Nr. 295. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerande: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 R., möchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblaff. 19. Jahrg. Die Jnsertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Zelegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Nach dem Kampfe. I. Das Wesen des Parlamentarismus und zugleich sein Vorzug gegenüber dem absolutistischen Regierungssystem liegt im kontradiftorischen Verfahren, in der Beratung mit Rede und Gegenrede. So wie die Anwendung der Geseze durch die Richter nicht mittels einer einfachen unbegründeten Willensäußerung, sondern nur der Aufrollung und sorgfältiger Abwägung aller Gründe und Gegengründe erfolgen kann, so unterliegt auch die Schaffung von Gefeßzen unter rechtlich begründeten und normalen Verhältnissen ganz ähn lichen Voraussetzungen. Was die Prozeßordnung für die Gesetzanwendung ist, ist die Verfassung und die Geschäftsordnung einer parlamentarischen Körperschaft für die Gesetzgebung. Ein Staat, der jene richterlichen Urteile, die gegen die Prozeßordnung berstoßen, nicht kassiert, ist faul und morsch. Ebenso faul und morsch aber ist auch der Staat, der Geseze in Kraft setzt, deren Entstehung den Normen des Parlamentarismus nicht entspricht. Donnerstag, den 18. Dezember 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Kartell feine Produkte billiger an das Ausland als an das Inland so wenig der Fall, daß es sich vielmehr um eine Verteuerung verkauft, wurde nach kurzer Rede und Gegenrede ohne Moglich- der Eisenbahnfahrten und damit um eine neue verfeit einer gründlichen Erörterung von der Mehrheit und ihrem hüllte Steuer auf den Verkehr zum Zweck der Verbefferung Vorsitzenden erwürgt. Unser Bericht schilderte diese Scene folgender- des notleidenden sächsischen Finanzsäckels handelt. maßen: Vorsitzender v. Kardorff( Rp.) bringt jetzt einen Antrag auf Schluß der Debatte blisschnell zur Abstimmung. Der Antrag wird von der Mehrheit ebenso rasch angenommen. Singer protestiert gegen dieses Verfahren. Vorsitzender( schreiend): Ich verbitte mir jede Kritik meines Verfahrens. Singer: Ich verbitte mir, daß wir hier wie Schulbuben behandelt werden. Ich stelle den Antrag, unfren Antrag 1a als Abs. 4 zu§ 1 anzunehmen. Vorsitzender: Das ist nicht zulässig. Singer: Jch höre das, ohne daß Sie so zu schreien brauchen, Wir werden jedem derartigen Schachzug der Mehrheit mit fachlichen Schlägen zu dienen wissen. Mark. Das Wirtschaftsergebnis der sächsischen Staatsbahnen ist infolge bewerbes der preußischen Bahnen seit erheblicher Zeit das denkbar des zu teuern bureaukratischen Verwaltungsapparates und des Wetttraurigste. Der Zuschuß des Staates zur Deckung des Fehlbetrages im Eisenbahnhaushalt betrug im letzten Jahre etwa 10 Millionen Die Regierung machte sich deshalb daran, dem unaufhaltsamen Niedergang der sächsischen Eisenbahnrente entgegenzuarbeiten. Zunächst wurden Ersparungen an den Arbeitslöhnen borgenommen. Die Lohnminderungen trafen die schlecht bezahlten Bahnhofsarbeiter mit etiga 1000 M. Jahreseinkommen, die Arbeiter im Bahnbewachungs- und Bahnunterhaltungsdienst, die etwa 2,50 M. verdienen, und die übrigen ähnlich entlohnten proletarischen Eifenbahner. Am 11. März 1902 regte dann das sächsische Finanzministerium bei den deutschen Bundesstaaten eine allgemeine Erhöhung der Säße des Gütertarifs an. Da Die Staaten die sächsische Verkehrshemmungspolitit nicht mitmachen wollten, hat die sächsische Regierung beschlossen, nunmehr, wie eingangs mitgeteilt, wenigstens eine Erhöhung des felbständig vorgehen, was im Gegensatz zum Güterverkehr möglich Personentarifs durchzudrücken. Auf diesem Gebiete will sie ist, weil 97 Proz. der auf den fächsischen Bahnen beförderten Personen auf den sächsischen Binnenverkehr entfielen. Konnte man von der Socialdemokratie verlangen, daß sie keine Das neue golltarif Gefeß ist aber in fast allen Stadien Anträge stellen und nicht reden solle, weil es ja doch nichts nüze?" feiner Beratung dem kontradiktorischen Verfahren entzogen gewesen. In dem Augenblick, in dem ein solches Verlangen als berechtigt ans Gin thatsächliches Unrecht, wenn auch kein formaler Rechtsbruch ist erkannt wird, dankt der Parlamentarismus ab, und die Diftatur gleich zur Zeit feiner Entstehung verübt worden. Es ist in Sünden einer Clique nimmt seinen Platz ein. Aber selbst dieses unfinnige erzeugt und in Sünden geboren. Der Wirtschaftliche Aus- Argument schlägt feine Urheber ins Gesicht. Sie haben ja selbst in schuß, der in trautem Verein mit dem Grafen Posadowsky der Kommission tagelang über Anträge beraten, die von der Regie- nähere Prüfung liest, kann leicht auf den Gedanken verfallent, daß Wer den vom Journal" veröffentlichten Reformientwurf ohne und dessen Gehilfen die ersten Grundzüge des Entwurfes ausarbeitete, rung als unamnehmbar bezeichnet worden waren. die sächsische Regierung den Bewohnern des grün- weißumgrenzten spiegelte keineswegs die wirklichen wirtschaftlichen Anschauungen Die oben geschilderte Scene zeigt aber deutlich, worauf die Sache Landes ein dankbar zu begrüßendes Weihnachtsgelenk verehrt. der Volksgesamtheit, sondern er sammensetzung nach eine beschränkte eigensüchtige Interessen ihren fachlichen Standpunkt geltend zu machen, als Obstruktion mit einem Schlage 48 000 verschiedene Arten von Südfahriarten war feiner ganzen Zu hinauslief. Von vornherein wurde jeder Versuch der Opposition, Der Entwurf hebt mur die Lichtseiten der Beseitigung des Mückfahrfartensystems hervor, so namentlich, daß die Annahme des Entwurfs vertretung. Das zärtliche Verhältnis des Grafen Kugelfang zu dem demumziert, mit Liſt erdrosselt oder mit Gewalt niedergeschlagen. auf den sächsischen Bahnen überflüssig machen würde. Daß dieia. Bunde der Scharfmacher und den mit diesem wieder verbündeten Daß die socialdemokratische Opposition sich gegen eine solche Taktik Vereinfachung des bureaukratischen Systems einen großen Borteif Agrariern fonnte sich um so ungenierter geben, als damals noch mit allen geschäftsordnungsmäßig zulässigen Mitteln wehrte, ist bedeutete, wird niemand in Abrede stellen. Num kommt aber bet tein Zwölftaufendmark- Brief in die Geheimnisse dieser Freundschaft selbstverständlich. Sie hätte allen Anspruch auf fachlichen Ernst und fiskalische Pferdefuß. Die Regierung will den Fahrpreis hinfört hineingeleuchtet hatte. männliche Würde verloren, wenn sie sich gegen den Maulforbzwang nicht etiva auf die Hälfte des Nückfahrpreises festsetzen was doch Laut Entwurf foll das Kilometer berechnet werden mit: Der Entwurf der Regierung tam auf Grund von Ausfagen nicht thatfräftig gewehrt hätte. Die geschilderte Scene beweist aber eigentlich selbstverständlich scheint sondern höher bemessen. Bisher und Wünschen der Interessenten zu stande. Freilich nicht aller auch weiter, wie ehrlich und anständig die freifinnig- volfsparteilichen loftete das stilometer bei einfacher Fahrt: Intereffenten, sondern nur die der Agrarier und jener Industriellen, Jeremiaden über die blindtäppische, rein mechanische Obstruktion I. Ser. 8; II. Ser. 6 Bf.; III. S. 4 Bf.; IV. KI. 2 Pf. die im Zwölftausendmark- Verbande organisiert waren. Vertreter der Socialdemokraten" waren, und wie geistreich es ist, den Ver- I. S. 5,34 f.; II. I. 4 Pf.; III. S. 2,67 Pf.; IV. AI. 2 Pf. Bei Rückfahrt: der Arbeiter, der Kleinbauern, der Handwerker, der Kleinindustriellen ständigungsumfall auf diese Obstruktion zurückzuführen. wurden nicht gehört; mur der Großgrundbesitz und die Großindustrie Wenn einzelne Genossen erklärten, der Zolltarif würde famen zum Worte. Ein berühmtes Beispiel für die Art, wie im in diesem Reichstage nicht mehr zu stande kommen, fo I. I. 7 Bf.; II. SI. 4,5 Pf.; III. I. 3 Pf.; IV. I. 2. f. Wirtschaftlichen Ausschuß gearbeitet wurde, ist der Zoll auf Treib- fagten sie nur, was für jeden Stenner der parlamentarischen Ver- Einführung der Reform zwar die einfachen Fahrpreise für die höheren Aus diesen Zahlen kann man unschwer entnehmen, daß nach riemen aus chromgarem Leder. Er wurde damit begründet, daß hältnisse felbstverständlich ivar. neuerdings eine inländische Lederfabrik folche Treibriemen herstelle. mit dem Zolltarif unmöglich fertig werden, wenn er mit jener feste Wohnsize hat und immer wieder zu dem Ausgangspunkte ihrer Reise Dieser Reichstag fonnte Sclaffen etwas verbilligt, die Rüdfahrten aber erheblich Diese Fabrit aber war keine andre als die des langen Möller", Sachlichkeit, die die geradezu furchtbare Schwere feiner Ber zurüdkehren muß, so bedeutet die fächsische Personentarif- Reform pertenert fein werden. Da num die Mehrzahl aller Menschen doch der bei seiner Uebersiedelung in das preußische Handelsministerium antwortung bedingte, zu Werke gegangen wäre. freilich formell aus der Firma ausgeschieden war. Leichtfertig, eine neue Steuer, die dem sächsischen Wolte auferlegt wird. Und da gewiffenlos und gewaltthätig haben die Mehrheit und ihre jeweiligen man schon bei der Erhöhung war, so wurden auch im Ramsch Büttel von vornherein jede fachliche Beratung hintertrieben. Das schiedene antisociale Beigaben. The specifisch sächsisches Gepräge erhält die Vorlage durch ver gleich solche Produkte mit hohen Zöllen belegt, deren Erzeuger durch haben fie jene berechtigten Maßregeln parlamentarischer Fahrt ist allein mir der vierten Klasse und damit dem reifenden Die Verbilligung der einfachen wweder darum gefragt worden, noch sich darüber geäußert oder gar Gegenwehr notwendig gemacht, die sie dann nach Räuberart mit Proletarier vorenthalten worden. Ferner soll die Ausgabe von der Zollerhöhung widersprochen hatten. Faustschlägen beantworteten. Die Ankündigungen, die nach der Arbeiter Monatskarten, Arbeiter- Rückfahrkarten und SonntagsDie Entwicklung, die auf so verschlungenen und bedenklichen Meinung Eugen Richters die Mehrheitsparteien so aufgereizt haben, farten aufgehoben und nur die Arbeiter- Wochenkarte beibehalten Wegen erfolgt war, nahm nur für ganz furze Zeit die Maske äußer waren nichts andres, als die Feststellung einfacher Thatsachen. licher Korrektheit an. Im Dezember des vorigen Jahres verlief die Diese Thatsachen waren unfren Gegnern so gut bekannt wie erste Lesung des Gesetzes, die sich auf die Hervorhebung all uns. So gut wie wir wußten sie von vornherein, daß wie der" Frankfurter 3tg." aus Marburg berichtet wird, in einer Eine Zusammenrottung von etwa fünfhundert Studenten fand, gemeiner Gesichtspunkte beschränkte, wirklich ordnungsgemäß. eine fachliche, der Verfassung und der Geschäftsordnung entsprechende der lezten Nächte dort auf dem Marktplage statt. Es hatten sich Das war aber auch das einzige Stadium in der Entstehung Beratung des Gesetzes bis zum Juni 1908 unmöglich zu einem Mitglieder der verschiedensten Korporationen daran beteiligt. Es dieses Gesetzes, das nicht mit Inkorrektheiten, Ungerechtigkeiten und fruchtbaren Abschluß gebracht werden könnte. Der einzige Irrtum, tam zu lärmenden Auftritten, und es war der Polizei unmöglich, Getvaltthätigkeiten befledt worden ist! den die sogenannten„ Ankündiger der Obstruktion" begingen, bestand den Marktplatz zu säubern. Wiederholt versuchten die Studenten, in darin, daß sie die moralischen Qualitäten ihrer Gegner, so gering fie das Wachtlokal der Polizei einzubringen. Es wurden eine Reihe von Diese auch bewerteten, noch immer überschätzt hatten. Verhaftungen unter den Studenten vorgenommen. Wie von Vorgang der Umstand gegeben haben, daß einige Studenten von der Bolizei verhaftet und einem von ihnen Handschellen angelegt studentischer Seite mitgeteilt wird, soll die Veranlassung zu dem worden seien. Ueber die Beratungen der Bolltariffommission brachte die socialdemokratische Bresse sofort ausführliche und sachgemäße Berichte. Schon diese Berichterstattung, die den Aerger der Brottvucherpresse Das ist aber auch der einzige Punkt, in dem wir von unfren in hohem Grade erregte, war ein Beweis dafür, wem es um eine Gegnern eines andern, wenngleich nicht eines bessern, belehrt fachliche und wirklich parlamentarische Behandlung der Zollvorlage worden sind. zu thun war. Diese Berichte werden für den Historiker die einzige suberläffige Quelle über die Specialberatung des Bolltarif- Gefeßes bilden. Ohne sie wäre diese Specialberatung, die einzige und mur zun fleinen Teil gründliche parlamentarische Beratung, der der Entwurf unterzogen wurde, für ewige Zeit in der Dunkelfammer der Kommission begraben geblieben. Diese dürftigen Bruchſtüce einer fachlichen Beratung für die Deffentlichkeit gestellt zu haben, ist ein Verdienst der Socialdemokratie. brannt! Politifche Uebersicht. Berlin, den 17. Dezember. Der Hintergrund der Krupp- Affaire. Die Deutsche Tagesztg." flagt:" Die Zurücknahme( des Strafantrags) bedeutet für ihn( den " Vorwärts") einen Triumph, wie er ihn selten erlebt hat und kaum ie wieder erleben wird." " " 1 werden. V Landfriedensbruch, versuchte Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und wer weiß welche Verbrechen würden von den Gerichten festgestellt imd schwere Zuchthausstrafen verhängt werden, wenn es sich um Arbeiter, etwa gar um streikende Arbeiter handelte. Die Studenten freilich, die vermutlich alle hübsch national und fönigstreu find, sind schon deshalb vor solchem Schicksal gesichert, weil es ihre Carriere verderben würde und sie außerdem nicht in Verdacht kommen, ihre überschäumende Jugendkraft in Arbeit auszutoben; fie find feine Arbeiter!-Die Kaum aber war die Zolltarif- Kommission zusammengetreten, so begann in der Brotwucherpresse das Geschrei über die angebliche werden mußte, verrät die National- Beitung", die bemerkt: Einiges Verständnis dafür, warum uns der Triumph bereitet Obstruktion der Socialdemokraten. Wenn in späteren Sitzungen die, die Interessenten untereinander oder der Regierung in die Haare Wir glauben die Umstände zu kennen, auf welche der Vor- Bürgerschaft stimmte in ihrer Sigung am 15. Dezember dem vom Die Wahlrechts- Berschlechterung in Lübeck ist beschlossen. gerieten, wenn beispielsweise über die Spinnereis und Webereizölle wärts" hier anspielt; es handelt sich um Familien- An Senat bereits gutgeheißenen Antrage ihrer Kommission zu, daß in tagelang gestritten wurde, so sprach niemand von Obstruktion. Obstruktion gelegenheiten, welche die Deffentlichkeit nichts zukunft nur lübischer Bürger und damit Wähler werden kann, wer hieß aber alle Geltendmachung von Arbeiterinteressen, angehen; aber auch diese Rücksicht hätte bei umsichtiger Be- 5 Jahre hindurch ein Einkommen von 1200 Mark jährlich verObstruktion hieß jeder Versuch, Härten des Geseges zu beseitigen handlung des ganzen Falles von einem Verfahren abhalten steuert hat. und über seine Schädlichkeiten ein offenes Wort zu reden. müssen, das schließlich der Socialdemokratie noch zum Vorteil Wie verlogen dieses Geschrei war, beweist der Umstand, daß gereicht." Zur Naturgeschichte der Majestätsbeleidigungs- Prozesse wird uns Anträge der Socialdemokraten mitunter Annahme, sogar einWenn die National- Beitung die Umstände wirklich fennt, so ber Glasschleifer Nath gegen seine Frau Ehefcheidungsllage eingereicht, ein Beitrag aus Fürth gemeldet. Dort hatte im Sommer d. J. stimmige Annahme fanden. Thut nichts, der Jude wird ver- würde sie wiffen, daß diese Familien- Angelegenheiten nicht weil er ungweideutige Beweise dafür hatte, daß sie mit seinen Schlafmehr so isoliert sind, daß fie die Deffentlichkeit nichts an- gängern die Che brach. Als die Frau die Klage zugestellt erhielt, Die eigentliche Führung der schutzöllnerischen Verschwörung gehen". Die Deffentlichkeit wird vielmehr das stärkste Intereſſe ging sie in ihrer Wut zur Polizei, um ihren Mann wegen hatte schon damals Herr v. Stardorff übernommen, der schon nehmen müffen. von den fiebziger Jahren her, als er auf den Trümmern seiner Laurahütte trauerte, als der erste Sachverständige der Mehrheit in allen Fragen der Zollmogelei galt. Ihn machte man Borsitzenden der Kommission, und in dieser Stellung war er redlich bemüht, alle wirkliche Beratung zu verhindern und dem sachlichen Ernst unsrer Genossen die Brutalität der geschlossenen Mehrheitsmacht gegenüber zu stellen. So fam es schon am 14. Januar 1902 in der Kommiffion zu überaus scharfen Zusammenstößen. Der zweifellos tvichtige und zweifellos fachliche Antrag der Socialdemokraten auf Aufhebung der Zölle für den Fall, aß ein zum Der Reichsbote" sieht düster in die Zukunft: Wie man sieht, fest der„ Vorwärts" sein Geschäft fort und hält seine Guillotine in stand, um jeden Augenblick ein andres Haupt fällen zu können." Aber nur berfallene Häupter! Die sächsische Eisenbahntarif- ,, Reform". Religionsschmähung, Sittlichkeitsverbrechen und schwerer Majestätsbeleidigung zu demunzieren. Die Denunziation wurde, obwohl es auf platter Hand lag, daß fie aus purem Rachedurft erfolgte, angenommen, aber die Ergebnisse der Untersuchung waren so dürftig, daß wegen der beiden ersterwähnten Delifte das Verfahren eingestellt werden, mußte, nur wegen der Majestätsbeleidigung wurde die Anklage aufrecht erhalten, und Roth mußte vor die Schranken des Gerichts. Als einziger Belastungszeuge trat der Polierer Borgel auf, einer von den Liebhabern der Frau, und der Staatsanwalt hielt es für angebracht, die Kleinigkeit von 7 Monaten zu beantragen. brecher Borzel als" flaffischen" Beugen anzuerkennen und sprach den Das Gericht fonnte es jedoch nicht über sich gewinnen, den EheWir teilten gestern die Grundzüge der Reform mit, welche die Die meisten Zeitungen begrüßen diese Vorschläge, als eb fie eine sächsische Regierung hinsichtlich der Eisenbahn- Fahrpreise beabsichtigt. wirkliche Reform bedeuteten. Bei näherer Betrachtung ist dies aber Angeklagten frei. wirte dagegen proklamiert für seine Mitglieder Wahlenthaltung. " Schweiz. Konfervative und Bündler. Auf den Beschluß der konservativen Ultramontan. München, 14. Dezember.