Nr. 10. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Stolonel zeile oder deren Raum 40$ fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Mort 5 Bfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Dienstag, den 13. Januar 1903. Wieviel Bauern können Brotgetreide der Anteil der getreidebauenden Betriebe auf 90 Proz. aller Beverkaufen?*) Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. punktes tie Mannheim schädigen und die Lebenshaltung der dort vorhandenen Arbeitermassen beschneiden, so wäre der Schaden, welcher dadurch der badischen Landwirtschaft erwüchse, unvergleichlich viel größer als irgendwelcher Vorteil, der dem Bauer von der Erhöhung der Getreidezölle erwachsen könnte." Hollebens Rücktritt. wiegend oder ausschließlich nur Nuzgärten darstellen, aus, so steigt triebe. Jm großen ganzen läßt sich sagen, daß Inhaber einer landwirtschaftlichen Fläche von etwa 40 Ar anfangen, Getreide zu Diese Frage findet, wie schon berichtet, eine ebenso gründliche produzieren." Am geringsten ist die Zahl der getreidebauenden Bewie interessante Beantwortung in dem foeben erschienenen Buche von triebe in den Gebirgsgegenden( Amtsbezirk Triberg 56,7 Proz., Dem brauchen wir nichts hinzuzufügen. Ob die Herren in den Dr. Moriz Hecht- Karlsruhe über die badische Landwirt- Schönau 52,5 Proz., St. Blasien 38,6 Proz.), in der Rheinebene füddeutschen Regierungen und ihre Vertreter im Bundesrat die Nutzschaft.**) Hecht ist in der Lage, die Ergebnisse einer Erhebung mit- dagegen steigt sie auf 90 Broz. und darüber( am Kaiserstuhl anwendung daraus ziehen? zuteilen, die im Frühjahr 1902 durch die Amtsvorstände in 93,6 Proz.) und im Pfinz- und Kraichgau auf 96,8 Proz. Ueber die sämtlichen Gemeinden des Landes vorgenommen wurde. Durch nach- Hälfte, 53 Proz. des gesamten Acker landes find dem Getreidebau trägliche Kontrolle und Begutachtung seitens der landwirtschaftlichen gewidmet. Bezirksvereine oder der Landwirtschaftslehrer wurden die auf Schätzung Aber: Getreide bauen und Getreide berkaufen ist London, 10. Januar.( Eig. Ber.) von Sachverständigen aufgebauten Angaben der Gemeindebehörden zweierlei! Nur 24 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe haben Der deutsche Gesandte in Washington, dessen Nücktritt soeben so sorgfältig als möglich überprüft. Hecht hält die Angaben im all- überschüssiges Brotgetreide zu verkaufen! gemeldet wird, darf als das Opfer der unentschlossenen, veralteten, gemeinen für durchaus zuverlässig; jedenfalls, meint er, seien fie Der Prozentsaz der über den eignen Jahresbedarf Brotgetreide auswärtigen Politik Deutschlands betrachtet werden. Seine ihm nicht zu niedrig, da die Bürgermeister, die doch auch unter producierenden Betriebe ist natürlich in den einzelnen Bezirken sehr anvertraute Aufgabe war, einen anglo- amerikanischen Zusammender Wirkung der politischen Agitation stünden, die Zahl der getreide- verschieden. Nur in 5 Amtsbezirken haben über die Hälfte( 50,5 bis fchluß zu verhindern. Eine ähnliche Aufgabe hat Cassini, der verkaufenden Familien eher zu hoch als zu niedrig an- 54,5 Proz.) aller landwirtschaftlichen Betriebe Getreide zu verkaufen; russische Gesandte in Washington. Der anglo- amerikanische Zuzufegen geneigt seien. in 8 Bezirken sind es über ein Drittel( 83,9 bis 48,5 Proz.); in sammenschluß wurde besonders seit dem spanisch- amerikanischen Kriege Die Erhebung stellte sich zur Hauptaufgabe die Zahl derjenigen 17 Bezirken sind es über ein Fünftel 20,4 bis 29,7 Proz.); in den sichtbar, als England den Amerikanern gegenüber eine freundliche Familien zu erfassen, welche über den eignen Jahresübrigen 23 Bezirken verkaufen weniger als 20 Proz. der Betriebe Neutralität zeigte. Den Gipfelpunkt seiner Thätigkeit erreichte bedarf hinaus Brotgetreide bauen. Es wurde also nach der Brotgetreide. Gar kein Brotgetreide verkaufende Betriebe weist der v. Holleben am Vorabend der Neise des Prinzen Heinrich nach überschüssigen Menge gefragt und zur Kontrolle dieser Haupt- Amtsbezirk Schönau auf, in St. Blasien sind es 0,8 Proz., in Amerika. Damals spielte der deutsche Gesandte seinen letzten Trumpf frage wurden die drei Vorfragen gestellt: a) wieviel Familien bauen Triberg 1,1 Proz., in Sädingen 2,4 Proz., in Schopfheim aus, indem er den britischen Gesandten Lord Pauncefote als einen überhaupt keine Brotfrucht? b) wieviel weniger, als zur 4,3 Proz., in Wolfach 4,7 Proz., in Waldkirt 5,3 Proz., in Neustadt Gegner des spanisch- amerikanischen Krieges hinstellte. Diese Episode ist Deckung des eignen Jahresbedarfs notwendig ist? c) wieviel Familien 8 Proz. der Betriebe. noch in aller Erinnerung. Sie spielte sich im Februar 1902 ab. Die deutsche decken ihren ganzen Jahresbedarf, ohne überschüssiges Faßt man die Zahlen der brotfruchtbauenden Betriebe Regierung machte die Enthüllung, daß Lord Bauncefote am Vorabend des Getreide zu verkaufen oder fremde Brotfrucht oder Mehl zukaufen allein ins Auge, so ergiebt sich, daß 42,4 Proz., also über zwei Krieges bereit gewesen sei, bei Mac Kinley Vorstellungen gegen den zu müssen? Die Art der verkäuflichen Brotfrucht wurde dabei Fünftel noch nicht einmal den eignen Jahresbedarf decken. Sie müssen Krieg zu machen und daß nur das Eintreten der deutschen Regierung nicht unterschieden. Unter den Begriff Brotfrucht wurde Weizen, Brotfrucht, Mehl 2c. zu kaufen. Im Odentvald sind dies 56,1 Broz, ihn daran verhindert hätte. Diese triegsfreundliche Haltung der Roggen und Spelz zufammengefaßt; außerdem die Gerste in den im südlichen Schwarzwald 61,5 Broz., im mittlern Schwarzwald 70 Pro3., deutschen Regierung stimmt allerdings mit der in aller Welt Bezirken, wo solche als Brotfrucht mit in den Handel kommt, wie im Bezirk Triberg 85,7 Proz. und in Schönau sogar 92,7 Broz. aller bekannten Thatsache schlecht überein, daß ein deutscher Admiral dies in der ganzen badischen Rheinebene der Fall ist. brotfruchtbauenden Familien. 28,7 Bro3. aller brot- einige Wochen später den Kommodore( jetzt Admiral) Delvet) Welches sind nun die Resultate? fruchtbauenden Familien decken gerade ihren eignen Bedarf, und nur in seinen Operationen bei Manila belästigte. Aber sei dem 28,9 Proz. haben überschüssige Brotfrucht zu verkaufen. wie es will, die Enthüllung war ein Schlag ins Wasser. Die Beziehungen der beiden angelsächsischen Reiche wurden nicht im geringsten gestört, eben so wenig hat die Prinzenreise nach Amerika zu einer Besserung der deutsch- amerikanischen Beziehungen geführt. Da zeigt sich zunächst, daß, obgleich Baden ein ausgesprochenes Kleinbauernland ist doch der weitaus größte Teil der Betriebe am Getreidebau beteiligt ist. 196 890 Familien, das find 83,4 Proz. aller landwirtschaftlichen Betriebe( 236 159) bauen Getreide.„ Scheidet man die Betriebe mit unter 20 Ar, die ja vorNatürliche Gebiete Gesamt zahl= der Familien überhaupt feine Das Verhältnis der brotfruchtbauenden und verkaufenden Familien zu allen( landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen) Familien des Landes spiegelt sich in nachfolgender Tabelle wieder, in der das Land in 11 natürliche Gebiete zerlegt ist: in%% aller Familien Familien Davon bauen weniger als zur Dedung ihres Jahresbedarfs notwendig ist Den ganzen Jahresbedarf Brotfrucht an mehr als zur Dedung des JahresBedarfs nötig ist in aller % Familien und Großherzogtum Familien in% aller Familien Familien in% aller Familien Familien Seegegend 23 284 10 884 46,7 4 420 19,0 3 378 14,5 4 607 19,8 Donaugegend 16 238 6035 87,2 3 304 20,3 3 027 18,6 3,872 23,9 Südlicher Schwarzwald. 22 856 9 826 43,0 8 012 35,1 8 157 13,8 1861 8,1 Mittlerer und nördlicher Schwarzwald 39 289 18 984 48,3 14 185 36,1 4 938 12,6 1182 3,0 Kaiserstuhl 4911 617 12,6 1759 35,8 1 693 34,5 842 17,1 Obere theinebene. 37 834 23 925 68,2 4952 13,1 4 202 11,1 755 12,6 Mittlere Rheinebene 48 964 14 923 30,5 11 494 23,5 12 353 25,2 10 194 Untere Rheinebene 111 264 79 021 71,0 14 424 13,0 9295 8,8 8524 Pfinz- und Kraichgau 45670 16 461 36,0 10 569 23,1 7617 16,7 11 023 Bauland Odenwald Großherzogtum 24 367 12726 887 403 5 544 22,8 5558 22,8 4.972 20,4 8293 20,8. 7,7 24,2 34,0 4293 190 513 33,7 49,2 4.736 83 413 87,2 21,5 1 841 56 468 1856 57 009 14,6 14,7 14,5 14,6 Bon unfrem Standpunkt ist die Diplomatie nur eine verfeinerte Schinderhannes- Thätigkeit. Nichtsdestoweniger ist es gut, sie zu beobachten. Die Zudem ist das Spiel interessant genug. Schwächen der deutschen Diplomatie sind zweierlei: erstens will sie nicht begreifen, daß die internationale Politit ebenso wie die heimische Politit sich im legten Grunde an die wirtschaftlichen Bewegungen anschließen muß; zweitens glaubt sie, daß man zwischen zwei Stühlen fißen könne, wozu nur ein gefchidtes Balancieren, ein Auffinden der Mittellinie gehöre. Es foll hier gar nicht geleugnet werden, daß die Lage der deutschen Politit eine schwierige ist. Die inneren Konflikte sind nicht ausgetragen, ebenso bietet die geographische Lage des Deutschen Reiches feine genügende Sicherheit. Diese Faktoren sind ohne Zweifel sehr störend. Aber von einer Regierung muß verlangt werden, daß fie dies erwägt, che sie handelt. Schwanken kann jedermann, so lange er nur sich allein verantwortlich ist. Eine Regierung aber ist für die ganze Nation verantwortlich. Hat sie dieses Verantwortlichkeitsgefühl nicht oder kann sie ihm keine Rechnung tragen, so darf sie sich nicht beklagen, daß man ihr kein Vertrauen schenkt. Wir haben bereits in unsrer Jahresbetrachtung darauf hingewiesen, dem Momente Also nahezu die Hälfte( 49,2 Proz.) der Bewohner des Landes| über 5 Hektar Größe. Die Zahl der brotfruchtverkaufenden Betriebe daß die Vereinigten Staaten sich als die Erben des britischen find am Getreidebau ganz unbeteiligt. Weitere 21,5 Proz. bauen beträgt 57 009. Beide Zahlen decken sich also insoweit, daß der all- Reiches betrachten. Mit dieser Thatsache muß gerechnet werden. zwar Getreide; aber so wenig, daß fie Brotfrucht, Mehl oder Gebäck gemeine Saß zulässig erscheint, daß im Durchschnitt des Groß- Die Erbschaft ist eine bedeutende. Cecil Rhodes, der sich zukaufen müssen. Weitere 14,6 Proz. bauen gerade soviel als sie herzogtums der Verkauf von Brotfrucht bei einer Betriebs- doch auf materielle Dinge wohl verstand, sagte in seiner selbst branchen. Nur 57 009, das sind 14,7 Broz. aller Familien des fläche von 5 Hektar beginnt." Man darf dabei allerdings legten Nede in Kimberley:" Die britische Flagge ist das Landes bringen Brotfrucht zu Markt. Ihre Zahl bildet noch kein nicht vergessen, daß sich hinter diesem Durchschnittsresultat sehr ver- größte kaufmännische Attivum der Welt". Die Vereinigten Staaten Drittel der brotfruchthauenden, noch kein Viertel der landwirtschaft- schiedene Größenverhältnisse in den einzelnen Bezirken verbergen. werden es deshalb nicht gestatten, daß ihnen dieses Aftivum ablichen und noch kein Sechstel aller Familien des Landes. Bodengüte, Klima, Intensität und Betriebsrichtung kommen dabei handen kommt. Die Pilgerfahrt aller deutschen Prinzen nach New Von daran nichts ändern. So sieht es mit der Zahl der am Brotfrucht- Berkauf inter- als bestimmende Faktoren in Betracht. Eine feste, überall und für York würde effierten Familien aus. Wie verhält es sich nun mit der Menge die verschiedensten Betriebsverhältnisse zutreffende Grenze läßt sich an, wo es llar wurde, daß England im Niedergange bedes verkäuflichen Brotgetreides? darum nicht ziehen. Hecht faßt sein auch auf sonstige Beobachtungen griffen ist, änderten die leitenden Amerikaner ihre Politic Von den 57 009 Familien, die überschüssige Brotfrucht pro-| gestügtes Urteil dahin zusammen, daß der Verkauf von über- gegenüber England. All die angelsächsischen Phrasen sind Teeres duzieren, haben nur 2300, das sind 4 Proz., über 100 Centner ab- fchüffiger Brotfrucht im südlichen Hügelland und in der Seegegend Stroh. Die reiche Erbschaft ist die Hauptsache. Was können nun diesem zugeben. Bei 54 70996 Pro3. bleibt das Quantum des ber- im großen und ganzen bei einer Nuzungsfläche von etwa 4-5 hektar, mächtigen Interesse gegenüber die Enthüllungen deutscher Gesandten fäuflichen Brotgetreides unter 100 Centner. 48 06284,3 Proz. im Schwarzwald bei 10-20 Hektar, in der Rheinebene und Bauland oder die Reisen oder Lobeshymnen deutscher Fürsten ausrichten? verkaufen weniger als 50 Centner, und bei 30 477= 53,5 Bros., bei 0,75-1 geftar, im Dbenwald bei 4 Hektar beginnt." Man lacht sie einfach aus, wie das im letzten Jahre sattsam bekannt das heißt bei über der Hälfte der brotfruchtverkaufenden Familien, Dr. Hecht ist nichts weniger als ein Socialdemokrat. Er steht geworden ist. Es ist gar nicht nötig zu behaupten, daß v. Holleben mit bleibt die verkäufliche Menge unter 20 Centner! durchaus auf dem Boden einer konservativen Auffassung von Staat, seiner Anklage gegen Bauncefote einfach intrigiert hätte. „ Es wird sagt Hecht durch diese Zahlen unwiderleglich Gesellschaft, Religion und Sitte, und fein Buch kargt nicht mit 2ob der deutsche Gesandte hatte recht. Aber was ist das Resultat? Er die dem Kenner der babischen Landwirtschaft längst bekannte That- auf die Agrarpolitik und Bauernfürsorge der badischen Regierung, in muß Washington verlassen. Noch mehr, die anti- englische Politik des sache bewiesen, daß trok der starken Ausdehnung des Getreidebaues twelcher der Geist Buchenbergers waltet. Um so wertvoller müssen deutschen Gesandten in Washington erweckt bei den Amerikanern den das Interesse der Mehrzahl unsrer badischen uns die Schlußfolgerungen sein, die er auf Grund der gegebenen Verdacht, daß Deutschland sie von ihrer Erbschaft trennen möchte. Will also Deutschland in Washington auf freundliches EntVerkauf von Brotfrucht ber- Thatsachen und Zahlen als streng wissenschaftlicher Beurteiler zu ziehen hältnismäßig Ilein ist, und jedenfalls hinter dem Interesse sich genötigt sieht. gegenkommen rechnen, so müßten dort seine Gesandten eine am Verkauf von Wein, Tabak, Obst, Vieh usw. wesentlich zurückbleibt." Nach den Ergebnissen der Erhebung bedarf es für ihn England freundliche Haltung annehmen, oder wenigstens sich strikte Auch auf die Frage, welchen Flächenumfang ein land- leines Beweises mehr, daß die Getreidezollpolitik für die badischen auf deutsche Interessen beschränken. Letzteres ist indes bei der Stomwirtschaftlicher Betrieb haben muß, um überschüssiges Brot- Bauern nicht das gleiche Interesse hat, wie für die Landwirte im pliziertheit internationaler Fragen nicht gut möglich. Es bleibt getreide verkaufen zu können, wirft die badische Erhebung ein auf- Norden und Often des Deutschen Reiches." Eine Getreidezollpolitik also für Deutschland, und Washington nur eine englandfreundliche Natürlich wird flärendes Licht. Baden hat 58 904 landwirtschaftliche Betriebe von könnte für die badische Landwirtschaft nur nach der andren Seite Politik. eine solche Haltung besonders hin wesentlich werden. Nämlich dann, wenn eine Ueberspannung der deutschen Presse schwer werden; sie fabelt fortwährend englischen Intriguen Nach gegen Deutschland. *)„ Die Badische Landwirtschaft am Anfang des XX. Jahr der Bollfäge zu Zollfriegen oder ungünstigen Handelsverträgen von hunderts." Von Dr. Moriz Hecht, Regierungs- Affeffor beim Großh. Bad. führte und damit die Lebenshaltung der städtisch- gewerblichen Volks hier gegebenen Darlegungen sind derartige Intriguen gegen Statist. Landesamt. Karlsruhe 1903. 262 G. teile ernstlich gefährdete". Hecht nimmt zwar an, das sei ja wohl Deutschland ganz überflüssig. Die einſichtslose, mit veralteten Wir haben bereits in Nr. 8 auf die bedeutsame Veröffent- taum zu befürchten". Wir sind in diesem Punkte aber andrer Mitteln arbeitende deutsche Diplomatie giebt die Handhabe zu den Lichung Hechts hingewiesen, die nachfolgend eine eingehendere Erörterung findet. Bei dieser Gelegenheit sei auf einen an dem Haupt- Meinung, und halten diesen Fall gar für sehr wahrscheinlich. Was Mighelligkeiten. Es kann selbstredend nicht ausbleiben, daß die EngWir länder in Washington mit gleicher Münze zahlen. Aber die Ursache ergebnis nichts ändernden Irrtum des ersten Artikels hingewiesen; würde das aber für die badische Landwirtschaft bedeuten? ist sie nicht. Die moderne Diplomatie, überhaupt die amerikanische, die Prozentzahlen der Intereffenten an den Getreidezöllen waren auf geben die Antwort mit den Worten Hechts: die Gesamtheit der badischen Familien bezogen, nicht nur auf ,, Setzen wir den Fall: Eine solche Politik würde nachhaltig ist eine Anhängerin der materialistischen Geschichtsauffaffung, die landwirtschaftlichen. bie gewerbliche und kommerzielle Blüte eines städtischen Mittel- allerdings foweit sie ihr paßt. ließe sich Landwirte am nur den sigenden des Kaufmannsgerichts zu bestellen, auch gemeinsame Einrichtungen für die Gerichtsschreiberei, den Bureaudienst, die Sigungs- und Bureauräumlichkeiten u. dergl. zu treffen. Für diesen Fall ist auch nach§ 8 keine besondere Bestätigung des Vorsitzenden mehr nötig. § 11. Den selbständigen Kaufleuten im Sinne dieses Gesetzes stehen gleich die Mitglieder des Vorstandes einer Aktiengesellschaft oder einer eingetragenen Genossenschaft oder einer als Kaufmann geltenden juristischen Person sowie die Geschäftsführer einer Ge sellschaft mit beschränkter Haftung. Das Gesetz enthält 17 Paragraphen. Als Einführungstermin ist Humoristisches vom Wahlkampf in Danzig. Ueber den Wahlkampf in Danzig, wo morgen, Dienstag, die Wähler an die Urne treten werden, wird uns von dort geschrieben: Mommsen junior. leicht nachweisen, nachweisen, daß Mr. Hay, der auswärtige Minister tischen Zustände Deutschlands, sie wird die Einleitung sein für die 1 der Vereinigten Staaten, seine Politik auf dem genauen Studium Entscheidungskämpfe der Neuwahlen. der Weltwirtschaft aufbaut. Kein wichtiger Schritt wird in Die Socialdemokratie wird die Verhandlungen des preußischen Washington unternommen, ohne den Rat der tüchtigsten ökonomischen Landtags, auf die sie bisher keinen unmittelbaren Einfluß hatte, mit Forscher eingeholt zu haben. Die alten diplomatischen Kniffe und besonderer Aufmerksamkeit verfolgen. Denn auf Grund der ParteiPfiffe wurden dort ebenso bei seite gelegt, wie die alten Werkzeuge tagsbeschlüsse wird sich unsre Partei im Herbst dieses Jahres zum und Handgriffe in der Fabrik. erstenmal umfassend an den Wahlen für das Abgeordnetenhaus beteiligen, um für die Zukunft eine günstigere GeMit obiger Darlegung unsres Londoner Korrespondenten stimmen staltung der Parteiverhältnisse in diesem Parlament ant mehrere Depeschen überein, die fich englische Blätter über die Auf zubahnen und den proletarischen Interessen erhöhten Nachdruck fassung der amerikanischen Regierungsfreise und Preffe aus Amerifa Die fünftige Beteiligung an den preußischen " zu verschaffen. fenden lassen. So läßt sich der Londoner, Daily Telegraph" Wahlen wird aber um deswillen von um so größerer Bedeutung schriften der§§ 26 bis 61 des Gewerbegerichts- Gesetzes entsprechende Für das Verfahren vor den Kaufmannsgerichten finden die Voraus Washington melden: In diplomatischen Kreisen hat die plötzliche Abreise des für die Arbeiterklasse Preußens, als diese angesichts der reaktionären Anwendung. deutschen Botschafters v. Holleben zusammen mit den Berliner Anschläge gegen das Reichstags- Wahlrecht zu zeigen hat, daß ihre Eine einigungsamtliche Thätigkeit, wie sie der dritte Abschnitt des Zeitungserörterungen viel Besprechung gefunden. Während man politische Bethätigung keineswegs ausschließlich durch die Gestalt des Gewerbegerichts- Gesetzes feststellt, ist den Kaufmannsgerichten nicht zuallgemein geneigt ist, den Vorgang mit einer Unzufrieden- Wahlrechts bedingt ist, daß sie vielmehr auch unter dem schmäh- gewiesen. Die Schöpfer des Entwurfes scheinen der Meinung zu sein, heit der deutschen Regierung über irgend einen Punkt in lichsten Wahlsystem die Propaganda ihrer Ideale zu bethätigen und daß im Handelsgewerbe keine Streits vorkommen können. Oder hat der venezolanischen Angelegenheit in Verbindung zu bringen, politischen Einfluß zu gewinnen weiß. man auf diese bequeme Art den Wünschen des Unternehmertums Behaupten diejenigen, die es am besten wissen müssen, daß der Botschafter Der Reichstag würde allerdings für den Fall, daß die Re- Rechnung tragen wollen, das bekanntlich höchst erbittert ist über den mit seiner Regierung in ein schwieriges Verhältnis geraten fei, als gierungen in die Lage kommen, bereits diesen oder jenen Handels- durch das Gewerbegerichts- Gefeß geschaffenen Erscheinungszwang? als sieningen i egen, Entſcheibungen zu fallen habe jenen Sanders, durch das Gengirigericht gerek gefchaffenen Griegerichte, die im Lord Pauncefote amerikanischen Regierung und bei dem amerika haftesten parlamentarischen Auseinandersetzungen führen würden. übrigen wie im Gewerbegerichts Gesetz geregelt ist, ist auf Fragen nischen Volk durch die Beschuldigung zu diskreditieren, Jedoch erscheint die Vorlegung von Handelsverträgen noch vor diesem des kaufmännischen Dienst- und Lehrverhältnisses beschräntt. Auch daß der verstorbene englische Botschafter während des Streites mit Reichstag mindestens überaus zweifelhaft. Die Aufgabe des Reichs- das Verfahren vor dem Gemeindevorsteher in Fällen, wo kein zu Spanien sich unfreundlich gegen Amerika verhalten habe. Hätte tages besteht daher fast ausschließlich in der Beratung des Etats. ständiges Kaufmannsgericht vorhanden ist, wird eingeführt wie es dagegen sein Plan den Erfolg gehabt, ein feindseliges Gefühl An socialpolitischen Vorlagen wird der Reichstag das Kinder- das Gewerbegerichts- Gesez vorsieht. gegen England in Amerika hervorzurufen, so würde Herrschutz- Gesez und den soeben bekannt gewordenen, aber dem v. Holleben beim Kaiser vielleicht ebenfalls einen Erfolg zu verzeichnen gehabt haben, Der vollständige Reichstag noch nicht zugegangenen Gefeßentwurf betr. Errichtung der 1. April 1903 angesetzt. Fehlschlag feines Versuches machte den Botschafter in Berlin unbeliebt aufmännischer Schiedsgerichte zu behandeln haben. Beide und soll, wie man annimmt, die erste Veranlassung zu seinem Sturze ge- Gefeßentwürfe beruhen auf alten socialdemokratischen Forderungen, geben haben. Dazu kommt, daß man von gut unterrichteter Seite über die man jahrelang zurückgewiesen, die nun endlich aber, wenn auch scharfe Gegensäge zwischen dem Prinzen Heinrich zum Teil in gänzlich ungenügender Art erfüllt werden sollen. Die und dem deutschen Botschafter zu berichten weiß. socialdemokratische Fraktion wird an der Verbesserung dieser Man behauptet, Prinz Heinrich habe die Ueberzeugung mit nach Borlagen eifrig arbeiten, aber vor allem dahin trachten, daß die Er- Der Nachfolger Rickerts sorgt dafür, daß es auch im Wahlkampf Hause genommen, daß die Regierung in Washington keinen ge- richtung der kaufmännischen Schiedsgerichte auch wirklich noch in an heiteren Episoden nicht fehlt. Die Socialdemokraten haben die eigneten Vertreter habe. Den eigentlichen Charakter dieser Gegen nachahmungswerte Vorsichtsmaßregel getroffen, während der letzten fäge kann niemand feststellen; aber es steht zweifellos fest, daß dieser Gesetzgebungsperiode zur Durchführung gelangt. Meinungsverschiedenheiten vorhanden waren. Herrn v. Holleben In den Etatsberatungen wird sich zunächst zeigen müssen, acht Tage des Wahlkampfes für jeden Tag eine Versammlung anwerden noch andre Fehler und ernste Vertrauensbrüche nach wie die Zollvergewaltigungen der Mehrheitsparteien auf die Partei- zumelden, um so jeden Augenblick in der Lage zu sein, den gegnerischen Schachzügen zu parieren, indem sie je nach Bedarf gefagt. So foll er bei der Präsidentenwahl mit den Demokraten verhältnisse sowie auf die Geschäftsführung des Parlaments nachwirken. von den angemeldeten Versammlungen Gebrauch machen oder dieiympathisiert haben. Man glaubte in Regierungsfreisen stets, es Die Geschäftsordnung ist in Trümmer geschlagen. Unter den jeẞigen felben absagen. Diese Vorsichtsmaßregel setzte uns in die Lage, sei etwas an der Beschuldigung richtig, daß Herr v. Holleben Geschäftsordnungs- Bestimmungen und und Geschäftsordnungs- Aus- auf die Kampfesweise der Freisinnigen am Donnerstagabend in mit Herrn Lentz von Ohio und andren führenden deutschen legungen, wie sie aus den Rechtsbrüchen der Spahn und Gröber und Neufahrwasser und am Freitagabend in Schidlig bei Danzig eine Demokraten verhandelte in der Absicht, die deutsch- amerikanischen Kardorff und