Nr. 11. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis bränumerando: Bierteljährl. 8,30 0, monatl. 1,10 9, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Bort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Insecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Zelegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die erlauchten, edlen und geehrten Herren Mittwoch, den 14. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. aufzutveisen! Daß die Finanzlage Preußens traurig ist, weiß man. Die Resolution tourde schließlich einstimmig angenommen und Jeder, der auch nur einigermaßen den Lauf des Wirtschaftslebens die Erörterung der weiteren fünf Refolutionen auf Mittwoch vertagt. verfolgt, konnte das schon längst vorhersagen. Daß trotzdem Aus- Eine Aussicht, daß die Reichstags- Abgeordneten sich in beschlußgaben, die im politischen und wirtschaftlichen Interesse dringend fähiger Zahl in dieser Woche zusammenfinden, besteht wohl nicht. des preußischen Landtages wurden am Dienstag mit geboten find, nicht zurückgestellt werden sollen, ist ja recht folgender Thronrede vom Grafen Bülow bedacht: fchön. Schade mur, daß davon nichts zu verspüren ist. Landtag. Die neue die Polen- Vorlage, die Thronrede ankündigt, wird man Im Anschluß an die feierliche Eröffnung des Landtags doch im Ernst faum für eine politisch oder hielten beide Säufer die üblichen geschäftlichen Sigungen ab. wirtschaftlich notwendige Maßnahme halten fönnen. Die schränken sich deshalb auf notwendige und unaufschicobare Maß millionen oder Milliarden, die die Regierung zur Förderung des Das Abgeordnetenhaus glaubte, genug gethan zu haben, Schon bei Ihrer letzten Berufung ist auf die wenig befriedigende Deutschtums in den Ostmarken verlangen wird, werden genau so zum nachdem es ein dreimaliges Hoch auf den Kaiser ausgebracht Gestaltung der Finanzlage des Staates hingewiesen worden. Die Fenster hinausgeworfen sein, wie die früher für diesen Zweck be- hatte. Das Herrenhaus begnügte sich damit nicht, es tvilligten Summen. wählte außerdem noch das bisherige Präsidium wieder. Dafür Rechnung des Jahres 1901 hat mit einem " Die bevorstehende Tagung ist die letzte einer arbeitsreichen Legislaturperiode. Die Ihnen zu unterbreitenden Vorlagen benahmen. abgeschlossen. Fehlbetrage von rund 37%, Millionen Mark Auch für das laufende Etatsjahr wird nach den bisherigen bem kanal, für dessen Zustandekommen sogar der preußische am Mittwoch statt. Unmittelbar nach der Konstituierung wird bleiben. Dem Ausbau des Verkehrs soll die übliche Kleinbahnvorlage kann es auch, wenn es am Mittwoch die Vereidigung der dienen. Von dem Mittel, das die Regierung für den Ausbau des neuen Mitglieder vorgenommen hat, bis Ostern in die Ferien Verkehrs in früheren Jahren als unbedingt notwendig hinstellte, gehen. Im Abgeordnetenhause findet die Wahl des Präsidiums Die Minister Frh. v. Rheinbaben den Etat einbringen. werden können. Zwar ist in den letzten Monaten im Verkehr König fein Wort verpfändet hat, schweigt die Thronrede. und das Junkertum auf den Staatseisenbahnen eine geringe Steigerung eingetreten, Regierung hat endgültig tapituliert fann doch wird der Reinertrag hinter dem Voranschlag erheblich zurüd- wieder einmal gelungen ist, der Regierung seinen Willen mit Fug und Recht triumphieren, Das Fiasko des Huldigungsschwindels. es ihm daß Man schreibt uns: Der mächtigen Kundgebung der Stettiner Der Entwurf des Staatshaushalts- Etats für 1908 wird Ihnen aufzuzivingen und dem Stulturfortschritt Halt zu gebieten. Wie von Arbeiter ist jetzt auch die der Magdeburger auf dem Fuße geDer Entwurf des Staatshaushalts- Etats für 1903 wird Ihnen alsbald vorgelegt werden. Trotz der vorsichtigen und sparsamen der Stanalvorlage, so wird auch von der Wiedereinbringung der folgt. Auch die letzten Trümmer der abgeschmackten Adressen- Rechtfertigungsversuche sind mit ihr dahingetrieben worden. Dent Bemessung der Ausgaben in allen Zweigen der Staatsverwaltung Vorlage über die Ausbildung der Juristen Abstand genommen. hat es sich nicht vermeiden lassen, zur Herstellung des Gleichgewichts In den Thronreden der beiden letzten Jahre war ein Wohnungs- die Kundgebung der Arbeiter des Krupp- Gruson- Werkes hat eine ganz besondere Bedeutung. Weit über 1300 gesetz in Aussicht gestellt. Auch davon will die Regierung nichts noch den Staatskredit in beträchtlicher Höhe in Anspruch zu nehmen. Dieſe mehr wissen. Ausgaben für Stulturzwecke fallen ja nicht unter die Berfonen, darunter, wie ausdrücklich festgestellt unerwünschte Erscheinung hat ihren Grund darin, daß infolge der Schwierigkeiten, mit denen seit Jahren die Landwirtschaft im wirtschaftlichen Intereffe dringend gebotenen. Statt dessen be- wurde, 800-900 Arbeiter des Krupp- Werkes, hatten und in letzter Zeit auch Handel und Industrie zu kämpfen haben, gnügt sie sich mit der Forderung einiger weiterer Millionen sich im Magdeburger Luisenpark eingefunden, um gegen den bei Abbei einem Teil der Betriebsverwaltungen auch für das Jahr 1903 zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der Staatsarbeiter sendung der famosen Kaiser Adresse ausgeübten Gemit einem weiteren Rückgange der Ueberschüsse gerechnet werden muß. die Arbeiter in immer größere Abhängigkeit von sich bringen zu Maßregelung der beiden, ein halbes Menschenalter bei Strupp thätig Glaubt sie doch, durch solche Maßnahmen wissenszwang und Terrorismus zu protestieren. Die Die zeitweilige Finanzlage hat jedoch nicht dahin führen können, gewesenen ehrlichen Arbeiter hat am Montagabend der SocialAusgaben zurückzustellen, die im politischen und wirtschaftlichen Interesse dringend geboten find. Hierunter fallen die erheblichen Mittel, welche die Staatsregierung in Fortführung ihrer auf den und Beamten. fönnen. So wird sich denn allem Anschein nach die neue Session ihren demokratie zu einem geradezu glänzenden Triumph berBorgängern an Unfruchtbarkeit würdig an die Seite stellen können. holfen. Minutenlang wurden die Redner, die das Gebahren der beAm Ende der Gesetzgebungsperiode werden die„ Boltsvertreter" mit teiligten Streise bei der Sammlung der Unterschriften ins rechte Licht Schutz des Deutschtums in den Ostmarken dem Bewußtsein vor ihre Wähler treten können, daß sie, getreu ihrem rückten, von Beifall unterbrochen und nicht eine einzige Stimme fand und auf deren wirtschaftliche Stärkung gerichteten Politit von Ihnen Princip, jeden Stulturfortschritt verhindert und dem Dreillaffen- fich zur Rechtfertigung der Krupp- Kamorra. Was aber der Protesterbittet. Auch soll den in diesen Landesteilen wirkenden mittleren Parlament den Stempel einer Interessentenvertretung noch stärker bersammlung die ganz besondere Bedeutung beilegt, ist folgendes: und unteren Beamten sowie den Lehrern an den öffentlichen Volts- als bisher aufgeprägt haben. Hoffen wir, daß es die legte Seffion Die fog. Kaifer Deputation der( siebenmal gefiebten) Arund unteren Beamten sowie den Lehrern an den öffentlichen Volks- ist, in der die Herren, ungestört von Arbeitervertretern, fein werde. beiter, die nach der Beerdigung Krupps im Bartesaal in Eſſen die schulen die in Aussicht gestellte Zulage gewährt werden. Vom wirtschaftlichen wie vom Standpunkt einer fürsorgenden Diese unfäglich müde Thronrede mutet an, als ob in Preußen bekannte Rede mit anhören mußte, war vollzählig( 16 Mann) Finanzpolitik erschien es ferner nicht ratsam, den großen Betriebs- nichts mehr zu thun sei, als ob alles gesättigt und geglättet sei. in der Versammlung erschienen. Bereits vorher hatte man erverwaltungen die Mittel zu versagen, die zu einer ordnungsmäßigen und doch ist in diesem Preußen seit mehr als einem halben Jahr- fahren, daß diese Deputation, die gleichzeitig das Unterschriftenhundert noch alles zu thun. Die politischen und fulturellen sammeln freiwillig übernommen" hatte, in der Versammlung Ergänzung ihrer Einrichtungen erforderlich find. Namentlich er- Schulden Preußens find ins Ungemessene gewachsen. Und weil der die Erklärung abgeben sollte, daß thatsächlich die Unterschriften achtet es die Staatsregierung für ihre Pflicht, auch in den Zeiten achtet es die Staatsregierung für ihre Pflicht, auch in den Zeiten Anfang einer Schuldentilgung den Zusammenbruch des ganzen sämtlich freiwillig" gegeben worden seien und daß der Inhalt der ungünstiger Abschlüsse mit der regelmäßigen Ergänzung ungünstiger Abschlüsse mit der regelmäßigen Ergänzung des Fuhrparks nicht zurüd zu bleiben. Die Bewilligung der Systemis zur Folge haben müßte, darum fängt man eben nicht erst Staiser- Adresse der innersten Ueberzeugung aller Arbeiter des Krupphierzu erforderlichen Mittel wird die Staatsregierung zugleich in den an sondern überläßt fatalistisch alles der waltenden Vorsehung Gruson- Werts entspreche". Allein die Strupp- Reiniger haben nun Stand setzen, die Arbeitsgelegenheit im Lande zu vermehren. der Junker und Pfaffen. einmal das Beches kam nicht zu der beabsichtigten Ehrenrettung"! Trozz viermaliger, nachdrücklicher Aufforderung des Vorsitzenden, trotz der Provozierung von Rednern, die selbst 12 und mehr Jahre auf dem Werke gearbeitet haben, nahm keiner der Abgesandten das Wort!! Erst als sie daran erinnert wurden, daß sie doch deswegen gerade hergeschickt