Nr. 281. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerandos Vierteljährl. 3,30., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. dad fo19. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin", Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Dienstag, den 2. Dezember 1902. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Man muß der Bestie den Zaum anlegen! werden, daß ein nationalliberales Blatt, das Organ fähige Klerisei, gegen die kapitalistischen Abtritnnigen des liberalen Es darf in diesem Zusammenhange wohl auch daran erinnert die alles politische Leben im Grunde forrumpierende regierungsSeit den Zeiten der Attentatshege und des Zuchthauskurses hat des Hamburger Senats, der Hamburgische Kor- Gedankens. Herr v. Kröcher, der starke Mann und Präsident des das Kesseltreiben der Scharfmacher, Pfaffen und Junter gegen die respondent" gleich nach dem Bekanntwerden des Bolltarif- Entwurfes preußischen Abgeordnetenhauses, erwarb sich das Verdienst, mit beSocialdemokratie nicht den Höhepunkt erreicht, den es jetzt gewonnen mit dürren Worten die Obstruktion proflamierte. Die social- häbigem Humor und läffiger Vornehmheit offen die geheimſten hat. Nun verlangt man vom Strafrichter, daß er die oppofitio- demokratische Presse hat damals die Thatsache festgestellt, daß die Wünsche und Sehnsüchte der konservativen Camarilla auszusprechen. nellen Abgeordneten für die Pläne der Zollräuber unschädlich machen erste Anregung zur Obstruktion nicht von ihr, sondern von bürger- Diese tollen Anträge der Mehrheit sollen offenbar die Rolle der solle! Man liest darüber in der Konservativen Korrespondenz": licher, von nationalliberaler Seite ausgegangen sei. Die social- Lockspitel spielen, sie sind in der Abficht der Provokation gestellt. Die Germania" stellt die Frage zur Diskussion, ob demokratische Presse hat aber schon damals vorausgesehen, daß die Aber das ist, wenn es nach Kröcher geht, nur ein Anfang: Fort gegenüber den aus dem Hause verwiesenen Ruheftörern nicht§ 123 Herren eines Tages den Spieß umdrehen würden. Sie hat sich mit allem übrigen Plunder von Voltsrechten! Das Junkertum Ses Reichs- Strafgefehes( Hausfriedensbruch) anwendbar sei. Wir nicht darin getäuscht. will den Absolutismus des Zollwuchers proklamieren. Für zweifeln nicht daran, daß dies der Fall ist. Nach der Verfassung ist die strafrechtliche Verfolgung von Abgeordneten, die bei Ausübung der That ergriffen werden, zulässig. " Die Bergewaltiger der Geschäftsordnung wollen die Beute heimtragen. Auf daß sie dabei niemand störe, sollen die Vertreter der Arbeiter einfach eingesperrt werden! Und wenn sich die Arbeiter das nicht gefallen lassen, so giebt es noch Kavallerie, Artillerie und Infanterie! Wenn sie aber auf gefeßlichem Wege bei den Wahlen fich Genugthuung verschaffen wollen, so giebt es noch den Staatsstreich, den Verfassungsbruch, den Wahlrechtsraub. So denken die Schlachtendenter des neuesten Feldzuges wider So denken die Schlachtendenter des neuesten Feldzuges wider den Umsturz, die Stüßen von Thron und Altar, die berufenen Beschützer unsrer geheiligten Ordnung. Man muß der Bestie den Zaum anlegen!" In diese Worte faßt die„ Streuz- Beitung" ebenso gemütvoll wie verständig alle diese edlen Herzenspläne zusammen. Sie schreibt: Was wir gegenwärtig im Reichstage erleben, ist nur ein fleines Vorspiel von dem, was fommen müßte, wenn wir es geschehen ließen, daß sich die socialdemokratischen Banden mit ihrem freifinnigen Anhängsel, mit der zerfekten Zolltarifvorlage in der Hand, laut johlend in den Wahlkampf des nächsten Jahres stürzten. Nein, nein il faut museler la bête man muß der Bestie den Baum anlegen, solange es noch Zeit ist... Und nicht minder gemütboll und verständig erklärt die weiland Shummsche Post" mit nickelstahlgepanzerter Stirne: Darüber wird man fich freilich nicht täuschen dürfen, daß, wenn man auch jetzt den Socialdemokraten den Fuß auf den Nacken fekt, nicht ein für alle Mal die Gefahr focial Demokratischer Attentate auf den Reichstag und sein Ansehen beseitigt ist. Man nennt die Arbeiter und ihre Vertreter, die Vertreter von mehr als zwei Millionen deutscher Wähler, Radaubrüder, Pöbel, Bestien! Man will ihnen den Zaum anlegen, ihnen den Fuß auf den Nacken fegen! Aber der nationalliberale Herr Baasche wird im Tag", der die ganze Preßheze gegen die Socialdemokraten mit-O " Von allen zum Teil recht tollen- Gerüchten, die in diesen den Antrag Kardorff selbst wußte der gemütliche Herr nur Tagen aufflattern, sei diesmal nur das eine feiner Niedlichkeit einen Grund geltend zu machen: Die Vergnügungssucht seiner wegen erwähnt. Es heißt, das Centrum solle von der Regierung Parteifreunde, die lieber Fasanen jagen als im Reichstag arbeiten. für seinen Fleiß und seine guten Sitten durch die Aufhebung Die Beschlußunfähigkeit hat den Staatsstreich als Hilfsmittel ein des§ 2 des Jesuitengefeßes belohnt werden. Für die gegeben. Herr v. Kröcher erhob also jenen Jagdbrief des Zulassung der Jesuiten nach Deutschland hat die Socialdemokratie, Vorwärts", den eine Tribünenlegende fälschlich zu einer Aeußerung als Feindin aller Unterdrüdung, mit dem Centrum Schulter an Bismards gemacht hat, zum Leitgrund der Gewaltpolitik der Schulter gefämpft. in In dem Augenblick, Centrum die Socialdemokratie vergewaltigt, bedroht, verleumdet und das Rechten. beschimpft, will es den Preis eines Sieges einheimsen, den es mit Hilfe der Socialdemokratie erkämpft hat. Socialdemokraten heraus und Jesuiten herein!" ist die Losung im deutschen Reichstage. Noch ehe das Opfer liegt, melden sich die Raben. Aber noch ist es nicht so weit, noch ist nicht aller Tage Abend! mehr. " Politische Ueberficht. Treibjagb. dem Berlin, den 1. Dezember. Und Herrn Kröchers Junterhumor fand die Unterstüßung bei dem Bertreter der radikalsten Bourgeoisie: Wie ein Gespenst erschien Eugen Richter zum erstenmal in seiner parlamentarischen Wirksamkeit auf der Rednertribüne; sonst hat er stets vom Platz aus geredet. Aber die Nachbarschaft der Socialdemokratie war ihm unheimlich geworden. Alles, was die Freifinnige Zeitung" an Kindereien und Erfindungen wider die Socialdemokratie in der letzten Zeit ge= schrieben hat, war verkalft in dieser Totenrede des einst so hervor. ragenden Oppofitionsmanues. Niemand hat mit solcher Leidenschaft die Rechtsbrüche der Mehrheit verteidigt als an diesem Montag Eugen Richter, der, umjubelt von der Rechten, dem Centrum und den Nationalliberalen, darlegte, daß die Mehrheit aus Jammerferien bestehen müßte, wenn sie anders verfahren wären. Gegen Kröcher aber fand er fein Wort! eine Am Dienstag wird die Debatte weitergehen und soll nach der Absicht der Mehrheit erdrosselt werden. Während im Reichstag die Debatte über den Staatsstreich der Kardorff, Spahn und Bassermann weiter geht, werden im CouloirGespräch allerlei Schredgespenster beschworen: Daß die Mehrheit In einer großen, mächtig wirkenden Rede hielt Bebel Gericht die Geschäftsordnung am Dienstag guillotinieren wolle, wird seine über die Kröcherei des Staatsstreichs, über Richters Verrat, über die Richtigkeit haben, obwohl das nur ein neues Zeichen der Stärke in Entartung des Centrums und das Elend des Liberalismus der Dummheit wäre. Damit aber find die bürgerlichen Agitatoren Rede voll satirischer Hiebe, zündender Kernworte und tapfer führender der Angst nicht zufrieden: Bereits verkünden sie Beseitigung des Zuversicht. Wahlrechts, Aufhebung der Verfaffung und ähnliche Kleinigkeiten Der Archiv Sattler tam hernach. Er vertrat die liberale einer Aftion des Kleinkalibrigen zu Gunsten des Bucherzolltarifs. Und die vorgeschrittensten Anhänger träumen bereits von Weltanschauung, daß die Obstruktion nur dann zulässig sei, wenn die Rücksicht auf das Mittagessen den Schluß der Sigung gebiete. tarif, den die Konservativen für den Nuin der Landwirtschaft unsrer Seite noch Seunert, 8ubeil und Thiele. Phantasien von welthistorischem Humor! Man dente: Ein Zoll- An dem Kampfe gegen den Antrag Kardorff beteiligten sich von tausendmal erklärt haben, dessen Stommissionsbeschlüsse die Regierung wiederholt für gänzlich unannehmbar, ja sinnlos erklärt hat, soll mittels eines parlamentarischen Gewaltstreichs, der zwischen den Man vergesse nicht, daß die jüngsten Effener Vorgänge die verschiedenen Verkündern des Unannehmbar vereinbart, Gesetz Vorliebe für die idealen Vorkämpfer für die Rechte des arbeitenden werden. Und die Partei, die nicht nur als Hüterin der Geſetz= Das erste anständige Wort zur Sache, das bisher außerhalb Bolles" nicht gesteigert haben und daß der Wunsch, ihnen den lichkeit kämpft, sondern auch in diesem Fall beinahe tonservativ- der socialdemokratischen Bresse über den Fall Krupp gesprochen Einzug in die Parlamente eventuell durch gefekliche Maßregeln zu die als Markstein gefeierte Handelspolitik der Regierung Wilhelms II. worden ist, läßt sich jetzt in der Welt am Montag" bernehmen. erschweren, in sehr einflußreichen Kreisen des Volkes sich immer verteidigt, wird um dieses Verhaltens willen für vogelfrei erklärt, Das wissenschaftlich- humanitäre Komitee zu Berlin und Leipzig vermehr verbreitet. für wert völliger Vernichtung, und eine wahre Treibjagd wird öffentlicht nämlich im genannten Blatte die folgende Erklärung: Das Verbrechen, das an der Socialdemokratie mit Gefängnis, gegen fie eröffnet. In den Anfängen des Landwirtsbundes und Entziehung der politischen Rechte bestraft werden soll, ist die wurde einmal gefordert, man müsse die Handelsverträge Bekämpfung des Zolltarifs mit geschäftsordnungsmäßig zulässigen mit das heißt vom Reichstag dem Schwerte zerreißen: das heißt Mitteln und ihr Widerstand gegen den Antrag Kardorff. Wie man und dem Bundesrat beschlossene, vom Kaiser sanktionierte aber über diesen Antrag innerhalb der Mehrheit felbst denkt und und mit andren Staaten feierlich gebundene Verträge sollten wie sehr man sich feines geradezu verbrecherischen Charakters bewußt das war die agrarische Forderung gewaltsam beseitigt ist, betveist eine Zuschrift, die der nationalliberale, Hann. werden. Wie bescheiden ist gegenüber jenem Agrargebot die focialCourier" veröffentlicht: demokratische Forderung, daß der Zolltarif dem Bolte zur Entscheidung vorgelegt werde! macht, noch deutlicher: die Krupp. Anläßlich des Falles Krupp ist in der Presse vielfach die Anschauung hervorgetreten, daß die Behauptung, jemand sei homosexuell, an sich eine schwere Beleidigung und Ehrentränkung bedeute. Ohne die Frage hier zu erörtern, ob Alfred Krupp homosexuell gewesen sei oder nicht, erhebt das wissenschaftlich- humanitäre Stomitee zu Berlin und Leipzig im Namen von 1500 ihm bekannten Homosexuellen, die in ihrem Charakter und sittlichen Verhalten genau so ehrenhaft sind, wie die normalſeguell Geborenen, gegen diese Auffassung energischten Widerspruch. Es fordert, daß aus wissenschaftlichen Forschungsgebieten die Konsequenzen der Humanität gezogen werden, damit die folgenschweren Verkennungen, denen schon so viele homosexuell Geborene zum Opfer gefallen find, endlich ein Ende nehmen. Wissenschaftlich humanitäres Komitee. Dr. med. E. Burchard. Deutfches Reich. Ein hervorragender Parteiführer der Mehrheit im Reichstage hat noch vor etwa zwei Wochen auf die Frage, ob die Absicht Indessen uns überrascht die Treibjagd der Scharfmacher der Rechten, in irgend einer Form die En bloc- Annahme des Zoll von der gedungenen Kapitalistenpresse mit wildem Halali begleitet tarifs durchzusehen, verwirklicht werden könnte, flipp und flar wird, nicht im geringsten. Wir haben niemals zu den Optigeantwortet: Solcher Versuch wäre finn- und zwecklos, denn erstens misten gehört, die uns in den letzten Jahren einreden wollten, die würden die Nationalliberalen, die man zur Mehrheitsbildung nicht entbehren könnte, ihn nicht mitmachen, und zweitens würde ein so Gegenfäße zwischen uns und den bürgerlichen Barteien seien in der Dr. med. M. Hirschfeld. forretter Präsident wie Graf Ballestrem einen derartigen geschäfts- Abnahme begriffen. Wir haben keinen Augenblick daran gezweifelt, Dr. med. G. Merzbach. ordnungswidrigen Antrag nie zur Abstimmung bringen. Und auf daß jener klaffende Gegensatz nur dann beseitigt werden würde, Diese Erklärung ernster Fachmänner, die freilich nicht dem die weitere Frage, ob, wenn Graf Ballestrem zufällig erkranten wenn wir ihn selbst aufheben würden, d. h. wenn wir auf uns parteipolitischen Kampfe wider den Umsturz, sondern der Wahrfollte(!), vielleicht der erste Bicepräsident, der konservative Graf selbst verzichten wollten. Wir wußten stets, daß der Krater nicht heit dienen foll, bewegt sich durchaus in jener Richtung, aus der Stolberg- Wernigerode, für eine ähnliche Aktion zu haben sein erloschen war, daß er nur scheinbar ruhte und jederzeit feine giftigen follten, wie wiederholt gefagt worden ist, gerade jenen unglücklich heraus die Beröffentlichungen des„ Borwärts" erfolgt find. Sie würde, lautete die Antwort ebenso unzweideutig: Auch der nicht, Gase und siedenden Schmutzwässer auswerfen würde. Die Social- veranlagten Menschen zum Schutz und zum Vorteil dienen, die fich und überhaupt tein Bräsident, denn einen Mann, dem so etwas demokratie ist nach wie vor für die bürgerliche Gesellschaft der bom§ 175 des Strafgesetzes ständig bedroht fühlen, für die zuzutrauen ist, den wählt man eben nicht zum Präsidenten!" Und die nationalliberale Magdeburger Zeitung" giebt Todfeind. Man wartet nur darauf, über uns herzufallen. Und je fein Staatsanwalt und feine Bolizei eintritt, denen vielmehr Staatsanwälte und Polizisten auf den Fersen sind. ihrer eignen Meinung über den Anschlag der Zollwucherbande in mehr wir im Recht sind, um so wüster der Haß der Feinde. Was wir jetzt wieder an Ausbrüchen wahnwißiger Wut erleben, folgenden Worten Ausdruck: Ueber die außerordentliche Bedenklichkeit dieses Mittels, welches an Expreffungen und Drohungen, haben wir schon so oft erfahren, Neber die außerordentliche Bedenklichkeit dieses Mittels, welches daß fie für uns des Reizes der Neuheit entbehren. Nicht als ob wir als Präzedenzfall einer Bergewaltigung der Minderheit eine berhängnisvolle Bedeutung gewinnen fann, werden die Bertreter der der Meinung wären, daß dieses Toben nur Wind und Schaum sei nationalliberalen Bartei wohl nicht im Zweifel gewesen sein. Jeden ganz im Gegenteil; an der zielbewußten Brutalität der vom Feudal falls wird die Freude an dem Zustandekommen des Kompromiffes das juntertum gegängelten deutschen Bourgeoisie haben wir nie geurch erheblich beeinträchtigt, und wir können mit dem Ausdruck unfres zweifelt: der Zusammenstoß mußte einmal kommen. erzlichen Bedauerns Sarüber, unter diesem Antrag die Unter- Aber gerade weil wir frei von allen Illusionen sind, darum ten nationalliberaler Abgeordneten zu sehen, nicht zurückhalten. berührt uns aber der Lärm nicht. Das Proletariat hat seine Mission durch diesen Antrag ist, wie die leidenschaftliche Erregung einfach zu vollenden, es geht ruhig und gelassen seinen geschichtlichen derken, welche mit Recht erwartet werden mußte, in betrübender Schicksalsweg, aufmerksam, besonnen aber es läßt sich weder ein Weife gezeigt hat, die Brücke zwischen den Nationalliberalen und Das ließ sich denken; sonst wäre der Redaktion längst der Parteiden arren Liberalen, für den Augenblick wenigstens, völlig ab- schüchtern, noch schwächt es ſein Recht und ermattet seinen Stampf gebrochen und eine spätere Annäherung, die fich bei den nächsten durch diplomatische Grübeleien und nervöse Staatsmännerei. Der Des weiteren bestätigt die Nationalliberale Korrespondenz", Wahlen im Kampfe gegen die tonservativ- kleritale Mehrheit auf Kampf um den Bolltarif ist nur einer der heftigen Zusammenstöße, daß eine reine Minderheit der Fraktion gegen den Antrag andren Gebieten als sehr wünschenswert, ja notwendig heraus die dem Proletariat und der Socialdemokratie auf ihrem unaufhalt- Kardorff zu stimmen gewillt ist. ftellen tönnte, fehr erheblich erschwert. famen Siegeszuge nun einmal nicht erspart bleiben werden. Wir Während so ein nationalliberaler Abgeordneter mit dem haben nur unsre Pflicht zu thun, wir haben keine Wahl. Wahlrechtsraub droht wie es in der heuchlerischen Form einer Es war das bedeutsame Ergebnis der Montagsigung des ReichsWarnung der„ Adonis des Liberalismus" Herr Bassermann tags, in deffen trok etlicher Ordnungsrufe äußerlich ruhigem Verlauf schon zuvor getha hat, erklären die größeren Blätter der national- die Tiefe gärte, daß der harte Klaffenkampf, den bas Proletariat liberalen Partei mit Ausnahme der Kölnischen Zeitung" den durchzufechten hat, in all seiner Nacktheit grell hervortrat: der Klassenntrag Kardorff als einen Rechtsbruch und eine Vergewaltigung. tampf gegen das noch im Bormärz befangene Junkertum, gegen Los von Karsten und Compagnie! Die nationalliberale Partei hat ihrem Gewissen den Dienst aufgekündigt. Ihre offizielle Korrespondenz veröffentlicht folgende Absage: W Der Abg. Barth hat... die National- Beitung" das offizielle Organ der nationalliberalen Partei genannt. Diese Behauptung entspricht nicht den Thatsachen. Die National Beitung" fteht in feinerlei Verbindung mit der Leitung der nationalliberalen Partei oder mit der Reichstagsfraktion. maulforb umgehängt worden. Rebellisches aus der Bolkspartei. Mit die Rede, der Herr Richter gestern im Reichstage gehalten hat, möge man die gleichen, die das Breslauer Drgan an leitender Stelle veröffentlicht. Aeußerungen einer feiner Parteigänger, Dr. Alfred Dehlte bergleichen, die das Breslauer Organ an leitender Stelle veröffentlicht. Dr. Dehlte schreibt: Heute muß es gefagt werden, daß alles das, was etwa die Socialdemokratie und die mit ihr verbündete Freifinnige Ver Wird der Antrag Kardorff angenommen, dann ist Ord nung und Tradition, deutschen Reichstage für fchuldbar scheinen lassen, Wirkung bei jeder fünftigen Gelegenheit aufs neue zeigen müßte. Es würde ein Präzedenzfall geschaffen sein, der seine verderbliche Wirkung bei jeder fünftigen Gelegenheit aufs neue zeigen müßte. Es würde dieser Rechtsbruch jeden späteren ohne weiteres entDr. Dehlte erkennt sehr richtig, daß jeder ehrliche Gegner des Zolltarifs alle berechtigten oder unberechtigten Differenzen zwischen den Oppositionsparteien über die Ungeheuerlichkeiten des Antrages Sardorff vergessen müsse. Er erkennt, jede Art der Abwehr" als berechtigt an, während Herr Richter und sein Blatt ganz wie die " Germania" über die Untergrabung des Parlamentarismus durch die Socialdemokratie greinen. Das Geheimnis der engenialen Geheimtaktit scheint auch manchen Voltsparteilern selbst nicht unverdächtig zu sein! # frei bleiben; auf den Referentenplägen zu beiden Seiten der Rednereinigung im Uebermaß der Anvendung parlamentarischer| Wohlfahrtseinrichtung ist die Verhinderung der social zusammengefaßt hätten. Wir hätten Ihnen da nicht vors Obstruktion gesündigt haben, ein Kinderspiel ist gegen die freche de motratischen Agitation unter den Arbeitern." Danach werfen tönnen, daß Sie ungefeßlich zu Werke gegangen feien. Bergewaltigung, wie sie die Mehrheitsparteien an der Minderheit erübrigt sich ein Eingehen auf diese gepriesenen Einrichtungen, finte- ezt aber gehen Sie ungesetzlich vor. Weil Sie die Geschäftsdurch den Antrag Kardorff zu verüben gedenken. Dieser Antrag malen sie nach dem Urteil ihrer Bewunderer diejenigen der Firma ordnung nicht ändern wollen, und weil Sie sich vor dem Konflikt Kardorff verstößt derartig brutal gegen Recht und Sitte, er stellt Krupp doch nicht erreichten und wir die Kruppsche Arbeiter fürchten, und weil Sie die Beute nicht rasch genug in Sicherheit bringen ein solches Ausmaß von Perfidie und Plumpheit dar, daß diesem wohlfahrt ja hinlänglich beleuchtet haben. Von politisch bekannten können, sind Sie zu diesem ungesetzlichen Wege gekommen. Unbegreiflich Angriff gegenüber jede Abwehr erlaubt erscheinen muß. Personen sprach der Lauragründer Kardorff.ist Ihre Verblendung, daß Sie sich nicht selber gesagt haben, daß dieser Anstand und Recht im bestimmte, wie er seltsamerweise durch eine den Reichstags- Drude werden fömite. Es wäre traurig, wenn eine so flagrante RechtsEine Kundmachung Ballestrems. Der Präsident des Reichstags ungeheuerliche Weg nicht ohne Widerspruch von Ihnen eingeschlagen ordnungsmäßigen Befugnisse:" Der Raum zwischen den Sihen der Attentat mit allen Kräften zurückzuweisen.( Beifall bei den Soc.) fachen beigegebene Erklärung kundgiebt, auf Grund seiner geschäfts- verlegung nicht wenigstens einen Teil des Hauses veranlaßte, mit allen Abgeordneten und dem Tische des Hauses resp. den Plägen der Weiter sagte Herr Bassermann, es sei ja möglich, den ganzen Tarif Stenographen, ferner die zum Podium führenden Treppenstufen in den Antrag Kardorff hineinzuarbeiten. Daß das möglich ist, dürfen von den Abgeordneten nicht eingenommen werden und müssen wenn dieser Antrag auf gesetzlichem Boden steht, versteht sich von tribüne dürfen nur die offiziellen Referenten sich aufhalten." Es ist selbst, aber die ganze Erklärung sollte nichts weiter ſein als Del das erstemal, daß der Präsident des Reichstags eine derartige Anord- auf die Wogen der Empörung. Herr Bassermann ſtellt uns ein paar auf die Wogen der Empörung. Herr Bassermann stellt uns ein paar Tage Debatte in Aussicht, die die Majorität uns allergnädigst gestatten mung einer solchen Bekanntmachung für wert hält. würde, wenn der Antrag Kardorff angenommen würde, um nachher Lippentriller. In der Freis. 3tg." vom Sonntag heißt es in alle Welt hinausposaunen zu können: wir haben ihnen ja in einem Inserat wörtlich:" Parteigenossen! Unterstützt das Partei- erlaubt, über unsren Antrag zu debattieren und sogar Anträge dazu organ durch Inserate und sorgt für den nötigen Erfolg. Es zu stellen. Wenn Sie dann aber die Debatte fatt bekommen Erfolg.. auſtellen. aber die Sie Ihre geute nicht empfiehlt Mag Schultz: ff. Lippentriller 1, 1,75 Mart. Wieviel der Termin wo Allerunterthänigste Kruppianer. Der Zweigverein des Lippentriller hat Eugen Richter vor seiner Rede gegen den Parla- mehr zusammenhalten können, daun tritt die Guillotine in Kraft und die Debatte wird geschlossen. Sie wollen um jeden Vereins deutscher Eisenhütten Leute sandte dem mentarismus wohl genossen? ,, B. G. A." zufolge nachstehendes Telegramm an den Kaiser Zum Kreuzzug gegen Benezuela. Das„ Laffan- Bureau" meldet Preis, daß die herrschenden Klaffen am Weihnachtsfeste bei Paint Schinken fingen können: Kaviar und du fröhliche, e bu nach Neudeck: Ew. Majestät huldigen mit tiefster Ehrfurcht die aus Kiel: heute zu ihrer Hauptversammlung in Gleiwig vereinigten über Eine Entsendung deutscher Schiffe nach Vene- felige, gnadenbringende Weihnachtszeit. Daß für die Millionen da 300 Mitglieder der Eisenhütten Oberschlesiens, Zweigverein deutscher zuela erfolgt vorläufig nicht. Die Kreuzer" Ariadne", draußen dieſe Worte mur Spott und Hohn bedeuten, daran liegt Eisenhütten- Leute, und bringen Ew. Majestät allerunterthänigsten" Niobe" und" Amazone", die für die Aktion in Aussicht genommen in der Tasche haben.( Unruhe im Centrum.) Niemals haben Ihnen nichts, darauf pfeifen Sie, wenn Sie nur die Beute Dant dar für das hochherzige Eintreten, durch welches Ew. Majestät waren, haben heute mittag mit dem Geschwader eine Reise nach die Vertreter des Friedens so im Gegensatz zu ihrer Friedensmission die Lauterkeit des Namens des verewigten Ehrenmitgliedes unsres Norwegen angetreten. Danach war die Meldung der„ Kieler Hauptvereins, Friedrich Alfred Krupp, zu wahren fuchten. Etv. Majestät Beitung" doch nicht so völlig unbegründet! gehandelt wie in dieser Zollcampagne. Ueber alle Petitionen, die edle That findet begeisterten Wiederhall in unsren dankerfüllten Ferner wird aus London gemeldet: Auf dem Kolonial- zu den Kommissionsbeschlüssen zu Taufenden eingegangen find, geht Herzen. Gott fegne und schütze Gure kaiserliche und königliche amt wird verfichert, daß bezüglich der gegen Venezuela für unser gutes Recht, ja für unsre heilige Pflicht, diesen Tarif, der Antrag Kardorff sang- und langlos hinweg. Wir betrachten es Majestät." zu ergreifenden Schritte zwischen Amerika, EngFerner wurde folgendes Telegramm an das Direktorium land und Deutschland ein vollständiges Einverbessen agrarische Forderungen 1898 niemand voraussehen konnte, vor der Firma Krupp gefandt:„ Die heutige in Gleiwig tagende nehmen beste he. Die nach Venezuela entsandten deutschen und die Entscheidung der Wähler zu bringen. daß Sie die Entscheidung der von mehr als 300 Mitgliedern besuchte Hauptversammlung des Ziveig- englischen Geschwader würden dem Präsidenten Castro ein furzes wollen, so beweist das nur, Wähler fürchten. Die verbündeten Regierungen machen fich vereins des Vereins deutscher Eisenhütten- Leute giebt hiermit ihrer tiefen ultimatum stellen und, falls derselbe die englischen und deutschen Trauer Ausdruck über das Hinscheiden des hochgeehrten Ehrenmitgliedes Forderungen nicht erfüllt, als bald scharf vorgehen.fireich, ganz abgesehen davon, daß sie in der Zustimmung diesem parlamentarischen Stants ihres Hauptvereins Excellenz Friedrich Alfred Krupp. Unerseßlich ist Das signalisierte scharfe Vorgehen soll nach den Meldungen vor wenig Wochen feierlich der Verlust, welchen die gesamte deutsche Industrie, deren vor- flottenoffiziöfer Blätter in der Beschlagnahme der o Ileinfünfte 3 biefem Antrage ihre noch ( Sehr nehmster Vertreter Herr Krupp war, durch seinen Hingang erlitten bestehen. Jedenfalls sollte Deutschland recht vorsichtig vorgehen abgegebenen Erklärungen mit Füßen treten. Leumdungen diesem um das Wohl seiner Arbeiter besonders ver- laffen, allerhand Unbesonnenheiten zu begehen, für die dann England Reichstags- Präsidiums, an dessen Unparteilichteit fünftighin die hat und aufs herzlichste beklagen wir es, daß schmähliche Ver- und sich nicht wieder, wie in China, durch England provozieren wahr! bei den Socialdemokraten.) Also die Folgen des Antrages Kardorff werden sein vollständiger Zusammenbruch der Autorität des Dienten Mann nahen und den Frieden der letzten Tage seines Lebens jede Verantwortung ablehnt. stören konnten." stärksten Zweifel bestehen müssen, weiter: der moralische und Ein Spiel des Zufalls. In Dresden ist nach der amtlichen politische Bankrott der Parteien, die einen solchen Antrag unterDer Hamburgische Korrespondent" über den Antrag v. Kardorff. Ausschreibung der Wahl zur Ergänzung des Stadtverordneten- ftügen, vor allem das politische Harakiri der Führer, die ihn unterDer fenatsoffiziöse" Hamburgische Korrespondent" urteilt in Nr. 557 Kollegiums Sonntagnacht der Stadtverordnete Baumeister Richter schrieben haben, der Antrag bedeutet ein Denkmal der Schande für über den Staatsstreich- Antrag b. Kardorff wie folgt:" Die Be- gestorben. Infolgedessen muß als Ersagmann ein Kandidat der den Reichstag.