( Eig. Ber.) Für die für seine Person durch Strohmänner einen Teil des Reichstagsfraktion erividert die Leitung des Bundes der Landwirte Art, wie das Centrum die Socialdemokratie bekämpft, findet man se ohlenreichtums seines Voltes zu verlangen. in einer Abwehr, die so zahm ist, daß sie einer Zurücknahme der ein geradezu typisches Beispiel in dem„ Bayr. Kurier", dem Kurz, es ist eine mächtige, einflußreiche Gesellschaft, Drohungen gleicht. nicht mehr die Rede von einer offiziellen Partei- Organ in München. Das Blatt macht reinlichen Scheidung der" echten" Agrarier von denen, die durch Parteigenoffen im Rathaus zu Fürth den Vorwurf, daß fie für die Reichen, die dem Wolfe einen nach jedem Rechte ihm gehörigen fie für bir welche das Intereſſie des Landes bedroht; es find die Reichſten der Annahme des Antrages Kardorff die Landwirtschaft verraten haben". bürgerlichen Magistratsräte Stadträte Besoldungen einWir hatten dies Geplänkel unter den agrarischen Beutemachern von geführt haben, und fügt hinzu, das sei eine Einrichtung, Besiz für immer abzunehmen bestrebt find. Von der Regierung vornherein nicht ernster eingeschägt, als es sich jetzt bereits erweist. Die man sonst bekanntlich nicht hat". Und dann heißt unter solchen Umständen zu erwarten, daß sie das Interesse der Die„ Korrespondenz des Bundes der Landwirte" teilt mit, daß es weiter:" Sonst rechnet es sich der Bürger zur Ehre an, wenn er Allgemeinheit wahrnehme, wäre thöricht. der Wahlkreis- Vorsitzende des Bundes der Landwirte für den Wahl- zum Wohle seiner Stadt einen Teil seiner Arbeitskraft dieser opfert; Für die Wahrung der Volksrechte und des Volkswohles können freis I Oberfranken( Hof), Rittergutsbesizer Grabner, in der Liste aber dafür und für solche idealen Gesichtspunkte hatten die Herren auch in diesem Falle die Socialisten, die Vaterlandslosen des Bundes der Landwirte gestrichen sei, weil er den Reichstags- Obergenossen der Stadt Fürth kein Verständnis." allein in Betracht kommen; und sie werden alles daran setzen abgeordneten seines Wahlkreises aufgefordert habe, nicht für Beschlüsse Bur Charakterisierung dieser Leistung genügt die Konstatierung müssen, wenn sie jener Klique die ergierte Milliardenbeute streitig zu stimmen, die über den Zollentwurf der Regierung hinausgehen. der Thatsache, daß in Fürth nur nachgeahmt wurde, was Indem die Opferung dieses allzu Regierungsfrommen laut an in andren bayrischen Städten schon lange be gekündigt wird, gesteht man zu, daß man daran nicht denke und steht. So erhalten in München, wo der„ Bahr. Kurier" nicht denken kann, sich mit den Mitgliedern des Bundes zu über- erscheint, die bürgerlichen Magistratsräte schon seit langen werfen, die für den Antrag Kardorff stimmten. Jahren eine jährliche Entschädigung von 1200 m., die auch von den Zur Stichwahl in Lieguit. Der fonserbatibe Verein ultramontanen Räten nicht zurüdgewiesen wird. für den Wahlkreis Liegnitz- Goldberg- Haynau macht folgendes beDer kürzlich verstorbene katholische Priester Dr. Klasen hat ein fanut:" Für die am 19. d. M. stattfindende Stichwahl empfehlen mal von der gesindelmäßigen Kampfesweise" der wir unsren konservativen Gesinnungsgenossen nach Lage der Sache ultramontanen Presse geschrieben. Will der„ Bayr. Kurier" Bay. Curier die Wahl des Herrn Justizrats Pohl Gleiwiz." Justizrat Pohl den Nachweis führen, daß der Mann recht hatte? ist der Kandidat der freisinnigen Volkspartei. Der Bund der Land- Die beleidigte Majeftä. Aus alle a. S. wird vom 16. De Reichstags- Kandidatur. Der bekannte konservative Landtags- Straffanmersizung verhandelt gegen den 38jährigen Arbeiter zember geschrieben: Beyen Majestätsbeleidigung wurde in heutiger Abgeordnete Baumeister Felisch ist in dem Wahlkreise Franta. H. Müus Lauchstädt bei Merseburg, bisher unbestraft. furt a. D.- 2ebus als Kandidat für die nächstjährige Reichstags- Der Angelagte soll am 26. November d. J. in Beziehung auf den wahl aufgestellt worden. deutschen Kaiser beleidigende Ausdrücke gethan haben und wurde Nationalliberale Witwen- und Waisenfürsorge. Aus der Pfalz deshalb von einem Merseburger Polizisten sofort verhaftet. Die wird uns berichtet: Eine praktische Lösung der Witwen- und Waifen- Verhandlung entzog sich der Deffentlichkeit und hatte das Ergebnis, versorgung hat der aus waschechten Nationalliberalen zusammen- daß der Angeklagte zu bier Monaten Gefängnis verurteilt gejezte Stadtrat von Pirmasens dieser Tage unternommen. Auf wurde. In der Urteilsbegründung hieß es, daß der Angeklagte ein Vorschlag des Armenpflegschaftsrats, dem auch die Geistlichen beider fehr gutes Leumundszeugnis bekommen habe, er als christlichen Konfeffionen angehören, hat er eine Massenausweisung von ein arbeitsamer und fleißiger Mensch anzusehen sei, solchen Personen beschlossen, die von ihren Heimatsgemeinden aber die dem Kaiser zugefügte Beleidigung doch erheblich gewesen Armenunterstützung beziehen. Wohlgemerkt erhielten die von dieser wäre. Maßregelung Betroffenen aus der Pirmasenser Armentasse feinerlei Armenunterstügung. Unter den Ausgewiesenen befinden sich neben 15 mämlichen Personen 19 Witwen. Als Grund dieser, kurz vor dem Weihnachtsfest, dem vielgerühmten Feste werkthätiger christlicher Nächstenliebe, doppelt harten Maßregel, gab der Bürgermeister, ein nationalliberaler Schuhfabrikant, den Umstand an, daß die Ausgewiesenen zusammen 65 Kinder hätten und daß man sich durch Das ist allerdings deren Abschiebung eine Lehrkraft ersparen könne. auch ein Grund! Unter denjenigen Stadträten, welche sich ganz be sonders lebhaft für die Ausweisung ins Zeug legten, befand sich auch der Vorstand des protestantischen Arbeitervereins" von Pirmasens A Ausland. Zur Minen- Berstaatlichung. Brüssel, 13. Dezember.( Eig. Ber.) Die Agitation zu Gunsten der Verstaatlichung der neuentdeckten Minen im Kempen land hat innerhalb und außerhalb der Kammer fast gleichzeitig begonnen. Italien. Vom Ehescheidungs- Gesetz. Wie der Frankfurter Zeitung" aus Rom telegraphiert wird, verwarf die Kammerfommission gestern das Chefcheidungs- Gesetz. Ueber die im zweiten Teil des Gesetzes enthaltenen Bestimmungen wird nach den Ferien beraten werden. Ueber die Petitionen mit den 3 Millionen Unterschriften wurde zur Tagesordnung übergegangen. England. Der schweizerische Arbeiterbund hat sich nicht geduckt. Aus Zürich wird uns geschrieben: Jn der am Sonntag in Zürich abgehaltenen Sigung des Vorstandes des schweizerischen Arbeiterbundes wurde die Haltung des Arbeiterfekretärs Sigg in Genf anfäßlich der dortigen Streitbewegung einstimmig gutgeheißen. Die Nichtbefolgung des militärischen Einrückungsbefehls durch Sigg wurde in die Verhandlungen nicht einbezogen, dagegen gegenüber der wüsten Heze Protestresolution beſchloſſen: der bürgerlichen Geldsackspresse nach lebhafter Diskussion folgende Der Bundesvorstand des schweizerischen Arbeiterbundes erhebt Einsprache gegen die von kapitalistischer Seite neuerdings gemachten Versuche, das schweizerische Arbeitersekretariat und den Arbeiterbund unter Vormundschaft zu stellen. So wenig die ebenfalls vom Bunde subventionierten Sekretariate der Industriellen, Gewerbetreibenden und Bauern in der Verteidigung ihrer Klassenund Berufsinteressen im mindesten gehindert werden, so wenig darf dies dem Arbeitersekretariat gegenüber geschehen. Das Arbeiterfekretariat soll nicht schlechteren Rechtes sein, als die andern Sekretariate; es hat nur solange einen Wert für die Arbeiterklasse, als seine Unabhängigkeit gewahrt bleibt." Ferner wurde beschlossen, daß auf Ersuchen des schweizerischen Gewerkschaftsbundes, an dessen Arbeiten das schweizerische Arbeiterfekretariat sich beteiligen kann, so namentlich an lohnstatistischen Erhebungen, Ausarbeitung von Jahresberichten, Abfassung von Berichten über die allgemeine Wirtschaftslage, Wahrnehmung der Arbeiterinteressen gegenüber öffentlichen Betrieben 2c. Dieser Befchluß ist im Interesse des Arbeitersekretariats wie des Gewerkschaftsbundes besonders begrüßenswert, denur ersterem wird dadurch, wenn auch nicht formell, so doch thatsächlich eine bessere Grundlage Am vergangenen Dienstag begann die außerparlamentarische und ein weiterer dankbarer Wirkungskreis gegeben und dem Aktion mit einer großen Versammlung in Brüffel, der in- andern unentgeltlich ein ausgezeichneter Beamtenstab an die Spize zwischen noch andre im Lande gefolgt sind, und tags darauf leitete gestellt, mit dem bei gutem Willen vortreffliche Leistungen zum sie Vandervelde mit einer glänzenden Rede in der Kammer Nußen der schweizerischen Arbeiterbewegung geboten werden können. Militärisches. Es wird berichtet: Nachdem bei der letzten großen Herbstparade der Parademarsch vor dem Kaiser eine ab- ein, zum größten Verdruß der bürgerlichen Parteien. War man Zum Schluß beschloß der Bundesvorstand die Absendung eines geänderte Form erhalten hat die geschlossenen Glieder der darauf doch weder bei den Liberalen, noch bei den Klerikalen gefaßt. Sympathietelegramms an den Genoffen Sigg im Genfer MilitärTruppen marschieren nicht mehr mit dem Gewehr über der Schulter, Suchten die letzteren mit zugeknöpfter Geheimratskälte über die über der wüsten, offenen Hetze wie der heimlichen Intriguen giftgefängnis. Die mannhafte Haltung des Bundesvorstandes gegensondern mit angezogenem, auf der linken Hand ruhenden Gewehr bor- Sache hinwegzukommen, so versuchten die andren in wüsten Zwischen- geschwollener Feinde wird die begeisterte Zustimmung der schweize über-, gelangt nunmehr auch für die Wachtposten statt des Präsentierens rufen ihr Heil. rischen Arbeiterschaft finden. cine ähnliche Art der Ehrenbezeugung vor der Person des Der Verstaatlichungsantrag selbst stand allerdings Kaiser Singue Einführung. Unter Berufung auf die von seinen noch nicht zur Debatte; und noch länger mit der Sache zu warten, Ueber 4000 Unterschriften zu Gunsten der verurteilten Genfer Vorfahrent silberlieferten Traditionen hat der Kaiser die schien indes wenig rätlich und gefährlich. Denn neben andren Soldaten find in Genf während weniger Tage gesammelt worden. das neue Honneur einüben zu lassen, und den Compagnien dürfte diesen Antrag in Erwägung zu ziehen, darauf hin, daß die Majorität Amnestiegesuch mit den Unterschriften eingereicht, jedoch könne mur Regimentskommandos der Garde durch Kabinettsorder angewiesen, Anzeichen deutete auch die Erklärung des Ministerpräsidenten, wei Delegierte, der radikale Advokat Willemin und unser Genosse das neue Honneur einüben zu lassen, und den Compagnien dürfte dieser Tage die Order bekannt gegeben werden. Das Kommando Taponnier, haben in Bern persönlich der Bundesversammlung ein für das Honneur wird lauten:" Bicht das Gewehr an!" und in durch irgend einen Trick das Vorgehen der Socialisten von einer eventuellen Begnadigung der Verurteilten durch die Bundesztvei Griffen hat der Kolben dann in der linken Hand zu ruhen, wirkungslos zu machen suchen würde. Nach Lage der Dinge mahnte versammlung die Rede sein. Das Hauptgewicht wird auf den Wegwährend die rechte oben den Schaft hält. das schnelle Einlenken der Regierung zur Vorsicht. Und es kann als fall der Zusatzstrafe betreffend Aberkennung der Aktivbürgerrechte Naumanns Absage an die Nationalliberalen. München, ein guter Erfolg der letzten Wahlrechts- Bewegung bezeichnet werden, gelegt. Ueber die Zweckmäßigkeit dieses Schrittes fann man in 14. Dezember.( Eig. Ber.) Der Führer der Nationalsocialen sprach daß die Socialisten weder dem liberalen Schaumschläger, noch dem Zweifel fein. gestern in einer sehr start besuchten Boltsversammlung in München flerifalen Fuchs über den Weg trauten. über die Vorgänge im Reichstage, und bei der Gelegenheit erklärte Es galt, die erstbeste Gelegenheit zu ergreifen, das Volk von er, das Tischtuch zwischen seiner Partei und dent National der Kammertribüne aus aufzufordern, zu wachen, daß ihm der liberalismus fei auf immer zerschnitten. Er Milliardenreichtum im Kempenlande nicht es vertrat die Ansicht, in Zukunft werde es im deutschen kamotiert werde. Eine solche Gelegenheit bot die Diskussion Reichstage nur noch eine konservativ- Klerikale Rechte und des Etats des Finanzministers, bezw. die der Mineneine liberal socialdemokratische Linke geben. Diese Linke, die jetzt aus den Socialdemokraten und der Freijinnigen Vereinigung be- abgaben. Vandervelde besprach in einer wirkungsvollen Rede den stehe, zu unterſtüßen, sei nun die Pflicht jedes freiheitliebenden Mannes. Verstaatlichungsaatrag und forderte, mit den Konzeffionserteilungen Die Arbeitslosigkeit in London. Denn diese Linte allein sei es, die jene gesetzlichen Grundlagen der Minen so lange zu warten, bis das Schicksal des Antrages endLondon, 13. Dezember.( Eig. Ber.) Die Geschäftsblüte der schaffen wolle, aus denen die tüchtigste, arbeitsfähigste und gültig entschieden sei. qualitativ höchststehende Volksmasse erwachse, die wir brauchen, Diese Forderung ist um so berechtigter, als bis heute fein Gesetz leisten Jahre, die so viele Illusionen weďte, ist zu Ende und das wenn wir auf dem Weltmarkt siegen wollen. Der bürger die Regierung hindert, die Minen an den erstbesten zu konzebieren. Problem der Arbeitslosigkeit beginnt wieder auf der Tagesordnung liche Liberalismus habe sich in seiner bürgerlichen Angst Die gegenwärtige Gesetzgebung befagt nichts über die Verstaatlichung. Handelsamt in seiner vergleichenden Statistik üder England, Deutschzu erscheinen. Noch im Monat Mai 1902 erklärte das britische vor der Socialdemokratie und den Lohntämpfen der Gewerkschaften Nach ihr können Minen ausgebeutet werden kraft eines Konzessions- land und die Vereinigten Staaten, daß England vor der völlig dem Junkertum und der Kaplanokratie ausgeliefert und über- attes, sehe dabei ganz, daß diese Mächte viel gefährlicher seien, als die altes, der vom Staate nach Anhörung des Minenrates erteilt tontinentalen Krise nichts zu befürchten habe. Heute erklären die Dieser Att regelt die Rechte des Eigentümers der Times"( Seite 14):" Nun ist das Arbeitslosen- Elend in seiner Socialdemokratie. Der bürgerliche Liberalismus jei jetzt frant am Kardorff, und daran sterbe, wer liberal ist. Mit der von der Linken Erdoberfläche über das Produkt der konzedierten Mine. Er giebt alten Form wieder da." Die Entschuldigung, die sie für diese Erbetriebenen„ Obstruktion" ist Herr Naumann mit seinen Freunden diese als dauerndes Eigentum, welches von da ab scheinung bringen, ist zu gut, um sie hier übergehen zu können. Sie völlig einverstanden; denn die Zollwucherer würden disponibel und übertragbar ist, wie alle andren Güter".( Gesetz vom philosophieren: Die Thatsache ist, daß Zustände, die allgemein sind, ebenso einig geworden sein, wäre die Linke so brav 2. Mai 1837). Weiter sichert das Gesetz von 1837 dem Eigentümer von einem denkfaulen Publikum als Ausnahmen betrachtet werden. geblieben, wie Herr Eugen Richter mit den Seinen. Da der Oberfläche eine feste Entschädigung von nicht unter 25 Cent. Es giebt immer Männer, Frauen und Kinder, die ungenügend ernährt gegen habe die Opposition einen wertvollen Erfolg gezeitigt: pro Heftar und einen Zins im Verhältnis des Minenproduktes. ungefähr 30 Proz. der Bevölkerung giebt, die nicht genug Nahrung find. Statistiker und Aerzte erklären, daß es in guten Zeiten viele Leute in Deutschland hätten noch gar kein Verständnis für bie( 1-3 Broz. des Reingewinnes, Produit net). Diese Ent haben. .. Ein Umschwung im Handel, faltes Wetter, oder irgend Bollfragen und erst die Leidenschaft der Obstruktion habe diese Träumer gewedt; es sei das nicht der Inhalt schädigungen find von dem Konzessionär zu zahlen. Auch haben die eine Ursache, die eine Anzahl von Leuten außer Beschäftigung wirft, Tezteren an den Staat eine einmalige Zahlung von 10 Fr. pro verschärft diese Lage." der Stadthagenfchen Reden gewesen, sondern ihre Länge. In derselben Nummer der„ Times" hat auch Genosse Keir In der Diskussion mußte sich Naumann sagen lassen, daß Quadratkilometer der Oberfläche und eine Steuer von bis 5 Broz. Hardie eine Korrespondenz über die Lage der Arbeitslosen. Hardie ja gerade er selbst durch sein Verhalten bei den( gegenwärtig beträgt sie 3,25 Proz.) des Reingewinnes zu leisten. Wahlen von 1898 die reaktionäre Rechte um die Nach diesem Gesetz hat die Regierung das Recht, Konzessionen schreibt: Da der Premierminister meine Behauptung über die Bassermannsche Gestalt bereichert habe. Auch trage ohne Anhörung der gesetzgebenden Körperschaften große Zahl der Arbeitslojen bezweifelt, da ferner auch die Presse im allgemeinen die Ansicht des Premierministers zu teilen scheint, so feine Agitation für Militarismus und Marinismus mur durch einen einfachen Erlaß zu erteilen. So stände es heute erlaube ich mir folgendes mitzuteilen. Nach der amtlichen„ Labour dazu bei, die Macht jener großkapitalistischen Unter bei der Regierung, die Kohlenlager an den erstbesten Kapitalisten Gazette" vom 15. November zeigten die berichtenden 223 Gewerkschaften nehmer zu stärken, die vereint mit den Junfern die Rechte und die Freiheit des Volkes beschneiden und unterdrücken quasi zu verschenken. Und dies wird, nach der offiziellen Presse zu 5 Prvz. Arbeitslose. Man muß bedenken, daß diese Arbeitslosigkeit die Die Nationalsocialen erwiderten darauf, damals habe es urteilen, auch geschehen, es sei denn, daß das Volk es sofort bestqualifizierten Arbeiter betrifft. Unter den einfachen Arbeitern dürfte der Prozentsaz der Arbeitslosen ein höherer sein. Man darf sich um die Verstärkung der deutschen Flotte gehandelt, von dem und energisch verhindert. Bolltarif sei gar keine Rede gewesen. Heute aber, wo sociale Inter- Im Jahre 1885 schon machte der socialistische Professor De Greef annehmen, daß von den 14 Millionen britischer Lohnarbeiter etwa effen auf dem Spiele stehen, werde man sich rüdhaltlos der Linken der Regierung den Vorschlag, die Minen, deren Wert damals 10 Millionen in Industriezweigen beschäftigt sind, die durchschnittlich 5 Proz. Arbeitslose haben. Das Minimum wäre demnach eine anschließen. Professor Lujo Brentano erklärte sein völliges auf 110 Millionen angegeben wurde, anzukaufen. Wäre dies halbe Million von Arbeitern, die unverschuldet außer Beschäftigung Einverständnis mit den Raumannschen Ausführungen.damals geschehen, so hätte der Staat Hunderte von Millionen find. Wir stehen also