/20 Der Vorstand. Gustav Knebel, Hugo Philipsohn, Borsigender. Schriftführer. 4,20 8,50 10,50 13,50 Echt Silber- Remontoir Uhr, garantiert gut. Werk, 6 Rubis, fchönes starkes Gehäuse, deutscher Reichsstempel, zwei echte Goldränder Dieselbe mit 2 echt silbernen Kapfeln. Echt gold. Remontoir- DamenUhr, reich grav. Gehäuse, 10 Steine. Gold. Remontoir- Damen- Uhr, 0,585 Reichsstempel, Grand Guifchet, hochf. 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Grössen, weiss, Satz 2334 Bis zum ersten Weihnachtstage gestatten wir uns, gratis zu verabfolgen: bei Einkäufen von 5 Mk. 2 Pakete feinschmeckenden Lebkuchen 10 Mk. 2 99 Thorner Katharinehen 20 Mk. eine hochfeine grosse Marzipan- Torte. Berantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Juferatenteil verantwortlich: 29. At an wwwwwg overvang Buyoruderes uno veringsanstalt Paul Singer& eo, Berim SW," Mr. 280. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Börse. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 29. November 1902. Roosevelts unparteiisches" Schiedsgericht. Arbeitsleistung und Breissteigerung in der amerikanischen Kohlenindustrie. Neue Ber schmelzungen. Petroleummonopol. Die russische Konkurrenz. Ueberlegenheit der amerikanischen Petroleumindustrie. Sonntag, 30. November 1902, mit größeren eine rasche Konzentration der Betriebe und Kapitalien An der Stadtbahn 89, I, Telephon Amt 3 1813, Berücksichtigung statt. Wie gemeldet wird, stehen auch die beiden größten bisher findet. Thut ein jeder seine Pflicht, so kann der Erfolg nicht ausrivalisierenden Unternehmungen der amerikanischen Weichkohlen- bleiben. 2ofale, die teine Säle haben, sind für den Industrie, die Pittsburg Coal Co." und die Monongahela River Berkehr frei. Die Lokalkommission. Consolidated Coal& Cofe Co." im Begriff, sich zu verschmelzen. Lettere Gesellschaft, welche Weichkohleuminen längs der Flüsse im Tempelhof und Mariendorf. Dienstagabend 8 Uhr findet bei Pittsburger Distrikt besitzt und ihr Produkt nach allen auf dem Adel, Tempelhof, Germaniaftr. 20, eine Versammlung des WahlWasserwege erreichbaren Teilen des Landes versendet, wurde im vereins für Mariendorf und Umgegend statt. Der Schriftsteller Oftober 1899 organisiert. Zu ihrem Besisstande gehören 50 000 Genofie May Grunwald spricht über:" Der bürgerliche ParlamenAcre Kohlenland, 100 Flußdampfer und etwa 4000 Kohlenbarken. tarismus und die Zollvorlage". Außerdem steht Bericht von der Ihr Attienkapital beträgt 30 000 000 Dollar, und für das mit dem Kreis- Generalversammlung auf der Tagesordnung. Zahlreichen 31. Oktober 1901 beendete Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft Besuch auch der Frauen- erwartet der Borstand. Reineinnahmen von 2905 355 Dollar. Die größere Gesellschaft, Steglit- Friedenau. Die Versammlung des Wahlvereins findet die im Dezember 1899 organisierte Pittsburg Coal Co., vereinigt in fich fast alle an den Bahnen des Pittsburger Distrikts gelegenen Mittwochabend 8 Uhr im Restaurant Schelhafe, Ahornstr. 15 a, statt. Weichfohlenminen; sie produziert etwa 14 000 000 Tons im Jahr Bericht von der Generalversammlung des Central- Wahlvereins. und steht zu dem Stahltrust, dem sie Feuerungsmaterial liefert, in Diskussion über den Vortrag des Herrn Dr. Keferstein. Vereinsnahen Beziehungen. In dem am 31. Dezember 1901 beendeten angelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Geschäftsjahr erzielte sie einen Reingewinn von 4 272 209 Dollar. Der Wahlverein für Nowawes- Neuendorf hält seine nächste Ver Am genannten Datum repräsentierten ihre Aftiva einen Wert fammlung am Mittwoch bei Hiemte, Wallstraße, ab. Tagesordnung: von 76 276 769 Dollar, ihr Aktienkapital beträgt 60 000 000 Doll. 1. Geschäftliches. 2. Bericht von der Generalversammlung des zur Durchführung der Konsolidierung wird die Pittsburg Co. den Central- Wahlvereins. 3. Kommunales. 4. Die Bezirkseinteilung Besitz der Monongahela Co. pachten. Man erwartet, daß der ge- und Wahl von Bezirksführern für die Landagitation. 5. Verschiedenes. meinsame Betrieb bedeutende Ersparnisse zur Folge haben wird. Die Wirkungen des Monopols der Standard Oil Company auf dem deutschen Markt. An der im letzten Bericht stizzierten Börsenlage hat sich seitdem fast nichts geändert. Entgegen den auch zu Anfang der endenden Woche wieder auftauchenden Prophezeiungen, nun wäre endlich der New Yorker Börsenmarkt gereinigt, bot bis in die letzten Tage hinein das Treiben in Wallstreet ein Bild nervöser Erregtheit, und anstatt der verheißenen Beruhigung zeigte sich ein weiteres llebergreifen der Verstimmung auf London und Paris. Im ganzen verhielt sich dieser schwachen Tendenz der fremden Märkte gegenüber die Ber Liner Börje ziemlich fest, doch übte immerhin die Situation der AusLandsbörsen auf eine Reihe von Werten, vornehmlich natürlich auf jene, die von New York, London und Paris abhängig sind, einen gewissen Drud aus. Zu diesem Einfluß traten verschiedene andre abschwächende Faktoren hinzu: die finanzielle Spannung in Spanien, schwankende Nachrichten aus der Eisenbranche über die verschiedenen Kartellverlängerungs- und Zusammenschluß- Verhandlungen, größere Seit vor fünf Jahren der russischen Nobelgesellschaft vom Rummelsburg. Der hiesige Wahlverein hält am Dienstag, Exekutionsverkäufe für Rechnung eines hiesigen falliten Spekulanten Finanzminister Witte das Recht zugestanden wurde, sich an aus- den 2. Dezember, abends 8 Uhr, im Lotal von Schömann, und so weiter. Dagegen fehlte es auf der andern Seite an irgend ländischen Petroleum- Aktiengesellschaften zu beteiligen, taucht von Neue Prinz Albertstr. 70 eine außerordentliche General welchen nachhaltigen Anregungen. Die Folge war, daß sich die Zeit zu Zeit immer wieder die Nachricht auf, daß die großen russischen Versammlung ab und werden die Mitglieder ersucht, recht zahl Spekulation größte Zurüdhaltung auferlegte. Auch die Ultimo Gesellschaften und die Rockefellersche amerikanische Standard- Dil- reich und pünktlich zu erscheinen. Tagesordnung siehe Inserat in Der Vorstand. Regulierung vermochte das Geschäft nur wenig zu beleben. Bant- Company sich über Preise und Absatzgebiete verständigt hätten, das heutiger Nummer. und Bahnaktien lagen zumeist ganz still, behaupteten aber durchweg lange angefündigte Welt- Petroleumfartell also nunmehr zu stande Friedrichsfelde. Hente Sonntag früh 8 Uhr ist Flugblattihren Kurs, während die wichtigeren Kohlen- und Hüttenaltien gekommen sei. Bisher haben sich solche Meldungen immer wieder verbreitung. Treffpunkt bei Losse, Luisenstr. 20. Dienstaggrößtenteils Kursrüdgänge erlitten, einige um mehrere Prozent. als verfrüht herausgestellt; denn kurz nach dem Auftauchen des abend 834 1hr findet bei Bube eine öffentliche Versammlung Zu den verschiedenen Faktoren welche die New Yorker Effekten- Gerüchts sah man da und dort die bisher konkurrierenden Gesell- statt, in der Reichstags- Abgeordneter Dr. Herzfeld über die Arbeiterbörse beunruhigten, gehört auch die Nachricht, daß die Ausschaften besondere lokale Abkommen treffen, während anderswo von Berficherungsgesetze sprechen wird und ferner kommunale Angelegengleichsverhandlungen zwischen den amerikanischen Kohlengräbern und neuem Wettbewerbs- Streitigkeiten ausbrachen. Bestände ein Kartell, heiten auf der Tagesordnung stehen. Kohlengrubenbefizern zum Stillstand gekommen sind und es als das die Absatzverhältnisse allgemein regelte, würden solche lokale nicht ausgeschlossen erscheint, daß ein Teil der in den Anthracit- Abkommen nicht nötig sein. Mühlenbeck. Wahlverein( Bezirk Pankow). Heute nachmittag " Lokales. Weihnachtsfaifon. gruben beschäftigten Arbeiter von neuem in den Ausstand tritt. Dennoch fann man in gewissem Sinne auch jetzt schon von einem 4 Uhr Mitglieder Bersammlung in Gerlachs Gasthof Immer mehr hat sich in lezter Zeit herausgestellt, daß es Weltmonopol reden, insofern nämlich, als für einzelne Länder, in Zur Sonne". Vortrag des Genossen Paeßel- Berlin über:" Die von Seiten der Arbeiter ein Fehler war, die Vorschläge des denen die sogenannten Interessensphären hart aneinander stoßen, Teuerungspolitik und der Umsturz. Diskussion. Gäste willgroßen Teddy"( Theodor Roosevelt) anzunehmen und diesem schon heute zwischen der Standard Oil Company und den Gesell- kommen. die Wahl des Schiedsgerichts zu überlaffen. Die Schlich- schaften der Rothschild und Nobel- Gruppe besondere Importtung des Streits hat dem Präsidenten nur eine billige fonventionen bestehen, die den einzelnen großen Compagnien einen Bopularität verschafft und ihn davor bewahrt, unter dem Druck der bestimmten Anteil an der Einfuhr dieser Länder garantieren. In öffentlichen Meinung ernsthaft Stellung gegen das Treiben der England habe erst vor einigen Monaten die Londoner Filiale der großen Anthracitcompagnien zu nehmen, beren Leiter fich zu den Standard Oil Company, die Angio- Amerikanische Gesellschaft, mit getreuesten Söhnen der republikanischen Partei zählen und für deren der Agentur der Rothschildschen Naphtha- Unternehmungen, der Der erste Adventssonntag ist der officielle Anfang der WeihWahltassen stets eine offene Hand gehabt haben. Dagegen haben die Anglo- Kaukasischen Gesellschaft, und der von Rothschild, Nobel und nachtssaison- nicht nur für die Kirche, sondern auch für die GeArbeiter, die allerdings im Fall einer Nichtannahme der Samuel geleiteten Consolidated Betroleum- Company ein Abkommen schäftswelt. Daß beim Herannahen des Weihnachtsfestes die meisten Rooseveltschen Vorschläge sich die Gunst der fast stets nur getroffen, das der Standard Oil Company ungefähr zwei Drittel Zeute von Gedanken erfüllt werden, die auf viel materiellere Dinge nach dem Augenschein urteilenden öffentlichen Meinung ver- und den russischen Gesellschaften ein Drittel des englischen Imports scherzt haben würden, ihre gute Bofition garantielos preis- fichert. Und ähnliche Abkommen bestehen auch noch für andre euro- als auf die weihnachtlichen Darbietungen der Kirche gerichtet find, gegeben im Vertrauen auf die bielgerühmte Unparteilichkeit Teddys. päische Staaten, wenn auch über die Einzelheiten der Vereinbarung das wird von den Dienern der Kirche und auch von der kirchlich Ein Vertrauen, das Roosevelt dadurch rechtfertigte, daß er ein fast nichts bekannt getvorden ist, speciell für Deutschland, das von gesinnten Tagespresse alljährlich immer wieder aufs Neue beklagt. Schiedsgericht berief, in welchem ein halber, Arbeiter dem Ableger der Standard Oil Company der Deutsch- Amerikanischen Wir glauben, fie werden's nicht ändern. Sie werden mit all freund" bier ausgesprochenen Trustfreunden" und Petroleum- Gesellschaft faft ausschließlich beherrscht wird, die infolge ihrem frommen oder fromm thuenden Eifer den Geschäftsmann nicht zwei Personen, die vielleicht als unparteiisch der Zurückhaltung der ruffischen Konkurrenz neben bedeutenden Ab- davon anbringen, beim Beginn der Adventszeit mir an das eine zu gelten tönnen, gegenüber steht. Denn von den ſchreibungen in den letzten fünf Jahren derartige Profite erzielte, benken, daß nun das lange erwartete Weihnachtsgeschäft losgehen 28ashingtoner Sieben" fann nur E. Clart allenfalls als daß fie 28 bis 45 Prozent Dividende verteilen konnte. Arbeiterfreund" gelten, aber auch nur so halb und halb; denn er Beschränkt wurde die ruffische Konkurrenzfähigkeit bisher das und der heiß ersehnte Weihnachtsverdienst in seine manchmal, ach! ift Leiter des„ Drdens" respektive der Loge" der Eisenbahn- Kon- durch. daß neben dem Triumvirat Rothschild- Nobel- Mantascheto eine fo leere Kaffe schießen soll. Wohl ihm, daß der Weihnachtsmonat dukteure: eines der konservativsten Gewerkvereine der Vereinigten große Reihe kleiner Gesellschaften und Unternehmer standen, die überhaupt noch eine Zeit der Ernte für ihn ist! Staaten, der völlig im republikanischen Fahrwaffer segelt, und gegen den ausgezeichnet organisierten, kapitalfräftigen Rockefellerschen Dem Arbeiter