Nr. 287. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerandos Birteljährl. 3,30 ML., monatl. 1,10 r., wüchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. Bostbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungss Breisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr Geträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fa. ,, Kleine Anzeigen" jedes Bort 5 Big. ( mur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochenfagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Zelegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin' Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferusprecher: Amt IV, Nr. 1983. = Was weiter? Dienstag, den 9. Dezember 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. werden dürfen, ruhig hinnehmen werde, ist um so unwahrschein schließen, Glück hat, je uneingeschränkter also die enormen, in der licher, als auch die übrigen Hauptartikel der russischen Ausfuhr mit Zollkommission erhöhten Tariffäße gegenüber der Einfuhr diefer beträchtlichen Zollerhöhungen bedacht worden sind; Eier und Ei- Staaten ins deutsche Zollgebiet zur Anwendung kommen. 3 Die Antwort der Bestie. Profitgier und reaktionäre Machtinstinkte sind schlechte Berater gelb 3. B., von denen Deutschland im vergangenen Jahre für rund Als Frankreich nach der Herstellung feines Tarifs vom im politischen Kampf, besonders wenn sie von einer Selbst- 42 Millionen Mark aus Rußland importierte, sollen fürderhin 6 und Jahre 1892 ant den Versuch der Abschließung neuer Ver überschätzung getragen werden, die Leuten von den geistigen Fähigkeiten 8 M. pro Doppelcentner tosten, während bisher der träge ging, mußte es, um überhaupt nur zu einigen Vers cines Spahn, Kardorff und Bassermann vorspiegelt, fie feien moderne Vertragssatz sich auf auf 2 Mart stellte; Gänse, die bis- trägen zu kommen, sich selbst gegenüber kleinen, Alexander und vom Geschick dazu ausersehen, gordische Knoten zu her zollfrei waren und von denen Rußland in 1901 tapitalschwachen Staaten, wie die Schweiz lösen. Im gestrigen Leitartikel wurde schon die Frage aufgeworfen, für 15%, Millionen Mark nach Deutschland exportierte, follen und Spanien, demütigen und feine Forderungen zurückwas denn eigentlich, wenn es durch gemeine Rechtsbrüche und 70 Bf. Boll pro Stüd toften; Pferde, von denen nach Deutschland steden. Aehnliche Demütigungen wird auch die deutsche Regierung rohe Vergewaltigungen gelungen sein sollte, den Antrag Stardorff in 1901 für 13 Millionen Mark ausgeführt wurden und die bisher fich gefallen lassen müssen, wenn fie fich anschickt, auf Grund des durchzubringen, schließlich das Resultat des Straftstüdes sein mit 10 refp. 20 M. pro Stüd verzollt werden, sollen fünftig 30 bis Kardorffichen Nachlasses neue Handelsverträge abzuschließen, ohne werde. Nichts als ein Tarif oder richtiger als 360 M. bringen usw. daß ihr zum Schluß eine Neu- Inscenierung des agrarischen Spektakeldie zerfesten und sinnlos wieder zusammen Rechnet man hierzu die Grenzsperrmaßregeln, welche die ruffische sticks aus den Jahren 1893/94 erspart bleibt. Litte unter der neuen gefügten Trümmer eines Zarifs, mit dem, wie die Schweine Ausfuhr nach Deutschland äußerst erschweren und das wirtschaftspolitischen Aera nicht mit dem deutschen Erwerbsleben auch Bülow- Posadowsky Richthofen wiederholt unter Einsetzung der Marinuum der deutschen Einfuhr aus Rußland auf 70 000 Stid fest der deutsche Arbeiter, uns fönnte es recht sein, daß das herrschende Regierungsautorität erklärt haben, es absolut unmöglich ist, Handels- feßen, so gehört eine findliche Bertrauensseligkeit dazu, anzunehmen, Regime fich fo eifrig bemüht, neue Beweise für die Richtigkeit von verträge abzuschließen. daß die russische Regierung sich in die deutsch agrarischen Ogenstjernas bekanntem Ausspruch zu liefern. Thatsächlich ist es nichts als albernste Selbsttäuschung, wenn 3Bollwünsche schicken und zugleich der deutschen Eisen-, die schutzöllnerische Presse zur Beschönigung des Rechtsbruches Stahl- und Maschinenindustrie, sowie der deutschen Textilindustrie in der letzten Woche immer wieder mit dem Geschwätz kam, die Zoll- die Konzeffionen weiter gewähren werde, die diesen der Vertrag von frage müsse endlich gelöst, das wirtschaftliche Leben von dem auf 1894 einräumt. Entweder Deutschland sieht sich zur Führung eines Im ganzen Lande regt's sich gewaltig. Das deutsche Proletariat ihm lastenden Alp der Unsicherheit befreit und ihm die Gewißheit nur dem Intereffe Englands, Destreichs und der Vereinigten Staaten erhebt die Stimme der wahren Mehrheit wider die schamlosen baldiger Erneuerung der Handelsverträge wiedergegeben werden. dienenden Bolllrieges mit Rußland genötigt, oder und das wäre Rechtsbrüche einer zu Unrecht bestehenden Reichstagsmehrheit. Phrasen, Phrafen, Phrafen! Was wird denn durch die Annahme der günstigste Fall die deutsche Regierung nimmt, um die Während für die Mehrheit des Bollwuchers, der Rechtsfrebel und des Kardorffschen Antrages gelöst? Welche Sicherheit bietet dieses Getreide- Minimalzölle nicht fallen zu lassen, bei den Vertrags- der Fafanenjagd nicht einmal ein Striegerverein sich erhebt und mur aus der Zollkommission hervorgegangene Gemengsel für den Ab- berhandlungen alle Zollerhöhungen auf die übrigen ruffischen die gedungene Zollpreffe im leeren Raum tobsüchtigen Lärm verschluß neuer Verträge? Stardorffs Antrag bedeutet nicht eine Ausfuhrartikel wieder zurück und tauscht dafür einige geringe Er- anstaltet, sammelt sich das Proletariat mit elementarer Wucht, um Lösung der Zollschwierigkeiten, sondern nur ihre Hinaus- mäßigungen der ruffischen Zölle auf Erzeugnisse der deutschen gegen die Kröchereien, die Spahniaden und die Baſſermännchen zu schiebung; eine leberweisung des verpfefferten Bollragouts Metall- und Textilindustrie ein, die an die jeßigen Stonzeffionen aber demonstrieren. Jeder Tag der parlamentarischen an die Regierung mit der Weisung, nun gefälligst ihrerseits zu ver- ficherlich nicht heranreichen dürften. Was dann? Bolltreibjagd ist für die Socialdemokratie eine suchen, ob sie das widerliche Gericht an den Mann bringen könne. Die Folge wird sein, daß die Agrarier und Industriellen, beider- ganze Wahlcampagne wert. Die„ Bestie" wird den Die Lösung wird mir hinausgeschoben und an eine andre feits unbefriedigt mit den Ergebnissen Bülowscher Wirtschafts- heldenhaften Löwenjägern den Baum anlegen. Justanz verwiesen. Nichts weiter. Allerdings erfolgt diese diplomatie, sobald der Handelsvertrag bekannt und dem Neichetage Hinausschiebung, wie zugegeben werden muß, in einer zur Genehmigung vorgelegt wird, zur rücksichtslosesten Oppofition Weise, die für die Mehrheitsparteien ein wohlfeiles greifen, daß sich dann in verstärkter Auflage jener erbitterte Herausschlüpfen aus der unbequemen selbstgeschaffenen Zwangs- Interessenkampf wiederholt, jener Wutausbruch, mit dem im Frühjahr lage bedeutet, bedeutet, die sie der Schwierigkeit überhebt, felbft 1894 die Rotte der Hochagrarier unter der Führung der Kanig, einen Ausgleich zwischen den in ihnen vorhandenen wirtschaft- Mirbach und Plöß die Vorlegung des damaligen fogen. Caprivischen lichen Interessengegensägen und den wiederholten Unannehmbar- Handelsvertrages mit Rußland beantwortete. Db aber dann die erklärungen der Regierungsvertreter zu finden. So wenig der Vertreter der socialdemokratischen Arbeiterpartei wieder, wie 1894, Kardorffsche Antrag eine Lösung der Bollfrage ist, so sehr bedeutet für die Regierungsvorlage eintreten, ob dann nach den bisherigen er andrerseits einen Sieg der Spahn- Kardorff- Sanitschen Tattit über Erfahrungen auch der Liberalismus sich wieder bereit finden lassen die Bülow- Posadowskysche Zolldiplomatie. Stand noch bis vor wird, für die Bülow- Posadowsky- Möller die Kastanien aus dem Turzem die Sache so, daß die Mehrheitsparteien sich ge- Feuer zu holen, dürfte noch fraglich sein. Vielleicht wird dann in zwungen fahen, sich auf die Regierungsvorlage zurückzuziehen, so Erinnerung an die heutige Haltung der Herren, die solche Situation übernimmt nunmehr mit ihrer Beugung unter den Kardorffichen heraufbeschworen hat, die Antwort lauten: Ihr habt's gewollt! Antrag die Regierung die freiwillige Aufgabe und damit zugleich Und wie mit Rußland steht es mit den übrigen Vertragsmächten. folgendes Schriftstück: die Verpflichtung, auf Grund der ihr überwiesenen Beschlüsse der Entweder ist das Resultat der Zollfrieg, die Aufopferung Der Gemeindevorstand. Zollkommiffion um jeden Preis nügliche Handelsverträge und ein der deutschen Exportindustrie und des deutschen günstiges Zollverhältnis zu den anderen Staaten herzustellen; und andels, oder eine Revision des Bolltarifs bei den alle Verwahrungen und etwaigen nachträglichen späteren Ent- Vertragsverhandlungen, ein Zurücknehmen der agrarischen Zollfchuldigungen mit einer vorhanden gewefenen Zwangslage vermögen forderungen, das die Agrarier im Centrum wie in den beiden sie nicht von dieser Verpflichtung zu entlasten. Der Gag, fonservativen Fraktionen um ihre heutigen Hoffnungen und Herzensdaß eine leichtsinnige Uebernahme von Verpflichtungen nicht die Ver- wünsche betrügt und sie dazu aufstachelt, die Obstruktion, die antwortlichkeit für ihre Erfüllung aufhebt, gilt nicht nur für die sie bei den Verhandlungen über den Mittelland- Kanal im Abeinzelne Rechtsperson, sondern auch für Ministerien. Und weiter geordnetenhaus aufführten, mit neuer scenischer Ausstattung im übernimmt die Regierung mit dem Antrag Kardorff die Ver- Reichstage zu wiederholen. Von den Kundgebungen des Proletariats berzeichnen wir die folgenden: Aus München meldet uns ein Privattelegramm: Die Protestversammlung wurde wegen lleberfüllung polizeilich abgeschlossen. An Vollmars Stelle redete mit hinreißendem Feuer Redakteur Schmid. Seine Rede entfesselte ungeheuren Beifall. Die Stimmung war ungemein erregt und explosiv. In der Diskussion ließen die Nationalsocialen ihr völliges Einverständnis erklären. Zwei Demokraten suchten vergeblich Eugen Richter zu rechtfertigen. Eine scharfe Resolution fpricht der Fraktion das Vertrauen bes Münchener ProLetariats aus. Die Regierungen felbft haben ein tiefes Verständnis für die Be wegung der Masse. Darum hat die vorsorgliche Behörde in SachsenWeimar einfach Protestversammlungen verboten. Davon zeugt Großichtvabhausen, den 5. Dezember 1902. Dem Herrn Ernst Otto zu Jena ist auf das Schreiben vom 4. d. M. wegen Abhaltung einer öffentlichen Versammlung zu eröffnen, daß ich mit Rücksicht auf die Behandlung des zum Vortrage gewählten Themas betreffend die letzten Vorgänge im Reichstage durch den als socialdemokratischen Agitator befannten Herrn Malermeister Paul Leutert in Apolda eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit befürchte. Ich verbiete daher die Abhaltung der für Sonntag, den 7. d. M., abends 18 Uhr, im hiesigen Gasthof geplanten Verantwortung dafür, daß, falls es ihr thatsächlich gelingen sollte, Besonders findige Leute haben zwar in letzter Beit allerlei ſammlung. K. Stiebrig, Bürgermeister. Handelsverträge abzuschließen, sie diese Verträge auch im Reichstage schlaue Pläne ausgehect, durch welche den Vertragsstaaten fleine So geschehen im Wahlkreise des Herrn Bassermann, der zur Annahme bringt, und zwar gegen die Opposition eines Teiles Extra- Trinkgelder bewilligt werden sollen, um sie für Handels- neulich im Reichstage kein einziges Wörtlein fand, als die weimariderselben Parteien, von denen sie sich heute Direttiven erteilen vertrags- Verhandlungen gefügiger zu stimmen. Dazu gehört auch schen Versammlungsverbote zur Sprache gebracht wurden. Täßt, denn es ist ganz ausgeschlossen, daß diese Handelsverträge der Vorschlag, dem russischen Petroleum durch Eisenbahn- Tarif- Auch die Spandauer Bevölkerung erhob am Sonnabend in zwei die Agrarier befriedigen werden. ermäßigungen einen Vorteil vor dem amerikanischen Petroleum zu Volksversammlungen zornigen Protest gegen die schmachvollen VorVon einer Lösung der Zollfrage könnte höchstenfalls dann die verschaffen. Es mag die Frage hier unerörtert bleiben, ob nicht gänge im Reichstage. Die Versammlung im Kumteschen Saal war Rede sein, wenn es gelungen wäre, einen Ausgleich zwischen den Abmachungen zwischen den russischen Haupt- Raphtaproduzenten glänzend besucht, Saal und Galerie waren überfüllt, viele fanden verschiedenen Ansprüchen zu finden, der die Gewißheit der Er- und der Standard Oil Company existieren, die diesem Projekt leinen Einlaß mehr. Etwa 950 bis 1000 Personen lauschten mit neuerung der bisherigen Tarifverträge bietet und zugleich dem von vornherein jede Bedeutung nehmen, oder ob überhaupt gespannter Aufmerksamkeit dem Referat des Genossen Dr. Liebknecht; deutschen Handel nicht bisherige wichtige Absatzgebiete versperrt. die vorgeschlagenen Maßregeln geeignet sind, dem amerikanischen wiederholt machte sich die Empörung der Zuhörer über die geDazu ist aber der von Stardorff der Regierung überwiesene Betroleumerport nach Deutschland ernstlichen Abbruch zu thun die schilderten Gewaltthaten der Zollwucherer durch stürmische Zwischenaber Zolltarif mit den in der Zollkommiffion beschlossenen Erhöhungen sichere Folge aber wäre, daß die Vereinigten Staaten mit den rufe Luft! In der Diskussion brachte Genoffe Rieger das Vernach eigner Aussage der Regierungsvertreter abfolut ungeeignet. Repreffivmaßregeln antworten würden, welche die Dingley- Bill bor- halten der bürgerlichen Preise in diesem Kampf der rohen Gewalt Thatsächlich sind die Aussichten, die sich bei der Annahme des Kar- sieht. Und daß in einem sich daraus entwickelnden Zollkriege gegen die Minderheit des Reichstages zur Sprache und brachte einen dorffschen Antrages für den Abschluß neuer Handelsverträge bieten, Deutschland sich eine Niederlage zuziehen würde, erscheint, tvenn Antrag ein, wonach sich jeder Anwesende ehrenwörtlich vergleich Null. Betrachten wir zum z. B. den Abschluß eines neuen man die beiderseitigen wirtschaftlichen Kräfte abmißt, zweifellos, pflichten sollte, sofort die bürgerlichen Schmutzblätter abBertrages mit Rußland, mit dem bekanntlich der jezige Bertrag im hat es doch die amerikanische Regierung in der Hand, aubestellen und dafür die Arbeiterpresse zu abonnieren. Dieser Jahre 1894 erst mit einem Zollfrieg zu stande tam. Was es bis- durch Zurückziehung der Vergünstigung eines zehnprozentigen Antrag, sowie die bereits in der Tiefwerder- Versammlung beschlossene, her nach Deutschland lieferte, war Roggen, Gerste, Hafer, Weizen, Bollnachlaffes, welchen die mit deutschen Schiffen eingebrachten und im Vorwärts" abgedrudte Protestresolution gegen die räuberische Sleie, Flachs, Bau- und Nuhholz, Pferde, Gänse, Eier und Eigelb, Waren genießen, und durch Zuschlagsabgaben einen beträchtlichen Mehrheit im Reichstag wurde einstimmig angenommen. Hanf, Delfuchen, Häute, Schmieröle. Alle Zölle für diese Artikel Teil der deutschen Schiffahrt brachzulegen. In der in Hatenfelde einberufenen Boltsversammlung mochten sind jedoch enorm erhöht. Für Weizen und Roggen, von dem Und in dieses gefährliche Verhältnis bringt uns die Annahine etwa 250-300 Personen anwesend sein. Hier referierte Genosse Rußland 1900 für rund 126 Millionen Mark, 1901 für des Sardorfffchen Antrages nicht nur zu den Staaten, mit denen Rosenow, der seinen Zuhörern in padender Weise die Gefahr 144 Millionen Mark nach Deutschland ausführte, betrug Deutschland Tarifverträge abgeschlossen hat: mit Rußland, Destreich fennzeichnete, in welcher sich das arbeitende Volk zur Zeit befindet. bisher der Vertragszoll 3,50 Mart pro Doppelcentner. Die Ungarn, der Schweiz, Italien, Belgien, Rumänien, Serbien, sondern In dem in beiden Versammlungen begeistert aufgenommenen Hoch von der Zollkommission festgesezten Minimalsäge betragen 6 M. refp. auch mit den Staaten, mit denen Deutschland in einem reinen auf die völkerbefreiende Socialdemokratie legten die Anwesenden 5,50 M. Selbst aber wenn zwischen den Mehrheitsparteien und der Meistbegünstigungsverhältnis steht, wie z. B. Großbritannien, die gleichsam das feierliche Gelübde ab, nicht eher zu rasten und zu Regierung die angekündigte Verständigung zu stande und die Minimal- Niederlande, Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, Spanien, ruhet, bis daß den agrarischen Räubern ihre That mit Zins und zölle für Weizen und Roggen auf 5,50 und 5 M. herabgesetzt werden, die Türkei, die Vereinigten Staaten, Argentinien, Merito, Chile, ver- Zinseszins heimgezahlt sein wird. bleibt ein bedeutender Unterschied zwischen dem alten und neuen schiedene kleinere amerikanische Staaten, Japan, Persien, Marotto, In Kirchhain N. 2. fand am Sonnabend eine sehr gut besuchte Zoll. Für Hafer, von dem Rußland im letzten Jahr für 40 Millioneu Aegypten. Sie werden die Erschwerung ihrer Ausfuhr ebenso wenig Bersammlung von Arbeitern und Handwerkern statt, in der Mark nach dem deutschen Zollgebiet lieferte, berlangt der Kom- ruhig einstecken wie die Tarifvertragsstaaten, sondern soweit sie nicht Schubert- Berlin über die Thaten der Mehrheitsparteien im missionsbeschluß eine Steigerung von 2,80 auf 5,50, der Regierungs- durch einen unlündbaren Vertrag, wie Frankreich, oder durch über deutschen Reichstage ſprach. Mit tiefer Erregung nahmen die Anentwurf von 2,80 auf 5 M., für Futtergerste, von der Deutschland den 31. Dezember 1903 hinausreichende Verträge, wie z. B. Spanien, wesenden davon Kenntnis, daß Junker und Pfaffen es fertig im letzten Jahr für 50 Millionen Mart aus Rußland einführte, von Japan, die Türkei und Aegypten, gebunden find, entweder den Meist brachten, die Geschäftsordnung und Verfassung zu zerstören, nur um 2 auf 8 M. begünstigungsvertrag fündigen oder auf die deutschen Zollerhöhungen das Buchergesez durchzubringen. Eine Protest- Resolution wurde Daß Rußland diese Zollerhöhungen, die nach dem§ 1 des mit Gegenmaßnahmen antworten, und zwar umfomehr, je weniger von den aus allen Schichten der Bevölkerung bestehenden Zuhörern Zolltarif- Gesetzes bei den Vertragsverhandlungen nicht herabgefeht die deutsche Regierung mit ihren Versuchen, Tarifverträge abju- langenommen. an QUAD Was für eine tiefgehende Erregung das deutsche Proletariat einzige Stunde diese 1200 Mann weiter zu beschäftigent. Legitimation von einem Mitgliede des Reichstages, einem Bevoll much in den entlegensten und scheinbar weltabgeschiedensten Die Arbeiterausschüsse der verschiedenen Spandauer Betriebe haben mächtigten zum Bundesrat oder einem für die zur Verhandlung Distrikten über die Vergewaltigung ihrer Vertreter und ihrer Inter- erft vor wenigen Wochen, als die neue Lohnordnung bekannt wurde, stehenden Gegenstände der Tagesordnung angemeldeten besonderen effen im Reichstag durchzittert, bewies am legten Sonntag eine von an den Kriegsminister( durch Vermittelung ihrer Direktionen) um Stommissar der verbündeien Regierungen sich ausweisen können, und mehreren Hundert Personen besuchte Versammlung in Döntschen bei Gewährung einer Audienz gewandt, eingedent seines Wortes, auch nur so lange, als der Verkehr in der Publikums- Wartedie Arbeiter sollten fich mur bertrauensvoll ihn halle nicht gestört wird. Schmiedeberg im sächsischen Erzgebirge. Der Referent, Lebinsund nicht an den Abgeordneten Zubeil wenden, er Die auffichtführenden Reichstagsbeamten haben die Befolgung Dresden, fand mit seiner Geißelung der Brutalitäten der Reichstags würde ihnen gern Gehör schenken". Die Audienz ist dieser Verfügung streng zu überwachen. mehrheit stürmischen Beifall. Viel leidenschaftlicher und erregter als abgelehnt worden, wie dem Arbeiterausschuß der Gewehrfabrik Dementierter Schreckschuß. der Referent äußerten sich aber die dortigen Arbeiter über die am legten Sonnabend mitgeteilt worden ist; zur Begründung soll Die Nordd. Aug. 3tg." hreibt: standalösen Borkommnisse. Wenn die Totschläger der Geschäfts- dem Ausschuß mitgeteilt worden sein, die Herstellungskosten würden In mehreren Blättern werden irreführende Angaben er die ordnung die Stimmung im Volfe näher kennten, würden sie wahr- fich sonst zu hoch stellen, wenn die geltend gemachten Wünsche der Stellung der verbündeten Regierungen zur