worden seien, erflärten z tv ei von den 16 Mann, daß sie beim Sammeln Zum Ausbau des Staatseisenbahn- Systems durch Erwerb mehrerer Privateisenbahnen, zur Erweiterung des Staatsbahnnetzes und zur Förderung der Kleinbahn- Unternehmungen sind größere Mittel vorgesehen. werden. Meine Herren! Auch in der bevorstehenden Tagung sind Sie zu wichtigen Arbeiten berufen. Mögen dieselben dem Vaterlande zum Segen gereichen! Politische Uebersicht. Berlin, den 13. Januar. Der Reichstag " -Der Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der in den staatlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter und der gering befoldeten hat am Dienstag seine Arbeiten nach den Weihnachtsferien wieder der Unterschriften keinen Druck auf irgend einen Arbeiter Beamten ist mit Ihrer Zustimmung wiederholt besondere Fürsorge aufgenommen. Es war eine kühle geschäftliche Sizung ohne ausgeübt, da fie doch nur thre Pflicht der Firma gewidmet worden. Da das Bedürfnis unverändert fortbesteht, wird Fanfarentlänge, wenn in ihr auch eine Nachlese auf dem Tariffelde gegenüber gethan hätten!! Ja noch mehr: Ein Redner der Vervon Ihnen in einem neuen Gefeßentwurf ein weiterer Kredit zu vorgenommen wurde. Auf der Tagesordnung standen die Refo- sammlung konnte ausdrücklich erklären, daß sogar die an gleichem Zwecke erbeten werden. Iutionen, die den Schwanz des Tarifgesetzes bilden, aber nur wesende Saiser Deputation( meist aus Arbeitern bestehend!) Im Interesse der Förderung der allgemeinen Volfsgesundheit eine von ihnen wurde erledigt. Es war die Resolution, die eine die Maßregelung der Kameraden für eine Schmach und eine wird Ihnen alsbald ein Gesezentwurf zugehen, um das Reichsgefeß. Enquete unter Sinzuziehung von Sachverständigen dahin fordert, ob Schande anfähe!!! Das Erstaunen der Versammelten wollte betreffend die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten, innerhalb nicht im Interesse der kleineren Tabakbauern sich das Gesetz über schier kein Ende nehmen! Erbarmungslos wurden die sogenannten des preußischen Staates zur Ausführung zu bringen. die Besteuerung des Tabats vereinfachen ließe. Die Frage Wohlfahrtseinrichtungen Krupps als eine famose Einnahmequelle für Der im vorigen Jahre nicht zur Verabschiedung gelangte Gefeß- hat den Neichstag bereits mehrfach beschäftigt und die Zoll- bie Firma Krupp gebrandmarkt; erbarmungslos gingen die Redner entwurf über die Befähigung für den höheren Berwaltungsdienst fommission hat schließlich, um die drängenden kleinen Tabakbauern mit denen ins Gericht, die so unberechtigterweise die„ Borwärts" wird Ihnen in etwas veränderter Gestalt wieder vorgelegt zu beschwichtigen, eine solche Resolution vorgeschlagen. Im Hause Redakteure beschimpft und verleumdet; mit beißendem Hohn fausten Hieb stieß die Resolution bei keiner Partei auf Widerspruch. Genosse auf Hieb auf die Millionenfirma und ihre„ freiheitlichen" Einrichtungen Ihre Zustimmung wird ferner zu einem Gesetz über die Ehrhart bestätigt, daß das Tabaksteuergefeg, ein wahres Mon- Hernieder und die abgesandte Kaiser Deputation Bildung kirchlicher Hilfsfonds für katholische strum, überflüssige Placereien und Scherereien für den Tabaksbau nickte den Rednern bestätigend zu. Sie, die gekommen Pfarrgemeinden erbeten werden. darstellt. Die Steuerbureaukratie schwelgt in Belästigungen der war, zu reden, zu retten, zu vergelten sie faß refigniert da und Produzenten und die Gewichtssteuer, bei der jedes Tabaksblatt auf verwünschte innerlich ihre Mission wer weiß wie! Es war ein herrder Goldwage gewogen wird, giebt ihr reichlich Anlaß, alle ihre licher, ein prächtiger Gemuß, das mit anzusehen, zu sehen, wie der Künste der Drangsalierung spielen zu lassen. Huldigungslegende so arg mitgespielt wurde! Und nun die Krönung In der Vertverfung des Steuersystems war das Haus einig des glänzenden Erfolges: Eine im schärfsten Stil gefaßte Protestund auch der Vertreter der verbündeten Regierungen, Unterstaats- Resolution, die rückhaltlos den Gewissenszwang brandmarkte und fekretär v. Fischer, fagte eine wohlwollende Prüfung der Frage fonstatierte, daß die Arbeiter nie und nimmer an das Tischtuchzu. Die eigentliche Debatte galt auch viel mehr der Frage des Die Thronrede, mit der die letzte Session einer der unfrucht- Tabat 301 les als der Frage der Tabaksteuer. Ehrhart hatte nicht Berschneiden denken, wurde einstimmig doch nein, nach mehrbarsten Legislaturperioden eröffnet wurde, ist so nichtssagend und nur die Aufhebung der Inlandssteuer, sondern auch die Be- facher, ausdrücklicher Wiederholung der Gegenprobe, gegen eine bedeutungslos wie nur irgend denkbar. Zu„ wichtigen Arbeiten" sind seitigung des Tabakszolles gefordert, während der nationalliberale einzige Stimme angenommen!!! Nicht endenwollender Jubel folgte die erlauchten, edlen und geehrten Herren von beiden Häusern des Agrarier Freiherr v. Heyl zu Herrnsheim im Verein mit den der Bekanntgabe dieses Resultats. Die Kaifer Deputierten Landtags berufen. In der That, eine wichtige Arbeit, den Etat zu Agrariern Röfide, Lucke und Schrempf eine Vergrößerung der faßen mit refignierten Mienen Mienen da und hielten die beraten und einige belanglose Gefeßentwürfe zu verabschieden! Die Spannung zwischen Tabaksteuer und Tabakzoll verlangte. Der Hände tief in den Hosentaschen bergraben. Es schien, Regierung weiß sehr wohl, daß fie für die Kulturaufgaben, sei es Kampf mit diesen Agrariern wurde fast ausschließlich von unsrer als müßten sie sich Zwang anthun, nicht trotz ihrer auf dem Gebiete des Volksschulwefens, sei es auf dem der Förde- Partei geführt, für die neben Ehrhart Geyer, Moltenbuhr Mission für die Resolution zu stimmen. Das muß man rung des Verkehrs, fei es auf dem des Ausbaues der socialpolitischen und v. Elm wiederholt das Wort ergriffen. Eine leb gesehen, mit angehört haben, um die ganze Bedeutung dieses Gesetzgebung, bei diesem Landtage, in deffen einem Hause unein- haftere Form nahm diese Debatte aber nur bei der Er- fläglichen Fiastos zu ermeffen. Zum Schluß der imposanten Vergeschränkt die Junker das große Wort führen, während das andre örterung der privaten Verhältnisse des Freiherrn v. Heyl an. sammlung, die so begeistert verlief wie feine feit langen, langen einen durch und durch konservativ- klerikalen Charakter trägt, fein Gehör Dieser bestritt, daß er an dem Tabakbau so viel verdiene, wie ihm Jahren, konstatierte der Vorsitzende noch, daß auf dem Krupp- Werk findet, und deshalb streckt sie von vornherein die Waffen. Graf Bülow, dessen die„ Südd. Tabatzeitung" nachgerechnet habe und stellte auch in sich der stärkste Rückhalt der Magdeburger Socialdemokratie befände, Gesundheitszustand durch innere Krisen Schaden leiden könnte, unter- Abrede, daß er jüngst erst wieder seinen Fideikommißbefiz durch daß das Wert eine Hochburg der socialdemokratischen Agitation sei wirft sich dem Willen des allmächtigen Junkertums und seines hohen Anfauf großer Areale erweitert habe. Er will nur Familiengüter und daß die weiteren Früchte von der Strupp- Affaire bei der nächsten Verbündeten, des Klerus. feinem Fideikommiß einverleibt haben. Von unsrer Seite wurde Reichstagswahl gepflückt würden. Mit einem brausenden Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs erkläre ich den Landtag der Monarchie für eröffnet." . Wie Spott klingt es, wenn die gegenwärtige Legislaturperiode ihm erwidert, daß die Nachrichten über seinen Erwerb neuen Grund- dreimaligen Hoch auf die internationale Socialdemokratie, in welches eine arbeitsreiche genannt wird. Habent doch die ganzen legten befizes aus den agrarischen Kreisblättern seiner Nachbarschaft ge- auch ca. 12 von den 16 Kaiser- Deputierten mit einJahre nicht eine einzige gesetzgeberische Maßnahme von Bedeutung Inommen und im guten Glauben weiter gegeben seien. stimmten, wurde die Kundgebung geschlossen. .09 Deutsches Reich. bringt diesen Gedanken für 1903 in der Form zur Ausführung, daß die haber des Mandats Weingutsbesitzer und Weinhändler Filz aus Tilgung der Zuschußanleihe insoweit in Aussicht genommen wird, Ellerstadt, den man aus dem Bunde warf, weil er wider die BundesDie parlamentarischen Arbeiten. Eine parlamentarische als die Ueberweisungen das Etatssoll überschreiten. Die Regierungen häupter aufmuckte, wieder von seinen nationalliberalen Freunden Korrespondenz schreibt: Die Etatsberatungen des Reichstags und verzichten damit für 1903 auf die ihnen gefeßlich zustehenden Mehr- aufstellen lassen. des Landtags werden diesmal zusammenfallen. Für beide Häuser erträge der Ueberweisungssteuern in einem weiteren Umfange als ist der Beginn der Etatsberatungen auf den Montag nächster Woche dies nach den bisherigen Schuldentilgungs- Gesetzen der Fall war. Der fächsische Hofzwift. festgesetzt. Im Abgeordnetenhause wird der Etat am Mittwoch, nach Leider dürfte dieser Schuldentilgungseifer faum irgendwelche der Finanzrede des Ministers v. Rhein haben verteilt und dann Aussicht auf wirkliche Bethätigung haben. Und in keinem Fall Blätter berichten von einer Verstimmung zwischen der Kronprinzessin Die Schweizerische Depeschen- Agentur" meldet: Mehrere eine Pause bis Montag gemacht werden. An diesem Tage wird auch werden die Summen, um welche die Ueberweisungen des letzten von Sachsen und Giron. Giron wurde aber von dem Advokaten im Reichstage die Generaldebatte über den Etat beginnen. Dies Etatsjahres den Anschlag übersteigen, von Bedeutung sein gegen Lachenal aus höheren Rücksichten ersucht, während der Vorbereitung Zusammentreffen wird allgemein als ein großer Uebelstand über der ungeheuerlichen Zunahme der Anleihen, die der Etat für der Chefcheidung nicht mehr im Hotel d'Angleterre zu wohnen, kann empfunden. 