Nr. 5. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- SeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags, Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonel zeile oder deren Raum 40 Pig., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Sefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Das Wirtschaftsjahr 1902. Mittwoch, den 7. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aunt IV, Nr. 1984. jährige Roheisenproduktion 7 648 665 Tonnen, während in 400 000 Hektar, der Regierungsbezirk Potsdam 531 mit 430000 Hektar. 1901 die Produktion bis zu demselben Zeitpunkt nur die Diese 923 Güter gehören etwa 260 Familien, darunter 160 dem Summe von 7144 432 crreichte. Und auch die Fabrikation Uradel, 100 dem neueren oder ausländischen Adel angehörig. Jede Nach den starken Erschütterungen, die das Krisenjahr 1901 dem von Halbzeug wird nach den verschiedenen Mitteilungen nur dieser 260 Familien befigt also im Durchschnitt rund 3200 Setiar. deutschen Wirtschaftsleben gebracht hatte, den Kursstürzen, Fallissements, um einige Prozent hinter dem Jahre 1901 zurückbleiben. Aber von Diese 260 Familien besigen zusammen mehr als die tausendmal Bankzusammenbrüchen und Arbeiterentlassungen, begann das Jahr 1902 dieser Erzeugung wurde nur ein im Vergleich zu früheren Jahren größere Anzahl der 261 106 Kleinbäuerlichen Betriebe bis 20 Hektar, mit allerlei, durch Prophezeiungen von Finanzautoritäten genährten start verkürzter Teil in Deutschland selbst verbraucht; fast die Hälfte die in der Provinz Brandenburg 678 140 Hektar zusammen um= Hoffnungen, daß der auf die Hochkonjunktur der Jahre 1898/1900 mußte in das Ausland abgestoßen werden und zwar zu Preisen, faffen. Nimmt man nur die Barzellenbauern, so ergiebt sich, gefolgte Rückschlag sein Ende erreicht habe und in der die meist um 20-35 Proz. unter denen des Inlandsmarktes standen. daß alle 178 015 3wergbetriebe fast nur ein Zehntel des Bedurch wechselnde Auf- und Abschwankungen charakterisierten wie bedeutend der Konsum des deutschen Marktes zurückgegangen sizes der 260 Familien enthalten: 92207 Hektar. Da können die 260 Kurbenbewegung der kapitalistischen Wirtschaft die Entwicklung wieder ist, zeigt sich deutlich darin, daß in den Aufschwungsjahren 1896 bis freilich leicht Bauern spielen. Ferner: Jm Durchschnitt kommen in an eine Stelle angelangt sei, von der es nur noch ein Hinauf gebe. 1900 der jährliche Verbrauch pro Kopf der Bevölkerung 102 Kilos der Provinz Brandenburg auf einen landwirtschaftlichen Betrieb Ind thatsächlich schien es zunächst, als sollte diese Hoffnung sich gramm betrug, 1901 hingegen nur 89 Kilogramm, und in 1902 S Hektar, die Junkerfamilie hat im Durchschnitt das 400 fache: verwirklichen, die Kurse stiegen, die Berichte aus den Industrie- dürfte er kaum 71-72 Kilogramm übersteigen. 3200 Hektar. Die 260 befizen überhaupt mehr als ein Drittel der gegenden konstatierten vielfach eine lebhaftere Beschäftigung und die Weit schwerer als die Roh- und Halbstoffproduktion hatte die gesamten landwirtschaftlichen Fläche der Provinz, die sich insgesamt Ausfuhr verschiedener Industriezweige, vornehmlich der Eisen- und Produktion eiferner und stählerner Fertigwaren, befonders die Klein- in 284 608 Betriebe teilt. Die wirtschaftliche Uebermacht des JunkerStahlindustrie, ferner aber auch der chemischen und der Eisenindustrie und vor allem die Maschinenfabrikation mit mißlichen tuns tritt in diesen Zahlen eindringlich hervor. Textilindustrie erfuhr beträchtliche Steigerungen. Und wenn Verhältnissen zu kämpfen. Fand die Roh- und Halbzeugproduktion die Artikel diefer Industrien auch meist zu weit niedrigeren in den bedeutenden Erporten wenigstens teilweise Ersatz für den Preisen, als in den vergangenen Jahren, auf dem Auslandsmarkt verminderten Absatz auf dem Innenmarkt, so hatte die deutsche angeboten werden mußten, um Abnahme zu finden, so gestattete Maschinenindustrie außer mit dem Rückgang des innern Konsums die Ausfuhr sie doch den industriellen Unternehmungen der betreffenden aud) mit einer weiteren, beträchtlichen Abnahme des Bedarfs ihrer Branchen ihren Betrieb ziemlich in altem Umfange aufrecht zu er fremben Abfagmärkte zu rechnen. halten bis die erwartete Erstarkung des inneren Marktes nach Recht verschiedenartige Züge zeigte der Geschäftsgang in der Helfen werde. Leider zeigte sich bald, daß, soweit die günstigen Textilindustrie; doch war im ganzen die Beschäftigung, wenn auch Situationsberichte nicht nur den Zweck der Stimmungsmache ver- nicht viel besser, so doch auch nicht schlechter als im Jahre 1901. folgten oder die speciellen Verhältnisse einzelner Unter- Allerdings hatten nicht alle Branchen und alle Industriereviere des branchen in unzulässiger Weise verallgemeinerten, die Belebung Tertilgewerbes an der relativ guten Geschäftslage den gleichen des Geschäfts" nichts andres war, als jene leichte Steigerung Anteil. Ju der Spinnerei war z. B. durchweg die Thätigkeit reger der Beschäftigung, die sich alljährlich zu Beginn des Frühjahrs in als in der Seiden- und Sammetfabrikation, in dieser wieder lebverschiedenen Industriezweigen einzustellen pflegt. hafter als in der Baumwvollweberci. Widerlegt wurden die Behauptungen, das Wirtschaftsleben sei Und entsprechend dem stärkeren oder geringeren Vorwiegen der einen wieder im Aufsteigen begriffen, durch die schon im Januar hervor oder andern Branche in den einzelnen Bezirken lassen sich denn auch, tretende ungünstige Lage des Kohlen- und Coatsmarktes. Jeder was Beschäftigung und Arbeitsgelegenheit anbetrifft, mancherlei industrielle Aufschwung bewirkt alsbald einen starken Abfaz von Abstufungen konstatieren. So war in den westdeutschen Industries sogen. Industriekohle und von Coats. Besonders zicht jede stärkere revieren des Tertilgewerbes fast das ganze Jahr hindurch der Anspannung der Eisen und Stahlindustrie naturgemäß Geschäftsgang flotter als in Schlesien, und in Schlesien wieder binnen furzem einen vermehrten Versand der Coatereien günstiger als im südlichen Teil Sachsens. nach fich. Anstatt die Produktion zu steigern, erhöhte Auch das Baugewerbe und die mit ihm zusammen aber noch am 13. Januar das Coatssyndikat seine Produktions- hängenden Erwerbszweige zeigten ein sehr verschiedenes Bild. In einschränkung auf 43 Proz., und zu dieser Maßnahme gefellten sich den Industriebezirken Rheinlands, Westfalens und Schlesiens, in alsbald verschiedene ungünstige Betriebsausweise größerer Zechen- denen die Kohlen, Eisen-, Stahl- und Maschinenfabrikation vorgesellschaften und vereinzelte ungünstige Mitteilungen über die Lage Herrscht, war durchweg die Bauthätigkeit eine beschränkte. Neue des Kohlenbergbaues im Ruhrrevier, die Ende Februar ihre Be- Fabriken wurden nicht errichtet, und selbst der Wohnungsbau blieb stätigung durch einen trüben Situationsbericht des Kohlensyndikats infolge der Abwanderung einzelner Arbeiterschichten beträchtlich fanden. Dennoch vermochten diese verschiedenen Anzeichen, die auf hinter früheren Jahren zurüd. Dagegen wurde in manchen Groß eine Fortdauer, wenn nicht auf eine Verschärfung der Krise städten viel gebaut; darunter auch in Berlin, dessen Baudeuteten, den Optimismus, der überall fast den thätigkeit nur äußerst wenig von der Krise beeinflußt wurde. Allen Aeußerungen industrieller Korporationen und des größeren Teils der Anzeichen nach wird auch das nächste Jahr für Berlin ein gutes Handelspresse hervortrat, nicht zu bannen. Selbst die Verwaltung Baujahr" werden. int 100 311 Dabei bellagt sich der Adelsstatistiker, Herr Wolf v. Bila- Hainrode, daß die Hauptstadt Berlin insofern ungünstig cingewirkt hat, als viele Güter nahe Berlins aus adligem Besiz ausgeschieden sind. Treßdem tritt eine nicht unbedeutende Konzentration der Güter in die Erscheinung. Zwischen 1880 und 1900 wo die Statistik aufgenommen ist haben sich die adligen Güter um zehn vermindert, die Gesamtfläche ist aber um 3000 Hektar gewachsen. Von den 35 Familien, welche über 5000 Heftar und zusammen 450 Güter und 9 Standesherrschaften haben, befizen Anhalt 4 Güter 7 265 Heftar Arnim Brand Bredow Buch. Brühl • Edhardstein Eulenburg Finckenstein Hagen Hardenberg Hohenzolleru Houwald Klizing. • 0 Kleist Lynar Marwig Publik Kgl. Haus Preußen Rebern. ( 2 Herrschafien) 8 Gütter 18 9 Güter b 3 3 食 mit 93 76 342 " " 7 " 7 9440 IP " 26 19 800 " " 1 8 8 828 21 918 27 18477 " 78 5311 " P 9464 " 79 8215 " 27 F1 Herrschaft 1 1 Gut 8378 17 2 • 8 Güter 23 783 e | 1 Herrschaft 1 Gut 7.655 M PA 6 Güter 6.000 & 9 6.686 17 " [ 1 Herrschaft 1 7.308 7 4 PM " 11 5758 6.128 19 " " " 37 62 174 " " " 21 16 263 21 " P 13 12 541 " 1P 15 10 993 PR " 12 10118 " 27 " 4 6 470 29 " 11 Herrschaft 1 " . • 16 141 15 Güter 1P 27 15 11426 " " J2 Herrschaften) 19 682 18 Güter " " 7 27 6 864 18 Tresdow und Treskow 7 19 6416 19 17 12 116 " " Waldow 8 18 640 " ( 1 Herrschaft 15 Güter 7416 2 15 10 692 " P 3 " 5 281 " 11 16 9.906 Rochow Rohr Saldern Schierstädt Schulenburg Schiverin Solms. Sydow Voß. Wätgen Wedel Werthern Winterfeld . Den Löwenanteil haben also die Familien Arnim und das preußische Königshaus, die allein in der einen Provinz Brandenburg 76 342 und 62174 Hektar Landes besigen! Wie groß die Vorteile, die den adligen Familien aus der Zollpolitik erwachsen, bedarf danach keiner weiteren Verechnung. Die französischen Senatswahlen. des Coakssyndikats hatte, als sie die Produktionseinschränkung von Dieser Wirtschaftslage entsprachen die Arbeitsmarkt- Verhältnisse. 48 Proz. verkündete, als ihre Ansicht hinzugefügt, daß sie trotzdem Zu Beginn des Jahres herrschte auf dem Arbeitsmarkt ein bes den Tiefpunkt der Krise, welche die Eiſenindustrie betroffen habe, für ängstigendes Ueberangebot von Arbeitskräften. Arbeitskräften. Während im überschritten halte. Und ähnlicher Meinung waren recht viele Januar 1901 bei den öffentlichen Arbeitsnachweisen, soweit sie der andre sogenannte„ Autoritäten" und" Nichtautoritäten", wie denn Centralstelle für Arbeitsmarkt- Berichte angeschlossen sind, auf auch die Kurse des Kohlen- und Eisenaktienmarktes zunächst, wenn je 100 offene Stellen Itur 169 Arbeitsuchende kamen, auch mit verschiedenen Unterbrechungen, ihre Aufwärtsbewegung fort- stellte sich im Januar 1902 das Verhältnis auf festen, bis gegen Ende Februar der Rüdgang des Kohlenabsages 220. Die Aufnahme der Frühjahrsarbeiten verringerte fich nicht mehr verschleiern ließ, überall im Ruhrrevier Feierschichten die giffer der Arbeitsuchenden auf 147 für je 100 offene Stellen; eingelegt und Arbeiterkündigungen vorgenommen wurden und das doch brachten schon die nächsten Monate wieder eine Zunahme der rheinisch- westfälische Kohlensyndikat sich am 21. März zur Erhöhung Stellennachfrage. Jum Ganzen hatte während des Sommers und der Fördereinschränkung von 20 auf 24 Proz. gezivungen sah. Herbstes der Arbeitsmarkt dasselbe trübe Aussehen wie im Jahre 1901. Und diese rückläufige rüdläufige Bewegung hielt auch in den Erst im November gestaltete er sich, da die Eisen- Großhändler ihre nächsten Monaten an, so daß fich für die acht Monate von Januar bisher zurückgehaltenen Aufträge den EisenStahlbis Ende August die Gesamtproduktion an Steinkohlen in Preußenwerken cinlieferten, und zugleich das Weihnachtsgeschäft auf 64,86 Millionen Tonnen gegen 67,16 Millionen in demselben mehr Arbeit brachte, als erwartet worden war, günstiger, so Zeitraum des ebenfalls schon völlig unter dem Einfluß der Krise daß im Vergleich zuin voraufgegangenen das Jahr 1902 in dieser stehenden Vorjahrs( 1901) stellte, die Produktion von Braunkohlen auf Hinsicht etwas besser abschließt. Leider ist nur auf ein Andauern der 22,66 gegen 24,25 Millionen Tonnen, von Coats auf 5,79 gegen Besserung kaum zu rechnen. Die Verschlechterung des amerikanischen 6,17 Millionen Tonnen. Dennoch und obgleich die Ausfuhr von und englischen, teilweise auch des französischen Marktes, die FortSteinkohlen die des Jahres 1901 überschritt, hatten sich überall zu bauer der Krise in Rußland lassen befürchten, daß der Export einer Anfang September bei den Zechen und an den Rheinhäfen bedeutende Reihe deutscher Industrien nach diesen Ländern mehr oder weniger Borräte angesammelt. beträchtliche Einbußen erleiden und dadurch das deutsche WirthschaftsEine Erleichterung fand erst statt, als sich im September- leben im begonnenen Jahre erneut vor schwere Stämpfe gestellt Ottober infolge des Streits der Kohlenarbeiter des pennsylvanischen werden wird. Anthracitkohlen- Neviers in den Vereinigten Staaten von Amerika cine Kohlennot einstellte und zugleich in Frankreich die Grubenarbeiter in den Ausstand traten. Zwar hat der direkte deutsche Erport von Steinkohlen nach den Vereinigten Staaten durch den dortigen Streit nur cine äußerst geringe Steigerung C2= fahren, wohl aber zog die Coatsproduktion davon Nutzen, und und Junkerinteressen bringt feit einiger Zeit in sehr dankenswerter ist freilich, daß dieser Wahlkörper doch keineswegs von der Wähleraußerdem hatte der Erport englischer Kohle nach drüben Weise das Deutsche Adelsblatt". Dieses Organ der Adelsgenossen- masse des allgemeinen Wahlrechts isoliert ist. Alle Senatswähler zur Folge, daß die englische Konkurrenz auf dem belgischen und schaft veröffentlicht nämlich fortlaufend Angaben über den Besitz des sind selbst aus dem allgemeinen Wahlrecht hervorgegangene niederländischen, wie auf dem nordfranzösischen Markt gegenüber Adels in den preußischen Provinzen, die zeigen, wie der Adel immer Mandatare zweiten und dritten Grades: Deputierte, Generalratsdem deutschen Export an Terrain verlor. Troß des Anwachsens des noch das Landmonopol hat und welche Interessen bei den Wucher- und Bezirksrats- Mitglieder und besonders von den GemeindeExports im Oktober/ November und des durch den frühen Eintritt zöllen für ihn auf dem Spiele stehen. Die Familien, deren Güter- räten gewählte Wahlmänner. Im Vergleich zum preußischen und des Frostwetters gesteigerten Bedarfs an Hausbrandtohle wird indeß besig in diesen Veröffentlichungen statistisch festgestellt wird, beherrschen sächsischen Landtags- Wahlrecht ist das Wahlsystem zum franzödie deutsche Gesamtproduktion von Stein- und Braunkohlen während in Preußen die Regierung, die Verwaltung, die Armee, ihre Spröß fischen Senat, ausgeflügelt von der reattionär- monarchistischen des Jahres 1902 kaum die Ziffern des Vorjahres erreichen. Ende linge fißen im Reichstag, im Herrenhaus, im Abgeordnetenhaus, fie Versailler Nationalversammlung, fast ein demokratisches zu nennen, November betrug die deutsche Produktion an Steinkohlen erst 97,83, üben als die gnädigen Herren von Gutsbezirken eine verhängnisvolle ungeachtet auch der ungleichen Verteilung der Mandate im Verdagegen im Vorjahr bereits 98,97 Millionen Tonnen. Macht. Kein Wunder, daß die herrschende Politit mehr wie die hältnis zur Bevölkerung. Die Besonderheiten des Senats- WahlVerhandlungen eines Adelstages als wie die Bertretung von Volts- systems nebst der neunjährigen Mandatsdauer verlangsamen die interessen anmutet. fortschrittlichen Wirkungen des Willensausbrudes der allgemeinen Noch mehr als die Entwicklung der Kohlenindustrie enttäuschte die Gestaltung des Eisen-, Metall- und Maschinenmarktes im abgelaufenen Jahre. Allerdings die Erzeugung von Roheisen hat nicht abgenommen; sie wird sogar die des Vorjahres voraussichtlich um etwas übertreffen, denn nach den Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller betrug bis Ende November die vorPolitische Uebersicht. Berlin, den 6. Januar. Eine Statistik der Junkermacht Paris, 5. Januar.( Eig. Ver.) Das beschränkte beztv. indirekte Senats- Wahlrecht hat in Ueber einstimmung mit dem allgemeinen Kammer- Wahlrecht die antitleritale Politik der Regierung und des Kartells der Linken gutgeheißen. Die legte Drittels- Erneuerungswahl fegt träftig den Rud nach links fort, der seit den Senatswahlen von 1897 innerhalb des privilegierten Wahlkörpers in die Erscheinung getreten ist. Zu bedenken Die neueste Ruminer beginnt mit der statistischen Schilderung Wählermasse, ohne aber dieselben auf die Dauer hintanhalten zu der Provinz Brandenburg. Diese ostelbische Provinz zählt, mur" tönnen. 923 adelige Güter( Pommern 1180) mit 830 000 Heftar Landes. So hat der Scnat seiner Zeit im Gefolge der DeputiertenDer Regierungsbezirt Frankfurt birgt 802 derartige Güter mit fammer nach und nach seine Ilerifal monarchistische Mehrheit auf ein att Die Socialisten beider Nichtungen haben sich an den Senatswahlen mit einer Anzahl Kandidaturen beteiligt, übrigens nicht zum erstenmal. Die P. S. de F.( Guediſten und Blanquisten) haben 12 Kandidaten aufgestellt. Aber kein einziger Socialist wurde gewählt. Die Zahl der socialistischen Senatswähler, in erster Linie aus der Mitte der Gemeinderats- Wahlmänner, ist zwar gestiegen, aber für einen selbständigen Erfolg reicht sie noch nicht aus. Bezeichnend ist übrigens, das auch die Jaurèsisten kein einziges Mandat erlangt haben, trotzdem z. B. im Gard- und im Bouchesdu- Rhône- Departement ihre Kandidaten in die radikale Liste mit aufgenommen worden waren. Die radikalen Wähler haben also nach bewährten Mustern die offizielle Parteiparole nicht befolgt, ungeachtet der intimen Freundschaft zwischen den Redikalen und den ministeriellen Socialisten. 