Nr. 294. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis pränumerando Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglidz auker Montags. 19. Jahrs mitcial in die Die Insertions- Gebühr Vorwärts Berliner Volksblatt. blast beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramım Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. " Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Krupp- Panik. Mittwoch, den 17. Dezember 1902. Und weiter: " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Im allgemeinen weiß man im voraus, wie die bürgerliche Presse socialdemokratische Fälle" erörtern wird, aber wie sich die rasende Presse in den Ausgang der Krupp- Affaire finden werde, darauf waren wir doch ein wenig gespannt. Man kann viererlei Methoden des Ausredens und Verwirrens unterscheiden. Einzelne Blätter, wie„ Kreuz- Zeitung" und" Germania", sind gescheit genug, zu schweigen. Liberale Organe, die vordem wader in der Vorwärts" Hetze mitgeheult, vollziehen den üblichen Umschwung und treten beinahe auf unfre Seite. Die dritte Kategorie, die Pückler- Presse, nicht, weshalb hier der Umsturzpartei aufs neue 34 wie die Staatsbürger Beitung" und die„ Post", einem billigen Triumphe verholfen wurde. Wäre es nicht un- Sigung kam der Abg. Trimborn zu dem Abg. Bebel und zwar wie er heben noch einmal zu einem legten Geleif gegen die bedingt geboten gewesen, dieser Camorra der Ehrabschneibung und äußerte, im Auftrag des Abg. Spahn, um mitzuteilen, daß Verleumder gewaltig an und scheinen nicht übel Lust Berleumdung, die mit den Dolchen erlogener Gemeinheiten ihre die Mehrheit beabsichtige, den§ 1 des Tarifgefeges mit den dazu zu haben, die Staatsanwaltschaft ähnlich zu behandeln Opfer meuchelt, gleich im Entstehen den Kopf zu zertreten?" gestellten Anträgen besonders zu behandeln, daß sie aber nachher wie uns. Die vierte Art endlich ist die fentimentale: Merkt die Post" gar nicht, wie polizeitvidrig dumm sie ist. beabsichtige, die übrigen Paragraphen des Gesetzes zuman begreift es, daß man das Andenken des Toten nicht länger Denn je schlimmer sie unser Verbrechen malt, um so nachdenklicher sammen zu gemeinsamer Beratung zu stellen. Herr Trimborn durch die Deffentlichkeit zerren wolle. Gemeinsam aber ist allen die muß doch die öffentliche Meinung sein, wenn trotzdem der Scheiter- fragte an, об die socialdemokratische Fraktion zu dieser bis zur völligen Bewußtlosigkeit sich steigernde Ueberraschung, die haufen wieder ausgeblasen wurde. Geschäftsbehandlung ihre Zustimmung geben werde. Bebel er vergeblich nach Gründen fucht; es ist eine förmliche Banit. Daneben Der Reichsbote" der orthodoxen Pastoren ist nicht minder klärte, daß die Fraktion gegen die Zusammenziehung sämtist man wütend, daß ihnen das Schauspiel der Hinrichtung des ver- trostlos: how licher Baragraphen des Gesetzes des Gesetzes von§§ 2-12 entschieden haßten Gegners vereitelt worden ist. Wir sehen voraus, daß heute der Vorwärts" wieder auf Einspruch erheben werde. Der Abg. Trimborn begab sich allen Bläßen und Straßen von Berlin ausgebrüllt wird ohne darauf wieder zum Abg. Spahn und kam nach kurzer daß die Polizei es verhütet. Der Vorwärts" dreht nun den Zeit zurück mit der Erklärung: man sei bereit, von einer gemeinSpieß um, er will reden und anklagen! Wir können nach alledem samen Beratung der§§ 2-12 abzusehen und nur diejenigen es nur bedauern, daß man die Anklage zurückgezogen Demgegenüber sei festgestellt, daß die Zusammenstellung des Besonders schmerzlich berührt dieser betrübende Ausgang Bolltarif- Gesezes, die am 14. morgens furz vor 3/45 Uhr zur Geeiner der nichtswürdigsten Berleumdungs- und famtabstimmung verteilt wurde, anfangs das Datum des 13. DeEhrabschneidungstampagnen, die je infeeniert wurden, zember trug. As aber die Sitzung in die Frühstunden des 14. Deweil sie ein neues Symptom für die Schwäche gegenüber der zember sich hinein erstreckte, wurde auf dem Bureau des Reichstags Socialdemokratie ist. Wit Rücksicht auf die politische Seite des Falles kann die Staatsanwaltschaft nicht gut ohne Ein- die gedruckte Ziffer 13 durch Handschrift mit Tinte in eine 14 verbernehmen mit der Regierung ihre Entschließung gefaßt haben. wandelt. Und darin werden alle national denkenden Kreise mit uns einer Aus dieser einen Thatsache ergiebt sich, daß die Behauptung, Meinung fein, die Regierung hätte alles thun müffen, dahin zu man habe die Sizung am 18. auf den 15. vertagen wollen, wirken, daß der Socialdemokratie das Brandmal der eine grobe Lüge ist, wieso viele andre Behauptungen, Schande ehrabschneiderischer Verleumder, das die in diesen Tagen die Zollpreffe verbreitet. der Kaiser ihr in seiner Effener Rede anheftete, auch durch Für die Richtigkeit unfrer Angaben sprechen auch noch andre Gerichtsurteil öffentlich aufgedrückt werde. Wir verstehen Thatsachen. Am 13. Dezember vormittags, furz nach Beginn der Die sentimentale Erklärung wählt das Direktorium der Kruppschen Werke, die den gewiß höchlichst erstaunten Arbeitern und Beamten das Folgende durch Anschlag zu entziffern und zu enträtseln aufgiebt: Bei Fortsetzung des Verfahrens würde sich nach dem einstimmigen Urteil Rechtskundiger ein langwieriger, erbitterter Stampf vor den Gerichten entsponnen haben, bei dem die von Parteileidenschaft und Haß erfüllten Gegner alles aufgeboten hätten, das Andenken des Berstorbenen weiter zu verunglimpfen. Nach Lage der Gesetzgebung war es nicht möglich zu verhindern, daß das Verfahren durch fortgesetzte Beweisanträge in die Länge gezogen, über den eigentlichen Gegenstand hinaus ausgedehnt und in sensationeller Weise ausgebeutet worden wäre. Es tommt hinzu, daß mit dem Tode des Herrn Krupp die Prozeßlage eine wesentlich ungünstigere geworden ist; das Wort und das eidliche Zeugnis des Verstorbenen können nicht mehr in die Wagfchale geworfen werden, um wahrheitswidrige Behauptungen zu widerlegen; das Gesetz, welches dem Beleidigten bei seinen Lebzeiten das Recht der Nebenklage oder der Privatklage giebt, läßt diese Klage beim Tode erlöschen und bersagt sie den Hinterbliebenen, die damit jede Möglichkeit einer Beteiligung an dem Verfahren verlieren. Das Andenken des Verstorbenen steht für Frau Krupp, deren Gefühl sich gegen bie Fortsetzung eines langwierigen gehässigen Kampfes über den Tod hinaus sträubt, und für uns alle so hoch und rein da, daß es keiner gerichtlichen Ehrenerklärung bedarf. Die erhebenden Rundgebungen für die Ehre des Verstorbenen und nicht zum mindesten die einmütigen Erklärungen seiner Beamten und Arbeiter und derjenigen, die ihm sonst in feinem Leben und Wirken nahe standen, haben Frau Krupp bewiesen, daß bei allen, auf deren Urteil sie Wert legt, die Verdächtigungen wirkungslos und das Vertrauen und die Achtung, die der Verstorbene besaß, unerschüttert geblieben sind. Frau Krupp hat unter diesen Umständen der kgl. Staatsanwaltschaft mitgeteilt, daß fie einen Wunsch auf Fortsegung des Verfahrens nicht aussprechen wolle und die Entscheidung der Staatsanwaltschaft anheimgebe." In dem Anschlag findet sich zunächst ein kleiner Widerspruch mit der Darlegung der Staatsanwaltschaft. Das Direktorium be hauptet, Frau Krupp habe nur den Wunsch auf Weiterführung des Verfahrens nicht geäußert, die Staatsanwaltschaft spricht von einem Wunsch auf Einstellung des Verfahrens, dem ja übrigens gefeßlich nicht entsprochen zu werden brauchte. Es ist immer ein erhabenes Schauspiel, wenn der Kapitalismus, dessen eherne Gewaltthätigkeit kein Recht, keine Moral, keine Menschlichkeit kennt, plöglich wchleidig wird und mit plötzlich wchleidig wird und mit seiner Gefühlsfülle prunft. Man ist plöglich zu der Erkenntnis gekommen, daß man das Andenken an Strupp am besten dadurch rein hält, wenn man die Affaire begräbt. Wer würde so barbarisch sein, daß er an so viel Feinsinn und Edelmut nicht glauben möchte. In diesen Kanonengießern der Welt wohnt die Seele mimosenhafter Jungfräulichkeit. Schade nur, daß die Herren auch so wahrheitsscheu find. Nicht die Rücksicht auf den Toten, sondern die Rücksicht auf Lebende machte den Wunsch nach Einstellung des Verfahrens zur absoluten Notwendigkeit. Krupp selbst hatte in seiner letzten Zeit schwerere Erschütterungen durchzumachen, als daß ihn der Vorwärts"-Artifel fonderlich hätte aufregen können. Es blickt ein Schimmer der thatsächlichen Wahrheit durch, wenn das Direktorium unter den Gründen auch den angiebt, daß die Gefahr bestanden hätte, das Verfahren über den eigentlichen Gegenstand hinaus auszudehnen. Dazu hätte der Fall Strupp naturnotwendig geführt, und das durfte nicht sein. Jm Chor der enttäuschten Rache entwickelt die" Post", die uns nicht liebt, weil sie uns so viele Dualen und Entlarvungen verdankt, das hizigste Geschrei. Im Kronsbeinhaus geht's selbstverständlich ohne Gestank nicht ab. Man ricche: " " " " hat, nachdem die Sache ein so großes öffentliches Intereffe Paragraphen zusammen zu beraten, zu denen keine Anträge gestellt erhalten hatte. Wenn die revolutionäre Partei diese Breffe feien. So weit wir aber zu einzelnen Pharagraphen Anträge geGuillotine der persönlichen Verdächtigung mit Gefchid gegen stellt hätten, solle zu jedem derselben ein Redner von uns das Wort die im öffentlichen Vertrauen stehenden hoch erhalten. gestellten Persönlichkeiten benutzt, dann kann sic unerwartete revolutionäre Erfolge erzielen." Weiß der Reichsbote" so Stompromittierliches über die im öffentlichen Vertrauen stehenden hochgestellten Persönlichkeiten?" Auffällige Betrachtungen widmet die Tägliche Rundschau" der Affaire: Dieser Vorschlag wurde acceptiert und so wandte sich Bebel an die einzelnen Fraktionsgenossen, die zu den betreffenden Anträgen sprechen sollten, und unterrichtete sie, damit diese zu rechter Zeit fich aum Wort meldeten. Aber im Laufe der Sizung schlug der Wind um. Fest steht, daß es Genosse Antric nur dem Zufall zu verdanken hatte, daß er Uns behagt mancherlei an dieser Wendung der Dinge nicht. zum Wort tam. An feiner Stelle sollte der Abg. Augst( füddeutsche Nicht das Verhalten der Staatsanwaltschaft, die nachdem fie Bollspartei) das Wort erhalten und sollte unmittelbar hinter diesem überhaupt erst das Vorliegen eines öffentlichen Interesses bei der die Debatte über§ 1 geschlossen werden. Durch einen Irrtum gab Beleidigung des unbeamteten Privatmannes angenommen hatte es mun plößlich für erloschen erklärt; in einem Augenblid für er- Bicepräsident Graf Stolberg dem Genossen Antric das Wort, worüber lofchen, wo der ganze Fall durch mancherlei Begebnisse, an allgemeines Entseßen bei der Mehrheit entstand. die zu erinnern kaum nötig ist, erst recht öffentliche und Genosse Antric begann 15 Uhr seine Rede, um 16 Uhr fam politische Bedeutung gewonnen hatte. Als, wie wir schon einmal der Abg. Trimborn wieder zu Bebel und frug, wie lange wohl betonten, vor Monaten dem Reichskanzler Grafen Antric sprechen werde. Bebet antwortete, er könne bis 7 oder 8, er Bülow persönlich und politisch ehrenrührige tönne aber auch bis 10 1hr fprechen. Bolle aber die Mehrheit die Sigung Dinge in öffentlicher Broschüre nachgesagt wurden, bestritt die auf Montag verlegen und werde für diese Absicht der chrliche Beweis Staatsanwaltschaft das öffentliche Interesse, und einen schwer erbracht, so würde man Genosse Antrick zu veranlassen suchen, daß angegriffenen, weitbekannten und verdienst. da vollen Privatmann, der von der Regierung in ein er gegen 8 Uhr seine Rede schließe. Zugleich frug Bebel, wie es Ehrenamt berufen worden ist, wies fie faltlächelnd auf denn mit den Abmachungen von heute vormittag stehe. Der Abg. den Weg der Privatklage. Für Krupp aber war fie Trimborn wich jetzt einer positiven Antwort aus, was verriet, daß troß der Gleichheit aller Staatsbürger vor dem die Mehrheit zu einer andren Entschließung gekommen war. Der Gefeße. Und nun, nachdem im Deutschen Reiche mit einem felt- Abg. Trimborn entfernte fich darauf und kam nicht mehr wieder. samen Eifer beschlagnahmt worden war, was nur immer den Fall Damit war entschieden, daß die Mehrheit um jeden Preis die BeStrupp befprach, num zieht sie plöglich, nachdem kaum eine orbent ratung zu Ende führen wollte, cine Auffaffung, die auch bestätigt liche Untersuchung im Gange sein fonnte, Klage und Beschlag wurde durch die private Mitteilung, daß der Präsident Graf Ballenahme zuriid. Das kann vom Bolte nicht anders als ein Sieg strem auf teine Bertagung eingehen werde. des ,, Borwärts" aufgefaßt werden und rüttelt an der Stimmung, bie nach der Kaiserrede in Essen die allgemeine geworden war." Auch diese Darlegung zeigt also, daß die Zollpresse lügt, wenn Schließlich feien noch Ausführungen des Berliner Tageblatts" fie die Hergänge in der letzten Sigung anders darzustellen sucht. wiedergegeben, das wie folgt Buße thut: Destreichische Sorgen. -st- Wien, 14. Dezember.( Eig. Ber.) " Man vergegenwärtige fich nur noch einmal, wie unheimlich rasch die Einzelheiten in diefer Strupp Affaire aufeinanderfolgten. Jetzt vor einem Monat erschien der Aufsehen er Die Vorgänge im Reichstag haben in Destreich die schmerzregende Borwärts"-Artikel. Zwei Tage darauf wurde die betreffende Zeitungsnummer auf Gerichtsbeschluß beschlagnahmt. hafteste Ueberraschung hervorgerufen. Es ist selbstverständlich, daß Schon dieser Umstand war geeignet, die Wogen der Er- auf die inneren Angelegenheiten eines Staates das Ausland keinen regung in der öffentlichen Meinung recht hoch gehen zu lassen. Einfluß hat, aber daß dem Auslande das Recht zusteht, in Dingen, Fünf weitere Tage darauf starb der beklagenswerte Mann auf der die mittelbar sein Interesse berühren, den korrekten, normalen Gang Billa Hügel. Hieran knüpften sich die erdkundig gewordenen zu gewärtigen, ist nicht zu bestreiten. Nun war man in Destreichkaiserlichen Kundgebungen an der Bahre des Verstorbenen, die Ungarn der Meinung, der Zolltarif werde im Reichstage so beraten demostrative Form, welche der Kaiser seiner Beteiligung bei der werden, wie Gesezvorlagen überhaupt beraten werden; man war Beerdigungsfeierlichkeit gab. Es folgten die verschiebenen Kaifer- darauf nicht eingerichtet und konnte darauf nicht eingerichtet sein, reden in Essen, in Breslau, in Görlitz Damals " wie heute fragte sich die in Erstaunen gesezte Welt, ob daß der autonome Zolltarif im Deutschen Reiche durch einen Staatsder Sache der Monarchie mit derartigen Rundgebungen streich so unheimlich beschleunigt" werden wird. Verwöhnt ist man gedient sei. Damals wie heute mußten gerade die be- in Destreich, wo man Gesetze mit dem§ 14 nach Dußenden fabriziert, sonnenen und ehrlichen Anhänger des monarchischen Gedankens sicherlich nicht; aber groß ist die Differenz zwischen der Gesetzlichkeit der sich von der Notwendigkeit überzeugen, daß ein eruptives Ein- Notverordnungen und jenes Rotgesezes" wirklich nicht mehr. Nun greifen des obersten Trägers der Staatsgewalt in den Gang der schafft aber die Hatz, mit der man im Reichstage arbeitet", dem Ereignisse gerade in unfren Tagen nicht erwünscht sein fönne. verbündeten Destreich die größte Verlegenheit: Der Handelsvertrag Damals wie heute wurde den Räten in der unmittelbaren Nähe des fann jeden Tag gekündigt werden, aber der Zolltarif ist in Destreich Herrschers der schwere aber nicht unberechtigte Bortvurf gemacht, daß es ihrem Gefühle für die Verantwortlichkeit ihrer Stellungen noch gar nicht vorgelegt. an der erforderlichen Lebendigkeit fehle... Will man aber Deftreich- Ungarn ist für Deutschland ebenso wichtig als Lieferant andrerseits leugnen, daß aus der auf Veranlaffung der Witwe wie als Käufer; es ist also nicht gleichgültig, wie weit für die Strupp veranlaßten Einstellung des Anklageverfahrens gegen den Unterhandlungen die Vorbereitungen hierzulande gediehen sind. Die Vorwärts" beinahe so etwas wie eine Desavouierung jener Dinge stehen folgendermaßen: Ueber den Zolltarif sind die beiden kaiserlichen Sundgebungen gemutmaßt werden könnte?" Regierungen einig geworden und die Vorlage könnte sowohl in Wien All die Breßäußerungen find weit von der Lösung des Rätsels als in Budapest jeden Augenblick eingebracht werden. Mit dem diefer Affaire entfernt, die eine geschichtliche, weitreichende Bedeutung Bolltarif ist aber noch nichts gethan; das dualistische Vergewonnen hat. hältnis bedingt es, daß vorher, bevor die Verhandlungen über die Handelsverträge beginnen können, die in Unordnung geratene Berbindung zwischen Destreich und Ungarn bereinigt werden muß. Destreich und Ungarn sind zu einem einheitlichen Zollgebiet durch das Zoll- und Handelsbündnis gemacht, das durch identische Gesetze beider Barlamente zu stande kommt. Es müssen Gefeße sein, denn die ungarische Verfassung macht den Bestand Politifche Ueberficht. Dú do „ Nicht nur die engeren Freunde des durch gewerbsmäßige Ehrabschneider und Verleumder zu Tode gepeinigten größten deutschen Industriellen und edlen Menschenfreundes Friedrich Alfred Krupp, sondern alle deutschen Männer, welche es empören muß, wenn eine derart verabscheuungswürdige Frevelthat dauernd ungefühnt zum Himmel schreien foll, werden nur mit tiefstem Bedauern die Kunde vernommen haben, daß das Verfahren gegen die Besudler der Ehre eines deutschen Namens, der seit den Ruhmestagen unsrer großen, zur Reichs- Die Majoritätspresse ligt in die Welt, daß nur die Obstruktion einheit führenden Kriege in Deutschland popular ward wie selten der Socialdemokratie bezw. die achtstündige Rede des Genossen der Verfassungsmäßigkeit auch in Destreich zur Bedingung; nur mit einer und somit unzertrennlich ist von unfren großen nationalen Antrick die Bertagung der Reichstags- Sizung am Sonnabend auf einem fonftitutionellen Destreich kann Ungarn in Berührung treten". Erinnerungen, eingestellt wurde." Montag verhindert habe. Diese Gefeße wurden von zehn zu zehn Jahren erneuert, die legte Berlin, den 16. Dezember. Eine Zöllnerlige. " " Humoristisches von Lehmann. Grneuerung erlosch Ende 1897, in welchem Schicksalsjahre auch das Und an andrer Stelle faßt der Berliner Korrespondent der Das Sajidjal Lehutanne ist ein tragikomisches. In dem Augen= öftreichische Parlament zu Grunde ging. Seither giebt es zwischen Fr. 3tg." seine Darstellung von dem Verfahren des Reichstags- blid, wo er durch eine groteste politische Aftion all seine früheren Deftreich und Ungarn kein Bündnis mehr, sondern die Einheitlichkeit Präsidenten in das Endurteil zufammen: Sünden zu fühnen sich anschickt, ereilt ihn das Verhängnis der des Zoll- und Handelsgebietes beruht auf ſelbſtändigen Ver- Gröber den Präsidenten degradiert, so wurde er durch diese Ver- schmählichen Kruppiaden doppelt rehabilitiert hat, wird Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, daß die lex disciplinarischen Amtsenthebung! Der Mann, der sich durch seine fügungen beider Staaten- welche Verfügung in Ungarn handlung erbracht, in der der Präsident des deutschen seines Amtes enthoben wegen des Verdachts, daß er die„ Massen ein Gesez, in Destreich aber aber eben der§ 14 ist. nennt das den Zustand der Reciprocität": jeder Staat ver- die Führung übernahm und in unverhüllter Parteinahme Massen doch nur in die Arme der Reaktion zurückführen! Man Reichstages in dem Kampf der Mehrheit gegen die Minderheit habe aufschüren" wollen! Und er wollte die socialdemokratischen fügt einseitig, bedingt sich aber, daß der andre gleich für die Mehrheit die Opposition mundtot machte." Warum hat Lehmann auch so lange gewartet? Hätte er seine mäßig verfüge. Dieser Zustand der Reciprocität ist bis Ende letzten Aktionen etwas früher veranstaltet, so hätte er für sich die 1907 verbürgt, aber nur bis dahin. Kommt bis dahin kein mildernden Motive des Pückler anführen können: Unver= neues Bündnis zu stande, so ist die wirtschaftliche Trennung beider fälschten Patrito tismus und unbezweifelbare Staaten ziemlich wahrscheinlich. Nun bestimmt das betreffende fchen Mandats die Freifinuigen des dritten schleswig- Holsteinischen Man schreibt uns aus Kiel: Als nach Erledigung des Jakobsen- Un zurechnungsfähigkeit. ungarische Gesetz, daß internationale Handelsverträge Wahlkreises in Kappeln, einem Landstädtchen des Kreises, eine Erklärung, daß Professoren als Beamte sich aller AnTrotzdem bleibt das Urteil selbst sforsalös. Nach der lapidaren nicht über das Jahr 1907 gefchloffen werden Konferenz abhielten, um ihren Kandidaten zu nominieren, da fand griffe gegen die Regierung zu enthalten hätten, müßte von dürfen, wenn vorher nicht ein Zoll- und Handelsbündnis zu fich uneingeladen ein Mann in Kappeln ein, der der Reihe nach die Rechts wegen jeder politisch anständig empfindende und es mit der stande kommt, was zur Folge hat, daß vor Eintritt in diese Ver- Konferenzmitglieder anging, ihm die Kandidatur zu übertragen. akademischen Lehrfreiheit ernsthaft nehmende Universitätslehrer sein handlungen das Bündnis perfektuiert sein muß oder daß Destreich- Die Offerte wurde von der Konferenz mit ungeheurer Heiterfeit Amt niederlegen! Ungarn überhaupt keinen Handelsvertrag mehr abschließen kann dern auf vierjährige Berträge dürfte fich wohl kein Staat einlassen. Neber den Inhalt dieſes neuen„ Bündnisses" ist eine Einigung zwischen Koerber und Szell noch nicht zu stande gekommen, aber an ihr wird nun rasch und emsig gearbeitet werden. Von den Vorarbeiten zu Vertragsverhandlungen ist also in Destreich der Zolltarif mir eine und zwar die kleinere Schwierigkeit. nennt hat Fraktion im Landtage von SchwarzDer erste beschäftigt sich mit dem Gesez werden des Buchertarifs und lautet: Falls der im deutschen Reichstag zur Verhandlung stehende Eniturf eines neuen Zoltarifs angenommen wird und eine Erhöhung der Zölle auf Lebensmittel, Rohmaterialien und sonstige Bedarfsartikel enthält, ivolle unsre Staatsregierung demselben im Bundesrat ihre Zustimmung bersagen und darauf hinwirken, daß mindestens wieder Handelsverträge auf Grund des zur Zeit geltenden Zolltarifs zustande tammen. aufgenommen und höflich aber entschieden abgelehnt. Dieser Mann, Gegen die Politik der Reichsregierung oder besser, was sich so Se o abirat anbot, war der Professor Lehmannbenberg aus Stiel Serr Profeſſor Lehmann, im Hauptberuf burg- tudo fit a dit drei bemerkenswerte Anträge gefielt. andrem Socialpolitiker, hat der Stadt Kiel und der Provinz schon verschiedentlich Amusement bereitet. Als im Sommer die große Bauhandwerkeraussperrung die gesamte Einwohnerschaft Stiels schon seit 15 28ochen in der größten Aufregung gehalten hatte und den Wenn sich aber die Regierungen einigen, wenn Zolltarif und einzigen Gesprächsgegenstand in den Wirtschaften, auf der Straße, Ausgleichsgefez an den Reichsrat gelangt: was wird ihr Schicksal ja selbst unter den Schulkindern bildete, da wurde von gewisser Seite fein? Da fängt nun wieder der alte, unerschöpfliche Jammer des versucht, den Professor Lehmann zur Vermittlung zwischen den östreichischen Parlaments an. Es ist dem armen östreichischen war dazu sofort bereit, fette aber seine Besucher in die größte VerGesellen und der