vor einer socialpolitischen Thatsache erster Der schlichte Mann aus dem Bolte. Der Breslauer gewonnen. Der Ueberschuß der Kohlenminen im Größe. Nach der bekannten Statistik von Charles Booth giebt Evangelische Arbeiterverein" hat folgende Kundgebung Jahre 1900 allein hätte genügt, die aufsumme zu es in London 29,8 Proz. der Bevölkerung, die in ständiger Armut an den Kaiser gerichtet: decken, denn der Gewinn dieses Jahres beträgt 100 Millionen. Für leben, da ihre Familien weniger als 21 Mark die Woche verdienen. Der Breslauer Evangelische Arbeiterverein hält im Namen das ganze letzte Jahrzehnt beläuft er sich auf 262 Millionen. Und Diese große Armee von Dürftigen sie umfaßt 1 255 127 Personen der 3500 im schlesischen Verbande zusammengeschlossenen diese Summe ist eher zu niedrig gegriffen, denn sie ist das Reinfann feine Ersparnisse haben, welche ihnen in Zeiten gänzevangelischen Arbeiter, Eurer Majestät den ehrerbietigsten Aber es ist nicht London allein, das zu Leiden hat. Dank für die in der Rede an die Breslauer Arbeiterdeputation ein kommen, welches für die Steuerleistung angegeben licher Arbeitslosigkeit einen Rückhalt bieten könnten. der deutschen Arbeit gezollte Anerkennung und das darin von wurde. Auch in Newcaftel, Stodton, Darlington, Schields, Birmingham, neuem bekundete warme Interesse an dem Wohl des ArbeiterDie Armen Die Exploitation der Minen ist, wie man sieht, eine wahre Bristol, Cardiff, Barry 2c. 2c. ist die Not groß. standes aussprechen zu dürfen mit dem Gelöbnis unverbrüchlicher Goldgrube und erklärt den Wettlauf der feudalen Grafen und verwaltungen und wohlthätigen Anstalten sind nicht im stande, die Treue zu Kaiser und Reich wie auch zum Heiligtum unfres evan- Barone, der klerikalen und liberalen Politiker- und desKönigs um die Not zu lindern. Hätte man mir heute im Parlamente gestattet, gelischen Glaubens. Er erhofft als Frucht der Worte Beute im Kempenland. Die finanziellen Ueberschüsse haben zweifels- diese Frage zu behandeln, so würde ich von der Regierung vor Guerer Majestät die Begründung einer reichs- ohne auch dem holländischen Staat das Gesetz vom 14. Juni allem verlangt haben, die Summe von 100 000 Pfd. Sterl. aus treuen Arbeiterpartei, welche geeignete Ver= treter der Arbeiterinteressen zu fegensvoller Mit- 1901 diftiert, welches Kohlenlager in einer Ausdehmung von 14 515 Reichsmitteln den Lokalbehörden zur Verfügung zu stellen. Das arbeit am Werke des socialen Friedens in die Bolts- Hektar der Staatsdomäne einverleibte. Wenn dies ein Stant wie Unterhaus bewilligte gestern 600 000 Pfd. Sterl. als erste Rate auf Uganda. Ist es eine Zahlung von 6 000 000 Pfd. Sterl. für Holland thut, um so viel dringender mußte es der belgische mit viel, zur Rettung unsrer heimischen Bevölkerung jene Summe zu ververtretung entfenden wird. Wir hegen die starke Vermutung, daß die Hoffnung des feiner hochentwickelten Industrie und eignen Eisenbahnen thun, langen?" Evangelischen Arbeitervereins sich nicht erfüllen wird. Wie die welche beide allein 19 Prozent der jährlichen Kohlenproduktion Breslauer Arbeiter über das Tischtuch- Zerschneiden denken, hat ja Belgiens benötigen. benötigen. Aber hier haben solche Erwägungen Das Unterhaus nahm das Unterrichts- Geses endgültig an. schon die Breslauer Stadtverordnetenwahl bewiesen, bei keinen Play. Wahrscheinlich wird auch diesmal wieder das Ebenso wurde der Zufas betreffend die Bezahlung der Unters der trotz der kurz vorhergegangenen Kaiserrede die socialdemokrati- Interesse der Allgemeinheit dem einer kleinen Kapitalistenflique richtskosten der religiösen Schulen durch die Regie. schen Stimmen eine Zunahme aufwieſen. Auch die anläßlich der geopfert. Unter den 19 um Konzessionen Nachsuchenden befinden sich rung mit 38 Stimmen Mehrheit angenommen. Kaiserrede in Breslau veranstalteten politischen und gewerkschaftlichen Kundgebungen deuteten auf alles andre eher, als auf einen Abfall Feudale, bürgerliche Politiker und Gesellschaften( von denen wollen. 27 wird. Rußland. der Arbeiterniassen von der Socialdemokratie. Auch die 3500 bürgerliche Abgeordnete Aktionäre find), die zusammen Der Streit von Rostow noch nicht beendigt. Nach einer russisch evangelischen Arbeiter werden an dieser Thatsache nichts zu ändern rund 35 000 Hektar von den 40 000 verlangen. Selbst Se. Majestät offiziösen Meldung dauert der Ausstand der Bahnarbeiter noch fort. vermögen. Leopold II. hat, wie Vandervelde erklärte, es nicht verschmäht, as die Arbeiter der Wladikawkas- Bahn am Abend des 11. Dezember die Werkstätten verließen, erklärte einer der Rottenführer, der von den Arbeitern emporgehoben wurde, die Arbeiter würden sich weder beruhigen noch sich fügen, so lange ihre Forderungen nicht erfüllt wären. Die anwesenden Kosaten und Gendarmen wurden verlacht. Auf leztere wurde aus der Menge ein Schuß abgegeben.(?) Die Wertführer sollen sich an 400 Revolver verschafft haben.(?) Man befürchtet für die kommenden Tage große Unruhen. In der Nacht wurden 26„ Rädelsführer" verhaftet und von 60 Mann die Personalien festgestellt. Am nächsten Mittag wurden osaken zum Schuße des Bahnhofes herangezogen. Die Nachricht von den zu erwartenden„ Unruhen" scheint auf ein neues Massacre vorbereiten zu sollen! 100 Weihwedel und Knute. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" veröffentlicht einen Geheimerlaß des russischen heiligen Synod an die Bischöfe, in welchem letzteren befohlen wird, ihren Gemeinden, sowie der Geistlichkeit vorzuschreiben, mit allen Mitteln den von böswilligen Aufwieglern in den niederen Volksschichten betriebenen Wühlereien entgegen zuarbeiten. Venezuela. Deutsche Rüftungen. Aus Kiel wird vom Mittwoch gemeldet: " Kommodore der deutschen Kriegsschiffe in Westindien ersuche ich| zur Socialdemokratie zu halten und mit einem brausenden Hoch auf Sie, die Flagge Ihres Schiffes sofort zu streichen und das die Partei wurde die Versammlung geschlossen. Schiff mit der Mannschaft binnen zehn Minuten zu verlassen. Protesthundgebungen gegen den Umsturz der Zöllner fanden in Dies ist teine Kriegsmaßnahme seitens Deutschlands, sondern ge- Würzburg und Schweinfurt statt. Die Versammelten sprachen einschieht nur zu dem Zwede, eine vorläufige Beschlagnahme Ihres stimmig ihre Entrüftung über die Heldenthaten der MehrheitsSchiffes vorzunehmen, um Venezuela zur Anerkennung unsrer parteien, besonders des Centrums, aus und gelobten, bei den nächsten gerechten Forderungen zu nötigen. Falls Sie nicht Reichstagswahlen energisch für die Wahl eines Socialdemokraten Folge leisten und Ihr Schiff verteidigen wollen, bin ich verpflichtet, einzutreten. Sie mit Gewalt zu verhindern. Bei der Protestversammlung in Gera, die, wie wir bereits be Hat der deutsche Kommodore thatsächlich eine solche Erklärung richteten, am vergangenen Sonntag unter so außerordentlicher Beabgegeben, so bedeutet die Versenkung der Schiffe nicht nur einen teiligung stattfand, wurde dem Genossen Wurm vor Beginn feines Bruch des Völkerrechts, sondern auch den Bruch eines gegebenen Referats ein Schreiben überreicht, in dem der Vorstand und Versprechens des Kommodore selbst! Die deutsche Regierung hat fächsischer Lederfabrikanten ihm ganz besonderen Ausschuß des Verbandes thüringischer und aber alle Veranlassung, endlich ihr unbegreifliches Schweigen zu Dant dafür aussprach, brechen und eine gründliche offizielle Aufklärung dieses höchst sonder Weise gegen die agrarische Mehrheit anläßlich der Gerbstoffin so äußerst fachlicher baren Falles zu geben. zölle vorgegangen sei.„ Da die von der Mehrheit beDer Dritte im Bunde. schlossenen finnlosen Zollfäße, wenn sie Gesetz würden, den größten Der italienische Ministerpräsident überreichte der Teil der deutschen Lederindustrie vernichten würden, ist es ers venezolanischen Regierung wegen der Forderungen seiner Landsleute klärlich, daß die gesamte deutsche Lederindustrie die jeßige ein Ultimatum, worin die sofortige Zahlung einer Summe von Majorität des Reichstages als im höchsten Grade 60 000 Dollar gefordert wird. Der amerikanische und der spanische staatsgefährlich bezeichnen muß. Gesandte sowie der belgische Geschäftsträger haben der venezolani Mitglieder ihrer eignen Klaffe nichts hinzuzufügen! Wir haben dieser Verurteilung der kapitalistischen Mehrheit durch schen Regierung eine Note übermittelt, worin sie sich im Falle der Ausgleichung der deutschen und englischen Forderungen für ihre Länder die Behandlung als bevorzugte Mächte vorbehalten. Amerika wird ungeduldig. Aus Induftrie und Handel. Der Kaiser hat bestimmt: Der Kapitän zur See Scheder ist unter Belaffung in der Stellung des Kommandanten des großen Streuzers Vineta" mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs Neue Bank- Unterschlagungen. Die feit etiva zwei Jahren der auf der oftamerikanischen Station zu vereinigenden Kreuzerdivision beauftragt und führt in dieser Eigenschaft Staatssekretär Hay kabelte an die amerikanischen Bot- herrschende Krise hat als Vermächtnis von der voraufgegangenen den Kommodorestander weiter. Es ist dem Chef der Division schafter in Berlin, London und Rom, die dortigen Regierungen sondern auch von Defraudationen übernommen. Aufschwungsperiode nicht nur eine Reihe von Bank- Zusammenbrüchen, überlassen, den eta tsmäßigen Stab einer selbständigen zu ersuchen, sich ehestens über den Schiedsgerichtsvorschlag zu äußern. jene Bank sah sich in den beiden letzten Jahren gezwungen, über Bald diese, bald Division von Kreuzern in dem ihm notwendig erscheinenden Nach dem Kabinettsrat am Dienstag wurde halbamtlich bekannt bei ihr vorgekommene Unterschlagungen zu berichten. Das ist erUmfange aus den unterstellten Offizieren zu bilden. gegeben, daß die Regierung an der Politik, wie sie in der Botschaft tlärlich. Die leichte Mühe, mit der in den Jahren 1898/1900 mit Bereits gestern wurde gemeldet, daß die drei Kreuzer des Präsidenten niedergelegt ist, festhält, und daß die Ansicht Gründungen und Spekulationen große Vermögen gewonnen Niobe"," Ariadne" und" Amazone" Vorbereitungen vorherrsche, Deutschland und England werden in Venezuela an dem wurden, hat manchen Bankbeamten angereizt, auch sich in treffen, zur Verstärkung des vor Venezuela stationierten Geschwaders früher fundgegebenen Programm festhalten. Das allerlei spekulative Aktionen einzulaffen, um bon dem nach Südamerika abzudampfen. Die kaiserliche Verfügung bestätigt stabinett erwartet teine ernſten Schwierigkeiten mit irgend einer nach Sereinbruch der Krise die Verluste nicht ausblieben, griff reichen Segen etwas zu erhaschen, und als dann später diese Meldung, ja sie eröffnet sogar die Möglichkeit, daß noch Macht. Ausländer in Venezuela. " weitere Schiffe in die südamerikanischen Gewässer entfendet werden. Der venezolanische Kreuzzug, der uns bereits Hundert- In Venezuela befinden sich nach einem englischen Blatt zur Zeit tausende gekostet hat, wird uns also wahrscheinlich Millionen an Ausländern: 6154 Briten, 962 Deutsche( 620 Männer Kosten! 342 Frauen). Von andren Nationalitäten sind die Franzosen mit Die Gründe einer so umfangreichen kriegerischen Aktion sind 2545, die Spanier mit 13 558, Italiener mit 3179 und Holländer absolut schleierhaft. Die bereits an der venezolanischen Küste mit 3729 Personen vertreten. Wie man sieht, ist die Zahl der dort stationierten deutschen Kriegsschiffe sind bereits mehr als za hIansässigen Deutschen von allen Nationalitäten am geringsten. reich genug, un sämtliche Hafenforts in Trümmer zu legen. Wozu sollen nun also weitere Schiffe dorthin geschickt werden? Zumal da die englische Regierung inzwischen mit aller Bündigteit erflärt hat, daß die äußerste Maßregel gegen Venezuela in der Blockade beſtehen würde, in der Friedensblockade Diese englische Chamade, die in so fchroffem Gegensatz zu den deutschen Rüstungen steht, erfolgte am Mittwoch im Unterhaus. Ueber diese Sigung wird berichtet: Partei- Nachrichten. ein Brivattelegramm meldet, vom Gemeinderat in Mülhausen In den Landesausschuß für Elsaß- Lothringen wurde, wie uns Genoffe Emmel mit 18 Stimmen gewählt. Sein Gegner, der Demokrat Walleh, erhielt 17 Stimmen. Damit zieht der erste Socialdemokrat ins reichsländische Landesparlament ein. D Gemeindewahlen. Im Königreich Sachsen: In Oberneukirch ( Lausitz) wurden die ersten beiden Socialdemokraten in den Gemeinde Campbell Bannerman( lib.) ersucht die Regierung rat gewählt. Ebenso zum erstenmal ein Parteigenosse in Neun um Auskunft über den Stand der venezolanischendorf( Dresden). Ferner wurden gewählt in Böhlig Ehren Angelegenheit und fragt, ob die gestern von dem Minister berg 2 Parteigenossen, in nauthain 3, in stölig 2, in des Aeußern, Marquis of Lansdowne, im Oberhause abgegebene Ottenhain 1, in Lausa( Dresden) 1, in Grüna 2, in Erklärung auch im Unterhause abgegeben werde. Ministerpräsident akisch 1, in Niedersedlip 3, in Leuben 2, in HolzBalfour erividert: In dem Falle, daß die Beschlagnahme der Hausen und Zudelhausen je 1. venezolanischen Kanonenboote nicht die von uns allen gehofften In Feuerbach in Württemberg wurden von 8 Kandidaten Ergebnisse zeitigen wird, wird es nötig sein, zur 6 Socialdemokraten gewählt. Blockade zu schreiten, welche von uns und Deutschland Bei der Stadtratswahl in Bern( Schweiz) am Sonntag waren durchgeführt werden wird. Die Blockade wird indessen dann zwanzig Size neu zu besetzen, wovon die Socialdemokraten fünf zu von den beiden Mächten an verschiedenen Teilen der Küste verteidigen hatten. Sie stellten eine ganz selbständige Liste auf, von durchgeführt werden, und obgleich die beiden Flotten für die der sieben Kandidaten gewählt wurden. Sie gewannen also zwei gleichen Ziele thätig sind, werden sie nicht als eine einzige Streit- neue Size. macht handelu. Wir haben nicht die Absicht und haben sie nie gehabt, britische Truppen in Benezuela landen zu lassen, oder venezolanisches Gebiet zu beseßen. Selbst wenn eine solche Occupation nur vorübergehend sein würde, glauben wir nicht, daß sie aus militärischen oder andren Gründen wünschenswert sein wird. Die englische Regierung hat also hier in der bindendsten Form die Erklärung abgegeben, daß die äußerste Maßregel gegen Venezuela in der Blockade bestehen iverde. Diese Blockade wird aber deshalb aller Voraussicht nach wirkungslos bleiben. Läßt sich doch das„ Berliner Tageblatt" aus London melden: Die Parteigenossen des niederrheinischen Agitationsbezirks werden von ihrem Agitationskomitee für Sonntag, den 19. Januar, zu einer Sonferenz nach Elberfeld eingeladen. Außer den geschäftlichen Angelegenheiten werden Reichstags-, Landtags- und Gemeindewahlen sowie der internationale Kongreß behandelt werden. Polizeiliches, Gerichtliches usw. = diefer und jener in seiner Angst zu dem Mittel, zur Deckung sich an die Bank für Handel und Industrie( Darmstädter Bank) zu ver= dem Besitz der Bank zu vergreifen. Einen neuen derartigen Fall hat zeichnen. Die hiesige Direktion teilt darüber mit: " Durch Unterschlagungen und Bücherfälschungen des Depotverwalters Neßler find wir um den Betrag von etwa 700 000 m. ge schädigt. Diese Summe wird sich durch ein Effekten- Guthaben des Genannten von etwa 100 000 m. ermäßigen, auch ist anzunehmen, daß die fehlenden Effekten anderweit verpfändet sind und möglicherweise teilweise wiedererlangt werden. Die Malversationen sind durch Fälschungen der Depotbücher, zu welchen sich Neßler Zugang zu verschaffen wußte, auf so raffinierte und Aufsichtsrat erst heute entdeckt wurden, nachdem infolge ähn Weise erfolgt, daß dieselben trotz häufiger Revisionen durch Vorstand licher Vorkommnisse bei anderen Instituten angeordnet worden ist, daß ein Wechsel in den einzelnen Bantressorts stattzufinden hat, und dieser Wechsel der Ressortchefs in der Wertschaften- Abteilung vor furzem durchgeführt wurde. Neßler ist seit Sonntagmittag flüchtig." In der obigen Mitteilung wird von 700 000 M. gesprochen. Wie uns jedoch von zuverlässiger Seite versichert wird, entspricht obige Summe nur den Ergebnissen vorläufiger Feststellung, und es ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß bei näherer Untersuchung sich der Be trag noch wesentlich erhöht. Negler, ein Sahir des Predigers C. Neßler an der hiesigen Französischen Kirche, galt als wohlhabend und durchaus vertrauenswürdig und würde wahrscheinlich seine Unterschlagungen noch längere Zeit fortgesetzt haben, hätte nicht die Direktion der Bank, veranlaßt durch die Unterschlagungen des Bankkassierers Gollnow und die Vorfälle bei der östreichischen Länderbank, einen Wechsel in verschiedenen Stellungen eintreten lassen, durch den auch Neßlers Stellung als Depotverivalter in andre Hände geriet. Bei den regelmäßigen monatlichen Revisionen, sowie bei der vor einigen Monaten vom Auffichtsrat vorgenommenen außerordentlichen Revision waren die Unters Schlagungen unentdeckt geblieben. Wodurch die fortlaufenden Unters Schlagungen möglich wurden, scheint noch nicht festgestellt zu sein. Gerüchtweise verlautet, daß Neßler oft vorzeitig des Morgens in die Bank gekommen ist, sich dann bei den zur Kontrolle dienenden Depotbüchern zu schaffen machte und bei dieser Gelegenheit Fälschungen vornahm. -Wegen Beleidigung der Straßenbahn Verwaltung wurde in Im Silberschläger- Gewerbe in Nürnberg- Fürth- Schwabach ist Stuttgart der Redakteur unfres dortigen Parteiblattes, Genosse ivegen Absatzstockung die Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche Hertlein, zu 250 M. Geldstrafe verurteilt. Er hatte in seinem reduciert worden. Blatte die an den Straßenbahnwagen vorhandenen Bremsvorrichtungen in einem größeren Artikel als mangelhaft bezeichnet und soll dabei in der Form beleidigend geworden sein. Die Antwort der Bestie. einigten Staaten von Amerika belief sich in dem Censusjahr 1900 Der Aufwand an Betriebskraft in dem Fabrikbetriebe der Berauf 11 300 081 Pferdekräfte. Diese Zahl erscheint besonders be deutend, ivenn mau berücksichtigt, daß sie sich annähernd auf das Doppelte der Gesamtsumme des Jahres 1890 beläuft und bedeutend größer ist als das Dreifache derjenigen vom Jahre 1880. DampfIn dem vorliegenden Falle soll es sich darum