Nr. 3. Abonnements- Bedingungen: . Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder beren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Das ABC der Lüge. Der wahnsinnige Selbstzerstörungstrieb eines eitlen Parteithrannen hat gegen das eigne Werk einen neuen vernichtenden Schlag geführt. Das ist die Tragik im Schicksal der freisinnigen Volkspartei: feine Hand hat den AB C- Schützen Eugen Richter in seinem tollen Beginnen aufzuhalten getvagt. Was er in seinem neuen politischen AB C- Buche, dem Lügen ABC, geleistet hat und als politischen Silvesterscherz in einer Sonderausgabe der " Freifinnigen Zeitung" durch die Gassen schreit, ist das klägliche Werk eines bösartigen Verfalls. Niemals noch hat sich in einer großen politischen Situation ein Parteiführer so menschlich Klein, so ohns mächtig boshaft, so bodenlos eitet und so grotesk unvernünftig gezeigt. Es ist uns keineswegs angenehm, diese Thatsachen konstatieren zu müssen; denn wir haben durchaus kein Interesse daran, daß die Mittelschicht einer anständigen, verhandlungsfähigen, einfichtigen bürgerlichen Demokratie auch in den letzten Reft elend vernichtet wird, womit natürlich nicht gesagt werden soll, daß Eugen Richter jemals diesem Jdealbild entsprochen hätte! Sonntag, den 4. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Die schutzöllnerischen Mehrheiten der Kommission paralysierten Blätter und konservativer Parteiführer festgestellten Zettelungen gegen diese Obstruktion durch Berlängerung der Situngen, Beschränkung das deutsche Verfassungsgrundrecht bestreiten zu wollen. Die deutsche der Redner auf die Antragsteller. Wählerschaft ist nicht im mindesten im Zweifel, was sie Dagegen rufen wir sämtliche Angehörigen der Freifinnigen seitens der Konservativen zu erwarten hat, sobald ihnen die MögBoltspartei etwa mit Ausnahme des Herrn Müller Sagan- tich feit gegeben würde, ihre Absichten zu verwirklichen. Es fehlt als Zeugen für folgender Thatsachen auf: den Rechtsdieben vorläufig nur die Gelegenheit und die Aussicht auf Erfolg. Die dicbischen Pläne sind nicht abzuleugnen. 1. Die Erörterungen, die die socialdemokratischen Mitglieder der Bolltarif Kommission an die einzelnen Gegenstände der Beratung Enüpften, sind stets streng sachlich gewesen. Wie man aber durch fachliche Erörterungen auf fachliche Erörterungen überaus nach teilig zurückwirken kann, wird das elvige Geheimnis Herrn Richters bleiben. 2. Streitigkeiten über die Anwendung der Geschäftsordnung sind niemals durch die Socialdemokraten, sondern nur durch die groben Geschäftsordnungsbrüche der Mehrheit veranlaßt worden. 3. Die Einbringung„ völlig aussichtsloser" Anträge entspricht den Gepflogenheiten aller Parteien, im befonderen auch durch denen der Freisinnigen Volkspartei; man denke an den sogar gefchäftsordnungswidrigen freifinnigen Zuckerantrag. 4. Die sachlichen Erörterungen der Mehrheitsparteien sind niemals durch die socialdemokratische Obstruktion" behindert worden. In dem Augenblick, da noch die Erregung über das Attentat Ganz im Gegenteil haben die Mehrheitsparteien Wochen und Wochen der Junker und Junkergenossen durch das ganze Land zittert und auf Beratung von Anträgen verivendet, die sie selbst später im nicht zum mindesten die Wähler der freisinnigen Volkspartei, die Stiche ließen. Nur dann und dort, wann und wo die Mehrheitsehrliche Gegner des Zollwuchers find, sich noch kaum erholt haben parteien untereinander einig waren, wurden die immer sachlichen von der Bestürzung, in die sie durch das unverständliche Vorgehen Erörterungen der Minderheit gewaltthätig unterdrückt. ihrer Führer versetzt worden sind, hält es Herr Richter für zived- Der Versuch Nichters, das Vorgehen der Mehrheitsparteien zu mäßig, eine Art Polizeibericht über die socialdemokratische Db- verteidigen, scheitert also an der groben Lügenhaftigkeit seiner Bestruktion" zu veröffentlichen, dessen Univahrheiten und Entstellungen Hauptungen. jedermann klar sind, der die parlamentarischen Vorgänge des letzten Jahres auch nur gelegentlich verfolgt hat. Herr Nichter behauptet erstens ein ehrlicher Gegner des neuen Bolltarifs zu sein. Er kann zweitens nicht in Abrede stellen, daß er niemals ein grundsäglicher Gegner der Obstruktion gevesen ist. Dürfte man ihm glauben, so hätte ihn von der Socialdemokratie und der Freifinnigen Vereinigung nichts andres getrennt als eine Frage der aktif. Wäre das nun richtig, dann wäre die Führung der Freisinnigen Vollspartei schlimmer gelvesen als hinterhältig und perfide. Herr Richter erhebt gegen sich selbst den Vorwurf der vollständigen Unfähigkeit und Disciplinlosigkeit, der selbsimörderischen Dummheit und der rechthaberischen Bosheit. Wenn ein Heerführer feinen Bundesgenossen nur deshalb in den Rüden fällt, weil ihre überwältigende Mehrheit sich für einen andern Kriegsplan als den seinen entschieden hat, wenn er darum mit jubelnder Schadenfreude zusicht, wie seine ,, Mitkämpfer" durch Verrat und Schurkerei Der Polizeibericht fährt späte fort: " Ein andres Scharfmacher- Organ, die„ Berliner Neuesten Nachr.", beschäftigen sich gleichfalls heute ausführlich mit der Frage des Reichstags- Wahlrechts. Natürlich auch diesem Blatte liegt jede böse Absicht gegen das Reichstags- Wahlrecht fern. Aber in der AbTeugnung selbst bestätigen die„ B. N. N." diese Absicht in unzweifelhafter Deutlichkeit. Zunächst wird erklärt, die Aufwerfung dieser Frage sei ein Manöver der Oppositionspartei und die ganze Sache sei maßlos dumm". Dann aber plaudert das Blatt der Großindustrie also: „ Es liegt auf der Hand, daß im jezigen Reichstage zu einer wesentlichen Wahlrechtsbeschränkung sich absolut feine Mehrheit finden würde. Auch ist, wie derzeit die Dinge Tiegen, durchaus keine Aussicht, daß die Neuwahlen ein für folche Abfichten günstigeres Haus bringen werden. Und mit dem Kopfe durch die Wand zu rennen, wobei nur der Kopf zu Schaden kommt, versuchen sicherlich weder Regierung noch Nechte. Uebrigens haben zum Ueberfluß nun nacheinander Organe des Centrums, der Konservativen usw. feierlich erklärt, daß sie nicht daran denken, das Reichstags- Wahlrecht anzugreifen. Aber leider muß man eine innerlich sehr gerechtfertigte Reform als ausgeschlossen betrachten; an durchgreifende Aenderungen, wie 3. B. Abschaffung des geheimen Wahlrechts, Heraufsehung des wahlfähigen Alters riskiert sich der Reichstag nicht; Im Plenum häuften sich bei der Beratung des Tarifgesetzes die Sache wäre zu unpopulär. Und um Kleinigkeiten ruft man feine schweren Kämpfe herauf; Graf Bülow ist nicht der Mann, auf Antrag der Socialdemokraten nunmehr die namentlichen Absich selbst unnötig Steine in den Weg zu rollen.... Das demoftimmungen auch bei solchen Fragen, die eine derartige Abstimmungsfratische Reichstags- Wahlrecht müssen selbst die Politiker, die form in feiner Weise rechtfertigten. Acht namentliche Abstim- feine Eristenz schwer bedauern, borerst unangefochten mungen fanden in den Sizungen am 5. und 6. Dezember( muß laffen. Die Verhältnisse bezeugen das so flar, daß hier mit dem Heißen: November) statt, bevor man an die Beratung des§ 5 Attentatsgeschrei die äußerste Linke keine Bauern fangen wird." des Tarifgesetzes gelangte, welches verschiedene Zollbefreiungen Das ist für den kundigeren Leser das unverhohlene Zuvorsieht. Die Mehrheitsparteien zogen nun, um die Obstruktion geständnis der äußersten Feindschaft gegen das Reichstags- Wahlrecht. zu paralysieren, die verschiedenen in diesen Paragraphen auf- Rur wegen der jetzigen politischen Situation muß man„ leider" auf geführten Gattungen Zollbefreiungen zu einer einheitlichen eine sonst sehr gefertigte Reform" verzichten. Wäre die politische Diskussion zusammen. Nunmehr hielt Abg. Stadthagen eine Situation günstiger", so würde man fie forglich ausnutzen. Und Dauerrede von 4 Stunden und es folgten beim§ 5 acht man würde sich nicht mit Kleinigkeiten" befassen, sondern durchnamentliche Abstimmungen hintereinander, wobei mehrfach die greifend" reformieren"! Die Abschaffung des geheimen Beschlußunfähigkeit des Reichstags hervortrat. Wahlrechts wird nur als eine unter andren„ durchgreifenden" Abänderungen bezeichnet! Dies gab den Mehrheitsparteien Beranlassung, eine Aenderung der Geschäftsordnung zu beantragen( Antrag Aichbichler), die Die Ungunst der politischen Situation aber, über welche die namentliche Abstimmung statt wie bisher durch Namensaufruf B. N. N." Klage führen, beruht allein in der Thatsache, daß bisher durch Einsammlung von Abstimmungskarten zu vollziehen, wie noch eine große Mehrheit des Reichstages sich nicht offen zu fie in der franzöfifchen Deputiertenfammer in ähnlicher Weise jenen reaktionären Plänen bekennen mochte. Aber niemand täuscht sich geschicht." darüber, daß in fast sämtlichen bürgerlichen Parteien die Stimmung 31 Fall gebracht werden, dann werden gerade seine Freunde als die ersten an seiner politischen Zurechnungsfähigkeit zweifeln müffen. In Wirklichkeit steht aber die Sache so, daß die Führung der Freifinnigen Volkspartei in feinem Stadium es versucht hat, die socialdemokratischen und freifinnigen Gegner des Zolltarifs durch wohlmeinende Ratschläge von der Richtigkeit ihrer Taktik zu über- Gegen die Aichbichlerei folgt fein Wort der Stritik. Hatte ihr für das Reichstags- Wahlrecht um so mehr abnimmt, je mehr dieses zeugen. Sie hat sich vielmehr darauf beschränkt, die Haupt- ja doch Herr Richter selbst durch die Anwendung winkeladvokatorischer Wahlrecht die Stellung dieser Parteien im Reichstage geschwächt hat führung in diesem Kampfe um das Wohl der Nation hämisch Kniffe zum Durchbruch verholfen! oder in Zukunft zu schwächen droht. Es ist darum die dringlichste zu bekritteln und im gegnerischen Lager unausgesetzt zu denunzieren. Aufgabe des nächsten Wahlkampfes, daß in allen Wahlkreisen die Jetzt freilich behauptet Herr Richter folgendes: Kandidaten zu klarer Stellungnahme bezüglich des politischen Fundamentalrechts des deutschen Bolts genötigt werden. " Die Freifinnnige Volkspartei hatte sich an der Obstruktion der Socialdemokraten und der Freifinnigen Bereinigung in feiner Weise beteiligt, aber auch andrerseits mit ihrer Ansicht über das Verfehlte und Unzulässige des Obstruktions- Feldzuges im Reichs tage zurückgehalten. Auch in der Freifinnigen Zeitung" hatte eine Kritik des Obstruktionsverfahrens erft Mitte November begonnen, nachdem die Presse der Freifinnigen Vereinigung und der Socialdemokratie fortgesetzt die Freifinnige Volkspartei verdächtigt hatte, als ob sie darauf ausgehe, die Vorlage zur Annahme zu bringen, und damit andre Zwede verfolge, als zu denen fie fich öffentlich bekannt.... ... Die Freifinnige Boltspartei hatte es bis dahin vermieden, im Interesse der gemeinsamen Bekämpfung der Tarifvorlage das taktische Verhalten der Freisinnigen Vereinigung und der Socialdemokratie einer Kritik zu unterziehen." 11 Herr Bachem ist, gegen Herrn Richter genommen, ein Märtyrer der Wahrheit! Schon im Sommer hat die Freifinnige Zeitung" das Vorgehen der Minderheit fortgesetzt mit erfünfteltem Augenaufschlag als„ Obstruktion" denunziert und noch vor Wiederaufnahme der Reichstagsverhandlungen hatte sie sich in eine heftige Polemik mit dem Vorwärts" verwickelt, aus der der„ ge Heime Striegsrat der Bolloppofition" nicht gerade mit Ruhm bedeckt hervorging. Was Hunderttausende so gut im Gedächtnis haben, daß fie es mit ihrem Gide bekräftigen möchten, und was niemand beffer weiß als Herr Nichter, das streitet derfelbe Herr Nichter mit fühner Seinen eigentlichen Polizeibericht aber beginnt der überwachende Gendarm der„ Obstruktion" also:* Stirne ab. Im ganzen behandelt die Sonderausgabe der Freifinnigen Beitung" in zehn Spalten oder rund 1200 Zeilen die parlamentari fchen Vorgänge des letzten Jahres. Davon wenden sich zwanzig Zeilen gegen den Antrag Kardorff, etwa 1180 Zeilen sind mit Verleumdungen und Beschimpfungen der Zolltarifgegner angefüllt. Wenn die Freifinnige Boltspartei dieses Dokument ihrer Schmach, dieses Geständnis des schmutzigsten Verrates aus Dummheit und Eitelkeit nicht sofort einstampfen ließ, sondern es durch die Freifinnige Zeitung" und das neue A- B- C- Buch in vielen Taufenden von Eremplaren verbreiten ließ, tönnen wir nichts dawider haben. In der Politik ist Sentimentalität nicht am Platze. Kaltblütig beobachtet das arbeitende Boll das seltsame Schauspiel, wie eine verrottete bürgerliche Partei furchtbare Anklagen wider sich selbst erhebt und selbstmörderisch gegen ihr eigenes Fleisch wütet. Politische Ueberficht. Berlin, den 3. Januar. Reichstags- Wahlrecht. Unfre asiatische Kolonialarmee. Aus Shanghai wird gemeldet: Unter lebhafter Teilnahme der deutschen und der übrigen auswärtigen Niederlassungen sowie der Konsulate und der sämtlichen Behörden ist heute nach einer Ansprache des Generalfonfuls Knappe die Einschiffung der lekten deutschen Truppen erfolgt. Man schreibt uns dazu von fachmännischer Seite: Nachdem die deutsche Besatzung aus Shanghai zurückgezogen ist, ist es am Play, fich wieder einmal mit den noch in China befindlichen deutschen Truppen zu befassen. Und zivar um so mehr, als auch hier sehr vieles dunkel und der Aufklärung bedürftig ist. " Im ganzen verbleiben auch nach der Räumung von Shanghai noch 2500 Mann in China. Der Art und Weise, wie diese Truppen teilweise dislociert wurden, sieht man sehr deutlich an, daß die ostEs ist der Scharfmacherreaktion höchst peinlich, daß ihren Um asiatische Brigade eigentlich überflüssig ist, und man Mühe sturz bestrebungen gegen das Reichstagswahlrecht hatte, sie überhaupt unterzubringen. Ein Bataillon mit hohem in diesen Tagen wieder besondere Aufmerksamkeit gezollt wird. Etat( 2 Fußcompagnien, 1 Compagnie zu Pferde, 1 MaschinenDiefe Feinde des Wahlrechts wissen, daß ihre Bestrebungen um so gewehr- Abteilung) kommit 3. B. nach Tsingtau. Wir gestatten weniger Aussicht auf irgend welchen Erfolg haben können, je zeitiger uns die Frage, was denn das Bataillon hier thut? Tsingtau gehört und eindringlicher dieselben durch die Bevölkerung erkannt und ein- bekanntlich zu dem Platz an der Sonne", den der Zickzackkurs von dringlich bekämpft werden. Sie wissen auch, daß die Drohungen China gepachtet" hat. Diesen großartigen Platz aber bewachen gegen das Reichstags- Wahlrecht in den bevorstehenden Wahlkämpfen jetzt schon 1800 deutsche Marinetruppen, er ist außergrößte Bedeutung haben werden. Darum versuchen fie fich nun in dem eine ganz friedliche Gegend, wie ja die Thatsache bewvies, daß der Taktit, ihre wahren Absichten vorsichtig zu verschleiern oder ab- der große Aufstand von 1900 nicht im geringsten auf das deutsche Die Obstruktion der Socialdemokratie begann schon nach zuleugnen. Kiautfchou- Gebiet übergriff. Daher ist nicht einzusehen, warum Ueberweisung der Vorlage an die Tarifkommission, in welcher die So erklärt heute die, Kreuz- Beitung" zu den Gerüchten hier ein weiteres Bataillon etabliert wird. Das heißt: Es ist vom socialdemokratische Partei durch vier Mitglieder vertreten war. über etwa beabsichtigte Abänderungen des Reichstags- Wahlrechts: rein militärischen Standpunkt aus nicht zu begreifen. Vom Durch Häufung von Abänderungsanträgen, durch Dauerreben der Auf die Sache selbst einzugehen, haben wir teinen politischen aus ist es eher verständlich! Man will eben Mitglieder, mehrfach über zwei Stunden hinaus, durch StreitigAnlaß. Denn wir wissen aus Erfahrung, daß, sobald Wahlenben deutschen Michel durch die Aufrechterhaltung feiten über die Anwendung der Geschäftsordnung wurde dieser Zweck bevorstehen und unfre Demokratie toca ihres Erfolges besorgt der ostasiatischen Besatzungs- Brigade schön zu erreichen gesucht. Insbesondere stellte die Partei bei fast allen ist, von den dieser nahestehenden Kreisen die Wählerschaft regelDaß mäßig durch das Schreckgespenst eines von der„ Reaktion" be- langfam an eine Kolonialarmee gewöhnen. Bolltarifpofitionen Anträge auf Bollfreiheit, auch wo dieselben abfichtigten Angriffes auf das Reichstags- Wahlrecht bange ge- die Geschichte verflucht teuer ist durchschnittlich entfallen bei solchen von vornherein völlig aussichtslos erscheinen mußten. Die Dauer- macht wird." überseeischen Abenteuern auf jeden Kopf der Truppe 14 M. Kosten reden wirkten schon in der Kommission überaus nachteilig zurück Das tonservative Organ wünscht der Deffentlichkeit aufzureden, täglich fümmert den Zidzadkurs natürlich nicht. auf die fachlichen Erörterungen, teils wegen der Zeit, die die daß die Absicht eines Angriffs auf das Reichstags- Wahlrecht nur In Peking selbst liegen ferner nicht weniger als 2 Compagnien Dauerreden in Anspruch nahmen, teils weil solche Dauerreden es ein Schreckgespenst" der Demokratie sei. Die„ Kreuz- Zeitung" selbst mit etwa 230 Mann zur Bewachung der deutschen Gesandtschaft. berteideten, noch weiterhin Erörterungen zu pflegen, und deshalb(!) glaubt dies natürlich am allerwenigsten. Es wäre ein gänzlich aus- Wer von der Befestigungslehre auch nur die Anfangsgründe kennt, den Schluß der Diskussion herbeiführten." sichtsloses Bemühen, die durch zahllose Aussprüche konservativer wird hier verwundert den Kopf schütteln. Wie ist denn eigentlich " dem die Dper vier- oder fünfmal gegeben war, den Grafen Hoch-| die Einfuhr ist ferner zurückgegangen bei Eisen und Eisen. berg mündlich über die Annahme und Aufführung dieses Werkes waren um 611 000 M., bei Bauholz um 321 000 m., bei zur Rede gestellt und zuerst mündliche und später schrift Tab af um 273 000 m. liche Aufklärung verlangt. Diese Aufklärung scheint Ein Rückgang der Einfuhr also um mehr als 5 Millionen, um genügt zu haben, denn nachdem die Feuersnot" einige annähernd 40 Prozent der Gesamteinfuhr! Und diese Kolonien Wochen vom Repertoir verschwunden war, darf sie neuer sollen durch ihre Aufnahmefähigkeit den Rückgang unsrer Ausfuhr dings wieder aufgeführt werden. Graf Hochberg hat wettmachen, den unfre Zollpolitik zur Folge hat. Und dafür aber trotzdem auf seinem sofortigen Rücktritt bestanden. bezahlen wir jährlich 30 Millionen für unsre herrlichen Kolonien! Einige Blätter wollen auch wissen( uns ist das aber nicht bekannt), daß die Kaiserin jüngst sittlichen Anstoß an dem vierten Aft des Wildenbruchschen Königs Laurin" und der realistischen Darstellung der Liebesscene genommen habe. Doch hat das schon aus zeitlichen Gründen denn es soll sich am zweiten Weihnachtsfest tage abgespielt haben mit dem Rücktritt des Grafen Hochberg nichts zu thun. " 1 Die Aeußerung der Kaiferin über König Laurin" ein Drama des Hohenzollernpoeten Wildenbruch- soll, wie man erzählt, wegen der Liebesscenen im vierten Att gelautet haben: Man muß sich fchon schämen, ins Schauspielhaus zu gehen". " Ueber das Befinden des Königs Georg von Sachfen wird aus Dresden gemeldet:„ Gegenüber anders lautenden Meldungen kann festgestellt werden, daß der Zustand des Königs gestern abend nicht schlimmer gewesen ist, als vorher. Das Fieber war ein leichtes, wie es sich abends einzustellen pflegt. Allerdings ist der Zustand bei dem hohen Alter des Patienten und in Anbetracht der feelichen Erregungen der letzten Wochen sehr ernst." ह Ausland. Marokko. bieses Gesandtschaftsgebäude gebaut, daß es über 200 Mann zur) Verteidigung nötig hat? Es können doch in Peking feine regelrechten, mit allem europäischen Raffinement geführten Angriffe in Betracht kommen, sondern nur spontane Angriffe, wie sie eben von aufgeregten Massen gemacht werden. Denn die Pekinger Gesandtschaften werden bei einem neuen Volfskriege, der jedenfalls biel ernster ausfallen würde, wie die lehte Erhebung, die Warnungszeichen nicht wieder übersehen und sich im schlimmsten Falle, wenn nicht schleunigst Verstärkungen heranzuziehen sind, einer Belagerung vernünftigerweise entziehen. Sind aber nur solche Angriffe zu erwarten, so kann man sogar ein großes Fürstenschloß derart bauen, daß es mit 100 Mann auf lange Zeit zu verteidigen ist. Man stelle das Gebäude mit sehr dicken Mauern in viereckiger Form her, ziehe darum einen breiten und tiefen Graben und stelle an den flankierenden Türmen etliche Maschinengewehre und Revolvertanonen auf, so gelangt keine State lebendig über den Graben. Selbst ein Riesengebäude, von dem jede der vier Fronten 200-300 Meter lang wäre, so daß es in seinem Innern einen großen Garten mit Graf Hochberg selbst hat sich über die Gründe seines Rücktritts großem Spielplay, ohne den ja die hohe Diplomatie nicht sein will, in sehr mystischer Weise geäußert. Er erklärte, daß er„ fo gesund Der Madrider„ Liberal" verzeichnet ein Gerücht, nach enthält, ließe sich auf diese Weise gegen jeden Angriff verteidigen. wie der Fisch im Wasser sei". Dann erklärte er, daß sein Amt Würde dies Gebäude nit 24 Geschützen und Maschinengewehren ein Stranz von Dornen" gewefen mit einzelnen, freilich sehr dem der Prätendent in Fez eingedrungen sein und von armiert, so beanspruchte jedes Geschütz inklusive eines Erfeindungen". Von welcher Seite diese Anfeindungen gekommen feien, es vorläufig an jeder amtlichen Nachricht. Die Lage ist Er sprach von Zeiten bitterster An- dort eine freundliche Aufnahmegefunden haben soll. Nach einem Telegramm aus Langer vom Sonnabend fehlt jazmannes 4 Mann. Es genügten also 96 Mann oder sagen hat er nicht verraten. wiz rund 100 zu seiner Verteidigung. Holtiba unverändert. Gerüchtweise verlautet, der freigelassene Bruder Brächte man übrigens an passender Stelle einen drehbaren Ueber ein Ueber eine Massenverhaftung von Anarchisten erhält ein Berliner des Sultans sei in Fez eingetroffen, andrerseits heißt es, ſten erhält ein er sei in Metinez gestorben. Sicher ist, daß die Situation Panzerturm ar und stellte darin 1 oder 2 Fünfzehncentimeter- Blatt folgende Meldung: Fez eine fehr " In Düsseldorf hob die Polizei in einer Wirtschaft an der in fritische ist, 10 daß die Juden, Haubitzen auf, so wäre die deutsche Gesandtschaft im stande, ganz Alleestraße eine anarchistische Versammlung auf und angesichts des Fanatismus der Bevölkerung, in ihren Stadtvierteln Peking unter Feuer zu nehmen, da die bewußten Geſchüße bis zu verhaftete dreizehn anarchistische Teilnehmer. eingeschlossen werden mußten. Während des Gefechtes vom 22. Des 5 Kilometer schießen. Nachdem die chinesische Regierung den Ge- Die Polizei war auf Grund einer anonymen Anzeige von der Ab- zember bemächtigten sich die Rebellen 17 Geschüße, darunter einer fandtschaften das Recht zur Befestigung ihrer Gebäude eingeräumt haltung der anarchistischen Versammlung verständigt worden. Unter Maxim- Kanone und mehrerer Belagerungsgeschüße. Ferner wird aus hat, sind ja in Peking überhaupt nicht mehr die Chinesen Herr, den Berhafteten befinden sich Personen aus Strefeld, Elberfeld, Tanger gemeldet, daß die Post für die Zustellung der eingeschriebenen sondern die europäischen Diplomaten. Barmen, Solingen, Köln, Trier, Essen und Koblenz. Es waren Briefe feine Garantie mehr übernimmt. Es geht das Gerücht, daß außerdem mehrere Führer der anarchistischen Bewegung aus Berlin ein in Madrid beglaubigter Diplomat ein Telegramm aus Tanger erhalten habe, nach dem die Lage des Sultans außerordentlich kritisch erschienen, die gleichfalls inhaftiert wurden." Vermutlich handelt es sich um die Aufhebung einer Zusammen- fei. Die mehr als 10 000 Juden in Fez, die von seiten der funft, die man als nicht angemeldete Bersammlung anjah. Man Regierung des Sultans große Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten darf annehmen, daß man die Teilnehmer nach Feststellung ihrer zu erdulden hatten, sollen geneigt sein, den Prätendenten zu unterſtützen. Personalien sofort wieder entlassen hat. Wie Daily Telegraph aus Gibraltar von gestern meldet, verließ der Bruder des Sultans von Marokko, Mulai Mohamed, welcher jetzt die Armee des Sultans befehligt, am 27. Dezember Fez, um die Aufständischen anzugreifen. Sehr unangenehm für die Steuerzahler erscheint uns auch die Vorliebe für berittene Infanterie, die die Reichsleitung in China zeigt. Die Boeren verdankten allerdings viele ihrer Grfolge dem Umstande, daß sie beritten waren, und dies mag den Bunftmilitärs in die Augen stechen. Aber hier ist erstens zu bemerken, daß die Pferde der Boeren für das Feuergefecht ausgezeichnet dressiert sind, indem sie, nachdem der Reiter abgesessen ist, von selbst an ihrem Platz bleiben. Bei den deutschen Kavallerietruppen aber muß beim Absitzen zum Feuergefecht von 3 Mann mindestens einer zum Halten der Pferde zurückbleiben, wodurch natürlich die Feuerkraft der betreffenden Abteilung sehr geschwächt wird. Zweitens waren die Verhältnisse im Boerenkriege sehr flein. Kämpfen in einem Gefecht auf beiden Seiten nur einige Tausend Mann, so bedeutet es natürlich sehr viel, wenn eine der Parteien einige Hundert berittene Schützen rasch da und dort in das Gefecht cingreifen läßt. Auf den europäischen Schlachtfeldern aber wären nicht Hunderte, sondern viele Tausende solcher Schüßen nötig, um einen nennenswerten Erfolg zu erzielen. Es giebt noch manche andre Gründe, die gegen die Einführung berittener Infantrie sprechen, aber wir wollen uns dieselben aufsparen für die Beit, tvo der Herr Kriegsminister mit seinen Forderungen für berittene In fanterie herausrückt. Nach unsrer Schätzung wird dies spätestens 1905 der Fall sein. Vorläufig gestatten wir uns das Hauptgewicht auf die beiden Fragen zu legen: Was thut das neue Bataillon in Tsingtau und was thun die beiden Compagnien in Peking? Deutfches Reich. Der Bundesrat hat in seiner Sonnabend- Sitzung die Ausschuß Berichte über die Etatsentwürfe für den Reichshaushalts- Etat für 1903, und zwar a) über den allgemeinen Pensionsfonds und b) für das Reichs- Militärgericht genehmigt. Gleichfalls genehmigt wurden die Ausschußberichte über die Entwürfe der Etats der Marine verwaltung, der Verwaltung des Reich sheeres, des Reichsamtes des Innern, der Reichspost- und Telegraphenverwaltung und des Reichsschazzamts zum Reichshaushalts- Etat für 1903. Rote und schwarze Neujahrshoffnungen. In der ihr eigenen abgeschmackten Weise glossiert die ultramontane Märt. Volts.