Nr. 298. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerandos Bierteljährl. 8,30 t, monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntage nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Breisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erscheint glich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 1hr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 21. Dezember 1902. Neue Millionenopfer für die Firma ieß sich machen entweder durch die konstruktion von Geschütz- Panzer- befagen kann. Krupp. vermehrten. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. be= Es war aber noch ein weiteres Geschäft zu machen und dies einer für die Klägerin günstigen Entscheidung", was alles Mögliche schilden oder durch die Verstärkung der Durchschlagskraft der Geschosse. Daß Gewerkvereine für Handlungen ihrer Agenten civilrechtlich Die Schrapnels, das Hauptgeschoß der Feldartillerie bei der Be Haftbar gemacht werden können, hatte schon die Rechtskammer Aus dem unbestimmten Geraune in offiziösen Blättern, Zeit fämpfung lebender Ziele", enthalten etwa 300 fleine Kugeln aus des Hauses der Lords, die höchste Rechtsinstanz Englands, am schriften und militärischen Fachschriften hebt sich iegt immer schärfer Hartblei, welche sich bei der Explosion" garbenartig über das Ziel er 22. Juli 1901 eben mit Bezug auf den Taff- Thalbahn- Konflikt die Thatsache ab, daß wir in baldiger Frist bestimmt eine neue gießen". Gegen die Shrapnels schufen die französischen Konstrukteure principiell entschieden. Die jetzt zu Ende gebrachte Verhandlung, Millionenforderung für das Heer zu erwarten haben. den Banzerschild, der am Geschüß angebracht wurde. Diese Schilde die vor dem Richter Wills und einem hof von Geschwornen in Ob diese Forderung noch vor den Wahlen kommt oder ob die Ste- waren 3 Millimeter stark und hielten die Wirkung von Infanterie- London stattfand, hatte nur den Sachverhalt selbst festzustellen, gierungstaftifer es für richtiger halten, bis nach den Wahlen zu geschoffen aus, die auf 400 Meter gegen sie gefeuert wurden. Flugs d. H. zu befinden, ob Handlungen von Personen, die als warten, um ihre treffliche Jafage- Majorität nicht mit noch mehr Blei brachte auch Krupp solche Panzerschilde heraus, die vollkommene genten des Eisenbahner- Werbandes zu gewicht bepackt vor die Wähler zu schicken, muß dahingestellt bleiben. Deckung gewährten, aber den Nachteil hatten, daß sie das Gewicht trachten sind, vorlagen, welche die Gesellschaft im Zweifellos kommt diese Millionenforderung fürs Militär, wie ja auch des gegenwärtigen deutschen Feldgeschüges um etwa 60 Kilogramm Betrieb geschädigt haben. Das scheint nun, nach dem Wolfffchen neue Marineforderungen in ficherer Aussicht stehen. Telegramm zu schließen, das Gericht bejaht zu haben. Es kommt Die Millionen für das Heer werden gefordert zum Zweck einer Jegt trat die früher im Besiße des Kommerzienrats Ehrhardt aber, um den Charakter und die Tragweite seines Spruches zu er Neubewaffnung der deutschen Felbartillerie. Ganz befindliche Rheinische Metallwarenfabrit" mit einer neuen Ston- fennen, alles darauf an, zu wiffen, mit Bezug auf welche erabgesehen davon, daß die Reichsfinanzen das schlimmste Deficit auf- ftruttion hervor. Diese Firma beginnt dem Effener Betrieb Krupp sonen und welche Handlungen das Gericht befunden hat, weisen, daß die schleichende Wirtschaftskrise noch immer nicht gehoben feit einiger Zeit beträchtliche Konkurrenz zu machen und, wenn es baß der Eisenbahner- Verband für sie Schadensersaßpflicht zu leisten ist, daß tausende Arbeiterfamilien unter Arbeitslosigkeit oder ver- anginge, titrde die Firma Krupp den gefährlich werdenden Neben oder für solche aufzukommen habe. Es ist behauptet worden, daß ringertem Arbeitsverdienst zu leiden haben, ist die Forderung um buhler vielleicht schon längst aufgekauft haben. Diese Firma wendete bei bem Ausstand der Taff- Thalbahn- Angestellten die Ausständigen sich Deswillen ungeheuerlich, weil die deutsche Feldartillerie erst 1896 ein zum Kampfe gegen den shrapnelfesten französichen Schild die nicht damit begnügt haben, thre fortarbeitenden Kollegen zur Teilnahme neues Geschütz erhalten hat. Die militaristische Forderung hat damals Granate an, konstruierte ein Geschütz von kleinerem Kaliber, das an den Ausstand zu überreden, sondern auch versucht hätten, durch Bedem deutschen Volte die stattliche Summe von etwa hundert nur Granaten verschießen sollte, und benutzte die dadurch bewirkte fegung der Zugänge zum Bahnhof usw. den Betrieb und Verkehr unmögMillionen gekostet, und so eilig hatten es unsre militärischen Gewichtsersparnis, um das Geschütz mit einem Panzer zu versehen, lich zu machen. Ob die Verhandlungen genügenden Beweis dafür erGenies mit der Anschaffung, daß der Kanonen- Millionär der Shrapnels, Jufanteriegeschosse und leichte Sprengstüde aushielt. bracht haben und ob sie, wenn dies der Fall, den weiteren Strupp den profitablen Auftrag bereits ausführen durfte, noch ehe Die schnellere Beweglichkeit dieses Geschützes von Kampfort zu Beweis geliefert haben, daß verantwortliche Vertreter des Eisender Reichstag feine Zustimmung gegeben hatte, Kampfort machte es eine Zeitlang zum Ideal der militärischen bahner- Verbandes sich bei diesen Handlungen beteiligt oder sie verwas natürlich die Bewilligungsmehrheit des Reichstags nicht hinderte, Fachleute. anlaßt haben, ist aus uns vorliegenden Zeitungsberichten nicht zu hernach in einem wahren Gyceß des Betvilligungspatriotismus gu Daraufhin rettete mum wieder die Firmastrupp ihr gefchäftliches ersehen. Es ist aber möglich, daß das Erkenntms nur auf derartige, allem Ja zu sagen, was Krupp für den vollzogenen Auftrag ver- Ansehen durch die Konstruktion von Geschoffen mit Hartstahlfüllung, ben Verkehr zwischen der Bahn und ihrem Publikum störende VorTangte. Daß heute, nach kaum sechs Jahren, diese neueste Errungen welche die Schilde aus weiter Entfernung zu durchschlagen vermochten. tommniffe Bezug nimmt. Darüber werden die nächsten Tage Ausfchaft der Mordtechnik bereits wieder sozusagen zum alten Eisen Aber der Panzerschild hat dadurch nur scheinbar an seiner| funft bringen. geworfen werden muß, beweist mindestens, wie notwendig es wäre, daß unfre gerühmten militärischen Techniker mehr von der Kritit verfolgt würden. Alle ihre Konstruktionen Beruben auf Augen blids Berechnungen und daher kommt es, daß die, Genialität" der Herren, wenn sie taum in einem neuen Modell vor uns steht, bereits wieder durch eine größere Genialität" überholt ist. " Aber gerade diese Genialität" fact Millionen mühelosen Mehrgewinnes in die Taschen der ausbeuterischen Waffen- Kapitalisten hüben wie drüben, in Deutschland wie in Frankreich und in andren Staaten. Für die Verteidigung ihrer kapitalistischen Vaterländer müssen hüben und drüben die Arbeiterklassen sich weiß bluten, und wenn es sich um die Erwerbung eines neuen Modells handelt, durch welches der eine Militärstaat dem andern für einige Zeit um eine Nasenlänge voraus ist, wiegen den militärischen Techniken des Volkes Hunger- Millionen leicht. Es ist ein geradezu widerliches Bild zu sehen, militärischen Bedeutung eingebüßt und die Einführung von Rohr- Im übrigen muß daran erinnert werden, daß die englischen rüdlauf- Geschügen mit Banzerschild für die deutsche Felbartillerie Gewerkschaftler unter feinen Umständen gewillt sind, sich dem Rechtssteht jetzt bevor. Die Frage ist nur, ob man die bisherigen Lafetten zustand, wie ihn das vorerwähnte Erkenntnis der Lordskammer geweiter verwenden wird, d. h. ob es sich um eine völlige Neu- fchaffen hat und der jedenfalls das Rechtsverhältnis der Gewerkbewaffnung oder um eine Umbetvaffnung der Artillerie Hanbelt. schaften zu einem sehr unsicheren gestaltet, ruhig zu unterwerfen. Die Krupp- Preffe sucht zu beruhigen. Die Kosten werden nicht entfernt so hoch sein wie 1896". Warten wir's ab. Auf alle Fälle muß das arbeitende Bolf aufs neue in den Sädel greifen, um den Militärlieferanten Millionen opfer zu bringen! Politifche Ueberficht. Berlin, den 20. Dezember. vie der Mordkapitalismus sich die militärische Gier nach dem voll- Eine Reichs- Einkommensteuer nicht ausgeschloffen. " Eine wundersame Mär tommt aus dem Fürstentum Schwarzburg Rudolstadt. Ein Wolffsches Telegramm berichtet vom 20. Dezember: Abgesehen von Maßnahmen zur Verstärkung ber Arbeitervertretung im Haufe der Gemeinen, ist auch eine von den Gewerkschaften eingesetzte Rechtskommission seit längerer Zeit damit beschäftigt, solche Ergänzungen zu den bestehenden Gefeßen über die Gewerkschaften auszuarbeiten und vor das Parlament zubringen, welche den Gewerkschaften volle Aktionsfreiheit im Kampf für die Interessen ihrer Angehörigen sichern und es unmöglich machen sollen, die Koalitionsfreiheit durch Anrufung der civilen Haftbarkeit illusorisch zu machen. Diese Rechtskommiffion ist gerade in den letzten Tagen in London zufammengetreten, offenbar im Hinblick auf den sich dort abspielenden Brozeß und mit dem Vorhaben, je nach Ausfall des Nichterspruches ihren Entwurf zu formulieren. Jedenfalls ist dieses Vorgehen der englischen Gerichte gegen die Gewerkschaften nur möglich in einem Lande, wo das Proletariat politisch machtlos ist. Deutfches Reich. " In der gestrigen Tigung des Landtages beantragte der Socialdemokrat Hartmann, die Einführung einer Reichs- Einkommensteuer auf Einkommen von mehr als 2500 Mart beim Bundesrat zu ertvirken. Hierzu erklärte der Staatsminister, daß im Bundesrate von der Mehrzahl der Bundesstaaten der Antrag gestellt werbe, daß eine Belastung der Bundesstaaten mit ungedeckten Der Aufruf unfrer Reichstagsfraktion an das arbeitende Volt Matrikularbeiträgen vermieden und eine Regelung der Beiträge hat die gegnerische Presse schwer getroffen. Bahlreiche Blätter unterauf gefeglichem Wege erstrebt werde, ob auf dem Wege der nehmen den Versuch, die Wirkung des Aufrufe zu beeinträchtigen, Reichs- Einkommensteuer fönne er heute nicht fagen; ausgeschlossen indem sie wider die neuen nichtswürdigen Verhebungen der Socialerscheine es nicht. Eine Aufbringung der Matrikularbeiträge nach demokratie" schimpfen. Von der geistigen Höhe dieser Entgegnungen der Kopfzahl halte er für eine ungerechtigkeit." mag eine Probe gegeben werden aus einem langen Leitartikel bes tonfervativen Reichsboten". Diefer fagt u. a.: Die indirekten Steuern brücken niemand, weil sie sich auf alle in einzelnen unmerklichen Preiserhöhungen verteilen und burch Lohnerhöhungen wieder reichlich ausgeglichen werden, und fie sind deshalb gerade in den Stepubliken, wie in Amerika eingeführt und zwar in höherem Maße als bei uns. Es ist deshalb nichts wie Lug und Trug, die Schutzölle als Ausbeutung zu Gunsten der Reichen hinzustellen. Es ist ein Frevel fondergleichen, die Armen gegen die Wohlhabenden zu berhezzen; denn was wären die Armen, wenn es nicht wohlhabende Arbeitgeber geben würde, die ihnen für Arbeitsgelegenheit sorgten? Wenn sie ebenfalls arm wären, so könnten alle miteinander betteln gehen. Ohne reiche Unternehmer, welche in der Lage sind, große Fabriken mit teueren Maschinen zu errichten, wären die Arbeiter hilflos; denn sie selbst könnten das doch nicht. Seit alten gelten gilt es als wahr: Arme und Neiche müssen untereinander sein und wenn die christlichen Grundsäge zwischen ihnen walten, haben es beide gut- Arme wie Reiche; wo aber beide in so teuflischer Weise gegeneinander gehegt werden, da tritt schließlich die Nevolution ein bei der immer die Armen den blutigen Schaden haben." Vor so viel ökonomischer und geschichtsphilosophischer Weisheit ftreden wir bestürzt die Waffen! tommensten Schießinstrument zu muze macht und die wahnsinnige Abschlachtung der Massen im Zukunftstriege zur Grundlage ein träglicher Spekulationen macht, die dann auch noch, wie im Falle Strupp, mit dem Glorienschein des Patriotismus" umgeben werden. Bei näherem Betrachten sieht man dann, daß es nicht die Völker find, die auf dem Gebiete der Waffentechnik um die Balme ringen. Es ist die gemeine Spekulation der kapitalistischen Waffenfabrikanten. Die Konstruktion eines neuen Modells seitens der einen Firma, begrüßt die andre förmlich mit Jubel, weil es ihr Veranlassung bietet, ihre Techniter ebenfalls zur Konstruktion eines neuen Modells anzutreiben, welches jenes in ein paar Kleinigkeiten übertrifft. Millionenprofite aus den Taschen hungernden Volkes find der Lohn. Und um dieses profitable Geschäft vor jeder Störung durch den Fortschritt des Menschengeistes zu bewahren, muß der In Schwarzburg Rudolstadt nimmt die Socialdemokratie Soldschreibertroß einer weit ausgedehnten tapitalistischen Schand- eine ausschlaggebende Stellung ein. Dieser Umstand mag die preffe, die von den Waffenlieferanten unterhalten wird, den Patrio- zugleich ausweichende und entgegenkommende Redeweise des tismus" nähren, den Nationalhaß schüren, die Wölfer unabläffig gegen Ministers erklären. Immerhin ist es wohl das erste Mal, daß einander hetzen, die Kulturländer künstlich scheiden. ein deutscher Minister die socialdemokratische Forderung der Als die Firma Krupp 1896 ihr Millionengeschäft mit der Lieferung Einführung einer Reichs- Einkommensteuer für nicht ausgeschlossen des jest alteifenwertigen neuen deutschen Feldgeschüythps gemacht erklärt. Bon dieser Erklärung bis zur Verwirklichung der hatte, tonftruierten die französischen Waffenlieferanten alsbald Forderung ist zwar noch ein weiter Weg, aber die Reform das„ Rohrrücklaufs- Geschütz". Es regulierte das Zurüdgleiten wird doch nicht mehr ins Reich der Unmöglichkeiten verwiesen. und Wiedervorholen des Geschüßrohres nach dem abgegebenen Schusse. Bestimmt dagegen lautet die Versicherung, daß die MehrDie Berbefferung machte aber das Geschütz derart schwer, daß fein zahl der Bundesregierungen entschlossen find, teine Beiträge an Transport im Kriegsfall nicht mehr so schnell wie bisher fein konnte. Das Reich zu zahlen, die hinausgehen über die vom Reich Das hinderte den deutschen Waffenlieferanten Krupp, die franzöfifche aus den indiretten Steuern zu erhaltenden Ueberweisungen an Verbesserung zur Grundlage einer völlig neuen Konstruktion au die Einzelstaaten. In dieser finanziellen Haftpflicht der machen. Er fonnte mir ein fleines Geschäftchen machen und ver- Einzelstaaten dem Reich gegenüber lag noch der einzige hinderte bas Zurückweichen des Geschügrohres nach abgegebenem Schutz gegen die abenteuerliche unproduttive VerschwendungsSchuffe durch die Anbringung einer febernden Vorrichtung zwischen politik des Reiches, und da die Finanzen der Einzelstaaten Lafette und Gefchugrohr und schuf so das Federsporngeschity, welches wesentlich auf direkte Besteuerung begründet sind, so würden die militärischen Fachleute als friegsbrauchbarer erklärten als das durch diese Ordnung auch die Besitzenden zur materiellen Verfranzösische Geschütz. Da aber der Nachteil antwortlichkeit für die sonst nur aus dem Massenbedarf benoch immer blieb, daß nach abgegebenem Schuffe bas Geschügrohr strittenen Reichsausgaben herangezogen. Wird die Haftpflicht Aenderungen des vorherigen Standes aufwies, war dies für die der Einzelstaaten durch die Matrikularbeiträge beseitigt, fo tapitalistischen Waffenfabrikanten ein Grund, unabläffig nach einer fällt die letzte Schutzwehr, das Proletariat ist dann ganz und Verbesserung des Rohrrücklaufs zu streben. Wer den in Waffen- gar den weltpolitischen, militärischen und marinistischen Aus- Tagesordnung: unger und Beitsche, ein weihnachtsLieferungen souverän entscheidenden Militär- Fachleuten die erste bei- fchweifungen ausgeliefert. Wollen die Einzelstaaten feine ungeschenk fürs deutsche Volt" am Sonntag, den 14. Dezember, fällig aufgenommene neue Konstruktion hinstellte, hatte den pro- gedeckten Matrikularbeiträge", d. h. wollen sie nichts ans Reich im Steppuhnschen Lokale in Schibli statt. Der an 1000 Personer fitablen Auftrag. Das war der Grund, weshalb im Laufe der herauszahlen, fo giebt es mir einen Ausweg: die Reichs faffende Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Besuch Tetzten Jahre weitere bedeutende Fortschritte" zu verzeichnen waren. einkommen- und Reichserbschaftssteuer. der Versammlung legte gengnis davon ab, daß das schändliche Auf der Düsseldorfer Ausstellung ließ Strupp ein neu fonstruiertes Treiben der Reichstagsmehrheit auch hier im dunklen Dsten ein Echo Nohrrücklauf- Geschütz Reklame stehen, welches trotz der Kompliziertgefunden hat. heit der Rücklauf Bremsvorrichtung vor einer fremdländischen gegen den Verband der Eisenbahner Englands soll, In Königsberg bewies die Polizei ein geringeres Verständnis Kommission den größten Strapazen ausgefeßt, dennoch exakt wie fchon telegraphisch gemeldet, vorgestern zu einem Sieg der für eine treffende Formulierung eines Vortragsthemas. Als Thema funktionierte und in militärischen Blättern tonnte man denn auch Klägerin geführt haben. Die lakonische Fassung des Telegrants der Protestversammlung war angegeben:„ Nieder mit Recht Tefen, technische Gründe dürften einer Einführung faum noch entgegen läßt nicht erkennen, bis zu welchem Punkt bie Bahngesellschaft, die und Gesep, nur so gedeiht der Brotwucher". Diese stehen". Der Riefenbetrieb des Kapitalisten Strupp triumphierte auf nicht weniger als 27 000 f.( 540 000 22.) Schadensersatz Fassung besagte der Polizei recht wenig. Unfer Königsberger Parteiwieder einmal über seine Konkurrenten. geflagt hatte, ihre Forderung durchgesetzt hat; es spricht mir von Organ berichtet: か Der Prozeß der Taff- Thal- Eisenbahn- Gesellschaft Die Antwort der Bestie. Ju Danzig fand eine inposante Protestversammlung mit ber Volksparteiliche Selbstschändung. In einem Artikel über die Bedligschen Kartellpläne führt die Freis. 8tg." aus: Gegen die besisenden Klassen heten--- die, Hamburger Nachrichten", der Scharfmacherei tollstes Drgan. Man lese: " Der Einberufer der Versammlung hatte Blakate bruden geworden, daß sich ganz von selbst eine Annäherung an die konser- Auf Du und Du. Die„ Germania" hält es immer noch für Lassen, auf denen natürlich auch der Vortrag bezeichnet ist, den vative Fraktion ergeben hat. Die Köln. Volksztg.", die einst den angemessen, daß der junge Prinz Wilhelm Arbeiter duzt, und sie unser Reichstags- Abgeordneter halten wird. Der Besiger der demokratischen" Flügel des Centrums spielte, wünscht auch jetzt den geht sogar so weit, daß auch die socialdemokratische Fraktion in dem Blakat- Tafeln und Säulen unsrer Stadt, Herr Wichmann, fühlte Schein zu erhalten, als sei ihre Partei nicht völlig der Reaktion ver- gleichen Sinne ihr Volt" duzt. Wir geben jedem Genossen das sich als Censor und ging nach der Polizei, um zu fragen, schrieben. Aber die Thatsachen der Centrumspolitik widerlegen Recht der gleichen Grividerung. Will die" Germania" etwtva beob er die Plakate mit dem„ revolutionären" Tert auch fleben diesen Täuschungsversuch täglich neu und das Centrum ist um so be- haupten, daß auch die in Dels angeredeten Arbeiter dieses Recht dürfe. Unfre Polizei fand denn auch richtig die Be- reiter zur Annäherung an die übrigen Reaktionsparteien, wenn ihm gehabt hätten? zeichnung des des Vortrages staatsgefährlich und be die herrschende Stellung unter den Bundesgenossen anstandete das Ankleben der Plakate. Wir wurden davon sicher ist! benachrichtigt und waren gezwungen, um überhaupt dic Bekanntmachung rechtzeitig zu ermöglichen, die staatsgefähr= liche Beile mit einem Streifen weißen Papiers den Augen der Bürger zu verdecken. Kopfschüttelnd steht nun unser Publikum vor den Plakaten und denkt, was mag da wohl unter dem aufgeklebten Streifen Papier zu lesen sein? Ist es die Auflösung eines Preisrätsels, welche erst in der Bersammlung mitgeteilt werden soll? Ein junger Mann war zu neugierig. Er hob mit seinem Taschenmesser den losgelösten Papierstreifen in die Höhe und las:" Nieder mit Recht und Gesetz", weiter las er nicht, er sah sich vorsichtig um und sagte zu sich: Ja, das stimmt." Selbstverständlich wird das Bublikum nun erst recht neugierig sein, worüber Haase reden eſt recht ierig ſein, worib wird." " " Das ist die gleiche Gesellschaftsschicht, die auch die große Revolution vorbereiten half, verbitterte Leute, die es der Regierung Von der Freisinnigen Volkspartei ist in den Betrachtungen in die Schuhe schieben möchten, daß sie unter dem Druck der Zeitdes Freiherrn v. Bedliß nirgend die Rede. Wem es wirklich verhältnisse sich mit einem Jahresbudget von fünfzigtausend ernst ist, die Socialdemokratie zu bekämpfen, statt von dreimalhunderttausend einrichten müssen, arme Reiche, die sei es bei den Reichstagswahlen, sei es bei den Landinter der Steuerschraube Folterqualen ausstehen und gewaltig tagswahlen, der muß bon der vom Fürsten Bismard ächzen, wenn die Trüffeln teurer werden und die Hahnenkämme in eingeführten und vom Abg. Frhrn. v. Bedliß nach Kräften fort- Frikassee fehlen. Es sind dies jene Kreise, von deren Skandalen sich gefeßten Taltit zurüdkommen, die Freijinnige Boltspartei zu be das Premierenpublikum im Foyer erzählt, die Freigelassenen unsrer fämpfen auch in solchen Wahlkreifen, in denen eine starke SocialGesellschaft, für die bei dem berühmten großen Kladderadatsa demokratie neben einer starten Freisinnigen Volkspartei vorhanden eine ganze Reihe von Laternenpfählen reserviert bleibt- ahmmgsist. Der Kampf gegen die Freijinnige Volkspartei in solchen lose Schlemmer, die sich selber den Strick drehen." Welch ein Sodom und Gomorrha diese Besitzenden, wert, folg hat, mur zur Stärkung der Socialdemokratie. Dhne die daß sie so schnell wie möglich zu Grunde gehen! Merkwürdig nur, heftige Bekämpfung der Freifinnigen Volkspartei in Berlin daß die" Hamburger Nachrichten" der besitzenden Welt so den Spiegel würden die Socialdemokraten niemals ein Mandat im 2. und vorhalten. Sind sie socialdemokratisch geworden? Ach nein, dieses 3. Berliner Wahlkreis haben erlangen können. Dasselbe gilt verdorbene Gefindel hat das Blatt nur deshalb entdeckt, weil noch von vielen andren Wahlkreisen in der Provinz Branden- das die Hintermänner der Socialdemokratie feien. burg und auch in andren Provinzen..." Wir begnadigen die Hamb. Nachrichten" vom Laternenpfahl So bietet sich die Freisimmige Volkspartei schamlos den reaktio- zum Irrenhaus. Bekämpfung des Freisinns abzustehen. Das ist der höchste Stola schreibt: wie für die Schule sollen durch den nächsten preußischen Germanisierungsprämien. Die Nationalliberale Korrespondenz^ dieses Freisinns, mit konservativer Hilfe Wahlkreise gegen die Social- schreibt: Wie für die Schule sollen durch den nächsten preußischen Etat auch für die Beamten, die in der Provinz Posen sich demokratie zu halten! für ihre Aufgabe in ausnehmendem Grade stark machen, Wohlthaten paaſe reden streifen seitens der Rechtsparteien führt, ſoweit er überhaupt GrIn Iserlohn fand eine von nationalsocialer Seite einberufene Brotestversammlung statt, die imposant besucht war und eine scharfe Resolution annahm. In der Diskussion nahm das Wort Genosse Limberg, welcher den Ausführungen des Referenten beipflichtete, im übrigen aber das nationalsociale Programm ge hörig serpflüdte mit bitterer Catite geißelte. Der 2b- nären Parteien an. Sie bettelt bei den konservativen, von einer und deren Flotten und Militarismus Rummel geordnete unsres Wahlkreises, der„ rote" Justizrat Lenzmann, werde bei den kommenden Wahlen schon seinen Denkzettel erhalten für sein " Schwänzen" im Reichstage bei wichtigen Vorlagen sowohl wie bei seiner arbeiterfeindlichen Stellungnahme.