( Glocke des Präsidenten.) stimmungen der Geschäftsordnung sind so fonnenklar, daß es nächststärksten Partei eintreten. Die nächststärkste Wahlgruppe bei das es Bicepräsident Büfing: Sie dürfen von einem Antrage von Mitschlechterdings von vornherein unglaubhaft scheint, Graf den Listenwahlen ist aber die Socialdemokratie. Erfaz- gliedern des Hauses nicht sagen, daß er ein Denkmal der Schande v. Ballestrem tönnte es mit seinen Pflichten als Reichs- leute gelten nur, wenn in der Zeit von der Ausschreibung der Wahl ist. Ich rufe Sie deswegen zur Ordnung. tagspräsident und mit der Ehre seiner weißen bis zum 1. Januar ein Todesfall oder dergleichen sich ereignet. Abg. Bebel( fortfahrend): Der Antrag Kardorff stellt den Haare vereinbar halten, in offenem Widerspruch mit der Ge- Diefer Zufall ist jetzt zu verzeichnen. Im Dresdner Stadt deutschen Reichstag auf die Stufe des römischen Senats unter Caligula fchäftsordnung die zweite Lesung des Bolltarifs en bloc, das heißt verordneten- Kollegium war die Socialdemokratic bisher noch nicht und Nero.( Lachen rechts.) Wir werden dafür sorgen, daß das Volk ohne jede Diskussion und jede Einzelabstimmung vollziehen zu lassen." vertreten. an den Parteien, die einen solchen Antrag unterstützen, das VolksEr spricht so als selbstverständlich aus, daß der Präsident als gericht ausübt.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Hüter der Geschäftsordnung den Antrag v. Kardorff ohne vorherige Geschäftsordnungs- Aenderung nicht zulassen werde. In den nächsten Tagen wird es sich ja entscheiden, ob die Ansicht des offiziösen Blattes zutrifft, oder die Mehrheit den Grafen Ballestrem beugen wird. 0 Ausland. Tilog Frankreich. Italien. " nennen. Mitschuldigen Wenn Sie das nicht der Abg. Dr. Sattler( natl.): Das Ansehen des Reichstages wird nach meiner Meinung durch nichts mehr herabgedrüdt, als wenn ein Teil der Mitglieder desselben sich Luftige Projekte des Kriegsministers. Oberst Renard, der to send und lärmend um den Redner herumstellen Direktor der Militär- Luftschiffer- Abteilung in Mendon, hat einen und nicht dulden, daß dieser seine Ausführungen Plan für ein lentbares Luftschiff entworfen, der vom weiter macht.,( Sehr wahr! bei den Nationalliberalen, im Die konservative Partei hat ihre Organisation geändert. Laut Striegsminister gebilligt worden ist. Der Ballon, welcher fofort er- Centrum und rechts.) Die Haltung gegenüber Herrn Bachem war Beschluß des Gesamtvorstandes ist der engere Ausschuß der Partei bant werden soll, soll durch einen Elektromotor betrieben werden um so unverständlicher, als gerade Herr Bebel oft im Tone ( bisher Elfer- Ausschuß) um ein Mitglied verstärkt worden. Ebenso und eine Geschwindigkeit voo 13 Meter pro Sekunde erreichen. besteht der geschäftsführende Ausschuß, der bisher nur drei Mitglieder sittlichster Entrüstung es zurüdgewiesen hat, seinen Gewährsmann zu Gewundert ( Sehr gut! bei den Nationalliberalen.) zählte, fortan aus deren fünf. Der Fünfer- Ausschuß hat behufs der Erzielung einer wirksamen Aftion in Bezug auf die Organisation hat es mich, daß ein so geistreicher Mann wie Herr Bebel noch einen Christliche Charitas. Der Frankf. 3tg." wird aus Rom gefo alten abgedroschenen Wit machte, wie den vom Helotentum der und Sie Parteipresse eines seiner Mitglieder zu bestellen, meldet: Cesare Lombroso veröffentlicht im Avanti" Nationalliberalen. Wir find innerlich total verschieden vom Centrum welches nach den Beschlüssen des Ausschusses mit dem General- einen Brief über Skandale in dem von Mönchen ge- und werden auch weiter die intimsten Feinde bleiben.( Lachen bei Sekretär und dem Redakteur der„ Konservativen Korrespondenz" leiteten Irrenhause auf der Insel Servolo bei den Socialdemokraten.) Weiter muß ich es als unrichtig bezeichnen, die laufenden Geschäfte besorgt. Als dieses geschäftsführende Mit Benedig. Eine fürzliche Untersuchung ergab, daß Krante als die Nationalliberalen an der Obstruktion bei glied ist der Abgeordnete v. 2oebel I- Benden gewählt worden, angefettet und in schmuzigen Löchern gehalten lex Heinze teilgenommen hätten. Eines Tages, als wir fehr lange Der gefchäftsführende Ausschuß besteht aus Freiherrn v. Man wurden. Abgeordneter Rava brachte in der Kanmmer eine gesessen hatten, hatten meine Freunde keine Lust mehr, ihr teuffel als Vorsitzenden, Graf zu Limburg- Stium, Interpellation betreffend Reform der Frrengesetzgebung ein. Wittagessen länger warten zu lassen und gingen v. Heydebrand und der Lasa, Graf v. Mirbach und v. Loebell. Ein Polizei Anarchist". Aus Rom wird gemeldet: Ein deshalb bei der Abstimmung nicht wieder hinein. Polizei kommissär des ersten Stadtbezirks verhaftete heute( Stürmische, lang andauernde Heiterkeit.) Sonst haben die National8342 M. 98 Pr. Reichszuschuß. Das Berliner Tageblatt" einen Bolizeiwachmann, der bei Monte Citorio auf dem liberalen weder an jenem Tage, noch auch am Tage darauf bei wundert sich darüber, daß die an die socialdemokratischen Mitglieder Posten stand, weil ihm hinterbracht worden war, der Mann habe keiner Abstimmung gefehlt, Herr Bebel hat also nach dieser Feſtder Zolltarifkommission gezahlten und dann an die Parteikasse ab- im Sinne, in der inneren Säulenhalle des Kammer- stellung nicht das Recht nochmals zu behaupten, wir hätten bei der geführten Diäten 8000 M. überſtiegen haben. Das„ Tageblatt" gebäudes eine Bombe zu legen. Der Mann wurde durch- lex Heinze die Obstruktion mitgemacht. mutmaßt, daß für Reichstags- Mitglieder bestimmte, von diesen ucht und in seiner Manteltasche fand man eine mit Schieß Herr Barth hat vorgestern behauptet, die Nationalaber nicht erhobene Diäten an die Socialdemokraten mit pulver und Nägeln gefüllte eiferne Schachtel. Nach Zeitung" fei ein Hauptorgan der nationalliberalen verteilt feien. Darin irrt das Blatt. Es waren im Diätengesez bielem Drängen gab er zu, die Bombe mit Hilfe zweier Arbeiter Partei. Die National- Zeitung" hat bereits vor Jahren erklärt, für jeden Mann 2000 m. festgesetzt, dabei aber vorausgesetzt, daß verfertigt zu haben; er wollte sie insgeheim in eine geeignete Ede daß es ihr nicht in den Sinn komme, das Organ der nationalstets alle 28 Mitglieder anwesend seien. Der Reichstagspräsident schieben, sie dann selbst dort entdecken und sich dabei leicht ver- liberalen Fraktion zu sein. Auf keinen Fall aber können hatte dem Gesetz durchaus entsprechend angeordnet, daß die Gesamt wunden laffen, um dadurch einen Ruhesold zu erwir irgend welchen Herren, welche dieselbe durch Zusendungen erfumme von 56 000 M. in der Art verteilt werden solle, daß die schleichen. freuen, das Amt eines Censors zuerkennen. Hinzu kommt noch, daß Anzahl der anwesenden Abgeordneten fest- Der Mann dachte jedenfalls, daß das schöne Geld, das die die National Zeitung" durch ihre freihändlerische Richtung un gestellt und danach der Say pro Sigung berechnet italienische Polizei für bestellte Arbeit im Auslande ausgiebt, auch zweifelhaft stets eine Hinneigung zur Freifinnigen Vereinigung hat würde. Da mehrere Abgeordnete insbesondere solche im Lande selbst bleiben könne. erkennen lassen, was Herrn Dr. Barth nicht unbekannt sein dürfte. der Freisinnigen Volkspartei fehlten, so vergrößerte Der Zolltarif soll ein Rüstzeug für die Regierung zur Führung der sich durch die Schwänzerei dieser Kommissionsmitglieder der Diäten- Das Ehescheidungs- Gesetz, das die Regierung der Kammer unter Handelsvertrags- Verhandlungen sein. Um ein solches Rüstzeug zu Anteil der präsenten Mitglieder. So find durch die Faulheit der breitet hat, sieht verschiedene Erleichterungen der Trennung zweier schaffen, find alle erlaubten Anstrengungen notbürgerlichen Kommissionsmitglieder, insbesondere der Freisinnigen, Chegatten vor. Danach kann die Scheidung der Che ausgesprochen wendig. Ich bestreite aber entschieden, daß wir schon seit langem unsrer Parteikasse wider willen der Herren Schwänzer werden bei Ehebruch, böswilligem Verlassen, bei Gewaltthätigkeiten entschlossen gewesen wären, den Weg des Antrages v. Kardorff zu 342 M. 98 f. zugewendet. und schweren Beleidigungen; auch kann die Trennung ausgesprochen betreten. Ich habe mich nur mit äußerst schwerem Herzen werden, wenn ein Ehegatte Zuchthaus von mehr als 20 Jahren zu zur Unterzeichnung dieses Antrages entschlossen.( Abg. Singer: Unzufrieden mit der Görliger Kaiserrede ist der fromme„ Reichs- verbüßen hat. Sind Kinder nicht vorhanden, so kann die Scheidung Warum haben Sie es denn gethan?) Es ist ja sehr unerwünscht, bote". Dem Blatt der Muckerei und Stöckerei liegen die Worte des der Ehe nicht eher ausgesprochen werden, als nachdem die faktische daß man nicht die Kritik ansetzen kann an die Beschlüsse Kaisers: Freiheit für das Denten, Freiheit in der Trennung der Ehegatten ein Jahr und einen Tag bestanden hat; der Kommission, von denen manche der Regierung die Zustimmung Weiterbildung der Religion, Freiheit für unsre find Kinder vorhanden, so kann die Scheidung erst nach drei Jahren zu diesem Tarif noch erschweren. Aber zur Beschreitung dieses unwissenschaftliche Forschung, das ist die Freiheit, die ich ummterbrochener Trennung ausgesprochen werden. Der schuldige erwünschten Weges find wir gezwungen worden durch das Verhalten dem deutschen Volfe wünsche", schtver im Magen. Das fromme Teil darf keinen Antrag auf Scheidung stellen. Die Klerikalen sind der Opposition, der Obstruktion. Wir befanden uns in der Notlage. Blatt beklagt es bitter, daß der Kaiser somißverständliche" gegen das Gesez und haben eine große Protestbewegung dagegen Sie( zu den Socialdemokraten und der Freisinnigen Vereinigung) Worte gesprochen habe, die von der lintsliberalen Breffe ausgebeutet eingeleitet. werden könnten. Daß es aber nicht nur diese ziemlich belangloſe haben versucht, die Grundlagen des Parlamentarismus zu ver Dänemark. nichten, Sie wollen die Geschäftsordnung verwandeln in eine GeDeutung ärgert, sondern die Erklärung Wilhelms II. selbst, gesteht es dadurch, daß es erklärt, daß alles auf Klaffenjuftiz. In Horsens wurden dieser Tage 5 Arbeiter, die an schäftshinderung! Jetzt können Sie feinen Anspruch mehr auf andre Behandlung machen, als die, die Ihnen mun schwere Kämpfe für die evangelische Kirche deute, den Demonstrationen gegen die„ Hafenarbeiterzunft", die von den eine wird. Nach der Geschäftsordnung ist der Antrag " einen die ein Gegenteil zu der„ begünstigten Hierarchie." Interessant dabei Unternehmern gegründete Streitbrecher- Organisation, teilgenommen zu teil ist auch die Klage des Reichsboten" über das Elend der Pa storen, hatten, zu Gefängnis bei Wasser und Brot verur- v. Kardorff zweifellos zulässig. Ueber die Behandlung von Anlagewelche oft in bitterer Not" lebten. Das Grſtändnis ist teilt; einer zu 4 mal 5 Tagen, 3 zu je 2 mal 5 Tagen und einer gesetzen, wie es der Zolltarif iſt, enthält die Geschäftsordnung keine interessant. Wenn Pastoren mit einem Anfangsgehalt von zu 5 Tagen. Die Verurteilten sollen sich gegen einige Streifbrecher Bestimmungen. Man konnte auch die andre Auslegung vorbringen, § 19 der Geschäftsordnung der Zolltarif Ausschlaggebend beim Urteilsspruch war der daß nach wozu noch freie Wohnung, Garten und bergangen haben. Aderland und allerlei Sporteln tommen in bitterer Bürgermeister der Stadt, der Mitbegründer der integrierenden Bestandteil des§ 1 des Zollgesetzes bildet, und daß es danach sehr fraglich ist, ob überhaupt eine Trennung der einzelnen Not" leben müssen, in welchem Grade des Elends befinden sich a fenarbeiterzunft ist. Tarifpofitionen statthaft ist. 2400 M. " dann erst die Arbeiter, die oft mit noch nicht dem dritten Teil eines solchen Einkommens auskommen müssen! Und die Auswucherung dieser Aermisten durch den Zolltarif findet der fronume„ Reichsbote" ganz in der Ordnung! Reichstag. ( Schluß aus der 1. Beilage.) Es handelt sich jetzt darum, ob 58 lungenfräftige und redegewandte Leute in der Lage sein sollen, den ganzen übrigen Reichstag an der Arbeit zu hindern. Gelingt das diesmal, so ist die Obstruktion ein für allemal eingeführt in das Arsenal der parlamentarischen Waffen. Der deutſche Reichstag ist aber nicht ges willt, sich einer kleinen Minorität zu unterwerfen.( Beifall bei den Rationalliberalen.) Abg. Thiele( Soc.): Der Enthüllung eines Stumm- Denkmals, die am 30. November Vicepräsident Büsing: Dann hätte ich den Herrn Redner nicht in Neunkirchen erfolgt ist, widmet die„ Poſt" mehr als 8 Spalten unterbrochen. Erſt als seine Stritit eine persönliche Wendung nahm, Bei der Feier, der natürlich auch ein Vertreter des Kaisers beiwohnte, wurden eine Unzahl von Reden gehalten, die Stumm als habe ich mich für verpflichtet gehalten, ihn zu unterbrechen und ihm Industriegewaltigen, zu verstehen zu geben, daß eine solche Kritik nicht angemessen sei. Patrioten und Arbeiterwohlthäter ber Herrlichten. Auf den Patrioten brauchen wir nicht einzugehen, Abg. Bebel( fortfahrend): Dr. Sattler meinte, mit unsrem Vorgehen gegen Dr. Bachem da wir den Panzerplatten Patriotismus Stumms In eine Kritik dieser Worte des Herrn Präsidenten will ich mich hätten wir uns mit uns selbst in Widerspruch gesetzt. In früheren durch Wiedergabe der Resolution der Budgetkommission des nicht einlassen. Er hat zu entscheiden, mir bleibt nichts andres übrig, Fällen aber handelte es sich um die Verweigerung der Nennung Flotten= Etats in unfrer Sonntags- Nummer mitbehandelt als zu schweigen. Ich bestreite, daß die Beschlüsse der Kommission dritter Gewährsmänner, während wir hier angeblich selbst die haben. Auch der Arbeiterwohlthäter bedarf keiner schärferen den gesetzlichen Boden abgeben können.§ 19 läßt wohl die Zu- Schuldigen sind und nur verlangen, daß unsre eignen Stritit, als sie ihm in einer der Verherrlichungsreden selbst wider- sammenfassung einzelner Positionen zu, verlangt aber direkt die Namen genannt werden.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Das fuhr. Danach hat Stumm das Grundprincip feiner Arbeiter Specialisierung. Der gejegliche Weg wäre für Sie Gedächtnis des Abg. Dr. Sattler scheint ein sehr kurzes wohlfahrt selbst mit den Worten gekennzeichnet: Die beste gevesen, daß Sie Pie Bofitionen gruppenweise zu sein. Bei der lex Heinze haben auch die National Tiberalen sich der sogenannten Obstruktion an abgewiesen, da die Annahmen der Polizei erwiesen seien und überdies als einziger Ausweg, die Offerte der Standard Oil Company an geschlossen. Ich kann mich selber genau des Falles erinnern, bei der Gründung des Vereins der socialdemokratische Referent in zunehmen, die sich bereit erklärte, die von den südkalifornischen vie, als wir bei der entscheidenden Abstimmung durch unser Draußen- öffentlicher Versammlung sich dahin ausgesprochen habe, daß Arbeiter Erdöl- Produzenten benötigten Röhrenleitungen, Raffinerien, Res bleiben die Beschlußunfähigkeit herbeiführten, die nationalliberalen Herren nicht in patriotische Turnvereine gehörten. servoirs zur Verfügung zu stellen, wofern dafür die Preispolitik der auf unsrer Seite standen, darunter auch Herr Bassermann.( Hört! hört! Vor dem Oberverwaltungsgericht, an das sich der Vereins- betreffenden Unternehmungen und die Ausbeutung der ihnen ge= bei den Socialdemokraten.) Dr. Sattler versuchte die National- vorstand wandte, führte sein Vertreter aus, daß erstens das, was hörenden Delterrains stets nach den Vorschriften des PetroleumZeitung" abzuschütteln. Es haben aber auch noch andre national- der Referent in der öffentlichen Versammlung vor der Gründung trusts geregelt würden. Auf diese Weise wird die südkalifornische fiberale Blätter, wie die Augsburger Abendzeitung", gefagt, den Verein nicht verpflichte, und daß ferner die Beteiligung der Petroleum- Produktion gegenwärtig ebenso wie die pennsylvanische das Vorgehen der Nationalliberalen sehr absprechend beurteilt. 5 oder 8 Turner an der Maifeier nicht als taporative Beteiligung von der Standard Oil Company beherrscht, obwohl diese Gesellschaft Dr. Sattler sprach wieder von einer Notlage der Mehrheit. Wie so des etwa 100 Mann starken Vereins angesehen werden könne. nur im Besitz der Hilfsanstalten der Petroleum- Industrie und nicht denn? Es ist nur die Lage jeder Partei, die etwas Das Oberverwaltungs- Gericht schloß fich in jenem der Erdöl- Terrains selbst ist. erstrebt, soweit sie unter Umständen nicht zum diesen Ausführungen an und setzte die polizeiDie Aktien- Brauerei Friedrichshöhe", vorm. Pakenhofer ver 3iele tommt. Kein Redner der Mehrheit hat uns liche Verfügung außer Kraft, durch welche die Einnachweisen können, daß wir unzulässige Mittel angewandt hätten. reichung der Statuten und des Mitgliederverzeichnisses, sowie die An- öffentlicht jetzt ebenfalls ihren Geschäftsbericht. Der Jahresabfah beträgt 408 637 hektoliter gegen 391 387 Hektoliter im Betriebss Dr. Sattler berief sich auch auf das Interesse der Arbeiter am Zu- zeige der Mitgliederveränderungen verlangt wurde. jahre 1900/1901. Der Reingetvinn des abgelaufenen Geschäftsstandekommen dieses Tarifs. Die deutschen Arbeiter Gegen den Verleger der„ Gazeta Robotnicza" ist ein Ver- jahres beträgt, nach Abschreibungen in Höhe von 763 008 W.( i. V. werden sich für eine Vertretung ihrer Interessen durch die fahren eingeleitet, weil er einem Minderjährigen, den pol- 623 678) 909 799 M.( S09 722 M.), woraus an Tantiemen für Rationalliberalen bedanken! Herr v. Ströcher bezeichnete fich guten" Abgeordneten. Wenn Herr v. Krücher ein nischen Socialister Woicziechowski, verantwortlich für sein Blatt Aufsichtsrat und Vorstand 182 000 m. gezahlt werden, die Aktionäre guter ist, dann möchte man gern wissen, wie die schlechten zeichnen ließ. Woicziechowski war in einem früheren Prozeß wegen erhalten wieder 12 Proz. Dividende. Die Verwaltung hofft auch aussehen, denn mit diesem Schlechten kann doch nur ein Beleidigung eines Geistlichen durch das Blatt freigesprochen worden, im laufenden Geschäftsjahre ein gutes Resultat zu erzielen. andrer Konservativer gemeint gewesen sein.( Heiterkeit.) Seine weil er das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Er zeichnet das Blatt jedoch weiter, da er am 22. November sein 21. Lebensjahr Parteifreunde mögen sich für diese Enthüllung bei Herrn v. Kröcher bedanken.( Heiterkeit.) vollendete. als einen " 1 " Sociales. Nechtsprechung zum Arbeiterschuhe. Die Unzulässigkeit des Antrags tann feinem Zweifel unterliegen. Gewisse Juristen freilich können alles beweisen. Der Hus Industrie und Handel. Vorwurf der Obstruktion ist ganz ungerechtfertigt. Will man uns einen Das Oberlandesgericht Breslau hat sich bekanntlich auf den Vorwurf machen, so kann es nur der sein, daß wir viel zu oft Bankkonzentration. Aus dem Rheinland wird über eine neue Standpunkt gestellt, daß die Vorschriften über die Ruhezeit der Gastzu nachsichtig waren in der Anwendung unsrer Geschäfts- Verschmelzung zweier Banken berichtet, und zwar handelt es sich um wirtsgehilfen in der Bekanntmachung des Bundesrats vom 23. Januar ordnung. Sie haben ja die Macht: Aendern Sie die eine Angliederung des Düsseldorfer Bankvereins an den Barmer 1902 durch freiwilligen" Verzicht der Gehilfen beseitigt werden Geschäftsordnung gründlich. Geben Sie dem Prä Bankverein. Letzterer will zu diesem Zweck eine Erhöhung seines können. Diese Rechtsauffassung, die auf eine ziemlich vollständige fidenten das Recht, einen Abgeordneten zum Grundlapitals vornehmen, die einerseits zu dem geplanten Umtausch Beseitigung der Ruhezeit in der Praxis hinausläuft, und dem Sinne Worte zu verstatten oder nicht. Hier handelt es sich ausreicht und andrerseits darüber hinaus noch weitere Betriebsmittel der Bekanntmachung direkt widerspricht, hat allgemein Aufsehen eraber unt Treu und Glauben, об die feit Jahr schafft. Das gesamte Grundkapital würde sich dann auf etwa 40 Millionen regt. Die„ Berliner Börsenzeitung" macht demgegenüber auf ein zehnten bestehende Geschäftsordnung gehalten wird oder Mark stellen. Urteil des Reichsgerichts vom 1. April 1895 aufmerksam, bei dem es nicht. Im Volfe glaubt man jetzt an die doppelte Moral: Der Umtausch der Aktien soll derart erfolgen, daß die sich um die Auslegung ähnlicher Vorschriften handelt und aus dem Die fleinen Diebe werden hart bestraft, die großen dürfen skrupel- Aktionäre des Düsseldorfer Bankvereins für je 7000 M. Aftien 6000 m. hervorgeht, daß Juristen auch anders können. los räubern. Aendern Sie also die Geschäftsordnung. Aber jede Wie bekannt, heißt es in der Bekanntmachung des Bundesrats, Aenderung zu dem Zwecke der Durchbringung des Tarifs wird ein neue Aktien( des Barmer Bankvereins) erhalten. Ferner soll dem VerSchandmal für die Mehrheit des Reichstags bleiben. nehmen nach den Aktionären des Düsseldorfer Instituts für das laufende daß den Gehilfen eine Ruhezeit zu gewähren ist. Daraus folgert Jahr eine mäßige Dividende gewährleistet werden( 3-4 Proz.), das Breslauer Oberlandesgericht, daß es genügt, wenn der Gastwirt Die Konservativen huldigen dem alten Wort„ Nach uns die Sünd- während die in Umtausch zu nehmenden neuen Aktien des Barmer den Gehilfen gestattet, zu pausieren, daß aber die Gehilfen von dieser flut". Graf Bülow kannte seine Leute, als er sich dem Mitarbeiter der Bankvereins mit Wirkung vom 1. Januar 1903 ab dividenden Erlaubnis keinen Gebrauch zu machen brauchten. Ganz ähnlich heißt Wiener Neuen Freien Presse" gegenüber dahin aussprach: Die Be berechtigt sein sollen. es in der Gewerbeordnung§ 137 Absatz 3, daß den Arbeiterinnen fiegung der Opposition überlasse ich der Mehrheit selbst. Die Der Barmer Bankverein, begründet 1867, hat ein Aftien eine Mittagspause gewährt werden muß". Daraus erwuchs ein Laurahütten Moral fann nicht ohne Einfluß im Volke bleiben, das aufs äußerste über die Politik erbittert ist, die die 961 932 M. Abschreibungen auf schlechte Forderungen( Terlinden) die Pause gewährt", diese aber nicht an der Arbeit während der RuheCapital von 23 288 200 Wt. Die Dividende für 1901 ging infolge Strafverfahren gegen einen Unternehmer, der den Arbeiterinnen zwar Lebensmittel dem Volke verteuert. Wenn wirlich eine Aera des auf 42 Broz. zurück( 7 i. 2.). Der Düsseldorfer Bankverein, geit gehindert hatte. Der Unternehmer wurde zur Strafe verurteilt, und politischen Meuchelmordes losbricht, so haben Sie( nach rechts) allein 1889 errichtet, hat ein Aftienkapital von 9 Millionen Mart. feine Revision vom Reichsgericht mit folgender Begründung abgedie Schuld! Wir suchen das Volt aufzuklären, die Geister Die Dividende betrug im letzten Geschäftsjahr 4 Proz. gegen 8 Proz. wiesen zu revolutionieren. Deshalb werden wir bei den Wahlen nur Vorteil im Vorjahr. Die Vorschriften der Gewerbeordnung über die Beschäftigung von dieser Politik haben. Das Wort: wir können von Junkern Von einigen Seiten wird die Angliederung als eine Maßnahme von jugendlichen und von weiblichen Personen beziveden den Schußz und Pfaffen nicht genesen, trifft auch heute noch zu. Daß sich die der alten rheinischen Bankwelt aufgefaßt, ihre Position im Stampf derselben gegen eine ihnen nachteilige Ausbeutung durch den wirtNationalliberalen, die modernen Bassermannschen Gestalten, der Wahrscheinlicher Schaftlich stärkeren, selbständigen Gewerbetreibenden. Sie sind polizeiV " Mehrheit angeschlossen haben, macht das Bild erst vollständig. gegen die Berliner Großbanken zu verſtärken. ist es aber, daß die Fusion, bei der die Diskonto- licher Natur und legen dem Gewerbetreibenden teils ein bestimmtes Kenntnis gehabt hat. Antrag v. Kardorff unzulässig ist, steht für uns zweifellos fest. Bringt ihn der Präsident dennoch zur Abstimmung, so wird man im Bolte sagen: Dort fizzen die Stehler, hier sitzt der Hehler. ( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Parteinachrichten. ( Heiterkeit.) Ich möchte an den Präsidenten die Frage richten, Gesellschaft und die Dresdener Bank mitwirken, vornehmlich den Thun, teils ein bestimmtes Unterlassen auf. Ihrem polizeilichen ob er vor der Drucklegung von dem Antrag Kardorff Zweck verfolgt, die Deutsche Bank und den Schaaffhausenschen Bank- Charakter entsprechend, ist in§ 146*) der Gewerbe- Ordnung jedes berein nicht allzu übermächtig werden zu lassen. Der Wettbewerb Zuwiderhandeln gegen diefelben mit Strafe bedroht. Der GewerbePräf. Graf Balleſtrem: Herr Abgeordneter, Sie haben keine unter den Banken in Düsseldorf ist neuerdings außerordentlich treibende macht sich deshalb strafbar, wenn er vorfäßlich gegen die geFragen an den Präsidenten zu richten. Interpellationen werden nur stark geworden, nachdem der A. Schaaffhausensche Bank- dachten Vorschriften handelt, ebenso aber auch, wenn er aus Fahran den Reichskanzler gerichtet, nicht an den Präsidenten. verein dort eine Niederlassung errichtet hat und bekanntlich die An- lässigkeit eine Uebertretung derselben in seinem Geschäftsbetriebe zu= Abg. Thiele( Soc.)