- 3tg." unfren Neujahrsartikel. Ihren allgemeinen Schwazz beschließt sie mit der Bemerkung: Aber die Völkerbefreiende" wird bei den nächsten Wahlen mit den„ Räubern" aufräumen:„ Der Wahlsturm des neuen Jahres wird die Leinwandcoulissen ihrer idyllischen Theaterlandschaft in Stide reißen". Wir haben den Genossen" jüngst erst empfohlen, in Prophezeiungen über das Ergebnis der nächsten Wahlen nicht allzu ausschweifend zu sein; es möchte leicht anders kommen, als sie der Nachläuferschaft vorschwindeln, und dann würden sie als noch schlechtere Propheten dastehen, als der„ Genosse" Bebel, der sich beim Zolltarif wieder so heillos blamiert hat. Sie sollten sich doch durch das für sie so klägliche Ergebnis der Liegniger Ersazwahl, die der„ Vorwärts" mit keinem Worte berührt, warnen lassen." Nach den Wahlen sprechen wir uns wieder. Kirchenmißbrauch zu Centrumszwecken. " B Algier, 3. Januar. Eine Compagnie Zuaven sowie ein weiteres Bataillon Schützen haben Befehl erhalten, sich bereit zu halten, nach der marokkanischen Grenze abzugehen. Gibraltar, 3. Januar. Zwei englische Schlachtschiffe und zwei Streuzer sind aus Malta hier eingetroffen. Der Befehl, Verstärkung nach Allgeziras abzusenden, wurde zurückgezogen. Frankreich. Der Pariser Polizeipräfekt in Nöten. -OO Sechzehn Herr épine, der Pariser Polizeipräsident, ist ein gar schneidiger Herr. Zu wiederholten Malen hat er mit rauher Hand Wenn das Blatt kein besseres Exempel weiß, als die Liegniger eingegriffen, wenn die Socialisten auf dem Père Lachaise in Wahl, so sollte es lieber den Mund halten. Bei der Liegnißer Wahl, pietätvoller Weise ihre Toten ehrten und sein brutales Vorgehen bei die wegen der nächst jährigen allgemeinen Wahlen unter Streifs hat ihn bei der Arbeiterschaft nicht wenig verhaßt gemacht. dem Zeichen der Geld- und Kräfteersparnis stand, hat gerade die Jeht bereiten ihm nun seine eignen Untergebenen arge Verlegensocialdemokratische Partei trotz des Druckfehlerteufels heiten. Die Schußleute, die er so oft gegen die gefehmäßigen Aktionen des guten Eugen, der seiner Partei für 1893 nur 4000 Stimmen der organisierten Arbeiter vorschickte, wollen nun selbst eine Organiweniger gut schrieb, als sie thatsächlich erhalten hatte am aller- fation bilden. Herr Répine hat seine" Schuhleute außerhalb des besten abgeschnitten. Wenn das Centrum 1903 verhältnis Gesetzes gestellt, indem er ihnen nicht bloß die Lektüre des„ Sergent mäßig so gut abschneiden wird, wie wir Ende 1902 in Liegnitz, de Ville", des Berufsorgans der Schuhleute, untersagte, sondern fönnte es ganz beruhigt sein. Aber die Centrumsarbeiter werden die infame Brotwucher- und Gewaltpolitik der Centrums- er verbot ihnen auch, die Versammlung, in der die Gründung der fraktion bis zum Sommer noch nicht vergessen haben. Organisation besprochen werden sollte, zu besuchen. Se ch 3ehn Beamte, unter ihnen solche, die über 20 Jahre in Dienst waren, find wegen Insubordination" entlassen worden; vor dem Versammlungslokal waren zahlreiche höhere Beamte aufgestellt, die jeden Versammlungsbesucher( die Schuhleute kamen in Aus Offenbach wird uns vom 2. Januar geschrieben: Einen wahren Kreuzzug gegen die Socialdemokratie und das Civil), den sie erkannten, notierten. Die Versammlung war denn Offenbacher Abendblatt" und den Agitationskalender Hessischer auch schlecht besucht. Immerhin kam es zur Gründung eines Kruppsches Wohlfahrts- Vermächtnis. Die Dortmunder Arbeiter- Landbote" hat der katholische Klerus des Offenbacher Streises an Syndifats; außerdem wurde eine Deputation gewählt, welche den zeitung" berichtet aus Essen:" Sehr großes Aufsehen hat man von den Weihnachtsfeiertagen in allen Gemeinden entfacht, Ministerpräsidenten ersuchen soll, zu Gunsten der Beamten zu intereinem angeblichen Vermächtnis Krupps für die Altenhofbewohner ge- und zwar wurde gewöhnlich Eingangs der Festepisteln diese Vervenieren. Die Schuhleute wollen sich ähnlich wie die Postbeamten macht. Jedem Ehepaar sind 1000 M., jedem Witwer und jeder Witwe nichtung" der Socialdemokratie und ihre Litteratur vorgenommen. zu einem großen Verbande zusammenschließen. 500 m. vermacht, so lautete die irreführende Notiz. Wie alle Welt Dabei ließen sich natürlich die frommen Herren die die Kaplanspresse aufs wärmste Belgien. weiß, haben die Invaliden auf dem Altenhof freie Wohnung. Das legenheit nicht entgehen, zu empfehlen. Wie wir von vielen Seiten erfahren, angebliche Vermächtnis ist aber nichts weiter als Aufhebung Die Rache Leopolds. Zum Präsidenten der kgl. Akademie ist zahlreiche Kirchenbesucher start in dent Glauben für das Jahr 1903 soeben der Professor Mansion ernannt. Wie der Freiwohnung, durch Ueberschreibung eines Kapitals, waren dessen Zinsen zur Renovierung der Häuser verwandt werden sollen. verjetzt, daß man sich nicht an geweihter Stätte, sondern in einer ganz der" Peuple" mitteilt, lag es in diesem Jahre der Fakultät der Nachdem wir den Charakter des„ Bermächtnisses" erfahren haben, gewöhnlichen Centrumsversammlung befände. Insbesondere richteten politischen Dekonomie ob, den Präsidenten vorzuschlagen. Diese zweifeln wir daran, daß es sich wirklich um einen testamentarischen die geistlichen Herren ihre beschwörenden Worte an die Frauen, brachte den bekannten socialistischen Gelehrten und Deputierten fit des Verstorbenen handelt. Sollte aber wirklich in Krupps Ver- die ihren Eheherren das Verderbliche socialdemokratischer Lektüre bettor Denis in Vorschlag. Gewöhnlich giebt der Regent diesen mächtnis die fragliche Schenkung den Ausführungs- und des Besuchs socialdemokratischer Versammlungen vor Augen Vorschlägen ohne weiteres statt, Hektor Denis aber wurde nicht bebestimmungen enthalten sein, dann haben sicher Wohlfahrts- führen sollten. Den Kampf mit geistigen Waffen in öffentlichen Verstätigt, sondern der König ernannte den oben bezeichneten Profeffor politiker nach bekanntem Muster diktiert. Von Krupp fönnen zum Präsidenten. wir wirklich nicht annehmen, daß er eine solche Wohlfahrts- fammlungen auszutragen, dazu können sich die streitbaren PfarrItalien. tomödie selbst insceniert hat. Die Beschenkten bekommen nämlich herren und ihre Kapläne nicht verstehen. Das haben sie erst kürzlich Das dadurch betwiesen, daß sie hinter verschlossenen Thüren an verschiedenen Angriff eines Anarchisten gegen einen Socialisten. von dem Vermächtnis keinen Sechser in die Hände. Stapital, so ist den Leuten in schwarz umränderten Briefen mit Drten des Offenbacher Landkreises Versammlungen ihrer Getreuen Adam Mancini, der Korrespondent einiger anarchistischer Blätter hat geteilt worden, ist auf das ihnen bewohnte freie" Häuschen über- abhielten, in denen Entrüstungsresolutionen gegen den Reichstags- den Führer der Socialisten von Imola, den Dr. Cenni durch schrieben, und werden von den Zinsen die erforderlichen Renovierungs- vertreter des Kreises, Genossen Ulrich, losgelassen wurden. Auf einen Dolchstich erheblich verlegt. Dem Attentat war ein kurzer Arbeiten bestritten! Die Gesamtsumme, die hierbei in Betracht diese Weise suchten die Herren die Aufmerksamkeit von ihrem Brot- Streit vorausgegangen. Mancini ist geflüchtet. Tomunt, beträgt 180 000 Marf. Diese Summe ist, wie bemerkt, und Fleischwucher abzulenten. Am Sonntag, den 4. Januar, finden überschrieben. Es ist eine Transaktion, die praktisch für die Be- nun in Hainstadt, Klein- Kroßenburg und Seligenstadt öffentliche fchenften gar keinen Wert hat. Von den Zinsen werden die Re- Boltsversammlungen statt, in denen die Genoffen Scheidemann, Ulrich paratur- Kosten 2c. bezahlt. Früher deckte man die bezüglichen Kosten und Orb aus Offenbach den Centrumsbrüdern gehörig den Tert aus der Werkskasse. Es ist im Grunde genommen nichts geändert lesen werden. Ob die auf der Kanzel so mutigen Herren der an sie aber Reklame wurde wieder gemacht! ergangenen freundlichen Einladung, in den Versammlungen zu erscheinen, Folge leisten werden? mit Aufgehobene Beschlagnahme. Auch gegen die Breslauer Morgenzeitung" war feitens der Staatsanwaltschaft ein Strafe verfahren wegen Krupp- Beleidigung eingeleitet worden und die betreffende Nummer wurde beschlagnahmt. Jezt ist auch diese Beschlagnahme aufgehoben und das Verfahren beendet worden. Der Herr Hoftheater Jntendant. Der Berliner Korrespondent der Frankfurter Zeitung" erzählt seinem Blatte über die Ursachen des Direktionswechsels an den Berliner Hoftheatern: Ge Ein Answeg aus dem Denkmals Dilemma. Das Kriegsdepartement hat bestimmt, daß die von Kaiser Wilhelm geschenkte Statue Friedrich des Großen im Park der neu zu er bauenden Militär- Akademie aufgestellt werden soll. Die Anlagen um die Afademie werden zur Aufnahme einer Anzahl Denkmäler hervorragender Soldaten verschiedener Bölfer entsprechend hergerichtet. Der Grundstein zu der neuen Akademie foll am 22. Februar d. J. gelegt werden und kurz danach die Aufstellung des Standbildes Friedrichs des Großen stattfinden. England. Bei der Parlamentsnachwahl in Newmarket für das verstorbene fonservative Mitglied McCalmont wurde der Liberale Nose mit 4414 Stimmen gewählt. Für den konservativen Gegenkandidaten Brasseh wurden 3907 Stimmen abgegeben. Afien. Zu dem chinesischen Kriegsentschädigungs- Konflikt. Die„ Times" melben aus Shanghai: China hat eine Halbjahreszahlung der Ent schädigung auf der Silberbasis geleistet und sich dabei von neuem außer stande erklärt, die von der Bankier- Kommission angenommene Auslegung des Protokolls anzuerkennen. Die Frage muß mun zur baldigen Entscheidung nach Peking zurückvertiefen werden. Partei- Nachrichten. " Bekanntlich dürfen in Amerika Denkmäler von Potentaten an Es stand schon lange fest, daß Graf Hochberg vom Posten öffentlichen Plägen nicht aufgestellt werden, die Regierung war also Barteipreffe. Unser Straßburger Parteiblatt, die Freie des Generalintendanten der königl. Schauspiele zurücktreten werde. durch das Geschenk Wilhelms II. in einige Verlegenheit gebracht Preise für Elias- Lothringen", das bisher in dem VorEs haben sich vor Jahr und Tag in dieser Angelegenheit In worden. Aber schlau wie die Yankees nun einmal sind, haben sie orte Schiltigheim erschien, ist jetzt ins eigne Heim nach Straßburg triguen abgespielt, in die auch politische Persönlichkeiten auch diesmal einen passenden Ausweg aus dem Dilemma gefunden. selbst übergesiedelt. Bei der Gelegenheit ist dem Titel die bisher wie ein inzwischen in den Ruhestand getretener vielgenannter Der alte Frizz wird nicht an einem öffentlichen Blaze aufgestellt, nicht vorhanden gewesene ausdrückliche Bezeichnung als„ SocialBotschafter und früherer Günstling des Kaisers verwickelt fondern in dem Parke der Militär- Akademie. Und ferner wird dem demokratisches Organ" hinzugefügt worden. Zugleich ist das Format waren. Als vor etwa einem Jahre nicht ohne ursachlichen zu Hohenzollernhelden schleunigst Gesellschaft gegeben werden, damit er bes Blattes vergrößert worden. Für Verlag und Druck zeichnet sammenhang mit diesen Intriguen der schon lange herzleidende sich nicht allzu vereinsamt fühlt. Der alte Frizz wird also die Ehre, Straßburger Boltsbruckerei G. m. b. S." Wir wünschen dem Blatte Intendanturdirektor Bierson einem Schlaganfall erlag( was hat den als Objekt des militärischen Anschauungsunterrichts zu dienen, mit unter den neuen Verhältnissen besten Erfolg. Mann in den Tod gehetzt"? Red. des" Vorwärts".), war Graf dem forsischen Barbenü und andren zweifelhaften Gesellen teilen In die Redaktion der„ Volkswacht" in Breslau ist der Hochberg fest entschlossen, ohne diesen unentbehrlichen Mitarbeiter müssen. Genosse Ludwig Radlof, bisher in Hamburg, eingetreten. nicht mehr lange zu bleiben. Der Ablauf der jetzigen Theatersaison war als Zeitpunkt für seinen Rücktritt vereinbart und Uusre Kolonien. In Kamerun hat der Außenhandel nach dem Die Niederländische Socialdemokratische Lehrervereinigung" hielt ebenso stand fest, daß Herr von Hülsen sein Nach Rolonialbl." im Jahre 1901 gegen das Vorjahr einen beam 28. Dezember zu Groningen ihre 18. Jahresversammlung ab. folger werden sollte. sollte. Der Grund, weswegen der Wechsel deutenden Rückschlag erfahren. Während der Gesamthandel Der Vorsitzende Bijtert wies in seiner Eröffnungsrede auf die sich jetzt früher vollzogen hat, ist nicht ohne allgemeines im Jahre 1900 20 131 472. betrug, ist derselbe im Jahre 1901 socialdemokratischen Wahlfiege in Amsterdam hin und erregte daInteresse. Es ist bon kirchlichen Streifen, Die auf 15 235 727 M. gefunfen, und zwar entfällt dieser Rückgang voll durch lebhaften Beifall. Mit Bezug auf den„ Verband der Niederauch auf eine recht hohe Stelle Einfluß haben, gegen die Handlung ständig auf die Einfuhr, die von 14 245 014 M. im Jahre 1900 ländischen Lehrer", wovon die Socialdemokratische Lehrervereinigung und den Text der Richard Straußschen Oper Feuersnot" auf 9 251 151 M. zurückging, während die Ausfuhr sich von eine Gruppe bildet, äußerte der Reduer: Mit dem Geist, im Berband fönnen Stimmung gemacht und das Unritterliche des Vorganges auf der 5 886 458 M. im Jahre 1900 auf 5 984 576 M. hob. Die Abnahme der herrscht, wir ziemlich zufrieden an der energischen Bühne stark hervorgehoben worden. Darauf hat der Staiser, nach war am stärksten bei der Einfuhr von Geweben( 1401 000 M.); feint, unsre Aufgabe ist es, festzuhalten -Alle Zuschriften sind zu richten an den Vertrauensmann der auf Holzplätzen und im Holzfach beschäftigten Arbeiter Deutschlands, h. Sirsch, Nauen, Hintergasse 24. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. n " principiellen Propaganda für die focialdemokratische Auffassung der ,, Knapp vor Jahresende hat der Stahltrust die geschäftliche Gewerkschaftsbewegung im Verbande. Das Mißtrauen gegen die Sensation des Jahres geliefert, denn als solche kann die Aufnahme Socialdemokratische Lehrervereinigung schwindet im Verbande nach der Union Steel Co. seitens der Morgan- Combine sowohl angesichts und nach, man lernt uns als treue Fachgenossen würdigen." Die ihrer Bedeutung an und für sich, als auch in ihren Folgen auf die Vereinigung hat jetzt 153 Mitglieder. Die Auflage des Fachorgans gesamte Situation der amerikanischen Eisen- und Stahl- Industrie " De Volksonderwijzer" ist von 691 auf 738 gestiegen. Die Jahres- wohl bezeichnet werden... Die Union Steel Co. war erst am versammlung befaßte sich zunächst mit der Frage, ob die Social- 1. Dezember v. J. aus der Verschmelzung der alten Union Steel Co. Spigmarke berichtet die Berliner Volks- Zeitung" über die Ents Die Vereinbarungen im Baugewerbe ungültig. Unter dieser demokraten im Lehrerverbande dazu mitwirken fönnten, daß ein und der Sharon Steel Co. mit dem Stapital von 65 Millionen Dollar, fcheidung des Charlottenburger Gewerbegerichts, welche auch wir in nicht socialdemokratischer Lehrer als Kandidat für die Kammer- außerdem 20 Millionen Bonds hervorgegangen; und alle Welt jah Mr. 1 des Vorwärts" behandelt haben. Die„ Bolts- Zeitung" ist wahlen aufgestellt werde? Diese Frage war vor zwei Jahren in dieser in jeder Beziehung unabhängigen Gesellschaft die leistungs- der irrigen Ansicht, daß durch jene Entscheidung der zwischen dent schon einmal auf der Tagesordnung. Damals entschied man sich, fähigste und gefährlichste Rivalin des Stahltrusts. Die Union Steel Verband der Baugeschäfte Berlins und den Organisationen der um Streit im Verbande зи vermeiden, für Unterstützung wird in Kürze über fünf der modernsten und gewaltigsten Hochöfen Maurer und Zimmerer vereinbarte Arbeitsvertrag als rechtlich undes freisinmnig- demokratischen Lehrers Katelaar. Damals war die verfügen und 25 open heart- Oefen befizen; sie besigt 5000 Acres wirksam erklärt worden sei. Frage weniger von praktischer Bedeutung, weil der Einfluß der Coats- Kohlenland und 6200 Acres Heizkohlenland, 450 Acres Kalk: barungen im Baugewerbe nicht bekannt sind, sei bemerkt, daß dieselben Für diejenigen, denen die VereinSocialdemokratie geringer war als jetzt. Dbgleich nun Katelaar steinländereien und Eisenerzlager an der Mesaba Range, welche auf durch das Charlottenburger Urteil auch nicht im geringsten berührt sich inzwischen als Abgeordneter für Amsterdams fünften Wahlkreis 40 bis 50 Millionen Tonnen geschätzt werden. Die Roheisen- Her- werden. Was in diesem Vertrage festgesetzt ist, bleibt selbstverständim allgemeinen auch bei Socialdemokraten Sympathien erworben stellung der Union Steel Co. wird nicht weit von einer Million lich bestehen und ist für die vertragschließenden Teile rechtsverbindlich. hat, wird man doch bei der nächsten Wahl damit rechnen müssen, Tonnen entfernt sein. As ernsteste Konkurrentin des Trusts erschien Das Charlottenburger Gewerbegericht soll der Zeitschrift„ Das Gedaß ihm ein Socialdemokrat gegenübergestellt wird. Bijkerk, der über die Gesellschaft aber mit Bezug auf ihre Herstellung an Draht, werbegericht" zufolge, die Achtzehner- Kommission, die auf Grund des diesen Punkt referierte, sprach sich im allgemeinen dagegen aus, daß be- Nägeln, Röhren und Blechen( 3. B. täglich 7500 Fäßchen Nägel Vertrages im Baugewerbe besteht, als unzuständig für die Ents fondere Fachvereins- Kandidaten aufgestellt werden. Nur die Social- gegen 24 000 des Trusts) eben die Aktion der Union Steel hatte scheidung gewerblicher Rechtsstreitigkeiten der Vertragsparteien ers fraten träten in vollem Maße für die allgemeinen Arbeiterinteressen den Trust vor zwei Monaten zu den bedeutenden Preisermäßigungen lärt haben. Zwar sind die rechtlichen aber nicht die thatsächlichen und für die Interessen des Unterrichts und der Lehrer ein und in den genannten Artikeln veranlaßt. Man hätte annehmen sollen, Boraussetzungen des Urteils zutreffend. Das Charlottenburger Ges darum müßten die socialdemokratischen Lehrer im Verband das daß der Trust, der an Wucherpreise von seinen ursprünglichen Erwerbegericht kann nur durch einen Frrtum der streitenden Parteien Princip eigner Verbandskandidaten bekämpfen. In ähnlichem Sinne werbungen her gewöhnt war, für diese Gesellschaft etwa 90 bis bezüglich des Inhalts des bezeichneten Vertrages zu seiner Entäußerten sich die übrigen Redner. Die Beschlußfassung wurde mit 100 Millionen Dollar hätte gewähren müssen; nun aber diese Be- scheidung gekommen sein. Es liegt sogar ein doppelter Frrtum vor. Rücksicht darauf, daß die nächsten Wahlen erst 1905 stattfinden, bis dingungen! Der Trust übernimmt die Union Steel Co. gegen eine Der Vertrag im Baugewerbe bestimmt gar nicht, daß die Achtzehnerzum nächsten Jahre ausgesetzt. Um in Uebereinstimmung mit der von Sachverständigen zu bestimmende Summe, basiert auf den wirk Stommission als Schiedsgericht für Rechtsstreitigkeiten fungieren foll, focialdemokratischen Partei zu bleiben, beschloß der Kongreß den Punkt lichen Marktwert der Besizungen; die Union Steel Co. wird diese für die sonst das Gewerbegericht zuständig ist. In dem vorliegendem Verpflichtende Staatsschule, neutral in religiöser und politischer Hinsicht", Stauffsumme aus einer Bondsausgabe( 45 Millionen 5prozentige Falle trat als Kläger ein Steinträger auf. Für diese aus dem Programm der Vereinigung zu streichen. Der Beschluß wurde mit Stollateral- Trustbonds) selbst zahlen, aus welcher Bonds- Emission Arbeiterkategorie gilt aber der bezeichnete Bertrag überhaupt nicht. 19 gegen 11 Stimmen gefaßt.( Bekanntlich hat sich der legte Parteitag dem Stahltrust noch ein Kapital von 10 Millionen bar zur Ber- Dem Einwand des Beklagten, für den vorliegenden Streitfall sei die der niederländischen Socialdemokratie unter gewissen Bedingungen vollständigung der Werke der Union Steel Co. zur Verfügung ge- Achtzehner- Kommission zuständig, fehlt also die thatsächliche Grundfür Gleichstellung der Privatschulen mit den öffentlichen Schulen stellt wird. Der Trust garantiert den fünfprozentigen Ertrag dieser lage. Aber selbst ivenn die Annahme des Beklagten durch eine ents erklärt.) Ferner beschloß der Kongreß, daß die Vereinigung eine Emission und erhält dagegen die Titres der Union Steel, die in sprechende Bestimmung in dem Vertrage für das Baugewerbe ges Untersuchung über die bei den christlichen Schulen in Gebrauch befind- seinem Tresor verbleiben. Also keine Spur einer neuen Bonds- stützt würde; was nicht der Fall ist so wäre durch das Charlottens lichen Lehr- und Lesebücher veranstalten soll. Da noch viele Lehrer ausgabe des Trusts, wie anfangs angenommen worden war( man burger Urteil nur die Achtzehner- Kommission des Schiedsrichteramtes in der socialdemokratischen Partei sind, die nicht der Vereinigung an hatte an zweite Mortgagebonds des Trusts gedacht). Die wert in Rechtsstreitigkeiten entkleidet, ohne daß der Vertrag in seiner gehören, nahm der Kongreß eine Resolution an, in der diese zum volle Gesellschaft fällt ihm einfach ohne jede Geldaufnahme oder Eigenschaft als Tarifvertrag durch das Urteil berührt würde. Beitritt aufgefordert werden. Außerdem wurde noch per Acclamation neue Anleihe in den Schoß, nur gegen die Zinsengarantie auf die beschlossen, den Internationalen Kongreß in Amsterdam zu be- 45 Millionen Dollar, also insgesamt 2 Millionen, während der schicken. Der bisherige Hauptvorstand wurde einstimmig wieder Reingewinn der Union Steel wohl schon im kommenden Jahre 5 bis gewählt, ebenso der Redakteur und Administrator des Fachorgans. 