Bassermann hervorgegangen sind, kann nicht nur die prompte Antwort zu geben. Mittags schwärmten arbeitsluſtige Ge Wähler zu Gunsten der demokratischen Kandidaten zu beeinflussen, weil der Botschafter der Ansicht war, daß eine demokratische Mehrheit, sondern eine beliebige Parteigruppe jede geordnete Ver- nossen erst mit den Handzetteln aus, denn es war keine Publikation der Versammlung erfolgt; vor der Werft und den Fabriken 2c. Regierung für die deutschen Pläne günstig sein werde. Dies hat handlung stören und unmöglich machen. Es wird eine mühevolle fanden die Zettel reißenden Abgang. Abends waren die Wege ohne Zweifel seinen Einfluß hier untergraben." Arbeit sein, trotz der Zerrüttungen, die gewaltthätiger Frevelmut an- nach Schedlig mit Zettelverteilern besett, ebenso der Zugang zu dem In einer längeren Depesche erörtert der New Yorker Bericht- gerichtet, den Etat sachgemäß zu beraten. Lokal, in welchem der Herr Bankdirektor seine programmlose Rede erstatter des Times" die Ursachen der Verabschiedung Hollebens. Freilich giebt es gewisse politische Strauchdiebe, die dahin loslassen sollte. Die freisinnige Versammlung tagte nämlich einige Er führt aus: drängen, bei den Etatsberatungen die Bertrümmerung der Häuser entfernt von der socialdemokratischen ebenfalls in Schedlitz. „ Die üblichen inspirierten AbIeugnungen aus Berlin parlamentarischen Ordnung weiter zu betreiben. Die Tagesordnung der letzteren Tautete: Freisinnige werden nicht beachtet und geglaubt. Diese oder jene Es ist höchst kennzeichnend, daß gerade das offiziöse Organ der Kampfesweise in Neufahrwasser." Referenten waren Ursache mag zum Sturze Hollebens beigetragen haben oder nicht; Stadtv. Hoffmann und Reichstags= Kandidat aber eine wichtige Thatsache bleibt: Der Kaifer gab ihm eine nationalliberalen Partei, die„ Nationalliberale artel. Um 8 Uhr war der Saal, obwohl die Versammlung ans Aufgabe, die er zu lösen ermangelte; er sollte das Korrespondenz", und gerade in einer Grörterung gegen die taftischen Gründen erst um 9 Uhr angemeldet war, bis auf den legten Bartel. Um 8 Uhr war der Saal, obwohl die Versammlung aus Wohlwollen Amerikas für Deutschland gewinnen und die Vergleichfalls nationalliberale„ National- Zeitung", eine Zuſchrift auf- Play besezt. Die Tische wurden entfernt, und immer noch strömten nene einigten Staaten England entfremden. Diese nimmt, die in chnischer Brutalität erklärt: das sei die Menschenmassen heran. Bei den freisinnigen Nachbarn hatten sich unmögliche Aufgabe mag gewisse Reize haben, sie ist aber unermeßliche Bedeutung" des Antrags Kardorff. daß inkl. des liberalen Wahlkomitees, das nicht schwach ist, etwa 75 Pernicht auf Kosten Englands durchzuführen. Kein Vertreter er einen Präcedenzfall für die Verhandlung wichtiger Anträge sonen eingefunden. Aber den Herren schien die Dede trotzdem noch könnte vollbringen, was der Kaiser wünschte. geschaffen habe; es sei zutreffend, daß jede Etatsberatung feuchenverdächtig, und so kam man überein, sich dadurch zu verDie wirkliche Verantwortung für das, was ihm an den gegen- nunmehr ohne Specialberatung in einer Abstimmung geschlossen gewissern, ob man unter sich" sei, daß man gegen die sonstige Gewärtigen Beziehungen Deutschlands zu den Vereinigten Staaten mißfällt, lastet nicht auf Holleben, sondern auf dem Kaiser selber." Die National- Zeitung" bemerkt zu dieser wohnheit die Versammlung mit einem Kaiserhoch eröffnete. Aeußerung des offiziösen Organs der Partei, der sie selbst noch Sobald der Vorsitzende dazu die Einleitung machte, forderte cin Socialdemokrat auf, sich durch die Provokaiion nicht Als Sündenbock der deutschen Regierung stellt angehört: zu einer strafbaren Handlung verleiten zu lassen, sondern den Holleben eine Zuschrift hin, die die Köln. Voltsztg." veröffentlicht. „ Dies bedeutet die Preisgebung des Konstitutionalismus in Saal zu verlassen, welchen Rat etwa 35 Personen befolgten, so daß Es heißt darin: Bezug auf die Budgetfeststellung zu dem hohen Zwecke, der ein stattliches Häuflein von 40 entschieden" liberalen Mannen Mehrheit" die Unbequemlichkeit des Anwesendseins und der ge- im Saal verblieb, das sich während der Versammlung auf wohlschäftsordnungsmäßigen Ueberwindung etwaiger Verschleppung gezählte 54 vermehrte. Nachdem nun die Kaisertreue des Herrn der Beratung zu ersparen. Wir wollen bis auf weiteres hoffen, Mommsen durch das Hoch bescheinigt war, zog der Herr, wie er daß die Zuschrift an die„ Nationallib. Korresp." nicht von jemand selbst sagte, gegen die Socialdemokratie vom Leder". herrührt, der auf die Entschlüsse der nationalliberalen Reichstags- Aber fragt" mich nur nicht wie! Wenn ihm nicht die Leibesfülle Fraktion Einfluß besitzt." fehlte, wär' er ein meisterhafter Falstaff gewesen. Er erzählte, " * werden fönne." " " die, " " " " " er zur Weil nicht alles so glatt und erfolgreich gegangen ist, wic optimistische Weltpolititer es sich geträumt haben mögen, und weil er feinen guten Rat gegeben hat, wo er gar nicht um seinen Rat befragt wurde oder auch nur Gelegenheit gehabt hätte, ihn zu geben, muß er der Sündenbock für alle Mißerfolge sein. Auf diesen Gedanken kommt man wenigstens, wenn man in liberalen Blättern Die Socialdemokratie erwartet in der größten Gelassenheit, wie er stets gegen die Socis furchtlos gefämpft", tie das Sündenregister liest, das ihm vorgehalten wird. Vor allem aber auch in der festesten Entschlossenheit alle etwaige Fortsetzung den Herren Roten aufs Dach gestiegen sei. Die Neujahrivasser wird ihm der weltpolitische" Mißerfolg mit Venezuela in Rechnung des rechtsbrecherischen Vergewaltigungstobens. Sollte Cs. die Redewendung von Ueber die Schnauze fahren" gebrauchte gestellt. Daß es da ganz anders gekommen ist, als Reaktionsparteien gelüften, die Schändlichkeiten ihres Wucherkampfes hier der Herr nicht, ob er wohl von seinem Stomitee einen zarten man sich in Berlin gedacht hatte, steht allerdings außer Frage. Soll Herr v. Holleben nun aber schuld sein, irgendwie zu erneuern, so würde die Socialdemokratie nur im ink erhalten hat? er würde mit den Herren schon fertig; aus jedem Sage flang es: So lag ich und so führt' ich In daß Präsident Roosevelt das Schiedsrichteramt ablehnte? Dann Augenblick und nur scheinbar davon betroffen werden. meine Klinge". Er bedauerte widerholt, daß heute wäre doch der englische Botschafter in Washington ebenso schuld. Wahrheit und für die Dauer würde die im deutschen Volke alio teine Socialdemokraten da jeien, daß sie vor der Auch steht zu vermuten, daß die verbündeten Mächte auf die Ab- entfesselte haßvolle Erbitterung politische Zustände zeitigen, aus liberalen Saifertreue, die er immer wieder betonte, geflüchtet lehnung Roosevelts vorbereitet waren und dennoch gute Gründe denen gerade der Socialdemokratie unermeßliche feien, und meinte, die Herren wüßten zivar weiter hatten, das Schiedsrichteramt dem Oberhaupt des Staates anzu Kräfte erwüchsen. nichts, als ihr Programm zu entwickeln, sie hätten aber tragen, der sich so eifrig um die Einsegung eines Schiedsgerichts bemühte. heute Rede froßdent freie Es ist kaum anzunehmen, daß die Reaktion verblendet genug auch hier erhalten. Ueberdies ist es nicht üblich, einen Diplomaten, der sich sein könnte, ihren eignen Zusammenbruch so eifrig vorzubereiten. Er habe kein Programm und würde sich nie auf ein durch irgend einen Fehler die Unzufriedenheit seiner Regierung zu vielmehr darf erivartet werden, daß trop aller erbitternder Nach- itaat und die Bebel- Singersche Republik her in den bekannten Albernsolches verpflichten. Und dann ging's über den Zukunftsgezogen hat, sofort abzuberufen, und gar während die Angelegenheit, um die es sich handelt, noch wirkungen die Etatsberatungen in den nächsten Monaten nicht anders heiten aus der politischen Kinderstube. Den Glanzpunkt dieser werden als int früheren Jahren. Es werden schwebt. Mag man nun von dem Mißerfolg in der Venezuela- verlaufen Ausführungen aber bildete der Schluß. Er sagte wörtlich: Die frage dem deutschen Botschafter mehr oder weniger zuschreiben, die mannigfaltigen Angelegenheiten zur Erörterung gelangen, Endziele der Socialdemokratie führen jedenfalls war er schon längst mißliebig geworden, die neben dem Zolltarif seit Monaten die deutsche Deffentlichkeit allgemeinen Volksverdummung! Dann kam der und zwar wegen Dingen, für die er nach unsrer lleber- erregt haben. Die zerrütteten Reichsfinanzen, die Verfehlungen in gute, liebe, hoch verehrte Herr Kollege Hoff= zeugung nicht verantwortlich war. Höchstens fönnte man der auswärtigen Politik, die Irrungen der inneren Politik, der mann" an die Reihe, mit dem er die Ehre gehabt habe, gemeinjagen, er sei ein Pechvogel, der in seiner Amtsführung höfische Zusammenbruch, der nicht nur ein sächsischer ist, alle diese iam nach Danzig zu fahren. Er habe sich mit dem Herrn eine halbe merkwürdig viel Unglüd hatte. Sein Nachfolger Sped v. Sternberg, gegenwärtig Generalfonful für Calcutta, war und manche andre Erscheinungen und Geschehnisse, die selbst ein Stunde sehr angenehm unterhalten, denn wenn es auch ein Socialdemokrat ist, sehen Sie meine Herren, früher schon Botschaftssekretär in Washington. Auch war er Mit- Blatt wie die Deutsche Tagesztg." zu der zustimmenden Charakteriſtik der es ist doch ein kollege aus dem Berliner Rathaus. das Leitwort Unerfreulich" Gewiß habe man über Wahlangelegenheiten gesprochen, aber das glied der Samoa- Kommission. Wie alle kommenden Männer wird gegenwärtigen Lage durch das Leitwort er in der Presse gleich mit Lob überhäuft; er sei mit den amerika- drängen, werden zu gründlicher Abrechnung führen. Wort in meinen Versammlungen habe ich ihm nicht nischen Methoden" vollständig vertraut, mit den hohen Beamten zugesagt, da ſehen sehen Sie, wie die Herren die Worte vergut bekannt; seine Ernennung sei als eine besonders glückliche" drehen!" In diesem Augenblid erhebt sich Genosse anzusehen. Sollte es bei der Ernennung des Herrn v. Holleben Hoffmann, welcher an einer Seite des Saales gesessen und nicht ähnlich gelautet haben? Wir gönnen Herrn Speck v. Sternvom Herrn Bankdirektor nicht bemerkt worden war und trägt einen berg alles Gute, fürchten aber, daß auch er bald in Bettel zur Wortmeldung zum Vorstandstisch! Herr Karl Mommsen der Bedrängnis geraten wird, wenn er alle, welt schreit entsetzt auf:„ Ach da ist Herr!( nach erlaube Atem ringend:)" Ich politischen" Plöglichkeiten verantworten so II." mir, Ihnen den= selben vorzustellen, mein& ollege Herr Stadts Herr Mommsen verordneter Hoffmann aus Berlin!" beendet nu in großer Erregung seinen Speech und nachdem nod) ein liberaler Herr den Herrn Bankdirektor als würdigen Nachfolger Rickerts empfohlen hat, erhält der Herr Stadtv. Hoff mann" das Wort, aber nur auf 10 Minuten, wie der Herr Borsigende wiederholt betont. Hoffmann, mit großem Halloh seitens der liberalen Herrn empfangen, wartet ruhig lächelnd, bis die Herren sich sich einigermaßen beruhigt haben und dann den Vorsitzenden, doch die Zeit, während § 2. Auf Handlungsgehilfen, deren Jahres- Arbeitsverdienst bittet welcher die Herren Radau machen, machen, gefälligst von gefälligst von seiner an Lohn oder Gehalt den Betrag von dreitausend Mark übersteigt, knapp bemessenen Redezeit abzurechnen. Daß der Redner, als er sowie auf die in Apotheken beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge die Verdrehungen" des Herrn Bankdirektors in der Neujahrfinden die Vorschriften dieses Gesetzes keine Anwendung. wasser Versammlung richtig stellte, fortwährend niedergebrüllt wurde, Die Vorschriften über sachliche und örtliche Zuständigkeit ent- ebenso als er die Provokation mit dem Kaiserhoch in das rechte sprechen den Vorschriften des Gewerbegerichts- Gesetzes und ebenso Licht rückte, ist selbstverständlich. Eine Erstarrung aber ergriff die die Vorschriften über die Zusammensetzung der Kaufmannsgerichte Versammlung, als Hoffmann als Antwort auf die Behauptung des Berlin, den 12. Januar. und die Wahl der Beisitzer. Für das Wahlverfahren wird sogar nur Herrn Karl Mommsen, die Endziele der Socialdemo= führen zur Volksvers allgemeinen Die Parlamente. auf die entsprechenden Paragraphen des Gewerbegerichts- Gesezes fratie Reichstag und preußisches Abgeordnetenhaus verwiesen. Ueber den Vorsitzenden des Kaufmannsgerichts heißt es über die Socialdemokratie zum besten gab und mitteilte, daß dieser dummung", die Ansichten eines großen Gelehrten Deutschlands nehmen am Dienstag ihre Thätigkeit wieder auf und gehen in den in§ 7: Gelehrte Herr Theodor Mommsen, der Vater des Tezten Abschnitt ihres gesetzgeberischen Wirkens. Beiden Parlamenten Mannes sei, der hier behauptet habe, die Ziele der find, außer den Etatsberatungen, aller Wahrscheinlichkeit nach feine neuen großen Aufgaben gestellt. Dennoch wird die bevorstehende verdum mung". Als Redner dann erklärte, daß der Herr BankPeriode von größter Bedeutung sein für die Entwicklung der polidirektor in der Eisenbahn ihm das Versprechen gegeben habe, in Ueber den Stand der Verhandlungen mit Venezuela wird aus Caracas gemeldet: Der amerikanische Gesandte Bowen hat unter großen Kundgebungen von seiten der Angehörigen sämtlicher fremden Kolonien Caracas verlassen. Präsident Castro hatte sich mit dem gesamten Kabinett zum Bahnhof begeben, um ihn abfahren zu sehen. Bowen ist mittags in La Guayra angekommen und hat sich für seine Reise nach Washington auf dem amerikanischen Depeschenboot Delphin" eingeschifft. Die Regierung ist davon in Kenntnis gesetzt worden, daß die Mächte nicht beabsichtigen, die Blockade vor der Ankunft Bowens in Washington aufzuheben. Politische Ueberlicht. Gesetzentwurf über die kaufmännischen Schiedsgerichte. Die Frankfurter Zeitung" ist in der Lage, den dem Bundesrat zugegangenen Gesezentwurf betreffend Kaufmannsgerichte" zu veröffentlichen. Der Gesezzentwurf lehnt sich eng an das Gewerbegerichts- Gesetz an. Der§ 1 bestimmt: Zur Entscheidung von Streitigkeiten aus dem kaufmännischen Dienst- und Lehrverhältnisse sind für Gemeinden, welche nach der jeweiligen letzten Boltszählung mehr als zwanzigtausend Einwohner haben, Kaufmannsgerichte zu errichten. Bei vorhandenem Bedürfnisse können solche Gerichte auch für Gemeinden mit geringerer Einwohnerzahl errichtet werden. Die weiteren Vorschriften des§ 1 entsprechen denen des Gewerbegerichts- Gesetzes. Besteht am Size des Kaufmannsgerichts ein auf Grund des § 1 oder des§ 2 des Gewerbegerichts- Gejeges errichtetes Gewerbe- Socialdemokratie führen zur allgemeinen Volks gericht, so sind in der Regel dessen Vorsitzender und seine Stellvertreter zugleich zum Vorsigenden und zu stellvertretenden Vor verlief, brauchen wir nicht zu sagen, Kopf an Kopf gedrängt hatten die Zuhörer bis jetzt den Ausführungen ihres Kandidaten gelauscht und sie mit stürmischem Beifall belohnt, der, wie leicht erklärlich, mun 3/ 4stündigen Ausführung nahm. D Beamtenjoch. auch Genossen Hoffmann zu teil wurde, als er das Wort zu einer vollen Wirkung, Weihe von Beispielen angeführt; eine große Zahl der Ober- Steuerinspektor Wiefing habe den ihm unter Der konservative Mommsen. Versammlungen, wo er( Mommsen) sprechen würde, stets den sv. Kröcher als der Mann bezeichnet wurde, der seit Bismards| Der Kaiser als Ehren- Ziegelmeister. Zu der Kaiserlichen Guts Socialdemokraten das Wort gegeben werde, bestätigte Zeiten zum erstenmal die Stiefel füllt." Sie tanzen uns bald nicht herrschaft Cadinen im Elbinger Landkreise gehört bekanntlich auch dies Herr Mommsen; als er aber auf die Aeußerung des Herrn bezüglich mehr auf den Füßen, sondern auf der Nase herum." eine große Ziegelei, für deren Betrieb der Kaiser als ihr Eigenseiner Person eingehen wollte, erklärte der Vorsigende, die zehn Die Versammlung sprach Herrn v. Kröcher das vollste Ver- tümer großes Intereffe bekundet. Dies erhellt daraus, daß sich der Minuten seien um; Hoffmann bat noch um einige Augenblicke er hatte nur 5 Minuten gesprochen die Zeit abgerechnet, in der Diederich Hahn in den Himmel hob und Herrn v. Ströcher ein Miß- und Werkzeug in die Hand nahm und einen Ziegel trauen aus, dieselbe Versammlung, die am Freitag vorher Herrn Monarch gelegentlich seines Aufenthaltes in Cadinen u. a. nicht nur den Werdegang eines Ziegelsteines beschreiben ließ, sondern selbst Thon die Herren Standal machten, obwohl der Vorsitzende fich alle Mühe gab, denselben. Anstandsbegriffe beizutrauensvotum erteilte. So ändern sich die Ansichten in 24 Stunden, herstellte. Die deutsche Ziegelmeister Vereinigung bringen. Er fand fein Gehör! Herr Mommsen vielleicht, weil die Bauern empfinden, daß sie von den Großgrund- hat nun in ihrer legten Delegiertensizung beschlossen, den Kaiser im bat flehentlich den Vorsitzenden, die Versammlung, dem Kollegen befizern nur genasführt werden und daß die beiderseitigen Interessen Hinblick auf seine Eigenschaft als Besizer einer Ziegelei die Ehrens Hoffmann doch noch eine kurze Zeit zu gewähren, fie möchten ihm weit auseinanderliegen. Mitgliedschaft anzutragen. Das betreffende Diplom ( Mommsen) doch persönlich den Gefallen thun, es half alles nichts. würde im Falle der Annahme dieser Ehrung durch den Kaiser den Der Borsigende erklärte kategorisch, darüber hätte die Versammlung § 175. Das wissenschaftlich- humanitäre Komitee, das sich um die Monarchen als„ Ehren Ziegelmeister" bezeichnen. Der Vorstand nichts zu beschließen, später könne Hoffmann noch einmal sprechen. Abschaffung des Paragraphen 175 im Reichs- Strafgesetzbuch bemüht, wurde beauftragt, die Angelegenheit sofort in die Hand zu nehmen. Hoffmann gab darauf die Erklärung ab, daß er, nach der Art, wie hielt gestern im Hotel Prinz Albrecht unter dem Vorsitz des Leider teilt die Korrespondenz nicht mit, ob der Kaiser sich auch der Vorsitzende gegen den Wunsch des Kandidaten und Dr. M. Hirschfeld seine zehnte Konferenz ab. Eine große Anzahl nach der Lage der Ziegelei Arbeiter erfundigt hat, was gegen den Willen der Versammlung Redefreiheit unter persönlich und fachlich Interessierter waren erschienen: nicht nur viele um so wünschenswerter gewesen wäre, als gerade die Ziegelei drückt, es für zwecklos halte, hier länger zu verweilen, und Städte Deutschlands, auch Vereine in Skandinavien, Rußland, Holland Arbeiter unter geradezu trostlosen Zuständen, überlange Arbeitszeit, ersuchte die Herren, ebenso den Herrn Mommsen( der ablehnt) erbärmlichen Löhnen, jämmerlichen Wohnungsverhältnissen 2c. Leiben. mit ihm ein paar Häuſer weiter zu gehen, dort garantiere hatten Delegierte entfandt. Die Ziele, die das Komitee verfolgt, scheinen, Es wäre zu wünschen, daß der Kaiser Ehren- Ziegelmeiſter werde er jedem vollständige Redefreiheit!' Zehn Personen wie der Leiter der Versammlung hervorhob, allmählich auch in weiteren und speciell in dieser Eigenschaft den schauerlichen Zuständen der schlossen sich ihm ant und es blieben genau gezählt Kreisen Verständnis und Förderung zu finden. Ein maßgebender Ver- Ziegelei- Arbeiter besondere Aufmerksamkeit zuwenden wollte! 44 Personen. Daß die socialdemokratische Versammlung imposant treter der Regierung hat die Vorkämpfer der Bewegung aufgefordert, die öffentliche Meinung weiter aufzuklären, damit die Regierung verstanden wird, wenn sie bei einer späteren Revision des Straf Dr. jur. Salfeld, Herausgeber der Zeitschrift ,, Der Militärgesetzbuches selbst auf den Paragraphen verzichtet". Von der unheil- antvärter und Invalide", des" Organs der Militäranwärter der die dieser Paragraph unter Umständen ausüben Steuerverwaltungen Preußens und andrer Verwaltungen", behauptete, kann, wurden namhafter Aerzte und Juristen hatten schriftlich ihr Einverständnis stellten Steuer- und Grenzbeamten das Halten und Lesen des mit den Bestrebungen des Komitees zu erkennen gegeben und ihre Militäranwärters und Invaliden" verboten und ihn dadurch geNamen unter den Aufruf gesetzt, der dem Reichstag von neuem ein- schädigt. Dr. Salfeld erhob deshalb Entschädigungsklage. Bevor es gereicht werden soll und der auch bisher schon von vielen Gebildeten Das Amtsgericht Breslau beraumte einen Termin an. zur Verhandlung kam, erhob aber der schlesische Provinzial- Steuerunterzeichnet wurde. Aber nicht nur der Reichstag und die große direktor zu Gunsten Wiesings den Kompetenz- Konflikt, dem sich ver Masse des Volkes will man gewinnen, auch an die Höfe Deutsch- preußische Finanzminister anschloß, indem er ausführte: lands hat man eine Eingabe gefandt, die um Unterstützung der Be- Wiefing habe nur vor dem Halten des Zeitungsorgans einiger strebungen bittet. Von fünf Regierungen, unter anderm aus München Beamtenvereine und vor der Teilnahme an diesen Vereinen ge und Darmstadt, sind günstige Antworten eingelaufen. warnt(!). Damit sei er lediglich einer Anweisung des ProvinzialDer Fall Krupp habe die Deffentlichkeit veranlaßt, sich mehr Steuerdirektors zu Breslau gefolgt, der wieder auf Anweisung des Thatsächliche des Falles Krupp ging der Redner nicht näher ein, als sonst mit der homosexuellen Frage zu beschäftigen. Auf das Finanzministers gehandelt habe. Man habe es hier mit einem Ausfluß der Disciplinargewalt zu thur. Von einer Ueberschreitung der Amtsbefugnisse durch den Obers doch gab er unter Zustimmung der Versammlung der Steuerinspektor Wiejing fönne keine Rede fein. In den Meinung Ausdruck, daß der Vorwärts" bei seiner Behandlung der Ministerialerlaß, der dem von Salfeld gerügten Vorgehen zu Angelegenheit von edlen Motiven geleitet worden sei. Grunde liegt, ist gesagt worden: In den letzten Jahren seien vielfach Fachzeitungen für besondere Beamtenkategorien entstanden. Sie feien von Agitatoren(!) herausgegeben und der Anschauungsweise und ungerechte Behandlung. Die Beamten würden unzufrieden gehörden und parlamentarischen Vertretungen.( Schrecklich, schrecklich!) Es werde ihnen nahegelegt, daß von den Vorgesetzten nichts, da gegen alles von einer Standesvertretung zu erwarten sei, durch die Vereine und die Zeitung. Dadurch werde das Vertrauen zu den Vorgesetzten erschüttert. Das sei auch bei dem ,, Militäranwärter und Invalide" der Fall. Bereits 1897 habe der Minister Anlaß genommen, die Provinzial Steuerdirektoren auf die hieraus erwachsenden Gefahren für die Disciplin aufmerksam zu machen. Vor den Bereinen und den Zeitungen sei zu warnen. Das Ober- Verwaltungsgericht, das sich am Montag Denn wer die Getreidepreise zu erhöhen mit der Angelegenheit befaßte, erklärte den Konflift für bes sucht, der ist verflucht unter seinem Volke! gründet, so daß die Schadensersatzklage Salfelds endgültig ein( Sprüche Salom. 11,26.) Grwarte teine Hungersnot um des zustellen ist. Als Grund wurde angegeben: Es gehöre zu den BeGeldes willen!. Treibe keinen Wucher mit menschlichem fugnissen der Vorgesetzten, den Untergebenen Vorhaltungen zu machen, Elend! Reiße nicht auf die Wunden derer, die durch Geißel- welches Verhalten, sei es dienstlich oder außerdienstlich, vom Vorhiebe zerfleischt sind! Auf Geld siehst du; auf die Not des gesetzten als mit der Beamtenstellung nicht vereinbar gehalten werde Bruders aber siehst du nicht."( Migne, Patrologia graeca. 