( fortfahrend]: Ich nehme an, daß der Präsident gliederung der Niederrheinischen Bank( Zweigstelle der Duisburg- läßt. Er muß, um die ihm auferlegten Pflichten zu erfüllen, and von dem Vorgehen der Herren v. Stardorff und Genossen keine Ruhrorter Bank) an die Deutsche Bank nahe bevorsteht: außerdem Vorsorge dafür treffen, daß in dem ihm gehörigen Betriebe diesen Ahnung gehabt hat, denn sonst würde ich mich wundern, daß auch die von der Deutschen Bant ressortierende Bergisch- Märkische gefetlichen Bestimmungen nicht entgegengehandelt wird. Zu den im er uns Borschläge über die Beratung des Tarifs Bank seit Jahren in Düsseldorf eine mit bestem Erfolge arbeitende§ 146 erwähnten Vorschriften gehören die des§ 137. Die letzteren felbst gemacht hat, denen wir zustimmen konnten. Daß der Niederlassung besitzt. beziehen sich auf Arbeiterinner und unterwerfen die Beschäftigung derselben in Fabriken gewissen Beschränkungen hinsichtlich der ArbeitsFranzösische Getreide- Einfuhr und Getreidezölle. Zu den bezeit und Arbeitsdauer. Personen weiblichen Geschlechts dürfen in liebtesten Argumenten der Hochschutzzöllner gehört der Hinweis auf gewissen Zeiten und über eine bestimmte Anzahl von Stunden nicht Frankreich, das für Weizen einen Zollfaz von 7 Frank pro Doppel- beschäftigt werden. Außerdem soll ihnen zwischen den Arbeitsstunden Präsident Graf Ballestrem: Wegen der letzten Aeußerung rufe centner habe, also von 5,60 M., während sich die deutsche Landwirt- eine einstündige Mittagspause gewährt werden, und ist nach§ 138 ich den Redner zur Ordnung, nicht weil er sich die Beleidigung schaft bisher mit einem Zoll von 3,50 W. habe begnügen müssen. Der Beginn und das Ende dieser Pause vom Arbeitgeber der Ortsgegen meine Person, sondern gegen den Präsidenten geleistet hat. Ganz abgesehen aber davon, daß nur für Weizen der französische polizeibehörde schriftlich anzuzeigen. Der Fabrikherr darf demnach ( Sehr gut! bei der Mehrheit.) Ich muß ein- für allemal darum Bollsay höher ist, als der deutsche Vertragssag, für Roggen und Hafer die Arbeiterinnen zu andren Zeiten und für eine größere Anzahl von bitten, das Verhalten des Präsidiums nicht in die Debatte dagegen bedeutend niedriger, wird bei diesem Hinweis auf franzöfifche Stunden nicht nur nicht zur Beschäftigung auffordern, sondern muß zu ziehen. Hier von dieser Stelle aus wird nicht diskutiert, Verhältnisse regelmäßig verschwiegen, daß das Getreide aus den auch dafür sorgen, daß die Arbeit in der verbotenen Zeit unterbleibt von hier wird nur die Ordnung des Hauses aufrecht erhalten. Ich französisch- afrikanischen Kolonien zollfrei in Frankreich eingeht und über die zulässige Zeit nicht ausgedehnt wird. Unter einer Pause fann Ihnen anf solche Angriffe nicht antworten und es ist deswegen und daß diese zollfreie Einfuhr fast den ganzen ist nur ein Unterbrechen der Arbeit und ein Ruhenlassen derselben zu wenig hübsch, so gegen das Präsidium vorzugehen.( Beifall bei der 3 uschuß dedt, den Frankreich zu feiner eignen Er verstehen. Ein Arbeiten während derselben hat demnach zu unterMehrheit.) zeugung hinzukauft. bleiben und der Fabrikheri ist verpflichtet, auf die Befolgung dieses Abg. Singer stellt den Antrag auf Vertagung, dem fich Nach der soeben vom Bulletin des Halles, Bourses et Marchés" Gebotes zu halten. Dieser Verpflichtung genügt er nicht schon daallmählich fast alle Parteien anschließen. veröffentlichten Statistik stellte sich z. B. die Einfuhr von Weizen durch, daß er den Arbeiterinnen das Unterlassen der Arbeit während Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr( Fortsetzung der heutigen nach Frankreich in den ersten zehn Monaten d. J. auf 2075 464 Doppel- der einstündigen Mittagspause gestattet, von ihnen während derselben Beratung). centner, wovon 1 765 247 Doppelcentner allein aus Algerien, feine Arbeit verlangt. Er muß sich vielmehr, wie sich aus§ 151 Schluß 6 Uhr. der Regentschaft Tunis und aus der Freizone stammten. In der Gewerbe- Ordnung ergiebt, durch die ihm nach den Verhältnissen denselben Monaten des Vorjahres gingen 1309 552 Doppelcentner mögliche eigene Beaufsichtigung des Betriebes davon überzeugen, daß ein, darunter 1 296 320 Doppelcentner aus Algerien usw. Der Hafer- die Pause auch innegehalten wird. Nach den Feststellungen des Urteils import bezifferte fich während der Monate Januar bis Oktober 1902( des Vorderrichters) haben die Angeklagten nur eine Bekanntmachung auf 1 940 975 Doppelcentner gegen 3418 663 Doppelcentner in den in der Fabrit anschlagen lassen, daß von 12-1 Uhr Bauſe ſei. Die letzten Vorgänge im Reichstage wurden bereits in einer gleichen Monaten 1901. An Gerste wurden im besprochenen Zeit- Die Annahme des Gerichts, daß dieselbe hierdurch die ihnen nach Boltsversammlung in Neumünster( Holstein) behandelt, in der raum des laufenden Jahres vom Auslande bezogen 1281 847 Doppel- Borstehendem obliegenden Verpflichtungen nicht erfüllt haben, ist Genoffin Rieß aus Hamburg sprach. Die Versammlung, von über centner, wovon Algerien 1 255 753 Doppelcentuer lieferte. In nicht zu beanstanden. 1000 Personen besucht, gestaltete sich zu einer gewaltigen Demon- den ersten zehn Monaten 1901 betrug her Gerste- Import 1496 389 Da auf eine Entscheidung des Reichsgerichts über die Auslegung ſtration gegen die Gewaltstreiche der Mehrheit und für den Abwehr- Doppelcentner, und zwar 1 467 629 Doppelcentner aus Algerien. Die der Kellnerschutz- Verordnung unter normalen Verhältnissen jedoch nicht tampf unsrer Fraktion. Eine Resolution, die das Vorgehen der Maiseinfuhr belief sich auf 2022 594 gegen 2 651 892 Doppelcentner in zu rechnen ist, so wird dem Bundesrat in seinem eigenen Interesse Mehrheitsparteien auf das schärfste verurteilt und das Vorgehen den Monaten Januar bis Oktober 1901. Die Haupteinfuhr erfolgte nichts weiter übrig bleiben, als durch einen Nachtrag zu der Bekanntunsrer Genossen gutheißt, wurde unter stürmischem Beifall anges aus Rumänien mit 864 103 Doppelcentner( 1901: 553 258 Doppel- machung vom 23. Januar seine Absichten in einer Weise klar zu centner), aus Argentinien mit 429 731 Doppelcentner( 1901: stellen, daß keinerlei Auslegungstünste mehr daran deuteln können. Gemeinderatswahlen. Einen bedeutenden Sieg meldet uns ein 777 358 Doppelcentner) und aus Rußland mit 409 664 Doppelcentner Privattelegramm aus Münche it. Es wurden 3 Parteigenossen ge= ( 1901: 309 640 Doppelcentner). An Roggen bezog Frankreich im wählt. Da wir nur ein Mandat zu verteidigen hatten, so haben Jahre 1902 4048 Doppelcentner gegen 3693 Doppelcentner im Jahre wir damit 2 neue Size gewonnen. Die Ultramontanen, die einen 1901. Der Import von Kleie betrug 1902 1434 237 Doppelcentner getvaltigen Ansturm unternommen hatten, sind gründlich geschlagen gegen 1 338 502 Doppelcentner im Vorjahr. Davon lieferte Rußland worden. Sie verloren 3 Mandate, eins an die Liberalen und zwei 726 199 Doppelcentner( 1901: 665 453 Doppelcentner). Die Rohrleger und Helfer wählten am Sonntag in öffentlicher an uns. Die Centrumsmehrheit ist damit verhindert. Unfre Demnach sind im laufenden Jahr über fünf Sechstel des Stimmenzahl wuchs um etwa 600 und stieg damit auf rund 5000. Weizens, den Frankreich einführte, ohne Zoll in fein Gebiet ein- Bersammlung die von den Arbeitern zu stellenden Mitglieder der bei In Ohmstede bei Oldenburg wurden 3 Parteigenossen ge- gegangen und im vorigen Jahr wurde sogar beinahe der gesamte Beendigung des letzten Streits vertragsmäßig eingefeßten Tarif= Schlichtungs- Kommission. Gewählt wurden: wählt, so daß mummehr 5 im Gemeinderat fizen. Je ein Partei- Thatsächlich find denn auch selbst im Seine- Departement und im Wilhelm Gurtschke, Max Tschöke, Ernst Tolksdorf und Carl Ashölter. Südwesten Frankreichs die Weizenpreise niedriger als in West- und Ersatzmänner find: Oskar Ficius, P. Mary und Arnold Sobischek. Seitens der Ortsverwaltung des Metallarbeiter- Verbandes ist Im Gefängnis gestorben ist in den letzten Tagen, wie die Bres- Südwest- Deutschland. Wiesenthal zum Kommissionsmitglied bestimmt worden. Belauer Volkswacht" schreibt, einer unsrer braven Genossen aus der Provinz. Der Schmied Delitius hatte sich in den Orten, in welchen Ermäßigung der Berliner Stabeisenpreise. Nachdem erst vor merkt sei hierbei, daß die Versammlung deshalb als eine öffentliche er beschäftigt war, stets um die Organisation der Arbeiter bemüht. ungefähr einer Woche der Verein Berliner Stabeisenhändler eine einberufen war, um einem von Unternehmerseite geäußerten Wunsche In Maltsch, wo er längere Zeit an der Zuckerfabrik beschäftigt war, weitere Ermäßigung der am 22. Oktober um 5 M. pro Tonne her- Rechnung zu tragen, auch nichtorganisierten Rohrlegern oder früheren gelang es ihm, eine Zahlstelle des Metallarbeiter- Verbandes ins abgesetzten Stabeisenpreise abgelehnt hatte, wurde plötzlich in einer Arbeitswilligen die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen. ErLeben zu rufen. Gleichzeitig hatte er die Kolportage für unire am Sonnabend abgehaltenen neuen Versammlung beschlossen, den schienen war von lekteren jedoch niemand. Von den Arbeitgebern ge= Zeitung in jenen Orten, bis er infolge Entlassung aus der Arbeit Preis nochmals um 5 M. zu ermäßigen. Drohende Preisunter- hören der Kommission folgende Herren an: Obermeister Grün und gezwungen war, diesen Wirkungskreis aufzugeben. Etiva vier Monate bietungen größerer westfälischer Werke sollen, wie es heißt, diesen Ingenieur Goodson( Berliner Innung), Fabrikant Jordan( Charlottenburger Jnnung), Ingenieur Müller( Vereinigung Berliner Innach seiner Abreise von Maltsch wurde er wegen einer Aeußerung Beschluß veranlaßt haben. nommen. genosse wurde gewählt in Eutin und in Neuhof bei Eutin. und Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. denunziert, die er angeblich noch in M. gethan haben sollte und in Das Monopol der Standard Oil Company. Die Hoffnung, ſtallateure) und Ingenieur Better( Verband der Centralheizungswelcher das Gericht eine Gotteslästerung erblickte. Er wurde deshalb daß es mit Unterstützung der neuerdings entstandenen teranischen Industriellen). Die Wahl eines unparteiischen Vorsitzenden ist noch zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt, welche Strafe er am 1. Sep- und füdkalifornischen Petroleum- Industrie gelingen werde, das nicht erfolgt. tember d. J. antrat. Am Montag, den 1. Dezember, sollte er aus Monopol des Rockefellerschen Trusts zu brechen, muß nach neueren Eine fonderbare Lohnregulierung ist den Arbeiterinnen des dem Strafgefängnis an der Kletschtauerstraße entlassen werden. Jekt Nachrichten als fehlgeschlagen betrachtet werden. Wie die Elementensaals im Hauptgeschäft der Firma Siemens und hat ihn nach längerer Krankheit der Tod hinweggerafft, und einen wichtigeren Delquellen in Teras, hat jetzt der amerikanische a Iste angekündigt worden. Dort herrschte bisher ein AccordTag vor dem Entlassungstermin des Lebenden, wird nun am Sonntag Petroleumtrust auch die südkalifornische Betroleum- Industrie in system, bei welchem in 10%-stündiger Arbeitsschicht die geübten älteren der tote Genosse hinausgetragen, um in die kalte Winter- Erde ge- Abhängigkeit von sich gebracht. Das" Berliner Tageblatt" erfährt Arbeiterinnen bis zu 23 M.. die jüngeren etwa 16 M. pro Woche bettet zu werden. Wir werden dem dahingegangenen Mittämpfer ein darüber: verdienten. Nun soll plötzlich ein Normalstundenlohn von 24 Pf. treues Gedenken bewahren! Die bereits seit einigen Jahren in raschem Aufschwunge be- eingeführt werden, wobei die Arbeitsleistung aber möglichst dieselbe Volizeiliches, Gerichtliches usw. griffene füdkalifornische Erdöl- Industrie versuchte anfangs eine vom bleiben muß, wie bei der Accordschinderei. Dem Accordsystem soll nordamerikanischen Petroleumtrust unabhängige und eventuell sogar gleichzeitig das Prämiensystem angehängt werden, sodaß bei Der Turnverein Freie Turnerschaft Hächst" war von der den Intentionen der Standard Oil Company zuividerlaufende früherer Fertigstellung einer Accordarbeit eine winzige Prämie gezahlt Polizeibehörde zur Einreichung der Statuten usw. aufgefordert wor- Preispolitik durchzuführen. Die Trustleiter machten aber durch die wird. Die notwendige Folge hiervon ist dann eine Anspannung der den, weil er sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftige. Bur ihnen finanziell nahestehenden Bahnen einen Transport des füd- Arbeitskraft bis zum äußersten, die nach einer gewissen Zeit evenfo Begründung machte die Polizei geltend, daß dem Verein nur Social- talifornischen Produktes nach San Francisco unmöglich. Versuche sicher eine erhebliche Herabfebung der Accordfäße nach sich zieht. Bis demokraten angehörten und der Verein sich durch Beteiligung an der der südkalifornischen Erdöl- Produzenten, sich durch den Bau einer jetzt ist den Arbeiterinnen allerdings noch nicht bekannt, daß die Maifeier 1899 in den Dienst einer politischen Partei gestellt habe. Röhrenleitung zum Meere zu helfen, mißlangen infolge des Mangels Der Vorsitzende lagte hiergegen, wurde aber vom Bezirksausschusse an verfügbarem Sapital. Jufelgedessen erwies es sich schließlich* Für die Kellnerfchuh- Verordnung§ 147 Absatz 1 Nr. 4. wertet werden sollte. Achtung, Metallarbeiter! Die Klempner, Rohrleger, Installateure und Helfer in Breslau befinden sich im Streif. Zuzug ist streng fernzuhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Former und Berufsgenossen! Der Streit bei der Firma Wolter, Berlin, Müllerstraße, dauert unverändert fort. Vor Zuzug wird gewarnt. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Drtsverwaltung Berlin. Deutsches Reich. Direttion der Firma ihre Zustimmung zu der vom Obermeister| teine Genehmigung erhalten habe. Die Vereinsfagungen, Von den übrigen Industrien, die Brodnik im einzelnen be angekündigten Lohnregulierung gegeben hat. Es wäre in Wirklichkeit die bon der Polizei genehmigt worden wären, schrieben trachtet, sei mur noch die Leinenweberei hervorgehoben. Hier ist der auch kaum zu verantworten, wenn die ohnehin schon so billige Frauen- übrigens vor, daß daß jedes verstorbene Mitglied des Vereins Unterschied zwischen englischen und deutschen Betriebsformen in der arbeit durch Einführung eines derartigen Systems noch niedriger be- mit der Fahne beerdigt werden solle. Der Beamte ließ That ganz gewaltig. England beschäftigt in 315 Betrieben den Trauerzug dann ruhig passieren, und die über die 46 154 Personen, Deutschland aber in 34 493 Betrieben 67 792 PerStörung in Erregung geratenen Mitglieder glaubten, die fonen. In England wurden- nach einer allerdings unvollkommenen Vereinsmitglieder, die am Begräbnis teilgenommen hatten, 15 an der Deutschland 34 082 mit 43 228 Arbeitern. In England sind nur Sache sei damit abgethan. Es tam aber anders. Die sämtlichen Erhebungsart- 5 Kleinbetriebe mit 18 Arbeitern festgestellt, in Zahl, meist ältere Herren, ein Privatmann im Alter von 71 Jahren, 0,04 Broz. der Gesamtheit in Kleinbetrieben thätig, in Deutschland Kleinmeister, Profeſſioniſten 2c., auch der Dirigent, ein Lehrer, 63,8 Proz. Der Großbetrieb umfaßt in England 96,04 Proz. der standen gestern vor dem Schöffengericht wegen Vergehens und Ueber- Arbeiter, in Deutschland nur 29,4 Proz. tretung des Vereinsgefezes unter Anklage. Riegel als Vorsitzender des Trotzdem nun der Kleinbetrieb in der gesamten Textilindustrie Vereins sollte sich dadurch strafbar gemacht haben, daß er zu einem Deutschlands noch zahlreicher erhalten ist, als in der englischen, zeigt unerlaubten Aufzuge aufgefordert habe, und die Strafthat der sich andererseits, daß Deutschland in der Entwidlung übrigen 14 Angeklagten wurde in der bloßen Teilnahme am der Riesenbetriebe hinter England nicht zurüdwar am Sonntag Gegenstand der Beratung einer großen Kon- Aufzuge erblickt. die Beschuldigten zu der einzig geblieben ist, diefes bielmehr noch übertrifft. Beferenz von Textilarbeitern des Vogtlandes. Es dastehenden Anklage sagten, war für die Erheber der Antriebe mit über 1000 beschäftigten Personen wurden in England waren über 50 Delegierte aus Meerane, Glauchau, Crimmitschau, antragte aber doch gegen Niegel 15 M. und gegen die übrigen dieser Riesenbetriebe beträgt in England 38 892 Personen, in DeutschDer Staatsanwalt be- 26, in Deuschland 32 gezählt. Die Gesamtzahl der Beschäftigten Plauen, Delsnit, Elsterberg, Mylau, Schneeberg, Adorf, Neu- Angeklagten je 3 M. Geldstrafe. Das Gericht schien sich aber von land 42 777 Personen. mark usw. anwesend. Sämtliche Redner traten dafür ein, daß nach der Haltlosigkeit der Anklage so schnell überzeugt zu haben, daß es von wie vor jede Streifarbeit verweigert werde. Die Delegierten aus der Vernehmung des als Zeugen geladenen Beamten Abstand Meerane und Glauchau berichteten, daß die Situation unverändert nahm. Es sprach sämtliche Angeklagte mit dem Hinweise. der Verein sei, daß aber die Chancen für die Streitenden günstiger seien, als fei nicht verpflichtet gewesen, dem Wunsche der Polizei nach man gemeinhin denke. zukommen, frei. baba euH Verfammlungen. Der Weberstreif in Meerane Was Der Autor fommt zu dem Schlusse:" Der Vorgang, der sich in Deutschland vollzieht, besteht nicht so sehr in der Konzentration der Großbetriebe als in der Abstoßung der ganz kleinen Betriebe. Erst wenn dieser Prozeß weiter fortgeschritten ist, werden die Verhältnisse Deutschlands im richtigen Lichte erscheinen Alsdann sprach die Konferenz, die einberufen war, um über und dann wird der Vorsprung Englands vom betriebsstatistischen weitere Schritte und Maßnahmen betreffs der Folgen des Streits Standpunkte aus sich noch als weit geringer erweisen." zu beraten, den Streifenden ihre Sympathie aus. Vom CentralEs ist nur schade, daß die erste Industrie, die einer so detaillierten vergleichenden Betrachtung unterzogen wurde, gerade verband der Textilarbeiter waren Hübsch- Berlin und Reichelt- Chemnit Protest gegen die Pläne der Reichstags- Mehrheit. Zu einem die Tertilindustrie sein mußte, der heute längst nicht mehr jene anwesend. Letzterer beantragte, am Montag noch einmal vernichtenden Volksurteil für die Wucherer im Reichstage gestaltete beherrschende Stellung zufällt, die sie vor eingen Jahrzehnten Ginigungsversuche mit den Meeraner Fabrikanten ein- sich die Bolksversammlung, welche unsre Genossen zum Sonntag noch innehatte. Leider wird der Vergleich für andre Industrien zuleiten. Verliefen auch diese fruchtlos, so solle an die Arbeiter nachmittag nach dem Fischerdorf Tiefwerder bei Spandau ein- durch den Umstand besonders erschwert, daß England feine Gewerbeberufen hatten. und Einwohnerschaft ganz Deutschlands appelliert werden durch erschienen, selbst die Nachbardörfer Staken, Gatow, Faltenhagen Sie dem Fabrikgefege unterstellten Produktionszweige der Statistik In Scharen waren die Versammlungsbesucher zählung nach Art der deutschen besitzt und dort im allgemeinen nur Flugblätter und große Voltsversammlungen. Die Konferenz stimmte hatten Teilnehmer zu der Versammlung gestellt. dem Antrage einstimmig zu. Sehr start zugänglich sind. Eine kurze historische Darstellung und manche AusDer Central- Vorsitzende Hübsch waren auch die Spandauer Arbeiter vertreten. Berlin gab die Erklärung ab, daß solche Streiks, die infolge von Saal reichte nicht aus, um die ca. 650 bis 700 Erschienenen zu Arbeit, die sich auf die objektive Darstellung des Thatsächlichen beDer Krügersche blice auf allgemeine Verhältnisse erhöhen den Wert der vorliegenden Verweigerung von Streitarbeit im Vogtlande 2c. aus faffen. Der Kandidat des Kreises, Dr. Karl Liebknecht, schränkt und von zu weitgehenden allgemeinen Folgerungen fernhält. brächen, schon im Voraus vom Hauptvorstand gebilligt erivedte mit seinen Ausführungen über das Thema„ Welche f, s. und unterstützt würden. Ferner wurde bekannt gegeben, daß Gefahr droht dem deutschen Bolfe und was geht im infolge des Meeraner Streits in fast zwanzig Orten des Vogtlandes Reichstag bor?" begeisterten Wiederhall bei feinen Zu= der Textilarbeiter- Verband stetig an Mitgliederzahl zu und Pfui- Rufe, als hörern. Wiederholt unterbrachen ihn stürmische Entrüstungsnehme. Lebhafte Bewegung rief es hervor, als der Vertreter der Buchererfippe in ihrer ganzen Gefährlichkeit der Versammlung Sonderorganisation der vogtländischen Schiffchenstider den Meeraner flar legte. Zur Diskussion hatte sich trotz wiederholter Anf Webern vollste Sympathie ausdrückte und daß diese Organisation forderung von den anwesenden Gegnern niemand zum sogar eine größere Geldsumme zur Verfügung stellen werde. Wort gemeldet. Folgende Resolution, von welcher dem Reichstage und dem Reichskanzler Kenntnis gegeben werden soll, wurde ein mütig angenommen: 0 " er die Raubabsichten der agrarischen Letzte Nachrichten und Depeschen. Die Textilarbeiter der Firma Theodor der Firma Theodor Schönfeld in Crimmitschau, etwa 100 an der Zahl, befinden sich im Ausstand. Sie wünschten, daß die Firma für bessere Beleuchtung der Arbeits: räume, fowie für Beschaffung guten Trinkwassers sorge. und daß ihnen eine Frühstückspause von einer Viertelstunde gewährt werde. Der Arbeiterausschuß, der dem Geschäftsinhaber diese Wünsche vortragen wollte, wurde zurückgewiesen, und als die Arbeiter auf die Verhandlung mit dem Ausschuß bestanden, wurden sie als entlassen erklärt. Schönfeld sucht in auswärtigen Blättern Ersatzkräfte für die Ausgesperrten. Die Crimmitschauer Filiale des Tertilarbeiter- Ber- Tages für ihre entschlossene Haltung begeisterte bandes ersucht deshalb, den Zuzug fernzuhalten. Die Versammlung legt flammenden Protest ein gegen das Ruin des deutschen Volfes gerichtete Treiben der agrarischen boltsberräterische, auf die Aushungerung und den Mehrheit des des deutschen Reichstages. Sie brandmarit die erhöhnung der Geschäftsordnung, des Rechts und der Gerechtigkeit, deren sich die Mehrheitsparteien im Verein mit Eugen Richter, vor allem in den Anträgen Aichbichler und Kardorff, schuldig gemacht haben. Sie spricht der Minderheit des Reichs= Zustimmung aus und fordert sie auf, in ihrem Kampfe gegen die rohe Gewalt der Wucherei tein Mittel zu scheuen, da In der Urgehäusefabrik von Rohland 11. Bohland in die Notwehr zur äußersten Rücksichtslosigkeit berechtigt und Crimmitsch au sind wegen Lohnabzügen Differenzen ausgewingt." brochen, weshalb Zuzug dorthin zu vermeiden ist. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die völkerEin Denunziantenstücklein. Ein Münchner Bauunternehmer befreiende Socialdemokratie ging die Versammlung auseinander. ließ durch seinen Polier den Arbeitern mitteilen, daß die Löhne ge- 40 Abonnenten auf die Parteipresse( Laterne"," Vorwärts" und Als augenblicklicher Erfolg waren zu verzeichnen circa fürzt werden sollen. Es gab darauf ein Hin- und Herreden zwischen dem Bolier und den Arbeitern, welche alle nicht organisiert waren." Brandenb. 3tg."), 16 Mitglieder für die politische Organisation Der Polier rief diesen indifferenten Leuten zu: Organisiert Euch, und die Erklärung des Lokalinhabers, seinen Saal nunmehr dann werdet Ihr auch bessere Löhne verlangen können." Einer der dauernd der Arbeiterschaft zur Verfügung zu stellen! jenigen, an welche die beherzigenswerte Mahnung gerichtet war, hatte nichts eiligeres zu thun, als dem Unternehmer die Aeußerung des Boliers anzuzeigen, und dieser wurde dann sofort gekündigt. Welchen Judaslohn der schmußige Denunziant erhalten hat, ist nicht bekannt. Ausland. Bom Streit der Seeleute in Marseille wird unter dem 30. November gemeldet: Die von den Ausständigen gewählte Kommission richtete gestern abend an den Ministerpräsidenten Combes eine Depesche, in der sie gegen die Zahl der nach Marseille entsandten Truppen Einspruch erhebt. Der Sekretär der Ausstands- Kommission telegraphierte an den Marineminister Belletan, wenn der Konflikt nicht binnen 5 Tagen geregelt sei, werde an alle Häfen Frankreichs eine Aufforderung zum Generalausstand ergehen. Litterarisches. Dr. Georg Brodnik. Vergleichende Studien über Betriebsstatistik und Betriebsformen der englischen Textilindustrie. Jena 1902. Gustav Fischer. Kulturgeschichte 1902. Effen a. d. Ruhr, 1. Dezember.( W. T. B.) Die Arbeiter der Gußſtahlfabrit der Firma F. A. Krupp haben heute nach Arbeitsschlug eine Adresse an den Kaiser zur Unterschrift ausgelegt, welche folgenden Wortlaut hat: Allerdurchlauchtigster, großmächtigster Kaiser und König, Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Euere Majestät haben Allerhöchstselbst unserm verblichenen Herrn Krupp die letzte Ehre erwiesen, die höchste Ehre, die dem Berewigten zu teil werden konnte. Hierfür schulden Euerer Majestät auch wir Arbeiter der Kruppschen Werke heißen und unauslöschlichen Dank. Diesen Dant in Ehrfurcht abzustatten, haben wir uns zusammengefunden und bekräftigen hierdurch mit unserm Männerwort und durch viele Tausend Unterschriften, daß wir unserm hochverehrten und geliebten Herrn Krupp die Treue, in der wir zu ihm gehalten haben, so lange er lebte und unausgefeßt für uns bestrebt war, auch über das Grab hinaus bewahren werden. Sein Andenken rein und fleckenlos zu erhalten, soll uns eine heilige Pflicht und stete Sorge sein. Als äußeres Zeichen unsrer Liebe und Dankbarkeit wird sich das Denkmal erheben, das wir unsrem heimgegangenen Wohl= thäter zu errichten beschlossen haben. Wir verabscheuen die Frevler, die es gewagt haben, Herrn Krupp zugreifen und seinen makellosen Namen zu beschmutzen, und werden die ernste Mahnung, die Euere Majestät an unfre Vertreter am Tage der Beerdigung gerichtet haben, bcherzigen und Elemente, die mit dem Verleumder Gemeinschaft haben, nicht unter uns dulden. Euerer Majestät aber, die das Haus Krupp und uns allen, die wir dem Kruppschen Werke angehören, unter Allerhöchstihren mächtigen kaiserlichen Schuh ge nommen haben, geloben wir hierdurch in unauslöschlicher Dank barkeit die unverbrüchliche Treue zu halten, jetzt und immerdar. Euerer Majestät Allerunterthänigste Arbeiter der Kruppschen Werke. anDer Privatdocent in Halle, Dr. Georg Brodnih hat sich der dankenswerten Aufgabe unterzogen, die Formen der englischen Textilindustrie in Bezug auf ihre Entwicklung zum Großbetriebe möglichst detailliert darzustellen und mit den bezüglichen Verhältnissen des Deutschen Reiches in Vergleich zu stellen. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, daß die Vorherrschaft des Großbetriebs in England wohl deutlicher ausgeprägt sei, daß aber nichtsdestoweniger alle Die Arbeiter in Bochum veranstalten eine ähnliche Kundgebung. Die Beförderung von Postfachen auf dem Seewvege erfolgt jetzt Swischenformen vom Alleinbetriebe bis zum Riefenetablissement( Das ist die Hörigkeit im Reiche Krupps! Diese armen Arbeiter mit einer zwischen 24 und 48 Stunden schwankenden Verspätung auch dort in Bruchteilen erhalten geblieben sind. müssen nicht nur ihre Leiber, sondern auch ihre Seelen verkaufen durch zwei französische Dampfer, welche ihre gewöhnliche Besazung Die Heimarbeit nimmt in der englischen Textilindustrie und um eines politischen Zwedes willen in byzantinischer Sprache in haben, beziehungsweise durch gecharterte Schiffe mit Marinematrosen eine sehr bescheidene Stellung ein. Während die letzte deutsche Be- einer Angelegenheit als Schwurzeugen auftreten, von der fie doch gar oder durch ausländische Schiffe. Die Ausständigen verhalten sich triebsstatistik trotz eines 35 prozentigen Rüdganges in den letzten nichts wissen und über die sie also fein Urteil haben können. vollkommen ruhig. zwölf Jahren immer noch für 1895 das Vorhandensein von 148 533 Urteilsfähig waren allerdings jene Arbeiter, die im Februar dieses Alleinbetrieben feststellen konnte, lassen sich in England für 1891 Achtstundentag im Bergban Englands. Am 10. Dezember treten durch ein allerdings unvollkommenes Verfahren nur 8924 gleich Jahres einen telegraphischen Notschrei nach Capri fandten, um AbHie Führer der britischen Bergwerksbefizer und der Bergarbeiter- artige Betriebe nachweisen. Mit Ausnahme einiger fleiner Lurus- Hilfe ihrer Bedrückungen zu erbitten, aber von dem Wohlthäter Vereinigung zu einer Konferenz zufammen, um über die Einführung Industrien befinden sich alle diese Betriebe in den schlechtesten wirt- feiner Antwort gewürdigt wurden. des Achtstundentages zu beraten. Die Bergleute von Northumber- schaftlichen Verhältnissen. land und Durham werden an diesen Beratungen nicht teilnehmen. Die Arrangeure der Kundgebungen handeln sehr unklug, so viel Schritt ist ein bedeutender Sieg der britischen Bergleute. " " Betriebe durch ein Bis jetzt waren die Bergwerksbesizer gegen den Achtſtundentag. Ihre geben, wenn er es für völlig verkehrt hält, den prozentualen Anteil Unter solchen Umständen muß man Herrn Dr. Brodnik recht Eifer verrät tein sicheres Gewissen.) Vertreter stimmten im Parlament gegen die bezüglichen Vorlagen. Da sich unter den Bergleuten eine starte Unzufriedenheit bemerkbar des Klein-, Mittel- und Großbetriebes an der Gesamtzahl der Das Schicksal des Beschwerdeführers. Man bekäme vergleichen zu wollen. macht, erklärten die Besizer sich bereit, auf freiwilligem Wege über folches Verfahren von der Entwickelung der deutschen Textil- Hannover, 1. Dezember.( W. T. B.) Gegen den Agenten Tample diese Forderung zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Schon dieser industrie ein ganz falsches Bild. So bildet in der Baumwoll- in Braunschweig hat, wie das Hannoversche Tageblatt" meldet, bas spinnerei der Kleinbetrieb in England nur 1 Prozent, in Deutsch- biesige königl. Polizeipräsidium Strafantrag gestellt, weil derselbe Kellneraussperrung in Kopenhagen. Im Laufe diefes Sommers land 75 Prozent der Gesammtbetriebe. Dabei sind aber auch in in einem in der Braunschweigischen Landeszeitung" veröffentlichten brach in Kopenhagen im Etablissement Marienlyst" ein Kellnerstreit Deutschland nur 2,4 Prozent der Arbeiter in Kleinbetrieben Artikel anläßlich seiner bekannten Verhaftungs- Angelegenheit unaus und vor kurzem wurden die Kellner im Kity Koncertsal" aus beschäftigt gewesen( in England 0,03 Prozent). Im Mittelbetrieb wahre Behauptungen aufgestellt hat, welche geeignet sind, gesperrt, weil sie sich weigerten mit einem Streifbrecher von Marien-( 6-50 Personen) ist der Prozentsatz der beschäftigten Arbeiter in hiesige Polizeibeamte zu beleidigen. So hatte er unter Tyft" zusammenzuarbeiten. Die Vertreter der drei maßgebenden Deutschland mur ein geringes größer als in England. Im Groß- anderm behauptet, daß er zur Zeit seines Aufenthalts im hiesigen Sellner- Organisationen: der Aufwärter- und Diener- Vereinigung", betriebe( 51 und mehr Personen) schließlich find in England Gefängnis von Beamten geprügelt fei. Voraussichtlich wird der der Standinavischen Kellner- Vereinigung" und des Kellner- Fach- 95,95, in Deutschland 92,8 Prozent aller Baumwollspinner Strafantrag auch auf die Braunschweigische Landeszeitung" und die vereins" machten darauf den Prinzipalen den Vorschlag, eine aus beschäftigt. Bei näherer Spezialisirung der größeren Betriebe Blätter, welche den betreffenden Artikel aus derselben abgedruci Bertretern beider Parteien zusammengesetzte Schiedstommiffion mit aber zeigt sich, daß auf diesem Gebiete in Deutschland die Kon- haben, ausgedehnt werden. der Lösung dieser Konflikte zu betrauen. Außerdem sollte die zentration fogar weiter fortgeschritten ist als in England. Es Stommiffion auch über die Arbeitsverhältnisse der Stellner im allge- waren in England in Betrieben mit 101-1000 Personen meinen verhandeln und sich eventuell permanent fonftituieren, um 169 637 Arbeiter gleich 80,8 Proz. der Gesamtzahl, in Deutschland jederzeit bei Ausbruch von Konflikten in Thätigkeit treten zu können. 62 220 gleich 83,1 Broz. der Gesamtzahl beschäftigt. Riefenbetriebe wurde heute der Antrag Blichon verteilt, wonach die Zölle auf Die Restaurateur- Vereinigung" hat diesen Vorschlag abgelehnt und mit mehr als 1000 Arbeitern gab es in England 8, die 7411 Arbeiter Bier abgeändert werden, und zwar in der Weise, daß der allgemeine wvill sich auf feine Verhandlung einlassen. Außerdem wurden in beschäftigten, in Deutschland einen mit 1256 Arbeitern. einigen Restaurants Borstandsmitglieder der Kellner- Organisationen Wesentlich anders stellt sich das Vergleichsverhältnis in der Tarif auf 25 und der Minimaltarif auf 18 Fr. per 100 Kilogramm entlassen. Die Restaurateure haben es offenbar auf einen Stampf Baumwollteberei. Hier gehören in Deutschland noch die Maßnahme die guten Beziehungen mit den benachbarten Reingewicht erhöht wird. In dem Motivenbericht heißt es, daß gegen die Organisation abgesehen. 26,6 Proz. der Beschäftigten dem Kleinbetriebe an, in England aber Nationen nicht stören dürfte, da Deutschland, welches mur 0,04 Proz. Der Großbetrieb umfaßt in England 95,52 Pro3. die einzige Nation sei, die Bier nach Frankreich exportiere, im aller Arbeiter in Deutschland nur 67,2 Proz. Gerichts- Zeitung. Folgen der deutschen Zollpolitik. Paris, 1. Dezember.( W. T. B.) In der Deputiertenkammer Die Wollspinnerei umfaßt in England 1770 Betriebe mit gegenwärtigen Augenblicke das Beispiel gebe, indem es einen 111 101 Berfonen, in Deutschland 2326 Betriebe mit 54 448 Personen. höheren als den bisher bestehenden Bolltarif vorbereite. Der Unterschied der Betriebsentwicklung wird aber minder auffällig, Der Streit der Seeleute in Marseille. Drangfalierungen eines Gesangvereins. Aus Halle a. G. meldet wenn man bedenkt, daß auch in Deutschland nur 4,1 Proz. der Beman uns vom 28. November: Auch ein Alt der Pietät? schäftigten dem Kleinbetriebe angehören( in England freilich wieder Als am Nachmittage des 20. Auguft der Markthelfer Schendler nur 0,09 Proz.). Dem Mittelbetriebe gehören an: in England verändert. Heute nachmittag ging der Dampfer Ville d'Oran", Marseille, 1. Dezember.( B. H.) Die Lage im Hafen ist unbeerdigt wurde, trat am Eingange des Nord- Friedhofes den Leid- 16,6 Proz, in Deutschland 17,9 Proz. der Beschäftigten, dem Groß- von Matrosen der Staatsmarine bemannt, nach Algier ab. An Bord tragenden ein Polizeibeamter entgegen und machte den Hand- betriebe: in England 82,5 Proz., in Deutschland 78 Proz. schuhmacher Friedrich Riegel darauf aufmerksam, daß im Viel weiter ist die Entwicklung der deutschen Textilindustrie auf befanden sich 1200 Rekruten und die Postfachen. Der Transport Trauerzuge eine Fahne mitgeführt werde, wozu feine polizeiliche dem Gebiete der Wollweberei hinter der englischen zurüd- bon sonstigen Passagieren war ausgeschlossen. Der Dampfer„ Touache" Genehmigung eingeholt worden sei. Die nicht etwa aufgerolite, fondern geblieben. Hier gehören noch 21,2 Proz. aller Beschäftigten der rüd- ging unter denselben Bedingungen nach Tumis ab. um den Fahnenstamm gewickelte und mit einem Trauerflor umhüllte Fahne ständigen Form des Kleinbetriebes an, während in England der gehört dem Gesangverein" Sängerfreis", dessen Vorsitzender Riegel Prozentsas nur 0,7 Proz. beträgt. Jm Großbetriebe find in Köln, 1. Dezember.( B. S.) Nach einer Meldung der Köln. ist. St. erklärte dem Beamten, daß er die Mitführung der Fahne England 86,2 Proz. aller Wollweber beschäftigt, in Deutschland nur 8tg." aus Lüttich ist die socialistische GenossenschaftsZuge am Tage vorher der Polizei angemeldet, aber 63,8 Proz. bäckerei niedergebrannt. Der Schaden beträgt 150 000 Frant. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. im Nr. 281. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 2. Dezember 1902. 227. Sigung. Montag, den 1. Dezember 1902, mittags 1 Uhr. Am Bundesratstisch ist zunächst niemand anwesend. Die zweite Beratung des Zolltarif Gefeßes wird mit der Geschäftsordnungsdebatte über die Zulässigkeit des Antrages v. Kardorff fortgesetzt. Abg. Kunert( Soc.) " daß es am Sonnabend nicht zur Auszählung gekommen manchmal distrete Briefe zu erhalten, die ein fremder ist. Ich habe schon vor etwa 14 Tagen, als wir an einem Tage auständiger Mensch nicht ansicht, geschweige denn veröffentlicht. Vielleicht 4 oder o namentliche Abstimmungen- noch nach der alten Manier helfen Ihnen die Herren vom Vorwärts" und schüßen Sie vor hatten und sich bei der letzten Abstimmung die Beschlußunfähigkeit leberrimpelung.( Heiterkeit rechts.) Noch ein paar Worte über die des Hauses herausstellte, einen sehr pointierten, scharfen Artikel da- geschäftsordnungsmäßige gulässigkeit des Antrags gegen geschrieben. Ich habe ihn drei Berliner Zeitungen verschiedener von Kardorff. Wir, die wir ihn eingebracht haben, halten ihn für Farbe angeboten; aber die Beitungen haben ihn sämtlich abgelehnt, zulässig. Von den Herren der Linken ist uns in mehr oder minder Nachher hat ihn eine Provinzialzeitung, die Pommerfche Reichspost" unzulässig halten. weil er ihnen zu hahnebüchen war.( Große Heiterkeit und Unruhe.) accentuierter Form zu verstehen gegeben worden, daß fie ihn für Der Präsident hat einen leisen Zweifel an der acceptiert. Aber andre Zeitungen, denen ich dann den Artikel zum Bulässigkeit ausgesprochen.( Ruf lints: Keinen leisen Zweifel, Abdruck anbot, meinten, ne, das wäre doch ellich mit diesen sondern einen gewichtigen.) Leise nenne ich den Zweifel deshalb, beginnt seine Ausführungen unter so großer Unruhe des Hauses, Namen, die ste da drucken sollten. Ich hatte bloß die Namen weil er viel schwächer war, als der, mit dem er einem Antrag des daß Präsident Graf Ballestrem um Ruhe bittet mit der der fehlenden Herren von der rechten Seite des Dr. Südefum begegnete, den er gar nicht zulassen wollte und über Bemerkung, er selbst könne den Redner absolut nicht verstehen. Hauses genannt, denn natürlich intereffieren mich die Namen der dessen Zulässigkeit er erst auf Antrag des Dr. Südekum das Haus Trotzdem dauert die Unruhe fort; die ersten Ausführungen des Absentierten auf der rechten Seite des Hauses mehr als auf der abstimmen ließ. Was soll nun werden? Bu einem Loch muß Redners bleiben infolgedessen auf der Tribüne vollkommen un- linken Seite. Nachher habe ich bei einer späteren Beschlußunfähigkeit doch der Fuchs heraus!( Seiterfeit.) In der Frage tann verständlich. Redner geht auf die Vorwürfe ein, die in der Presse wieder die Namen der Abwesenden der Bommerschen Reichspost" doch, darin werden Sie mir doch alle recht geben, den socialdemokratischen Abgeordneten gemacht worden sind. Man übersandt. Ich weiß nicht, ob sie sie abgedruckt hat. nur einer entscheiden und dieser eine ist der Reichstag selbst.( Sehr hat sich beschwert gefühlt über die 2ärmicen en im Barlament.( Heiterkeit.) Ich hätte gar zu gern am Sonnabend die Namen dem richtig! rechts.) Den Bundesrat werden Sie( nach links) doch nicht Aber wir sind durch den ungeheuerlichen Gewaltakt des Blatte wieder übersendet, aber das ist mun ja nicht gegangen. mit entscheiden lassen wollen.( Heiterkeit.) Sie, nicht wir sind Antrags b. Kardorff dazu provoziert worden. Das erklärt Nun möchte ich ein Wort an die bürgerlichen doch die Vertreter des Mehrheitsprincips. Wir alles. Wir sind zur schärfsten Opposition gegen einen solchen Parteien des Hauses richten. I ch nehme dabei haben es doch nicht eingeführt, wie wir auch den Antrag berechtigt, weil wir die große Mehrheit des Volkes die beiden freisinnigen Parteien aus. Die Konstitutionalismus nicht eingeführt haben. Eine andre Frage ist hinter uns haben. Der allergrößte Teil des Volkes wird durch diesen Freifinnige Volkspartei nehme ich deswegen aus, weil sie von mir die, ob wir ihn wieder abschaffen können, aber eingeführt haben wir Bolltarif in materieller und intellektueller Hinsicht aufs schwerste geschädigt. und meinen Freunden als eine politische Gegnerin angesehen wird, ihn wirklich nicht. ( Heiterkeit.) Nach dem Princip des Kons Diese Massen des Volkes stehen geschlossen hinter uns. Deshalb die auf einem dem unsrigen diametral entgegengesetzten Standpunti ffitutionalismus und des Mehrheitsprincips muß die streitige Frage haben wir ein Recht zu diesem Kampf. Es entzieht sich meiner Be- steht, und weil ich mir nicht glaube erlauben zu dürfen, so scharfen durch eine Abstimmung gelöst werden. Stimmen wir also ab. urteilung, warum der Herr Präsident trok feiner eignen Zweifel an politischen Gegnern eine Bitte zu unterbreiten, die zugleich eine Der Worte sind genug gewechselt, laßt uns nun der Zulässigkeit dieses Antrages ihn nicht zurüdgetviefen hat. Nach fleine Mahmung enthält. Ich bin ja sehr dankbar für die Haltung endlich Thaten sehen.( Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) § 19, Abs. 2 unsrer Geschäftsordnung steht die Unzulässigkeit des der Freifinnigen Boltspartei in dieser ganzen Frage, die sic, dem Antrages v. Kardorff absolut fest. Welche Gründe find denn von Beispiel ihres bedeutenden Führers folgend, eingeschlagen hat. Ich der Mehrheit für diesen Antrag angeführt worden? Die paar nenne Herrn Richter einen bedeutenden Führer. Das ist er un Worte, die Herr v. Normann vorbrachte, wogen ja leichter zweifelhaft in der heutigen Zeit. Ich will heute einmal " tarischen Staatsstreich. Bräfident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, ich ersuche Sie, die Person Seiner Majestät des Kaisers nicht in die Debatte zu ziehen. Abg. Kunert( fortfahrend): Ich habe gefagt, was ich für Recht und Wahrheit halte, die mir höher als die Monarchie und der Kaiser stehen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) " unmittelbar wie Abg. Zubeil( Soc.): Abg. Zubeil( fortfahrend): Herr v. Kröcher genießt den Stuf eines starken Mannes. Was er heute gefagt hat, waren aber nur ein paar starke und auch ein wie eine Feder. Die Behauptung des Herrn v. Kardorff, ahrheiten aussprechen. Es ist ja teine Frage, paar dumine Wise.( Heiterkeit links, Unruhe rechts.) wir hätten die Mehrheit auf diesen Weg gedrängt, ist ein altes wir alle in den bürgerlichen Parteien sind Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie dürfen Märchen. Abg. v. Kardorff fagte, fein Antrag sei das einzige die Epigonen unsrer Altbordern. sind einem Mitglied dieses Hauses nicht vorwerfen, daß er dumme Wizze Mittel, um die Obstruktion niederzuwerfen. Er mag freilich das nicht mehr die Leute, die die früher hier gestanden macht.( Große Heiterkeit.) einzige Mittel darstellen, durch das man mit Gewalt mit der durchaus haben. Auch unter den Ministern giebt es heute, von Bislegalen Oppofition fertig zu werden hofft. Aber die Herren von der mard ganz zu schweigen, keinen Roon mehr, keinen Manteuffel, unter Herr Kröcher wünscht die Zeit herbei, daß jemand sich finde, die Mehrheit werden die Erfahrung machen: Wer Wind fät, wird Sturm den Konservativen feinen Stahl mehr, nicht mehr die beiden ernten! Ueberaus bezeichnend ist ja bereits, in welcher scharfen Gerlachs, Strosser, Kleist Resow, unter dem Centrum warnte seine Barteigenossen, fie möchten nicht erst aufwachen, wenn Schlacht zur Vernichtung der Socialdemokratie zu schlagen. Er Form die nationalliberale National- Zeitung den von giebt es feinen 23ind thorst mehr, keinen Schorlemer, nicht Das ist bezeichnend dafür, Herrn Baffermann so warm verteidigten Antrag bekämpft hat. Sie mehr die beiden Reichensperger und Mallindrost, unter fie auf dem Schafott wären. wie ernst die Herren von der Rechten die traurige Lage bezeichnete den Antrag v. Kardorff mit Recht als den parlamen- den Liberalen keinen alded mehr und feinen Vinde, keinen der Arbeiter nehmen. Twesten, keinen Bennigsen und feinen Miquel mehr. Wir reichen Sie dem Fasse den Boden ausgeschlagen, einen solchen Antrag Mit dem Antrage Kardorff haben Das Centrum stellt sich immer mehr als reaktionäre Partei nicht an die Leute heran. Das ist eine bedauerliche Thatsache, ich glaube darf sich die Socialdemokratie nicht gefallen lassen. Schon mit Heraus, es hat seine alten Ideale aufgegeben, den Erfolg seiner Boll- aber nicht, daß es dadurch besser wird, daß man sie sich verhehlt Ihrem Antrag Aichbichler haben Sie die Würde des Herrn Präsidenten politik wird es ja bei den nächsten Wahlen erleben. Es handelt( Buruf: Sie ist wahr!) Auch ich halte sie für vollkommen wahr. herabgesetzt, indem Sie ihn gezwungen haben, öffentlich ein falsches sich hier nicht bloß um die Geschäftsordnung, der Kampf ist ein fo Darum richte ich die Bitte an die Mehrheit, nach Möglichkeit dafür Abstimmungsresultat zu ploklamieren.( Sehr richtig! bei den Socialerbitterter, weil hinter ihm der Kampf zwifchen zu sorgen, daß der Abfentismus abnehme.( Bereinzeltes Bravo! bemokraten.) Ein solcher Vorgang, wie am letzten Weittwoch, daß das Proletariat und Kapitalismus, zwischen Kultur bei der Mehrheit.) Wer die Geschichte der französischen und Rückschritt steht. Darum ist es eine Vermessenheit, Revolution von Thomas Carlyle gelesen hat, der wird sich Resultat einer namentlichen Abstimmung dreimal dem Hause anders wenn eine Partei, die die Interessen des Volkes vertreten will, fagt, sagen, daß zu keiner Zeit in Frankreich der Leichtsinn und vorgelegt wird, muß das Ansehen des Hauses und des Herrn da machen wir nicht mit, es handelt sich nur um die formelle Frage die Gewohnheit, die Pflicht dem Bergnügen unterzuordnen so Präsidenten herabjezzen. Der Herr Präsident möge fich dafür bei der Geschäftsordnung, nein, es handelt sich hier um sehr materielle groß gewesen ist, Den Antrag Kardorff halten wir nach feinen Freunden bedanken. bor der Revolution, Interessen, um Brotwucher. Von wem stammt das Wort Brot- fo unmittelbar vor der Revolution, daß viele von den grand wie vor für einen niederträchtigen Bruch der Geschäftsordnung. Brot- foummittelbar ( Glode des Präsidenten.) toucher? Bom deutschen Kaiser, der selbst gejagt hat: Sie seigneurs des ancien régime erst auf dem Schaffot aus ihrem tönnen mir nicht zumuten, daß meine Regierung Brotwucher Traume aufgewacht sind.( Unruhe.) Täuschen Sie sich nicht, Präsident Graf Ballestrent: Herr Abgeordneter, Sie dürfen treibt!" Wohlan, auf Grund des Antrages Kardorff wird die in dem unfre heutige 2age hat eine verzweifelte ehneinen Antrag von Mitgliedern dieses Hauses nicht einen niedertaiserlichen Wort verurteilte verbrecherische Schutzöllnerei um die ich keit mit jener Situation!( Gelächter links.) Daß Sie trächtigen nennen. Ich rufe Sie deshalb zur Ordnung.( Bravo! Bette betrieben, und zwar vom letzten Land- und Schlotjunter bis( nach links) darüber lachen, ist ja ganz natürlich. Ich bitte also die rechts.) hinauf zu den Magnaten der Großindustrie und des Großgrund- Herren von den Mehrheitsparteien, von den bürgerlichen Parteien Abg. Zubeil( fortfahrend): befizes. Eine Anzahl Herren ist paffiv als Großgrundbefizer, aktiv dabei nehme ich, wie gesagt, die beiden freifinnigen Parteien Was hätten wohl die Kanalrebellen in einem andren Hause als Gesetzgeber beteiligt. Der größte Großgrundbesiger aus, auch die Freifinnige Vereinigung- ach, ich habe gethan, wenn man sie mit einem derartigen Antrag zu erdrosseln ist attiv und passiv beteiligt, passib als Großgrundbefizer, vorhin vergessen, zu jagen, warum ich die Bitte nicht versucht hätte. Ich bin überzeugt, Herr v. Ströcher, die Kanalrebellen attiv als Auftraggeber des Kanzlers der Brot an die Freifinnige Vereinigung richte: barum nicht, weil hätten einen solchen Antrag für geschäftsordnungsmäßig unzulässig. berteuerung. Weil er bei der Zollaktion doppelt beteiligt die Freifinnige Bereinigung, wie ich annehmen muß, fich der erklärt. Daß den Mehrheitsparteien in diesem Kampfe um den Zollift, so lastet die Schuld und Schwere der Verantwortung Kriegserklärung des Herrn Bebel anschließen wird." Feind" tarif alle Mittel recht sind, beweist die Thatsache, daß diese doppelt und dreifach auf seinen Schultern wegen der an dem Bolte bon uns möchte ich sie trozdem nicht nennen. Vertreter der Gottesfurcht und frommen Sitte am Sonntag vor acht begangenen Berbrechen der Hochschutzöllnerei. Ich meine niemand Ich suche nach einem Ausdruck dafür, und da komme ich nach dem Tagen mittags 1 Uhr hier eine Fraktionsfigung abgehalten haben. anders als den Monarchen, Kaiser Wilhelm II.( Glode des Analogon von Freundchen" bloß auf das Wort, Feind chen".( Lachen im Centrum.) Das ist ja Jhr gutes Recht, aber ich werfe Präsidenten.) ( Stürmische Heiterkeit bei der Mehrheit.) Ich bitte um Verzeihung. Ihnen vor, daß Sie auf diese Weise auch die Reichstags- Diener um wenn ich mir einen Scherz erlaube. Aber auch in ernster Beit hat ihre wohlverdiente Sonntagsruhe gebracht haben.( Sehr wahr! bei der Humor fein Recht und seine Rüglichkeit: er beruhigt die Nerven. den Socialdemokraten.) ( Seiterfeit.) Weil ich also glaube, daß es jetzt pofitiv um Kopf und Wir werden alles thun, damit der Zolltarif in diesem Reichstag Kragen geht, daß es sich um die Existenz von allem, was wir er nicht zur Verbschiedung gelangt. Es ist unsre Pflicht, den Wählern halten wollen, handelt, so bitte ich die Herren, die bis jetzt nicht die Entscheidung über diese ihre Lebensinteressen berührende Frage hier gewesen sind, wenigstens in Zukunft regelmäßig hier zu verschaffen. Herr v. Kröcher freilich möchte ja das allgemeine anwesend zu sein. Wahlrecht beseitigen, um die Socialdemokratie aus dem Reichstag Ich weiß ja, daß es vielen Herren hier ungeheuer unbequem ist, zu verdrängen. Aber selbst unter dem schlechtesten aller daß sie hier im Reichstag fizzen. Ich selber bin ein Klaffischer Senge ahlrechte, dem preußischen, wird wird es meinen Die Spannung, welche in der Luft des Reichstages augenblicklich dafür. In der Vertrauensmänner- Bersammlung meines Streises fagte Freunden hoffentlich gelingen, ihre Vertreter in das preußische liegt, wird es mir unmöglich machen, zu sprechen, ohne ich, daß ich als Präsident des preußischen Abgeordnetenhause ja kaum in Abgeordnetenhaus zu bringen und Herrn Kröcher wird dann wohl fachlich etwas scharf zu werden. Ich habe aber die den Neichstag hingehen tönne. Da sagte mir ein alter Bauer:" Es ist immer sein Präsidentenamt etwas schwerer gemacht werden.( Heiterkeit.) Herr Absicht, alle persönliche Polemit nach Möglichkeit, und, wie ich besser ein Guter fehlt, als ein Schlechter ist da!( Langanhaltende Heiter- v. Kröcher hat unser Verhalten gegenüber dem Abg. Bachem als das hoffe, auch und bermeiden, habe auch feit.) Viele Herren geht es fo. Aber wenn blos diejenigen fehlten, die durch unerhörteste bezeichnet, was jemals sich eine parlamentarische Partei die Abficht in der Form verbindlich, ja wie ich hoffe, wenn die dringende amtliche oder private Geschäfte verhindert sind und von herausgenommen habe. Er hat es aber vermieden, die Vor Herren auf der äußersten Linken mich nicht daran hindern, manchmal den Fehlenden diejenigen da wären, die statt dessen gänge anzuführen, die dazu führten. Wir sind fest entschloffen, jogar gemütlich zu sein.( Heiterkeit.) Ich kann den Herren nicht ver- Fasanen oder Hafen schießen,( Lebhaftes hört! hört! links und Berartige Verleumdungen nicht auf uns fizzen zu laffen. hehlen, daß sie das meiste, was ich sagen werde, für selbstverständ- Heiterkeit), dann wäre der Reichstag am Sonnabend nicht beschluß- Es ist unsre Pflicht, zu den äußersten Mitteln zu greifen, damit lich, für Binjenwahrheiten halten werden, jedenfalls werde ich nichts unfähig gewesen.( Sehr richtig! rechts.) Den Herren Socialdemo- Berleumdungen, die von der Tribüne des Hauses ausgesprochen wiederholen, was schon gesagt ist. fraten will ich folgendes fagen: Nach diefer captatio benevolentiae wende ich mich zu der Eines werden Sie mir zugeben müssen: ich mache gewiß nicht den werden, von derselben Stelle aus zurückgenommen werden. Geschäftsordnungsdebatte. Eindruck eines Heuchlers.( Sehr richtig! und Zustimmung links.) Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, ich nehme an, Meine Herren von der Socialdemokratie, Sie haben den Ich will wirklich absehen von Ihren Persönlichkeiten, gegen daß Sie das Wort Verleumdung nicht recht vers Antrag Kardorff eine Ueberrumpelung bon feiten der die habe ich gar nichts: im Gegenteil, wenn Sie ihre Ansichten stehen.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Es ſetzt immer eine Mehrheit genannt mit einem großen Grade bon fitt- fo zurü drevidierten und so verständig würden, daß Absicht voraus, und wenn Sie das gemeint haben sollten, licher Entrüftung. Verzeihen Sie, wenn ich ein bißchen Sie zu den bürgerlichen Parteien hinüber- müßte ich den Ausdruck rügen, er setzt die Kenntnis der Under Echtheit, diefer sittlichen Entrüstung rutschten( Lachen bei den Socialdemokraten) und zwar bis zu wahrheit und die Absicht zur Verleumdung voraus. zweifle. Ich fann Sie wirklich nicht für so findlich halten, daß uns bis zur Rechten( Erneutes Lachen bei den Soc.), dann Abg. Zubeil( Soc.): Gerade das habe ich gegen den Abg. Bachem Sie über diesen Fall fittlich entrüftet sein könnten. Wir von der würden Sie uns willkommen fein.