Nr. 283. Abonnements- Bedingungen: din Abonnements- Breis pränumerandos Bierteljährl. 8,30 M., monat!. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost= Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in der Post ZeitungsBreisliste für 1902 unter Nr. 7878: Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat Erscheint täglich außer Montags. m Vorwärts si@ Berliner Volksblaff. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40$ fg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Bort 5$ fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Summer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm Adrese: Bozialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 4. Dezember 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Männer und Frauen des Proletariats! Erhebt die Stimme des Rechts und der Gerechtigkeit gegen die Junker und Pfaffen des Zollwuchers, die Advokaten der Gewalt, die Verräter des Liberalismus! Wie eine Obstruktion aussieht. Unser Wiener Mitarbeiter schreibt uns: 11 handelt doch das Abgeordnetenhaus seit dem 16. Oktober, dem Tage Darstellung hat nur den Zweck, der deutschen Deffentlichkeit Begriff feines Zusammentritts, ausschließlich sogleiche" Dringlichkeits- und Charakter der Obstruktion an einem wahrhaft Klassischen anträge. Ein Mittel, mit dem die östreichische Obstruktion begann, Beispiel zu demonstrieren. Alle die aufgewiesenen Hilfsmittel der das aber jest ob seiner Geringfügigkeit fast gar nicht mehr an Geschäftsordnung find in Destreich nugbar gemacht worden. Die zur Rechtfertigung ihres schmählichen Streiches berufen sich die gewendet wird, ist die sogenannte 3ehn minuten- Baufe. Tangen Reden: im öftreichischen Parlament ist der Rekord einer Boulbriganten darauf, sie seien durch die Obstruktion" der focial- Auf Verlangen von 20 Mitgliedern hat nämlich der Präfident, che dreizehn stündigen Rede erreicht worden. Wobei zu erwähnen demokratischen Abgeordneten provoziert worden; der Antrag auf er zur Abstimmung auffordert, durch zehn Minuten innezuhalten, wäre, daß bei uns auch nach Schluß der Debatte GeneralEn bloc- Annahme des Zolltarifs fei mur Notwehr gegen eine nach deren Verlauf erst zur Abstimmung geschritten werden kann" redner zu Worte tommen und die Abgeordneten auch in Obstruktion. Der Destreicher, der die Obstruktion in allen nach der Meinung der altfränkischen Leute, die im Jahre 1875 diese nichtdeutscher Sprache, in allen in Destreich landesüblichen. Spiel und Tonarten mitgemacht hat, wird eher den Eindruck Geschäftsordnung beschlossen, um den Abgeordneten Zeit zur„ lleber- Sprachen, reden können, wodurch sie sich der Kontrolle des Prägewonnen haben, daß zu einer wirklichen, systematischen und plan- legung" zu schaffen. Zu Obstruktionszweden kann auch die schon fidenten ganz entziehen können, da nichtdeutsche Reben, selbst wenn mäßigen Obstruktion die Geschäftsordnung des deutschen durch das Staatsgrundgefes verbürgte- Buläffigkeit einer geheimen der Vorfizende die Sprache zufällig bersteht, offiziell nicht beachtet Reichstages überhaupt nicht die Handhabe biete; Sigung verwendet werden, die schon eintritt, wenn zehn werden dürfen. wenn zehn werden dürfen.... Die zwecklofen Abstimmungen: im östreichischen aber niemals wird er glauben, die streng streng fac= Mitglieder die Ausschließung der Deffentlichkeit begehren. Abgeordnetenhause ist einmal eine ganze Woche über nichts andres gemäßen Reden der Socialdemokraten seien das, was ist doch unter Badeni der Kampf um die erste Lesung abgestimmt worden als über die Frage" der Berlesung von Beals Obstruktion er so gründlich ausgekostet hat. Es konnte des Ausgleichsprovisoriumis hauptsächlich durch glüdtitionen.... Mutwillige Anträge: im öftreichischen Abgeordnetenhauſe auch nur der specifische Majoritätsdünkel auf den Einfall lichen Einfall eines Abgeordneten entschieden worden, der ist einmal ein Dringlichkeitsantrag eingebracht worden, kommen, die Opposition hätte die Pflicht, die Erledigung eines von nach der berühmten Nachtsizung, in der der Abg. Lecher seine daß der Zapfenstreich der Soldaten auf eine spätere Stunde verlegt ihr als verhängnisvollen Fehler erkannten Gesezentwurfes zu dreizehnstündige Rede hielt, die Ausschließung der Deffentlichkeit werden soll... Geheime Sizungen, Mißbilligungsanträge, Anträge fördern, und es ist eine seltsame Verkennung der oppositionellen mit der Begründung verlangte, die Abgeordneten befänden sich in auf Verfezung der Regierung in den Anklagezustand( zu welchen Thätigkeit, wenn man die Aufgabe der Opposition als erfüllt er einen törperlichen Zustande, der auf Zuschauer fehr peinlich wirken 40 Unterschriften ausreichen), Ueberlegungspausen, tagelange Berachtet, wem fie gegen eine Vorlage stimmt. Opposition heißt müßte! Und bei dem Injurienkonsum des öftreichischen Parlaments lefungen von Interpellationen, alles war schon und war als bewußte Widerstand, und Widerstand heißt die Ausnügung und ist auch die sogenannte Mißbilligung" cine Waffe mehr im Absicht da. Das ganze Arsenal der Geschäftsordnung iſt ſyſtematiſch Mobilisierung aller Kräfte, womit das Zustande- obstruktionistischen Arsenal. Im Falle einer Beleidigung steht näm geplündert worden, um das Haus in den Zustand völliger Lähmung Tommen cincs Gesetzes überhaupt verhindert werden kann. lich dem Beleidiger das Recht zu, zu verlangen, daß das Haus seine zu bringen; und alles streng geschäftsordnungsmäßig: das nennt Umjomehr muß der Widerstand wachsen und fich aus- Mißbilligung hierüber ausspreche. Da muß aber erst ein eigner in an Obstruktion! Aber die so peinlich forrette parlamentarische dehnen, wenn es sich um ein Gesetzwerk der Art handelt, wie Ausschuß gebildet werden, der binnen 24 Stunden einen Bericht zu Debatte der reichstäglichen. Oppofition Obstruktion zu nennen, daes der Wuchertarif darstellt. lin jenes fadenscheinige erstatten hat, über den eine Debatte zu führen ist lauter gegen müssen wir Destreicher wirklich Protest erheben! Argument in feiner ganzen Sohlheit aufzuzeigen, ist es Dinge, die unter Umständen Zeit toften, also Obstruktion bewirken Die Geschichte der öftreichischen Obstruktion ist aber besonders vielleicht nüglich, den Herren um Bassermann herum einmal von tönnen. lehrreich für jene, die in Berlin, um sich einer unbequemen Oppoeiner Leibhaftigen Dbstruktion zu erzählen, von der öft- Wie man sieht, können zwanzig Abgeordnete das östreichische fition zu entledigen, zu Verlegungen der Geschäftsordnung greifen: reichischen.# 016 Barlament" ollständig mattsetzen. Sind's ihrer fünfzig, die Ob- fie zeigt nämlich, daß das ein abschüssiger Weg ist, daßshier Obstruktion heißt die planmäßige Ausbeutung aller gefchäfts- ftruttion machen, so können sie es soweit bringen, daß das verstopfte der Anfang zu einem unabsehbaren Ende führt. Mit Interpretationen" ordnungsmäßigen Mittel zu dem zwed, einen Beratungs- Haus überhaupt nichts andres macht, als namenilid) abzu- fängt man an und endet bei dem Einmarsch der Polizisten, gegenstand nicht zum Ende kommen zu laffen. stimmen. Das ist auch im östreichischen Abgeordnetenhause schon wie es in Destreich an dem entsetzlichen Novembertag des Jahres 1807 Hier schon fällt der Unterschied zwischen der östreichischen Obstruktion durch Wochen geschehen, und damit es die Pharifäer, die ein paar gefchab... Geht man der östreichischen Obstruktion nach, so findet und dem parlamentarischen Stampfe der Socialdemokratie im Reichs- Reben als Obstruktion schelten, erfahren, wie eigentlich geschäfts- man nämlich, daß sie nicht so sehr durch den ihr zu Grunde liegenden tage auf: die Geschäftsordnung des östreichischen Abgeordnetenhauses ordnungsmäßige Anordnungen- ganz legal ausgenügt werden politischen Stampf, sondern vornehmlich durch ungefeßlichkeiten in trägt in sich die Gewähr ihres Bestandes. Ein Vorgang wie bei tönnen, sei das betreffende, tödlich wirkende Obstruktionsmittel genau der Geschäftsführung, durch Berleugnungen der Geschäftsordnung der lox Aichbichler wäre in Destreich überhaupt nicht geschildert. Ganz unauffällig normiert die Geschäftsordnung den hervorgerufen worden ist. Das zeigt schon die erste östreichische Obstruk denkbar, denn so furzerhand wie es da geschehen ift, läßt Borgang bei der Eröffnung der Sigung: der Präfident hat den tion, die der Jungczechen unter dem Koalitionsministerium im Jahre 1895. sich die östreichische Geschäftsordnung überhaupt nicht Einlauf( Buſchriften der Regierung und des Herrenhauses, Mit- Die Koalition hatte ihre politische Kraft aufgezehrt und suchte also, wie ändern. Ausdrücklich bestimmt ihr Schlußparagraph:" Anträge teilungen der Ausschüsse, die eingelaufenen Anträge, die Urlaube das bei dekadenten politischen Gebilden immer der Fall ist, die auf Abänderung der Geschäftsordnung müssen selbständig eingebracht und Urlaubsgefuche) bekannt zu geben. Endlich, heißt es nun, Opposition zu erbroffeln. Aber von Obstruktion war keine Rede, und nach besonderer Verhandlung der Beschlußfaffung unterzogen wird das Berzeichnis der bis zum Tage bor der diese„ teuflische" Erfindung war noch nicht gemacht. Da fiel es dem werden. Bei folchen Anträgen ist die Abkürzung der Ge- Sigung eingelangten Betitionen mit Angabe ihres wesentlichen brutalen Präsidenten Chlumecky ein, bei der Beratung des großen schäftsbehandlung unzulässig." Es können also folche Inhalts mitgeteilt". In dem Verfahren mit den Petitionen ist nun Steuergefeßes 25 Paragraphen auf einmal zur Debatte zu stellen, Anträge weder im Wege der bekannten Dringlichkeitsanträge auf die auch bestimmt, daß die Verlesung einer Petition nur dann statt- gegen jeden Brauch und auch gegen seine eigne Zusage. Was war Tagesordnung gebracht werden, noch kann vor den drei Lesungen, findet, wenn sie bei der Mitteilung von einem Mitgliede beantragt die Folge? Obstruktion! Einer von den Jungczechen, die dadenen im öftreichischen Abgeordnetenhause jeder meritorische Beschluß und vom Hause ohne Debatte befchloffen wird". Mit mals noch eine Kleine, aber anständige Partei waren, hielt sofort unterworfen ist, noch von der Ausschußbarmachung Umgang ge- diefem einzigen Worte„ befchloffen" kann das eine fechsstündige czechische Rede, es wurden etwa 100 206nommen werden. Die Geschäftsordnung steht also direkt unter dem ganze Parlament, wenn es eben fünfzig Leute änderungsanträge eingebracht, über die dann, mit Benugung der Schutze der Obstruktion: ihre Abänderung fann ebenso gut verhindert wollen, stranguliert werden. Wie das? Petitionen Ueberlegungspause, vier Sigungstage abgestimmt werden mußte. werden wie die Beratung jedes Gegenstandes- mittels Obstruktion. tommen an das Haus auch in ganz normalen Zeiten in großer Das Ende der Koalition brachte dann auch die Obstruktion zum Eine Abänderung der Geschäftsordnung wäre alfo in Bahl in diesem Sessionsabschnitt etwa 400-, fie tönnen natürlich Abschluß. Obstruktion war es auch nicht, womit der große Stampf Destreich nur möglich, wenn das ganze Haus sie wollte, nur im auch künstlich in beliebigster Reichlichkeit gemehrt werden. Und nun der Deutschen gegen die Sprachenverordnungen begann; erst eine Gimbernehmen aller Barteien, ja aller Abgeordneten. braucht nur die Verlesung beantragt und über den zu fassenden fyftematische Verlegung der Geschäftsordnung durch ein feiles Präs Sehen wir nun zu, welche Hilfsmittel die Obstruktion in dieser Beschluß die namentliche Abstimmung verlangt werden: und fidium und durch eine brutale, strupellose Mehrheit machten aus der Geschäftsordnung findet. Im östreichischen Abgeordnetenhause bedarf das Haus Tommt über den Einlauf überhaupt nicht hartnädigen Opposition jene Obstruktion, die dann freilich alle ein Antrag der Unterschrift von zwanzig, eine Interpellation der hinans! Das ist beileibe keine theoretische Konstruktion: Stadien durchlief. Der erste Sturm entstand, als sich das Präsidium von fünfzehn Abgeordneten. Die Abstimmung mittels Namensaufruf das ist wirklich so gehalten worden! Sobald die Obstruktion weigerte, eine begonnene Debatte, so wie es die Geschäftsordnung tritt ein, wenn fie fünfzig Abgeordnete begehren. Ueber Beschluß aus dem bloßen Vorpostenfriege hinaustritt, Wenn sie vorschreibt, fortzusehen und an ihre Stelle cine Regierungsvorlage des Hauses erfolgt die schriftliche Abstimmung, die aber, wenn sie Ernst macht, hört auch das Reden auf, die Dringlichkeits- einschmuggeln wollte: das war die Episode, da der Abgeordnete beschlossen wird, auf Berlangen von fünfzig Mitgliedern, mittels anträge machen den namentlichen Abstimmungen Platz. Man nennt Schüder zwei Sigungstage das Wort hatte der Präsident hatte. Ramensaufruf geschieht. Die Auszählung der Stimmen, die diese zweite Phase in Destreich die dritte sind dann die Pult- damit den Beginn der Verhandlung über die betreffende Regierungs fogenannte Stonstatierung des Stimmenverhältniffes, muß geschehen, deckel- skonzerte die mechanische Obstruktion: es wird dann nur Vorlage cravingen wollen aber zwei Tage lang durch das wenn sie ein Abgeordneter verlangt. Die Verlefung der Inter- über die tiefsinnige Frage abgestimmt, ob eine Petition verlesen Geschrei seiner Parteigenossen an Sprechen gehindert wurde. Die pellationen kann gleichfalls ein Abgeordneter bewirken: es fann also werden foll oder nicht. Und zwar kann das mit den erwähnten Episode, die zur Schließung der Seffion führte! Mit einem Borte: der Wille cincs einzigen Mitgliedes zwei bis drei Stunden der schriftlichen Abstimmungen kombiniert werden: man beantragt die durch Vergewaltigung der Geschäftsordnung Tagesordnung absorbieren. Denn im öftreichischen Abgeordneten Berlefung und beantragt darüber, über den meritorischen" Antrag, entsteht die Obstruktion, an ihnen wächst fic, und hause, dem ja auch die ganze Verwaltung diefes höchst die geheime Abstimmung. Aber da die geheime Abstimmung eines aus ihnen sicht sie ihre straft. Der Niedergang des Tomplizierten Landes unterliegt, werden Interpellationen Beschlusses bedarf, so läßt man zuerst über diesen Beschluß und dann öftreichischen Parlaments ist eine Barnung eine Warnung für in ungeheurer 3ahl, gestellt beispielsweise in über den Antrag auf Berlefung- namentlich abstimmen, so daß die Spahn, Baffermann und Stardorff, es nicht so zu treiben tie der ersten Sigung dieses Sessionsabschnittes 44, die nicht die Abstimmung über die Berlesung, die selbst etwa zwei Minuten die Abrahamowicz, Kramarsch und Fuchs! Wer nicht will, daß aus weniger als 52 Seiten des gedruckten Protokolls füffen beanspruchen würde, anderthalb Stunden braucht! Solches ist im dem Reichstage des deutschen Volkes das Jammergebilde werde, als so daß deren Verlesung allein sonst behilft man sich damit, daß öftreichischen Abgeordnetenhause im Kampfe gegen und für die welches der öftreichische Reichsrat dem Untergang unrettbar anheim nur das Rubrum" verlesen wird ein paar Stunden in Anspruch Sprachenverordnungen wochenlang betrieben worden gefallen ist, kann nicht wollen, daß die geschäftsordnungsmäßige Zu nehmen würde. Dazu kommen noch folgende Einrichtungen: Die immer so lange, bis der Schluß der Seffion dem anmutigen Spiel lässigkeit des Antrags Kardorff bejaht werde! zwanzig Abgeordneten, die einen Antrag stellen, tönnen auch ver- ein Ende machte! Die Herren im Reichstag, die sich in Lamenlangen, daß er mit den im§ 42 vorhergesehenen Abtärzungen be- tationen nicht genug thun tönnen, wenn ein socialdemokratischer handelt werde: daß er verhandelt wird, ohne auf der Tagesordnung Redner, um die sinnlose Zusammenziehung von Materien, die zu stehen, oder daß von der geschäftsordnungsmäßig bestimmten nicht zu einander gehören, wettzumachen, eine halbe Stunde länger Borberatung in einem Ausschusse abgesehen werde. Das find die spricht, mögen aus diesem Beispiel ersehen, was Obstruktion fogenannten Dringlichkeitsanträge", die nach der ist. Mit der Obstruktion fann man in Destreich aus dem Parlament Geschäftsordnung sogleich in Verhandlung zu nehmen sind"; man eine Abstimmungsmaschine machen! " -" Politische Uebersicht. Berlin, den 3. Dezember. Die Antwort der Bestie. Das arbeitende Volt steht auf, unn gegen den Raubanfall der Zollritter, gegen die Vergewaltigung der socialdemokratischen Minderheit im Reichstage, gegen die Scharfmacherhezze der Junker und fann also mit diefem einen obstruktionistischen Hilfsmittel allein die Run erzählen wir das nicht, um irgendwie auf der Welt etta Tagesordnung vollständig blockieren- wie die Erfahrung zeigt; ver- zur Nachahmung des östreichischen Beispiels au animieren. Diese Pfaffen Protest einzulegen, Erfurt hat den ersten Schuß gethan. In einer Riesen- Das Stimmungsbild aus dem Reichstag finden die Leser heute Frage bei den Socialdemokraten mehr Vaterlandsliebe zu finden fei, als bei den Abgeordneten der Rechten. bersammlung haben dort die Arbeiter schon am letzten Sonnabend auf der dritten Seite. zu den Vorgängen im Reichstage das Wort ergriffen. Wäre es nicht einfacher, vorläufig bloß den bösen Universitäts profeffor totzuschießen? Roosevelts Botschaft. Genosse Kesselring", schreibt die„ Tribüne",„ trat als Redner auf; das Treiben der Reichstagsmehrheit hatte ihm kräftige Dem Kongresse der Vereinigten Staaten von Amerika ist Wahlarbeit für die Socialdemokratie.„ Richtig ist", meint dic aber zutreffende Worte auf die Zunge gelegt. Aber selbst wenn der gestern eine Botschaft des Präsidenten Roosevelt zugegangen, National- Beitung", daß die Socialdemokratie den Rechtsbruch der Redner hätte versuchen wollen, die Versammelten zu beschwichtigen die aufs neue das diplomatische Geschick„ Teddys" beweist, Mehrheit mit Erfolg für ihre Agitation ausnügt". Das beweise gelungen. Immer und immer wieder brachen die Stürme Seiten verbindliche Redensarten zu spenden, die sich nach Be- jeden Blick in socialdemokratische Bersammlungen bewiesen der Entrüstung hervor, wenn besondere Episode Er- lieben deuten lassen, aus denen also jeder herausnehmen kann, verden. wähnung fand. Eine so erregte Versammlung, wie am Sonn- was ihm paßt. Nach einer Versicherung, daß die Vereinigten Staaten und sie mit den Vorkommniſſen auszusöhnen: Es wäre ihm nicht mit vielen Worten nichts Bestimmtes zu sagen und nach allen jeder Blick in die ſocialdemokratische Presse. Demnächst soll die Richtigkeit dieser Auffassung auch durch Herr Bachem hat sich frank gemeldet. Die Mittwochmorgens abend im Tivoli, haben wir wohl noch wohl noch felten noch immer in einer Periode unbegrenzten Gedeihens" ständen: Nummer der„ Kölnischen Volkszeitung" hat ihn noch für gefuitd erlebt. Mit Entrüstung und Empörung wurde die Reichs- eine Versicherung, die der neue Gründungen projektierenden erklärt. Nun appelliert er doch als Opfer der focialdemokratischen tagsmehrheit überschüttet, ganz besondere Aufregung rief das Hochfinanz sehr willkommen sein dürfte, kommt der Präsident Mörderbande an das öffentliche Mitleid. Aerzte wollen wissen, er Berhalten unfres jezigen Reichstags- Abgeordneten Jacobstötter her- auf sein Lieblingsthema, die Trusts zu sprechen. Trusts, meint fei an einer allzu diden Behauptung erkrankt, die ihm im Halse vor und Schmach und Schande wurde auf die Voltsberräter ge- er, seien notwendig und dürften nicht angegriffen werden; aber, steden geblieben sei. Hoffentlich wird's nicht so schlimm fein. häuft, die dem hochberräterischen Treiben der Reichstagsmehrheit so heißt es dann weiter gegen die Trustgegner gewendet, In Schleswig- Holstein ſprachen Genoſſe v. Elm und die Genossin Ziet in mächtigen Versammlungen unter brausendem Beifall. In zahlreichen andren Orten werden Versammlungen schon vorbereitet, andre werden bald folgen. an diesem Donnerstag abend 21 Bari Baris, 1. Desember.)( Cig. 8 r.) Der Lamps, Das Teitende " Organ des allergemäßigtsten Bourgeois Liberalisin us in Frankreich, kommentiert in einem Barlamentarische Staatsstreiche" betitelten Leitartikel die Guillotinierung der Schulvorlage Debatte im englischen Unterhaus und den Staatsstreichs- Versuch der Kardorff und Konsorten. Ucber letzteren heißt es: " Im deutschen Reichstag... handelt es sich nicht um die im Nach dem telegraphischen Bericht heißt es 3. B. in gefünt it, beteiligt ble surhmer nicht, weil bei beefer geftrum cho boraus bestimmte Schließung und Einschränkung der Debatten, im Auslande und mit noch größeren daheim zu thun, aber wir& nbstimmungen wurden die Stimmen der Abgeordneten Mißvergnügt, wenn es keinen Lärm giebt, ist die„ Kölnisaje Beistand leisten." Eine Resolution wurde angenommen, die mit den Monopole feien ungerecht und schädlich für den freien Wett- Volkszeitung". Die faltblütige Ruhe, die unfre Genoffen am MonWorten schließt:„ Bewußt des Erustes der Situation, stellt die bewerb folglich müßten die Uebel der Monopolbildungen tag bewahrten, hat nach ihrer Meinung etwas Gefünfteltes Arbeiterschaft Erfurts zu jeder erforderlichen Zeit ihren Mann, um beseitigt werden, aber- und hier wendet sich Roosevelt und Gemachtes" gehabt. Denn die Linke ſei„ schwer gereizt gemeinsam mit der socialdemokratischen Reichstagsvertretung die wieder nach der andren Seite das dazu am besten geeignete worden". Volksrechte zu schüßen." Mittel, eine Aenderung der Hochschutzzoll- Politit, fei nicht an- Herr Richter weiß es beijer. Für ihn hat jeder Entrüstungsruf der Socialdemokraten etwas Gefünfteltes und Gemachtes" und wendbar, denn die Frage der Regelung des Truſtiveſens habe nach seiner Meinung ist nicht die Linke von der Rechten, sondern ummit der Tarifpolitit nichts zu thun. gekehrt die Rechte von der Linken gereizt worden. Er wird also um Und auf derselben Höhe der equilibristischen Kunst stehen die Aeußerungen über die zu befolgende Reciprocitäts Politit, lernen müssen, wenn er es ſeinen Gebietern recht machen will. Der Segen der Aichbichlerei. Die lex ich bichler hat auch Die Arbeiter von Berlin werden bekanntlich und das Verhältnis der kapitalistischen Organisationen zu den Arbeiterverban, as bleibt, it nichts als ein Gemengsel utleinen unrichtigkeiten bei den Broflamierungen bez ihr Urteil sprechen. Arbeiterverbänden. Der Nachsatz hebt fast stets den Vorder- bei den zahlreichen namentlichen Abstimmungen am Dienstag wieder auf, und Ergebnisse durch die Präsidenten geführt. zwei aufgeworfener unklarer Fragen und halbfertiger Gedanken. Irrtümer dieser Zählung die der Botschaft: ungültigen Stimmzettel mitgezählt werden. So haben bei der: Wir befinden uns noch immer in einer Periode unbegrenzten namentlichen Abstimmung über die Frage, ob der nichtberichtigte Gedeihens. Als Boll haben wir eine große Rolle in der Welt ge- Antrag Karborff zuläffig fei, nicht 198 wie der Präsident fagtespielt und sind entschlossen, unsre zukünftige Rolle zu einer noch sondern nur 197 Abgeordnete mit" Ja", und nicht 43 sondern nur Doppelt hatten nämlid) größeren zu machen. Die Ereignisse der letzten vier Jahre haben zum 44 Abgeordnete mit„ Nein" gestimmt. Guten oder Schlimmen endgültig entschieden, daß unser Blaz unter gestimmt, die Abgg. v. Queiß mit" Ja" und 20ße mit Rein", den großen Nationen sein muß. Wir schrecken nicht vor bevor- so daß eine Stimme in Abzug gebracht werden mußte. Bei einer stehenden Kämpfen zurück. Wir haben es mit großen Problemen der und Raab für ungültig erklärt, weil die beiden Man scheut davor nicht zurück, tönnen sie wohl lösen. Der gegenwärtige hohe Stand unfrer Abgeordneten aus Versehen die noch nicht durch die Farbe unterdie En bloc- Abstimmung über die 946 Artikel des Zolltarifs vorzu- materiellen Wohlfahrt ist die Folge der über ein Jahrhundert schiedenen alten Karten zur Abstimmung beruht hatten. schlagen und sie der Minorität aufzuzwingen. Unter diesen Be- währenden Entfaltung wirtschaftlicher Kräfte, unfrer Geseze, unfrer Gegen die Zulässigkeit des nicht berichtigten Antrages dingungen bleibt von der parlamentarifchen Immu- beständigen Politik und vor allem den hohen durchschnittlichen Eigen- v. Kardorff haben Freifinnige Volkspartei, Freifinnige Vereinigung nität nichts mehr übrig. fchaften der Bürger. und Antisemiten, die Polen und der Däne Jeffen geschlossen geDie beiden Präsidenten Graf Ballestrem und Graf „ Die entarteten Epigonen der Windthorst und der Bennigsen Die Erfahrung eines Jahres, fährt der Präsident fort, habe stimmt. schiden sich an, dem Regime beratender Versammlungen einen unbewiesen, daß die von ihm in seiner lesten Botschaft vorgeschlagenen v. Stolberg- Wernigerode haben sich der Stimme enthalten, ebenso verwindbaren Schlag zu versetzen. Es ist unerhört, daß nicht nur Maßnahmen sich empfehlen. Ungeachtet der Unverleglichkeit des die Welfen, ferner Prinz zu Hohenlohe- Schillingsfürst, der Sohn des Eigentums müßten Verbände und namentlich Vereinigungen von vorigen Reichskanzlers und der Centrums- Abgeordnete Strombed. das Centrum, welches gemäß der ultramontanischen UeberVerbänden der Regelung durch öffentliche Vorschriften und der Von den Nationalliberalen haben mit Rein" gestimmt die Abgg. Tieferung so laut seinen Liberalismus betonte, so lange nationalen Aufsicht unterworfen werden. Sie seien nicht zu Büfing, Dr. Esche, Hilbd, Cuentin, Dr. Semmler und der Hospitant es in der Minorität war, jetzt mit feinen Spahn und beseitigen, fic feien im Gegenteil eine unvermeidliche Ent- der Partei, Prinz zu Schönaich- Carolath. Für die Zulässigkeit haben seinen Bachem ein so schweres Attentat mitmacht, daß nicht nur die widelungsform des modernen Industrialismus und ihre Ver- sämtliche elfaß- Lothringische Abgeordnete mit Ausnahme des Abg. Der in Straßburg- Stadt gewählte Rationalliberalen von der Art Bassermann so sehr die nichtung nur unter äußerster Schädigung des ganzen politi- Preiß, der fehlte, gestimmt. Grundprincipien des Konstitutionalismus vergessen, die ihren Gristenz- fchen Gemeinwesens möglich. Die Bereinigungen sollen nicht Abg. Riff ist Hospitant der Freifinnigen Vereinigung und hat mit grund bildeten, sondern daß auch der Präsident des Reichstages, angegriffen, sondern nur alles in denselben enthaltene Ueble Nein" gestimmt. beseitigt und eine solche Regelung getroffen werden, daß sie dem Bei der Abstimmung über die Zulässigkeit des berichtigten AntGraf Ballestrem, so wenig sich bewußt iſt ſeiner Pflichten als öffentlichen Wohle dienen. Monopole seien ungerecht und den freien trages v. Kardorff ist das Bild ziemlich dasselbe. Nur haben die cines Hüters der parlamentarischen Prärogative und eines geborenen Wettbewerb schädigend oder verhindernd. Kraft der Befugnis des bei der Abstimmung über den ersten Antrag diffentierenden NationalVerteidigers der Minoritäten." Kongresses, den Handel mit fremden Nationen und unter den liberalen bis auf den Abg. Büsing und den Prinzen zu Schöneich Staaten der Union zu regeln, können die mit der Trustbildung in Carolath mit" Ja" gestimmt. Der Centrums- Abgeordnete Strombed Verbindung stehenden Uebel verhindert werden. Wenn es sich als hat bei der zweiten Abstimmung auch mit" Ja" gestimmt, dagegen unmöglich ertveisen sollte, durch ein Gesez in diesem Sinne die er hat sich der Centrums- Abgeordnete Szmula, der bei der ersten Abwähnte Aufgabe zu lösen, fo follte man vor einer Abänderung der ftimmung mit" Ja" gestimmt hatte, der Abstimmung enthalten. Verfassung, um die dazu nötige Befugnis zu schaffen, uicht Die socialdemokratische Fraktion hat sich an beiden Abstimmungen zurüdschreden. Durch eine Herabsetzung des Bolltarifs würde an nicht beteiligt. Und so flagt denn das liberal- bourgeoise Blatt darüber, daß „ das parlamentarische Regime im Begriffe steht, Aenderungen durch zumachen, die man als rebolutionär bezeichnen kann...."— " dem Untergange geweiht werden. Die Aufgabe der Tarifpolitik sei, Müller Die englische Presse über die Ereignisse in Deutschland. London, 1. Dezember.