0 für Wertvoll dagegen ist das Zugeständnis, daß ein auf dem Wege des Geschäftsordnungsbruches zustande gekommenes Gesetz auch verfajjungswidrig ist. Der Antrag Kardorff ist in der That ein verfassungswidriges Gesetz! " Die Handelsverträge und die Bündler. Die Deutsche Tageszeitung" ficht trotz des Antrags Kardorff, für den die Ueberzöllner zwar nicht gestimmt haben, zu dessen Durchdrückung aber sie sich an Sen Gewaltthaten der Mehrheit beteiligt haben, trib in die Zukunft. Aus dem Umstande, daß die Handelsverträge nicht gekündigt worden sind, schließt sie, daß der Reichskanzler„ es durchaus nicht zu einem handelsvertragslosen Zustande kommen zu lassen" beabsichtige. Man werde die alten Handelsverträge erst dann fündigen, wenn man die Verträge in der Tasche habe. Das Blatt fährt fort: Bekanntlich haben diejenigen Freunde der Landwirtschaft, welche für das Zolltarif- Gesetz gestimmt haben, die Landwirte in diesen Tagen damit vertröstet, daß die eigentliche Entscheidung erst bei den Handelsverträgen fallen werde, und daß sie selbst solchen Handelsverträgen, bei welchen die Landwirtschaft nicht zu ihrem Rechte fomme, niemals zustimmen würden. Wir glauben gern an die Aufrichtigkeit dieses Entschlusses; aber wie die Dinge liegen, hat Bedeutung. geringe Sezzen wir den dem Reichstage Handelsverträge vorgelegt werden, die zwar etwas besser als die Caprivischen, aber für die Landwirtschaft durchaus ungenügend sind! Dann wird hoffentlich die Rechte solche Handelsverträge geschlossen ablehnen. Aber was hilft das? Das Centrum wird nicht geschlossen sein. Die Nationalliberalen werden mit wenigen Ausnahmen für solche Verträge eintreten, schon um den Eindruck einigermaßen zu verwischen, den ihre Zustimmung zu dem Antrage v. Kardorff gemacht hat. Die gesamte übrige Linte wird aber den Verträgen um so lieber zustimmen, je weniger fie der Landwirtschaft bieten. Es wird also nach Lage der Verhältnisse lin= Sollte möglich sein, folche Verträge abzulehnen. wider Erwarten möglich sein und sollte die Ablehnung erfolgen, dann würden eben die bisherigen Handelsverträge, die man erit tündigen will, wenn man die neuen in der Tasche hat, ruhig weiterlanfen. So liegen die Dinge; und es ist die Pflicht eines ernsten Bolitifers, ihnen scharf in die Augen zu sehen. Soll die Landwirtschaft bei den nächsten Handelsverträgen nicht wieder betrogen werden, so ist es notwendig, die jetzt geltenden cher zu fündigen, als die Entscheidung über die fünftigen herbeigeführt wird. Geschieht das nicht, dann hat die Landwirtschaft von den Handelsverträgen voraussichtlich verzweifelt wenig zu erwarten." Daß die Handelsverträge von seiten Deutschlands nicht gekündigt er verhältnismäan wahrscheinlichſten iſt, daß aber fleines Fähnlein zusammenschrumpfen sehen. Während des Bou-| außerordentliche Steigerung in der Entwicklung des Fernsprech| fugten Faktoren jederzeit als Abänderung derselben bezeichnet Tangismus hat er sich dann als eine Schutz- und Truzwehr der wesens, welche die feit 1. April 1900 durch die neue Fernsprech- werden und hierdurch gerechtfertigt werden könne. Wenn eine AbRepublik gezeigt, nachdem in den Kammerwahlen von 1885 die Gebührenordnung in den kleineren und mittleren Orten eingetretene änderung der Verfassung für einen einzelnen Fall in der von der und Staatsstreichler auf 200 Zahl der Monarchisten Gebührenermäßigung hervorgerufen hat, dauert an. Es rechtfertigt Streitz- Beitung" angeführten Art stattfindet, so tritt diese Absich daher, wie im Vorjahre für solche Anlagen, die vorzugsweise änderung doch nur in Straft, nachdem sie ausdrücklich als solche bes geschwollen war. Ja, selbst während der Dreyfus- Krise hat der Zukunft zu gute kommen, einen dauernden Wert besitzen und schlossen worden. Die Deduktion der„ Kreuz- Zeitung" ist höchſt beder Senat sich auch in den schlimmsten Zeiten immerhin auch eine ausreichende Verzinsung gewähren, die Ausgaben, soweit zeichnend für die Verwirrung aller tonftitutionellen Rechtsbegriffe, nicht so feige gegenüber dem Generalstabs- Klingel benommen, sie nach Art und Umfang über den Rahmen der bloßen regelmäßig die als wirtung des Antrages Kardorff droht." wie die vom chauvinistischen Schrecken gelähmte Deputiertenkammer. wiederkehrenden Ausgestaltung des Fernsprechwesens hinausgehen, As Hüter der formal- republilanischen Einrichtungen betätigt also der aus Anleihemitteln zu bestreiten." Senat das, was man die seinen Mängeln entsprechenden Tugenden nemmen könnte: sein Ursprung macht ihn überhaupt widerstands Jm Etat des Reichsamts des Innern fähiger gegen die in der Wählermasse herrschenden Strömungen, find die Einnahmen des ordentlichen Etats mit 9 266 135 M. also auch gegen die von Zeit zu Zeit in Frankreich auftretenden( 826 395 M.) angesetzt. Einen um 80 000 m. geringeren cäsaristischen Strömungen. Der letztere Umstand hat übrigens dazu Ertrag erwartet man infolge der wirtschaftlichen Stockung vom geführt, daß die einstige radikale Forderung auf Abschaffung des Kaifer Wilhelm Kanal. Die Einnahmen des Kanalamts Senats von der radikalen Partei schließlich zum alten Eisen gelegt sind daher nur mit 2200 000 m. veranschlagt gegen 2 280 000 m. wurde und daß überhaupt jene Forderung keinen nennenswerten im gegenwärtigen Etat. Als außerordentliche Deckungsmittel erscheinen 70 000 M. Rückzahlungen und Tilgungsraten aus der VerAnklang mehr zu finden vermöchte. Die Frage steht jegt so: Wird der zum integrierenden Bestand- wendung des Fonds zur Förderung der Herstellung geeigneter Kleinteil der Bourgeois- Republik gewordene Senat seinen bisherigen Wider- wohnungen für Arbeiter und gering besoldete Beamte in Betrieben und Verwaltungen des Reichs. stand gegen die demokratischen Reformen, insbesondere gegen die An fortdauernden Ausgaben erfordert das Reichsamt socialpolitischen Reformen endlich aufgeben? Wird er in dieser Be- des Innern selbst 1384 650 9.(+3045 W.). Die allgemeinen ziehung mehr als bisher wenigstens mit der Deputiertentammer Fonds nehmen 51 067 700 20.(+2778 600 M.) in Anspruch; gleichen Schritt halten, die ja auch keinen sonderlichen Reformcifer die Belastung des Reiches aus den auf Grund des Invalidenbeträgt 40 858 000. bethätigt? Inter diesem Gesichtspunkt scheinen die letzten Wahlen Versicherungsgesetzes zahlbaren Renten insofern eine Besserung bringen zu sollen, als die radikale Fraktion 2 692 000 m.); 40 000 m.(+10 000 m.) werden für die aus ihnen stärker hervorgegangen ist. Andrerseits freilich ist nicht zuständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt verlangt, die ververgessen, daß die Wahlkampagne sich in erster Linie um den Anti- aussichtlich in der ersten Hälfte dieses Jahres eröffnet werden wird: als Beihilfe für die internationale Vereinigung flerifalismus und den Antinationalismus drehte, während die gefezlichen Arbeiterschutz zur Unterhaltung des internationalen Reformen hübsch im Hintergrunde blieben. Und das bisherige Fort- Arbeitsamts in Basel sind jetzt entsprechend einer Refolution wursteln der Regierungsmehrheit selbst in der Kammer ist auch des Reichstages 6000 M. eingestellt worden. Die Summe der fortdauernden Ausgaben beläuft sich auf 63308477.(+3 455648 M.). nicht gerade aufinunternd. Die einmaligen Ausgaben im ordentlichen Etat beDarunter erscheint anspruchen 11 121 980 9.(+8 363 980 92.) die erste Baurate einschließlich Grunderwerbskosten für das Dienstgebäude des Patentamtes mit 5 883 980.(+5 763 980 Mr.), die zweite und letzte Rate zur inneren Ausstattung des Präsidialgebäudes für den Reichstag mit 110 000 100 000 M.); der Betrag für die Beteiligung des Reiches an der internationalen Erforschung der nordischen Meere im Interesse der Seefischerei wird von 50 000 auf 70 000 M. erhöht, für den in Bremen stattfindenden 9. internationalen Kongreß gegen den Alkoholismus wird ein Beitrag von 10 000 m. verlangt, dieselbe Summe für den in Berlin stattfindenden Kongreß des internationalen statistischen Instituts, zur Unterstützung der Protozoen- Forschung der zoologischen Station in Rovigno 20 000 m.(+8000 m.), für den in Berlin stattfindenden 5. internationalen Stongreß für angewandte Chemie 15 000 M.; für die Kosten der Beteiligung des Reichs an der Weltausstellung in St. Louis ist die erste Rate von 1 500 000 M. eingestellt( Anschlag 21 bis 3 Millionen Sagasta, der spanische Politiker, der wohl ein Dutzend Mal den Mart); für die biologische Abteilung für Land- und Forstwirtschaft Boften des Ministerpräsidenten bekleidete, der auch im verflossenen am Reichs- Gesundheitsamte wird eine zweite Rate von 600 000. werden können, che neue Verträge sicher sind, das ist gerade duray Jahre wieder diesen Posten inne hatte, um nach einigen Wochen+450 000 M.) gefordert, für eine Funtentelegraphic- Station in die Stardörfferei zur absoluten Notwendigteit geworden; denn teine dem gegenwärtigen Ministerium Silvela zu weichen, ist am Montag Brunsbütteltoog 10 000 m., als Beitrag zur Veröffentlichung der zurechnungsfähige Regierung darf einen Zustand eintreten lassen, abend gestorben. Ergebnisse der von der internationalen Kommission für wissenschaft in dem das Ungeheuer des Antrags Kardorff in Kraft treten könnte. Sagasta war am 21. Juli 1827 in Torrecilla de Cameros liche Luftschiffahrt allmonatlich veranstalteten Ballonfahrten 6000 M., So haben also die Bündler, indem sie sich an der Vergewaltigung geboren, hat also ein Alter von über 75 Jahren erreicht. Von für ein Grundstück zur Erweiterung des Statistischen Amtes 345 000 der Minderheit beteiligten, selbst die Lage herbeiführen helfen, über Beruf Eisenbahningenieur, Mark, zur Errichtung von Laboratorien des Reichs- Gesundheitsamtes die sie sich jetzt bellagen. Im übrigen kann auch die ernsthafte Zolltrat Cr schon früh tit die für bakteriologische Arbeiten und Protozoen- Forschung als erste Rate opposition versichern, daß sie keinen Handelsverträgen zustimmen politische Laufbahn ein. Im Alter von 27 Jahren 75 000 M., für eine Krankheits- und Sterblichkeitsstatistit als erste wird, welche dem Zollwucher des Antrags Kardorffs auch nur anwurde nach er der 1854 Revolution von bon der Provinz Zamora in die konstituierenden Cortes Rate 50 000 M.( Anschlag 325 000 M.), zur Förderung der Be- genähert sind. Die Verlängerung der bestehenden Berträge ist gewählt, nach wie vor die einzig natürliche und einigermaßen befriedigende flüchtete dann nach Niederwerfung der radikalen Erhebung in lämpfung des Typhus 150 000 m. Im außerordentlichen Etat werden, wie im Vorjahre, Lösung. Madrid im Juli 1856 nach Frankreich, kehrte aber nach der Amnestie zurück und wurde Professor an der Ingenieurschule in 4 Millionen Mark zur Förderung der Herstellung geeigneter se le inMadrid, progressistisches Mitglied der Cortes und Redakteur der wohnungen für Arbeiter und gering befoldete Beamte Iberia". Nach deur mißlungenen Aufstand vom 22. Juni 1866 durch Gewährung von Darlehen an Private und an gemeinnützige floh er von neuen nach Frankreich und wurde dann als Anhänger Unternehmungen sowie zum Erwerbe geeigneten Baugeländes geBrims nach dem Aufstande von 1868 Minister des Innern. Im Man vergleiche die niedrigen Ziffern dieses„ Kultur"-Etats mit Ottober 1871 wurde er zum Präsidenten der Cortes gewählt. Im Jahre 1872 trat er zum erstenmal als Ministerpräsident an die den gestern mitgeteilten für Heer und Flotte verlangten Summen, Spitze einer spanischen Regierung, ein Amt, das er noch oftmals und die ganze tolle Barbarei unfrer modernen Entwicklung entblößt übernehmen sollte. sich. Die ganze glorreiche Socialpolitik der Arbeiterversicherung Sagasta tvar, liberal", was ihn aber natürlich nicht hinderte, der fordert noch nicht 41 Millionen vom Reich, während für das Heer Arbeiterbewegung jederzeit mit den Mitteln brutaler Gewalt gegenüber- im Jahre 1903 einschließlich des Pensionsetats, aber ohne das zutreten. Schon im Jahre 1871 wandte er feinen Einfluß dafür bisher noch nicht veröffentlichte bayrische Kontingent, 646 auf, daß die umstürzlerischen und unmoralischen Bestrebungen" des Millionen und die Flotte 217 Millionen verlangt werden. Socialismus mit dem Polizeibüttel niedergeknüppelt wurden. Und wenn unter feiner Ministerpräsidentschaft auch das Wahlrecht ver- Daß der Antrag Kardorff auch verfassungswidrig sei gesteht allgemeinert wurde und die Civilehe und die Geschwornengerichte jezt ein Jurist der Kreuz- Zeitung" zu. Der Gewährsmann zur Einführung gelangten, so er andrerseits ein der„ Kreuz- Zeitung" erklärt nämlich: fanatischer Förderer des Militarismus und der forrupten und torrumpierenden Kolonialpolitik. Unter seine Ministerpräsidentschaft fiel der spanisch- amerikanische Krieg, der der folonialen Herrlichkeit Spaniens ein trauriges, aber verdientes Ende bereitete. Namentlich während seiner letzten Präsidentschaft that er sich durch Verleugnung liberaler Grundsätze hervor. Sein Hauptstreben richtete sich auf die Pflege des Militarismus und Marinismus. Dem Alerifalismus machte er die bedenklichsten Konzeffionen. Daneben versuchte er durch ein reaktionäres Preßgefez den Rest der spanischen Preßfreiheit zu erdrosseln. In diesem Sicherheitsgeset" galt zum Beispiel als fchwere Beleidigung die„ umötige(!) öffentliche Das Enthüllung privater Handlungen" der angeblich Beleidigten. Hamburger Fremdenblatt" bemerkte zu diesem Gesezzentwurf am 1. November des vorigen Jahres das Faltum verdient anläßlich des Falles Krupp vermerkt zu werden! Dabei hört nicht nur die Kritik, sondern auch die Geschichtsschreibung auf." " Sagasta. tvar 19 Der Tod Sagastas bedeutet also durchaus kein politisches Unglüd, man müßte denn die wahrscheinlich eintretende völlige Zerfegung der liberalen Partei als ein solches betrachten, wozu aber nicht der mindeste Anlaß vorliegt. 營 Deutfches Reich. Der Poft.Etat 1903 beziffert die Einnahmen für das Rechnungsjahr auf 456 220 100 W., gegen das laufende Rechnungsjahr ein Mehr um 15 590 970 m. fordert. Auch die Regierung ist der Kardörfferei nicht froh. Offiziös wird in der Münchner Allgemeinen Zeitung" gestöhnt, daß konservative Parlamentarier, welche für das neue Geses gestimmt haben, jetzt in der unverkennbaren Absicht, sich bei dem Bunde der Landwirte zu rehabilitieren, eine Bolitik empfehlen, die auf eine systematische Erschwerung, ja auf die Unmöglichmachung nener Handelsverträge hinauskommen würde." Nur wenn die Zollmehrheit fest zusammenhält, können neue Handelsverträge auf Grund dieses Gesezes zu stande konummen". Welch ein Katzenjammer nach so strahlendem Siege! Gegen die geniale Taktik der Freifinnigen Volkspartei hat der Ortsverband der Gewerkvereine für Stettin und Umgegend eine energische Resolution gefaßt. Die Resolution spricht der Opposition im Reichstage für Bekämpfung der Brotwuchervorlage ihren Dank aus. Sie bedauert gleichzeitig das Verhalten der Abgeordneten der Freisinnigen Volkspartei in dieser Frage und erwartet von unfren Gewerkvereinsführern Goldschmidt und Hirsch eine entschiedene Stellungnahme hierzu. Gleichzeitig Ichut die Ausschußzizung jede Gemeinschaft mit dem Leitartikel in Nr. 49 des„ Gewerkvereins" ab." Jener Leitartikel verteidigte die Taktik Eugen Richters in der Manier der Freijinnigen Zeitung". „ Reichsverfassung wie Geschäftsordnung enthalten eine Summe von Rechtssäzen. Der Unterschied zwischen beiden besteht bloß in der verschiedenen Form des Erlasses dieser Rechtssätze. Verfassungsrechtssäze ergehen in der Form der Verfassungsgesetzgebung, d. h. es bedarf eines Beschlusses des Bundesrates mit verstärkter Mehrheit und des Reichstages. Das Organ der kaiserlich- freisinnigen Volkspartei Breslaus, das Rechtssätze der Geschäftsordnung beruhen dagegen allein auf neulich den Wünschen Wilhelms II. gemäß eiligst den als Depu Beschluß des Reichstages kraft der ihm verfassungsmäßig auf tation" angezogenen schlichten Mann aus der Werkstatt zum Reichsdiesem Gebiete zustehenden Autonomie. Ein Berstoß gegen die tags- Kandidaten ernannte, die Breslauer Zeitung", widmet Geschäftsordnung ist also genau ebenso eine Berlesung der Rechts unsrer Kritik des Lügen- ABC" die folgende liebliche Bemerkung: ordnung wie ein Berstoß gegen einen Verfassungsartikel. Das wird voraussichtlich von Laband selbst gar nicht bestritten werden. Dazu kommt aber noch etwas Weiteres. Artikel 27 der Reichsverfassung ezt für die von dem Reichstage nach Artikel 28 zu fassenden Beschlüsse die kraft seiner Autonomie zu erlassende Geschäftsordnung und damit deren Beobachtung voraus. Ein unter Berlegung der Geschäftsordnung vom Reichstage gefaßter Beschluß ist daher, auch wenn die nach Art. 28 vorhandene Mehrheit vorhanden war, formell verfassungswidrig, er verstößt nicht gegen Art. 28, wohl aber gegen Art. 27. Wie die Rechtsordnung selbst trotz der verschiedenen Faktoren, auf denen sie beruht, eine Das also find die Genossen", mit denen wir uns innigst , verbrüdern" sollen. Wir dächten, solche Proben socialdemokratischer Geistesart sollten doch auch bei den verranntesten Leuten allmählich das Bewußtsein wecken, daß es doch auch in der Politik so etivas wie einen Ehrenstandpunkt giebt, und daß man auch in der Politik nicht Brüderschaft mit den schmutzigsten und elendesten Lumpen macht." Die Freisinnige Zeitung" findet diese Säße zutreffend, verübt aber an dem eignen Parteiorgan in der Wiedergabe eine grobe Fälschung. Die Freifinnige geitung" citiert nämlich: Daß man auch in der Politit nicht mit dergleichen Brüderschaft " in sich geschlossene Einheit ist, so kann auch nicht ein Beschluß des macht." Daß die Freifinnige Zeitung" selbst die eugenialsten Reichstags gefchäftsordnungswidrig, aber gleichwohl formell vers faffungsgemäß sein. An diesem inneren Widerspruch scheitert das Schlußergebnis der Labandschen Ausführungen." Bei den fortdauernden Ausgaben wird neu geschaffen Interpretation Gegnern verfährt, ist ein Fortschritt. Vielleicht veranlaßte sie zu der Blätter auf die gleiche Weise verstümmelt, wie sie sonst mit den Fälschung die Erinnerung, daß Breslau im Landtag nur deshalb freifinnig vertreten ist, weil der Freisim„ von den schmutzigsten und elendeſten Lumpen" herausgehauen worden ist. Der Kreuz- Zeitungs"-Jurist kommt dann freilich zu der Behauptung, daß der Antrag Stardorff nicht geschäftsordnungswidrig fei: denn:„ indem diese Mehrheit den Antrag Kardorff für nach der Geschäftsordnung zulässig erflärte, hat dieser Beschluß als authentische Freifinniger Heldenmut. Ein neues Reis im Ruhmestranze des es überhaupt keinen Geschäftsverordneten- Sigung, in der über die Nichtbestätigung des Stadt11. a. eine Stelle für einen vortragenden Nat. Bei den Ober- Boſt- diefer wilden der Rechtsvertrag der Geschäftsordnung selbst." Nach Halleschen Freisins, so berichtet man uns, lieferte Die Stadtdirektionen ist ein Zugang von 7 Stellen für Bosträte zu verzeichnen. ordnungs- Bruch geben; denn jeder Bruch und jede Ver- verordneten Richter zum unbefoldeten Stadtrat distutiert werden Die Postinspektoren haben die Amtsbezeichnung Ober- Postinspektoren gewaltigung wird natürlich von der Mehrheit, die sie verübt, sollte. Herr Richter ist Mitglied der Freifinnigen Volkspartei und erhalten, für sie werden 3 neue Stellen verlangt. für zulässig erklärt. Die Mehrheit kann die Geschäftsordnung hofft als Stadtrat in sein Amt eingeführt zu werden, die Bereden stätigung bleibt aber aus. Um dent Grund für Bei den Post und Telegraphenämtern werden neu gefordert fo interpretieren", daß die Socialdemokraten weder 39 Stellen für Staffierer, 50 für Obersekretäre unter Einrichtung noch abstimmen dürfen das ist dann, nach dem Kreuz- die Verschleppung der Bestätigung, die auch wohl nicht mehr Statt des objektiven erfolgen wird, zu erfahren, fragten mehrere Parteivon 50 Sekretärstellen; es gehen außerdem 24 freigewordene Zeitungs" Juristen, gutes Recht. Sekretärstellen ab, die in Assistentenstellen um- Rechts setzt dieser Jurist die subjektive Willkür einer Mehr- genossen bei dem Magistrat in Form einer Interpellation an, wie gewandelt werden. Einschließlich dieser 24 Stellen find heit. Das ist aber die tollste Anarchie. Die finngemäße Auf- das mit der Sache stehe. Oberbürgermeister Staude erklärte furz 2000 Stellen für Assistenten neu geschaffen. Für die Ausgestaltung fajfung und Ausübung der Geschäftsordnung ist nicht Sache einer und bündig, er wisse nicht, weshalb die Bestätigung versagt des Telephondienstes auf dem flachen Lande wird 1 Million Mark Mehrheit, sondern die Aufgabe des unparteiischen Präsidenten, und sei; man möchte doch den Magistrat mit solchen unangenehmen Angefordert. in höherer Justanz die Angelegenheit des objektiven Rechtsbewußt fragen verschonen. Zu dem Antrage auf Besprechung der Interpellation waren Die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats be- feins felbft. Taufen sich auf 18 474 899 m.