Nr. 288. etibile mibibley& Griot dainader une od and Jibitioff syed stinti i Abonnements- Bedingungen: hiltmstic rut sod Ha med rad span] guildsto] modniitott gradiate mo prudalgo sipulip sid bin elloids modo de nommonredli dadi si non tod 19. Jah 71 190 tim nommei Vorwärts Abonnements Preis pränumerandos Bierteljährl. 3,30 I., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags en einn Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. ironie wiidosd bon tipl moniat UD Sumilofida 774302 is goi dndragiri hindu math do Berliner Volksblatt. and dit m 173 thisut Die Insertions- Gebühr 06 beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pig., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. 11,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Ru.. c müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochenstagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. ... Telegramm- Adresse: sam moginabled Sprialdemokrat Berlin". 2001 #om thi 10 Jalu indag Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. dna Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.tunts Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Luntenrecht. Logau. d Mittwoch, den 10. Dezember 1902. im Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Hierauf verlas Eugen Richter eine matte Erklärung gegen Deckung zu den abenteuerlichsten Mitteln gegriffen werden soll. Vom den Antrag Gröber, es folgten Barth mit scharfen Angriffen. Standpunkte gerade der staatserhaltenden Parteien müßte die sorgUnd dann machte die Mehrheit Schluß. Singer verlangte zum fältigste und fachlichste Beratung dieses Etats als unumgängliches naijardi Buntenrecht hält echtes Recht für Lumpenrecht; sidded Wo Gewalt zum Herrn wird, ist Gerecht ein Knecht. Stolberg nahm bereits den Antrag Gröber vorweg und Schlußantrag das Wort zur Geschäftsordnung. Aber der präsidierende Graf Grfordernis angesehen werden. Gerade diese staatserhaltenden Parteien sehen wir eben am Werk, wie sie das von ihrem Standpunkte wichtigste Gesetz zum Erpressungsrevolver gegen die Regierung benutzen und seine fritischen Augenblick erschien wieder Herr Suad auf der Bildfläche-fachliche Behandlung zu hintertreiben versuchen. Wenn Herr Spahn Am Dienstag ist nun auch die Gröberei im deutschen Reichs überhörte geflisfentlich Singers Wortmeldung. Zu einem neuen um einen Cylinder aus dem Wandschrank nimmt und zum Reichskanzler tag Rechtens" geworden, die Diftatur des Präsidenten, die erhörten Rechtsbruch ließ er einfach über den Schlußantrag abstimmen. fährt, kommt ja doch wieder alles in Ordnung. Die Formalitäten der in Wirklichkeit die Diktatur der Mehrheit ist, proklamiert Dann erft erteilte er Singer das Wort, der Sen Rechtsbruch mit parlamentarischen Beratung können ja dann wieder durch neue worden. Das Parlament ist zum Inquisitions Tribunal fräftigen Worten feststellte. Herr Kröcher, der starke Mann, eilte Snebelmgen abgekürzt werden, und jeder Socialdemokrat, der dafür die Zollhezer entwürdigt. Eine höchst aristokratische Ge- dem Vicepräsidenten zu Hilfe; er gab zu, daß das Verhalten gegen aufmuckt, wird wieder als" Mann der Obstruktion"„ der ſellſchaft wohnte auf den Tribünen den barbarischen Schau- des Vicepräsidenten zwar gegen den Brauch des Hauses ver- wachsenden Erbitterung aller Klaſſen der Bevölkerung“ preisgegeben werden. Die Hofloge war so voll, wie niemals im stoße, aber im Sinne der Geschäftsordnung sei. Jest war spiel bei. nenen Hause. Kenner des Gothaischen Hoffalenders sahen sogar Herr Stolberg erleuchtet. Von unsrer Seite war ein Antrag letzten Reste der Staatsordnung wofern man den Etat der Die Regierungen aber mögen darüber nachdenken, ob sie die Verwandte der Hohenzollern- Familie. Selbst Hufarenoffiziere ge- auf Uebergang zur Tagesordnung gestellt. Der Vicepräsident Zuschußanleihe noch mit dieser Flagge deden willpreisgeben winnen Interesse an den parlamentarischen Verhandlungen, feitdem erteilte Singer das Wort, der die ungültigkeitserklärung der vorigen wollen, um möglichst schnell die von der Mehrheit ersehnte tollalles parlamentarische Recht zertrümmert ist. Abstimmung forderte. Ein weiterer Rechtsbruch des Grafen Stolberg Häuslerische 3 ollunordnung zu erreichen. Der alte tapfere Wiz- Geißler der Lüge und Knechtschaft, Logau, war die Antwort. Die Bemerkung Singers wurde als Begründungshat in einem feiner Pfeilworte das kanonische Recht der allein- rede für die Tagesordnung aufgefaßt. Wenn die Linke nicht eine feligmachenden Kirche über das Kanonenrecht hinweg als Luntenrecht fast übermenschliche Selbstbeherrschung bewiesen hätte, so wären die Aufforderung zur Selbstschändung. verdeutscht. Der Reichstag wird jetzt von solchem Luntenrecht regiert, leidenschaftlichen Scenen der letzten Tage wiedergekehrt. Aber es das echtes Recht für Zumpenrecht erachtet. D Es kann jetzt kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß die sich stetig steigernden Rechtsbrüche der Zollmehrheit nicht im mindesten durch die Opposition, die man als Obstruktion verleumdet, veranlaßt worden sind. Die Zöllner wollten einfach jede fachliche Beratung des Zolltarifs verhindern, weil sie erkannten, daß jeder Versuch einer fachlichen Erörterung, abgesehen von der Unmöglichkeit, die Beschlußfähig feit des Hauses für einige Zeit zu erhalten, die Voltsmassen über das lohnt sich in der That kaum noch, sich über diese Politik des starken Mannes, der in der Unfähigkeit am stärksten ist, zu entrüsten. duit asidid odrobiumas tits, Ein nationalliberales Blättchen in Bochum teilt mit, daß von Bochumer Arbeitern" eine Kundgebung an den Kaiser geplant sei. An verschiedenen Stellen seien Listen ausgelegt worden, auf denen sich die Arbeiter für eine an Wilhelm II. gerichtete Adresse unterzeichnen sollen. Der Text dieser Adresse lautet: Bochum, im Dezember 1902. Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König! Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Euerer Majestät Der Antrag Gröber wurde schließlich mit 176 gegen gegen 125 Stimmen angenommen. Die große Minderheit rief allgemeine Ueberraschung hervor; die Antisemiten hatten allerdings, 约克 obwohl sie den Antrag unterzeichnet hatten, gegen ihn gestimmt, weil ihnen das Wort abgeschnitten war. Es zeigte sich damn später, daß Daß es sich wieder 11112 eine ruchloſe Spiel in steigendem Grade aufklären mußte. Darum hat Anman, wie man bestimmt behauptet, unter Anwendung eigens für trag, 206 dafür gestimmt. den Zollwucher eingeführter Diätenzahlungen, für ein paar Tage di Der weitere Verlauf der Sigung zeigte die glorreiche die Abgeordneten des Agrar- und Industrie- Kapitalismus herden Herrschaft des Gröbertums. Geschäftsordnungsrednern wurde weise zusammengetrieben, Kanonen auffahren laffen, die Geschäfts- mitten im Satz das Wort abgeschnitten. Wortmeldungen zu Ge ordnung verwüstet, um so, ohne jede Beratung, noch vor Weih- schäftsordnungen wurden verweigert. Die Verhandlung wurde nachten den Zolltarif zu raffen. Es liegt in diesem Verfahren durch den Antrag Gröber so würdelos und possenhaft, eine völlige Ausschaltung des Reichstags, die durch den Mißbrauch daß sich Singer einmal energisch verbitten mußte, daß die Minderparlamentarischer Formen noch nichtswürdiger wird. Der Bund der heit vom Präsidenten wie Schulbuben behandelt würde. Dennoch Landwirte, der Centralverband der Industriellen und die heilige gelang es unsern Genossen noch mit großem taktischen Geschick ein paar Kirche haben in Wahrheit den Belagerungszustand der Hochzölle Fetzen sachlicher Beratung zu erzwingen. Von Referenten hörte über das deutsche Volt verhängt, kraft ihres absolutistischen Willens man Schlumberger und Förster- Sachsen, die das gemein hatten, daß die Interessen einer herrschenden Minderheit zum Gesetz er sie bei der Beschlußfassung in der zweiten Kommissionslesung gar hoben Falschmünzerei mit scheingesetzlichem Zivangshurs. Die nicht zugegen waren. parlamentarische Verhüllung war dabei nichts als Farce. Aichbichlerei handelte. Thatsächlich hatten nur 92 gegen den gestatten sich die unterzeichneten Arbeiter allerunterthänigsten Dank Den Schluß der Sizung füllte ein eingehendes Referat unfres Der das Recht und das Boltsinteresse verfechtenden Minderheit Genossen Reißhaus über die Positionen 470-502 aus, in denen fiel in diefer anarchischen Auflösung verfassungsmäßigen Handels die Zölle auf pflanzliche Spinnstoffe, Waren aus Gespinnsten und einmal die Aufgabe zu, zähen, bis zum äußersten fon- Bosamentierwaren festgelegt werden. Dem Referenten gegenüber sequenten Widerstand zu leisten, dann aber die Agenten konnte das neue parlamentarische Laviermittel natürlich nicht andes Zollgeschäftes zu zwingen, Stein für Stein die Rechts- gewandt werden und so war es unsrem Genossen möglich, eine einordnung zu zertrümmern. Das wenigstens follte erreicht werden, gehende objektive Darstellung der Kommissionsverhandlungen über und das ist schon jetzt erreicht worden, daß die Vertreter der diese wichtige Materie zu geben. Sein Referat nahm 1% Stimden Herrschenden Klassen alle heuchlerischen Hüllen ihrer brutalen Natur in Anspruch; dann wurde die Weiterberatung auf morgen 10 1hr abwerfen mußten: nur über die Schändung des Rechts und die Zer- vertagt. Es stehen noch 18 Referate aus. störung der Ordnung durfte der Weg der Zollbeute führen. Das ist der unverlierbare politische Gewinn dieses parlamentarischen Krieges: diese Hüter und Stüßen der Drdnung sind entlarvt als Elemente, die vor keiner Gewaltthätigkeit, keiner Vernunftwidrigkeit zurückschrecken, wenn es gilt, ihre persönlichen Interessen durchzusetzen. Das Luntenrecht der Macht diktiert die Gesetze. Nach ihnen die Sintflut. Gril 20 Politische Uebersicht. Berlin, den 9. Dezember. Obstruktion gegen den Etat. Während die Mehrheitsparteien jeden Versuch der Minderheit, den 3olltarif fachlich zu beraten, als Obstruttion mit allen Mitteln des Rechtsbruchs bekämpfen, treiben sie selbst die gefährlichste Obstruktion gegen das wichtigste Gesetz, gegen den Etat. auszusprechen für Allerhöchstihre am 26. November dieses Jahres in Effen gegen die schmach volle Verleumdung eines um das Wohl der Arbeiter hochverdienten Arbeitgebers gerichteten trefflichen Worte. Ebenso innig und begeistert daufen wir für die herrliche Rede, durch welche Eure Majestät am 5. 5. M. in Breslau die gesamte deutsche Arbeiterschaft ausgezeichnet haben. Wir verabscheuen von ganzem Herzen jene Presse, die zu den verwerflichsten Mitteln greift, mit um den Klassenhaß zu fördern und die Arbeiterschaft zu verheizen; wir wollen nichts gemein haben mit einer Partei, die alles, selbst das Beste, in den Schmutz zieht, die selbst an den hochherzigsten, dem Arbeiter reichsten Segen bringenden Einrichtungen nichts als nörgeln fanu, die für uns Arbeiter noch niemals etwas Ersprießliches geschaffen hat und neuerdings wieder durch ihr Verhalten im Reichstag gegenüber dem Zolltarif die Intereffen der Arbeiterschaft wie die des ganzen Volkes mit Füßen tritt, indem sie das ersehute Ende der gegenwärtigen wirtschaftlichen Unsicherheit hinauszögert und dadurch besonders die auf dem Arbeiterstand wie ein Alpdruck lastende ungünstige Konjunktur über Gebühr verlängert. Mit Aufbietung aller unsrer Sträfte werden wir dafür Sorge tragen helfen, daß der Arbeiterstand über das wahre Wesen dieser Bartei immer mehr aufgellärt werde, wie wir entschieden dagegen Verwahrung einlegen, daß die Socialdemokratie fich in Presse und Reichstag als Vertreterin der Arbeiterschaft breit macht. Bei der bevorstehenden Reichstagswahl darf kein gutgesinnter Arbeiter einem Socialdemokraten seine Stimme geben. and Zugleich möchten wir Euere Majestät allerunterthänigst bitten, zu einer Aenderung der Gesetzgebung die Initiative ergreifen zu wollen, damit der weiteren Bergiftung unfres Volkslebens durch) eine verwerfliche Kampfesweise vorgebeugt werden kann. Die Sigung begann am Dienstag mit einer Rechtsverwahrung des Gen. Singer hinsichtlich der Zulässigkeit des Initiativantrages Euerer Majestät allerunterthänigste Arbeiter von Bochum und Umgegend. Gröber. Aber was dem Aichbichler recht ist, ist dem Gröber billig. Eine so ungeheuerliche Aufforderung zu reaktionären Maßregeln Jur Reichstag fann man jetzt erkennen, wie historisches Recht sollen die Arbeiter von Bochum unterschreiben; thun sic es nicht, so entsteht. Der eine Umstand, daß beim Antrag Aichbichler Bereits haben sie die Regierungen dazu vermocht, die erste gefährden sie ihre gute und gesicherte Existenz." Dieser Winter ist die Geschäftsordnung gebrochen wurde, reicht aus, um den Lesung des Haushaltsgesezes gegen alle sonstige Gepflogenheit in Rechtsbruch für immer zu legitimieren- das heißt für so lange als die Zeit nach Weihnachten zu verlegen. Aber auch diefer grimmig talt und wenig zum Uebernachten im Freien geeignet! es der Mehrheit paßt. Gegen die Geschäftsordnung wurde der obstruktionelle Sieg über die Ordnung genügt ihnen nicht. Nie ist mit dem unglücklichen durch schändliche Ausbeutung willenlos behauptet in feiner Deutschen Tages- gemachten Arbeiterstimmbieh frecherer Hohn getrieben worden, als Antrag Aichbichler außerhalb der Reihenfolge der Initiativanträge zeitung" zu wissen, die Regierungen würden den Etat unter hier, wo man den Arbeitern zumutet, allerunterthänigst um die auf die Tagesordnung gefeßt. Jetzt ist das Verfahren bereits feinen Umständen vor den Reichstag bringen, jolange der Zoll- senebelung der einzig ehrlichen Arbeitervertreter zu bitten. Die cine alte Sache und ivenn Herr Bassermann nicht tarif nicht fir und fertig ist. Bisher hat es die offiziöse Preie 22 000 Stimmen, die aller Wahlbeeinflussung zum Trozze, bei der den frankhaften Hang hätte, bei jeder Gelegenheit den National- unterlassen, die Regierungen gegen diese wirklich ungeheuerliche Tezten Reichstagswahl in Bochum für den socialdemokratischen liberalismus verächtlich zu machen, jo hätte er sich die neuerliche Beschuldigung, den Vorwurf schwerster Leichtfertigteit, wirksam zu Standidaten abgegeben worden sind, werden durch die Anwendung Begründung des Rechtsbruchs füglich ersparen können. verteidigen. Nachdem Herr Pachnicke von der Freifinnigen Vereinigung die Daß aber in den Ausstreuungen Dertels Syſtem liegt, be- fo schmachvoller Sniffe wahrlich nicht verringert werden. Wilhelm II. Bedenken der Socialdemokratie unterstützt hatte, wurde der Antrag weist ein Aufruf, den nun auch Dertels Freund, der Ausnahmsjude aber, der in Breslau so laut seine Stimme gegen den vermeintArendt im Scherlschen Tag" erläßt: lichen Terrorismus der Socialdemokratie erhob, wird schwerlich mit 225 gegen 56 Stimmen für zulässig erklärt. Di „ Die Dinge find jetzt so weit gedichen, daß es ein Zurück nicht jemals erfahren, wie und von wem die Bochumer Arbeiter geknechtet mehr giebt. Die Mehrheitsparteien können nicht zugeben, daß und terrorisiert werden. irgend eine Vorlage den Reichstag beschäftigt, che das ZolltarifGesetz verabschiedet ist. Auch der Etat darf hiervon keine Ausnahme machen. Nicht um den Tarif handelt es sich, sondern um Einer der bedeutendsten, einflußreichsten und geachtetsten Führer die Verfassung des Deutschen Reiches; da muß auch und wird der maßgebenden Partei über das Kardorff- KomEine Revolution in der Centrumsfraktion? auch die zweite Lesung des Etats zurückgestellt werden. promiß der Majoritätsparteien mit der Regierung, Giebt sich die Minderheit wirklich der Hoffnung hin, nachdem die wie uns aus zuverlässigster Quelle und nach einer steng Enbloc- Annahme des Tarifs erreicht, noch ein halbes Jahr hindurch erfolgreich Obstruktion zu treiben? Sie kann nichts weiter graphischen Aufnahme mitgeteilt wird, also unzweideutig erreichen als schärfere Bestimmungen der Geschäftsordnung und a. ausgelassen: eine wachsende Erbitterung aller Klassen der Bevölkerung gegen Ganz im Geheimen sekten fich die Führer der die Männer der Obstruktion." Majorität zusammen, sie werfen sich auf als die alleinigen Schiedsrichter über das Schicksal des Gesetzes, über die bisherigen Beschlüsse des Reichstages.. Den Antrag Gröber begründete der Antragsteller selbst. Dic Centrumsjuristen Spahn und Bachem haben abgewirtschaftet, darum mußte Gröber heran. Bei dem nächsten Rechtsbruch wird nun wohl Roeren plaidieren. Herr Gröber begründete die Diltatur der Mehrheit mit der Enthüllung, daß die Socialdemokratie die Gesellschaftsordnung umstürzen wolle, sonst wußte er nichts. In ruhigen, aber überaus wirksamen Darlegungen erwiderte Bebel. Er erinnerte das Centrum an seine eigne Oppositionszeit, an jene Zeit, da sie noch selber umsturzverdächtig waren, und für Meuchelmörder verantwortlich gemacht und vaterlandslose Gesellen genannt wurden. Daun charakterisierte er den gefährlichen Unsinn des Autrages, der ein Gesetz gegen den Präsidenten Genau so hieß es bei der Kanalrebellion: Erst der Zolltarif, sei und zugleich den Präsidenten zum ewigen An- dann die Kanalvorlage! Nun heißt es: Erst der Zolltarif, dann geklagten mache. Die Junker wies er auf ihre Kanal- der Etat! Die Regierungen sollen scharf gemacht werden gegen die obstruktion hin. Die Mehrheit fei vom Eroberungskoller befallen. Socialdemokratie, für die Verständigung, für den Antrag Kardorff. Der Antrag wolle eine Provokation der Minderheit fein; es sei das Darum erklärt man ihr den Weg zum Etat so lange versperren zu wollen, Toben der Vendée. Mit einem ergreifenden Stontrastbild schlok der bis durch den letzten Gewaltstreich der letzte Wucherzoll durchgedrückt worden ist. Redner. Dort das Volk, das hungert und friert und hier Barteien, die eine Minderheit vergewaltigen, weil sie sich wehrt, daß der Not noch schwerere Lasten aufgewälzt werden.gif Zudem handelt es sich diesmal, wie längst bekannt, nicht um einen gewöhnlichen Etat, sondern um einen Etat der Ver3eiflung, der mit seinem riesenhaften Deficit rechnet und zu deſſen 11. Ich möchte doch wirklich wissen, wie man dieses Verfahren, ich will nicht sagen rechtfertigen, sondern auch nur beichönigen kann. Ich begreife darum auch nicht, wie man die immung, die ein solches Verfahren hervorgerufen hat, als eine auffallende, als eine nicht motivierte bezeichnen kann. So also ist man vorgegangen. Einseitig und im Bewußtsein, daß man so und so viel Stimmen mehr als dic andren Parteien zufammengenommen hat, hat man die Diktatur übernommen und| sondern aus Faulheit da jene Sigung lange vor dem Konflikt hat einseitig ein Abkommen mit der Regierung Singers mit dem Grafen v. Stolberg stattfinden sollte. getroffen, welches nun den andren Parteien und dem Der Fall Büsing hat ebenfalls nicht die geringste Beziehung Volfe oftroniert werden soll. Ein solches Verhalten mag zu dem beregten Vorfall. Herr Büsing trat aus der Geschäftsman ein Kompromis nennen; ich kenne gar viele Stompromisse, ordnungs- Kommission, weil dieser Kommission eine Frage zur Vordie während des Beſtehens des deutschen Parlamentarismus beratung überwiesen wurde, bei der er als Präfident beteiligt gegeschlossen worden sind; ein auch nur ähnliches Kompromiß aber wesen war. ist mir noch niemals vorgekommen. Dieses Rompromiß" wird Wie wenig der Fall Singer mit dem Austritt des Herrn Büsing auch draußen von dem deutschen Volke gewürdigt zu thun hat, erhellt aus der Thatsache, daß Büsings Austritt am werden. Mittwoch vollzogen wurde, während der Vorfall mit Singer am Donnerstag voriger Woche erfolgte. Ich habe nicht daran geglaubt und glaube jetzt noch nicht daran, daß die verbündeten Regierungen ihrerseits auf ihrem Veto in Bezug auf alle streitigen Punkte bestanden haben würden. Jedenfalls war es unsre Sache, war es Sache des Reichstages, darauf noch eine fernere Probe zu machen und nicht alles über Bord zu werfen.... " Zum Rücktritt Singers vom Vorsiz der GeschäftsordnungsKommission meint die Deutsche Tageszeitung", der Abgeordnete Singer habe sich durch dieses Schreiben gar nicht ungeschict aus der Affaire gezogen. Die Berliner Volks- Zeitung" bemerkt: Der Abgeordnete Singer handelte wie ein Ehrenmann, dem es mit der Wahrung der Würde des Parlaments ernst ist." " Möge man wie immer beschönigen; möge man als mildernden Umstand anführen, was man wolle, so viel steht fest: man hat in der größten Heber= Majorität Detent jeiner Zefer auseinander, warum er so ganz ohne cilung gehandelt, man hat seitens per Zur Beruhigung. In der Deutschen Tageszeitung" sezt Herr. Principien, man hat Bestimmungen preisgegeben, welche man jede Gefahr über die Verständigung schimpfen darf. Das rechnet er selbst aufgestellt, auf welche man zuvor das größte ihnen ganz ausführlich vor: Gewicht gelegt hatte, die man sozusagen als unentbehrlich für Deutschland erklärt hatte. Man hat sie ohne Not preisgegeben; ich bin überzeugt, das deutsche Volk weiß, wenn es hernach Schaden leidet, welchen Männern es die Schuld zu geben hat. Es weiß schon, daß daß bloß dieses übereilte Vorgehen, daß dieses bon der Majorität so hochgerühmte Kompromiß daran schuld war. Diese Verantwortung mögen Sie tragen; ich wenigstens an meinem Teil binfroh, daß ich keinen Teil daran habe." popul Wir fügen für heute nur noch hinzu, daß diese Ausführungen eines, wie wir wiederholen, ho changesehenen und einflußreichen Führers der Centrumsfrattion in der betreffenden Sitzung von einem beachtenswerten Teile der Anwesenden mit lebhaftem Bravo aufgenommen wurden. Wir wissen ferner bestimmt, daß der citierte Führer nicht mehr für den Reichstag kanDidieren wird. Bourgeois- Socialismus. neun Für den Kompromißantrag treten voraussichtlich ein: 18 Freifonservative, 108 Centrumsmitglieder( nebst Hospitanten), 14 Polen, 54 Nationalliberale, 10 Elsässer und feiner Fraktion angehörige Abgeordnete. Das würde eine Zahl von insgesamt 213 Reichstagsmitgliedern ergeben, die entschlossen sind, auf den Boden der Verständigung zu treten. Es würde also für den Antrag auch dann eine Mehrheit vorhanden gewesen sein, wenn die gesamte deutschkonservative Fraktion sich der Verständigungsaktion nicht angeschlossen hätte. Diese Mehrheit würde aber außerordentlich gering und deshalb die Annahme des Verständigungsantrages einigermaßen zweifelhaft sein. Run hat sich aber, wie bekannt, die fonHälfte der servativen Partei entschlossen, der Verständigung teilzunehmen, so daß die Mehrheit also etwa 240 Abgeordnete umfassen wird. So liegen die Verhältnisse. Wir werden also durch unser ablehnendes Votum, wie gestern schon auseinandergesetzt wurde, materiell nichts erreichen. Ein Spiel also mit sorgsam verteilten Rollen. Der eine schimpft, der andre kauft. Richter der Berräter. 885 Aus Süddeutschland wird uns geschrieben: Unter obigem Titel veröffentlicht das demokratische Würz burger Journal" am 5. Dezember einen Leitartikel, der in gewiffen Partien allgemeineres Interesse beanspruchen kann und barum hier einer breiteren Oeffentlichkeit unterbreitet werden mag. Es heißt darin: Im deutschen Reichstag wurde der Führer der bürgerlichen Opposition dortselbst, Eugen Richter, des Verates geziehen, als er vor einigen Tagen die von der Socialdemokratie zur Verhinderung der Beratung des Zolltarifs ins Scene gesetzte Obstruktion aufs schärfste verurteilte... Doch nicht über das Recht des gewaltsamen Widerstandes einer Minorität gegen eine von einer ebenso gewaltsamen Mehrheit beabsichtige Mundtotmachung wollten wir heute sprechen. Uns interessiert im Falle Richter" diesmal fast noch mehr die psychologische Seite dieses Vorganges. Trozz all feinem Radikalismus ist Eugen Richter doch ein Doktrinär, ein Dottrinär des parlamentarischen Wefens. Sein Leben hindurch hat er in den Mauern gefeßgebender Körperschaften geteilt. Zwischen Landtag und Reichstag ging er einher. Er lebt und webt in Fraktion, Seniorenfonbent, Blemum und Kommissionen. Stört man dieses Räderwerk seines Daseins, so steht für ihn die Welt still. Eine Welt ohne parlamentarische Disciplin kann er nicht fassen und er stellt sich vermutlich den Herrgott selbst wie einen würdigen Präsidenten vor, der mit der Klingel in der Hand nach Geschäftsordnungs- Paragraphen den Erdball regiert. Es ist deshalb tiefste Ueberzeugung bei ihm, wenn er das Unheil der Disciplinlosigkeit von seiner Welt bannen möchte. Er glaubt ein verdienstliches Werk zu thun. Das Volk mag eine Weile leiden, aber das Urwerk des teuren Parlaments muß weiter tiden. Daß Eugen Richters Gesamtthätigkeit der liberalen Oppofition cher geschadet als genügt hat, wird niemand bestreiten, der die Parteiführung des eigensinnigen Mannes aus der Nähe verfolgt hat. Zahlreiche Mandate sind verloren gegangen oder nicht erobert worden, weil Richter selbständige Köpfe nicht neben sich vertrug, weniger aus Herrschsucht als aus pedantischer Rechthaberei. Richter, dessen großartige rednerische und logische Bedeutung viele Menschen gewonnen hatte, verlor fie oft als Anhänger, sobald er in persönliche Berührung mit ihnen getreten war. Er war troß seiner besten Abfichten ein Parteigerstörer und 3ersplitterer. Es ist ungemein fesselnd zu sehen, wie die Parteithätigkeit Richters hier von einem Organ der ihm auch in der ZolltarifCampagne eng verbündeten süddeutschen Demokratie beurteilt wird. Das Blatt ist noch ungemein höflich gegen Richter; aber es entkräftet durch seine Ausführungen den Vorwurf Bebels' nicht, es plädiert nur für mildernde Umstände. Im Kern laufen seine Ausführungen darauf hinaus: Richters Verhalten war ein Berrat an der Zolloppofition, aber kein Berrat aus Niedertracht, sondern darauf, aus Unverstand! Ob Eugen Richter an diesem Verteidigungsplädoyer des ihm bes freundeten Blattes Gefallen gefunden hat? ed Paris, 5. Dezember.