6 Millionen Dollar betragen wird. und δα Venezuela. Caftros Bedingung. In den Minkin- Werken zu Reinickendorf haben vor einigen Tagen sämtliche Former, Schlosser und Schleifer wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Anlaß hierzu gab das Verhalten des gegens wärtigen Firmeninhabers, Herrn Schimff, der es für seine vornehme Aufgabe zu halten scheint, vermehrte Profite durch möglichst fühlbaren Lohndruck aus dem Werke herauszuwirtschaften. Bei einer Anzahl neuer Arbeiten setzte er die Preise derartig niedrig, daß die Arbeiter beim besten Willen keinen angemessenen Verdienst erzielen konnten. Da die Vorstellungen der Arbeiter kein Gehör fanden, so traten sie geschlossen in den Streit. Die von der Vertretung des Metallarbeiter- Verbandes eingeleiteten Verhandlungen sind bis jetzt ebens falls resultatlos geblieben. Infolgedessen steht der Betrieb gänz lich still. Die Angliederungsbedingungen sind allerdings, wenn man die sonst bei derartigen Verschmelzungen üblichen amerikanischen Brattilen zum Vergleich heranzieht, recht sonderbare. Es müssen allerlei geheime Abmachungen hinter den Coulissen vorangegangen sein. Viel Aus Washington wird gemeldet: leicht fell Frick, früherer Leiter der Carnegie- Werke und jeßiger Die in der Antwort von Castro enthaltene Bedingung zu dem Macher der Union Steel Co., thatsächlich, wie vor einiger Zeit geSchiedsvorschlag trug den Charakter einer Alternative. Castro zeigte muntelt wurde, in die Stellung des dem Mr. Morgan allzu selbständig anfangs Abneigung gegen den Haager Schiedsgerichtshof und ver- gewordenen Schivab einrücken. langte, während er im Princip im Princip das Schiedsgericht annahm, Große Berliner Straßenbahn. Nach dem Ausweis der Gesellschaft daß die Angelegenheit von einer der amerikanischen Republiken betrugen die Einnahmen im Dezember mir 2 221 654 20. gegen abgeurteilt werden solle. Da Präsident Noosevelt Belästigung eines Streifpostens durch einen„ Herrn aus der cs 2 287 572. im Dezember vorigen Jahres, so daß der letzte aber bereits abgelehnt hatte, als Schiedsrichter zu fungieren Dezember eine Minder- Einnahme von 65 918 wt. aufweist. Für das Gartenstraße". Am Freitag stand ein Streikposten vor dem Arbeitsnachiveis der Kühnemänner. derselbe Grund, dem seine Ablehnung entsprang, ganze abgelaufene Jahr stellt sich die Einnahme auf 27 181 338 W., Plötzlich kam der bekannte Haupts sich auf die Exekutive irgend eines andren amerikanischen Staats- also um 640 383 m. höher als das Vorjahr, das nur 26 540 956 2. mann a. D. Kleffel auf ihn zu. Barsch und schneidig schnauzte der wesens in derselben Stärke anwenden läßt, so war Roosevelt ge- erbrachte. Die durchschnittliche Tagesceinnahme betrug im Jahre 1902 Herr Hauptmann den Arbeiter an und nannte ihn einen Tagedieb. zwungen, dieser Anregung seine Unterstützung zu versagen, und 74 469 M. Der Arbeiter sagte dem Herrn recht gründlich Bescheid, Caftros Anregung wird sonach von dem Feld der Möglichkeiten verholte sodann einen Schuhmann und ließ die Personalien dessen, der schwinden. Die Zahl der am Jahresende im Fener stehenden oberschlesischen ihn beleidigt hatte, feststellen. Herr Kleffel ficht jetzt einem StrafCastro hat natürlich gewußt, daß diese seine Bedingung aus- Hochofenwerke betrug nach Angabe der Breslauer Zeitung" nur 23, antrag wegen Beleidigung entgegen. fichtslos fein werde. Er hat es aber augenscheinlich nicht eilig. also taum zwei Drittel derjenigen in der Hausseperiode, doch bleibt Bermutlich hat seine Erklärung auch noch andre Bedingungen trotzdem die Erzeugung nur um ein Geringes hinter der früheren Die Arbeiter der Bahnmeisterei III, welche einen Teil der StadtBermutlich hat seine Erklärung auch noch andre Bedingungen Leistung zurüd. Davon entfallen fünf Defen auf die Julienhütte, und Ringbahn umfaßt, wurden am Neujahrstage, vormittags enthalten, auf die die Mächte demnächst reagieren werden. fünf auf die Königs- und Laurahütte, je zwei auf das Borsigiert, 8 Uhr, nach dem Bureau der Bahnmeisterei( am Bahnhof Friedrichdie Hubertushütte, die Donnersmarchütte und die Falvahütte, einer straße) beschieden, um ihren Lohn für die zweite Hälfte des Monats auf die Gleiwizer Hütte. Auf mehreren Werken befindet sich ein vollständig neu zugestellter betriebsfähiger Hochofen, so daß eine Er Dezember in Empfang zu nehmen. Zwar bestimmt eine Verfügung der höhung der Produktion jederzeit erfolgen kann. Direktion, daß, wenn der Zahltag( der 1. und 15. eines jeden Monats) auf einen Sonn- oder Feiertag fällt, der Lohn bereits am vorhergehenden Tage gezahlt werden soll. Die Arbeiter hatten also schon guten Grund, darüber ungehalten zu sein, daß man sie, im Widerspruch zu dieser Verfügung, an einem Feiertage zur Lohnzahlung antreten ließ. Aber nicht genug damit. Als die Arbeiter erschienen, da hieß es, die Lohnlisten feien noch nicht da. So verging Stunde um Stunde. Endlich, um 12 Uhr mittags, befanden sich die Arbeiter im Besiz ihres Lohnes. Da sie meist in entfernten Stadtgegenden wohnen, so hatten sie also mehr als die Hälfte ihres Ruhetages, dank der Rücksichtslosigkeit irgend eines Beamten, opfern müffen. Englische Verftimmung gegen Deutschland. Wie breite Schichten Englands über Deutschland denken, verrät auch ein Artikel in der Januar- Nummer der angesehenen Zeitschrift Rational Review", gezeichnet Ignotus, der sich mit dem deutsch- englischen Einvernehmen im Venezuela- Streitfall beschäftigt. Der Verfasser wendet sich gegen die englische Regierung, die, bevor fie irgend einen Schritt gegen Venezuela unternahm, die Pflicht gehabt hätte, die Regierung der Vereinigten Staaten davon zu verständigen. England habe die Monroe- Doktrin anerkannt und stets gehalten; durch dieselbe habe Amerika die Verantwortung und verfüge über die Rechte, 11111 11 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Maßregelung organisierter Arbeiter. " Rücksichtslosigkeit gegen Arbeiter in einem staatlichen Betriebe. Deutsches Reich. Kampf um das Koalitionsrecht. Venezuela zur Vernunft zu bringen. Aber selbst wenn die Unterhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu keinem Resultat ge- Die in der Holzindustrie beschäftigten Arbeiter von Oberberg, führt haben würden, hätte England allein und nicht in Gemeinschaft Neuenhagen, Liepe und Niederfinowo( Mark) hatten sich vor einigen mit Deutschland vorgehen müssen. Deutschland sei in Monaten gewerkschaftlich organisiert. Die durchaus traurigen Löhne Amerika das best gehaßte Land; man wisse dort, daß Deutsch- und Arbeitsverhältnisse waren wohl die Ursache dafür, daß die Tand sein Augenmerk auf Südamerika richte und die rapide Vermehrung Agitation für die Ausbreitung der Drganisation auf fruchtbaren der amerikanischen Flotte sei nur eine Folge der Entwickelung der Boden fiel. Fast zwei Drittel sämtlicher in Betracht kommenden In Kolmar in Bosen wurde am 1. Dezember v. J. eine Zahldeutschen Marine. Arbeiter haben sich innerhalb der kurzen Zeit organisiert. Das stelle des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes gegründet. Fast fämts Gs bedürfe feiner langen Beweisführung, so fährt der Verfasser Unternehmertum übte Sache, und zwar durch Entlassung der liche Tischler der beiden am Orte befindlichen Baugeschäfte, Rezlaff fort, daß Deutschland auch in England mit demselben Mißtrauen sogenannten„ Mädelsführer". Unter den Entlassenen waren Arbeiter, und Hartmann traten dem Verband bei. Die Mitgliederliste ist der begegnet werde. Das Verhalten Deutschlands zu England sei in die 4 bis 6 Jahre ununterbrochen im Betriebe thätig gewesen Polizei sofort nach der Gründung der Zahlstelle eingereicht den letzten Jahren ein unausgesetzt unfreundliches gewesen. Während find. Die Entlassung erfolgte am Weihnachts- Heiligabend worden. Am Sonnabend, den 6. Dezember, bei der Lohnzahlung, des Boerentrieges habe die deutsche Presse nicht ohne offizielle Er- mit der höhnischen Bemerkung: Damit Ihr Euch besser erschien der Unternehmer Rezlaff in Begleitung feines Vertreters, munterung Frankreich und Rußland aufgereizt, aus der augenblid- der Agitation widmen könnt". Man ersieht hieraus, daß und im Besitz einer Liste, die merkwürdigerweise ganz genau übereinlichen Situation Englands ihre Vorteile zu ziehen. Sehr zum Bedauern die Scharfmacher in den Provinzen ihren Kollegen aus der stimmte mit derjenigen, welche der Polizei eingereicht worden ist. der Urheber dieser hinterlistigen Spekulation seien Rußland und Frank- Gartenstraße nichts nachgeben. Doch damit nicht genug, man Die neuen Verbandsmitglieder sollten nun sogleich erfahren, wie reich diesen Ratschlägen nicht gefolgt. Von der Aufreizung zu offener will in größerem Umfange die verfängliche Idee des solidarischen wenig Achtung ihr Arbeitgeber vor dem Koalitionsrecht der Arbeiter Gewalt sei Deutschland dazu übergegangen, England in der gröbsten Zusammenhalts der Arbeiter durch eine allgemeine Aushungerung hat. Mit der Bemerkung: Solche Leute, welche dem Verband angeWeise zu beleidigen, bis schließlich der Graf Bülow öffentlich seine beseitigen. Die Ausübung des Koalitionsrechts soll für die Oder- hören, können wir in unserm Betriebe nicht gebrauchen, erhielten alle, Stiefeln an der englischen Armee abgewischt habe. In China habe berger Arbeiter nicht erlaubt sein, so wollen es die Unternehmer; die auf der Liste standen, die Kündigung. Es wurde ihnen jedoch fich Deutschland als ein verräterischer und treuloser Verbündeter man lefe ihren Anschlag: bedeutet: Wer innerhalb der 14 tägigen Sündigungsfrist seinen gezeigt, der versucht habe, selbst durch das Mittel der offenen Gewalt Oberberg i. M., den 22. Dezember 1902. Austritt aus dem Verbande erkläre, der könne weiter arbeiten. die Machtsphäre Englands im Yangtse- Thale zu durchbrechen. Es „ Die unterzeichneten Arbeitgeber haben von den Statuten des Ebenso erging es den Verbandsmitgliedern im Hartmannschen Beist richtig, daß das erst geschah, nachdem die deutschen Professoren Vereins der auf Holzplätzen und im Holzfach beschäftigten Arbeiter triebe. So leichten Staufs gaben aber die Arbeiter ihr Koalitionsuns gewarnt hatten, indem sie dem deutschen Wolfe auseinandersetzten, in Oderberg und Umgegend Kenntnis genommen und sind zu der recht nicht preis. Sie blieben der Organisation treu und verließen daß England der Feind Deutschlands fei. Ueberzeugung gekommen, daß die darin zu Tage tretenden Be- sämtlich am 20. Dezember die Arbeitsstätten. Dies hatten die UnterMit einem solchen Lande, so ruft der Verfasser aus, habe strebungen zu schweren Störungen des bisher so friedlichen Ver- nehmer wohl nicht erwartet, denn die Arbeit drängt und sie sind jetzt England nicht bloß ein Bündnis geschlossen, sondern sich ihm, ge- hältnisses und guten Einvernehmens zwischen Arbeitgeber und Arbeit auf der Suche nach Arbeitswilligen. Auch in Berlin such t bunden an Händen und Füßen, überantwortet. Deutlich erkennbar nehmer führen könnten. ein Agent arbeitswillige Tischler für die Firmen sei der direkte Einfluß des deutschen Kaisers; am Retzlaff und Hartmann anzuwerben. Darum Kollegen, feid 11. November abends, also zur Zeit der Anwesenheit des 1. Die unterzeichneten Arbeitgeber verpflichten sich, feine Arbeiter, auf der Hut und laßt Euch nicht durch Versprechungen nach Kolmas deutschen Kaisers in England, sei das Ultimatum die dem oben genannten Verein angehören, zu beschäftigen loden. Es ist zu verwundern, daß die Herren überhaupt bisher an Venezuela depeschiert worden. und stellen denjenigen Arbeitern, die Mitglied des Vereins Arbeiter bekommen haben. Die Arbeitszeit beträgt 11-12 Stunden. sind, die Wahl, entweder bis zum 15. Januar 1903 aus Nur ein Beispiel möge die Accordpreise kennzeichnen: Für Doppeldem Verein auszuscheiden oder die Arbeit niederzulegen. fenster( 4- flügelig) werden 4,25-4,50 20. Arbeitslohn gezahlt. Wer nach dem 15. Januar 1903 noch dem Verein an- Bei so niedrigen Arbeitslöhnen ist es erklärlich, daß die Unternehmer gehört, ist hiermit gekündigt und zum 15. Januar 1903 in Kolmar fogar der Strafanstalt in Rawitsch KonAuch in seinen weiteren Ausführungen fährt der Verfasser fort entlassen. furrenz machen können. In dem Unternehmer- Organ„ Der deutsche die deutsche Regierung einer untehrlichen Politit gegenüber England Tischlermeister" wird ausgeführt, daß sich die Strafanstalt in zu zeihen. Es sei schon seit längerer Zeit Deutschlands HauptRatvitsch an dem Wettbewerb um Lieferung der Tischlerarbeiten für fächlichstes Bemühen, England mit den Vereinigten Staaten zu Berliner Holz- Comptoir, Oderberg( Mark); Heinrich Stolz, Oderberg; den Neubau eines Gymnasiums beworben hat. Die höchste Forderung entztveien. Das sei schon 1898, als der Krieg mit Spanien aus. Kupper, Oberberg, Liepe und Braliz; Ihlenburg u. Krüger, 10 757 M. ftellte eine Breslauer Firma. Die Strafanstalt brach, der Fall gewesen. Deutschland habe unter der Leitung des Oderberg; A. Gauert, Oberberg; Hirschberg u. Leffer, Oderberg; hatte mit 5422,50 2. die zweitniedrigste Forderung eingereicht, die Doktor von Holleben ein Preßbureau in den Bereinigten Staaten Mar Spiegelberg, Oderberg; W. Grunow, Oberberg; A. Pape, von einer Firma in Kolmar noch unterboten wurde. errichtet, zu dem direkten Zweck und wir verlangen, wenn dies Dderberg; H. Wegener, Oderberg; Fr. Sad, Liepe a. D., Braliy Jedenfalls befürchten die Unternehmer, ivenn es erst Licht in den nicht richtig, ein Dementi Uneinigkeit zwischen England und den und Falkenberg; G. 8. Grothe, Liepe a. D.; Münch u. Schulze, Köpfen der polnischen Arbeiterschaft wird, daß dann wohl diese ihm befreundeten Staaten zu säen." Liepe a. D.; Paul Schubert, Liepe a. D.; Robert Schmidt( vormals Schundpreise aufhören müssen. Darum Kollegen, haltet den Zuzug Der Artikel flingt in eine Warnung vor jedem Zusammengehen Welle u. Elbe); August Hinze; W. Sparr n. Sohn; C. Müller, fern, und meidet den Ort so lange, bis die Herren das Koalitionsrecht mit Deutschland aus. Das Auswärtige Amt habe sein möglichstes Braliz; Th. Haad, Braliz; E. Krause, Braliz; A. Dornbusch, der Arbeiter anerkennen. gethan, um England in einen großen Krieg mit den Vereinigten Bralis; Gustav Hopf. Neuenhagen; 2. Walter, Neuenhagen; Frau Der Gauborstand. Staaten zu stürzen; die größte Gefahr sei jetzt zwar vorüber, aber Auguste Hopf, Neuenhagen; C. Baillier n. Co., Alt- Gließen; auch in der Zunkunft gelte es, gegenüber Deutschland auf der Hut England sei allein wohl in der Lage gewesen, feine Forderungen in Venezuela durchzusetzen, durch den Vertrag mit Deutschland sei es gebunden, sich nicht cher für befriedigt zu erklären, bis nicht auch Deutschland zufrieden gestellt ſei. zu fein. " 1 Hus Industrie und Handel. Ueber die Verschmelzung des amerikanischen Stahltrusts mit der Frickschen Union Steel Co. wird dem„ Berliner Börsen- Courier" von seinem New Yorker Korrespondenten ein längerer Bericht übersandt, in dem es heißt: Sie haben deshalb beschlossen: 2. Die Vereinbarung ist in allen Betrieben in üblicher Weise bekannt zu machen. W. Frize, Alt- Gließen." Die Arbeiter sind keineswegs gewillt, fich ihr Vereinigungsrecht so schnöde unterbinden zu lassen, und werden lieber alles, auch die größten Opfer ertragen, als wie noch länger den Hochmut der Unternehmerklasse am Drte. -* Zu der vorstehenden Angelegenheit erfahren wir noch, daß der Gauborsteher, Genosse Stusche in Berlin, beim Minister des Innern Beschwerde erhoben hat gegen die Polizeiverwaltung in Kolmar, weil allem Anschein nach die von der Leitung der Zahlstelle eingereichte Mitgliederliste dem Unternehmer Rezlaff durch die Polizeizugänglich gemacht worden ist. Ferner hat Stusche den Herrn Rezlaff bei der Staatsanwalt in SchneideAn die Berufskollegen Deutschlands richten wir das dringende mühl wegen Erpressung angezeigt. Der Rechtsbeistand Stusches, Erfuchen, den Zuzug nach oben genannten Orten bis auf weiteres Rechtsanwalt Dr. Heinemann, geht in der Begründung der Anzeige streng fernzuhalten. davon aus, daß das Reichsgericht in vielen Entscheidungen den ThatDas friedliche Verhältnis und gute Einbernehmen bestand nur in der unbedingten Unterwerfung der Arbeiter. bestand der Erpressung als vorliegend erachtete, wenn organisierte den ersten Aufgaben der damit befaßten Behörde, mit jener Fühlung Chef habe ihn darauf ermahnt und ihm für Wiederholungsfälle dis Arbeiter von ihrem Arbeitgeber unter Androhung von Arbeits- zu nehmen, schon um Störungen der Uebergangszeit thunlichst zu Entlassung angedroht. Troh des Verbots sei Kläger wieder mehreinstellung höhere Löhne verlangten, oder wenn sie nicht organisierte vermeiden. Die gesamte Verwaltungsthätigkeit bei uns beruht auf mals ohne Erlaubnis aus dem Hause fortgegangen. Ein Buchs Arbeiter zum Eintritt in die Organisation zu nötigen versuchten. dem Gedanken, daß, wo öffentliche Interessen mit privaten zusammenhalter, ebenfalls als Zeuge vernommen, fagte aus, der Kläger sei am Diese Fälle so führt die Begründung weiter aus find noch stoßen, über diese nicht hinweggegangen, sondern die Möglichkeit Entlassungstage betrunken von der Kontroll- Versammlung gekommen erheblich weniger traß wie der vorliegende. Die Ankündigung der eines Ausgleiches offen gehalten wird; erst wenn ein solcher und habe sich in der Dienstzeit aufs Bett gelegt und geschlafen. Entlassung bei Nichtunterzeichnung des Reverses( betr. Austritt aus Ausgleich sich nicht finden läßt, müssen die privaten Intereffen Herr Schwarz selber habe ihn getvedt. Der Kläger gab zu, daß dem Holzarbeiter- Verband) enthält die Ankündigung eines Uebels, zurückstehen. Ich bin noch heute der Ansicht, daß es in den Anfangs- er in letzter Zeit sich öfter um den Wettsport bekümmert habe; er durch das die Arbeiter zu einer Duldung, nämlich der Entlassung, stadien leicht gewesen wäre, die Schwierigkeiten, die heute dem habe das aber immer nur entweder in seiner freien Zeit oder gelegentoder einer Handlung, nämlich dem Austritt aus dem Verbande ge-" Arbeitsmarkt" bereitet sind, zu vermeiden, ohne darum die Interessen lich der Ausführung von Aufträgen der Hotelgäste sowie der nötigt werden sollten. Retzlaff, bezt. sein Vertreter, that dies, um der Sache zu schädigen. Eine andre Meinungsverschiedenheit Familienmitglieder des Chefs gemacht. Den Dienst habe er deshalb fich einen Vermögensvorteil, auf den er kein civilrechtlich erzwingbares als die hier genannte hat nicht bestanden; insbesondere nicht versäumt. Auch sei er, wenn er auch mehrere Glas Bier geNecht hatte, zu verschaffen, nämlich den Vorteil, seinen Arbeitern find durch das Reichsamt Forderungen nicht zurüdgewiesen worden, trunken habe, nicht nach der Kontroll- Versammlung betrunken ge= auch in Zukunft einen ihm möglichst genehmen Lohn zu zahlen und weil solche niemals erhoben worden sind. Als in den Jahren 1896 wefen. Er habe sich beim Umziehen wegen Müdigkeit ein bißchen denselben ihm möglichst genehme Arbeitsbedingungen vorzuschreiben. und 1897 die Zeitschrift begründet wurde zu dem ausgesprochenen aufs Bett gelegt, da er glaubte ein wenig Zeit dazu übrig zu haben. Der erstrebte Vermögensvorteil war mithin ein rechtswidriger. Zwecke, die Vorgänge auf dem Arbeitsmarkt zahlenmäßig zu erfassen, Herr Schivarz sei sofort erschienen und habe Krach gemacht. Seine Soweit die Begründung, die sich auf die gegen Arbeiter er- als eine Organisation in Angriff genommen wurde, die die Ziffern Müdigkeit sei wohl erklärlich, wenn man bedente, daß er Nachtdienst gangenen Entscheidungen des Reichsgerichts stübt. Man darf ge- der Arbeitsnachweise und der Krankenkassen allmonatlich hierzu ver- habe und morgens um 5 Uhr schon wieder aufstehen müsse. spannt darauf sein, ob und wie die Waffe, welche die deutsche Justiz werten wollte, begegnete das Erperiment zwar von vornherein vielem Die Kammer unter dem Vorsitz des Gewerberichters Dr. Wö I b= gegen Arbeiter foalitionen geschmiedet hat, durch dieselbe Justiz Wohlwollen, aber fast allgemein einer äußerst zweifelnden ling wies jedoch den Kläger mit folgender Begründung ab: Nach gegen Arbeitgeber angewandt wird. Stimmung. Daß schon nach fünf bis sechs Jahren alle der Aussage des einen Zeugen fei der Gerichtshof nicht der Zweifel über die Möglichkeit der Ausführung durch die That Meinung, daß der Kläger mit seiner schriftlichen Erklärung, daß seine fachen widerlegt, und daß die oberste statistische Behörde des Forderung befriedigt sei, einen Verzicht für fünftige Ansprüche habe Deutschen Reiches die Angelegenheit für genügend spruchreif aussprechen wollen, zumal diese Unterschrift unter ein vorhandenes hält, um sie zur amtlichen zu stempeln, ist ein Erfolg, der über alles Formular bei jeder Lohnzahlung habe geleistet werden müssen. hinausgeht, was bei Begründung der Zeitschrift auch nur für möglich Dagegen habe der Gerichtshof einen Entlassungsgrund für vorliegend gehalten werden konnte. Daß aber gerade der Erfolg dem Bestande erachtet. Der Portier habe glaubwürdig bekundet, daß Kläger öfter einer Zeitschrift verhängnisvoll wird, ist ein so eigenartiger Fall, weggegangen sei, um seinem Spielbedürfnis zu folgen, und der zweite daß der, der ihn erleidet, wohl einige Nachsicht und Geduld für sich Beuge habe bestätigt, daß er von der Kontroll- Versammlung betrunken in Anspruch nehmen kann. Ein Autor, für den ein Bethätigungs- nach Hause gekommen und nicht dienstfähig gewesen sei. Unter diesen gebiet aufhört, ist zunächst genötigt, sich über die Gesamtheit seines Umständen und mit Rücksicht auf die dazwischen liegende Verwarnung zukünftigen Wirkungsfeldes klar zu werden. Solange über das sei eine beharrliche Verweigerung der dem Kläger nach dem ArbeitsSchicksal der Zeitschrift eine Entscheidung nicht möglich ist, werden vertrage obliegenden Verpflichtungen und damit ein EntlassungsMitarbeiter und Leser gebeten, ihr die bisher wohlbewährte Trene grund anzunehmen. erhalten zu wollen." Achtung, Steinfeger! Die beim Steinfegermeister Lüßgendorf in Eisleben beschäftigten Steinfeger haben wegen unwidriger Behandlung die Arbeit niedergelegt. Zuzug ich fernzuhalten. " Streifbrecher- Schutz. Bei einer Flensburger Firma haben vor einiger Zeit die Hafenarbeiter gestreift. Begreiflicherweise ist es aus diesem Anlaß auch hin und wieder zu fleinen Reibungen zwischen Streifenden und Arbeitswilligen gekommen. Wo immer ein Arbeitswilliger auch nur mit einem unsanften Wort bedacht wurde, da hat die am Streik betroffene Firma dafür gesorgt, daß Anklage gegen die Beleidiger" der nüßlichen Elemente erhoben wurde. Die Gerichte haben sich immer noch, obgleich der Streit längst vorbei ist, mit derartigen Anklagen 811 befassen, auch mit solchen, deren Ursache erst lange nach dem Streif gegeben wurde. Erst fürzlich hat das Schöffengericht einen Arbeiter zu der harten Strafe von einem Monat Gefängnis verurteilt, weil er, als er einem Wagen auswich, versehentlich einen gerade vorübergehenden Arbeitswilligen vor die Brust stieß, weshalb er sich bei dem letzteren denn auch entschuldigte. Zwei Arbeitswillige fagten jedoch als Zeugen aus, der Stoß sei absichtlich erfolgt, und deshalb verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen Körperverlegung zu der angegebenen hohen Strafe. Ein andrer Arbeiter mußte die Bezeichnung„ Eisbrecher", die er einem Arbeitswilligen zurief, mit 50 m. büßen.„ Eisbrecher" ist also nach Ansicht des Gerichts eine Beleidigung für einen Arbeitswilligen. Sociales. Der Arbeiterschutz vor Gericht. Aus der Frauenbewegung. Dienstbotenlos. " Gerichts- Zeitung. Katholischer Jrrwahn vor dem Reichsgericht. Die Aachener Das gewerbliche Recht wird in einem Cyklus von Vorträgen, Reliquien und ihre Ausstellung waren am 14. Juni v. 3. vom welchen Genosse Stadthagen im Auftrage der Genoffinnen ab- Vorwärts" einer Besprechung unterzogen worden. In dem hält, erörtert. Die Wichtigkeit des Gegenstandes, sowie die dankens- Artikel wurde gerügt, daß die fraglichen Reliquien: das Kleid der werte Klarheit, mit welcher der Vortragende die verschiedenen Zweige Jungfrau Maria, die Windeln Jesu, dessen Zendentuch, sowie das der Gewerbe- Gesetzgebung behandelt, haben einen großen Zuhörer- Tuch, in welches der Leib des Johannes nach seiner Enthauptung freis herangezogen. Nachdem mun die durch das Weihnachtsfest be- gewickelt war, mit Stranken, die Heilung suchen, in Berührung ge= dingte Unterbrechung zu Ende ist, sind wir in der erfreulichen Lage, bracht werden. Dann war noch bemerkt, Menschen, die noch in den Arbeiterinnen und Arbeitern, sowie allen, die sich dafür inter- solchem Wahn befangen sind, feien in der geeignetsten Verfassung zur ejjieren, mitzuteilen, daß der nächste Vortrag Mittwoch' den 7. Januar, stummen Duldung der jezigen socialen Unterdrückung. Diesen Artikel abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 18, statt- druckte die" Görlizer Wolfszeitung", welche in Breslau herfindet. Das Thema lautet:" Pfändung des Lohnes und Abzüge." gestellt wird, ab. Sie machte dazu noch einen Zusak, in welchem Zutritt hat jedermann. Die Vertrauensperson. es u. a. hieß, ein socialdemokratisches Blatt müsse das Recht haben, einen Unfug als solchen zu kennzeichnen. In der Bezeichnung der Verehrung der Aachener Reliquien als Unfug hat nun das LandDas„ Mädchen für alles" Sch., das beim Gewerbegericht gegen gericht Breslau eine Beschimpfung eines Gebrauchs der katholischen Es passiert dem Bundesrat immer häufiger, daß seine Arbeiter die Benfionsinhaberin Weiste auf eine angemessene Entschädigung Stirche erblickt; es hat deshalb den verantwortlichen Redakteur des schutz- Verordnungen von den Gerichten erheblich mißberstanden für die Dauer einer Strankheit und auf Ausstellung eines Zeugniffes Blattes, Julius Bruhns, am 9. September v. J. zu 2 Wochen werden. Nachdem erst von einer Anzahl Gerichte die Bekanntmachung flagte, gab folgende Schilderung von dem Dienstverhältnis: Sie fei Gefängnis verurteilt. Die Revision des Angeklagten fam zum Schutze der Gastwirtsgehilfen umgedreht verstanden worden ist, nur für leichtere Arbeit engagiert worden und man habe ihr gesagt, gestern vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. Der Reichsantvalt müssen wir schon wieder von einer gleichen Behandlung der Bekannts es sei noch ein andres Mädchen für schwerere Arbeiten dort. Als sie erklärte sie für begründet und führte aus: Anzuerkennen ist, daß nach machung über die Sitzgelegenheit in offenen Berkaufsstellen berichten. die Stellung antrat, sei indessen nur ein kleines Mädchen von der Rechtsprechung des Reichsgerichts die Reliquienverehrung als ein Wie unser Dortmunder Parteiblatt aus Essen mitteilt, war die 14 Jahren dagewesen. Man habe angestrengt arbeiten müssen, meist Gebrauch der katholischen Kirche anzusehen ist. Dagegen ist nicht dortige Verkaufsfirma Th. Althoff vom von 6 Uhr früh bis nachts 1 hr. Klägerin sei gar nicht hinausgekommen, jeder Angriff auf einen einzelnen Gegenstand des Kultus Schöffengericht nicht mal zum Einholen. Sie habe kaum Zeit gehabt, Mittag zu ein Angriff gegen den Kultus selbst. Daß gerade die Ausstellung wegen Uebertretung der genannten Bundesrats- Bekanntmachung zu essen. Die Beklagte habe öfter ohne rechten Grund häßlich geschimpft, der vier hier in Frage kommenden Gegenstände ein Ausfluß des all10 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Sie hatte für ihre 25 An- sie zum Beispiel dreckige Sau" und faules Schwein" genannt. gemeinen Gebrauchs der Reliquienverehrung wäre, ist vom Gericht gestellten 8 bis 10 Seffel angeschafft, die jedoch nicht im Verkaufs- An ihrem Ausgehsonntage fei sie erst um 6 Uhr fortgekommen und nicht festgestellt worden. Das Landgericht hat ganz allgemein daraus, raum, sondern in der Garderobe standen, weil sie hinter dem Fräulein Weiste habe ihr noch nachgeschimpft. Sie habe schließlich daß überhaupt ein Gegenstand der Verehrung angegriffen wird, geVerkaufstische nicht Blah hatten. Das Schöffengericht fah ganz polizeiliche Hilfe in Anspruch genommen. Die Einmischung eines schlossen, daß damit ohne weiteres der Kultus der Reliquienverehrung richtig in diesen Vorkehrungen nicht die Erfüllung der Vorschriften Schußmannes habe nichts genußt, so daß ein Kommiffar ein- beschimpft werde. Das muß aber als unzulässig bezeichnet werden. des Bundesrats vom 28. November 1900. gegriffen habe; darauf sei es etwas besser geworden. Als fie Ebenso erregt es Bedenken, daß in dem Ausdruck Unfug ohne weiteres Die Firma legte gegen das Urteil Berufung ein und hatte den krank geworden sei, furchtbar gehuſtet habe und sich kaum eine Beschimpfung erblickt worden ist. Das Reichsgericht hat ja ausauf den Füßen habe halten tönnen, habe es ihr die gesprochen, daß der bloße Ausdruck der Verachtung nicht genüge, Erfolg, vom Landgericht freigesprochen zu werden. Das Landgericht Beklagte verwehrt, zum Arzt zu gehen, indem sie einfach bestritten sondern daß die Mißachtung in einer rohen, verletzenden Form gesah als erwiesen an, daß die Angestellten für die Zeit der Ruhe habe, daß Klägerin frank sei. Sie sei vergeblich von neuem vor äußert sein müsse; es hat aber auch, was hier allerdings nicht in genügend Siggelegenheit hatten. Für die Auffassung des Land- stellig geworden und dann selbständig auf Beranlassung eines Frage kommt, ausgesprochen, es sei nicht erforderlich, daß gerade gerichts ist folgender Satz aus der Begründung des freisprechenden Pensionärs zum Arzt und auch alsbald ins Strankenhaus gegangen, verlebende Schimpfwörter gebraucht seien, sondern die rohe, ver= Urteils fennzeichnend: wo sie sechs Wochen an einer schweren Lungenerkrankung gelegen habe. Teßende Form fönne auch in der Behauptung ehrverlegender und Die Beklagte bestritt die Angaben der Klägerin beziehungsweise chrenrühriger Thatsachen gefunden werden. Endlich scheint auch der suchte den Sachverhalt milder darzustellen. Sie warf der Klägerin Dolus nicht genügend festgestellt zu sein. Das Reichsgericht erkannte auf Aufhebung des Urteils und verfvies die Sache an das Landungenügende Erledigung der häuslichen Arbeiten vor. Die Pensionäre Kaufmann Landau und Referendar Dr. Ruhr gericht zurück. In der Hauptsache trat das Reichsgericht den Ausvermochten über die einzelnen Schimpfworte beziehungsweise einzelnen führungen des Reichsanwaltes bei, doch wurde die Frage, ob in der Schimpffcenen nichts Genaues zu befunden; sie sagten jedoch überein- Anwendung des Wortes Unfug wirklich eine Beschimpfung liege, vorstimmend aus, daß die Beklagte mit den Mädchen ziemlich viel läufig ungeprüft gelassen. Lärm machte. Die Dienstmädchen seien manchmal hart „ Die bundesrätlichen Bestimmungen besagen auch nur, daß für die Zeit der Ruhe Sitzgelegenheit vorhanden sein muß, und fonnten die Verkäuferinnen, die gerabe freie Zeit hatten, sich die Sessel aus der Garderobe holen." Zur Beurteilung dieser Urteilsbegründung lassen wir hier die Bestimmungen der Bekanntmachung des Bundesrats vom 28. November 1900 im Wortlaut folgen: In denjenigen Räumen der offenen Verkaufsstellen, in welchen die Kundschaft bedient wird, sowie in den zu solchen Verkaufsstellen gehörenden Schreibstuben( Comptoiren) muß für die daselbst beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge eine nach der Zahl dieser Personen ausreichende geeignete Sitzgelegenheit vorhanden sein. Für die mit der Bedienung der Kundschaft beschäftigten Personen muß die Sitzgelegenheit so eingerichtet sein, daß sie auch während fürzerer Arbeitsunterbrechungen benutzt werden kann. Die Benutzung der Siggelegenheit muß den bezeichneten Perangefahren worden. Dr. Ruhr hatte den Eindruck, babie Letzte Nachrichten und Depeschen. Koerber über den Ausgleich." Betlagte ihre Zurechtweisungen in zu schroffer Form gegeben habe, die nicht nötig gewesen sei. Um 12 Uhr nachts sei in der Küche regelmäßig noch Licht gewesen, so daß die Annahme einer so langen Beschäftigung der Mädchen naheliege. Im Laufe des Dienstverhältnisses präsidiums trat heute vormittag die Konferenz zur Regelung Wien, 3. Januar.