( Eig. Ber.) den mit den Trusts verbundenen Mißständen nichts geändert, viel- Das Volksgericht über die Voltspartel. Das voltsverräterische dank der Socialdemokratie- mehr nur die Fabrikation weniger gewinnbringend gestaltet und Treiben der Freifinnigen Voltspartei im Reichstage hat Das politische Leben, das dank der Socialdemokratie gegenwärtig in Deutschland lebhaft pulsiert, wird in der Stulturwelt namentlich der schwächere einheimische Mitbewerber unvermeidlich im Lande unter unfern Parteigenoffen eine nur zu berechtigte Gr mit einem gewissen Staunen verfolgt. Im Westen Europas hatte nicht den ausländischen Produkten durch unzweckmäßige Tarif: bitterung gegen diese Partei hervorgerufen. Besonders scharf und man sich das deutsche Volk als intelligent, ernst und arbeitsam vor- änderungen einen Vorteil auf dem heimischen Markte einzuräumen, sichtbar tritt diese Empörung in denjenigen Wahlkreisen hervor, in denen die Wasserstiefler lediglich durch unsre Wahlgestellt, aber ihm jede politische Initiative abgesprochen. Man hatte sondern dem heimischen Wettbewerbe durch geeignete Gesetzgebung it immen in den Reichstag gekommen sind. sich gewöhnt, den Deutschen als einen militärisch abgerichteten ein günstiges geld zu schaffen. Die Frage der Regelung der Trusts Zu denjenigen Mannen des Herrn Eugen Richter, die lediglich Automaten zu betrachten. Und gar oft fiel den im Auslande habe mit der Frage der Tarifrevision nichts zu thun. weilenden deutschen Genossen die patriotische Aufgabe zu, das Einer der Wege der weiteren Regelung des Zollwesens seien durch socialdemokratische Hilfe in den Reichstag gewählt worden deutsche Volt auch politisch zu verteidigen. Man kann sich deshalb Gegenseitigkeitsverträge. Bo Gegenseitigkeitsverträge möglich feien, find, gehören von der Freifinnigen Volkspartei die Herren Lenze seien sie ein brauchbares Mittel zur Erweiterung der Märkte und mann, Eichoff, Wiemer, Anörde, Ritter, Hermes. die Ueberraschung vorstellen, mit der man in England die Nach- Förderung der Produktion des Landes. Wo fich die Ratifikation Meiningen und Bargmann. Wenn diese Herren Eugen Mundel, Schmieder, Müller Sagan, richten über die Oppositon im Reichstag, sowie über die Haltung noch schwebender Verträge unmöglich erweist, sollte durch einen Richters Schleichertaktik unterſtüßen, so verraten sie damit nicht des„ Vorwärts" und der National- Zeitung" aufnahm." Das direkten Aft der Gesetzgebung dafür gesorgt werden, daß die Gegen nur ihre eignen Parteiprincipien, sondern sie hintergehen auch ihre deutsche Bolt wird politisch reif" dies ist der Eindrud, seitigkeit zu stande komme. socialdemokratischen Wähler. Hätten diese vorausahnen können, was Unfre Zeit sei eine Zeit der Föderationen. Kapitalistische sowohl den die letzten Ereignisse in Deutschland auf das Ausland machen. Längere Auszüge aus der Freitagnummer des Vorwärts" wie Arbeiterföderationen aber tönnten Gutes sowohl wie Uebles jetzt geschehen ist, so hätten sie es sich sicherlich dreimal überlegt, ob brachten die liberalen Blätter„ Daily Chronicle" und stiften. Bekämpft solle in den Organisationen nur das werden, ihnen ein brutaler Gegner nicht lieber sein müiffe als ein perfider, Morning Leader". Gestern brachte auch Reynolds was fich als llebel in ihnen erweise, nicht die Organisationen als ob der offene Angriff auf den Geldbeutel nicht weniger gefähr Newspaper" einiges aus dem Vorwärts", ebenso aus dem reichendes und fegensreiches Wert für das Volk geschaffen worden. durch einen geringen Vorsprung vor der Socialdemokratie zur Stichsolche, denn durch die Korporationen und Vereinigungen sei ein weitlich fei als der feige Verräterkniff. Andrerseits ist auch klar, daß diejenigen Boltsparteiler, die run Pariser, Européen", in welchem Mr. Henry Davrah, der Kritiker Also willkürliche und tyrannische Beeinträchtigung der Rechte anderer durch einen geringen Vorsprung vor der Socialdemokratie zur Sttchdes Mercure de France", persönliche Erfahrungen aus Capri mit- sei zu verwerfen. Organisierte Arbeit und organisiertes Stapital wahl tamen, jetzt alle Aussicht haben, von vornherein austeilt. Heute beschäftigt sich ein Leitartikel der" Times" mit der müßten bedenken, daß im Intereffenkampf das Interesse eines jeden geschaltet zu werden und so unsre Genoffen in die Stichwahl Lage des deutschen Reichstags. Wir lesen da: Die parlamentari- dem allgemeinen Wohl sich unterordnen müſſe. Jedem Unternehmer im Lager der vollsparteilichen Wähler nicht groß genug sein, um laffen müssen. Die Begeisterung für Richters Geheimtaktik dürfte schen Vorgänge in Bezug auf die Zollvorlage riefen einen Sturm aber und jedem Lohnarbeiter müſſe die Freiheit und das Recht geben geringfügigen Stimmenrüdgang, der hierzu nötig ist, aufhalten der Entrüstung in Deutschland hervor. Alle kleinen sichert werden, falls er nicht in die Rechte anderer eingreife, mit zu können. Vielleicht wird sich Herr Richter davon in seinem eignen Wahlkreise überzeugen tönnen, wenn er es nicht vorzieht, sich imter Zwiftigkeiten, zu denen diese schlecht vertretene Vorlage den Anlaß seinem Vermögen oder seiner Arbeit anzufangen, was ihm beliebe. Die Botschaft schließt: Es sei gegenwärtig keine Wolke am die Fittiche seiner katholisch fromnien Brotwucherfreunde zu flüchten. gab, sind unbedeutend im Vergleich mit der Gefahr, die der politischen Horizont und nicht die geringste Aussicht auf eine aber ganz abgesehen von dieser Stichwahl Ausschaltung durch vlögliche Angriff auf die konstitutionellen Frei- Schwierigkeit mit irgend einer andern Macht vorhanden. Verluste in ihren eignen Reihen, kann leicht eine sehr große heiten heraufbeschworen hat.... Der Handel der Re- Präfident hoffe von Herzen, daß dieser Zuſtand dauernd sein möge. Anzahl volksparteilicher Parlamentarier einfach durch den ſicheren gierung der parlamentarischen Mehrheit führte zu Der Weg aber, die Fortdauer dieses Zustandes zu sichern, fei eine Stimmenzuwachs unsrer kandidaten aus der Stich ciner Suspendierung der Debatte über die Vor- schlagfertige Flotte. Vor- schlagfertige Flotte. Die Beigerung, eine solche zu unterhalten, wahl gedrängt werden. Zu diesen Wasserstieflern, denen das Wasser Tage. Der Reichstag diskutiert jetzt über die Frage, ob würde leicht Schwierigleiten herbeiführen, und, wenn es zu solchen schon weit über die Stiefel geht, gehören in erster Linie die Herren es mit den Bestimmungen der Geschäftsordnung vereinbar sei, den täme, ficher zu umheilvollem Ausgang gelangen. Tarifplan, der alle Einzelheiten der Vorlage enthält und die Zölle Zöllers* von beinahe tausend Artikeln bestimmt, mit einer einzigen Abstimmung fertigzustellen. Es waren die Auseinandersetzungen über diese Frage, die letzten Freitag eine solche Aufregung entfachte, " mit " Deutsches Reich. Der Beschwerde gegen einen Ordnungsruf. Genosse Bebel hat auf daß der Reichstag, zum erstenmal in seiner Geschichte, die Debatte Grund der Geschäftsordnung Beschwerde erhoben bei dem Präunterbrechen mußte. Ihren Siedepunkt erreichte die Aufregung durch fidenten Graf Ballestrem über den ihm heute vom Bicepräsidenten die Treulosigkeit( defection) der Nationalliberalen, Graf v. Stolberg- Wernigerode erteilten Ordnungsruf.( Er - einer Partei, die stets eine außerordentliche Neigung hatte eine Aeußerung Posadowskys für„ umpaffend" erklärt.) zum Wankelmut entwickelte. Ihre eignen Blätter sind aufgeregt Nach der Geschäftsordnung muß die Beschwerde Bebels in der über die Führer, die in einem so kritischen Moment die Sache des morgigen Sigung zur Abstimmung gebracht werden und zwar ohne Liberalismus verlassen haben, und die Organe aller Parteien daß debattiert wird. und Interessen, mit Ausnahme Ausnahme derjenigen der Reaktion, zu Straßenschlachten eine wahre D Eidhoff( Mühlhausen- Langenfalza), Ritter( Querfurt- Merseburg), Wiemer( Nordhausen- Hohenstein), Hermes( Landeshut- Jauer), Bargmann( Oldenburg- Birkenfeld). Aber weit über die Wahlkreise hinaus, in denen die Voltsparteiler erst durch unsre Stimmen ihren Sitz im Reichstage bei ber legten Wahl erobern fonnten, auch überall dort, wo unfer Sieg für die Zukunft nur annähernde Wahrscheinlichkeit für sich hat, nehmen unsre Genoffen energisch Stellung gegen den Berrat der Volkspartei. So hat in Koburg eine öffentliche Bartelversammlung eine Resolution angenommen, in der es unter anderm heißt:„ Nach dem Grundfaz, daß ein offener eind beffer ift als ein Hären die heute Bersammelten, daß fie bei der nächsten Reichstageunzuverlässiger und verräterischer Freund, erwahl den jezigen freisinnigen Abgeordneten Bedhunter feinen Umständen wählen." Das ist gewiß deutlich! find erschrocken über die Schwere des Angriffs Es muß alles totgeschossen werden! Der„ Post", die durch ihre Für die nächsten Tage find in vielen Orten von feiten unfrer auf die beschränkten tonstitutionellen Freiständigen Aufforderungen Parteigenoffen Protest- Versammlungen gegen die parlaheiten des deutschen Volkes.... Die Agrarier, unter- Revolutionspost geworden ist, schreibt ein badischer Scharfmacher- mentarischen Staatsstreiche und Vergewaltigungen einberufen, auch stligt von den Nationalliberalen, entwerfen jezt einen Plan, der lehrling: in ihnen wird das Volksgericht über die Volkspartei Wie deutsche Abgeordnete es vermögen, Männer wie Singer, einen breiten Raum einnehmen müssen. Diese Bartei, die lahm auf Tonftitutionellen Freiheit Deutschlands den schwersten Schlag zu Ulrich, Stadthagen ufw. als„ Kollegen" zu bezeichnen, ist beiden Füßen ist, scheint sich ganz auf die eine Wahlkrüde des bersetzen." unbegreiflich. Wollen die Noten infolge solcher andren Behandlung Centrums verlassen zu wollen. Das Geschäft ist richtig, aber ob es dann den Reichstag verlassen und offene Empörung auf die Straße verpflanzen, so haben sie es sich selbst zuzuschreiben, wenn statt der auch gut ist? Worte, deren wahrlich genug gewechselt sind, endlich zu Thaten ge- Schert, der Deutsche. Undeutsch" ist das Vorgehen der focialschritten und die ultima ratio regis( das letzte Auskunftsmittel des demokratischen Fraktion, das hat August, der Inseratenstarke, mit Königs) zur Anwendung gebracht würde. scharfem Blick erkannt. Es ist undeutsch, auf seinem Rechte zu be Was hat den Tapferen zu so heller Wut entflammt? Er fagt stehen, undeutsch, vor Junkern den Hut nicht abzunehmen, undeutsch, fich für hohe Saujagden und höchste Entbindungen nicht zu intereffieren. Deutsch ist es dagegen, die einfachen Thatsachen zu ver drehen und die Reichstagsberichte schamlos zu fälschen, wie es der Tag" und der Lofal- Anzeiger" in unglaublichem Vertrauen in die Aus diesen Einzelheiten kann man ersehen, wie genau man im Auslande die Entwicklungen in Deutschland beobachtet. Daß die " Times" von irgend welchem unehrlichen Hintergedanken geleitet find, ist nach Lage der Dinge ganz ausgeschlossen. Es würde ja im Interesse der britischen Industrie liegen, Deutschland wirtschaftlich und politisch niederzuhalten. Und wären die Briten wirklich jo verfið, wie man sie hält, so würden sie die deutsche Reaktion unterstützen müssen. es selbst: Ein Professor der Volkswirtschaftslehre der Freiburger Universität hat nach Angaben von Freiburger Blättern in der Socialen Vereinigung" ausgesprochen, daß in der Zelltarif. " " ,, Arbeiterkundgebungen!" Die Gutmütigkeit ihrer Zefer täglich thun. Es wäre kein Bunder, wenn gewesen feien und die Kosaken, bon denen angeblich unter der Anschuldigung, in Genua eine reiche Witwe, die die„ Bost" und die Kreuz- Zeitung" gegen Herrn Scherl wegen un- eine ganze Anzahl verwundet worden fein follen, fich Frau Ghiglino ermordet zu haben, verhaftet worden. Tauteren Wettbewerbes flagen wollten. gewissermaßen nur in der Notwehr befunden hätten. Aus dem England. Absolution erhält Engen Richter von dem Berliner Kommunal- Bericht des Regierungsboten ist jedenfalls nur die Thatsache richtig, Michael Davitt über die Schulvorlage freifinn. Ein Berliner Parteitag" hat ihm sogar ein Huldigungs- daß die Bluthunde des Zarismus fürcherliche Megeleien unter den telegramm, ohne die Kosten zu scheuen, nach Groß- Lichterfelde Arbeitern angerichtet haben; die Darstellung über die Vorgänge in zweiter Lesung angenommen. Sie erhielt eine ganze Reihe kleiner London, 30. November. Die Schulvorlage wurde gestern geschickt. selbst ist auf alle Fälle völlig erlogen. Der Beweis hierfür wird Verbesserungen und gelangt nächsten Dienstag zur dritten Lesung. Es muß für Herrn Eugen Richter bitter sein, von dem in allerdings erst in einiger Zeit angetreten werden können, da ja die Die Vorlage hat demnach die beste Aussicht, Gesetz zu werden. Die Berliner Kommunaltreisen sehr genau bekannten Rechtsanwalt Hugo Sachs die Bescheinigung zu erhalten, daß er ein großer Staatsmann eine Woche zurüdliegenden Ereignisse unterdrückt hat und über ist bekannt. Sie war teine freiheitliche. Michael Davitt hielt Sachs die Bescheinigung zu erhalten, daß er ein großer Staatsmann russische Regierung alle Mitteilungen der bereits circa Haltung der Vertreter der irischen Katholiken dieser Vorlage gegen= und ein unvergleichlicher Tattifer ſei. auch fünftig alle objektiven Nachrichten, so weit sie durch Depeschen- es deshalb für seine Pflicht, sie öffentlich zu tadeln, und den cenfur und Verlegung des Briefgeheimnisses zu verhindern sind, reaktionären Charakter der Vorlage zu kennzeichnen. unterdrücken wird. Von einem Teil der offiziellen Nachricht Er schreibt darüber in der New Yorker Frisch World": Man schreibt uns aus Breslau: Auf cigne Art und Weise verkatholischen Bischöfe in England machten einen doppelten Irrtum, fuchen gegenwärtig unsere Patrioten Beweise für ihre Loyale Ge- fönnen wir allerdings schon heute beweisen, daß er schamlos indem sie die hochkirchliche Vorlage gegen die Nonconformisten ( Seften) unterstützten. Ihre Verbindung mit den Bischöfen der jinnung abzugeben. Wilhelm II. hält sich bekanntlich zur Zeit in erlogen ist. Als Grund des Ausstandes giebt nämlich der„ Regierungsbote" Hochkirche war überflüssig, denn die Vorlage berührt nicht das ErOberschlesien zur Jagd auf und berührt bei seiner Rückkehr auch die schlesische schlesische Provinzial- Hauptstadt. Hier Hier wird an, daß die Arbeiter von der Eisenbahn- Verwaltung Verkürzung ziehungswesen Irlands; zipeitens machten sie sich die Nonconformisten It it t eine Arbeiterfundgebung der Arbeitszeit, 2ohnerhöhung und Entlassung zu Feinden, d. h. diejenigen Volksschichten Großbritanniens, die für geplant, bei tvelcher das Einverständnis der Breslauer Arbeiter mit der bekannten einiger Meister gefordert haben. Das ist völlig unwahr. Nach Home Rule sind und stets für die Rechte der Irländer eintreten. AllerKrupp Rede des Kaisers ausgesprochen werden soll. einer uns zugegangenen absolut zuverlässigen Nachricht sind die dings giebt es auch in England und Wales katholische Schulen, die Arbeiter in Rostow vielmehr deshalb in den Ausstand ein- von der Vorlage einen Nußen haben werden, aber die Zahl dieser getreten, weil ihr Lohn um 25 Prozent herabgesetzt worden war! Schulen ist dermaßen gering, daß es sich gar nicht verlohnte, ein be sonderes Gesetz zu ihrem Schuße zu haben. In England und Wales Diese unverschämte Lohnreduktion hat auch die Sympathien der giebt es rund 1400 000 Statholiken, davon sind nur 100 000 engganzen Stadt auf die Seite der Arbeiter gebracht. Richtig an lifch; wegen diefer 1300 000 irischer Statholiken, die eine gewisse dem Bericht des„ Regierungsboten" ist dagegen, daß die Leihung Geldunterstüßung für ihre befonderen Schulen wollen, obferten des Streits sich in den Händen der( geheimen) Lokalsektion der die katholischen Geistlichen die Freundschaft der Nonconformisten Russischen socialdemokratischen Arbeiterpartei" befand. Dieser Um- für unfre nationalen Interessen. Die katholischen Bischöfe gaben stand, der sich in der Verhaftung der Streilleiter und Flugblatt- der parlamentarischen Vertretung Irlands den Befehl, mit ihren verbreiter äußerte, vermehrte wohl die Wut der zarischen Henters: Stimmen eine Regierung zu unterstüßen, die unfre tapfersten Vornechte, die sich dann in so infamen Mezeleien der Arbeiter entlud. fämpfer ins Gefängnis schickt." Diese Drgie des Zarismus wird die revolutionäre Empörung nur zu lodernderer Glut entfachen! " Andre Fabriken haben dasselbe Manöver unternominen, " Der Schiedsspruch im Loire- Beden. Nach dem Staatsstreich. nicht durch weitere Brutalitäten man blieb innerhalb der Uns Breslauern liegt nun daran, die Parteigenossen im Lande rechtzeitig zu unterrichten, wie derartige Stundgebungen hier zu stande tommen. In einem großem Betriebe, der Maschinenbau- Anstalt Breslau, wurden die Arbeiter in den einzelnen Werkstätten versammelt und zu zunächst gefragt, ob sie bei der Anwesenheit des Kaisers nicht Spalier bilden wollen. Wer sich nicht beteiligt, soll die Hand erheben. Run muß man bedenken, daß die Arbeiterzahl in der genannten Fabrik wegen des schlechten Geschäftsganges ohnehin von rund 3000 auf 2000 herabgefegt ist, die meisten politisch anrüchigen" Elemente sind dabei mit entfernt worden. Ein Teil der Verbliebenen arbeitet mit vertürzter Arbeitszeit, so daß jederzeit weitere Entlassungen mit der Begründung Arbeitsmangels wegen" vorgenommen werden Nachdem sie die parlamentarische Ordnung, Parlamentarismus tönnen. Unter diesen Umständen beschränkte sich der aufrechte Teil Paris, 30. November.( Eig. Ber.) Im zweitwichtigsten Kohlen- und Verfassung in Stücke geschlagen, hat die Mehrheit des Zollder Arbeiter darauf, die Bezahlung der Zeit zu verlangen. becken der Loire( 20 000 Arbeiter) haben die Bergarbeiter einen wuchers den pathologischen Antrag Kardorff, der zusammen mit dem Seiner wartete aber noch eine weitere Ueberraschung. Jetzt relativ günstigen Schiedsspruch erzielt. Es handelte sich dort um Abg. Arendt gezeugt sein dürfte, mit brutaler Faust aus dem Zutauchten Liſten auf, die die Namen sämtlicher Arbeiter fein säuberlich eine Reduktion der im Januar 1900 erlangten neunprozentigen fammenbruch davongeschleppt, und die Preßföldlinge des Zollgeschrieben enthielten. Hinter dem Namen hatte jeder Arbeiter zu Lohn- Prämie" auf bloß 3 Proz. Der unparteiische Schiedsrichter terrorismus setzten sich hin, und schrieben Sieges- Artikel. vermerken, ob er mit der ciner Deputation an war Ballot Beaupré, Erster Präsident des Nafsationshofes, Aber die berufenen Vertreter des deutschen Volkes über den Kaifer einverstanden ist, die dem Kaiser ihr Einverständnis mit dem von den beiden Parteien, die in direkten Unterhandlungen zu antworten, von der Gewalt vertrieben, eine Position nur dem feiner Effener Rede ausspricht, Ein Teil der Arbeiter verweigerte feiner Verständigung über die Lohnfrage hatten gelangen können, Gegner, um eine neue noch festere Position einzunehmen. Die feine Zustimmung, tvic groß derselbe ist, können wir augenblicklich die endgültige Entscheidung übertragen worden war. Das Miß Fasanenjäger und die Kapläne müssen sich schon noch ein Weilchen noch nicht übersehen. Viele von denen, die unterschrieben, thaten es trauen der Arbeiter gegenfiber dem schiedsgerichtlichen Verfahren, gedulden. Die Beute selbst sträubt sich, den Vergewaltigern anheimaus Furcht vor Maßregelung. verstärkt durch die schlimmen Erfahrungen der nordischen Reviere, zufallen. Wir bemerken jedoch, daß die Arbeiter dieses Betriebes erst im hatte sich darin geäußert, daß die Wahl Ballot- Beauprés zum„ Un- 1m 11 Uhr eröffnete am Mittwoch Präsident Ballestrem März dieses Jahres den Genossen Bernstein mit 3000 Stimmen parteiischen" in der Urabstimmung bloß mit 4170 gegen die Sizung. Man darf vermuten, daß er im Innersten Majorität in den Reichstag wählen halfen, fie lieferten die ge- 4131 Stimmen erfolgte bei Enthaltung der großen Mehrheit. überzeugt ist, bon der Verwerflichkeit des Vorgehens der schlossensten Wählertruppen der Socialdemokratie. Und sie Der Schiedsspruch hat nun meines Erachtens jenes allgemeine Mehrheit. Aber er scheut den Konflikt mit seiner Partei, mit der werden auch bei den kommenden Wahlen, die ge- Mißtrauen gerechtfertigt, obwohl er im Vergleich mit den nordischen sein ganzes Leben verknüpft ist. Man kann es verstehen, daß; heim find, beweisen, daß sie das Tischtuch Schiedssprüchen immerhin als günstig zu bezeichnen ist. Die Lohn er vor dem äußersten Schritt, zu dem ihn sein Gerechtigkeitsjinn zwischen sich und der Socialdemokratie nicht zer prämie" wird für das zweite Halbjahr 1903 wieder von 3 auf drängen würde, zurückbebt. Jezt das Präsidium niederlegen, hieße schnitten haben. 5 Proz. erhöht, um für das erste Halbjahr 1903 auf 4 Proz. und für der Sache des Centrums den Todesstoß versehen, und dazu findet das erste Halbjahr 1904, d. h. bis zum Schlußtermin der ganzen er nicht die Entschlossenheit. Aber es scheint, als habe er vom Abmachung auf 3 Proz. zu sinken. In absoluten Zahlen ausgebrückt, Centrum gewisse Garantien verlangt, daß weitere Vergewaltigungen Auch bei den Stadtverordnetenwahlen agitieren die Breslauer wird die Lohn, prämie" in den drei resp. Halbjahren pro Arbeiter der Geschäftsordnung unterlassen würden, Wenigstens ist die bis Konservativen mit der Nede des Kaisers. und Tag betragen: mindestens 20 und höchstens 35 Cts., dann in die Nacht währende endlose Sigung des Reichstages vom mindestens 15 und höchstens 25 Cis., zulegt mindestens 10 und Mittwoch die Nichtsthuer der Mehrheit versuchten die unermüdDie Kommiffion für Kinderschuts hielt am Dienstagvormittag ihre Teste Sigung, die sie dazu benutzte, mehrere Verschlechte höchstens 20 Cts. Die bloß für die nächsten zwei Halbjahre geltende lichen Arbeiter der Minderheit durch Erschöpfung vergeblich zur rungen in die Beschlüsse erster Lesung hineinzubringen. So wurde Lohnerhöhung ist also so bescheiden wie möglich. Der persönlich Kapitulation zu zwingen nach einem Antrag Gerstenberger( C.) im§ 3 die in der ersten gewiß unparteiische Schiedsrichter, der auch in seiner Urteils- der Mehrheit gestört worden; Lesung gestrichene Bestimmung wieder aufgenommen, daß Kinder, begründung sich im Gegensatz zu den schiedsrichtenden nordischen Grenze der bisher proflamierten Gesetzlofigkeit. die demjenigen, welcher sie beschäftigt, zur gefeßlichen Zwangs Bergunspektoren juristisch einwandsfrei gezeigt hat, kam leber Nacht war die Minderheit in unverzagter Tapferkeit erziehung( Fürsorge- Erziehung) überwiesen sind", so wie die eignen schließlich doch zu einem fachlich ziemlich einseitigen Schiedsspruch, daran gegangen, inmitten des wüsten Trümmerfelds der Zollhunnen Kinder einer größeren Ausbeutung zugängig gemacht werden. Im der den gerechten Arbeiterforderungen keineswegs entspricht. Dem fo etwas wie eine neue Ordnung zu schaffen. Und am Mittwoch§ 4 wurden bei den verbotenen Beschäftigungen die anwert gegenüber erscheinen die bereits mitgeteilten in diretten Unter- mittag war zur großen Ueberraschung und zum nicht geringen statt Maschinen" wieder zugelassen, da der Bundesrat jetzt das Recht erhalten habe, gefährliche Arbeiten zu ver- handlungen, d. i. durch den direkten Druck der Streikenden im Schreck der Sieger" schon eine ganz stattliche Festung für die Zellbieten. Abg. Trimborn meinte zwar, er entschließe sich nur Loire- Beden vorher erzielten Zugeständnisse in ihrer Gesamtheit opposition erstanden. Zunächst lag ein Geschäftsordnungs- Antrag Singer- Haase schwer zur Streichung, aber er that es doch. Verbessert bedeutend vorteilhafter. Das Schiedsgericht ist eben uur ein Notwurde 4 dahin, daß der Bundesrat nicht allein gefund behelf, dessen Inanspruchnahme durch die Streifenden gerade beweist, vor, der eine Vertagung der weiteren Beratung verlangte, bis die heitsschädliche, sondern ungeeignete Beschäftigungen verbieten daß die Kraft ihres direkten Druds unzureichend ist, um einen erfolg- Geschäftsordnungs- Kommission die Frage wegen der Anträge auf fann. Verschlechtert wurde das Verzeichnis der verbotenen reichen Ausgang des Kampfes zu sichern. Das mögen die franzöfifchen Uebergang zur Tagesordnung entschieden hätte. Das war eine Werkstätten dahin, daß die Beschäftigung von Kindern in ministeriell- socialistischen Anhänger des obligatorischen Schiedsgerichts selbstverständliche Konsequenz des gestrigen Beschlusses von Rechts Schmieden und Schlossereien wieder als tlässig erklärt um jeden Preis beherzigen. wegen müßte die gesamte geschäftsordnungsmäßige Behandlung wurde mit der Begründung, er handele sich um 120 Kinder, denen Im Becken der Haute- Loire war der Streit vorher durch des Zolltarifs erst einmal der Kommission übergeben werden die Erwerbsmöglichkeit genommen werde. Wurm wies vergeblich auf die Gefährlichkeit und Gefundheitsschädlichkeit dieser Arbeiten einen Bergleich beendet, der unter andren Zugeständnissen die frühere aber weil sie selbstverständlich ist, darum will die Mehrheit sie nicht, die, unter fleritalem Einfluß, uur noch glaubt, weil es absurd hin, die schon bei den Erwachsenen viel Berheerungen anrichten, um Lohnprämie für 1903 aufrecht erhält. so mehr doch bei Kindern. Bei§ 5( Beschäftigung im Be Nummehr stehen im Ausstand nur noch die Bergarbeiter von ist, nur thut, was gegen die Vernunft ist. Folglich beantragt triebe von Wertstätten, im Handelsgewerbe und Carmaug. Dort stocken bisher die Unterhandligen an dem Herr bon Kardorff. der Geschäftsordnungs- Stolperer, im Verkehrsgewerbe) wird auf Antrag Trimborn die Widerstand der Kohlenbarone, neben der Lohnfrage auch die Ver- über den Antrag und die Vernunft Uebergang zur Tagesordnung. Borschrift, daß die Arbeit i. Kinder erst eine Stunde nach be- befferung der Alterspensionen dem Schiedsgericht zu unterbreiten, Vicepräsident Büsing, der Ballestrem die Glocke abgenommen endetem Vormittagsunterricht beginnen darf, wieder gestrichen. Abg. trotzdem es sich um eine ganz geringe Verbesserung handelt. hat, unternimmt es zweimal, Haases treffliche und durchaus geschäftsRichthofen( fons.) erklärt, daß ihm auch da noch Sie ordnungsmäßige Darlegungen gegen den Uebergang auf TagesKommissionsbeschlüsse zu weit gehen und er nur für die Regierungsordnung zu unterbrechen. Herr Büsing entwickelt ein großes vorlage zu haben sei. Bei der Sonntagsruhe wird der Eine Humbert- Interpellation. Der Abg. Gauthier will die Talent, die einfachsten Säße nicht zu verstehen, was die Linke zu Abjazz 3, wonach beim Austragen der Waren sowie für sonstige Botengänge Ausnahmen zugelassen werden, wieder eingefügt. Eine Regierung am nächsten Freitag in der Kammer über die Humbertben lebhaften Bemühungen veranlaßt, den Vicepräsident aufzuklären. längere Debatte entſpinnt sich über den ren§ 13a( Ausnahmen affaire interpellieren. Ebenso wird der Abg. Binder Büsing ruft den Genossen Haase zweimal zur Sache und droht mit für verbotene Werkstätten, wenn in ihne. mit elementarer eine Interpelation darüber einbringen, daß die französische Sicher den geschäftsordnungsmäßigen Folgen. Straft bewegte Triebwerke vorhanden sind), wo zu Gunsten heitspolizei an die auswärtigen Polizeibehörden vollMit 210 gegen 66 Stimmen wird zur Tagesordnung überder Webereien im badischen Hozenwalde Kinder ständig unähnliche Photographien der Humberts verdie schußlos gelassen werden, wie Baudert ausführlich nachwies. fandt hat. Man glaubt, daß die Diskussion hierüber eine sehr ergegangen. Die Mehrheit atmet auf: Endlich ist auch diese GeschäftsDabei ergiebt der Beschluß der Kommission in zweiter Lesung. daß regte werden wird. Der Justizminister mird, wie es heißt, im schließlich dieselben Berufsarten, die bei Handbetrieb als verbotene Laufe der Sitzung die Mitteilung 1..achen, daß die Verhaftung der ordnungsdebatte vorüber und nun kann mit Heissa und Hussa der gelten, bei Motorbetrieb durch den Bundesrat als zulässig erklärt Familie Humb.. nahe bevorstehe, oder sogar schon in Argentinien Antrag Stardorff in Sicherheit gebracht werden. werden können. Wurm wies auf das Widersinnige dieses Be- erfolgt sei. Leider vergessen die genialen Strategen des Zollwuchers gerade Der Abg. Brunet brachte gestern in der Kammer einen Gesetz- immer das wichtigste; sie fallen deshalb von einem Hinterhalt in schlusses hin. Abg. Trimborn stimmte dem zu, nahm aber mit der wehrheit der Stommiſſion diesen Beschluß an. Als Wurm auf die entwurf ein, welcher die Abschaffung der Todesstrafe in Frankreich den andern. Sie geraten selbst aus Versehen unter die Guillotine, ungenügenden Informationen hinwies, die fich der Bundesrat über und den franzöfifchen Kolonien bezweckt. Der Entwurf wurde einem die sie errichtet haben. die Arbeiterverhältnisse verschaffe, weil die Vertretung der organi- Ausschusse überwiesen. fierten Arbeiter nicht gehört werde, erklärte Ministerialdirektor Frankreich. Italien. in das italienische Gebiet Barth erinnert, wohl weil er ahnt, daß die Mehrheit auch Cy Casper, daß fcit zehn Jahren auch Vertreter der Arbeiterorgani Die Somalifrage in der Kammer. In Beantwortung einer das übersehen wird, bescheiden daran, daß das Haus nun zunächst fationen hinzugezogen würden. Einstimmig wird ein Antrag Interpellation Santinis über die Haltung der italienischen Re- die 23 Kommissionsreferenten hintereinander hören müsse. Burm angenommen, daß dem§ 13a hinzugefügt wird:„ Um gierung gegenüber den Ereignissen im englischen Somalilande Die Mehrheit erstarrt über diese grausige Folge des Antrags Die Zöllner erwarten Mittag ist den Kindern eine mindestens zweistündige Pause zu geführte Minister des Aeußern Prinetti aus, der Mullah habe auf Sardorff. Spahn öffnet den Mund. währen. Am Nachmittage darf die Beschäftigung erst eine Stunde der: zur italienischen Einflußsphäre gehörigen gespannt so ein kleines Reichsgerichts- Urteil, mit dem Schluß: nach beendetem Nachmittagsunterricht beginnen." Gebiete Raubzüge veranstaltet. England habe seit einiger die Revision ist verworfen. Aber selbst Herr Spahn weiß Der Termin des Inkrafttretens des Gesetzes wird vom 1. Oktober Zeit eine militärische Attion eingeleitet, um den Mullah hierfür diesmal nicht, was er fagen soll. Er redet etwas von 1903 auf 1: Januar 1904 verschoben. Die Plenarberatung zu strafen, habe dies aber nicht ausführen können, da der Mullah petitionen, über die nach der Beratung Bericht erstattet werden wird, wie schon gemeldet, im Januar nächsten Jahres stattfinden. fich auf das zur italienischen Interessensphäre gehörige Gebiet müßte., Singer erleuchtet ihn, daß geflüchtet hatte. Deshalb habe England um die Ermächtigung Petitionen sondern um Kommissionsberichte handelt. Vicepräsident es sich nicht um Es giebt keinen Ausweg! Gegen Herrn Tampke, dessen Fall nachgesucht, nötigenfalls Bei der letzten Beratung der socialdemokratischen Fraktion über einrüden zu dürfen. Italien habe es England be Büsing muß sich nach einigem Zögern zu dem Bekenntnis entpolizeiliche und gerichtliche Mißgriffe eine große Rolle spielte, ist to illigt, feine Aftion auch unter Ueberschreitung der schließen, er werde thatsächlich nun den 23 Referenten das Wort das Strafverfahren eingeleitet worden. Er soll die Behörde durch Grenzen des italienischen Gebietes durchzuführen. Hierbei erteilen. Das ist die unerläßliche Duvertüre zum Antrag Kardorff, unwahre Behauptungen beleidigt haben. Man bleibe höflich, wenn feien natürlich gewiffe Bedingungen gestellt worden, deren Haupt- fie zeichnet sich durch eine wahrhaft unendliche Melodic aus. fächlichste die fei, daß die militärische Aktion Englands nicht eine Derweilen ist mit dem Eintritt in die sachliche Beratung des man grundlos verhaftet worden ist. folche Entwicklung aneh..en dürfe, daß fie die Quelle einer Antrages Stardorff wie aus der Versenkung endlich wieder ein Gefahr für die Kolonie Ben Adir und italienische Protektorat bilden tönnte. England Regierungsmann erschienen: Graf Posadowsth wünscht der Geburt des schlug hierauf vor, daß ein höherer italienischer Marine- leinen Kardorff beizuwohnen. Man erinnert sich überrascht, daß Dffizier die englische Expedition begleiten möge. wir also doch noch eine Regierung haben. Dies wurde von 3talien angenommen. Die Mehrheit aber till nun einmal nichts vom Zolltarif Rach in London eingetroffenen Nachrichten dürfte vor Mitte hören. Graf Schwerin- Löwig, der erste Referent, erklärt lurz: Januar teine Möglichkeit vorliegen, irgend eine Aftion gegen den Ich verzichte. Wieder einer jener Meisterstreiche unergründlicher Stärke. Die tollen Mullah" vorzunehmen. Eine sensationelle Berhaftung wird aus Rom gemeldet. Dort ist Socialdemokratie hatte in der Kommission schriftliche Berichteiner der Führer der klerikalen Partei, der Bantier Chippa, I erstattung verlangt; die Mehrheit begnügte sich mit der mündlichen. Ausland. Das Blutbad von Rostow. In unfrem gestrigen Depeschenteil brachten wir eine Nachricht des russischen offiziöfen Regierungsboten, die über schauerliche Megeleien berichtete, die am 24. und 28. November von Kosaten unter ausständigen Arbeitern in Rosto to und Zichoreßtawa angerichtet wurden und bei denen vier Arbeiter getötet und 38 verwundet wurden. Selbstverständlich stellte es das Regierungsorgan .so dar, als die Arbeiter der angreifende Teil bas Run figen die Zöllner wieder auf den Bajonetten. Gothein, Singer, Y Richter stellen fest, daß bei mündlicher Berichterstattung der Referent gar nicht verzichten darf. 9 Uhr: Herr Büsing ist sehr kleinlaut geworden, Stadthagen mit einent Bitterstoff. Der Angeklagte behaupiete, daß beiden Flaschen nur dazu dienen sollten, den zwingt ihn zu dem Eingeständnis, daß er sich geirrt habe. Dr. Spahn diese dem Körper heraus zu treiben und wird offenherzig. Er sagt: Gründe sind so billig wie Brombeeren. Krankheitsstoff aus Unter großer Heiterkeit muß Schwerin- Löwitz auf die Tribüne Die Mehrheit beschließt, dieses Wort ihres Führers fortan zu ihrem baß er noch eine dritte Flasche in petto habe, die erst die Krönung der Kur darstelle. In unermüdlicher Zungenfertigkeit suchte er darzus und zwingt sich ganze zehn Minuten ab, um über die wichtigsten Feldgeschrei zu machen. Getreide- Positionen zu reden. 