Bauinnung zu veranlassen. Der Herr Professor Abgeordnetenhause in dieser Session nicht besser ergangen als sonst. blüffung, als er hinzufügte: Ja, ich habe längst gemerkt, daß was Seit dem 16. Oktober, dem Tage seines Zusammentritts, werden los ist. Auf dem Bau nebenan arbeiten ja Italiener. Aber, sagen Der zipeite Antrag unternimmt einen erneuten Vorstoß unausgesetzt die berühmten Dringlichkeitsanträge verhandelt tveil Sie mir, was ist eigentlich los?" Aus dieser Kleinen Probe fann gegen die Reichsfinanzwirtschaft und für eine man sich gar zu sehr schämte, nahm man die letzten Tage eine man sich mit Leichtigkeit den ganzen Professor Lehmann konstruieren. Reichseinkommensteuer; er besagt: Regierungsvorlage über den Hausierhandel im Wege cines Die Blamage in Kappeln aber scheint den Herrn sehr gewurmt Dringlichkeitsantrages vor und ein Ende ist nicht abzusehen. zu haben, denn er ging hin und protlamierte sich selbst Ilm die hochgestiegene Not zu bannen, haben sich die Deutschen förde hielt und in Friedrichsort wiederholte, war denn auch gleich zum Kandidaten. Seine Kandidatenrede, die er in Edernbereit erklärt, mit den Czechen über deren schreckliche ein Schlager ersten Hanges. Er erklärte, er beanspruche als seine Forderungen zu verhandeln. In einem von deutschböhmischen Partei: 1. alle Techniker und Ingenieure, 2. den deutschnationalen Abgeordneten ausgearbeiteten Elaborat wird den Czechen die Handlungsgehilfen- Verband, 3. eine Million Arbeiter, die von der innere czechische Amtssprache unter gewissen Bedingungen angeboten; Socialdemokratie zu ihm übergehen würden. Sein Programm ſei was die Deutschen als Entgelt fordern, ist nichts als die sprachliche ein technisch biologisches. Da niemand nach der Rede Abgrenzung der böhmischen Verwaltung. Die Czechen haben be- eine Ahnung hatte, was darunter zu verstehen sei, interpellierte ein schloffen, das Angebot, mit Gegenvorschlägen zu beantworten; ihr Arbeiter den Herrn Professor, wie er sich denn eigentlich zu den Wortlaut soll diese Woche bekannt werden. Mittlerweile rückt aber das elementarſten politischen Fragen, wie Reichstagswahlrecht, Koali- Reichstagsabgeordneten: Ende der Session immer näher tionsfreiheit usw. stelle. Der Herr Professor antwortete, das schon am Donnerstag soll das wisse er selbst noch nicht, er sei noch Neuling in Haus in Ferien gehen und die Regierung hat noch nicht einmal der Politik und habe über diese Fragen noch nicht ihr Budgetprovisorium( die Ermächtigung, Steuern einzuheben und nachgedacht. Man sieht, der Mann war die berufenste Perdie Ausgaben zu leisten) zu erhalten vermocht. Bringt das Haus sönlichkeit, den Protest der Kruppschen Arbeiter gegen den„ Vorden Ernst auch im letzten Momente nicht auf, so wird nichts übrig wärts zu inscenieren. bleiben als die formelle Bertagung und die Bewilligung auf Grund" des§ 14. Die Unzulänglichkeit des östreichischen Parlamentarismus würde dadurch wieder einmal eklatant werden. ed in birding * Deutsches Reich. Die Ausbeutung der Leiche. Ein jähes Ende wird der schamlosen Ausnutzung des toten Krupp zu Stundgebungen gegen den„ Umsturz" durch die Kunde von der Niederschlagung des Prozesses gegen den Vorwärts" bereitet. Aber noch bis zur letzten Stunde feierte dieser niederträchtige Unfug scine Drgien. Nicht nur, daß man die Arbeiterscharen der Kruppschen Werke den zu unglaublichsten Kundgebungen zwang; nicht nur, daß man die kaiserlichen Reden zum Fall Krupp als öffentliche Bekanntmachung in den Fabriken aushing; nicht nur, daß man ganz neuerdings dieselben Reden auch als Massenflugblatt zu verteilen beginnt; man geht jetzt fogar dazu über, personifizierten Majestät Adressen zu fabrizieren. Der Plan dazu dem erhabenen Gözen Kruppschen Juduſtriefenbalismus wie einer iſt in Ingenieurkreisen ausgeheckt worden, die offenbar mit Inbrunst die für Ingenieure so verhältnismäßig feltene Gelegenheit ergriffen haben, hier einmal die Ersten an der öffentlichen Spriße zu sein. Aber die Ausführung dieses Planes soll sich durch die weitesten" Streise vollziehen. Seit einigen Tagen hängen in einer Anzahl von Geschäften( tvir sahen z. B. einen solchen Aushang im Schaufenster einer Buchhandlung der Mohrenstraße) Bogen mit dem gedruckten Wortlaut einer Beileidsadresse an das Werk" Krupp und dazu die Aufforderung an die Vorübergehenden aus, einzutreten und zu unterzeichnen. Noch aufdringlicher und skrupelloser fammelte man für dieselbe Adresse Unterschriften in den Bureaus verschiedener Behörden. So wird uns " die Um die auf die Dauer unhaltbaren finanziellen Zustände der Einzelstaaten, die in den letzten Jahren durch die Mindereinnahmen aus den Ueberiveisungen des Reichs gegenüber den Matrikularbeiträgen immer schwerer fühlbar geworden sind, zu beseitigen, wolle unsere Regierung im Bundesrat dafür eintreten, daß zunächst eine besondere ReichsEinkommensteuer für alle Einkommen über 2500 m. ge schaffen und die Reichsverfassung dementsprechend geändert ivird. Die Steuer kann eventuell nach Terminen erhoben werden, um die Verschiedenheit der Déficits des Reichs auszugleichen. Der dritte Antrag fordert energisch die Diäten für die sta Um die schwerempfundene Beschlußunfähigkeit des Reichstags zu beseitigen und zu ermöglichen, daß auch Reichstagsabgeordncie aus minder bemittelten Kreiſen gewählt werden können, wolle unsre Regierung, sobald wieder ein Antrag oder Beschlußz des Reichstags um Gewährung von Diäten an Reichstagsabgeordneten im Bundesrat zur Verhandlung steht, Seinen eigenen Rekord als Politiker aber hat Professor Lehdemselben ihre Zustimmung geben, eventuell wähler des 3. schlesw. holstein. Wahlkreises, aber auch für weitere selbst einen dahingehenden Antrag stellen. mann in einem Aufruf bestimmt in erster Linie für die schleswv.- holstein. Kreise des deutschen Reiches" geschlagen. Ein ulfigeres WahlBolksparteilicher Wahlschacher. Von den 27 Reichstags= manifest mag in Deutschland noch nie losgelassen worden sein. Abgeordneten der Freijinnigen Volkspartei ist in der Hauptwahl 1898 Nebenbei sei bemerkt, daß der erste Teil des Aufrufs von groben nur ein Abgeordneter gewählt, alle übrigen wurden erst in de: Der einzige Beschimpfungen der Socialdemokratie im allgemeinen und des Stichwahl mit Unterstüßung andrer Parteien gewählt. Lehmannianis wird man von uns cine Wiedergabe oder gar eine( Elberfeld). " Borwärts" in speciellen nur so strozzt. Nach den vorstehenden in der Hauptwahl gewählte freisinnige Abgeordnete ist Schmidt Er wurde im Wahlkreis Bingen- Mzey mit 7287 St. zurückweisung dieses Abschnitts des Lehmannschen Manifestes nicht( gegen 4276 Rationalliberale, 1871 Socialdemokr., 1068 Antiſemiten) gewählt. Dieser Sieg war aber nur dadurch möglich, daß das Centrum, für das bei der Wahl von 1893 4474 Wähler stimmten, auf die Aufstellung eines eignen Kandidaten verzichtete und seine An hänger bereits bei der Hauptwahl für den Freifinnigen eintreten ließ. Auch der Abgeordnete Schmidt( Elberfeld) ist also auf den Krücken Diese fürchterliche Drohung findet ihren Kommentar in einer ciner andren Partei in den Reichstag gehumpelt. Ein Verzicht des Aeußerung des Herrn Lehmann zu Studenten, im Frühjahr Centrums auf Aufstellung eines eignen Kandidaten zu Gunsten der werde man etwas erleben, da werde er an die Spike einer Freifinnigen Partei erfolgte noch in zwei weiteren WahlReichstag einziehen. großen Arbeiterpartei treten und auf deren Schultern in den freisen: in Erfurt 3 und in Lennep- Mettmann- Remscheid. Dort geWer die Führer feien, die an Stelle der langte Gidhoff, hier Fisch bed lediglich durch diese Enthaltsamsocialdemokratischen Parteileitung zu treten haben, fährt er im feit zur Sichwahl; im Streife Erfurt 3 hatten das Centrum im Manifest fort, habe er bereits vor Jahren in einer socialdemo- Jahre 1893 2093, der Freiſinn 3663, der Socialdemokrat 4897, die kratischen Versammlung, in Abwesenheit der Agita- Reichspartei 8581 Stimmen erhalten. Im Jahre 1898 ſtimmte das toren, den Arbeitern auseinandergesetzt. Centrum bereits im ersten Wahlgange für den freisinnigen Kandidaten. erwarten. Dann heißt es: " Von Kiel aus wird unter allen Umständen das Nötige geschehen, um der Arbeiterschaft zu zeigen, daß die socialdemofratische Parteileitung nicht befähigt ist, ihr die richtigen Wege zu weifen." " Ich wies darauf hin, daß nur Männer des tieferen Daher gelangte dieser mit 5158 Stimmen gegen 7743 der ReichsWissens, wie es an den Hochschulen hervorgebracht würde, partei( 4743 fielen auf den Socialdemokraten) zur Stichwahl und ihre Führer sein könnten. Leider hätten diese Männer allermeist dann infolge der socialdemokratischen Unterstützung mit 10 588 gegcit keine Zeit, in die Volksversammlungen zu gehen, aber es würde 9094 Stimmen zum Siege. In dem Fischbeckschen Wahlkreis wurden in doch wohl noch einmal so werden, daß auch die Hochschul- Jahre 1893 für das Centrum 3649 Stimmen abgegeben. Im Jahre 1898 Lehrer wieder in engere Berührung mit dem Bolte kämen, das wurden diese Stimmen für den Freifinnigen Fischbeck kommandiert, wäre für beide Teile ersprießlich... so daß dieser mit 10 760( statt des Nationalliberalen, der 1007 berichtet, daß in den Bureaus von Eisenbahnbehörden soeben Listen Woche einberufene Volfsversammlung, wie nunmehr feststeht, langte. Notabene, dieser selbe Betenner ließ die von ihm vorige Stimmen erhielt) gegen den Socialdemokraten zur Stichwahl gezur Unterschrift einer Adresse an das Werk Krupp" herumgehen, se l bst durch die Polizei auflösen, weil die Arbeiter Durch Unterstützung des Centrums wurden bei den Stich= die Mehrheit bildeten dieser selbe Betenner machte den wahlen 1. a. folgende freisinnige Mandate gewonnen: Verfuch, sich zu seiner zweiten Versammlung die Werftarbeiter Wiesbaden 2( Crüger), Liegnis 7( Hermes), Licgniz 5( op sch), durch die Direktionen zutreiben zu lassen, wobei Altena- Iserlohn( Lenzmann). Auch Euger Richter durch ein niederträchtiges Kontrollinstem vermittelst Namensunter ist im Sagener Wahlkreis auf Unterſtüßung des Centrums schrift dafür gesorgt sein sollte, daß den Werftleitungen jeder einzelne und der andern bürgerlichen Barteien im wachsenden taze angewiesen. Besucher im voraus bekannt sei und sie nachträglich sogar feststellen Bei der Wahl im Jahre 1893 tvar die Spannung zwischen freikönnten( die vom Besucher unterschriebene Eintrittstarte wurde am finnigen und socialdemokratischen Stimmen 2745 659 freisinnige, Eingang zur Versammlung abgefordert), wer in der 6914 socialdemokratische), im Jahre 1898 fant ste auf 1154( 10 234 Versammlung gewesen dieser selbe Betenner lehnte es ab, in dieser selbe Betenner lehnte es ab, in freis., 9080 foc.). Das Centrum( mit 3712) und die Nationaleiner Voltsversammlung, in der über seine blöden Schimpfereien liberalen( mit 6892 Stimmen bei der Hauptwahl) gaben in der Stichwahl zu Gunsten Eugen Richters den Ausschlag: er siegte mit 17446 verhandelt werden soll, persönlich zu erscheinen! gegen 9907 socialdemokratische Stimmen. wv a 3. aber ohne den Wortlaut dieser Adresse selbst Man mutet also den Beamten, auch denen mittleren und höheren Ranges zu, ihren Namen auf Blanko herzugeben. Sie follen unterschreiben, ohne zu wissen Und diese Adresse benutzt man dann wieder zu neuen politischen Rundgebungen! All dieſem ſtaatsrettenden Ueberschwang ist nun plößlich ein Die fast neunzehnftündige Sihung des Reichstags vom letzten Sonnabend und Sonntag füllt in dem amtlichen Protokoll nicht weniger als 104 Seiten oder 208 Spalten. Die Rede Antricks umfaßt allein 85 Spalten. furchtbarer Wandel bereitet! " " " Die Protest Versammlung fand freilich unter gänzlichem Ausschluß der Arbeiterschaft statt. Die Werftleitungen Der Freisinn ist auch in andren Wahlkreisen auf Unterstützung Ueber den letzten Zollfrieg fällt die Frankfurter Zeitung" dieses Urteil: su ihrer Ehre sei es gesagt hatten die Zumutung, Herfi Lehmann der bürgerlichen Streise angewiesen, so in allen Streifen, in denen Es giebt Blätter, und auch im Reichstage ist es geschehen, die ihre Arbeiter mit geschwungener Hungerpeitsche zuzutreiben, er mit der Socialdemokratie in Stichwahl stand. Hierbei kamen im ben Socialdemokraten und ihrem Dauerredner Vorhaltungen und entschieden abgelehnt, wenn auch verschiedene Meister Jahre 1898 folgende Kreise in Betracht: Koburg- Gotha 1( Bech). Borwüfe machen und sich womöglich moralisch entrüsten. Spricht auf der Kaiserlichen und der Kruppschen Werft auf eigne Faust den Berlin 1( Langerhans), Liegnik 9( Lüders), Oldenburg ( Träger), ebenso in Berlin V.( 3 wid). Hier erhielt der Freidoch die Germania" von unerhörter Brüstierung, Menschenschinderei Versuch gemacht hatten, Eintrittskarten loszuwerden. und Rücksichtslosigkeit und droht schon mit einer neuen Aenderung Und nun nehme man seinen Mut zusammen, denn nun folgt sinnige in der Hauptwahl 7085, die deutsche Volkspartei 243, die Antisemiten und Konservativen 3286, das Centrum 339, der Socialder Geschäftsordnung, um skandalöfen Verhöhnungen des Reichstages Schlag auf Schlag in dem Manifest": einen Riegel vorzuschieben. So mag denn das Tauziehen zwischen mir und der Socialdemokrat 10 025. Troß dieses großen Vorsprungs verlor der SocialDiese inappe demokratie losgehen. Wir wollen doch einmal sehen, wer fester demokrat bei der Stichwahl mit 10 957 Stimmen. steht: ein deutscher Professor oder die inter- Mehrheit von 58 Stimmen beweist, daß wohl auch hier das Centrum national angetränkelte Socialdemokratie? für den Ausgang der Wahl nicht ganz einflußlos war. Treten noch andre zu mir, wie ich dies bestimmt annehme und In den ferneren 14 Wahltreisen, die jezt durch freifinnige Abivie es auch bereits der Fall ist, dann dürfte von den 2 Millionen geordnete vertreten sind, gaben die Socialdemokraten zu Gunsten Stimmen der Socialdemokratie die eine Million bald abbröckeln des Freisinns den Ausschlag. Diese Wahlkreise sind: Liegnitz 8 ( Bell), Gumbinnen 1( Bräside), Sachsen- Weimar- Eisenach und die andre auf der Nase liegen..." ( Casselmann), Schaumburg- Lippe( Demmig), Merseburg ( Snörde), Lippe( Meier), Meiningen( Miller), Sagan ( Müller), Liegnig 1( Mundel). Merseburg 7( Ritter). Liegniß 6( auffmann), Licgniz 4( Schmieder), Erfurt 1 ( Wiemer) und Oldenburg 1( Bargmann). " Mitbürger und Wähler, hier und im ganzen Reiche, helft mir, daß ich das Reichstagsmandat für Schleswig- Edernförde erhalte, bin ich erst einmal im Reichstag, dann werde ich schon wissen, den Hebel an der richtigen Stelle anzusetzen, um das deutsche Volk aus seiner wirtschaftlichen und geistigen Not zu befreien." Das alles ist Seuchelei und Pharisäertum. Gewiß, die Dauerrede und die Obstruktion hatten keine Aussicht auf Erfolg und feinen unmittelbar praktischen Zwed mehr, aber seit wann gilt es denn für unrühmlich oder unanständig, das Recht, das man verlegt glaubt und das in vielen Fällen wirklich verlegt tvar, bis aufs äußerste zu wahren und zu verteidigen zum Zwede des Proteftes, auch ohne Aussicht des Protestes, auch ohne Aussicht auf unmittelbaren Erfolg? Das hat die Linke und das haben, speciell die Socialdemokraten und ihr Dauerredner gethan, und eine Mehrheit, die fortgefest Gewalt braucht und Rechtsbrüche begangen hat, hat jeden Anspruch berwirkt, sich über Rücksichtslosigkeit und dergleichen zu be schiveren. Einige verfallene Schlafwagen- Billets wiegen geringer Das Aufgeben der liberalen Grundsäge und die beispielloſe als gewaltsame Durchbrechungen der Geschäftsordnung, und solche d Unterstützung der Reaktion durch Eugen Richters Truppe verdanken Durchbrechungen sind auch in dieser Nacht- und Morgenfizung ver offenbar ihre Ursache der Wahlschacher Rechnung: die Lehmann feines Amtes enthoben. In dem Disciplinar- Socialdemokraten werden die Freisimmigen ja doch als das kleinere übt worden, und durch sie ist in der fünften Stunde das verfahren gegen Professor Lehmann- Hohenberg wegen Beleidigung Uebel wählen, die bürgerlichen Barteien und zugleich ein Wahlkartell, Ende ermöglicht worden. Der Präsident Graf Ballestrem des preußischen Kriegsministers anläßlich seines Eintretens für den zulegt felbst einfache Meldungen zur Geschäftsordnung blindgeschoffenen Hauptmann Luthmer sowie wegen feiner Angriffe Socialdemokraten muß durch einen weithin sichtbaren Verrat der Interinsbesondere in der Provinz Brandenburg, gegen die nicht mehr berüdjichtigt, es herrschte die Diktatur. Dabei gegen den preußischen Justizminister und gegen das bestehende darf nicht übersehen werden, daß Herr Antric in seiner Rechtswesen wurde in der Hauptverhandlung des effen der großen Menge des deutschen Voltes erkauft werden. Hoffentlich berba achtstündigen Rede nicht etwa Unt getrieben, nicht die Zeit ber- Disciplinarhofes auf Entlassung aus dem Amte erkannt. macht eine energische Wahlarbeit der Socialdemokraten diese Rechnung des Führers der sich freisinnige Volkspartei" tröbelt hat, sondern daß er über die wichtigsten Teile des Zolltarifs, Sämtliche Beweisanträge wurden abgelehnt, da fie über die ja Bücher geschrieben sind und sich Tage lang reden lägt, Einzelfälle darstellten. nennenden Gruppe zu Schanden. Würdelofer, verächtlicher hat eine Der Angeschuldigte habe sich durchaus fachlich, sogar mit einer Sachkenntnis gesprochen hat, die schwerer Beleidigungen schuldig Partei, einschließlich der Nationalliberalen, noch nie ihre Grindsätze gemacht und den felbft den Gegnern Achtung abzwang. Ein Abgeordneter aus Ham- ganzen Juristenstand angegriffen, auch beweise sein aus Hunger nach Mandaten verleugnet. burg, der sich auf die Position Reis präpariert hatte, versichert, daß Schreiben an den Reichskanzler, daß er die Massen habe Herr Untric eine Stunde lang über Reiszoll und Reishandes auf aufschüren wollen. Professoren seien aber Beamte und Grund eines Materials gesprochen habe, wie es Wenigen zu hätten sich aller Angriffe gegen die Regierung zu enthalten; die Gebote stehe." objektive Kritik von Einzelfällen sei ihnen nicht verwehrt. hat " Eisenbahntarif Reform in Sachsen. Die fächsische Regierung veröffentlicht Borschläge zur Eisenbahntarif- Reform, die zunächst der Eisenbahnrat begutachten soll, die aber auch den übrigen deutschen Regierungen mit dem Ersuchen im Beitritt zu diesen neuen Be Für Benutzung von Schnellzügen wird durchgängig ein Zuschlag von 1 Pf. für das Kilometer erhoben. Freigepäck wird zunächst fortgewährt. ftimmungen unterbreitet werden. Die wichtigeren der in Aussicht| Arbeit wieder aufzunehmen. Die Frage des Gesamtausstandes soll der Vereinigten Staaten habe keinen Vorschlag hinsichtlich genommenen Bestimmungen sind folgende: von dem Ergebnis des Referendums abhängig gemacht werden. eines Schiedsgerichts gemacht. Nach seinen Informationen sei der Die Preisermäßigung für Hin und Rüdfahrt Schweiz. wird beseitigt. ids Wunsch einer schiedsgerichtlichen Entscheidung von Venezuela durch die Vermittelung der Vereinigten Staaten Jm Binnenverkehr werden gleichzeitig mit den Fahrkarten für Ein schweizerisches Anarchistengeset? Der Bundesrat hat ausgesprochen worden. die Hinfahrt besonders gekennzeichnete, nur am Lösungstage für der Bundesversammlung eine Ergänzung des Bundesdie Rückfahrt gültige Fahrkarten ausgegeben. Strafrechts empfohlen. Danach wird mit Gefängnis be- Wie man sieht, ist in England eine starke parlamen Die Einheitspreise für die Personenzugs- straft, wer cine strafbare Handlung, die vorwiegend den tarische Strömung gegen den famosen Feldzug gegen VeneFahrkarten werden für das Kilometer festgesetzt auf erste Charakter des gemeinen Berbrechens oder schweren zuela vorhanden. Zwar hat die Regierung diesmal einen formellen Selaffe 7 Bf., zweite Klasse 4,5 Pf., dritte Klasse 3 Pf., vierte ergehens hat, öffentlich in einer Weise verherrlicht, die Sieg davongetragen, aber es ist äußerst wahrscheinlich, daß sie die Klasse 2 Pf. geeignet ist, zur Begehung solcher Handlungen an- Mahnungen der Opposition, sobald als möglich ein Schiedsaureizen. Durch diese Gesezesnovelle würde die anarchistische gericht zu acceptieren, nicht in den Wind schlagen wird. Das Propaganda, wie Verherrlichung des Königsmordes getroffen. Verhalten der englischen bürgerlichen Opposition sticht äußerst Aufgehoben wird die Preisermäßigung für Gesellschaftsfahrten, Frankreich. vorteilhaft gegen die Stellung unsrer deutschen Bourgeoisie ab, für zusammengestellte Fahrscheinhefte, die aber als besondere Im Ministerrat bestätigte am Dienstag Ministerpräsident Combes die bis zur äußersten bürgerlichen Linken in ausKartenform bestehen bleiben. Aufgehoben wird die Ausgabe von die letzten aus Marseille eingetroffenen Nachrichten, welche das wärtigen Angelegenheiten mit der Regierung durch Dick und Dünn Arbeiter- Monatsfarten, Arbeiter Rückfahrkarten, festen Rund- Ende des Ausstandes als bevorstehend bezeichnen. Der waten zu müssen glaubt. In England zwingt man die Regierung, reisekarten, Sonntags- Fahrkarten. Bestehen bleiben die Minister des Auswärtigen Delcassé brachte die Abmachung zur Sprache, Erklärungen abzugeben, in Deutschland spielt in dergleichen Affairen Breisermäßigungen für Kinder, Ausflüge zu wissenschaft- welche mit Benezuela im Februar abgeschlossen und im April genehmigt selbst die am weitesten links stehende bürgerliche Oppofitian im Gelichen und belehrenden Zwecken, Schulfahrten und Ferienkolonien, ist und die die Rechtsansprüche der französischen Staatsangehörigen zum fühle ihres beschränkten Unterthanen Verstandes den freiwilligen milde Zwede, wehrpflichtige Angehörige der östreichisch- ungarischen Gegenstand hat. Diese, äußerte Delcassé, tönnten ebenso wie die Gas Regierungskommissar: Monarchie, Berwaltungssonderzüge, nach Festlegung in jedem rantien, welche sie erhalten hätten, durch die Ereignisse der einzelnen Falle. Bestehen bleiben ohne Preisänderung die Schüler- legten Zeit nicht berührt werden. Beweist schon die Haltung des Parlaments die farten, die Arbeiter- Wochenkarten. Bestehen bleiben die Monats englische Kriegsmüdigkeit, farten; zur Frage steht, ob die Preise nach 22 oder nach 25 Fahrten ein Dekret unterzeichnet, wonach die Seeleute vom 1. Januar 1903 drastischer zum Ausdruck. Die Unterstüßungskaffe der Seeleute. Der Marineminister hat so kommt in der englischen Preise diese Stimmung noch viel zu bilden sind. ab nur noch ein Drittel in die für sie errichtete Unterstüßungskasse stimmend die„ Brest. 3tg." und die Köln. 3tg." aus London So lassen sich dem Sinne nach übereinzu zahlen haben. Außerdem ist das Marimum, welches für die zwei lezten Klassen pro Monat 2 Fr. betrug, auf 1,33 Fr. reduciert. -200 V V Ausland. Die Streitbewegung in Marseille. Paris, 14. Dezember.( Eig. Ber.) Die Entwickelung des SeeTeute- Streits zeigt neben der unverwüstlichen Kampfluft der organifierten französischen Arbeiter auch ihre Befangenheit in illusionären Generalstreit- Vorstellungen. Dänemark. 