Nr 302. Abonnements- Bedingungen: di Abonnements Preis pränumerandor Bierteljährl. 3,30 t., monatl, 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags, Beilage Die Neue Welt" 10 Pig. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- ZeitungsPreisliste für 1902 unter Nr. 7878. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts tanat Berliner Volksblatt. 19. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin", Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Das Wahljahr hebt an. Es gilt sich zu rüsten. Sonntag, den 28. Dezember 1902. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferusprecher: Amt IV, Nr. 1984. Im Auslande kann der Vorwärts" gleichfalls bei der Post 1. Januar 1901 bis 30. Juni 1902: 3122 Familien mit bestellt werden; der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich 5 Fr. 11 326 Stöpfen. Besonders empfindlich ist die Obdachlosigkeit 1 Cts. in Belgien, 3 Fl. in Holland, 3 Kr. 59 Oere in Dänemark, zeitweise in Charlottenburg gewesen. Seit dem 5 Lire 71 Cts. in Italien, 5 Fr. 15 Cts. in Luxemburg, 4 Kr. 66 Heller Oktoberumzug des Jahres 1900 trat hier ein solcher Andrang Die letzten Ereignisse haben gezeigt, wie gewaltig der in Oestreich- Ungarn, 6 Fr. 10 Cts. in Rumänien, 4 Kr. 17 Oere in Obdachloser ein, daß die bisher für deren Unterbringung ver tödliche Haß der Herrschenden Klassen und Parteien gegen Schweden, 5 Fr. in der Schweiz; 9 Mark in Frankreich, England, fügbaren Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten und eine Anzahl tödliche Haß der herrschenden Klassen und Parteien gegen Spanien und Portugal, den Vereinigten Staaten von Nordamerika Baracken aufgestellt werden mußten. Am 1. Juli 1901 waren die Socialdemokratie gewachsen ist. Jedes Mittel der Lüge und andren zum Weltpostverein gehörenden aussereuropäischen im städtischen Familienhause und andren Gebäuden sowie in und Verleumdung, der Gewalt und Korruption ist unsern Ländern. jenen Wohnbaracken zusammen 449, am 1. November 1901 Feinden willkommen, wenn es ihnen brauchbar erscheint, Unter Kreuzband direkt von der Expedition bezogen kostet der fogar 571 Obdachlose untergebracht; erst im April 1902 sant uns niederzuschlagen, uns aus dem Hinterhalt zu überfallen. ,, Vorwärts" pro Monat 2 mark innerhalb Deutichlands und seiner die Ziffer wieder unter 500. Auch hier wurde durch die Alle Organe und Inftitutionen der bürgerlichen Gesell- Kolonien, in Oestreich- Ungarn und Luxemburg, im Ausland 3 Mark Armendirektion festgestellt, daß sich unter den obdachlosen schaft sind gegen die Socialdemokraten geformt und gerichtet. pränumerando. Familien eine Reihe von solchen befand, in denen der Mann, Nicht zum wenigsten bedient sich die bürgerliche Gesellschaft Redaktion und Expedition des Vorwärts". zum Teil seit einer Reihe von Jahren, in fester Arbeitsstelle der Presse als ciner furchtbaren Waffe, um die Geister zu verthätig war und durch Vorlegung seines Mietsquittungswirren, die Vorfämpfer einer helleren Zeit zu schmähen, die Buches die bisherige pünktliche Mietszahlung nachweisen fonnte. Ideale des Proletariats zu beschmutzen. Es giebt keine unabhängige bürgerliche Presse! Es giebt keinen Mut der Wahrheit in der von der Bourgeoisie spekulanten. Wettbewerb Einhalt gebietet. Auch eine Wohnungsstatistik. hunderts erreicht hat. I. . aber doch den Die Obdachlosigkeit ist keineswegs auf Großstädte beschränkt. Auch in Mittel- und Kleinstädten, ja sogar in schnell Man begedungenen Presse. Es giebt auch keine Vernunft mehr, es In den letzten Jahren ist viel die Rede gewesen von einer wachsenden industriellen Lanogemeinden begegnen wir densei denn die Gerissenheit in der Wahrung ihrer Geschäfts- Wohnungsgesetzgebung für Preußen. Die Thronreden, mit ſelben Uebelſtänden. So wurden z. B. in Oschersleben und Wernigerode am 1. April 1901 89 beziv. 28 Perinteressen. Ein elender feiger Byzantinismus lastet auf unsren denen die letzten Landtagssessionen eröffnet wurden, sind voll fonen beim vierteljährlichen Umzug obdachlos, und in interessen. Ein elender feiger Byzantinismus Tastet auf unfren der Anerkennung der Notwendigkeit gesetzlicher Maßnahmen Waldenburg i. Schl. soll bei solchen Gelegenheiten regelöffentlichen Verhältnissen. Die Ritter vom Geiste" sind in zur Linderung des Wohnungselends. An schönen Worten hat es zur Linderung des Wohnungselends. An schönen Worten hat es Wirklichkeit Lakaien der kapitalistischen Herrschaften. Sie ver- weder den Vertretern der Regierung, noch benen der herrschenden mäßig eine größere Anzahl von Personen um Beschaffung von taufen sich an die Regierung, an die Interessengruppen des Klassen gefehlt, aber dabei ist es auch geblieben. Nicht einmal Garnisonen eine mehr oder weniger anhaltende Wohnungsnot. Unterkunft bitten. Mitunter bewirkt die Verlegung von Besitzes, oft an den Profitsinn eines einzelnen Zeitungs- die Anfänge einer Wohnungsgesetzgebung sind vorhanden. Nahe an Obdachlosigkeit streift es, wenn zwar eine Möglich, daß jetzt Ernst damit gemacht werden soll und daß Wohnung vorhanden ist, jedoch sogleich verlassen werden muß, Die bürgerlichen Blätter sind Brutstätten geistiger und die im Januar beginnende Session sich mit dieser sittlicher Verwahrlosung. Kein Funken heiligen Feuers lebt Materie zu befassen haben wird! Hat sich doch die sobald besondere Umstände einen erhöhten Anspruch an den Wohnungsraum bedingen. In dieser Hinsicht wird u. a. aus nicht etwa felbst in ihnen, keine Tapferkeit und keine Ehrlichkeit. Ihre politischen Regierung endlich dazu aufgerafft Auslassungen sind schlimmer als bezahlte Inserate, weil ihrer statistische Erhebungen zu veranstalten, denn für solche Kultura chen gemeldet, daß allein im Jahre 1900 427 Wöchnerinnen in das Afyl des dortigen Mariannenvereins aufgenommen aufgaben fehlt es in Preußen an Mittelit Verlogenheit nicht einmal ein Gesetz wider den unlauteren wenigstens dasjenige statistische Material aus neuerer Zeit wurden, weil sie sich in zur Niederkunft durchaus ungeeigneten Räumen befanden. durchforschen zu lassen, welches über die im Wohnwesen der bewohnten 120( darunter solche mit 10 Stöpfen) mu je einen Bei allen wichtigen, die Deffentlichkeit bewegenden An minder bemittelten Bevölkerungsklassen Preußens herrschenden Raum und 271 nur je zwei Räume, und dabei gehörten diese lässen steht die socialdemokratische Presse allein und einsam Mißstände Aufschluß giebt. den Papiertanonen der bürgerlichen Meinungsfabriken gegen- Diese Sichtung des vorhandenen Materials, die unter dem Familien noch nicht einmal zu den ärmsten. Eine Folge des Mangels an fleinen Wohnungen ist es, über. In den Wirbelstürmen wahnsinniger Hetze und toller Titel„ Zur Wohnungsstatistik in Preußen" von dem Ober- daß Minderbemittelte mir schwer ein Unterkommen finden Fälschung hat die socialdemokratische Presse den Beruf, um- Regierungsrat Evert in der Zeitschrift des königl. preußischen können und, um nicht völlig obdachlos zu werden, mit den beirrt ihren Weg zu gehen und, inmitten allgemeinen Verfalls, statistischen Bureaus veröffentlicht wird, ist nach rein äußer bescheidensten Wohnräumen vorlieb zu nehmen gezwungen in dem sie für die Interessen des befitlosen, ausgehungerten sondern der Handelsminister im trauten Verein mit seinem mit höchstens einem heizbaren Zimmer sehr groß; ein be lichen Gesichtspunkten vorgenommen. Nicht berufene Statistiker, sind. In den meisten Städten ist die Zahl der Wohnungen Proletariats kämpft, der Kultur zu dienen. Längst hat man Polizeikollegen hat angeordnet, welche Fragen dabei im Vorder- deutender, oft der größte Teil der Bevölkerung, muß sich mit sich daran gewöhnt, nur noch in der focialdemokratischen grund zu stehen haben. Es sind das die Fragen der Obdach sehr beschränkten Wohnungsräumen begnügen. Presse ein freies Wort und ein unbestechliches Urteil zu losigkeit, der Ueberfüllung von Wohnungen, des durchschnitt zeichnet in der Statistik eine Wohnung als überfüllt, suchen. lichen Mietspreises, der Aufnahme von Chambregarnisten und wenn auf ein heizbares Zimmer mehr als 5, auf Jm kommenden Wahljahr, in dem das deutsche Volf vor Schlafburschen und des Wohnungswechsels. Trotz der auf der die bedeutsamsten Entscheidungen gestellt werden wird, ist es Hand liegenden Mängel, die eine solche„ Statistik" im Gewei heizbare Zimmer mehr als 10 Personen kommen. mehr wie je die Aufgabe der socialdemokratischen Preffe, folge haben muß, ist doch das zusammengetragene Material Von den Wohnungen mit keinem oder nur einem heizbaren Zimmer ohne oder mit Zubehör waren in unerschrocken auszusprechen, was ist und klar zu künden, wertvoll für die Beurteilung des Kulturzustandes, den meisten Städten zwischen 10 und 20 Proz. und was sein soll. Mehr wie je wird auch die bürgerliche Presse Breußen am Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahr darüber, in Königsberg( 1895) fogar 26,17, in Posen( 1900) alle Mittel der gemeinen Verleumdung und gewissenlosen Wie eine Verhöhnung des Begriffes Kulturstaat" flingt fonen belegt. Indessen unterliegt es feinem Zweifel, daß vom 24,07, in Barmen( 1900) 22,35 Proz. mit 6 und mehr PerVerwirrung anwenden, um das Proletariat und die Social es, wenn von amtlicher Stelle zugegeben werden muß, daß Standpunkt der öffentlichen Gesundheitspflege auch zahlreiche demokratie in dem Siegeszuge aufzuhalten. Erst wenn die ein nicht unerheblicher Teil der Bev( terung Preußens Socialdemokratie die kapitalistische Presse in allen ihren Formen obdachlos ist, und zwar nicht nur wirtschaftlich besonders Wohnungen als überfüllt anzusehen sind, die eine geringere Be legungsziffer aufweisen. So wurden in Danzig im aus dem letzten Schlupfwinkel vertrieben hat, wenn fein Proletarier schwache Streise, sondern auch wirtschaftlich tüchtige Personen, Sahre 1900 bei einer polizeilichen Untersuchung im ganzen für teures Geld mehr sich durch dieses Gift verðummen und die sehr wohl im stande sind, Mieten zu zahlen, aber dank 1664 Wohnungen mit einem Mietspreise bis zu 300 wt. als verkrüppeln läßt, wenn dagegen in jedes Befitlosen Zimmer unsrer herrlichen Zustände auch beim besten Willen kein Unterdie geistige Aufflärung des Socialismus dringt dann ist kommen finden können, entweder, weil infolge der Spekulation ungeeignet oder überfüllt festgestellt, weil sie nicht einmal den bescheidenen Anforderungen der Polizeiverordnungen entsprachen. der Sieg uns sicher, und nichts kann ihn uns mehr ent- gewiffenloser Grundbefizer nicht die genügende Anzahl von Schon bei den Wohnungen ohne heizbare Zimmer kommt eine BeWohnungen vorhanden sind, oder weil sie eine größere Stinder- legung mit 4, 5 und mehr Personen häufig vor. Ausnahmsweise Kinder- Schon zahl besigen, als es ihnen der Hauspafcha, der als absoluter finden sich sogar in Wohnungen, die nur aus einer Küche absoluterlegung Sinaus mit dem legten bürgerlichen Herrscher nach Willfür schaltet und waltet, gnädigst gestattet. bestehen, 10 und mehr Personen zusammengedrängt. Blatt aus proletarischen Händen! Im social- Hierfür einige Beispiele! Daß ein solches Wohnen" sowohl in gesundheitlicher, demokratischen Blatt erhaltet Ihr täglich einen Stimmzettel Aus Kiel wird berichtet, daß die Zahl der seitens der als in sittlicher Hinsicht schwere Gefahren im Gefolge hat, ist städtischen Verwaltung untergebrachten wohnungslosen Familien selbst von bürgerlichen Socialpolitikern so oft betont worden, fcit dem 1. April 1900 eine ganz bedeutende sei und im Frühjahr 1901 von neuem erheblich zugenommen habe. Am daß es Eulen nach Athen tragen hieße, wenn wir noch besonders darauf hinweisen wollten. Es genügt die 31. Auguſt 1901 waren in eigens zu diesem Zwecke erbauten Stonstatierung der Thatsache, daß zu derselben Zeit, wo die Baracken, in Turnhallen und sonstigen städtischen Gebäuden herrschenden Klassen sich anschicken, 161 Familien mit zusammen 1004 Stöpfen untergebracht. Da einen alles bisher Dagewesene übersteigenden Raubzug den dem Volk durch von empfingen mur 21 Familien Armenunterſtügung, während letzten Pfennig aus der Tasche zu nehmen, die Mehrheit der die übrigen zahlungsfähig waren, jedoch mangels Ein- und Bevölkerung mit menschenunwürdigen Behausungen vorlieb zu Mit dem 1. Januar 1903 eröffnen wir ein neues Abonnement Zweizimmer Wohnungen und wegen großer Kinderzahl nehmen gezwungen ist. Zu der Obdachlosigkeit der Hunger wohnungslos bleiben mußten. Außerdem bewohnten Mitte August 1901 etiva 40 Familien mit über 500 und der Mangel an Kleidung! So will es unsre göttliche Köpfen eigne Gartenhütten. Voraussichtlich ist von diesen Weltordnung, als deren Hüter sich diejenigen aufspielen, die das Proletariat im Elend versinken und im Schmutz umFamilien ein großer Teil im Winter ebenfalls wohnungslos kommen lassen, nur um selbst ein desto behaglicheres Dasein geworden. Am 1. Juli 1902 waren in der geschilderten Weise führen zu können. noch 146 Familien mit 910 Köpfen untergebracht, von denen 16 Armenunterstützung bezogen; außerdem wohnten 40 Familien mit 200 bis 240 Stöpfen in Gartenhütten. In Halle a. S. waren in den städtischen Asylen vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 im ganzen 108 Frauen mit 283 Kindern gegen 79 Frauen mit 224 Kindern im Vorjahre untergebracht. reißen. der Befreiung, eine Stärkung Eurer Macht, eine Festigung Eurer Ueberzeugung, eine Waffe wider den Feind! Die socialdemokratische Presse soll und wird der berufene Führer durch die Wirren und Erregungen des schicksalsschweren Wahljahres sein- folgt ihm und Ihr werdet flegen! * auf den Vorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erfcheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntagsbeilage„ Die neue Welt". Für Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure sowie unsre Expedition, Lindenstrasse 69, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Für das übrige Deutichland nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen zum Preise von Politifche Ueberlicht. Berlin, den 27. Dezember. Ein neues Zollmärchen. 1 Mark 10 Pfennig pro Monat ( ausschliesslich 14 Pfennig pro Monat Bestellgeld) entgegen.( Ein- In etwa 20 Fällen handelte es sich uni zahlungsfähige Kaum ein Blatt hat sich in der Krupp- Affaire schamloser be getragen ist der ,, Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste unter Ir. 8203.) Mieter, die lediglich wegen großer Kinderzahl keine Wohnung nommen, als die Frankfurter Beitung", das demokratische Die Einziehung des Zeitungsgeldes von den bisherigen Post- fanden. Vom 1. April 1901 bis zum 31. März 1902 waren in Weltblatt", das im Augenblick der wüsteſten Scharfmacherheze uns abonnenten erfolgt gegen Quittung durch die Briefträger, die zur gleicher Weise 5 Männer, 97 Frauen und 334 Kinder aus dem Hinterhalt anfiel und mit gefälschten neapolitanischen vollgültigen Quittungsleistung berechtigt sind. untergebracht. In Rirdorf betrug im Frühjahr 1901 die Storrefpondenzen gegen uns losging. Die Frankfurter Zeitung" Пleu hinzutretende Postabonnenten können die Zustellung der Zahl der Obdachlosen 41 Familien mit 208 Stöpfen; freilich wußte aus eigner Anschauung sehr genau, wie man erZeitung und die Einzahlung des Zeitungsgeldes auch schriftlich bei 23 dieser Familien waren zahlungsfähig. In Berlin haben logene Standalgeschichten in die Welt fetzt; sie war es ja selbst, der zuständigen Postanstalt beantragen. Für derartige Bestell- im Familienobdach Aufnahme gefunden vom 1. April bis die vor Jahr und Tag eine Stuttgarter Offiziersaffaire(§ 175) verSchreiben etc. wird eine Gebühr nicht erhoben. 1. Dezember 1900: 1461 Familien mit 7280 Personen, vom öffentlichte, an der kein Wort wahr gewesen. # Die Zurückziehung des Strafantrags kam dem edlen Blatt sehr Angenommen, die Mitglieder eines Zweigvereins irgend einer unbequem und seit diesem möglichst schnell vorüberhuschenden Ge- Gewerkschaft sind mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden. Sie ständnis seiner Blamage sucht es nach neuen Verdächtigungen des sehen keinen andren Ausweg als den Streik. Sie beschließen dem„ Vorwärts" und zwar giebt sie dem Richterschen Märchen von den gemäß. Was müssen sie mum thun, um innerhalb des Gesetzes zu Ursachen der Zolleinigung eine neue, freilich noch einfältigere und bleiben? Sie müssen vorerst kündigen, wenn sie vertragsmäßig zudem nationalsocialer Phantastik entlehnte Fassung. Eugen Richter dazu verpflichtet sind. Sie müssen ferner das Ende der Kündigungsließ die Zolleinigung eine Folge der Obstruktion sein, die Frank- frist abwarten, nachher die Arbeit niederlegen und ruhig nach Hause furter Zeitung" läßt sich dahin erleuchten, daß das Zustandekommen gehen. Die Streitposten dürfen sich über die Arbeitswilligen nicht aufdes Zolltarifs eine Wirkung des Krupp- Artikels des Vorwärts" regen, sie nicht beim richtigen Namen nennen. Sie dürfen sie nicht allzu sei. Sie teilt nämlich folgende wilde Enthüllung eines aus dem eifrig zur Niederlegung der Arbeit überreden. Schließen sich die Kaffeegrund wahrsagenden politisierenden Salonfomifers mit: Arbeitswilligen dem Streit an, so müssen sie kündigen. " 1 haben diese Versuche thatfat. folg gehabt und Gesetzesfabrikation, die unter den niederträchtigsten Rechtsbrüchen zu stande gekommen ist, kann nicht beanspruchen, mit Achtung bes handelt zu werden. Die Versammlung fennzeichnet sie als Raubzug auf die Taschen des arbeitenden Volfes, um einer kleinen Anzahl von Agrariern und Industriellen unerhörte Vorteile zu verschaffen. Ihre tiefste Verachting drückt die Versaminlung allen Personen aus, die direkt oder indirekt an dem nichtswürdigen Gewaltakt zur Aushungerung der Aermsten der Armen teilge= nommen haben. Der energievollen Minderheit des Reichstags, die mit Umsicht und Ausdauer unter Aufrechterhaltung von Gesetz und Recht gegen den Zollwucher gekämpft, spricht sie volle Anerkennung aus. Die Versammelten versprechen mit allen Mitteln dafür einzutreten, daß im nächsten Reichstag die socialdemokratische Fraktion an Zahl und damit an Macht und Stärke zunimmt. Nur hierin liegt die Garantie des kulturellen Fortschritts." Völker". Es liegt... in dem plötzlichen Schwenken Bülows eine Jrgendwelche Friedensstörung ist strafbar. Unstimmigkeit" vor, wie sie bei der Annahme des Zoll- Eine Minute Ueberlegung wird uns sagen, welche schneidige tarifs ja vielfach untergelaufen ist, und es ist nur natürlich, daß Waffe dieses Urteil den Unternehmern geschmiedet hat. Die Unterman nach einer psychologischen Erklärung für das Nachgeben gegen nehmer tönnen erstens die Arbeitswilligen an eine Kündigungsfrist Nach schwersten Kämpfen scheint der vielverfolgte Freiherr von die Agrarier sucht. Da schreibt man uns mun, daß das Aufwühlen von beliebiger Dauer binden. Sie können ferner mit Hilfe der Münch doch seiner Verfolger Herr zu werden. Aus Stuttgar wird der Krupp Affaire den psychologischen Zusammenhang darstelle. Die Publikation in dieser Sache habe den Freunden der Arbeitswilligen eine Friedensstörung provozieren. Die Stimmung, gemeldet, daß die polizeiliche Einweisung des Freiherrn v. Münch in Agrarier die Möglichkeit geboten, die socialdemokratische Gefahr die ein Streit erzeugt, ist nichts weniger als friedlich. Und die eine württembergische Jrrenanstalt nunmehr durch Erlaß der königin den grellsten Farben zu malen und eine Verbindung zwischen Unternehmer haben nunmehr das größte Interesse, irgend eine lichen Kreisregierung in Reutlingen aufgehoben worden ist, nachdem die frühere Anordnung seiner Begleitung durch einen Wärter bei dem„ Borwärts"-Artikel und der Obstruktion im Reichstag zu Schlägerei oder einen Kontraktbruch hervorzurufen. Kommt es zu feinem Aufenthalt in 2ürttemberg schon seit einigen Monaten in konstruieren. Wer sich der Aeußerungen der Scharfmacherpresse einer solchen Ungefeglichkeit, so erwirken die Unternehmer Wegfall gekommen war und sein Verhalten in neuerer Zeit keinen einer aus dieser Zeit erinnert, der muß wenigstens zugeben, daß es an vorerst einen Einhaltsbefehl( injunction, Verbot) gegen Grund mehr zu der Befürchtung einer gemeingefährlichen BeVerfuchen, einen solchen Zusammenhang zu konstruieren und das Bideting überhaupt. Ferner ist es der Gewerk- thätigung seiner Persönlichkeit gegeben hat." politisch zu fruftifizieren, nicht gefehlt hat. Wie es nun heißt, schafts- Leitung verboten, diesen im Interesse der Arbeiter verboten, Wir haben von jeher gegen die Behandlung des Freiherrn The und an jener Stelle eine entscheidende Wendung im Interesse der Gewerkschaft unternommenen Streit v. Münch durch die württembergischen Behörden schärfsten Protest herborgerufen. Die Geschichte diefer Zwischenspiele läßt sich mit Geld oder mit Rat zu unterstützen. Die Folge erhoben. heute noch nicht schreiben. Es gehört dann natürlich auch der ist, daß der Streit zusammenbricht und die Arbeiter unterliegen. Fürsten und Bölfer. Epilog dazu- nämlich die Umstände, die später die Zurückziehung ist nun aber die Gewerkschaftsleitung mutig genug, die Streikgelder, des Strafantrags in der Krupp- Affaire veranlaßten, nachdem die zu deren Gewährung fie statutenmäßig verpflichtet ist, zu bewilligen, interessanten Artikel, worin er mit Hilfe der Stammbäume nachweist, Jm„ Courier des Etats Unis" bringt Charles 2anrent einen Scharfmacher mit Hilfe des" Vorwärts"-Artikels ihr erstes Ziel so giebt sie damit den Unternehmern die Handhabe, die Gewerkschaft daß fast sämtliche Monarchen Europos andrer Nationalität find als erreicht hatten." finanziell zu ruinieren. Nun könnte man sagen:„ Die Leitung Da sich an der Scharfmacherhezze die Frankfurter Zeitung" ganz follte zurücktreten." Gut, aber irgend jemand muß doch provisorisch Bourbon, französische Linie, sind bloß ein Sechzehntel Franzosen Die zur Zeit noch lebenden Prinzen des Hauses hervorragend und besonders perfid beteiligt hat, verdanken wir es also wohl in erster Linie dem Wirken des demokratisches Weltblattes, an die Spize der Gewerkschaft gestellt werden, wodurch die Ver- und zum größten Teil deutscher, spanischer und italienischer Herkunft. Prinz Victor Napoleon Bonaparte hat nur ein Drittel Anrecht auf daß der Tarif zu stande gekommen ist. Einen gewissen Mut kann antwortlichkeit wieder auf die Gewerkschaft als Ganzes fällt. Es zeigt sich mun, daß der Taff- Vale- Prozeß einen kritischen die französische Familie seines illustren Großonfels, während sich zwei man andrerseits diesmal dem Frankfurter Organ nicht aberkennen, wendepunkt für das britische Gewertschaftswesen Drittel auf das Haus Württemberg und Savoyen verteilen. Mönig Alfonso XII. von Spanien iſt vier Fünftel Deſtreicher, König Victor Emanuel III. ist ebenfalls infolge der vielfachen Serenzungen in seiner Familie mehr Destreicher als Italiener, während seine Nachfolger montenegrinisches Blut in ihren Adern haben werden. Kaiser Franz Josef ist ebensowohl Wittelsbacher wie Habsburger und daher zum Teil bayrischer Abkunft. König Oskar von Schweden ist väterlicherseits durch die Familien Bernadotte und Clary Franzose und mütterlicherseits durch die Linien Holstein- Gottorp und Leuchtenberg Deutscher. Der König von Griechenland ist ein Däne, der König von Serbien en Odibruție umb ber 3 ut bon Bulgarien ist aus den Stämmen Sachen- Roburg- Gotha und Bourbon. Der 3 ar ist keineswegs ein Vollblutrusse, sondern zum Teil auch Däne und Deutscher, denn er stammt nicht nur von den Romanows ab, sondern auch von der Schleswig- Holstein- Glücksburg- oder Hessen- Darmstadt- Linie durch die cheligen Verbindungen seiner männlichen Ahnen. Der König der Belgier ist ein Abkömmling der Familien Sachsen- KoburgGotha und Bourbon- Drleans, daher, streng genommen, kein Belgier. Die Königin der Niederlande ist aus dem Hause Oranien, Nassau und Waldeck- Pyrmont, daher ebensowohl Deutsche als Holländerin. Der König von England ist seiner Abstammuung nach Welfe, Normanne und Franzose. Der Deutsche Kaiser ist väterlicherseits ein Hohenzoller, mütterlicherseits stammt auch er ab von Sachsen- Koburg- Gotha und ist zum Teil Franzose durch Louise de Coligny, Tochter des bekannten Admirals, welche die vierte Gemahlin Wilhelmts des Schweigsamen war. bedeutet. ivenn es auch bloß der Mut der Einfalt ist. Es heißt nämlich, das offizielle Deutschland zu einem bösartigen Narrenhaus erklären, In der Provinz fanden bereits gewerkschaftliche Versammlungen wenn man es nicht nur als möglich, sondern sogar als wahrscheinlich statt, die sich einstimmig dahin aussprachen, daß 1111E Die bezeichnet, daß eine zuerst von einem klerikalen Blatte veröffentpolitische Aktion helfen könne. lichte Angelegenheit, die nicht das Mindeſte mit der Zoll- el Die nächste Sigung des Oberhofgerichts wird erst um die Mitte und Parteipolitik zu thun hat, einen beſtimmenden Einfluß auf des Monats Januar 1903 stattfinden. Der Verteidiger der Eisendiefe geübt habe. Das heißt die Politik des„ Glaſes Wasser" bahner wird noch einmal den Versuch machen, den Beweis zu führen, ins Ungeheuerliche übertreiben. Nach solchem Rezept wird vielleicht daß die Gewerkschaftsleitung gar nicht bie gluch? her daß die de tie die Flucht der Kronprinzessin von Sachsen demnächst die Handels- handeln Tonnte, als sie thatsächlich gehandelt hat. In dieser berträge entscheidend beeinflussen. on ainu Sizung soll auch die Höhe des Schadensersatzes bestimmt werden. Indessen, die ganze Märchenerzählung ist nur ein Beweis, daß man bereits wenige Wochen nach den Ereignissen mit der botas radikalsten Vergeßlichkeit rechnet. Die Chronologie der Geod orth fadtual Deutsches Reich. faloid os schehnisse löst nämlich die boshafte Erfindung in nichts auf. Wir haben bereits wiederholt dargelegt, daß die Kardorff von Laurahütte, der Räuberhauptmann der Zollmehr Grundzüge der Taktik der Mehrheitsparteien bereits in den heit, hat dem Bund der Landwirte folgenden Absagebrief Kommissionsberatungen hervortreten. Das ganze Geheimnis der geschrieben: Einigung der Parteien untereinander und mit der Regierung be= ruhte auf der Einsicht, daß eine sachliche Beratung des Zolltarifs wegen der chronischen Beschlußunfähigkeit überhaupt unmöglich sei und da alle das Zustandekommen von irgend etwas wollten und brauchten, so verständigte man sich eben und griff zur Gewalt, und die Regierung zahlte den Kuppelzoll des erhöhten Braugerstenzolles an das Centrum. Zu meinem Bedauern 3 wingt mich das Verhalten der Leitung des Bundes der Landwirte, aus diesem auszutreten. Nachdem diese Leitung meiner Partei als solcher den offnen Krieg erklärt hat, bleibt mir nichts andres übrig, als den Kampf aufzunehmen, obschon dieser meiner Auffaffung nach im allgemeinen landwirtschaftlichen und politischen Interesse hätte vermieden werden können und sollen." Dieser grause Stampf wird genau so blutig werden, wie der Bollstreit mit der Regierung. Die Brüder finden sich schließlich doch zusammen, wenn es auch bei der Verteilung der Beute manchmal Beulen giebt. Ausland. Schweiz. idop Die Bomben- Explosion vor der St. Peters- Kathedrale. Genf, 24. Dezember.