( Große Heiterkeit.) Wir sind sagen wollen. Mehrheit müßten doch wirklich sonderbare Heilige sein, wenn wir lange nicht so erflusiv, wie Sie immer glauben.( Heiterkeit.) Der im Striege mit dem Feinde und im Kriege befinden wir uns mit Jude Stahl( Große Heiterkeit) war lange Zeit unser Führer. Von der Socialdemokratie, Ihr Führer, Herr Bebel, hat uns ja am Erklusivität ist also gar keine Rede. Ist es aber nicht so, wie die Mittwoch, den 12. November, die Striegserklärung überreicht, die Dinge liegen, einfach ein Mißverständnis, spricht es nicht gegen den Urfunde steht im stenographischen Bericht Seite 6332 c gefunden Menschenverstand, daß die Socialdemokratic im Zeile 21.( Heiterfeit.) Sie werden mir wahrscheinlich ein- Deutschen Reichstag vertreten ist( Hört! hört! links), ist wenden, Herr Bebel habe gesagt, wollen Sie den Strieg, so haben Sie es nicht ein contradictio in adjecto, daß eine Partei, ihn, also wir hätten angefangen; aber ich frage Sie, tennen Sie in welche auf ihr Programm geschrieben hat den Umsturz-( lächelnd): der ganzen Weltgeschichte, mit Ausnahme des Krieges der Engländer auf gefeglichem Wege natürlich den Umsturz der gesamten gegen die Boeren, auf den ich nicht eingehe, vom trojanischen Kriege Gesellschaftsordnung, also auch den Umsturz des Deutschen Reiches an( Heiterkeit) bis zu Napoleon im Jahre 1870 einen Fall, wo der und der Bundesstaaten, daß diese Partei durch das aktive und Striegserklärende nicht gesagt hätte, daß der andre angefangen habe? paffive Wahlrecht( Hört! hört!) mitberufen ist, über das Wohl und Sie haben ja auch das Vorpostengefecht schon eröffnet und, wie ich Wehe des Deutschen Reiches und der Bundesstaaten zu entscheiden. fagen muß, siegreich eröffnet. Sie haben das Vorpostengefecht mit Nach dem gefunden Menschenverstande nennt man das doch einfach möglichst scharfen Kriegswaffen geführt. Sie haben am Freitag- ich will mich höflich ausdrücken einen Widerfinn.( Sehr richtig! nachmittag Herrn Bachem durch körperliche Gewalt, durch die Gewalt rechts.) Die Socialdemokratie eignet sich nach ihren ganzen Ihrer vereinigten Stimmen daran gehindert, hier eine Rede zu Grundsätzen nicht zum Subjeft, Subjekt, sondern nur zum Objekt besteigt die Rednertribüne, anstatt gemäß seiner seit vielen Jahren halten. Herr Singer ist noch weiter gegangen. Er hat erklärt, daß der Gesetzgebung.( Lebhafte Zustimmung rechts!) Ich möchte geübten Gewohnheit vom Platze aus zu sprechen. Zahlreiche Abdie socialdemokratische Partei von Herrn Dr. Bachem teine Vorträge ben letzten Tag mit dem Gefecht von Saarbrüden ber- geordnete, die sich außerhalb des Saales aufgehalten hatten, mehr entgegennehmen würde, bis dieser das gethan hätte, was Sie gleichen, wo die Franzosen fiegten. Wenn es nach mir ginge, müßten kommen, während Abg. Nichter seine Rede beginnt, in den Saal von ihm verlangen. jetzt Schlag auf Schlag Weißenburg, Wörth, St. Privat, Beaumont zurück. Alles, was ich neulich namens meiner Freunde gegen den an Abg. v. Kröcher( f.): zu ganz ich Präsident Graf Ballestrem: Dann rufe ich Sie zur Ordnung zum zweitenmal und mache Sie auf die Folgen aufmerksam. ( Bravo! im Centrum.) Abg. Zubeil: Wir werden diese Tribüne benutzen, um den Wählern flar zu machen, welches Unrecht seitens der Majoritätsparteien in diesem Haufe der Minorität droht. Ich schließe mit den Borten Schillers: Eine Grenze hat Tyrannenmacht, Wenn der Gebrüdte nirgends Recht kann finden, Wenn unerträglich wird die Laft, Greift er hinauf getroſten Mutes in den Himmel Und holt herunter seine ew'gen Menschenrechte. ( Lebhaftes Bravo! bei den Socialdemokraten.) Abg. Richter( frs. Vp.) Das ist doch, wenn Sie nicht zum Hauen und Stechen über- und Sedan folgen.( Sehr gut! rechts. Abg. Bachnicke ruft: Ganz schön, Antrag v. Karborff vorgebracht habe, halte ich vollkommen gehen wollen, das Aeußerste, was Sie thun können.( Lebhafte Bu- aber wie? Seiterfeit.) Aber meine Herren, Sie können doch nicht ver- aufrecht. Die nachfolgenden Grörterungen haben mich nur noch in stimmung bei der Mehrheit.) Der zweite Sieg, den Sie am langen. wenn ich mit Ihnen im Kriege bin, ich Ihnen die Mittel der Ueberzeugung bestärkt, daß dieser Antrag geschäfts. Sonnabend errungen haben, ist ermöglicht worden durch die Fehler angeben werde, mit denen ich Sie bekämpfen will. Ich habe alle ordnungsmäßig unzulässig ist. Zu meinen heutigen Ihrer Gegner, durch die Schuld der Mehrheit. Abg. Singer be- Achtung vor Ihnen, Herr Dr. Pachnicke, aber nein, der Zuruf ist Ausführungen bin ich provociert worden durch den Berantragte die Bertagung, trorauf die Beschlußunfähigkeit des Reichs- etwas betrübend für mich.( Große Heiterkeit.) Es wird ja nicht dazu tonimen fuch des Abg. Dr. Barth aus der letzten Sigung, meine tags fonstatiert wurde. Uebrigens hätten Sie( zu den Social was ich will. Aber wenn Sie wieder von Ueberrumpelung reden, heutige Saltung gegenüber der Obstruktion, demokraten) gar nicht nötig gehabt, fortzugehen, denn wir waren machen Sie die Augen beffer auf. Vielleicht hilft Ihnen zu kontrastieren mit meinem Verhalten bei der auch mit Ihnen nicht beschlußfähig.( Große Heiterfeit der Vorwärts". Mitglieder des Reichstags thun ja so etwas lex Heinze. Ich halte aber alles, was ich damals gesagt habe, bei der Mehrheit. Hört! hört! links.) Es ist mir sehr unangenehm, nicht, aber die Herren bom, Borwärts" haben ja das Glüd, auch heute noch für richtig. In der vom Abg. Barth citierten Rede " 9> nicht ein ben 16. März 1900 führte ich aus, daß man verlangen müsse, daß periode unerledigt geblieben wäre. Wenn die Vorlage aber Herr Nichter hat betont, man habe schon seit 19 Monaten in der eine Mehrheit, wenn fie fich unbillig erweist gegenüber der aus inneren Gründen fiel, dann war die Situation ganz verändert. lautesten Weise die Obstruktion angefündigt. An Uebertreibungen nderheit, auch präsent sei und für sich allein die beschluß- Wenn das Bollschiff an solchen Felsen scheitert, dann war es aus- hat er es ja überhaupt nicht fehlen lassen. Wir sind im vorigen fähige Zahl von Abgeordneten aufbringe. Am 18. Mai 1900 fagte geschlossen, daß so bald wieder ein zweites die Segel gespannt hätte. Jahre am 26. November überhaupt erst zusammen ich:„ Es würde ganz falsch sein, solche äußersten, aber immer( Sehr richtig! bei der Freisinnigen Volkspartei.) Wenn es aber nur getreten, das ist etwa vor 12 Monaten und nicht 19.( Zuruf bei noch zulässigen Mittel systematisch anzuwenden und auszu- aus Mangel an Zeit infolge künstlicher Verhinderung scheitert, dann der Frf. Vp.: bis Juli nächsten Jahres, bis zu den Neuwahlen!) dehnen".( Hört! hört! bei der Mehrheit.) Darin liegt der große war es von vornherein gegeben, daß die Regierung, wenn sie fünf Erst am 12. Dezember sind wir in die erste Lesung des Unterschied gegenüber der jezigen Situation. Es handelte fich Jahre Zeit vor sich hatte, nochmals versuchen würde, die Vorlage im Tarifs eingetreten und haben damals allerdings sofort erfärt: damals nur um eine gründliche Erörterung des Künstler- und neuen Reichstage durchzubringen. Die Gegensäge innerhalb der in den Ortus mit diesem Tarif. Bei der Bekämpfung des Theaterparagraphen der lex Heinze. Keineswegs wollte man die Mehrheitsparteien haben sich fortgefeßt verschärft. Die Herren hofften Tarifs haben wir uns bis heute streng an die GeschäftsErledigung der Materie bis in die nächste Session hinein in der Kommission auf einen Ausgleich. Das gerade Gegenteil war ordning gebunden, der Herr Präsident war zu verzögern. Nachdem die lex Heinze jahrelang zur Debatte aber der Fall. Die Gegensätze verschärften sich in der Kommission einziges Mal in der Lage einen Antrag von unsrer Seite zurückzugestanden hatte, sollte sie plöglich in dritter Beratung von einem noch weiter. Ein großer Teil der Kommissionsverhandlungen wurde weisen, weil er den geschäftsordnungsmäßigen Formen gerade start besetzten Hause rasch zu Ende geführt werden. Die von den Kämpfen innerhalb der Mehrheitsparteien ausgefüllt. Hier nicht genügt hätte. Wohl aber ist dies dem Abg. Richter Mehrheit verband die Diskussion über die beiden genannten im Plenum erreichte die Obstruktion zunächst nichts weiter, als daß passiert. Und während Herr Richter sich hier zum Ankläger erhebt, Paragraphen und schnitt dann diefe Debatte sofort ab. Dagegen die Sigungen früher begannen, die Beantwortung von Inter- daß wir den Antrag Trimborn angenommen haben, vergißt er ganz, wandte sich unser Berhalten. Schließlich wurde der Kampf ab- pellationen tünstlich hinausgeschoben wurde, der Etat nicht vor Weih- daß sein Antrag in Bezug auf die Verbrauchsgebrochen. Ich machte damals als erster im Seniorentonvent jenen nachten eingebracht wurde.( Sehr richtig! bei der Mehrheit.) Herr abgabe auf Zucker eine Nachäffung des Antrags Trimborn alle Barteien befriedigenden Vorschlag, nach dem das Gesez dann zur Bebel hoffte in München noch auf Zuzug von der Rechten, um den war, ja nur durch den Antrag Trimborn hervorgerufen ist. Waren Berabschiedung kam.( Sehr richtig! bei der Freisinnigen Volkspartei.) Bolltarif zum Scheitern zu bringen. Herr Sattler, ein wir denn übrigens schuld, daß das Centrum seinen eignen Bei der Beratung der Brennsteuer im Mai 1901 war im großer Freund der Vorlage, fürchtete ihr Scheitern. Die Antrag im Stiche ließ, war das auch ein Akt, der herbeiSeniorenfondent ausgemacht worden, man wolle fich auf die Ver- Obstruktion hat dann eingesetzt und jede fachliche Beratung geführt wurde durch das Verhalten der Opposition? Das sind ganz längerung der bisherigen Brennsteuer auf ein Jahr beschränken. Da verhindert, sie trat in immer verschärfterem Maße auf. Herr faule Ausreden, die da gebraucht werden.( Sehr wahr! bei den Soc.) tam plößlich der Antrag, die Brennsteuer um 50 Proz. zu erhöhen. Bebel drohte ruhmredig in Hamburg mit sieben Daß das Centrum, die Nationalliberalen und die Rechte alle diesDa verlangten wir die Anwesenheit einer beschlußfähigen Mehrheit hundert namentlichen Abstimmungen.( Sehr richtig! bezüglichen Ausführungen des Abg. Richter mit Jubel begrüßt haben, und führten, da diese nicht vorhanden war, die Vertagung herbei. bei der Mehrheit und der Freisinnigen Volkspartei.) Und als hier fönnen wir den Herren ja nicht verdenken, aber die Gründe, die Solche Abwehrmittel gegen eine augenblickliche Ueberrumpelung dann darüber gesprochen wurde, meinte er, er sei noch großmütig Herr Richter anführte, find außerordentlich fadenscheinig. gegenüber einem unbilligen Verhalten der Mehrheit halten wir auch gewesen, denn der Bolltarif habe über 900 Positionen. Zugleich Die Taktik der Herren von der Freisinnigen VolksHeute noch für berechtigt. Ich glaube übrigens, daß das alle fündigte er an, er wolle bei der Abstimmung über jeden einzelnen partei ist schon in der Kommission darauf hinausgelaufen, Parteien thun. Ich erinnere an das Verhalten des Herrn v. Kardorff Artikel des Etats die Beschlußfähigkeit des Hauses untersuchen. Das ben Tarifum jeden Preis fertig zu stellen.( Ruf bei gegenüber der Münzgesetz- Novelle und das Verhalten der Konservativen heißt eine Mehrheit zum besten haben, das heißt Nichtachtung vor der Freisimmigen Volkspartei: Unwahr! Unruhe bei den Socialgegenüber dem Abschluß des Bürgerlichen Gesetzbuches. jedem andern Abgeordneten dieses Hauses.( Sehr richtig! bei der demokraten, Glocke des Präsidenten.) Sie haben alles aufgeboten, Ganz anders liegt die Sache hier. Dr. Barth hätte am aller- Mehrheit.) was das fleine Häuflein vermochte, um den Tarif so rasch wenigsten Veranlassung, mir wechselnde Ansichten vorzuwerfen. So ist es gekommen, daß die Gegensäge innerhalb der Mehrheit wie möglich feriig zu bringen, ich behaupte nicht, ich ( Sehr richtig!) Er hat unvorsichtigerweise von meiner Haltung über die Höhe des Zollschutzes gegenüber dem Unwillen gegen die werde beweisen.( Andauernde Unruhe bei der Freisinnigen Volksgegenüber der Flottenvorlage gesprochen. Dr. Barth erflärte im Form der Opposition immer mehr zurüdtraten.( Lebhaftes Sehr partei. Glode des Präsidenten.) Sommer 1897 in der Nation" die gesetzliche Festlegung richtig! bei der Mehrheit.) Es gilt jetzt, ob die Socialdemokratie des Flottenplanes für eine Attion zur Nebertragung des Fideikommiß- und die Freisinnige Vereinigung mehr zu bedeuten haben, als die Medner einen Augenblid unterbrechen. Bei den letzten Worten des Vicepräsident Graf Stolberg- Wernigerode: Ich muß den Herrn Gedankens auf die Marine."( Hört! hört! bei der frf. Vp.) Weiterhin übrigen Barteien zusammengenommen. Das Auftreten dieser beiden Nedner einen Augenblick unterbrechen. Bei den letzten Worten des nannte er diesen Gedanken abfurd. Bald darauf erklärte der Parteien hat die Mehrheit dazu gedrängt, eine Formel gegen die Herrn Bebel ertönte hier der Ruf: Das ist eine unwahre Be( Bebel zu selbe Dr. Barth auf dem Parteitage in Neumünster, daß seine Obstruktion zu suchen. Und damit der Humor bei dieser Sache nicht hauptung, ich weiß nicht von wem dieser Ruf kam Freunde, allen alten Parteiplunder jent von sich geworfen" hätten. fehlte, fpiegelte sich die Socialdemokratie so sehr den Socialdemokraten: Bitte, wir wollen nicht denunzieren.) jedenIch hätte am wenigsten erwartet, daß aus dem Glashause ein Stein in ihrer eignen Tapferteit, daß sie gar nicht falls erkläre ich ihn für unzulässig. auf mich geworfen werden würde.( Stürmische Heiterkeit.) merite, was um sie her borging.( Sehr richtig! bei der Abg. Bebel( fortfahrend): Weiter werden mir die Lobsprüche der Mehrheit zum Vorwurf Freifinnigen Volkspartei.) Die Socialdemokraten hielten hier die In der ersten Zeit beteiligte sich der Abg. Müller- Meiningen gemacht. Ich habe ja heute wohl wieder Lob aus konservativem ich önsten Dauerreden, als die Mehrheitsparteien in sehr eifriger Weise an der Diskussion in der ZolltarifMunde bekommen.( Heiterfeit.) In meinem langen parlamentarischen gerade am notwendigsten Zeit brauchten, ihre kommission. Auf einmal machten wir die Beobachtung, daß die Herren Leben habe ich auf der einen Seite Lob, auf der andren auch so erständigung ins Werk 8 11 fegen.( Tofender an fingen zu schweigen, ja sogar in einer ganzen Reihe von bittere Klagen und Beleidigungen entgegennehmen müssen, daß ich Beifall bei der Mehrheit.) Die Socialdemokraten wußten nicht, was Sigungen ganz oder teilweise fehlten.( Sehr wahr! bei den Socialnachgerade dahin gekommen bin, beides gegeneinander zu tom borging. Keiner hat sich um das Zustandekommen des demokraten.) Durch das Fehlen der Abgeordneten von der Freipensieren und feinen Schritt abzuweichen von demjenigen Stand- 3011tarifs mehr verdient gemacht, als die sinnigen Volkspartei gingen z. B. die Holzzölle in der Höhe durch, punkt, den ich ganz unabhängig von äußeren Einwirkungen ein- Socialdemokratie dadurch, daß sie den Antrag wie sie die Kommission beschloß; auch bei den sehr wichtigen Eisengenommen habe. Wenn mir von der Gegenseite Lobsprüche ent- Trimborn nicht zu Falle gebracht hat. Sie hat zöllen haben die Herren der Freifinnigen Bolfspartei zum Teil durch gegenkommen, so dente ich mir immer: Allzuviel Liebe ist nicht damit den ersten Brückenpfeiler zur Verständigung geschlagen. Abwesenheit geglänzt. Als dann Herr Eickhoff sehr eifrig für die Sabei.( Große Heiterkeit.) Aber mehr als a bissel Falschheit( Sehr gut! bei der Mehrheit.) Ich glaube nicht, daß ohne den Herabfegung dieser Zölle eintrat, erschien an demselben ist alleweil dabei.( Erneute stürmische Heiterfeit.) Antrag Trimborn das Centrum in der Lage gewesen wäre, auf das Tage in der„ Rönigsberger Hartungschen BeiIch halte es ja taktisch für sehr bedenklich, daß in einer so schwierigen Kompromis einzugehen.( Sehr richtig! im Centrum.) Ueber- tung" ein Artikel, in dem einer seiner Fraktionsgenossen in der Situation, wie sie die Bekämpfung der Zolltarifvorlage bietet, haupt hat die Regierung noch nie Ursache gehabt, einer heftigsten Weise gegen die Taktit der Socialdemokratie in der mun noch die verschiedenen Oppositionsparteien gegeneinander Partei so dankbar zu fein, wie der Socialdemokratie. Kommission Front machte.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) polemisieren.( Sehr richtig! links.) Deshalb habe ich es möglichst Es fich jetzt nur noch darum handeln, wie die Und worin bestand diese Tattit? Die Beratungen in der Zolltarif lange unterlassen, meine Ansichten über das tattische Mehrheit auf legitimem Wege ihren Willen durchzusezen vermag. Kommission gingen damals unter dem Vorsitzenden, dessen Name Berhalten der Socialdemokraten und der Freifinnigen Vereinigung hier Ich halte den Antrag v. Kardorff nicht für legitim, ich halte ihn für schon am Sonnabend genannt wurde, im Galopp und dagegen zu verlautbaren.( Sehr richtig! bei der Freisinnigen Volkspartei.) unzulässig. Ich weiß nicht, wie es weiter gehen wird, das eine aber wurde von unsrer Seite protestiert. Wir wollten eine gründliche Ich wollte nicht, wie man es einmal genannt hat, durch einen Kampf weiß ich, daß, wenn es so weiter geht, der Parlamen- Beratung des Tarifs. Der Vorsitzende legte darauf sein Amt nieder zwischen der Socialdemokratie und uns der Gegenseite reinen Buder tarismus in seiner Autorität und seinem An- und jetzt wurden wenigstens die Antragsteller bei jedem Antrage präsentieren. Man hat mir ja auch jetzt keine Aeußerungen, die ich sehen aufs höchste geschädigt werden muß.( Bravo! zum Wort gelassen. Das setzten wir mit unserm Verhalten durch. im Reichstag gethan habe, sondern nur die Haltung der Freif. 8tg." bei der Mehrheit und der freisinnigen Volkspartei. Unruhe links.) An der großen Debatte darüber haben sich die Herren von der zum Vorwurf gemacht. Aber selbst in der Freis. Ztg." habe ich Wenn dieser Reichstag, dem ich über 31 Jahre angehöre, ein reifinnigen Volkspartei so gut wie gar nicht beteiligt zurückgehalten, bis nach den fortgesetzten Verdächtigungen und gröbsten Bild bieten würde wie der östreichische Reichsrat, dann und schon damals erschienen in der Freisinnigen Zeitung" und in der Beschimpfungen im Vorwärts" die Selbstachtung mich würde ich es für feine Ehre mehr halten, über- Königsberger Hartungschen Zeitung" Angriffe auf die Taktik der zwang, nun einmal ein deutliches Wort über das ganze haupt einer solchen Körperschaft noch anzugehören. Socialdemokratie. Das zeigt denn doch deutlich, was die Verhalten der Partei zu reden.( Lebhafte Zustimmung( Sehr gut! bei der Mehrheit und freis. Volksp.) Die Zeiten sind Herren beabsichtigen. Sie wollten die Tarifberatung noch vor den bei der Freisimmigen Volkspartei.) Ich bin mun gezwungen in der vorüber, wo man in Deutschland Neigung hatte, politische Formen Wahlen beendigen, freilich aus einem andern Grunde wie die MehrVertretung meiner Partei offen zu sagen, wie wir zu dieser Ob- des Auslandes nachzuahmen. Der deutsche Reichstag foll für alle heitsparteien. Jene wollen dies, weil sie sich sagen, daß der Tarif struktion so muß man es nennen im Gegensatz zu den Abwehr- andern Länder ein Muster sein in der korrekten Form des Parla- ein außerordentlich günstiges Agitationsmittel mitteln bei der lex Heinze und bei der Brennsteuer stehen. Der mentarismus.( Rebbaftes Bravo! bei der Mehrheit und der Frei- für die Socialdemokratie sein würde. Die Freisinnige ganze Feldzugsplan ist im voraus verkündigt worden; man wollte sinnigen Vollspartei.) Volkspartei war zwar ein Gegner des Tarifs, wollte ihn aber doch es durch Verzögerung jeder Art berhindern, daß die Ent- Wenn die Zolltarif- Vorlage, wie die Mehrheitsparteien es be- nicht vor die Wahlen kommen lassen, weil sie dann gezwungen scheidung über den 3olltarifnoch in dieser Session absichtigen, zu stande kommt, dann trägt die Socialdemokratie und wäre, eine sehr energische Opposition gegen ihn zu machen und doch getroffen werde. Von diesem Augenblick war es nicht mehr die Freifinnige Vereinigung den Hauptteil der Verantwortlichkeit, daß andrerseits bei den engeren Wahlen in so und so viel Wahlkreisen ein Kampf um die Sache, sondern um die Zeit.( Lebh. Zustimmung dasjenige geschieht, was ich für überaus nachteilig für die wirt auf die Unterstützung des Centrums angewiesen wäre. Ein Centrumsbei der Mehrheit.) In einer besonderen Sigung meiner Freunde schaftliche Entwicklung Deutschlands halte.( Bravo! bei der Frei- wähler fonnte bei der engeren Wahl unter keinen Umvon der Freisinnigen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei sinnigen Boltspartei.) ständen einem Kandidaten der Freifinnigen Volkspartei die wurde Klargestellt, wie wir uns im weiteren Verlaufe dieses Feld-( Als Richter die Tribüne verläßt, ruft ihm der Abg. Barth Stimme geben, wenn es sich bei den Wahlen um den Zolltarif handelt. zuges verhalten wollten. Wir sind einmütig gewesen und haben( Fri. Vg.) zu: Warum denn kein Wort gegen den Abg. Kröcher?( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Um zu verhindern, unfre Ansicht bis heute durchgeführt. Wenn man grundsäglich Abg. Richter: Das kommt später.) daß die Freifinnige Volkspartei, die nur mit Hilfe andrer achtzehn, neunzehn Monate hindurch verhindert, daß Parteien hier im Hause bertreten ist( Sehr richtig! eine Mehrheit, wenn sie sich herausstellen sollte, ihren Willen bei den Socialdemokraten), bei den kommenden Wahlen ganz in zum Ausdruck bringt, jo kämpft man damit gegen den Grund- Wenn die Rechte dieses Hauses jemals einem Redner der die Brüche gehe, boten Sie alles auf, Herr Richter, um diesen gedanken des Parlamentarismus.( Stürmische Zustimmung bei der freisinnigen Linten Dank schuldig war, fo heute. Tarif noch in dieser Session zu Ende zu beraten und ihn dem WahlMehrheit.) Man verhindert, daß die Mehrheit ihren Willen zur( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Was die Rechte und das kampf zu entziehen.( Rebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Geltung bringen kann. Wenn man sagt, man wolle die Entscheidung Centrum bisher nicht fertig gebracht haben, das hat der Redner der Das ist die einfache Erklärung des Verhaltens des Herrn Nichter in bis zur nächsten Wahlperiode hinausschieben, so fürzt man damit Freisinnigen Wolfspartei wenigstens versucht fertig zu bringen, dieser ganzen Frage. Die Socialdemokraten, der" Vorwärts" hätten das Recht derjenigen Voltsvertretung, die auf die Dauer nämlich eine Rechtfertigung ihres durch und durch ungesetzlichen Ber- geschimpft! Ach, Herr Richter, ich brauchte nur aus den letzten Wochen von fünf Jahren gewählt ist. Man spricht damit ein haltens uns gegenüber.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) 12 Nummern der Freifinnigen Zeitung" vorzulegen, die von BeSuspensiobeto aus, das in späteren Fällen der Minderheit sehr Der Abg. Nichter hat im Lauf der letzten Monate vielfach gezeigt, ichimpfungen der Socialdemokratie überlaufen! was immer Herr zum Leide wiederholt werden könne.( Schr richtig! b. d. Fri. Vp.) Bei der daß er ganz und gar die sonst bei ihm so gewohnte Ruhe und Richter heute zu Gunsten der Mehrheit sagte, das fällt auf ihn Brüsseler Konvention war die Opposion mindestens ebenso start wie Contenance verloren hat. Wenn er aber irgend einmal und seine Partei zurück. Er ist hier aufgetreten als der beim Zolltarif.( Widerspruch bei den Socialdemokraten.) Mit den an einem Tage so vollständig aus der Rolle gefallen ist, die er als Anwalt der Mehrheit.( Bravo! Bravo! bei den Socialdemokraten.) Mitteln der Obstruktion wäre es ein leichtes gewefen für die Redner der Opposition gegen diesen Entwurf hätte ein Wenn er glaubt, daß unser Verhalten der Regierung angenehm sei, Opposition gegen die Konvention, die Entscheidung hinzu nehmen sollen, so heute. Herr Nichter hat den Verfuch gemacht, so stellt er die Dinge auf den Kopf. So viel ich weiß, ist der Anziehen bis zum Herbst und zum Februar, wo die Entscheidung nachzuweisen, daß sein Verhalten und das seine Freunde bei der trag Kardorff u. Gen. mit Zustimmung der Regierung vereinbart der verschiedenen anderen Staaten getroffen werden mußte. lex Heinze und bei der Branntweinsteuer durchaus gerechtfertigt und auf die Tagesordnung gesezt worden. Daß fie einen solch Man will die Frage bis zu den nächsten Wahlen hinübertragen. war, während unser Verhalten diesem Tarif gegenüber nicht gerecht- ungefeßlichen Antrag gefördert hat, der nur entstanden ist, weil man Dann aber kann man das Suspensiv- Beto auch anvenden, wenn fertigt ſei. Herr Richter hat die Situation bei der fürchtete, auf gerechtem, gesetzlichen Wege nicht zum Ziel zu kommen, man von den Wahlen ein andres Votum gar nicht ertvartet, man lex Heinze infofern sehr richtig geschildert, als die Db- das beweist alles andre, als Sympathie für uns.( Lebhafte Zukann es anvenden, auch wenn man nur einen dankbaren struktion der Linken damals durch eine Ueberurmpelung stimmung bei den Socialdemokraten.) Die Regierung hat gar Agitationsstoff haben will.( Sehr richtig! rechts und in der Rechten herbeigeführt wurde. Wir find aber dann von keinen Grund, uns dankbar zu sein. Nun sind wir es, der Mitte.) Wir haben keine Voltsabstimmung, wie in der Schweiz. jenem Augenblick ab zusammen mit Herrn Richter und seinen die nach Herrn Richter die Mehrheitsparteien veranlaßt haben, sich Jede Wahl entscheidet auch nicht über eine einzelne gerade im Freunden, als unsren besten Bundesgenossen in die Obstruktion gegen zu verständigen. Mit solch findlichem Zeng mag Herr Richter in Bordergrund stehende Frage, sondern über alle Fragen, die die lex Heinze in ihrer Totalität, soweit fie noch zur Beratung seinen Wählerversammlungen Eindruck machen, aber nicht hier.( Sehr im Laufe von fünf Jahren zur Entscheidung tommen. stand, eingetreten. Wir haben 6 Tage lang Obstruktion gut! bei den Socialdemokraten.) Ihnen von der Mehrheit mag es ja Schon deshalb ist eine solche Analogie Analogie falsch.( Sehr gegen 2 Paragraphen getrieben, bei der uns feine in den Kram passen, solchen Oberflächlichkeiten hier Beifall zu richtig! bei der Freifinnigen Volfspartei.) Und weiter: Wenn man Freunde ständig Bur Scite geftanden haben. Damals spenden. Sie selber glauben ja gar nicht an die Richtigkeit.