flingt das Wort„ Weihnachten" meist sehr viel deffen Tendenz schon dadurch genügend gekennzeichnet wird, daß er Trust nicht aufzukommen vermochten. Wie aus Rußland berichtet weniger nagenehm in die Ohren. Für einen großen Teil der bereits früher Roosevelt zum Ehrenmitglied ernannt hat. Das andre wird, hat sich dort aber jetzt ein Busammenschluß der größeren Unter- Arbeiterbevölkerung beginnt ja mit dem Dezember eine Periode des als arbeiterfreundlich bezeichnete Mitglied des Schiedsgerichts, nehmer zu einem Kartell vollzogen, das, wenn es vorerst auch nur Beschäftigungsmangels, des Erwerbsverlustes, der Entbehrung, der der Bundes Arbeitskommissar Wright, der als einziger für das nächste Jahr gefchloffen ist und nur eine Festsetzung der Not. Die Weihnachtsgedanken, die den wieder einmal aufs Pflaster Unparteiischer gelten fann, ist nur Brotokollführer und Sach- Breise für das innere Rußland zum Zweck hat, doch die Grundlage geworfenen Arbeiter beschleichen, stehen begreiflicherweise in vollverständiger, Stimmrecht im Gericht befigt er nicht. Hingegen für eine spätere einheitliche Organisation des Exports bietet. enthält das Gericht atvei enragierte Truftfreunde und bekannte Was der russischen Naphtha- beztv. Petroleumindustrie fehlt, lommenſtem Gegensage zu der Stimmung, die die Eröffnung der Anwälte der Grubenbefizer, nämlich den Kohlenbergwerks- Magnaten um auf dem europäischen Markt erfolgreich konkurrieren zu können, Weihnachtssaison in dem Geschäftsmann zu wecken pflegt. Aber Thomas Watkins und den Redakteur des New Yorker ist vor allem eine gute Konzentration des Erports mit modernen gerade darum passen sie noch weniger zu den tönenden Worten, die Engineering und Mining Journal" Edw. Wheeler Barter, Transporteinrichtungen nach amerikanischem Muster. Wie weit die die Kirche in der Adventszeit für die den harten Kampf ums Dasein benen fich fich als dritter und bierter im Bunde Bunde der be- russische Betroleumindustrie in dieser Hinsicht zurück ist, zeigt die führende Menschheit bereit hält. fannte republikanische Handelspolitiker und Imperialist John Thatsache, daß, während die russische Naphthaproduktion die amerikaM. Wilson und der strebsame Bundesrichter und Bundes- nische längst überholt hat, sowohl die russische Ausfuhr von NaphthaDer Tobesfall im Strafgefängnis Tegel, über den wir am fenator George Gray anschließen. Als Unparteiischer bleibt produkten als von Leuchtöl noch nicht zwei Fünftel der amerikanischen nur der katholische Bischof Spalding, der als einer der welts Ausfuhr beträgt. Rußland gewann nach einer Zusammenstellung 4. November berichtet haben, wird von der Staatsanwaltmännischen, gewandten Diplomaten charakterisiert wird, welche die der Petersburger Beitung" 1887 erst 160, 1890: 226, 1895: 377, schaft des Landgerichts Berlin II nunmehr als erledigt angesehen. Tatholische Hierarchie in reicher Fülle hervorgebracht hat, der aber 1900: 600 und 1901: 672 und in den ersten sieben Monaten des Die Frau des in dieser Anstalt verstorbenen Malers Paul bisher keineswegs als arbeiterfreundlicher" Socialpolitiker" hervorlaufenden Jahres( für die letzten Monate fehlen noch die Nachweise) Schulze hatte beantragt, daß die Leiche wieder ausgegraben und getreten ist. Kein Wunder, daß die Grubenarbeiter, nachdem der 358,5 Millionen Bud( 1 Pub= 16,38 Silogramm). Dagegen be- bie Todesursache durch gerichtliche Leichenöffnung festgestellt werde, Stausch über den eingebildeten Sieg verflogen ist, einzusehen be- lief sich, in Pud umgerechnet. die amerikanische Nohproduktion im ginnen, daß sie die Geprellten sein werden, und daß fie die erficht vorigen Jahre nur auf ungefähr 480 und in den ersten sieben sowie daß zur Wiederbeerdigung nicht ein Anstaltssarg, sondern ein liche Taktik des Schiedsgerichts, die Beratungen hinzuzögern, mit Monaten dieses Jahres nur auf 231 Millionen Bud. Während aber bon ihr selber beschaffter Sarg benutzt werde. Die StaatsanwaltMißtrauen verfolgen. Amerita von diesen 231 Millionen Pud Rohproduft allein 83 Mill. fchaft hat die beiden ersten Anträge abgelehnt und Frau Sch. bea Wie leicht die Grubenmagnaten, wenn sie nur wollten, die An- Bud Leuchtöl ausführte, stellte sich die russische Ausfuhr an Leuchtöl züglich des dritten Antrags an die Friedhofsverwaltung verwiesen. fprüche der Arbeiter auf etwas beffere Arbeitsbedingungen gewähren nur auf 37,5 Millionen Bud; und ähnlich verhält es sich mit den Die Todesursache sei vollkommen flar; Sch. fei einem Gehirnschlage tönnten, lehrt eine jüngst von Bradstreets" veröffentlichte Petroleum- Nebenprodukten. erlegen.( Die an Frau Sch. gelangte amtliche Todesnachricht sprach Statistik des amerikanischen Kohlenbaus. Danach wurden an Von den Fürsprechern der Standard Oil Company bezto. der von Lungenemphysem.) Die von Frau Sch. an der Leiche bebituminöfer Stohle im Jahre 1890 von 192 204 Mann in Deutsch- Amerikanischen Petroleum- Gesellschaft wird gewöhnlich merkten Flecke, die sie als Verlegungen deutete, seien von andren 226 Tagen 111 302 322 Tonnen( a 907 Kilogramm) im Werte von geltend gemacht, daß bisher die Herrschaft der amerikanischen Trusts entweder nicht bemerkt oder anders gedeutet worden. Einer der 110 420 801 Dollar zu Tage gebracht, im Jahre 1895 von 289 962 feineswegs zur Breissteigerung geführt hätte. Der Preis stände Mann während 194 Tagen 185 118 198 Tonnen im Werte von heute auf ungefähr gleicher Höhe wie vor zehn Jahren und hätte Auffeher habe erklärt, er habe sie für Schör fe gehalten, es könne 115 779 771 Dollar, im Jahre 1900 von 304 375 Mann in 234 Tagen in diesem Zeitraume nur wenig geschwankt. Das ist richtig. Ebenso aber auch Schmutz gewesen sein. Die Vermutung, Sch. habe an 212 314 912 Tonnen im Werte von 220 913 518 Dollar, im Jahre richtig ist aber auch, daß, wenn freier Wettbewerb auf dem deutschen Krämpfen gelitten( wovon seine Ehefrau nie etwas bemerkt zu haben 1901 endlich von 340 235 Mann in 225 Tagen 225 826 849 Tonnen Markt herrschte, das Petroleum in den letzten drei Jahren um circa versichert) und habe sich in einem Krampfanfall verlegt, wird in dem 25-30 Broz. billiger nach Deutschland gelangt fein würde. Der Schreiben der Staatsanwaltschaft nicht wiederholt. Die rasche und im Werte von 236 406 449 Dollar. In den Anthracit Stohlen- Bergwerken betrug im Jahre 1890 Betrag, der dadurch den deutschen Konsumenten erspart geblieben die Zahl der Grubenarbeiter 126 000, bie in 200 Tagen 46 468 641 wäre, ist ein recht beträchtlicher, denn Deutschland hat in 1899 gegen die Verabredung mit Frau Sch. erfolgte Einfargung sei inTommen( a 907 Stilogramm) Anthracit im Werte von 66 388 772 Dollar für 79. in 1900 für 84 und in 1901 für 71 Millionen Mart Betro- folge der vorgeschrittenen Verwesung notwendig geworden. Das Tat. Verbot, den Sarg noch einmal zu öffnen, sei irrtümlich erfolgt. förderten. Im Jahre 1895 förderten 142 917 Mann in 196 Tagen leum eingeführt. Ein Fall von kaum glaublicher Intoleranz wird der Redaktion Flamme" aus diesem verstorbenen hatten in pietätvoller Erfüllung seines letzten Willens seine Feuerbestattung angeordnet und gebeten, den Leichnam bis zur Ueberführung zum Bahnhof, in dem Krankenhause belassen zu dürfen. Das war auch bewilligt worden. Man stelle sich aber die fchmerzliche Ueberraschung der Angehörigen vor, als sie zur Abholung des Sarges famen und ihn nicht in der Leichenhalle der Anstalt, auch nicht im Leichenteller, sondern in einem Nebenraume, anscheinend dem Waschteller, fanden, dessen Eden " 57 999 337 Tonnen im Werte von 82 019 272 Dollar, im Jahre 1900 206 Mann 141876 7am in 166 Sagen 57367915 Tommen im Berte bo Berliner Partei- Angelegenheiten. Dinterbliebenen eines in hifigen Strantenaufe gemeldet. Die 85 757 Dollar, Jahre 1901 Tagen 67 471 667 Tonnen im Werte bon 112 504 020 Dollar. Im Durchschnitt hat der einzelne Arbeiter pro Tag gefördert: 1890 1895 1900 1901 • Anthracitkohle 1,85 Tonnen Weichkohle. 2,56 Tonnen 2,90 . " 2,98 2,07 2,40 2,94 2,36 D Die Lokalliste für Berlin und Umgegend ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unfres Blattes beigefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokalliste streng zu beachten. Den Saalabtreibereien und Berweigerungen gegenüber, die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Vororten dagegen offen Es ist also die durchschnittliche Arbeitsleistung des einzelnen betrieben werden, bleibt uns kein andres Mittel übrig als die mit Gerümpel angefüllt waren. Auf den entrüsteten Protest eines Arbeiters seit 1890 beträchtlich gestiegen, in in der Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, muß Schwagers des Berstorbenen antworteten die Krankenschwestern, fie Beichlohlenproduktion um ungefähr 15 Broz, bei das Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, Parteigenoffen, besucht trügen feine Schuld, es sei ihnen befohlen worden, diesen Sarg, der Anthracittohlen um 28 Broz. Und zugleich stieg der daher bei Ausflügen, Bergnügungen zc. nur solche Lokalitäten, beabsichtigten Feuerbestattung wegen, nicht in die gewöhnlich zur Durchschnittspreis pro Tonne ab Grube bei bituminöser Kohle um welche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Dingen Aufbewahrung der Toten dienenden Räume zu schaffen. Welches 6 Broz, bei Anthracitkohlen um 18 Pro3. Demnach hat also in der Anthracittohlen- Industrie erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, Recht hat die Verwaltung eines Krantenhauses, fich uni die Form die Leistungsfähigkeit der Arbeiter um 28, der beim Abschluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste der Bestattung zu fümmern? Welches Recht hat fie, denjenigen Preis um 18 Proz zugenommen; und doch ist es ben die neue Lotalliste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen Toten eine entwürdigende Behandlung zu teil werden zu laffen, die Nach Informationen, welche die Volts 8tg." erhalten hat, Grubengesellschaften angeblich ganz unmöglich, die Löhne, die feit Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit dem Wirt feuerbestattet werden sollen? 1890 in vielen Revieren nicht nur nicht gestiegen, sondern direkt eine Klaufel Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für handelt es sich in dem vorliegenden Falle um das Elisabethgefallen find, aufzubeffern! Arbeiterversammlungen später verweigert werden rantenhaus in der Lützowstraße. D Außerordentlich fördernd hat der Streit auf die Konzentration follte, der Vertrag feine Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkomm Eine Hinterbliebenen- Versorgung für die Feuerwehr. Dffiziös der Eisen- und Stahlindustrie gewirkt. Schon während des Streits bemühten sich die größeren Eisen- und Stahlwerte große Kohlen- nisse der letzten Zeit lassen eine Bestimmung dieser Art bringend wird gemeldet: Nachdem nun die Gewährung von Ruhegeld und lager und Gruben zu erwerben, um sich unabhängig von den ratsam erscheinen. Ebenso ist es Pflicht der Vorstände und die Witwen- und Waisenversorgung für alle im städtischen Dienste Kohlengesellschaften zu stellen, und diefe im großen Maße betriebenen Somitees, dafür nach Möglichkeit zu sorgen, daß bei Mehrbedarf dauernd beschäftigten Personen durch Drtsstatuten 2c. geregelt find, Antäufe dauern noch immer fort. Daneben aber findet auch in der an Bedienungspersonal der Stellennachweis des Verbandes glaubt der Magistrat einer ähnlichen Regelung gegenüber den AnKohlenindustrie selbst durch Verschmelzung Kleinerer Gesellschaften deutscher Gastwirtsgehilfen, Ortsverwaltung Berlin", gestellten der Feuerwehr, die zwar nicht der städtischen Verwaltung 1. April 1903 in Kraft treten. bekannt. unterstellt worden ist, aber ihre aufopfernde und segens-[ der Centralisation auf dem Krankenkaffengebiet wird durch diesen event. Adlershof. Zivei Angelegenheiten, welche das Intereffe der reiche Thätigkeit der Stadt widmet, sich sich nicht länger Wechsel in der Kassenzugehörigkeit in feiner Weise