( Allseitiger Beifall.) Im Chemnitzer Wahlverein fanden nicht weniger als 13 Brotestversammlungen statt, die sämtlich überfüllt waren und woselbst Tausende keinen Einlaß finden konnten. Mit einer neuen Bier- und Tabakstener rechnet die Schweinburgsche„ Korrespondenz" ganz bestimmt. Gemütlich bemerkt sie: -― und zwischen Volkspartei bar • " 9 11 " zur BeEin Mißtrauensvotum gegen die Freifinnige Volkspartei. Eine fichergestellt werden, die der Landtag schwerlich verweigern wird." Korrespondenz berichtet: 3u erregten Auseinander So standalös es ist, durch besondere Prämien aus dem allgemeinen fetzungen tam es Freitagabend in einer öffentlichen Versammlung Steuersäckel Beamte zu belohnen, die sich durch Stärke" gegen die des Potsdamer Thor- Bezirksvereins in der Victoria- Brauerei, in Polen auszeichnen, so ist diese Maßnahme noch weit widerwärtiger der Redakteur Dombrowski, im Anschluß an eine Berichterstattung durch ihre Wirkungen, die sie auf die Beamtenschaft selbst ausüben über den Berliner Parteitag der Freijinnigen Vollspartei, die Bor- muß, indem sie die niedrigste Streberei fünftlich züchtet. gänge im Reichstage behandelte. Von der Versammlung oft stürmisch unterbrochen, vertrat der Redner den Standpunkt, daß die Die Stichwahl in Lieguit. Ein Telegramm meldet: Bis jett Es handle sich dabei doch nur um eine etwas höhere fraktion der Freifinnigen Wolfspartei die Obstruktion" nicht ist das Resultat von 4 Städten und 76 Dörfern bekannt. Für Belastung reiner Genußmittel, wie Getränke oder Tabat, bei mitgemacht habe, und begrüßte es mit besonderer Freude, Pohl( freifinnige Bolkspartei) find bisher gezählt 8867 Stimmen, denen die Vorzüge indiretter Besteuerung in vollem daß hierdurch zwischen Umfange Play greifen; denn durch eine geringe Beschränkung des eine tiefe Seluft entstanden sei. In der nachfolgenden Diskussion Socialdemokratie für Bruhns( Socialdemokrat) 5648 Stimmen. Bei der Stichwahl 1898 erhielt der freisinnige Kandidat Berbrauchs ist jedermann in der Lage, eine Mehrbelastung seines trat ihm zunächst ein Redner entgegen, welcher erklärte, daß, selbst 14 269, der socialdemokratische 7886 Stimmen. Die Wahlbeteiligung Haushalts- Etats zu verhüten." wenn der Abgeordnete Richter recht gehabt hätte mit seiner Anficht, scheint nach dem bisherigen Ergebnis, wie überhaupt bei Nach Eine tolle Finanzpolitik! Erst belastet man die Konsumartikel daß nur durch die„ Obstruktion" die Geschäftsordnung des Reichswahlen, merklich schwächer gewesen zu sein, wie bei der Hauptunmäßig und wenn die Befitlosen es nicht ertragen können, dann tages durchbrochen, doch die Freijinnige Bollspartei geschlossen mit wahl. rät man ihnen, sich einzuschränken! Das Brot wird infolge des der ganzen Linken hätte marschieren müssen. Landtags- Abgeordneter Husland. Bolles teuer was thut's, eßt weniger Brot! Das Fleisch wird Dr. Mar Hirsch teilte die Anschauung des Referenten und durch Zoll und Sperre unerschwinglich schadet nichts, eßt weniger wies darauf hin, daß das Eintreten Eugen Richters für die Schweiz. Fleisch! Das durch den Gerstenzoll und neue Verbrauchsabgaben zulaffung der Behandlung des Antrags Aichbichler gerecht Die Reaktion an der Arbeit. Aus Zürich wird uns vom 18. Dedoppelt mißhandelte Bier steigt im Preise sehr schön: trinkt daß gerade das Auftreten des Abgeordneten Richter zur Durchfertigt fei. Stadtverordneter Markgraf gab der Ansicht Ausdruck, zember geschrieben: weniger Bier, wozu brennen die Junker Fusel! brechung der Geschäftsordnung beigetragen habe. Stadtverordneter Ein halbes Jahr nach der Aussöhnung mit Italien kommt der Daß aber jede Einschränkung der Konsumtion auch eine Ein- Dr. Nathan( frf. Bgg.) protestiert gegen Angriffe, welche von einigen Preis, um den die Schweiz dieselbe erkaufen mußte, zum Vorschein. schränkung der Produktion bedingt, daß infolgedessen die Existenz Rednern gegen die Freifinnige Vereinigung erhoben worden waren. Der Bundesrat beantragt nämlich bei der Bundesversammlung tausender Arbeiter, die jetzt in der Tabakindustrie beschäftigt sind, Alls eine Aufgabe der Freifinnigen müsse es betrachtet werden, auch folgende Ergänzung des Bundes Strafrechts:„ Wer vernichtet wird, braucht nicht besonders erwähnt zu werden. die Interessen der Arbeiter, die gerade durch den Zolltarif am eine strafbare Handlung, die vorwiegend den Charakter Schweinburg verhöhnt geradezu die Finanz- und Socialpolitik schwersten getroffen würden, wahrzunehmen, und von diesem Stand- eines gemeinen Verbrechens oder schweren Vergehens hat, öffentlich der Regierung, wenn er ihre Steuerabfichten in dieser Weise be- gemacht. Wäre dies nicht geschehen, so fonnten sich die Social gehung solcher Handlungen anzureizen, wird mit Gefängnis punkte aus habe die Freifinnige Vereinigung die" Obstruktion" mit- in einer Weise verherrlicht, die geeignet ist, gründet". Freilich verbietet das Flottengesetz, wie es vom Centrum Semokraten an die Brust schlagen und sagen:„ Wir sind die einzigen, bestraft. Wird die strafbare Handlung durch die Druckerpresse oder gemacht ist, die Einführung neuer indirekter Steuern. Die weiteren die die Interessen der Arbeiter wahrgenommen haben. Schiffsbauten müßten also entweder eingestellt werden oder direkte Nach einer längeren Diskussion wurde eine Resolution, welche sich durch ähnliche Mittel begangen, so find sämtliche Teilnehmer strafGeldquellen erschlossen werden. Es ist aber fein Zweifel, daß sich anerkennend zu dem Verhalten der Freisinnigen Volkspartei Weil man die Kritik dés anarchistischen„ Risveglio" an das Centrum auch über diese Schwierigkeit leicht hinwegfezen aussprach, abgelehnt für dieselbe stimmten nur neun An- dem toten König Humbert nicht fassen konnte, wie die italienische wird; es lebt vom Verrat und Betrug des Voltes. Und so wird wesende und folgende Resolution angenommen: Regierung es wünschte, soll nun die berüchtigte Geseglücke durch einen der Flottenwahn mit weiteren Bedrückungen der Massen bestritten" Die heute tagende Versammlung des Potsdamer Thor- Aft von Gelegenheits Gesetzgebung ausgefüllt werden. Da bei der werden bis die ganze Herrlichkeit ein Ende mit Schrecken nimmt. Bezirksvereins bedauert die Taktik der Freifinnigen Boltspartei im Versöhnungsaktion Deutschland hervorragend mitgewirkt haben Konservative und Bündler. Es zeigt sich bereits, wie wir vor Reichstage gelegentlich der Zollverhandlungen. Sie hofft, daß bei soll, so wird es wohl auch seinen reichen Anteil an aus sahen, daß von einem ernsten Zerwürfitis zwischen den Bündlerden bevorstehenden Wahlen die Volkspartei ein inniges Busamunen diesem neuesten Stück schweizerischer Reaktion haben. Der in Frage schreiern und den Konservativen keine Rede ist. Zwar giebt es gehen ermöglicht mit den andern Oppositionsparteien, um ge- kommende Uebelthäter Bertoni ist ja inzwischen durch einen Justizeinige konservative Provinzblätter, die gegen die Verräter Auflage schlossen den Reaktionsparteien entgegentreten zu können." mord der Genfer Klassenjuftig auch für jene Kritik zur großen erheben, welche durch Zustimmung zum Antrag Kardorff die Land- Die Freifinnige Zeitung" hilft sich in der Weise, daß sie ver- Genugthuung des schweizerischen Bundesrates und der gesamten wirtschaft zu Grunde richten, zwar haben die extremen Bändler in ächtlich von den Herren aus der Ullmannschen Weinstube spricht. Bourgeoisie schwer bestraft worden, allein die Reaktion will ganze einigen Wahlkreisen begonnen, konservativen Abgeordneten ihr Miß- Wir fönnen Engen Richter verraten, daß wegen der letzten Vor- Arbeit und darum eine weitere Verschlechterung des mo trauen zu erklären und bündlerische Gegenkandidaturen an- gänge eine ganze Anzahl Angehörige der bürgerlicher Klassen, die Strafrechts haben. Die Unabhängigkeit und Selbständigkeit zufündigen- so wird dem konservativen Abgeordneten Jakobs bisher Mitglieder der Freisinuigen Volkspartei waren, ihren der schweizerischen Republik erscheint aber im Lichte solcher Vorgänge fötter in Erfurt der Stuhl vor die Thür gefeßt aber das alles ebertritt zur Socialdemokratie erflärt haben. Warum iviegt leicht gegenüber der Thatsache, daß einerseits die weiß die Freisinnige Zeitung", die sonst alles registriert, nichts von führenden Männer der konservativen Partei den Zusammenhalt der solchen Austritts- Erklärungen zu vermelden? Konservativen mit dem Bund der Landwirte laut verkündigen und Das Arbeiterfekretariat vor dem Nationalrat. daß andrerseits die ländlichen Wahlkreise den konservativen Leise- tretung der Magdeburger Gesamtarbeiterschaft, hat nun auch den Nationalrat passiert, wobei die Situation geklärt Zur Magdeburger Zwangshuldigung. Die offizielle Ver Zürich, 18. Dezember.( Eig. Ber.) Das Arbeiterfekretariat tretern" ihr Vertrauen erklären. Man einigte sich auch hier auf einer das Gewerkschaftskartell, nahm einstimmig eine Resolution an, in worden ist. Der Bundesrat ist nämlich endlich mit seinem Flederwisch ,, mittleren Linie". Man erklärt, der neue Zolltarif biete der Landwirtschaft viel zu wenig, fast gar nichts, dennoch sei es wohl be- welcher gegen den bei Absendung der Kaiser- Adresse vom Gruson- herausgerückt, indem er an den Arbeiterbund folgende Forderungen stellt: greiflich, daß die Mehrheit der konservativen Partei ihm zugestimmt werte ausgeübten Gewissenszwang protestiert und erklärt wird, daß 1. Der Vorstand des schweizerischen Arbeiterbundes wird aufgefordert, habe, um„ doch etwas" zu erreichen. Auf diese Art ſact man die nicht die wahre Gesinnung der Arbeiter, sondern der brutale die statutarischen und reglementarischen Bestim gewaltige Beute der Wucherzölle ein und erhält die Möglichkeit, nach tomme. Die Arbeiter hätten geheuchelt, weil sie dazu gezwungen jetzigen Verhältnissen und dem Entwicklungsgang desselben nicht Wille des Unternehmerums in der Adresse zum Ausdruck mungen über das schweizerische Arbeitersekretariat, weil den weiteren Liebesgaben für die Notleidenden zu schreien! worden seien. Das Kartell spricht namens der Gesamtarbeiterschaft mehr entsprechend, zu revidieren und die neuen VorDaß die Geschäftsordnung unbrauchbar geworden, giebt mun auch Magdeburgs darüber seinen Abscheu aus. Denunächst wird eine fchriften vor das rheinische Centrumsblatt, die„ Köln. Boltsztg." zu; fie rät nun- große Gewerkschafts- Versammlung über die Krupp- Grusonwerke zu Bundesrat zu unterbreiten, welcher sich vorbehalten, deren Inkrafttreten zur Prüfung dem mehr, daß der neue Reichstag eine gründliche Revision vornehmen Gericht ſigen. soll. Das Centrum hat dem schuldlosen Delinquenten den Kopf abgegebenenfalls Abänderungen zu verlangen. 2. Dem Vorstande geschlagen und will ihn dann wieder annähen. Hoffen wir, daß der Es lorenzelt. Wir wissen nicht, ob Mag Lorenz jetzt ständiger behalt der Nachachtung des in Biffer 1 enthaltenen Beschlusses der des schweizerischen Arbeiterbundes ist mitzuteilen, daß wir unter Vorneue Reichstag so aussehen wird, daß er aus den vandalischen Ver- Mitarbeiter und Redakteur im Kronsbeinhaus der Post" ist. wüstungen der Zollwucherer neues Leben zu schaffen vermag. Seinman verzeihe Geist geht jedenfalls in ihm um. Bundesleitung an das schweizerische Arbeiterfekretariat für das Jahr 1903 Heute beschwert sich die" Post" in der Form einer schmutzigen Ausführungen des Bundesrates Deucher wäre die Forderung der im Budget belassen und zur Auszahlung gelangen werde." Nach den Als ein ,, parlamentarisches Meisterwerk" rühmt die Kölnische Denunziation, daß wir dem Delfer Manifest des jungen Brinzen Revision in dem Sinne gemeint, daß die Statuten und Reglemente, Voltsztg" die Bekämpfung der Obstruktion" im Reichstage. Die Wilhelm ein paar Bemerkungen gewidmet haben, die fühler und die in der Hauptsache noch die ursprüngliche Faffung von 1887 haben, die Abgeordneten Spahn, Herold, Gröber werden überschwänglich ver- ruhiger find als selbst die Aeußerungen der bürgerlichen reaktionären feitdem errichteten Zweigselretariate in Biel und Genf berücksichtigen, herrlicht ob der Großthaten, die sie zur Durchführung des Wucher- Presse. Denn in diesem Fall ist die gesamte Presse- mit Ausschluß der so daß es sich dabei um eine rein formelle Sache handelte tarifs verrichteten. braven„ Post"-umangenehm berührt. So bemerkt die„ National- 3tg." welche der Arbeiterbund ohne Bedenken nach dem bundesrätlichen Die neuen Thaten der Centrumshelden find ebenso parla es fei auf das ernstlichste zu bezweifeln, daß derartige Vorgänge politisch Wunsche erledigen könnte. Sollte die geforderte Revision noch anders mentarische Meistertverke", wie einst der Geistes kampf des nüßlich wirken. Die" Post" aber honoriert ihre Mitarbeiter nur, Klerikalismus durch Inquisition und Ketzerverbrennung geführt wenn sie nicht in drei Beilen zehnmal von„ Unverschämtheiten" und gemeint sein, so würde es sich dann ja zeigen. " Frechheiten" des„ Vorwärts" sprechen, wenn sie nicht schamlose im Nationalrat forderte die Neutralität des ArbeiterDer Millionär und Maschinenfabrikant Sulzer- Ziegler Ein Schlaumeier hat entdeckt, daß sich bei den Caprivischen Invettiven" denunzieren, und frechste Angriffe ſowie breiste Ber- fetretariats, bas heißt das unthätige Zusehen der berufensten Handelsverträgen Blätter der Linken gegen die Obstruktionsversuche werden von dem Blatt nicht bezahlt, das in Wesentlichen für seine Ausbeutern vergewaltigt und mit Füßen getreten wird. Höhnung des monarchischen Gefühle" denunzieren; andre Beiträge Arbeitervertreter, wenn die Arbeiterschaft von den brutalen der Rechten gewendet hätten, und daß man zu rascher Erledigung Geldgeber und für einige Leute, die betrogen werden sollen, ge- Kenntnis dieser Einzelheiten ist wichtig zur Würdigung der drängte; die Beratung und Beschlußfaffung habe damals im ganzen brudt wird. nur 37 Stunden gedauert. Ein sehr thörichter Vergleich. Handelsverträge fönnen entweder Sollte einmal ein aufgeklärter und unterrichteter Bring, an- perfiden Heße der Ausbeuterpreffe gegen das Arbeiterfekretariat. Ju angenommen oder abgelehnt, aber nicht geändert werden. Damit geekelt durch das gedungene Denunziantentum der Industriepreffe einer prächtigen Rede trat dem industriellen Feudalherrn Arbeiterfefretär Greulim entgegen, ber energiſch, die Neutralität von dem" Post"-Gesinde oder von, Elenden" sprechen, so würden erübrigt sich eine so gründliche Specialberatung, wie sie bei Gefeß wir es allerdings sogar als ein Zeichen nicht ganz verschwundener des Arbeitersekretariats ablehnte, die übrigens die andren Berufsentwürfen gefordert werden muß, die in jeder Einzelheit verbessert cham auffassen, wenn das Organ schweigend den Angriff falls nicht kennen. Die Subvention von 25 000 Fr. an den Arbeitersekretariate der Gewerbetreibenden, Industriellen und Bauern ebenund ganz zwecklose Obstruktion, da es sich lediglich um ein Ja oder aufnehmen würde. Bir aber halten es noch nicht für die Pflicht bund wurde sodann bewilligt und mit kleiner Mehrheit auch der Nein handelte. Die damaligen Beratungen waren von einer aus- ehrlicher deutscher Männer, daß fie fich ruhig Beleidigungen Revisionsforderung des Bundesrates zugestimmt. schweifenden Gründlichkeit gegenüber dem jezigen raubritterlichen gefallen lassen müssen, nur weil sie von Verwandten des regierenden Monarchen ausgehen. wurde. Ueberfall. " Die„ Post" fühlt sich weiter dadurch geärgert, daß wir auf zwei Das neue Kartell". Die Centrumspresse glaubt nicht an das Artikel, die ihr Verfasser für hoch wichtig hält, in denen sie der „ neue Kartell" der Sammelpolitik, das besonders eifrig seitens der Socialdemokratie wieder einmal die Larve vom Gesicht riß, nicht Freikonservativen betrieben wird. Die Köln. Volksztg." erklärt, der geantwortet haben. Wir haben einen sehr triftigen Grund für unser " Zusammenschluß aller bürgerlichen Parteien" sei ebenso eine Schweigen; wir haben diese Enthüllungen" nämlich nicht gelesen Illusion wie die große liberale Partei", nach der liberale und fein Staatsanwalt und fein Schutzmann kann uns zwingen, Schwärmer von Zeit zu Zeit hoffnungsvoll ausblicken. jedesmal die" Post" zu lesen, wenn sie wöchentlich dreimal den alten Eine" Illusion" ist der Bund zwischen Seleritaten und uit sprudelt, daß wir eine Bande von Hochverrätern usw. seien. Konservativen nicht mehr. Zwar kann es sich natür Das wissen wir doch schon! Bon all diesen Artikeln gilt, was 36sen lich nicht darum handeln, daß die beiden Bundesgenossen einmal in feinen jüngeren Jahren von einem blöden Widersacher sich gänzlich mit einander verschmelzen. Wohl aber ist das schrieb, sie trügen die Initialen des Verfassers in den Hörnern Tentrum im Laufe seiner jüngsten Entwicklung so realtionär eingebrannt.immer bedenklicher.Frankreich. Das Ende des Marseiller Streiks. Die Paris, 18. Dezember.