( Eig. Ber.) In seiner neuesten Festrede Gegen die Baffermänner traten dieser Tage in der Generalhat Miller and wohl den intimsten Inhalt seines„ Socialismus“ versammlung des nationalliberalen Wahlvereins zu Hannover zahlmit erquickender Offenheit in der Sache, wenn auch nicht in der reiche Redner auf, unter ihnen der Generalsekretär der Partei, Plathmann und Chefredacteur Jakobi. Plathmann erklärte: Form, dargelegt. Er begnügte sich nicht mehr mit der indirekten Der Antrag Kardorff bedeute einen Bruch der Geschäftsordnung und Berleugnung alles dessen, was die Seele des proletarischen Socia- fei ein recht und gefeßloses Mittel. Allerdings müsse der Obstruktion Socia- Petroff lismus ausmacht, er zeichnete in scharfen Umriffen den pofitiven auf alle Fälle ein Ende gemacht werden, aber nicht auf ungefeß Inhalt seines Bourgeois- Socialismus. Jm„ Kommunistischen lichem Wege. Die Beteiligung der nationalliberalen Fraktion an Manifest" kann man das Nähere über diese Sorte gefälschten Socialismus dem gesetzwidrigen Antrag Kardorff, Arm in Arm mit Centrum und lesen. Es wird sich zeigen, daß abgesehen von den zufälligen Konservativen, sei ein Schlag gegen den jüngsten nationalliberalen durch die verschiedenen Zeitumstände erklärlichen Unterschiede der Eisenacher Delegiertentag, der eine entschiedene Betonung der liberalen Grundprincipien gefordert habe. Die Stellung der national- Lehmann ersehut eine zweite Blamage. Der famose MineralogieMillerandsche Socialismus" Fleisch vom Fleische des von Marr und liberalen Frattion zum Antrag Kardorff werde für die Partei Professor in Kiel, Lehmani, hat eine zweite Versammlung anEngels fritisierten„ konservativen oder Bourgeois- Socialismus" der im nächsten Wahlkampfe von empfindlichem gekündigt, zu der er seine Anhänger als Gäste einladet, das Recht vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ist. der Rede aber behält er ausschließlich sich selbst vor. Ob er mit Schaden sein. Von verschiedenen Seiten wurde deshalb sogar ein Mi- Hilfe der Beamten der Kruppschen Germania- Werft ein Bäcker- Duzend trauensvotum gefordert, mindestens müsse man sich ganz ent- Personen zusammentrommelt? fchieden gegen das von andrer Seite beantragte Vertrauensvotum verwahren. Schließlich gelang es dem Stadtdirektor Tramm mit Mühe, den Sturm zu beschwichtigen und die Annahme einer lendenlahmen Einigungsresolution durchzusetzen.eune Es kracht an allen Ecken. " Millerand will, daß die socialistische Partei über die Schranken hinausgehe, in denen sie eingeschlossen war infolge der ausschließlichen Die wahre Meinung der Kruppschen Arbeiter in und gerade daher schlecht verstandenen Sorge der besonderen beruflichen Interessen( willsagen: der proletarischen Klaffeninteressen!), die Riel wird eine zu Mittwochabend in Gaarden, also dem Site seine ursprüngliche Eristenzberechtigung war". Auch die Socialisten der Germania Werft, von focialdemokratischer Seite einberufene Volksversammlung zum Ausdruck bringen. Hier feien, wie alle Franzosen, daran interessiert, die socialen Güter zu wird wirklich freie Diskussion stattfinden und jede Meinung, auch wahren, die da heißen: nationale Stabilität, Prosperität und Undie des Herrn Lehmann, der zu der Versammlung eingeladen ist, abhängigkeit in allen ihren Formen".... Die Arbeiter feien Der professorale Don Quichote wird sich Der Himmel ist hoch und Liegnis ist weit. Für den freisinnigen zum Wort kommen. ferner interessiert an der Aufrechterhaltung der Stadtrat Kauffmann, der von seinen eignen Parteigenossen in den freilich hüten, seine konfusen Ansichten hier an den Mann zu Ordnung und der Achtung vor der Gefeßlichkeit", da ja Tod gehetzt worden ist, soll am 11. Dezember im Reichstags- bringen. ,, in unsren inneren Kämpfen, in den Staatsstreichen und den Wahlkreise Liegnig- Goldberg- Haynau ein neuer Abgeordneter Die arbeiterfreundliche" Politik des Centrums wird treffend Revolutionen die Arbeiter die meisten Opfer zu bringen hatten". gewählt werden. In einem Flugblatt, das für den liberalen, das charakterisiert durch folgende Notiz der„ K. 3tg.":" Die StadtDesgleichen müßten fie für gedeihliche Staatsfinanzen heißt volksparteilichen Kandidaten, Justizrat Pohl, Stimmung macht verordneten lehnten nach stundenlanger Beratung mit 21 gegen forgen:„ ohne Geld keine Reformen", und die socialistischen Ab- wird behauptet, nicht der Socialdemokratie, sondern der freisimmigen 14 Stimmen den von dem christlichsocialen Gewerkforgen: ohne Geld keine Reformen", und die socialistischen Ab- Wolkspartei sei es ernst damit, die Zolltarif- Vorlage im Reichstage schaftstartell gestellten Antrag ab, den Wahleensus von geordneten müßten für das Budget stimmen: selbst die Stimmzu Falle zu bringen". sechs auf vier Mart herabzusehen. Selbst sechs enthaltung unter dem Vorwand der Orthodoxie" wäre findisch". Ebenso wie die Volkspartei mit der Hoffnung rechnet, Centrums- Stadtverordnete stimmten gegen diesen Antrag." Das sind Weitere ,, Lebensfragen" für die Arbeiter: Vermehrung der daß kein Liegnizer einen ungefälschten Reichstags= Bericht die Vertreter der„ arbeiterfreundlichen" Centrumspartei. Wie werden Produktionskräfte und des Vermögens des Landes, Verwertung feiner gelesen hätte, hofft sie auch, daß niemand die Broschüre Kautskys sich die ultramontanen Blätter wieder darüber weg lügen! Naturreichtlimer und seines Kolonialbesizes". Eindlich haben Am Tage nach der socialen Revolution" kennt, von der sie in Patriotismus unter Censur. Daß die Breslauer Arbeite ,, alle Franzosen das gleiche Interesse an der Stärkung Frankreichs ihrem Flugblatt ein blödsinniges Berrbild entwirft. Die Socialnicht nur durch Alliancen, durch seine militärische und demokratie wolle die Zwergbauern drangfalieren und für die kleinen zur Herstellung einer freiwilligen Kundgebung gegen die Socialfinanzielle Macht, sondern auch durch das Prestige, daß eine große Leute die direkten Steuern so hoch ansetzen, daß sie das Einkommen demokraten von ihren Herren" auf das Rücksichtsloseste ausgebeutet, terrorisiert und gefnechtet worden sind, berichten wir an andrer Stelle. Nation vor der Welt gewinnt, eine Nation, die entschieden friedlich und ganz oder nahezu aufzehren". Ein focialdemokratisches Flugblatt antwortet darauf sehr bos- Interessant aber ist auch, daß selbst die„ königstreuen Arbeiter" von entschlossen ist, ihre Kraft nur im Dienste des Rechts zu verwenden"-haft, daß die Gefahr eines junkerlich- agrarischen Zukunftsstaates" der Sorte des Zukunftskandidaten der freisinnigen Volkspartei in der aus dem patriotisch- diplomatischen Sprachgebrauch übersetzt: im Dienste augenblicklich viel näher liege. Von dieser Gefahr ist aber im Aeußerung ihrer patriotischen Gefühle imter Polizeicenfur gestellt der Revanche! Die Krone des Ganzen bildet natürlich die Befür- Flugblatt der Volksparteiler nicht die Rede. In der Hauptwahl worden sind. Unser Breslauer Partei- Organ nämlich verrief, wer wortung des Ministerialismus. Die socialistische Partei fönne auf von 1898 find sie mur mit fonservativer Wahlhilfe die aus dem Innersten gequollene Ansprache des Vorschmieds vorher die Jagd nach Ministerportefeuilles nicht verzichten, ohne sich gegen die Socialdemokratie durchgedrungen. Sollten sie diesmal dem Polizeipräsidenten zur Korrektur eingereicht, der eine einer an den Verrat grenzenden Schwäche schuldig von den Konservativen aus der Stichwahl verdrängt werden, so zu machen!" In diesem Punkte versteht Millerand feinen Spaß, werden fie natürlich wieder mit dem Brotwucher gehen. da führt er eine grobkernige Sprache! " " Aenderung daran vornahm. Welches Glück für die der Socialdemokratie feindlichen, vom Stopf bis zur Beh durch und durch patriotischen Arbeiter, daß bie Polizei sogar so gütig ist, ihnen ihre gefühlvollen Wallungen zu stilisieren. Ein schlichter Mann aus der Werkstatt, der unter Polizeicensur tiefe Empfindungen ausströmt ist das nicht ein geborener Führer des Proletariats? Wie in Memel, wie in Bayreuth, wie in Forchheim, wie im Reichstage zu Berlin! " Freier Handel im Interesse der arbeitenden Klasse; SchutzAus dem Wahlkreise Liegnig- Goldberg- Haynau schreibt man uns zölle! im Interesse der arbeitenden Klasse; Bellengefängnisse! im noch: Am Donnerstag findet die Nach wahl in dem festesten Size des Intereffe der arbeitenden Klasse; das ist das letzte, das einzige niederschlesischen Freisinns statt und alle Barteien arbeiten fieberhaft, ernst gemeinte Wort des Bourgeois- Socialismus." So das„ Kom- um das Schlachtenglück auf ihre Seite zu lenken. Die meisten Ver- Zu dem Ultimatum an Venezuela, das von Deutschland und munistische Manifest". Millerand fügt hinzu: Aufrecht sammlungen werden von der Freisinnigen Volkspartei England gemeinsam gestellt worden ist, giebt eine Denkschrift erhaltung der Ordnung, Militarismus, Marinismus, Kolonialpolitit, arrangiert, die fich anfchickt, unter allen Umständen ihr Befigtum zu des Grafen Bülow an den Reichstag den Kommentar. Da= Ministerportefeuilles, Zaren- Alliance und Revanche! im Interesse der behaupten. Sie hat drei Redner aus Berlin in den Wahlkreis ge- nach beziffern sich die Schadensersatz- Ansprüche deutscher Bürger in schickt, opsch, Goldschmidt und Schuhmacher. Außerdem Venezuela aus den Bürgerkriegen von 1898-1900 auf 1700 000 r., arbeitenden Klasse." zieht ihr Kandidat, Justizrat Pohl, von freisinnigen Lokalgrößen um- während aus dem neuesten Bürgerkriege bereits SchadensersatzUnd( Gérault- Richard, der Chefredakteur der Petite geben, von Dorf zu Dorf. Da die Socialdemokraten nirgends Ansprüche in der Höhe von 3 000 000 Fr. gestellt worden sind. République", feiert Millerands„ Werk" in der gleichen Fest ein Versammlungslokal erhielten außer im Landstädtchen An und für sich ist es ja selbstverständlich, daß sich Deutschland versammlung als ein„ revolutionäres Werk". Fälschung der Begriffe Goldberg, so suchten sie in der Diskussion in gegnerischen der in Venezuela befindlichen Staatsbürger annimmt. Immerhin und der Worte! Versammlungen zum Wort zu kommen. Trotz Eugen Richters follte Deutschland dem seit Jahren in den ärgsten politischen Wirren Am Schluß seiner Rede sprach Millerand die Hoffnung aus, aufforderung, den Genossen Bruhns nicht reden zu liegenden Staate, in dem der Bürgerkrieg bis zum Augenblick noch daß der nächste Kongreß der Jaurèsistischen Partei sich„ endgültig" laffen, mußten die Freifinnigen fast überall uns das Wort er- nicht völlig erloschen ist, die nötige Zeit laffen, die Ansprüche orddaß der nächste Kongreß der Jaurèsistischen Partei sich„ endgültig" teilen, um nicht ihr Ansehen in den Augen der Dorfbewohner zu nungsgemäß nachzuprüfen. Auch England hat man so die Piſtole für die„ reformistische Methode in allen ihren Konsequenzen" ausgefährden. Wie eifrig die Volkspartei agitiert, ist daraus erkenntlich, nicht einfach auf die Brust gefeßt, sondern ihm sehr ausgiebig sprechen werde. Das wäre jedenfalls zu wünschen, damit allen noch baß fie am Sonnabend, Sonntag und Montag im Wahlkreis allein geit gelassen, die Entschädigungen aus dem Transvaalkrieg unklaren Elementen die Augen endlich geöffnet werden. Denn im 12 Bersammlungen abhielten, wenige davon gingen vorüber, ohne nachzuprüfen und zu erledigen. Gerade einem kleinen, wehrlosen Grunde sind die Millerandschen Ideen, abgesehen von der Revanche, daß sich auch ein Socialdemokrat zum Wort gemeldet hätte. Man Staate gegenüber sollte man nicht einfach auf die brutale Gewalt auch die Ideen von Jaurès. beschränkt den Genossen allerdings die Redezeit des Stärkeren pochen. 簽 Deutfches Reich. " nach Möglichkeit und haut in einem langen Schlußwort unbarmherzig auf uns ein; die Proletarier unter den Versammlungsbesuchern geben jedoch sehr oft ihr Einverständnis mit unsern Ausführungen fund. Ganz im Stillen arbeiten die konservativen Ausland. Italien. Die Borgänge in der Geschäftsordnungs- Kommiffion. Agrarier. Von Versammlungen ist fast nichts zu merten. Der Für den Süden. Die Regierung hat jetzt der Deputiertenkammer Die zolltolle Preffe folportiert zwei Nachrichten, wonach unser Kandidat Röhricht fährt mit dem Schlitten von Dorf zu Dorf, stellt den Geſetzentwurf unterbreitet, welcher eine Verbesserung der wirtGenoffe Singer bei einer von ihm anberaumten Sigung der Ge- fich den größeren Befizern vor und ersucht sie, ihren Einfluß zu schaftlichen Lage der südlichen Provinzen anstrebt. Danach soll die feinen Gunsten aufzubieten. Auf konservativer Seite Regierung ermächtigt sein, bis zum Mai des Jahres 1904 schäftsordnungs- Kommiffion allein geblieben ist, und daß der Vice- verspricht man sich von dieser Art Agitation offenbar mehr 25 Millionen Frank aufzuwenden für Brücken-, Wege-, Waſſerpräsident Büsing aus der Kommission ausgetreten fei, um nicht unter als von Versammlungen, in denen auch Gegner zu Wort bauten usw. 20 Millionen sollen in den füdlichen Provinzen verdem Vorfiz des Abg. Singer zu arbeiten. fommen. Unfre Hauptagitation ist die schriftliche. Das Land wendet werden. -Die erste Nachricht ist dahin aufzuklären, daß die Sigung ist mit drei Flugblättern belegt worden, in den Städten Die Deputiertenkammer hat das Projekt der Regierung betreffend der Kommission, bei der es sich nur um die Erlaubnis zur haben wir zwei verbreitet. Alle Anerkennung verdienen die Genossen, die Municipalisation der öffentlichen Dienste mit Einleitung eines Strafverfahrens gegen ein Mitglied des Reichstages die bei bitterer Kälte und hohem Schnee den Wahlkreis nach allen 156 gegen 81 Stimmen angenommen. Die weitergehenden handelte, eine halbe Stunde vor dem Beginn des Plenums an- Richtungen durchgearbeitet haben. Die Angriffe, welche in den Anträge der socialistischen Fraktion wurden abgelehnt. Die Socia letzten Tagen gegen uns ergangen sind, haben anfeuernd ge- listen erklärten darauf, daß der Gefeßentwurf, wie er unter Mitgesagt war. Da infolge des„ Arbeitseifers" der Majorität das Plenum um wirkt. In den Fabriken hängte man die Kaiferreden unter wirkung der Regierung aus der Kommission herausgekommen ist, Da infolge des Arbeitseifers" der Majorität das Plenum um Glas und Rahmen auf, und nach Feierabend eilten die nicht geeignet sei, den Privatunternehmern irgendwie Abbruch zu 10 Uhr vormittags anfing, so hätte die Geschäftsordnungs- Kommission Arbeiter dieser Fabriken mit den Flugblättern thun, so daß die Annahme des Gefeßes für sie keinen Wert mehr um 9% Uhr anfangen müssen. Singer erfüllte seine Pflicht als der Socialdemokratie durch die Straßen! Wir habe. Diese Auffassung scheint durchaus berechtigt, denn der Pariser Borsigender und erschien pünktlich, während die Mitglieder der Kom- hoffen, daß unsre gewaltsam beschränkte Agitation trotzdem gute Zemps" läßt sich aus Rom telegraphieren, daß das Gesetz in seiner mission schwänzten;- nicht etiva aus Abneigung gegen Singer, Früchte trägt. gegenivärtigen Form den franzöfifchen Kapitalisten. welche in den England. Wieder ein Arbeiter- Kandidat. Dem Beispiel der Gewerkvereine folgen jetzt auch die sogenannten Friendly Societys"( Unterstüßungs- Bereinigungen), indem sie für die nächsten Parlamentswahlen eigne Kandidaten aufstellen. So hat jezt die" Friendly Society of Ironfounders"( Eisengießer) durch Abstimmung beschlossen, ihr Mitglied Henderson bei den nächsten Wahlen kandidieren zu lassen. Dänemark. Einfuhr Ausfuhr 1901 1902 1901 1902 Handelswert in tausend Kronen. 794 388 839 670 667 476 706 644 • 189 234 209 169 227 711 230 496 365 085 375 040 646 349 643 827 128 208 35 511 58 691 Italienischen Städten mehrere Hundert Millionen Frank Kapital an- besonders die Abfertigungen der Herren Eugen Richter und seinen Zollnachlaß von 5 Broz. mit Rücksicht darauf gewährt hat, daß gelegt hätten, feinerlei Schaden mehr bringen könne. Die Socialisten Blade. die Gesellschaft die Waren in nicht assortiertem Zustande kaufte. Die stimmten gegen das Gesetz. In Kassel, und Umgegend fanden fünf Voltsversammlungen Stransky- Gesellschaft hatte einen Zollnachlaß von 15 Pro3. verstatt, in denen eine flammende Protestresolution einstimmig anlangt. genommen wurde. Außenhandel Oestreich- Ungarns. Nach der Statistik des östreichiIn Dessau legten 500 Personen schärfste Verwahrung gegen die schen Handelsministeriums gestaltete sich der auswärtige Handel des 3olltoucherpraktiken und die letzten Kaiserreden ein. östreichisch- ungarischen Zollgebiets in den ersten zehn Monaten des In Mainz nahmen zwei glänzend besuchte Protest- Ver- laufenden und des vergangenen Jahres: sammlungen eine Resolution gegen den Zollwucher an, in der zugleich der Haltung der Fraktion der Dank der Versammelten ausgesprochen wurde. Rohstoffe Aus der konservativen brandmarkten in Mannheim und Ludwigshafen Zum gleichen Zweck einberufene, überfüllte Massenversammlungen Halbfabrikate Allianee gegen die Socialdemokratic. wo zwei Ver- Ganzfabrikate Parteigruppe der„ Acht", die sich im Jahre 1894 von der Rechten Edelmetalle und Münzen 136 861 Toslöfte, hat sich nun eine sogenannte freitonservative Partei ent- fammlungen stattfanden die zöllnerischen Beutepolitiker. wickelt, die ihre Hauptaufgabe in der Bekämpfung der SocialdemoEn Leipzig und Umgebung wurden am Montag zwölf VerZusammen. 1485 568 1 552 087 1577 047 1 639 658 fratie erblickt und einen Zusammenschluß der Wohlhabenden gegen sammlungen abgehalten, die von 14 000 Personen besucht waren. Die Vermehrung der Ausfuhr entfällt demnach ausschließlich die Arbeiterschaft erstrebt. Die neue Partei hielt am 4. Dezember ihre Es herrschte einmütige Begeisterung. Eine überall gleichlautende auf Rohstoffe und Edelmetalle; die Ausfuhr von Fabrikaten ist erste Delegiertenversammlung ab. Der erste Redner war der Lehnsgraf Entschließung kam zur einstimmigen Annahme. Sie spricht den stehen geblieben. Frijstil Frijsenborg, ein reicher Großgrundbefizer, der Vertretern der Socialdemokratie im Reichstag Anerkennung und unvor furzem feine Waldarbeiter, die um 20 Dere Lohnerhöhung bedingtes Vertrauen aus. Gleichzeitig fordert sie die socialdemo streiften, aus ihren Wohnungen vertrieb. Er charakterisierte die Stellung der neuen Partei zum gegenwärtigen Ministerium so: fratische Fraktion auf, den letzten Hauch im Reichstag dranzusetzen, " Wir wollen es Euch leichter machen, den konservativen Weg zu um den Wuchertarif womöglich noch im letzten Augenblick zu Falle gehen, so lange Ihr diesen Weg geht, aber wir werden Euch ent- zu bringen. Auf dem Wege von Rothenförde nach Neu- Staßfurt gegentreten, sobald Jhr Euch auf die radikale Seite begebt oder Im Pantheon, wo der Kandidat für Leipzig- Stadt, Genosse fanden Arbeiter, die zur Arbeit gingen, vor einigen Tagen früh radikale Beranstaltungen trefft."- Die Partei stützt sich haupt- Motteler sprach, erklärte ein Nationalsocialer, das Tischtuch sei einen erfrorenen Menschen. Die Füße und Arme waren dent fächlich auf die großen bejizenden Landbewohner, die, wie der Graf zwischen seiner Partei und den Nationalliberalen zerrissen. Kein armen Manne direkt abgefroren. Es wurde vom Salz- Bergwerk ausführte, die einzigen Leute sind, welche eine wirklich konservative Nationalsocialer würde in Zukunft für Herrn Hasse seine Stimme Neu- Staßfurt schnell ein Krankenkorb herbeigeschafft und dann Politik garantieren. Die Großindustriellen aber will man durch Einabgeben. der Aermste nach dem Staßfurter Krankenhause transportiert. treten für den Zollschutz der Industrie gewinnen. Vorausgesetzt wird, Auch in Colmar wurde schon am 6. Dezember eine Der Mann heißt W. Melchert aus Azendorf und war auf dem wie der Konsul Heh zu dieſem Punkte ausführte, daß unter feinen Umständen an neue Schutzölle gedacht werden kann. Vor Protestversammlung abgehalten. Dort wurde eine Resolution an- Salzbergwert Neu- Staßfurt Fabrik 4 vierzehn Jahre lang in Arbeit. der socialen Gesetzgebung warnte der Redner. Bei der Steuer- genommen, in der es heißt: Die Versammlung spricht der social- Er wurde, als vor etlicher Zeit Arbeitern dort gekündigt wurde, mit reform will die neue Partei weniger Rücksicht auf die Stadt- demokratischen Fraktion ihre vollste Sympathie zu ihrem Vorgehen entlassen, ist 52 Jahre alt und bis jetzt arbeitslos. Es ist fraglich, gemeinden nehmen, das heißt: die Stadtbewohner sollen zu Gunsten aus, ermuntert sie, nicht nachzulassen in dem ihr aufgedrungenen ob er mit dem Leben davon kommt. M. ist verheiratet und Water Ser Großgrundbefizer möglichst viel Steuern zahlen; bei der schweren Kampfe und ist der sicheren Ueberzeugung, daß die zur von vier Kindern. Reform des kommunalen Wahlrechts aber soll auf jeden Fall die Beit gegen die Socialdemokratie betriebene Hezze deren Siegeslauf Einteilung in zwei Wählerklassen erhalten bleiben. Man sprach die nicht aufzuhalten vermag. Erivartung aus, daß die Linke sich bald in zwei Teile spalten würde: den radikalen und den antisocialiſtiſchen. Mit dem letzteren zusammen könnte der Kampf gegen die Socialdemokratie geführt werden. Unter den Gründern der neuen Partei waren auch die Leute, die vor einiger Zeit in Kopenhagen versuchten, eine Bürgerpartei gegen die Socialdemokratie im Hinblick auf die bevorstehende Kommunalwahl zu gründen. Alles in allem, wir dürfen mit der Agitationsarbeit, die unfre Gegner in den letzten Wochen für uns geleistet haben, außerordentlich zufrieden sein! Weitere Protestversammlungen fanden in Bremerhaven und Mölln ( Lauenburg) statt. An der ersteren beteiligten sich 2000 Personen. Partei- Nachrichten. Sociales. Die Existenz der Arbeiter! Die, Straßburger Zeitung", ein bürgerliches Blatt, schreibt unterm 5. Dezember: wetter Frankreich noch mehr wie einmal„ hochleben" wird. Dem Wir befürchten, daß bei diesem grausamen Frost- und Schneeobdachlosen Kleberplaybruder lag jedenfalls nicht das Wohl und Wehe unfres Nachbarlandes am Herzen, als es gesternt nachmittag mit Vivatrufen überschüttete. Bei seinem Hochgeschrei auf das schöne Franzosenland hatte er er das eigne Wohlsein im Auge, sein jammervolles Dasein menschenwürdiger zu gestalten in einer Zeit, wo Schnee und Eis herrscht und der verstoßene Proletarier ohne Arbeit auf der Straße umherirrt, auf die Gleich dem„ Vorwärts" können auch andre Parteiblätter aus den letzten Tagen ein erfreuliches Wachstum ihres Abonnenten- Gnade oder Ungnade einer mildthätigen Hand angewiesen. So cs war gestern mittag standes konstatieren. Eine solche Mitteilung machte die„ Arbeiter- begab sich denn der Mann von der Straße Ueber die große Protestversammlung in München wird uns noch zeitung" in Dortmund, die„ Volkswacht" in Breslau, die um 3 1hr in der Marktgasse zu einem dort postierten Schußmann, gemeldet: Mecklenburgische Volfszeitung" in Rosto d und die Volkswacht" seinem Retter in der Not, und flehte den Mann der öffentlichen Dem Rufe des Parteivorstandes zum Protest gegen das Treiben in Bielefeld. Die Volksstimme" in Chemnitz, aus deren Ordnung und Sicherheit an, ihn doch mitzunehmen", nämlich zum der Volksverräter im Reichstage waren auch die hiesigen Partei- Verbreitungsgebiet im vorigen Jahre durch Parteibeschluß einer Polizeibureau. Der Arm der Gerechtigkeit wies dies Anfinnen zurück. genossen in solchen Massen gefolgt, daß der große, sechstausend ihrer besten Wahlkreise ausgeschieden ist, hat in der letzten Zeit so Damit war dem Obdachlosen nicht geholfen. Eine Fensterscheibe, Personen fassende Saal des Münchener Kindl- Kellers wegen Ueber- start an Abonnenten zugenommen, daß ihre Auflage jest 21 000 so drückte er sich aus, wolle er nicht einschlagen, darum rief er laut Die Antwort der Bestie. 8. Dezember. " beträgt. aus vollem Halfe:„ Vive la France!" Das wirkte Wunder. Der hungrige Bruder wurde alsbald von dem Hüter der Ordnung in Nummer Sicher gebracht, wo er wenigstens das zum Leben Notwendigste fand. Die 6. Dezember: füllung polizeilich abgesperrt werden mußte. An Stelle des Genossen Vollmar, der von Berlin nicht abkommen konnte, Gemeindewahlen. Bei den Stichwahlen in Herford( Westreferierte Redakteur Ed. Schmid, dessen Ausführungen mit falen) standen zwei Parteigenossen gegeneinander und einer gegen braufendem Beifall aufgenommen wurden. Der Redner gab im Ver- einen Gegner in Stichwahl. Daß ein Barteigenosse gewählt werden Taufe seiner Ausführungen bekannt, daß Bollmar ihn zu der Der bürgerliche Gegner hatte bei der Hauptwahl 348 Stimmen mußte, war daher gewiß; es wurden aber beide gewählt. Telegraphische Meldung aus Frankfurt a. Main vom Erklärung ermächtigt habe, daß die von einem Teile der erhalten, jetzt erhielt er 188, unser Genosse 349 Stimmen. bürgerlichen Presse kolportierte Räubergeschichte, Vollmar habe das Effener Kaiserrede wurde als Agitationsmittel gegen uns benüßt Heute vormittag wurde in einem Gartenhause in SachsenAuftreten einzelner Parteigenossen im Reichstage und den Erfolg sieht man an den Zahlen. hausen der 70 jährige Tagelöhner Martin Nohl erfroren aufgefunden. als eine Schande bezeichnet, von A bis 3 erfunden und In Bühlau bei Dresden wurden zwei Parteigenossen ge- In Zangenberg bei Zeit wurde die Ortsarme Witwe erlogen feien. Ein jugendlicher Vertreter der Nationalsocialen wählt und in Roch to iz bei Dresden einer. Schulz im Armenhause erfroren aufgefunden. erklärte im Auftrage seiner neugegründeten und andauernd Reichstagskandidaturen. Für den Wahlkreis Kalbe In der Gegend von Grimma wurde der 52jährige Handwachsenden Partei", diese sei mit den Darlegungen des Aschersleben wurde Genosse Albert Schmidt einstimmig wieder werksbursche Mühlberg aus Döbeln auf der Landstraße erfroren aufReferenten völlig einverstanden. Heitte seien die größten als Kandidat aufgestellt. Für Schleswig- Edernförde gefunden. id du Feinde des Deutschen Reiches die Junker, Pfaffen und die Advokaten fandidiert Genosse Paul Hoffmann aus Hamburg. Im 4. würtEine Zählung der Arbeitslosen wurde am Sonntag in Magdedes Liberalismus. Ein Demokrat Cohn versuchte Herrn Eugen te mbergischen Wahlkreise ist Genosse Karl Sperka aufgestellt. Richter in Schutz zu nehmen; so oft er aber dessen Namen Für den Wahlkreis Wiesbaden wurde Genoffe Gustav Leh- burg vorgenommen. Nach vorläufiger Feststellung wurden 3197 aussprach, tönte ihm stets ein tausendstimmiges Pfuil mann, Geschäftsführer der Mannheimer Volksstimme", aufgestellt. gänzlich Arbeitslose und 2519 mit beschränkter Zeit Arbeitende ermittelt. Dazu bemerkt unser Magdeburger Parteiblatt überdies, entgegen, was der demokratische Redakteur eines kleinen Lokal- Eine Aenderung ihrer Organisation beschlossen die Partei- daß viele Arbeitslose den Zählern die Auskunft verweigerten mit der blättchens als ungehörig glaubte rügen zu müssen. Die beiden genossen des 2. nassauischen Wahlkreises( Wiesbaden). An Stelle hoffnungslosen Erklärung, daß es ja doch nichts nühe. Unter den Musterdemokraten mußten schließlich unter stürmischem Ge- der bisherigen 2 Wahlvereine wurde ein einziger Streiswahlverein Arbeitslosen sind etwa 1860 Familienväter mit mehr als 3000 lächter abtreten. Schließlich wurde folgende Resolution gegen gebildet, der seinen Siz in Wiesbaden hat und alle Geschäfte des Kindern. Kreises zu besorgen hat. zwei Stimmen angenommen: Zur Einführung der Proportionalwahl beim Gewerbegericht hat der Stadtrat in Karlsruhe eine Vorlage ausgearbeitet und sie dem Gewerbegericht zur Begutachtung überwiesen. Feuerbestattung und Kirche. Die evangelische Landesshnode im Großherzogtum Sachsen- Weimar hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, den Geistlichen die Teilnahme an der Feuerbestattung zu gestatten und die Beisehung der Aschenreste auf den kirchlichen Friedhöfen zu genehmigen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Die heutige Versammlung legt flammenden