12. Dezember dem dänischen Landsthing 5 Gefeßentwürfe für die Wahlrechtsreform für die Färöer. Der Justizminister hai am Färöer vorgelegt, die zum Teil von großer politischer Bedeutung sind und den Bewohnern jener fernen Juseln im atlantischen Ocean Daß die Seeleute einstimmig den Schiedsgerichtsvorschlag der mehr politisches Recht verleihen, als das Bolt im Mutteriande besitzt. Regierung, ebenso übrigens wie die Schiffscompagnien, verworfen Zwei der Gesezentwürfe beziehen sich auf Einführung des haben, ist vor allem aufs Conto der Erfahrungen des Bergarbeiter allgemeinen, gleichen Wahlrechts für die Gemeindevertretung und streiks zu setzen. Dagegen haben dieselben Erfahrungen sie nicht um Thorshavn sollen alle Steuerzahler, Männer sowohl wie Frauen das färöersche Lagthing. Für die Gemeindevertretung der Stadt Haaresbreite in ihrem Generalstreik- Glauben wankend machen vom 25. Lebensjahr an das gleiche Wahlrecht haben, die Einteilung tönnen. Trotzdem unmittelbar nach der Rückkehr der Bergarbeiter in Wählerklassen wird aufgehoben. Für die Wahlen zum Lagthing in die Gruben auch nur von einem nennenstverten Generalstreit wird das allgemeine gleiche Wahlrecht eingeführt, alle GenfusVersuch nicht die Rede sein kann, haben die Leiter der Marseiller bestimmungen werden aufgehoben. Für beide Körperschaften soll das Bewegung einen Generalstreit- Aufruf an das gesamte französische Proportional- Wahlsystem maßgebend sein und die geheime Proletariat erlassen. Und zwar denken sie dabei an den General- Stimma bgabe eingeführt werden. Da das Lagthing den Abstreit, d. H. an die unmittelbare Einleitung der socialen Revolution! geordneten der Faröer für das dänische Landsthing zu wählen Zugleich mit der Ablehnung des Schiedgerichts- Vorschlages wurde hat, so wird in dieſem einen Fall das allgemeine Wahlrecht von den Streifenden beschlossen, ihre besonderen beruflichen Forde- weiterer Gesezentwurf handelt von der Einführung der geheimen indirett für das dänische Herrenhaus maßgebend werden. rungen aufzugeben, um nur noch für die vollständige Befreiung der Stimmabgabe bei den Wahlen zum dänischen Follething, die bis jetzt Arbeiter zu kämpfen". In einer andern Versammlungsresolution auf den Färöern öffentlich ist. Schließlich wird noch eine Aenderung beschloß, man mit sämtlichen Berufen sich zusammen zu schließen für der Armengeschgebung vorgeschlagen, wonach, in Ucbereinstimmung den Generalstreik und die sociale Revolution". mit den im Mutterlande geltenden Bestimmungen, der Kreis Unterstübungen öffentlichen Venezuela. aus Der Bantierkrieg vor dem Unterhaus. Ein melden: Ein großer Teil, ja fast das ganze Heer der englischen Zeitungen bläst in der Venezuela- Frage zum Rückzuge. Die Attion ist, man kann nicht recht sehen, aus welchem Grunde, höchst unpopulär. Jedenfalls ist hier mit der allgemeinen Annahme zu rechnen, daß Deutschland England wider seinen Willen in die Affaire verwickelt hat und daß die offiziell allerdings bestrittene, thatsächlich aber offenbar vorhandene Gemeinschaftlichkeit der Aktion einen Erfolg der deutschen Diplomatie bildet. Dieses Gefühl hat ohne Zweifel dazu beigetragen, den Standpunkt der Regierung zu erschweren, und es wäre durchaus nicht zu verwundern, wenn die unvorsichtigen Artikel einzelner englischer Blätter dazu beitrügen, die Anhänger des Präsidenten Castro sowie diesen selbst in ihrer Haltung zu bestärken, in der Hoffnung, daß England sich von der ganzen Angelegenheit zurückziehen könne. Die Angst vor einem Konflikt mit den Vereinigten Staaten macht sich hierzulande immer stärker bemerkbar. So sagt die„ Daily Mail" allen Ernstes:„ Man fann nicht leugnen, daß, falls England gezivungen ist, strengere Maßregeln gegen die Venezolaner zu ergreifen, die Gefahr einer Reibung mit den Vereinigten Staaten vorliegt. Run, ivir in England haben keine Ursache, uns mit der englisch sprechenden Rasse, die jenseits des Oceans herrscht, zu streiten. Wir haben der Monroe- Doktrin zugestimmt, und wir sind entschlossen, uns den guten Willen Amerikas zu sichern. Es wäre unsrerseits Flug ivenit gehandelt, tvir flar machten, day zwischen England und Deutschland feine Kooperation werden eristiert.... Wir unfren eignen Weg beim Eintreiben von Forderungen gehen, die weit gefügiger sind als dic der Deutschen, und wir werden uns nicht auf große Expeditionen einlassen." Wie sehr die englische Regierung trog ihrer Ablehnung der oppofitionellen Parlamentstritit das Zusammengehen mit der deutschen Regierung unangenehm empfindet, beweist ihre Erklärung. daß die Zerstörung der venezolanischen Kriegsschiffe lediglich das Werk der Deutschen gewesen sei und daß die Verantwortung für diesen Att ganz allein dem deutschen Flottentommandanten resp. der deutschen Regierung zufalle! habe! Für die Stimmung der englischen Presse ist auch eine Meldung Ferner hat der Verband der eingeschriebenen Seeleute die all- derjenigen gemeine Konföderation der Arbeit( die gewerkschaftliche Landes- Mitteln, die nicht als Armenuuterstübung gelten, auf die Erziehung, Versorgung, Stur und Pflege organisation) eingeladen, das Signal zum„ befreienden Generalstreit" zubon Epileptikern, dioten, Krüppeln, Tuberkulosen, geben. Die Konföderation steht bekanntlich durchaus auf dem Boden Skrophulosen und des socialrevolutionären Generalstreiks. Dennoch hat ihr Vorstand wird. Allgemeine Unterstügung in Kranfheitsfällen gilt schon jetzt Lupuskranken ausgedehnt die Marseiller Einladung abgelehnt. In der legten Nummer der nicht als Armenunterstützung. Bekanntlich werden dem Berliner Voir du Peuple"( Boltsstimme), des Wochenblattes der Konföderation, Arbeiter schon Krankenhausschulden, selbst wenn er sie schon bezahlt heißt es darüber zutreffend:" Die Konföderation ist kein Jupiter, hat, noch als Armenunterſtüßung angerechnet. Hier sollte man sich fie verfügt nicht nach Belieben über den Donner des Generalstreite. jenen Gesetzentwurf zum Muster nehmen. Wollte sie übrigens die Jupiterrolle spielen, so würde sie bald diesen Donner unschädlich machen... Der Generalstreit ist keine sociale Erscheinung, die sich hervorzaubern und durch einen bloßen Aufruf defretieren läßt..." Weiter wird noch auf die mangelhafte Organisation hingewiesen, sowie auf die ungünstige Situation In der Montagssigung des Unterhaufes begründete Schwann selbst im Vergleich mit der Zeit des jüngsten Bergarbeiter-( liberal) feinen Antrag auf Vertagung des Hauses und beklagt sich aller neuesten Datums bezeichnend. Wie vom Dienstag streits. Die Leiter der Konföderation sind also immerhin vom über den geringen Umfang der seitens der Regierung über aus London gelabelt wird, kommentieren die Morgenblätter die se öhler glauben an den Generalstreik entfernt, obwohl die führt aus, daß er die englischen Ansprüche für eine kaum aus- Die„ Times" sagen, die in dem Weißbuche enthaltenen Veröffentdie venezolanischen Angelegenheiten erteilten Auskunft. Er gestrigen Reden im Parlament und das Erscheinen des Weißbuches. Verbreitung dieses Glaubens unter den ungeschulten Arbeitern auf reichende Grundlage für ein so drastisches Vor- lichungen seien sehr mager; alsdann macht das Blatt eine Anihren Einfluß zurückzuführen ist. gehenhalte. Philipps( liberal) unterstützt den Antrag und Die Unreife der Marſeiller Bewegung zeigt sich auch sonst drastisch ersucht die Regierung dringend, eine schiedsgerichtliche Entspielung auf den Schiedsgerichts- Vorschlag der amerigenug. Unter dem Eindruck des von den miniſteriellen Socialisten ich eidung anzunehmen. Cranborne erwidert, die Regierung anischen Regierung und erklärt, England werde glücklich in entscheidender Weise beeinflußten Bergarbeiterstreiks haben sie jet verflichtet, die notwendigen politischen Pflichten, die zwischen den sein, wenn der jezige Konflikt von einem kompetenten und unim Gegensatz zu den bisherigen Gepflogenheiten beschlossen, auf Nationen bestehen, zu erfüllen. Die Regierung der Vereinigten parteiischen Schiedsgericht gelöst werden könne. jegliche Mitwirtung seitens der" politiciens"( Politikaſter) zu ver- Standpunkt eingenommen und eingefchen, daß das Verlangen gegebene Erklärung Cranbornes, daß die Regierung den habe einen verständigen und vernünftigen Bezeichnend ist auch die am Dienstag im Unterhaus abichten. Damit haben sie also die Socialisten beider Richtungen Englands, die venezolanische Regierung solle ihre Pflichten Schiedsgerichts- Vorschlag Castros noch nicht abgelehnt von der Bewegung ferngehalten, obwohl ihr Beschluß nur in Bezug erfüllen, und die Rechte der britischen Unterthanen achten, auf die ministerielle Richtung gerechtfertigt wäre. Auf der andern keineswegs eine Verlegung der Monrocdoktrin sei. Kein Land Scite aber ließ sich Rivelli, der Generalsekretär des Seeleute- sei mehr darauf bedacht gewefen als England, die Regierung Die deutsche Regierung scheint dagegen noch immer bei der Verbandes, dazu verleiten, in einer Streitversammlung eine„ revo- der Vereinigten Staaten in der Aufrechterhaltung dieser Doktrin zu Taktik der gepanzerten Faust lutionäre" Solidaritäts- Erklärung seitens eines Totalen nationa- unterstügen.( Beifall.) Die englische Regierung würde solche strenge beharren zu wollen. Wird doch aus Kiel gemeldet: listischen Komitees zur Verlesung zu bringen, eine Erklärung, die nicht Maßregeln nicht unternommen haben, wenn es sich nicht um An- Am Montagvormittag begann die Besichtigung der Bauzerdeckanders von einem Lockspikel abgefaßt werden könnte. Es heißt darin: griffe auf die Freiheit und das Besitztum englischer Unterthanen ge- Kreuzer Niobe"," Ariadne" und" Amazone" auf Kriegsbereitschaft „ Das populäre nationalistische Komitee... hat beschlossen, voll und handelt hätte. Der Beschlagnahme der Kanonenboote wird eine durch den zweiten Admiral des I. Geschwaders, Konteradmiral ganz der Befreiung( sic) des französischen Proletariats durch den lockade folgen, wenn Venezuela nicht nachgiebt, wir beabsichtigen Borkenhagen. Nach der morgen bevorstehenden Beendigung der Beaber, die Blockade unter aller Rücksichtnahme auf die Generalstreit beizutreten, der die ökonomische Revolution machen Interessen Neutraler und soweit wie möglich des Interesses sichtigung werden die Kreuzer sich nach Wilhelmshaven bewird. Das Komitee lädt die französischen Revolutionäre ein, Benezuelas selbst durchzuführen. Campbell Bannerman geben, um dort die letzte Ausrüstung für die Expedition nach sich mit Waffen und Munition zu versehen und er- erklärt darauf, Cranborne habe da Salt gemacht, wo er hätte be- Venezuela an Bord zu nehmen. Ferner hat das Schulbarmungslos jedermann niederzuschießen, der im ginnen sollen, wenn es nach den Wünschen der Opposition ginge. fchiff Stoich", Kommandant Kapt. 3. S. Janke, den Befehl erhalten, Moment der revolutionären Aktion erlahmen Die Opposition wünsche Kenntnis zu erhalten von den Gründen seine lebungsfahrten im westindischen Archipel zu unterbrechen und wird..." Unterzeichnet vom Vorsitzenden des Komitees, der age bezüglich Venezuelas und den Absichten und Aussichten sich mit dem deutschen Blockadegeschwader vor La Guayra zu ver Castellani, einem nationalistischen Standidaten in den letzten der Regierung bei der Ausführung der von ihr begonnenen Politit. einigen, was inzwischen bereits geschehen ist. Auch das Schulfchiff Redner bedauert, daß nicht Leute, die in Venezuela Ueber die Zusammenstöße zwischen Polizei und Streifenden hat befragt worden seien. Er sei für möglichst gute Beziehungen der Ereignisse nicht fern. geschäftlich interessiert sind, vor Beginn der Aktion" Charlotte", Kommandant Kapt. 3. S. Mandt, ist dem Schauplatz der Telegraph bereits berichtet. Die Regierung hat die zwischen England und Deutschland und freue sich, daß diese beiden Die Erekution fann aber verflucht teuer werden! Generalstreikwendung der Betvegung und insbesondere die Länder gemeinschaftlich vorgehen, aber England sei ein gut Hoffentlich beachtet aber die deutsche Regierung noch in legter nationalistische Zuſchrift eifrig zu ordnungsretterischen Zwecken Stüd über eine gemeinsame Aktion oder ein Stunde die englischen Warnungssignale, namentlich aber auch die benutzt. Neben Castellani, der übrigens nach einer bürger- 3usammenwirken hinausgegangen in dieser AngelegenStimmung in Amerika, lichen Meldung von den Ausständigen für einen Lockfpigel erklärt heit und beide Länder müßten nun zusammen stehen oder fallen. die gegenüber Deutschland immer gereizter wird. So wird wird, wurde auch Rivelli wegen„ Aufforderung zum Totschlag" England sei mit Händen und Füßen an Deutsch dem„ Tag" aus New York gemeldet: verhaftet. Ferner werden zahlreiche Haussuchungen vorgenommen, davon habe, was Deutschlands Forderungen feien. land gebunden, ohne daß das Land auch nur eine Ahnung vom verstärkten militärischen Aufgebot schon gar nicht zu reden. spreche nicht Englands Interesse. Cranborne habe Kurz, die„ demokratische" Regierung treibt die übliche kapitalistische nichts von der äußerst wichtigen Mitteilung der VerEinschüchterungsaktion, um die Bewegung zu erbrücken, die wenigstens einigten Staaten gesagt, und doch würde überall Befriedigung in den Mittelmeer- Häfen um sich greift und Anfänge eines lokalen herrschen, wenn diese Mitteilung von solcher Beschaffenheit wäre, daß Generalausstandes gezeitigt hat. fie zur friedlichen Lösung dieser allem Anschein nach doch etwas peinlichen Angelegenheit führen könnte. Wahlen. " „ Sier verschärft sich die Stimmung, man verlangt, daß die Union einschreite, und behauptet, daß England schon nachgeben werde, wenn auch Deutschland hart bleiben sollte. Durch Verbreitung derartiger Darstellungen wird eine eifrige Stimmungmache gegen Deutschland betrieben." Ferner:„ Aus Washington wird telegraphiert, es sei nicht ausgeschlossen, daß die Union ihre paffive Haltung aufgeben werde, falls der Versuch gemacht würde, die Friedensblockade gegen amerikanische Schiffe durchzuseßen. Staatssekretär Hay teilte Deutschland mit, amerikanische Schiffe dürften nicht aufgehalten werden, außer wenn die Behinderung sich auf die gesamte Schifffahrt erstrede. Die Note spricht Mißbilligung jeglicher Anhaltung von Schiffen aus. Da regelmäßige Linien amerikanischer Dampfer venezolanische Häfen in furzen Zwischenräumen anlaufen, müsse bald ein Probefall erfolgen. Caftros Vorschlag einer gütlichen Beilegung des Streites fei von Bowen angeregt worden. Die Haltung Benezuelas. Der Streit dauert fort. Der Marineminister Belletan hat eine Premierminister Balfour führt aus, daß die Schwierigkeit der Erklärung abgegeben, in der es heißt: Die jebigen Forderungen der venezolanischen Frage in der gewaltthätigen Weise liege, in welcher Seeleute gingen weit darüber hinaus, was sie chedem verlangt hätten, die Regierung Venezuelas gegen die Rechte britischer Seeleute es sei der sociale Stampf, den die Streikenden führten. Er bedauere und Schiffsreeder vorgegangen sei, sie behandelt habe, wie die Haltung der Leiter des Streits, die nichts mehr mit den ur- feine andre Nation der Welt es gethan habe, und die englischen sprünglichen Motiven desselben zu thun habe. Trotzdem habe er eine Vorstellungen kaum einer Antwort gewürdigt habe. Es habe sich Untersuchung über die Arbeitsverhältnisse an Bord angeordnet, die eine unerträgliche Lage herausgestellt, welche ein Vorgehen Resultate derselben würden einer Stommission übergeben, welche ge- erforderlich gemacht habe. Er bestreite, daß dieses Vorgehen eignete Reformen in Vorschlag zu bringen habe. Einige Bäder- ungerechtfertigt voreilig sei. Campbell Bannerman fcheint getvünscht und Schlächterläden sind von der Wasse attackiert worden; ein Teil zu haben, daß man mit Deutschland auf Grund seiner( Bannermans) der Geschäftsinhaber hat seine Läden geschlossen. Die Tischler ver- eigenartigen Forderungen zusammenwirte. Aber war das der richtige Nach einer Depesche aus Caracas fand dort, als die Nachricht anstalten eine Urabstimmung ihrer Mitglieder über den eventuellen Weg, mit einem fremden Staate eine Allianz für triegerische Zwede von dem Bombardement von Puerto Cabello eintraf, eine aufAnschluß an den Generalstreik. An Stelle des verhafteten Rivelli einzugehen, wenn Sie sagen, Sie wollen Seite an Seite mit ihm geregte Demonstration statt. 3ehntausend Mensch eit haben die Streikenden ihren Genossen Gailfand zum Leiter ernannt fämpfen, so lange, als es Ihnen gefällt, und daß Sie, wenn es marschierten durch die Straßen und vor Castros und im übrigen die Fortsetzung des Streits beschlossen. Ihnen nicht mehr paßt, den Bundesgenossen allein den Kampf fort Balast, wo sie Waffen verlangten und Vergeltung Marseille, 16. Dezember.( W. T. B.) Eine Versammlung fegen lassen?( Beifall.) Wenige Verbündete würden geneigt sein, mit gegen Deutsche und Engländer heischten. Caftro fagte:„ Wir von civa 6000 Marinereservisten sprach sich gestern abend zwar im uns auf der von Campbell Bannerman gewünschten Grundlage fämpfen gegen feine friedlichen deutschen und engBrincip für die Fortsetzung des Ausstandes aus, doch ließen sich viele vorzugehen." Der Minister führt ferner aus, soweit finanzielle lischen Bewohner, muur gegen die bewaffnet kommenden. Marinereservisten in die Listen der Handelsmarine eintragen, und Ansprüche in Betracht tamen, sei die Regierung bereit ge- Venezuela foll sich gemäß seiner Civilisation benchmen. Der Präman glaubt, daß der Ausstand bald sein Ende erreichen werde. Die wesen, in ein Schiedsgericht zu willigen, durch fident riet zur Besonnenheit; er werde seine Pflicht thun und übrigen Arbeiter- Genossenschaften erhielten eine Aufforderung, die welches die Forderungen genau festgesetzt würden. Die Regierung wenn nötig sein Leben für die Ehre Venezuelas opfern. wurde. In Guayaquil( Ecuador) fand eine starke Demonstration über Tocugito nach San Carlos. Außerdem erwarb die Gesellschaft stände hervorhob, die geeignet sind, den Beschluß der Gewerkschaftsfür Benezuela statt. Es wurde eine Massenversammlung die ursprünglich dem Ingenieur Reginald Peingle erteilte und so- Kommission, die dem Kartell angeschlossenen Gewerkschaften nicht mehr abgehalten, worauf eine große Menschenmenge vor das venezolanische dann an die„ Venezuela Central Railway Co. Ld." übertragene Kon- als gleichberechtigt anzuerkennen, zu rechtfertigen. Der Redner Konsulat zog und hochrufe auf Castro und Venezuela zession vom 2. Februar, 8, und 18. April 1885 für die Teilstrecke empfahl eine Resolution, worin das Vorgehen der Gewerkschaftsausbrachte. Es wurde ein Beschluß angenommen, den Präsidenten Valencia- San Mateo( Cagua) lant des unterm 30. Mai bezw. Kommission durchaus gebilligt, aber Zeit und Form zu diesem Bruch zu ersuchen, gegen das Vorgehen der verbündeten Mächte zu 7. Juli 1891 feitens der Vereinigten Staaten von Venezuela ge- der bisher geübten Loyalität als nicht günstig gewählt" bezeichnet protestieren. nehmigten Vertrages vom 17. Dezember 1890.. In der Diskussion sprachen sich die meisten Redner mehr Wie aus Caracas gemeldet wird, werfen die Engländer in Nach der Konzession ist die Gesellschaft berechtigt, sich auf jeden oder minder scharf gegen das Vorgehen der Gewerkschafts- Rommission der Umgegend von San Felice Schüzengräben auf. Die Kilometer fertige Bahn( die Gesamtstrecke beträgt 179 Kilometer) aus. Bei der Abstimmung wurde die von Krebs eingebrachte Mesovenezolanischen Truppen verfügen im Falle 100 hektar Staatsländereien in irgend einem Teile von Venezuela lution gegen 6 Stimmen abgelehnt und folgende Resolution angeeines Konflittes über 32247 aufer und 9000 Re- frei überweisen zu lassen, auch verbürgte die Benezuela- Regierung nommen: mingtongewehre sowie über einige Geschüße. auf die Dauer von 99 Jahren eine Verzinsung von 7 Proz. in Gold„ Die Versammlung der Stuccateure spricht der GewerkschaftsAlle diese Nachrichten beweisen, daß die Situation eine überaus für ein Anlagekapital von 12 800 Pfund Sterling pro Kilometer. Kommission für ihr undemokratisches Verhalten gegenüber den kritische ist und daß es thöricht wäre, mit dem Feuer, das man Diese Verpflichtungen sind von der Regierung von Venezuela fast Lokalisten ihre Mißbilligung aus; den Lokalisten aber ebenfalls entfacht hat, auch noch fernerhin zu spielen. Wenn dem nicht erfüllt. Alle Vorstellungen blieben ohne Erfolg und erhielt die wegen ihrer Proklamation, die Wahlenthaltung bei den Gewerbegegenüber auch einige anscheinend günstige Meldungen vorliegen, Regierung bis 31. Dezember 1895 im Betrage von 7 229 738 Bolivares Gesellschaft zur Ablösung der rückständigen Garantieverpflichtungen der gerichts- Wahlen betreffend." Für die Meeraner Weber bewilligte die Versammlung aus der wonach die von Castro amnestierten Rebellenführer und unter Verzichtleistung der Gesellschaft auf die fernere 7 Proz. Garantie Filialkasse 200 M. einen neuen Butschversuch zu inscenieren beabsichtigen und sich laut Vertrag vom 18. April 1896 33 000 000 Bolivares fünfdem General Macos anschlossen, der eine neue Erhebung prozentiger Obligationen der laut Gesez vom 1. April 1896 in Mitgliederversammlung am 8. d. M. ein Referat Pipenhagens entDer Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter nahm in feiner plane und Castro zu stürzen hoffe, so würden diese Nachrichten, Höhe von 50 Millionen Bolivares aufgenommenen Anleihe. vernünftig betrachtet, doch eher für Deutschland ungünstig zu Alle Vorstellungen bei der venezolanischen Regierung, Zahlungen gegen über das Verhalten der Berliner Gewerkschafts- Kommission in betreff der Gewerbegerichts- Wahlen. Es wurde hierzu eine Redeuten sein. Wird Venezuela in neue revolutionäre auf die fünfprozentige Anleihe von 1896, auf die Frachtschulden und Birren gestürzt, so würden damit Deutschlands Aussichten, seine auf die für die Bahnzerstörung reklamierten Beträge zu leisten, folution angenommen, in der gesagt wird: Die Versammlung verZins- und Schadensersatz- Ansprüche beglichen zu sehen, abermals in blieben bis jest erfolglos. Infolge der Revolution von 1899 urteilt mit aller Entschiedenheit die Vergewaltigung der im Kartell Zins- und Schadensersatz- Ansprüche beglichen zu sehen, abermals in forderte die Gesellschaft 710 275 Bolivares Schadensersatz. Kapital: Kommission, und spricht dem Ausschuß des Gewerkschafts- Kartells vereinigten Gewerkschaften seitens der Berliner Gewerkschaftseine unabsehbare Zukunft verschoben. Man sollte also der 60 000 000 m." Stimme der Vernunft endlich Gehör geben, ehe es zu spät ist. Bemerkt sei noch, daß sich zur Zeit die Forderungen der Bahn ihr volles Vertrauen aus. an die venezolanische Regierung auf ungefähr 8 Millionen Mark Die Freie Vereinigung der Asphalteure, Pappdachdecker und verbelaufen. wandter Berufsgenossen hielt am 14. d. M. ihre General- Versammlung Hus Induftrie und Handel. Zur Entwicklung der Elektricitätsindustrie. Ueber die enorme der Kassierer Klopp den Kassenbericht. Eingegangen sind in diesem ab. Zunächst gab der Vorsitzende den Jahresbericht, dann erstattete Wirtschaftliche Lage der Bereinigten Staaten von Amerika. Jahrzehnt erfahren hat, geben die zur Erzeugung von elektrischem Jahre 2122,25 M., demgegenüber eine Ausgabe von 916,25 M. stand, James J. Hill, der Präsident der Great Northern- Bahn und Strom verwendeten Dampfmaschinen in Preußen Aufschluß. Danach demnach bleibt ein Ueberschuß von 1206,00 M. Zu bemerken ist noch, zugleich mit Morgan Leiter der Northern Securities Company, wurden ausschließlich zur Erzeugung von Elektricität benut Nachdem der Geiverk äußerte nach Meldung der Pariser Ausgabe des " New am 1. April 1902 3669 Dampfmaschinen mit 470 854 Pferde- schaftsdelegierte Julius Täubner seinen Bericht erstattet hatte, York Herald", daß die wirtschaftliche Entwid- fräften gegen 998 Dampfmaschinen mit 55 396 Pferde- wurde derselbe einstimmig wiedergewählt. Die Neuwahl des Vorlung der Vereinigten Staaten ihren Höhe- fräften zu Anfang des Jahres Ferner dienten standes gestaltete sich folgendermaßen: als 1. Vorsitzender wurde punkt überschritten habe und man nicht erwarten teilweise zur Erzeugung von Elektricität am 1. April 1902 Weiglin, als 1. Kassierer Klopp, als 1. Schriftführer Falkenthal, dürfe, daß die Verhältnisse fernerhin ebenso günſtige bleiben werden, 1259 Dampfmaschinen mit 102 551 Pferdefräften, hingegen in 1892 wiedergewählt. Sermerschmidi wurde als 2. Borsigender, Hartlieb nur 262 Dampfmaschinen mit 13 691 Pferdestärken. Die Zahl der als 2. Kassierer. Hoppmann als 2. Schriftführer, Banisch und Meyer wie fie es jetzt feien. Es sei eine ungeheure lleberproduktion an Dampfmaschinen hat sich also in den zehn Jahren vervierfacht, ihre als Revisoren gewählt. Als Bezirkstassierer wurden witte, Rathey, Fabrikaten entstanden. Das Land habe sich weiter entwickelt, aber Leistungsfähigkeit ist auf mehr als das Achtfache gestiegen. Auf Erbe, Sübner und Franke gewählt. Ein Antrag, daß den kranken die Reaktion stehe vor der Thür. Die Lage werde von jetzt an sich Berlin entfallen allein 335 zur Erzeugung von Elektricität dienende Mitgliedern, die bisher vom Krankengeld abgezogenen 4 Wochenschwieriger gestalten. Dampfmaschinen mit 79 845 Pferdefräften. 