Frage der Kündigung scheinlich weniger Chnismus zur Schau tragen. Arbeiter Berücksichtigung finden sollten. Unter folchen Umständen der Handelsverträge, über bereits schwebende HandelsvertragsRauscha. Am Sonntagnachmittag fand hier eine öffentliche ist es denn kein Wunder, wenn sich der Staatsarbeiter beim Anblick Verhandlungen mit andren Staaten und endlich über eine„ neue Boltsversammlung statt, die nach dem Referate des Gen. Müller- ihrer Lage ein eigenartiges Gefühl bemächtigt und wenn sie daher Militärvorlage" als Wahlparole" verbreitet. Alle diese Behaup tungen, deren Absicht leicht zu durchschauen ist, sind aus der Luft Görlitz unter stürmischem Beifall eine Resolution annahm, welche patriotischer Gefühlsaufwallungen immer weniger fähig werden! gegriffen." den socialdemokratischen Abgeordneten für ihr Verhalten im Reichs- Am gestrigen Sonntagvormittag veranstaltete auch das der Das Dementi über die Kündigung der Handelsverträge ist tage den Dank ausspricht und die verräterische Tattit der Firma Krupp gehörige Grusonwert in Magdeburg eine Gedächtnis- richtig, weil selbstverständlich. Aus welcher Luft aber mag die Freisinnigen Volkspartei scharf brandmarkt. Scharf Feier für den eblen, unvergeßlichen Chef, Herrn Friedrich Alfred Nachricht von der neuen Militärvorlage gegriffen sein? wurde berurteilt, daß die Freifinnige Boltspartei nicht mehr den Beamten in der üblichen Belfe ein, an der Kirchlichen Feier teilzu veröffentlicht wieder einen geschwollenen Leitartikel- bie Mut Mut Krupp. Ein Fabritanschlag am Freitag lud die Arbeiter und Ein Fabrilanschlag am Freitag lud die Arbeiter und Der lächerliche Dertel. Die Deutsche Tageszeitung In Stuttgart erhob Sonntagvormittag im Dinkelackerschen nehmen. Es leuchtet ein, daß die Arbeiter dabei nicht zurückbleiben Cognacmarke hat Herr Dertel gewählt- in der der Falstaff des Su veröffentlicht wieder einen gefcutie Tageszeitung Saalbau eine von über 1000 Personen besuchte Versammlung Protest respondent schreibt, Trotzdem waren, wie uns unser Magdeburger mehrere Hundert Arbeiter tapfer fort- Mart- 3olles in Heldenpose beteuert:„ Wir sind... nicht in der gegen die Vergewaltigung der Vertreter der Boltsintereffen im geblieben. Die Feier selbst fand in einem der Fabritiäle Lage, unsern Standpunkt preiszugeben. Wir werden den AnReichstag. Reichstags- Abgeordneter Dies referierte; ihm schloß statt. Ein Pfarrer hielt dabei eine Gedächtnisrede. Zum Schluß der trag v. Kardorff und die Zolltarif Vorlage im ganzen ablehnen." fich Reichstags- Abgeordneter Io B an, der mit der Erklärung, daß Feier verlas alsdann ein höherer Beamter des Werks ein an Bird. h. Herr Dertel, Herr Hahn und Herr Wangenheim die focialdemokratische Fraktion auch den neuen Anschlägen der Um Frau Krupp zu sendendes Telegramm. stürzler auf der Seite der Mehrheit gegenüber aushalten werde bis war das Telegramm, das ohne Wissen der Arbeiter her- werden den Antrag Kardorff ablehnen, nachdem sie um feines Zuzum letzten Augenblick, den stürmischen Beifall der ganzen Ver- gestellt worden mit den Worten:" Die Angehörigen standekommens willen das parlamentarische Recht mit Füßen geſammlung entfesselte. Eine scharfe Protestresolution, in der der des Grufonwerts in Budau.( 1) Der Kaiser muß natürlich treten, auf jede Specialberatung verzichtet und jeden Gewaltstreich glauben, das Telegramm sei im Einverständnis der jämt befördert, der zur gewaltsamen erpresserischen Durchsetzung der KarSocialdemokratischen Fraktion der Dank für ihr energisches Eintreten fichen 2½ Tausend Arbeiter verfaßt worden, während in Wirklich- dörfferei geeignet schien. ausgesprochen wird, wurde einstimmig angenommen. Aber Herr Dertel denkt an seinen Bauernfang, und darum thut keit die Arbeiter das Telegramm vorher gar nicht gesehen haben. er zwar alles, um den Zolltarif zu retten, aber wenn das Werk erfüllt, fpricht er fromin: Ich war dagegen! Ungefähr die Ausrede von Helfershelfern, die nach verteilter Beute vor Gericht schwören: Leiter ge Ich war gegen den Einbruch, ich habe nur die halten! hat, Redefreiheit in ihren Versammlungen zu geben. Landesvater" Politische Ueberlicht. Berlin, den 8. Dezember. Potemkins Arbeiterdörfer. " D durften. tvar, Weise " Ueber die Arbeiterfundgebung" in Breslau wird uns noch mit geteilt: Zahlreiche Metallarbeiter, Tischler usw. erschienen in ihrem Verbandsbureau und in der Volkswacht", um ihrer Entrüstung Ausdrud zu geben über den Druck, der auf sie ausgeübt wurde. In vielen Werkstätten wurden die Arbeiter gar nicht einzeln um ihre Zu- Dank vom Centrum. Graf Ballestrem erntet von seinen Der selige Herr Potemkin ist auferstanden und insceniert nun ftimmung angegangen, sondern die betreffenden Meister machten ein- Parteifreunden schlechten Dank dafür, daß er trok ihrer Lumpereien mit Hilfe der Industrieherren das pappene Coulissenschauspiel von fach die geplanten Huldigungen bekannt. Bo man aber die Ab- im Amt aushielt. Die Augsburger Postzeitung" schreibt:„ Das Arbeiterschwur- Bersammlungen, die den proletari- stimmung zuließ, da folgten durchaus nicht alle Arbeiter dem Rufe. muß gesagt werden, daß von allen drei Präsidenten Graf v. Stolberg schen Kampfgenossen Fehde schwören, sich über" Verleumdungen" In einer Wertstatt stimmten 10 Arbeiter mit ja, 25 mit nein, in einer am meisten Festigkeit in der schwierigen Situation entividelt. Der entrüsten, deren Wortlaut sie nicht kennen und über deren Be- andern 24 mit ja, 25 mit nein, dann wieder nur 1 mit ja alte Soldat hält noch her!" Es scheint die„ Postzeitung" zu begründung ihnen kein Urteil zusteht. In den finstersten Ge- Bo weniger Zeit zur Ueberlegung gelassen war, stimmten allerdings fümmern, daß in dem Grafen Ballestrem neben dem alten Soldaten genden des Industriefeudalismus werden diefe freiwilligen weniger gegen die Kundgebung, einmal nur 5 oder mnr 1 Mann. auch noch der Ehrenmann lebt, dem wenigstens das Gefühl nod Demonstranten herdenweise zusammengetrieben, Freiwillige, Dann kamen wohl die Meister der andern Werkstellen und suchten nicht abhanden gekommen ist für die zweifelhafte Rolle, die feine wie jene fiebentaufend Landeskinder, die nach Amerita die Widerstrebenden umzustimmen. Drüben in der Stellmacherei Parteifreunde spielen. verkauft wurden. Doch keine Gezwungenen?" fragt Lady Milford haben alle unterschrieben" hieß es dann, und Ihr wollt Euch in der erschütternösten Scene von„ Kabale und Liebe". Und der weigern?" Ein besonders gut meinender Meister jagte zu einem Fabrikanten chemischer Produkte, besorgt darum, daß ihnen schlicklich Unsichere Kantonisten. Kürzlich wurde berichtet, daß ein Teil der Stammerdiener antwortet mit fürchterlichem Lachen: Gott! Genossen, der seine Zustimmung verweigerte:" Ja, ich kann Sie Fabrikanten chemischer Produkte, besorgt darum, daß ihnen schlicklich Nein lauter Freiwillige!... Noch am Stadtthor drehten sie sich nicht zwingen, aber die Folgen haben Sie zu tragen!" Dann wurde die für ihre Erzeugnisse festgesetzten Zollprofite entgehen tönnten. um und schrieen: Gott mit euch, Weib und Kinder! Es lebe unser wieder versichert; 2000 Arbeiter müssen zusammenkommen, welche die fich zur Nachgiebigkeit gegen die agrarischen Ansprüche bequemt Kundgebung befürworten. In eine Wertstelle rief der Meister hinein: und für eine Vereinigung der verschiedenen InteressentenAllen voran arbeiten die Herrscher im Industriestaat der Firma Ihr braucht nicht erst schreiben, ich habe Euch selber alle schon ein- gruppen auf der Basis der Regierungsvorlage ausgesprochen hätten. Krupp an diesen Kundgebungen, die zusammengeflidt find, als geschrieben." Von denen aber, die unterschrieben hatten, famen viele Jet ist dieser Gruppe am Sonnabend der hier in Berlin tagende wären sie Baaresche Schienen. In den verschiedenen Betrieben der zu uns, um sich zu entschuldigen. Ein alter Mann, Familienvater, mitteilt, wurde ein Antrag Hammacher mit 20 gegen 14 Stimmen ange „ Ausschuß des Handelstages" gefolgt. Wie die, Rat. Big." Firma hat man den Angestellten sogar die Sonntagsruhe genommen, fagte unserm Gewährsmann: Jetzt muß ich meinen Namen zu einer nommen, in welchem der Ausschuß zunächst seinem lebhaften Bedauern um die Kundgebungen zu infcenieren. Kundgebung hergeben, gegen meine Gesinnung, blutenden darüber Ausdruck gab, daß nach dem Verlauf der Reichstag In Essen mußten 25 000 Arbeiter und Beamte der Firma Herzens habe ich unterschrieben, obwohl ich immer zu unsrer Sache verhandlungen eine sorgfältige Specialberatung des Boltaris Krupp antreten. Militärmusit und Männerchöre griffen ein und dann gehalten habe, aber was soll ich machen. Ein andrer hat erst nach wurden Telegramme an den Kaiser und an Frau Krupp abgesandt, dreimaliger Aufforderung unterschrieben und seinem Meister gesagt: unmöglich geworden sei, und dann, unter Hinweis auf die wirtdas letztere eine der formalen üblichen Beileidsfundgebungen, die est vertaufe ich an Euch meine Gesinnung. Am schaftlichen Gefahren einer längeren Unsicherheit über die endgültige in einem Staiserdepesche aber nach den politischen Tendenzen der mit dem Dienstagabend fand Gasthaus vor dem Thore Gestaltung des Tarifs, es für eine Pflicht des Reichstages erklärte, großen cine Tode Handel treibenden Macher stilisiert; die Arbeiter baten darin, einer Maschinenbau Anstalt unter Beiseiteſegung aller Meinungsverschiedenheiten über die Be Versammlung schlüsse der Kommission hinweg auf Grundlage der Regierungsvorlage Allerhöchstihnen den Ausdruc ihrer tiefsten Dankbarkeit und das statt, der ettva fünfhundert Spalierarbeiter antvefend Gelöbnis univandelbarer Treue zu Füßen legen zu dürfen". waren. Die Ausführungen der Redner, die sich über den ausgeübten sich über die Annahme des Tarifs zu einigen. Kaum aber ivar dieser Beschluß gefaßt, als der Vorfigende, Geh. Kommerzienrat In Bochum telegraphierten Belegschaften Kruppscher Zechen: Druck beschwerten, fanden braufenden Beifall, auch bei den an- Frenzel, darauf hinwies, daß es bedentlich fei, in einer so wichtigen „ Tief empört über die von ruchloser Seite gegen unsern allzeit ab: die kommenden Wahlen werden zeigen, daß wir das Tischtuch nehmen. Dies habe die Mehrheit eingefehen und den Beschluß zurüdwesenden Hirsch- Dunderschen Arbeitern. Alle gaben die Erklärung Sache gegen eine verhältnismäßig starte Minderheit Stellung zu gütigen Herrn Chef ausgeftreuten Verleumdungen, wissen wir Ew. nicht zerschnitten haben! Majestät unterthänigst Dank für das thatkräftige Eintreten für die genommen. So sei die ganze Verhandlung ergebnislos. Ehre und den makellosen Namen des Heimgegangenen." Diese Beispiele mögen einstweilen genügen. Nur eine Frage Handelstammern und den verschiedenen kaufmännischen sowie gewerb Befremden kann diese Stellungnahme kaum; denn zu den Aus Stiel, wo eben noch das freie Proletariat eine Rund- drängt sich auf: Begehen diejenigen, die den Staifer dermaßen lichen Korporationen, die dem Handelstag" angehören, befinden gebung gegen den nicht ganz klaren Herrn Prof. Lehmann veranstaltet systematisch in die Frre führen, nicht eigentlich die schwerste fich, tvie die bon diesen Berbänden gestellten Zollanträge hatte, wurde Sonntag gleichfalls ein Telegramm an Wilhelm II. Majestätsbeleidigung, die denkbar ist? abgesandt, unterzeichnet von den Beamten und Arbeitern" der Germania- Werft. " 1 In welcher Weise nun diese Epigonen Potemkins arbeiten, dafür einige Beispiele. 4 Man hat es offenbar bisher übel empfunden, daß sich die Arbeiter der Staatswertstätten nicht an Huldigungen für die Effener Rede beteiligt haben. in V 0 Deutfches Reich. Recht und Geschäftsordnung. " beweisen, sehr viele, die zu den ertremen Schußzöllnern zählen. Besonders gilt das von den Handels- und Gewerbekammern industrieller Gegenden, die zumeist völlig unter dem Einfluß der dortigen Großindustriellen stehen. Der stärkste Maun. Herr Liebermann v. Sonnenberg Wahlkreisversammlung des Bundes der Landwirte in Halberstadt: Wenn es nicht mehr anders gehe, dann müsse die Goft sei Dank von den Fürsten und Vertretern der freien Städte nicht beschworene Verfassung" geändert werden und das Wahlrecht durch die Wahlpflicht erfest werden. Genosse Singer hat an den stellvertretenden Vorfigenden der erklärte nach der Halberstädter Zeitung" am Sonnabend in einer Geschäftsordnungs Kommission, den Abgeordneten Roeren( C.) folgendes Schreiben gerichtet: Berlin, 8. Dezember 1902. Nunmehr scheint es aber so, wie uns aus Spandau berichtet Geehrter Herr Abgeordneter! wird, als wollte die staatserhaltende Preffe diefem ihr peinlichen Mangel abhelfen. In der Sonnabendnummer des, Tagesblatts" Die Mehrheit der Mitglieder der Geschäftsordnungs- Kommission in Spandau findet sich nämlich folgende, halb wie Schmerzens- hat den Antrag Gröber und Genossen: Drucksache 785 unterzeichnet. schrei aus gequälter Brust, halb wie eine Aufmunterung flingende Dieser Antrag beabsichtigt an die Stelle des Rechts die Notiz: Willfür zu setzen. Statt bestimmter Rechtsnormen soll die Diktatur „ Es ist sonderbar, daß sich die Arbeiter der königl. Institute herrschen. infolge des Appells des Kaisers an die deutschen Arbeiter so In einer Kommiffion, deren Mehrheit bereit ist, die Handhabung reserviert verhalten; man hätte in erster Linie von dieser Seite der Geschäftsordnung nicht mehr an Rechtsbestimmungen zu binden, indiretter Arbeitgeber ist.() Und wie würde sich Se. Majestät sondern dieselbe dem„ freien Ermessen des Präsidenten zu übereine Stundgebung erwarten können, da doch der Kaiser ihr Strafrechtslehrer Professor v. Liszt eine Resolution einbringen gefreut haben, wenn gerade von dieser Seite eine Huldigung liefern, vermag ich nicht weiter als Borsigender zu fungieren. infceniert worden wäre." Indem ich hiermit den Vorsitz in der GeschäftsordnungsDas„ Spandauer Tagebl." plaudert hier unabsichtlich aus, wie Kommission niederlege, bitte ich Sie ergebenst, die Leitung der es jene spekulativen Köpfe zu machen pflegen, wenn sie das Bedürfnis Kommission bis zur Wahl eines Vorsitzenden gefälligst übernehmen haben, sich an höchster Stelle bemerkbar zu machen. That zu wollen. Hochachtend sächlich hat denn auch ein Ingenieur Plagemann einem B. Singer. Arbeiter der Geschützgießerei zu Spandau, bem früheren Maurer Voigt, welcher Mitglied des Arbeitsausschusses ist, Die Wertlosigkeit der amtlichen Stenogramme. Angesichts der einen fauften. Rippenstoß gegeben. Dieser Voigt brachte denn auch jetzt im Reichstag herrschenden stürmischen Stimmung wird die die Huldigungsadreffe in Umlauf, doch findet der Herr im allgemeinen Berkehrtheit sehr fühlbar, daß in den amtlichen Stenogrammén nur sehr wenig Gegenliebe bei den Arbeitern. Die Arbeiter der meisten Institute verhalten sich äußerst reserviert, fast völlig kühl. Einen Zwischenrufe nicht aufgenommen werden und auch sonst die äußeren Mitarbeiter, dem Voigt die Adreffe zur Unterschrift vorlegte und der Vorgänge nur ganz blaß und lüdenhaft wiedergegeben werden. nicht fofort feine Pflicht zu begreifen schien, machte er den Standpunkt So tommt es, daß die amtlichen Stenogramme als Geschichtsquellen mit folgenden Worten llar: Na wenn Du nicht willst, dann sag' für erregte Parlamentszeiten fast gänzlich wertlos werden, während es"; dieses wirkte so gut, daß der Gerüffelte dann fogar die Er beispielsweise die Stenogramme des öftreichischen Reichsrats von Taubnis erwirkte, während der Arbeitszeit Unterschriften zu sammeln. einer meisterhaften Anschaulichkeit sind. Die Adresse foll in den nächsten Tagen zur Absendung tommen.- Zum Beispiel bietet das amtliche Stenogramm über den Das Geheimnis, weshalb die Staatsarbeiter sich nicht bewischenfall Singer ein durchaus farblofes und dabei noch sonders für solche Huldigungsadressen erwärmen, ist leicht 11 " ergründet: Den Leuten ist ihre Klaffenlage eben allmählich falsches Bild. Da Zwischenrufe, außer folchen wie„ Zur Geschäftsimmer mehr zum Bewußtsein gekommen; heute wissen sie, ordnung", principiell nicht aufgenommen werden, fo fehlt ganz das daß fie noch schlimmer daran sind als irgend ein freier provozierende Gebrüll von rechts:„ Runter von der Tribüne", das Arbeiter. Sie dürfen weder eine eigene politische Meinung die Erregung der Linken im wesentlichen veranlaßt hat. haben, noch bom Koalitionsrecht Gebrauch machen, noch Im Interesse der geschichtlichen Quellenforschung sollte man eine die ihnen zusagenden Blätter Lesen, noch furchtlos Aenderung des Systems der amtlichen Stenogramme vornehmen und bei öffentlichen Wahlen stimmen. Diesen Umschwung der Gefühle haben die bekannten Reichstags- Etatsdebatten und vor allem auch die äußere Stimmung festhalten. Herr Liebermann werde also Reichskanzler. Der Parteitag der Freifinnigen Vereinigung, der am Sonnabend und Sonntag stattfand, tagte unter einem glüdlichen Stern. Die infame Staatsstreich- Politik der Mehrheit des Reichstages gab das beste Relief für diesen Parteitag ab, das sich die Barthsche Richtung des Freifinns nur wünschen konnte. Er gab die Veranlaffung, daß der berühmte und begründen konnte, die die standalösen Brüche der Geschäftsordnung gebührend brandmarkte. Diese Resolution, die in ihrem kritischen Teile lautete: Der Zolltarif widerspricht, indem er in seiner hochschutzzölnerischen Tendenz und mit dem System von Mindestzöllen den Abschluß günstiger Handelsverträge erschwert, und den Ausbruch von Zolltriegen provoziert, den wirtschaftlichen Lebensinteressen unfres auf die Ausfuhr angewiesenen Landes. Er begünstigt die Landwirtschaft und die Industrie der Großbetriebe, während er die Klein- und Mittelbetriebe sowie das Handwert aufs schwerste ichädigt. Er verlegt die Grundsäge der Gerechtigkeit und jeder socialen Fürsorge, indem er die Lebenshaltung selbst der Wermsten herabdrückt, um das Renteneinfomnien auf Stosten der Arbeit zu steigern. Wir halten deshalb den ernstesten Widerstand gegen das Zustandekommen einer derartigen Vorlage für geboten. Der parlamentarische Rechtsbruch, wie er in einer die fachliche Beratung ausschließenden Enbloc- Annahme liegt, hat gezeigt, welche demoralisierende Wirkung von dieser immer rüdsichtsloser auftretenden Interessenpolitik ausgeht. Kein Wort ist start genug, um diesen Rechts- und Trenbruch gebührend zu kennzeichnen, der es unmöglich macht, daß die gerechten Beschwerden der Bevölkerung in einer ordnungsmäßigen parlamentarischen Verhandlung auch nur zu Gehör gelangen." gab der Freifinnigen Vereinigung die Gelegenheit, das Urteil aller rechtlich denkenden Elemente des Boltes zu dem ihrigen zu machen. Und der Kampf, den die Freisinnige Vereinigung im Gegensaz zu der von Herrn Richter zu den traurigsten Handlangerdiensten die erst jüngst in Kraft getretene neue Lohnordnung bewirkt, die zwar Noch ein Regimentsbefehl". Präsident Ballestrem hat für die zollwucherische, staatsstreichlerische Realtion mißleitete nicht die erwarteten Lohnaufbesserungen wohl aber erhebliche Ber- wieder einen Ordnungsufas erlassen, in dem es heißt: Aus Ver- Freifinnige Bollspartei Schulter Schulter ant schlechterungen für ganze Kategorien der Arbeiter gebracht hat! Noch anlaffung des ganz ungewöhnlich starken Andrangs des Publikums socialdemokratischen Fraktion so energisch geführt hat, gab der in aller Erinnerung ist, wie die Arbeiter- Ausschüsse in den einzelnen zu den Tribünen des Reichstages mache ich auf folgende Vorschriften weiblichen Richtung des Freisinns einen Nimbus, der ihre Spandauer Staatsbetrieben im vergangenen Jahre demonstrativ ihre zur Aufrechterhaltung der Ordnung des Vertehrs nichts weniger als heldenhafte und demokratische Haltung dem LandAemter nieberlegten, weil eben die Unzufriedenheit der Arbeiter mit der im Reichstagsgebäude aufmerksam." und Waffermilitarismus gegenüber für den politisch Unfundigen beiihnen zu teil gewordenen Behandlung und Entlohnung eine ziemlich Es wird dann u. a. verfügt: Personen, bie nicht im Befiz nahe in den Hintergrund lassen treten tönnte. Die Freifinnige Ver allgemeine war. Es erinnert sich auch noch jeder Arbeiter daran, von Eintrittskarten zum Reichstagsgebäude fich befinden, tönnen einigung erlebte denn auch wenigstens die Genugthuung, daß der daß seit dem Frühjahr dieses Jahres allein aus den Spandauer selbstverständlich in die inneren Räume feinen Eintritt erhalten. focialpolitisch immerhin unter den vorgeschritteneren Elementen Werkstätten circa 1200 Arbeiter auf das Straßenpflaster gefest Auf Zutritt zu der durch Portal V zu erreichenden Publikums- rangierende wildliberale Abgeordnete Röfide- Deffau unter Berufung wurden, obgleich es ein leichtes gewesen wäre, durch eine Bartehalle tönnen nur diejenigen Anspruch erheben, welche durch auf die Haltung der Partei im Zoukampf feinen Beitritt zu ihr allgemeine Berfürzung der jetzt zehnftündigen Arbeitszeit um eine leine befondere, für den betreffenden Tag für fie ausgeftelte erklärte. mit der Auch ber alte Mommsen, der verdiente wissenschatfliche| Die Gesundbeterei Bei den Zollwucherern. Aus Bayeru wird dehnung in Südafrika gerichtet war. Er bezweckte die Befestigung Jubilar, der sich in politischen Dingen eine unverwüstliche Naivetät uns geschrieben: Die Jdee der Kreuz- Zeitung", den Reichstag ge- der Oberherrschaft der Boeren von Kapstadt bis zum Sambest. Es bewahrt hat, fand träftige Töne gegen die entsegliche fund zu beten, hat leider nicht viel Aussicht auf Erfolg. Auf dem hat jetzt feinen 3wved mehr, den Anteil des Bundes an den letzten Interessenpolitik"," die in dem zollpolitischen Kriege zu Bauerntag in Regensburg( Oktober 1901) machte der konservative blutigen Ereignissen in Südafrika festzustellen. Genug, in England al schredendem Ausdruck gekommen sei. Wenn auch kein Wissender Landtags- Abgeordnete Bech schon den Vorschlag: Wir wollen wurde der Bund stets als eine Gefahr betrachtet. Die heute einsid) der Illusion hinzugeben vermag, daß die aufrüttelnden Ereignisse beten und arbeiten, daß wir einen gerechten Zolltarif bekommen." getroffenen Nachrichten machen dieser Gefahr ein Ende. Der Bund ded Zollbeutetrieges und des parlamentarlschen Staatsstreichs der Zweifellos hat Herr Beckh, der ein sehr strenggläubiger Mann ist, wird zu einer füdafrikanischen Partei, die die Föderation und SelbstTekten Wochen im besonderen dem Liberalismus neue Lebenssäfte inzwischen auch eifrig gebetet. Aber seinen„ gerechten" 7,50 M.