( Eig. Ber.) Die verfehlte GeneralftreitWendung der Bewegung der Seeleute hat nun ihrem beruflichen Streit eine rasche Niederlage bereitet. Der Versuch, die Bewegung wieder in berufliche Bahnen zu leiten, hat nichts genugt. Den überschwenglichen Hoffnungen auf die Generalstreif- Aktion ist rasch eine totale Entmutigung gefolgt. Wesentlich beschleunigt wurde der Stimmungsumschlag durch die bereits gekennzeichnete provokatorische Einmischung der Nationalisten, welche dann der Regierung den Vorwand zu polizeilich- militärischer Ordnungsretterei lieferte. Bunächst mußten die lokalen Generalftreif- Anläufe aufgegeben werden, da die diversen Generalstreik- Beschlüsse von der Masse der betreffenden Arbeiter nicht befolgt wurden. Darauf begann aber auch die Abbröckelung in den Reihen der Seeleute selbst, und gestern wurde in einer Seeleute- Streifversammlung, wenn auch nicht formell oder endgültig, die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen. Die Resolution macht zur Vorbedingung die Wiederanwerbung der Seeleute auf Grundlage des Vertrages von 1900, gemäß den öffent- die dem venezolanischen Festland vorgelagert ist, abhängig machen. wie Frau Humbert behauptet. Alles was er hatte, trug die Gestalt Seeleute auf Grundlage des Vertrages von 1900, gemäß den öffent- Nach einer Meldung des Washingtoner Standard- Korrespondenten von barem Gelde und Wertpapieren. Es war ihm gelungen, feine lichen Erklärungen der Schiffskompagnien. Ferner wird auf das Versprechen der Regierung verwiesen, jedesmal in die vorkommenden äußerte sich der Senator folgendermaßen: Obgleich recht viel über eine internationale venezolanifche in der Welt zu erregen. Aber Crawford hinterließ nicht nur hundert Millionen zu erwerben, ohne irgend welche Aufmerksamkeit Einzelkonflikte sich einzumischen zwecks Aufrechterhaltung jenes Ver- Kommission im Interesse der Gläubiger der Republik geschwatzt Millionen, er hinterließ auch, wie Madame Humbert behauptete, trages, sowie das Vertrauen der Regierung ausgedrückt, daß sie werde, so erwarte er viel eher, daß die Vereinigten Staaten ein Testament, und dieses Testament, welches das Datum Nizza, gemäß ihrem Versprechen in Bälde die gesetzliche Regelung der gewissermaßen als Empfänger oder Kurator der Masse auf den 6. September 1877" trug, fekte zur Universalerbin ein Arbeitszeit durchführen werde unter Androhung eines neuen freten würden, wodurch die Stellung als Bürge vermieden und 2 and mädchen aus der Gegend von Toulouse, Namens Therese Streiks, falls dieses Versprechen nicht erfüllt werden sollte. die guten Dienste hinsichtlich der Alliierten erleichtert würden. Die Bereinigten Staaten würden für einen solchen Dienst nichts von ihren bürgerlichen Familiennamen durch eine fleine, in Frankreich Daurignac, ein. Therese, nunmehr Millionärin, verwandelte Inzwischen haben die Seeleute in wachsender Zahl sich wieder anterben lassen. Eine offizielle Regierungsanzeige konstatiert die Benezuela verlangen, aber Venezuela könnte ihnen vielleicht die sehr beliebte Operation in den genau so flingenden, aber viel schöner Insel Margarita, über die immer mit Deutschland kokettiert aussehenden Namen„ d'Aurignac", und da es ihr an Bewerbern Wiederkehr der normalen Schiffahrtsbedingungen im Marseiller wird, wenn die Union und Venezuela sich gegenseitig ärgern nun nicht fehlen konnte, so erwählte sie unter diesen einen jungen Hafen vom 17. Dezember ab. wollen, verkaufen oder verpachten; das würde sicherlich Mann, Herrn Frédéric Humbert, Advokaten und Sohn vom Kongres ebenso freundlich aufgenommen werden wie Däne- eines Großsiegel- Bewahrers von Frankreich, marks Vorschlag, dänisch Westindien zu verkaufen, dessen Wert für welcher in der politischen Welt großes Ansehen genossen. Nun die Union durch ihre Erwerbungen im spanischen Striege fehr wurde sie zur Madame Therese Humbert, geborenen d'Aurignac. zurückgegangen sei. Damit Um Robert Henry Crawfords aufgespeicherte Millionen ins Rollen würde Amerika nicht nur seine finanzielle Souveränität an Venezuela begründen, sondern auch einen zu bringen, kaufte Madame Humbert zunächst auf Kredit ein schönes wertwollen politischen Stüßpunkt gewinnen. Der ganze Hotel in der Avenue de la Grande Armée zu Paris, ein herrliches Amerikas wirtschaftlichen und politischen Einfluß Armée bei Madame Humbert, wie sie erzählte, zwei unbekannte Sereuzzug der Verbündeten hätte dann lediglich die Wirkung gehabt, Schloß bei Melun und ein Landgut bei Narbonne. Da stellten sich eines Tages im Hotel der Avenue de la Grande auf Südamerika außerordentlich gefördert zu haben! Herren vor; sie nannten sich Robert und Henry Crawford und beBankier Seligmann bei der Erfüllung der Bedingungen seines| instituten, die im Vertrauen auf die vermeintliche Riesenerbschaft Abkommens mit Venezuela zu unterstützen. enorme Summen gegen wucherische Zinsen liehen, 40-50 Millionen Amerika würde freilich befagten Banfier Seligmann nicht Frant abzuknöpfen. umsonst unter seine Fittige nehmen wollen. Vielmehr würde Amerika Die genialen Schwindelmanöver der Familie seien noch einmal feine finanzielle Unterstützung Venezuelas, wie sich das Berliner dargelegt: Tageblatt" melden läßt, von der Im Jahre 1883 verstarb angeblich der amerikanische Millionär Tageblatt" melden läßt, von der Robert Henry Crawford. Sein Vermögen, das mehr als hundert Abtretung der Jusel Margarita, Millionen Frank betrug, bestand ausschließlich in mobilen Werten, Der Präfekt hat dem Streikausschuß versprochen, angesichts der Beendigung des Streiks für die Freilassung Nivellis wirken zu wollen. Natürlich! Der Willfüraft, als welcher sich Rivellis VerHaftung darstellt, hat seinen Zweck erfüllt, man kann also großmütig sein. England. ( Eig. Ber.) In der gestrigen Sigung des Unterhauses stellten John Die Arbeitslosenfrage im Parlament. London, 18. Dezember. Burns und Steir Hardie einige Anfragen an Mr. Long, dem Präfidenten der Lokalregierung, über die Arbeitslosigkeit in England. Burns meinte, der Präsident sollte die Lokal- und Armenverwaltungen London, 19. Dezember. Das„ Reutersche Bureau" erfährt, daß haupteten, leibliche Neffen des verstorbenen Robert Henry Crawford unternehmen, während Keir Hardie ihn fragte, ob es nicht Zeit wäre, richterlichen Beilegung der Venezuela- Angelegenheit zu hat, legten ein vom Onkel Robert Henry Crawford geschriebenes beauftragen, eine vereinigte Aftion zu Gunsten der Arbeitslosen zu die Formen und Bedingungen, die bei einer schied zu sein. Diese beiden Herren, die außer Madame Humbert, ihrem Manne und ihrer Schwester nie wieder ein sterbliches Auge gesehen die Lokalverwaltungen aus Staatsmitteln zu unterstützen, damit sie beobachten seien, noch Gegenstand eines ausgedehnten Testament vor, und dieses Schriftstück war gewiß geeignet, der besser im stande find, die Arbeitslosigkeit zu mildern. Mr. Long Meinungsaustausches, zwischen den Vereinigten Sundert- Millionen- Erbin ernste Schwierigkeiten zu bereiten. Onkel gab unumwunden zu, daß die Zunahme des Pauperismus Staaten und Europa bilden, ehe die Niederlegung der Crawford, Original wie immer, hatte nämlich an demselben Orte in London eine ungewöhnliche sei, meinte jedoch, daß Antworten der Mächte in einem einheitlichen Schriftstück erfolgen und an demselben Tage, an welchem er durch das erſterwähnte die Arbeitslosigkeit im allgemeinen nicht schlimmer sei als früher. kann. Ehe das letztere ausgearbeitet ist, sei keine bestimmte Ver- Testament Therese Daurignac zur Erbin einsetzte, ein andres Die Regierung könne nichts thun. einbarung möglich. Testament abgefaßt, und dieses hatte folgenden Wortlaut:„ Dies ist mein Testament. Ich will, daß alles, was ich besize, nach meinent Tode in drei Teile geteilt wird: ein Drittel für Marie d'Aurignac, ein Drittel für meinen Neffen Henry Crawford und ein Drittel für meinen Neffen Robert Crawford. Die beiden letzteren sind verpflichtet, in Frankreich ein von ihrem Erbteil zu entnehmendes eine lebenslängliche Rente von monatlich dreißigtausend Frank zu Sapital anzulegen, welches ausreicht, um an Therese d'Aurignac zahlen. Nizza, den 6. September 1877. R. H. Cratoford." Afrika. Hamburg, 20. Dezember. Die für das beschlagnahmte venezolanische Kriegsfahrzeug, Restaurador" bestimmte Besatzung Die Uitlander nach dem Kriege. Die Naftlosigkeit der Ausländer wird mit dem Dampfer, Sibiria" am 23. d. M. von hier aus in Transvaal war bekanntlich der hauptsächliche moralische Recht die Ausreise antreten. Der Mannschaftstransport, welcher auch den fertigungsgrund für das englische Vorgehen gegen Transvaal, das neu zu bildenden Stab der Kreuzerdivision umfaßt, beträgt im dann zum Kriege führte. Nach einem Telegramm aus London ganzen 5 Offiziere, 1 Corps- Gerichtsrat und 120 Mai. scheint es nun aber, als ob die Engländer die Ausländer Der Dampfer ist ferner dazu bestimmt, den Schiffen der Krenzer duraus nicht besser behandeln wollten als die Boeren. Der division Munition und Kohlen zuzuführen. Er wird auf der AusStandard" berichtet aus Johannesburg vom 17. Dezember: reise zunächst Cardiff anlaufen. Auf Aufforderung Milners unterbreitete der Stadtrat bon Johannesburg ihm eine Zusammenstellung der Grundsätze, wonach die städtische Verwaltung Johannesburgs gehandhabt werden soll. Es wird darin empfohlen, Partei- Nachrichten. nur britische Unterthanen als wähler zuzulassen. Gemeindewahlen. Zu Lugan in Sachsen eroberten die ParteiDem Bericht wird hinzugefügt, es würde richtig sein, den genossen drei neue Mandate von fünf streitigen. Ferner wurden in Fremden auch nicht in der Kommunalverwaltung Sachsen gewählt in Neudorfchen bei Mittweida zwei Genossen, politische Macht zu gewähren. in Oberwiesa und in Schweifershain je einer. In Kleinborstel im Hamburgischen Landgebiet wurde der socialdemokratische Vertreter wieder gewählt. Die britische Heuchelei tönnte sich nicht besser entlarben, als durch eine derar..ge Fortsetzung der seiner Zeit in England selbst als so rückständig und ungerecht gebrandmarkten Boerenpolitik! Venezuela. Totenliste der Partei. In Bochum starb im Alter von 60 Jahren der Parteigenosse Wilhelm Fröhlich. Mit ihm ist einer der ältesten Kämpfer im Ruhrgiete zur ewigen Ruhe gegangen. In den 70er Jahren war er schon eifrig politisch für die Arbeiterbewegung thätig und später auch gewerkschaftlich. Alle, die ihn gekannt, werden ihm ein treues Andenken bewahren. " Die Neffen Crawford, zwei brave und so uneigennüßige Jüng linge, wie man sie in der wirklichen Welt kaum findet, erklären jedoch folgendes: Es liegt uns nichts am Gelde. Dreiunddreißig und ein Drittel Millionen haben für uns feinerlei Reiz, denn wir besitzen selbst ein jeder ungefähr zweihundert Millionen. Wir wollen etwas andres. Wir wissen, daß der letzte Wille unsres Onkels war, eine innige Verbindung zwischen den Familien Crawford und d'Aurignac But stiften. Er wünschte, daß einer von uns eine der Therese d'Aurignac Schio e stern d'Aurignac heirate. ist vermählt. Wir verlangen also die Hand von Marie d'Aurignac für den von uns, den sie erwählen wird. Wir werden von unsren Erbrechten abstehen, wenn diese Dame sich entschließt, einem von uns ihre Hand zu reichen." Man tam bald überein, daß es das beste sei, bis zu der durch Marie d'Aurignac zu fällenden Entscheidung die einhundert Millionen zu sequestrieren und Madame Humbert selbst zur Hüterin des Schakes zu bestellen. Die Wertpapiere tourden unter gemeinschaftliche Siegel Fortschritte der socialdemokratischen Organisation in Norwegen. Der Humberts und der Crawfords gelegt und Madame Humbert Trozdem der neue Organisationsplan der norwegischen Social- übergeben. Madame Humbert war von jetzt ab also nur Hüterin des demokratie erst auf dem nächsten Parteitag endgültig festgestellt Schayes; bei Strafe des Verlustes aller Anrechte auf das gigantische werden soll, haben die diesbezüglichen Beschlüsse des letzten Partei- Vermögen darf sie an die Millionen nicht rühren. Die achtzehn über die Blockade der venezolanischen Häfen von Puerto Cabello tages jetzt schon fruchtbare Anregung zur Gründung von einheitlichen Monate, die Marie d'Aurignac noch von ihrer Großjährigkeit und Maracaibo. Organisationen nach dem neuen Plan gegeben. Bereits am 23. No- trennen, werden bald herum sein; so dachte nicht nur Madame Bom 20. Dezember 1902. vember hielten in Lilleström die Parteigenossen des Akershus Humbert, so dachten auch ihre Gläubiger und auch eine große Anzahl Amte 3 einen Kongreß ab und gründeten eine Amtsorganisation, von Personen, die sich bereit fanden, der hundertfachen Millionärin der 17 Bereine beitraten. Nun wird berichtet, daß am 10. Dezember über die kurze Wartezeit, die sie noch von dem definitiven Erwerb der im Tromsö- Amt, im hohen Norden des Landes eine Amts- Millionen trennen, hinwegzuhelfen. organisation gegründet wurde, ebenfalls mit 17 Vereinen. Das ist Die achtzehn Monate vergingen, und als die Gläubiger kamen die Socialdemokratie ist. wieder ein Beweis dafür, daß in Nordland fruchtbarer Boden für und nach ihrem Gelde fragten, erzählte Madame Humbert ihnen Die Blockade. " Eine offizielle Erklärung im Reichs- Anzeiger" fündigt nunmehr die Verhängung der Blockade an. Das amtliche Aftenstück lautet: Bekanntmachung Nachdem die Regierung der Vereinigten Staaten von Venezuela es abgelehnt hat, den ihr mitgeteilten Forderungen der kaiserlichen Regierung zu entsprechen, wird die Blockade über die Häfen von Puerto Cabello und Maracaibo verhängt. Die Blockade tritt am 20. Dezember 1902 in Wirksamkeit. Schiffe unter andrer als venezolanischer Flagge, die vor dem Datum dieser Bekanntmachung aus westindischen oder ostamerikanischen Häfen abgesegelt sind, erhalten eine Frist und zwar Segelschiffe 20 Tage, Dampfer 10 Tage. Aus allen andren Häfen erhalten Segelschiffe eine Frist von 40 Tagen, Dampfer eine solche von 20 Tagen. Schiffe unter andrer als venezolanischer Flagge, die an dem Tage dieser Bekanntmachung in den blockierten Häfen liegen, erhalten eine Frist von 15 Tagen. Schiffe, welche versuchen, die Blockade zu verlegen, werden den Maßnahmen unterliegen, die völkerrechtlich und nach den Verträgen mit den neutralen Mächten zulässig sind. Berlin, den 20. Dezember 1902. Der Reichskanzler. Graf von Bülow. Ob die Blockade lange dauern, oder auch nur über die Karenzfrist währen wird, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich wird die Annahme eines schiedsgerichtlichen Vorschlags das Jukrafttreten der Blodade verhindern. Daß Deutschland recht übel beraten war, als es sich zu der ganzen Benezuela- Campagne entschloß, sehen jetzt mehr und mehr auch die bürgerlichen Blätter ein. So schreibt die, Rheinisch= Westfälische Zeitung": Die Aftion gegen Venezuela hat einen recht apoka Thptischen Charakter. Sie ist ein Krieg, der fein offizieller Krieg ist; sie besteht in einer Blockade, die friedlich ist, trotzdem das Völkerrecht nur eine kriegerische Blockade kennt. Da kann es denn nicht wunder nehmen, wenn auch das Ende dieses " Friedenskrieges" eine wunderliche Natur hat. Schiedsrichter oder nicht, monroedoktrinaristische Abhängigkeit oder stolze Souveränität, das ist alles hier nicht recht klar. g Polizeiliches, Gerichtliches usw. etwas andres. Wenn Madame Humbert das Gewebe, das sie gesponnen hatte, nicht zerrissen sehen wollte, so mußte sie den Gläubigern die UeberGewerkschaftlich ist politisch, also entschied die Kreishauptmann- zeugung von der Realität der Erbschaft verschaffen. Dazu war es schaft Chemnių. Auf eine Beschwerde wegen Ausweisung Minder- nötig, den Erblasser als eine wirkliche Persönlichkeit erscheinen zu jä iger aus gewerkschaftlichen Bersammlungen antwortete diese lassen, und dies konnte wieder nicht besser erreicht werden, als daBehörde: durch, daß seine beiden Neffen ihre eigne Eristenz in irgend einer " Denn daß diese Versammlung politischen Zwecken dienen sollte Weise manifestieren mußten. Und das thaten sie denn auch und auch gedient hat, erscheint erwiesen, da der Gegenstand des bald. Etiva seit dem Jahre 1885 ftrengten nämlich Henry und gehaltenen Vortrags und der Verhandlungen die gewerkschaftliche Robert Crawford eine lange Reihe von Prozessen gegen Arbeiterbewegung betraf, hierbei aber die Berührung politischer das Ehepaar Humbert an, durch welche sie die StraftiosFragen um deswillen nicht vermieden werden konnte, weil nach den erklärung des am 9. und 11. Dezember 1884 ge= allgemein gemachten Erfahrungen die gewerkschaftliche Arbeiter- f chlossenen Vergleiches verlangten. Alle Gerichte bewegung nicht nur die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der gaben den Crawfords Unrecht und ließen Madame Nechte derselben zum Ziele hat." Arbeiter, sondern auch die Wahrung und Erweiterung der politischen Humbert regelmäßig obfiegen. Was Wunder, daß unter solchen Umständen sich Geldleute und Banken fanden, die bis Da wären ja die Sachsen glücklich dort, wohin fie nach dem zum endgültigen Gewinn der Prozesse bereitwillig vorschossen. Wunsche aller Reaktionäre durch die Minderjährigen- Vorschrift Madame Humbert hat im Zeitraum von nicht ganz zwanzig Jahren kommen sollten. Nach der Logik der Kreishauptmannschaft kann die Summe von 40, sage und schreibe vierzig Millionen entlichen. man den Minderjährigen jetzt die Teilnahme an allen Gewerkschaftsversammlungen verivehren. Man braucht bloß ein Wort. Die Familie Humbert verhaftet. Das Geld floß der unermüdlich regen Madame Humbert in wahren Strömen zu. Sie kaufte Schlösser und Herrschaften. Sie brachte Diamantfelder an sich. Sie kaufte ein Fürstentum in Afrika. Sie gründete eine Zeitung für Herrn Freycinet. Sie hat eine Bank in Baris gegründet, eine Fattorei in Madagaskar ins Leben gerufen. Sie schuf auch wohlthätigkeits- Anstalten, so cin Asyl für alte Priester in Gemeinschaft mit Freimaurern, dann eine Affeturanz- Gesellschaft, für welche sie den Segen Aus Madrid wird vom Sonnabend gemeldet: Die aus Frankreich geflüchteten Mitglieder der Familie des Papstes erlangte. Humbert- Daurignac find hier verhaftet worden. Aber nun nahte dieser Tanz der Millionen feinem Ende. Die Ueber die Verhaftung werden in einem späteren Telegramme Behörden wurden aufmerksam. Man wollte das Geld sehen. folgende Einzelheiten gemeldet: Seit mehr als zwei Monaten Nachdem alle Klagen der Crawfords von den Gerichten zurückNicht zum mindesten ist unsre Koalition mit Eng waren der Polizei von Madrid Personen verdächtig vorgekommen, gewiesen worden waren, drängten die Gläubiger darauf, daß endlich I and daran schuld, in der unser neuer Kurs zuerst eine Recht- welche ein Haus in der Calle de Ferraz bewohnten. Am Freitag der lange gehütete Goldhort ausgeschüttet werden solle. fertigung der englischen Liebespolitik gesehen haben wollte, die sich sah ein Polizeibeamter Romain Daurignac in das Haus eintreten. Infolge einer Verhandlung, die auf Antrag eines Gläubigers aber jetzt als recht unglückliche Ehe darstellt. Unser englischer Der Beamte verschaffte sich sofort die gerichtliche Ermächtigung zum stattfand der Mann verlangt die Zahlung von 130 000 Frank Verbündeter thut sein bestes, um aus der unliebsamen Verbindung Betreten des Hauses, dessen sämtliche Zugänge bewacht wurden ist gerichtlich beschlossen worden, die notarielle Inventarisierung des mit uns insofern Kapital zu schlagen, daß er uns bei Onkel und läutete an der Pforte. Es antwortete aber niemand, doch hörte sequestrierten Schabes vornehmen zu lassen. Jonathan als koloniallustigen Draufgänger auschwärzt. So wird man im Innern leise sprechen. Der Beamte läutete hierauf zum Das geschah denn auch, nachdem inzwischen ein fleiner Hausjetzt in England sehr auf eine Ausderweltschaffung des Venezuela- zweitenmal und forderte im Namen des Gesetzes auf, die Thür zu brand glücklich gelöscht worden war. In dem Geldschrank, Konfliktes durch das moderne Schiedsrichtertum öffnen. Nach 20 Minuten wurde geöffnet und die Polizei drang der das streitige Vermögen bon 100 Millionen hingearbeitet, und als Kadi empfieht sich Onkel in die Wohnung ein und verhaftete das das Ehepaar enthalten sollte, fanden fich Wertpapiere in Jonathan." Humbert, deren Tochter Eva, Romain, Emil göhe von 20000 Grant, wertlose Schmucksachen und Marie Daurignac. Auf Befragen erklärten die Ver- und alte Zeitungen. hafteten, sie seien das Opfer einer großen Schändlichkeit und stießen Die Gaunerfamilie war inzwischen ausgerückt. Sie hatte rohungen gegen verschiedene bekannte er ihre Vorkehrungsmaßregeln derart getroffen, daß es ihr gelang, sönlichkeiten in Frankreich aus. Sie fügten hinzu, feit Anfang Mai d. Js. bis jetzt ihren Aufenthaltsort geheim zu daß sie seit dem 9. Mai in Madrid seien und sich halten. Bekanntlich wurde von nationalistischer und Klerikaler von Paris direkt dorthin begeben hätten. In der Wohnung Seite wiederholt behauptet, daß die Polizei an der Ergebnislofigunter amerikanischer Protektion das Geschäft machen zu wollen. Der Verhafteten wurden Schmucksachen im Werte von etwa feit der Nachforschungen Schuld trage. Wie wenig gerade sie Das„ Laffan"-Bureau meldet aus Washington: 10 000 Frank, zwei Lose und 2275 Pesetas an Geld Ursache zu einer solchen Anklage hatten, geht daraus hervor, daß Wie von gut unterrichteter Seite verlautet, wird die schiedsgefunden. An dem Hause wurden die Siegel angelegt und gerade klangvolle nationalistische und klerikale gerichtliche Erledigung der Differenzen mit Venezuela die sämtlichen Verhafteten zur Verfügung des französischen Bot- Namen die ungeheuerlichsten Schwindeleien der Gauner- Familie der Basis einer Garantie des New Yorker schafters gestellt. Ein Fluchtversuch durch ein Fenster war durch die deckten. So war gerade der wirksamste juristische SachBankiers Seligmann für die Bezahlung der deutschen Gendarmerie vereitelt worden. Die Polizei vermutet, walter der Madame Humbert, Rechtsanwalt du Buit, eine und englischen Forderungen erfolgen; diese sollen 5 400 000 Pfd. daß die Familie Humbert, ehe sie das Haus den Beamten öffnete, ferifal- nationalistische Leuchte des Pariser Advokatentums. Er Sterl. betragen. Man glaubt, daß die Sache binnen weniger wichtige Papiere vernichtet hat. war es, der die Rechtsanwalte der inzwischen mißtrauisch gewordenen Geldgeber barsch anfuhr. Sein Name prangie als juristischer Beirat" im Verwaltungsrat der ReibrentenAnst alt", die von der Familie Humbert speciell zum Einfangen Keiner Gimpel errichtet worden war! Ontel Jonathan wird freilich nicht direkt den Schiedsrichter spielen, da er keine Lust hat, seinerseits den Eyekutor zu spielen. Es scheint aber, als ob er einen Mittelweg finden werde, um den Konflikt beizulegen. Und zwar scheint der auf Bankier Seligmann Lage mit dem Washingtoner Kabinett vereinbart Die Affaire Humbert war die größte Privat sein wird. Die amerikanische Regierung lehnt es zwar ab, bei schwindelei, von der die Geschichte überhaupt zu berichten der Transaktion irgendwie als beteiligte Partei zu handeln, stellt weiß. Die Gaunerfamilie hat es fertig gebracht, ihren Opfern, in aber ihre guten Dienste zur Verfügung, um den der Hauptsache glücklicherweise großen Banticus und Finanz Und neben du Buit stand im Dienste der Gaunerin der Notar Lanquest, der zugleich der Notar des Prätendenten, betrug 49 528. des Herzogs von Orleans, war. Die Gauneranſtalt berief 0 Die Gesamtzahl der verurteilten Jugendlichen( 12 bis 18 Jahre)| Vereins deutscher Schuhmacher gemeint sind nicht mehr zu folgen. Wie aus dem Flugblatt hervorgeht, hat die Arbeiterorganisation einzelnen Farifanten gegenüber ihre Forderungen durchgefeßt, und sich ferner als auf ihre Schutzpatrone auf die Erzbischöfe Von der Krisis. In der letzten Stabiberordneten Sigung in nun gebietet die Pflicht der Selbsterhaltung"( muß heißen das Recht Richard( Paris), Coullé und Labouré und auf den Offenbach wurde ein recht erhebliches Anwachsen des Kranken- auf unbeschränkte Ausbeutung) dem Fabrikantenverein, den Kampf Bapst, deren Porträts im Reflame- Prospektus der