( Eig. Ber.) Diese Verständigung aber ist, wie die Thatsachen zeigen, bereits vor der Veröffentlichung des Krupp- Artikels herbeigeführt, der erst am 15. November erfolgte. Schon Ende Oktober erfolgte der erste Schritt der natürlich mit der Regierung vereinbarten Gewalt- An Stelle des unsterblichen Frege kandidiert im 14. sächsischen Taftil: Uebergang zur Tagesordnung über die bündlerischen Wahlkreise gemeinsam für Konservative und Nationalliberale der Gemüse- Anträge. Am 6. November begannen die simlosen Rittergutsbefizer& opp. Versuchen wir den Wahlkreis von der In der Nacht zum Dienstag wurden die Bewohner des älteren Busammenfassungen verschiedenartigster Bofitionen. Am 7. No- Behaftung mit einem Nachfolger Freges zu befreien. vember wurde der Antrag Aichbichler eingebracht und zu- Herr Baffermann, der sich als Totengräber des National- Stadtteils durch eine fürchterliche Detonation aus dem Schlafe gegleich angekündigt, daß mehr nachfolgen würde. Dazwischen liberalismus sehr berühmt vorkommt, hat sich von einem Bericht schreckt. Beim Polizeiwachtposten unweit der Kathedrale wurden die wurde unablässig mit der Regierung verhandelt, um eine Form des erstatter einer Basler Blattes interviewen lassen. Er scheint fehr Fensterscheiben zertrümmert, desgleichen die Fenster der umliegenden Häuser. Die angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß eine Rückzuges auf die mittleren Linie zu finden. Alle Entscheidungen weise geredet zu haben. Die Bombe muß auf dem Schloß fallen mithin vor den Krupp- Artikel und damit ist die Frankfurter Er bezichtigte sich und seine Leute des entscheidenden Ber- Bombenerplosion vorliegt. dienstes" am Gelingen der Kardörfferei und man wird dieses des Hauptportals aufgehängt gewesen feint und wurde Märchentante endgültig abgethan. faemon übrigens den Thatsachen entsprechende Geständnis festhalten vermittelst einer Zündschnur aus einiger Entfernung zum jonbin müſſen für den Fall, daß Cr es demnächst wieder Plazen gebracht. Das Schloß selbst wurde durch die als zu kompromittierlich ablengnen sollte, wie seine Obstruktion bei Gewalt des Druces ins Innere der Kirche geschleudert, ebenso der lex Heinze. pflichtet waren. Die Bedeutung des Taff- Vale- Urteils. würde. " 7 on London, 25. Dezember.( Eig. Ber.) Zur Ergänzung unsres Berichts über die„ Verurteilung einer Mit unsrer Auffassung stimmt die Vermutung überein, daß der einzelne Holzsplitter, so daß ein 30-40 Centimeter großes Loch an Gewerkschaft" mögen noch folgende Darlegungen dienen: dodruffische Handelsvertrag noch diesem Reichstag vorgelegt werden der Thür zu sehen ist. Die Portal- und Bogenfenster sind völlig Vor allem ist festzustellen, daß der Taff- Vale- Streit nach den Dann erkannte er noch einigen nationalliberalen Blättern zerbrochen, sonst ist keinerlei Schaden angerichtet. Am Thatorte fand die Parteizugehörigkeit ab, so der National- Zeitung", der National- Zeitung", den man Eisenteile, womit die Bombe gefüllt war, sowie die Reste der bis zum Jahre 1900 üblichen Gewerkschaftsmethoden geführt worden Münchener Neuesten Nachrichten", dem„ Hamburg. Korrespondenten". verwendeten Zündschnur, endlich eine Nummer des Mailänder ist. Es kamen Ungesetzlichkeiten vor: Kontraktbruch und den Frieden Der von diesen vertretene„ linke Flügel" habe nur geknurrt", dann Secolo" vom 2. Dezember. Vor der Kathedrale befindet sich ein störendes Picketing. Der Kontraktbruch lag erstens bei einer Anzahl aber klein beigegeben. übermannshohes Gitter, das nachts abgeschlossen wird und welches von Streifenden vor, die ohne die vertragsmäßige Kündigung die Die Baffermännchen wagen eben nicht einmal mehr zu knurren! der oder die Attentäter zweimal überklettert haben müssen. Arbeit niederlegten, zweitens bei dem erzwungenen Anschluß der Ueber die„ Schuld" der Obstruktion, durch welche die Reaktions- Einstweilen fehlt vom Thäter jede Spur, was die bürgerlichen Arbeitswilligen an den Streik, die vertragsmäßig zur Arbeit ver- parteien ihre rechtsbrecherischen Bügellosigkeiten und Herr Richter die Zeitungen natürlich nicht hindert, von einem Anarchistenfeige Baghaftigkeit feiner Partei entschuldigen wollen, giebt einer, dessen Attentat zu sprechen, das einen Racheaft bilden solle gegenüber An allen diesen Handlungen nahm der lokale Organisator Meinung in diesem Fall nicht wertlos ist, weil er aus besonderen Mr. Holmes mehr oder weniger teil. Dagegen ist festgestellt Gründen abseits stand, das nachfolgende Urteil. In einer Ver- der nicht ausgesprochenen Anmestie. La Suisse", das Organ der schon in seiner ersten Ausworden, daß die Gewerkschaftsleiter die Egekutive und ſammlung des erklärte fonservativen Demokraten, brachte rheinischen Bundes der Landwirte Mr. Bell- den Streik weder provoziert noch organisiert Dr. Diederich Hahn über den Kampf der Zollwucherparteien gabe einen grinunigen Hezartikel gegen die Anarchisten und der Abendnummer fährt sie also fort:„ Wir müssen haben. Ihre Teilnahme bestand hauptsächlich in der Gewährung gegen die„ Obstruktion":" Das Ganze war nur blauer Dunst und in Komödie, welche den Umfall der konstatieren, daß dieses Attentat dazu diente, die strengsten von Streifgeldern, wozu ſie ſtatutenmäßig gezwungen waren, also stvnservativen und bes Centrums verdeden Maßnahmen der Polizei zu rechtfertigen, weld gar nicht anders handeln konnten, außer wenn sie ihre Aemter sollte. Die Barole„ Gegen die Socialdemokratie" war aber auch letztere, das erwarten wir, sehr energisch vorgehen wird. niederlegten. fachlich eine Heuchelei. Alles war Spiegelfechterei! Es Dies ist der trockene Sachverhalt, der sowohl von der Ver- war Täuschung, als nach dem Antrag Kardorff die Industriezölle in Denn, in der That, die öffentliche Meinung verlangt teidigung, wie vom vorsitzenden Richter als gegeben angenommen fieben Positionen herabgesetzt wurden. Man hat damit Heugabeln, Repressalien.() Untersuchungen und Verhaftungen sind unwurde. Ja, der Richter lobte sogar die Reserve und den Eggen, Drahtseile und einige andre Dinge im Preise um 1% und ausbleiblich. Die Anarchisten haben der Polizei eine Waffe gegeben, £ 19 1962 Pf. für das Pfund herabgesezt: aber die große Industrie, bei- welche sie selber schtver schlagen wird. Die Provokation ist zu uns In seiner Belehrung an die Geschwornen argumentierte der spielsweise den hohen Zoll auf Eisenbahnschienen, der den sieben geheuerlich ust." joie si stiped Richter folgendermaßen: Firmen des Schienenkartells jährlich Millionen in den Schoß wirft, Gauz ähnlich drückt sich der Generalprokureur Navazza in einem hat man wohlweislich nicht berührt." Interview aus, und wenn nicht alles täuscht, stehen eine Anzahl Der Streit ist an sich eine gesetzliche Handlung. Die Arbeiter und erneute Au 3haben das Recht, zur Förderung ihrer Interessen zum Streit Zur Diätenfrage. Neuerdings verlautet wieder, daß die von reaktionärer Maßnahmen zu greifen. Nur muß der Streik mit gesetzlichen einigen Blättern als sicher bevorstehend gemeldete Zuftinumming des weisungen bevor. Sollte also wirklich das Attentat eines Bundesrats zur Forderung von Anwesenheitsgeldern für die Anhängers der Propaganda der That" vorliegen, so wäre wiederum Mitteln geführt werden. Die Pickets müssen sich auf das Erteilen und Entgegennehmen von Informationen beschränken. Unter die diesmal mit großer Bestimmtheit auftretende Meldung der schränktheit derartiger Jndividuen bezahlen muß. und Entgegennehmen von Informationen beschränken. Unter Reichstags- Mitglieder doch nicht zutreffend sei. Wir hatten der Beweis erbracht, daß die Arbeiterklasse die BeUmständen dürfen sie die Arbeitswilligen zum Anschluß an den bundesrätlichen Zustimmung zu diesem Reichstagsbeschlusse mitan Einstweilen sprechen aber eine Reihe Gründe für Spizelarbeit. Streit überreden, selbstredend unter Einhaltung der größester Gelassenheit aufgenommen. Ist die Meldung wiederum Schon die Wahl des Orts, das zur Zeit festeste Gebäude in vertragsmäßigen Kündigungsfrist. Sie dürfen den verfrüht gewesen, so ist dies uns auch recht. soup Genf, sodann die Ungefährlichkeit der Explosion. Gewiß, wäre die Arbeitswilligen etwa sagen:" Hier ist ein Streit; unsre Forderungen find so und so; helft sie uns durchzusetzen!" München, 26. Dezember.( Eig. Ver.) Am zweiten Weihnachts- Bombe ins Innere der Kirche gelegt worden, hätte sie erheblichen 26. feiertage sprach Genosse Vollmar bor 5000-6000 Personen im Schaden angerichtet, so aber war ihre Wirkung eine minimale. Streitbrecher( blackleg) darf nicht gebraucht werden. Münchener Kindl- Keller über den Gewaltstreich im Reichstage und Dazu die vorgefundene Nummer des Mailänder„ Secolo" mit einem Ferner müssen die Streifenden vertragsmäßig tündigen, seine politischen Folgen. Die Versammlung war so überfüllt, daß Artikel über Bomben- Attentate, die anscheinend absichtlich liegen enden bertragt die Kündigungsfrist beobachten und nach Ablauf derfelben ruhig nach der Saal polizeilich abgesperrt wurde und Hunderte wieder umkehren blieb. Hause gehen. Uebertreten sie aber eine dieser Bestimmungen, mußten. Obwohl teine Diskussion stattfand, zeigte es fich auch Tatt Mr. Bells. Das Wort Nach den Ausweisungen und den Handlungen der Genfer so wird aus dem gesetzlich erlaubten Streit eine ungesetzliche diesmal wieder in unzweidentigster Weise, daß sich außerordentlich und strafbare Verschwörung. Wird mun diese Verschwörung viel Zündstoff augesammelt hat. Namentlich das Wort von den Geheimpolizei während des Generalstreits darf man von dieser entweder mit Geld oder mit Nat von der Gewerkschaftsleitung Elenden hat, wie aus den unaufhörlichen erregten Zwischenrufen Seite auf alles gefaßt sein, während z. B. unter den hierorts be= imterstützt, so wird die Gewerkschaft forporativ, Bollmars zwei lannten Anarchisten fein einziger Anhänger der Propaganda der das heißt hervorging, feine volle Schuldigkeit gethan. einviertelfindige Rede wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. That" war, noch sich allzusehr für die Amnestieverweigerung ereifern als Ganzes verantwortlich. Die belästigte oder geschädigte Firma Die am Schlusse einstimmig angenommene Resolution lautet: dürfte; find doch außer Bertoni alle zur Zeit im Gefängnis Befindhat nunmehr das Recht, die Gewerkschaft auf Schadens- Dem Bolltarif, jener Vorlage, die der großen Masse des lichen Socialdemokraten. mode erfaz anzuflagen. Volkes die wichtigsten Lebens- und Bedarfsartikel verteuern follte, ist unter der Mitwirkung der Regierung von den reaktionären Mehrheitsparteien zur Annahme verholfen worden. Eine solche Der Urteilsspruch der Geschwornen war gemäß dieser Belehrung. In welcher Lage befindet sich mun der britische Trades- Unionismus? Erst die nächsten Tage werden das Weitere ergeben. " Kloster oder Irrenhaus. * In Genf. Der Schluß der schweizerischen Bundesversammlung. vorgehen sollen. Die Anzahl der zur Bekämpfung des Auf Erst in diese Zeit des Jagdausfluges des tronprinzen soll es ( Keine Amnestie den Genfern. Erledigung des Ruhetags- Gesetzes.) st a n des ins Feld gestellten Truppen beträgt ungefähr fallen, daß er Kenntnis erhielt von der Liebesaffaire feiner Frau mit Bern, 21. Dezember.( Eig. Ber.) Gestern wurde die Winter- 10 000 Mann. dem Franzosen. Auf welche Weise es geschah, weiß man nicht session der Bundesversammlung nach dreiwöchiger Dauer wieder man erzählt, daß der Kronprinz einen an seinen Schwager gerichteten geschlossen und von den Präsidenten den Abgeordneten der übliche Brief der Prinzessin Louise mit verfänglichen Mitteilungen aufgefangen habe Weihnachtsgruß entboten. Im Hals blieb er ihnen nicht stecken, doch fällt in diese Tage ein ernster Auftritt des obschon sie Tags zuvor in schroffstem Gegensatze zur Friedens- Die amtlichen Stellen in Dresden erachten es als das Prinzen mit dem Erzherzog. Auch die Gründe, die den Kronprinzen botschaft und christlichen Nächstenliebe das Amnestie gesuchtigste, über die Lossagung der Kronprinzessin völlig zu geblieben, er begab sich auf die Jagd und wurde mit gebrochenem bestimmten, nicht sofort nach Dresden abzureisen, sind unbekannt der 4000 Genfer Bürger abgewiesen hatten. schweigen. Sie überlassen es den„ königstreuen" Zeitungen, die Bein von dem Ausflug zurückgebracht. Die Zeitungen berichteten Ueberraschend kann diese Abweisung wohl keinen fritisch denkenden Socialdemokraten, sizzen doch im Nationalrat 43 Offiziere," unbegreifliche Handlungsweise" zu beschimpfen und das Königshaus von einem Unfall, der in Wahrheit keiner gewesen sein soll; wovon 20 Oberste und 13 Oberstlieutenants, und im Ständerat zu bedauern.„ Amtlich" bleibt es also noch immer bei der unrichtigen die Verunglückung des Kronprinzen soll mit einem Zank wit seinem 33 Offiziere, wovon 20 Oberste und 13 Oberstlieutenants. Aber es Mitteilung des Dresdener Regierungsorgans, daß die Kronprinzessin Schwager in Zusammenhang stehen. handelte sich auch für die übrigen Abgeordneten nicht um einen Aft in einem anscheinend krankhaften Zustand seelischer Erregung Salz- Am 2. Dezember wurde Mr. Giron plötzlich aus den kronprinzder Gerechtigkeit und politischen Klugheit, sondern um die Demon- burg plötzlich verlassen habe." In Wahrheit giebt es feinen lichen Diensten entlassen und verließ sofort Dresden. stration ihrer politischen Macht gegenüber der infolge der Rück Zweifel, daß die Kronprinzessin nicht in einem frank= ständigkeit der Arbeitermassen noch schwachen Arbeiterpartei, der haften Zustand, sondern nach kühler Ueberlegung gehandelt noch schwachen Socialdemokratie, die die Herren als eine quantité hat, daß ihre Flucht nicht plötzlich und unerwartet ge= Ein Redakteur des„ Echo de Paris" hatte mit dem in Begleitung negligeable glauben behandeln zu dürfen. Der Bundesrat hatte bei der Bundesversammlung die Ablehnung des Amnestiegefuches aus formellen schah, sondern daß ein langdauerndes Chezerwürfnis vorher der Kronprinzessin von Sachfen entflohenen Sprachlehrer Giron eine Gründen beantragt, da ein solches nur vor der Urteilsfällung zulässig ging. Wie uns aus Dresden mitgeteilt wird, liefen schon Unterredung, in welcher dieser folgendes erklärte: Die Stronprinzessin sei, während nach derselben nur persönliche Begnadigungsgesuche in acht Tage bevor sich das„ Dresdener Journal" zur Mitteilung des interessierte sich für den Unterricht, welchen ich ihren Kindern erteilte. Ich wohnte den Familien- Mahlzeiten bei und bei dieser Gelegenheit Betracht kommen können. Die Bundesversammlung erklärte sich jedoch krankhaften Zustandes" bequemte, bei den großen Dresdener Mode- haben wir uns des öfteren unterhalten. Die Kronprinzessin teilte im Gegensatz zu dieſer bundesrätlichen Auffassung für kompetent zul geschäften, die für die Hofgesellschaft arbeiten, massenhafte mir ihre Sorgen mit und schließlich entspann sich zwischen uns ein Behandlung des Amnestiegesuches, aber nur, im um es demon- Toiletten Abbestellungen ein. Liebesverhältnis. Nach Monaten, als sich bei dem Kronprinzen strativ ablehnen zu können. Der Referent der national Doch diese„ irrtümliche" Darstellung mag den Amtsorganen Zweifel erhoben, entschloß ich mich freiwillig, die Familie zu verrätlichen Kommission, der Solothurner Advokat Broji, empfahl nachgesehen werden. Es ist menschlich begreiflich, daß die That der lassen. Die Kronprinzessin war entschloffen, mir zu folgen; der Plan dann in Uebereinstimmung mit dem Bundeseat den Genfer Ver- Kronprinzessin die Dresdener Amtspersonen„ in einen krankhaften zur Flucht war vorbereitet. Am 13. Dezember reiste ich von Brüssel urteilten den Weg des persönlichen Begnadigungsgefuches, das heißt die persönliche Demütigung, Zustand seelischer Erregung" gestürzt hat, der sie unfähig machte, nach Zürich, wo ich mit der Kronprinzessin und ihrem Bruder zusammentraf. Die Kronprinzessin hatte ihrem Bruder ein vollständiges das Zufreuzekriechen der Socialdemokraten vor ihren dem königstreuen Volke die ganze Wahrheit zu enthüllen. Wahrlich, Geständnis abgelegt. Auf die Frage, was das Paar nunmehr zu Gegnern, den radikalen Machthabern, was aber unsre Genossen nun jedes tren monarchische Herz muß in wilder Verzweiflung vergehen thun gedente, antwortete Giron, wir wollen uns heiraten und dann angesichts der ungeheuerlichen Thatsache, daß eine gottbegnadete in Frankreich, wahrscheinlich in Paris, Wohnung nehmen. VorKlar stand hier Klasse gegen Klasse und da die Bourgeoisie noch Kronprinzessin, der binnen kurzem der Königsthron in Aussicht stand, läufig bleiben wir in Genf, weil dies die einzige Stadt ist, die Macht in Händen hat, machte sie davon rücksichtslosen Gebrauch, inmitten aller Herrlichkeiten des Gottesgnadentums und aller außer- wo ivir sicher sind. Wir wissen, daß der in demselben wie immer. Im Interesse der Weckung und Befestigung des ordentlichen Vorrechte sich der Möglichkeit, als Mensch zu atmen und Hotel mit uns wohnende Polizeikommissar Schivarz uns Klassenbewußtseins, der Zerstörung der unheilvollen politischen Harmonieduselei der Arbeiter und der Klärung des Klassen- 3 leben, beraubt sieht und zur Erkenntnis gelangt von der Wert- verhaften würde, wenn wir Genf verließen. Der fächsische Hof habe, tampfes begrüßen wir aufrichtig die Ablehnung des Amnestiegefuches, losigkeit und Inhaltlosigkeit des monarchischen Daseins, zu dem so erklärte Giron weiter, die Kronprinzessin ersucht, zurückzukehren, die eine ebensolche Brutalität wie politische Dummheit der herrschenden sie beſtimmt schien. Es ist der schwerste Schlag, der die sie habe dies aber abgelehnt, da sie wisse, welchem Schicksal sie entgegengehe. Giron sprach schließlich die Hoffnung aus, daß die AufBourgeoisie war. Die 17 socialdemokratischen Heloten von Genf als unantastbar erklärten monarchiſchen Ueberlieferungen treffen lösung der Ehe nunmehr vom sächsischen Hofe beim Papst nachgesucht werden der schweizerischen Bourgeoisie noch viel zu schaffen kann, wenn die Mitglieder der Monarchien selbst ihrer Stellung werden wird. Ueber das Verhältnis des Bruders der Kronprinzessin machen. entweichen, um dem furchtbaren seelischen Druck zu entgehen und befragt, erwiderte Giron, daß auch dieser einstweilen die Ereignisse Endlich, nach fiebenjähriger Verschleppung, ist von der Bundes- ein menschliches Leben zu gewinnen. Der Dresdener Hof beging abivarte. versammlung die Revision des Ruhetags Gejeges für das ein trübfeliges Weihnachtsfest! Rom, 27. Dezember.