( Lebh. nicht drei Tage oder eine Woche, sondern 19 Monate lang einen find seine Freunde systematisch mit uns herausgegangen, Bustimmung bei den Socialdemokraten. Heiterfeit im Centrum und offenen Obstruftionsfeldzug in Scene sett, wird das wirklich eine fs um die Beschlußunfähigkeit herbeizuführen, und als dann rechts.) Die Herren von der Rechten und vom Centrum lächeln mir jammervolle Mehrheit sein, die ruhig stillhält, die auf solche nach sechs Tagen die Majorität mürbe war, da haben sie aller- so verständnisvoll zu.( Große Heiterkeit.) Nicht wahr, Sie glauben Provokationen nicht mit Gegenmaßregeln antwortet?( Rebhafter Beifall dings jenen Versöhnungsantrag eingebracht, der darin bestand, daß doch selber nicht daran, daß unsre Obstruktion Sie zur Einigung rechts, in der Mitte und bei den Nationalliberalen.) Auch das mußten das Centrum und die Rechte auf die entscheidenden Bestimmungen veranlaßt hätte.( Rufe rechts: Doch! Doch!) Es ist wahr, ich selber wir uns von vornherein sagen. Und es war flar: man würde der lex Heinze verzichteten. Sie haben damals das erreicht, in habe infolge der Interessengegensäge unter Ihnen als herrschende zu um so schärferen Maßregeln greifen, je längere Zeit fechs Tagen gegen zwei Paragraphen, was wir mit selasse geglaubt, daß die Gegenfäge schärfer hervortreten würden. der Obstruktionsfampf dauert. Deshalb haben wir und wir unsrer Haltung diesem ganzen Tarif gegenüber zu erreichen bestrebt Es ist wahr, ich habe auf unsrem Münchener Parteitage haben niemand gegenüber ein Geheimnis daraus gemacht von sind. Es kann also nur in Bezug auf die Quantität zwischen der die Möglichkeit vertreten, daß ein Teil der Herren( nach rechts) an vornherein uns gegenüber dem ersten Anfange des Obstruktion bei der lex Heinze und hier ein Unterschied gemacht ihrem oppositionellen Standpunkt festhalten würden und so wider Obstruktionstampfes so verhalten, wie wir uns vorgenommen haben. werden. In der Sache selbst war die Obstruktion bei der Willen unsre eigne Stellung stüßen würden. In dieser letzten BeWir sagten uns andrerseits, daß ohne Obstruktion die beste lex Heinze noch schlimmer als die gegenwärtige, denn die Obstruktions- ziehung habe ich mich getäuscht. Schon in München waren Aussicht vorhanden sei, den Tarif zu Fall zu mittel, welche damals systematisch gebraucht wurden, sind bei diesem andre Genossen entgegengefekter Meinung. Sie bringen und zwar wegen der scharfen Gegensäge, Tarif noch gar nicht zur Anwendung gebracht worden. Auch bei fagten, die streitenden Parteien werden sich schon über die die innerhalb der Mehrheitsparteien über das Maß der Branntweinsteuer haben die Freunde des Herrn Beute verständigen. So ist es auch in der That ge des Zollschutzes vorhanden waren. Wir rechneten mit der Möglich- Richter brüderlich Hand in Hand mit uns Db- tommen. Was aber hat ihre Wandlung herbeigeführt? Wohl keit, daß eine Koalition von rechts und links die Vorlage zu Fall st ruftion gemacht. Es ist also ein startes Stüd, wenn Herr hat die Regierung schon während der Kommissionsverhandlungen erbringen würde.( Sehr richtig! bei der Freifinnigen Volkspartei.) Richter jetzt auf einmal in dieser Weise gegen die Obstruktion auf- flärt, daß sie einer Erhöhung der Minimalzölle und der Bindung Wenn nicht um die Zeit, sondern um die Sache gekämpft wurde, tritt. Es standen bei der lex einge allerdings geistige Inter- der Viehzölle ihre Zustimmung nicht geben würde. Aber diese Erwenn alle sachlichen Gründe vorgebracht wurden, dann lag die Mög- essen auf dem Spiele, aber ein Bergleich zwischen dem Schaden, flärungen aus dem Munde der Herren v. Pofadowsky und v. Podbielski lichkeit vor, daß bei dem großen Umfange der Vorlage, bei den welchen die lex Heinze in ihrer rigorosen Anwendung der Nation waren in so verbindlicher form gehalten, daß Sie Gegenfäßen im Schoße der Majorität, bei dem Diätenmangel, bei hätte zuführen können, und dem Schaden, der durch Annahme dieses ernstlich die Festigkeit der Regierung nicht der geringen Geschäftsgewandtheit der Regierung bei Verhandlungen Tarifs für das ganze Bolt herbeigeführt werden würde, ist ganz undenkbar, glaubten. Sie brauchten nur festzustehen und energisch aufzumit dem Parlament, schließlich die Vorlage beim Ende der Wahl- denn dieser Schaden ist tausend und bunderttausendmal größer. freten, dann würden Sie die Regierung unter die Füße bringen. " -Abg. Bebel( Soc.): an " " Darin haben Sie fich getäuscht. Sie haben die wahre Situation des preußischen Abgeordnetenhauses, so wenig Einfluß auf feine refpondent, das offiziöse Organ des Hamburgischen erst erkannt, als am 16. Oftober der Reichskanzler erklärte, eigne Parteipresse hat, daß nicht einmal ein Artikel von ihm Senats, spricht von einer Bergewaltigung der Minorität und in unter feinen Umständen würde die Regierung über ihre Vorlage abgedruckt wird. Ich will nun Herrn v. Kröcher einen Rat geben der Augsburger Abendzeitung", die häufig von der hinausgehen, unter feinen Umständen Konzessionen machen. Als für fünftige Fälle. Wenn er wieder einmal einen Artikel über seine bayrischen Regierung zu offiziösen Rundgebungen benutzt wird, dann der Reichskanzler am 21. Oftober diese Erklärung wiederholte Parteigenossen schreibt und ihn nicht unterzubringen weiß, so mag wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der Präsident es mit und als er dann die Taktik beobachtete, Sie gänzlich beiseite zu er ihn ruhig dem Vorwärts" einsenden. Stürmische Heiter- seiner Ehre und feinen weißen Haaren nicht für vereinbar erklären schieben und so zu thun, als läge ihm gar nichts daran, was Sie feit.) Ich gebe ihm mein Wort, der Vorwärts" ist un- werde, die En bloc- Annahme des Tarifs auf dem Wege des Antrags hier beschließen, da erft marschierte Herr Spahn mit parteiisch genug,( Erneute stürmische stürmische Heiterkeit bei der v. Kardorff vorzunehmen. Das sind Urteile, die sich schärfer aus Sem Cylinderhut bewaffnet( Große Heiterkeit) nach dem Palais des Mehrheit.) daß er selbst von seinem geschworensten Feinde, drücken, als wir es hier gethan haben.( Sehr richtig! lints.) Reichskanzlers, da erst überlegten Sie sich, wie das Geschäft fertig als welcher sich wieder Herr v. Ströcher bestätigt hat, sehr gern Hat nicht selbst Herr. Liebermann von Sonnenberg bewiesen, zu bringen sei. Es war flar, eine Beute, wie der 3olltarif einen solchen Artikel entgegennimmt und ihm damit einen Liebes- daß der Antrag ungefeßlich sei und sich damit sehr ausnahmsfie bot, war viel zu groß, als daß Sie sie leichtlich preis- dienst erweist, den ihm seine eignen Parteifreunde verweigern. weise mit uns auf den gleichen Boden gestellt. Womit entschuldigen gegeben hätten. Als Sie, besonders das Centrum, faben, wie( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Wir haben eben, ohne uns Sie eigentlich Ihren Antrag? Die Minderheit soll Sie dazu ge ernst die Lage wäre, daß ein Teil der Kleinbauern und besonders fortgesezt zu rühmen, weit mehr christliches Gefühl als jene Herren. nötigt haben. Das hat Herr Richter ja eben so schön zu Ihrer ein Teil der Arbeiter gegen den Zolltarif rebellierten, da fagten Sie( Heiterfeit und Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Weiter hat Entschuldigung ausgeführt, viel besser, als es einer von Ihnen gesich, es sei die höchste Zeit, Frieden zu machen, damit der Bolltarif Herr von Kröcher Gedanken ausgesprochen, denen ich selbst fonnt hätte.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Bir nicht vor die Wähler käme. So ist es gekommen, daß Sie oftmals in Freundeskreis Ausdruck verliehen habe. Er sprach sollen angefangen haben nun wir werden das Lied ja beim sich verständigt haben.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) davon, wie klein dies Geschlecht der Epigonen ge- nächsten Wahlkampf zu hören bekommen, ob Sie( zu der Ich komme nun zu den Ausführungen des Herr v. Kröcher. Herr worden ist, die heute in diesem Hause Wortführer der bürger- Freifinnigen Volkspartei) aber damit Geschäfte machen Richter hat zu meiner großen Ueberraschung soweit hat ihn der lichen Parteien sind. Wären diese Epigonen ihrer Vorgänger würdig, werden, bleibt abzuwarten. Was ist Thatsache, unbestreitbare Geist der Opposition bereits verlassen kein Wort des Tadets für so hätte die Kopflosigkeit in unfren Beratungen nicht den Platz ge- Thatsache? Daß Sie( nach rechts und zum Centrum) vom 30. Oktober die unerhörten Ausführungen des Abg. v. Kröcher winnen können, wie es thatsächlich geschehen ist.( Lebhafte Zustimmung bis zum 22. November sieben kostbare Arbeitstage durch Ihr Schwänzen gehabt. Herr v. Kröcher ist bekannt als derjenige, der vor ein paar bei den Socialdemokraten.) Die jezige Debatte wäre uns geraubt haben.( Unruhe rechts und im Centrum. Sehr gut! Jahren nach dem starken Mann gegen die Socialdemokratie rief. ganz unmöglich, wenn Sie( zur Mehrheit) nutr ein bei den Socialdemokraten.) Daß Sie vier kostbare Tage durch den Er fühlt sich unzweifelhaft selbst als dieser starke Mann.( Sehr gut wenig über Ihre eigne Nasenspize hätten hinaussehen können. Antrag Kardorff vertrödelt haben.( Unruhe. Heiterkeit.) Sie find bei den Socialdemokraten. Heiterfeit bei der Mehrheit.) Er hat Als vor einigen Tagen Meldungen in der Presse verbreitet wurden, schuld, daß wir nicht vorwärts kommen.( Unruhe.) Wir wollen vorHeute an dieser Stelle, obgleich das mit der Geschäftsordnungs- daß man abermals in den Mehrheitsparteien die Köpfe zusammen wärts.( Unruhe und Heiterkeit.) Kann es etwas Beschämenderes Debatte in gar teinem Zusammenhang stand, sein politisches steckte, um über neue Geschäftsordnungs- Anträge zu beraten, da geben, als daß wir Woche für Woche konstatieren müssen, daß Sie Programin gegenüber der Socialdemokratie schrieb ein so ho changesehenes nationalliberales das Haus beschlußunfähig machen( Große Unruhe rechts), daß entwickelt. Er hat ein Programm entwickelt, von dem Blatt wie der Hamburgische Correspondent":" Was Sie Ihre Pflicht nicht erfüllen, während wir den größten Eifer er hofft, daß es an einer höheren Stelle die nötige Beachtung finden wird denn da wieder für eine Dummheit herauskommen?"( Heiter an den Tag legen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) möge. Herr v. Kröcher glaubt, daß er einmal berufen sein möge, feit links.) Ohne die Kopflosigkeit der Mehrheit wäre es auch nicht Es ist eine Blamage vor der ganzen Welt, dieses Schauspiel, das den starken Mann gegen die Socialdemokratie abzugeben. Herr möglich gewesen, daß wir heute bereits am vierten Tage eine Ge- Sie hier im Reichstage geben. Von Stufe zu Stufe sind Sie gev. Kröcher meinte, er werde harte Worte sagen müssen, aber er schäftsordnungs- Debatte haben müssen, nachdem Sie( zur Mehrheit) funken. Da ist die Verordnung des Präsidenten, daß man sich nicht werde sich bemühen, das in milden Worten zu thun. Nun, er hat uns anfänglich eine Frist von 24 Stunden verweigert hatten. mehr in der Nähe des Reduers hinstellen darf. Ihr führendes in uns eine sehr ruhige und sehr dankbare Zuhörerschaft gehabt. Herr v. Kröcher hat die Revolution an die Wand gemalt. Drgan, die Germania", schreit schon nach dem Strafrichter gegen ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Er ist nicht mit einem Ich habe ihn im Verdacht, daß er die betreffenden Aeußerungen Abgeordnete, die sich nicht aus dem Saale entfernen, wenn der Silbchen von unsrer Seite unterbrochen worden. Wir haben sogar einem Leitartikel der„ Krenz- Zeitung" entnommen hat, in dem auch Präsident es verlangt. Wohin kommen wir? Nicht nur, daß einigemal Mühe gehabt, die Heiterkeitsausbrüche, des Abg. Richter lobend gedacht war. Herr Richter hat in dieser Geschäftsordnungs- Paragraphen, die seit Bestehen des Reichsdie uns auf der Zunge saßen, zu unterdrüden, damit ganzen Zeit das Malheur gehabt, von seinen sonstigen Gegnern so tags in Kraft find, geändert werden sollen, das Strafe er möglichst ungestört reden könne. Auch als Herr b. Kröcher gelobt zu werden, daß man sagen fann, er ist moralisch zu Tode Gesetzbuch soll zu Hilfe genommen, alle Privilegien dieses Hauses uns eine Beleidigung ins Angesicht warf und erklärte, gelobt worden.( Große Heiterfeit.) Unser Lachen hat Herrn Kröcher aufgegeben werden. Meine Aeußerungen in Hamburg sollen er glaube nicht an unsre sittliche Entrüstung, bewiesen, wie wenig Eindruck gerade seine Worte über die Revolution Ihr Vorgehen veranlaßt haben? Ach, lange, lange, vorher waren haben wir geschwiegen. Denn unter Umständen kann auf uns gemacht haben. Daß Revolutionen wieder notwendig werden, Sie schon entschlossen, so zu handeln. Stadthagen hat nachgewiesen, ein Herr v. Kröcher die Socialdemokratie nicht beleidigen. wenn die unterdrückten Massen jeden Rechts beraubt werden, daß schon im Frühjahr, als Sie noch gar nicht wissen konnten, wie ( Lebhafte Zustimmung und Rufe: Sehr gut! bei den Social- wenn die Pläne des Herrn v. Kröcher Wirklichkeit werden, wenn wir vorgehen würden, Herr v. Kardorff seinen Antrag angekündigt demokraten.) Herr v. Kröcher hat weiter gefagt, ich hätte den Krieg Wahlentrechtung, Ausnahmegefeße, Unterdrückung jeder Opposition hat. Der Antrag ist aber nicht im Gehirn Kardorffs enterklärt, allerdings die Schuld auf die Mehrheit gewälzt, wie das Blaz greifen, will ich nicht bestreiten. Das läßt kein Bolt sich ge- standen; dazu reicht es nicht aus.( Heiterkeit.) Seine Urheber ja bon Dlims Zeiten an immer so gewesen sei. Als Historiker, in fallen. Dann kommt es aber zu einer Revolution einer Masse, deren sind die Kasuisten des Centrums, die Herren Bachem, Gröber und welcher Eigenſchaft ihn kennen zu lernen wir heute die Ehre und Bildung und Schulung, so lange wir eine Kultur haben, noch nicht Spahn, die heiligen drei Könige des Centrums. das Vergnügen hatten( Heiterkeit), sagte er, daß vom trojanischen erreicht worden ist.( Unruhe rechts.) Das aber zu verhüten,( Stürmische Heiterkeit.) Seitdem das Centrum Herr im Reichstag Ariege bis auf Napoleon III. niemals derjenige, der den find wir ehrlich gewillt.( Sehr richtig! links.) Deshalb allein ist, schricht es vor keinem Trick mehr zurück.( Unruhe im Centrum. Krieg hätte haben wollen, das auch zugestanden habe. treten wir auf den Boden des Parlaments, un mit Ihnen gemein- Denken Sie an Ihre Haltung bei der Flottenfrage, an das Stimmt! Indessen: in diesem diesem Falle thut er uns wieder jam Gefeße zu machen und die Unterdrückung der Massen ab- Aeternat, zu dem früher nie eine Mehrheit bereit war. Sie Unrecht. Wenn Herr v. Kröcher glaubt, es mache mir zuwenden und das Los der arbeitenden Klassen möglichst zu ver- find, wenn es Ihren Zwecken dient, bereit, die Geschäfts. und meinen Freunden ein besonderes Vergnügen. Hier in wochen- bessern.( Sehr gut! links.) Herr v. Kröcher fagt, er habe sich ordnung zu zertrümmern und niederzutrampeln. und monatelangen Debatten Tag für Tag mit Aufwand aller ungern wählen lassen. Ich glaube es ihm. Das allgemeine Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Die Nationalliberalen unsrer physischen und geistigen Kräfte diesen Zarif und die Mehrheits- gleiche Wahlrecht ist ihm so verhaßt, daß er mit ihm nicht gern folgen Ihnen. Es ist eine Nemesis fondergleichen, daß dieparteien zu bekämpfen, so irrt er ganz gewaltig. Wir wären im fich wählen läßt.( Heiterkeit.) Da tam aber das Bäuerlein und jenigen, die einst Ihnen den Fuß auf den Nacken setzten, heute von Gegenteil froh, wenn dieser Tarif überhaupt nicht an das deutsche redete ihm tapfer zu: Besser ein Guter fehlt, als ein Schlechter ist da. Ihnen an der Kette mitgeschleppt werden.( Bewegung.) Sie sind für die Bolt herangetreten wäre. Aber nachdem der Tarif ohne unsre( Heiterkeit.)" Herr v. Kröcher rechnet sich zu den Guten. Das ist Nationalliberalen der Nattenfänger von Hameln.( Große Heiterfeit.) einmal gekommen ist, verstand es sich von selbst, daß wir sehr bescheiden! Er gehört zu den Besten, zu den Wenn Sie die Regierungsflöte bliese, dann werden die Armen diesem Tarif den Kampf bis aufs Messer anfagten.( Sehr wahr! Edelsten der Nation.( Große Heiterkeit.) Herr v. Kröcher topflos, finnlos, hirnlos( Große Heiterkeit), bei dem Wettrennen um bei den Socialdemokraten.) Sogar ein Parteigenosse des Herrn b. Kröcher, hat uns dann gut zugeredet, den Boden unsres Programms zu ver- die Regierungsgunst wollen sie nicht um eine Naselang zurückbleiben. Bassermann speciell, Graf Schwerin- Löwig, hat neulich erklärt, er begreife ja die lassen. Seine Freunde seien nicht so erflusiv. Der Jude Stahl sei Herr diefer Adonis des Stellung der Socialdemokraten gegenüber ihr Führer gewesen.( Abg. Fischer Berlin ruft: Der Jude Liberalismus( Stürmische Heiterkeit), hat sich als häßlicher diefem Tarif; wenn er Socialdemokrat wäre, würde er in Arendt ist heute noch bei Ihnen! Heiterfeit.) Das war reattionärer Mephisto entpuppt.( Ernente Heiterkeit.) Der gleicher Weise handeln.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) sehr nett von Ihnen, Herr v. Kröcher.( Heiterfeit.) Ich glaube schon legte Rest des Liberalismus ist bei den Nationalliberalen verWir würden einfach Verrat an unfren Grundsätzen, Verrat an unfrem ganz gern, daß Sie unsre Juden zu Ihren Führern schwunden. Programm, Berrat an unfren Wählern üben, wenn wir anders haben möchten.( Erneute Heiterfeit.) Sie wären froh, wenn Sie fie Der Antrag Kardorff stellt eine flagrante Ungeseglichkeit dar. Handeln wollten als bisher.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemo- hätten.( Ruf lints: Arendt, Arendt. Stürmische Heiterkeit.) Arendt Weshalb Herr v. Sardorff an der Spizze steht, weiß ich nicht. fraten.) Herr v. Kröcher sagte, wir hätten Dr. Bachem gehindert, ist einer, wie sie nicht sein sollen.( Erneute Heiterkeit.) Vielleicht weil er der älteste ist, vielleicht weil er die längste paríaseine Rede zu halten. Aber daß wir das gethan haben, dessen Herr v. Kröcher sprach von dem Umsturz mit geseglichen Mitteln. mentarische Dienstzeit hinter sich hat, vielleicht auch deshalb, weil schämen wir uns nicht.( Lebhafte andauernde Nufe: Hört! Trotzdem sind wir aber alle Zeit bemüht gewesen, auf dem Boden er fo biele böse politische Thaten auf seinem Gehört! bei der Mehrheit.) Das war unfre Pflicht und der von Ihnen gemachten Gesetze, die sich durch Radikalismus und wissen hat, daß es auf eine mehr nicht antommt. was Er weiß, der Schuldigkeit.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Freiheitlichkeit nicht gerade auszeichnen, zum allgemeinen Besten zu( Stürmische Heiterkeit.) Er Antrag be= Dr. Bachem hatte die Beschuldigung ausgesprochen, daß von seiten arbeiten. Wenn Sie aufrichtig und ehrlich gegen sich selbst deutet. So viel weiß( Heiterkeit.) Nunmehr stelle der socialdemokratischen Abgeordneten über die wären, müßten Sie sich auch sagen, daß Sie der Mitwirkung der ich fest, daß Herr v. Kardorff, als der Antrag von ihm Freisinnige Vereinigung und ihre Mitglieder in ganz Socialdemokratie eine ganze Reihe wertvoller eingebracht wurde, ihn ausdrücklich so interpretiert hatte, andrer selbstverständlich schlimmerer Weise geredet gesetzgeberischer Verbesserungen verdanken.( Sehr gut, daß dadurch die Enbloc- Annahme des Tarifs herbeigeführt wurde. worden sei, als es hier äußerlich erscheine. Das war eine Ver- links.) Wir haben keine Obstruktion gemacht bei der ungeheuren Mehrheit Er fügte hinzu:„ Sie( nach links) haben uns selbst auf diesen Weg dächtigung unsrer Partei, eine Beleidigung unsrer Partei, und es war der Gesetze, wir haben sie nur im äußersten Notfall an- gedrängt." Da unterbrach ihn die Glocke des Präsidenten. Ich habe zugleich der Versuch, zwischen die Socialdemokratie und die Frei- gewendet. Und bei der lex Heinze haben die Herren das bedauert, obwohl der Präsident im Recht war, bedauert desfinnige Vereinigung einen Keil zu treiben.( Sehr richtig! links.) Bassermann und Sattler mitgemacht.( Widerspruch wegen, weil wir dann noch mehr schöne Wahrheiten zu hören be= Mit der Freifinnigen Vereinigung haben wir gar bei den Nationalliberalen.) Sie sind mit uns hinausgegangen, um fommen hätten.( Große Heiterkeit.) Ein ziveites Mal hat Herr teine Gemeinschaft als die, daß sie gleich uns, zum Teil das Haus beschlußunfähig zu machen. Das ist Thatsache. v. Kardorff dieselbe Interpretation gegeben. Er sagte ausdrücklich, vielleicht aus andern Gründen, ein entschiedener Gegner des( Widerspruch bei den Nationalliberalen.) Die Konservativen haben daß es sich um die Enbloc- Annahme mit Ausnahme weniger daß 3olltarifes ist, daß wir hier Schulter an Schulter kämpfen, beim Bürgerlichen Gesetzbuch erklärt, sie würden dieses Kulturwert Positionen handele, und als ich sprach, sagte ich, Genau so haben Sie( zu den Konservativen) und das Centrum mit seinen 2600 Paragraphen zu Falle bringen, wenn der Hasen- der Antrag die Guillotinierung der Minderheit beso und so oft Schulter an Schulter mit einander gekämpft, ins- schaden hineingekommen wäre.( Widerspruch bei den Konservativen: deute. Zustim Der stenographische Bericht verzeichnet: besondere gegen Ihre jezigen Heloten in der eine Obstruktion!) Sie haben erklärt, wenn das Koalitions mung des Herrn v. Kardorff. Der Präsident hatte nationalliberalen Partei.( Große Heiterkeit links.) Jch verbot im Bürgerlichen Gesetzbuch aufgehoben wird, sehr starke Zweifel an der gefchäftsordnungsmäßigen Zulässigkeit. habe in den Jahren 1871 und 1872, als der einzige socialdemokratische lassen Sie das Gesez scheitern. Das ist doch Obstruktion. Als Herr Richter seinen Zuckersteuer- Antrag einbrachte, erklärte der Abgeordnete gegen das Jesuitengesetz als ein Ausnahmegesetz ge-( Nuje rechts: Nein!) Jawohl, das ist Obstruktion. Das Scheitern Präsident diesen nettement et purement für unzuläffig. Ich war sprochen und gestimmt. Alle meine Parteigenossen haben in allen der Vorlage wurde nur dadurch verhindert, daß Fürst Hohenlohe zweifelhaft, ob nicht der alte erfahrene Parlamentarier gegenüber späteren Seffionen die gleiche Taftit beobachtet. Wir haben ohne eine besondere Vorlage, die das Verbindungsverbot der politischen dem Präsidenten Recht hatte. Ich habe aber geschwiegen, weil gegen Rücksicht darauf, daß wir später selbst unter dem Socialistengesetz Vereine enthalten sollte, versprach. Und Herr v. Kröcher, haben Sie eine solche Erklärung des Präsidenten nichts zu machen ist. Hier schmachteten( Burufe: Maigefege!) Die Maigeseze sind im nicht selbst bei der Kanalvorlage Obstruktion getrieben?( Herr liegt tausendmal mehr Anlaß für den Präsidenten vor, den Antrag preußischen Abgeordnetenhause gemacht worden, nicht im Reichstag. Wir b. Ströcher ruft: Nein, ich habe nicht mitgestimmt!) Jawohl, gegen nettement et parement für unzulässig zu erklären. haben ohne Rücksicht darauf, daß die Herren vom Centrum später in voll- die Kanalvorlage ist Obstruktion getrieben worden. Der Reich 3= Wie steht nun die Situation? Die Majorität bringt den Antrag ständiger Verkennung ihrer eignen Haltung und ihrer eignen Unter- tanzler hat jelbst erklärt, er verspreche sich von der Beratung ein, der Präsident hat sehr gerechtfertigte Bedenken, und dieselbe brüdung zum Teil für die Verlängerung des Socialistengefeßes ge- teinen Erfolg mehr und ziehe die Vorlage zurüd. Majorität entscheidet, ob sie Recht hat! Stann es einen unerhörteren stimmt haben, uns dennoch nicht abhalten lassen, immer wieder Leider sind Sie( nach rechts) die Mächtigen im Staat. Zustand geben? für Ihre( zum Centrum) Anträge auf Aufhebung Wenn Sie nicht die Gesetzgebung in Händen hätten( Wider- Wenn die Majorität ihre ungeheuerlichsten Anträge für zulässig des Jesuitengeseges zu stimmen. Wir haben alles ge- spruch rechts), um den preußischen Staat würde es beffer be- erklären kann, dann ist die Minorität jeder Willfür, jeder Berthan, was eine Partei thun kann, die es ehrlich mit ihrer Ueber- stellt sein.( Abg. v. Kröcher ruft: Wenn wir regierten, würde es gewaltigung preisgegeben.( Lebh. Zustimmung b. d. Soc.) Dann ist zeugung, mit ihren Grundsätzen auch dem Feinde gegenüber meint, besser sein.) Wenn Sie regierten, würde sich Ihre Gewaltspolitik in die Minderheit wehrlos und rechtlos. Das wäre gerade so, wie wenn und daß Sie der Feind, der Todfeind sind, das wissen ihrer ganzen Nacktheit zeigen und das könnte uns nur lieb sein. ein Räuber in eigner Sache entscheiden sollte.( Bravo! b. d. Soc.) Sie selbst am besten.( Sehr richtig! bei den Social-( Abg. v. Kröcher: Ich glaube nicht, daß Ihnen dies angenehm sein Das wäre gerade so, wie wenn der Wolf darüber sich zu entschließen demokraten.) Trotzdem habe ich Ihnen gegenüber stets Ge- würde.) Vicepräsident Graf Stolberg bittet, den Redner nicht zu hätte, ob er das Lamm frißt oder nicht. Die Geschäftsordnung, die rechtigkeit geübt. Wohl aber haben Sie uns gegenüber die unterbrechen.) Verfassung des Hauses soll zertrümmert, die Minorität auf Gnade Gerechtigkeit mehr als ein Dugend Mal mit Füßen getreten! Etwas läglicheres, Armseligeres für die Beund Ungnade der Majorität übergeben werden. Dann ist der Präsi ( Rebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Sie treten in gründung des Antrages b. Kardorff habe ich nicht dent nicht mehr der Präsident des Hauses, sondern das ausführende diesem Augenblick mit dem Antrag b. Kardorff wieder Gefch gehört, als es die sog. Begründung des Präsidenten des preußischen Organ der Mehrheit, ihr Büttel.( Lebhafter Beifall bei den Soc.). und Recht, Gerechtigkeit, Moral und Sittlichkeit mit Füßen! Abgeordnetenhauses war. Von ihm hätte ich wirklich tiefgründigere Dann muß die Winderheit jedes Bertranen zum Präsidenten ver( Stürmische Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Ausführungen erivartet. Sie geben fich aber überhaupt nicht gern lieren, dann muß sie erffären, daß sie einen solchen Präsidenten Vicepräsident Graf Stolberg- Wernigerode: Der Nedner hat mit dem Denken ab. Gewalt ist Ihr politisches Programmt.( Sehr nicht mehr wählen kann.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemo- fraten.) Vicepräsident Büsing: Ich habe dem Redner genügend Spielgemeint, mit dem Antrag v. Kardorff würde Recht und Gerechtigkeit gut! links.) Herr v. Liebermann, der sich ausnahmsweise einmit Füßen getreten.