handeln, durch eine friedliche" Blockade der Häfen Venezuelas dem Präsidenten Castro den„ nervus rerum" für die Weiterführung der Regierungsgeschäfte, die Einnahmen aus den Zöllen des überseeischen Imports, abzuschneiden. Wir haben uns vergebens bisher in der Presse nach Auch im katholischen Teile des Rheinlandes hat eine maschinen lieferten mehr als drei Viertel der Betriebskraft für die einem Plane umgeschen, wie das wirksam zu geschehen habe. Bis jetzt ganze Anzahl Protestversammlungen gegen den Umsturz im Reichs- Fabrikanlagen, nämlich 8 742 416 Pferdekräfte oder 77,4 Proz. vom haben wir nur von der Besezung der Zollhäuser" gehört. tage stattgefunden. In einer von etwa tausend Personen Ganzen. Durch Wasserräder wurden erzeugt 1727 258 PferdeWie nun aber, wenn der Präsident Castro- und er ist ganz der besuchten Bersammlung in Köln redete Genoffe Hofrichter. Er wandte fräfte oder 15,3 Proz., durch elektrische Triebwerke 311 016 PferdeMann dazu erklärt, die Erhebung der Zölle an der Küste wird sich besonders auch gegen die auf die Düpierung der Arbeiter berechnete fräfte oder 2,7 Proz., durch Gas- und Gasolin- Maschinen 321 051 von der venezolanischen Regierung nicht anerkannt, einen inneren Zollfordon zieht und deren Erhebung eine Protestresolution gegen die Rechtsbrüche der Reichstags= Politik des Centrums. Die Versammlung nahm einstimmig Pferdekräfte oder 2,8 Proz. noch einmal fordert? Man darf nicht vergessen, daß es mehrheit an. wesentlich fremde Kaufleute sind, in deren Händen das Import" daß er das Vertrauen der Arbeiter verloren hat. Die Einkaufsvereinigung rheinisch- westfälischer Konsumvereine geschäft für Venezuela liegt. In kürzester Frist würde dann natür Reichsgerichtsrats Spahn, verpflichtete sich eine außerordent- rheinisch- westfälischer Konsumvereine zu gründen. Zu einer dem In Bonn, dem Wahlkreise des Führers der Zollwuchermehrheit, beschloß, wie uns aus Lüdenscheid berichtet wird, einen Verband lich jeder Außenhandel aufhören und die Mächte wären um das ich zahlreich besuchte Versammlung des Socialdemokratischen nächst stattfindenden Versammlung werden alle Vereine des Bezirks Bfand für ihre Ansprüche gebracht. Die Vornahme einer wirklichen Vereins in einer Resolution, mit allen ihr zu Gebote stehenden eingeladen, denen dann ein provisorischer Statutenentwurf, der vorher Blodade aber, die immerhin nur dann gut verlaufen kann, wenn Mitteln dahin zu wirken, daß der Centrums- Abgeordnete Spahn bei allen Vereinen überfandt wird, zur Beschlußfassung vorgelegt werden ſie die Kriegserfärung zur Voraussetzung hat, würde schwerlich der nächsten Reichstagswahl durch möglichst große Stimmen soll. Obschon ein kleiner Teil der bisherigen Verbandsvereine der den Beifall der Bereinigten Staaten finden, die vermutlich entdecken abgabe für den socialdemokratischen Kandidaten überzeugt werde, Fahne Crügers weiter folgen will, sind die Aussichten des neuen würden, daß ihr Geschäft dadurch allzu sehr leidet. Berbandes sehr günstige, weil eine bedeutende Anzahl bisher abseits Wie man sieht, geht die Korrespondenz noch von viel zu Eine äußerst zahlreiche Voltsversammlung in Aachen nahm ein- stehender Vereine infolge des Verhaltens des Anwalts fich zum Angünstigen Voraussetzungen aus. Sie ſetzt nämlich voraus, daß die stimmig eine Protestresolution gegen das Vorgehen der Zoll- fchluß gemeldet haben, so daß auch hier der Einfluß des Allgemeinen Exekutionsmächte die venezolanischen Zollstationen besegen mehrheit an. Berbandes gänzlich verschwinden dürfte. würden. Das wäre aber ein Betreten des venezolanischen Bodens, In ebenfalls sehr zahlreich besuchten Boltsversammlungen redete Vereinigung rheinischer Cementfabriken. Nach Mitteilungen das die englische Regierung, wie wir oben sahen, als völlig außer in Ehrenfeld, Kall und Deutz bei Köln Genosse Dr. Erdmann, des„ Berliner Börsencourier" ist gestern in der in Dortmund statt halb ihrer Absichten liegend bezeichnet hat! Die Korrespondenz der namentlich die Haltung des Centrums fennzeichnete, das gehabten Versammlung der rheinisch- westfälischen Cementfabriken nimmt ferner die Möglichkeit einer Kriegsblockade an, an die aber gegenwärtig auf dem Tiefpunkt der politischen Moral angekommen eine Vereingung zu stande gekommen, und zwar in der Form einer die englische Regierung aus Rücksicht auf Amerika ebenfalls nicht noise ofrichter redete, beschlossen einstimmig scharfe Refolutionen bis 180 2. pro 10 000 Silogramm loco Fabrik festgesetzt. fei. Alle Bersammlungen, ferner eine in Köln- Lindenthal, wo Gelofen freien Streisvereinigung. Die Verkaufspreise wurden auf 175 denkt, weil sich Amerika, wie dort wiederholt betont, eine solche gegen die Rechtsbrüche und Zollwucherbeschlüsse der Reichstagsmehrheit. Interdrückung seines venezolanischen Handels einfach nicht ge- In der Deuzer Versammlung trat auch ein christlichorganisierter Metallfallen lassen würde! Eine Blockade würde also ausarbeiter auf. Er bekannte fich als Gegner des Zolltarifs und stellte schließlich den deutschen und englischen Handel selbst in Aussicht, daß die christlichen Arbeiter, die die Gefahren treffen. des Zolltarifs erkannt haben, zur gegebenen Zeit die onsequenzen ziehen. Lebhaften Beifall fand dort auch ein Der Krieg ohue Kriegserklärung. Eine weibliche Hilfskraft bei der Gewerbe Inspektion will der Lebhaften Beifall fand dort auch ein Wie man aus den amerikanischen und englischen Preß- und Lande zugezogen war. Er erklärte, erkannt zu haben, daß die einzige tatholischer Arbeiter, der erst seit wenigen Jahren vom Senat von Hamburg versuchsweise anstellen. Er fordert dafür von der Bürgerschaft 1800 m. Regierungsäußerungen erfieht, betrachtet man trog der Abwahre Arbeiterpartei die Socialdemokratie ist. Vom Centrum, das lehnung des Ultimatums der Erekutionsmächte den Kriegs- eine Bewilligungspartei auf Kosten der Arbeiter und eine Partei auftand mit Venezuela noch nicht als vorliegend. Um so wunder der Heuchelei fei, dürfe sich die katholische Arbeiterschaft nicht jamer erscheint unter solchen Umständen die Zerstörung der venezo- länger als dumm verschleißen lassen. Tanischen Kriegsschiffe durch die deutsche Flotte. Daß Deutschland Calbe a. S. In einer imposanten von weit über 600 Personen Nach den Gerichtsurteilen, die die Aufhebung des Kelnerschuhes ebenso wie England die Schiffe beschlagnahmte, fonnte allen- starten Versammlung erhoben die Arbeiter hier flammenden Protest dadurch ermöglichen, daß sie den„ freiwilligen" Verzicht der Kellner falls noch als erlaubte Maßregel gelten, die Zerstörung der gegen die Zöllner, gegen die Staatsstreichler, gegen den Umfturz im für zulässig erklären, fommt aus Köln die Meldung über eine Schiffe jedoch bedeutet zweifelsohne einen Bruch des Völkerrechts. von der Versammlung mit begeisterten Hochrufen empfangen, wir für unmöglich halten würden, wenn uns nicht der Wortlaut Reichstage. Unser Reichstags- Kandidat Genosse Albert Schmidt, neue erstaunliche Auslegung der Bundesrats- Bekanntmachung, die Dieser Völkerrechtsbruch erscheint ganz unbegreiflich nach folgender sprach über das Thema: Boltsbelastung und Boltsentrechtung". In des amtlichen Schriftstüdes vorläge. Dort hatten Gastwirte ihren Peuter- Meldung: einer zweiftündigen mit stürmischem Beifall begleiteten Rede brandAus der Frauenbewegung. Sociales. Die Wirrnis des Kellnerschutes. Vor der Beschlagnahme der venezolanischen Schiffe im Hafen markte der Vortragende den Bollwucher, das Vorgehen der Angestellten erklärt, die 24 fündige Ruhezeit, die nach Ziffer 4 der von La Guayra durch die Verbündeten richtete der deutsche Wucherparteien fowie das Verhalten der Regierung dazu. Bekanntmachung aller drei und in großen Gemeinden aller zivei Befehlshaber folgende Botschaft an die Kapitäne der Eine nach dem Vortrage eingebrachte Protestresolution fand ein Wochen einmal anstatt der achtstündigen zu gewähren ist, sei aufvenezolanischen Schiffe: Auf Befehl meines Souveräns und des stimmige Annahme. Mit dem Gelöbnis, allezeit fest und treu gehoben; Polizeibeamte hätten ihnen das mitgeteilt. Um Gewißheit Kölu, den 15. November 1902 Der Polizei- Präsident. 8 Nr. 15 764. Zum Schreiben vom 12. November 1902. Eine die Bundesrats- Bekanntmachung vom 23. Januar 1902 abändernde Verordnung ist nicht ergangen. 150,-. Verband der Schneider 150, zu erlangen, wandten sich die Gehilfen an das Polizeipräsidium,| Tagschneider von Hoffmann, Friedrichstraße, 18,05. Schneideriverkstatt Unter ungeheure Belastung des Volkes im Interesse einer verhältnismäßig worauf sie folgende Antwort erhielten: den Linden 13 40,- Jmme 1,-. Verband der Handels- u. Transportarb. einen Gruppe, der Agrarier und deren Anhang, zu verhindern. Verband der Schmiede 100,- Der Redner fezte weiter auseinander, daß sich die Brotwucherer nicht Drganisierte Herrenschneider von Gerson 20,-. Tischlerei Pribenow u. Rothmann 3, Genoffen des 7. Bezirks Kirdorf 8,10. Dr. Radek 20,00. Tischlerei gescheut haben, Recht und Gesek mit Füßen zu treten und alle GeHofmann 3,20. M. Lohr, 1,50. Abt. Etr. 8tg. Etz. H. S. Hermann 6,40. altmaßregeln anwandten, um die Opposition lahm zu legen. Er Buchbinderei G. Klemm 10,-. Einige Chemigraphen von Labisch 4,25. vies nach, daß die Taktik der Socialdemokratie, die auf dem Boden Tischlerei Moder 10,60. Schirmstodfabrik A. Bend 10,-. Setzer und des Rechts zu erzwingen suchte, daß die überaus wichtige Frage des Stereotypeure von D. G. 17,15. Blikbude H. Ulfert 5,50. Töpfer von 3olltarifs zunächst dem Volte zur Entscheidung unterbreitet wird, Nach der Bekanntmachung ist die den Angestellten gemäß§4 Möbelfabrik von Kümmel 65,-. Tischlerei Braun u. Meyer 6,40. Storb- Genossen, die Brotwucherer wären erst durch dieses Vorgehen zuRichter u. Skurbel, Rummelsburg 7,15. Tischlerwerkstatt Lachmann 7, völlig berechtigt war, und daß die Behauptung Eugen Richters und zuzubilligende ununterbrochene Ruhezeit von 24 Stunden nur zu macher von Wittkopf 3,55. Tischlerei Fischer, Weidenweg 10, Möbelfabrit sammengeführt worden, der reine Unsinn sei. gewähren, wenn und so oft Ucberarbeit im Sinne des§ 3 ftatt- Philipp 8,75. Schneiderwerkstatt, Friedrichstr. 202 20,-.. D. B. N. 1, Geschäftsordnung des Reichstages in der schlimmsten Weiſe verDie Zöllner haben die gefunden hat. Berliner Tanzlehrer- Verband 10,-. Startonfabrik Wohl 8,50. BrennerEine gerichtliche Entscheidung, welche die Berechnung der fabrik Arend u. Go. 23,80. Zusammenfunst 2,20. Babel, Schönhauser gewaltigt, den ganzen Barlamentarismus ruiniert, lediglich um ihre 24 stündigen Ruhezeit anders normiert, ist bisher nicht zu meiner Allee 3,-. H. Schlesinger, Turmstraße 10,-. Groſſeiche Handschuhfabrik Wucherpläne zur Durchführung zu bringen. Das Vorgehen der MehrKenntnis gelangt. 3,50. Berlmutterfabrit Münch, Straußberg 3,85. Bablabend bei Fischer, heitsparteien war diktiert von der Habgier und der Angst vor der gez. Weegmann, Polizeipräsident. Baldstraße 4,50. Bochum, Familie Meyer 6,-. Galvanoplastik( 2. Rate) Socialdemokratie, die sich streng an Recht und Gefeß gehalten, aber Die Auffassung des Polizeipräsidenten findet in der Bekannt- m. G. 10,-. B. B. 10,-. Töpfer und Träger von Lehmann, Bau 25,- Tischlerei A. B., Görlizer Ufer 20,-. E. R. 20, J. G. 20, allerdings bis zum letzten Augenblick nicht daran geglaubt hat, daß machung des Bundesrats nicht die geringste Stüge. Die 24 stündige Friedenau 8,35. Stodfabrit Heuer, Krautstr. 8,50. Tischler und Bolierer sich die Majorität so bloß stellen und so ungeheuer schmählich verRuhezeit hat mit der Vorschrift über die Zulässigkeit der Ueberarbeit von Hein u. Gerfen 10,20. Stockfabrik von unspach u. Glaser 7,75. Zahl fahren würde, um ihren Zived zu erreichen. Ledebour kennzeichnete stelle der Stockarbeiter 7,10. nach Ziffer 3 gar nichts zu thun. Sie ist angeordnet und zu ge- Stammgäste von Zornow 11,65. Kronenfabrik Hentschel u. Buchholz 11,50. fodann unter lebhafter Zustimmung der Versammlung das Verhalten Anton 1, Buchdruckerei Rosenbaum der verschiedenen Parteien und deren Presse, sowie auch das Verwähren ganz allgemein und regelmäßig aller zwei oder drei Wochen, u. Hart 5,60. Treppengeländerfabrik Schmidt u. Co. 17,20. Badewannen- halten des Präsidenten, Grafen v. Ballestrem, von dem auch die je nach der Größe des Ortes und ganz unabhängig von irgend fabrit Gehrke 19,55. S. u. H. Charlottenburg durch 2. 7,70. Schleifer von socialdemokratischen Abgeordneten bisher angenommen haben, daß er einer Ueberarbeit und es ist geradezu unbegreiflich, wie der Polizei- mig u. Geneit 7,40. Möbelfabrik von Wöhler u. Schwab 12,00. Stodfabrit absolut unparteiisch verfahren würde, und nun einsehen müssen, präsident von Köln seine Ansicht begründen will. Wir erwarten, daß Schuhmacher, Berlin 300,-. Ungenannt durch Kübler 4,-. A. Hennig 5,75. Buchdruckerei von Janiszewsti 10,- Verein deutscher daß ihre Annahme eine irrige war, daß auch der Graf von Ballestrem sich die Regierung mit dieser Polizei- Entscheidung befaßt. bon Eichwalde 4,35. Bautischlerei von Kussin 15,15. Arbeiter nur als Vertreter der Mehrheitsparteien handelt. Gesangverein Nord 10,-. Töpfer und Berufsgenossen von Neuenhagen demokratie sieht den Kämpfen, die notwendigerweise weiter geführt 43,70. Augustin 4,-. Buchbinderei von Walter 6,55. Maler vom Bau werden müssen, mit ruhigem und sicherem Blick entgegen, und im Tempelhof, Berlinerstraße 3,90. Werkstatt Berger u. Colani 2,50. Werkstatt Gegensah zu den andern Parteien, die uneinig und zersplittert sind, Grüder, Dorotheenstraße 17,- Von einer Delegiertenjigung der Militär- wird die Socialdemokratie, so wie bisher einig und geschlossen und in schneider 8,51. Werkstatt zahnärztlicher Instrumente R. Simonis 9,50. engster Fühlung der Parteigenossen untereinander den Kampf mit Töpfer vom Bau Bär 6,00. Beamie der Drts- Krankenkasse der Kauf- voller Energie aufnehmen. leute 10,50. Stronenfabrit Frister in Schönweide 12,00. Berband der Dachdecker 100,- Arbeiter und Eine Diskussion über den 1ftündigen, mit lebhaftem Beifall Arbeiterinnen der Müzenfabrik S. Gärtner u. Co. 14,-. Organisierte Arbeiter der Eisenmöbelfabrik aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Nachdem der Vorsitzende G. Schulz, Hajenheide 31,60. Maschinenfabrik Luisen Ufer 22,- ebenfalls noch mit dem Hinweis auf die gegenwärtigen Zustände Berband deutscher Buchdruder, Brandenburg a. H., Bezirksverein 25,- und die bevorstehenden Wahlen zur intensivsten Thätigkeit aufgefordert Drtsverein 15, Lederfabrik von Ehf u. Straffer 13,60. Summa 1827,61. hatte, wurde die Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf die Um den seit 10 Wochen im Kampf stehenden Webern eine Kleine Weih Socialdemokratie, dem ein ebensolches auf die socialdemokratische nachtsfreude zu machen, ersuchen wir die Berliner Arbeiterschaft, fich recht Reichstags- Frattion folgte, geschlossen. rege an den Sammlungen zu beteiligen. Gelder, welche mit der Post gesandt werden, find an A. Körsten, EngelUser 15, zu adreffieren. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Was ein Vertrauensarzt vom fenfezen weiß. Der Ofenfeßer B. erfitt am 4. Mai 1901 durch Sturz von der Leiter eine Verstauchung und einen Fersenbeinbruch am linken Bein. Er wurde erst 13 Wochen durch die Krankenkasse behandelt und dann 6 Monate in der ,, medito- mechanischen" Heilanstalt des Dr. Roemert. Dieser stellte darauf ein Gutachten aus, daß B. um 40 Broz. in seiner Erwerbsfähigkeit beschränkt sei, und danach wollte die nördöstliche Bau- Berufsgenossenschaft die Rente bemessen. B. wandte sich ans Schiedsgericht und brachte ein Zeugnis des Chirurgen Dr. Adler bei, das auf völlige Erwerbs= unfähigkeit lautete und vor allem die Fortsetzung des Heilverfahrens für notwendig erklärte. Auf Beranlassung des Schiedsgerichts gab nunmehr der Geh. Medizinal- Rat Dr. Beder ein Obergutachten, ab, worin er sich im wesentlichen auf den Standpunkt des Dr. Adler stellte und unter anderm sagte: " Dieser Mann ist meines Erachtens nur noch fähig zu leichter Arbeit beim Sitzen, wozu er allerdings nach seiner bisherigen Lebensstellung nicht vorbereitet ist, und zwar ist er zu solcher Arbeit auch Gerichts- Zeitung. 13 Arbeiter Die Ausmukung der Kellnerinnen und das Reichsgericht. Der Die Social= Die Polizei fcheint ganz besondere Erwartungen an die Verfammlung gefnüpft zu haben, denn vor dem Lokal waren eine große Anzahl Schuhleute zu Fuß und auch zu Pferde aufgeboten, die natürlich gar nichts zu thun hatten und denen jedenfalls der unnüße Aufenthalt auf der Straße bei der schlechten Witterung sehr unangenehm fein mußte. nur in beschränkter Zeit des Tages befähigt, da er wohl noch ge Schankwirt Michael 3 eife in Berlin beschäftigte Sellnerinnen, Letzte Nachrichten und Depeschen. " Ein Ofenfeber kann meines Wissens viel fach bei seiner Arbeit fitzen und sein krantes Bein schonen." Dem Reichs- Versicherungsamte imponierte jedoch diese vertrauensärztliche Entdeckung nicht. Es wies den Rekurs der Berufsgenossenschaft ab und hob in der Begründung seines Entscheides noch besonders hervor, daß der Verletzte bereits 61 Jahre alt sei. Gewerkschaftliches. Der Dank des Kronprinzen. zwungen ist, stundenlang seinen geschwollenen Fuß hochzuhalten und die keinen Lohn bezogen und sich mit den Trinkgeldern, die sie von zu schonen. Die Erwerbsbeschränkung bemißt dieser Sachverständige den Gästen erhielten, begnügen mußten. Von diesen Einnahmen auf 80 Broz. Das Schiedsgericht schloß sich diesem Gutachter an mußten fie aber jeden Tag 5 Pfennig an Zeife abliefern, weil dieser, Dels, Schlesien, 17. Dezember.