9 Uhr. Bebel fordert die nicht gehaltene Detrede ein. Die legen, daß er von der Heilung der Menschen mehr verstehe, als alle Aerzte und Profefforen zusammengenommen. Der Gerichtshof faut Indes die Linke ist wachsam. So geht das nicht! Das ist Mehrheit ärgert sich von neuem. Die Opposition ist sehr guter auf Grund der Beweisaufnahme zu der Ansicht, daß, wenn auch die Pflichtvergessenheit. Barth beantragt beantragt Zurückverweisung an Laune. Graf Ballestrem, der in diesen Präsidialnöten wieder beiden hier in Frage kommenden Flüssigkeiten zur Heilung objektiv die Kommission zur schriftlichen Berichterstattung. Paasche auf dem Plane erschienen ist, schiebt die Schuld an dem Miß- untauglich waren, der Angeklagte subjektiv wohl der Ueberzeugung widerspricht. Singer hält die Zurückverweisung für dringend verständnis, auf Gothein, der seinen Antrag nur mündlich war, daß sein Mittel Heilung bringe. Da hiernach ein Dolus nicht nachzuweisen war, erkannte der Gerichtshof unter Aufhebung des notwendig. Und da er endlich den Regierungsvertreter erwischt, gestellt habe. apostrophiert er den Grafen Posadowsky. Was ist das für eine 9 Uhr. In der Diplomatenloge fitzt dasselbe halbe Dugend ersten Urteils auf Freisprechung. Wirtschaft? Hinter den Coulissen mit der Mehrheit kuhhandeln und gesteifter Hemdbrüste, das man schon gestern dort bewundern konnte. Um einen Erbschaftsschwindel handelte es sich in einer Anklage im Reichstag unsichtbar bleiben! Kaum hat Posadowsky die ersten Diese jungen Attachés scheinen hier ihr Abendvariété zu suchen. wegen Betruges, welche gestern vor der dritten Strafkammer des Worte vernommen, und er ist wie vom Erdboden verschwunden. Landgerichts I gegen den Bäckergesellen Kurt Mohr und den 94 Uhr. Die Mehrheit hat einen neuen Kniff ersonnen. Um Geschäftsführer Gustav Muscate verhandelt wurde. Während Barth, Bachnicke, Paasche, Stadthagen, Bernstein, Rösicke erörtern die socialdemokratischen Zurückverweisungs- Anträge der einzelnen Mohr in diesem Frühjahr im Gefängnis zu Tegel eine Strafe weiter die Frage der Zurückverweisung an die Kommission. Schließlich Pofitionen unmöglich zu machen, beantragen die Zöllner jetzt, verbüßte, lief bei der Anstalt ein Schreiben von einem taucht Posadowsky wieder auf. Allgemeine Spannung. Aber er hat sich selbst zum Hohn, die Zurücverweisung ganzer Rechtsanwalt an den Kaufmann Kurt Mohr" ein, worin der Adreſſat nichts zu sagen. Er entschuldigt die lange Abwesenheit; die Re- Partien im Ramsch, um dann durch Uebergang zur Tages- aufgefordert wurde, eine beigelegte Prozeßvollmacht zu unterschreiben, gierung des Grafen Bülow mische sich nicht in die inneren An- ordnung über den eignen Antrag die ganze Positions- Serie damit der Anwalt in einer dem Mohr von feiten der Großmutter gelegenheiten des Hauses. Aber wenn der Antrag Kardorff zur sach- in Sicherheit zu bringen. Die Rechte versucht also endlich einen zugefallenen Erbschaft von 5000 M. die geeigneten Schritte thun lichen Beratung gedeihe, was hoffentlich bald geschehe, dann werde Anlauf, statt mit Fäusten und Füßen mit dem Hirn zu kämpfen. lönne. Da außer dem Angeklagten ein Mann gleichen Namens fich nicht im Gefängnis befand, so hielt man ihn für den richtigen Konsistorialrat Stodmann ist dieser Columbus, aber er kann Adressaten, zumal Mohr erklärte, daß man ihn als Kind für den Im weiteren Verlaufe der Sizung wiederholt sich nun immer nicht verhindern, daß Wurm sehr ausführlich gegen den von Spahn kaufmännischen Beruf bestimmt hätte. Mohr unterschrieb die Volldieselbe Scene: Referent, Antrag der Minderheit auf leberweisung gestellten Tagesordnungs- Antrag spricht. macht und wariete mum den weiteren Verlauf der Sache ab. Es eran die Kommission zur schriftlichen Berichterstattung, Antrag der folgte aber nichts. Der Rechtsantvalt hatte wohl inzwischen entMehrheit auf Uebergang zur Tagesordnung, der, nachdem ein Redner deckt, daß eine Personenverwechselung vorgelegen. Als Mohr dann für, ein Redner dagegen gesprochen hat, beschlossen wird. sich mit dem Anseine Strafe verbüßt hatte, feste beiden volksparteilichen Referenten finden die Zufriedenheit der geklagten Muscate in Verbindung und dieser soll ihm dann Beihilfe Minderheit. Denn ein Wunder ist geschehen. Auch die Volkspartei geleistet haben, um auf Grund des erwähnten Schreibens vont beteiligt sich plötzlich schüchtern an der Bekämpfung des Zolltarifs. Rechtsanwalt von leichtgläubigen Personen Geld zu erschwindeln. Ein Schankwirt ließ sich herbei, 120 m. auf die Erbschaft zu geben. Er wurde um diesen Betrag geprellt. Die Behauptung des Ane geklagten Muscate, daß er sich im guten Glauben befunden habe, konnte durch die Beweisaufnahme nicht widerlegt werden, er wurde freigesprochen. Mohr wurde zu jechs Monaten Gefängnis die Regierung reden. Nur die Gamp referiert eine Viertelstunde über Kartoffel, Gemüse, Blumen. Zurückverweisung. Tagesordnung. In der Gegenrede B e bels ereignet sich ein unglaublicher Zwischenfall. Graf Stolberg ruft ihn zur Ordnung, weil er die Aeußerung eines Regierungsvertretersman dente eines Ministers- für unpassend erklärt hat. Für den Grafen Stolberg ist mithin immer noch ein Bundesratsmitglied ein höheres Wesen mit höherem Anspruch auf Schuß als ein gemeiner Volksvertreter. 10 Uhr. Die Herren Dr. Heim und Dr. Gröber sind sehr ungeduldig. Wurm läßt sich nicht stören. 10 Uhr. Wurm schließt. In der Kasperle- Theatervorstellung der Mehrheit fiegt die Marionette Spahn programmmäßig über die Marionette Stockmann. Die Tagesordnung wird angenommen. 10% Uhr. Nach längerem Kampfe giebt die Mehrheit nach, weil ein Teil des Centrums aus focialen Gründen weich wird: Rücksicht auf die Stenographen! Dafür beginnt es morgen schon um 10 Uhr früh. Ergebnis der 10ftündigen Sigung: 9 Referate sind erledigt, 29 Referate stehen noch aus, darunter die der Genossen Antria, verurteilt. Reißhaus, Molkenbuhr( zweimal). cr Am Montag ist Katholischer Feiertag, alſo fällt die Sigung aus. Letzte Nachrichten und Depeschen. Bis dahin will das Centrum die Ernte des Staatsstreichs einheimsen. Der nächste Referent, BI an fenhorn, spricht 27 Minuten Ein frommer Wunsch! über Obst. Zurückverweisung. Tagesordnung. Müller Meiningen referiert 41 Minuten über Kolonialwaren. Gerichts- Zeitung. Das Budget der Bereinigten Staaten. Washington, 3. Dezember.( W. T. B.) Dem Kongreß#t heute der Jahresbericht des Schatzsekretärs Shaw zugegangen. Nach denselben beliefen sich die gesamten Staatseinnahmen in dem ant 30. Juni 1902 zu Ende gegangenen Rechnungsjahr auf 5 Uhr. Herr Gamp referiert. Er bringt es fertig, in Wie wäre es Arbeitern in solchem Falle ergangen? Nach 684 826 280 Dollars, die Ausgaben auf 593 038 905 Dollars, so das 19 Minuten über die Holzzölle und den Quebrachozoll zu berichten, einer Sinciperei hatten am 6. April d. J., abends 8 Uhr, eine Anzahl sich ein leberiauß von 91 287 375 Dollars ergiebt. während die Kommission einen vollen Tag nur für die Gerbholzzölle anständigen Ulf verübt, indem sie Straßenpassanten anrempelten, Studenten in der Berlinerstraße zu Charlottenburg einen recht un- Von den Einnahmen betrugen die aus Zöllen 254 444 706 Dollars gebraucht hat. Aber er bittet himmelhoch, ihm ja nicht etwa Gewissen Frauen belästigten und schließlich am Knie mit einem gegen 238 585 456 Dollars im Vorjahre. Die Staatseinnahmen find losigkeit vorzuwerfen: das amtliche Protokoll sei noch viel Straßenbahn- Schaffner Standal anfingen, fodaß eine große Menschen- 38 776 495 Dollars zurückgegangen. gegen das Vorjahr um 14 990 250 Dollars, die Ausgaben um gewissenloser. Um so nottvendiger ist unser Antrag auf menge sich ansammelte und im öffentlichen Interesse die Polizei: 1903 werden Für das Rechnungsjahr fchriftliche Berichterstattung die Einnahmen auf 694 020 630 Dollars, die über die Gerbholzzölle. Burm beamten gegen die Studenten einschreiten mußten. Der Student Ausgaben auf 651 020 630 Dollars veranschlagt, so daß stellt ihn und ſpinnt eine lebhafte Unterhaltung mit Herrn Burgers war von Polizeibeamten arretiert und zur Wache in der also auf einen Ueberschuß bon 43 Millionen Dollars geGamp über den Wert des schweigsamen Protokolls der Zoll Marchstraße gebracht worden. Auf dem Wege dorthin drängten sich rechnet wird. Für das Rechnungsjahr 1904 werden kommission an. Inzwischen hat der geschäftige Dr. Arendt den andre Studenten zwischen die Polizeibeamten und den Arrestanten, Einnahmen auf 729 767 664, die Ausgaben auf 677 956 776, Der üblichen Antrag auf Tagesordnung eingebracht. Wozu? Es scheint offenbar in der Absicht, den Letteren zu befreien. Dies gelang ihnen Ueberschuß demnach auf 51 310 887 Dollars geschätzt. fein Socialdemokrat mehr zu diesem Punkte sprechen zu wollen, und reichen, indem sie als der total betrunkene Burgers schon seinen Rausch Bericht mit: nicht, jedoch versuchten sie nun ihren Ziveck durch Chikane zu er 8108 ärtigen anders teilt her Ueber den Gang des er zieht den Antrag schleunigst zurück, um die Pro- und Kontra- Rede in der Polizei- Zelle ausschlief, mehrmals bis in die Nacht hinein Rechnungsjahr ist die Abnahme der Ausfuhr und die gu Die auffallendste Erscheinung im abgelaufenen zu sparen. an der Klingel zur Polizeirhe zogen und Freilassung des angeblichnahme der Einfuhr. 5 Uhr. Ach, Herr Arendt ist hereingefallen. Wurm hat so- franten B. forderten. Dem Revier- Polizei- Lieutenant Heitmann, 5½½ nahme der Einfuhr. Die Ausfuhr sant seit dem Vorjahre um 106 045 590 Dollar( von 1 487 764 991 auf 1 381 719 401 Dollar), fort wieder das Wort ergriffen und versteht es nun meiſterlich, der den Versuch machte die Studenten und deren Begleiter, ehemalige während die Einfuhr um 80 148 783 Dollar( bon 823 172 165 unter strenger Innehaltung der vorgeschriebenen Form in einer Corpsstudenten, zur Vernunft zu bringen, wurde zugerufen: Sie auf 903 320 948 Dollar) stieg. Was die Ausfuhr betrifft. Rede zur Geschäftsordnung eine fachkundige Kritik des Quebrachozolles Corps student!" Der Rufer war der Ingenieur Adolf Willionen Dollars infolge der gestiegenen Nachfrage des heimischen sind ja wohl preußischer Offizier, aber ich bin so fant die Ausfuhr von Eisen- und Stahlwaren um 18,76 zu liefern, die auch vom Minister Möller aufmerksam mit angehört Stromberg aus Berlin, der mit dem Studenten Franz Morties, die von Mais und Maismehl infolge des Ernteausfalls wird. Inzwischen verbreitet sich das Gerücht, daß die Mehrheit die Stari Raabe das Befreiungswerk zu gunsten des betrunkenen Sigung bis 10 oder 11 Uhr nachts ausdehnen wolle. Weiterreden. プラ 4 die Burgers unternommen hatte und durchaus seinen Willen durchzusehen um 67,36 Millionen Dollars, und durch den Preisfall der Baumwolle 6 Uhr. Wurm hat dreiviertel Stunden gesprochen, ohne daß verfuchte. Die beiden wurden dem Polizeitvachtmeister vorgeführt, fiel der Wert der Baumivollausfuhr( trog der gestiegenen Menge) ihn der Präsident auch nur einmal hätte unterbrechen können. Die dem sie auf Befragen erklärten, sie wollen den B. mitnehmen. Als 69,7 Millionen Dollars auf Mehreinfuhr von Rohstoffen für die inum 23 Millionen Dollars. Von der Steigerung der Einfuhr entfallen Freisinnigen beantragen noch die Gerbstoffextrakt- Nummern, dies wiederholt abgelehnt worden war und der diensthabende Wacht- ländischen Fabriken, 19,7 Millionen Dollars auf fertige Artikel, Genosse Sachse die Position über Felgen und Speichen zur meister mit dem Hinweis auf den Hausfriedenbruchs- Paragraphen 11,86 Millionen Dollars auf feine Artikel. Singegen die Einnochmaligen Berichterstattung an die Stommiſſion zurückzuweisen. zogen sie dessen ungeachtet weiter an der Klingel und brangen in das Die Einfuhr ganz oder teilweise fertiger Eisen- und Stahlwaren den beiden Eindringlingen den ferneren Zutritt untersagt hatte, fuhr von Nahrungsmitteln um 21 Millionen Dollars zurüd. Wieder zückt Dr. Arendt das Schlachtmesser der einfachen Tages Revier- Bolizeibureau ein. Endlich machte man mit ihnen kurzen Die Einfuhr ganz oder teilweiſe fertiger Eiſen- und Stahlwaren ordnung, aber diesmal schneidet er zu. Alle drei Anträge sollen Prozeß und behielt sie gleich da zur Einlieferung in das Polizei- ftieg um 9,3 Millionen Dollars und war größer, als sie seit 1893 durch eine Abstimmung niedergefäbelt werden. Die Freifinnigen Gefängnis. Gegen die bei der Affaire beteiligten Ruheftörer vergewesen. Auch die Gesamteinfuhr von, wie erwähnt, 903 Millionen ziehen ihren Antrag ängstlich zurüid. Arendt, fürchterlich in seinem handelte am 24. September d. J. das hiesige Schöffengericht. Dollar hat die bisher größte des Jahres 1893 von 866 Millionen 3orn, erklärt, er werde demnächst beantragen, alle noch nicht Raabe und Stromberg waren wegen eines auf der Polizei: Dollar noch übertroffen. Der Rückgang der Ausfuhr betrifft fast gestellten Anträge der Opposition durch leber mache begangenen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs au je ausschließlich den Handelsverkehr mit Europa; die Abnahme der Ausgang zur Tagesordnung von vornherein zu be 1 Woche Gefängnis verurteilt worden und ferner wegen groben fuhr dorthin( um 128,47 Millionen Dollar) wurde durch die Zunahme Zwei starke Männer, Herr v. Kröcher und Herr Hartwig legten beide Berufung ein. Die 2. Straffammer des Berliner Unfugs auf je 50 M. Geldstrafe. Im Beistande des Rechtsanwalts des übrigen Erports nicht gemacht. seitigen. Die Handelsmarine zählte Ende Juni 24 273 Fahrzeuge Dr. Spahn, hindern Herrn Arendt durch Festhalten der Hände am Landgerichts II verhandelte gestern gegen Raabe und Strom mit einem Brutto- Tonnengehalt von 5,79 Millionen Tommen( gegen berg, die Berufung gegen das Urteil des Schöffengerichts eingelegt 24 057 Fahrzeuge mit 5,52 Brutto- Tonnen im Vorjahre). Der 6 Uhr. Der neue Arendtsche Ritus ist eingeführt: die hatten und zwar insoweit dasselbe sie wegen Hausfriedensbruch ver- Bericht fagt, der Fortschritt im Schiffsbau sei besser als je geAnträge Wurm und Sachse sind durch eine Abstimmung geföpft urteilte. Der Angeklagte Raabe erklärte, er sei, als Burger arretiert wesen, und wenn er den Gang der letzten Jahre innehalte, worden, nachdem Genosse Bod gegen die einfache Tagesordnung wurde, mitgegangen, um Zeuge zu sein, und Stromberg wiederum würden die Vereinigten Staaten allmählich Deutschland den gesprochen hatte. erklärte, er habe aus Kameradschaftlichkeit sich dem angeschlossen, zweiten Plas unter den schiffbauenden Nationen streitig machen Auf Grund des Ergebnisses der Beweisaufnahme stellte Staats- fönnen; doch sei die Aussicht für das laufende Rechnungsjahr nicht 7 Uhr. Das alte Bild. Der Oberzöllner Herold hat in anwalt Chrezczinski anheim, das erste Urteil in Bezug auf das Etraf io vielversprechend. Das Wachstum der amerikanischen Schiffahrt, fünfzehn Minuten Federvieh und Fleischextrakt, Fische, Heringe, maß abzuändern und wegen einfachen Hausfriedensbruch gegen fährt der Bericht fort, erstrecke fich nur auf den Binnenverkehr, während Kaviar, Austern und Krebse verschluckt. Molkenbuhr beantragt. auf 100 m. Geldstrafe und gegen St. auf 50 M. Geld von der ganzen Einfuhr und Ausfuhr des Landes 8,8 Proz.( wenig Zurückverweisung der Positionen an die Kommission und bekämpft in strafe zu erkennen. Die Straffammer erachtete Hausfriedensbruch mehr als im Jahre vorher) auf amerikanischen Schiffen beförders einer Kontrarede die Bachemsche Kaviarlegende. Die Mehrheit füllt nicht für vorliegend und hob das schöffengerichtliche Urteil auf, info murden. Groß fei hingegen die Beteiligung amerikanischen Kapitals wieder die Punch romaine- Becher der Abstimmung mit weißen Starten weit die beiden Angeklagten wegen Hausfriedensbruch berurteilt an fremden Dampferlinien; der Bericht erinnert an die Gründung des Schiffahrts Trusts, von dessen Dampfern, nach dem bis zum Rande. Tonnengehalt, mir etwa ein Achtel die amerikanische Flagge führe. Der Grund diefer Erscheinung seien die höheren Schiffebaukosten sowie die höheren Betriebsausgaben und Mannschaftslöhne in Amerika. Der zulegt erwähnte Uebelstand falle noch ins Gewicht, felbst wenn man im Auslande gebauten Schiffen die Führung der amerikanischen Flagge gestatte. worden waren. Eine so milde Beurteilung der von den Studenten verübien Aus8 Uhr. Herr Dr. Müller- Sagan hat rasch zusammengestelltes schreitungen legt die Frage nahe, toie fich die Polizeibeamten gegen Material zu einer halbstündigen Berichterstattung über 16 Positionen" Studentenult" dieser Art hinfort sich schüßen sollen. Ferner muß benust. Herr Dr. Paasche, der in der Firigkeit allen über ist, man fragen, ob die Schuhleute Arbeitern gegenüber, die sich derart brauchte zu 17 Pofitionen nur sieben Minuten. Durch genaue Anflegelhaft benommen hätten, eine ebenso unbegreifliche Langmut begaben der Minutenziffern gewinnen die gewissenhaften Berichte das wiesen hätten. gegen Paasche. · Zuder- Konvention. das Aussehen von Eisenbahn- Fahrplänen. Stadthagen polemisiert In vierterInstanz wurde gestern eine Anklage wegen unfanteren Wettbewerbes gegen den Naturheilkundigen M. Laabs 81, Uhr. Der Nationalliberale Sieg hat flüchtig über Mehl vor der 5. Straffammer verhandelt. Dieser hatte in der üblichen London, 3. Dezember.( Interhaus.). Auf eine Anfrage und Del berichtet. Gothein verlangt schriftliche Berichterstattung marttschreierischen Weise angekündigt, daß er auch in den verzweifelt Gibson Bowles( fonf.) betreffend die Wirkung der Brüsseler Konvention über die Delpofitionen und legt den Präsidenten, Grafen sten Fällen allen Stranten, die durch Aerzte verkehrt behandelt worden auf den englisch- russischen Handelsvertrag von 1859 fagt unter. Stolberg, elegant in den Sand, der die unglückliche Neigung seien, sichere Hilfe bringe." Auf den namens der Aerztekammer von it a atssetretär des Auswärtigen Lord Cranborne, hat, gerade mit diesem Redner anzubinden und ihn tolpatschig zu Professor Dr. Coßmann gestellten Antrag, verurteilte das Schöffen nach der Auffassung der englischen Regierung fei die Aufunterbrechen. Dr. Spahn stellt, da den Dr. Arendt die gericht den Angeklagten zu 150 M2. Geldstrafe. Die Straffammer erlegung von Ausgleichszöllen auf Prämienzuder oder verwarf die eingelegte Berufung und führte u. a. aus, daß die sichere Berbot der Einfuhr solchen Zuders nicht unvereinbar mit Mehrheit wegen Unfähigkeit von seinem Posten als Schlußmacher Heilung aller Krankheiten die Grenze des menschlichen Könnens über der Meistbegünstigungsklausel. Der russischen Regierung sei entfernt hat, den üblichen Antrag auf Tagesordnung. Genosse schreite und dies dem Angeklagten zweifellos auch bekannt sei. Hier im Jahre 1899, als die indische Regierung AusgleichsEdmund Fischer spricht dagegen. Die Mehrheit, die nur zum gegen wurde Revision eingelegt und das Kanimergericht hob das zölle auf aus Rußland eingeführten Zuder legte, mitgeteilt worden, Abstimmen in den Saal gekommen ist, hört wie immer nicht zu; Urteil auf und wies die Sache an die Burinstanz zurüd, weil es daß dies die Auffassung der britischen Regierung sei, daß aber, Herr Dr. Heim erheitert sie durch naturgetreue, aus der innersten noch einige thatsächliche Feststellungen für nötig hielt. Die gestrige falls die russische Regierung dieser Auffassung mit beipflichten die englische Regierung bereit fei, den Vertrag bon Natur quellende Nachahmung des Dchfengebrülls, womit unser Redner, wiederholte Verhandlung hatte dasselbe Ergebnis wie die übrigen.önne, zu indigen. Auf diese Mitteilung sei von seiten der einen Augenblick beim Aussprechen eines mit U anfangenden unmittelbar nach dem Sohn nahm der Vater, der Heilkundige 1859 Wortes gestockt hat, verhöhnt werden soll. Aber blutiger Hohn soll Rudolf La abs auf derselben Anklagebant Plak. Er war vom der ruffischen Regierung eine Antwort nicht erfolgt. Auf eine Schöffengericht wegen Betrugs zu 100 M. Geldstrafe verurteilt wor- weitere Anfrage fügt Granborne hinzu, daß der obenerwähnte Vertrag sie selber treffen. Unmittelbar nach der Annahme des Spahnschen den. De: Angeklagte, der nach dem Gutachten des Gerichtsarztes nicht gekündigt worden sei. Msrann fragt Gibson Bowels an, welche Antrags erhebt sich Gothein und spricht gegen Fischer. Dr. Puppe eine volle Unkenntnis über die elementarsten Grundbegriffe Schritte die englische Regierung, da nun einmal die russische ReDie Mehrheit fpigt vergnügt die Ohren, Herr Büsing der medizinischen Wissenschaft verrät, war von einem auswärts gierung eine von derjenigen der englischen gänzlich abweichende Ansicht lauscht... Was wird kommen? Nun, Herr Gothein stellt wohnenden Mann infolge eines Inserats um Hilfe angegangen wors habe, zu unternehmen beabsichtige, um diese verschiedenen Auffassungen fest, daß Fischer überhaupt nicht über die Del-, sondern den. Er hatte demselben darauf ein Batet mit zwei Flaschen ver- auszugleichen. Lord Cranborne, erwidert hierauf, die englische über Mehl positionen gesprochen, daß die die Mehrheit fchiedener Flüssigkeit zugeschickt, wofür 12,80 M. zu zahlen waren. Regierung habe, wie Bowles sehe, die Kündigung des Vertrages mit dem Präsidenten Stolberg an der Spitze nicht das geringste Die eine Flüssigkeit sollte äußerlich, die andere innerlich angewendet angeboten, es sei jedoch von diesem Anerbieten feinerlei Notiz gewerden, und der Angeklagte verhieß vollständige Heilung. Als sich nommen worden. Des weiteren stellt Bowles eine Anfrage bezüglich gemerkt, daß sie sich bis über die Ohren blamiert habe und daß nun das Befinden des Patienten nicht befferte, ging er mit dem Rest der der Erklärung des holländisch en Finanzministers, daß England durch cigentlich die Kontrarede erst gehalten werden müsse. Flüssigkeiten in ein chemisches Institut und ließ sie analysieren. Der die Stonvention verpflichtet sein wurde, Ausgleichszölle auf PrämienRiesiger Jubel bei der Oppofition, schrecklicher Berger, Wutschreie Inhalt der Flaschen wurde als ganz wertlos festgestellt: die cine enis zuder, der aus seinen Stolonien stammt, zulegen, Cranborne ersucht und Toben bei der Mehrheit. Aber wahr bleibt es doch. hielt Alkohol mit Zuder und Pfefferminze, die andre Saffran jedoch, derartige Anträge vorher anzukündigen. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzn 3 Beilagen n. Unterhaltungsblatt Nr. 283. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 4. Desember 1902. 229. Sigung. Mittwoch, den 3. Dezember 1902, mittags 12 11hg sis hr. Am Bundesratstisch: niemand. Auf der Tagesordnung steht die Fortsegung der zweiten Beratung des Zolltarif- Gesetzes. Präsident Graf Ballestrem: Che ich die Diskussion über § 1. Abjaz 1 der Sommissionsbeschlüsse wiedereröffne, habe ich dem Hause mitzuteilen, daß ein Antrag Singer und Haase( Soc.) eingegangen ist, welcher lautet: " hält das Wort hast festgestellt. getreten wären. Bicepräsident Büsing: Die Frage, ob das Haus bereits in die Diskussion des Tarifs eingetreten ist, ist gestern erledigt. Abg. Haafe: Es ist doch Thatsache, daß; Beschlüsse des Hauses durch andre Beschlüsse abgeändert werden können. Es ist doch möglich, Zusammenhange mit der Sache stehen.( Lebhafte Zustimmung bei nichts weiter als die Karikatur eines Berichts.( Große Unruhe bei den Socialdemokraten.) Wenn Sie nicht den zweiten Rechtsbruch der Wehrheit. Lebhafte Zustimmung links.) verüben wollen, dann dürfen Sie in der Beratung des Antrags Vicepräsident Büsing: Herr Abgeordneter, es ist nicht zu Kardorff nicht fortfahren. Lehnen Sie den Antrag auf Uebergang lässig, daiz Sie cinem Mitgliede des Hauses vorwerfen, zur Tagesordnung ab, wenn Ihnen Recht Geses und Billigkeit noch er hat die Karikatur eines Berichts geliefert.( Lebhaftes Oho! etwas gilt!( Bravo! bei den Socialdemokraten.) links.) Abg. Singer( Soc.) beantragt namentliche Abstimmung über den Antrag Stardorff. Der Antrag wird von der gesamten Linten die mit so großem Nachdruck verlangen, daß hier Bericht erstattet Abg. Dr. Paasche( natt.): Ich konstatiere, daß dieselben Herren, ( Abg. Richter ist nicht im Saale) unterstügt. wird, fast sämtlich während des Berichts außerhalb des Hauses waren. daß die Bänke der Socialdemokraten fast leer waren. ( Stürmischer Widerspruch links.) Ich konstatiere lediglich, Die namentliche Abstimmung wird vorgenommen. Während der Schriftführer Abg. Frese eben begonnen hat, die Stimmzettel auf den Bänten der Socialdemokraten einzufammeln, beginnt Vicepräfident Büsing bereits diejenigen Herren, die ihre Stimmzettel noch nicht abgegeben haben, aufzufordern, die Zettel beim Präsidium abzugeben.( Laute Protestrufe bei den Soc.: Oho! Oho!) v. Vicepräsident Büsing: Ich werde noch warten.( Heiterteit.) Stardorff auf Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag Die namentliche Abstimmung ergiebt die Annahme die Autrages Singer mit 210 gegen 76 Stimmen bei 6 Stimmenthaltungen. Vicepräsident Büsing: In der nun wieder eröffneten Diskussion über§ 1 Absatz 1 des Zolltarif- Gesetzes hat das Wort zur GeschäftsAbg. Dr. Barth( freis. Bg.): Abg. Singer( Soc.): Erstens ist die Behauptung des Herrn Dr. Paasche unrichtig. Nur einzelne meiner Parteigenossen Der Reichstag wolle beschließen, die Verhandlung über den waren nicht antvefend. Wenn Herr Paasche aber auch recht hätte, Antrag Stardorff solange auszusetzen bis die Geschäftsordnungsso würden wir doch nur dem illustren Beispiel der Mehr tommission über die ihr am 7. November überwiesene Frage heit gefolgt fein, das sie uns in den letzten Tagen fortgesetzt Bericht erstattet und das Plenum darüber Beschluß gefaßt hat". Der erste Teil dieses Antrages ist gleichbedeutend mit einer AbLöwig gegeben hat. Die Berichterstattung des Abg. Graf v. Schwerinsehung der Tagesordnung. Er ist präjudiciell für unsre Vergab kein Bild von den Kommissionsverhandlungen. Wichtige Borgänge wurden nicht erwähnt.( Lebhafte Zustimmung handlungen. Ich werde ihn deshalb zur Diskussion und Abstimmung bei den Socialdemokraten.) Es ist nicht einmal mitgeteilt bringen. Abg. v. Kardorff: Ich beantrage llebergang zur einfachen Tagesordnung worden, welche Abänderungsanträge gestellt worden ordnung über den Antrag Singer. find.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Haben Sie je eine solche Berichterstattung gehört?( Lebhafte Zustimmung bei Bräfident Graf Ballestrem: Dieser Antrag ist jederzeit zulässig. Es handelt sich um die Frage, ob ein einmal vom Hause gefaßter erst die Referenten gehört werden. In den Drucksachen 704a und b, aus dem Widerwillen überhaupt, den Tarif sachlich zu beraten. Sie Es entspricht einer alten Praris des Hauses, daß zunächst immer den Socialdematraten.) Die schlechte Berichterstattung erklärt sich Beschluß über die geschäftliche Behandlung einer Angelegenheit im die vom Zolltarif handeln, ist ausdrücklich auf die mündlichen( nach rechts) fagen, Sie vertreten die Würde und die Selbſtachtung Laufe derselben Debatte wieder abgeändert werden darf. Für den Antrag auf Uebergang zur einfachen Tagesordnung er- fchriftlich Bericht erstattet worden. Da der Antrag v. Stardorff die erstattung noch behaupten?( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Referate hingewiesen, denn mir über einen einzigen Abschnitt ist des Reichstages. Wie können Sie das auf Grund solcher BerichtAbg. v. Kardorff( Rp.): Ich bitte, meinen Antrag auf Ueber- Beschlüsse der Kommission zur Unterlage hat, so ist eine fachliche Es handelt sich doch um Beschlüsse der Kommission, die die Lebensgang zur Tagesordnung anzunehmen.( Bravo! rechts. Gelächter links.) werden, nicht möglich. Da num nach dem Antrag v. Stardorff der ge- dieses unzureichenden Berichts Beratung auch dieses Antrages, ohne daß die Referenten gehört haltung des deutschen Voltes aufs äußerste beeinträchtigen. Angesichts milfen wir beantragen, daß Gegen den Uebergang zur Tagesordnung erhält das Wort Abg. Haase( Soc., während der Redner seine Ausführungen vor dem Beginn der Diskussion sämtliche 23 Re- erfahren, famie Bolltarif uno acto erledigt werden soll, so beantrage ich, daß wir nunmehr auf dem Wege des schriftlichen Berichts beginnt, verlassen zahlreiche Mitglieder der Mehrheit den Saal.): ferenten gehört werden.