berührt. Weil Allgemeinheit zu erweden geeignet sind, beschäftigten die letzte entziehen 311 dürfen. Zunächst mußte das Pensions übrigens eine Centralisation der Berliner Kassen noch in weitem Gemeindevertreter- Sigung. Bei Punkt 8 der Tagesordnung teilte reglement vom Jahre 1882, das vom Reichsgericht als Ortsstatut Felde liegt, müssen dabei die speciellen Umstände des Falles maß der Gemeindevorsteher mit, daß bei dem Grundstück Bismarckanerkannt worden ist, aufgehoben worden. Der Minister von gebend sein und ist deshalb zu erwarten, daß den berechtigten straße 12 und 13 von dem Inhaber teilweise Gemeindeland mit Hammerstein hat sich hierzu bereit erklärt. Die neuen Be- Wünschen der Arbeiter, welche selbst vom Handelsminister, in benigt und sogar bebaut worden ist, ohne daß die Gemeinde eine stimmungen erstrecken sich auf alle etatsmäßig Angestellten. Allen sachlicher hinsicht als das Richtige" bezeichnet werden, Abtretung resp. Erlaubnis jemals ausgesprochen hat. Wie aus den wird Pensionsberechtigung, Gnadenbewilligung und Hinterbliebenen Rechnung getragen wird, unsomehr als es sich nm eine Arbeiter Grundstüdsaften festgestellt wurde, ist eine Anerkennung der Rechte Versorgung gewährt, und zwar im allgemeinen nach den für die gruppe handelt, welcher auf dem gerade für sie wichtigen Gebiete der Gemeinde von dem Befizzer des Grundstücks abgelehnt worden. unmittelbaren Staatsbeamten geltenden Grundsätzen. Dem der Krankenfürsorge sowieso schon die größten Schwierigkeiten Von allen Vertretern, welche hierzu das Wort nahmen, wurde die Exekutivpersonal follen fernerhin die Begünstigungen hin- entgegenstehen. Bedeutung dieser Angelegenheit hervorgehoben, da durch ein sichtlich der Anrechnung der Dienstzeit bei der hiesigen Feuerwehr und bei Unfällen zustehen. Die doppelte Anrechnung der Malermeister Schröder aus Berlin in Köpenid. Nachdem er dort im fizer zu veranlassen, das Gemeindeland preiszugeben und für das Einen Selbstmordversuch machte vorgestern, Freitagabend ein Burücktreten des Grundstüds auf seine wirkliche Grenze ein bedeutendes Verkehrshindernis beseitigt würde. Es wurde beschlossen, den Bes Berliner Dienstzeit fonnte aber nicht aufrecht erhalten werden. Die Hotel„ Stadt Magdeburg" gut gegessen und getrunken hatte, ging Berbleiben der Eingangstreppe zum Grundstück eine geringe Ent borgeschlagene 1 fache Anrechnung genügt den berechtigten An- er um 7% Uhr auf den Hof hinaus und versuchte sich zu erschießen. sprüchen, als zu der Pension fünftig die Hinterbliebenen- Versorgung Schwer verlegt wurde der Lebensmüde in ein Stranfenhaus gebracht. Schädigung an die Gemeinde zu entrichten. Bei Ablehnung dieser treten soll. Das neue Drtsstatut soll ohne rückwirkende Kraft am was ihn zu dem Selbstmordversuch veranlaßt hat, ist noch nicht Forderung foll von der Gemeinde der Klageweg beschritten werden. Das feit längerer Zeit die südlichen Vororte Berlins intereffierende Projekt einer Bewässerungsanlage steht jetzt vor Die Zahl der im Straßenverkehr Berlins verunglückten Personen Kurze Frende. Der Wirt des Ratskellers in Rheinsberg hatte feiner Verwirklichung. Die Anlage soll unterhalb des Falkenberge bei war im Monat November eine ganz außergewöhnlich hohe vorgestern in Berlin zu thun und vertraute sein Geschäft dem Ober- Grünau errichtet werden. Die Kosten sind auf 582 000 m. veranschlagt; 3 tvö If Menschenleben wurden vernichtet, und neunundzwanzig fellner Heinrich Hesse an. Dieser mißbrauchte schnöde das in ihn die Verzinsung und Amortisation soll durch Abgabe des Waſſers zum im Monat Oktober. Bon Lastwagen wurden drei, von Mörtelwagen gelegte Bertrauen, indem er mit der Kasse von 500 Mark durch Preise von 19 Pf. pro Kubikmeter gesichert sein; es ist vorgesehen, zwei, von Geschäftsfuhrwerken zwei, von Wagen der Großen Berliner brannte und ebenfalls nach Berlin fuhr. Das Ereignis wurde daß die Anlage in einigen Jahren einen lleberschuß ergiebt. In Straßenbahn drei, von der Südlichen Vorortbahn eine, von einem natürlich auch am Stammtisch des Ratskellers besprochen. Als nun Betracht für diese Anlage kommen die Orte Adlershof, Alt- Glienice gestern eine geschäftliche Angelegenheit einen der Stammgäste nach und Grünau, welche zu einem Bewässerungsverbande mit Verleihung Wagen der Allgemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft eine Person Berlin rief, war einer der Ersten, die ihm in der Friedrichstraße der Rechte öffentlicher Körperschaften zusammentreten sollen. Um überfahren resp. umgestoßen und getötet. Die tödlich Verunglückten begegneten, der durchgebrannte Oberkellner. Er ließ den Ungetreuen die Anlagekosten nicht unverhältnismäßig zu erhöhen, werden zuerst waren zwei Kinder und zehn Männer. Von den neunundzwanzig Schwerverletzten dürften drei dauernd verkrüppelt bleiben, während bei fort festnehmen und rettete so seinem Stammwirt den größten nur diejenigen Straßen angeschlossen, welche schon genügend Teil der veruntreuten Summe. Hesse räumte die Unterschlagung bebaut sind. den übrigen auf gänzliche Wiederherstellung zu rechnen ist. Sechszehn der Verunglückten sind durch Last, Geschäftsfuhriverte resp. ein und wurde der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Freiwillig gestellt hat sich nach Unterschlagungen von 2600 M. Droschten niedergerissen worden. Neun Personen zogen sich im Ein alter Taschendieb namens Alfred Chossé, der erst fürzlich der Inspektor des Rigdorfer Amtsgerichts- Gefängnisses Betriebe der Großen Berliner Straßenbahn, zwei Personen bei der wieder aus dem Zuchthause gekommen war, glaubte, daß er auf dem Regel. Er erschien gestern im Moabiter Amtsgericht und meldete Westlichen Vorortbahn erhebliche Verlegungen zu; vier dieser Opfer Felde seiner bisherigen Thätigkeit nicht viel mehr ausrichten werde, der Staatsanwaltschaft, daß er sich im Amte vergangen habe, und verunglückten beim Verlassen resp. beim Besteigen in der Fahrt da ihm die Finger schon zu steif geworden seien, und legte sich daher wurde dem Untersuchungsgefängnis des Landgerichts II übergeben. befindlicher Wagen. Je eine Person wurde im Betriebe der elektri- auf Bodendiebstähle, die weniger Gewandtheit erfordern. Eine Zeit- S. ist erst 26 Jahre alt, war Offizier und soll von seiner Militärzeit schen Hochbahn und der Stadtbahn schwer verwundet. In 5 Fällen lang hatte er auch Erfolg und heimste eine ganze Menge Wäsche her noch Verpflichtungen gehabt haben. Seine Gläubiger drängten ist ein Verschulden der Kutscher angenommen; in den übrigen ein, die Hausfrauen zum Trocknen aufgehängt hatten. Eine alte ihn in der letzten Zeit sehr, so daß er den Weg des Verbrechens 36 Fällen liegt Selbstverschulden oder Zusammentreffen unglücklicher Gepflogenheit aber wurde ihm schließlich verhängnisvoll. Taschen betrat. Der junge Mann hatte als Inspektor des Rirdorfer AmtsUmstände vor. Von wesentlichem Einfluß auf die hohen Zahlen der diebe pflegen bald nach einem Griff nachzusehen, was sie erbeutet gerichts- Gefängnises nur 1500 m. jährliches Gehalt, welche Summe Statistik war das ungünstige Wetter im Monat November, durch haben, um nur das bare Geld zu behalten und sich der verräterischen für seine Lebenshaltung nicht ausreichte, geschweige denn daß er dawelches an verschiedenen Tagen eine gefährliche Glätte herbeigeführt Portemonnaies zu entledigen. So machte sich Choffe auch bald von Schulden bezahlen komite. daran, die gestohlene Wäsche zu sortieren, um sie gleich zu verkaufen, dachte aber nicht daran, daß man ein Wäschebündel eher sieht als Rigdorf. Der vierte und legte vollstümliche Kunstabend im RealErweiterung des Nachtbetriebes im Straßenbahnverkehr. Eine ein Portemonnaie. Als er nun vorgestern abend so dreift war, die gymnasium vor Weihnachten wird zum heutigen Sonntag den Chawichtige Ausdehnung wird der Straßenbahnbetrieb Berlins an Sortierung gleich auf dem Flur desselben Hauses in der Dresdener- rafter einer Erinnerungsfeier tragen und dem schwermütigen und 1. Dezember erhalten. Von diesem Tage ab wird auf eine Anzahl straße, von dessen Boden er die Wäsche gestohlen hatte, vorzu- unglücklichen Dichter Nikolaus Lenau zu seinem 100. Geburtstage der wichtigsten Linien eine wesentliche Hinausschiebung der letzten nehmen, sah ihn ein Schngmann bei seinem Beginnen. Der alte gewidmet fein. In Bortrag und Necitation teilen sich Herr Abfahrtszeiten erfolgen und zwar in der Weise, daß die letzten Wagen Sünder ließ nun seine Beute im Stich, lief davon und troch in eine Dr. Gust. Manz und die junge Schauspielerin Maria Holgers. Der gegen 2 Uhr die Abfahrtstationen verlassen und somit gegen 23 Uhr Kellernische. Der Schußmann verfolgte ihn jedoch, holte ihn aus lyrische Bariton Herr Gerhard Fischer wird 12 gehaltvolle Lieder früh das Centrum Berlins durchkreuzen. Die letzten Wagen werden seinem Versted heraus und übergab ihn der Kriminalpolizei. Gestern des Dichters( Kompositionen von Mendelsohn, Robert Franz, Richard folglich gegen drei Uhr morgens auf den Endstationen resp. auf den mußte der Unverbesserliche, dem eine ganze Reihe Diebstähle zur Strauß, Wilhelm Kienzel) zum Gehör bringen und dadurch das ProBahnhöfen eintreffen. Diese Neuerung wird zunächst, und zwar vom Laft gelegt worden, wieder nach Moabit wandern. gramm besonders abwechselungsreich gestalten. Einlaßkarten zu 30 Montag, den 1. Dezember abends ab, auf folgenden Linien Blaz und 50 Bf. erhält man in den bekannten Verkaufsstellen.( Siehe greifen: Linie 1( Ningbahn), Linie 9( Moabit- Schlesischer Bahnhof), Anschlagfäulen!) Rinie 34( Kreuzberg- Opernplaz- Gesundbrunnen), Linie 54 ( Savignyplatz- Schönhauser Thor), Linie 72( Schöneberg- Frantfurter Allee) und Linie 78( 3oologischer Garten- Rüstriner PlatzFrankfurter Allee). Die Wagen folgen sich im Nachtverkehr vorläufig bis zum Schlußbetrieb in Abständen von 15 Minuten. ersten Löschzuges auch schon auf den Dachstuhl übergesprungen war. twurde. " Fenerbericht. In der Nacht zum Sonnabend wurde die Wehr nach der Stallschreiberstr. 63, Ecke der Prinzenstraße, gerufen. Hier war furz nach Mitternacht auf dem Boden des Hauses auf noch nicht ermittelte Weise Feuer ausgekommen, das an dem Inhalt der zahlreichen Bodenverschläge reiche Nahrung fand und bei Ankunft des Die Wehr hatte daher über eine Stunde mit mehreren SchlauchBei Gerichts- Zeitung. Ein Streifposten hatte sich am Donnerstag vor der 8. Strafgesprochen. Eine polizeiliche Hausfuchung fand in den Räumen der Redaktion leitungen Wasser zu geben, bevor die Gefahr beseitigt war. Abends fammer des hiesigen Landgerichts zu verantworten. Angeklagt war und Expedition des hiesigen Anarchistenblattes Neues Leben" 9 Uhr mußte in der Bernauerstr. 48 in einem Keller ein Brand be- der Bauarbeiter Norgel, der im Juli in der Nähe eines Baues in der Naunynstraße statt. Die vorgefundenen Exemplare der Nr. 40 feitigt werden, der Gerümpel, Stroh und andres Verpackungsmaterial in der Wilhelmstraße seine Obliegenheit als Streifpoften bersah. des Blattes wurden wegen eines Artikels, der eine Beschwerde über ergriffen hatte. Gardinen und Kleidungsstücke hatten zur selben Zeit Norgel sollte, was die Berliner Polizeibeamten nachgerade von jedem das Vorgehen verschiedener Polizeibeamten enthält und in dem die in der Christburgerstr. 39 in einer Wohnung Feuer gefangen, dessen Streifpoften anzunehmen scheinen, den Verkehr gehindert haben. Die Behörde eine Beleidigung der Polizei erblickt, mit Beschlag belegt. Ablöschung indes bald erfolgen fonnte. Alarmierungen, die außer Polizei hatte ihn deshalb mit einem auf 30 M. lautenden Straf Auch in der Privatwohnung des Herausgebers und verantwortlichen dem in den letzten 24 Stunden noch nach der Waldemarstr. 21 und mandat bedacht, und das Schöffengericht hatte diese Strafe beſtätigt. Redakteurs Gladasch wurde aus demselben Grunde gehaussucht.nach der Köpnickerstr. 