Anstalt standes des hiesigen Strankenhauses gemeldet. Weiter wurde noch gegen die Arbeiterorganisation aufzunehmen, und als wirksame Waffe prangten. Und wer hat als Gerichtsvorfiender jahrelang berichtet, daß der Umfag des hiesigen Leibhauses ein zwei bis drei Die Schließung der Fabriken, also die allgemeine Aussperrung vordie schwindelhafte Prozessiererei der Humbert wohlwollend gewähren fach höherer fei als der der Städte Darmstadt und Wiesbaden, was zunehmen. Dem Kampfruf der Fabrikanten folgte als Antwort ein Taffen, auch dann noch, als der Schwindel in die Augen springen ja bei dem Charakter Offenbachs als Arbeiterstadt leider mir zu Flugblatt des Vereins deutscher Schuhmacher und eine Versamm mußte? Sein andrer als Périvier, ein klerikal begreiflich erscheint. Wenn man noch hinzunimmt, daß auch lung, wie sie Birmasens noch nie gesehen hat. Mehr als nationalistischer Parteigänger! die Klagen wegen zunehmender Arbeitslosigkeit in in letter 8000 Personen waren zusammengekommen, um zu befunden, Beit vont der Bürgermeisterei öfter ertönten, 10 fann daß sie fest und tren zur Organisation der Arbeiter halten, man wohl ermessen, ermessen, daß die wirtschaftliche Lage eine und int Vertrauen auf den Zusammenhalt der Arbeiter feineswegs allzu rosige ist. Eine am legten Sonntag hier ab- ben Maßnahmen der Fabrikanten ruhig entgegensehen. Der Erfolg, gehaltene Arbeitslosenzählung ergab nach einer einer borläufigen den das Flugblatt der Fabrikanten erzielte, fann die Arbeiter Busammenstellung 298 völlig arbeitslose und 102 nur mit verkürzter durchaus befriedigen, denn der Verein deutscher Schuhmacher hat in Arbeitszeit beschäftigte. Da ein genauer Ueberblick noch nicht vor- Pirmasens 800 neue Mitglieder zu verzeichnen. Unter diesen Ulm liegt, fo fann auch nicht angegeben werden, wieviel sonst ständen wird es bei der Drohung mit der Aussperrung wohl Beschäftigungslose zur Zeit mit städtischen Arbeiten beschäftigt sein Bewenden haben. Nach der Meldung eines Berliner Blattes fann die Aus Tieferung der Humberts nur wegen Betruges durch Verivendung gefälschter Dokumente verlangt werden. Der Betrug als folcher ist verjährt. Aus Industrie und Handel. leber die Bauthätigkeit in Berlin und seinen Nachbarstädten werden. Ein genauerer Ueberblick über die Folgen der Krise in Der Konflikt der Gärtner in Plauen t. V. ist als beendet anbringt der foeben veröffentlichte Jahresbericht des Vereins Berliner den hiesigen Industriezweigen würde sich erst ergeben, wenn man auschen. Die Gärtnereibefizer haben versprochen, feine Entlassungen Grundstücks- und Hypothekenmakler längere Ausführungen. Die auch auf unfren benachbarten Ortschaften, die die Mehrzahl ihrer vorzunehmen und den Verein der Gehilfen anzuerkennen. Bauthätigkeit in Berlin und seinen Vororten", heißt es darin, Bevölkerung in die Offenbacher Fabriken schicken, Arbeitslosen- vorzunehmen und den Verein der Gehilfen anzuerkennen. war eine überaus lebhafte und konnte fich dank der Flüssige brigens das neugegründete Gewerkschaftskartell am kommenden Bählungen vornehmen würde. Jm benachbarten Bürgel wird feit des Kapitals reich entfalten. Im Norden, zwischen den Ringbahnhöfen Wedding, Gesundbrunnen, Schönhauser und Brenzlauer Allee, im Osten bei den Stationen LandsSonntag eine solche Zählung vornehmen. 1899 Sterblichkeit in Australien und in Europa. Für einen Vergleich berger Allee, Centralvichhof und Frankfurter Allee bis der Sterblichkeit in diesen Gebieten werden in der Zeitschrift für südöstlich zum Görlizer Bahnhof entstanden vollständig neue Socialwissenschaft" folgende giffern einander gegenübergestellt: Bezirke. Neu angelegte Straßen wurden teilweise voll bebaut. Sterblichkeit auf 1000 der Bevölkerung Barzellen in älteren Straßenzügen wurden mit Grundstücken besetzt. 1881-1890 Die Baulust war lebhafter als je zubor. Dasselbe Bild zeigte sich westlich vom Bahnhof Wedding, im Nordwesten zwischen den Stationen Wedding, Butliz-, Beusselstraße bis zur Charlottenburger Grenze und füdlich bis zur Spree, den ganzen Stadtteil Moabit umfassend. Die Bauthätigkeit verspricht auch im nächsten Jahre im allgemeinen lebhaft au werbent." Ebenso war auch die Bauthätigkeit in Schöneberg, Wilmersdorf und Charlottenburg eine recht rege. lebrigens famit, wie bei früheren Gelegenheiten so auch jetzt, der Vorstand es nicht übers Herz bringen, nicht gegen die Thätigfeit der Baugenossenschaften und das Eingreifen der Kommunen in das Bauwesen zu polemisieren; doch sind seine Auslassungen fo lahm, daß sich ein Wort der Entgegnung kaum lohnt. " Großbritannien Deutschland Destreich Ausland. Der schwedische Eisen- und Metallarbeiter- Verband hat mit 5202 gegen 1277 Stimmen beschlossen, der Landesorganisation der Gewerkschaften nicht wieder beizutreten. Dieser Beschluß ist nicht aus principiellen Meinungsverschiedenheiten, sondern aus materiellen Erwägungen hervorgegangen. Die Mehrheit ist von der Ansicht aus gegangen, daß der Verband, der mit seinen ca. 15 000 Mitgliedern bie größte Gewerkschaftsorganisation Schwedens ist, alleinstehend Teistungsfähiger sei als in Verbindung mit einer Anzahl schwächerer Organisationen, für die bei großen Streits und Aussperrrungen laut Statut der Landesorganisationen Ertrabeiträge verlangt werden, die pro Woche bis zu 50 Dere pro Mitglied betragen können. Der Beschluß der Metallarbeiter wird als eine Abwendung von der Socialdemokratie in der bürgerlichen Preise aufgefaßt und sympathisch be grüßt. Das fann als ein Zeichen dafür gelten, daß der Beschluf; fein glücklicher ist. Wenn er auch an der principiellen Stellung des Es ist in hohem Grabe bemerkenswert, wie sehr die auftralife Verbandes, deffen Mitglieder größtenteils auch am politischen Stampi Sterblichkeitsziffer hinter jener selbst der begünstigsten europäischen der Arbeiterschaft teilnehmen, nichts ändert, so zeugt er doch von Länder zurüdsteht. Bekanntlich find die Arbeiter der australischen auffallendem Mangel an Solidaritätsgefühl. Stolonien die bestgestellten der ganzen Welt; sie haben das Bielfache eines bentschen Arbeitereinkommens bei viel billigeren Lebens 1895 19,0 18,8 18,3 • 25,1 22,1 21,5 29,5 27,8 25,8 33,4 29,6 27,1 20,8 19,1 17,6 21,0 18,6 17,1 Schwedent 17,1 15,2 Australien 14,0 11,9 17,6 12,4 Ungarn Schweiz Holland mitteln. Es sterben beshalb in Auſtralien auch nur halb so viel Letzte Nachrichten und Depeschen. Menschen wie in Deutschland. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Formerstreit bei Jachmann. Gegen die Kardörfferei. Braunschweig, 20. Dezember.( B. H.) In einer stark besuchten Versammlung des Bundes der Landwirte, in der die Abgg. Liebermann von Sonnenberg, Dr. Hahn und mehrere braunschweigische LandtagsAbgeordnete sprachen, wurde, wie die„ Braunschw. N. N." melden, nach stürmischer Debatte mit überwältigender Mehrheit eine Resolution angenommen, in der das Bedauern ausgesprochen wurde, daß der Bertreter des zweiten braunschweigischen Reichstags- Wahlkreises Herr v. Kaufmann( natl.) für den Antrag Kardorff gestimmt hat. Förderung und Absatz des Rheinisch- westfälischen Kohlensyndikats. Die Rheinisch- Westfälische Zeitung" meldet: In der heutigen Zechenbefizer Bersammlung des Kohlensyndikats tourde die Förderungseinschränkung für das erste Quartal 1903 auf 20 Pro3. gegen bisher 24 Proz. ermäßigt. Im Oktober und November betrug die Beteiligungsziffer bei 27 beziv. 231 Arbeitstagen( gegen 27 bezo. 244 Arbeitstage im Vorjahre) 5 574 474 Tonnen oder arbeitstäglich 206 134 Tonnen, der eine Förderung von 4579 595 Tonnen oder Anfang Dezember sahen sich die Former der Firma Jachmann arbeitstäglich 169 615 Tonnen gegenüberstand. Die Minder wegen beabsichtigter Abalige gezivungen, in den Ausstand zu treten. förderung gegenüber der Beteiligungsziffer betrug im Dftober 994 879 Der Streif dauerte givei Lage und endete mit einem bollen Erfolg oder arbeitstäglich 86 847 Zonnen, und im November 599 959 oder der Arbeiter. Doch der Friede sollte nicht lange dauern. Am arbeitstäglich 25 805 Tonnen, gegen 880 643 oder 32 616 Tonnen Freitag, den 12. d. M., wurde die Arbeit wieder aufgenommen und im Oftober 1901 und 577 547 ober 23 816 Tommen im November 1901. am 18. gab es bereits wieder neue Differenzen. Zwei Sollegen, die bgefcit wurden insgesamt im Oftober 4577 668 Tonnen, oder bei den erledigten Differenzen zuerst mit den Abzügen bedroht Familie Humbert wird weiter gemeldet: Heute früh 8½ the Madrid, 20. Dezember.( W. T. B.) Zu der Verhaftung der 100 548 Tonnen arbeitstäglich, und im November 4 235 460 Tonnen, waren, wurden furzer Hand entlassen. wurde 1hr ober 182 170 Tonnen arbeitstäglich. Dies bedeutet gegen Oftober angegeben, daß dieje atvei nur aus Bersehen wieder ein wurden fämtliche Mitglieder der Familie Humbert Daurignac auf 1901 eine arbeitstägliche Zunahme um 8981 Tonnen oder 5,59 Proz. gestellt seien. Weiter wurde drei Arbeitern bedeutet, daß sie die Präfektur gebracht. In ihrem Besize wurden 2750 Fr. in Noten und gegen November 1901 eine ebensolche um 11 415 Zonnen oder zu teuer feien, fie müßten der eine 10 Pf. pro Stunde, die beiden der Bank von Spanien und 1350 Fr. in Noten der Bank von 6,69 Proz. audren je 8 Bf. pro Stunde billiger arbeiten, und sollte der Stunden- Frankreich sowie 410 Fr. in französischem Gold gefunden. Heber die Ursachen des besseren Absages in den legten Monaten verdienst um so viel heruntergesetzt werden. führte Direktor Dife aus: Als Grund Das ganze war zweifellos eine Provokation, darauf angelegt, neue Differenzen mit den Arbeitern zu bekommen. Zur Berhaftung der Familie Humbert. D Der Präfelt hat erklärt, die Anwesenheit der Familie Humbert in Madrid sei ihm seit 6 Tagen bekannt gewesen, er habe mit ihrer Die Gründe für die Besserung im Absatz sind verschiedenartiger Verhaftung aber gewartet, um sie sicher zu machen. Der Präfelt Natur. Zunächst ist es der früh und mit außergewöhnlicher Stärke Es ist bestimmt von dritter Seite auf die Firma eingewirkt ersuchte den König um Belohnungen für die Polizeibeamten, die bei einfegende Winter gewesen, der sowohl für Hausbrand als auch für worden und zwar von der Gartenstraße aus. Sonnabend, 18. d. m, der Verhaftung beteiligt gewesen sind. die Industrie einen verstärkten Verbrauch an Brennmaterial hervor früh, war eine Stonferenz im Nachweis der Kühnemänner, zu der Einem Berichterstatter gegenüber äußerte Romain Daurignac, gerufen hat. Dabei hat sich gezeigt, daß unsre Großhändler, auch der Geschäftsführer der Firma Jachmann geladen war. Auf diese fie feien die Bestohlenen, man habe ihnen gegenüber eine große besonders in den westlichen Provinzen, wohl infolge des vorfährigen Konferenz ist die aufs neue ausgebrochene Differenz ficher Niederträchtigkeit begangen. Dann fügte er hinzu: Wenn wir nach außerordentlich milden Winters den thatsächlichen Bedarf bei ihren zurückzuführen. Man wollte Streit haben mit den Arbeitern. Frankreich kommen, werden wir ganz offen sprechen und unfre UnEinläufen erheblich unterschätzt hatten und daher gezwungen gewesen Das geht aus der Entwickelung der ganzen Sache mit Sicherheit schuld beweisen. find, größere Mengen nachzukaufen. Wir haben noch im laufenden hervor. Madrid, 20. Dezember.( W. T. B.) Bald nach der Verhaftung Monat ansehnliche Bujagmengen verkauft. Die Lager am Oberrhein nebrigens zeigt sich hier mit aller mur wünschenswerten Deut- der Familie Humbert- Daurignac begab sich der französische Botsind zum größten Teil gelichtet, so daß man bei der durch den Frost lichkeit, wer der Friedensstörer ist. Nämlich die Herren aus der schafter nach ihrer Wohmmg, wo sie von Polizeibeamten bewacht erschierten, stellenweise ganz geschlossenen Schiffahrt gezwungen ge- Garnstraße". wurden, und hatte mit den Mitgliedern der Familie eine Unterredung. wesen ist, größere Bezüge auf dem Bahnwege zu machen. Auch unfre Daß sich die Arbeiter von Jachmann diese grobe Herausforderung Später stattete der Botschafter dem Präfeften feinen Glückwunsch Eiſenindustrie hat in der letzten Zeit start bezogen, so daß auf nicht gefallen laffen konnten, ist felbstverständlich, und haben die wegen der gelungenen Verhaftung ab. cine bessere Beschäftigung derselben geschlossen werden muß... Sollegen einmütig die Arbeit niedergelegt und verlangen die WiederDann aber haben wir dem französischen Streit in diesem Jahre einen herstellung des alten Zustandes. nicht geringen Mehrabsatz zu verdanken. Obgleich der Streik gegen Wir ersuchen alle Kollegen, den Betrieb von Mitte November beendet war, haben wir noch im laufenden Monat Jachmann zu meiden, bis die Differenzen er nennenswerte Verkäufe nach Frankreich und Belgien thätigen fönnen, ledigt sind. die auf den Streit zurückzuführen find. Auf Siesen Absatz werden wir für die Folge nicht mehr zu rechnen haben. " Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverivaltung Berlin. Deutsches Reich. Der Weberstreit in Meerane- Glauchan. 5 Die Verhafteten wurden ins Gefängnis gebracht, die Frauen getrennt in das Frauengefängnis, die Männer in Zellen des Hauptgefängnisses. Baris, 20. Dezember.( W. T. B.) Sofort nach Bekanntwerden der Nachricht von der Berhaftung der Humberts sandten die Unterfuchungsrichter Andre und Leydet das Ersuchen nach Madrid, eine Hausfuchung vornehmen zu lassen und alle Bapiere sowie sonstigen Dokumente und die Gelder mit Beschlag zu belegen, welche im Besig der Familie Humbert gefunden werden könnten. D aus Gründung einer chinesisch japanischen Bank. Japan macht in neuester Beit bedeutende Anstrengungen, wirtschaftlich in China an Einfluß zu gewinnen. Wie die Zimes" aus Totio vom 14. d. M. Der Justizminister hat in einer Unterredung feiner Freude melden, hat die Regierung im Repräsentantenhause einen Gefezüber die Verhaftung der Humberts Ausdruck gegeben und hinVom Vorstand des Tegtilarbeiter Verbandes erhalten wir zugefügt, die Auslieferungs Formalitäten würden nicht viel entwurf eingebracht betreffend die Gründung einer chinesischfolgende Darstellung der Lage des Streifs: japanischen Bank zum Zwecke der Finanzierung japanischer UnterZeit in Ansprach nehmen. Er habe angeordnet, daß alle für nehmungen in China. Zu dem Grundkapital, das 20 Millionen gen Es ist insoweit eine Henderung im Streit eingetreten, daß in bie Auslieferung nötigen Schriftstücke noch heute abend nach Die ausgefegte Belohnung von betragen soll, will die Regierung feche Millionen beitragen. Die letzter Woche in Glauchau 7 Lohnwebereien mit 150 Arbeitern und Madrid übermittelt würden. 25 000 Frant werde ben spanischen Polizeibeamten Genehmigungsurkunde soll auf fünfzig Jahre lauten. Zweigbanken in Meerane 2 Lohntvebereien mit 53 Arbeitern den von den Arbeitern im Auslande werden Depofiten auf Binseszins annehmen und geforderten Lohntarif bewilligt haben, zugleich haben diese Lohn Polizeibeamte würden fich fofort nach Madrid begeben, um über gezahlt werden, welche sie wohl verdient hätten. Einige franzöfifche Prämienfcheine ausgeben. webereibesiger die schriftliche Erklärung abgegeben, fo lange der ben Aufenthalt der Familie Humbert in Spanien Ermittelungen an Streif dauert, für keine Firma, deren Leute im Streik stehen, Arbeit zustellen und die Verhafteten in Empfang zu nehmen, sobald die anzufertigen. In Meerane befinden sich noch 15 dem Fabrikanten Auslieferung bewilligt fei. verein angehörige Betriebe mit aufammen 1949 Arbeitern im Ausstand. Die Arbeiter halten noch fest an der Forderung: Anerkennug ihres Tarifs. Daß die Bewilligung dieses Tarifs möglich ist, beweist, daß bereits 9 fleinere, dem Fabrikantenverein nicht angehörige werden. Betriebe diesen Tarif bewilligt haben. Die Arbeiter wissen bestimmt, daß die Fabriken große Aufträge haben und nicht im stande sind, diese aufertigen zu tönnen. Die Arbeiter find geivillt, auch nötigen- Dberin des Marimilian- Waisenstiftes Elise v. Hensler verhaftet. München, 20. Dezember.( B. S.) Heute vormittag wurde die falls bis zum Frühjahr auszuharren, dann müssen die Lieferungen Diese Verhaftung hängt mit einer Anfang Oktober im genannten beginnen und die Fabrikanten müssen dann, um nicht die Kundschaft Stift vorgekommenen Affaire zusammen. Eine Pflegerin wurde damals, zu verlieren, ihre Fabriken in Betrieb segen und infolgebeffen die nachdem sie mit ihrer Oberin einen Streit gehabt, durch den Genuß Forderung ber Arbeiter anerkennen. von Kaffee schwer trant. Als man den Rest des Kaffees untersuchte, fand man Salzsäure darin. Die Generalversammlung des Düsseldorfer Bankvereins, die heute stattgefunden hat, beschloß mit 7622 gegen 319 Stimmen die Fusion mit dem Barmer Bankverein. Auf je 7000 Düffeldorfer Aftien entfallen 6000 Barmer, dividendenberechtigt ab 1903; außerdem werden den Aktionären 5 Pro3. Barvergütung gewährt, während bekanntlich zuerst nur 8 Proz. veranschlagt waren. Sociales. Kriminalftatistik für 1901. Nach den vorläufigen Mitteilungen in den Vierteljahrsheften zur Statistik bes Deutschen Reiches wurden im Jahre 1901 von deutschen Gerichten wegen Verbrechen und Vergehen insgesamt 497 300 Personen bestraft, was eine Zunahme von rund 27 500 Personen gegen das Jahr 1900 bedeutet, während die Jahre 1899 und 1898 um etwa 8000 höher standen wie 1900. Es ist also wieder eine merkliche Grhöhung der Kriminalität eingetreten, die wohl nicht mit Unrecht auf die Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse zurück geführt werden kann. Diese Zunahme zeigt fich auch bei einfachem Diebstahl von 70 950 im Jahre 1900 auf 75 221 im Jahre 1901, einfachem Midfalls- Diebstahl von 12 029 auf 13 101, fchiverem Diebstahl von 9218 auf 10 232, schwerem Rückfalls- Diebstahl von 2609 auf 8000, und in ähnlicher Weise stiegen auch die übrigen hauptsächlichsten Vermögensdelifte. Im beiderseitigen Intereffe ist jedoch zu wünschen, daß vorher Bernunft angenommen wird und eine Einigung stattfindet. Madrid, 20. Dezember.( W. T. B.) Man glaubt hier, daß die verhafteten Mitglieder der Familie Humbert am Dienstag nach Sendaye gebracht und dort den franzöfifchen Behörden übergeben Standal in einem Waifeustift. Briefmarkenfälscher- Prozeß. Chemnit, 20. Dezember.( B. H.) Im Briefmarkenfälscher- Prozes Wolffichen Bureau am Sonnabend verbreiteten Mitteilung der Schulz 2 Jahre, Keilbusch 1 Jahr 6 Monate, Meerſtein 1 Jahr Vom Bergarbeiteransstand in Oberschlesien. Nach einer vom wurde heute das Urteil gesprochen. Es erhielten: Buchbrucereibefizer Direktion der Hohenzollerngrube ist der Ausstand beigelegt. In der 6 Monate Gefängnis, diese brei außerdem 2 Jahre Ehrverlust; Bod gestrigen Nachtschicht und der heutigen Frühschicht sind fämtliche 11 Monate, Krufchwiz 4 Monate und Harburg 3 Monate Gefängnis. Bock Bergleute eingefahren. Von den Ausständen auf der Paulus- und der Deutschland- 20 M. Geldstrafe oder 4 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Angeklagten Photograph Schulz und Kobinger wurden zu je grube hört man nichts mehr. Es scheint, als ob die hierauf bezügliche Nachricht, die wir einer bürgerlichen Zeitung entnahmen, zu Börsensweden erfunden war. Hochwassergefahr. Frankfurt a. M., 20. Dezember.( B. H.) Das Wasser- Bauamt A Es stiegen ferner die Verurteilungen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte von 16 120 auf 17 081, ohne damit jedoch die Zahl von 1899 zu erreichen, Hausfriedensbruch von 22 218 auf Den Kampf gegen die Arbeiterorganisation hat der Verein der hat heute folgende Wasserstands- Nachrichten erhalten: Stehl- Rhein 22 816, gefährliche Körperverlegung von 98 079 auf 98 107, Nöthigung Schuhfabrikanten in Pirmasens aufgenommen. Die Organisation 2,95 Weter, steigt, der einzig fällt; Mannheim- Rhein 4,40 Meter, und Bedrohung nur geringfügig, bon 12 130 auf 12 852. der Arbeiter, der Verein deutscher Schuhmacher, hat in Birmasens steigend, Nedar fällt; Marau Rhein gestern 8,88 Meter, heute Sehr erheblich hat der Meineid wieder zugenommen, nämlich gute Fortschritte gemacht und die Interessen seiner Berufsgenossen 4,70 Meter, steigt; Wimpfen 3,91 Meter, fällt, höchfter Stand gestern von 615 auf 725, während seit Jahren bei diesem Delilt Abnahme ben Fabrikanten gegenüber mit Erfolg vertreten. Das ist für die 4,99 Meter. Die Station Langenfebold an der Frankfurt- Bebraer zu fonstatieren war. Auch die Sittlichkeitsbelikte weisen eine nicht Fabrikanten Grund genug, die Organisation mit blindwütigem Strede ist seit gestern durch Hochwasser vom Verkehr vollständig abunerhebliche Zunahme auf, so namentlich Unzucht mit Gewalt und Haß zu betrachten. Kürzlich hatte der Fabrikantenverein geschnitten. Bei Bingen steigt der thein rasch; um 6 Uhr heute an Kindern von 4760 auf 5142, wobei unzüchtige Handlungen mit ein Flugblatt verbreitet, welches sich an den gesunden Sim früh betrug der Pegelstand 2,08 Meter gegen 0,80 Meter bor Personen unter 14 Jahren die Mehrzahl bilden, nämlich 8794 im unfrer( der Fabrikanten) Arbeiterschaft" wendet und sie eindringlich 48 Stunden. Vom Oberrhein und seinen Nebenfiliffen wird weiteres Jahre 1900 und 4115 im Jahre 1901. ersucht, den berufsmäßigen Hezern" womit die Funktionäre des Steigen gemelbet. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Injeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerci u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 298. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 21. Dezember 1902. Berliner Partei- Angelegenbeiten. Zur Lokal- Lifte. Der Schießklub„ Centrum" in Ober- Schöne von 5 bis 6 Meter und eine Dicke von Meter. Die Landweide veranstaltet am ersten Weihnachts- Feiertage in Mörners straßen find viefach überschwemmt, so daß der Verkehr ſtockt. Zweiter Wahlkreis. Der Wahlverein veranstaltet am ersten Schäfersche Gesangberein der Elfer in der Neuen Phil- des Witterungsumschlages Hochwasser eingetreten. Besonders heftig Blumengarten ein Vergnügen; am felben Tage arrangiert der In ganz Sachsen und Thüringen ist seit gestern infolge Weihnachtsfeiertag in den großen Festfälen von Kliems Lotal, harmonie, Köpniderstraße 96/97, eine Festlichkeit. Man versucht nun ist das Vogtland und Thüringen heimgesucht. Tiefer gelegene Flächen Hasenhaide Nr. 13, ein Winterfest bestehend in: Vokal und Instrumental- Konzert, ausgeführt vom„ Berliner Sinfonie- Orchester" u diesen Vergnügungen Billets in Arbeiterkreisen abzusetzen, wir sind überflutet. Zahlreiche Unglücksfälle werden aus allen Teilen unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Mar Fischer, ferner folgen ersuchen die Karten zurückzuweisen, da beide Lokale der Arbeiterschaft des Landes gemeldet. Gesangsvorträge vom Gesangverein„ Kreuzberger Harmonie", sowie zu Versammlungen 2c. nicht zur Verfügung stehen. Theateraufführung von Mitgliedern des Wahlvereins. Nach dem Konzert findet Tanz statt. Da an der Kasse teine Eintrittskarten verabfolgt werden, müssen sich die Genossen vorher mit Billets versehen. Der Eintritt inkl. Garderobe kostet 40 Pf. Die Teilnehmer am Tanz zahlen 50 Pf. nach. Da das auserlesene Programm reichen Genuß verspricht, ladet der Vorstand zu zahlreichem Besuch ein. Dritter Wahlkreis. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 27. Dezember, 3. Feiertag, im Lokale Dresdener Kasino", Dresdenerstr. 96, ein gemütliches Beisammensein und am Mittwoch, den 31. Dezember, im Lokale von Voigt, Ritterste. 71-75, eine Silvester- Feier stattfindet. Anfang am dritten Feiertag abends 6 Uhr, am Sylvester abends 9 Uhr. Entree an beiden Tagen 20 Pf. inkl. Garderobe. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem modnak gemeldet: Die Lotal- Kommission. Vermischtes. Auch aus Ungarn kommen schlimme Nachrichten. In Preßburg ist in der Nacht zu gestern das Fabrikviertel sowie die angrenzenden Teile überschwemmt. = Ueber ein Eisenbahn Unglück wird aus Lille berichtet: Auf dem Bahnhofe in Provins bei Lens fuhr ein einfahrender Zug auf Himmelsrichtungen vor. Aus Kassel wird vom Sonnabendmittag leicht, verlegt. Nachrichten über Hochwassergefahren liegen aus den verschiedensten ein totes Geleiſe. Durch den Anprall wurden 20 Personen, zumeist Infolge des Tauwetters und der Niederschläge sind vielfach die Gingegangene Druckschriften. Flüsse aus den Ufern getreten und haben großen Schaden an- Socialistische Theaterstücke. Dämon Alkohol". Nach Maurice gerichtet. In Hersfeld wurde, die Badeanstalt und ein Eis- Bouchors:„ Die Muse und der Arbeiter" Dialog in einem Aufzuge von brecher, in Friedlos die Fuldabrücke, in Breitenbach ebenfalls H. Thurow. 1 Mark. Berlin, Expedition der die Fuldabrücke und in Wehrda ein Brückenbogen fortgerissen, a Heft 10 Pf. Berlag von Rich. Lipinski, Leipzig, Langeftr. 27. Das Werradorf Kleinbach ist meterhoch mit Wasser und EisJahresbericht des Schweizerischen Grütlivereins. fchollen bedeckt; die Schollen haben teilweise eine Länge und Breite Geschäftsjahr 1901. Zürich, Buchdruckerei des Schweizerischen Grütlivereins. Für das Vorwärts. Lipinski, Das Recht im gewerblichen Arbelle imis. Hest 4-8, Thalia- Theater. Urania. Palast- Theater Deutsche Konzerthallen Publikum gegenüber Feinerlei Charleys Verantwortung. Theater. Sonntag, den 21. Dezember. Freie Volksbühne. Lessing= Theater. 6./7. Abteilung. Der Tartüff. Anfang 24 Uhr. Metropol Theater. 11. und 12. Abteilung. Kollege Crampton. Anfang 23 Uhr. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Die Zauberflöte. Montag: 6. Symphonie- Abend der fönigl. Stapelle. Mittags 12 Uhr: SymphonieMatinee. Schauspielhaus. Das dunkle Thor. Montag: Die Journalisten. Neues Opern Theater. Nathan der Weise. Nachmittags 3 Uhr: Die Glode vom Helfenstein. Deutsches. Der arme Heinrich. Nachmittags 2, Uhr: Es lebe das Leben. Montag: Der arme Heinrich. Berliner. Alt- Heidelberg. Nachm. 2 Uhr: Der Struwwel peter. Montag: Alt- Heidelberg. Lessing. Madame Sans- Gêne. Montag: Das Theaterdorf. Central. Madame Sherry. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues. Pastor Hansen. Nachmittags 3 Uhr: Die Großstadtluft. Montag: Paftor Hansen. : Charleys Tante. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Die Taubenstrasse 48/49. Im Theater um 8 Uhr: Heute und morgen: Schneekönigin. Montag bleibt das Das Land Tirol. Theater geschlossen. Dienstag, zum erstenmal: Novität! Die bösen Mädchen. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Belle- Alliance- Theater. Leptes Gastspiel der Münchener: Die Schröderischen. Volksstück in 3 Aufzügen. Morgen Montag geschlossen. Dienstag, 23. Dez., 7 Uhr, zum BaudeSternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Wegen umfassender Vorbereitungen zu den Feiertagen bleibt das Theater TheaterSpandauer und SpecialitätenVorstellung. Wochentags: bis inkl. 24. Dezember geſchloſſen. Enfree freit Am 25., 26. 11. 27. Dezember: Grosse Fest- Vorstellungen d. vergr. Riesen- Dezember- Programms durchweg für Berlin neue Sehau- u. Kunstnummern. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Panoptikum inladung zum 31. Dezember 1902 Friedrichstrasse 165. Das jüngste Wunder Afrikas erilemmal: Cupido& Co. Babe eine schneeweisse Negerin!! bille mit Gesang und Tanz in 3 Akten. Aften. An allen Feiertagen: Am Telephon. Drama in zwei Dieselbe Borstellung. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Ermäßigte Preise. Parkett i Mark. Ilse Römer. Romantisches Schauspiel in 6 Bildern von Ernst Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Montag bis Mittwoch geschlossen. Donnerstag: Prolog zur Feier des 25jährigen Bestehens des Theaters. Hierauf zum erstenmal: Die letzten Tage der Antillen. Central- Theater Sonntag, 21. Dez.: 2 Vorstellungen. Nachmittags 8 Uhr, halbe Breise, jeder Erwachsene 1 Sind frei: Residenz. Seine Kammerzofe.( Nelly Schneeweisschen und Rosenrot. Rozier). Montag Dieselbe Vorstellung. Westen Der luftige Krieg. Nachmittags 3 Uhr: Rübezahl. Montag: Der Troubadour. Thalia. Charley's Tante. Vorher: Cassis Pascha. Nachmittags 3, Uhr: Die Schneefönigin. Montag: Geschlossen. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner- Theater.) Jugendfreunde. Nachmittags 8 Uhr: Don Carlos. Montag: Renaissance. Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Doktor Klaus. Nachmittags 3 Uhr: Jugend. Montag: Jugendfreunde. Belle: Alliance Theater. Schröderischen. Montag: Geschlossen. Carl Weiß. Jise Römer. Montag: Geschlossen. Die Quifen. Der Rattenfänger von Hameln. Weihnachtsmärchen mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Abends 7, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Feliy. Kasperle- Theater. Illusion. Lebende Bilder. Gr. Promenaden- Konzert. Passage- Theater. Wochentags 8, Anfang: Sonntags 3 Uhr. Das Elite- WeihnachtsFest- Programm. Liane Leischner in ihrem Repertoire. Bajerri als Beethoven sensationelle musikalische Recitationen. Kinematograph: Krupps Leichenzug. 14 erstklassige Nummern. Trianon- Theater. Georgenstrasse, Montagnachmittag 4 ihr( halbe zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Preise, jeder Erwachsene ein Kind fret): Die Liebesschaukel. Schneeweißchen und Rosenrot. Abends 7 Uhr: Jubiläums- Vor- Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. stellung, zum 50. Male: Madame Sherry. Geder Besucher erhält ein Souvenir. Luisen- Theater. Nachmittags 3 Uhr zu fleinen Preisen Emilia Galotti. Abends 8 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Montag: Der Rattenfänger von Hameln. Dienstag: Desgleichen. Nachmittags 3 Uhr: Emilia Galotti. Mittwoch: Gefchloffen. Montag: Der Rattenfänger bon Hameln. Casino. Berlin N. Berlin W. Nachmittags 4 Uhr: Stille Nacht. Kindes Weihnachten. Montag: Berlin N. Berlin W. Metropol. Die zwölf Frauen des Saphet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Nakiris Hochzeit. Montag: Diefelbe Vorstellung. Buntes Theater. Blume. Durch Abergläubisch. Tanzfee. Montag: Geschlossen. Kleines. Erdgeist. die Die Nachmittags 3 Uhr: SerenissimusZwischenspiele. Montag: Adermann. Palaft. Geschlossen. Trianon. Die Liebesschaukel. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Specialitäten. Baffage Theater. Specialitäten. Residenz- Theater. Heute und folgende Tage: Seine Kammerzofe. ( Nelly Rozier.) Schwant in drei Akten von Bilhaud und Hennequin. Kleines Theater ( Schall und Ranch) Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigten Preisen: Serenissimus Zwischenspiele u. a. Abends 8 Uhr: Erdgeist. Eine Tragödie in 4 Akten von Frank Wedekind. Morgen: Ackermann. Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater. Die zwölf Frauen des Japhet. Vaudeville in 8 Akten von Mars u. Desvallières. Lieder und Text von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. Zwei grosse Balletts. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Hermann Haak. Rauchen gestattet. Anfang 8 Uhr. Montag, 22. und Dienstag, 23. Dezember: Die zwölf Frauen des Japhet. Donnerstag, 25. Dezember: Einmalige Aufführung: Grosses KünstlerKapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Am Herzschlag berstarb unser Sangesbruder, Ehrenmitglied und 25jähriger Vorsitzender unsres Bereins Ch. Cartens. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des ThomasKirchhofs aus statt. Die Liedertafel des Tischlervereins. Königstadt- Casino. Wilhelm Krügers Restaurant Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erfitt. Specialitäten- VorSilvester- Familien- Kränzchen. stellung. Jed. Miltiboch, Somabd. Tanz frei. Ehren- und Vorzugsfarten gültig. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags be8 Uhr, Sonntags 716. Tagesfaffe 11-14 Uhr. ( Meyfel, Pietro, Britton, MarSteidl, Krone, Böhme, Böck mann, Plättner 2c.) Casino- Theater. Lothringer Straße 87. Ganz neue Specialitäten. Kurzes Gastspiel Corradini, Jörgensen, Mimiker etc. Berlin M. Berlin W. N. 8 Uhr: Stille Nacht. Sonntagnachmittag 4 Uhr, 1 Kind frei Extra- Vorstellung mit Corradini uttd Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Sanssouci Hoffmanns Norddeutsche Sänger Unterm Weihnachtsbaum. Morgen Montag geschloffen. An allen drei Feiertagen Extra- Vorstellungen. Am Silvester- Abend: Silvester- Ulf, Vorstellung und Ball. W. Noack Theater. Brunnenstrasse Direktion: Robert Dill. Frasse 16. Lezte Vorstellung vor Weihnachten: Pf. Naunynstr. 6. Am 2. und 3. Feiertag Familien. abend m. musikalischer Unterhaltung. Entree frei.[ 842*] Tanz frei. 000000000000| Lieferant f.Krankenkassen. 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M., nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Am 19. d. M. verschied nach langem, schwerem Leiden unser Kollege, der Tischler Richard Schnieber. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen der Pianoforte- Fabrik C. Otto. Todesanzeige. 1142 Am 18. ds. Mts. verschied nach langem, fchwerem Leiden unser langjähriger Kassenbeamter Eduard Tischer im Alter von 44 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Somm tag, nachm. 3 Uhr, von der Leichen halle des Michael Kirchhofes in Mariendorf aus statt. 1117b D Der Vorstand der Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. Allg. Kranken- u. Sterbekaffe der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg) Filiale Rummelsburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metall dreher 168/6 Emil Jung am Freitag, den 19. d. M., nad langen schweren Leiden verstorben ft. Gre feinem Andenken! Die Berdigung findet Sonntag, den 21. d. M., nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Neue Prinz Albertstr. 44, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher pro Bjund nur Mart 0.95. 44142 Metallarbeiter- Verband Karl Roland, Rottbuserstr. 3 a. Genau auf Hausnummer achten! Rohtabak. Größte Auswahl. Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche 52132* Fabrikations- Utensilien. Neue Formen, sehr große Auswahl zu Original- Fabrikpreisen. Heinrich Franck, 185 Brunnenstr. 185. Roh- Tabak, sämtliche Utensilien zur Cigarren- Fabrikation offeriert in der größten Auswahl zu den billigsten Preisen W. Hermann Müller, 22 Meranderstraße 22. Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Emil Jung am 19. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 21. d. Mts., nachmittags 1,2 Uhr, von der Wohnung, Rummelsburg, Neue Pring Albertstr. 44. 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Hochachtend verkaufs, wodurch sie glauben, diesen den Droguisten wieder zu entziehen und dadurch den Kassen diesen Rückhalt zu nehmen. Aber die Kassenvorstände denken gar nicht daran, auf diesen Leim zu gehen, und die Stasjenpatienten haben daher so lange ihre Nezepte Wie im Mittelpunkt der alten, durch die Bibel überlieferten nach wie vor nur durch die Vermittelung der Sammelstellen oder in Weihnachtssage ein Stind steht, so wird auch bei der modernen Feier den von der Centralfommission angegebenen Apotheken anfertigen des Weihnachtsfestes den Kindern ein hervorragender Platz ein zu geräumt. Weihnachten ist heute in erster Linie cir Fest der Kleinen. 3 laſſen, bis die Apothekenbesitzer sich dazu bequemen werden, die Jos. Heinemann. Forderungen der Kassenvorstände ganz zu betvilligen. Ferner Die, wenn man so sagen darf, bürgerliche Form der Weihnachts- posammen die Apothekenbesitzer die Unwahrheit aus, daß die weitere schäft betreibt, hat dieses dreifte Angebot zurückgewiesen. Der Agent Der westfälische Fleischwaren- Großhändler, der ein reelles Gefeier, die sich neben der Weihnachtsfeier der Kirche herausgebildet Benutzung der für die Droguisten geltenden gelben Rezept- Joseph Heinemann in Düsseldorf wird aber, nachdem mum sein Brief hat, ist fast ausschließlich auf die Kinderwelt zugeschnitten und formulare von der Aufsichtsbehörde untersagt sei. Auch veröffentlicht ist, nicht umhin können, die bedeutenden Fleischwarenihrem Empfinden angepaßt. Glückliche Zeit der Kindheit! Wenn dies ist eitel Flunkerei, denn die gelben Rezeptformulare Groffiften, die die Pferdefleischtvurst start beziehen", namhaft zu Weihnachten kommt, dann erinnert sich jener Zeit so mancher, deſſen werden nach wie vor beibehalten und zwar in verstärktem machen; er würde sich dadurch jedenfalls den Dank aller reellen GeHaar schon zu ergrauen beginnt, und fühlt sich versucht, sie zurück- Maßstabe. Also auch auf diese Flunkerei werden die Kassen- werbetreibenden sowie des Publikums verdienen. mitglieder nicht reinfallen. Wie übel die Situation der die Zum Raubmord in der Rosenthalerstraße werden wieder einige Wer in diesen Wochen und Tagen, wo alles uns auf die Nähe Forderungen der Kassenvorstände ablehnenden Apothekenbefizer ist, bemerkenswerte Einzelheiten mitgeteilt. Die Kriminalpolizei hat Straßen Berlins geht, den wird die rauhe Wirklichkeit sehr rasch Deutschen Zeitung" des Herrn Dr. Friedr. Lange ihr Geschimpfe verfezt hat. Noch an demselben Tage löste er sie wieder ein und des Weihnachtsfestes hinweist, mit solchen Gedanken durch die kann man daraus entnehmen, daß sie jetzt auch in der„ berühmten" ermittelt, daß Lesczynski bereits vor dem Morde bei einem hiesigen aus seinen lieblichen Träumen emporschrecken. Glückliche Zeit der auf die Kassenvorstände und die Centralkommission loslassen und verkaufte sie dann bei einem andern Pfandleiher. Man nimmt Kindheit!? Sieh hin auf die Tausende, ja Zehntausende von Sarin in alter Manier den Terrorismus der Kassenvorstände und nicht an, daß er die Ringe gestohlen habe, da seine Tante das zu Seindern, die in den Straßen der inneren Stadt, im haftenden Ge- der Centralkommission demurzieren, die„ mur den Nacken der„ besvimmel der verkehrsreichen Geschäftsviertel auf den Bürgersteigen sigenden" Apotheker" unter das Joch der socialdemokratischen Partei Spalier bilden und Dich um die Wette anschreien, ihnen ein Stück von ihrem Weihnachtsfram abzukaufen! Auch für sie hat Weih- beugen will". Nun, das sind ja alles„ olle Kamellen". nachten die Bedeutung eines Festes der Kinder", aber freilich in einem ganz andren Sinne. sutvünschen. In der Leipzigerstraße, zwischen Spittelmarkt und Kolonnaden, sahen wir ein solches Kind, einen fleinen Jungen, der fünf Jahre alt war, aber an Größe einem dreijährigen glich. Müde vor sich Hinblickend, stand er in einer Hausthürnische und hielt seine arm fettge Ware vor sich in einer Cigarrentiste." Zwei Pfennige das Die Buchhandlung Vorwärts, Lindenstr. 69, welche heute Sonntag geschlossen ist, bleibt Montag und Dicustagabend bis 9 Uhr geöffnet. Wir machen die Arbeiterschaft Berlins nochmals darauf aufmerksam, daß die Buchhandlung eine reiche Auswahl von Jugendschriften, Klassikern und naturwissenschaftlichen wie geschichtlichen Werken auf Lager hält, wobei selbstverständlich speciell auf die Bedürfnisse der Arbeiterschaft in jeder Hinsicht Bedacht genommen worden ist. Ebenso ist die Parteilitteratur auf das reichhaltigste vertreten. " " leicht gemerkt hätte. Wahrscheinlich hat ihm Frau Budwig auf seine Klagen über Geldverlegenheit die Ringe zum Verseßen gegeben. Gr brachte ihr dann auch den Pfandschein, eignete ihn sich aber wieder Sämtliche fan bleiher werden im ersucht, aus ihren Büchern an, um aus den Ningen durch ihren Verkauf mehr für sich heraus zu schlagen. schleunigst festzustellen, ob Adolf Lesczynski auf seine Invalidenversicherungskarte auch noch andre Sachen versetzt hat. Die Bitcher werden daraufhin demnächst auch von der Kriminalpolizei durchgesehen werden. Bemerkenswert ist ferner die Feststellung, daß; Beschusti sich hier vor dem Morde eine braune Joppe mit braunem Plüschfutter, zwei Reihen brauner Stnöpfe, einem zugeknöpften Gurt und einem Kettenaufhänger gekauft hat. Es ist möglich, daß er diese Joppe jetzt an Stelle des Ueberziehers trägt, Es will uns scheinen, als ob die Zahl dieser bedauernswerten Stinder noch in keinem Jahre so groß gewesen sei, wie diesmal. Ist das eine Wirkung der Arbeitslosigkeit und der Not, die einen großen Teil der Arbeiterbevölkerung bedrücken? In manchen Straßen stehen die mit Weihnachtskram handelnden Kinder in geradezu verblüffender Menge. Fast Schulter an Schulter fäumen sie die Bordschwellen und suchen dem Weihnachtsfest. dem Fest der Kinder", Die Kunstprämien, welche die Buchhandlung Vorwärts, Linden- vielleicht aber auch unter dem Ueberzieher. Daß der Verfolgte in ein paar Groschen abzuringen. Schon am silbernen Sonntag war straße 69, den Abonnenten des Blattes darbietet, finden ihres künst- London den schon mitgeteilten Raub und Mordversuch verübt hat, die Schar dieser kindlichen Straßenhändler unübersehbar aber lerischen Wertes wegen steigende Beachtung. Es sind dies bekanntlich ist jetzt sicher. Von London kam er mit einem feinen hellen a letzten Sonntag vor Weihnachten, dem„ goldenen" Sonntag, die drei Kunstblätter in Stupferradierung auf Chinapapier: Marg, Handtoffer hierher, den Cr nicht mit nach der pflegt sie noch gewaltiger anzuschwellen. Kinderchen sind darunter, Engels und Lassalle( letzteres Bild als Mittelstück, Kniefigur nach Herberge brachte. Wo er diesen Koffer, den er jetzt wohl bei deren Anblick jeder erbeben muß über die Größe des Elends, der New Yorker Original- Photographie). Diese drei Blätter in wieder mit sich führt, hier in Verwahrung gegeben hatte, konnte das sich unverhüllt hier im blendenden Lichte der Straße zeigt. Bis Größe von 65/85 Centimeter offeriert die Buchhandlung den noch nicht ermittelt werden. Der Raub in London bestand zum za welcher Höhe muß die Not gestiegen sein, wenn Eltern nicht Abonnenten des Vorwärts" zum Preise von zusammen 7 M. 50 Pf. wünschenswert festzustellen, ob er davon hier eitvas verkauft hat; größten Teil in englischen Wertpapieren. Es wäre davor zurückschrecken, selbst Kinder von fünf, ja von vier Jahren auf statt früher 9 M. An diejenigen Abonnenten, die früher schon nach den bisherigen Ermittelungen scheint es nicht der Fall zu sein. die Straße zu schicken, damit sie verdienen helfen! die Bilder von Marg und Engels bezogen haben, wird das Die Herkunft des Moroinstrumentes, der großen Lassalle- Bild zum Preise von 2,50 m. abgegeben. Als weitere Schraube, ist noch immer nicht ermittelt, trotz der Abbildung Weihnachtsprämien giebt die Buchhandlung Vorwärts die bekannte in verschiedenen Zeitungen. Was die Verfolgung des Mörders beKupfergravüre von Delacroix Die Freiheit führt das Volk zum trifft, so hat die Kriminalpolizei am Tage der Entdeckung des Preise von 5 M.