(+498 246 9.); darunter an erſten Insofern bedeutet die Darlegung des Juristen der Kreuz- 15 Stimmen erforderlich. Bei der Abstimmung dafür erhoben sich Raten zu Grundstückserwerbungen, Neubauten 2c. 90 000 9. für Zeitung" die Aufhebung jeder Möglichkeit des Rechts, und die unite fünf Genossen und nur ganze acht Freifinnige Charlottenburg, 82 003 m. für Berlin, Königstr. 61, 189 021 M. für Mehrheit darf sogar defretieren, daß 2X2-5 feitas dann in von denen, die alle Richter gewählt hatten, für die Besprechung der Interpellation. Berlin, Ritteritr. 7- Prinzessinnenstr. 25. Der Titel Wohn- alle Lehrbücher der Rechenkunft überzugehen hat. gebäude für Unterbeamte und geringer befoldete Beamte ist mit So bemerkt auch die National- Zeitung" zu der„ Kreuz- Herr Bassermann, der Häuptling der Brot- und Fleisch1 400 000 02.(+500 000 m.) bedacht. Für die Telegraphen- Zeitungs"-Juristerei:„ Die Unsinnigkeit dieser Behauptung, durch verteurer, ist wie man uns aus Baden berichtet Iinie papua Tabora wird Die zweite Rate von welche die tägliche Verletzung jeder Bestimmung der Geschäftsordnung Als einmalige Ausgabe des außer gerechtfertigt und diese für völlig unverbindlich erklärt wird, ist Sonntag von einer Versammlung nationalliberaler Vertrauenswerden 22 095 000 Mart für Fernsprecheinleuchtend. Sie kommt darauf heraus, daß Nicht beachtung männer als Kandidat für den 9. badischen Reichstags- Wahlkreis Man hofft Erläuterungen jagen dazu: Die einer Vorschrift seitens der 34 iher Abänderung be=' Karlsruhe Bruchsal aufgestellt worden. 302 000. gefordert. ordentlichen Etats swede berlangt. Die ant erflärt: Venezuela. Die Blockade. Der Washingtoner Korrespondent der Köln. 3tg." hatte eine Ueber die = Bürgerlicherseits, mit dieser Kandidatur, dieser Kandidatur, für die man in Plünderung des Landes begünstigenden Zuständen nichts geändert der Stichwahl auch die Centrumsstimmen gewinnen zu können werde. Die 1897er Landtagswahlen brachten endlich einen ehrlichen, glaubt, das„ Jubiläumswerk" vollenden und die Socialdemokratie selbstlosen Mann in diesen total torrupten Landtag: den jungen wie bei den Landtagswahlen so auch im Reichstags- Wahlkampf aus Demokraten Dr. Franko Potocnjak. Mit Feuereifer machte der badischen Residenz verdrängen zu können. Die durch den Zoll- er sich an die Bekämpfung des ungeheuerlichen Wustes von Miß- Unterredung mit einem sehr hohen Staatsbeamten, der erklärte, die der badischen Residenz verdrängen zu können. Die durch den Zoll- bräuchen. Aber da kam er schön an! Seine schriftlich eingereichten Verwandlung der friedlichen in eine Kriegsblockade würde wucher in ihren Lebensinteressen getroffenen Boltsmaffen werden Anträge wurden konfisziert, feine Interpellationen durchaus den Wünschen der amerikanischen Regierung ent jedoch die Pläne der Nationalliberalen, ihren Führer in Baden unter- in den Sigungsprotokollen gefälscht, immer häufiger wurde sprechen, da der Kriegszustand bölkerrechtlich viel flarer bestimmt zubringen, nachdem ihm in ſeinem bisherigen Wahlkreis Jena- Weida ihm das Wort entzogen, dann wurde er für siebzig fei als eine willkürlicher Deutung ausgesezte Friedensblockade. der Boden unter den Füßen zu heiß geworden, kläglich zu Schanden Sigungen aus dem Landtag ausgeschlossen. A Der amerikanischen Regierung sei es angenehm, daß drastische werden lassen. dies war um so leichter möglich, als Abgeordneter Potocnjak auch Zwangsmaßregeln nur in der Form eines offenen Krieges Die rheinischen Bauern und das Centrum. Der Rheinische von der Oppositition boykottiert wurde. Aber er ließ sich in seinem angewandt würden, in dessen mannigfache Berantwortlichkeiten und Bauernverein, die 46 500 Mitglieder zählende Organisation der Kampf nicht irremachen. Dafür ließ der Banus bei den nächsten Gefahren sich ein europäischer Staat jedoch nicht so leichten Herzens stürzen werde. Präsident Roosevelt äußerte, eine katholischen Bauern im Rheinland, hat sich dieser Tage in seiner Wahlen seine Wiederwahl nicht zu. Dr. Potocnjak ist nun mit verdoppeltem Eifer bemüht, den militärische Besehung Venezuelas würde sehr schnell eine Generalversammlung mit der Zolltariffrage befaßt. Die Diskussion Banus zu entlarven, was zum Teil in einer kürzlich erschienenen Lage schaffen, bei der die Monroe Lehre in Frage komme drehte sich um das Verhalten der Centrumsabgeordneten. Die Broschüre erfolgte. Das Schriftchen weist vor allem darauf hin, und wo ein Einspruch Amerikas notwendig würde. Centrumispresse berichtet, bei den meisten der Redner und dem weit- daß Graf Khuen- Hedervary bis über die Ohren verschuldet Die Eigentümer des Uniondampfers, Caracas" haben aus größten Teil der Anwesenden habe die Haltung der Abgeordneten var, als er vor nun bald 19 Jahren zum Banus ernannt wurde; fich bei dem Staatssekretär ay darüber beschwert, daß „ rüdhaltlose Billigung" gefunden. Ganz anders schreibt die centrums- die auf seiner Hedervarer Besizung ruhenden Lasten überstiegen dem Dampfer nicht gestattet wurde, in La Guayra auszuladen. Sie argrarische Rheinische Voltsstimme" über die Versammlung. Sie wei Millionen Stronen- heute sind die Vesihungen des Banus verlangen, daß die Angelegenheit untersucht werde. lastenfrei. In der Broschüre wird unter andrem der Nachiveis Es ist ein Prisengericht gebildet worden, welches die ,, Der Verlauf der Generalversammlung des Rheinischen Bauerns vereins hat bewiesen, daß die Mitglieder des Vereins in ihrer Graf Karl Khuen- Hedervary, ein durch gericht prüfen sowie den Wert der Prisen fejtsehen soll. Unabhängig geführt, daß der Regierungschef Kroatien- Slavoniens, Gültigkeit der Beschlagnahme fämtlicher venezolanischer Schiffe überwältigenden Mehrzahl mit dem Verlaufe, den die Zolltarif- liches Urteil zum gemeinen Betrüger gestempeltes hiervon sind Schritte unternommen worden zu einer etwaigen Freiangelegenheit genommen hat, höchst unzufrieden sind. Trotz der Individuum ist. Der Regierungschef hatte nämlich einen ge- laffung der Schiffe im Falle des Zusammentretens des Schiedsgroßen Beliebtheit, der sich Herr Pfarrer Düsterwald im gesamten wissen Ertl eine seiner Besizungen unter unerhört schwindel gerichts. Berein erfreut, und troß seiner anziehenden Redeweise, brachte er es mur zu sehr schwachem Beifall, während die wenigen Worte haften Vorspiegelungen verpachtet und ihn dadurch der Gegenredner, die als Redner Herrn Pfarrer Düſterwald weit zeit in allen ihren Details und nannte den Banus einen ge- liegen einander widersprechende Nachrichten vor. Ein Telegramun Revolution gegen Caftro ruiniert. Erstl veröffentlichte diese Pachtungsgeschichte feinernachstehen, geradezu stürmischen Beifall ernteten. Auch Herr meinen Betrüger. Graf Khuen- Hedervary beklagte ihn wegen vom Montag bejagt: Reichstags- Abgeordneter von Grand- Ry, der als gewandter Redner Ehrenbeleidigung und Berleumdung. Der Raaber Gestern wurden etwa 1500 Aufständische unter Ramos allen Mitgliedern des Vereins bekannt ist, erzielte gleichfalls nur Gerichtshof sprach Julius Ertl auf Grund der er- und Benalosa, welche auf Caracas marschierten; unweit Guatire einen äußerst mäßigen Beifall." brachten Beweise frei. Das freisprechende Urteil wurde von von Regierungstruppen geschlagen. Aus der Versammlung heraus wurden wiederholt direkte Angriffe den beiden höheren Instanzen bestätigt. Dieses Er- Dagegen wird aus New York vom Dienstag gemeldet: auf Centrums- Abgeordnete laut, und es zeigte sich wieder mit aller gebnis des Prozesses wurde von der Presse in Kroatien und von General Mantos erwartet die Einnahme von Coro, um zurückDeutlichkeit, daß die katholischen Bauern demnächst, wenn es zur ber regierungsfreundlichen Presse in Ungarn verschwiegen. Jene zukehren und das Kommando über die revolutionären Streitkräfte Aufstellung der Reichstags- Kandidaturen geht, dem Centrum schwere nummer des Blattes Dr. Potocnjaks, die den Sachverhalt zu übernehmen. Er hat einen Aufruf an die Bevölkerung Stunden bereiten werden. Bauern! Wählt nur Bauern!" so lautet die Parole, die in der Rheinischen Volksstimme" gerichtet, die Waffen zu ergreifen. Mantos rechnet auf die ausgegeben wurde. Wenn die rheinischen Agrarier ihre Drohungen Beschwerde, in der alle Rechtsbeugungen und Gesetzesverletzungen Man glaubt, daß, wenn Matos ans Ruder tomme, er den Konflikt Dr. Potocnjak wendete sich an den König mit einer schriftlichen Unterstüßung Rolandos, dessen Streitkräfte gegen Caracas marschieren. wahr machen, muß es zu heißen Kämpfen im Centrum kommen. des Banus sowie der Fall Ertl, Puntt für Punkt erwiesen, dar- mit den Mächten schnell erledigen und auch die Finanzkrisis beseitigen Das Centrum darf dann in seinen rheinischen Wahlkreisen, von gelegt sind. Die Beschwerde kam mit dem Vermerk zurück, sie sei werde. Wie ferner aus Caracas berichtet wird, wird die Lage denen die meisten ländlich find, einen großen Teil der bisherigen der allerhöchsten Signatur nicht gewürdigt worden". immer ernster; die Revolution dehnt sich weiter aus. Vertreter nicht mehr aufstellen, sofern es agrarische Gegenn einer neuerlichen Eingabe an den Monarchen bat Dr. Potocnjak kandidaturen verhüten will. Von den 27 rheinischen Centrums- um eine Audienz in dieser Angelegenheit. Die Eingabe kam mit Ferner liegen folgende„ Laffan"-Meldungen vor: Albgeordneten sind nur fünf Angehörige der Landwirtschaft, dagegen bemselben Vermert an Dr. Potocnjak zurüd. allein vierzehn Juristen. Und gegen die letzteren richtet sich am meisten der Protest der Bauern. Schon bei der Wahl im Jahre 1898 wurden den offiziellen Centrumskandidaten im Rheinland in verschiedenen Wahlkreisen bäuerliche Gegenkandidaten gegenüber gestellt, damals mit nicht gerade großem Erfolg. Seitdem hat aber die agrarische Bewegung, auch unter den katholischen Bauern des Rheinlands, bedeutende Fortschritte gemacht. Das Centrum hat sich bereits veranlaßt gesehen, den rheinischen Agrariern insoweit Konzeffionen zu machen, als es das Provinzial- Wahlkomitee durch mehrere Landwirte verstärkte. Ein Arbeiter befindet sich in dem Komitee nicht: allenfalls könnte man den„ agrarischen Arbeiterfeiretär" Giesberts dafür gelten laffen. Die Resolution, die die Generalversammlung des Rheinischen Bauernvereins beschloß, giebt dem lebhaften Bedauern darüber Aus" " veröffentlichte, wurde konfisziert. Die Aufständischen brachten den Truppen Castros bei Guatire, ungefähr 8 Stunden von Caracas, eine vernichtende Niederlage bei. General Riera schlug die von Castro befohlenen Angriffe auf seine Stellungen außerhalb Coros zurück. Aus Puerto Cabello wird gemeldet, der Pöbel drohe die Stadt anzuzünden und die Revolution auszurufen. Im Sommer 1899 wurde das Oberhaupt der serbischen griechischorientalischen Kirche Ungarns, Patriarch Georg Brankovics, in einer von mehreren Mitgliedern des ferbischen Kirchenkongresses herauss gegebenen Broschüre auf Grund attenmäßiger Daten beschuldigt, das stohlen zu haben. Herr Georg Brankovics, Patriarch und eine Mitteilung des venezolanischen Konsuls in Curacao, daß die ihm anvertraute Kirchenvermögen systematisch be Das Regierungsblatt, EI Liberat veröffentlicht Magnatenhaus- Mitglied, hat gegen Verfasser und Verleger der er Offiziere der deutschen Kreuzer" alle" und wähnten Broschüre die Verfolgung nicht eingeleitet. ,, Vineta" in lebhaftem Verkehr mit dem Führer der Auch Banus Graf Karl Khuen- Hedervary wird gegen den Verfasser Aufständischen, General Matos stehen, der sich in Curacao fetten Lettern einen gemeinen Betrüger nennt, feinen Strafantrag und Verleger der Broschüre, die ihn schon auf dem Titelblatt in aufhält. Ferner sei noch ein Privattelegramm des„ Tag" registriert: stellen. General Antonio Fernandez ist bereit, sich mit der Afien. Regierung auszusöhnen. Damit würde die Revolution druck, daß die Anträge der christlichen Bauernvereine bei der Fest- Berfien. Die Kölnische Zeitung" meldet aus Petersburg: Da cinen schweren Stof erhalten. legung des neuen Zolltarifs nicht die erwartete Berücksichtigung ge- der Schah von Perfien eine Staatsumwälzung unter Führung des funden haben. Eine Stelle in der Resolution, die eine Anerkennung unter englischem Einfluß stehenden Gouverneurs von Teheran des letzten Kuriers aus Caracas, welcher amtliche Dokumente über New York, 6. Januar. Die Blätter besprechen das Eintreffent der Mehrheitsparteien, die den Zolltarif zu stande brachten, enthielt, Prinzen Ein ed Dauleh und andrer England freundlicher den venezolanischen Konflikt überbringt. Aus den letzteren geht mußte erst entfernt werden, ehe die Resolution zur Annahme ge- Männer befürchtet, wurde der Prinz seines Amtes enthoben hervor, daß die venezolanische Regierung der Ansicht ist, daß DeutschTangte.und zum Gouverneur der zur englischen Einflußsphäre ge- fand die Initiative zu den Feindseligkeiten gegen Venezuela ergriffen hörenden Provinz Arabistan ernannt. Auch Zur Zeit der Granitbeiß- Rede des Grafen Bülow raste die ganze zu starker Hinneigung zu England die übrigen habe. Castro weist ferner darauf hin, daß England anscheinend nur verdächtigen Beamten in bürgerliche Presse über Chamberlains freche Verruchtheit, daß er die Teheran wurden in die Provinzen versetzt. Von 1903 ab er- mit großer Reserve an den Operationen teilnehme. englischen Kriegsthaten in Transvaal mit den Leistungen des deutschen Heeres im Striege von 1870/71 zu vergleichen gewagt habe. Neuerdings werden in der„ Deutschen Revue" Kriegserinnerungen des bekannten Admirals Stosch veröffentlicht, die einige indiskrete Einzelheiten enthalten. Am 14. Februar schreibt Stofch in sein Tagebuch: " Ich habe einen Brief von Freitag bekommen; er schreibt zornig über das Retten und Rollen: Man habe Kisten aus Sèvres und St. Cloud nach Hause geschickt. Der Diebstahl sei scheint in Aschabad als Beilage zur Salafpiiskoje Obosrenije" eine Beitschrift in persischer Sprache, um als Gegengewicht gegen die wachsende Bedeutung der Entwicklung der persisch- englischen Handelsbeziehungen zu dienen und eine Annäherung Rußlands und Persiens zu sichern. Revolverattentat auf den Schah verübt, welches jedoch mißlang. Nach telegraphischen Meldungen aus Teheran wurde neuerdings ein China. Den„ Central News" zufolge bestehen in amtlichen standen ist, daß die Bant von Venezuela ihre Noten nicht mehr Caracas, 6. Januar. Die finanzielle Panik, welche dadurch enteinzulösen vermag, ist vorübergehend dadurch gemildert worden, einzulösen vermag, ist vorübergehend dadurch gemildert worden, und Puerto Cabello fich bereit erklärten, alle Zahlungen in Noten daß die bedeutendsten Firmen in Caracas, La Guayra, Valencia anzunehmen. Aus Induftrie und Handel. organisiert." Ich habe reuig an mein Herz geschlagen und ihm Kreisen Befürchtungen wegen eines Bogeraufstandes im nord- Terrorismus des Kohlensyndikats. Nuter dieser Ueberschrift geantwortet, daß auch ich Beute nach Hause gesandt habe. Die westlichen China. Als die letzte Poſt aus China abging, bestand brachten wir in Nr. 274 des„ Vorwärts"( vom 23. November) auf Sèvresfabrit enthielt ur Staatsgut; als Granate auf Granate unter den Europäern, namentlich unter den Missionaren Besorgnis Grund der preußischen Fabrikinspektoren- Berichte für 1900 und hineinschlug, tonfiszierten wir die Vorräte, und sie wurden durch wegen der Thätigkeit Zangfuhjiangs, der, obwohl er 1901 die Mitteilung, daß nicht nur das rheinisch- westfälische tönigliche Order verteilt. Ich war gerade an der Loire und wurde doch be- verbannt war, das Land nicht verlassen, sondern sich in Kansi Kohlensyndikat, sondern auch die Verwaltung der preußischen Staatsdacht, und zwar durch den König und den Stronprinzen. St. Cloud niedergelassen hatte, wo er Truppen fammelt, mit denen er auf Sian, Stohlenwerken den von ihnen beziehenden industriellen Unternehmungen wurde von den Franzosen in Brand geschoffen, ein Teil des In- die alte Hauptstadt Chinas, marschieren will. Die zahlreichen die Verpflichtung auferlegt, an ihre Arbeiter und Angestellten keine halts mit Lebensgefahr gerettet und ebenfalls als Staatsgut ver- Missionare in Kansi haben Befehl erhalten, das Land eventuell Kohlen zum Selbstkostenpreis abzugeben. teilt. Kirchbach war an beiden Orten kommandierender General, fofort zu verlassen, doch nimmt man an, daß ihnen nichts Zu dieser Notiz bringt jetzt das Berl. Tageblatt" folgende felterhielt also die reichsten Geschenke und schichte sie in Stiſten geschehen werde. Um eine Panik unter den Einwohnern zu verhindern, fame Mitteilung: nach Hause. Wer will ihm daraus einen Vorwurf machen? haben die Beamten die Missionare ersucht, sie möchten nicht ohne Ich aber will auch keinen hören. Zu der Nachricht eines hiesigen Blattes über Erhebungen des Soldaten gegen die Franzosen gerade jetzt sieht, wo diese Kerls glauben, ihren ganzen Hochmut zeigen zu dürfen, wird sehr felben mit folgendem Sachverhalt zusammenhängen. Der„ Bortvärts" hoch von ihnen denken. Es gehört die ganze Kultur unsrer Nation hatte die Mitteilung gebracht, daß das Kohlensyndilat und die fiskalischen Gruben ihren Abnehmern verboten hätten, dazu, um ihnen gegenüber Mensch zu bleiben, und ihre Art der ant ihre Arbeiter resp. Angestellten Stohlen abzugeben. Die Striegführung hat zuerst in unfren Truppen niedrige Leidenschaften Regierung hat sich daraufhin veranlaßt geschen, eine Untersuchung entfesselt. Der Eigentumsbegriff schwindet notgedrungen in jedem Kapitalistische Korruption in Japan. Mit der rapiden. Ent hierüber anzustellen. Hierbei ergab sich, daß die Nachricht in Bezug Kriege, aber er findet sich auch in geordneten Verhältnissen wieder wicklung des Kapitalismus stellen sich auch hier alle mit diesem auf die fiskalischen Gruben nicht zutrifft. Dagegen soll die ein. Ich selbst kann nicht leugnen, daß ich über den Besitz der zusammenhängenden guten und bösen Begleiterscheinungen, wie Stor- Nachricht in Bezug auf das Kohlensyndikat zuFranzosen mit taltem Blute verfüge, als ob er uns gehörte. Wer ruption durch das Gold, Betrügereien im großen Stile, die Schonung treffen, indem die mit demselben in Verbindung stehenden Kohlensich auf diesem Wege bereichert, thut unrecht, denn die Werte der großen kapitalistischen Schwindler und dergleichen mit promptester händler es sich ausbedungen haben, daß der Bedarf der betreffenden gehören dem Staat; aber es ist Pflicht, die Kerls arm zu machen." Sicherheit ein. Charakteristisch in dieser Beziehung ist die glimpf- Arbeiter und Angestellten durch die Kohlenhändler gedeckt werde." Auch die Herren des Krieges müssen von ihrem hohen Postament liche Behandlung eines großindustriellen Betrügers Mitsni, über Ob thatsächlich die Untersuchung ergeben hat, daß von den fisherunter: As Jules Favre die Uebergabe von Paris ankündigte, welche die Labor World" folgende Mitteilungen macht: Mitsni, talischen Gruben ihren Kohlenabnehmern eine derartige Berpflichtung ein Millionär, war der Kohlenlieferant für mehrere Staatsbahnen. nicht auferlegt wird und auch früher nicht aufWer die Höflichkeit unsrer vorherige Anzeige abreisen. Der Sekretär der Jnlandsmission be- Polizeipräsidiums betreffs des Stohlensyndikats erfahren wir, daß diebemerkte Stosch: dann wieder groß zu machen. fürchtet teine Gefahr für die Gegenwart. Nach einer Meldung aus Beling erklärte der Minister des Aeußeren, die Vicekönige von Kansi und Schansi hätten telegraphisch mitgeteilt, daß in ihren Provinzen vollständige Ruhe herrsche. „ Eben erst verdüsterte das lebermaß von Gefahr den Horizont, Er ließ durch drei seiner Kulis die Gewichte der staatlichen Waagen erlegt worden ist, wissen wir nicht. Wir haben die Mitjetzt beleuchtet hellster Sonnenschein unsre ganze Lage. Noch bei fälschen und hat auf diese Weise den Staat un Taufende teilung dem Bericht der pfälzischen Fabril- Aufsichtsbeamten entdem Ausfall vom 19. gab es hier Leute, die schon die Wagen von Tonnen betrogen. Vor einigen Monaten wurde der nommen und fonnten um so weniger an ihre Richtigkeit zweifeln, hatten packen lassen, um sofort die Flucht ergreifen zu können. Es Betrug entdeckt und, obwohl festgestellt wurde, daß die Arbeiter als die Berichte vor ihrer Veröffentlichung bekanntlich eine recht ist oft gar nicht hübsch, wenn man zu scharf hinter die Coulissen auf Anstiften der Firma den Betrug ausführten, ging sorgfältige Musterung und Prüfung erfahren. Wir glauben deshalb sieht, die großen Männer gehen verloren!" der Millionär doch leer ans, nur die Kulis, die den Befehl ihres auch so lange an der Wahrheit der Angaben des Fabrikinspektors Die Reptile der Presse und der Geschichtsfälschung haben sie Herrn ausgeführt hatten, erhielten einige Monate Gefängnis. Die festhalten zu dürfen, bis von dazu kompetenter Stelle Richtig" Labor World" bezichtigt alle Behörden und Richter von Takata, wo stellung erfolgt. Am 18. Februar notiert Stosch zum Rücktransport der der Prozeß zum Austrag kam, der Bestechung und Korruption. Die Truppen! Ich fürchte, unser großer Generalstab wird diese Aufgabe Regierung hat weder die von Mitsui hinterlegte Kaution mit Beschlag belegt, noch hat sie ihm den Kontrakt gekündigt. In der nicht so glatt lösen wie den Hertransport, weil alles zu ſehr nach That ein Borkommnis, charakteristisch für den Kulturzustand, auf den Hause drängt. Man muß das mit anhören, wie jeder einzelne sich dieses asiatische Industrieland bereits emporgeschwungen hat. sich hier für abkömmlich hält; ich bin der Ansicht, daß, wenn der König geht und die Prinzen, Moltke, als Oberkommandierender hier bleiben muß. um die Geschäfte auzutvideln." Afrika. In der erfien Sigung des Aeltestenkollegiums begrüßte der neu erwählte Präsident Stadtrat Kaempf die Anwesenden und eröffnete dann das neue Arbeitsjahr mit einem Ausblick auf die Aufgaben des Kollegiums in seinem Verhältnis zur Handelskammer. Das Heltestenkollegium besize, führte er aus, in der Berliner Kaufmannschaft, wie die legten Wahlen erwiesen hätten, einen starken Rückhalt. Marotto. In Gibraltar eingegangene Nachrichten aus Marollo Es habe sich darin die Ueberzeugung eines großen Teiles der Berliner Wer gemeint ist, ist auch ahne Namensnennung zu erkennen!-besagen, daß die aufrührerischen Stämme sich dem Kaufmannschaft kundgegeben, daß die auf freiwilliger Mitgliedschaft Sultan unterwerfen und die Beunruhigung sich legt. beruhende Korporation auch neben der auf Zwang beruhenden Bei den fremden Gesandtschaften find amtliche Sturiere aus Handelskammer- Organisation zur Vertretung von wirtschaftlichen Fez mit der Nachricht eingetroffen, daß dort die Lage un- Interessen geeignet sei, und daß andrerseits in einem so ausSpannung auf Nachricht, ob die Truppen des Sultans gegen die so vielseitig feien, daß der Korporation neben der Handelskammer verändert sei. Die Bevölkerung von Tanger wartet mit gedehnten wirtschaftsgebiete wie dem Berliner die Intereffen Aufständischen aufgebrochen sind. Ausland. Kroatisch flavonische Camorra. Parlamentarisches. Ueber die ungeheuerliche Korruption in Kroatien- Slavonien berichtet die Wiener Arbeiter Beitung": ein weites Arbeitsfeld bleibe. Der Korporation seien die meisten In diesem durch und durch klerikal verseuchten Teile der„ Länder ihrer früheren öffentlich rechtlichen Funktionen zu Gunsten der der ungarischen Krone" sowohl Regierungspartei wie Opposition Handelskammer genommen, belaffen sei ihr aber die allgemein gutim Landtage find klerikal ist jeder Politiker käuflich, die Berachtliche Thätigkeit auf dem wirtschaftspolitischen Gebiete folvie waltung besteht aus einer Horde forrupter lebelthäter, die Justiz ist ferner die Thätigkeit auf dem Gebiete der Selbstverwaltung. Die die skrupellos willfährige Dienerin dieser Verwaltung, die Presse Die erste Sigung des preußischen Abgeordnetenhauses in der gutachtliche Thätigkeit werbe zivar durch Wegfall vieler hängt von der Laune, von der Duldung der Machthaber ab, oder neuen Tagung ist auf Dienstag, den 13. Januar, nachmittags 2 Uhr, behördlicher Anfragen und durch die Thatsache, daß die Handelsrichtiger: des Machthabers des würdigen Repräsentanten dieses anberaumt, ebenso wie im Herrenhause. Unmittelbar nach der fammer dasselbe Gebiet bearbeite, eingeschränkt, dadurch aber sei die Systems: Banus Graf Karl Khuen Hedervary. Sigung treten im Abgeordnetenhause die Fraktionen der Stonser Gelegenheit geboten, die wichtigeren Fragen desto gründlicher zu Die wirtschaftliche und fulturelle Rückständigkeit Kroatien- vativen, der Freikonservativen, der Nationalliberalen, der Polen und prüfen. Ferner werde man um so größere Aufmerksamkeit den geSlavoniens ist denn auch eine wahrhaft jämmerliche, aber Regierung die Freifinnige Boltspartei zu einer Sizung zusammen. Das meinnügigen Veranstaltungen zuwenden lönnen, als welche außer und Landtag sind nur darauf bedacht, daß an diesen, die ungestörte Centrum hat seine Sigung auf den Abend anberaumt. der Börse zur Zeit namentlich in Betracht kommen: die Bibliothek Daß die letzte Bemerkung dazu geeignet ist, das freundschaftliche Zusammengehen" mit der Handelskammer zu fördern, wird auch Herr Kaempf faum glauben. " voraus. Die nieder und Lesehalle, die Fortbildungsschulen und das übrige faufmännische Inamentlich aber um festzustellen, ob die bisherigen Heilstätten im beschlossen, den Verbandsvorstand zu ermächtigen, bei Angriffen auf Bildungswesen einschließlich der geplanten Handelshochschule sowie Verhältnis zu ihren Erfolgen nicht zu teuer seien und ob nicht das Koalitionsrecht der Arbeiter im In- und Auslande Unterſtüßungen die Auskunftsstelle für Verkehrsangelegenheiten und für die Fragen minder kostspielige Einrichtungen genügen zu verleihen. Wenn der Hauptvorstand in solchen Fällen die Unters des auswärtigen Handels. Diese Thätigkeit werde die Korporation würde u Diese Forschungen sollen auch noch lange fortgesezt ftüßung veriveigert, dann kann auf Antrag einer oder mehrerer Abdurchführen können, ohne in Stollision mit der Regierung, noch mit werden. Für alles das werden zusammen 90 000 M. gefordert. teilungen eine Irabstimmung darüber entscheiden. In der Verhandder Handelskammer zu geraten. Die Korporation ihrerseits werde Außerdem follen, wie im vorigen Jahre, dem„ Centralfomitee zur lung über diesen Punkt wurde auf die zahlreichen Angriffe auf das stets zu freundschaftlichem Zusammengehen mit der Handelskammer Einrichtung von Heilstätten für Lungenkranke" 60 000 M. überwiesen Koalitionsrecht der Arbeiter, sowie der Lehrer und auf die großen bereit sein und nur lebergriffe derselben abzuwehren haben. Ein werden, so daß die Gesamtaufwendung aus Reichsmitteln zur Aussperrungen im Auslande hingewiesen. Ein Antrag von solcher sei jüngst in der Frage der Verwaltung der Berliner Börse Tuberkulosebekämpfung in diesem Etat 150 000 M. betragen würde. Arnhem, der Verband solle sich dem Komitee für allgemeines Wahlvorgekommen. Daß man anderwärts der Sache doch etwas energischer zu Leibe zu recht anschließen, wurde mit 116 gegen 108 Stimmen abgelehnt. Für gehen gedenkt, zeigt der nachfolgende Bericht aus Dänemark. den Antrag sprachen außer Geertsma und Bijkerk, die der socialdemokratischen Lehrer- Vereinigung angehören, auch der freifinnigDer Kampf gegen die Tuberkulose in Dänemark. Semokratische Ketelaar. Von Gegnern des Antrages wurde ausgeBeschwerden gegen den Halbzeugverband. Zu der Audienz, die führt: es sei nicht bewiesen, daß durch das allgemeine Wahlrecht die gestern die Vertreter der Halbzeugverbraucher beim preußischen Folkething und Landsthing gewählte Kommission, die über Maß die Wirkungen des allgemeinen Wahlrechts nicht beurteilen. Die im Herbst 1901 auf Antrag der Socialdemokraten vom Interessen des Verbandes gefördert würden und die Lehrer könnten Haudelsminister hatten, weiß das„ Berl. Tageblatt" zu berichten, daßnahmen zur Bekämpfung der Tuberkulose beraten sollte, hat jetzt ihre der Geist, der im Lehrerverband herrscht, ist es bezeichnend, daß Für die Halbzeugverbraucher ersucht worden sind, Anträge auf Abhilfe Arbeiten beendet. Ihr Gutachten, das einen Band von 250 Druck- eine den Verhandlungen folgende gesellige Zusammenkunft durch der ihrer Meinung nach schädlichen Verhältnisse zu stellen, daß aber seiten in Quartformat bildet, wird in nächster Zeit den Reichstag be: Singen des Socialistenmarsches eingeleitet wurde. von ihnen bestimmte Vorschläge nicht gestellt werden konnten. So lange schäftigen. aber", schreibt dazu das betreffende Blatt, bei den zunächst in Frage darüber aus, daß keine genaue Tuberkulosen- Statistik besteht. Die belangt, den Lehrern in Preußen und Deutschland jedenfalls weit In der Einleitung spricht die Kommssion ihr Bedauern ländischen Lehrer sind, was perfönliche Freiheit und Aufklärung anfommenden Interessenten Unklarheit besteht, kann nicht gut erwartet Aerzte sind nicht verpflichtet, die in ihrer Praris vorkommenden Fälle werden, daß die Regierung in die Angelegenheit eingreife. Dazu anzumelden und auf dem Lande besteht keine Verpflichtung, die fteht die Regierung den Dingen, um die es sich bei den Be- Leichenschau durch Aerzte vornehmen zu lassen. Man schätzt die Zahl Bürgerliche Wohnungsreformer. Wir erhalten folgende Zuschwerden der Halbzeugverbraucher handelt, in der Hauptsache macht der jährlich in Dänemark an Tuberkulose sterbenden Menschen auf schrift: Los gegenüber. Die großen Stahlwerke im Westen, namentlich 5000, davon kommen auf Lungentuberkulose 4000. Das ist ein Auf Grund von§ 11 des Preßgefeßcs bitte ich Sie um Aufaber die Firma Thyssen haben nun einmal vermöge ihrer Organi Siebentel sämtlicher Todesfälle; im Alter von 15-45 Jahren wird nahme folgender Berichtigung Ihres Artikels:„ Ein bürgerlicher sation und ihres Umfanges das Uebergewicht auf dem Halbzeug- jedoch über ein Drittel sämtlicher Todesfälle durch diese Krankheit Wohnungsreformer" vom 19. Dezember 1902( Nr. 296): markte und machen von ihrer Macht rücksichtslosen Gebrauch. verursacht. Die Gesamtzahl der Patienten, die nachweisbar an Es ist nicht wahr, daß der Dresdener Spar- und BauEs beweist aber eine Verkennung der realen Verhältnisse Lungentuberkulose leiden, wird auf 20 000 angegeben. Die Kom verein, c. G. m. H. oder ich als dessen Vorstand jemals die Baudes Wirtschaftslebens, wenn jemand annehmen wollte, es mission schlägt zunächst verschiedene Maßregeln vor, die der weiteren behörden um Genehmigung zu einer größeren Ausnutzung des bekönne irgend einem Mitgliede der Regierung gelingen, die großen Ausbreitung der Krankheit vorbeugen sollen; unter anderm jährliche bauten Bodens zu gewinnen gesucht oder erhalten hat. Wahr ist Werkbefizer durch gütliches Zureden zu einer Veränderung ihrer Bewilligungen im Etat, die dazu dienen sollen, den Lehrern an sämt- vielmehr folgendes: Der Dresdener Spar- und Bauverein Geschäftsgrundsäge zu veranlassen. In welch schroffer Weise speciell lichen Schulen Dänemarks eine Ausbildung zu teil werden zu lassen, hat bisher ohne jede Abweichung von der zulässigen Ausnußung des Herr Thyssen in allen Verbandsfragen auftritt, ist über die die sie befähigt, die hygienischen Erzieher des Voltes zu werden; ferner Baulandes in und um Dresden eine Anzahl einzelner Häuser und Interessentenkreise hinaus bekannt. Was die Regierung thun kann, zur Veranstaltung von aufflärenden Vorträgen durch Aerzte in Hoch- Häuserkomplere errichtet. Neuerdings hat er durch das Reichsamt um den Halbzeugverbrauchern entgegenzukommen, liegt vielleicht auf schulen und Vereinen. Außerdem hat die Kommission einen Entwurf des Innern im Interesse der Förderung des billigen Wohnungsbaues dem Gebiete des Veredelungsverkehrs. Im übrigen liegt die zu einem Tuberkulose Gesetz ausgearbeitet, teils nach nor- für die hiesigen Reichspost- Unterbeamten in Dresden- Löbtau ein Boraussetzung für eine Abhilfe der Beschwerden der Halbzeug- wegischem Muster. Bauareal von rund 8200 Quadratmeter im Erbbaurecht überwiesen verbraucher vorwiegend auf dem Gebiete der Selbsthilfe." Darin wird eine wirksame Aufsicht über den Milchhandel ver- erhalten. Nach der Oris- Bau- Ordnung ist auf diesem Areal der zu einer einheitlichen Auffassung der Sachlage und dieser ent- langt; des weiteren, daß bedürftigen Müttern gratis Milch geliefert Dachausbau generell nicht gestattet, es bedarf vielmehr insoweit besprechenden einheitlichen Vorschlägen werden die Halbzeugverbraucher wird, ohne daß das als Armenunterstützung gilt. Tuberkulösen hördlicher Dispensation. Um diese Dispensation haben wir nachkaum kommen, denn was sie zu ihren Beschwerden treibt, find Frauen foll verboten werden, als Ammen zu dienen. Steine tuber- gesucht. Hierbei verzichteten wir zugleich auf alle an nicht volkswirtschaftliche Bedenken und Rücksichten auf das Gemein- fulösen Personen sollen als Lehrer angestellt, tuberkulöse Lehrer ver- ich zulässigen Sintergebäude und projektierten nur wohl, sondern auf ihre ganz besonderen Interessen. Diese sind aber abschiedet werden, und zwar mit höchster Pension. Eine sorgfältige einen einzigen Querflügel. Wir gewinnen auf diesem Wege eine je nach der Art und Ausdehnung ihrer Betriebe recht verschieden- Beaufsichtigung der Asyle, Kindergärten, Strippenanstalten, privaten große of und Gartenanlage, die sonst gar nicht artig, und ebenso verschiedenartig find denn auch ihre Wünsche. Pflegeſtätten für Kinder usw. soll eingeführt werden; ebenso der möglich gewesen wäre. Die nachgesuchte Dispensation iſt Ihre Stellungnahme richtet sich nicht gegen die Preispolitik der Schullokale. Die Einführung von Schulbädern und Anstellung von uns erteilt worden, nachdem amtlich festgestellt und bestätigt Startelle im allgemeinen, sondern nur gegen jene Maßnahmen, die Schulärzten wird verlangt. worden war, daß wir nach unsrem Bauplan 347 Quadrat gerade fie treffen. Die Kommission macht bei ihren Vorschlägen folgende Zwischen- meter weniger bebauen und 12 217 Subikmeter weniger bemerkung: Die Frage über vorbeugende Veranstaltungen gegen umbauen, als es lokalbauordnungsmäßig gestattet gewesen wäre. die Tuberkulose für erwachsene Personen ist eine Frage, die in hohem Wir erzielen also die angestrebte Berbilligung unsrer Wohnungen Grade in das Erwerbsleben eingreift und mit der ganzen nicht durch Verminderung der vorgeschriebenen Größe eingebauter focialen Frage zusammenhängt. Viele Veran- Höfe". Im Gegenteil, ivirschaffen erst diejenige große Zur Borbereitung der Reichstagswahlen fand am Sonntag in staltungen, die die Kommission an sich für nüßlich und sehr wünschens- of- und Gartenanlage, insgesamt von über 3300 Karlsruhe eine vom Landesvorstand der socialdemokratischen Partei wert erachtet, mußte fie unterlassen vorzuschlagen, damit der Kampf Quadratmeter, die für derartige, einheitlich bebaute große Badens veranlaßte Besprechung statt, an der außer den Vertretern gegen die Tuberkulose nicht zu einem Stampf gegen die Tuberkulösen Komplere notwendig ist, von der Lokal- Bau- Ordnung bisher aber desselben die badischen Reichs- und Landtags- Abgeordneten der werde oder dazu beitrage, daß diese noch schlechter im Kampf ums gar nicht vorgesehen werden konnte. Der von uns geforderte Dach= Partei, die Vertreter der beiden Parteiblätter sowie die Kandidaten Dasein gestellt werden." ausbau war unter diesen Umständen, bei der Kostspieligkeit des Grund der vornehmlich in Betracht kommenden Reichstagswahlkreise teilEine günstige Wirkung erwartet die Kommission von der strengen und Bodens, auf dessen bauliche Ausnutzung wir verzichteten, die nahmen. Die zwanglose Aussprache ergab als Ansicht der Ver- Durchführung des Fabrifgesetzes von 1901 und sie stellt es der Re- einzig mögliche Lösung. Aber selbst mit unsrem Dachausbau, der sammelten hinsichtlich der Stellung der Partei zu den bevorstehenden gierung anheim, ein Regulativ zu erlassen über Einrichtung und Be- übrigens in der gleichen Gegend bereits wiederholt vorher Reichstagswahlen nach dem Bericht der" Volksstimme" ungefähr das nußung andrer Lotale, wo sich oft viele Menschen ansammeln, sowie andern bewilligt worden ist, bleibt unsre Ausnußung des BauFolgende: über die Reinigung von Wartesälen, Eisenbahnwagen und Passagier grundes immer noch erheblich hinter derjenigen zurüd, die ohne jede " Bolle Einigkeit herrschte darüber, daß in sämtlichen 14 Reichs- Dampfer. Tuberkulose Patienten follen unter gewissen Ilmständen, Dispensation jedem möglich gewesen wäre!! Es kann also auch tags- Wahlkreisen des Landes, selbstverständlich mit eignen Standidaten, wenn sie eine Gefahr für ihre Umgebung bilden und sich den ge- in feiner Weise von einer rüdsichtslosen Ueberbauung des Bodens" ungefäumt mit aller Energie in die Wahlbewegung einzutreten ist. gebenen Vorschriften nicht fügen, zwangsweise in eine Heilanstalt die Rede sein, womit zugleich alle die hieran geknüpften Bemerkungen Wenn aus Gründen der principiellen Propaganda es natürlich auch überführt und auf öffentliche Stoften verpflegt werden. Ferner wird in sich zusammenfallen. Dresden, 5. Januar 1903. erwünscht und durchaus erstrebenswert fei, in allen Kreisen des noch eine wirksame Wohnungsaufsicht verlangt und die Ausarbeitung Hochachtungsvoll Landes mit den Mitteln des gedrudten wie gesprochenen Wortes eines Wohnungsgesezes empfohlen und schließlich die Anstellung eines Landgerichtsdirektor Dr. Beder. die lebhaftefte Agitation zu entfalten, so erflärt es die Konferenz Tuberkulose- Juspektors vorgeschlagen. doch für die erste Pflicht der badischen Socialdemokratie gegenstranten werden von der Kommission vorgeschlagen: die Er- stüßte, einem längeren Artikel der" Sächsischen Arbeiter- Zeitung" Als Veranstaltungen zur Heilung und Pflege der Wir hatten die thatsächlichen Angaben, auf die fich unsre Notiz über der Gesamtpartei, vor allem den vor fünf Jahren er fämpften parlamentarischen Besitzstand zu behaupten, und richtung von Küstenhofpitälern für drüsenkranke Kinder, von Küsten- entnommen, die sich gerade in den von uns benüßten Mitteilungen dies um so mehr, als für die nächsten Jahre keine Möglich- fanatorien für leichtere Fälle von Drüsenkrankheit, von Sanatorien auf eigne Erklärungen des Dr. Becker in öffentlicher Versammlung feit vorhanden ist, in einem der übrigen 11 Kreise des Landes einen und Volkssanatorien für unbemittelte Lungenkranke, Tuberkulose berief. Es muß daher