1 erfolgten, waren auf unbedeutende Anlässe In dem Berufungstermin vor der Straffammer wurde festgestellt, daß die streikenden Arbeiter am Morgen des fraglichen Tages furze Die Berliner Kleingewerbetreibenden planen eine Bekämpfung der zurückzuführen. Zeit vor dem Neubau standen, sich aber der Aufforderung eines Rabatt Sparvereine, soweit solche von Konsumenten ge- Dem Zoologischen Garten hat Herr Herm. Grote, ein junger Schußmanns zufolge zerstreuten, während Norgel noch kurze Zeit vor bildet werden. Ursache hierzu gab die jüngst erfolgte Umwandlung Finnländer, welcher auf der Forstakademie in Eberswalde studiert, dem Bau hin und her ging. Das Berufungsgericht fonnte in diesem des Rabatt- Sparvereins Süd- Ost in eine Handels- wiederum einige nordische Tiere zum Geschenk gemacht, einen Thatbestand nichts finden, was dem Polizeibeamten Grund zum Eingesellschaft mit beschränkter Haftpflicht. Die selbständigen Gewerbe- Schneehasen und mehrere Meisen aus Rußland. treibenden der Luisenstadt befürchten nun, daß die erwähnte Um genauerer Untersuchung hat es sich herausgestellt, daß diese Meisen schreiten hätte geben können. Norgel wurde deshalb freis wandlung des ca. 30 000 Mitglieder zählenden Vereins Süd- Ost nur zu einer Art gehören, die man bisher noch nicht kannte und welche Hoffentlich werden die durch dies Urteil rettifizierten Schutzdeshalb vollzogen sei, um früher oder später in eine moderne Herr Grote als Parus caeruleus pallidus beschrieben leute in Rukunft ihren übermäßigen Eifer gegen streifende Arbeiter Konsumgenossenschaft überzuleiten. In solcher Entwicklung hat. Sie ist mit unfrer Blaumeiſe nahe verwandt, hat aber einen zügeln. aber erblicken die Gewerbetreibenden eine Gefährdung der Existenz, grünlichen Rücken und eine ganz blasse Unterseite. Durch diese und deshalb beschlossen fie in einer öffentlichen Versammlung am Entdeckung wird die Zahl derjenigen Arten, welche im hiesigen Bom Kampf gegen die Arbeiterschaft. Wegen Vergehens gegen Donnerstag, für die Ausbreitung eines eignen Rabatt- Sparvereins, Boologischen Garten zum erstenmal in die Wissenschaft eingeführt 153 der Gewerbe- Ordnung stand gestern der Arbeiter Johann dessen Gründung bereits erfolgt ist, einzutreten. Das heißt mit worden sind, wieder um eine vermehrt. Die Tierfunde hat gerade ürstenberg vor dem hiesigen Schöffengericht. Er sollte nach andren Worten, sie wollen an konsumentenvereine feine Rabatt- durch den Berliner Garten schon sehr wesentliche Unterstüßung der Anklage während des bei Borsig in Tegel ausgebrochenen Streits marken mehr berabfolgen, sondern das Vertragsverhältnis zu diesen erfahren; hier wurde der blauhalfige Strauß, der Stamerun- Elefant, in ungefeßlicher Weise auf Arbeitswillige eingewirkt haben, um sie zur lösen und selbständig Marken an die Kunden abgeben. Dadurch der siamesische Schakal, Böhms Zebra, die Togo- Hyäne, die Tabora Teilnahme am Ausstande zu bewegen. Nach der Beweisaufnahme hoffen fie, den jest bestehenden Rabatt- Sparvereinen die Mitglieder Syäne, der Reg- Bär und noch manche andre Art zuerst mit einem hat sich der Vorfall wie folgt abgespielt. Als eines Tages zwei Arabwendig zu machen und so die Neugründung beztv. Vergrößerung wissenschaftlichen Namen belegt und ausführlich beschrieben. beiter, die sich dem Ausstande nicht angeschlossen hatten, sondern bei einer Konsumgenossenschaft zu verhindern. Sehr wirkungsvoll Borsig weiter arbeiteten, die Seestraße passierten, trat der AngeDer Besucher des Berliner Aquariums kann dort gegenwärtig dürfte dieses Mittel, den Gang der Entwicklung aufzuhalten, eine Anzahl verschiedener aus den südeuropäischen Meeren stammender lagte an den einen von ihnen heran und fragte ihn, warum sie denn arbeiteten, in Tegel sei doch der Streit ausgebrochen? Der und durch Vermittelung der zoologischen Station Rovigno hierher Angeredete erwiderte darauf:" Das geht Sie den Dr... an." worauf Die Berliner Steinbildhauer und Steinmetzen beschäftigen sich gelangter Fischarten betrachten, welche augenblicklich von besonderem der Angeflagte die Redewendung gebrauchte:" Na wartet nur, Ihr feit längerer Zeit mit der Frage einer Bessergestaltung ihrer Intereffe für den Fischfreund und Fischesser find von besonderem Brüder, es kommt auch noch eine andre Beit!" Darin erblickte der Kranten fürsorge durch einen Wechsel ihrer Interesse deshalb, weil in den letzten Wochen die von der größten Staatsanwalt ein Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung und Krantentaisen gugehörigkeit. Aus den Kreisen der deutschen Hochseefischerei- Gesellschaft nach neuen Fischgründen im beantragte 14 Tage Gefängnis. Rechtsanwalt Dr. Heinemann Steinbildhauer ersucht man uns dazu um Veröffentlichung des Südwesten Europas ausgesandten Dampfer diese Fische zum ersten hielt eine Verurteilung des Angeklagten für ganz unmöglich. Es folgenden: Infolge der genügfam bekannten durchschnittlich hohen male auf den Berliner bezw. deutschen Markt gebracht haben. Unter sei das gute Recht der Arbeiter, in einen Ausstand einzutreten; Krankheits- und Sterbeziffer in diesen Berufen ist deren Angehörigen diesen zum Teil im Altertum als Speisefische schon hochgeschätzten jemand aufzufordern, an einem Ausstande teilzunehmen, fei an fidh ohne Rüdficht auf ihre jeweilige Beschäftigungsart der Beitritt in Arten steht der Seewolf oder Seebarsch, ein stattlicher, graugrüner, nicht strafbar. Das zur Strafbarkeit erforderliche Moment liege freie Hilfs- und sonstige Kranken- und Lebensversicherungskaffen fast am Bauch fiberweißer, auf dem Markt„ Lachsbarsch" benannter Fisch aber hier gar nicht vor, denn der Angeklagte habe die inkriminierte vollständig versagt. Sie werden überhaupt nicht aufgenommen. Daß es in erster Reihe. Aus der Familie der Umber- oder Schattenfische Aeußerung gar nicht gethan, um den Zeugen zur Niederlegung der aber auch eine Krantentaffe giebt, welche dem Ausscheiden der ge- nimmt der Adlerfisch oder„ Adlerlachs" feiner Größe und feines töst- Arbeit zu bewegen, sondern ganz offensichtlich, völlig unabhängig famten Berufsgruppe Schwierigkeiten bereitet, ist neu und verdient lichen Fleisches wegen die erste Stelle ein und ihm schließen sich die hiervon, lediglich als Ausdruck des Aergers, über dessen beleidigende deshalb als Monstrosität bekannt zu werden. Als im Jahre 1885 gold- und purpurſchimmernden Rabenfische und Umbrina an. Die Bemerkung. Der Gerichtshof tam nach kurzer Beratung zu dems die Krankenkasse der Steinmeßen sich auflöste, wurden die Stein- Familie der Seebraffen lieferte die in wunderbarem rötlichen Gold- selben Ergebnis und sprach den Angeklagten frei. megbetriebe mit ihrem Arbeitspersonal( Steinmeßen, Stein- glanz schillernden Rotbrassen oder„ Seekarpfen" und noch andre Arten bildhauer, Marmorarbeiter und sonstige dazu gehörige Arbeiter) der gehören der Familie der Makrelen an. Laum sein. Schwer geschädigt hat der Xylograph Joseph Eberle, welcher gestern der vierten Strafkammer des Landgerichts I aus der Unterfuchungshaft vorgeführt wurde, die Krankenkasse der Berliner Xylographen, deren Kassierer er seit 5 Jahren war. Bei der im Juli vorgenommenen außerordentlichen Revision stellte sich ein Fehlbetrag von 7200 M. heraus. Der Angeklagte legte sofort ein Ges fländnis ab, das er vor Gericht wiederholte. Er hatte einen regels mäßigen Monatsverdienst von 200 m. gehabt und für Führung der Krankenkasse eine Jahresentschädigung von 200 m. erhalten, hätte also, da er nur für Frau und ein Kind zu sorgen hatte, wohl austommen können. Er hatte aber für seine Person einen Hang zum Wohlleben, und um feine toftspieligen Bedürfniffe befriedigen zu Giner fönnen, griff er fortgesetzt die ihm anvertraute Kaffe an. Entdeckung hatte er dadurch vorzubeugen verstanden, daß er einen Teil der vereinnahmten Krantenfassenbeiträge fo lange hinter sich behielt, bis die jährliche Revision stattgefunden hatte. Erst später Allgemeinen Orts- Krankenkasse Berlins" überwiesen, welcher fie auch Der Sportpart Friedenau hat für das Jahr 1903 folgende Rennheute noch angehören, während die ebenfalls in Betracht kommenden tage festgefegt: 5. April, 19. April, 3. mai, 17. Mai( Goldenes Rad), Steinbildhauer Betriebe der Bildhauer- Krankenkasse seit 7. Juni, 21. Juni, 5. Juli( Meisterschaft von Berlin über 100 kilojeher angehören. meter), 16. und 23. Auguft( Großer Preis von Berlin), 6. und Der Schaden, welcher den Arbeitnehmern aus dem häufigen 13. September( Großer Preis von Deutschland), 27. September. Wechsel zwischen beiden Kassen entstand und die Erwägung, daß das Im Gewerkschaftshause findet am Sonntag, den 7. Dezember, Steinmeßgewerbe seiner Natur nach eher der Bildhauer Kranken- im großen Saale das nächste Konzert der Berliner Ton tasse als irgend einer anderen zugehört und ferner, weil in tünstler- Vereinigung statt. Die Mannigfaltigkeit sowie Letzterer eine beffere Krantenfürsorge möglich ist, das waren die insbesondere die Mitwirkung des Tenoristen Herrn Th. Scheer dürfte Gründe für den lebendig gewordenen Wunsch der Arbeiter, daß auch diesmal ihre Anziehungskraft ausüben. Bezüglich des Näheren auch die Steinmetzbetriebe der Orts- Krankenkasse der Bildhauer zu verweisen wir auf das heutige Juferat. geteilt werden möchten. Die Blazvertreter im Auftrage der Berufs kollegen sowie der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Bildhauer wendeten sich auch erfolgreich mit einem diesbezüglichen Antrag an die Aufsichtsbehörde. Gegen diese Entscheidung legte numehr die Allgemeine Dris- Krankenkasse Returs ein und erzielte, daß der Aus Schöneberg. Burückgezogen hat der Magistrat in Schöne trug er dann die Beträge in das Kaffenbuch ein. Der Staatsanwalt Handelsminister die Entscheidung des Oberpräsidenten berg die am 1. Oftober eingebrachte Vorlage, wonach der Play Y beantragte gegen den Angeklagten 1½ Jahre Gefängnis und dreiaufhob. Da sich in sachlicher Hinsicht die Zugehörigkeit an die evangelische Kirchengemeinde zur Erbauung eines ijährigen Ehrverlust, der Gerichtshof ging aber über den Antrag der Steinmezbetriebe zur Bildhauerkasse und nicht kirchlichen Monumentalgebäudes überwiesen werden soll, wofür die hinaus und erkannte auf zwei Jahre Gefängnis und dreis zur Allgemeinen Orts- Krankenkasse als das Richtige ergiebt, so empfiehlt Pfarrgrundstücke an der Grunewaldstraße zur Weiterführung der jährigen Ehrverlust. Aus den Nachbarorten. fich die Einleitung des Verfahrens gemäß§ 48 des Gesetzes. Hierzu Eisenacherstraße eingetauscht würden und die Stadtgemeinde außer " Der in dem Prozeß gegen den Grafen Püdler- Kl. Tschirne zu ist erforderlich, daß die Generalversammlung der Allgemeinen Orts- dem noch 82 500 m. zuzuzahlen hätte. Der in dieser An- gestern vor der neunten Straffammer des Landgerichts I angefekt Krankenkasse das Ausscheiden der dem Steinmetzgewerbe angehörenden gelegenheit eingesetzte Ausschuß hatte nämlich die Forderung der gewesene Termin ist aufgehoben und ein neuer Termin auf Donners Raffenmitglieder beantragt und daß die Mehrzahl dieser Kassen- Pfarre um 50 000 M. ermäßigt und es dürfte aus der Verbindlich- tag, 4. Dezember, vormittags 9, Uhr angefeßt worden. In diesem mitglieder zustimmt." So heißt es in der Entscheidung des Handels- machung des Magistrats der letztere die nötige Konsequenz gezogen muß nunmehr die noch unerledigt gebliebene Anklage wegen Be miniſters. Daß die Mehrzahl der dem Steinmeßgewerbe an haben. Das Projekt wegen Abtretung der sogenannten Dorfaue( in leidigung der Richter der zweiten Straffammer von Anfang an noch Es handelt sich dabei bekanntlich um gehörenden Kaffenmitglieder zustimmt," ist eine eigentlich längst der Hauptstraße) zum gleichen Zwed, scheiterte bekanntlich an der einmal verhandelt werden. beantwortete Frage. Die Steinmegen und Steinbildhauer erwarten Weigerung, die neue Kirche an Stelle der alten in die Fluchtlinie die Frage, ob der Berichterstatter Schweder, auf dessen Vermumehr eine ihnen günstige Regelung der Angelegenheit durch die der Straße zu setzen, nachdem auch das Oberkonsistorium, aus Bietät" fammlungsbericht die Anklage hauptsächlich beruht, den Anspruch auf Generalversammlung der Allgemeinen Drts- ein Niederreißen des jezigen alten Gebäudes nicht für wünschens- Zuverlässigkeit erheben kann oder nicht. Graf Püdler hat die Krantentaffe, welche am 5. Dezember 8. J. tagt. Das Principl wert gehalten hat. Richtigkeit des Berichts bestritten, der Beuge Schweder hat die Richtig teit behauptet. Zu dem neuen Termin sind nun auf Antrag des Beschädigungen durch Elektricität. Nach dem Vortrage praktische Uebungen. Rechtsanwalts Ulrich geladen worden: die Reichstags- Abgeordneten Neue Theilnehmer werden noch aufgenommen. Die Weihnachtsfeier findet Liebermann v. Sonnenberg und Dasbach, der Land- am zweiten Weihnachtsfeiertage, abends 6 Uhr, im selben Lokale statt. Berliner Kranken- Unterstützungs und Begräbnisverein für richter Hoffmann aus Stargard, der Kaufmann Traut Frauen und Mädchen( gegründet 1892). Heute: Generalversammlung. mann aus Reinickendorf und als Sachverständiger der Stenograph Bortrag. Geselliges Beisammensein.