( statt früher 6 W.) ab, ferner die von Karpeles be- Verbrechens an auswärtige Behörden des In- und Auslandes nicht sorgte Ausgabe von Heines poetischen und dramatischen Werken zum Depeschenverkehr besteht jetzt zwischen der hiesigen KrintinalStüd, stoci Pfennige das Stück, zwei Pfennige das Stück," fam es Preise von nur 2 M. polizei und der Polizeibehörde von Ostrowo, der alle neuen Erohne Unterlaß von seinen Lippen, aber nicht laut und mit Eifer, Gaswerke und Wasserwerke haben ebenso wie andre Gewerbe- mittelungen sofort mitgeteilt werden. Uebrigens will man den Versondern mürrisch und tonlos und mechanisch, als wollte er einbetriebe ihre Saison" und ihre stille Zeit". Am schärfften tritt folgten jetzt schon an mehreren Stellen gesehen haben, so in Rheine fahlafen. Der Straßenlärm verfchlang seine Stimme, die Menge das gerade in der Zeit um Weihnachten hervor. Die Hoch- an der holländischen Grenze in Westfalen. Die vergangene Nacht flutete an ihm vorbei und niemand achtete auf ihn. Aber von der saison" der Gaswerte ist natürlich der Winter, die der Wafferwerke follte er fogar in einer hiesigen Mädchenineipe gewesen sein. Es ist andres. Seite lang es vernehmlich herüber: Zehn Pfennige die der Sommer. Alljährlich bringt die Woche vor Weihnachten den aber auch heute noch anzunehmen, daß er sich in der Gegend von Schachtel, immer noch zehn Pfennige die Schachtel, hier immer noch Gaswerken den stärksten Verbrauch des ganzen Jahres, während mit Ostrowo aufhält. Verschiedene Sachen aus der Wohnung der Erzehn Pfennige die Schachtel!" An der Bordschwelle stand hier ein derselben Regelmäßigkeit in der Woche nach Weihnachten für die mordeten, Zettel, Briefe njiv., die Haare, die ihn ihrer rechten Hand Mädchen, zwei oder drei Jahre älter als der Kleine, beweglich hin Wasserwerke der geringste Verbrauch einzutreten pflegt. Der Tag gefunden wurden, und das Mordinstrument wurden heute dem GeMädchen, zwei oder drei Jahre älter als der Kleine, beweglich hin des geringsten Wasserverbrauchs im ganzen Jahre ist fast stets der richtschemiker Dr. Jeferich zur genauen Untersuchung übergeben. und her trippelnd und jedem ihre Ware geschäftig engegenstreckend. zweite Weihnachtsfeiertag. Der Tag des stärksten Gasverbrauchs Für eine Getunde gab's eine Lüde in dem Gewühl. Mage, Du fchivantt, weil hier noch besondere Umstände, 3. 2. gelegentlich ein Maßregelung. Vom Vorstand des Verbandes der Bäcker wird mußt es lauter fagendas hört ja keiner!" rief sie rasch nach der Nebel nach Londoner Art, mitsprechen; aber immer liegt auch er in uns berichtet: Ein bedenklicher Fall von Unsauberkeit war fürzlich Thürnische hinüber. Schon im nächsten Augenblick warb sie wieder der Zeit um Weihnachten, gewöhnlich in der letzten Woc vor dem aus dem Betriebe des Bäckermeisters Ring in der Danzigerstraße 70 eifrig um die Gunst der Vorübergehenden: Hier immer noch zehn Feit. Die Gaswerke geben am Tage des stärksten Verbrauchs etwa in der Deutschen Bäckerzeitung" zur Sprache gebracht worden. Pfennige die Schachtel!" Ob er's verstanden hatte? Bivei fünfmal so viel Gas ab wie am Tage des geringften Verbrauchs, der Zur Strafe dafür hat der Bädermeister jetzt den Verbandskollegen, Pfennige das Stüd," murmelte er weiter, wie im Halbschlaf. in den Juli zu fallen pflegt. Die Wasserwerke haben am Tage des der den Fall der Deffentlichkeit unterbreitet haben soll, entlassen. Sie hatte recht: das hörte keiner! Keiner hörte das mechanische geringsten Wasserverbrauchs noch nicht halb so viel zu liefern wie Die Wagendiebstähle häufen sich seit einiger Zeit in ganz bedenkam Tage des stärksten Verbrauchs, der meist in den Juli oder August, licher Weise, und obwohl es keinem Zweifel unterliegt, daß eine Gemurmel des Bruders, den sie selber noch ein schußloses Kind feltener schon in den Juni fällt. Bande von Specialisten diese Straßendiebstähle verübt, ist es bisher sorglich und flug bemutterte; doch auch der erkünftelt lebhafte Ruf, mit dem die Schtvester unermüdlich ihren Kram anpries, fand kaum Die Kirche hat einen guten Magen und nimmt Geld von den noch nicht gelungen, eines der Spizbuben habhaft zu werden. Fast Beachtung. Wer foll sich Verhör verschaffen unter so vielen! In Frommen wie von den Kindern der Welt. Auch solche Leute, die täglich gehen der Polizei Meldungen über Wagendiebstähle zu. Mit allernächster Nachbarschaft schrien aufgeregt dreißig andre Kinder ihr absichtlich den Rücken gekehrt haben, behält sie im Auge, und besonderer Frechheit wurde ein solcher in der Kronenstraße ausallernächster Nachbarschaft schrien aufgeregt dreißig andre Stinder wenn sie auch ihre Seelen nicht wiedergelvinnen kann, so macht sie bessen Stutscher nur für wenige Augenblicke fich entfernt hatte, un mit ein trauriges Bild des erbitterten, unbarmherzigen Ston- Doch auf ihren Mammon Anspruch. Ein Berliner Parteigenoffe, der waren abzuliefern. Staum hatte er das Haus betreten, als sich auch Ston- wenn um furrenzfampfes, in den Kinder des Proletariats schon früh hinein bereits vor acht Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten war, schon ein Dieb auf das Fuhriverk schwang und davonjagte. Das gestoßen werden. erhielt dieser Tage die schriftliche Mitteilung, daß er mit einem Gefährt wurde mehrere Stunden später in der Weißenburgerstraße Und noch ettvas andres wurde von denen, die hier vorüber- immerhin nennenswerten Betrage zur Kirchensteuer veranlagt sei. cogen, nicht bemerkt: all das Elend, das aus dem Murmeln des Wie mag es wohl kommen, daß die Kirche sich dieses Sünders ur- aufgefunden, jedoch war die gesamte Ladung verfchwunden. Bruders, dem Nufen der Schwester und dem Schreien ihrer find plötzlich wieder annimmt, wo ihr doch, wie die Vorgänge im Leclichen Konturrenten und Konkurrentinnen herausflang es hörte Hospiz zeigen, eine so tapfere Garde von zweifelsfreien Frommen teiner. Ach, Mage, auch das muß viel, viel lauter gesagt iverden, zur Verfügung steht! wenn es Beachtung finden soll. " 11 M Beim Herannahen des Jahreswechsels ist wiederum darauf aufmerksam zu machen, wie es fich dringend empfiehlt, den Einkauf der Freimarken für Neujahrsbriefe nicht bis zum 31. Dezember zu ver Bostwertzeichen Verkauf auf der Reise. Um den Reisenden den schieben, sondern schon früher zu bewirken, damit der Schalterverkehr Bezug von Briefmarken, Postfarten 2c. zu erleichtert, hatte eine liegt es im eignen Juteresse des Publikums, daß die Neujahrsbriefe an dem genannten Tage sich ordmmgsmäßig abwickeln kann. Ebenso Eisenbahn- Direktion, wie gemeldet, die Bahnhofs- Buchhändler Die Park- und Gartenbau- Deputation hatte sich in ihrer gestrigen ersucht, jederzeit eine Anzahl Postwertzeichen 2c. zum Verkauf an die frühzeitig zur Auflieferung gelangen und daß nicht nur auf den Sigung zunächst mit einer Petition der städtischen Gärtner und Steifenden vorrätig zu halten und zum Selbstkostenpreise abzugeben. städten die Wohnung des Empfängers angegeben wird. Für Berlin Briefen nach Großstädten, sondern auch auf Briefen nach MittelBarkarbeiter zu beschäftigen, die dahin ging, den Lohnt, der heute Die neue Einrichtung sollte an den Berkaufsstellen zugleich durch nissen entsprechenden Weise zu erhöhen. Von den Gegnern dieser Arbeiten hat diese Neuerung gutgeheißen und in einem Erlasse den der Bestell- Bostanstalt find an allen Postschaltern sowie durch die durchschnittlich 3 M. täglich beträgt, in einer den heutigen Verhält Alushang bekannt gegeben werden. Der Minister der öffentlichen ist außerdem die Angabe des Bestell- Poſtamts dringend wünschensvert. Verzeichnisse der Straßen und Plätze Berlins mit Angabe Forderung wurde gefagt, daß viele ältere Arbeiter im Bereich der übrigen Staatsbahn- Direktionen aufgegeben, innerhalb ihrer Bezirke Dris- und Landbriefträger zum Preise von 5 Pf. erhältlich. Barkdeputation beschäftigt seien, für die 3 M. Tagelohn immerhin in derselben Weise für das reisende Publikum Sorge tragen zu wollen. Drts- und Landbriefträger zum Preise von 5 Pf. erhältlich. ausreichend zu nennen sei. Dieser Anschauung wurde von social- Auch die Bahnhofswirte sollen ersucht werden, sich auf diesen Von einem Einbrecher lebensgefährlich verlegt wurde gestern demokratischer Seite entschieden entgegengetreten; die geforderte Lohn- Postwertzeichen- Verkauf einzurichten. Das reisende Publikum wird nacht Frau Zahnart Liebreich zu Pankow. Die Dame geleitete erhöhung sei angebracht und eine besondere Kommission könne die Forde diese Neuerung mit Freude begrüßen. ihre Mutter nach deren in der Kavalierstraße 20 befindlichen rungen im einzelnen prüfen. Von dritter Seite wurde darauf hingewiesen, daß ein Ausschuß zur Festsetzung von Normen für die Entlohnung Eine Strafanzeige wegen Betruges hat die Nordöstliche Bau- 23ohnung, als sie vor dem Hause in der Nähe eines Kellerfensters städtischer Arbeiter bestehe; es sei angebracht zu warten, bis dieser gewerks- Berufsgenossenschaft gegen eines ihrer Mitglieder erstattet, Sie vermutete sofort einen Einbruch und wollte Hilfe herbeirufen, eine Menge Weinflaschen und Wirtschaftsgegenstände aufgestapelt sah. Ausschuß Bericht erstattet habe. Diesem Vorschlage stimmte die weil der Betreffende statt der wirklich gezahlten Lohnfumme von als sich auch schon zwei Männer aus dem Kellerfenster schwangen, um Deputation in ihrer Mehrheit zu. rund 107 000 M. nur 53 000 M. angegeben, also 54 000 M., davonzulaufen. Frau 2. hielt in der Erwartung, daß jeden AugenWeiter erörterte die Deputation die Frage der Einsetzung eines D. H. 101 Broz. zu hinterziehen versucht hat. Durch eine Revision blick Hilfe kommen müßte, den einen fest, welcher mum zum Messer Arbeiter ausschusses auch für die städtischen Bark- und der Bücher wurde mit Sicherheit festgestellt, daß die Hinterziehung griff und der Dame zwei große Wunden am Oberarm beibrachte. Gartenarbeiter. Vor drei Jahren war von der Deputation ein von Beiträgen von vornherein beabsichtigt war. Gegen den Als Frau 2. auch jetzt noch nicht los ließ, stieß der Bursche der entsprechender Antrag abgelehnt worden, trotzdem gegen 1000 Arbeiter Schuldigen wurde seitens des Genossenschaftsvorstandes eine Geld- Dame das Messer bis ans Heft in die Brust. Die Getroffene fant in Betracht kommen. Auch diesmal kamen die üblichen Bedenten, strafe von 500 M. verhängt und außerdem wegen der erschwerenden schwer verletzt nieder und der Einbrecher entfam, ehe der mutigen doch wurde demgegenüber darauf hingewiesen, daß gerade Arbeiter Nebenumstände auf Grund des§ 263 des Strafgesetzbuches der Frau 2. noch jemand zu Hilfe geeilt war. Die Verwundete wurde ausschüsse das geeignete Drgan seien, bestehende Differenzen friedlich Staatsanwaltschaft Anzeige gemacht. nach ihrer Wohnung geschafft, wo der schnell hinzugerufene Arzt zu schlichten. Die Deputation beschloß fast einstimmig, den früheren Bom Pferdefleisch- Schwindel. Die Kriminalpolizei ist gegen den Dr. Fischer ihr den ersten Beistand leistete. Die Wunde an der Beschluß aufzuheben und für die städtischen Barkarbeiter einen Vertrieb der Pferdefleischtvist unter falscher Flagge infolge der Ent- Brust stellte sich als eine schwere, aber nicht durchaus tödliche heraus. Arbeiterausschuß zu schaffen. Die Vorbereitungen sollen schleunigst hüllungen in letzter Zeit mit Nachdruck vorgegangen. Dies hat, wie Die Wunden am Arm sind weniger gefährlich. Die Kriminalpolizei getroffen werden. die Allgemeine Fleischer- Beitung" meldet, dazu geführt, daß die hat fofort die Ermittelungen nach den Einbrechern aufgenommen. ein Schreiben des Agenten Zum Apothekenboykott. Den Berliner Apothekenbesitzern muß der Fabriken von Pferdefleischwurst in Weißensee, die wöchentlich Die Zwanzigpfennigstücke aus Nickel werden bekanntlich am Boykott der Krankenkassen schwer in Magen liegen. Sie greifen bis zu 200 Centner solcher Wurst lieferten, in ihrem Ab- 1. Januar 1903 aus dem Verkehr gezogen und von da ab bis zum Die Fabrikanten sahen sich jetzt wieder zu dem Mittel, durch einen verlodenden Säulenanschlag fat nach Berlin lahmgelegt sind. die Rezepte der kranken Kassenmitglieder einzufangen, indem sie ver- infolgedessen genötigt, neue Abnehmer zu suchen und suchen 31. Dezember 1903 nur noch bei den Reichs- und Landeskassen ansie auf Umwegen durch Agenten zu gewinnen. genommen. In Berlin hat man in den letzten Monaten selten mehr tünden, daß sie allen Stassen, welche wieder sämtliche Apotheker zur der genannten Fachzeitung hente So liegt ein derartiges Münzstück in die Hände bekommen, so daß wohl anArzneilieferung zulassen und ihren Mitgliedern die Wahl zwischen Joseph Heinemann in Düsseldorf vor, in dem einem Fleischwaren zunehmen ist, daß sich nur noch in einzelnen Sparftrümpfen" einige den Apotheken freilassen, vom 1. Januar nächsten Jahres ab 10 Broz. Großhändler einer großen westfälischen Stadt derartige Wurst an- Stücke finden. Die Sparer" werden also gut thun, ihre Bestände Rezeptinrabatt gewähren. Danach sollen die Kassenmitglieder in den geboten wird. Das Schreiben lautet wörtlich: baldigst zu revidieren. Glauben versetzt werden, daß die Apotheker jetzt die Forderungen der Kassenvorstände erfüllt hätten und damit jede Veranlassung zu weiterem Boykott wegfiele. Dies ist durchaus nicht der Fall. Zwar ist dieses Angebot von 10 Prog. Rezepturrabatt lediglich eine Wirkung des Boykotts, denn freiwillig verstanden sich die Apotheker bekanntlich zu gar feinem Rezepturrabatt. Aber sie Inüpfen daran noch die Bedingung einer anderweitigen Regelung des Hand Ich habe von einer sehr bedeutenden Fleischwaren- Fabrik in der Nähe Berlins den Auftrag, einen Engros- Abnehmer für wöchentTich ca. 100 bis 150 Centner Block, Cervelat- und Mettwurst zu engagieren. Die Firma verarbeitet aber einen Prozentsatz prima Pferdefleisch, stellt jedoch eine Ware her, die in Qualität und Aussehen jeder andern Dauerware ebenbürtig ist. Für Block und Cervelat werden 62-65 Pf. pro Pfund gefordert, für Mettvurst 50 Pf. ab Station. Vermißt wird seit dem 29. v. M. die unberehelichte gemütsfranke Frieda Schneider, 28. Oftober 1884 zu Berlin geboren, zuletzt Rummelsburg, Mozartstr. 9, bei den Eltern wohnhaft gewesen. Dieselbe war mittlerer Figur, hatte blondes Haar und freie Stirn. Bekleidet war dieselbe mit schwarzem Ober- und hellrotem Unterrod, schwarzen Strümpfen, hohen schwarzen Knopfstiefeln, weißem Hemd F. S. gezeichnet und kaffeebrauner Plüschpellerine. Die Wermißte trug fleine Opalohrringe in Täubchenform. Es wird Selbstmord oder Unglücksfall vermutet. Personen, welche über die Vermi e Husfunft geben können, werden ersucht, sich auf dem hiesigen Polizeipräsidium, Zimmer 321, zu melden. Nahrung gefunden und bei Ankunft des ersten Zuges schon eine gehalten, wie sie sich zur Veranstaltung solcher Vorträge stellen. Die Das Land Tirol heißt der neue von Herrn Dr. P. Schwahn verfaßte Vortrag der Urania. Es will uns scheinen, als ob in verfaßte Vortrag der Urania. Es will uns scheinen, als ob in diesem„ wissenschaftlichen Ausstattungsstück" das gesprochene Wort zustimmen. Die werden. Rigdorf. Der Centralfommission der Krankenkassen| Arbeiten in Händen von soliden, den üblichen Lohn zahlenden Berlins und der Vororte dürfte nun doch noch die Aula des Unternehmern zu wissen. Parteigenossen! Beim Einkauf von Christbaum- Schmuck denkt an sie dort populär- wissenschaftliche Vorträge über Gesundheitspflege unternehmer, nämlich die Gemeindeverordneten Supke und städtischen Realgymnasiums zur Verfügung gestellt werden, damit Der Antrag wurde einer Kommission überwiesen, der zwei Baudie armen Glasmacher in Lausch a S.- M.; derfelbe ist zum Selbst- und Hygiene halten lassen kann. Bekanntlich hatte die reaktionäre Geride, der Gemeindebaurat Herrnring und der Gemeindefostenpreise zu haben bei Fr. Zubeil, Elisabeth- Ufer 21 III. Mehrheit der Nixdorfer Stadtverordneten- Versammlung in deren verordnete Schröder angehören. Feuerbericht. Ein großer Fabrikbrand beschäftigte Freitagabend legter Sigung dem fraglichen Antrage der Centralfommission starte Die bisher vom Gemeinnüßigen Verein herausgegebenen die Wehr in der Prenzlauer Allee 164 lange Zeit. Hier war auf Antipathie entgegengebracht, indem sogar politische Umtriebe gewittert Wilmersdorfer Blätter" sollen von der Gemeinde übernommen nicht ermittelte Weise in einem im Erdgeschoß untergebrachten Lager- wurden, und hatte beschlossen, die Gesundheitskommission mit der Sache zu werden und als offizielles Organ des Gemeindevorstandes vorraum der Kohlenanzünderfabrik von W. Jsrael u. Co. Feuer aus- befassen. Diese hat nun gemäß dem ihr von der Stadtverordneten- wiegend kommunalstatistischen Zwecken dienen. Die Blätter erscheinen gekommen, das an den dort aufgestapelten Rohmaterialien reiche Mehrheit erteilten Auftrage bei den Rigdorfer Aerzten Umfrage fortan vierteljährlich. große Ausdehnung erlangt hatte. Es wurde daher sofort" Mittel- Aerzte haben erklärt, sie erachteten es im Interesse der öffentlichen nordöstliche Vorortbahn mit den Gemeinden Franz. Buchholz, Lichtenberg. Im März 1901 hatte das Konsortium für die feuer" an die Wachen nachgemeldet, worauf ein größeres Lösch- Gesundheitspflege und damit im Interesse der Stadt für sehr Heinersdorf, Weißensee, Rummelsburg und Lichtenberg einen Vertrag aufgebot nachrückte. Brandinspektor Julius ließ fofort mehrere wünschenswert, wenn von der Centralkommission der Krankenkassen abgeschlossen, der die Linienführung einer elektrischen Straßenbahn Schlauchleitungen in Thätigkeit treten und in verhältnismäßig kurzer populärwissenschaftliche Vorträge aus dem Gebiete Zeit gelang es, Herr des Feuers zu werden. Trotzdem ist der ent- fundheitspflege in der Aula des Realgymnasiums veranstaltet Oberspree zum Gegenstand hatte. Die Unternehmer, an deren der Ge- durch genannte Orte mit Abzweigungen nach Berlin resp. nach der standene Schaden ganz bedeutend. Leider trug bei den Löscharbeiten würden. Sie wollen sich nach Kräften beteiligen, begrüßen Spige die Herren Regierungsbaumeister a. D. Birnbaum und Herr ein Feuerwehrmann Bieschoter eine so starke Rauchvergiftung davon, daß es aber auch mit Freuden, wenn, mangels genügender Beteiligung Ingenieur John- Berlin stehen, sollten 1 Jahr nach Abschluß des er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. von Rigdorfer Aerzten, beim nächsten Cyklus auswärtige Aerzte Vertrages die Konzession erwerben. Bis vor einigen Wochen haben Sonnabend früh gegen 4 Uhr wurde die Wehr nach der Georgen- folche Vorträge in Rigdorf halten. Die Gefundheitskommission die Beteiligten über den Stand der Dinge nichts verlauten lassen. firchstraße 30a gerufen, wo in einem Laden ein Brand entstanden hat ihrerseits noch ein ausführliches Gutachten einstimmig festgestellt, Die Gemeinde Lichtenberg wird nun den auf 50 Jahre berechneten war, der unter anderm Spielwaren ergriffen hatte. Die Gefahr worin der Wert einer derartigen Volksaufklärung richtig gewürdigt Vertrag, der unter andrem die Bestimmung enthält, daß Streiks konnte indes in furzer Zeit beseitigt werden. Grober Unfug am und gerade die Centralkommission der Krankenkassen Berlins und Naturereignisse seien, die die Gesellschaft von ihren vertraglichen öffentlichen Feuermelder lag einer Alarmierung zu Grunde, die kurz der Vororte für eine durchaus geeignete Veranstalterin be- Verpflichtungen entbinden, aufheben müffen. Der Gemeindevertretung vorher nach der Franseckistraße 31 erfolgte. Der Thäter konnte zeichnet wird. Die Gesundheitskommission erklärt am Schluß wird durch den Gemeindevorstand am Montag im Einverständnis mit Teider nicht ermittelt werden. Außerdem hatte die Wehr noch Allar- des dem Magistrat überreichten Gutachtens, den Antrag der der Baukommission der Antrag zur Beschlußfassung unterbreitet mierungen von der Neuen Grünstraße 30, Brunnenstraße 47 und von Centralkommission nur warm befürworten zu können. verschiedenen andren Orten zu verzeichnen. In allen Fällen handelte Herren, die nämlich befürchteten, durch die von der Centralkommission cs sich jedoch um geringfügige Anlässe. veranstalteten medizinischen und hygienischen Vorträge von Fach vom 20. Mai 1902, wonach Landgemeinden, deren Umfang oder Von den Bestimmungen der Novelle zur Landgemeinde- Ordnung leuten der Heilwissenschaft könnten focialistische Bakterien verbreitet Charakter es notwendig erscheinen lassen, auf Grund eines zu ers werden, dürften nunmehr in der nächsten Stadtverordneten- Sigung laffenden Ortsstatuts einen oder mehrere besoldete Schöffen der unentgeltlichen Ueberlassung der Aula an die Centralkommission anzustellen, wird die Gemeinde Lichtenberg bei Berlin den ersten mehr als sonst den Charakter eines Illustrationstegtes trug und so Gebrauch machen. Die Gemeindevertretung dieser 45 000 Seelen den leitenden Gedanken, die einheitliche Bedeutung vermissen ließ. In Deutsch- Wilmersdorf hatte die Gemeindevertretung in ihrer zählenden Landgemeinde wird am Montag einen Antrag auf Erlaß Die Schilderung der einzelnen Naturschönheiten genügte wohl für Sizung am Freitag eine reichhaltige Tagesordnung zu erledigen. eines entsprechenden Ortsstatuts beraten. Vorläufig wird die Andiejenigen, die im großen Touristenschwarm schon einmal dagewesen Es tam zunächst ein vom Gemeindevertreter Göbbels gestellter ſtellung eines Schöffen( unter sechs vorhandenen) beantragt. Gewaren, doch wäre unfres Erachtens für die zahlreichen Besucher der Antrag auf Annahme der Städte- Ordnung und Ausscheiden fordert wird eine im Kommunaldienst vorgebildete und erfahrene, Urania, die noch nicht das Glück hatten, Tirol aus cigner des Drtes aus dem Kreisverbande Teltow in Betracht. Zweimal ist juristisch gebildete Straft. Dem Anzustellenden soll eventuell die Anschauung zu tennen, ein Hinweis auf die Eigenart in legter Zeit bereits ein derartiger Antrag von der Gemeindevertretung Stellvertretung des Amts- und Gemeindevorstehers obliegen. dieses Landes, am Ende auch eine furze Kennzeichnung angenommen worden, jedoch wollte die Regierung von der Stadtwerdung Für die Erhaltung der Schönholzer Heide ist, nachdem der seiner Bewohner am Plaze gewesen. In dem engen Rahmen Wilmersdorfs nichts wissen, und das Schreiben, in