wundernehmen, daß Dr. Becker die ihm so Sieg zu erkämpfen. Der Landesvorstand der Partei wird deshalb hofpitälern oder Hoſpitalabteilungen für Tuberkulose für die mehr viel näher liegende Sächsische Arbeiter- Zeitung" nicht berichtigt. die angewiesen, bei Verteilung insbesondere der rednerischen Sträfte auf vorgeschrittenen Fälle und schließlich Pflegeheime für die unheilbar die einzelnen Wahlkreise jede mökonomische Zersplitterung zu ver Brustkranken. bor." Partei- Nachrichten. " mittelten Kranken übernimmt; das andre Viertel der Kosten soll für Zum östreich- ungarischen Ausgleich. Budapest, 6. Januar. Das„ Ungarische Telegraphen- Correfpendenzmeiden und deren Konzentration auf den 9., 10. und 11. Wahlkreis Diese Aufgaben sind nach Ansicht der Kommission nur mit nach Möglichkeit anzustreben. Die principielle Haltung der Partei Staatshilfe zu erfüllen, entweder so, daß der Staat die Ausim bevorstehenden Wahlkampf ist durch das Programm der Partei führung ganz übernimmt oder eine bedeutende Unterſtüsung dazu Letzte Nachrichten und Depeschen. gegeben. Für die Stichwahlen zwischen bürgerlichen Parteien bereits gewährt. Dem Vorschlage ihres socialdemokratischen Mitgliedes heute unfre Stellung festzulegen, liegt für uns keine Veranlassung liche Behandlung aller Tuberkulosenfranten einzuführen, meinte die Bureau" meldet: Gegenüber in einigen Blättern aufgetauchten erald Jensen, von Staatswegen eine vollkommen unentgelt Kommission nicht zustimmen zu können, teils ivegen der außerordent Gemeindewahlen. Die Parteigenossen in Durlach( Baden) haben lich großen Verbreitung der Strankheit, teils wegen ihres langwierigen gegenteiligen Meldungen können wir feststellen, daß der Ausbei der Bürgerausschuswahl am Montag einen glänzenden Erfolg erzielt. Verlaufs, Umstände, die dazu führen würden, daß eine große An- gleich Ende Dezember vorigen Jahres vollständig festgelegt und Ihre Liſte in der dritten Klasse erhielt 500 Stimmen, die beiden zahl der Staatsbürger jahrelang auf öffentliche Stoften verpflegt ba feinerlei Fragen für weitere Berhandlungen offen gelaffen Die gegenivärtige Wiener Reise des Ministerpräsidenten gegnerischen Listen zusammen 240 Stimmen. Von 28 Mandaten der werden müßten. Die Kommission schlägt aber vor, daß der Staat find. fann daher mit dem Zustandekommen des des bereits früher Dritten Klasse haben wir nun 24 erobert. drei Viertel der Kosten für die Behandlung und Pflege der unbe- fertiggestellten Ausgleichs nicht in Verbindung gebracht Barteipreffe. Die Oberfränkische Volkszeitung". Die Mitglieder von Strankentassen von diesen bezahlt, und für die werden. Da der Ministerpräsident Ende vorigen Jahres nach Regelung sämtlicher Fragen unverzüglich die östreichische die jetzt als Kopfblatt der Fränkischen Tagespost" erschien, wird seit übrigen Stranten, wenn sie selbst dazu nicht im stande sind, von der Hauptstadt verlassen hat, ist er infolgedessen nicht mehr dazu gedem 1. Januar als selbständiges Blatt in of hergestellt. Damit Gemeinde oder privaten Wohlthätigkeitsanstalten. Die jährlichen kommen, die Protokolle zu unterschreiben und die Vereinbarungen hat fie auch das bisherige unhandlich große Format aufgegeben und Ausgaben des Staates für diese Zwecke werden auf 1 072 000 Stronen in Gefeßentwürfe zu faffen. Beide Ministerpräsidenten find ist zu einem bequemeren Format übergegangen. Das Blatt wird in berechnet. Dazu kommt eine einmalige Ausgabe von 625 000 Stronen jegt ausschließlich mit den Nedaktionsarbeiten beschäftigt. diesem Jahre 10 Jahre alt. als Staatszuschuß für die Errichtung der verschiedenen Anstalten. Die Fachreferenten der ungarischen wirtschaftlichen Ministerien Im ersten Finanzjahre würde sich der Staatszuschuß zum Betriebe find bereits seit gestern früh in Wien und haben sich sowohl gestern Friedrich Leßner, unser alter Parteiveteran in London, der ver- der bereits bestehenden Anstalten auf 425 808 Str. belaufen. In wie auch heute den ganzen Tag mit den öftreichischen Fachreferenten traute Freund von Mary und Engels, sandte der Rheinischen 3tg." allen wesentlichen Punkten hat sich die Kommission über die zu mit der Redaktion des einleitenden Gesetzes und des ebenfalls in eine Zuschrift, darin er den deutschen Genoffen seinen Neujahrsgruß stellenden Vorschläge geeinigt. Unser Parteigenosse Harald Jensen entbietet. Es ist aus seinem Schreiben zu ersehen, daß er noch mit wünschte zwar die Pflicht des Staates in noch höherem Grade aner- allen feinen Einzelheiten fertigen autonomen Zolltarifs beschäftigt. regstem Interesse im Geiste an den Stämpfen des deutschen Proletariats fannt, hat sich aber aus praktischen Gründen den Vorschlägen anAnteil nimmt und mit froher Siegeshoffnung in die Zukunft blickt. geschlossen. Möge es ihm beschieden sein, noch manchen Sieg der Partei zu erleben, an deren Wiege er gestanden hat. Aus der Frauenbewegung. Rigdorf. Donnerstag, den 8. Januar, abends 8 Uhr, findet bei Mercier, Steinmeßstraße 113, eine Versammlung des Vereins gewerblich thätiger Frauen und Mädchen Rigdorfs und Umgegend statt. Herr Dr. Wollheim wird über Erdinneres und Vulkanausbrüche referieren. Gäste willkommen. Defraudationen von Staatsgeldern. Hamburg, 6. Januar.( W. T. B.) Bei dem hiesigen SchiedsGemeinderatswahlen. Der Niederländische Lehrerverband hielt am 28. und 29. De- gericht für Arbeiterversicherung find Urkundenfälschungen und UnterZum Vorsitzenden der deutschen Parteivertretung in Wien wurde zember zu Groningen seinen 27. allgemeinen Kongres ab. Vertreten fchlagungen von hamburgischen Staatsgeldern in größerem Umfange an Stelle des verstorbenen Genossen Julius Popp der Genoffe waren 161 Ortsabteilungen durch 208 Delegierte. Der Verband hat von dem Registrator Leo und dem Ranglisten Behrmann verübt Joseph Tomschik und als sein Stellvertreter der Genosse im verflossenen Jahre große Fortschritte gemacht. Die Zahl der Mit- worden. Letzterer ist verhaftet worden, während Leo geflohen ist. Franz Schuhmeier gewählt. glieder ist von 6269 auf 7075, die der Abteilungen des Verbandes von 185 auf 191 angewachsen. Von den Mitgliedern find 1801 Lehrerinnen, 400 mehr als im vorigen Jahr. Auf keinem der früheren Kongresse waren so viele Lehrerinnen anwesend wie auf diesem. Der Gommern, 6. Januar.( B. H.) Bei den heutigen StadtverordKongres befaßte sich zunächst mit der Revision des Programms des neten- Ergänzungswahlen siegten die beiden focialdemo Verbandes. Hierzu wurde folgender von Fräulein Van der Steen tratischen über die beiden bürgerlichen Kandidaten mit knapper aus Rotterdam eingebrachter Antrag mit großer Mehrheit ange- Mehrheit. nommen:„ Der Verband will vollständige Gleichstellung in der BeBreslau, 6. Januar.( B. H.) Jn Breslau ist dem„ B. G.-A." foldung, Beförderung usw. von Lehrern und Lehrerinnen. Ob sie verbeiratet oder ledig sind, darf darauf nicht den mindesten Einfluß auszufolge eine Freie Bereinigung der Orts Krankenkaffen der Provinz üben." Die jest übliche geringere Besoldung der Unverheirateten führt Schlesien in der Bildung begriffen. in vielen Gemeinden dazu, daß man lieber Lehrerinnen, unter denen Köln, 6. Januar.( W. T. B.) Die Höhe des Wasserstandes des es nur wenige verheiratete giebt, cinstellt und ihnen einen geringeren Rheins ist 5,21 Meter; sie beträgt 1,05 meter mehr als gestern. Lohn zahlt, so daß dieses Princip in der Praris zu einer geringeren Auch die Nebenflüsse steigen stark. Bewertung der Frauenarbeit führt. Einige Gemeindevertretungen in Niederland haben beschlossen, in ihren Schulen keine verheirateten Lehrerinnen zuzulassen. Hiergegen protestierte der Kongreß energisch zur Anzeige. und beauftragte den Verbandsvorstand, dahin zu wirken, daß dergleichen Maßregeln rückgängig gemacht werden Den verheirateten Triest, 6. Januar.( B. H.) In Dalmatien wütet ein furchtbarer Lehrerinnen müsse es vollständig frei gestellt werden, ihren Beruf aus- Orkan, welcher großen Schaden anrichtet. Die Temperatur ist rapid zuüben. Die Mutterschaft der verheirateten Lehrerin sei geeignet, im Steigen begriffen. ihre Berufstüchtigkeit zu heben. Ein Antrag, den Programmpunkt Brüffel, 6. Januar.( B. S.) Die Nachrichten aus der Proving Teilnahme an den Wahlen" zu streichen, wurde abgelehnt. Die lauten fortdauernd besorgniserregend. Sämtliche Flüsse sind aus den Aufstellung eines Wahlreglements( die politischen Wahlen betreffend) Ufern getreten und überschwemmen Aeder und Wiesen. Zahlreiche wurde auf den nächsten Stongres verschoben. Charakteristisch für die Dörfer sowie einzelne Gebäude stehen unter Waffer. Stellung des Lehrerverbandes zur allgemeinen Arbeiterbewegung war Mailand, 6. Januar.( B. H.) In ganz Ober- Stalien herrscht Dann wird mitgeteilt, daß genaue Erhebungen vorgenommer die Diskussion über die Schändung des Bereinigungsstarke Influenza. In Padua zählt man allein 15 000 Erkrankungen werden, um die Erfolge der Heilstättenbehandlung zu erforschen, rechts. Auf Antrag von Amsterdam wurde mit großer Mehrheit bei täglich 20 Todesfällen. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. " Sociales. Der Kampf gegen die Tuberkulose in Deutschland. Aus dem neuen Reichs- Etat teilt die„ Nordd. Allg. 3tg." cine Dentschrift: 3ur Tuberkuloseforschung" mit. Daraus erfahren wir, daß in dem Seuchenstall in Dahlem etwa 50 Rinder untergebracht sind, an denen Beobachtungen über den Zusammenhang zwischen der Berlsucht der Rinder und der Tuberkulose der Menschen angestellt werden. Diese Versuche sind sehr langwierig und werden noch den größten Teil des nächsten Rechnungsjahres in Anspruch nehmen. Brag, 6. Januar.( B. H.) Die Typhusfälle mehren sich bedenklich; beim Stadtphysitat gelangten in der letzten Woche 53 Fälle Nr. 5. 20. Jahrgang. Artikel fort: Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Mittwoch, 7. Januar 1903. doch lediglich, daß man sie nicht entbehren kann. Dagegen werden könnte. Es ist bei solchen Gelegenheiten immer lehrreich, zu besie von der wichtigsten Statistit der Streits systematisch ferngehalten, obachten, wie die vom Kapitalismus ausgehaltene Presse das Wesen um diese Statistik um so tendenziöser gegen das Koalitionsrecht der des Rechts und des Rechtsstaates auffaßt. Arbeiter auszugestalten und im Arbeitsstatistischen Anit wird ihnen keine Gefets Die deutschen Gewerkschaften im Jahre 1902. Vertretung eingeräumt, Das Zolltarif= Zu den Wahlmänner- Erfahwahlen im dritten Landtags- WahlDas Korrespondenzblatt" der Generalfommission bringt einen ist zum Schaden ber Arbeiterklasse Jahresrücblid, aus dem wir im nachstehenden das wesentlichste, foangenommen freise, die gestern vollzogen wurden, wird uns mitgeteilt, daß im worden, ohne cin weit es die Gewerkschaftsbewegung betrifft, mitteilen. einziges Gutachten einer der beteiligten 827. Urwahlbezirk die Ersatzwahl nicht vorgenommen werden konnte, obwohl von der Entscheidung weil der Wahlvorstand, außer dem zweiten Vorsitzenden, nicht erZunächst wird ausgeführt, daß das vergangene Jahr im Zeichen Gewerkschaften einzuholen, der andauernden Wirtschaftskrise stand, daß die Arbeitslosigkeit einen einzelner Bollfragen das Wohl und Wehe ganzer Arbeiterberufe ab- schienen war. Die Stadtverordneten- Versammlung hat in ihrer Sitzung am erschreckend hohen Umfang angenommen hatte, weshalb auch die hängig war. Und deshalb veriveigert man den Gewerkschaften den öffentliche Meinung sich mit derselben beschäftigte. Dann fährt der für ihre Existenz unerläßlichen Schuß ihres Koalitions- und Streit Donnerstag u. a. folgende Gegenstände der Tagesordnung zu er rechts gegen behördliche und richterliche Eingriffe, weshalb erfchtvert ledigen: ahl des Vorsichers und des Vorsteher- Stellvertreters.So standen alle Streise des Gesellschaftslebens, Reich, Staat, man ihnen die forporativen Rechte, die Arbeitgeber- Organisationen Wahl von drei Beisigern und drei Stellvertretern derfelben. VerGemeinden, Industrie, Gerichte, Breffe, unter dem Einfluß der fo leicht gewährt werden? Und to liegt die Anerkennung des lofung der Mitglieder in die Abteilungen. Beschlußfassung darüber, Arbeitslosigkeit. Vor allem aber galt dies natürlich für die Gewerk- Gewerkschaftsprincips: etwa in der Behandlung der Landarbeiter, an welchem Tage und zu welcher Stunde die ordentlichen Sizungen schaften, denen nicht bloß die nächsten Silfsaktionen für die Arbeits- deren beste Elemente durch die Unterdrückung jeder legalen Organis der Versammlung im Jahre 1903 stattfinden sollen. Beschlußfaffung lofen zufielen, sondern die auch durch den die Arbeitslosigkeit be- fation fyftematisch zur Landflucht getrieben werden? Die Gelvert über die Neulvahl: des Ausschusses für die Wahl der unbesoldeten gleitenden Druck des Unternehmertums auf die Arbeitsbedingungen fchaften haben keine Ursache, allzu vertrauensvoll in die Zu- Gemeindebeamten, des Ausschusses zur Begutachtung der Vorlagen wegen der Arbeitenden nach Möglichkeit zu entfräften fuchen mußten. funft zu blicken und sich der Sorge der Staatslenker zu überlassen. Anstellung bezw. Pensionierung besoldeter Gemeindebeamten Und wir können wohl fagen, daß die deutschen Gelvert. Sie werden stets nur diejenige Anerkennung finden, die sie sich er- und Lehrer und des Ausschusses für Petitionen. Beschlußfaffung schaften den auf sie hereinstürmenden Gewalten standhielten fämpfen, sie werden sich wie bisher auf ihre eigne Macht verlassen, über die Neuwahl derjenigen Ausschüsse und gemischten Deputationen, und wader ihre Pflicht erfüllt haben. Mußten erfüllt haben. Mußten fie in auf die Sträfte der Klassenbewußten Arbeiterschaft fügen müssen, um welche im Jahre 1902 zur Vorberatung einzelner Gegenstände einder vorigen Krisis alles aufbieten, um zunächst die eigne Grifteng zu das, was ihnen notwendig ist, zu erhalten, und um ihre Errungen- gefeßt, den ihnen erteilten Auftrag aber noch nicht erledigt haben.sichern, un dem Massenverlust von Mitgliedern entgegenwirken, fchaften zu verteidigen. Was sie bisher erreicht, ist nicht einem Berichterstattung des zur Vorbereitung der Neuwahl eines Stadtfajulso konnt sie diesmal, nachdem sie während des Aufschwunges die Liebeswerben um höhere Gunst, sondern zielbewußter Organisierung rats eingesetzten Ausschusses. Berichterstattung über die Vorlagen Organisation gut fundiert hatten, sofort thatkräftig für die Arbeits- der Arbeitermassen zu danken; auf dieser gesunden Basis ruhen auch betreffend den speciellen Entwurf für die Gemeindeschule in der ButbuserTofen eintreten. Und sie haben nicht nur einen namhaften Teil ihrer ihre Zukunftserfolge. straße 3/6 und die Vorentwürfe zum Neubau einer GemeindeBerbandsfonds für die Arbeitslosen geopfert, sondern sich auch außer Doppelschule in der Straße 4 und 1A, Abteilung XIII( nahe der dem zum Teil ganz erhebliche Steuern auferlegt, um den an sie Greifswalderstraße), einer höheren Mädchenschule und einer Geherantretenden Ansprüchen zu genügen. Selbst solche Gewerkschaften, meinde- Doppelschule in der Pantstraße 22a/ 23 sowie einer Gemeindederen Statut keine Arbeitslosen- Unterstützung vorsieht, haben schule am Stoppenplay 12. Berichterstattung des zur Prüfung der Tausende von Mark für Notfall-, Maßregelungs- u. a. Unterstügungen aus Titel III des Special- Etats 45 für Vereine und Institute bebewilligt, und Zehntausenden von Arbeitslosen ist durch willigten Beiträge eingesetzten Ausschusses. Die Einführung neuer ihre Unterstügungen geholfen worden. Nahezu alle Gewerkschaften Bedingungen für die Gasentnahme aus den städtischen Gaswerken. Die Bewilligung von Ehrenpreisen ant den aber, die noch nicht im Besitz einer statutarisch geregelten ArbeitslosenVerein Berliner Geflügelzüchter" Fortuma", die Abhaltung ban Unterstüßung sind, haben im verflossenen Jahre zu dieser Frage Stellung genommen. Die Meinungsverschiedenheiten über die Pferdemärkten auf dem hiesigen Viehhofe, die Mietung ve taktische Bedeutung dieses Unterstügungswesens haben sich mehr als Diensträumen für die Betriebs- Strankenkasse der Stadtgemeinde je geklärt, und wenn die Arbeitslosen- Unterstützung in mehreren Berlin, die Annahme der Hinterlassenschaft des Genremalers Gewerkschaften( Dachdecker, Schuhmacher, Fabritarbeiter) abgelehnt Rabe, den Vorentivurf zum Neubau des Andreas- Realgymnasiums auf dem Grundstücke Stoppenstr. 75/76, den speciellen nicht betrachten, da die betreffenden Beschlüsse unter Entwurf für den Neubau des Lehrerwohngebäudes in der Luchenerftraße, sowie den Umbau des Schulgebäudes der 74./79. Gerzeindeschule Pappel- Alle 30/31, und die Mietung von Räumen im Bureaus. Außerdem findet in dieser Sigung und zwar im 7 Uhr durch den Herrn Oberbürgermeister die Einführung der nengewählten, umbesoldeten Stadträte Jabo by und Kolle statt. dem Berlin und Umgegend. betrieb im Monat Dezember 1902: Centralverein für Arbeitsnachweis. Bericht über den Geschäftsbetrieb im Monat Dezember 1902: Arbeiter ner Ungelernte Maler Schlosser Klemp- Tape- Beibt. Inszierer Bers. gesamt 84 159 2234 Eingeschriebene, arbeitsuchende Bers. 1511 von Arbeitgebern berl. Arbeitsfräfte 1080 In Arbeit gebrachte Bersonen.. 1000 148 237 88 112 43 85 188 73 127 95 39 79 94 Deutfches Reich. durchführen. 1596 1412 wurde, so kann man dies als ein endgültiges Votum Die Maurer in Rathenow haben mit der dortigen ArbeitgeberBereinigung einen Arbeitsvertrag abgeschlossen. Auf Grund des Eindruck der Schwierigkeit einer Beitragserhöhung inmitten felben wird vom 1. April an ein Stundenlohn von 40 f. gezahlt. der Krisis zu stande fament. Man wird diese Ablehnungen Die Arbeitgeber- Bereinigung erwartet, daß die Arbeitnehmer biefen gleich zu stellen haben( Gastwirtsgehilfen, Fleischer, Textilarbeiter, nehmern es sind deren neunvielmehr den Vertagungsbeschlüssen einiger andrer Gewerkschaften Vertrag auch bei den außerhalb der Vereinigung stehenden Unter- Hause Neue Friedrichstr. 