( W. T. B.) In den Räumen des Ministerhabe sich das Aussehen der Klägerin sehr verschlechtert. Dr. Ruhrs Ansicht der strittigen, nationalen Angelegenheiten in Böhmen und nach war die Klägerin dem schweren Bensionsdienst körperlich nicht ge- Mähren zusammen. Ministerpräsideut v. Koerber eröffnete[ die wachsen. Daß sie nicht unfauber war, konnten beide Zeugen bestätigen. Konferenz mit einer Ansprache. Der Ministerpräsident sprach Der Zeuge Landau hat auf die Klagen des Mädchens, daß Fräulein Weiste sie nicht zum Arzt gehen lasse, sie an einen Arzt empfohlen, sodann die Berständigung mit Ungarn, welche einen Ausgleich der Das Mädchen habe sehr start Intereffen der beiden Staatsgebäude, nicht einen Triumph des einen sonen während der Zeit, in welcher fie durch ihre Beschäftigung gehuftet. Wie lange Klägerin in der Stellung gewesen sei, tönne über den andern bedeuten. Triumphiert habe nur das Bewußtsein nicht daran gehindert sind, gestattet werden. Marokko. er nicht sagen, denn die Mädchen hätten sehr häufig ge- der Zusammengehörigkeit, die Pflicht gegen die Monarchie. Schließlich Wenn der Bundesrat vorschreibt, daß die Siggelegenheit vor wechselt. Das andre 141, jährige Dienstmädchen der Be- betonte Redner die Notwendigkeit der Schwierigkeiten, die nur schon handen sein muß in den Räumen, in denen die Kundschaft bedient flagten fühlte sich ganz wohl bei dieser, obwohl Beklagte allzulange am Marke Destreichs zehrten, Herr zu werden. wird, dann ist diese Vorschrift nicht dadurch erfüllt, daß die Sig- heftig und oft geschimpft habe. Sie hätte, meinte das gute Kind, gelegenheit in den Garderoberäumen vorhanden ist. Der sich um das Schimpfen nicht viel bekümmert. Die Zeugin Bundesrat schreibt ferner vor, daß für die mit der Be- bestätigte, daß die Klägerin an verschiedenen Tagen vergeblich Tanger, 3. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) dienung der Kundschaft beschäftigten Personen die Benutzung darum gebeten habe, zum Arzt gehen zu dürfen; es sei immer Ein in der großen Moschee verlesener Brief des Sultans vom der Sitzgelegenheit auch während fürzerer Arbeitsteine Zeit dazu gewesen".(!!) 24. Dezember bestätigt, daß die Truppen des Sultans von den Aufunterbrechungen möglich sein muß; sie muß überdies gestattet bei der Beklagten war, nicht bei der Krankenkasse angemeldet worden Aufständischen in Aussicht. Es wurde noch festgestellt, daß die Klägerin, obwohl sie 22 Tage ständischen geschlagen wurden, stellt aber baldige Bestrafung der werden und folglich finngemäß auch möglich sein während der Zeit, ist. Da die Pensionsbetriebe Gewerbebetriebe sind, hätte sie ge in welcher die Angestellten durch ihre Beschäftigung nicht meldet werden müssen. daran gehindert sind. Das bedeutet ganz offenbar, daß die Nachdem es bezüglich des Zeugnisses zu einer Einigung ge Siggelegenheit immer zur Hand sein muß, damit eine Verkäuferin kommen war, verurteilte der Gerichtshof die Beklagte, die sich in jedem noch so furzem Augenblick, in dem sie gerade Klägerin für die Zeit der Krankenhauspflege als angemessene Entfeinen Kunden zu bedienen hat, niedersehen kann. Daß schädigung 46 M. zu zahlen. Getverberichter Dr. Wölbling führte dies unmöglich ist, wenn sie sich den Seffel erst aus begründend aus: Klägerin sei als Dienstmädchen in die häusliche der Garderobe holen muß, bedarf keiner besonderen Auseinander- Gemeinschaft aufgenommen gewefen. Daraus erwachse für die Befegung. Unvermeidlich wäre es ja bei dieser Einrichtung, daß die Wochen die Verpflegung zu übernehmen. Da die Klägerin im lagte die Verpflichtung, für die Dauer einer Krankheit bis zu sechs Berläuferin den Sessel auch wieder in die Garderobe zurückschafft, Krankenhause gewesen, so müsse sie einen entsprechenden Ersatz sobald sie ihr nicht mehr benutzen kann, das heißt also jedesmal, leisten und auch den Lohn für diese Zeit zahlen. wenn ein Kunde erscheint, der bedient werden muß. Das Urteil des Landgerichts widerspricht also dem Wortlaute und dem Sinne der Bundesrats- Bekanntmachung in jeder Hinsicht. " Sociale Rechtspflege. Der Hotelhausdiener H. beanspruchte durch Klage beim Gelverbe-= Gegen die Kartelle. Washington, 3. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Senator Hoar hat den Antitrust- Gesetzentwurf, den er vor den Weihnachtsferien im Senate eingebracht hatte, veröffentlicht. Die Bestimmmungen des Gesetzes sind sehr strenge. Räuberischer Ueberfall. in die Nentei zu Boti ein und feuerten mehrere Schredschiffe Batum, 2. Januar.( W. T. B.) Eine Anzahl Räuber drangen ab. Die hierauf entstandene Berwirrung benusten die Räuber, um 30 000 Rubel zu rauben. Darauf ergriffen die Räuber, von Wächtern verfolgt, die Flucht. Einer der Räuber wurde von den Wächtern getötet, ein zweiter verwundet. Aus New York wird der Frankfurter 3tg." vom 3. Januar teleDie Nebernahme der Arbeitsmarkt- Berichterstattung auf das Reich gericht von dem Hotelier Schwarz( Hotel Reichskrone) eine vierzehn- graphiert: In Chile find fünf Bulkane plötzlich thätig geworden. hat zu einer Polemik darüber geführt, ob und welche Rücksichten die tägige Lohnentschädigung wegen unberechtigter plötzlicher Entlassung. Der Kapitän des Red Line- Dampfers Bulua" wurde seines neue amtliche Organisation auf die bisherige private hätte nehmen Der Beflagte machte dagegen in der Verhandlung vor der Kammer 6 Postens enthoben, weil er dem Kreuzer Panther" Informationen Nunmehr bringt der Arbeitsmarkt" an der Spize der geltend, Kläger sei mit seiner Entlassung einverstanden gewesen, habe gegeben haben soll, welche das Aufbringen des venezolanischen neuesten Nummer eine Mitteilung des Herausgebers Dr. Jastrow durch Unterschrift auf weitere Ansprüche verzichtet, und im übrigen Kanonenbootes" Miranda“ ermöglichten. an die Mitarbeiter und Leser des Blattes, der wir folgende Säße seinen Dienst so bernachlässigt, daß er ihn nicht habe länger beBarcelona, 3. Januar.( W. T. B.) Die Maurer, Schlosser, entnehmen: halten können. Was das behauptete Einverständnis angeht, so hat Siegelstreicher und Zimmerleute der Stadt Neus haben den allUeber die Absicht des Statistischen Reichsamts, die bisher Släger nach der Entlassung bei Empfang des verdienten Sohnes auch gemeinen Ausstand angekündigt und lehnen mit Entschiedenheit die private Organisation amtlich zu gestalten, ist an den Unterzeichneten diesmal, so wie jeden Monat bei der Abrechnung, ein Quittungs- von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Einigungs- Anerbieten ab. eine Mitteilung erst gelangt, als die Entschließungen gefaßt formular unterschrieben, worin es heißt: zum Ausgleich meiner Sofia, 3. Januar.( B. H.) Die Regierung hat auch die waren. Das Reichsamt steht auf dem Standpunkte, einen sämtlichen Forderungen erhalten". Kläger hat aber demnächst dem Handelsverträge mit Rußland, Frankreich, Italien und behördlichen Plan mur dann und nur insoweit mit einem einen Buchhalter zu verstehen gegeben, daß er flagen würde. Weiter England gekündigt. Privaten besprechen zu können, wenn die Angelegenheit amtlich bereits bekundete als Zeuge der Portier, der Vorgesetzter des Klägers war: Konstantinopel, 3. Januar.( W. B. T.) In Benderabbas am durch die zuständigen Instanzen geregelt ist. Der Unterzeichnete. habe sich zuletzt öfter in der Dienstzeit dem Wettsport gewidmet, persischen Golf ist die Cholera ausgebrochen; täglich kommen 10 bis vertritt die gegenteilige Meinung: wenn eine private Drganisation indem er zu Buchmachern gegangen sei uſtv., um Wettaufträge zu 15 Todesfälle vor. Für Herkünfte von dort ist eine Quarantäne besteht und eine staatliche geschaffen werden soll, so gehört es zu geben oder zu sehen, was er verloren oder gewonnen habe. Der von 10 Tagen angeordnet. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 3. 20. Jahrgang. wird uns berichtet: " 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 4. Januar 1903. Mutter ertviderte uns: Wie soll man denn diese Leute befehren, wenn man sie nicht in den Kneipen aufsucht!" Wenn Herr Stöcker nichts dagegen hat, daß man zur höheren Ehre Gottes müde Kinder in später Abendstunde durch die Straßen schleppt, daß man sie sich Massen in der Kellnerinnenkneipe produzieren läßt, dann mag ja allerdings wohl alles in Ordnung sein. ficher auch bereits gefaßt! Und sie werden sich auch davon nicht ab Aus den Spandauer Musterwerkstätten bringen lassen, wenn nach ihren Erfahrungen der verfloffenen Wahljahre nach den Maffenentlassungen des letzten Jahres, im nächsten Frühjahre, wenige Wochen vor der Reichstagswahl wieder, den Arbeitern mehr Patriotismus nahezulegen, Die wiederholt im Reichstage vom Kriegsminister und seinem um Kommissar recht ostentativ betonte Arbeiterfreundlichkeit" der staat- einstellungen von Arbeitern erfolgen werden. Wie der Vorwärts" lichen Instanzen hat es nun glücklich dahin gebracht, daß so gelegentlich der mißlungenen Dankadressen- Bewegung ganz richtig Zur höheren Ehre Gottes darf ein Surrendejunge auch den ziemlich jeder Arbeiter in den Musterbetrieben" mit der fagte, die Quittung für eine solche Behandlung der Spandauer Schul unterricht versäumen; die Eltern brauchen deshalb, " Fürsorge", die ihm der Staat angedeihen läßt, unzufrieden Staatsarbeiter wird heißen: Karl Liebknecht. trog der gesetzlichen und polizeilichen Bestimmungen über die Schulpflicht, geworden ist. Dieses hat vor allem die nach umfaßbaren Grundfeine Strafe zu gewärtigen. Die hochmögenden Ercellenzen und fäßen gebundene Rohnregulierung bewerkstelligt. Als im die alten Jungfern von Adel hören die Surrende nicht nur in der Januar Arbeiterausschüſſen gestellte Weihnachszeit gern, sondern auch bei Hochzeiten, bei Begräbnissen Entwurf einer nesten Cognordnung mitgeteilt wurde, da Berliner Partei- Angelegenbeiten. burst ont band die Jungen, balb früh erhob sich oder zum Geburtstag. Da müssen bei sämtlichen Arbeitern ein Sturm der Entrüftung. Die ArbeiterAn die Urwähler des 3. Berliner Landtags- Wahlkreises. Für Eisenbahn nach einem Vorort fahren usw. Ein Brief von der spät, sich in einem entfernten Stadtteile einfinden, mit der ausschüsse machten auch ausnahmslos den Direktionen ihre Bedenken geltend und erhoben eine ganze Reihe Forderungen. die demnächst erfolgende Ersatztuahl eines Landtags- Abgeordneten Stadtmiffion bittet für fie um die Erlaubnis, den UnterDadurch sah sich dann die zuständige Instanz gezwungen, das In- an Stelle des verstorbenen Abg. Dr. Virchow gelten nach den gesetz- richt versäumen zu dürfen. Manche Rektoren erteilen diese trafttreten dieser neuen Lohnordnung vorläufig noch zu verschieben. lichen Bestimmungen noch die Wahlen der Wahlmänner vom Erlaubnis, andre verweigern sie grundsätzlich. Es giebt eben Trotzdem bekam es der Abgeordnete des Kreises, Herr Pauli, Oftober 1898. Neue Wahlmänner werden nur gewählt für die immer noch recht schlechte Menschen in Berlin, auch unter den fertig, zur selben Zeit im Reichstage zu erklären, die Arbeiter feien inzwischen durch Tod, Wegziehen aus dem Urwahlbezirk oder auf Rektoren! Gewiß, es ist schon dagewesen, daß ein paar Kurrendemit der neuen Lohnordnung durchaus zufrieden. Kurze Zeit darauf sonstige Weise ausgeschiedenen Wahlmänner. Die Aufstellung eigner jungen, nachdem das Geburtstags- Morgenständchen beendet war, den wurde der Herr allerdings wohl eines Besseren belehrt durch eine socialdemokratischer Wahlmänner für die Ersatzwahl ist daher zwecklos; angebrochenen Vormittag nicht besser verwenden zu können glaubten, Versammlung im„ Roten Adler". Bald darauf festen die Massenentlassungen aus den an dem Resultat würde nichts geändert werden, zumal da Dr. Virchow als indem sie auf eigne Fauft weiterschwänzten. Aber, so wird man mission beweisen? Etaatsbetrieben ein, deren Hauptursache ja zweifellos in der Finanz- am 3. November 1898 die große Mehrzahl der Stimmen auf sich uns antworten, das soll doch hoffentlich nichts gegen die Stadtfür ihn stimunten 1358, für seinen tonservativmisere des Reiches zu suchen ist. Vielleicht aber glaubte man auch vereinigt hatte Die Stadtmission selber hält übrigens streng darauf, daß bei auf diesem Wege die unzufriedenen Elemente" loszuwerden, jeden- antisemitischen Gegenkandidaten 782 Wahlmänner. Es wäre also ihrer Kurrende möglichst keine Versäumnisse vorkommen, und falls that man nichts, um diese Entlassungen einzuschränken. Ein nußlose Kraftvergendung, wenn die Socialdemokratie sich in den es scheint, daß sie sich in dieser Hinsicht in der That ganz Privatunternehmer wäre schließlich doch so einsichtig gewesen, die Wahlkampf einmischen würde. Wir empfehlen unsren Genossen, sich anders als die Schule Nespekt zu verschaffen weiß. Im Kurrendestatut Arbeitszeit um etwas zu vertürzen, um so die Entlassung an der Wahl nicht zu beteiligen, sind verschiedene Strafen für Fehlen( auch wenn es entschuldigt von etwa 12 Prozent seiner Arbeiter zu vermeiden. Der Staat Die Vertrauenslente für Berlin und Umgegend. wird), für Zuspätkommen usw. aufgezählt. Unter anderm heißt es dagegen verstand sich nicht dazu, und daraus sollte eigentlich ein da, daß von dem Monatsgeld für das Fehlen mit vorhergehender jeder Staatsarbeiter erkennen, was er von dem Arbeitgeber„ Staat" Achtung! Gewerkschaften! Vereine! Donnerstag, den 22. Januar Entschuldigung 20, wegen obligatorischen Schul- oder Turnzu erwarten hat. Es gelang aber auch nicht durch die Massen- finden in den einzelnen Wahlkreisen öffentliche Versammlungen statt Unterrichts aber nur 10 Pfennige abgerechnet" werden sollen. entlassungen, die Unzufriedenheit einzudämmen, im Gegenteil, durch in denen die Meinung der Arbeiterschaft Berlins und der Vororte Nun fehlt nur noch, daß die Strafe nicht den Jungen, sondern die oft sehr parteiische Handhabung der Entlassungen wurde die über die unerhörten Rechtsbrüche und Vergewaltigung der Reichstags- den Rektoren und Lehrern auferlegt und entsprechend höher beUnzufriedenheit nur noch mehr geschürt. Wie könnte dies auch mehrheit zum Ausdruck kommen soll. Wir ersuchen deshalb alle messen wird, damit diese Herren etwas mehr Rücksicht auf das gottanders sein, wenn 3. V. Arbeiter, Familienväter, mit einem Dienst- Gewerkschaften und Vereine, an diesem Tage Versammlungen nicht gefällige Wert der Stadtmission nehmen lernen. Diesen gottlosen alter von 12 Jahren hinausfliegen, während junge eben vom Militär einberufen zu wollen. Schulmeistern sollte man es gründlich austreiben, so überflüssige entlassene Leute, die auf Empfehlung ihrer Compagniechefs in den Dinge wie obligatorischen Schul- oder Turnunterricht" für Betrieben vor Jahresfrist eingestellt worden sind, von der Kündigung etivas Wichtigeres als ein Geburtstagsständchen der Kurrende zu verschont bleiben, nur weil sie sich mit ihrem Meister gut stehen! Der Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis halten. Genug, Ende Oktober d. J. wurde der abgeänderte" Entwurf der( Often) hält am Dienstagabend 81%, Uhr Gr. Frankfurterstr. 117 eine Roch über mancherlei aus den Geheimnissen der Kurrende ist Wohnordnung vom letzten Frühjahr in den Betrieben angeschlagen. außerordentliche Generalversammlung ab. Tagesordnung uns von Eltern berichtet worden, z. B. auch über die UnterrichtsDie Abänderung verböferte die Stimmung aber ganz bedeutend, denn 1. Vortrag des Genossen Victor Fränkt über:" Hofgeschichten". und Erziehungsmethode, die den Böglingen gegenüber befolgt gerade die unteren Lohnklaffen, in der sich das Gros der Arbeiter 2. Diskussion. 3. Antrag auf Erhöhung der Beiträge von 20 auf und auf der Tour zartfühlend erst nach Beendigung des Gesanges befindet, und die zu den meisten Beschwerden Anlaß gegeben hatten, 25 Pf. vom 1. Januar 1903 an. 4. Verschiedenes. beim Passieren des Hausflures zur Anwendung gebracht wird; doch waren nicht um das mindeste gegen den ersten Entwurf aufgebessert wir wollen es für heute genug sein lassen. Auf einiges kommen worden, nur die obersten Stufen hatten eine unerhebliche Auf- Charlottenburg veranstalten am Sonntag, den 11. d. M., im CharDie Parteigenossen des Wahlkreises Teltow- Beeskow- Storkow- wir vielleicht später noch zurück. besserung erfahren, dagegen ist die ganz eigenartige, nur nach Gut dünken, zu deutsch Willkür, geregelte Einrangierung der Arbeiter lottenburger Boltshause einen großen Festkommers zur Stärkung in die verschiedenen Klassen unverändert geblieben. Aehnlich los alle Teilnehmer befriedigen. Des Morgens um 11 Uhr treffen des Wahlfonds. Das abwechslungsreiche Programm wird zweifelwie mit der unmöglich- möglichen Differenzierung der Gerste beim Suchertarif verhält es sich hierbei: nach welchen Grundsäzen will fich die Genossen zum zwangslosen Frühschoppen. Der eigentliche man denn z. B. den Arbeitern das Prädikat" I. oder II. Slaffe" Sm unteren Saale findet zu gleicher Zeit Tanz statt. Eintrittskarten Rommers beginnt nachmittags um 3 1hr im großen oberen Saale. zugestehen? Ein Mensch mit normalem Denkvermögen wird es gar zum Preise von 25 Pf. sind durch die Vorstände der örtlichen Wahlnicht verstehen, welcher Unterschied denn zwischen Leder- Zuschneider vereine zu beziehen. In Anbetracht des guten Zwedes ersuchen wir I. und II. Klasse, Maurer, Anstreicher, Beizer, Seiler, Tischler, Buchbinder, Former, Hobler usiv. derselben Grade bestehen kann, um denen Lohntlassen einzustellen. Ebenso steht es mit der Germaniastr. 20, ist Dienstagabend 8%, Uhr eine Volks- Vera hundert Bewohner dieser Insel und erreicht damit, daß die Geretteten, die famofen Bezeichnung Betriebsschreiber" und besonders zuver- sammlung, in der Genosse Davidsohn über:„ Titel V der unter andren Umständen gar nicht beachtet worden wären, als lässige Betriebsschreiber". Die mehr oder minder große Gunstpreußischen Verfassung" spricht. Wundertiere angestaunt werden. Erzherzog Leopold von Destreich des Meisters oder andrer Aufsichtspersonen wird bei derartigen EinWilmersdorf. Mittwochabend 8%, Uhr findet in Wittes Volts- und Kronprinzessin Luise von Sachsen nehmen mit Schmerz, jedoch Löhne felbst. In Lohnklaſſe I beträgt der Anfangslohn 5 M. 50 Pf. Tagesordnung: Vortrag, Abrechnung und Vereinsangelegenheiten. jetzt wittert ein Specialitäten- Direktor Morgenluft. Mit den exfürſtschäßungen von ausschlaggebender Bedeutung sein. Und nun die garten die Generalversammlung des Wahlvereins statt. mit Faffung von ihren Oberhoffchranzen und Jesuiten Abschied, und der Höchstlohn 6 M. 50 Pf.( nach 10 Jahren), Stlasse II Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. 4 M. 50 Pf. bis 5 M. 50 Pf., Slasse III 4 M. bis 4 M. 50 Pf., Silasse IV 3 M. 60 Bf. bis 4 M.( nach 8 Jahren), Klasse V( HandLanger) 3 M. bis 3. 60 Pf. Die Vertrauensleute für Berlin undUmgegend. um recht rege Beteiligung. Der Vorstand. Kein Talent, doch ein Charakter. Neben den materiellen und geistigen Werten giebt es noch eine dritte Art, die Zufallswerte, die als Kuriosität im Grunde mur zeitdem Boden der Kunst" die Sehnsucht aller artistischen Direktoren, veilig Geltung haben. Seit Bertha Rothers Tagen bilden sie auf und Barnum hat ihnen hauptsächlich seinen Reichtum und Ruhm zu verdanken. Auf Martinique beginnt der Mont Belée sein ver die Arbeiter gleicher Beschäftigungsart in zwei verschie= Tempelhof- Mariendorf- Marienfelde. Bei Adel in Tempelhof, Bei Adel in Tempelhof, derbliches Spiel. Flugs verschreibt ein Cirkusdirektor sich ein ViertelLokales. Zur höheren Ehre Gottes!" lichen Herrschaften selbst ist leider nichts anzufangen, auch mit der auttünftigen Gattin des Erzherzogs, der ehemaligen Schauspielerin Julie Adamovic, anscheinend nicht. In der Not aber frißt der Teufel Fliegen, und so muß denn die Schwägerin der Hochgeborenen, Juliens Schwester Auguste, heran. In sonst lauten Reklamen wurde die Dame fchlichtweg als Tanzfängerin bezeichnet; doch bald stellte sich heraus, daß diese Bescheidenheit ihren guten Grund hat. Bei dem ersten Auftreten des Fräuleins im Basiage Theater wurde klar, daß der Direktor dieses Instituts höheres gewollt hat, als nur das Sensationsbedürfnis der Menge fizzeln. Er wollte zeigen, daß Johannisthal. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstagabend 8 Uhr im Lokale von Senftleben statt. In den drei niedrigsten Klassen sind ungefähr 80 Prozent 1. Bericht des Borstandes und der Gemeindevertreter. 2. Vereinsaller männlichen Arbeiter eingestellt, daraus geht hervor, welches angelegenheiten. Interesse die Arbeiter an einer Aufbesserung gerade dieser Lohntlaffen haben; nun aber find die Erhöhungen ziemlich unbedeutend, dagegen sind sogar noch direkte Verschlechterungen gegen früher eingetreten. Allein in der Gewehrfabrik, wo die Accordlöhne ohnehin schon sehr niedrige sind, erleidet eine ganze Arbeiterkategorie eine Lohn e inbuße von 50 Pf. pro Tag. Die Ueber die Kurrende der Berliner Stadtmission der Erzherzog Leopold das Hinabsteigen ins Bürgertum viel ernſter betroffenen Arbeiter( ca. 200 Mann) haben sich darum auch ein- find uns aus dem Kreise der Eltern, die ihre Kinder dieſem Institut auffaßt, als die hämische Preise staatserhaltender Tendenz es wahr mütig gegen so I che Rohnregulierung" gewandt. In Klasse V anvertraut haben, allerlei Klagen zugegangen. Es ist nicht das weit entfernt, sich unter dem Abhub betrug der Anfangslohn auch vorher schon 3 M., d. i. auch 50 f. erste Mal, daß wir genötigt sind, uns mit diesem Zweig der haben will, daß er, pro Tag weniger als der in Spandau für ungelernte Arbeiter Missionsarbeit des Herrn Stöder zu befassen, diesmal aber sind wohl zu fühlen, mit dem Hausbackensten Philisterium die allgemein übliche Lohu. die Klagen und Beschwerden ganz besonders lebhaft. Sie sind uns Bande des Blutes fnüpft. Auguste Adamovic ist Die Betriebsschreiber der Artillerietverkstatt, Geschützgießerei obenein auch von solchen Eltern, die sonst den braven Hofprediger wahrhaftig feine Tanzfängerin und nicht das fleinste und des Feuerwerks- Laboratoriums haben denn auch sofort gegen a. D. und seine Stadtmission samt der Kurrende für das Heiligste Talent verbindet sie mit dem Brettl. Mit ihrer dünnen, diese Verschlechterung ihres Einkommens Einspruch erhoben. Dadurch auf Erden halten, in dem Wesentlichen bestätigt worden. wird Herr Pauli- Potsdam auch sehr unangenehm berührt, denn nun Daß die Kurrende an die Zeit und Kraft ihrer jugendlichen Schüchternen Stimme, ihren linkischen Bewegungen giebt die Dame wird die Dankadresse" der Schreiber, auf die er sich bei den Mitglieder sehr hohe Anforderungen stellt, ist wohl ziemlich bekannt. Deutlich zu erkennen, daß sie eine Zierde des Kochtopfes ist und es letzten Etatsdebatten im Reichstage nicht wenig einbildete, wohl auch Die Eltern nehmen das mit in den Kauf, weil sie der Verdienst in den musikalischen Künsten häuslicher Ehrbarkeit bis zu den Klosterdiesmal ausbleiben. In der vierten Lohnklasse ist die einge- lockt. Pro Monat giebts 5 Mart, und„ bei guter Führung" wird als glocken und dem Gebet der Jungfrau bringen kann, daß sie aber tretene Lohnverschlechterung noch augenfälliger. Dort erreichte der Belohnung" cine sechste Mark versprochen.