( W. T. B.) Anläßlich der Anund verurteilte die Berufsgenossenschaft zur Zahlung von einer Rente wie er sagte, die Krankenkassenbeiträge für sie zahlte. Thatsächlich funft des deutschen Kronprinzen hatte eine Deputation von Arbeitern von 80 Proz. 60,40 M. und 15 M. außergerichtliche Kosten. hat nun aber Zeise gar keine Beiträge an die Krankenkasse die Erlaubnis erhalten, an den Kronprinzen eine Ansprache halten Jetzt ließ die Berufsgenossenschaft ihre Vertrauensärzte abgeführt. Es wurde deshalb Anklage wegen Vergehens gegen das Dr. Roemert und Dr. Blasius antreten. Dr. Blasius findet Krankenversicherungs- Gesetz gegen ihn erhoben, weil die Staats- zu dürfen. natürlich nichts und schließt sich dem Dr. Roemert an und ist der anwaltschaft von der Annahme ausging, daß der Angeklagte seinen In der„ Lokomotive an der Oder" wird nun folgender Dank Meinung, eine Rente von 40 Broz. sei sehr reichlich bemeffen, bei Stellnerinnen 2ohn abzüge gemacht habe. Das Landgericht I in des Kronprinzen veröffentlicht: einem jungen Mann würden 25 Broz. als ausreichend gelten. Berlin war derfelben Ansicht und verurteilte am 2. Juli den An,, An die Arbeiter meiner Stadt Dels! Dr. Roemert aber giebt als Grund für seine Rentenfestschung folgende geklagten zu einer Geldstrafe von 30 M. Die Revision des Es ist mir eine aufrichtige Freude gewesen, daß sich viele Weisheit von sich: Angeklagten tam gestern vor dem Reichsgericht zur Verhandlung Arbeiter meiner lieben Stadt Dels der Bewegung angeschlossen Es wurde behauptet, Abzüge von Trinkgeldern seien keine Abzüge haben, die heute überall durch die deutschen Lande geht. Ihr bevon der Lohnzahlung; das Krankenversicherungs- Gesetz sei deshalb weist dadurch, daß keine Gemeinschaft zwischen Euch und jenen auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar. Der Reichsanwalt beantragte die Berwerfung der Revision, da die Gesetzes- Kommen Glenben bestanden hat oder je bestehen wird, die es gewagt haben, tatoren fich darüber einig seien, daß die auf Trinkgelder angewiesenen einen deutschen Mann an seine Ehre zu taften, und daß Ihr geKellnerinnen ebenso anzusehen seien als solche, welche Lohn beziehen. sonnen seid, treu zu Eurem Kaiser und Vaterlande zu stehen. Das Reichsgericht war aber entgegengesetter Ansicht und ent- Dies freut mich um so mehr, als ich mit meinen lieben Delsern schied sich für die Rechtsauffassung der Revision. Es hob das zusammengehöre. Se. Majestät der Kaiser, mein geliebter Vater, allerUrteil auf und sprach den Angeklagten von Strafe und Kosten höchstwelchem ich von der treuen Gesinnung, welche mir Euer Wortfrei. In der Begründung wurde ausgeführt: Für die Anwendung führer heute gelobt, Mitteilung gemacht habe, hat hierüber meine der Strafbestimmung des Krankenversicherungs- Gefeßes ist die Lohn freudige Genugthuung empfunden. Mir aber wird der heutige Tag zahlung Voraussetzung. An dieser fehlt es im vorliegenden Falle. unvergeßlich bleiben. Achtung, Former und Dreher! Die Dreher und Former der Der Angeklagte hatte feinen Kellnerinnen nur die Erlaubnis erteilt, Firma Zachmann haben am Dienstag die Arbeit nieder- Trinkgelder anzunehmen; 2ohn hat er nicht bezahlt. gelegt. Der Nachweis der Kühnemänner weist nur für die Firma Der Inhaber eines Berliner Auskunftsbureaus hatte auf dem Zachmann Arbeit nach. Wir ersuchen deshalb alle Dreher und Firmenschilde nicht seinen Vor- und Zunamen angebracht. Die deutsch- englische Aktion. Former, den Nachweis der Kühnemänner zu meiden. Dadurch sollte er den§ 15a der Gewerbe- Ordnung übertreten haben. London, 17. Dezember.( W. T. B.) Unterhaus. Auf eine Anfrage, Das Berliner Landgericht als Berufungsinstanz verurteilte ihn auch wie hoch die englischen Forderungen im Vergleich mit den Kosten der zu einer Geldstrafe, indem es meinte, unter offenen Läden im Sinne Expedition seien, erwidert Balfour, man sei nicht vorgegangen, des§ 15a feien alle Geschäftsräume zu verstehen, die um die Forderungen von Aftionären einzutreiben, sondern unter vont Publikum betreten werden fönnten, wie das Auskunftsbureaus der Fall sei. bei großem Widerstreben und langem geduldigen Abwarten, weil Auf die Revision des die venezolanische Regierung britische Unterthanen angegriffen und Angeklagten hob jedoch der Straffenat des de ammergerichts britische Schiffe beschlagnahmt habe. diese Entscheidung auf und sprach ihn mit folgender Begründung frei: Auskunftsbureaus seien teine offene Läden im Sinne des $ 15a. Nach dem Sprachgebrauch sei ein offener Laden ein Raum, in dem Waren feilgehalten und verkauft würden. Der Ausdrud , offene Läden" sei gleichbedeutend mit dem an andrer Stelle der Gewerbe- Ordnung gebrauchten Ausdruck, offene Verkaufsstellen". Dies folge aus der Entstehungsgeschichte jener Bestimmung und aus der Einschaltung der Gast- und Schankwirte. Berlin und Umgegend. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Deutsches Reich. Bergarbeiterstreik in Oberschlesien. Der gestern gemeldete Streif von 80 Bergleuten der fiskalischen Hohenzollerngrube hat sich weiter ausgedehnt. Heut liegen Zeitungsmeldungen vor, wonach auf der dem Grafen Schaffgotsch gehörenden Deutschlandgrube 1800, und auf der Paulusgrube desselben Besizers 750 Arbeiter in den Ausstand getreten sind. Es heißt, die durch das Frostwetter der letzten Tage veranlaßte günstige Gestaltung des Kohlenmarktes habe die Arbeiter bewogen, Lohnerhöhungen zu fordern. Die ausgesperrten Gärtnergehilfen in Blauen i. B. hatten das Geiverbegericht als Einigungsamt angerufen, schließlich aber die Teilnahme an der anberaumten Verhandlung abgelehnt, da der Vorsitzende des Gehilfenvereins nicht als Vertreter der Ausgesperrten anerkannt und zugelassen wurde. Er sei kein Gewerbegehilfe, sondern unterstehe als Herrschaftsgärtner der Gesinde- Ordnung, hatte das Gewerbegericht entschieden. Verfammlungen. Der Schloß Dels, den 16. Dezember 1902. Wilhelm, Kronprinz. Campbell Bannerman( lib.) fragt an, ob Balfour darüber Auskunft geben könne, ob die Deutschen andre Beschwerden gegen Venezuela haben, außer denen, die aus finanziellen Ansprüchen entstanden seien. Balfour antwortet: Ich glaube, sie haben solche Beschwerden. Healy( re) stellt die Anfrage, ob die Vereinigten Staaten der Blockade zugestimmt haben, welche amerikanische Schiffe ausschließen würde. Balfour erwidert: Neutrale werden nicht befragt, wenn wir uns mit einer dritten Partei im Kriegszustande befinden. Sealy( re) fragt darauf, ob denn der Krieg erklärt sei. Balfour stellt darauf seinerseits die Frage, ob Healy denn vermute, daß ohne Striegszustand fremde Schiffe genommen und eine Blockade verhängt werden könnten. Keir Hardie( Arbeiterpartei) wünscht zu wiffen, ob Balfour Italien als Dritter im Bunde. Bierter Wahlkreis( Südosten). Der socialdemokratische Wahl Unfres Erachtens ist die Zurückweisung des Gehilfenvertreters verein hielt am Dienstag bei Graumann eine außerordentliche nach den Bestimmungen des Gewerbegerichts- Gesetzes nicht be- Generalversammlung ab, die sehr zahlreich besucht war. Ein Antrag gründet. Bezüglich der gewerblichen Rechtsprechung ist das Geiverbe- des Vorstandes, den Monatsbeitrag vom 1. Januar ab auf 25 Pf. darüber eine Erklärung abgeben tönne, ob das Anerbieten einer gericht nach der herrschenden Rechtsauffassung für Herrschaftsgärtner zu erhöhen, wurde nach kurzer Diskussion einstimmig angenommen. fchiedsrichterlichen Regelung von der englischen Regieallerdings nicht zuständig. Das hindert aber nicht, daß er als Ver- Sodann hielt Genosse Schubert einen Vortrag über: rung angenommen werden würde. treter vor dem Einigungsamt unter Umständen zugelassen werden Die Volksschule eine Klassenfchule." Jn treffender Balfour entgegnet, er tönne eine folche Erklärung nicht abmuß. Diese Umstände sind im vorliegenden Fall dadurch gegeben, Beife schilderte der Redner das Elend der preußischen geben, und erwidert auf eine fernere Anfrage, daß, soweit er wiffe, daß der Betreffende Vorsitzender der Gehilfen Volksschulen. Zum Schluß entwarf er in großen Umriffen ein Bild ein Zusammentreten des Parlaments vor dem 17. Februar nicht Organisation ist. Im§ 63 des Gewerbegerichts- Gesetzes von dem, was die Socialdemokratie auf diesem Gebiet erstrebt, und notwendig sein werde. heißt es, daß als Vertreter beim Einigungsamt nur( an den Streit- forderte zu unermüdlichem wirken für ihre hohen Ziele auf. fall) Beteiligte zu bestellen find. Beteiligt an einem Konflikt, der Vortrag erregte großes Interesse, das in wiederholten starken Beifallszum Ausstand oder zur Aussperrung geführt hat, ist aber ohne äußerungen und in einer lebhaften Diskussion Ausdruck fand. Rom, 17. Dezember.( W. T. B.) Die Agenzia Stefani" meldet Zweifel die Organisation, der die Ausständigen angehören, Hierbei wurde unter andrem auf den Uebelstand hin aus Caracas von gestern: Der italienische Gesandte hat heute und der berufene Vertreter diefer Organisation kann deshalb auch die gewiefen, daß in den in den Gemeindeschulen Berlins für ein dem Minister des Aeußern eine Note überreicht, in welcher er erklärt, ausständigen Mitglieder dieser Organisation vor dem Einigungsamt und dieselbe Altersstufe verschiedene Lehrbücher in Gebrauch daß er in Anbetracht der verneinenden Antwort auf sein die italievertreten. Diese Ansicht hat, wenn wir nicht irren, auch der Vor- sind, was bei Umschulungen, zumal bei den zum Teil unverhältnis- nischen Forderungen betreffendes Memorandum von seiner Regierung sigende des Berliner Gewerbegerichts seiner Zeit vertreten. mäßig hohen Preisen der Schulbücher, zu unnötigen drückenden angewiesen worden sei, Caracas mit dem Personal der Gesandtschaft Ausgaben führt. Dieser Uebelstand würde selbstverständlich Ueber den Bremer„ Vulkan" ist nunmehr, wie von der Orts- schwinden, wenn die Forderung der Socialdemokratie auf unentgelt- belaſſen. Die Abreise wird med en fin, mit bie Verwaltung Vegesack des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes bekannt lichkeit der Lehrmittel durchgeführt werden würde. Die Genoffen italienischen Konsularbehörden angewiesen worden, die Wappen gemacht wird, die Sperre für Nieter und Stemmer verhängt, da bes 84. Stadtbezirks stellten den Antrag, das Mitglied Albert schilder einzuziehen. Den Schutz der italienischen Unterthanen und alle Versuche der Arbeiter, die Aceordreducierung und erfolgte Maß- Schleh wegen Richtbeteiligung an der Stadtverordnetenwahl aus Interessen hat die Gesandtschaft der Vereinigten Staaten überregelungen rückgängig zu machen, an dem hartnäckigen Verhalten dem Verein auszuschließen, und der Vorstand hat sich nach Prüfung der Firma scheiterten. Der Zuzug ist streng fernzuhalten. der Sachlage diesem Antrage angeschlossen. Der Ausschlußantrag Das Resultat der Berg- Gewerbegerichtswahl im Ruhrgebiet ist wurde mit 255 gegen 63 Stimmen angenommen. jekt endgültig festgestellt. Vom Vergarbeiter- Verband wurden 56 Eine Partei- Versammlung für den 6. Wahlfreis tagte am Berlin, 17. Dezember.( W. T. B.) Das bei Korför festBertreter mit 13 107 Stimmen gewählt. Der christliche Gewerkverein Dienstag im„ Kösliner Hof". Nachdem Genosse Bittdorf den gekommene Linienschiff Wittelsbach" ist ohne Leck, muß aber erfebte 36 Kandidaten mit 7661 Stimmen durch, die Zechenpartei cr- Bericht über die Thätigkeit der Vertrauensleute erstattet hatte, wurden leichtert werden, ehe es durch den anwesenden großen Kreuzer hielt 9 Vertreter mit 2069, und die Polen 1 mit 862 Stimmen. folgende Genoffen als Vertrauensleute gewählt: für Moabit: Sarl Prinz Heinrich" und das Linienschiff Kaiser Wilhelm der Große" Fischer, für Oranienburger Vorstadt und Wedding: Eugen abgeschleppt werden kann. Zu diesem Zweck find bereits Prähme Der Kohlenträger- Streit in Tromsö. Dem Wunsche des Unter- Ernst, für Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: Bittdorf. von Storför und der Kieler Werft requiriert. London, 17. Dezember.( W. T. B.) Auf dem Shannon- Flusse nehmers entsprechend ist jetzt Militär in Tromsö angekommen. Die für Schönhauser Vorstadt: Karl Mars. Hierauf hielt Reichstagsabgeordneter Ledebour einen Vor- fank in der vergangenen Nacht in der Nähe von Tarbert ein zu dem organisierten Kohlenträger aber haben beschlossen, der Löschung des trag, in dem er die gegenwärtigen politischen Verhältnisse und Schiffe„ Columbia" gehöriges Boot, in welchem sich der Kapitän, Schiffes teine Hindernisse mehr zu bereiten. Die Polizeibehörden namentlich die letzten Vorgänge im Reichstage eingehend erörterte. der Steuermann, der erste Ingenieur und zwei Matrosen des gesuchen den Abzug des Militärs zu erwirken. Der Referent, der auch die materielle Seite des Bolltarifgefeßes be- nannten Schiffes befanden; alle find ertrunken. leuchtete, verwies darauf, daß die Kämpfe um den Zolltarif mit den Swinemünde, 17. Dezember.( W. T. B.) Der der hiesigen Für die strekkenden und ausgesperrten Weber in Meerane bisherigen Beschlüssen noch lange nicht zu Ende sind, da die etwaigen Reederei Kunstmann gehörige Dampfer Germania", welcher am gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion folgende Vereinbarungen mit andren Staaten der Genehmigung des Reichs- 4. d. M. auf der Reise von Swinemünde nach New Castle an der Beiträge ein: Tischlerei von Thomas 15,- M. Wahlverein Werder a, H. 23,50. Bahl- tages unterliegen. Bei diesen Verhandlungen werden die Wucher- schottischen Stüfte unweit Aberdeen gestrandet war, ist heute durch fielle 5 der Bauarbeiter 25,- Stodfanit Schülfe Nachf. 10,-. Gesamt- parteien ihre persönlichen Vorteile wiederum mit allen Mitteln ber mehrere englische Bergungsdampfer abgebracht und nach Aberdeen perfonal Galvanoplaftit, 1. State 20,- Tischlerei schner u. Hagen 16,05. ltreten, während es die Aufgabe der Socialdemokratie sein wird, die geschleppt worden. Ausland. nommen. " " 1 Schiffsunfälle. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanftalt Paul Singer& Co., Berlist SW. Hierzu 2 Bellagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 295. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 18. Dezember 1902. Aber auch die Herbstmonate haben nur eine mäßige Sterblichkeit fenstrigen Zimmer fand man in demselben Zustande ein zweites wieder unter 14 pro Mille, in den brei ersten Wochen des November bewahrte, und die Tasche, die sie auf Geschäftsgängen trug. Auf Wahlverein für den 5. Wahlkreis. Reichstags- Abgeordneter ging fie nicht über 15 pro Mille hinaus, und in der vierten Ro- dem Tische lag ein angefangener Brief vom 14. d. M., in dem Frau Zubeil hält in der heute abend 81%, Uhr, Johannisstr. 20, statt- vemberwoche stellte sie sich auf 16,6 pro Mille. Erst die rauhere Budwig der nicht genannten Empfängerin mitteilt, daß sie lieben Besuch findenden Generalversammlung einen Vortrag Aus dem Witterung des Dezember und die durch sie bewirkte Zunahme der habe, der auch sie, die Empfängerin, grüßen lasse. Nach diesem Bea Reichstage". Ferner stehen die Erhöhung der Beiträgefowie Vereins- Erkrankungen der Atmungsorgane dürfte noch für die letzten Wochen fuch und der Abreffatin des Briefes wird jezt zunächst geforscht. angelegenheiten auf der Tagesordnung. des Jahres wieder zu einer bedeutenderen Erhöhung der Sterblich- Gesehen hat den Mörder im Hause niemand. Es wird angenommen, feit führen. daß er mit Frau Budwig zugleich das Haus betreten hat, als die Thür kurze Zeit aufstand. Db er zum Verlassen des Hauses wieder einen solchen Augenblick gewählt oder den Rückweg über die Hofmauer genommen hat, weiß man nicht. Nachdem gestern nachmittag noch ein Vertreter des Oberstaatsanwalts Dr. Jfenbiel und eine Gerichtskommission den Ort des Verbrechens besichtigt hatten, wurde die Leiche nach 6 Uhr nach dem Schauhause gebracht. Berliner Partei- Angelegenheiten. gebracht. In der legten Ottoberwoche fant die Zahl der Sterbefälle Portemonnaie, in dem die alte Frau ihre Barſchaft zu Hause auf" -PRAY Lokales. Der Mord ist aller Wahrscheinlichkeit nach am Sonntagabend unter Frau Budwig wohnen, ein Wimmern, das sie aber ungegen 8 1hr berübt worden. Um diese Zeit hörten die Leute, die begreiflicherweise nicht beachteten. Erst bei der Entdeckung des Mordes dachten sie wieder daran. Wären die Leute seinem Ursprung nachgegangen, wie man es bei der eigentümlichen Lage der Dinge Vorsprung von zwei Tagen und drei Nächten. in diesem Fall wohl ertvarten durfte, so hätte der Mörder keinen Belohnung von 1000 Mart aus. Der Polizeipräsident fest auf Ergreifung des Thäters eine " Die Lex- Heinte- Sittlichkeit. Unter der Anklage des Sitten verbrechens" hatte sich am 3. Mai vor dem Landgerichte II in Berlin der frühere Student, jezige Schriftsteller Ernst Liers zu verantworten. Sein Verbrechen" bestand darin, daß er auf der Treppe der Nationalgalerie einem zehnjährigen Knaben eine Anzahl Photographien von Museumsbildern und Statuen gezeigt hat. Das Gericht erkannte jedoch auf Freisprechung. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Revision eingelegt, welche Heute vor dem Reichsdaran, daß das Reichsgericht selbst den Thatbestand feststelle, es würde gerichte zur Berhandlung tam. Der Angeklagte erklärte, es liege ihm fich dann ergeben, daß die Anklage zu Unrecht gegen ihn erhoben worden sei. Nebenbei bemerkte er, daß er seinen Fall" in einer Broschüre ausführlich behandeln werde. Das Reichsgericht verwarf die Revision als unzulässig, da ein wegen Nichtschuld freigesprochener Angeklagter kein Recht habe, sich liber das Urteil zu beschweren. Die Charlottenburg." Die kommenden Handelsverträge und die Socialdemokratie" lautet das Thema, über welches Genoffe Georg Aus Anlaß des Weihnachtsfestes werden am Sonntag den Bernhard heute abend 8 Uhr in der im Volkshause, Rosinen- 21. Dezember bei allen Boft anstalten des Berliner Bezirks die straße 3, stattfindenden Wahlvereinsversammlung spricht. Batet- Ausgabestellen zu denselben Zeiten wie an Wochentagen für den Für die Frauen ist die Galerie reserviert. Verkehr mit dem Publikum offen gehalten. Am Sonntag den 21. werden zwei Patetbestellungen ausgefürht werden. Ebenso wird am Sonntag den 21. und am Christfest den 25, eine zweite Briefbestellung stattfinden. Am 1. Januar 1903 wird ferner das StadtBolizeipräsident nnd Arbeiter. Die Berliner Arbeiterschaft in der Zimmerstraße umgewandelt. Eine Aenderung in den AnBostamt 60 in der Junkerstraße in eine Zweigstelle des Poftamtes 12 dürfte, wie der Vorwärts" hervorgehoben hat, im allgemeinen nahmebefugnissen des Postamts 60 tritt aus diesem Anlaß nur insofern Teine Veranlassung haben, dem scheidenden Bolizeipräfi ein, als die Entgegennahme von Zeitungsbestellungen für Abholer denten Thränen nachzuiveinen. Besonders die Gastwirts und die Ausgabe von Zeitungen auf das Postamt 12 übergeht. gehilfen nicht. Wie bekannt, hat der Bundesrat am 23. Januar dieses Jahres ein fleines Reförmchen in die Welt gesetzt, worin der Zum Wohnungswechsel. Der Polizei- Präsident giebt bekannt: sechzehnstündige Arbeitstag für die Angestellten im Gastwirts- Mit Bezug auf die Polizei- Verordnung vom 26. März 1870, begewerbe gefeßlich festgelegt wird. Die Fachkommission der Berliner treffend die Umzugstermine beim Wohnungswechsel( Int.