1903/04 bringt. jedoch beliebig oft dorthin zurückkehren. Die Prinzessin hat nicht Auf den hohen französischen Getreidezoll beruft sich wieder die die Absicht, sich von Giron zu trennen und hält einfach das aufrecht. Die Verhandlungen Deutsche Tageszeitung". Diesmal kompromittiert sie einen Scheidungsbegehren Professor Dr. 2. Kuhlenbeck, von dem sie sich aus Lausanne zwischen den Anwälten der Parteien in Genf dauern fort und werden baldigst erledigt sein. schreiben läßt: Weniger glaubwürdig erscheint vorläufig die folgende Meldung des„ B. T." aus Wien: Der Bund der Schreier. Der Bund der Landwirte fährt fort, gegen den Antrag Kardorff mobil zu machen, nachdem sie selbst durch die Vergewaltigung der Minderheit Sorge getragen hatten, daß er zur Annahme gelangte. Auf der schlesischen Generalversammlung des Bundes der Landwirte wiederholte Herr v. Wangenheim diese Komödie. Er meinte u. a.: " In Frankreich, z. B. Besançon, beträgt der Preis des Weißbrotes 33% Centimes für das Kilogramm, hier in Lausanne 34 Centimes. Dabei hat Frankreich einen Einfuhrzoll von 7 Frank 50 Centimes auf Weizen, während der Eingangszoll in der Schweiz 30 Centimes beträgt. Ein schlagenderer Beweis gegen die Agitationsphrase der Freisinnigen und Socialdemokraten in Deutschland, daß der Zollschutz das Getreide und das Brotum den Zollbetrag berteuern müsse, dürfte wohl kaum beigebracht werden können." Natürlich beweisen solche durch zufällige lokale, Einflüsse bedingten Einzelpreise gar nichts. Dann aber sollte doch die„ Deutsche Tageszeitung" endlich wissen, daß der französische Zoll nur auf dem Papier steht, da 96 Proz. der französischen Getreide- Einfuhr aus den zollfreien französischen Kolonien stammen. Wie hier verlautet, soll die Affaire der Kronprinzessin von Sachsen nunmehr endgültig abgeschlossen sein. Die Kronprinzeffin habe eingewilligt, Aufenthalt auf einem taiserlichen Schloß in Destreich in der Nähe der sächsischen Grenze zu nehmen und daselbst zu verbleiben unter der Zusicherung, daß sie daselbst zeitweilig mit ihren Kindern verkehren könne." Bauernansiedelung in Deutsch- Südwest- Afrika. Jm Etat für 1903 ist die Summe von 300 000 M. zur Förderung der Besiedelung des Besiedelung des deutsch- westafrikanischen Schutzgebietes ausgeworfen. Zur Begründung der Forderung wird in der Denkschrift, die dem Etat beigegeben ist, u. f. folgendes ausgeführt: „ Wenn im Etat für das Rechnungsjahr 1903 300 000 M. an gefordert werden, so sollen diese Mittel einerseits die Schutzgebietsberwaltung in den Stand fezzen, auf dem bereits beschrittenen Wege der deutschen Besiedelung fortzufahren, andrerseits die Möglichkeit bieten, eine weitere Ausgestaltung des bisherigen Besiedelungssystems einzuleiten. Zur Erreichung des letztgenannten Bieles ist es in Anlehnung an das Vorgehen der Engländer in Südafrika zwar erforderlich, eine Kommission einzusehen, deren Aufgabe es ist, nach eingehendem Studium der einschlägigen Verhältnisse im Schußgebiet, eventuell auch in den Nachbargebieten des englischen Südafrika, praktische Vorschläge zu machen und die Vorarbeiten an Ort und Stelle zu leiten. Vor allem soll aber ein erster Versuch gemacht werden, deutsche Bauernfamilien aus der Heimat unter Gewährung eines staatlichen Zuschusses in Deutsch- Südwestafrika anzusiedeln." „ Der in dem Zolltarif angenommene Getreidezoll kann den Landwirten gar nichts helfen; durch diesen Zoll wird der Getreidepreis nicht um einen Pfennig höher. 7½ Wark war das mindeſte, was wir fordern mußten, wenn wir die Notlage der Landwirtschaft beseitigen wollen.( Stürmischer Beifall.) Leider war ich der einzige, der in der Kommission an der Forderung festhielt.( Rufe: Leider!) Mit dem Zolltarif allein ist es bekanntlich nicht gethan, die Hauptsache sind die Handelsverträge. Und da muß ich offen fagen, ich habe zu den verbündeten Regierungen nicht mehr das Vertrauen, daß diese die Intereffen der Landwirtschaft bei dem Abschluß der Handelsverträge genügend wahren werden.( Rufe: Leider!) Wir haben es stets ausgesprochen, der Gegensaz Die Diäten des Brotwucherers. Die Kerls brauchen bekanntlich zwischen Bund der Landwirte und der Socialdemokratie feine Diäten. Denn im Reichstag brauchen ja natürlich nur die ist wie Feuer und Wasser. Aber durch Aenderung der jenigen zu sitzen, die genügend Geld haben oder doch wenigstens Geschäftsordnung bekämpfen wir nicht die Socialdemokratie, folches zu machen verstehen. Zu den Goldmachern hat von jeher wenigstens nicht auf die Dauer. Im Gegenteil, ich befürchte, der Oberagrarier Herr v. Kardorff- Wabniz gehört. Bedurch den Antrag Kardorff, durch den der Mittelstand in kanntlich hat dieser urteutsche Mann seine parlamentarische vieler Beziehung geschädigt ist, werden den Socialdemokraten neue Thätigkeit als Schabbesgoj des Hofjuden Bleichröder begonnen. Massen zugeführt werden. Man sagte, in welch' andrer Weise während der berüchtigten Gründerjahre nach der Schaffung sollte man denn die Obstruktion der Linken bekämpfen. Ich bin des Deutschen Reiches figurierte er bei allen möglichen der Meinung, wenn die Linke Gewalt geübt hätte, dann hätte sie Bleichröderschen Gründungen als Mitglied des Aufsichtsrats und steckte sich nicht beklagen können, wenn ihr mit Gewalt geantwortet worden stolze Tantiemen von so mancher später verkrachten Gesellschaft in wäre, d. h. wenn man sie einfach mundtot gemacht hätte. Die seine gar nicht diätenfeindliche Tasche. Nach dem Krach erschien in Geschäftsordnung des Reichstages hätte schon längst geändert werden der Gartenlaube" im April 1875 ein Angriff auf Kardorffs Gründertönnen. Nun, fagte man, was hätte geschehen sollen, wenn der thätigkeit. Flugs setzte sich der Diätenfeind hin und schrieb an den Zolltarif abgelehnt worden wäre. Nun, dann hätte die Regierung Berleger des Blattes die berühmt gewordene Epistel:„ Es dürfte nach einigen Jahren einen Zolltarif vorlegen können, der der Landwirtschaft einen wirklichen Schutz gewähre. Mit Ausnahme ziemlich bekannt sein, daß ich mich an industriellen Unternehmungen nicht beteiligt habe, um Schätze des uns sonst feindlichen Eugen Richter, der das frivole Spiel der fondern lediglich, um mir zu ermöglichen, ohne VerObstruktion nicht mitgemacht hat, haben sich die Freiſinnigen vom mögensverluste meine parlamentarische Thätigkeit wahrzunehmen." Zollwuchertarif zu Gunsten des Großgrundbefizes die Kleinbauern Schlage der Herren Bachnicke, Barth, Gothein usw. immer mehr Heute sind die Herren Agrarier besser daran. Sie schädigt, soll das Reich vorläufig 300 000 M. dafür ausgeben, der Socialdemokratie genähert. Wir haben so oft gesagt: Der brauchen sich mit dem Gründungsschwindel nicht mehr abzu- um in Deutsch- Südwest- Afrika deutsche Bauern anzusiedeln! Freifinn ist das kleinere Uebel. Allein, angesichts der Handlungen geben. Denn heute ersetzt ihnen der Staat ihre Vermögensverluste". Wie aussichtslos dies neue Kolonialprojekt ist, geht aus des Freisinns müssen wir jetzt fagen: Der Freifinn ist viel ge- Trotzdem verschmäht allerdings Herr v. Kardorff auch jetzt noch nicht dem Bericht eines Afrikaners hervor, den die„ Tägl. Rundschau" verfährlicher, als die Socialdemokratic.( Rufe: Sehr richtig!) Der Freifinn hängt sich ein bürgerliches Mäntelchen um, die Social- jede Aufsichtsratstantieme, gehört er doch noch der Schlesischen öffentlicht und in dem es heißt: Zinthütten Aftien- Gesellschaft als Verwaltungsratmitglied an, die Semokraten sagen aber wenigstens offen, was sie wollen. Deshalb weit über Schlesiens Grenze hinaus durch die lange Arbeitszeit müssen wir bei Stichwahlen zwischen einem Freifinnigen und und die schlechte Entlohnung ihrer Arbeiter berüchtigt ist. Socialdemokraten die feindlichen Brüder unter sich lassen, denn jezt müssen wir sagen: besser ein Socialdemokrat, als ein Freisinniger.