dem von oben herab Minister seine grundsäßliche Zustimmung zu der Abholzung des ullerdings, den der Vortragende sich gestellt hatte, enthielt die der einhellige Wunsch der Bevölkerung eines in seinem Wesen durchaus Waldgeländes erklärt hat, von den Grundbesikern und Bewohnern Schilderung viel Schönes, war sie von Sachkenntnis durchdrungen. städtischen Vorortes abgelehnt wurde, enthielt wohl etliche Ausdrücke der der an der Heide grenzenden Orte noch einmal alles aufgeboten Die Hauptsache an dem neuen Stück blieben mehr als sonst die Verlegenheit, aber keine fachlichen, stichhaltigen Gründe. Zu einer worden. Gestern abend fand in Wilhelmsruh bei Reinickendorf Dekorationen, und diese wurden in einziger Schönheit dem formgerechten Behandlung des neuen Antrages kam es diesmal nicht, eine zahlreich besuchte Versammlung von Grundbesitzern statt. Die Auge vorgeführt. Die Berliner Hütte und das Wander- da mit 13 13 gegen Stimmen von der panorama des Schwarzenstein- Grundes bildeten ein Meisterwerk vertretung beschlossen wurde, Gemeinde geplante Forstabholzung wurde als ein großer Schaden für den von Der Theatermalerei, desgleichen die Dolomitgiganten mit dem Frage einer Erörterung dieser Norden Berlins und eine Reihe von Vororten bezeichnet. Die NeAbstand zu nehmen. Die Herren, welche diesem gierung habe infolge des Herausdrängens der Industrie nach den Dionte Cristallo und der Gegend um Schluderbach. Ebenso Geschäftsordnungs- Antrage zustimmten, gingen von der Ansicht nördlichen Vororten vom hygienischen Standpunkte aus die Pflicht, var die Drflergruppe mit der Stilfferjochstraße prächtig aus, wiedergegeben, und wirkungsvoll war auch die Vorführung des nicht zweckdienlich sei, wenn demonstrativ in einer Sache vorgegangen lage von zivei Pläßen, wie fie in dem vorliegenden Bebauungsplan daß es den Interessen der Gemeinde in dieser Frage die wenigen noch vorhandenen Waldbestände zu erhalten. Die AnMurbruches, der im Juli 1901 den Ort Nauders zum großen Teil werde, in der man völlig von dem Wohlwollen der Regierung ab- borgesehen seien, hätten venig Wert und könnte selbst durch die beste zerstört hat. Wer Tirol kennt und wer es nicht fennt, wird den hängig ist. Immerhin blieb genügend Gelegenheit, die Stadt- Bepflanzung nicht den vorhandenen Stiefernbestand ersehen. Es Zauber des Künstlers gern die zwei Stunden, die der Vortrag dauert, werdungsfrage auch in diesem Rahmen zu behandeln. Der Antragsteller wurde schließlich beschlossen, eine Audienz beim Landwirtschaftsüber sich walten lassen. betonte mit Recht, daß wo jetzt schon etwa zwei Millionen Mart minister nachzusuchen und auch darauf hinzuweisen, daß mit der Für den Vortragsczklus des Vereins Berliner Preffe", den als Abfindungssumme herauskommen, jeder Tag des Verbleibens Niederlegung des Forstes die Erholungsstätte des Roten Kreuzes, die Georg Reicke am 8. Januar mit einer Vorlesung eigner Dichtungen im Kreisverbande der Gemeinde 500 Mart mehr tofte und ihr sich im Walde befindet und als nächste in Berlin so viel Gutes gewirkt cröffnen wird, können Einzelfarten erst vom Montag, den 29. De- wenig damit gedient sei, wenn ihr nach dem Wunsche des Landrats hat, verschwinden müßte zum Nuzen einiger Bauspekulanten und zember, ab in den Buchhandlungen ausgegeben werden. Dagegen Stubenrauch ein besoldeter Schöffe aufoctroyiert und damit der zum Schaden der Bevölkerung. sind die Dauerkarten für den ganzen Cyklus, vielseitigen Wünschen gegenwärtige Zustand verewigt werde. Von unfrer Seite rügte Schöneberg. Die Krankenhaus-Angelegenheit scheint nun doch entsprechend, bereits vor Weihnachten, vom Montag, den 22. d. M., Genosse Hilpert, daß die Stadtwverdungs Rommission in der vorwärts zu kommen. Nachdem bereits der dirigierende Arzt gewählt ab, in der Zeit von 10-1 und 4-7 Uhr durch das Sekretariat des letzten Zeit nicht eifrig genug gearbeitet habe. ist, wird der morgigen Stadtverordneten- Versammlung nochmals das Vereins Berliner Presse", Charlottenstr. 37( Fahrstuhl) zu beziehen. gesamte Bauprojekt vorgelegt werden. An der bisherigen Absicht, Im Berliner Aquarium ziehen unter den neubesetzten und neubas neue Strankenhaus mit 600 Betten auszustatten, soll nach der bevölkerten Becken zunächst die beiden im oberen Grottengange beneuen Vorlage ebenfalls festgehalten werden; für die erste Bauperiode findlichen großen Seewasser- Bassins, von welchen das eine als das find indes nur 312 Betten, statt nach dem früheren Plane 350, vorNordseebecken und das andre als das Seepferdchenbecken bezeichnet gesehen. Die gesamten Baukosten stellen sich auf 5 820 000 m., wowird, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Aus dem ersteren von auf den ersten Bauabschnitt 3 985 400 M. entfallen. Hoffentlich Teuchtet uns eine große Anzahl von Blumentieren oder Blumenerleidet diese wichtige Angelegenheit nicht wieder eine unliebſame polypen entgegen, lauter auserlesene Eremplare, ausgesucht und Verzögerung. hierhergesandt durch die unter Leitung des Professor Dr. Heinde Witterungsübersicht vom 20. Dezember 1902, morgens 8 Uhr. stehende Biologische Anstalt auf Helgoland. In noch lebhafteren Farbentönen prangen die in dem Nachbarbecken untergebrachten und von der zu Rovigno errichteten und unterhaltenen Tochteranſtalt des Berliner Aquariums eingelieferten Lebewesen, welche gang andren Tierkreisen angehören, nämlich den Kreisen der Echinodermen und der Schwämme. Wer die in dem herrlichsten Purpur-, Braun- und Fleischrot erglänzenden Seestern- Arten und die im freudigsten Orangegelb und Storallrot prunkenden Storkschwämme nicht selbst gesehen hat, wagt nicht zu glauben, daß es in diesen Kreisen der sogenannten niederen Tierwelt folch herrlich gekleidete Geschöpfe giebt. Diese Geschöpfe überstrahlen mit ihren Farben fast noch gewisse Meeresfische aus den füdeuropäischen Meeren, die schon von alters her ob ihrer wunderbaren Farbenpracht berühmt sind. Ein Märchenabend für Groß und Klein wird als V. Volkskunstabend der Stadt Charlottenburg am dritten Feiertag, Sonnabend, den 27. Dezember, im Kaiser Friedrichsfaal am Savignyplaz unter der Mitwirkung auserlesener fünstlerischer Kräfte in Rüdsicht auf die Weihnachtszeit stattfinden. Der Beginn ist ausnahmsweise um 6 Uhr, damit auch zahlreichen Kindern Gelegenheit gegeben wird, daran teilzunehmen, festgesetzt. Ein Teil des Programms wird auss schließlich 2 ilhelm Hauff als nachträgliche Gedenkfeier an seinem 100. Geburtstag gewidmet sein. Im Cirkus Busch wird der berühmte„ Elefanten- Rutsch" aus der Pantomime, Dahomey" jetzt auch in den Nachmittags- Vorstellungen aufgeführt. Im Cirkus Schumann tritt der berühmte Kunstradfahrer Diavolo heute in beiden Vorstellungen auf. Aus den Nachbarorten. Einen herben Verlust hat die Socialdemokratie in unfrem Vorort Lichtenberg erlitten. Gestern nachmittag 3 Uhr ist der Gemeindeverordnete Ferdinand Franke auf dem Bau in der Borhagenerstraße, ivo er als Maurer arbeitete, von der vierten Etage abgestürzt und tödlich verunglückt. Franke war am 14. Februar vorigen Jahres als Hausbesiker gleich den übrigen Parteigenossen mit erdrückender Mehrheit in in die Gemeindevertretung gewählt worden. Er war einer von der alten Garde und stand in schwieriger Zeit auf seinem Posten. In ihm verliert die Partei am Orte einen wackeren Mitkämpfer. Der Verstorbene stand im 61. Lebensjahre. 3 M Wie erinnerlich, hat der Kreisausschuß auf die Klage des Lehrers Köppen hin beschlossen, die Wahlen zur Gemeindevertretung vom März d. J. für ungültig zu erklären. Gegen die eine Stimme des Herrn Nachstädt, der der Ansicht war, daß die Wahlen zur dritten Abteilung zu beanstanden seien, beschloß die Gemeindebertretung gegen das Urteil des Kreisausschusses Berufung einzulegen. Von socialdemokratischer Seite war beantragt worden, folgenden Antrag zum Beschluß zu erheben: Bei Vergebung von Gemeinde- Arbeiten ist darauf zu halten, daß in Fällen, tvo Organisationen der Unternehmer und Arbeiter bezüglich der Lohn- und Arbeitsbedingungen dauernde Verträge ( sogenannte Tarifgemeinschaften) abgeschlossen haben, diese Arbeiten feinen Unternehmern übertragen werden, welche ihre Arbeiter schlechter stellen, als es in den für den Beruf in Betracht tommenden Verträgen vorgesehen ist. Gemeindeverordneter Schröder wies darauf hin, daß dieser Antrag, in dessen Sinne selbst der Bund der Berliner Bau- Unternehmer agitiert habe, feineswegs als unstürzende Neuerung auf konumunalem Gebiete zu betrachten sei. Heute bereits hätten mehrere Staatsbehörden, so das preußische Handelsministerium und ebenso zahlreiche Gemeinden sich verpflichtet, ihre Buchdruckarbeiten nur bei tariftreuen Firmen herstellen zu lassen. Namentlich bei Herstellung von Bauten sei es von großem Werte für die Gemeinden, die Sonntag Montag 21. 22. Wochen: Spielplan. Opernhaus Die Bauberflöte 6. Sinf.- Abd. der fönigl. Stapelle. Schauspiel haus Neues kgl. Overn Theater. Schiller: Theater O. Schiller: Theater N. Deutsches Theater Nath. d. Weise Rm. D. Glocke von Helfenstein Zugendfreunde Nachm.: Don Carlos Doktor Klaus Nachm.: Jugend D. arme Heinrich Nachm.: Es lebe das Leben Madame Sans- Gêne Dienstag 23. Stationen Barometer Wind richtung Windstärke Better Swinemde. 759 WSW 25edect 4Regen Hamburg 760 SW Berlin 762 WNS 3bedeckt rant.M. 767 SW Wien München 76923 4 bedeckt 6bcdedt Temp. 11. 6. 5° C.4° R. Stationen Barometer urur quvi Wind1Haparanda 751 S 2 Petersburg 759 SD 2 Cort 774 N 3Aberdeen -0Paris 771 23 3 richtung Windstärke Wetter 2bedeckt Temp. n. C. C.= 4° N. -3 1 molteni- 19 3 heiter 4 bedeat 11 8 CO 764 3 4 bedeckt Wetter: Prognose für Sonntag, den 21. Dezember 1902. ziemlich starken westlichen Winden; später zeitweise heiter und etwas kälter. Zunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und Berliner Wetterbureau. Nachm.: Der Biberpelz Nachm.: Jugendfreunde Jugendfreunde Doktor Klaus Nm.: Die Braut von Messina Monna Vanna Der arme Nachm.: Die ver- Heinrich Nachm.: Don Carlos Sonntag 28. Feuersnot Mädchen v. Nav. N.: Hänj. u. Gr. von Helsenstein von Helfenstein Renaissance Renaissance Nm.: Der Pfarrer Nm.: Wall. Lager von Kirchfeld Ein Ehrenwort Nachin.: Kabale und Liebe Monna Vana Nachm.: junkene Glode D. Jündin v. Tol. Es lebe das Leben Die Piccolomini Jugendfreunde Nachm.: Der Biberpelz Der Biberpelz Nm.: Der arme Heinrich Der blinde Bassagier Mittwoch 24. Donnerstag 25. Freitag 26. Sonnabend 27. Der fliegende Holländer Geschlossen Eurhanthe Die Meistersinger von Nürnberg Carmen Das dunkle Thor Die Journaliſten Das Käthchen von Heilbronn Geschlossen Das dunlle Thor König Laurin Im bunten Rod Die Journalisten Geschlossen Geschlossen Geschlossen Die Journalisten Sm bunten Nod Nm.: Die Glocke Nm.: Die Glode Nm.: Die Glocke Nm.: Die Glode von Helfenstein von Helfenstein Die Ahnfrau Renaissance Renaissance Renaissance Geschlossen Ein Ehrenwort Jugendfreunde Ein Ehrenwort Geschlossen Nachm.: Sappho Der arme Heinrich Monna Banna Geschlossen LeffingTheater Das Theaterdorf Geschlossen Geschlossen Berliner Theater Alt- Heidelberg Nachm.: DerStruwelpeter Alt- Heidelberg Maria und Magdalena Geschlossen Residenz Theater Seine Kammerzofe Kleines Theater Adermann Die beiden Schulen Rausch Geschlossen Der Troubadour Geschlossen Der Waffenschmied Epidemie Liebesfold Geschlossen Geschlossen Die bösen Mädchen Geschlossen Rattenfänger Geschlossen von Hameln Westens Buntes Theater Seine Kammerzofe Nachm.: Nora. Erdgeist Nahm.: Serenissimus Zwischenspiele Der lustige Krieg Nachm.: Rübezahl Bunter Teil Charl. Tante Nachm.: Die Schneekönigin Rattenfänger von Hameln Geschlossen Der blinde Der blinde Der blinde Passagier Nm.:Passagier Nm.: Passagier Nm.: Die Ehre So leben wir Der Heerohme Alt- Heidelberg Maria u. Magd. Alt- Heidelberg Maria it. Magd. Nm.: Der Pfarrer Nm.: D. Käthchen Rm.: Der Nachm.: Der von Kirchfeld von Heilbronn Struwelpeter Struwelpeter Die beid. Schulen Die beid. Schulen Die beid. Schulen Die beid. Schulen Nm.: Die Waise Nachm.: Nm.: Der Schlaf- Nm.: Die Waise ans Lowood vagen Stonivoll. aus Lowood Erdgeist Nachm.: Adermann Die Jüdin Nachm.: Der Troubadour Cypriemue Erdgeist. Nachm.: Serenissimus Serenissimus Zwischenspiele Zwischenspiele Liebesträume Der luftige Krieg Der Bettelstudent Nachm.: Nachm.: Undine Rübezahl Erdgeist Nachm.: Ackermann Manon Nachm.: Der Freischüt Abergläubisch Tanzfee Bunter Teil Charlottenburger Schiller Theater. Die Berliner SchillerTheater- Gesellschaft hat der Stadt Charlottenburg ein Angebot unterbreitet, das in seinen Hauptpunkten folgenden Inhalt hat: die Schiller- Theater- Gesellschaft erklärt sich bereit, für einen Kostenaufwand von höchstens 2 150 000 M. ein Grundstück zu erwerben, auf diesem ein Schauspielhaus mit etwa 1500 Sigplägen zu errichten Schall u. Rauch und in diesem Hause, ganz nach der Art des Schiller- Theaters, Theater des Vorstellungen zu veranstalten, und zwar unter folgenden Voraussetzungen: 1. Die Stadt Charlottenburg gewährt der Schiller- TheaterGesellschaft ein zu 4 Proz. im Jahre verzinsliches Darlehen von 750 000 Mart. Die Schiller- Theater- Gesellschaft verpflichtet sich dagegen: 1. über einen Minimaltarif der Eintrittspreise, der zwischen ihr und der Stadt Charlottenburg nach Maßgabe des jetzt für das Schiller- Theater geltenden Tarifs aufzustellen ist, nicht hinanszugehen. 2. Eine mit dem Magiftrat von Charlottenburg noch zu vereinbarende Zahl von Rachmittags- Vorstellungen für Volksschüler Rattenfänger unentgeltlich und für andre Schüler zum Preise von 50 Pf. für die non Hameln Rmt.: Emil. Gal. Person zu veranstalten. 3. Das Theater als ein Volkstheater mit den jezigen Zwecken und Zielen gemäß den Satzungen der SchillerNeues- Theater. Allabendlich, außer Mittwoch: Bastor Hansen. Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Ledige Leule. Theater- Attiengesellschaft zu errichten, fortzuführen und zu erhalten. Theater. Allabendlich, außer Mittwoch: Die Liebesschaukel. Donnerstag und Sonnabend, nachmittags: Coralie u. Co. Freitag und Sonntag, den 4. Das Theater ohne Zustimmung der Stadt Charlottenburg nicht noch geschlossen. Bon Dienstag ab: Allabendlich: Cupido u. Co. Am Telephon. Donnerstag und Freitag, nachmittags: Die Schneetönigin. 28. Desember, nachmittags: Denije. Belle Alliance- Theater. Sonntag, den 21. Dezember, nachmittags: Die Schröderischen. Montag und Mittzu veräußern. Der Magistrat von Charlottenburg hat eine Central Theater. Allabendlich außer Mittwoch: Madame Cherry. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwvody und Sonnabend, nachmittags: SchnecStommission eingesetzt, die über das Angebot zu beraten und Bericht weißchen und Rosenrot. zu erstatten hat. Donnerstagnachmittag: Die Geisha. Freitagnachmittag: Die Fledermaus. Urania. Allabendlich, außer Dienstaa und Mittwoch: Tas Land Tirol. Thalia Theater LuifenTheater Geschlossen Epidemie, Liebes- Epidem. Liebesi. Epidemie fold Nm.: Lore, Nm.: Aberglaube Arbeiterjest Liebesfold Tanzf. B. Teil D. bösen Mädchen D. besen Mädchen Nachm.: Maria Rachm.: Die Räuber Robert und Bertram Magdalena. Rattenfänger von Hameln Rm.: Maria St. Rm.: Die Räuber D. bösen Mädchen D. bösen Mädchen Nachm.: Mm.: Lorbeerb. Ehrliche Arbeit und Bettelstab Rattenjänger Faust von Hameln Nm.: Die Grille Deborah Trianon Sa 6. Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 89. BERLIN O. BERLIN O. Frankfurter Allee 89. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 21. Dezember 1902. Verfammlungen. wurde weiter nicht erörtert, sondern wurde dem Vorstande zur Auf- die vielen Mißstände vor Augen; der neue Gemeindevorsteher scheine flärung und Untersuchung überwiesen. 24 zur Aufnahme gemeldete der Meinung zu fein, daß die Gemeinde selbst nichts thun kann, in Mitglieder wurden ohne Debatte aufgenommen. dem er dem Genossen öster auf einer offenen Karte mitteilte, die Charlottenburg. Ueber die kommenden Handelsverträge und die Socialdemokratie sprach Georg Bernhard am Donnerstag 16. 5. M. seine Mitglieder- Versammlung in den Obstschen Festsälen Schule nicht der hiesigen Schulkommission unterstellt wäre. Eine Der socialdemokratische Wahlverein für Schöneberg hielt am Beschwerde, welche er eingereicht habe, sei an die Regierung weiter in einer gutbesuchten Versammlung des socialdemokratischen Wahl ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte man bes ver- Resolution, welche die Mißstände rügt und energische und baldige gegeben. Herr Gemeindevertreter Hammer meinte auch, daß diese vereins für Charlottenburg. Nachdem der Redner eine genaue storbenen Mitgliedes Busch in ehrender Weise. Darauf hielt Hirsch- Resolution, welche die Mißstände rügt und energische und baldige Schilderung des Zustandekommens des Zolltarifs und die Stellung Charlottenburg den Vortrag über das Thema:„ Die preußischen Abhilfe seitens der Gemeinde erwartet, fand einstimmige Annahme. der einzelnen Parteien zu demselben gegeben, entwickelte er seinen Alt= Glienicke. Am Sonntag fand eine Versammlung des Standpunkt, wie sich unsre Frattion im Deutschen Reichstage bei den unter Vereinsangelegenheiten machte der Vorsitzende auf die BezirksLandtagswahlen". Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Die Resolution sell dem Gemeindevorstand zugesandt werden. nationalen Socialdemokratie zu halten, und fühlen sich nicht ver Abschlüssen der nächsten Handelsverträge zu stellen habe. Er metute, daß mit der Socialdemokratie bei den nächsten Ab- fizungen am 6. und auf das Voltsfest am 11. Januar aufmertfam. socialdemokratischen Wahlvereins statt, in welcher die lekten Vorgänge den the die ein frebelhaftes Spiel getrieben werde und es läge Unter Verschiedenem teilte ein Genosse mit, daß in der Hohenstaufengar kein Grund vor, für die verkappte Schutzöllnerei, die in straße bei den Erd- und Kanalisationsarbeiten an den letzten Sonn- im Reichstag besprochen wurden. Am Schluß der Versammlung wurde Kurt Baate bemerkte in der Diskussion, daß bei Ablehnung von sei. Das in nächster Nähe befindliche Polizeirevier hatte bis jetzt die größte Hochachtung aus für die aufopfernde Thätigkeit im Reichsden Handelsverträgen unbedingt zum Vorschein kommt, einzutreten. tagen, sogar unter Zuhilfenahme von Coakstörben, gearbeitet worden folgende Resolution angenommen: Die Versammelten sprechen der socialdemokratischen Fraktion Handelsverträgen von seiten irgend einer Partei dann der autonome noch keine Zeit, gegen diefe doppelte geſetzwidrige Handlung ein- tag. Die Versammelten versprechen, tren sur sahne der interTarif nach dem Antrage Kardorff eintreten wird, und dies misie beauftragt, diese Angelegenheit im Stadtparlament zur Sprache zu anlaßt, der Rede Kaiser Wilhelms II. Folge zu leisten. Die socialdemokratischen Stadiverordneten wurden jedenfalls verhindert werden. Im übrigen wird die ganze Situation im Reichstage unfrer Fraktion maßgebend sein, wie sie sich zu den bringen. Zum Schluß der gut besuchten Versammlung fanden befuchten Abschlüssen von Handelsverträgen zu stellen hat. 32 Neu- Aufnahmen statt. Arbeiter Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Zehlendorf. Am 14. d. M. tagte eine Protestversammlung wegen tag, den 22. D. M., nachgeholt. Damit haben die Kurse ihr Ende erreicht. Der ausgefallene Unterricht in Nationalökonomie wird am Monder Schulzustände im Ortsteil Schönow. Von der Lehrerschaft war wiederbeginn Mitte Januar 1903. 23ährend dieser Zeit ist die Bibliothek nicht ein einziger erschienen, von der Gemeindevertretung war nur Donnerstagabends von 8-9 Uhr geöffnet. Während der Feiertage Herr Hammer antvesend. Genosse Köster führte den Versammelten ist dieselbe geschlossen. Unter Vereinsangelegenheiten bringt Sellin einen Aufruf des Vereins für Verarmung, der von vier Genossen im Stadt parlament mitunterzeichnet ist, zur Verlesung und meint, das Berhalten derselben sei zur Stritik berechtigt. Diese Angelegenheit II. Wahlkreis. Achtung! 6. Wahlkreis. Am Donnerstag, den 25. Dezember 1902( 1. Weihnachts- Feiertay) wird vom Socialdemokratischen Wahlverein f. d. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis in Kliems grossen Festsälen, Hasenheide 13, Achtung! Freitag, den 26. Dezember 1902( zweiter Weihnachtsfeiertag) Weihnachtsfeiertag): Schweizer Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Jeden Gr. Ball im neuparkettierten grossen Saale. Sonntag: isfeiertag): Silvester- Maskenball. Winterfest 6 grosse Matinees veranstaltet, bestehend aus: Vokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt vom Berliner Sinfonie- Orchester, Dirigent: Herr Stapellmeister Maximilian Fischer. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Kreuzberger Harmonie"( M. d. A.-S.-B.), Dirigent: Herr H. Bleil. Ferner: Theateraufführung von Mitgliedern unsees Wahlvereins. 239/9 Billets inkl. Garderobe 40 Pf. Anfang 6 Uhr. Nach dem Konzert: Tanz gegen Nachzahlung von 50 Pf. Die Genoffen werden dringend ersucht, sich vorher mit Billets zu versehen, da an der Staffe unter feinen Umständen Billets zu haben sind. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Tischler- Verein zu Berlin. ( E. H. 89.) Donnerstag, den 25. Dezember( 1. Feiertag): Weihnachts- Vergnügen im Neuen Klubhaus, Kommandantenstrasse 72 ( nahe Spittelmarkt), bestehend in Konzert, Vorträgen und Ball. 199/16 Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Billets zu haben bei: B. Knaak, Rostiaftr. 16; Kretschmar, Frucht ftraße 41; Wreschnick, Manteuffelstr. 36; C. König, Gitschinerstr. 