- Zoll verwaltung der füdafrikanischen Kolonien unter britischer Ober einzuflößen vermöchten, so ließen diese Vorgänge den Parteitag wird er trotzdem nicht erhalten. Die Zollbriganten scheinen auch im herrschaft erstrebt. Das Muster ist offenbar Kanada Der Bund der Freifinnigen Vereinigung doch noch einmal von dem Hauche jenes Himmel nicht gut angeschrieben zu sein. politisch pulsierenden Lebens umwittert erscheinen, dessen die verwird zu einer konstitutionellen Partei, die in England auf keinen fnöcherte und verkröcherte freisinnige Volkspartei dank ihrem TotenWiderstand stoßen dürfte. gräber Eugen Richter so vollständig entbehrt. möchten. Ausland. Brügelscenen in der französischen Kammer. Partei- Nachrichten. lekten Sigung das Ministerium von Reuß j. 2. entschieden. Gegen die Besteuerung der Warenhäuser hat sich in seiner Die Geraer Handwerkerkammer hatte bei allen thüringischen ReDer Kreuzzug gegen Venezuela. Trotzdem der Präsident Costro gierungen planmäßig für eine Warenhaussteuer agitiert, hat sich nun von Venezuela die Erklärung abgegeben hat, die Ansprüche Deutsch aber erfreulicherweise im eignen Lande den ersten Korb geholt. Das lands und Englands befriedigen zu wollen, hat bereits die Ministerium hat die Besteuerung endgültig abgelehnt, und Dresden erzielten unsre Genossen wieder einen recht ansehnGemeindewahlen. Bei den Stadtverordneten Wahlen in Flottendemonstration gegen Venezuela begonnen. Wie das„ B. T." zwar unter dem ausdrücklichen Hinweis auf die 3 wedlosiglichen Stimmenzuwachs. sich melden läßt, haben England und Deutschland je einen Kreuzer teit jeder Warenhausbesteuerung. Das Fiasko der während die Gewählten 6266 bis 9320 Stimmen erzielten. An Sie erhielten 2546 bis 2609 Stimmen, in den Hafen von Caracas einlaufen lassen. Weitere Schiffe preußischen Warenhaussteuer hat also hier wenigstens abschreckend einen Sieg war natürlich in Dresden noch nicht zu denken, da die werden nachfolgen. Der deutsche Kommodore wird zunächst die gewirkt. Leitung übernehmen. England wird sich den in Anbetracht seiner ganze Stadt einen Bezirk bildet und noch vor wenigen Jahren nur Marineverhältnisse freilich nicht allzu besonderen Aufwand gestatten, ein paar hundert socialdemokratische Stimmen abgegeben wurden. einen riesigen 11 000 Tonnen- Kreuzer nach Venezuela zu schicken. Hatten doch die Dresdener Genossen die Beteiligung an der Wahl Das Berl. Tagebl." fühlt sich in seiner Flottenschwärmerei dadurch wegen völliger Aussichtslosigkeit aufgegeben und erst 1900 die Arbeit anscheinend nicht wenig gekränkt, da es wehleidig konstatiert, daß franzöfifchen Kammer am Sonnabend doch zu heftigen Prügelscenen Stimmen, die 1901 auf etwa 1500 ſtiegen. Entgegen den Meldungen des„ W. T. B." ist es in der wieder aufgenommen. Dabei brachten sie es nur auf kaum 900 das deutsche Flaggschiff vor Venezuela, die„ Vineta", nur halb so groß sei wie dieser britische Streuzerkoloß. Das freisinnige Blatt gekommen, bei der Fäuste und Stiefelabfäße eine energische Rolle In Meißen eroberten die Parteigenossen zwei neue Mandate foilte vielmehr die Frage aufwerfen, wozu denn überhaupt eine spielten. Die stürmischen Scenen wurden dadurch hervorgerufen, daß und sind damit jetzt 3 Mann start im Stadtverordneten- Kollegium. folche Flottenrevue gegenüber Venezuela am Blaze sei, dem bezichtigte Justizminister Vallé erklärte, daß Frederic ebenso ein Parteigenosse in Johanngeorgenstadt. In Schönau der von nationalistischer Seite der Humbert- Begünstigung In Brießnib bei Dresden wurde ein Parteigenosse gewählt und ſchlimmstenfalls ſchon einige Kanonenboote Respekt einzuflößen ver- Humbert einst der willkommene Kumpan der Boulangisten v. d. W.( Gotha) wurden alle drei socialdemokratischen Kandidaten Es nütt ja doch nichts. Man teilt uns mit, daß die Auf- Baraufhin zur Rednertribüne, wo es zwischen den Nationalisten gewesen sei. Boulangisten, Nationalisten und Royalisten stürmten gewählt. In Schwerin( Mecklenburg) eroberten die Parteigenossen forderung, welche der„ Centralverband deutscher Industrieller" ybeton und dem Justizminister zum Handgemenge tam. das zweite Mandat für das Stadtverordneten- Kollegium. unlängst an feine Mitglieder richtete, zur Anschaffung einer Syveton attadierte Vallé mit den Fäusten, der Justizminister Broschüre gegen die Socialdemokratie Geld bei verteidigte sich durch Fußtritte. Das Handgemenge soll dann Dortmund, ist am Sonntag aus dem Gefängnis in Herford entlassen Der gefesselte Breßsünder, Genosse Anton Bredenbed in zusteuern, ohne Resultat geblieben ist. Die angefanorrten im Saale allgemein geworden sein, ebenso auf der Zuschauer- worden, wo er 8 Monate über die preußisch- deutsche Freiheit nachMillionäre befizen so viel Idealismus für ihre eigne Sache, daß sie tribüne, wo man thätlich für die sich prügelnden Deputierten denten durfte. nicht einmal einige lumpige Mark dafür opfern wollten; aller- Bartei ergriff. Die Tribünen wurden geräumt und die Sitzung aufdings mit der Motivierung, daß es ja doch nichts nüße. gehoben. Auf eine zweite Aufforderung der Bueck und Genossen hin, doch die heilige Sache zu retten und für gron, Altar und ist, erklärte Präsident Bourgeois, Syveton habe sich ebene Nachdem die Sigung unter großer Unruhe wieder aufgenommen Stapitalismus einzutreten, haben sich einige tglieder veranlaßt falls beleidigende Aeußerungen gegen ein Mitglied der Regierung zu gesehen, dem bettelnden Centralverbande rch einige Almosen Schulden kommen lassen. Syveton erwidert, er habe infolge seines burg steht vor der Straffammer Bartenstein, angeklagt der Nötigung. Der Bauernsohn Mäding aus Schlömpen im Kreise Rastenà fonds perdu hinzuwerfen. Die Inauferige Resignation der Scharfmacher- Verbändler wird gefandt, und wiederholt, daß seine Aeußerung, Ballé habe famen drei socialdemokratische Flugblattverteiler auf den Mädingschen Wortwechsels mit dem Justizminister Vallé diesem seine Zeugen Bei der letzten Reichstagswahl im Streife Rastenburg- Gerdauen selbstverständlich die Arbeiterschaft nicht hindern, ihrerseits den gelogen, der Regierung gegolten habe. Das Haus ver- Gutshof in Schlömpen, um dort Flugblätter abzugeben. Der Sohn Kampf gegen das Kapitalistentum, das seine Interessen ohnehin bei hängt hierauf über Syveton die zeitweilige Ausschließung. des Besizers wies fie aus dem Hofe. So behauptet er wenigstens Regierung und Staatsstreichs- Parlament sicher as Syveton sich weigert, den Saal zu verlassen, wird die Sigung vor Gericht. Die drei Parteigenossen als Zeugen bestreiten das. genug aufgehoben fühlt, mit aller Energie und dem oft abermals aufgehoben. bewährten Opfermut weiterzuführen! Jedenfalls wird nicht behauptet, daß sie der etwaigen Aufforderung, fich zu entfernen, nicht Folge geleistet hätten. Auch ist keine Anklage wegen Hausfriedensbruch gegen die Drei erfolgt. Volizeiliches, Gerichtliches usw. Justitia, die Blinde, I. Um 4 Uhr wird die Sigung wieder aufgenommen. Der JustizNationalliberale Proteste gegen die Staatsstreichs Politit. Die minister sett in längerer Ausführung auseinander, daß alles geFrantf. tg." meldet aus München: Professor Lote hat wegen than worden sei, um der Familie Humbert habhaft zu des gegenwärtigen Verhaltens der Nationallibe- werden, und fügt hinzu, daß die Angelegenheit Humbert kam der Besitzersfoon in Begleitung eines Knechtes ihnen nachgerittert Als die drei Parteigenoffen das Grundstück schon verlassen hatten, ralen im Reichstage und weil kein Protest dagegen nichts mit der Politik zu thun habe; der Minister erinnert und mit einem Stock bewaffnet hielt er sie an, und verlangte Pfandim Lande erfolgte, seinen Austritt aus dem Aus- daran, daß er selbst die erste Anklage gegen die Humberts geld von ihnen und wies die gebotenen Legitimationen zurück. Auf schuß der nationlliberalen Partei Münchens er erhoben habe. Die Debatte wird hierauf geschlossen. Die einfache einem Wege, der zwischen zwei Gräben so schmal war, daß AusTagesordnung wird mit 335 gegen 207 Stimmen abgelehnt und weichen unmöglich war, hielt Mäding zu Pferde die Drei fest, sie dagegen mit 336 gegen 136 Stimmen eine von Etienne eingebrachte bei jeder Bewegung mit Niederreiten bedrohend. Tagesordnung angenommen, welche erklärt, die Kammer billige die Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Nötigung zu Erklärungen der Regierung und sei überzeugt, daß der Justizminister 50 M. Geldstrafe oder 10 Tage Gefängnis. Dagegen hat der Vorstand des nationalliberalen feine volle Pflicht gethan habe. Der Ministerpräsident verVereins in Hildesheim in öffentlicher Erklärung die Unter- lieft hierauf das Dekret, durch welches die Tagung geschlossen zeichnung des Antrages Kardorff durch die Fraktion bedauert.wird, und die Sigung wird sodann aufgehoben. Ilärt. Dieser Flottenprofessor hat also wenigstens den Mut, gegen die nationalliberale Staatsstreichlerei Protest einzulegen. Die übrigen Flottenprofefforen verhalten sich freilich mudenmäuschenstill. Frankreich. Der Centrums- Abgeordnete Dr. Müller- Fulda äußerte sich nach einer Laffan"-Meldung in einem Briefe an den Oberpräsidenten Dr. v. Markschmidt, daß er im nächsten Reichstag eine WiederAmnestie. Die Deputirtenkammer hat in ihrer vorletzten Sizung wahl nicht annehmen werde. Die schnöde Zertrümmerung außer der Zuckerprämie und dem provisorischen Zwölftel des Budgets von Barlamentarismus und Verfaſſung durch das Centrum scheint auch ein Anmeſtiegefeß angenommen, wonach alle während des Bergdanach auch von diesem Centrumspolitiker als allzu schmachvoll arbeiterstreits ivegen Bergehen gegen die Freiheit der Arbeit erhobenen empfunden worden zu sein. Anklagen und Verurteilungen niedergeschlagen werden. " eines Jahres oder Geldstrafe von 600 M. Wäre die Handlung, Die Höchststrafe wegen Nötigung beträgt Gefängnis in der Daner was sehr nahe liegt, als Freiheitsberaubung qualifiziert worden. dann durfte nicht auf Geldstrafe erkannt werden und die Dauer der Gefängnisstrafe ist nach oben unbegrenzt. II. Sechs Brauer der Felsenkeller- Brauerei in Plauen bei Dresden find des gemeinschaftlichen Hausfriedensbruches angeklagt. Sie sind Mitglieder des deutschen Brauerverbandes, dem etwa zwei Drittel von den Brauern der Felsenkeller- Brauerei angehören. Einige der Eine Kaiserpartei. Eine Korrespondenz meldet: Auf Veranlassung Dänemark. Nichtorganisierten veranstalteten eines Tages eine Besprechung, weil des Legationsrats Frhrn. von Edhardtstein, ehemaligen Ersten fie, wie der Brauer Hermersdorfer als Zeuge angab, glaubten, die Sekretärs bei der deutschen Botschaft in London, findet am 15. De einen von liberaler Seite gestellten Antrag an, wodurch die wurde in der Verhandlung durch den Verteidiger der AnSchiedsgericht. Das Folkething nahm am Freitag einstimmig Organisierten wollten ihre Entlassung fordern. Diese Annahme zember im Hotel Imperial dahier eine Zusammenkunft Regierung aufgefordert wird, so weit wie möglich zu ver- geklagten, der sich dabei auf den Brauereidirektor berief, als durcheinflußreicher Persönlichkeiten aus der Provinz anlassen, daß in allen Trattaten und lebereinkommen Dänemarts aus grundlos bezeichnet. Die Vernehmung des Direktors wurde Hessen Nassau, dem Großherzogtum essen und den mit andren Staaten die Klausel eingefügt werde, daß alle aus abgelehnt. angrenzenden bayrischen, württembergischen, badischen diesen Abmachungen zwischen den kontrahierenden Parteien entund preußischen Gebieten statt, in der es sich um die Grün- stehenden Meinungsverschiedenheiten, die nicht auf diplomatischem erschienen, weil sie glaubten, an einer Besprechung des Brauerei Zu der fraglichen Besprechung waren auch die sechs Angeklagten dung und Organisation einer neuen politischen Wege gelöst werden, dem Schiedsgericht im Haag unterbreitet personals teilnehmen zu dürfen. Von den Veranstaltern, die ja Partei, einer Kaiserpartei", handelt. Die neue werden, soweit nicht aus ganz besonderen Gründen ein andres gerade gegen die Organisierten Stellung nehmen wollten, wurden fie Bartei soll selbständig durch Aufstellung von Kandidaturen in Schiedsgericht als zweckmäßiger angesehen werden muß. Das zum Verlassen des Lokals aufgefordert, fie leisteten jedoch der Aufdie Wahlen zum Reichstag und zu den Landtagen eingreifen und Folkething sprach seine Befriedigung darüber aus, daß eine derartige forderung keine Folge. Erst als Polizei gerufen wurde, erkannten alle diejenigen Bevölkerungskreise in sich aufnehmen, die ge- Bestimmung in der am 24. Januar 1802 mit den Vereinigten sie den Ernst der Situation und gingen. Dabei rief einer der Ansonnen sind, einerseits sowohl den Ueber- Agrariern", als auch Staaten von Amerika abgeschlossenen Konvention enthalten ist. geklagten den Veranstaltern zu, fie feien wohl Anarchisten oder andrerseits den Socialdemokraten entschlossen die Stirn zu bieten In der Debatte über den Antrag erklärte der Wortführer der Social- Baterlandsverräter, daß sie folche Heimlichkeiten hätten. Andre und die kaiserliche Politik namentlich in Zoll, Kanal-, Heeres- und demokratie, C. Hördum, daß der Antrag, wenn er ernst gemeint Störungen find nicht vorgekommen, insbesondre ist kein Tumult entMarinefragen zu unterstügen. Gerade den jezigen Zeitpunkt hält fei, für die Landesverteidigungs- Kommiffion einen Fingerzeig zur standen. Ausdrücklich wurde noch festgestellt, daß die sechs nicht man für besonders geeignet zur Gründung dieser viel ersehnten Serabsetzung der Militärausgaben bedeute. Mittelpartei, da nach Ansicht derjenigen, welche fie gründen Aeußern meinte jedoch, die Sache hätte nicht das mindeste mit jener Der Minister des unter einer Führung gestanden haben. wollen, überall Mißmut über die alten Parteien herrscht. Das Gericht verurteilte drei der Angeklagten zu je 3 Monaten Dem Berlauten nach soll der famose Dr. Friedrich Lange Kommission zu thun. und drei zu je 2 Monaten Gefängnis. Für die Beleidigung wurden hinter dieser ultigen Parteigründung stehen, eine im antisemitischen bei dem einen sechs Wochen gerechnet. In der Urteilsbegründung Stielwaffer plätschernde komische Figur, die schon lange mit einer Das kommunale Wahlunrecht, das dem einzelnen Wähler je nach wird ausgeführt, sie hätten im bewußten und gewollten Zusammen neuen Partei schwanger ging. Nach Lehmann der Lange, die Tollheit der Steuerkraft bis zu 100 Stimmen giebt, hat die bürgerliche Meinung gewesen, es handle fich um ihre eignen Interessen und sie wirken gehandelt. Sie seien zwar unbescholten und auch der nimmt epidemische Formen an. Klasse wieder einmal zu einem vollen Sieg verholfen. In Ystad Sächsische Bersammlungsfreiheit. Die fächsische Versammlungs- Wahlbeteiligung war sehr lebhaft. Für die von den organisierten und der Terrorismus, den sie ausgeübt, indem sie ihren Willen andren follten am Dienstag, 14 Stadtverordnete gewählt werden. Die würden Zutritt erhalten. Es fomme aber straffchärfend in Betracht freiheit wird wieder einmal durch folgendes Dokument illustriert, Arbeitern aufgestellte Liste stimmten 348 Wähler mit zusammen Für die von den organisierten die lange Dauer der Ausschreitung, die Gefährlichkeit ihrer Handlung das dem Einberufer einer Voltsversammlung, die in Mahlis bei 3000 Wahlstimmen; aber für Wiederwahl der ausgeschiedenen Stadt- aufzwingen wollten. Dschatz stattfinden sollte, zuging: berordneten wurden von 165 Wählern 10 000 Stimmen abgegeben. Auch bei gemeinschaftlichem Hausfriedensbruch ist die höchste Nr. 909 a. G. Dichaz, 27. November 1902. Im ganzen beteiligten fich 1021 Wähler; jene 165 aber, von denen Strafe ein Jahr Gefängnis, allerdings unter Ausschließung der GeldDie von Ihnen für Sonntag, den 30. Rovember 1902, nach jeder durchschnittlich über 60 Stimmen verfügte, gaben den Aus- strafe. Es hätte aber auch, wofür der Verteidiger plädierte, einmittags 3 Uhr im Gasthause zum Laubenthal in Mahlis einschlag. facher Hausfriedensbruch angenommen werden können; dann ist berufene öffentliche Volksversammlung wird auf Grund von§ 5 des Vereinsgefehes vom 22. November 1850 verboten. die höchste zulässige Strafe drei Monate Gefängnis oder 300 W. Geldstrafe. Schweden. Rußland. " Bom Rostower Streik. Laut russisch- offiziösen Nachrichten aus Punkt 1 der Tagesordnung lautet: Die Ausbeutung Rostow a. Don dauern die Arbeiterunruhen daselbst der breiten Boltsmassen durch den Zolltarif. Genoffe Bruhns von der Volksivacht" in Breslau wurde Zweck der Versammlung ist also, der Regierung öffentlich den fort. Gestern wurden neue Proklamationen verbreitet. Am Sonn- wegen Beleidigung des Amtsvorstehers in Tiefenfurt bei Bunzlau Vorwurf zu machen, daß sie den Zolltarif in der Absicht tag früh famen zur Arbeit mehr als 1000 Arbeiter, nachmittags zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Der Amtsvorsteher hatte aufgestellt habe, um die breiten Boltsmassen 3u Militär unterdrüdte die„ Unruhen" ohne Blutvergießen. An der Eisen- polizeilichen Gründen untersagt und die Volkswacht" hatte weniger. Die Verhaftungen werden fortgefest. den Frauen den Zutritt zu einer Volksversammlung aus feuerGunsten einiger Weniger zu schädigen. Dies ist eine Beleidigung, welche fich als eine Ge- bahnlinie nach Wladikawkas wurden 600 Soldaten, an der Linie nach diese furiose Maßnahme unter die Lupe genommen. Der Staatsfeges llebertretung und unsittliche Handlung dar- Tichorjeply 500 Soldaten eingestellt. In Tichorjezky nähern sich die anwalt beantragte 200 M., das Gericht erkannte auf Gefängnis, weil stellt. Unruhen" ihrem Ende. Ein Teil der Arbeiter hat die Arbeit B. in letzter Zeit öfter mit Geldstrafe belegt sei. Königliche Amishauptmannschaft wieder aufgenommen. Die Ausständigen werden durch Militär ferngehalten. Am 21. November wurde im Stadtgarten daselbst nach dem Manuskript eines Artikels, durch den sich der Propst von Gehaussucht wurde in den Räumen der Gazeta Robotnicza" Für fächsische Verhältnisse enthält das famose Versammlungs- eine Arbeiterversammlung zersprengt und der verbot ja nichts Neues. Sehr hübsch macht es sich aber, daß die Gartengeräumt und geschlossen. Doch wird die Arbeit nesen beleidigt fühlt. Gefunden wurde nichts. fönigliche Amtshauptmannschaft in der Absicht, die breiten Bolts- ießt allmählich wieder aufgenommen. 