( Stürmischer Beifall.) " in zu fammeln, Eine wundersame Bauernpolitik! Während man durch den Es ist ein Glück, daß sich die Bergbau- Industrie so günstig anläßt, denn mit den sonstigen Aussichten ist es in diesem Jahre schlecht bestellt. Die Dürre ist groß. Es hat fast noch gar nicht geregnet, und ich sehe mit schweren Befürchtungen für die Viehzucht und Landwirtschaft in die Wintermonate. Mit vielem Interesse habe ich übrigens die neuliche Zuſchrift im kolonialen Teil der„ Läglichen Rundschau" gelesen und sie persönlich meinem Referenten für Forstivesen Herrn Dr. Schellbach überschickt. In der Mark läßt sich wohl Dedland aufforsten, aber in Deutsch Südwest, wo es beinahe gar nicht regnet, wächst ohne künstliche Bewässerung nichts, es sei denn im Distrikt Okahandja, der ausreichend Grundwasser hat. Hier liegt auch der Knüppel beim Hunde, wenn man mit Stau- Anlagen rechnen will: Um Stau Anlagen zweckdienlich zu machen, muß man erst Wasser zum Stauen haben! Artesische Brunnen nach dem Muster der Kapkolonie bilden die richtige Lösung der brennenden Wasserfrage. Die Kapkolonie hat in fünf Jahren jc 175 neue Wasserstellen mit einem Aufwande von jährlich 38 000 Bfd. Sterl. geschaffen. Hoffentlich haben die im September ausgesandten Bohrkolonnen bald ähnlich gute Ergebnisse aufzuweisen." Man weiß also uoch gar nicht, ob man auch nur durch artesische Brunnen genügend Wasser zur fünftlichen Bewässerung auftreiben wird! Und in dieser afrikanischen Dede will man Bauern mittels Reichszuschusses ansiedeln! Das Reden im Reichstag hat keinen Zweck." Am Sonntag fand in Bochum eine große Centrumsheerschau statt, bei welcher der Ich verkenne nicht die Verdienste, die die nationalliberale und schwarze Obergardist Kaplan Dasbach die Truppen einererzierte. Reichspartei um die nationale Größe Deutschlands haben. Allein, diefe Den Bolltarif habe das Centrum durchdrücken müssen, um der Parteien haben in dem Kampf um den Zolltarif eine Haltung ein- Obstruktion Herr zu werden und der heimischen Bevölkerung genommen, daß wir einen Nationalliberalen oder Reichsparteiler, bezw. bessere Erwerbsverhältnisse zu verschaffen. Sodann gab der GottesFreikonservativen mur dann bei der Wahl unterstützen können, wenn mann, der unerschrockene Kämpfer gegen Wahrheit und Recht den der Kandidat erklärt: er wolle sich nicht der Fraktion anschließen, horchenden Gläubigen Aufklärung über die Pflichten eines Volkssondern„ wild" bleiben und wenn er außerdem erklärt, daß er für vertreters. Das Reden im Reichstage habe gar feinen 3 we c. die Forderungen der Landwirte mannhaft eintreten werde. leber Fragen, denen der Reichstag Was das Centrum anlangt so muß es leider ausgesprochen zu bestimmen habe, werde vorher in den Fraktionen beraten werden, daß ein großer Teil der Centrumspresse den Bund in viel und dort werde auch bestimmt, wie abgestimmt werden gemeinerer Weise bekämpft als die Freisinnigen und Social- müsse. Die Redereien im Reichstag feien mithin vollständig Demokraten. Das Centrum hat den Kampf um den Zolltarif ledig- zwecklos, ein jeder wisse vorher, wie er abzustimmen habe. Und die lich aus Gründen der Wahltaktik geführt. Centrumsabgeordneten hätten in hervorragender Weise ihre Pflicht Was unsre Stellung zu der fonfervativen Partei betrifft, fo gethan, erzählte der streitbare, geschäftskundige Staplan weiter. Als ist es selbstverständlich, daß wir den Boden unter den Füßen ver- Beweis führte er an: Ein Centrumsabgeordneter war vor einiger lieren würden, wenn wir aufhörten, konservativ zu sein. Es muß Zeit in ein Kloster in Destreich eingetreten. Er hatte sein Reichstagsaber ausgesprochen werden: der Bund der Landwirte ist keine Wahl- mandat nicht niedergelegt und war daher stimmberechtigt. Telemaschine für eine bestimmte Partei.( Stürmischer Beifall.) Wenn graphisch erging an ihn der Ruf, nach Berlin zu eilen. Er fam, der Bund sich dazu gebrauchen ließe, dann wäre es besser, wenn blieb die Nacht 14. Dezember dort bis die Abstimmung wir ihn auflöſten. Wir können uns nicht nach Belieben von einer beendet war.... Er fam, stimmte und ging!... Für wahr, politischen Partei ohrfeigen lassen. Allein, so viele Differenzpunkte ein Leuchtendes Beispiel von Ueberzeugungses auch zwischen dem Bund und der konservativen Partei giebt, treue". Im Anschluß an diese Erzählung, die eklatant darthut, wie so ist es doch angesichts des heftigen Wahlkampfes, dem wir Centrumsabgeordnete über die schwierigsten Materien auf zweifellos entgegengehen, notwendig, daß auf beiden Seiten das Kommando eine leberzeugung gewinnen, behauptete Stonservativen müssen endlich aufhören, eine bloße politische Partei den Zolltarif zu stande gebracht. Also Hellseher sind die Schwarzen zu sein. Sie werden andernfalls sehr bald einsehen, daß sie eine auch. Bekannt ist, daß Genosse Antrick nur durch Zufall überhaupt zum Wort tam. Die Centrümler wußten das aber im voraus, Anzahl Führer bilden, denen die Truppen fehlen." In seiner Duplik( Nr. 7 des„ Vorwärts") weicht der Verteidiger In der Debatte verteidigte Limburg- Stirum die Zu- man citierte sogar Stlosterbrüder aus Destreich herbei- damit die Millerands meiner Beweisführung( Nr. 303 des letzten Quartals) stimmung zum Antrag Kardorff- unter allgemeinem Widerspruch. Rede Antrids den Zolltarif durchdrücke. Wer den schwarzen Gesellen in Bezug auf Millerands Bourgeois- Socialismus" vollständig aus. Er behauptet aber dennoch seine alleinige Objektivität". Er sucht beschwindeln. Der Der Rittmeister Ackermann- Salisch erklärte rundweg: Für jezt noch nicht glaubt, ist überhaupt nicht zu feinen Rückzug zu decken durch den Hinweis auf den Bericht des den Zolltarif haben zweifellos eine Anzahl Konservative gestimmt, Rekord ist erreicht. Heil Dasbach. „ Réveil du Nord"-Lille, den Millerand für authentisch" erklärt habe. weil sie in hohen Staatsstellungen sind, und weil sie glauben, als Zur Nichtbestätigung des Stadtrats Richter, Mitgliedes der frei- Aber wohlgemerkt, die Stelle der Rede über die Solidarität Offiziere nicht gegen die Regierung stimmen zu dürfen. Ich bin aber der Meinung, in wirtschaftlichen Dingen muß das noblesse oblige sinnigen Volkspartei, wird uns aus Halle geschrieben: Der Vor- der Klassen" habe ich gerade nach dem einzig„ authentisch" aufhören. Wir müssen Männer wählen, die unbeeinflußt von oben steher des Stadtverordneten- Kollegiums Geheimrat Präs. Dillen- sein sollenden Bericht citiert. mannhaft für die Forderungen der Landwirte eintreten.( Stürmischer berger sprach sich in der heutigen Stadtverordnetensitzung in Leifall.) ziemlich scharfen Worten gegen die Maßnahme des Regierungspräsidenten, Versagung der Bestätigung Richters zum unbesoldeten Stadtrat aus und das Kollegium beschloß gegen eine Stimme, die Bestätigung bei dem Minister des Innern zu beantragen. Bestreben vorivaltet, eine Verständigung herbeizuführen. Die der gesalbte Wahrheitsfreund", nur die Antricksche Rede habe Der Vorsitzende, Abg. Hirt, verlas danach folgenden Antrag: Die Versammlung spricht dem engeren Vorstande des Bundes der Landwirte für sein mannhaftes und energisches Eintreten im Kampfe um den Zolltarif besten Dank und volles Vertrauen aus." Herzog von Ratibor: Durch. Annahme des soeben verTefenen Antrages erklären Sie Männern wie Herrn v. Kardorff offen den Krieg und machen damit ein Zusammengehen bei den Wahlen zur Unmöglichkeit.( Rufe: Nein!) Ich muß erklären, so sehr mein Herz für das wohl der deutschen Landwirtschaft schlägt, so bin ich, wenn dieser Antrag angenommen werden sollte, genötigt, aus dem Bunde der Landwirte auszuscheiden.( Lebhaftes Dho!) Abg. Hirt: Ich bedauere die Erkärung Sr. Durchlaucht, ich muß doch aber bemerken, daß dieser Antrag nicht Veranlassung geben kanu, aus dem Bunde auszuscheiden.( Stürmischer Beifall.) Der Antrag gelangte danach, trotz der Drohung des Herzogs, ein stimmig zur Annahme. Daß der Adel in wirtschaftlichen Fragen zu nichts verpflichtet als zur Beanspruchung von Millionen- Almosen, das brauchen die Junker nicht erst zu lernen. Danach haben sie seit jeher gehandelt. Ausland. Zur Rede Millerands. Unser Pariser Korrespondent erwidert auf die zweite Zuſchrift des jaurèsistischen Parteimitgliedes: 17 Was die Revanchefrage betrifft, so ruft Millerands Verteidiger den Verteidigten felbst zu Hilfe. Millerands eigne Zuſchrift bestätigt jedoch das, was ich geschrieben habe, und widerlegt die Behauptung seines Verteidigers, der in seinem ersten Schreiben( Nr. 288) schlankweg verkündigte":„ Und es ist auch nichts bekannt geworden, das auf eine Meinungsverschiedenheit zwischen Jaurès und Millerand in Erhebliche Strafen gegen Streifende wurden von der Straf- diesem Puntte( in der Revanchefrage) fchließen ließe"!... Nichts bekannt geworden"! Und nun giebt Millerand selbst zu, kammer in Halle verhängt. Gelegentlich eines im August vorigen Jahres in der Knochenmühle stattgehabten Streits hatten die Ar- daß er gegen die" Vergessenheit" ist, während Jaurès dafür ist. beiter Emil Henze aus Lettin und Hermann Großmann aus Sein allein objektiver" Verteidiger betont freilich mit Millerand, daß es sich ja nur um eine Nuance" handle. Nun, wenn der alle zwei Arbeiter, die nicht mitſtreitten, beleidigt und mißhandelt. unterschied zwischen für und gegen, zwischen ja und nein nur eine Dem Strafantrag gemäß wurde Henze zu neun Monaten und Großmann zu einem Jahr und einem Monat Gefängnis Ruance" sein soll, dann giebt es überhaupt keine Gegensätze auf verurteilt. Das Gericht habe die Pflicht, die Sicherheit und Gesetze des Staates zu schüßen, hieß es in der Urteilsbegründung. der Welt. " ,, Und neun ist eins, Und zehn ist keins, " " Zur Disposition gestellt. Aus der Rheinpfalz wird uns Das ist das Heren- Einmaleins." geschrieben: Schlechte Aussichten zur Wiederwahl bieten sich dem Ebenso wird es nach diesem Heren- Einmaleins eine bloße Ueberzöllner Röside in seinem bisherigen pfälzischen Wahlkreise. Nuance" sein, wenn Jaurès neben der Vergessenheit" für die AbDer Herr vertritt bekanntlich den 6. pfälzischen Wahlkreis Kaisers- rüstung eintritt, während Millerand in seiner Pariser Rede den lautern im Reichstage und wurde seiner Zeit mit Hilfe der ein- Militarismus auch im Interesse der Arbeiter