( Siehe Inserat.) Ritter, ferner sind geladen worden die beiden Vorsitzenden des Vereins Berliner Presse", Chefredakteur Vollrath und ten Brink, sowie die Journalisten Schweder und Herzberg und der Polizeilieutenant Schirmer. " Eingelaufene Druckschriften. = Wochen: Spielplan. Opernhaus Sonntag 30. Montag 1. Dienstag 2. Der Prophet Hänsel u. Gretel Romeo u. Julia Die Puppenfee Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin SW., Beuthstr. 2) haben soeben das Dezember Heft ihres VIII. Jahrganges erscheinen lassen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Eduard Bernstein: Das Prämien- Lohnsystem und die Arbeiter. Otto Hué: Klerifalismus und Gewerkschaftsbewegung. Friedrich Stampfer: ReichsFinanzreform. George Sorel: Sociale Ideen und Organisation der Schauspiel: Maria Stuart König Laurin Arbeit. Dr. Mar Duard: Ein preußischer Junker als dichterischer Revolutionär. Friedrich Hermann Stehr: Die Geschichte vom Rauschen. Herz: Moderne Nassetheorien. Dr. Ignaz Badet: Trinkerbehandlung und Delirium. Politik von Richard Calwer. Wirtschaft von Mar Schippel. GewerkschaftsSocialistische Bewegung von Dr. 2. Gumplowicz. bewegung von Ernst Deinhardt. Genossenschaftsbewegung von Gertrud David. Sociale Kommunalpolitik Socialpolitik von Baul Kampffmeyer. von Dr. Hugo Lindemann. Bücher Nechtswissenschaft von A. Agerius. von Dr. Karl Kollwig, Rudolf Herbst, Dr. Otto Kiefer, Dr. Ch. Schitlowsky, Dr. L. Gumplowicz und Dr. Curt Grottewig. Der Preis der Hefte beträgt 50 Bf., vierteljährlich 1,50 M., zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Bostanstalten( Post- ZeitungsTatalog Nr. 7425), ferner direkt durch den Verlag der Socialistischen Monatshefte", Beuthstr. 2, Berlin SW. 19( 3usendung unter Kreuzband oder in geschlossenem Couvert). Probenummern stehen auf Wunsch kostenfrei zur Verfügung. Die deutschen Arbeiterfekretariate. Von Dr. Richard Souder. Leipzig. Jäh u. Schunke. Witterungsübersicht vom 29. November 1902, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5. 404. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme bes Sonnabends von 7 bis 9%, Uhr abends statt. E. Nr. 3. Haberlands Bauten- Nachweis" erscheint monatlich und ist durch die Expedition, Naunynstr. 38, zu beziehen. Das Abonnement läuft, bom Tage des Eintritts gerechnet, auf ein Jahr. Abonnementspreis 12 M. pro Jahr pränumerando. P. J. Aerztlichen Rat erteilen wir nicht im Briefkasten. Donnerstag 4. Freitag 5. Sonnabend 6. Sonntag 7. Sinj.- Abendd.kgl. Die Meistersinger Kapelle. Mittags Der Freischük Romeo u. Julia von Nürnberg 12 Uhr: Matinee Mittwoch 3. Undine Jm bunten Rod D. Geigenmacher König Laurin von Cremona D. eingeb. Krante König Lear Im bunten Rod König Laurin Im bunten Rock haus Neues fgl. Opern Jm bunten Rod Theater. Schiller: Theater 0. Der Biberpelz Nachm.: Die Räuber Dottor Klaus Nachm.: Der Pfarrer von Kirchfeld Der Pfarrer von Kirchfeld Kabale und Liebe Kabale und Liebe Der Biberpelz Der Biberpelz Der Pfarrer von Kirchfeld Der Pfarrer von Kirchfeld Der Pfarrer von Kirchfeld Der Pfarrer von Kirchfeld Schillers Theater N. Minna v. Barnh. Jugendfreunde Jugendfreunde Jugendfreunde Monna Banna Monna Banna Monna Banna Es lebe das Leben Monna Banna Der arme Heinrich Das Theaterdorf Alt- Heidelberg Erdgeist Lucie zofe Undine Deutsches Theater Monna Vanna Nachm.: Die Weber Leffing: Theater Berliner Theater Kleines Theater Schall u. Rauch Jad Alt- Heidelberg Nm.: Der Struwelpeter Rausch Nachm.: Familienidyll Das Theaterdorf Jad Die Ehre Jad Madame Sans- Gêne Alt- Heidelberg Der Kreuzweg- Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg stürmer Der Pfarrer von Kirchfeld Rausch Ackermann Rausch Rausch Erdgeist Lucie Lucie Lucie Lucie Seine Kammerzofe. -1 Haparanda 759 N apfe gofe gofe Nathan der Weise. 30fe 2 heiter -16 753 Still bedeckt 2 Cort 2 Petersburg 756 SGD 741 NA 2Schnee 2heiter -10 6 Don Juan Das Heimchen Theater des Nachm.: Nübezahl Don Juan am Herd Nanon Westens 1 Nebel 4 Aberdeen Undine Nm.: Rübezahl Der Zigeunerbaron Nachm.: Rübezahl 751 SSD 3bedeckt 5 Wallensteins Tod LuisenNachm.: Marie- Anne Die Grille Emilia Galotti Emilia Galotti Theater Deborah Frühlingstage Frühlingstage an der Riviera Fauft Tausend Jahre Frühlingstage deutscher Kultur an der Riviera Der grüue Karl Tausend Jahre deutscher Kultur Residenz Theater Seine Kammer- Seine Stammer- Seine KammerNachm.: Sappho Jugend Nachm.: Doktor Klaus D. arme Heinrich Nachm.: D. versunt. Glocke Madame Sans Gêne Alt- Heidelberg. Nachm.: Der Struwelpeter Erdgeist. Nahm.: Serenissimus Zwischenspiele Lucie gofe Seine Kammer- Seine Kammer- Seine Kammer Don Juan Swinemde. 754 Still Hamburg 752 D Berlin Frankf./M. 754 München Wien Dunst 1Nebel મે 756 SW 1Regen 3 Paris Nebel 759 Still Wetter- Prognose für Sonntag, den 30. November 1902. Borwiegend nebelig, zeitweise aufflarend, bei mäßigen nordöstlichen Binden und langsam sintender Temperatur; feine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Urania: Tausend Jahre Tausend Jahre Theater Nachm.: Martha 12 Uhr: Matinee Deborah Nachm.: Die Räuber Zaubenst. 48/49 deutscher Kultur deutscher Kultur an der Riviera Neues Theater. Allabendlich: Der Gemeine. Nur Donnerstag: Die Herren der Schöpfung. Sonntag, den 30. November und 7. Dezember, Central nachmittags: Die Großstadtluft.- Trianon- Theater. Allabendlich: Die Liebesschaukel. Sonntag, den 7. Dezember, nachmittags: Denise. Silfskaffe der Graveure, Cifeleure und verwandten Berufs- Theater. Allabendlich: Madame Sherry. Sonntag, den 7. Dezember, nachmittags: Der Zigeunerbaron. Mittwoch und Sonnabend, nachmittags: genoffen Berlins. Montagabend 8-10 im Restaurant Elze, Luisen- User 1. Schneeweißchen und Rosenrot. Thalia- Theater. Allabendlich: Charleys Tante und Cassis Bascha. Sonntag, den 7. Dezember, nachmittags: Arbeiter Samariterkolonne Intimes Theater. ( gegründet 1888). Montag, den Alexandra. Bellealliance- Theater: Allabendlich: Die Schröderischen. Sonntag, den 7. Dezember, nachmittags: Anno 48. Buntes Theater. Allabendlich: Courteline1. Dezember, abends 9 Uhr, in der Centrale Dresdener Garten, Dresdeners Allabendlich: Der unnatürliche Sohn. Sonntag, den 30. November, nachmittags: Maria Magdalena. ftraße 45. Bortrag über Berbrennungen, Erfrierungen, Hizschlag, Blikschlag, Cyklus. Abergläubisch. Bunter Teil. Metallarbeiter Verband.d = ( Verwaltungsstelle Berlin.) Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger Partei- Speditionen: Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Berlin zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, Mittenwalder straße 30, v. part.- Dritter Wahlkreis: St. Friz, Prinzenstr. 31, Hof rechts part. Vierter Wahlkreis O.: Robert engels, Gr. Frankfurterstr. 133, Hof part.- SO.: Paul Böhm, Laufikerplatz 14/15 ( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Starl Anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stoltenburg, Wiesenstr. 41/42. RosenReinickendorf( Ostoived- Jonos thaler Vorstadt, Gesundbrunnen, Reinickendorf( Ost am 26. S. Th. ebbenteu! und West), Wilhelmsruh und Schönholz: Hermann Rafte Vorstadt: Julius Engel Ehre seinem ist. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 30. November cr., mittags 12 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Zionskirchhofs, Nieder- Schönhausen, Nordend. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Centralverband deutscher Brauerei Arbeiter. Sektion I Berlin. Am 27. November berstarb nach langen Leiden unser Mitglied, der Brauer 7596 Paul Recka. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. 6. Mts., nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Hedwig- Kirchhofs in Weißenfee, Wörthstraße, aus statt. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Todes- Anzeige. Unfren Mitgliedern die traurige Nachricht, daß am 27. November das Mitglied Emil Bussler im Krankenhause Bethanien verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. November, nachm. 3 Uhr, von der Halle des Neuen JakobiKirchhofs, Hermannstr. 102-105, aus statt. 232/19 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Hiermit allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsre Tochter, Schwester und Tante Josepha Scheich geb. Bienet nach langen Leiden an der Brunnenstr. 93, Hof part. I. Mars, Kastanien- Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharn Sonnabend, den 6. Dezember, abends präcife 81 Uhr, berg, Sefenheimerstr. 1, Ede Goethestraße, vorn I. Deutsch- 910 1 Wilmersdorf: B. Ride I, Uhlandstr.108, part. Friedrichsberg- Friedrichsfelde- Wilhelmsb.- Hohenschönhausen: Dewald Grauer, Berlin O., Frankfurter Allee 197. Grünau: Gustav Miers, Stöpeniderftr. 21. Rixdorf: Ostermann, Ert straße 6. Schöneberg: Wilh. Bäumler, Martin Lutherstr. 51, Laden. Ober- Schöneweide: Richard Fürl, Edisonstr. 4, vorn 2 Tr. Nieder- Schöneweide: Bonatowsky, Berlinerstr. 8. im Konzertsaale der Brauerei Friedrichshain 12. Stiftungsfest Vokal- und Instrumental- Konzert. allotellad Berliner Tonkünstler- Orchester Mitwirkung: Dirigent: Herr F. v. Blon. Während des Konzerts bleiben die Saalthüren geschlossen; Späterfominende verden erst zut Johannisthal: Paul Mann, Bismarcftr. 7. Adlershof: gelaffen, wenn die betreffende Piece vorbei ist. Rauchen nicht gestattet; nur Bundeskarte legitimiert. Gustav Hike, Hadenbergstr. 8. Köpenick: Friedrich Woid, Ohne Programm feinen Zutritt. Programım 10 Pf. Grünstr. 29. Friedenau- Steglitz:. Bernjee, Kirchstr. 15 17/1 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. Mohr, Engel- Ufer 15 Dappelſtr. 8, und 3r. Ge II h a fe, Abomit. 15a.- Baumschulen Gewerkschaftshaus, Gaale). Ahornstr. weg: Stod, Ernststr. 2, II. Neu- Weissensee: Joseph Nein, Friedrichstr. 38, Ecke Streustraße. Rummelsburg: Forgbert, Brinz Albertstr. 5a. Pankow: R. Summert, Floraſtr. 43. Der Vorstand. ( im großen Weihnachts- Ausverkauf! Puppenwagen aufserordentSonntag, den 7. Dezember 1902: Kinderwagen lich billig! Werke bort au haben. Auch werden Inserate für der Berliner Tonkünstler- Vereinigung Grosses Konzert Sportwagent Max Brinner, Jerusalemerstr. 42. den Vorwärts" entgegengenommen. Gesundheit ist Reichtum. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen zu Bitte ausschneiden. Damen- Konfektion direkt aus der Fabrik. Kein Laden! Jetzt nach be endeter EngrosSaison: Einzelverkauf zu Engrosabupreisen: Capes, Paletots, Jackets, AbendMäntel. Kinder- Jackets in großer Auswahl. 