-Bl. Nr. 74 Gastwirtsgehilfen reichte bereits am 3. März d. J. dem Polizei- vom Jahre 1870) wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der präsidenten eine Petition ein, worin sie um die Einführung der nach§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1834( G. S. S. 92) am neunstündigen Ruhezeit für Berlin crfuchte. Zum Er- 2. Januar. J. beginnende Umzug bei kleinen, aus höchstens zwei Taß einer solchen Verfügung sind die örtlichen Polizeibehörden auf Bimmern mit Zubehör bestehenden Wohnungen an demselben Tage, Grund der bezeichneten Verordnung berechtigt, sofern sie dies für bei mittleren, aus drei oder vier Zimmern nebst Zubehör bestehenden ihren Bezirk als notwendig erachten. Für die größeren Städte recht- Wohnungen am 3. Januar mittags 12 Uhr, bei großen, mehr als vier fertigt sich eine solche Maßnahme schon deswegen, weil die Gehilfen Wohnzimmer umfassenden Wohnungen am 5. Januar mittags vielfach einen weiten Weg von und nach der Betriebsstätte zurüd12 Uhr beendet sein muß. zulegen haben. Das hatten die Gehilfen für Berlin geltend ge macht und fast wörtlich so war es auch zu lesen in den Anweisungen Striminalpolizei. In der Rosenthalerstr. 16/17 wohnte feit Jahren Ein mutmaßlicher Rausmord beschäftigt seit gestern morgen die des preußischen Ministers des Innern zur besagten Bundesrats eine alte fromme Jüdin Namens Budwig für sich allein im ErdVerordnung. Man hätte nun erwarten follen, daß der Herr Polizei- geschoß des Quergebäudes. Das Grundstück hat ein großes vier präsident wie in andren, so auch in diesem Fall den sehr deutlicher Stöckiges Haus, das Tag und Nacht verschlossen ist. Die Bewohner Hinweisen seines Herrn Chefs entsprechen werde, da ja über die Not- haben keinen Hausschlüssel, es öffnet ihnen vielmehr auch nachts ein wendigkeit, eine Regelung der Arbeitszeit im Gastwirtsgewerbe Pförtner. Eine Seitenthür führt nach dem geräumigen ersten Hofe, durchzuführen, beinahe ein Jahrzehnt lang Untersuchungen angestellt und durch eine Thür im Quergebäude gelangt man auf einen waren. Aber tveit gefehlt. Der Polizeipräsident schien nicht zu zweiten Hof, eine Art Garten. An diesen grenzt seitwärts eine Gewiffen, daß eine Sommission für Arbeiterstatistit meindeschule, die durch eine Mauer von ihm getrennt ist. Die 60jährige Eine Auzahl Specialgeschäfte und Warenhäuser hatten in ihren besteht, daß durch diese Kommission umfangreiche Erhebungen an- Witive Budwig bewohnte im Erdgeschoß des Quergebäudes zwei Stuben Schaufenstern gelegentlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes Ausgestellt worden sind, daß das Reichs- Gesundheitsamt die übliche und Küche für fich allein. Acht Stufen führen zu ihrer Wohnung stellungen von mechanisch bewegbaren Figuren veranstaltet, durch Arbeitszeit im Gastwirtsgewerbe als gesundheitsschädlich hinauf, deren Thür unmittelbar am Flur liegt. Alle Fenster ihrer welche natürlich Menschenansammlungen veranlaßt wurden. bezeichnet und daß man Berge von Papier verschrieben hatte, che Räume gehen nach dem Garten hinaus, sodaß man nicht von einem Bolizei hat munmehr diejenigen Geschäftsinhaber, deren Etablissedies Stückchen Socialreform das Licht der Welt erblickte. Denn er Gegenüber sehen kann, was in der Wohnung vorgeht. Die alte ments fich in belebten Straßen befinden, aufgefordert, die mechanischen ging hin und fragte die Gastwirte- Bereine, ob die von den Frau, die einst beffere Tage gehabt zu haben scheint, beschäftigte sich Figuren aus den Schaufenstern zu entfernen und zwar in Rücksicht Gehilfen verlangte Maßnahme notwendig und durchführbar sei? Samit, besondere Beine in jüdischen Familien zu verkaufen, lebte auf die Verkehrsstockungen, die durch die Menschenanfammlungen verAls im Juni noch keine Antwort bei der Fachkommission der Ge- aber Hauptsächlich von Unterstützungen, die fie auch von jüngeren anlaßt würden. hilfen eingelaufen war, wandte sich die Kommission nochmals mit Berwandten erhielt. Sie scheint viel bekannt gelesen zu sein; denn einem Schreiben an den Polizeipräsidenten und bat um Rück- es tam öfter vor, daß mittellose Jüdinnen, die sich auf der Durch vor einigen Wochen berichtet wurde, zichen weitere Kreise. Es sollen Die Unterschlagungen in einem Warenhause Berlins, von denen äußerung auf ihr früheres Gesuch. Seitdem sind weitere sechs reise int Berlin aufhielten, bei ihr vorübergehend Unter- jest schon mehr als zwanzig Berhaftungen vorgenommen sein, darunter Monate ins Land gegangen, ohne daß die Gehilfen einer Antwort funft fuchten und fanden. gewürdigt worden wären, so daß die Kommission beschlossen hat, Sprüchen in hebräischer Sprache geschmückt. Während die alte Fraufleiden. Interessant ist der Umstand, daß selbst ein Rahonchef, der Ihre Wohnung ist mit frommen befinden sich Angestellte, die seit langem Bertrauensstellungen be fich nunmehr an andre Instanzen zu wenden. Man vergleiche diese sonst häufig gesehen wurde und sich oft auf dem Hofe zu feiner Zeit die gestohlenen Waren in Rirdorf rekognocierte, in die Nichtachtung von Gesuchen aus den Kreisen der Arbeiterschaft schaffen machte, fam fie feit Sonnabend nicht mehr zum Vorschein. Affaire mit vertvidelt ist. Der Umfang der Untersuchungen läßt sich mit dem Eifer, den die Polizei zu entwvideln pflegt, wenn die Es fiel dem Pförtner auch auf, daß sie ihren Briefkasten nicht mehr noch gar nicht feststellen, da immer neue Verdachtsmomente hinzu Unternehmer ihrer bedürfen, z. B. bei Streits, um sich leerte. Der Hauswirt, dem er seine Wahrnehmungen meldete, betreten. die berhaßten Streitposten vom Halse halten zu lassen. nachrichtigte die Revierpolizei, die die Wohnung durch einen Schloffer von einem erheblichen Teile des Perfonals verübt wurden. Es wird Es scheint, als ob die Unterschlagungen seit geraumer Zeit Der neneste Trick der Berliner Apothekenbefizer. Die Teiste öffnen ließ, nachdem der Pförtner von einer Leiter aus durch ein wahrscheinlich dazu kommen, daß ein anderes Stontrollsystem nach Bea Nummer der Apothekerzeitung" schreibt:" Denjenigen Kranten- Fenster nur hatte sehen können, daß das Bett unberührt war und endigung des Verfahrens in dem großen Warenhaufe eingeführt wird. kassen Berlins und der Umgegend, welche sich dem Kampfe nicht an- daß in der Stube ein dunkler Gegenstand auf dem Fußboden lag. geschlossen haben, war seitens der Apotheker bekanntlich die Zufiche- dem Fußboden unter dem Tische liegen. Ein Arzt, ben fie hinzuzog, in Treptow teilweise verpachtet. Unfre Hausagrarier. Der Berliner Magiftrat hat seine Terrains rung gemacht, daß ihnen nach Beendigung des Kampfes sämtliche konnte die Todesursache nicht ohne weiteres feststellen. Da aber ein tolonien entstanden, auch kleine massive Gebäude als Verkaufe Es sind dort nun auben Vergünstigungen gewährt, werden sollten, welche man eventuell später dem Frieden zu Grunde legen würde. Schon während des Verbrechen nach dem Befunde nicht ausgefchloffen erschien, zumal da ftätten aufgeführt worden. Das paßt den Treptower Grundbesitzern Boykotts war die Frage angeregt, ob man nicht diesen Kassen schon es in der Wohnung sehr umordentlich aussah, während die alte Frau nicht mehr, welche meinen, daß der Ort dadurch verunziert vor dem Friedensschlusse die den Boykottkassen bei den Einigungs- stets auf Ordnung hielt, so wurde die Kriminalpolizei gerufen. wird und allerhand fragwürdigen Personen Unterschlupf verhandlungen zugestandenen Vergünstigungen gewähren sollte. Da ES erschienen bald darauf der Chef Oberregierungsrat geboten werde. Der Grundbesizer- Berein hat daher eine Petition man jedoch damals noch die Ansicht hegte, daß der Kampf seinem Dieterici, Assessor Dr. Lindenau, die Kriminalfommisfare Weiß und an den Magistrat beschlossen, in welcher gebeten wird, die Terrains Ende entgegengehe, so wurde die Regelung de: Sache bis dahin ver- Simon als Kommission für besondere Vorkommnisse und Kommissar zu den oben angegebenen Zweden nicht mehr zu verpachten. Hoffentlich schoben. Nachdem nun die Centralkommiffion durch Ablehnung des Cellarius vom Erkennungsdienst mit dem photographischen Apparat behandelt der Magistrat diese Petition als schäzbares Material für Vorschlages, ein Schiedsgericht einzusehen, den Beweis geliefert hat, zur Aufnahme der Leiche in der Stellung, in der sie gefunden den Papierkorb daß sie trotz ihrer gegenteiligen Versicherungen nicht gewillt ist, und stellte eine tödliche Schädelverlegung, fest. Nach dem Befunde durch Beröffentlichung zweier Broschüren mit Enthüllungen über wurde. Gerichtsarzt Dr. Puppe besichtigte dann die Leiche genauer Wegen Beleidigung des Hamburger Krankenhaus- Kollegiums Frieden zu schließen, ist man der Frage wieder näher getreten. Am Dienstag, den 9. d. Wits., tagte im Architektenhause eine stark be- wird angenommen, daß der Frau von einem Mörder der Schädel wirkliche oder angebliche Mißstände bei der Schwesternpflege in den fuchte Versammlung der Apothekenbefizer und Verwalter Berlins zertrümmert wurde. Der Mörber wickelte dann ein Tuch um den dortigen Krankenhäusern schwebt seit einiger Zeit gegen mehrere und der Umgegend, in der unter anderm beschlossen wurde, allen Kopf, um das Herausfließen von Blut möglichst zu vermeiden, und Berliner und Hamburger Herren ein Strafverfahren bei den HamStaffen, welche fämtliche Apotheken zur Lieferung zu beziv. wieder legte die Leiche unter den Tisch. Etwas Blut, das dennoch aus- burger Gerichten. Die Anklage, welche das Rubrum„ Cl. und Gezulassen, vom 1. Januar nächsten Jahres ab 10 Prog. Rezeptur- gelaufen war, wischte er vom Fußboden wieder ab. Nach dem Zu- nossen in Berlin und Hamburg" führt, ist, wie jest aus Hamburg rabatt zu gewähren und ihnen die Handverkaufsartikel nach einer ftande der Wohnung handelt es sich wahrscheinlich um einen Raub- gemeldet wird, in ein neues Stadium getreten. Es hat sich durch mit der Armendirektion von Berlin noch zu vereinbarenden Hand- mord. Wie viel die alte Frau, die aus Russisch- Polen stammt, an einen eigenartigen Bufall in der Untersuchung herausgestellt, daß Gl. verkaufsliste zu liefern." Geld oder Geldeswert besessen hat, ließ sich noch nicht feststellen. und Genossen gar nicht die Verfasser der beleidigenden Notizen, Die in der Centralfommission geschaffene Vereinigung der Eine weitere Meldung befagt, daß es keinem Zweifel mehr fondern vorgeschobene Personen sind und nur zur Decking andrer Berliner Krankenkassen ist den Apothekenbesitzern der größte Dorn unterliege, daß die alte Frau Budwig einem Raubmord zum Opfer verwandt sein sollen. Der dringende Verdacht der Thäterschaft hat im Auge; denn durch jie konnte den Apotheken die Macht der Ver- gefallen ist. Zu dem Kapitalverbrechen, das die Kriminalpolizei sich nun gegen einen jungen Rechtsanwalt in Hamburg und einen in einigung recht fühlbar gemacht werden, während die einzelnen folgende Einzelheiten: Frau Budwig, die am 19. Juli 1842 au wortlich vernommen worden. Die Prozeßakten sind jetzt nach Altona wieder vor eine sehr schwere Aufgabe stellt, erfahren wir noch Lockstedt wohnenden Herren gerichtet; der erstere ist bereits verant Kaffen ihnen gegenüber bisher machtlos und daher erfolglos gewesen stonin bei Kalisch geboren wurde, lebte früher in guten Verhältnissen abgegeben worden, damit von dort aus die Untersuchung gegen den Den Gegenschlag der Kreditentziehung wußte die Central- in Bosen. Dort war ihr Mann bei dem Kommerzienrat Jaffé Pro- auf preußischem Gebiete wohnenden andren Mitschuldigen eingeleitet Tommission durch Vereinbarung mit der Droguisten- Innung zu paralysieren, den Bezug der Arzneien für die Kassenmitglieder furist. Als er vor acht Jahren starb, zog fie nach Berlin und wohnte feit werden kann. wußte fie in einer Weise zu organisieren, die den Bedürfnissen der dem in dem Haufe, in dem sie nun einen gewaltsamen Tod fand. Die alte Mitglieder trotz der Heßereien der Apotheker genügte, und die den Frau hat kaum viel Geld beseffen. Sie mußte den Hauswirt oft Der geiftesfranke Rentier. Ein unaufgeklärter Vorgang, der Kaffen wesentliche petuniäre Vorteile bot. Nun fuchen die Apotheken- fie ein Geschäft gemacht hatte. Der Wirt gab ihr wiederholt auch zu einem staatsanwaltlichen Verfahren Veranlassung gegeben. An um Stundung der Miete bitten, bezahlte aber dann immer, wenn schon Ende vorigen Jahres die Behörden beschäftigte, hat neuerdings befizer durch ein neues Verfahren, das berlodende Angebot von die Mittel zu den Anschaffungen, die sie für ihr Geschäft brauchte. fang Dezember 1901 verschwand der in Groß- Lichterfelde wohnhaft 10 Broz. Rezepturrabatt und eine mit der Armendirektion zu ber- Auch diese zahlte sie stets zurüid. Verkehr scheint sie nicht viel gehabt gewefene Privatier Pollach, ein geistesschwacher und unter Kuratel fchaffene Einigkeit und Macht der Krankenkassen zu zerstören. Sie haben. Mit der Miete war fie jest wieder zwei Monate im stehender, jedoch vermögender Mann. P. wurde einige Tage später gedenken so die einzelnen Stassen zu isolieren und ihnen gegenüber Mückstande. Erst türzlich aber hatte sie Unterstützungen bekommen; bevor seine Personalien erkannt wurden. Das Verschwinden des gedenken so die einzelnen Staffen zu isolieren und ihnen gegenüber die Abschnitte der Postanweisungen nahm die Kriminalpolizei an sich. Brivatiers gab zu seltsamen Gerüchten Beranlaffung, die noch bettelnd in benachbarten Orten bemerkt, verschwand jedoch wieder, die frühere größere Gewalt wieder erlangen zu können. Nun, die Daß die Frau jezt etwas Geld besaß, geht auch daraus hervor, daß wesentliche Nahrung fanden, als Anfang Januar die Leiche des Vorteile, welche die Kassen durch die neueren Maßnahmen der sie noch am Sonnabend zum Hauswirt fagte, sie werde sich bei ihm Gesuchten auf der Chauffee in der Nähe von Groß- Lichterfelde geCentralfommission erlangen, betragen aber schon sehr wesentlich sehen lassen. mehr als 10 Prog. Rezepturrabatt. Durch die mit der Armen direktion zu vereinbarende Handverkaufsliste eine sehr ungewisse Am Sonntagnachmittag wurde Frau Budwig noch gesehen, als funden wurde. P. war erstarrt, und sein Tod durch Erfrieren war hoffen die Apotheker die Verbindung der Kaffen mit den fie allein ausging. Zurückkommen fah sie niemand, auch der Pförtner Auf Betreiben des Vormundes, eines hiesigen, sehr geachteten Kaufzweifellos erst wenige Stunden vor dem Auffinden erfolgt, Angabe nicht. Es scheint daher, daß die Hausthür einen Augenblic auff Droguisten zu sprengen und den Kaffen diesen Rückhalt zu nehmen, manns, bemühte sich bie Polizeibehörde, Klarheit darüber zu schaffen, damit sie sie dann als Alleinlieferanten um so wehrloser wieder in gestanden hat. Als gestern morgen ein Schlosser die Wohnung wo sich der Rentier in den vier Wochen aufgehalten, jedoch konnte ihrer Hand haben und ihnen ihre weiteren Bedingungen gar bald öffnete, fiel es gleich auf, daß die Thür unten vom Hausflur mur wieder dittieren können. Wir glauben daher, daß die Kaffen, die geschlagen und nicht mit der Sicherheitskette versehen war, die tros forgfältigster Recherchen nur festgestellt werden, daß der 54 Jahre bisher durch die verlockenden und drohenden Töne der Apotheken- Frau Budwig ftets vorlegte. Die Ermordete fand man in dem alte Mann einige Tage in benachbarten Dörfern verweilt hat, im befizer nicht von ihrem Zusammenschluß sich haben abbringen lassen, leinen einfenftrigen Zimmer auf. Der Mörder hatte ihr den Schädel übrigen aber verwiesen alle Spuren nach Groß- Lichterfelde. Neuerfich auch von dieſem neuen verlodenden Trick der Apothekenbefizer gertrümmert, so daß sie vor der Waschtoilette umfiel. Das Blut vor dings hat die Staatsanwaltschaft des Landgerichts II die Untervon ihrer Einigkeit, die ihre Stärke macht, abbringen lassen werden. Der Toilette, das aus der Wunde lief, bevor er den Kopf mit dem fuchung in der merkwürdigen Affaire wieder aufgenommen und es von ihrer Einigkeit, die ihre Stärke macht, abbringen lassen werden. Umschlagetuch der Ermordeten umwvideln konnte, wischte er mit haben in den letzten Tagen in der Sache verschiedentliche refultatioſe Die Sterblichkeit ist in Berlin in diesem Jahre ungewöhnlich allerhand Lappen, die er in der Wohnung fand, auf. Unter ber Bernehmungen stattgefunden. gering. Nach den Berechnungen des städtischen Statistischen Amts Toilette blieb jedoch eine Lache übrig, die bei der Auffindung der Plüglicher Tod. Der 48 Jahre alte Kutscher Paul Köppen aus ging die Zahl der Sterbefälle( ohne die Totgeburten) bisher nur in Leiche schon hart geworden war. Der bieredige Sofatisch, der Liebentvalderstr. 5, der bei dem Fuhrherrn Bulß in der Meinidendrei Wochen des Jahres 1902 fiber 18 pro Mille der Bevölkerung dessen Blatte citas Ioder ist, steht etwas vom Sofa dorferstraße 56 beschäftigt war, fuhr in der Weihnachtszeit für ein hinaus. Sie stieg in den beiden letzten Wochen des Mai auf 18,2 abgerüdt. Unter ihm lag die Ermordete mit dem Stopfe nach dem Warenhaus in der Leipzigerstraße. Nachdem er gestern in der Pause bezto. 18,5 pro Mille und erreichte in der ersten Woche des Juni Fenster und den Füßen nach der Thür auf der linken Störperfeite. bei dem Gastwirt Hoffmann in der Krausenstr. 