60 Arbeiter wurden massen zu Gunsten einer Minorität auszubeuten, eine unjittliche ausgewiesen. Handlung" erblickt. Diese Auffassung wird in der That allgemeine Säbel und Knute verrichten also nach wie vor ihr Werk! Billigung finden. " J. A.: Dr. Schmidt. Afrika. " Aus Industrie und Handel. hannoverschen Cement- Konvention. Wie der Rhein. Westf. 8tg." aus Köln Owelche Luft, Soldat zu sein! Widerwillen gegen das Sol Die Lage in Südafrika. London, 6. Dezember.( Eig. Ber.) gemeldet wird, ist die legtgeplante Preiskonvention nordbatenleben veranlaßte einen Angehörigen der 11. Kompagnie des Die neue Lage, wie sie der südafrikanische Krieg geschaffen, konnte deutschen, westdeutschen und mitteldeutschen Cementfabriken nad) Jenaer Bataillons des 94. Regiments, sich in der Kaserne an einer selbstredend auf die Politik der Afrikander( Sapholländer) nicht langivierigen Verhandlungen zu Hand die Pulsader durchzuschneiden. Der Schiver- lange ohne Einfluß bleiben. Früher oder später mußte ihr Rechnung Bereinigung stande gekommen. Dieser gehören fämtliche westfälischen, verlebte, der als sogenannter Unsicherer" eingezogen worden war, getragen werden. Daß aber der Umschwung so rasch kommen würde, und rechtsrheinischen Werke wurde bald nach der That in seinem Zustande bemerkt und so konnte dachten wohl nur wenige. Die südafrikanischen Nachrichten, die werke Meteor in Gesecke, durch deren Verhalten bekanntlich das an, auch die Portland Cementjeinem Verbluten, wie das" Jenaer Bolfsblatt" berichtet, vorgebeugt heute von der Londoner Presse veröffentlicht werden, zeigen, daß dies frühere Cementsyndikat zu Fall gekommen ist. Dagegen ist die bereits der Fall ist. Der Afrikander- Bund verwandelt sich in eine Portland- Cementfabrik Jlligen Ruhr u. Klasberg in Beckum der Ein andrer Retrut, gleichfalls in Jena, desertierte füdafrikanische Partei, die die Oberherrschaft Englands über Süd- Konvention ferngeblieben, da diese Fabrik bereits ihre Produktion wegen Unluft am Soldatenleben"; er wurde aber von Militär- afrita anerkennen will. Diese Nachricht ist für die Briten von großer für 1903 fest verkauft hatte. Der Verkaufspreis für Portland- Cement, personen und Schuhleuten sehr bald wieder eingefangen und sicht Bedeutung. Die Afrikander, d. h. die Boerenelemente, die in der der bisher ca. 150-160 M. pro Doppelwaggon in Säden betrug, seiner sehr harten Strafe entgegen. Kaptolonie unter britischer Herrschaft wohnen, gründeten im Jahre wird per 1. Januar n. J. eine Steigerung von 15-20 M. erfahren 1881, unmittelbar nach der britischen Niederlage am Madschuba- und dürfte alsdann für alle Cementfabriken einheitlich festgesetzt Berge, einen Bund, dessen Programm gegen eine britische Aus- werden. werden. Was mag den beiden Rekruten wohl im einzelnen zu ihren verhängnisvollen Schritten Anlaß gegeben haben? prüfen. Es soll dadurch eine lebertretung der Geseze, welche den Trusts den Handel in andren Staaten der Union, als in denjenigen, in welchen sie ihren Siz haben, verhütet und einer unangemessenen Steigerung der Preise durch die Trusts vorgebeugt werden. Die Bill wurde einer Sonderkommission überwiesen. 7 Uhr früh hinaus dauerte. lassen. 27 " Gegen die Trusts. Um dem vielen Gerede gegen die Auswüchse Zum Ankauf der Straßenbahn hat der Stadtrat von Karls Jund drollige Satire auf manche Auswüchse unsres Familienlebens der Trusts endlich so etwas wie eine That folgen zu lassen und ruhe dem Bürgerausschuß eine Vorlage unterbreitet. Der Preis ganz besonders gelobt. Ohne sein Zuthun hatte der Verlag des zugleich den Demokraten den Wind aus den Segeln zu nehmen, soll 2 681 250 M. betragen und die Schulden von 3 360 000 M. sollen Buches diese so günstige Kritik als Reklamemittel benutzt und den haben mehrere Mitglieder der republikanischen Partei dem Kongreß mit übernommen werden. ganzen Artikel mit Namensunterschrift in einer Beilage des der Vereinigten Staaten eine von ihnen entworfene Bill über die Deffentlichkeitspflicht der Trusts( Trust Publicity es sich in einem Brozeſſe, der beim Gewerbegericht schwebte. Für neingeweihte leicht glauben konnte, es handle sich um einen Um die Berechnung der Nachtarbeit im Maurergewerbe handelte Kladderadatsch" in einer Form als Inserat veröffentlicht, daß der Bill) eingereicht. Die Bill Bill folgt den Anregungen des Artikel des„ Kladderadatsch". Dr. Lehmann veranlaßte darauf Präsidenten Roosevelt und bezweckt, den Regierungsinspektoren freien Nachtarbeit ist nach dem Tarif ein Lohnzuschlag von 15 Pf. pro eine Mitteilung im Brieffasten des des„ Kladderadatsch" des Einblick in die Bücher aller Trusts zu verschaffen und sie in den Stunde zu zahlen. Der Kläger hatte nun viermal nachts gearbeitet, Inhalts, daß er mit jenem Inserat Stand zu setzen, den Betrieb aller öffentlichen Gesellschaften zu weit um 12 Uhr nachts beginnen fönnen, die gewöhnlich über thun habe wegen besonderer örtlicher Verhältnisse aber immer erst mit der nicht das mindeste zu und fein Artikel ohne fein Wissen dazu benutzt worden sei. Durch eine Mitteilung Der Beklagte wollte erstens nur die aus Mainz wirkliche Arbeitszeit bezahlen, wenn die Schichtdauer von 9 Stunden wurde nun Dr. Fr. Lange darauf aufmerkſam gemacht, daß dieſe nicht erreicht worden war, und dann wollte er als höher zu ent- Dr. Lange besprach dann seinerseits das Buch„ Willys Werdegang" günstige Kritik von einem Manne jüdischen Glaubens herrühre. lohnende Nachtarbeit mir die Arbeit bis 6 Uhr morgens gelten in einer litterarischen Beilage der Deutschen Zeitung" und zwar in Der Kläger beanspruchte jedoch, daß ihm mindestens Ueber die Lage des englischen Eisenmarktes wird dem„ Berliner 341 Stunden Nachtarbeit angerechnet und der Lohnzuschlag für jede äußerst abfälligem Sinne, wobei er gleichzeitig gegen die günstige Börsen- Courier" berichtet, daß in den letzten Wochen größere Exporte Stunde gezahlt werde. Kritik des Dr. Lehmann energisch Front machte. Er sprach nach den Vereinigten Staaten stattgefunden haben. In Notterdam darin von anonymer Schandlitteratur"," schamloser Frechheit", Die Kammer 3 des Berliner Gewerbegerichts verurteilte den werden 3000 Tonnen deutsches Bessemereisen nach New- Orleans ver- Beklagten Räder, an den Kläger noch 2,90 M. zu zahlen. Be- aufdringlichem Hebräertum",„ jüdischer Unverschämtheit", von laden. Die amerikanische Nachfrage hat indes in den letzten Wochen gründend wurde ausgeführt: Durch die Betveisaufnahme sei feſt das Wert, welches sich erdreifte, frivole Angriffe auf das specifischeinem ,, Litteraten, der Unflat verbreitet", und nannte beträchtlich abgenommen, und die neuerlichen Käufe von Roheisen umgestellt, daß nach dem Tarif gearbeitet werden solle und daß nicht faffen nur geringe Quanten. Für Stahl ist noch amerikanische Nach- gesagt worden sei, die Arbeit solle morgens nur bis 7 Uhr dauern. christliche Familienleben zu richten, platt, gemein und wiklos. Er frage vorhanden, wenn auch nicht in großem Umfange, abgesehen von Nach dem Tarif betrügen nun die Arbeitsschichten 9 Stunden und Kritiker mit dem Verfasser identisch sei oder aber diesem sehr nahe meinte ferner, man könnte zu der Vermutung kommen, daß der Stahlschienen, für welche die Nachfrage noch bedeutend ist. Die nach den Verhandlungen beim Abschluß des Tarifs feien die Pardeutschen Knüppel- und Luppen- Produzenten haben fürzlich ihre teien davon ausgegangen, daß Nachtschichten, die nicht gleich abends ſtehe, die Kritik weiſe deutlich auf das jüdische Neſt hin, dem sie entPreise etwas erhöht, und zwar für Zuppen von 73 Schilling auf begonnen würden, sondern erst in der Nacht, als volle Nachtschichten stamme 2c. 2c.. Darauf strengte Dr. Lehmann durch Rechts74 Schilling und für Knüppel von 75 Schilling auf 76 Schilling. von 9 Stunden gerechnet werden sollen. Daraus ergebe sich das anwalt Frankfurter die Privatklage an, Dr. Lange ließ Es ist, da nur geringe Nachfrage besteht, wenig Hoffnung vorhanden, Urteil. fich durch Rechtsanwalt Jansen Jansen verteidigen. Klägerischerdaß die Preise auf dem englischen Eisenmarkte in nächster Zeit eine Gemeindepolitik in West Ham. London, 6. Dezember. Die nicht eine Satire auf das specifisch christliche Familienleben feits wurde ausgeführt, daß Willys Werdegang" absolut Besserung erfahren werden. Der starte ausländische Wettbewerb Arbeitslosigkeit in England ist in fortwährender Zunahme begriffen. darstelle, sondern ganz im allgemeinen hinter die Coulissen unfres übt auf die Preise einen ungünstigen Einfluß aus, und die Nun hat auch der Winter ziemlich scharf eingefeßt, die öffentlichen heutigen Familienlebens leuchte. Wenn der Angeklagte den Verdacht Produzenten versichern, daß es ihnen unter den wärtigen Umständen unmöglich ist, mit Gewinn zu arbeiten. Resehallen find voll von armen Leuten, die Wohlthätigkeitsanstalten ausspreche, daß Kritiker und Verfasser ein und dieselbe Persönlichkeit Bedeutende Ordres sind in den letzten Tagen für rollendes Material boll von Hilfefuchenden, aber nur wenige Municipalitäten ergreifen sei oder daß der Kritiker dem Verfasser nahe stehe, so sei dies die schwerste aus Südafrika gekommen. Ein Auftrag auf 60 Lokomotiven ist bei Maßregeln, um den Arbeitslosen in würdiger Weise beizustehen. Eine Beleidigung, die einem Schriftsteller zugefügt werden könne. schottischen Werken placiert, und eine beträchtliche Anzahl von Güter- von diesen Municipalitäten ist West Ham, wo mindestens 15 000 Ar- Angeklagte machte den Schutz des§ 193 für sich geltend. Nachdem wagen 2c. ist den Werken in Midland zuerteilt worden. beiter außer Beschäftigung sind. Die reformfeindlichen Stadträte er erfahren, daß die so überaus günstige Kritik von einem wollten 2000 Pfd. Sterl. auf Suppenküchen und andre Bettelei auswerfen. Diesem Antrage widersetzten sich die socialistischen Stadt gelesen, sei es ihm nicht zweifelhaft gewesen, daß das nach jüdischen Manne herrühre und nachdem er das Buch selbst verordneten. Sie verlangten, daß 10 000 Pfd. Sterl. für Notstands seinen Begriffen durch und durch gemeine Buch eine Perfiflage arbeiten bewilligt würden. Ihre Argumente machten Eindruck und auf das christliche Familienleben darstellen sollte. Darauf der Stadtrat folgte dem socialistischen Vorschlage. weise auch die Thatsache hin, daß in dem Gedicht„ Der AbiturientenDie mechanischen Kräfte in der amerikanischen Judufirie. Nach bummel" viermal die Redewendung wiederkehrt: dem kürzlich ausgegebenen Censusbericht von 1900 wurden in der seine erlauchten Ahnen an den Ufern des Rheins, die alten amerikanischen Industrie( nur in gewerblichen Betrieben, mit Aus- Germanen". Das ganze Buch sei der Versuch, auf Kosten dessen, Die Tischler Magdeburgs, welche jahrelang um geregelte Arbeits- schluß der Bahnen, Lichtanlagen und ähnlichem) in 169409 Betrieben was den christlichen Deutschen heilig sei, die jüdische Gesellschaft zur Berhältnisse gekämpft und endlich im Jahre 1900 durch beiderseitige Kraftmaschinen mit einer Gesamtleistung von 11 300 081 Pferde- Schadenfreude einzuladen. Er habe mur fein Recht, ein schlechtes Lohnkommissionen einen Tarif festlegten, stehen augenblicklich vor fräften verwendet gegen 2346 142 im Jahre 1870. Die Steigerung Buch abfällig zu kritisieren ausgeübt, ohne den günstigen Stritiker einem bedeutsamen Wendepunkt. Durch die Auflösung der Tischler- der Anzahl der Pferdekräfte von Jahrzehnt zu Jahrzehnt betrug: des Buches persönlich beleidigen zu wollen. Die in der Klage anZwangsinnung geht auch der Tarif am 1. Januar 1903 seiner Auf- Von 1870 zu 1880: 45,4 roz.; 1880 zu 1890: 74,6 Proz.; 1890 gezogenen scharfen Ausdrüde gälten nur dem Buche. Der GerichtsTöfung entgegen. Um nun zu verhüten, daß das neue Jahr mit fort- au 1900: 89,8 Proz. Also progressives Wachstum von Jahrzehnt hof berurteilte deshalb den Angeklagten zu 50 M. Geldstrafe event. währenden Kämpfen zwischen Gesellen und Meistern beginnt, ist eine zu Jahrzehnt. 10 Tagen Gefängnis und sprach dem Privatkläger die PublikationsVerlängerung des Tarifs mit der Freien Vereinigung der Tischler- Nach einzelnen Industriegruppen betrachtet, steht heute die Eisen- befugnis zu. meister geplant. Diese Meisterorganisation ist zur Teilnahme an und Stahlproduktion an der Spize mit 1 670 547 Pferdekräften, einer Versammlung der Gesellen, in welcher die Tarifangelegenheit während sie 1890 noch an dritter Stelle stand; sie hat ihre Pferdebesprochen werden sollte, eingeladen worden, sie hat aber die Ein- fräfte seit 1870 verzehnfacht. Ihr folgt Bau- und Nusholzherrichtung ladung abgelehnt. Es hat demnach den Anschein, als ob die Tischler mit 1613 747 Pferdekräften, Mühlenprodukte mit 1016 859 Pferdemeister von einer gütlichen Regelung dieser Angelegenheit nichts fräften, Baumwollwaren mit 811 347 Pferdelräften, Papier und wissen wollen, um freie Hand zu behalten für eine Verschlechternng Holzstoff- Fabrikation mit 764 847 Pferdefräften usw. Die letztere der Arbeitsverhältniffe. Somit ist es nicht ausgeschlossen, daß die hat die Anzahl ihrer Pferdekräfte seit 1870 fast vervierzehnfacht. betreffenden Arbeiter um die Erhaltnng ihres Tarifs tämpfen Bemerkenswert ist noch die Anzahl von 77 189 Pferdekräften bei der Herstellung landwirtschaftlicher Geräte. Berliner Bockbrauerei. Nach Abschreibungen in Höhe von 230 393 M. ergiebt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Reingewinn von 490 898 M., aus dem 8 Proz. Divende gezahlt werden. müffen. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Verfammlungen. Der Der Vorsitzende des Fachvereins der Tischler, Genosse Hürtler, ersucht uns, mit Bezug auf den in Nr. 284 des„ Vorwärts" enthaltenen Bericht über eine öffentliche Tischlerversammlung folgendes haltenen Bericht über eine öffentliche Tischlerversammlung folgendes aufzunehmen:" Die Versammlung befaßte fich mit den Vorgängen bei Alb. Schulz, tvo 5 Kollegen, die im Streik waren, jetzt wieder angefangen haben. In der Diskussion wurde festgestellt, daß der zurückgezogen hat, aber keineswegs die Sperre aufgehoben, der HolzFachberein nach vierzehnwöchentlicher Dauer die Sperre- Annoncen arbeiter- Verband aber öffentlich weiter gesperrt hat." Der Maurerſtreit in Rostock ist durch Beschluß der dortigen Lohnarbeiter und der Pferdekräfte, die für die einzelnen IndustrieInteressant ist auch einer Vergleichung zwischen der Anzahl der Verbandszahlstelle auf Antrag des Verbandsvorstandes als been det erklärt worden. Eine Weiterführung des Kampfes schien angesichts gruppen und die 4 zehnjährigen Zählungsperioden gegeben wird. Eine Weiterführung des Kampfes schien angesichts wie sich aus der Natur des Gewerbes ergiebt, ist die Anzahl der In Groß- Lichterfelde fand am Sonntag eine öffentliche Geder augenblicklichen Witterungsverhältnisse aussichtslos. Es wird befüchtet, daß die Unternehmer jetzt Maßregelungen einzelner der Pferdekräfte im Verhältnis zur Zahl der Lohnarbeiter am größten iverkschaftsversammlung statt, um zu den Gewerbegerichtsbefüchtet, daß die Unternehmer jetzt Maßregelungen einzelner der bei den Mühlenprodukten. Hier famen schon 1870 auf einen Lohn Wahlen Stellung zu nehmen. Nach einem instruktiven Vortrag am Streit beteiligt geweſenen Maurer vornehmen könnten und arbeiter 9,9 Pferdekräfte, aber 1900 waren es deren 27,4, also beinahe des Genossen Weiker über:„ Die Bedeutung der Gewerbegerichte deshalb ersucht, den Zuzug auch weiterhin fernzuhalten. eine Verdreifachung der mechanischen Kräfte, gegenüber der menschlichen und die Aufgaben der Gewerbegerichts- Beisiger" wurden zivölf Stan Arbeitskraft, wobei immer noch zu bedenken ist, daß hierbei die sicher didaten, für jeden der beiden Bezirke ſechs, gewählt, die an andrer auch größer gewordene Leistungsfähigkeit der Arbeitsmaschinen nicht Stelle unsrer heutigen Nummer namentlich aufgeführt sind. Die berücksichtigt werden fann. Diskussion war eine sehr lebhafte und bezog sich namentlich auf die In der Papierfabrikation famen 1870 auf einen Lohnarbeiter Streichung von ca. 150 Wählern aus der Wahlliste, deren Be3 Pferdekräfte, 1900 aber 15,4, das ist eine starke Verfünffachung rechtigung sehr fraglich ist. der mechanischen Kräfte im Verhältnis zur Menschenarbeit. Die Die Arbeitgeber haben einen Kaufmann Grothe als BeiEisen- und Stahlproduktion zeigt eine Steigerung der Pferdekräfte fiber- Kandidaten proklamiert; dessen Wahl dürfte aber auf Grund bon 2,2 im Jahre 1870 auf 7,4 im Jahre 1900 per Lohnarbeiter. gefeßlicher Bestimmungen für ungültig erklärt werden. In der Baumwollindustrie werden per Arbeiter 2,7 Pferdekräfte Gewerbegerichts- Wahlen. Bei den Wahlen für die ArbeitgeberBeifizer am Gewerbegericht zu München wurden für die Liste der Unternehmer- Verbände 1807( 1899: 1954) und für die der focialdemokratischen Partei 683( 1899: 576) Stimmen abgegeben. Da nach dem Proportionalverfahren gewählt wurde, so erhält unsre Partei von den 60 zu wählenden Beisigern 17. Ausland. Vom Streit der Seeleute in Marseille. Die ausständigen Matrosen hielten am Sonntag eine Versammlung ab. Seitens der Streiffomniffion wurde erklärt, daß, falls im Laufe des Montag angewandt. Auch alle andern Induſtriegruppen zeigen eine be- Letzte Nachrichten und Depeschen. eine Antwort der Reeder nicht einginge, der allgemeine Ausstand in deutende Steigerung der Anwendung mechanischer Arbeitskräfte allen französischen Häfen verfügt werden würde. Die Bedingungen gegenüber der menschlichen Arbeitskraft und deuten damit eine und das letzte Ultimatum würden den Reedern übermittelt werden. gewaltige Steigerung der Leistungsfähigkeit der amerikanischen Das Maschinenpersonal der Handelsdampfer hat sich den Forde- Industrie an. rungen der Seeleute in der neuen Fassung mit geringen Abänderungen angeschlossen. Aus der Frauenbewegung. Der Sekretär der ausständigen Seeleute Neveilli hat Montag vormittag an mehrere Syndikate der eingeschriebenen Seeleute, Eine Assistentin bei der Fabrikinspektion ist jetzt in Reuß f. 2. u. a. in Cannes, Cette, La Seyne, Bordeaux, Nantes, Havre und angestellt worden. Es ist ein Fräulein Schröder. Ueber ihre bisDünfirchen, telegraphisch das Ersuchen gerichtet, sich unverzüg- herige Thätigkeit ist unfrem Geraer Parteiblatt noch nichts bekannt. lich dem Ausstande anzuschließen. Die Antwort der Breslauer Arbeiter. Breslau, 8. Dezember.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Versammlung, in der die Breslauer Arbeiter ihr treues Festhalten an der Socialdemokratie demonstrieren wollten, wurde aufgelöst. Der Andrang tvar ungeheuer. Auf Dienstag ist eine neue Versammlung einberufen. „ Ehrlose Menschen". Auf das bei der Effen a. d. Ruhr, 8. Dezember.( W. T. B.) Das Frauenwahlrecht in Schweden. Eine Deputation der VerEin Ausstand der Apothekergehilfen ist in Galizien ausgebrochen. einigung für politisches Wahlrecht der Frauen" interpellierte dieser gestrigen Gedächtnisfeier der Angehörigen des Kruppschen Werkes in In Lemberg streifen 100, in Stratau 40 Apothekergehilfen. In Tage den Staatsminister Boström sowie den Justizminister Berger Essen für F. A. Krupp an den Staiser gesandte Telegramm ist heute Brzemysl und in andren galizischen Städten haben die Apotheker- über den Antrag der Vereinigung: bei den Arbeiten für die Wahl- folgendes Antwort- Telegramm eingelaufen: Potsdam, Neues Palais, den 8. Dezember. gehilfen ebenfalls die Arbeit niedergelegt. rechtsreform möge auf die Einführung des Frauenwahlrechts RüdDen Beamten und Arbeitern der Kruppschen Werte, Die Herrenkonfektionsschneider in Wien haben an die Stüd ficht genommen werden. Die Minister zeigten aber wenig Entgegens welche zur Feier des Gedächtnisses des verewigten Herrn Imeister folgende Forderung gerichtet: 1. Einführung der elfstündigen kommen. Boström erklärte, der Antrag sei im Staatsrat noch nicht Arbeitszeit( unbeschadet einer etwa bereits bestehenden türzeren zum Vortrag gekommen, und gab der Deputation den Rat, dafür zu Krupp versammelt gewesen sind, danke ich von ganzem und das Herzen für das Gelöbnis univandelbarer Treue Arbeitszeit). 