53, und allen übrigen Vorstandsmitgliedern. Abendkasse findet nicht statt. Am nächsten Sonnabend fällt die Versammlung aus. Der Vorstand. in folgenden Lokalen: Moabit: Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49, mula unter Mitwirkung der Arbeiter- Gesangvereine Vereinte Sangesbrüder Moabits und Unverzagt II( M. d. A.-S.-B.) und der Volkssänger- Gesellschaft Lewandowski. Wedding u. Oranienburger Vorstadt: Germania- Prachtsäle, Chausseestr. 103, unter Mitwirkung des Gesangvereins Nordwacht( M. d. A.-S.-B.) und der beliebten Hamburger Sänger( Steidl, Wolff, Werner, Holder usw.). Gesundbrunnen: Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58, und Marienbad, Badstr. 35, Im Januar und Februar sind noch Sonnabende an Vereine zu vergeben. Alhambra Wallnertheater- Str. 15. Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra: Ball bei doppelt besetztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr.[ 52212] A. Zameitat. Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 52052* C. F. Walter. Baust, 35. Geſellſchaftshaus in beiden Lokalen unter Mitwirkung der Theater- Gesellschaft Bernhard Rose. Rosenthaler Vorstadt: Borussia- Festsäle, Ackerstr. 6/7, unter Mitwirkung des Zitherklubs Alpenveilchen und des Berliner Doppel- Quartetts. Schönhauser Vorstadt: Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11, unter Mitwirkung der Norddeutschen Sänger( Führmann, Horst, Walde usw.). Anfang präcife 12 Uhr mittags. Zahlreicher Beteiligung sehen entgegen 220/ 8* Die Komitees. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tägl. Theater: n. SpecialitätenVorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine coulant zu vergeben. Noch einige Sonnabende frei. 52382* Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeküche. Kegelbahn. Ausspannung. Saal für Vereine und Versammlungen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Freitag, den 26. Dezember 1902( 2.Weihnachts- Feiertag): framtrahafre- Hislicar Zahlstelle Berlin. Achtung! Parkettbodenleger. Achtung! bed s Freitag, den 26. Dezember( 2. Feiertag), abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal 1), Engel- llfer 15: Versammlung mit Frauen. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen M. Ahrens, 8. Verschiedenes. 2. Branchen- Angelegenheit. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Die Kollegen werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen, da der Vortrag ein sehr interessanter ist. Gäste find willkommen. Stock- und Celluloid- Arbeiter. Montag, den 22. Dezember, abends 8, Uhr: Kommissions- Sitzung 9219? 7. Healer? bei Bareit, Brüdenstraße 7 R naizg MATINEE 21 + Achtung!+ Krankenkaffen- Mitglieder! Wir haben die Filiale Frankfurter Allee142 unsres Massage- Instituts nach Holzmarktstr. 19 verlegt. Sprechstunden von 4-7 Uhr. Sonntags 10-12 Sanpt arrangiert von den Parteigenossen des vierten Berliner ſtitut" Seletivitraße 13. Reichstags- Wahlkreises( Süd- Ost). Huftreten der Hoffmannfchen Norddeutfchen Sänger.* Anfang 12 Uhr. Es ladet freundlichst ein Eintrittspreis 30 Pf. [ 215/6] Kassenöffnung 11 Uhr. Das Komitee. Telephon- Amt VI, 9. 3317. Carl Wolter u. Frau, Masseure. PrinzenDr. Simmel, Str. 41. Specialarzt für[ 50/ 11* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-1. Schöneberg. 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Zimmer 11, zu haben. 92/15 Zu zahlreichent Besuch der Kollegen ladet freundlichst ein Das Komitee. Innungs- Krankenkasse der Tischler- Innung. Versammlungen zur Wahl der Vertreter zu den General- Versammlungen pro 1903 und 1904. Die Wahl für die großjährigen Stassenmitglieder findet am Montag, den 29. Dezember cr., abends von 7%, bis 9 Uhr statt. 1. Diejenigen Mitglieder, welche rechts der Spree beschäftigt sind, wählen im oberen Saal, Alleranderstr. 27c( Englischer Garten). Die Zahl der zu wählenden Vertreter ist 92. 2. Diejenigen Mitglieder, welche links der Spree beschäftigt find, sowie die freiwilligen Mitglieder wählen im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Die Zahl der zu wählenden Vertreter ist 73. 3. Die Junungsmitglieder, welche Staffenmitglieder beschäftigen und Beiträge für dieselben aus eigenen Mitteln zahlen, wählen am 29. Dezember, abends 7, 1hr, Niederwallstr. 11, Zimmer Nr. 11. Sonnabend, den 27. Dezember( 3. Feiertag) in Schnegelsbergs Festsälen( Inh. 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Dezember 1902. sicherte, daß sie sich nicht betrogen fühle, denn die an- Ein weiblicher Ausbrecher wurde gestern der zweiten Straf gepriesene Wirkung sei nicht ausgeblieben. Unter diesen Umständen kammer des Landgerichts I in der Person der unverehelichten Maria mußte der Gerichtshof anerkennen, daß eine Verurteilung wegen Dufo ista vorgeführt. Dieselbe verbüßt zur Zeit eine längere Der Aberglaube im Lande der Intelligenz.„ Männeranziehungs- Betruges nicht erfolgen könne, weil eine Vermögensbeschädigung nicht Buchthausstrafe in der Strafanstalt zu Jauer. Bevor sie nach dort und Erfrischungstrant" nennt die Witwe Graaf zu Spandau nachzuweisen sei. Der Vorsitzende gab seiner Verwunderung darüber überführt wurde, hatte sie sich eines Vergehens schuldig gemacht, das ein Gemisch, welches nach dem Gutachten des Sachverständigen aus Ausdruck, daß ein so toller Hokuspokus noch in der Nähe von Berlin ihr einige Wochen Gefängnis eingetragen hatte, zu deren Verbüßung cinem schwachen Kantharidenauszug, Leinöl und Menthol besteht, betrieben werde. fic nach der Barnimstraße gebracht wurde. Hier wurde ihr eine und welches sie für teures Geld an den Mann oder vielmehr an die Zelle zu ebener Erde angewiesen. In einer Nacht brach die AnFrau zu bringen sucht, denn zumeist gehören verheiratete Frauen zu Ein Unmensch stand gestern in der Person des Arbeiters Her- geflagte ein so großes Loch durch die Mauer der Außenwand, daß sie ihren Kunden. Das Mittel sollte dazu dienen, den Frauen die Liebe mann Friedr. Wilhelm Schulz aus Zehlendorf vor der dritten hindurch kriechen und auf den Hof gelangen konnte. Nun hatte sie ihrer Männer zu erhalten, wenn die lekteren es einnehmen. Die Straffammer des Landgerichts II. Ge hatte sich wegen Blutſchande noch eine ziemlich hohe Mauer zu überklettern, aber auch diese Behörde erblickte in dem Verfahren der Frau Graaf die That zu verantworten und wurde durch die Beweisaufnahme überführt, Schwierigkeit überwand das törperlich starke und gewandte Frauenbestandsmerkmale des Betruges und ebenso das Schöffengericht, mit seiner leiblichen erwachsenen Tochter sträflichen Umgang gehabt zimmer. Sie verstand es, sich längere Zeit verborgen zu halten. welches Frau Graaf zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten ver- zu haben. Das Verbrechen des Angeklagten wog um so schwerer, als hr Auffinden wurde besonders dadurch erschwert, weil sie sich unter urteilte. Die Angeklagte legte Berufung ein, worauf die Sache feine Tochter eine Unglückliche, ist, die an Epilepsie leidet und nach einem folſchen Namen in die Gefangenenregiſter hatte eintragen gestern vor der vierten Strafkammer des Landgerichts II zur Ver- ärztlichem Ausspruch durch die Bestialität ihres Vaters an ihrer lassen. Wegen dieser intellektuellen Urkundenfälschung wurde die handlung gelangte. Es war ein Entlastungsbeweis eigentümlicher Gesundheit noch mehr Schaden gelitten hat. Der Gerichtshof ver- Dutowska jezt zu einer Zusatzstrafe von einem Monat ZuchtArt, der ins Werk gesetzt wurde. Es trat eine ganze Anzahl Frauen, urteilte den Angeklagten zu 3 Jahren Zuchthaus und haus verurteilt. Tauter Kundinnen der Angeklagten, auf. Eine nach der andren ver- 5 Jahren Ehrverlust. Heute Sonntag abends bis 8 Uhr geöffnet. 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Drud und Verlaa: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. = Hahn& Metzkow, Weißensee, König Chauffee 71, Ebenfalls die Arbeit eingestellt. vurden die Möbelpollerer wegen ihrer Zugehörigkeit zum MöbelpoliererVerbande entlaffen. Der Betrieb ist somit für Tischler und Bolierer gesperrt. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverivaltungen. Nr. 298. 19. Jahrgang. 5. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 20. Dezember 1902. Börse und Zolltarif. Herr v. Kardorff im Gründungstaumel. Bleich röders Gönnerschaft. Seehandlung und Reichs Invalidenfonds. Kardorffs Anklage gegen die Seehandlung. Laurahütte und Centralverband deutscher Industrieller. 17 " Sonntag, 21. Dezember 1902. eine Notiz davon nehmen mußte. Allein da sie sich nicht unterstand, den Bleichröderfchen Gründung der Laura- und Königshütte- das Grundgroßen Geldjuden Bleichröder, der noch dazu Bismards Leibjude fapital bezifferte fich auf 18 Millionen Mark war, öffentlich zu rüffeln, so verschwieg fie fein säuberlich dessen 1871 im Jahre wurde schon Beteiligung an Kreuzburg- Boſen, wovon sich noch jeder aus ihrem Gesellschaft oben erwähnt. Die Aftien der neuen wurden nach amtlichen Berichte in den Drucksachen des preußischen Abgeordneten- trieben, nachdem sie ultimo 1871 einen Seurs von 120 Proz. allen Regeln der Kunst ge= hauses überzeugen tann. Dafuc ecteilte sie den derben moralischen erreicht hatten, stiegen fie infolge ciner Dividenden Ausschüttung laps, den sie ehren- oder schenkenhalber zu erteilen für notwendig von 121 Proz. und andrer Manöver Ende 1872 auf 229 und, hielt, dem parlamentarischen Commis Bleichröders, dem Herrn als im zweiten Geschäftsjahre gar schon 29 Proz. Dividende verDie Annahme des Zolltarifs im Reichstage ist an der Börse b. Kardorff. teilt wurden, bis auf 275. Mit dem Krach hörte die Herrlichkeit ohne nachhaltigen Eindrud geblieben. Der Versuch, den traurigen Gründungsbeteiligungen er selbst geb cm 2. März 1876 im die Dividende geht auf 2 Proz. zurück: einen Stand, den sie auch Und Herr v. Kardorff steckte den Nüffel willig ein, denn die auf; Ende 1875 finden wir den Kurs auf 69,75 Broz. stehen, und Sieg der Koalition Kanib- Spahn- Bassermann" für eine Hausse auszunuben, tam am Montag über einige geringe Steigerungen der Preußischen Abgeordnetenhause zu, daß er früher im„ Gründungs- in den beiden nächsten Jahren behielt. Spekulationswerte des Montanaktienmarktes nicht hinaus, und die taumel" befangen gewesen sei rentierten sich. Aber die Sache jenigen, die noch am Sonnabend in der Hoffnung auf ein flottes nahm eine andre Wendung, als nach dem Krach die chrentverten Reichstage zur Beratung stand, hatte v. Kardorff gegen die AufSchon als 1873( am 20. Juni) die Aufhebung der Eisenzölle im Aufsteigen der Kurse nach der Tarifannahme Aktien gekauft hatten, Spießgesellen, die vordem bei den Gründungs- und Plünderungs- hebung geeifert; erzielte auch die Eisenindustrie und besonders die sahen sich in ihren Erwartungen arg getäuscht. Nur bei wenigen der geschäften in Eintracht zusammengewirkt hatten, sich in die Haare Laura" hohe Gewinne, so konnte doch eine weitere Steigerung solcher wichtigeren Montanwerte erreichten die Kurserhöhungen 1-1 gerieten und das Haus Bleichröder der Diskonto- Gesellschaft die schönen Profite in keinem Fall schaden. Nachdem aber der Krach die„ Laura" Prozent. So leicht die Börse als Ganzes geneigt ist, sich über die Gehde anfagte. Gemeinschaftlich hatten beide noch nach dem Fall dermaßen auf den Hund brachte, gab Herr v. Kardorff in seiner bei der Durchdrückung des Tarifs vorgekommenen Rechtsbrüche hin- Strusbergs an diesem den Leichenraub vollbracht, aber danach Besorgtheit um die vaterländische Industrie alle Zurückhaltung auf. wegzusehen, so sehr überwiegt andrerseits die Auffassung, daß mit der schieden sich ihre Wege. Denn die Diskonto- Gesellschaft beging in Er wurde wütender Zollpolitiker und Agitator, studierte, so gut es Annahme des Tarifs nur erst eine der Etappenstationen erreicht Befolgung des Spruchs Jeder ist sich selbst der Nächste" die Un- ihm seine Fähigkeiten erlaubten, den Carey, schrieb eine konfuse ist, die auf dem Wege zum Abschluß neuer Handelsverträge liegen, flugheit, daß fie, als sie ihren Bejis an unrealisierbaren Eisenbahn- Bollbroschüre Gegen den Strom und daß der neue Tarif mit seinen in der Zollkommission erhöhten Aftien unter Mitwirkung der Seehandlung und des damaligen über die Zollfrage. und hielt Reden Am 14. Dezember 1875 gelang es Positionen wenig Aussichten dafür bietet, daß neue Verträge zu Finanzministers Camphausen dem Reichs- Invalidenfonds zu relativ ihm stande kommen, die wirklich der Industrie und dem Handel nennens- hohen Preisen aufbing, an dem guten Geschäft nicht den alten Bersammlung verwandter Seelen, meist Eisen- und Tertildenn auch im Norddeutschen Hof in Berlin, iverte Vorteile bieten. Auch die von den„ Berl. Pol. Nachr." gebrachte Compagnon Bleichröder teilnehmen ließ, obgleich dieser in den ver- Industrielle, zusammenzubringen, die nach seinem Referat die GrünMitteilung, die Regierung werde schon in nächster Zeit eine Novelle krachten Aktien von Kreuzburg- Posen und Weimar- Gera doch auch dung eines Centralverbandes industrieller Vereine zur Bekämpfung zum Börsengesetz vorlegen, die dessen Härten abschwäche, fand nur empfehlenswerte Objekte besaß, die sich vortrefflich zum Ankauf für der Freihandelslehre und zur Durchführung einer Zollschutzpolitit be mäßige Beachtung. Der Zwed, der mit dieser Nachricht verfolgt den Reichs- Invalidenfonds eigneten. Diese Zurüdjebung muste schloß. Erste Vorsitzende dieses Vereins, von dem sich der heutige wurde, war allzu deutlich sichtbar. gerächt werden. Dafür mußte Camphausen und der Seehandlung Centralverband deutscher Jadustrieller" Herleitet, wurden v. Kardorff Nach den anstrengenden Kämpfen der letzten Wochen, die nicht gründlich der Standpunkt flar gemacht werden. und der Vorsitzende des Vereins füddeutscher Baumwoll- Industrieller nur an die Reichstagsabgeordneten, sondern auch an die Presse Noch am 3. Mai 1878 hatte v. Sardorff die Seehandlung, die, A. Stanb- Kuchen. Eine erste Rolle in dem„ Centralverband" spielte außergewöhnliche Anforderungen stellten, macht sich im politischen da sie den Privatbanken häufig ins Geschäft pfuschte, von den liberalen von Anfang an neben Stardorff der Generaldirektor der Laurahütte Leben ein gewisses erklärliches Gefühl der Abspannung geltend. An Parteien scharf angegriffen wurde, im Abgeordnetenhause warm C. Richter, der als Vorfißendesc des Vereins deutscher Eisen- und Stahldie Stellen der aufregenden Artikel über den jeweiligen Stand des verteidigt und, da damals noch gute Aussichten dafür bestanden, durch industrieller in den Jahren 1882/83 zugleich auch Vorsitzender des Stampfes auf dem parlamentarischen Gefechtsfeld find allgemeine Be- ihre Vermittlung den Reichs- Invalidenfonds mit giveifelhaften Werten Direktoriums des Centralverbands deutscher Industrieller war. trachtungen über die Lehren der vergangenen Tage und die durch die zu beglücken, ihr nachgerühmt, daß sie von wesentlichem Man kann deshalb mit Recht sagen, daß die Bleichrödersche„ Laura" Annahme des Tarifs geschaffene neue Situation getreten, wozu sich u ben für den Reichs Invalidenfonds ist, derin als Patin an der Wiege des Centralverbandes deutscher Industrieller allerlei Erinnerungen aus der Aera der Bismarckischen reaktionären die Lage kommt, später millionen von Effetten gestanden hat Wirtschaftspolitik gesellen. Zu den Artikeln letzterer Art gehört ein antaufen zu müssen." nicht zu ihrem Schaden, denn in dem GeschäftsDoch als zu diesen Effekten nun jahr 1879/80, nachdem mit Hilfe des Centralverbandes die Eisenzollin Nr. 291 der Leipz. Volfsztg." veröffentlichtes Jugendporträt tider Erwarten nicht auch die Aktien der Bleichröderfchen Gründungen Erhöhungen durchgedrückt waren, stieg die Dividende der schönen eines Politikers, der seit etwa 30 Jahren in der deutschen Bollpolitik gehörten, änderte sich die Ansicht Herrn v. Kardorffs. Am 10. Juni Laura wieder auf 6% Proz. eine schäbige Rolle spielt, und der auch bei den diesmaligen Zoll- 1875( nicht, wie wohl infolge eines Schreibfehlers die Leipz. Volksberatungen wieder den Antrag stellte, der unter dem Haufen ge- zeitung" angiebt, 1876) eröffnete b. Kardorff den Kampf mit einer meiner Rechtsbrüche als der schamloseste hervorragt: des Herrn fulminanten Rede gegen die Seehandlung und Camphausen. Er 5. Kardorff. Thatsächlich bietet die Thätigkeit dieses Profit stellte den Antrag, erstere aufzulösen, da sie verfassungsBatrioten vor und nach dem Krach in den siebziger Jahren einen so widrig sei und durch ihre Distont- und Lombardpolitik das interessanten und belehrenden Beitrag zur deutschen Zollgeschichte, Gründungstreiben und die Ueberspekulation gefördert und so den daß man trotz des Bierteljahrhunderts, das zwischen den damaligen Strach wesentlich mitverschuldet habe. Auch Herr Camphausen betam Ereignissen und heute liegt, der Leipz. Voltsztg." für ihre Aus- den Krach und das Elend der Industrie an seine Rockschöße gehängt. grabung nur dankbar sein kann, spiegeln sich doch in dem Ver- Und denselben Ton schlug am 2. März 1876 der edle schlesische halten des Herrn v. Kardorff deutlich die Motive wieder, die damals Mitter bei der Etatsberatung an." Ich habe," sagte er, der Seewie heute die weiten Herzen der Zollschacherer bei ihrem Vorgehen handlung den Vorwurf gemacht, und diesen Vorwurf halte ich auch bewegten. heute noch aufrecht, daß fie es getvefen ist, die zu der großen UeberHerr v. Kardorff begann seine parlamentarische Laufbahn als spekulation hauptsächlich mit beigetragen hat. Meine Herren, gegen Dienstbeflissener Bleichröders." Bleichröder," so erzählt ironisch diese Sünde der Seehandlung verschwinden alle Sünden Einzelner. die Leipziger Volkszeitung"," hatte verschiedene parlamentarische Benn Sie bedenken, daß die Seehandlung eine Unzahl von Emissionen Commis, aber Herr v. Kardorff war darunter der oberste, weil der von Prioritäten von Bahnen in der Zeit gemacht hat, so werden Sie willigste. Sein Beruf bestand erstens darin, mit dem Mandate sehen, daß nur dadurch der Weiterbau der Bahnen in infinitum 2. K. Celle. Zu diesen Handlungen war der Gendarm nicht berechtigt. zum Reichstage, das ihm gutgläubige Wähler anvertraut hatten, möglich war, so werden Sie sehen, daß nur hierdurch wieder Sie hätten ihm einfach erklären tönnen, Sie lehnen es ab, ihm zu antdie faulen Gründungsprospekte zu vergolden, die der große Geld- die große Ueberspekulation in Eisen und Eisen- worten. Beschwerde fönnen Sie beim Landrat, auch bei der Militärbehörde jude Bleichröder verfaßt hatte. So schlug Herr v. Kardorff, gegen bahnschienen hervorgerufen wurde, daß also un- einreichen. Sie wäre aber voraussichtlich erfolglos.§. 1. 3. 1 bis 3. gute Provision fein Mandat an die Prospekte der Vereinigten mittelbar der Staat die Veranlassung zu dieser Ja. D. K. Der Birt ist in Ihrem Fall im Recht. Königs- und Laurahütte( Kurs vor dem Krach 275, nach dem ueberspekulation to a r. 1002, Unwissend. Nein. P. Soweit Ihre Darstellung ersehen läßt, ist die Ständigung unzulässig. Sie tonnte frühestens zum 1. Februar eventuell unter Starlegung des Sachverhalts in der juristischen Sprecherfolgen, da es sich um Handlungsgehilfen handelt. Erkundigen Sie sich stunde. Dammann. Sa. 5. 1000. 1. Nein. 2. Ja. B. A. Ja. 2. D. 71. Wilde Kaninchen mit Frettchen zu fangen, ist zwar keine Wilddieberei im Sinne des Strafgesetzbuchs, ist aber in den meisten Gegenden strafbar, falls nicht Genehmigung des Sagdberechtigten und des Eigentümers erfolgt ist. Die Bestrafung erfolgt auf Grund lokaler Bolizeiverordnungen. 60 5. 5. Die Beantwortung der Frage, ob Ihr Mieter, mit dem Sie auch einen Kaufvertrag geschlossen haben, bestimmte Gegenstände mitnehmen barf, hängt von dem Wortlauf des Vertrages ab. Ebenso liegt es mit der schwierigen Frage, ob der Chikaneparagraph gegen die Absicht, Ihre Bude Jahr leer stehen zu lassen, anwendbar ist.- 33. T. 11. Am 1. Juli 1903. " 4 " Krach 60) und der Deutschen Reichs- Kontinental- Eisenbahngesell- Mit berechtigtem Hohn wies Eugen Richter darauf hin, daß schaft los( Kurs vor dem Krach 162/, nach dem Krach 12%). Herr v. Kardorff ja früher immer für die Seehandlung eingetreten weitens aber bestand der Beruf des parlamentarischen Commis fei, wenn jetzt der hereingebrochene Strach seine Ansichten so schnell Stardorff darin, die Hiebe aufzufangen, die eigentlich seinem Chef verändert habe, so sei anzunehmen, daß er nach zwei, drei Jahren Bleichröder gebührt hätten. Bleichröder hatte auch die Bahnen wieder seine Ansichten ändern werde. Darauf hatte Herr v. Stardorff. Streuzburg- Bofen und Weimar- Gera gegründet, gleichfalls unter der Bimetallist, der seitdem so häufig die Reichsbank wegen ihrer praktischer Beihilfe Kardorffs, wobei so viel Gesetzesverlegungen Währungspolitik angegriffen hat, nichts anders zu erwidern, als daß ind Unregelmäßigkeiten vorkamen, daß sogar die bekannte Central die Seehandlung der Reichsbank gefährlich sei. Untersuchungskommission, die im Jahre 1873 zur Untersuchung des Das war die Rache des Hauses Bleichröder. Eisenbahnschwindels niedergefeht wurde, aber dem Bären, den fie Doch noch nach einer andern Richtung hin ist v. Kardorffs waschen sollte, den Pelz nicht nag zu machen wagte, mißbilligend Wirken während jener Jahre interessant. Seine Beteiligung an der Briefkaften der Redaktion. Tat. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9 Uhr abends statt. 6. D., Rigdorf, und andre. 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