( Erneute stürmische Aeußerungen der Zu- mal auf unsre Seite gestellt hat, hat mich wegen der Lärmscenen raum bisher gegeben. Wenn er aber in bestimmter Weise ein Urteil Es sind unparlamentarische über den Präsidenten fällt, wenn er in solcher Weise Kritik an einem stimmung bei den Socialdemokraten.) Ich erkläre es für unzulässig, meiner Parteifreunde apostrophiert. von einem Antrag von Mitgliedern dieses hohen Hauses einen solchen Scenen erfolgt, harte und böse Worte gefallen; aber auf beiden noch dazu abwesenden Präsidenten übt, dann muß ich den Redner Ausdruck zu gebrauchen!( Unruhe bei den Socialdemokraten.) Seiten des Hauses. Zwischen den Lärmscenen, die ersuchen, sich weiterhin aller und jeder Kritik des Präsidenten zu ent hier vorgekommen sind und den Lärmscenen, die Freunde halten.( Beifall rechts und im Centrum.) Schuld Abg. Bebel( fortfahrend): er. des Abgeordneten von Liebermann in Oestreich ver Abg. Bebel( fortfahrend): Aunächst kann ich in der Situation, Ich habe es ebenso sehr wie Herr v. Kröcher bedauert, daß es anstalten, ist aber doch ein großer Unterschied. in der ich mich befinde, nicht wissen, wer auf dem Präsidentenstuhle am Sonnabend nicht zur namentlichen Abstinumung gekommen ist. Die Freunde des Herrn von Liebermann treiben Standal sigt.( Große Heiterkeit.) Auch wir hätten gern diese Schwänzer der Mehrheit fest- aus Freude am Standal.( Lachen rechts.) Der Lärm meiner Freunde Vicepräsident Büsing: Der Herr Abgeordnete weiß genau, daß gestellt gesehen, die unausgesezt das Haus beschluß- entstand aus der sittlichen Empörung über das Unrecht, Graf Ballestrem nicht anwesend ist. Der gewöhnlichste Tatt hätte unfähig machen, während man sich über unsre Obstruktion be- das man ihnen zugefügt hat.( Erneutes Lachen rechts.) Sie( nach dem Redner doch verbieten sollen, so borzugehen, wie er borgegangen schwert. Herr v. Kröcher hat weiter und das war besonders rechts) allein sind verantwortlich für die Standalscenen, die auch ist.( Bravo! rechts und in der Mitte.) interessant gesagt, er sei entrüstet darüber, daß seine eigenen wir bedauern, die aber notwendig waren. Einer Minderheit, die er- Abg. Bebel( fortfahrend): Als ich das Wort bekam, faß Graf Parteigenossen, statt hier ihrer parlamentarischen Pflicht und würgt werden soll, bleibt nichts übrig, als zu den äußersten Mitteln Stolberg im Präsidium. Ob jezt Graf Stolberg oder Herr Schuldigkeit nachzukommen, vorgezogen hätten, auf die Fasanen- und zu greifen.( Sehr richtig! links.) In Zeitungen, die nichts mit der Büsing oder wer sonst das Präsidium führt, weiß ich nicht. AußerHafenjagd zu gehen, und daß er aus dieser Entrüstung heraus einen Socialdemokratie zu thun haben, stehen die schärfsten Urteile über das dem richten sich meine Worte nicht gegen die Person, Artikel geschrieben habe, den nicht weniger als drei Berliner Verhalten der Mehrheit. Herr Barth hat schon auf den Artikel sondern gegen die Stellung des Präsidenten. Die Worte treffen Zeitungen zurüdgewiesen hätten, so daß er seine Zuflucht zu einem des Kammergerichtsrats Karsten hingewiesen. Das jeden, nicht den gegenwärtigen, sondern auch alle zukünftigen Brovinzialblatt hätte nehmen müssen. Ich bedauere in der That, daß war das vernichtendste 1! rteil über Ihre juristische Ve- Präsidenten.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) ( Schluß im Hauptblatt. ein jo hervorragender Mann wie Herr v. Kröcher, der Bräsident gründung, Herr Dr. Svabn. der Hamburgise Stor Socialdemokratischer Wahlverein Achtung! Tischler. Achtung! Junungs- Krankenkaffe der für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. witch, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, in den„ Andreas Feftfäten, Töpfer- n.Ofenſeher- Junung Dienstag, den 2. Dezember, abends 8%, Uhr: Andreasstr. 21: Zwei Versammlungen. Grosse öffentl. Versammlung. 1. Jm Rösliner Sof", Röslinerstr. 8. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Zubeil über: Die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 2. Bei Wernau, Schwedterstraße 23. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Alfred Bernstein über: Kautskys socialistische Lehren." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäfte auch Damen zu beiden Versammlungen willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Dienstag, den 9. Dezember: Ordentliche General- Versammlung. In derselben soll über den Antrag betreffend Erhöhung der Beiträge Beschluß gefaßt werden. Ferner tommt ein Antrag des Genoſſen Philipp fohn betreffend Beschlüsse der Bezirksführer" zur Berhandlung. 29/20 Der Vorstand. Tages Ordnung: ( 3wangsinnung) zu Berlin. Donnerstag, den 18. Dezember, abends 7 Uhr, im Königstadt- Kafino, Holzmartt straße 72: Steg aus?" 2. Disfussion. 1.„ Das Berhalten der Kollegen der Firma A. Schulz, Krautstr. 18/19, und wie fieht der errungene Ordentl. General- Versammlung 188/11 Die Kollegen Pilasky, Knuth und Seifert find hierdurch öffentlich eingeladen. Auch ist der Arbeitsvermittler brieflich eingeladen. Der Einberufer: Alfred Kunisch. Deutscher Metallarbeiter- Verband. tung, Vortrag! Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, d. 2. Dezemb., Fröbels Theater, früher Buhlmann, Schönhauser Alec 148: Referent Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. H. Müller, pralt. Naturheilkundiger, Mittwoch, den 3. Dezember 1902, abends 8 Uhr, im Lokale von Gold, Große Frankfurterstraße 133: Konferenz der Vertrauensleute des Oftens. Mittwoch, den 3. Dezember 1902, abends 8 Uhr, im Lokale von Kumte, Bülowstraße 59: Konferenz der Vertrauensleute von Westen, Schöneberg und Umgegend. Bahlreichen Besuch erwartet 167/15 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Adtung! Genoſfinnen! Genoffen! Adtung! Zablftelle Berlin. Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8% Uhr: 91/20 Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8%, Uhr, im Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Oeffentliche Versammlung. Vertrauensmänner- Versammlungen: Oeffentliche Wedding und Gesundbrunnen: bet Sern Raabe, Ordnung: Kolbergerstraße 23. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen über: 1/20 Gr. Frankfurterstr. 87, spricht über Entstehung, Berhütung und Heilung fog. geheimer Leiden, im weiteren über die Quedfiberkuren u. ihre Folgen ist Quechfilber überhaupt ein Heilmittel? Nur Hrn. hab. Butr., gänzl. frei. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr 4-7. der Delegierten. Lages Ordnung: I. a) Sn getrennter Bersammlung: Ergänzungswahl des Vorstandes von den Arbeitgebern. II. b) In getrennter Bersammlung: Ergänzungswahl des Vorstandes von den Arbeitnehmern. In gemeinschaftlicher Versammlung: 1. Abänderung der§§ 10 Abs. 1-5, 11 251. 3, 46 261. 1, 47 61. 1, 50 Abs. 2 und 60 des Statuts. 2. Bericht des Prüfungsausschusses und Abnahme der Jahresrech nung pro 1901. 3. Wahl des Prüfungsausschusses zur Abnahme der Jahresrechnung pro 1902. 7935 4. Berschiedenes. Delegiertenkarte berechtigt nur zum Eintritt. C. Hoier, Schriftf., R. Rohkohl, Borf., Höchsteftr. 31. Wasserthorstr. 26. Partei- Speditionen: Berlin zweiter Wahlkreis: Hermann Berner, Mittenwalder straße 30, v. part. Dritter Wahlkreis: Gt. Friz, Brinzenstr. 31, Hof rechts part. Vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Gr. Frankfurterstr. 133, Hof part.- SO.: Paul Böhm, Laufizerplat 14/15 ( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden. Wedding und Oranienburger RosenVorstadt: Emil Stolkenburg, Wiesenstr. 41/42. 1. Bericht der Berkstatt- stontrollfommission. 2. Verbands- und Bert- Fünfte Fortfchung über Arbeiterschuk und Arbeiterrecht. thaler Vorstadt, Gesundbrunnen, Reinickendorf( Ost ftatt- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht sämtlicher Bertrauensmänner zu erscheinen. Obmann des Bezirks ist H. Steinhoff, Weddingstr. 4, born III. Um zahlreiche Beteiligung ersuchen Die Vertrauenspersonen. Rosenthaler u. Schönhauser Vorstadt: onsumgenossenschaft Berlin bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Zages- Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollfommission. 2. Verbands- Angelegenheiten. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Osten und Nordosten: bei Mann, Strausbergerstraße 3, abends 7 Uhr. Zages Drdnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Berkstatt- Angelegenheiten. 3. VerbandsAngelegenheiten. 4. Berschiedenes. Südosten: bei C. Behrend, Mantenffelstraße 95. Tages- Ordnung: und Umgegend Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. 1. 39, Willdenow- Strasse 30. Fernsprecher: Amt 11, Nr. 2639. und West), Wilhelmsruh und Schönholz: Hermann Raste, Brunnenstr. 93, Hof part. L. Schönhauser Vorstadt: Rari Mars, Kastanien- Allee 95/96. Charlottenburg: Guftab Scharn. berg, Sejenheimerstr. 1, Ede Goethestraße, born I. DeutschWilmersdorf: B. Nickel, Uhlandstr.108, part. Friedrichsberg- Friedrichsfelde- Wilhelmsb.- Hohenschönhausen: Oswald Grauer, Berlin O., Frankfurter Allee 197. Grünau: Gustav Miers, Köpeniderstr. 21. Rixdorf: Ostermann, Eri ftraße 6.- Schöneberg: Bilh. Bäumler, Martin Lutherstr. 51, Laden. Ober- Schöneweide: Richard Fürl, Edisonstr. 4, vorn 2 Zr. Nieder- Schöneweide: Bonatowsky, Berlinerstr. 8. Johannisthal: Paul Mann, Bismarcftr. 7. Adlershof: Gustav Hike, Hadenbergstr. 8. Köpenick: Friedrich Woid, Grünftr. 29. Friedenau- Steglitz: 5. Bernjee, Kirchstr. 15 Wir ersuchen die geehrten Mitglieder, die Mitgliedsbücher Nr. 1 bis in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, 2322 umgehend in den Verkaufsstellen abzugeben. 128/14 Düppelstr. 8, und Fr. Shellhafe, Ahornstr. 15 a.- BaumschulenFerner bringen wir zur geft. Kenntnis: Um den Mitgliedern weg: Stoď, Ernststr. 2, II.- Neu- Weissensee: Joseph Rein, entgegenzukommen, erfolgt die Auszahlung der Rückvergütung Friedrichstr. 38, Ede Streustraße. Rummelsburg: Forgbert, R. Floraftr. 43. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen Bur geft. Beachtung! 2 1. Werkſtatt- Angelegenheiten. 2. Verbands-Angelegenheiten. 3. Ver- nichts im Comptoir, Verkaufsstellen, und war an nach: Berondern in ehenden zagen: Außerdem ist den schiedenes. Süden: bei Regolt, jest Doberstein, Wafferthorstr. 68. Zages- Ordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Hierzu sind besonders eingeladen: Lundershausen, Prinzenstraße 37. Veth, Adalbertstr. 30. Neumann, Alte Jakobftr. 8. Hering& Simmerlein, Mitgliedsbuch Nr. 1- 200 am 8. Dezember 201-600 9. 601-1200 10. " 糖 " 1201-1800 " 11. " " 12. " 1801-2322 Beuthſtr. 4. Kroll, Boedhſtr. 25. Walter, Bridenstr. 2. Trost, Dresdener Bei der Auszahlung legitimiert die Legitimationskarte. ftraße 81. Wagner, Fürstenstr. 3. Bülow, Grimmstr. 7. Kühn, Hollmannftraße 82. Ulbrich, Ritterstr. 11. Pitsch, Sebaftianftr. 4. Lochmann, Simeonstr. 11. Schwartz, Urbanstr. 67. Süd- Westen und Westen: in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Berschiedenes. Es ist Pflicht der Kollegen jeder Werkstatt, einen Vertrauensmann zu entsenden. Moabit: bet Jocksch, Turmstrake 84. Zages Drdnung: 1. Bericht der Vertrauensmänner. 3. Berschiedenes. 2. Verbands- Angelegenheiten. Modell- und Fabrik- Tischler. Mittwoch, den 3. Dezember, bei Dieke, Ackerstraße Nr. 123: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommiffion. 2. Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Berschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mittwoch, 3. Dezember, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshanje, Engel- Ufer 15( Saal VII): Branchen- Versammlung der Drechsler. Tages- Ordnung: 受 1. Vortrag des Fachschriftstellers und Redakteurs der Deutschen Drechsler- Beitung" Herrn Rud. Stübling über: Die Entwicklung der technischen Hilfsmittel im Drechslergewerbe." 2. Distusfion. 3. Bericht der Kommission. 4. Verbands- Angelegenheiten. Branche der Stellmacher. Für den Aufsichtsrat. C. Mücke. Unfre Berkaufsstellen befinden sich: 1. Swinemünderstr. 44 2. Chorinerstr. 46 3. Buttmannftr. 19 4. Willdenowftr. 30 5. Gartenstr. 3 6. Wiclefftr. 31 7. Ebelingstr. 14 8. Arndtstr. 5 9. Graefeftr. 40 Der Vorstand. Grashold. Tutzauer, H. Rietz. 10. Kreuzbergftr. 36 Tempelhof: 11. Berlinerstr. 76 Schöneberg: 12. Apostel Paulusstr. 27 13. Gothenftr. 1 Weissensee: 14. Friedrichstr. 12 15. Langhansstr. 60. In allen Berkaufsstellen werden Mitglieder aufgenommen. Eintrittsgeld 50 f. Gedächtnis. Ein gutes Gedächtnis ist von unschätzbarem Werte. Ohne Gedächtnis kann es kein Wissen und keinen Fortschritt geben. Nur derjenige, welcher nicht nur umfangreiche Kenntnisse aufgestapelt, sondern sie infolge eines ausgezeichneten Erinnerungsvermögens auch jederzeit zur Hand hat und sie verwerten kann, wird im Leben grosse Erfolge erzielen, sei er nun Staatsmann, Feldherr, Kaufmann, Gelehrter oder irgend einem andren Stande angehörig. Ein gutes Gedächtnis ist die unerlässliche Vorbedingung zum erfolgreichen Bestehen von Prüfungen; denn dort muss das Wissen augenblicklich zur Verfügung stehen. Ein gutes Gedächtnis erspart uns viel Aerger und Aufregung, es verleiht Sicherheit und wirkt dadurch beruhigend auf die Nerven. Die Pflege des Gedächtnisses, ist deshalb in jeder Hinsicht ausserordentlich nutzbringend. Das Gedächtnis kann wie jede andre menschliche Fähigkeit durch sachgemässe Uebungen bedeutend entwickelt und gestärkt werden, gerade so wie es durch verkehrtes Vorgehen verschlechtert werden kann. Und ebenso wenig, wie man durch das Lesen einer Abhandlung über Turnen oder Schiessen ein gewandter Turner oder Schütze werden kann, kann man durch das Lesen einer Abhandlung Donnerstag, den 4. Dezember, abends 8%, Uhr, bei Güntzel, sich ein gutes Gedächtnis aneignen. In beiden Fällen ist die Rosenthalerstr. 57: F Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gemacht. Achtung! Parkettbodenleger. Achtung! Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, im Volkshause Charlottenburg, Rosinenstraße Nr. 3: praktische Anleitung eines erfahrenen Lehrers der kürzeste und sicherste Weg zum Erfolg. Wer sein Gedächtnis verbessern will, mache deshalb einen regelrechten Kurs in der auf der ganzen Welt bekannten und seit Jahren von Tausenden von Schülern jeden Alters und jeden Standes erprobten Poehlmannschen Gedächtnislehre durch. Sie ist keine theoretische Abhandlung, sondern giebt Ihnen praktische Uebungen an die Hand, um Sie von Zerstreutheit zu heilen und Ihre natürlichen Fähigkeiten zu entwickeln. Nahe an zweihundert Tagesblätter und Zeitschriften aller fünf Weltteile haben diese Lehre günstig recensiert und warm empfohlen. Prospekt mit zahlreichen Zeugnissen und Recensionen erhalten Sie Versammlung sämtlicher Vertrauensleute und Kommissions- Mitglieder auf Anfrage gratis von L. Poehlmann, Mozartstr. 9, München Da die Tagesordnung eine sehr wichtige ist, werden die Vertrauensleute erfucht, sämtlich zu erscheinen. Der Obmann: E. Krafft. Arbeitervertreter- Verein. Donnerstag, den 4. Dezember, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die ärztlichen Gutachten in der Social- Gefeßgebung und welchen Einfluß haben die Beisiger denselben gegenüber. 2. Distussion, 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 53/12 3. A.: F. Pieschel, Borsigender, Gartenstr. 55. Sämtliche schriftliche Sendungen find an obige Adresse zu senden. Der Socialist Eine Lebensgeschichte Jesu nach der neuesten Forschung, verbunden mit einer Kritik der von Nazareth. diesbezüglichen ſocialiſtiſchen Barteiſchriften. Bon Ostar Zimmer. 7985 Zu beziehen von D. Zimmer, Berlin, Ruheplatstr. 21. Preis 50 Pf., Porto 5 Pf. C. 79. Teppiche. Möbelstoffe. Portieren. Decken. Bring Miberiit, 5a.- Pankow& summert, afinida Berke dort zu haben. Auch werden Inserate für den ,, Vorwärts" entgegengenommen. Bitte ausschneiden. Antwort. Auf die an uns mündlich und schriftlich so zahl reich gerichteten Anfragen, ob wir noch den so beliebten Paletot " Treffer auf Lager haben, erwidern wir hierdurch allen denjenigen, denen dieses vornehme Kleidungsstück von Käufern des felben empfohlen wurde, daß wir wiederum 1200 Paletots in derselben Qualität unter derselben Marke " Treffer" 99 haben anfertigen laffen. Unser Baletot Treffer ist der Beweis unsrer höchsten Leistungsfähigkeit und das praktischte und modernste Kleidungsstück der Saison. Derselbe ist in dunkelgrauer Marengofarbe ge halten und besteht aus weichem, fein meliertem Oberstoff mit gutem Plaidfutter, ein- und zweireihig mit Sammetkragen, die Nähte zweimal gesteppt, für jede Figur, normal oder anormal passend, in Ber arbeitung II zum Preise von 18,- Mt. 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Dezember, finden in Berlin und der Umgegend Volksversammlungen statt, in denen wir zu dem Vorgehen der Reichstags- Majorität Stellung nehmen und wuchtigen Protest gegen die Wucherbeschlüsse der Mehrheit erheben wollen. Wir bitten die Gewerkschaften, an diesem Tage keine Versammlungen stattfinden zu lassen, und erwarten, daß die Genossen und Genoffinnen für einen Massenbesuch dieser Versammlungen Sorge tragen. Die Vertrauensleute von Berlin und Umgegend. Berliner Partei- Angelegenheiten. Seinder zu ſehen. Und ums Eltern, die wir jest wieder nach WeihRigdorf. Am Mittwoch, den 3. Dezember, abends 81% Uhr, findet bei Hoppe, Berlinerstr. 15, ein Diskussionsabend statt. Um rege Beteiligung seitens der Genoffinnen und Genossen bittet Die Vertrauensperson. Wilmersdorf. Jn Wittes Volfsgarten, Berlinerstraße 40, spricht Mittwochabend 81 Uhr Genosse Mag Grunwald über: Die Zoll vorlage im Barlamentstampfe und im Voltskampfe. Gäste und Frauen haben Zutritt. Lichtenberg. Donnerstagabend 8%, Uhr findet in Höflichs Lokal zum Schwarzen Adler eine Voltsversammlung statt, in der Genoffe Georg Bernhard über die Fortschritte der Strise und die Arbeiter einen Vortrag hält. Lokales. Umgang mit Socialdemokraten. Daß schnell ausgerottet werde, Böllig, ganz, mit Stumpf und Stiel, " Jene Rotte" auf deutscher Erde, Zaß't uns streiten im Kampfgefühl! Alle Verführer holet heraus! Laß't sie in Afrika bauen ihr Haus. Laß't nicht länger Euch verhöhnen Von der Rotte Korah! Hör't! Die läß't sich ja nie versöhnen. Auf! Vernichtung ihr! Auf! schwör't! Reißende Tiere nicht länger sein da In dem Reiche Germania! Eurer Majestät allerunterthänigster, treugehorsamster, ehrfurchtvollster Karl Jacobi, Prinzenstr. 100. Wenn wir das mörderische Unheil vorausgeahnt hätten, das Nur das beste wünschen sie als Lektüre in den Händen unsrer nachtsbüchern für unsre Kinder suchen, wollen fie uneingeschränkteste Gelegenheit geben, felber zu prüfen, was das beste ist. Als das beste erscheint ihnen nicht das teuerste, glänzendste, blendendste, sondern das in erziehlicher und fünstTerischer Hinsicht wertvollste. Sie wissen sich in dieser Reihe von Jahren zielbewußt daran arbeitet, aus der JugendBeziehung eins mit der deutschen Lehrerschaft, die seit einer litteratur jenen feineswegs immer billigen Schund zu verdräng, den der Büchermarkt alljährlich zu Weihnachten für unsre Kinder bereit hält. Die Auswahl der Bücher ist getroffen worden in engstem Anschluß an das Verzeichnis, das die mit der ständigen Prüfung der Jugendschriften betrauten Ausschüsse der deutschen Lehrerschaft zusammengestellt haben. Das eine und das andre Buch, das auf diefer Liste steht, wird vielleicht bei manchem Besucher auf Widerspruch stoßen, aber die Veranstalter der Aus stellung habeat mit Recht geglaubt, sich strengster Herr Jacobi in der deutschen Versschmiedekunst anrichtet, würden wir Unparteiiihkeit befleißigen zu müssen. Auch der Schreiber unsern Feldzug für die Aufhebung des§ 175 des Straf- Gesetzbuchs dieser Zeilen ist nicht mit allem einverstanden, was er auf der Aus- nicht eingeleitet haben. stellung gesehen hat, doch wird mit Vorbedacht auf eine kritische Der Hauptmann O'Danne. Seinem Vormund entwichen ist Eine faubere Breßmeute ist jest am Wert, nicht allein den Würdigung einzelner Bücher perzichtet. Es entspricht durchaus dem vorgestern vormittag der ehemalige Erzieher des Kaisers, frühere Namen des Vorwärts" und feiner Redakteure, sondern unire ganze Wesen dieser Ausstellung, wenn wir jeden selber prüfen lassen. Im Hauptmann Sidney O'Danne. Er ist einer von den Männern, Partei zu verunglimpfen. Die in der Luft schwebende Behauptung, übrigen sind wir überzeugt: wer prüfen will wird noch genug über die sich die Kriminalisten und Psychiater nicht einig werden. daß der Tod des reichsten Mannes in Deutschland durch die Ver- des Guten finden, woran er seine herzliche Freude haben während jene ihn für einen abgefeimten, überaus schlauen Veröffentlichung ist unserm Blatte verursacht sei, muß bei einem Un- tann. Ausgeschlossen hat man, wie im vorigen Jahre, nur brecher halten, behaupten diese, daß er geisteskrank und unzu befangenen die Meinung aufkommen lassen, als ob auf bürgerlicher diejenigen Bücher, die über 4 Mark tosten. Das war nötig, rechnungsfähig sei. So war feit Jahren im In- und Auslande der Seite alles eitel Sanftmut wäre und man uns stets mit Glacé weil die Ausstellung nicht bloß bloß zeigen soll, was an Aufenthalt des ehemaligen Hauptmanns abwechselnd das Gefängnis handschuhen berührt hätte. Daß das Bild sich in Wirklichkeit um- guter Jugendlektüre vorhanden ist, fondern vor allem und das Irrenhaus. Zuletzt beschäftigte Sidney O'Danne vou gekehrt ausnimmt, ist bekannt und wird selbst in ruhigen Zeiten bazu anregen will, gute Bücher auch zu kaufen. anderthalb Jahren das hiesige Landgericht I. Unter falschem tagtäglich durch hundert Beispiele erhärtet. Es sei heute nicht die Die Veranstalter der Ausstellung wünschen, daß diese aus allen Namen hatte er damals in der Flemmingstraße eine Buchhandlung Rede von den schamlosen Verleumdungen, mit denen die reaktionäre Schichten der Bevölkerung besucht werde, aber sie wissen im voraus, aufgemacht, Angestellte um Bürgschaften geprellt und andre Breßmeute die Socialdemokratie und ihre Führer verunglimpft, und daß ihr Unternehmen in erster Linie bei der Arbeiter Schwindeleien verübt. Das Ergebnis der Untersuchungen war, daß ebenso wollen wir die volksfeindlichen Unternehmer außer bevölkerung Beachtung finden wird; darum durften sie den Sidney O'Danne als unheilbar und gemeingefährlich geistestrank Betracht laffen, welche im Geschäftsinteresse die albernen Märchen Besuchern mur bieten, was sich allenfalls noch innerhalb der Grenzen nach der Jrrenanstalt Herzberge gebracht wurde. Ein hiesiger der Preßkulis unter den ihrer Ausbeutung überantworteten der Kauftraft dieser Bevölkerungsschicht hält. Ingenieur wurde ihm zum Vormunde bestellt. Jn Herzberge hatte Arbeitern weiter verbreiten. Wir wollen einmal derjenigen Die Prüfung der Bücher wird dem Besucher in jeder man einen schweren Stand mit ihm. Der Kranke war unbotmäßig Stüßen der heutigen Drdmung gedenken, die als fundamentum nur denkbaren Weise erleichtert. Das Gewerkschaftshaus hat für und wiegelte auch andre Infassen der Anstalt auf, wo er nur Geregnorum gelten, der Vertreter der deutschen Justiz. Deutschen die Ausstellung, die bis Sonnabend, den 6. Dezember, täglich von legenheit dazu fand. Vor acht Monaten gelang es ihm, zu entRichtern ist es im Wirken gegen die klassenbewußte Arbeiterschaft 10 bis 10 geöffnet ist, einen geräumigeren Saal( Nr. III) als im vorigen weichen. Er ging nach Hamburg, lebte dort wieder unter einem gelungen, diese und ihre Wortführer in Versammlung und Presse Jahre hergegeben. Der Zutritt ist, wie sich von selbst versteht, falschen Namen und wußte sich durch allerhand Vorspiegelungen einer ganzen Reihe von Vergehen gegen Gesezesparagraphen unentgeltlich. Verkauft wird auf der Ausstellung nichts; es bedeutende Darlehen zu verschaffen, von denen er feinen foftschuldig zu finden, die der Gesetzgeber sein Lebtag nicht auf soll eben nur Gelegenheit geboten werden, die Bücher eingehend zu spieligen Lebensunterhalt bestritt. Nach einem halben Jahre fühlte politische llebelthaten" angewendet wissen wollte. besichtigen, eventuell fogar von vorn bis hinten durchzulesen, was er sich so sicher, daß er auch wieder nach Berlin fam. Hier wurde Zunächst der Unfugsparagraph, den der Gesetzgeber ge- ja beim Buchhändler nicht möglich ist. Ein gedrucktes Verzeichnis. er aber bald erkannt und wieder festgenommen. Seit zwei Moschaffen hat, um randalierenden dummen Jungen einen Denkzettel das überall die nebenbei bemerkt bis zu 10 Pf. herabgehenden Preise naten wieder in Herzberge, gab er von neuem oft zu Klagen und Bezu geben. Socialdemokraten sind auf Grund dieser Gesetzesbestimmung der Bücher angiebt, wird unentgeltlich verteilt. Auch für Führung schwerden Anlaß. Das führte schließlich dahin, daß er in die Privathinter Schloß und Riegel gebracht worden, weil sie mit durch die Ausstellung ist gesorgt. Reben unserm Genossen 3rrenanstalt Bremlingen bei Hamburg gebracht werden sollte. Am geteilt haben, daß ein Unternehmer mit der Arbeiterschaft Dr. Arons, dessen unermüdlichem Eifer das Zustandekommen auch der Sonnabendvormittag holte ihn nun der Vormund von Herzberge auf dem Kriegsfuß stehe, daß ein Versammlungslokal diesjährigen Ausstellung zu danken ist, find Mitglieder des Vereins ab, um ihn nach der Privatanstalt überzuführen. Auf dem Wege für Arbeiterversammlungen gesperrt fei, sowie wegen der Aufnach dem Lehrter Bahnhofe quälte ihn Sidney O'Danne, ihm zu ers forderung, im Stampfe gegen feindliche Saalinhaber pflichtgemäß zu lauben, daß er auf einen Augenblick bei einem Theaterdirektor in handeln. Sie find des groben Unfugs fchuldig befunden worden, der Großen Frankfurterstraße vorspreche, mit dem er etwas weil sie Kalender berbreitet hatten und das erkennende Gericht anWichtiges zu verhandeln habe. Um ihn zu beruhigen, ging der nahm, daß dadurch die Leser dieser Druckschriften den socialistischen Vormund auf seine Bitten ein. Er glaubte seiner ganz sicher zu Irrlehren zugänglich gemacht seien. Sie sind ferner wegen Ber- Mit der Jugendschriften- Ausstellung ist diesmal eine Ausstellung sein, wenn er vor der Hausthüre warte. Aber er wartete lange gehens gegen den Unfugsparagraphen ins Gefängnis gebracht wertvoller Se in st ler Steinzeichnungen verbunden worden, umsonst, und als er dann das Haus nach seinem Schübling abfuchte, worden, weil sie Kränze mit roten Schleifen getragen, weil sie ein die wir gleichfalls der Beachtung der Leser des Vorwärts" empfehlen. war dieser durch einen Ausgang nach der Koppenstraße längst ver Hoch auf ihre Partei ausgebracht, weil sie die Arbeiter- Marseillaise Sie wird hoffentlich bei manchem Besucher die Ansicht über die An- schwunden. Der Vormund benachrichtigte nun die Revier- und gefungen, weil sie eine Eingabe an die Behörde mit roter Tinte forderungen, die man an einen guten Wandschmuckstellen muß, Kriminalpolizei, aber alles Suchen blieb erfolglos. Im Laufe des geschrieben haben, und wegen hundert andrer Dinge, die nach dem gründlich ändern. Nachmittags erhielt er eine Bostkarte nach Berlin mit folgenden Gedankengange des Gesetzgebers mit grobem Unfug nicht Worten: Geehrter Herr! Entschuldigen Sie, daß ich auf diese so das geringste gemein haben, die der deutsche Richter aber Unter aufsehenerregenden Umständen verstorben ist die kleine einfache Weise den gordischen Knoten gelöst habe. Sie ersparen durch Benutzung des§ 361 zur Strafthat zu machen wußte. Tochter der Witwe Röder, Brandenburgstr. 