( Die Belohnung" mit den Brettern, die die Welt bedeuten, durch nichts als durch eine Wenn Frau Arbeiter bisher schon nach dem se chsten Dienstjahre den Höchst wird erst bei der Konfirmation ausgezahlt; wer früher aus- niederträchtige Tücke des Schicksals verbunden ist. John von 4 M.; nach der neuen Lohnordnung ist dies jebt aber erst scheidet oder wegen ungebührlichen Betragens" ausgeschloffen Leopold Wölfling auch nur die Hälfte des Mangels an Bühnentalent givei Jahre später, nämlich erst nach acht Jahren Dienstzeit mög- wird, hat statutgemäß nichts zu verlangen.) Die Lauferei hat wie ihre Schwester, so wird sie eine Stütze jedes lich. Die neue Lohnordnung, auf welche die Arbeiter schon seit loftet zwar viel Schuhwerk, aber zu Weihnachten wird wenigstens Bürgerhauses sein und mit leichter Mühe ihren Gemahl zum Jahren vertröstet worden sind, bringt also, alles in allem genommen, ein Baar Stiefel als„ Geschenk" zurückvergütet. Biele " " unwesentliche Lohnerhöhungen für einen Bruchteil der fämt Eltern halten auch das für einen Gewinn, daß ihre Kinder in der Pantoffelhelden und eifrigen Förderer echt deutschen Familienglücks Tichen Arbeiter; der großen Masse der am niedrigsten bezahlten Ar- Surrende zum mindesten vor den Gefahren der Straße gesichert" seien. Dreffieren. Solche Blicke in die Zukunft hat das gestrige Auftreten beiter bringt jie aber nichts oder gar sehr fühlbare Verschlechte- Nur wenn die großen Feste kommen, dann empfindet doch von Auguste Adamovic geboten, und jeder, der es mit dem Kampfe rungen, wie wir dies an einigen Beispielen gezeigt haben. Was manche Mutter die Anforderungen, die an die Jungen gestell für Ordnung, Religion und Sitte gegen die Parteien des Umsturzes Wunder, wenn da die Arbeiterausschüsse sämtlicher Spandauer werden, als zu arg. Die Zeit vor und um Weihnachten ist in ernst nimmt, sollte der Direktion des Passage- Theaters dankbar dafür Justitute, die im vorigen Jahre zu Gunsten einer allgemeinen, dieser Beziehung die schlimmste für die Kurrende; dann zeigt die Stadt- fein, daß sie dem deutschen Volke gezeigt hat, wie wenig bei dem Die Arbeiter befriedigenden Lohnaufbesserung sehr energisch durch mission erst so recht, wie weit sie in der Ausnußung kind auf Verbürgerlichung gerichteten Streben der allerhöchsten HerrNiederlegung ihrer Aemter demonstriert hatten, auch jetzt wieder ein- licher Arbeitskraft zu gehen vermag zur höheren Ehre schaften von Frivolität die Rede sein kann. mütig Maßnahmen berieten, um noch in lekter Sekunde eine Ab- Gottes. Dann müssen die Jungen nicht nur fingen gehen, sondern änderung der Lohnordnung im Interesse der so schlecht weg- auch treppauf treppab laufen, um Konzertbillets abzusetzen und gekommenen Arbeiterkategorien zu erreichen. Sie mochten auf das fromme Kalender zu verkaufen. Selbst in den Feiertagen müssen Die Uebersicht über die Zahl der in Berlin aufgegebenen NeuWort des Herrn Striegsministers gebaut haben, der gefunden hatte, fie bereits in aller Frühe, um 8 1hr morgens, antreten und sich jahrsbriefe ist von der Ober- Postdirektion bereits fertiggestellt. Sie daß es sich mit seinen" Arbeitern sehr viel besser mündlich auf die Wanderung begeben, um Gerechten und Ungerechten ihren umfaßt die Zeit vom 30. Dezember 12 Uhr mittags bis zum unterhandeln lasse, und der den Arbeitern vom Ministertische im Festgruß darzubringen. In den Weihnachtsferien sind sie an 1. Januar abends 11 Uhr. Die amtliche Zählung bestätigt die Reichstage aus geraten hatte, sich nicht an den Socialdemokraten manchen Tagen fast fortwährend auf den Beinen. Es giebt extra- erste Meldung, daß der Neujahrsbrief- Verkehr in Berlin sehr lebZubeil, sondern vertrauensvoll an ihn persönlich zu wenden. fromme Leute, die auch einen Ertragenuß verlangen, hochmögende haft eingesetzt hat, denn der sogenannte Vorverkehr, der bis zum Die Arbeiterausschüsse wurden jedenfalls sämtlich um Gewährung Ercellenzen in angesehenen Aemtern, adlige alte Jungfern, und was Silvestermorgen um 5 Uhr gerechnet zu werden pflegt, zeigt eine einer Audienz bei dem Herrn Kriegsminister vorstellig. Der Erfolg sonst noch in alter Treue zu Herrn Stöcker hält. Da muß dann beträchtliche Steigerung, die bei den Briefen und Postkarten aber war ein den Arbeitern ganz unerwarteter, es erfolgte rundiveg allemal die Sturende hin und ein Weihnachtsständchen bringen. Auch fast die Hälfte beträgt. Es wurden im Vorverkehr im letzten Jahre Ablehnung. Nach dem schriftlichen Bescheide, der den Ausschüssen am Abend haben die Jungen manchmal noch Dienst. Es ist vors 638 400, in diesem 912 900 Briefe und Karten aufgegeben. Die Zahl von ihrer Direktion verlesen wurde, verspricht sich der Herr gekommen, daß sie müde und matt erst nach Schluß der Hausthüren der aufgegebenen Drucksachen und und Warenproben stieg von Striegsminister von einer nochmaligen Grörterung der Sache gar zurückkehrten, und an einem Silvester sollen sie sogar bis Mitter- 696 500 auf 806 100. Der gesamte Borverkehr betrug somit nichts; aus Rücksicht auf die Privatindustrie(!) nacht unterwegs gewesen sein. Diesmal 1719 000. Der weitere Verlauf des Verkehrs ers könne den Forderungen der Arbeiter nach weiterer Lohnerhöhung Gelegentlich wird auch eine Kneipe aufgesucht, um auch hier die giebt aber, daß er sich etwas nach vorne geschoben hat. Der nicht entsprochen werden. Man würde sich sonst auch, in Rücksicht Bösen zu erteichen und die Guten denn selbst diese gehen be- Hauptverkehr, der bis zum Neujahrstag 11 Uhr abends gerechnet auf die schon jetzt sehr hohen Betriebskosten, genötigt sehen, die dauerlicherweise in die Kneipen- zu erbauen. Sogar vor der Un- wird, blich noch etwas hinter dem des Vorjahres zurück. Es staatlichen Betriebe bis auf das unentbehrliche Maß zu reducieren, heiligkeit der Kellnerinnentneipe schreckt man dabei nicht zurück, doch wurden aufgeliefert 5 471 100 Briefe und Postkarten und 4 746 300 Den größten Teil der Arbeiter zu entlassen und die scheint man sich bisher nur in ein Lokal gewagt zu haben, Drucksachen und Warenproben, zusammen 10 217 400 Stück Fabrikation der Waffen gänzlich der Privatindustrie zu in dem die Jünger des Dreschgrafen Bückler sich von das find 340 000 weniger als im Vorjahr. Die Steigerung des übertragen. zarter Hand bedienen Lassen. In der Hopfenblüte" hat Vorverkehrs ist aber so groß, daß das Gesamtergebnis wieder eine Den Arbeitern der Spandauer Staatsbetriebe wird also nach ein paar Tage bor dem diesmaligen Heiligabend die Zunahme bedeutet. Sie beträgt 44 100 Stück oder 0,37 Proz. wie vor nichts übrig bleiben, als sich an socialdemokratische Reichs- Kurrende ihr Stille Nacht, heilige Nacht" angestimmt und dann Die Zunahme ist so gering, daß sie mehr einen Stillstand bedeutet. tags- Abgeordnete zu wenden, wenn sie sich geeigneten Orts Gehör selbst der zarten Hand nicht gewehrt, ihre Gaben in den aufgehaltenen Die steigende Beliebtheit der Postkarte und besonders der Ansichtsverschaffen wollen; damit ihnen dies umso bequemer werde, werden Hut zu werfen. Wir kennen Eltern, die das für einen standalösen tarte zeigt auch die jetzige Neujahrsstatistik; die Zahl der aufgegebenen fie gut thun, felbst einen Socialdemokraten in den Reichstag zu Unfug halten, aber von andrer Seite wurde uns zu verstehen ge- Briefe und Postkarten hat sich um 219 600 vermehrt, während die fenden. Den Vorsatz wenigstens hat der größte Teil der Arbeiter geben, daß ein gottgefälliges Werk kein Unfug sein kann. Eine Zahl der Drucksachen um 175 000 zuridaegangen ist. In der Silvesternacht sowie in der Nacht von Kaisers Geburtstag wurde bisher den Gastwirten stillschweigend unbeschränkte Konzession, die sogenannte freie Nacht, bewilligt. Die Gastwirtschaften durften die ganze Nacht hindurch aufbleiben. In diesem System scheint jedoch jetzt eine Aenderung herbeigeführt werden zu sollen, denn in einigen Polizeirevieren ist den Schankwirten für die letzte Silvester nacht die unbeschränkte Nachtkonzession verweigert worden. Konzessionsfrist wurde vielmehr nur um einige Stunden und zwar je nach dem Lokale bis 1 Uhr oder 3 Uhr morgens verlängert. Seitens der Gastwirte wurde diese Maßregel um so unangenehmer Revieren in Kraft trat, während in benachbarten Bezirken die Gast empfunden, als, wie erwähnt, diese Neuerung nur in einzelnen wirte ihre Lokale die ganze Nacht offen halten durften. Durch einen Absturz aus der vierten Etage eines Neubaues in der Dalldorferstraße ist der Maurer August reh tödlich verunglückt. Am Silvester in der Nachmittagsstunde verlor Wreh beim Arbeiten das Gleichgewicht und stürzte so unglücklich aus der Höhe ins Erdgeschoß hinab, daß er auf der Stelle tot liegen blieb. Der Verunglückte, der Eberswalderstr. 20 wohnte, ist verheiratet gewesen und hinterläßt eine Witwe mit zwei Kindern. Die Beerdigung des Verstorbenen, der nur 37 Jahre alt geworden ist, konnte noch nicht angesetzt werden, da die Leiche von dem Staatsanwalt beschlagnahmt wurde. Wreh war ein tüchtiger Barteigenosse und selbstverständlich sowohl politisch wie gewerkschaftlich organisiert. Seine Stollegen betrauern in ihm einen braven Arbeitskameraden, seine Frau den für forglichen Gatten. Der Stadtverordneten- Bersammlung find verschiedene Borlagen von allen andern Huftieren durch den Besitz eines die knöchernen beiden Eingelieferten festzustellen. Bei H. machte dies keine über Neubauten von Schulen zugegangen. Unter anderm Hirnzapfen umgebenden gegabelten Gehörns auszeichnet. Sie Schwierigkeit, während der Angeklagte über die Zumutung, über seine über den Neubau des Andreas- Real- Gymnasiums auf dem Grund- unterscheiden sich aber von den Antilopen, Ziegen, Schafen und Personalien Auskunft zu geben, in großen Merger geriet. Er war stück Koppenstraße 75/76 mit einem Kostenanschlage von rund Rindern nicht nur durch ihren in zwei Spizen endigenden Kopf- der Ansicht, daß er doch kein Angeschuldigter sei, sondern nur Schuh 1 Million Mark, ferner über den Neubau eines Lehrer- Wohngebäudes schmuck, sondern noch viel mehr durch den Umstand, daß diefe ge- gegen einen Angreifer nachgesucht habe, während bei ihm thatsächlich nebst Standesamt und Steuerannahmestelle in der Lychenerstraße teilten Hornscheiden jährlich abgeworfen und neu gebildet werden. ruhestörender Lärm in Frage stand. Der Angeklagte berief sich mit einem Kostenanschlage von 240 000. fowie über den Umbau Die Gabelhornböcke, welche fälschlich auch Gabelgemien oder darauf, daß er aus seiner Thätigkeit als Volkszählungs- Kommissar des Schulgebäudes der 74./79. Gemeindeschule in der Pappelallee 30/31. Gabel antilopen genannt werden, leben in starken Rudeln auf mit dem Polizeilieutenant bekannt sei und nur diesem oder aber Für das Lehrerwohngebäude find schon im Extraordinarium für 1900 den weiten Steppen in der Nähe der Felsengebirge; sie übertreffen wenigstens einem Wachtmeister Auskunft erteilen würde und wollte 111 000 m. bewilligt worden. Als erste Nate werden jetzt abermals viele Antilopen durch ihre Schnelligkeit, Vorsicht und Gewandtheit. sich zum Gehen wenden. Er wurde zurückgehalten und lärmte nun 110 000 m. verlangt. Man findet sie oft in den trockensten und mit spärlichem Pflanzen- dermaßen, daß er die Beamten in ihrer Thätigkeit störte. Der Schutzwuchs bedeckten Gegenden. Wege gehen, so ist ihr Verbreitungsgebiet heute schon sehr stark ein- gesperrt werden müßte und er wollte diese Drohung schließlich wahrs Da sie den Menschen scheu aus dem mann Lüdtke gebot ihm, ruhig zu sein, widrigenfalls er in die Belle geengt und wahrscheinlich wird die fortschreitende Kultur auch diese machen, stieß aber auf entschiedenen Widerstand des Angeklagten. Ueberbleibfel der alten, an Huftieren reichen Fauna des westlichen Als die Zellenthür aufgemacht wurde, weigerte sich St., hinein zu Nordamerikas in nicht allzu ferner Zeit ausgerottet haben. gehen, der Schuhmann Lüdtke packte ihn am Kragen, der Angeklagte Niederwallstr. 23 gerufen, wo im ersten Stock in einer Küche ein Der Angeklagie zur Erde fielen. Schließlich lag lekterer in der Zelle Feuerbericht. Sonnabendmittag wurde die Wehr nach der schlug mit seinem Hut nach dem Beamten und nach der Aussage von Zeugen kam es zu einem Handgemenge, wobei der Schuhmann und Brand ausgekommen war, der neben Küchenmöbeln auch den Fuß- am Boden und die Zellenthür wurde zugeschlossen. Er will dort etiva boden beschädigte. Ein doppelter Unfug am öffentlichen Feuermelder/ Stunden gelegen und vor heftigen Schmerzen am linken Fuß in der Franseckistraße verursachte in der Nacht zum Sonnabend eine beiden Fällen der Thäter nicht gefaßt werden. In der Andreas: mit aller Gewalt in die dunkle Zelle geschleudert habe, so daß er dort zweimalige unnütze Alarmierung der Feuerwehr. Leider konnte in geweint haben. Er behauptete im Gegensatz zu den Aussagen des Schußmannes und der Augenzeugen, daß Schuhmann Lüdtke ihn straße 18 mußte Freitagabend 10 Uhr im ersten Stock ein Feuer beseitigt dinen und Kleidungsstücke waren zur selben Zeit in der Briger- der Schußmann Lüdtke ihn wiederholt mit dem Fuß nach seinem schon werden, das den Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. Gar- zu Boden gestürzt und liegen geblieben sei. Er behauptet ferner, daß auf sein Wimmern wiederholt die Zellenthür geöffnet worden sei und straße 44 in einer Wohnung in Brand geraten, während in schmerzenden Fuß gestoßen habe. Diese Behauptung wurde durch die der Boyenstraße 42 Wäscheſtücke der Flammen wurden. Nach dem Anhalter Güterbahnhof wurde die dritte Betveisaufnahme nicht gestützt. Schließlich hat sich ergeben, daß sich Compagnie gerufen, weil hier durch Selbstentzündung von Prez bruches nicht bewegen konnte. Ihm wurde auf der Wache ein der Angeklagte infolge erlittenen doppelten unterschenkels kohlen ein Brand entstanden war. In der Rostockerstr. 2 hatten in Notverband angelegt, er mußte per Droschke nach der Unfallstation einer Wohnstube Möbel und Decken Feuer gefangen, dessen Ab- gebracht werden, wo er einen ordentlichen Verband erhielt und dann löschung jedoch bald erfolgte. Gegen Mitternacht hatte die Wehr in der Andreasstr. 47 einen Brand abzulöschen, der durch Un- hat er 17 Wochen lang krank gelegen. Sein verletztes Bein ist unter vorsichtigkeit ausgekommen war. Verkürzung um 1%. Centimeter geheilt worden. Die gestrige Be 24 Stunden noch Alarmierungen von der Landsbergerstr. 87, Swine- fich der Schußmann Lüdtke unangemessen benommen habe. Der AnAußerdem liefen in den letzten weisaufnahme ergab, wie der Vorsitzende betonte, nichts dafür, daß münderstr. 90 und von einigen andren Stellen ein, die indes auf geklagte war andrer Ansicht, er behauptete, daß der Schuhmann Lüdtke ganz unbedeutende Brände zurückzuführen waren. die schwere Verlegung seines Beines verfchuldet habe und stellte den Strafantrag gegen diesen. Der Staatsanwalt stellte nach stattgehabten Ermittlungen das Verfahren ein; denselben Erfolg hatten die von dem Angeklagten bei den höheren Dichter- Abende im Charlottenburger Boltshause. Die Verwaltung Instanzen im Beschwerdewege unternommenen Schritte. des Charlottenburger Voltshauses ist mit der Direktion des Schiller- Der Gerichtshof hielt durch die Beweisaufnahme für Theaters zwecks Veranstaltung von Dichter- Abenden, wie sie im dargethan, daß fich der Angkelagte des Widerstandes Berliner Rathaus schon seit Jahren stattfinden, in Verbindung ge- und der Beleidigung schuldig gemacht habe, er verurteilte ihn aber mit treten. Zunächst wird am Donnerstag, den 15. Januar, ein Schiller- Rücksicht darauf, daß er ohnedies schon so schwer an seinem Körper Abend abgehalten. Wir empfehlen den Besuch dieses lehrreichen und bestraft worden sei, nur zu 50 M. Geldstrafe. genußreichen Abends allen Parteigenossen. Der Eintrittspreis beträgt einschließlich Programm und Garderobe 40 Pf. Billets find fand am Sonnabend vor dem hiesigen Schöffengericht seinen Abschluß. Ein unerquicklicher Prozeß, der bereits mehrfach vertagt war, im Voltshause zu haben. Es handelte sich wieder um den gerichtlichen Austrag von Be Arbeiter Klink von hier tödlich verunglückt. Aus der Reparatur- ihren Verbandsorganen gegenseitig zugefügt hatten, und zwar klagte Johannisthal. Durch eine beispiellose Fahrlässigkeit ist der leidigungen, die sich die Leiter zweier Arbeiter- Organisationen in werkstatt der Teltowkanal- Baugesellschaft bei Johannisthal sollte der Vertrauensmann Fischer- Berlin von der Lokal- Organisation eine daselbst reparierte Lokomobile wieder an ihren Bestimmungsort der Zimmerer gegen den Redakteur Ecke in Hamburg, der seiner Zeit das am Kanal gebracht werden. Zu diesem Zweck wurde die Maschine Organ des Central- Verbandes der Zimmerer verantwortlich zeichnete. auf eine Ripplowry verladen und auf einem provisorisch gelegten Die mehrjährige Fehde zwischen der Central- und Lokal- Organisation Geleise auf das bedeutend höher liegende Hauptgeleise, auf welchem erreichte anläßlich des vorjährigen Bauhandwerkerstreits in Hamburg der ausgebaggerte Sand vom Kanal nach der Görliger Bahn trans- gewissermaßen ihren Höhepunkt. Im Dezember 1901 erschienen im portiert wird, gebracht. Bot nun die Kipplowry schon keine genügende Zimmerer" zwei gegen Fischer gerichtete Artikel, in denen letzterer Unterlage für die etwa 120 Centner schiere Waschine, so war das beschludigt wurde, durch Gründung einer Hamburger Filiale der provisorisch angelegte Geleise mit dem losen Sand als Unterlage Lotalorganisationen den damaligen Stampf der centralorganisierten auch nicht zum Transport einer solchen Last geeignet. Die Be Bauhandwerker gegen die Unternehmer zu Gunsten der letzteren fürchtung, welche einzelne Zuschauer bereits geäußert hatten, traf wesentlich erschwert zu haben. Beide Artikel waren formell bedenn auch ein die Maschine tippte um und erschlug den Arbeiter leidigend und enthielten außerdem noch ehrenrührige Behauptungen Klink, während sich zwet andre noch durch einen Seitensprung retten in Bezug auf Fischer. Dieser antwortete darauf in ebens konnten. falls sehr schroffer Weise in der„ Einigkeit", worauf dann wieder der Redakteur des" Zimmerer" in verschiedenen Artikeln entgegnete. die Beleidigungsflage Fischers gegen Ecke, welche mit der Verurteilung des letzteren zu 150 M. Geldstrafe endete. Von den Rechtsanwälten beider Parteien, Viktor Fränkl und Wolfgang Heine, wurde wiederholt bedauert, daß ein derartiger Prozeß überhaupt entstehen fonnte; leider fei es ihnen nicht möglich gewesen, einen Vergleich zu stande zu bringen Verschwunden ist seit Weihnachtsabend der 19 Jahre alte Kaufmann Leo Schleier, der bis dahin bei seiner Mutter, Frau Schleier, Lessingstr. 13, wohnte. Die Mutter erhielt am zweiten Weihnachtstage von ihrem Sohn eine Zuschrift, worin er mitteilte, daß man sich um ihn keine Sorgen weiter machen solle; er sei mit Geldmitteln versehen und beabsichtige, unter das Volk zu gehen. Vorab wäre er unter der Obhut bekannter Socialdemokraten und erst nach Jahren, wenn er die Welt kennen gelernt habe, werde er zurückkehren. Begreiflicherweise stellten sich dieser Witteilung starke Zweifel entgegen. Leo Schleier ist schlank, etwa 1,70 Meter groß, bartlos und trägt dunkelbraunes, volles Haar. Er ging anständig gekleidet und trug einen dunkelgrauen Winterpaletot, schwarzen, weichen Hut und dunkelgrauen Jackettanzug. Wer etwas von dem Verschwundenen weiß, wolle der Mutter oder dem nächsten Polizeibureau Mitteilung machen. Eine Blutthat auf offener Straße ist in der Nacht zu gestern auf der Waiſenbrücke verübt worden. Dortselbst erschoß der 56 jährige Klempnermeister Otto v. Mansty, Barochialstr. 19 wohnhaft, den 40jährigen Gastwirt August Alisch, der in der Wallstr. 55, im Kaufhause Alt- Köln, eine Gastwirtschaft betreibt. Die Veranlassung zu dem Verbrechen, welches aus Rache verübt wurde, liegt schon Monate zurück. Alisch betrieb früher in dem Hause Parochialstr. 19, in dem Mansky wohnt, eine Schantwirtschaft, zu welcher der Zugang vom Hausflur aus war. Im August vorigen Jahres verließ die 22 jährige Tochter des Gastwirts gegen 11 Uhr abends das Lokal, um sich nach dem Hof zu begeben. In dem ziemlich schmalen Hausflur traf sie mit Mansky zusammen, der das junge Mädchen beiseite stieß und mit Schimpfreden überhäufte. Der Taute Wortwechsel veranlaßte Alisch und mehrere im Lokale befindliche Gäste nach dem Hausflur hin sich zu begeben, und es fielen Drohreden gegen M., der sich schleunigst entfernte. Infolge jenes Vorkommnisses strengte Otto Aus den Nachbarorten. Uhr; bis 5, Arbeitnehmer 6-8 Uhr; Gruppe 3, Metallgewerbe, am 29. Januar für Arbeitgeber 4½ für 3 Steglis. Die Ausschreibung der Wahlen zum Gewerbe gericht ist nunmehr erfolgt und die Termine sind wie folgt v. Mansky zunächst eine Privattlage wegen Beleidigung gegen Alisch festgesetzt: an, die jedoch zurückgewiesen wurde. Darauf erstattete der Gruppe 1, Bekleidungsgewerbe, am 28. Januar für Arbeitgeber Klempner gegen den Gastwirt eine Anzeige beim Staats- 3½- 4½, Arbeitnehmer 6-7 Uhr; anwalt wegen Bedrohung mit einem Revolver. Auch diese An- Gruppe 2, Nahrungsmittelgewerbe, am 28. Januar für Arbeits zeige wurde als ungerechtfertigt zurückgewiesen. Nun beschloß geber 43/ 4-5/ 4, Arbeitnehmer 7-8 Mansky, selbst Rache zu nehmen. Als gestern nacht gegen 1/21 Uhr Alisch in Begleitung seiner Frau, Tochter und 76jährigen Mutter, auf dem Wege nach der Stralauer Brücke 5 belegenen Woh nnng begriffen, die Waisenbrücke passierte, trat ihm plöglich Mansky in den Weg und gab aus unmittelbarer Nähe zwei Revolverschüsse auf den Gastwirt ab. Die Kugeln drangen durch die Augen in das 5, Gehirn, so daß der Tod des Unglücklichen auf der Stelle eintrat. Gruppe 6, Verschiedene Gewerbe, am 4. Februar für ArbeitDer Mörder versuchte zu fliehen, wurde jedoch von hinzukommenden geber 4-5, Arbeitnehmer 6-8 Uhr; Straßenpassanten aufgehalten und bedrohte nun diese mit der werden den Wahlberechtigten in nächster Beit die LegitimationsDie Wahlen finden im Rathaus, Zimmer Nr. 12, statt, und es noch vier Schüsse enthaltenden Waffe. Durch eine Schußmanns- karten zugestellt werden, welche sorgfältig aufzubewahren und patrouille wurde Mansky nach der Wache des 22. Polizeirebiers gebracht, wo er bei seiner vorläufigen Vernehmung ein beim Wahlaft vorzuzeigen sind. Eine demnächst stattfindende große unumwundenes Geständnis ablegte. Er gab zu, den Mord mit Gewerkschaftsversammlung wird sich mit der Aufstellung der Kandidaten beschäftigen. Vorfah ausgeführt zu haben, um so das ihm von der Staatsfür Arbeitgeber 4-5 Arbeitnehmer 6-8 Uhr; Gruppe 4, Graphische Gewerbe und Buchbinder, am 31. Januar Arbeitgeber 4-5, Arbeitnehmer 6-8 Uhr; Gruppe 5, Baugewerbe, am 3. Februar für Arbeitgeber 4 Arbeitnehmer 6-8, Uhr; bis " Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands, Bezirk Berlin. Montag, den 5. Januar, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Stommandantenstraße 20: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Diskussion. 3. Neus wahl des Vorstands. 4. Verschiedenes. Die Mitgliedsbücher find mit zubringen! Hilfskaffe der Graveure, Ciseleure und verwandten Berufsgenossen Elge, Luisen- ülfer 1. Berlins tagt jeden 1. Montag im Monat, abends 8-10 Uhr, im Restaurant Eingegangene Druckschriften. Die„ Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin SW. 19, 1 Sturt Eisner: Dtte Nühle: Die Politit von Richard anwaltschaft verweigerte Necht sich selbst zu nehmen". Den Revolver Rummelsburg. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung Beuthstr. 2) treten mit dem soeben erschienenen Januarheft in den 9. Jahrhatte sich der Klempner bereits am 20. Dezember gekauft, auch hatte wurde zum Vorsitzenden des Gewerbegerichts der Amts- gang. Aus dem Inhalt dieses Heftes heben wir hervor: Richard Calwer: Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Dr. Eduard David: Die landwirt. er schon wiederholentlich Alisch aufgelauert. Nachdem er in der vorsteher Dr. Hahn und zu Stellvertretern die Herren Schöffe schaftliche Produktionsentwickelung und die Aufgaben der socialdemokratischen Nacht vom Dienstag zum Mittwoch und vom Mittwoch zum ange und Bureauvorsteher Krüger gewählt. Der Borfigende Agrarpolitif. Eduard Wolfgang Heine: Zur Reform des Strafrechts. Donnerstag vergeblich an der Waisenbrücke sein Opfer erwartet, hatte brachte sodann ein Schreiben der Regierung zur Verlesung, worin Bernstein: Zur Bilanz des Stampfes gegen den neuen zolltarij. Prof. um 11 Uhr abends an der Brücke versteckt, und dann in der ge- Schulneubaues näher präcisiert und der Gemeinde den billigen Rat Der junge Ibsen. er sich am Freitagabend, um Alisch nicht wieder zu verfehlen, schon diefe ihren ablehnenden Standpunkt in Sachen der Unterstügung des Emile Vandervelde: Die belgischen Wahlrechtskämpfe 1902. Dr. Hugo Lindemann: Fortschritte der kommunalen Socialpolitik. schilderten Weise das Verbrechen ausgeführt. Mansky, der unverheiratet erteilt, aus Sparsamkeitsrücksichten den Bau der Schul- Turn wirtschaftliche Lage der preußischen Volksschullehrer. Adolph von Elm:„ Hamburgerei". ist, wurde sofort nach dem Polizeipräsidium eingeliefert, die Leiche halle ausfallen zu lassen. Unter allgemeiner Heiterkeit nahm die Calwer. Wirtschaft von Mar Schippel. Socialistische Bewegung von des Ermordeten wurde nach dem Schauhause gebracht. Vertretung ohne weitere Debatte Kenntnis von dem Schriftstid. S. Staßenstein. Gewerkschaftsbewegung von Ernst Deinhardt. Das Vertragsverhältnis mit dem Konsortium der nordöstlichen noffenschaftsbewegung von Gertrud David. Socialpolitik von Baul Vorortbahn wurde auf Grund des§ 324 des Bürgerlichen Gesetz- Kampffmeyer. Sociale Kommunalpolitit von Dr. Hugo Lindemann. buchs für gelöst erklärt, und so ist jetzt die Möglichkeit gegeben, Bücher von Dr. Willy Hellpach, Henriette Fürth, Dr. Ladislaus Gumplowicz. unfren Ort durch Straßenbahnen mit Berlin zu verbinden. In ge- Das Heft enthält außerdem ein Porträt von Henrik Ibsen aus dem heimer Sizung wurde Oberlehrer Dr. Haase- Rigdorf zum Leiter der höheren Senabenschule gewählt Unbegründete Eifersucht hat die 45 Jahre alte Ehefrau Anna des Schneidermeisters Müller aus der Schüßenstr. 