Protest ein gegen das auf die Aushungerung und Entrechtung des deuts Aus Industrie und Handel. schen Volkes gerichtete Treiben der agrarischen Mehrheit des Reichstages. Die Versammlung hält es für schmach volt, daß Statistische Erhebungen über die Arbeitszeit in Comptoiren. die Anträge Aichbichler und Kardorff von Juristen, die wahrer des Rechts sein sollen, verteidigt werden. Noch Am Sonnabend, den 6. Dezember, fand im Kaiserlichen Statistischen schmachvoller ist es, daß ein hoher Justiz beamter, Amt in der Abteilung für Arbeiterstatistik eine Sigung des Ausder Reichsgerichtsrat Spahn, sich an dem Rechtsbruche der Mehrheit schusses für die Comptoirerhebung statt. Auf der Tagesordnung stand in hervorragendem Maße beteiligt. Das Verhalten dieser Personen die Vorlage von Ergänzungen der statistischen Erhebungen, ferner die Beratung über die an die Verbände, Vereine und Handelsmuß das Vertrauen zu der Rechtsprechung erschüttern und beseitigen. Der Umsturz von oben, die rohe Gewalt der Wucher- kammern zu stellenden Fragen, sowie über den dem Beirat zu mehrheit muß im Deutschen Reiche anarchische Zustände hervor- machenden Vorschlag betreffs der Auswahl der Verbände und rufen, für die die Brotwuchererer und Verfassungsbeseitiger die Handelskammern, an welche die vom Beirat demnächst zu beEine Bausperre wegen schlechten Materials zum Ofensetzen. volle Verantwortung zu tragen haben, namentlich auch jene schließenden Fragen gerichtet werden sollen. Der Ausschuß beschloß, Die hiesige Filiale des Centralverbandes der Töpfer hat einen Bau liberalen Parteien, die sich durch ihr aktives und die Uebersichten dem Beirat vorzulegen. Die an die Verbände und in der Schreinerstraße gesperrt, und zwar nicht deshalb, um passives Berhalten an der Volksentrechtung Handelskammern zu stellenden Fragen wurden alsdann einzeln fest- materielle Interessen der Arbeiter wahrzunehmen, sondern aus Rüdmitschuldig machen. Mit Entrüstung brandmarkt die gestellt. Bezüglich der Auswahl der Verbände, Vereine und HandelsVersammlung die heimtüdische Tattit Eugen Richters fammern schlägt der Ausschuß vor, in der Weise zu verfahren, daß sicht auf das Wohl der Mieter, welche fünftig in dem betreffenden Hause wohnen werden. Den Töpfern wurde nämlich zur Her und der von ihm geleiteten freisinnigen Volkspartei. zunächst eine kleinere Anzahl von Verbänden aufgefordert werden von alten abgebrochenen Häusern herrührend Sie spricht der Minderheit des Reichstags für ihre entschloffene folle, alle ihnen bekannten, in Betracht kommenden Vereinigungen stellung der Oefen Material von so schlechter Beschaffenheit- meist geliefert, daß fie Haltung begeisterte Zustimmung aus und ist des Vertrauens, daß zu bezeichnen. Aus diesem Material wird das Kaiserliche Statistische erklärten, sie könnten es mit ihrer Ehre nicht vereinbaren, die Hand diese Minderheit kein Mittel unversucht laffen wird, die wirtschaft soll in der Weise verfahren werden, daß der Ausschuß des Handels- Bewohner des Hauses zu liefern. In einer Versammlung, die sich Amt alsdann eine Auswahl treffen. Bezüglich der Handelskammern zu ciner offenbaren Täuschung und Benachteiligung der fünftigen liche und politische Diktatur der Mehrheit abzuwehren." tages um die Bezeichnung der für die Befragung anläßlich der vor- mit dieser Angelegenheit befaßte, wurde auf den allgemein bekannten Ferner wird uns aus alle gemeldet: liegenden Erhebung geeigneten Handelskammern ersucht werden soll. Unistand hingewiesen, daß sich so manches Zimmer troß Aufwendung Zu einer imposanten Protestkundgebung gegen Ueber die Beschäftigung in der Düsseldorfer Metallindustrie von vielem Heizmaterial nicht genügend erwärmen lasse. Int die Vergewaltigungspolitik der Mehrheitsparteien im Reichstage ge= stalteten sich die am Montagabend stattgehabten vier Volts- berichtet die Arbeitsmarkt- Storrespondenz": In Düsseldorf beträgt Bublifum fei die irrige Annahme verbreitet, daß die Töpfer durch die Zahl der augenblicklich beschäftigten Metallarbeiter im Stadt mangelhafte Arbeit diesen Uebelstand verschuldet hätten. In Wirtbersammlungen, die sämtlich überfüllt waren. Eine bezirk etwa 14 000, die Vororte inbegriffen rund 20 000. Diese lichkeit sei die mangelhafte Beschaffenheit der Defen in den allerVersammlung, zu der leider die Anmeldung zwei Minuten zu spät Bahl dürfte um 3-4000 niedriger sein als vor zwei Jahren. meisten Fällen nur auf schlechtes Material zurückzuführen, ind eintraf, wurde polizeilich aufgelöst. Im Hofjäger, wo der Abgeordnete des Diesen Ausfall hat hauptsächlich die Maschinenindustrie zu tragen. fomme es nicht selten vor, daß die Töpfergesellen derartiges Material Kreises Genosse Kunert referierte, waren etwa 1400 Personen So reduzierte die rheinische Maschinen- und Metallwarenfabrit ihre als ungeeignet bezeichnen, ohne indeß Erfolg damit zu erreichen. anwesend. Im Konzerthause, wo Genosse Redakteur Kaul sprach, Arbeiterzahl von 2500 auf etiva 1600, also um 900 Mann. Direkte Die moderne Bauweise in den Mietshäusern geht eben nur auf Die meisten äußere Wirkungen hinaus. Es soll nach etwas aussehen, wenn erklärte der nationalsociale Pfarrer v. Bröder in der Dis- Entlassungen kommen augenblicklich selten vor. fuffion, daß man vom christlichen und nationalen Standpunkt den Fabriken beschränken sich vielmehr darauf, die regelmäßig ab- auch der Wert und die Gebrauchsfähigkeit nur mangelhaft find. Zolltarif aufs schärfste bekämpfen müsse. Auch die Ver- gehenden Arbeiter nicht zu ersehen. Dafür sind aber die Betriebs- Es ist ein schlechtes Zeichen für die Solidität der Unternehmer, wenn ſammlung in Giebichenstein, wo der Abgeordnete Genosse Thiele einschränkungen ganz beträchtlich. Vielfach wird nur 6-8 Stunden die Arbeiter aus Gründen der hier erwähnten Art die Arbeit vertäglich gearbeitet; in andren Werken ist zwar die tägliche Arbeits- weigern müssen. sprach, konnte die Teilnehmer kaum fassen. In drei Versammlungen zeit nicht verkürzt, es ruht aber der Betrieb an 1-2 Tagen der Ein Erfolg organisierter Arbeitnehmer. Bei den am Montag wurden gleichlautende Resolutionen einstimmig angenommen, Woche ganz und gar. Auch kommt es vor, daß die Arbeiter ab- erfolgten Delegiertenwahlen der Arbeitnehmer zur Orts- Krankenkasse in denen man sich mit dem Verhalten der socialdemokratischen Ab- wechselnd einige Tage nach Hause geschickt werden. Die Löhne für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker geordneten einverstanden erklärte und aussprach, der Auf- sind um durchschnittlich 25-30 Proz. niedriger als vor zwei Jahren. siegte die Liste der centralorganisierten Handels- und Transport forderung Wilhelm& II., der socialdemokratischen Partei den Gegenüber dem schlechten Geschäftsgang in den meisten Betrieben arbeiter sowie der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen mit 2322 Rücken zu fehren, nicht zu folgen. aur Zeit sehr flott beschäftigt find. So stellte eine Fabrik für Eisen- Verein Berliner Hausdiener, Verein der Kassenboten, Lokalverband konstruktion eben erst an 200 Arbeiter ein. der Hausdiener und den antisemitischen Handlungsgehilfen, welche Verzollung deutscher Emaillewaren in den Vereinigten Staaten. 1025 Stimmen erhielten. Der Wahlkampf wurde von beiden Seitent Das Zoll- Nachschätzungsamt hat am Sonnabend, wie aus New York mit großer Lebhaftigkeit geführt. berichtet wird, seine Entscheidung bezüglich der vom deutschen Generalfonful Büng eingelegten Beschwerde über die bei der Abschäßung In Lübeck protestierte eine von 1200 Personen besuchte Volksversammlung gegen Wuchertarif und Geschäftsordnungsbruch. In Stettin fand im Saale der Bock- Brauerei eine von 3000 Personen besuchte Protestversammlung gegen den Zollwucher und die infame Staatsstreichspolitik der Reichstags- Mehrheit statt. In Brandenburg sprach Genoffe Peus unter stürmischem Beifall deutscher Emailletraren geübte Praris gefällt. Die Entscheidung Der Vorstand des Handschuhmacher- Verbandes, der sich seinerzeit der überfüllten Versammlung gegen Brotivucher und die parlamen- ift givar, wie üblich, nicht veröffentlicht worden, es heißt aber, daß unter dem Anfturm der Wirtschaftskrisis zu einer Herabfezung ber tarische Vergewaltigungspolitik. Lebhafteste Zustimmung fanden das Nachschäzungsamt der Emaillewaren- Importgesellschaft Stransky Unterstügungsleistungen des Verbandes und zur Erhebung einer Deutsches Reich. Ertrafteuer genötigt fah, hat jetzt, nachdem die schwerste Periode| Bolizeiwache vergeblich, ihn durch Herunterschluden zu beseitigen.- durch eine Steigerung der Produktionskosten für die Brauerefen im überwunden scheint, die Wiederherstellung des ordnungsmäßigen Die Beweisaufnahme ließ keinen Zweifel darüber, daß es sich hier um Falle der Annahme des Zolltarifs herbeigeführt wird, die dann erZustandes in Erwägung gezogen und diese Frage einer Konferenz planmäßig ausgeführte Bandendiebstähle handelte. Der fahrungsgemäß in erster Linie auf die Arbeitnehmer in Form von des Vorstandes, Ausschusses und der Ortsvorstände der von der Krise Staatsanwalt beantragte Zuchthausstrafen in Höhe von 1 Jahre, Lohnverkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen abgewälzt wird." am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Zahlstellen unterbreitet. 2 Jahren, 1 Jahr und 14 Jahr. Rechtsanwalt Dr. Werthauer Ferner wurde in wenig schmeichelhafter Weise das Verhalten Diese Konferenz empfahl dem Vorstand und Ausschuß, vom 1. Ja- plädierte auf mildernde Umstände, die er daraus herleitete, daß die der sogenannten unparteiischen Presse besprochen und die Arbeiter nuar 1903 ab wieder den statutengemäßen Sag von Arbeitslosen- Angeklagten noch jung seien und noch keine allzu erheblichen Vor- zum Abonnement des„ Vorwärts" aufgefordert. Unterstützung auf die Dauer von 56 Tagen einzuführen, die Zahlung strafen aufzuweisen haben. Der Gerichtshof verurteilte Richter zu 14 Jahren, Brehmer gleichfalls zu 1 Jahren, Blankenburg zu 134 Jahren und Wesseli zu 1½ Jahren Gefängnis. von Reise- Unterstüßung am Drte über diese Dauer hinaus bis zu 112 Tagen in das Ermessen des Vorstandes zu stellen, sowie als Extrasteuer nur noch zwei ei Ertrabeiträge pro Quartal bis auf weiteres zu erheben. Vorstand und Ausschuß haben demgemäß beschlossen. Aus der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. geffern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I gegen vier Eine Anklage wegen Bergehens gegen das Lotteriegeset wurde Inhaber der Internationalen Fahrrad- Gesellschaft m. b. H.", die Montag, Die Wirkung der Krise in der Handschuhinduſtrie geht übrigens Geschäftsführerin Klara Hermann und die Kaufleute Ludwig den 15. Dezember, abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kontauch aus einem vom Verbandsvorstande herausgegebenen Bericht für die Zeit vom 1. Januar 1901 bis 30. Juli 1902 hervor. Die Die genannte Gesellschaft hatte in umfangreichem Maßstabe Fahr- märkische Sand".- Die Zahlstellen unfres Vereins befinden sich für die Zeit vom 1. Januar 1901 bis 30. Juli 1902 hervor. Die Sachs, Theodor Schuppli und Adolf Rosenau verhandelt. mandantenstr. 20, Vortrag des Herrn Dr. H. Lur über:„ Der Einnahmen dieſer etwa 3000 Mitglieder umfassenden Organisation räder nach dem bekannten„ Gella-, Hydra- oder Schneeballsystem" bei Frau Panzeram, Pappel- Allee 128 I; Frau Klotsch, Kopperhaben in diesen 1½ Jahren 104 542 M. betragen, während ins- vertrieben. Der Gerichtshof verurteilte das Fräulein Hermann zu straße 81, 5. IV; Frau Steinkopf, Schwedierstr. 34; Frau Bauschke, gesamt 191 210 M. ausgegeben werden mußten; so daß also die 300, Sachs zu 150 und Schuppli und Rosenau zu je 500 Mart Rostoderstr. 46; Frau Seeger, Stolbergerstr. 26. Auch sind in den Ausgaben die Einnahmen um 86 668 M. überstiegen. Allein für Geldstrafe. Zahlstellen wie im Verein Billets für die Urania zu unsrer am das Jahr 1901 mußten für 102 284 Tage, an welchen nicht gearbeitet 25. Januar stattfindenden Sondervorstellung zu haben. wurde, Unterstützung gezahlt werden. Zeitweise belief sich die Zahl Der Vorstand. der Arbeitslosen, Streitenden und Ausgesperrten bis auf 900, das find 25 Prozent der gesamten Berufsangehörigen. Der Bericht fonstatiert, daß nur im letzten Viertel des Jahres eine nennenswerte Besserung zu verzeichnen ist.ee Eine Erpressungsanklage gegen organisierte Arbeiter wurde am 9. Dezember von dem Landgericht II zu Berlin vorhandelt, einer jener Strafprozesse, die eine Frucht der Rechtsprechung des Reichs- Gegen die Verkürzung der Arbeitszeit der Frauen erläßt die gerichts und eine Folge der bekannten Verfügung des preußischen„ Centralstelle für Wahrung der Interessen des Wäschereigewerbes" Ministers des Innern und der Justiz sind. Am 30. Juli 1901 einen beweglichen Aufruf und teilt darin mit, daß sie eine Eingabe arbeiteten auf einem Neubau zu Treptow 24 Maurer, von denen an den Bundesrat vorbereite. Der Aufruf ist unterzeichnet: Geistliche Diktatur in Arbeiterorganisationen. Das Sauerland, der jüdwestliche Teil Westfalens, ist noch immer einer der gesegneten eine Anzahl verschiedenen Organisationen angehörte, sechs jüngere Leute 2. Kaltbrunn- Hoya, Göttingen." Unser Parteiblatt in Hannover nicht organisiert waren. Es kam zwischen beiden zu Differenzen, die die behauptet, daß dies ein Pseudonym sei für den Wanderredner Landstriche, wo der Geistliche fast unbeschränkt über die GemeindeInsassen herrscht. Hier hatte der Führer der christlichen Metall- Organisierten auf unpassendes und provozierendes Betragen der Nicht- der deutschnationalen Handlungsgehilfen Ernst arbeiter, Wieber, einen gewissen Anhang gewonnen, und auch die organisierten zurückführen. In der Mittagspause erklärten Sie Kelterborn in Göttingen. Wenn das richtig ist, dann hätte Pfarrer waren früher für ihn thätig gewesen. Jetzt hat sich das Maurer Minkwiz und Wyrwar dem Polier Hinzler, daß sie mit man in dem Herrn gleichzeitig den Vorfämpfer einer ArbeiterBlatt gewendet. Das Wiebersche Organ berichtet aus einem fauer- den Richtorganisierten nicht weiterarbeiten wollten. Dabei wurde organisation und einer Unternehmerorganisation. ländischen Orte, der Pfarrer habe kurzerhand die Zahlstelle des auch davon gesprochen, daß die andren keine Papiere hätten, und der Wieber- Verbandes aufgelöst und die frühere Wiebersche Ortsgruppe Polier faßte dies so auf, daß sie mit den andren nicht zusammen- do arbeiten wollten, weil sie nicht in der Organisation wären. Der Verbande angegliedert. In 17 Drganisierten fich andre Arbeitspläge suchten. rem neuen, gegen Wieber gegründeten Metall- und Hüttenarbeiter Bolier exwiberte, wer gehen wollte, tonnte gehen, worauf die Letzte Nachrichten und Depeschen. In einem andren sauerländischen Orte hatte der Hirsch Dundersche Bergarbeiter- Gewerkverein eine Ortsgruppe gebildet. Als nun eine Versammlung arrangiert war, tam auch der Herr Pfarrer und erklärte, daß es mit der Vereinsgründung nicht richtig auging. Warum hat man mich nicht gefragt? Man hat doch auch sonst noch was zu sagen als auf der Stanzel." Diese göttliche Aufrichtigkeit kennzeichnet die Ansprüche der Kleriker. Und richtig auch dieser Pfarrer brachte die nicht von ihm genehmigte Ortsgruppe zur Auflösung! Die Arbeiter, welche sich eine solche Bevormundung durch Geistliche gefallen lassen, find allerdings noch weit zurüd. Da thut Aufflärung und Weckung des Selbstbewußtseins dringend not. un Ausland. unterDie Folge dieses einfachen Hergangs war eine Anklage wegen Die Antwort der Breslauer Arbeiter. Breslau, 9. Dezember.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Die Grpressung gegen die sämtlichen Organisierten, soweit man sie hatte ermitteln können, und so standen nicht weniger als 15 Maurer, Protestversammlung der Breslauer Arbeiter, die am Montag wegen größtenteils ältere, unbescholtene Leute, vor den Schranken des eines Formfehlers- auf der Anmeldung stand ein falsches Datum weder die Nichtorganisierten zum Eintritt in Die Beweisaufnahme ergab, daß die Angeklagten daß die Angeklagten aufgelöst wurde, fand am Dienstag statt. die Dr ganiſation aufgefordert, noch eine solche Absicht dem Polier Im Saale waren 2000 Personen anwesend. Die ganze Umgegenüber geäußert hatten. Von dem einen Angeklagten Scholz gegend war schwarz von Menschen. Genosse 2öwe begründete wurde erwiesen, daß er am fraglichen Tage überhaupt nicht mehr unter jubelnden Beifall nachstehende Resolution: Gegenüber den Angriffen auf die deutsche Socialdemokratie, auf dem Bau gearbeitet, sondern schon einige Tage früher aufgehört hatte. Trotzdem beantragte der Staatsanwalt gegen die beiden welche in den letzten Tagen heftiger als je zuvor Wortführer je vier Monate, gegen jeden andren Angeklagten, ab- nommen worden sind, befunden die heute versammelten Arbeiter gesehen von Scholz, drei Monate Gefängnis. Er bezeichnete den Breslaus ihr völliges Einverständnis mit der parlamenZum Ausstand der Seeleute in Marseille. Der Ministerrat Fall als typisch für den von der Organisation geübten Terrorismus" tarischen und agitatorischen Thätigkeit der Socialdemokratischen beschäftigte sich am Dienstag mit dem Matrosenausstand in Marseille und sah es als ſelbſtverſtändlich an, daß die Augeklagten durch ihr Partei; sie glauben, daß ihre Arbeiterinteressen im Reichsund beauftragte den Admiral Rouvier, die ausständigen Matrosen Vorgehen die Nichtorganisierten zur Teilnahme an der Organi niemand besser und nachdrücklicher vertreten und Schiffahrtsgesellschaften im Namen der Regierung zu ersuchen, ſation hätten zivingen und dadurch der Verbandsfaffe tage. und mittelbar auch sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil werden, als von der socialdemokratischen Fraktion, in der sich hätten zuwenden wollen. Die Verteidiger Rechtsanwalte Wolfgang ja auch Arbeiter in überwiegender Zahl befinden. Die Breslaner Heine für die Centralorganisierten und Dr. Hugo Heinemann Arbeiter danken der Fraktion für die mannhafte Bekämpfung des für die Lokalorganisierten bezeichneten die Anklage als typisch Zolltarifs und erkennen an, daß die stürmischen Auftritte in Weichsfür die irrigen Auffassungen vom Wejen des Koalitionsrechts, und tag nur herbeigeführt werden konnten durch die mehrfachen Rechtswiesen nach, daß die Angeklagten lediglich von ihrem gefeßlichen brüche der brotwucherfreundlichen Mehrheit. Auch in Zukunft Recht, eine ihnen nicht zusagende Arbeitsstelle zu verlassen, Gebrauch erwarten die Breslauer Arbeiter eine energische Förderung ihrer gemacht und feinerlei Zwang auf die Nichtorganisierten ausgeübt hätten, daß auch von einem rechtswidrigen Vermögensvorteil nicht Interessen nur von der Partei der Freiheit und des FortSie sprechen ihren beiden Abdie Rede sein könnte. Das Gericht sprach sämtliche Angeklagte von schritts, der Socialdemokratie. der Anklage der Erpressung frei und verurteilte nur einen, dem geordneten Bernstein ihr unbedingtes Vertrauen aus und beaußerdem eine Körperverlegung zur Last gelegt wurde, wegen dieser funden, daß sie von ihren politischen Führern und socialzu einem Monat Gefängnis. demokratischen Leitern bisher nicht gefnechtet oder ausgebeutet worden sind. ein Schiedsgericht anzunehmen. Die Antwort der Rheder auf die Forderungen der ausständigen Matrosen ist am Montagabend erfolgt; sie erbieten sich, die Befazungen der Dampfer unter den alten Bedingungen wieder einzustellen und erklären, daß die Bedingungen des früheren Vertrages von ihnen nicht mißachtet worden seien., Die Bremser der Mittelländischen Eisenbahn haben den Streit erklärt. Sie hatten eine Aufbesserung der Löhne von 3,30 auf 3,60 Frank pro Tag verlangt und Antwort von der Direktion bis zum 20. November erbeten. Die Direktion will die Organisation der Arbeiter nicht anerkennen. Gerichts- Zeitung. meldet wurde, pflegte " " 1 Verfammlungen. zu von Zur Fahne des Socialismus zu halten und der Arbeiterpartei bis zur nächsten Reichstagswahl neue Anhänger zuzuführen, foll ihnen eine freudige und ehrenvolle Aufgabe sein. Der Abg. Gen. Bernstein erschien um 10 Uhr, überall von stürmischen Rundgebungen begrüßt und erörterte die gegenwärtige politische Situation. Zum Streit der Seeleute in Marseille. Aus der russischen Arbeiterbewegung. Die Lokomotivführer Destreichs hielten am 6. d. M. einen Kongreß in Wien ab, der von hundert Delegierten aus allen Teilen des Reiches besucht war. Der Kongreß nahm eine Resolution an, worin die Lokomotivführer ein Anfangsgehalt von 1200 Kronen fordern, welches im Laufe von 20 Jahren auf 2400 Stronen steigen soll.iul giminis Kilometergeld und Prämien sollen abgeschafft und durch feste Bezüge Die Brauerei- Arbeiter hielten am Sonntag in Kellers Saal ersetzt werden. Weiter wird die achtstündige Arbeitszeit gefordert, Errichtung einer Bahninspektion, Versorgung bei Invaliditat, sowie eine gut besuchte öffentliche Versammlung ab. Heyder erstattete Verstaatlichung der Eisenbahnen. Nach einem Referat über den Bericht des Kuratoriums über den Arbeitsnachweis der RingOrganisation wurde mit 48 gegen 43 Stimmen der Anschluß der brauereien. In den vergangenen 11 Monaten sind die EinDie Versammlung gestaltete sich zu einer Demonstration für Lokomotivführer an die bestehende gewerkschaftliche Organisation der Schreibungen und Einstellungen Arbeitsuchender gegenüber dem Vor- die Socialdemokratie, wie sie Breslau wohl noch nicht gesehen hat. jahre erheblich zurückgeblieben. Eingeschrieben wurden 4770 und Eisenbahner beschlossen. eingestellt 2927 Personen gegen 8836 refp. 3732 im Jahre 1901. pub dait poleris Es waren 9216 Aufforderungen nötig, um die 2927 Einstellungen zu bewirken. Die ganze Arbeitsvermittelung stand unter der Ein- Marseille, 9. Dezember.( W. T. B.) Die Ausständigen haben wirkung der allgemeinen Wirtschaftskrise. Wie sehr die Arbeiter heute nachmittag beschlossen, sich auf keine weiteren Unterhandlungen Eine ganze Kollektion von Verbrecher- Spitznamen wurde bei einer ihre einmal erhaltene Beschäftigung festhalten, ist u. a. auch daraus mit den Reedereien und den Vertretern der Minister einzulassen und Auflage wegen Diebstahls berührt, die gestern den Schlossergesellen zu sehen, daß die Flaschenspüler der Spandauer Bergbrauerei sogar den Ausstand bis aufs äußerste fortzusetzen. Georg Richter, den Tischler Adolf Brehmer den Steindrucker für einen Wochenlohn von 15 M. arbeiten. Der Zuzug vom Lande Wahlsieg in Holland. Baul Blankenburg und den Kellner Karl Wesseli vor die ist fast gänzlich verfiegt, die übergroße Mehrheit der Arbeitsuchenden erste Straffammer des Landgerichts II führte. Der Friedel", der sind in Berlin ortsansässig. Im Monat November waren 586 Amsterdam, 9. Dezember.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei " Stavalier- Ernst", der„ Tischler- Adolf", der Moabiter Mar", dann Brauerei- Arbeiter arbeitslos. Ohne Vermittelung durch den Ar der heute vollzogenen Wahl errangen wir einen glänzenden Sieg; „ Riautschau"," Wurst- Kart", der„ rote Paul", der Berliner Hermann", beitsnachweis sind 156 Personen eingestellt worden. Vornehmlich Genosse Troelstra ging mit Stimmenmehrheit aus der Wahl der„ Walzer- Adolf" und der" kleine Cohn" sollen, wie vermutet sind es die Berliner Bockbrauerei und die Spandauer Bergbrauerci, hervor. wird, zu der Einbrecherbande gehört haben, die im Hochsommer d. J. die den Arbeitsnachweis nur höchst selten benußen, so z. B. hat erstere das benachbarte feglis fiche nicht einen einzigen ihrer feſten Brauer durch den Nachweis eingeausgetragene Genossenschaft" stellt. Von den Beschlüssen des Kuratoriums ist folgender erwähnensUeber die Bewegung russischer Eisenbahnarbeiter werden wiederhier in Berlin auf dem Dönhoffplatz ein Rendezvous zu geben, wert: Wer von den Arbeitsuchenden bei seiner Meldung auf dem hier ihre nächtlichen Feldzugspläne zu verabreden und dann mit ver- Nachweis verschweigt, daß er noch in Arbeit steht, der kann auf ein holt Mitteilungen verbreitet, deren tendenziöse Färbung sofort zu teilten Rollen nach Stegliz zu pilgern. Es ist nur gelungen, die Jahr von der Eintragung in die Nachweisliste ausgeschlossen werden. ertennen ist, aus denen aber trotzdem hervorgeht, daß die Arbeiter vier Angeklagten als Teilnehmer an diesen Bandendiebstählen fest- In der Diskussion bemängelten mehrere Redner verschiedene Ein- fest und entschlossen an ihren Forderungen festhalten. Heute liegt zunehmen, die Thätigkeit der übrigen ist unaufgeklärt geblieben, wie richtungen dieses paritätischen Arbeitsnachweises und sprachen die wieder folgendes Telegramm vor: Rostow a. Don., 9 Dezember.( W. T. B.) Es verbreitet denn deren Persönlichkeiten überhaupt noch von einem mystischen Erwartung aus, daß die demnächst aus den Reihen der Arbeiter Dunkel umgeben sind. Richter, Brehmer und Blankenburg haben in wählenden Mitglieder des Kuratoriums für eine bessere Aus- sich das Gerücht, daß die geheime Druckerei des Donschen der Nacht zum 22. August eine erfolgreiche Sprizfahrt nach Stegliz gestaltung desselben Sorge tragen möchten. Als Kandidaten für das Komitees der Socialdemokraten entdeckt ist. In der Nacht sind Die Agitatoren gaben gemacht. Mittels Dietrichs drangen fie in das Haus Elisenstraße Sturatorium wurden aufgestellt die Brauer Tröger und Heyder sechs Rädelsführer verhaftet worden. am Sonnabend wieder Nr. 1, erbrachen dort drei Bodenkammern, die durch Kunstschlösser und die Hilfsarbeiter Jordan und Carl. Ueber den Arbeits- den Arbeitern den Rat, die Arbeit Die Versammlungen haben unter zahlreicher Beverschlossen waren, und stahlen aus verschlossenen Schränken, die nachweis für die ringfreien Brauereien, der in Händen der Arbeiter einzustellen. sie gleichfalls erbrechen mußten, eine große Zahl von Wertgegen- organisation liegt, foll in einer späteren Versammlung ausführlich teiligung von Frauen außerhalb der Stadt mehrere Tage hinRedner, die Klein von Wuchs ständen. Diese patten sie in zwei Handkoffer und einen Bappkarton gesprochen werden. Den Bericht der Agitationskommission gab durch ungestört stattgefunden. und verließen, mit diesen Schäßen beladen, ungestört das Haus. Neumann. Danach haben mit 22 Brauereien 64 Verhandlungen waren, wurden emporgehoben und auf den Schultern andrer Nicht weit von dem Thatort wurden sie von dem Nachtwächter Prieß über Lohn- und Entlassungsdifferenzen usw. stattgefunden, wovon hochgehalten. Die Redner besprachen die Forderungen der Arbeiter alt die Eisenbahnverwaltung, die Erhöhung der zivar gesehen, aber nicht angehalten. Um ganz sicher zu gehen, 61 zu Gunsten der Arbeiter erledigt sind, darunter die ziemlich ernste Löhne, die Kürzung der Arbeitszeit und die Entlassung gaben die Einbrecher den Pappkarton sehr bequem und einfach Angelegenheit mit der Brauerei Bözow. Ein erfreuliches Anwachsen Ferner wurde Klage darüber geführt, Bei der Aufbewahrungsstelle der Eisenbahn der Mitgliederzahl hat die Organisation zu verzeichnen infolge der mißliebiger Meister. Direttion am Anhalter Bahnhof in Berlin auf. Den Aufbewahrungs- mit den Arbeitgebern getroffenen Vereinbarung betreffend 616 daß den Arbeitern bei Verheiratungen und bei Geburten von schein nahm Richter an sich. Unglücklicher verlief die zweite Er des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des im Anschluß hieran geschaffenen Kindern statt zehn Rubeln, wie versprochen, nur fünf, und an furfion nach Steglitz, welche die Angeklagten Blankenburg und Einigungsamtes in Berlin. Schon im Frühjahr 1901 wurde von Beerdigungskosten statt fünfzehn Rubel nur zehn ausgezahlt Wesseli in der Nacht zum 23. Auguft unternahmen. Sie öffneten der aus beiden Sektionen des Verbandes zusammengesetzten Agi- worden seien. Die Forderungen wurden schriftlich formuliert mittels Nachschlüssels die Hausthür des Hauses Élisenstr. 2 und er- tationskommiffion anläßlich einer Beschwerde an den Verein der dem Ataman von den Arbeiterdeputierten unterbreitet. Jn Rostow brachen eine ganze Anzahl Bodenkammern. Aus den dort in Kisten Brauereien von Berlin und Umgegend über Nichtinnehaltung der ist eine Verordnung des Atamans ausgehängt, die jede Anſammund sonstigen Behältnissen bewahrten Sachen wählten sie sich die früheren Vereinbarungen bezügl. der Lohn- und Arbeitsverhältnisse lung von Menschen in den Straßen verbietet. Nach einer Berbesten aus und packten sie auf einen Haufen, um sie mitzunehmen. auch zugleich der Wunsch ausgesprochen, über die Bestimmungen des ordnung des Kommunikations- Ministers, der sich am Drte der Im Hause war man jedoch inzwischen auf den nächtlichen Boden-§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs eine Vereinbarung zu treffen, Arbeiterbewegung befindet, sind alle Meister entlassen und aus sput aufmerksam geworden und die Bewohner wurden alarmiert, ähnlich wie es von Verbandsseite schon an mehreren Orten geschehen Rostob entfernt worden. Auf Bitten der Arbeiter wurde gestern in Als die beiden Einbrecher dies merkten, rissen sie schnell einige der war. Die Verhandlungen hierüber haben sich bis zum 12. November den Werkstätten der Wladikawkasbahn Gottesdienst abgehalten. Heute aufgestapelten Sachen an sich, schwangen sich durch die Dachlute, 1902 hingezogen und find dann schließlich zu einer Verständigung mittag ist der Eisenbahnminifter Chilkow, begleitet vom Direktor der fletterten über das Dach des Hauses und das Nebenhaus nach dem gediehen, welche Strankheitsfälle, militärische Dienstleistungen und Bladitawkasbahn, hier eingetroffen und hat sich nach kurzem AufentDache Albrechtstraße 95 und gelangten durch die Dachöffnung auf ionstige Fälle unverhoffier Arbeitsverhinderung sowie den einem halte in Charkow nach) Tichorettaja begeben. den Boden des Hauses. Sie begaben sich dann die Treppe hinunter Arbeiter gewährten Urlaub in sich schließt. Gleichzeitig ist ein Erufte Situation in Venezuela. und wollten auf diesem Wege das Haus verlassen. Es gelang Einigungsamt geschaffen worden, zu gleichen Teilen aus Arbeit ihnen aber nicht, da die Hausthür verschlossen war. Sie nehmern und Arbeitgebern zusammengesetzt, um alle aus dem Ar- träger hat heute nachmittag mit dem Vertreter Großbritanniens La Guayra, 8. Dezember.( W. T. V.) Der deutsche Geschäftswurden bemerkt und von dem Bortier Raddatz fest beitsverhältnis erwachsenden Streitfragen nach Möglichkeit zu Caracas verlassen, nachdem 24 Stunden seit Ueberreichung des gehalten. Während man die Polizei herbeiholte, verbargen schlichten. Den Vorsiz führt ein Arbeitgeber, im Behinderungsfalle ultimatums ohne Eingang einer Antwort der venezolanischen Redie Angeklagten die mitgenommenen Sachen unter Sen ein Arbeitnehmer, beide haben gleiche Rechte. Treppenläufern und einer Fußzdecke. Blankenburg" pfiff" sehr treten am 1. Januar 1903 in Straft. Zum Schlusse wurde folgende gierung verflossen waren. Herr v. Pilgrim befindet sich an Bord bald und so konnten denn auch die Angeklagten Richter und Brehmer Resolution angenommen: schon am nächsten Tage festgenommen werden. Bei beiden wurden Die Versammlung protestiert mit aller Entschiedenheit verschiedene Eachen vorgefunden, die aus dem am 22. verübten Ein- gegen das den Mehrheitsparteien des Reichstages seitens der Rebruch herrührten. Richter war außerdem noch im Besitz des oben gierung beiviefene Entgegenkommen bezügl. der Erhöhung des erwähnten Eisenbahn- Aufbewahrungsscheins und versuchte auf der Braugerstenzolles über die Regierungsvorlage hinaus, wo- legungen. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. S. M. S., Vineta". Wilkesbarre, 9. Dezember.( W. T. B.) Bei der heute in einer der Le High Wilkesbarre Stohlengesellschaft gehörigen Grube stattgehabten Explosion wurden nur 4 Arbeiter getötet, 10 erlitten Ver Nr. 288. 19. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 282. Sigung. Dienstag, den 9. Dezember 1902, 1 Uhr. Am Bundesratstische: Kommissare. und Genossen. als Uebel Mittwoch, 10. Dezember 1902. Auf dem socialweniger der Anspruch darauf berechtigt, daß die Geschäftsfächlicher Art. Das zweite Mittel, welches wir vorschlagen, ist, die ordnung ein unveränderliches Gefeß sei.( Bravo! bei der Mehr- Redezeit für Geschäftsordnungsreden auf fünf Minuten zu bes heit.) Im Lande giebt es ja biedere Politiker( Heiter schränken. Wenn dann der Präsident, das Wort zur Ges feit bei der Mehrheit), die eine heilige Scheu empfinden, wenn schäftsordnung erteilt, so kann dem Hause nichts Schlimmeres sie hören, daß die Geschäftsordnung abgeändert werden soll. Sie passieren, cine fünf Minuten Lange Rede. Ein haben eben keine Ahnung davon, daß es Geschäftsordnungen giebt, solches werden wir nicht schwer nehmen nach Auf der Tagesordnung steht zunächst der Antrag Gröber deren Hilfe eine gewissenlose Minderheit die Mehrheit terrorisieren Arendt: Sehr wahr!) Wirkliche Hinweise zur Geschäftsordnung in welchen die Minderheit über die Mehrheit zum Herrn wird, mit alle dem, was wir in den letzten Tagen durchgemacht haben.( Abg. ( C.) betreffend Abänderung des§ 44 der Geschäfts- famn.( Bravo! bei der Mehrheit.) Deshalb wird eine Mehrheit so lassen sich auch in wenigen Worten begründen. In andren Parlaordnung. Der erste Satz im§ 44 der bestehenden Geschäfts- frei sein und sich zu helfen wissen.( Seiterfeit bei der Mehrheit.) menten ist man schon dazu gekommen, auch für die fachliche Disordnung lautet:„ Sofortige Zulassung zum Worte können nur die Vergleichen wir die Geschäftsordnung des Frankfurter Parlaments mit fuffion eine bestimmte Redezeit vorzuschlagen. jenigen Mitglieder verlangen, welche über die Verweisung zur unfrer heutigen Gefchäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Frankfurter demokratischen Parteitage wird in der fachlichen Beratung nur eine Geschäftsordnung reden wollen." Die Abgg. Gröber( C.) und Ge- Barlament fannte keine Vorschriften über eine Bevorzugung in der Redezeit von zehn Minuten gewährt.( Sört! hört! im Centrum.) nossen beantragen, diesen Satz durch folgende Bestimmungen zu ersehen: Bortmeldung. Erst die preußische Nationalversammlung fügte der Andre Versammlungen haben andre Beschränkungen. Die Haupt " Das Wort zur Geschäftsordnung wird nur nach freiem Ermessen Geschäftsordnung eine Anmerkung bei, daß außer der Reihe der fache ist, daß man in der Sache zu einer Beschlußfaffung kommt. des Präsidenten erteilt. Eine von demselben zugelassene Rebner das Wort zur Geschäftsordnung erteilt werden müsse. Diese Dem gegenüber ist die Form der Beratung nicht das wichBemerkung zur Geschäftsordnung darf die Dauer Bestimmung ist dann in die Geschäftsordnung des preußischen Ab- tigste. von fünf Minuten nicht übersteigen. Man kann einwenden, auch dieser Antrag geordnetenhauses übergegangen und von dort in die Geschäfts- reicht nicht aus, um die Obstruttion zu überwinden. Abg. Singer( Soc., zur Geschäftsordnung): ordnung des Reichstags gekommen. Die Frankfurter Geschäfts- Das wollen wir abwarten. Es kommt ganz auf die Herren Wie ich bereits am Freitag bemerkt habe, erhebe ich Einordnung ordnung enthielt strengere Bestimmungen als die unfre. von der Obstruktion an. Wir sind nicht darauf versessen, die Ge spruch gegen die Verhandlung des Antrags Gröber und doch genügten diese strengen Bestimmungen von 1848 nicht schäftsordnung nach allen möglichen Richtungen abzuändern, aber Er ist ein Initiativantrag und über immer, eine beschleunigte und geordnete Verhandlung zu ermöglichen. wir können sie abändern, soweit es notwendig ist. Wir sind entInitiativanträge bestimmt die noch nicht abgeänderte Geschäfts- Deshalb fah fich die Nationalversammlung genötigt, durch besondere fchloffen, das bin ich beauftragt, im Namen meiner Fraktion zu ordnung, daß fie der Reihe nach zur Verhandlung kommen. Wir Beschlüffe eine Beschleunigung ihrer Geschäfte zu erzielen und Maß erklären, jeder Abänderung der Geschäftsordnung zuzustimmen, die haben ja eine ausgiebige Diskussion über diese Frage gelegentlich regeln ad hoce zu ergreifen, wogegen bei uns doch Bedenken stehen. den 3wed verfolgt, wieder eine geordnete, beschleunigte und würdige des Antrags Aichbichler gehabt. Ich kann mich daher furz fassen. Um 11. September und 14. Oktober 1848 beschloß die Versammlung Geschäftsbehandlung zu erreichen.( Lebhaftes Bravo bei der MehrDer Antrag Gröber darf nach der Geschäftsordnung zweifellos bei der Erledigung grundlegender Fragen, daß teine eigentliche heit.) Höher als die Form der Geschäftsordnung steht uns die ung bie heute nicht zur Verhandlung kommen. Wenn früher einmal ein Debatte erfolgen dürfte. Robert v. Mohl erklärte die Geschäfts- Frage der Erledigung der Geschäfte des Hauses, höher als die Initiativantrag auch außerhalb der Reihenfolge zur Verhandlung ordnung des Frankfurter Parlaments für sehr reformbedürftig. Er Ordnung des Reichstages steht uns die Eristenz des Reichstages. gestellt worden ist, so ist das nur unter Zustimmung aller meinte, fie öffne Unfug aller Art die Thür.( Unruhe links.) Fühlen( Stürmisches Bravo bei der Mehrheit.) Barteien geschehen. Heute liegt aber die Sache anders. Sie sich doch nicht gleich getroffen.( Heiterfeit.) Unfre GeschäftsAbg. Bebel( Soc.): Zweifellos wird ja die Mehrheit wieder wie bei der lex Aichbichler ordnung gewährt noch freieren Spielraum, es darf also nicht Wunder Zunächst möchte ich meiner Freude Ausdruck geben, daß das verfahren. Ein solches Verhalten aber kommt darauf hinaus, daß nehmen, wenn sie in erregten Zeiten nicht ausreicht. Um nicht un- Haus heute wieder so zahlreich besucht ist. Die drei Ferientage Initiativ- Anträge der Minorität überhaupt nicht mehr zur Verhandlung billig gegen die Verfertiger der Geschäftsordnung, die Abgg. Lasker scheinen Ihnen( nach rechts) wohl gethan zu haben( Heiterkeit) und tommen. Bei einem solchen Zustande hört es parlamentarische Recht und Twesten, zu sein, soll hier eingeschoben sein, daß damals die die Kraft Ihres Beifalls zeugte von der guten Beschaffenheit Ihrer der Minorität auf. Wir stellen auch bei dieser welegenheit wieder fest, daß Berhältnisse ganz anders lagen. Damals standen sich die Parteien Lungen.( Erneute Heiterfeit.) Ich nehme an, daß das von weil sie alle auf dem gemeinsamen Boden der Die Majorität gewillt ist, sich auch bei dieser Frage über Recht und Kreuz Zeitung empfohlene Gefundbeten der Gerechtigkeit hinwegzuseßen und ihre brutale Macht zu Die Geschäftsordnung war damals noch kein Mittel, die Geschäfte zu wünschte nur, daß das Haus dieselbe gute Besetzung aufweifen möge, des geltenden Staates und der Gesellschaftsordnung standen. Majorität gut befommen ist. Wir haben das nicht nötig. Ich benutzen, um die Opposition niederzustimmen. Ich beantrage daher die Absetzung dieses Gegenstandes von der Tagesordnung und verhindern. Sie hatte zur Voraussetzung einen loyalen Rebekampf wenn es sich um die Erledigung von Arbeiterschuhgesehen handelt gleichzeitig namentliche Abstimmung über meinen Antrag. zwischen gebildeten Männern. Heute haben wir eine Partei, und nicht um die Verabschiedung eines Wuchertarifs.( Sehr die die geltende Staats- und Gesellschaftsordnung gut! lints.) Ich fürchte aber, daß, wenn es sich um Gesetze zum negiert, die Socialdemokratie. Sie behandelt die Ver Schuße der ausgebeuteten ausgebeuteten Mehrheit des Bolles handelt, ( zur Geschäftsordnung): Ich bitte den soeben von Herrn Singer ge- handlungen des Reichstages vornehmlich vom Standpunkt die Mehrheit des deutschen Reichstags nicht zur Stelle stellten Antrag abzulehnen. Der Reichstag hat am 12. November ber Propaganda. Das bedeutet eine Erschwerung der sein wird.( Sehr richtig! links.) Auf die Begründungsrede dieses Jahres eingehend über diese Frage verhandelt; die damals Geschäfte, denn einer solchen Partei liegt nichts an pofi- bes Abg. Gröber war ich neugierig. Ich habe ja schon oft Reden vorgetragenen Gründe sind natürlich auch heute noch maßgebend. tiven Beschlüssen, die doch nicht in ihrem Sinne von ihm gehört, aber so schwach wie heute hat er noch niemals ge Von einem Rechtsbruch kann hier absolut keine Rede sein. Im ausfallen, fondern daran, möglichst ausgiebig sprochen.( Lachen bei der Mehrheit.) Was er sachlich gesagt hat, übrigen kann man die soeben von Herrn Singer eingeleitete Attion auf die Massen zu wirken. Dieser Propaganda ist war wirklich außerordentlich schwach.( Sehr richtig! lints.) Db nicht als eine glüdliche bezeichnen. Wenn man heute am 9. De- neuerdings noch die Tendenz hinzugetreten, positive Beschlüsse direkt dieser Antrag Gröber seinen gived erfüllen wird, muß die Beit zember wiederum eine Frage zur Diskussion stellt, die am 12. No- zu verhindern. Das ist begreiflich, da ja die Partei weiß, lehren. Wir halten die Geschäftsordnung nicht für unabänderlich. vember vom Hause entschieden ist, so ist das die beste Rechtfertigung daß diese Beschlüsse nicht in ihrem Sinne ausfallen, wirft fie fich Wir wissen, daß nichts ewig ist als der Wechsel, der Wechsel der dieses Antrages. Das Haus muß in jedem Augenblid berechtigt auf das andre Ziel, diese Beschlüsse wenigstens zu vereiteln. Diese Dinge, der Einrichtungen, der Bestimmungen der Gefeße und der sein, Anträge auf Abänderung der Geschäftsordnung zu verhandeln. Tattik ist neueren Datums und wird daher von naiven Leuten im Verfassungen. Für uns Fortschrittsmänner und wir sind ja die Nach unsrer Verfassung giebt sich das Haus seine Geschäftsordnung Lande noch nicht immer verstanden. So hat auch auf dem Münchener einzigen Fortschrittsmänner in diesem Hause( Heiterkeit)- giebt es selbst. Diese Geschäftsordnung gilt nur so lange, als sie der Mehrheit Parteitage der Genofie Eichhorn aus Mannheim erklärt, es werde nichts Unabänderliches. Wir haben schon in vielen Fällen behagt. Behagt sie ihr nicht mehr, so kann sie jeden Augenblick ab- im Reichstage zu viel geschwätt, die Debatten Aenderungen der Geschäftsordnung zugestimmt, selbst fogar Angeändert werden.( Buſtimmung bei der Mehrheit.) Aus dem Antrag beim Etat des Reichsamts des Innern hätten unnötigerweise träge auf Abänderung der Geschäftsordnung gestellt. Als Herr Gröber Singer geht nur wiederum die Notwendigkrit hervor, gerade in zwölf Tage gedauert. Er hat den Ausdruck Schwaß- Robert Mohl citierte, glaubte ich, dieser habe ähnliche Bestimmungen, diesem Punkt die Präsidialgewalt zu stärken. Sein Antrag liefert parlament" gebraucht, aber, nachdem er gesehen, welches Unheil er wie sie der Antrag Gröber enthält, vorgeschlagen. Nichts von uns einen erneuten Beweis dafür, daß man die fachliche Discussion damit angerichtet, hat er sich dahin korrigiert, daß er nicht seine alle dem. Unfre Geschäftsordnung ist im ganzen sehr gut. Freinach und nach aufzulösen bestrebt ist in eine Reihe fich folgender Parteigenoffen, sondern andre Parteien gemeint.( Heiterkeit bei der lich Sie( nach rechts) wollen sie aus dem Werkzeug der Gerechtig Geschäftsordnungs- Debatten. Das war die Tendenz der letzten Mehrheit.) Im gedruckten Protokoll der betreffenden Rede steht leit zu einem Werkzeug der Parteilichkeit machen.( Bravo! links.) Wochen, das ist die Tendenz des heutigen Tages. In diesem Ge- dann kaum noch mehr als der Satz, die Verhandlungen zum Gtat Herr Gröber meinte, früher standen sich die Parteien viel näher, baren müssen wir eine Verhöhnung der Majorität erblicken, die man des Reichsamts des Innern brauchten nicht gerade immer zwölf Tage weil es hier noch teine Socialdemokratie gab. Wir waren von fich auf die Dauer nicht gefallen laffen kann.( Zustimmung 5. d. Mehrheit.) dauern. Alles andre ist wegkorrigiert. Anfang an hier vertreten, anfangs schwach, später stärker. Mitte der Seit dem 27. November gehörten von den Rednern zur Geschäftsordnung zu der Freisinnigen Vereinigung und der Socialdemokratie 80 Proz., zu allen übrigen Parteien nur 20 Pro3.( Hört! hört! bei den Nationalliberalen.) Abg. Baffermann( natl.) Auf die materielle Seite der Frage gehe ich nicht ein, ich will nur zur Ergänzung der früheren Verhandlungen darauf hinweisen, daß Herr Gamp am 5. Februar 1897 als Berichterstatter der Kommission umwidersprochen hier im Hause ausgeführt hat, daß die Majorität an jedem andern Tage als an einem Schwerinstage Initiativänträge zur Beratung stellen könne. Wir sehen in dem Antrag Singer nur einen erneuten Ver such, die Beratung des Bolltarifs au verschleppen. Die beste Antwort darauf ist eine möglichst rasche Annahme des Antrags Gröber.( Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Abg. Dr. Pachnicke( frs. Vg.): viel näher, " 14 Für die Verhinderung der Beschlüsse des Reichstages bietet achtziger Jahre waren wir drei Duzend start, jetzt sind wir unfre naive Geschäftsordnung, die noch aus der Kindheit des beinahe fünf Dutzend start. Mit der Zeit hoffen wir deutschen Parlamentarismus stammt, allerdings mehr als eine Handhabe. a u d weiter สิน tommen. Wir haben uns ant Die jezige Obstruktion gegen den Bolltarif ist nur ein Versuch im allen Verhandlungen in fachlicher und objektiver Weise großen, einen Reichstagsbeschluß zu verhindern, der Mehrheit den beteiligt, find in die Kommissionen gegangen. Sie sind oft genug Willen der Minderheit aufzuzwingen.( Lebhafte Zustimmung bei der gezwungen gewesen, unsre Anträge in die Geseze mit Mehrheit.) Zunächst hat man es mit der Häufung namentlicher Ab- aufzunehmen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Went Stimmungen versucht. Demgegenüber hat sich der Reichstag durch hier im Hause eine Partei vorhanden sein soll, die auf den Umsturz die Vereinfachung der Methode dieser Abstimmungen wenigstens der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung hinarbeitet, dann etwas geholfen. haben Sie doch nicht beweisen können, daß wir diese Thätigkeit in Nun kommt das zweite Mittel der Obstruktion, die über diesem Hause entfaltet haben.( Sehr richtig! links.) Daß diese Anmäßigen Debatten zur Geschäftsordnung. Leider schuldigung falsch ist, dafür bürgt schon der Mann dort oben, der hat hier die Pragis des Reightages einigermaßen Präsident, der nichts zugelassen hätte, was mit der Ordnung des borgearbeitet. Die Geschäftsordnung spricht nur von einer Hauses unverträglich gewesen wäre.( Lebhafte Zustimmung " Berweisung zur Geschäftsordnung", zu der das Wort sofort links.) Auf der andren Seite ist das Gedächtnis des Der Herr Vorredner hat, obwohl er nur zur Geschäftsordning das, was man später erteilt werden muß. Das ist etwas ganz andres, als Herr Gröber doch sehr unzuverlässig.( Sehr gut! links.) und besonders in den letzten Wochen sprach, zugleich versucht, materielle Gründe für den Antrag Gröber daraus gemacht hat. Robert v. Mohl legt die Bestimmung dahin bürgerlichen Parteien des Hauses auf dem Boden der bestehenden Ihre Partei( zum Centrum) steht allerdings mit den übrigen beizubringen. Dieser Bersuch ist ihm aber mißglückt, denn er hat aus, daß das Wort sofort erteilt werden müsse, wenn eine angeb- Gesellschaftsordnung. Ernsthaft gesprochen stehen wir nicht außerhalb erstens länger als fünf Minuten zur Geschäftsordnung gesprochen, was ja tünftig verboten seinliche Verlegung der Geschäftsordnung gerügt oder abgestellt werden derselben; ich wüßte nicht, wie wir das machen könnten.( Sehr gut! foll". soll( Lachen bei der Mehrheit), und auch die Bezugnahme auf mehr gegeben, das nicht unter dem Titel" Bur Geschäftsordnung" ordnung von innen heraus umwandeln auf dem einzig natürlichen In den letzten Wochen aber hat es überhaupt kein Thema bei den Socialdemokraten.) Wir wollen diefe Staats- und Gesellschaftsdie Berichterstattung des Abg. Gamp war durchaus nicht beweis des langen und breiten hier behandelt worden wäre. Fräftig. Nachdem im Jahre 1895 der Reichstag aus dem§ 35 Abs. hat uns zur Geschäftsordnung" fehr ausführliche und mindestens 20mal ordnung in friedlicher Weise überhaupt umgestaltet werden kann. Ein Mitglied und vernünftigen Wege, auf dem eine Staats- und Gesellschaftsder Geschäftsordnung die Bezugnahme auf die Schwerinstage gestrichen Die Hauptaufgabe hat, ist zweifellos, daß die Priorität für Initiativ- Anträge überhaupt und wiederholte Darlegungen über die Zusammensetzung des Wassergafes( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) night bloß an Schwerinstagen gilt. Gegenüber diesem gegeben( Heiterk. b. b. Mehrh.), ein andrer hat uns betwegliche Klagen für Sie ist, daß Sie das ermöglichen durch die Freiheit Beschlusse des Reichstages tann ein einfaches Wort des Abg. Gamp über seine falten Füße mitgeteilt.( Erneute Heiterkeit.) Ein Schnell- der Meinungsäußerung, daß Sie nicht verbieten, was Ihnen in einer Berichterstattung zum Beginn einer Sigung, in der Unruhe Gebanken nicht so rasch folgen konnten usw. Schließlich tam es einstmals eine revolutionäre, redner hat sich darüber beschwert, daß die Schnellschreiber feinen nicht past. Auch Sie, meine Herren vom Centrum, waren zu herrschen pflegt und wo man auf die Worte des Redners häufig bahin, dak innerhalb der allgemeinen Geschäftsordnungs- Debatte Partei. Sie wurden die ultramontane Bartei genannt, weil Ihre eine vaterlandslose daß gar nicht achtet, nicht ins Gewicht fallen.( Sehr richtig! links.) wir wieder Debatten zu einer speciellen Geschäftsordnungsfrage eröffnet Intereffen nicht im Vaterlande, sondern jenseits der Berge liegen bleiben dabei, daß hier ein geschäftsordnungswidriges wurden und innerhalb dieser wieder Debatten über irgend ein sollten.( Lebhafte Zustimmung links. Unruhe im Centrum.) Sie Verfahren vorliegt und halten unsren Widerspruch dagegen aufrecht. ( Beifall bei der Opposition.) Specialisfimum. wurden Reichs- und Vaterlandsfeinde genannt. Denken unwürdige Vorkommisse, die ganze Beratung wurde in Vergegen stimmten, daß dem Fürsten Bismard vom Reichstage Daraus entstanden wiederholt recht widerwärtige, zum Teil sogar Sie an den denkwürdigen 1. April 1895, als Sie mit uns ba wirrung gebracht und verschleppt. Daher ist es begreiflich, zum achtzigsten Geburtstage gratuliert wurde. Da wenn die für die Geschäftsführung verantwortliche Mehrheit des Hauses wurden Sie von einer sehr bekannten Stelle mit uns als„ vaterlandsauf Mittel gedacht hat, diese Uebelstände zu beseitigen, und das Er lose Gesellen" bezeichnet.( Lebhafte Zustimmung links. Buruf: Sic gebnis liegt in diesem Antrag vor. Der Präsident soll nach seinem haben es aber eingesteckt. Unruhe im Centrum.) Sie waren noch Ermessen das Wort zur Geschäftsordnung erteilen und zwar so, mehr, Sie waren die Partei der Meuchelmörder. Kullmann daß eine Berufung gegen seine Entscheidung an den Reichstag nicht wurde bon Bismard Ihnen an die Rodschöße das Wort zur Begründung des Antrages: In den Verhandlungen zugelassen wird. In England und den Vereinigten Staaten hat der geheftet, das bersetzte Sie in folche Entrüstung. der letzten Wochen über die Geschäftsordnung ist wiederholt Bezug Sprecher sogar das Recht, Anträge, die er als Verschleppungsanträge Daß fehr angesehenes Mitglied dieses Hauses, Hauses, das genommen worden auf die Verhandlungen der deutschen National betrachtet, ohne Entscheidung des Hauses zurückzuweisen.( Hört! hört! ihm noch heute angehört, damals sehr energisch, fui" rief. versammlung in Frankfurt. Geftatten Sie auch mir, an den Anfang im Centrum.) Das Bedenken, daß der Präfident, die ihm in unserm( Heiterkeit. Auch Präsident Graf Ballestrem lächelt.) Greifen Sie, unfres parlamentarischen Lebens zu erinnern. Als die konftituierende Antrag erteilte Vollmacht parteiisch mißbrauchen könnte, Herr Gröber, doch an die eigene Brust. Sie haben doch am allerNationalversammlung zusammentrat, veröffentlichte Robert Mohl, ist wohl nicht ernsthaft zu nehmen. Jeder Präsident wenigsten Ursache, uns irgendwie Vorwürfe zu machen. In der Zeit Professor der Rechte in Heidelberg, in einer Broschüre wird gewählt von dem ganzen Hause und muß sehen, durch un- des Kulturkampfes wurde vom Reichskanzler Fürst Bismarck die Borschläge über die Geschäftsordnung der deutschen National parteiische Geschäftsführung fich das Vertrauen aller Parteien unter direkte Beschuldigung ausgesprochen, daß die päpstliche Nuntiatur in versammlung. In dem Vorworte weist er auf die große allen Umständen zu bewahren.( Lachen links.) Wenn man das München der Herd aller revolutionären Bestrebungen in Deutschland Bedeutung einer Geschäftsordnung hin. Sie soll dazu dienen, Ber- Wort Mehrheitspartei hört, vergißt man dabei immer, daß es eine fei.( Sört! hört! links. Unruhe im Centrum.) So ist es Ihnen wirrung in der Erledigung der parlamentarischen Geschäfte und Zeit eigentliche Mehrheitspartei gar nicht giebt, auch das Centrum ist einft ergangen. Heute wollen Sie das alles von sich abverlust zu vermeiden, und das ungeschwächte Ansehen der National- fich aber bewußt, daß wir für uns nur eine Minderheit bilden wie schütteln, wollen Sie alles in Vergessenheit versinken lassen. bersammlung erhalten, worin für Deutschland das letzte Heil läge. alle andern Barteien, welche diesen Antrag unterschrieben haben. Meine Herren, wenn Sie nicht daran denken, andere ( Sört! hört!) Jebe Geschäftsordnung hat aber den Sinn, eine ge- Selbstverständlich ist, daß auch der gewissenhafteste benten daran! Und deshalb habe ich mir dieses Kleine ordnete, beschleunigte und würdige Berhandlung zu ermöglichen. unb tüchtigste Präsident einmal einen Fehler be- Privatiffimum erlaubt.( Sehr gut! und Heiterkeit links.) Wir sollen ( Sehr richtig! bei der Mehrheit.) Im einzelnen muß sich die Ge- geht. Es ist aber doch besser, über solche unvermeiblichen bie Debatte über den Tarif benutzt haben, um Staats- und Gesellschäftsordnung nach den praktischen Bedürfnissen richten. Nur davon Fehler hinwegzugehen, als daß über jeden kleinen schaftsordnung zu stürzen. D meine Herren, dieser Tarif hat, ob gängt es ab, welche Vorschriften geboten sind. Fehler eine häßliche Debatte und ein Streit zwischen er nun angenommen oder verworfen wird, mit dem Bestande der Die Abstimmung über den Antrag Singer, die Verhandlung des Antrags Gröber von der Tagesordnung abzusetzen, ist auf Antrag des Abg. Singer eine namentliche. Für den Antrag stimmen 56, gegen denselben 225 Abgeordnete, 10 enthalten sich der Stimme. Der Antrag Singer ist also abgelehnt. Nunmehr erhält im Namen der Antragsteller Abg. Gröber( C.) Sobald die Geschäftsordnung diesen Erfordernissen nicht mehr präsidenten und Abgeordneten über die Priorität Gesellschaftsordnung gar nichts zu thun.( Sehr richtig! bei den entspricht, muß fie insoweit und für so lange abgeändert werden, der Meldungen zum Wort entsteht.( Sehr richtig! im Socialdemokraten.) Die Annahme des Tarifs wäre allerdings in bis sie wieder eine geordnete, beschleunigte und würdige Ver- Centrum.) Die Geschäfte müssen geführt werden nicht mit sehr hohem Maße dazu angethan, bei den breiten, geschädigten handlung ermöglicht.( Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Bedanterie, sondern von großen Gesichtspuntten aus. Majien des Volfes den Glauben und das Vertrauen in die bestehende Benn fchon das grundlegende Gesetz, die Reichsn den letzten Tagen hätte der Präsident nach allen Richtungen Gesellschaftsordnung zu erschüttern. Wenn wir gegen diesen Tarif berfaffung keineswegs als unveränderliches hin eine große Reihe von Ordnungsrufen erteilen müssen. Es wären fämpfen, fämpfen wir ja in Ihrem eignen Intereffe, wollen wir jene Gejez zu betrachten ist( hört! hört! links), so ist noch viel da massenhaft Fehler zu korrigieren gemesen und nicht bloß neben Staatsordnung ftüßen, indem wir die bösen Wirkungen dieses Tarifs zu beseitigen trachten.( Lachen rechts.) In dieser Rolle sind wir nicht richtet sich gegen die Geschäftsführung des Präsidenten. In allen Stellung des Präsidenten nicht zu schwächen, sondern zu verstärken revolutionär, sondern wirken wir konservativ, wirken wir erhaltend. diesen Fällen wird nun der Präsident Richter in eigner Sache. Eine solche Einrichtung hat nun in der gegenwärtigen parlamentarischen ( Sehr richtig! links.) Offenbar haben Sie sich das alles gar nicht überlegt. Sie sind nun Situation den Mehrheitsparteien gegenüber keinerlei praktische Bedeutung. Herr Gröber hat weiter geglaubt, gewissermaßen als Präzedenz- einmal im Eroberungstoller.( Sehr gut! links. Unruhe rechts.) Dieselben haben sich über die Vorlage in allen Punkten geeinigt fall darauf hinweisen zu müssen, daß auch der socialdemokratische Sie sind alle samt und sonders in der Hize der Leidenschaft. Sie und sind entschlossen, diesen Mehrheitswillen auch unter jeder Abände Barteitag nur eine Redezeit von 10 Minuten gewähre. Das war ein sehen nur das eine Ziel, den Tarif, den Tarif und immer wieder rung der Geschäftsordnung, die sie selbst für zweckdienlich erachten, fehr schwaches Argument. Der focialdemokratische Parteitag setzt nur den Tarif( Heiterkeit) und wären die unglücklichsten zur Geltung zu bringen. Der Antrag v. Kardorff hat zur Geltendfich aus Socialdemokraten zusammen; seine Mitglieder Menschen, wenn Sie ihn nicht noch vor Weihnachten unter machung dieses Willens ein summarisches Verfahren eingeleitet; der stehen alle auf einem und demselben Boden. Solche Dach und Fach bringen könnten.( Sehr richtig! links. Unruhe vorliegende Antrag stellt nur eine weitere Etappe dar auf dem mit Differenzen principieller und sachlicher Natur, wie sie hier bei jeder rechts.) dem Antrag Kardorff eingeschlagenen Wege. Wir bekämpfen die Gesetzgebungsmaterie hervortreten müssen, sind dort unmöglich. Des- Sie schlagen dann weiter vor, daß die Reden zur Geschäfts- materiellen Beschlüsse, auf welche sich die Mehrheitsparteien geeinigt halb kann die Redezeit eine kürzere fein. Uebrigens haben wir bei ordnung nur fünf Minuten dauern dürfen. Einen lächerlicheren, haben; wir haben den Antrag Kardorff als in drastischem Widerbesonders wichtigen Beratungsgegenständen diese Beschrän- erzwungeneren, abgeschmackteren, tolleren Vorschlag kann ich mir doch spruch zur Geschäftsordnung stehend charakterisiert. Der Mehrheit tung der Redezeit stets aufgehoben. nicht denken!( Heiterkeit und Zustimmung links.) Wenn ich bisher allein müssen wir die formelle und materielle Verantwortung überAbg. Gröber erklärte, es feien in den letzten Wochen zahllose an Ihrer zurechnungsfähigkeit nicht gezweifelt habe, jetzt steigen lassen dafür, was sie zu beantragen oder zu beschließen für anAusführungen angeblich zur Geschäftsordnung" gemacht worden, mir doch zweifel auf.( Heiterkeit.) In den allermeisten Fällen reichen gemessen erachtet. Wir werden daher gegen die vorgeschlagene die in Wirklichkeit nichts mit der Geschäftsordnung zu thun gehabt fünf Minten aus..( hört! hört! bei der Mehrheit.) Allerdings! Henderung der Geschäftsordnung stimmen.( Bravo! links.) hätten. Begreifen Sie( zur Mehrheit) denn nicht, daß eine solche Aber in schwierigen Fällen reichen sie nicht aus, und Behauptung- ich will nicht sagen Beschuldigung sich gegen die da sind die Reden gerade am notwendigsten.( Sehr gut! bei der Opposition.) Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Geschäftsführung der Präsidenten richtet? Nach der Darstellung Sie schreiben fünf Minuten vor und zwingen den Präsidenten damit, Man will mit diesem Antrag noch etwas viel Schlimmeres des Herrn Gröber haben die Präsidenten etwas zugelassen, was sie nach der Uhr zu sehen. Da muß der Reichstag eine andre Uhr schaffen als die Diktatur der Präsidialgewalt: nicht zulassen durften. Dafür kann doch die Minorität nicht ver- haben.( Heiterkeit.) Die Uhr dort drüben genügt nicht mehr. Sie man will einen Zustand herbeiführen, bei dem der Präsident der antwortlich gemacht werden. Herr Gröber meinte allerdings, für zeigt nur Minuten an; sie muß fünftig aber Sekunden Exekutivbeamte der jeweiligen Mehrheit ist. Das hat ja auch Herr die Geschäftsführung in diesem Hause sei die Mehrheit ver- zeigen. Wenn ich nur fünf Minuten Zeit habe, dann ist mir jede Gröber bestätigt mit der Bemerkung, für die Art der antwortlich. Bisher haben wir geglaubt, nur wir geglaubt, mur die Prä Sefunde wertvoll. Unterbricht mich der Präfident vorzeitig, dann Geschäftsführung fei die Mehrheit verantwortlich. Die sidenten seien für die Geschäftsordnung verantwortlich. habe ich ein Recht zu sagen: Mir sind zehn Sekunden geraubt! Das Mehrheit will jetzt dafür sorgen, daß die Geschäfte unter Wenn also solche Anträge notwendig wären, so hätten ist ein Unrecht! Das ist ein Diebstahl!( Heiterkeit.) Wenn ich allen Umständen in Ihrem Sinne weitergeführt werden. Das ist nur die Präsidenten die Anregung dazu geben können, indem sie er- 300 Sekunden zur Verfügung habe und mir 10 davon genommen eine Herabwürdigung des Ansehens und der Autorität des Präs flärten:„ Wir sind außer stande, auf dem bisherigen Wege die Ord- werden, so muß ich protestieren, und so wird sich immer sidenten, wie es bisher niemals versucht worden ist!( Sehr wahr! nung im Hause aufrecht zu erhalten." Herr Gröber hat auf Bei- ein Kampf zwischen Redner und Präsidenten entfalten. Ich kann links.) Herr v. Kröcher hat ja neulich eine schöne Rede gehalten spiele in andren Parlamenten hingewiesen. Geben Sie uns erst ein- mir vorstellen, daß eine Rede so wichtig ist und Ausführungen so über Objekte und Subjekte der Gesetzgebung, über Fasanen und mal die Rechte und Freiheiten andrer Parlamente, dann lassen wir treffend, daß der Präsident ein menschliches Rühren empfindet und Epigonen. Man mußte allerdings die Ueberzeugung gewinnen, daß auch über solche Geschäftsordnungs- Bestimmungen sagen wird: Ich kann doch den Redner nicht in diesen brillanten er sich und seine Freunde für Epigonen hielt. Normale Epigonen mit uns reden. So lange wir diese Freiheiten nicht haben, Ausführungen stören. Er läßt ihn weiter sprechen. Dann aber pflegen aber doch wenigstens zu versuchen, ihren größeren Vorwehren wir uns dagegen. Es giebt aber auch in der ganzen Kultur- protestieren die andern, die mit 5 Minuten auskommen mußten. gängern einigermaßen nachzueifern.( Sehr gut! links.) Ich tvelt kein Beispiel, daß ein Parlament sich seine Verhandlungen in Jn welches Bild bringen Sie den Präsidenten dem Hause, den will daher die Herren Epigonen erinnern an einen Vorgang der Weise, wie es hier der Fall ist, selbst beschränkte.( Lebhafte Zu- Tribünen, der Presse gegenüber, die alle die Dinge dann im ein- aus dem konftituierenden Reichstag unter dem Präsidium Simsons. stimmung bei der Opposition.) Kein Parlament der Welt hat eine zelnen erörtern. Würden Sie ernsthaft mit Ihrem Gewissen zu Rate Präsident Simson hat einmal bei der Erörterung der Frage, Geschäftsordnungs- Bestimmung, die dem Antrag Gröber auch nur gegangen sein, dann hätten Sie diesen Antrag gar nicht einbringen ob die Mehrheit oder der Präsident für die Geschäftsführung verannähernd ähnlich wäre. können. Ich begreife ja, daß Ihnen unsre Neden und unsre Tattit antwortlich sei, geäußert:" Die Geschäftsordnung ist der Ich komme zu dem Antrag selbst. Als ich ihn zuerst las, sagte unangenehm sind; aber wir haben unsre Taktik innerhalb der Geschäfts- natürliche Schuß der Minorität.( hört! hört! links.) ich mir: Was in aller Welt haben denn die Präsidenten des Reichs- ordnung des Hauses beobachtet. Wenn einer von uns über die Wenn die Majorität im einzelnen Falle sich die Geschäftsordnung tags verbrochen, daß die Mehrheit gegen sie einen solchen Antrag Schnur gehauen hat, dann haben die Herren oben ihn zur Ordnung auslegen kann, so ist die Minorität dadurch in ihre Hände geliefert. stellt?( Heiterkeit und Beifall bei den Socialdemokraten.) Ich habe oder zur Sache gerufen. Sie haben, was früher nie vorgekommen Wenn Sie zu dem Präsidenten nicht das Vertrauen haben, daß er geglaubt, der Antrag richte sich gegen die Präsidenten und nicht ist, das Haus aufgefordert zu entscheiden, und das Haus hat einfach vorzugsweise seine Aufgabe darin finden wird, jede Minorität zu gegen uns. Die lex Gröber bedeutet die permanente Diskreditierung eine Wortentziehung gebilligt. Das war Jhr gutes Recht. So schüßen, dann müssen Sie ihn von dieser Stelle entfernen."( Lebhafte der jeweiligen Präsidialgewalt.( Sehr wahr! bei den Social- lange eine Geschäftsordnung besteht, muß sie respektiert werden. Rufe: Hört! hört! links.) Darauf trat der Abgeordnete für Hagen demokraten.) Sie wollen durch den Antrag den Präsidenten zu einer Aber nun finden Sie mit einem Mal, daß die Geschäftsordnung auf und erklärte:" Ich verzichte aufs Wort, ich wollte dasselbe Art Gott, wenigstens einer Art Halbgott machen, und in Wahrheit eine Lücke hat, daß sie unvollständig ist. Nun, das hat die Gesagen." Der Abgeordnete für Hagen aber hieß Frhr. v. Vince. drücken Sie den Präsidenten in die Rolle des beständigen An- schäftsordnung mit allen guten Gesetzen gemeinsam. Es ist uns auch Was würde der Sprecher des englischen Unterhauses oder des geklagten herunter. Das ist die Folge!( Lebhafte Zustimmung begreiflich, daß Sie in Ihrer Not, wo Sie die Trauben des Tarifs amerikanischen Repräsentantenhauses sagen, wenn man ihm etwa zu links.) Wo in aller Welt, sagte ich mir, hat denn die Mehrheit schon leuchten sehen und sie doch nicht pflücken können, das Be- muten wollte, sich unter eine lex Gröber zu beugen?( Sehr gut! ihren Verstand gelassen, daß sie einen solchen Antrag formuliert hat? dürfnis empfinden, die Geschäftsordnung zu ändern. Aber Sie links.) Ein solcher Sprecher würde sofort auf sein Amt refignieren ( Sehr gut! bei den Soc.) müssen doch vernünftig ändern. Sie müssen doch Bestimmungen und sagen:" Für eine solche untergeordnete Behandlung danke ich. Erst aus Ihrer Presse habe ich dann ersehen, daß der Antrag treffen, die Hand und Fuß haben. Davon ist bei diesem Ich will über den Parteien stehen.( Sehr gut! links.) Sie aber fich gegen uns richten soll. Ich fürchte aber, auch dieses Mittel Antrag feine Rede. Ich behaupte, daß der Antrag zur Mehrheit) geben einerseits dem Präsidenten die Macht, eine wird sich für Sie als untauglich erweisen. Das ist ja überhaupt Gröber mit dem§ 22 der Reichsverfassung im Wider Debatte überhaupt zu verhindern ein flebile beneficium für den das Malheur, daß, wenn man einmal den Kopf verloren hat, man spruch steht.§ 22 besagt, daß die Verhandlungen des Reichstages Präsidenten, andrerseits sehen Sie ihn in die Lage, nach ein paar von einer Ungeschicklichkeit in die andre fällt.( Sehr richtig! links.) öffentlich sind. Verhandlung aber bedeutet, daß Für- und Gegenrede Minuten die Uhr aus der Tasche zu ziehen und zu sagen: Die Kasuistiker des Centrums haben sich wieder einmal als recht gehalten werden kann, und die Geschäftsordnung hat den Zweck, die Herr Abgeordneter, die fünf Minuten find um, Sie müssen fleine Epigonen erwiesen. Daß sich für diesen Antrag eine Mehrheit für- und Gegenrede zu ordnen. Sie hat aber nicht den Sinn, die schweigen. Jetzt ist die lex Gröber in Kraft." Denken im Reichstage finden konnte, beweist, wie tief die Kapazität dieses Gegenrede zu vereiteln. Eine Geschäftsordnung, die Für- und Sie doch an die Vorgänge der letzten Wochen, an die Reichstages gesunken ist.( Unruhe rechts.) Wenn ein solcher Antrag Gegenrede von der Wilfür eines Einzelnen abhängig machen will, Ereignisse bei der Einbringung des Antrages von Kardorff. in einem Heinstaatlichen Landtage, wo das agrarische Banaufentum vereitelt die Verhandlung. Der Reichstag, das Parlament beruht Der Präsident hatte gleich bei Einbringung des Antrages v. Kardorff die Mehrheit hat, käme, würde ich das begreifen, daß ihn aber die auf der Diskussion, auf der Debatte. Sie erklären, daß in einem geschäftsordnungsmäßige Bedenken, ließ aber eine GeschäftsordnungsMehrheit des deutschen Reichstages stellt, beweist nur, daß bestimmten Falle die Debatte unmöglich gemacht werden soll. Da- Debatte zu, weil der Antrag von den Führern der Mehrheit unters diese Mehrheit glaubt, der deutsche Reichstag habe gar nichts mehr durch treten Sie in Widerspruch zum Wesen des Parlaments. Ein schrieben war. Wenn der Antrag Gröber erst angenommen sein zu verlieren.( Ünruhe rechts.) Wenn die Herren von der Rechten Parlament, das von einem Einzelnen in seiner Debatte abhängig wird, wird der Präsident einfach sagen: ich sehe die Führer der monatelang im preußischen Abgeordnetenhause Obstruktion machen, so wird, hört auf ein Parlament zu sein. Das Wesen des Parla Mehrheit unter dem Antrage, er wird also ficher angenommen, daher ist das berechtigt, wenn wir aber dasselbe thun, ist es ein Verbrechen. mentarismus wird vernichtet und damit die Verfassung verlegt. Wenn ist jede Geschäftsordnungs- Debatte über seine Zulässigkeit ganz überWie war es denn bei der Kanalvorlage?( Ruf rechts: Eine Mehr- Sie aus Ihrer Zornesstimmung herausgekommen sein werden, flüssig, oder wenn er ein übriges thun will, giebt der Präsident heit kann doch keine Obstruktion machen!) Gewiß haben Sie bei werden Sie sagen, daß ich recht habe.( Lebhafte Zustimmung links.) einem Redner der Minorität fünf Minuten lang das Wort der Kanalvorlage Obstruktion gemacht. Sie haben die Ver- Nach meiner Auffassung ist der Antrag einfach unausführbar. und dann wäre die fünftägige Geschäftsordnungs- Debatte, handlungen monatelang verschleppt, und eine agrarische Er wird das Gegenteil von dem erreichen, was Sie erreichen wollen. bei der es fich um die wichtigsten Grundlagen des Korrespondenz erklärte damals: Erst wollen wir höhere Ich fürchte, auch die Antragsteller selbst halten den Antrag für un- Parlamentarismus handelte, in einem Zeitraum von fünf Minuten Zölle, dann werden wir wegen der Kanalvorlage ver- ausführbar. Eigentlich brauchten wir ja gar nicht mehr zu de- erledigt. Auf diese Weise wird der Welt das Schauspiel einer handeln.( Hört! hört! links.) Schließlich mußte der Reichs- battieren: 223 Mitglieder dieses Hauses, weit mehr als die Mehrheit, geradezu lächerlichen Verhandlung geboten.( Sehr wahr! links.) fanzler den Landtag nach Hause schicken, da eine Fortsetzung der Be- haben den Antrag unterzeichnet und werden dafür stimmen, selbst und dann die Referate über die Stommissionsverhandlungen! Das ratung zwecklos erschien. Bei der Tarifvorlage haben Sie von wenn die Opposition mit Engelszungen redete. Die schlagendsten Wort Karikatur darf ich ja nicht anwenden, denn ich bin deswegen Woche zu Woche ein Verhalten gezeigt, das notwendigerweise den Gründe werden wirkungslos von Ihnen( zur Mehrheit) ab- zur Ordnung gerufen worden, nach dem Urteil aller meiner Freunde energischten Widerspruch auf der linken Seite herbeiführen mußte. prallen. Die plumpe Mehrheit stimmt und damit fertig. standen aber die meisten Referate nicht auf der Höhe. Wir waren Zu den langen Geschäftsordnungs- Debatten find wir( Lebhafte Zustimmung bei der Opposition.) Dieser Antrag soll geradezu genötigt, alles zu thun, um im Rahmen der Geschäfts= ja genötigt gewesen, weil die Mehrheit keine sachliche Debatte aber auch eine Provokation sein( Sehr richtig! links), eine Provokation, ordnungs- Debatte wenigstens noch etwas von fachlicher Beratung des zulaffen wollte. Wir haben es ja aus dem Antrage Kardorff dei sich nach unsrer Seite richtet. Sie wollen uns durch den Antrag Tarifs herauszuholen. Wie weit die Ungeduld der Mehrheit geht, erhellt sonnentlar ersehen, daß es Ihnen nicht um eine fachliche reizen. Das Toben der Vendée in diesen Tagen sehen und hören daraus, daß man das Referat meines Freundes Gothein ein ObstruktionsBeratung zu thun war, daß Sie die Minorität mundtot machen wir. Die Scharfmacher sind an der Arbeit; il faut museler la referat genannt hat. Man ist bereits soweit gekommen, daß das geringste wollten.( Sehr wahr! links.) Wie tief in Ihren Reihen die Ansicht bête( man muß der Bestie den Zaun anlegen) dies Wort ist vor Maß von Gründlichkeit als Obstruktion bezeichnet geht, daß die Zulassung des Antrages Kardorff einen Bruch der einigen Tagen gefallen. Eins aber sage ich Ihnen: Machen wird.( Sehr wahr! links.) Noch vor wenigen Monaten war es Geschäftsordnung bedeutet, beweist die Aeußerung des National- Sie, was Sie wollen, uns bringen Sie nicht aus der gerade umgekehrt, da schrieb die Deutsche Tageszeitung": liberalen Herrn Dr. Dsann in Darmstadt, der bei einer Fassung. Wir werden Schritt für Schritt der Uebermacht" Es wäre geradezu unverständlich und gewissenlos, wenn man darauf Gedächtnisrede für Herrn v. Bennigsen erklärte, er glaube, weichen, wir werden wie gute Soldaten bis zum letzten Blutstropfen verzichten wollte, die wichtigsten Dinge im Plenum unerörtert zu lassen, daß diefer in der jezigen Zeit nicht den Weg der und bis zum lekten Rest unfrer Fähigkeit unsre Position ver- lediglich deshalb, damit etwas zu stande kommt.( hört! hört! links.) Mehrheit gegangen wäre.( Hört! hört! links.) Und teidigen. Die geschichtliche Mission, die wir zu erfüllen haben, Man beruft sich auf ausländische Parlamente. Ich habe selbst Sie find Schritt vor Schritt weiter gegangen, gegen die lassen wir uns nicht durch Sie rauben. Sie gehen rückwärts, wir im Repräsentantenhaus in Washington einer Scene beigewohnt, Minorität auf ungefeßlichem Wege. Sie haben sich gegen die Ent- vorwärts! Wir haben gar keinen Zweifel, daß wir zuletzt siegen in der ein Genosse des Herrn v. Kardorff, ein Silbermann( Heiterkeit) scheidungen von zwei Präsidenten, des Grafen Ballestrem und des werden!( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) eine Rede von zwölf Stunden hielt( hört! hört! links), und um sich Herrn Büsing gewandt, indem Sie Anträge auf Uebergang zur Noch eins möchte ich Ihnen sagen. Draußen herrscht der seine schwierige Aufgabe zu erleichtern, forderte er seinen Sekretär Tagesordnung über Schlußanträge für nicht mehr zulässig erklärten, Winter. Hunderttausenden von Menschen im Lande fehlt es an Brot, von Zeit zu Zeit auf, aus einem Buche eine halbe Stunde Sie haben, was zweifellos einen Bruch mit der bisherigen an Feuer, an Kleidung. Hunderttausenden von Menschen fehlt das, etwas vorzulesen, inzwischen frühstückte er und nahm dann Praris bedeutet, den Schlußantrag der Geschäftsordnungsdebatten was das Leben lebenswert macht. In solchen Zeiten sollten seine Rede wieder auf.( Hört! hört! lints.) Das Gerede von für zulässig erklärt. Und dann das wunderbare Schauspiel bei der wir beraten darüber, wie wir diesen Armen, diesen Glenden helfen Obstruktion wirkt von Tag zu Tag weniger, man weiß ganz genau, Berichterstattung über den Tarif. Daß wir überhaupt dazu über- könnten, wie wir ihnen Brot, Kleidung und Wärme beschaffen könnten! worum es sich handelt; die Mehrheit will die fachliche Beratung gingen, war ja nur dem energischen Einspruch der Linken zu verdanken,( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Statt dessen be- des Bolltarifs überhaupt unmöglich machen, weil sie das Gefühl hat, in diesem Falle haben Sie sich einmal Ihres Vorgehens geschämt raten Sie einen Gewaltantrag nach dem andern, zu dem zwecke, daß jedes Wort der Kritik von unsrer Seite tief verwundend für sie und haben die Berichterstattung zugelassen. Diese Berichterstattung die Opposition gegen den Hungertarif mundtot zu machen, eine ist. Aber die Kritik wird trotzdem eintreten, wir werden sie aus ist das einzige fachliche Material, was die Welt von der Beratung Opposition, die darauf gerichtet ist, die Lebenshaltung des Volkes, diesem Hause hinaustragen in die Bevölkerung als Ankläger gegen über den Zolltarif im Plenum zu erfahren bekommt.( Schr richtig! die Sie niederdrücken wollen, auf der bisherigen Stufe zu erhalten. Diejenigen, die die Beschwerden des Volkes nicht einmal haben links.) Das haben wir Ihnen aus den Zähnen geriffen, Sie wollten( Lebhaftes Bravo! bei den Socialdem.) Greller können die Gegensäge hören wollen.( Lebhafter Beifalls links.) eine Geschäftsbehandlung des Tarifs herbeiführen, wie sie bis dato der heutigen Gesellschaft nicht zu Tage treten, krasser kann der noch in feinem Parlament möglich war. Sie können die Stunde Kontrast zwischen Satten und Hungrigen, zwischen der zahlungsfähigen nicht erwarten, wo Sie den Tarif in der Tasche haben, daher Ihr Moral und dem Proletarier nicht beleuchtet werden, als wie es hier geganzes geschäftsordnungswidriges Verfahren.( Sehr wahr! links.) schieht. Sie haben die Macht, Sie haben die Gewalt, aber trok Was kann nur der Zwed des Antrages Gröber sein? Angeblich alledem und alledem gehört uns die Zukunft, gehört uns der Sieg. foll er die Verhandlungen abkürzen und in ruhigere Bahnen lenken.( Stürmischer Beifall bei den Socialdemokraten.) In Wahrheit wird der Antrag fortgesetzt Anlaß zu Konflikten zwischen dem Präsidenten und der Opposition geben. Er ist der geborene Konfliktsparagraph, um nicht zu sagen Staatsstreichparagraph. Wenn ein Antrag zur Geschäftsordnung wie der vorliegende, ( Sehr richtig! links.) Bis jetzt war der§ 44 der Geschäftsordnung unbeeinflußt von den schwebenden Streitfragen, unbefangen und die festeste Säule für den Schutz der Minorität. Jetzt wird objektiv zur Debatte gebracht würde, so würden wir uns der Ferner ist ein Antrag auf Schluß der Debatte eine die Diktatur des Präsidenten proflamiert.( Sehr gut! Mitwirkung an einer solchen Revision der Geschäftsordnung nicht gegangen.( Große Unruhe links), unterzeichnet von den Ablinks.) Wollen Sie aber schon einmal die Diktatur, dann entziehen können, schon um die mehrfach seitens der Wiehrheit geordneten v. Normann, Dr. Spahn, v. Tiedemann.( zur Unterdie volle Diktatur. Das ist das Bessere, das Richtigere, hervorgetretenen falschen Auslegungen der Geschäftsordnung für die süßung des Antrages erhebt sich die gesamte Mehrheit.) das Konsequentere. Die Extreme rechts und links, das sind Zukunft unmöglich zu machen. Aber auch innerhalb einer solchen Abg. Singer: Zur Geschäftsordnung; zur Fragestellung 1) immer die Konfequenteren. Die„ Kreuz- Zeitung" hat einen Juristen fachgemäßen Revision würden wir die hier vorgeschlagenen Aende- Vicepräsident Graf Stolberg: Wir sind in der Abstimmung. zu Worte kommen lassen, der die volle Dittatur empfahl. Ganz gut, rungen nicht für zutreffend erachten. Der Ausdehnung der Be-( Große Unruhe links. Rufe: Nein! nein! Zur Geschäftsordnung!) dann hat der Präsident die volle Verantwortung, dann schüßt man merkungen zur Geschäftsordnung zu fachlichen Debatten würde von Der Präsident läßt, ohne auf die Zurufe zu achten, über den Präsidenten vor Inkonsequenzen. Mit dem Antrag Gröber Anfang an auf Grund der bestehenden Geschäftsordnung wirksam den Schlußantrag in einfacher Abstimmung abstinumen, der Antrag machen Sie die Stellung des Präsidenten ganz unmöglich, bringen haben begegnet werden können, während die jetzt vorgeschlagene wird gegen die Stimmen der Linken angenommen; mun erst erteilt Sie die Präsidenten untereinander in Konflitte. Wir haben drei Methode der Zeitbegrenzung für solche Bemerkungen unter Um- Vicepräsident Graf Stolberg dem Abg. Singer das Wort zur Präsidenten, fie find verschieden an Charakter, Einsicht, Temperament ständen geeignet ist, Ausführungen zu unterbrechen, wie sie bei ver- Geschäftsordnung. ind Geschick. Der eine wird es so, der andre anders machen. Sie wickelteren Fragen der Geschäftsordnung gerade am Blake find. Abg. Singer( Soc.): Jch fonstatiere, daß der amtierende Herr erzeugen eine unglaubliche Situation. Was der eine gewährt, ver- Indem die Zulassung einer Bemerkung zur Geschäftsordnung in Präsident die jetzt geltende Geschäftsordnung gebrochen hat( Lebfagt der andere. Der Präsident soll sein der rocher de bronce. Sie das diskretionäre Ermessen des Präsidenten gestellt wird, weist hafte Zustimmung bei den Socialdemokraten), und zwar absichtlich ( nach rechts) reißen ihn in den Parteikampf, machen ihn zum man ihm die Aufgabe zu, eine Art von Präventivsystem zu hand- gebrochen hat.( Erneute lebhafte Zustimmung links.) Ich habe, nach Büttel der Mehrheit. Die lex Gröber bedeutet die haben, eine Aufgabe, deren praktische Durchführung entweder sich als dem die Unterstügungsfrage gestellt war, mich laut und deutlich zur systematische Untergrabung der Stellung des ganz bedeutungslos erweisen wird oder geeignet ist, den Präsidenten Geschäftsordnung gemeldet. Ich hatte die Absicht, den Antrag auf Präsidenten, die Beseitigung des Vertrauens in feine Un- fortgesetzten Refriminationen von den verschiedensten Seiten aus einfache Tagesordnung über den Schlußantrag zu stellen und parteilichkeit. Die Mehrzahl der Bemerkungen zur Geschäftsordnung zusezen, während es nach unsren Eindrücken doch darauf ankommt, die namentliche Abstimmung zu beantragen. Gegen den Wortlaut Abg. Richter( frs. Vp.): " Vicepräsident Graf Stolberg: Es ist bereits ein Verbesserungss antrag zum Antrag Gröber( hört! hört! links) eingegangen vom Abg. Frhr. v. Schele- Wunstorf( Welfe), er lautet: Das Wort zur Geschäftsordnung kann jederzeit beantragt werden. Der Präfident ist befugt, über die Verweigerung desselben das Haus zu befragen, welches in einfacher Abstimmungnamentliche Abstimmung ist ausgeschlossen entscheidet. Nur mit besonderer Genehmigung des Präsidenten darf bei Reden zur Geschäftsordnung die Dauer von 5 Minuten über schritten werden. der Geschäftsordnung, gegen die dreißigjährige Praris dieses Hauses Der Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag Gröber| zu wollen, über welchen Gegenstand Sie zur Geschäftsordnung hat der amtierende Präsident mir das Wort zur Geschäftsordnung wird mit 88 gegen 208 Stimmen abgelehnt bei 4 Stimm- fprechen wollen. nicht erteilt. Ich erwarte bon der Loyalität des Herrn enthaltungen. Abg. Singer: Präsidenten, daß er seinen Fehler zurücknimmt und mir jetzt tibent Graf Stolberg: Der Antrag Singer, über den teine Bestimmung, die einen Abgeordneten verpflüchtet zu das Wort giebt.( Lachen rechts.) Indem der Präsident von Schlußantrag zur einfachen Tagesordnung überzugehen, ist ab- sagen, was er zur Geschäftsordnung ausführen wolle. dem Recht Gebrauch gemacht hat, das Wort zur Geschäftsordnung gelehnt.( Lachen links. Verwunderung bei der Mehrheit.) Vicepräsident Büfing: Das ist richtig. Ich wollte aber meinerzu verweigern, hat er schon jetzt das Recht, das ihm durch den An- Abg. Singer: Der Herr Präsident ist im Irrtum. Wir haben feits den Herren, welche zur Geschäftsordnung zu sprechen wünschen, trag Gröber erst gegeben werden soll, anticipiert, das ist bezeichnend. nicht abgestimmt über den Schlußantrag zur einfachen entgegenkommen.( Lachen links.) Ich habe diese Frage nur ( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Tagesordnung überzugehen, sondern über den Antrag auf einfache gestellt, um danach besser beurteilen zu können, ob in dem einzelnen Tagesordnung über den Antrag Gröber... Falle die Worterteilung angemessen ist.( Lachen links.) Wenn Vicepräsident Graf Stolberg( unterbrechend): Ueber den Antrag die Herren bon Ge= diesem Entgegenkommen feinen Abg. Haußmann- Böblingen( südd. Volkspartei): Jch habe zu fonstatieren, daß mir durch den Schlußantrag das Wort zur sachlichen Kritik des Antrages schnitten worden ist. Es kommt thatsächlich immer gröber. links.) Hierauf wird der Verbesserungsantrag der Welfen( Abg. dann an mir sein, ohne weitert das ihre Sache, es wird ( Sehr wahr! und große Heiterfeit links.) Wenn Sie die fachliche Erörterung derart verhindern wollen, dann nehmen Sie die Peitsche und lassen uns den Maulkorb in Empfang nehmen.( Sehr richtig! links.) Abg. v. Kröcher( fons.): Es ist nicht zu bestreiten, daß der Abg. Singer insofern im Recht ist, als nach der bisherigen Praris das Wort zur Geschäftsordnung auch in dem Stadium der Verhandlung erteilt worden ist, d. h. nachdem ein genügend unterstügter Schlußantrag eingebracht worden ist. Ich meine aber, diese Praxis widerspricht dem Klaren Wortlaute des§ 52 Abs. 2 der Geschäftsordnung, und nach meiner Ansicht haben die Präsidenten früher etwas gethan, was ihnen durch die Geschäftsordnung verboten ist. Ich glaube, daß der gegenwärtig amtierende Herr Präsident nach dem Wortlaut der Geschäftsordnung verfahren ist. Stadthagen ruft: Verbesserungs- oder Verböserungsantrag?( Heiterf.) der Diskussion das Wort zur Geschäftsordnung erteile oder nicht. Vicepräsident Graf Stolberg( streng): Verbesserungsantrag.( Erneute Ich habe geglaubt, mir durch mein Vorgehen den Dank der Herren Heiterkeit.) in einfacher Abstimmung gegen die Stimmen der Welfen zu verdienen.( Gelächter links.) abgelehnt. Der Antrag Gröber wird hierauf in namentlicher Abstimmung mit 176 gegen 125 Stimmen bei 6 Stimmenthaltungen( Präsenz ziffer: 307) angenommen. Damit ist der erste Gegenstand der Tagesorgmung erledigt. Das Haus fährt fort in der zweiten Beratung des Zolltarifgesetzes(§ 1, 1 des Tarifgefeßes in Verbindung mit dem Antrag v. Kardorff und Amendement). Die Berichterstattung über die Kommissionsverhandlungen wird fortgesetzt. Vicepräsident Graf Stolberg: Bevor ich dem Abg. Schlumberger das Wort zu seinem Referat erteile, hat um das Wort zur Geschäftsordnung gebeten Abg. Brömel. Abg. Brömel ist nicht vorhanden( Große Heiterkeit), pardon, er ist nicht anwesend. Eingegangen ist ein Antrag Baudert( Soc.), die Positionen 389-435 zur schriftlichen Berichterstattung an eine Stommiffion zu verweisen. Abg. Singer: Nach der soeben gehörten Erklärung habe ich für mich und, wie ich hoffe, auch für meine Parteigenossen zu erklären, daß wir für diese Art des Entgegenkommens danken, und nicht die Neigung haben, uns hier wie Schuljungen behandeln zu lassen. ( Lebhafter Beifall links, große Unruhe bei der Mehrheit.) Vicepräsident Büsing: Herr Abgeordneter, in Ihren Worten liegt eine Kritik des Präsidenten, die ich mir meinerseits verbitte und wegen deren ich Sie zur Ordnung rufe!( Bravo! bei der Mehrheit.) Nunmehr erstattet der Abg. Förster- Sachsen( fons.) das Referat über die Positionen 436-469( Baumwolle, bearbeitet). Das Referat dauert von 5 Uhr 43 Minuten bis 5 Uhr 52 Minuten. Vicepräsident Büsing: Der Abg. Grünberg beantragt, die Positionen 436-469 der XVI. Kommission zur schriftlichen Berichterstattung zu überweisen.( Abg. Stadthagen: Zur Fragestellung.) Davon ist zur Zeit nicht die Rede zur Geschäftsordnung erteile ich das Wort dem Herrn Abg. Grünberg. Abg. Grünberg( Soc.) begründet seinen Antrag, währenddessen übernimmt Präsident Graf Ballestrem das Präsidium. Präsident Graf Ballestrem( nach fünf Minuten den Redner mitten im Satz unterbrechend): Herr Abgeordneter, Ihre Zeit ist abgelaufen.( Große Heiterkeit.) Abg. Singer( Soc.): Ich muß es dem Centrum und den Nationalliberalen überlassen, was sie zu den eben gehörten Worten des Abg. v. Kröcher über ihre Präsidenten zu sagen haben. Was die sachlichen Gründe des Abg. v. Kröcher anlangt, so sind diese sehr fadenscheinig. Vielleicht hat er die Güte mir die Frage zu beantworten, wie denn Anträge auf namentliche Abstimmung über Schluß- Abg. Schlumberger( Hospitant der Nationalliberalen) berichtet anträge eingebracht werden sollen. Diese sind nach der Geschäfts- über die Kommissionsverhandlungen zu den Positionen 389-435 ordnung doch immer noch erlaubt. Herr v. Kröcher wird mir zu-( Seide, Seidengespinnste, Waren ganz oder teilweise aus Seide, Wolle geben, so lange die Unterstützungsfrage für einen Antrag nicht und andre Tierhaare, Gespinnste aus Wolle oder andren Tiergestellt ist, existiert der Antrag noch nicht. Der Präfident könnte haaren, Spizenstoffe, Posamentierwaren usw.). Der Referent beginnt einen Antrag auf namentliche Abstimmung mit dem Hinweis, daß seinen Bericht um 485 Uhr und beendet ihn um 5 Uhr. der Schlußantrag noch nicht unterstüßt, abweisen. Der gegebene Moment Vicepräsident Büsing: Abg. Baudert hat um's Wort zur Ge- Soeben wird mir ein Antrag des Abg. Baudert überreicht, derist also der, wenn die Unterstützungsfrage gestellt ist.( Sehr richtig! links.) schäftsordnung gebeten. Bevor ich darüber entscheide, ob ich ihm selbe lautet: Gine andre Frage entsteht bei Anträgen auf Tagesordnung. Ich das Wort gebe, richte ich an ihn die Frage, über welchen" Ich beantrage, über den Antrag des Abg. Grünberg zur eintönnte den Ausführungen des Abg. v. Kröcher beistimmen, wenn Gegenstand er reden will. fachen Tagesordnung überzugehen, dagegen zur Berichterstattung nicht die Majorität durch ihre Auslegung der Geschäftsordnung die Abg. Baudert( Soc.): Ich möchte zu einigen Nummern die über die zweite Lesung der Kommission, welcher der Abg. FörsterZulässigkeit von Anträgen auf Tagesordnung über Schlußanträge Notwendigkeit der Zurückverweisung an eine Kom- Sachsen nicht beigewohnt hat, die Positionen 436-469 an eine ausgesprochen hätte. Für heute begnüge ich mich mit dem 8u- mission nachweisen. Kommission zurückzuberweisen." geständnis des Herrn v. Kröcher, daß der Präsident heute Vicepräsident Büsing: Herr Baudert, das ist keine Aus- Wir werden also zunächst über den Antrag Baudert abstimmen entgegen dem bisherigen Brauche des Hauses gehandelt hat. Ich führung zur Geschäftsordnung. Das würde Dis- müssen. Das Wort für seinen Antrag hat der Abg. Baudert. appelliere noch einmal an die Loyalität des Präsidenten. Ich kann tussion sein. Nach dem Beschluß des Hauses sollen die Referenten Abg. Baudert( Soc.) begründet seinen Antrag auf Uebergang mir nicht denken, daß der Präsident gewillt ist, die lex Gröber einer nach dem andern referieren über den ganzen Tarif, und es soll zur Tagesordnung in längeren Ausführungen, in denen er die jetzt mit einem Bruch der jetzt noch in Geltung befindlichen zwischen den einzelnen Referaten keine Diskussion stattfinden. Ich gebräuchliche Numerierung der Garne beanstandet. Die Interessenten Geschäftsordnung einzuleiten. Der Herr Präsident muß nach kann Ihnen daher das Wort nicht erteilen. wollten überhaupt keinen Schußzzoll. meiner Meinung das Haus befragen, ob die Abstimmung vorhin zu Recht erfolgt ist. Unterläßt der Präsident diese Entscheidung, so sett er sich mit Recht und Gesetz in eklatantesten Gegensatz.( Bravo lints.) Vicepräsident Graf Stolberg: Diese lezte Bemerkung verbitte ich mir.( Dhorufe links. Bravo rechts.) Abg. Baudert: Ich möchte den von mir gestellten Antrag näher begründen. Vicepräsident Büsing: Ich erteile Ihnen zu dieser Begründung das Wort zur Geschäftsordnung. Abg. Dr. Spahn( C.), der das Wort gegen den TagesordnungsAntrag erhält, macht darauf aufmerksam, daß die Vorgänge, auf die der Antrag Baudert Bezug nehme, sich nicht in der zweiten, sondern in der ersten Lesung der Kommission abgespielt haben. Präsident Graf Ballestrem: Ich werde nun über den ersten Teil des Antrages Baudert abstimmen lassen, wonach über den Antrag Grünberg zur Tagesordnung übergegangen werden foll. Ein Antrag auf einfache Tagesordnung schließt anderweitige Zusäße aus. Die Abstimmung ist auf Antrag Singer eine namentliche. Der Antrag Baudert wird in namentlicher Abstimmung mit 215 gegen 59 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen angenommen. um 6 Uhr 40 Min. unter großer Unruhe Abg. Baudert( Soc.) beginnt seine Ausführungen zur Geschäftsordnung um 5 Uhr 2 Minuten unter großer Unruhe des Hauses. Abg. Schrader( frs. Vg.): Nach der bestehenden Praxis, wie sie Redner führt aus: Der Berichterstatter hat viele in der Kommission zweifellos geführt worden ist, hat der Präsident das Wort zur Ge- berührte Gesichtspunkte außer acht gelassen. Die Interessenten schäftsordnung jederzeit zu erteilen. Der Antrag auf namentliche freise wünschen aber doch Aufklärung über die einzelnen ZollAbstimmung fann erst bei Schluß der Beratung vor der Auf- erhöhungen. Für meinen Antrag spricht vor allem der Protest, den forderung zur Abstimmung erfolgen. Der Abg. Singer hat sich in den letzten Tagen der Verein deutscher Kammgarn daher durchaus im Recht befunden. Es würde die Autorität des spinner an den Reichstag gerichtet hat. Auch weiter Herrn Präsidenten nicht schädigen, wenn er zugestände einen Fehler haben wir seit Schluß der Kommissionsberatungen noch Nunmehr beginnt begangen zu haben. Nach unsrer Geschäftsordnung hat jeder Ab- eine ganze Reihe von Petitionen erhalten. Der Bericht des Hauses geordnete das Recht, einen Antrag auf namentliche Abstimmung zu erstatter fonnte gar nicht genau über alle Vorgänge aus Abg. Reißhaus( Soc.) den Kommissionsbericht über die Positionen stellen. Diese Bestimmung wird auch durch die lex Gröber nicht der Kommission berichten, weil er während der ganzen zweiten 470-502( pflanzliche Spinnstoffe, Waren aus Gespinsten, Posageändert.( Sehr richtig! links.) Lesung in der Kommission nicht anwesend war.( Hört! hört! bei den mentierwaren). Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): Der, vorliegende Socialdemokraten.) Beim Kollegen Schlumberger treffen daher die Gegen die Erhöhung des Zolles auf Taschentücher haben sich Antrag ist von so grundsäglicher Wichtigkeit, daß wir Worte zu: Der Geist war willig, aber das Fleisch war schwach. viele Petitionen, darunter auch die Handelskammer in Bielefeld, gegeglaubt haben, jede Partei würde zum Worte zugelassen( Heiterkeit.) Gerade in der zweiten Lesung hat die Kommission wandt. Zu den Positionen 494-498 wurde eine Resolution eins werden. Nur nach schweren Bedenken und nur aus ganz besonderen einschneidende Veränderungen vorgenommen. Ich erinnere an die gebracht, welche den Reichskanzler ersucht, zum Schuße der Gründen haben wir unsre Unterschriften zum Antrage gegeben. Ausführungen Dr. Bachems über die Kunstseide sowie an das Wort Gesundheit der in den Jutespinnereien und-Webereien bes Da wir diese Gründe hier nicht entwickeln konnten und ohne diese von den Schwindlern und Heßern, an den Gegensatz zwischen schäftigten jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen auf Grund der§§ 120a und b der Gewerbe Ordnung Vorschriften zu erlassen. Diese Resolution wurde jedoch von der Mehrheit der Kommission abgelehnt. Redner schließt seinen äußerst eingehenden Bericht um 8 Uhr 15 Minuten mit der Bitte, falls er etwas aus den Kommissionsverhandlungen übersehen habe, ihn darauf aufmertsam zu machen, damit er die Punkte ergänzen könne.( Beifall links.) Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch Uhr vormittags. Schluß 8 Uhr. Gründe unire Zustimmung zu dem Antrage mißverſtanden werden fönnte, werden wir nunmehr gegen den Antrag Gröber stimmen.) ( Lautes Gelächter lints.) Spinnern und Webern--- 900. Um 5 Uhr 7 Minuten wird Abg. Baudert mitten im Sate vom Vicepräsidenten Büsing unterbrochen mit den Worten: Die fünf Minuten sind abgelaufen!( Große, anhaltende Heiterkcit.) Abg. Baudert verläßt die Rednertribüne. Vermischtes. Metalle Vicepräsident Graf Stolberg: Die Bestimmung des§ 58 lautet: Der Antrag auf Vertagung oder auf den Schluß der Debatte bedarf der Unterstüßung von 30 Mitgliedern. Wenn folche erfolgt, so Vicepräsident Büfing: Vom Abg. Reißhaus( Soc.) ist der Anwird demnächst ohne weitere Motivierung des Antrages und ohne trag eingegangen, die Position 403( dichte Gewebe, ganz aus Seide) Diskussion über denselben abgestimmt." Danach habe ich verfahren. an die XVI. Kommission( die Bolltarif- Kommission) zurückzu( Lachen und Unruhe bei den Socialdemokraten.) verweisen. Abg. Baudert dagegen beantragt, sämtliche Positionen, 10 Abg. Singer: Herr Präsident, es giebt auch noch einen andern über die Herr Schlumberger referiert hat, an eine Kommission zu Baragraphen unsrer Geschäftsordnung, nämlich den§ 57. Dieser berweisen. Abg. Singer hat sich zur Geschäftsordnung gemeldet. Zu besagt: Auf namentliche Abstimmung tann beim Schluß der welchem Gegenstande wollen Sie sprechen? Beratung vor der Aufforderung zur Abstimmung angetragen teilung zu machen. Abg. Singer( Soc.): Ich habe zur Geschäftsordnung eine Mitwerden; der Antrag muß von wenigstens 50 Mitgliedern Opfer des Hungers und der Winterkälte. Während die ZollVicepräsident Büsing: Herr Singer, da Sie es ablehnen, meine wucherparteien im Reichstage unter Rechtsbruch ihre fette Beute unterſtüßt werden." Da zunächst die Unterstützung für den Antrag auf Schluß der Debatte erfolgen mußte, mußte ich erst diese Frage zu beantworten, bin ich nicht in der Lage, Ihnen das Wort einzuheimsen suchen und dreiste Unternehmer ihre Ausgebeuteten Unterſtüßung abwarten, ehe ich meinen Antrag auf namentliche zu erteilen.( Lebhaftes Bravo! bei der Mehrheit.) Abg. Neiß- zum Komödienspiel zwingen, fallen hungernde Proletarier schutzlos Abstimmung stellen fonnte. Vielleicht hat der Herr Präsident die aus hat sich zur Geschäftsordnung gemeldet. Zu welchem Gegen- der bitteren Kälte zum Opfer und geben so im Tode eine grauenGüte, auch diese Bestimmung der Geschäftsordnung sich einmal anAbg, Reißhans Soc.): Ich möchte meinen Antrag begründen. hafte Illustration der göttlichen" Weltordnung ab. Der„ Bossischen üchte meinen zusehen.( Heiterfeit bei den Socialdemokraten.) Außerdem habe ich Beitung" geht aus Thorn folgende Mitteilung zu: Die strenge den schriftlichen Antrag eingebracht, über den Antrag Gröber zur Antrage Baudert zusammen. Vicepräsident Büsing: Der Antrag fällt teilweise mit dem Kälte der letzten Tage hat in den Ostprovinzen mehrere Opfer Die Begründung Ihres AnTagesordnung überzugehen. Bevor wir aber hierzu kommen, muß gefordert. In Konig wurde der Arbeiter Schebelewski aus fönnte faum eine trages andere sein, ich die Frage an das Haus stellen, ob es den Präsidenten für be: Baudert soeben gegeben hat.( Widerspruch bei den Socialdemokraten.) nach der Einlieferung im Krankenhause. Der Ortsarme Aufulsti als die, die Herr zerst in der Bahnhofstraße er starrt aufgefunden; er starb gleich rechtigt hält, einen Antrag auf namentliche Abstimmung und auf unter diesen Umständen kann ich Ihnen das Wort zur Geschäfts- aus Tarnowo, der in einem Stall Schutz vor der Kälte gesucht Uebergang zur Tagesordnung über den Schluß, ntrag zu unter: ordnung nicht erteilen.( Stürmischer Beifall bei der Mehrheit. hatte, wurde morgens erfroren aufgefunden. Der Kriegsinvalide drücken, indem er trotz der gehörten Meldung( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten) das Wort zur Geschäftsordnung nicht erUnruhe bei den Socialdemokraten.) Schmidtke war auf dem Wege von Stresom nach Roschütz einteilte. Diese Frage ist wichtig, Das war doch nicht die Absicht die Anträge Baudert und Reißhaus. Abg. Singer beantragt namentliche Abstimmung über geschlafen und ist erfroren. Und aus Düsseldorf wird demselben der Herren, die den Antrag Gröber unterzeichnet haben, Socialdemokraten und der Freifinnigen Vereinigung unterstützt. Der Antrag wird von den Blatt berichtet: Aus dem rheinisch- westfälischen Industriebezirke auch auf andren Gebieten die Minorität der werden als Folge des gegenwärtigen scharfen Frostes zahlreiche Vicepräsident Büsing: Abg. Baudert hat ums Wort zur Todesfälle durch Erfrieren gemeldet. Diktatur des Präsidenten zu unterstellen. Die Erfrorenen hätten der Bo fommen wir denn da hinaus? Das kann man doch Geschäftsordnung gebeten. Ich frage ihn zu welchem Gegen- Erwägung Raum geben sollen, ob sie nicht gut gethan hätten, vor wenigstens verlangen, daß der Herr Präsident die Bestimmungen der stande er zu sprechen wünscht. dem Tode noch schnell in einer patriotischen Kundgebung ihren AbGeschäftsordnung, über die er Gewalt hat, auch kennt.( Sehr gut! Abg. Baudert: Herr Präsident, ich habe eine Mitteilung scheu vor der Socialdemokratie zu bekunden. bei den Socialdemokraten.) Es soll das keine Beleidigung sein, zu machen.( Große Heiterkeit.) Vicepräsident Büsing: Da Sie die Beantwortung meiner Frage Der reduzierte Harem. Aus Teheran berichtet man den ruffifchen aber die Erfahrung haben wir doch, daß die Kenntnis der Geschäfts- ablehnen, so erteile ich Ihnen das Wort zur Geschäftsordnung nicht. Blättern, daß der Schah von Persien eine Reform durchgeführt hat, ordnung durch den Herrn Präsidenten nicht so umfassend ist, daß er( Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Wir stimmen zunächst über welche man allgemein für unmöglich gehalten hatte, indem er seinen in jedem Augenblick den richtigen Paragraphen zu finden weiß. Der Antrag Bau dert Harem auf beinahe den dreißigsten Teil seines früheren Bestandes ( 3nstimmung bei den Socialdemokraten.) Damit kann doch das wird mit 223 gegen 75 Stimmen, der Antrag Reißhaus mit reduzierte. Als der Schah nach seinem Vater Najr- Eddin den den weitestgehenden Antrag Baudert ab. Haus nicht einverstanden sein. Ich wiederhole meine Bitte, den 227 gegen 60 Stimmen bei fünf Stimmenthaltungen a b= Thron bestieg, fand er im Harem 1700 Frauen und 200 Söhne vorigen Beschluß für ungültig zu erklären, damit nicht auf das Wort und Töchter bor. Nach der gegenwärtig durchgeführten der Vorwurf fällt, fich dem geschäftsordnungswidrigen Vorgehen des gelehnt. Vicepräsident Büsing teilt mit, daß bei der Feststellung des radikalen Reduktion besigt der Schah in seinem Harem bloß Präsidenten angeschlossen zu haben.( Lebhafter Beifall bei den Resultats der Abstimmung über den Antrag Gröber ein Versehen 60 Frauen und 30 Kinder. In ganz Perfien wird diese Reduktion borgekommen sei.( hört! hört! links.) Das definitive Resultat ist des Harems als ein Beweis von Mut und Energie und als cine Präsident Graf Stolberg: Es liegt der Antrag auf Uebergang folgendes: Es haben für den Antrag gestimmt 206 Abgeordnete, Heldenthat angestaunt, die noch kein persischer Herrscher gewagt hat. zur Tagesordnung über den Antrag Gröber vor. Ich habe einem dagegen 92, der Stimme enthalten haben sich 6, ungültig waren Nichtsdestoweniger soll es in Teheran nicht an Höflingen fehlen, Redner das Wort für und einem Redner das Wort gegen den Antrag 12 Stimmen. welche unter sehr schlauem Augenzwinkern zu verstehen geben, daß zu geben. Es ist ein Antrag Stadthagen eingegangen, die Positionen die Reduktion des Harems nicht allzu ernst genommen werden dürfe 389-435 zur schriftlichen Berichterstattung über die Vorgänge in der und daß es dem Schah mehr um eine Ausmusterung als um weiten Lesung der Kommiſſion an eine Stommiſſion zu verweisen, eine Reduktion zu thun gewesen sei, um Raum für jüngere und da der Berichterstatter Abg. Schlumberger der zweiten Lesung der schönere Frauen zu gewinnen. Kommission nicht beigewohnt und deshalb über diese nicht Bericht erstattet hat. Dieser Antrag ist nach dem eben gefaßten Beschluß unzulässig. Socialdemokraten.) Abg. Singer bittet ums Wort zur Geschäftsordnung. Präsident Graf Stolberg: Das Wort hat der Abg. Singer. Abg. Singer: Herr Präsident, ich habe die Frage an das Haus gerichtet, ob die vorige Abstimmung nicht für ungültig erklärt werden muß, che über den Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung verEingegangene Druckschriften. handelt werden kann.( Sehr richtig! links.) Präsident Graf Stolberg: Dem Herrn Abgeordneten Singer Da wir die generelle Berichterstattung über alle Positionen ab- ist soeben erschienen. Das Titelbild„ Ein nobles Brüderpaar" vereint Eugen „ Süddeutscher Postillon"( Verlag M. Ernst in München). Nr. 25 hatte ich das Wort für seinen Antrag auf Uebergang zur einfachen gelehnt haben, kann jetzt nicht noch über bestimmte Vorgänge Bericht Richter und Dertel als gemeinsame Schildhalter bei der Erwürgung der Tagesordnung über den Antrag Gröber erteilt. Ich habe jetzt einem gefordert werden.( Widerspruch bei den Socialdemokraten.) Da parlamentarischen Redefreiheit. In Böse Folgen" schuf der Maler mit Herrn das Wort gegen den Antrag zu geben.( Großge Unruhe links. aber zweifel gegen meine Auffassung laut geworden sind, werde ich einfachen Mitteln ein sprechendes Bild der Fleiſchnot. Signore Rubino" Bauſe. Die Mehrheit hat offenbar noch keinen Redner bestimmt. über die Zulässigkeit abstimmen lassen. enthüllt in zwei Schlußbildern die Geschichte des schrecklichen Attentates auf Schließlich meldet sich Abg. Gröber.) Die Mehrheit erklärt den Antrag Stadthagen für unobenan. Im Schlachtgefang der Neattion" spottet der Bostillondichter des den belgischen Heldenkönig. Auch im Terte stehen die jüngsten Ereignisse Kampfes der Zöllner. Ihm folgen: Der gemütliche Attentäter; Polizei und Belzmärtel, ein Nürnberger Ereignis; Die Zollräuber. Was in der Welt Abg. Gröber( C.): Ich bitte den Antrag auf Uebergang zur zulässig.. Tagesordnung abzulehnen.( Bravo! bei der Mehrheit.) Abg. Singer( Soc.) beantragt namentliche Abstimmung. Abg. Singer: Ich bitte ums Wort zur Geschäftsordnung. Vicepräsident Büsing: Ich bitte, mir vorher Mitteilung machen vorgeht! Deutscher Metallarbeiter- Verband Vorwärts- Buchhandlung Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 358. Donnerstag, den 11. Dezember 1902, abends 8, Uhr: Versammlung der Metalldrücker Berlins im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1. Tages Ordnung: 1. Die Lage der Drücker. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Donnerstag, den 11. Dezember 1902, abends 8, Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Bezirksversammlung für Charlottenburg. Zages- Ordnung: Bahlreichen Besuch erwartet 1. Vortrag des Neichstags: Abgeordneten Agster. 2. DisIussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. 167/20 Die Ortsverwaltung. Die bisher im Lofal von Dierke, Schwedterstraße, befindliche Bahistelle wurde in das Lokal von Schröter, Fürstenbergerstr. 2, berlegt. Neu errichtet wurde eine Zahlstelle im Lokale von Nietz, Warschauerstr. 74. D. 0. Nationalsocialer Verein. Mittwoch, 10. Dezember, abends 8%, Uhr, in der ,, Tonhalle", Friedrichstr. 112: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: Gewaltherrschaft im Reichstag. Referent: Pfarrer a. D. Friedrich Naumann. Nachher freie Diskussion. Jedermann ist eingeladen. 222/18 Der Vorstand des nationalsocialen Vereins. Central- Verband deutscher Maurer. ( Zweigverein Berlin, Bezirk Schöneberg.) Am Donnerstag, den 11. Dezember cr., im Lokale von Ernst Obst, Meiningerstraße 8: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bortrag des Stollegen H. Silberschmidt über: Der steigende Einfluß er Gewerkschaftsorganisation. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheit. N. B. Das Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig. 14 1/2 Tausende ehrende Anerkennungen. Die Verbandsleitung. Rum No. 3 m Façon ca. 50 Proz. stark, a Literflasche 1,10 M., 10 Literfl. 10 M. inkl. Jamaica- Rum echt und echt Verschnitt a Ltrfl. 1,60, 2,10, 2,50, 3,10, 4,50. 10 Fl. 10 Pf. billiger. Glühwein- Extrakt hochfein im Geschmack a Literfl. M. 1,30. 10 FL. M. 12,- inkl. Deutscher Cognac angenehm, mild im Geschmack 杯 a Literfl. M. 2,10, 2,50, 3, Eugen Neumann& Co. Belle- Alliance- Platz 6a, Amt IV No. 9676. Genthinerstrasse 29. Wilsnackerstr. 25. 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Berliner Partei- Angelegenheiten. ſelben das Hausrecht. mußten Räume der Brauerei Friedrichshain gemietet und übe in den- Die Wahlen zum Direktorium der akademischen Lesehalle haben nach viertägigem Wahlakt gestern ihren Abschluß gefunden. Die Im Anschluß an diese gewaltsame Entfernung des opponierenden Beteiligung war um 200 Stimmen geringer als vor zwei Jahren; Erster Wahlkreis. Heute Mittwochabend 81%, Uhr außerordentliche Mitgliedes erklärte der Vorsitzende, daß er auch alle sonstigen Ver- es wurden 1309 Stimmen abgegeben, welche sich wie folgt ver Generalversammlung bei Dräsel, Neue Friedrichstr. 35. Tages- treter von aufgelöften bäuerlichen Milchverteuerungs- Genossenschaften teilen. Es entfielen auf die Kandidaten der nationalen ordnung: 1. Erhöhung der Beiträge. 2. Vortrag des Genossen nicht zum Worte zulassen werde, sofern dieselben für ihre eigne Partei 606, auf die der Freien wissenschaftlichen Vereinigung 281, Dr. Bernstein über:„ Kommunale Reform". In dieser Ver- Person nicht entweder der betreffenden Genossenschaft oder der auf die der jüdischen Studenten 201 und auf die der katholischen sammlung werden die Parteitags- Protokolle für 20 Pf. an die Mit- Milchcentrale angehörten. Gleichzeitig fordere er diese Vertreter 213 Stimmen. Beachtenswert ist der Rückgang der Stimmen der glieder verausgabt. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. auf, fofort das Versammlungslokal zu verlassen. nationalen Partei um 105 und der Zuwachs der oppositionellen um Der Vorstand. Dieser den flaren Bestimmungen des Gesetzes zuwiderlaufenden Wort- 181 Stimmen. entziehung und Ausschließung der opponierenden Minderheit gegenüber Achtung, Genoffinnen und Genossen! Die Vorträge des Reichs- waren die in der Versammlung verbliebenen Vertreter der betreffenden in Berlin 43 655 Pferde und Esel, sowie 8827 Stück Rindvieh und Nach der amtlichen Viehzählung waren am 1. Dezember 1901 tags Abgeordneten Arthur Stadthagen über Arbeiterschutz Genossenschaften außer stande, die Rechte ihrer Auftraggeber wahr- 33 862 Sunde vorhanden. Innerhalb fünf Jahren haben sich die und Arbeiterrecht können wegen Verhinderung des Referenten in zunehmen. Pferde und Esel um 3500 Stück, das Rindvieh um 2000 Stück und folge der Mehrarbeit im Reichstage erst vom 7. Januar ab wieder Von den übrigen opponierenden Genossenschaftern wagte, an die Hunde um 6700 Stüd vermehrt, troß der Hundesteuer, trotz der stattfinden. Die Vertrauensperson. gesichts der drohenden und tumultuarischen Haltung der Einführung des elektrischen Betriebs bei den Straßenbahnen, wodurch Socialdemokratischer Wahlverein Groß- Lichterfelde. Der Ge- als Zuhörer zugelassenen Menge, keiner das Wort zu ergreifen. Der Tausende von Pferden überflüssig wurden. werbegerichtswahlen halber fällt die heutige Vereinsversammlunging Dippel wieder und Herr Gravenstein- Charlottenburg straße Vorstellung gegeben. Aus den Phantasien dieses bedauernsVorsigende proklamierte nunmehr, daß durch Acclamation(!) Herr Graf Bürkler hat Montagabend wieder bei Keller in der KoppenAufstraße Rigdorf. Der Wahlverein hält heute abend bei Münzer, neu in den Vorstand gewählt sei. In derselben Weise wurden vier Auf- werten Mannes jei folgendes wiedergegeben: Senefebedstr. 113, seine Mitgliederversammlung ab. Stadtv. Genosse nächst wurde in wenigen Minuten die mit dem Verlust von 385 270,79 M. fichtsratsmitglieder als durch Acclamation gewählt proklamiert. DemAdolf Hoffmann referiert über die Frage: Ist Religion Privat- abschließende Bilanz kurz verlesen und, ohne daß sich jemand zum fache? Gäste, auch Frauen als solche, haben Zutritt. aus. 0 Wilmersdorf. Sonntagabend 6 Uhr findet in Wittes Volksgarten eine öffentliche Protestversammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Fri 3ubeil über:„ Der Kampf um den Zolliucher im deutschen Reichstag und die Erdrosselung der Minorität durch die Majorität" sprechen wird. Nach der Versammlung gemütliches Beisammensein. Die Genossen werden ersucht, früh zeitig eine recht kräftige Agitation zu dieser Versammlung zu entfalten. Die Handzettel- Verteilung wird noch bekannt gegeben. Adlershof. Der Wahlverein hält Donnerstagabend 81%, Uhr bei Fechner, Oppenstr. 56, feine Mitgliederversammlung ab. Lagesordnung: 1. Wahl eines Beisigers. 2. Vortrag des Stadtverordneten Ferd. Ewald über: Der Umsturz im Reichstag. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Lokales. Die Auflage unfres Blattes ift dank der von arbeiterfeindlicher Seite gegen ums betriebenen Breßheze so rapide gestiegen, daß wir Sonntags nicht allen Abonnenten die Unterhaltungsbeilage Neue Welt" liefern konnten. Wir bitten um einige Nachficht; schon im Laufe der nächsten Tage werden wir im stande sein, durch Nachlieferung der„ Neuen Welt" die Wünsche im stande sein, durch Nachlieferung der„ Neuen Welt" die Wünsche sämtlicher Leser zu erfüllen. Ein harter Winter? Der Winter hat in diesem Jahre zeitig begonnen und uns gleich einen ungewöhnlich strengen Frost gebracht. Für Anfang Dezember wenigstens ist eine so grimmige und anhaltende Stälte, wie wir sie in der letzten Woche gehabt haben, eine Seltenheit. Der Ofen ist rascher als sonst wieder zu Ehren gekommen in solchen Tagen lernt man bald genug den Wert eines behaglich durchwärmten Zimmers wieder recht schäßen. 豆 Worte meldete, genehmigt.. werden." Wie ernst die Zeiten sind, sehen wir jetzt im Reichstage. Das schamlose Treiben der jüdischen Abgeordneten und der jüdischen Presse sind die Sturmbögel der jüdischen Revolution. Ist denn Die Deckung des Verlustes wurde in einer sehr eigenartigen Weise sofort noch in der Versammunter den Abgeordneten kein Mann, der die Singer und Stadthagen lung selbst vorgenommen. Es wurde erklärt, daß jeder Genosse auf tüchtig verkloppt? Wenn ich Abgeordneter wäre, würde ich in jeden seiner Anteile einen Betrag von 9 Mark zuzuzahlen habe und die Sigungen gehen mit einem jungen, schlanken, 6 bis 8 Centi meter starten Eichenstamm. Wie ich dann dort hausen daß dieser Betrag sofort auf der Aktivseite der Bilanz würde, können Sie sich vorstellen. Ich würde mit der Eiche dem unter Debitoren- Conto gebucht werde, womit sich das DebitorenConto auf 849 884,74 Mark erhöhe. Mit dieser sofort in der VerSinger und Stadthagen den Standpunkt flar machen, daß sie sofort die Fresse hielten und ausrissen. Die Juden ſammlung vorgenommenen Umbuchung, erklärte der Vorsitzende, sei Singer, Stadthagen und Wurm sind Gaffenjungen und Rüpel, die die Unterbilanz bereits beseitigt. Unter stürmischem Beifall proklamierte nicht verstehen, sich in anständiger Gesellschaft anständig zu beer, daß in diesem Augenblicke die Unterbilanz der Centrale gewegen. Sie müssen einfach aus dem Reichstage herausgeschmissen tönne nunmehr behaupten, daß die Centrale mit Unterbilang arbeite. schwunden sei, die Schulden der Centrale seien getilgt, und niemand Das müsse noch heute Abend, in alle Zeitungen" Anfall bedrohten Parteigenoffen rechtzeitig für die Herbeischaffung Unfres Erachtens würden die von dem wilden Mann mit einem Mit Rücksicht auf diese im Handumdrehen erfolgte Tilgung einer 3 wangsia de sorgen. der Unterbilanz wurde denn auch ohne weitere Bedenken die vom Vorstand vorgeschlagene Herabsetzung der Abgabe von jedem Liter Milch Der 370 000 Mark betragende Nachlaß der Ratsmaurermeister genehmigt. Die zum letzten Bunft von verschiedenen Genossen- Julius und Emilie Map pes schen Eheleute, welchen dieselben den schaftern eingegangenen Anträge wurden entweder abgelehnt oder Berliner städtischen Handwerkerschulen testamentarisch verals unzulässig zurüdgewiesen. Die von mehreren Genossenschaftern macht haben, wird erst im nächsten Jahre zur Verivendung gelangen gestellten Anträge auf Auflösung der Centrale waren Es haben sich nämlich inzwischen mehrere Verwandte der schon bei Beginn der Sigung von dem Vorstand kurzerhand zurück- Erblasser gemeldet, welche im Testament nur spärlich oder gar nicht gewiesen worden mit der wörtlichen Aeußerung:„ Es sei eine bedacht worden waren. Diesen im ganzen vier Personen sollen AbDreiftigkeit, wenn nicht gar unverschämtheit, derartige findungen im Gesamtbetrage von 30 000 M. ausgezahlt und zwei Anträge einzureichen." Eine Beratung oder Beschlußfaffung andren Personen fleine Renten gewährt werden. Der Testamentsselbst erklärte, daß die bäuerlichen Genossenschaften, welche sich aufgelöst dieser Regelung der Dinge, welche langwierige Berhandlungen nötig über diese Anträge wurde überhaupt nicht zugelassen. Herr Ning- Düppel vollstreder, Ober- Verwaltungsgerichtsrat me u brint, hat sich mit hätten, inkürze den ganzen Zorn der Centrale zu spüren haben würden; machte, einverstanden und der Oberpräsident sich bereit erklärt, nach Auge um Auge, 3ahn um 3ahn!" sei die Parole. Bustimmung der Stadtverordneten- Versammlung zu diesen Vereintönnten sie Berzeihung erlangen. Nur um den Preis sofortiger Rüdtehr in das Lager der Centrale barungen, die landesherrliche Genehmigung zur Annahme der Erbschaft seitens der Stadtgemeinde Berlin erwirken zu wollen. Die opponierende Minderheit hat durch die gegen das Gesetz Hot er gemacht ä faines Geschäft! Mit diesem echt katholischen verstoßende Nichtzulassung der Vertreter zum Wort sich die Grund- Herzensseufzer gloffiert die an Abonnentenschwindsucht frankende lage für die Anfechtungsklage nach§ 51 des Genossen- Germania" unfre Mitteilungen über den starken Straßenverkauf schaftsgesetzes gewahrt. des„ Vorwärts" und seine steigende Auflage. Das ist hübsch gesagt, " 11 fönnen. 9 " Den Ladenschluß in der Nähmaschinen- Branche betreffend, erläßt aber von dem führenden Organ für Wahrheit, Freiheit und Recht der Polizeipräsident folgende Bekanntmachung: Aus dem Kreise der follte man denken, daß es augenblicklich Wichtigeres zu thun hätte, Ginheizen, tüchtig einheizen! ist nun wieder die all- beteiligten Gewerbetreibenden ist bei mir der Antrag gestellt worden, als seine Fertigkeit in der Sprache der Inowraczlaw zu demonstrieren. gemeine Barole. Feuerung her- und nicht zu wenig! Draußen eine Anordnung dahin zu treffen, daß im Landes- Polizeibezirk Berlin Mit völligem Stillschweigen geht das Centrumsblatt über die pfeift der Nordorst da wird man eben noch ein paar Briquetts die offenen Verkaufsstellen der Nähmaschinen- Branche in der Zeit moralischen Ohrfeigen hinweg, die ihm gestern im Vorwärts" von einem Glaubensgenossen, dem Dekonom des Leo Hospiz, appliziert mehr als gestern einlegen. Lieber hungern als frieren", denkt, a wischen 8 Uhr abends und 7 Uhr morgens für den worden sind. Will die Germania" etwa den Cirkusbrauch, für wenn sie den geräumigen Kachelofen bis hinten hin mit Holz und dieser Anordnung habe ich auf Grund des§ 1 der Bestimmungen solche milden Gaben mit Burzelbäumen zu quittieren, in der Presse Kohlen vollpact, die sorgfame Hausfrau. Lieber hungern als des Bundesrats vom 25. Januar 1902( R.-G.-BL. S. 38) zur Fest- einführen? frieren", bekräftigt sie laut in dem wohligen Bewußtsein, stellung der gemäß§ 139 f. Absatz 1 und 2 der Gewerbe- Ordnung Die Untergrundbahn vom Zoologischen Garten bis zum Knie in daß ja in ihrem Hause glücklicherweise weder jemand zu hungern erforderlichen Zahl von zwei Dritteln oder einem Drittel der be- Charlottenburg sollte bekanntlich im Januar oder Februar nächsten noch auch nur zu frieren braucht. teiligten Geschäftsinhaber den Vorsteher des Gewerbefommiffariats, Jahres dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Die Arbeiten Tüchtig einheizen! Ach, manchmal ist das doch leichter gefagt als tgl. Polizeidirektor Maurer hierselbst, SW. 19, Strausenstr. 29, als der Bauausführung sowie der elektrischen Ausrüstung der Strecke sind jedoch von der ausführenden Firma Siemens u. Halste so gegethan. Feuerung kostet Geld, und Geld pflegt gerade im Winter Kommissar bestellt. in vielen Familien bald recht knapp zu werden. Wo soll's her Es ist erfreulich, daß aus den Kreisen der Gewerbetreibenden fördert worden, daß die Eröffnung des Betriebs auf dieser Strecke kommen, wenn der Vater wieder auf Wochen, auf Monate hinaus weiterer Schritt zu der notwendigen Einführung des all- konnte. Die Eröffnung der Haltestelle Kenie und die Ausdehnung kommen, wenn der Vater wieder auf Wochen, auf Monate hinaus die Anregung zu dieser Maßnahme kommt. Hoffentlich ist dies ein wider Erwarten schon zu Anfang nächster Woche festgesetzt werden die Arbeit berliert? Erft werden die paar Spargrofchen, gemeinen Achtuhrschlusses. des Betriebs bis zu diesem vorläufigen Endpunkte der elektrischen die im Sommer zurückgelegt werden konnten, aufgezehrt, dann wird Hoch- und Untergrundbahn ist bereits zum nächsten Montag, geborgt, nachher wird versezt und dann-?! Lieber frieren, Statistenkartell? Die Deutsche Tageszeitung" berichtet: Ein 15. Dezember, vorgesehen. Die Bahn wird dadurch um fast genau als hungern," denkt, wenn sie die letzten 25 f. für ein halbes Startell der nicht socialdemokratischen( chriftlichen) Ar- 1 Kilometer verlängert. Der seit dem 1. Dezember eingeführte Brot weggiebt, so manche andre Hausfrau, im ungeheizten Zimmer beiterorganisationen Berlins, die schon bisher bei wiederholten Ge- Winterfahrplan nimmt bereits Rüdsicht auf die bevorstehende Bervor Kälte erschauernd. Lieber frieren als hungern", legenheiten gemeinsam vorgingen, ist in Vorbereitung. Man hält längerung. wiederholt sie seufzend in der traurigen Gewißheit, daß fie schwung dieser, vorläufig nicht sehr mitgliederreichen Organisationen Das Wohlfahrtshaus" in der Schillerstraße Nr. 42 zu Charlotten nach der Breslauer Kaiserre de die Zeit für geeignet, einen Auf- Kirchliche und weltliche Freuden. Eine Korrespondenz meldet: schon morgen mit den Ihrigen nicht bloß frieren, sondern auch hungern herbeizuführen. Durch eine Reihe von Wohlfahrtseinrichtungen soll burg, das vom Trinitatis- Verein erbaut und fürzlich mit großem versucht werden, auch die dem politischen Leben völlig fernstehenden Bomp eröffnet wurde, ist zu einem kleinen Kriegsschauplatz geworden. wird. " " Wir stehen jetzt erst am Beginn des Winters, aber bereits heute Arbeiter zum Beitritt heranzuziehen. So will man zu den bereits in diesem Hause befinden sich außer den Prediger- und Küfterdrängt sich vielen die Frage auf: Wie wird's aussehen, bestehenden Einrichtungen noch einen Krankengeld- Buschuß, Arbeits- wohnungen, einer Station von Schwestern des Paul Gerhardt- Stifts wenn der Winter zu Ende geht? Wie soll es im Januar, losen- Unterſtüßung usw. einführen. Endlich foll, damit der Kampf- in der Müllerstraße, einer Kleinkinderschule, die von etwa 120 Seleinen im Februar werden, wenn schon der Dezember so anfängt? Werden charakter der Organisation nicht ganz verloren gehe, auch ein besucht wird, und zu der Ostern noch eine Krippe" hinzukommen die Wetterpropheten, die uns einen langen und harten Winter Streitfonds auf Grund einer einheitlichen Streitmarte foll, auch große Säle für Festlichkeiten. Diese Säle dienen geschaffen werden. Ein besonderer Fonds soll der Unterſtüßung der jetzt nicht bloß firchlichen Vereinigungen und Veranstaltungen, in Aussicht stellen, recht behalten? Dann hätte von ihren focialdemokratifchen Stollegen gemaßregelten oder aus der sondern auch recht weltlichen Feiern. Die Erbauer stehen die arbeitende Bevölkerung für die nächsten Monate Arbeit gedrängten christlichen Arbeiter dienen. Das Kartell hofft, auf dem ganz weltlichen Standpunkt, daß sie mit dem auf ein bollgerüttelt Maß von Entbehrungen gefaßt auch bei den Behörden die notwendige Förderung zu finden. Die Bau auf die Kosten kommen wollen, und da das sonst nicht zu machen. Der Druck der gegenwärtigen Wirtschaftslage lastet Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine stehen dieser Bewegung fern. geht, so vermieten sie die Säle auch an Kriegers, Theaters und ohnedies schwer genug auf ihr. Käme dazu noch ein langer und Was an diefer Mitteilung Wahres ist, fönnen wir natürlich andre Vereine für deren Festlichkeiten. Dabei betreibt die Frau des harter Winter die Arbeitslosigkeit und der Notstand würden eine nicht feststellen. Von den Anschauungen Wilhelms II. über die Ar- Süfters N. den Bierausschant und was sonst dazu gehört. Sie ist geradezu entfegliche Ausdehnung erreichen. beiterbewegung müssen die neuen Kartellbrüder aber seltsame Be- aber wohl auch die einzige, die mit diesem Stand der Dinge zugriffe haben; andernfalls würden sie Streitfonds und Streifmarke frieden sein kann. Die Leitung des Paul Gerhardt- Stiftes hat beDie geftrige Generalversammlung der Milchcentrale, die auf 1 hr unvergeßlichen Rede vom 6. September 1898 wörtlich geziehen zu wollen, wenn nicht der Wirtschaft schleunigst ein Ende beiseite laffen. at Wilhelm II. doch in seiner der Arbeiterschaft reits angekündigt, die Schwestern aus dem Wohlfahrtshause zurüdmittags nach der Brauerei Friedrichshain einberufen war, unterschied sagt: Das Gesetz naht sich seiner Vollendung und wird den Volks- gemacht werde. Es mag ja auch nicht angenehm sein, daß unter der sich schon in den äußeren Veranstaltungen von den ſtatutenmäßigen vertretern noch in diesem Jahre zugehen, worin jeder, er möchte sein Schule eine sehr besuchte tegelbahn etabliert ist, während die Tagungen sonstiger Geschäftsunternehmungen. Die Genossenschafter wer er will und heißen wie er will, der einen deutschen Arbeiter, der Schwestern über sich bis in den Morgen hinein die Tanzmusik bemerkten bereits mit Erstaunen, daß vor dem Versammlungs- willig wäre, seine Arbeit zu vollführen, daran zu hindern sucht oder und alles andre Geräusch, dus mit dem Tanzen verbunden ist, anTotal eine Schuhmannspatrouille Aufstellung genommen gar zum Streit anreizt, mit Zuchthaus bestraft werden soll. hatte, als ob eine Arbeiterversammlung stattfände. Auf der hören müssen. Noch weniger erbaut aber sind die Gewerbetreibenden Treppe zum Versammlungslokal wurde zunächst durch Angestellte der Den Geisteskampf" des Centrums fennzeichnet noch eine Er- Charlottenburgs, namentlich die Restaurateure und Saalbefizer, von Milchcentrale und des Bundes der Landwirte eine ftrupulöje Sichtung innerung, welche ergiebt, daß der in Nr. 285 erwähnte fatholische dieser kirchlichen Konkurrenz. Es giebt aber auch Leute, die in einer der mit ordnungsmäßigen Einladungskarten erschienenen Bersonen Geistliche Stephan in der Sprengung von socialdemokratischen solchen Annäherung des Kirchlichen an das Weltliche einen Fortvorgenommen. Obwohl auf den Einladungskarten ausdrücklich ver- Versammlungen etivas los" hat. Stephan wohnte bis vor kurzem schritt erblicken, der immer mehr zur Ausgleichung der Gegensäge merkt war, daß der Zutritt nur Mitgliedern der Milchcentrale in Weißensee und hatte die dortigen Katholiken so an der Strippe, führen könne. Einen solchen Fortschritt sieht man auch anderswo. gestattet sei, und obwohl die Genossenliste der Milchcentrale über- daß sie den Willen ihres geistlichen Herrn unter allen Umständen So hat z. B. in einem andern Orte der Umgebung Berlins die Haupt nur 784 Nummern aufweist, saben sich die später erschienenen durchsetzten. Bei der 1898er Wahl wurde er von den Centrums- Stirche die erste Hypothet auf einen neuerbauten Tanzsaal gegeben. stimmberechtigten Genossenschafter einer als Zuhörer zugelassenen männern des Kreises Niederbarnim als Kandidat aufgestellt und in Beide Teile sind damit zufrieden, die Kirche, weil die Hypother sicher Menschenmenge gegenüber, die um mehrere Hunderte die Bahl 784 über- ihren Versammlungen verdächtigte er nach bekannter Weise die ist, und der Erbauer, weil die Zinsen mäßig find. ftieg! Kurz nach der Eröffnung der Sizung kam es zu einem ersten Socialdemokratie, was unsren Genossen Veranlassung gab, ihm Die Arbeitslosigkeit. Um sich das Leben zu nehmen, hat sich tumultuarischen Zusammenstoß, als es fich um die Neuwahl des scharf entgegenzutreten. Es wurde eine Versammlung anberaunit, der 21 Jahre alte Koch Hans Daut, der seit 4 Wochen bei dem Borstandes handelte. Namens der bäuerlichen Milchverwertungsgenossen- in der Genoffe Stadthagen über das Thema:" Du sollst nicht lügen" Schneidermeister Köchler in der Mauerstr. 53 wohnte, heimlich entschaft zu Rüthnic in der Mart beantragt ein Herr Jädel, die Neu- referieren sollte; die Weißenseer Katholiken waren zu dieser Ber- fernt. Der junge Mann hatte 5 Monate lang in der Küche eines wahl durch Stimmzettel vorzunehmen. Obwohl Herr Jädel eine fammlung eingeladen. Das ging Herrn Stephan wider den Strich hiesigen großen Hotels ausgeholfen, dann aber schon seit 4 Wochen statutenmäßig ausgestellte und von den Liquidatoren unterzeichnete und flugs wurden im Geheimen die Katholiken nicht nur von feine Beschäftigung mehr finden können. Seit Sonnabend vor acht Bollmacht für seine Genossenschaft vorwies, erklärte der Vorsitzende, daß er Weißensee, sondern aus dem ganzen Kreise und aus Berlin ein- Tagen war er nicht mehr nach Hause gekommen. Seine Wirtsleute den Antrag nicht zulassen werde, weil der gedachte Vertreter nicht geladen, diese Versammlung zu sprengen. Seine Getreuen besetzten glaubten aber immer noch, daß er wieder arbeite und nur versäumt selbst Mitglied der Centrale sei. Vergebens wies Herr Jäckel von abends 6 Uhr ab den Saal, während die Versammlung zu habe, ihnen Mitteilung zu machen, bis ein Brief von seinen Eltern darauf hin, daß eine derartige Zurüdweisung dem Gesetz und 8 Uhr anberaumt war, und unsre Genossen mußten mit einigen sie über das Verschwinden ihres Mieters aufklärte. Seinen Eltern dem Statut direkt widerspreche. Unter tumultuarischen Zurufen und Stehpläßen vorlieb nehmen. Bei Eröffnung der Bersammlung ging hatte Daut unmittelbar vor seinem Weggange nach Nürnberg geDrohungen der in dem Saal befindlichen nicht stimmberechtigten Zu- wie auf Kommando ein Geheul der Centrumsmänner los und der schrieben, daß er sich das Leben nehmen werde, weil er feine Stellung hörer wurde der gedachte Vertreter der ersten offen opponierenden Ueberwachende löste die Versammlung auf. Bei der bekannten mehr finde. Die daraufhin angestellten Nachforschungen hatten noch bäuerlichen Genossenschaft aus dem Saal verwiesen, wobei ihm Disziplin unfrer Genossen hatte diefer Streich keine weiteren Folgen. fein Ergebnis. Der Vermißte ist 1,70 Meter groß, hat blondes allerlei Schimpfreden nachfolgten. Die Anhänger des Herrn Stephan jedoch feierten diesen Sieg" auf Haar und Schnurrbart und ein längliches Gesicht und trägt einen Der Vorstand bemerkte, die Milchcentrale habe absichtlich nicht seine Kosten in ihrem Heim so, daß es zum Schluß zu Prügel- schwarzen Ueberzieher, einen dunklen Jadettanzug und einen weichen bloß den Saal der Versammlung, sondern sämtliche auch nichi be- scenen fam. Herr Stephan erntete bei der Wahl 610 Stimmen. I schwarzen Hut. A Arbeiter- Turnerbund. Mittwoch und Sonnabend: Turnverein " Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer Abt. Boechstraße 17/20. 7. Männer- Abt. Reichenbergerstraße 131/132. 8. Männer- Abt. Höchstestraße 36/37. 2. Lehrlings- Abt. Stalikerftr. 55/56. 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). 5. LehrlingsAbteilung Aderstr. 67. Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an R. Danziger, Burgsdorfstr. 14. Abends 72 Uhr:" Nord", Admiralsgartenbad, Friedrichſtraße. Lese- und Diskutierklubs. Socialistenklub" Vorwärts" Kristiania, 0 „ BorDas Polizeipräsidium benachrichtigt sämtliche Vorsteher Ber- Jaus: Allerdings sei das Haus Kaßners schon zur Zeit der Wahl fertig,| Gesangberein„ Apollonia", Gobel, Bineta- Plak 7. Rotterieberein Frohe liner Schulen, daß eine Schwindlerin während der Unter- aber noch nicht polizeilich abgenommen gewesen; es habe deshalb Botschaft", Krause, Gräfeſtr. 26. richtsstunden bei Lehrerfrauen Eßwaren und Geldbeträge, angeblich damals noch nicht als Wohnhaus im Sinne der Städte- Ordnung anim Auftrage der Chemänner, erbittet und vielfach erhält. Die be- gesehen werden können. Ein Wohnhaus sei ein Haus erst, wenn es treffende Person ist etwa 14 Jahre alt, schlant, gesund aussehend zum Bewohnen polizeilich freigegeben sei. und gut gekleidet. Die Lehrer werden ersucht, die Schwindlerin vor- Das Ober- Verwaltungsgericht gab der hiergegen eingelegten kommendenfalles sofort festnehmen zu lassen. Berufung statt und erklärte Brodts Wahl, ohne auf die Klagegründe Ueber den Verlust der mit 1900 Mark Papiergeld und wertvollen einzugehen, schon deshalb für ungültig, weil sich unter den acht Rechnungen gefüllten Brieftasche des Engrosschlächtermeisters Otto Stichwahl- Kandidaten nicht vier Hausbesiber befanden. Bei " Belle", Bolfs- Badeanstalt an der Schillingsbrücke. Schmidt und den Prozeß, der sich an den von Meister Schmidt aus einer Stichwahl müßten mindestens doppelt soviel Hausbesizer Mölbergaden 17. Jeden Mittwoch: Diskussion. gesetzten Finderlohn von 1500 m. seitens des Arbeiters der städtischen zur Wahl stehen, als Hausbesizer zu wählen seien, denn sonst würde Arbeiter- Radfahrerbund ,, Solidarität". Gau 9( Prov. Branden Baubertvaltung, Otto Feuerböter, knüpfte, ist mehrfach ausführlich ja das Merkmal einer Stichwahl fehlen. Da hier zwei Hausbesitzer berichtet worden. Nunmehr meldet die„ Allgemeine Fleischer- 8tg.", zu wählen waren, hätten vier Hausbesizer- Kandidaten zur Wahl burg). Alle Zuschriften und Anfragen den Bund betreffend find zu richten daß die Brieftasche nicht verloren, sondern gestohlen worden ist. Der stehen müssen. Ein Wahlverfahren wie hier sei nicht zulässig, so daß an den Gau- Borfizenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstraße 8. Dieb ist der Engrosschlächtergeselle Schreuer, welcher der Brieftasche die rechtzeitig angefochtene Wahl Brodts für ungültig zu erklären sei. wärts", jeden Mittwoch nach dem 1. und 15., Baldftr. 8- Courier 1900", Stern I", die 1900 M. Banknoten entnommen und das Geld dann mit einem Rummelsburg. Die hiesige Gemeindevertretung hatte sich in jeden Mittwoch vor dem 1. und 15., Schönhauser Allee 28. Sidingenſtr. 8." Boran II", jeden Mittwoch vor dem 1., Landsberger Allee 40/41. Freunde, dem Sohne einer Droschkentutschers- Witwe in Weißensee, ihrer letzten Sigung mit der Anstellung eines Gemeinde- Bau" Hermsdorf", jeden Mittwoch vor dem 1. und 15., Berlinerin Damenrestaurants verjubelt hat. Die leere Brieftasche, in der meisters zu beschäftigen. Seit der Einrichtung dieses Amtes vor straße 21. Frohes Biel", jeden zweiten Mittwoch, Wilhelmsruh bei " Borwärts", jeden fich nur noch Rechnungen befanden, ist dann in den Bauschutt in den vier Jahren haben zwei Baumeister wegen Krankheit, davon einer Apel.„ Glück auf", Friedrichsberg, Gürtelſtr. 22. Borwärts", Kellereien der Central- Markthalle IA eingebuddelt worden, wo sie mit Pensionsberechtigung, den Dienst aufgeben müssen. Die Wahl, Mittwoch nach dem 8. und 22., Köpenid, Schönerlinderstr. 5. „ Blik", jeden auch von Feuerböter gefunden wurde. Seit Juli ift Schreuer vom welche in geheimer Sizung stattfand, fiel auf Herrn Regierungs- jeden Mittwoch nach dem 1. und 15., Alt- Glienicke bei Saß. Fleisch- Engrosmarkt verschwunden. Baumeister Hat ky in Hohen- Schönhausen; das Anfangsgehalt Mittwoch nach dem 1. und 15., Rudow bei Krüger. wurde auf 6000 Mart festgesetzt. Central- Raucherbund. Zuschriften find an Kleist, Rigdorf, Julius Die hiesige Kläranstalt Nach einer Unterschlagung ist der Maschinenmeister Hermann leitet ihre Abwässer in den von den Berliner Riefelfeldern Gemütlichkeit", Rigdorf, Lessingstr. 17. " Vorwärts", Rigdorf, Prinz Handjerystr. 70. straße 26, zu richten. " Friedenseiche", Rirdorf, Mühlen Klässe, der in der Buchdruckerei von H. S. Hermann beschäftigt in Falkenberg und der Lichtenberger Kläranſtalt benutten straße 18. Fidele Raucher", Rirdorf, Hermannstr. 34. Gemütlichkeit", war, geflüchtet. Klässe hatte die Betriebs- Sparkasse der Maschinisten, Abflußgraben. Da nun die Gemeindevertretung beschlossen hatte, Schöneberg, Grunewaldstr. 117. Blau Luft", Steglit, Düppelstr. 32. welche 1000 bis 1500 M. enthalten mochte, in Verwahrung; das das Degnersche Kohlebrei- Verfahren einzuführen, macht die Regierung Helgoland", Stegliz, Markſteinſtr. 1.„ Edelweiß", Friedenau, Rheinstr. 1. Geld sollte am Montag an die Kollegen ausgezahlt werden. Bei die Konzeffionserteilung davon abhängig, daß dann die Abwässer Blaue Wolfe", Wilmersdorf, Pfalzburgerstr. 66.„ Abfall", Wilmers " Transvaal", Schöneberg, den Revisor der Kasse traf an diesem Tage ein Schreiben des Klässe nicht mehr in den Graben abgeführt werden, sondern der Abfluß dorf, Uhland- und Günzelſtraßen- Ede. ein, worin er mitteilte, daß er das Geld verspielt habe. Sedanstr. 60." Fidele Raucher II", Rirdorf, Hermann- u. Prinz HandjeryDie An- direkt in die Spree geleitet wird. Nach einem Gutachten des Prostraßen- Ecke. gelegenheit ist gestern der Behörde mitgeteilt worden, der Auf- feffor Proskauer wird durch den Zusammenfluß der Abwässer eine beltspfeife", Rirdorf, Steinmetzstr. 24. „ Gesund Ambalema", Rigdorf, Prinz Handjerystr. 69. „ Alt- Gemütlichkeit", Köpnicker enthalt des Flüchtigen konnte noch nicht ermittelt werden. Verschlammung eintreten. Da der neue Abfluß unter dem Rangierstraße 161. Arbeiter- Skatbund Berlins und Umgegend. Buschriften find zu bahnhof durchgeführt werden müßte und daher außerordentlich hohe Kosten verursachen würde, lehnte die Vertretung das Verlangen richten an Ernst Element, Belforterstr. 13. Mittwoch:" Gemütlichkeit", Bogel, Wrangelstr. 78.„ Grand- Schwarz", Dimke, Winsstr. 56. Unitas", der Regierung einstimmig ab. Schmidt, Treskowstr. 35. " Salome" vor dem Bezirksausschuß. Die Frage. ob Oskar Wildes„ Salome", welche bei ihrer Aufführung vor einem geladenen Publikum gefallen haben soll, was der Vertreter des Polizeipräsidiums, Herr Assessor Dr. Possart, auch zugestand, nun auch für ein größeres Bublikum freigegeben werden soll, hat gestern in einer bis in den späten Nachmittag dauernden Sigung den Bezirksausschus beschäftigt. Der Vertreter der Klägerischen Direktion des Kleinen Theaters, Rechtsanwalt Dr. Rosenstock, führte insbesondere aus, daß die Frage, ob hier religiöse oder sittliche Bedenken gegen die Erlaubnis zur Aufführung sprächen, in den Hintergrund treten müsse, gegenüber der Frage, vor welchem Publikum und in welcher Darstellung das Stück erscheine, welches von allen Parteien als ein Kunstwerk anerkannt sei. Ein solches zu verbieten, sei die Censur nicht berechtigt. Der Präsident verkündete nach längerer Beratung, daß das Urteil den Parteien schriftlich zugehen werde. Es scheinen also im Schoße des Richterkollegiums Meinungsverschiedenheiten zu bestehen. Feuerbericht. Zwei größere Brände hatte die Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag zu bewältigen. In der Liebigstr. 80 ivar turz nach Mitternacht auf nicht ermittelte Weise in dem Vorratskeller eines Kolonialwarengeschäfts Feuer ausgekommen, das sich mit unVereinskalender. Sigung haben Mittwoch: " " " Briefkaften der Redaktion. Sonnabends von 7%, bis 9%, Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Mit Rücksicht auf den gewaltigen Andrang des Stoffes wird gebeten, in nächster Zeit, falls irgend möglich, die juristischen Sprechstunden und nicht den Briefkasten zu Anfragen in schleunigen Sachen zu benutzen, weil die Antworten im Briefkasten erst nac mehreren Tagc.i erteilt werden können. Rigdorf 1. Ihre Anfrage können wir im Brieftasten nicht beantworten. Zu persönlicher Auskunft find wir gern bereit. B. B. Der Fehler lag bedauerlicherweise bei uns. Es mußte zwei heißen. --Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Nachruf. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Paul Winzer -O Auf frischer That ertappt wurde in der Nacht zum Dienstag ein Einbrecher Albert Krain in der Krautstraße. Er hatte sich anf einem Grundstücke, auf dem sich eine Bäckerei befindet, einschließen lassen. Als er dann in der Nacht glaubte, daß die Gesellen alle an die In Schöneberg hat die Stadtverordneten- Versammlung vor Arbeit gegangen seien, schlich er in ihre Stube, öffnete die Schränke gestern nach vierstündiger oft erregter Debatte die Magistratsund suchte daraus zusammen, was ihm mitnehmenswert erschien. vorlage, betreffend den Ausbau der höheren Mädchenschule zu einem Ein Geselle aber lag noch im Bett. Dieser wachte auf, sah einen Mädchen- Realgymnasium, mit 37 gegen 17 Stimmen Menschen an den Spinden herumkramen und rief:„ Diebe! Diebe!" angenommen, nachdem ein Antrag, die Beschlußfassung auszusehen, Nun ließ Krain feine Beute, die er schon halb verpackt hatte, im mit 29 gegen 28 Stimmen abgelehnt worden war. In der DisStich und lief davon. Da aber die Hausthüren verschlossen waren, fussion gab Stadtverordneter Obst im Namen unsrer Parteiso konnte er nicht weit kommen. Trotzdem suchten die Gesellen lange genossen die Erklärung ab, daß sie für den Magistratsantrag vergebens nach ihm. Endlich fanden sie ihn auf dem Boden in stimmen würden. Bürgermeister Dr. Gerhard teilte im Laufe der einer großen Kiste, in der sonst Kohlen aufbewahrt werden, gaben Debatte mit, daß vom 1. April 1903 ab fliegende Klassen in den ihm eine Tracht Brügel und überlieferten ihn dann der Polizei. Gemeindeschulen nicht mehr vorhanden sein würden. Die Kosten der Erweiterung der höheren Mädchenschule belaufen sich auf ungefähr 8200 M. jährlich. Die Versammlung erklärte sich ferner ein stimmig mit einem auf Anregung unsrer Parteigenossen gestellten G. 101. Einer Privat- Beleidigungsflage muß ein Sühneversuch beim 3. Ja. Magistratsantrag einverstanden, der die Einteilung der Urwahl- Schiedsmann vorausgehen, wenn beide Parteien in demselben GemeindeA. W. 17. 1. Ja. 2. Nein. P. G. Die 75 Urwahlbezirke mit 346 Wahlmännern haben. bezirke zu den Landtagswahlen vorsicht. Danach wird die Stadt bezirk wohnen. Prüfungskommission für Einjährig- Freiwillige prüft ohne Rücksicht darauf, ob der Betreffende körperlich diensttauglich ist. E. B., Luckenwalde. 75 Urwahlbezirke mit 346 Wahlmännern haben. A. B. 1000. Ja. Schöneberg. Eine Stadtverordneten- Nachwahl soll, wie be- Sie können so viel verdienen wie Ihnen möglich ist. 2. M. 7. 1. In Preußen: nein. 2. Nur bei Haft. 2. 70. 1. Sie richtet wird, im 2. Bezirk der dritten Abteilung für den Stadtverordneten Schneider stattfinden, dessen Mandat infolge Ver- müssen auf einem Brett zahlen. 2. Die Kosten fönnen Sie, falls Sie darum einkommen, abzahlen. M. W. 1. und 2. Solcher Vertrag ist Die seßung erlischt. Der zu wählende muß Hausbefizer sein. zulässig, fann aber von der Stadt angefochten werden. 3. In einem Wahlperiode läuft bis 1907. Herr Sch., ein Oberpoſtaſſiſtent, hat Sonversationslerikon, das in jeder öffentlichen Lesehalle ausliegt, finden Sie in der Art seiner Bekämpfung der Socialdemokratie im Stadt- die von Ihnen gesuchte Belehrung unter Kohle usw. Nowak. Am A. P. Ihre Fragen parlament oft zur Erheiterung beigetragen, ernst zu nehmen war der Wohnsiz des Arbeitgebers und am Erfüllungsort. Herr jedenfalls nicht. Er war seinerzeit mit nur 18 Stimmen sind ohne Darlegung der näheren Umstände( welche Arbeit? wie alt?) nicht zu beantworten. N. W. 1, Franzesko. Ja. Osnabr., Mehrheit gegen unfren Genossen Obst gewählt worden. Swinemünderstr. 19. Nein. J. Mittag. Pantstr. 92. Ste fönnen auf Herstellung der Wohnung flagen. A. 3. Nein. P. H. Sie müssen alle 2 Jahre mindestens 40 Marken selbst weiter fleben. Die Klasse ist gleichgültig. Boyenstr. 20. Ja. Karl D. 1. Nein. 2. Verjährung liegt soweit ersichtlich ist, vor. W. K. 6. Wenn E. A. 23. Nein. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Vor- die Kinder vorbehaltlose Erben geworden sind, ja. Die Sachen Ihrer Tochter scheinen nicht mitzuhaften. geheurer Schnelligkeit ausdehnte und bei Ankunft des ersten Lösch- fibender Julius Meyer, Fichtestr. 27. Erster Kassierer: Seikrit, Fidicin. S. N. 100. Alle zuges auch schon auf den darüber liegenden Boden übergesprungen an Friedrich Kortum, Laufikerstr. 33. straße 16. Aenderungen im Vereinskalender find zu richten Sprechen Sie mit dem Mietsvertrag in der juristischen Sprechstunde vor. 2. K. 16. Sprechen Uebungsstunde abends 9 Uhr, R. 1000. Der Vater hat sämtliche Kosten zu zahlen. war. Petroleum, Del, Spiritus und andre leicht brennbare Stoffe Aufnahme von Mitgliedern. F. S. Hohen Riedesfreiheit I", Andreasstr. 26. Nord Sie mit dem Adoptivvertrag in der Sprechstunde vor. begünstigten das Feuer sehr. Die Wehr mußte daher mit mehreren deutsche Schleife", Lipke, Melchiorstr. 15. Riederlust I"( 1865), Woll- zollernplat. Bis zur Großjährigkeit tönnen Sie das Buch selbst aufbewahren. Schlauchleitungen lange Zeit Wasser geben, bevor die Flammen er schläger, Adalbertstr. 21." Deutsche Eiche I", Zimmermann, Grüner stickt waren. Noch war dieser Brand nicht vollständig gelöscht, eg 29. Allegro", Wezel, Wrangelfir. 136." Gleichheit", Ramlow, Wetter- Prognose für Mittwoch, den 10. Dezember 1902. Schneeglöckchen I", Rigdorf, Stöpke, HermannEtwas tälter, zeitweise nebelig, sonst meist heiter und trocken bei als ein größeres Löschaufgebot nach der Eberthstr. 38 gerufen wurde. Schönhauser Allee 135. Hier stand der Inhalt eines Schaufensters in hellen Flammen. Auch Bredowstr. 17. und Karlsgartenstraße- Ecke." Hoffnung I", Brandenburg a. H., Wuthenow, mäßigen östlichen Winden. Brit" in Briz, Klose, Brizer Chaussee 69/70.„ Maienhier mußten mehrere Rohre in Thätigkeit treten, um die gruß", Charlottenburg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Heimatklänge", Gefahr zu beseitigen. Im übrigen ist die Zahl der Stöpenid, Meyer, Rosenstr. 101." Wacht auf I", Jungmann, Danzigerstr. 24. täglichen Marmierungen immer noch eine große, was mit" Enterbten", Schilling, Swinemünderstr. 50. Linde I", Restaurant der strengen Kälte zusammenhängt. So wurden aus der Georgen- Reimann, Wollinerstr. 44.- Frischauf IV", Bornim i. M., Krüger, Partstr. 5.tirchstr. 40 und aus der Mittenwalderstr. 7 Wohnungsbrände ge- Treherſcher Gesangverein, Schumann, Tilſiterstr. 85. Freundschaft I", meldet, bei denen hauptsächlich Betten und Kleidungsstücke beschädigt Happe, Stralauer Blat 10/11." Simmerer", Friedrichsberg, Bipfer " Fortschritt", Thate, Muskauerstr. 43. wurden. In der Pappel- Allee 21 mußte nachmittags ein Brand be- Frantjurter Allee 181. Dornrose", Geselligkeit", Charlottenburg, Wernice, Bismardstr. 34. seitigt werden, der den Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. Stauffeld, Markusstr. 47." Hoffnung II", Spandau, Radke, NeuKellerbrände beschäftigten die Wehr in der Steinmetzstr. 54, Dieffen- meiſterſtr. 5-. Rote Rose", Stenzel, Ererzierstr. 20.„ Süd- West", bachstr. 37 und in der Stephanstr. 64. In allen Fällen wurden Flid, Simeonftr. 23. ,, Klub Sangestreue", Brandenburg a.., Kisten und Verpackungsmaterial eingeäschert. In der Beuthstr. 15 Centralherberge, Wollenweberstr. 3. ,, Rote Nelle I", Schöneberg, hatte eine Bretterwand Feuer gefangen, während in der Keithstr. 8 Krüger, Grunewaldſtr. 110. Lied hoch", Schmit' Volksgarten, Brunnen,, Keramik", Charlottenburg, Prestel, Osnabrüderstr. 1. Rohrverpackungen in Brand geraten waren. Ein Küchenbrand mußte ſtraße 150. Dienstag früh in der Werftstr. 16 abgelöscht werden. Außerdem" Vorwärts III", Friedrichsfelde, Fritz Haberland, Wilhelmſtr. 38. Vorwärts VII", Rummelsburg, Beutling, Kant und Goethestraßen- Ede. liefen noch Alarmierungen von der Holzmarktstr. 34, Lehrterstr. 48, olksdorf, Görligerstr. 58. " Fris", Sängerfranz", Teich, Zorndorferstr. 40. Waldemarstr. 63 und von verschiedenen andren Orten ein. In den Liedeslust III", Gusow- Platkom, Butsche, Krautstr. 36. Melodia I", meisten Fällen brauchte die Wehr jedoch nicht besonders einzugreifen, Rigdorf, Steinmeßstr. 113." Liberté", Laufiber Platz 8. Maiblume", da die Gefahr teils von Hausbewohnern schon beseitigt war. Luckenwalde, Helau, Friedrichstraße. Senefelder I", Gieste, Schillingstraße 36. Freundschaft II", Hoffmann, Swinemünderstr. 47. Zünd Holz", Apel, Prinzen- Auee 38." Freiheit Gruß", Baul Briek, Veteranenstraße 18. Liedeslust I", Fürstenwalde, Zinkler, Schloßtellerei. " Bufunft III", Nieder- Schönhausen, Setteforn, Lindenstr. 1.„ Maiengruß", Friedrichshagen, Conrad, Friedrichstr. 158.„ Liederlust II", Moabit, Wohlfeil, Huttenftr. 8. Vorwärts I", Nordwacht", Fahrow, Ravenéstr. 6. straße 59. im Bereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Putbuserstr. 44 IV. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen Arkona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16." Waldesgrün", Kunze, Forsterstr. 36. Frei Weg", Schöneberg, Hoppe, Merseburgerstr. 7. Fidele Raucher", Rigdorf, Spidermann, Hobrechtstr. 14. Intelligenz", Bosold, Manteuffelstr. 66. Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Lohse, LuisenDeutscher Straße" Frohsinns Heimat", Schößler, Stromstr. 28. Die Dampfenden", Michel", Bankow, Kaiser Friedrichstr. 12, Klingenberg. Rein Ton", Richter, Dderbergerstr. 49. Schick, Manteuffelstr. 74. Fliederduft I", Presel, Zorndorferstr. 36. " Kornblume", Dillenberg, Zimmerstr. 59. Alter Stamm", Quäschnig, Kottbuser Damm 18/19. Lebensblüte", Ebeling, Grüner Beg 120." Ohne Furcht", Schmidt, Wienerstr. 44." Kolumbus S.-D.", Gaida, Oppelnerstr. 19. Beilchenduft", Hundt, Hussitenstr. 24. Berzaget nie", Schöneberg, Kälbe, Sedanstr. 76..Pfeifendeckel", Fruchtstr. 69. „ Bulgarien", Kowsky, Koppenstraße 56. Ungültige Stadtverordneten- Wahl. Bei den Stadtverordneten- Mainzerstraße 5. „ Lange Pfeife", Friedrichsberg, Schilling, " Fidelibus", Borndorferstraße 41. „ Rosenblüte", Wahlen in Eberswalde, die im November 1901 stattfanden, Weidenweg 78. Qualmbrüder", Rummelsburg, Kantstraße 14. wurden vier Stichwahlen erforderlich. Zwei der vier in Stichwahl Gemütlichkeit SO. II", Surth, Brangelstr. 104." Weichselblatt", Frankzu wählenden Stadtverordneten mußten Hausbesizer sein. Von den furter Allee 174. Gemütlichkeit II", Graßig, Wrangelstr. 22. acht zur Stichwahl stehenden Kandidaten es gab nur einen Wahl- Morgenrot", Koßmell, Friedenstr. 52.„ Konsequent", Seifert, Cuvrystraße 2." Sieben roocht", Adlershof, Becker, Oppenſtr. 56. erhielten Stimmen: 421 der Cigarrenfabrikant Koch und „ Frohe Stunde", Kersten, Elbingerstr. 15. „ Siedlaff", Fourmond, Neu- Weißensee, SedanSchuhmachermeister Fellwock und 312 der Hutfabrikant Brodt. Wahlftraße 18. Blauer Ring", Springer, Charlottenburg, Schillerstr. 38/39. vorstand und Stadtverordneten- Versammlung erklärten nun nicht die Balmeria", Huffitenstr. 17. Bruderbund", Laufizer Platz 10. vier Erstgenannten, die die meisten Stimmen hatten, für gewählt, Sommerkahl" Friedrichsberg, Priezel, Kronprinzenstraße 4/5. sondern die ersten drei und den fünften. Der vierte, Genosse Sumatra SO.", Mangold, Liegnigerstr. 18." Fidele Brüder III", Fellwock, wurde ausgeschieden, weil Wahlvorstand und Stadtverord- Fidinger, Putbuserstr. 19. Bankow", Griffel, Pankow, Kaiser FriedrichNordpol", Bezel, Hennigsdorferstr. 28. Gerade aus", neten- Versammlung unter den Fünfen mit den meisten Stimmen ſtraße 12. als Hausbesizer nur den Genossen Herrlich und Herrn Brodt aner- Meißner, Weißenburgerstr. 47. Sauzahn", Wewiafinsky, Putbuser" Sumatra", Beyer, Lübbenerstr. 11." Borwärts", Wählisch, von Kavalieren zurüdgelegte fannten, zwei Hausbesiker aber gewählt werden mußten. Den GeAdalbertstr. 4. Frei weg I", Radewald, Schöneberg, Gothaerstr. 6. Sachen, fast neu, für jede Figur nossen Kaßner, der von unsren Parteigenossen als Hausbefizer auf- Collegia", Reichenbergerftr. 157. nach Maß für passend, find in größter Auswahl gestellt worden war, ließ man nicht als Hausbesizer gelten. Er Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Theaterverein Ten", ftets zu staunend billigen Preisen Herren Knaben zu haben. wurde als Nicht angesessener für gewählt erklärt, da ja die Borndorferstr. 57. Dramatische Vereinigung Zukunft", Königssäle, Eing. beiden Nichtbesizer und die beiden Besizer in einem Wahlgange Badzedstraße." Berein der Aquarienfreunde", Pückler- und Mustauer- Größte Auswahl in in: u. aus ( unter Ausschluß einer Bezirkseinteilung) Rower- Klub„ Drfan", Wienerstr. 7. gewählt wurden und straßen- Ecke. Zither- Verein Tirol", ländischen Stoffen für Paletots, Staßner die höchste Stimmenzahl erzielte. Mandolinenklub Bella Sorent", Quizomstr. 131. Anzüge, Beinkleider 2c. werden Der Genosse Goldbach Oranienstr. 183. Orchesterverein" Forte", Faldensteinſtr. 38. Pfropfenverein Nord- Dft", unter Garantie des guten Sites focht die Wahl des Herrn Brodt im Verwaltungsstreitverfahren_an, weil Kaßner doch Hausbesizer gewesen sei und deshalb nicht Herr feit Stotternder, Zimmerstr. 25, Restaurant Diefenbach. Petersburgerstr. 55. Heurefa", Verein zur Förderung der Sprechfertig zu überaus billigen Preisen " Nymphaea alba", fchnellftens angefertigt im Zuchgeschäft Brodt, sondern der Genosse Fellwock für gewählt hätte erklärt werden Berein für Aquarien- und Terrarienkunde, Mittwoch nach dem 1. und 15., müssen. Der Bezirksausschuß wies aber die Klage ab und führte Köpniderstr. 80/81. Aus den Nachbarorten. Neu- Weißensee. Die Wahlen der Beisiber zum Gewerbegericht finden am Sonntag, den 14. d. M., mittags von 12 bis 2 Uhr, statt. Die Wähler werden ersucht, sich rechtzeitig in den WahlTokalen des Bezirks, in welchen sie wohnen oder arbeiten, einzufinden, da Punkt 2 Uhr die Thüren verschlossen werden. Wahllegitimations- Formulare sind bei folgenden Genossen zu haben, die ebenfalls bereit sind, für diejenigen, welche keine Zeit haben, die polizeiliche Abstempelung zu übernehmen: Emil Schumann, Lehderstr. 118; Paul Helmke, Heinersdorfer Weg 38; Conrad Stolle, Lehderstr. 27; Wilhelm Schmub, KönigChaussee 38; Adolf Gartz, König- Chaussee 55; Hugo Sorrer, Straßburgstr. 56. Gleichzeitig wird nochmals auf die am Donnerstag, abends 8 Uhr, im„ Prälaten", Lehderstr. 122, stattfindende Versamm Iung, in welcher Genosse Robert Ahrens- Berlin spricht, aufmerksam gemacht. gang " Am Freitag, den 7. Nov. 1902 verstarb nach längerem Krankenlager unser Mitglied 71/4 Wilhelm Klemann an der Proletarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Beerdigungsverein 12, Gülboſt, Witwe Mehner, Stalizer Berliner Zimmerleute " " der Zimmerpolier Kaßner, 418 der Maurerpolier Herrlich, 417 der Schöneberg, Hauptstr. 97. Sieg, Brunnenstr. 11. Phonir", " " straße 52. " " 13 Am 7. d. M. starb unser Mitglied, der Zimmerer Herr[ 9475 Grassmé. Die Beerdigung findet am 10. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Warschauerstraße 77 aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 8. Dezember meine innigftgeliebte Frau und unsre gute Mutter am 7. Dezember verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 3%, Uhr von der Leichenhalle des EmmausKirchhofs aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 92/9 Die Ortsverwaltung. Socialdemokrat. Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Heinrich Schmitz, Bergstr. 49, am 7. d. M. berstorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. ds. Mts., von der Leichenhalle d.Golgathn- Gemeinde, Barfusstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er sucht Der Vorstand. Herren- Moden, elegante Ausführg., geringe Teilzahlg. Amalie Sauerbaum J. Kurzberg, Neue Königstr. 47, ( geb. Voigtlaender) am Herzschlag im 46. Lebensjahre sanft entschlafen ist. 9506 Um stilles Beileid bitten Der tiefbetrübte Gatte, Kinder, Mutter, Geschwister u. Verwandte. Die Beerdigung findet am 12. Dezember, nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause, Poststraße 29 aus nach dem St. Nikolai- Kirchhof, Prenzlauer Allee 7, statt. Anzüge Statklub„ Revolution", Holz, Grünauerstr. 3. bei A. Karle, Waldemarstr. 66 2 Treppen, am Alexanderplat. Die 59182* schönsten Herren Paletots, Anzüge, Joppen in neu, sowie speciell Monatsgarderobe J. Wand, nur Prinzenstrasse 17, an der Wafferthorstraße. Bitte auf Hausnummer zu achten! Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 10. Dezember. Anfang 3 Uhr: Biner. Der Struwwelpeter. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Robert der Teufel. Anfang 7 Uhr: Schauspielhaus. Im bunten Rod. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Paul Lange und Tora Barsberg. Leffing. Madame Sans- Gêne. Central. Madame Sherry. Neues. Ledige Leute. Residenz. Seine Kammerzofe.( Nelly Rozier). Westen. Das Heimchen am Herd. Thalia. Charley's Tante. Vorher: Cassis Pascha. Schiller. Anfang 8 Uhr: O.( Wallner- Theater.) Jugendfreunde. Schiller. N. ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Sappho. Belle- Alliance- Theater. Anno 48. Carl Weiß. Jlse Römer. Luisen. Robert und Bertram. Casino. Der reiche Bustekohl. Metropol. Die zwölf Frauen des Japhet. Apollo. Nafiris Hochzeit. Buntes Theater. Lore. Tanzfee. und Sie. Abergläubisch. Kleines. Rausch. Die Er Palajt. Der Dorfbarbier. Specialitäten. Trianon. Die Liebesschautel. Passage Theater. Specialitäten. Paffage Panoptikum.Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steibl. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Urania. Taubenftr. 48/49. Frühlingstage an der Riviera. Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Central- Theater Mittwoch, 10. Dezbr.: 2 Vorstellungen, nahmittags 4 Uhr halbe Breiſe Geber Erwachsene 1 Kind frei): Schneeweißchen und Rosenrot. Abends 7, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 aften von Hugo Felir. Morgen und folgende Tage: Madame Sherry. Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmMittwoch abend 8 Uhr: Jugendfreunde. Frühlingstage an der Riviera. Luftfpiel in 4 Aufzügen v. Ludw. Fulda, Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Donnerstagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Freitagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Sappho. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Donnerstagabend 8 1hr: Kabale und Liebe. Freitagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Panoptikum Cirkus Schumann Cirkus Busch. Neu! das jüngste Wunder Afrikas eine schneeweisse Negerin von der Goldküste, 20 Jahre alt, weisse Haut, weisses Haar, hellgraue Augen, ein anthrop. Phänomen!! Neben der weissen d.schwarze Schwester: Beide von schwarzen Eltern!! Passage- Theater. Elite- WeihnachtsMittwoch, den 10. Dezember, abends 72 Uhr: Elite- Abend. den abends 72 Uhr: Dahomey. Die Elefanten- Herde im Urwald- See. Riesen- Programm Carl Weiss- Theater. 12 Nummern. 9 Uhr: Die grösste Sensation: Fest- Programm. Looping the Loop. Liane Leischner in ihrem Repertoire. Bajerri als Beethoven sensationelle musikalische Recitationen. Georg Kaiser prolongiert. Kinematograph: Krupps Leichenzug. 14 neue erstklassige Nummern. Belle- Alliance- Theater. Gastspiel d. Münchener Ensembles Abends 8 Uhr: Anno 48. munner Boffe mit Gef. in 3 Atten. Altmünchner Morgen: Die Schröderischen. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. 9% Uhr: Die beliebteste Pantomime: Die lustigen Heidelberger. Winter Gatten 8 65 Vollständig Große Frankfurter Straße 132. Ilse Römer. Romantisches Schauspiel in 6 Bildern von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. SonnMorgen: Ilie Römer. abendnachmittag 4 Uhr: Die gütige Weihnachtsfee. Sonntagnachmitt.: Maria Stuart. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Dezember- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Neues Programm. Seb. Gomchend, Sonntag u. Mittwoch Geschwister Andersen, FussMizi- Gizi, Equilibristinnen. Vortrags- Soubrette. Die 3 Harveys, Drahtseilkünstler. Stanley und Wilson, Amerikanisch. Gesangs- u. Instrumental- Akt. Eine Bojaren- Hochzeit, Russische Gesangs- und Tanz- Scenen. Die Barowskys, HumoristischPerzina's dressierte Affen. Gymnastische Produktion. Excentrics. Mason und Forbes, Thalia- Theater. Kleines Theater Udel- Quartett. Dresdenerstrasse 72-73. Bum 504. Mal: ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Charleys Tante. Rausch. Guido Thielscher als Charleys Tante. Anfang: Charleys Zante. 8, Uhr. Borher: Cassis Pascha. Anf. 7 Uhr. Morgen und folgende Tage: Dies felbe Borstellung. Sonnabend, 13. Dez., nachmittags Steig's Motor- und Byciele- Rennen. Eugenie Fougère, Catherine Bartho, von Pariser Luft, Tragikomödie in 4 Akten von August Strindberg. Morgen: Rausch. ,, Biograph". franz. ExcentricTänzerin. BallettDivertissement. Vorstellung: TANZ. Etablissement Buggenbagen am Moritplak. Heute Mittwoch: Militär- Konzert 3. Garde- Regim. zu Fuß ( Herr Goerisch.) Im Kaifer- Saal: Bückeburger Sänger. S Weltbekannt Residenz- Theater. Palast- Theater denstoffe Heute und folgende Tage: ist unsre dag, 14. Dezbe, nachmittags 3 Uhr: Seine Kammerzofe. Burgstraße 22. Früher: Feen- Balajt. Schwarze Der Raub der Sabinerinnen. ( Nelly Rozier.) Am 23. Dezember, zum erstenmal: Schwant in drei Aften von Bilhaud Novität! Die bösen Mädchen. Luisen- Theater. Robert und Bertram. Anfang 8 Uhr. Borbert. 10-2 Kaffe, Invaliden, Künstlerdant u. Baren häuser A. Wertheim. und Hennequin. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Jubiläums- Gastspiel Dir. B. Richter: Der reiche Puftekohl. Dazu die neuen Specialitäten Stille Nacht. Morgen: Anne- Liefe. Freitag: Anfang Wochent. 8, Sonnt. 7%, Uhr. Emilia Galotti. Gonnaben: Buntes Theater Anne- Liese. Sonntag 3 Uhr: Wallensteins Tod. 8 Uhr: Emilia Galotti. Metropol- Theater. Zum 12. Male: Die zwölf Frauen 2010 ( Ueberbrett'l.) Köpniderstraße 68. Anfang 8 Uhr. Das Riesen- Dezember- Programm. 8 Uhr: 82 Uhr: Der Dorfbarbier Oper.- Baudeville mit Gesang u. Tanz 5968L* uz Reinseidene Robe in glatt und gemustert. 10 Meter Mark 25,00. Seidenhaus bon Gumbert. 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