31. Bd. und Nachteile für sie haben könne. Somit falle dem Oberinspektor G. 268.) Wiesing eine Amtsüberschreitung nicht zur Last. So lange das allgemeine Wahlrecht existiert, find schon manche Dinge passiert, die politisch Denkenden schier unglaublich erscheinen, aber bei der diesmaligen Nachwahl hat doch Danzig mit seinem konſervativen Kandidaten den Vogel abgeschossen. Am Freitagabend fand in Danzig eine Versammlung statt, die vor Beginn erst gründlich desinfiziert wurde, indem der Vorsitzende erklärte, daß Socialdemokraten ausdrücklich ausgeschlossen seien und jeder der ctwa hier sei, aufgefordert werde, sofort das Lokal zu verlassen, sollte trotzdem ein Socialdemokrat hier bleiben, so würde das bloße Verweilen ihm unnachsichtlich eine Anklage wegen Hausfriedensbruchs eintragen. Der konservative Kandidat führte dann, nicht nach focialdemokratischen oder freisinnigen Berichten, sondern nach den farblosen„ Danziger Neuesten Nachrichten", wörtlich folgendes aus: Ich bekam zuerst einen Schreck, denn ich bin gar fein Politiker; wenn ich auch die politischen Vorgänge verfolgt Das ungefähr waren die allgemeinen Gesichtspunkte, von denen habe, habe ich doch keine Zeit gehabt, die der Vorsitzende bei seinem Bericht ausging. Er hatte zur Einleitung felben genau zu studieren, und eine Wählerversammlung dem verstorbenen Professor Krafft- Ebing, der„ vielen Unglücklichen der Leute angepaßt. Es werde geklagt über unzureichende Besoldung habe ich überhaupt noch nicht besucht. Ich folgte jedoch der Auf- Trost und Erkenntnis ihnen selbst gegeben", Worte warmen Gedenkens fordernng, reiste gestern hierher und ließ mir, nachdem ich im Hotel abgestiegen war, die Zeitungen kommen, um zu arbeiten dargebracht. Die Sonderdebatte, die den zweiten Teil der Konferenz ausIndes habe ich noch keine Zeit gefunden, um ein genaues Wahlprogramm aufzustellen, und bitte deshalb um Entschuldigung, wenn füllte, sei hier nur in Kürze erwähnt. Ihr folgte als Schluß ein ich Ihnen nur allgemeine Gesichtspunkte vortrage. Ich bin in Abendessen, das, wie die Einladung verhieß, durch künstlerische Voreiner Familie aufgewachsen, in welcher wahrhafte Frömmigkeit träge gewürzt werden sollte. herrschte und in der der Grundsatz galt: sei freundlich zu jeder mann, liebe die Brüder und ehre den König. Da ist es gar nicht anders möglich gewesen, als daß ich ein konservativer Mann getvorden bin." " Man muß die Sache zweimal lesen und glaubt sie immer noch nicht! Es sei deshalb hier noch der Bericht der„ Danziger 3eitung" wiedergegeben. Die Stelle heißt wörtlich: In der zweiten Hälfte des Dezember sei er zu seiner Zerstreuung nach Pommern gefahren, und da habe man ihm aus Danzig geschrieben, es wäre doch notwendig, hier zu erscheinen. Ein großes Programm zu entwickeln, sei nicht notwendig. Als er hier die Zeitungen gelesen, habe er einen Schreck bekommen. Er habe nie ein politisches Studium getrieben und eine Wählerversammlung überhaupt noch nicht gesehen. Heute habe er aber so viele Bekannte bei sich gesehen, daß er sein Brogramm nicht habe entwerfen können. Er könne deshalb nur einige Gesichtspunkte zur Beurteilung seiner Persönlichkeit mitteilen. So geschehen im Jahre 1903! % Deutfches Reich. Vorbereitung von Handelsvertrags- Verhandlungen. Nach der„ Neuen Freien Presse" sei es sicher, daß die Handelsvertrags- Berhandlungen zwischen Deutschland und OestreichUngarn demnächst beginnen werden. Die ersten vorbereitenden Besprechungen haben bereits stattgefunden. An diese dürfte sich ein Schriftwechsel schließen, in dem die Grundlagen der Ver handlungen festgelegt werden sollen. Dann erst werden die beiderseitigen Kommissare ernannt werden und die Verhandlungen auch formell etwa im März beginnen. Der Ort der Verhandlungen wird voraussichtlich Berlin sein, weil die VerHandlungen über den vorigen Handelsvertrag in Wien ge= führt worden sind. Aus demselben Grunde werden die Verhand lungen über den deutsch italienischen Handelsvertrag diesmal in Rom erfolgen, weil Italien über seine Handelsverträge mit Deutschland und Destreich- Ungarn das legtemal in München und Wien verhandelt hat. Die Kirchenväter und die Centrumszöllner. Die„ Münchener Post" führt etliche Kirchenväter an, um zu zeigen, wie das Centrum über den Zollwucher denken müßte. So sagt der hl. Basilius( 4. Jahrh.): " Und ein Zeitgenosse des ht. Basilius, der ebenso heilige Am brosius, meint: ,, Wer die Getreidepreise zu erhöhen sucht, der ist verflucht unter seinem Volfe! So fest und bestimmt ist dieser Spruch, daß fein Wörtchen sich von ihm abhandeln läßt. Allerdings, es wird gewöhnlich in entgegengesetter Richtung argumentiert, wenn man sich darauf beruft, daß doch jedermann die Landwirtschaft für ein sehr löbliches Gewerbe ansehe. Gewiß ist die Landwirtschaft dann ein lobenswertes Ge-. werbe, wenn fic ohne liftige Berechnung allen Menschen die Brotfrucht verschafft; wenn sie in ehr lichem Fleiße die Fruchtbarkeit des Bodens steigert. Was aber bewegt dich, das mit Ungerechtigkeit zu behandeln, was die Kräfte der Natur erzeugt haben? Was bewegt dich, das cigensüchtig dem allgemeinen Gebrauche zu entziehen, was doch für alle Menschen gewachsen ist? Was bewegt dich, den Reichtum der Völker zu vermindern? sie mit Gewalt in Not zu versetzen?... Ja, du wagst es sogar, deinen boshaften Anschlag für ein Heilmittel auszugeben! Wie soll ich das nennen, Wucher oder offenen Rau b?" # Husland. Marokko. Nach einer Meldung aus Tanger zirkuliert dort das Gerücht, die Truppen des Sultans hätten eine neue Niederlage erlitten. Der Sultan beabsichtige, Fez zu verlassen und seine Residenz nach Rabat zu verlegen. Aus Melilla wird gemeldet, daß unter den Truppen des Sultansvöllige Disciplinlosigkeit herrsche. Die Soldaten verkaufen ihre Waffen und Munition an den Prätendenten, welcher ihnen dafür hohe Preise zahle. Alle kabylen= itämme aus dem Bezirk von Tazza und aus der 11 m= gegend von Fez hätten sich dem Prätendenten angeschlossen. Es ist, als ob der heilige Ambrosius bereits die Einwände und Vorwände der frommen Zöllner von 1902 vorausgesehen hätte. Frankreich und Rußland, die zusammengehen, rechnen auf Spanicus Aus Tanger wird der Franff. 3tg." telegraphiert: Sämt lichen Europäern wird empfohlen, sofort ez zu verlassen. Die Niederlage des Sultans, die Beseitigung seines Bruders und die Anerkennung des Prätendenten ist wahrscheinlich. Von seiten der europäischen Mächte ist eine Beschlagnahme der Zollgelder geplant, wenn die bestehenden Verträge verlegt werden. Freundschaft. Die französische Gesandtschaft rief die entsandte Kanonen Aussichten. Wir besprachen jüngst ausführlich die militärische Stommission zurüd. Eine Privatmeldung besagt, die Pläne der Militaristen, die auf Anschaffung eines neuen Feld europäischen Kunsuln und Postagenten hätten Fez bereits verlassen. geschüßes ausgehen. Diese kostspieligen Absichten werden jezt durch Der Prätendent sei der Stadt nahe. Gerüchtweise verlautet, auf die eine Schrift des Generallieutenants a. D. v. Alten, desselben Niederlage des Sultans sei die vorgestern abgesandte Geldkarawane In Rom verlautet, daß die östreichisch- ungarische Regierung die Offiziers, der in dem Marten- Prozeß eine so seltsame Rolle spielte, zurückberufen worden. Der mit Truppen nach Melilla bestimmte italienische und die deutsche Reichsregierung in vertraulichem Wege bestätigt. Herr v. Alten veröffentlicht eine Schrift: Neue Mulay Arafa ist in Tanger eingetroffen. Der bisherige Gouverneur von den wichtigsten Positionen des bisher nicht ver- Kanonen". Er kommt in dieser Schrift zu dem Schluß, daß in Fez, Ben Abadessadsch, Mitglied der marokkanischen Gesandtschaft öffentlichten ö streichisch ungarischen Zolltarifes ver- die wesentlichen Fragen über die Neubewaffnung der Feldartillerie bei der Krönungsfeier in London, wurde abgesetzt, weil er ver ständigt hat. zur Entscheidung reif sind, und daß es sich dabei nur dächtig ist, mit den Rebellen zu konspirieren. An seiner Stelle wurde um ein Rohrrädlaufgeschüß mit Schutzschilden handeln kann. Bustabel Bagdadi zum General der Truppen ernannt. Er 30g am Wie man in Ungarn über die Gestaltung der Handels- Die Neubewaffnung sei nicht länger aufzuschieben, nach 6. Januar aus, um an der Zebubrücke den Prätendenten zu er= beziehungen mit Deutschland denkt, zeigt eine Ausführung des dem seit vier Jahren bereits eine Großmacht Rohrrücklaufgeschüße " Pester Lloyd", in der es heißt: mit Schutzschilden eingeführt und damit eine artilleristische UeberTegenheit erlangt hat, die den übrigen Staaten gefährlich werden könne. Die Auslaffungen des Generals erregen, wie die Kölnische Zeitung" jagt, viel Aufsehen, da sie eine vollständige Umwälzung in der Gestaltung unsrer Feldartillerie verlangen. * „ Wenn durch den neuen deutschen Zolltarif gewisse Produkte, die aus Destreich- Ungarn eingeführt werden, mit einem höheren Zolliage belegt seien als bisher, so werde sich Deutschland auch zu dem Dyfer bequemen, eine ganze Anzahl seiner Ausfuhrartikel, die nach Destreich- Ungarn erportiert werden, dortselbst mit einem entsprechend höheren Einfuhrzoll belegt zu sehen. Gute Aussichten für die deutsche Industrie! Die Vorlage der neuen Handelsverträge vor dem Reichstage soll nach der„ Köln. 3tg." kaum vor Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres erfolgen. Herr v. Kröcher und der Gerstenzoll. In einer am Sonntag in Gardelegen abgehaltenen konservativen Bersammlung plauderte Herr v. Ströcher in offenherziger Weise über die Anwendung des Gerstenzolls nach dem neuen Zolltarif. Er meinte, sämtliche Gerste würde als Malzgerste behandelt werden müssen, denn auch von der zollfrei eingeführten Futtergerste sei nicht erwiesen, ob sie trotz des kleinen Kornes nicht noch keimfähig sei. " warten. Destreich- Ungarn. = Zum Sprachenausgleich wird aus Prag gemeldet: In einer zahlreich besuchten Versammlung des Exekutivkomitees der czechischen Reichsrats- und Landtags- Abgeord neten erstattete zunächst Dr. Pacat Bericht über die bisherigen Verständigungskonferenzen, woran sich eine längere Debatte Zur Adressen- Erpressung auf dem„ Bulkan". fuüpfte. Hierauf Hierauf gelangte ein Antrag Pacat Herold Ein Wolfffches Telegramm meldet: einstimmig zur Annahme, dahingehend, daß das ErekutivStettin, 12. Januar. Eine heute veröffentlichte Erklärung fomitee die vom Ministerpräsidenten vorgelegten von 15 Arbeitern der Maschinenbau- Aktiengesellschaft„ Bultan" Sprachenentwürfe als dem czechischen Volke stellt fest, daß die in einer Versammlung von Arbeitern des„ Bultan" feindlich und somit als nicht geeignet, era in Bredow am 6. d. M. über das Zustandekommen der kürzlich klärt, um als Grundlage zu dienen für die Verhandan Seine Majestät den Kaiser abgesandten Adresse aufgestellten Iungen mit den deutschen Landsleuten, weder über die Behauptungen unwahr seien. Die 4147 Unterschriften der Adresse Lösung der Sprachenfrage, noch über die Verwaltungsreform. Der seien nur durch die 15 Unterzeichner der Erklärung und durch bisherige Verlauf der Verständigungskonferenzen solle und dürfe Mitarbeiter gesammelt worden, und es habe kein Beamter auf das fernere taktische Vorgehen der Czechen im Reichsrate keinen oder Meister des Vulkan dabei mitgewirkt. Sämtliche 4147 Unter- Einfluß ausüben. Zwei Anträge, nach denen die Vertreter der zeichner der Adresse hätten ihre Unterschrift freiwillig Partei an den Verständigungskonferenzen nicht weiter teilnehmen gegeben, sie seien dazu von Beamten oder Meistern des Vulkan sollen, wurden verworfen; dagegen mit allen gegen sechs Stimmen weder gezwungen noch durch Drohungen beeinflußt worden. Von den 6516 Arbeitern der Fabrit hätten sich demnach 2369 von vornherein ausgeschlossen und die in der Versammlung am 6. Januar erschienenen 1000-1200(??) Arbeiter fönnten der größeren Mehrzahl nach nur zu den Reihen der Testeren gehört haben. beschlossen, die Vertreter der Partei zu beauftragen, in der nächsten Sigung der Ausgleichskonferenz die Kundgebung des Exekutivkomitees mitzuteilen und einen eignen Entwurf zur Regelung der Sprachenfrage vorzulegen. Mit der Ausarbeitung des Entwurfs wurde ein Subkomitee betraut. Schließlich wurde einstimmig ein Antrag Gregr angenommen, das oben genannte Subkomitee möge in Erwägung ziehen, ob es nicht angezeigt wäre, dem Kaiser eine Denkschrift über das böhmische Sprachenrecht vorzulegen. Frankreich. Wenn ich Reichskanzler wäre, würde ich sofort einen solchen 11fas an die Behörden erlassen, die sämtliche Gerste, die nicht einmal zerschnitten oder geschrotet ist, als Malzgerste behandeln sollen." Davon bringen Sie, zu einem jungen Menschen gewendet, Die 1600 Arbeiter, die die Protestresolution und ihre Absendung der die Kreisblatt- Berichterstattung hatte nichts in die Zeitung, an den Kaiser gebilligt haben, werden es an einer Antwort nicht das könnte die Verhandlungen mit dem Auslande erschweren. fehlen lassen. Einstweilen hielten wir das Zeugnis der 1600 Arbeiter Aber unser Kanzler ist zu solchen Maßnahmen gezwungen, er muß unter denen sich ja auch Hirsch- Dunderſche Gewerkvereinler beGeld schaffen." fanden für entschieden glaubwürdiger, als die KundIm übrigen wiederholte Herr v. Kröcher die Ausführungen, die gebung der 15 Männlein, auch wenn nicht unser Stettiner Bruder- tierten Jaurès und Briand haben einen Gesezentwurf einer in Pritzwalt zum besten gab. Bezeichnend für die Selbstschäßung organ ganz fpecifizierte Angaben über den Unfug der des edlen Junkers war die Verlesung einer Karte, die ihm aus Unterschriften- Erpressung gemacht hätte! ilaß seiner Kürassierstiefelrede zugegangen war, in der Herr Das Staatsmonopol auf Alkohol. Die socialistischen Depu gebracht, welcher für den Staat das Monopol der Produktion, Reinigung und Verkauf des Alkohols vorsieht; das Gesez soll mit dem 1. Januar 1905 in Kraft treten und die Ueberschüsse sollen für Afrika. " bie Alterspensionen der Arbeiter Verwendung finden. I einen gewissen Anhang haben und den Niederländern feindlich sind, die Vorgänge bei den letzten Berliner Geivergerichts- Wahlen zivischen Nach dem Entwurf sollen diejenigen Alkohol- Produzenten, welche von doch wird ihnen keine große Bedeutung beigemessen. Der Sultan der Getverkschaftskommission und dem Gewerkschaftskartell wurde in 1890-1901 2 X 10 000 Hektoliter Alkohol fabriziert haben, nach Tuanku Mohammed Daud wurde im Jahre 1884, als er 18 Jahre Anbetracht der vorgerückten Zeit kurz diskutiert. Flemming hielt das dem Gesetz von 1841 erpropriiert werden. Die kleineren Betriebe alt war, von den Eingeborenen für volljährig erklärt und als Verhalten des Ausschusses der Gewerkschaftskommiſſion für nicht ganz dürfen nur ein bestimmtes Quantum destillieren und zu bestimmt rechtmäßiger Herrscher anerkannt. Die Thatsache, daß seine Frau torreft und meinte, das könne nur dazu führen, das Vertrauen und festzusetzenden Preisen an den Staat verkaufen. In der gleichen und sein einziger Sohn vor einiger Zeit gefangen genommen die Sicherheit der Wähler bei derartigen Wahlen irreguleiten. Jost, Weise wird die Produktion der Fruchtweine geregelt. Neue Fabriten wurden, mag wohl zu dem Entschluß, sich zu unterwerfen, bei- Fenchel und Kiekebusch traten dem entgegen. Sie meinten, daß es, darf niemand eröffnen. Nach dem Projekt Jaurès hätte der Staat getragen haben. wie sich die Dinge zivischen Lokal und Central in den letzten Jahren den Hektoliter Alkohol mit einem Aufschlag von 820 Fr. über die Haag, 12. Januar. Amtlich wird aus Batavia gemeldet, daß abgespielt haben, zu einer Reibung der Gegensätze kommen würde. Produktionskosten zu verkaufen. die Unterwerfung des Prätendenten für das Sultanat Atschin Allerdings hielten sie wie auch Flemming den Zeitpunkt als für den Eine von Für den Frieden. Die Radikalen und Radikal Socialisten der bedingungslos erfolgt ist. Derselbe trifft morgen in Stota nicht geeignetsten zum Austrag einer solchen Sache. Radscha ein.Fenchel eingebrachte Resolution, die bekundet, daß die CharlottenSeine und Dise haben dieser Tage in einer Versammlung eine burger Gewerkschaftskommission voll und ganz auf dem Boden der Resolution angenommen, in der es heißt, daß die Politik dieser Berliner Gewerkschaftskommission steht, wurde angenommen, nachdem Barteien ausschließlich eine Bolitik des Friedens und der Gerechtig Resignation der Boerenführer Dem„ Reuterschen Bureau" wird eine von Flemming gestellte abgelehnt war. Im Gewerkschaftlichen" teit zu sein habe. Bezüglich der Elsaß- Lothringer wird erklärt, daß aus Pretoria, den 9. d. M., gemeldet: In einer Boerenversammlung, wurde beschlossen, in der letzten Hälfte des Winterhalbjahrs einen diesen wie allen andern Völkern das Recht zustehen müsse, frei über die nach der Ueberreichung der Boeren- Adresse an Chamberlain und wissenschaftlichen Vortrag mit Lichtbildern abhalten zu lassen. Des fich verfügen zu können. feiner Antwortrede abgehalten wurde, hoben die Boerenführer ferneren wurde mit Nachdruck der Wunsch ausgesprochen, daß alle hervor, es fei offenbar, daß Chamberlain über die in Gewerkschaften ihre Zahlabende, Versammlungen und sonstige Verden Friedensbedingungen gemachten Zugeständ- anstaltungen nur im„ Boltshaus", Rosinenstraße 3, abhalten mögen. nisse nicht hinauszugehen gedente; es sei daher nutTos, neue Forderungen aufzustellen. Sie könnten den Boeren nur stattgefundenen Vereins- Versammlung referierte Georg Davidſohn Tempelhof. In der am 6. Januar bei Adel, Germaniastr. 20, raten, sich in die Lage zu fügen und zusammen mit der über Titel V der preußischen Verfassung. Lebhafter Beifall wurde britischen Regierung an der Wohlfahrt des Landes zu arbeiten. dem Referenten zu teil. Hierauf schritt man zur Wahl eines Wahlfomitees für die fommenden Reichstags- und Landtagswahlen. Bes schlossen wurde, daß der Vorstand die Geschäfte leiten soll und zur Unterstützung wurden für Tempelhof Frank, Keßler und Güttler gewählt. Für Mariendorf Spannberg. Herm. Lehmann II und Berschardt. Für Südende Lattner und Tamm. Für Marienfelde Greulich und Schliebner. Ferner wurde bekannt gegeben, daß Bei der Neubesetzung des Bureaus der Deputiertenkammer werden die Radikalen und Socialisten wiederum vorschlagen als Präsidenten Leon Bourgeois, als Vicepräsidenten Guillain, Lockroy, Etienne und Jaurès. Kammer- Erfahwahl. Bei der am Sonntag im Wahlbezirk Béthune im Departement Pas- de- Calais stattgehabten Ersakwahl zur Kammer, die nach der Ungültigkeitserklärung der Wahl des nationalistischen Deputierten Raoul Dard erforderlich wurde, ist der Republikaner Delélis mit 7889 Stimmen gewählt worden. Dard blieb mit 7083 Stimmen in der Minderheit. Belgien. Der socialistische Gelehrte und Deputierte Hector Denis, der, wie tvir fürzlich mitteilten, bei der Ernennung des Rektors der Universität vom König übergangen worden war, hat die Direktion der Fakultät, der er vorstand, niedergelegt. Er bleibt aber nach wie vor Mitglied Spanien. der Akademie. Attentat eines Jersinnigen. Ueber das Madrider Attentat wird noch gemeldet: Als der königliche Wagen sich auf der Plaza de Oriente befand, trat ein Mann aus einer Gruppe Neugieriger hervor, erhob den Arm und gab einen Pistolen schuß auf den Wagen des OberKammerherrn ab, fonnte aber nur einmal schießen, denn der Befehlshaber der königlichen Eskorte verletzte ihn durch einen Säbelbieb am Kopfe und verhinderte so einen zweiten Schuß. Dem Könige wurden Huldigungen dargebracht. Die Wagen führen langsam nach dem Palast weiter. Der Präfekt ließ den Mann in Gewahrsam bringen, wo er erklärte, er heiße Feito und sei in Posados in der Provinz Oviedo geboren; er sei 34 Jahre alt und im Juni aus Merito angekommen. Ein späteres Telegramm meldet: Die Behörden haben aus den Verhören Feitos die Ueberzeugung gewonnen, daß er an Verfolgungswahn leidet; auch hat sich als sicher ergeben, daß er keine Beziehungen zu Anarchisten hatte. Um aber doch etwas Anarchistisches zu haben, verbreitet man folgende Meldung: Auf dem Güterbahnhof in Madrid wurde in einer aus Barcelona am 6. Januar eingetroffenen ist e, deren Adressat nicht ermittelt ist, eine Dynamitbombe entdeckt. Man vermutet, daß ein anarchistisches Attentat bei der Beisetzung Sagastas am 7. Januar geplant war.(?!) Liberale Differenzen. In einer am Sonntag in Madrid abgehaltenen Versammlung der Liberalen erklärte der Führer derselben, daß er im Einverständnis mit seinen Freunden Das Programm der Partei zusammenstellen und gleichzeitig mit der Einberufung einer neuen, am 24. d. W. abzuhaltenden Versammlung veröffentlichen werde. In der Versammlung machten sich bezüglich der Frage der Führerschaft und der des Programms zwei Strömungen geltend. Die lettere Frage gab Anlaß zu scharfen Auseinandersetzungen. Infolgedessen wird das von Bompero Stios zu redigierende Programm in der Versammlung am 24. d. M. voraussichtlich Abänderungen erfahren. England. Verfammlungen. Die Berichte des Vorstandes und des Ausschusses der Landesversicherungs- Anstalt Berlin = Mart feſtgefekt. Die Löhne für die dort angeſtellten Personen Letzte Nachrichten und Depefchen. Handelsminister Möller über die wirtschaftliche Lage. Köln, 12. Januar.( W. T. B.) Handelsminister Möller und der Oberpräsident der Rheinproving Nasse, welche zur Erdie Rheinproving hier einöffnung der Meisterkurse für wo sie getroffen find, fuhren bei der Handelskammer vor, D. bom stellvertretenden Vorsitzenden Ober- Regierungsrat a. Schröder mit einer Ansprache empfangen wurden. In seiner Erwiderung gedachte der Handelsminister, wie die„ Köln. VollsBeitung" meldet, der gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Wenn zur Zeit in den Lage im Deutschen Reiche. Kreisen des Kaufmannstandes vielfach Klagen darüber lant würden, daß die agrarischen Kreise ihre Forderungen mit ganz besonderem Nachdrucke geltend machten, so dürfe man nicht vergessen, daß die Staatsregierung nicht nur die Interessen der Allgemeinheit wahrzunehmen habe, sondern auch mit den realen Machtfattoren des öffentlichen Lebens rechnen müsse. Die landwirtschaftlichen Streise hätten es verstanden, ihre Forderungen durch ihre parlamentarischen Vertreter wirksam geltend zu machen; die Kaufmannschaft möge hieraus die Mahnung entnehmen, auch ihrerseits sich mehr als bisher den öffentlichen Leben zu widmen und die Wünsche der Industrie und des Handels mit gleichem Nachdruck zur Geltung zu bringen. Der Minister hob zum Schlusse die große bolls wirtschaftliche Bedeutung der Kartelle hervor und bemerkte, daß die feitens der Reichsregierung veranstaltete Enquete dazu beitragen werde, ein richtiges Urteil über die Wirksamkeit der artiger Vereinigungen zu verbreiten. beitervertreter Vereins erstattet. tourden am Donnerstag in einer Mitgliederversammlung des Ar- der Beitrag vom 1. Januar ab um 5 Pf. erhöht worden ist. Adlershof. Die zweite Bolts Versammlung mit dem Der Vorstand der Landes Versicherungsanstalt hat, wie Thema„ Die Brot- und Fleischwucherer und ihre Heßjagd gegen Sima now sti berichtete, im verflossenen Jahre eine ziemlich die Socialdemokratie" tagte am Donnerstag, 11. d. M., in dem umfangreiche Thätigkeit entfaltet. In mehreren Sizungen wurde für die Arbeiterschaft wieder frei gewordenen geräumigen Wöllſteinüber die Anstellung von ärztlichen Leitern und Aerzten beraten. fchen Saal und wurde bereits vor 8 Uhr polizeilich abgesperrt, soGegenüber einem Beschluß der Reichs- Versicherungsanstalt, wonach daß hunderte keinen Einlaß mehr fanden. Der Referent Reichstagsunverheirateten Patienten in den Heimstätten kein Taschengeld ge- abgeordneter Emil Rosenow gab in etwa 2stündigem, oft von Beifall währt werden kann, wurde der Antrag gestellt, solche Patienten unterbrochenem Vortrage ein Bild der Gewaltherrschaft im Reichsmindestens bei ihrem Abgang aus der Anstalt nicht ganz mittellos zu tage. Der brausende Beifall am Schluß seiner Ausführungen be= lassen und es wurde auch dementsprechend ein auf drei Tage be- wies, daß der Redner der Versammlung aus der Seele gesprochen rechnetes Taschengeld zugestanden. Gegen die Erweiterung der Ge- hatte. Es fand folgende Resolution einstimmige Annahme: Die von schäftsordnung des beamteten Vorstandes, die diesem das Recht giebt, weit über 800 Personen besuchte zweite Volts- VersammPersonen, die sich in grober Weise lästig machen, sofort zu entlassen, lung für Adlershof und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen wurde von den Arbeitervertretern protestiert; die Bestimmung wurde der Referenten Reichstags- Abgeordneten Fris 3ubeil und aber trotzdem angenommen. Sie soll aber nur angewandt werden, Emil Rosenow einverstanden; sie spricht der socialdemokratischen wenn besonders schwere Vergehen vorliegen. Auch über den Einsturz Reichstagsfraktion volles Vertrauen und Dank für ihre mannhafte der Decke im Arbeitsnachweisgebäude wurde im Vorstand beraten. Bekämpfung des Zolltarifs aus. Sie verpflichtet sich, mit allem Eifer In diesem Punkte mußte man sich schließlich mit dem Gutachten der für die Ausbreitung der Socialdemokratie zu arbeiten und lehnt es Sachverständigen, wonach den ausführenden Baumeistern teine entschieden ab, einer Partei den Rücken zu kehren, die seit ihrem Schuld beizumeffen ist, zufrieden geben. Die Sagungen über die Bestehen den Kampf für Wahrheit, Freiheit und Recht unerschroden Besoldung wurden dahin geändert, daß die Pauschalsumme für die und mannhaft geführt hat. Die Versammlung protestiert gegen die Vertreter der Arbeitnehmer von 800 auf 1000 m. erhöht wurde. Heße der bürgerlichen Preffe und verpflichtet sich, aus ihren Familien Ferner wurden die Vertreter der Arbeitnehmer im Vorstande gegen die Berleumderblätter zu entfernen und durch den Vorwärts" zu Unfall versichert. Der Satz beträgt bei Erwerbsunfähigkeit 5 M. ersetzen." Da der überwachende Beamte diesmal die Versammlung pro Tag; tritt infolge eines Unfalls