( Unruhe rechts.) Num tönnte der das was in der Kommission geschehen ist. Wenigstens der äußere Gerippe Verhandlungen Die präjudicielle Frage, die in unsrem Antrage enthalten ist, hat Fall eintreten, daß der eine oder andre Referent verzichtet, und es muß gegeben werden. In zehn Minuten läßt sich ein solcher Bericht cine einschneidende Bedeutung. Es ist klar, daß der könnte weiter vorkommen, daß der Präsident erklärt: ich fann den überhaupt nicht geben. Ich möchte den Berichterstatter bitten, wenigstens Antrag v. Stardorff jezt gar nicht mehr beraten werden darf. Das Referenten nicht zwingen, zu reden. Für diesen Fall tündige ich nochmals das Wort zu nehmen und uns über das Schicksal der Haus hat bereits den Beschluß gefaßt, in die Beratung schon jetzt einen Antrag an, diejenigen Positionen, für welche der Anträge aufzuklären. Er muß uns doch weiter sagen, was die des Tarifs einzutreten. Der Präsident hat das unzweifel- Referent die Berichterstattung verweigert, an die Stommission weds Regierungsvertreter in der Kommission gesagt haben. Vicepräsident Büsing: Sie dürfen auf diese Frage nicht mehr verweisen.( Sehr gut! fints. Unruhe rechts.) Ich bitte den Heren nehmen.( Während der Rede des Abg. Singer finden eingehende Erstattung eines schriftlichen Berichts zurückzu- Möge er sich doch den trefflichen Bericht des Abg. Spect zum Muſter zurückommen. Es liegt ein Beschluß des Hauses darüber vor, daß Präsidenten, mit den Referaten beginnen zu lassen und zunächst Heren Konferenzen zwischen den Abgg. v. Kröcher[ f.] und Baſſeres nicht richtig ist, daß wir in die Diskussion über den Tarif ein Abg. Graf Schwerin- Löwig zur Berichterstattung über die Po- mann[ natt.] und zwischen den Abgg. Dr. Arendt( Rp.] und Spahn( C.)] fitionen 5-22 aufzufordern. statt.) Wird denn die Regierung nicht endlich hier öffentlich Stellung Abg. Haase: Meine Ausführungen stehen im engsten Zusammen- Vicepräsident Bijing: Es liegt ein präjudizieller Antrag Molten nehmen zum Antrag Kardorff?( Lebhafte Zustimmung bei hang mit dem vorliegenden Antrage.( Zustimmung bei den Social- buhr vor, den ersten Absatz des Tarifs zweds Erstattung des schrift den Socialdemokraten. Nufe: osadowsky folt sprechen!) demokraten.) Ich muß doch nachweisen können, weshalb wir not- lichen Berichts an die Kommission zurüdzuberweisen. Es sind doch Kommissionsbeschlüsse von der Regierung für unwendigerweise die Beratung des Antrages Stardorff ausseßen müssen und weshalb es notwendig ist, die gestern gefaßte Entscheidung des Abg. Moltenbühr( Soc.): Ich ziehe den Antrag jezzi annehmbar erklärt worden.( Mit erhobener Stimme:) Was für eine Sanjes Weder aufzuheben. zurüd. Wirtschaft ist denn das mit der Regierung? Ist sie denn nur dazu Abg. Dr. Spahn( C.): Der Abg. Gothein hat verlangt, daß da, hinter dem Rücken des Blenum mit der Mehrheit zu verhandeln? über die Petition vorher berichtet wird. Ich bitte, es beim alten( Graf v. Bofadowsky verschwindet bei den Worten schleunigst aus Brauch zu belaffen, über die Petition erst am Schlusse der III. Lesung dem Saale. Stürmische Heiterkeit bei der Opposition.) Die Regierung zu referieren. hat geheime Abmachungen mit der Majorität getroffen, mit der sie Abg. Singer( Soc.): Es handelt sich hier nicht um die ein Jahr lang im heftigsten Widerspruch stand. Das ist eine furchthat verlangt, daß die Petitionen gelegentlich der Beratungen der namentliche Abstimmung über den Antrag Barth.( Bravo! bei den Betitionen, sondern um die Pofitionen des Tarifs. Herr Gothein bare Blamage für sie vor ganz Europa. Ich beantrage die einzelnen Positionen selbst mit verhandelt würden und darüber Socialdemokraten.) Bericht erstattet würde. Was Herr Spahn Herrn Gothein jagen Abg. Dr. Barth( fri. g.): Wir haben uns wegen der Schwierigs Vg.): läßt, wäre sinnlos und sinnlos zu sein, ist das Borrecht feit, den Abgeordneten Grafen Schwerin- Löwig, der sehr undentlich der Majorität geworden.( Große Seiterfeit.) Sh möchte sprach, zu verstehen, auf die andre Seite des Hauses Herrn Spahn bitten, seinen juristischen Scharffum nicht anzustrengen, begeben. Das scheint Herrn Paasche ganz entgangen um die Worte des Kollegen Gothein in ihr Gegenteil zu verkehren. 3u sein. Berichte mit besserem Inhalt, was bei diesem Berichte Ich wundere mich nur, daß der Präsident nicht schon von selbst den ja nicht der Fall war, sollen ja auch im stenographischen Bericht Referenten das Wort zur Berichterstattung erteilt hat. Abg. Haafe: Das Vorgehen der Mehrheit muß zur Anarchie, gelesen werden. Auch haben die Herren, die herausgegangen sind, zur Wiltür- Herrschaft im Parlament führen. Was Sie gestern Herr Barih hat das Wort zur Geschäftsordning verlangt, che ein die wichtigsten Positionen Bericht erstattet würde. Vicepräsident Büjing: Dieser Vorwurf ist völlig unzutreffend. es wahrscheinlich für unmöglich gehalten, daß in zehn Minuten über Von diesem für sich beansprucht haben, verweigern Sie hente falt Borschlag meinerseits überhaupt möglich war. lächelnd der Linken. Es war der Bericht fonnten wir allerdings nichts lernen. Dafür waren die Ausführungen des Herrn v. Tiedemann das krasseste Beispiel, der gestern in jedem schließen darf, daß er beabsichtigt, den Referenten das Wort zu Abg. Singer: Wenn ich aus diesen Worten des Präsidenten i chlechteste Bericht, den ich je gehört habe. Abg. Dr. Pachnide( frs. Vg.) wendet sich gleichfalls aus den Bunkte die früher von ihm betämpften Gründe der Linken sich zu geben, so bin ich ja zufrieden.( Seiterkeit.) Das Verlangen des felben Gründen gegen den Abgeordneten Paasche und beschwert ſid uze machten. Früher nahmen wir an, daß der Präfident Leiter der Stollegen Barth ist völlig gerechtfertigt. Ohne ein Referat ist eine darüber, daß dieser versucht hat, Geschäfte des Saufes fei, jest aber will ihn die Mehrheit Entscheidung unmöglich. die Ernsthaftigkeit der Absicht der Minderheit zu ihrem Kommis macheit.( Lebhafter Beifall bei den Socialzu bezweifeln. Hier cine fachdemokrater. Rärm bei der Mehrheit. Glocke des Präsidenten.) Vicepräsident Büsing: Es ist die Diskussion eröffnet worden über liche Beratung herbeizuführen. Der Bericht war ganz oberEines aber war besonders charakteristisch: Bicepräsident Büsing: Ich ersuche den Herrn Abgeordneten, die Ein Teil dieses Antrages ist der Zolltarif. Ich werde daher den Graf Bosabowsky verschwand in demselben Augenblid, we hier auf § 1, 1 des Tarifgesetzes mit dem berichtigten Antrag v. Kardorff. flächlich gewesen. Geschäftsführung des Präsidiums nicht zu fritisieren.( Stürmische Referenten zum 3olttarif das Wortertellen. Wenn die Haltung der Regierung eingegangen wurde.( Sehr richtig! links.) Zurufe links: Zit ja gar nicht geschehen Sie haben darauf hin- die Herren mit dieser meiner Ausführung einverstanden find, so darf Das beiweist, daß die Regierung sich an den fachlichen Verhandlungen gedeutet, daß das Präsidium sich in irgend einer Weise herab- ich vielleicht annehmen, daß weitere Wortmeldungen in dieser Sache nicht beteiligen will. getirdigt hat. und die dazu gestellten Anträge wegfallen? Abg. Dr. Paasdje( natl.) hält miter lebhaftem Protest der ausführungen emverstanden und möchte nur gegenüber Dr. Spahn Linfen während des Referats des Abg. Schwerin- Löwitz den Saal Abg. Gothein( ft. g.): Ich bin im wesentlichen mit diesen Socialdemokraten die Behauptung aufrecht, daß die Mehrheit der jagen, daß ich mit feinem Wort gesagt habe, daß die Referenten verlassen habe. Ich verstehe auch nicht, wie diefelben Herren einen der Positionen reden sollen. Ich schlage weiter vor, nicht sämtliche sich durch keine Gründe mehr für den Tarif gewinnen zu lassen. außer über die Petitionen nicht auch über den materiellen Inhalt ausführlichen Bericht verlangen können, die wiederholt erklärt haben, Berichterstatter nacheinander sprechen zu lassen, sondern immer erit Abg. Stadthagen: Ich muß von dem Präsidium verlangen, daß einen Bericht über die zusammengehörigen Bofitionen zu hören und es den Schriftführer Paasche anivcist, uns mitzuteilen, wie er zu der dann die Diskussion darüber und über die betreffenden Anträge zu unrichtigen Behauptung tommt, ich wäre hinausgegangen.( Abg. Paasche: Sie nicht!) Sie haben gesagt, die Vicepräsident Büsing: Nachdem gestern der Antrag v. Stardorff Mehrheit der Linken sei herausgegangen, Sie hätten wenigstens die für zulässig erklärt worden ist, ist nunmehr der ganze Bolt- Verpflichtung gehabt, Namen zu nennen und durften nicht folche würden nacheinander zum Zolltarif das Wort demokraten.) Daß die Positionen zur schriftlichen Berichterstattung tarif ein einheitliches Ganzes. Die Referenten allgemeinen Behauptungen aufstellen.( Sehr wahr! bei den Socialerhalten. Es läßt sich nicht anders machen. Ich nehme an, daß zurückverwiesen werden müssen, halte ich wohl für selbstverständlich. die Worteldungen und Anträge hierzu jetzt in Begfall tommen.- Abg. Gothein( frf. Bg.): Ich konstatiere, daß unser Verlangen Die Geschäftsordnungs- Debatte ist erledigt. Ich erteile nun das in der Kommiffion auf schriftliche Berichterstattumg mit dem Bemerken Wort dem Abg. Grafen Schwerin- Löwig zur Berichterstattung über zurückgewiesen wurde, daß ein mündlicher Bericht möglich sei. Es die Pofitionen 5-22 des Tarifs. hat sich nunmehr erwiesen, daß er nicht möglich ist. Im übrigen habe ich es auch vermißt, daß der Berichterstatter irgend ein Wort fiber die Petitionen gefagt hätte. Bicepräsident Büfing: So lange ich an diesem Blase stehe, habe ich einzutreten für die Beschlüsse dieses Hauses.( Lebhafte Zustimmung der Mehrheit.) Bon teiner Seite ist beantragt worden, den gestrigen Beschluß wieder aufzuheben. Ich werde nicht dulden, daß dieser Beschluß jetzt in der Diskussion angefochten wird.( Stür mische Zustimmung bei der Mehrheit. Rufe bei den Socialdemotraten: Der Antrag! Der Antrag!) Der Antrag geht nich dahin, den gestrigen Beschluß wieder aufzuheben.( Große Ünruhe bei den Socialdemokraten. Abg. Haase( fortfahrend): Jch muß mich entschieden gegen diese Behauptung verwahren. Wenn Sie das Stenogramm nachlesen, so finden Sie, daß ich nicht im Entferntesten davon gesprochen habe, daß das Präsidium sich habe herabwürdigen lassen. Bicepräsident Büsing: Sie haben gejagt, wenn der Präsident das und das thut( Stürmische Unterbrechung links. Nein! nein!) Abg. Haase( fortfahrend): Ich weiß sehr gut, was ich gejagt habe. Jah habe mich noch wohl kaum jemals einer Berlegung der Ordnung des Hauses schuldig gemacht!.. Vicepräsident Büjing: Sie haben doch gesagt, wenn der Präsident das und das thut...( Wiederholte stürmische Unterbrechungen lints. Rein! nein!) Abg, Haase( fortfahrend): Ich habe gesagt, wenn die Mehrheit weiter diese Wege wandelt, dann würde sie den Präsidenten herabwürdigen.( Lebhafte Zustimmung links.) Bicepräsident Büsing: Darin liegt der Ausdruck der Möglich. leit, daß das Präsidium herabgewürdigt wird.( Große Unruhe links:) muß es für völlig ausgeschlossen erklären, daß das Präsidium dieses Hauses sich jemals zu irgend etwas herabwürdigt.( Stürmische Bravo! Rufe bei der Mehrheit.) eröffnen. Referent Abg. Graf Schwerin- Löwith( f): Ich verzichte! der Linten melden jich zur Geschäftsordnung.) ( Stürmische Bewegung bei der Opposition. Mehrere Abgeordnete Abg. ase( fortfahrend): Wollen Sie( nach rechts) mit Ihrem Lärm die Thatsache übertönen, daß Sie den Wunsch haben, umjer Abg. Dr. Barth( frf. Vg.): Ich stelle nun den Antrag, die PoBräsident folle, so lange Sie die Herrschaft haben, unterthan sein fitionen 5-22 zur schriftlichen Berichterstattung an die Kommiffion den despotischen Launen der Mehrheit?( Schr gut! links. Lärm zurückzuverweisen.( Große Unruhe bei der Mehrheit.) rechts.) Abg. Berustein( Soc.): Ich konstatiere, daß die Bänke des Centrums und der Rechten fast leer sind bei der Erörterung einer so überaus wichtigen Frage.( Sehr richtig! bei den Soc.) Es handelt sich hier um sehr bedeutende Bollerhöhungen landwirtschaftlicher Produkte, Abg. Gothein( fr). Vg.): Es ist unzulässig, daß Graf gegen die sich sogar, wie ein mir vorliegender Brief eines oftVicepräsident Büsing: Herr Abgeordneter, was Sie soeben über Schwerin- Löwig auf das Wort verzichtet. das Präfidium und die Möglichkeit seiner Herabwürdigung fagen, mündliche Berichterstattung beschlossen. Er erfüllt seine Pflicht nicht, haben. Diese Zollerhöhungen richten sich vielfach gerade gegen die Die Kommiffion hat preußischen Gutsbesisers beweist, Großgutsbefiger teitweise gewandt gehört auf keinen Fall zur Sache, ich rufe Sie jetzt zur Sache. wenn er fich weigert, zu berichten!( Lebhafte Zustimmung lints.) ( Lebhaftes Bravo! bei der Mehrheit.) fleinen Landwirte und Schweinezüchter, in deren Intereffe die Abg. Singer( Soc.): Die Kommissionsbeschlüsse müssen begründet Agrarier immer vorzugehen behaupten. Sie bedrohen die ExistenzAbg. Huase( fortfahrend): Der Zusammenhang meiner Aus- werden.( Während dieser Ausführungen besteigt Graf Schwerin- bedingungen einer Anzahl von Landwirten und des ganzen Volkes. führungen mit dem gestellten Antrage ist ein sehr einfacher, wenn Löwig die Rednertribüne.) Nur ivenn schriftlicher Bericht vorliegt,( Während dieser Ausführungen hat Graf Posadowsky wieder Sie nämlich zunächst über den Antrag Stardorff verhandeln, werden darf der Berichterstatter auf das Wort verzichten. Der Reichstag den Gaal betreten.) Bei solchen wichtigen Maßnahmen erfordert es Sie zu den Schlußfolgerungen kommen, die ich hier festgestellt habe. darf sich nicht durch die Laune eines Berichterstatters die Würde des Reichstags, daß wenigstens zunächst die KommissionsSie sprechen immer vom Ansehen des Reichstages. Das Ansehen des ein durch die Geschäftsordnung gewährleistetes Recht wegestamotieren verhandlungen dem Hause in genügender Weise zur Kenntnis geReichstages hängt aber, eng zusammen mit dem Anfehen des Prä- laffen.( Sehr richtig! links.) fidiums. Sie sollten daher dieses Ansehen Ihrerseits nicht unterwühlen. geben werden. Tausende, Millionen von Eristenzen Abg. Richter( fri. Bp.): Wenn ein schriftlicher Bericht vorliegt, ich auen jest mit Angst auf die Ereignisse im Nehmen Sie den Antrag an, laffen Sie die Geschäftsordnungs- kann der Berichterstatter verzichten, wenn aber mündlicher Bericht Reichstag. Ganz willtürlich greift der Antrag v. Stardorff eine Stommiffion zusammentreten. Wenn Sie die Zwischenzeit benutzen, zu erstatten ist, so ist der Berichterstatter verpflichtet, zu be- Anzahl von Positionen, die landwirtschaftliche Instrumente betreffen, um unfre Berhandlungen vom 16. Oftober, 29. Oktober und richten. 7. November durchzugehen, so werden Sie finden, daß der Präfident in einseitigem agrarischen Snteresse aus dem Tarif heraus, auf Kosten Bicepräfident Büsing: ausdrücklich verkündet hat, daß über den§ 1 Absa i erst Beschluß bereit, zu referieren.( Stürmische Heiterkeit links.) Der Herr Berichterstatter ist großer andrer, auch industrieller Streife. gefaßt werden foll, wenn der Zolltarif durch beraten ist. Redner Bicepräsident Graf Stolberg: Ich habe Ihnen einen weiten Berichterstatter Graf Schwerin Löwiss( f.) beginnt nunmehr Spielraum gegeben, möchte aber doch bitten, sich mehr an den Anweist dies im einzelnen nach. Die Unruhe. der Mehrheit ist so start, feinen Bericht über die Position 5 bis 22 des Zoltarifs um 1 Uhr trag Dr. Barth zu halten. daß er sich nur mit Mühe verständlich machen kann. Sie haben 28 Min. und schließt den Bericht um 1 1hr 37 Min.( Graf ofagestern einen Rechtsbruch verübt, indem Sie beschlossen haben, daß do to sth erscheint am Bundesratstische.) Abg. Bernstein( fortfahrend): Ich war schon am Schluß.( Heiterdas Haus noch nicht in die Beratung über den Zolltarif eingetreten teit links.) Nehmen Sie den Antrag auf Zurlidberweisung an die KomAbg. Dr. Barth( frf. Vg.) zur Geschäftsordnung) fonstatiert, daß mission an. Sonst dürfen Sie sich nicht beschweren, wenn das Wort fci.( Glocke des Präsidenten.) Graf Schtverin- Lötvis feinen Bericht in taum 10 Minuten be- von der Würde des Reichstags als eine leere Nebensart, eine Heuchelei, Vicepräsident Büsing: Ich rufe Sie zum zweitenmale zur Sache. endigt hat. Idh beantrage nunmehr nochmals die Zurü deine Täuschung des Volles bezeichnet wird!( Bravo! bei den SocialDie Frage, die Sie eben berührten, ist bereits erledigt. Ich mache weisung dieser Positionen an die Kommission. demokraten.) Sie auf die gefchäftsordnungsmäßigen Folgen aufmerksam.( Große( Seiterkeit links und Unruhe bei der Mehrheit.) Es handelt fich hier Unruhe bei der Opposition. Rufe: Oho!) Abg. Röfice- Defiau( wildlib.): Ueber den sehr wichtigen Malztarifes. Ueber einzelne Bofitionen hat Graf Schwerin überhaupt die Differenzierung zwischen Brau- und Futtergerste, auf der das um eine ganze Reihe der wichtigsten Pofitionen des ganzen Zoll- 30 Il hat Graf Schwerin- 2öwis nichts gesagt. Auch feine Silbe verfanten inffen. Ein derartiger mündlicher Bericht ist ganze Stompromis beruhte, hat er mit feinem Wort erwähnt. Er Abg. Haase( fortfahrend): Ich muß mich an dieser Stelle, fülgen, obwohl ich nach wie vor meine, daß meine Ausführungen im engften Damit schließt die Debatte. Die Abstimmung über den Baffermann. Antrag Dr. Barth auf zurüdverweisung der Positionen 5-22 an die Kommission ist eine namentliche. Sie ergiebt bei Anwesenheit von 308 Abgeordneten die Ablehnung des Antrages Dr. Barth mit 228 gegen 78 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen. -GO Abg. Haußmann- Böblingen: Ich ziehe meinen Autrag zurück!| Dr. Arendt über alle diese Anträge zur einfachen Tages Hätte uns doch wenigstens sagen sollen, was er sich eigentlich unter) Braugerste vorstellt.( Hört! hört! links.) Es ist durchaus not. Die Herren hier auf der Linken sind auch der Ansicht, daß er aus- ordnung überzugehen. Für den llebergang zur Tagesordnung erhält das Wort wendig, schriftliche Berichterstattung au ber- fichtslos ist. Präsident Graf Ballestrem: Damit erledigt sich auch der Antrag Abg. Dr. Arendt( Rp.): Ich werde dem Beispiel des Abg. Wurm langen.( Beifall links.) nicht folgen.( Buruf bei den Socialdemokraten: Weil Sie es nicht Abg. Dr. Müller- Meiningen( fr. Bp.) giebt einen eingehenden tönnen! Heiterkeit links.) Wenn in der Ausdehnung, die Abg. Dann Bericht über die Positionen 60-72( Solonialwaren: Kaffee, Satao, Wurm verlangt, über die Konimissionsverhandlungen berichtet würde, Thee, Gewürze usw., pflanzliche Erzeugnisse zum Gewerbe- oder so brauchten wir überhaupt teine Kommissionsberatungen. Heilgebrauch.) Dies Referat dauert von 4 Uhr 14 Minuten bis würde allein die Berichterstattung im Plenum wieder 110 Sizungen in Anspruch nehmen. Wir können Herrn Gamp nur dankbar sein 4 Uhr 55 Minuten. Vicepräsident Graf Stolberg: Bevor ich dem folgenden Referenten, Abg. Gamp( Rp.) referiert über die Positionen 73-98( 3ölle für die genaue Art seines Berichts.( Gelächter links.) Ich bite alle Abg. Gamp, das Wort gebe, erteile ich dasselbe dem Staatssekretär auf Erzeugnisse der Forstwirtschaft, u. a. Holzzölle, Quebrachozoll, Anträge auf Zurückverweisung durch Uebergang zur Tagesordnung Grafen v. Posadowsky. Kautschut, Kampher). Sein Referat beginnt 4 Uhr 56 Minuten und zu erledigen. Gegen den Tagesordnungs- Antrag erhält das Wort Staatssekretär Graf Posadowsky: Es ist im Laufe der Geschäfts- endigt um 5 Uhr 15 Minuten mit einer persönlichen Bemerkung Abg. Bock( Soc.), ordnungs- Debatte wiederholt die Frage aufgeworfen, ob sich die gegen den Abg. Bebel, den er bittet, nicht mehr den Vorwurf der Regierung zu dem Antrage v. Stardorff nicht äußern wolle. Es Gewissenlosigkeit gegen ihn zu erheben. Herr Bebel bringe ja bei der nochmals auf die eminente Schädigung der deutschen Lederentspricht nicht den Gepflogenheiten der verbündeten Regierungen feinen Angriffen auf die Ehre andrer diesen weniger Hochachtung industrie und der Lederarbeiter durch den sinnlos hohen 7 Mart- Zolloder des Reichskanzlers, das Wort innerhalb einer Geschäfts- entgegen, als er Hochachtung vor der Ehre seiner eignen Partei von auf Quebracho hinweist. ordnungsdebatte dieses hohen Hauses zu ergreifen. Die Regie- andren verlange. Er bitte ihn aber doch, solche fachlich ganz unrung lehnt es entschieden ab, sich in die inneren gerechtfertigten Vorwürfe zu unterlassen. Abg. Wurm( Soc., zur Geschäftsordnung): Jch beantrage die bittet den Redner, zum Tagesordnungs- Antrag zu sprechen.( Beifall Angelegenheiten der Ordnung der Geschäfte dieses Hauses einzumischen. Ich muß auch ausdrücklich Pofitionen 91, 92, 93, betreffend Gerbrinden, Quebrachoholz und bei der Mehrheit.) um Entschuldigung bitten, wenn ich in diesem Stadium das Wort andren Gerbhölzern, an die Kommission zur schriftlichen Berichtnehme, weil es nicht der Sitte des Hauses und den Gepflogen- erstattung zurückzuverweisen. Während die Kommission über diese heiten der Regierung entspricht, zwischen den Vorträgen der einzelnen hochwichtige Frage in erster Lesung einen ganzen Tag beraten hat, Referenten das Wort zu ergreifen. Wir können uns über hat Herr Gamp seinen Bericht darüber in wenigen Minuten erden Antrag Kardorff erst äußern, wenn das Haus in ledigt. die fachliche Beratung dieses Antrages eingetreten ist. Die ver- Es handelt sich hier um das Wohl von Hunderttausenden bündeten Regierungen können im Interesse der wichtigen Geschäfte deutscher Arbeiter. Die Eristenz einer großen Anzahl von Industrien des Landes nur wünschen, daß dieser Zeitpunkt mögsteht in Frage.( Sehr richtig! bei den Soc.) lichst bald eintreten möge.( Beifall bei der Mehrheit.) Wort dem Um 2 Uhr 55 Minuten erteilt Vicepräsident Graf Stolberg das Abg. Gamp( Rp.) zur Berichterstattung über die Pofitionen 23 bis 43 des Tarifs( Kartoffeln, Futtergewächse, Hopfen, Küchengewächse, lebende Pflanzen, Blumen, Blätter usw.) 10 Minuten beendet ist. Abg. Gamp erstattet den mündlichen Bericht, der um 3 Uhr Vicepräsident Graf Stolberg: Der Abg. Stolle beantragt Zurüd verweisung der Positionen 23-43 an die Zolltarif- Kommission zur schriftlichen Berichterstattung.( Unruhe rechts.) Der Abg. Stolle wünscht also das Wort zur Geschäftsordnung?( Abg. Bebel meldet sich zum Wort.) Oder Abg. Bebel? Abg. Dr. Arendt( Rp.): Jch beantrage Uebergang zur Tages. ordnung über den Antrag Stolle.( Abg. Bebel verlangt das Wort gegen diesen Antrag.) Vicepräsident Graf Stolberg erteilt das Wort dem Abg. Bebel. Abg. Bebel: Wollen Sie nicht zunächst einen Redner für den Antrag sprechen lassen? Vicepräsident Graf Stolberg: Ach so Wort für den Antrag hat Herr Dr. Arendt. Abg. Dr. Arendt( Rp.): ( Heiterkeit) Das Nachdem wir ein Referat gehört haben, das nach jeder Richtung hin den Anforderungen entspricht( Lebhafter Widerspruch links), und nachdem vorher durch Beschluß des Hauses festgestellt worden ist, daß eine Zurüdverweisung der Positionen nicht gewünscht wird und wir auch annehmen, daß alle solche Anträge nur gestellt werden in der Absicht, Zeit zu gewinnen, so werden wir stets darüber Antrag auf einfache Tagesordnung einbringen.( Lachen links.) Abg. Bebel( Soc.): Vicepräsident Büfing Abg. Bock( fortfahrend): Diese Ausführungen gehören dazu. Ich wundere mich, daß der nationalliberale Abg. Heyl v. Herrnsheim heute nicht anwesend ist. Vicepräsident Büsing: Db Freiherr Heyl v. Herrnsheim hier anwesend ist oder nicht, hat nichts mit der Frage auf Uebergang zur Tagesordnung zu thunk ( Heiterfeit und Beifall bei der Mehrheit.) Abg. Bock Abg. Gamp( Rp.): Ich möchte dem Herrn Abg. Wurm hiermit die Aften der Kommission zur Verfügung stellen. Er wird sich dann bittet um Ablehnung des Antrages auf Uebergang zur Tages überzeugen, daß ich mehr mitgeteilt habe, als in diesen Akten ordnung. enthalten ist.( Gelächter links.) Vicepräsident Büsing Abg. Wurm( Soc.): Mir ist selten ein schlechteres Protokoll zu teilt mit, daß der Antrag Dr. Müller- Sagan auf Zurückverweiſung Gesicht gekommen, als das Protokoll der Zolltarif- Kommission. In einzelnen Blättern, und zwar nicht nur meiner Partei, haben weit der Positionen 91, 92, 93 und 381 zurückgezogen ist. Er fährt beffere Berichte über die Konuniffions- Verhandlungen gestanden, als fort: Wir kommen zur Abstimmung über die Tagesordnungs- Anträge in diesen Protokollen. Man wundert sich, wenn man die Protokolle Sachse und Burm. Diese Abstimmung ist auf Antrag Singer eine liest, daß so wenig in der Kommission geredet sein soll, während die Zeitungen so viel berichteten. Speciell auch die Erklärungen der Regierungsvertreter sind darin sehr dürftig. Präsident Graf Ballestrem: Der Abg. Dr. Arendt beantragt Uebergang zur einfachen Tagesordnung. Abg. Dr. Arendt( Rp.): Jch ziehe diesen Antrag zurüď. Abg. Wurm( Soc.): er Die Abstimmung ergiebt Annahme des Antrages Arendt mit 231 gegen 79 Stimmen. Abg. Herold( C.) berichtet mummehr über die Positionen 99-125 ( Tiere und tierische Erzeugnisse: Federvieh, Fleischertratt, Fische, Heringe, Kaviar, Austern, Krebse). Das Referat des Abg. Herold dauert von 650 bis 645 Uhr. Vicepräsident Büsing: Abgeordneter Molkenbuhr beantragt, die Positionen 106( Federvieh), 109( Haartvild), 110( Federwild), 114( gefalzene Heringe), 116( Saviar), 121( Seekrebse) an die Kommission zurückzuberweisen. Gleichzeitig beantragt der Abg. Spahn Uebergang zur einfachen Tagesordnung über diesen Antrag. Das Die Abstimmung über den Antrag Spahn ist auf Antrag Bebel eine namentliche. Sie ergiebt die Annahme des Antrags mit 222 gegen 73 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Nunmehr beginnt um 7 Uhr 7 Minuten Abg. Dr. Paasche( natl.): In der Kommission haben die Social demokraten Zollfreiheit beantragt. Recht muß ich dem Vorredner darin geben, daß ich diesen Punkt übersehen habe. Abg. Stadthagen( Soc.): Wir haben in der Kommission Zollfreiheit für Vogelbälge beantragt, aber nur zu wissenschaftlichen Sweden. Ich bitte Herrn Paasche, den Bericht über diesen Punkt nachzuholen und verzichte vorläufig einen Antrag auf Zurückverweisung Abg. Sieg( natt.) erstattet den Bericht über die Positionen 160 dieses Punktes zu stellen. Ich halte es doch für angebracht, im Rahmen einer Geschäftsordnungs- Bemerkung noch auf die von Herrn Gamp so vernachlässigten Positionen einzugehen, um Ihnen zu beweisen, wie notwendig es ist, daß Sie meinem Antrage Folge leisten. Der Abg. Dr. Spahn( C.) begründet kurz seinen Antrag. Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung ist ja auch nur zurückAbg. Molkenbuhr Soc.) spricht gegen den Antrag Spahn. gezogen, weil Sie uns die Gelegenheit entziehen wollten, unsern Anfrag zu begründen. Der Quebrachozoll ist von der Kommission gegen- Protokoll der Kommission war durchaus unzuverlässig. En einem Solche Uits über der Regierungsvorlage um das siebenfache erhöht worden. Teil der Presse war die falsche Nachricht verbreitet, wir sejen in der Nur durch die Zollfreiheit des Quebracho, an deren Stelle die Kom- Kommission für Zollfreiheit des Kaviars eingetreten. mission einen 7 Mart- 3oll gefeizt hat, ist es bisher der deutschen wahrheiten entstehen durch einen unzuverlässigen Bericht. Auch die Lederindustrie möglich gewesen, gegenüber der amerikanischen Ston- Legenden des Dr. Bachein wären unmöglich gewesen, wenn ein Der Berichterstatter hat mit feinem kurrenz den Inlandsmarkt zu behaupten. Wenn Sie diesen Zoll forrekter Bericht vorläge. annehmen, so schädigen Sie eine blühende Industrie aufs änßerste Wort die schweren Bedenken gegen die Geflügelzölle und gegen zu Gunsten einer winzigen Anzahl von Schälwaldbesitzern. Das die Einführung eines Heringszolls, die in der Kommission worden, erwähnt. Ich bitte dringend unt find diefelben Herren, die immer behaupten, sie wollten den Schutz geltend gemacht Wir halten das Referat des Herrn Gamp durchaus nicht für der nationalen Industrie! Die Industrie hat sich auch einmütig gegen die Zurüdverweisung an die Kommission.( Bravo! bei den Socialgenügend, ja zum Teil für ganz unbrauchbar. Er hat eine knappe eine Verzollung erklärt. Auch Minister Möller war früher als Ab- demokraten.) Biertelstunde gebraucht, um über eine ganze Reihe von äußerst wichtigen geordneter ein Gegner des Quebracho- Bolles. In der Kommission Positionen zu berichten, bei 14 derselben hat die Kommission erhebliche erklärte er, er dürfe als Interessent seine Stellung nicht so scharf Zollerhöhungen noch über die Regierungsvorlage hinaus beschlossen. martieren, wie er es sonst thun würde. Das war eine durchaus er Die Gründe für diese Erhöhung hat Herr Gamp uns nicht an- flärliche Haltung. Aber diese Vorgänge aus der Kommission mußten Abg. Dr. Müller- Sagan( frf.. Vp.) sein Referat über die gegeben. In der Kommission hat die Debatte über diese zwanzig doch hier zur Sprache gebracht werden.( Während dieser Ausführungen Bofitionen 3-4 Sigungstage in Anspruch genommen. Eine schrift figt Handelsminister Möller neben dem Staatssekretär Frhrn. Bofitionen 124-141( Tierische Fette, Milch, Butter, Eier, Käse, liche Berichterstattung über diese Positionen ist jetzt, da Sie die v. Thielmann am Bundesratstisch.) Herr Gamp scheint von Honig) und beendet seine Wiedergabe der Kommissionsverhandlungen Specialberatung des Tarifs durch den Antrag v. Kardorff verhindern alledem nichts zu wissen, muß dabei gewesen sein, 10 Minuten nach 1/8 Uhr. Als Berichterstatter über die Positionen 142-159 erklärt Abg. wollen, um so wichtiger, weil sorst das Volk draußen ja gar keine Herr Gamp!( Abgeordneter Gamp ruft: Ich bin dabei gewesen!) Ahnung hat, was für Beschlüsse unsrer Beratung zu Grunde liegen.( Sehr um so schlimmer für Sie, Herr Gamp!( Sehr gut! und Heiterkeit Dr. Paasche( natl.): Ich habe nur einen kurzen Bericht zu erstatten, wahr! bei den Socialdemokraten.) Graf v. Pojadowsky erklärte vor links.) Es wäre unverantwortlich, wenn alle diese Dinge hier ver- hoffe aber doch Ihre allgemeine Zufriedenheit zu erwerben.( Heiterkeit.) hin, die verbündeten Regierungen mischten sich nicht ein in die Ge- fchwiegen würden, weil die Mehrheit glaubt, daß es Zeit zum Die Kommission hat mir, gewiß entsprechend meinen Fähigkeiten, schäftsordnung des Hauses. Es ist aber klar, daß der Antrag v. Kar- Abendbrot ist.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Ich pro- das leichteste Referat überlassen( Große Heiterkeit), sie hat mir nur dorff hier gar nicht zur Verhandlung gekommen wäre, wenn die ver- teftiere gegen ein solches Verhalten im Namen von Hunderttausend 19 Pofitionen zugewiesen, von denen 14% 30llfrei sind.