53 in den Tod getrieben. Die Leute lebten seit 22 Jahren in kinderloſer Che. Seit einigen Jahren plagte die Frau die Eifersucht, ohne daß Müller ihr dazu Veranlassung gab. Im vergangenen Jahr wurde es so schlimm, daß sie längere Zeit in einem Sanatorium zubringen mußte. Hier fand sie wohl Besserung, aber keine Heilung. Am Neujahrsabend um 7 Uhr gab es wieder einen häuslichen Auftritt. Müller ärgerte sich so, daß er wegging. Als er gegen Mitternacht zurückkehrte, war feine Fran tot. Sie hatte sich mit einer Gardinenschnur über seinem Bett erhängt. Lichtenberg. Unser„ Dorf" zählt nach der Personenstands- Aufnahme vom 27. Oktober v. J. 45 731 Einwohner. 320 Meter fingerdicken Kupferdraht haben Diebe in der Rittergutsstraße von der elektrischen Zeitung gestohlen. Das Fehlen einer Straßenbeleuchtung fam den Dieben bei ihrem Werk sehr zu statten. Gerichts- Zeitung. Ge Jahre 1858. Der Preis des Heftes beträgt 50 Bf., vierteljährlich 1,50 M. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen und auf jeder Postanstalt( Post- Zeitungskatalog hefte", Beuthstr. 2, Berlin SW. 19( Busendung unter Kreuzband oder in Nr. 7425), ferner direkt durch den Verlag der Socialistischen Monatsgeschlossenem Couvert). Probehefte stehen auf Verlangen jederzeit kostenfrei zur Verfügung. Von der Hütte", Zeitschrift für das Voll und seine Jugend( Dresden, Verlag H. Wallfisch) ist soeben das neunzehnte Heft erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Liebe ist ewig. Roman von Wilhelm von Bolenz. Neujahrsgruß. Gedicht von Otto Ernst. Religion. Von J. Stern. Aus der Jugendzeit des Kommunismus. Von Gustav Jaech. Theodor. Gedicht von Ferdinand Avenarius. Der stille See. Märchen von Karl Ewald. Schau ich in die tiefste Ferne. Gedicht von Friedrich Hebbel. Hans Holbein der Jüngere. Von John Schikowski. Ein Abtrünniger. Die Straftmaße unsrer Maschinentechnik. Von K. S. Der Tod des Pfarrers Weidig. Von Franz Lauf Kunstbeilage: Hans Holbein der Jüngere: Erasmus Bon Anton Fendrich. tötter. Notizen. von Rotterdam. Neberfahren wurde gestern abend 9 Uhr die Fischerstraße 35 wohnhafte Frau Hedwig Lübek von einem Bostpaketwagen. Als die Frau den Mühlendamm überschritt, lief fie direkt in den Postwagen Hinein, dessen Räder ihr über beide Arme hinweggingen. Mit ge= Das Abenteuer auf der Polizeiwache, welches der Buchhalter brochenen Armen und anscheinend schweren inneren Verlegungen Willy N. in der Nacht zum 14. April erlebte, hat diesem leider einen wurde die Bedauernswerte von einem Schuhmann nach der nächsten sehr bösen Denkzettel zurückgelassen. Es ist dies um so bedauerlicher, Unfallstation gebracht. als es sich um eine sogenannte„ betrunkene Geschichte: handelte. Sittlichkeitsverbrechen. Am 24. v. Mts. gegen 8 Uhr abends Herr St., der sich wegen Widerstandes und Beleidigung vor der vierten wurde, wie jetzt bekannt wird, an der gjährigen Ella Sein Straftammer des Landgerichts I zu verantworten hatte, befand sich in Sittlichkeitsverbrechen verübt. Der bis jetzt unermittelte Thäter wird jener Nacht in Gesellschaft seiner Ehefrau und eines Bekannten in von dem Kinde beschrieben als start angeregtem Zustande in einer Reſtauration in der Oranienein etwa 30jähriger, un straße und kam dort mit dem Bildhauer H. in Konflikt. Er begefähr 1,60 Meter großer Mensch mit fleinem rotblonden Schnurrbart. Er soll eine graue Radfahrermütze, Jakett und Hosen schuldigte diesen, mit der Frau des Restaurateurs in unlauteren von derselben Farbe und eine schwarze Weste getragen haben und Beziehungen zu stehen und geriet darüber in solche Aufregung, daß Stationen er den H. auf der Straße mit Schimpfworten, wie Schuft"," Lump" aus der Bintschstraße gekommen sein. Auf das Heran- und dergl. trattierte und in drohender Haltung auf ihn zuging. nahen einer Frau ergriff der Thäter die Flucht. Es wäre H. versezte ihm schließlich einen Schlag ins Gesicht, sodaß ihm die zu seiner Ermittelung bon großem Wert, wenn die Frau, die möglicherweise eine genauere Beschreibung des Menschen geben kann, sich bei der Krimimalpolizei, Zimmer 95, melden wollte, ebenso etwaige andre Personen, die etwas zu der Sache aussagen können. 19 Witterungsübersicht vom 3. Januar 1903, morgens 8 hr. Berlin Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. C. Brille zu Boden fiel und er eine blutende Wunde an der Nase davon Swinemde. 755 SD 751 S trug. Der Angeklagte wurde hierüber außerordentlich aufgebracht, Hamburg 755 G lärmte und schrie nach einen Schuhmann und veranlagte hierdurch Frankj./M. 757 SSW einen Auflauf von etwa 80 Personen. Von einem hinzukommenden München 761 SW Schutzmann verlangte er die Sistierung des H., ließ sich von dem Bien 763 Still Nebel 2 bedeckt 5bedeckt-0 paparanda 756 GD 4 bedeckt 6 Petersburg 761 282 3 Regen 2 Cort 4Regen 9 Aberdeen 6 bedeckt 5 Paris -17 2wolfen!-12 4 wollig 6 4 bedeďt 11 746 23 758 S Im Zoologischen Garten sind zwei junge Gabelhornböcke Schuhmann auch gar nicht beruhigen, sondern drang auf die Fest- Wetter: Prognose für Sonntag, den 4. Januar 1903. aus den westlichen Vereinigten Staaten von Nordamerika eingetroffen. stellung der Persönlichkeit seines Gegners. Der Schuhmann führte Ziemlich warm, vorherrschend wolkig mit Regen und lebhaften südwest Sie gehören zu einer Tierfamilie, die unter den Wiederkäuern der beide zur Wache und der dort als Telegraphist funktionierende lichen Winden. jezigen Zeit nur durch eine einzige Gattung vertreten ist und sich Schuhmann Lüdtke bemühte sich pflichtgemäß, das Nationale der Berliner Wetterbureau. ftellen. Briefkaften der Redaktion. Wochen: Spielplan. Opernhaus Schauspiel: haus Neues tgl. Opern: Theater. Krieg im Haus König Laurin Das dunkle Thor Krieg im Haus Geschlossen Krieg im Haus Das dunkle Thor Die Journalisten Geschlossen das Amtsgericht.- M. Nowacki. Etwa dreißigmal seit einem Jahre| pflichtigen mindestens 20, bei Selbstversicherern mindestens 40 Beitrags haben wir an dieser und an andren Stellen des Vorwärts" zum schleunigen marken innerhalb zwei Jahren geklebt sein. Bukarest 100. Nicht erhalten. Bitte, die Frage noch einmal zu Austritt aus der in Liquidation getretenen sogenannten Bolts- Krankenkasse versicherern und den Weiterversicherern steht die Wahl der Lohntlaffe fret. Den Selbst Bestie in Forft. Sie haben recht: Neinders hieß Claas Peter; wird Wenden Sie sich an einen Zabalarbeiter oder noch besser an die Gewerk Weiterversicherer fleben auf ihrer gelben Starte weiter, Gelbst aufgefordert. Im Klagewege wäre nichts mehr zu erreichen.- S. 16. 75. Gie fönnen also die Sorte Selebemarken verwenden, welche sie wollen. berichtigt. Besten Dank für Zusendung. G. S. 100. Bei der Berliner Feuerwehr werden jährlich gegen 20 bis schafft aber kein Recht. In den überwiegend meisten Fällen ist den gefeß zu entwerten; es ist der Entwertungstag durch Tinte auf der Marke an . A. 196. Der Niendorffsche Kommentar ist uns bekannt. Er versicherer fleben auf einer grauen Karte. Die verwendeten Marken sind schaft. 25 Feuermänner neu eingestellt. Ber auf solche Anstellung reflektiert, muß lichen Auslegungsregeln entsprechend entschieden, daß ein bloßer Steigerungs- zugeben, also 3. B. hinaufzuschreiben: 2. 1. 03, 9. 1. 03 usw. Ihre Braut feiner Militärpflicht genügt und sich während derselben tadellos geführt, auch versuch keine Kündigung darsteűt. R. St. Benden Sie sich an den müßte mindestens noch 10 Marken mit Datums bis zum 3. August 02 das 26. Jahr noch nicht überschritten haben. Bevorzugt werden Bauhand- Magistrat Ihrer Gemeinde, eventuell an den Berliner Magistrat. leben, dann umtauschen und abermals lleben. Die Karte vom 4. 8. 00 ist werker: Schlosser, Schmiede, Maurer, Zimmerleute usio. Vorausseßung zur J. W. 35. 1. Weiterversicherung. Seit dem 1. Januar 1900 allerdings verbummelt, rechnet deshalb hernach nicht.( Arbeiterrecht" S. 304, Einstellung ist vollständige körperliche Gesundheit, die durch eine sorgfältige können Personen, welche aus einem die Invaliditäts- oder Altersversicherung Mitte). Untersuchung durch den Feuerwehr- Arzt dargethan werden muß. Die An- begründenden Arbeitsverhältnis ausscheiden, die Versicherung freiwillig fort ist auf Antrag nach geschlossener Heirat der jungen Ehefrau die Hälfte 2. Wenn mindestens 200 Marten vor der Heirat geklebt sind, so nahme erfolgt zunächst auf eine Probezeit von sechs Monaten. Während setzen öder erneuern. Diese Fortsetzung der Versicherung( Weiterversicherung) zurückzuzahlen. dieser Zeit kann der Eingestellte entweder freiwillig von selbst ausscheiden ist jedoch nur möglich, so lange die Anwartschaft auf Rentenbezüge nicht er in der richtigen Weise noch nachholen, so ist Ihr Anspruch unwiderbringlich Wenn Sie die Kleberei weiterhin verbummeln oder nicht oder auch entlassen werden, falls sich seine Untauglichkeit für den Feuerwehr loschen ist. Damit das Erlöschen nicht eintrete, müssen bei Versicherungs- verjährt. dienst herausstellt. Das Anfangsgehalt bei fester Anstellung beträgt 1200 M. und steigt von vier zu vier Jahren um 75 M. bis zum Höchstgehalt von 1650 M. Während bisher nur die Angestellten pensionsberechtigt waren, find gegenwärtig Berhandlungen im Gange, die auch den Hinterbliebenen der verstorbenen Feuermänner Pensionen bezw. Reliktenversorgung gesetzlich gewährleisten sollen. K. C. Keineswegs. Invalidenkarte 11. 1. Wenn mindestens 200 Wochenmarken geklebt sind, so können die Witwe, und, falls eine solche nicht vorhanden ist, die hinterlassenen chelichen Kinder unter 15 Jahren, die Hälfte der für den verstorbenen Ehemann geklebten Marken zurückerstattet verlangen, falls dem Verstorbenen weder eine Invaliden- noch eine Altersrente zugebilligt war. Den Antrag richten Sie an den Magistrat, Invalidenversicherungs- Abteilung, Breitestr. 24. 2. Verlorene, unbrauchbar gewordene oder zerstörte Quittungsfarten sind durch neue zu ersehen. Wenden Sie sich an Ihr Polizeirevier. K. W., Neu- Weißensee. Nein. Jurist. Als Beleidigung kann alles Mögliche erachtet werden. Die Beleidigung einer Privatperson, auch eines Reichskanzlers, ist nur auf dessen Antrag hin zu Theater O. Rachm.: Ballen Jugendfreunde Ein Ehrenwort verfolgen. Sie geschieht mittels öffentlicher Klage( falls ein Antrag vorliegt), wenn nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Verfolgung der Beleidigung im öffentlichen Interesse liegt. Michaelis. Eine zerbrochene Fensters scheibe hat derjenige zu erfegen, wer vorsätzlich oder fahrlässig den Bruch herbeigeführt hat. Unabhängig von dieser Schadensersatzpflicht besteht die Verpflichtung des Hauswirts, die zerbrochenen Fenster einer Mietswohnung, eines Mietsladens usw. wiederherstellen zu lassen. Diese Verpflichtung des Hauswirts ist in Berlin durch die meisten Mietsverträge dem Mieter aufgebürdet. Ob das auch für Sie zutrifft, inuß Ihr Vertrag ergeben. G. 44. und 2. W. M. 100. Sit in einem Mietsvertrage als Kündigungsfrist drei Monate und drei Tage vereinbart, so muß der Kündigungsunfre Kraft I brief spätestens am 28. Dezember in den Händen dessen sein, dem gekündigt Der Prophet wird, Beträgt die Kündigungsfrist drei Monate, so muß spätestens am Nachm.: Nachtlag. 31. Dezember die Kündigung in Händen des Adressaten sein. Hierauf haben von Granada wir schon wiederholt, so auch in der Mitte des vorigen Monats hingewiesen. Thre Der richtige Kündigung ist also verspätet. von Kirchfeld Der Pfarrer von Die Kölling. Keineswegs kann eine Tochter, Mm.:Rattenfäng. falls nicht eine besondere Vereinbarung über Zahlung getroffen ist, nach dem Schwiegersohn Kirchfeld Nm.: Cameliendame Brh.: Kurm.u.Bif. Robert u. Bertr. Tode der Mutter Ersatz für Soft und Verpflegung beanspruchen. Soft und Leffing- Theater. Allabendlich, außer Montag: Der blinde Passagier. Montag: Madame Sans- Gêne. Verpflegung gilt, falls nicht besondere Umstände( z. B. eine Vereinbarung) Die beiden Schulen. Kleines Theater( Schall u. Rauch): Erdgeist. Sonntag, den 4. und 11. Januar, nachmittags: Serenissimus- Zwischenspiele c. Residenz- Theater. Allabendlich: entgegenstehen, bei so nahen Verwandten als unentgeltlich ohne Absicht einer Trianon- Theater. Allabendlich: Die Liebesschaukel. Neues Theater. Allabendlich: Die Großstadtluft. Sonntag, den 4. und 11. Januar, Erstattung geleistet. M. N. 25. Da beide Braufleute älter als 21 Jahre nachmittags: Ledige Leute. Central Theater. Allabendlich: Madame Sherry. Montag, Dienstag, Mittwoch und Sonnabend, nachmittags: Schnee find, so genügen Ihre beiden Geburtsurkunden und Ihre( des Bräutigams)| weißchen und Rosenrot. Sonntag, 11. Januar, nachmittags: Die Geisha. Intimes Theater. Allabendlich: Der unnatürliche Sohn. Sonntag, Militärpapiere. M. 2. 1. Ja. 2. Nein. 2. Y. Leider zu spät. den 4. Januar, nachmittags: Phädra. Thalia- Theater. Allabendlich: Die bösen Mädchen. Sonntag, den 4. Januar, nachmittags: Chrliche Wilhelmsruh. Zuständig für die Anordnung einer Berichtigung ist Arbeit. Sonntag, den 11. Januar, nachmittags: Charleys Tante. Urania. Allabendlich: Das Rand Tirol. Deutscher Buchbinder Verband = Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern hiermit zur stafright, bab, umfer treues sit daß Mitglied, der Etuisarbeiter Oswald Küchler am Donnerstag verstorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr der Leichenhalle des KlosterKirchhofes in der Prenzlauer Allee 7 aus statt. von Bahlreiche Beteiligung erwartet 23/2 Die Ortsverwaltung. Für die uns bei der Beerdigung unfres teuren Entschlafenen, des Rendanten 2602 Wilhelm Baatz bewiefene liebevolle Teilnahme sagen wir hiermit allen lieben Bekannten -Schiller: Julius Cäsar Geschlossen Ein Ehrenwort Schiller: Theater N. steins Tod Renaissance Nachm.: Der Biberpelz Renaissance Nachm.: Maria Stuart Heimat Nachm.: Sonntag 4. Montag 5. Dienstag 6. Mittwoch Donnerstag 7. Freitag 8. Romeo und Julia Götterdämmerung Don Juan Der Pfeifertag Lohengrin 9. Feuersnot Das Mädchen von Navarra Sonnabend 10. Sonntag 11. La Traviata Javotte Der Freischüt Fauft Geschlossen Geschlossen Geschlossen Maria Stuart Renaissance Renaissance Ein Ehrenwort Der Pfarrer von Kirchfeld Renaissance Ein Ehrenwort Jugendfreunde Renaissance Jugendfreunde Der arme Heinrich Monna Vanna Der arme Heinrich Monna Banna Alt- Heidelberg Maria und Magdalena Alt- Heidelberg Dthello Maria und Magdalena Der Waffenschmied Deborah Das Nachtlager von Granada Der richtige Schwiegers. Brh.: Kurm. u. Pit. Manon Nachm.: Rübezahl Undine Der Prophet Der Pfarrer von Kirchfeld Rattenfänger von Hameln Der arme Renaissance Deutsches Heinrich Nachm.: Monna Vanna Theater Berliner Theater Theater des Westens Luisen Theater Die Weber Maria u. Magd. Nm.: Der Struwwelpeter Wiener Blut Nachm.: Die weiße Dame Der Pfarrer Empfehle meine gesunden, tadellos brennenden Roh- Tabake für Cigarren- Fabrikation m in allen Sorten und zu äusserst billigen Preisen. Sumatra Decker, 1., 2. u. 3. Länge,| Java- Umblatt von 95 Pfg. an. Vollblatt, hell, mittel u. dunkel, Java- Einlage von 80 Pfg. an. von 130-400 Pfg. Sumatra- Umblatt von 105-115 Pfg. Domingo, prima grossblattige Ware, Felix- Brasil von 87-95 Pfg. 80, 90, 100 Pfg. Felix- Brasil- Decker von 160 Pfg. an. Carmen, prima grossblattige Ware, Vorstenlanden Decker von 150 bis 85-120 Pfg. 250 Pfg. Seedleaf von 85-120 Pfg. Ferner empfehle ich mein vorzügl, aus rein überseeisch. Tabak. bestehendes sehr blattiges Losgut gemischte Umblatt- u. Einlage- Tabake) zu 75 Pf., in Bahnkolli von 30 Pfund an zu 72 Pf. Preise versteh. sich verzollt u. per Pfund. Versand nur gegen Nachnahme. 105L* Albert Steen, Bremen. Rohtabak. Bekannt beste Qualitäten. sowie dem Hauptvorstand und den F. Wienert Nachf. L. 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Frau, Maifenre. Orts- Krankenkaffe d. Schneider, Schneiderinnen u. verwandter Gewerbe zu Berlin. Die für das Jahr 1903 gewählten Vertreter der Drts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen und ver wandter Gewerbe zu Berlin werden zu der am Montag, den 12. d. M., abends 8%, Uhr im Neuen Clubhaus, Kommandantenstraße 72, stattfindenden Ordentl. General- Versammlung Hierdurch eingeladen. 1329b Tagesordnung: Es sollen um 9 Uhr in getrennter Wahlversammlung gewählt werden: a) 3 Vorstandsmitglieder pro 1903/1904 aus den Reihen der Arbeit geber, desgl. ein Stellvertreter derselben; b) 6 Vorstandsmitglieder aus den Reihen der Kassenmitglieder pro 1903/1904, desgl. 2 Stellvertreter für dieselben; c) 1 Stellvertreter für das Jahr 1903. Die Thüren zu den Wahlräumen werden präcise 9 Uhr geschlossen. Um 10 Uhr findet in demselben ofal bie gemeinschaftliche General- Versammlung statt mit folgender Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Ausschusses zur Vor prüfung der Jahresrechnung. 2. Abänderung des§ 38 Abjat 1 des Statuts. 3. Verschiedenes. Berlin, 4. Januar 1903. Frau Emma Reimann, Lübbenerstr. 3, Vorsitzende. Frizz Kunze, Cremmenerstraße 3, Schriftführer. Für Buchbinder! Asill meine seit 16 Jahren beUmsonst fann niemand Anzüge liefern, ich aber liefere so billig gegen monatliche Teilzahlung von 10 M. wie anderwärts per Kaffe, bei Barzahlung -noch 10 Proz. billiger. Wer felbft Stoff- hat, fertige Anzüge, Paletots von 20 M. an. Jugendfreunde Sommwendtag Sonnwendtag Nachm.: Nora Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Nachm.: Ueber Der Bettelstudent Nachm.: Dornröschen J. Tomporowski, Schneidermeister, doeba Prinzenstr. 55, I. Achtung! 2492* Nach der Inventur sämtliche Artikel zu wirklich spottbilligen Preisen. Teppichhaus Adler& Co. 258L 20-21 Königstrasse 20-21 beim Rathaus nur im alten bekannten Lokal an der Jüdenstrasse. Filialen: Stettin. Magazin- Strasse 2. Hohenzollern- Strasse 3. Berlin. 2272 Belle Alliance- Strasse 98. Chaussee- Strasse 54. 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Januar gewähren [ 246L ohnehin sehr billigen Preise 20% Kaufpreise abgezogen wird. Rabatt Jacques Cohn Wedding, Mullerstr. 182 am grösstes Modewarenhaus des Nordens. Ecke Sellerstrasse Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlagi Vorwärts Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 3. 20. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 4. Januar 1903. um ihnen die Organisation zu verekeln. Demgegenüber sei fest gewerkschaftlichen Richtungen, und, wie die Entwicklung zeigt, je Zur Gewerkschafts- Debatte. gestellt, daß diese Stollegen mit unermüdlichem Fleiß und geringer die thatsächlichen Gegenfäße find, je mehr werden fleinliche Durch die in Nr. 300 des Vorwärts" erschienene Ertviderung in gewissenhafter Weise stets ihre Pflicht erfüllten. Das geht schon Momente als Trennungsgründe aufgeführt, die im umgekehrten Ver des Vorstandes der Lokalorganisation sehen sich die Vorstände des daraus hervor, daß nur überall ein Bruchteil sich absplitterte, und hältnis zu ihrer Bedeutung die Erbitterung wachsen lassen. Wir Maurerverbandes der betreffenden Orte genötigt, nochmals das Wort eigentlich nur eine Sonderung zwischen Weizen und Spreu stattfand. stehen vor den Wahlen. Schon 1898 war in Berlin die Ansicht verzu einigen Richtigstellungen zu ergreifen. Folgende Zahlen mögen das lehren: Im Reich besigt der Verband treten, daß in einem Wahlkreise, wo ein Verbändler kandidierte, die Der Verein in Nowa wes gründete sich am 9. Januar 1899. 818 Zweigvereine mit 82 000 Mitgliedern, die lokale Richtung nach Genossen der Sonderorganisation wenn nicht gerade Gegenagitation Bei dem allgemeinen Maurerstreit in Potsdam- Nowaives, der vom ihrem letzten Konferenzprotokoll in der„ Einigkeit" ob ein Verein trieben, aber es doch an der erforderlichen Arbeitsfreudigkeit 13. Juli bis 15. August 98 dauerte, gab es auch Streifbrecher. Elf nicht vertreten war, kann ich nicht beurteilen in 21 Orten Orga- fehlen ließen, weil der Kandidat nicht der Mann nach ihrem diefer Auchkollegen arbeiteten mit sieben Verbandskollegen zwei nisationen mit 3487 Mitgliedern. Die einzige von Bedeutung ist nur gewerkschaftlichen Herzen war. Daß Achnliches in den Monate nach dem Streit in Nowawes auf dem Gemeindehaus. Die in Groß Berlin. Im Gau Berlin hat der Verband 174 entlegensten Eden der Provinz von anders Organisierten gegen verDiese Leute tamen eines Abends mit der Lohnkommission zu einer Organisationen mit 13 796 Mitgliedern, die lokale Richtung in bändlerische Kandidaten schon heute geschieht, ja, daß die in der Sigung zusammen und wurden sich alle Kollegen einig, daß 16 Orten mit kaum 400 Mitgliedern( bei beiden ist Groß- Berlin Presse und Versammlungen gebrauchten oder gehörten Bezeichnungen dem Unternehmer die Forderung einer Lohnerhöhung vorgelegt ansgeschlossen). Hiervon sind 7 Drganisationen mit 200 Mitgliedern der Person, die das Gegenteil von Vertraueneriveden bedeuten, dort werden sollte und, falls sie nicht bewilligt würde, sollte die Arbeit solche, die sich vom Verband absplitterten. hinausgetragen werden, steht fest. eingestellt werden. Diesen Beschluß erhärteten sie, indem sie eine Die Pragis hat also gezeigt, zu welcher Organisation die Maurer diesbezügliche Erklärung eigenhändig unterschrieben. An dem Tage, Vertrauen haben und welche ihren Bedürfnissen nach jeder Richtung wo die Forderung gestellt werden sollte, gingen sie hin und ar- entspricht. Nach 12jährigem Bestehen der beiden Organisationen Die Berliner Vertrauensleute haben durch ihre Erklärung in beiteten weiter. Von den sieben Verbandskollegen blieben vier neben einander haben die Beteiligten in ganz unzweideutiger Weise ebenfalls bei der Arbeit und wurden natürlich ausgeschlossen. Die ihr Urteil gesprochen. Damit verlasse ich die Maurerangelegenheit. gefunden. Sperre über den Baut hat am 30. November eine öffentliche Mein verehrter Kollege hat peinlich vermieden, die principielle Maurerversammlung beschlossen, nicht versuchsweise", sondern um Seite der Frage zu berühren. Ist er vielleicht auch darüber mit die Forderung durchzuführen und, wie aus obigem hervorgeht, mir einig, daß die Sonderorganisationen schädlich find? Stimmt er nachdem alle Vorsichtsmaßregeln getroffen waren. Der Verein jezte meinen diesbezüglichen Ausführungen zu? sich also zusammen aus sechs im allgemeinen Streit wegen Streitbruch Ausgeschlossenen, sechs bis acht solchen, die im allgemeinen Streit als Unorganisierte Streitbruch begangen, sechs die wegen andrer Bergehen ausgeschlossen waren, und den vier wegen Sperrbruch im Herbst ausgeschlossenen Verbandskollegen. Des letzteren Bergehens hatten sich auch noch elf der ersten schuldig gemacht, also wohlgezählte dreiundzwanzig Mann. Die Namen stehen jedermann zur Verfügung. Worauf es bei dieser Debatte hauptsächlich ankommt, das ist die Frage: Sind Sonderorganisationen der gesamten Arbeiterbetwegung schädlich? Diese Frage muß unbedingt mit Ja beantwortet werden. Wenn schon in Ländern, die eine freiheitliche Gesetzgebung und ein unbeschränktes Koalitionsrecht der Arbeiter haben, die Sonderorganifationen ein Hindernis für die Arbeiterbewegung sind, so sind sie es in noch viel höherem Maße in Deutschland, wo die ArbeiterWerle soll nicht der Vertrauensmann gewesen sein, er war aber betwegung unter dem Druck einer reaktionären Gesetzgebung Einberufer der ersten Versammlung. Wenn man einen Mann von und eines besonders rückständigen Unternehmertums steht. Der vornherein für unehrenhaft hält, so betraut man ihn doch nicht mit Klassenbewußte Arbeiter fann daher nicht dulden und kann diesen Arbeiten. Nach der Entlarvung in obiger Versammlung es auch nicht ungestraft ertragen, daß trennende wurde er auch nicht fallen gelassen, sondern er war noch bis August Momente von Angehörigen seiner Klasse in die Arbeiterbewegung zahlendes Mitglied zum Streitfonds, mit Wissen der Berliner getragen werden, welche den Klassenkampf beeinträchtigen. Das geLeitung. Als dann 28. bei einer Entlassung sich als gemaßregelt fchieht aber durch die Sonderorganisation. Die Klassen fühlte, bemühte sich sein Organisationsleiter, Sollege Schulz, ihn genossen, die eigentlich nichts trennt, geraten in Streit, das Mißwieder in Arbeit zu bringen. Als dies nicht gelang, gingen beide frauen untereinander wird wachgerufen, um fleine Meinungs zur Berliner Leitung, diese lehnte die Unterstützung ab, und nun verschiedenheiten entsteht bittere persönliche Feindschaft, die nach erst ließ man W. fallen. allen Richtungen dann die wahre Solidaritätsausübung be einträchtigt. Die besten Kräfte müssen Zeit und Geld im gegenfeitigen Stampfe verschwenden, und nur zu oft ist dadurch der Gegner der lachende Dritte. In all diesen und vielen andern Fällen wird also die Partei durch das System der gewerkschaftlichen Sonderorganisation gefchädigt. Sachen der Gewerbegerichts- Wahl, der Weisheit legten Schluß nicht Der Parteivorstand tam mit dem Schlußsaß seiner Broschüre anläßlich des Streits der Buchdrucker mit der Leipziger Volks zeitung" im Frühjahr 1901 der Wurzel des llebels ganz nahe. Dieser Satz lautet: " Die Absonderung Kleiner Gruppen, die Aufrechterhaltung fleiner widerstandsunfähiger Lokal- Organisationen sind Krebsschäden in der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung, die je eher je lieber aus der Welt geschafft werden sollten. Die socialdemokratische Arbeiterpartei hat in ihren Beschlüssen und auf ihren Kongressen sich stets für Organisationen in großen centralisierten Verbänden ausgesprochen. Heute wo das Koalitionsverbot für politische Vereine gefallen ist, liegt für lokale Sonder- Organisationen fein verständiger Grund mehr vor. Besondere Verhältnisse lassen sich auch in den Centralverbänden durch Kartellverträge regeln und berücksichtigen. Fort mit der Sonderbündelei!" Aber wie die Erfahrung lehrt, genügt auch dieser wohlgemeinte Stat nicht. Eebenso ungeeignet scheint die vorliegende politische Situation, die für Deutschlands Proletariat Gefahren in fich birgt, wie zu kaum einer Zeit. Es ist durchaus notwendig, die Differenzpunkte unter den Arbeitern hinwegzuräumen, die doch nur kleinlicher Natur sind. Das Bedürfnis nach Ruhe empfindet auf allen Seiten die allergrößte Mehrheit. H. Silberschmidt. " Außerordentliche Generalversammlung des Preußischen Volksschul- Lehrerinnen- Vereins. Berlin, den 3. Januar 1903. Wohnungen der Lehrerinnen spotten vielfach jeder Beschreibung. Am schlimmsten seien die Wohnungsverhältnisse in Ostpreußen. 