( B. H.) Vole della verita" veröffentlicht Personal der Transportanstalten erledigt worden. Es bringt einige fleinere Fortschritte. Während der Dresdner Hof schweigt, hat die Kronprinzessin eine offiziöse Note des Vatikans, worin es heißt, daß der Bapst die selbst das Wort ergriffen. Nach einer Meldung der Ehe des fächsischen Kronprinzenpaares nicht lösen könne, da dieselbe Schweizerischen Depeschenagentur" beauftragte sie ihren Anwalt, valid geschlossen sei. den Altbundesrat Lachenat, mit der Veröffentlichung einer Erflärung des Inhalts: und nimmer thun werden. Frankreich. Zur Humbert- Affaire. Das„ Journal" veröffentlicht ein Telegramm aus Madrid, wonach dort gerüchtiveise verlaute, Frederic Humbert fei in seiner Belle tot aufgefunden worden. Eine Bestäti gung der Nachricht liegt bisher nicht vor. Die Attiva in der Humbert- Affaire beliefen sich bis jetzt auf 2 000 000 Frant, welche Summe durch die in Madrid beschlagnahmten Gelder und Pretiosen sich auf 21 Millionen erhöht. Es wird hervorgehoben, daß drei Hauptzeugen, die beiden Anwalte der Familie Humbert, du Buit und Lanquet, sowie der Anwalt der angeblichen Crawfords, Augaur, sich jedem Verhör entziehen können, indem sie das Amtsgeheimnis vorschüßen. Seit der Verhaftung der Humberts hat die französische Botschaft in Madrid zahlreiche Klagen über Forderungen einer ganzen Anzahl Madrider Lieferanten, denen die Humberts bedeutende Summen schulden, erhalten. = " „ Sie sei entschlossen, die eheliche Gemeinschaft nicht wieder aufzunehmen und werde vor Lösung der jezigen Schwierigkeiten, betreffend die Auflösung der Che weder nach Deutschland noch nach Destreich zurückkehren, da sie überzeugt sei, daß man sie, wenn fie zurückkehrte, für geistig gestört ausgeben würde, um sie in einem Irrenhause unterzubringen. Sie sei glücklich, sich unter dem Schutz der schweizerischen Gesetze zu wissen." " Der Genfer Korrespondent der„ Frff. 3tg." hatte Gelegenheit, die Kronprinzessin von Sachsen aus nächster Nähe zu sehen. Sie zeigt keine Spur geistiger oder seelischer Depression, nur ihr Gesicht hat einen etwas leidenden Ausdruck. Von beachtenswerter Seite erfährt der Korrespondent noch, daß die Kronprinzessin und ihr Bruder, der Erzherzog Leopold Ferdinand das schweizer Bürgerrecht zu erwerben beabsichtigen. " auf " Bürgerliche Preßmoral. Diese Befürchtungen der Kronprinzessin erscheinen nur allzu berechtigt. Denn bereits in einem früheren Stadium des Ehekonfliktes Das Hamb. Echo" zieht einen sehr zutreffenden Vergleich zivischen haben sehr einflußreiche Persönlichkeiten ihr die Wahl gestellt: in ein dem Verhalten der in bürgerlichen Zeitungen dem und jetzigen sächsischen Hofstandal der Stellung Kloster zu gehen oder in die Nervenheilanstalt! Damals ahnte nahme derselben Zeitungen zu den Krupp- Veröffentlichungen man noch nicht, daß die Kronprinzessin den Mut haben könne, dem des Vorwärts": Dieselben Blätter, die anläßlich des Artikels ganzen fächsischen Hofe wie dem Elternhause Troß zu bieten und„ Krupp Capri" vor moralischer Entrüstung trieften, sich mit fühnem Springe zu befreien. Man glaubte noch, sie zur dieselben Blätter lassen sich jetzt für schweres Geld allen HöflingsResignation" treiben zu können. Offenbar hat die in Salzburg er- und Lakaienklatsch telegraphieren, der über das höchst einfache und folgte Bedrohung mit der„ Nervenheilanstalt" den Entschluß zur natürliche Abenteuer der fächsischen Kronprinzessin zu Tage gefördert wird. Die„ Hamb. Nachr.", die am liebsten den Redakteur des Flucht in die sichere Schweiz schnell zur Reife gebracht. Borivärts" ivegen der Krupp- Affafre am Galgen geschen hätten, befinden die neue Affaire als geeigneten Stoff für einen Leitartikel, und die Klatschpresse, von der„ General- Anzeiger"-Familie bis zum„ Hamb. Fremdenbt." Herab, bringen spaltenlange echte oder unechte Telegramme über die„ beispiellose" Geschichte. Da wird alles aufgewühlt, was sonst als unantastbar gilt, und die intimsten Verhältnisse des Familienlebens fommen mit einer Deutlichkeit zur Sprache, die das innige Entzücken halbreifer, aber neugieriger Jungen bilden muß. Man nimmt aud) keinen Anstand, der Frau, die ein unerträgliches Verhältnis offen gelöst hat, mit perfider Zweideutigkeit Verfehlungen nachzusagen, die ficherlich niemals zu beweisen find. Uebrigens ist bezeichnend, daß die sächsische Geheimpolizei nach Genf beordert worden ist und das Hotel, in dem die Kronprinzessin wohnt,„ bewacht". Gänzlich ist die Frau also den Neizen sächsischer Regierungskunst noch nicht entgangen. Der Marineminister Pelletan hat an den Berichterstatter für den Marine- Etat Leygues ein Schreiben gerichtet, in welchem er gegen die von der Budgetkommission an dem Marine Etat vorgenommenen Aenderungen Einspruch erhebt, weil diefelben, ohne, wie es gebräuchlich sei, ihn zu befragen, voll zogen feien. Er verlangt sodann Angaben von Gründen für diese Menderungen. Auch an den Präsidenten der Budgetfommission Doumer hat Pelletan geschrieben und seiner Üleberraschung darüber Ausdruck verliehen, daß die Kommission, ohne seinen Rat einzuholen, das Dekret vom 7. Dktober über die Marine- Der Boss. Ztg." wird aus Dresden berichtet: Die Entfernung Stammrollen für ungefeßlich erklärt hat. Jenes Defret jei gesetzlich und habe keine Rüdwirkung auf das Gesamtergebnis der Ziffern des Marine- Etats. Er verlange daher, daß man dem Dekret Folge gebe, welches vom Präsidenten Loubet unterzeichnet, offiziell vor Schluß der Parlamentssession veröffentlicht und niemals zum Gegenstand der Interpellation gemacht wurde. Niederlande. Die Ursachen des Konflikts. der sächsischen Kronprinzessin vom sächsischen Hofe wird von einer diesem nahestehender Seite folgendermaßen erflärt: Von Anfang an paßte die lebenslustige, gern zwangslose, heitere und vernünftig erzogene Destreicherin wenig in das hiesige, streng vom Volke abgeschlossene Hofmilieu. In den ersten Jahren büßte die Prinzessin mit häufigen Haus arresten unschuldige etikettenwidrige lebertretungen wie das Fahren mit der damals neuen elektrischen Bahn und allzu lifefches Radeln außerhalb des vorgeschriebenen Rayons. Alles ging Ein neuer socialdemokratischer Wahlsieg in Amsterdam. Am gut bei Lebzeiten König Alberts, der die Verjüngung des Hauses 23. Dezember fanden in Amsterdam im dritten und achten Wahl- Beifällig und humorvoll begrüßte. Anders der Schwiegervater der freise Ergänzungswahlen zum Gemeinderat statt. Im dritten Wahl- Prinzessin, König Georg, und dessen älteste Tochter Mathilde. Beide freise siegte unser Parteigenosse Henri Polat, Vorsitzender der führen ein völlig weltfernes, geräuschloses Leben. Deshalb fam es socialdemokratischen Partei und des Allgemeinen Niederländischen lezthin zu immer häufigeren Auseinandersetzungen, da die Prinzessin den liberalen, und 716 Stimmen, die für den klerikalen Kandidaten Geistliche katholische Einflüsse sind nicht ausgeschlossen. abgegeben wurden. Bei den allgemeinen Kommunalwahlen im Wir haben wahrhaftig teine Ursache, uns irgendwelcher Prinzen oder Prinzessinnen anzunehmen. Der für Monarchisten quälenden Frage: Sein oder nicht sein", d. h. des Gottesgnadenmenschen, eigenes Kind oder das Kind eines andren, stehen wir mit dem Gefühl vollständiger Wurstigkeit gegenüber. Aber die gemeine Niedertracht der Presse, welche die öffentliche Meinung" macht, bei dieser Gelegenheit anzunageln, das war uns schon einige Zeilen wert. Diamantarbeiter- Verbandes, mit 2610 Stimmen gegen 1052, die für fich nicht fügen wolte und auch ihre stinder frei und natürlich erzog. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. Jn Gemeinden des Königsreichs Sachsen Jahre 1901 wurden 1814 socialdemokratische Stimmen abgegeben. Die Wiener Zeit" teilt u. a. mit:„ Von den Ereignissen im wurden socialdemokratische Gemeinderatsmitglieder gewählt in Der bisherige liberale Vertreter des Kreises, dessen Mandat durch sächsischen Königshause war man in der Wiener Hofburg Lindenau bei közschenbroda 2, in interpessen bei Pirna 2, den Tod erledigt wurde, ist derselbe, an dessen Stelle Troelstra in kaum überrascht. Die Nachricht, daß Kronprinzessin Louise entflohen in Nün chris 2, in Ottendorf Morigdorf 2, in Hainedie Kammer gewählt wurde. Polak ist der erste Social- fei, traf die Hoffreise lange nicht so unerwartet wie die große Balde in der Laufig 2, in Dorfstadt bei Falkenstein i und in demokrat, der in die Gemeindevertretung Amsterdams ge- Deffentlichkeit, die jahrelang durch offiziöse Berichte und Schön- wurkhardtsdorf bei Chemnitz 1. wählt wurde. Im achten Wahlkreise wurde der Klerikale färbereien ergebener Hof- und Preßorgane im Irrtum gehalten In Zuffenhausen in Württemberg wurden 2. Parteigenossen Douwes mit 740 Stimmen gewählt, der freisinnig- demo- wurde, daß das Eheleben des sächsischen Kronprinzenpaares ein ideal neben 7 Gegnern gewählt. fratische Kandidat erhielt unser Parteigenosse Tat glückliches sei und eine auf Harmonie der Seelen und Neigungen beDiefer Wahlkreis liegt in einem ausgesprochen ruhende innige Liebe das Paar verbinde. Wohl hatten sich die Zerwürfnisse Notiz in unfrer Nr. 300) ist am Dienstag wirklich mit 19 gegen 357 Stimmen. Die Wahlrechtsverschlechterung in Limbach in Sachsen( fiche die proletarischen Stadtviertel, wo die Aermiten der Armen wohnen; zwischen dem Kronprinzen und seiner Gemahlin oft schon ber- 6 Stimmen beschlossen worden. Nach diesem Beschlusse werden jetzt circa 8000 Arbeiter besigen kein Wahlrecht und art zugespigt, daß ein offener Bruch unvermeidlich schien, 9 Stadtverordnete von 89 Wählern, 9 von 293 und 9 vont stehen nicht in der Wählerlist e. Von den 2869 Wählern doch stets wußte die Intervention des Königs Georg den drohenden 921 Wählern gewählt, während 1200 minderbemittelte Bürger bisher des Kreises haben sich nur 1460 an der Wahl beteiligt. Unfre Skandal zu unterdrücken und einen äußerlichen Frieden zwischen den schon gänzlich rechtlos waren. Parteigenossen hatten ihre Wahlagitation auf den dritten Kreis Ehegatten zu schaffen. 363, tonzentriert und den achten mur oberflächlich bearbeitet. Hätten sie Die Kronprinzessin war bei dem Zwiste mit ihrem Gatten der Parteipresse. Einen erheblichen Fortschritt kann gleich andren vorher gewußt, wie gut hier die Position der Socialdemokratie war, anklagende Teil. Die Kronprinzessin hatte wiederholt ge- Parteiblättern jezt auch die Bremer Bürger- Zeitung" konstatieren; sie hätten gewiß dafür gesorgt, daß eine Stichwahl notwendig geäußert, daß man sie einst, wenn die Sachen so weitergingen, für sie hat seit dem 1. Oktober d. J. 1148 neite Abonnenten worden wäre. Diese beiden Wahlen zeugen ebenso wie die kürzlich nichts verantwortlich machen dürfe. gewonnen. erfolgten Erfazwahlen zur Kammer von dem starken Vorwärtsdrängen der Socialdemokratie in Holland. Rußland. Zum Rostower Streif. offiziös gemeldet: Die Gärung unter den Arbeitern in den Werk Aus Rostow wird vom Donnerstag stätten der Wladikawkas- Eisenbahn dauert an; es wird jedoch weiter gearbeitet. Polizei und Militär beobachten die Arbeiter. In den letzten Tagen begannen jugendliche Arbeiter die bei den Werkstätten Wache stehenden Kosaken zu belästigen. Sie warfen mit Eisenstücken nach ihnen und verwundeten einen Kosaken(?). Griechenland. Kammertumulte. Die Eröffnung der Kammer gestaltete fich äußerst stürmisch. Zwischen den Delyanisten und Theototisten fam es zu großen Schlägereien anläßlich der Wahl des Alterspräsidenten. Schließlich wurden die Theokotisten mit Geivalt aus dem Saale entfernt, worauf der König den Saal betreten konnte und die Sigung mit der Verlesung der Thronrede eröffnet 3609 Mit einemmal, urplöglich und unvermutet, trat ein Umschwung im Verhältnis der Ehegatten ein. Sie vertrugen sich, und sogar ein gewisser liebenswürdiger Verkehr, auch im intimsten Zirkel, so daß er nicht als bloße Konvention gelten konnte, trat ein. Man brachte die Busammenhang, da Kronprinz Friedrich August, nachdem er erfahren Besserung der Stimmung mit dem Zustand der Kronprinzessin in hatte, daß seine Gemahlin guter Hoffnung sei, es an Aufmerksam feiten nicht fehlen ließ und die Kronprinzessin die Artigkeiten ihres Mannes mit anscheinend großer Freude und Liebenswürdigkeit entgegennahm. Im Correspondent für Deutschlands Buchdrucker" protestieren jetzt( in Nr. 149 vom 25. Dezember) ein Mannheimer und ein Karlsruher Buchdrucker in längeren Ausführungen sehr energisch der Verbandsmitglieder in Hamburg, München, Karlsruhe und gegen den bekannten Artikel aus Nr. 143 über die„ socialdemokratischen Bierwirte". Außerdem wurden in Versammlungen Neubabelsberg Protestresolutionen gegen den Artikel angenommen. Totenliste der Partei. Richard Schön, eine den älteren Parteigenossen gewiß noch bekannte Persönlichkeit, ist, wie das Was jedoch einige Zeit hindurch dem Prinzen verborgen blieb, Hamburger Echo" berichtet, am 22. d. M. im Eppendorfer war der vertrauten Umgebung der Prinzessin schon lange kein Ge- Krankenhaus verstorben und ward am 25. Dezember, mittags 2 Uhr, heimnis mehr. Diese kannte den wahren Quell der plöglichen Zu- von dort aus nach Ohlsdorf zur Bestattung gebracht. Schön hat friedenheit der Gebieterin, und in Hoffreisen begann man zu in früheren Jahren, namentlich in Schlesien, für die socialdemokra munkeln, daß Sachsens Königshaus in Bälde ein neues Mitglied zu tische Partei fräftig gewirkt. Von Profession Tischler, trat er in erwarten habe, dessen Wiege eigentlich in einem weit feiner Geburtsstadt Breslau Mitte der siebziger Jahre in die Partei bescheideneren Hause stehen müsse als im prunt- ein und agitierte bald eifrig und erfolgreich in den Weberdiſtriften vollen kronprinzlichen Schlosse... des Eulengebirges. 1878 übernahm er die Redaktion der„ KönigsAm Hofe befand sich seit mehreren Monaten ein junger Belgier, berger Freien Presse", welches Blatt indessen bald dem Socialistengesetz zum Opfer fiel; uni kam Schön wieder nach Breslau als Afrika. In der ersten Hälfte des November begab sich Kronprinz Redakteur des„ Breslauer Tageblatts", das an Stelle der verbotenen Die marokkanische Insurrektion wurde bereits mehrere Male als Friedrich August zur Hofjagd nach Salzburg. Von den Eltern seiner Wahrheit" treten sollte; doch auch dies Blatt erlag bald den böllig niedergeschlagen und erloschen bezeichnet. Ein neueres Gemahlin herzlich empfangen, konnte er sich des gleichen Willfomm- polizeilichen Chikanen. Schön ging nach Braunschweig und Telegramm aus Tanger bringt jedoch eine Nachricht, die so ziemlich grußes seitens seines Schwagers, des Erzherzogs Leopold Ferdinand, später nach Hamburg, wo er sich verheiratete. Bald zwang ihn die das Gegenteil besagt: Der Sultan hat dem Bruder des Kriegs- nicht erfreuen. Dieser stand stets auf feiten der Stronprinzessin und Ungunst der Verhältnisse, anderswo eine Eristenz zu suchen, und er ministers El Mehnebi den Befehl über die Truppen anvertraut, hatte deshalb öfters Sonflikte mit dem Erzherzog, so daß die wandte sich nach Neustadt in Mecklenburg, wo er sich als Tischlerwelche gegen den Prätendenten in der Gegend von Tazza Schwäger bald in einem kühlen Verhältnisse zu einander standen. meister etablierte. Das gewöhnliche Elend des Kleinmeisterdafeins wurde 119 Monfieur Giron " raf ihn und verstärkte sich, als die Polizei aus politischen Gründen ihn mehrmals behaussuchte. Nach siebenjährigem Kampf um die Eristenz gab Schön das Streben auf, fich eine Stellung zu sichern, und kehrte als Lohnarbeiter nach Hamburg zurück, wo er sofort wieder in die Reihen der auch unter dem Belagerungszustand organisierten Genossen trat. Indessen hatte eine aus seiner Thätigkeit in Braun schweig stammende Nachrede die Folge, daß er sich von der Parteithätigteit zurüdzog und demgemäß der jüngeren Generation unbefannt geblieben ist. Aber auf gewerkschaftlichem Gebiet war er immer noch lebhaft thätig. Ein Krebsleiden verursachte ihm langjähriges, schmerzhaftes Siechtum; durch einen kleinen Handel mit Bleistiften, Zollstöcken 2c. gewann er notdürftig seinen Lebensunterhalt. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Zur Geschichte der Saalabtreibung ist folgendes Schriftstück wichtig, das unser Brandenburger Parteiblatt veröffentlicht: Polizei- Verwaltung. J.-Nr. 7487. Prenzlau, 18. Dezember 1902. " Times" schreibt: find alle Wasserstraßen enthalten, auf denen Flößung oder Schiffahrt " Wir bedauern rückhaltlos, daß Präsident Roosevelt es betrieben wird. Von Dampfschiffen befahren werden 25 116 Werft. nicht für angängig hielt, das Schiedsrichteramt zu übernehmen. Kanäle und kanalisierte Flüsse giebt es im ganzen in einer Länge Wir werden jedoch gern bereit sein, uns der Ent- von 1838 Werst. Die Länge der Wasserstraßen der Gruppe Wolgascheidung des Schiedsgerichtshofes zu unter- Newa- Nördliche Dwina beläuft sich auf 62 523 Werft, die der werfen. Wir vertrauen darauf, daß die Mächte die Blockade Gruppe Dnjepr- Dina- Njeman- Weichsel auf 28 687 Werft, nicht eher aufheben werden, als bis sie sich überzeugt während auf die übrigen Flußläufe eine Länge von 25 447 Werst haben, daß Venezuela bereit ist, mit demselben Entgegenkommen entfällt. zu handeln, welches die Mächte ihm gegenüber zu zeigen sich entschlossen haben." Die gesamte übrige englische Presse giebt ihrer uneingeschränkten Genugthuung über diesen Ausgang der Affaire Ausdruck. die Die Sociales. Arbeiters Weihnachten. Von einem Leser, der für seine Familie selbst nur das Allerseiner verheirateten Schwester zur Verfügung gestellt, zu dem wir nötigste hat, wird der Sächsischen Arbeiterzeitung" folgender Brief uns weiterer Bemerkungen enthalten können: Lieber Bruder und Schwägerin! Man sieht, daß selbst die englische Regierungspresse nicht in Abrede stellt.„ Standard“ bezeichnet mit ziemlich dürren Niederlage der Exekutionsmächte Worten die Erledigung durch das Haager Schiedsgericht als eine Verschleppung auf möglicherweise lange Zeit hinaus. Und in der That, der umständliche Apparat des Haager Schiedsgerichts verbürgt Muß Euch nur auch einmal ein paar Zeilchen schreiben. Auf Ihre Eingabe vom 11. d. M. gereicht Ihnen Folgendes eine gründliche Erledigung der Sache. Und es liegt auf der Hoffentlich geht's Euch beffer wie uns! Uns geht es leider gar nicht zum Bescheide. Der Herr Polizeikommissar Rüterbusch hat den Lokalbefizer Reichert gelegentlich eines privaten Gespräches im Interesse Hand, daß gar nicht davon die Rede sein kann, ohne Rück- gut, da May bei der großen Kälte schon seit drei Wochen keine Arbeit desselben vor einer engeren Verbindung mit Anhängern der Social- ficht auf das schwebende Schiedsgerichts- Verfahren und bis zu dessen hat und auch noch keine Aussicht, welche zu bekommen. Lieber Bruder, demokratie gewarnt, da dies namentlich im Hinblick auf den Besuch Erledigung die Blockade aufrecht zu erhalten. Ihr werd's vielleicht nicht glauben wollen, aber es ist wahr, wir seines Lokales durch Militärpersonen geschäftlich nachteilige Folgen Anrufung des Schiedsgerichts hätte ja dann gar keinen Sinn. zu essen haben. Ihr könnt Gott danken, daß Ihr keine Kinder habt, haben schon müssen betteln gehen, daß wir nur wenigstens Brot für ihn haben könnte. Ihr Name ist hierbei nur insofern genannt Das Schiedsgericht soll doch nicht nur über die Höhe der von denn das ist schrecklich, wenn die Kinder schreien, sie haben Hunger worden, als Sie ausgesprochenermaßen Anhänger focialdemokratischer Venezuela zu leistenden Entschädigungssummen befinden, sondern und man kann nichts geben. Wir haben schon ein Gesuch gemacht Bestrebungen seien. Von einem Konsumverein ist hierbei gar auch über den Zahlungsmodus. Das Schiedsgericht ist doch ans Armenant, vielleicht bekommen wir da eine kleine Unterstützung, nicht die Rede gewesen. Die Aussprechung jener privaten Warming gerade zur Schlichtung der durch das Vorgehen der Mächte ent- aber da werden auch noch ein paar Wochen vergeh'n, eh' wir was durch den Herrn Polizeikommissar Rüterbusch kann diesseits nicht gemißbilligt werden, um so weniger, als sie im Interesse des gestandenen unzuträglichkeiten von Amerika vorgeschlagen friegen und das müssen wir ja gleich zur Miete rechnen, da haben nannten Lokalbejizers erfolgt ist. Mit dem Lokalbefizer Klemke will worden. Als Hauptunzuträglichkeit war aber von Amerita die wir ja auch noch keinen Pfennig dazu, und haben wir da immer Der Herr Polizeikommissar Rüterbusch überhaupt über eine folche BI o da de empfunden worden; würde diese bestehen bleiben, so nichts zu essen. Drum hätte ich eine große Bitte an Euch, wollt Sache nicht gesprochen haben. hätte ja Amerika kaum noch irgend ein Interesse an der Schlichtung mur' mal ein Stückchen Butter oder irgend etwas, da tvir jetzt Ihr nicht so gut sein, und uns' mal etwas schicken und wenn es Gez.: Mertens. der ganzen Angelegenheit. Haben doch England und Deutschland überhaupt keine faufen können, wir würden uns sehr darüber freuen. wiederholt feierlichst erklärt, daß die Blockade das äußerste Und wenn ums der liebe Gott nicht noch einen rettenden Engel Mittel darstelle, das sie gegenüber Amerika zur Anwendung schickt, der uns was bringt, so haben wir nicht' mal die Feiertage bringen würden. Ein Schiedsgericht soll doch aber gerade derartige ein bißchen Fleisch zum effen. Auch den Kindern können wir nicht äußerste Mittel verhüten. Es ist also klar, daß die Blockade das Geringste schenken und doch freuen sie sich so auf den Weihnicht aufrecht erhalten werden kann. Nach einer Washingtoner nachtsmann, nicht mal einen Baum können wir machen. Auch Meldung soll denn auch bereits die amerikanische Regie aber leider zu spät, es hatten sich schon zu viel gemeldet, es waren haben wir ein Gesuch an Verein zu einer Chriftbescherung gemacht, rung es als„ er wünscht" bezeichnet haben, daß die Blockade schon über 100 Gesuche eingegangen Also, bitte, seid so gut aufgehoben werde. Derartige Wünsche aus Washington werden und schickt uns was, wenn es Euch möglich ist und recht bald... aber wie bisher auch fünftig von den Mächten respektiert werden. An Herrn Arthur Magnus hier. Man kennt die Abhängigkeit der Wirte von der Polizei und kann deshalb den Wert solcher Warnung gelegentlich eines privaten Gesprächs" wohl würdigen. Venezuela. Der Rüdzug nach dem Haag. " 1 Es ist also nicht mehr zu leugnen daß der venezolanische Kreuzzug mit der eklatantesten Niederlage der Erekutionsmächte geendet hat, die sich denken läßt! Aus Induftrie und Handel. Die Reichspost als Muster- Arbeitgeber. Unser Parteiblatt in Köln, die Rheinische Zeitung", beröffentlicht den Wortlaut eines Arbeitsvertrages, den die dortige Poſtverwaltung den Aushelfern aufnötigt, die zur Bewältigung des Neujahrsverkehrs angenommen werden. Er lautet: 1. Der Aushelfer wird nur während der Dauer des Neujahrsbrief- Verkehrs beschäftigt und kann jeden Tag ohne Angabe von Gründen vom Bostamt 1 entlassen werden. 2. Der Aushelfer erwirbt sich durch die Beschäftigung keinerlei Rechte, auch keinen Anspruch auf Unterstützung aus der Post- Krankentkaffe, falls er während der Beschäftigung erkranten sollte. 3. Findet der Aushelfer Beschäftigung bei solchen Dienststellen des Poſtants 1, für welche achtstündige Arbeitsschichten mit Ruhepausen von ebenso langer Dauer vorgesehen sind, so hat er zu schicht von acht Stunden nicht als volle Tagesarbeit gerechnet und beachten und wird besonders darauf hingewiesen, daß eine Arbeitsgelohnt wird, sondern ein voller Arbeitstag zu einem Tagelohne von 2 M. 50 Pf. von Morgen zu Morgen oder von Mittag zu Mittag rechnet. Für Nachtarbeit wird besondere. Vergütung nicht gewährt. Im übrigen beansprucht das Postamt für diesen Tagegeldfatz von den Aushelfern dieselben Leistungen, welche es seinem eignen dauernd beschäftigten Personal in Zeiten des stärkeren Verkehrs auferlegt. 4. Den Anordnungen der Postbeamten hat der Aushelfer Folge zu leisten. 