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Zunächst tourde das Andenken des verstorbenen Mit gliedes Hugo Neumann in üblicher Weise geehrt. Dann befaßte sich die Versammlung mit dem Antrag, vom 1. Januar 1903 ab den Monatsbeitrag von 20 auf 25 Pf. zu erhöhen. Der Antrag, den der Vorsitzende Frit empfahl, wurde nach kurzer Diskussion mit überwiegender Majorität angenommen. Darauf wurde über den Antrag auf Ausschluß des Mitgliedes Paul Jahn verhandelt. Scheffler, der Obmann der in der Generalversammlung vom 21. Oftober gewählten Kommission, berichtete, daß diese in 6 stündiger Sitzung, in der Jahn Gelegenheit gegeben wurde, fich au verteidigen, nach gründlicher Prüfung des gesamten Materials zu Sonntag, 30. November 1902, wehr bei Fuß stehen, um eventuellen Falls für jeden politischen Ueber beitsnachweises beztv. nur mit Genehmigung desselben und nicht ohne griff gewappnet zu sein.( Beifall.) Genosse Wels, der in der Entlassungsschein einzustellen, wird aufgehoben. Distusjion im Sinne des Referenten sprach, giebt der Meinung AusInfolgedessen empfahl Glocke den kürzlich im„ Bortvärts" unter druck, daß die Wähler der Arbeitervertreter im Reichstage mit deren Biffer 3 veröffentlichten Vorschlag der Vertrauensmänner- Sißung fogenannten Obstruktionsverhalten nur einverstanden sein können zur Annahme. Nach turzer Debatte stimmte die Generalversamm und versichert, daß die Arbeiterschaft Deutschlands ihren Abgeordneten lung dem zu. sich zu Dank verpflichtet, führen sie den augenblicklichen Stampf gegen die Volksverräter im Reichstage bis zum Weißbluten. Zum Schlusse tourden noch 11 Mitglieder wegen unsolidarischen Unter Vereinsangelegenheiten fordert der Vorsitzende nach Verhaltens aus dem Verbande ausgeschlossen. Ein früher aus brüdlich alle Anwesenden auf, durch Werbung neuer Mitglieder für geschlossenes Mitglied wurde wieder aufgenommen. den Wahlverein das Heer der Kämpfer gegen die Organisation der vereins die Urania gemietet und wird um regen Billetabsak gebeten. Reaktionäre zu stärken. Für den 18. Januar ist seitens des Wahlausgehändigt, sofern dasselbe nicht über drei Monate mit seinen BeiDas Protokoll des Münchener Parteitages wird jedem Mitglied trägen reftiert. zahlreich besuchte Voltsversammlung statt, in welcher Dr. Eduard In Charlottenburg fand am 27. November im Volkshause eine referierte. David über Socialismus und Landwirtschaft" Unter Verwendung eines reichen Materials aus der amtlichen Statistik und der Agrarwissenschaft erörterte er in seinem sehr interessanten zweistündigen Vortrage die Frage, welche Agrara Die Holzarbeiter hielten am Donnerstag in Stellers Saal ihre Besprechung der einschlägigen Verhältnisse kam der Redner zu dem politik die Socialdemokratie zu treiben habe. Nach eingehender dem Beschluß gekommen ist, den Antrag auf Ausschluß Jahus zu stark besuchte ordentliche Generalversammlung ab. In Schluß: Mit der steigenden Intensität der Bewirtschaftung to ä ch ſt empfehlen. Es wurde erwogen, ob man nicht beantragen solle, Jahn feinem Vorstandsbericht hebt Glocke hervor: Wegen Lohn in der Landwirtschaft der prozentuale Anteil der Handa auf eine bestimmte Zeit auszuschließen, man nahm jedoch in der differenzen und Streits wurde während des dritten Quartals in arbeit und nimmt der prozentuale Anteil der Maschinenarbeit Ueberzeugung, daß die Kommission nur über Ausschluß oder Ab- 65 Fällen verhandelt, darunter in 9 Fällen wegen Scheingesellen. ab lehnung des Antrages zu beraten hatte, davon Abstand. Sodann Darlehns- und Unterstüßungsgesuche wurden 35 bewilligt. Gemaßin der Industrie ist es umgekehrt. Sobald in der LandVersammlung das Protokoll jener Sizung. Der Antrag auf Aus- an mehrere, die auf Scheingefellen zum Verlassen der Werkstatt ein bemokratischen Agrarpolitik ergäben sich nun von selbst. Sie müsse berlas Ligodi als Schriftführer der Kommission auf Wunsch der regelten- Unterstützung mußte an 25 Stollegen gezahlt werden, davon wirtschaft die Arbeit im einzelnen verfeinert, die Stultur erhöht werde, versage die Konzentration. Die Grundzüge einer social schlußz wurde in der Kommission mit 4 gegen 1 Stimme gutgeheißen. gewirkt hatten. In 53 Fällen war über Nichtauszahlung der Ar- demokratischen Agrarpolitik ergäben sich nun von selbst. Sie müsse Darauf verteidigte sich Jahn in 1% stündiger Rede, dann folgte beitslofen- Unterstützung zu verhandeln; meistens handelte es fich fchaft, soweit sie in den selbstwirschaftenden Bauern verkörpert sei. fein eine Bauernpolitit, in dem Sinne der Hebung der Landwirt. fein eine Bauernpolitik, in dem Sinne der Hebung der Landwirteine sehr lange Diskussion. Auf Wunsch der Generalversammlung hierbei um ledige Kollegen oder solche, die bereits über 15 Wochen schaft, soweit sie in den selbstwirschaftenden Bauern verkörpert sei. verlas Hoch das bereits in der Parteiversammlung des dritten Unterstützungsgelder bezogen hatten. 25 Kollegen wurde Rechts- Auf die Wünsche der Großlandwirtschaft tönnten wir nicht Rücksicht Streises mitgeteilte Material. Schließlich wurde der Antrag, Jahn schuß gewährt. Erledigt find 13 Sachen, davon 6 zu Gunsten der nehmen. Wir wären verpflichtet, für die Masse ihrer Arbeiter eine aus dem Wahlverein auszuschließen, mit 148 gegen 28 Stimmen Kollegen. Durch den Kampf gegen den Innungsnachweis haben zutreten. Gefordert werden müsse für sie das Koalitionsrecht, ein angenommen, nachdem Jahn noch 15 Minuten zur Erwiderung ge- fich drei Kollegen wegen Streitpostenstehens bei der Firma Scheffler durchgreifender Landarbeiterschutz, eine gründliche Hebung ber währt worden waren. Ein Antrag von Fröhlich, Jahn eine scharfe Verurteilungen zu 8, 6 und 3 Wochen Gefängnis zugezogen. Gegen Boltsschulen, eine Hebung der ganzen Bildung der Landarbeiter wie Rüge zu erteilen, ihn aber nicht auszuschließen, wurde dadurch die Urteile ist Berufung eingelegt. Den Sassenbericht gab militärischen Dienstzeit schreiten. Die Beseitigung der Fidei der Kleinbauern. Dann könne man aur allgemeinen einjährigen hinfällig. Rendant Miete. Die Einnahme der Hauptkasse beträgt infl. eines militärischen Dienstzeit schreiten. Guthabens der Lokaltasse von 69 795 M. die Summe von 123 635,65 fommise sei selbstverständlich, und: weg mit den Kornzöllen und Der Wahlverein für den 5. Reichstags- Wahlkreis hielt am Mark. An Streifunterstützung wegen des Kampfes gegen den Viehzöllen. Und den Großgrundbefizern, die nicht verstanden Donnerstag im Alten Schüßenhause" eine sehr gut besuchte Ver- Innungsnachweis wurde gezahlt 42 759 M. An sonstiger Streit hätten, fich der Weltwirtschaft anzupassen, könne der Staat ihr Früher würde die fammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung verlas der Kassierer unterstützung 11 468 M. imb an Gemaßregelte 1438,50 M. Die Eigentum in irgend einer Form abnehmen. Liepmann die Namen von 55 zur Aufnahme gemeldeten Mit Streit- und Arbeitslosen Unterstüßung aus der Lokalfasse betrug Socialdemokratie daflir eingetreten sein, es Landarbeiter- Produktivgliedern, deren Aufnahme ohne Debatte vollzogen wurde. Der 25 481,95. M., für Gemagregelte 509,40 m. Es bleibt der Lokals genossenschaften zu übergeben. Er sage: Man gebe es selbstwirtReichstags- Abgeordnete Baudert- Apolda referierte über: Die fasse ein Bestand bon 157 278,83 M. Dem Nendanten wurde schaftenden Bauern, aber die müßten in Einkaufs- und Verwertungs politische Lage". Er führte unter anderm aus, daß die bis jetzt ge- Decharge erteilt. Die Mitgliederzahl ist von 12 200 auf 12 700 Genossenschaften organisierte Selbsttvirtschafter sein, wie in Däne machten Erfahrungen im Reichstage über die Gelüste der Vertreter gestiegen. Arbeitsvermittler Maaß berichtet fodann, daß 2539 mart. Dann hätten wir für die Landarbeiter eine zugkräftige der kapitalistischen Gesellschaft gelegentlich der Beratungen des Zoll- Nachfragen nach Arbeitskräften zu verzeichnen waren, denen ein Aus Parole. Dann müffe der Markt für bäuerliche Produkte gehoben tarifs nur ein Vor- und Kinderspiel waren. Selbst dem Naivsten gebot von 2649 gegenüberstand. Vermittelt wurden 1469 Kollegen. werden: durch Beseitigung der indirekten Steuern, durch Hebung haben die letzten Vorgänge im Reichstage gezeigt, daß die Vertreter Die Bibliothek ist start in Anspruch genommen, gelesen wurden 1243 des Einkommensniveaus aller Arbeiter. Eine solche Arbeiterpolitit der herrschenden Klasse die Minderheit die Vertreter des Volkes Bände. Es erfolgte hierbei gleichzeitig die Mitteilung, daß laufe im eminentesten Sinne auf eine Bauernpolitik hinaus. Diese von der Gesetzgebung ausschließen wollen und darf man schon jetzt Bibliotheks- Kataloge in den Zahlstellen und auf dem Nachweis un Gedanken feien in die Landwirtschaft hinauszutragen, und wein dann einmal die Schubzollpolitik Bankrott machen werde, dann werde mit Bestimmtheit annehmen, daß ihre Brutalität selbst bis zum entgeltlich zu haben sind. Naub des Wahlrechts nach sächsischem Muster ausarten Ueber den Kampf gegen den Innungsnachweis hielt Glode der Nebel zerstreut sein, in den der Bund der Landwirte die Bauern werde. Kein Wunder, wenn man beobachten muß, wie seit drei Jahr- das einleitende Referat. Er verlas hierbei ein Schreiben der vers eingehüllt habe, und sie würden sich uns anschließen. Dann sei aber zehnten die Regierung Hand in Hand mit der agrarischen und groß- einigten Verbände der Berliner Tischlermeister und Holzindustriellen", auch die" Armenfrage" gelöst und die Frage der Eroberung der industriellen Clique alle tulturellen und socialpolitischen Vorschläge die in ihrer letzten Generalversammlung folgende Beschlüsse gefaßt politischen Macht.( Stürmischer Beifall.) Herr v. Oppel sprach und Anträge mit Füßen tritt und sich in Bettelfuppenpolitit gefällt. haben: 1. Der Arbeitsnachweis der Berliner Tischlermeister und im Sinne des Referenten. Darauf erfolgte Schluß der VerRedner schließt, daß gewiß die nächsten Wahlen die Bertreter der Holzindustriellen bleibt unverändert bestehen; die Verhandlungen mit ſammlung. Raub und Gewaltpolitik nicht darüber im Zweifel lassen werden, dem Deutschen Holzarbeiter- Verband bezüglich der Errichtung eines wie die Millionen des arbeitenden Voltes über Recht und Unrecht paritätischen Arbeitsnachweises werden abgebrochen. 2. Die Ver= denken; natürlich müsse schon heute jeder klar denkende Arbeiter Ge- pflichtung der Mitglieder, Arbeiter nur durch Vermittelung des ArJacob Katz BERLIN, Alexanderstr. 1, gegenüber dem Bahnhof. Nur 4,75 M. toftet dieser ganz borzüglich laut spielende Phonograph, ber froß seines staunend billigen Preises von solider Arbeit ist. Künstlerwalzen 75 Pf. Abgespielte Walzen werden in Zahlung genommen. Bei Abnahme von 12 BerolinaKünstlerwalzen toftet dieser Phonograph nur 2 M. Jeder Käufer, der seinen Auftrag für Weihnachten vor dem 15. Dezember erteilt, erhält bei einem folchen von 10 M. an einen photo. graphischen Apparat mit Zubehör gratis. Elektrische Taschenlampen, in d. Westentasche zu tragen, für viele Tausend Ers leuchtung., durch einen Druck feder zeit helles. Licht, Preis M. 2, Feststellbar event. als Tischlampe zu benußen M. 3. 50% ca. unter Ladenpreis Uhren, fauft man Ketten, Ringe, Broschen, Brillanten 2c. 2c. 19 im Leihhaus H. 