befürwortet. geschüchterten Nationalliberalen, die auf die Ausstellung eines eignen Es ist übrigens bezeichnend, daß M. seine Zuschrift nicht schon Kandidaten zu feinen Gunsten verzichteten, gegen den socialdemo- an die Pariser bürgerlichen Zeitungen geschickt hat und daß ferner Zur Reichs- Finanznot. Dem Reichstage ist der Entivurf eines kratischen Kandidaten in der Stichwahl mit einem Mehr von ich wiederhole es von einer jaurèsistischen Stelle aus der Gesezes, betreffend Verwendung von Mehrerträgen 800 Stimmen gewählt. In der Zwischenzeit hat sich die bündlerische geringste Versuch gemacht wurde, den Kommentaren der leitenden der leberweisungssteuer zur Schuldentilgung Hochflut in der Pfalz verlaufen, die rebellischen Bauern sind zu Bourgeoispreffe entgegenzutreten. Demgegenüber werden die Leser großen Teile in die geöffneten nationalliberalen des Vorwärts" es zu würdigen wissen, wenn Millerands Verteidiger zugegangen. Der Entwurf schlägt folgende Bestimmung vor: einem Uebersteigen im Rechnungsjahr 1903 die den Bundesstaaten zu- Vaterarme zurückgekehrt und so schwillt den Nationalliberalen der den Gegensatz zwischen den beiden Vorkämpfern" seiner Partei in stehenden lleberweisungen aus den Erträgen an Zöllen, Tabaksteuer, Stamm gar mächtig. In einer Bolemit mit unserm pfälzischen der Revanche und Abrüstungsfrage auf einen Konstruktionsverfuch" Branntwein Verbrauchsabgabe und Zuschlag, sowie an Reichs- Partei- Drgan erklärte die Pfälz. Preffe", eines der maßgebenden der Bourgeoispresse zurückführen möchte. Zum Schluß argumentiert M.s Verteidiger mit der„ UubeStempelabgaben das Etatssoll, so ist der Mehrbetrag an den den Organe der Nationalliberalen: Dr. Rösicke kann für die NationalBundesstaaten aus dem Ertrage der Zoll- und Tabaksteuer zu über- liberalen bei der ersten Wahl nicht mehr in Betracht kommen." greiflichkeit", die das Zusammenwirken von Millerand und Jaurès weisenden Beträgen zu kürzen und zur Tilgung der durch Damit ist Herrn Röside cine Absage erteilt in aller Form. Und das in derselben Partei darstellen würde, falls die beiden wirklich durch den Reichshaushalts- Etat für 1903 bewilligten Zuschußanleihe von schönste an der Sache ist, daß er den Fußtritt ruhig einstecken muß, jenen Gegensatz getrennt wären. Unbegreiflich" ist dabei nur die Denn nur 95 Millionen Mark zurüdzubehalten. Die Tilgung erfolgt durch denn die bündlerische Organisation vegetiert nur noch fümmerlich. Begriffsstußigkeit des jaurèsistischen Parteimitgliedes. entsprechende Abseßung vom Anleihefoll. Soweit geeignete Anleihe- Der Bund der Landwirte hat seine Rolle in der Pfalz ausgespielt. derjenige kann das„ unbegreiflich" finden, der erstens die nach und nach Tredite nicht mehr offen stehen, wird über die Art der Tilgung durch Es hieß wohl auch schon daß schon früher, Herr Rösicke wesensgleich gewordene Dentart der beiden Vorkämpfer" des den Reichshaushalts- Etat für 1905 Bestimmung getroffen." In der den angeblich der Bundesface treuen Wahlkreis Homburg ministeriellen Socialismus in allen sonstigen Stardinalfragen überBegründung wird kurz darauf hingewiesen, daß die zur Bilanzierung Kusel dem unsicheren Kaiserslautern vorziehen wolle, allein sieht oder nicht einsicht und der zweitens überhaupt die eigenartige der ministeriell socialistischen Partei des Etats für 1903 erforderliche Anleihe von 95 Millionen Mark auch hier dürfte er nicht besonders willkommen sein. Eine Reihe Natur als schwebende Schuld gedacht ist, deren baldige Tilgung aus Ueber von bündlerischen und Lokalgrößen spizzen auf dieses Mandat und soll ich daran erinnern, daß Millerand, cin Vorkämpfer" dieser schiffen fünftiger Jahre herbeigeführt werden soll. Der Entwurf wird Röside hier aufgestellt, so dürfte sich auch der derzeitige In- Partei, ungeachtet des Beschlufjes des Tours- Kongresses, wie übrigens M D 11 berkennt. Oder " " Partei- Nachrichten. einige andre Vor- und Mitkämpfer, das Tours- Programmn in seiner erschwere, die Forderungen zu begleichen. Italient reiche Entlassungen gemeldet. In Bofen find annäherub 10 Bros. letzten Wahlcampagne nicht affichiert hat? Soll& ferner daran antwortete mit dem Vorschlage, daß die Unionstaaten die Aus- der Arbeiter beschäftigungslos; außerdem ist zur Zeit der Zuzug erinnern, daß Millerand der Partei, in welcher er als„ Vorkämpfer" führung des Schiedsspruches verbürgen sollten, was Hay als un- aus Schlesien besonders start. In der Möbelbranche Hamburg gilt, bisher organisatorisch gar nicht angehört, daß möglich bezeichnete. ist große Flaue eingetreten. Von 2000 Holzarbeitern sind gegenaber, trotz dieser doppelten„ Unbegreiflichkeit" die ministeriell- socia wärtig circa 200 beschäftigungslos. In Charlottenburg listische Kammerfraktion, sich ihrerseits über den Tour- Kongreß hinweghaben auch nach Weihnachten mehrere Betriebe Arbeiter entlassen. segend, die dritte„ Unbegreiflichkeit" beging, Milleund dennoch in ihre In Weimar haben keine Entlassungen stattgefunden. Trotzdem Mitte aufzunehmen? Soll ich weiter daran erinnern, aß das interföderale ist der Geschäftsgang recht unbefriedigend. Die Wochenverdienste, Komitee( Parteivorstand) der P. S. F. die viert" Unbegreiflichkeit" die im Durchschnitt 18 M. betrugen, sind in einzelnen Fällen bis beging, die ersten drei„ Unbegreiflichkeiten" elenso viele flagrante Strafconto. In den beiden Monaten November und Dezember auf 7 M. Heruntergegangen. In Solingen sind besonders die Berlegungen von Kongreßbeschlüssen Lediglch dem kommenden vorigen Jahres wurden Strafen gegen Genossen erkannt von ins- Bautischler in einer ungünstigen Lage. Da im kommenden Früh Parteifongreß zu Bordeaux zur Beschlußzfassung zu unterbreiten?... gesamt zwei Jahren vier Monaten und einer Woche Gefängnis und jahr nur wenig Bauten in Angriff genomment werden, so finden viel Diese und manche andre Unbegreiflichkeitn" gehören eben zum 1690 M. Geldstrafe. fach Entlassungen statt. Verkürzt wird in Straßburg i. E. ge= Wesen der P. S. F. und sind daher nur allzu begreiflich. Paris, 11. Januar. B.Kritschewsky. Ein praktisches Büchlein für die diesjährigen Reichstagswahlen arbeitet. Von 800 Arbeitern haben nur 500 volle Arbeitszeit. In ist der Arbeiter Notizkalender für 1903. In Ver- Karlsruhe arbeitet von 1000 Holzarbeitern gut ein Viertel um Genosse Kritschewsky bittet uns gleichzeitig um Berichtigung auf der Arbeitsstätte wird so und so oft die Frage aufgeworfen, sowie die Baugeschäfte können ihre Arbeitskräfte noch immer aus ſammlungen, bei Unterhaltungen am Biertisch oder in den Pausen eine Stunde pro Tag verkürzt. Verhältnismäßig gut beschäftigt sind die Holzarbeiter in Stuttgart. Die Pianofortefabriken folgender finnstörender Druckfehler in seinem Artikel„ Zur Rede wieviel Stimmen sind in diesem oder jenem Kreise bei der letzten Millerands"( Nr. 303 des letzten Quartils): Es muß heißen: Wahl abgegeben. Auf diese Fragen antwortet sofort in zuverlässigster reichend beschäftigen, nur in einigen Möbelfabriken fehlt es an Auf1.„ Millerand rückte immer und imme: weiter von diesem Weise der Kalender, der die Zahl der in jedem Wahlkreise für jede arbeitslos. In München arbeiten 145 Arbeiter um eine Stunde trägen. Bei 3000 Arbeitern waren am Ende Dezember nur 100 Socialismus ab"( nicht:„ wieder"). 2 Millerands Bourgeois- einzelne Partei abgegebenen Stimmen und außerdem auch täglich verkürzt. In den Möbelfabriken sind Ende des Jahres an Socialismus" bleibt mit dem Socialismus( ohne Gänsefüßchen) ver- die Prozentziffern der bunden nur noch eben durch die socialstische Phrase( nicht: Stimmen enthält. Die Statistik erstreckt sich auch auf fämt über dem Vorjahre 50 Tischler weniger. Die Zahl der Arbeitslosen für die Socialdemokratie abgegebenen 30 Arbeiter entlassen worden. Eine Waggonfabrik beschäftigt gegen,, nur nach oben"). 3. Millerand beliest eine staats männischliche bis zum Juli vorigen Jahres stattgehabten Nachwahlen. betrug Ende Dezember 324. verklausulierte Sprache zu führen( nicht: eine strohmännisch" 2c.). Daran schließen sich furze biographische Notizen der socialdemokratischen Reichstags Abgeordneten Deutsches Kapital in Schweden. Das„ Schwedische TelegrammDer Entscheidungskampf in Marokko. und eine Tabelle, die eine Uebersicht über die für die Social- bureau" teilt mit, daß gegenwärtig Verhandlungen stattfinden über Bestimmte Nachrichten über eine neue Schlacht bei Fez, die demokraten in den einzelnen Provinzen und Staaten seit dem den Ankauf der Aktien der Luosjavara- Kiirunavara- Erzbergwerkftfindlich erwartet wird, liegen hie: bis zu diesem Augenblicke Jahre 1871 abgegebenen Stimmen enthält. Dann folgen die Gesellschaften durch ein deutsches Konsortium in Verbindung mit nicht vor. Der spanische Gesandte in Tanger hat die Meldung Winke für die Reichstagswahlen". In einzelnen einem schwedischen Konsortium. Die Verhandlungen seien jedoch noch geschickt, daß die Streitkräfte des Sultans dem Thronerben Bu Hamara Kapiteln: Wer ist wahlberechtigt? Verbreitung von Wahl- nicht soweit gediehen, daß man bestimmt sagen könne, ob ein entgegengerückt sind. Die spanische Regierung erklärt, der Zusammen- druckschriften Wahlversammlungen Wählerlisten Wahlzeit- definitives Resultat erzielt werde. stoß sei wahrscheinlich bereits erfolgt, doch