5. Das Eremplar der Bedingungen ist, mit Unterschrift des Betverbers versehen, dem Postamt 1 in der Zeit vom 21. bis 24. Dezember( nicht früher!) zurückzugeben. Bewerber, welche das Eremplar der Bedingungen bis zum 24. Dezember nicht zurückgegeben haben oder Einspruch gegen die Bedingungen erheben, werden von der Beschäftigung ausgeschlossen. " nicht gut nennen, weil sie eine ganz einseitige Festsetzung des einen Vertrag" fann man diese oktrohierten Bedingungen schon deshalb Teiles find und der andre gar nichts dreinzureden hat. Während sonst Aushilfsarbeitern, die ja des Vorteils der dauernden Beschäftigung verlustig gehen, günstigere Bedingungen gewährt zu Und Der glorreiche Feldzug gegen Venezuela hat den Ausgang ge nommen, den er nehmen mußte, den wir von allem Anfang an als den voraussichtlichen bezeichnet hatten. Nachdem man eine Kriegsflotte gegen Venezuela entsendet, die venezolanische Kriegsflotte" bestehend aus ein paar seeuntüchtiger, absolut wehrloser Nußschalen versenkt und fürchterliche Drohungen ausgestoßen hatte, sah man sich genötigt, schleunigst wieder den Rückzug anzutreten. Denn das schneidige Vorgehen der gepanzerten Faust, mis mit deren Thaten selbst der englische Verbündete" nichts zu thun Reichsbaut. Die starke Inanspruchnahme der Reichsbank, die haben zu wollen erklärte, hatte dem Präsidenten Castro nicht den jich regelmäßig gegen Jahresschluß einzustellen pflegt, hat sich diesmal geringsten Respekt eingeflößt. Der venezolanische Präsident lehnte schon in der dritten Dezemberwoche geltend gemacht. Besonders hat nicht nur das Ultimatum kurz und erbaulich ab, sondern er erließ das Wechselportefeuille eine starte Zunahme aufzuweisen. Es ist um auch eine Reihe von Proklamationen, in denen er das Vorgehen der 54 Millionen Mark gestiegen und beläuft sich auf 864 Millionen, Exekutionsmächte in der denkbar schärfsten Form als räuberisch und trug. Dagegen bleibt die Vermehrung der Lombardierungen weit während im vorigen Jahre die Zunahme nur 32 Millionen Mark beverbrecherisch brandmarkte und das Volt zu den Waffen gegen die hinter der des Vorjahres zurüd. Die Lombardforderungen der Bank frechen" Angreifer rief. Auf eine solche Antwort waren die kühnen haben diesmal nur um 9,8 Millionen Mark zugenommen, im VorEretutoren nicht gefaßt gewefen. Sie hatten gehofft, Venezuela jahre hingegen um 32,4 Millionen Mark. Die Gesamtforderungen schleunigst ins Bodshorn jagen zu können. Als Venezuela dieser Art stellen sich denn auch jetzt nur auf 74 Millionen Marf aber dazu nicht die geringste Lust zeigte und fich gegen 95 Millionen Mark zur gleichen Zeit des Jahres 1901. Gleich ernstlich rüstete, jeden ernstlichen Angriff mit den Waffen zeitig ist der Metallbestand um 6,4, auf 869 Millionen Mark( im nachdrücklichst zurückzuweisen, da fühlte man sich fürchterlich in der Vorjahre 939 Millionen Mark), zurückgegangen, die Notencirkulation Patsche. Diese Situation wurde noch durch die Haltung Amerikas hat um 54,6 Millionen Mart zugenommen, und die Giro- Einlagen fanten durch die größeren Zurückziehungen um 22 Millionen Mark und der öffentlichen Meinung Englands verschlimmert. Nicht allein, auf 593 Millionen Mark( im Vorjahre 654). daß die ganze Presse Amerikas über Deutschland herfiel, auch die Anlaß zu irgend welchen Bedenken giebt bei der heutigen Geldamerikanische Regierung machte keinen Hehl daraus, daß sie die marktlage diese starke Inanspruchnahme der Reichsbankmittel nicht. Zerstörung der venezolanischen Schiffe durch Deutschland als einen Der Reichsbantpräsident erklärte denn auch heute in der Sigung des völkerrechtswidrigen Gewalt att ansehe. Die amerika- Centralausschusses, daß die Anspannung zwar eine starte fei, indes nische Regierung ließ ferner von allem Anfang an erkennen, daß sie nicht so bedenklich, daß darin ein Anlaß zu einer Diskonterhöhung erblickt werden könne. Zudem erscheine eine solche Maßnahme auch es für das angemessenste erachte, den Konflikt mit Venezuela einem im Hinblick auf die Gesamtlage des Geldmarkts nicht als notwendig. Schiedsgericht zu unterbreiten. Sie gestattete fofort ihrem Der Centralausschuß erklärte sich mit dieser Ansicht einstimmig einvenezolanischen Gesandten Bowen, zu Gunsten Castros verstanden. diplomatisch zu intervenieren ein Wint mit dem Zaunpfuhl für die Mächte, ihre Angelegenheit schiedsgerichtlich zum Aus- Hamburgs Handelsverkehr mit Venezuela. Deutschlands Handel werden pflegen, müssen die Aushilfsarbeiter der Bost sich weit untrag zu bringen. Die ganze englische Bresse war empört, mit Venezuela ist bisher relativ unbedeutend geblieben, immerhin günstigere Bedingungen gefallen lassen wie die ständigen Arbeiter. daß die englische Regierung sich mit Deutschland in ein so aussichts- ist der Schaden, der dem deutschen Ueberseehandel durch die an- Sie müssen erstens infolge des stärkeren Verkehrs übernormal lofes Abenteuer eingelassen habe. Und auch im Parlament begegnete dauernden Unruhen und Konflikte in Venezuela erwächst, nicht unbearbeiten und wo die ständigen Arbeiter eine achtstündige Schicht die Regierung einer heftigen und starken Opposition. Und da in diesen Verhältnissen zu leiden. Im verflossenen Jahre repräsentierte bafür ein Lohn von 2,50 M. ohne Erhöhung für Nachtarbeit, deutend. Namentlich hat die hamburgische Ein- und Ausfuhr unter haben, müssen die Aushelfer eine zwölfftündige leisten. England auswärtige Politit nicht nach den Einfällen einzelner Per- die hamburgische Einfuhr aus Venezuela 7,9, die Ausfuhr 8,8 Mill. während der ortsübliche Tagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter in fonen gemacht werden kann, war vorauszusehen, daß die Regierung Mart. Welchen rapiden Ausfall die Kriegsabenteuer verursacht haben, töln gegenwärtig 3 M. beträgt. Da bläst man fortfährend mit die erste Gelegenheit ergreifen würde, sich aus dem verfahrenen erkennt man, wenn man hört, daß die hamburgische Einfuhr aus vollen Baden die Trompete der socialen Fürsorge"; gesicherte Handel zurückzuziehen! Venezuela noch im Jahre 1900 doppelt so groß als 1901 gelesen Gristenz bis ins hohe Alter; schlägt auf allen Weltausstellungen Die erste Etappe des Rückzuges der Mächte bildete ist. Vergleicht man die Stellung Venezuelas im hamburgischen die feierliche Erklärung, gegen Venezuela einzig das Mittel der Handel mit der Leistungsfähigkeit der umliegenden mittel- und füdfriedlichen( 1) Kriegsblockade in Anwendung bringen zu wollen. amerikanischen Länder, so fällt der Vergleich auch dann, wenn man Und da man ganz genau wußte, daß selbst diese Mittel auf stab ansetzt, zu Ungunsten Venezuelas aus. Guatemala z. B., das die bisher größten Erport- und Importwerte Venezuelas als Maß den ernstesten Widerstand Ameritas stoßen und nur über ein Achtel der Bodenfläche Venezuelas verfügt und etwa schließlich die eignen Handelsinteressen mehr schädigen würde, als halb fo viel Einwohner hat, lieferte nach Hamburg Waren im Werte Venezuela, so zog man alsbald den von Amerika inspirierten Ge von 20,2 Millionen Mart im Jahre 1901 und 23,9 Millionen Mark danken eines Schiedsgerichts in Ertvägung. Die ganze Aktion der im Jahre 1900. Uruguay hat zivar ein etwas größeres Landgebiet Mächte in der letzten Zeit beschränkte sich darauf, nach einem ge- als Guatemala, aber noch weniger Einwohner, trotzdem steigerte es Tiere, hat, wie eine hiesige Korrespondenz berichtet, die StaatsbahnDie leichte Uebertragbarkeit des Milzbrandes auf Menschen und eigneten Schiedsrichter zu fahnden. Deutschland dachte dem Präsidenten feine Ausfuhr nach Hamburg im vergangenen Jahre auf 23,5 Mill. Tiere, hat, wie eine hiesige Korrespondenz berichtet, die StaatsbahnRoosevelt diese Mession zu. Nahm Soosevelt an, so hätte man Mart. Nach den Resultaten des vorigen Jahres übertreffen außer Verwaltung zu besonderen Vorsichtsmaßregeln veranlaßt. Unter den wenigstens eine gewisse Garantie gehabt, die Summen, die der dem Bolivia, Peru, Equador, Merito, St. Domingo und Kuba die über See hier eingeführten rohen Häuten und Fellen von Tieren, venezolanische Ausfuhr nach Hamburg, Länder, die zum Teil nicht besonders aus Amerika, Ostindien und China, find wiederholt solche Schiedsspruch den Mächten zuſprach, auch zu erhalten. Mochte sich nur fleiner im Umfange sind, sondern auch eine geringere Be- gefunden worden, welche von kranken Tieren herrührten und MilzAmerika auch politisch und wirtschaftlich an Venezuela schablos halten, völkerung haben als Venezuela. Als Abnehmer für die hamburgische brandgift enthielten. Die Uebertragung der letzteren auf den Menschen man säckelte dann wenigstens für die deutschen Financiers das Geld ein. Ausfuhr nimmt Venezuela allerdings eine etivas beffere Position gefchicht leicht durch Berührung solcher Felle oder durch Einatmung Roosevelt hat aber Deutschland den Gefallen nicht gethan. ein. Guatemala, Equador und St. Domingo standen 1901, wengstens des beim Verladen sich entwickelnden Staubes; auch tönnen die mit Amerika ist sich der Vorteile, die ihm der venezolanische Kreuzzug absolut genommen, hinter dem Konsum Venezuelas zurüd. Bolivia Ver- und Entladen beschäftigten Personen infolge Verunreinigung bringen wird, bereits so sicher, daß es nicht einmal Luft hat, sich und Columbia hatten absolut und relativ eine geringere Einfuhr aus ihrer Kleider, ihres Körpers 2c. das Gift leicht verschleppen Ein dafür auch nur finanziell engagieren zu lassen. Roosevelt hat des Hamburg. Dagegen übertrafen namentlich die Kleineren Staaten zuverlässiges ist noch nicht gefunden. Es sollen daher alle halb das Schiedsrichteramt abgeschlagen und das Haager Schieds. Uruguay und Kuba, ferner Peru, und mit verhältnismäßig beträcht- erreger lich größeren Werten Chile und Argentinien Venezuela. Personen, welche äußere Verlegungen haben, zu dem Ladegericht in Vorschlag gebracht. Und die verbündeten Mächte haben Eine Ausdehnung dieses Handels ist in den nächsten Jahren geschäft nicht herangezogen und die mit den überseeischen Fellen auch bereits im Princip diesen Vorschlag acceptiert. Sie wollen nicht zu erwarten, der gemeinsam mit England von deutscher Seite hantierenden Arbeiter 2c. sollen zu größter Reinlichkeit angehalten zwar noch gewisse Vorbehalte machen, find jedoch bereit, sich dem unternommene Bankiers- Schutzkrieg ist das schlechteste Mittel, die werden; insbesondere sollen sie sich nach der Arbeit, vor dem Eſſen Entscheid des Haager Schiedsgerichts zu unter- deutschen Handelsinteressen im Verkehr mit Venezuela zu fördern. gehörig waschen, ihre Kleider säubern, auch auf den Lagerpläßen, in werfen. So endet der gloriofe Kreuzzug gegen Venezuela vor den Wagen 2c. soll erst aufgewaschen und die Staubbildung möglichst dem Haager Possengericht. Feuer auf der Friedrich- August- Zeche in Jaworsnia. In der vermieden und alle Abfälle des Verpackungsmaterials verbrannt Aus Deutschland liegen offiziöse Kundgebungen zu diesem Nacht zum ersten Feiertage entstand, wie dem Berl. Börsencourier" werden. aus Kattowis gemeldet wird, auf der Friedrich- August- Zeche in Daß noch fein zuverlässiges Desinfektionsverfahren gegen den humoristischen Finale noch nicht vor; die englische Regierungs- Jaworsnia, welche der Wiener Firma Guttmann gehört, infolge eines Milzbrand gefunden sein sollte, ist unrichtig; der überhitte strömende presse ist minder zurückhaltend. So sagt in einer Besprechung der Kurzschlusses Feuer, das bald furchtbare Dimensionen annahm. Je Wasserdampf ist ein geeignetes Mittel zur Abtötung der Milzbrandleberweisung der Venezuela- Angelegenheit an das Haager Schieds- furzer Zeit waren der Helene- und der Paulinen- Schacht, das bazillen in Tierhaaren. gericht: Maschinenhaus, das Magazin, die Separation und das Wagenhaus " Standard":" Man wird in England die Nachricht total vernichtet. Der Elektricitätsreservator stürzte in den Schacht, ohne große Begeisterung aufnehmen, da man von vorn der dadurch zertrümmert wurde. Der Helenen- Schacht brannte bis " Radau mit der Bettelgroschen- Socialpolitit, lädt alle Welt zum Studium" unirer vorzüglichen Fürsorge- Einrichtungen" ein und dabei scheut sich ein Reichsinstitut nicht, Aushilfsarbeitern in VerArbeitsbeanspruchung einen Lohn zu bieten, der um mehr als tranensstellung für eine Zwölfftundenschicht mit besonders großer 15 Prozent unter dem wahrlich geringfügigen ortsüblichen Lohne der einfachsten Tagelöhner steht! Desinfektionsverfahren gegen diese Krankheitsherein davon überzeugt ist, daß der Vorgang mur aufschiebenden auf eine Tiefe von 100 Meter ab. Der Schaden beträgt gegen vier Letzte Nachrichten und Depefchen. Charakter trägt, möglicherweise auf lange Zeit hinaus. Das Blatt Millionen Kronen. Tausend Arbeiter sind durch die stellt die Frage, welche Bürgschaft dafür bestehe, daß Katastrophe brotlos geworden. die Behörden in Caracas der Entscheidung des Haager SchiedsZur Humbert- Affaire. Madrid, 27. Dezember.( W. T. B.) Die Mitglieder der Familie gerichtes mehr Aufmerksamkeit schenten werden, als den Wasserstraßen des europäischen Rußland. Die Gesamtlänge der Humbert sind vom Gefängnis nach dem Bahnhof gebracht worden, Gründen, die der gesunde Menschenverstand liefert, und giebt Flüsse, Landseen und Kanäle des europäischen Rußland( ohne Finn- um nach Frankreich befördert zu werden. Trotz der Maßregeln, die der Hoffnung Ausdruck, daß die drei Mächte nicht so furzsichtig sein land), die als Wasserstraßen benutzt werden, betrug am 1. Januar getroffen waren, um Neugierige fern zuhalten, ist die Thatsache zur werden, die Blockade fofort aufzuheben." 1902 116 657 Werst( 1 Werst 1,07 Stilometer). In dieser Ziffer Stunde bereits bekannt. Berantwortl. Redakteur: Earl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Nr. 302. 19. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 28. Dezember 1902. Polnisch- socialistischer Parteitag. die Erkenntnis, daß es so nicht weiter gehe und man trachten müsse, zu einer Verständigung zu gelangen. Am 19. Oktober tagte in Berlin E. M. Der VII. Parteitag der polnisch- socialistischen Partei eine Einigungskonferenz, an welcher der deutsche und der polnische Breußens fand während der Weihnachtsfeiertage in Berlin in dem Parteivorstand, die schlesische Agitationskommission, Rosa Lurent mit roten Fahnen und Bannern und den lorbeerbekränzten Büsten burg, Reichstags- Abgeordneter Daszynski- Krakau und andre teilvon Marg und Lassalle geschmückten Festsaale des Merkowskischen nahmen. Restaurants, Andreasstr. 26, statt. Vertreten waren die Städte Posen, Kattowik, Zabrze, Inovrazlaty, Hamburg, Bremen, Leipzig, Berlin, Oppeln, Tremessen, Herne in Westfalen, Oberhausen im Rheinlande usw. durch insgesamt 44 Delegierte, darunter eine Genoffin. Jns Bureau wurden Berfus- Berlin, Trombaleti- Stattotvis und Krajewski- Berlin gewählt. Das Kampflied„ Auf Socialisten schließt die Reihen!" in polnischer Sprache vom Gesangverein Wolny duch" ( Freier Geist") vorgetragen, leitete die Verhandlungen ein. Der Vorsitzende, Buchdrucker Berfus- Berlin, der zum siebenten Male einem polnisch- socialistischen Parteitage vorsteht, weist in seiner Begrüßungsrede auf die verflossenen Reichstagstämpfe hin, in denen die socialdemokratischen Abgeordneten immer ihren Mann gestanden, die polnische Reichstagsfraktion aber mitgeholfen habe, dem ar beitenden Volke sein Brot zu verteuern. Die wichtigste Frage, die der Parteitag zu lösen habe, sei die Verständigung mit der deutschen Socialdemokratie. Ohne Debatte wurde einstimmig folgende Re jolution angenommen: " In Erwägung, daß die sogenannte polnische Reichstagsfraktion durch ihre Abstimmung zu Gunsten des Zolltarifs, welcher auf AusHungerung des arbeitenden Volkes abzielt, wieder einmal gezeigt hat, daß sie die wichtigsten Interessen des polnischen Volkes verrät und daß darunter auch Leute sind, die durch scheinbare Bekämpfung des Centrums und die Agitation für Entsendung polnischer Vertreter ins Parlament sich als Verteidiger der polnischen Arbeiter aufzuspielen toagen, fordert der VII. polnisch- socialistische Parteitag alle Genossen auf, fchon jetzt eine energische Propaganda unter den Landsleuten einzuleiten, bei jedem Schritt die schändliche Haltung der polnischen Reichstagsfraktion und ihrer pseudo- demokratischen Zutreiber ge= bührend zu kennzeichnen und auf die Thätigkeit der socialistischen Abgeordneten, dieser wahren Vertreter des arbeitenden Voltes, hin zuweisen, die allein bis zum letzten Augenblick in der Abwehr gegen die Brotberteurung ausgeharrt haben. Solange das polnische Volk Leute zu feinen Vertretern wählt, die stets auf seite der Ausbeuter, der katholischen Centrumsleute, der polnischen Junker oder auch ihrer Helfershelfer, der sogenannten nationalen Demokraten stehen, kann sich sein Schicksal nicht besser gestalten. Zur Arbeit! Zum Stampf, Genoffen! Nicht eine Stimme darf den Brotwucherern zufallen! Fort mit der polnischen Reichstagsfraktion und ihren demokratischen Lakaien, wählen wir unfre Brüder, die Socialisten, und der Sieg wird unser sein!" Auf Antrag der Mandatsprüfungs- Kommission, die aus den Genossen Caspari- Kattowig, Binisskiewicz- Berlin und WitajewskiPosen besteht, werden sämtliche Delegiertenmandate für gültig erflärt. Kraszewski- Berlin erinnert daran, daß zur Zeit nicht weniger als fünf Redakteure der„ Gazeta Robotnicza", darunter der Mitbegründer und allzeit bewährte Kämpe der Partei, Genosse Morawski, im Gefängnis schmachten. Die Anwesenden erheben sich zu Ehren der wackeren Vorkämpfer des polnischen Proletariats von ihren Plätzen. " " Berfus legt als Korreferent die Beschlüsse der Einigungsfonferenz vor. Diese lauten: Ueber Die Reichstagswahlen" referiert hierauf Genosse Viniszkiewicz- Berlin. Er geht auf die letzten Reichstagskämpfe und die Gewaltstreiche der Mehrheit ein und fordert die polnischen Genossen auf, mit dem Centrum und der polnischen Fraktion gründlich Abrechnung zu halten. Nach längerer Debatte wird folgende Resolution angenommen: Der Parteitag der P. P. S. drückt der focialdemokratischen Reichstagsfraktion feine Anerkennung und Dankbarkeit für ihr a) Organisation. Anerkennung der polnischen Or- heldenmütiges Verhalten im Zollkampfe aus. Er verurteilt gleichganisation unter der Voraussetzung, daß die polnische Organisation zeitig die Feigheit gegenüber der Regierung und die niederträchtige die Agitation und Organisation unter der polnischsprechenden Be Bergewaltigung des Willens ihrer Wähler durch die polnische Reichsvölkerung Deutschlands zu betreiben hat. Zugehörigkeit der pol-| tagsfraktion und das Centrum, welches auch zum großen Teile von nischen Organisation zu der Gesamtpartei Deutschlands. Aner- polnischen Arbeitern gewählt wird und hofft, daß bald auch ein Tennung des Parteiprogramms und der Partei- Instanzen. Dele- polnischer Vertreter des arbeitenden Volkes Gelegenheit erhält, von gation zum deutschen Barteitag nach den Vorschriften des Organi- der Reichstagstribüne aus für Wahrheit und Gerechtigkeit einfationsstatuts. Bulässigkeit der Sektionsbildung innerhalb der zutreten." einzelnen Partei- Orte. b) Reichstags- Kandidaturen. In den polnischen Landesteilen werden in Wahlkreisen mit gemischter Bevölkerung die Kandidaten bei den Reichstags-, Landtags- und Kommunale wahlen in einer Wahlkreis- Konferenz aufgestellt, in der beide Teile vertreten fein müssen. Wo in einzelnen Wahlkreisen nach der letzten Volkszählung die polnische Bevölkerung die Mehrheit ausmacht, werden in der Regel nur Kandidaten aufgestellt, die deutsch und polnisch sprechen, wenn solche Genossen vorhanden sind. Die Aufstellung der Reichstags- Kandidaten erfolgt durch die or ganisierten Genossen der einzelnen Wahlkreise. Verständigen sich die Genossen eines Wahlkreises nicht über die Kandidatur, so hat der Vorstand der polnischen Partei- Organisation und der Vorstand der Gesamtpartei eine Berständigung herbeizuführen. c) Presse. Die in polnischer Sprache erscheinenden Blätter unterstehen der Kontrolle des Borstandes der P. B. S., tvenn fie als Parteiblätter gelten wollen. Die von der P. P. S. Herausgegebene Gaz. Robotn." wird als offizielles Partei- Organ für alle im Deutschen Reiche wohnhaften Genoffen polnischer Nationalität anerkannt. Die Redaktion der Gazeta Robotnicza" besteht aus zwei Genossen, von denen einer durch die Posener, der andre durch die oberschlesischen Genossen gewählt wird." = Eine Reihe von Anträgen aus den einzelnen Ortschaften kommt hierauf zur Beratung. Angenommen wird ein Antrag, der den Parteivorstand beauftragt, bei der Generalkommission der Gewerkschaften die Errichtung eines Arbeiterfetretariats in Inowraz law anzuregen, ebenso ein Antrag, wonach sich der Vorstand um Beschaffung eines Versammlungslokals in Oberschlesien mit Hilfe der deutschen Genossen bemühen soll. Ein dritter, gleichfalls angenommener Antrag, verpflichtet die Genossen zur Agitation gegen die Trunksucht. Gegen die polizeilichen Uebergriffe richtete sich folgende Protestfundgebung: Der Parteitag protestiert mit aller Entschiedenheit gegen die polizeilichen Chikanen in Oberschlesien, welche die dortigen Arbeiter in ihrem Bestreben, sich von dem auf ihnen lastenden Joche zu befreien, auf Schritt und Tritt hemmen und stören. Der Parteitag fordert, da wir in einem konstitutionellen Staate leben, für die arbeitende Bevölkerung in Oberschlesien das gleiche Recht, das in andren Landesteilen gilt." Bei der Wahl des Parteivorstandes wurden die Genossen Berfus, Thiel und Biniszkiewicz wieder, Brzeskwiniewicz und Straszewsti neugewählt. Die Preßkommission bilden Rybicki, Merkowski und Gościnski; die Revisionskommission Wluklinski, Golibrodzki und Weychta in Berlin, Sosna, Strzelczyk und Trombalski in Stattowiz. Dem Genossen Reichsrhtsabgeordneten DaszynskiStrakau wird für seine Mitwirkung bei der Verständigung der Dank, dent Redakteur Morawski und den andren gefangenen Genossen die Sympathie des Parteitages ausgesprochen. Der Vorsitzende Verfus weist noch einmal auf die Bedeutung der nunmehr vollzogenen Einigung hin und schließt den Parteitag mit einem Hoch auf die polnische und die deutsche Socialdemokratie. Der Gantag der Der Redner fügt hinzu, daß der polnische Parteivorstand am 6. November sein Einverständnis mit diesen Einigungsbedingungen erklärt hat, die wohl manche Lücke aufweisen, aber die Weiteregistenz der polnischen Partei gewährleisten, sie zu einem Teil der deutschen Gesamtpartei machen und dem unerquicklichen Schauspiel eines Bwistes unter Genoffen in so schweren Zeiten ein Ende bereiten. Was die Unabhängigkeit Polens betrifft, fei Daszynski in einer geradezu glänzenden Rede für sie eingetreten. Liebe zum Vaterlande wird den Bolen feiner, besonders kein Socialist, aus dem Herzen reißen. Zu dem Parteitage wollte auch die Gruppe Luremburg Vertreter ent- Der Gantag der Buchbinder der Provinz Brandenburg senden, auf Betreiben des polnisch- socialistischen Parteivorstandes, dessen Beweggründe auch der deutsche Parteivorstand anerkannt hat, fand am 26. Dezember im Voltshause zu Charlottenburg statt. ist in letzter Stunde davon Abstand genommen worden. Namens des Anivesend waren außer den drei Mitgliedern des Gauvorstandes deutschen Parteivorstandes hat Genosse Gerisch dem polnischen 15 Vertreter von neun Zahlstellen und je ein Vertreter aus acht Parteivorstand ein Schreiben zugehen lassen, in dent es u. a. heißt: Orten, wo der Buchbinder- Verband mur Einzelmitglieder besitzt. „ Wir begreifen es und erheben keinen Widerspruch dagegen, Den Bericht des Gauvorstandes erstattete der Ganwenn die P.. S. ausschließlich mit Delegierten ihrer bisherigen vorfigende Bergmann. In den zwei Jahren, die seit dem vorigen Organisation über die in den Leitfäßen des deutschen Parteivorstandes Gautage verflossen find, hat sowohl die Zahl der Mitglieder als niedergelegten Einigungsgrundfäße verhandeln will. Wir fehen dabei auch die der Zahlstellen zugenommen. In Berlin wurde auf GrundBerfus erstattet hierauf den Geschäftsbericht des Partei- Vor- aber zweierlei als selbstverständlich voraus: 1. daß die gedachten lage der bisherigen Einteilung in acht Branchen weiter gearbeitet. standes. Die Beschlüsse der früheren Parteitage sind soweit als mög- Leitsähe ähnlich wie Handelsverträge entiveder so wie sie sind Jn der Buchbinderei- Branche wurde eine sehr lebhafte Thätigkeit lich durchgeführt worden. Die Gazeta Robotnicza" wurde mit vieler angenommen werden müffen, oder abzulehnen sind. Zusäße, Alende- entfaltet; im Jahre 1901 fanden 68 Werkstubensizungen, im Jahre Mühe und vielen Kosten nach Oberschlesien verlegt. Die besten Leute rungen, Vorbehalte usw. dürfen unter keinen Umständen an die An- 1902 119 Wertstubensizungen statt. Häufig handelte es sich hierbei der Partei sind im Gefängnis. Vielfach wurden Vorwürfe laut, die nahme der Leitfäße geknüpft werden. Dagegen steht selbstverständlich inn Abwehr von Tarifdurchbrechungen. Nur wenige Werkstuben find Verlegung des Mittelpunktes der Agitation nach Oberschlesien sei un auch der deutsche Parteivorstand unverändert und rückhaltlos zu in Berlin noch vorhanden, wo die Organisation keine Verbindung überlegt und vorschnell gewesen. Es werde allezeit ein Ehrentitet seinen Leitfäßen, einschließlich der auf der Konferenz auf Grund all- befigt, und das sind die sogenannten Schundbuden. In der der polnisch- socialistischen Partei bleiben, daß sie in den heimatlichen feitiger Uebereinstimmung hinzugefügten Erweiterungen; 2. daß der Contobuch- Branche, wo die Organisation seit Jahren Gegenden die ersten Steime der socialistischen Propaganda ausgestreut polnische Parteitag, zu dessen Verhandlungen nur eine bestimmte festen Fuß gefaßt hat, find die Verhandlungen mit aushat. Die Belegung hat, besonders in Schlesien, gute Fortschritte Gruppe polnischer Socialdemokraten Zutritt hat, keine Beschlüsse wärtigen Vertretern der Branche angebahnt worden, um auch gemacht. Auch die armen unwissenden polnischen Arbeiter lernen fassen kann und darf, die für die sämtlichen in Deutschland lebenden in andren Orten mit größeren Contobuch- Fabriken die Lohn- und immer mehr ihre wahren Freunde kennen und werden bei den nächsten Socialdemokraten polnischer Zunge von grundsätzlicher Bedeutung Arbeitsbedingungen zu regeln und dadurch der besonders auch von Wahlen nicht mehr für Ballestrem und Konsorten stimmen. Auch in sind, da derartige Beschlüsse zu den schwersten Mißhelligkeiten führen Brieg aus betriebenen Schmutzkonkurrenz entgegenzuwirken. In Westfalen rechnet man schon mit den polnischen Arbeitern, nur in und das Einigungswerk selbst in Frage stellen würden." der Ledergalanterie Branche litt die Agitation unter der Posen ist die politische Bewegung faum nennenswert. Der innere Es entspinnt sich eine lebhafte Debatte. Trombalsti Kattowit Sonderbündelei durch den Portefeuiller Verband. Dieser selbst hat Zwiespalt habe hier feinen Fortschritt auffommen lassen. Im all- teilt unter allgemeinem Beifall mit, daß die Kattowißer organisierten in Berlin keine großen Erfolge erzielt; dem Buchbinder- Verband gemeinen fei im letzten Jahre recht viel gethan worden; von der Er Genossen abermals Moratosti als Reichstagskandidaten aufgestellt aber gehören immer noch 50-60 Bortefeuiller an. Größere Fortweiterung der Gazeta Robotnicza", die vom haben. Kunze- Leipzig bezeichnet die Einigungsbedingungen als schritte zu machen war im übrigen wegen der in dieser Branche 1. Januar 19033 tveimal wöchentlich und in eigner vollständige Unterwerfung der Polen unter den deutschen Partei- besonders starken Geschäftsflaue nicht möglich. In der Lugus Druckerei erscheinen wird, seien gleichfalls gute Früchte zu er vorstand. Lis- Hamburg meint, wenn man sich schon früher eng an pa pier- Branche findet die Organisation namentlich unter warten. Leider sei ein Beschluß des vorigen Parteitags, die Agi- die deutsche Socialdemokratie angeschlossen hätte, wären derartige den Arbeiterinnen, die häufig ihren Beruf wechseln und in ganz tation und Organisation mit Hilfe sogenannter Legitimationsfarten Quertreibereien, wie sie vorgekommen sind, überhaupt nicht denkbar anderartige Betriebe übergehen, mir schwer Eingang. Es handelt betreffend, zu wenig beachtet worden. gewesen. Brzeskwiniewicz- Berlin fordert, auf Grund der Beschlüsse sich hier meistens um Großbetriebe und in manchen wird durch Parteikassierer Stefan Thiel erstattet den Kassenbericht, der internationalen Kongresse, die Anerkennung der Berechtigung der Maßregelungen und durch Spigelei ein starker Druck auf das demzufolge die Einnahmen 1553,72 M., die Ausgaben 1555,39 M. nationalen Bestrebungen der polnischen Arbeiter und empfiehlt die Personal ausgeübt. Trotzdem ist ein Aufschwung zu verzeichnen. betrugen. Auf Antrag der Revisoren wird dem Kassierer Decharge Einigung. Um 6 Uhr abends werden die Verhandlungen unter- Namentlich haben sich die Presser und Präger in größerer Zahl dem erteilt. Es folgen die Berichte der Delegierten, die mehrere brochen und auf Freitag vertagt. Verband angeschlossen. In der Kartonbranche haben sich die Stunden in Anspruch nehmen. Die Genossen aus Posen und Ober Verhältnisse in den letzten Jahren wesentlich gebessert. Es fanden Schlesien gehen ausführlich auf die Zwistigkeiten ein, an denen sie Nosa 8 weiter Verhandlungstag. 