( Heiterkeit.) bündeten Regierungen nicht ihre Zustimmung zu ihm erteilt hätten. deutschen Arbeitern, die durch den Quebrachozoll außerordentlich ge- Im übrigen handelt es sich um die Positionen Bettfedern und Die verbündeten Regierungen find also schuld an dem Autrage. Schädigt würden. Ich bin legitimiert zu diesem Protest, zu dem mich die Schmuckfedern. Der Bericht des Abg. Paasche dauert 7 Minuten. Abg. Molkenbuhr( Soc.): Herr Baasche hat vergessen, über die Sie sind die Ursache, daß wir hier tagelang Geschäftsordnungs- Organisation der deutschen Lederarbeiter ausdrücklich aufgefordert hat. Debatten gehabt haben.( Sehr richtig! links. Abg. Arendt: Zur Ich habe auch in der Kommission was Herr Gamp ebenfalls Position Vogelbälge zu referieren. Hier wäre eigentlich ein hoher Sache!) Die Regierung hätte uns längst die Gründe mitteilen vergessen hat ausführlich dargelegt, daß eine einzige Fabrik, die Boll im Jutereffe der heimischen Vogelwelt angebracht. müssen, welche sie veranlaßten, sich für den Antrag v. Kardorff zu 25 000 Häute verarbeitet, schon bei einem Zoll von 1 Mark, tie erklären.( Sehr richtig! links.) Ich kann also die Erklärungen des ihn die Regierungsvorlage wollte, 40 000 Mart Zoll jährlich beGrafen v. Posadowsky, die Regierung wolle fich nicht in die Ge- zahlen müßte. Sie erklärt schon dabei kaum bestehen zu können. schäfte des Hauses mischen, als unter diesen Umständen ganz un- Bei 7 Mark Zoll müßte diese Fabrik jährlich 280000 Mark bezahlen! passend zurüdweisen. ( Hört! hört! links.) Das bedeutet die gewaltsame Schließung dieser Fabrif. Vicepräsident Graf Stolberg: Wenn ich richtig verstanden habe, Rum hat das Kriegsministerium erklärt, daß es schlechte Erfahrungen so hat Herr Bebel gesagt, er müsse eine Aeußerung des Staats- mit dem Quebracho- Leder gemacht habe. Es war die Pflicht des ungünstige Urteil des Kriegsministeriums auf falschen Voraussetzungen sekretärs Grafen Posadowsky als unpassend zurückweisen.( Zustimmung Berichterstatters mitzuteilen, daß nachgewiesen worden ist, daß dieses des Abg. Bebel.) Wenn das richtig ist, so erkläre ich eine solche beruhte.( Hört! hört! links.) Das Urteil stammt aus den ersten bis 175( Erzeugnisse landwirtschaftlicher Nebengewerbe, Mehl, Reis, Aeußerung für unzulässig, und da es sich um ein Mitglied der Re- Jahren der Quebracho- Einfuhr, aus dem Anfang der 90 er Dele, Zucker). Abg. Gothein( frf. Vg.): Es ist ja sehr schwierig für die gierung handelt( mit der Glocke ausholend, Heiterkeit links), so rufe Jahre. Damals verstanden die deutschen Gerber, wie es im An( 814 Uhr) und unvorbereitet ich ihn zur Ordnung.( Gelächter bei der Opposition.) Abg. Ledebour fange jeder industriellen Neuerung geht, noch nicht genügend Referenten, in so später Stunde mit dem Quebracho umzugehen. Jetzt ist anders zu referieren. Der uns eben erstattete Bericht war aber doch sehr ruft: Das ist ja etwas ganz Neues!) dürftig; er ist zum Beispiel auf die Delzölle überhaupt nicht einVicepräsident Graf Stolberg: Sie haben lediglich das Wort zur gegangen. Abg. Gothein( fr. Vg.): Ich berufe mich auf die Praris, die geschäftlichen Behandlung des Referats des Herrn Abgeordneten Sieg. Präsident Graf Ballestrem eingeführt hat, indem er in einem solchen Falle ganz ähnliche Ausführungen zugelassen hat. Der Redner fährt hierauf unter Heiterkeit der Linken vom Vicepräsidenten Graf Die Beschlüsse der Kommission haben solches Aufsehen erregt, daß Stolberg nicht wieder unterbrochen in seinen Ausführungen über man in Fachkreisen behauptete, die Leute, die solche Beschlüffe faßten, die Delzölle fort und beantragt schließlich Ueberweisung der DelzollAbg. Dr. Spahn( C.) beantragt Uebergang zur Tagesmüßten gar nicht gewußt haben, worum es sich handelte. Der Pofitionen an die Kommission zur schriftlichen Berichterstaihung. deutsche Eichenschälwald hat schon zu der Zeit feinen Ertrag mehr gegeben, als noch keine Rede der Einfuhr ordnung über den Antrag Gothein und begründet diesen Anvon Quebracho war. Jetzt, wo es der deutschen Lederindustrie trag furz. Abg. Fischer- Sachsen( Soc.) spricht gegen den Antrag auf einfache gelungen ist, sich die amerikanische Konkurrenz vom Halse zu halten, foll sie im Interesse der paar Leute, die an dem deutschen Schälwald Tagesordnung. Redner geht ausführlich auf die Wirkung der Mehlinteressiert sind, vernichtet werden. Nicht nur die Umfallregierung zölle ein. Die Mehrheit, die in Erwartung der bevorstehenden Abvon heute, auch die fefte Regierung von 1895 hat einen Zoll auf ftimmung wieder vollzählig im Saale erschienen ist, unterbricht den Quebracho für unannehmbar erklärt. Zum mindesten müßte man Redner häufig durch stürmische Rufe: zur Geschäftsordnung! wird doch hiergegen Rede und Gegenrede hören. Wenn auf der Rechten aber vom Vicepräsidenten Grafen Stolberg zur Ruhe verwiesen. Die Abstimmung über den Antrag Spahn ist auf Andas Wort nicht ergriffen wird, wird man im Lande einsehen, daß unsre Ansichten die richtigen sind. Warum genieren Sie sich trag Bebel eine namentliche. Der Antrag wird mit 214 gegen denn zu sagen, welche Gründe Sie für den hohen Zoll haben? Jch 68 Stimmen angenommen bei einer Stimmenthaltung. Abg. Gothein( zur Geschäftsordnung): glaube, Sie genieren fich deshalb, weil sie nichts zu fagen haben. ( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Sie wollen eben auch hier Ich wollte nur folgendes konstatieren: Herr Abg. Fischer hat nur gewissen Agrariern helfen und das Interesse von Hunderttausenden hier 20 Minuten lang zum Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung Abg. Baffermann( natt.) beantragt Uebergang zur Tagesordnung von Arbeitern fümmert sie wenig. Im Lande hat man erwartet, daß über die Positionen 164, 165, 169, betreffend Delzölle, zwar das über diesen Antrag und begründet dies kurz. die Regierung doch wenigstens ihr Unannehmbar wiederholen Abg. Haußmann- Böblingen( deutsche Vp.) fpricht gegen den werde zur Beruhigung der beteiligten Streise. Ein derartiger Zoll Wort erhalten, aber thatsächlich nicht mit einem Worte dazu ges Uebergang zur Tagesordnung. Es handelt sich bei diefer Position greift in die Eristenz der beteiligten Industrie ein, wie ein Räuber fprochen, sondern er hat die ganze Zeit über den Grenzverkehr Er durfte doch lediglich zu den um sehr bedeutsame Zollerhöhungen, deren Inaussichtstehen schon zu in das Leben des Einzelnen.( Zustimmung links.) Herr Gamp hat in Mehl gesprochen. ich zurüdzuberweisen beantragt einer partiellen Berarmung der betroffenen Kreise geführt hat. Viele von alledem kein Wort gesagt. Er muß sich also schon den Vorwurf Positionen sprechen, die Vertreter von specielleren Interessengruppen haben sich auf die gefallen lassen, daß sein Referat unzureichend war. Wir brauchen hatte. Wenn nun Herr Fischer thatsächlich zu ganz etwas andrem Specialberatung des Tarifs verlassen. Jede Berücksichtigung dieser ein ziffernmäßiges, mit merkantilen und technisch genauen Angaben geredet hat, so ist die Bedingung nicht erfüllt, daß einer für den AnInteressen ist aber unmöglich, wenn Sie alles durcheinander gehen ausgestattetes Referat über diese Materie. Daher bitte ich Sie, trag auf einfache Tagesordnung gesprochen hat und einer dagegen. laffen. Dazu kommt erschwerend die Erklärung des Grafen Posadvisth, meinen Antrag anzunehmen.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Präsident Graf Ballestrem: Der Herr Abg. Dr. Müller-( Großer Lärm bei der Mehrheit.) Der Präsident war verpflichtet, ( Sehr gut! links.) Es liegt daß die Regierung sich nur in genereller Weise äußern, an der Einzelberatung aber nicht beteiligen wolle. Hüten Sie sich nach dem Sagan beantragt die Positionen 91, 92, 93 und 381( Gerbstoff- ihm das Wort zu entziehen. Streit vom 2. Dezember wenigstens vor den schwersten wirtschaft- cgtratte) an die Kommiffion zur nochmaligen Berichterstattung zurüd- mir gänzlich fern, dem Herrn Präsidenten einen Vorwurf au zuverweisen. Der Herr Abg. Sachse beantragt für die Position 81 machen. Denn ist es selbstverständlich, daß, wenn man 9 Stunden lichen Schädigungen des Volkes,( Beifall links.) Präsident Graf Ballestrem: Wir kommen zur Abstimmung --Felgen und Speichen) dasselbe. Dagegen beantragt der Abgeordnete tagt, das Haus absolut nicht mehr fähig ist, zu folgen. eine namentliche. es Die Abstimmung über den Antrag Arendt auf einfache geworden. Wenn die deutschen Lederarbeiter den Bericht des Herrn Tagesordnung über den Antrag Stolle ist auf Antrag Singer Gamp gehört hätten, so müßten sie ja sagen, wir hätten in der Kommission alle geschlafen!( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Ganze Stöße von Petitionen, zahlreiche Broschüren sind uns zum Quebracho zugegangen. Auch davon hat Herr Gamp fein Bort gefagt.( Hört! hört! links.) Mir wurde das Wort in der Kommission abgeschnitten, so daß ich nicht alle notwendigen Ausführungen machen konnte. Die Abstimmung ergiebt bei einer Anwesenheit von 303 Abgeordneten die Annahme des Antrags Dr. Arendt mit 230 gegen 72 Stimmen, bei einer Stimmenthaltung. Die Zählung der Zettel durch die Schriftführer und die Ermittelung des Resultats durch den Präsidenten nimmt außergewöhn lich viel Zeit in Anspruch. Es scheinen Meinungsverschiedenheiten obzutvalten zwischen dem Präsidenten Grafen Ballestrem und dem Schriftführer Dr. Paasche, die eifrig mit einander verhandeln. Endlich verkündet Präsident Graf Ballestrem das mitgeteilte Ergebnis als das vorläufige Resultat der Abstimmung". Darauf erstattet um 3 Uhr 37 Minuten Abg. Dr. Blankenhorn( natl.): Jm Bericht über die Kommissionsberhandlungen über die Positionen 44-59( Obst, Südfrüchte, Frucht- und Pflanzenfäfte). Der Bericht ist um 4 1hr 4 Minuten beendet. Abg. Haußmann- Böblingen( deusche Volksp.) beantragt, die Position 46( Frisches Obst: Aepfel, Birnen, Quitten, Apritofen, Pfirsiche, Pflaumen, Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren usw.) zur schriftlichen Berichterstattung an die Kommiffion zurückzuverweisen. Der Antrag Dr. Spahn wird gegen die Linke angenommen, Wehrzahl derselben sprach sich gegen die Aufnahme von Gold- und Silberarbeitern aus. Demgemäß veröffentlichte der Vorstand in Schluß der Sigung 10% Uhr. Nr. 30 des Verbandsorgans folgende Erklärung:„ Es ist unzulässig, 30 Gold- und Silberarbeiter in unfren Verband aufzunehmen; die sich eventuell Meldenden sind an den Deutschen Metallarbeiter- Verband" zu verweisen." Großer Lärm bei der Mehrheit.) Es ist ja sehr traurig, wenn solche| fächerliche Sachen hier im preußischen Reichstage vorkommen. die morgige Sigung beginnt um 10 Uhr. ( Stürmische, minutenlange Heiterkeit auf allen Seiten des Hauses.) Der Reichstag kommt mir dabei in der That weniger vor, wie der deutsche, als wie der polnische!( Sehr gut! links. Lärm bei der Mehrheit.) Vicepräsident Büsing: Abg. Gothein( fortfahrend): Parlamentarisches. Aus der Petitions Kommission. " Ausland. cra Herr Abgeordneter, Sie wollten zur Geschäftsordnung sprechen. Konkurrenzneid hatte eine Petition der Handwerkerkammer Die Vermittelungskommiffion, die in Odense vor einiger Zeit eingesetzt Kleinhändlerischer Der Kampf um das Koalitionsrecht der dänischen Hafenarbeiter. von Stuttgart veranlaßt, welche das gänzliche Verbot des Haufier wurde, um einen Vergleich zwischen der Handelsvereinigung und der Bei diesen Unterbrechungen kann ich das nicht. Ich wollte also handels beziv. seine weitere Einengung und Beschränkung auf gewiffe Safenarbeiter Organisation herbeizuführen, einigte sich in ihrer bloß die Bitte aussprechen, daß alle diejenigen, die es mit der Warenforten verlangte. Jacobstötter( konf.) wollte die Petition lezten Sitzung mit den Vertretern beider Parteien auf folgenden Bürde des Reichstags ernist nehmen, dafür sorgen, daß nicht solche hielt die Zeit für eine Alenderung der Gewerbe- Ordnung noch nicht vorschlag:" Die Handelsvereinigung zieht ihre Forderung, die zur Erwägung überwiesen wissen. Der Regierungskommissar Scenen vorkommen, wo weder der Präsident noch die überwiegende für gekommen. Lenzmann( freis.) und Thiele( Soc.) traten mit Hafenarbeiter sollten sich verpflichten, keinem Fachberein anzugehören, Mehrheit des Hauses merkt, daß ein Redner nicht mit einem Worte Entschiedenheit für llebergang zur Tagesordnung ein. Schrempf zurück. Dagegen wird ein permanentes Schiedsgericht zur Sache spricht. Wenn wir hier einen Vertagungsantrag ein-( t.) befürwortete die Ueberweisung zur Erwägung, denn viele Garantie dafür, daß die Hafenarbeiter in Odense in keinen richtet. Der dänische Arbeitsmanns Verband übernimmt die bringen, so werden Sie ihn ja doch ohne weiteres niederstimmen. Hausierer seien Stromer und Strolche, die äußerst aufdringlich sich Streit hineingezogen werden." ( Sehr richtig! rechts.) Indem Sie hier weiter tagen, provozieren geberdeten. Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung wurde Odense hat nun aber in einer Versammlung der Importeure und Die Handelsvereinigung von Sie aber derartige Scenen und das fällt mit auf Sie zurück, denn angenommen, soweit das Verbot des Haufierhandels verlangt Exporteure der Stadt diesen Vorschlag abgelehnt und beharrt darauf. daß die Hafenarbeiter feinem Fachverein angehören sollen. Der Bürgermeister Dithmer, der Vorsigende der Vermittelungskommission, hat diesen Beschluß dem Vorsitzenden des dänischen ArbeitsmannsVerbandes, Folkethingsmann Lyngsie, mit dem Ausdruck tiefst en Bedauerns mitgeteilt. Die Hafenarbeiter aber haben beschlossen, an ihrer Organisation festzuhalten und den Kampf aufzunehmen. andeles Sie alle haben es nicht bemerkt, daß Herr Fischer nicht zur Sache 14 gegen 10 Stimmen als Material überwiesen. wurde. Die Wünsche auf weitere Einschränkung wurden mit sprach.( Große Unruhe bei der Mehrheit. Bravo! links.) Abg. Stadthagen( Soc., zur Geschäftsordnung, mit großer Un ruhe von der Mehrheit empfangen): Der Berichterstatter hat nicht in genügender Weise Bericht über die Pos. 160-163 erstattet, die ſich beziehen auf Mehl, Reis, Graupen und sonstige Müllerei Erzeugnisse. Ich beantrage deshalb, diese Positionen zwecks schrift licher Berichterstattung an die Kommission zurückzuberweisen. Hierbei kommen besonders in Bezug auf den Grenzverkehr Fragen in Betracht, die noch nicht erörtert sind. 19 10 Das Referat des Abg. Sieg ist erledigt.( Lebhafte Rufe bei der Opposition: Nein, nein!) Ich wiederhole, es ist erledigt durch Ablehnung des Zurückverweisungs- Antrages.( Erneute Rufe: Nein, nein!) Abg. Stadthagen: Vicepräsident Büsing: Der Präsident ist im Irrtum. Mein Antrag bezieht sich nicht auf die Positionen, die zurückzuberweisen vorhin beantragt war, sondern auf die Positionen 160-163. Vicepräsident Büsing: Ich hatte mich geirrt.( Sört! hört! bei der Opposition.) Abg. Stadthagen fährt fort seinen Antrag zu begründen. Abg. Dr. Spahn( E.) beantragt Uebergang zu einfachen Tages orduung über den Antrag Stadthagen und bemerkt dazu: Ich branche meinen Antrag nicht weiter zu begründen. Gründe sind so billig wie Brombeeren. Der Verband der Chorsänger und Chorsängerinnen an deutschen Bühnen, Siz Frankfurt a. M., beschwert sich über die sehr trüben Arbeitsverhältnisse, die durch den üblichen Kontrakt noch verschlechtert werden, über die Nichtzugehörigkeit zur Alters- und Invaliden verschiedener Mißstände an, die beseitigt werden könnten. versicherung usw. Der Regierungskommissar erkennt das Bestehen anfangs vom Referenten Thiele( Soc.) gestellte Antrag auf UeberTu der weisung zur Berücksichtigung keine Annahme fand, votierte er auf Erwägung, der die Kommission gegen eine Stimme ( Demmer freis.) beitrat. Aus Induftrie und Handel. Deutsche Bank. In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung, in der ohne Debatte entsprechend dem Antrage der Die jüdischen Lehrerseminare, die nicht staatlich sind, fordern die Verwaltung die Erhöhung des Aktienkapitals um 10 Millionen Mart Buerkennung des gleichen Rechts, das den staatlichen Lehrerseminaren beschlossen wurde, führte Direktor Stod) zur Begründung der Erzusteht, nämlich das Recht der Ausstellung von Befähigungszeugnissen höhung aus, es habe sich der Deutschen Bant die Gelegenheit zu für den einjährig- freiwilligen Militärdienst. Der Regierungstommiffar einer Verstärkung ihrer Bestrebungen in Rheinland- Westfalen geteilt mit, daß Erhebungen in der Angelegenheit im Gange feien und boten, und zwar durch die Absicht der Duisburg- Ruhrorter Bank, würde. Die Kommission beschließt die leberweisung zur Er- Deutsche Bank sei die dringende Notwendigkeit entstanden, dieser wahrscheinlich den Wünschen der Betenten Rechnung getragen werden sich an ein größeres Berliner Institut anzugliedern. Für die wägung und spricht die Erwartung aus, daß auch den andren Anregung Folge zu leisten, da sie sonst hätte ertvarten müssen, daß privaten Lehrerseminaren, sofern sie gleichen Lehrplan haben wie die das, was sie bisher in Rheinland- Westfalen angefangen hatte, eine staatlichen, das Recht zuerkannt wird. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Schädigung erleiden würde. Diese Schädigung abzuwenden und andrerseits ihrer dortigen Entwicklung neue Elemente zuzuführen, habe die Deutsche Bant bewogen, die leberlegung zu nehmen, die Duisburg- Ruhrorter Bank in ihren Streis zu ziehen. Treber Schmidt droht eine weit höhere Strafe, als er bei seiner Auslieferung erwartet haben dürfte. Der Untersuchungsrichter II heißt: Nachdem die französische Regierung der Strafverfolgung beim Kasseler Landgericht erläßt jetzt eine Aufforderung, in der es Schmidts auch wegen Betruges zugestimmt hat, werden alle diejenigen, die in den Jahren 1898 bis 1901 durch die günstigen Geihnen seitens der Direktion erteilte Auskunft zu dem Eriverb von schäftsberichte der Gesellschaft, die Höhe der Dividenden oder sonstige Treberwerten bestimmt wurden und infolge des Zusammenbruchs der Trebergesellschaft Verluste erlitten haben, aufgefordert, hierüber unter Darlegung des Sachverhalts zu den Atten J. I. 1217/01 schleunigst an den oben bezeichneten Richter Mitteilung zu machen. Ueber die Beschäftigung in der Metall- und Maschinenindustrie schreibt die Arbeitsmarkt- Korrespondenz": 1900 4818 1901 3676 1902 3364 Eine eigenartige Arbeiterfreundlichkeit bethätig gegenwärtig Abg. Fischer- Sachsen( Soc.) macht längere Ausführungen gegen toie man uns schreibt die Firma Keiling u. Thomas den Antrag auf Tagesordnung. Gerade aus den Kreisen der Wähler Eisengießerei und Maschinenfabrit, Ackerstraße 129. In diesem Bedes Centrums sind eine große Reihe von Positionen an uns gelangt, triebe hat es schon seit geraumer Zeit allerhand Differenzen zwischen die Erleichterungen des Grenzverkehrs verlangen. Daher haben die Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegeben. Herren vom Centrum nicht den Mut, eine ausführliche Debatte über mangelhaften sanitären Einrichtungen, die den Unwillen der Arbeiter Besonders sind es die diese Positionen zuzulassen.( Unruhe im Centrum.) tachgerufen haben. So u. a. das Fehlen von Ventilatoren, was Die Abstimmung über den Antrag Spahn ist auf Antrag sich hauptsächlich beim Gießen recht unangenehm fühlbar macht. Doch Bebel eine namentliche und ergiebt die Annahme desselben auch Lohnabzüge und das univürdige Strafgeldersystem haben längst mit 207 gegen 67 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. den Unwillen der Arbeiter erregt. Um nun den beregten Uebelſtänden Abg. Bebel( Soc., zur Geschäftsordnung): abzuhelfen, wählten die Arbeiter eine Kommiffion, die zu verschiedenen Wie Herr Gothein schon festgestellt hat, ist mein Parteigenosse Beiten bei dem Firmeninhaber vorstellig wurde. Zu diesem VorFischer durch einen sehr begreiflichen Frrtum vorhin, als er gegen Ordnung heißt: Beschwerden... find in geziemender Form bei der gehen glaubten sie sich umsomehr berechtigt, als es in der Arbeitsden Amirag Spahn auf einfache Tagesordnung sprechen follte, Direttion anzubringen. Herr Kommerzienrat Siciling, der bekanntlich gewerbe während der Wintermonate etwas nachlaffen würde, muß Die Hoffnung, daß die Geschäftsflaue im Metall- und Maschinennicht dazu gekommen, die Rede über die Positionen 164, 165, 169 zu halten, sondern hat über die Position 160 die Verbandes ist, erklärte den Arbeitern kurz und bündig, daß er in Zu einem Orte mit ziemlich starker Maschinenfabrikation, haben bis in 2. Vorsitzender der Vertrauensmänner Stommission des Kühnemänner- nunmehr als endgültig beseitigt angesehen werden. In Halle a. S., Rede gehalten, die er nachher zum zweitenmal an richtiger tunft ihre Stommission überhaupt nicht mehr empfangen werde, sondern die jüngste Zeit hinein noch immer Entlassungen stattgefunden, obStelle, hielt.( Heiterkeit.) Nun ist aber infolge dieses eigen wer eine Beschwerde habe, inöge diese selbst bei ihm anbringen. tümlichen Umstandes, den der zu jener Zeit die Geschäfte Ale pohl von 1900 auf 1901 eine ganz bedeutende Verminderung der führende Präsident gar nicht bemerkte, es so gekommen, daß die daraufhin mehrere Arbeiter ihre Beschwerden persönlich anbrachten. b fchiftigten Metallarbeiter stattgefunden hat. Nach einer Zählung jenigen, die gegen den Antrag auf einfache Tagesordnung gefiel auch dies Herrn Keiling nicht mehr. Er beschloß, die„ miß den 26 größten Betrieben des Metall- und Maschinengewerbes über den Antrag Gothein sprechen wollten, keine Rede beliebigen Elemente" nach und nach aufs Pflaster zu seßen. Durch waren zu Beginn des letzten Jahresvierteljahrs Arbeiter beschäftigt: Tommen haben.( Sehr richtig! links, großze Unruhe bei der Reihen der zufriedenen" Leute legte er sich eine Liste der Aufdie Mitwirkung liebevoll gehegter Schmarober- Eristenzen in den Mehrheit.) Es war also ganz erklärlich, daß die Herren von wiegler" an und dann in voriger Woche begannen die Entlassungen. Besonders zurückgegangen ist in diesem Jahr die Zahl der Schlosser, der Mehrheit sich nicht haben überzeugen lassen.( Große Heiterkeit links.) Als erster kam ein Arbeiter an die Reihe, der 7% Jahre in dem von denen in den angeführten Betrieben 1900 noch 1157, 1901 866, Auf jeden Fall hat ein Verfahren stattgefunden, das geschäftsordnungs- Betriebe thätig war. Den Grund der Entlassung sieht dieser Mann dagegen mäßig unzulässig war. Der Präsident war verpflichtet, den Abg. in einem Gespräch mit dem Gewerbe- Inspektor, der ihn gelegentlich waren. gegenwärtig nur noch 563 Arbeiter beschäftigt Fischer zu unterbrechen. Wir hatten nicht die Möglichkeit, den Herrn einer Revision gefragt hatte: Haben Sie im Betriebe auch Deckel auf auch Recht ungünstig liegen die Beschäftigungsverhältnisse Präsidenten darauf aufmerksam zu machen, denn wir dürfen ja, den Pfannen? Die Antwort lautete wahrheitsgemäß" nein", und in Chemnit und Leipzig. Namentlich Fabrikschlosser während ein Abgeordneter spricht, uns nicht zur Geschäftsordnung über die Folgen dieser Antwort konnte der Arbeiter dann nachdenken, ist die Abnahme der beschäftigten Arbeiter gleichfalls groß. Auf nd Dreher überschwemmen den Arbeitsmarkt. In Hannover melden. Ich möchte daher in der Debatte über den Antrag Spahn als ihm seine Entlassung gegeben wurde. Bemerkt sei, daß der Grund einer Umfrage in Maschinenfabriken, Eisengießereien, Metallauf einfache Tagesordnung über den Antrag Gothein das Wieder Fabrik- Inspektor schon wiederholt fanitäre Mängel in der Fabrit ge- gießereien usw. hat sich ergeben, daß fast in allen Betrieben die aufnahmeverfahren beantragen.( Stürmische Heiterkeit links, große rügt hatte. Seitens der Fabrikleitung ist dann meistens gesagt worEntlassungen überwiegen. Dabei haben viele Firmen, um ihren Unruhe bei der Mehrheit.) den, die mangelhaften Einrichtungen beständen nur vorübergehend, Betrieb nicht noch weiter einschränten zu müssen, Aufträge zu schr Präsident Graf Ballestrem: in Wirklichkeit aber bestehen sie dauernd, an eine Aenderung wurde gedrückten Preisen hereingenommen oder auf Lager gearbeitet und Das Mißverständnis, von dem Herr Bebel und schon vorher gar nicht gedacht. In vergangener Woche setzte Herr Keiling dann die bergleichen mehr. In Brandenburg a. S., ivo namentlich FahrradHerrr Gothein gesprochen hat, hätte nicht vorkommen tönnen, wenn Entlassungen von Kommissionsmitgliedern oder Vertrauensmännern Fabrikation betrieben wird, äußert sich der schlechte Geschäftsgang in Herr Gothein seinen Antrag rechtzeitig schriftlich eingereicht hätte. Ich der Arbeiter in schneller Reihenfolge fort. Bis jetzt find 7 Mann einer Abwanderung vieler Arbeiter nach dem Lande. Auch in Berlin bitte deshalb, daß diejenigen Herren, die zur Geschäftsordnung entlassen, und zwar solche, die bis zu 13 Jahren für die Firma ist die Beschäftigung noch immer unbefriedigend, so daß vorübersprechen wollen, ihre Anträge möglichst sofort schriftlich hier ein- thätig gewesen sind. Ein solches Vorgehen ist um so charakteristischer, gehend Arbeitszeitvertürzungen notwendig werden. Die Aussichten reichen. als Herr Keiling sich stets den Deckmantel besonderer Arbeiterfreund- für die nächsten Monate sind ungünstig und die Meinung herrscht Inzwischen ist mir der folgende Antrag Bernstein zugegangen: lichteit umzuhängen verstanden hat. Er thut sich viel darauf zu gute, vor, daß eine Aenderung zum Besseren sobald kaum zu erwarten Der Reichstag wolle beschließen, Tarifstelle 174( 3ucker) an die daß es- außer dem allgemeinen Metallarbeiter- Streit Kommission zur schriftlichen Berichterstattung zu über noch nie zu einer Arbeitseinstellung in seiner Fabrik gekommen ist, bis jetzt sein dürfte. weisen. auch hört er es nicht ungern, wenn feine zufriedenen" Arbeiter von ihm als von Bater Steiling" reden. Doch jetzt scheint auch den Zufriedenen" ein Licht aufgegangen zu sein. Auch diese können ea nicht mehr verstehen, wie ein„ arbeiterfreundlicher" Mann wie Herr Steiling die Arbeiter erst auffordert, Beschwerden bei ihm anzubringen und dann die Beschwerdeführer, die meistens nur im Auftrage der übrigen Arbeiter handelten, einfach auf die Straße setzt. Eine start besuchte Metallarbeiter- Versammlung der Keilingschen Fabrik beschloß deshalb am Montag, zu gegebener Zeit die richtige Antwort auf die erfolgten Entlassungen zu erteilen, d. h. falls noch weitere auf der Aufwieglerliste verzeichnete Arbeiter entlassen werden, dann sofort über den Eintritt in einen Streit zu beraten. Deutsches Reich. Abg. Bernſtein( Soc.) begründet diesen Antrag in längeren Ausführungen mit specieller Beziehung auf die Brüsseler Zuckerkonvention. Der Reichstag würde mit einer gewissen Leichtfertigkeit, ja Frivolität über die Intereſſen weiter Kreise hinweggehen, wenn er diese Zurüdberweisung nicht beschlösse.( Bravo! links.) Präsident Graf Ballestrem: Sie dürfen Mitgliedern des Reichstages nicht Frivolität vorwerfen. Abg. Bernstein: Ich habe nur geäußert, daß der Reichstag sich diese Bezeichnung nicht zuziehen möge. Deshalb bitte ich dringend um Annahme meines Antrages.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß ein Antrag Dr. Stock mann( Rp.) eingegangen ist, die Positionen 166-168 und 170-175 ( pflanzliche Fette, Stärke, Zuder usw.) an die Kommission zurüdzuverweisen; ferner ein Antrag Dr. Spahn( C.), über die eingegangenen Zurückveriveisungs- Anträge zur Tagesordnung überzugehen. Abg. Dr. Spahn( C.) spricht ganz kurz für seinen Antrag, Abg. Wurm( Soc.) ausführlich dagegen. Der Redner wird wieder holt durch stürmische Rufe der Mehrheit: Zur Geschäftsordnung interbrochen, an denen sich vor allem die Abgg. Dr. Heim und Gröber( E.) beteiligen. Roheisenproduktion der deutschen Hochöfen. In den Hochöfen. In den ersten zehn Monaten 1902 wurden von den deutschen Hochofenwerken produziert: 997 021 Tommen( in der gleichen Zeit 1901: 1135 922 Zonnen) Buddelroheisen und Spiegeleisen, 326 631 Tonnen( 393 358 Tonnen) Bessemer Roheisen, 4 276 948 Tonnen( 3 732 369 Tonnen) Thomasroheisen und 1317 137 Tonnen( 1 255 337 Tonnen) Gießereiroheisent, in Summa also 6917 737 Tonnen( 6516 986 Tonnen) Roheisen. Davon entfallen, nach der„ Rhein- Westf. 3tg.", in der Hauptsache auf Rheinland und Westfalen 2 686 991 Tonnen( 2516 734 Tonnen), auf Siegerland, Lahnbezirk und Hessen- Nassau 447 632 Tonnen ( 536 384 Tonnen), auf Saarbezirt, Lothringen und Luremburg 2715 833 Tonnen( 2 424 855 Tonnen) und auf Schlesien 564 965 Tonnen ( 639 379 Tonnen). Die Brauerei- Arbeiter in Zwickau und Umgebung hatten an den öffentlichten Geschäftsbericht hat die Brauerei unter der ungünstigen Attien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Nach dem soeben verVogtländischen Brauverein das Gesuch gerichtet, den im vergangenen wirtschaftlichen Lage zu leiden gehabt, wodurch der Absatz trok Gr Jahre abgeschlossenen Lohntarif zu Gunsten der Arbeiter abzuändern. weiterung des Kundenkreises um über 5000 Seltoliter zurückDaraufhin erhielt die Lohnkommission ein von einer Anzahl gegangen ist. Günstige Einkäufe der Rohmaterialien und verbesserte Rücksicht auf die durch die Zollerhöhung drohende winmausfall auszugleichen und ein etwas besseres Resultat als in Brauereien unterzeichnetes Schriftstück, nach dem sie es mit Betriebseinrichtungen ermöglichten indessen, den entstandenen Getrifis ablehnen, die Aenderung eintreten zu lassen. Es kam lebten Jahre aufzuweisen. Der Reingewinn beträgt nach 201 353 aber doch eine Stonferenz einer Anzahl Brauereibefizer und der er- Mart( i. V. 214 805 M.) Abschreibungen 113 873 M.( i. 2. wähnten Lohnkommission zu stande, in der der Tarif durchberaten 130 228 22.) Präsident Graf Ballestrem erhebt sich, schwingt die Glocke, fetzt Die Brauereibefizer versprachen, in ihrer demnächstigen allgemeinen( i. v. 7073 M.), der Beamten 6000 M.( i. 2. 5000 M.), 4 Proz. und verschiedentlich den Wünschen der Arbeitgeber angepakt wurde. 6846 M.( i. V. 6204 M.), Tantieme der Direktion 7804 Wi. und finder folgende Verwendung: Reſervefonds sich aber, nachdem Ruhe eingetreten ist, schiveigend nieder. Die Abstimmung über den Antrag Spahn ist auf Antrag Versammlung Stellung zu den Beschlüssen zu nehmen. Diese Ver- Dividende gleidh 120 000 M.