1892. ogniz Sociale Rechtspflege. daß sich 175 Kollegen aufnehmen ließen. beiträge unentgeltlich abgestempelt werden, wurde einstimmig angenommen. Letzte Nachrichten und Depeschen. " Festgefahren. Der venozelanische Konflikt. Die Nachricht bringt nichts Neues. Für den, der die wechselnde Gestaltung des amerikanischen Marktes verfolgt hat, ist es schon seit einigen Monaten klar, daß troß der außerordentlich günstigen Ernte Amerika vor dem wirtschaftlichen Rückschlag steht; immerhin ist es interessant, daß nun auch Hill, der keineswegs des Pessimismus Die Kurbelstepperin D., die das Arbeitsverhältnis zu dem verdächtig ist, das Ende der glänzenden Aufschwungsperiode, die in Arbeitgeber Kaszynski selbst gelöst hatte, beanspruchte troßdem eine Berlin, 16. Dezember.( W. T. B.) Nach einer Meldung des den Vereinigten Staaten nach Beendigung des Krieges mit Spanien indem sie geltend machte, der Beklagte habe sie unzüchtig angefaßt. fich auf der Fahrt durch den Großen Belt nach Kiel befand, nördlich vierzehntägige Lohnentschädigung durch Klage beim Gewerbegericht, deutfchen Konfuls in Korför ist das Linienschiff Wittelsbach", welches einsetzte, für gekommen erachtet. Der große Der Beklagte bestritt dies und behauptete, er habe sich nur einen von Korför bei Halskov in dickem Nebel festgekommen. Zugleich berichtet„ Wolffs Telegraphen- Bureau":" Eine Anzahl Scherz erlaubt, indem er sie einhud, mit ihm in die Konkordiasäle Kreuzer Prinz Heinrich" ist bereits heute abend 8 Uhr von Kiel von Banken in New York und J. P. Morgan bildeten eine Ver- zu gehen. In der Verhandlung vor dem Gewerbegericht aus in See gegangen, um das Linienschiff bei den Versuchen, wieder einigung mit einem Kapital von 50 Millionen Dollar, um dem wurde festgestellt, daß die Klägerin nicht gleich nach den flott zu werden, zu unterstüßen. Geldmarkt bei der gegenwärtigen Schwierigkeit Darlehen zu ge- von ihr behaupteten Vorgängen die Arbeit aufgegeben währen. Die Vereinigung ist von dem Präsidenten der Ersten hatte, sondern noch einige Tage in der Werkstatt verblieben Rationalbank organisiert. Die Maßnahme ist lediglich ein Schutz des Gerichtshofes den Nat, die Klage zurückzunehmen. Er bemerkte, fragt an, ob für den Fall, daß die Beschlagnahme der venezoDer Vorsitzende, Gewerberichter v. Schulz, gab ihr namens London, 16. Dezember.( W. T. B.) Oberhaus. Lord Spencer mittel. Man fürchtet nicht, daß etwas von dem Kapital zur Zeit baß die Sache für die Klägerin, schon weil sie teine Zeugen habe, lanischen Schiffe die gewünschte Wirkung nicht habe, die Regierung sich als nötig erweisen werde, aber es soll für den Fall vorhanden ungünstig stehe. Dann aber miffe, wenn jemand trotz eigner Auf weitere Zwangsmaßnahmen gegen die venezolanische Regierung sein, daß sich eine Gelegenheit dafür bieten sollte." gabe der Arbeit noch eine Entschädigung verlange, weil er gezwungen plane. Minister des Aeußern Marquis of Lansdowne erwidert: In gewesen sei, ohne Junehaltung der Kändigungsfrist die Arbeit nieder- diesem Falle werden weitere Zwangsmaßnahmen zweifellos erforderzulegen, der Beweis hierfür ein zwingender sein. Es müsse die lich sein. Die Frage ist von der britischen Regierung in BeratUnmöglichkeit, länger im fraglichen Betriebe zu verweilen, sehr schlagung mit der deutschen Regierung erwogen worden, und es iſt deutlich dargethan werden. Das Verhalten der Klägerin, die noch bestimmt worden, daß unsre Entscheidung die sein werde, zu dent einige Zeit bei St. blieb, spreche hier gegen eine solche Unmöglichkeit. Mittel der Blockade der venezolanischen Häfen zu schreiten, von Die Klägerin blieb bei ihren Angaben, folgte aber dann dem denen einige von britischen und einige von deutschen Kriegsschiffen richterlichen Rate. zu blodieren fein würden. Es ist nicht beabsichtigt, eine britische Streitmacht zu landen, und noch weniger, venezolanisches Gebiet au besetzen. Die Hochfinanz, die schon seit Wochen durch riesige Interventionskäufe die Kurse der Bahn- und Truftaktien zu halten fucht, macht also eine neue Anstrengung, die Situation zu retten." Aber was find 50 Millionen Dollar, wenn auch nur einige der vielen noch schwebenden Trustprojekte durchgeführt werden? Die Vereinigungsattion dürfte kaum einen andern Zweck haben, als Stimmung zu machen und den Markt zu beruhigen. Die Ganz falsch gerechnet hatte man auch nicht; etwas Hauffestimmung war ja geſtern thatsächlich an der Börse vorhanden, aber im ganzen doch bitterwenig. So muß denn Schweinburg nachhelfen. Seine Berl. Pol. Nachr." schreiben: war. Verfammlungen. Börsenreform Bersprechungen. Nachdem der Zolltarif zur An nahme gelangt ist, würde man in gewissen, sogenannten maß Caracas, 16. Dezember.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) gebenden Kreisen es nicht ungern gesehen haben, wenn die Die politische Ausbeutung des Todes Krupps durch dienstwillige Auf die italienische Note hat Venezuela am Sonnabend geantwortet, Börse daraufhin eine recht kräftige Hausse infceniert hätte. Handlanger der reaktionären Scharfmacherfippe hat gestern abend eine die italienischen Ansprüche könnten nicht vor Niederwerfung des Es seien Gerichte in offizielle und offiziöse Preffe hätte dann erklären scharfe und unzweideutige Zurückweisung seitens der Berliner MetallAufstandes in Erwägung gezogen werden. tönnen:" Nichts lächerlicher, als die Behauptung, daß mit dem an arbeiter erfahren. Die vier Protestversammlungen, welche der Metall- Benezuela vorhanden, um über die aus der Revolution entstandenen genommenen Bolltarif keine günstigen Handelsverträge zu stande zu Ansprüche zu urteilen. Der italienische Ministerresident de Riva bringen fein sollen; die Börse, die Seele der Finanz, das Barometer arbeiter- Verband einberufen hatte, um der Deffentlichkeit die wahre hat sich telegraphisch um Instruktionen nach Nom gewandt. zu thun, waren überfüllt, der Wirtschaftsauffassung, die Industrie und Handel haben, antwortet Meinung der Arbeiter fund Brüffel, 16. Dezember.( W, T. B.) Repräsentantenkammer. bei weitem nicht alle, die mit Kurssteigerungen, dementiert also direkt die Angaben der social- und bei weitem gekommen waren, um Auf eine Anfrage wegen der Verhaftung des belgischen Generaldemokratischen und liberalen Presse!" Protest gegen die schamlose Ausnutzung schamlose Ausnutzung der Angelegenheit fonfuls in Caracas erwidert der Minister des Aeußern de Favereau, Krupp zu erheben, konnten Einlaß finden. Die Meinung, welche der Verweser des belgischen Generalkonsulats in Caracas fei gleichin den Versammlungen zum Ausdruck kam, wird denen recht un- zeitig mit einer Anzahl deutscher oder englischer Staatsangehöriger angenehm in den Ohren klingen, welche glaubten, daß sie aus den gesezt worden, und es sei ihm enſprechende Entschuldigung geboten berhaftet, aber, als der Jrrtum erkannt war, wieder in Freiheit " Daß, abgesehen von dem Reichshaushalts- Etat dem Reichstage fönnen zur Knebelung der Arbeiterbewegung. Reben, die der Kaiser in Essen und in Breslau hielt, Kapital schlagen worden. Mit dem Schuße der belgischen Intereffen sei der belgische nur noch die dringlichsten gesezgeberischen Vorschläge unterbreitet Bekanntlich hat Generalfonful beauftragt und derselbe habe Anweisungen erhalten, werden, liegt auf der Hand. Zu diesen dürfte aber jedenfalls die ein hiefiger Ingenieur- Verein eine mit Schmähungen gegen die die, falls sich neue Thatsachen ergeben, Ergänzung erfahren werden. Novelle zum Börsengeseze gehören. Sie bildet bis zu einem gewiffen Socialdemokratie verbrämte Kundgebung an die Firma Krupp zur La Guayra, 16. Dezember.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Grade eine Ergänzung der Zolltarif- Vorlage; wenn man von ihrer Unterschrift seitens der Arbeiter in verschiedenen Berliner Gestern früh find die englischen Kriegsschiffe Charybdis" und Verabschiedung eine Befferung unsres Erwerbslebens erhoffen Betrieben der Metallbranche in in Umlauf gesezt. Diefer Duait hier eingetroffen. Es entstand große Erregung; der darf, so, bildet hierfür doch eine entsprechende Berücksichtigung der Umstand mag die unmittelbare Veranlassung zur Einberufung Befehlshaber der Festung ersuchte die Konsuln von Franke, Bedürfnisse des Handels, insbesondere auch unsrer Bank und Börsen- der Versammlungen gewesen sein. Den Veranstaltern des Adressen Spanien und Holland, im Falle einer Landung englischer Truppen welt, eine unerläßliche Voraussetzung. Nur wenn auch dieses unfugs wurde gestern durch die Berliner Metallarbeiter, die darin er Befehle erhalten habe, den Blatz zu räumen, aber, wenn er an zu intervenieren und einen Angriff auf das Fort zu verhüten, da wichtige Glied unsres heimischen Erwerbslebens mit voller Kraft mitzuarbeiten im stande ist, wird sich die Gesundung unser Ver- 3eifellos mit der gesamten Berliner Arbeiterschaft überein- gegriffen werde, das Fort verteidigen würde. Die englischen Kriegshältnisse in der gewünschten Weise und in dem erwünschten Tempo stimmen, klar und bestimmt gesagt, daß die Arbeiter, fest schiffe find indessen um 5 Uhr nachmittags wieder abgefahren. überzeugt, day fie nur in vollziehen können. Deshalb ist es unerläßlich, daß in unmittel- davon Der Seemanns- Ausstand in Marseille beendet? barem Zusammenhange mit der grundlegenden Neuordnung die Vertreterin ihrer Interessen sehen, sich durch nichts von dieser unsrer Zoll- und Handelsverhältnisse auch dazu geschritten wird, Partei abwenden lassen, am allerwenigsten dadurch, daß Handlanger mit Ausnahme der eingeschriebenen Seeleute haben beschlossen, die Marseille, 16. Dezember.( W. T. B.) Alle Arbeiterverbände," wenigstens diejenigen Bestimmungen des Börsengesetzes einer des Unternehmertums„ Verleumdungen“ der Socialdemokratie auf- Arbeit wieder aufzunehmen, auch von den letzteren ist eine große Anzahl Revision zu unterziehen, welche dazu geführt haben, Treu und greifen und zu ihren Zweden auszunuzen suchen. Unfre focial- bereit, fich wieder anmustern zu laffen. Der Ausstand ist thatsächlich Glauben, die Grundlagen des ganzen Handels, vielfach in bedent- demokratische Ueberzeugung kann uns niemand rauben, von der beendet. Die Quaiarbeiter, Kohlenträger und Rollkutscher hatten licher Weise zu erschüttern, dadurch die Thätigkeit unfrer Börsen Socialdemokratie kann uns niemand trennen. Das ist die Meinung fich heute früh vollzählig zur Arbeit eingefunden. lahm zu legen und ihre Bedeutung für das heimische Erwerbsleben aller verständigen Arbeiter, die in den gestrigen Versammlungen zu vermindern." Ob das helfen wird? Die Berl. Pol. Nachr." scheinen doch zum Ausdruck gekommen ist. einwandes. der Socialdemokratie " Vermißtes Boot. Trotzdem mehrere die Börse in puncto Verstandeskraft etwas niedrig einzuschäßen. Die Metallbrücker befaßten sich am Donnerstag in einer gut Es dürfte wohl nur wenige Geschäftsleute geben, die nicht besuchten Versammlung eingehend mit der Erörterung ihrer miß- Triest, 16. Dezember.( B. H.) Ein Boot, auf welchem vier junge der Ansicht sind, daß die durch die Zolltarif- Annahme geschaffene lichen Branchenverhältnisse. Es sprachen hierzu u. a. der Branchen- Leute, darunter der Handelsangestellte Lübeck aus Breslau, am Sonntag Stellung der Konservativen und des Centrums zur Regierung einer vertreter Hartmann sowie Behrend und Cohen. Alle be- eine Vergnügungsfahrt nach Miramare unternahmen, wird vermißt gründlichen Börsengefez- Reform so ungünstig ist wie möglich. Was dauerten, daß nicht genügend Zusammenhalt unter den Drüdern fei, und dürfte infolge der Bora gesunken fein. allenfalls bei der versprochenen Reform" herauskommen dürfte, ist obwohl mehr wie die Hälfte der gesamten Berufskollegen der Dampfer ausgefandt wurden, das Boot zu suchen, sind alle Nacheine fleine Beschränkung des Rechts zur Erhebung des Differenz Organisation angehörte. Unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise forschungen erfolglos geblieben. mache sich dieser Uebelstand noch besonders unangenehm fühlbar. Den Frankfurt a. M., 16. Dezember.( B. S.). Eine Meldung der Die Große Venezuela Eisenbahn Gesellschaft in Hamburg, um heute höchstens noch die Ornamentendrücker, die übrigen bekommen Wiebzölle unter den Bundesregierungen ausgemacht worden ist. feiner Beit festgefeßten Minimallohn von 50 Pf. pro Stunde erhalten K. Br." aus Süddeutschland besagt, daß eine Grenze für derentwillen in der Hauptsache Deutschland seine Kriegsaktion gegen 45, 40 Pf. und noch weniger. Arbeitslos meldeten jich in diesem Dieselbe werde sich aus dem Gange der Handelsvertrags- VerhandBenezuela unternommen hat, ist, wie wenigen bekannt sein dürfte, Jahre 205 Kollegen, 70 davon wurde Arbeit vermittelt; eine große lungen ergeben, in denen die Viehzölle Compensations ein Kruppsches Vermächtnis, denn ein Ober- Ingenieur dieser Firma Bahl wurde nur in verkürzter Tagesschicht beschäftigt. Eine Plage obiette feien. war es, dem 1887 die venezolanische Regierung die Konzession zum für den Beruf ist auch das stetig zunehmende Zwischenmeister- baldigit beginnen. Eine Sündigung der Handelsverträge sei nicht in Die Handelsvertrags- Verhandlungen würden Bau einer Bahn von Caracas nach Valencia verlieh. Im Handbuch System sowie die Lehrlingszüchterei. Es giebt Betriebe, in denen der deutschen Aktiengesellschaften, 1900/01, heißt es darüber: Große Venezuela Eisenbahn Gesellschaft in 0 Hamburg, Adolfsbrücke Nr. 10. # Gegründet: Am 20. November 1888. Aussicht genommen. Mailand, 16. Dezember.( W. T. B.) Der Ausstand der Angestellten der Straßenbahn ist infolge einer Einigung mit der Verwaltung der Bahn beendet. Barcelona, 16. Dezember.( W. T. B.) In der Nähe von Berga fand auf einem vier Quadratkilometer großen Landgebiet ein Erdsturz statt, durch welchen mehrere Häuser verschüttet wurden. Die Bevölkerung flüchtete sich. Man nimmt an, daß die Katastrophe auf die durch nahegelegene Kohlengruben verursachte Unterwühlung des Bodens zurückzuführen ist. 10-15 Lehrlinge thätig sind. Zur Beseitigung dieser Mißstände schlugen die einzelnen Redner vor: Aufnahme einer genauen Statistik zur Orientierung über die thatsächlichen Verhältnisse, und Ausbau der Organisation durch besondere Pflege des Vertrauensmänner Systems. Eine dahingehende Resolution fand einstimmige Annahme. Letzte Statutenänderung: 20. Juni 1899. 3ived: Stuccateure. Neber„ Die Taktik der GewertschaftsEriverbung einer seitens der Republik Venezuela der Firma Kommission in der lezten Zeit" wurde am Montag in Fr. Krupp in Essen erteilten und dem Gesellschaftsvertrage vor einer Filial- Versammlung des Centralverbandes der Stuccateure dis gedruckten Konzession vom 8, Juli 1887 bezw. 30. Juli 1888 und kutiert, die in Franks Festfälen tagte. Der Vorsitzende rebs 3. August 1888 zum Bau einer Eisenbahn von Caracas nach Cagua, leitete die Verhandlungen durch ein Referat ein, toorin ec ausführ- Aurillac, 16. Dezember.( W. T. B.) Gestern abend fand in Ausrüstung und Betrieb dieser Eisenbahn sowie der in der Kon- lich die Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung und der Streitigkeiten einer Kohlengrube zu Champagnac eine Explosion schlagender zeffion bereits vorgesehenen Fortsetzung der Linie Caracas- Cagua| zwischen den beiden Richtungen schilderte und die Gründe und Um- Wetter statt, wodurch acht Arbeiter getötet und sechs verlegt wurden. Verantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Nr. 294. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Nachrichten. Mittwoch, 17. Dezember 1902. Kassenrevisionen, Vergnügen, Gesangsangelegenheiten 2c. Die Polizei hebt, so kann das nur geschehen in der Absicht, sich bei den Behörden in habe nie Anlaß genommen, seine Versammlungen zu überwachen. empfehlende Erinnerung zu bringen, und sich von diesen als Der Vereinsball sei auch keine Versammlung. Instrument gegen die Bestrebungen der Klassenbewußten Eisenbahner Gemeindewahlen. In Aschersleben errangen die ParteiDer Regierungspräsident beantragte die Abweisung der Klage benutzen zu lassen. Es scheint hiernach begreiflich, daß die Eisenbahngenossen bei der Stichwahl einen erfreulichen Sieg. Unser Kandidat und verstieg sich zu folgender wunderbaren Logik: Der Verein habe behörden keine Ursache haben, eine solche Organisation zu untererhielt 662, der Gegner 621 Stimmen. Bei der Hauptwahl hatten Versammlung hatte und in der der Socialdemokrat Deinert aus bei der Maifeier mitgewirkt, die die Form einer socialdemokratischen brücken. wir 564, der Gegner 606 Stimmen. Es ist der erste Socialdemokrat, der gewählt wurde. Hamburg einen politischen Vortrag im Sinne der socialdemokratischen Abschluß eines zwischen Arbeitern und Unternehmern vereinbarten Die Lohnbewegung der Zwickauer Brauerei- Arbeiter hat mit dem Im Königreich Sachsen wurden Parteigenossen gewählt: in Partei hielt. Durch seine Mitwirkung habe der Verein die Ziele neuen Tarifs ihren Abschluß gefunden, der für die Arbeiter als vorRöthniz 1, Liebethal 2, Potschappel 1, ein- der ſocialdemokratischen Partei gefördert. Diefer Beteiligung des teilhaft bezeichnet werden kann. Der Tarif gilt vom 1. Januar 1903 böhla 1, Bertsdorf 2, Jonsdorf 4, Malschendorf 1, Vereins müsse" aber ein Vereinsbeschluß in einer Vereinsversammlung bis 31. Dezember 1906. Rabenstein 3. und diesem Beschlusse wieder eine Erörterung des fraglichen Antrages Bei den Stichwahlen zur Bremischen Bürgerschaft eroberten zur Beteiligung voraufgegangen sein. Diese Erörterung Tischler werden vor Zuzug nach Ausburg gewarnt. Dort find wir, wie uns ein Privattelegramm meldet, noch zwei Mandate, so eines Autrages auf Beteiligung an einer polis Differenzen ausgebrochen, weil die Innungsmeister die Arbeitszeit daß wir jetzt über 19 Site gegen elf vorher verfügen. Unfre tischen Demonstration sei aber eine Erörterung verlängern und noch andre Verschlechterungen einführen wollen. Stiminenzahlen hoben sich noch beträchtlich. politischer Angelegenheiten. Somit bezwecke der Verein gemäß§ 8, Der Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter hat durch Urin Versammlungen politische Gegenstände zu erörtern, und das abstimmung die Einführung der Arbeitslosen- Unterstüßung abgelehnt. Verbot des Ballvergnügens fei wegen der voraussichtlichen Teil- Für die Einführung stimmten 12 562, gegen dieselbe 12 838 Writnahme von Frauen nach§ 8 des Vereinsgefeges gerechtfertigt. glieder, so daß sich für die Ablehnung nur eine Mehrheit von 276 Auf diese Weise demonstrierte der Regierungspräsident gegen die Stimmen ergiebt. v. Hammerstein. Segmentauffaffung seines höchsten Vorgesezten, des Ministers # Zu den Bürgerausschuß Wahlen in Stuttgart teilt die „ Tagwacht" mit, es habe sich herausgestellt, daß der vom Centrum vorgeschlagene und auch gewählte Kandidat eingeschriebenes Mitglied der Volkspartei ist. Aus den Organisationen. Dem Socialdemokratischen Verein Altona traten am Sonntag 90 neue Mitglieder bei. Vom Socialdemokratischen Verein Riel teilten wir gestern mit, daß in feiner legten Versammlung 155 neue Mitglieder aufgenommen wurden. Aus dem heute vorliegenden ausführlichen Bericht geht hervor, daß der Verein im letzten Jahre überhaupt start gewachsen ist; die Mitgliederzahl stieg von 1048 auf 1550. Der socialdemokratische Verein für Breslau und Umgegend erhöhte den Monatsbeitrag seiner Mitglieder in Anbetracht der bevorstehenden Reichstagswahlen von 20 auf 30 f. Als Reichstags- Kandidaten für die beiden Breslauer Wahl kreise wurden die Genossen Bernstein und Tuzauer einstimmig wieder aufgestellt. den Beschwerdebescheid des Regierungspräsidenten auf und fegte die Das Ober- Verwaltungsgericht gab der Klage Krügers statt, hob Verbotsverfügung der Polizeiverwaltung außer Kraft. Gründe wurden nicht publiziert. Herr Reghäuser fühlt sich ungeheuerlich verdächtigt" durch unsre Bemerkungen zu seinem Artikel über die socialdemokratischen Bier wirte". Er will unter Beweis stellen", daß sein Artikel vor der Breslauer Kaiserrede geschrieben worden ist. Unfre Kenn zeichnung feines Artikels foll zu der Kampfesweise des focial demokratischen Centralorgans gehören", über die er zur rechten Zeit Wir sind ganz erschrocken darüber, daß wir unbedachterweise einen braben und zartfühlenden Mann so ungerecht behandelt haben gerade in dem Augenblic, wo er so zur rechten Zeit wieder einmal führt. mutig für die Interessen der von der Socialdemokratie verratenen Kreise Arbeiter eingetreten ist. quittieren will. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. " Ausland. " Eine internationale Seemannskonferenz = Aus Holland. Der Dodarbeiter Streif in Amster= Transportgewerbe bedingungslos zu Gunsten der Arbeiter beendet dam ist durch einen Schiedsspruch der Arbeitskammer für das worden. Es handelte sich bei diesem Streit nicht um Lohnforderungen, sondern lediglich darum, durch Aufrechterhaltung der bisherigen Arbeitsteilung den Dodarbeitern, die immer nur nach Be darf beschäftigt und nicht fest angestellt werden, die bisherige Arbeitsgelegenheit zu sichern. Der Blei= und Sintarbeiter Streit int Amsterdam dauert fort. Die Bergarbeiterausstand. Aus Beuthen in Oberschlesien meldet Unternehmer haben sich bereit erflärt, auf, einen Minimalein Wolffiches Telegramm vom Dienstag: Heute früh find in lohn von 23 Cent einzugehen, die Arbeiter aber halten an ihrer einem Schachte der Hohenzollerngrube 150 Mann wegen zu langer Forderung von 25 Cent Stundenlohn feft. Da die Zahl der Meister, Schichtdauer und geringen Verdienstes nicht eingefahren. Durch die diese Forderung anerkannt haben, im Wachsen begriffen ist, kann Bermittelung der Direktion fuhren später 80 Mann ein, während man erwarten, daß der Streik einen günstigen Ausgang nimmt. 70 im Ausstand verharren. Die Tapezierer und Detorateure in Amsterdam Gewerbegerichts- Wahlen. In Düsseldorf wurden in voriger Arbeitsverhältnisse eingereicht, die fie bis zum 1. Januar durchgeführt haben ihren Arbeitgebern Forderungen auf Regelung der Lohn- und Woche die Beisitzer zum Gewerbegericht gewählt. Die von den freien Gewerkschaften aufgestellten Arbeitnehmer erhielten Bereinigung" hat fürzlich zu Enschede einen Kongreß abhaben wollen. Die Neutrale Rattunarbeiter3333, die Kandidaten der christlichen Gewerkschaften 2026 gehalten, auf dem über Verschmelzung mit dem Allgemeinen NiederStimmen, so daß also die freien Gewerkschaften mit einer Mehrländischen Textilarbeiter Verband" beraten wurde. Es kam jedoch beit bon 1327 Stimmen gefiegt haben. Der Wahlkampf nicht dazu, weil man die Zeit noch nicht für gekommen erachtete." wurde auf beiden Seiten mit großer Lebhaftigkeit geEr wurde weit über die unmittelbar Beteiligten mit einem Interesse verfolgt, wie man es sonst wohl bei Reichstagswahlen, aber nicht bei Gewerbegerichts- fand am 1. und 2. Dezember in London statt. Anwesend waren Da es Herrn Rerhäuser weniger darauf anzukommen scheint, Wahlen zu finden pflegt. Es sind aber auch, wie sich unfre Leser 16 Delegierte aus Deutschland, England, Frankreich, Holland, wann er feine Artikel veröffentlicht, als vielmehr darauf, wann er erinnern werden, besondere Verhältnisse, die gerade den Wahlen zum Schweden und Dänemark. Amerika, Australien und Destreich hatten sie schreibt, so entschließt er sich vielleicht in Zukunft dazu, es beim Düsseldorfer Gewerbegericht eine besondere Bedeutung geben. Unfre schriftlich ihre internationale Solidarität bekundet. Ferner nahmen Schreiben bewenden zu lassen. Er würde damit den Arbeitern den Genossen hatten schon vor Jahren Size am Gewerbegericht inne, sie an der Konferenz teil: Tom Chambers und Or Bell vom Generalgrößeren Dienst leisten. wurden dann aber durch die Anhänger des Centrums verdrängt, und rat des internationalen Transportarbeiter Verbandes, sowie ein Im übrigen scheint Herr Rerhäuser Quittieren und Zahlen zu als diese im Besitz der Mandate waren, segten sie es durch, daß die Vertreter des englischen Dodarbeiter Verbandes. verwechseln. Wahlperiode von vier auf sechs Jahre verlängert wurde. Diese Frist Zum ersten Bunft der Tagesordnung: Wie fördern wir die Totenliste der Partei. In Breslau starb der Dramaturg des lief im Dezember vorigen Jahres ab und bei den Neuwahlen siegten Agitation und durch diese die Organisation der ſeemännischen dortigen Stadttheaters, Maximilian Schlesinger. Die Breslauer die Kandidaten der freien Gewerkschaften, die ihre ganze Kraft Arbeiter aller Chargen und aller Länder?" referierte Paul " Volkswacht" schreibt über ihn: gegen die Centrumsleute einsetzten, auf der ganzen Linie. Die Chrift- Müller( Deutschland). In einer längeren vom Referenten der " Der Verstorbene hatte früher eine führende Stellung in der lichen legten Proteft gegen die Wahlen ein, es wurde auch eine un- Sonferenz unterbreiteten Resolution wird zunächst die Herausgabe schlesischen Socialdemokratie inne. Bu jenen Zeiten, als die beiden bedeutende Unregelmäßigkeit festgestellt, an der aber, wie ivir seiner eines einheitlichen internationalen Manifestes an die Seeleute in Richtungen in unfrer Partei, die Lassalleaner und Eisenacher, fich Zeit ausdrücklich feststellten, unsre Genoffen keinen Teil hatten, aber allen Landessprachen, mit Ausnahme der chinesischen und indischen, bitter befehdeten, da spielte Schlesinger die Rolle eines Organisators die Christlichen erreichten ihre Absicht: Die Wahlen wurden für ungültig empfohlen. Weiter wird allen Hafenorten, wo es möglich, die zeitund Agitators. Scharfe Zusammenstöße gab es in Versammlungen erklärt und ein neuer Wahltermin angesetzt, aber auf Grund des alten, weilige Abhaltung von internationalen Seemanns- Meetings emund Reden, und Schlesinger schlug eine scharfe Klinge. Später, als schon zu jener Zeit nicht mehr geltenden Gewerbegerichts- Gesezes. pfohlen. Gegenseitige Unterstützung bei statistischen Erhebungen, der nach der Gothaer Einigung das erste Parteiblatt für Schlesien ge- Die freien Gewerkschaften legten dagegen Protest ein, dem aber erst Austausch der Fachlitteratur, sowie die Einjeßung eines intergründet wurde, die Wahrheit", nationalen Aktionsfomitees wird ebenfalls dringend empfohlen. war Schlesinger ihr erster turz vor dem Wahltermin, nachdem alle Vorbereitungen bereits geRedakteur. In dieser Eigenschaft erlitt er, wie bereits früher, troffen waren, stattgegeben wurde. Nunmehr fand die Ausschreibung Außerdem werden die Organisationen aufgefordert, ihre finanziellen mehrere Gefängnisstrafen, abgesehen von vielen Geldstrafen, die gegen der Wahl nach dem neuen Gesez statt, und die Wahl selbst hatte den Verhältnisse durch Festseßung eines entsprechenden Beitrages zu ihn verhängt worden sind. Nach Inkrafttreten des Socialistengefeßes oben angegebenen Erfolg. Die Chriftlichen hatten in der Agitation regeln. Die Unterstüßung der verwandten Berufe bei der Agitation gründete er die sogenannte alte Breslauer Gerichtszeitung", zog fein Mittel verschmäht, die Kandidaten der freien Gewert- soll nachgesucht werden. Endlich wird die internationale Föderation fich aber von der Partei schließlich ganz zurück. Die Breslauer fchaften und unfre Partei in der schamlosesten Weise für eine dringende Notwendigkeit erklärt. Parteigeschichte aus jener Zeit hat einige dunkle Blätter, und volle zu veruglimpfen, aber der erivartete Erfolg blieb aus, die Die Diskussion über das Referat und die Resolution war eine Klarheit wird sich über manche Vorgänge jener Tage heute kaum Centrumsleute erlitten eine empfindliche Niederlage und das zu dernoch verbreiten lassen. Jedenfalls spielte auch Schlesinger damals felben Zeit, wo das Centrum im Reichstage den Zöllnern half, den eine nicht ganz einwandfreie Rolle. Bis in seine letzten Tage aber das Bolt ausbeutenden Wuchertarif durchzudrücken. Unser Düffelbewahrte er sein Interesse für unsre Partei und aus seiner partei- dorfer Parteiblatt spricht die Hoffnung aus, daß die Niederlage des geschichtlichen Erinnerung gab er uns bereitwilligst Material für Centrums bei den Gewerbegerichtswahlen eine gute Vorbedeutung unfre Festnummer, die wir zum Tage des zehnjährigen Bestehens sei für die bevorstehenden Wahlen zum Reichstage. der Volkswacht" herausgaben." Bei der Gewerbegerichtswahl in Witten( Westfalen) siegten erhielten, während die christlichen Gewerkvereinler auf ihre Kandidaten die freien Gewerkschaften, indem ihre Kandidaten 198 Stimmen mur 156 Stimmen vereinigen fonnten. " " Dem Andenken Alfred Defuisseaux. Am vergangenen Sonntag wurde auf dem Friedhof von Paturages unter großer Beteiligung das Denkmal enthüllt, welches die Socialisten der Borinage zu Ehren des vor einem Jahre verstorbenen bekannten socialistischen Deputierten Defuisseaug errichtet hatten. Russisches Arbeiterleben. Fern von den Schlachtfeldern der russischen Revolution, in einem ostsibirischen Eisfeldernest Minussinst, Gouvernement Jenisfejst, verstarb an der Schwindsucht ein hervorroender Agitator des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes, Aer Drabkin. Der Verstorbene war jahrelang ein ebenso un ermüdlicher wie tapferer Soldat der ruffischen Revolution, Soldat im wahren Sinne des Wortes, denn nicht nur unter Arbeitern agitierte er, sondern auch im Heere, zur Zeit seines Militärdienstes Dienste geleistet. Hier erhielten die Kandidaten der freien Gewerkschaften 3028, die In Elberfeld wurde ebenfalls in der vorigen Woche gewählt. Der Christlichen nur 350 Stimmen. Im Jahre 1899 erhielten die freien Gewerkschaften 4067, die Chriftlichen und Hirsch- Dunckerschen zusammen 609 Stimmen. Im Jahre 1897 wurden für die freien Gewerkschaften 4217, für die Christlichen 1239 Stimmen abgegeben. Bei den Wahlen für die Arbeitnehmer- Beisiger zum Münchener Gewerbegericht ergab sich folgendes Resultat: 1899 1902 9747 Stimmen. 1999 sehr rege. ( in Dwinst), hat er der russischen revolutionären Bewegung große freien Gewerkschaften aber um 69,9 Proz. an Stiminen gewonnen. gejeßliche Anerkennung. Paul Müller( Deutschland) trat Das erste Mal wurde er in Krementschug verhaftet; er wurde im dortigen Gefängnis ein ganzes Jahr hindurch in einer feuchten ynd finsteren Zelle gehalten und erkrankte daher an der Schwindfucht. Aus dem Gefängnis entlaffen, beachtete er wenig seinen Zu stand, widmete sich von neuem der aufopferungsvollen revolutionären Thätigkeit, bis er 1900 wiederum in die Hände der Zarenschergen fiel. Diesmal wurde er ein Jahr im Homler Gefängnis gehalten und 1901 nach Minuffinst auf 5 Jahre verbannt. Liste des Gewerkschaftskartells 5736 der christl. Gewerkschaften 1354 Somit haben die christlichen Gewerkschaften um 17,6 Proz., die In Leipzig Land wurden bei der am Sonnabend vorgenommenen Wahl 3901 Stimmen abgegeben. Es ist eine recht ansehnliche Wahlbeteiligung zu konstatieren gewesen, obwohl gegnerische Kandidaten nicht aufgestellt waren. Die Arbeiter von Leipzig- Land haben um so deutlicher zu erkennen gegeben, daß sie auf das neue Gewerbegericht hohen Wert legen. Während Lindley( Schweden) die gesonderte Berufsorganisation der Seeleute, das internationale Manifest und internationale Meetings bekämpfte, traten sämtliche englische Delegierte mit Wilson an der Spitze, sowie Beterſen( Dänemark) und Mark ( Frankreich) entschieden für die Müllerschen Vorschläge ein, die denn auch einstimmig angenommen wurden. Auf Vorschlag von Müller und Wilson wurde noch beschlossen, das Manifest im April 1903 erDänemark) bestimmt. Auf Antrag Wilson wurde weiter noch bescheinen zu lassen. In das Attionskomitee wurden P. Müller Deutschland). J. H. Wilson( England) und Chr. Petersen Sektion und welcher nationalen Organisation er angehöre, seine schlossen, daß fortan jeder organisierte Seemann, einerlei welcher Beiträge bei allen bestehenden seemännischen Organisationen der Welt entrichten könne, unter der Voraussetzung, daß der gezahlte Beitrag an die resp. Organisation abgeführt wird. Hilfe und Beistand sollen die Seeleute bei allen Nationen beanspruchen können. den Schutz für Leben und Gesundheit der seemännischen Arbeiter Der zweite Punkt der Tagesordnung lautet: Wie fördern wir aller Länder, sei es durch eigene Straft, sei es durch die parlamentarische, gesetzgeberische Aftion?" Der Referent Wilson ( England) vertrat die bekannten, zum Schutz von Leben und Gefundheit der Seeleute aufgestellten Forderungen und forderte deren für die Anteilnahme an der parlamentarischen und politischen Aktion ein. Ms Vertreter der seemännischen Arbeiterintereffen in den betrachtet werden. Er beantragte, die auf dem Pariser SocialistenBarlamenten fönnten allerdings nur die socialistischen Abgeordneten betrachtet werden. Er beantragte, die auf dem Pariser SocialistenArbeiter zu wiederholen und abermals in geeigneter Form einen fongreß aufgestellten Forderungen zum Schuße der seemännischen Die Wahlen zum Berg- Gewerbegericht im RuhrAppell an die focialistischen Arbeitervertreter aller Staaten zu gebiet haben, soweit es sich bis jetzt übersehen läßt, ein glänzendes richten, im Sinne dieser Forderungen mit entsprechenden Vorlagen Resultat für den Bergarbeiter- Verband gebracht, dessen Kandidaten, Memorandum an alle Regierungen zu richten, mit der Aufforderung. in den Parlamenten vorzugehen. Außerdem beantragt Müller, ein abgesehen von einigen besonders schwarzen Bezirken, überall ge- eine internationale Konferenz unter Teilnahme von Vertretern der wählt wurden. Eine unangenehme Ueberraschung für die Gegner, Seeleute und Reeder zu arrangieren, wo der Verfuch unternommen Die Polizeiverwaltung von Wilster( Provinz Schleswig- Holstein) welche mit nicht gerade schönen Mitteln gegen die freie Gewerkschaft, werden soll, eine Basis für die internationale Durchführung der von berbot ein geschloffenes Ballvergnügen, das der Arbeiter- Sängerbund agitiert hatten. Philomele" zu Wilster für den 1. Juni 1902 geplant hatte. Sie den Seeleuten aufgestellten Forderungen zu schaffen. Er macht Eine Empfehlung nach oben". Kürzlich hatten wir mitgeteilt, weiter längere Einwendungen gegen die gefeßliche Festlegung einer erklärte einfach den Verein, der seine Mitglieder durch Gesang, daß im Bezirk der Eisenbahn- Direktion Altona einige Angestellte zu Minimalheuer auf internationaler Basis. Er führt dafür die Bertheatralische Aufführungen und deflamatorische Vorträge bilden will, der Erklärung veranlaßt worden feien, daß sie dem Verbande schiedenartigkeit der Lebenslage und Lebensweise der seemännischen für einen politischen Verein gemäß§ 8 des preußischen Vereins- deutscher Eisenbahn- Handwerker und Arbeiter( Siz Trier)" nicht Arbeiter in den verschiedenen Ländern an, dringt aber mit dieser gefezes, d. h. für einen Verein, welcher bezweckt, in Versammlungen angehören, woraus auf ein Verbot des genannten Verbandes durch seiner Auffassung nicht durch, obwohl Lindley- Schweden sie verpolitische Gegenstände zu erörtern. Das Ballvergnügen wurde im die Eisenbahn- Behörde geschlossen wurde. Eines unsrer Partei- teidigt, nachdem Wilson- England sie bekämpft hatte. Sinne berühmter Gefeßesauslegung zu einer Versammlung" um- blätter, welches diese dem Weckruf der Eisenbahner" ents geprägt und folgender auch schon bekannte Weisheitsschluß gezogen: nommene Mitteilung gleichfalls gebracht hatte, ist von der Ist der Verein ein solcher im Sinne des§ 8, dann dürfen an allen Eisenbahn- Direktion mit einer Berichtigung bedacht worden, worin seinen Bersammlungen Frauen nicht teilnehmen, also nach das Verbot des genannten Verbandes bestritten wird. Damit könnte nun nicht an seinen Ballvergnügen, und da ein Ball ohne Frauen nicht die Angelegenheit auf fich beruhen, wenn nicht die Zeitung des denkbar ist, so muß man ihn von vornherein verhindern. Und das Verbandes deutscher Eisenbahn- Handwerker und Arbeiter" die Ges alles trop Hammerstein und dem famofen Segment. Ein poli- legenheit ergreifen würde, um ihren Verband nach oben angelegent tischer Verein follte Philomele" sein, weil 25 feiner aktiven Mit- lichst zu empfehlen. Obgleich unsre Mitteilung, soweit der Triersche glieder die Maifeier durch einige Lieber, die nur ganz allgemein Verband in Frage kommt, durchaus fachlich gehalten war und ihre Sem Freiheitssehnen Ausdruck geben, verschönt hatten. Tendenz dahin ging, die vermeintliche Beschränkung des Koalitions Philomelens Vorfigender beschwerte fich vergeblich beim Landrat rechts der Eisenbahner zu kennzeichnen, schüttet die Zeitung des und beim Regierungspräsidenten in Schleswig. Der Vorfizende genannten Verbandes eine Flut von Schmähungen gegen die SocialdemoKrüger flagte dann gegen den Regierungspräsidenten beim Ober- fratie und deren Drgane aus, und empfiehlt den Trierfchen Verband als Verwaltungsgericht und machte folgendes geltend: Der Gefangverein eine allezeit fönigstreue, patriotische und für das wahre Wohl" der " Philomele" jei lediglich ein Vergnügungsverein. Seit seiner Gründung Arbeiter bedachte Organisation. Daß dieser Verband mit der im Jahre 1896 habe er noch nie politische Gegenstände in Ver- Socialdemokratie oder überhaupt mit der modernen Arbeiter famumungen erörtert. In seinen Versammlungen werde mir über bewegung auch nicht das mindeste zu thun hat und deshalb auch rein geschäftliche Dinge gesprochen, wie sie das Leben eines Gefang bisher von den Eisenbahnbehörden gebulbet wurde, ist allgemein bekannt. und Theatervereins mit sich bringe: Ueber die Kaffenverhältnisse. Wenn das Verbandsorgan diese Thatsache gerade jest so oftentativ hervor " Polizeiliches, Gerichtliches usw. Bolizeifampf gegen Arbeiter- Gesangvereine. " = Seeleute in den Parlamenten, weil nur vereinzelte Abgeordnete die Wilson England forderte noch besondere Vertretung der Verhältnisse in der Schiffahrt und im seemännischen Leben kennen. Diese Auffassung wird von Müller- Deutschland und LindleySchiveden bekämpft. Beide erblicken in einem Socialisten, einerlei, welchen Beruf er auch hat, einen Vertreter der allgemeinen Arbeiterintereffen. gehaltene Resolution einstimmig angenommen. Schließlich wurde eine im Sinne der Ausführungen Müllers Seeleute zu den Trust- und Kartellbildungen im internationalen Der dritte Punkt der Tagesordnung betraf die Stellung der Schiffahrtsverkehr. Hierzu wurde eine Resolution angenommen, welche ausbrüdt, daß gegenüber den Unternehmer Vereinigungen eine starte Organisation der Seelente nottvendig sei. und daß deshalb den Seeleuten aller Nationen das unbeschränkte Koalitionsrecht eingeräumt werden müsse. Amsterdam abgehalten, und zu derfelben besonders Amerika undDie nächste internationale Konferenz soll im August 03 in Auftralien herangezogen werden. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Berantwortung. Theater. Mittwoch, 17. Dezember. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Die Entführung aus dem Serail. Schauspielhaus. 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Diskussion in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35, Ecke Rochstraße. Zages Drdnung: Wer treibt Streikbruch; wer dient dem Dinunziantentum? " über die Punkte 1 und 2. 4. Er- Silberschmidt einige Erfahrungen" aus der Maurerbewegung der Umgegend Berlins angeführt, um zu beweisen, Nach dem Bericht der Gewerkschaftskommission( siehe Nr. 290 des Borwärts" vom 12. Dezember) hat gänzungswahlen für den Aufsichtsrat. daß die Sonderbündelei, womit er uns meint, dem Streifbruch und Denunziantentum diene. Wir haben Silber5. Wahl von zwei Ersaßmännern für schmidt zu unsrer Bersammlung eingeladen, um ihm Gelegenheit zu geben, in unsrer Gegenwart seine„ Erden Aufsichtsrat. 6. a) Beschlußfahrungen" zu beweisen. faffung über die Eröffnung eines Kollegen, erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung, es gilt Rechenschaft zu Lokals; b) Beschlußfassung über die Anstellung eines Verwalters. 7. Be- fordern von dem Mann, der sich erlaubt hat, ansre Arbeiterehre zu beschmußen. schlußfassung über die event. Klageerhebung gegen mehrere Genossen.. 8. Antrag des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Aenderung des§ 27 des Statuts. 131/3 Gleichzeitig machen wir bekannt, daß unser erstes Lokal Neue Schönhauserstraße 12 am 1. Ja: nuar 1903 eröffnet wird. Der Vorstand. Felix Fraenkel. Oskar Koselowski. Wilhelm Giehm. Die schönsten und passendsten and passendst Weihnachtsobo Geschenke Freitag, den 19. d. M., nachm. 5 Uhr, beim Koll. Brinkmann, Badstr. 56: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abg. Emil Rosenow über:„ Ferdinand Freiligrat", ein deutscher Arbeiterdichter". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Bericht über unsre Weihnachtsbescherung. 5. Vereinsangelegeneiten. Zu zahlreichem Besuch ladet ein S dandhen 70/6 Der Vorstand. J. 1.: Ferdinand Ewald. DON Notion sind gut gearbeitete 59192* Steppdecken Am besten und billigsten direkt in der Fabrik Bernh. 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Wir können in Anbetracht der un- rungen vom Beirat angenommen. Bezüglich der Auswahl der zu eines Stantonalgerichts trugen? geheuren Zahl dieser Versammlungen nur in gedrängter Kürze über befragenden Verbände 2c. wurde beschlossen, in der Weise zu verfahren, Präs.: Was haben Sie denn für diese beiden für Sie so sehr Beuge: Das weiß ich nicht. den Empörungssturm des werkthätigen Volkes berichten. Zornigen Protest gegen die agrarischen Räuber haben am werden soll, alle ihnen bekannten Verbände und Vereine zu be- bezahlt?- Beuge: Das weiß ich wirklich nicht. Ich glaube, ich daß zunächst eine beschränkte Anzahl von Verbänden aufgefordert wichtigen Urkunden bezahlt? Haben Sie überhaupt etwas dafür Sonntag die Arbeiter in Belten, Marwitz und Hennigsdorf in je zeichnen und daß dann aus diesem Material feitens des faiserlichen habe wohl etwas bezahlt, ich weiß aber wirklich nicht was. einer Versammlung eingelegt. Die Versammlungen waren von 600, Statistischen Amts mit Hinzuziehung des Referenten des Beirats eine beziv. 300, beziv. 180 Personen besucht; es referierte in Belten Auswahl getroffen werden foll. Bezüglich der Handelskammern war Dr. Krause giebt der Angeklagte eine höchst mystisch klingende Auf weitere Vorhaltungen des Vorfizenden und des Justizrats und Marivit Genosse Dr. Liebknecht, in Hennigsdorf Genosse Rieger. der Beirat der Ansicht, daß thunlichst alle Handelskammern zur Auskunft, wie er zu den beiden Ürkunden gekommen. Er giebt an. Der letzte Getvaltakt der Volksverräter in der Sonntagnacht rief bei Aeußerung aufgefordert werden sollen. den Bersammelten stürmische Entrüstung hervor. In einer Resolution daß er eines Tages in dem Hotel, wo er logierte, einen Kaufmann, gelobten die Versammelten, bei der nächsten Reichstagswahl Ver- die Beratungen des Ausschusses für die herauszugebende Zeitschrift. habe er eine Zum 2. Punkt berichtete Geheimer Regierungsrat Neumann über dessen Namen er nicht tvisse, kennen gelernt habe und mit diesem geltung zu üben. Am Sonntag, den 14. Dezember, tagten 3ivei gut besuchte der Naturalverpflegungs- Stationen und der gewerblichen Stellen gepflogen. Der Kaufmann habe ihm dann einem Herrn vorgestellt, Es schloß sich daran eine eingehende Erörterung über die Beteiligung Unterhaltung über die Erbschaft Boltsversammlungen in Alt- Ranft und Freienwalde a. Ober. Genosse vermittler sowie auch der Gewerbe- Aufsichtsbeamten an der geplanten ber sich als Beamter des Grundschuldamts bezeichnete, mit den Ver Rogle- Berlin referierte über den Umsturz im Reichstag. Derfelbe Arbeitsmarktstatistik und sodann eine längere Debatte über die hältnissen sehr vertraut that und ihm versprach, ihm die erste, in fand drastische Worte, um die Gewaltstreiche der Mehrheitsparteien Methoden der Berichterstattung über den Arbeitsmarkt an. im Reichstag zu kritisieren; nicht endenwollender Beifall lohnte den holländischer Sprache abgefaßte Urkunde zu beschaffen. Der Mann, den Referenten am Schlusse seiner Ausführungen. Zum letzten Punkte der Tagesordnung teilte der Vorsitzende mit, er für einen Beamten halten mußte, habe ihm dann die erste Urkunde In beiden Ver- daß von dem Reichskanzler dem Kaiserlichen Statistischen Amt die gebracht. Die zweite Urkunde in deutscher Sprache habe er später sammlungen wurde die bekannte Berliner Resolution einstimmig Resolution des Bundesrats zur Erledigung überwiesen sei, nach von demselben Mann, den er nicht weiter kenne, den er aber wieder Jn Stolpe a. d. Nordbahn fand am Sonntag ebenfalls eine Materials bezüglich der Frage der Arbeitslosen- Versicherung über zum Gebäude des Grundschuldamts begleitet und dieser sei dort welcher dem Kaiserlichen Statistischen Amt die Zusammenstellung des in dem Hotelrestaurant traf, erhalten. Er habe denselben auch bis Boltsversammlung statt, die sich zu einer Protestversammlung gegen tragen werden soll. Zur Beratung darüber, in welcher Art bei hineingegangen. Justizrat Dr. Krause: Der Beuge hat also die den Staatsstreich im Reichstag gestaltete. Genoffin Emma Jhrer dieser Zusammenstellung vorzugehen sei und zur Feststellung der beiden Urkunden beidemale nicht im Grundbuchamt, sondern in einer entwarf in fesselnder Weise ein Bild über Zölle im allgemeinen und Gesichtspunkte, nach welchen die Zusammenstellung des Materials Sneipe von einem Manne erhalten, den er nicht kenne und der ihm diese Vorlage im besondern. Scharf geißelte die Referentin das zu erfolgen habe, wurde auf Vorschlag des Vorsitzenden ein Aus- von einem unbekannten Manne vorgestellt worden. Verhalten der Mehrheitsparteien. Der reiche Beifall am Schluß chuß gewählt. Präs.: bewies die Zustimmung der Versammelten. Herr Zeuge! Ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß Ihre brecherischen Zweden besorgt haben. Sie können auf Fragen, die Bekundung den Verdacht erregt, daß Sie falsche Urkunden zu bere Sie belasten, die Aussage verweigern, müssen sonst aber die reine Wahrheit sagen, damit Sie nicht meineidig werden. Wir werden jetzt Ihre Aussage protokollieren. angenommen. In Forst, Frankfurt a./D., Fürstenwalde und Kirchhain demons strierten glänzend besuchte Waffenversammlungen gegen den schmäh lichen Zollbeutezug. Sie zeigten zugleich, daß Wilhelm II. irrt, wenn er glaubt, die deutschen Arbeiter würden jemals zu bewegen sein, der Socialdemokratie den Rücken zu fehren. Die Vorgänge der letzten Zeit haben, das beweisen die massenhaft besuchten Bersamm lungen deutlich, den Gedanken des Socialismus nur noch tiefer in die Herzen des arbeitenden Volkes geprägt und Tausende neue Kämpfer der Socialdemokratie zugeführt. Die fliehenden Lohnsflaven. Die Arbeitsnachweisstelle der Landwirtschaftskammer für Ost- und Westpreußen unterhält einen eignen Detektivdienst, um die fliehenden Landsklaven, die unter Kontratt bruch davonliefen, ihren Sflavenhaltern wieder zuzuführen. Nach dem Geschäftsbericht über diese eigentümliche Art von Arbeitsnachweisthätigkeit wurden im letzten Jahr durch die Nachweisstelle 121 Arbeiter wegen Kontraktbruch verfolgt, darunter 80, also ½ ausländische. Es wurden 6 bestraft, 7 in den Dienst zurückgeführt; in einigen Fällen verzichteten die Unternehmer auf weitere Verfolgung. Die Verfolgung der 80 Ausländer blieb refultatlos; fie varen nicht aufzufinden. nachzutragen, daß der Beamte, der sich van der Belde oder van der Aus der protokollierten Bekundung des Zeugen König ist noch Behr nannte, gesagt habe: er wisse, daß Geld aus der Brandtschen Erbschaft nach Deutschland gekommen sei und könnte ihm darüber eine Urkunde beschaffen. Der Mann habe gesagt, er fei Beamter Auch im Dorado der Junker selbst regte sich die Entrüstung der des Grootboek( Grootboek der Nederlandsche Werkelyke Schuld). Er, ausgepoverten Maffen. In Ragnit imd Tilfit nahmen überfüllte Bersammlungen einstimmig die Protestresolutionen an. In Tilfit Es ist ein unleidlicher Zustand, daß die Arbeiter den Unter- vorher schon gehört hatte, daß Graf Douglas Gels bekommen haben Zeuge, habe das Anerbieten natürlich dankbar angenommen, da er sprach vor 1000 Personen die größte Versammlung, die Tilfit nehmern so ohne weiteres davonlaufen können. Der Staat müßte solle. Die Urkunden sind auf echten bisher erlebt der socialdemokratische Großgrundbefizer Sofer verpflichtet werden, die Güter unfrer Agrarier militärisch zu bemit feurigen Worten gegen die Brutalitäten der Junker und Junker- wachen, damit diefes freie Davonlaufen endlich aufhört. niederländischen Stempelbogen genoffen. geschrieben, der Zeuge weiß aber auch nicht einmal, ob er StempelWilhelmshaven. Eine von über 2000 Personen besuchte Verim Elsaß beschloß eine Reform des bestehenden städtischen Arbeits- wie es kommt, daß in der ersten Urkunde vom 16. November 1900 Städtischer Arbeitsmarkt. Der Gemeinderat von Straßburg fosten bezahlt hat. Er kann auch keine Auskunft darüber geben, sammlung nahm nach Referaten von Schulz Bremen, ug und nachweises und faßte dazu unter anderm den Beschluß, sämtlichen der dort verzeichnete Geldempfänger Douglas mit Vornamen als Duden Bant einstimmig eine Protestresolution an. Es herrscht Unternehmern städtischer Arbeiten die Verpflichtung aufzuerlegen, zum Heinrich bezeichnet ist. große Begeisterung für die nächsten Wahlen. Was er bei der Deponierung der Bier imposante Voltsversammlungen fanden in Hannover statt. 3wede ber Neueinstellung von Arbeitern sich vorerst an die Arbeits- Urkunden dem Justizrat Strüger erklärt hat, will er nicht mehr Die Protestresolution wurde einstimmig angenommen. nachweisstelle zu wenden. tvissen. Er habe eine Abschrift der Urkunden den beiden Angeklagten nicht zukommen lassen. Der Zeuge hat im Anhaltischen Generalanzeiger" vom 21. September 1902 eine Publikation bewirkt, in welcher der Graf Douglas aufgefordert wurde, das Geld endlich herauszugeben. Er erklärt auf Befragen, daß die beiden Angeklagten von dieser Publikation nichts gewußt haben. D Auch die in Elberfeld und Barmen stattgefundenen Protestkundgebung gegen den Umsturz im Reichstag waren außerordentlich zahlreich besucht und von der feurigsten Kampfesstimmung beseelt. In Witten fand eine von 500 Personen( viele mußten wieder umkehren, weil der Saal zu klein war), besuchte Protest versammlung statt, mit dem Thema:" Der Umsturz im Reichstage". Das Referat hielt Genosse Fr. Kahl- Dortmund. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Die Berliner Resolution wurde einstimmig angenommen. Ju zwei stark besuchten Volksversammlungen protestierte am gestrigen Sonntag die Arbeiterschaft in Weimar und Apolda gegen die bekannten Vorgänge im Reichstage, sowie gegen die der Socialdemokratie entgegengeschleuderten Angriffe. Die Versammlungen nahmen einstimmig die bekannte Berliner Resolution an. Aus der Frauenbewegung. Rigdorf. In der Versammlung des Vereins gewerblich thätiger Frauen und Mädchen Rigdorfs, welche am 8. Dezember bei Jädel, Walterstr. 27, tagte, sprach Herr Dr. Silberstein über: Einiges aus der Entwicklung der höheren Lebewesen. Anhaltender Beifall lohnte dem Redner. An der Diskussion beteiligten sich Frau Jeeze und Frau Raensch. Die Brandtsche Millionen- Erbschaft Grafen Douglas gezeigt. Dieser habe fofort gejagt, daß die Urkunde vor Gericht. Dritter Tag. Nach Eröffnung der Sigung durch Landgerichts- Direktor Opis wird in der Beweisaufnahme fortgefahren. Bolizei- Inspektor Becker, der nach der Beendigung der Protokollierung vernommen wird, sagt auf Befragen aus: Zeuge Breithaupt habe ihm eines Tages gesagt, jegt sei eine Urkunde da, wonach Graf Douglas Geld erhalten habe. Ihn habe das sehr interessiert und er habe sich eine Abschrift der Urkunden geben lasseit. Er sei damit nach Berlin gefahren und habe diese Abschrift dem Schwindel sei, da sie den Vornanien Heinrich trug und erflärt, cr werde die Schwindler verfolgen. Als dann habe er ihm mitgeteilt, daß die Echtheit der Urkunde sehr der Zeuge König einmal nach Aschersleben gekommen fei, der Urkunde sofort gegen den Grafen Douglas vorgehen. Die fiches Schriftstück, und er stehe dafür ein, er würde auch auf Grund 3iveifelhaft sei, König habe aber gefagt: Die Urkunde sei ein amt Rechtsanwalte Simons und Dr. Schwindt suchen durch Befragen des Beugen festzustellen, daß der Zeuge nach feiner ganzen Gera. Eine Voltsversammlung, wie sie Gera seit der LiebknechtVersammlung im Jahre 1884 nicht wieder erlebt hat, fand gestern statt. Der große Saal, Speisesaal und Galerie, alles war überfüllt und Hunderte von Personen mußten wieder umlehren, Grafen Douglas, daß fie, die sich auch für erbberechtigt aus der Lehrerin Marie Semler bestätigt die gestrige Behauptung des iweil sie keinen Platz fanden, um sich dem flammenden Eschweger Linie hält, auf Wunsch der Brandtschen Eheleute bezw. Protest gegen den Umsturz im Reichstage anzuschließen. der Frau Brandt, bei dem Grafen Douglas wegen Zurüdnahme der Das war eine Massen- Versammlung, ein spontaner Ausbruch Stlage wider Schönknecht und Brandt vermittelt habe. Bei diesen Darstellung im Interesse des Grafen D. thätig gewesen sei, während der Entrüstung über die Vergewaltigung der socialdemokratischen Verhandlungen habe Graf Douglas gesagt, daß Bollsvertreter im Reichstage, zugleich aber auch ein impulfiver Aus die Leute ruhig und verständig sein würden, er viel eher er ihre Intereffen wahrnahm. Die Verteidiger weisen namentlich er, wenn die Angehörigen der Familie Brandt davon überzeugt gewesen, daß bruch der Entrüstung über das brotwucherische Attentat auf die im Auswärtigen Amt für ihre Angelegenheit etwas Bolkswohlfahrt. thum auf Briefe hin, die der Polizei- Inspektor an den Angeklagten fönne, als Auch die in Zwickau, Crimmitschau und Werdau abgehaltenen ihn richteten. wenn fie folche unbegründeten Angriffe gegen Brandt geschrieben und die in sehr freundschaftlichen Ausdrücken Protestversammlungen ivaren überfüllt und wuchtige Brandmartungen verlangt. Der Angell. Brandt erklärt dies für unwahr, die müßte geradezu wahnsinnig zugehen, wenn nicht in allernächster Er habe vor allen Dingen unbedingte Abbitte abgefaßt waren. In einem solchen Briefe hieß es it. a.: es der Sünden des Brotwucher- und Scharfmacherklingels. Pegau. Eine startbesuchte Protestversammlung, zu der sich auch bestätigt die Zeugin, daß sie auch in der Timmschen Angelegenheit Zeugin bleibt aber dabei. Auf eine Frage des R.-A. Dr. Thiele Beit die eine große Zahl ländlicher Bewohner eingefunden hatte, fand in der eine Bermittlerrolle gespielt habe, das sei aber feineswegs im erfolgte. Der Zeuge Beder erklärt auf Vorhalt dieses Briefes: Auszahlung des Geldes Börsenhalle statt, um Stellung zu den Vorgängen im Reichstage zu Auftrage des Grafen Douglas, sondern aus eignem Antriebe das jei auch heute noch seine feste Meinung, er glaube bestimmt, nehmen. Als ein Diskussionsredner die Bemerkung machte, daß geschehen, sie habe auch keineswegs den Timms 800 000 Thaler daß Geld da sei und über kurz oder lang zur Auszahlung gelangen tein Wähler bei der zukünftigen Wahl den Volksentrechtern seine als Abfindung im Auftrage des Grafen Douglas geboten. Bei werde. Er denke dabei immer an das Legat, welches Eva v. Meurs Stimine geben dürfte, forderte der die Versammlung überwachende einer Unterredung, fagte Brandt, ihm seien 10 Millionen Mart gemacht haben soll. Rechtsanwalt Simons verweist nochmals Stadtschreiber den Redner auf, zur Tagesordnung zu sprechen, für die Erbansprüche geboten, er habe dies und als ihm der Vorsitzende der Versammlung erwiderte, daß der aber abgelehnt; darauf habe sie gesagt: wie kann man denn auf die Behauptung des Angeklagten Brandt, daß eines Abends der Redner zur Tagesordnung ſpräche, löste er die Versammlung auf mit solcher großen Summe rechnen? Sie könnten zufrieden sein, Zeuge Becker mit der Familie Brandt hier im Prälaten zusammen Schon den Referenten, Genoffen Seger Leipzig, rief er einmal wenn Sie 800 000 Thaler erhalten. Angeklagter Brandt be- Vergleichsverhandlungen bereit. Zeuge Beder bestreitet dies ganz zur Ordnung, als er das Verhalten des Centrumsabgeordneten fireitet diese Darstellung der Zeugin und hält dieser alle möglichen entschieden.- Rechtsanwalt Dr. Sawindt: Die Angeklagten Angeklagter Brandt be- gewesen sei und dort sich geäußert habe, Graf Douglas sei zu Spahn im Reichstage fritifierte. Offenbar hat der Herr Stadt Momente vor, die die Zeugin aber sämtlich als unrichtig bezeichnet. behaupten, daß gerade Ihr ganzes Verhalten und Auftreten in den reiber, ein noch ziemlich junger Mann, nicht die nötigen Kenntnisse Die Zeugin bekundet ferner, daß die verstorbene Frau des An- Erbprätendenten die größten Hoffnungen erregt und sie zu der über die Befugnisse eines Berfamunlungs- Ueberwachenden. Düsseldorf. Eine Bollsversammlung mit der Tagesordnung: macht werden würde, wenn sie mit ihren Aussagen allein gegenüber und bald ausgezahlt werde. Es wird noch ein andrer Brief des gellagten Brandt ihr einmal gedroht habe, daß sie meineidig ge- lleberzeugung gebracht habe, daß das Erbschaftsgeld vorhanden sei " Der Umsturz im Reichstage" fand Montag statt. Grimpe- Elberfeld andren Aussagen stehen würde. Auf eine Frage des Rechtsanwalts Beugen Becker an den Zeugen Schwarzhaupt produziert, in welchem referierte. Der große Saal des Gewerkschaftshauses war lange vor Simons verneint die Zeugin, daß sie für ihre Bemühungen in der Beginn der Versammlung überfüllt. Viele mußten um Timmschen und Schöntnechtschen Angelegenheit vom Grafen Douglas baß Sie im stande sind, die Sache geräuschlos und schnell für gesagt wird: Angelegenheit forreft erledigt, ich habe angedeutet, tehren. Die Berliner Resolution wurde einstimmig, an- Belohungen erhalten habe. Der Angeklagte Bethke behauptet, daß die 31 Millionen besorgen zu können. Halten Sie an diesem Sazz genommen. Rund 120 neue Mitglieder für den social- Beugin Semokratischen Verein und eine Anzahl Abonnenten event. fest." für die„ Boltszeitung" waren der Erfolg. Zeuge Beder erklärt, fich D für ihre Thätigkeit 1000 M. erhalten Angebot " gar nicht darauf befinnen habe; die Zeugin bestreitet auch dies. Auf Befragen des RechtsAus dem Wallfahrtsort Bell in Baden ging dem Genossen Geck anwalts Dr Schwindt erklärt Graf Douglas: Er habe seiner Zeit, 3 können, was es mit den 3 Millionen für eine Bewandtnis hat. folgende Erklärung zu:„ Der socialdemokratische Verein noch che die Zeugin in der Brandtschen Angelegenheit thätig war, ganzen Borbesprechungen und Unterhandlungen mit Becker den EinZeuge Schwarzhaupt bemerkt hierzu, er habe nach den in 3 eII i. B. erklärt sich mit der Haltung der Reichstags- Fraktion auf deren Ansuchen sich für sie verwandt und ihr eine Stelle in ganzen Worbesprechungen und Unterhandlungen mit Becker den Einim Kampfe gegen den Zolltarif vollständig einverstanden. Wünschen, Rirdorf verschafft. Später habe er ihr einmal aus einer gewissen des Nachlasses kannte und verdienen wollte, 31 Millionen als Vordaß unsre Abgeordneten in diesem Sinne weiter kämpfen, bis der Verlegenheit herausgeholfen, indem er ihr durch seinen Sekretär ein bruck von dem Briefe erhalten, daß Graf Douglas, der die Größe Bolltarif feine wohlverdiente Ruhe bekommt. Zum Dank für die kleines Darlehn gewähren ließ. Das sollte aber keineswegs eine schuß hergeben wolle, um die ganze Sache fchleunigst zum Abschluß aufopfernde Thätigkeit dieses Löwenkampfes verpflichten sich die Belohnung für die Thätigkeit des Fräulein Semler darstellen. Dr. Schwindt nochmals vernommen und erklärt: Bei der ZusammenParteigenoffen von Bell, recht kräftig in die Agitation für die nächsten Das Darlehn mochte etwa 1000 22. betragen. Zeugin Semler funft im Prälaten habe sich Beder gewissermaßen als Unterhändler zu bringen. Der Zeuge Timm wird auf Antrag des Rechtsanwalts Reichstagswahlen einzutreten. Eine imposante Protestversammlung gegen die Schandthaten der Landgerichtsdirektor Opis: Aus den 1000 M. sind in der Broschüre ficht eröffnet, daß es zum Oftober Geld geben werde. Die Sache betont, daß sie das Darlehn mit 4 Proz. verzinse. Vorfibender des Grafen Douglas hingestellt und auf das bestimmtefte die AusZollwucherer fand am Freitag in Freiburg statt. Nabe 800 Berfonen gleich 100 000 W. geworden. Man sieht daraus, wie die Dinge liege doch ganz einfach. Graf Douglas habe seiner Zeit 25 000 hatten sich zu dem eindrucksvollen Referat unfres Parteigenossen entstellt werden, wie es gleich mißdeutet wird, wenn ein vielfacher holländische Gulden erhoben und sich gesagt: wo so viel Geld sei, Kolb- Karlsruhe eingefunden, viele mußten wieder umlehren, weil Millionär, bei dem so etwas wahrscheinlich häufiger vorkommt, einem fei auch noch mehr. Er habe dann mit Hilfe des Auswärtigen fein Platz mehr zu finden war. Die Versammlung war ein schlagender Beweis dafür, daß auch in Freiburg unsre Partei, armen Fräulein feine Hilfe leiht. trotz Kaiserreden und Krupphezze, nichts verloren, wohl aber viel ge- Fel. Semler fie und ihren Ehemann bewogen habe, die Berufung den Zeugen gefragt, was er denn nun für seine Thätigkeit bekomme, Zeugin Frau Anna Timm geb. Brandt behauptet, daß davon habe er 5 Millionen abbekommen. Im Prälaten" habe man Amtes bewirkt, daß 30 Millionen nach Berlin gekommen seien, und gegen das vom Civilgericht in der Klage auf Herausgabe der und Herr Beder habe gesagt: Schwamm brüber! Wenn erst das Urkunden ergangene Erkenntnis zurüdzimehmen. Sie habe ihnen gefagt, daß Graf Douglas ihnen dafür 800 000 Thaler geben Geld ausgezahlt wird, dann Zeugin Semmler bestreitet dies nochmals entschieden. wonnen hat. Sociales. würde. n " Beirat für Arbeiterstatistik. bin ich nicht mehr Bolizei- Inspektor Am 13. Dezember d. J. fand im Kaiserlichen Statistischen Amt ein Grbintereffent, ist in der Erbschaftssache mehrfach nach Holland Heiterkeit.) Der Zeuge Beder wird vom Vorsitzenden befragt, Zeuge Hypothekenmaller Sönig aus Aschersleben, gleichfalls in Aschersleben, sondern Befiger einer Billa bei Berlin.( Große eine Sigung des Beirats für Arbeiterstatistit statt. Auf der Tages- gereift und hat von dort einmal die gestern erwähnten beiden Urfunden, was er hierzu zu fagen habe, und darauf hingewiesen, daß, falls ordnung standen: 1. Die Erhebung, betreffend die Arbeitszeit in die später beim Justizrat Krüger deponiert wurden, mitgebracht.er etwa etwas Beleidigendes über den Grafen Douglas gesagt haben Comptoiren, Bericht des Ausschusses; 2. die Herausgabe einer Präf.: Wer hat Ihnen denn die Urkunden gegeben? monatlichen Zeitschrift durch die Abteilung für Arbeiterstatistit, Be- 3euge: Ein Beamter der Staats- Grundschuldamts.- Präs.: daß er sich gar nicht entjinnen tönne, etwas dem Aehnliches gesagt sollte, er die Aussage verweigern könnte. Zeuge Beder erklärt, richt des Ausschusses, und 3. geschäftliche Mitteilungen. Wie hieß denn der Beamte? Zum ersten Buntt der Tagesordnung wurden nach dem Vortrag nicht. ge uge: Das weiß ich zu haben, aber unter diesen Umständen die Aussage verweigern wolle. Er nannte sich, wenn ich nicht irre, van der Velde. des Referenten, Geheimen Rats Dr. Fischer, die von dem Ausschuß Präs.: Ist Ihnen schon jemals vorgekommen, daß ein deutsches über seine etwaigen Verhandlungen mit dem Polizei- Inspektor Becker Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Thiele wird Graf Douglas -MO gehört. = die Er bekundet, daß er den Zeugen Becker von Aschersleben| betr. den Entwurf einer Polizeiverordnung zur Regelung des neinen fvolle, wofür eine gefeßliche Grundlage indessen nicht vorhanden Her kenne und von ihm einige Zusendungen zu der Erbschaftssache Straßenhandels in Berlin. Antrag von Mitgliedern der sei, würde dem Magistratsassessor nicht einmal eine Fahrlässigkeit vorerhalten habe. Eines Tages habe ihm Beder geschrieben, daß er Versammlung zu vorstehender Vorlage. Vorlagen, betreffend die zuwerfen sein, weil ihm daraus, daß er einer andren, mindestens die Abschrift eines sehr wichtigen Dokumentes erhalten habe. Ihm, Kirchenbaulast der politischen Gemeinden nach märkischem ebenso begründeten Rechtsauffassung gefolgt sei, ein Vorwurf nicht dem Zeugen, sei es natürlich interessant gewesen, zu erfahren, welche Provinzialrecht, die Festsetzung von Fluchtlinien für die gemacht werden könne. neue ehrabschneiderische Erfindung und welcher neue Erpressungs- Südseite der Wullenweberstraße. und für eine 15 Meter versuch wieder gegen ihn vorliege und deshalb habe er den Zeugen breite Uferstraße in der Verlängerung des Prof. Dr. Wilhelm Förster, der bekannte Astronom, hat gestern Becker hierher gebeten. Widinger feinen 70. Geburtstag begangen. Um den geplanten Kundgebungen Dieser habe ihm dann die Abschrift der und Hansa- Ufers, Erwerbung eines Grundstücks angeblichen Urkunde vorgelegt, die er sofort als Schwindel erkannte. in der Eckertstraße zu Gemeindeschulzwecken, die Fest- u entgehen, hat der Direktor der Sternwarte eine Reise zu seinem Im übrigen habe er niemals mit dem Zeugen Becker irgend welche fezung der Feuersocietäts- Beiträge für das Geschäftsjahr 1. Otin Zürich lebenden Sohn unternommen. Eine Anzahl seiner früheren Berhandlungen gepflogen, welche auch nur die Vermutung erweden tober 1901/1902, die Mietung von Räumen im Fuhrmannschen Schüler haben ihm vor der Abreise folgende Adreſſe eingehändigt: fönnten, daß er zu„ Vergleichen" bereit sei. Er könne fich gar nicht Stiftungshause, Mohrenſtr. 41, für die erste städtische Lese halle bringen zu seinem 70. Geburtstage die unterzeichneten Schüler, die Lesehalle, Ihrem hochverehrten Lehrer, Herrn Prof. Dr. Wilhelm Förster, erklären, wie so etwas angedeutet werden konnte, denn er habe den Etat der Fleischbeschau für das von außerhalb eingeführte den Polizei- Inspektor Becker bis dahin immer für einen ernsten Fleisch für das Etatsjahr 1903- und dauernde beziv. vorüber- er in vierzigjähriger begeisternder Lehrthätigkeit für Wissenschaft Mann gehalten. gehende Beschränkung der zur Herstellung der Ueberführung der und Leben ausgerüstet hat, die herzlichsten Glückwünsche dar. Ein Meineid? Bellermann und 4 Swinemünderstraße über den Möge Sie beim Anblick der Bilder, die wir Ihnen überreichen, Bahnhof Hierauf wird Zeuge König aus Halberstadt noch einmal vor- Gesundbrunnen erforderlichen Flächen, fowie Ertverb die Erinnerung an langentschwundene Stunden heißer, aber gerufen und befragt, ob er nun seine protokollierte Aussage beschwören Eigentums des zur Anlegung der Bellermannstraße und der Ueber- Liebe gefäeten Saat ein gut Teil aufgegangen, am heutigen Tage erfolgreicher Arbeit und der Gedanke, daß von der mit wolle. Er erklärt zunächst, daß er wünschen müsse, daß seine Ver- führung erforderlichen Geländes im Wege der Enteignung. eidigung so lange unterbleibe, bis die Echtheit oder Unechtheit Berichterstattung, betreffend der Wahl eines Mitgliedes in die beglücken. Nehmen Sie die tiefgefühlte Versicherung, daß wir alle der hier in Rede stehenden Schriftstücke festgestellt sei. Der Vor- Deputation zur Verwaltung des Gesinde- Belohnungs- und Unter- die Stunden, da wir Ihren Worten lauschen und uns Ihrer nicht jitende eröffnet ihm, daß er die Aussetzung der Bereidigung nicht ver- ftüßungs- Fonds, eines Mitgliedes in das Kuratorium der Dietrich nur mit dem Verstande, sondern auch mit dem Herzen gebotenen Tangen könne, daß er aber auch jetzt noch seine Aussage insoweit Thora- Stiftung, von zwei Bürgerdeputierten in die städtische Bark Belehrung erfreuen durften, immer zu den beglückendsten unsrer ablehnen könne, als er sich durch seine Aussage der Gefahr Deputation, sowie von zwei Beisigern und zwei Beifizer- Stellvertretern Jugend zählen werden. Uns allen waren Sie das Vorbild eines strafrechtlicher Verfolgung aussehen würde. Der Zeuge erklärt für den Wahlvorstand zu der am 30. d. M. im 13. Gemeinde- gründlich forschenden, unermüdlich thätigen Gelehrten, eines stets hierauf: er verweigere mit Rücksicht hierauf seine Aussage insoweit, Wahlbezirk der 1. Abteilung stattfindenden Stadtverordneten- Ersatz- gütigen und geduldigen Lehrers und, nicht zuleßt, eines warmals sich dieselbe darauf bezieht, wie und unter welchen Umständen wahl. fühlenden und getreuen Freundes. Wir fühlen uns glücklich, Ihnen für alle diese reichen Gaben heute unfern innigen Dank aussprechen zu dürfen...."