9/10 für die Zwecke des elektrotechnischen Bergarbeiter, Steinarbeiter, Schneider). Dagegen muß es mit Genugthuung begrüßt werden, daß fechs Organisationen im Jahre 1902 die Einführung der Arbeitlosen- Unterstützung beschlossen haben ( Maschinisten, Lederarbeiter, Holzarbeiter, Böttcher, Bureau Angestellte und Gärtner), so daß gegenwärtig diese Einrichtung statutarisch für 27 Organisationen besteht, die aber die größte Hälfte der gewerkschaftlich organisierten Mitglieder umfaffen. Diese Ent widelung wird sich zweifellos in den nächsten Jahren fortsetzen und der Zeitpunkt dürfte nicht mehr ferne fein, an welchem jeder gewer schaftlich organisierte Arbeiter in seiner Organisation gegen die drückenderen Folgen der Arbeitslosigkeit gesichert ist. Der Steinbildhauer- Streit in Leipzig dauert bereits neun Wochen. Die Ausständigen haben beschlossen, das Gewerbegericht als Die Annahmestellen der Sparkasse, die zur Erleichterung der Einigungsamt anzurufen. Im Ausstande befinden sich noch 43 Bildhauer. Zwei Unternehmer haben die Forderungen bewilligt. Einzahlung von Spargeldern über die ganze Stadt verteilt sind, Die Metallschläger in Nürnberg- Fürth haben sich mit ihren werden von den Sparern sehr verschieden start benutzt. Im letzten Die Metallschläger in Nürnberg- Fürth haben sich mit ihren Etatsjahr( 1901/02) wurden in der meistbenutzten Annahmestelle Arbeitgebern dahin geeinigt, daß die wöchentlich 48 stündige Arbeits- 34 mal so viel Einzahlungen gemacht und dabei eine 47 mal so zeit auch ferner beibehalten wird, da die Geschäftslage so un große Summe eingezahlt, wie in der wenigstbenusten Annahmegünstig ist, daß eine weitere Einschränkung der Produktion unerläß- ftelle. Die meistbenuste aller Annahmestellen ist seit einer Reihe lich erscheint. von Jahren regelmäßig die in der Lützowstraße. Von den 241 648 Einzahlungen im Gesambetrage von 13 150 419 Mart, die im legten Etatsjahr bei allen Annahmestellen zusammen vorfamen, fielen auf diejenige in der Lützowstraße allein 18 263 Erst in weitent Einzahlungen im Betrage von 821 024 Mart. Abstande folgten die Annahmestelle Mariannenstraße mit 9271 Cin zahlungen und 489 528 M., eine Annahmestelle in der Brunnenstraße mit 7617 Einzahlungen und 450 065 W. usw. Den schwächsten Verfehr hatte die Annahmestelle Schwedterstraße, die es nur auf 391 Einzahlungen und 17 388 M. brachte; einen ähnlich schwachen die Annahmestelle Marienburgerstraße mit 488 Ginzahlungen und 24 140 M., die Annahmestelle Memelerstraße mit 649 Einzahlungen und 20 475 M. usw. Im ganzen ist die Benutzung der Annahmestellen seit einigen Jahren im Nüdgange( 1899/00, 1900/01, 1901/02: 266 187, 250 848, 241 648 Ginzahlungen, 13 947 366, 13 349 968, 13 150 419 M.), während in den Räumen der Sparkasse selber die Einzahlungen wie die eingezahlten Summen sich weiter vermehrt haben. Die Maler in Malmö haben den bisher geltenden Lohntarif ge kündigt und Vorschläge zu einem neuen llebereinkommen den Unternehmern borgelegt. Sie verlangen eine Erhöhung des Minimal Lohnes und eine neue Regelung der Arbeitszeit. Die Maler in Estilstuna haben beschlossen, ihren Lohntarif auf den 1. April zu fündigen. Der Buchbinderstreit in Göteborg dauert unverändert fort. Die Streifenden, deren Zahl jezt, nachdem einige Kleine Arbeitgeber bewilligt haben, 195 beträgt, halten fest zusammen, namentlich beweisen auch die Arbeiterinnen eine musterhafte Solidarität. In gleichem Maße, als die Gewerkschaften sich an den Aktionen Der Weberausstand bei Schneider u. Baumgärtel in Gera ist zur Linderung der Arbeitslosennot beteiligten, erwachte aber auch ihr durch Vermittelung beigelegt worden. Die Firma hat die Meeraner Interesse an einer gefezlichen Regelung der Arbeitslosigkeitslasten, Stetten wieder aus den Stühlen entfernt. die sie bisher fast allein tragen mußten, ohne einen vesent Husland. lichen Einfluß auf die Verminderung der Arbeitslosigkeit entwideln zu fönnen. Dieser Einfluß liegt vielmehr bei den Unter nehmern und bei den großen öffentlichen Arbeitgebern, die zugleich die Hauptschuld an dem die Arbeiterklasse drückenden Elend tragen, die Hauptschuld an dem die Arbeiterklasse drückenden Elend tragen, ohne an den Kosten der Unterstüßung teilzunehmen. Die Getvertschaftsbetvegung konnte während der Krisis auf zahlenmäßig erkennbare Fortschritte nicht hoffen; ihr nächstes Streben mußte die Erhaltung des gegenwärtigen Mitgliederstandes sein. Das ist ihr auch völlig gelungen; war der Rückgang schon während des Ansturms im ersten Krisenjahre ganz unerheblich, so dürfte im Berichtsjahre nach den übersehbaren Erfahrungen ein weiterer Midgang laum zu verzeichnen sein. Manche Organisationen haben im Gegenteil ihre vorjährigen Verluste wieder ausgeglichen und andre berichten über weitere Zunahmen, so daß die Abnahme in einzelnen Ileineren, von der Krisis besonders heimgesuchten Berufen kaum schwer ins Gewicht fällt, sondern durch die Zunahmen mehr als aufgewogen werden dürfte. Indes müssen erst die Winterquartal Ziffern vorliegen, ehe man sich ein zuverlässiges Bild der gelverk Reichstags- Abgeordneter Stadthagen spricht heute abend 81% Uhr schaftlichen Entwicklung machen fann. Die finanzielle Entwicklung in den Ar minhallen über Arbeiterrecht und Arbeiterschuß. Rege der Gewerkschaften dürfte jedoch tros ansehnlich gesteigerter Ein Beteiligung erbittet Die Vertrauensperson. nahmen durch die hohen Arbeitslosigkeits- Ausgaben ungünstig beeinflußt sein. Zum Glüd bürgt.das Klassenbewußtsein der organi fierten Arbeiterschaft, ihr wachsendes Vertrauen auf die gewerkschaft liche Organisation dafür, daß alle Verluste in wenigen Jahren mehr als ausgeglichen werden. Ein Schneiderstreit ist in Groningen in Holland ausgebrochen. Die Zahl der Streifenden beträgt ca. 200. Lokales. In der Deffentlichen Bibliothek und Lesehalle, Alexandrinen Straße 26, ist in diesen Tagen eine neue, etwa 2000 Bände umfaffende Abteilung„ Nationalöłonowie" der allgemeinen Benutzung übergeben worden. Der in der Ausleih- Bibliothek den Lesern zur Verfügung stehende 130 Drudseiten starte Katalog zerfällt in drei Hauptabteilungen: Volkswirtschaft, Socialwissenschaft, Socialismus und Socialdemokratie; diese wiederum sind der leichteren leberDaß es zweierlei Recht giebt, eines für Bourgeois und eines sichtlichkeit wegen in 30 Unterabteilungen geordnet. Die unter Berüdsichtigung der Vorschläge von Fachgelehrten sorgfältig getroffene für Proletarier, ist wohl selten so fraß in die Erscheinung getreten, Auswahl wissenschaftlicher und gemeinverständlicher Werke läßt feinen wie in der Angelegenheit, über die wir gestern aus der Heilstätte Hervorragenderen Forscher alter und neuer Zeit unvertreten. am Grabow see berichteten. Das Scharfmacherblatt„ Berliner Ganz besonders reichhaltig ist die unsre Leser vor allem interDas bedeutendste Ereignis auf gewerkschaftlichem Gebiete tvar Reueste Nachr." findet es ganz in der Ordnung, daß der Mehrzahl effierende Litteratur über die neueren nationalökonomischen Theorien im vergangenen Jahre der vierte deutsche Gewerkschaftstongreß und der Patienten in der Heilstätte das Lesen ihrer Zeitung unmöglich und die moderne Arbeiterbewegung vorhanden. In dem Abschnitt: mit ihm die internationale Gewerkschaftskonferenz, die wirksamer gemacht werden soll. Die zwanzig Eremplare, die bisher nach Arbeiterfrage" finden sich in den Unterabteilungen: Allgemeines, als alle früheren internationalen Kongreffe die Internationalität der Grabowsee gesandt wurden, sind dem Scharfmacherorgan zufolge als Gewerbegericht, Arbeiterfekretariat, Arbeitslosigkeit und Arbeitsgewerkschaftlichen Arbeiterbewegung bethätigte. Der Kongreß erledigte nachweis, Gewerkschaften und Koalitionsrecht, Streifs, Arbeitslohn, cine gülle gewerkschaftlicher und focialpolitischer Fragen von hoher agitationsmittel benutzt worden, und ferner habe die Anstalt auch wohnungsfrage, Arbeiterschutz Gesetzgebung, Arbeiterversicherung, Wichtigkeit. Sein bestes Werk war die Gründung eines Central aus hygienischen Gründen Ursache gehabt, das Weitergeben des Frauen- und Kinderarbeit, Lage der Arbeiter in einzelnen Berufen usw. Arbeiterjekretariats, daß in diesen Tagen seine Thätigkeit aufnehmen Vorwärts" zu verbieten. Wörtlich schreibt das Blatt: Daß die wohl alle wichtigeren Schriften über die betreffenden Gegenund hoffentlich Tausenden von Arbeitern, die um ihre gefeßlichen An- Lektüre des Vort." aber für die feelische Ruhe der Patienten stände vor. sprüche tämpfen müssen, zum Segen gereichen wird. Die auf förderlich ist, wird wohl jeder, der die in letzter Zeit alles Maß Die Abteilung Socialismus und Socialdemokratie vereinigt eine diesem Kongreß beschloffene Berlegung der Generalfommission nach überschreitenden Verhegungen und Aufreizungen des genannten sorgfältige und reichhaltige Sammlung von Schriften, die in den Berlin wird an der bisherigen Wirksamkeit dieser Körperschaft Blattes kennen zu lernen Gelegenheit hatte, mit Entrüftung in Ab- letzten Jahrzehnten für und wider Socialismus und Socialdemokratie nichts ändern; fie ivar das Produkt reiner Swedmäßig rede stellen!" erschienen sind. Alles in allem ist uns in Berlin außer in den " 1 " M feits= Erwägungen und den Zwecken und Interessen der Beide Argumente schlagen feht. Als Agitationsmittel braucht großen staatlichen Instituten teine dem allgemeinen Gebrauch Beide Argumente schlagen feht. Als Agitationsmittel braucht dienende Sammlung nationalökonomischer Werke bekannt, die so allgemeinen Gewerkschaftsbewegung wird die Gentrale der deutschen Gewerkschaften auch in Zuhmft dienen. In ihr letztes Thätigkeits- der Vorwärts" in der Anstalt nicht zu dienen, weil alle Patienten übersichtlich angeordnet und dem Publilinn mit so geringer Mühe jahr fallen zwei wichtige Neuerungen auf statistischem Gebiete, die mit verschwindend geringen Ausnahmen bereits überzeugte zugänglich ist, wie die oben genannte, und wir wünschen, daß sie Einführung regelmäßiger Jahresstatistiken der Gewerkschaftskartelle Socialdemokraten sind und daher für Agitationsversuche regste Benutzung finden möge. Das Institut, Ausleih- Bibliothek und Arbeiterfetretariate. Das kommende Jahr wird ihr die neue nicht in Betracht kommen fönnen. Wohl aber haben diese Patienten wie die mit 440 Zeitungen und Zeitschriften ausgestatteten Leseräume Aufgabe des statistischen Jahrbuches der deutschen Gewerkschaften ein Anrecht darauf, auf dem einzig möglichen Wege fich über die sind geöffnet wochentäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und stellen, das ein Zeugnis der Leistungsfähigkeit unsrer Bewegung, Borgänge in der Partei, der fie mit Leib und Seele anhängen, zu Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. vor allem aber ein wichtiges Hilfsmittel im täglichen wirken der unterrichten. Lächerlich geradezu ist das Verlegenheitsargument, daß Polizei und Arbeiterrecht. Nach dem Bericht des Berliner selben sein wird. Den deutschen Gewerkschaften brachte das verflossene Jahr zwei hygienische Gründe für die Verfügung maßgebend gewesen seien. Gewerbegerichts scheint bei den Polizei- Organen in Berlin mehrfach erstens, daß das Lesen noch die irrige Ansicht zu bestehen, daß bei Gastwirten im GewerbeAnerkennungen, die ebenso leicht übers als unterschätzt werden. Die Es grenzt an ein blaues Wunder, Vertretung der Reichsregierung auf dem Stuttgarter Gewerkschafts- einer Zeitung unter den vorliegenden Umständen überhaupt betrieb beschäftigte Personen eines Dienstbuches bedürfen. Auch bei Stongreffe war nichts andres, als der Ausdrud des Zugeständnisses, frankheitfördernd sei, und zweitens, daß die dem Heilungsprozeß dem Ersatz verlorener oder vom Arbeitgeber widerrechtlich vor daß die deutschen Gewerkschaften sowohl eine legitime Bertretung entgegenstehenden Wirkungen sich nur bei solchen Patienten äußern, enthaltener Duittungskarten scheint die Polizei nicht immer ganz vorschriftsmäßig zu handeln. Sehr häufig wollen die Parteien von der Arbeiterklasse, als auch ein bedeutender Faktor der öffentlichen die das Blatt aus der Hand ihrer Leidensgefährten empfangen, und Polizeibureau abgewiesen und an das Gewerbegericht verwiesen Meiming des focialpolitischen Lebens find, dessen Urteil bei allen nicht bei denen, die es direkt von der Post beziehen. fein. Die Polizei hat in solchen Fällen die Aufgabe, unverzüglich Gewerkschaften von den Staatslenkern bisher vorenthalten wurde, Arbeiterfragen nicht zu entbehren ist. Soweit diese Anerkennung den In etwas zaghafter Verschleierung will das Scharfmacherblatt nach Feststellung des Sachverhaltes eine Interimsfarte auszustellen. bedeutet sie allerdings einen Meinungswechsel der Regierung. Von einfach zweierlei echt aufstellen und für kranke Arbeiter in Arbeiter mußten mit ihren Schadensersatz- Ansprüchen teilweise abeinem Systemwechsel in Bezug auf die Behandlung der Gewert Heilanstalten eine Zuchthausbehandlung festgesetzt wissen. gewiesen werden, weil zu der fortgesetzten Verzögerung und der schaften zu reden, wäre indes verfrüht, da jeder geringste Beweis Bir wollen einmal annehmen, ein Fabrikbefizer ginge in ein dadurch hervorgerufenen Arbeitslosigkeit weniger der Arbeitgeber hierfür durch die Laft der Gegenbeweise erbridt wird. Die gewert Sanatorium und gäbe das„ Hezzblatt", an dem er Wohlgefallen als die betreffenden Polizei- Organe Anlaß gegeben hatten. schaftsfeindliche Tendenz der Regierungsfreise besteht nach wie vor; findet, nämlich die Neuesten Nachrichten", seinen in den politischen Zwei jugendliche Einbrecher wurden in Moabit unschädlich gefie kommt zur Geltung in tausend polizeilichen Nabelstichen, mit Anschauungen mit ihm übereinstimmenden Leidensgefährten zu macht, ein achtzehnjähriger Stempnerlehrling Georg Matuschke benen die Gewerkschaften fortgefest systematisch beunruhigt lesen. Was würde das Blatt wohl für ein Geschrei erheben, und ein 20 Jahre alter Arbeitsbursche Start Schulz. M. meldete werden, in den ministeriell organisierten Juſtiz- Aktionen, die wenn die Anstaltsleitung das Undenkbare wagen sollte, den kranten sich bei seinen Meister in Moabit frank, blieb den Tag über zu das Koalitionsrecht der Arbeiter git Schanden zu machen drohen, in der Haltung des Staats selbst als Arbeitgeber Fabrikbefizer wegen dieser Handlung auf die Straße zu feyzen? Sause und brach in der Nacht mit S. in die Wohnung und in die und schließlich in der Art und Weise, wie die Krupp- Episode Wahrscheinlich erklärte es die Anstaltsleitung für heilungsbedürftiger Butterhandlungen und andre Geschäfte abgesehen. Wenn sie in der Werkstatt des Meisters ein. Besonders hatten es die Beiden auf gegen die Arbeiterbewegung ausgebeutet wurde. Was will dagegen als den Patienten, der übrigens ungleich dem Arbeiter in solchem Staffe weniger fanden, als sie erwartet hatten, so richteten sie unter das geringe Zugeständnis bedeuten, daß man den Gewerkschaften Falle feineswegs materiell schwer geschädigt würde, sondern am den Waren arge Verwüstungen an. In einem Buttergeschäft in gestattet, zur Statistik des Arbeitsmarktes beizutragen? Das beiveist selben Tage noch für sein Geld eine andre Heilanstalt aufsuchen Moabit machten sie 52 Kilogramm Butter durch Verunreinigung un genießbar. Ertappt und festgenommen wurden die Uebelthäter nachts von einem Beamten, der sah, daß an einem Laden die Rolljalousie hochgeschoben und die Thür dahinter erbrochen war. Rach Beobachtung seines Geistes zustandes wurde gestern der Schul- und Kirchendiener Frizze aus Stegliz, der durch den Schul- und Kirchendiener Frise aus Stegliz, der durch den Steglizer Kirchenraub viel von sich reden machte, dem Unterfuchungsgefängnis wieder zugeführt. Er befand sich seit dem 25. November v. J. in einem Krankenhause. Der Klempner Otto v. Mansky, der in der Nacht zum Sonnabend den Gastwirt Alisch auf der Straße überfallen und erschossen hat, erklärt mun, daß er nicht die Absicht gehabt habe, seinen Gegner zu töten. Er will den Revolver blindlings abgedrüdt haben, lebiglich in der Absicht, den Gastwirt zu verwunden und ohne daran zu denken, daß er ihn tötlich verlegen könne. Der Mörder, der im Gefängnis ein ruhiges, gleichgültiges, ja fast stupides Wesen zur Schau trägt, ist noch völlig unbescholten. Ueber die Hygiene des Auges spricht Prof. Siley- Berlin am Donnerstagabend 8 Uhr in der Aula der Hohenzollern- Schule, Belzigerstraße 48 zu Schöneberg. Der Eintritt ist unentgeltlich. Aus Lichtenberg schreibt man uns: Nicht weniger als 32 Anlieger der Frankfurter Chaussee, darunter auch der Eisenbahnfiskus, haben den Kriegspfad gegen die Gemeinde In einer entsetzlichen Lage befand sich am gestrigen Nachmittag beschritten. Die Herren des Standes", der bekanntlich auf Grund der in der Berlinerstr. 38 in Pantow wohnende Kaufmann Gustav des Kommunalwahl- Gesezes in der Gemeindevertretung die Mehrheit Kaiser. Als er gegen 6 Uhr das Geleise dieser Straße überschritt, bilden muß, weil er angeblich ein besonderes Interesse an der Entglitt er aus und fiel nieder, wobei er unter den Borderperron des wickelung der Gemeinde hat, verlangen auf dem Klagewege die früher Wagens 1412 der Einfahlinie Spittelmarkt- Niederschönhausen direkt verauslagten Bürgersteigs- Regulierungskosten, zum Teil recht ervor dem Schuhrahmen zu liegen fam. Der Verunglückte vermochte hebliche Beträge zurück. Auch gegen das neuere Drtsstatut, wonach die sich nicht mehr zu erheben, und schrie, da die schwere Last entsetzlich Anlieger zu 75 Proz. der Bürgersteigs- Regulierungskosten heran drückte, jämmerlich um Hilfe. Der Wagen wurde durch Straßen- gezogen werden können, flagen eine Reihe weiterer Grundbesizer. bahnbeamte angehoben, und so gelang es Herrn&. zu befreien. Er Gegen die ihnen auferlegte Reinigung der Bürgersteige von Schnee hat einen Bruch des linken Schlüsselbeines und starke Verlegungen und Eis wehren sich dieselben Herren- alles weil sie die am Kopf davongetragen. Privilegierten" find. Eine Schadensersazllage in der Höhe von 40 000. gegen eine Terraingesellschaft, ist zu deren Gunsten entschieden, und der durch Unterlassung des Bestreuens der Bürgersteige schwer verunglückte Einwohner ist mit seinem Ersazanspruch an die Gemeinde verwiesen worden. Bei der bevorstehenden Erjazwahl zur GemeindeVertretung und beim Etat werden diese Dinge eine erhebliche Rolle spielen. Bolzanis Berhaftung. Der Reutier und frühere Schiedsmann J. M. F. Bolzani aus der Lindenstr. 