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Wenn von seiten Im nächsten Vortrag wird Genosse Stadthagen über die des Arbeitgebers ein Verstoß gegen die guten Sitten vorliegt. Pfändung des Lohnes und Abzüge von demselben sprechen. DerWenn der Lohn nicht pünktlich gezahlt oder nicht voll ausgezahlt felbe findet am Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8%, Uhr, in den wird. Wenn der Stüdlohn nicht innegehalten wird oder nicht für Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt. Zutritt hat jedermann. genügende Arbeit gesorgt wird. Es ist dringend zu empfehlen, daß die Klage auf Schadensersatz sofort angestrengt wird. Ober- Schöneweibe. Am Mittwoch fand hier eine öffentliche Auch bei Uebervorteilung oder wenn sich bei der Arbeit eine Gefährdung der Versammlung für Frauen und Männer im„ Wilhelminenhof" statt, Gesundheit herausstellt, kann der Arbeiter die Arbeit fofort ein- Socialdemokraten sein?" sprach. In einstündiger trefflicher Rede in der Frau Ihrer über das Thema:„ Warum müssen die Frauen stellen. Die Gründe der sofortigen Aufhebung des Arbeitsvertrages und die Schadensersatz- Ansprüche erörterte Genosse Stadthagen in dem Vortrage, welchen er am Mittwoch, den 26. ds. auf Veranlassung der Genoffinnen hielt. Der Referent ging des näheren auf die gefeßlich festgelegten Gründe ein. Als ersten nannte er den Mundraub, welcher ohne weiteres zur sofortigen Entlaffung führen kann. Bei Eröffnung des Konkurses tritt, wenn längere Kündigungs- führte dieselbe aus, daß die Frau bisher immer rechtlos dagestanden Liederlicher Lebenswandel besagt, daß der Arbeiter mit einem frist vereinbart war, die gesetzliche in Kraft. Der Tod des Arbeit- hätte. Nie hätte man sie an öffentlichen Angelegenheiten teilnehmen dauernd sittlichen Matel behaftet sein muß, ein einzelner Verstoß gebers hebt den Vertrag nicht auf; wird die Kündigungsfrist nicht lassen, trokdem doch gerade die Frau in manchen Angelegenheiten, gegen die guten Sitten fann nicht als solcher betrachtet werden. innegehalten, so kann der Arbeiter den vollen Lohn austlagen. wie z. B. bei Gewerbestreitigkeiten, die sich auf weibliche ArbeitsTruntenheit ist nicht ohne weiteres ein Grund zur sofortigen Ent- Wird vom Arbeiter Klage auf Schadensersatz erhoben, so hat fräfte beziehen usw., ein maßgebenderes Urteil zu fällen im stande Laffung, es muß schon eine Verwarnung voraufgegangen sein, und er seine Ansprüche darzulegen. Wer Rechte verlangt, hat dieselben sei wie der Mann. Diesem unwürdigen Zustande der Rechtlosigkeit der Arbeiter auf die Folgen aufmerksam gemacht worden sein. zu begründen. Beträgt die Kündigungsfrist 14 Tage, so hat der müsse ein Ende gemacht werden, und aus diesem Grunde müßtent Ebenso verhält es sich beim Zuspätkommen und bei Schlägerei. Un- Arbeiter für die ganze Zeit Anspruch auf Lohn, wenn er nicht die Frauen sich der socialdemokratischen Partei anschließen, da mur befugtes Berlassen oder beharrliches Verweigern der Arbeit führen während der Zeit schon andre Arbeit angenommen hat. Ist dies der diese in ihrem Programm die Gleichberechtigung der Frau mit den dann zur sofortigen Entlassung, wenn der Arbeiter bewußt gehandelt Fall, so werden die betreffenden Tage, an welchen er arbeitete, ab- Wanne fordere. hat. Ferner sind noch zu nennen das mutwillige Beschädigen der gezogen. Diesen Betveis muß der Arbeitgeber führen. Beträgt die Als Vertrauensperson für Ober- Schönewveide tourde Hierauf Werkzeuge, Verleitung der Familienangehörigen des Arbeitgebers Beit, während welcher der Arbeiter schon wieder arbeitete, mehr als Frau Jung gewählt. Nach kurzer Diskussion gelangte folgende zum Verstoß gegen die guten Sitten und die Aufforderung an die eine Woche, so kann er doch die außerordentliche Schadensersahklage, Resolution zur Annahme:" Die Rechtlosigkeit der Frau als StaatsMitarbeiter, nicht fleißig zu arbeiten. welche in den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung von 1890, bürgerin macht es den Genoffinnen zur doppelten Pflicht, bei den Diese Gründe müssen binnen einer Woche, nachdem sie der§ 124 a, festgelegt ist, anstrengen. Nach derselben hat der Arbeiter bevorstehenden Reichstagswahlen sich an jeder die Wahlagitation Arbeitgeber erfahren hat, geltend gemacht werden. Denn nur die Machtstärkung der auf alle Fälle Anspruch auf den ortsüblichen Tagelohn für eine fördernden Arbeit zu beteiligen. Wenn der Arbeiter nach überstandener Krankheit die Arbeit Woche, d. h. 6-7 Tage, je nachdem die Verabredung im Vertrage focialdemokratischen Partei die Vermehrung der Zahl ihrer Abwieder aufgenommen hat, so kann nicht auf die Krankheit als Ent- lautete. Diese Klage trifft nur bei Fabriten mit weniger als geordneten giebt den Frauen. eine sichere Gewähr dafür, daß sie die laffungsgrund zurüdgegriffen werden. 20 Arbeitern, also ohne Fabrikordnung zu. Zu empfehlen ist, daß bolle Gleichberechtigung auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und der Arbeiter neben der ordentlichen gleichzeitig auch die außer öffentlichen Lebens, vor allem aber das politische Wahlrecht, erringen ordentliche Klage anstrengt. Die Klage tann sofort eingereicht werden. Die Gleichberechtigung ist die notwendige Vorbedingung werden, nicht erst nach Ablauf der Kündigungsfrist. für eine wahrhafte Aufwärtsentwicklung des weiblichen Geschlechts Nach dem Vortrage ging der Referent einige Rechtsfälle durch in socialer wie in geistiger Beziehung. und wurde die Rechtsbelehrung von den Hörern gegeben. Die Beteiligung an der Debatte war sehr rege. Ratsam für die Arbeiter ist in jedem Falle, daß sie die Er flärung abgeben, mit der Entlassung nicht einverstanden zu sein, denn es liegen Gewerbegerichts- Urteile vor, in welchen die Richter das Stillschweigen der Arbeiter als Einverständnis betrachteten. Den Arbeiter berechtigen folgende Gründe sofort aufzuhören: Wenn er sich unfähig fühlt, die Arbeit auszuführen. Wenn der Central- Theater U Urania. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Sonntag, 30. Mob.: 2 Vorstellungen. Publikum gegenüber keinerlei Nachmittags 3 Uhr, volkstümliche Vor Verantwortung. Theater. Sonntag, 30. November. 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Abends 8 Uhr: Rausch. Tragikomödie in 4 Akten von August Strindberg. Morgen: Rausch. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Reichhaltigste Ausstellung der von Mannstadt und Schott. Welt an lebenden Seetieren, Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Bor Reptilien etc. 50/14 stellung 6 Uhr. Clown Magoli als Barbier. Clown Rappo als Franz Moor. Clown Conty als Sänger. Clown Adolf als Ballettmeister. Clown Coco als Kapellmeister. Clown Alonso als Elef.- Dresseur. Clown Nesadsons als Musikanten. Clown Rossis als Ballkünstler, Nachmittags und abends das Riesen Programm. Abends: Eine Fortsetzung der beliebten Pantomime: Die lustigen Heidelberger, sow. Direktor Alb. Schumanns Meisterdressuren. Winter GAHER Letzte Woche des mit so grossem Beifall aufgenommenen NovemberProgramms. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Residenz- Theater. Täglich: Gr. Vorstellung. November- Programm. Heute und folgende Tage: Seine Kammerzofe. ( Nelly Rozier.) Schwant in drei Aften von Bilhaud und Hennequin. Deutsche Konzerthallen Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Spandauer Brücke 3 TheaterApollo- Theater. Stadt- Theater. und Specialite Bon 7-8 Uhr: Specialitäten. Um 8 Uhr: Bum 23. Male: Mit durchschlagendem Erfolge: Nakiri's Hochzeit Operette in 2 Aften von P.Lincke. Sm geiten Bilde( um 10%, Uhr): Der sensationelle Spiegeltrick. Im lezten Bilde( 10%, Uhr): H. Harndins elektrisches Ballett. Raffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 7%, Uhr. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: Coralie& Cie. Cirkus Busch. Sonntag, 30. November, 1902. Zwei Vorstellungen. Nachmittaps 4 Uhr: Zum 1. Mal: Berliner Landpartien. Höchst komische Pantomime zu Wasser und zu Lande. Abends 74 Uhr: ,, Dahomey". Tausend Jahre deutscher Stultur. Brunnenstrasse 16. Charivari- Theater. Reichshallen. Urania. Taubenstr. 48/49. Montag: Dieselbe Borstellung. Täglich Juvalidenstraße 57/62. geöffnet von 7-11 Uhr. Durchgegangene Weiber. Anfang 7 Uhr. Entree 30 B1. Im Hörsaal: Dr. Ristenport: Die Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Montag: Ein alter Geiger. jonnenfernen Blaneten. Alte Jafobftr. 37. Große Specialitäten Borstellung. Anfang 7, Uhr. Säle an Vereine sind zu vergeben. 7395 Alt- Moabit 47-49. Der Sonnwendhof. Bolts- Schauspiel in 4 Aften( 8 Bildern) von Dr. Mosenthal. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Vorstellung. Wochentags: Entree frei! 5 KünstlerKapellen Special- Ausschank der Berliner. Bockbrauerei. Wo amüsiert man sich grossartig? 3n Schnegelsbergs Festsälen Inhaber: Max Schindler Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Grofser Ball verbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. Entree: Mittwochs frei, Sonntags 15 Pf. Taglia: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Max Schindler. 52022* Germania- Prachtsäle. Chauffeestr. 103. Arnold Scholz. Chauffeestr. 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Hamburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Bi. In Borbereitung: Muffels Brautwerbung. Jeden Donnerstag: Bergter- Konzert und Familien- Kränzchen. Jeden Sonntag Grosser Ball. von 5 Uhr ab: 8 große und kleine Sale unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Das grosse amüsante Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittivo nach der Vorstellung: TANZ. Reichshallen. SteidlDranienburg. Thor Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr Tagestaffe ( Meyfel, Pietro, Britton, MarSteidl, Krone, Böhme, Böd mann, Plättner zc.). 11-1%, Uhr. Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonnt, 7 Uhr. Steidl= Sänger. Täglich wechselndes Programm. Dienstag, Donnerstag, Sonntag im Festsaal: Canzkränzchen. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater. u. Specialitäten Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. 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Dividenden- Conto, nicht abgehobene DiviM. pf 13594 33 3013 91 11053 06 960 18 Zürrschmidtstraße 6. Bilanz. M. pf Passiva. Mitgliederguthaben- Conto 1335 Creditoren- Conto 275 Darlehen- Conto. 250 Spareinlage- Conto 2590,93 650, Reservefonds- Conto 1235 69 1940 93 dende 184 09 Gewinn- und Verlust- Conto, Rein34 112,84 2289,16 gewinn 26 380 07 36402 • b) Abteilungskassen 1421,34 209,45 1630 79 Inventar- Conto Abschreibung 15517,61 930, 14587 61 56421 33 Abschreibung Baren- Conto, Warenbestände a) in den Lägern b) im Comptoir. Cassa- Conto, Barbestand a) Hauptkasse 9 . 56421 33 Borstehende Bilanz haben wir geprüft und mit den Buchungen übereinstimmend und richtig gefunden. Die Bilanz- Prüfungs- Kommission. Reinhold. P. Schulz. Die ordentliche Delegierten- Bersammlung vom 23. November hat die Verteilung des Reingewinns wie folgt beschlossen: Michaelis. 5 Proz. Dividende auf M. 485 410,64 Dem Reservefonds zu überweisen Entschädigung an die Verwaltung • hlung M. 24 270,53 1 309,54 800, M. 26 380,07 Die Auszahlung der Dividende findet statt: 3., 4. und 5. Dezember, nachmittags 3-8 Uhr für Abteilung IV Rummelsburg, im Restaurant 6. 9. 10., 11. und 12. 0 13. 17. und 18. H. Lindner, Türrschmidtstr. 30. nachmittags 3-8 Uhr für Abteilung VI Stralau, in der Verkaufsstelle, Stralauer Allee 17f. abends v. 7 Uhr an für Abteilung V Lichtenberg, in Höflichs, Schwarzen Adler". nachmittags 3-8 Uhr für Abteilung III Moabit, im Restaurant G. Gundlach, Waldenserstr. 23/24. nachmittags 3-8 Uhr für Abteilung I Luisenstadt, in der Verkaufsstelle, Michaelkirch- Platz 4. nachmittags 3-8 Uhr für Abteilung II Often, in unfrem Comptoir, Krautstr. 7. Montag, den 29. Dezember 1902, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I: " 1 Außerordentliche Delegierten- Verfammlung. Tages- Ordnung: 1. Ersagwahlen zum Verwaltungsrat. 2. Antrag Steiniger: Entschädigung an die Verwaltungsmitglieder für jede Sigung." 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Abteilung V, Lichtenberg. Dienstag, den 9. Dezember 1902, im großen Saal von Höflichs Schwarzen Adler", Frankfurter Chaussee 120: Abteilungs- Verfammlung. Zages- Ordnung: 1. Ersazwahl von Delegierten. 2. Erfazwahl zum Abteilungsvorstand. 2. Verschiedenes. 126/13 Der Vorstand der Abteilung V, Lichtenberg. Rothe Kreuz-Lotterie Ziehung: 13. bis 18. Dezbr Geld 16 870 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mk. 34/35575000 im ,, Luifenbof", Dresdenerftr. 34/35 Fist eröffnet. Grösste Sehenswürdigkeiten der Neuzeit. Verkaufs- Centrale sämtlicher Weihnachts- Artikel. 011 Täglich 4 internationale Kapellen ,, Blaue Grotte von Capri",„ Zum bayrischen Hiesel". Es laden ergebenst ein Treptow. Amt IV. 1278. Rusch& Glöckner. Bade's Volksgarten Haltestelle d. elektrischen Parkstraße. Strassenbahn( Siemens). Jeden Sonntag: Ball. Bereinen bestens empfohlen. 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Drud und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 280. 