ist amtlich noch nichts Wahlgeheimnis Wahlkontrolle Wahl- Zündholz- Truft. Die sechs Zündholz- Aktiengesellschaften Schwedens darüber bekannt. Die spanischen Truppensendungen nach dem Süden protest. Ein Auszug aus dem Wahlgesetz und dem Wahl- haben fich fürzlich unter dem Namen Jonkopings- Bulfans sowie die Aufspeicherung von Munition in Ceuta und Melilla reglement sind die Rechte der Wähler und die aus diesen Tändsticksattiebolag" zu einer Attiengesellschaft zusammengeschloſſen. dauern fort. folgenden Pflichten unsrer Parteigenossen zur Organisation des wie aus Stockholm gemeldet wird, hat diese Aktiengesellschaft jetzt Die spanische Gesandtschaft in Tanger erhielt aus Fez die Nach- Wahlkampfes dargestellt, so daß es kein Parteigenosse versäumen bei einem Konsortium, das aus schwedischen Geldinſtituten und richt, daß Sultan Muley Abdul Asis in einer neuen Schlacht eine sollte, sich dieses Hilfsmittel für die Agitation zu beschaffen. Durch Finanzleuten besteht, eine Obligationsanleihe von 8 Millionen Niederlage erlitten und ich wahrscheinlich bereits zur Flucht gedie Adressentafeln der deutschen Gewerkschaften Kronen aufgenommen. wendet hat. und der Fabritinfpettoren, durch die Darlegungen der Arbeitslosigkeit in Gera. In Gera hat vor einigen Tagen Der Madrider" Globo" meldet aus Fez, die Truppen des wichtigsten Bestimmungen des Gewerbegerichts- Gejeges, Sultans feien in einem Kampfe mit denen des Prätendenten begriffen. sowie eine Reihe wissenswerter Notizen aus der Gewerkschafts- das Gewerkschaftskartell eine Arbeitslosenzählung vorgenommen. Der" Imparcial" berichtet, die Einwohner von Fez feien bewegung ist der Kalender auch ein Nachschlagebuch für Gewerkschafts- Gezählt wurden in Gerá und den Vororten 692 Arbeitslose, von im Aufstande gegen den Sultan. In Rabat herrsche mitglieder. Einnahme- und Ausgabetabellen bilden den Schluß des denen nur 181 einer Organisation angehören. Die festgestellte Furcht und Angst, die Europäer fürchteten, unverzüglich angegriffen Büchelchens, das zum Preise von 60 Pfennig( Porto 10 Bf.) in Arbeitslosigkeit erstreckt sich auf die Dauer von 41 750 Arbeitszu werden. Der Vertreter des Sultans für auswärtige Angelegen- allen Partei- Buchhandlungen sowie in der Buchhandlung Vorwärts, tagen, so daß auf den einzelnen im Durchschnitt etwa 70 Tage heiten in Tanger Mohammed el Tores befehle Requirierung von Berlin, Lindenstr. 69, zu haben ist. Vieh und Entsendung vor Truppen an den Sultan. Frankreich. Der ministerielle Bloc". Bei den Nachwahlen zur Deputierten Kammer, die demnächst im 4. Pariser Wahlkreis stattfinden, ist seitens aller Republikaner der bekannte Socialist Gabriele Deville als Kandidat aufgestellt worden. " Wahlbeeinflussungen Aus den Organisationen. Die Parteigenossen des Wahlkreises Chemnitz haben ihre Organisation weiter gebildet. Für die Stadt werden Bezirksvereine gebildet; diese und die Vereine der andren Orte des Streises stellen je nach der Mitgliederzahl Abgeordnete, die einen Ausschuß bilden, in dem auch solche Orte ein Recht auf Vertretung haben, in denen mindestens zehn organisierte Genossen wohnen. Als höchste Spitze der Organisation ist ein Centralvorstand vor gesehen und alljährlich mindestens eine gemeinschaftliche Versammlung, die aber, so oft es nötig erscheint, stattfinden sollen. Der neue socialdemokratische Verein für Reuß j. 2., der nunmehr die Landesorganisation darstellt, hat sich am Sonntag tonstituiert. tommen. Sociales. Die Einkommensbewegung in der Zeit der Krisis. Die„ Statistische Korrespondenz" veröffentlicht einige Hauptzahlen aus den Ergebnissen der Einkommensteuer- Veranlagung für 1902. Sie fonstatiert, ,, daß die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse der letzten Zeit einen wesentlichen Einfluß auf die Höhe der besseren Eine tommen ausgeübt haben". Die Fortsetzung überläßt das amtliche wissenschaftliche Blatt Eine neue Kammergruppe. Das seit mehreren Tagen verbreitete Gerücht, nach welchem über vierzig gemäßigte Republikaner, unter ihnen Deschanel, Poincaré, Jonnart, Cochery, Meline und Ribot eine eigene Gruppe bilsen wollen, wird von mehreren Blättern als fehr glaubwürdig bezeichnet. Es heißt, daß die Präsidentschaft der Gruppe, die insbesondere in der die Kongregationen betreffenden Totenliste der Partei. In Dortmund starb der Partei- flugerweise solchen Blättern, die nichts von wissenschaftlichem Rufe Frage mit dem einisterium Combes gehen will, Poincaré oder genosse Josef Pützfeld im Alter von 64 Jahren. Der Verstorbene zu verlieren haben; die Fortsetzung nämlich: da sieht man wieder, Deschanel angeboten werden soll. Den Anlaß zur Bildung der ist mit der Parteigeschichte Dortmunds, wo er seit 1872 lebt, aufs daß es gar nicht die kleinen Einkommen sind, die die Ungunst der neuen Gruppe foll Poincaré gegeben haben, der in einem Briefe an engste verbunden; er hat an allen Phasen der Partei- Entwicklung Krisis zu tragen haben. Diese Fortsetzung folgt; wenn nicht heute, den gemäßigt en republikanischen Senator Lavertujon erklärt hat: dort teilgenommen und die verschiedensten Ehrenämter in der Partei fo morgen. Wir wollen nicht unfre Ideale verleugnen, aber wir müssen trachten, bekleidet. Die Arbeiter- Beitung" widmet ihm einen ehrenden Ist es auch nicht unrichtig, was die„ St. K." tonstatiert, so ist uns den republikanischen Gruppen zu nähern und uns nicht von Nachruf. ihnen entfernen. Italien. Eine socialistische Gemeinde. eine es doch unvollständig. Es wird konstatiert, daß das DurchschnittsPolizeiliches, Gerichtliches ufw. einkommen bei den physischen Censiten der Gruppe über 3000 Mark Mark Wegen Beleidigung des Magistrats von Halberstadt war der von 9291,24 Mart im Jahre 1901 auf 9117,57 Genosse Markwaldt in Magdeburg, damals Redakteur an dem unter- im Jahre 1902 zurückgegangen ist, während das Durch des eingegangenen Halberstädter Parteiblatte, zu 200 M. Geldstrafe Die Zahl. der Gemeinden, in welchen die Socialisten eine ent- verurteilt worden. Es handelt sich um eine kritische Besprechung des schnittseinkommen der Gruppe zwischen 900 und 3000 Mark nur jeidende Rolle spielen, mehrt sich; eine Anzahl Gemeinden, unter Zustandes der Straßen in Halberstadt. Der Prozeß war bis zum von 1847,91 M. im Jahre 1901 auf 1347,52 M. im Jahre 1902 en auch solche ziemlich fleinen Umfanges, befinden sich ganz in Reichsgericht gekommen und dieses hatte die Sache zur nochmaligen zurückging. Zunächst ist es ganz begreiflich, daß in der nach oben cialistischer Verwaltung, unter diesen auch Orvieto. Dieses Städtchen Verhandlung an das wondgericht Magdeburg zurückverwiesen. In und nach unten fest begrenzten Gruppe sich die Einkonumenzielte im vergangenen Jahre einen Ueberschuß aus den Steuern von der neuen Verhandlung wurde dem Angeklagten der Schutz des schwankungen nicht so erheblich bemerkbar machen, wie in einer nach 2000 Fr., von dem die Hälfte der Kommune, die andre Hälfte§ 198 zugebilligt und die Strafe auf 60 m. herabgesetzt. In der der einen oder der andren Seite nicht begrenzten Gruppe. Eine n Angestellten zugeteilt wurde. Jm Etat für 1903, der Begründung des Urteils sagte der Vorsitzende unter anderm: Gruppe mit festen Grenzen bildet gewissermaßen nur reits fertiggestellt ist, sind für die Speisung der Schulkinder„ Es steht von vornherein fest, daß eine Beleidigung von Bebei Durchgangsstation; einer Aenderung der Einkommens700 Fr. mehr ausgeworfen als im Vorjahre. Ferner ist die Er- hörden nicht so hart zu beurteilen ist, wie eine Beleidigung von anung von fünf neuen Schulen vorgesehen, auch sind die nötigen Privatpersonen. Eine Privatperson kann durch eine öffentliche Be- verhältnisse infolge allgemein wirtschaftlicher Ursachen treten von Summen für die Beschaffung des Unterrichtsmaterials für die Schüler leidigung ihr ganzes Lebensglid, ihre Ruhe, ihre Eristenz einbüßen: unten der Gruppe nene Cenfiten zu, die die Hungergrenze von üffig gemacht. Der städtische Garten, der früher in Privatbesi es ist selbstverständlich, daß bei einer Beleidigung von Behörden 900 M. überschritten, es treten aber oben wieder Cenfiten aus durch ar und jährlich noch einige 100 Fr. Zuschuß erforderte, wird in solche Folgen nicht eintreten können." Ueberschreitung der Obergrenze und umgekehrt. Ein Durchschnitt in iesem Jahre einen Nugen von etwa 1400 Fr. abwerfen. einer solchen Gruppe wird deshalb in der Regel nicht allzu großen Lich die Feuerwehr ist verstadtlicht und selbst für eine Schwankungen ausgesezt sein. Deshalb ist auch sehr wenig damit esondere städtische Musikkapelle ist gesorgt; zwei neue gesagt, wenn man den Durchschnitt einer oben und unten begrenzten ffentliche Badeanstalten werden im Laufe dieses Jahres eröffnet. Tußerdem sind eine Reihe Verbesserungen der Straßen im Beleuch Gruppe dem Durchschnitt einer nach oben unbegrenzten Gruppe rungswesen usw. vorgesehen. Zum Verdruß aller Reaktionäre sind gegenüberstellt. Es ist vielmehr ganz begreiflich, daß bei einer ie Bewohner derartiger socialistisch verwalteter Gemeinden in ihrer wirtschaftlichen Krisis die nach oben unbegrenzte Gruppe von iberwältigenden Mehrheit mit dem Stande der Dinge selbstvereinem wesentlichen Rückgange des Durchschnitts betroffen wird. Es muß aber in dem besondern Falle noch ausdrücklich konstatiert ständlich sehr zufrieden. werden, daß der Durchschnitt der Gruppe der kleineren Einkommen, also derer zwischen 900 und 3000 M. in dem ganzen Jahrzehnt von 1892 bis 1901 von 1374,24 M. auf 1347,91 M. zurückgegangen ist, um dann im Jahre 1902 noch um 0,39 M. zurückzugehen. In der Gruppe der großen Einkommen, also über 3000 m., stieg dagegen der Durchschnitt von 8811,75 M. im Jahre 1892 auf 9291,24 M. im Jahre 1901, das sind rund 480 M., um dann im Jahre 1902 auf 9117,57 20., also um rund 174 M. zurückzugehen. Rußland. Rußlands Forderungen für Macedonien. Aus Induftrie und Handel. Die Haupt- Ein- und Verkaufs- Genossenschaft in Dortmund, die zum Concern der in Schwierigkeit geratenen Dortmunder Handelsbank gehört, und, wie bereits in Nr. 8 des" Vorwärts" berichtet wurde, von ihren Mitgliedern zur Abwehr ihrer Zahlungsverlegen heiten eine tocitere Einzahlung von 450 M. pro 1000 Mart- Anteil fordert, hielt gestern in Dortmund ihre jüngst cinberufene außer ordentliche General- Versammlung ab. Getagt wurde hinter verschlossenen Thüren, doch weiß die Rh. Westf. 3tg." zu berichten, daß nach dreistündiger und teilweise erregter Debatte der Antrag In einem Leitartikel:„ Zu den Reformen in Macedonien" schreibt des Vorstandes auf Einzahlung von 450 M. Geschäftsanteile pro die„ Nowoje Wremja" unter anderm: Rußland und Dejtreich- Mitglied zum Beschluß erhoben wurde. Weiter beschloß die VerUngarn verlangen Reformen mit Bürgschaften. Solche Reformen sammlung die Einſegung einer aus sieben Mitgliedern bestehenden verden der Türkei nach gegenseitiger Vereinbarung zwischen Rußland Sommission, welche den Geschäftsgang und das Verhältnis zur Dort und Destreich- Ungarn vorgeschlagen werden. Die Hauptpunkte schon munder Handelsbank prüfen soll. Gegen die Handelsbank soll mit jetzt zu beſtimmen, ist nicht schwierig. Es sind dies: 1. Einsetzung allen Mitteln scharf vorgegangen werden. Man hält es für dringend einer finanziellen Kontrolle über die Erhebung der Steuern in den nötig, von ihr los zu kommen. Nach Durchführung des gestrigen europäischen Vilajets sowie über die Gehaltszahlung an die Beamten Beschlusses würde die Genossenschaft über ein Stapital von 337 000 und die Truppen; 2. Einsetzung einer Kontrolle über die Gendarmerie Mark verfügen, durch welches die augenblicklichen Verlegenheiten Durch Wahl der Offiziere aus Angehörigen der neutralen europäischen beseitigt werden dürften. Die Genossenschaft hatte bei der CentralStaaten( Belgien, Holland, die Schweiz); 3. Sehr erwünscht ist eine genossenschaftskasse in Berlin einen Kredit von 900 000 M., der Kontrolle über die Gesamtverwaltung Macedoniens, zu welchem augenblicklich nur mit einen kleinen Betrag in Anspruch genommen Zwecke eine Persönlichkeit erforderlich ist, die in gleicher Weise von sei. Gegenüber stehen 1 200 000 M. Forderungen, deren Einziehung Sen türkischen Traditionen wie nach Möglichkeit vom Yildiz- Kiosk in kurzer Frist durchgesetzt werden soll. Außer den einziehbaren felbst unabhängig ist. Das Blatt bemerkt am Schluß: Diese Maßregeln Forderungen ist das Getreidelager mit 200 000 M. bewertet, dieses werden zwar die türkische Eigenliebe empfindlich ist jedoch gepfändet. berühren, aber der Türkei selbst großen Nugen Jahresbericht der Effener Börse. Noch mehr als in dem Berichi bringen. Die Türkei bedarf in ihren europäischen Provinzen einer fleinen Operation. Jede Operation ist aber schmerzlich und der Effener Handelskammer kommt in dem der Effener Börse die ruft naturgemäß den Widerstand des franken Organismus hervor. Ansicht zum Ausdruck, daß die hohe Eisen- und Stahlausfuhr Dieser muß aber durch gewisse Gewaltanstrengungen überwunden Deutschlands im vergangenen Jahr nur infolge der Fortdauer der werden. Man muß hoffen, daß die Türkei sich fähig erweisen wird, Hochkonjunktur in den Vereinigten Staaten von Amerika möglich der Stimme der Vernunft zu gehorchen, und daß sie die aus freiem var, Antriebe ihr dargebotene Hilfe annehmen wird. Es giebt ein unvollständiges und darum falsches Bild des Sachverhalts, wenn man nur von dem wesentlichen Einfluß der un günstigen wirtschaftlichen Verhältnisse der letzten Zeit auf die beffern Ginkommen redet, ohne zugleich den wesentlichen Einfluß der vorhergegangenen günstigen wirtschaftlichen Verhältnisse auf die bessern Einkommen hervorzuheben und ohne zugleich hervorzuheben, daß die Gruppe der geringern Einkommen auch unter den günstigen Verhältnissen keine Steigerung, sondern im Gegenteil Rückgang crfuhr. Ein seltsames Bild von dem Einfluß der Krise auf die Einkommensverhältnisse ergiebt eine Vergleichung der Zahlen von Stadt und Land. Die Gesamtzahl der städtischen Steuerzahler vermehrte sich im Durchschnitt des Jahrzehnts 1892/1901 um jährlich 82 785, von 1901 und Deshalb eine Scise der amerikanischen Eisen zu 1902 aber um 87 340; die Gesamtzahl der ländlichen Stenerindustrie auch die deutsche Eisenindustrie ungünstig bezahler vermehrte sich im Durchschnitt des Jahrzehnts 1892/1901 um einflussen werde." Wenn," heißt es in dem Bericht der jährlich 38 271, von 1901 zu 1902 aber nur um 25 510. Es zeigt Börse, in industriellen Kreisen die Hoffnung ausgesprochen wird, sich also auf dem Lande eine Stockung in der Vermehrung der daß die günstige Lage des amerikanischen Marktes andauern möge, Johannesburg, 13. Januar. Die Besprechungen, welche bis der kritische Punkt in unsrer eigenen Wirtschaftsentwicklung Steuerzahler, während die Städte den Durchschnitt der letzten ( 06 auch eine der stolonialminister Chamberlain mit führenden überwunden sei, so wird hiermit zugleich die Gefahr bezeichnet, mit zehn Jahre noch wesentlich überschreiten. Persönlichkeiten gehabt hat, versprechen Erfolg. Bezüglich der, trok der anscheinenden Geſundung unsres Marlics, gerechnet Ueberschreitung der Zunahme der leztvorhergegangenen Einzeljahre der Abmachungen gehen verschiedene Gerüchte. Allgemein heißt es, werden muß, die Gefahr nämlich, daß dem außerordentlichen Auf- vorliegt, ist daraus noch nicht zu schließen). Daß die Ursache für daß eine garantierte Reichsanleihe in der Höhe von schivunge in Amerifa ein Zusammenbruch folgen könnte, der auch diese Erscheinung nicht etwa in einem besonderen Rückgange der 30 Millionen fd. Sterl. für reproduttive Anlagen beabsichtigt sei. die europäischen Märkte in weitem Maße in Mitleidenschaft ziehen ländlichen Bevölkerung zu suchen ist, dürfte schon die Erfahrung beBezüglich des Beitrages der Kolonien zu den Kriegs: würde. Mit dieser Gefahr ist in jedem Falle zu rechnen, und Sache weisen, daß gerade in Zeiten der Krisis der Zuzug vom Lande zur tosten glaubt man, daß derselbe sich auf 30 Millionen Pfund der in unsren Hauptindustrien leitenden Kreise wird es sein müssen, Stadt ins Stocken gerät. Es zeigt sich aber auch, daß der Anteil Sterling beziffern werde und die Zahlung auf drei Jahre sich durch festen Zusammenschluß für einen solchen Fall zu rüsten." Stadt ins Stoden gerät. Es zeigt sich aber auch, daß der Anteil der Cenfitenzahl an der entsprechenden Gesamtbevölkerung, der im Besd, äftigung im Holzgewerbe. Fast in allen Branchen des Durchnitt des Jahrzehnts 1892/1901 auf dem Lande wie in der Stadt Holzgewertes, schreibt die Arbeitsmarkt- Korrespondenz", hat nach Weihnachte der Geschäftsgang nachgelassen, so daß Enilaffungen gleichmäßig gestiegen ist, im Jahre 1902 auf dem Lande eine erfolgten und die Zahl der im Januar beschäftigten Arbeiter ge- wesentlich geringere Steigerung erfuhr wie in der Stadt, nämlich mur ringer war als am Jahresschluß. So werden aus Königsberg um 1,1 Proz. gegen 1,6 Proz. in der Stadt. Die Berlangsamung, in Preußen mit 1200 im Holzgewerbe beschäftigten Personen zahl die durch die Krisis in dem Aufsteiaev der Einkommen über die verteilt werden soll. Afrika. Amerika. Amerika protestiert gegen die Blockade. Einer New Yorker Drahtung der„ Times" zufolge richtete Staatssekretär Hay jüngst eine Mahnung an die Mächte gegen die Fortdauer der Blockade, weil diese den Venezolanern " tin im = Hungergrenze von 900 M. Gewirkt worden ist, macht sich also auf berg durch den dortigen Braumeister trotz gegenteiliger Versicherung| Referent, der sich hierbei auf eigne Feststellungen in mehr als 1500 dem Lande viel stärker bemerkbar wie in der Stadt. Sollte man geachtet wird, lehrt folgendes Schreiben des Braumeisters Brüne, Fällen stüßen pnnte, ging darauf noch näher ein und zeigte im eine Ursache dieser unerwarteten Erscheinung nicht in der Hilf- und datiert vom 26. November 1902: zweiten Teile seres Vortrages, wie überaus ungerecht und geradezu Schutzlosigkeit der ländlichen und Kleingewerblichen auf dem Lande „ Auf Ihr wertes Schreiben vom 20. d. M. ertvidere ich brutal es sei, s von der Natur bedachte Personen für ihr wohnenden Arbeiter im Gegensatz zu den gewerkschaftlich organisierten Ihnen, daß Ihr Herr Sohn seiner Beit auf Empfehlung Empfinden, für hren Naturtrieb und seine Befriedigung strafrechtlich von mir eingestellt wurde. Schon nach kurzer Zeit und moralisch veantwortlich zu machen. Der Redner schloß mit der städtischen Industrie erblicken? seiner Einstellung ist derselbe dem socialdemokrati- der Bemerkung: sort mit den Vorurteilen und fort mit dem jezigen Dazu kommt noch eins. Scheidet man auch nach Stadt und ichen Fachverein für Brauerei Arbeiter in§ 175, der schon o viel Unheil angerichtet hat, damit die wissenLand die Einkommen in die beiden Gruppen auf der Grenze von Dresden beigetreten, und hat dieser Fachverein es dahin schaftliche Forschung und die Wahrheit den Sieg davontragen! 