16. Das Kind fich dadurch die Reise nach Bremlingen, und ich brauche nicht ins Doch eine richterliche Berurteilung dieser Art, die einen ehrenhaften, lagte Mitte der vorvorigen Woche, daß es in der Gefangstunde von Irrenhaus. Achtungsvoll Sidney O'Danne." ordentlichen Menschen immerhin auf das tiefste tränken tann, ist verdem Lehrer mit dem Geigenbogen auf die Schulter Der 64 Jahre alte Hauptmann ist bereits am Montag wieder hältnismäßig harmlos, wenn man ihr die bekannten Erpreffungsprozeffe gegenüberhält, in denen brave Arbeiter zu geschlagen worden sei. Die Mutter machte mehrere Tage hin- in Hamburg festgenommen worden. Der Unglückliche foll von neuem schweren Gefängnisstrafen verurteilt werden, etwa weil sie unter durch fühlende Umschläge. Als am Dienstag voriger Woche fich auf in einer Frrenanstalt untergebracht werden. nehmern mitgeteilt haben, daß eine Sperre über ihr Geschäft ver- weiter am Schulunterricht teilgenommen hatte, zu Hause behalten. Diner ist der Vorstand des Berliner Tierschuh- Vereins, zu beſſen der Schulter ein roter Fleck zeigte, wurde das Kind, das bis dahin Beim Wort genommen. Zu einem folennen PferdefleischHängt werde, wenn sie eine verlangte Lohnerhöhung nicht bewilligen Die Umschläge wurden fortgesetzt, aber die Schmerzen ließen nicht zeiter ein Regierungsrat gehört, mittels eingeschriebenen Briefes würden. In solchem Verlangen nach einer Lohnerhöhung, so deduzierten deutsche Richter, sei die Absicht zur Erreichung eines nach. Am Donnerstag wurde ein Arzt zu Rate gezogen, der nach am Sonntag eingeladen worden. Das Essen soll in vierzehn Tagen rechtswidrigen Vermögensvorteils zu erkennen und so sei der Gewert vorgenommener Untersuchung warme Umschläge sowie eine Arznei in einem noch näher zu bestimmenden Restaurant abgehalten schaftsführer der Erpressung schuldig. Die vielen Parteigenoffen, verordnete und folgendes Attest ausstellte: die auf solche Weise wegen gemeinen Bergehens verurteilt worden sind, haben allerdings die Genugthuung, daß das Vertrauen von ihresgleichen ihnen bor wie nach erhalten bleibt, aber der bürgerlichen Welt sind diese Ehrenmänner immerhin mit einem Matel behaftet. Bahlreiche andre Handlungen von Vertretern der deutschen Justiz ließen sich noch herzählen, welche die Wirkung haben mochten, die Anhänger der Socialdemokratie in der öffentlichen Meinung herabzufezen. Wir wollen auf die Ausbreitung weiteren Materials verzichten und nur noch die Erinnerung an eine richterliche That auffrischen, durch welche ein Socialdemokrat, den das Vertrauen des deutschen Volkes mit dem Ehrenamte eines Reichstags- P. S. Das Kind wird die Schule 10 Tage lang nicht be- war und sich seit kurzem ohne Wohnung in Berlin aufhielt. Gestern morgen um 7 Uhr fand ihn ein Waggonreiniger auf dem Erabgeordneten bedacht hat, in seiner Eigenschaft als Redakteur des fuchen können. weiterungsbau des Stettiner Bahnhofes in einem Wagen als Leiche Borwärts" wegen Unzuchtsbergehens verurteilt Dieses Attest übergab die Mutter dem Reftor. Der Arzt wurde auf. Der Mann hatte sich in knieender Stellung an der Thürklinke wurde. Unser Parteigenosse tunert hatte als Verantwortlicher der bürgerlichen Gesellschaft einen Spiegel ihrer Schamlosigkeit vor- in den nächsten Tagen noch einmal um Rat gefragt, und die Be- erhängt. Da der Körper noch nicht erfaltet war, fso machte ein Arzt gehalten, indem er aus einem hiesigen Blatt ein Injerat ab- handlung wurde fortgesetzt, aber trotz sorgfältigster Pflege starb das der Unfallstation in der Eichendorffstraße noch WiederbelebungsKind am Sonntagabend unter den Händen des Arztes. Am versuche, jedoch ohne Erfolg. brudte, in welchem ein Gerichtsaffeffor zu unfittlichen Zweden Montag hat die Polizei die Leiche beschlagnahmt. ein Zimmer fuchte. In dem Artikel, der fich mit Aufgedeckte Warenhaus- Diebstähle. Die Rigdorfer KriminalDer Lehrer erklärt, er habe das Kind berührt, doch nicht gepolizei ist großen Diebstählen, welche seit Jahren im Warenhause diefer Schamlosigkeit befaßte, war in aller Deutlichkeit der Entrüftung Ausdrud gegeben. Vor Gericht wies Kunert darauf hin, die Obduktion der Leiche werden hoffentlich Aufklärung über die durch einen Zufall auf die Spur gekommen. Die Ehefrau des gutBor Gericht wies Sunert darauf hin, schlagen". Die polizeilicherseits eingeleiteten Ermittelungen und Ties von dort angestellten Verkäuferinnen vorgenommen wurden, daß der Vorwärts" seiner Tendenz gemäß Annoncen über Gunumiartitel, pikante Bücher, Heiratsanzeigen usiv. grundsäglich nicht auf- Todesursache schaffen. " bor " der Frauen und Mädchen der arbeitenden Klasse" anwesend, um Auskunft zu erteilen. Außerdem werden, wie wir hören, jeden Abend von 6-10 Gemeindeschullehrer, die sich seit langem der Jugendschriften Sache widmen, zugegen sein, um auf Wunsch den Besuchern ihren fachmännischen Rat zu leihen. Berlin S. 42, 27. November 1902. Am heutigen Tage habe ich die Schülerin Martha Röder, Brandenburgstr. 16, untersucht und gefunden, daß sie auf dem rechten Schulterblatt eine Quetschung, wahrscheinlich durch einen Schlag, erlitten hat. Durch diesen Schlag ist eine Gewebszerreißung entstanden und hat sich ein gewaltiger Bluterguß auf das Schulter blatt ergossen. Das Mädchen ist ein sehr bleichfüchtiges Kind mit Neigung zu Blutungen und darf unter feinen Umständen körperlich gezüchtigt werden. Dr. Johansen, Brandenburgstr. 7. nimmt und dadurch allein schon demonstriert, daß er die Unzucht wahrlich nicht fördern will. Doch das half alles nichts. Das Der reine Mord. Wer bisher noch nicht glauben wollte, daß Berliner Gericht fand unfren Parteigenoffen, der die Unzucht be- wir in der Kruppschen Angelegenheit viel Schlimmes angerichtet kämpft hatte, des Unzuchtsbergehens schuldig und haben, der möge jetzt begreifen lernen, daß schwere Schuld auf verurteilte ihn zu 30 Mart Geldstrafe! unfrem Haupte lastet. In der" Morgenpost" vom Sonnabend ist folgendes Inserat zu lesen: Das find so ein paar Proben aus deutschen Gerichtsjälen. Daran ermesse man, wie die Gegner uns erst behandeln, die nicht die Pflicht der Objektivität und Unbefangenheit üben müssen. Und bei solcher Art des Stampfes follten wir fanftmütig bleiben, sollten wir nicht, wo es angebracht ist, rechts und links Hiebe aus: teilen? Elende Kerle wären wir, wenn wirs nicht thäten! Weihnachtsbücher für unfre Kinder. Die Ausstellung von Jugendschriften, die die Verwaltung des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, für dieses Jahr veranstaltet, ist am Montag durch Dr. Leo Arons eröffnet worden. Der im vorigen Jahre unternomunene erste Versuch einer solchen Ausstellung hat durch sein glückliches Gelingen zu einer Wiederholung ermutigt. Man darf hoffen, daß auch diesmal der Erfolg nicht ausbleiben wird. Die Grundsäße, von denen sich die Veranstalter der Jugendschriften- Ausstellungen leiten lassen, sind dieselben geblieben. Abschrift des Telegramms an kaiserlich- tönigliche Majestät! Tief ergriffen von Eurer Majestät Essener Rede, und tief griffen, zug an das deutsche Bolt mich wendend, schreibe ich: Bachet auf! So ruf' ich heute Allen deutschen Männern zu: Werdet nicht des Schlafes Beute! Gönnet nich länger Euch träum'rische Nuh!! Denn es naht ein Ungeheur Euch mit infernalem Feur. Gebet auf leichtsinniges Schlafen! Rüttelt eure Seelen auf! Gleichet nicht länger den dummen Schafen, Die ins Feur ja laufen zuhauf! Rüttelt auf das träge Gehirn! Schwarzes Getvölt steht an dem Firn. " werden. Veranlassung zu dieser etwas sonderbaren Einladung gab ein Flugblatt des genannten Vereins, in welchem die Vorzüge des Roßfleisches als menschliche Nahrung hervorgehoben wurden. Auf Veranlassung von Berliner Schlächtermeistern, die sich durch das Flugblatt geschädigt fühlen, werden die Vorstandsmitglieder nun eingeladen, um, wie es in dem Briefe heißt: durch die That zu beweisen, daß sie auch felbst das für ein gutes Essen ansehen, was sie andren als solches empfehlen". In einem Eisenbahn- Wagen erhängt hat sich ein 32 Jahre alter Apotheker May St., der seit längerer Zeit ohne Beschäftigung fituierten Kaufmanns G., in der Friedelstraße zu Rigdorf wohnhaft, war beschuldigt worden, einer Nachbarin Brennmaterialien entwendet zu haben. Die Kriminalpolizei war gezwungen, eine Hausfuchung vorzunehmen, anläßlich welcher man im Keller der G. auf ein ganzes Warenlager Reiseförbe und Koffer, angefüllt mit Nickelfachen, Lurusartikeln usw., stieß. Die sofort eingeleitete Unterfuchung ergab, daß die Frau G. mit einer Verkäuferin des Tiekschen Warenhauses in Berbindung stand, welche ihr gelegentlich die Sachen zusteckte. In der Wohnung dieser Verkäuferin, welche eine Verertrauensstellung bei Tieb einnahm, fand man auch noch verschiedene Wertsachen. Auch ergab sich, daß noch fünf andre Verkäuferinnen mit den Diebstählen in Verbindung stehen. Sie wurden alle verDie gehaftet und dem Rigdorfer, Amtsgefängnis zugeführt. stohlenen Waren haben einen Wert von etwa 1000 m. Abermals eine verkrachte Krankenkasse. Der Polizeipräsident teilt mit, daß die Sanitas", Baterländische Kranken- und Sterbefasse zu Berlin, Eingeschriebene Silfstasse Nr. 140., SW. 12, CharTottenstraße 97, welcher durch Erlazz des Herrn Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg vom 28. Juli dieses Jahres zwangsweise eine Gesamterhöhung der Beiträge im chica 75 Proz. ihres Betrages auferlegt worden war, sich durch Beschluß der außerordents lichen Generalversammlung vom 27. November dieses Jahres, da ein Weiterbestehen der Kaffe unmöglich erschien, aufgelöst hat Gerichts- Zeitung. Mit der Abwidlung der Kaffengeschäfte sind von der General- Charlottenburg. Die hiesige Drtstaffe hielt dieser Tage ihre nierenden Künstlerin" und begann wie folgt: ,, Schon folgt bersammlung die Herren Frik Neumeister, Schivedenstr. 18c, und Generalversammlung ab. Bei der von den Arbeitgebern vor dem ersten der zweite Brief- mit einer Erklärung der Lage August Rudolph, Koloniestr. 129 hierselbst wohnhaft, beauftragt genommenen Vorstandswahl wurde der von den vereinigten ist auch seine Orthographie etwas schief so thut dies ja nicht viel worden. Alle Anfragen, Unterstüßungsgesuche und Beschwerden Innungen aufgestellte Kandidat Herr Sabor mit 52 Stimmen bei der Frage." Die Adressatin wird dann ob ihrer Bühnenleistungen sind an die genannten Liquidatoren, deren Geschäftsraum fich vor- gewählt; 21 Stimmen erhielt der von den selbständigen Handwerks- verspottet und auch allerlei Andeutungen über ihr Vor- und Familienläufig im alten Kassenlokale, Berlin SW. 12, Charlottenstr. 97, be- meistern aufgestellte Herr Prill. findet, und nicht an das Polizeipräsidium zu richten. In der Vorstandswahl der leben gemacht, die unzutreffend waren und die Adressatin schwer beArbeitnehmer wurden die Herren Spörer und Stahlberg leidigen mußten. Schließlich wurde in Aussicht gestellt, daß ihre Unbekannt gestorben. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am einstimmig wiedergewählt. In der Generalversammlung fand ferner Briefe am Stammtisch bei Siechen vorgelesen werden sollten. 27. v. M. abends 10 Uhr, wurde in der Winterfeldtstraße ein eine Resolution Stallers Annahme, die besagt, daß die Kasse mit Wegen des Notaramtes, welches Justizrat. bekleidet, erhob der sinnlos betrunkener unbekannter Mann aufgefunden, welcher am der beantragten Erhöhung des Aerztehonorars einverstanden ist, sich Staatsanwalt auf dessen Antrag öffentliche Anklage. Vor Eintritt 26. v. M. in der Charité verstorben ist. Derselbe ist 50 bis 55 Jahre schloß, daß das Honorar pro Mitglied und Jahr vom 1. Januar geklagten den Versuch, die Sache durch Zurücknahme des Strafantrags jedoch nicht auf Jahre hinaus binden will. Die Versammlung be- in die Verhandlung machte Rechtsanwalt Morris namens des Analt, 1,68 Meter groß, hat rötlich graumeliertes Kopfhaar, graue 1903 ab von 3 Mark 40 Pf. auf 3 Mart 60 Pf. erhöht werden soll. feitens der Nebenkläger aus der Welt zu bringen. Augen, etwas nach unten gebogene Rase, graumelierten Schnurrbart, Der fünftigen Generalversammlung wird empfohlen, das Honorar fcheiterte aber, da Frau Justizrat H. erklärte, zu schwer beleidigt und Der Versuch unvollständige Zähne, träftige Gestalt, hat starten Haarwuchs von 1904 ab auf 3 Mart 80 Pf. festzusetzen. Eine weitere Resolution, in ihrer weiblichen Ehre angegriffen zu fein. und an der Nasenwurzel eine linsengroße Warze, trug wollene welche dem Vorstand empfiehlt, Verträge mit Apothefern nur Morris erklärte, daß der Angeklagte einsehe, von seinem TempeRechtsanwalt Jacke, Ueberzieher, Müße, Leibriemen und Schaftstiefel. Mitteilung durch Vermittelung der Centralkommission abzuschließen, fand eben- rament fortgeriffen zu sein, daß er bereit sei, eine bedauernde Erüber die Person des Verstorbenen werden zu J.-Nr. 8252 IV/ 27. 02 im gimmer 329 des kgl. Polizeipräsidiums, sowie in jedem falls Annahme. flärung abzugeben und insbesondere die Andeutungen über das VorPolizei- Revier entgegengenommen. Friedenau. Unfre Gemeindevertretung beschäftigte andern Seite wurde aber auf gerichtliche Verhandlung gedrungen. Teben der Nebenflägerin als irrtümlich zurücknehmen wolle. Auf der Ein Gerüstunfall trug sich gestern morgen im Centralhotel zu. des Majors Rönneberg erledigten Stelle des Amts- und Ge- daß er über die ganze Art und Weise der Zurücksendung der Billets sich in geheimer Sigung mit der Neubesetzung der durch den Rücktritt Der Angeklagte machte alsdann zu seiner Entschuldigung geltend, Hier werden jetzt Flure und Fremdenzimmer ausgebessert. Auf den Fluren stehen zwar meterhohe Gerüste, auf denen Buber und Maler meindevorstehers. Es wurde beſchloſſen, die Stelle öffentlich aufs höchste erregt gewesen sei und die Nebenklägerin, die seiner Zeit an den Decken arbeiten. Eines dieser Gerüste brach gestern morgen 1500 M. auf 6000 M. pro Jahr, steigend von drei zu drei Jahren mehr gereizt habe, daß sie sich über seine Frau auszuschreiben, und das Gehalt neben einer Mietsentschädigung von mit einer Gage von 150 M. engagiert gewesen sei, ihn dadurch noch furz nach Beginn der Arbeit mit vier Mann zusammen. Während eine anerkannt erste drei der Verunglückten mit ungefährlichen Hautabschürfungen davon werbungen sind bis zum 24. Dezember an den Gemeindevorstand hielt die Beleidigungen für so schwere, daß er 2 Monate Geum je 500 W. bis zum Höchstbetrage von 7500 M. festzusetzen. Be- Künstlerin so wegwerfend geäußert habe. Der Staatsanwalt famen, geriet der 47 Jahre Maurer Franz Knaal aus der Friedrichsfelderstr. 13 mit einem Beine so unglücklich unter die zu richten. fängnis beantragte. Rechtsanwalt Dr. Berthauer als Verherabstürzenden Bohlen, daß er sich einen Unterschenkelbruch zuzog. treter der Nebenfläger hielt auch eine Freiheitsstrafe für geboten, Der Verunglückte, dessen Familie auf dem Lande wohnt, wurde nach da die Beleidigungen doch sehr traß seien und man ja wisse, welches der nächsten Unfallstation und von dort nach der Charité gebracht. Unheil durch ein derartiges, fast unbegreifliches Vorgehen angerichtet Das Metropol- Theater hat mit einem Pariser Schwant den Briefwechsel hat Anlaß zu einer Anklage gegen den praktischen Arzt liche Milderungsgründe für den Angeklagten geltend. Dieser gebe Kindereien. Ein unter gebildeten Leuten etwas ungewöhnlicher werden könne. Rechtsanwalt Morris machte dagegen wesentVogel abgeschossen. Nicht daß in den 3wölf Frauen des Dr. Georg Mer z ba ch gegeben, der sich gestern wegen Beleidigung jetzt zu, unrecht gehandelt zu haben, doch liege der ganze Fall doch Japhet" ein dramatisches Ereignis die Welt erschütterte. Aber des Justizrats und Notars Hermanowski und dessen Ehefrau vor der nicht so, daß der Gerichtshof auf Gefängnis erkennen müſſe. Der in diesem Theater, dessen Glück und Unglück es ist, daß der Zu- vierten Straffammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. Die Gerichtshof hielt den Angeklagten der Beleidigung in zwei Fällen für schauerraum vielfach beachtenswerter gefunden wird, als die Vorgänge auf der Bühne, in diesem Theater hat es schon was zu be- Gattin des Herrn Dr. Merzbach ist die bekannte Schauspielerin Meta schuldig und die Beleidigungen für so schwere, daß man es kaum verdeuten, wenn ein Stück außer der Ausstattung noch so etwas wie findet; die Gattin des Justizrats Hermanowski war vor ihrer im laffen fonnte. Nur weil dem Angeklagten feine plöbliche Erregung Iling, die zur Zeit auf einer Gastspielreise in Amerika fich be- stehen könne, wie ein gebildeter Mann sich zu dergleichen hinreißen Handlung bringt. Japhet ist ein ins Mormonenland verschlagener vorigen Jahre stattgefundenen Verheiratung Schauspielerin und trat zu gute gehalten wurde, habe der Gerichtshof von einer FreiheitsPariser. Die Anstrengungen. die das Regiment über seine zwölf u. a. unter ihrem Mädchennamen Olga Terpiz im hiesigen Residenz- strafe Abstand genommen und auf Geldstrafe erkannt. Dieſe ſei aber Frauen ihm bereitet, mildert er, indem er sich alljährlich zwei Mo- Theater auf. Der Angeklagte hatte seiner Zeit zu einer Künstler- für das Poëm auf das höchste zulässige Maß festgesezt und im ganzen nate in Paris aufhält. Diesmal aber reist seine noch zum Glück Vorstellung in der Philharmonie, bei welcher seine Gattin mitwirkte, auf 1000 M. Geldstrafe event!. 100 Tage Gefängnis erkannt finderlose Familie ihm heimlich nach, was um so unangenehmer ist, zwei Eintrittskarten an dem ihm persönlich bekannten Justizrat H., worden. als ein reicher Onkel von Polizeikommissär ihm mit Enterbung ge- bon dessen Verheiratung er nichts wußte, gesandt. Da Bezahlung der droht hat, wenn er auch nur ein einziges Mal zum Standesamt gehe. Billets nicht erfolgte, ersuchte der Angeklagte brieflich um ihre RückDisciplinarische Bestrafung eines Polizeisergeanten. Die Doch der Knoten wird glücklich gelöst. Um sich die Erbschaft zu gabe. Darauf schrieb die Frau Justizrätin an den Angeklagten einen Stadtverordneten- Versammlung bon Cammin hatte es ab fichern, bringt Japhet nach telegraphisch vollzogener Scheidung mit Brief, der ungewöhnlich scharf flang. Es stand nämlich ungefähr gelehnt, dem städtischen Bolizeifergeanten Hartmann einige im Hilfe eines Pariser Heiratsvermittlers innerhalb zehn Minuten folgendes darin: Es ist uns nicht möglich, die Billets Ihnen zurückDienste einer andern Stadt zugebrachte Jahre auf das seine sämtlichen besseren Hälften anderweitig an den Mann. An Hartmann machte darauf selber eine zusenden, da wir sie sofort nach Empfang zu den übrigen wertlosen Dienstalter anzurechnen. dem Drum und Dran dieser auf drei Akte verteilten Handlung sind Papieren gethan haben. Wir halten es auch für zwecklos, uns fünftig Eingabe an die Stadtverordneten und führte darin unter anderm namentlich im zweiten Atte die Vorgänge auf einem Polizeibureau mit Ihren Billets zu beehren, da wir nur erstklassige Theater besuchen aus, der Stadtverordnete Günter habe bei der ersten Verhandlung sehr stark der Wirklichkeit abgelauscht. Herr Bender als Schutz- und an Dilettanten- Vorstellungen teine Freude haben." Darauf seiner Sache solche Unwahrheiten" behauptet, daß mannsprobist, der seinen Befähigungsnachweis liefert, indem er fandte der Angeklagte an den Justizrat Herllanowski einen Wunder wäre, daß die Stadtverordneten- Bersammlung damals den innerhalb acht Tagen fünfzehn polizeiliche Mißgriffe begeht, zeigte Brief, und versicherte ihn darin, daß über den in dem entsprechenden Magistratsantrag abgelehnt habe. Die Stadtverordneten sich als Komifer erster Güte. Thomas als Heiratsvermittler, Josephi als fangesfroher Held des Stückes thaten ebenfalls, was sie Stomödiantenneid empfangenen Briefe zum Ausdruck gekommenen fleinlichen bewilligten jetzt die Anrechnung der auswärtigen Dienstzeit, be cine Frau Dr. Merzbach Jlling antragten aber zugleich beim Bürgermeister eine Disciplinarſtrafe fonnten, und da auch das Ballett, wenigstens im ersten Aft, hübsch habe lachen können; dagegen sei es von dem Adressaten feig und ers für Günter. Der Bürgermeister fegte darauf eine solche einsekte, so wäre ein voller Erfolg erzielt worden, wenn die Damen bärmlich, daß er die Absendung eines solchen Briefes zugelassen habe." von sechs Mark fest. Herr Hartmann beschwerte sich verin dem Stück etwas besser bedacht worden wären. Nur Frau Junker- Die Frau Justizrat blieb hierauf die Antwort nicht schuldig. Es er- geblich beim Regierungspräsidenten und das Ober- Verwaltungs Schatz als älteste der zwölf Frauen trat drollig im Spiel hervor. folgte ein Schreiben, welches wie das erste in einem Restaurant gericht wies seine Klage ebenfalls ab, indem es ausführte: Wenn Die Lieblingsfrau des Japhet, eine Pariserin mit sehr viel Ber- und zwar diesmal im Staiserfeller, abgefaßt war und dem Angeklagten Hartmann in der Eingabe an die städtischen Behörden ein Mitglied gangenheit, wurde von einer wenig hervorragenden Dame gespielt per Rohrpost zugestellt wurde. Es heißt darin u. a.:„ Nicht die der Stadtverordneten- Versammlung in bestimmter Weise wiederholt und der flotten Soubrette Frid- Frid war seltsamer Weise eine Art Anciennetät macht die Künstlerin aus. Ich war allerdings nur drei der Unwahrheit bezichtigte, dann sei das ein so ungehöriges Bes Statiſtenrolle zugeteilt worden. Felig Holländer hat zu dem Stück Jahre am Theater, zuletzt in dominierender Stellung an einem erst nehmen, daß es disciplinarische Ahndung verdiene und eine eine angenehme, einschmeichelnde Musik geschrieben. flassigen Theater. Mein Gatte würde mir allerdings nicht erlauben, Drdnungsstrafe von 6 Mart mir für angemessen erachtet werden weiter dem Theater anzugehören. Ihre Frau kenne ich nicht als fönne. Schauspielerin, da ich nur erstklassige Theater besuche." Der über diesen Brief sehr erregte Angeklagte setzte sich hin und gab seine AntWilmersdorf. In Gewerbegerichts- Angelegenheiten erteilt wort in Versen, in welchen er die Frau Justizrätin verhöhnte und sie Stuccateur Otto Gladigow, Wilhelmsaue 100, Auskunft. lächerlich machte. Das Poëm trug die Ueberschrift:„ Der domiAus den Nachbarorten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 2. Dezember. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Romeo und Julie. Schauspielhaus. Im bunten Rod. Deutsches. Monna Vanna. Berliner. Der Kreuzwegstürmer. Leffing. Jad. Central. Madame Sherry. Neues. Der Gemeine. nur Carl Weiss- Theater Urania. Residenz Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nur noch 5 Aufführungen! Ilse Römer. Romantisches Schauspiel in 3 ten ( 6 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend: Benefiz für Frl. Roger. Ilse Nömer. Sonnabendnachmittag: Romeo und Julia. Sonntagabend, zum 2. Male: Witwe Dalila. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Bum 496. Mal: Taubenstrasse 48/49. 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Dezember cr., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Friedens gemeinde, Nieder- Schönhausen, statt. Das Komitee. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Steindruder Adolf Franke am Sonnabend, den 29. v. Mts., [ 58692 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen der Firma Martin Schlesinger, Fennstr. 49. Allen Verwandten, Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Lina Grau, geb. Hartwig, am Sonnabend verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstagnachmittag 3 Uhr, bon der Leichenhalle des Friedshofs in Treptow aus statt. [ 58702 Carl Gran nebst Söhnen. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser Schwager, der Restaurateur 58402 Rudolf Bergenroth am 30. Nov. fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. 6. M., nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Vinetaplat 4, nach dem Elisabeth- Friedhof, Prinzen- Allee, aus statt. Wwe. Bergenroth geb. Döring. Danksagung. 4 Allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesang Berein " Sängerfranz" und dem Bersonal der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" fagen wir für die herzliche Teilnahme und reichen Kranzipenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unfres lieben Vaters, Großvaters und Schwiegervaters, des Schriftsetzers Otto Schulz unfren herzlichen Dank. Hedwig Schulz geb. Gefch nebst Kindern. 7895 Danksagung. Für die überaus rege Teilnahme und die kostbaren Kranzspenden bei der Beiseßung meiner mir unvergeßlichen Frau Klara geb. Schirrmeister fage hierdurch allen Beteiligten meinen herzlichen Dank. 8036 Reinhold Lange. Neueste wahre billige Preise per Nachnahme. Wirkl. Salzfetth. Faß M 6. 500 St. 7 u. 8 Mt. 250 St. u. 4 M. 3 Faß große M( zu empfehl.) 400 St. 9 u. 10 Mt. 200 St. 4%, u. 5 Mt. MK Speckfett 320 St. 11 t. 160 St. 5%, Mr. Faß Vollheringe Milch Rogen. Sett 200 St. 9 u. 10 Mt. 100 St. 4% u. 5 Mt., bessere Sorte 10% u. 5% Mt. Post- Dose. 70 zarte Fetth. 13, 60 St. 2. 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