2. Abschaffung des Logis beim Meister und Ents forgen, daß die Frauen mehr als bisher von dem kommunalen Wahlschädigung dafür in Geld. 3. Einführung von festen Lohntarifen recht, das fie feit bald 40 Jahren besäßen, Gebrauch machten. Der Versprechen, das Andenken des Verstorbenen in Ehren erfür die nach Stück arbeitenden Gehilfen. 4. Aufbesserung der gegen- Justizminister aber sagte geradezu, die Regierung habe ihren Enthalten und in seinem Sinne für das Gedeihen der Werke wärtigen Stüd- und Wochenlöhne um 20 Proz. 5. Strifte Ein- wurf zur Wahlrechtsreform schon fertig und der gelte nur für weiter arbeiten zu wollen. Wenn Beamte und Arbeiter haltung der Sonntagsruhe. Männer; sie könne fich jest nicht auf eine so weitläufige Sache wie ihrem unvergeßlichen Chef Treue halten, so ist dieses die beste das Frauenwahlrecht einlaſſen. Abwehr gegen die Angriffe, welche ehrlose Menschen gegen den Berewigten gerichtet haben, und die giftigen Pfeile, die von ihnen geschleudert, werden auf sie zurückspringen. Wilhelm. I. R. Die Kellner Kopenhagens haben am Freitag beschlossen, den Streit im Eith Konzertfal" aufrecht zu erhalten. Im übrigen foll vorläufig von weiteren Maßnahmen abgesehen, und zunächst an einem besseren Ausbau der Organisation gearbeitet werden. Ferner wurde beschlossen, eine Streiffaffe zu gründen. Die„ Aufwärter und Diener- Vereinigung von 1866", die fürzlich ihre Vertreter aus dem gemeinsamen Ausschuß zurückgezogen hat, wurde als eine Organisation gekennzeichnet, die nicht mehr die Interessen der Fachgenossen wahrnimmt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Erster Wahlkreis. Mittwochabend 8% Uhr außerordentliche Generalversammlung bei Dräsel, Neue Friedrichstr. 35. Tagesordnung: 1. Erhöhung der Beiträge. 2. Vortrag des Genoffen Dr. Bernstein über:" Kommunale Reform". In dieser Versammlung werden die Parteitags- Protokolle für 20 Pf. an die Mitglieder verausgabt. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Der Vorstand. Bochum, 8. Dezember.( W. T. B.) Auf das gestrige von der Belegschaft der Zechen" Hannibal" und" Hannover" an den Kaiser gerichtete Telegramm ist folgende Antwort eingelaufen: Neues Palais, Montag, 8. Dezember. Herrn Kleinhardt in Hordel. Den zu einer Gedächtnisfeier für ihren verewigten Chef versammelt gewesenen Belegschaften der Zechen Hannover" und" Hannibal" spreche ich meinen Dank für das GeLöbnis der Treue und Hingebung aus. Ich vertraue der Ehrenhaftigkeit der deutschen Arbeiter, daß sie fortan jede Gemeinschaft mit den Leuten abbrechen werden, welche durch schamlose Angriffe einen ehrenhaften deutschen Mann geopfert haben. Wilhelm. I. R. Lohnbewegung der Straßenbahner in Kopenhagen. Am 1. Januar 1903 läuft das Uebereinkommen über die Lohn- und ArbeitsTreptow- Baumschufenweg. Heute, Dienstagabend 8½ Uhr findet bedingungen der Straßenbahn- Angestellten in Kopenhagen und der Nachbarstadt Frederiksberg ab. Bis jetzt ist es der Organisation in Adermanns Festsaal eine Boltsversammlung statt, in welcher Ge der Angestellten nicht gelungen, einen neuen annehmbaren Vertrag noffe A. v. Elm über Brotwucher- Parteien, Freifinnige Boltspartei mit den beiden in Betracht kommenden Gesellschaften abzuschließen. und Socialdemokratie im Reichstage" referieren wird. Außerdem Die Hauptforderung, die 60 stündige Arbeitswoche, wurde abgelehnt Bericht und Neuwahl der weiblichen Vertrauensperson. und dagegen nur eine ganz geringe Verkürzung der jetzt bis über Ober- Schöneweide. Morgen, Mittwoch 81% Uhr findet bei StaufZurüdzichung der Truppen aus Shanghai. 64 Stunden betragenden Arbeitszeit zugestanden. Die Straßenbahner holt, Wilhelminenhofstraße 18 die Versammlung des Wahl- London, 8. Dezember.( W. T. B.) Unterhaus. Saffoon( f.) in Kopenhagen haben beschlossen, nochmals einen Versuch, die An- vereins statt. Genosse Davidsohn hält einen Vortrag:" Die fragt an, ob die Regierung in Anbetracht der Thatsache, daß Deutschgelegenheit durch Berhandlung zu regeln, zu machen; schlägt das englische Revolution". An der Versammlung können auch Frauen land kein Datum für die Zurückziehung der deutschen Garnison fehl, wird die Gemeindevertretung entscheiden, der laut Kontrakt teilnehmen. Gäste haben Zutritt. das Recht zusteht, über die Arbeitszeit der Straßenbahn- Angestellten zu bestimmen. Sociales. Gerichts- Zeitung. aus Shanghai festgesetzt habe, die Zweckmäßigkeit einer Widerrufung der Zurückziehung der englischen Truppen ins Auge faffen wolle, bis der Entschluß der deutschen Regierung bekannt gegeben sei. Ein häßlich germanischer Don Quichote. Willys Werdegang" Cranborne erwidert, die englische Garnison hat Befehl ervon Rideamus, diese auf dem Ueberbrettl zum Vortrag gebrachten halten, am 20. Dezember abzuziehen. Die englische Regierung Kein Geld zum Schuße der Eisenbahnprofetarier. Der Erfinder humoristisch- fatirischen Scenen aus dem Familienleben beschäftigten ist von der deutschen Regierung benachrichtigt worden, daß die deutschen einer selbstthätigen Wagenkuppelung, die von der ruffischen Regierung gestern das hiesige Schöffengericht in einer Privatflage des Schrift Streitkräfte am 20. Dezember oder wenn das nicht möglich sein bereits in Benutzung genommen worden ist, hat seine Erfindung auch ftellers Dr. John Lehmann, Verlegers der Breslauer Zeitung", follte, dann am Anfange des Januar zurückgezogen werden würden. der fächsischen Staatsbahn angeboten. Wie der Sächsischen gegen den Herausgeber der Deutschen Zeitung", Dr. Friedr. Lange. Arbeiterzeitung" mitgeteilt wird, hat er von dieser Berwaltung ben Der Kläger hatte in der Breslauer Beitung" ein Feuilleton über Paris, 8. Dezember.( W. T. B.) ( W. T. B) Da die Bädermeister den Bescheid bekommen, daß dafür keine Mittel vorhanden das Buch von Rideamus veröffentlicht, einige Proben aus dem In- Gehilfen fleine Zugeständnisse gemacht haben, hält man die Gefahr find. halt mitgeteilt und das Werk selbst als cine gelungene des Ausstandes für beseitigt. Berantwortl. Redaffeur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Bgdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. " PT. Mr. 287. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Provinzialkonferenz des Zimmerer- Verbandes. Eine Konferenz des Central- Verbandes der Zimmerer Deutsch lands für die Zahlstellen der Provinz Brandenburg tagte am Sonntag im Gewerkschaftshause. Auf der Tagesordnung stand: Bericht erstattung der Agitationskommission über ihre Thätigkeit. Unfre Lohnkämpfe. Agitation und Organisation. Vertreten waren 72 Zahl stellen durch 81 Delegierte. Außerdem war die Agitationskommission durch 4 Delegierte, der Ausschuß durch Stehr und der Hauptvorstand durch Bringmann vertreten. Die Konferenz wurde namens der Agitationskommission von W. Kube eröffnet, mit dem Hinweis auf die derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Verhältniffe, die es der Arbeiterschaft zur Pflicht machen, mehr wie je auf dem Posten zu sein, um den vollsfeindlichen Bestrebungen der Arbeiterfeinde energisch entgegenzutreten. Dienstag, 9. Dezember 1902. hier noch eine sehr rege Thätigkeit erforderlich ist. Die Agitations gegenüber den Arbeitern, die es notwendig gemacht, daß das Vorfommission konnte den an sie gestellten Anforderungen auch nicht gehen der Unternehmerorganisation sehr aufmertiam beobachtet wird, immer genügen, weil die einzelnen Personen in der Berliner Zahl- um dementsprechend auch geeignete Maßnahmen treffen zu können. stelle vollauf beschäftigt sind, und sich nicht, wie notwendig, zur Bei den zukünftigen Lohnbetvegungen tommt es nicht mehr lediglich Agitation in der Provinz zur Verfügung stellen konnten. Troßdem auf die örtlichen Verhältnisse an, sondern auf die allgemeine Lage wurden von der Kommission im Jahre 1900 139, im Jahre 1901 im Beruf und namentlich wird es darauf ankommen, eine Tattit insgesamt 114, im Jahre 1902 insgesamt 151 Reisen bezw. Ver- einzuschlagen, die der derzeitigen Situation entspricht. Zweifellos sammlungen veranstaltet. werden sich in Zukunft die pfe viel schwieriger und härter ge= Dem Bericht folgte eine lange Diskussion in der die Delegierten stalten; aber deshalb darf man denselben nicht aus dem Wege gehen, über die örtlichen Verhältnisse berichteten, wobei sie auf das Vor- sondern der Kampf muß aufgenommen und nach jeder Richtung hin gehen der Unternehmer hinwiesen, die alle Mittel anwenden, um die wohl überlegt und zielbewußt durchgeführt werden. Wenn so die Arbeiter und namentlich die Organisation niederzuhalten. Alle Stämpfe geführt werden und die Arbeiter durch einheitliches Vorgehen ihre Redner waren sich darüber einig, daß in Zukunft viel intensiver ge- Macht beweisen, so werden schließlich die Unternehmer zur Anerkenning arbeitet und geeignete Einrichtungen geschaffen werden müßten, um der Arbeiterorganisation gezwungen und veranlaßt, bei der Festdie Organisation besser vorwärts zu bringen. Schließlich wurde, fegung der Lohn- und Arbeitsbedingungen die Arbeiter beziv. deren nachdem mehrere Delegierte und auch der Vertreter des Haupt- Organisationen als gleichberechtigten Fattor zu respektieren. vorstandes sich dafür ausgesprochen hatte, einstimmig folgender An- derselben Weise äußerten sich alle übrigen Redner; auch sie gaben In trag beschlossen: der Meinung Ausdruck, daß alle Kämpfe nur mit aller Vorsicht, aber auch mit aller Energie geführt werden müssen. Nachdem der Vorsigende ebenfalls noch zurregen Thätigkeit im Intereffe des Verbandes aufgefordert hatte, wurde die Konferenz geschlossen. " „ Um die Agitation in der Provinz Brandenburg wirksamer zu gestalten, spricht die heutige Stonferenz den Wunsch aus, der Centralvorstand möge dafür Sorge tragen, daß in Zukunft eine Person gewonnen wird, welche im Interesse der Bewegung in der Proving thätig ist und den Zahlstellen in jeder Beziehung mit Rat und Thai zur Seite steht." thätigt Als ständiger Agitator für die Provinz Brandenburg im Sinne des Antrags wurde von der Konferenz& nüpfer- Berlin in Vorschlag gebracht. Sodann wurde der Agitationskommission einstimmig Decharge erteilt. " Eingelaufene Druckschriften. Bon der Nenen Zeit"( Stuttgart, Dich' Verlag) ist soeben das 10. Seit des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Hestes heben wir hervor: Neue Stämpfe, neue Siege. Ueber die Anfänge der Lehre vom Klaffenlampf. Bon Georg Bledjanow.( Schluß.) Björnstjerne Björnson. Bon Franz Diederich. Socialismus und Anarchismus in Spanien. Von Heinrich Cunow. S. J. Rousseau und Henriette. Dem Bericht über die Thätigkeit der Agitations Lommission, den W. Kube erstattete, war zu entnehmen, daß die außerordentlich günstige wirtschaftliche Sonjunktur, die noch bei der legten Konferenz im März 1900 herrschte, inzwischen ganz wesentlich zurüdgegangen, wenn auch eine Depression in dem Maße, ivie in andren Industrien, bisher nicht in Erscheinung getreten ist. In verschiedenen Orten der Provinz ist sogar gegenwärtig die Bauthätigkeit eine sehr rege. Demzufolge waren auch die Lohnbewegungen ziemlich zahlreich. Der Lohn ist in den letzten Jahren durchschnittlich un ca. 9 Pf. pro Stunde gestiegen und während im Jahre 1898 noch in 22 Orten unter 30 Pf. Stundenlohn bezahlt wurden, ist dies zur Zeit nur noch in 17 Orten der Fall. Die Lohnbewegungen sind teilweise für die Arbeiter günstig verlaufen, Hierauf referierte Bringmann über die Einführung in einigen Orten sind die Lohn- und Arbeitsbedingungen vertraglich einer einheitlichen Beitragsmarte. Er verwies darauf, Litterarische Rundschau: Jahresbericht über die Fortschritte und Leistungen geregelt worden, aber verschiedentlich wurde gar kein Erfolg erzielt, daß das bisherige System, nach dem für die Verbandsbeiträge und von Dr. med. A. Grotjahn und Dr. phil.. Striegel. Dr. Julius Bunzel, auf dem Gebiet der socialen Hygiene und Demographie. Herausgegeben Teils durch die Uncinigkeit der in Betracht kommenden Arbeiter, teils für den Zotalfonds besondere Marken geklebt werden, sehr viel Clubler mur Cociale mno wirtschaftspolitit Ungarns, Florentinischer Abendaber auch infolge von taktischen Fehlern und durch Verkennung der Schivierigkeiten und Unannehmlichkeiten verursacht hat. thatsächlichen Verhältnisse, welche für die Kämpfe maßgebend find. 11m traum. Erzählungen und Novellen von Ber Hallström. diefe Nebelstände zu beseitigen, empfiehlt der Hauptvorstand, den Die Neue Zeit" erscheint wödjentlich einmal und ist durch alle BuchNach der aufgenommenen Statistik betrug der Lohn 25 Pf. in Beitrag für den Central und für den Lotalfonds gemeinsam zu handlungen, Bostanstallen und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro 3 Drten, 27 Pf. in 3, 29 Pf. in 2, 30 Pf. in 9, 31 Vf. in 2, 33 Pf. erheben und durch eine Marte zu quittieren. Dieses Verfahren Quartal zu beziehen. In der Zeltungspreisliste der Boitanſtalten ist die in 1, 34 Pf. in 4, 35 Pf. in 5, 36 Pf. in 4, 37 f. in 1, 38 Bf. würde eine wesentliche Stärkung der Lokalkasse und damit des Neue Zeit unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post in 3, 40 Pf. in 8, 42 Pf. in 1, 44 Pf. in 2, 47 Pf. in 1, 48 B. Gefamtverbandes bedeuten, zumal dann alle Mitglieder zu ben nur pro Cuartal abonniert werden. Das einzelne Hejt koſtet 25 Pf. int 1, 50 f. in 2, 55 Pf. in 3, 571 Pf. in 3; 58. in 1. 59 Pf. gleichen Leistungen herangezogen werden können, und andrerseits Probemmmmern stehen federzeit zur Verfügung. in 1, 60 Pf. in 7 Drten. In ähnlicher Weise wie der Lohn ge- würde die notwendige Vereinfachung in der Stassenführung eintreten.( Arthur Sellier) München. Inhalt: Die Ausgabe von Hypotheken- PfandAnnalen des Deutschen Reiches. 1902 Nr. 12. Berlag J. Schweizer stiegen, ist auch eine Verkürzung der Arbeitszeit erzielt worden. Bringmann stellt in Aussicht, daß dann für einen bestimmten Zeit- briefen und die Hypotheken- Regliter nach dem Reichs- Hypotheken- Gesetz. Von Während im Jahre 1898 die Arbeitszeit in 22 Orten 11 Stunden, raum im Jahre, in welchem die Arbeitslosigkeit allgemein ist, Bei- Dr. Teidel- Wiesbaden. in 2 Drten 10% in 29 Drien 10, in 1 Drt 9½ und in 6 Orten träge nicht erhoben werden sollen. Die rechtlichen Grenzen der Gehorsamspflicht In der hierauf folgenden Dis- und die Verantwortlichkeit für auf Befehl begangene Handlungen. 9 Stunden betrug, wurde im Jahre 1901 nur in 3 Orten 11 Stunden, tussion befürworteten sämtliche Redner mit denselben Gründen wie Dr. jur. Paul Bauer. München. Aus den Gesetzesblättern. in 1 Ort 10%, in 50 Drten 10, in 2 Orten 9%, in 11 Orten 9 Stunden der Referent die Einführung der Einheitsmarte und wurde sodann cellen. Alphabetisches Gesamtregister für die Jahrgänge 1868-1900. gearbeitet. folgende Resolution einstimmig beschlossen: Bon der Illustrierten Romanbibliothek Jn Freien Stunden", Die Entwicklung des Verbandes war in den letzten Jahren Die Konferenz spricht sich für die Einführung der Einheitsmarke von der Buchhandlung Vorwärts in Wochenheiten zu 10 Bj. herauseine verhärtnismäßig günstige, wenn sie auch nicht allgemein be- aus, sie verpflichtet die anwesenden Delegierten, in diesem Sinne in gegeben, jind bis jetzt Deft 45 und 46 erschienen. Der mit prächtigen Beichnungen friedigte im Jahre 1897 waren in der Provinz Brandenburg den Zahlstellen zu wirken und dafür zu sorgen, daß zu der bevor- hat bei dem Referireis so reichen Beifall gesunden, daß wir wiederholt unsre Lejer geschmüdte Roman Die drei Musketiere" von Alexander Dumas 36 Zahlstellen vorhanden, denen 2370 Mitglieder, das ist 19,47 Broz. stehenden Generalversammlung volle delarheit in dieser Frage ge- auf diese Romanbibliothek aufmerksam machen konnten. Auch das„ Kleine der in Betracht kommenden Zimmerer angehörten. Im 2. Quartal schaffen wird." 1902 varen 73 Bahlstellen vorhanden, Feuilleton" bringt manch' wiffensiverten, belehrenden oder unterdenen 4905 Mit- leber 2ohnbewegung, Agitation und Organi haltenden Aufsatz und für die Erheiterung sorgen Wit und Scherz" glieder, das ist 40,13 Proz. der Zimmerer angehörten. Außerdem fation referierte Bringmann, der zunächst die geschichtliche oder„ Dies und Jenes". Jede Buchhandlung und jeder Kolporteur waren 1984 Zimmerer, 16,22 Broz. fokal organisiert, so daß in der Entwicklung der Arbeiterbewegung erörterte und sodann nachivies, nimmt Bestellungen entgegen. Broving insgesamt 6889 Zimmerer, das ist 56,35 Proz. organisiert daß sich die Verhältnisse sehr wesentlich geändert, indem sich das Zur Geschichte des Tapezierergewerbes und der Organisation jind. In den letzten 2 Jahren war die Steigerung der Mitglieder- Unternehmertum ebenso wie die Arbeiter, teilweise weit träftiger der deutschen Tapeziergehilfen. Herausgegeben vom Deutschen Tapezahl leider nur eine minimale und konnten nur geringe Fortschritte wie diese, organisiert hat, und zwar zu dem bestimmten Swed, sierer- Berband, bearbeitet von 6. Beder. verzeichnet werden. In mehreren Orten sind noch gar keine den Arbeitern die Lohn- und Arbeitsbedingungen zu octroieren, ihre deutschen Sattlergewerbe von Dr. Arthur Blaustein. Die Entstehung der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung im Organisationen vorhanden und namentlich in der Gegend von Organisationen zu zertrümmern und deren Bestrebungen auf Ver- 3. C. B. Mohr( Paul Ciebed) Tübingen und Leipzig. Preis 4,50 M. Verlag von Kottbus, Forst uſtv., sowie im nordwestlichen Teil der Provinz be- besserung ihrer Lage mit allen Mitteln illusorisch zu machen. Genossenschaftliche Volksbücher: Mr. 1. Unsee Englandreise. stehen außerordentlich ungünstige Organisationsverhälmiffe, so daß Der Redner beleuchtet die von den Unternehmern beliebte Taltit Hamburg. Großeintaufs- Gesellschaft deutscher Stonjumvereine. 20 Pf. Z " Waarenhaus Hermann Tietz Diese Woche: für Leipzigerstrasse 46-49- Krausenstrasse 46-40 Jarosl ligxdoo 2 Bücher Vorzugspreise. Gumpert, Gumpert, von brad Herzblättchens Zeitvertreib, 225 Bismarck- Dr. Paul Liman sta frühere Bände statt 6,00 à Bd. Töchter- Album, Märchenbücher Robinsonaden. 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Bolksstück mit Gesang in 5 Aften von Ludwig Anzengruber. Mittwoch abend 8 Uhr: Sappho. Donnerstagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Urania. Palast- Theater Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Thalia. Charley's Tante. Borher Frühlingstage an der Riviera. Cassis Pascha. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Jugendfreunde. = Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Pfarrer von Kirchfeld. Belle Alliance= Theater. H Schröderischen. Carl Weiß. Witwe Dalila, Luifen. Deborah. Die Casino. Der reiche Pustekoh!. Metropol. Die zwölf Frauen des Japhet. Apollo. Nafiris Hochzeit. Buntes Theater. Er und Sie. Theodor sucht Streichhölzer. Der Hund. Abergläubisch. Kleines. Rausch. Palaft. Der Dorfbarbier. Speciali täten. Trianon. Die Liebesschaukel. Passage Theater. = Specialitäten. Pajjage- Panoptikum.Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Frühlingstage an der Riviera. Im Hörsaal: Das Gold und die Edelmetalle. Invalidenstraße 57/62. geöffnet von 7-11 Uhr. Täglich Central- Theater Dienstag, 9. Dez., abends 7, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Aften von Hugo Felix. Morgen und folgende Tage: Madame Sherry. Mittwoch, 10. Dezember, nachmittags 4 1hr zu halben Breisen( jeder Erwachsene fann 1 Kind frei einführen): Schneeweißchen und Rosenrot. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Nass: Das Gold und die Edelmetalle. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Neu! das jüngste Wunder Afrikas eine schneeweisse Negerin von der Goldküste, 20 Jahre alt, weisse Haut, weisses Haar, hellgraue Augen, ein anthrop. Phänomen!! Neben der weissen d.schwarze Schwester: Beide von schwarzen Eltern!! Passage- Theater. Das Elite- WeihnachtsFest- Programm. Liane Leischner in ihrem Repertoire. Bajerri als Beethoven sensationelle musikalische Recitationen. Georg Kaiser prolongiert. Kinematograph: Krupps Leichenzug. 14 neue erstklassige Nummern. Belle- Alliance- Theater. Kleines Theater Gastspiel d. Münchener Ensembles Abends 8 Uhr: Die Schröderischen. Bürgerl. Volksstüc v. H. Schrottenbach. Morgen: Anno 48". At münchner Boffe mit Gesang in 3 Atten. ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Rausch. Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Das Riesen- Dezember- Programm. 8 Uhr: 8 Uhr: Der Dorfbarbier Oper.- Baudeville mit Gesang u. Zanz bon Gumbert. Folgende Nummern sind gänzlich neu: Soeurs Blanche, Gymn. Melangeaft. Charles Merino, Champion Equilibrist. Ylang You, Japanischer Gaufler. Mr. Montani, Dreffuraft. Anieta Koncewicz, Soubr. Diva. Schwestern Montani, DoppelDrahtseil. Miss Nebula, mysteriöser Lichtakt. Das Theater ist durchaus geheizt und mollig warm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. SteidlDranien burg. Thor Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. I Vorverkauf 40 Pf. 210 SteidlSänger. Entree 50 Bf. ( Fritz Steidl, Scheuerl, Müller, Lipart, Reising, Wehling, Corvinus, Haas und Munkel.) Neu: Am Weihnachtsabend. Lebensbild von Fris Steidl. Entree 50 Pf.( Borvert. 40 Pf.) bei Rühle, Friedrichstr. 115. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Jubiläums- Gastspiel Dir. B. Richter: Der reiche Puffekohl. 4 Dazu die neuen Specialitäten Stille Nacht. Anfang Wochent. 8, Sonnt. 7, Uhr. Buntes Theater ( Ueberbrett'l.) Vorwärts- Buchhandlung Linden- Strasse 69. Unsere seit Jahren mit der Expedition verbundene Sortiments- Buchhandlung des ,, Vorwärts" haben wir in unseren neuen Geschäftslokalitäten Lindenstr. 69 wesentlich erweitert In erster Linie pflegen wir nach wie vor unsere Parteiliteratur haben aber daneben ein reiches Lager und vervollständigt. sozialpolitischer und nationalökonomischer Schriften eingerichtet, ebenso eine grosse Auswahl der besten Werke aus dem Gebiete der Unterhaltungsliteratur, Romane, Klassiker in besseren und billigsten Ausgaben. 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Auftreten des Tiny Direttors Dill. Stadt- Theater. Residenz- Theater. Senders. Bokken Lasson. Alt- Moabit 47-49. Heute und folgende Zage: Bernh. Rose Theater. Enſemble. Seine Kammerzofe. Dienstag, den 9. Dezember: Wünsche und Träume. Zauberpoffe mit Gelang in 3 Aften von E. Jacobson und D. Girndt. Anfang 8 1hr. In Vorbereitung: Goldhärchen. Borstellung füe Kinder. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. Zum 503. Mal: Gant in brei Akten von Bilhaud ( Nelly Rozier.) und Hennequin. Hans Fredy. Emil Justitz. Lingen a. G. Carla Metropol- Theater. Zum 11. Apollo- Theater. Die zwölf Frauen Bon 8-9 Uhr: Specialitäten. Um 9 Uhr: Mit kolossalem Erfolg: Nakiri's Hochzeit Charleys Tante. Ausstattungs- Operette in 2 Aften Guido Thielscher als Charleys Tante. Anfang: Charleys Tante. 8%, Uhr. Vorher: Cassis Pascha. Anf. 71% Uhr. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, 13. Dez., nachmittags 3, Uba: Die Schneekönigin. Gonn tag, 14. Dezbr., nachmittags 3 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Luisen- Theater. Deborah. Anfang 8 Uhr. Borbert. 10-2 Kaffe, Invaliden, Künstlerdant u. Warenhäuser A. Wertheim. Morgen: Nobert und Bertram. bon P. Lincke. Im zweiten Bilde( 10%, Uhr): Der sensationelle Spiegeltrick. Im lezten Bilde( 10% Uhr): H. Harndins elektrisches Ballett. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Am 26. u. 28. Dez. sowie am 1. Januar 1903: Nachmittags- Vorstellung: Frau Luna. Ermäßigte Preise. Anfang 3 Uhr. Billet des Japhet. Vaudeville in 3 Akten von Mars u. Desvallières. Lieder und Text von Julius Freund. In Scene gesetzt v. Direktor Richard Schulz. Musik von Victor Holländer. Zwei grosse Balletts. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Hermann Haak. Flora Siding. Hansi Reichsberg. Frid- Frid. Junker- Schatz. Wini Grabitz. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Cirkus Busch. Dienstag, den 9. Dezember 1902, abends 7, Uhr: Dahomey. Neues Konzerthaus. Alexanderplatz( Grand Hôtel). Inhaber: Albert Mörner. Humoristischer Abend des Komponisten u. Kapellmeisters Herrn Jul. Einödshofer. Heute: Populäres Konzert. Entree 20 Pf. Anfang 8 Uhr. Im Februar und März 1903 ist der grosse Konzertsaal an einigen Tagen der Woche für Privatfestlichkeiten und Versammlungen zu haben. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fomie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Lieferant f. Drts- u.Hilfs- Krankenkaffen. Berlin C., 52362 Die Elefanten- Herde 30. finien- Straße 30. im Urwald- See. NB. Alle Bruchbänder mit elastischen Belotten, angenehm und weich am Störper. Königstadt- Casino. Rothe KreuzHolzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstfl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent.8, Sonntags 6 Uhr. VorwärtsBorderlauf für die Zeiertage täglic Deutsche Konzerthallen Buchhandlung bon 10-2 Uhr. Winter GAHEN Donnerstag: Anne- Liefe, Freitag: Vollständig Emilia Galotti. Anne- Liese. Trianon- Theater. Georgenstrasse, Spandauer Brücke 3 Theaterund Specialitäten. Vorstellung. Bochentags: Entree frei! Neues Programm. 5 Künstler. Geschwister Andersen, FussEquilibristinnen. Mizi- Gizi, Vortrags- Soubrette. Kapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Lindenstrasse No. 69. 233/8 Billige Klaffikerausgaben: Bürger, in Leinen, in Halbleder, Börne, in Leinen, in Halbleder, 1 Band 1,75 2,70 3 Bände 6, 9,50 zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die 3 Harveys, Drahtseilkünstler. Gratweils Bierhallen Chamiffo, in Reinen, 1 Band 1,76 Die Liebesschaukel. Stanley und Wilson, Amerikanisch. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Cirkus Schumann Gesangs- u. Instrumental- Akt. Eine Bojaren- Hochzeit, Russische Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Gesangs- und Tanz- Scenen. Täglich: Gr. Vorstellung. Die Barowskys, HumoristischGymnastische Produktion. Perzina's dressierte Affen. Mason und Forbes, Excentrics. Dienstag, den 9. Dezember, Udel- Quartett. abends 7, Uhr: Das grosse amüsante Dezember- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Jeb. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch in Halbleder, 2,70 Eichendorff, in Leinen, 2 Bände 3,50 Gaudy, in Leinen, 1 Band 1,50 Goethe, in Leinen, 4 Bände 6, 6 Seine, in Leinen, in Halbleder, 4 Hoffmann, in Leinen, 4 Kleist, in Leinen, Körner, in Leinen, Grosse Vorstellung. in Steig's Motor- und Byciele- Rennen. Eugenie Fougère, franz. ExcentricCatherine Bartho, Riesen- Programm Pariser Luft, 12 Nummern. 9% Uhr: Looping the Loop. 9% Uhr: Die beliebte Pantomime: Die lustigen Heidelberger. ,, Biograph". Tänzerin. BallettDivertissement. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Bum 1. Mal, ganz neu! Unterm Weihnachtsbaum. Charakterbild mit Gesang. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. nach der Vorstellung: TANZ. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestaffe 11-1, Uhr. 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Bericht des Vorstandes, Kassenbericht, Bericht der Lokal, Agitations- und wir uns zur Durchführung des 70 Pf.- Stundenlohnes? 4. Verschiedenes. Breßkommission. 2. Neuwahl des Vorstandes und der Kommissionen. 3. Antrag der Bezirksführer auf Erhöhung des Beitrages. 4. Antrag Philippsohn betreffend Beschlüsse der Bezirksführer. 256/ 2* Socialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 10. Dezember, abends 8%, Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung bei Dräsel, Neue Friedrichstr. 35. Tages- Ordnung: 1. Antrag des Vorstandes auf Erhöhung der Beiträge und Abänderung des§ 4 des Statuts. 2. Vortrag des Genossen Dr. Bernstein über: „ Kommunale Reform". 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. In dieser Versammlung werden die Parteitags- Protokolle für 20 Bf. an die Mitglieder verausgabt. Zahlreiches Erscheinen erwartet[ 236/15] Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Der Vorstand. Albert Rosenhains moderne Doppelkette 130/11 1. Vortrag des Kollegen Fischer über: Die Geschichte der Erde". 2. Diskussion. 3. Wie stellen Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Stollegen, pünktlich zu erscheinen. Orts- Krankenkaffe er Mechaniker, Optiker Der Vorstand. der Mechaniker, 6ptiker Vorwärts- Buchhandlung und verw. Gewerbe. Fortsetzung der am 1. Dezember d. J. vertagten Ordentlichen General- Versammlung sämtlicher Vertreter am Mittwoch, 17. Dez. 1902, abends präc. ä Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal VII. Tages- Ordnung: in ganz neuer Ausführung, von echtem Golde nicht zu unterscheiden, unteräjähr. schriftl. Garantie. Herren- Doppelkette Herren- Doppelkette... 4,00 M. mission und Vorstandsbericht. 2. Anmit neuem Krystallberloque 2 M. mehr. 1. Bericht der Beschwerde- Komtrag des Vorstandes auf anderweitige Regelung der Beamtengehälter. Mod. lange Damenkette.. 4,50 M. änderung der Vorschriften über das f.d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( 6sten) Albert Rosenhain, Dienstag, den 9. Dezember 1902, abends 8, Uhr, Große Frankfurter Straße 117: Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Balded Manasse über: Ber treibt Obstruktion. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 001 Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Socialdemokr. Wahlverein Rixdorf Mittwoch, 10. Dezember, abends 8% Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrn Münzer, Knesebecstr. 113. Tages- Ordnung: 1. Ift Religion Privatsache? Referent: Stadtverordneter Genosse Adolf Hoffmann- Berlin. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieber. 4. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragekasten. Frauen als Gäste haben Zutritt. 232/20 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Rixdorf. 92/8 Dienstag, 9. Dezember, abends 8 Uhr, bei Thiel, Bergstr. 151/152: Außerordentliche General- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Festlegung der Unterstützungssäge der Arbeits3. Antrag des Vorstandes auf AbVerhalten der Kranten und über die Krankenaufsicht. 4. Berschiedenes. Berlin, den 9. Dezember 1902. Der Vorstand. 3. A.: Erh. Schlenker, Borfigender. Lederwaren. Die Versammlung wird pünktlich Specialität: ,, Neuheiten". eröffnet und bitten wir um rechtGr. illustr. Preisliste gratis u. franco. zeitiges Erscheinen. Berlin S., Leipzigerstr. 73/74 9265 Grösstes Kauthaus für Luxus- und Neueste wahre billige Preise Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, per Nachnahme. Wirtl. Salzfetth. Faß M 34, u. 4 M. b. 500 Ct. 7 u. 8 wt. 250 uur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. BlumenArrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. Stempel Fabrik bon[ 52372* Fah große M( zu empfehl.) 400 St. 9 u. 10 M. 200 St. 4. t. 5 Mt. MK Specfett 320 St. 11 Mt. 160 St. 5, Mr. Faß Vollheringe Milch Rogen. Fett 200 St. 9 u. 10 Mt. 100 St. 4% u. 5 ME., bessere Sorte 10% u. 5% Mt. Post- Dose. 70 zarte Fetth. 1, 60 St. 2, Bollh. 2, Mt. 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Dezember, abends 8%, Uhr, in der ,, Tonhalle", Friedrichstr. 112: Große öffentliche Versammlung. Sages Ordnung: laimine? Gewaltherrschaft im Reichstag. Referent: Pfarrer a. D. Friedrich Naumann. Nachher freie Diskussion. Jedermann ist eingeladen. " Arrak 1,50-3,50 " 99 Cognac 1,50-6,00 Burgunder-, Rum-, und ArrakPunsch per Ltr. 3,00 u. 3,50, feinen Punsch, Grog- und Glühwein- Extrakt per Ltr. 1,60-2,50. Für 20 Mark 222/18 fertige, wer felbft Stoff hat, Anzug nach Maß mit Buthaten. Weyer, Rosenthalerstr. 6/7. Amt III 8524. Der Vorstand des nationalsocialen Vereins. Schmidt macht's doch. Da nützt kein Schreien einer wütenden Konkurrenz, welche das Publikum täuscht, indem sie behauptet, sie giebt etwas umsonst. Niemand giebt etwas umsonst. Zu Weihnachten giebt es kein schöneres Geschenk als einen Phonographen. Damitin jeder Familie Weihnachten eitel Freude ist, verkaufe ich diesen Phonographen mit 12 Walzen mit den besten Aufnahmen bespielt zu 12 Mark. 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Das grelle Licht des Riesenpalastes Es ist bitter, daß sich das führende Centrumsblatt derart von überstrahlt die ganze Straße und im Glanze der Schaufenster sucht einem einfachen Saalbefizer aus seiner Partei Anstandspflicht sich eine kleine Händlerschar dem Publikum bemerkbar zu machen. fährt fort, getreu seinem neuen Programm entschiedener Partei- bas fromme Blatt aus ihr die Lehre schöpfen wollte, daß der politische Warenhause befriedigte Stauflust, bieten die Knaben und Mädchen lehren lassen muß. Die Lektion wäre ja nicht unnüz erteilt, wenn Mehr auf das Mitleid rechnend, als auf die zunächst schon im lichkeit, die Arbeiterpartei zu bekämpfen. Man muß an Kampf mit Mitteln, wie sie Donnerstagabend im Leo- Hospiz, an Hampelmänner und Christbaumschmuck den Vorübergehenden an. erkennen, daß dies Blatt für den Anfang ganz annehm gewandt und dann von der„ Germania" gebilligt worden sind, Es soll ja nicht sein und der Socialpolitiker muß auch diese Bes bare Leistungen vollbringt und den Organen vom Schleifstein nun einmal nicht geführt werden darf, und daß es eine Pflicht der schäftigung der Kinder verdammen; aber bei der bitteren Kälte recht nahe rückt. Besonders der im Stampfe gegan die Schicklichkeit und der Klugheit ist, das Versammlungsrecht feiner überwiegt zunächst das Mitgefühl und es scheint, als ob auch Socialdemokratie für sittlich gehaltene Brauch, das Mittel der Ver- Partei zu verkümmern. Der verbohrte Fanatismus vieler flerifaler die in dieser Gegend besonders start in Anspruch genommene drehung und Verleumdung anzuwenden, zeugt von einer Vertraut- Führer wird es allerdings nicht zulassen, daß solche selbstverständ- Polizei über die jugendlichen Handelsleute hinwegsieht. heit mit den Scharfmacherpraktiken, die zu der Anerkennung zwingt, und an Drten, wo die Herren die Macht haben, werden die Kämpfer forsch vom Diensteifer beseelt. Aus der fliehenden Schar padt er lichen Anstandsregeln in der Centrumspartei allgemein geübt werden, jetzt rückt doch ein Schuhmann heran. Ein noch junger Beamter, daß die politische Redaktion des Blattes, die bisher ein neben- für Wahrheit, Freiheit und Recht gleich den Konservativen die Arbeiter einen etwa achtjährigen Knaben und führt das Opfer seines Pflichtsächliches Anhängsel der Lokalredaktion war, sich voll ihrer neuen schaft mit dem schmutzigen Mittel der Saalabtreiberei nach wie vor eifers auf die Bolizeiwache in der Beuthstraße. Der Kleine zittert Aufgabe bewußt ist. Wir wollen heute einige Stellen aus dem bekämpfen. Allerdings mit dem Erfolg. daß die anständigen Elemente vor Angst und jammert ein über das andre Mal: Lassen Sie mich politischen Leitartikel des„ Lokal- Anzeigers" vom Sonnabend wieder in ihren eignen Reihen sich empört von solchem Treiben abwenden. Tos, bitte, lassen Sie mich los, ich friege Reile." Anfangs geben, der natürlich die Breslauer Rede Wilhelms II. behandelt: An sich ist es schon beachtenswert, daß eine große in der Holzmarktstraße hat sich als notwendig erwiesen. Die Erweiterung der Pumpstation des städtischen Nadialsystems V nimmt der junge Polizeiseamte keine Notiz von dem Wehklagen, endlich fragt er aber doch:" Junge, von wem kriegst Du denn die Anzahl schlesischer Arbeiter sich vor ihrem Kaiser zu einem Protest Magistrat beabsichtigt, zu diesem Zwecke das große Grundstück Holz- Polizei wa che!" Konnte der Schußmann das unglückliche Kind Der Keile, von Vatern oder von Muttern!" ,, Nee, auf der gegen die bedauerlichen Angriffe einte, welche von dem führenden marktstraße 33, 33a und 34 für den Preis von 1864 750 M., d. H. oder vielmehr dessen Eltern auch nicht mehr vor Polizeiftrafe Organ der Socialdemokratie aus parteikattischen Gründen gegen zu einem Preise von rund 250 M. pro Quadratmeter und 416000. retten, so nehmen wir doch an, daß es ihm gelungen den bekanntesten Vertreter der deutschen Industrie gerichtet worden für die Gebäude anzukaufen. Die Stadtverordneten- Versammlung ist, das kleine Häuschen Elend von dem häßlichen Vorurteil zu be waren, um in ihm die gesamte kapitalistische Rechtsordnung zu wird um ihre Zustimmung ersucht. treffent. Es liegt hier ein erster Schritt der Arbeiterschaft vor, Kinder glauben ja leicht, besonders wenn die amtliche sich dem Parteiterrorismus zu entziehen, ein Versuch, der uns Der Kampf gegen Herrn Reidke wird munter im„ Reichsboten" Autorität mit ihnen redet. willkürlich auch auf andre Arbeiterkreise anregend wirken muß und fortgesezt. In einer Polemit, die fich namentlich gegen die„ Vossische deshalb große Folgen für unser inneres Staatsleben nach fich Zeitung" und das" Berliner Tageblatt" richtet, denunziert das Geheimen Ober- Baurats Sarrazin gestern abgehaltenen Sigung des Reichsamt für deutsche Sprache. In der unter dem Vorsiz des Bastorenblatt von neuem: Wenn Herr Reide mit diesen naturalistischen Anschauungen Bertreter aus allen Teilen Deutschlands erschienen waren, wurde Gesamtvorstandes des Deutschen Sprachbereins, zu der allein stände, dann könnte man als an einer Absonderlichkeit beschlossen, dem Plan der Errichtung eines Reichsamtes für borübergehen; aber gerade der Umstand, daß diese verderblichen beutsche Sprache näherzutreten und dieserhalb bei den zuAnschauungen immer weiter um sich greifen und in der Social- peutiche demokratie, die auch in der Berliner Stadtverwaltungständigen Behörden vorstellig zu werden. Die nächstjährige Hauptstark vertreten ist, nach Geltendmachung in den socialen und wurden neu gewählt Prof. Dr. Brunner in München und Geh. versammlung foll in Breslau stattfinden. In den Vorstand politischen Verhältnissen ringen, läßt es so bedenklich erscheinen, Regierungsrat Prof. Dr. Waldeyer in Berlin. einen Bertreter, pieser Anschauungen an einem to wichtigen ziehen kann. Der Stummsche Schleifstein wie er leibt und lebt. Die Aufbauschung eines in dieser Zeit der Not vom Unternehmertum leicht zu stande zu bringenden Arrangements zu einer politischen That, welche die Abkehr von der Socialdemokratie bedeute, die Begeisterung für die kapitalistische Rechtsordnung, das Gerede vom Parteiterrorismus, das alles ist so wortgetreu dem Sprachschatz der" Post" entnommen, daß man meinen sollte, dies ehrenwerte Blatt sei mit seinem ganzen Schimpflexikon von Herrn Schert aufgekauft worden. Auch weiter heißt es hübsch: Somit war Kaiser Wilhelm ganz besonders berufen, der deutschen Arbeiterschaft seine eindringliche Mahnung zuzurufen, der Gefolgschaft der socialistischen Agitatoren zu entsagen. In scharfen Zügen entwarf er ein Bild des eigensten Wesens der letzteren und der Beweggründe ihrer angeblichen Arbeiterfreundlichkeit, um die Arbeiter dann aufzufordern, bei den Wahlen wirkliche Arbeiter in den Reichstag zu entsenden. Auch die Charakteristik des Kaisers ist die in der Unternehmerpresse übliche: Verwaltungsposten zu stellen, wie es der eines Bürgermeisters Die Milchcentrale hält heute ihre Generalversammlung ab. Die von Berlin ist, zumal bei einem Manne, der in der Kommunal- Stimmung der Gesellschaft dürfte nicht die rosigste sein, denn die verwaltung völlig unerfahren ist, und also von den Stadtverord- großen Hoffnungen, die man sich zu Beginn des Strieges machte, neten, unter denen die Socialdemokraten und die ihnen nahe find zu schanden geworden und der Rest ist- Dalles. stehenden Judofreisinnigen eine maßgebende Rolle spielen, a b= Aus der Bilanz der Milchcentrale ergiebt sich, daß mehr als hängig sein würde.. Wenn Schriftsteller in ihren Büchern 90 Prozent des gesamten Kapitals in dem einen Geschäftsjahr solchen Anschaumgen huldigen, so kann man ihnen das nicht 1901-1902 verloren wurden. Interessant ist dabei, daß die Centrale wehren; aber man foll fie nicht zu Bürgermeistern auf Acceptconto 820000 Mart und auf das gewöhnliche machen, weil man sie dann in Konflikt bringt mit ihren An- Debitorenconto 620000 Mart, zusammen etwa schauungen und ihrem Amt, welches verlangt, daß ein Bürger- 1 Millionen Schulden hat, während ihre Aktiven wesentmeister solche Anschauungen, wo sie sich im Leben geltend machen, lich kaum realisierbare Objekte darstellen, als: gebrauchte Milchbekämpfen muß. tannen mit über 223 000 202., Futtermittel, Beitragsforderungen Kaiser Wilhelm konnte sich zu dieser Ueberzeugung mit vollem So leid es uns thut, in einem müssen wir dem Reichsboten" der Genoffen, die bauliche und maschinelle