119 Werkstuben- Sigungen statt. In fast allen Werkstuben ist die Luxemburg und Dr. Winter die Schuld zuschreiben, betonen aber, Begrüßungstelegramme find eingelaufen von den polnischen neunstündige Arbeitszeit durchgeführt. Viele Verhandlungen wurden daß die Bewegung nur Fortschritte machen könne, wenn nian mit den Socialisten in Bosen, Gnesen, Bromberg, Bremen, Leipzig, längere geführt und nur bei einer Firma endeten sie mit einem ungünstigen deutschen Genossen Hand in Hand gehe. Brufiewicz- Hamburg Begrüßungsschreiben von dem Stomitee auswärtiger Socialisten in Resultat. Auch in dieser Branche herrschte Arbeitsmangel, besonders für empfiehlt aus finanziellen und moralischen Erwägungen eine Eini Zürich und von der polnisch- socialistischen Partei in Chicago. Die die männlichen Arbeiter. In der Efuibranche steht es mit der gung mit der deutschen Socialdemokratie. Ohne Verständigung feien Debatte über die Einigungsvorschläge der Konferenz vom 19. Oftober Organisation sehr gut, nur wenige Arbeiter sind nicht organisiert. die polnischen Vereine in der Fremde dem Untergange geweiht. wird fortgesetzt. Wons- Posen empfiehlt den Delegierten, dem Auch in diese Branche hat der Vorsitzende des Portefeuiller- VerDembinsti- Inowrazlaw schildert die große Arbeitslosigkeit und das Wunsche ihrer Wähler nach Einigkeit Rechnung zu tragen. bandes einzubringen versucht, aber feinen Erfolg gehabt. Die im Elend unter der arbeitenden Bevölkerung und weiß von frassen Fällen Bodembski Jnolvrazlaw erklärt, die Genossen in Stujavien ver- Jahre 1900 mit den Arbeitgebern getroffenen Abmachungen wurden polizeilicher Saalabtreiberei zu berichten. Ruminski- Posen weist langten die Beibehaltung der vollen Unabhängigkeit und feiert die im allgemeinen innegehalten. In der Album branche herrscht darauf hin, daß in Pofen 4000 Genoffen gewerkschaftlich und nur 60 polnischen Genossen als Avantgarde gegen den Despotismus. feit einer Reihe von Jahren eine äußerst ungünstige Konjunktur. politisch organisiert sind. Kunze- Leipzig teilt mit, daß in Leipzig Bankowski- Tremessen meint, die polnischen Socialdemokraten hätten Trotzdem ist es gelungen, einen festen Stamm organisierter Arbeiter öffentliche Versammlungen mit polnischer Verhandlungssprache ver- mit den deutschen nicht mehr gemein als mit französischen oder andren heranzuziehen und eine eigne Zahlstelle für die Branche zu gründen. boten find. Jozefaci- Herne rühmt das Entgegenkommen der deutschen Socialisten. Schließlich werden ( bei einer Stimm- auch in dieser Branche hat die Organisation mit Schwierigkeiten zu posten werden gern den Polen übertragen. Aehnlich äußert sich enthaltung) angenommen, womit die Verständigung zwischen fämpfen, aber auch hier wurden in letzter Zeit Fortschritte gemacht. Belinsti- Oberhausen und Pralat- Rirdorf. Lach- Kattowitz lenkt die deutschen und polnischen Genossen wiederhergestellt ist. Betont zu Der Mitgliederbestand der Zahlstelle Berlin betrug im Aufmerksamkeit auf das Treiben der katholischen Geistlichen, die sich werden verdient, daß auch die Vertreter der Opposition sofort Jahre 1900 furz nach der Lohnbewegung 4033, 1901 3420 und am hinter die Frauen stecken und ihnen den Socialismus als Teufels- feierlichst erklärten, sich den Mehrheitsbeschlüssen fügen und in diesem 1. Oktober 1902 3429. Das letzte Quartal dieses Jahres wird eine werk schildern, um durch sie auf die Männer zu wirken und der Agi- Sinne weiteragitieren zu vollen. weitere Erhöhung aufweisen. Der Rückgang an Mitgliedern, der tation Hindernisse in den Weg zu legen. Mit allen gegen 7 Stimmen werden hierauf die Alenderungen des erfahrungsgemäß immer nach einer Lohnbewegung erfolgt, war Parteistatuts beschlossen, welche durch die Verständigung notwendig also, besonders wenn man die Verschlechterung des Geschäftsganges geworden sind. Die wichtigsten darunter betreffen: a) das Partei- in Vetracht zieht, mur gering. Die Neueinteilung der Gaue, woorgan Der Parteitag wählt eine Preßkommission aus drei Mit- durch der Gau I auf die Provinz Brandenburg beschränkt wurde, hat sich gliedern, deren Aufgabe ist, die Redaktion der„ Gazeta Robotnicza" gut bewährt. Troz dieser Beschränkung des Arbeitsfeldes hat sich die Zahl und die Herausgabe von Parteischriften zu unterstützen. Dieser ber Bahlstellen des Gaues von 6 auf 9 erhöht. Es wurden mehrere Kommission tritt ein Vertrauensmann der deutschen Partei- Agitationstouren unternommen und an vielen Orten Verbindungen Teitung bei. b) den Parteitag. Der Parteitag ist die höchste Instanz angeknüpft. Der Rebner berichtete dann näher über diese Thätigkeit. der P. P. S. Der Parteivorstand beruft jährlich einen Parteitag ein, der in den polnischen Provinzen stattfinden soll, sofern die örtlichen Verhältnisse dies zulassen. Ferner werden folgende Resolutionen angenommen: Ueber die Mißhelligkeiten zwischen den sol 1. In Erwägung, daß die" Gazeta Robotnicza" das Organ nischen und deutschen Genossen" referiert Rybidi- der P. P. S. ist, welches die Interessen der polnischen Arbeiter im Berlin. Er giebt einen geschichtlichen Rückblick über die Entwicklung ganzen Deutschen Reiche vertritt, drückt der Parteitag den Wunsch aus, der polnisch focialistischen Partei, die jahrelang mit der deutschen daß die Redaktion und die Preßkommission sich um Mitarbeiter und erhält ein Buchbindergehilfe, der acht Jahre dort beschäftigt ist, Socialdemokratie in Frieden gelebt, bis einzelne Elemente die Einig- Sorrespondenten in Oberschlesien, Posen und allen Gegenden be- 18 W., ein andrer, der 4 Jahre dort beschäftigt ist, 12 M.; in Kottbus feit untergraben hätten. Die Angriffe wären nach und nach auch in mühen, wo sich polnische Arbeiter befinden. werden Arbeiterinnen mit 3 M. pro Woche entlohnt und davon noch die Parteipresse gedrungen, bis schließlich auch der deutsche Partei- 2. Der Parteitag giebt, nach Annahme der Verständigung, feiner Abzüge gemacht. An vielen Orten, so auch besonders in Charlottenvorstand daran geglaubt habe. Die Entsendung Dr. Winters nach lebhaften Genugthung über den Abschluß brüderlicher Organi burg, wird eine starke Lehrlingsausbeutung betrieben. Oberschlesien, seine und der Frau Rosa Luremburg Agitation habe fationsverhältnisse mit den deutschen Genossen Ausdruck und hofft, Organisationsarbeit wird an manchen Orten dadurch erschwert, daß den Riß ständig zu erweitern getrachtet, der Fall Kasprzak trat hinzu daß die weitere gemeinsame Arbeit und der Kampf gegen alle Feinde viele Gehilfen nur furze Zeit am Orte verbleiben. und so kam es zum Bruch auf dem Münchener Parteitage. Die des Volkes und der Freiheit durch nichts und durch niemand gestört An diese Berichte schloß sich ein Referat von Bytomskipolnischen Socialisten Oberschlesiens traten auf östreichischem Boden werden. Der Parteitag fordert die Genossen auf. mit umso Berlin über die Agitation, worin Redner zu energischer Thätigzusammen und stellten für alle 8 Kreise Kandidaten auf, die Gegen- größerem Gifer im Sinne des Programms der P. P. S. weiterzu feit aufforderte und hervorhob, daß die Idee der Organisation bis partei nominierte auf der Bazdorfer Konferenz ihre Gegenkandidaten, arbeiten an der Befreiung des polnischen Volkes von dem Joche der in die kleinsten Orte getragen werden müffe. Dem Gauvorstande aber als der Streit am schärfsten tobte, erwachte auf beiden Seiten Ausbeutung und Unterdrückung. wurde nach lebhafter Diskussion einstimmig Decharge erteilt. Genoſſen gegenüber den polnischen in Westfalen. Selbst Vertrauens- ferens mit allen gesen 9 ie Borschläge der Kon- Auch in der Goldschnitt- Branche herrscht Arbeitsmangel; Nach Erledignug der Delegiertenberichte wird beschlossen, die Ergebnisse der Kassenrevision vierteljährlich im Partei- Organ zu veröffentlichen. Mit allen gegen 7 Stimmen wurde ferner folgende Resolution angenommen: " Der Parteitag fordert nach Anhörung der Ausführungen des Delegierten Genossen Sosna über die Agitation in Schlesien, daß die Centralverbände den polnischen Verbandsangehörigen die ihnen gebührenden Rechte nicht zugestehen, die Generalfommission der Gewert schaften Deutschlands auf, sie möge die obige Frage untersuchen und, sofern sie auf die weitere Unterstübung der P. P. S. für die Getvert schaften rechnet, deren Gleichberechtigung anerkennen." " Darauf folgten die Berichte aus den Zahlstellen außer Berlin: Charlottenburg, Stegliz, Adlershof, Brandenburg, Finsterwalde, Luckenwalde, Neu- Nuppin und Kotibus, sowie aus den Orten der Einzelmitglieder. Es zeigte sich hierbei, daß die Lohn- und Arbeitsbedingungen an manchen Orten sehr traurige find. So beträgt z. B. der Lohn in Guben bei 11 stündiger Arbeitszeit 12-17 W., in Spremberg 18-18 M., in einer Hofbuchbinderei in Potsdam Die Darauf wurde über die Frage: Wie stellen sich die Teil erfolgreiche Lohnbewegungen in Hamburg und Umgegend,| Artikel in gutem Glauben und im Vertrauen auf die Person des Rollegen aus der Provinz zu einer eventuellen Berlin, Dresden, Lüdenscheid und einigen kleinen Orten durch Verfassers aufgenommen habe, auf eine Geldstrafe von nur 20 M. 2ohnbewegung? verhandelt. Nach einem Referat Berg geführt hatte. Mit allen nur erdenklichen Mitteln suchten sie diese Dem Privatkläger wurde die Publikationsbefugnis in der„ Deutschen manns und eingehender Diskussion wurde folgende Resolution Organisation zu vernichten und der Allgemeine deutsche Gärtner- Tageszeitung" zugesprochen. 4 einstimmig angenommen:" In Erwägung, daß die Lohn- und verein war ihnen dabei nach Kräften behilflich. Thatsächlich gelang Arbeitsverhältnisse in den Provinzstädten noch äußerst schlechte find, es auch den Arbeitgebern, die Organisation mehrfach soweit zurüd- Brief- und Depeschenträger der Reichspost, scheint das Maurer Karl Die Benutzung der herrschaftlichen" Vordertreppe durch die hält der Gautag es für dringend notwendig, bei einigermaßen zudrängen, daß sie sich nur noch auf Hamburg und Umgegend be- Schwabesche Ehepaar, welches das Haus Schaperstr. 2 zu Deutschgünstiger Geschäftskonjunktur in allen Orten des Gaues, wo Mit- schränkte. glieder des Verbandes vorhanden sind, an die Arbeitgeber mit For Mit der Zeit machten sich im Allgemeinen deutschen Gärtner- Wilmersdorf zu behüten hat, für eine Mißachtung herrschaftlicher derungen, speciell mit der Forderung der Verkürzung der Arbeitszeit, verein Stimmen laut gegen den bisherigen Schlendrian, dazu kam, Rechte zu betrachten, denn sie verweist die Poſtbeamten konſequent heranzutreten. Von solchem Vorgehen ist dem Gauvorstande recht daß auch von andrer Seite der Verschmelzung der bestehenden Vereine auf die Hintertreppe. Dies Verfahren steht im Widerspruch mit zeitig Mitteilung zu machen. Der Gauvorstand wird beauftragt, das Wort geredet wurde. Es wird dann weiter ausgeführt, daß mehr- boten einer reichspostalischen Verordnung, die den vielbeschäftigten Postmit dem Verbandsvorstand deswegen in Verbindung zu treten." fach Verschmelzungsversuche gemacht wurden, die jedoch immer durch die Anweisung giebt, zu den Empfängern der PostSodann befaßte sich der Gautag mit der Beratung eines den Allgemeinen deutschen Gärtner- Verein vereitelt wurden, weil sendungen den kürzesten Zugang zu wählen und die sogenannten Reglements für die Gautage und die Gründung dieser ein Handinhandgehen mit den Arbeitgebern für notwendig hielt. herrschaftlichen Vordertreppen zu benußen. Am 3. September einer Gautasse, worüber Dust Berlin das Referat hielt. Von dieser Ansicht ließ sich der Allgemeine auch dann noch nicht abbringen, Schwabe an dieser vorüber die Vordertreppe des genannten Hauses war nun der Postbote Paul zum Entsetzen der Frau Nach dem Reglement, das vom Gautage angenommen wurde, sollen als die organisierten Unternehmer ihm eine deutliche Absage hinaufgegangen und hatte den Zorn der Frau dermaßen erregt, daß die Gautage alle zwei Jahre stattfinden, jedoch steht dem Gauvorstand hatten zu teil werden lassen. Trotz der unangenehmen Erfahrungen, fie ihm einige Schimpfworte nachsandte. Als er wieder herunterkam, das Recht zu, wenn es geboten erscheint, einen außerordentlichen die man mit dem Allgemeinen deutschen Gärtnerverein gemacht hatte, wurde er von dem Ehepaar recht unliebenswürdig empfangen. Die Gautag einzuberufen. Ein solcher muß stattfinden, wenn fünf Bahl- entschloß sich der Vorstand der Deutschen Gärtnervereinigung zu einem Frau schleuderte ihm einige Worte zu, die keine Stomplimente waren, stellen das beantragen. Der Antrag auf Gründung einer Gaufaffe nochmaligen Einigungsversuch und machte dem Gegner Konzessionen, während sich der Mann sogar zu einem kleinen Genickstoß verstieg. wurde einstimmig angenommen. Die Beiträge zur Gaukaffe werden die einzig in der Geschichte der modernen Gewerkschaftsbewegung Das Schöffengericht Berlin II verurteilte ihn zu 25 Mark Gelddurch die Zahlstellen aufgebracht. Bezüglich der Höhe der Beitrags- dastehen werden. Die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung ftra fe event!. 5 Tagen Gefängnis, die Chefrau zu 10 Mark GeldLeistung fanden folgende Bestimmungen die Mehrheit: Der Beitrag stehende Deutsche Gärtnervereinigung sollte sich zu Gunsten des beträgt 5 Pf. pro Kopf und Jahr; eventuell, wenn diese Bestimmung Allgemeinen deutschen Gärtnervereins auflösen, wenn der Hauptstrafe event. 2 Tagen Gefängnis. in Berlin von den Mitgliedern abgelehnt werden sollte: Zahlstellen vorstand des Allgemeinen deutschen Gärtnervereins sich verpflichtete, Ein bemerkenswerter Fall von Kleptomanie tam in einer Vervon bis zu 100 Mitgliedern zahlen pro Stopf und Jahr 10 Pf., jedoch den einzelnen Gauvereinigungen, die sich der Generalfommission handlung zur Sprache, welche vor der ersten Straffanumer des Landnicht unter 3 M.; Zahlstellen von 100 bis 1000 Mitgliedern pro Kopf anschließen wollten, keine Hindernisse in den Weg zu legen. gerichts II gegen das Dienstmädchen Bertha Eggebrecht stattund Jahr 5 Pf.; von über 1000 Mitgliedern 3 Pf. Den Einzel- Auch dieser Einigungsversuch wurde abgewiesen! Nun blieb der fand. Die Angeklagte war wegen Diebstahls zu sechs Monaten mitgliedern steht es frei, jährlich freiwillige Beiträge zu leisten. deutschen Gärtnervereinigung nichts übrig, als den oben angeführten Gefängnis verurteilt worden, ihr Verteidiger hatte dann aber das Beschluß zu fassen. Wiederaufnahme- Verfahren erwirkt. Im März d. J. hatte die AnAm Schluß seiner Darlegungen sagt der Vorstand der deutschen geklagte bei dem Kammerherrn von Knorr in Charlottenburg gedient. Gärtnervereinigung: Es famen dort verschiedene Gegenstände abhanden, ohne daß der Der Kampf zwischen den beiden Drganisationen wird in Zukunft Verdacht sich auf die Angeklagte lenkte. Diese bezog dann einen mit einer Schärfe geführt werden, wie nie zuvor. Er wird geführt neuen Dienst bei einer Herrschaft in Pankow. Als auch hier wiederwerden, bis eine der beiden Organisationen nicht mehr ist, wenn die holt Diebstähle vorkamen, wurden ihre Sachen durchsucht und dabei Mitglieder des Allgemeinen es nicht vorziehen sollten, ihren jetzigen wurden denn eine Menge Gegenstände gefunden, die die Angeklagte Vorstand, der einzig und allein die Schuld an dem Bruderzwist ihren früheren Herrschaften entwendet hatte. Auffallenderweise waren trägt, abzusägen. Nur dann wird eine einige Gärtnerorganisation es alles blanke, metallene Gegenstände. Da waren verschiedene kleine zu stande kommen, die wirklich in der Lage ist, die tieftraurigen Schwimmer von Nickel, die zu Nachtlampen gebraucht werden, ein unechtes Verhältnisse im Gärtnerberuf zu verbessern." Tintenfaß, ein Salznapf, ein Bierglas mit einem Metalldeckel und Die Zahlstellen Charlottenburg und Adlershof hatten den Antrag gestellt, daß alle Mitglieder, die in Berlin arbeiten, aber außerhalb wohnen, sich der Zahlstelle ihres Wohnorts anschließen sollten. Der Antrag wurde dem Gauvorstand überwiesen. Ebenso ein Antrag Berlin über die Herbeiführung eines einheitlichen Minimallohns für Berlin, Charlottenburg, Schönes berg und Steglig. Eine längere Debatte entstand über die Einführung eines Staffelbeitrages, der der Lohnhöhe der Mitglieder entsprechen sollte. Der Antrag wurde von den Vertretern von Luckenwalde lebhaft befürwortet. Bei der Abstimmung erklärten sich 3 Zahlstellen dafür und 6 dagegen, 5 Einzelmitglieder erklärten sich ebenfalls dagegen und 3 enthielten sich der Stimme. Die legte Generalversammlung der Deutschen Gärtner- Vereini- ein silbernes Messer. Die Angeklagte hatte in der früheren Vergung hat in organisatorischer Hinsicht vielerlei Verbesserungen ge- handlung erklärt, daß sie nicht daran gedacht hätte, die Sache zu verDarauf referierte Schildbach Steglit über den Antrag troffen. Sie gewährt nach entsprechender Karenzzeit Rechtsschutz, äußern, ebensowenig hätte sie dieselben selbst benutzen können, auf Anbahnung einer Verschmelzung der Central Streif und Gemaßregelten- Unterstützung, Reise- und Arbeitslosen- fie habe sie einfach nehmen müssen. Der Verteidiger Kranken- und Begräbnistasse der Buchbinder mit Unterſtüßung, sowie ein unentgeltliches Organ. Weibliche Mitglieder hatte in feinem Wiederaufnahmegesuch geltend gemacht, dem Buchbinderverban d. Hierzu wurde einstimmig folgende zahlen nur die Hälfte Eintrittsgeld und Beitrag. daß die Angeklagte zur Zeit als sie die Diebstähle beging, bereits im Rheingau gefaßte Resolution angenommen:" In Erwägung, Alle Parteigenossen und Mitglieder der Gewerkschaften, die irgend sich in andren Umständen befand und der medizinische Sachverständige daß es eine wichtige Aufgabe der Gewerkschaften ist, ihre Mitglieder wie Gelegenheit haben, mit Gärtnern und Gartenarbeitern zusammen hatte begutachtet, daß Frauen während dieser Zeit bisweilen Handauch in Krankheitsfällen zu unterstützen, hält der Gautag eine baldige zu kommen, werden um rege Unterstützung der Agitation dieser lungen begingen, für die eine begründete Erklärung nicht zu finden Verschmelzung der Central- Kranken- und Begräbniskasse der Buchbinder Organisation ersucht. Auskunft in allen Anfragen erteilt stets sofort sei und für die sie nicht verantwortlich zu machen seien. Dieser mit dem Deutschen Buchbinderverband für dringend notwendig und die Geschäftsstelle der Deutschen Gärtner- Vereinigung, Hamburg 6, Anschauung schloß sich der Gerichtshof in der erneuten Verhandlung ersucht den Verbandsvorstand, die Angelegenheit in die Hand zu Margaretenstr. 50, 1. Etage. an, das frühere Ürteil wurde aufgehoben und die Angeklagte freinehmen und energisch zu betreiben, eventuell, falls die Vereinigungsgesprochen. verhandlungen scheitern, oder überhaupt nicht zu stande kommen sollten, einen auf Grund versicherungstechnischer Erfahrungen zusammengestellten Unterstützungsentwurf zu veröffentlichen und einem Demnächst stattfindenden Verbandstag zur Prüfung und eventuellen Beschlußfassung zu unterbreiten." Am Schlusse des Gautags wies der Vorsitzende Brückner auf den Streit in Göteborg hin und forderte die Delegierten auf, darauf zu achten, daß keine Streitarbeit aus Schweden hier angefertigt werde und keine Streitbrecher nach dort gehen. Gewerkschaftliches. Der Weberstreik in Meerane 7, Briefkasten der Redaktion. Sonnabends von 7 bis 92 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des G. 100. Ob der Wirt berechtigt ist, in demselben Hause einen Laden 2. B. G. 100. Für die streikenden und ausgesperrten Weber in Meerane Beiträge ein: gingen bei der Berliner Gewerkschaftstommission weitere Buchdrucker von Schulz u. Möller 13,50. Rudolf Mosse( AccidenzAbteilung) 40,55." Deutsche Warte" 15,10. W. Bürenstein 28,40. B. Paul 5,55. Deutscher Verlag 17,80, 9,10, 6,55. Hempel u. Co. 4,85, 5,30, 16,85, 7,20. Steuer u. Co. 3,40. Raud 10,- 5. Theinhart 3,75. Luze u. Vogt 3,80. Gebr. Feyl 6,-. Hartvik Nachf. 8,20. A. Winser 3,70. Bloßfeld u. für dieselbe Branche, wie sie ein Wieter betreibt, an Dritte zu vermieten, ist Müller 4,30. Ashelm 21,55. Abteilung) 7,40. 2. Gronau 13,70. Scherl" Tag" 9,55. Scherl„ Boche" von Fall zu Fall nach dem Grundsat von Treu und Glauben zu entSchuhmacher 8,80. Singer u. Co.( Werk3,45. Scherl( Accidenz) 3,80. Lokal- Anzeiger" 10,-. Denter u." Nikolas scheiden. In Ihrem Fall, wo der Wirt zuvor Ihnen den zweiten Laden 14,55. Ullstein u. Co. 63,90. Möbelpolierer- Genossenschaft Ostend 7,20. angeboten hat, scheint ein Verstoß gegen Treu und Glauben in dem Vers Tischlerei Neumann u. Bunar 30,-. Tischlerei Ehrlich 12, mieten des zweiten Ladens vorzuliegen. Ist das der Fall, so können Sie von Klempnerei Baumgarten 6,30. Spandau, Musterarbeiter 13,50. Gefang mit Aussicht auf Erfolg auf vollen Schadensersatz lagen. Ob ein Verstoß berein Neue Zeit" 4,-. Schirmstock- Fabrik Remmert 8,10. Tischlerei gegen Treu und Glauben vorliegt, hängt von der Frage ab, ob nach Lage Richt, Oranienstraße 11,60. Tischlerei Krause 1. Storilla der gesamten Verhältnisse der Mieter von der stillschweigenden Vorauswird auch in das neue Jahr hinüberdauern. Vor Weihnachten hat 6,10. Stiderei- Arbeiter 19,50. Möbelfabrik von J. C. Pfaff, außer den Bild- nicht errichtet. Metallarbeiter von Zemlin 12,50. Metallarbeiter von Lewinski febung ausgehen durfte, ein Konkurrenzgeschäft würde in demselben Hause Zur Aufhebung des Vertrages sind Sie nicht berechtigt. der Bürgermeister wieder eine Besprechung mit Vertretern der Hauern 45,95. Tischlerei König u. Lindemann 2,50. Tischlerei Stabernac 16. Unterschlagung ist mit Gefängnis- oder Geldstrafe bedroht. Haben Fabrikanten gehabt, um eine Einigung zu versuchen. Aber auch 4, Buchdruckerei Maurer u. Dimmid 17,40. Schuhmacher von Mohr Sie geglaubt, rechtmäßig zu handeln, also zum Verkauf oder Versak bediese Vermittelung hatte keinen Erfolg. Die Fabrikanten beharren u. Speyer 6,-. Buchbinderei Stämmerer 21,70. Einige Arbeiter von S. ut. H., rechtigt zu sein, so liegt keine strafbare Handlung vor. Es iſt ratsam, die auf ihrem Standpunkt, sie verlangen, daß die von ihnen aufgestellten Charlottenburg, 5, Broncewarenfabrik Arnd u. Markus 22,05. H. Kühn Raten weiter oder ganz zu bezahlen. 