der Tod ein, so erhalten die weder auflöſte, noch die Versammelten aufforderte, den Saal fofort Hinterbliebenen 30 000 M. Ein Antrag, die Vertreter der Arbeit- au verlassen, wie am Montag, 5. d. M., so konnte dieselbe mit einem geber auf Dienstreisen so zu besolden wie die Staatsbeamten, wurde Hoch auf die Socialdemokratie kurz nach 10 Uhr nach Vertagung vom Reichs- Versicherungsamt abgelehnt. Vom Ausschuß der der noch auf der Tagesordnung stehenden Punkte vom Vorsitzenden Landes Versicherungsanstalt berichtete Warn st. Der geschlossen werden. Voranschlag für die am 1. Mai 1902 eröffnete Lungenheilstätte in Beelitz wurde für die 8 Monate bis zum 31. Dezember auf 887 270 wurden auf Antrag der Vertreter der Arbeitnehmer erhöht, so daß die hierfür angefeßte Summe von 92 000 auf 100 000 m. stieg. Ein Konflikt entstand über den Antrag, für die innere Einrichtung der Anstaltstirche 14 941 M. zu bewilligen. Der Antrag wurde vom Ausschuß abgelehnt. Die Begründung der Ablehnung wurde dann vom Reichs- Versicherungsamt den Vertretern der Arbeitnehmer an heimgestellt. Diese haben nun eine ausführliche Begründung ihrer Stellungnahme eingereicht. Eine Entscheidung ist bis jetzt noch nicht erfolgt. Ferner hat sich der Ausschuß mit den Dienst verhältnissen der Beamten befaßt und dahin gewirkt, daß nicht ein fleiner Teil von der Vergünstigung einer lebenslänglichen Anstellung ausgeschlossen wird. Die Bestimmung, daß die Angestellten ihre Wohnung in Berlin haben sollten, wurde dahin abgeändert, daß Ein neuer Gewerkschafts- Prozeß. statt Berlin der" postalische Großbezirk Berlin und dessen unmittelDes weiteren wurde die Frage London, 10. Jamiar. Ueber die gerichtlichen Austreibungen bare Umgebung" gefekt wurde. der streifenden Bergleute von Donaby( Yorkshire) hat der Telegraph erwogen, ob es nicht zweckmäßig sei, für die Anstalt Beelis ein eignes Schlachthaus zu bauen. Der Kostenanschlag für die Invalidenanstalt bereits gemeldet. Außerdem schwebt dort ein Prozeß nach dem wurde auf 26 000 M. festgesezt, der für Heilanstalten auf 135 500 Muster des Taff- Bale- Prozesses. Es liegen darüber folgende Mart, für Sanatorien auf 1 515 920 M., der Gesamt- Kostenanschlag Einzelheiten vor: Vor sieben Monaten kam es in Donaby wegen des für 1903 auf 9 757 672 M. Der Ausschuß beschäftigte sich auch Nullens, sowie wegen Lohnforderungen zu einem Mißverständnis mit der Frage, in welcher Höhe die Landes- Versicherungsanstalt zwischen den Bergleuten und den Bergbefizern. Beide Parteien sind Berlin wohl genötigt werden könnte, zum allgemeinen Fonds beiorganisiert. Da ein friedlicher Ausgleich nicht möglich war, traten zutragen, also die notleidenden Versicherungsanstalten zu unterdie Bergleute in den Ausstand. Irgend welche Unruhen tamen nicht üben. Nach den eingezogenen Erkundigungen soll sich die Summe eventuell auf 1 500 000 m. belaufen. Zum Bau eines neuen Vervor. Dagegen behaupteten die Bergbefizer, daß der Ausstand unter waltungsgebäudes wurden als erste Rate 800 000 M. bewilligt. Die Kontrattbruch erklärt wurde. Die Ausständigen erhalten Streil- Gesamtkosten sollen fich auf 2 067 000 M. belaufen. In der letzten gelder von ihrer Gewerkschaft. Da der Kontraktbruch eine Eizung des Ausschusses bei der Beratung über den Etat für das ungesetzliche Handlung darstellt, die Gewerkschaft Jahr 1903 wurde die ungleiche Bemessung der Verpflegungsfäße durch die Auszahlung von Streifgeldern die ungefeßliche Handlung in den Heilanstalten und der Invalidenanstalt bemängelt und Befördert, so ist nach dem Taff- Vale- Entscheid die Gewerkschaft forporativ schiperde dagegen erhoben. Darauf folgte die Antwort, daß die InKöln, 12. Januar. Wie die„ Kölnische Volkszeitung" meldet, ( als Ganzes) verantwortlich. Die Gesellschaft wandte sich vor allem hätten, daß so wie so schon für sie eine weit höhere Summe aufge- tam heute auf dem Postamt in Mühlheim a. Rhein ein Geldbeutel an den Richter um ein Verbot( injunction) gegen die Zahlung von wandt werde als für die übrigen Rentenempfänger und bei Ers mit 5000 Mark in Fünfmartstüden abhanden. Die Ober- PostStreifgeldern, dann reichte sie die Klage auf Schadensersatz ein. Der höhung der Ausgaben die Eristenz der Anstalt in Frage gestellt direktion setzte eine Belohnung von 300 Mark für die Ergreifung Betrag des Schadensersatzes ist noch nicht bekannt. werde. Daß für die Patienten in den Lungenheilstätten höhere Ver- des Thäters aus. pflegungsgelder als für die der andern Sanatorien gebraucht werden, erkläre sich aus dem größeren Milchverbrauch jener Heilstätten. Zwei irische Agrar- Konferenzen. Hierauf berichtete Woldersti über seine Erfahrungen bei London, 8. Januar,( Eig. Ver.) In den letzten Wochen fagte in Dublin eine gemeinschaftliche Konferenz der Führer der Einziehung von Recherchen und zeigte dabei an mehreren Fällen, in irischen Bächter und einiger Grundherren, um eine Grundlage welch schwierige Situation man bei diesen Arbeiten kommt, die der beamtete Vorstand den Vertretern der Arbeitnehmer überweist. zu schaffen für einen Plan zur Lösung der irischen Boden- Ferner sprach der Redner über die jüngsten Vorgänge in der dem frage. Der Schlußbericht wurde am 5. d. Mts. veröffentlicht. stoten Kreuz gehörenden Heilstätte am Grabowfee, wo den Patienten Gestern waren auch die Grundherren zu einer Konferenz versammelt, die Verbreitung aller nicht von der Anstaltsleitung besorgten um über den Schlußbericht zu beraten. Wider Erwarten erklärten Schriften verboten wurde. Der Redner führte aus, daß zu der Ersich die Grundherren im Princip mit den Vorschlägen der Bächter regung und viel der Umstand beigetragen habe, daß sich innerhalb einverstanden. Der Schlußbericht hat demnach die beste Aussicht, zur der Anstalt, wo sich auch eine Anzahl Patienten mit nicht proleGrundlage der von der Regierung bald einzubringenden Bill tarischen Anschauungen aufhalten, Parteiungen gebildet hätten. Unter zu werden. Allgemein gesprochen sind sowohl die Vertreter der ben obwaltenden Umständen sei eine andre Lösung des Konflifts als Bächter wie die der Grundherren der Ansicht, daß der Austauf die jetzt erfolgte nicht möglich gewesen. Durch Abgang aus der Anein freiwilliger sein soll. Die wichtigste Ausnahme dieser stalt hätten sich die betreffenden Patienten schweren Schaden zugeRegel ist, daß der freiwillige Auskauf nicht gegen den Willen der fügt. Des weiteren erwähnte der Redner noch die Schwierigkeiten, Hälfte der Pächter irgend einer Gutsherrschaft vollzogen werden kann. Die sich für den Vertreter der Arbeitnehmer bei Begutachtung von Wo dieser Einwurf nicht vorhanden ist, können Bächter und Guts- Arbeiten ergeben. Bei der Lieferung von Tischlerarbeiten, die Herren in die Auskaufsverhandlungen eintreten. Selbstredend soll der Staat die Kauffumme vorschießen, was auf Grund der bisherigen Agrargesetzgebung wohl möglich ist. Sehr kompliziert ist die Fest segung des Kaufschillings. In dieser Beziehung empfiehlt der Schlußbericht: 1. Die leßtgezahlte Rente ist um 15 bis 25 Prozent herabzusetzen; 2. diese reducierte Rente ist als ein breiprozentiges Einkommen eines Kapitals zu betrachten; 3. das auf diese Weise festgestellte Kapital soll den Kaufpreis bilden. und da die Bulgarien. Grenzunruhen. Nach Blättermeldungen aus Sofia versuchten 260 macedonische Flüchtlinge aufs neue die Grenze zu überschreiten, wurden jedoch von der türkischen Grenzwache beschossen und zurüdgedrängt, wobei 40 Mann verwundet wurden. Redner zu prüfen hatte, seien Durchstechereien vorgekommen, die betreffenden Gegenstände in viel geringerer Ausführung als die Broben geliefert worden. In der dann folgenden Diskussion wurden einige Beschwerden aus Heilstätten vorgebracht. Simanowski und Dähne erklärten demgegenüber, daß in solchen Fällen sofort begründete schriftliche Beschwerde an die Arbeitervertreter gerichtet werden sollte, und nicht Die erst, wenn es zu spät und feine Kontrolle mehr möglich sei. Art der Festsetzung von Familienunterstützungen für Angehörige von Patienten führte zu einigen Einwendungen, wogegen Eimanowski auf die schwierigen Umstände hinwies, mit denen die Vertreter hierbei zu rechnen haben, und Woldersti einen neuen Fall anführte, wo eine von ihm als notwendig angesehene Unterstützung abgelehnt worden war. Postdiebstahl. Generalfonful und Landgerichtspräsident. München, 12. Januar.( B. S.) Vor dem Landgericht Den Landgerichts= München I fand heute die Verhandlung gegen den Generaltonsul Ludwig Steub und Handelss präsidenten und Vorfihenden der tammer Dr. Emil Guggenheimer wegen Zweikampfes statt. Generalfonful Steub hatte seinen Gegner in seiner Wohnung in flagranti mit seiner Gattin beim Ehebruch ertappt und ihn despektierlich behandelt. Die Folge war ein Duell, das aber unblutig Steub wurde zu drei Monaten, Guggenheimer zu vier berlief. Monaten Festungshaft verurteilt. Prozentpatrioten. Aus Konstantinopel meldet die Frtf. 3tg." vom 12. Januar. Der Antrag auf Anschaffung von 96 Kruppschen Feld= geschützen und von 200 000 Stück 8 Millimeter Mausergewehren ist nunmehr der Sanktion des Sultans unterbreitet worden; dieselbe wird täglich erwartet. Die Gesamtbestellung hat mit der Munition einen Wert von 900 000 Pfund. Der Preis der Gewehre wurde mit 3 Pfund 15 Piaster vereinbart. Die Pforte hat auf die Geschüße bereits eine Anzahlung im Betrage von 44'000 fund geleistet und sie wird in den nächsten Tagen weitere 36 000 Pfund Der Rest wird in wöchentlichen an Vertreter Krupps abführen. Ratenzahlungen à 25 000 Pfund aus dem für Rüstzwede reservierten Behntenzuschlag geleistet. Der größte Teil der für die Bestellung von Gewehren nötigen Mittel wurde dagegen aus dem der Regierung zufließenden Betrage der Konversion der Zollanleihe zur Verfügung gestellt. Bozen, 12. Januar.( B. S.) Gesteru in der Frühe erfolgte ein Erdrutsch auf der Mori- Arco- Bahn. Das Geleise wurde beschädigt. Afien. Charlottenburger Gewerkschaftskommission. In der am worden war. Friede in Atjeh. Der niederländische Kolonialminister teilte am 9. d. M. abgehaltenen Delegierten- Versammlung kam die Frage Der Zug von Mori mußte warten, bis das Geleiſe frei gemacht Freitag in der Sigung der Ersten Kammer mit, daß der Prätendent- der Verschmelzung der verschiedensten Gewerkschafts- Bibliotheken zur Hongkong, 12. Januar.( W. T. B.) Folgende äfen am WestSultan von Atjeh seine Unterwerfung angeboten habe. Damit wäre entgültigen Erledigung. Ein von einer Kommission ausgearbeitetes der Strieg, der jegt nahezu 30- Jahre gedauert hat, als beendet an- Regulativ nebst Bibliothek- Ordnung wurde nach längeren Be fluffe sind heute für den Berkehr geöffnet worden: Do- fing. Zuets zusehen. Es sind zwar noch ein paar Häuptlinge vorhanden, die ratungen mit einigen fleineren Abänderungen angenommen. Uebersching. Su- lit, Manning, Lut- to, Lul- pu, Kan- tong und Jungto. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 10. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Eiſenzoll, der Antrag v. Kardorffit und die Freisinnige Volkspartei. Im Plenum war der Freisinnigen Volkspartei detailliert vor gehalten, daß ihre Kommissionsmitglieder unter andrem durch rechtzeitiges Fehlen bei der Behandlung des Eisenzolls das Zusammenschweißen der Mehrheit mitbewirkt hätten. Das freisinnige ABC macht nicht einmal den Versuch, das Vorgehen seiner Mitglieder zu beschönigen. Wie liegt die Sache? Gleich nach Beginn der Kommissionsberatungen tauchte der v. Kardorffsche Plan auf, das Gesez zu formulieren, dem Tarif aber nur in Form einer Resolution zuzustimmen. Dieser Embryo wuchs elf Monate später zu dem befannten v. Kardorffschen Vergewaltigungs- Antrag aus. " A Dienstag, 13. Januar 1903. Berlin und Umgegend.. Nunmehr sah man sich gezwungen, andre Wege einzuschlagen, wie folgende Starte beweist, die an mehrere der bei Eitner beschäftigt gewesenen Arbeiter gerichtet ist: Herrn N. N. Um uns über die Differenzen, welche bei der Firma W. Eitner bestehen, Auskunft zu geben, ersuchen wir Sie, morgen, Freitag, den 9. Januar cr., vormittags 12 Uhr, nach unsrer Geschäftsstelle zu kommen. Vereinigung Berliner Metallwaren- Fabrikanten. Der Geschäftsführer: 2. Nasie. Diese unschuldigen Lämmer! sie wollen ja bloß Ausfunft haben. Als aber zwei Mann zur Geschäftsstelle hingingen, zeigte es sich, daß die Herren noch mehr als bloße Auskunft wollten. Die Herren Vorstandsmitglieder, die anwesend waren, verlangten von den Arbeitern gar nicht viel. Die Sperre sollte aufgehoben werden und dann würden die entlassenen Arbeier auch jedenfalls Scheine bekommen. lichste Unterstützung der Kardorfferei durch Nichter Tag im Rechnungsjahr 1900/01 auf 17,7 Mill. Mark im Jahre in diefer sondern Interpretation, darin, er 1901/02, also um rund 9,1 Mill. Mark= 33,7 Proz. zurückgegangen daß bei der Diskussion fo darstellte. ala об der ist. Nach dem Abschlusse der Betriebsrechnung betrugen nämlich die Parlamentarismus in der Herrschaft der Mehrheit Einnahmen im ganzen 84,13 Mill. Mark( im Vorjahre 89,74 Mill. bes Parlaments und in dem Sichunterwerfen Mark), die Ausgaben 66,37 Mill. Mark( 62,93 Mill. Mark). seitens der Minderheit unter den Willen der Mehr Gegnüber dem Vorjahr haben sich die Einnahmen um 5,61 Mill. heit bestehe. Mark vermindert und die Ausgaben um 3,44 Mill. Mark crhöht. Wenn Richter das schon vordem glaubte, wenn der Parla- An dem Einnahmerückgang ist der Personen- und Gepäckverkehr mit mentarismus in der That nicht darin besteht, daß die Interessen der 0,53 und der Güterverkehr mit 4,17 Mill. beteiligt. Ferner gingen Gesamtheit zu entscheiden haben und die Mehrheit die Minderheit weniger ein für Ueberlassung von Bahnanlagen und Betriebsmitteln nicht unterdrücken darf, was ist denn des Abg. Richters, der sich 0,45 sowie an Erträgen aus Veräußerungen 0,47 Mill. Mark. stets in der Minderheit befand und trotzdem opponierte, gesamte parlamentarische Thätigkeit anders als Humbug und Schwindel? Gewerkschaftliches. Donneruder Beifall der Rechten belohnte diese 3ufällige" Unterstüßung der Schutzzoll- Mehrheit. Vorbedingung für das Zustandekommen dieses Plans war die Richter hatte mit seiner allerneuesten Theorie über Parlamentarismus eine formelle und eine materielle. Die formelle Vor- jeder Vergewaltigung der Minderheit die Wege Mit Streifenden Arbeitern verhandeln wir nicht! Dies stolze bedingung war: daß nicht mit dem Tarif, sondern mit dem Tarif- geebnet. Am 27. November wurde der Antrag Wort der Kühnemänner, das die Herren bisher als Grundsatz aufgesetz die zweite Beratung im Plenum begonnen würde. Burde v. Kardorff eingebracht. Am 29. November abermals stellten, ist schon lange nicht mehr gültig. Im Sommer und Herbst mit dem Tarif begonnen, so lag die Gefahr nahe, daß während der Beschlußunfähigkeit. Die Not der Mehrheit stieg aufs höchste. 1902 mußte die Abteilung I des Kühnemänner- Verbandes fich dazu öffentlichen Beratung über die 946 Tarifpofitionen der Widerstreit So nah dem Ziel und doch entgleisen sollen, weil die bequemen, von ihrem hohen Piedestal herunterzufteigen. Sie mußte zwischen den verschiedenen wirtschaftspolitischen Interessen Fajanen und Hasenjagd Leute fehlten? v. Ströcher wetterte dabei erleben, daß die Arbeiter beim Verhandeln mit UnterAgrarier, Centralverband der Industriellen, Kleininduftie, Spinner am 1. Dezember vor dem Lande gegen seiner Freunde Gewohn- nehmern auch ihre Grundsäge haben und dementsprechend handeln. und Weber usw. so lebhaft entbrannte, daß eine Einigung in heit, die Pflicht dem Vergnügen unterzuordnen". In dieser Zeit der Jetzt hat sich nun die Abteilung II des so sehr„ arbeiterfreundlichen" der kurzen Zeit unmöglich wurde. Die Taktik der tariffeindlichen Parteien höchsten Not der Zöllner, denen der Reichskanzler gedroht hatte, Verbandes gezwungen gesehen, ebenfalls zu dem gewöhnlichen Volk mußte deshalb dahin gehen, in der Kommission und im Plenum mit wenn dies Kompromiß nicht in allen Lesungen bis Weihnachten der Arbeiter herabzusteigen. Bekanntlich haben die Arbeiter von der Beratung des Tarifs zu beginnen. Hierin waren alle durchdringe, dann wäre es vorbei, erscheint Eugen Richter als Eitner in der Sebastianstraße Differenzen, weshalb der Betrieb getariffeindlichen Parteien und auch die Freisimmige Zeitung" bei Retter in der Not und als Einpeitscher der Mehrheit.„ Der sperrt ist. Die Firma hat versucht, mit Hilfe des Nachweises in der Beginn der Kommissionsberatungen cinig. Beide Grundgedanke des Parlamentarismus beruht darauf," so kündet er, Dresdenerstraße Ersatz zu bekommen, doch ist dies trotz heißem Befreifinnigen Gruppen, die Socialdemokraten und selbst ein Teil des daß die Mehrheit ihren Willen durchsetzen kann". mühen nach vierwöchiger Anstrengung vollständig mißlungen. Centrums( Müller- Fulda) beantragten, in der Kommission so Das wäre eine jammervolle Mehrheit" donnert es von borzugehen. Die Mehrheit beschloß in entgegengeseztem Sinne. der Tribüne des Reichstags herab den Fasanen und Hasen jagenden Kurz vor Beginn der zweiten Plenarberatung des Zolltarifs Schwänzern zu, die sich einen„ Obstruktionsfeldzug" gefallen lasse. sprach sich zuerst die Freijinnige Zeitung" und in der 111. Kommissions- Von nun an war wenigstens bei den Abstimmungen fizung der freisinnige Abgeordnete Müller- Sagan eine zolltolle Mehrheit vorhanden. Rechtsbrüche dafür aus: mit der Beratung des Gesetzes zu beginnen, folgten auf Rechtsbrüche: gelegentliche Taubheit und grobe Verstöße dann erst den Tarif in Angriff zu nehmen. Das Plenum entschied gegen die Geschäftsordnung seitens des Präsidenten, Sanktionierung gegen die Stimmen der Socialdemokraten in gleichem Sinne. von Geschäftsordnungsverstößen und der Willfür des Präsidenten der Die formelle Vorbedingung zur Erledigung des Tarifs im Mehrheit durch die lex Gröber, Wortverweigerungen, permanente Ramsch" war so geschaffen. Verhandlungen vor beschlußunfähigem Hause, Bruch der Die materielle Vorbedingung für eine Erledigung des Geschäftsordnung durch Ablehnung, über die einzelnen Tarifpofitionen Tarifs in Bausch und Bogen tvar Schaffung einer Grundlage, dem abstimmen zu lassen, durch Wortentziehungen nach fünf Minuten bei die Agrarier und der Centralverbands zustimmen konnten. materiellen Ausführungen, durch Uebergang zur Tagesordnung über Diese wurde zwischen der ersten und zweiten Lesung der Kommission materielle Verbesserungsanträge, durch Schlußabstimmung über einen und in der zweiten Kommissionslefung geschaffen. Die Mehrheitsparteien Gefeßentwurf, dessen Lert von einer Zusammenstellung der gefaßten beschlossen, nicht die Beratung des gesamten Tarifs für die zweite Beschlüsse abwich usw. usw.... lauter Dinge, an deren Zustandekommen Lesung vorzuschlagen, sondern nur die einzelner Partien, an denen ent- noch vor Ostern 1903 Eugen Richter ganz unschuldig ist. Er hat doch sogar weder der Regierung( z. B. Heringszol) oder den Agrariern( z. B. Ge- gegen den Zolltarif, gegen den Antrag v. Kardorff, gegen die lex Gröber treide- und Viehzölle) oder einzelnen Gruppen schutzölnerischer gestimmt! Großindustrien( z. B. Garnzölle, Tafelglaszoll) lag. Der Kommission stand es frei, noch weitere Positionen zur zweiten Lesung zu ziehen. Konservative und die Bündler hatten sich insbesondere vorbehalten, falls die landwirtschaftlichen Zölle nicht noch mehr erhöht würden, die Herabsetzung der Industriezölle in Angriff zu nehmen. Nach Ablehnung der bündlerischen Anträge verkündete fast die gesamte konservative und bindlerische Preise mit dröhnenden Worten: es würde bei den Industriezöllen, insbesondere bei den Eiseozöllen, furchtbare Stache durch erhebliche Herabfetzung der Zölle genommen werde. Wurde diese Drohung wahr gemacht, so war die Grundlage einer Verständigung erschüttert und damit die Erledigung des Tarifs in Bausch und Bogen erheblich erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht. Die 108. Stommiffions- Aus Induftrie und Handel. fizung vom 30. Septemaer war die entscheidende. In ihr war zu beschließen, ob in eine nochmalige Beratung des Roh- Bankkonzentration. Nachdem kürzlich erst die Deutsche Bank eifen golls, der Eisenbahnschienen Zölle usiv. und die Dresdener Bank ihren Einfluß- und Geschäftskreis in Rheineingetreten werden solle. Gelang es, die zweite Beratung land- Westfalen erweitert haben, kommt jetzt wieder der A. Schaaffund eine Herabsetzung dieser Eisenzölle durchzusetzen, so wäre der haufensche Bankverein, der in letzter Zeit bereits Filialen in DüsselCentralverband der Industriellen aus einem lebhaften Freunde eindorf und Essen errichtet hat, an die Reihe. Es gliedert sich die erbitterter Gegner des Tarifs geworden. Mittelrheinische Bank in Koblenz an und zwar soll die Transaktion Mit Spannung sah man der Sigung entgegen. Der Hahn- derart erfolgen, daß die Mittelrheinische Bank ihr zur Zeit 5,04 Mill. Stadthagensche Antrag, in eine Specialdiskussion über den Mart betragendes Aktienkapital auf 9 Mill. Mark erhöht, und von Roheisen 3oll einzutreten, wurde mit 10 gegen 10 Stimmen den zur Ausgabe gelangenden Aktien ein Teil des Aufsichtsrats unabgelehnt. Es fehlten von den drei freisinnigen Kommissions- gefähr für eine Mill. Mark übernimmt, während die übrigen Aktien, mitgliedern zwei: Kopsch und Zwick, sowie der Antisemit Binde also für 3 Mill. Mark, von dem Schaaffhausenschen Bankverein über wald. Der dann gestellte Antrag, die Eisenbahnschienen nommen werden. Bemerkt sei noch, daß das Aktienkapital der MittelZollposition zur Diskussion und Abstimmung zuzulassen, wurde mit rheinischen Bank fich in den Händen einiger weniger Großaktionäre elf( Bindewald war inzwischen erschienen) gegen elf Stimmen ab- befindet, von denen der Hauptattionär Sommerzienrat Später zugelehnt. Damit war die Hauptklippe für das Zugleich im Aufsichtsrat des Schaaffhaufenschen Bankvereins sitzt. standekommen einer Pauschalerledigung beseitigt. Mit dieser Angliederung dehnt der Bankverein gleichzeitig seinen Stopsch erschien einige Stunden später, 3wid garnicht. Eickhoff, der von Machtbereich auch über Mülheim aus; denn wie die Köln. 3tg. den Freisinnigen die Wünsche der bergisch- märkischen Eiſenindustriellen erfährt, hat eine aus Aufsichtsrats- Mitgliedern der Mittelrheinischen auf Beseitigung oder Herabsezung der Eisenzölle in erster Lesung Bank bestehende Gruppe die Erhöhung des Grundkapitals bei der lebhaft vertreten hatte, war offenbar vom Abg. Müller( Sagan), der Mülheimer Bank von 3% auf 5 Mill. Mark in der Weise gewährdie Einberufung seiner Fraktionskollegen zu besorgen hatte, nicht ein- leistet, daß sie die Aktien, die von den alten Aktionären der Mülheimer berufen worden. Bant nicht bezogen werden, fest übernimmt. Danach wird also Gewiß kann dies rechtzeitige Fehlen zweier Frei- zwischen der Mittelrheinischen und der Mülheimer Bank eine Interfinnigen auf 3ufall beruhen. Nichtsdestoweniger hat dieser Zufall effengemeinschaft angestrebt, die in dem Schaaffhaufenschen Bank die allererheblichste Nachwirkung gehabt und wäre von energischen verein ihren Rückhalt findet. Gegnern des Zolltarifs unter allen Umständen vermieden worden. Roheisen- und Stahlproduktion der Vereinigten Staaten von Wären die beiden freifinnigen Abgeordneten erschienen, so wäre aller Voraussicht nach in letzter Stunde der Roheisenzoll auf 50 Pf. herabgesetzt und damit dem Tarif und vor allem einer materiellen Einigung ein Hauptstützpunkt entzogen. auf Parlamentarifches. Preußischer Landtag. Eine Korrespondenz meldet: Sicherem Vernehmen nach wird dem Abgeordnetenhause ein Gesetzentwurf betreffend die Landestrauer zugehen. Die Verhängung der Landestrauer anläßlich des Heimganges der Kaiserin Friedrich hatte in manchen Kreisen wegen der Nachwirkung auf die Geschäftswelt zu Beschwerden Anlaß gegeben. Die Vorlage dürfte auf eine Milderung der bisherigen Bestimmung hinwirken. 4 Amerika im letzten Jahre. Nach verläufiger Berechnung sind in den Vereinigten Staaten ungefähr 1,6 Millionen Tommen Roheisen und 1,5 Millionen Tonnen Stahl mehr hergestellt worden als im Jahre 1901. Die nachstehende Tabelle giebt ein Bild von der rapiden Entwicklung der amerikanischen Eiſenindustrie: StahlProduktion 73 214 533 191 RoheisenProduktion RoheisenImport Jahr 1871. 1876 1 706 793 . 