Einrichtung der Molkerei, Recht bekennen, da kein Monarch mehr für die Arbeiter gethan beipflichten. Das Berl. Tgbl." hatte in seiner Manier, Wilhelm II. die sich bekanntlich in Mietsräumen in der Schillingstraße und mehr Wohlwollen für ihren Stand bethätigt hat, als er. Er zu einem Mann zu machen, der etwa die politischen und religiösen befindet. Das Acceptconto mit 820 000 m. bezieht sich offenbar auf war es, der bald nach seinem Regierungsantritt bei dem Ausbruch Anschauungen strupellos freigefinnter Börsianer teilt, dem Kaiser die aus der preußischen Central- Genossenschaftstasse des westfälischen Bergarbeiter Ausstandes zuerst eine Arbeiter untergelegt, daß er in seiner Görlizer Freiheitsrede sich zu ähn- auf dem Umivege über den Genossenschaftsverband des Bundes der deputation persönlich in seinem Schlosse empfing, um ihre Anliegen lichen Anschauungen wie Herr Reide bekannt habe, Anschauungen, Landwirte an das Ring- Düppelsche Unternehmen geflossenen Gelder. zu vernehmen. Er war es, welcher die große Arbeiterversicherungs- die von denen jener Börsianerkreise allerdings himmelweit entfernt Gs find anscheinend nicht nur, wie seiner Zeit im Abgeordnetenhauſe Gesezgebung zu einem befriedigenden Abschluß führte und damit sind. Gegen diese Unterstellung wendet sich der Reichsbote" erwähnt, 700 000 m., sondern 820 000 m. Gelder der Steuerein Werk der Arbeiterfürsorge schuf, welches einzig in der Welt mit Recht: dasteht. Er ist es auch heut noch, welcher unausgesetzt darauf zahler einem Unternehmen zugeflossen, das sich die künstliche Verfeuerung eines unentbehrlichen Lebensmittels der Massen zur Aufsinnt, durch seine Politit dem Arbeiter dauernden Erwerb und gabe gefegt hat. guten Arbeitslohn und damit eine Erhöhung seines Lebensstandes zu sichern. " 7 D " Das hat gerade noch gefehlt, daß man unfren Kaiser zum Gesinnungsgenossen eines Reide macht, der die äußersten zerfegenden Konsequenzen der naturalistischen Weltanschauung infeinen Schriften vertritt, aus der auch die Socialdemokratie" erwachsen ist, welche die sociale und politische Konsequenz der felben zieht." Ueber ein schlimmes Stück Eisenbahn- Schneidigkeit berichtet eine Bir geben auch bei dieser Gelegenheit unfrer Genugthuung darhiesige Korrespondenz: Vor einigen Tagen entstieg nachts um 12 Uhr über Ausdruck, daß der„ Lokal- Anzeiger" von einem parteilos auf dem Bahnhof Charlottenburg eine junge Dame einem StadtSchillernden Blatt zu einem Partei Organ extremster Richtung ge Uns foll verlangen, wieviel Artikel der Reichsbote" noch für Anstalten machte, ihr zu folgen, so nahm ein Beamter am Bahnsteig bahn- Zuge. Da ein Herr, der sich in demselben Abteil befand, keine worden ist. Stellt sich diese Zeitung der socialdemokratischen Stultur- erforderlich hält, um sich den Erfolg feines gegen Herrn Reide ge- braußen an, daß er nicht zu ihr gehöre und schloß die Abteilthür bewegung auch durchaus feindlich entgegen, so hindert uns dies doch richteten Strebens zu sichern. wieder. Nun aber tam der Herr heraus und stellte ihn barsch zur nicht, das Stüd Jdealismus anzuerkennen, das in der entschiedenen Der Vorstand der Landes- Versicherungs- Anstalt Berlin läßt den Rede, und als sich dann der Weichensteller Tschirne, der eben Schwenkung liegt. Mit der Maske der Parteilosigkeit vor dem hiesigen Unternehmern folgende Buschrift zugehen: falls Bahnsteigdienst versah, einmischte, gab er diesem furzer Geficht ist das Blatt des Herrn Scherl zu der verbreitetsten eine Stunde von Berlin, Sanatorien errichtet, in welchen Berficherte vorsteher, der mun gerufen wurde, genügte dem schneidigen Herrn Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin hat in Beelitz( Mark), hand eine fchallende Ohrfeige. Der zweite Bahnhofsaller Berliner Zeitungen geworden. Herr Scherl hat die beiderlei Geschlechts, die an chronisch verlaufenden Strankheiten, wie nicht, er verlangte vielmehr den erften. tvinzige Abonnentenzahl der seiner neuen Richtung geistes- Nervenschwäche, Blutarmut, Magenkrankheiten, Bronchialfatarrhen, Borgefester, Assessor von der Eisenbahndirektion Hannover, vor, und Diesem stellte er sich als verwandten Bresse vor Augen, die Thatsache, daß die Scharfmacher- Rheumatismen, Gicht, törperlicher Entkräftung nach akuten Krant- nach Feststellung des Thatbestandes fuhr er wieder ab. Da Tschirne blätter überhaupt nur bestehen können, wenn sie von Unternehmer- heiten usw. leiden bezw. sich bereits in der Rekonvalescenz befinden Ohrensausen hatte, so ging er zum Bahnarzt. Dieser wies ihn an gruppen ausgehalten werden. Und doch ristiert Herr Scherl den und bei denen die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit bezw. die einen Specialarzt, und so tam er nach Berlin in eine Anstalt. Hier Schritt ins grauenhafte Nichts, läuft aus Hingebung an die kon- Verhütung vorzeitiger Invalidität vorzeitiger Invalidität in absehbarer Zeit in absehbarer Zeit mit wurde ihm bescheinigt, daß das Trommelfell geriffen ist. Die wohl servativ- scharfmacherische Sache geradeswegs dem Gespenst des Dalles großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, tostenlose Aufnahme finden. felbstverständlich gegen den schneidigen Affeffor eingeleitete Anflage in die Arme und läßt es auf die Gefahr ankommen, daß die Be- um diese Einrichtung zur Kenntnis der Berliner Arbeiter zu bringen wegen Störperverlegung zc. wird hoffentlich nähere Aufklärung völkerung des socialdemokratischen Berlin dem Lokal- Anzeiger" zu teil werden zu lassen, richten wir an Sie die ergebene Bitte, die und denselben die Wohlthat einer Kur in den genannten Sanatorien bringen. ebenso achtungsvoll aus dem Wege geht wie der" Post" und den Neuesten Nachrichten". Durch solche parteipolitische That giebt Herr Scherl dem deutschen Unternehmertum ein Beispiel unerhört heroischer Selbstaufopferung. in Ihrem Betriebe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen auf die Der frühere Stadtverordnete Talke, Vorsitzender des Vereins der ins Leben gerufene Wohlfahrtseinrichtung in geeigneter Weise auf- Bichkommiffionäre, ist am Freitag an den Folgen eines Straßenmerksam zu machen und diefelben eventuell zur Stellung von Heil- unfalls, von dem er kurz zuvor an der Ecke der Friedrich- und verfahrungs- Anträgen zu veranlassen. Bei vielen Arbeitern, welche Behrenstraße betroffen wurde, gestorben und heute mittag auf dem zwar noch thätig sind, bei denen aber durch die jahrelange, angestrengte alten Georgen- Kirchhof bestattet worden. Talke, der ein Alter Die fromme Germania", welche die Standalscenen im Leo- Berufsarbeit bereits eine Schwächung ihrer Gefundheit eingetreten von 59 Jahren erreicht hat, gehörte der Versammlung von 1878 bis Hospiz so hübsch zu beschönigen wußte, möge fich folgende Bu- ih, wird, wie die Praxis vielfach betviesen hat, in den meisten 1899 an. schrift, die uns von dem Hofpiz- Delonom Herrn Albert Scheruch benselben ihre frühere volle Arbeitskraft wiederzugeben und den Nacht zu gestern ein 24 Jahre alter Stunfischloffer Nabaum, deffen Fällen eine Kur von vier bis sechs Wochen ausreichen, um Durch einen Sturz aus dem Eisenbahnwagen verunglückte in der zugeht, hinter den Spiegel stecken: Bezugnehmend auf den am Sonntag im Vorwärts" unter Eintritt frühzeitiger Erwerbsunfähigkeit zu verhindern. Während Wohnung noch nicht bekannt ist. Der junge Mann hatte in Bankow Lokalnachrichten gebrachten Artikel erkläre ich folgendes: des Heilverfahrens wird solchen Angehörigen des Versicherten, deren ein Vergnügen mitgemacht und fuhr start angeheitert nach Berlin ad 1. Es ist eine falsche Behauptung in dem Flugblatt der Unterhaltung dieser aus seinem Arbeitsverdienst bestritten hat, zurüd. Unterwegs wurde ihm unwohl, und als er nun furz vor Mitglieder des Windthorst- Bundes, daß ich nicht gewußt habe, daß unsrerseits eine wöchentliche Unterstützung bewilligt. Es liegt uns der Halle des Stettiner Bahnhofs sich zum Fenster hinauslehnte, die Versammlung bei mir angemeldet und als eine socialdemo- daran, daß die große Wohlthat der neuen Einrichtung verdienten öffnete sich die Thür, die er nicht gehörig geschlossen hatte, und er fratische in meinen Tagestalender eingetragen ist. Ich erkläre, Arbeitern, welche eine lange Reihe von Jahren in Berliner Betrieben stürzte topfüber auf den Bahnsteig hinaus. Der Verunglückte, der daß ich vollständige Kenntnis von dem socialdemokratischen gearbeitet haben, zu gute kommt; Gesuche von solchen Arbeitern fich einen Schädelbruch zuzog, wurde mit einem Koppschen RettungsCharakter dieser Versammlung hatte und auch genehmigend Herrn werden bevorzugt werden. Die Einsendung von Gesuchen um Auf- wagen nach der nächsten Unfallstation in der Eichendorffstraße und Dito Franke meine Zusage gegeben habe. Mit welchem Recht diese nahme in das Sanatorium hat an den unterzeichneten Vorstand zu von dort nach der Charité gebracht, wo er hoffnungslos daniederliegt. falschen Angaben veröffentlicht sind, ist mir unklar, ich werde die erfolgen. Schuldigen dafür regreßpflichtig machen und erkläre hiermit, daß Der Reichsbote" in seiner Denunziationswut hält es für an straße 27b aus nicht ermittelter Ursache aus. Als ein in demselben Ein großer Dachstuhlbrand kam Montag früh in der Potsdamerdie Veröffentlichung des Flugblattes ohne mein Wissen ge- gebracht, den Vorwärts" ein wenig dem Wohlwollen der Polizei Hause wohnender Oberkellner früh 8 Uhr heimkehrte, sah er helle schehen ist. zu empfehlen. Wir lesen in dem Organ christlicher Weltanschauung! Flammen aus dem Dache des zweiten Gartenhauses emporschlagen Der Vorwärts" berichtet, daß in lester Zeit sein Straßen- Flammen verkauf die für Berliner Verhältnisse allerdings ganz ungewöhnliche Stock wohnende Familie Kindler durch die Feuerrufe aufgeschreckt und machte Lärm. Es war die höchste Zeit, denn als die im vierten Höhe von 23 000 Exemplaren erreicht habe, wofür er der Berliner Bevölkerung feinen Dank ausdrückt. Diesen Dank hat die Berliner Be- wurde, war nicht nur ihre Schlafstube total verqualmt, sondern im völkerung reblich verdient; denn sie hat der Socialdemokratie einen bereits durchgebrannt. Das Feuer sprang auch auf den Seitenflügel angrenzenden Wohnzimmer wie auch im Speisesalon war die Decke guten Dienst geleiftet; der Vorwärts" hätte seinen Dant auch an über und zerstörte hier das Haupt- Wasserbassin der vereinigten Die Polizei richten sollen, welche diesen Straßenverlauf mit Sanatorien Karlsbad" Dfisee". Die Feuerwehr beschränkte zivar dem anpreisenden Ausschreien des Inhalte der Artikel durch die den Brand auf den Dachstuhl, doch wurde sie mit dem Ablöschen Berläufer ruhig geschehen ließ. Ohne dieses Ausschreien und Aufräumen fast vier Stunden in Anspruch genommen. Ein wären wohl noch feine 100 Exemplare verkauft worden. Alle Feuerwehrmann zog sich bei den Ablöschungsarbeiten eine erhebliche monarchisch gesinnten Bürger, denen dieses den Vorwärts" Berlegung durch einen Arthieb zu. empfehlende Gebrüll der Straßenverkäufer wie eine Beleidigung Berletzung durch einen Arthieb zu. ad 2. Jch habe im Beisein des Herrn Reviervorsigenden und des Herrn Kriminalbeamten sämtliche Thüren und Aufgänge zu der Galerie revidiert und verschlossen; bei dem großen Umfange meines Lokals ist es sehr leicht möglich, daß sich zwei Leute vers steden konnten und sich einschließen ließen, auch ist es möglich, daß diese Personen nachträglich hinter meinem Rücken sich Eingang verschafften. Ich finde es sehr richtig und billige es, wenn diese Herren strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, denn ich bin durch diese Ungehörigkeit doppelt geschädigt. Erstens dadurch daß mir ein so voraussichtlich gutes Geschäft verloren ging, und ztveitens dadurch, daß ich in so schmählichen Verdacht geriet, wie Sie meine Perfon in Ihrem Blatte resp. Organ hingestellt haben. Wenn mir vorgeworfen wird, daß ich den Schlüssel nicht gleich hatte, fo glaube ich wohl, daß mir es niemand zumuten wird, daß ich circa 150 Schlüffel fortwährend mit mir herum schleppe. Als mir die Mitteilung wurde, daß auf der Galerie Leute seien, die standalierten und die Versammlung störten, war ich so überrascht, daß ich, um teine Zeit zu verlieren, fofort mit meinem Dietrich, den ich stets bei mir trage, öffnete. Ja glaube wohl, daß ich durch diese Handlungsweise fundgegeben habe, daß ich vollständig schuldlos und nicht von dem Vorgehen der angeblich geplanten Nuheftörung informiert war. 対 " in die Dhren flang, fragten sich, ob der Straßenverkauf Ein Einbruch in die Amorfäle, der seit einiger Zeit die Kriminalmit diesem anpreisenden Geschrei erlaubt ist. Man denke polizei beschäftigte, ist jetzt aufgeklärt. Der Büffetier dieses Tanz fich, alle Straßenhändler, die alles Mögliche feilhalten, faales in der Beffelstraße pflegte jeden Morgen gegen 3 Uhr, wenn wollten ein solches Geschrei erheben! Ist das wirklich gefeßlich der Tanz zu Ende war, seine Kaffette mit der Losung in den Weingestattet, so daß die Polizei nicht dagegen einschreiten feller zu stellen. Als er sie dort Mitte November eines Tages abbarf? Ist es aber nicht gestattet warum läßt man es dann holen wollte, war der Keller erbrochen und die Staffette mit geschehen, daß dort eine ganze Woche lang ausgeschrieen wird: 2540 M. verschwunden. Der Verdacht fiel auf den Hausdiener Paul " Hochinteressanter Artikel des Vorwärts" über die Kaiserrede" u. a. Tschorner, der bis zum Tage vorher in den Amorfälen beschäftigt Man dente fich, alle Blätter wollten in der Weise wie der gewesen war und dann seine Stellung aufgegeben hatte. Allerdings war Reichsbote" fich der Verbreitung der Denunziationspest schon am selben Tage an eine Besucherin des Tanglokals eine Post. Ich habe im Januar dieses Jahres durch meine eigenhändige hingeben. Dann könnte kein Mensch es mehr in Berlin aushalten, farte von Eichorner aus Rottbus eingetroffen. Die Kriminalpolizei aber Unterschrift der Lotalfommission gegenüber erklärt, daß ich mein alle anständigen Leute rüdten mit zugehaltener Nafe zum Branden traute diefer Karte nicht, verfolgte nun Tschorner erst recht, traf ihn Lokal zu allen Versammlungen zur Verfügung stellen werde. Diese burger Thor hinaus und der mit seinem frommen Anhang gegen in Rottbus nicht mehr an, nahm ihn in Forst aber bald darauf fest. Erklärung wiederhole ich hiermit und ertläre nochmals anschließend solche Unannehmlichkeiten gefeite Reichsbote" könnte die ganze Der Hausbiener beftritt entschieden, mit dem Einbruch etwas zu an obiges, daß es ohne mein Wissen geschehen, daß derartige De- Friedrichstraße ungehindert seiner Weltanschauung erobern. Das thum zu haben. Er wurde aber am Sonntag von Forst nach Berlin monftrationen vorkamen, ich es von Herzen bedauere. wäre ein schöner Sieg des christlichen" Gedankens. geholt und legte hier gestern ein Geständnis ab. Er räumte auch Schachverein Namenlos, ein, daß die Postkarte, mit der er den Alibibeweis führen wollte, Die den Wählern ausgestellte Bescheinigung über ihre Eintragung| Bitherverein Einigkeit" Mariannenstr. 19. Neuer Berliner Schachklub", Stralauerstr. 4. Mund auf seine Veranlassung von seiner Schwester in Kottbus aufgegeben in die Wählerliste gilt als Wahl- Legitimation und ist zur Wahl Elisabethstr. 30. Männergesangverein twurde, während er sich in Berlin aufhielt, um den geplanten Ein- mitzubringen. Arbeiter! übt Guer Wahlrecht aus. Keiner bleibe harmonika- Berein Symphonie", Müllerstr. 11. Lotterieklub Nord- Pol", Hinz, bei sich. 03 bruch auszuführen. Bei seiner Verhaftung hatte er nur noch 45 M. der Wahl fern. Die Kandidaten, die am Sonntag in orbeerkranz", Kürsten, Oranienſtr. 190. Heinersdorferstr. 24. Wo die Kassette mit der Beute geblieben ist, einer öffentlichen Gewerkschaftsversammlung nominiert wurden, sind: Arbeiter Skatbund Berlins und Umgegend. Zuschriften sind zu will er nicht sagen, denn was er über den Verbleib mitteilt, Für die Westseite: Schrumpf, August, Maurer, Stegligerstr. 42; richten an Ernst Clement, Belforterstr. 13." Freiheit", Bergemann, Gerichte ist augenscheinlich erfunden. Er sagt, daß er keine Zeit mehr gehabt Seust, Hermann, Maurer, Molttestr. 21; Ruhland, D., Schlosser, straße 43. Hoher Norden", Harder, Stargarderstr. 13.- Unverdroffen", habe, fie in Berlin zu leeren. Er habe sie daher so, wie sie war, Jägerstr. 14; Niehle, Ed., Arbeiter, Krummestr. 8; Bartel, August, Putbuserstr. 32. mit nach Rottbus genommen. Dort habe er verschiedene obffuren Töpfer, Potsdamer Chaussee 63; Dtt, Friedr., Arbeiter, Starlstr. 113; Sneipen besucht, und als er in einer schließlich eingeschlafen sei, habe für die Ostseite: Play, Gustav, Maurer, Chauffeestr. 35; Igel, man ihm die Staffette mit dem Gelde gestohlen. Der Einbrecher, Wilhelm, Schlosser, Kaiser Wilhelmstr. 25; Marquardt, Julius, Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des der gestern dem Untersuchungsrichter zugeführt wurde, hat ohne Tischler, Roonstr. 50; Bepmeisel, Karl, Gummiarbeiter, Lankwizer- Sonnabends von 7%, bis 9%, Uhr abends statt. Zweifel seine Beute irgendwo versteckt, um sie nach Verbüßung der straße 6; Hering, Hermann, Zimmerer, Ferdinandstr. 10; Lehmann, Pankow. Die Adresse ist: Kortum, Berlin, Laufikerstr. 23. Strafe wieder abzuholen. Karl, Töpfer, Paulinenstr. 6. Stimmzettel sind vor den Wahl- 5. W. 61. Uns leider unbekannt. lokalen zu haben. Für den Aushilfsdienst im Weihnachts- Bäckereiverkehr find in diesem Jahre 1400 Hilfsarbeiter engagiert, deren Einstellung in Neu- Weißensee. Ein peinlicher Vorfall ereignete sich dieser Tage Gruppen am 14., 20., 22. Dezember erfolgt. Auch Soldaten werden auf dem Gemeindefriedhof. Dem Kaufmann B. aus der Wörthwieder, jedoch nur in beschränkter Anzahl, zur Verwendung gelangen straße war ein 15 Monate altes Kind gestorben, das am Donnerstag und nur für den Bestelldienst und für den Haupt- Abnahmedienst auf nachmittag 3 Uhr beerdigt werden sollte. Die Anmeldung war rechtden Bahnhöfen benutzt werden. Für die Patetbestellfahrten inner- zeitig besorgt und sämtliche Kosten bezahlt worden. Als die Eltern halb Berlins werden für die Zeit vom 28. bis 26. Dezember sich auf dem Friedhofe einfanden, war dort bereits ein fertiger 150 Kremser, für den Dienst des Durchgangsverkehrs vom 21. De- Hügel errichtet und erst auf ihren Protest hin wurde die kleine Leiche zember ab 80 große Möbelwagen eingestellt. 20 Möbelwagen ausgegraben und die Bestattung von neuem vorgenommen. An werden bereits vom 11. Dezember ab den Verkehr zwischen Hauptwem das Mißverständnis liegt, bedarf noch der Aufklärung. amt und Bahnhöfen vermitteln. Bei einem Brande verunglückte in der Nacht zum Sonntag der Feuerwehrmann Rippig aus der Alten Schönhauſerſtr. 4. In dem Hause Rosenthalerstr. 4 haben der Spielwarenhändler Berg und der Hausverwalter Kaufmann Seniledi je einen Keller. Als Kniledi in der Nacht um 11 Uhr nach Hause kam, entdeckte er, daß es in beiden Kellern zugleich brannte. Das Feuer brannte auch nach dem ersten Stock durch, und die Wehr hatte drei Stunden zu thun, um cs zu löschen. Die Aufräumung dauerte bis 9 Uhr vormittags, das Haus war stark verqualmt. Rippig zog sich eine Rauchvergiftung zu und wurde außerdem durch einen aus dem ersten Stock herabfallenden Balken an der Schulter verletzt, so daß er nach der Charité gebracht werden mußte. Da das Feuer in den räumlich getrennten Kellern zu gleicher Zeit ausbrach, so wird Brandstiftung vermutet. Ungültige Zwanzigpfennigftücke. Es sei hiermit wiederholt darauf hingewiesen, daß die Zwanzigpfennigftüde aus Nicel bom 1. Januar t. J. ab nicht mehr als gefeßliches Zahlungsmittel gelten. Von diesem Zeitpunkt ab ist außer den mit der Einlösung beauftragten Kassen niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. Dagegen werden sie von den Reichs- und Landeskassen noch bis zum 31. Dezember t. J. zum vollen Wert sowohl in Zahlung als zur Umwechslung angenommen. Auf durchlöcherte oder im Gewicht fünstlich verringerte sowie auf verfälschte Stücke findet die Verpflichtung der Kassen jedoch keine Anwendung. Briefkaften der Redaktion. R. W. 1875. Versuchen Sie, ob Sie das Material von einer Linoleumfabrik in fleinen Mengen erhalten können; eventuell wenden Sie sich an Wilhelm Traine jr. in Mainz oder an Traune u. Haus in Mainz. 