66, dessen Berschwinden seiner Zeit großes Aufsehen erregte, befindet sich bereits seit einigen Tagen im Moabiter Untersuchungsgefängnis in Haft; der unterm 15. Septbr. vorigen Jahres wegen schwerer Privaturkundenfälschung in Verbindung mit versuchtem Betruge hinter ihn erlassene Steckbrief ist demnach seitens des Untersuchungsrichters beim Landgericht I als erledigt zurückgenommen worden. " " das Landgericht Bochum. Hus den Nachbarorten. Vom Kampfe gegen streifende Arbeiter. Von der Anklage des Bergehens gegen§ 110 des Strafgesetzbuches ist am 30. August vom Adlershof. Die zweite Boltsversammlung findet am Donnerstag Landgerichte Dortmund der Maurer Heinrich Görres freis gesprochen worden. Er hatte in einer öffentlichen MaurerversammDie polizeilichen Nachforschungen nach den Urhebern der Zer- im Lolale von Wöllstein statt. störungen an den Kunstdenkmälern in der Sonntagsnacht Aus der Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung. Bei der lung am 23. Juni 1902 gesagt: Stollegen, es bleibt uns nichts scheinen zu positiven Ergebnissen zu führen. Der Arbeiter Pilz ist Vorstandswahl am Montag wurden der bisherige Vorsteher andres übrig, als morgen die Arbeit hinzuwerfen. Ich fordere Sie gestern wegen Verdachts, in Gesellschaft von sieben jungen Burschen G. Müller und dessen Stellvertreter Justizrat Dr. v. Gordon auf, morgen die Arbeit hinzuwerfen, auch diejenigen, die Kündi die Denkmäler beschädigt zu haben, vorgeführt worden. Er ist mit wiedergewählt. Eine Vertretung unsrerseits in einem der wichtigsten gung haben, wir können und wollen nicht mehr warten. Die den Burschen am Köllnischen Fischmarkt gesehen worden. Wie er Ausschüsse, dem Wahlausschuß, zu dem seitens unsrer Frattion Antlage erblidt in diesen Worten eine Aufforderung zum selbst zugestanden hat, haben er und seine Begleiter in der Fischer- Genosse Bäumler in Borschlag gebracht wurde, hat uns die bürger- Ungehorsam gegen das Civilgeses, welches eine vierzehntägige für die Lösung des Arbeitsverhältnisses straße in derselben Nacht einen Schaukasten zertrümmert und ein liche Mehrheit auch diesmal wieder verweigert, da auf den Genannten Kündigungsfrist Schild abgerissen. Doch bestreitet er, sich an den Denkmälern ver- nur 17 Stimmen entfielen. Somit werden die Herren auch weiter vorschreibt. Das Landgericht hat aber angenommen, daß der Angriffen zu haben. Die Persönlichkeit der sieben andren ist festgestellt. Hin die Praris befolgen, uns so viel wie möglich von den wichtigsten geklagte nicht die Absicht hatte, allgemein zu einer Mißachtung des Bilz ist ein gewaltthätiger Mensch, der bereits mehrmals mit Ausschüssen, zu denen bekanntlich der Wahlausschuß die Vorschlags- Gefeßes aufzufordern, daß er vielmehr nur den Streit herbeiführen, den Behörden in Konflikt geraten ist und dem die rohe That liste liefert, fernzuhalten. Dem Beschlusse der Stadtverordneten- also fich und seinen Genossen die Möglichkeit zur Beschaffung besserer wohl zuzutrauen ist. Leider stößt die polizeiliche Ermittelung Versammlung über die Einteilung der Stadt Schöneberg in Lohnbedingungen gewähren wollte. Auf die Revision des auf große Schwierigkeiten. Troß der ausgesetzten Belohnung von 75 Urwahlbezirke mit 346 Wahlmännern für die Ab- Staatsanwalts hob das Reichsgericht das Urteil wegen Unklarheit der Begründung auf und verwies die Sache dem Antrage des 1000 M. hat die Kriminalpolizei bisher nur wenige sachdienliche geordnetenhaus- Wahlen ist der Magistrat beigetreten. Mitteilungen erhalten. Es wäre doch dringend zu wünschen, daß in die vom Magistrat beantragte Anstellung eines Statistiters Ober- Reichsanwalts entsprechend an ein andres Gericht, nämlich an einer Angelegenheit, die die ganze Bevölkerung erregt und entrüstet, im Hauptamt Hauptamit wurde dem Etatsausschuß überwiesen. niemand auch nur mit den geringsten Wahrnehmungen über jenen Gine recht eigentümliche Beleuchtung erfuhr die Leitung der hiesigen Ein nicht alltäglicher Heiratsschwindler, der ein heiratslustiges nächtlichen Vorfall zurüchielte. Wie wir weiter erfahren, sind Hohenzollernschule( Reformgymnasium) gelegentlich der Dienstmädchen fünf Jahre lang an der Nase herumgezogen hat, it außer dem zuerst verhafteten Arbeiter Hugo Pilz noch sein Bruder seitens des Magistrats gestellten Forderung um Anstellung eines der Landwirt Bala aus Lichterfelde. Er stand gestern wegen BeKarl und zwei Brüder Gast aus der Stralauerstraße, fotvie ein ge- Turnlehrers an der genannten Schule. Herr Stadtverordneten- truges vor der II. Straflammer des Landgerichts I. Der Angeklagte visser Franz Hildebrandt eingezogen worden, deren Verhör noch Vorsteher Müller sprach von einer Erbitterung in der Bürgerschaft, stammt aus wohlhabender Familie, ist selbst Familienvater, hat sich fortdauert. Auch drei andre Burschen, die zu der Rotte gehören die durch die feit langem schon andauernde Abwesenheit des der aber gleichwohl nicht gescheut, in der Maske eines Mannes, der eine sollen, sind von der Polizei ermittelt worden. zeitigen Direktors Bartels( auch augenblicklich befindet sich derselbe Lebensgefährtin sucht, sich einem Dienstmädchen zu nähern und ihr Durch die fort nach und nach ihre Ersparnisse in Höhe von 2000 Mark abzunehmen. frankheitshalber auf Urlaub) hervorgerufen sei. währende Vertretung desselben sollen sich Unzuträglichkeiten heraus- Infolge einer Heiratsannonce des Mädchens setzte sich Balz mit ihr gestellt haben, die eine baldige Aenderung in dieser Angelegenheit in Verbindung und gab ihr ein förmliches Cheversprechen. Er nannte erheischen. Trotzdem die beiden ersten Magistratsmitglieder gegen- dabei nicht seinen richtigen Namen und Wohnort, sondern gab an, teilige Versicherungen abgaben, soll dieser gewiß nicht uninteressanten an der Eisenbahn beschäftigt und in einer kleinen Stadt der Provinz Mitteilung des Stadtverordneten- Vorstehers Miller in geheimer Brandenburg stationiert zu sein. Das Mädchen schenkte ihm volles Sigung näher getreten werden. Vertrauen, war auch damit zufrieden, daß an die Hochzeit noch nicht so bald gedacht werden könne, da angeblich die Eltern des Bräutigams" ihre Einwilligung zur Ehe nur widerwillig geben würden. Der Angeklagte tam nun fast jeden Sonntag zum Besuch zu dem Mädchen, führte sie als Bräutigam aus und schmiedete mit ihr allerlei Zukunftspläne. Darüber vergingen Jahr um Jahr, ohne daß das Mädchen irgend welche Zweifel in die ernstlichen Abfichten ihres Bewerbers sezte. Solche Zweifel famen ihr auch nicht einmal, als ihr der Angeklagte nach und nach etwa 2000 m. abgenommen hatte, die angeblich dazu dienen sollten, um den Ankauf einer Gastwirtschaft zu ermöglichen. Wenn sie sich einmal nach dem Schidsal ihrer Spargelder erkundigte, erhielt sie mit freundlichem Lächeln stets die Auskunft, daß diese bei ihm doch ebenso gut aufgehoben seien, als bei ihr. Nachdem so fünf Jahre in Hoffen und barren vergangen waren, stellte der Angeklagte seine Besuche einige Zeit lang ein und erweckte nunmehr das Mißtrauen des Mädchens. Sie reifte nach dem angeblichen Wohnort ihres Bräutigams und erfuhr dort zu ihrem Schreck, daß sie einem Schwindler in die Hände gefallen sei, da ein Mann des von ihm angegebenen Namens gar nicht egiſticrte. Nach einiger Zeit erschien der Angeklagte wieder ganz harmlos bei dem Mädchen, dieses verstand nun aber keinen Spaß, sondern ließ ihn verhaften. An demselben Tage bezahlte feine wohlhabende Mutter die 2000 m. zurück und brachte ihn damit aus der Untersuchungshaft wieder heraus. Der Angeklagte, der als verheirateter Mann gar nicht in der Lage war, das Mädchen zu heiraten, konnte für sein sträfliches Verfahren eigentlich gar keine Erklärung abgeben. Der Staatsanwalt beantragte vier Monate, der Gerichtshof erkannte aber auf sechs Monate Gefängnis.. Die Heilsarmee. Ausschreitungen in den Gebetsversammlungen der Heilsarmee kommen jest seltener vor als im Anfange ihres Bestehens. Gestern gelangte ein derartiger Fall vor der vierten Strafkammer des Landgerichis I zur Erörterung. Der Hausdiener Hermann 3ads war der Störung des Gottesdienstes angeklagt. Am Sonntag, den 26. Ottober v. S., hatte Jads in angetrunkenem Zustande den Gottesdienst der Heilsarmee in der Boffenerstraße besucht. Dbgleich die Natur ihm die Gabe des Gesanges versagt hat und sein musikalisches Gehör so beschaffen ist, daß er kaum eine bon einer Violine aut unterscheiden vermag, Trommel beteiligte er sich dennoch an dem Gesang und zwar in einer Weise, daß alle übrigen Anwesenden entsetzt schwiegen. Der Leiter der, Versammlung ermahnte ihn zur Ruhe und Jads folgte auch der Mahnung. Als dann aber ein Kapitel aus der Bibel zur Verlesung gelangte, machte der Angeklagte sich wieder in unliebsamer Weise bemerkbar, indem er den Vorlesenden durch allerlei un passende Bemerkungen unterbrach. Es blieb schließlich nichts andres übrig, als die Versammlung aufzulösen. Im Termine räumte Der fromme Laienbruder. Wegen cines frommen" Beirugs- der Angeklagte cin, daß sein Betragen ungehörig gewesen sei, mit versuches stand der frühere Zaienbruder, Kaufmann Bracht aus seiner Behauptung der finnlosen Trunkenheit wurde er aber von den Paderborn, gestern vor der zweiten Straffammer am Landgericht I. Zeugen im Stich gelassen. Das Gesez ahndet eine Störung des Straßensperrung. Das Engel- Ufer von der Adalbert bis zur Die Auflage lautete auf Urtundenfälschung. Der aus einer frommen Gottesdienstes nur mit einer Freiheitsstrafe, der Gerichtshof hielt Melchiorstraße wird behufs Umpflasterung vom 5. d. M. ab bis auf latholischen Familie stammende Angeklagte gehörte eine Zeitlang die Gebetsversammlungen der Heilsarmee für Gottesdienst und verweiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. dem Kloster Hünfeld bei Fulda als Laienbruder an und wurde dort urteilte demgemäß den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe Das Polizeipräsidium teilt mit: Seit 30. Juni vorigen Jahres auf Grund seiner Vorbildung vorwiegend mit schriftlichen von drei Tagen. Er muß sich wohl im Kloster nicht zur ist der Arbeiter Otto Rathgeber, 21. Januar 1868 in Berlin geboren, zufriedenheit aufgeführt haben, denn er wurde am 25. August entaus seiner in Heiligensee, Amtsbezirk Tegel, belegenen Wohnung, laffen. Stellen und erwerbslos ging er zunächst zu seiner Mutter ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen, verschwunden. und wandte fich alsdann, wie so viele schiffbrüchige Eristenzen, nach Ein Tobsüchtiger. In Achern Ilenau verfiel der ledige Seine Ehefrau vermutet Selbstmord. Der Vermiste ist 1,63 Meter Berlin. Hier lungerte er befchäftigungslos herum, erhielt ab und Friedrich Lott, der Sohn des Altbürgermeisters F. J. Lott, groß, hat dunkle Haare, graue Augen, dunklen Voll- und Schnurr zu Geld von seinen Angehörigen, machte Schulden im Gasthause am Sonntag früh in Tobsucht. Mit einem geladenen Armeerevolver an: das Dienstmädchen bart, vollständige Zähne, volles Gesicht und neigt aur Korpulenz. und suchte sich auf diese Weise durchzuhelfen. Am 26. November richtete er große Verwüstungen Er war bekleidet mit dunklem Jackett, schwarzer Tuchhofe, grauen vorigen Jahres unternahm er es, die Kenntnisse, die er sich im erhielt zwei Kugeln und ist lebensgefährlich verletzt, der wurde, als er mit einem Strümpfen, gelben Schnürschuhen, blau gestreiftem wollenen Hemde und mit grauem Filzhute. Nachrichten über den Verbleib nehmen lofter erworben, in der Form eines betrügerischen Bettelbriefes fiebzigjährige Bater jowohl fämtliche Polizei- Reviere Berlins und der Vororte, die auszunußen. Er wußte, daß dem Dechant in Adelnau viele Meß- Licht unter der Schlafzimmerthür erschien, durch einen Schuß tot Kriminalpolizei J.-Nr. 10 349 IV/ 28. 02 wie auch Frau Rathgeber ftipendien zur Verfügung standen, mit denen ärmeren katholischen niedergestreckt und die verwitwete Schwester konnte nur darum Gemeinden im Bedarfsfalle ausgeholfen wird, er wußte dem Attentäter entfliehen, da dieser erst ihren Hund erschoß, wobei felbft entgegen. Ge- sie sich verbergen konnte. Sie wurde mit ihren Kindern von den zu daß im Eifelgebiet arme fatholische existieren. Er richtete 1tunt alt Feuerbericht. Dienstag früh gegen 7 1hr wurde die Wehr nach den Dechanten Hilfe eilenden Nachbarn durchs Fenster gerettet. Friedrich Lott, der der Ritterstr. 10 gerufen, weil hier auf einem Neubau ein fleines einen mit Bracht, geistlicher Rektor" unterzeichneten Brief schon einmal in der Frrenanstalt Juenau untergebracht war, zeigte Feuer ausgekommen war. Gardinen und Kleidungsstüde gingen in und bat ihn in den falbungsvollsten Worten im Namen Gottes und in Tester Zeit wieder Geistesgestörtheit. Die Gendarmerie verder Nacht zum Dienstag in der Stöthenerstr. 13 in einer Wohnung der allerheiligsten Jungfrau" um eine Unterstützung in Höhe von haftete ihn. in Flammen auf, während in der Dunderstr. 87 ein Kellerbrand ab etwa 150 m. für eine arme Gemeinde in der Eifel, da er von Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher. gelöscht werden mußte, der in der Hauptsache alten Hausrat ein einem bei ihm weilenden Konfrater in Erfahrung gebracht, daß dem( 3weigverein Berlin). Mittwoch, den 7. d. m., abends 10 Uhr: Versammäscherte. Wäschestüde und Möbel waren nachmittags 3 Uhr in Dechanten reiche Meßstipendien zur Verfügung ständen. Beigefügt lung bei Günzel, Rosenthalerstr. 57. der Köthenerstraße 5 in einem Zimmer in Brand geraten, war eine Karte, in welcher der Propst bei St. Hedwig und Fürstdessen Ablöschung jedoch in furzer Zeit gelöscht werden bischöfliche Delegat Neuber das Bittgesuch unsres lieben Konfraters" Tonnte. Nach der Boppstraße 4 wurde die Wehr gerufen, auf das dringendste unterstüßen zu können erklären. Dem Herrn weil hier in einer Tapezierer Werkstatt ein Brand entstanden Dechanten in Adelnau schien die Sache doch etwas verdächtig, er ziemlich lebhaften südwestlichen Winden. war. Längere Zeit hatte die Wehr in der Nacht zum Dienstag in fegte sich mit dem Herrn Prälaten Neuber in Verbindung und da zeigte der Weinmeisterstr. 15 zu thun. Hier war auf nicht ermittelte Weise es sich, daß die Karte von Anfang bis zu Ende gefälscht war. Der in einem Steller ein Feuer ausgekommen, das bei Ankunft der Wehr Angeklagte gab dies unumwunden zu und bat um Nachsicht, da er schon eine größere Ausdehnung erlangt hatte. Allerlei Gerümpel, nur aus Rot gehandelt habe. Mit Rücksicht auf die anscheinend tiefe Aiften und Verpackungsmaterial stand in Flammen. Es mußte daher Reue und die bisherige unbescholtenheit des Angeklagten verurteilte fast eine Stunde tüchtig Waffer gegeben werden, bevor das Feuer ihn der Gerichtshof nur zu drei Monaten Gefängnis unter beseitigt war. Alarmierungen, die außerdem in den letzten 24 Stunden Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft. noch nach der Schillingstr. 17/18, nach der Wilsnaderstr. 24 und nach Ueber den Ritualmord sollte gestern wieder einmal vor der einigen andren Stellen erfolgten, waren auf unbedeutende Anlässe zweiten Straffammer des Landgerichts I. verhandelt werden und zurückzuführen. zwar auf Grund eines feiner Zeit, in der Staatsbürger- Zeitung" Das Apollo- Theater verwendet noch immer seine Ausstattungs- erschienenen Artikels über dieses Thema, welcher gegen den damaligen pracht an Paul Lindes Operette Nafiris Hochzeit". Durch ge- verantwortlichen Redakteur Dr. Bödler und den Verfasser, Schriftschickte Kürzungen hat man ein flotteres Tempo in das Stück ge- fteller Paul toch, eine Anklage wegen Beschimpfung der jüdischen bracht, und da die bewährten Kräfte der Bühne forsch auf dem Religion veranlaßt hat. Zum gestrigen Termin war nur der Posten sind, so wird auch das neueste Produkt des populären Angell. Dr. Bödler zur Stelle, der Angefl. Koch war ebenso wie Apollo- Komponisten gewiß noch eine stattliche Reihe von schon bei zwei früheren Terminen, auch diesmal nicht erschienen. Aufführungen erleben. ift Specialitätenteil aus Er hatte brieflich angezeigt, daß er sich unmöglich dem nach seiner wenigen Numunern geschickt zusammengestellt. Einer Zeit- Meinung einseitigen Gutachten des als Sachverständigen geladenen strömung folgend, hat das Apollo Theater nicht allein Prof. Dr. Strad unterwerfen könne und daher den Pfarrer eine weibliche, fondern auch eine männliche Soubrette engagiert. röfell in login i. B. als Gegen- Sachverständigen dafür geladen Herr Man de Wirth fügt sich mit Geschick und Humor in diese, durch habe, daß alttestamentarische Vorschriften den Juden den Ritualmord zur etliche Seitensprünge besonders temperamentvoll gemachte Rolle. Pflicht machen. Pfarrer Strösell habe ihm nun gestern telegraphiert, daß Seine gesondert auftretende Kollegin ist Frl. Malkowska, jene Dame, er durch eine Amtshandlung am Erscheinen in Termin verhindert welche in Linces Frau Luna Lorbeeren sonder Zahl eingeheimst hat. fei. Der Angeklagte Koch beantragte daher die Bertagung des Weiter wären die Wittingtons als vorzügliche Equilibristen und die Termins. Der Gerichtshof entsprach diesem Antrage nicht, beschloß im Klassischen Gewande auftretenden Gaukler Sinon und Paris zu vielmehr auf Antrag des Staatsanwalts, den Angeklagten Koch nennen, die gemeinsam mit ihrem Forterrier tolle Dinge verüben. wegen unentschuldigten Ausbleibens in Haft zu nehme it. Die Stelle cines befoldeten Schöffen für unsren Ort ist nun ausgeschrieben worden. Das Anfangsgehalt beträgt 6000 M. und Sanitätsrat Dr. J. Albu ist am Montag, den 5. Januar, nach steigt auf 8000 m. Für den Bau einer Kirche, die auf dem langem schweren Leiden in einem Sanatorium in Groß- Lichterfelde Grund und Boden der Frankfurter Terraingesellschaft errichtet werden verstorben. Er war zehn Jahre hindurch in Teheran in Berfien als foll, find 330 000 m. Stoften in Anschlag gebracht worden. Die an kaiserl. deutscher Gesandtschaftsarzt thätig und wirkte als Professor dem Bau interessierten Herren rechnen darauf, daß die noch fehlenden an der dortigen medizinischen Hochschule. Dr. A. war auch ein be- 100 000 M. von frommen„ Wohlthätern" aufgebracht werden. Eben fannter Publizist, dessen Schriften auf dem Gebiete der öffentlichen falls giebt man der Hoffnung Ausdruck, daß sich innerhalb der zwei Gesundheitspflege gern gelesen wurden. Die Leiche des Verstorbenen Jahre, in denen der Bau fertig werden soll, die erforderlichen wird nach Hamburg gebracht und daselbst verbrannt werden, Kirchenbefucher in unsrem socialdemokratischen Borors herangebildet Eine Versteigerung von Wertgegenständen, die Einbrechern und habent. Dieben abgenommen worden, von den rechtmäßigen Eigentümern Bernau. 500 M. Belohnung schreibt der Magistrat von Bernau jedoch nicht reklamiert sind, hat gestern, Dienstagvormittag in der aus für die Ermittlung eines Attentäters, der fortgesezt, ohne daß städtischen Pfandkammer stattgefunden. Die zum Verkauf ge- die Sicherheitsorgane seiner habhaft werden können, auf öffentlichen Tangenden Sachen, als Waffen, Uhren. Ketten, Ringe, Armbänder 2c. Wegen und in Lokalen Damenkleider mit äßender Flüssigkeit bebrachten fast jämtlich das Dreifache der Tarpreise. Ein Posten gießt. Der Mensch betreibt sein schändliches Handwerk schon wochenBrillanten, der ebenfalls verkauft werden sollte, war von der Staats- lang. anwaltschaft noch nicht freigegeben. An den Verkauf schloß sich eine Bersteigerung verschiedener polizeilicher Fundsachen. Während der Aktion hielten sich auch eine Anzahl Kriminalbeamte in der Pfandfammer auf, infolge dessen die sonst auf dem Hofe resp. auf der Straße arbeitenden„ Nepper“ und„ Schieber" sich zurückgezogen hatten. Der ferner, meinden Gerichts- Zeitung. vicle " 17 Vermischtes. Wetter Prognose für Mittwoch, den 7. Januar 1903. Mild und zeitweise heiter, aber sehr veränderlich mit Regenfällen und Berliner etterbureau. Briefkaften der Redaktion. M. J. Redaktion und Berlag der Arbeiterinnen- Zeitung ist Wien VI, Mariahilferstraße 89; die Adresse der Expedition dagegen: Frau Marie Nowal, Bien XVI, Syrtlgaffe 29. 6. O. Die erste Maifeier war am Donnerstag, den 1. Mai 1890. Jimbo. Das Looping the Loop im Cirkus Schumann beruht lediglich auf der Wirkung der Centrifugalkraft. Von Augentäuschung oder " Elettricitat", wie Sie meinen, ist keine Rede. C. 10. Sie werden gut thun, sich einem erfahrenen Schuhmacher anzuvertrauen. A. B. 1. 1. Durch jede größere Buchhandlung zu beziehen. 2. Antwort in nächster Nummer. B. 500. 1. Die Antragsfrist( 3 Monate) ist längst verstrichen, eine Beleidigungstlage daher ausgeschlossen. 2. und 3. Wenn wirklich Güterdas ist unwahrscheinlich-ja. D6 Gütergemeinschaft bestanden hat gemeinschaft bestanden hat, hängt davon ab, ob ein Vertrag vorliegt und wann und wo die Ehe geschlossen ist. Gie fich nochmals schriftlich an die Armendirektion, Dammmühlen. Nenmann. Sie sind im Irrtum, Sie haben die Miete voll zu bezahlen. Otto. Ja: auch ein mündlich gefchloffener Mietsvertrag ist gültig, allerW. W. Der Vertrag ist dings nur für die Zeitdauer eines Jahres. 2. 