( i. V. 3% Proz. gleich 105 000 m.). Bebel eine namentliche und ergiebt die Annahme desselben mit 216 faminlung lehnte indes jedes Gingehen auf die bescheidenen Vortrag 3222 M. gegen 53 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen. Forderungen ab. In einer darauf abgehaltenen BrauereiarbeiterAbg. Röfice- Dessau( wild- liberal): Bir verhandeln jetzt über Berjammlung wurden diese Vorgänge scharf kritisiert und beschlossen, bie Diener und ſchreiten.derungen zehn Stunden. Ich beantrage daher, mit Rüdjicht auf das Personal, an den Forderungen festzuhalten und eventuell zum äußersten zu Beamten des Hauses, die morgen nicht erst Gerichts- Zeitung. Ein böser Konkurrenz- Streich hat dem Milchhändler Göde eine um 12 11hr wieder anfangen zu arbeiten, sondern sehr viel früher, Der Verband der städtischen Arbeiter Württembergs, welcher mit Anklage wegen Sachbeschädigung eingetragen, die gestern vor der und vor allem mit Rücksicht auf die Stenographen, die bis zur dem Centralverband der in Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter 5. Strafkammer des Landgerichts I in der Berufungsinstanz verErschöpfung thätig gewesen find, Bertagung der Sizung.( Höhnische und Unterangestellten feit ungefähr zwei Jahren im Startellverhältnis handelt wurde. Der Gerichtshof nahm auf Grund der BeweisRufe rechts. Abg. Dr. Arendt ruft: Reden Sie doch weniger!) stand, hat den Beschluß gefaßt, mit dem 1. Januar 1903 zum Ver- aufnal me für erwiesen an, daß der Angeklagte in verschiedenen Der Antrag Röside, für den sich außer der Linken die bande der Gemeinde- Arbeiter überzutreten. Der Verband der Fällen in die Milchbehältnisse, die ein in derselben Straße wohnender Nationalliberalen, ein Teil des Centrums und die Antisemiten er- Württemberger zählt ungefähr 600 Mitglieder. Der Centralverband Konkurrent des Morgens feinen Kunden vor die Küchenthür zu stellen heben, wird angenommen. der Gemeinde- Arbeiter errichtet mit dem Tage des Uebertritts in pflegte, Stückchen Priemtabat geschüttet hat. Die Milch erhielt Präsident Graf Ballestrem schlägt vor, die nächste Sizung Stuttgart ein Sekretariat, welches in Süddeutschland die Agitation 2c. dadurch einen bitterlichen Geschmad, der die Kunden des KonDonnerstag 11 Uhr abzuhalten mit der Tagesordnung: Fortsetzung betreiben soll. furrenten schließlich topfschen machte. Es waren Zeugen aufgetreten, die der heutigen Beratung. Abg. Dr. Spahn( C.) beantragt, schon um 10 Uhr zu beginnen. Abg. Dr. Barth( frs. Bg.) widerspricht diesem Antrag, für den fachliche Motive nicht vorlägen. Abg. Gothein( frf. Bg.) bittet, die Stenographen nicht zu über laften und es beim Vorschlag des Präsidenten zu belaffen. 1 Der Vorstand des Verbandes der Graveure und Giseleure hat sich auf die Lauer gelegt hatten und die Unthat des Angeklagten über die Frage der Aufnahme von Gold- und Silberarbeitern in gesehen haben wollten. Dieser bestritt entschieden seine Schuld den Verband, die zu Grenzstreitigkeiten mit dem Metallarbeiter und behauptete, daß die Hauptbelastungszeugin, die mit ihm in Verbande führen konnte, insofern die Mitglieder des 1899 auf- feindschaft lebe, nur einen Rache- Att gegen ihn ausübe. Der gelösten Goldarbeiter- Verbandes sich legterem anschlossen, durch eine Gerichtshof tam zu andrer Ansicht und verurteilte den Angeklagten Abstimmung der Filialen und Zahlstellen entscheiden lassen. Die zu einer Geldstrafe von 150 m. Vorwärts- Buchhandlung 69 Lindenstrasse 69. Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste empfehlen wir als Weihnachts- Geschenke unser reichhaltiges Lager in Bilderbüchern, Jugendschriften, Märchenbüchern, Gedichtsammlungen, illustrierten und nichtillustrierten Klassiker- Ausgaben, naturwissenschaftlichen und GeschichtsWerken. 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Märkischer Hof, Admiralstraße 18c. IV. Wahlkreis( Osten): Elysium, Landsberger Allee 40/41. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Scheruch's Festsäle, Rüdersdorferstraße 45. Germania- Säle, Frankfurter Allee 53. Arbeiter- Bildungsschule Berlin V. Wahlkreis( Süd- Osten): Urania, Wrangelſtraße 11. Sonntag, den 7. Dezember 1902, abends 7 Uhr, in Frankes Festsälen, Sebastianstrasse No. 39: B Behrend, Manteuffelstraße 95. Zur Drachenburg, Vor dem Schlesischen Thor 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Agster über: V. Wahlkreis: Brauerei Friedrichshain( fr. Lipps), Am Friedrichshain. ,, Klassenkämpfe und deren Versöhnung". Eintritt 20 Pf. inkl. Garderobe. Nach dem Vortrage:[ 5 Gemütliches Beisammensein und Tanz. Gau Berlin( Vereinigte Naturheilvereine). VI. Wahlkreis( Moabit): Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Freitag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Buggenhagen, am Morigplak. Verkehrte Geschlechtsempfindung und die Opfer des§ 175 d. St.- 6.- 8. Referent: G. Wagner- Charlottenburg. ,, Verkehrte Geschlechtsempfindung" ist eine Krankheit und lein Verbrechen und fann nicht durch Strafparagraphen geheilt werden. Gefänguiffe und Buchthäuser find feine Heilanstalten. Diejen Standpunkt haben die NaturHeilbereine oft genug in der Deffentlichkeit vertreten; leider haben diefelben nicht das allgemeine Verständnis gefunden. Die jüngsten Vorkommniffe werden hoffentlich dazu beitragen, daß diese Versammlung recht zahlreich besucht wird. Der Vorstand. 3. A.: Emil Bartsch. Rum No. 3 Façon on 50 Proz. stark, a Literflasche 1,10 M., 10 Literfl. 10 M. inkl. Jamaica- Rum echt und echt Verschnitt a Ltrfl. 1,00, 2,10, 2,50, 3,10, 4,50. 10 Fl. 10 Pf. billiger. Glühwein- Extrakt hochfein im Geschmack a Literf. M. 1,30. 10 FI. M. 12,- inkl. Deutscher Cognac angenehm, mild im Geschmack a Literf. M. 2,10, 2,50, 3, 857b ( Oranienb. Vorstadt und Wedding): Eiskeller, Chausseestr. 88. ( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen): Hensel, Invalidenstraße 1a. Weimann's Volksgarten, Badstraße 56. ( Schönhauser Vorstadt): Brauerei Königstadt, Schönh. Allee. Nieder- Barnim( Lichtenberg): Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee 120. ( Pankow): Roczycki( Ww. Roell), Kreuzstraße 3/4. ( Rummelsburg): Weigel's Ballsalon, Türrschmidt- u. Goethestr.- Ecke. ( Weissensee): Zum Prälaten, Lehderstraße 122. Teltow- Beeskow( Charlottenburg): Volkshaus, Rosinenstraße 3. ( Schöneberg): Obst, Meiningerstraße 8. 1. ( Rixdorf): Wernicke's Festsäle, Hermannstraße 48/49. ( Köpenick): Kaiserhof, Grünstraße 35. Tages- Ordnung in sämtlichen Versammlungen: Der Umsturz im Reichstage. 2. Diskussion. Zahlreichen Bejuch erwarten Die Vertrauensleute. Rothe Kreuz- Deutfcher Metallarbeiter- Verband. 1- Lotterie Ziehung Geld 13. bls 18. Dezbr 16 870 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mik. Eugen Neumann& Co. 575000 Belle- Alliance- Platz 6a, Amt IV No. 9676. Genthinerstrasse 29. Wilsnackerstr. 25. Schöneberg, Hauptstr. 129. Steglitz, Albrechtstrasse 18. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Oranienstrasse 190. Grüner Weg 60. Elsasserstr. 71. Putbuserstr. 35. Stralauerstr. 56. inte für Grofs- Reftaurateure u. Kantinen- Vorstände. 5884L* Von meinem Schluss gebe ich andrer Unternehmungeu halber ca. 4000 Hekto eines erstklassigen Berliner Lagerbieres zum Preise von Mk. 13. pr. Hekto franco Haus oder Berlin Bahnhof ab. Nur Kassa- Käufer mit wenigstens 250 Hekto Jahresbedarf werden berücksichtigt. Offerten erbeten sub Chiffre N. 7 an die Expedition des Vorwärts", Berlin SW. 68. 5773L Grosse WeihnachtsGemälde- Auktion Unter den Linden 58, parterre. Hauptgewinne: Mark 100000 Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. 209,5 Wegen der Partei- Versammlungen fällt die Sitzung der erweiterten Verwaltung am Donnerstag, den 4. Dezember aus. Wir ersuchen die Bezirksleitungen, Branchenvertretungen und Obleute der Großbetriebe davon Notiz zu nehmen. 167/16 Die Ortsverwaltung. Achtung! Töpfer. Achtung! Freitag, den 5. Dezember, abends 5%, Uhr, in Kellers grossem Saal, Koppenstr. 29: 50000 Grosse Versammlung 25000 uta. eta eta. Originalloose à 3.50 M. Für Porto und Liste 30 Pf. extra. Oscar Bräuer& Co. Nachf. Bank- Geschäft Berlin W., Friedrichstr. 181. Filialen: NW., Wilsnackerstr.63. 0., Andreasstr. 46a. SO., Oranienstr. 177. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7 Arbeiter- Gesangverein aller im Organisationsgebiet Berlin wohnender Kollegen. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Waldeck Manasse über: Die vereinigten Völker von Europe. 2. Bericht über die Beschlußfassung der Innung in Bezug auf den paritätischen Arbeitsnachweis. 3. Gewerkschaftliches. Vor Beginn der Versammlung werden die Bau- Kontrollfarten an die Vertrauensleute ausgegeben, Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 206/15 Prämiiert mit der zoldenen Medaille. feurio Süsser Blutarmen Kranken ärztlich Kraft- empfohlen. Rothwein. 150 in Apothe kenDro200 gen und DelicaSantalucia tesshandl. käuflich Der Vorstand der Filiale Berlin. Achtung! Brauerei- Arbeiter. Achtung! Sonntag, den 7. Dezember, nachmittags 1 Uhr: Grosse öffentliche Versammlung in Kellers festsälen, Koppenstr. 29. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Kuratoriums des Arbeitsnachweises der Ring- Brauereien. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Kuratoriums Wahl. 3. Bericht der gitationstommission. 4. Berschiedenes. NB. Wir ersuchen um pünktliches Erscheinen, da der Saal um 4 Uhr geräumt werden muß. 8215 Die Agitationskommission. Empfehle allen Freunden u.Bekannten mein Weiss, Bayrischbier. und gr. Speisegeschäft. Reichs haltiges Frühſtüd von 30 P., Mittag wünscht zum ersten Weihnachtsfeiertag mit Bier 50 Bi. fotoie Abendtisch à la abend einen oder zwei tüchtige Volks- carte bont 30 Pi. an. 2 Vereinszimmer find Humoristen. Zu erfr. bei A. Bofchfe, mit Stlavier für 20-50 Berfonen. 51/9 Groß- Beerenstr. 28a, part. 8556 H. Stramm, Reft., Ritterstr. 123, + Naturärztliche Vorträge+ wichtig für Kranke und Frauenleiden jeder Art in Broschüren a 20 Pf. erschienen v. praft. Naturheilk. Grundmann, Kur- u. Heilanstalt, Köpnickerstr. 72. Naturärztl. Sprechit. 11-2. 6-8. Sonntags 10-12 Heute Donnerstag, den 4. Dezember, und folgende Tage, jedesmal vormittags 11 Uhr begumend, findet durch den Auktionator Herrn C. Joseph die bereits mehrfach angezeigte. Bersteigerung von 150 Stüd Criginal Selgemälden in Eduard Guttmanns Runit Salon, Unter den Linden 58. parterre, statt. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderci und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 0 Nr. 283. 19. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 4. Dezember 1902. Parteinachrichten. Parteipreffe. Für den austretenden Genossen Hertlein ist am 1. Dezember der Genosse Bildstein aus Cannstadt in die Nedaktion der„ Schwäbischen Zagwacht" eingetreten. Gemeindewahlen. Bei den Stichwahlen in Frankfurt a. M. find unfre Parteigenossen unterlegen. In München wurden bei der Wahl der Ersaßmänner noch zwei Parteigenossen gewählt. Unfre Parteigenossen in Stuttgart beschlossen für die bevorAehende Bürgerausschuß- Wahl mit der Boltspartei sechs Kandidaten auszutauschen, um die nationalliberale Mehrheit des Kollegiums zu brechen. Im Königreich Sachsen wurden gewählt: In Groß3fachwig ein Parteigenosse, einer in Krippen a. E. und zwei in Pillnig. Der Gemeinderat in Bogtsberg bei Delsniz besteht jetzt aus sieben Socialdemokraten und fünf Gegnern. Polizeiliches, Gerichtliches usw. " fo Fleischlöße befchwert, die nicht geschmeckt hätten. Darob sei eine Teil unfres Volfes die Lektüre. Es sei aber, förmliche Untersuchung und große Umfrage gehalten worden. Ein führte der Vortragende aus, nicht gleichgültig, was das Volk, Kranker, der nicht zu den Beschwerdeführern gehört, habe der Unter- ivas im besonderen der Arbeiter Lefe. Nicht nur das fuchungskommission erklärt: ihm hätten die Klöße gut geschmedt. Wissen auch die ästhetische Bildung sei eine Macht, auch sie könne Hierüber große Entrüstung unter den Genossen, die dem" Bu als Waffe im socialen Stampf dienen. Millionen würden alljährlich friedenen" gegenüber zunächst in der Drohung zum Ausdrud kam: " Das würde ihm noch besorgt werden!" Als derselbe die Anstalt von der Arbeiterbevölkerung für schlechte Lektüre ausgegeben verließ, um nach dem Bahnhof zu fahren, wurde sein Wagen Millionen, die sie zu ihrem eignen Schaden opfern. von den beschwerdeführenden Patienten untertvegs angehalten Die Ursache dieses Elends der Volkslektüre ist, und der Mann gründlich verhauen und mit Sand beworfen. wie Herr Troll weiter ausführte, das Elend der Jugendlektice. Ms am andren Lage der Gendarm die Thäter ermitteln wollte, Von der Indianergeschichte und der Erzählung für Badfische führt war das unmöglich, weil der eine für des andren Alibi eintrat. der Weg zum Hintertreppen- Roman und zum Zeitungsklatsch. Jung Auch sonst seien die Zustände in der Anstalt wenig erfreulich. gewohnt, alt gethan! Wollen wir die Voltslettüre bessern, so müssen Die freie Zeit wird benutzt zum Vogelfangen und Ausnehmen wir bei der Jugendlettüre anfangen. Auch hier gilt das Wort: Wer von Vogelnestern. Während der freien Zeit wird Bier und Schnaps getrunken und in den benachbarten Dörfern tüchtig geknipft. Man die Jugend hat, hat die Zukunft. " fneipt auch außer der regelrechten Ausgehzeit, indem man durch Welche Jugendschriften sind gut zu nennen?- Es gab eine oder über den Zaun steigt. Nachts nach 10 Uhr fand z. B. der Zeit, in der man überhaupt keine Jugendlitteratur, keine KinderOberarzt einen völlig betrunkenen Patienten vor dem Zaun. Er bücher kannte. Goethe griff als Kind zu dem Bücherschatz des mußte ihn durch den Bademeister in die Anstalt bringen. Die Erwachsenen. Erst am Ende des 18. Jahrhunderts tamen Jugend? - Die von den staatserhaltenden Parteien geschaffene_MißMaifeier, an einem von den Genoffen durch Laufzettel bestimmten schriften" auf, und damit begann das Elend der Jugendlektüre. stände herabzuwürdigen soll die Absicht des Genossen Martwald Blazz an der„ Ulme", mußte erst durch Polizei verhindert werden. Zwei Arten solcher Jugendschriften" sind zu unterscheiden. Die in Magdeburg gewesen sein, als er in der Boltsstimme" das Wenn ein Patient fich mit den Genossen" nicht einläßt, heißt unterhaltungsschrift kommt meist nur dem Hang des Kindes Verhalten zweier Schuyleute bei einem Unfalle tritisierte. So be= es, er sei ein Verräter. Er muß sich sehr vorsehen, daß er hauptete wenigstens der Staatsanwalt in der dieserhalb wegen Beleidigung der Schußleute abgehaltenen Gerichtssigung. Die Socialnicht geschlagen wird, und ist froh, wenn er die Anstalt verlassen zum Stofflichen, zur„ spannenden Handlung" entgegen. Das gilt fann." nicht nur von den Indianergeschichten, auch manche andre, recht demokraten find zwar gewiß geneigt, auch die Vorkonimnisse des täglichen Lebens möglichst unter allgemeinen Gesichtspunkten zu betrachten, rungs- Anstalt Berlin mit der Bitte, diesen Anschuldigungen auf den darauf, das ästhetische Intereffe zu wecken. Die Tendenzschrift Wir wandten uns an ein Vorstandsmitglied der Landesversiche- vornehm auftretende Unterhaltungsschrift für Kinder verzichtet aber die bestehenden Zustände herabzuwürdigen aus Anlaß einer an Grund zu gehen, und erhielten darauf folgende Zuſchrift: geblichen Nachlässigkeit zweier Schußleute, das ist doch wohl auch trägt ein moralisches Mäntelchen. Ob sie religiöse, ob sic einem Socialdemokraten nicht gut möglich. Es handelte sich nämlich weil ich dachte, an Ort und Stelle " Ich begab mich am Dienstag dieser Woche nach der Heilstätte, patriotische Stoffe behandelt- immer erdrückt die Tendenz darin, daß eine auf der Straße verunglückte Frau nicht rasch genug bestand feststellen zu können. am besten den That die künstlerische Gestaltung und mordet die Wahrheit. In diesen Mein erster Schritt war zu polizeiliche Hilfe erhalten haben soll. Der Staatsanwalt beantragte dem Chefarzt der Anstalt, Herrn General- Oberarzt Dr. Groschte. Schriften wird stets das Gute belohnt und das Böse bestraft, sind gegen Marivals nicht weniger wie ſechs Wochen Gefängnis und Ich trug diesem Herrn den Inhalt der Zeitungsmeldung vor, die er stets die Deutſchen tapfer und edel und alle andren das Gegenteil. gegen zwei Feuerwehrleute, von denen Martwald seine Informationen übrigens auch schon zu kennen schien. Auf meine Frage, ob er über Unterhaltungs- wie Tendenzschriften find gehalten in einem auf hatte, je 150 M. Geldstrafe. Das Gericht fah in der einfachen Mit Unzuträglichkeiten der geschilderten Art zu flagen habe, erhielt ich in dringlich wirkenden Kinderton", der selbst den kindfeilung allerdings auch eine Beleidigung der Schuyleute, erkannte bestimmter Form eine verneinende Antwort. Von feinem Kranten lichen Leser verstimmt und dem Theodor Storm das Wort entgegen. jedoch nur auf 50 M. Geldstrafe gegen Markwald und 30 M. und feien ihm Stlagen, wie sie in dem Zeitungsartikel verlautbart werden, gestellt hat: Wer für die Jugend schreiben will, ber 40 M. gegen die beiden Feuerwehrleute. zu Dhren gekommen; wenn Beschwerden der Insassen untereinander darf nicht für die Jugend schreiben." Eine gute Die Schantsperre, die als Guillotine des Versammlungsrechts erhoben worden wären, so habe es sich um kleine Hänseleien harm Jugendschrift muß ein absichtslos geschaffenes Werk der Dichtkunst wirft, geht im Stuhrrevier wieder um. In einem Lokal bei loser Natur gehandelt, wie sie unter 190 Batienten felbstverständlich sein, das auch dem Erwachsenen Genuß zu bereiten vermag. Und Werden, das noch niemals Schanksperre gehabt hat, sollte am eintreten könnten. Soweit wirklich ernsthafte Fälle in Betracht zu Sonntag eine Bergarbeiter Versammlung stattfinden. Drei Stunden ziehen seien, tönne erwähnt werden, daß im August dieses Jahres alles das gilt übrigens auch für die Bilderbücher, deren Einvor Beginn der Versammlung erhielt der Wirt den polizeilichen zwei Berliner Patienten plöglich wegen einer Brügelei hätten fluß auf die Erziehung der Jugend und des Volkes zum Verständnis Befehl, während der Dauer der Versammlung den Ausschant einzu- entlassen werden müssen, ein ähnlicher Fall im September habe der bildenden Kunst noch sehr verkannt wird. stelleir. ebenfalls die Entlassung des Schuldigen zur Folge gehabt. Seitdem Die deutsche Lehrerschaft, schloß Herr Troll, sei seit habe kein Anlaß zu energischem Einschreiten vorgelegen. Jahren bemüht, die guten Jugendschriften und die guten BilderUm den Wirt nicht zu schädigen, verständigten fich die Veranstalte daß die Versammlung unterbleiben solle, von auch die Gendarmen in Kenntnis gesetzt Nachdem sich die Anwesenden dann einige Stunden bei einem Glafe Bier zwanglos in Gegenwart der Gendarmen unterhalten und einige Lieder gesungen hatten, sprang plöglich einer der Gendarmen auf, erklärte die Versammlung für aufgelöst, forderte die Anwesenden auf, das Lokal zu verlassen, und verfündete überdies noch offiziell die Schanksperre, das heißt also nunmehr noch nach der Verfammlung. Kommunales. Straßenhandel. " " Soweit die Auskunft des Chefarztes. Da ich gerade gegen die bücher von den schlechten zu sondern und bei den Verlegern auch wurden. Mittagszeit angekommen war, bat ich Herrn Dr. Groschke, mit den auf niedrigere Preisberechnung hinzuwirken. Was bisher ge Berliner Patienten gleich nach Tisch persönlich sprechen zu dürfen. Teistet fet, zeige die Ausstellung. Zu wünschen sei nur, Diese Erlaubnis wurde mir gern gegeben, und so erging an die Teistet sei, zeige die Ausstellung. Zu wünschen sei nur, Berliner die Bitte, daß fie nach dem Mittagessen noch im Speise- daß den Eltern nicht bloß vor Weihnachten, sondern ständig Gefaal verweilen möchten. Ich fand etwa 150 Personen im Saale legenheit gegeben werde, die Jugendlektüre selber zu prüfen, vielfizzen, unter diesen auch Patienten andrer Versicherungsanstalten, leicht durch Vermittelung der Voltsbibliotheken. Auch das Kind müsse ebenfalls einige in Post- und Militär- Uniform. Die nicht von der in ästhetischer Hinsicht endlich zu seinem Recht kommen. Berliner Anstalt gesandten Patienten wollten den Saal verlassen, An den gedankenreichen Vortrag, den die gut besuchte Versammdoch blieben sie auf mein Ersuchen. Als ich den Versammelten den Tung mit lebhaft zustimmendem Beifall aufnahm, knüpfte sich eine Inhalt der von den kapitalistischen Blättern gebrachten Anschuldigungen furze Besprechung. Der Vorsitzende, Genosse Sassenbach, schloß mit mitteilte, erhob sich allseitig ein Sturm der Entrüstung als Antwort dem Wunsche, daß die Ausstellung, die bis 6. Dezember täglich von und die Verdächtigten beruhigten sich erst, als ich ihnen die mir vom 10-10 bei freiem Eintritt geöffnet ist, regen Besuch finden und gute ueberfluß richtete ich dann noch das Ersuchen an die Patienten, auch Früchte bringen möge. Chefarzt gewordene Widerlegung der Berleumdungen mitteilte. Zum hinfort nichts zu thun, was der Unternehmerpresse Stoff zu Verdächtigungen bieten tönne. Hier sei jeder nur Patient, wenn er gebessert die Anstalt verlassen habe, tönne der Einzelne wieder wirken, wie es in seinen Kräften stehe. Bemerken will ich noch, daß der jetzige Chefarzt bei den Patienten durchaus angesehen ist, wogegen über seinen Vorgänger viele Slagen laut geworden sind." National- Zeitung" eine Zuſchrift der Anstaltsleitung der ZungenheilIm Anschluß an diese Auskunft sei noch erwähnt, daß die stätte am Grabowsee veröffentlicht, die sich im wesentlichen mit den Mitteilungen des Vorstandsmitgliedes dedt und nur insoweit davon abweicht, als sie berichtet, daß seit Juli 13 Stranke strafweise entlassen sind. Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung, dem die VorBeratung der vom Polizeipräsidium beim Magistrat beantragten Polizeiverordnung betreffend, die Einschränkung des Straßenhandels mit Baren, Zeitungen, Blumen usw. übertragen ist, hat gestern abend getagt und in dreistündiger Beratung seine Arbeit beendet. In der zeitweise recht lebendigen Generaldiskussion wurde von verschiedenen Rednern sehr die Ansicht vertreten, daß die vorgelegte Polizeiverordnung im Verkehrsinteresse unnötig fei, und daß die politische Tendenz der Verordnung( Verbot des Zeitungsverkaufs, wobei der Polizei in besondren Fällen Genehmigung gestattet sein soll) energisch bekämpft werden müsse. Für eine Großstadt sei der Straßenhandel ein nüßliches und legitimes Gewerbe, das nicht unterdrückt werden dürfe. Von andrer Seite wurde zum Schutz der feßhaften Gewerbetreibenden die Einfchränkung des Straßenhandels gefordert, weil den Ladenbesitzern die Kundschaft durch den Straßenhandel entzogen wird. Das Ergebnis der Generaldiskussion war der mit 8 gegen 7 Stimmen gefaßte Beschluß, der Versammlung zu empfehlen, den Magistrat zu ersuchen, der vorgelegten Polizeiverordnung nicht zuzustimmen. In eine Specialberatung der einzelnen Paragraphen wurde nicht eingetreten. Mehrere Resolutionen, welche auf Beseitigung einzelner Formen des Straßenhandels( Feststehende Wagen in außergewöhn lichem Umfange, Straßenhandel für Rechnung eines. andern) hinauwirken beantragten, wurden ebenfalls abgelehnt. Lokales.. Jn 27 Volksversammlungen Der wesentliche Teil dieser Zuschrift lautet: " Die Große und das Publikum. Ein Leser schreibt uns: Geradezut unerhörte Zustände herrschen auf der Linie Spittelmarkt- Friedrichsfelde" der Großen Berliner Straßenbahn. Die Gesellschaft läßt es zu, daß auf der genannten Strecke. Fahrgäste, trotzdem sie ihr Fahrgeld bezahlt und ihren Fahrschein für die Fahrt bis zur Kirche in befördert werden. Muß man sich das bieten lassen? Auf genannter Friedrichsfelde erhalten haben, gar nicht oder doch nur mangelhaft Strecke verkehren die Wagen wegen des starken Verkehrs meist mit Anhängewagen. An dem Ringbahnhof Frankfurter Allee oder an der Hubertusstraße wird dann in den meisten Fällen der Anhängewagen abgehängt, ohne Rücksicht darauf, ob der Verkehr stark oder schivach ist. Durch einfaches Verlöschen des Lichtes und Stehenbleiben des Wagens ... Auch ist Vorsorge getroffen worden, daß Bedrängung einzelner werden dann die Fahrgäste gezivungen, die Fahrt stehend und arg Kranker durch politisch oder religiös Andersdenkende verhütet und. zusammengepreßt im meist schon übervollen Motorwagen fortzusetzen. wenn sie vorkommt, streng geahndet wird. Es ist deshalb Ja, einmal geschah es, daß eine ganze Gesellschaft- trotzdem sie nicht gerechtfertigt, aus einzelnen Unregelmäßigteiten im Ver- ihr Fahrgeld bezahlt hatte an einem Sonntage aus Raummangel halten der Kranken verallgemeinernde Schlüsse auf Mangel nicht weiter befördert wurde der Anhängewagen blieb am Ringan Ordnung in der Anstalt zu ziehen. Daß der Besuch bahnofe zurüd. Der Rechtslage nach ist die Gesellschaft verpflichtet, des in der Anstalt eingerichteten Gottesdienstes erschwert jeden, der einen entsprechenden Fahrschein gelöst hat, bis an das werde, hat nicht festgestellt werden können. Der Herr Ende der Strecke zu befördern. Geschieht dies nicht, so wäre der Anstaltsgeistliche hat uns ermächtigt, zu erklären, daß der nichtbeförderte Fahrgast berechtigt, da er einen BeförderungsKirchenbesuch ein reger ist. Als Zeitung ist seitens der Anstalt in vertrag mit der Gesellschaft durch Lösung des Fahrscheins jedem Tageraum der drei Krankenblocks lediglich ein Lotalblatt abgeschloffen hat, sich auf Kosten der Gesellschaft zur Weiterausgelegt. Daß von einzelnen Stranten andre Zeitungen durch fahrt bis zum Ende der Stecke ein Automobil zu mieten. Für die Post bezogen werden, ist nicht zu verhindern. Das seitens die Mehrkosten müßte die Gesellschaft thatsächlich aufkommen. des Verbandes Berliner Metallindustrieller der Anstaltsleitung zu benso ist aber jeder Fahrgast, der die Fahrt auf einem Sizplat gegangene und gleichzeitig in einer Zeitung veröffentlichte Schreiben, des Anhängewagens begonnen hat, berechtigt, zur Fortsetzung der welches den Anlaß zu den Erörterungen in der Preise gegeben Fahrt einen Sizplatz zu beanspruchen, er hat nicht nötig, fich als hat, lief Ende Oktober d. J. ein. Die infolgedeffen eingeleiteten überzähliger Bassagier stehend befördern zu lassen. Es sind das Erhebungen wurden dadurch erschwert, daß der Name des fich Zustände, die dringend sofortiger Abhilfe bedürfen. Trotz vieler angeblich beeinträchtigt glaubenden Kranten nicht genannt war, Beschwerden- biefe Strede hat nach Aussage eines Schaffners die wie denn derselbe auch jezt noch nicht bekannt ist. meisten Beschwerden, hat die Gesellschaft nicht das mindeste Es ist unrichtig, daß seitdem weitere Unregelmäßigkeiten vor geändert. Hätte da nicht die Behörde die Pflicht, die„ Große" auf gekommen sind. Die neuerdings in einzelnen Zeitungen be- ihre Pflichten aufmerksam zu machen? sprochenen einzelnen Vorkommnisse sind früheren Datums, liegen zum Teil weit zurück und find in jedem Falle nach genauer Untersuchung geahndet worden. will die Arbeiterschaft Berlins heute abend mit der zollwucherischen Neichstagsmehrheit Abrechnung halten, die in ihrer Raubgier Recht und Geses mit Füßen tritt. Seit langen Jahren ist die politische Situation nicht so ernst gewesen wie jetzt, wo ganz Deutschland auf die parlamentarischen Vertreter des Proletariats blidt, die die Gesetzlichfeit gegen den Umfturz der Krant- und Schlotjunker- Sippe verteidigen. Dieser ernsten Lage hat das Berliner Proletariat sich dadurch würdig Man fennt die kapitalistische Presse schlecht, wenn man annimmt, zu zeigen, daß es heute abend in Maffen den Bersammlungen zueilt. daß fie nach solcher Abfertigung mit den Verleumdungen franker Hier sollen die Zollwucher- Parteien die Meinung des Boltes zu hören Arbeiter einhalten wird. Solche Berleumdungen gehören zum Syftem bekommen, hier soll den Arbeitervertretern im Reichstage in ihrem der Blätter, die über den Fall Krupp in Entrüstung machen. schweren Kampfe ein Rückhalt gegeben werden. Kein Proletarier, keine Proletarierin darf daher heute abend fehlen. Agitiere jeder für einen Massenbesuch der im Inseratenteil angefündigten 27 Bersammlungen! Gute Jugenblektüre gute Bolfslektüre. " ted feffor Dr. med. Landau und Genoffen( Dr. Langerhans, Dr. Neumann, Zum städtischen Krankenhauswesen. Der Stadtverordnete Pre Caffel 2c.) haben der Stadtverordneten- Versammlung folgenden Bersammlung beschließt, den Magistrat zu ersuchen, neben dem dringlichen Antrag unterbreitet:" Die Stadtverordneten leitenden Direktor für das städtische Krankenhaus am Friedrichshain für die chirurgische Abteilung einen in ärztlicher Beziehung gleichgestellten leitenden Arzt in derselben Weise anzustellen, wie es bereits für die innere Abteilung dieses Krankenhauses geschehen ist, und nach Möglichkeit diese Einrichtung auf die übrigen städtischen Strantenanstalten auszudehnen." Der Magistrat hat fürzlich einen ähnlichen Antrag der städtischen Deputation für die Krantenanstalten und öffentliche Gesundheitspflege abgelehnt. Auf die ratlose Frage vieler Eltern was geben wir unsern Kindern zu lesen?" giebt die beste Antwort die am Montag eröffnete eröffnete Ausstellung empfehlenswerter Wie man franke Arbeiter verfeumbet. Jugendschriften, die vom Gewerkschaftshaus( EngelIn der für Ordnung, Religion und Krupp schwärmenden Bresse Ufer 15) veranstaltet worden ist. Diese Ausstellung ist ein wichtiges Der Magistrat hat die Ferien für die höheren städtischen Lehrwird der holde Brauch, die Arbeiterschaft nach Kräften zu verleumden, Stück praktischer Mitarbeit an den dankenswerten Bestrebungen der anstalten für das Schuljahr 1903 wie folgt festgesezt: Osterferien in neuerer Zeit mit verdoppelter Anstrengung geübt. Neben der deutschen Lehrerschaft, aus der deutschen Jugendlitteratur die vom Mittwoch, den 1. April bis Donnerstag, den 16. April, PfingstErfindung von Terroristengeschichten, in denen ausständige Arbeiter elenden Machwerke zu verbrängen. Zur theoretischen Begründung ferien vom Freitag, den 3. Juli bis Dienstag, den 11. Auguft, ferien vom Freitag, 29. Mai bis Donnerstag, den 4. Juni, Sommerfich wie Räuber benehmen, geht die Fabrikation von Greuelthaten ihres Vorgehens hatte die Verwaltung des Gewerkschaftshauses auf Serbstferien vom Sonnabend, den 