( Folgen die Unterschriften.) Die Adresse war begleitet von großen Photographien der Unterzeichneten, vereinigt in einem kostbar geschnigten Eichenkasten. Ungültige Landespolizei- Anordnung des Berliner Polizei- Präer in den Besitz der Urkunden gekommen ist. der über Echtheit oder Unechtheit der Urkunden sich äußern möge. des Abgesehen hiervon beschwört der Zeuge König seine Aussage, Graf Bückler kämpft zur Zeit gegen ein neues Objekt seiner Staatsanwalt Liebenow nimmt ihn aber sofort wegen Berdachts der Wahnvorstellungen, nachdem die roten Ratten anscheinend aus schweren Urkundenfälschung und Erpressung fest und läßt ihn durch seiner kranken Phantasie verschwunden sind. In der am Montag den Gerichtsdiener zur Untersuchungshaft abführen. in der„ Konkordia" abgehaltenen Versammlung sprach der unglückRechtsanwalt Dr. Schwindt beantragt, die holländische liche Mann über das Verhalten der Obstruktion im Reichstage und fidenten. Am 6. November 1898 hat der Berliner Polizei- Präsident Gesandtschaft zu ersuchen, einen Herrn an Gerichtsstelle zu entfenden, forderte diesmal die Zuhörer auf, durch Gesang die Juden aus eine landespolizeiliche Anordnung erlassen, die Maßregeln zur Verdem Lande zu treiben; vor dem fräftigen Gesange habe das hinderung der Verschleppung von Vichseuchen vorschreibt. Hiergegen könne nicht fingen, warum, weil es ein schlechtes Gewissen habe. daß sie in Rummelsburg ein totes Schwein aus der Eisenbahn ausScheufal, der rote Manasse, furchtbare Angst. Das Scheusal follten sich die Schlächter Ludwig und Schulz dadurch vergangen haben, Schwarz wie die Kerle feien, seien auch ihre Seelen, darum müssen zuladen suchten, ohne zur Untersuchung des Schweines den beamteten die Deutschen singen, daß den Juden Angst und Bange würde und Tierarzt heranzuziehen. Das Landgericht in Berlin sprach sie jedoch fie schleunigst nach Jerusalem zurückwandern. Diese wirren Aus- frei und das Kammergericht verwarf die Revision mit folgender führungen fanden bei der des Amüsements wegen gekommenen Zu Begründung: Die landespolizeiliche Anordnung des Berliner Bolizeia hörerschaft großen Beifall. richten. Der Gerichtshof beschließt, durch Vermittlung des Auswärtigen Amtes ein derartiges Ersuchen an die holländische Gesandtschaft zu Es folgt die Uebertragung der Aussagen der in Holland verEs folgt die Uebertragung der Aussagen der in Holland vernommenen Zeugen durch die Dolmetscherin Fräulein v. d. Bloeg. Diese sämtlichen Zeugen, beamtete und nichtbeamtete Personen, haben ausgesagt, daß ihnen absolut nichts davon bekannt sei, daß aus der Brandtschen Erbschaft dem Grafen Douglas Beträge von 25 000 Gulden und 5 Millionen Gulden zugeflossen seien. # hat, und die Lokales. präsidenten vom Jahre 1898 sei formell und materiell rechtsLehrlingsausbeutung. Gewerbe deputation des ungültig Sie schreibe Maßregeln vor, die nach dem ViehfeuchenMagistrats ging im Jahre 1901/02 über 8 Gewerbetreibende die gesez und der Ausführungs- Anweisung die Genehmigung der obersten Eine Anzahl der vernommenen Zeugen wird vom Vorsitzenden Anzeige zu, daß von ihnen eine übermäßig große Zahl Lehrlinge Landesbehörde, des Miniſters bedürfen; dieſe fehle ihr aber, weswegen entlassen und die Sigung um 5 Uhr geschlossen. Mittwoch fällt die Sigung aus. Die Verhandlung wird Donners- 3 Anzeigen der gleichen Art zu erledigen, sodaß im ganzen in daß im Gebiet des Berliner Vichhofs dauernd eine Seuchengefahr begehalten werde. Aus dem Jahre 1900/01 hatte die Deputation noch sie nicht eine bestimmte Seuchengefahr feststehe. Die Behauptung, fie formell ungültig sei. Aber sie sei auch materiell ungültig, weil tag 9 Uhr fortgesetzt werden. 11 Fällen das Verfahren aus 128 der Gewerbe- stehe, sei nicht in der landespolizeilichen Anordnung zum AusOrdnung durchzuführen war. In 3 Fällen ergaben die ange brud gekommen, sie würde auch nicht als Feststellung einer bestimmten stellten Ermittelungen, wie die Gewerbedeputation in ihrem Bericht Seuchengefahr angesehen werden können. über das Jahr 1901/02 mitteilt, teinen Anlaß zum Einschreiten. Eine landespolizeiliche 2 Fälle wurden als unerledigt in das nächste Jahr mit hinüber zulässig, wenn eine bestimmte Seuchengefahr nicht bestelle, sie sei hinüber- Anordnung im Sinne des Viehseuchen- Gesezes sei nicht nur ungenommen. In den übrigen 6 Fällen stellte die GewerbeDer einfache schlichte Wann aus der Werkstatt Seputation überall fest, daß die Zahl der Lehrlinge( 15-251) zu egt eine solche bestimmte Seuchengefahr feststelle. Das sei auch dann nicht rechtsgültig, wenn sie nicht selber in ihrem ist wohl nie so sehr als Objekt der Haussespekulation in Anspruch Art und Umfang des Betriebes im Mißverhältnis genommen worden als in diesen Tagen des Krupp- Kurses. Während und daß die„ Ausbildung" dieser Lehrlinge fast nur dem Betriebs hier nicht geschehen, so daß sich auch daraus die Ungültigkeit ergebe. er früher bedenklich unter pari stand, ist er nach den Vorgängen der inhaber oder einem Werkmeister oblag. Die Gewerbebeputation Die Schönholzer Heide wird trotz aller Bemühungen der in Letzten Zeit ungeahnt in die Höhe geschnellt und bietet augenblicklich schränkte in den einzelnen Betrieben die Zahl der Lehrlinge auf 3 Betracht kommenden Gemeinden leider vom Erdboden verschwinden. den besten Börsenwerten die Spize. Besonders find es Großunter- bis 8 ein. Gegen ihre Anordnungen wurde in 3 Fällen Klage beim Zwischen der Gemeinde Pankow und der kgl. Regierung zu Potsdam nehmer und Vertreter der hohen Politik, die fich lebhaft Stadtausschuß erhoben, der in allen 3 Fällen im Sinne der Deputation für diesen Gegenstand interessieren; aber auch kleine entschied. Das Urteil des Stadtausschusses wurde in 1 Fall rechts- ist nämlich ein Vertrag abgeschlossen worden, wonach die Gemeinde Leute, wie Mitglieder konservativer Wahlvereine werfen ein fräftig, in 2 Fällen wurde es angefochten durch Berufung beim ein 6 Hektar großes Stück Land, das mitten in der Heide belegen Auge auf ihn. Was bis dahin unmöglich schien, kommt Bezirksauschuß, über dessen Entscheidung die Gewerbebeputation ist, zur Anlegung eines Gemeinde Friedhofes erivirbt. Der Kaufheute alle Tage bor: Königlich preußische Staatsminister noch nicht berichten kann. Der Bezirksausschuß hatte auch preis beträgt 300 000 Mart. Von drei zu drei Jahren wird ein steigen von ihren stolzen Höhen herab, lassen den einfachen aus dem Vorjahre noch einen Fall zu erledigen, der besonders anderthalb Hektar großes Terrain in Benutzung genommen; das schlichten Mann aus der Werkstatt um sich herum gruppieren und standalös ist. Einem Betriebsinhaber war von der Gewerbe- Kaufgeld wird in Jahresraten von 25 000 Mart bezahlt, das Restpreisen ihm seine Vorzüge ins Angesicht. Auch Eisenbahnminister deputation aufgegeben worden, von seinen 26( 1) Lehrlingen 20( faufgeld muß verzinst werden. Die Gemeinde Pankow übernimmt Budde ist, wie wir gestern schon furz berichtet haben, daher zu entlassen. Der Mann klagte, aber vom Stadtausschuß wurde die die vom Fistus eingegangene Verpflichtung, das nach dem Riefelgut gekommen, hat den einfachen schlichten Mann in feiner nächsten Bezirksqusschuß ein, wurde aber hier wegen Fristverfäumnis zurütd- Buch führende Kanalisations- Drudrohr der Stadt Berlin gegen eine Anordnung der Deputation bestätigt. Nachbarschaft Platz nehmen laffen und ihm zum fröhlichen Weihnachtsfest gleich einen ganzen Karton voll Orden gewiesen. Dieser wadere Lehrherr" war Inhaber einer Anerkennungsgebühr von fünf Mark durchzulassen. Ferner vermitgebracht. Auf dem von der Großen Berliner Straßen- Mechaniker- Werkstatt. Auch von den oben erwähnten pflichtet sich der Fistus, eine sieben Meter breite Zufahrtsstraße nach bahn Gesellschaft in der Brauerei Friedrichshain ver- 6 Fällen, die die Gewerbedeputation erledigte, betrafen 5 eine dem Friedhofe der Gemeinde zur Verfügung zu stellen, die Pflasterung anstalteten Fest zeigte sich aber auch deutlich, daß diese Chren- Mechaniker- Werkstatt, während es sich in dem 6. Fall um eine und Unterhaltung übernimmt die Gemeinde. Die Kaufverträge bezeugungen nicht so ganz aus dem Handgelenk herauskommen. Maschinen- Schlosserei handelte. Der Mechaniker- Beruf ist bei unsrer zwischen dem Fiskus und einem Banktonsortium wegen Ankaufs des Boraussetzung ist vor allem, daß der einfache schlichte Mann kein die Schule verlassenden Jugend mit am beliebtesten. Man sieht, übrigen Teiles der Haide sind ebenfalls dem Abschluß nahe. Socialdemokrat ist, ebenso darf er sich selbstverständlich nicht was der bedauernswerten Jungen zuweilen in einer solchen Mechanikermit seinesgleichen zur Verbesserung seiner Lohn- und Arbeits- Werkstatt wartet. Kindesunterschiebung? Der Polizeipräsident teilt mit: Am bedingungen gewerkschaftlich foaliert haben. Dann hat er begeistert Der Kampf gegen die Maschinenbauer- Krankenkasse. Zu inter- anstalt eine Dame, anscheinend besseren Standes, ein neugeborenes 20. September 6. J. hat sich aus einer hiesigen Privat- Entbindungsin ein Hoch auf den Kaiser einzustimmen. Diese drei Bedingungen efsanten Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Behörden hat Kind männlichen Geschlechts abgeholt, um dasselbe in Pflege zu glaubte der Minister bei seinem borgestrigen Besuch augenscheinlich die Streitfrage, welche zwischen der Neuen Maschinenbauer- nehmen. Die Dame, welche fich Frau Dietrich genannt hat und in erfüllt. Jeder sollte geloben, den Versuchen des Umsturzes gegen Krantentasse und der von dieser abgezweigten Betriebs- Köln a. Rh. wohnen wollte, ist bis jetzt ebenso wie das Kind nicht über feft зи bleiben, jeder folle auf die Reden Krankenkasse der Allgemeinen Elektricitäts- Ge= achten, Die der Kaiser in Essen und Breslau gehalten sellschaft entstanden ist, Veranlassung gegeben. Bei dem oder Umgegend in einer Familie als„ eignes" untergeschoben worden zu ermitteln gewesen, und wird vermutet, daß das letztere in Berlin den Beweis erbracht hätten, daß bei uns Widerstreben der erstgenannten Krankenkasse blieb der Aufsichts- ist. für die Arbeiter mehr gethan sei als in irgend einem andren Staate. behörde nichts anderes übrig, als die Funktionen der Kaffenorgane helblondes Haar, dunkle Augenbrauen, vollständige Zähne, längliches Die Unbekannte wird wie folgt beschrieben: ca. 32 Jahre alt, Dafür, so sagte Herr Budde weiter, haben wir unsrem Monarchen selbst wahrzunehmen. Dies geschah dadurch, daß am 9. und 10. Mai Gesicht, gesunde Gesichtsfarbe, große kräftige Gestalt, rheinländischer Dank zu sagen. Auf geschehene Aufforderung erhoben die ver- durch 2 Kommissare ein Geldbetrag von 173 M. 42 Pf., fowie Depot- Dialett. fammelten Straßenbahn- Angestellten gemeinschaftlich den rechten scheine über, bei der Reichsbank deponierte, den Reservefonds bilden- dienliche Mitteilungen machen können, werden ersucht, diese schriftlich Diejenigen, welche über den Verbleib des Kindes sachArm, stimmten in das Hoch auf den Monarchen ein und fangen den Wertpapiere über 270 000 M. aus dem Gewahrsam des Vor- zu 9291 IV 3. 02. odber mündlich während der Vormittags- Dienstunter Mufifbegleitung Heil dir im Siegertrang". Hierauf verteilte stands- Vorsißenden entnommen wurden. der Minister an den Direktor v. Kühlelvein einen Kronenorden dritter lich in juristischer Hinsicht, sind im Anschluß hieran stattgehabte ErErwähnenswert, nament- tunden bei der Kriminalpolizei, Zimmer 246, zu erstatten. Selasse, an den Ober- Ingenieur Peifer einen Rothen Adler- Orden örterungen darüber, ob die gegen die Vorstandsmitglieder der Neuen vierter Klasse, an vier Subalternbeamte der Gesellschaft Kronenorden Maschinenbauer- Krankenkasse von der Aufsichtsbehörde wegen Nicht- erwiſcht, nachdem sie ihn lange gesucht hatte. Aus der ganzen Stadt vierter Klasse, an 12 Angestellte Medaillen zum Kronenorden und befolgung der an den Kassenvorstand ergangenen Anweisung vom liefen seit einigen Monaten Anzeigen von einem Schwindel ein. an 23 andre Angestellte das Allgemeine Ehrenzeichen. Vorher 12. März 1901 zur Herausgabe des Vermögensanteils unterm Ein junger Mann, der sich für einen Bostassistenten oder-Sekretär hatte die Gesellschaft jeden Mann einen Gutschein über 17. April 1901 festgesetzten Ordnungsstrafen von je 100 m., in einem ausgab, mietete ein Zimmer und erzählte der Wirtin, daß er, reicht, der für acht Glas Bier, drei Butterbrote eine Bockwurst mit Salat galt. Zum Schluß verkündete Ministerial vom 9. und 10. Mai noch vollstreckbar gewesen seien. In den Straf nächstgelegene Berliner und Falle auch die substituierte Haftstrafe, nach Vornahme der Handlung foeben von Magdeburg, Braunschweig oder sonst woher an das Postamt verſent, gerade bon der direktor Micke a. D. den Versammelten, daß der Aufsichtsrat dem verfügungen war bemerkt worden, daß diejenigen Vorstands- Bahn komme und den größten Teil des Gepäcks noch er Witwen- und Waisenfonds der Angestellten 100 000 M. überwiesen mitglieder einer Strafe nicht unterliegen würden, die binnen drei warte. Einen schweren Karton brachte er mit. Sobald die habe. Dann wurde das übliche Huldigungstelegramm an den Kaiser Tagen eine Erklärung abgeben würden, daß sie bereit seien, der An- Koffer kämen, follte die Wirtin seine beste Uniform gesandt, dessen Wortlaut wir nicht kennen. ordnung vom 12. März nachzukommen. Auf eine Beschwerde von etwas zurecht machen, da er sich dem Ober- Postdirektor borUnfres Erachtens beruht die heute beliebte Werteinschäzung 5 Vorstandsmitgliedern über die Vollstreckung der gegen fie festgefeßten stellen müsse. Wenn er die Frau sicher gemacht und ihr den Kofferdes einfachen schlichten Mannes nicht auf gesunder Basis. Gewiß Geldstrafen nach der Handlung vom 9. und 10. Mai 1901 ordnete fchlüssel überreicht hatte, bat er sie, sich zurückzuziehen, da er sich zu find die Straßenbahn- Angestellten im Unternehmersinne noch ein der Oberpräsident durch Erlaß vom 5. Oftober 1901 an, daß das einem Besuch bei dem Vorsteher des Amtes etwas umkleiden müsse. ziemlich brauchbares Material. Zumeist vom Lande hergekommen, Bollstreckungsverfahren eingestellt, die festgesetzten Geldstrafen zurüd- War die Wirtin etwas schwazhaft und wollte sie das Gespräch nicht haben sie ihre paar Jahre beim Kommiß gedient und find dann, soweit genommen und die eingezahlten Strafen zurückgezahlt werden sollten. abbrechen, so vertrieb er sie auf die einfachste Weise dadurch, daß er sie nicht Schußmann werden konnten, bei der Großen eingetreten, haben Der Oberpräsident ging dabei von der Erwägung aus, daß das Vor- anfing, sich auszukleiden. Dann riegelte er die Thür ab, suchte sich inzwischen von dem socialen Befreiungskampf des Proletariats zumeist gehen der Aufsichtsbehörde nicht berechtigt gewesen sei, denn Zwangs im ganzen Zimmer die Wertsachen zusammen, die er ohne Aufsehen nur ziemlich schwache Begriffe erlangen könnten. Es gehörte die mitte! dürften wohl nacheinander, aber nicht nebeneinander ange- mitnehmen konnte, verschwand mit der Beute und ließ sich nicht ganze tapitalistische Kunstfertigkeit der Großen dazu, diese harm wendet werden. Gegen diesen Erlaß des Oberpräsidenten erhob der mehr sehen. Die Stoffer blieben natürlich aus. Wenn die Wirtin losen Massen vor 22 Jahren in den Generalstreit zu peitschen, Magistrat bei dem Herrn Minister für Handel und Gewerbe Ein- schließlich den Karton öffnete, um sich an seinem Inhalt schadlos zu und wir verkennen durchaus nicht, daß die Straßenbahner selbst spruch. Der Magistrat führte aus, daß eine unzulässige Häufung halten, fand sie nichts als altes Papier und einen schweren Stein. nach den schlimmen Erfahrungen, die sie damals machten, die Pflicht, von Zwangsmitteln überhaupt nicht vorliege. Das unmittelbare Ein- Die Striminalpolizei scheute keine Mühe, des Diebes habhaft zu sich gewerkschaftlich zu organisieren, nur zum Teil begriffen haben. greifen der Aufsichtsbehörde in die Kassenverwaltung stelle sich nicht werden. Sie machte sich sogar die Heidenarbeit, alle Vermieterinnen Aber so unerfahren ist keiner, um nicht einzusehen, daß er die als ein sogenanntes executiv ad faciendum, ein Zwangsmittel, dar. zu warnen, aber auch das half noch nicht. Der Mann trat so ruhig Schmeicheleien der Herren, die sich früher den Deut um ihn ge- Aber auch bei entgegengesetter Ansicht sei das Verfahren der Ver- und sicher auf, daß sogar Frauen, die erst wenige Stunden vorher fümmert haben, ohne die Existenz der Socialdemokratie nicht ein- waltungsbehörde bgründet, denn es handle fich um bereits vor dem auf ihn aufmerksam gemacht worden waren und ihm selbst ihren heimfen würde. Wer als Proletarier bei solcher Sachlage von ehr- 9. und 10. Mai rechtsgültig festgesette, von dem Herrn Oberpräsiden- Verdacht äußerten, daß er der Dieb sei, vor dem die Polizei warne, lichem Streben erfüllt ist, ringt sich tapfer zur Socialdemokratie ten bestätigte Strafen. Der Magistrat nahm Bezug auf ein analoges, ihm auf den Leim gingen. Erst gestern gelang es, den Gesuchten durch, wer aber die Sache auf die leichte Achsel nimmt, wird von früher vom Oberverwaltungsgericht gefälltes Erkenntnis. Der bei einem Pfandleiher endlich festzunehmen. Sein Conto der eigenen Jchsucht getrieben, im innersten Schrein feines Herzens Minister eröffnete dem Magistrat hierauf durch Erlaß vom 24. Mai ist bisher mit 53 Fällen belastet. Er räumt seinen Schwindel der Socialdemokratie ein weiteres Gedeiheu zu wünschen, damit 1902, daß er geneigt sei, der Auffassung des Magistrats über die jetzt offen ein und wurde festgestellt als ein Klempnergeselle fie auch hinfort das Unternehmertum in Furcht und Zittern rechtliche Seite der Angelegenheit beizutreten, daß er es indeffen aus Baul Magnus aus der Prinzenstraße. Der Verhaftete spricht jetzt erhalte und so die Herren über ihm zwinge, des Scheins halber allgemeinen Erwägungen nicht für angemessen erachte, die Voll- mit einer Art Galgenhumor von seinem Treiben. Man tönne es ihrer socialen Pflichten nicht ganz zu vergessen. Es ist aber von da streckung der Ordnungsstrafen fortzusehen, nachdem der Strafawed ihm, meint er, eigentlich nicht verdenken, daß er so lange bei dem fein großer Schritt mehr bis zu der Erkenntnis, daß eine sociale erreicht sei. Eines der in Ordnungsstrafe genommenen Vorstands Geschäft" geblieben sei. Es bringe noch etwas ein und mache nicht Pflichterfüllung moralisch wertlos ist, wenn sie vom Arbeiter als mitglieder, bei dem die substituierte Haftstrafe schon am 5. Ottober viel Schwierigkeiten, denn die Weiber seien zu dumum; selbst mit der Gegengabe Aufgeben der eigenen Meinung und eine den Macht: 1901 zur Vollstreckung gelangt war, reichte darauf gegen den Warnung der Polizei in der Hand hätten sie ihm noch aufs Wort habern gefällige Gesinnung fordert. Auch das Unternehmertum wird Magistratskommissar für die Orts- und Betriebs- Strantentaffen bei geglaubt. Magnus hatte fo viel zufammengestohlen, daß er sich bald wieder in Katzenjammerstimmung zu der Einsicht kommen, daß der Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung ein. fürzlich verheiraten und in der Prinzenstraße eine Wohnung mieten eine künstlich forcierte Modespekulation gründlich verfehlt war. Die strafrechtliche Verfolgung wurde mit der Begründung abgelehnt, konnte. Da die Hochzeit so schon viel Geld foftete, so begnügte er daß kein Anhalt dafür vorhanden sei, daß der Magistratsassessor sich vorläufig mit tombadenen Ringen, nach dem nächsten Geschäft“ Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sigung am eine Strafe habe verbüßen lassen, von der er gewußt habe, daß fie aber ersegte er diese durch goldene. Seine junge Frau war sehr Donnerstagnachmittag 5 Uhr u. a. mit folgenden Gegenständen der nicht habe vollstreckt werden dürfen. Selbst wenn man die Frage, unangenehm überrascht, als gestern Kriminalbeamte sie besuchten und Tagesordnung zu befassen: Berichterstattung über die Vorlage, ob die Volstreckung der Strafe zu Recht angeordnet worden sei, ver- sich alles ansahen, was sie in der Wohnung hatte. Den König der Schlafstellendiebe" hat die Kriminalpolizei endlich " Obermeister Wollschläger. Gestern abend 73 Uhr ist der Vorsitzende des Bundes deutscher Friseur- und PerückenmacherInmungen und der Obermeister der Berliner Barbier-, Friseurs und Berüdenmacher- Innung Friz Wollschläger gestorben. Er stand ſeit 32 Jahren an der Spize der Jnnung. Aus Mutter Treptow- Baumschulenweg. Die Wahlvereins- Versammlung fällt| schränkung der Kinder Ausbeutung vor der Reichstagskommission. heute zu Gunsten der Volksversammlung aus. Feuilleton: Monolog. Von Ernestina Lefina. Die Parteigenossen der Bewegung. Notizenteil: Bom Ausstand der Weber und -werden ersucht, für zahlreichen Besuch dieser Versammlung zu Beberinnen in Meerane. Jones.( Schluß.) agitieren. Auf die am 1. Januar in Kraft tretende Beitragserhöhung der Frauen.- Frauenbewegung. Beibliche Fabrikinspektoren. Vereinsrecht wird hiermit hingewiesen; es ist erforderlich, die restierenden Vereins- Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer beiträge an dem am Sonnabendabend 8 Uhr im Reſtaurant 10 Bf., durch die Bost bezogen( eingetragen in ber Reichspoft- Zeitungslifte Staffeld stattfindenden Zahlabend zu entrichten. Bei der Arbeit schwer verunglückt ist der Fabrikarbeiter Neu mann, der in der Eisengießerei von Steffens u. Nölle vom Südfür 1902 unter Nr. 3051) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Ufer 16 beschäftigt war. Ein schwerer eiserner Träger, den er mit Ober Schöneweide. Wie schwer es den Parteigenoffen hier Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. mehreren Arbeitern von den Böcken auf den Wagen schaffen wollte, gemacht wird, harmlose Geselligkeit zu pflegen, das läßt sich aus markt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Verlag von Georg Reimer). Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeitsfiel ihm auf den rechten Oberschenkel und zerschmetterte ihn. Der dem Vorgehen gegen den Wahlverein am Orte erkennen. Auf Grund Die als Drgan des Berunglückte wurde mit einem Koppschen Rettungswagen nach dem einer funstvollen Kammergerichts- Entscheidung, welche jede Zusammen- Beitschrift enthält in Nr. 6 des 6. Jahrganges unter anderm: Rundschau Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende Moabiter Krankenhause gebracht. funft von Arbeiterbereinen als Versammlung ansieht und so die über die Lage des Arbeitsmarktes. Situationsberichte aus einzelnen Ein Taschendieb mit einer neuen Methode wurde gestern in Beteiligung von Frauen an Festlichkeiten unmöglich macht, waren Gewerben: Bergbau und Hütten( Geschäftsgang in Oberschlesien und im einem Warenhause von der Kriminalpolizei festgenommen. Der Mann der socialdemokratischen Organisation die Vereinsfestlichkeiten Siegerland); Metalle und Maschinen( Fortdauernde Geschäftsflaue in den hat gar lange, aber auch dicke Finger. Daher kann er sie nicht gut Borteile der Cirkus Busch- Versammlung zu nutze machen zu föimen. fonsequent verboten worden. Run glaubte der Verein, fich die Maschinenfabriken. Abnahme der beschäftigten Arbeiter); Tertilgewerbe in fremde Taschen versenken, ohne daß deren Eigentümer es merken. Doch es sollte anders kommen. Obgleich ein zum 6. September an- für Deutschland, Destreich- Ungarn, Schweiz. ( Beschäftigungsgrad in Süddeutschland). Statistisches Monatsmaterial: Wetterbericht. Arbeitsnachweise. Krankenkassen. Streitverzeichnis Er wußte sich aber zu helfen. Sobald er von außen gefühlt hatte, Verwaltung der Arbeitsdaß eine Dame, an die er sich im Gedränge heranmachte, ein gefestes Vereinsvergnügen anfänglich die„ Genehmigung" des Amts- nachweise: Breußischer Ministerial- Erlaß betreffend Arbeitsnachweise in Portemonnaie in der Tasche trug, schnitt er diese und das Kleid mit vorstehers erhielt, wurde das Fest wenige Stunden, bevor es statt- mittleren Städten. Mitteilungen aus deutschen Arbeitsnachweis einem haarscharfen Messer von oben nach unten auf, so daß er befinden sollte, vom Landrat mit der Begründung verboten, daß es ein Verbänden: Amtliche Bekanntmachungen: Verband deutscher Arbeitsquent in die Tasche hineinlangen konnte oder das Porte- öffentliches Vergnügen sei. Hierfür mußte der Umstand herhalten, daß im nachweiſe. Beitrittserklärung. Sonstige Mitteilungen: Verband deutscher Württembergischer monnaie herausfiel. Kriminalbeamte sahen, wie er mit seinem Vorwärts" eine Anzeige stand, wonach Eintrittskarten bei den Mitgliedern Arbeitsnachweise. Einheitliches statistisches Formular. zu haben waren. Das Fest fand nun doch statt, nachdem der Vereins- Verwaltertag. Mefferchen einer Dame folgte, und nahmen ihn fest, als er ihr vorsitzende dargethan hatte, daß der nichtöffentliche Charakter des Arbeitsnachweise nebst zahlenmäßigen Angaben über November 1902. Berband bayrischer Arbeitsnachweise. Bestand und bis Beilage: Mitgliederliste des Verbandes deutscher Portemonnaie ergriff. Trotzdem behauptet nun der Verhaftete, er habe nicht stehlen wollen, sondern die Kleider nur zu seinem Ver- Bergnügens streng gewahrt bleibe. Ms es nun der Findigkeit eines Die Weihnachtsnummer des„ Wahren Jacob" ist soeben erschienen. gnügen aufgeschnitten, und das in den letzten acht Tagen etwa Polizeibeamten gelang, doch zu einer Eintrittskarte zu kommen, er- Das borderseitige farbige Bilb" Hampelmänner" zeigt uns eint hielt der Vorsitzende ein Strafmandat über 10 M., das vom Amts- bassendes Weihnachtsgeschenk für fleine Thronfolger. Das andre farbige zwanzigmal ausgeführt. gericht bestätigt wurde. Bild Beihnachtsabend ist nach einer Radierung der Wiener Zwischen den Buffern zweier Eisenbahnwagen wurde in der Jezt hat der Wahlverein für den 1. Weihnachtstag eine Matinee Malerin ermine eller Osterfeber hergestellt und stellt einen Nacht zu gestern der 26 Jahre alte Rangierer Paul Meinide aus veranstaltet, gegen welche mit der Begründung von der Behörde alten blinden Musikanten und sein Weib dar. Clara Müller hat zu der Ramlerstraße 49 zermalmt, der seit fünf Jahren im Bahndienste Einwendungen erhoben wurden, daß dem ernsten Charakter des Fest- diesem Bilde ein Gedicht geschrieben. Dem Weihnachtsfeste ist sodann noch stand. Meinicke hatte die lezte Nacht auf dem Schlesischen Güter- tages im Programm nicht überall Rechnung getragen fei. Ein gut- bas Bild„ Beihe- Nacht" sowie das Gedicht„ Dies ist der Tag, den Gotl bahnhofe zu thun. Alls er gegen 12 Uhr givei Wagen eines Güter- gefinnter Turnverein darf dagegen am selben Tage und im selben überraschung" gewidmet. Der politischen Situation im Kampfe um den gemacht von Clara Müller und die Humoreske Weihnachts zuges, der zusammengestellt wurde, koppeln wollte, feste fich der Zug Festlokale ein Vergnügen mit ausgesproch humoristischem Programm Bolltarif wird die Nummer durch die Zeichnungen Das Fähnlein der Unplöglich in Bewegung und der Unglückliche geriet zwischen zwei abhalten. Schaden bringt uns solche Behandlung ja nicht, wohl entwegten", Barlamentarische Diners"," Der Schweineschanz für die Buffer, die ihm den Brustkasten zermalniten. Da er noch Lebens- aber trägt sie dazu bei, die Arbeiterbevölkerung immer mehr zu ver- Witwen und Waisen" sowie durch die" Gedichte„ Die Hurra- Zöllner", zeichen von sich gab, so wollte man ihn in ein Krankenhaus bringen, bittern. Die Notleidenden"," Politische Tanzfaunde( illustriert) und die größeren aber schon ehe man mit der Ueberführung beginnen konnte, starb er. Feuilletons Bitru“ und„ Traum eines reichen und frommen Brotwucherers" Der Verunglückte, der mit zwei noch schulpflichtigen Geschwistern bei gerecht. Zahlreiche weitere dite wie Sertbeiträge beschäftigen fich mit feiner Mutter, einer Arbeiterwitwe wohnte, wollte sich im nächsten andern politischen oder socialen Vorgängen. Der Preis der 12 Seiten Monat verheiraten. starten Nummer ist 10 Pfennig. Aus den Nachbarorten. Bredow, F Verfammlungen. " welcher besagt: Die Wärter dürfen durch ihr Verdaß fte beanspruchen. herige Thätigkeit. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ Uhr abends statt. 3. Reit. 5. 2. 43. 1. Realschule. 2. Fragen Sie den Rektor. Fragen Sie den Rektor. 5. Nein. 6. Läßt sich generaliter nicht sagen. 7. Die am nächsten gelegene Realschule. Witterungsüberfcht vem 16. Dezember 1902, morgens 8 1hr. Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better | க Temp. 11. 6 Stationen BarometerWindrichtung Windstärke Better Temp. n. C. to De Der Verband der Tapezierer hielt am 9. Dezember Bei FeuerFeuerbericht. Nur wenig Alarmierungen hatte die Wehr in der stein seine Mitgliederversammlung ab, um Stellung zu der am Zwischenzeit zu verzeichnen. In der Nacht zum Dienstag wurde sie 28. d. M. in Stettin stattfindenden Gaukonferenz und zu den Vornach der Spandauer Brücke 12 gerufen. Hier war durch Ausströmen gängen anläßlich der letzten Gelverbegerichts- Wahlen zu nehmen. von Gas in einem Schaufenster ein Brand entstanden, der Regale Beim ersten Punkt wurde nach längerer Diskussion über die Agitation und Waren ergriffen hatte. Die Wehr konnte aber die Flammen in in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Posen, Pommern, Schlesien kurzer Zeit ersticken, so daß größerer Schaden nicht entstanden ist. und Brandenburg auf Antrag des Gauvorstandes beschlossen, der Zur felben Zeit mußte in der Dranienstr. 7 ein Stellerbrand beseitigt Gaukaffe 100 m. zu überweisen. Als Delegierte wurden Wels und werden, der in der Hauptsache Werg einäscherte. In der Elsasserstr. 59 Bönite gewählt. H. R. 66. Bir sind leider nicht in der Lage, Ihrem Wunsche entBeim zweiten Punkt wurde hatten der Fußboden und die Balfenlage Feuer gefangen, während richterstattung durch Leo Schmidt- einstimmig die Zustimmung der nach einer Besprechen zu können. in der Rosenthalerstr. 4 in einer Küche ein Feuer ausgekommen war, Bersammlung zu dem Verhalten der Berliner Gewerkschafts- nicht bekannt, auch kein andres Blatt dieser Art. Die eingesandte BriefG. Kommnick. Der General- Berg- und Hütten Anzeiger ist uns das im wesentlichen Küchenmöbel beschädigte. Auch in der Mulad- fommission bei den Gewerbegerichts- Wahlen ausgedrüdt. marke steht zu Ihrer Verfügung. straße 35 hatte die Wehr einen Küchenbrand abzulöschen. Außerdem E. P. 50. Dafür ist keine Anzahl vorgeschrieben. M. S. Ohne Einhatte die Wehr Montagabend längere Zeit in der Dennewigstr. 19 Die wirtschaftliche Lage des Babeanstalts- Personals wurde am fight in Ihren Bertrag läßt sich nicht beantworten, welche Rechte und Pflichten zu thun. Durch Unvorsichtigkeit war hier in einer im vierten Stod Sonntag im Königstadt Kasino einer eingehenden Be aus demselben Ihnen zustehen. Sprechen Sie mit dem Vertrag in der belegenen Wohnung ein Brand ausgekommen, der bei Ankunft des sprechung unterzogen. Bademeister Gronde führte in juristischen Sprechstunde vor. Museum. 1. 15 Millionen Mark. 2. B. 3. Soweit aus ersten Löschzuges schon eine größere Ausdehnung erlangt hatte. feinem Referat aus: Die Dauer der Arbeitszeit hängt völlig von der 2. Wenden Sie sich schriftlich an das Institut. Laune der Badeanstalts- Besizer ab, sie beträgt im Durchschnitt täg Ihrer Anfrage ersichtlich: ja. O. 50. Bei Leistung des OffenbarungsMöbel, Kleidungsstüde, Thüren 2c. wurden hauptsächlich zerstört. lich 15 Stunden. Dabei giebt es allgemein feine geregelte Effens- eides muß das gesamte Vermögen, also auch die Unfallvente, angegeben pause. Nach den Vorschriften der Arbeits- Ordnung darf er nicht ein durch einen Arzt untersuchen, flagen dann auf Aufhebung des Vertrags, C. B. Lassen Sie die Wohnung werden. Pfändbar ist die Rente nicht. mal die Anstalt verlassen, um sich Lebensmittel zu kaufen, falls er überreichen gleichzeitig mit der Klage das Attest und beantragen Erlaß einer folche nicht mitbringen konnte. In einem regulären Lohnverhältnis einstweiligen Berfügung. A. M. 3. Sie haben Recht. 62 C. K. Amtliche Lokalabtreibung. Es wird uns geschrieben: Schon jetzt feien nur die allerwenigsten Badewärter. Die übergroße Anzahl ist Swedmäßig ist es, direkt an den Wirt zu schreiben und bre Frau mit erhielten unfre Genossen im Wahlkreise Spandau- Potsdam- Ost- auf das demoralisierende Trinkgeldersystem angewiesen. Hierdurch unterzeichnen zu laffen und in dem Brief anzugeben, zu welchem Zeitpunkt. havelland einen fleinen Vorgeschmack davon, mit welcher Kampfes wohl die Anstaltsbefizer in den meisten Fällen keinen Pfennig für verde nur Kriecherei und lakaienhaftes Benehmen großgezogen. Obweise sie bei unsren Gegnern für die nächsten Wahlen zu rechnen Lohn ausgeben, verbieten sie es noch obendrein den Angestellten, die haben werden. Am vergangenen Sonntag sollten u. a. in den Gäste auf ein Trinkgeld aufmerksam zu machen. So findet sich in Orten Marwig und Hennigsdorf in dem Amtsbezirk des der Dienstvorschrift für die Badewärter des Vereins der Wasser- Stationen Herrn b. Gutsbesizers und Major a. je eine Protestversammlung stattfinden.. Der Herr Ants- freunde", der den Wärtern keinen Lohn zahlt, ein Passus, vorsteher, dessen Verdienst um den gegenwärtigen Staat erst vor turzem durch einen Orden gelohnt worden ist, glaubte sich zu einer halten den Badegästen gegenüber nicht zu erkennen geben, Swinende. 766 Gen 2 Nebel -2Haparanda 760 SSB 6bedeckt hervorragend staatsretterischen That verpflichtet, und so machte er Leute sich über die erzwungene Aufdringlichkeit eines Badewärters Berlin Falls nervöse Hamburg 765 SW 3Nebel 2 Petersburg fich, ungeachtet seiner 70 Jahre, zu Wagen auf den Weg, um unsrer beschweren, so wird dieser meistens entlassen. Sobald aber das Frankj./M. 772 S 767 SSW 1Rebel O Cort Bartei in beiden Orten die Versammlungsfäle abzutreiben. Dem Wartepersonal um Zahlung eines Lohnes vorstellig wird, so antworten München 12berdeen Oparis Birt Perschel in Marwig eröffnete er ungefähr folgendes: Ich bie Arbeitgeber einfach, das Trinkgeld fei der regelrechte Lohn für Wien verbiete es Ihnen, die Bersan.mlung stattfinden zu lassen, der die den Badegästen geleistete Arbeit. Daß die Reinigung der Anstalt, Kaiser will das nicht haben"! Herr v. Bredow haite aber bei diesem mit welcher der Badegast an sich doch nicht das mindeste zu thun hat, Wirt das Pech, daß er über eine ausreichende Kenntnis des Ver- ebenfalls umsonst gemacht werden muß, lassen die Arbeitgeber dabei fammlungsrechts verfügt, um zu wissen, daß niemand im deutschen gefliffentlich außer Acht. Ja sie verlangen sogar noch, daß der BadeStaate ohne andre als die angegebenen Gründe ein solches Verbot wärter zum Reinigen der Anstalt felbständig ein oder zwei Frauen auszusprechen ein Recht hat. In Marwiz war's also beschäftigt und diese mit 12 oder 15 M. pro Woche aus seiner Tasche nichts. Herr v. Brow begab sich mun nach Hennigsbezahlt. Wohin eine solche Mißwirtschaft führen muß, ist flar. Der dorf สิน den sämtlichen brei Saalbefizern, deren Säle Badewärter best. Wärterin fucht aus den Gästen durch allerhand unfrer Partei dort zur Verfügung stehen, um zu veranlassen, Bei dem Wirt Kunstkniffe ein möglichst hohes Trinkgeld herauszuschlagen, andrerunsre Partei dauernd obdachlos zu machen. seits versucht er den Lohn der armen Reinigungsfrauen wieder zu Böhmer hatte der Herr Amtsvorsteher mit seinen staatsretterischen Argumenten auch Glüd, dieser erklärte sich bereit, den Saal für die drücken; und das alles, damit für ihn am Schluß der Woche auch ein Verdienst übrig bleibt, der häufig auch nur sehr färglich ausfällt. geplante Versammlung im letzten Augenblick zu verweigern. Dem Gen. Säger, der in Unkenntnis dieses amtsvorsteherlichen Erfolges die Trinkgeldersystem, bereits abgeschafft, doch die überlange Arbeitszeit in den städtischen Badeanstalten sind diese Mißstände, besonders das Anmeldung der Versammlung bewirkte, antwortete der Herr Amtsvorsteher auf der Rückseite des Anmeldungsschreibens: Bezüglich sieht es in den Privat- Badeanstaltenmitsamt der Sonntagsarbeit herrschen auch dort noch. Dagegen hervorgehoben wurde bedes Lokals bemerke ich, daß Gastwirt Böhmer meines Wissens sein sieht es in den Privat- Badeanstalten sonders das„ Admiralsgarten- Bad" auf diesen Gebieten sehr Der Amtsvorsteher. traurig aus. Lokal nicht zur Verfügung stellen wird. Als einziges Abhilfsmittel empfahl der Referent gez. v. Bredow. den Anschluß sämtlicher Badeangestellten an den Verband des In den andern beiden Fällen hatte Herr, v. Bredow um so ent- Maſſage, Bade- und Krankenpflege- Personals", der nur allein im schiedeneres Pech, und unserm Genossen gelang es schließlich doch, im stande sei, den Uebergriffen des Verbandes deutscher BadeanstaltsLetzten Augenblid geeignete Vorkehrungen zu treffen, daß die Ver- Befißer ein Paroli zu bieten. Die gut besuchte Versammlung sammlung stattfinden konnte. In einer geharnischten Protestresolution wurde dem Amtsvorsteher für seine staatsretterische That ſtimmte diesen Ausführungen rüdhaltslos zu. quittiert. Den Schaden aber hat allein der treulos gewordene Wirt, Herr Böhmer, denn bereits am Sonntag wurde von der empörten Hennigsdorfer Arbeiterschaft über sein Lokal die Sperre verhängt. Mag er sich dafür bei Herrn v. Bredow bedanken. bon n der n Kupferschmiede. Am 13. d. M. fand im Gewerkschaftshause eine Vereins- Versammlung der Kupferschmiede statt. Auf der Tagesordnung stand u. a. die Neuwahl des Filialvorstandes. Gewählt tourden: A. Korbowicz erster, P. Schrader zweiter Vorsitzender; M. Hecht erster, O. Bauer zweiter Kassierer; B. Gerwig erster, C. Portert zweiter Schriftführer; E. Außen und C. Westphal als Revisoren; H. Keiner, Ausschußmitglied. Den Meeraner Webern wurden 30 M. aus dem Dispositionsfonds bewilligt. " Eingegangene Druckschriften. Aus der Schöneberger Stadtverordneten- Sigung. Auf die von unfren Genossen vor nahezu fünf Wochen an den Magiftrat gerichtete Aufrage, was er zu thun gedente, um Unglücksfällen, wie dem fürzlich an dem fogenannten Seegraben an der Erfurterstraße erfolgten, vorzubeugen, ist in der Sizung am Montag eine schrift Liche Antwort eingegangen. Genosse Obst bezweifelte, daß u. a. der Hinweis in den Schulen, wodurch die Kinder auf die Gefahren Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Berlag) ist soeben das des Grabens aufmerksam gemacht werden sollen, wirksam sein 11. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wird. Die das Leben und die Gesundheit der Mit mir hervor: Ein Wort zur Socialistenheze. Die terroristische Strömung Socialismus und Anarchismus bürger gefährdenden Stellen des genannten Terrains müßten in Rußland. Bon Bera Saffulitsch. I Universität und Boltsin Spanien. Bon Heinrich Gunow.( Schluß.) vielmehr der Polizei eingefriedet werden; tverden; bei schullehrer. Bon Otto Rühle. Im Zeughaus der Revolution. Bon bestehenden Absicht, auf jenen Wiesen den sogenannten Stadtpark Friedrich Stampfer. Berliner Theater. Splitter. Litterarische Rundanzulegen, müßte dieser Frage schon jetzt näher getreten werden. schau: Besprechung von acht Arbeiterkalendern. Notizen: Aus dem Sodann wandte sich die Debatte einem interessanten Thema zu, in Auflagbuch der Nürnberger Flaschnergesellenschaft 1806 bis 1865. deren Verlauf sogar dem Magistratsvertreter Dinge entschlüpften", Die Neue Zeit erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchdie in den meisten ähnlichen Fällen auch verdienten, an die Deffent- handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro lichkeit zu kommen. Der selten in Opposition zum Magistrat Quartal zu beziehen. In der Beitungspreisliste der Bostanstalten ist die stehende Stadtv. v. Frankenberg hatte mit Unterstützung einiger neue Beit unter Nr. 5389 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post Gleichgesinnter beantragt, die in voriger Sigung angenommene Magistratsvorlage, betreffend Einleitung des Enteignungsverfahrens " In Freien Stunden", die Illustrierte Romanbibliothet, die der an der Diagonalstraße A( an der Hohenstaufenstraße) belegenen von der Buchhandlung Vorwärts in Wochenheften zu 10 Pf. herausGrundeigentümer, durch einen neuen Beschluß umzustoßen. Nach seiner gegeben wird, ist jetzt bis eft 47 und 48 erschienen. Neben dem Roman Ansicht sollen durch die Enteignung einige gewisse" Interessierte Die drei Musketiere von Alexander Dumas begegnen wir wieder zum Nachteil einiger andrer bevorzugt werden. Stadt- unserm alten Beteran Robert Schweichel Seine Berbrochene synditus Blankenstein wies auf die eventuellen" Interessierten" hin Stetten ist eine fleine, aber ergreifende Geschichte eines Schulmeisters. und Stadtv. Küter( Soc.) bezweifelte, daß die Antragsteller die m. Jokai angekündigt. Bir machen unsre Leser schon jetzt auf das NeuAs Hauptroman des fommenden Jahrgangs wird der Goldmenfch" von wirklichen Antragsteller find. Gegen die Stimmen derselben wurde abonnement aufmerksam. Jede Buchhandlung und jeder Kolpo.eur " Umstoßung" abgelehnt. In nichtöffentlicher nimmt Bestellungen entgegen. Sizung wurde sodann der Bericht des Ausschusses über den Bon der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen Bertragsabschluß mit einem Herrn Badewig- Brusendorf betreffend( Stuttgart, Diez Berlag), ist uns foeben die Nr. 26 des 12. Jahrganges Legung von Druckröhren durch das Gebiet desselben ver- zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Einhandelt. ladung zum Abonnement. Weihnachtsbotschaft. Die gesehliche Eindie " nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft fostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. " " 773 23 2wolfen! 5wvoltig 0 756 223 5bedeckt 12 773 3 bedeckt 774 Still bededt- 14 Wetter Prognose für Mittwoch, den 17. Dezember 1902. Ein wenig wärmer, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und ziemlich lebhaften südwestlichen Winden. taunten für die herzliche Teilnahme Allen Kollegen, Freunden und Bebei der Beerdigung unsrer undergeßlichen Tochter fagen wir hiermit 10416 unsern herzlichsten Dank. Carl Kerber nebst Frau und Geschwister. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen aur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Metallbrüder Albert Guderley am am 14. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 18. d. M., n mittags 4 1hr, von der Leichen halle des Treptower Kirchhofes, Neue Krug- Allee, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 168/13 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Freunden ut. den Parkettbodenlegern zur Nachricht, daß der Tischler 10476 Julius Victor nach schweren Leiden im Alter von 83 Jahren sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 19. d. M., vormittags 9 Uhr, von der Leichenhalle des jüdischen Kirchhofes aus statt. Frau Agnes Sommer, Pflegetochter. Todes- Anzeige. Am 16. d. Mts. verschied nach Turzen Leiden unsre gute Frau und Mutter Caroline Zerbock geb. Matthias. Die Beerdigung findet statt am Freitag, den 19. d. Mts., nchmittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Samariterftr. 5, nach dem Central 10506 Friedhof Friedrichsfelde. Heinrich Zerbock nebst Kindern. Central- Kranken- und SterbeKasse der Tapezierer. ( E. H. 36. Filiale Berlin II.) Am 14. Dezember verschied nach schweren Leiden unser Mitglied Karl Bath im 47. Lebensjahre. Er gehörte unfrer Kaffe seit dem Jahre 1884 att. Ehre seinem Andenken! Beerdigung: Mittwoch, den 17. Dezember, nachm. 3%, Uhr, von der Halle des Central- Friedhofs in Friedrichsfelde aus. 10406 Der Vorstand. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und reiche Kranzspende bei der Beerdigung meines licben Sohnes, unsres Bruders und Schwagers, des Schlossers Karl Nabaum spreche ich allen Bekannten und Vers wandten, insbesondere den Kollegen der Firma Semmler u. Bleyberg, dem Deutschen Metallarbeiter Verband, Statflub Wallnerburg" meinen tiefgefueltoften Dant aus. 10465 Verband der Möbelpolierer. Ortsverwaltung Berlin, sowie deni Am 14. b. M. verstarb unser treuer und langjähriger Kollege Georg Heckel im Alter von 47 Jahren. 147/19 Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. d. M., nachmittag 2 Uhr, von der Leichenhalle des Berliner Gemeinde- Friedhofes in Friedrichsfelde statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Louise Nabaum. Danksagung. Für die zahlreiche, herzliche Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, utt vergeßlichen Mannes, des Eisendrehers Max Winkler, sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie dem Personal der Firma C. Flohr meinen innigsten Dank. 532 we. Bertha Winkler. Preise streng rest! Raufhaus Theodor Büsing An der Spandauer Brücke 2 ( Nähe Bahnhof Börse und Hackeschen Markt). Bekannt Billig und Gut! Herren- und KnabenSchuhwaren für RiesenAuswahl. Garderobe Damen, Herren. Knaben Winter- Paletots.... v. Mk. 12-48 Herren- Stiefel von Mk. 5.50-18.50 Lodenjoppen • Herren- Jackett- Anzüge • F . 5-20 Herren- Schuhe. 碗 " 2 12-50 Damen- Stiefel. 9 3.90-10.50 3.90-14.00 24-60 Damen- Schuhe 9 "> 9 2.75-8.75 Herren- Rock- Anzüge Herren- Gehrock- Anzüge Beinkleider . 19 29-60 Knaben- Schuhe u. Stiefel v. Mk. 3.50-6.90 2.50-15 Kinder- Schuhe Anfertigung nach Maass. J Burschen-, Jünglings- und GarantieScheine. 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