1881 1 868 961 4 144 254 1880 5 863 329 1891 8 279 870 1896 1901 1902 8 623 127 15 878 354 17 500 000 1 588 314 2562 503 3 904 240 5 281 127 13 473 595 15 000 000 178 140 Tonnen 79 455 417 849 261 674 81 916 " " " 1 " 88 125 " 39 320 575 005 " " Nachdem so der Boden für den v. Kardorffschen Vorschlag geebnet war, galt es nur noch, neuen Verlegenheiten, welche die überagrarischen Bündler der Schutzzoll Mehrheit industriellem Schutzgebiet bereiten konnten, vorzubeugen, die bündlerischen Anträge, die sich auf landwirtschaftliche Gegendas schutzöllnerische stände bezogen, niederzutrampelu und Stimmvieh zusammenzutrommeln. Den ersten Schritt hierzu: Beginn der Beratungen mit dem Tarifgesetz statt mit dem Tarif unterstützte die Freijinnige Volkspartei( am 16. Oktober). Dem Schritt zweiten ( am 29. Oktober) Zustimmung zu dem geschäftsordnungswidrigen llebergang zur Tagesordnung über die noch nicht Sebattierten agrarischen Anträge der Bündler lich fie gleichfalls seine Unterstützung. Wenige Bemerkenswert ist die bedeutende Einfuhr ausländischen RohWochen später behauptet Herr Richter: durch eine Gegnerschaft gegen eisens, dem die Ziffer für das letzte Jahr ist 14 mal so groß, als den Tarif von linker und rechter Seite hätte der Tarif abge- die für das Jahr 1901. lehnt werden können. " Doch die betreffenden Arbeiter erklärten, daß sie mit der Organisation der Unternehmer nicht verhandeln ohne einen Vertreter der Arbeiterorganisation. Außerdem hätten sie überhaupt nicht das Recht, die Sperre aufzuheben. Dafür sei eine andre Stelle zuständig. Die Unternehmer erklärten darauf, laut§ 40(?) ihres Statuts dürften sie nicht mit der Arbeiterorganisation verhandeln. Damit war die ganze Unterredung erledigt und die Unternehmer waren genau so flug wie zuvor. Einen gründlichen, aber verdienten Reinfall haben die Herren Industriellen aus dem Oberberger Kreis( Mark) zu verzeichnen. Dieselben hatten bekanntlich( siehe„ Vorwärts" Nr. 3 vom 4. Januar) ihren Arbeitern durch einen auffälligen Anschlag bekanntgegeben, daß fie alle diejenigen Arbeiter vom 15. Januar ab von der weiteren Beschäftigung ausschließen wollten, welche noch bis dahin der Drganisation angehören. Dieser Anschlag" wurde von den Arbeitern richtig eingeschäßt und zog eine gewaltige Bewegung, weit über die Grenzen der Industrie hinaus, nach sich. In mehreren größeren Protest- Versammlungen, wie sie in der dortigen Gegend noch nicht zu verzeichnen gewesen sind, wurde den Unternehmern die Antwort der Arbeiter erteilt. Zu Hunderten traten die Arbeiter ihrer Vereinigung bei, so daß innerhalb einiger Wochen die gesamte in Betracht tommende Arbeiterschaft organisiert war und nunmehr mit aller Ruhe und Besonnenheit den 15. Januar erwarten konnte. Angesichts dieser Thatsachen hielten es die Herren Industriellen denn doch wohl für ratsam, sich nochmals die Sache zu überlegen. Sie beriefen zu Sonnabend, den 10. Januar, eine außerordentliche Sizung ein, deren Resultat nachstehender Beschluß ist, der zur Kenntnis der Arbeiter gebracht wurde. Oderberg i. M., den 10. Januar 1903. Nach Anhörung einer größeren Zahl einsichtiger Arbeiter, welche sich durch unsre Erklärung vom 22. Dezember 1902 in eine Zwangslage versetzt zu sehen glauben, haben wir uns bewogen gefühlt, den Beschluß vom 22. Dezember 1902 aufzuheben; ivir wollen also die Weiterbeschäftigung unsrer Arbeiter vom 15. Januar cr. ab lediglich von dem weiteren Verhalten der Arbeiter selbst abhängig machen. Der Verein der Industriellen und sonstiger Arbeitgeber von Oberberg und Umgegend. 〃 Bemerkt muß noch werden, daß die Arbeiter am Sonntag, den 11. 6. M., in einer Protestversammlung zu Hohen- Wußen durch eine Resolution erklärten: Die Arbeiter haben sich stets eines Verhaltens befleißigt, das keinen Anlaß bot zu irgend welchen Maßnahmen, erwarten und verlangen dasselbe auch von den Herren Arbeitgebern und deren Auftraggebern. Der Vertrauensmann der Vereinigung der auf Holzpläßen und im Holzfach beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Deutfches Reich. Das Ende des Meeraner Weberstreits. Aus Meerane wird uns geschrieben: Mit allen gegen 11 Stimmen beschlossen die Streifenden am Sonnabendnachmittag in drei Versammlungen, die Arbeit am Montag früh 8 Uhr aufzunehmen. Am Sonnabendmittag waren die Friedensbedingungen auf dem Rathause von den Vertretern der beiden Parteien unterschrieben worden. Der von den Arbeitern vorgelegte Lohntarif wurde im wesentlichen von den Fabrikanten anerkannt. alle Streifenden werden wieder eingestellt. Die Fabrikanten verpflichteten sich, nicht eher fremde Arbeiter einzustellen, als bis alle Streifenden in Arbeit stehen. Um in Zukunft ernsteren Differenzen nach Möglichkeit vorzubeugen, ist folgendes Abkommen getroffen worden: Alle Fragen über den vereinbarten Lohntarif und solche von allgemeinem Interesse, sofern dieselben nicht von den Arbeitern mit ihren Arbeitgebern erledigt werden können, sind einer siebengliedrigen Kommission, velche aus einem Ratsmitgliede als unparteiischem Vorsitzenden, drei Arbeitgebern und drei Stuhlwebern besteht, zur Anbahnung eines Ausgleichs zu überweisen. Der Arbeitsmarkt im Staate New York ist nach den Berichten Schwieriger war es, die Fehlenden zusammen zu des Vierteljahres- Bulletins des dortigen Arbeitsamtes im dritten trommeln: am 4., 7. und 10. November blieb der Reichstag Quartal letzten Jahres( bis dahin reichen die Berichte) ein äußerst trotz körperlicher Unterstützung der Mehrheit durch die freisinnigen günstiges gewesen. Der starke geschäftliche Verkehr, von dem die Mannen um Richter beschlußunfähig. v. Ströcher flagte später früheren Vierteljahrsberichte meldeten, hat den ganzen Sommer über darüber, daß drei Zeitungen seinem Appell an seine Freunde, zur angehalten. In den Monaten Juli, Auguft und September wurden Stelle zu sein, die Aufnahme versagt hätten. Eugen Richter nur 1,9 Proz. der gelverkschaftlich organisierten Arbeiter als arbeitsrumort in der Freis. Beitung" gegen die Zoll los gemeldet. Es ist das der günstigste Stand, der jemals dem tarif Opposition und angebliche" Obstruktion"- ist ihm doch Arbeitsamt gemeldet worden ist; in der gleichen Periode des Jahres Opposition und Obstruktion dasselbe und wettert gegen die 1899, ein Jahr hoher Konjunktur, wurden 2,3 Proz., im Jahre 1901 zeitraubenden" namentlichen Abstimmungen. Die Mehrheit bringt dagegen 3,1 Proz. als arbeitslos gemeldet. die lex Aichbichler ein, um Zeit zu ersparen.§ 35 der Vom englischen Eisenmarkt. Nach dem Berichte des IronGeschäftsordnung steht der Beratung entgegen, da noch eine Reihe andrer Initiativanträge vorliegen und die Antragsteller von monger", zeigt sich auf dem englischen Eisenmarite, wenn auch die dem zum Schutz der Minderheit im§ 35 ihnen eingeräumtent Recht Preise nicht angezogen haben, im neuen Jahre eine bessere Stimmung. Gebrauch machen, der Beratung der lex Aichbichler zu widersprechen, ist etwas Nachfrage für Roheisen vorhanden, und die Preise sind so lange ihre Anträge nicht beraten find. Benn Richter trotz des flaren fest. Der Umfang des Gesamtgeschäfts läßt indeß noch viel zu Wortlauts des§ 35 eine Durchbrechung dieses Schuges der Minderheit wünschen übrig, namentlich soweit Fertigfabrikate in Betracht aus Umständen, die der Gestaltung des§ 35 in seiner jezigen Form vorangehen, für zulässig hielt, so mag das noch auf Zufall" be Die Reichseisenbahnen im Rechnungsjahr 1901/02. Dem von worden. Die Ruhe und Besonnenheit der Streifenden ruhen, wiewohl der gesunde Menschenverstand sofort einwendet: der Generaldirektion zu Straßburg veröffentlichten Bericht über die was ist denn eine zum Schuße der Minderheit ge- Verivaltung der Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen und der Wilhelm war musterhaft. troffene Vorschrift wert, wenn die Mehrheit Luremburg- Bahnen im Rechnungsjahr 1901/02 entnimmt die lang streikten, fie jederzeit außer Acht lassen darf? Die wejent- Straßb. Korr.", daß der Betriebsüberschuß von 26,8 Mill. Mart und das Gericht tommen. " Wenn auch die Streifenden nicht ihre Forderungen im vollen Umfange durchdrücken konnten, haben sie doch einen bedeutenden Erfolg errungen. Der von nun an geltende Lohntarif hat für manche Arbeiten Zulagen von über 30-40 Prozent im Gefolge. Höhere wie im neuen Tarif festgesetzte Lohnfäße, die bisher in einigen Betrieben gezahlt wurden, dürfen nicht gekürzt werden. Die Organisation der Arbeiter ist, trotzdem sich die Unternehmer lange Zeit azu durchaus nicht verstehen wollten, anerkannt worden. Es jind mur ganz wenige Ausständige zu Streitbrechern geTrotzdem zweitausend Personen 13 Wochen ist keine Verhaftung vorgenommen worden wird in keinem Falle etwas zu thun bes * Hiernach ist der Erfolg der Streifenden noch größer, als wir nach den spärlichen Nachrichten, die uns am Sonnabend vorlagen, Seekuren für Lungenkranke. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. E. T. Wir sind nicht damit einverstanden, daß die Zeitungshändler auf der Straße einen höheren Betrag als 5 Pf. für unser Blatt fordern, doch haben wir kein Mittel an der Hand, die Preisauſſchläge zu verhindern. 2. F. 100. Das erfahren Sie am besten durch den Portier im Portal III, Sommerstraße. D.. Uns leider unbekannt. kommen. Die städtischen Behörden befleißigten sich allerdings auch gegenwärtigen Lage des Arbeitsmarktes", heißt es weiter in der Schöneberg. Mittivoch, den 14. d. M., abends 8 Uhr, findet einer anerkennenswerten Objektivität, und der Bürgermeister Bekanntmachung, werde ich jedoch in diesem Jahre meine Zu- die erste diesjährige( regelmäßig jeden Mittwoch vor dem 15. cines Wirthgen bemühte sich immer wieder um eine Beilegung des Stimmung nur in solchen Fällen erteilen, in denen mir der bündige jeden Monats stattfindende) Versammlung des Vereins für Frauen Streits und hat auch beim Zustandekommen der Friedensbedingungen Beweis geliefert wird, daß der Bedarf an Arbeitskräften durch ein- und Mädchen Schönebergs und Umgegend im Saale des Herrn eifrig mitgewirkt. Der Streit wird sicher auch auf die Arbeits- heimische Arbeiter nicht mehr gedeckt werden konnte. Arbeitgeber, G. Obst, Meiningerstr. 8, statt: Herr Lagerhalter Reinhold Küter welche verbotswidrig ausländische Arbeiter einführen, z. B. Arbeiter- wird einen Vortrag über die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart verhältnisse in der erzgebirgischen und vogtländischen Textilindustrie familien mit schulpflichtigen Kindern, haben die sofortige Ausweisung und Zukunft halten. Ferner wird der halbjährliche Kassenbericht, von günstigem Einfluß sein. der herangezogenen Ausländer zu gewärtigen." Abrechnung vom Herbst- und Weihnachts- Vergüngen in dieser Verfammlung gegeben werden. Der Maskenball des Vereins findet Sonnabend, 31. Januar, in In der Zeitschrift Tuberkulofie" besprechen Dr. Michael und den gesamten Sälen von E. Obst, Meiningerstraße 8, statt, wofür annehmen konnten. Vor allen Dingen fällt der moralische Erfolg H. Maurer die Vorzüge, welche die Seefahrt für die Lungenkranken in dieser Versammlung die Ausgabe der Billets an die Mitglieder der Streifenden ins Gewicht. Die Unternehmer und ihre Preß hat. Die Ausnutzung dieser Vorteile scheitert aber daran, daß die stattfindet. organe haben noch bis zum letzten Tage des Streits laut in alle gewöhnlichen Schiffe nicht für die Heilung von Kranten bestimmt sind, Welt hinausgeschrien, daß sie keine Lohnerhöhungen bewilligen sondern für die Reisen Gesunder. Darum sind die hygienischen Einkönnen, weil sonst die Meeraner Textilindustrie der auswärtigen richtungen in keinem Fall ausreichend für Lungenkranke. Die Dampfschiffe Konkurrenz erliegen müsse. Diese Behauptung ist bekanntlich nicht nur sind vor allem ungeeignet wegen der Rauchentwickelung, des Stampfens der Maschinen und dem Fettgeruch, aber auch die gewöhnlichen Segelvon den Arbeitern, sondern auch von einem einsichtigen Fabrikanten schiffe find nicht die passenden Aufenthaltsräume für solche Kranke. öffentlich als unwahr bezeichnet worden, der dafür von der Unter- Darum haben sich die beiden Autoren eingehend mit der Schaffung nehmerpresse heftig angegriffen wurde. Jezt haben die Fabrikanten eines schwimmenden Sanatoriums beschäftigt. Nach genauen Studien durch die Bewilligung von Lohnerhöhungen mögen sie auch nicht ist von einem Fachmann ein Projekt für ein Segelschiff, das aber die Höhe des ursprünglich Geforderten erreichen selbst bewiesen, auch Maschinen besigt, ausgearbeitet worden. Besonders haben sie P. K. Ist nicht so einfach. Fragen Sie einen Arzt. daß es nur ihrer Hartnäckigkeit zuzuschreiben ist, wenn sie früher sich auch mit der Frage beschäftigt, welches Klima auf der See W. Sch. in B. Sie finden die zuverlässigsten Zahlen über die Sie sind nach Rücksprache mit Reichstagswahlen mit sämtlichen Nachwahlen im Arbeiter- Notizkalender für jede Lohnerhöhung ablehnten und dadurch den Streik in die Länge wohl das geeignetste fci. zogen. Auch von der Organisation der Arbeiter wollten die Fabrikanten vielen erfahrenen Seeleuten, unter andrem mit dem Reichskommissar 1903, der für 60 Pf. in der Buchhandlung Borwärts zu haben ist. und Kapitän 3. D. F. Drager in Hamburg zu der Ansicht 2. Prenzlan. 1 und 2: Nein, jedoch darf nicht an Ort und Stelle nichts wissen. Die Leiter derselben wurden beschuldigt, den Streif gekommen, daß die besten und günstigsten Bedingungen ausgeschänkt oder getrunken werden. 3. In der Regel ja.- 2 Streitende 03. in frivoler Weise angezettelt und die mit ihren jämmerlichen Löhnen das Nordostpassat bietet. Die Kanarien liegen zu jeder Zeit in liche) Einwilligung zur Heirat erforderlich. 2. Vor der Heirat müssen 1. Bis zum vollendeten 21. Lebensjahre ist väterliche( beziehentlich mütter zufriedenen Arbeiter aufgehezt zu haben. Schließlich hat man sich diesem Gebiete und würden als Ausgangspunkt der ungefähr zwei mindestens 200 Marken geklebt sein, damit Rückzahlung stattfinden kann. aber doch herbeilassen müssen, den Vorsitzenden des Deutschen Tertil- bis vier Wochen dauernden Segelreisen zu wählen sein. Das Klima M. W. 100. Posthilfsstellen giebt es in Berlin nicht, amtliche Vers arbeiter- Werbandes, Genossen Hübsch, zu den Vergleichsverhandlungen des Nordostpassat bietet alle Vorteile des Meeresklimas. Die Tem- laufsstellen nur auf dem Amt. Sie müssen schon näher darlegen, was Sie Sch. 1903. 1. Ja, aber auf Antrag der Kinder verbleibt diesen heranzuziehen, und unter der Mitwirkung dieses Hauptheyzers" ist peratur ist Tag und Nacht fast gleichmäßig. Selbst die im Juli meinen. R. R. 18. denn auch der Friede zu stande gekommen. Wären die Fabrikanten schon herrschende Wärme von 25 Grad Celsius spürt man kaum, da der das Mobiliar. 2. Das hängt von den Umständen ab. 3. Nein. früher so einsichtig gewesen, mit der Organisation der Arbeiter zu ver- herbeiführt. Auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft ist so gut wie nicht erhoben ist, so ist Ihnen auf Antrag Bollstreckbarkeitsklausel zu erteilen. aus Nordost gleichmäßig niederfallende Wind die angenehme Kühlung 1. Nein. 2. Für den Antrag zuständig ist der Magistrat, Abteilung für Invalidenversicherung, Breitestraße 24. R. K. 100. Wenn Widerspruch handeln, dann hätten sie den Frieden schon längst haben können. feinen Schwankungen unterworfen; das Wetter ist beinahe ohne Verjährung tritt in 30 Jahren ein. Goethestraße. Die jährliche MictsJetzt ist nicht nur die Organisation anerkannt, sondern man hat auch Ausnahme schön. stempelsteuer für Ihren Vertrag beträgt 1 Mark. Steht nicht im Vertrag, eine Kommission, an der organisierte Arbeiter beteiligt sind, eindaß Sie die Steuer voll zu zahlen haben, so haben Sie sie nur zur Hälfte gesetzt, um künftige Differenzen gütlich zu erledigen. Diese AnSocialdemokratie und Konsumgenossenschaften in Holland. Der zu tragen. F. P. 6. Sie sind zur Zahlung der Steuer verpflichtet. H. A. B. Ihr Einkommen ist nach bayrischem und preußischem Gesez erkennung der Arbeiterorganisation in aller Form ist vielleicht der Vorstand der niederländischen socialdemokratischen Partei hat in A. B. 10. Ja. M. 76. Nein; die Nichtbeantwortung schönste Erfolg des Heldenmütigen Kampfes, der schon um dieses Er- feiner legten Sigung eine Kommiſſion von drei Mitgliedern zur steuerpflichtig. Förderung des Konsumvereinswesens eingesetzt. In einem Aufruf, Ihres Nüdtritts ist in Ihrem Falle als Zustimmung anzuschen. folges willen nicht vergeblich geführt worden ist. den diese Kommission nun erlassen hat, wird unter andrem gesagt: fragen fie dann im Termin vor. Liegt die Sache so, wie Sie sie schildern, E. D. 1002. Ihre Darlegungen machen Sie, dem Gericht schriftlich und Die Erfahrung hat gelehrt, daß bei Gründung von Konsum- so wird die Klage abgewiesen. Wenn Sie aber den Termin weder wahrs Gegen die östreichischen Gewerkschaften richtet sich ein Erlaß des genossenschaften nicht immer die für ihr Gedeihen notwendigen Be- nehmen noch wahrnehmen lassen, so werden Sie verurteilt. Ministeriums, der deshalb von den gesamten Gewerkschaften energisch dingungen vorhanden sind. Zu diesen Bedingungen gehört in erster Das von Ihnen vorgetragene reicht leider keineswegs zur Scheidung aus. bekämpft wird. In den letzten Jahren haben die östreichischen Gemert- Linie, abgesehen von einer genügenden Anzahl Mitglieder, getreuen Eine Scheidungsklage ist bei dem Landgericht des Wohnsitzes des Mannes Konsumenten, eine tüchtige und solide Leitung. Die Kommission hat anzubringen; der Klage hat ein Sühneverfahren vor dem Amtsgericht voraus schaften, um die Organisation zu befestigen, das Unterstützungswesen die Aufgabe, durch Erteilen von Auskunft über diesen Punkt sowie zugehen. Das Armenrecht wird erst nach fruchtloſem Sühneverfahren gewährt. ausgebaut. Reise- Unterstügung zahlen sehr viele Gewerkschaften, E. P. Falls im Mietsvertrag nichts vereinbart ist, A. L., Reicheneinige haben auch die Arbeitslosen- Unterstützung eingeführt, und über andre wichtige Punkte, der Entwicklung des Konsumgenossen- ist der Stempel von jeder Partei zur Hälfte zu tragen. die Buchdrucker sowie die Hutmacher pflegen noch andre inter- schaftswesens, das in unsren Händen ein Mittel, die Arbeiter bergeritr. 159. Ihr Mietsstempel beträgt pro Jahr 50 Bf., insgesamt stügungszweige. Das ist der Punkt, wo die östreichischen Be- bewegung zu stärken sein muß, förderlich zu sein und ebenso durch also 1 M. Jit im Bertrage( was in der Regel zutrifft) nicht vereinbart, hörden den Hebel ansetzen wollen, um der Gewerkschaftsbewegung, Berleihung von Vorschüssen an Konsumgenossenschaften, daß Sie die Steuer tragen müssen, so haben Sie nur die Hälfte zu erseken. die die Bedingungen, die an sie gestellt werden, erfüllen." Wie M. S., Landeskirche. Durch den Austritt aus der Landeskirche dem Wunsche der Unternehmer gemäß, das Leben schwer zu machen. weiter ausgeführt wird, stehen für derartige Vorschüsse bis jetzt erst tönnen Ihnen keinen Nachteile, sondern es kann Ihnen nur der Vorteil Während die Gewerkschaften dem östreichischen Bereinsgesetz von 1867 unterstehen, giebt ein andres Gesetz aus dem Jahre 1852 den ein paar Tausend Gulden zur Verfügung, man trachtet jedoch danach, erwachsen, daß Sie vom Ablauf des auf Ihren Austritt folgenden StalenderBehörden ein weitgehendes Aufsichtsrecht über gewisse Arten von diesen Fonds zu vergrößern. Die Thätigkeit der Kommission wird jahres ab teine persönliche Kirchensteuer mehr zu zahlen haben. Der Austritt erfolgt in der Art, daß Sie dem Amtsgericht Ihre Austrittsabsicht schriftlich mitteilen und dann innerhalb vier bis sechs Wochen auf dem AmtsVereinen geschäftlicher Natur, darunter auch solche, welche Ver- vom Parteivorstand überwacht. gericht Ihren Austritt zu Protokoll erklären. Formulare erhalten Sie bei sicherungsgeschäfte betreiben. Gestützt auf dieses Gesetz hat der Hoffmann, Blumenstr. 14. Ihr Austritt gilt nur für Sie persönlich. Shre Minister des Innern die Landesbehörden angewiesen, genau darauf zu Frau müßte ihrerseits selbst ihren Austritt erklären. O. M. 9. Nein. achten, daßVereine, die gegen bestimmte Beiträge bestimmteGeldleistungen festsetzen, wie dies bei den Gewerkschaften der Fall ist, auch jeder Zeit die zur Erfüllung dieser Leistungen erforderlichen Mittel zur Die Vereinigung der in der Blumen, Blätter- und Putfeder Berfügung haben. Damit erhält also die Behörde ein Aufsichtsrecht Fabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins hielten über alle Gewerkschaften mit Unterstüßungseinrichtungen. Der ihre General- Versammlung am vorigen Mittwoch in den Arminhallen Minister läßt zwar erklären, daß die Gewerkschaften nichts zu ab. Für den Vorstand berichtete Sinn, daß im letzten Jahre befürchten haben, tvenn fie nur den versicherungstechnischen 16 Vorstands- Sitzungen und 11 Vereins- Versammlungen stattAnforderungen entsprechen, oder die Verpflichtungen zu be- fanden, außer diesen zwei öffentliche Versammlungen zur Agitation stimmten ziffrenmäßigen Geldleistungen vermeiden, aber die Ge- unter den Palmenarbeitern sowie auch mehrere Werkstuben- Sizungen. werkschaften trauen dem Frieden nicht. Sie fürchten mit Recht, daß Die Blätter- Ausschläger hielten noch 6 Besprechungen ab. Bisher der Erlaß des Ministers, wenn es auch kein direktes Eingreifen der konnten für vier Betriebe Bertrauensleute gewählt werden. Es cr War bei Behörden zu Ungunsten der Gewerkschaften bedeutet, doch dazu beschienen 7 Nummern der„ Verbands- Mitteilungen". nugt werden kann und in vielen Fällen auch benutzt werden wird, Gründung des Berliner Vercins die überwiegende Zahl weibliche Mit um die Gewerkschaften gewissermaßen unter polizeiliche Aufsicht zu glieder, so verschob sich die Sachlage nach Gründung des Verbandes stellen. Eine Protestbewegung aller Gewerkschaften gegen den derartig, daß jetzt zwei Drittel der 120 Mitglieder Männer sind. Ministerialerlaß ist im Gange. Die Agitation unter den weiblichen Mitgliedern ist ungeheuer schwierig, da Arbeitgeber und Direttricen dem Verband entgegen find, fürchten die Mädchen beizutreten, man ist bei ihnen ganz auf persönliche Agitation und die schriftliche angewiesen. Husland. Entwicklung der Gewerkschaften in Italien. Nach einer Statistik des socialistischen Deputierten Cabrini eristiren gegenwärtig in Italien 27 Centralorganisationen mit 2768 Zweigvereinen und 480 689 Mitgliedern. Darunter befinden sich 47 464 Frauen. Sociales. Die Einführung ausländischer Landarbeiter will der Landrat des Kreises Niederbarnim etwas beschränken. In einer Bekanntmachung wird den Landwirten befohlen, sich, zur Vermeidung späterer Unzuträglichkeiten, noch vor Anwerbung der Arbeiter, unter Angabe ihrer Zahl, der Zustimmung des Landrats zu versichern. Bei der Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 13. Januar. Anjang 7 Uhr: Opernhaus. Fra Diavolo. Schauspielhaus. Im bunten Rod. Neues Opern Theater. Tanzidyllen von Miß Isadora Duncan. Deutsches. Sonnwendtag. Berliner. Alt- Heidelberg. Lessing. Der blinde Paffagier. Neues. Fedora. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Seine Kleine. Westen. La Traviata. Central. Madame Sherry. Belle Alliance: Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Ein Ehrenwort. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Renaissance. Carl Weiß. Die Blüte des Bagno. Luijen. Die Cameliendame. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Buntes. Courteline- Abend. Kleines. Erdgeist. Trianon. Die Liebesschaukel. Balast. Auf hoher Sec. Cafino. Moderne Frauen. Apollo. Nakiris Hochzeit. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steid!-Sänger. Baffage Theater. Specialitäten. Residenz- Theater. Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 7 Uhr. Aus der Frauenbewegung. A. G. Nein. -... Mahle 64. G. R. 21. Die Forderungen aus einem Kaufvertrag verjähren in der Regel in zwei Jahren. Ob und welche Forderung in ihrem Fall noch besteht, ist ohne Kenntnis des Vertrages nicht zu entscheiden. In allen Fragen, denen ein bestimmter Bertrag zu Grunde liegt, empfiehlt es sich, in der juristischen Sprechstunde an der Hand des Vertrages, nicht aber durch den G. 2. 100. Es ist möglich, aber Briefkasten, Auskunft zu verlangen. unwahrscheinlich, daß Sie als Beuge befragt werden, ob sie bestraft sind. Die Frage müssen Sie wahrheitsgemäß beantworten. Liegt Ihnen daran, nicht nach der Borstrafe befragt zu werden, so richten Sie am zweckmäßigsten etwa folgendes Schreiben vor dem Termin an das Gericht: In der und der Straffache( Aktenzeichen) bin ich zum so und sovielten als Zeuge geIvegen. mit laben. Ich bin im Jahre Strafe belegt. Sch bitte, mich nach meiner Borstrafe nicht befragen, noch eine dahin gerichtete Frage zulassen zu wollen, da mir das Bekanntwerden derselben Dem in solchem Schreiben enthaltenen nachteilig sein könnte. x. 9. 