2. gültig, falls nicht ausdrücklich vereinbart ist, der Vertrag folle nicht mit hnen sondern mit Ihnen und Ihrer Frau geschlossen werden. 1000. 1. Rein. 2. Ja. Ein Anspruch auf Lagergeld steht Ihnen nicht zu. Sie können auf Zahlung gegen Abnahme der Sachen flagen. S.. 7. 1. Eine Erlaubnis zum Anzug wird nicht erteilt. Sollten Ihre Schwiegereltern innerhalb 2 Jahren hilfsbedürftig werden, so daß ste öffentliche Mittel in Anspruch nehmen müssen, so können sie an ihren früheren R. O. 29. 1. Nein. 2. Menden Albert R. 50. Der Verwalter ist im Recht..[ ich a " Wohnort zurüdverwiesen werden. 2. Ja. Erteilen Sie doch dem Kinde E. 2. 40. 1. Geerbt wird nur der Nachlaß der Verstorbenen. In Frist vereinbart, so ist diese nur dann gültig, wenn sie mindestens 1 Monat Jaren Namen. G. 5. 1. Sie fönnen Ihre Frau nicht vertreten der Ihrem Fall gehört das Erworbene( falls nicht etwa Eingebrachtes oder sonst beträgt. 3ft eine fürzere Frist vereinbart, so gilt die gefeßliche Sechswochen Stirchenaustritt ist persönlich zu erklären. 2. Bierzehn Tage. 3. Ja. eignes Vermögen vorhanden oder die Frau eine eigne Erwerbsthätig frist zum Quartalserſten. 2. Ihr Chef ist nur dann berechtigt, Sie ohne EinStreitender. 1. Militäranwärter. 2-4. Benden Sie sich an den Magistrat. teit hatte oder Gütergemeinschaft vorliegt) dem Manne. Im Fall des Todes haltung einer Kündigungsfrist zu entlassen, wenn ein wichtiger Grund vor M. 38. 1. Ja. 2. Betrügt der Frau erben also die Kinder nichts. 2. Errichten Sie ein gemeinschaft- liegt, z. B. Untreue, Bertrauensbruch, beharrliche Beigerung die Dienst Ihre Unfallvente 15 Broz. oder weniger, so tamu auf Ihren Antrag liches Testament. Ein Beispiel hierfür finden Sie auf S. 238 Nr. 57 des pflichten zu erfüllen, längere Krankheit, längere Freiheitsstrafe, Thätlichkeiten, Kapitalsabfindung stattfinden. M. S. 400. Ohne Darlegung, wann dem Arbeiterrecht" beigefügten Führer durch das B. G. B. Das Buch liegt erhebliche Ehrenverlegungen gegen den Chef oder dessen Vertreter. 3. Das der Tod stattgefunden hat, wann und wo die Ehe geschlossen ist und ob ein in den öffentlichen Lesehallen aus. Verein G. B. Die Berufung nius Gehalt ist Ihnen monatlich zu zahlen, durch Entgegennahme eines Teils Testament vorliegt, find Ihre Fragen nicht zu beantworten. Ergänzen in dem sächsischen Ort durch ein Gemeindemitglied desjenigen Ortes statt- verzichten Sie nicht auf Ihr Recht. Es ist aber ratsam, ausdrücklich zu Sie die zu wiederholenden Fragen nach dieser Richtung hin oder finden, in dessen Gemeindebezirk die Bersammlung abgehalten werden soll. erklären, daß Sie auf Ihr Recht nicht verzichten. 4. Ohne Abrede nein: ist sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde vor. M. 29. 100. Rein. Angabe des Themas kann verlangt werden, damit das wohllöbliche Amt er- das aber ohne Widerrede geschehen, so kann aus dieser Bethätigung das Vor5. Fischer. Die Zinsen gebühren in der Regel bis zur Volljährigkeit meije, ob die Versammlung den Zwed habe, Gesebesübertretungen oder un- liegen einer Abrede konstruiert werden. Dagegen läßt sich also jezt nichts des Kindes dem Vater. Rummelsburg 100. 1 und 2. Nein. F. B. fittliche Handlungen zu begehen, dazu aufzufordern oder doch dazu geneigt mehr machen. 5. Weihnachtsgeschenke und dergleichen können Buchs Die Antwort war zweifellos nicht angemessen und ist eine Beleidigung. Eine zu machen. Für Breußen ist Ihre Befürchtung unbegründet. Es genügt halterinnen nicht abgezogen werden. 6. Ja. F. D. Pankow. Nein. Beleidigungsklage hätte aber in Ihrem Falle wenig Zwed. Die Aufforde- Angabe des Beginns der Versammlung, des Drtes und der Zeit, also die rung, rechts an dem Schalter heran, lints abzutreten, ist im Interesse einer frühere Art der Anmeldung. Eine redaktioneller Hinweis neben der gerechten und schnellen Abfertigung allgemein erlassen und Tann fiets be- Annonce, also gewissermaßen eine redaktionelle Annonce, findet bei uns in folgt werden, wird sie nicht befolgt, so ist der Beamte durchaus im Recht, solchen Dingen grundsäßlich nicht statt. 2. 46. 1. und 2. Ja. 3. Nein. nur die von rechts Herantretenden zu befriedigen. Das hätten auch Sie A. 2. 1. Als Buchhalterin steht Ihnen, falls nichts vereinbart ist, eine thun sollen. W. W., Weißenburgerstraße. Ist uns nicht bekannt. I sechswöchentliche Kündigungsfrist zum Quartalserſten zu. Sit eine fürzere Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 7. Januar. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Pfeifertag. Schauspielhaus. Krieg im Haus. Dentsches. Monna Vanna. Berliner. Alt- Heidelberg. Lessing. Der blinde Passagier. Neues. Die Großstadtluft. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Die bösen Mädchen. Westen. Nanon. Nachmittags: Rübezahl. Central. Madame Sherry. Belle Alliance Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Casino. Moderne Frauen. Apollo. Nakiris Hochzeit. Anfang 8 Uhr: Schiller. O.( Wallner Theater.) Renaissance. 1 Schiller. N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Ein Ehrenwort. Carl Weiß. Die Ichten Tage der Antillen. Luisen. Der Pfarrer von Kirchfeld. Metropol. Neuestes Allerneuestes. Buntes Theater. Abergläubisch. Licbesfold. Kleines. Erdgeist. Balast. Auf hoher See. Trianon. Die Liebesschaukel. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Specialitäten. Bajsage Theater. Specialitäten. Vaffage Panoptikum.Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. geöffnet von 7-11 Uhr. Täglich Central- Theater Heute: Zivei Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr, halbe Breise, jeder Erwachsene 1 Kind frei: Urania. Cirkus Schuman Cirkus Busch. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Weihnachts7. Januar 1903, abends 7, Uhr: Mittwoch, den 7. Januar 1903, Dahomey. abends 7, Uhr: Grosse Parforce- Vorstellung. Riesen- Programm. Um 9 Uhr zum 37. Male: Mr. Diavolo, der phänomenale Künstler mit seinem Looping the Loop. Die grösste Sensation des XX. Jahrhunderts. Um 9%, Uhr: Ausstellung Zum 75. Male: Zauberkünstler Mr. François Roberts: Das Verschwinden einer Dame!" Kasperle- Theater. Lebende Bilder. Grosses Konzert. Die Perle aller Pantomimen Die lustigen Heidelberger. Elefanten im Urwald- See und auf der Flucht. Seelöwen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Bochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestaffe 11-12 Uhr. ( eysel, Pietro, 1700 Britton, MarSteidl, Krone, Böhme, Bödmann, Blatiner 2c.) Passage- Theater. Kleines Theater. Deutsche Konzerthallen Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Die Sensation des Tages: Auguste Adamovic tritt täglich auf: Nachmittags 7 Uhr. Abends 10 Uhr. Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Erdgeist. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Die letzten Tage der Antillen Romantisch- phantastisch. Ausstattungsstück in 9 Bildern von E. Ritterfeldt. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag: Robinson Crusoe. Sonntagnachm.: Ilse Römer. Freitag, 9. Januar: Die Blüte des Bagno. Schauspiel in 6 Bildern von Gust. Albert. Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! 5 KünstlerKapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Luisen- Theater. Trianon- Theater. Januar- Programm Schneeweisschen und Rosenrot. Der Pfarrer von Kirchfeld. Weihnachtsmärchen mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Abends 7 Uhr: Madame Sherry. Donnerstag und Freitag, 7, Uhr: Madame Sherry. Sonnabend, 10. Januar, nachm. 4 11hr( halbe Preise), jeder Erwachsene 1 Stind frei: Schneeweisschen und Rosenrot. Abends 7, Uhr: Madame Sherry: Sonntag, 11. Januar, nachm. 3 Uhr halbe Preise: Die Geisha. Abends 72 Uhr: Madame Sherry. Thalia- Theater. Anfang 7, Uhr. Heute und folgende Tage: Anfang 8 Uhr. Borverk. 10-2 Kasse. Morgen: Der Rattenfänger von Hameln. Freitag: Zum erstenmal: Die Cameliendame. Sonnabend: Die Cameliendame. Sonntagnachmittag: Der Pfarrer von Kirchfeld. 8 Uhr: Robert und Bertram. Belle- Alliance- Theater. Heute u. folgende Lage: Ab. 7, Uhr. Cupido& Co. Schwank mit Gef. u. Zanz in 3 Aften. Hierauf: Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Ende 10%, Uhr. zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Georgenstrasse, Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Borstellung: TANZ. Palast- Theater Sanssouci Kottbuserthor Slation der Hochbahn. Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Das phänomen. Januar- Programm. Alles neu! Neu! Alles neu! 8% Uhr. 8% Uhr. Nen infceniert: Subr. Norddeutsche Sänger. Auf hoher See. Lebensbild m.Gesang u. Zanz in 3 Aften. The Atlantics, Kraft- Att. Die bösen Mädchen. Buntes Theater Gebr. Bellong, großart. Melange- Att. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Aften. 3m 1. Aft: Ein secessionistisches Erntefest. Im 2. Att: Parodistische Reichstagsscene. Großes internationales Schwimmtournier. Jm 3. Aft: Hochzeitszauber. Monna Vanna Parodie. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Verschwender. Der Köpnickerstr. 68. Anfang 8 Uhr. Liebessold. Komödie in 3 Akten von Oskar Méténier. Vorher: Abergläubisch von Marius. Sonntag, 11. Dez., nachm. 14 Uhr: Volkstüml.Opernvorstellung bei bede ut. ermäss. Preisen: Der Waffenschmied. Jonny Manchenez, das med. Weltwdr. The Helsons, cine Scene im Kaffeeh. Elsa Byron, Soubretten- Diva. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. SteidlLinienResidenz- Theater. e 132. Direktion: Sigmund Lautenburg. Novität! Rach jeder Soirce: Tanzkränzchen. Ziehung 3. und 4. Februar 1903. Geld- Lotterie Weimar z. B. d. Renten- u. Pensionsanst. für deutsche bildende Künstler. Theater Lose a 3 M. Porto u. Liste 30 Pf. Dranien burger Thor. Novität! 173 000 Lose. 4840 Gewinne im Betrage von Mark Metropol- Theater. Die beiden Schuten. Familie Humbert 190000 Heute Mittwoch: Zum zweitenmal Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! ( Les deux Ecoles.) Lustspiel in 4 Aften v. Alir. Capus. Deutsch von Theodor Wolff. Morgen und folgende Tage: Die beiden Schulen. Sonntagnachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Allerneuestes! W. Noack Theater. Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt v. Dir. Rich. Schultz. Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G. Henry Bender. Frid Frid. Flora Siding. Hansi Reichshery. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 1,8 Uhr. Rauchen in allen Räumen gestattet. Apollo- Theater. Von 8-9 Uhr: Brillante Specialitäten! Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Ult- Komödie von Fritz Steidl und das übrige glänzende Repertoire der Steidl- Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf., im Vorverkauf 40 Pf. Der Goldbauer. WE Anfang 8 Uhr. Freitag: Ertra- Vorstellung: Leonore oder die Grabesbraut. 3 Hauptgewinne: Briefkaften der Expedition. Frand. Wie wirds sein? können Sie von uns beziehen. Preis 2, broschiert, 2,80 geb. Betrag bitten vorher einzusenden. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilhelm Mittwoch abend 8 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Aften von Franz v. Schönthan u. Franz Koppel- Elfeld. Donnerstagabend 8 Uhr: Renaissance. Freitagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. städtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Schauspiel in 4 Aften von Otto Erich Hartleben. Donnerstagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Freitagabend 8 Uhr: Renaissance. Arnold Scholz Germania- Prachtsäle Chausseestr. 103. Jeden Mittwoch und Sonntag: Hamburger Sänger. Direktion Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. Anfang 8 Uhr. Bons gelten Eintritt 30 Bf. Jeden Donnerstag: Militär- Konzert und Familien- Kränzchen. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Großer Ball. 8 große und fleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Seeterrasse Lichtenberg 0., Röderstr. 6. Fernspr.: Ant Friedrichsberg 221. 2812* Wir empfehlen den werten Vereinen und Gewerkschaften unser Riesen- Etablissement, welches wir durch Hinzunahme eines großen Terrains bedeutend vergrößert haben, aur Abhaltung von Sommerfesten und Bällen aus Sonntags unter den coulantesten Bedingungen. 2802 lin geneigten Zuspruch bitten Carl Maschke, Alfred Walter, Restaurateure. 1. Mai noch frei. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstil. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Charlottenburg. M. Schmerberg( 1882 Wilmersdorfer Straße 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager on Uhren und Goldwaren zu äußerst biligent Breifen. Optische Artikel. Dhrlöcher werden schmerzlos gestochen. Anker 60000 Anker- Brikets 30000 10000 FALET DAHER 2& 5000-10000 5& 2000-10000 Umsonst th 48/ 8* Vollständig neues Programm: 101000-10000 fann niemand Anzüge liefern, ich aber liefere fo billig gegen monatliche Bernhard Rose- Theater Tortajada Spanische Tänzerin. Badftr. 58. Mittwoch, den 7. Januar 1903: Adam und Eva. Gesangspoffe in 4 Atten v. C. Jacobion und L. ETH. Anfang S Uhr. Nach der Borstellung: Tanz. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Franz Kern Neu! 9: Nakiris Hochzeit. moues Gretchen Reimann zc. Ausstattungs- Operette v. Paul Lincke. Kassen- Eröffnung 7 11hr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. mittags: Ermäßigte Preise: Frau Luna. Sonntag, den 11. 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Telegr.- Adr.: Glücksmüller, Prinzenstr. 55, I. bewährteste Nahrung Kufeke Kinder mehl gesundeu. magendarmkranke Kinder. Tanzlehrer- Verein„ Solidarität" ( gegründet 1892) 2492 tagt jest jeden Freitagabend im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15. Bestellungen werden am Büffett entgegengenommen. Der Vorstand. 200/1 Todes- Anzeige. Allen Freunden, Bekannten und Verwandten die betrübende Nach richt, daß meine liebe, gute Frau Johanna Niecke geb. Posneinsti, 46 Jahre alt, am 5. Januar 1903, nachmittags 5 Uhr, nach schweren, schmerzlichen Leiden gestorben ist. Berlin, 6. Januar 1903. Der tieftraurige Gatte Gustav Niede und die Angehörigen. Die Beerdigung findet am Freitag, 9. Januar, nachm. 2 Uhr, von der Halle des Freireligiösen Friedhofs, Pappel- Allee, aus statt. Berl. Kranken- Untertützungsu. Begräbnisverein für Frauen und Mädchen. Am 5. Januar starb unser freues Mitglied, die Mitbegründerin des Bereins, Frau 60/1 Johanna Niecke im Alter von 46 Jahren. Die Beerdigung findet am Freitag, 9. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des Freireligiösen Friedhofs, Pappel- Allee aus, statt. Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. st. Müller, Bors., Baldemarstr.43. ArbeiterSamariter Kolonne. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied 261/1 Max Döring am 3. d. Mis. verstorben ist. Die Beerdigung findet 7. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des NazarethKirchhofes( Dalldorfer Chauffee) aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Nachruf. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Schöneberg.) Am 31. Dezember verstarb plöglich unser treues Mitglied Franz Paul. Ehre seinem Andenken! 77/4 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkaffe der Maschinenbau Arbeiter und verw. Gewerbe zu Berlin. Am 5. d. M., vorm. 8 Uhr, verstarb plöblich an Herzlähmung der Borsigende unsrer Stasse, der Maschinenfabrikant Herr August Lübke im 59. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. d. W., nachm. 2 Uhr, von d.Leichenhalle des Jerusalemer Stirchhofes, Bergmannstr. 45/47, aus statt. 13945 Wir verlieren in dem Ber storbenen einen freuen, eifrigen Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Durch seinen Gerechtigkeitssinn erwarb er sich die Achtung aller, welche ihn kennen lernten. Berlin, 6. Januar 1903. Der Vorstand. C. Gutheit. Rud. Seidel. Am 5. b. Mis., vorm. 81%, 1hr, verstarb plöglich an Herzlähmung unser verehrter Borsigender Herr August Lübke. Sein bieberer Charakter ut. seine humane Handlungsweise sichern bem Verstorbenen ein dauerndes Andenken bei uns allen. 1398b Die Beamten der Orts- KrankenTodes- Anzeige, Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß inein lieber Mann, der Tischler Bernhard Michaelis Sonntagnachmittag 3 Uhr, an Blutvergiftung gestorben ist. am Die Beerdigung findet Donnerstagnachmitt. 2 Uhr von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes in Brit aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. F II. Wahlkreis. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 7. Januar, abends S, Uhr: Außerordentliche Generalversammlung im a belschen Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5/7. Zagesordnung: 1. Die Erhöhung der Bereinsbeiträge. 2. Aussprache über den Stand unsrer Organisation. 3. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichem Besuch ficht entgegen Der Vorstand. 238/1 Achtung! Achtung! Air bie bielen Bewelle ber Genossinnen und Genossen! licher Teilnahme bei dem Be gräbnis meines lieben Mannes, unjres guten Vaters, sagen tvir allen Freunden und Bekannten, ganz besonders dem Verband der Maschinisten und Heizer sowie dem Gesangverein Shrene" den herzlichsten Dank. 1401b 11 Ww. Auguste Taegener nebst Kindern. Allen lieben Belannten u. Freunden, Bater Heute Mittwoch, den 7. Januar, abends 8 1hr: Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Streich- Konzert. Bodanstich: 15. Januar. Im Kaiser- Soal: Norddeutsche Sänger und Tanz. erfallene Pfänder. Goldsachen, wie Brillanten j. Art, gold. u. filberne Uhren, Stetter, Ringe, jauber 11. schön, w. spottb, verf. Allies Gold, Silber w. getauft u. in Zahl. gen. in Volks- Versammlung Bjandl. Prinzenjir. 28 I, Gde Ritterstr. in den Arminhallen. Kommandantenstr. 20. Vortrag des Reichstags- Abg. Arthur Stadthagen. nach Maß für Anzüge Herren- Knaben Fortschung über: Arbeiterfchutz und Arbeiterrecht. größte Auswahl in in- u. ans. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen 1/1 Die Vertrauenspersonen. ländischen Stoffen für Palciots, Anzüge, Beinkleider ze., werden unter Garantie des guten Sites schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. schnellstens angefertigt im Zuchgeschäft Umarbeit. schlecht sitzender Gebisse. Reparatur sofort. bie unserm inniggeliebten Manne und Zähne 2 M. 10 Babe Gar. Teil wöchenfl 1 M. Vollkommen zu überans billigen Breijen Franz Sommer Das letzte Geleit gegeben haben, danken Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130( Haus Schaarwächter) Sprechit. 9 Uhr bei A. Karle, Waldemarstr. 66. wir für die herzliche Teilnahme. Be fonders den Kollegen der A. E.- G. sei hiermit herzlicher Dant ausgesprochen. Fran Marie Sommer 1392b und Tochter Margarete. Prinzenkasse der Maschinenbau- Arbeiter Dr. Simmel, S u. verwandten Gewerbe zu Berlin. Berlin, den 6. Januar 1903. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former Albert Arndt am 4. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 8. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhaus Moabit nach dem Friedhof der Heilands- Gemeinde in Plößensee ftatt. Rege Beteiligung erwartet 110/5 Die Ortsverwaltung. Frack0 Verleih Institut, Friedrichst.115 Ia.Oran. Th. El. Frack, Gehrock 1,50, Hose1,00, West.50Pf. 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