2. M. Die Luft in einem mit Gas geheizten Zimmer läßt sich nur durch ein Mittel reinigen, nämlich durch gelegentliche Lüftung. W. Ein solches Mittel kennen wir nicht. H. S. T. Der Verein kann( vielleicht mit Erfolg) gegen Steuer veranlagung reklamieren. Er unterliegt zweitellos den Vorschriften über Maße und Gewichte. G. Sp. 98, W. G., Bremerstr. Ja. E. K. 1. Auch uns ist leider eine Stelle, von der Darlehen gegeben werden, nicht bekannt. R. St. 100. 1. Ja. 2. Nur für 2 Lohnzahlungsperioden darf abgezogen werden D. S. 2. Täglich zu angemessener Zeit, also etwa von 9 Uhr morgens bis 6 abends nach hiesigen Gerichtserkenntnissen. Ans Rigdorf. Ein großer Fabrifbrand wütete am Sonntag Kampfhähne. Der Vater ist zum Unterhalt verpflichtet. C. C. 1. Ja morgen auf dem Grundstück Knesebecstr. 50. Daselbst befindet sich F. W. 45. Ist nur 3 M. wert. Rigdorf 107. 1. und 2. Ja. in einen Seitenflügel die Kamenzsche Holzbearbeitungs- Fabrit,.. 1. Ja. 2. Nein. 3. In fünf Jahren: Die Klage hat wenig AusP. R., Rigdorf. 1-3. Ja. 4. u. 5. Nein. 6. Das ist welche drei Etagen umfaßt. Auf unermittelte Weise brach im Parterre ficht auf Erfolg. P. J. 80. Der Betreffende kann bei dem Magistrat Rötteling. Wenden Feuer aus, welches binnen kurzer Zeit so rapide um sich griff, daß bedeutungslos. Streitende Spender. beim Eintreffen der Feuerwehr Parterre- und erste Etage ein Feuer-( Steuerdeputation) um Steuererlaß einkommen. meer bildeten. Die Bewohner des Vorderhauses mußten infolge des Sie sich an die Polizeibehörde Ihres Wohnortes. Rauches ihre Wohnungen verlassen. Die neue Dampfiprize der Ja, es sei denn, die Frau hat mit Erfolg Einstellungsantrag gestellt. R. S. 17. Auf Grund der Gesinde- Ordnung leider: Ja. M. Leider. Stadt kam zum erstenmal zur Verwendung und bewährte sich aufs Kasperle 1902. Wenden Sie sich etwa 7 Tage vor der Sikung an beste. Nach mehrstündiger angestrengter Thätigkeit gelang es, des das Reichstagsbureau. J. R. 27. Eine Klage hätte Aussicht auf Erfolg. Feuers Herr zu werden. Das zweite Stockwerk und der Boden find Eschbach, Weißensee. Leider sind Sie zur Anschaffung verpflichtet. unversehrt geblieben, die erste Etage und das Parterre aber total O. G. 5. 1. In der Regel beim Regiment. 2. Die Geſeße sind dieselben. ausgebrannt. Der Schaden ist erheblich, aber durch Versicherung gericht sich beschweren... 100. 1. Rein. 2. In fünf Jahren. gedeckt. Vereinskalender. Sihung haben Dienstag: " " M. T. 13. Keineswegs. -Barometerstand mm richtung Wind Windstärke Wetter Das Mädchen soll beim VormundschaftsR. M., A. O. II. Nein. Temp. n. E. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm richtung Wind Windstärke R. M. 16a. S. S. Der Better Temp. n. E. 2. H. K. 44. Auf Abstellung dieser Mißstände können Sie gegen den Wirt beim Amtsgericht mit Aussicht auf Erfolg lagen. Gerechtigkeit. Leider nein. D. F. 100. 50 Mark. Rein. Ja. M. Nein. 2. 43. 1. Die Pfändung besteht zu Recht: soweit ihr Lohn 1500 m. übersteigt, ist er pfändbar. 2. Wegen des letzten Vierteljahres SteuernArbeiter Sängerbund Berlins und Umgegegend. I. Borsigender: rückstand ist jeder Lohn( auch unter 1500 M.) pfändbar. 3. Benn aus dem Julius Meyer, Fichteftr. 27. Erster Stassierer: Seifrit, Fidicinſtr. 16. Alle Wortlaut des Vertrags nicht das Gegenteil folgt, immer. Zu Gunsten der Direktion." Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Roi Lechniker scheint im Recht zu sein. Ist es ein höherer Techniker, so steht Lausigerstr. 33. Uebungsstunde abends 9-11 Uhr.„ Gerechtigkeit" ( Westen), Bartel, Bülowstraße 59. Olympia", Zimmermann, Grüner ihm sechsmonatliche Kündigungsfrist zum Ersten des Quartals zu. Liegt jedoch ein wichtiger Grund vor, so kann er ohne Einhaltung irgend emer Weg 29." Hand in Hand I", Jurran, Naunynstraße 86. R. Hermann 100. Es müßten andre Gründe „ Edelweiß", Kreuzberg", Heinze, Bergmannstraße 70. Frist entlassen werden. Lippke, 2. Wettende 100. Der Kommissar Eine Dienstmädchen- Tragödie. Ein Kindesmord, der vor ungefähr Melchiorstraße 15." Echo", Mündner, Linienstr. 19. Wiederhall", geltend gemacht werden. F. D. Charlottenburg. Nein. zwei Jahren verübt wurde, ist jetzt durch die Thätigkeit des Vor- Schnieber, Admiralstraße 21. Freiheit II", Rode, Adlershof, Bäcker, hat unrecht: das war vor 1900 fo. W. J. L. Lassen Sie die Wohnung auf - P. F. 74. Leider nein. Rote Nelle II", mundschaftsgerichts und der Kriminalpolizei aufgedeckt worden. Am Oppenſtr. 8.- Myrthenblätter", Spät, Georgenkirchstr. 65. des Wirts Kosten machen und flagen Sie dann die Kosten beim Amtsgericht Borwärts IV", Schulze, Rathenow, Jägerstraße. ein. M. G. S. 56. Unwissender 27, Adlershof 1005. Sa. 5. März 1901 zog zu einem Restaurateur in der Reinickendorfer- Rofin, Ruppinerstr. 42. Alpenglode", Gold, Große Frankfurterstr. 133. Weddinger Harmonie", Die sämtlichen Vorschriften des straße 7a eine aus Rußland gebürtige Dienstmagd Minna Walinzky mibrodt, Müllerstr. 7. Vorwärts VIII", Schurbaum, Marwitz in der Wenden Sie sich an einen Batentanwalt. zu. Echon am nächsten Tag mußte sie den Dienst wieder verlassen Mark." Sangesluft II", Hoffmann, Basewalkerstr. 3. Weiße Rose I", Batent- Gesezes und des Müsterschuh- Gesetzes lassen sich, insbesondere und eine Anstalt aufsuchen, in der sie in der folgenden Nacht einen Schiller, Reinickendorf, Provinzstr. 11. Arbeiter- Maibund", Hiemke, ohne Kenntnis Ihres Specialfalles, nicht im Briefkasten darlegen. Marwitz. Leider in der Regel, falls der Vertrag nichts Gegens Sohn gebar. Am 16. März aus der Anstalt entlassen, nahm sie Rowawes, Wallstr. 55. Glasarbeiter", Köpenid, Müggelheimerstr. 29. 2. D. Ja, aber der Betreffende kann Nord- Ost", Conrad, teiliges besagt: nein. bald wieder Dienst, nachdem sie angeblich den Knaben in Pflege Streuzberger Harmonie", Rabe, Fichtestr. 29. den Versuch einer Beschwerde an das Reichs- Versicherungsamt machen. Freie Feldblume", Schmidt, Staligerstr. 51/52. gegeben hatte. Vergeblich aber suchte das Vormundschafts- Borndorferstr. 6. Blumenstr. 38., Cäcilia", Brandenburg a./., gericht nach dem Kinde. Die Mutter, die bald hier, bald dort in Einig", Schulz, Bettermann, Wilhelmsdorferstr. 111." Schneeglöckchen II", Potsdam, Witterungsübersicht vom 8. Dezember 1902, morgens 8 Uhr. Stellung war, zuletzt in der Köpnickerstraße, hatte immer wieder Glaser, Kaiser Wilhelmstr. 38." Tertilia", Wekel, Wrangelstr. 136. eine neue Ausrede bei der Hand, sobald man sie wieder ermittelte. Frob- Hoffnung", Schilling, Kyffhäuserstr. 16. Alpenröslein", HilgenSchließlich fagte sie, die Pflege- Eltern seien verzogen, ohne ihr die feld, Bergstr. 60.- Kupferschmiede", Feind, Weinstr. 11. Schuhmacher", Frohsinn I", Rummelsburg, Beutling, Stationen neue Wohnung angegeben zu haben, und nun wisse sie selbst nicht Weigmann, Andreasstr. 32. Afazie"( gem. Chor), Dalg, Stalikerstr. 94b. mehr, wo ihr Kind sich befinde. Das Vormundschaftsgericht ließ Goethe- u. Kantstraßen- Ede. sich aber dadurch nicht beruhigen, und als es endlich keinen Ausweg Eichenkranz", Prenzlau, Lorenz, Klosterstraße." Hand in Hand II", Borwärts IX", Char mehr gab, kam die Mutter mit der überraschenden Kunde, sie habe Friedrichsberg, Beidler, Frankfurter Allee 176. lottenburg, Bernice, Bismarckstr. 34. Freiheitsklänge", Weihnacht, Swinembe. 770 23 jezt die Nachricht erhalten, daß der Knabe bei seinen Pflege- Eltern Grünftr. 21. Alte Eiche", Appel, Prinzen- Allee 38." Rosenthaler Bor- Hamburg 770 ND gestorben sei. Als sie aber den Brief mit dieser Nachricht zeigen stadt", Schmitz, Brunnenstr. 150." Bukunft I", Steglit, Schellhase, Berlin sollte und wieder Ausflüchte machte, übergab das Vor- Ahornstr. 15a. Rosenrot", Frantj./M. 767 ND Staatsanwaltschaft, Tauschel, Wiesenstr. 29. Männer- Gefangverein" Borwärts X", Nauen, München mundschaftsgericht die Angelegenheit der 766 NW die die Kriminalpolizei mit den Ermittelungen beauftragte. Paul Schulz, Chausseestraße. Ober- Schöneweider Liedertafel", Kaufhold, Wien Diese fand bei einer Haussuchung bei dem Mädchen silhelminenhofstr. 18. Georginia", Balzer, Grünauerstr. 14. Wetter- Prognose für Dienstag, den 9. Dezember 1902. Briefe, die sie in dem Verdachte, daß das Kind gewaltsam beiseite band deutscher Gastwirtsgehilfen", An der Stadtbahn 39 I. Gesangverein Karlshorst", Karlshorst, Bennarndt, Tresdow- lee. Etwas gelinder, vorwiegend nebelig bei schwachen nordöstlichen Winden; geschafft worden sei, bestärkten. Dazu kam, daß die Mutter sich bei Tiedemann, Weißenburgerstr. 49. Gewerkschaft der Maler Berlins, feine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Ben Vernehmungen immer mehr in Widersprüche verwickelte. Endlich Conradi, Luisen- Ufer 51. gestand sie unter Thränen, sie habe den Knaben umgebracht. Den schauderhaften Vorgang stellt sie so dar: Als sie im Krankenhause lag, dachte sie darüber nach, was nun aus ihr und ihrem Kinde werden sollte. Geld hatte sie nicht, daß sie den Knaben in Pflege hätte geben können. Eine neue Stellung als Mädchen würde sie mit einem Kinde faum beTommen oder lange behalten. Je mehr sie über diese Lage nachdachte, desto besser erschien es ihr für das Kind und sie selbst, es aus der Welt zu schaffen. Als sie das Krankenhaus verließ. stand dieser Vorfab bei ihr fest. Ohne in ihrer Absicht noch einmal zu wanken, fuhr sie mit dem Knaben nach Waltersdorf bei Eichwalde erwürgte ihn dort und verscharrte die Leiche in der Haide. Das Gewissen aber ließ ihr keine Ruhe, wenn sie auch bemüht war, seine Stimme zu überhören. Die Reuige soll demnächst mit Kriminalbeamten nach der Haide fahren und ihnen die Stelle, wo sie die Leiche verscharrt hat, zeigen, damit die Ueberreste ansgegraben und beerdigt werden tönnen. Sie wird inzwischen in Haft gehalten. " " " Concordia", Lier, Alte Jakobstr. 119. -S Arbeiter Ber Walküre", Alter 769 D 763 D 1bebedt-4Haparanda 764 WSW 4wolfig 2 bedeckt 2Nebel 1 bedeckt 767 SD 765 D 4 bedeckt 3bedeat -8 Betersburg 771 23 -9 Cort 2 halb.bd.- 11 Aberdeen 2 bedeckt -15 Paris 2 bedeckt Socialdemokrat. Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Südosten.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Buchbinder Otto Schneider Stalizerstr. 102, Stadtbez. 95, plötzlich gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Emmauskirchhofs in Brit aus statt. 234/6 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Ortsverwaltung Berlin. Sonnabend früh 1 Uhr verschied plößlich unser Mitglied Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, PutbuserEldorado", Bels, Grüner Weg 120. Grüne Eiche", ftraße 44, IV. Ambalema", Forsterstr. 19, Udel.„ Neuer Urbanstr. 51, Bech. „ Domingo", Berliner Rauchklub", Reichenbergerstr. 146, Anflam. Waldemarstr. 16, Scheibe. Neuer Hain", Langenbedstr. 7, Techtmeier. Blütenduft", Cotheniusstr. 1, Fedtke. Ruhiga", Brigerstr. 46, Herzog. Pfeifentopf", Falkensteinstraße 5, Gonell.„ Gemütlich feit I", Manteuffelstr. 101, Gläser." Kairo", Köslinerstr. 14, Link. Blaue Wolfe IV", Butbuserstr. 25. Kein Streit", ZorndorferBeilchenblau", Winsstr. 56, Dimte. Eldorado I", straße 9, Kynast. " Geranium", Mettner, Weidenweg 58. Kleine Andreasstraße 3. Seegras", Liegnigerstr. 18, Manegold." Bolldampf", Münche Bictoria", Heiler, Borhagenerstraße 21. bergerstraße 9, Ludsee. „ Edelweiß", Rirdorf, Ringbahnstraße 24, Faustner.„ Einsiedler", Neuweißensee, Wilhelmstr. 2, Irmeler. Gloria", Röslinerstr. 11.- Bukunft", Neu- Weißensee, Neuendorf, Friedrichstr. 5.„ Labat zur Asche", Kant, Charlottenburger Ufer 2. Weichselduft III", Schulz, Neu- Weißensee, Sedanstr. 24.- ,, Grüner Hain", Rott, Straßmannstraße 23. Sternspize", Feuerbericht. Die Brandchronik der letzten beiden Tage ist eine Strujemark, Rigdorf, Jägerstr. 69.„ Columbus", Conrad, Urbanſtr. 87. ungewöhnlich reichhaltige, denn sie weist über 30 Alarmierungen auf." Portoriko", Gehrke, Langestr. 23." Namenlos", Schmit, Brunnenstr. 150. " Sumatra I", Schoppe, Ererzierstr. 3a.„ Einfach", Link, WrangelSonntagnachmittag 3 Uhr wurde die Wehr nach der Stettinerstr. 56 Unverzagt", Stuttke, Landsberger Allee 156. gerufen, wo durch Ueberkochen von Fett ein Feuer entstanden war. straße 86. „ Kleeblatt", Rummelsburg, Central- Kranken- und Kleidungsstücke und Betten gingen kurz darauf in der Großbeeren Berliner", Riemer, Stottbuser Damm 8. 43.„ Gesundbrunnen", Sellerstr. 14. Wiedersehn", Neustraße 54 in einer Schlafftube in Flammen auf. In der Stalizer- Weißensee, Weber, Friedrichstraße 35." Sommerfahl", Friedrichsberg, straße 55 hatte die Wehr einen Brand zu beseitigen, der den Fuß- Gürtel- und Scharnweberstraße- Ede. " Sonnenblume", Hennigsdorferit. Begräbniss- Kasse der Sattler. boden und die Balkenlage ergriffen hatte. Gegen Abend wurde die" Zufriedenheit", Rigdorf, Lessingstraße 17. Fidele Brüder", LittauerExcelfior", Lufatis, Reichenbergerstr. 133. Rose Rose I", Wehr nach der Beuffelstr. 3 gerufen. Hier hatte ein kleines Kind straße 10. mit Streichhölzern gespielt und Gardinen und Kleidungsstücke in Lorenz, Urbanstr. 35." Dewets Eiserne Pfeife", Engler, Schulstr. 5. Glühlicht II", Schmidt, Brand gesezt. Leider erlitt bas Kind hierbei schwere Brandwunden Blaue Wolfe II", Böhm, Zorndorferstr. 9. Reichel, an den Händen und im Gesicht, so daß es nach der nächsten Unfallstation Marstr. 13d. Wißmannstr. 44. gebracht werden mußte. Der entstandene Brand konnte mit Leichtigkeit Arbeiter Turnerbund. Dienstag und Freitag: Turnverein, Fichte", beseitigt werden. Ein Dachstuhlbrand beschäftigte die Wehr längere Berlin, abends 8-10 Uhr: 2. Männerabt.: Staligerstr. 55/56; 4. Männerabt.: Zeit in der Ruppinerstr. 23, während in der Brombergerstraße ohne Moabit, Siemensstr. 20; 5. Männerabt.: Aderstr. 67; 6. Männerabt.: Nummer Bretter Feuer gefangen hatten. Abends 10 Uhr waren in Stallschreiberstr. 54; 9. Männerabt.: Müllerstr. 158, Ede Triftstraße der Prinzenstr. 23 Möbel und Wäschestücke in einer Wohnung in 10. Männerabt.: Petersburgerstr. 4; 11. Männerabt.: Fürbringerstr. 33 Brand geraten, dessen Ablöschung jedoch bald erfolgte. Weitere 1. Lehrlingsabt.: Friedenstr. 37; 1. Jugendabt.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlings Wohnungsbrände führten die Wehr im Laufe des Sonntags nach Abteil.: Boedhstr. 17/20; 6. Lehrlingsabt.: Reichenbergerstr. 67/70; 8. JugendArbeiter- Schwimmerbund. Anfragen an R. Danziger, Burgsdorfder Warschauerstr. 63, Elisabethstr. 9, Brunnenstr. 191, Dragoner- Abteil.: Höchſteſtr. 36/37; 1. Damenabteilung: Mariannen- Ufer la. straße 50. Melanchthonstr. 17 und nach der Alten Jakobstr. 6. In straße 14. Abends 7, Uhr.„ Neptun", Seebad Weißensee. allen Fällen wurden Kleidungsstücke, Gardinen, Möbel 2c. ein Raub Bolts- Badeanstalt, Turmstr. 85a." Hellas", Volks- Badeanstalt an der der Flammen. Nach der Klopstockstr. 11 wurde die Wehr ge- Schillingsbrüde. Waschküche ein weil hier in einer Arbeiter- Nadfahrerbund Solidarität". Gau 9( Prob. Branden rufen, weil gekommen war. In der Dresdenerstr. 16 waren in einem Keller burg.) Alle Zuschristen und Anfragen, den Bund betreffend, find zu richten Kisten, Stroh, Gerümpel, Verpackungsmalerial in Brand geraten, doch an den Bau- Borfizenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Arb. Radf. Verein„ Nigdorf", Hermannstr. 48/ 50.- Adler", Biethenstr. 77. Borwärts", gelang es hier, bald die Flammen zu ersticken. brände wurden von der Novalisstraße 15, Rosenthalerstraße 27 und jeden Dienstag nach dem 8. und 21., Schöneberg, Meiningerstr. 8. " Vorwärts", Wilmersdorf, Berlinerstr. 40. Norden 1900", Pantstr. 32d. von der Kaiser Wilhelmstraße 18 gemeldet. In der PotsdamerBoran I", Dienstag nach dem 15., Landsberger Allee 40/41. Zaube", straße 7a war in einer Droguerie ein Feuer ausgekommen, das aber Jagowstr. 21. Frisch auf", Dienstag nach dem 1. und 15., BaumschulenWanderer", Dienstag nach dem 1. und 15., Friedrichshagen, glücklicherweise noch im Keime erstickt werden konnte. Montag früh straße 14. hatte die Wehr in der Ritterstraße 79 einen Brand abzulöschen, der Friedrichstr. 137. Central: Raucherbund. Buschriften find an G. Kleift, Rigdorf. in einer Lampen- Galvanisierungsanstalt entstanden war. AlarmieMorgenrot", Brand aliss Weitere Keller" Solide", Scholz, Bossenerstr. 1. Cinigteit, Heide Otto Schneider # Gut Naß", rungen, die außerdem noch nach der Elisabethkirche, Badstraße 57, Juliusstr. 26, zu richten. Florida", Rigdorf, Bergstr. 31. Rigdorf, Hermannstr. 52. Konkordia", Rigdorf, Wißmannstr. 44. Mühlenstraße 47, nach dem Engel- Ufer 12 und andren Orten er- Zufriedenheit", Rirdorf, Goethestr. 8.„ Alpenhöhe", Rigdorf, Karlsgartenfolgten, waren auf unbedeutende Anlässe zurückzuführen. Aus den Nachbarorten. an Herzlähmung. Die Beerdigung findet Mittwoch, 10. Dezember, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes in Briz aus statt. 9336] Die Ortsverwaltung. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 7. Dezember meine inniggeliebte Frau und unfre gute Mutter Marie Stroh, geb. Both nach furzem aber schwerem Leiden im 27. Lebensj. sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Der tiefbetrübte Gatte nebst Kindern Die Beerdigung findet 10. Dezember, nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause Virchowstraße 9 aus nach dem Auferstehungs- Kirchhof 934b in Weißensee statt. Danksagung. am Deutscher BuchbinderVerband. ( Zahlstelle Berlin.) | 1600= 902|| 99501 T Allen Mitgliedern hierdurch zur Nachricht, daß unser langjähriges, treues Mitglied, der Buchbinder Otto Schneider am Sonnabend früh an Herzlähmung verstorben ist. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten! Die Beerdigung findet morgen, Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes in Briz aus statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 25/6 Lichterfelder Kranken- und Sterbekasse. ( E. H. 54.) Oertliche Verwaltung Berlin. Am Freitag, den 5. Dezember, verstarb unser Mitglied Herr Alb. Wendt im Alter von 51 Jahren. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Nikolai- Kirchhofes aus statt. Der Vorstand. 9286 Für die rege Beteiligung und zahl reichen Kranzipenden sagen wir allen Verwandten, Freunden und Befannten, den Mitgliedern des Metallarbeiter- Berbandes und des Former Vereins, insbesondere den Kollegen der Bronzewaren- Fabrit G. Krüger auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. Wwe. C. Grothmann 9386 und Kinder. Danksagung. Für die zahlreiche, herzliche Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung unsres Vaters und Schwiegervaters, des Eisendrehers Hermann Jänicke, fagen wir allen Verwandten, Befannten, besonders den Kollegen der Firma H. G. Reiche unsern 9306 herzlichsten Dant Elise Rublack geb. Jänicke. Emil Rublack. straße 1. Starte Raucher", Rigdorf, Hermannstr. 213. Blaue Wolke", Für die überaus reiche Teilnahme Steglitz, Heeseftr. 5." Deutsche Eiche", Flora- und Düngerstraßen- und Kranzspenden bei der Beerdigung Ede." Grüne Linde", Friedenau, Rheinstr. 24." Hand in Hand", meines lieben Mannes Briz, Chauffeeftr. 97." Hoffnung", Wilmersdorf, Günzelftr. 37a. Karl Schöning " Weiße Wolfe", Schmargendorf, sage ich allen Beteiligten meinen herzGroß- Lichterfelde. Die Wahlen der Beisiger zum Gewerbegericht Gemütlichkeit", Mariendorf, Feldstr. 14. lichsten Dant. Insbesondere den Breitestr. 34. aus den Kreisen der Arbeitnehmer finden morgen, Mittwoch, in Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Schöneberger Theater Kollegen und der Firma Leibe& folgenden Lokalen statt: für den westlichen Teil des Ortes bei Arbeiter Theaterverein verein, Wilhelmshof, Ebersstraße 81. Vor- Comp., der Central- Krankenkasse der Seddig, Kyllmannstr. 7; für den östlichen bei Hennig, Jungfern- wärts", Otto Bachgänger, Swinemünderstr. 34. Sängerchor II des Ber- Tischler und dem socialdemokratischen Gastwirte- Berein. 941b stieg 5. Wahlzeit von 4-8 Uhr. Die Wahl ist eine geheime und liner Spar- und Bauverein", Genossenschaftshaus Schreinerstr. 70. erfolgt mittels Stimmzettel. Gesangverein„ Thalhsia", Friedrichstr. 211.„ Undine", Admiralstr. 18c. Bipe. Anna Schöning. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Weitagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW