Nr. 289. Abonnements- Bedingungen: D Abonnements Breis pränumerandos Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Bellage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostSibonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat, Erscheint fäglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 11. Dezember 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Eine neue Agitationsbroschüre gegen der Hohenzollern und warnt ihn vorum sturz zur Begründung eines Antrages auf Uebergang zur einfachen Tagesden Militarismus. Soldat erzählt dem Mann von der Fürsorge überlegt. Gestern hatte er trotz der lex Gröber dem Abg. Baudert bestrebungen. Am Nebentisch wird über den Kaiser und ordnung eine beliebig lange Redezeit gewährt, heute ist er zu der die Offiziere geschimpft. Der Soldat verbittet sich das, Ueberzeugung gekommen, daß auch derartige Begründungsreden ,, Anleitung zum Unterricht über Fahnen zwingt den Majestätsbeleidiger unter Umständen zur nach knappem Fünfminuten- Dasein unter die Gröbersche Guillotine eid, Kriegsartikel und Berufspflichten" Ruhe, holt den Schuhmann und meldet den zu legen find. nennt sich ein Büchlein, das vor kurzem bei mittler u. Sohn Vorfall dann. Um 8 Uhr hat er das Fleisch in Bon dieser Meinungsänderung erhielt das Plenum zu Beginn in Berlin um 70 Pf. erschienen ist. Sein Verfasser heißt der Küche abzunehmen, muß also pünktlich wieder dort sein. der heutigen Sigung Kenntnis, nachdem eine andre kurze Vorrede v. Estorff und ist Major und Adjutant bei der Mittags fällt er auf den glatten Treppenstufen, bricht ein des Grafen Ballestrem auf eine Anzahl Kleiner Beschwerden der letzten Generalinspektion des Militär- Erziehungs- Bein, kommt in das Lazarett und findet dort einen Stranten, Tage Auskunft gegeben hatte. In erster Linie handelte es sich um und Bildungswesens. Wohlgemerkt: des Militär- der die Heilung eines Handgeschwürs selbst verhindert, er die lex Aichbichler, deren Anwendung zu einer Quelle ewiger Ver Erziehungs- und Bildungswesens! Wir weisen belehrt ihn über Selbstverstümmelung und zeigt den Vorfall legenheiten für die amtierenden Präsidenten geworden ist. Es ist auf das Schriftchen deswegen hin, weil es für die in unfern Tagen an, wenn der Strante nicht auf ihn hört." charakteristisch, wie sich die Herren damit abzufinden fuchen. Präfi herrschende Reaktion eine überaus charakteristische Erscheinung Und dieser Mann, der innerhalb kurzer Zeit drei Leute, dent Graf Ballestrem ist flug genug, stets nur von einem„ borist und außerdem, ohne es zu wollen, eine Agitationsbroschüre darunter zwei Kameraden, anzeigt, soll ein Mustersoldat Läufigen" Abstimmungsresultat zu sprechen, während Vicegegen den Militarismus vorstellt, wie sie sein fein! So etwas gab es früher denn doch nicht. Wir glauben präsident Graf Stolberg an der etwas bedenklichen stereobitterster Feind nicht besser schreiben könnte. Vor allem ist nicht, daß z. B. unter den Leitfäden für den Soldaten- typen Aufforderung an die Schriftführer festhält, fie möchten aus dem Schriftchen ersichtlich, daß man in der Armee daran Unterricht, die in den siebziger und achtziger Jahren in die abgegebenen Karten doppelt zählen". Die Schriftführer zu gehen scheint, Anzeiger politischer Vergehen Gebrauch waren, auch nur ein einziger ist, der das ziehen dann als die beeideten Croupiers des Hauses gehorsam die in Massen zu züchten, und weil es für die ohnehin Anzeigen von Kameraden und Civilisten in solcher Weise Taille noch einmal ab. Ueber die Mangelhaftigkeit der Stenogramme bedauerlich häufigen blutigen Zusammenstöße zwischen Militär empfiehlt. Die Fälle, in welchen auch der gemeine äußerte sich Graf Ballestrem in einer Weise, die Herrn Gothein und Civil Anweisungen giebt, die das Uebel wahrlich nicht Soldat zur Anzeige verpflichtet ist, sind im Militär- faum zufrieden stellen wird. Das letzte Wort in diefer Sache dürfte zu verringern geeignet sind. Strafgesetzbuch genau geregelt( 3. B. bei be noch nicht gesprochen sein. Endlich beantwortete der Präsident die Doch geben wir dem Herrn Major v. Estorff selbst das absichtigter Meuterei); aber davon steht kein Wort darin, Beschwerden über die Temperatur des Plenarfaales. Wort: daß ein Soldat einen Kameraden, der in der Nacht aussteigt Während so diese Mücken mit emfigem Eifer gefeit wurden, ,, Das Heer ist, schreibt er auf Seite 15, das Bollwert oder im Lazarett fimuliert, sowie Civilisten, die Majestäts- blieb es über die viel wichtigeren Beschwerden, denen sich die uninfres Staates; durch seine Treue und Zapferkeit ist der beleidigungen begehen, der rächenden Nemesis ausliefern soll. er hörte Geschäftsführung des Grafen Stolberg Staat bisher vor allen Umsturzbestrebungen bewahrt und ist Auf Seite 26/27 erzählt uns Herr v. Estorff mit sichtlicher gestern ausgesetzt hatte, ganz still. Darüber sprach weder Graf erst vor gut(!) 31 Jahren das Deutsche Reich wieder neu Befriedigung einige Fälle, in denen Militärperson Civilisten, Ballestrem noch auch Graf Stolberg, der gestern der Hofloge das geeint worden. Deshalb muß jeder treue Soldat reichs- und von denen sie attackiert worden waren, verwundeten Schauspiel einer doppelten Ungesetzlichkeit des Präsidenten bot, zu fönigsfeindliche Bestrebungen überall auch auf das ent- oder töteten. Auch der Gefreite Lück erscheint in dessen Augenscheinnahme die Herren Flügeladjutanten vermutlich schiedenste entgentreten. Hörter Schmähreden auf Brillantbeleuchtung auf der Bildfläche und zwar als besonders erschienen waren. den Kaiser, den Landesherrn oder das Heer, erhebendes Beispiel! Wird er( der Soldat) aber direkt Die lange Sigung wurde dusgefüllt durch die Erledigung der so hat er sich das in seiner Gegenwart zu verthätlich angegriffen, meint der Herr Major, so muß er 3 ur noch ausstehenden 18 Referate. Je nach der Parteistellung bemas; bitten, den Redner aber seinem Compagniechef zur Wahrung der Ehre seines Rockes die Waffe ge- fich die Gründlichkeit, mit der die Referenten ihre Aufgabe auffaßten. Anzeige zu bringen, damit solchem Manne der Mund brauchen, dann aber auch ordentlich, um dem frechen Während Genosse Molkenbuhr dreiviertel Stunde zu feiner gestopft werden kann." Beleidiger einen tüchtigen Dentzettel zu geben." Darstellung des Abschnitts der Kommissions- Verhandlungen brauchte, Wie angenehm und gemütlich für die Civilbevölkerung! Mit dieser Aufforderung zur Wahrung der Ehre des erreichte Herr Arendt trotz seiner Kurzbeinigkeit den SchnelligkeitsHört ein Soldat eine scharfe Stritit über den Kaiser, so hat Rockes" steht freilich folgender Satz, der auf Seite 60 zu rekord. Genosse Ledebour bestätigte ihm dafür und Vicepräsident Nicht jeder kleine Büsing war so liebenswürdig, diese Bemerkung durch einen er sofort den Fall zur Anzeige zu bringen und finden ist, im Widerspruch: den Verbrecher" ans Messer zu liefern. Ginge es nach Buff oder ein einfaches Schimpfwort beim Ordnungsruf zu unterstreichen, daß er das minderwertigste Herrn v. Estorff, so erstünden dem Deutschen Reich in kurzem Exerzieren können als Beleidigung und Grund Referat geliefert habe. Die Referate der freisinnigen Abgg. Ble II, über eine halbe Million ueuer politischer zu einer Beschwerde gelten." Müller Meiningen und Demmig hielten sich in dem Rahmen Angeber, die alle den vornehmsten Rock" tragen. Und Diese Proben mögen genügen, wenn es sich auch lohnen einer halben Stunde und auch die Centrumsreferenten 2urz, Letocha da hat man die Keckheit zu behaupten, die Social- würde, das ganze Buch) abzuschreiben. Mit gutem Gewissen und Spahn bemühten sich, den äußeren Anstand in der Behandlung demokraten entfrembeten Armee und Volf gegenseitig. fönnen wir es jedem als ausgezeichnetes Agitationsmaterial der Referate zu wahren. Zwischendurch liefen die unermüdlichen Nein, das besorgen jene, die den Soldaten zum Zuchtmeister gegen den Militarismus empfehlen. Selbst Leuten, die sonst Bersuche unfrer Genoffen, bald auf diesem, bald auf jenem Wege des Civilisten, ja sogar zum politischen Zuträger des Staats- der Armee nicht ungünstig gesinnt sind, muß diese Broschüre sachliche Erörterungen über die verschiedensten Zollfragen herbeizuanwalts machen wollen. Unter solchen Umständen ein unbehagliches Gefühl verursachen. fönnte. würde die Civilbebölterung gut thun, wenn Und dann ist sie nebenbei auch so oft in andrer Beziehung sie künftig den Umgang mit Militärpersonen interessant: Die sogar weit über das sonstige Maß hinausgehende ängstlich meidet, denn wie leicht kommt das Gespräch Verherrlichung der Hohenzollern, der falbungsvolle Ton, der das auf die Politik und wie leicht entschlüpft dabei ein Wort, das Buch ab und zu auszeichnet, die historischen Ansichten des einer anwesenden Militärperson Anlaß zu einer Anzeige geben Verfassers- er behauptet z. B., daß 1806/7 viele preußische Festungen sich ergaben, da weiterer Widerstand Doch hören wir Herrn v. Estorff weiter:„ Auch wenn nublos erschien, seine auf gleicher Höhe stehenden social der Soldat, wenn er treu gedient hat seine Zelt, wie es in politischen Anschauungen, dies alles ist überaus Lehrreich. dem Reserveliede heißt, in die Heimat zurückfehrt, muß er anders gesinnte Leute eines Besseren belehren, bereits Jrregeführte wieder auf den rechten Weg zurückbringen und nur tönigstreuen Männern seine Unterstüßung leihen". Politische Uebersicht. Berlin, den 10. Dezember. Ein Poffengeset. führen, man dente nur an die frasse Papierzollerhöhung, an den Boll auf Nähmaschinen, Nadeln und Nähnadeln, der gerade die ärmsten Produzenten, die es in Deutschland giebt, schwer belastet, und an den Zoll auf Pflasterfteine, der Schweden gegenüber unmittelbar in die Erscheinung treten dürfte. Den Schachzügen der Opposition im einzelnen zu folgen, ist nicht gut möglich. Jedenfalls gelang es, das Gespann Spahn- Stodmann, das immer nach der felben Richtung zieht, wenn die Herren auch scheinbar vorn und hinten angespannt sind, lahm zu legen. Bei diesem Spiel der Opposition, bei dem die Mehrheit gelegentlich böse auffaß, spielte dic Majestät der lex Gröber eine große Rolle. Sie ertvies sich als der erfolgreiche Versuch, das Partament in eine Schulstube zu verwandeln, in der der Herr Lehrer mit dem Bakel regiert. Außerordentlich viel schien sich herr Büsing auf die Genauigkeit Wir haben in zwei Artikeln nachgewiefen, daß der Antrag zu gute zu thun, mit der er dem Laufe des Sekundenzeigers folgte, Den Anfang dieses Sages kann man mit Gelassenheit übergehen, denn ein" Reservemann", der mit seiner aus der Stardorff von der Regierung niemals in seiner jetzigen Form und auf die Energie, die er dann gegen einen Oppositionsredner Staferne bezogenen socialpolitischen Weisheit„ Irregeführte" in Straft gefekt werden kann, weil sie damit wehrlos dem entfalten kann. Man muß es sehen, wie diefer Napoleon der zu den Schönheiten des Brotwucherturses befehren will, ist Auslande gegenüber würde. Sie müßte dann um jeden Preis Provinz- Wechselftube die Arme in großer Gebärde über die Brust die spottenden Zurufe aus unsern wirklich eine harmlose Erscheinung. Anders steht es mit dem und mit fedem Lande Handelsverträge abschließen, weil sie verschränkt und dann Schluß des Sakes. Was versteht hier Herr v. Eftorff unter gar nicht in die Lage kommen darf, daß für irgend ein Land Bänken hören: Herr Magister, lassen Sie ihn doch noch länger ,, Unterstügung"? bie wahnsinnigen Zollfäße der kommission, die im Antrag Stardorff fprechen! Gegen Ende der Sigung wurden die Anträge auf namentaufgenommen sind, Wirklichkeit werden. Jetzt wird nun der Frants. 8tg." aus Berlin geschrieben: tiche Abstimmung plöglich eingestellt. Ein Tribünen" Einzelnen Abgeordneten, die im Interesse der Industrien gerücht gab folgenden Grund an: Es soll der Opposition zu ihrer Wahltreise auf deren Drängen unbedingt notwendige Ab- Ohren gekommen sein, daß die Mojorität ein eigentümliches änderungen des Zolltarif- Entwurfes beantragten, ist von demMeint er damit die Unterstützung im bürgerlichen Leben? Aber auch wenn Herr b. Estorff nur die politische Unterstützung bei Wahlen 2c. meint, so müssen wir ihm doch bemerken, daß er als Offizier sich aller Ratschläge in Punkto Politit zu enthalten hat. jenigen preußischen Minister, der an der Verständigungsaktion be- Jubiläum zu feiern beabsichtigte. Die Herren Schriftführer sollten fonders thätig war, mitgeteilt worden, die Herren sollten jezt nur für die Vornahme der hundertsten Abstimmung nach dem ruhig sein und die Berständigung nicht stören, die notwendigen Aichbichlerschen Nitus, von der man nicht weit entfernt war, durd Korrekturen des Bolltarifes würden später von der Regierung in einen Blumenstrauß erfreut werden. Und nun soll die Opposition so boshaft gewesen sein, diese Blumen heute verwellen zu lassen. Wennt Form einer Novelle veranlaßt werden." Auf Seite 20/21 führt uns der Herr Verfasser einen selbstfonstruierten papiernen Musterfoldaten vor, den wir hiermit den Lesern vorstellen wollen. Der Herr Major schreibt: find ,, Die Leute zu Bett gegangen, der Unteroffizier vom Compagniedienst hat bereits bereits abgefragt. Der lange Möller hat allerdings als Sachverständiger es nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden. Da hört ein Mann, wie sein Bettmachbar aufsteht der Lederindustrie so viel Verstand, um genau zu wissen, daß In der siebenten Stunde tauchte die Nachricht auf, daß Graf und anfängt sich anzuziehen. Auf seine Frage erzählt dieser, beispielsweise ber tolle, im Antrag Stardorff aufgenommene Bülo to noch das Wort ergreifen würde. Die Meldungen er wolle zu seinem Mädchen in die Stadt gehen, und da er 7 Mart Boll für Quebracho niemals in Straft treten darf. Also schwankten, ob es sich dabei um Mitteilungen über Venezuela feinen Urlaub erhalte, ginge er ohne Urlaub. Er( nämlich bleibt keine Wahl: Entweder wird in der dritten Lesung in handeln sollte oder um die Stellungnahme der Regierung zum der Mustersoldat, was wir extra bemerken, da Herr v. Eftorff den Antrag Stardorff die ursprüngliche Regierungs Karborfffchen Antrag. Thatsächlich ließ sich aber der Neichskanzler nicht gerade das beste Deutsch schreibt) hält ihn von der un- Vorlage hineingearbeitet, ober dem vom Reichstag an- im Plenarsaal nicht sehen. Er hatte wohl noch andre Geschäfte mit erlaubten Entfernung zurück und meldet den Vorfall, wenn genommenen Gesetz folgt auf dem Fuße eine Regierungs- der Mehrheit zu erledigen. der betreffende Mann sich nicht abhalten lassen will. Am Novelle. An eine Jnangriffnahme des Antrags Kardorff war gar nicht nächsten Morgen soll unser Mann( nämlich wieder So weit sind wir durch die starken Männer des Zoll zu denken. Staum hatte Herr Paasche das letzte Referat- es war der Mustersoldat) in der Bataillonsküche 4 Uhr morgens wuchers in der Entwürdigung des Parlaments gekommen. als würdige Krönung des Ganzen das Referat über Kinber Staffee tochen. Er thut seine Pflicht, auch wenn seine Vor- Erst bietet die Mehrheit Himmel und Hölle auf, um ein ver. fpielzeug- gehalten, so begannen die elektrischen Lampen gefegten ihn nicht sehen. Seine Compagnie rüdte aus; rüdtes Gefeß zu erpressen, und ehe es noch fertig ist, erscheint au streiten. Seit 10 Uhr morgens waren fie in Thätigkeit und er geht in einen benachbarten Laden, um für die Küche ein schon die Storrettur am Horizont. Die Tragödie wird zur sie sind offenbar Anhänger des Achtstundentages. Eine nach der zukaufen, und begegnet einem Landsmann, mit dem er in Bosse! Eine Posse freilich, beren Gefahr für das Volk bestehen andren erlosch. Das Haus folgte mit gespanntem Interesse dem cine Wirtschaft eintehrt. Hier erzählt der Landsmann, daß bleibt. Reichstags- Finsternis. ihm von fremden Leuten, die aus der Stadt in das Heimatsdorf gekommen sind und dort große Reden Angeregt durch die Lektüre der Richterfchen Nachtausgabe vom halten, Angst vor dem Dienen gemacht worden ist. Der Dienstag, hat sich Präsident Graf Ballestrem die Sache anders letzten Ringen des Lichtes, das in den weißen Glaskugeln noch einmal rotbläulich aufleuchtete, bebor es starb. Nun ging alles Hals über Kopf. Mit Gilzuggeschwindigkeit wurde eine legte namentliche Abstimmung vorgenommen, verlas der Präsident das Resultat, per " tagte die Sigung und proklamierte die nächste Tagesordnung. Sechs| Aber im Interesse der christlichen Gerechtigkeit bitten wir für unsre von den 16 Lampen waren erloschen, als die Sizung schloß. Morgen Mitschuldigen" aus den Reihen des Centrumis um die gleiche Verum 10 Uhr gehen die Verhandlungen weiter, das Haus steht nun günstigung. mehr vor dem Antrag Kardorff selbst. Dreister Schwindel.. Am Montag schrieb das Spandauer Tageblatt": Es hat nur eines Kleinen Anstoßes bedurft und sofort find die Arbeiter der Königlichen Institute eins geworden, um eine Ergebenheits- und Dankesadresse an Se. Majestät den Kaiser zu senden. Es findet zu diesem Zwecke morgen, Dienstagabend 8 Uhr, im großen Saale des Hotels zum Rothen Adler eine Versammlung sämtlicher Arbeiter, Meister usw. der königlichen Werkstätten statt. Näheres im Inseratenteit. Zu dieser Versammlung wurden von den über 10.000 Arbeitern der Spandauer Werke im ganzen etwa 400 Arbeiter herbeigebracht. Etwa zweihundert Meister, Beamte usiv. wattierten den Saal. Man refolutionierte dahin: Die heute im Roten Adler" zahlreich( Also nicht mehr sämtlich! Die Red.) erschienenen Arbeiter der Kgl. Institute haben einstimmig beschlossen, nachstehende Adresse an Ew. Majestät zu richten: Deutsches Reich. Wo bleibt die Entrüftung? acht Tage vor dem Vorwärts" nehmen hier die Genossen. Man kann ihnen ja wirklich feinen größeren Gefallen thun, als die Kirche niederzureißen und dem Volke den Glauben an das Gotteswort" zu nehmen. An Herrn Kropatiched- sein guter czechischer Name heißt auf deutsch Weihwedelchen oder Wedelschwänzchensträubt sich jede Borste vor frommer Entrüstung. Es wird nichts mit der Kaiserpartei! Die Mitteilung, daß der Wir haben neulich die Centrumspresse daran erinnert, daß es Freiherr von Eckardtstein eine neue Partei, eine„ Kaiserpartei" beihre Pflicht sei, sich über die„ Schandthat" eines klerikalen gründen wolle, ist, wie wir zuverlässig erfahren, erfunden, und zwar Hauptorgans zu entrüsten, das wahrscheinlich in böswilliger Absicht erfunden. Herr von Eckardtstein hat niemals an die Begründung einer neuen Partei gedacht." das Folgende geschrieben: So schreibt die National- Zeitung". Wie ein monarchisch geRom, 6. November. Schon seit Jahren cirkulieren in Italien Ge- böswillige Erfindung vermuten kann, bleibt ein Rätsel. Wo sinntes Blatt hinter einem so hervorragend loyalen Plane eine rüchte, daß Capri, die schöne Insel im Golf von Neapel, ein wahres Sodom ist die Bosheit dabei-wenn man so patriotische Nachrichten verfür gewisse Lafter geworden sei. Jetzt hat sich die socialdemokratische breitet? Bresse der Angelegenheit angenommen. Leider ist in die Angelegenheit Der jäh Geplatten hatte die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" der Name eines deutschen Großindustriellen von bestem Klang, dessen folgende Grabrede voraus geschickt: enge Beziehungen zum Kaiserhof bekannt sind, aufs engste verwickelt. Der„ Avanti", der römische Vortvärts", bringt unter der Spitzmarke:„ Die Skandale in Capri", einen größeren Artikel, der den deutschen Großindustriellen aufs schwerste kompromittiert und ein Einschreiten der italienischen Regierung fordert, welche zwar informiert sei, aber sich blind stelle! Allerdurchlauchtigster Großmächtigster Kaiser, König und Herr! Ew. Majestät sprechen die Arbeiter der Kgl. Institute Spandaus tiefgefühltesten Dank aus für die Kgl. Worte, welche an die Arbeiter der Kruppschen Werke und denen von Breslau aus hohem Munde gesprochen worden sind. Es betrübt und beschämt uns sehr, daß viele unsrer Mitarbeiter sich durch vaterlandslose Männer haben irreleiten lassen und noch nicht erkannt haben, welche große Segnungen durch die hohe Botschaft weiland Sr. Majestät des großen Kaisers Wilhelm I. vom 17. Rovember 1881 und der unausgesetzten Fürsorge Ew. Majestät dem Arbeiterstande zu teil geworden sind. Ew. K.K. Maj. wollen huldreichst geruhen, von den Arbeitern der Königlichen Institute Spandaus das treue Gelöbnis entgegen zu nehmen, von lett ab unentwegt und unbekümmert um das Treiben der Social- Hannoversche Allgemeine Zeitung": demokratie in Liebe und Hingebung fest und treu in allen Zeiten zu unserm Kaiser zu stehen. Weil wir annehmen, daß die Centrumspresse unsre Erinnerung übersehen hat, wiederholen wir den Abdruck der„ ehrlosen Verleumdung" der„ Augsburger Postzeitung". Aber nun los mit der Entrüstung! Wenn das fromme Centrum selbst mit dem Beispiel vorangeht, wie soll der ohnehin der Hölle verfallene Vorwärts" sich irgend einer Schuld bewußt sein? In tiefster Ehrfurcht usw. Sämtliche Spandauer Arbeiter, bis auf die Freiwilligen" vom 2. Dezember, sollen, wie man uns berichtet, entschlossen sein, ihre Antwort auf die Essener und Breslauer Rede sich auf den Sommier aufzusparen. Wir können auch den Inhalt dieser Antwort heute schon verraten. Sie heißt: Karl Liebknecht. Der Berliner nationalliberale Verein und die Haltung der nationalliberalen Fraktion. Während die socialdemokratische Partei in prachtvoller bezeichneter Geschlossenheit dem Ansturm der Zolljäger entgegensteht, bieten die Parteien der Brotwucherer, zumal die sogenannten Linksstehenden, ein Bild völliger Desorganisation. Herr Bassermann wie Herr Richter haben ihren Einfluß als Leithämmel überschäßt: nicht alle ihre Parteigenossen sind gewillt, ihnen blindlings in den Sumpf nachzurennen. Entrüstung. Nach dem Tode Krupps schrieb, am 23. November, die Und noch auf ein andres bürgerliches Blatt lenken wir die er von seinen( Krupps) Freunden mag mancher erleichtert aufatmen, wenn er in den nächsten Tagen der Gruft, in der man Friedrich Alfred Krupp beigesetzt hat, den Rücken gewandt hat. Der Tod Krupps fommit nicht von 1111 gefähr, er war ein toter Mann, schon ehe gestorben war. Man foll von den Toten nur Gutes reden, aber es hieße die Geschichte fälschen, wollte man diesem Manne den üblichen Nachruf im Sinue der Grabschriften widmen... Was man sich immer schon zuflüsterte, was aber ebenso ängstlich geheim gehalten wurde, nämlich, daß Friedrich Alfred Krupp, wie so viele hypersensible oder auch übersättigte Männer, allmählich zu einer frankhaften Degeneration des Empfindungslebens gekommen sei und daß er infolgedessen Lebensgewohnheiten angenommen habe, die als unmoralisch angesehen werden müssen, obwohl die Wissenschaft sich längst darüber einig ist, daß dabei meist nur von einem förperlichen, nicht unbedingt aber von einem sittlichen Defekt die Rede sein kann...." Wie wär's, wenn ein paar" Arbeiter"-Adressen nach Augsburg und Hannover gesandt würden. Der„ Bortvärts" genießt in diesem Fall wirklich unverdiente Ehre, wenn man ihm allein den Mut der Wahrheit zuschreibt. - Der Berliner nationalliberale Verein beschäftigte fich in einer Versammlung am Dienstagabend mit der Haltung der nationalliberalen Reichstagsfraktion. Stadtrat Marggraff be= richtete über den nationalliberalen Parteitag in Eisenach. Er erinnerte an die Worte des Abg. Baffermann:„ Dieser Reichstag ist reaktionär bis auf die Knochen. Die Zeit des Kartells mit den Konservativen ist für immer vorüber. Es mache sich immer mehr Alberner Klatsch. Die gegnerische Presse ergeht sich, gespeist aus das Bedürfnis nach Bildung einer großen liberalen Bartei geltend". der Korrespondenz Woth, in allerlei Phantasien und Behauptungen So haben die Delegierten mit der größten Zuversicht für die über Vorgänge in der letzten Sizung unsrer Fraktion am Sonnabend. liberale Sache den Parteitag verlassen. Mit tiefer Be- Darin soll es zu besonders heftigen Auseinandersetzungen zwischen trübnis müsse er aber bekennen, daß sich über diese den„ Gemäßigten" und den„ Radikalen" gekommen sein über die Zuversicht ein eisiger Reif gelegt habe.( Rufe: Sehr fünftig zu beobachtende Taktik. richtig!) Es sei höchst bedauerlich, daß die nationalliberale Reichstagsfraktion unter das kaudinische Joch des Centrums und der denen andrer Parteien, daß in ihnen in der Regel lebhaft debattiert Die socialdemokratischen Fraktionsfizungen unterscheiden sich von Konservativen gegangen sei Die Obstruktion wäre nicht möglich gewesen, wenn die Mehrheit immer anwesend gewesen wäre. wird, weil die Fraktion alle ihre entscheidenden Schritte diskutiert Schuldirektor Dr. Vogler meinte: Er habe für die national- und selbst bestimmt und eine Leithammelei wie in andren liberale Partei feit Jugend auf gekämpft und gelitten. Umsomehr Fraktionen nicht kennt und nicht duldet. bedaure er es, daß die Fraktion nicht bloß den Antrag Kardorff, So war es auch in der Fraktionssizung am Sonnabend. Das sondern auch den Antrag Gröber unterstützt und damit alle Endresultat war vollständige Einmütigkeit über die weiter einzuliberalen Grundsätze preisgegeben habe. Kammergerichtsrat schlagende Tattit, was wohl am besten beweist, wie vergeblich starsten erklärte: Er sei entfernt, ein Censor der Partei sein zu wieder die Unkenrufe der bürgerlichen Presse sind. Um jene Sigung wollen, es sei doch aber nicht zu leugnen, daß die Partei durch das als ganz besonders wichtig und die Verhandlungen als bedenklich Verhalten der Fraktion eine arge Schlappe erlitten habe. hinzustellen, wird auch angeführt, die Fraktion habe den FraktionsJustizrat Wagner beantragte eine Erklärung, in der es heißt: diener ersucht, sich zu entfernen, damit er über die Verhandlungen nichts in die Deffentlichkeit bringen könne. Auch das ist eine Finte. Die Fraktion hat schon seit vielen Jahren die Gepflogenheit, ihrem Diener zu gestatten, den Fraktionssizungen fernzubleiben, weil sie kein Bedürfnis für seine Dienste hat und Nur politisch Denkunfähige können eine Partei auf eine Person gründen wollen und zwar eine, die dem Parteileben fern stehen sollte. Sodann werden die Mitglieder der Partei am ersten Tage ihrer Aufnahme die Verpflichtung eingehen müssen, sämtliche etwaige Meinungswandlungen des Staatsoberhauptes mit vollster Ueberzeugung mitzumachen; es wird also eine Partei sein ohne sachliches Programm. Das ist ein Unsinn in sich selbst. Dagegen wird diese Partei ein herrlicher Ruheplatz für die unangenehmsten Streber in ganz Preußen sein. Nun ruht sie selbst!. Zur höheren Ehre des Zollwuchers. Der für nächsten Dienstag anberaumte Parteitag des bayrischen Centrums ist abunabkömmlich find. gesagt worden, weil die Mitglieder der Fraktion hier im Reichstag Kein Vertrauensvotum! Aus Breslau wird uns telegraphiert: Eine fombinierte Versammlung des Fortschrittsvereins und des Vereins Franz Ziegler, etwa 200 Personen, sollte Vertrauensvotum an Cuno von der„ Morgenzeitung" unterblieb das Votum. Eugen Richter beschließen. Nach der Rede des Redakteurs Norddeutsche Allgemeine Sorgen. Das deutsche Regierungsblatt verkündigt folgende Bedeutsamkeit: „ Die englische Monatsschrift ,, The National Review" hat in ihrer Dezembernummer eine Klatschgeschichte aufgewärmt, wonach Seine Majestät der Kaiser auf der legten Nordlandsreise an Bord einer amerikanischen Yacht abfällige Aeußerungen über Seine Majestät den König von England, die britische Regierung und das britische Volk gemacht haben soll. Da diese Geschichte jetzt unter Berufung auf die National Review" in englischen und auch in französischen Blättern verbreitet und zu Heßereien gegen Deutschland ausgebeutet wird, so ist es nötig, sie als das zu kennzeichnen, was sie ist: eine dreiste Erfindung." = Die deutsch englische Waffenbrüderschaft mag ja zu folchen amtlichen Beteuerungen verpflichten. Ob aber für den Fall, daß ein deutsches Blatt Entsprechendes von Eduard VII. behaupten würde, ein englisches Blatt sich die Mühe nehmen würde, die dreiste Erfindung zu kennzeichnen? " Durch! schreit die Germania", entzückt über die Annahme des Gröberschen Guillotinegefeges. Durch! Aber wo? Oben oder unten? Zum Antrag Kardorff hat Abg. Röside- Dessau folgende Abänderungsanträge gestellt: 1. Die Pofitionen Nr. 30( Hopfen) auf 14 Mart, Nr. 31( Hopfenmehr auf 20 Mark zu ermäßigen. 2. dem Antrag b. Kardorff und Genossen folgenden Satz hinzuzufügen: Bei der Einfuhr von Malz aus Gerste darf der Boll nur für den Doppelcentner." ein Drittel mehr betragen als der Zoll für Gerste zuzüglich 93 Pf. " Zum Zolltarifgesetze beantragen unfre Genossen im Reichstage: Der Reichstag wolle beschließen, folgender in der Kommission bereits gestellten, dort aber abgelehnten Resolution die Zustimmung zu er teilen: Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, einen Gesezentwurf baldigst vorzulegen, durch den untersagt wird, in Straf, Verforgungs- und Beschäftigungs- Anstalten, welche aus öffentlichen Mitteln unterhalten oder unterstützt werden, andre gewerbliche Arbeiten als solche für den eignen Bedarf, für den Bedarf des Reichs, eines deutschen Staats- oder Gemeindeverbandes aus zuführen und den Verkauf gewerblicher Erzeugnisse für eigne Redjnung, für Rechnung des Reichs, eines deutschen Staates oder eines Gemeindeverbandes zu niedrigeren als den marttmäßigen Preisen stattfinden zu lassen. Die Versammlung fieht in dem Antrag Kardorff eine nicht zu billigende Unterdrückung nicht nur der Obstruktion, sondern zu gleich der legaler Meinungsäußerungen der Minderheit." Abg. Geh. Archivrat Dr. Sattler suchte die Fraktion zu verteidigen: Wenn Sie in diesem schweren Stampf der nationalliberalen Fraktion in den Rüden fallen wollen", so flagte er, dann sich selbst bedient. Darin unterscheidet sie sich von den im Wirtshause, erhielt der bisher unbestrafte Brauer Hans Quander nehmen Sie diesen Antrag an." Scheinheilige und Phärisäer. fönnen. § 3 lautet: in Unterm allerneuesten Kurs. Wegen Majestätsbeleidigung, begangen Breslau ein Jahr Gefängnis. Es bläst ein scharfer Wind, da thut man gut daran, sich ein Tuch vor den Mund zu halten. Einzelheiten über die Abstimmung über den Antrag Gröber. Die amtliche Liste über die namentlichen Abstimmungen ergiebt als definitives Resultat der Abstimmung über die Tex Gröber folgendes: Gestimmt haben 306 Abgeordnete, davon 206 mit Ja, 92 mit Nein, der Abstimmung enthalten haben sich 6, ungültig waren 2 Stimmen. man müßte Landtags- Abgeordneter Justizrat Dr. Krause führte aus: bürgerlichen Parteien, die ohne Diener nicht glauben auskommen zu Er halte eine Kritik der nationalliberalen Fraktion für durchaus berechtigt, denn über der Fraktion stehe die Partei und über dieser Die„ Tägliche Rundschau" phantasiert sogar über eine Montagsdie liberalen Grundsätze. Es hätte sich noch ein andrer Weg fizung der Fraktion, da aber eine solche nicht stattgefunden hat, ist gefunden, die Obstruktion zu besiegen, als der Antrag Kardorff, der es überflüssig, auf ihre Erfindungen mit einem Wort einzugehen. eine Rechtsverlegung in sich schließt. Herrn Eugen Richter Wir erkennen aus diesen Schwindelnotizen mur, wie große als Kronzeugen müsse er ein für allemal Sorge den Gegnern die Socialdemokratie wieder einmal bereitet. ablehnen. Er halte es für notwendig, auch die Minder- Diese Abwechslung vom Totschlagen und Totlügen, mit der man uns heit zu schützen. Die Nationalliberalen dürfen fich doch nicht wieder zu bekämpfen sucht, sind wir freilich längst gewöhnt. berhehlen, daß sie noch andre Feinde hätten als die Socialdemofraten.( Nufe: Noch viel schlimmere!) Er sei auch der Meinung, Das Jdeal des" echten" Parlamentarismus. An etwas, das Die Nationalliberalen haben der Ankündigung ihres daß das Centrum und die Konservativen, die Feinde aller Geistes- werden konnte und doch nicht geworden ist, erinnern wehmütig die Führers Bassermann entsprechend sämtlich mit Ja gestimmt. freiheit, noch viel schlimmere Feinde der Nationalliberalen find." Berliner Neuesten Nachrichten"; wehmütig und verständnisinnig Dissidenten sind unter ihnen dieses Mal nicht wie bei der Schließlich entschloß man sich zu der immer noch echt national- druckt's die„ Germania" nach. Es ist der§ 3 des Hausknechts- lex Aichbichler und bei der Frage der geschäftsordnungs liberalen Entschließung nichts beschließen zu wollen. Mit Gesetzes betreffend die Strafgewalt des Reichstags über seine Mit- mäßigen Mit Gesetzes betreffend die Strafgewalt des Reichstags über feine Weit- mäßigen Zulässigkeit des Antrags Kardorff; einem„ uff" der Erleichterung ging Herr Sattler nach Hause.- glieder", das seiner Zeit von Bismard eingebracht, vom Centrum denn annehmen, daß bei den Abgg. Dr. Semler, Quentin, Schlum und den Nationalliberalen aber einmütig abgelehnt wurde. Dieser berger, Sieg, die an der Abstimmung nicht teilgenommen haben, eine Absichtlichkeit vorliegt. Vicepräsident Büsing hat Die Ahndungen, welche die Kommission verhängen fann, sind sich seiner amtlichen Stellung wegen ebenso wie Vicepräfident Graf Als sich die Centrumspresse in Entrüstungsträmpfen über das je nach der Schwere der Ungebühr 1. Verweis vor versammeltem ildo Stolberg der Abstimmung enthalten. Präsident Graf Ballestrem Verhalten des Vorwärts" im Falle Krupp wand, da stellten Hause; 2. Verpflichtung zur Abbitte vor versammeltem Hause in hat überhaupt nicht mitgestimmt. Die Polen haben sämtlich mit wir, ohne mit der Sache viel Aufhebens zu machen, fest, daß nicht der von der Kommission dafür vorgeschriebenen Form; 3. Aus- Nein gestimmt, ebenso die Antisemiten mit Ausder„ Vorwärts", sondern gerade ein Centrumsblatt es war, das zuerst schließung aus dem Reichstage auf eine bestimmte Zeitdauer. Diese nahme des Abg. Loze, der sich der Abstimmung leicht verständliche Nachrichten über den Skandal von Capri verbreitete. tann bis zum Ende der Legislaturperiode erstreckt werden. Mit enthalten hat. Die kleine Fraktion der Welfen hat Nun zetern die frommen Seelen über die Kritik, die die SocialSoweit einer Ausschließung, welche sich auf die Dauer der Legislatur- ganz verschieden gestimmt. demokraten an den Kruppschen Wohlfahrtseinrichtungen geübt haben. die Welfen Hospitanten periode erstreckt, kann der Verlust der Wählbarkeit zum Reichstag des Centrums find, haben sie mit Ausnahme des Abg. v. ArnsSie vergessen dabei ganz, daß sie selbst vor kaum einem halben Jahr verbunden werden. Der Verlust der Wählbarkeit kann selbständig waldt- Hardenbostel, der nicht mitgestimmt hat, sämtlich mit Ja geVersammlungsberichte und Resolutionen veröffentlichten, nach denen ausgesprochen werden, wenn das Mitglied dem Reichstage nicht stimmt; soweit die Welfen eine eigne Gruppe bilden, hat der Abg. katholische Arbeiter in trautem Verein mit andren Arbeitsgenossen mehr angehört. über die Verhältnisse bei der Wohlfahrtsfirma lebhafte Klage führten Frhr. v. Schele- Wunstorf sich der Stimme enthalten und der Abg. und mit dafür stimmten, daß ein socialdemokratischer Abgeordneter im Väter: der Bennigsen und Windhorst! Wie schön wäre es hat gefehlt. Die Spahn und Bassermann bedauern die Sünden der Graf Bernstorff- Uelzen mit Ja gestimmt. Abg. Frhr. v. Hodenberg Reichstage die Wünsche der Arbeiter bertreten doch, die Minorität bis zum Ende der Legislaturperiode" aus- Die Elsässer haben bis auf den Abg. Preiß, der mit Nein gestimmt, und den Abg. Winterer, der sich der Stimme enthalten Die bekannten Vorgänge auf der Kruppschen Fabrik riefen die schließen zu können, jetzt, wo man in der Majorität ist! große Bewegung unter der Arbeiterschaft hervor. Es war im Eine Beftie, der man den Zaum anlegen muß, ist den frommen hat, mit der Mehrheit gestimmt. Der Sohn des früheren ReichsFebruar und März dieses Jahres. Bei dieser Bewegung waren Brotwucher- Pastoren der Kreuz- Zeitung" offenbar auch jene fanzlers, Prinz zu Hohenlohe, hat sich der Abstimmung enthalten. christliche Arbeiterführer hervorragend thätig. moderne Theologie, der Wilhelm II. erst neulich in Görlig Freiheit Der Abg. Prinz Schönaich- Carolath, der Hospitant der Die Vorstände der 3 gewerkschaftlichen Organisationen, der deutsche der Entwidlung versprochen hat. Nach der bekannten Manier der Nationalliberalen ist, hat in der Sizung überhaupt gefehlt Metallarbeiter- Verband, der christlichsociale Metallfonservativen Fronde richtet sich die„ Kreuz- Zeitung" nicht direkt an und der wildliberale Abg. Schwarz- München hat mit Rein gestimmt. arbeiter Verband und die Hirsch- Dundersaje Organisation, die Adresse des Kaisers, sondern sie substituiert für ihn den unfeligen beriefen denn auch damals gemeinsame Versammlungen ein. Lic. Weinel in Bonn, der das Unglück gehabt hat, durch sein AufIn diesen Versammlungen, die von mindestens 7-8000 Personen treten gegen den Wunderglauben das Wohlgefallen der„ Bergischen besucht waren, traten vorwiegend christliche Führer auf, die auf Arbeiter- Zeitung" zu erregen. Sie flagt: Grund der bei Krupp herrschenden Migstände, der unwürdigen Behandlung der Arbeiter und der arbeiterschädigenden Bestimmungen der Wahlfahrtskaffe zur Organisation aufforderten. Der katholische Arbeitersekretär Klaft, der ultramontane Redakteur Eckers, der Vorsitzende des christlichen Verbandes Wieber u. a. m. waren hervorragend hierbei thätig, wie man in den bezüglichen Berichten der Centrumspreffe nachlesen kann. möchte. Bon einer Breffe, die so sehr an Gedächtnis- und Charakterschwäche leidet, beschimpft zu werden, ist gewiß eine Ehre. Die Brauer gegen den Berständigungstarif. Ungefähr vierhundert Brauer aus ganz Deutschland haben an Mittwoch in der hiesigen Philharmonie" eine Versammlung abgehalten, in der sie gegen das Stüße auf Stüße fucht man hinwegzuziehen, schon ist die" Gerstenopfer", gegen die Zollerhöhungen für Malz und Hopfen Autorität der Bibel vernichtet, jetzt geht's an die Gottsohnfchaft sowie gegen eine etwaige Erhöhung der Brausteuer protestierteit. Christi; und wenn erst einmal die in dieser Religion"- die In seiner Begrüßungsrede führte Kommerzienrat enrich aus, wohl den Namen Christentum faum noch verdient auf der Bolltarif ruiniere die ganze Brau- Industrie. Der erste Referent, gewachsenen Studenten Pastoren und damit Führer der Gemeinden Dr. Jodlbauer, erklärte, es fei ein zolltechnisches Geheimnis, geworden sind, dann ist der Sieg erkämpft, dann wehe dem Erbe wie die Regierung die verschiedenartige Verzollung von Brau- und der Reformation. Futtergerste durchzuführen gedenke, ohne zugleich den gesamten notwendigen Gerste- Importverkehr auf das schlimmste zu schädigen. Fach treise bezeugen, eine Unterscheidung zwischen Brau- und Futtergerste sei Selbstverständlich fehlt wie überall so auch hier der Tertius gaudens( der vergnügte Dritte) nicht. Diese dankbare Rolle über den fremden Nationen. technifd unmöglich. Der folgende Redner, Dr. Wallburg, Vor-| erhöht, und alles bezahlt habe, was während der Revolution ein- Bremens statt. Die Centralhallen waren überfüllt. 3500 Personen fizender des Bundes der mittleren und kleineren Brauereien, be- schließlich der Frachten auf der deutschen und der anderen waren anwesend. Hunderte mußten umkehren. Heinrich Schulz leuchtete die schweren Nachteile, welche die Zollerhöhung für die Eisenbahn bestellt worden sei, beweise die Ehrenhaftigkeit geißelte in 1stündiger markiger Rede den Rechtsumsturz der Zollmittleren und kleinen Betriebe bedeuten würde. Die Herren, von Castros Verwaltung und zeige, was die Ausländer von wucherer. Bei den markanten Stellen brach starker Beifall aus. welche den Vorteil haben von der Zollerhöhung, trinken selbst kaum Bier, sondern Wein und Sett. Der Zolltarif- ihm erwarten könnten. Das Schreiben fährt fort: Ehrenhafter Die Aufforderung an die Reichstags- Abgeordneten, ihre Schuldigkeit Entwurf macht das Zustandekommen der für uns notwendigen Weise kann ich nicht mehr thun. Ich stelle die Ehre voran zu thun, damit der Wille des Volkes auch dem deutschen Kaiser Handelsverträge zweifelhaft, mindestens würden sie nicht in und werde nicht Ausflüchte suchen, um dreift e unzweifelhaft werde, entfesselte einen minutenlangen tosenden Beifall. einer für uns sehr günstigen günstigen Weise abgeschlossen werden( foolhardy) Feindschaften durch Annahme von Die Versammlung stimmte der Darlegung, daß Bremen wieder durch fönnen. Schon jetzt sei durch die Belastung des Brauereigewerbes Demütigungen zu entwaffnen, die die Würde einen Socialdemokraten vertreten werde, lebhaft zu. Die Protesteine Verdünnung des Bieres herbeigeführt worden. Während früher Venezuelas verlegen und nicht im Einklang mit meinem resolution wurde einstimmig angenommen. auf 1 hektoliter Bier 19,64 Kilogramm Malz verwendet worden Leben als Staatsmann stehen würden. Die Sache unsrer nationalen Aus Posen wird uns berichtet: Gegen die Gewaltstreiche seien, weise die Statistik des Jahres 1900 eine Berringerung des würde ist gegründet auf unfre Rechte, unfren Gerechtigkeitssinn und der Junter- und Pfaffenpartei en protestierte die Poſener Malzgebrauches auf 18,10 Kilogramm pro Hektoliter auf. Es werde unfre Beziehungen der Freundschaft und gegenseitigen Achtung zu Arbeiterschaft in einer von Frauen und Männern zahlreich besuchten dahin kommen, daß der Arbeiter nicht mehr Bier trinkt, sondern Versammlung, in der Genoffin Ottilie Baader aus Berlin ausschließlich Schnaps. Nach einem weiteren Referat des Reichstags- Abgeordneten Ferner meldet ein Londoner Telegramm: Der hiesige in zweistündigem Vortrage referierte. Stöside Dessau wird die folgende Resolution angenommen: venezolanische Konsul gab in einem Interview der Ansicht Ausdruck, Nach einer ausgedehnten Diskussion, in der sich sämtliche Redner Die am 10. Dezember 1902 im Saale der„ Philharmonie" zu daß er noch immer hoffe, daß es nicht zum äußersten auf den Standpunkt der Referentin stellten, fand eine entsprechende Berlin aus allen Teilen des deutschen Reiches versammelten Be- tommen und daß die Differenzen friedlich beigelegt Resolution einstimmige Annahme. fizer und Leiter von Brauereien legen Verwahrung dagegen ein, werden würden. Die Großmächte sollten bedenken, daß In Frankfurt a. M. fanden drei stark besuchte Versammlungen daß die Kosten der bevorstehenden Verständigung" zwischen der Venezuela durch den Aufstand derartig geschwächt statt. Ferner erivähnen Ferner erwähnen wir eindrucksvolle Kundgebungen in Mehrheit des Reichstages und den verbündeten Regierungen dem worden sei, daß es nicht in der Lage sei, den vollen Lüdenscheid, von der Kreiskonferenz des Kreiſes Calbe= deutschen Braugewerbe auferlegt werden, indem der Mindestzoll auf Gerste nunmehr sogar auf 4 M. per Doppelcentner erhöht Betrag der Forderungen auf einmal zu bezahlen. Wenn die Aschersleben, der durch den Plade vertreten ist, in Ham burg, Altona, Libed, Lübeck, Dortmund, 3 widau, und ein Unterschied zwischen Brau- und Futtergerste gemacht Mächte sich mit einer Abschlagszahlung von 100 000 Pfund Gießen usw. usw. begnügen würden, dann wäre die Angelegenheit erledigt. In Potsdam sprach am Montag Karl Liebknecht in einer gut Die hieraus dem Braugewerbe erwachsenden Lasten, welche Venezuela ist inzwischen davon überzeugt worden, daß Großbesuchten Versammlung. einschließlich der Zölle auf Hopfen und sonstige Bedarfsartikel die mächte wehrlosen Kleinstaaten gegenüber nicht viel Bernau. In einer am 6. d. M. Hierselbst im„ Elysium" Summe von 50 Millionen Mart pro Jahr übersteigen werden, Federlesens machen und diplomatischen Verhandlungen das ab- tagenden Volksversammlung sprach der Abgeordnete des Kreises, find umsomehr geeignet, die Existenz zahlreicher, namentlich kleiner fürzende Verfahren der Sprache der Kanonen vorziehen. Und ob Arthur Stadthagen, über das Thema:„ Wer verteuert unser und mittlerer Betriebe zu untergraben, als es fraglich erscheint, nicht Venezuela schließlich doch dies zwar nicht juristische, aber um täglich Brot?" Ueber 500 Personen hatten sich eingefunden, um die ob bei einer solchen Erschwerung der Einfuhr fremder Gerste gegen so politischere Argument wird anerkennen müssen? über der sich gleichzeitig daraus ergebenden Begünstigung der Ausfuhr deutscher Braugerste die Beschaffung der für die Bierproduktion Deutschlands erforderlichen Mengen von Braugerste überhaupt noch möglich ist. werden soll. Diese übermäßige Begünstigung der Gerste bauenden Landwirtschaft einerseits, die ungeheuerliche Belastung des Braugewerbes andrerseits, dem außerdem nach der Erklärung des Reichsschatz sekretärs noch eine Erhöhung der Brauſteuer bevorsteht, lassen auch das geringste Maß von Gerechtigkeit, auf welche die Vertreter des deutschen Braugewerbes so gut wie andre Gewerbetreibende berechtigten Anspruch haben, vermissen. in der deutschen Brau- Industrie vertretenen wirtschaftlichen InterSie protestieren gegen eine derartige Mißachtung der wichtigen, essen und erwarten, daß, wenn selbst der Reichstag die beabsichtigte Erhöhung des Gerstenzolles sowie die differente Behandlung von Braus und Futtergerste beschließen sollte, der Bundesrat einem derartigen Beschluß seine verfassungsmäßige Zustimmung versagen werde. Kaiserlich- Liberales. Die„ Augsburger Neuesten Nachrichten" melden: Auf das von der Liberalen Arbeitervereinigung in Augsburg an den Kaiser abgesandte Huldigungstelegramm ist unter dem 9. Dezember folgende Antwort eingegangen:„ Herrn Eisendreher lebelhoer- Augsburg. Seine' Majestät der Kaiser und König lassen der dortigen Liberalen Arbeitervereinigung für den Ausdruck ihrer reichstreuen Gesinnung danken. Auf allerhöchsten Befehl Geheimer Kabinettsrat v. 2ucanus." Gewalt gegen Venezuela. circa Ausführungen des Referenten anzuhören. In treffenden Worten Eine andre Frage ist es allerdings, ob Deutschland sein schneidiges schilderte derselbe das Vorgehen der beutegierigen Zollwuchermehrheit Vorgehen zum Vorteil gereichen wird. Deutsches Kapital do und das verräterische Treiben Eugen Richters. Stadthagen schloß; feinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag mit dem Appell miniert augenblicklich in Venezuela. Ist auch der deutsche Handel an die Anwesenden, bei der nächsten Reichstagswahl das Urteil über mit Venezuela ziemlich belanglos, wenn auch immer noch bedeutender diese Junter- und Pfaffenwirtschaft zu fällen. Eine Resolution wurde als der Handel Deutschlands mit irgend einer seiner Kolonien", so einstimmig angenommen, in der gesagt wird: ist doch eine respektable Summe deutschen Kapitals Die Versammlung protestiert energisch gegen den die ärmere 150 Millionen Martin Venezuela angelegt. Und bekanntlich Bevölkerung schädigenden Zollivucher, wie auch gegen die Gewaltfieht gerade Amerika mit eifersüchtigem Neid auf diese dominierende maßregeln der Reichstagsmehrheit gegenüber der Minderheit und Stellung deutschen Stapitals. Es ist also nur zu wahrscheinlich, daß ersucht die Vertreter des Proletariats, mit allen ihnen zu Gebote Behagen und der frohen Hoffnung zusicht, daß die politischen Folgen die Versammlung geschlossen. Mit einem brausenden Hoch auf die Socialdemokratie wurde Amerika in seiner paffiven Stellung dem Konflikt gegenüber mit innigem stehenden Mitteln den Gegnern zu froßen. des Vorgehens Deutschlands, der daraus zweifellos resultierende Haß gegen Deutschland, die Chancen des rivalisierenden amerikanischen hierselbst eine überaus start besuchte Voltsversammlung statt. Der Friedrichshagen. Am 8. d. M. fand im Restaurant„ Eisfeller" Stapitals begünstigen werden. Reichstags- Abgeordnete Emil Rosenow sprach über:" Der UmWenn aber auch Deutschlands Erefution gegen Venezuela den sturz im Reichstage". Die Berliner Resolution wurde einstimmig Erfolg haben wird, die paar Millionen Schuld- und Schadensersatz- angenommen. Da sich trob wiederholter Aufforderung kein Gegner forderungen einzutreiben, so dürfte es doch einen um so größeren zum Wort meldete, wurde die Versammlung nach einem Appell des finanziellen Nachteil von dem übereilten, überschneidigen Vorgehen Vorsitzenden Sonnenburg, dem hiesigen Arbeiter- Bildungsverein beizutreten, geschlossen. haben. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. Hinzu kommt, daß der schonungslose Angriff gegen die kaum zum Sieg gegen die innere Revolution gelangte Regierung nur den Effekt haben wird, die Revolution von neuem aufleben zu lassen. Einige Nachrichten bestätigen diese Auffassung bereits. Nach einer Depesche aus Willemstadt hat sich nämlich General Ueber eine ganze Reihe von Siegen bei den Gemeindewahlen Rolands, der erste Stabsoffizier von Matos, zum Führer liegen wieder Meldungen vor. So vor allen Dingen aus dem Königreich Sachsen. Dort wurden socialdemokratische Kandidaten in der neuen revolutionären Bewegung gegen den gewählt: in Cossebaude 1, Klopsche 1, Heidenau 1, Präsidenten Castro proklamiert. Er hat 1200 Mann Riederpesterwis 1, Obergorbis 1, Martersdorf 1, Deutschland und England haben es außerordentlich eilig gehabt, gesammelt. Lezama Reira, ein andrer Rebellen- rantenhausen bei Grimmitschau 1, Copiz 1, Dohna 1, das kleine, maritim ohnmächtige Venezuela die gepanzerte Faust führer, ist mit 1200 Aufständischen in der Nähe von Seifhennersdorf 1, Pulsnig 2, Schedewis 1, fühlen zu lassen. Ohne sich auf weitere Unterhandlungen mit dem Coro wieder erschienen, auch im Bezirk von Barquisimeto Werdau 1, Borna bei Chemniz 2, Einsiedel 1, Rimzu Zugeständnissen bereiten Präsidenten Castro einzulaffen, hat man bereits Gewalt angewendet. Eine" Reuter"- find die Aufständischen in großer Zahl wieder aufgetaucht. Die neuen Wirren werden aber nur neue Schädigungen des Meldung besagt, daß am Dienstag vier venezolanische Kriegs- deutschen Kapitals in Venezuela nach sich ziehen. Soll denn die schiffe im Hafen von La Guayra von der vereinigten deutsch- deutsche Exekutionsflotte vor Venezuela in Permanenz erklärt englischen Flotte weggenommen worden sind. Diese Heldenthat werden? Das würde für die deutschen Steuerzahler eine teuere Gewar eine ganz überflüssige, da die paar kleinen gefechts- schichte werden! untauglichen Schiffe, die Venezuela befigt, gar nicht in der Lage gewesen wären, einen Kampf gegen auch nur einen der zahlreichen deutschen und englischen Kreuzer aufzunehmen. Diese erste friegerische Großthat der verbündeten Mächte war also eine ganz überflüssige Attion, für die ein vernünftiger Grund absolut nicht zu entdecken ist. Die voreilige Aktion der beiden Mächte hat denn auch bereits zu Repreffalien Venezuelas geführt. Nach in New York verbreiteten Meldungen find nämlich als Antwort auf den Streich der Mächte in Caracas und andren Städten sämtliche dort wohnenden deutschen und englischen Bürger verhaftet worden. Deutsche Standalblätter räfonnieren denn auch bereits in dem bekannten Stumm- Stil über den„ unerhörten Bruch des Völkerrechts" durch Venezuela. Die That der Mächte findet diese Revolverpresse natürlich ganz in der Ordnung! Sollte sich die New Yorker Nachricht bestätigen, so wäre es nicht ausgeschlossen, daß die deutsch- britische Kreuzerflotte daran dächte, ein Entsagcorps zu landen und gegen Venezuela zu marschieren. Es wäre also nicht ausgeschlossen, daß wir eine Wiederholung der Seymour Expedition erhalten, vielleicht noch manche andre Dinge, die uns das ChinaAbenteuer gebracht hat. Köln. 3tg.": bach 4, Benig 2, Waldheim 1, Wittgensdorf 2. Allgemein ist eine erhebliche Zunahme unsrer Stimmen zu konstatieren. Das gilt auch von Orten, wo wir noch keinenstandidaten durchzubringen vermochten. Socialdemokrat gewählt wurde. Aus einigen Orten wird außerdem In mehreren der genannten Orte ist es das erste Mal, daß ein berichtet, daß von nichtsocialdemokratischen Kandidaten nur die von den Parteigenoffen unterstügten gewählt wurden. Auch in Frankenhain in Koburg- Gotha wurden zwei Parteigenossen gewählt. In Eislingen( Württemberg) hatte der Socialdemokratische Verein eine selbständige Liste aufgestellt mit 4 Parteigenoffen und 2 Unparteiischen". Gewählt wurden die beiden letzteren und 2 Parteigenoffen. Die andren beiden Mandate fielen der deutschen Partei zu. In Nedargerlach( Württemberg) wurde die Liste des Socialdemokratischen Bereins glatt gewählt. Sie enthielt 3 Parteigenossen und 2, Unparteiische". Es fizen nunmehr 4 Partei. " Das Vorgehen gegen Castro ist um so unbegreiflicher, als Castro schließlich doch die geeignetste Persönlichkeit ist, das von ewigen Revolutionen verwüstete Land endlich einmal zu pacificieren. Schrieb doch noch in den letzten Tagen die öfter offiziös bediente „ Es liegen uns Mitteilungen von deutschen Kennern der venezolanischen Verhältnisse vor, die trotz der schlechten Probe, die Castro bis jetzt als Präsident abgelegt hat, daran festhalten, daß er das Zeug zu einem wahren Staatsmann, genossen im Bürgerausschuß gegen bisher 2. zu einem Erretter seines Vaterlandes aus den ewigen politischen Wirren hat, daß er die Hoff- Der Gau Südbayern wird am 18. Januar in München einen nungen wirklich erfüllen kann, die er vor Jahren Gautag abhalten. Er gilt hauptsächlich der Beschäftigung mit den erweďt hat. Es wird in einer uns zugehenden Mitteilung Reichstagswahlen. anerkannt, daß Castro von vielen Fehlern, die das politische Abenteurertum Venezuelas kennzeichnen, feineswegs frei ist, daß Polizeiliches, Gerichtliches usw. - Eine Beförderung. Der Polizeikommissar Sachsze aus cr durchaus nicht über der Durchschnittshöhe der land- Danzig ist als Polizei- Inspektor nach Köln a. Rh. versezt läufigen Moral- und Ehrenhaftigkeitsbegriffe steht. Aber worden. Das ist der Herr, der in den bekannten Danziger Vorer habe als klarer Stopf crtanut, worauf cs gängen eine so hervorragende Rolle spielte, in einer Versammlung vor allen Dingen ankomme, wenn man geordnete den Revolver zog und dann in einem Prozesse behauptete, die Zustände in Venezuela herbeiführen will, und Parteigenossen trachteten ihm nach dem Leben. Den Kölner Parteihabe sich eine tüchtige Streitmacht geschaffen, deren Leistungs- genossen wünschen wir, daß der Herr nicht gerade mit den Geschäften Ser politischen Polizei betraut werden möge. fähigkeit gerade durch seine letzten Erfolge erwiesen sei." Ob es nach alledem besonders politisch flug war, gegen Castro Gehaussucht wurde in der Druckerei des„ Saalfelder VolksVielleicht freilich nimmt sich auch Amerika der deutschen und englischen Bürger an. Da der englische Ministerresident Haygard und der deutsche Geschäftsträger v. Pilgrim Venezuela verlassen haben, hat nämlich der amerikanische Gesandte in Caracas ben so schneidig vorzugehen, während man doch auch nicht einmal daran blattes" nach dem Manuskript eines Flugblattes zur Landtagswahl, Schutz für die Ausländer übernommen. Db der Einfluß des gedacht hat, für die Provokationen Rußlands im Fall durch das sich ein Bürgermeister beleidigt fühlt. Die Haussuchung amerikanischen Gesandten ausreichen wird, um die venezolanische gel und in der Loreley- Affaire auch nur die leiseste war erfolglos. Regierung zur Aufhebung der Verhaftung, die ja freilich die ja freilich Sühne zu fordern?! Der Reichskanzler an den Reichstag über Benezuela. Hus Industrie und Handel. auch den Charakter einer Schutz verhaftung tragen könnte, zu veranlassen, bleibt abzuwarten. Einstweilen hat Präsident In einer Denkschrift des Reichskanzlers an den Reichstag über Zur Banffonzentration. Zwischen den großen Banken findet feit Castro sehr energische Töne angeschlagen. Gin offenes die Reklamationen Deutschlands gegen die Vereinigten Staaten von einiger Zeit ein eifriger Wettstreit statt, sich durch Eingliederung Schreiben des Präsidenten Castro, welches int den Venezuela" wird ausgeführt, es handle sich einmal um Forderungen fleinerer Banken des Rheinlandes bestimmte Geschäfts- und EinflußNetp Yorker Zeitungen veröffentlicht wird, besagt, aus der in Venezuela lebenden Deutschen aus den letzten venezolanischen sphären in den Induſtrierevieren Rheinland Westfalens zu sichern. wärtige meldeten, Telegramme Bürgerkriegen, und ferner um Ansprüche deutscher Unter- Nachdem kürzlich erst die Deutsche Bank ihren Geschäftskreis dort erweitert daß gewisse Nationen, nehmer wegen Richterfüllung der bon der hatte, hieß es in den letzten Tagen, daß auch die Dresdener Bank darunter England und Deutschland, eine Allianz geschlossen venezolanischen Regierung vertragsmäßig über- nach neuen Stützpunkten im Rheinland strebe und zu diesem Zweck hätten, um Afte der Gewalt und des Angriffs nommenen Verbindlichkeiten. die Kölnische Wechsler- und Kommissionsbank in sich aufnehmen in Benezuela zu unternehmen, und die Art und Sodann heißt es wörtlich: wolle. Nach neueren Nachrichten bestätigt sich dieses Gerücht Weise, in welcher diese Nationen den Versuch machten, So aufrichtig die kaiserliche Regierung von dem Wunsche beseelt nicht, wohl aber beabsichtigt die Dresdener Bank, einen Teil die Wiederaufnahme der Zahlung der Zinsen der Staats- ist, mit der Republik Venezuela freundschaftliche Beziehungen zu der Aktien des Kölner Instituts aufzulaufen, um sich auf schuld zu erlangen, müsse den Verdacht erwecken, daß sie die erhalten, und so weit sie davon entfernt ist, der staatlichen Un- diese Weise einen Einfluß auf letzteres zu verschaffen. Die Dresdener Konsequenz der Revolution sei, die er, Gastro, fürzlich abhängigkeit diefes Freistaates zu nahe zu treten oder in seine Bank hat deshalb von der Berliner Handelsgesellschaft einen Bosten niedergeschlagen habe. Trotz des offiziellen Charakters der Nachricht inneren Einrichtungen eingreifen zu wollen, so kann fie doch Attien des Kölner Instituts übernommen, der an der Börse auf niedergeschlagen habe. Trotz des offiziellen Charakters der Nachricht das Verhalten der venezolanischen Regierung als ihrer Würde etwa 1, Millionen Mark beziffert wurde. Jedenfalls wird sich die von einer englisch- deutschen Intervention lehne er es jedoch zuwiderlaufend nicht länger dulden, und glaubt daher ihrerseits auf Dresdener Bank eine Vertretung in dem Aufsichtsrate der Kölner ab, diefelbe zu glauben, da es ihm unbegreiflich erbie Erledigung der deutschen Kriegsreklamationen in bestimmter Weise Bank sichern. scheine, daß Nationen, die herzliche und freundschaftliche Beziehungen hinwirken zu müssen. Von weiteren Verhandlungen mit Venezuela In der gestrigen Monatsversammlung des Coakssyndikats kamen zu Venezuela unterhalten, es vorziehen sollten, zur Gewalt verspricht fie fich nach den bisherigen Erfahrungen teinen Erfolg. auch die Gerüchte über die Verschmelzung diefes Syndikats mit dem ihre Zuflucht zu nehmen, anstatt diplomatischen Der kaiserliche Geschäftsträger in Caracas hat daher gestern rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat zur Sprache. Auf eine Interein Regierung folgen, insbesondere, insbesondere, wenn vorausgesetzt der venezolanischen überreicht, pellation erklärte der Vorstand, daß eine solche Verschmelzung nad werden müsse, daß der Streitfall völlig in den Be- worin er im Auftrage der kaiserlichen Regierung die alsbaldige teiner Richtung hin beabsichtigt sei. Die den Mitgliedern Bahlung der Kriegsreklamationen aus den Jahren 1898 bis 1900, bereits mitgeteilte Produktions Einschränkung für den Dereich der venezolanischen Geseze falle, fowie eine befriedigende Erklärung wegen Festfegung und Sicher ember die auf dem Grundsatz der Gerechtigkeit fußten. Hätte stellung der Reklamationen aus dem neuesten Bürgerkriege verlangt. Monat erforderlich war, wurde genehmigt und die Umlage für bon 17 Prozent, die indessen bisher in feinem Venezuela sich geweigert, feine finanziellen Ver= Datiert ist die Denkschrift vom 8. Dezember 1902. Ottober, November und Dezember auf 6 Proz., 7 Proz. und 7 Prog., pflichtungen zu erfüllen, hätten Recht und Diplomatie gegen 4 Proz. für September und je 31 Proz. für Juli und Auguft, alle ihre Hilfsmittel erschöpft gegen solches Unterfestgelegt. fangen, nur dann hätte ein solch ertremes Vorgehen erweckt Die Erhöhung der Umlagen, aus der die Ausfuhrprämien werden können. Aber dies sei nie der Fall gewesen. Die Aus Bremen wird uns telegraphiert: Am Dienstagabend fand bestritten werden, zeigt, daß der relativ gute Abfaz des CoatsThatsache, daß die venezolanische Regierung die Staatsschuld nicht eine imposante gewaltige Protestversammlung im größten Saal syndikats Hauptsächlich der Zunahme der Ausfuhr zu danken ist. egen ชิน Ultimatum Die Antwort der Bestie. H Siemens Elektrische Betriebe, Aktiengesellschaft, Berlin. Aufsichtsrat hat beschlossen, den Aktionären die Verteilung einer Dividende von 5 Proz. für das Geschäftsjahr 1901/02( wie im Vorjahr) vorzuschlagen. Die Generalversammlung findet am 27. Dezember d. J. statt. Gewerkschaftliches. Aufruf! Sociales. Die Existenz der Arbeiter. = " -= " Amerikanische Baumwollernte. Die Baumwollernte- Schäßungen| Schiedsgericht einzusehen, abgelehnt. Die Versammlung nahm eine der Geiverkschaftskommission behufs Feststellung der Geschäftsber Mitglieder der New Yorker Baumwoll- Börse( es find 144 Berichte Tagesordnung an, in der alle Arbeiterorganisationen aufgefordert fonjunktur recht gewissenhaft auszufüllen und der Gewerkschaftseingelaufen) schwanken, wie dem„ Berliner Börsen- Courier" gemeldet werden, die Arbeit niederzulegen und in den Ausstand zu treten. Kommission sofort zurückzusenden. wird, zwischen 10 400 000 und 11 800 000 Ballen, und würde der Der Sekretär der eingeschriebenen Seeleute von Marseille, Rivelli, Durchschnitt eine Ernte von 11 077 000 Ballen bedeuten. Der Arbeiter Schwimmer- Bund hielt am 7. Dezember in Die verlas die gestern abend von den Abgeordneten der verschiedenen ( ca. 9.25 Millionen Ballen), die höchste die des Experten O'Neill( über neralausstand aussprechen, um die eingeschriebenen Seeleute zu fei, daß givei oder drei fleine Vereine zusammengehen und einen niedrigste bisherige Schäzung ist die des Ackerbau- Departements Synditate angenommene Tagesordnung, in der sie sich für den Ge- Köpenick seinen 6. Bundestag ab. Der Bundesvorsitzende E. Bratte eröffnete die Verhandlungen und hob hervor, daß es wünschenswert 12 Millionen Ballen), doch erwartet man in Bälde eine neue, unterstützen. günstigere Schäzung des Departements auf Grund des späten Ein- Allgemeiner Dockarbeiter- Streit in Amsterdam. Die organisierten Die Schwimmvereine Vorwäris" und" Ost" gethan und er könne großen Verein bilden sollten. Den Anfang hierzu hätten ja bereits fretens des ersten Winterfrostes, der sich erst in den legten Tagen Dockarbeiter in Amsterdam haben einstimmig beschlossen, die Arbeit zu seiner Freude die Mitteilung machen, daß auch die Schwimmund auch nur in einem Teile des Baumwollgebietes eingestellt hat. niederzulegen. An dem Streik find ca. 500 Mann beteiligt. Infolge dieses günstigen Umstandes konnte sich die Spätbaumwolle bereine„ Nord" und" Gut Naß" vom 1. Januar 1903 ab sich verungewöhnlich günstig entfalten. einigen. Der Bund zählt zur Zeit 9 Vereine und es ist Aussicht vorhanden, daß noch aus den Vororten einige Vereine hinzutreten werden; umso mehr ist es die Pflicht der Berliner Vereine, sich enger zusammenzuschließen. Hierauf wurde der Jahresbericht gegeben, dann folgte der Kassenbericht, welcher bereits gedruckt in MitEin 35 Jahre alter Fabrikschlosser aus Nürnberg, der sich teilungsblatte" vorlag und mit einem Bestande von 345,80 M. abauf der Wanderschaft befand, ist zwischen Emskirchen und Fürth schließt. Der Kassierer wurde entlastet. Der zweite Schwimmerfroren aufgefunden worden. Der Fremde hatte zuletzt in Würz- wart Werth berichtete über die Thätigkeit im allgemeinen und burg in einer Herberge übernachtet und wollte nach Nürnberg teilte mit, daß das Bundes- Schauschwimmen am 8. Februar 1903 zurüdfehren. Unterwegs ist er vor Entkräftung zusammengefunken. in der Schwimmhalle der städtischen Volks- Bade- Anstalt in der Oder= Seit dem 10. Oftober stehen hier 2000 Weber und Weberinnen Not herrscht in vielen Familien unsrer Stadt, die sich besonders jetzt über die Thätigkeit des„ Mitteilungsblattes", worauf Reinte als Die„ Westfälische Zeitung" in Bielefeld schreibt:" Große bergerstraße stattfinde und zu diesem Zwede vier gemeinsame Uebungsstunden abgehalten werden müßten. Danziger berichtete nit 1300 Kindern im Ausstand. Die Veranlassung zu diesem in der strengen Winterszeit und nahe vor Weihnachten doppelt Obmann der Preßkommission mitteilte, daß diese keine Gelegenheit Massenausstand war der geringe Verdienst und die von Saifon zu fühlbar macht. Wie schlecht es bei manchen Leuten in Wirklichkeit zum Einschreiten gehabt habe. Es wurde beschlossen, daß fämtSaison immer wiederkehrenden Lohnreduktionen. Wie die Situation steht, das weiß unsre Geistlichkeit am besten, an die man sich mit liche Vereine einen Sturfus von 6 Stunden bei der Arbeiter- Samajezt liegt, ist an eine Beilegung des Streits vorläufig nicht zu der Bitte um Hilfe zuerst wendet. Aber auch die Herren Pfarrer riter- Kolonne mitmachen sollen und die Kosten hierfür aus der tönnen in vielen Fällen nicht so eingreifen, wie sie es wohl gerne möchten, Bundeskasse zu entnehmen sind. Die Neuwahlen hatten folgendes Wenn zu Weihnachten die Kirchenglocken ihr" Friede auf Erden und deshalb ist es nur verständlich und durchaus zu billigen, wenn die Ergebnis: F. Menschel, Vorsitzender; O. Häuſe, Kassierer; C. Schüße, und den Menschen ein Wohlgefallen" ertönen lassen, werden die Deffentlichkeit um ihre Hilfe angegangen wird. In der heutigen Nummer Schriftführer; May Pohle und F. Burkhardt, Beijiber; E. Bratke Ausständigen in ihren ärmlichen Wohnungen fizen und darüber bringen wir einen Aufruf des Herrn Pfarrers Köhne, dem wir recht Reinke, Wollstein und Schröder und Thiele und Böhl zu Revisoren. und Werth Schwimmwarte; Danziger Redakteur; Preßkommission: nachdenken, wie sie durch die Hartnädigkeit der Unternehmer auch guten Erfolg wünschen. Der Herr Pfarrer schreibt uns: Ich Darauf wurde beschlossen, die Bundesbeiträge beim alten zu belassen. um die Weihnachtsfreude für sich und die Ihrigen gekommen find. weiß mir nicht anders mehr zu helfen vor Bittgesuchen armer Leute, Die Vereine„ Hellas" und" Welle" teilen mit, daß sie je eine DamenUm nun den um eine bessere Lebenshaltung kämpfenden Arbeitern unter denen manche redlich Arbeit suchende find, die durch die Ungunst abteilung gegründet haben, welche bei„ Hellas" bereits aus 18 Mitauch eine Weihnachtsbescherung zu teil werden zu lassen, beschloß der Zeit schwer in Not geraten sind." Diese Zahlen sprechen für gliedern bestehe. das Gewerkschaftskartell für Meerane und Umgegend eine solche am sich und lassen einen Blick in die Not und das Elend unsrer armen Heiligen Abend zu arrangieren. Da jedoch die hiesigen organisierten Mitmenschen thun, der die wohlhabenden Kreise unfrer Bürgerschaft 2. Dezember bei Schumann eine außerordentliche GeneralversammArbeiter sowie die gesamte Einwohnerschaft durch den Streit sehr in sicher zu rascher und ausgiebiger Hilfe veranlassen wird. Doppelt Mitleidenschaft gezogen find, so richten wir die ergebene Bitte an giebt wer schnell giebt, das gilt auch hier." Euch, Ihr Arbeiter in ganz Deutschland, uns in unsrem Vorhaben kräftigst zu unterſtüßen, damit es uns möglich wird, unfren Plan zur Ausführung zu bringen. denken. Der socialdemokratische Wahlverein Rummelsburg hielt am lung ab, welche sich mit der Abänderung des Statuts beschäftigte. Der§ 2 wurde in seiner alten Fassung wieder angenommen. Zu § 3 wurde der Antrag des Vorstandes: den monatlichen Beitrag von 20 auf 25 Pf. zu erhöhen, einstimmig angenommen. Der Antrag einer öffentlichen Versammlung gewählt werden kann, wurde abdes Vorstandes zu§ 8, daß der Vertrauensmann alljährlich auch in gelehnt. Hieran schloß sich die Erfazwahl zum Vorstand. An Stelle Der Bielefelder„ Volkswacht" wird aus Bösingfeld in Lippe geschrieben:„ Noch immer nicht ist in dem von uns in der„ Boltswacht" vom 24. November geschilderten Falle Schwabedissen zur Durch die strenge Kälte ist die Not noch um ein Bedeutendes Beseitigung des zum Himmel schreienden Elends etwas geschehen. gestiegen und unsre Pflicht muß es sein, zur Linderung derselben Immer noch ist der alte Mann mit seinen Kindern ohne Wohnung, Urbans, welcher seines Amtes wegen dreimaligen Fehlens bei den alles zu thun, was nur irgend möglich ist. Darum, Arbeitsbrüder immer noch stehen die Möbel auf der Zärchenstraße jest Vorstandswahlen enthoben ist, wurde Frenzel gewählt. Auf die und schwestern, legt jeder ein Scherflein auf den Opferstock der im tiefen Schnee. Eine elektrische Bogenlampe wirft abends in nächster Zeit hier stattfindenden Gewerbegerichtswahlen machte Nächstenliebe, zeigt, daß Ihr mit den streikenden Arbeitern eins denkt ihr grelles Licht auf die Kehrseite der Mebaille des allerchristlichsten Neubert aufmerksam. Er gab bekannt, daß das am Orte bestehende und fühlt. Die Unternehmer haben geglaubt, daß, wenn der Winter Staates. Aber vielleicht findet der arme alte Mann doch noch ein Gewerkschaftskartell schon die Vorarbeiten hierzu eingeleitet habe seinen Einzug hält, auch die Arbeiter wieder an die Arbeitsstätte Unterkommen, und wenn es auf ein paar Tage im- Gefängnis und daß die Kandidaten in einer demnächst stattfindenden Verzurückkehren und die Arbeit zu den alten Bedingungen aufnehmen ist. Am vorigen Mittwoch sollte nämlich Schwabedissen vor dem sammlung aufgestellt werden. würden. Die Arbeiter erklären aber, lieber Hunger zu leiden, Schöffengericht erscheinen, er hatte gegen einen Strafbefehl von als in dem gegenwärtigen Kampfe nachzugeben, gilt es doch für fie, 6 M., den er wegen Behinderung des freien Verkehrs von Letzte Nachrichten und Depefchen. doppelte Hilfe. Benezuela. die Existenzfrage für viele Jahre hinaus zu regeln. Darum bitten der Polizei erhalten hatte, Berufung eingelegt. Die Verkehrswir Euch nochmals, uns zu unterstützen, damit wir das Fest der störung hat darin bestanden, daß der Gerichtsvollzieher seine Sachen Liebe auch zu einem solchen gestalten können. Schnelle Hilfe ist auf die Straße hat stellen lassen, nach gewöhnlichem Laienverstande frage erwidert Unterstaatssekretär des Auswärtigen Cranborne, London, 10. Dezember( W. Z. B.) Unterhaus. Auf eine AntVer- frage hätte also der Gerichtsvollzieher oder dessen Beauftragter wegen Ver- bie Natur der englischen Forderungen gegenüber Venezuela, welche Die Meeraner Arbeiterschaft wird niemals vergessen, was Ihr fehrsstörung in Strafe genommen werden müssen. Hier macht man's dazu genötigt hätten, Zwangsmaßregeln zu ergreifen, werde vollfür sie gethan habt, und wird jederzeit bereit sein, wenn es gilt, aber so wie geschildert. Wegen des tiefen Schnees ist Schwabe- ständig dargestellt werden in Schriftstücken, die in nächster Zeit für andre Bewegungen helfend einzuspringen. dissen zu spät zum Termin gekommen, und so wird es nun wohl erscheinen würden. Die englischen Forderungen umfaßten unter Hoch die Solidarität! bei dem Strafbefehl sein Bewenden haben: Entweder Geld oder zwei anderm Ansprüche auf Entschädigung wegen ungerechtfertigter Einmischung gegenüber englischen Handelsschiffen, wegen Einterkerung und Mißhandlung englischer Staatsangehöriger, wegen wegen Beschädigung Zerstörung englischen Eigentums und von rollendem Bahnmaterial, das englischen Compagnien gehörte; es liege eine Reihe von Präcedenzfällen dafür vor, daß folche Forderungen durch Repreffivmaßregeln durchgesetzt worden feien. Alle Anfragen, Sendungen und dergleichen sind zu richten an Lage Haft." Ernst Seidel, Meerane i. S., Böhmerstr. 45. Mit Genossengruß Gewerkschaftskartell Meerane. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. Deutsches Reich. Aus Schwarza wird dem„ Thüringer Voltsblatt" gefchrieben: In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag machte der ledige Porzellanformer Neubert, ein braver Parteigenosse, seinem Leben J. A.: Ernst Seidel, 1. Vorsitzender. dadurch ein Ende, daß er mit einem Borzellanfcherben sich die Stehle durchschnitt. Sonntag früh fand man den Vedauernswerten in einer Blutlache liegend tot auf. N. war in legter Zeit wiederholt arbeitslos und hatte zudem noch eine franke Mutter zu Hause. Der Bewveggrund seiner That dürfte in diesen mißlichen Verhältnissen zu suchen sein." Zur Textilarbeiter Bewegung im Vogtlande. Der Streit in Meerane macht sich immer noch in den verschiedensten Drten des Vogtlandes bemerkbar, da die Unternehmer kein Mittel unversucht laffen, ihre Streitarbeit fertig gestellt zu erhalten. So wird beispielsweise die Streifarbeit an neutrale Firmen bergeben, Der freiwillige" Verzicht auf die Nuhezeit. die sie ihrerseits wieder weitergeben und als ihre be= Die Auffassung des Oberlandesgerichts Breslau, daß Gastwirtszeichnen. Leider giebt es noch viele Arbeiter, die nicht gehilfen freiwillig auf die durch die Bundesrats- Bekanntmachung Savon abzubringen find, folche Arbeit herzustellen. Do festgefeßte Ruhepause verzichten dürften, hat in Erfurt bereits ist auch im Gegensatz hierzu in vielen Fabriken die Arbeit Schule gemacht. Die Tribüne" berichtet darüber: mit Erfolg zurüdgewiesen worden. So tam es wiederum au Am Sonnabend standen eine Anzahl Gastwirte vor dem hiesigen Differenzen bei der Firma Wolf in Friefen bei Mylau. Da der Schöffengericht, die gegen die Verordnung betreffend Ruhepausen Betriebsinhaber erklärte, daß er die fragliche Arbeit nicht zurüd- für Gastwirtsgehilfen verstoßen haben. Das Gericht sprach die schicke, sondern sie fertigstellen laffe, legte ein Teil der Weber und meisten derselben frei, indem es sich auf den Standpunkt stellte, wenn Weberinnen die Arbeit nieder. Bei der Firma P. Müller in Dölau der Kellner freiwillig darauf verzichte, habe der Wirt das Seine gebei Greiz befinden sich die Arbeiter immer noch im Ausstand. Es than und müsse freigesprochen werden. Bei den Verhandlungen fam handelt sich hierbei ebenfalls um Zurückweisung von Streitarbeit. Die aber auch noch ein neuer Trick zur Sprache. Die Wirte übergeben Zahl der Ausständigen beträgt etwa 25. Auch bei der Firma Ober- ihrem Kellner ein Büffett auf Rechnung und behaupten nun, das sei niz u. Comp. in Elsterberg dauert der aus dem gleichen Anlaß ent- fein Gastwirtsgehilfe, sondern ein selbständiger Gewerbetreibender, standene Streit noch fort. Ein inzwischen unternommener Einigungs- für den die fraglichen Schutzbestimmungen nicht gelten. Auch in verfuch scheiterte. Die Betriebsinhaber erklärten, sie verhandelten nicht diesen Fällen wurde auf Freisprechung erkannt. mit der Kommission; einzeln könnten die Arbeiter wieder an- Was wird der Bundesrat thun, um diese planmäßige Umkehrung fangen. In Elsterberg haben die Arbeiter in den letzten Tagen seiner Absichten zu verhindern? eine Lohnstatistit aufgenommen, die für die Weber einen Wochendurchschnittslohn bon 10 M. ergab. Der Blauenfche GewerbeInspektor erklärte dazu, seine Statistik habe gar mur 9 M.(!) Durch schnittslohn ergeben. In Mylau wird bei der Firma K. Neubert an die Gesamtarbeiterschaft zu apellieren. Verfammlungen. Bryce( lib.) fragt an, was die letzten Nachrichten bezüglich Venezuelas feien. Cranborne erwidert, der englische Vertreter sei angewiesen worden, 24 Stunden nach Uebergabe des Ultimatums in Caracas 31 verbleiben und alsdann sich, wenn keine Antwort der venezolanischen Regierung erfolge, nach La Guayra zu begeben, dafelbst wiederum 24 Stunden an Bord eines englischen Schiffes zu bleiben. Cranborne fährt fort: Diese Beitfrist ist unt 7 Uhr gestern abend abgelaufen gewesen. Wenn inzwischen fein Zugeständnis von der venezolonischen Regierung eingegangen ist, wird es nötig fein, ein zwangsweises Vorgehen einzuschlagen, aber wir haben noch keine Nachricht erhalten, daß ein solches Borgehen eingeschlagen ist. Die Regierung hat keine Nachricht bezüglich der Verhaftung englischer und deutscher Unterthanen; doch kann die Meldung, daß venezolanische Schiffe mit Beschlag belegt worden feien, möglicherweise wahr sein, obgleich wir keine amtliche Information über diesen Punkt haben. Caracas, 9. Dezember.( Meldung des„ Neuterschen Bureaus".) Die vereinigte deutsch- englische Flotte hat um 4 Uhr nachmittags außerhalb von La Guayra alle dort befindlichen Schiffe weggenommen und ins Schlepptau genommen. Es waren dies die Striegsschiffe General Crespo"," Totumo", Affun" und" Margarita" mit einer Gesamtbesatzung von 390 Manut. Die Nachricht von der Wegnahme der Schiffe ist in der Hauptstadt noch nicht allgemein bekannt; sicher wird beim Bekanntwerden derselben große Erregung herrschen. " London, 10. Dezember. Das Reutersche Bureau" erfährt: Die Meeraner Arbeit angefertigt; auch hier haben bereits die Arbeiter Bierter Wahlkreis( Often). In der Versammlung des Wahl- Admiralität hat einen Bericht erhalten, in dem die Beschlagnahme Schritte zur Abwehr unternommen. Nachdem nun in Weerane vereins, bie am Dienstag im Lokal Frankfurterfir. 117 tagte, hielt bes venezolanischen Striegsschiffes" Bolivar" in Port of Spain auf wiederum die unternommenen Einigungsversuche gescheitert find, Genosse 2 albed Manaise einen Vortrag über das Thema: Trinidad gemeldet wird. – Dem Bernehmen nach erweckte die werden in den Orten mit Weberbevölkerung öffentliche Volks- Wer treibt Obstruttion? Der ergewöhnlich starke Nachricht von der Verhaftung der britischen Unterversammlungen abgehalten und Flugblätter verbreitet werden, um Besuch der Versammlung sowie auch der Umstand, daß sich seit der hanen in Caracas ein gewiſſes Gefühl der Befriedigung, da vorigen Versammlung 111 neue Mitglieder dem Verein angeschlossen man sie im Gefängnis für sicherer hält, als wenn sie der Nachsucht Ein vielseitiger Mann. Aus gewerkschaftlichen Kreisen wird uns haben, zeugen von dem lebhaften Intereffe, womit die Arbeiterschaft des Straßenpöbels ausgesezt find. Port of Spain, 10. Dezember.( Meldung des Neuterschen Bureaus.) geschrieben: Der„ Borwärts" brachte gestern unter" Frauenbewegung" gegenwärtig die politischen Vorgänge verfolgt. Der Referent fenneine Notiz, wonach ein Agitator des antisemitischen Handlungs- zeichnete in seinem Vortrage das schändliche Gebaren der Mehrheits- Die englischen Striegsschiffe Charybdis, Indefatigable"," Alert", gehilfen- Verbandes, Kaltbrunn- Hoya( Kelterborn) Göttingen eine parteien des Reichstags, die selbst in schmählichster Weise gegen jebe Fantome" und" Quail" find am Montag hier tonzentriert worden. Eingabe gegen die Verkürzung der Arbeitszeit der Arbeiterinnen an gründliche Verhandlung obstruieren und dennoch der Social- In der vergangenen Nacht beschlagnahmte„ Churybdis" das veneDer Redner be 30lanische Kanonenboot Bolivar" und landete die Offiziere hier. den Bundesrat vorbereite. Dieser Herr Stelterborn ist ein recht viel- bemokratie Obstruktion zum Vorwurf machen. feitiger Mann, der das Scharfmachen ganz ge äftsmäßig betreibt. leuchtete dabei unsre ganzen politischen Verhältnisse. Der Vortrag Die Mannschaft wurde durch den„ Alert" nach Guiria gebracht. Er giebt unter anderm auch das Internationale Central- fand fehr lebhaften Beifall. Anknüpfend an eine Bemerkung des Quail" ist in See gegangen, um das Schiff, welches die Orinokoblatt für Reinigungsinstitute" heraus und ist der Grünber Referenten über die erbärmliche Haltung des Berliner Zotal- mündung blokiert, mit Beschlag zu belegen. und jetige Sekretär des Verbandes der Fenster- Anzeigers" forderte der Vorsitzende Bader zu energischer UnterDas Andenken der verstorbenen reinigungs- Instituts- Inhaber Deutschlands. Der Herr plädiert fügung der Arbeiterpresse auf. H " 1F Bier Kinder erftit. Zur Geschichte der Huldigungsadressen. Magdeburg, 10. Dezember.( B. H.) Nach einer Meldung der auf Einführung von Arbeitsbüchern für die Fensterputzer, und Mitglieder Eduard König, Frig Krüger und des Kolporteurs Bajener Boltsstimme" wurden heute vormittag der Eisendreher Kuzner nach als fich diese dagegen mit aller Wacht wehrten, fchrieb er in seinem ehrte die Versammlung wie üblich. Leibblatte:„ Hier können die tüchtigen(?) Gehilfen unfres Vergolder. Eine Mitgliederversammlung der Filiale des Ver- 22jähriger Arbeitszeit und der Metalldreher Andre nach 16 jähriger Getverbes einmal sehen, wie es in Wirklichkeit bei den golderverbandes befaßte fich am Montag mit Anträgen zur General Arbeitszeit auf dem Kruppschen Gruson- Werte entlassen, weil sie Herren der roten Internationale um bie vielgerühmte versammlung des Verbandes. Es handelt sich hier hauptsächlich um das Huldigungstelegramm der Arbeiter an den Kaiser Intereffenwahrnehmung des Gehilfenstandes. aussieht. Es den Ausbau des Unterstüßungswesens und die allgemeine Einführung nicht mit unterschrieben hatten. giebt aber aber noch eine ganze Anzahl denkender Gehilfen, der Arbeitslosen Unterstützung. Der vom Hauptvorstande ausSie auf den socialdemokratischen Gimpelfang nicht hineinfallen. gearbeitete Entivurf zu einem Reglement über die verschiedenen Jeber Unternehmer, dem es ehrlich um die Hebung des Standes zu unterstübungseinrichtungen wurde nach eingehender Beratung und thun ist, der bei einem ausbrechenden Kampfe gewappnet sein will nach Abänderung einiger Paragraphen von der Versammlung an- vier Kinder eines Arbeiters während der Zeit, als die Frau von Stockstadt, 10. Dezember.( B. H.) Gestern erstid ten bie gegen maßlose Forderungen, sollte sich schleunigst dem genommen. Dann wurde über den Antrag, den Paffus im Verbands- Hause abwesend war, um ihrem Manne das Mittagessen zu bringen. statut, wonach feine Filiale mehr als vier Delegierte zur General versammlung entfenden darf, zu streichen, debattiert. Auch dieser Antrag wurde gutgeheißen. Darauf wurden die Verhandlungen Ausland. wegen der vorgeschrittenen Reit bis zur nächsten Mitgliederversamm Vom Ausstand der Seeleute in Marseille wird Mittivoch be- lung vertagt. richtet: Verband der Graveure und Giseleure, Filiale Berlin. In der Die eingeschriebenen Seeleute haben heute vormittag in der Bersammlung am 2. Dezember wurde bekannt gegeben, daß bei der London, 10. Dezember.( W. T. B.) Das irische Mitglied des Arbeiterbörse eine von etwa 5000 Berfonen besuchte Versammlung Firm Oberbahn u. Bed in Maing Differenzen ausgebrochen find; Unterhauses& i Ibribe wurde wegen Aufreizung zum Morde zu abgehalten und einstimmig den Vorschlag des Admirals Rouvier, ein dann ermahnte der Vorsitzende die Vertrauensleute, die Zählfarten 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatentell verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW.& ieran 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Verbande der Unternehmer anschließen." Die gewerbsmäßige Scharfmacherei scheint also zu den Einnahmequellen dieses Herrn zu gehören. Untergegangen. heftigen westlichen Sturms sind seit vorgestern fünf Boote mit zus Honningsvaag( Nortvegen), 10. Dezember.( W. T. B.) Infolge fammen 17 Mann Befagung untergegangen. Nr. 289. 19. 19. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 11. Dezember 1902. 233. Sigung. Mittwoch, den 10. Dezember 1902, bormittags 10 Uhr. Um 12 Uhr 4 Minuten beginnt Abg. Graf Kanit( fons.) sein Referat über die Positionen 544 bis 568( Leder und Lederwaren, Kürschnerwaren, Waren aus Därmen.) Das Referat ist um 12 1hr 16 Minuten beendet. 680-712 an eine Kommission, Abg. Dr. Spahn( C.) Uebergang zur einfachen Tagesordnung über diesen Antrag. Abg. Dr. Spahn( C.) spricht kurz für seinen Antrag. Abg. Reißhaus( Soc.) erklärt sich dagegen. Das Haus ist Abg. Bod( Soc.) beantragt, die Positionen 555 und 556( Schuhe während seiner Ausführungen so unruhig, daß Vicepräsident Büfing Am Bundesratstische: Niemand. aus Leder mit Holz oder andren Sohlen) an die Zollkommission wiederholt um Ruhe bittet. Bräs. Graf Ballestrem: Ehe wir in die Tagesordnung eintreten, zurückzuverweisen; Abg. Dr. Stockmann( pt.) beantragt, die Der Antrag Dr. Spahn wird mit 227 gegen 66 Stimmen an will ich Ihnen eine Mitteilung machen. Es sind mehrere Be- Positionen 544-568 an eine Kommission zu verweisen; genommen. schwerden, die meine Verwaltung betreffen, in der Sigung vom Abg. Haase( Soc.) stellt den Antrag, über alle Anträge auf Ver4. Dezember im Plenum erhoben worden. Ich habe dieselben unter- weisung diefer Positionen an eine Kommission zur Tagesordnung sucht und infolgedessen zu erklären: überzugehen. Darauf berichtet in Vertretung des Abg. Dr. Müller- Sagan Abg. Dem mig( fri. Vp.) über die Positionen 713-734( Thon waren). Dies Referat dauert von 4.2 bis 4.22 Uhr. 1. Die Beschwerde der versäumten Vorlegung des Listen- Abg. Haase( Soc.): Wir sind auf diesen taktischen Weg gegen Abg. Dr. Stodmann( p.) beantragt Verweisung dieser resultates der namentlichen Abstimmungen habe ich dahin zu be- unsren Willen gedrängt worden. Wenn auch durch die Guillotine Positionen an eine Kommission, Abg. Dr. Spahn( C.) Tagesscheiden, daß diese Listen in der Regel eine halbe Stunde Gröber unsren Rednern das Wort mitten im Sage abgeschnitten ordnung über diesen Antrag. nach der Zettelabstimmug oft auch in 20 Minuten vor- wird, so weiß doch das Volk, auf welcher Seite der ernst= Abg. Dr. Spahn( C.) bittet furz, seinen Antrag anzunehmen. gelegen haben. Zur bequemeren Einsicht werden diese Listen in liche Wille besteht, so weit es möglich ist, eine fachliche Abg. Dr. Stockmann( N.) giebt anheim, gegen die Tagesordnung einer Mappe auf dem linken Flügel der Schriftführertribüne aus- Erörterung zu pflegen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) zu stimmen. Die Behauptung des Abg. Haase, daß von unsrer Seite liegen und Fönnen auch auf ganz furze Zeit auf den Platz des Herrn Abg. Bock( Soc.) spricht gegen den Antrag auf einfache Tages- bie Absicht bestände, eine fachliche Diskussion abzuschneiden, ist Abgeordneten mitgenommen werden. ordnung. Die Arbeiterschuhe und Arbeiterstiefel sollen durchaus falsch. Wir wollen nur gegenwärtig, tvo es sich um die 2. Die Beschwerde des Herrn Abg. Gothein über mangelhafte hier verhältnismäßig höher belastet werden als feine Referate handelt, die Geschäfte des Hauses fördern. Zu einer solchen Ausfertigung des Stenogramms auf der ersten Seite seines ihm zur Damenschuhe. Die hier vorgesehenen Zollerhöhungen haben Aussprache werden wir kommen, sobald wir in die Diskussion über Korrektur vorgelegten, in der Sigung vom 3. Dezember erstatteten schon die bittersten Klagen insbesondere der süddeutschen Schuh- den Antrag Kardorff selbst eingetreten sind.( Lachen links.) Referats ist insofern richtig, als die Stenographen bei der Verlesung handwerker erregt. Der Antrag Dr. Spahn wird in einfacher Abstimmung an. von Stellen sich darauf verließen, daß ihnen, wie dies bei Verlesungen In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Haase mit genommen. in der Regel geschieht, die Schriftstücke zugestellt würden.( hört! hört! 215 gegen 55 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen an= Abg. Dr. Spahn( C.) berichtet von 4 1hr 25 Minuten rechts.) Im übrigen wurde das umfangreiche Referat von unfren genommen. bis 4 Uhr 40 Minuten über die Pofitionen 735-768( Glas und Stenographen gut aufgenommen. Als Hilfsftenographen find ferner Darauf berichtet Abg. Trimborn( C.) über die Pofitionen 569 Glaswaren). ausgezeichnete Stenographen des preußischen Abgeordnetenhauses bis 585( Stautschukivaren). Das Referat dauert von 12 Uhr 35 Min. tommissarisch beschäftigt. bis 12 Uhr 48 Minuten. 8. Die Angriffe des Herrn Abg. Brömel gegen den Betrieb unfrer vorzüglichen Heizungs- und Ventilationseinrichtungen( Sehr richtig! rechts) find unbegründet. Die von unten eingeführte Luft erzeugt einen Wärmegrad von mindestens 18 Grad Celsius, der sich gleichmäßig dem ganzen Saale mitteilt. Die Temperatur wird halb stündig von einem Normalthermometer, der sich gerade auf der linken Seite an der Nein- Thür befindet, abgelesen und die Listen darüber sind dem Herrn Abgeordneten Bromel zur Information mitgeteilt worden.( Heiterkeit bei der Mehrheit.) In der Sitzung vom 4. Dezember war die Temperatur am Beginn der Sitzung 18,4 Grad C. und am Schluß um 11% Uhr 19,9 Grad Celsius.( Hört! hört! bei der Mehrheit.) Die Luft im Saale war gut und über zu geringe Temperatur dürfte niemand zu flagen haben. Das große Thermometer, welches sich in der Mitte des Saales an der westlichen Wand über dem Sofatisch befindet, kommt bei den amtlichen Temperaturmessungen gar nicht in Frage. Auch dieser Punkt der Beschwerde ist hiermit erledigt.( Bravo! bei der Mehrheit.) Abg. Gothein( frs. Vg.) bittet ums Wort zur Geschäftsordnung. Präsident Graf Ballestrem: Ich kann Ihnen das Wort hierzu nicht erteilen, Sie müßten denn beantragen, diesen Punkt auf die Tagesordnung zu setzen, wir sind ja noch gar nicht in die Tagesordnung eingetreten.( Heiterfeit rechts.) Hierauf wird die zweite Beratung des Bolltarif Gefeges bei§ 1, 1 in Verbindung mit dem Antrag Stardorff und den dazu gehörigen Amendements fortgesetzt. In der Berichterstattung über die Kommissionsverhandlungen wird fortgefahrer. Abg. Dr. Arendt( Rp.) berichtet über die Positionen 508-516 ( Buchbinder 8eugstoffe, Batte, Filze und nicht genähte Filzwaren, Pferdehaare). Das Referat dauert von 10.27 Uhr bis 10.35 Uhr. Abg. Baudert( Soc.) beantragt Verweisung der Positionen an eine Kommission zur schriftlichen Berichterstattung. Abg. Horn Sachsen( Soc.) beantragt Zurückverweisung der Pofitionen an die Zollkommission mit Ausnahme der Positionen, wo Bollfreiheit beschlossen ist. Der Abg. Stodmann( Rp.) beantragt Ueberweisung der Pofitionen zur schriftlichen Berichterstattung an eine Kommission. Abg. Hanse( Soc.) begründet einen Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung über alle Anträge auf Verweisung der Positionen an eine Kommission. Nach der übermäßigen Anstrengung, der sich Herr Spahn eben unterziehen mußte, habe ich es für meine Menschen pflicht gehalten, ihn bei Stellung der Anträge auf einfache Tagesordnung abzulösen.( Heiterkeit links.) Abg. Haase( Soc,) beantragt Uebergang zur Tagesordnung über diesen Antrag. Der Herr Abg. Trimborn hat ja, wie anerkannt werden muß, fich große Mühe gegeben, uns ein wirkliches Bild der Kommissionsverhandlungen zu geben, daher hat mein Antrag auch eine gewisse innere Berechtigung. Nachdem aber vorher bei dem legten Referate der Abg. Stockmann wiederum versucht hat, das Recht auf Redefreiheit ganz zu verfümmern, ist mein Antrag auch notwendig geworden, um es überhaupt zu er- Nachdem Abg. Horn- Sachsen( Soc.) seinen Antrag begründet möglichen, daß außer dem Referenten derjenige, der zum Referat hat, wird der Antrag Haase in einfacher Abstimmung anirgend eine fachliche Bemerkung zu machen hat, hier zum Worte genommen. kommt.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Um 4.50 Uhr beginnt Abg. Letocha( C.) sein Referat über die Abg. Baudert( Soc.) begründet seinen Antrag. Es feien eine Pofitionen 769-776( eble Metalle und Waren daraus) und beendet große Reihe von Petitionen gegen die von der Kommission be- es um 5.7 Uhr. fchloffenen Zollerhöhungen eingegangen. Redner verliest eine Anzahl Abg. Ho( Soc.) beantragt Zurücverweisung dieser Positionen, diefer Petitionen. da der Referent gerade die wichtigsten Vorgänge aus der Kommiffion In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Haase hierauf nicht erwähnt habe. Der Abg. Haafe( Soc.) beantragt Uebergang mit 214 gegen 54 Stimmen bei 5 Stimmenthaltungen anzur einfachen Tagesordnung über den Antrag Hoch. genommen. Es folgt um 1 Uhr 5 Minuten das Referat des Abg. Molten buhr( Soc.) über die Positionen 586-593( Geflechte und Flechtwaren aus pflanzlichen Stoffen). Im Anschluß daran erstattet Abg. Moltenbuhr das Referat über die Pofitionen 594-599( Besen, Bürsten, Pinsel und Siebwaren). Der Referent ist mit beiden Referaten um 1 Uhr 46 Minuten fertig. Staatssekretär Graf Posadowsky ist inzwischen im Saale erschienen. Abg. Zubeil( Soc.) beantragt, die Pofitionen 594-599 an eine Kommiffion zu verweisen. Abg. Haase( Soc.) Uebergang zur Tages ordnung über diesen Antrag. Der Antrag Haase( Soc.) wird in einfacher Abstimmung an genommen. Um 5 Uhr 14 Minuten beginnt Abg. Leto cha( C.) sein Referat über die Pofitionen 777-843( Eisenzölle) zu denen auch ein ausführlicher schriftlicher Bericht vorliegt. Um 5 Uhr 18 Minuten wird er von dem Abg. Arendt( p.) abgelöst, der bis 5 Uhr 33 Min. über die Pofitionen 844-891( Aluminium, Blei, Zink, Zinn, Nickel, Kupfer) berichtet. An dies Referat schließt sich die Berichterstattung des Abg. Dr. Spahn( C.) über die Positionen 892-925( Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge) an. Dr. Spahn beendet seinen Bericht um 6 Uhr. Abg. Ledebour( Soc.) beantragt Zurückverweisung dieser Positionen an die Kommiffion, Abg. Singer( Soc.) llebergang Tagesordnung über diesen Antrag. Bräfident Graf Ballestrem: Es liegen mir wieder verschiedene Anträge zu diesem Referat vor. Ehe ich diesen Antragstellern das Abg. Hanfe( Soc.): Die Ausführlichkeit des Mollenbuhrschen ReWort erteile, will ich eins erwähnen. Ich habe gestern bei so einem ferates macht meiner Ansicht nach eine Zurüd verweisung Antrage den Herrn, der ihn begründete, länger reden lassen wie fünf an die Kommission zur frifftlichen Berichterstattung unzur Minuten. Bei reiflicher Erwägung bin ich nun zu der Ueberzeugung nötig.( Heiterkeit.) Im übrigen konstatiere ich, daß während der Referate gekommen, daß die Redner für einen solchen Antrag auch unter die des Abg. Molkenbuhr aon den Konventionen, der Reichspartei, dem beschränkte geit fallen, welche die neue Geschäftsordnung Centrum und den Nationalliberalen zusammen gerade 15 Mit vorschreibt. Die einfache Tagesordnung ist eine Geschäftsordnungs- glieder im Saale antefend waren.( Hört! hört! bei den Socialfrage, und besonders, wenn sie sich auf einen Geschäftsordnungs- demokraten.) antrag bezieht, ist sie eine reine Geschäftsordnungsfrage. Wenn sie Abg. Zubeil( Soc.) bittet, den Antrag auf einfache Tagesordnung fich auf einen Antrag mit materiellen Inhalt bezieht, tönnte man abzulehnen. Die Pinselfabrikation sei völlig auf die Einfuhr von weifelhaft fein. Hier aber bezieht fie fich nur auf die leberweisung Borsten angewiefen. Die Bollerhöhungen trügen bei zur Vermehrung eintes Antrages an die Kommission. Ich werde dem Redner de Arbeitslosigkeit. Auch die schmutzige Konkurrenz der Gefängnis zur Tagesordnung also nur fünf Minuten Zeit arbeit werde dadurch gefördert. geben.( Beifall bei der Mehrheit.) In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Haase mit Es liegen vor: ein Antrag Dr. Stodmann( p.), die 203 gegen 53 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen angenommen. Pofitionen 503-516 zur nochmaligen Erörterung und schriftlichen Abg. Blell( frf. Vp.) berichtet in Vertretung des Abg. Dr. MüllerBerichterstattung an eine Kommission zu verweisen; ein Antrag Sagan( frf. Vp.) über die Positionen 600-651.( Wareit aus tieri Stadthagen( Soc.), gleichen Inhalts und ein Antrag Spahn schen oder pflanzlichen Schnitz oder Formerstoffen.) Das Referat ( C), auf Uebergang zur Tagesordnung über alle Anträge zu dem dauert von 2,3 bis 2,88 Uhr. Referat über die Positionen 508-516. Abg. Stadthagen( Soc.): Ich melde mich gegen Tagesordnung zum Wort. Bräfident Graf Ballestrem: Es liegt schon eine Meldung vor. ( ha I links.) Abg. Dr. Spahn( C.) spricht furz für, Abg. Dr. Stockmann( Np.) gegen den Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung. Die Abstimmung über den Antrag Spahn ist auf Antrag Singer eine namentliche. Der Antrag Spahn auf Uebergang zur einfachen Tagesordnung über den Rückververweisungsantrag mird mit 198 gegen 41 Stinmen angenommen; der Stimme enthalten sich fünf Abgeordnete.( Präfident Graf Ballestrem verkündet irrtümlich: Der Stimme enthalten haben sich 244.[ Heiterfeit.]) Abg. Zubeil( Soc.) beantragt Verweisung der Positionen an eine Kommission zur schriftlichen Berichterstattung. Abg. Haase( Soc.) beantragt Uebergang zur einfachen Tages ordnung über den Antrag. 0 Für seinen Antrag erhält das Wort Abg. Singer( Soc.): Wir sind durch die Handhabung der Geschäftsordnung seitens der Mehrheit gezwungen, um überhaupt zum Worte zu kommen, von dem Mittel der Zurückverweisungsund Tagesordnumgs Anträge Gebrauch zu machen. Nur so können wir, allerdings nur noch in beschränkterem Umfange, unsre Pflicht erfüllen, zur fachlichen Aufklärung des Voltes beizutragen. Ein ausreichendes mündliches Referat über so umfangreiche Gebiete ist einfach unmöglich. Daß unsre fachlichen Erörterungen jezt nur noch 5 Minuten dauern können, das ist ein Zustand, den Sie( zur Mehrheit) herbeigeführt haben und mit dem Sie sich ein Denkmal der Unterdrückung der Redefreiheit gesetzt haben. Wir haben aber jedenfalls die Pflicht, diese 5 Minuten so weit wie möglich auszunuzen. Gegen die einfache Tagesordnung erhält das Wort Abg. Ledebour( Soc.): Die Kommission hat nicht genügend alle Belastungen getvirbigt, die durch die künstliche Berteuerung der Maschinen herbeigeführt werden müssen. Allerdings haben die Väter des Antrages Nach Begründung der Anträge durch die Antragsteller wird der v. Kardorff in der Erkenntnis in der Erkenntnis dieser allgemeinen Nachteile Antrag Haase in namentlicher Abstimmung mit 215 der Kommissionsberatung für landwirtschaftliche Maschinen gegen 60 Stimmen bei einer Stimmenthaltung angenommen. Ueber die Kommissionsverhandlungen, soweit sie die Pofitionen 517-543( Leiber, Bugwaren, fünstliche Blumen, Schirme, Filzpantoffe In, Berüden, Schmud zu liefern. federn, Fäder, Hüte 2c.) betreffen, referiert Abg. 2urz( C.). Sein Neferat dauert 17 Minuten. Abg. Albrecht( Soc.) beantragt, die Positionen 517-520 an die Kommission zurückzuberiveisen, Abg. Haase( Soc.) beantragt Uebergang zur Tagesordnung über alle Anträge auf Verweisung an cine Kommission. Abg. Ledebour( Soc.): Vei keiner Position war die Zurück verweisung so notwendig wie gerade bei dieser. Der Abg. Arendt scheint von Ehrgeiz gepadt zu sein, das allerminderwertigste Referat Vicepräsident Büfing: Sie dürfen von einem Mitglied dieses Haufes nicht behaupten, daß es den Ehrgeiz hat, das schlechteste Referat zu halten.( Große Heiterkeit links.) eine Ermäßigung der Zölle gefordert, aber sie habent um 6,10 Uhr -O Es folgt um 2 Uhr 50 Minuten das Referat des Abgeordneten durch erhebliche Verteuerung einer Maschine außer Acht Dr. Arendt( Rp.) über die Positionen 652-675( Papier, Pappe gelassen, die nicht wohlhabenden Leute in ihrer Produktion be und Waren daraus). Das Referat ist um 3 Uhr beendet. Abg. lastet, sondern vielleicht die ärmsten der armen Produzenten im edebour( Soc.) beantragt die Pofitionen an eine Kommission Deutschen Reich: ich meine die Verteuerung der Nähmaschinen. Der zurückzuberweisen. Abg. Haase( Soc.) beantragt Uebergang zur Boll auf diese Waschinen soll von 24 M. auf 35 M. in die Höhe ge Tagesordnung und begründet seinen Antrag furz. schraubt werden. Nähmaschinen werden in der Hauptsache nicht vort den großen Konfettions Fabrikanten gekauft, sondern von den Arbeitern und Arbeiterinnen der Konfettions-Hausindustrie. Dazu kommt die foloffale Verteuerung der Nähmaschinennadeln bon 200 auf 500 M. und der Nähnadeln von 60 auf 100 m. Alle diese Verteuerungen belaften in erster Linie und am schwersten die armen Näherinnen. Selbst wenn die armen Näherinnen auf der Nähmaschine eines Zwischenmeisters arbeiten, find sie genötigt, bie Abg. Ledebour: Wie wichtig die Positionen find, Beweist die Nähnadeln selber zu ersetzen. Hier haben Sie( zur Mehrheit) Gelegen große Anzahl von Petitionen aus den Kreisen der Industriellen. heit, wenigstens an einem einzigen Punkt ein gewisses Wohlwollent Noch in legter Shmbe ist der energischte Protest gegen die un- gegenüber einer armen Klasse von Produzenten an den Tag zu Abg. Haase( Soc.) verzichtet auf das Wort für feinen Tages- geheuerlichen Zollerhöhungen der Stommiffion eingelaufen von legen. Deshalb bitten wir um Zurüdverweisung an die Kommission. ordnungs- Antrag. 27 großen Bereinigungen, darunter dem Verein deutscher( Beifall bei den Socialdemokraten.) Abg. Albrecht( Soc.) spricht gegen die Tagesordnung. Es Beitungsverleger, dem deutschen Buchdruckerverein, den deutschen Der Antrag Singer wird hierauf in einfacher Abstimmung handele sich hier um die Interessen der Konfektionsarbeiter, für die Verlegervereinen und verschiedenen Vereinigungen, die die Kartonnagen- angenommen. auch das Centrum und die Nationalliberalen einzutreten borgeben. fabrikanten vertreten. In diesen Betitionen heißt es: Mit wie Es folgt das letzte Referat, das des Abg. Hier aber wolle man Ihnen Steine statt Brot geben. wenig Sachlichkeit das Urteil dieser mit 15 von 28 Stimmen Paasche( natl.) über die Positionen 926 bis 946,( Feuerwaffen, Mitten im Sage wird der Redner nach fünf Minuten unter beschloffenen Zollerhöhungs- Anträge der Tariflommission zu ftande Uhren, Tonwertfeuge, Kinderspielzeuge). Das Referat ist um großer Heiterkeit der Mehrheit vom Präsidenten Grafen Ballestrem gekommen sind, ist nichts bezeichnender als die Thatsache, daß 6,18 Uhr beendet. unterbrochen. die Kommiffion weit höhere Bölle zu beantragen be= Der Abg. Geck( Soc.) beantragt Ueberweisung der Positionen an In namentlicher Abstimmung wird hierauf der Antrag schlossen hat, als die betreffenden hochschutzöllnerischen die Kommission. Haase( Soc.) mit 211 gegen 54 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen Intereffenverbände zu verlangen den Mut hatten.( Hört! Abg. Reißhaus( Soc.) beantragt einfache Tagesordnung über den angenommen. hört! links.) Die Petenten schließen ihre Petition: Das hohe Haus Antrag. In der Begründung weist Abg. Reißhaus auf die Inter Abg. Münch- Ferber( natl.) berichtet hierauf bon 11.81 bis wolle von der En bloc- Annahme der Beschlüsse absehen und unter effen der Spielwaren- Industrie hin, die sich gegen die Beschlüsse der 11.45 Uhr über die allgemeinen Anmerkungen zum fünften Ab- allen Umständen in eine fachliche Beratung eintreten. Ms die Bolltommission erklärt habe. Als Redner mitten in seinen Ausschnitt des Tarifs.( Pofitionen 389-543, Zertilindustrie). Betenten gestern ihre Petitionen absandten, haben sie noch nicht führungen vom Präsidenten Grafen Ballestrem unterbrochen wird, Abg. Baudert( Soc.) beantragt, diese Anmerkungen zur gewußt, mit welchem blutigen Hohn gestern jeder fachlichen Beratung schließt er feine Rede mit den Worten: Millionenfache Flüche werden schriftlichen Berichterstattung an eine Kommission zu verweisen, Abg. hier ein Ende bereitet wurde.( Glode des Präsidenten.) Leider ist auf die Häupter der Zollmehrheit herabgeschleudert werden!( Beifall Haase( Soc.) beantragt, über diefen Antrag zur Tagesordnung es mir nicht möglich, auch noch die andren eingelaufenen Petitionen bei den Socialdemokraten.) überzugehen. Abg. Bock( Soc.): Die letzte Position des Zolltarifs handelt vom Abg. Haafe( Soc.): Ich habe Uebergang zur Tagesordnung be- In namentlicher Abstimmung wird hierauf der Antrag Haafe Kinderspielzeug. Jest, im Angesicht des Weihnachtsfestes, hätten die antragt, weil dies jetzt der einzige Weg ist, auf dem wenigstens ein mit 217 gegen 52 Stimmen bei einer Stimmenthaltung an- chriftlichen Herren der Mehrheit leine beffere Gelegenheit, ihre Nächstens paar Worte fachlicher Debatte für uns ermöglicht werden. liebe und ihr Wohlgefallen für die Menschen zu beweisen als in diefer Abg. Baudert( Soc.) spricht gegen den Uebergang zur Tages- Abg. Dr. Arendt( Rp.) berichtet hierauf von 8 Uhr 16 Min. bis Pofition des Bolltarifs. Gehen Sie deshalb zurüd in die Kommissiont ordmung. Die in den Anmerkungen getroffenen Bestimmungen ent- 8 Uhr 18 Min. über die Positionen 676-679( Bücher, Bilder, und schaffen Sie dort ein befferes 2ert! Finis coronat opus! hielten einschneidende Erschwerungen und Verschlechterungen für die Gemälde). An der notwendigen Beratung dieser Position hat auch deutsche Textilindustrie. Die vorgesehenen Bollzuschläge feien zu In Vertretung des Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) referiert die Schwarzwälder Uhrenindustrie das lebhafteste Intereffe. Die hoch. Nach fünf Minuten wird dem Redner vom Bräsidenten Grafen Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.) von 3 Uhr 19 Min. bis Uhr spielt ja gegenwärtig eine bedeutende Rolle im Reichstag.. Ballestrem das Wort abgeschnitten. 3 Uhr 47 Min. über die Positionen 680-712( aren aus Steinen( Heiterfeit.) Im so nötiger ist der Schutz der UhrenDer Antrag a afe wird in namentlicher Abstimmung mit oder andren mineralischen Stoffen sowie aus fossilen Stoffen). industrie. Der bedeutende Export, den die Schwarzwälder 213 gegen 56 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen angenommen. Abg. Reißhaus( Soc.) beantragt Verweisung der Positionen uhrenindustrie gegenwärtig hat, würde beim Abschluß ungünstiger zu verlesen. genommen. Handelsverträge schwer geschädigt werden und die Industrie selbst damit vor dem Ruin stehen. Als Redner nach 5 Minuten von der Glocke des Präsidenten unterbrochen wird, bricht er ab mit den Worten: Ach fo, meine Uhr ist abgelaufen!( Heiterfeit.) Der Antrag Reißhaus wird hierauf in namentlicher Abstimmung S. B. Ueber Anträge auf Namensänderung entscheidet der zuständige mit 220 gegen 60 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen angenommen. Regierungspräsident auf Antrag der Beteiligten; diese Anträge sind gehörig Währenddessen gehen unter großer Heiterkeit und Unruhe des Hauses zu begründen. allmählich die elektrischen Bogenlampen eine nach der andren aus. Nur wenige bleiben bis zum Schluß der Sigung brennen. Präsident Graf Ballestrem vertagt hierauf die Weiterberatung auf Donnerstag 10 Uhr. -O -IO Briefkaften der Redaktion. öffentlichen Bibliothek und tählen Sie sich dann bas Ihnen Baffende aus. A. N., Rummelsburg. Die Kinder gelten als Sonnabends von 7%, bis 9%, Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Religionsangehörige, müssen am Religionsunterricht teilnehmen und fönnen erst nach vollendetem 14. Lebensjahre austreten. æ. Ja. 2.2. 33. 1. Wohnen Beleidiger und Beleidigter in derselben Gemeinde, fo muß der Privatbeleidigungsflage ein Sühneverfuch vorangehen. 2. Ja. 3. Mein. Ludwig. Innerhalb drei Monaten nach Remninis von der B. S. Nach der Tare des Berliner Hebammen- Vereins find zu zahlen, Bolizei geftelt sein. Beleidigung, muß der Strafantrag bei Gericht, Staatsanwaltschaft oder für eine Entbindung 10-30 M., für jeden Befuch vor oder nach der EntE. Sch. Der Wert, in Ihrem Fall also 2,50 M., muß ersegt werden. D. 3. 13. Die Betreffende soll bei der Gemeinde bindung 1-2 M. Der Regierungspräsident von Botsdam sekte in der Tare vom 1. Februar 1899 für Entbindungen 4–15 M. fest, die Berliner Armen behörde( Magistrat) um Ergänzung zur Einwilligung in Ausstellung eines Arbeitsbuchs einkommen. Gemeindevertreter. Ja. E. J. 1 und verwaltung zahlt bei Armengeburten 10 M. und für den Besuch 1 M. 2: Nein. 2. Sch. 20. 3ft findigungsfrist nicht ausgeschlossen, so F. Tiedmann. Nein: es würde Strafe eintreten.- 20. B. L. 5. 1. Nein. fann Schadensersatz verlangt werden, sonst nicht. M. S. Nein. th. 5. 1. u. 2. Ja. 3. und 4. Nein. 5. Etwa 20 M. P. 2. 31. Der Lohn tann mit Aussicht auf Erfolg beim Gewerbe& F. Geschenke( abgesehen von Geschenken zwischen Berlobten) verjähren gericht eingeflagt werden. 9. S. 100. Steht Ihnen keine Unfallrente Rigdorf 1. Eine Karte von Ihnen ist uns nicht zugegangen. Wir nicht. Typograph in Gmunden. In der Regel tritt Strafbarkeit des zu, so können Sie mit Aussicht auf Erfolg gegen diejenigen flagbar werden, Hatten das Auferat auch nicht zurückziehen können, da dasselbe abends spät Segers usw. nicht ein. A. h. s., 2. 64. Nein. W. S., Adlers- bie an dem mangelhaften Zustand des Rüstzeugs schuld find.- Zwei in der Redaktion eingegangen ist und von dort nach der Seßerei ge- hof. Sie können auf Schadensersatz( Ersatz des Wertes in Geld) gegen den Wettende, P. B. 80. Ja.- R. D. Diese Verhältnisse sind nicht gegeben wurde. Wir bitten, Inserate stets an die Expedition zu Betreffenden beim Amtsgericht flagen. D. 2. 77. 1. Rein. 2. Sa. feßlich geregelt. Sie müßten sich an den Obermeister der Innung wenden. adressieren. Die Expedition. 3. 20 Bf. 2. F. 100. Lesen Sie einige derartige Werke in einer Briefkaften der Expedition. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 11. Dezember. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Djamileh. Das Mädchen von Navarra.- Javotte. Schauspielhaus. König Laurin. Deutsches. Der arme Heinrich. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Die Ehre. Central. Madame Sherry. Neues. Ledige Leute. Residenz. Seine Kammerzofe.( Nelly Rozier). Wenen. Die Fledermaus. Urania. Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Letzte Woche: Tausend Jahre deutscher Kultur. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Das jüngste Wunder Afrikas Thalia. Charley's Tante. Borher eine schneeweisse Negerin!! Caffis Pafcha. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) 9 Der Pfarrer von Kirchfeld. ( Friedrich Wilhelm. Schiller. N. städtisches Theater). Stabale und Belle Alliance Theater. 3 Schröderischen. Die eine schneeweisse Negerin!! Kasperle- Theater. Illusion. Lebende Bilder. Gr. Promenaden- Konzert. Passage- Theater. Das Elite- WeihnachtsFest- Programm. Carl Weiß. Jise Römer. Lnisen. Die Anna- Liese. Cafino. Der reiche Bustekohl. Metropol. Die zwölf Frauen des Japhet. Apollo. Nafiris Hochzeit. Buntes Theater. Lore. Die Er in ihrem Repertoire. Tanzfee. Abergläubisch. und Sie. Kleines. Rausch. 2. Nein. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDonnerstagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Volksstück mit Gefang in 5 Aften von Ludwig Angengruber. Freitagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonnabendabend 8 Uhr: Jugendfreunde. städtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. WINER WHEE LA Central- Verband LAYET Vollständig Ein Schauspiel in 5 Aufzügen von Neues Programm. Friedrich Schiller. Freitagabend 8 Uhr: Kabale und Liebe. Geschwister Andersen, FussEquilibristinnen. Mizi- Gizl, Vortrags- Soubrette. Die 3 Harveys, Drahtseilkünstler. Sonnabendabend 8 Uhr: Stanley und Wilson, Amerikanisch. Chaussee- Germania- Prachtsäle Arnold Scholz. Heute Donnerstag: ChausseeStr. 103. Grosses Militär- Streichkonzert ausgeführt von der Regimentsmusik des IV. Garde Regiments zu Fuss in Uniform unter persönlicher Leitung des königl. Musikdirektors Herrn Frz. A. Bergter. Anfang 8 Uhr. Bons gelten. Nachdem: 5803L* Eintritt 30 Pf. Familien- Kränzchen. Gesangs- u. Instrumental- Akt. Eine Bojaren- Hochzeit, Russische Die Barowskys, Gesangs- und Tanz- Scenen. HumoristischGymnastische Produktion. Perzina's dressierte Affen. 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Pajjage Theater. Specialitäten. Vajjage Panoptifum.Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Tausend Jahre deutscher Kultur. Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Kleines Theater ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Rausch. Tragikomödie in 4 Akten von August Strindberg. Morgen: Zum 1. Male: Erdgeist. Residenz- Theater. Heute und folgende Tage: sensationelle musikalische Recitationen. Georg Kaiser prolongiert. Kinematograph: Krupps Leichenzug. 14 neue erstklassige Nummern. Apollo- Theater. Bon 8-9 Uhr: Specialitäten. Um Nakiris Hochzeit. Operette von Paul Lincke. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Am 26. Dezember um 8 Uhr: Nachmittags Vorstellung: Frau Luna. Ermäßigte Preise. 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Sonnabend, 13. Dez., nachmittags 3%, Uhr: Die Schneekönigin. Sonn tag, 14. Dezbr., nachmittags 3 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Am 23. Dezember, zum erstenmal: Novität! Die bösen Mädchen. Buntes Theater ( Ueberbrett'l.) Stopniderstraße 68. Anfang 8 Uhr. Lore. Die Tanzfee. Aber: gläubisch. Er und Sie. Bunter Teil: Leitung: Fritz Lehner. Tiny Senders. Bokken Lasson. Hans Fredy. Emil Justitz. Carla Lingen a. G. -p -O Stadt- Theater. Sanssouci Alt- Moabit 47-49. Bernh. Rose Theater Ensemble. Donnerstag, den 11. Dezember: Kommass ober: Die beiden Harfenmädchen. Orig. Charaktergemälde mit Mufit in 4 Atten von Emil Gallert. Mufir von L. Bußler. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Anfang 8 Uhr. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Zum 1. Mal, ganz neu! Unterm Weihnachtsbaum. Charakterbild mit Gesang. Nach jeder Sofree: Tanzkränzchen. Central Theater Cirkus Busch. Heute und folgende Zage, 7%, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Felir. Sonnabendnachmittag 4 Uhr halbe Donnerstag, d. 11. Dezember 1902, abends 7, Uhr: Dahomey. Breije( jeder Erwachsene 1 Stinb frei): Die Elefanten- Herde Schneeweißchen und Noseurot. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Die Geisha. Abends: Madame Sherry. im Urwald- See. Die zwölf Frauen des Japhet. Vaudeville in 3 Akten von Mars u. Desvallières. Lieder und Text von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. Zwei grosse Balletts. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Hermann Haak. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Dezember- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Borstellung 8 Uhr. Jeb. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Borstellung: TANZ. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Belle- Alliance- Theater. Gastspiel d. Münchener Ensembles Abends 8 Uhr: Die Schröderischen. Bürgerl. Boltsstud b. H. Schrottenbach. Morgen: Anne 48". Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! 5 KünstlerKapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Cirkus Schumann Donnerstag, den 11. Dezember, abends 7, Uhr: Gr. Extra- Vorstellung. Das vorzügliche Programm, 12 Nummern. 9% Uhr: Die grösste Sensation: Oper.- Baudeville mit Gesang u. Zanz bon Gumbert. Folgende Nummern find gänzlich neu: Soeurs Blanche, Gymn. Melangeaft. Charles Merino, Champion Equilibrist. Ylang You, Japanischer Gauller. Mr. Montani, Dreffuraft. Anieta Koncewicz, Soubr. Diba. Schwestern Montani, DoppelDrahtfeil. Miss Nebula, mysteriöser Lichtakt. Das Theater ist durchaus geheizt und mollig warm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Etabliffement Buggenbagen am Moritzplatz. Hente Donnerstag: Militär- Konzert Mufikcorps Garde- Füfilier- Reg. ( err Dippel.) 51992* Im Kaifer- Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Bazar für Gelegenheits- Käufe Leipziger- Strasse 112, II. ( Ecke Mauerstrasse.) für Passend Weihnachtsgeschenke 1 Posten Damen- Saccos, Paletots Capes in neuesten Façons und Stoffen zur Hälfte des Wertes. 1 Posten Damenwäsche, Hemden, Beinkleider etc. von 1 M. an. 1 Posten Onterröcke in Wolle, Moiré, Seide von 3 M. an. 1 Posten Blusen in, Wolle und Seide von 1,25 M. an. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 11. November cr., nachmittags 2 Uhr von der Charité nach dem Dankes- Kirchhof, Tegeler Chauffee. Rege Beteiligung erwartet 168/4 Die Ortsverwaltung. Da es uns nicht möglich ist, jedem einzelnen, der meinem lieben Manne, unfrem guten Vater, dem Gaftwirt Adolf Ballwit die legte Ehre erwiesen hat, unsern Dank auszusprechen, sagen wir auf diesem Wege hiermit allen Verwandten, Freunden, Bekannten, sowie den Herren Sollegen bom Verein Berliner Gast wirte" für die wohlthuenden Beweise herzlicher Teilnahme und die zahl reichen Stranzfpenden unsren innigften Dant. [ 9576 Die trauernden Hinterbliebenen Clara Ballwin und Kinder. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines mir unvergeß lichen annes, unfres unvergeßlichen Bruders, Schwagers und Onkels Wilhelm Kleemann fagen wir feinen werten Genossen und Sangesbrüdern sowie feinen werten Kollegen und Arbeitern der Messingwerke auch für die reiche Strangfpende unsern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Reinickendorf( West), 8. Dezemb. 1902. Rothe KreuzGeld -Setterie Ziehung: 13. bis 18. Dezbr 16 870 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mk. 575000 Hauptgewinne: Mark 100000 50000 25000 etc. eta eta. Originalioose à 3.50 M. Für Porto und Liste 80 Pf, extra. 1 Posten Taschentücher in Linon, Oscar Brauer& Co. Nacht. Batist, Leinen,/ Dutzend 0.70 M. an. Grosse Posten Schürzen, Strümpfe, Morgenröcke, billig. Looping the Loop. Matinees. Staunend Willi Zagestaffe 11-1%, Uhr. 9 Uhr: Die beliebteste Pantomime: Die lustigen ( Megfel, Pietro, Britton, Marteibl, Krone, Böhme Jode mann, Blattner 2c.) Heidelberger. Zum Verkauf gelangen nur fehlerfreie Waren in neuesten Stoffen 59172 and Façons. 1 Posten grosser Gelenk- Puppen, angezogen, Stück 1,90 M. Bank- Geschäft Berlin W., Friedrichstr. 181. Filialen: NW., Wilsnackerstr. 63. 0., Andreasstr. 46a. SO., Oranienstr. 177. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Sonntag grosse Vorstellungen. Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. Durchgegangene Weiber. In beiden Vorstellungen: Mr. Diavolo, Looping the Loop. Nachmittags 1 Kind frei, weitere Kinder zahlen die Hälfte. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Sonnabend: Erstes Auftreten bes Direktors DIII. Freie Volksbühne. Konsum- und Produktiv- Genossenschaft Berlin- Rixdorf. Lessing- Theater 4./5. Abteilung: Der Tartüff. Metropol- Theater 9./10. Abteilung: Kollege Crampton. am Sonntag, den 14. Dezember, 234 Uhr nachmittags. General- Versammlung Montag, den 15. Dezember 1902, abends 8, Uhr, im Gewert: schaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal). Zages Ordnung: 128/ 15* 1. Bericht des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr, Borlegung und Genehmigung der Jahresrechnung. 2. Beschlußfassung über die Die Vorstellungen der 5. Serie im Metropol- Theater be- Verteilung des Reingewinnes. 3. Wahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat.*) ginnen am Sonntag, den 14. Dezember, und zwar für die 4. Statutenänderung§§ 13, 17, 18, 40, 45. 5. Etwaige Anträge der Mitglieder. 9. und 10. Abteilung zuerst. Dann folgt die 11./12 und 13./14. Abteilung, dann erst die 1.- 8. Abilung. Die Daten der Vorstellungen in den Mitgliedskarten ind zu beachten und massgebend. in den Mitglie Achtung! Laut Generalversammlungs- Beschluss vom 29. Oktober in, Sanssouci" wird für die obligatorische Abgabe des Bühnenheftes an alle Mitglieder in den Zahlstellen sowie für die unentgeltliche Aufbewahrung der Garderobe ein Beitragszuschuss von 15 Pfennig a Person erhoben. Von der zweiten Hälfte des Spieljahres ab, der 6. Serie der Vorstellungen ( der Februar- Serie, die vom 18. Januar bis 1. März 1903 läuft), gelangen die neuen Marken a 80 Pfennig zur Ausgabe. Das Eintrittsgeld beträgt gleichfalls 80 Pfennig. Im Monat August werden nach wie vor nur 65 Pf. erhoben. Die Mitglieder werden dringend gebeten, darauf zu achten, dass vom genannten Termin ab ihre Karten mit den neuen Beitragsmarken versehen sind. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 230/17 Neues Konzerthaus. Alexanderplatz( Grand Hôtel). Inhaber: Albert Mörner. Walzer- und Operetten- Abend ( sogenannter Verlobungs- Abend) des Komponisten u. Kapellmeisters Herrn Jul. Einödshofer. Heute: Populäres Konzert. Entree 20 Pf. Anfang 8 Uhr. Im Februar und März 1903 ist der grosse Konzertsaal an einigen Tagen der Woche für Privatfestlichkeiten und Versammlungen zu haben. SteidlDranienburg. Thor Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. SteidlSänger. Entree 50 Pf. ( Fritz Steidl, Scheuerl, Müller, Lipart, Reising, Wehling, Corvinus, Haas und Munkel.) Neu: Am Weihnachtsabend. Lebensbild von Fris Steidl Entree 50 Pf.( Borvert. 40 P1.) bei Rühle, Friedrichstr. 115. Britz. Freitag, den 12., abends 9 Uhr: Mitglieder- Versammlung bei Leuschner, Rubowerstraße 65. Vortrag des Genoffen Grempe über Fortschritt der Beleuchtungs: Zechnik. 204/1 Da die Tagesordnung eine wichtige ist, ist es Pflicht jedes Mitgliedes zu erscheinen. Der Vorstand. Wimmene Festgabe! Eine grosse echter Partie 5976L PlüschTischdecken mit reicher Stickerei and unbe- Webefehlern ca. 33, unter Preis! 30 135/135 cm M. 875 Wert 13,50 1050 1125 130/160-> 1350 145/145** 145/175 ."> 16,50 " 18,00 20,00 Nach ausserhalb per Nachnahme. Teppich- Versandhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S., Weihnachts- Extra- Liste preiswerter Geschenke gratis a. franco. *) Aus dem Vorstande scheiden aus die Herren Wutky und Brückner. Aus dem Aufsichtsrat scheiden aus die Herren Vogt, Schönburg, Münzer, Kippenbänder und Hirsemann. Dieselben sind wieder wählbar. Der Aufsichtsrat. Der Vorstand. 0. Schumann. Schultzky. Breslauer. Wutzky. Gauper. Brückner. + Männer- Vortrag+ morgen Freit, abends 8, Uhr, Kommandantenstr. 20( Gåste 20 Pf.) über: Syphi 1., 2., 3. Stadium, mit Lichtbildern, bom praft. Naturheilkundigen andmann, Kur- und Heilanstalt Köpnickerstr. 72. Natura Sprechstunden 11-2, 6-8, Sonntags 10-12 Uhr. eidenstoffe S Mein diesjähriger Weihnachtsverkauf bietet ganz ungewöhnliche Vorteile. Biele hundert prachtvolle Reste von 10-15 Meter von schwarzen Damasten und glatten Seidenstoffen fast für die Hälfte. Ueber 300 hübsche, weiße Brautroben, glatte und Damast- Reste, bis 20 Meter, bedeutend unter Preis. 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Die Sorge um die Auswahl der Weihnachtsgeschenke quält die Arbeiterschaft zwar nicht so sehr wie die besigenden Klassen, weil bei ihr namentlich im Winter Schmalhans Küchenmeister ist; aber in einem gleicht auch das Proletariat der Bourgeoisie ein wenig, nämlich darin, daß es dem Buche als Weihnachtsgeschent nur zu oft nicht die gebührende Beachtung zollt. Der alte Fehler des Deutschen, seßung von Baufluchtlinien für die Verlängerung der Rungestraße daß er im Gegensatz zum Engländer und Franzosen teine Bücher fauft, sondern solche leiht, kann bei der arbeitenden Klaffe zwar noch am ehesten entschuldigt werden; jedoch gilt auch für sie das Wort, daß ein gutes Buch, als Geschenk gegeben, eine gute Statt findet und den Geber dauernd ehrt. " " socialdemokratische Versammlungen nicht anzunehmen und dafür mit einer Staution bürgt, und deshalb glauben sie mit Recht, den 3weifel an dem Inhalt der Erklärung zu er heben. Sollte troß diefer Thatsachen bewiesen werden, daß die Erklärung in der Form von Herrn Alb. Scheruch herrührt, glauben die Unterzeichneten badurch den Beweis erbracht zu haben, Daß p. Scheruch entweder die Unterzeichneten oder die Redaktion des Vorwärts" belogen hat und infolge dessen die Unterstellung des Vorwärts", als hätten die Unterzeichneten eine Lüge wissent lich verbreitet, nicht aufrecht erhalten werden kann. " gez. Wiedeberg, gez. Hasse, gez. Modehn, gez. Korzenicwst, gez. Stephan." fassen: Antrag von Mitgliedern der Versammlung betreffend die Anstellung eines Direktors und eines demselben in ärztlicher Beziehung toordinierten dirigierenden Arztes für die chirurgische Abteilung am Krankenhaus Friedrichshain und die Einführung dieser Einrichtung bei Den andern Krankenhäusernt. Bericht erstattung über die Vorlagen betreffend die Abänderung des Bebauungsplanes Abteilung XI, zwischen Behm, Schwedter-, Gleimstraße, Straße 16 und Ringeisenbahn, die Festbis zur projektierten Spree- Uferstraße und den Entwurf einer Polizeiverordnung zur Regelung des Straßenhandels in Berlin. Antrag von Mitgliedern der Versammlung zu vorstehender Borlage.- Vorlagen betreffend: die Anbringung von Trinkbechern Auf die mehr als kühnen Behauptungen und Unterstellungent an den städtischen Straßenbrunnen, einen Landankauf für Zwecke dieser Zuschrift erwidern wir mur, daß die mit dem Firmenstempel Die Buchhandlung Vorwärts, welche bei dem Einzug unsres der städtischen Gasanstalt VI zu Tegel/ Dalldorf, die Einrichtung und der Unterschrift des Herrn Scheruch versehene Zuschrift in Blattes in das neue Heim, Lindenstr. 69, auf erweiterter Grundlage einer Hilfskrantenstation im städtischen Obdach, die Ein- unsrer Redaktion zur Einsicht bereit liegt, daß Herr Scheruch ge errichtet ist, stellt sich vor allem die Aufgabe, der arbeitenden Be- fegung einer gemischten Deputation zur Beratung über meinsam mit einem andern Herrit s die Zuschrift völkerung Berlins den Bezug guter und dabei verhältnismäßig wohl die Beilegung der Amtsbezeichnungen Magistratsrat" persönlich überbracht und dabei mündlich. die Erklärung feiler Lektüre zu vermitteln. Ünter erfahrener fachmännischer Leitung an Magistrats Affefforen und Magistrats Baurat" an abgegeben hat, daß er dem in Betracht kommenden Mitträgt fie vor allem zur jezigen Weihnachtszeit Sorge, den Bedürfnissen Bau- Inspektoren, der Erwerb von zwei fistalischen Flächen des gliede der Lokalkommission bereits befriedigende Aufklärungen der Arbeiterschaft in weitestem Maße entregenzukommen. Außer Landwehrkanals zur Corneliusbrüde, die Erweiterung der Pump- gegeben habe und auch ferner auf ein gutes Einvernehmen mit der der so vollzählig wie in feiner andren Bujhandlung vertretenen station des Radialsystems V durch Ankauf der Grundstücke Holz focialdemokratischen Arbeiterschaft rechne. Denn ohne dies Einz Barteilitteratur hält die Buchhandlung Vorwärts sämtliche Klaffiter marktstr. 33, 33a und 34, fowie Ausführung der Ergänzungs- und vernehmen sei er nicht egistenzfähig und er glaube recht zu handeln in einfach- soliden sowie in feineren Ausgaben auf Lager; fie führt Erweiterungsanlagen auf dem Grundstück Holzmarktstr. 33 und 33a, und ein guter Katholik bleiben zu können, gerade wenn er feine ferner eine reiche Auswahl populär naturwissenschaftlicher und die Erweiterung des Straßenprojekts der Neu- Bellevue- Attien Räumlichkeiten unterschiedslos allen Parteien zur Verfügung stelle. geschichtlicher Werke, ebenso sind die bekannten Kollektionen, wie gesellschaft in Abteilung VII des Bebauungsplanes, den Jahres- Sollte, wie die Herren vom Windthorst- Bund behaupten, Herr Reklams Universalbibliothek, die Sammlung Goeschen 2c. stets abschluß für das Etatsjahr 1901 über die Verwaltung der städtischen Scheruch die unmoralische Verpflichtung eingegangen sein, teine komplett vorhanden. Ganz besonders aber hat die Buchhandlung Wasserwerke. socialdemokratischen Versammlungen anzunehmen, so stände dem die für fünstlerische Bilderbücher und litterarisch wertvolle Jugendschriften Zur Berliner Grundstücks- und Wohnungsstatistik teilt der neueste Thatsache entgegen, daß der Dekonom bereits im Januar dieses Fürsorge getroffen und sich dabei wesentlich an die von der Jugend- Bericht der städtischen Steuerdeputation einige beachtenswerte Zahlen Jahres fich in die Lokalliste unfrer Partei hat eintragen lassen. Wie schriften- Vereinigung des Berliner Lehrervereins besorgte Zusammen- für 1901 mit. Am Schluß des Jahres 1901 waren in Berlin 25 621 die Dinge liegen, konnte dies den Besitzern der Räume unmöglic stellung gehalten. Diese Bilderbücher und Jugendschriften von benußte Grundstüde vorhanden. 25.012 davon ivaren bebaut, geheim bleiben und es ist seltsam, daß man sich jetzt erst der unbleibendem Wert sind durchweg zu sehr mäßigem Preise, zum Teil 609 unbebaut( meist als Lagerpläge, Kohlenpläge usw. benutzt.) Die moralischen Verpflichtung und des von Herrn Scheruch begangenen schon für wenige Nickel erhältlich. Zahl der Wohnungen sowie der Dienst, Geschäfts-, Arbeits-, Lager- Kontraftbruches" erinnert. Wie lange, so fragen wir, wird die Den Abonnenten des Vorwärts" bietet die Buchhandlung räume war 525 992, ungerechnet die Wohnungen usw. der noch nicht fatholische Arbeiterschaft sich noch die Führung von Lenten, die sich überdies noch wertvolle Weihnachtsprämien dar. Es sind dies die in Benutzung genommenen Neubauten. Der Jahres- Nutzertrag derart blamieren, gefallen lassen? drei Kunstblätter in Kupferradierung auf Chinapapier: Marg, Engels aller benußten Grundstüde belief sich im legten Jahre und Lassalle( letzteres Bild als Mittelstück, Kniefigur nach der New auf 369 463 162 Großfeuer in der städtischen Gasanstalt in der Müllerstraße Mark. Der durchschnittliche Nupertrag für alarmierte gestern früh um 64 Uhr die gesamte Berliner Feuerwehr. Yorker Originalphotographie). Diese drei Blätter in Größe von ein Grundstück war 14 420 Mark, der durchschnittliche Branddirektor Giersberg und sein Stellvertreter Brandinspektor Rein65/85 Centimeter offeriert die Buchhandlung den Abonnenten Mietswert einer Wohnung usw. war 702 Mart. des Vorwärts" zum Preise von zusammen 7 M. 50 Pf. Jahre vorher, Ende 1896, waren in Berlin 24 370 benutzte Brandstelle. Dort stand auf dem nördlichen Teil der Sellerstraße Fünfhardt eilten sofort mit sämtlichen Dampfsprizen- Zügen nach der statt früher 9 M. An diejenigen Abonnenten, die früher Grundstücke( 23 667 bebaute, 703 unbebaute) mit 483 374 Wohnungen in der Nähe der Müllerstraße ein ettva 40 Meter langes dreistödiges schon die Bilder von Marr und Engels bezogen haben, wird das usw. vorhanden gewesen, deren Jahres- Nuzertrag sich auf Retortenhaus in Flammen. Diese gefährdeten die angrenzenden Lassalle- Bild zum Preise von 2,50 M. abgegeben. Als weitere 302 461 054. belief. Damals war der Durchschnittsertrag für ein Gebäude, auch lag Explosionsgefahr für die benachbarten Gasometer Weihnachtsprämien giebt die Buchhandlung Vorwärts die bekannte Grundstüd 12 411 M., der Durchschnittswert einer Wohnung usiv. vor. Um diese Gefahr zu beseitigen, mußte das Gas abgelassen Stupfergravüre von Delacroix Die Freiheit führt das Volk" zum 626 M. Hiernach vermehrten sich in den letzten fünf Jahren die werden. Mit einigen 20 Schlauchleitungen griff dann die Feuerwehr Breise von 5 M.( statt früher 6 M.) ab, ferner die von Karpeles benutzten Grundstüde um 5 Broz, die Wohnungen usw. um etwa an. Ungeheure Wassermassen wurden in die hoch emporlodernden besorgte Ausgabe von Heines poetischen und bramatischen Werken 9 Broz., aber der Jahres- Nutzertrag aller benutten Grundstüde um Flammen gesprigt. Trogdem war von dem Gebäude nicht viel zum Preise von nur 2 M. 22 Proz., der Durchschnittsertrag eines Grundstüde um 16 Broz mehr zu retten. der Durchschnittswert einer Wohnung usw. um 12 Broz. zing Von der Hige durchglüht, verloren die Wände die Bindekraft und stürzten krachend auf die Gewölbe, wodurch die In der gestrigen Sigung der städtischen Baudeputation unter Gefahr entstand, daß die Gewölbe durchschlagen wurden und die dem Vorfiz des Stadtrats Nams Iau wurden Entwürfe zum Neu- Gase explodierten. Um dieser Gefahr zu begegnen, wurde der Befehl bau eines Gebäudes für Nachlaßfachen am städtischen Obdach in der gegeben, ununterbrochen mit aller Macht Wasser zu geben und sich Die Dezember- Bersammlung des Vereins Berliner Milchpächter Fröbelstraße vorgelegt, die aber von der Deputation abgelehnt wurden. nicht in unmittelbare Nähe der Brandstelle zu begeben. Ein iwurde gestern furze Zeit, nachdem die Generalversammlung der Dann beschäftigte die Veränderungen des Wasserleitungsnetzes und einziger Funke in die noch mit Gas gefüllten Retorten hätte genügt, Milchcentrale zu Ende gegangen war, abgehalten. In der Ver- und die Instandsegung der Waschküche usw. im Friedrich Wilhelms- um unabjehbares Unglück herbeizuführen. Nach dreistündiger Thätig fammlung waren einige Herren anwesend, die als Vertreter auf- Hospital in der Pallisadenstraße 37 die Deputation. Die Soften feit war die Macht des Feuers endlich gebrochen, langsam ging es gelöster bäuerlicher Milchverwertungs- Genossenschaften der General find auf 14 000 m. veranschlagt. Ferner lag der Deputation ein zurück, doch mußte noch fortdauernd Wasser gegeben werden, damit bersammlung der Milchcentrale beigewohnt hatten. Sie bestätigten, Entwurf mit dem Kostenanschlage für den Anbau eines Leichen die Gefahr für die Anstalt beseitigt wurde. Ueber die Ursache des daß ihnen trotz ordnungsmäßiger Vollmachten das Wort hauses der Anstalt Wuhlgarten vor. Stadt Bau- Inspektor Stiehl Brandes find die Ermittelungen noch im Gange. Der Schaden ist grundsäglich verweigert worden sei: fie feien zwar trotz der legte den Kostenanschlag für ein neues Straßenreinigungs- groß. Die Feuerwehr wird heute noch den ganzen Tag an der Aufforderung des Vorsitzenden im Saale verblieben, wunderten Depot in der Lüneburgerstraße vor, das in dem Stadt- Brandstelle zu thun haben. sich aber selber, daß sie am Schluß mit heilen Gliedern bahnbogen Nr. 396 errichtet werden soll. Die Kosten sollen 7000 Mr. Jin Laufe des Nachmittags plagte in dem ausgebrannten Hause aus der Versammlung gefommen wären. Es hätten sich nämlich betragen. Die Deputation genehmigte diese Vorlagen, mit denen die Wasserleitung. Es bestand nun die Gefahr, daß die Behälter außer der nicht großen Anzahl wirklicher Genossenschafter der sich nunmehr der Magistrat noch beschäftigen wird. unterspült und dadurch beschädigt würden. Um das zu verhindern, Centrale vielleicht 1000 mit weißen Einladungskarten Die Städtische Baudeputation II genehmigte gestern die Pläne wurde von der Feuerwehr der Zufluß abgesperrt. Das Feuer brach des Vorstandes ausgerüsteter Personen als bloße 3u hörer für die Anlage einer neuen Straße auf dem Gelände der Schwarz- unter zusammengestürztem Gebälf immer von neuem wieder aus. im Saale befunden, denen es aber erlaubt worden sei, mit allerlei topfffchen Maschinenfabrik in der Chausseestraße parallel der In- Eine Dampffpriße und mehrere Schläuche von Hydranten mußten Zurufen und Drohungen in die Verhandlungen einzugreifen. Die validenstraße zur Verbindung des Stettiner Bahnhofs mit der noch gestern abend beständig Wasser geben. Eine Dampf und eine Bersammlung habe durch die Neden des Herrn Ring- Düppel Chauffeestraße und zur Entlastung der verkehrsreichen Invaliden- Glycerin- Drudsprize blieben auch die Nacht über auf der Brandund die begleitenden Burufe stellenweise den Charakter einer Ber- ftraße. Diese neue Straße foll eine Breite von 19 Meter erhalten. stätte. Nach Vollendung der Lösch- und Abräumungsarbeiten sollen fammlung des Grafen Büdler getragen. Der Vorfibende Wiesener Der Magistrat wird sich in einer seiner nächsten Sizungen mit diesen die unbeschädigten Reinigungsteffet provisorisch überdacht und wieder bemerkte, daß die jetzt veröffentlichte Bilanz der Centrale das von Plänen beschäftigen. in Betrieb genommen werden. Das abgebrannte Haus wird wohl ihm vor Monaten ausgesprochene Urteil über ihre Finanzlage noch nicht wieder aufgebaut werden, da der Plan besteht, die ganze Anstalt übertroffen habe. nach Tegel zu verlegen. " " Wie die Arbeiterschaft Berlins ihr Organ, den Vortvärts" stets durch neue Beweise ihres Vertrauens kräftigt, so wird sie auch der von der Partei im Partei- Interesse geschaffenen Buchhandlung die gebührende Beachtung schenken. Die städtischen Wasserwerke haben nach dem soeben erschienenen Hierauf führte Rechtsanwalt Dr. Flatau aus: Nach dem Jahresabschlusse eine Gesamteinnahme von 10 261 600 m. erzielt, Ein Diebeslager. Vorgestern sah ein Kriminalbeamter in der übereinstimmenden Bericht von Ohrenzeugen habe Herr Ning- Düppel welcher eine Ausgabe von 7 630 000 m. gegenübersteht. Unter Be unter allerlei antisemitischen Zurufen der Versammlung wörtlich rüdsichtigung der Neste betrug der Weberichuß rund 2 441 200 m., Surstraße einen Mann, der in einem Tuch, wie es Hausdiener zu benugen pflegen, einen Ballen Stoff trug. Da er ihm nicht wie erklärt: Jüdische Rechtsanwälte tönnen überhaupt das deutsche das find 52 567 m. mehr als im Vorjahre. ein Hausdiener vorkam, so wollte er ihn anhalten. Der Mann ließ Genossenschafts- Gesetz nicht verstehen." Vielleicht habe Herr Die steuerpflichtigen Gewerbebetriebe Berlins haben sich in den nun seinen Ballen im Stich und lief davon, wurde aber doch noch Ring- Düppel mit diesem Hinweis die geringen prozessualen fünf Jahren von 1896/97 bis 1901/02 im ganzen von 66 352 auf eingeholt und nach der Wache gebracht. Hier wurde er festgestellt Erfolge feiner Milchcentrale erklären und entschuldigen 71 242 vermehrt. Die Veranlagung zur Gewerbesteuer erfolgt be- als ein Nadler Gräß. Er gestand auch, den Ballen von einem wollen, da gerade der Anwalt und juristische Berater fanntlich in vier Klassen je nach Größe und Ertrag des Betriebes, Hausdiener erhalten zu haben, der ihn wahrscheinlich gestohlen habe. der Centrale( Brückmann) diesem Glauben angehöre.( Große wobei die größten Betriebe die 1. Klasse, die kleinsten die 4. Selasse wo der jedoch beschäftigt sei, wisse er nicht. Die weiteren NachHeiterfeit.) Jedenfalls seien diese Bemerkungen und die sonstigen bilden. In den einzelnen Klaffen hat nun während des letzten forschungen ergaben nun, daß nicht ein Hausdiener, sondern dem Grafen Büdler nachgeahmten Redewendungen gar nicht hübsch Jahrfünfis die Zahl der Betriebe keineswegs in gleicher Stärke zu ein Mittelsmann, ein Arbeiter Theodor Wißmann, ihm den von Herrn Ring, nachdem die Genossenliste der Centrale als not- genommen. Zur 4., 3., 2., 1. Slaffe gehörten von Sen Stoff gegeben hatte. Dieser Wißmann, ein wegen Dieb leidende märkische Milchbauern" und somit als Dienft- und Brot- 66 352 steuerpflichtigen Betrieben des Jahres 1896/97: 52 861, ftable schon mehrfach mit Zuchthaus bestrafter Mensch, hat augen Herrn des Herrn Ring so manchen jüdischen Millionär aufgeführt, der 10 698, 1693, 1100 Betriebe, dagegen von den 71 242 fteuer- fcheinlich mit Hausdienern mehrerer Häuser Fühlung", denn in der bescheiden genug sei, der Fahne des Herrn Ring- Düppel au folgen, pflichtigen Betrieben des Jahres 1901/02: 53 821, 13 331, 2221, 28ohmung des Gräß fand die Kriminalpolizei ein großes Lager. Es trozdem diefer bei seinen verschiedenen Bewerbungen um Reichstags- 1869 Betriebe. Hiernach vermehrten sich von 1896/97 bis 1901/02 enthielt u. a. Stoffe zu Damemuumhängen, Marke„ Lyon", Kleider Mandate jederzeit bestrebt war, Herrn Ahlwardt den Wind die zur Gewerbesteuer veranlagten Betriebe im ganzen um rund stoffe Marke Start", blaue Kleiderstoffe Marke„ Elektron", andre aus den Segeln zu nehmen. Als Redner im Monat August die 7 Broz, aber im einzelnen die Betriebe der 4. Klasse nur um 2 Proz., braune und mischfarbige Stoffe( Pfeffer und Salz), alles in ganzen Schuldenlast der Centrale auf eine Million Mark beziffert habe, fei andrerseits die der 3. Klasie um 25 Proz., die der 2. Klasse um Ballen, und 63 Sartons Weihnachtsschmudsachen, so verpadt, wie ihm eine niemals erhobene Beleidigungsflage in Aussicht gestellt 31 Broz, die Betriebe der 1. Klasse sogar um 70 Broz. Dem- man sie in den Warenhäusern fauft. Das ganze Lager wurde worden. Er benutzte diese Gelegenheit, um freiwillig seine damalige entsprechend hat sich auch der Anteil der vier Steuerklassen an der beschlagnahmt und nach dem Polizeipräsidium gebracht, wo es in Auffassung an der Hand der jezigen Bilanz zu berichtigen: die Gesamtzahl der veranlagten Gewerbebetriebe in den legten fünf Bimmer Nr. 246 von den Bestohlenen besichtigt werden kann. Gräs Schuldenlaft habe wirklich nicht eine Million, wie er damals an- Jahren merklich verschoben. Von je 1000 Betrieben gehörten zur und Wißmann wurden gestern dem Untersuchungsrichter zugeführt, nahm, fondern anderthalb milliouen betragen.( Beifall.) Er 4., 3., 2., 1. Klasse im Jahre 1896/97: 797, 161, 25, 17, dagegen freue fich, demgegenüber feststellen zu können, daß nach anderthalb im Jahre 1901/02: 756, 187, 31, 26. Der Anteil der 1., 2. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 6. d. M. ist hier ein jähriger Dauer des Milchkrieges die Gegenorganisation der und 3. Klasse ist größer geworden, der der 4. Klaffe ist herunter- Schwindler festgenommen worden, der mehrere Personen um allerMilchcentrale, der hier tagende Verein Berliner Milchpächter, gegangen. dings nur kleinere Beträge auf folgende Weise geschädigt hat: EE dank der Opferwilligkeit feiner alten und den Zufluß fuchte Haushaltungen, die vor kurzem ihr Domizil gewechselt hatten, auf, stellte sich als Versicherungs- Inspektor vor und behauptete, er sei mit der Einziehung der Gebühren für die Umschreibung der Bolice beauftragt. Anstandslos wurde ihm das verlangte Geld Der Vorwärts" veröffentlicht in Nr. 287 eine Erklärung des gegeben. Da anzunehmen ist, daß der Schwindler noch andre Opfer Dekonomen vom Leo- Hospiz", Herrn Mbert Scheruch, wonach die gefunden hat, werden Geschädigte gebeten, eine Anzeige an die in dem betreffenden Flugblatt Unterzeichneten mit Unrecht be- Striminalpolizei, Zimmer 43, zu richten. Der Betrüger ist ungefähr hauptet hätten, daß derselbe von der socialdemokratischen 1,70 Meter groß, 40 Jahr alt, hat graumelierten Schnurrbart und Bersammlung vorher nichts gewußt habe. Die Unterzeichneten wissen, war bekleidet mit einem großen schwarzen Pelerinenmantel mit Belz daß der Defonom Albert Scheruch diese Erklärung nicht selbst geschrieben fragen. hat, deshalb ist der Ausdruck Buschrift" in der Einleitung des„ Vor- Im Anschluß an den Sternberg- Prozeß war bekanntlich seitens wärts" ungerechtfertigt. Ebenfalls bezweifeln die Unter- des Staatsanwalts nicht nur gegen Justizrat Dr. Sello, sondern zeichneten, daß derselbe Dekonom die ihm in der Erklärung zuge auch gegen Rechtsanwalt Dr. Werthauer wegen einiger Maßnahmen schriebenen Behauptungen aufgestellt hat; denn a) Herr Scheruch bei der Verteidigung des Angeklagten ein ehrengerichtliches Ver hat dem Verfasser des von uns versandten Flugblattes in Gegen fahren eingeleitet worden. Nachdem deshalb vor kurzem endgültig wart eines Zeugen erklärt, daß der Saal zu der Ver- in allen Punkten zu Gunsten des Justizrats Dr. Sello entschieden fammlung ohne sein Wissen gemietet worden und er auch worden ist, ist das gegen Dr. Werthauer noch ausstehende Verfahren nicht wußte, daß die Versammlung eine focialdemokratische auf Antrag der Staatsanwaltschaft jegt eingestellt worden. fet. b) b. Scheruch hat eine Hauses " Die katholischen Standalmacher aus der Versammlung im„ Leozahlreicher neuer Mitglieder seine eigenen Barbeſtände nicht nur Sospiz" scheinen jest in dem Dekonomen des Hauses, Herrn intatt erhalten, sondern noch vermehrt habe. Der Verbandsvorsigende Lulay erwähnte ein ihm von mehreren Teilnehmern der Scheruch, einen Sündenbock suchen zu wollen. Sie fenden uns Generalversammlung übereinstimmend gemeldetes charakteristisches folgende Buſchrift: Borkommnis: ein Genossenschafter habe erzählt, daß ihm sein Amtsrichter auf eine die Auflösung der Milchverwertungs- Genoffenschaften betreffende Anfrage bestätigt habe, daß sich die in dem Cirkular der Milchhändler erwähnte Lücke des Statuts wirklich vorfinde. Herr Ring- Düppel nahm hierauf Veranlassung zu erklären, er werde sofort zum Justizminister gehen und veranlassen, daß dieser Amtsrichter eine Rüge erhalte. Redner erklärte: er müsse trotz alledem ein Mißverständnis annehmen, da er nicht glauben tönne, daß sich Herr Ning- Düppel wie bisher als wirklicher geheimer Rat des Herrn Landwirtschaftsministers v. Bodbielski, nunmehr auch noch als Ratgeber des Justizministers bersuchen wolle. Aus dem Geschäftsbericht der Centrale gehe übrigens hervor, daß hervor, daß der größte Teil der Ring milch in Berlin, 78 000 Liter täglich, durch Vermitte lung der Meierei Bolle an das Publikum abgesetzt werde. Er richte an die städtische Bevölkerung im allgemeinen Interesse die Mahnung, fich vorzuhalten, daß sie durch Konsum von Ringmilch dieselben Leute unterstüge, die planmäßig die Fleischteuerung und durch die Lebensmittel- 3ölle die Verteuerung des gesamten Lebensunterhalts herbeigeführt hätten und diese Teuerung durch Monopole ins ungemessene zu verschärfen verfuchten. Die Stadtverordneten Bersammlung hat sich in ihrer heutigen Sigung it. a. mit folgenden Gegenständen der Tagesordnung zu bePerson des ersucht, bei der Polizei vorstellig zu werden, ob nicht ein Selbstmorde wegen Arbeitslosigkeit gehören jetzt zu den all Mittel zum Verbot der Versammlung in den ungenügenden Aus- täglichen Erscheinungen. Der 31 Jahre alte Cementarbeiter Rubot gängen zu finden fei, damit event. die Versammlung unmöglich Gierz aus der Raumerftr. 22 hatte seit 14 Tagen feine Arbeit mehr. gemacht werden könnte. c) p. Scheruch hat dem Verfasser der von Er hatte bei der städtischen Gasanstalt in der Danzigerstraße an uns versandten Flugblätter fogar das nötige Manuskriptpapier zur gefragt und sollte dort am Montag noch einmal vorsprechen. Als er Verfügung gestellt. d) Der Text des Flugblattes ist Herrn Scheruch jedoch hinfam, war es wieder nichts. Shum besuchte er mit einem vor Drudlegung vorgelesen worden und hatte dieser nichts da- Bekannten, der für ihn bezahlte, mehrere Wirtschaften, fam nady gegen einzuwenden. e) Ferner hat Herr Scheruch beim Versand des Hause und erhängte sich am Bettpfosten, während sich seine Frau Flugblattes selbst mitgeholfen. f) Die Unterzeichneten wissen mit den drei Kindern im Alter von neun und zwei Jahren und außerdem, daß p. Scheruch kontraktmäßig sich verpflichtet hat, 14 Tagen in der Küche befand und nähte. Haus am Urban gebracht und starb dort an den Folgen eines Schädelbruchs. Verfammlungen. - Da Vom Unglück verfolgt. Der 42 Jahre alte Glaser Gustav| es sich nicht unt eine Verpfändung der Uhr gehandelt Maße Gelegenheit gegeben, ihre Meinung in der Konferenz zu ber Schmidt aus der Dranienstraße Nr. 188 machte vor acht Tagen habe. Wenn Sp. ihn auch bei seiner polizeilichen Vertreten und aur Geltung zu bringen. Es sei aber unbedingt not einen Geschäftsgang. In der Dresdenerstraße flog ihm Staub ins nehmung belastet habe, so tomme es darauf nicht an, die unter wendig, daß, so wie es auch in andren Organisationen geschieht, die Gesicht und belästigte ihn so, daß er die Wirtschaft von Angermüller dem Gide abgegebene Aussage sei maßgebend. Sp. ließ sich bereden dazu gewählten Funtionäre zu allen Maßnahmen Stellung nehmen, in dem Hause Nr. 32 aufsuchte, um sich das Auge zu reinigen. und bekündete vor dem Schöffengericht zu Gunsten des Angeklagten. alle Anträge und Anregungen einer Prüfung unterziehen und dann Als er dann wieder die Straße betrat, fiel er auf einer glatten Als ihm der Vorsitzende dann aber ins Gewissen redete, widerrief auch die Thätigkeit des Vorstandes überwachen. Dadurch wird jedes Stelle hin, schlug mit dem Hinterkopfe auf und zog sich eine der Beuge seine Aussage und gab der Wahrheit die Ehre. Koch etwa diktatorische Vorgehen seitens des Vorstands unmöglich gemacht Claffende Wunde zu. Bewußtlos wurde er nach dem Kranken- wurde in der gestrigen Verhandlung für überführt erachtet, obgleich und aber auch vermieden, daß durch irgendwelche Zufälle in Ver der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Thiele, Zweifel darüber anregte, fammlungen Beschlüsse gefaßt werden, die nicht wohl erwogen und ob dem einzigen Belastungszeugen Sp. voller Glaube zu schenken nicht im Interesse der Partei liegen. Den mit den Verhältnissen sei. Der Angeklagte wurde nach dem Antrage des Staatsanwalts betrauten Bezirksführern müsse das Recht zugestanden werden, bei Feuer im königlichen Schloffe. Dieser Alarm rief am Mittivochnachmittag die gesamte Berliner Feuerwehr nach der Schloß- u einer Zuchthausstrafe von einem Jahre sechs Wahlen geeignete Kandidaten in Vorschlag zu bringen, Beschlüsse zu Monaten verurteilt. faffen und sie der Versammlung zu unterbreiten. Würde diese Einfreiheit, wo das Gerüst am Eosanderschen Portal, welches gründlich richtung, die fich sehr gut bewährt habe, beseitigt werden, so würden ausgebessert wird, in Flammen stand. Bei Ankunft der Feuerwehr diese Aufgaben den wenigen Personen des Vorstandes überlassen sein, brannte es in ziemlicher Ausdehnung im zweiten Stock des Gerüſtes, wo Stuccateure beschäftigt waren. den damit eine zu große Macht eigeräumt wird. Eine Vergewalti Diese müssen bei ihren gung der Generalversammlung könnte, zumal die Bezirksführer forts Arbeiten Coatsförbe benutzen und soll durch diese das Feuer in einem der Schußräume ausgekommen sein. Der focialdemokratische Wahlverein für den sechsten Berliner gefeht in engster Fühlung mit den Mitgliedern stehen und deren AnDie Feuerwehr unter Leitung des Branddirektors Reinhardt be- Neichstagswahlkreis hielt am Dienstag seine Generalversammlung, fichten in den Konferenzen zum Ausdruck kommen, gar nicht Platz feitigte mit drei Schlauchleitungen die Gefahr, die angesichts des die von ca. 1000 Personen besucht war, im Eisteller" ab. Vor greifen, da die Funktionäre in den Versammlungen immer die mächtigen Gerüftes nicht zu unterschätzen war. Der 20. Dampf- Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenten Minorität und die übrigen Mitglieder die Majorität bilden. sprißen- Bug wurde von einem Unfall betroffen. Bei der Anfahrt der verstorbenen Mitglieder in der üblichen Weise. Hierauf gab sich hierzu noch viele Genossen zum Wort meldeten, wurde nach schleuderte der Tender so heftig, daß auf dem Schloßplage ein neues Beschluß des Vorstandes jind Blatate angefertigt und in den ver- Antrag vertagt und soll derfelbe in der nächsten Generalversammlung der Borjizende Freythaler den Bericht des Vorstandes. Auf längerer Geschäftsordnungs- Debatte die weitere Beratung über diesen Hinterrad brach und der Tender liegen bleiben mußte. schiedenen Lokalen ausgehängt worden, auf denen die Zahlstellen, als erster Punkt der Tagesordnung behandelt werden. Feuerbericht. In der Wilhelmstr. 133 war in einem Comptoir der Umfang des Kreises und sonstige Bekanntmachungen des Vers Hierauf wurden die Wahlen des Vorstandes vorgenommen, die ein Brand ausgekommen, dessen Ablöschung indes bald erfolgte. eins vermerkt sind. Auf Antrag verschiedener Bezirke, dem der folgendes Resultat ergaben: Freythaler erſter, Herfurth Möbel, Kleidungsstüde 2c. gingen vormittags in der Dreyfeftr. 15 in Vorstand zugestimmt hat, sind einige große Bezirke mit starker Mits atveiter Vorsitzender; Fahrow erster, Bachgänger giveiter einer Wohnung in Flammen auf. Weitere Wohnungsbrände be- gliederzahl geteilt worden. Der Vorsitzende berichtete sodann über Staffierer; Weber erster, O. Geisler zweiter Schriftführer; schäftigten die Wehr in der Koloniestr. 6, Beughofftr. 22, Pflugstr. 6, die verschiedenen Anträge, die an den Vorstand gelangt find, über B. Kaifer, P. Schmidt und Handke Beiſizer. Als AbKeithstr. 19 und in der Prenzlauerstr. 50. In allen Fällen die Beschlüsse und die vom Vorffande getroffenen Maßnahmen, über teilungsführer wurden folgende Genoffen gewählt: önisch, konnte die Gefahr bald beseitigt werden. In der Wadzed die Vortommnisse bei den verflossenen Gewerbegerichtswahlen und Schönhauser Vorstadt; Brand, Rosenthaler Vorstadt; Trapp. straße 7/8 mußte ein Feuer beseitigt werden, das den Fußboden führte aus, daß es der Wunsch des Vorstandes und der leitenden Gesundbrunnen; Arendsee, Oranienburger Vorstadt; und die Balkenlage ergriffen hatte. Nach der Oranienbrücke wurde Genossen ist, daß in Zukunft auch bei diesen Wahlen eine Ver- Gabron, Wedding; Achilles, Moabit. Als Abteilungss die Wehr früh 7 Uhr gerufen, weil hier in der Kajüte eines Obst- ständigung zwischen den in Betracht kommenden Organisationen taffierer für die genannten Bezirke wurden die Genossen Idert. fahnes durch Explosion einer Lampe ein Brand entstanden war, stattfindet. Im Anschluß an diesen Bericht erstatteten die Kassierer Wegehaupt, Abendroth, H. Kaiser und Anders ges dessen Ablöschung längere Zeit in Anspruch nahm. Die Kajüte ist die Abrechnung für das 3. Quartal. Danach betrugen die Ein- wählt. ausgebrannt. In der Dresdenerstr. 86 waren in einer Werkstatt nahmen, infl. des alten Bestandes von 21,10 M., insgesamt Die Wahlen der Revisoren, Lokal, Breß- und Agitations Arbeitstische in Brand geraten, während in der Barnimftr. 41 Holz- 17 196,15 M., die Ausgaben, darunter 14 200 M. an den Partei- fommiffion, sowie der Antrag der Bezirksführer auf Erhöhung des wolle in einem Steller eingeäschert wurde. In der Wilmsstraße brannte borstand, 17 400,30 M. Die Mitgliederzahl ist auf 6573 gestiegen. Beitrags wurden schließlich der vorgerückten Zeit wegen vertagt und auf dem städtischen Steinplay das Dach eines Fachwerkschuppens. Stiften Gestorben sind in der Berichtszeit 7 Mitglieder, ausgeschlossen 2 Mits die außerordentlich stark besuchte Versammlung um 2½ Uhr geund Verpackungsmaterial hatten in der Stralauerstr. 12 Feuer glieder. schlossen. gefangen. Bei einem Brande, der in der letzten Nacht Friedrichs- Vor Eintritt in die Diskussion nahm nunmehr der Abgeordnete gracht 24 in einer Wohnung ausfam, zog sich eine Frau Marie des Kreises, Genosse Ledebour, das Wort, der soeben aus dem Schüler eine Kohlenorydgas- Vergiftung zu und mußte nach dem Reichstag tam und in längerer, träftiger Rede die gegenwärtige Krankenhause Bethanien gebracht werden. Im Cirkus Busch war politische Situation beleuchtete. Als der Redner die Vorgänge, während der Vorstellung Dienstagabend auf der Galerie eine Gardine in Brand geraten, der jedoch von der ständigen Feuerwache sofort beseitigt werden konnte, ohne daß eine Beunruhigung des Publikums erfolgte. Außerdem wurde die Behr noch an verschiedenen andern Stellen in Anspruch genommen. Aus den Nachbarorten. Die Einzäunung des sogenannten schwarzen Grabens auf den moorigen Wiesen an der Erfurterstraße, dem jüngst ein 12jähriger Knabe zum Opfer gefallen war, soll nun doch, wie bes richtet wird, durch Polizeiverordnung erfolgen. Auf die von unsren Genossen vor mehreren Wochen an den Magistrat gerichtete Interpellation in dieser Angelegenheit ist zwar bis jetzt eine Antwort nicht erfolgt. In der hierauf folgenden Diskussion über den Bericht des Vorstandes kritisierte a wikki das Vorgehen der Gewerkschaftsfommission gegenüber dem Kartell, während Neumann und Budach das Vorgehen der Gewerkschaftskommission als richtig bezeichneten und sich in dieser Frage auch gegen die Ansicht des Vorstandes wandten. Es wurde hierauf beschlossen, diese Angelegenheit von der Diskussion auszuscheiden und sodann den Kassierern und dem Vorstande Decharge erteilt. Vereinskalender. Sigung haben Donnerstag: Lefes und Diskutierklubs. Lese- und Diskutierklub„ Südost", Tolts. dorf, Görligerstr. 58. Lese- und Diskutierklub Nordwest", Grunwald, t- Moabit 46. -" 48. D " Arion II". welche sich am Dienstag im Reichstage abgespielt haben, schilderte Deffentliche Bibliothek und Lesehalle zur unentgeltlichen Be und die Art der Verhandlungen über den Antrag Gröber und nutzung für jedermann, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet werf Genossen zur Kenntnis brachte, gab die Versammlung lebhaft ihrer täglich von 5 bis 10 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen von 9 bis 1 Entrüstung Ausdruck. Dasselbe war der Fall, als Genosse Ledebour und 3 bis 6 hr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Beitungen und Beitdas Vorgehen der beiden Vicepräsidenten und namentlich das des schriften jeder Art und Richtung. nationalliberalen Büsing gegenüber den Wertretern der Minorität einer treffenden Kritik unterzog und als er schließlich das Gebahren der Freisinnigen Volkspartei unter der Führung Eugen Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Bor Aus Schöneberg. In geheimer Sizung hat die jüngste Stadt- Richters gebührend fennzeichnete. Der Redner verwies darauf, daß fizender: Julius Meyer, Fichtestr. 27. Erster Kaffierer: Seikrit, Fidicinſtr. 16. verordneten- Versammlung den an der Hohenstaufen- und Münchener- es durchaus notwendig ist, daß die Arbeiterschaft ihre Vertreter, Alle Aenderungen im Bereinskalender find zu richten an Frd. Kortum, Lausitzer Männerchor„ St. Urban", straße gelegenen, der Stadtgemeinde gehörigen Baublod mit dem wenn diese, wie jetzt, im heftigen Kampfe stehen, auf das nachstraße 33. Uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Lindemann, Annenstr. 9. Vorwärts II", Stremmenerstr. 1.„ Gesang, 1. Januar 1903 für den Preis von 2 225 000 m. an die drücklichste unterstüßen und gab schließlich unter lebhaften zu verein Berliner Kürschner", Feind, Beinstr. 11. Einigkeit I", Gr.- Lichters Berlinische Bodengesellschaft abgetreten. An dem stimmungsfundgebungen der Versammelten dem Wunsche Ausdruck, felbe, Richter, Chauffeeftr. 104.- Morgenrot IV", Sōpenid, Stippekohl, darüber hinaus erzielten Gewinn soll die Stadt mit einem Drittel daß die Empörung der Bevölkerung so start und im ganzen Reiche Schönerlinderstr. 5." Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7. Wach auf II"( Alt- Blessin participieren. Hoffentlich kommt dieselbe nicht in die Verlegenheit, so einheitlich entflammen möge, daß dadurch den Reaktionären, den Bineta", Schmidt, Swinemünderstr. 65. " Deutsche Eiche II", bei späterem Bedürfnis von Terrain den Verkauf zu bereuen. brutalen, gewaltthätigen Brotwucherern, ganz gründlich ihr un- bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. Der Bau einer städtischen Untergrundbahn auf sauberes Handwerk gelegt werde. Brandenburg a. H., Winkels Salon, Hauptstraße. Freiheit IV", Elysium, Huffitenstraße. " Loreley", Schumann, Hoch Kosten der Stadt wird, wie wir hören, vom Magistrat beabsichtigt, Bernau, ftraße 32a. Kornblume", Gold, Große Frankfurterstr. 133. um hauptsächlich das noch unbebaute umfangreiche West- und Süd" Sorgenfrei", Albrecht, Admiralstr. 18 c. Morgengrauen"( Bäder), gelände des Stadtgebietes zu erschließen. Die projektierte Unterempel, Rosenthalerstr. 11/12( nachmittags 4-6 ühr). Möbelpolierer", grundbahn soll Anschluß an die Bahnhöfe der Stadt- und Ringbahn Wolf, Fruchtstr. 36 a. Oranienburger Borstadt", Friz Liezke, Steinnelfe", Müllerstr. 11. Hoffnung III" erhalten. Die Verkehrsdeputation beschäftigt sich zur Zeit mit der Brunnenstr. 41. " Felsenburg", Schulz, Zeichnung der Bahn, ebenso find die Vorarbeiten der technischen AusFriedrichsberg, Böker, Friedrich Karlstr. 34. führung im Gange. Freiheit Best", Goßmann, Kreuzbergstr. Blumenstr. 38. Rütli", Friedenau, Schiefelban, Cranachstr. 1. " Sangeslust I", Mönch, Wiesenstr. 36. Verein Wilhelmsberg Hohen- Schönhausen", HohenHierauf berichtete Wegner über die Thätigkeit der LokalSchönhausen, Krause, Berlinerstr. 12. Maurer- Gesangverein", Wilmers fommission und Laukant und Kiesel über die Agitationsdorf, Witte, Berlinerstr. 40. Männer- Chor Süd- Ost I", Stephan, fommission. Den Berichten war zu entnehmen, daß die für die Wienerstr. 31." Lyra", Charlottenburg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Genossen des sechsten Streises besonders in Betracht kommenden Liederkranz", Brandenburg a. H., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Wahlkreise, die sie zu bearbeiten haben, die Wahlkreise Ost- und Gesangsabteilung des Arbeiter Bildungsvereins" in Velten, Grunow, West- Prignis, noch ungünstige Parteiverhältnisse aufweisen, daß Wilhelmstraße 19. Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berlinerstr. 21. Frohe Stunde", Klein, Laufiger Plaz 8." Freie Liedertafel", Königsinfolge von Lokalmangel und auch andrer Schwierigkeiten nur In der Bankower Gemeindevertretung erhoben gestern unsre wenige Versammlungen abgehalten werden konnten, und din fale, Neue Stönigstr. 26.- Alpenrose", Kunke, Forſterſtr. 36.- SüdParteigenpffen Protest gegen ein Vorgehen des Gemeindevorstehers diesen Streisen noch eine sehr intensive Thätigkeit im Interesse der Fürstenhof. daß Dit II", Link, Brangelstraße 86. Einigkeit III", Wannsee, Krüger, Linde II", Liebke, Weidenweg 23. Gottschalt. Der Kuratus der katholischen Kirchengemeinde Pankow Partei erforderlich ist. Hingegen sind im Wahlkreise Ost- Havelland, Rummelsburg, Schumann, Neue Brinz Albrechtstraße 70( 6-8 Uhr). hatte den Gemeindevorsteher bekanntlich darauf aufmerksam gemacht, der eine günstige geographische Lage und eine ziemlich entwickelte Bummelsdorf", Luckenwalde, Gerhard Haag. Männerchor der daß in dem kürzlich eröffneten Rathauskeller an der Wand Figuren Industrie aufweist, recht gute Fortschritte zu verzeichnen. Melodia II". Strang, Auch der Schneider Berlins", Markgrafenstraße 83. Waldkapelle", eingemeißelt seien, die angeblich Entrüftung unter den katholischen Ein- Kreis Ruppin- Templin ist in legaler Weise fortgeschritten. Es ist Dunderstr. 8.- Unverzagt", Dachstein, Salzwedlerstr. 16. wohnern der Gemeinde hervorgerufen hätten. Er ersuchte den Gemeinde- hier eine beträchtliche Anzahl gewerkschaftlich organisierter Arbeiter Ladewig, Kommandantenstr. 65. Maiglödchen II", Köpenid, Müggel vorsteher, die eine Figur, die einen Mönch mit einem Bierglas in der vorhanden und namentlich sind es die Bauhandwerker, die sich auch lust", Berber, Schwarzer Adler, Fischerstraße. heimerstr. 36. Sängers " Treu und fest", Schedler, Warschauerstr. 17. " Trebbin", Trebbin, Wolf, Hand darstellt, dadurch den Mönchscharakter zu nehmen, daß der ihrer Pflicht als Parteigenossen bewußt sind und weit besser als Bahnhofstraße. Baget nicht", Stegliz, Kramer, Marksteinftr. 1. Rosenkranz sowie das Kreuz von ihr entfernt werden. Ebenso wurden früher für die politische Partei wirken. In diesem Kreise konnten Liebes ceiheit II", Straußberg, Schulz, Briezenerstr. 10." Freie Sänger", an einer Nonnenfigur Abänderungen gewünscht. Der Gemeinde- 20 Volksversammlungen in der Berichtszeit abgehalten werden, troß- Rirdorf, Babenschneider, Hermannstr. 197. Sängerschaft Fichte", Wezel, vorsteher entsprach leider diesem Verlangen. In der gestrigen Sigung dem nur wenige politische Organisationen vorhanden sind, da deren Wrangelftr. 136." Holzbearbeitungs- Maschinenarbeiter", Bober, Andreaswurde von verschiedenen Seiten das Vorgehen des Gemeindevorstehers Gründung durch die außerordentliche Drangsalierung der Genossen straße 15. angegriffen. Es habe sich um ganz harmlose Figuren gehandelt. Der feitens der Behörden ungemein erschwert, ja teilweje, um die im Bereinskalender find zu richten an Albert Liebetrau, Butbuferstr. 44, IV. Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Gemeindevorsteher erklärte, daß er die an sich unbedeutenden Ab- schlimmste Maßregelung durch) Behörden und Unternehmer zu ver- Mehr Licht", Beißensee, Sorrer, Straßburgstr. 56. Stamerun", Lange, änderungen habe vornehmen lassen, um den Wirt des Rathaustellers meiden, unmöglich gemacht ist. Langenbedstr. 4. Glühlicht I", Neu- Weißensee, Streustr: 3. nicht zu schädigen, denn die Katholiken hätten das Lokal sonst geDen Bericht der Preßkommission erstattete Guttmann. Der Brüder", Rigdorf, Ziethenstr. 29." Virginia", Schnieber, Admiralftr. 21.mieden. Die Gemeindevertretung erklärte, daß fie zwar die selbst Redner konnte berichten, daß die principielle und tattische Saltung Alter Huffit", Matthea, Bernauerstr. 120." Du ahnst es nicht", Schmidt, ständige Handlungsweise des Gemeindevorstehers nicht billige, bes" Borwärts" allgemein befriedige und diesbezügliche Ein- Tilfiterftr. 32. Feigenblatt", Adam, Rykeftr. 5." Mailuft", Stegemann, in der Sache aber feinen Standpunkt einnehme. Der Antrag, die wendungen im Laufe des Berichtsjahres der Redaktion gegenüber Langhansstraße.- Colorado", Stlinge, Reinickendorferstr. 56.-" Fidelio", Bartel, Einigkeit II", Wähner, Gubenerstr. 57.- Freie Stunde", Figuren wieder in den alten Zustand zu versetzen, wurde gegen die nicht gemacht wurden. Soweit Beschwerden eingegangen sind, handelte Manteuffelstr. 127. Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt. " Korea", Lüben, es sich um die Aufnahme von einzelnen Inseraten, oder aber, daß Richthofenstr. 29. Schulz, Manteuffelstr. 49. Ringelwolle", Bredowstr. 11. Brasil", Strebs, Boechstr. 21. Rote Nelfe", Neu Berichte gekürzt oder mit einem Zusak veröffentlicht wurden. Alle Weißensee, Asmus, Sedanstr. 35 d. Grüne Duaste", Roß, Rigdorf, diese Beschwerden sind geprüft und zur Zufriedenheit der Beteiligten Sägerstr. 46. Neu- Lichtenberg", Lichtenberg, Margaretenstr. 20. erledigt worden. Der Redner verwies sodann auf die verschiedenen Freies Licht", Göte, Marienburgerstr. 16." Freundschaft", Gustav AdolfDas Gesetz zur Bekämpfung des unfauteren Wettbewerbes bedroht Neuerungen, die seit der Uebernahme des Betriebs borgenommen ftraße 155. Oberfpree", Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstr. 18. Das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes bedroht Senjenigen mit Strafe, welcher Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse, burden. Er wünschte, daß in Bufunft Anregungen und event. Beter Berliner"," Anflamm, Reichenbergerstr. 146.- Einigkeit VII", Zerschel, deren Kenntnis er durch sein Dienstverhältnis erlangt hat, zu Zuecken schwerden von den Parteigenossen der Preßkommission in erster Linie Raumerſtr. 22. Gesangs, Turns und gesellige Vereine. Sparverefn„ Einigkeit", des Wettbewerbes unbefugt verwertet oder an andre mitteilt. Gegen Louisen- Ufer 32. Weißenfeer Fußballflub, Donnerstag nach dem 1. und 15., Nach einer kurzen Diskussion, in der die Aufnahme von einzelnen Barfitr. 10. Berliner Statflub Namenlos", Strad, Adalbertstr. 95. diesen Gesetzesparagraphen sollte der Reisende W. verstoßen haben, Musik- Dilettantender gestern vor der achten Straffammer des Landgerichts I stand. Inseraten kritisiert wurde, tam folgender Antrag vom Genossen Dilettanten- Bühne Rheingold II", Aderſtr. 144. Verein Berlin Moabit", Restaurant Sadewater, Arminiusplak. Statklub Der Angeklagte, der früher bei einer Wäschefirma angestellt. Philipfohn zur Verhandlung: Bitherki:: b Menzenhauer", Andreas ivar, machte feinem Chef die Mitteilung, daß er Aussicht tonferenz ist aufzugeben, den Beschluß, nach welchem die Bezirksstraße „ Die Generalversammlung wolle beschließen: Der Streis- Herzblatt", Paffete, Linienſtr. 3a. Bitherklub Alpengrüße", Bartschis, Ravenéftr. 1. Arbeiter Auftrag zu Rauchklub Liebigftr. Musikverein- Harmonie", halten, wenn derselben Borzugspreise bewilligt würben. Der Chef führer in den Generalversammlungen nur für die in der Streis- Raub Freiheit schiaffe. 14. Duftverein armonie, Wanzey, Brigerstr. 19. Lotterie- und Vergnügungsverein Glücksbrummen", Schröder, Lorgingstr. 43. händigte ihm darauf eine gefchriebene Lifte mit Vorzugspreisen ein. Konferenz nominierten Standidaten zu stimmen und ihre Meinung nur Berliner Nuderverein Vorwärts". Sigung 9 Uhr abends im Das Geschäft mit Jandorf zerschlug sich, es wurde aber verabsäumt, nach dem Beschluß der Kreis- Zusammenkunft zum Ausdruck zu bringen haben, ist aufzuheben. Ebenso bleibt es jedem einzelnen Bootshause, Stralau, Tunnelstr. 17. dem Reisenden die Liste wieder abzufordern. Dieser behielt sie auch, Bezirksführer überlassen, ein Amt im Wahlverein oder eine Dele- Arbeiter Bildungsverein Eintracht", Zürich, Neumarkt Nr. 5, als er bald darauf seine Stellung aufgab und zu einer Konkurrenzs firma überging. Als er dann für das neue Geschäft seine frühere Bereinsligung alle 14 Tage je Donnerstag abends 8, Uhr. Kundschaft besuchte, fuchte er diese für sich zu gewinnen und benutzte dazu in einem Falle die früher für die Firma Jandorf. Dieser Antrag wurde außer von Philipfohn bon Mary. bestimmten Vorzugspreise, um dem Kunden zu beweisen, daß Kluge, Knorr, Grunwald, Gellert und Sauer dessen bisheriger Lieferant verschiedene Breife führe. Der An3 apf namentlich damit begründet, daß die Bezirksführer durch die geklagte versicherte im Termine, daß er nur aus Bergeßlichkeit die für sie bindenden Beschlüsse der Konferenz in ihrer freien EntLifte aus dem früheren Geschäft mitgenommen und nur in dem einen Falle, der zur Kenntnis des Gerichts gelangt war, von derselben schließung beschränkt und damit zu Genossen zweiter Klaffe herabGebrauch gemacht hätte. Das Gegenteil konnte ihm nicht bewiesen gewürdigt würden. Diejenigen, die zur Minorität gehörten, müßten werden. Der Staatsanivalt beantragte eine Geldstrafe von 50 M., sich der Ansicht der Majorität unterwerfen und es wäre ihnen auch während der Verteidiger, Justizrat Wronker, für Freisprechung plädierte. das Recht genommen, in der Generalversammlung, der höchsten Initanz des Vereins, ihre entgegengesezte Meinung zum Ausdruck Der Gerichtshof erkannte auf 30 M. Geldstrafe. au bringen. Andrerseits würden aber auch die Mitglieder benach Um einer voraussichtlich geringen Bestrafung vorzubeugen, hat teiligt, indem diese in den Generalversammlungen eine andre Ans fich der Kaufmann Otto Koch, der gestern vor der dritten Straf- ficht als die der Kreiskonferenz, für welche die große Anzahl der Be fammer des Landgerichts I stand, des schweren Verbrechens der ver- girtsführer geschlossen eintreten, nicht zum Durchbruch bringen fuchten Verleitung zum Meineide schuldig gemacht. Roch hatte eine tönnen. ihm anvertraute Uhr bei einem Pekannten für ein Darlehn ber- Gegen diesen Antrag wandten sich Freythaler und pfändet. Er wurde wegen Unterschlagung angeflagt. Vor dem E. Ernst mit dem Hinweis, daß derselbe auch den Bezirksführern Termine begab er sich zu diesem Bekannten, dem Arbeiter Sp. vorgelegen hat und sich diese, bis auf wenige Genossen, gegen den und bat ihn, bor dem Schöffengericht auszusagen, daß Antrag ausgesprochen haben. Den Bezirksführern wäre in vollſtem Berantwortlicher Redakteur: Carl Leib in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Gerichts- Zeitung. unterbreitet werden. gation, zu welcher er von der Generalversammlung vorgefchlagen wird, anzunehmen und ist auch der dagegen gefaßte Beschluß der Kreisfonferenz aufzuheben." O A " " Feste Arbeiter- Radfahrerbund Solidarität". Gau 9( Provinz Brandenburg). Alle Buschriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten an den Gau Borsigenden Karl Fischer. Berlin NW., Waldstraße 8. Arbeiter- Radfahrer Verein„ Berlin", nach dem 1. und 15. Andreasstr. 26, und Raobe, Kolbergerstr. 23." Stern II", nach dem 1. und 15. Swine ründerstr. 56. Fahr wohl I", Gerichtstr. 22." Lur", jeden Donners tag nach dem 1. und 15. Elſafferstr. 5. Frei Weg", Schöneberg, Alazien Somet", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. Rigdorf, straße 21. Biel", jeden 2. und 4. Donnerstag, Adlershof, Steinmetzstraße 103. Central- Raucherbund. Buschriften find an Kleist, Rigdorf, Julius. Dadenbergstr. 1. straße 26, au richten.„ Blaue Bolle", Rirdorf, Jägerstr. 4.„ Weichsels blatt", Rirdorf, Stopfstr. 41. Alte Linde", Berlin, Gräfestr. 34. Edel weiß", Steglig, Düppelstr. 7. Brennende Liebe", Rigdorf, Berlinerstr. 100. Süße Liebe", Rigdorf, Rönnebergstr. 3. Arbeiter Sfatbund Berlins und Umgegend. Buschriften find zu Glüd auf". Rigdorf, Rogge, richten an Ernst Clement, Belforterstr. 13. Leffingstr. 17. -OOP Wetter Prognose für Donnerstag, den 11. Dezember 1902. Bielfach nebelig, zeitweise auftlarendes Frostwetter bei schwachen öftlichen Winden, feine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Buchbruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.