3. 1. Ja. 1. Nein. Wunsch entspricht jeder Richter. 100. A. P. Auch wenn Sie nachweisen fönnten, daß der neue Mieter vom 1. Dezember ab Miete gezahlt hat, wäre eine Klage leider aussichtslos. Ab. Sp. 1. Das Schlachtvieh- und Fleischbeschau- Gesch nimmt Hausschlachtungen von der sonst reichsgefeßlich angeordneten Untersuchung aus. Jedoch dürfen landesrechtliche Bestimmungen auch Hausschlachtungen der Untersuchung unterstellen. Dieser Teil des Reichsgefeßes tritt mit dem 1. April 1903 in Krast. Nach dem in Preußen im vergangenen Jahre beschlossenen Gesek, das voraussichtlich auch zum 1. April in Straft treten wird, darf die Untersuchung bei für den Haushalt geschlachteten Schweinen unterbleiben, soweit nicht durch Polizeiverordnungen etwas andres bestimmt Revisor Kollege Hennicke berichtete, daß der abschließende Kassen ist oder wird. Ob die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes erlassenen bericht erst in der nächsten Versammlung erfolgen könne wegen der Bolizeiverordnungen gültig find, ist unfres Wissens nach nicht vom Kammerviclen fäumigen Beitragszahler. Die Einrichtung einer Zahlstelle, gericht entschieden. 2. Für aussichtsvoll erachten wir die Berufung nicht, in der jederzeit Beiträge entgegengenommen werden, sei daher sehr weil die Frage der Rechtsgültigkeit zweifelhaft ist und voraussichtlich zu begrüßen, sie befindet sich bei F. Höhle, Oranienstraße 109 mit Rüdficht auf den Inhalt des( noch nicht in Kraft getretenen) ( Restaurant). Mit der Mahnung, die Agitation unter Kollegen und preußischen Gesetzes bejaht werden wird. Kolleginnen fräftig zu betreiben, schloß die gut besuchte Versammlung. In den Vorstand wurden einstimmig gewählt: H. Sinn zum 1. Vorsitzenden, K. Morgenstern zum Kassierer und Frl. Knobbe zur Schriftführerin. Zu Beisitzern Frl. Schaub und Kollege Bienicke, zu Revisoren Frl. Hoffmann und Kollege Grieger. Weiss- Theater. -Schönhausen. Nein. CASTANS Urania. Carl Weiss Theater Kleines Theater. Die beiden Schulen. Panoptikum ( Les deux Ecoles.) Lustspiel in 4 Atten v. Afr. Capus. Deutsch von Theodor Wolff. Morgen und folgende Tage: Die beiden Schulen. Sonntagnachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Der grosse Wohlthäter. Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Mittwoch zum lektenmal: Othello, der Mohr von Venedig. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Bum 154. Male: Seine Kleine. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Atten. Jm 1. Aft: Ein Winterfest im Grunewald. Jm 2. Att: Haben Sie nicht den kleinen Cohn gesehn?( mit Guido Thielscher). Im 3. Aft: Lebende Märchen. Anfang 7 Uhr. Sonntagnachmittag 3 11hr: Dorf und Stadt. Friedrichstrasse 165. WeihnachtsAusstellung Zauberkünstler Mr. François Roberts:„ Das Verschwinden einer Dame!" Kasperle- Theater. Lebende Bilder. Grosses Konzert. Passage- Theater. Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. I Weehent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Nur noch kurze Zeit: Auguste Adamovic Nachmittags 7 Uhr. Abends 10 Uhr. Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Große Frankfurter Straße 132. Durchschlagender Erfolg! Sensationelle Novität! Die Blüte des Bagno. Das Land Tirol. Schauspiel in 5 Atten( 7 Bildern) nach Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. E. Nass: dem Roman v. Goron ut. E. Gautier. Das Leuchtgas und seine Industrie. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Um 8 Uhr: A. Wegener: Die Entwicklungsgeschichte des Weltalls. Palast- Theater Für das Carl Weiß- Theater eingerichtet und insceniert von E. Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag: Hänsel und Gretel. Sonntagnachmittag: Die letzten Tage der Antillen. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Erdgeist. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Neu! Amones Neu! Gretchen Reimann 2c. Franz Kern Central- Theater Dag mit neuer glänz. Ausstattung: Heute u. folgende Tage, abends 7 Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Zelig. Dolch der Mutter. Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast.auptschlager: Das Lied vom Das phänomen. Januar- Programm. on Dundee. Alles neu! Neu! Alles neu! 8 Uhr. Nen infceniert: 8hr. Auf hoher See. Lebensbild m.Gesang u. Tanz in 3 Aften. The Atlantics, Krast- Att. Gebr. Bellong, großart. Melange- Aft. Jonny Manchenez, das med. Weltwdr. The Helsons, eine Scene im Kaffeeh. Elsa Byron, Soubretten- Diva. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Buntes Theater Bernhard Rose- Theater- Ensemble Belle- Alliance- Theater. Anfang 8 Uhr. Zum 1. Male: Passage Panoptifum.Specialitäten. Köpnickerstr. 68. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Dienstag, den 13. Januar 1903: Heute u. folgende Tage: Ab. 7, Uhr. Cupido& Co. Sale Slir: Dr. E. Raj: System Aubert Der Hüttenbefizer. Schwant mit Gef. u. Zanz in 3 Aften. Im Hörsaale um Uhr: Das Leuchtgas und seine Industrie. Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 11hr. Um 8 Uhr: A. Begener: Die Entwidlungsgeschichte des Weltalls. Komödie in 3 Akten von Roland und Morgand. Bearb. v. A. Flachs. Zum 1. Male: Mimensiege. Von G. Courteline. Deutsch von S. Trebitsch. ( Le Maitre de Forges.) Schauspiel in 4 Aften( 5 Verwandl.) von Georges Dhnet. Anfang 8 11hr. Donnerstag: Flotte Weiber. Große Posse mit Gejang. Hierauf: Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Ende 10% Uge Mavier. 11 Der Pfeifer Das Liebesdueit am Liebesgötter. Das Lied von der Droschte 1. Güte. Youp- la Catarina. Das Dfenbank Dueit. Das Lied von der Boa. Das Das Mädchen- Couplet. Mantel- Duett. Mittwoch u. Sonnabend, nach. 4 Uhr, halbe Breise. Jed. Erwachs. 1 Kind frei: Schneeweisschen und Rosenrot. Weihnachtsmärchen mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. Sonntag, den 18. Januar, nach mittags 8 Uhr: Die Fledermaus. Luisen- Theater. Moderne Frauen. Großer Lacherfolg. Zeitgem. Couplets. Anf.: Wochent. 8, Sonntags 7% Uhr. Sanssouci Seden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Einmalige Donnerstags- Aufführung: Die Zillerthaler. Neu! Grünebergs Neu! Sensationsparodie: De Lup in de Lupt. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Die Cameliendame. njang 8 Uhr. Borvert. 10-2 Staffe. Bochentags: Entree frei! KünstlerMorgen: Othello. Donnerstag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Freitag: Die Cameliendame. Sonnabend: Der Kapellen 5 Rattenfänger von Hameln. Sonntag Special- Ausschank 8 Uhr: Die Anne- Lise. 8 1hr: Die der Berliner Cameliendame. Bockbrauerei. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Schauspiel in 4 Aften von Otto Erich Hartleben. Mittwoch abend 8 1hr: Renaissance. Donnerstagabend Uhr: Ein Ehrenwort. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Centralverband der Maurer 2c. Zahlstelle Berlin. Dienstagabend 8 Uhr: Donnerstag, den 15. Januar, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Lustspiel in 3 Alten von Franz v. Schönthan u. Franz Koppel- Elfeld. Mittwoch abend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Donnerstagabend 8 Uhr: Sappho. FREE Trianon- Theater. Winter Garten 1 S 6 Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Vollständig neues Programm: Die Liebessehaukel. Tortajada Spanische Tänzerin. Paul Conchas: Im Bivouac". Morton und Elliott, Excentrics. Wallno und Marinette, Tanzduo. Thompsons Wunder- Elefanten. Otto Reutter, Humorist. Das Bordeverry- Trio. Adrienne Larive, Pariser Sängerin. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Silbersehmidt über:„ Die politische Situation und die Gewerkschaften". 2. Anträge zum Verbandstag und Aufstellung der Kandidaten zu den Wahlen der Verbandstags- Delegierten des Zweigvereins Berlin. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Guten Besuch erwartet VorwärtsDie Verbandsleitung. 136/2 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Buchhandlung Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Lindenstr. 69. Wir empfehlen: Reclams Dienstag, den 13. Januar 1903, abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynftr. 27: Versammlung Täglich: Gr. Vorstellung. Universal- Bibliothek. aller in der Schrauben- Branche Das grosse amüsante Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. Januar- Programm Ritchie Duo, Bicycle- Künstler. Die 7 Allisons, Akrobaten. ,, Das Mädchen mit dem goldenen Haar", Pariser Luft. Eine Vision. Ballett. ,, Die Reise in den Mond", Biographische Bilder. Metropol- Theater. Täglich: Der grösste Erfolg dieser Saison! Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt v. Dir. Rich. Schultz. Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G. Henry Bender. Frid Frid. Flora Siding. Hansi Reichsberg. 10 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Rauchen überall gestattet. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, den 17. Januar 1903: HR 1. Grosser Metropol- Theater- Ball. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagesfasse 11-14 Uhr. ( Mehsel, Pietro, Britton, MarSteidl, Krone, Böhme, Böckmann, Plättner 2c.) Apollo- Theater. Bon 8-9, Uhr: Specialitäten und Robert Steidl mit seinen neuen 9 Uhr: brillanten Schlagern. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jede Nummer 20 Pf. Enthält Gedichte, Dramen, Romane und Erzählungen der besten deutschen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bericht der Agitationskommission über ihre Thätigkeit. 2. StellungJed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch und ausländischen Dichter( in Ueber- nahme zum diesjährigen Verbandstag in Berlin. 3. Verschiedenes. nach der Vorstellung: TANZ. Cirkus Schumann Dienstag, den 13. Januar 1903, abends 7, Uhr: Elite- Abend. segung), ferner Textausgabe der Reichsgeseze usw. Leserlicher Drud, gutes sind verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Alle Kollegen, die ein Interesse an dem Ausbau des Verbandes haben, Papier. 233/2 Erschienen find ca. 4400 Nummern. Alle Nummern sind vorrätig! Kataloge sind bei uns gratis zu haben. Elite- Programm. 12 Nummern. Wein- u. Bierflaschen aus und Um 9 Uhr: Das Tagesgespräch von Berlin Looping the Loop. Um 9 Uhr: Kolinsky, Strautstraße 36. Echt holt ab Die lustigen Heidelberger. Marly-Schrot Die Parole aller bisherigen Pantomimen. zum Donnerstag, den 15. Januar, abends 7, Uhr: Grosse ausserordentliche Gala- Vorstellung Besten der Sammlungen für die Ausbildung von Mitgliedern der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz als freiwillige Krankenpfleger 2. Hd. des Central- Komitees des Preussischen Landesvereins vom Roten Kreuz. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstkl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Masken- Garderobe von 2712* Carl Ernst, Röpniderstr. 126, 1 Tr. Größte Auswahl! Billigste Preise! Borzeiger dieser Annonce erhält 10%, Preisermäßigung. Neueste wahre billige Preise per Nachnahme. Wirkl. Salzfetthering, ½, Faß M 6. 500 St. 7 u. 8 Mt. 250 St. 3, u. 4 M. Faß, große M( zu empfehl.) 400 St. 9 it. 10 Mt. 200 St. 4½ u. 5 Mt. MK Spedfett 320 St. 11 Mt. 160 St. 5, Mt. Nakiris Hochzeit. Sa Bollheringe Milch, Rogen, Ausstattungs- Operette b. Paul Lincke. Sassen- Eröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Sonntag, den 18. Januar, 3 1hr nachmittags, zu ermäßigten Preisen: Frau Luna. SteidlLinienstraße 132. Theater Dranienburger Thor. Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Fett 200 St. 9. 10 Mt. 100 St. 4. 5 M., bessere Sorte 10% u. 5½ Mt. Post- Dose. 70 zarte Fetth. 1 60 St. 2, Vollh. 2, Mt. Brathering 4 Lit.- Dose 2, 8 Lit. Dose 3 M., 80 Delikatesh. 2% 11. 2 Bismarckh. 2, u. 2 Mt. Post- Kiste. Bücklinge 80 St.. 2, Mt., Voll- u. Fett- Bücklinge groß 2 M., 4 Pfd.: Kiste Sprotten 1%, M., 2 Riften 3, Mk. 2652* 352L* feinster Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Dienstag, den 13. Januar 1903, abends 8 1hr, bei Richter, Groß- Lichterfelde, Chauffeestr. 104: Bezirksversammlung für Steglitz. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Haback über: Die Scharfmacher an der Arbeit". 2. Jahresbericht. 3. Berbandsangelegenheiten. 110/10 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Centralverband der Maurer. Bahlstelle Charlottenburg. Dienstag, den 13. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saale des Volkshauses, Rofinenstr. 3: 1 General- Versammlung. Zages Ordnung: Kaffee- Zusatz Jahresbericht des Kaffierers. 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Abrechnung vom 4. Quartal und 3. Neuivahl der gesamten örtlichen Verwaltung. 4. Borschläge zur Wahl eines Delegierten zum Verbandstag. 5. Gewerkschaftliches. der Neuzeit. 1/2 Pid. Original- Paket 15 Pf. A. Pennitz, Berlin C., Rosenthalerstr. 59, u. mit Plakat belegten Handlungen. Albert Marquard Berlin, Neanderstr. 26. Dampf: Effenzen- Fabrik, gegr. 1858, empfiehlt seine vielfach prämiierten Essenzen für Liqueure und als besondere Specialität feinen Jamaica- Rum- Extrakt anerkannt als bester und billigster Extrakt zur Herstellung eines wirklich guten[ 2642* Rum. Gänsefedern 60 Pf. pr. Pfund( gróbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Ganferupf M. 2.00, beffere Gänsehalbdaunen M. 2.50, 3.00. befle fhneeweiße m. 3.50, ruffifche Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 2.50. Prima geriffene mt. 3.00, 3.50. Derfand gegen Nachnahme. Berlin S.. Gustav Lustig, pringenstraße 46a. Erste Bettfebernfabrik m. electr. Betriebe. Diele Anerkennungsfchreib. Merfallene Pfänder. Goldsachen, wie Brillanten j. Art, gold. u. Stürmischer Lach- Erfolg! W. Schwandt, Swinemünde, fiberne bren, Ketten, Ringe, ſauber Familie Humbert Ult- Komödie von Fritz Steid!. 11. d. a. gänzlich neue Programm. Entree 50 Pf.( Vorverkauf 40 Pf.), Sperrfis 1 M., Loge 1,50 M. 9 it. schön, w. spottb. verf. Altes Gold, Fischerei, Heringsgesch. engros, Silber iv. getauft u. in Babl. gen. in Räucherei und Marinier- Anstalt. Bfandl. Prinzenstr. 28 I, Ede Ritterstr. Konsum- und Produktiv- Genossenschaft Berlin- Rixdorf E. G. m. h. H. Activa. Cirkus Busch.breibung Dienstag, den 13. Januar 1903, abends 7, Uhr: Dahomey. Elefanten Jagd. Elefanten und J . Kassenbestand Bankguthaben Inventar nach 10 Proz. Pferd nach 10 Proz. Abschreib. Gas- Kautionen Fastagen, Düten und Backpapier Guthaben bei d. Großeinkaufs- Gesellschaft Pferd und Seelöwen, grossartige Müller- Stangenberg. Dressuren. Etablissement Wechselgelder Debitoren Warenbestand Bilanz 30. September 1902. M. lbf 4 734 38 Mitglieder- Guthaben 488 41 Referbefonds Dispositionsfonds 34 122 36 Streditoren Kautionen 2 856 23 Reingewinn 595 6 384 59 957 25 648 31 230 1 573 50 83 975 39 136 565 41 Buggenhagen Bahl der Genoffen am 1. Dito am Moritzplatz. Jeden Tag: Streich- Konzert. Bocanstich: 15. Januar. Im Kaiser: Saal: k Norddeutsche Sänger und Tanz, ber 1901 Eingetreten bis 30. September 1902. • 2836 2 Mitglieder- Guthaben Passiva. m. pi 37 676 10 1 975 69 78 50 95 235 62 1 210 389 50 Werte Stollegen! Der Wichtigkeit der Tages- Ordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Kollegen dringend nötig; auch ist es Pflicht eines jeden Kollegen, für guten Besuch der Bersammlung recht träftig zu agitieren. Es erwartet deshalb recht regen Besuch Mit kollegialischem Gruß! Die örtliche Verwaltung. J. A.: Fritz Busse. Verlobte. Emma Kohn Eugen Umrath Berlin, 11. Januar 1903. Schliemannstr. 9. 14936 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsre liebe, treusorgende Gattin, Mutter und Tochter Marie Amberger geb. Nitter am Sonntagnachmittag nach langer schwerer Krankheit sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag 4 Uhr von der LeichenHalle des Luisen- Kirchhofes in Charlottenburg aus statt.[ 3562 Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 8. d. M. durch Unfall unser einziger Sohn, der Zimmermann Paul Anders im 25. Lebensjahre so plötzlich aus dem Leben geschieden ist. Dies zeigen tiesbetrübt an Die trauernden Eltern nebst Verwandten. August Anders nebst Fran. Die Beerdigung findet Dienstag, den 13. d. Mts, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Forsterstr. 40, 14945 aus statt. Danksagung. Allen Kollegen, Freunden und Ges nossen sowie feinen Meistern für die rege Beteiligung und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes meinen herzlichen Dank. Witwe A. Arndt. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes August Bielicke fage hiermit allen Kollegen, Freunden und Bes fannten meinen aufrichtigsten Dank. Witwe Auguste Bielicke geb. Kloth. Für die Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unsres Vaters sage ich allen Be fannten und Freunden, insbesondere dem Geselligen Verein Hoffnung" und feinen Kollegen der 2. E.-G. Herz3532 lichsten Dant Klara Walter nebst Kindern. Genossenschafts- Bäckerei NB. In der Bersammlung werden ebenfalls die neuen Mitglieds ,, Vorwärts". Am Ostbahnhof 3. 136/1( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) bücher verausgabt. Socialdemokr. Wahlverein General- Versammlung Rixdorf. Mittwoch, den 14. Januar 1903, abends 8 Uhr, in Thiles Festfälen, Bergstr. 151-152: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Bericht des Vorstandes, Kassierers, Parteispediteurs und Bibliothekars; Aufnahme neuer Mitglieder; Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen bittet 232/2 Der Vorstand. Central- Verband der Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin und Umgegend. Freitag, den 23. Januar 1903, abends 8 Uhr, im Geschäftsraum Ostbahnhof Nr. 3. Tages- Ordnung: 1. Antrag des Aufsichtsrats über die Höhe der zu gewährenden Prozente an die Wiederverkäufer. 2. Antrag des Vorstandes betr. Verschmelzung 1498b oder Berkauf des Bäckereicit. Der Vorstand. Hermann Teupel, Geschäftsführer. Friedrich Viehöfer, Staffierer. Krankenkasse für die Beamten und Angestellten der Krankenkassen, Berufsgenossenschaften sowie der Invaliditäts- u. AltersversicherungsFünf Versammlungen Anstalten in Berlin. E. H. 108. Für Charlottenburg und Moabit( Bezirke 9 und 13): Dienstag, den 13. Januar, abends 8 Uhr, im Volkshaus", Rosinenstraße 3. für Weften und Südwesten( Bezirke 7, 8 und 19): Mittwoch, den 14, Januar cr., abends 8 Uhr, im Klubhaus, Schöneberg, Hauptstraße 5-6. Für Süden und Rixdorf( Bezirke 5, 6 und 15): Donnerstag, den 15. Jannar, abends 8 Uhr, im Lokale von Brüder, Waldemarstraße 75. für Often und Friedrichsberg( Bezirke 2, 3, 4 und 16) in der Germania Brauerei, Frankfurter Allee 53. für Norden( Bezirke 10, 11, und 12) 254/2 bei Hübner, Swinemünderstraße Nr. 42. Tagesordnung in allen Versammlungen: ,, Das Zolltarif- Gesez und die Gewerkschaften." Referenten: die Genoffen G. Link, A. Ritter, Rosenow, Zubeil. Kotzke. Kameraden! In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung fordern wir Euch auf, Mann für Mann in diesen Versammlungen zu erscheinen. Keiner darf fehlen, welcher in den genannten Bezirken wohnt! Steiner darf es unterlassen, für Bekanntmachung und Besuch der Versammlungen zu agitieren! Mit kameradschuftlichem Gruß Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde Berlin. Sonnabend, den 17. Januar cr., in den Fefträumen des Elysiums, Landsberger Allee 39-40: Gr. Wiener Masken- Ball. Großer Jahrmarktsrummel zu Plundersweiler. Schaubuden, Wahrsager, Niesendame, Menagerie, Erntetanz usw. Billets sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: O. Jänicke, Schöneberg, Golzstr. 6, H. I. G. Bohne, Hochmeisterstr. 26,. IV. 136 565 41. Chrieftens, Mühlenstr. 49, v. III. B. Schröder, Passauerstr. 3, im Laden. P. Sallaner, B. Kuhirte, Immanuelkirchstr. 16, r. Stif. IV. Krautstr. 36, Quergeb. III. H. Kotlow, Hochmeisterstr. 5, Duergeb. IV. Mittwoch, den 21. Januar 1903, abends 7 Uhr, Stralauerstr. 57 ( Miegel): Ordentliche General- Versammlung. Zagesordnung: 1. Jahres- u. Staffenbericht pro 1902 sowie Bericht der Revisoren. 2. Beschlußfaffung über das zu bestimmende Publikationsorgan für 1903. 3. Wahl von vier Vorstandsmitgliedern für die Jahre 1903 und 1904. 4. Wahl von drei Revisoren pro 1903. 5. Abänderung des Statuts ind zwar der§§ 13 und 19. 6. Verschiedenes. 15026 Der Vorstand. Mark 500 Belohnung! Wir beabsichtigen, unsre Lager: bestände in Winter- Auzugitoffen Valerotstoffen Beinkleiderstoffen " wegen vorgerückter Saison und Umgestaltung unfres Geschäfts schnellstens zu räumen. Unter eidesstattlicher Ver: sicherung verkaufen wir am Dienstag, den 13. Januar d. J. 14. " Mittwoch, Donnerstag, 15. Freitag, 16. " oben angeführte Waren genau zu Selbstkosten resp. Fabrikpreisen. Diese sind für jedermann fichtlich in unfren Schaufenstern ausgestellt. Obige Belohnung sichern wir denjenigen zu, welche uns nachweisen, daß unsre Berkaufspreise für genannte Tage nicht Selbsttostenpreise resp. Fabrifpreise sind. Roßstraße vom 30. Septbr. 1902 37 676,10. Frau Rohlbardt, Alexandrinenstr. 21, b. IV. Kowalssit, Swinemünder Koch& Seeland, a • . straße 82, I. Quergeb. IV. M. Plath, Rüdersdorferstr. 19. Nutusch, Königsbergerstr. 34. M. Wendt, Gollnowftr. 44, Quergeb. III. 5. Peege, 9 575,16 M. Rüdersdorferstr. 48, Duergeb. II. In den Verkaufsstellen: W. Boerner, vom 30. Septbr. 1901 28 100,94, 1026 3862 Vermehrung d. Mitglieder Mit Schluß des GeschäftsGuthabens jahres scheiden aus: durch Tod Haftsumme der Mitglieder durch Auffündigung. 434 436 am 30. September 1902 115 860 9. am 30. September 1901 87 000 Verbleiben nach Schluß des Geschäftsjahres. 3426 Vermehrung d. Haftfumme 28 860 9. Rigdorf, den 14. November 1902. Der Vorstand. . 0. Schultzki. L. Breslauer. E. Wutzky. E. Brückner. 0. Gauger. " Ritterstr. 15. Tuchfabrik- Niederlage. PrinzenF. Wolf, Pintschstr. 3. H. Vogel, Demminerfit. 32. Dr. Simmel, zen. H. Bobfin, Kommandantenstr. 62. 6. Karklinnis, Holzmarktstr. 48a. 6. Ziehm, Bernauerstr. 48. W. Kraufe, Pappel- Allee 15-17. A. Kie: burg, Urbanftr. 68. Wwe. Megner, Staligerstr. 59. Wiehdemann, Frankfurter Allee 47. Bei unserm Kaffenboten M. Räder, Rheinsbergerstr. 62 b. II und in unfren Borträgen. 105/3 13436 Anfang 8 Uhr. Billets a 50 Pf. Das Komitee. Specialarzt für[ 55/ 11* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. 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Klaffe 208. gl. Preuß. Lotterie. 8tehung vom 12. Januar 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 60 wit. find den betreffender Summern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachorud verboten. 45 63 98 147 307 25 81 796 838 1286 302 76 431 911 962 2063 186[ 150] 330 43 77[ 100] 582 897 3035 73 100 28 496 625 42 969 4230 303 516 28 29 41 803 4 19 926 28 5242 340 62 92 451 83 667 96 762 6039 161 96 305 31 73 547 644[ 100] 851 85 971 95 7040 73 87 288 359 861 936 96 8015 101 308 461 671 722 [ 100] 818 77 9074 118 299 377 418 27 531 620 736 870 908 10637 951 11018[ 150] 231 38 349 81 627 871 12062 234[ 100] 319[ 100] 827 970[ 100] 13319[ 500] 428 564 84 704 14091 151[ 100] 328 62 560 610 70 80 972 15152 80 219 425 808 901 16099 131 249 432 530 39 625 52 86,951 63 17004[ 150] 45[ 100] 80 227 51 425 542 696 894 18175 372 428 529 35 639 817 97 930 62 99 19097 102 27 286 367 84 447 643 93 728 29 42[ 100] 826 307 20260[ 100] 498 572 647 768 851[ 150] 54 954 86 21004 177 251[ 100] 66 447 67 533 680 22037 154 211 43 51 96 328 572 733 852 86 23027 169 324 63 92 507 9 75 673 975 24133 264 79 307 514 611 43 794 99 884 905 25 25051 240 99 333 89 476 519 624 704 76 804 991 26046 179 93 218 31 34 48 94 469 72 85 516 38 45 783 943 64 27050 81 105 202 69 88 330 488 660 66 902 95 28113 219 329 36 491 882[ 100] 901[ 100] 20 80 29001 179 240 57 355 83 660 87 738 829 54 929 30050 335 480[ 200] 850 72 905 75[ 150] 31229 81 98 325 619 82 720 60 852 32113 68[ 100] 88[ 200] 280 337 493 640[ 100] 750 33009 73 94 96 226 610 777 887 937 45 34682 202 492 665 815 924 30 35109 57 420 517 620 84 713[ 200] 36153[ 100] 98 209 54 82 352 71 402 47 562 76 80 784 858 992 37018 249 398 1200] 411 29[ 100] 41 520[ 100] 38424 83 533 787 811 39231 391 411 33 99 571 847 923 26 40057 179 445 624 88 706 846 71 41039 41 274 459[ 150] 802 55 42062 128 80 232 54 400 580[ 150] 684 91 760 43224 96 306 641[ 150] 79 81 788 826 990 44015 152 84 218 343 52 63 624 67 710 83 45131 273 515 635 902 22 31 54[ 100] 46156 316 86 556 916 21 94 47048 137 63 224 33 314 545 76 717 848 60 970 74 48036 192 300 98 751 67 49052 86 97 145 209 304 74 494 513 631 737 45 80 82 923 50058 283 316 550 671 856 923 51127 50 57 72 [ 100] 367[ 100] 99 720 867 52022 171 291 326 58 419 575 727 884 53174[ 2001 486 88 545 48 81 663 76 92 709[ 100] 30 61 885 939 54043 146[ 200] 272 326 33 996 467 615 57 95 772 93 814 918 90[ 100] 55096 110 577 664 876 920 25 92 56108 9[ 100] 269 331 45 64 66 423 531 681.