100 Bukarest. Machen Sie Ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen von den Arbeitern anerkannt werden. 1,50. Stickerei- Arb. v. Ahrens 7,50. Belger 1,- Biedermann u. Czarnikow Ansprüche gegenüber der Berliner Firma geltend und wenden Sie sich, Vielleicht haben die Fabrikanten geglaubt, das Weihnachtsfest, 28,55. Militärschneider von Mohr u. Speyer 13,-. Spar- u. Kreditverein wenn Sie sich dort benachteiligt glauben, an das Auswärtige Amt in Berlin. sonst ein Fest der Freude, werde für die Streifenden eine Zeit sein," Südost" 10, Voigt 0,50. Sattler 0,50. Verband des Techn. Bühnen- Gesek an. Glauben Sie dagegen mit Erfolg remonstrieren zu können, so Der Berufsgenossenschaft gehört Ihr Betrieb durch Personals 20, Schirmstodfabrik E. Noack 11,- Verband d. Tapezierer, wo diese, aller Mittel entblößt, ihr Elend doppelt schwer fühlen, und Verw. Berlin 50,- Verband der Bauarbeiter, Berw. Berlin 200, Ban müssen Sie Ihre Beschwerde an das Reichs- Versicherungsamt richten. deshalb vor den Fabrikgewaltigen zu Kreuze friechen würden. Aber Stiefeletter, Wilh. Stolzestraße 7,25. Schildermaler 1,50. H., Swinemünderstr. 67. 1. Nur zum Ersten, falls das Gegenteil nicht die Unternehmer hatten sich geirrt. Den streikenden Webern war Sittenfeld 10,70. Brahm u. Schmidt 3,- Dreherei und Gürtlerei von aus der Abmachung erhellt. 2. Die Herrschaft ist verpflichtet, sechs Wochen durch den allezeit bewährten Opfernut ihrer Arbeitsbrüder eine Brongert 10,-. Lederwarenfabr. R. Dietrich 8,- Chemigr. v. 5. S. Hermann lang für Kur und Pflege zu sorgen. Von diesen Kur- und Pflegekosten Weihnachtsfreude bereitet worden, wie sie sie unter gewöhnlichen 10,50. Loges Geburtstagsfeier b. Radke 7, Städtische Gaswerke, Filiale kann sie den Lohn abziehen. In Ihrem Falle scheint vereinbart zu sein, Verhältnissen wohl faum gehabt hätten. Die Samm Schmargendorf, d. Vorwärts 50,-. 2. P. 2,-. Albumarbeiter 5,80. Von das Dienstmädchen solle ihrem Wunsche entsprechend den Onkel besuchen. lung, welche das Meeraner Gewerkschafts- Startell für die den Bodwurstessern von Weis 11. Co. 14,-. Contobucharbeiter 10,- Möbel- Dann könnte nur der Lohn verlangt werden. Weihnachtsbescherung der Streikenden veranstaltet hatte, brachte Transportarbeiter Verband( Berwaltung Bremerhaven) 61,-. fabrik E. Nöthling 16,50. Adam Renter- Helsingfors 5,-. Handels- und keineswegs: ein nichtdeutscher Ausländer wird nicht durch Länge des Aufenthalts in Deutschland, sondern nur durch Naturalisation Deutscher. Firmen 11000 m. ein, wovon 3500 M. von Meeraner Bürgern und schilder- Fabrik Schmidt 3,75. Töpfer Gablif 1,80.. Gerhart, Schneider Geschäftsleuten gespendet worden sind. Für die Bescherung der 1,50. Von den Puzern Berlins 200,-. Kofferfabrik Range it. Märker 5,60. Kinder der Streikenden waren zahlreiche Sendungen von Gaben ein Verband der Holzbearbeitungs- Maschinenarbeiter 100,-. Berliner Aufzugsgegangen, als: Kleidungsstücke, Wäsche, Schuhwerk, Spielzeug, fabrik, Naunynstraße 7,20. Arbeiter d. Nadfahrer- Vereins Rirdorf 13,20. Bilderbücher, Honigkuchen usw. So konnte denn den 1630 Kindern Bautischlerei Sawazli 11,05. Arbeiter- Radfahrerverein Charlottenburg 10,-. am Heiligabend in drei großen Sälen unter dem Lichterglanz der Tannenbäume eine für die Verhältnisse reichhaltige Be scherung aufgebaut, und ihnen, sowie ihren streifenden Vätern und Müttern eine schöne Weihnachtsfreude bereitet werden. Die Ausständigen selbst erhielten als Weihnachtsgabe je 4 M., nach dem ihnen die Kasse des Textilarbeiter- Verbandes schon vorher je 2 M. als besondere Weihnachtsunterstützung ausgezahlt hatte. Die Weihnachtsfeier, welche die Meeraner Arbeiter den Streifenden bereitet hatten, verlief zu allgemeiner Zufriedenheit. Sie konnte auch dadurch nicht beeinträchtigt werden, daß Buchbinderei genossen Deutschlands 200, M. Beiske 3,05. Verein der Lithographen, Steindrucker und BerufsBerliner Felix Scheuer U lk- Trio. Stralsunderstr. 1. Achtung! 2 Streitende 555. Roh- Tabak[ 54722* E. Nauen, 3, Templinerstr. 3, a. d. Schwedterstr. En gros. En detail. Rohtabak[ 52062* Boften Stoff- u. Lederhosen Max Otto, Neue Königstr. 6. Berlins 100,- Von Kupferdrudern u. Chemigraphen gei. bei M. A. 11. Co. Bon den organisierten Hutmachern 47,20; bei B.. 45,15; bei d. 11,70. Lindner 2,-. Sabo 4,75. Töpfer und Rohrleger, Frankfurter Chaussee, Ecke Magdalenenstraße 9, Einige Kollegen von Görts, Friedenau 8,70. Verband der Graveure und Cijeleure, Verw. Berlin 50,- Verb. der Fabrif- Hilfsarbeiter, Bahlstelle a 3 Mark Vorwärts" 5,-. Maurer der Filiale Alt- Landsberg 6,90. Summa 2061,35 M. Bereits quittiert 5982,02 M., zusammen 8043,37 M. Berlin NO., Rezin 15,-. Mitgl. des Handels- u. Transportarbeiter- Verbandes im nur Pallisadenstrasse, Rohtabak! " Weitere Beiträge werden von uns gern entgegengenommen. Gelder, Hosenfabrik zur roten 7. wegen Prima Java- Einlage, meist Umblatt, 0,95. 44142* die Polizei der Feier ihre besondere Aufmerksamkeit schenkte. welche mit der Boit eingesandt werden, find an M. Störsten, Enget: Möbel aufgabe Karl Roland, Stoffbuſerſtr. 3 a. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Gerichts- Zeitung. Die weise und fürsorgliche Behörde hatte ein Verzeichnis der Ufer 15, zu richten. Lieder eingefordert, welche bei der Weihnachtsfeier gesungen werden sollten, und die genaue Angabe der Zeit verlangt, wann Ansprachen gehalten würden. Die Polizei war denn auch bei der Feier durch einen Schußmann vertreten. Da weder die stille Festfreude der Erwachsenen, noch der helle Weihnachtsjubel der Kinderherzen an den Grundpfeilern des sächsischen Staates gerüttelt hat, so war der Mann des Gesetzes" eine recht überflüssige Beigabe bei der Weihnachtsfeier der Streifenden. Die Differenzen beim Bremer ,, Bulfan" sind noch nicht gehoben. Ihre Drohung, am letzten Sonnabend sämtliche Nieter und Stemmer auszusperren, hat die Firma nicht ausgeführt. Sie macht jetzt große des Geschäfts spottbillig! 58132* Wichr, Nene Königstraße 67. Musikwerke mit auswechselbaren Notenscheiben, sowie Zithern u. Leierkästen. Schönste Familienunterhaltung. Geringe Teilzahl. Neue Königstr. 47 II, Alleranderpl H In Ltr. Fl. empfehle: Cognac 1,25-10,35, Rum 1,00-5,60, Nordhäuser 0,45-1,35. Liqueure, Eiercognac, Citronenu. Himbeersaft, Genau auf Hausnummer achten! Rohtabak. Größte Auswahl. Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche 52132* Fabrikations- Utensilien. Neue Formen, sehr große Auswahl zu Original- Fabrikpreisen. Heinrich Franck, 185 Brunnenstr. 185. Roh- Tabak, sämtliche Utensilien zur Cigarren- Fabrikation offeriert in der größten Auswahl zu den billigsten Preisen Mit dem Milchkriege hing eine Privatflage zusammen, die der Vorsitzende des Charlottenburger Milchhändler- Vereins, Kleinert, gegen den Redakteur der„ Deutschen Tageszeitung", Dr. Strehlke, angestrengt hatte. Sie kam vor der 150. Abteilung des hiesigen Schöffengerichts zur Verhandlung. Bekanntlich hatte sich die Mehrzahl der Berliner Milchpächter vor Beginn des Für 20 Mark gegenüber durch VerAnstrengungen, Nieter und Stemmer nach Vegesack zu ziehen. So strafen auf die Pachtbedingungen des Milchringes nicht einzu Rosenthalerstr. 6/7. Amt III 8524. Milchkrieges den Verbandsvorständen pflichtungsscheine gebunden, zur Vermeidung hoher Vertrags- fertige, tver felbft Stoff hat, Anzug nach Maß mit guthaten. Weyer, ist auch der Portier obiger Werft als Werbe- Agent auf Reijen ge- gehen. Darauf hatte die Milchcentrale diese Verpflichtungsscheine schickt. Jedenfalls hofft die Werft genügend Ersatzkräfte heran- in Flugblättern und Versammlungen als rechtsungültige Urkunden zuschaffen, um so nach und nach ihre alten Kräfte entlassen zu erklärt, durch die sich die Unterzeichner nicht für gebunden halten fönnen. Wir ersuchen deshalb die Nieter und Stemmer allerorts, follten. feine Arbeit nach Begefad anzunehmen, bevor die Differenzen gescheines angestrengten Prozesse die erste Verurteilung- allerdings Als im Juli 1901 in einem auf Grund eines solchen hoben sind. Der Zuzug ist streng fernzuhalten. im Wege des Versäumnisverfahrens erfolgt war, bezeichnete dies Der Vorstand des deutschen Werftarbeiterverbandes.. das Fachorgan der Milchhändler als einen Beweis dafür, daß die Der Vorstand der deutschen Gärtner- Vereinigung veröffentlicht im Rechtsverbindlichkeit der Verpflichtungsscheine gerichtlich anerkannt " Hamburger Echo" eine ausführliche Darlegung der Gründe, welche ſei. Darauf erschien in der Deutſchen Tageszeitung" ein Port- u. Ungarweine gut u. billigst W. Hermann Müller, die Vereinigung veranlaßte, auf ihrer letzten Generalversammlung Artikel, nach wie vor für die Rechtsungültigkeit diefer Carl Schindler, strasse 55. zu beschließen, daß sich sowohl der Hauptvorstand wie die Zahlstellen- Verpflichtungscheine eintrat, von einem gemeinen Schwindel" borstände in Zukunft aller Einigungsversuche mit dem Allgemeinen sprach, bei dem die Berliner Presse durch wiedergabe jener deutschen Gärtner- Verein zu enthalten haben. In der Veröffent- Meldung aus der„ Milchzeitung" hineingefallen sei und den Verdacht lichung des Vorstandes wird ausgeführt: Der Allgemeine deutsche äußert: Herr Kleinert, der den Prozeß anhängig gemacht, habe im Gärtner- Verein habe nie ernsthaft an die Vertretung der Einverständnis mit dem Prozeßgegner eine Komödie insceniert". wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder gedacht, er watete Die Rechtsgültigkeit der Verpflichtungsscheine ist inzwischen in mit den Unternehmern durch Dick und Dinn, und wurde mehreren Entscheidungen des Berliner Landgerichts ausvon diesen benutzt zur Bekämpfung des 1889 in Hamburg gesprochen worden. Verfasser des Artikels war Defonomies gegründeten Central Vereins der Gärtner, der heutigen rat Ring Düppel, der demnächst auf erhobene Privatklage Seutschen Gärtnervereinigung. Diese Organisation hatte sich den vor der Berufungskammer des Landgerichts eine Ehrenerklärung zu gelverkschaftliche Organisation Anschluß an die gesamte Arbeiter- den verantwortlichen Redakteur Dr. Strehlfe erkannte das Schöffenbewegung suchte und gleich in den ersten Jahren ihres Bestehens zum gericht unter Berücksichtigung des Umstandes, daß er offenbar den der M " ChausseeDr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Rohtabak. Bekannt beste Qualitäten. * 22 Alexanderstraße 22. Roh- Tabak 52122* Max Jacoby, Streliterftr. 52. Rohtabak Tadelloser Brand, billige Preise. Formen. Neueste Façons. Original- Fabrikpreise. J. Fränkel, Neue 5. Promenade ganz besonderen Haß der Unternehmer zugezogen, weil sie als rechte Protokoll abgab und die Kosten des Verfahrens übernahm. Gegen F Wienert Nacht. L. Lenman, Seb. Gröbel, Brunnenstr. 181. Rosenthalerstr. 23. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 28. Dezember. Freie Volksbühne. Lessing Theater. 8./9. Abteilung. Der Tartüff. Anfang 23, Uhr. Metropol Theater. 1. und 2. Abteilung. Kollege Crampton. Anfang 2 Uhr. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Feuersnot. Das Mädchen von Navarra. Nachmittags 3 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Montag: Der Ring des Nibelungen. Das Rheingold. Schauspielhaus. Die Journalisten. Montag: Das dunkle Thor. Neues Opern Theater. Ahnfrau. = Die Nachmittags 22 Uhr: Die Glocke von Helfenstein. Deutsches. Der arme Heinrich. Nachmittags 2, Uhr: Der Biberpelz. Montag: Monna Banna. Berliner. Maria und Magdalena. Nachm. 2, Uhr: Der Struwwelpeter. Montag: Alt- Heidelberg. Lessing. Der blinde Passagier. Montag: Madame Sans- Gêne. Central. Madame Sherry. Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Madame Sherry. Nenes. Pastor Hansen. Nachmittags 3 Uhr: Ledige Leute. Montag: Pastor Hansen. Residenz. Die beiden Schulen. Nachmittags 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Montag: Die beiden Schulen. Westen. Nanon. Nachmittags 3 Uhr: Der Freischük. Montag: Die weiße Dame. Thalia. Die bösen Mädchen. Nachmittags 3 1hr: Lorbeerbaum und Bettelstab. Montag: Die bösen Mädchen. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Renaissance. W Nachm. 3 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Montag: Renaissance. Schiller. N.( Friedrich WilhelmM städtisches Theater). Jugendfreunde. Nachmittags 3 Uhr: Der Biberpelz. Montag: Ein Ehrenwort. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmSonntagnachmittag 3 Uhr: Wallensteins Lager. Das Land Tirol. Sierauf: Die Piccolomini. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Strasse No. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 25 Pfg. 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Liane Leischner in ihrem Repertoire. ( Les deux Ecoles.) Lustspiel in 4 Akten v. Alfr. Capus. Dentsch von Theodor Wolff. Nachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Luisen- Theater. Nachmittags 3 Uhr zu kleinen Preisen: Die Grille. städtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Biberpelz. Sonntagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Montagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Dienstagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Metropol- Theater. Heute und die folgenden Tage: Die zwölf Frauen des Japhet. Vaudeville in 3 Akten von Mars u. Desvallières. Lieder und Text von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. Zwei grosse Balletts. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Hermann Haak. Mittwoch, 31. Dezember: Grosse Silvester- Feier verbunden mit Tanz Kränzchen. Alles andre besagen die Plakate an den Anschlagsäulen. Rauchen überall gestattet. Anfang 28 Uhr. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Das glänzende Special- Programm. Noch einige Tage: Corradini. 9 Uhr: Mit glänz. neuer Ausstattung Moderne Frauen. Bajerri als Beethoven bends 8 Uhr: Faust.( I. Teil.) Neute Couplets! Neuer Walzer 2c. Kinematograph: Krupps Leichenzug. 14 erstklassige Nummern. Winter Gaffen Die Kasse ist von 10 Uhr an ununter brochen geöffnet. Morgen: Der Rattenfänger von Hameln. Dienstag, zum erstenmal: Der richtige Schwiegersohn. Mitt woch: Anna Liese. Donnerstag nachmittags: Rattenfänger von Hameln. 8 1hr Der richtige Schwiegersohn. Freitag: Robert und Bertram. Sonnabend: Hamlet. Belle: Alliance: Theater. Cupibo Kolossaler Erfolg: Buntes Theater u. Co. Am Telephon. Nachmittags 3 Uhr: Die Schuld Geschwister Andersen, Fusseiner Frau. Montag: Cupido u. Co. Am Telephon. Carl Weiß. Die letzten Tage der Antillen. Nachm. 3 Uhr: Gefallene Mädchen. Montag: Die letzten Tage der Antillen. Luisen. Faust. I. Teil. Nachmittags 3 Uhr: Die Grille. Montag: Der Rattenfänger von Hameln. Casino. Moderne Frauen. Nachmittags 3 Uhr: Ehrliche Arbeit. Montag: Corradini. Metropol. Die zwölf Frauen des Saphet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Nakiris Hochzeit. Nachmittags 3 Uhr: Frau Luna. Montag: Dieselbe Vorstellung. Buntes Theater. Epidemie. Liebessold. Nachm. 3 Uhr: Lustige Ehemann. Haselnuß. Kleines. Erdgeist. Nachmittags 3 Uhr: Adermann. Montag: Erdgeist. Palast. Der Dorfbarbier. Trianon. Die Liebesschaukel. Nachmittags 3 Uhr: Coralie u. Co. Montag: Die Liebesschaukel. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Specialitäten. Köpnickerstr. 68. Anfang 8 Uhr. Equilibristinnen. 3 Uhr: Ueberbrettl- Vorstellung: Mizi- Gizi, Vortrags- Soubrette. Lustige Ehemann. Haselnuss. Komödie in Die 3 Harveys, Drahtseilkünstler. 8 Uhr: Liebessold. 3 Akten von Oskar Méténier. Stanley und Wilson, Amerikanisch. Deutsch von Max Schönau. Vorher: Abergläubisch v. Masius. Gesangs- u. Instrumental- Akt. Eine Bojaren- Hochzeit, Russische Gesangs- und Tanz- Scenen. Die Barowskys, HumoristischGymnastische Produktion. Perzina's dressierte Affen. Die 7 Allisons, Akrobaten. Udel- Quartett. 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Abends 8 Uhr: Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Montag: Die Liebesschaukel. Sonntag, 28. Dez.: 2 Vorstellungen. nachm. 3 Uhr( halbe Preise): Die Geisha. Abends 7 1hr Madame Sherry. Operette in 3 Aften von Hugo Felix. Montagnachm.: Schneeweisschen und Rosenrot. Abends: Madame Sherry. Cirkus Schumann Sonntag, den 28. Dezember: 2 gr. Vorstellungen. 2 Heute Wiederholung der grossen Weihnachts- Fest- Vorstellung. 81 Uhr: 8 1hr: Wochentags 8, Sonntags 72 Uhr. Sonntagnachm. 411hr: Ehrliche Arbeit. SteidlDranienburg. Thor Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonnt. Uhr. Vorverkauf 40 Pf. 440 SteidlSänger. Entree 50 Pf. ( Fritz Steidl, Scheuerl, Müller, Lipart, Reising, Wehling, Corvinus, Haas und Munkel.) Neu: Am Weihnachtsabend. Lebensbild von Fritz Steidl. Entree 50 Pf.( Borvert. 40 Pf.) bei Rühle, Friedrichstr. 115. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Unterm Weihnachtsbaum. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Am Silvester= Abend: Silvester- It, Vorstellung und Ball. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Der grosse Wohlthäter. Bollsstück mit Gesang von H. Wilken. Anjang 7 1hr. Entree 30 Pj. Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Neues Konzerthaus Am Alexanderplatz im Grand Hôtel Heute wie folgende Tage: Einödsbofer- Konzert. Säle u. Vereinszimmer sind zu Versammlungen u. Festlich" keiten aller Art im Februar u. März 1903 noch zu vergeben. Berliner Bock- Brauerei Tempelhofer Verg. Jeden Sonntag: Fidicinstraße 2/3. Przywarski- Konzert. ( Kapelle d. Königin Augusta Garde- Grenadier- Reg. Nr. 4 in Uniform.). Im Hohenzollern- Saal: Großer Ball. Anfang 5 Ulr. Entree 30 Pf. 50042* Empfehle den geehrten Vereinen Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten. August Fladdatz, Defonom. Germania- Prachtsäle. Chausseestr. 103. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Arnold Scholz. Chauffeeftr. 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Hamburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. 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Nachmittags: Neu einstudiert: ( Ein Jubel- und Trubel- Abend.) Um 12 Uhr präcife: das gesamte Künstlerpersonal. Fanfaren- Märsche d. verstärkt. TheaterOrchesters( Militär- Musik). Nur einmalige Aufführung: Pierrots Weihnachten. Das lachende Berlin Grosse Weihnachts- Kinderpantomime in 2 Akten und 2 Tableaux. Abends: Die reizende Pantomime Die lustigen Heidelberger. In beiden Vorstellungen Looping the Loop. Morgen Montag: Die lustigen Heidelberger. Looping the Loop. oder: Eine Silvesternacht in den Gratweilschen Bierhallen. Scherzbild in 1 Aufzuge inter Mitwirkung d. gesamten Künstler personlas m. Direktor Carl Haverland, Bertha Hofmann, Franz Müller, Anna Gallen, Sermann Grosch, Ernst Kühne, Rose Brandt in den Hauptrollen. Gr. Silvester- Ball Um 1 1hr Bunsch- und PfannkuchenPolonaise mit Ueberraschungen und Präsentverteilung, u. d.: Die Gratweilschen Bierhallen im Schnee. Anfang der Vorstellung: 8 Uhr. Die Direktion. Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. 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Diejenigen Genossen, welche bereit sind, dem Konsumverein in Steglitz beizutreten, werden zu einer heute Sonntag, vormittags 10 Uhr, im Wirtshaus Schmargen dorf stattfindenden Besprechung mit dem Vertreter des Konsumvereins eingeladen. Die Silvesterfeier findet im gleichen Lokal statt und wird un zahlreiches Erscheinen der Genossen mit ihren Familien gebeten. Ober- Schöneweide. Die Parteigenossen und Genoffinnen werden ersucht, sich vollzählig heute Sonntag, 8 Uhr morgens, bei Kaufholt, Wilhelminenhofstraße 18, zur Flugblattverbreitung einzufinden. Lokales. Wirkungen der Arbeitslosigkeit. Die entstandenen Meinungsverschiedenheiten wurden in der Sonntag, 28. Dezember 1902. Ein nichtswürdiger Unfug wird seit einiger Zeit in den VorortFreifinnigen Zeitung zur Sprache gebracht, und nun meint ein aügen veriibt. Die Rahmen der Nummer- und Stlaffenschilder fowie Anhänger Rosenows in der„ Berliner Zeitung", daß von den Gegnern die Behälter für Cigarrenasche, die für die Wagen 3. Klasse erst an die" Berl. 3tg." schließt mit den Worten: in der Partei eine leberrumpelung geplant werde. Das Schreiben kürzlich eingeführt wurden, werden abgeschraubt und mitgenommen oder zerstört, Leder und Polster zerschnitten. Die Taugenichtje öffnen Jeder, der auf Gradheit und Biederkeit noch einigen Wert legt auch während der Fahrt mitwillig die Abteilthüren, so daß sie von und nicht will, daß durch häßliche Schliche, Kniffe und Pfiffe die frenzenden Zügen gefaßt und beschädigt werden. Der Unfug hat Freifimige Volkspartei innerlich noch mehr leide, als dies bedauer- einen solchen Umfang angenommen, daß die Eisenbahnverwaltung dringend genug gebeten werden, fich treu auf die Seite der Mehr- spruch nimmt und eine Belohmung von 25 M. ausschreibt. Das licherweise in ohnehin genügendem Maße der Fall ist, kann nicht jetzt zur Ermittelung der Thäter die Hilfe des Publifums in Anheit zu stellen und für die Wahl des Stadtv. Rosenow mit allen ist zwar nicht viel, aber die anständigen Fahrgäste werden der Sträften einzutreten. Eisenbahnverwaltung gegen die Taugenichtse auch ohnehin gern ihre Dieser Lärm erscheint uns als Vorspiel zu den größeren Sorgen, Hilfe leihen. die der Freisinnigen Volkspartei bei den Hauptwahlen des nächsten Jahres erblühen werden. Eine dunkle Geschichte beschäftigt die hiesige Polizei. Sonnabend früh gegen 5 1hr hörte ein Schuhmann an der Weidendammer Berlins im letzten Jahre, wenn man die Gesamtzahl ihrer Mit- merkte einen jungen Mann im Wasser und rettete ihn mit Hilfe Die Krankenunterstützungsdauer ist bei den Orts Krankenkassen Brücke laute Hilferufe, die aus der Spree herauffamen. Er beglieder in Betracht zieht, in bemerkenswerter Weise geändert worden. andrer Leute. Der Gerettete, der seinen Ueberzieher und Rock m vorletzten Jahre hatten von 55 Kassen mit 369 896 Mitgliedern ausgezogen hatte, war schon sehr erschöpft und mußte in ein 24 Kaffen mit 122 981 Mitgliedern( 33,2 Proz. aller Mitglieder) eine Krankenhaus gebracht werden. Nachdem er sich dort einigermaßen 52wöchige Krankenunterstützung und 7 Rassen mit 85 227 erholt hatte, gab er an, daß er der Buchhalter Georg Belger sei, Mitgliedern( 23,1 Proz. aller) eine 39wöchige Strantenunterstützung am 12. August 1869 zu Dresden geboren und dort bei seiner Mutter gewährt. Im letzten Jahre gewährten von 55 Kassen mit nur noch wohnhaft. Er fei mit einem Manne namens Frizz Neubauer von 362 360 Mitgliedern 23 Kassen mit 116 021 Mitgliedern( 32,0 Proz.) Dresden nach Berlin gekommen, da sie beide wegen Verleitung zum eine 52wöchige und 8 Kassen mit 82 730 Mitgliedern( 22,8 Proz.) Meineide und Urkundenfälschung verfolgt würden, in der Hoffnung, eine 39wöchige Unterstüßung. Hiernach ist im letzten Jahre die in Berlin unerkannt Unterkommen zu finden. Da ihnen das nicht 52wöchige wie die 39wöchige Krankenunterstügung auf einen fleineren gelungen sei, hätten sie beschlossen, sich das Leben zu nehmen und Kreis von Versicherten beschränkt worden. Etwas kleiner geworden in die Spree zu gehen. Neubauer sei ertrunken, ihm dagegen sei ist andrerseits auch der Kreis derjenigen Versicherten, die mir der Plan wieder leid geworden und er habe daher um Hilfe geWie sehr die Wohnungsnot nicht nur im vorletzten, sondern auch die gesetzliche Mindeſtleiſtung einer 13wöchigen Unterſtüßung rufen. Ob diese Vorstellung der Wahrheit entspricht oder ob man noch im letzten Jahre die Frequenz der Familienabteilung des erhielten. Jm vorletzten Jahre waren 11 Saffen mit 77 080 Mit es mit einem Geistesfranken zu thun hat, bedarf noch der Aufstädtischen Obdachs beeinflußt hat, das haben wir fürzlich an der gliedern( 20,8 Proz. aller Mitglieder) über diese Leistung nicht hin- klärung. Hand der Angaben des neuesten, den Zeitraum vom 1. April 1901 gliedern( 20,7 Proz.) die 13wöchige Unterstützung. ausgegangen. Im letzten Jahre gewährten 10 Staffen mit 74 886 WitErweitert wurde Das Carl Weiß- Theater, früher Ostend- Theater genannt, steht bis zum 31. März 1902 behandelnden Rechenschaftsberichtes der dafür der Kreis der Versicherten mit 26wöchiger Unterstügung, und jetzt 25 Jahre auf seinem Fleck. Dies Ereignis mußte festlich beObdachverwaltung gezeigt. Die Verminderung der Arbeits- zwa von 13 Kaffen mit 84 608 Mitgliedern( 22,9 Proz.) auf 14 Staffen gangen werden; und da die Jubelvorstellung gerade am 1. Weihnachtsgelegenheit, die seit mehreren Jahren wieder begonnen hat mit 88 723 Mitgliedern( 24,5 Proz.). fage war, so brachte sie selbstverständlich ein volles Haus. Der und noch immer andauert, tritt in ihren Wirkungen mehr bei der heute recht verwittert dreinschauende Tempel in der FrankfurterDas Wetter an den Weihnachtstagen hat alle Erwartungen ge- straße hat ja manche Wechselfälle erlebt; an seinem Wesen ist aber Frequenz der Abteilung für nächtlich Obdachlose hervor. täuscht. Statt Frost und Schnee brachte das Fest uns Sturm und in den 25 Jahren seines Daseins nichts geändert worden. Was Regen. In der Nacht zum zweiten Feiertag ging in den Frühstunden mit den üblichen weitschweifigen Versprechungen seine Pforten aufüber einen Teil von Berlin ein schweres Gewitter nieder, das mit that, ward bald zur Trödelbude herabgedrückt; und mochte der einem halbstündigen Hagelschlag verbunden war. Erbsen- und Direktor Samst oder anders heißen, bon irgend welchem bohnengroße Schloſſen ſauſten hernieder und bedeckten handhoch die erzieherischen Einfluß auf eine der künstlerischen Erziehung nur zu Straßen und die Felder nach Spandau zu. Der Sturm richtete sehr bedürftige Bevölkerung war keine Rede. Einen Lichtpunkt boten Bäume entwurzelt oder an den Kronen abgebrochen. Der Verkehr Jahre hindurch hier stattfanden; war es doch im Ostend- Theater, vielfach Schaden an, in der Stadt wurden Dächer abgedeckt, draußen allerdings die Vorstellungen der Freien Volfsbühne, die mehrere nach den Vororten war gleich Null. Die Eisenbahnverwaltung, die wo 1892 Hauptmanns Weber- Drama für alle Fälle besondere Vorkehrungen getroffen hatte, konnte ihn arbeitenden Volfe zugänglich gemacht wurde. zum erstenmal dem ohne Anstrengung auch mit den gewöhnlichen Mitteln bewältigen. Doch folchen tünstlerischen Thaten blieb das Wesen des Hauses fremd; wo am eines neuen Dichters gelauscht hatte, wurden am Abend theatralische Sonntagnachmittag eine ernst strebende Zuhörerschaft den Offenbarungen Albernheiten zum Besten gegeben. An den folgenden Zahlen möge man ermessen, wie schwer die Opfer sind, die die herrschende Arbeitslosigkeit im vorigen Jahre der Berliner Arbeiterschaft auferlegt hat. Die Zahl der vom städti schen Obdach in der Abteilung für nächtlich Obdachlose beherbergten Personen hatte sich schon von 1899/1900 zu 1900/01 von 371 651 auf 416 957 erhöht. Jm Etatsjahr 1901/02 ist sie noch weiter gestiegen und hat die geradezu entsetzliche Höhe von 562 858 erreicht. Noch niemals, so lange das Dbdach der Stadt besteht, ist eine ähnlich bedeutende Frequenz beobachtet worden. 