19. Jahrgang. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Stag, 30. November 1902, Litterarifches. Die deutsche Frau im Beruf. ( IV. Teil des Handbuch der Frauenbelegung.*). Auch der vierte( vor dem dritten erschienene) Band des Handbuchs ist ein tüchtiges Stück Arbeit, das mit liebevoller Gründlichkeit der Frau auf allen Berufswegen nachgeht und eine reichlich über fichtliche, freilich aber nicht kritisch gesichtete Zusammenstellung der der Frau zugänglichen Ausbildungsanstalten giebt. Ein Bedauerliches muß indes von vornherein festgestellt werden: An verschiedenen Stellen flassifizieren die Verfasser eine Schrift, einen Auffaz, den fie heranziehen, indem sie kurzerhand sagen:" bom socialdemotratischen Standpunkt aus" oder der Socialist Kautsky". Das ist völlig unzulässig. Ein Wert, das in voller Voraussetzungslosigkeit und Unbefangenheit wichtigste Lebensgebiete erhellen und auf ihnen ein Führer sein will, sollte politische Abschätzungen irgendwelcher Art streng vermeiden. Sachliche Würdigung, aber nicht politische Etikettierung, das ist's, was not thut und auch, wie gern zugestanden fein mag, im übrigen gegeben, zumindest aber angestrebt wird. # bereinen fönne". Und eine sorgfältig verklausulierte, höchst vor- ist der sogenannte rechtliche Anspruch der Frau, samt den Kindern fichtig zu handhabende Heimarbeit für die Wintermonate nebst vom Manne erhalten zu werden. Wie steht's in Wirklichkeit damit? etwaiger sonstiger industrieller Nebenarbeit wird empfohlen. Gerade Dem vermögenden Mädchen wird ein Mann gekauft und aus ihrem als ob nicht Beispiele die Fülle dafür vorlägen, daß dann die Heiratsgut wird die Haushaltung ganz wesentlich mitbestritten. industrielle Arbeit die Hauptarbeit wird, die sich von regelmäßiger Die Proletarierin bringt ihre Arbeitstraft in die Ehe mit, und wie Industriearbeit nur dadurch unterscheidet, daß der Lohn sich gleich aus den Berichten der Gewerbeaufsichtsbeamten und zahlreichen dem Stadtlohn minus dem durch landwirtschaftliche Arbeit ge- andren Urkunden hervorgeht, wird diese Arbeitskraft bei der wonnenen Produkt stellt, wenn nicht in lieblichem Rücklauf nunmehr Gründung und ökonomischen Fundierung des Haushalts recht häufig der ländliche Industrielohn zur Lohnbasis überhaupt wird." Wir mit in Rechnung gestellt. Unter solchen Umständen ist es m. E. tönnen mit den Bauern aus der Rhön nicht fonkurrieren," sagte mir müßig, die Frage zu erörtern, ob Mutterschaft und Beruf zu vers einmal eine Frankfurter Konfektionsarbeiterin und fügte recht einen seien. Sind sie es heute noch nicht, oder nicht alleweg, so drastisch hinzu:„ Wir können auch nicht das ganze Jahr Schmier- müssen eben die nötigen Vorbedingungen geschaffen werden. Eine täs und Kartoffeln fressen!" So schaut das Idealbild vom ländlichen vornehmste Forderung in dieser Richtung ist allerdings die, daß ein Glück auf der Rückseite aus und alle„ Wenn's", die Herr Dr. Wil- großer Teil der Säuglings- und Kinderfürsorge von der Gesellschaft brandt, der Verfasser des vorliegenden Buches, zusammenträgt, um übernommen werde. Deshalb liegt immer noch kein Grund vor, der die landwirtschaftliche Arbeit begehrenswert zu machen, die Be- Socialdemokratie, wie dies in der Schlußabhandlung geschieht, fürwortung der Kolonisation, der kleinen Eigenwirtschaft usw. tönnen wiederum den Vorwurf zu machen, sie wolle die Familie daran nichts ändern. zerstören. Hätten die Verfasser ein wenig mehr fritischen Geist gezeigt und, statt alle Anklagen nachzubeten, sich die Mühe genommen, die einschlägige Litteratur etwas näher anzusehen, so würden sie gefunden haben, daß die Socialdemokratie zwar gleichfalls die zerstörenden Tendenzen der heutigen Wirtschaftsweise feststellt, aber auch gleich das Heilmittel bereit hält, indem sie durch Verbesserung der allgemeinen Arbeits- und Lebensbedingungen die Familie aus einer wirtschaftlichen Einheit, die sie zu sein aufgehört hat, in eine sittliche, d. h. also höhere Einheit umwandeln will. Wohlthuend berührt die Behandlung der Dienstbotenfrage. Sie hält sich von den heute von verschiedenen Seiten beliebten Uebertreibungen frei und daran fest, daß die Beziehungen zwischen Familie und Hausangestellten tein reines Lohnverhältnis ohne persönliche Berührungspunkte werden dürfe. Freilich nicht überall mit gleichem Erfolg, ein Mangel, der borwiegend dem Fehlen eines kritischen, entwidlungsgeschichtlich begründeten Urteils zuzuschreiben ist. So wenn( S. 22) davon ge- Nicht so einverstanden kann man mit der Kritiflosigkeit sein, sprochen wird, daß im Proletariat im Gegensatz zu höheren Ständen, die die Mangelhaftigkeit des Arbeiterinnenschutzes und seiner Bedie fich einer egoistisch flugen Vorsicht befleißigen, oft leicht treibung einfach hinnimmt oder gar meint( S. 175): Die Zunahme finnig geheiratet werde." Das ist, der That nach zutreffend, in der Fabritarbeiterinnenzahl ist leider durch den Schutz der Fabrikder Begründung irrig. Diefer anscheinende Leichtsinn wird durch arbeiterin etwas gehemmt worden". Auch muß es wundernehmen, die Thatsache gerechtfertigt, daß der junge vollfräftige Arbeiter am wenn in einem Frauenbuch als Grund für die allzeit geringere EntTeichtesten lohnende Arbeit findet. Darum fann er nur in den lohnung der Frauenarbeit auf das„ thatsächlich geringere Bedürf Jahren zwischen 23 und 38 hoffen, ständig so viel zu verdienen, daß nie" hingewiesen wird, um so mehr, wenn etwas später( S. 205) er eine Familie selbständig ernähren kann. Daher müssen, wenn er ausgeführt wird, daß z. B. in der Klempnerei die Frauen bei erst mal 40 Jahre und darüber ist, seine Kinder schon so weit sein, manchen schwierigen Arbeiten trop besserer Zeistungen als die baß fie anfangen können, für sich selbst zu sorgen, während um- Männer einen um etwa 25 Pro3. niedrigeren Lohn erhalten". Nicht gelehrt der Angehörige der bemittelten Klassen erst mit etwa das geringere Bedürfnis, sondern die größere Schutzlofig- und 30 Jahren so weit ist, daß er an eine Familiengründung denken Widerstandsunfähigkeit ist auch hier ausschlaggebend, und auch hier fann. Bem's um eine Probe auf's Exempel zu thun ist, der dente gilt uneingeschränkt das, was an andrer Stelle des Buches( S. 187) an unsre jetzige Krise, bei der die Alten, ja selbst die nur Vierzigs von den sittlichen Gefährdungen gesagt ist: Nur wenn die Arbeiterin jährigen es waren, die zuerst aufs Pflaster flogen und, einmal einer Gewerkschaft angehört, die sich ihrer annimmt, trifft zuweilen arbeitslos, teine Aussicht mehr hatten, irgendwo genommen zu den Brotherrn die verdiente Strafe", d. h. in unsrem Fall kann sie werden. Es find so viel junge und träftige Leute dal" Wie oft hoffen, zu menschenwürdigen Lohn- und Arbeitsbedingungen zu gehört man's nicht und hat man's nicht gehört! langen. Den Forderungen und Vorschlägen zu Gunsten der ArBesonders liebevoll und ausführlich ist die landwirtschaftliche beiterinnen tann man großenteils sympathisch gegenüberstehen, wenn Frauenarbeit behandelt, aber auch ganz besonders rüdständig und auch manchmal eine Absurdität mit unterläuft, wie beispielsweise fritillos. Da wird über das Zurückgehen der ländlichen Bevölkerung die, daß die Fabrikarbeit bei all den Müttern auf Halbzeit begeflagt, ohne die trotzdem damit einhergehende Steigerung der land- schränkt werden solle, die das Bedürfnis bollen Tages wirtschaftlichen Produktion zu konstatieren und allen Ernstes mit verdienstes nicht nachweisen." Daß( S. 222) eine den Junkern und Junkergenoffen eine Beschränkung der Freizügig- allmähliche Herabsehung des Marimalarbeitstages für erteit verlangt. Da wird an einer Stelle von den im Gegensatz zu den wachsene Arbeiterinnen" gefordert wird, ist ein bißchen mager und blaffen Großstadtpflänzchen so rotbadigen Landmädchen" gesprochen, allzu bescheiden. Es liegen Gründe genug bor, eine solche unberwährend anderswo mit Weber darauf hingewiesen wird, daß die züglich in die Wege zu leiten, und es muß für mehr als bescheiden Kraftstrohenden jugendlichen Landmädchen nach ein paar Jahren der gelten, wenn für die Kellnerinnen( S. 277) nur eine tägliche NuheEhe nichts als hagere, unschöne, gebeugte Frauen find, abgearbeitet, zeit von 9 Stunden gefordert wird. fchlecht gewartet in Strantheiten und zum großen Teil mangelhaft Der Abschnitt über die kaufmännischen Angestellten bringt ernährt". Und von den schlechten Löhnen ist die Rede, von der, in Bekanntes in sachgemäßer Gruppierung, die Ausführungen über dem Mangel an Pflege oder der schweren Arbeit während der Krantenpflege, Hebammenwesen sind außerordentlich beherzigensSchwangerschaft begründeten, großen Sterblichkeit der ehelichen Kinder, und dann wird wieder frischweg behauptet, daß die verheiratete Bäuerin leichter als die Städterin Beruf und Mutterschaft 27 " *) Herausgegeben von Helene Lange und Gertrud Bäumer bei M. Moeser. Berlin 1902. 418 und XVI. wert. Dagegen treten überall da, wo es sich um principielle Fragen handelt, Auffassungen zu Tage, mit denen man sich nicht einverstanden erklären kann. So beim Cherecht( S. 382 ff.) bezw. der ökonomischen Grundlage und Struktur der Ehe. Es giebt Rechte, die durch die Entwicklung überholt und aufgehoben wurden. Ein solches In einem Kapitel, das die Frage der Frauenlöhne grundsätzlich würdigt, wird auf die bekannten Ursachen der niedrigeren Entlohnung zusammenfassend hingewiesen und zugleich die alte Forderung der Socialisten übernommen, daß es nötig ist, die Unternehmer zu einer gerechteren Würdigung und Entlohnung der Frauenarbeit zu zwingen und die Erkenntnis zu verbreiten, daß auf den gegenwärtigen Frauenlöhnen keine Boltsgesundheit, feine dauernde Induſtrieblüte beruhen fann". Diese Arbeit, die längst Gegentvartsthun der Arbeiterinnen ist, wird als eine Zukunftsaufgabe der Frauens bewegung angesprochen, bei deren detaillierter Vertretung aber doch noch das Zugeständnis gemacht wird, daß etwaige höhere Männerlöhne bei Unverheirateten durch eine Junggesellensteuer, dies lette Auskunftsmittel ratloser Seelen, ausgeglichen werden soll. Unfre Ausstellungen waren nicht zu vermeiden. Sie thun dem objektiven Wert des Buches feinen Abbruch, das allen empfohlen werden kann, denen es um eine Würdigung des Frauenberufs zu thun ist, die sich, und zum Teil mit gutem Erfolg. Mühe giebt, fachlich zu fein. Henr. Fürth. 0 Dokumente des Socialismus. Das Oktober- Heft enthält u. a.: Rudolf Virchow und der Socialismus. Eine Reminiscenz aus den Jahren 1848-1849. Der Zusammenhang der Dichtungen des Aristophanes mit den focialen Jdeen seiner Zeit. Thesen 5. Sorels zur materialistischen Geschichtsauffassung. Urkunden aus der Arbeiterbewegung der Jahre 1848-1849. Eingegangene Druckschriften. Lipinski, Das Recht im gewerblichen Arbeitsverhältnis. Heft 3 und 4. Verlag von Rich. Lipinski, Leipig, Langeftr. 27. Die beiden Seite legen weiter das Arbeitsverhältnis dar und enthalten folgende Abschnitte: Heimarbeiter; Arbeitsvertrag; Accordvertrag oder Werkvertrag; Antritt der Arbeit; Wo ist die Arbeit zu leisten Wer hat die Arbeit zu leisten; NichtBrobe; Welche Arbeit ist zu leisten; Vorübergehende Behinderung der einstellung in die Arbeit; Dauerndes Arbeitsverhältnis; Cinstellung auf Arbeit; Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse; Pflege bei Erkrankung; Schutz für Leben und Gesundheit und Schadensersatz- Ansprüche. Preis des Heftes 10 Bf. BAEK SOHN En gros En detail SPECIAL- HAUS GRÖSSTEN MAASSSTABES. Chausseestrasse 24a/ 25 Zwischen Invalidenstr. u. Friedr.- Wilhelmst. Theater. 11 Brückenstrasse 11 Zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. ( Ecke Rungestrasse) Export Import Gr. Frankfurterstr. 20 Ecke Koppenstrasse- Am Bürger- Hospital. SONDER- ANGEBOTE für Weihnachts- Bescheerungen Winter- Paletot mit elegantem Futter. Moderner marengo Melton 21 M. Winter- Raglan Marengo- Diagonal Moderne 20 M. 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