[ 100] 701 98 803 57132 259 340 458 85 535 769 979 58172 342 922 65 72 59098 158 72 90 643 84 876 60072 355 96 442 615 706 26 844 953 89 61131 460 90 547 88 760 62231 391 681 755 866 76 79 63060 [ 100] 75 182 324 460 826 99 902 64128 44 484 578 81 878 90 956 65044 129 33 371 410 76 578 940 66068 278 307 27 404 62 726 842 83 67240 391 409 604[ 100] 793 958 59 68079 463 833 55 85 91 912 51 69165 396 576 96 695[ 100] 46 70084 909 1120226 310 55 89 517 45 666 86 956 71029 156 62 238 48 53 305 621 849 72061 137 456 525 748 82 843 70 963 73101 469 911 13 29 37 74193 201 22 30 359 97 570 624 998 75039 103 22 407 520 766 952 76013 59 170 221 459 513[ 100] 625 77083 94 200 41 504 70 91 813 940 78057 139[ 100] 517 848 66 96 917 45 79171 97 313 552 888 975 80003 26 185 262 427 79 545 79 721 81142 241 52 498 509 695 701 826 48 88 948 82123 204 90 392 93 412 94 564 812 48 50 83003 288 380 438 68 501 44 743 66 867 79 84235 336 453 992 85190 215 73 306 32 492 510 80 702 59 86 86128 65 292 320 497 524 53 677 716 49 61[ 5001 73 993 87021 433 602 11007 88151 201 703 33 851 89017 76 230 318 92 432 45 535 718 70 801 918 64 248 75 90013 114 339 445 512 91106 64 248 75 82 980 528 736 80 906 92110 224 436 71007 58 60 626 84 713 805 15[ 100] 955 85 93132 205 611 46 79 723 831 60 935 70 71 94177 831 72 95096 454 69 533 79 608 13 91 874 944 96168 330 37 483 576 648 861 64 79 85 926 38 97030 269 429 662 734 47 73 883 924 98020 101[ 1001 218 30 58 313 609 37 83 736[ 100] 77 915 99177 364 77 493 96 615 47 100139 65 309 64 582 668 863 101023 94 165 505 707 57 899 932 79 102093 319 54 436 77 517 81 611 68 748 54 802 89 103111 213 369 473 536 734 1001 76 833 949 104019 108 224 42 364 441 542 650 61 863 970 105117 475 86 559 106185 303 ( 1501 468 69 712 805 60 84 908 107008 46 75 192 317 525 709 89 841 108069[ 100] 114 98 245 395 541 685 94 792 109010 139[ 100] 289 309 54[ 150] 627 29 78 779 803 30 954 Jedes Wort: 5 Pfennig. 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Dringen die„ Lernenden" Irrungen endlich den Künstler gefunden habe, den zu unterstützen darauf, in andren Arbeiten unterrichtet zu werden, wie es ver eine Ehre ist. Wie unsicher tappt doch Klinger herum. Aber das sprochen, so werden sie hingehalten, vertröstet, turz und grob beVor der 148 Abteilung des Amtsgerichts I stand heute unter Publikum huldigt nicht Ihnen, sondern dem Halben!" Professor handelt und so chikaniert, daß ihnen bald ein Licht aufgeht; verBorfiz des Amtsrichters Scheller Termin in der bekamaten Privat Geyger behauptet hierzu unter anderm, daß, als er fein Er- lassen dann die Lernenden diese Lehranstalten vor Beendigung der flage des Bildhauers Prof. Ernst Morik Genger gegen Prof. staunen darüber ausgedrüct habe, welche Gründe wohl Frau Meher Lehrzeit, so haben solche„ Direktoren" oft noch die Stirn auf Mar Klinger an. Die Parteien find persönlich zur Stelle, dem zu ihrer späteren gehässigen Haltung bewogen haben könnten, Pro- Zahlung der ausbedungenen Konventionalstrafe zu lagen und nur Prof. Gehger steht Rechtsanwalt Senger Berlin, dem Prof. feffor Klinger ihm geantwortet habe: schwer gelingt es bei der Scheu der Damen vor dem Gang nach Slinger Justizrat Bro da Leipzig zur Seite. Als Zeuge ist von ,, Bedenken Sie, es ist eine Frau! Eifersucht!" dem Gericht, die Handlungsweise dieser„ Direktoren" so aufzudecken, dem Rechtsanwalt Senger der Schwager des Prof. Gehger, Otto von Hopfen, Sohn des Schriftstellers Hans von Hopfen ,, gestellt Professor Klinger bestreitet entschieden, so etwas gesagt daß sie dem Strafrichter übergeben werden können. Dieser Antrag hat das Gewerbegericht befchäftigt und liegt jetzt dem Minister worden. Derselbe soll bei den stattgehabten Vergleichsverhandlungen zu haben, Professor Geyger bleibt jedoch dabei. zugegen gewesen sein und über Aeußerungen der Fran Dr. Meyer Nach fast neunstündiger Verhandlung beschließt der Gerichtsbetunden. Zur Anklage steht zunächst der vom Prof Klinger im hof spät abends, die Entscheidung am Mittwoch 1 1hr Leipziger Tageblatt" veröffentlichte Artikel Ein Gegenscherz", in zu verkünden. twelchem über allerlei Testamentsfünstler" Audeutungen gemacht tourden, die es in den letzten zehn Jahren verstanden haben, über 27 2 Millionen Mark, die künstlerischen Zweden gewidmet ſein follten, Berliner Partei- Angelegenheiten. Möller vor. Landtagswahlen hat der Magistrat von Schöneberg, veranlaßt durch Die Urwahlbezirks- Einteilung für die kommenden preußischen einen Antrag unsrer Genossen im Stadtparlament, vollzogen und den Stadtverordneten bereits Anfang Dezember v. J. im Druck mit21 je 6 Wahlmänner 17 je 5 24 je 4 geteilt. Danach bildete Schöneberg 75 Urwahlbezirke, von denen männer 13 je 3 " " " diesen Zwecken zu entziehen. In einem zweiten Artikel illustrierte Prof. Slinger feine allgemeine Behauptung durch gavei Beispiele, Erster Wahlkreis. Heute, Dienstagabend 9 1hr, findet eine Ver deren eins sich auf Prof. Genger bezog. Es wurde erzählt, daß eine sammlung des Wahlvereins in den Spreehallen, Kirchstr. 27, Stunstmäcenin, die schon große Summen für Künstler und Kunstzivede statt, in der Genosse Arons über das Thema:„ Ist das Reichsverwandt hatte, die Absicht verfolgte, eine Villa und sonstiges Bejiz tags- Wahlrecht in Gefahr?" referieren wird. Gäste sind willkommen. zu wählen habent, so daß auf die I. und III. Abteilung je 118, auf tum in Florenz dauernd für deutsche Stünstler hinzugeben. Sie habe Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. die zweite 120 Wahlmänner entfallen; im ganzen find 346 Wahleine Art Fideikommiß im Auge gehabt und die Ausführung ihres Dritter Wahlkreis. Mittwochabend 81, Uhr, in Frankes Festzu wählen. Planes vertrauensvoll in die Hände des Künstlers gelegt, der ihr sälen, Sebastianstr. 39, Generalversammlung des Wahlvereins. vor den Wahlen ist deshalb so wichtig, weil die WahlmannsDie Veröffentlichung der Urwahlbezirks- Einteilung geraume Zeit volles Bertrauen genoß und als erster der Wohlthat der Stiftung Tagesordnung: Bericht und Abrechnung vom 4. Quartal 1902. Er teilhaftig werden sollte. Die Stifterin habe das Grundstücd ergänzungswahl des Vorstandes. gänzungswahl des Vorstandes. Vortrag des Genossen Georg Vortrag des Genoffen Georg Kandidaten in dem Bezirk wohnen müssen, in dem sie aufgestellt worben, es aber gleich auf den Namen des Künstlers eintragen laſſen, Bernhardt: Attiengesellschaften und die Arbeiter. Diskussion. werden; welcher Abteilung fie angehören, ist dagegen gleichgültig. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Nächsten Sonnabend im Getvertschaftshause: 12. Stiftungsfest. Zahlreicher Besuch erwünscht Der Vorstand. ferner 130 000 M. Hypotheken Lokales. Dergottgefällige" Unfug, auch auf ihn übertagen. Dann feien Verhältnisse eingetreten, die der Frau den Verdacht nahlegten, der Künstler tönnie Haus und Befiztum als sein persönliches Eigentum in Anspruch nehmen. Sie habe Deshalb den Künstler aufgefordert, er möchte die Stiftung in rechtsgültiger Form dergestalt festmachen, daß keinerlei Unklarheit darüber obivalten könne, oder das Ganze wieder in ihre Hände zurückgeben. Da sei dann der Künstler mit der Behauptung aufgetreten, daß er ben die Stöckersche Stadtmission, wie wir fürzlich gezeigt rechtmäßiger Eigentümer fei. Er habe später die Hypothek von haben, an den Kurrendejungen verübt, hat in der Bresse 130 000 M. zurückgezahlt und im übrigen ein Testament gemacht, teine direkte Beschönigung gefunden. Selbst die frömmsten Blätter wonach das Befiztum in Florenz den deutschen Säänstlern dauernd erhalten bleiben solle; das Testament sei aber rehtsungültig und haben es nicht gewagt, die Richtigkeit unfrer Mitteilungen zu bedeshalb müſſe man von dem Künstler verlangen, daß er die Ange- streiten. Sie haben, flug genug, fich daran genügen lassen, zu legenheit so bald als möglich ordne. Darauf beruht die schweigen. Privatflage. tünstlerischen Bethätigung, zunächst also zum Bau eines Ateliergebäudes, verwenden dürfe. In einem Briefe habe sie an Gehger geschrieben, das ihm zugewendete dürfe auf seine Familie nicht vererbt werden. Ms er ihr in einem Briefe geschrieben, daß er Geld brauche, habe sie ihn sofort 91 000 W. geschickt und zugleich eine Hypothek in Hamburg auf seinen Namen umschreiben lassen. Rechtliche Verpflichtungen habe sie dem Privattläger bei diesen Zuwendungen nicht auferlegt. Es sei aber ihre Willensmeinung gewesen, daß er die moralische Verpflichtung zu fünstlerischer Bethätigung übernehmen sollte. Genger habe ihr wiederholt erklärt, er werde Fürsorge dahin treffen, daß das ihm Zugewendete nicht in seine Familie fomme, unter anderm habe er einmal vorgeschlagen, den Auffällig ist es, daß in Schöneberg nur 34 Bezirke mit 3 und 6 Wahlmännern 41 solchen mit 4 und 5 Wahlmännern gegenüberstehen, während§ 7 der Verordnung vom 30. Mai 1849, auf welchen das Reglement vom 18. September 1898 in§ 1 ausbrüdlich hinweist, verlangt: Die Urwahlbezirke müssen, soweit es thunlich ist, so gebildet werden, daß die Zahl der in einem jeden derselben zu wählenden Wahlmänner durch drei teilbar ist.“ Der Stadtverordneten- Versammlung ist eine umfangreiche Magistratsvorlage über Neubauten auf dem städtischen Vich- und Schlachthofe zugegangen. Zum erstenmal sollen zweistöckige mit Fleischlammern usw. dort erbaut werden. Die Kosten sind mit Ställe für Rinder und Hammel sowie zwei Schweineschlachthäuser 881 000 m. veranschlagt, die aus den im Extra- Ordinarium des Schlachthof- Etats für 1902 ausgeworfenen Anleihemitteln entnommen werden sollen. Aus den einleitenden Worten des Magistrats von Schöneberg ist hervorzuheben, daß man der Anregung unfrer Genossen erst folgte, nachdem man sich überzeugt, daß außer Charlottenburg auch Hannover wird der Berliner Magistrat dem Beispiel dieser Orte folgen? und Breslau die Abgrenzung der Urwahlbezirke bereis vollzogen. vielleicht berufen die Berliner sich auf eine Bemerkung des Schöne berger Magistrats,„ daß diese Abgrenzung möglicherweise durch Auch die Stadtmission selber hat keinen Versuch gemacht, eine Aenderung des jetzt gültigen Wahlreglements umgestoßen werden Bon Bedeutung ist die kommissarische Aussage der Frau Dr. Marie fich zu rechtfertigen. Wohl aber hat, wie wir hören, eine Ver- fann." Meher zu Freiburg. Sie ist 69 Jahre alt und Witwe des nehmung von Kurrendejungen stattgefunden. Offenbar Dem gegenüber ist anzuführen, daß das Reglement zwar vom Fabrikanten Dr. Friedrich Adolf Meher. Sie hat unter anderm be- wollte man herausbekommen, von wem die Beschwerden ausgegangen Minister geändert werden kann, aber nur soweit die Materie nicht stätigt, daß sie durch Professeor Klinger auf den Privatkläger auf- find. Daß stlagen über eine zu weit gehende Ausnutzung der Surrende- gesetzlich geregelt ist; die Art der Abgrenzung der Urwahlbezirke merksam gemacht worden sei; er sei ihr von dem Angeklagten als einer der bedeutendsten lebenden deutschen Künstler bezeichnet worden. iungen an uns gelangt waren, hatte man am Johannistisch bereits 30. Mai 1849 und das Gesetz vom 29. Juni 1893 festgelegt. Hieran wie auch der Abteilungen ist aber durch die Verordnung vom Bei einem Aufenthalt in Berlin habe sie mit ihrem Pflegefohn das erfahren, noch che wir etwas darüber veröffentlichten. Wir hatten kann nur durch Gesetz, also unter Mitwirkung des Landtages, etwas Atelier Gengers besucht. Die Arbeiten desselben hätten ihr sehr uns nicht mit den Angaben begnügt, die uns Eltern von Kurrende- geändert werden. gefallen. Gehger habe ihr dann auf ihre Bestellwag einen Kupfer- jungen aus eignem Antriebe zugetragen hatten, sondern waren, um Wir wollen übrigens noch einmal darauf hinweisen, daß in ftich und eine Bronze geliefert und sie in Freiburg besucht. Er habe jene Angaben zu kontrollieren, noch zu andren Eltern, auch zu sehr allen Gemeinden mit mehr als 1750 Einwohnern die Bezirksihr dabei erzählt, daß er nach Florenz übersiedeln wolle. Eine Dame frommen, gegangen und haben diese bezw. ihre Jungen befragt. einteilung durch die Gemeinde- Verwaltungsbehörden vorzunehmen habe ihm zum Anlauf eines Grundstüds und zur Erbauung eines So tam man am Johannistisch rechtzeitig in die Lage, den ist; mögen unsre Genossen allerorts auf die sofortige Herstellung Ateliergebäudes dort 50 000 M. zugefagt. Diese Summe. reiche Jungen Verhaltungsmaßregeln zu geben für den Fall, daß der der Einteilung bringen; die Wahlvorbereitung wird dadurch wesentlich aber nicht. Sie habe ihm dann zu dem angegebenen Zwed weitere Onkel", der sich die Füße abläuft", noch weitere Besuche machen erleichtert werden. 50 000 M. zu geben sich bereit erklärt. Aus ihren Aeußerungen Habe der Privattläger entnehmen müssen, daß sie mit dem Gelde, sollte. Die von ihrem Kurrendeführer ausgefragten Jungen haben daß sie ihm zuzuwenden zusagte, ihn nur in seiner künstlerischen nicht sämtlich zugegeben, daß jemand von der Zeitung" bei Bethätigung unterſtüßen wollte. Sie habe ihm also eine unentgelt ihren Eltern gewesen sei. Daß es einige, entgegen dem von uns fiche Zuwendung machen wollen, jedoch unter der ihm kenntlich ge- gegebenen Rat, verschwiegen haben, bedauern wir, aber wir begreifen machten Voraussetzung, daß er das ihm Bugewendete nur 31 es. Eltern haben uns gegenüber die Befürchtung geäußert, daß ihre feiner Jungen, wenn sie sich meldeten, aus der Sturrende ausgefchloffen werden könnten und dann die seit Jahren angesammelte, erst bei der Konfirmation auszuzahlende„ Prämie"( pro Monat 1 M.) cinbüßen würden. Diese Prämie", deren Verlust durch das Kurrende- täuflich erworbene 32 Hektar große Gelände an der Ober- Spree Der Berliner Magistrat beabsichtigt das kürzlich vom Forstfiskus Statut für den Fall eines früheren Ausscheidens angedroht wird, ist, gegenüber dem Eierhäuschen, ganz oder teilweise zu verpachten. Das wie man uns gefagt hat, noch das einzige Mittel, die bedauerns- Gelände grenzt unmittelbar an die Wuhlheide und soll später zum werten Jungen bei der Kurrende zusammenzuhalten.„ Sonst würden Bau einer Gasanstalt dienen. Die näheren Bedingungen find die Herren Kurrendeführer," so bemerkte mit bitterem Spott eine Klosterstraße 63 I zu erfahren. Mutter, auf den Höfen bald Solo fingen müssen". Die städtische Bade- Anstalt an der Schillingsbrücke bleibt vom Der Vernehmung der Kurrendejungen durch ihre Kurrendeführer 19. bis 29. Januar d. J. wegen Ausführung baulicher Arbeiten wird hoffentlich bald eine Bernehmung der für die Kurrende ver- geschlossen. antwortlichen Personen durch die Aufsichtsbehörde folgen. Die Mordverschwörung des Pastors Riemann. Die schweren BeWir erwarten, daß dem Unfug, die Kinder um der Kurrende willen schuldigungen, die Pastor Riemann in der von ihm bei der BeerdiProf. Klinger zum Erben den Unterricht versäumen zu lassen, ein Ende gemacht wird. Wer gung des Gastwirts Alisch gehaltenen Grabrede gegen eine Anzahl einzusehen. Ein andres Mal habe er vorgeschlagen, das Grundstück bei Hochzeiten, Bebräbnissen, an Geburtstagen usw. nach dem frag- unbekannter Personen erhoben hat, sind von diesem Geistlichen auch in Florenz zur Heimstätte einer Künstlerakademie zn machen. Irgend würdigen Ohrenschmaus eines Surrendegefanges verlangt, der möge heute noch mit feinem Worte erhärtet worden. Er hat weder der etwas Festes und Bindendes habe er aber nicht festgesetzt, obwohl fich gefälligst die schulfreie Zeit dazu aussuchen. Seit wann hat Bolizei von der von ihm entdeckten Mordverschwörung irgend welche fie sich mit dem Gedanken der Widmung des Grundstückes als Seim ftätte einer Künstlerakademie einverstanden erklärt hatte. Auf die die Schule nötig, fich nach der frommen Laune von Privatpersonen Stenntnis gegeben, noch ist die Presse von ihm mit einem aufNachricht, daß Gehger sich verheiraten werde, habe sie ihn stärker zu richten! Ebenso ist für die Gefänge, die die Kurrende am Re- flärenden Wort bedacht worden. Wir haben am Sonnabend bereits gedrängt, die spätere Bestimmung des Zugeivandten endlich zu regeln. formationstage vor dem Lutherdenkmal anstimmt, die schulfreie Zeit betont, daß irgend eine Ursache, mit näheren Angaben hinter dem In einem Briefe vom 18. Juli 1897 habe sie einen kräftigeren Ton gut genug. Es will uns nicht einleuchten, warum dieser zweifel- Berge zu halten, für den Geistlichen nicht mehr vorliegen kann, angeschlagen. In diesem Briefe habe sie Geiger nur kurze Frist ge- hafte Genuß dem Publikum durchaus in der Mittagstunde geboten nachdem fest, um die Hamburger Sypothet auf ihren Namen umschreiben zu werden muß. Auch der andre Unfug, daß man müde Kinder noch heimnis am offenen Grabe sein aufsehenerregendes Gelaffen. Er habe aber in dieser Frist nichts gethan, sondern noch zivei am Abend durch die Straßen schleppt und in der Kneipe fingen die durch die Enthüllungen des Pastors bermruhigte Deffentlichkeit ausgeplaudert hat. Wo folches geschehen, hat Monate verfteichen lassen, bis er ihrem Vertreter in Hamburg feine Bereitwilligkeit zur Umschreibung der Hypothek erklärte und zugleich läßt, darf sich nicht wiederholen. Die Berliner Polizeiverordnung ein Recht, nähere Aufklärung zu verlangen. Wie der mysteriöse Fall fich dazu erbot, daß er Ende des Jahres 91 000 m. an fie aus vom 21. Dezember 1899, durch die die gewerbliche Beschäftigung des Herrn Niemann auch liegen möge: das eine muß doch feststehen, zahlen würde. Sie habe darauf ihrem Vertreter geantwortet, er schulpflichtiger Kinder eingeschränkt worden ist, hat Herrn Stöder daß ein hoher Würdenträger der evangelischen Stirche nicht ins Blaue folle die Hypothet auf ihren Namen umschreiben lassen. Nach der umd den mit der unmittelbaren Leitung der Kurrende beauftragten hinein eine Beschuldigung von der Schwere der vorliegenden erhebt Verheiratung Gehgers habe sie dem Professor Klinger eine Anzahl Personen keine Unbequemlichkeiten verursacht; dazu find ja die und damit gegen den Verleumdungsparagraphen des StrafgesetzBriefe Gengers überfandt und ihn ermächtigt, diese Briefe andren Forderungen und Vorschriften dieser Verordnung viel zu bescheiden. buches und gegen das achte Gebot frevelt. Herr Pastor Riemann nach seinem Ermessen zu zeigen, um andre zu warnen, daß sie selbst Aber empfinden denn diese Brüder in Chrifto nicht die moralische hat überdies noch vor Augen, wie sehr z. B. die verleumderischen Berpflichtung, freiwillig zu unterlassen, was ihnen bisher Beschuldigungen sich als haltlos erwiesen haben, die aus Anlaß der Professor Klinger habe sofort von ihr erfahren, daß die Sypothek auf leider noch feine Bolizeiverordnung und kein Gefeß verboten hat? ihren Namen umgeschrieben worden sei und daß sie auf die Rückzahlung Strupp- Affäre in tausend Zeitungen von angeblich staats- und religionsDer 91 000 m. verzichtet habe. Verboten habe sie dem Professor erhaltender Seite gegen uns erhoben worden sind, wie ver Sulinger nicht, weiter über die Sache zu sprechen, zu öffentlichen„ Akademische" Gauner. Zur Beseitigung von Mißständen in so- blüfft die gutgesinnte Presse dastand, als der Staatsanwalt aus Angriffen habe sie den Professor Klinger gegen Genger nicht ver- genannten Unterrichtsanstalten für Strawattenfabrikation, Gründen, die hier nicht erörtert werden sollen, auf die Fortführung anlaßt. Professor Stlinger habe ihr fogar einen Brief geschrieben, Butzmacherei und Wäschenäherei ist dem Ausschuß des Berliner Gecines Prozesses verzichtete, der nach der Hoffnung staatserhaltender in dem er selbst sagte, daß er ohne ihr Wissen und Willen die Sache werbegerichts ein von 32 Beisitzern Arbeitgebern und Kreise uns und der gesamten Socialdemokratie das Genick brechen in die Zeitung gebracht habe. Professor Geiger habe gezwungen Arbeitnehmern unterzeichneter Antrag unterbreitet. In der Be- sollte und dessen von uns vorausgesehenes Ende mun zu einer Art werden müssen, die 130 000 M. zurückzugeben, erst auf Drohung gründung heißt es u. a. In einzelnen Branchen, in denen meist Triumph für die Vertreter der verhaßten Partei wurde. habe er sich hierzu herbeigelassen. Auf Befragen des Rechtsanwalts Frauenarbeit verrichtet wird, wie in der Krawattenfabrikation, ButzSenger hat Frau Dr. Meher noch gesagt: Sie habe dem Professor und Wäschebranche, Kurbelstepperei finden sich neben guten, einwandDiese Geschehnisse sind auch Herrn Pastor Riemann noch frisch Stlinger nie mitgeteilt, daß sie das Grundstück in Florenz getauft freien Lehranstalten und Unternehmen vielfach gewiffenlose Arbeit- genug im Gedächtnis, um ihn selbst für den unmöglichen Fall, daß und Herrn Gehger zum ersten Nu nießer eingesetzt habe. Sie geber, die unter verlockenden Anpreisungen Mädchen und er seine Pflichten als Geistlicher einen Augenblick außer Acht gelassen habe ihm ferner nicht mitgeteilt, daß sie den Plan gefaßt habe zu Frauen als„ Lernende" heranzuziehen und auszubeuten suchen. hätte, in der von ihm berührten Angelegenheit zu äußerster Vorsicht einer Stünstlerakademie in Florenz. Eben so wenig habe sie ihm Nach den Prospekten ruht die Direktion solcher Akademien" zu bestimmen. Wir geben daher trotz allem die Hoffnung noch nicht mitgeteilt, daß fie für solche Akademie Millionen hätte stiften wollen. in den Händen tüchtiger Kaufleute, Die feit langen auf, daß Herr Riemann mit näheren Mitteilungen über die von ihm Es gelangen hierauf zahlreiche Briefe der Frau Dr. Meyer an Jahren in der betreffenden Branche thätig sind und zahlentdedte Mordverschwörung herausrückt. Er ist dies sich und seinem Prof. Genger, des letzteren an Frau Dr. Meher, sowie an Professor reiche Schülerinnen mit so großem Erfolge unterrichtet haben, daß Stande schuldig. Slinger usw. zur Verlesung. Die Briefe an Professor Genger atmen sie zum Teil selbständige Arbeitsstuben leiten, worüber zahlreiche durchweg eine Anerkennungen und Dankschreiben vorlägen. Die Zeitdauer der Beginn des Umbaues der Stadtbahn. Mit der Umgestaltung glühende Begeisterung Kurse schwebe zwischen 1 bis 10 Wochen, das Honorar zwischen 10 der Stadtbahn, deren Grundzüge wir bereits vor längerer Zeit mitund 150 M. Jufolge dieser Prospetie werden Frauen aus allen geteilt haben, ist heute Nacht der Anfang gemacht worden. Die auf Lebensstellungen angelodt und dann auf Grund eines verklausulierten den Stationen Westend, Schlesischer Bahnhof und Nummelsburg Bertrages nach Zahlung des Lehrgeldes eingestellt. In fast allen stehenden Nordringzüge Nr. 1-20 werden zurückgezogen und durch Fällen gestaltet sich das Verhältnis derart, daß kaum eine der Borortwagen ersetzt. Jeder aus Vorortzügen gebildete Zug der Lernenden" das findet, was sie sucht. Nichts von dem, was ver- Stadt- und Ringbahn führt zwei Wagen zweiter und fünf agen sprochen worden, wird gehalten und schon nach furzer Zeit sehen sie dritter Klasse. Sie sind bis auf einen Wagen dritter Klaffe durch ein, daß fie schnöde getäuscht worden sind. Die„ Akademie", die großen, Kreuztuppelung verbundene Doppelwagen und werden durch Lufthellen, fomfortabel eingerichteten Lehrfäle" bestchen meist aus einer brudbremse gefahren. Da die Zugänge zu diesen Wagen sehr hoch gewöhnlichen Stube. Die Arbeiten selbst bestehen aus den sind und die Stadtbahnsteige erst später erhöht werden, so muß dem einfachsten Vorrichtungen, und die„ Lernenden" werden Publikum von morgen früh an Vorsicht beim Einsteigen empfohlen dazu ausgebeutet, dem Lebrherrn" die übernommenen werden. Der Wagen hat zwei Trittstufen. Bei den Vorortzügen, nicht hereinfallen. für dessen Kunst, die Frau Dr. Meher in den schwärmerischsten Ausbrüden lobt. Zu einem Briefe vom 6. Dezember 1895 stellt sie ihm 50 000 W. zur freien Verfügung und mit dem Zusaß, daß, wenn das Geld aufgebraucht sei, weiteres folgen werde. Das kleine Vermögen folle sein Eigentum sein. In einem andren Briefe bittet Frau Dr. Meyer, sie nicht Gönnerin" zu nennen. Er sei der Geber und sie sei nur die Vermittlerin. Nicht„ Aufträge" wolle sie erteilen, freies Schaffen sei das einzig Richtige. In einem Briefe heißt es: Ju Geldsachen kann man nicht vorsichtig genug sein; darum wissen von den Zuwendungen nur Sie, Ernst( Dr. Große) und ich Conft niemand!" Weiter schreibt sie unter anderm: welche zum Stadtverkehr verwendet werden, gelangen zum Ersas| gerade eine Gelegenheit bot. Auch diese nahm ihm Schulze ab. Fernzugivagen zur Einstellung. Auch diese sind mit inneren Thür Zwei, die ebenfalls im Centrum gestohlen wurden, befinden sich noch Brückern versehen und aus den benachbarten Direktionsbezirken herrenlos bei der Kriminalpolizei. Es sind zwei Räder russischen zusammengezogen. Fabrikats, Marte Monarch" und" King". 