77 Broz. aller Gemeinden zahlen eine geringere Mietsentschädigung, als es im Gefeße vorgeschrieben sei. Ebenso traurig sei es mit den Alterszulagen bestellt. Eine Lehrerin erhalte nach 31 jähriger Dienstzeit in Ostpreußen 960 M., in Frankfurt a. M. 2066 M. Von der Klerikal- konservativen Mehrheit des gegenwärtigen Abgeordnetenhauses sei wenig zu ers warten. Allein man stehe vor einer Neuwahl. Was die Zukunft bringen werde, könne man nicht wissen. Jedenfalls müsse diese Verfammlung gegen die vollständig ungenügende Besoldung laut und vernehmlich protestieren.( Lebhafter Beifall.) In recht sonderbarer Weise wird der Vorwurf, in einem ge sperrten Lokal zu verkehren, als hinfällig zurückgewiesen. Es fei hiermit festgestellt, daß 1899 der Wirt befragt wurde, ob er sein Lokal zu allen Versammlungen zur Verfügung Diese Wirkungen sind um so schlimmer, als sie sich an Arbeitern ftelle. Er gab eine halb zusagende Antwort, darauf von gleicher Anschauung bemerkbar machen. Während man vom wurde das Lokal einmal in die Lokalliste aufgenommen. Der Wirt Gegner nichts Gutes hofft, und das von dieser Seite kommende Unprotestierte dagegen, sein Lokal mußte wieder von der Liste gestrichen gemach als unabwendbar und selbverständlich aufnimmt, faßt der Unter sehr zahlreicher Beteiligung von Vertreterinnen der Volkswerden und gilt natürlich nun als gesperrt. Dies bekundet das da- Schmerz, zugefügt von gleichgesinnten Brüdern, viel tiefer, weil er schul- Lehrerinnen- Vereine aus allen Teilen Preußens fand heute in malige Lokalfommiffionsmitglied. von der Seite fommt, von der man Liebe ertvarten der Aula des Viktoria- Lyceums eine außerordentliche GeneralVon feinem Drganisationsvertreter sind, wie behauptet, Ver- und verlangen könnte. Aus diesem Gefühl entsteht die versammlung des Landesvereins preußischer Volksschul- Lehrerinnen fuche gemacht worden, die vier zuletzt Ausgeschlossenen wieder in Bitterkeit, der Haß, der oft die sonst gleichgesinnten Personen statt, um zum Lehrerbesoldungs- Gesetz Stellung zu nehmen. den Verband zurückzuführen. Demgegenüber muß aber festgestellt und Gruppen schärfer trennt, als die Unbeteiligten ahnen. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete die Frage: werden, daß in der fraglichen Versammlung am 9. Januar 1899 Man betrachte nur einmal die Folgen der Doppelorganisation auf welche Mängel haben sich bei der Ausführung Blaurock versprach, die Beschuldigungen gegen die Maurer, die den einer Arbeitsstelle, wo Vertreter beider Richtungen zusammen find des Lehrerbesoldungs- Gefeßes für die Lehre Verein gründeten, zu untersuchen, und falls es zuträfe, daß es und in den Pausen frei diskutieren. Da tritt eine seltsame Mischung rinnen ergeben?" Lehrerin Fräulein Maria LischStreitbrecher seien, hätten sie auch bei ihnen keinen Raum. Bis guter, edler Gefühle, anerkennenswerter Bestrebungen und häßlicher, newska( Spandau) führte aus: Nach der vom Landesheute ist die Organisation des Verbandes, die allein Auskunft geben ungefunder Leidenschaften zu Tage. Da wird oft die hohe Sache verein preußischer Volksschullehrerinnen Volksschullehrerinnen aufgenommenen Erlonnte, nicht nach den Beweisen gefragt worden. Hat man sich die herabgezogen und die leitenden Personen im Ansehen herabgesetzt, hebung betrage das Lehrerinnengehalt in 87 Orten Ostpreußens Auskunft nur bei den Beschuldigten geholt? nach dem Grundsage:" Haust du meinen Juden, hau' ich deinen Juden." 700-790 Mark. In Westpreußen betragen die LehrerinnenDer Potsdamer Vertreter teilt mit, daß das in Nr. 296 des Man beachte und laufche der Sprache im Verkehr der Arbeiter unter Gehälter bei 15 Proz, in Bosen bei 26 Proz., in Sachsen bei " Vorwärts" Gesagte der Wahrheit entspricht. einander, in der Presse und Versammlungen, die, während an die 15 Broz. aller Orte unter 800 Mart. Aber selbst im teueren Westen Der Nauener Vorstand bestätigt, daß er die in Frage großmütigsten Instinkte und erhabenen Bestrebungen der Seele betragen die Lehrerinnen- Gehälter selten über 800 Mart. Nach dem fommenden Kollegen auch noch, nachdem sie von der Berliner Lohn- appelliert wird, sich im gleichen und oft in noch höherem Maße an Besoldungsgesetz vom März 1897 foll das Grundgehalt der Lehrer tommission aufgefordert ivaren, den Lohn und die Arbeitszeit einzu den Haß der Menge wendet. Gerade diese Mischung von Gutem derartig bemessen sein, daß sie den an sie gestellten Anforderungen halten, beides noch umgangen haben und gerade deshalb nun schriftlich und Bösem, von edlen Bestrebungen und schlechten Gefühlen wird entsprechen können. Nirgends fei aber von den Lehrerinnen die Rede. aufgefordert werden mußten, dieselben innezuhalten oder sie würden durch die Sonderbündlerei gefördert und was Wunder, wenn Nach der vom Landesverein aufgenommenen Erhebung erreiche ausgeschlossen werden. Der Empfänger des Briefes drohte sogar den bei dem heutigen Bildungsgrad und dem Gefühl der noch nicht 1, der Lehrerinnen 77 Proz. des Lehrergehaltes. Selbst Vorstand. Dieser Berliner und ein andrer Vorfall, in dem ebenfalls der Arbeiter, daß sie bisher von allen geschoren wurden, sie in großen Städten übersteige das Gehalt der Lehrerinnen selten Borstand strenge auf Innehaltung der Arbeitszeit drängte, waren die sich mit Efel bon 1118 abwenden und somit manches 900 m. In Berlin übersteige das Gehalt nur in wenigen Fällen Ursache der Lofalvereins- Gründung. Die ungebührliche Handlungs- Samentorn, das auf fruchtbaren Boden gefallen war, durch 1000 m. Diese schlechte Besoldung sei nicht geeignet, weise des Vorstandes bestand also darin, daß er die fortwährend den Mehltau der Sonderorganisationsfolgen verdorrt. Nehmen den Lehrerinnen die Freudigkeit an ihrem Beruf zu erhöhen. Die aus der Reihe tanzenden Mitglieder an Ordnung zu gewöhnen suchte. wir die in Nr. 296 angeführten Gründe, soweit sie sich auf die Lehrerinnen können an die Gründung eines eignen Haushalts Was den Streik in diesem Jahre betrifft, zu dessen Aussichts- principielle Seite beziehen, dazu, dann sind ein Teil der Thatsachen nicht denken, sie milffen sich die größten Entbehrungen auferlegen Tofigkeit sich auch Silberschmidt bekannt haben soll, muß gesagt zusammengefaßt, die die Schädlichkeit der Sonderbündelei vom und verfallen daher vielfach frühzeitig dauerndem Siechtnm. Die werden, daß es gerade Silberschmidt in jener Versammlung war( es Standpunkt der allgemeinen Arbeiterbewegung beleuchten. war die einzige, der er vor dem Streit beiwohnte), der den Wir müssen in Deutschland streng darauf halten, daß es Lokalisten durch unwiderlegbare Beweise darthat, daß der Streit sehr nur eine Organisation giebt, die als anerkannte gilt. Es aussichtsvoll sei, wenn sich alle Kollegen beteiligen. Die Lokalen muß auch dem getverkschaftlich organisierten Arbeiter das Gefühl fahen dies ein, denn obwohl sie vorher am selben Nachmittag in anerzogen werden, daß auch er sich dem Willen der Mehrheit seiner ihrer Vereinsversammlung beschlossen hatten, sich nicht zu beteiligen, Berufsorganisation unterordnen muß. erklärten fie mun nach einigem Zögern und auf Anraten des Berliner Damit foll ja nicht gesagt sein, daß jeder, der sich in der Bertreters, fie schlössen sich der Forderung an und würden alles thun, Minderheit befindet, feine Meinung unterbrücken soll, sondern in der um die Forderung durchzufeßen. Unsichere Kantonisten wollen sie nicht Vorausseßung wie Bebel in Erfurt( Seite 167 des Parteitagssein und den Beitrag bis zum Austritt bezahlt haben. Das erste wird schon Protokolls), und zwar unter lebhaftem Beifall erklärte:" Das wäre dadurch widerlegt, daß kurz vor dem Streit von den Vereins eine schöne Partei, wo die Minorität der Majorität sich nicht fügen mitgliedern 16 Mann den beiden Vorständen schriftlich erklärten, daß wollte, wo die Nichteinverstandenen das Recht hätten, fortgesetzt an Es entspann sich alsdann eine sehr lange, lebhafte Besprechung. sie sich an dem Streit nicht beteiligen. Das zweite: daß zwei Mit den Beschlüssen und ihrer Ausführung zu nörgeln, die Partei er- Beschlossen wurde: Alle Grundgehälter der Lehrerinnen, welche unter gliedern der schuldende Verbandsbeitrag durch den Vereinsvorstand regen und Spaltungen hervorzurufen." Hiernach muß auch der Ge- 77 Broz. vom Lehrergrundgehalt stehen, sind zu erhöhen. Alle eintassiert, aber der Betrag an den Verband nicht abgeführt werkschaftsgenosse handeln. Darum muß jeder Zersplitterungsversuch Grundgehälter von 700-800 2. find au der Hand der worden ist. als den Arbeiterinteressen zuwiderlaufend behandelt werden und örtlichen Teuerungsverhältnisse dahin zu prüfen, ob dieselben Der Spandauer Vorsitzende schreibt: Nach der Schilderung niemand gestattet sein, der sich Genosse nennt, Sonderorganisationen überhaupt eine ausreichende Ernährung ermöglichen. Gehls sieht es ja bald so aus, als об alle die zu gründen. Die Mietsentschädigung ist so zu bemessen, daß sie der Lehrerin die jenigen, die der konstituierenden Versammlung beiwohnten In der Partei ist die Gefährlichkeit der Doppelorganisation er Führung eines eignen Haushalts ermöglicht, fie darf aber auf keinen und Willens waren, Mitglieder des neuen Vereins zu fannt worden. Es ist deshalb auch mit aller Energie jede Ab- Fall niedriger als die des unverheirateten Lehrers sein. werden, sich aus den ersten Reihen der tüchtigsten Kollegen sonderung verhindert worden, nachdem die Eisenacher und Laffalleaner Bei Bemessung der einzelnen Alterszulagen und der Gerekrutierten. Er zählt da auf: Revisoren, Kartellbelegierte, Lohn fich 1875 einten. Gebranntes Kind scheut eben das Feuer. samtsumme der Alterszulagen ist auf das in den Zahlen tommissions- und Vorstandsmitglieder. Dem ist aber nicht so. Waldt Darum konnte auch der alte Tölle 1891 in Erfurt die Jungen" so des Gesetzes liegende Verhältnis 80 Proz. der Lehrerwar Kassierer und auch einmal Revisor. Müller einmal drei Wochen eindringlich ermahnen, weil er die am Lebensmart der Bewegung zulage als auf eine angemessene Normierung hinzutveisen. Geht Lohnlommissions- Mitglied im Jahre 1896, auch einmal Startell- wie der Personen zehrende Kraft der Sonderbündelei mit erlebt eine Gemeinde bei der Lehrerbesoldung über die Mindestfäße Delegierter, Behlow hatte auch einmal die Ehre, acht Wochen Lohn hatte. In dieser Beziehung ist sein Satz so recht verständlich, der hinaus, so ist zu veranlaffen, dies auch bei der Lehrerinnenbesoldung Tommissions- Mitglied zu sein. Im Laufe des Jahres hatte sich noch da lautet:" Sollten Sie die Kämpfe durchmachen müssen, die wir zu thun. Entgegenstehenden Beschlüssen ist die Bestätigung zu versagen. ein langjähriger Freund des Waldt diesem zugefellt, der auch schon durchgemacht haben, dann würden Sie innerhalb Jahresfrist zu In der Nachmittagversammlung hielt Fräulein Martha Schu früher mal Revisor und Kartelldelegierter war. Weiter stellt Gehl Grunde gehen, ich bürge Ihnen dafür." mann aus Halle a. S. einen Vortrag, worin sie im Intereffe der mit Bestimmtheit fest, daß die Vorwürfe, die gegen einige Es wird deshalb das Bemühen des Vorstandes, die Anfänge einer Boltsbildung für die Gleichstellung der Lehrerinnen mit den Lehrern Kollegen in der Versammlung erhoben wurden, auf diese keine An- Dopppelorganisation im sechsten Berliner Wahlkreise zu verhindern, eintrat. Nach lebhafter Debatte wurde auch ein Beschluß gefaßt, wendung finden, sondern auf die Angreifer zurückfallen. In der erst recht verständlich. Das Wort vom getrennt Marschieren und daß der Lehrerin dasselbe Grundgehalt zu gewähren fei, wie dem betreffenden Versammlung ist außer Waldt feiner persönlich ans vereint Schlagen mag sich in der Theorie fehr schön ausnehmen, Lehrer. Zugleich wurde entsprechend den Beschlüssen gegriffen worden und nur gegen dieſen allein wurden Vorwürfe unter der Wucht der rauhen Thatsachen ist es aber zur Phrafe ge- Lehrertages in Magdeburg die Forderung des Grundgehalts auf erhoben. Weiter stellt Gehl ausdrücklich fest, daß sein Verein worden. 1350 M. und die Alterszulagen auf 120 M. normiert. Ferner fein Hindernis war, um Forderungen zu stellen und daß wir den Soweit Gewerkschaftsorganisationen in Frage kommen, die nicht wurde beschlossen: Ms Wohnung sind zu gewähren: 6. a) auf dem Verein nicht aufgefordert haben, mit uns eine Forderung zu beraten. auf dem Boden des Klassentampfes stehen, christliche, Hirsch Lande: zwei heizbare Wohnräume, Küche und Nebengelaß, b) in der Jeder, der das Ehrgefühl und die Moral eines organisierten Ar- Dunckersche oder andre Spielarten, ist die gesamte Arbeiterschaft, Stadt: die Mittel für die gleichen Räume in einem guten Hause. beiters fennt, muß jagen: Unter den hier obwaltenden Umständen soweit sie auf unfrem Boden steht, einig auch die fotalen Die Mietsentschädigung der Lehrerin darf nicht unter 75 Proz. von war es unmöglich), mit dem Verein, dessen Vorsitzender als daß diefe der Gesamtbewegung schädlich sind. der des verheirateten Lehrers bemessen sein und nie weniger Denunziant entlarvt war, zieds Beratung einer Forderung in Ver- Daß diese schädliche Wirkung für die gewerkschaftliche Sonder betragen als die des unverheirateten Lehrers. 7. Hat die Lehrerin bindung zu treten. organisation zutrifft, soweit sie auf dem Boden des Klassentampfes Angehörige bei sich aufgenommen, zu deren Unterhalt sie gesetzlich Es sei hiermit nochmals festgestellt, daß sich der größte Teil steht, bedarf wohl nach dem vorher Gesagten keiner besonderen verpflichtet ist, so erhält sie die volle Mietsentschädigung des verder Vereinsmitglieder aus Berufs Streifbrechern zusammensetzt; Begründung. heirateten Lehrers. 8. Damit die mangelnde Leistungsfähigkeit der also solche, die bei jeder Bewegung Streifbruch getrieben haben. Diese Wirkung trifft aber nicht nur den Beruf, sondern auch die Gemeinde nicht weiterhin die Stellung des Lehrers herabdrückt, find: J. A.: A. Degner. Parteibewegung. Die Entfremdung und bittere Feindschaft unter a) die Schullasten gleichzeitig zu verteilen und durch ein SchulJah habe zu diesen Darstellungen nichts hinzuzufügen, obwohl den Berufsgenossen einerseits und den gesamten gewerkschaftlich dotations- Gesetz zu regeln, b) Staatszuschüsse in ausreichender das Material lange nicht erschöpft ist. Die Leser des„ Vorwärts" organisierten Arbeitern eines Ortes andrerseits wird nicht abgestreift, Höhe für nicht leistungsfähige Gemeinden zu gewähren. 9. Ms Mittel können selbst prüfen, wenn sie die Schriftsätze vom Borstand des wenn dieselben Personen am andern Tage zur gemeinsamen Thätig zur Erreichung diefer Forderungen werden angesehen: a) die TeilMaurervereins neben diese Nichtigstellungen und dem in Nr. 296 teit für die Partei zusammenkommen. Die Feindschaft überträgt nahme des Volksschullehrerstandes- der Lehrer und Lehrerinnen- an Gesagten stellen. Nach diesen Darstellungen des Vorstandes des sich und wirkt lähmend auf die Arbeits- und Opferfreudigkeit für der Schulverwaltung, b) das aktive und paffive Kommunal- WahlBerliner Lokalvereins fieht es so aus, als ob die Borstandsmitglieder die Partei, mancher bleibt wohl überhaupt zurück, da er den andren recht für Volksschullehrerinnen, c) alle Bestrebungen, welche die Einder angezogenen Zweigvereine des Verbandes die blödsinnigsten dort weiß. Wie ein Partei- Organ unter solchem Zustand leiden führung der allgemeinen Bollsschule vorbereiten. Es wurde endlich Merle von der Welt seien, die in der unsinnigsten Weise Streits fann, will ich nicht ausmalen. auch beschlossen: Die gleiche Höhe der Alterszulagen foll auch für infcenieren, die Mitglieder terrorisieren, ohne Grund folche aus Je stärker auf der einen Seite die Gewerkschaftsorganisation wird, Berlin gelten. Danach war die Tagesordnung erledigt und die schließen, oder, wie es in Spandau geschehen sein soll, alles thun je größer wird auf der andern Seite die Feindschaft zwischen beiden Generalversammlung wurde geschlossen. D des Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 4. Januar. Freie Voltsbühne. LessingTheater. 12./13. Abteilung. Der Tartüff. Anfang 24 Uhr. Metropol- Theater. 5. und 6. Abteilung. Kollege Crampton. Anfang 2 Uhr. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Romeo und Julia. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- WilhelmSonntagnachmittag 3 Uhr: Wallensteins Tod. Das Land Tirol. Trauerspiel in 5 Aufzügen Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Montag: Der Ring des Ribe WeihnachtsKingen. Vierter Abend: Götterdämmerung. Anfang 62 Uhr. Schauspielhaus. Krieg im Haus. Montag: König Laurin. Nenes Opern: Theater. Cafar. Julius Deutsches. Der arme Heinrich. Nachmittags 22 Uhr: Die Weber. Montag: Monna Banna. Berliner. Maria und Magdalena. Nachm. 2, Uhr: Der Struwwelpeter. Montag: Alt- Heidelberg. Lessing. Der blinde Passagier. Montag: Madame Sans- Gêne. Neues. Die Großstadtluft. Nachmittags 3 Uhr: Ledige Leute. Montag: Die Großstadtluft. Residenz. Die beiden Schulen. Nachmittags 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Montag: Die beiden Schulen. Thalia. Die bösen Mädchen. Nachmittags 3 Uhr: Ehrliche Arbeit. Montag: Die bösen Mädchen. Westen. Wiener Blut. Nachm. 3 Uhr: Die weiße Dame. Montag: Der Waffenschmied. Central. Madame Sherry. Ausstellung Zauberkünstler Mr. François Roberts:„ Das Verschwinden einer Dame!" Kasperle- Theater. Lebende Bilder. Grosses Konzert. Passage- Theater. Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Fräulein Auguste Adamovic Tanz- Sängerin. Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Friedrich Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Schauspiel in 4 Aften von Otto Erich Hartleben. Montagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Dienstagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. von Residenz- Theater. Anfang 7, Uhr. Die beiden Schulen. ( Les deux Ecoles.) städtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Biberpelz. Eine Diebskomödie von Gerhart Hauptmann. Sonntagabend 8 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Aften von Franz v. Schönthan u. Franz Koppel- Eufeld. Montagabend 8 Uhr: Renaissance. Dienstagabend 8 Uhr: Renaissance. 1011 Winter Aren 6 Luftspiel in 4 Aften v. Alir. Capus. Vollständig neues Programm: Nachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Tortajada Spanische Tänzerin. Deutsch von Theodor Wolff. Apollo- Theater. Nachmittags 3 Uhr: Paul Conchas:„ Im Bivouac". Morton und Elliott, Excentrics. Wallno und Marinette, Tanzduo. Thompsons Wunder- Elefanten. zu ermäßigten Preisen: Otto Reutter, Frau Luna. Das Bordeverry- Trio. Wo amüsiert man sich grossartig? Su Schnegelsbergs Festsälen Inhaber: Max Schindler Hasenheide 21 und Jahnstrasse 8. Heute: Grofser Ball verbunden mit Cigarren, Bonbon- Regen und diversen Ueberraschungen. Entree: Mittwochs frei, Sonntags 15 Pf. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. 2142* Max Schindler. Germania- Prachtsäle. Chauffeeftr. 103. Arnold Scholz. Chausseestr. 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Hamburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. 2152 Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Jeden Donnerstag: Bergter- Konzert und Familien- Kränzchen. Jeden Sonntag Grosser Ball. von 5 Uhr ab: 8 große und kleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Humorist Graumanns Festsäle Borher: Die neuen Specialitäten. Adrienne Larive, Pariser Sängerin. 7: Nakiris Hochzeit. 72 Uhr: Ausstattungs- Operette v. Paul Lincke. Vorher: Die neuen Specialitäten! Kassen- Eröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 7%, Uhr. Bernhard Rose- Theater Badftr. 58. Sonntag, 4. Januar 1903: Nachmittags 3 Uhr: Die Fleder Buntes Theater Je toller, je besser. maus. Montag: Madame Sherry. T Belle Alliance Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Nachmittags 3 Uhr: Der liebe Onkel. Montag: Cupido u. Co. Telephon. Am Casino. Moderne Frauen. Nachmittags 4 Uhr: Ehrliche Arbeit. Apollo. Nakiris Hochzeit. Nachmittags 3 Uhr: Frau Luna. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Ein Ehrenwort. Nachm. 3 Uhr: Wallensteins Tod. Montag: Jugendfreunde. Köpnickerstr. 68. 3 Uhr: Bei halben Preisen: Ueberbrettl Vorstellung: Lustige Ehemann. Haselnuss. 8 Uhr: Liebessold. Komödie Gr. Burleskpoffem. Gesang in 5 Bildern von J. Rojen und E. Jacobson. Anfang 6% Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. in 3 Akten von Oskar Méténier. Stadt- Theater. Vorher: Abergläubisch v. Marius. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Schiller. N.( Friedrich Wilhelm- Thalia- Theater. städtisches Theater). Renaissance. Nachmittags 3 Uhr: Der Biberpelz. Montag: Renaissance. Thalia- Theater. Anfang 7, Uhr. Heute und folgende Tage: Alt- Moabit 47-49. Die Banditen. Lustspiel in 4 Akten von R. Benedir. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Kleines Theater Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigten Preisen: Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. Ritchie Duo, Die 7 Allisons, Naunynstrasse 27. 2622* Meine eleganten Salons mit Bühne sind noch einige Sonnabende Bicycle- Künstler. und Sonntage an Vereine zu vergeben. Fernsprecher Amt IV Nr. 7324. Gustav Graumann. Akrobaten. ,, Das Mädchen mit dem goldenen Haar", Les deux Weltons, Pariser Luft, Eine Vision. Equilibristen. Ballett. Die Reise in den Mond". Biographische Bilder. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tageskaffe 11-11%, Uhr. ( Meysel, Pietro, Böhme, Böck mann, Plättner 2c.) Britton, MarSteidl, Serone, Serenissimus- Zwischenspiele: Deutsche Konzerthallen 23 is. Die letzten Lage der Die bösen Mädchen. Schöne Seelen, Familienidyll, Kollegen. Spandauer Brücke 3 Antillen. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Die lekten Tage der Antillen. Luifen. Der Pfarrer von Kirchfeld. Nachmittags 3 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Montag: Deborah. Metropol. Die zwölf Frauen des Japhet. Montag: Dieselbe Borstellung. Buntes Theater. Abergläubisch. Liebesfold. Nachm. 3 Uhr: Luftige Ehemann., Haselnuß. Kleines. Erdgeist. Nachmittags 3 Uhr: SerenissimusGroße Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Im 1. Aft: Ein secessionistisches Erntefest. Im 2. Aft: Parodistische Reichstagsscene. Großes internatio nates Schwimmturnier. Jm 3. Aft: Hochzeitszauber. Abends 8 Uhr: Erdgeist. Montag: Erdgeist. Palast- Theater Monna Banna Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Parodie. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ehrliche Arbeit. Theaterund SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! 5 KünstlerKapellen Das phänomen. Januar- Programin. Special- Ausschank 8 Alles neu! Neu! Alles neu! Uhr. Nen infceniert: 8% Uhr. Luisen- Theater. Auf hoher See. Nachmittags 3 Uhr: Zwischenspiele: Schöne Seelen. Der Rattenfänger von Hamein. Familienidyll. Kollegen. Montag: Erdgeist. Valaft. Auf hoher See. Trianon. Die Liebesschaukel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Specialitäten. Specialitäten. Abends 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Deborah. Dienstag: Der Borher: richtige Schwiegersohn. Kurmärker und Picarde. Mittwoch: Der Pfarrer von Kirchfeld. der Berliner Bockbrauerei. Etablissement Lebensbild m. Gesang u. Tang in 3 Aften. Buggenhagen Neumann Dir. Rich. Winkler. The Atlantics, Straft- Aft. Gebr. Bellong, großart. Melange- Aft. Jonny Manchenez, das med. Weltwdr. The Helsons, eine Scene im Kaffeeh. Elsa Byron, Soubretten- Diva. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 f. Baffage- Panoptikum. Specialitäten. Central- Theater SteidlWintergarten. Specialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nachmittags 3 Uhr, Parkett 60 Pl. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften v. Fr. v. Schiller. Abends 8 Uhr: Leyte Sonntags- Aufführung! Sonntag, 4. Januar: 2 Vorstellungen. Nachmitt. 3 Uhr( halbe Preise). In erster Besetzung: Die Fledermaus. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Abends 7 Uhr: Madame Sherry. Montag, 5., Dienstag, 6., Mittwoch, 7. Januar, nachm. 4 Uhr( halbe Preise), jeder Besucher 1 Kind frei: Schneeweisschen und Rosenrot. Abends 7 Uhr: Madame Sherry. Die letzten Tage der Antillen Casino- Theater. Großes romantisch- phantastisches Ausstattungsstück in 5 Aften( 9 Bildern) von Ernst Ritterfeldt. Morgen: Die letzten Tage der Antillen. Belle- Alliance- Theater. Heute u. folgende Tage: Anf. 7%, Uhr. Cupido& Co. Schwank mit Gej. u. Tanz in 3 Aften. Hierauf: Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Heute nachmittag 3 Uhr bei kleinen Preisen: Der liebe Onkel. Schwank in 4 Aften. Hierauf:„ Er". Metropol- Theater, Zum letztenmal: Die 12 Frauen des Japhet. Anfang 18 Uhr: Rauchen überall gestattet. Montag wegen Vorbereitung geschlossen. Dienstag, den 6. Januar: Zum erstenmal: Neuestes! Lothringer Straße 37. Nen! Neu! Franz Kern Amones Gretchen Reimann 2c. Dazu mit neuer glänz. Ausstattung: Moderne Frauen. Großer Lacherfolg. Zeitgem. Couplets. Anf.: Wochent. 8, Sonntags 7, Uhr. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Ehrliche Arbeit. Cirkus Schumann Sonntag, 4. Januar 1903: 4 Uhr u. 72 Uhr: 2 gr.Extravorstellungen 2 Nachmittags auf allen Plätzen 1 Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Nachmittags: Die beliebte, reizende Kinder- Pantomime Pierrots Weihnachten in 2 Akten und 2 Tableaus, In beiden Vorstellungen: Nachmittags und abends: Die grösste Neuheit! Dranien burg. Thor Theater an der Friedrichstr. Täglich 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. Vorverkauf 40 Pj. 40 SteidlSänger. Entree 50 Pf. ( Fritz Steidl, Scheuerl, Müller, Lipart, Reising, Wehling, Corvinus, Haas und Munkel.) Neu: Am Weihnachtsabend. Lebensbild von Frizz Steidl. Entree 50 Pf.( Vorverk. 40 Pf.) bei Rühle, Friedrichstr. 115. Sanssouci Rottbuserthor Station der Hochbahn. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Montag, den 5. Januar: Bum lektenmal: Unterm Weihnachtsbaum. Charakterbild. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Robert und Bertram. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Bf. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Montag: Othello, der Mohr von Bencdig. Looping the Loop. Königstadt- Casino. Das Tagesgespräch von Berlin Abends: Zum 72. Male: Die lustigen Allerneuestes Heidelberger. Julius Spielmann a. G. Phänomenale Pantomime. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstfl. Specialitäten- Vorstellung. Sed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. am Moritzplatz. Jeden Tag: Streich- Konzert. Bocanstich: 15. Januar. Im Kaiser: Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten- Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Treptow. Amt IV. 1278. Bade's Volksgarten Parkstraße. • Strassenbahn( Siemens). Jeden Sonntag: Ball. Alhambra Wallnertheater- Str. 15. Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra: Ball bei doppelt bejeztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr.[ 2172] A. Zameitat. Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche. Kegelbahn. Ausspannung. Saal für Vereine sund Versammlungen. 2112* Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 2122* C. F. Walter. Haltestelle d. elektrischen Vereinen bestens empfohlen. * Neu eröffnet! Gute Ventilation! afé Schurig, Oranien- Str. 144 dicht am Moritzplatz. Staffee 10 u. 15; Bier 10 P. Billard a Stunde 40 f. Große Auswahl v. Zeitungen, modernen Zeitschriften und Journalen.[ 1962* Achtung! 13465 2. 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Im Nebenfaale vorm. präcife 10 Uhr: ** Ausschuss- Sitzung. Angelegenheiten. Tages- Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Abrechnung vom Sängerfest. 3. BundesAusgabe eines neuen Liedes. Der Vorstand. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin.( Sektion der Putzer.) 16/1 Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Mittwoch, den 7. Jannar, abends 8 Uhr: General- Versammlung. Außerordentliche Generalversammlung Zages Ordnung: 1. Vierteljährlicher und fährlicher Kassenbericht. 2. Wahl des Vorstandes und Ausschusses. 3. Innere Rassenangelegenheiten. 13495 Quittungsbuch legitimiert. Der Vorstand. im a belschen Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5/7. Tagesordnung: 1. Die Erhöhung der Vereinsbeiträge. 2. Aussprache über den Stand unsrer Organisation. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichem Besuch sieht entgegen 238/1 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Orts- Krankenkaffe der f. d. 4. Berl. Reichst.- Wahlkreis( 6sten). Buchbinder n. verw. Gewerbe Donnerstag, den 15. Januar, abends 81, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1: Ausserordentliche Dienstag, den 6. Januar 1903, abends 8½ Uhr: Außerordentliche General- Versammlung D im Lokale Große Frankfurterstr. 117. 242/2 Mittwoch, den 7. Januar, abends 7 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Generalversammlung Hofgefchichten. 2. Diskussion. 3. Antrag auf Erhöhung der Beiträge von 20 Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Neujahrsgruß vom Gesangverein der Buzer. 2. Bericht der örtlichen Verwaltung und Neuwahl derselben. 3. Rassenabrechnung pro 4. Duartal 1902. 4. Erledigung verschiedener sehr wichtiger Vereinsangelegenheiten. In Hinsicht auf die reichhaltige Tages- Ordnung bitte ich die Mitglieder um pünktliches Erscheinen. 20/1 Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 5. Jan., abds. 8, Uhr, in d. Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag von Frau Marie Hofmann über: ,, Das Rechtsbewusstsein der Frau". Der Vorstand. Gäste willkommen. [ 55/1] Freireligiöse Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lennhof. 2. Wahl eines zweiten Kranken- Kontrolleurs. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 270/1 Der Vorstand. Bernh. Jost, Vorsitzender. Georg Bässler, Schriftführer. Gemeinde Berlin. Sonnabend, den 17. Januar cr., in den Festräumen des Elysiums, Landsberger Allee 39-40: Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Gr. Wiener flasken- Ball. Verwaltungsstelle Berlin. Uhr, Dienstag, den 6. Jannar, abends 8% ,, Gewerkschaftshanje", Engel- Ufer 15( Saal 1); Vortrags- Abend des Herrn Spohr( 2. Teil des Vortrags- Cyflus) ( Mit Vorführung von Material.) Der Vorstand. im Großer Jahrmarktsrummel zu Plundersweiler. Schaubuden, Wahrsager, Riesendame, Menagerie, Erntetanz usw. Frau Kohlhardt, Alexandrinenstr. 21, v. IV. Kowalszik, SwinemünderTages Ordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalts Victor Fränkl über: auf 25 Pf. vom 1. Januar 1903 an. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 7. Januar, abds. 81 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen: Zur Beachtung! In allen Versammlungen werden die statistischen Fragebogen ausgegeben. Zu einer vollständigen, brauchBillets sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: O. Jänicke, baren Statistik, die die wirkliche Lage in unsrem Ges Schöneberg, Golgstr. 6, H. I. G. Bohne, Hochmeisterstr. 26, 5. IV. werbe wiedergiebt, gehört die Beteiligung aller MitC. Chriefiens, Mühlenstr. 49, v. III. B. Schröder, Passauerstr. 3, im glieder. Es liegt deshalb im Interesse der Mitglieder, Laden. 2. Kuhirte, Immanuelkirchstr. 16, r. Stfl. IV. P. Hallauer, Strauti. 36, Quergeb. III. H. Kotlow, Hochmeisterstr. 5, Quergeb. IV. daß sie aus allen Werkstellen Vertrauensmänner traße 82, I. Quergeb. IV. A. Plath, Rüdersdorferstr. 19. Rutusch, Königs- entsenden, die die Fragebogen in Empfang nehmen. bergerstr. 34. M. Wendt, Gollnowstr. 44, Quergeb. III. 5. Peege, Die Fragebogen müssen umgehend ausgefüllt Rüdersdorferstr. 48, Quergeb. II. In den Verkaufsstellen: W. Boerner, Ritterstr. 15. F. Wolf, Pintschstr. 3. H. Vogel, Demminerſtr. 32. und nach dem abzu- H. Bobfin, Kommandantenstr. 62. G. Karklinnis, Holzmarktstr. 48a. 20/1. Ziehm, Bernauerstr. 48. 23. Krause, Pappel- Allee 15-17. A. Kie: burg, Urbanstr. 68. Wwe. Wegner, Stalizerstr. 59. Wiehdemann, Frankfurter Allee 47. Bei unserm Staffenboten A. Näder, Rheinsbergerstr. 62 eingesandt oder auf den Zahlstellen abgeliefert b. II und in unsren Vorträgen. Anfang 8,2 Uhr. Billets a 50 Pf. Kunstpflege im Arbeiterheim. Rege Beteiligung erwünscht. Hierzu sind die Damen besonders eingeladen. NB. Der dritte Teil des Vortrags- Chilus„ Künstlerische Hebung der geselligen Feste der Arbeiter", gelangt am 13. Januar zum Vortrag. Sämtliche eingelieferten Mitgliedsbüper find im Bureau holen. Beiträge sind wegen Quartals- Abrechnung zu begleichen. Vereinigung der Maler. Filiale Berlin I. Dienstag, den 6. Januar, abends 8 Uhr, Engel- Ufer 15, Saal IV.: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Fortsekung der Diskussion über das Krankenversicherungs- Gesek. 2. Bericht der Ortsverwaltung. 3. Neuwahl der Ortsverwaltung. 114/1 Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. 13436 werden. Bureau, Engel- Ufer 15, Das Komitee. Moabit: bet Jocksch, Turmstr. 84. Grosser InventurRäumungs- Ausverkauf in sämtlichen Abteilungen des Konfektionshauses Arbeiter- Bildungs- Schule. S. Klein Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II. Lehrplan für das I. Quartal 1903. Unterrichtsfach Behandelter Lehrstoff UnterLehrer richtsAbend Montag National- Deutsche Reichsfinanzen und ökonomie Reichs- Steuerwesen. Schriftst. Georg Bernhard SchriftNatur- Ersteller Anatomie des Menschen. Dienstag kenntnis Dr. Rudolf Steiner Geschichte Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Schriftsteller Max Schütte Donnerstag SchriftRedeUebung Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz. steller Freitag Dr. Rudolf Steiner 2392 44/45. Jerufalemerstr. 44/45, chutenstraße. Daselbst kommen zum Verkauf: Sämtliche Winter- und Frühjahrs- Mäntel, Blusen, Costumes, Costumeröcke etc. etc. zu wirklich auffallend billigen Preisen. 77/8 Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensmänner. 2. VerbandsAngelegenheiten. 3. Verschiedenes. Wedding und Gesundbrunnen: bei Sern Raabe, Kolbergerstraße 23. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Verbands- und Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Vertrauensmänner haben die ausgefüllten Fragebogen mitzubringeu. Die Kollegen von Gebrüder Spaar, Chausseestr. 39, werden ersucht zu erscheinen. Rosenthaler u. Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. VerbandsAngelegenheiten. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Osten u. Nordosten: bei Mann, Strausbergerstraße 3, abends 7, Uhr. Tagesordnung: 1. Bericht der Obleute. 2. Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Berbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt- Angelegent heiten. 3. Verschiedenes. Süden: bei Retzolk, jekt Doberstein, Wafferthorstraße 68. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Rumsch& Hammer, Maschinenfabrik, Forst i. L. Sud- Westen und Westen: in Habels Brauerei, Wäschereimaschinen 218L* für Dampf- und Dand- Waschanstalten. Ca. 350 Stück im Betriebe. Ca. 1200 Stück im Betriebe. Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie Montag, den 12. Januar; Natur Erkenntnis Dienstag, den 13. Januar; PATENT Geschichte Donnerstag, den 15. Januar; Rede Uebung PLATT& Freitag, den 16. Januar. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn GLÄNZAbende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich MASCHINE um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8 bis 9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Von Mark 150,- an. WASCH Bergmannstr. 5-7. Tagesordnung 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Bericht der Bertrauensleute. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Modell- und Fabrik- Cischler bei Dieke, Ackerstraße 123. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt- Angelegen MASCHINE Heiten. 3. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. MIT UNTERFEUERUNG UND HANDBETRIEB Von Mark 250,- an. anstalten, Institute, Heilanstalten, Hotels etc. Drechsler. Norden bei Schmitz, Brunnenstr. 150. Osten bei Matthes, Koppenstr. 41. Südosten und Westen bei Stramm, Ritterstraße 123. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt- Differenzen. 3. Verbandsangelegenheiten, Ausgabe der statistischen Fragebogen. 4. Ver. Jede Werkstatt muß vertreten sein! Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten Wir fabrizieren komplette Einrichtungen für Wasch- schiedenes. bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links 2 Tr., und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstrasse 42; Vogel, Demminerstrasse 32; Krause, Müllerstr. 7a; Horsch, Engel- Ufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin SW. 42, Möckernstr. 104, 4 Tr., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 50, zu senden. 5/12 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353 Sonntag, den 4. Januar cr., vormittags 10 Uhr, bei Herbener, Chausseestraße Nr. 73: Morgensprache der Monteure. Zahlreichen Besuch erwartet Speise- Krone 4- fl. compl. 38 echt Bronze m. Die Ortsverwaltung. Kronleuchterfabrik 110/3 Auerlicht. Siegel& Co., Prinzenstrasse 33. Größte Auswahl 400 verschiedener Kronen für Gas, Elektrisch und Petroleum von 10-250. Ausverkauf älterer u. einzelner Muster bedeutend unt. Preis. Auf Wunsch coulante Zahlungsbedingungen MK. ohne Preiserhöhung. 225L* von Ziehung am 15. Januar 1903. Badische XI. Pferde- Lotterie Carl Heintze 5063 Gewinne. Gesammtwerth Mark Berlin W.64 100 000 darunter 1 à 15,000, 10,000, 5000, 3000, 2000, 5 à 1000, 50 à 600 M. etc. Der Verkauf der Gew. ist mit 70% garantirt. Loose à 1 M., 11-10 M., Porto und Liste 20 Pfg. empfiehlt und versendet gegen Coupons, Briefmarken oder unter Nachnahme Berlin W., Carl Heintze, unter den Linden 3. Achtung! Rixdorf. Atung! 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 4. Januar 1903. Wirtschaftlicher Wochenbericht. gestiegen, als wollte Rebel Berlin, den 3. Januar 1903. dufte im Gewicht von 565 583 Tommen, den die englische Statistik Die Aussichten, unter denen die Eisenindustrie in das neue Jahr für die Monate Januar bis Ende November 1902 ausweist, entfällt eintritt, verheißen dieser demnach keineswegs eine Besserung ihrer fast ausschließlich auf die Zunahme der Ausfuhr nach Lage, wenigstens nicht, wenn man die Verhältnisse der fremden den Vereinigten Staaten, denn die englische Ausfuhr nach Absatzmärkte berücksichtigt, auf die der deutsche Eisenerport angewiesen Ausblick in das beginnende Wirtschaftsjahr. dem europäischen Sontinent Lage des amerikanischen und und besonders nach Deutschland ist. An der Börse hieß es allerdings in der letzten Woche anders. ist weit unter englischen Marktes. Rückwirkungen auf den deutschen Eisenerport. der Ziffer der letzen Jahre zurückgeblieben. Dort hat sich, nachdem es lange schien, als sollte diesmal die übliche Jahresschlußhausse. Nur durch diese Vermehrung des Exports nach Amerika war der Jahresschlußhauffe ausfallen, num doch noch in den letzten Tagen ein Zur Charakteristik des deutschen Eisengeschäfts. englische Markt fähig, die großen Massen von Eisen und Eisen- lustiges Kurstreiben eingestellt, das die wichtigsten SpekulationsDas alte Jahr ist in trüben Winternebeln zu Ende gegangen waren aufzunehmen, die ihm von Deutschland zugeschoben wurden. werte des Kohlen- und Eisenaktienmarktes in feden Springen von in trüb und in ebenso trüben Nebeln ist das neue Jahr herauf- Mit der Aufnahmefähigkeit fremder Eisenprodukte durch die Ver- Stufe zu Stufe emporschnellen ließ. Vergleicht man die Schlußturse des ankündigen, daß auf ein Vereinigten Staaten ist es jedoch so ziemlich vorbei. Die Geldknappheit, Stassamarktes vom 20. Dezember mit denen des legten Dezembers, so schwinden des schweren wirtschaftlichen Druces, der im ver- die ihrerseits wieder nur ein Ausdruck der eingetretenen Kapital- ergiebt sich z. B. für die Laurahütte und für Bochumer Gußstahl eine gangenen Jahre auf dem Erwerbsleben lastetete, vorerst nicht knappheit ist, hat bewirkt, daß in den Trustgründungen und der Steigerung von 7 Proz., für Konsolidation von 9 Broz., Gelsenkirchener zu rechnen ist. Thatsächlich deuten alle Wetterzeichen darauf hin, daß Renanlegung von Produktionsunternehmungen ein erheblicher Rück- Bergwerksgesellschaft von über 5 Proz., Hibernia 434 Proz. Zumeist die Jahresberichte des Vereins Berliner Staufleute und Industrieller" gang eingetreten ist. Und damit hat auch der amerikanische Eisenmarkt reine Mache; ging doch klar ersichtlich ein großer Teil der Käufe von und der Hamburger Handelskammer" das Richtige getroffen haben, ein andres Aussehen erlangt. Zwar die Nachfrage nach Eisenbahn- den betreffenden Bergwerks- und Hüttengesellschaften nahestehenden wenn sie als Ergebnis ihres Ausblickes in das beginnende Wirtschafts- Materialien, vornehmlich Schienen, hat kaum nachgelassen und so- Banken und Spekulationshäusern aus, und auch einige der Situationsjahr verkünden, daß der Tiefpunkt der absteigenden Kurve des genanntes Konstruktionseisen für Fabrik, Haus- und Brückenbauten berichte, welche die mit den Zechen- und Hüttenkonsortien liierte Wirtschaftslebens noch keineswegs überschritten zu sein scheint, zum findet noch immer flotten Abfag. Die überall in Angriff genommene Presse in den letzten Tagen in die Welt hinausschickte, verraten in mindesten aber bestritten werden müsse, daß zuverlässige Ausdehnung des Eisenbahnnetzes und der Fabrikanlagen hat den ihrer Aufbauschung der Order- Eingänge und ihrem Hinweghuschen Zeichen für die Annahme eines Umschwunges der Bedarf in diesem Artikel riesig gesteigert. Diese Nachfrage wird über die veränderte Lage der Auslandsmärkte recht plump das Gesamtkonjunktur hervorgetreten" seien. Sind auch auf dem inneren vorläufig noch anhalten, bis die heute im Bau befindlichen Bestreben, schön rofig zu färben. deutschen Markt im vergangenen Jahre jene krampfhaften Zuckungen, Anlagen nach und nach fertig gestellt sein werden. Aber für leichtere Dennoch folt keineswegs geleugnet werden, daß thatsächlich in die im Jahre 1901 in den Bankbrüchen zum Durchbruch kamen, Stahlfabrikate ist der Markt merklich abgeflaut, und selbst die Nach den letzten Wochen bei den Eisen- und Stahlwerken der Einlauf zurückgetreten, fann ferner nicht bestritten werden, daß Handel und frage nach Roheisen hat im Vergleich zum Sommer beträchtlich ab- neuer Bestellungen flott vor sich gegangen ist. Die Frage ist nur, Industrie sich mehr und mehr den veränderten Markt- und Wert genommeit, wenn auch im Gegensatz zum Gießerei- Noheisen, für das ob wirklich darin ein Beweis für das Aufsteigen des inländischen verhältnissen angepaẞt und in einzelnen Fällen bereits der Markt nur geringe Aufnahmefähigkeit zeigt, noch bis in die Verbrauches erblickt werden kann. Die Auftragsmehrung hat allem die Ansäte zu einer neuen Aufwärtsbetvegung bemerkbar letzte Zeit aus England beträchtliche Mengen von Bessemer- und Anschein nach einen ganz andren Grund. Als im Oktober und November sind, so ist doch dafür andrerseits die Lage der- phosphorhaltigem Noheisen eingetroffen sind und willige Abnahme die Erneuerung verschiedener Verbände in der Eisenindustrie, speciell des jenigen Länder, zu denen Deutschland in engsten Handels- fanden. Düsseldorfer und des Siegerländer Roheisen- Syndikats, zweifelhaft beziehungen steht, vielfach eine ungünstigere als am Schluß des Bereits wirkt diese Abflauung nachhaltig auf den englischen erschien und die ganze Lage weitere Preisermäßigungen in Aussicht Jahres 1901. Es kann deshalb der Bericht der Hamburger Handels- Markt zurück, dessen Preise und Konsum an deutschen Eisen- und stellte, da hielten die Großhändler mit ihren Aufträgen zurück fammer auch durchaus nicht des Peffimismus geziehen werden, wenn Stahlprodukten in den letzten beiden Monaten erheblich gesunken vielleicht ließ sich nach einigen Wochen noch billiger einkaufen. Nacher in seinem Urteil über die allgemeine Lage unter Berücksichtigung sind. Der Höhepunkt der englischen Eisen- Verschiffungen fällt, wie dem aber inzwischen die Preise für verschiedene Artikel, besonders der fremden Marktverhältnisse zu dem Resultat gelangt, daß noch die Statistik nachweist, in die zweite Hälfte des September, von da für Buddel, Stabl und Walzeisen, gefallen sind und mit einer längeren Dauer des eingetretenen ab ist der Erport fast stetig gesunken; und auf eine Aenderung eine Verlängerung der Syndikate zu stande gekommen Tiefstandes des gesamten Geschäftslebens ge- dieser Geschäftslage ist allen Anzeichen nach vorerst nicht zu rechnen. ist, hat es heute kaum noch einen Zweck mit den rechnet werden muß." Noch ungünstiger find infolge der Krise in der südrussischen Eisen- Bestellungen für das nächste Quartal oder Halbjahr zurüc Was im vergangenen Jahre der deutschen Eiſenindustrie den industrie die Absatzverhältnisse des russischen Eisenmarktes, und auch zuhalten. Die Lager müssen ergänzt werden, und während damals zurückgegangenen Konsum des inneren deutschen Marktes relativ leicht in Destreich- Ungari ist, wie erst kürzlich der Jahresbericht des Ver- auf Preisherabsetzungen gerechnet werden konnte, tritt heute ein erertragen half, das war die Hochkonjunktur, die in den Vereinigten eins östreichischer Montan-, Eisen- und Stahlindustrieller konstatierte, neutes Bestreben der Syndikate und Verbände hervor, die Preise Staaten von Amerika trog einzelner Abschwächungen bis in den die Geschäftslage in den letzten Monaten des Jahres eher ungünstiger möglichst bald zu erhöhen. Daher der flotte Einlauf neuer BeSpätherbst hinein anhielt. Die Aufnahmefähigkeit des amerikanischen als besser geworden. Ebensowenig fann im nächsten Jahre auf stellungen in den letzten Wochen des Dezembers. Marktes für Eisenprodukte steigerte nicht nur den direkten deutschen größere deutsche Lieferungen von Eisen- und Stahlwaren nach Die fröhliche Hausse, mit der zu Anfang des vorigen Jahres, Export nach den amerikanischen Häfen, sondern beeinflußte auch den Japan und China gerechnet werden, da China noch immer unter den angeregt durch allerlei Silvester- Prophezeiungen, die Börse einsetzte, englischen Markt in günstigster Weise für den deutschen Absatz. Die Nachwirkungen der Kriegswirren leidet und zudem der Fall des hat sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres bitter gerächt. Eine bedeutenden Eisen- und Stahltransporte Englands nach den Ver- Silberpreises der Wert des merikanischen Silberdollars ist im Wiederholung des damaligen Spieles liegt weder im Interesse der einigten Staaten entlasteten nämlich den englischen Markt von dem Laufe des Jahres von 1,90 auf 1,60 M. gefunken den chinesischen Geschäftswelt, noch der Arbeiter, da der lähmende Rückschlag nicht einheimischen Produkt und riefen dadurch zeitwveilig eine lebhafte Außenhandel schädigend beeinflußt. Dafür stellen sich allerdings die ausbleibt. In dieser Hinsicht schließen wir uns der Meinung der Nachfrage nach fremden Eisenerzeugnissen hervor: eine Situation, Aussichten für die Ausfuhr deutscher Eisenfabrikate, speciell der Rob Hamburger Handelskammer völlig an: die von der deutschen Eisenindustrie mit Erfolg ausgenugt wurde. und Halbprodukte, nach den Niederlanden und nach Belgien recht Es ist und wird noch ferner die nächste Aufgabe von Wie stark diese Ausfuhr Englands nach den Vereinigten Staaten günstig. Nach den bis jetzt vorliegenden statistischen Zahlen wird an del und Industrie fein, sich mit der erheblichen war, zeigt allein schon die Thatsache, daß England in den ersten sich Belgiens Einfuhr an Roheisen, Gußstahl, Stahltnippeln, Luppen Wertverminderung ihres mobilen und immobilen elf Monaten des vergangenen Jahres allein für 1 497 045 Pfd. Sterl., ungefähr 75-80 Proz. Höher stellen, als im vorigen Jahre; der Besißstandes abzufinden. Das ist eine harte, aber unalso für ungefähr 30 Millionen Mark Roheisen nach den Vereinigten Import von rohem Gußeisen betrug z. B. bis Ende Oktober allein abweisbare Aufgabe und je rascher dieselbe begriffen und allgemein Staaten geliefert hat; dagegen in den ersten elf Monaten des 246 300 Tonnen gegen 137 890 Tonnen im selben Zeitraum des durchgeführt wird, desto eher wird von neuer und gesünderer Basis Jahres 1901 nur für 247 910 Pfd. Sterl., obgleich schon in diesem Vorjahres. Aber diese günstigere Situation des Eisenmarktes aus wieder vorwärts gearbeitet werden können." Tat. Jahre der Expect für amerikanische Rechnung ein außergewöhnlich einiger Kleinerer Staaten vermag die Verminderung, die der deutschen hoher war. Aehnliche Steigerungen finden wir bei einer Reihe andrer Eisen- und Stahlausfuhr durch die Verschlechterung des amerikanischer Eisen- und Stahlerzeugnisse. Der Gesamtmehrerport dieser Pro- und englischen Marktes droht, in keiner Weise auszugleichen. 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