26. September bis Dienstag, den franker Arbeiter besonders flott vor sich. In kranken Proletariern Montagabend eine öffentliche Versammlung einberufen, für die 6. Dktober, Weihnachtsferien vom Sonnabend, den 19. Dezember bis fonzentriert sich nach kapitalistischer Anschauung das socialistische der Berliner Gemeindeschullehrer Alex. Troll das Dienstag, den 5. Januar 1904, Osterferien 1904 vom Sonnabend, Gift anscheinend mit besonderer Gefährlichkeit, und überdies macht es fich sehr wirkungsvoll, wenn der Philister zum Morgenkaffee Referat übernomunen hatte. den 26. März bis Dienstag, den 12. April 1904. prideinde Geschichten von der schnöden Undankbarkeit lesen kann, Daß der Schund in der Jugendlitteratur rüdsichtslos bekämpft Der Stadtverordnete Talfe ist am Dienstag beim Ueberschreiten die der ewig unzufriedene Arbeiter den socialen Wohlfahrts- Ein- und den Händen der Kinder entwunden werden muß, leitete Herr der Kreuzung der Friedrichstraße und Behrenstraße von einem Dmrichtungen gegenüber zeigt. Troll ab aus der Notwendigkeit, den beschämenden Zuständen ein nibus überfahren und schiver am Oberschenkel verlegt worden. Durch eine Reihe Blätter, wie„ Kreuz- Zeitung"," Deutsche Ende zu machen, die bezüglich der Lektüre der Erwachsenen Beitung" c. ging vor etwa acht Tagen eine Geschichte über Miß- herrschen. Er entwarf ein trübes Bild von dem Tiefstand des litteDie schon angekündigte Erfrischungsstation im Kriminalgerichts. flände in der Lungenheilstätte am Grabow see, die nach der Berficherung diefer Beitungen ein„ belannter Berliner Industrieller" rarischen Geschmackes der Mehrheit des Lesepublikums. Auf der gebäude ist nun mit dem gestrigen Tage in Thätigkeit getreten: Dem auf dem Gewissen haben foll: einen Seite die Familienblatt- Litteratur der Journal Publikum wurde dies durch Plakate bekannt gemacht, welche folgendes besagen:„ Der Berliner Verein für Volkshygiene, Kaffeestuben und „ Nachdem ein anständiger Arbeiter aus dieser Anstalt als ge- efezittel bezw. die Sintertreppen- Romane der starren verabreicht im Zimmer 89 von 11-2 Uhr warme und kalte heilt entlaffer war, berichtete er mir über feine dortigen Bahr- Kolportage- Buchhändler, auf der andren der aus demselben Geifte affoholfreie Getränke und Brötchen zu soliden Preisen. Die Vernehmungen bie nachstehenden Einzelheiten: Eine Anzahl Tranter geborene nichtige Klatsch einer gesinnungslosen abreichung erfolgt nur an vorgeladene Personen," Daß die neue Senoffen haben sich bei der Brandenburger Landesverficherma über Tagespresse bilden noch immer für einen großen Einrichtung einem wirklichen Bedürfnis entspricht, werden alle die eine " " -Eingegangene Druckschriften. Zum Schaden den Spott. GOOD Die BeNotizenteil: Arbeitsfür seine Logit bei den bürgerlichen Stadtvätern jenigen ohne weiteres bestätigen, die schon einmal das Vergnügen wofür ihm Frau Körner, die außerdem noch eine Entschädigung in fer für feine burchgekostet haben, als Zeugen stundenlang auf dem Korridor des Geld erhielt, die Wirtschaft führte. Der 28 Jahre alte Ehemann volles Verständnis finden würde. Der Hinweis darauf, daß je arbeitsunfähig ist, hegte hegte die Spandauer Polizei schon jetzt Wohnungserhebungen" Gerichts warten zu müssen. Auch der gestrige erſte Tag des Be- Körner, der lungenleidend und mit triebes zeigte, daß eine solche Stätte der leiblichen Erholung eine nun gegen feine erst 22 Jahre alte Frau, Ser anstelle und daß die Wohnungs- Inspektion zum Geschäftsbereiche der unbegründete bestehenden Gesundheitskommission" gehöre, kenn Notwendigkeit ist. Die verabreichten Getränke, wie Kaffee, Kakao, er seit fechs Jahren verheiratet war, Bouillon, Thee 2c. sind schmackhaft, ebenso die belegten Brötchen, Eifersucht. Darüber kam es, sobald der Arzt nicht zu Hause zeichnet ja allein schon das Maß des socialen Verständnisses, welches Schrippen, Kuchen 2c., die Preise sind äußerst solide, denn sie war, oft zu heftigem Streit, so daß sich Hausbewohner wiederholt bei die städtischen Behörden Spandaus derlei Anträgen entgegenbringen. schwanken zwischen 5 und 20 Pf. Der Betrieb wird von Damen des der Wirtin beschwerten. Am Sonntagabend gingen die Eheleute mit Die sachlichen Ausführungen unsres Genossen Rieger vermochten Vereins geleitet. einigen Verwandten aus. Ein Streit veranlaßte, daß Frau Körner darum auch nicht die bürgerliche Mehrheit zu einer besseren ErDie Härten der modernen Armenunterstützung treten in einer eher nach Hause kam als ihr Mann. Als dieser dann folgte, fand kenntnis zu bringen, sie trugen ihm nur eine Anzapfung seitens des er seine Frau und den 3 Jahre alten Sohn Kurt eingeriegelt. bürgerlichen Stadtv. Rupke ein; ein Antrag unsrer Genossen, 2000 M. Entscheidung des Bundesamtes für das Heimatwesen hervor. In Erit auf die Drohung, die Thür einbrechen zu wollen, öffnete die für eine Wohnungsstatistik flüssig zu machen, wurde mit allen einer Streitfache des Drtsarmen- Verbandes Charlottenburg wider den Ortsarmen- Verband Berlin hat das Bundesamt folgende be- Thätlichkeiten tam. Morgens um 4 Uhr wurde Körner durch Röcheln ergriffen diesmal den besseren Teil der Tapferkeit, sie schwiegen sich Frau. Die Folge war wieder ein Streit, bei dem es auch zu gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Die Liberalen merkenswerte Grundsäge ausgesprochen: Ein Unterschied zwischen verschiedenen Hilfsbedürftigen bei der Bestimmung des Maßes und aus dem Schlafe geweckt. Seine Frau hatte den Knaben und sich gänzlich aus. der Art der zu beschaffenden Wohngelegenheit und Lebensmittel mit Morphium vergiftet. Da Dr. Wandersleben nicht zu Hause war, so wurde der Arzt Dr. Osterwald aus der Nachbarschaft gerufen. fann nur mit Rücksicht auf ihre körperlichen Verhältnisse, aber nicht Dieser ließ die Frau sofort und den Knaben am Sonntagvormittag mit Rücksicht auf ihre früheren Lebensgewohnheiten und ihre frühere um 11 Uhr nach dem Krankenhaus Am Friedrichshain bringen. Dort Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diez' Verlag) ist soeben das gefellschaftliche Stellung gemacht werden. Das Gleiche gilt auch starb gestern Frau Körner, während sich ihr Sohn auf dem Wege der 9. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir bervor: Der Fall Krupp. Zum Ausbau unsrer Organisation, Von dann, wenn darüber zu entscheiden ist, ob die Einnahmen einer Besserung befindet. Wilhelm Dittmann. Bom Hartkohlenstreik in den Vereinigten Staaten. Person zur Beschaffung ihres Lebensunterhaltes ausreichen, oder in Ueber die Anfänge der Lehre vom Klassenlampf. welchem Maße sie hierzu eines Zuschusses aus Mitteln der öffent- Ein böses Unglück ist einem Angestellten Schwenn, Manteuffel- Von Edmund Deuß. lichen Armenpflege bedarf. Von diesem Gesichtspunkte aus kann nicht straße 13, vorn 4 Treppen, widerfahren. Der Herr hat eine Aften- Bon Georg Blechanow, I. Die höhere Gewalt als Gefahrenquelle in angenommen werden, daß eine 62 Jahre alte, gesunde weibliche mappe, welche Grundbuchpapiere, Hypothekenbriefe usw. enthält, in technischen Betrieben. Von J. German. Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchPerson zur Befriedigung ihres Wohnungsbedürfnisses eines eignen, der Gegend des Halleschen Thores verloren. Die Papiere find für handlungen, Postanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro 3. H. eines ihr zur ausschließlichen Benuzung zustehenden Zimmers den Finder völlig wertlos; vielleicht verhilft diese Mitteilung den Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die bedarf und in Charlottenburg mindestens 20 Mt. monatlich für ihr Inhabern wieder zu ihrem Eigentum. Neue Beit" unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post Obdach aufwenden muß. Es muß die Beschaffung einer sogenannten Schlafstelle" in leiner fremden Wohnung als ausreichend erachtet Gäste, die immer von neuem beweisen wollen, daß im guten Vortrag Im Wintergarten ist jetzt das Udel- Quartett eingekehrt, Wiener nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft loftet 25 f. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen werden, um das Wohnungsbedürfnis für einen Hilfsbedürftigen zu selbst der Unsinn wirkungsvoll ist. Das Orchester segt ein und( Stuttgart, Diek Berlag), ist uns soeben die Nr. 25 des 12. Jahrganges befriedigen. Es kann nicht angenommen werden, daß für die Bespielt die ersten Accorde der herrlichen Freischüß- Ouverture. Die zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Gegen schaffung von„ Obdach" mehr als 9 M. monatlich aufgewendet vier Herren heben bald zu singen an:" Durch die Wälder, durch den Bolizeistaat! Ein neues Arbeiterinnenschutzgesetz in der Schweiz. Bon werden muß. Die Kosten des unentbehrlichen Lebensunterhalts und die Auen" aber mit neuem, im Anfang unverständlichen Text. Man D. Z.Aus der Bewegung. der Bekleidung für eine erwachsene hilfsbedürftige Person können blickt befremdet auf die Sänger, sieht dann auf das Programm und hörden im Kampfe gegen die proletarischen Frauen. Bon Louiſe Zieb. ( Fortsetzung.) dort nicht höher als auf 23 M. monatlich veranschlagt entdeckt nun, weshalb das Personenverzeichnis einer alten Freischüß- Feuilleton: Mutter Jones. werden. Hiermit steht es Bundesamt in der vom Beklagten erwähnten Entscheidung vom Bersonenverzeichnis ist dem Gesangsvortrag als Tert untergelegt. auch im Einklang, daß das Aufführung im Opernhause auf dem Bettel abgedrudt steht. Dies bedingungen der Arbeiterinnen. Sittlichkeitsfrage. Verschiedenes. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 11. Mai 1901 für eine Familie, die aus einer Frau und drei wie man im Reichstage je nach der Parteistellung über die An- 10 Pf., durch die Bost bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungslifte Mindern unter 14 Jahren bestand, ein Einkommen von monatlich wendung des Wortes Rhabarber verschieden denkt, so mag man im für 1902 unter Nr. 3051) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne 58,40 M. unter normalen Verhältnissen zur Beschaffung des unentWintergarten je nach der mitgebrachten Laune eine folche Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. behrlichen Lebensunterhalts in Berlin für ausreichend erachtet hat. Veruffung einer der schönsten Volksopern humorvoll oder mit Von der Hütte", Zeitschrift für das Volk und seine Jugend( Dresden, Hierzu bemerkt die Charlottenburger Armendirektion: Der Saz, unwillen aufnehmen. Wirkungslos bleibt diese Virtuofität Verlag H. Balisch) ist soeben das siebzehnte Heft erschienen. Aus dem daß auf frühere Lebensgewohnheiten und die frühere gesellschaft des Unfinns aber auf keinen Fall. Eine russische Sänger und Inhalt des Heftes heben vir hervor: Liebe ist ewig. Roman von Wilhelm · liche Stellung der Hilfsbedürftigen feine Rücksicht bei Bemessung der Tänzertruppe lehrt, welch ein Raffinement heute für notwendig ge- v. Polenz. Die Arbeiterfrage- eine Frage des werdenden Lohnarbeiters -Um Mitternacht. Gedicht von Eduard Unterstützung zu nehmen ist, entspricht dem bestehenden Recht, wenn halten wird, um sich auf dem Variété Geltung zu verschaffen. Eine standes von Baul Stanipffmeyer. gleich seine Durchführung in der Praxis ohne außerordentliche Bojaren- Hochzeit" steht auf dem Programm. Zuerst wird das Aus der Jugendzeit des Kommunismus. Von Gustav Jaech. Matten Haf. Gedicht von Klaus Groth. Der stille See. Märchen Gärten, wie jeder Prattiker tveiß, häufig schwer möglich ist. Aeußere, dann das Innere einer russischen Kirche in prächtiger von Karl Ewald. Mar Klinger. Von John Schikowski. Das große dagegen, daß einer alten Person, die ihr Leben lang wenigstens einen Dekoration gezeigt. Eine große Hochzeitsgesellschaft ist versammelt, Gespenst. Erzählung von Henrik Pontoppidan. Auf Wilhelm Hauff Raum ihr eigen genannt hat, lediglich eine Schlafstelle als anPope, Brautpaar, Brautjungfern und Gäfte; alles schillert in Wilhelm Hauffs frühes Hinscheiden. Gedicht von Ludwig Uhland. gemeffenes Obdach zugestanden wird, wird trotz der auch damit farbenprächtiger, pelzverbrämter Kleidung. Die ganze Trauungs- Rotizen. Büchertisch. Von Kurt Grottewik.- Kunstbeilage: Friedrich ficher nicht selten verbundenen Härte vom Standpunkte des Gesetzes ceremonie mit Orgeli piel und Chorgesang spielt sich auf der Bühne Nießsche von Mar Klinger. ab; die seriöse Stimmung der Gesellschaft schlägt in den beiden„ Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für ArbeitsDie als Drgant des VerDie Kälte hat in der Nacht zu gestern so stark zugenommen, folgenden Bildern, die die eigentliche Hochzeitsfeier darstellen, um in martt- Berichte, Berlag von Georg Reimer. daß das Thermometer auf 16 Grad unter Null fant. Spree, Dahme tolle, ausgelassene Lujigkeit." Es würde zu weit führen, aus dem bandes deutscher Arbeitsnachweise erscheinende Zeitschrift enthält in Nr. 5 Allgemeines: des 6. Jahrganges u. a.: Die Berliner Arbeitsbörse. und Havel, auf denen die Eisdecke durch Dampfer zertrümmert abwechslungsreichen Programm alle Einzelheiten aufzuzählen; er- Internationaler Arbeitsmarkt. Städtisches Arbeitssekretariat in lim. worden war, um die Rückkehr der noch unterwegs befindlichen wähnt ſei noch das Auftreten der temperamentvollen Französin Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Bergbau( Einwirkung des französischen Streits auf den Ruhrkohlen Bergbau); Baugewerbe Schiffe nach ihren Winter- Anterstellen zu ermöglichen, find neuer Eugenie Fougère. ( Bauthätigkeit in Großstädten); Verkehr( Dienstverhältnifie bei der dings geschlossen; das Eis hat in 24 Stunden eine Stärke von elektrischen Hoch- und Untergrundbahn in Berlin). Statistisches Monats22 Millimetern erreicht. Das Eis des Müggelsees ist stellenweise Börsenkurse. material: Internationale Streikstatistik. Haushaltskosten. bis 8 Zoll stark und ist in begrenzten Bezirken für Schlittschuhläufer Arbeitslosen- Fürsorge: Reglefreigegeben. Da die Eisfläche des Gewässers jedoch noch vielfach dünne Stellen hat, so kann vor dem Betreten der nicht gekennzeichneten Stellen nur dringend gewarnt werden. Die Natureisbahnen im Tiergarten, Rousseau- Insel und Neuer See haben bereits die Stärke von sechs Zoll erreicht, und find polizeilich abgenommen. Auch die Eisfläche des Spandauer Schiffahrts- Kanals dürfte, wenn der Frost, noch cinige Tage anhält, voraussichtlich am Sonntag freigegeben werden, Die Mauerungsarbeiten auf den Bauten sind wieder unterbrochen worden. Von der Baupolizei werden Kälterevisionen" bor genommen, nachdem zur amtlichen Kenntnis gelangt ist, daß bei der charfen Kälte in der Mitte vorigen Monats auf verschiedenen Neubanten weiter gearbeitet worden ist, obwohl der Mörtel unter der Stelle förmlich gefror. nichts erinnert werden können. Auch Aus den Nachbarorten. Frauenbewegung. -Die Das Die Adlershofer Genossen werden ersucht, sich an der heutigen Konsum: Lebensmittelpreise im November. ments für die Notstandsarbeiten in Frankfurt a. M. Protestversammlung in Stöpenick recht zahlreich zu beteiligen. " Das Gewerbegericht", Monatsschrift des Verbandes Deutscher GeSteglit. Nur immer langsam voran! daß scheint die werbegerichte.( Berlag von Georg Reimer in Berlin.) Die Zeitschrift entParole unsrer Gemeindeverwaltung bei den Vorarbeiten zu dem zu hält in Nr. 3 des 8. Jahrganges außer der Rechtsprechung in deutschen Ge errichtenden Gewerbegericht zu sein. Nach dem Gelverbewerbegerichten( Weimar, Delmenhorst, Stuttgart, Offenbach), andren dentichen gerichts- Gefeße vom 30. Juni 1901 sind die Ortschaften mit über Gerichten( Amtsgericht Köslin) 1. a. Lotmars Arbeitsvertrag" und die GeVerfassung und Verfahren. 20.000 Einwohnern bekanntlich verpflichtet, bis zum 1. Januar 1902 werbegerichte. Bon Stadtrat Dr. Flesch. Kostenanfäße im Wählerlisten nach dem neuen Gewerbegerichts- Gesek. Gewerbegerichte zu errichten. Jetzt schreiben wir bald den 1. Januar Einspruchsverfahren. Stellungnahme der Arbeiter zu der Verhältniswahl. 1903, aber von den vorzunehmenden Wahlen zu einem solchen GeEinigungsämter. Das Einigungsamt in der Lohnbewegung der Berliner richte verlautet bei uns noch kein Sterbenswörtchen. Am 23. Sep- Rohrleger. Bon Arbeitgeber- Beifiker Ingenieur G. Bernhard. Augetember genehmigte die Gemeindevertretung nach beinahe einjährigen meines. Kaufmännische Gewerbegerichte. Petition des allgemeinen Vorarbeiten endgültig das Statut, welches am 7. Ottober vom Bes deutschen Gärtnervereins. jirtsausschuß genehmigt wurde. Da könnte man doch erwarten, daß Der Wahre Jacob hat foeben die Nr. 25 seines 19. Jahrganges Frau Baronin v. Arco". In das Goldwaren- und Uhren- nunmehr, nachdem abermals acht Wochen ins Land gegangen sind, erscheinen lassen. Von den beiden farbigen Bildern der Nummer beschäftigt gefchäft von Ellinghaus in der Potsdamerstraße tam gestern eine die Vorarbeiten erledigt wären. Nichts von alledem, nur das„ Ge- fich das erste„ Chamberlain triumphptor" mit der Reise des englischen feingekleidete Dame, unt zu Weihnachten einzukaufen. Sie ließ sich halt" des zufünftigen Gerichtsschreibers am Gewerbegericht ist bereits stolonialministers durch Transvaal, das zweite„ Der agrarische Hochmutsteufel allerhand Sachen vorlegen, konnte aber so recht teine Auswahl bewilligt ob das gerade das Eiligste war, lassen wir dahingestellt. in voller Fahrt" verspottet den Bund der Landwirte, dessen Rollforderungen treffen. Als der Verkäufer sich einmal umgewandt hatte, um noch So viel ist sicher, daß die hiesige Arbeiterschaft unter diesen Um hoch gespannt waren, daß sie sämtlich durchgefallen sind. Das Bild„ Notnamentliche Abstimmungsverfahren nach dem Antrag Aichbichler. etwas Neues zu holen, ließ sie blitzschnell eine goldene Damenuhr ständen noch mindestens bis April auf das Funktionieren des Ge- standsscene im deutschen Reichstage" ist eine starikatur auf das fekige vom Ladentisch verschwinden. Durch Diebstähle in andern Geschäften werbegerichts warten muß; denn§ 13 des Statuts schreibt ein Bilderferie„ Die lüdenlose Burst" stellt den angeblichen Segen des Zollvorsichtig gemacht, hatte sich aber der Verkäufer seine Vorlagen 14tägige 3 Ausliegen der Wählerliste vor, woran fich eine drei- tarifs für den kleinen Bauer ins rechte Licht. Das Bild„ Die Hebamme des gemerkt und das Fehlen der Uhr entging ihm daher nicht. Da er tägige Einspruchsfrist anschließt;§ 14 bestimmt, daß zwischen der Bolltariss" zeigt Eugen Nichter eifrig bemüht, dem Zolltarif durch Beihilfe feiner Sache sicher zu sein glaubte, so fragte er die Kundin ohne ersten Bekanntmachung der Wahl und dem Wahltage eine Frist von beim Umsturz der Geschäftsordnung zum Siege zu verhelfen. Weitere Ilmschweife nach ihrem Verbleib. Wait großer Entrüstung mindestens drei Wochen liegt, während§ 18 zu Beschwerden Sllustrationen sind dann noch andren politischen Borgängen gewidmet. Der totes sie seinen Verdacht zurück. Wie er überhaupt dazu gegen die Rechtsgültigkeit der Wahl eine Frist von einem Monat tegtliche Teil der Nummer bringt die Gedichte„ Ein guter Mensch", Lied von der Polizei",„ Ein berühmter Mann"," Der brave Soldat", Lomme, eine solche Frage an sie zu richten, fie, die Baronin festsetzt. Also selbst einen vollständig glatten Verlauf der Wahlen Obstruktio parlamentaria"," Der geplagte Kanzler"," Die Dreizehn"„ Lied von Arco, die eigens um Weihnachtseinfäufe zu machen mit ihrem vorausgesetzt, vergehen noch reichlich 9 Wochen vom Tage der des Schußmanns" von Ludwig Frant,„ Eine Stalamitat"," Hoch Berlin!", Gatten und ihren Kindern nach Berlin gekommen sei und im Dest- Bekanntmachung des Ausliegens der Wählerlisten bis zur endgültigen Bernhards Klage", sowie eine große Anzahl lleiner satirischer Beiträge reichischen Hof" wohne! Diese Sicherheit machte den Verkäufer nun Konstituierung des Gerichts. Wie verträgt sich das mit den§§ 55 in Boefie und Prosa. Der Preis der 12 Seiten starken Nummer iſt doch wieder stuzig. Unbemerkt ging er aber der Kundin, die unter und 56 des Statuts?§ 55 bestimmt: Dieses Ortsstatut tritt am 10 Pfennige. 1. November 1902 in Seraft", und§ 56 sagt:„ Die am Tage diesen Umständen natürlich nichts kaufte, nach, um ihre Angaben zu prüfen. Da sah er denn, daß die Dame auf der Straße die ver- des Inkrafttretens dieses Statuts bei den zuständigen Bemißte Uhr aus einer Falte ihres Kleides, in der sie sie mit der hörden bereits anhängigen Streitigkeiten sind bei denselben finfen Hand festgehalten hatte, festgehalten hatte, herausholte, unt fie sich auch zur Erledigung zu bringen". Wer entscheidet nun die Streitigkeiten, welche nach dem 1. November entstanden sind oder bis zur etwas Nun anzusehen. genauer mann und dieser brachte die Frau zur Kriminalpolizei. endlichen Konstituierung des Gerichts noch entstehen? Gier blieb sie dabei, daß sie eine Baronin von Arco sei, der Reinickendorf. In der leßten Gemeinderats- Sigung zeigte sich die Eis im Frischen Haff. Nach einer telegraphischen Meldung aus Erkennungsdienst aber brachte bald heraus, daß man eine mehrfach sociale Rückständigkeit unsrer bürgerlichen Gemeindevertreter wieder Stönigsberg, 3. Dezember, hatte das Eis auf dem Haff bei Beyse bestrafte und lange gesuchte Schwindlerin und Ladendiebin Anna einmal im schönsten Lichte. Von unfrer Seite war eine Interpellation und Groß- Heydekrug gestern eine Stärke von 15 bezw. 16 CentiProbell, geb. Heise, erwischt hatte. Diese sollte vor einigen eingebracht, was der Gemeindevorstand zur Abhilfe der bestehenden meter. Bei zunehmendem Frost( bis 190 Réaumur) bemerkt man Jahren wieder einmal festgenommen werden, bekam aber Wind inid Fleisch not zu thun gedenke. In feiner Antwort erklärte der eine nebelartige Ausdünstung des Waffers wie Rauch. Im Seekanal entfloh nach Holland, wo sie nicht zu ermitteln war. Als ihr kein Vorsteher nichts thun zu können; ein Betitionsrecht stehe der Gemeinde befindet sich sogenanntes Alumpeis. Für Dampfer wird die Zeugnen mehr half, gab sie dann auch zu, die gesuchte Probell zu in dieser Sache nicht zu, da es sich nicht um eine rein örtliche Angelegen Fahrt zwischen hier und Pillau noch durch Eisbrecher aufrecht sein und behauptete nun, daß fie eben erst aus Holland zurückgekehrt heit handle. Genosse Schilling bedauerte die ablehnende Antwort fei. Das glaubt man ihr jedoch nicht. Viel wahrscheinlicher ist, des Vorstehers; die Fleischnot sei akut geworden, durch die mangeldaß sie sich schon länger wieder in Berlin aufgehalten und eine hafte Ernährung werde die Bevölkerung physisch geschwächt und die In einer Konditorei in Bochum brach gestern Feuer aus. Es ganze Reihe von Diebereien, die der Kriminalpolizei angezeigt Armentassen gesteigert, alfo die Gemeinde geschädigt. Die bürger- sind bei dem Brande neun Personen ums Leben gekommen; ſchivez wurden, verübt hat. lichen Herren meinten, die Petition fäme post festum, denn die verletzt wurden drei, leicht verletzt eine Person. Von den schwer VerDas Hausieren in der Kaschemme. Einen schwunghaften Handel Fleischnot sei vorbei, die Fleischpreise gingen zurüd; die Grenzsperre legten liegen zivei im Sterben. sei eine Notwendigkeit zur Verhütung von Viehseuchen, der Reichsmit Cigarren und Cigaretten betrieben in den letzten Tagen zwei Fangler habe im Reichstag erklärt, eine Fleischnot existiere nicht. Grauenhafte Lynchjuftiz. Die Einwohner von Lenorville im Männer in den Kaschemmen am Kottbuser Damm. Die Sachen waren gut, aber die Händler hielten auch auf Preise. Das ärgerte Bergebens wies Geoſſe Ohl ziffernmäßig das stetige Anwachsen der Staate New York haben an einem Neger, der eine weiße Frau erFleischpreise im Orte nach, betonte die Schädigung der Volksernährung mordet hatte, fürchterliche Lynchjuftiz verübt. Sie banden den Mörder mum einen Stammgast, der gern billig gekauft hätte, zumal da er genau wußte, daß die Händler umsonst eingetauft" hatten. Er und Gesundheit und sprach offen aus, daß die Grenzsperre nicht wegen an den Leichnam feines Opfers fest und sperrten ihn alsdann so in der Seuchengefahr, sondern nur zu Gunsten der mächtigen Agrarier eine Gefängniszelle, worin er drei Tage und drei Nächte blieb. Der machte die Kriminalpolizei auf die Geschäfte aufmerksam und diese clique gehandhabt werde. Mit 11 gegen unsre 3 Stimmen wurde Leichnam, von dem sich der Neger nicht losmachen konnte, zerfezte erwischte in den Händlern die mehrfach bestraften Einbrecher sein Antrag, eine entsprechende Petition an den Reichskanzler zu sich schnell. Der Schwarze brüllte unaufhörlich. Nach 72 Stunden Efferstädt und Brunow, die sich ihre Ware in der Nacht vom Sonn- richten, abgelehnt. Beschlossen wurde die Anstellung von 3 neuen öffnete man die Zelle und fand, daß der Neger von Tobsucht befallen tag zum Montag aus einer Cigarrenhandlung in der Yorkstraße geholt hatten. Beide find geständig. Ein Teil ihrer Beute konnte dem Lehrern und die Einrichtung von 3 neuen Schulklassen zum 1. April. war. Daraufhin wurde er mit Revolverschüssen getötet. Da awei klassen sogenannte„ fliegende" sein sollen, so sprach Genosse Eigentümer wieder zugestellt werden. Ohl den Wunsch aus, man solle diese Einrichtung nicht nach berühmtem Berliner Muster verewigen. rief er einen SchutzRädern der Lokomotive von den Schienen zu reißen. Der Beamte fiel bei diesem Rettungsversuche hin, hatte aber das Glück, auf dem Bahnsteig zu bleiben, sonst wäre er selbst verloren gewesen. Der unter Gefahr des eigenen Lebens des Beamten dem sicheren Tode entriffene junge Mann war plöglich verschwunden, als der Beamte den Zug abgefertigt hatte. and Die Spandauer Stadtverordneten nahmen in ihrer letzten Sigung Vermischtes. Ein furchtbarer Sturm wütete, nach einer Depesche aus London, gestern in der Nordsee. Etwa 80 Schiffe suchten im Hafen von Shields Zuflucht. erhalten. Briefkaften der Redaktion. 131 Auf dem Stadtbahnhof Friedrichstraße bemerkte bei der Einfahrt des Zuges 5,35 der diensthabende Stationsaffiftent Pohl einen jungen Menschen von etwa 14 Jahren auf den Geleisen. Er sprang die Wahl der gemischten Kommission zur Vorberatung des focial- Bir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn schnell hinzu und es gelang ihm, den jungen Mann dicht vor den demokratischen Antrages betr. die Neuregelung der Lohnverhältnisse anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll, und die lette wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. der städtischen Arbeiter vor. Entgegen dem Vorschlage des Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant Genosse Rieger in die Kommission gewählt. Die Vorlage betr. VI. Ausschusses wurde neben unfrem Genoffen Pieper auch R. 2. 61. 1. bis 3. In diesen Handlungen kann strafbare Untreue und Erhebung einer Wohnungsstatistit und Schaffung eines Unterschlagung erblickt werben. 4. So weit erfichtlich, läge Beihilfe nicht W. W. 9. Im Streitfall hat das Bormundschaftsgericht die Wohnungsamtes" gab den bürgerlichen Stadtvätern wieder vor. einmal Gelegenheit, ihr socialpolitisches Licht leuchten zu lassen. Der Besuchszeiten festzusetzen. Bestimmte, im Gesez normierte Fristen existieren Ueber ein Ehedrama wird nachträglich aus der Gabelsberger- Magistrat hatte den Antrag der socialdemokratischen Fraktion rund- nicht. Etwa 8 bis 14 Tage werden in der Regel für eine angemessene Frift crachtet. 2. 19. 1. In solcher Handlung kann eine ftrafbare Migstraße berichtet. Hier bewohnt in dem Hause Nr. 16 der praktische weg abgelehnt, mit der bequemen Begründung, daß die Kosten zu handlung erblidt, aber auch das Gegenteil angenommen werden. 2. Fragen Irgend eine Berechnung über die Arzt Dr. Wandersleben, ein lebiger Mann von 35 Jahren, feit groß fcien. G. W. 1. Ja. 2. Ja, ratsamer ist aber jönnen die Parteien stellen. 1 Jahren den zweiten Stock. Am 1. April gab er einen Teil der sichtlichen Kosten hatte der Magistrat nicht erst anstellen bas erfte. 3. Sie tönnen bis zur Haftantrittszeit die Hajt durch Zahlung 3. 93, 1. und 2. In. Wohnung an das Buchhalter Kurt Körnersche Ehepaar ab, 3n müffen geglaubt, weil er ja genau wiffen konnte, daß abwenden. " boraus Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 4. Dezember. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Der Geigenmacher von Cremona. Neues Opern Theater.( Kroll.) 5. Symphonie- Abend. Deutsches. Es lebe das Leben. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Jac. Central. Madame Sherry. Neues. Herren der Schöpfung. Residenz. Nathan der Weise. Westen. Nanon Thalia. Charley's Tante. Vorher: Cassis Pascha. Gichiller. Anfang 8 Uhr: 0 0.( Wallner Theater.) Kabale und Liebe.Schiller. N.( Friedrich Wilhelmftädtisches Theater). Der Pfarrer pon Kirchfeld. Belle Alliance= Schröderiſchen. Theater. Carl Weiß. Je Römer. Luijent. Emilia Galotti. Casins, Ein Sohn des Volkes. Fraue Die Metravol. Die zwölf Frauen des Japhet. Apollo. Nafiris Hochzeit. Buntes Theater. Er und Sie. Theol or sucht Streichhölzer. Der Sund. Abergläubisch. Kleines. Rausch. Palast. Goldene Jugend. Specialitäten. Trianon. Elie Liebesschaufel. Passage Theater. Specialitäten. Vajjage- Vanctifum.Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Specialitäten. Wintergarten Specialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Tausend Jahue deutscher Kultur. Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Urania. Schiller- Theater. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Tausend Jahre deutscher Kultur. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Neu! das jüngste Wunder Afrikas eine schneeweisse Negerin von der Goldküste, 20 Jahre alt, weisse Haut, weisses Haar, hellgraue Augen, ein anthrop. Phänomen!! Neben der weissen d.schwarze Schwester: Beide von schwarzen Eltern!! Belle- Alliance- Theater. Münchener Ensemble: Gastspiel Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilhelm- Heute abend 8 Uhr: Zum 6. Male: Donnerstagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Freitagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Jugendfreunde. Sonnabendabend 8 Uhr: Jugendfreunde. städtisches Theater). Donnerstagabend 8 1hr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Bolksstück mit Gesang in 5 Aften von Ludwig Anzengruber. Freitagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Preie Volksbühne Metropol- Theater 13./14. Abteilung:* Was ihr wollt. Lessing- Theater 2./3. Abteilung: Der Tartüff. am Sonntag, den 7. Dezember, 234 Uhr nachmittags. Die Vorstellungen der 5. Serie im Metropol- Theater beginnen am Sonntag, den 14. Dezember, und zwar für die 9. und 10. Abteilung zuerst. Die Schröderischen. Bürgerl. Boltsstück v. H. Schrottenbach. Morgen und folgende Tage: Die Schröderischen. Winter Garden Vollständig Deutscher Holzarbeiter Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Albert Lange am Sonnabend, den 29. November verstorben ist. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 4. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen NazarethKirchhofes in Reinickendorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Neues Programm. 92/5 Geschwister Andersen, FussEquilibristinnen. Mizi- Gizi, Vortrags- Soubrette. Die 3 Harveys, Drahtseilkünstler. Stanley und Wilson, Amerikanisch. Gesangs- u. Instrumental- Akt. ater be- Eine Bojaren- Hochzeit, Russische Gesangs- und Tanz- Scenen. Die Barowskys, HumoristischDann folgt die 11./12 und 13./14. Abteilung, dann erst die 1.- 8. AbGymnastische Produktion. Die Daten der Vorstellungen in den Mitgliedskarten Perzina's dressierte Affen. teilung. sind zu beachten und massgebend. Aufgeführt wird: Excentrics. Mason und Forbes, Komödie in 5 Passage- Theater. Kollege Crampton. von Gerhart Hauptmann. Udel- Quartett. Das Elite- WeihnachtsFest- Programm. Liane Leischner, Secessions- Soubrette. Bajerrials Beethoven, sensationelle musikalische Recitationen. Georg Kaiser prolongiert. Kinematograph: Krupps Leichenzug. 14 neue erstklassige Nummern. Apollo- Theater. Um 8 Uhr: Neue Specialitäten. Um 9 Uhr Mit kolossalem Erfolg: Trianon- Theater. Nakiri's Hochzeit Georgenstrasse, zwischen Friedrich-. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Ausstattungs- Operette in 2 Aften von P. Lincke. Im zweiten Bilde( 10%, Uhr): Der sensationelle Spiegeltrick. Sonntagnachmittag: Denise. Im letzten Bilde( 10% Uhr): Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nur noch 3 Aufführungen! Ilse Römer. Romantisches Schauspiel in 3 Aften ( 6 Bildern) von Ernst, Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Benefiz für Frl. Noger. Sonnabend, den 6. Dezemb., 8% Uhr, im Gewerkschaftshause: Steig's Motor- und Bycicle- Rennen. Ordner- Sitzung.qque 230/16 ChausseeDer Vorstand. 1. A.: G. Winkler. Str. 103 Germania- Prachtsäle Chaussee. Itsare Str. 103. Arnold Scholz. W DIS de Heute Donnerstag: S Grosses Militär- Streichkonzert ausgeführt von der Regimentsmusik des IV. Garde- Regiments zu Fuss in Uniform unter persönlicher Leitung des königl. Musikdirektors Herrn Frz. A. Bergter. 5803L* Eintritt 30 Pf. I Anfang 8 Uhr. Bons gelten. E Nachdem: Familien- Kränzchen. H. Harndins elektrisches Balleit. Neues Konzerthaus. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Buntes Theater ( Ueberbrett'l.) Köpniderstraße 68. Anfang 8 Uhr. Er und Sic. Theodor fucht Streichhölzer. Aberglaublich.d.Bunter Teil: Tiny Ilse Römer. Sonnabendnachmittag: Leitung: Fritz Lehner. Frau Holle. Sonntagnachmittag: Senders. Bokken Lasson. Romeo und Julia. Sonntagabend zum 1. Male: Witwe Dalila. Hans Fredy. Central Theater Luisen- Theater. Donnerstag, 4. Des., abends 7/, Uhr: Madame Sherry. Donnerstag, den 4. Dezember: Operette in 3 Atten von Hugo Felir. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, halbe Breise, jeder Erwachsene 1 Kind frei: Schneeweißchen und Rosenrot. Abends: Madame Sherry. Sonntag nachmittag 3 Uhr( halbe Preise): Der Zigeunerbaron. 7 Uhr: Madame Sherry. Montag und folgende Tage: Madame Sherry. 2201 Emilia Galotti. Anfang 8 Uhr. Borvert. 10-2 Staffe, Invaliden, Künstlerbank u. Warenhäuser A. Wertheim. Freitag: Faust. Sonnabend: Der grüne Karl. Sonntag 3 Uhr: Die Räuber. 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Montag: Fauft. Kleines Theater Steidl( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. JIM Anfang 8 Uhr. namu Rausch. Tragikomödie in 4 Akten von August Strindberg. Morgen: Ackermann. Residenz- Theater. Donnerstag, den 4. Dezember: Nathan der Weise. Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von G. Leffing. ( Nathan: Sigmund Lautenburg.) Morgen: Seine Kammerzofe. Thalia- Theater. Dranienburg. Thor Theater an Friedrichſtv. Täglich 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. SteidlSänger. ( Fritz Steidl, Scheuerl, Müller, Entree 50 Pf. Lipart, Reising, Wehling, Corvinus, Haas und Munkel.) Neu: Am Weihnachtsabend. Lebensbild von Friz Steidl. Entree 50 Pf.( Borvert. 40 P1.) bei Rühle, Friedrichstr. 115. Dresdenerstrasse 72-73. Charivari- Theater. 8um 498. Mul: Alte Jakobitr. 37. Charleys Cante. Große Specialitäten Vorstellung. Anfang 7%, Uhr. 7396 Guido Thielscher als Charleys Tante. Säle an Vereine sind zu vergeben. Anfang: Charleys Tante. 8 Uhr. Borher: Cassis Pascha. Inf. 7% Uhr. Morgen und folgende Tage: Diefelbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Gastfpiel des Frl. Klara Iszka: Alexandra. Cirkus Schumann Schauspiel in 4 Aften von R. Voß. Donnerstag, den 4. Dezember, abends 7, Uhr: Palast- Theater Ausserordentlich gr.Vorstellung Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Das Riesen- Dezember- Programm. 8 Uhr: 8% Uhr: mit vorzügl. Programm. Um 9%, Uhr: Mr. Diavolo, Goldene Jugend. die grösste Sensation des XX.Jahrh. Gr. Ausstattungs- Burleste mit Gesang und Zanz von B. Geride. Shronimus Fiebig- Dir. R. Winkler. Durchweg neue Schau und Kunstnummern. Nur Schlager I. Ranges. Soeurs Blanche, Gymn. Melangealt. Charles Merino, Champion Equilibrist. Mr. Montani, Gr. Dreffuratt. Ylang You, Gautler, unerreicht. Aniela Koncewicz, Soubr.- Dina. Schwestern Montani, Doppet- Dra tsell Miss Nebula. mysterioser Lichtakt. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 1hr Entree 50 Bf. Looping the Loop. Um 9%, Uhr: Eine Fortsetzung der beliebten Pantomime: Die lustigen Heidelberger. Sonntag 2 grosse Vorstellungen. In beiden Vorstellungen: Mr. Diavolo, Looping the Loop. Nachm. 1 Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Alexanderplatz( Grand Hôtel). Inhaber: Albert Mörner. Walzer- und Operetten- Abend alzer ( sogenannter Verlobungs- Abend) des Komponisten u. Kapellmeisters Herrn Jul. Einödshofer. Heute: Populäres Konzert. Entree 20 Pf. Anfang 8 Uhr. Sonnabends stehen meine Säle wie Vereinsräume, 50-2000 Personen fassend, Vereinen und Gesellschaften zur Abhaltung von Festlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung. Ein kleiner Saal ist auch an andren Wochentagen frei. Voranzeige. 5888L* Voranzeige. Neues Konzerthaus. Im Grand Hotel am Alexanderplatz. Inh. Alb. Mörner. Sonnabend, den 6. Dezember 1902: [ 5880L Einmaliges Streich- Konzert MOder gesamten Kapelle der Lübbener Jäger, unter Leitung ihres Stabshornisten Herrn Ebert. Entree 30 Pf. Reserv. Platz 60 Pf. Anfang 8 Uhr. A. Rossbachschultze Juwelier und Goldschmiedemeister 110 Chausseestr. Berlin N. Chausseestr. 110 Um mein reiches, wohlsortiertes Lager in Juwelen, Gold-, Silber- u. Alfenidewaren u. 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Hat der wirtschaftliche Niedergang Lohnreduktionen zur Folge gehabt? 4. 3ft im kommenden Winter eine Zunahme oder Abnahme der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahre zu erwarten? 5. Sind in günstiger Lage befindliche Industrien im stande, Arbeitslosen( auch ungelernten) Beschäftigung zu gewähren? 6. Sind nach Ihrer Ansicht Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitsnot erforderlich( sogenannte Rotstandsarbeiten)? organisationen zu Rate ziehen. Die Befragten werden zur Beantwortung der Fragen die ArbeiterCentralvorstand.- Blum rät, vorläufig die Arbeitslosen- Unterfügung so einfach wie möglich zu gestalten und Verbesserungen ipäteren Berbandstagen vorzubehalten, da es sich für den Verband um ein Erperiment handle. Er ist für eine Arbeitslosen- UnterGegen die Uebergriffe der Bolizei richtete sich eine vom Verein frügung von je 7 M. für fünf Wochen bei einem erhöhten Beitrags" Frauenwohl" cinberufene Protestversammlung, die am Montag fab von 40 f. Unter 40 Pf. Beitrag käme man nicht aus. Wenn in der„ Ressource" stattfand. Sie war sehr zahlreich besucht, der der Verbandstag sich nicht darauf einigen könnte, dann müßten die Saal wurde schon vor Beginn der Versammlung polizeilich abgesperrt. Der Minister des Innern, der Justizminister, der PolizeiDelegierten, weil der Verband sonst gefährdet wäre, gegen die Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung sein. effe stellt den präsident und der Chef der Sittenpolizei waren eingeladen worden, aber natürlich nicht erschienen, was vorausgesagt zu haben wir uns Antrag auf Verlegung des Centralvorstandes und Ausschusses von Berlin. Berlin habe in seinem eignen Beamten eine Agitationsfeineswegs als einen Beweis besonderer Prophetengabe anrechnen. Dagegen war die Polizei vor dem Lokal außerordentlich stark verfraft; es wäre deshalb im Interesse der Agitation praktisch, wenn der Centralvorstand mit dem anzustellenden Beamten in ein andres treten, vermutlich, um ihre Autorität zu wahren. Der erste Referent, der Reichstags- Abgeordnete Dr. Müller Meiningen, Berufscentrum versezt würde. Tannhausen erachtet es im war, wie Frau Cauer mitteilte, durch die Verhandlungen im Reichsagitatorischen Intereffe für zweckmäßig, daß die Arbeitslosen- Untertage verhindert, zu erscheinen. Zunächst sprach Fräul. Hehmann ftübung fchon nach halbjähriger Starenzzeit gegeben verde, vielleicht aus Hamburg, dann Frau Scheven aus Dresden und schließlich land wird uns geschrieben: Die Bermutung Ihres Artikels über die Beyer twendet sich gegen jede Art Verschlechterung des Streif Weberföhne im badischen Hotzenwald. Aus dem badischen Ober- für drei Wochen, und nach einem Jahre für sechs Wochen. Dr. Anita Augspurg. Die in letzter Zeit zahlreich bekannt gewordenen Fälle von Verhaftungen anständiger Frauen unter dem elektrisch betriebenen Webstühle im Schwarz liegenden Anträge abzustimmen, sondern diese erst einer Redaktionsreglements. Es wurde beschlossen, noch über keinen der vorVerdacht der Prostitution, die schändliche Behandlung, die ihnen wald, der als Auskunftsperson zu den Verhandlungen der Kommis auf der Polizei zu teil wurde, gaben den Referentinnen ein reiches fion für die Beratung des Gefebentwurfes betr. die Kinderarbeit in kommission zu überweisen, die sie dann in gehöriger Formulierung und schwerwiegendes Material zur Kritik. gewerblichen Betrieben nach Berlin berufene Obermeister Benk von den Branchenversammlungen vorlegen soll. Danach soll dann eine In der Diskuffion trat ein Herr Profeffor Hottinger auf. der Ballischen Bandfabrit in Säckingen habe die in der Hausweberei tombinierte Generalversammlung der Berliner Filialen darüber beder die Kritik an der Polizei unberechtigt fand. Zum Beweise dafür des Hohenwaldes bezahlten, Löhne noch viel zu hoch angegeben, ist schließen, ob und in wieweit fie der nächstjährigen Kasseler GeneralTegte er eine alte Dame auf den Tisch der Versammlung nieder( im durchaus zutreffend. Sind 2 M. bis 2,50 M. pro Tag für eine versammlung des Verbandes zu unterbreiten feien. Bilde gesprochen natürlich), die schon 30 Jahre in Berlin wohnt und Familie mit mehreren Kindern, wie sie in der fraglichen Gegend die Der Verband des technischen Bühnen- Personals berichtet über noch nie belästigt worden ist. Wir schämen uns als Mann vor den Regel zu fein pflegen, wahrhaftig schon fein Lohn, der zur lleppigkeit feine letzte Versammlung: Der Central- Vorsitzende erstattet den Frauen für diesen Vertreter des männlichen Geschlechts. Etwas reizen könnte, so ist auch damit noch der Durchschnittsverdienst der Agitations- Bericht; auf Veranlassung des Flugblattes haben sich Dümmeres wird man nicht leicht zu einer ernsthaften Sache sagen eine Notiz durch die bürgerliche Presse des badischen Landes, die die Kollege brachte eine Anregung, daß die Theater- Arbeiter keiner Weber im Hohenwald start übertrieben. Vor einigen Tagen ging Freiburg i. Br. und Bremen dem Verbande angeschlossen. fönnen. Die Versammlung gab dem Herrn dringend zu verstehen, daß sie fich denn doch für zu qui halte, das weiter anzuhören. Er geplante Versorgung der Hosenwälder Hausweberei mit elektrischer Unfall- Berufsgenossenschaft angehören, also auch nicht wissen, wer jie muste à la Bachem aufhören. Kraft aus einer neu zu errichtenden Centrale am Rhein behandelte. bei Unfällen unterſtüßt. Aus dieser Mitteilung jie stammt offenbar vom Säckinger Bezirks- Coepenic. Am 28. November hielt der hiesige Wahlverein seine amtmann, der als hervorragendster Förderer jenes Unternehmens Versammlung im Staiserhof" ab. Auf der Tagesordnung stand gilt, und hatte deshalb gewiß nicht die Tendenz, die wirtschaftliche unter anderm: Verkündung des Wahlresultats der StadtverordnetenLage der Hausweber des Hohenwaldes schlimmer hinzustellen, als sie Wahlen. Hieran schloß sich eine längere Diskussion, in welcher die thatsächlich ist bienft einer Weberfamilie im Jahre sich dort auf etiva 500 M2. be- waltungsziveige hiesiger Stadt kritisierten, und die Absicht kund- fonnte man entnehmen, daß der Durchschnittsver- Genoffen Herbst, Rochliz und Niele die Hanhabung einiger Verfäuft, d. i. also noch nicht ganz 1 M. 40 Bf. im Tag. Es tommen gaben, darin unbedingt Wandel schaffen zu wollen. Ferner nahm dabei etwa 600 Familien mit zusammen mindestens 3000 Söpfen in die Versammlung den Bericht von der General- Versammlung des Betracht, die wie jene Notiz selbst sagte über ein jährliches Central- Wahlvereins entgegen und erklärte sich mit den dort ge= Gesamteinkommen von etwa 300 000 m. verfügen. Dabei ist eine pflogenen Verhandlungen einverstanden. tägliche Arbeitsdauer von 14 Stunden das wenigste, und es fann zur Birkenwerder. Sommerszeit, wenn die Leute nicht so viel Ausgaben für Beleuchtung Versammlung, in welcher Franz Kopte- Berlin über das Thema„ Wie Hier tagic am 30. November eine Voifsbaben, vorkommen, daß diefelbe bis auf 18, ja 20 Stunden gesteigert stellt sich die Socialdemokratie zur heutigen Gesellschaft" referierte. wird. Mann, Frau und alle nur halbwegs erwachsenen Kinder müssen Reicher Beifall lohnte dem Redner. An der Diskussion beteiligte fic) dabei mithelfen, um den Hungerverdienst wenigstens einigermaßen Genosse Heinz im Sinne des Referenten. Eine Resolution gelangte ausreichend zu gestalten. Drüben in Basel und an den herrlichsten einstimmig zur Annahme, worin es heißt: Die Versammlung erhebt Aus" ben Bericht des Ratsmaurermeisters Simon Breslau Puntien der badisch- schweizerischen Rheinlinie stehen die Paläste der energischen Protest gegen den im Reichstag beabsichtigten Staatsstreich. Arbeitseinstellungen sind einige Aeußerungen Tertilfürsten, die ihre Reichtümer der Ausbeutung der armen Hoßen und beauftragt die socialdemokratische Fraktion, im Reichtstag mit bemerkenswert. Herr Simon findet die Forderung auf wälder Weber verdanken, die man jest mit dem elektrischen DoppelLohnerhöhung an rädständigen Orten verständlich, dagegen läufer" beglüden will, angeblich um ihnen eine Wohlthat zu criveisen, allen Mitteln der Gesetzgebung dagegen zu kämpfen. fei dic Berkürzung der Arbeitszeit unberechtigt. Da in Wirklichkeit jedoch nur, um das Maß der Ausbeutung noch zu Es wurde schließlich eine Resolution angenommen, die sich in fehr scharfen Worten gegen die in Rede stehenden Polizeimaßregein ausspricht, die Bestrafung der schuldigen Beamten, aber auch die Abschaffung des§ 361 6 des Reichs- Strafgesetzbuches sowie die gefeßliche Regelung des Strafvollzuges und die Entschädigung un schuldig Verhafteter fordert. axshillimi Sociales. lim Felisch und Genossen. Der Arbeitgeberbund für das Baugewerbe hielt feit in Leipzig seine Generalversammlung ab. Nach Mitteilung des Vorfizenden Felisch zählt der Bund jetzt 5700 Mitglieder, während noch 29 Verbände mit 1600 Mitgliedern außerhalb des Bundes stehen. über handle es sich um eine socialdemokratische Forderung, die zum steigern, Achtstundentag führe. Die Unternehmer des Baugewerbes müßten anch länger wie acht Stunden arbeiten. Das würde natürlich, auch venn es zuträfe, nichts gegen die Notwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit für die Arbeiter beweisen. zu machen. Verfammlungen. " Ein hielt am 1. Dezember im„ Volkshause" seine von ca. 250 Persone: Charlottenburg. Der hiesige Konsum- Verein( E. G. m. b. H.) besuchte ordentliche General- Versammlung ab. Der Geschäftsführer erläuterte das Ergebnis des am 14. Oktober abgelaufenen Geschäfisjahres. Der Gesamtumsas belief sich auf 135 232,07 M., vährend fich der vorjährige nur auf 66 103,64 m. bezifferte. Die Zahl der Sechster Wahlkreis. Am Dienstag hielt der Wahlvercin zivei Mitglieder ist von 640 auf 905 gestiegen. Im Laufe des Jahres Herr Simon sprach auch über die Formen der Arbeitseinstellung Bersammlungen zu gleicher Zeit ab. In der gut besuchten Ber- wurde die dritte Verkaufsstelle eröffnet. Rady längerer Diskussion und erklärte, daß die teilweisen Arbeitseinstellungen und Sperren für fammlung, die im Kösliner Hof" stattfand, sprach Reichstags- genehmigte die Versammlung die, Berichte und beschloß, den Reindie Unternehmer viel gefährlicher feien wie die allgemeinen Streits. Abgeordneter Fris Zubeil über„ Die Wahl zum preußischen gewinn nach dem Vorschlage der Verwaltung zu verteilen und auf die Es bedürfe für die Unternehmer bei den Einzelstreits einer gewissen Landtage". Redner konnte feinen Vortrag allerdings erst um 10 1hr abgelieferten Warennarten 4 Proz. zurüdzuvergüten. Der Antrag Selbstüberwindung, um die Sache des einzelnen mit zu der eignen beginnen, weil er durch die bekannten Vorkommisje in der Reichs des Aufsichtsrates, das Frauen- Genossenschaftsblait zu abonnieren, Ein Herr Nies aus Braunschweig meinte, daß den Arbeitern worden war. Infolgedessen unterhielten sich die Anwesenden während vom Vorstand und Aufsichtsrat tourden wiedergewählt und beschlossen. tags- Sitzung jenes Tages am rechtzeitigen Erscheinen verhindert wurde abgelehnt. Die zur Wahl stehenden Betaltungs- Mitglieder unter der Diktatur des Parteivorstandes empfohlen werde, einen der vom Vorsitzenden so lange vertagten Bersammlung in zwang- das Gehalt des Geschäftsführers zu erhöhen, sowie der nächsten GeRummel zu machen, weil jeder Rummel die Partei fördere. lofen Gruppen lebhaft über den durch die Abendpresse bekannt general- Versammlung eine Gehaltsstaffel vorzulegen. woordenen Parlamentstampf um den Antrag Kardorff, und hörten später mit vermehrter Aufmerksamkeit den packenden Ausführungen Herrn Widhorn eine In Königs Wusterhausen fand am 30. November im Lokale des Wolfs Versammlung statt. Daselbst des Referenten zu. Dieser hob noch besonders hervor, daß es in wurde einstimmig beschlossen, einen 2 ahlvereinzugründen. folge der im Januar stattfindenden Landtags- Erfabwahl an Stelle Derselbe erhielt den Namen Socialdemokratischer Wahlverein für des verstorbenen Professors Virchow der Arbeiterschaft des dritten Königs Wusterhausen und Umgegend". Als provisorische VorstandsWahlbezirks verhältnismäßig leicht gemacht sei, auf Grund der Mitglieder bis zur General Berjammlung wurden gewählt: Vorjebigen amtlichen Einteilung der Urwahlbezirke die erforderlichen izender Hermann Helvig, Schriftführer Albert Wahle, Saffierer Vorarbeiten für den nächtjährigen Wahlkampf zu treffen. Im Adolf Palm. Dem neugegründeten Berein traten sofort 40 MitAnschluß hieran ermahnte er die Wahlvereinsmitglieder dringend, glieder bei. alles zu thun, um die Wahlbeteiligung möglichst wirksam zu geitalten. In der Versammlung bei Bernau, Schivedterstraße, sprach Wegen der Streitlauset soll ein erneuter allgemeiner Borstoß gemacht werden. Namentlich der„ Bierstädtebund" will demnächst in Hamburg energisch vorgehen. genommen. Sie lautet: Zum Arbeiterfch us wurde eine schnurrige Resolution an Die vierte ordentliche Generalversammlung des Denischen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbes erklärt sich principiell für einen durchgreifenden Bauarbeiterschung. In Anbetracht der Fähr lichkeit des Baubetriebes an sich hält sie jedoch eine vollständige Beseitigung aller Unfälle für unerreichbar und zu einer möglichsten Berringerung und Vorbeugung derselben die bestehenden Unfall verhütungs- Vorschriften für ausreichend. " V Gerichts- Zeitung. Die Generalversammlung erölidt in einer Kontrolle der Bauten Dr. Alfred Bernstein über„ Kautskys socialistische Lehren". durch Arbeiter, die ihrem Bildungsgang nach dazu unbefähigt sind, Der Redner wandte sich in seinem Vortrage gegen die Ansicht, daß über das Recht der Polizei zum Einschreiten gegen politische Die staatsgefährliche Hausthür. Ein fammergerichtliches Urteil ein durchaus ungeeignetes Mittel zur Erhöhung des Bauarbeiter- fich der Socialismus auf dem Wege der Reform allmählich aus dem ſchuzes und eine ſchwere feciale Gefahr. Sie proteſtiert aus diesen Kapitalismus entwidein werde, und erklärte, daß er in Hinsicht auf Demonstrationen teilt die Deutsche Zuriſten- tg." mit. Ge Gründen gegen die Anstellung von Gewertschaftsvertretern als diese Frage vielmehr der Meinung Kautstys fei. Er wies auf die handelt sich dabei 11718 eine socialdemokratische Baukontrolleure sowie gegen die gejegliche Regelung einer der großen Schwierigkeiten hin, die sich der Arbeiterbewegung in ihren thür zum Teil hat rot anstreichen laffen. Das Stammer" Demonstration", dadurch begangen, daß jemand seine Hausartigen Maßnahme. Schnurrig nennen wir die Resolution deswegen, weil sie sich einstimmend mit den Anschauungen Kautskys, den Weg an, der aus gericht hielt dies für unzulässig, da der Anstrich geeignet sei, öffenterft für einen durchgreifenden Arbeiterschutz erklärt und dann die der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung in die socialistische hinüber ich ein ergernis zu geben und berechtigten Anstoß zu bestehenden Vorschriften für ausreichend erklärt. Im übrigen ist sie führt. Der Vortragende schloß mit der Bemertung, daß es unte erregen." Aus diesem Grunde war die Polizei auch befugt, den Anaber ein Produkt des bekamien hochmütigen Herrentums, das den bedingt notwendig fei, daß man die großen revolutionären Zielerin, wonach die Behörden die nötigen Anstalten zur Erhaltung strich zu berbieten aber nur auf Grund der landrechtlichen VorArbeiter nur als Ausbeutungsobjekt betraditet. In der Praris ist immer ins Auge fane. In der Distuffion sprachen die Genossen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, sowie zur Abwendung_be ja selbst in Deutschland schon der Beweis erbracht, daß die Arbeiter Bartel und Thomas. nicht nur zur Kontrolle sehr geeignet sind, sondern daß auch die verstehender Gefahren zu treffen hat. Hinsichtlich des Zustandes Betriebskontrolle durch Arbeiter sehr nüßlich ist. Der Verein deutscher Schuhmacher beschäftigte sich am 29. No: der Gebäude ist die Polizei aber nicht nur auf die Wahrnehmung Gegen die Arbeitslosen Versicherung sprach sich die bember mit den Lohn- und Arbeitsverhältnissen in den Ball- und bautechnischer Rücksichten beschränti, sie hat auch dafür zu sorgen, Versammlung deswegen aus, weil sie den Unternehmern neue Laften Reisefchuh- Fabriken. Es wurde festgestellt, daß nicht nur in den daß in teiner Hinsicht dadurch die öffentliche Ordnung gefährdet wird. auferlege und dadurch die nationale Produktionsfähigkeit beeinträchtige. verschiedenen Fabriken für dieselben Artikel sehr verschiedene Löhne Von diesen Gesichtspunkten aus müsse die polizeiliche AnWorunter sich die Herren schwerlich etwas zu denken vermögen. Der gezahlt werden, auch in den einzelnen Fabriken wird an die als Heim- ordnung, die rot angestrichenen Teile des Thores zu übermalen, einzige Gedanke, der sie beseelt, ist der des Krämers, der auf dem arbeiter thätigen Kollegen für die gleiche Arbeit verschiedener Lohn für gerechtfertigt erachtet werden. Die deutschen Gärtner sollten fid) Pfennig jigt und ihn hütet, als ob alle Seligkeit davon abhinge. gezahlt. Es gelingt den Fabrikanten meistens ohne Widerstand Lohn- nach diesem Urteil auf das lebermalen der roten Rofen einrichten, Der Verband der Baugeschäfte von Berlin hatte noch folgendes reduktionen vorzunehmen, und das noch in der Hochiaison. Be- die in ihrer Massenhaftigkeit ebenfalls öffentlich ein Aergernis geben beantragt: fonders hervorgehoben wurde, daß in der Fabrik von Fürstenheim, und berechtigten Anstoß erregen. Die Generalversammlung wolle den Bundesvorstand be- nachdem an mehreren geringeren Artiteln Lohnabzüge vorgenommen aufiragen, bei den zuständigen Behörden zu petitionieren: 6 worden sind, auch von der weißen Arbeit 1,80 M. pro Dußend abge= Im Anerkennung der Lohn- und Arbeitsbedingungen bezw. Zu- ogen wurde, obgleich gerade für diese Specialität qualifizierte Die Versammlung ver grundelegung derfelben bei den Submissionsbedingungen an allen Arbeiter felten sind und gesucht werden. Brien, wo Kollektivverträge zwischen den Organisationen der urteilte es auf das entschiedenste, daß die Arbeiter bei Fürstenheim Arbeitgeber und der Arbeitnehmer geschlossen sind für die Dauer nichts gegen diefen Abzug unternommen, und daß sie ihre Fabrifdiefer Verträge. Konferenzen nicht besuchen, um sich gegenseitig auszusprechen. Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, daß man damit nur die Forderungen der Socialdemokratie unterstütze. Dem Vorstande des Bundes wurde noch folgender Antrag zur Erledigung überwiesen: Zur Verhütung der Beschäftigung im Ausstande befindlicher Der Verband der Sattler( Orisverivaltung Berlin) hielt am 2. Dezember in den Arminhallen eine außerordentliche Generalversammlung ab. An Stelle Aßmanns, der wegen Veränderung feiner Berufsstellung das Amit niedergelegt hat, wurde Semmle zum Vorsitzenden der Ortsverivaltung gewählt. Nach einigen geBriefhaften der Redaktion. Die inristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends vou 7%, bis 9 1hr abends statt. B. N. 100. Bir tennen feinen Schriftstellerverband, der Wiiwen von Richtmitgliedern unterstübte, ebenfalls untersteht unites Biffens ber städischen Stiftungsdeputation feine Stiftung, die dauernde Unterstützungen verbürgte. Fragen Sie immerhin bei der Deputation, Poſtſtr. 16, art.. A. W. Ein solches Dentinal ist früher nicht auf dem Mariannenplay vorhanden gewesen. 7. 3. 50. Unires Wissens nicht. 3. N. 27. Bollen Sie uns mittellen, auf welche Angelegenheit fich Ihre Anfrage bezog? Nirwana. Das" ist richtig, weil nicht Bhidework. 3. 11. Wenden Sie sich an das Bureau des Vereins für Feuerbestattung, Breitestraße 5. Witterungsübersicht vom 3. Dezember 1902, morgens 8 Uhr. Barometer stand min Winb richtung Bindjtürle Weiter Zen. it. 6. But Do Stationen Barometer and m Windrichtung Windſtürfe Wetter Temp. n. 6. 15° C. 4°. 1. Die obligatorische Einführung von Entlassungs- Bescheinigungen. bersammlung des Verbandes im Jahre 1908, die in der vorigen a. Arbeitgeber dürfen Arbeitnehmer ohne Entlassungs- Bescheini- Versammlung begonnen hatte, fortgesetzt. Standke als erster gung über ihre letzte Beschäftigung nicht aufnehmen. Redner erachtete für einen der wichtigsten Puntte, die den Berbandsb. Die Arbeitsbescheinigungen über die Beschäftigung des Arbeit- tag beschäftigen werden, die Einführung der Arbeitslofen- Unternehmers innerhalb der letzten vier Wochen sind, wenn es gefeßlich fügung. zu der es diesmal sicher fäme. Nach seinen Berechnungen zulässig ist, einzubehalten. wäre es möglich, bei einem Wochenbeitrage von 35 Pf. an Arbeits- Stationen c. Arbeitnehmer, welche ausweislich ihrer Entlassungs- Bescheini- tofen- Unteritüßung fünf Wochen lang zu gabien: bei einjähriger gung vier Wochen vor Eintritt eines Ausstandes oder Verhängung Mitgliedschaft wöchentlich 6., bei mehr als zweijähriger Mitciner Sperre innerhalb des betreffenden Gebietes gearbeitet haben, gliedschaft wöchentlich 7.50 M., bei mehr als fünfjähriger Mitglieddürfen nicht beschäftigt werden. schaft wöchentlich 9 M. Redner schlägt eine solche Abstufung vor Swinemde. 7630 2. Mitteilung der Namen derjenigen Betriebsunternehmer, welche und erklärt sich gegen eine Staffelung der Beiträge und Untersamburg 763 D Berlin ausständige Arbeitnehmer während eines Ausstandes oder einer stügungsfäße. Er ist weiter dafür, daß die Streifunterstützung nicht Franti./. 737.90 Sperre befhäftigen. gleich, wie jetzt, sondern erst nach drei Tagen gezahlt werde und daß München 738.28 man den Centralvorstand statutarisch ermächtige, Unverheiratete aus Wien 755.25 Eine Befragung der Arbeiterorganisationen über die wirtschaft- Streiforten nach vierzehntägiger Streitdaner wegzuweisen. Den Wetter Prognose für Donnerstag, den 4. Dezember 1902. liche Lage wird in Hessen vorgenommen werden. Nachdem das Agitationskomitees müßten mehr Mittel zur Verfügung gestellt Troden und vielfach heiter bei strengem Frost und mäßigen nordhejjische Ministerium zuvor die Handelskammern über die wirtschaft werden. Notwendig wäre auch die Anstellung eines Beamten im öftlichen Winden. 5wolfent 3wollenl 4beiter 762 NND 4 bedeat 6 beiter 4'hlb. bed. 90aparanda 7742 Betersburg-12 Corf 1 Aberdeen 3Baris 2woltig 30 766 ED 758 SED 2bedeckt 4 wollig 8 Berliner etterbureAU Heizelle Anhaltische Kohlenwerke mit 5790L* MONOPOL Mariengrube Brikets ☑ Billigste Photographische Handlung. Handcamera zu 6 Aufnahmen, 6X9 mit Zeit- u. Momentverschluß, M. 4,50. Hochelegant für 6 Aufnahmen, 9X12 mit 2 Spiegelsuchern, M. 9,00. Unerreicht! Handcamera Germania für 12 Aufnahmen, 9X12 mit regulierbarem Zeit- und Momentverschluß und Zähluhr, M. 20,00; derselbe etwas einfacher M. 15,00. Nussbaum Stativ- Apparat, 9X12 fomplett mit Objektiv- Stativ u. dopp. Kaffette, M. 15,00, Größe 13X18 mit doppeltem Bodenauszug und Bahutrieb, komplett M. 35,00 inkl. Aplanat mit Jrisblende. Blizlampe M. 2,00. Elegante Preisliste gratis! Grass& Worff, Berlin, Hauptgeschäft: Junkerstraße 1. 58042* Filiale: Potsdamerstraße 9. 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