0 Zu dem Unfall in Nieder- Schöneweide, über den wir am 4. dieses Monats berichteten, teilt uns das Baucomptoir Hermann Bachstein, Singer u. Woerner folgendes mit: Zur Berichtigung über den am 31. Dezember v. J. bei uns eingetretenen Unfall und den Artikel Zum Submissions- Unwesen liefert die Ausschreibung der Maler- Arbeiter- Risiko. An der Riemenscheibe verunglückte der Schlosser vom 4. d. M. konstatieren wir, daß die Lokomobile nicht auf eine arbeiten bei dem neuen Berliner Gaswerk in Tegel eine kaum Baul Hantom aus der Wriezenerstr. 21 in der Träger- Wellblech- wurde; ferner, daß die Maschine nicht auf einem provisorisch geKipplowry, sondern auf zwei eiserne Transportwagen verladen glaubliche Illustration. An dieser Submission hatten sich eine große fabrit und Signalbau Anstalt von Hein, Lehmann ut. Comp. 31 wurde; ferner, daß die Maschine nicht auf einem provisorisch gezu Anzahl Berliner Firmen beteiligt und das Resultat zeitigte die Reinickendorf. Er geriet mit einem Arm in das Getriebe und brach legten Geleise, sondern auf dem Hauptgeleise vom Kanal nach der wunderbarsten Blüten. Der Meistfordernde hatte die Summe von ihn sich zweimal. Der Verunglückte wurde in ein Krankenhaus ge- wurde. Der Arbeiter, der sich unmittelbar neben dem hinteren Aufschüttung an der Görlizer Bahn verladen und transportiert 47 754,88 M., der Mindestfordernde den Betrag von 17 073,40 M. bracht. Ende der Maschine befand, wurde nicht von der stürzenden Lokoangegeben. Unter den Interessenten entstand eine lebhafte AufEine förmliche Straßenschlacht fand in der Nacht zum Sonntag mobile beschädigt, sondern erlitt seine Verlegungen indem er beim regung, umjomehr, als früher schon die mindestfordernde Firma statt. In der Weberstraße prügelte sich der vielfach vorbestrafte Abstürzen der Lotomobile seitwärts sprang, dabei über ein nebenan andre unterboten hatte. Die Sache gestaltete sich aber anders, als 29 Jahre alte Händler Kosler mit einem andren Manne. Als zwei liegendes Geleis fiel und mit seinem Stopf auf ein dort befindliches man bermutete. Die betreffende Firma war nämlich genötigt, der städtischen Behörde anzuzeigen, daß ein Fehler bei der Kalkulation Schuhleute dazukamen und die beiden festnehmen wollten, widersetzte Rollwagengestell aufschlug. Die Verlegung wird voraussichtlich keinen vorgekommen sei, der den Unterschied im Preise von 30 000 M. zurich Kosler und fand bei dem bald zusammengeströmten Publikum tödlichen Ausgang haben. Folge hatte. Auf Ersuchen dieser Firma ist das Angebot zurück- Unterſtügung. Schließlich war die Menge auf etwa 300 Personen gezogen worden und min will man zu einer neuen Submiſſion mit Mauer- und Straßensteinen zu bewerfen anfingen, so daß die angewachsen, welche die inzwischen zu Hilfe gekommenen Schußleute schreiten. V = Gerichts- Zeitung. Der Beamten von der Waffe Gebrauch machen mußten. Es gelang Wie man ausständige Arbeiter verurteilt. In Luckenwalde Internationale Feuerwehr- Ausstellung. In der Angelegenheit der ihnen, außer Kosler noch den Tapezierer Heu, den Kürschner Rapp- fungiert für den Mai d. J. geplanten„ Internationalen Feuerwehr- Ausstellung silber und den Töpfer Beidokat festzunehmen und die Ruhe wieder fungiert der als Socialistentöter zu Namen gekommene Bürgermeister Suchsland auch als Amtsanivalt. Dieser Herr hatte fürzlich Gein London" fand gestern hier eine informelle Konferenz zwischen den herzustellen. Tegenheit, sich gegen ausständige Arbeiter zu bethätigen. Die bisher verschiedenen technischen Interessenten in Feuerschutzsachen und den Unvorsichtiges Umgehen mit Benzin hat wieder einmal Unheil gänzlich unbestraften Maurer Gleichner und Ernicke aus Luckenwalde Mitgliedern der Leitung des British Fire Prevention Committee" angerichtet. Die 24jährige Kassirerin Marta Winkler, die bei dem waren vom Schöffengericht wegen Bergehens gegen§ 153 der Gestatt. Zugegen waren unter andern die Branddirektoren Giersberg Kaufmann Gutstein in der Kommandantenstr. 71 angestellt ist, be- werbe- Ordnung zu dem höchsten Strafmaß von je 3 Monaten Berlin, Westphalen- Hamburg, Dittmann- Bremen, der Geheime Rat nuzte die gefährliche Flüssigkeit zum Waschen ihrer Handschuhe in Gefängnis verurteilt, wogegen sowohl sie, wie der Luckenwalder Stübben- Köln und verschiedene Ingenieure und Architekten, welche sich der Nähe eines offenen Lichtes. I Benzin und seine Gafe fingen Amtsanwalt, Bürgermeister Suchsland, dem diese horrende Strafe in Subkomitees gliederten, um einerseits in den Feuerwehr-, andrer- Feuer, die Flasche erplodierte und das Mädchen verbrannte sich am noch nicht hoch genug ivar, Berufung eingelegt hatten. seits in den Feuerschutzsachen zu wirken. Die Konferenz machte sich Gesicht und an den Händen so schwer, daß es gestern abend um Staatsanwalt nahm aber vor Eintritt in die Verhandlung diese dahin schlüssig, Einzel- und Kollektiv- Ausstellungen zu arrangieren, 6 Uhr mit einer Droschke nach dem Krankenhause gebracht werden juristisch nicht stichhaltige Berufung zurüd. Am 31. Mai v. 3. besonders deswegen, weil die deutschen Fortschritte im Feuerschuß die mußte. arbeiteten einige Maurer noch während des Streits auf dem Bau des englischen weit überragen, und ein größerer Markt in England für Schlossermeisters Schulze weiter und erregten dadurch den Unwillen Soldaten- Selbstmord. Aus Furcht vor Strafe wegen Urlaubs- der Streifenden, die ihnen Schimpfworte zuriefen. Gleichner, der die Industriellen offen stehe. Mit der Ausstellung wird auch eine Kunst- und wissenschaftliche Abteilung in der Ausstellung verbunden überschreitung hat sich gestern, Montagvormittag um 9 Uhr der anfänglich gegen den Streit war, sich aber dem Beschluß der Majorität werden, zu deren Beschickung Kunstsammlungen und Behörden auf- 21 Jahre alte Kanonier Paul Walter vom fächsischen Feldartillerie- gefügt hatte, kam zufällig bei dem Bau vorüber. Er fragte die gefordert sind. In Verbindung mit der Ausstellung findet ein inter- Regiment Nr. 68 von einem Eisenbahnzug überfahren und töten arbeitenden Maurer, ob sie nicht wüßten, daß gestreift würde und nationaler Feuerschutz- Kongreß statt. Einladungen hierzu sind er- lassen. Walter war Bursche eines zur Kriegsakademie abkomman- fekte hinzu, sie sollten sich schämen, hier zu arbeiten. Ernice gab zu, gangen an die Berufs Feuerivehren, den Ausschuß deutscher frei- dierten Oberlieutenants, der in der Goethestr. 60 zu Charlottenburg baß er einige Schimpfworte gebraucht hatte, die aber nicht darauf williger Feuerwehren, den Architekten- und Ingenieur- Verein, wie wohnte. Er blieb am Sonnabend über Urlaub weg und kam nun, hinausliefen, die arbeitenden Maurer durch Ehrverletzungen zur auch an die Fenerversicherungs- Institute und baupolizeilichen Be- aus Furcht bestraft und in das Regiment zurüdverfest zu werden, Niederlegung der Arbeit zu bestimmen. Die hohe Strafe war vom nicht wieder nach Hause. Gestern vormittag um 9 Uhr spürte der Schöffengericht mit Rücksicht darauf erkannt, daß zwei Tage nach dem hörden. Lokomotivführer eines Vorortzuges zwischen Charlottenburg und Vorfall eine fertig gestellte Mauer auf dem Schulzeschen Bau eins Auf zwei Doppel- Raubmörder, die sich anscheinend nach Berlin Westend einen kurzen Rud und ließ den Zug fofort halten. Auf gerissen wurde, ohne daß man einen Beweis dafür getvandt haben, fahndet die Kriminalpolizei. Es handelt sich um die einer Schiene fand man nun den Kopf eines Mannes vom Rumpf hatte, daß die Angeklagten dabei beteiligt waren. Der GeArbeiter Stanislaus Jablonowski und Johann Nat, getrennt und bis auf den Unterkiefer zermalmt liegen. Der Rumpf richtshof folgte den Ausführungen des Rechtsanwalts Wolfgang die in der Nacht zum 5. Januar die Eheleute Joseph und Elisabeth lag neben den Schienen. In den Taschen des Toten fand man einen eine und sah die That der Angeklagten als einen sehr leichten Adermann in Abbau Rosenberg( Westpreußen) ermordet und Bettel mit seinem Namen und seiner Wohnung. Der Selbstmörder Fall an. Die Strafe wurde gegen Gleichner auf 3 Tage Gefängnis, beraubt haben. Beide sind flüchtig. Für die Ergreifung der Thäter war der Kanonier Walter. Die Leiche wurde nach dem Garnison- gegen Ernide auf 7 Tage Gefängnis herabgesetzt. ist eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt. Der Raubmörder Lazarett gebracht. Die Polizei und die Piepmäße. Eine Kreis- Polizeiverordnung Jablonowski besitzt angeblich einen von der Grenzbehörde in Im Hörsaal der Urania beginnt heute Dienstag Herr Dr. G. Naß vom 19. Oktober 1901, erlassen vom Landrat zu Neuß, verbietet iesniewo im Dezember 1902 ausgestellten auf 4 Wochen gültigen Paß. Alter: 19 oder 21 Jahre. Statur: start, breit einen aus acht Vorträgen bestehenden Kursus über Chemie der das Halten einheimischer Singvögel für die Zeit nach dem 1. Jamtar schultrig. Größe: 1,70 Meter. Haare: hell. Augen: Hellgrau. Industrien und Gewerbe mit dem Vortrage„ Das Leuchtgas und 1902 ganz allgemein und bestimmt dann, daß Leute, die schon vor Gesicht: pockennarbig. Sprache: polnisch und gebrochen deutsch. seine Industrie" und im Hörsaal der Urania in der Urania- Stern- dem 1. Januar 1902 cinheimische Singvögel hatten, sie weiterhalten Bart: fleiner Anflug von hellem, mehr weißem Bart. warte in der Invalidenstraße Herr A. Wegener einen Kursus von dürfen, wenn ihnen dies auf ihren Antrag hin von der Ortspolizei Nat ist 19 Jahre alt, 1,60 Meter groß, hager, schmales vier Vorträgen über ausgewählte Kapitel aus der Astronomie mit erlaubt wird. Weiter verpflichtete der§ 2 dieſe Beſizer, bis zum blasses Gesicht ohne Schnurrbart, dunkelblaue Augen, schwarzes Haar, einem Vortrage Die Entwicklungsgeschichte des Weltalls". Jm 1. Januar 1902 ihren Besitz an einheimischen Vögeln der Behörde dicke Rase, aufgeworfene Lippen, galizischer Dialekt, an dem Halse Theater der Urania in der Taubenstraße wird heute„ Das Land anzuzeigen, unter Angabe der Zahl, der Art und des Ausschens der Wegen Nichtbeachtung dieser Vorschriften wurde dicht unter dem Kiefer eine ziemlich lange Narbe. Ihre Kleider Tirol" gegeben, eine Wanderung von der Zillerthaler Alpenwelt durch besessenen Vögel. ein Herr Beckers angeklagt, der schon vor dem 1. Januar 1902 ci haben die Flüchtigen am Thatorte zurückgelassen und dafür die das Reich der Dolomiten, das Örtlergebiet ins Unterinnthal. heimische Singvögel im Besiz hatte. Er wurde auch in zweiter Kleider des ermordeten Ackermann mitgenommen, nämlich: einen Feuerbericht. Montag früh gegen 8 Uhr wurde die Wehr nach Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt, das Kammergericht schwarzen neuen glatten Winterüberzieher mit dunklem Wollfutter, der Oranienstraße 23 gerufen, wo in einer Wohnung ein Weihnachts als Revisionsinstans sprach ihn jedoch mit folgender Begründung weiß kariert, eine neue schwarze Kammgarnhofe, einen neuen weichen baum in Brand geraten war, dessen Ablöschung indes bald erfolgte. frei: Die Polizeiverordnung, welche das Halten gewisser Arten von Filzhut, ein graubraunes Jackett und eine solche Hose. Die Unfug am öffentlichen Feuermelder lag einer Alarmierung zu Singvögeln überhaupt untersagt und nur als Ausnahme zuläßt, daß Flüchtigen haben ferner aus der Wohnung der Ermordeten geraubt: Grunde, die uachmittags nach dem Vinetaplas erfolgte. Gardinen diejenigen Personen, die bereits vor dem 1. Januar 1902 solche Singeine 14kar. goldene Damen- Remontoiruhr mit der Fabriknummer 33439 und Kleidungsstücke gingen am Sonntagabend in der Kösliner- vögel hielten, das Weiterhalten derselben auf besonderen Antrag vont und Geschäftsnummer 862 und graviertem Rückdeckel, eine lange straße 19 in einer Wohnstube in Flammen auf, während in der der Ortspolizei erlaubt werden kann, verletze das Eigentum und Double- Halsuhrkette, Dugend weiße Leinen- Hemden, etwa 170 Mart Oderbergerstraße 10 Wäscheſtücke in Brand geraten waren. Ein verstoße gegen den Artikel 9 der preußischen Verfassung, denn nach bares Geld. größeres Löfchaufgebot wurde infolge mehrfacher Meldung am jener Berordnung würde der Eigentümer solcher Singvögel diese Die oberen vernichten oder fliegen lassen müssen, wenn ihm die Erlaubnis zum Ueber den Selbstmord, den der Beamte der hiesigen National- Sonntagnachmittag nach der Göbenstraße 18 gerufen. bank für Deutschland, Bernhard Jelenko, in Wien am Sonnabend Etagen des großen neuen Eckhauses wurden in furzer Zeit mit Weiterhalten nicht erteilt werde. Zu einem solchen Eingriff in das angefüllt, ohne daß man dafür eine Erklärung Eigentum sei die Polizei nicht berechtigt, die Verordnung sei desbegangen hat, berichten dortige Blätter folgendes: Jelenko war bei Rauch angefüllt, Die Feuerwehr stellte schließlich fest, daß die Verhalb rechts ungültig. Somit fei Angeklagter freizu der Nationalbank mit einem Jahresgehalt von 2000 Mark in der hatte. Couponabteilung angestellt. Er war als ein braver und tüchtiger qualmung von einem defekt gewordenen Bäckerschornstein herrührte. fprechen. Beamter bekannt, und es ist ausgeschlossen, daß er mit den Be- Die Rauchgefahr wurde baldigst beseitigt, worauf die Löschzüge wieder trügereien des flüchtigen Heyde in Verbindung steht. Der Grund abrücken konnten. Der feltene Fall, daß die Wehr in einer Nacht des Selbstmordes ist in dem fürzlich erfolgten Ableben der Mutter zweimal nach ein und demselben Hause gerufen wird, ereignete sich Jelentos zu suchen. Der Selbstmörder war seit längerem nervös in der Nacht zum Montag und zwar in der Prinzenstr. 46. Beideerkrankt. Der Bruder Jelenkos, Siegfried Jelento, ist ein bekannter mal handelte es sich um Kellerbrände. Gegen 9 Uhr waren StellerSchauspieler, der früher in Berlin wirfte und jetzt in Hamburg verschläge mit Inhalt in Brand geraten und mußte die Wehr längere engagiert ist. Bernhard Jelenko war ein gebürtiger Wiener und Beit mit einer Schlauchleitung Wasser geben, in die Flammen zu 47 Jahre alt. Er hatte von der Direktion der Nationalbank einen ersticken. Kurz nach Mitternacht brannte es abermals im Keller. Urlaub erhalten, um dem Leichenbegängnisse seiner in Wien ver- Holz, Preßkohlen 2c. standen in Flammen. Diesmal gelang es jedoch storbenen Mutter beizuwohnen. Unter dem Eindrude des Trauer- bald, die Gefahr zu beseitigen. Außerdem hatte die Wehr im Laufe des Sonntags noch Alarmierungen von der Wusterhausenerstr. 12, falls hat Jelenko die Todeswaffe gegen sich gerichtet. von der Rügenerstr. 3 und von einigen andren Stellen zu verzeichnen. In allen diesen Fällen handelte es sich indes um ganz unbedeutende Brände, die ein Eingreifen der Wehr nicht erforderten. Aus den Nachbarorten. Vermischtes. Die Cholera. Aus Manilla meldet Bureau Laffan: Im Innern der Philippinen- Insel Mindanao wütet die Cholera. Das Verbreitungsgebiet der Seuche reicht bis in den Sulu- Archipel. Dutzende von Städten find halb verödet. Der Sultan bleibt in seinem Hause und hat nach dem Tode seines im vorigen Monat verstorbenen Bruders Die Moros besitzen keine feinen Harem vorläufig weggefchickt. medizinischen Mittel zur Behandlung der Cholerakranken und die Amerikaner sind außer stande ihnen zu helfen, da das Innere der Insel nicht unter ihrer Herrschaft steht. Aus Algier wird über ein Schiffsunglück berichtet: Ein Boot mit 19 Hochzeitsgästen, die den Sebufluß bei Mehedia in Maroffo befuhren, wurde von der Strömung ergriffen und fenterte. Sämtliche 19 Insassen sind ertrunken. T = Socialdemokratischer Agitations Verein für den Reichstags: Heute Wahlkreis Züllichau Schwiebus Krossen Sommerfeld. Dienstagabend 8 Uhr, Mitgliederversammlung bei Groſſer, Dirksenstr. 39. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Eingegangene Druckfchriften. Der Agent Leo Blumenthal ist am Freitag in seiner Wohnung Friedrichstraße 207 tot aufgefunden worden. Während man anfänglich Selbstmord vermutete, hat sich jetzt herausgestellt, daß Blumenthal entweder einem Unfall oder gar einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein muß. Brieftasche und Portemonnaie des wohlhabenden Agenten wurden geleert in der Schlafstube gefunden; die Selbstmord in der Heilstätte. Selbstmord verübt hat am FreiBehörde rechnet damit, daß eine Person, die Blumenthal mit auf fein Zimmer genommen hat, den Mann beraubt und durch Deffnen tag in der Lungenheilstätte zu Beelitz die 28jährige Telegraphengehilfin Auguste Wolter aus Berlin. Wegen hochgradiger Nervosität des Gashahnes die Spuren eines Verbrechens zu verwischen hatte dieselbe Aufnahme in der Anstalt gefunden, als sie aber fah, gesucht hat. daß der erhoffte Erfolg ausblieb, begab sie sich nach dem Boden Eine abgefeimte Hochstaplerin, die jahrelang die Strafbehörden eines Pavillons und stürzte sich aus einem Dachfenster auf den Hof, vieler Länder beschäftigte, hat hier ihrem Leben ein Ende gemacht. wo sie mit schweren Verlegungen liegen blieb. Schon nach mehreren In vielen Großstädten trat eine junge Dame auf, die sich Frau Stunden erlöste sie der Tod von ihren Qualen. Von der ,, Neuen Zeit"( Stuttgart, Dick' Berlag) ist soeben das b. Sanden, Geheimrätin v. Stein, v. Suls- Bodenburg und Frau Das Verschwinden der Witwe des Landrats v. Küster aus 15. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben v. Borke nannte. Ihr Mann war hier Rittergutsbesitzer, dort RittLehren des französischen Bergarbeiterstreits. meister a. D. und schließlich Ingenieur. Ihre Trauung verlegte sie Potsdam, wo sie sich bei ihrem Bruder zum Besuch aufgehalten hat, wir hervor: Was nun? Aerziliche Kunst und medizinische Wissenschaft. Von einmal nach Hamburg, ein andermal nach dem Haag und endlich beschäftigt noch immer die Behörden. Von den Anverwandten der Bon B. Kritschewskh. Beitrag zum Problem der Moral. Von Robert Michels. Notizen: Marat nach London. Ihr gewandtes Auftreten verschaffte ihr überall Zutritt Berschwundenen ist die Belohnung für die Auffindung derselben von Georg Bagner. ihr hübsches Aeußere auch viele 100. auf 800 M. erhöht worden. Nachdem die Havel und andre Die Glasindustrie und ihre Arbeiter. Bon Georg Horn. als Kriminalist. Litterarische Rundschau: Gustav af Geijerstam, Das Buch und ausgedehnten Kredit, ihr Verehrer. So blühte ihr Weizen und sie lebte einen guten Gewässer um Potsdam wieder eisfrei geworden, sind die Fischer mit vom Brüderchen und Die Komödie der Ehe. Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchTag auch dann noch, als sie in Holland, in der Schweiz Nachforschungen nach der Verschollenen eifrig beschäftigt, doch haben handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro und in andern Ländern schon als die Buchhalterin Jeannette diese bisher kein Ergebnis gehabt. Die Nachforschungen werden auch Die Verschwundene lebte Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die Marchand, Tochter eines Handelsmannes aus Neviges im Kreise auf die umliegenden Wälder ausgedehnt. Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post Mettmann, entlarvt tvar. Nachdem sie dann in Zürich und in in den glücklichsten Verhältnissen und ist Besitzerin des Rittergutes Hamburg bestraft worden, wurde sie zuletzt in Berlin 1901 zu einer omniß im Riefengebirge. Sie ist 58 Jahre alt und scheint durch nur pro Duartal abonniert werden. Das einzelne Heft kostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. längeren Gefängnisstrafe verurteilt. In der letzten Zeit erhielt die den Tod ihres Gatten schwermütig geworden zu sein. Der Wahre Jacob" hat focben die 2. Nummer feines 20. Jahrs Striminalpolizei dann wieder Anzeigen von Schwindeleien, deren Eine Volksversammlung mit Talglichter Beleuchtung. In dem ganges erscheinen lassen. Bir heben aus derselben besonders die beiden ganze Art auf„ Frau von Sanden" hindeutete. Ein Kriminalbeamter Städtchen Lindow i. d. Mark wurde vor einigen Tagen eine farbigen Bilder„ Bereinfachte Gesetzgebung“ und„ Der Philofoph“ hervor. traf dann die Hochstaplerin auf der Straße und nahm sie fest. Sie volksversammlung abgehalten, der ersten seit dem Jahre 1898, weil in weiteren Zustrationen enthält die Nummer noch„ Das große Centrumsei", sah voraus, daß ihr das Zuchthaus sicher sei, und machte ihrem unsern Genossen bis dahin kein Lokal am Orte zur Verfügung stand." Berliner Straßenbild",„ Der Polizist"," Hamstertrid"," Bei einer DenkmalsLeben ein Ende, indem sie sich im Gewahrſam an ihrem Rockgurt Trotz aller Versuche des Kriegervereins, uns auch diesmal das Lokal enthüllung"." Die Jagd nach dem Glück"," Marionettenspiel“ und„ Die erhängte. abzutreiben, hielt der Wirt doch sein gegebenes Wort, und die Ver- frommen Jesuiten". Dem letteren Bilde hat Klara Müller ein Gedicht" beiBatriotische Metamorphose"," Sittenverfall" von Erich Mühsam, Agravier Eine Warensammlung für die Leipziger Messe ist von der fammlung war denn auch gut besucht. Bevor aber der Referent, gegeben. Der tertliche Teil der Nummer enthält außerdem die Gedichte Kriminalpolizei beschlagnahmt worden. Im Centrum der Stadt Genoffe Kiesel- Berlin, seinen Vortrag über den Umsturz im und Diäten"," Dem Cafar Heil!", die größeren Feuilletons„ Die Erfindung" wurden wiederholt ganze Ballen der verschiedensten Stoffe von Roll- Reichstage halten konnte, verlangte der überwachende Gendarm, daß von Emil Rosenow und„ Das Pferdefleisch- Diner" sowie eine große Anzahl und Handwagen und Fahrrädern gestohlen. Mitunter nahmen die sämtliche Petroleumlampen im Lokal ausgelöscht würden fleinerer Beiträge, in welchen die Zeitereignisse satirisch behandelt werden. Diebe auch das Fuhrwert mit, um es später irgendwo leer stehen wegen der Feuergefährlichkeit" derselben. Augenblicklich war guter Rat Der Preis der Nummer ist 10 Pf. Dokumente des Socialismus. Verlag von J. H. W. Diez. Stuttgart. zu lassen. Die Nachforschungen der Kriminalpolizei blieben erfolglos, teuer, denn Gas oder gar elektrische Beleuchtung giebt es in Lindow noch bis es jetzt gelang, die Fährte eines alten Zuchthäuslers Wilhelm nicht. Doch der Wirt wußte sich zu helfen. Schnell entschlossen be- Das socben erschienene Heft I des 3. Bandes hat folgenden Inhalt: 2. Aus der Geschichte des Krake zu finden, der früher solche Diebstähle verübt hatte. sorgte er eine Anzahl Talglichter und stellte die an verschiedenen 1. Kritische Bibliographie des Socialismus. Die Verfolgung dieser Spur führte zu einem Händler Ecken des Saales auf. Ünter allgemeiner Heiterkeit begann nun- Socialismus: Der heilige Mar". Aus einem Werke von Marr- Engels über Stirner. Dokumente zur Geschichte des Socialismus im Urchristentum. Schulzeschen Ehepaare, das als der ständige Abnehmer mehr der Referent, der auch gleichzeitig Kandidat jenes Streiſes iſt, Ein Brief F. M. Buonarottis. 3. Urkunden des Socialismus: Beschlüffe Krates ermittelt alles zu sprechen. Bei der schwachen Beleuchtung, die der Versammlung und Manifeste des Berliner Centralfomitees für Arbeiter( 1848). 4. Der wurde. Schulze kaufte dem Diebe ab, was er brachte, verpackte die Beute in Körbe und stapelte sie ein eigenartig geisterhaftes Gepräge verlieh, schien es dem Gendarm Socialismus in den Zeitschriften. 5. Anfragen und Nachweise. Abonnement auf, bis es zu einer anständigen Sendung nach Leipzig reichte. Diese aber etwas unheimlich zu werden; er bat mun selbst um mehr pro Duartal 2,25 M. Einzelnes Heft 75 Pf. Monatlich ein Heft. richtete er jedesmal an feine eigne Adresse bahnlagernd Leipzig, um Licht". Bereitwilligst wurde auch ihm ein Talglicht auf den Tisch sie dort zu verschärfen. So trieb er seinen Handel schon eine Reihe gestellt, worauf Kiesel seinen Vortrag unter lebhaftem Beifall der Wetter Prognose für Dienstag, den 12. Januar 1903. Zeitweise heiter, aber noch veränderlich mit leichten Schneefällen, etwas von Jahren. Jetzt fand die Kriminalpolizei auf seinem Lager wieder Anwesenden zu Ende führen konnte. Sämtliche Genoffen des Ortes eine ganze Sammlung von Damen- und Herrenstoffen, Seidenzeug, sind der Ansicht, daß diese Versammlung von überaus günstiger strengerem Frost und mäßigen nördlichen Binden. Berliner etterbureau: Unterkleidung 2c. Strate verschmähte auch Fahrräder nicht, wenn sich Wirkung für unsre fernere Agitation daselbst sein wird. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. " " P