24 zu Mittag gemit 21,4 pro Mille den vorläufig höchsten und voraussichtlich über Der Kopf weift eine flaffende Schläfewunde, mehrere kleine Wunden, geffen hatte, ohne sein Glas Bier anzurühren, blieb er am Lische haupt höchsten Stand des ganzen Jahres. Andrerseits blieb sie einen fleinen Stich in den Hals und eine Augenverlegung auf, die figen, als ob er ein Mittagsschläfchen halten wollte. Es war aber bielfach unter 16 und 15 pro Mille, wiederholt fogar unter von einem Schlage mit einem stumpfen Gegenstande herrührt. Der nicht der Schlaf, der in übermannte, sondern der Tod. Als man 14 pro Mille, felbst in den sonst durch eine hohe Sterblichkeitsrechte Arm lag aufwärts gebogen auf dem Störper. In der rechten fah, daß er frant war, brachte man Köppen mit einer Droschke nach giffer hervortretenden Sommermonaten. Hier spricht wesentlich Hand befanden sich Menschenhaare, die nicht von der Ermordeten der Unfallstation in der Kronenstraße; er starb aber schon auf dem der Umstand mit, dak in diesem Jahre unter dem herrühren, ein Beweis dafür, daß der Mörder sein Opfer nicht ganz Wege borthin. Ein Mädchen aus Frankfurt a. D. famt vorEinfluß der fühlen Witterung, die den größten Teil des ohne Stampf überwältigt hat. Die Schubfästen der Toilette waren heraus- gestern mit einem einen Monat alten Kinde hierher, um Sommers hindurch geherrscht hat, die Krankheiten der Verdauungs- gezogen, ihr Juhalt teils durcheinander gewühlt, teils auf dem Fußboden jich als Amme gu berdingen. Ein Stellen Vermittler organe unter den Kindern des ersten Lebensjahres weniger zahlreich verftreut. Das Portemonnaie, daß Frau Budwig täglich zu gebrauchen aus der Stegligerstraße fuhr mit der jungen Mutter und dem Knaben auftraten und infolgedessen die Kindersterblichkeit geringer war. I pflegte, lag leer und zerrissen auf dem Fußboden. In dem zwei- zu einem Arzt in der Alten Schönhauserstraße, der beide vollständig waren. # tot. gefund fand. Als man auf dem Rücktvege an der Lützowstraße den Straßenbahnwagen verließ, gab das Kind, das bis dahin gang munter gewesen war, nur noch schwache Lebenszeichen und als man mit ihm nach dem nahe gelegenen Elisabeth- Krankenhause fam, war es schon Der 66 Jahre alte Arbeitskutscher Wilhelm Herly aus der Brinzen- Allee 62/63 wollte sich gestern von seinem früheren Dienst Herrn, dem Fuhrherrn Belter in der Prinzen- Allee 13, verabschieden, um ein Krankenhaus aufzusuchen, da er sich nicht wohl fühlte. Belter ließ ihm eine Droschke holen und begleitete ihn bis zur Thür. Hier brach der Kranke zusammen und war tot. Gerichts- Zeitung. [ den Backtrögen verschiedene Klosettabflußröhren befanden, aus denen nach Aussage der Gesellen Tropfen in den Backteig Zur Frage der Fleisch- Untersuchungen lieferte einen Beitrag eine fielen. Ms der Wachtmeister die Röhren untersuchte, befanden sich Verhandlung, die gestern vor der siebenten Strafkammer des Land- die Klosettröhren in trockenem Zustande, es lag also keinerlei Verangerichts I stattfand. Der Angeklagte, Schlächtermeister Ferdinand lassung zu weiterem Einschreiten der Polizei vor. Als aber später Schulze aus Hönow, Kreis Alt- Landsberg. war beschuldigt, im März der Kreisarzt Dr. Kettler zu zwei verschiedenen Malen die dieses Jahres ein tuberkulöses Schwein nach Berlin eingeführt und Bäckerei untersuchte, fand er, daß die Anzeige der Gesellen der festen hier in der Central- Markthalle feilgehalten zu haben. Schulze hatte Grundlage nicht entbehrte, daß vielmehr thatsächlich Tropfen aus in seinem Heimatsdorfe von den Arbeiter Richterschen Eheleuten ein oder von den Röhren in die Backtröge fielen oder fallen konnten. anscheinend frankes, über einen Centner schweres Schwein gekauft. Nach dem heute abgegebenen Gutachten des Kreisarztes Dr. Kettler Fenerbericht. Der erste Christbaumbrand, der gelegentlich des Er hatte daffir nur 15 M. gezahlt, da er Gefahr lief, daß das blieb die Frage offen, ob die Tropfen von den in den diesjährigen Weihnachtsfestes die Feuerwehr beschäftigte, erfolgte Fleisch nicht zu verwerten war. Wider Erwarten beanstandete Röhren fließenden Fäkalien oder von dem Kondensationswasser, Mittwoch gegen, Abend in der Prinzenstraße 29, Ecke der der zuständige Kreis- Tierarzt das Fleisch nicht, sondern verfah es welches sich an den Röhren an der Decke sammelt, herstammten, Ritterstraße. Hier war in dem Schaufenster des Schuhwarenhauses mit dem Vollwertigkeitsstempel. Er empfahl dem Angeklagten aber es sei dies aber ganz gleichgültig, denn wenn auch die Flüssigkeit von Julius Markus ein Tannenbaum ausgestellt, der mit fertigen dringend, es bei der Einfuhr in Berlin noch einmal einer Unter- mur von der Außenseite der Röhren tropfte, so seien die Dämpfe, Schuhwaren voll behängt war. Durch Unvorsichtigkeit geriet nun der suchung unterwerfen zu lassen. Schulze folgte diesem Rat. Auch die der Backstube entströmen und sich an den Röhren verdichten, an bereits angezündete Baum in Brand und binnen wenigen Minuten das Berliner Untersuchungsamt versah das Fleisch, welches nicht zu denen sich gleichzeitig die Bakterien festsetzen, die im Auswurf der stand das ganze Schaufenster in Flammen. Die von mehreren Seiten beanstanden war, mit dem üblichen Stempel. Nun hing Schulze Gefellen enthalten sind oder sein können, sehr wohl geeignet, allarmierte Feuerwehr beseitigte zivar die Gefahr in kurzer Zeit, doch bas Fleisch in feinem Verkaufsstande in der Central einen ergiebigen Brutherd für Diphtherie, Tuberkulose und wurden die im Schaufenster ausgelegten Waren fast gänzlich zerstört. Markthalle aus. Gleich darauf wurde es von der Polizei thphöfe Bacillen abzugeben, und damit die Gesundheit der Sturz darauf hatte die Wehr in der Schäferstraße zu thun, wo in beschlagnahmt. Es war nämlich inzwischen eine anonyme An- Konsumenten zu schädigen. Jedenfalls sei der Vorgang aber im einem Lumpenfeller Feuer ausgekommen war. In der Nacht zum zeige eingegangen, daß Schulze mit einem tuberkulösen Schwein allerhöchsten Maße ekelerregend und auch die Erregung des Ekels Mittwoch mußte in der Brandenburgstraße 80 ein Brand im zweiten nach Berlin gekommen sei. Das Fleisch wurde noch einmal forg- wirke gesundheitsschädlich. Der Angeklagte berief sich darauf, daß er Stock beseitigt werden, der den Fußboden und die Balkenlage cr- fältig untersucht, und dabei stellte sich heraus, daß es von einem alles gethan habe, um den Zustand zu beseitigen, daß er selbst die griffen hatte. Bur selben Zeit wurde die Wehr nach dem Hansa- start tuberkulösen Tier herrührte. Gewiffe innere Zeile, an denen Anzeige veranlaßt und die Bäckerei schließlich deshalb eingestellt plaze gerufen. Hier war durch elektrischen Kurzschluß ein Straßen sich die Tuberkeldrüsen in erster Linie abzusetzen pflegen, waren habe, und fein Berteidiger hob hervor, daß der Angeklagte bahnwagen in Brand geraten, der indes von der Wehr bald abgelöscht vorher entfernt worden. Die Behörde nahm an, daß dies, wenn an der Halsstarrigkeit der Wirtin, die baupolizeiwidrige wurde. Gardinen, Kleidungsstüde gingen gegen 11 Uhr in der Kamp- auch nicht von dem Angeklagten selbst, so doch mit seinem Anlage zu beseitigen, zu Grunde gegangen fei und Hab haufenstraße 20 in einer Wohnung in Flammen auf. Ein ähn Wiffen und Willen geschehen war. Diesen Standpunkt ver- und Gut berloren habe, aber die Straffammer faßte in licher Brand beschäftigte die Wehr in der Solmsstraße 31 längere trat auch der Staatsanwalt im gestrigen Termine. Gr Uebereinstimmung mit dem Staatsanwalt die Sache doch sehr ernst Zeit. In der Sorauerstraße 21 war in einer Kellerwohnung ein beantragte gegen den Angeklagten wegen wissentlichen Ver- auf. Der Vorsitzende hob hervor, daß der Angeklagte in überaus Brand entstanden, dessen Ablöschung jedoch bald erfolgen konnte. gehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz eine Gefängnisstrafe grober Fahrlässigkeit gehandelt habe. Als er den Uebelstand beAußerdem wurde die Wehr in den letzten vierundzwanzig Stunden von vier Wochen und Veröffentlichung des Urteils in merkte, hätte er sofort den Betrieb einstellen müssen. Würde der noch nach einigen andren Stellen gerufen, doch handelte es sich hier der Allgemeinen Fleischer Zeitung". Der Verteidiger, Justizrat Gerichtshof als erste Instanz zu erkennen haben, so würde auf alle durchweg um unbedeutende Anlässe. Sello, wies darauf hin, daß der Angeklagte doch nicht päpstlicher Fälle auf eine nicht zu niedrige Gefängnisstrafe erkannt worden Fleisch als gesund befanden, mußte der Angeklagte sich doch ihrem Instanz zu bestätigen und die Berufung zu verwerfen. sein könne als zwei Päpste. Wenn zwei dazu bestimmte Beamte das sein. Es bleibe daher nur übrig, das viel zu milde Urteil erster Urteile unterordnen. Es liege nicht einmal eine Fahrlässigkeit, ge schweige denn eine Wissentlichkeit vor. Der Gerichtshof schloß sich dieser Auffassung an und fällte ein freisprechendes Urteil. Der Borsigende hob hervor, daß die beiden ersten Untersuchungen jeden falls höchft oberflächlich vorgenommen seien. Im wissenschaftlichen Theater der Urania finden heute Donnerstag, Freitag und Sonnabend die letzten Wiederholungen des Vortrages " Frühlingstage an der Riviera" statt. Am Sonntag wird der dekorativ ausgestattete Vortrag von Dr. P. Schwahn:" Das Land Zirol" zum erstenmal zur Aufführung gelangen. in Zum Chefarzt des Schöneberger Krankenhauses ist von der Stadtverordneten- Versammlung Professor Dr. Zanderer Stuttgart gewählt worden. Aus Zehlendorf schreibt man uns: Mittwoch früh 9 Uhr beriger Woche verunglückte der 60 Jahre alte Holzfäller Ties aus zehlendorf dadurch, daß ihn ein Baum beim Umstürzen traf. Dem alten Manne wurde eine Rippe gebrochen. Ein Arbeiter Ind den Verunglückten auf sein Hundefuhrwerk und brachte ihn so vom Karlsberge, wo der Unfall geschehen war, zu seinem Vorgesetzten, dem Förster Steege. Dieser gab dem Verletzten eine alte Pferdedede zum Zudecken und nun wurde der Arme bei bitterer Kälte weiter auf dem Hundewagen den zwei Stunden langen Weg entlang nach seiner Wohnung befördert. Erst gegen Abend konnte Ticz ins Richterfelder Krankenhaus geschafft werden, wo er bereits am nächsten Morgen starb. Empört frägt die Bevölkerung sich, ob der Förster, der zwei Pferde im Stall hatte, für keinen andren Strankentransport forgen konnte. Wenn der Beamte den verletzten Arbeiter nicht in feinem warmen Zimmer hatte betten wollen, so wäre es seine Pflicht getvesen, an den Eisenbahntransport von Wannsee nach Zehlendorf oder Lichterfelde zu denken. Wetter Prognose für Donnerstag, den 18. Dezember 1902. Zunächst ziemlich warm, zeitweise aufflarend, aber sehr veränderlich mit Niederschlägen und starten westlichen Winden; später etwas fühler. Für den Juhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 18. Dezember. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Eurhanthe. Schauspielhaus. König Laurin. Neues Cperr- Theater. Geschlossen. Deutsches. Der arme Heinrich. Berliner. Ueber unire ( I. Zeil.) Leffing. Der Heerohme. Central. Madame Sherry. Neues. Ledige Leute. Straft. Residenz. Seine Kammerzofe.( Nelly Rozier). Westen. Der Freischüß. Thalia. Charley's Zante. Vorher: Caffis Pascha. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Schiller. N. ( Friedrich Wilhelm9 städtisches Theater). Jugendfreunde. Belle Alliance Theater. d Schroederischen. Carl Weiß. Antons Erben. Die Luisen. Der Nattenfänger bon Hameln. Casino. Berlin N. Berlin W. Metropol. Die zwölf Frauen des Japhet. Apollo. Nakiris Hochzeit. Buntes Theater. Lore. Tanzfee. und Sie. Abergläubisch. Kleines. Erdgeift. Die Er Palaft. Der Dorfbarbier. Speciali täten. Trianon. Die Liebesschaukel. Paffage Theater. Specialitäten. = Paffage- Panoptikum.Specialitäten. Fäkalien in der Backware. Wir hatten fürzlich eine Zuſchrift veröffentlicht, in welcher über sanitäre Zustände in einer Anzahl Bädermeister hatte darauf in recht schofier Manier uns angerempelt Bäckereien lebhafte Beschwerde geführt wurde. Das Organ der und die behaupteten Thatsachen einfach abzuleugnen versucht. Heute liegt zu diesem Thema ein recht charakteristischer Beitrag in nach folgendem Gerichtsbericht vor: Der BäckerUnerhörte Zustände in einer Schöneberger Bäckerei beschäftigten gestern die vierte Straffanmer am Landgericht II. meister Krüger, der vom Schöffengericht am Amtsgericht II wegen fahrlässigen Bergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz zu 50 M. Geldstrafe verurteilt worden war, hatte dagegen Berufung eingelegt. Wie in der ersten Instanz wurde in der heute Der Anwiederholten Beweisaufnahme folgendes festgestellt: geklagte hatte eine Bäckerei im Hause Habsburgerstr. 4 in Schöneberg gemietet. Dieses Haus gehört einer Frau Bramme, die keineswegs in dem Rufe einer wundermilden Hauswirtin steht. Der Angeklagte kam im Geschäft nicht gut zurecht und wäre gerne von feinem Bertrage entbunden worden. Um diesen Zweck zu erreichen, veranlaßte er seine beiden Gesellen, ihn bei der Polizei wegen grober Verunreinigung der Backware zu denunzieren. Ein Polizeiwachtmeister untersuchie die Bäckerei und fand die Angabe der Gesellen bestätigt, daß fich alt der Dede über Carl „ notDiese gerichtlichen Feststellungen illustrieren recht treffend den Wert der erft dieser Tage vom Vorstande des Centralverbandes deutscher Bäcker- Innungen„ Germania" veröffentlichten gedrungenen Abwehr gegen die Verhegungen der socialdemokratischen Barteipreffe". Briefkaften der Redaktion. Sonnabends von 7% bis 9% Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des P. M. Besten Dank für Ihren Brief. Wir haben in diesen Tagen eine Flut von Buschriften erhalten, die bezeugen, mit welchem Ernſt die Arbeiterschaft an dem Kampfe der Socialdemokratie in den legten heißen Wochen teilnimmt. Grunewaldstraße. Die Berliner Feuerwehr ist„ töniglich"; der Stadt steht aber die Ehre zu, die sämtlichen Kosten der Einrichtung und Unterhaltung tragen zu müssen. Triburg. Wenn die Wahl wie wahrscheinlich für die Zeit vom 1. Januar ab gilt, so liegt kein Grund vor, weshalb der zum Kassenvorstandsmitglied Gewählte nicht noch im Dezember an der Generalversammlung als Vertreter teilnimmt. Streitfrage. Der Ehrverlust wird von dem Zeitpunkt ab gerechnet, wo die Strafe verbüßt, verjährt oder erlassen ist. 3st gegen jemand auf 9 Monate Gefängnis und 2 Jahre Ehrverlust erkannt, und ist die reiheitsstrafe am 1. Januar 1902 beendet, so endet der Ehrverluſt mit dem 1. Januar 1904. K. B. Neuhaus. Die örtlichen BolizeiBerordnungen kommen in Betracht. M. M., Lindenstraße. Nein. Schulz, Herzfelde. Hierzu ist der Vormund nicht berechtigt. Briefkaften der Expedition. 6. A. Charlottenburg. 5,60 M. Urania. CharApollo- Theater. Palast- Theater Deutsche Konzerthallen Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Fixsterne und Weltnebel CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Das jüngste Wunder Afrikas eine schneeweisse Negerin!! Kasperle- Theater. Illusion. I Lebende Bilder. Gr. Promenaden- Konzert. Passage- Theater. Wochentags 8, Anfang: Sonntags 3 Uhr. Das Elite- WeihnachtsFest- Programm. Liane Leischner in ihrem Repertoire. Bajerri als Beethoven sensationelle musikalische Recitationen. Kinematograph: Krupps Leichenzug. 14 erstklassige Nummern. Reichshallen. Stettiner Sänger. Residenz- Theater. Steidl. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Täglich Frühlingstage an der Riviera. Juvalidenstraße 57/62. geöffnet von 7-11 Uhr. Heute und folgende Tage: Große Frankfurter Benefiz für das Chorpersonal. Antons Erben. Schauspiel i. 4 Atten v. Maria Günther. Anfang 8 Uhr. Morgen: Witwe Dalila. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Die gütige Weihnachtsfee. Thalia- Theater. Dresdenerstrasse 72-73. D Lezte Woche! Charleys Cante. Borher: Cassis Pascha. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Borstellung. Am 23. Dezember, zum erstenmal: Novität! Die bösen Mädchen. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Buntes Theater ( Ueberbrett'l.) Kopnickerstraße 68. Anfang 8 1hr. Lore. Die Tanzfee. Aber: gläubisch. Er und Sie. Bunter Teil: Leitung: Fritz Lehner. Wiederauftreten Marcell Salzer. Tiny Senders. Carla Lingen als Gast. Hans Fredy. Bokken Lasson. Emil Justitz. Bon 8-9 Uhr: Specialitäten. Unt Nakiris Hochzeit. 9 Uhr: Operette von Paul Lincke. Kaffeneröffnung 7 Uhr. inf. 8 Uhr. Am 26. u. 28. Dezember u. 1. Zanus, 8 Uhr Nachmittags- Vorstellung: Frau Luna. Ermäßigte Preise. Billet- Vorverkauf täglich v. 10-2 lthr. Metropol- Theater. Die zwölf Frauen des Japhet. Vaudeville in 3 Akten von Mars u. Desvallières. Lieder und Text von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. Zwei grosse Balletts. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Hermann Haak. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandantenstraße 77/79. Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Das Riesen- Dezember- Programm. 81 Uhr: 8% lhr: Spandauer Brücke 3 Theaterund Specialitäten. Vorstellung. Wochentags: Der Dorfbarbier Entree frei! Oper.- Baudeville mit Gesang u. Zanz 5 KünstlerKapellen Bockbrauerei. von Gumbert. Folgende Nummern find Special- Ausschank gänzlich neu: Soeurs Blanche, der Berliner Gymn. Melangeaft. Charles Merino, Champion Equilibrist. Ylang You, Japanischer Gaufler. Mr. Montani, Dressuraft. Aniela Koncewicz, Soubr. Diva. Schwestern Montani, DoppelDrahtseil. Miss Nebula, mysteriöser Lichtaft. Das Theater ist durchaus geheizt und mollig warm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Bf. Cirkus Busch. Donnerstag, den 18. Dezember, abends 7, Uhr: Dahomey. Dress. Elefanten, Zebras u. Strausse, Neue Debuts. WITHER Winter GAEEN Etabliffement Buggenhagen am Moritzplatz. Heute Donnerstag: Militär- Konzert Musikcorps Garde- Füfilier- Reg. ( Herr Dippel.) 51992* Jm Kaiser- Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Cirkus Schumann Donnerstag, den 18. Dezember, abends 7 Uhr: Grosse Sports- Vorstellung 12 Nummern- Riesen- Programm. Central- Theater Täglich: Gr. Vorstellur Kolossaler Erfolg: Stürmischer Belfail. Abends 7, Uhr: Madame Sherry. Das grosse amüsante Operette in 3 Aften von Hugo Felig. Dezember- Programm. Morgen u. folgende Tage: Madame Sherry. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Ganz neue Specialitäten. Kurzes Gastspiel Corradini, Seine Kammerzofe. Berlin N. Jörgensen, Mimiker etc. ( Nelly Rozier.) Schwank in drei Akten von Bilhaud und Hennequin. Berlin W. 8 Uhr: Stille Nacht. Trianon- Theater. Belle- Alliance- Theater. SteidlGeorgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Gastspiel d. Münchener Ensembles Heute und folgende Tage abends 8 Uhr: Die Schröderischen. Bürgerliches Volksstück in 3 Aften bon H. Schrottenbach. Luisen- Theater, Kleines Theater 8um erstenmal: Der Rattenfänger von Hameln. Märchen- Komödie von C. A. Görner. Anfang 8 Uhr. Borverk. 