521 716 männliche und 41 142 weibliche Personen mußten im letzten Jahre die, wie man weiß, nicht allzu verlockende Gastfreundschaft des städtischen Obdachs gestrigen Morgen in den verschiedensten Stadtgegenden auf Plätzen Große Bosien unverkaufter Weihnachtsbäume lagerten noch am in Anspruch nehmen, um sich wenigstens für die Nacht gegen die und Straßen. Für ihre Beseitigung trugen die Händler, die zum Inbilden der Witterung zu schüßen! Im Januar 1902 wurden großen Teil ohne Nugen gearbeitet, nicht mehr Sorge. Der Umsag allein 87 053 Personen beherbergt, gegen 72 810 im Januar 1901. an Weihnachtsbäumen ist gegen das Vorjahr ganz erheblich zurück Die höchste Frequenz wurde am 5. Januar 1902 mit 3282 Personen geblieben und der Minderverkauf an Tannen wird von Fachleuten erreicht, und noch an elf andren Tagen ging die Frequenz über auf 50 000 Exemplare geschätzt. Auf dem Lehrter Bahnhof, wo an 3000 hinaus. Im Winter 1900/01 war die überhaupt höchste einmal die erste Lieferung voll abgesetzt und ebenso sind auf dem Dienstag ein ganzer Zug mit Weihnachtsbäumen eintraf, wurde nicht Frequenz beträchtlich unter 3000 geblieben; sie fiel mit 2794 Per- Stettiner und Görliger Bahnhof bedeutende Wengen Ueberstände sonen auf den 24. Februar 1901. Der Bericht der Obdach- liegen geblieben. Die Schuld an diesem geringen Abfaz trugen die verwaltung hebt die in der Abteilung für nächtlich Obdachlose ein Großhändler, die zu hohe Preise für die Tannen forderten und noch getretene Frequenzsteigerung hervor: Diese Abteilung zeige auf- am Tage vor Heiligabend für das Schock kleiner Bäume 60 M. verfallenderweise" eine immer noch steigende Besuchsziffer. ,, Auf- langten. fallenderweise"? Das sieht ja fast aus als ob der Verfasser des Berichts sich gar nicht zu erklären bermag, woher diese Frequenzsteigerung kommt! In der That hat der Magistrat und die zu ihm haltende freisinnige Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung in der Frage der Arbeitslosigkeit ebenso wie in der Frage der Wohnungsnot unentwegt" die Ansicht vertreten, daß von einer„ außergewöhnlichen" Not keine Rede sein könne. " " In einem naiven Prolog sprach Herr Weiß am Donnerstag viel von der Kunst und der Pflege, die sie in seinem Hause finde. Als Sorte aufgeführt:„ Das Ende der Antillen". Nicht genug damit, daß dann der Vorhang aufging, wurde ein Eirkusschmarren greulichster der Brei an sich schon jeden Geschmack beleidigte, wurde auch noch eine pietistisch- frömmelnde Brühe darüber gegoffen, die vermuten läßt, daß ihr Verfertiger der Gefundbeter- Sorte angehört. Aber was will man? Trägt der an der Spitze eines solchen Theaters stehende Mann allein die Schuld daran, daß er mur mit Cirkuskünften mühselig sein Haus in Ordnung hält? Schon mehrfach haben Direktoren des Ostend- Theaters, wenn auch mit unzulänglichen Mitteln, versucht, etivas Besseres zu geben, aber jedesmal haben sie Paketverkehr zu Weihnachten. Als Weihnachtszeit pflegen die schnell von solchem Thun ablassen müssen. Auch Direktor Weiß will Tage vom 12. bis zum 25. Dezember einschließlich gerechnet zu leben und kann wohl nicht anders als werden. Die Gesamtstückzahl der bei der Post aufgegebenen und viel Schmerzen scheint er allerdings nicht darob zu empfinden. Trödelstücken eriftieren. eingegangenen Batete in Berlin hat heuer zum erstenmale die Summe von 2 Millionen überschritten. Sie betrug 2 083 533. Die Dem Zoologischen Garten hat Herr Friedrich Falz- Fein Zunahme betrug hier noch etwas über den achten Teil einer Million, in, Ascania Nova, Gouvernement Taurien, Südrußland, zwei genau 125 072 Stück, während im Vorjahre die Vermehrung nur Steppenabler und eine Steppenweihe zum Geschenk ge= Auffallend" wird diesen Notstandsleugnern vermutlich auch die diesem Jahre 1 332 536 Stück, während 750 997 Patete für Berlin nicht genügend bekannt, erst in neuerer Zeit beschäftigen sich die 52 000 Stück betragen hatte. Aufgegeben wurden in Berlin in macht. Die Tierwelt der Uferländer des schwarzen Meeres ist noch Zunahme der Frequenz einer andren städtischen Anstalt erscheinen. Wir eingingen. Zoologen eingehender mit den dort vorkommenden Arten. Dabei meinen das Arbeitshaus, dessen Rechenschaftbericht soeben ver stellt es sich dann heraus, daß daselbst zwar zum größten Teil dieöffentlicht wird. Die Arbeitshausfrequenz ist mit ihrem Auf und Ab Tageszeitung wird vom 1. Januar nächsten Jahres ab in Berlin doch gewisse fleine Unterschiede nachgewiesen werden können, verDie Staatsbürger- Zeitung" erhält Konkurrenz. Eine neue felben Gattungen leben, welche auch bei uns bekannt sind, daß aber gleichfalls ein ziemlich zuverlässiges Barometer der Arbeitslosigkeit und erscheinen, Die Hochwacht, deutsch voltliche Tageszeitung", das möge deren sie mit intriglicher Gewißheit als Angehörige der füddes Notstandes. Obdach und Arbeitshcats gehören in dieser Beziehung eng Organ des deutschen Volksbundes. Die Chefredaktion übernimmt russischen Steppen zu erlemien find. Das trifft z. B. auf die von zusammen, und auch für den erwerbs- und unterkunftslos ge- der Reichstags- Abgeordnete Dr. Otto Böckel, das Direktorium bilden Herrn Falz- Fein dem hiesigen Garten geschenkten Hafen zu, das wordenen Arbeiter ist es ja von der einen Anstalt zur andren häufig Prof. Dr. Paul Förster, Regierungsrat Schadewill und Schriftsteller bestätigt sich für die Hamster aus der dortigen Gegend, für den nur ein einziger Schritt. Bekenntlich wird, wer die Gast- Hans von Mosch. Adler und für alle andren Arten. Ueberall, wo derartige Unterfreundschaft" des städtischen Obdachs zu oft in Anspruch nimmt, Der Agent König aus Halberstadt, welcher während der Verschiede noch nicht festgestellt sind, liegt der Verdacht nahe, daß noch der Polizei ausgeliefert und ins Arbeitshaus gesteckt. Von 1900/01 Handlung des Brandtschen Millionenprozesses vom nicht genügend viele Einzeltiere diefer Form untersucht worden sind zu 1901/02 stieg im Arbeitshause die Zahl der Aufnahmen von 1204 Fleck weg wegen dringenden Verdachts der Urkundenfälschung ver- und daß man die Unterschiede bisher übersehen hat. auf 1470, speciell die Zahl der Neuaufnahmen( also ohne die Zurück- haftet wurde, hat dem Rechtsanwalt Ulrich seine Verteidigung über- Der Kartenverkauf für den Vortragscyklus des Vereins verlegungen aus Krankenhäusern usw.) von 1065 auf 1392. Bei tragen. König behauptet nach wie vor, daß er unschuldig sei. Er ,, Berliner Presse" beginnt morgen, Montag, 29. Dezember, in den den weiblichen Korrigenden verminderten sich die Neuaufnahmen von einem Herrn in Amsterdam erhalten habe, den er nach dessen Friedrichstr. 66; Speyer und Peters, Unter den Linden 43, sowie im will einen Beweis antreten dafür, daß er die fraglichen Urkunden Buchhandlungen von Amelang, Potsdamerstr. 126; Lazarus, von 214 auf 208; feit 1902 werden Mädchen unter achtzehn Jahren nicht mehr ins Arbeitshaus gesteckt, sondern Amt habe halten müssen. Sollten die Urkunden nicht echt fein, fo( Georg Reice) findet am Donnerstag, den 8. Januar, im großen ganzem Auftreten für einen Beamten beim dortigen Grundschuldbuch- Berliner Presseklub, Charlottenstr. 37( Fahrstuhl). Der erste Vortrag der Fürsorge Erziehung überwiesen. Bei den männlichen sei er selbst das Opfer eines Fälschers geworden. Die Vor- Saale des Architektenhauses statt. Korrigenden vermehrten sich die Neuaufnahmen von 851 auf 1184. untersuchung dürfte umfangreich und langwierig werden, da König Die Unterscheidung der Berufe ergiebt eine Steigerung 3. B. für sich auf Zeugen beruft, die vor Jahren in Amsterdam gelebt haben ziemlich reichhaltige. In der Mehrzahl handelte es sich jedoch nur Feuerbericht. Die Brandchronik während der Feiertage war eine Industrie, Bauwesen, Bergban von 483 auf 674, für wechselnde Lohn- und voraussichtlich erst ermittelt werden müssen. arbeit und häusliche Dienste von 257 auf 325, für Handel und Verum ganz unbedeutende Brände, die ein Eingreifen der Wehr nicht Das Polizeipräsidium teilt mit: Um dem Umfug in der erforderten. Verschiedentlich waren in Brand geratene Weihnachtstehr von 61 auf 97 usw. Nicht minder lehrreich ist die Unter- Silvesternacht zu steuern, werden seit Jahren die in dieser bäume die Ursache der Alarmierung. Längere Zeit hatte die Wehr scheidung der Ueberweisungsurfachen. Die Aufnahmezahl stieg bei Nacht vorfallenden lebertretungen nicht durch polizeiliche in der Ramlerstr. 35 zu thun. Hier war in dem Lagerraum des Bettelei von 632 auf 853, bei Obdachlosigkeit von 219 auf 321, Straffeftfeizung erledigt, sondern der tgl. Staatsanwaltschaft Spielwarengeschäftes von Stolpe auf nicht ermittelte Weise Fener außerdem bei Kuppelei( seit 1901 können Zuhälter dem Arbeitshaus zur gerichtlichen Verfolgung übermittelt. Troß der alljährlichen ausgekommen, das größere Ausdehnung anzunehmen drohte. überwiesen werden) von 0 auf 10. Warnungen vor Unfug in der Silvesternacht und dem Hinweis auf Es gelang jedoch der Wehr, die Flammen bald zu er Solche Zahlen bedürfen einer weiteren Erläuterung. Ihre die Folgen mußten doch in der vergangenen Silvesternacht 161 der sticken, so daß größerer Schaden nicht entstanden ist. Eine Menge von Zunahme hat der städtischen Verwaltung viel zu schaffen gemacht 29 zu Freiheitsstrafen von drei Tagen bis vier Wochen Haft, 118 zu 4 1hr wurde die Wehr nach der Kronenstr. 34 gerufen, wo in einer artige Fälle zur gerichtlichen Ahndung gebracht worden, von denen Weihnachtswaren sind aber vernichtet. Am ersten Feiertag nachmittags und die Ausgaben des Arbeitshauses, wie des Obdachs start an- Geldstrafen von 3-60 M. führten; in einem Falle erfolgte ein Portierwohnung ein Brand entstanden war, der neben Möbel auch schwellen lassen. Indirekt wird so die Stadt schließlich doch Verweis, in elf Fällen Freisprechung beziv. Einstellung des Ver- den Fußboden beschädigte. In der Stralauerstr. 33 mußte früh gezwungen, Not standshilfe zu leisten aber diese Hilfe ist fahrens." 9 Uhr im ersten Stock ein Brand beseitigt werden, der in einer freilich nur ein trauriges und beschämendes Surrogat für das, was Unter falscher Flagge segelt ein Mann, der ohne Ausweispapiere Badestube ausgekommen war. Ein größeres Löschaufgebot wurde die Socialdemokratie von der Gemeinde fordert. Die Ver- Bäckermeister, in der Regel Anfänger, aufsucht, sich ihnen als In- am zweiten Feiertage abends gegen 9 Uhr nach der Wallstr. 23 pflichtung zu direkter Hilfe, zu umsichtig verhütenden Maßregeln, zu haber oder Vertreter des Kommissionsgeschäftes Preuy u. Riegener Wohnungsbrand, weshalb die Löschzüge nach wenigen Minuten gerufen. Hier handelte es sich jedoch lediglich um einen fleinen thatkräftiger Bekämpfung ber Wohnungsnot und möglichster in der Friedrichstr. 129 vorstellt, Aufträge auf Wiehllieferungen wieder abrüden konnten. Zur felben Zeit hatte die zweite Compagnie Linderung der Arbeitslosigkeit wird von unsrem Stadtfreifinn nicht fammelt und fich Anzahlungen geben läßt. Der Schwindler steckt in der Neanderstr. 2b längere Zeit mit der Ablöschung eines Küchenanerkannt. Solche Hilfe verrbirft man als socialistisch und viel zu diese in seine eigne Tasche. Während er auf einigen Stellen abbrandes zu thun. teuer. Lieber läßt man erwerbslos gewordene Arbeiter ins Obdach gewiesen wurde, da er keinen Ausweis zeigen konnte, erhielt er auf gehen und im Arbeitshaus enden. Das ist denn doch immer noch zwei andern einen Auftrag und 60 und 30 M." Anzahlung". billiger und echt freisinnig! Aus den Nachbarorten. Ein furchtbares Weihnachtsfest. Unter dem Christbaum hat sich am Heiligabend der 33 Jahre alte Maurer Friedrich Lewandowski Charlottenburg. Unser Genosse Hermann Wernide wurde In der freisinnigen Volkspartei am Orte ist wegen Aufstellung aus der Siemensstraße 7 erschossen. Lewandowski, der verheiratet am ersten Weihnachtsfeiertage zur ewigen Ruhe gebracht; mehr als des Landtagswahl- Standidaten ein Bank ausgebrochen. Das frei- und Vater eines zwölfjährigen Sohnes war, hatte zum Weihnachts- 2000 Genoffen hatten sich eingefunden, um dem verstorbenen Freunde finnige Wahllomitee für den dritten Berliner Landtags- Wahlkreis feste den Besuch seiner Schwester und seines Schwagers erhalten. Das letzte Geleit zu geben. Außer den Vorständen des Centralhat in seiner letzten Sizung den Stadtverordneten Rosenow Während man spät abends um den Christbaum versammelt war, Wahlvereins des Kreises und des Wahlvereins Charlottenburg, die als Kandidaten für die bevorstehende Ersatzwahl aufgestellt. gab es aus unbedentender Veranlassung einen Streit, der schließlich in corpore zugegen waren, waren von sämtlichen größeren WahlVor diesem Beschluß war der Antrag gestellt worden, die so heftig wurde, daß die Hausgenossen den Lärm hörten. Das vereinen des Kreises Abordnungen sowie eine Reihe persönlicher Standidatenwahl den Wallmännern zu überlassen. Dieser An- Ende war, daß Lewandowski aus der Stube nach der Küche lief, Freunde erschienen. Auch der Parteivorstand hatte den Genossen trag wurde mit 15 gejen 14 Stimmen abgelehnt, worauf blißschnell seinen Revolver aus der Tasche 30g und sich vor den Beugels zur Vertretung entsandt. In Charlottenburg giebt die Minderheit sich entfernte. Die Zurückgebliebenen erklärten fich Augen seiner Anverwandten, die ihm nachgestürzt famen, durch zwei es wohl kaum einen Berein, in welchem die Mitglieder dann einstimmig für die Sandidatur Nosenoiv und befchloffen, fämt Schüsse in den Kopf tötete. Ein Arzt, der sogleich gerufen wurde, vorwiegend aus Arbeitern bestehen, der nicht in besondrer Weise das liche neu zu wählenden Wahlmänner auf diese Kandidatur zu ver- konnte nicht mehr helfen. Der Mann lag tot in seinem Blute, Andenken Bernices ehrte. Auch der Stadtverordneten- Vorsteher pflichten. alle Versuche, ihn ins Leben zurückzurufen, waren vergeblich Tieß im Namen der Stadtverordneten- Versammlung, der der Ver drücken. -VP storbene in den Jahren 1893-1899 angehört hat, sein Beileid aus- 1 mehr helfen, ich habe den Arm gebrochen!" Mehrere Männer aus| sagt, die Anwendung der Bestimmungen dieses Gesetzes zum Nach der Righauptschen Gastwirtschaft in Schildhorn holten einen teil der Versicherten durch Verträge auszuschließen oder zu bes Schon um 21 Uhr umgab eine dichte Menschenmenge das Haus Kahn, der mit dem Aufgebot aller Kräfte über das schränken. Vertragsbestimmungen, welche diesem Verbote zuwiders in der Bismarckstraße, in welchem der Verstorbene ge- Gis geschleppt wurde. Mit Hilfe des Kahnes wurde laufen, haben keine rechtliche Wirkung."- Andrerseits habe wohnt hat. Er lag in dem einfachen Gastzimmer aufbewahrt, dann der Verunglückte nach zweistündigem, qualvollen Warten aber auch der Beklagte kein Recht gehabt, die Leisten, die dem in welchem die Parteigenossen vor Errichtung des Volkshauses gerettet. Nachdem er sich in der Schildhorn- Wirtschaft etivas erholt Arbeitgeber gehörten, zurückzubehalten, weil er noch Lohnansprüche so oft die Angelegenheiten der Partei beraten und erledigt haben. und trockene Kleidung erhalten hatte, wurde er mittels einer in- zu haben glaubte. Er hätte sie auf das Verlangen Brucks diesem Zu Häupten befand sich eine geschmackvolle Pflanzendekoration, unter zwischen aus Spandau herbeigeholten Droschke nach Hause befördert. fofort ausliefern müssen. Was nun dem Schaden angehe, den der welcher der Entschlafene wie in sanftem Schlummer lag. Gegen Er hatte bei dem Unfall in der That einen Armbruch erlitten. Den Kläger und Widerbeklagte Bruck geltend mache, so dürfte der Nach1 Uhr ertönten einige ernste Chorgefänge, dann trat der Reichstags- Rettern gegenüber lehnte er es ab, seinen Namen zu nennen, und weis, daß gerade das Fehlen der betr. Leisten ihn notwendig verursachte, Abg. Friz Zubeil, einer der ältesten Kampfgenossen und Freunde erklärte nur, daß er Militärarzt in Spandau sei. An demselben sehr schiver sein. Selbst wenn er gelänge, dürfte Bruck von dem jezi Wernickes, heran und richtete einige furze ergreifende Worte mit Tage ist beim Schlittschuhlaufen der dreizehnjährige Sohn des Gast- franken armen K. doch nichts erhalten. Eine Aufrechnung gegen die Fordezuteilen fast versagender Stimme an die Anivesenden. Er wirts Dorn in der Havel bei Spandau ertrunken. Sieben andre rungen des Beklagten und Widerklägers wäre nach§ 394 des Bürgergab dem Gedanken Ausdruck, daß wir unsern lieben Kinder gerieten auf der oberen Havel in größte Lebensgefahr; sie lichen Gesetzbuches ausgeschlossen. Es kam ein Vergleich dahin zu Freund, den treuen und liebevollen Familienvater, den wurden von Arbeitern der Pazenhofer Brauerei, Abteilung Spandau, stande, daß Bruck an K. 8,50 M. zahlt und von dessen Vertreter die stets bewährten Mitkämpfer hier zum legtenmal sehen. mit vieler Mühe gerettet. Leisten ausgehändigt erhält. Das reiche Leben, das in dem Dahingeschiedenen verkörpert war, ist ausgelöscht für immer. Aber dieses Leben war kein vergebenes, in Johannisthal. Mit der Absperrung des seit 150 Jahren bedem ihm zugemessenen Kreise wirkend, hat er Dauerndes geschaffen stehenden direkten Verbindungsweges zwischen Johannisthal und und sich ein bleibendes Andenken bei seiner Familie sowie bei seinen Köpenick durch den Eisenbahnfiskus beschäftigte sich die hiesige GeGesinnungsgenossen gesichert. Ihm nachzustreben wird der jüngeren meije. Die Blane betreffend die Höherlegung der Görlizer Bahn meindevertretung in der letzten Sizung nochmals in eingehender Generation zur Ehre gereichen. Pläne Noch wenige Minuten, und der Sargdeckel schloß sich sind nicht öffentlich für die anliegenden Interessenten ausgelegt über dem toten Freunde, langsam sezte sich der Zug in worden, um, wie einem Mitgliede der Vertretung erklärt wurde, Bewegung. Auf dem Kirchhof der Luisen- Gemeinde auf Westend nicht so viel Petitionen herbeizuführen. Auch hat es der Fiskus wurde der Sarg in die Gruft gesenkt. Am Grabe selbst noch einige nicht einmal der Mühe wert gehalten, die beabsichtigte Sperrung Worte an die Anwesenden zu richten, der Witwe und den Kindern vorher bekannt zu machen; die Bekanntmachung erfolgte erst auf eine zum Troste, hatte die Kirchenbehörde einen städtischen Friedhof eingelegte Beschwerde, nachdem die Sperrung bereits mehrere Wochen befit Charlottenburg nicht nicht gestattet. Ebenso wenig durften erfolgt war. Die Gemeindevertretung beschloß, zur Wahrnehmung die leberlebenden mit einem ernsten Gesange von der Ruhestätte ihrer Rechte den Klageweg gegen den Eisenbahnfiskus zu beschreiten. scheiden. Die Unfreiheit in Deutschland, gegen die Wernicke Die Vertragsbestimmungen, die Eingemeindung forstfiskalischen Sturm und Unwetter hat, wie in Berlin während der Weihwährend eines Menschenalters gekämpft, zeigt sich auch in diesen Terrains betreffend, sind insofern für die Gemeinde günstig ab- nachtstage, so an den verschiedensten Punkten in Dit und West geKleinlichen Anordnungen. Ihn stört sie nicht mehr wir müssen geändert, als munmehr die Gemeinde außer dem Drittel der Ge- herrscht. Es liegen hierüber im einzelnen folgende Meldungen vor: sie überwinden, mit diesem Gelöbnis schieden wir von der Ruhe- samtfläche noch weitere fünf Prozent derselben als Eigentum erhält. Königsberg i. Pr., 26. Dezember. Die letzte Nacht wütete stätte des hingesunkenen Kämpfers. Mit der Einführung einer einheitlichen Bau- Ordnung für den ganzen hier ein orfanartiger Weststurm; das Barometer fant auf 728 MilliOrt erklärte sich die Gemeindevertretung einverstanden. Die zahlreichen Kranzschleifen, welche dem wackeren Paateigenossen am Grabe gespendet wurden, find in seinem Lokal, Bismarckstraße 34, bis zum 1. Januar ausgestellt. dafür Nixdorf. Der fünfte volkstümliche Kunstabend am 28. Dezember im hiesigen Kaiser Friedrich- Realgymnasium wird seine Besucher in das Märchenland versezen. Die Darbietungen werden birgt ein größerer Stab vorzüglicher Künstler( Mar Laurence vom Trianon- Theater, fgl. Kammermusifus Ad. Gülzow, Kapellmeister Fr. Otto u. a.) nur Auserlesenes aufweisen. Mit Rücksicht auf die Kinderwelt, welche diesmal vom zehnten Jahre ab Zutritt hat, beginnt der Abend um 6 Uhr. Weihnachtsüberraschungen sind geplant. Eintrittskarten a 30 und 50 Pf., für Kinder a 20 und 40 Pf. erhält man in den bekannten Verkaufsstellen.