10-2 Staffe. Morgen: Dasselbe. Sonnabend: Vor Sonnenaufgang, ( Schall und Rauch) Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Zum erstenmal: Erdgeist. Eine Tragödie in 4 Akten von Frank Wedekind. Morgen: Rausch. Dranienburg. Thor Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. Vorverkauf 40 Bf. SteidlSänger. ( Fritz Steidl, Scheuert, Müller, Lipart, Reising, Wehling, Corvinus, Haas und Munkel.) Neu: Am Weihnachtsabend. Lebensbild von Friz Steidl. Entree 50 Pf.( Borbert. 40 Pf.) bei Rühle, Friedrichstr. 115. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Borstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Borstellung: TANZ. Reichshallen. Geschwister Andersen, FussEquilibristinnen. Mizi- Gizi, Vortrags- Soubrette. Die 3 Harveys, Drahtseilkünstler. Stanley und Wilson, Amerikanisch. Gesangs- u. Instrumental- Akt. Eine Bojaren- Hochzeit, Russische Gesangs- und Tanz- Scenen. HumoristischDie Barowskys, Gymnastische Produktion. Perzina's dressierte Affen. Mason und Forbes, Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags Udel- Quartett. 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestaffe 11-1, Uhr ( Meyfel, Pietro, Britton, MarSteidl, Krone, Böhme, Böckmann, Blättner 2c.) Excentrics. Steig's Motor- und Bycicle- Rennen. Eugenie Fougère, franz. ExcentricPariser Luft, Catherine Bartho. ,, Biograph". Tänzerin. BallettDivertissement. Sanssouci Jed. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hofmanns Königstadt- Casino. orddeutſche Sänger Holzmarktst. 72, Ecke Alexandersi. Täglich erstkl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Ganz neu: Unterm Weihnachtshaum. Charakterbild mit Gesang. Der Billetverkauf für die, Feiertage hat begonnen. Phänomenale Leistung. Looping 9% Uhr: the Loop Die gr. Sensation d. XX. Jahrhunderts. 98 Uhr: Die beliebteste Pantomime: Die lustigen Heidelberger. Sonntag: 2 Vorstellungen, in belden: Looping the Loop. Geschäfts- ob. Saufterern Verdie mit Händlern Leuten, tönnen wir ein frei bindungen haben, verkäufliches ausländisches Del, erprobt heilwirkend für Rheuma tismus, Gicht, Husten 2c. als lohnenden Verdienst zum Wiederverkauf anbieten. Berkaufspreis 1 M. Mumm& Frerichs, Hamburg 11. 53/ 15* Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins n. Umgegend.... Socialdemokratischer Wahlverein Donnerstag, den 18. Dezember, abends 8 Uhr: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35, Ecke Rochstraße. Tages- Ordnung: Wer treibt Streikbruch; wer dient dem Dinunziantentum? Nach dem Bericht der Gewerkschaftskommission( siehe Nr. 290 des Vorwärts vom 12. Dezember) hat Silberschmidt einige Erfahrungen" aus der Maurerbewegung der Umgegend Berlins angeführt, um zu beweisen, daß die Sonderbündelei, womit er uns meint, dem Streifbruch und Denunziantentum diente. Wir haben Silberschmidt zu unsrer Versammlung eingeladen, um ihm Gelegenheit zu geben, in unsrer Gegenwart seine„ Erfahrungen" zu beweisen. 130/13 Kollegen, erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung, es gilt Rechenschaft zu fordern von dem Mann, der sich erlaubt hat, unfre Arbeiterehre zu beschmutzen. Der Vorstand. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 18. Dezember, abends 8, Uhr, in den Germaniasälen, Chauffeestr. 103: Fortsetzung der Generalversammlung vom 9. Dezember. Zahlreichen Besuch erwartet 256/ 7* Der Vorstand. Donnerstag, 18. d. Mts., abends 7%, Uhr: Große öffentliche Textilarbeiter- Versammlung in den Andreas- Festfälen, Andreasstr. 21( früher Stechert). Tages Ordnung: Freitag, den 26. Dezember 1902( 2.Weihnachts- Feiertag): selig anbe gegenüber den Arbeitern genannter Firma und die Nichtท รั MATINEE 22.2 1. Das Verhalten des Angestellten Herrn Fromm bei der Firma anerkennung eines unparteiischen Schiedsspruches in dieser Angelegenheit von seiten des betreffenden Angestellten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 197/14 Der Einberufer. arrangiert von den Parteigenossen des vierten Berliner Konsum- Verein„ Weissensee“ 88 Reichstags- Wahlkreises( Süd- Ost). Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht in Liquidation. Bilanz per 30. September 1902. Aktiva. asution An Cassa- Conto Auftreten der Hoffmannfchen Norddeutfchen Sänger.# Baren- Conto. " Anfang 12 Uhr. " Eintrittspreis 30 Pf. [ 215/6] Es ladet freundlichst ein 08. 08 n Charlottenburg. Kassenöffnung 11 Uhr. Das Komitee. Freitag, den 19. Dezember 1902, abends 8%, r, in Boltshause, Rosinenstraße 3: Erste ordentliche im Generalversammlung des Volkshaus- Vereins. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl des Gesamtvorstandes. 3. Verschiedenes. Vor der Versammlung Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreichen Besuch erwartet KonkursmassenAusverkanf Winterfeldtstrasse 7. 292/20 Der Vorstand. Nur noch wenige Paletots, Joppen, Anzüge, Hosen Zage ab Freie Volksbühne. Sonntag, 21. Dezember, nachmittags 2 Uhr: Metropol- Theater 11/12. Abteilung: Kollege Crampton. Lessing- Theater 6/7. Abteilung: Der Tartüff. Achtung! Von der VI. Serie der Vorstellungen ab( die am 18. Januar beginnt) müssen die Mitgliedskarten die neuen 80 Pfennig- Marken enthalten. Vom genannten Termin ab gelangen die Bühnenhefte obligatorisch in den Zahlstellen zur Ausgabe. 230/18 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmDonnerstagabend 8 Uhr: Esther. Bon Franz Grillparzer. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. städtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Luftspiel in 3 Aften frei nach Calderon Luftspiel in 4 Aufzügen v. Ludw. Fulda. von Friedrich Adler. Freitagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Sonnabendabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Igen y, zubi. Jull Freitagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Neues Konzerthaus. Alexanderplatz( Grand Hôtel). Inhaber: Albert Mörner. Walzer- und Operetten- Abend ( sogenannter Verlobungs- Abend) des Komponisten u. Kapellmeisters Herrn Jul. Einödshofer. Heute: Populäres Konzert. Anfang S Uhr. Entree 20 Pr. AF Im Februar und März 1903 ist der grosse Konzertsaal an einigen Tagen der Woche für Privatfestlichkeiten und Versammlungen zu haben. ChausseeStr. 103. Germania- Prachtsäle Arnold Scholz. Heute Donnerstag: ChausseeStr. 103. Grosses Militär- Streichkonzert ausgeführt von der Regimentsmusik des IV. Garde- Regiments zu Fuss in Uniform unter persönlicher Leitung des königl. Musikdirektors Herrn Frz. A. Bergter. Anfang 8 Uhr. Bons gelten. Nachdem: 5803L* Pf. Eintritt itt 30 Pl Familien- Kränzchen. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Der Goldbaner. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Freitag u. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Letzte Vorstellung vor Beihnachten: Durchgegangene Weibor. Empfehle allen Freunden u. Bekannten KALBLEDE 4Mrk. 69 mein Welss-, Bayrischbier Album- und Lederwaren- Fabrik und gr. Speisegeschäft. Reid haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Bf. sowie Abendtisch à la Oskar Gundau, carte von 30 Bi. an. 2 Vereinszimmer Oranienstr. 30 Ecke Adalber mit Stlavier für 20-50 Personen. Gr. Lager aller Arten Lederwaren H.Stramm, Rest., Ritterstr. 123. u. Schmucksachen zu bill. Preisen. für Herren und Knaben. Schlafröcke, Mäntel, sämtliche Arbeitssachen. Die Gas- und Ladeneinrichtung ist zu verkaufen. 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September 1902 Es scheiden aber am Schlusse des Geschäftsjahres 30. September 1902 aus Mithin Bestand am 1. Oktober 1902 424 Mitglieder 402 Mitglieder Die Mitglieder- Guthaben betrugen am Anfang des Geschäftsjahres 3059,45 M. Sie vermehrten sich im Laufe des Geschäftsjahres um 2925,80 Am Schlusse des Geschäftsjahres beträgt das Mitglieder- Guthaben 5985,25 M. Die Haftsumme beträgt am 30. September 1901 7 320,- M. Dieselbe erhöhte sich im Jahre bis 30. September 1902 5 400, Gesamtbetrag der Haftfummte. 12 720,-. n Auf Grund des§ 82 des Genossenschaftsgefezes fordern wir alle die jenigen, welche Ansprüche an obengenannte Genossenschaft zu stellen haben, da die Generalversammlungen vom 16. und 25. September einstimmig zwecks Anschlusses an die Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend die Liqubation beschlossen, auf, solche in der Geschäftsstelle, Friedrichstr. 12, unverzüglich geltend zu machen. Wilhelm Schütz. Die Liquidatoreu: Hermann Nerlich. Karl Langner. Für den Aufsichtsrat: Fritz Huhn. Achtung! 131/5 Achtung! 66 Arbeiter- Baugenossenschaft„ Paradies" zu Berlin. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Todes- Anzeige. Gestern früh 4, Uhr entschlief janft nach langem Leiden mein unvergeßlicher Mann, unser ge liebter Bater, Groß- und Schwiegervater, der Nadlermeister Carl Robert Zimpel im 61. Lebensjahre. 11035 Dies zeigen tiefbetrübt an, mit der Bitte um stille Teilnahme Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Luise Zimpel geb. Woltersdorf nebst Kindern. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. d. M., mittags Uhr, bont Trauerhause Staligerstraße 30 aus nach dem alten Thomas- Kirchhofe in Rigdorf, Hermannstraße, statt. am Todes- Anzeige. Sonntag, den 14. d. M., starb unser Stollege Heinrich Peters im 34. Lebensjahre. 11025 Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Sonnabendnachmittag um 3 Uhr von der Halle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Das Personal der Contobücherpuentes Fabrik Riefenstahl, Zumpe& Co. Deutscher Holzarbeiter Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Bodenleger 76/10 Julius Victor am Montag, den 15. Dezember, nach langem, schwerem Leiden ver storben ist. am Die Beerdigung findet Freitag, den 19. Dez., vormittags 9 Uhr, von der Leichenhalle des jüdischen Friedhofes in Weißenfee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. New! Neu! Wer seinen Kindern ein schönes Weihnachtsfest bereiten will, der kaufe ein Kiftchen von unsren Genossen aus Lauscha selbst angefertigten Glas Christbaumschmuck. cm 56592* Ein überaus großes und schönes Sortiment, bestehend aus 7-8 großen Eiern und Sugeln, glatt ut. cingestochen, bemalt, mit Chenille und feinem Silber draht übersponnen. 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Die Mitglieder, welche ihre alten Statutenbücher noch nicht gegen neue umgetauscht haben, werden ersucht, dieselben in den Zehlstellen umzutauschen. 1,00-5,60, NordDie Mitglieder werden hiermit aufgefordert, ihre nochmalige Unterschrift häuser 0,45-1,35. unverzüglich auf den in den Zahlstellen liegenden Beitrittserklärungen zu Liqueure, Eier- geben zum Zwecke der Eintragung in das Genossenschafts- Register. Diecognac, Citronen- jenigen Genossen, welche ihre Unterschrift in der letzten außerordentlichen u. Himbeersaft, Generalversommlung gegeben haben, find nicht damit einbegriffen. Port- u. Ungarweine gut u. billigst und 4 unsres Statuts aufmertjant. Außerdem machen wir die restierenden Mitglieder auf§ 28 Absatz 2 Carl Schindler, Chausseestrasse 55. 131/4 Berlin SW., Jul. Michow, riedrichstr. 6, hat auch in diesem Jahre die größte Aus wahl feiner Harzer Kanarienroller eigner Büchterei, mit Staats, Stadt, Ehrenpreisen und goldenen Medaillen prämiiert. 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Nun aber kam ein Heer von Konkurrenten, angefressen und angekränkelt vom gelben Neide der Unfähigkeit, und wollten aus der Schmidtschen Krippe mitessen, indem sie die Annoncen ähnlich machten, um das Publikum zu täuschen, etablierten in der Nachbarschaft Verkaufsstellen und bekamen beim Frost kalte Beine, aber keine Käufer, denn Berliner lassen sich nicht dumm machen. Jeder sagte sich Schmidt macht's doch. Da nützt kein Schreien einer wütenden Konkurrenz, welche das Publikum täuscht, indem sie behauptet, sie giebt etwas umsonst. Niemand giebt etwas umsonst. Auch liefern wir Zu Weihnachten giebt es kein schöneres Geschenk als einen Phonographen. Damit in jeder Familie Weihnachten eitel Freude ist, verkaufe ich diesen Phonographen mit 12 Walzen mit den besten Aufnahmen bespielt zu 12 Mark. den besten Aufnahmen Phonographen und Grammophone bei mässiger Anzahlung an jedermann auf Teilzahlung. 52L* E. Schmidt, Fabrik Berlin SW., Ritterstr. 75, Quergebäude. 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Dezember eine Versammlung mit Frauen ab, welche Versammelten nur eine Meinung. Aber darüber hinaus gab man nach einem Vortrag des Genoffen Rosenow folgende Resolution an= auch der Ansicht Ausdruck, daß die Arbeiterschaft sich weder durch nahi: In Erwägung, daß die Regierung es mit ihrer Würde verschwungvolle Neden, noch durch heuchlerische Adreffen von der Vereinbaren konnte, in der Zeit der größten wirtschaftlichen Strife eine In vier Versammlungen waren die Berliner Metall- folgung ihrer Ziele abbringen läßt, und daß es den Berliner Vorlage auszuarbeiten, welche die notwendigsten Lebensmittel der arbeiter am Dienstag zusammengekommen, um ihre wahre Meinung Arbeitern niemals einfallen wird, den schlichten Mann aus der arbeitenden Bevölkerung verteuert; in weiterer Erwägung, daß eine über die Krupp- Affaire und deren weitere Folgen, zu denen auch die Werkstatt, der kein Socialdemokrat ist, mit der Vertretung ihrer beutegierige Mehrheit in Reichstage angesichts der großen Notlage Ergebenheitsadresse der Ingenieure gehört, zum Ausdruck zu bringen. Interessen zu betrauen. In allen Versammlungen wurde ein durch Arbeitslosigkeit, welche der strenge Winter herbeigeführt hat, es Wohl an 10 000 Personen hatten sich eingefunden, die Lokale waren stimmig folgende Resolution angenommen: fertig brachte, durch Gewaltmaßregeln diese Vorlage zum Gesetz zu sämtlich überfüllt und unzählige fanden infolge polizeilicher Ab- Die verfammelten Metallarbeiter erklären, daß die fo- erheben, erklärt die Versammlung, daß sie zu der Regierung fein sperrung feinen Einlaß. Bei Buggenhagen am Morigplay sprach genannte Krupp- Affaire für die Berliner Metallarbeiter feine Ver- Vertrauen haben kann. Der Mehrheit des Reichstages spricht sie ihre Cohen, bei Stechert in der Andreasstraße Pawlowitsch, in anlassung sein kann, von ihren bisherigen Grundsägen und Prin- Berachtung, dagegen den wirklichen Vertretern der Mehrheit des Peters Gesellschaftshaus- Moabit Scheffler und im Eisteller cipien abzuweichen. Alle in letzter Zeit von den verschiedensten Boltes ihre volle Sympathie aus, und verpflichtet sich, in Zukunft in der Chausseestraße Wiesenthal. Mit verhaltenem Groll Seiten unternommenen Versuche, uns wanfelmütig zu machen und dafür zu sorgen, daß statt Volksverräter, Bolfsvertreter in den Reichshörten die Anwesenden die Verlesung der verschiedenen Firmen mit unsre Einigkeit zu stören, weifen wir als der Arbeiterbewegung tag gewählt werden. an, in deren Betrieben die Adresse zur Unterschrift cirkulierte. schädlich entschieden zurück. Sie wunderten sich nicht, die Namen Borsig, Siemens u. Weiter können die Versammelten feine Veranlassung für die Bris. Am 12. d. M. fand die Mitglieder- Versammlung des Halske, Pintsch, Löwe, Keyling u. Thomas usw. zu Arbeiter finden, der Familie oder der Firma Krupp dankbar zu sein, Bahlvereins statt. Nach einem Vortrage Grempes über die Fortvernehmen. Das sind die Hauptfirmen des Kühnemänner- Verbandes, es liegt deshalb auch kein vernünftiger Grund vor, dem Begehren der schritte der Beleuchtungstechnik berichtete Händel über die Generalund sie müssen schon deshalb alles mitmachen, was der Verherr Ingenieure zu entsprechen, wonach die Berliner Metallarbeiter eine Dank: Versammlung des Central- Wahlvereins. Zum Schluß wurden die lichung des Kapitalismus dient und zur Knebelung der Arbeiter und Ergebenheitsadresse an die Firma Krupp unterschreiben follten. Genoffen aufgefordert, sich ohne Ausnahme an den Gemeindewahlen geeignet scheint. Allerdings zum offenen zwang wegen der Unter- Wenn die Ingenieure glauben, daß das Gehalt, welches sie beziehen, en beteiligen, welche am Freitag stattfinden. schriften ist es noch nicht gekommen. Vorerst versuchen es die mehr ist als sie verdienen, so mögen sie allerdings Grund zur DankMeister noch mit ihrer sanften" Ueberredungskunst. Damit haben barkeit haben. Mir Arbeiter wissen, daß wir als Lohn nur einen sie denn auch schon in der That einige hundert Unterschriften er- Teil dessen bekommen, was wir verdienen, und liegt für die Arbeiter gattert. Da diese Art der Firma alle Säumigen". Die Versammlung hält es für selbstverständlich, daß kein denkender baldmöglichst zu unterzeichnen. Zu Maßregelungen wvegen Arbeiter die Adresse freitvillig unterschreibt, und wenn die Ingenieure veriveigerter Unterschriften haben sich die Herren bis jest trotzdem Unterschriften erhalten, so doch nur infolge des wirtschaftnoch nicht zu versteigen gewagt. Die Zahl derer, die nicht zu lichen Druces, unter dem die Arbeiter zu leiden haben. Heuchlern werden wollen, ist so groß, daß man mit ihnen rechnen muß. Die Berliner Metallarbeiter haben kein Bedürfnis nach geschenkten Adressen außerhalb der Fabriken öffentlich auslegen, dann nur fann Wollen die Herren einen Versuch machen, so möge man die Busennadeln, wie in der einen Versammlung treffend bemerkt wurde. von einem freiwilligen Unterschreiben die Rede sein. Darüber, daß die Absicht des Ingenieur- Vereins, für seine LoyalitätsTangjam geht,„ ersucht" sie laut intsch aber offenbar zu deshalb kein Grund zur Dankbarkeit oder Ergebenheitserklärung vor. Inhalt des heites heben ivir hervor: Liebe ist erig. Roman von Wilhelm 17 Weihnachts- Geschenke: 重量 産 Für Innen- und Aussen- Beleuchtung. Apparate für Brennspiritus- Verwendung. Spiritus- Glühlicht- Lampen. Brenner auf jede normale Petroleum- Lampe aufzuschrauben. Spiritus- Hand- u. Herd- Kocher. In allen Ausstattungen und Preislagen Spiritus Bügeleisen. Kein Ranch Spiritus Heizöfen. Solartige Hitze- Entwicklung Spiritus- Frisier- Apparate BRENNSPIRITUS Eingetragenes Warenzeichen. 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