( Näheres anschlagsäulen.) In Lichtenberg ist der durch einen Unglücksfall jäh zu Tode getommene Parteigenosse Franke am ersten Feiertage zur letzten Ruhe bestattet worden. Da Franke Gemeindevertreter war, so folgten dem Sarge außer den Parteigenossen und Kollegen auch einige Herren vom Gemeindevorstand und der Gemeindevertretung. Diese hatten bei der Beerdigung Gelegenheit, von der Duldsamkeit der evangelischen Geistlichkeit ein Bild zu gewinnen. Der Gesangverein der Buzzer hatte am Grabe Aufstellung genommen; die nach Hunderten zählende Trauerversammlung erwartete einen Grabgesang, doch sollte diese Hoffnumg trügen. Der Pfarrer, auf dessen Mitwirkung verzichtet wurde, hatte erklärt, daß er keinen Gesang dulde, wenn er selber nicht bei der Beerdigung zugegen sein könne. Nicht daß etwa Lieder mit irgend einer Parteitendenz gesungen werden sollten; zwei Gesänge, die auch der Gottesfürchtigste mit Andacht hören konnte, sollten vorgetragen werden. Doch der Kirchhofsinspektor verbot den Vortrag und die Trauerversammlung, die durchaus nicht aus lauter Elenden" bestand, ging kopfschüttelnd von dannen, als der Sarg in die Gruft gesenkt worden war. Ein Aufgebot von Gendarmerie war ebenfalls bei der Beerdigung zugegen. Die Bau- Ordnungen in den Vororten sollen abgeändert werden. Nachdem zahlreiche Petitionen eingegangen sind, läßt die Regierung zu Potsdam durch eine Specialkommission in den einzelnen Borortgemeinden Erhebungen anstellen und erklärt sich gleichzeitig bereit, einigen Abänderungen gegebenenfalls zustimmen zu wollen. So daß statt der bisher üblichen Dreizehntel- Bebauung der in Betracht soll die Landhaus- Bebauungs- Ordnung dahin abgeändert werden, kommenden Grundstücke vier Zehntel zugelassen und der zwischen den Grundstücken vorgeschriebene Bauweg von 4 Meter auf 3 Meter Breite reduciert wird. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 28. Dezember, vorm. 88%, Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, kleine Frankfurterstr. 6: Vortrag des Herrn Bruno Wille: Zum Jahresschluß.- Gäste, Damen und Versammlung. Freineligiöse Vorlesung. Um 10%, Uhr, vorm. ebendaselbst: Herren, sehr willkommen. Allgemeine Familien- Sterbekasse. Heute Zahltag Ackerstr. 123 bei Dicke nnd Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 Uhr. Vermischtes. meter. Das Unwetter war gegen Morgen von Blitz und Donner begleitet. Der Sturm richtete erheblichen Schaden an. Viele Dächer wurden abgedeckt, Scheiden zertrümmert und Bäume und Zäune umgerissen. Ferner wurde durch das Unwetter auch in Kranz die Uferpromenade beschädigt. Hinter dem Damenbade durchbrach das Wasser die Dünen und richtete in den Anpflanzungen großen Schaden an. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt. Freitag wütete auch hier ein heftiger Sturm, der bedeutende VerDanzig, 27. Dezember. In der Nacht vom Donnerstag zum heerungen angerichtet hat. Zahlreiche Dächer find abgedeckt und zahlreiche Schaufenster zertrümmert worden. Die Telephonverbindung ist nach allen Seiten vollständig gestört. Aus der Provinz werden von allen Seiten schwere Schäden angemeldet. Breslau, 27. Dezember. In der ganzen Provinz Schlesien wütete gestern vormittag ein heftiger Sturm, der an vielen Orten mit Gewittererscheinungen verbunden war. Einführung der Bauordnungs- Klasse I überhaupt und begründen die Die in Betracht kommenden Gemeinden fordern dagegen die Forderung damit, daß Berliner Straßen, welche an der Peripherie liegen und sich des Rechts auf die Bauklasse I erfreuen, die Vororte mit Landhausbebauung teilweise umschließen, ferner, daß eine einheitliche Bebauung für die Vororte, in welchen beide Bauordnungen Gestern abend und in der letzten Nacht herrschte hier ein schwerer Aus Hamburg, 26. Dezember, nachmittags, wird gemeldet: gelten, höchst wünschenswert wäre. Bei Ablehnung dieser Vorschläge Sturm, verbunden mit Gußregen und Hochflut. Vom Turm des soll mit allen Kräften versucht werden, die Landhausbebauung so Hornhardschen Konzerthauses löste sich das Blechdach ab und stürzte abzuändern, daß der Bauweg überhaupt fortfallen soll, vier bis auf einen voll besetzten Motorwagen der Ringbahn. Zwei Personen fünf Zehntel Bebauung zugelassen wird und als bewohnbar drei wurden verlegt. Der Südweststurm hält an. Etagen und das Parterre gelten. Wir wissen sehr wohl, daß der Aus Kopenhagen, 27. Dezember, liegt folgender Bericht Kampf um die Bauordnungen nur den Grundstücksspekulanten zu vor: In ganz Dänemark herrschte in der vorletzten Nacht und qute fommt, daß das Schlagwort:„ die bessere Ausnutzung der gestern vormittag starker Nordweststurm, der große Verheerungen an Grundstücke birgt billige Mieten in sich", nicht ernst zu nehmen ist. Gebäuden, Baumbeständen, Schiffen und Fischerbooten anrichtete. Die norwegische Bart Penry" ist bei Stagen im Sturm zertrümmert worden, 11 Mann der Besatzung sind ertrunken, einer wurde gerettet. Sociale Rechtspflege. Von einem schweren Unwetter, wie wir es in einer solchen Stärke seit Jahren nicht mehr erlebt haben, wurde in der Nacht zum zweiten Weihnachtstage die mecklenburgische Küste heimgesucht. Der Sturm wehte aus West- Süd- West und erreichte nahezu die Stärke eines Orkans. Dabei herrschte infolge der Windrichtung ein so niedriger Wasserstand, daß im Hinblick hierauf sowohl als auch des Sturmies wegen die sonst regelmäßig zwischen Warnemünde und Gjedser( Dänemark) verkehreriden beiden Postdampfer ihre Nachtfahrten nicht unternehmen konnten. Verschiedene Rechtsfragen wurden durch einen Prozeß zwischen dem Schuhfabrikanten Bruck( Firma Leiser) und dein Schuhmacher Lichtenberg. Die Stadtwerdung unsres Ortes ist in ein( Heimarbeiter) K. vor dem Gewerbegericht angeschnitten. Se. hatte neues Stadium getreten. Im März nächsten Jahres erfolgen die mehrere Leistenpaare dem Arbeitgeber vorenthalten, weil er noch Neuwahlen zur Gemeindevertretung, d. h. die regelmäßigen, Lohnansprüche zu haben glaubte. Herr Bruck verlangte nun unregelmäßige sind bei uns an der Tagesordnung. Daher that es die Leisten durch Klage zurück, indem er die Ansprüche.s bestritt. not, daß dem Rest des Freisinns eine Wahlparole gedeihe, und so Außerdem verlangte er Schadensersatz und machte geltend, er hätte Merkwürdiges Ertrinken. Donnerstagabend geriet, wie aus ivenden die interessierten Herren sich denn an den Gemeindevorstand, weit mehr Arbeit übernehmen und fertigstellen können, wenn er die damit dieser sofort mit Berlin Verhandlungen beginne, auf daß die Leisten gehabt hätte. Der Vertreter des Beklagten, welch letzterer Oldesloe gemeldet wird, ein Gefährt mit fünf Insassen zwischen Reichshauptstadt den Ortsteil vor der Verbindungsbahn in fich frant in der Charité liegt, erhob Widerklage und beanspruchte Rütschau und Elmenhorst in einen Chauffeegraben, in dem ungefähr einverleibe. Dieser Ortsteil, der von der Frankfurter Allee außer einigen kleineren Lohnresten noch 7 Mark zuviel ge- ein Meter hoch Wasser stand. Sämtliche fünf Personen sowie ein und von Borhagen begrenzt wird, zählt 22000 Einwohner zahlter Krankenkassenbeiträge von Bruckner zurück. Es handelte sich Pferd sind ertrunken. Die Leichen wurden heute von Bassanten entdeckt. und ist beinahe vollständig bebaut; seine Abtrennung von um das eine Beitragsdrittel, das der Arbeitgeber gesetzlich zu leisten Lichtenberg soll nach freisinnigem Rezept erfolgen, damit hat; Bruckner hatte viele Wochen lang dem Beklagten und Widerauf diese Weise die Anstellung eines befoldeten Schöffen läger den vollen Kassenbeitrag abgezogen. Und zwar hatte er mit Die Interessenvertretung, werde. des frei ihm beim Beginn einen Arbeitsverhältnisses sinniger Seite hübsch als Laien- Element bezeichnet wird, soll vor lichen Vertrag abgeschlossen, daß K. auch jenes Drittel dem Berufsbeamten den Vorzug verdienen, werde doch durch den tragen solle. Von dieser Bedingung hatte Herr Brud K.s BeBerufsbeamten die Wahl eines Nichteingesessenen zum Schöffen beschäftigung abhängig gemacht. Er rechtfertigte dies vor der Kammer II schnitten. So spielt sich Herr Plonz als Hüter des Wahlrechts der des Gewerbegerichts damit, daß. ja Heimarbeiter jei und daß Nichteingesessenen auf. diese Leute gewohnheitsmäßig zu gleicher Zeit für verschiedene Auftrag geber thätig seien. Der Gerichtshof hielt bei der vorliegenden Sachlage einen Vergleich für sehr angebracht. Der Vorsitzende v. Schulz führte dazu aus: Zunächst sei der Anspruch des Arbeiters auf Rückerstattung des letzten Beitragsdrittels für die Krankenkasse in Höhe von 7 Mark durchaus begründet. Er sei versicherungspflichtiger Heimarbeiter Brucks gewesen, für den der Arbeitgeber das eine Drittel zahlen müsse. Jener Vertrag entbinde ihn nicht davon, denn§ 80 des und Krankenversicherungs- Gesetzes beſtimme:„ Den Arbeitgebern ist untervermieden die von Unfre Parteigenossen werden sich bei Herrn Blonz für seine Fürsorge bedanken und sie können diesem Herrn schon insoweit eine Antwort geben, als sie die Wählerliste, die vom 15. bis 31. Januar ausliegt, einsehen und sie berichtigen, falls sie Mängel zeigt. Nuze dann jeder die kommenden Wochen für die Wahlarbeit aus, dann wird der Freisimm von neuem sein blaues Wunder erleben. 11 Wochen: Spielplan. Sonntag 28. Feuersnot Montag 29. Opernhaus Mädchen v. Nav. Das Rheingold haus Neues tgl. Opern Theater. N.: Hänj. u. Gr. Eine tolle Fahrt machte am zweiten Feiertage ein Kutscher des Kohlenhändlers Felsch aus der Kirchstr. 28 zu Charlottenburg. Der junge Mann sollte die beiden Pferde, 3ivei flotte Tiere, mit dem leichten Kohlenwagen etwas bewegen. Statt dessen machte Gustav" eine vierstündige Ausfahrt und trank sich dabei einen Mordsrausch an. Dann jagte er durch die Wilmersdorfer-, Wallund Kirchstraße wieder nach Hause. Wie ein Wahnsinniger schlug er ununterbrochen auf die Pferde ein, mit denen nicht einmal die Schauspiel: Die Journalisten Das dunkle Thor Feuerwehr Stange halten konnte. Was auf dem StraßenSamme war, floh entsetzt auf die Bürgersteige, und es ist fast ein Wunder, daß von der Menge, in die der betrunkene Kutscher bor dem Krankenhause blindlings hineinfuhr, niemand zum Krüppel gefahren wurde. Schußmänner folgten dem Gespann in einer Droschke, konnten es aber nicht einholen. In der Kirchstraße wollte Gustav" in demselben rasenden Tempo durch die Einfahrt auf seinen Fuhrhof einbiegen. Dieser Versuch aber mißlang ihm. Die Deichsel traf eine Fensterlade, wobei fie ein Stück Maueriverk mitnahm, die Pferde stürzten und blieben arg zerschunden liegen.„ Gustav" flog vom Bock, erhob sich aber rasch wieder, um durch die Flucht auf den Fuhrhof der Polizei zu entgehen. Diese holte ihn jedoch heraus und stellte ihn fest, um ihn für die tolle Fahrt, die ganze Straßenzüge in Aufregung versetzte, zur Verantwortung zu ziehen. Schiller: Theater O. Schiller: Theater N. Deutsches Theater Berliner Theater Kleines Theater Theater des Westens Die Ahnsrau Nm.: Die Glode von Helfenstein Renaissance Nm.: Wall. Lager Die Piccolomini Jugendfreunde Nachm.: Der Biberpelz D. arme Heinrich Nachm.: Der Biberpelz Maria u. Magd. Nachm.: Der Struwwelpeter Erdgeist Nachm.: Ackermann, Nanon Nachm.: Der Freischütz Dienstag 30. Die Walküre Die Jungfrau von Drleans Ein Ehrenwort Jugendfreunde münde Das Erdbeben in Andifchau. Die Petersburger„ Nowoje auf den 23. Dezember erfolgten in Andischan drei heftige Erdstöße. remja" meldet aus Aschabad vom 23. Dezember: In der Nacht Am Morgen des 23. Dezember wiederholte sich die Erschütterung und brachte sämtliche auf der Eisenbahnstation haltende Waggons in Bewegung. Da mit dem durch diese Vorfälle in eine Panik versetzten nicht möglich ist, ordnete die Eisenbahnverwaltung in Andischan die zeitweilige Schließung der Station Andischan imd der Strede bis überwacht. Das Erdbeben dauert fort. Es erfolgen 4 bis 5 Stöße Die Transporte werden vom Militär zur Station Fedtschenko an. täglich. Mittwoch 31. Die beiden Schützen Im bunten Rock Wetter: Prognose für Sonntag, den 28. Dezember 1902. Ziemlich warm, zeitweise aufklavend, vorwiegend trübe mit Niederschlägen starten westlichen Winden; spätee etwas fühler. Berliner Wetterbureau. Donnerstag 1. Robert der Teufel Freitag 2. Sonnabend 3. Sonntag 4. 7. Sinf.- Abd. der tönigl. Stapelle. Siegfried Nomeo und Julia Iphigenie auf Tauris Ein Ehrenwort Nachm.: Renaissance Das dunkle Thor Krieg im Haus Krieg im Haus Geschlossen Geschlossen Geschlossen Renaissance Renaissance Jugendfreunde Das große Licht| Doktor Klaus Nachm.: Jugendfreunde Geschlossen Renaissance Renaissance Ein Ehrenwort Monna Vanna Der arme Heinrich Monna Vanna Maria und Magdalena Erdgeist Alt- Heidelberg Erdgeist Die weiße Dame Die Jüdin D. arme Heinrich Nachm.: Es lebe das Leben Alt- Heidelberg Maria u. Magd. Nachm.: Der Struwwelpeter Geschlossen Julius Cäsar Ein Ehrenwort Ein Ehrenwort Nachm.: WallenRenaissance Monna Banna Der arme Nm.: Der Alt- Heidelberg Struwwelpeter Serenissimus Erdgeist Nchm.: Zwischenspiele Serenissimus Liebesträume Zwischenspiele Die Fledermaus Der Zigeuner Nachm.: baron. Nm.: Zar Dornröschen ut. Zimmermann Der richtige Schwiegers. Nm.: Rattenfg. v. Ham. Die bösen Mädchen Luisen: Theater ThaliaTheater Faust Nm.: Die Grille D. bösen Mädchen Nm.: Lorbeerb. Rattenfänger von Hameln Die bösen Mädchen Der richtige Schwiegersöhn Die bösen Mädchen Die Anne- Liefe Die bösen Mädchen Erdgeist Die Jüdin Robert und Bertram steins Tod Renaissance Nachm.: Der Biberpelz Der arme Heinrich Nachm.: Die Weber Heinrich Allt- Heidelberg Maria u. Magd. Nm.: Der Nm.: Der Struwwelpeter Struwwelpeter Erdgeist Die Fledermaus Nachm.: Dornröschen Hamlet Erdgeist. Nachm.: Serenissimus Zwischenspiele Bieney Blut Nachm.: Die weiße Dame Maria Stuart Mm.:Rattenfäng. von Hameln Die Gefahren des Haveleises. Entsetzliche Stunden durchlebte am Weihnachts- Heiligabend ein Militärarzt aus Spandau, der als Schlittschuhläufer auf dem Gatower See verunglückt war. Er Schall u. Rauch hatte allein eine Eispartie auf den Seen der unteren Havel unternommen und befand sich bei Anbruch der Dunkelheit auf der Heimfehr. Die im allgemeinen, trotz des milderen Wetters, noch ziemlich starte Eisdecke weist im Laufe der Strömung sehr dünne, teilweise sogar schon offene Stellen auf. In eine solche geriet der Militärarzt auf der Mitte des Sees zwischen Schildhorn und Gatow. Ringsum war alles menschenleer. Etwa um 5 Uhr vernahmen die Bewohner an beiden Uferseiten durchdringende Hilferufe. Sogleich machten sich verschiedene Personen zur Unterstützung bereit und tamen init und Bettelstab Rettungsgeräten, wie Stangen, Seilen usw. herbei. Zu der inLeffing- Theater. Allabendlich, außer Montag: Der blinde Passagier. Montag: Madame Sans- Gêne Residenz- Theater. Allabendlich: zwischen eingetretenen völligen Dunkelheit hatte sich dichter Nebel Die beiden Schulen. Sonntag, den 28. Dezember und 4. Januar, nachmittags: Sein Doppelgänger. Donnerstag, nachmittags: Der Schlafwagengefellt. Die ersten Rettungsversuche erwiesen sich als nuglos; die Kontrolleur. Neues Theater. Allabendlich: Pastor Hansen. Sonntag und Donnerstag, nachmittags: Die Großstadtluft. Central- Theater. Allabendlich: Madame Sherry. Allabendlich: Die Liebesschaukel. Sonntag und Donnerstag, nachmittags: Coralie u. Co. Leute gerieten dabei, weil die Eistante unter ihnen zusammenbrach, Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag, Sonnabend, nachmittags: Schneeweißchen und Rosenrot. Donnerstag und Sonntag, nachmittags: Die Geisha. selbst in Lebensgefahr. Von der Unfallstelle her ertönten während Intimes Theater. Allabendlich: Der unnatürliche Sohn. Sonnabend, Sonntag und Donnerstag, nachmittags: Flit terwochen. Belle- Alliance: dessen unaufhörlich die Hilferufe; der Verunglückte hatte sich auf eine Theater. Allabendlich: Cupido u. Co. Am Telephon. Sonntag, den 28. Dezember, nachmittags: Die Schuld einer Frau, Er. Buntes Theater. Eisscholle gerettet und rief aus:" Rettet mich, ich kann mir nicht laulabendlich: Liebesfold. Sonntagnachmittag: Ueberbrettl. Urania. Allabendlich: Das Land Tivol. Die bösen Mädchen Die bösen Mädchen D. bösen Mädchen Nachm.: Ehrliche Arbeit Trianon- Theater. Die Verlobung mit Herrn Paul uns ganz ergeben frer Tochter Anna ich bechren wir nzuzeigen. Ignatz Lehmann. Berlin, Grosz und Frau geb. Gitschinerstr. 33. Weihnachten 1902. Socialratischer Verein i. Berl. Reichstags- Wahlkreise. Wiederum entriß der Tod einen lieben Genossen unsren Reihen. Der Hausdiener Julius Schröder ift nach kurzer Krankheit an einem Lungenleiden verschieden. Wir werden demselben ein treues Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 3 Uhr, vom Bartholomäus- Kirchhof in Weißensee, Falkenberger Chaussee, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 262/3 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Josef Melcher nach jahrelangem Leiden in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember freiwillig aus dem Leben geschieden ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 3 1hr auf dem Tegeler Gemeide Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung er fucht 92/19 Die Ortsverwaltung. Hiermit den Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Sohn, der Arbeiter Albert Fandke Sonnabend früh 1 Uhr ver storben ist. 12286 Die Beerdigung findet Dienstagnachm. 3 Uhr von der Leichenhalle der Auferstehungsgemeinde in Wilhelmsberg, Weißenseer Weg, aus statt. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Familie Grolms. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis Osten. ( Stadtbezirk 180 b, c.) Todes- Anzeige. Am Sonnabend, den 27. d. M., starb unser Mitglied der Arbeiter Albert Fandke. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 30. d. M., nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle des Auferstehungs- Friedhofes Weißenseer Weg( Wilhelmsberg) aus statt. 234/11 Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. am Allgemeine Kranken- u. Sterhekasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen ( E. H. 86, Hamburg). Bezirk B. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriger Kollege Ernst Strehlow am 24. d. m. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 28. Dezember, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Treptower Kirchhofes( Neue Krug- Allee) aus statt. 12256 Der Vorstand. Lichterfelder Kranken- und Sterhekasse für sämtliche Berufszweige. ( E. H. 54.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, Mitbegründer der Kasse und langjähriger Haupttaffierer Wilhelm Baatz am 26. d. M., im noch nicht vollendeten 51. Lebensjahre, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 29. d. M., nachmittags 31, Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in der Moltkestraße zu, Gr. Lichterfelde aus statt. 293/2 Der Hauptvorstand. J. A.: F. Geisen- Kersting, Bors. Central- Kranken- u.BegräbnisKasse für Frauen und Mädchen in Offenbach.( Verw. Berlin 4.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied 1233b Marie Graf am 24. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der St. MarkusGemeinde in Wilhelmsberg statt. Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder erwartet 12336 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser am Gretchen 12366 zweiten Feiertag, nachts 11 Uhr, entschlafen ist. Beerdigung Montagnachmittag 312 Uhr Emmaus- Kirchhof. Die tieftrauernden Eltern Georg Krauss. Margarete Krauss. Danksagung. Allen Gästen, Freunden und Bekannten, die meinem Manne, dem Gastwirt Gustav Köhler bei der Beerdigung die lezte Ehre erwiesen haben, meinen innigsten Dank. Witwe Köhler, Calvinstr. 11. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme, die uns geworden, und für die herrlichen Kranzspenden sowie für die so zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unsres guten Baters und Schwiegervaters Ferdinand Franke fagen wir herzlichen Dank. 1612 Insbesondere danken wir seinen Berufskollegen, dem Socialdemokrat. Wahlverein und den Herren des Gemeindevorstandes und der GemeindeAchtung! Moabit. Achtung! Achtung! Norden! Berliner Konsumverein, Abt.III. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Mittwoch, den 31. Dezember 1902, in der Kronen- Brauerei, Alt Moabit 47/49: Grosses Silvester- Vergnügen unter gütiger Mitwirkung der beliebten Volkssänger: Gesellschaft Lewandowski. Konzert und Ball. Anfang 8 Uhr. Entree 25 Pf. Billets sind zu haben in unsern Verkaufsstellen: Rostockerstraße 21, Emdenerstr. 45 und Havelbergerstr. 6. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 1219b Die Abteilungs- Leitung III, Moabit. Sonntag, den 28. Dezember 1902, abends 7 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Vortrag des Herrn Direktors Paul Pauli über Feuerbestattung( mit Demonstrationen). Eintritt 20 Pf. inkl. Garderobe. [ 5/ 13* Nachdem: Gemütliches Beisammensein und Canz. Sonntag, den 25. Januar 1903, in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer No. 15: Zwölftes Stiftungsfest. Künstler- Konzert ( Harmonium, Flügel, Cello, Harfe) ausgeführt von der Berliner Künstler- Vereinigung. Verband der Sattler. Fest- Rede. Ortsverwaltung Berlin. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- lifer 15, Zimmer 30. Fernspr.: Amt VII Nr. 1959. Dienstag, den 30. Dezember 1902, abends 29 Uhr, in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20( gr. Saal): Recitationen. Gesang. Kassen- Eröffnung 5 Uhr, Anfang 6 Uhr. Billet 50 Pf. Garderobe 15 Pf. Tanz 50 Pf. Nachzahlung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Montag, den 29. Dezember, abends 8 Uhr: Kommissionssitung der Drechsler bei Schünemann, Steinstr. 17. vertretung. Dem Gefangverein der Allgemeine Mitglieder- Versammlung.( System Eug. Konrad) Puker, der seinen Scheidegruß darzubringen durch Unduldsamkeit verhindert wurde, danken wir für seinen guten Willen. = Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Verwandten, Freunden und Kollegen, insbesondere den Genosseu des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises, dem Verein der Isolierer und Rohrumhüller sowie dem Chef u. Personal der Firma Posnansky u. Strelitz für die zahlreiche Beteiligung und herrlichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Vaters, des Isolierers 1258b Rudolf Kulicke meinen herzlichsten Dank. Der trauernde Sohn Rich. Kulicke. Danksagung. Für die überaus große Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes, unsres guten Vaters sagen wir allen unsern herzlichsten Dank. Wwe. Wernicke 1602 nebst Kindern. Achtung, Kürschner! Montag, den 29. Dezember, abends. 8 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Verbands- Versammlung Tages Ordnung: 1. Rückblick auf unser Gewerbe im Jahre 1902 und welche Schlüsse ziehen wir daraus. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 102/16 Der Vorstand. Mein neuer 1071* atalog 1903 Katalog in künstlerisch Ausstattung vollendeter etwa mit 600 Abbildungen Innen- Dekorationen für ist erschienen! und wird auf Wunsch gratis u. franco versandt. Teppich- Versandhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S. HerrenModen, elegante Ausführung, geringe Teilzahlung. J. Kurzberg, Neue Königstr. 47 II, am Alexanderplatz. * Hans Hans Kayser SO., Kiefholzstrasse, Platz 9, empfiehlt sein grosses Lager in Brennmaterialien zu hilligsten Preisen. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Abstimmung über die Anträge zur General: Versammlung. 3. Wahl der Delegierten zur Brandenburger AgitationsKonferenz. 4. Verschiedenes. 159/6 Der Wichtigkeit der Tages- Drdnung entsprechend, ist es Pflicht der Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Ortsverwaltung. Nach dem Fest werden grössere Posten in Teppichen, Gardinen, Portieren, sowie sämmtliche Arten Decken und Felle, alles in vorzüglichen Qualitäten, zu unglaublich spottbilligen Preisen soweit der Vorrat reicht, zum Verkauf gestellt. Teppichhaus Institute 92/20 ( System Eug. Konrad) für elektromagnetische Therapie ( System Engen Konrad.) Berlin W., Budapest, Dresden- Blasewitz, Frankfurt a. M., Köln, Leipzig, Rom, Wien, demnächst auch Duisburg, München u. a. Die ärztlich geleitete Behandlung ist wirksam bei Nervenleiden, bes. Neuralgie( Ischias u. a.), Kopfschmerzen aller Art( Migräne u. a.), Neurasthenie, Schlaflosigkeit usw., ferner bei rheumatischen Er: frankungen u. a. m. Aerztliche Sprechstunden im Berliner Institut, Augsburgerstraße 62: Sanitätsrat Dr. Adler 10-12, Dr. C. 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