3000 M., so zeigt sich, daß in den Städten der Durchschnitt der gebracht, daß in Dresden ein Arbeitsnachweis gegründet wurde, von( Stürmischer, anhatender Beifall.) Die Diskussion, an der sich Unterklasse noch um eine Kleinigkeit gestiegen ist( um 2 Pf.), auf wo wir unsre sämtlichen Leute einzustellen gezwungen find. Die Dr. Burchardt, Herrv. Oppel, Ingenieur Gumprecht, Herr Brandendem Lande ist er gefallen um 1,78. In der Oberklasse beträgt wenigen Leute, die ich frei, also ohne Benutzung des Arbeits- burg und Herr Jatojen beteiligten, hielt sich wesentlich im Rahmen der Rückgang in den Städten rund 200 M., auf dem Lande nur nachweises, einstellen kann, suche ich mir unter den sich bei des Vortrags. Der Referent konnte im Schlußwort seine Freude 86 M. Es haben also auf dem Lande im Verhältnis zur Stadt mir meldenden Brauern heraus, aber ein Fachvereins- darüber aussprechen, daß niemand das Bestehenbleiben des§ 175 die niederen Einkommensklassen viel mehr bluten müssen wie die Mitglied in dieser Beziehung zu berücksichtigen des Straf- Gesetzbuchs gewünscht habe. Es sei somit Hoffnung vorthut mir wirklich leid." handen, daß bald nicht mehr die Regierung sagen werde, das Volk oberen. Die Textilbetriebskaffe in Gera beschäftigte sich in außerordent licher Generalversammlung mit dem Streit der Aerzte. Es wurde fonstatiert, daß alle bisherigen Maßnahmen des Kassenvorstandes in der Angelegenheit auf einstimmigen Beschlüssen beruhten. Auch die Generalversammlung erklärte sich in einer einstimmig an genommenen Resolution mit den Maßregeln des Vorstandes einverstanden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Stuccateure in Berlin und Umgegend. Schneller als wir erwariet hatten, ist in diesem Jahre an uns die Anforderung getreten, gemeinschaftlich für unsre Interessen einzutreten. Wie Ihr aus den Annoncen schon ersehen habt, sind bei den Firmen Bachmann und Schuchert Lohndifferenzen ausgebrochen, welche nicht anders als durch Arbeitsniederlegung zum Austrag zu bringen find. Bei Bachmann, welcher bis Neujahr wenigstens die grundlegenden Bedingungen aller unfrer alten Tarife bezahlt hatte, trat jebt, während der für uns schon so wie so ungünstigen Zeit, an die Kollegen die Forderung heran, Gefimse für 1% und 1% Pf., Rosetten im Durchschnitt für 40 Bf. anzusehen und auch an der Fassade soll bedeutend unter den Tarif bezahlt werden. zum Da nun die Arbeiter, die ohne den Arbeitsnachweis eingestellt fei gegen die Aufhebung des§ 175.( Lebhafter Beifall.) der Braumeister unter vier Augen auf sie einzuwirken und sie lung fand am 7. Janur im Gewerkschaftshauſe ſtatt. werden, trotzdem dem Brauerei- Arbeiter- Verband beitreten, versucht Arbeiter- Bildungsschule. Die ordentliche General- VersammNach dem Austritt aus den Verbande zu bewegen, schreibt auch bezüg- vom Vorsitzenden Lammé gegebenen Vorstandsbericht betrug die Mitliche Briefe an ihre Eltern oder Angehörigen. Das hatte auch den gliederzahl im 4. Quarta 1902 369, tovon an einem Kurfus 231, Erfolg, daß in einem Falle ein junger Brauer seine Austritts- an 2 Surfen 56, an 3 sursen 12 und an 4 Kursen 2 Mitglieder erklärung aus dem Brauereiarbeiter- Verband von seinen teilnahmen. Zu dem Sonntagsvormittag stattgefundenen Sturfus Eltern zugeschickt erhielt. Der nötige Nachdruck seitens in Redeübung für Fortgeschrittene waren 12 Teilnehmer zugelassen. des Braumeisters besorgt das übrige. Für die Berliner Arbeiter von sonstigen Beranstaltungen der Schule fanden 4 Sonntagss hat diese Angelegenheit insofern besonderes Interesse, als die Versammlungen und ein Schiller- Abend statt. Aus dem vom Pichelsdorfer Brauerei ein gweiggeschäft der Radeberger ist. ersten Staffierer H. Königs gegebenen Stassenbericht ist zu entnehmen, Aus Anlaß der Bauarbeiter- Aussperrung in Kiel wurden von daß die Gesamteinnahmen für das verflossene Vierteljahr 1094,90 der dortigen Straffammer fürzlich zwei Zimmerer, jeder zu einem Mart betrugen, während sich die Gesamtausgaben auf 1189,25 M. Monat Gefängnis verurteilt. Als ein Unternehmer einen Trans- beliefen, so daß von einem Kassenbestand von 2720,28 M. am port italienischer Streitbrecher auf dem Bahnhofe in Empfang nahm, 31. September ein Bestand vor 2625,93 M. am 31. Dezember verhaben die Verurteilten wie das Gericht als erwiesen annahm bleibt. Die Bibliothek, welche im letzten Quartal wieder um eine den Unternehmer gestoßen. Das Gericht erkannte den Angeklagten Anzahl Bände vermehrt ist, erjeute sich einer regen Benuzung der mildernde Umstände zu, weil das Auftreten des betreffenden Unter- Mitglieder. Nach kurzer Debatte über den Vorstandsbericht wurde nehmers ein höchst provozierendes gewesen ist. Und trotzdem die dem Bibliothekar und Kassierer Decharge erteilt. barte Strafel Außer den beiden Verurteilten waren noch fünf borigen General- Versammlung beschlossenen Statuten- enderung andre Maurer und Zimmerer angeklagt. Sie sollen bei derselben wurde nach längerer, ausgiebiger Debatte mit 52 gegen 11 Stimmen Angelegenheit die Streitbrechr beleidigt und bedroht haben. In bei einer Präsenzzahl von 76 eine von Königs beantragte Fassung dieser Hinsicht stand die Anklage aber auf so schwachen Füßen, daß angenommen, wonach alle drei Bibliothekare das Recht haben, an die Fünf freigesprochen wurden. den Vorstandssitzungen teilzunehmen, wovon aber nur 1 Bibliothekar beratende und beschließende Stimine, die andern beiden nur be= ratende Stimmen haben. Nachdem Schriftsteller Dr. R. Steiner den Die östreichischen Gewerkschaften haben am vergangenen Sonntag Bericht über die von ihm geleiteten Sturse gegeben hatte, wurde bes einen Massenprotest veranstaltet gegen die an dieser Stelle bereits schlossen, den Rede- Uebungsfurfus für Fortgeschrittene noch ein viertel besprochene Verordnung des Ministeriums des Innern, in der den Jahr probeweise weiter zu führen. Es soll zu diesem Kursus eine Gewerkschaften das Selbstbestimmungsrecht und die Bewegungs- möglichst forgfältige Auswahl unter den sich Wieldenden stattfinden, freiheit über die Gewährung von Unterſtügungen benommen werden um bei der Ausbildung ein möglichst gutes Resultat zu erzielen. foll. In Wien fanden 44, in der Provinz 100 Versammlungen unter Verschiedenem wurde der Wunsch geäußert, einmal einen statt, die alle start besucht waren und eine entsprechende Protest- Kurfus in allgemeiner National- Dekonomie" lesen zu lassen. Nachresolution annahmen. dem der Vorsitzende Lammé auf die neu beginnenden Kurse und auf das am Sonntag den 25. Januar stattfindende Stiftungsfest aufmerksam gemacht hatte, erreichte die Versammlung ihr Ende. Husland. Die Klempnergesellen zu Horsens in Jütland streiken gegenwärtig, weil die Unternehmer die Löhne der jungen Gesellen herabsetzen wollen. In der dänischen Presse ist die Nachricht verbreitet worden, die Klempnermeister beabsichtigen des Streits wegen eine Zu der von der Bei der Firma Schuchert ist seit langem eine durchaus univürdige Arbeitsordnung gültig, welche durch Unterschrift der dort Anfangenden unter andrem das Rauchen, Singen, Pfeifen und Diskutieren untersagt. Ferner soll von jetzt ab auch der bisher von der Firma gestellte Arbeiter zum Zutragen der Sachen und Materialien seitens der Kollegen bezahlt werden; eine Zumutung, die eine Neuerung in unsrer Geschäftspraxis ist. Es soll uns eine Last aufgebürdet iverden, welche in allen besseren Geschäften schon heut bei großen Arbeiten seitens der Geschäftsinhaber gern getragen wird.. Im übrigen ist dies eine, im nächsten Frühjahre zu formulierende Forderung, welche unbedingt in allen Betrieben zur Geltung zu bringen ist. Kollegen, wir erwarten von Euch, daß Ihr diese berechtigten Forderungen als die Eurigen erklärt, solidarisch handelt und daß niemand unter uns sich den unwürdigen Namen Streifbrecher zuallgemeine Aussperrung, zunächst in Jütland, und wenn Letzte Nachrichten und Depeschen. Arbeitsbrüder andrer Berufe ersucht, ein wachsames Auge auf alle das nicht helfen sollte, über ganz Dänemark zu veranstalten. Es unwissenden Stuccateure zu haben. Die Bauten von Bachmann scheint jedoch, daß ein bestimmter Beschluß hierüber noch nicht vor hat uns einen außerordentlichen Zuwachs an Stimmen gebracht. Das befinden sich Wilhelm Stolzestraße, Moabit, Oldenburgerstraße, liegt. Gubenerstraße 39, Stolpischestraße Bau Churheber, Friedenstraße. Die der Firma Schuchert Helgolander Ufer, Kirch- und ThomasiusEs sei hier zu gleicher Zeit auf unsre nächste General- Versamm Yung hingewiesen, welche sich am Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, bei Franke, Sebastianstraße 39, mit diesen Angelegenheiten beschäftigen wird. Die Ortsverwaltung. zieht. Auch werden die auf den nachbenannten Bauten beſchäftigten Straße. noch eine große Anzahl von Personen vom Streit her im Gefängnis; Der Streit in Marseille ist zwar beendet, aber es befinden sich unter diesen sind besonders viele Bäcker. Auch sonst sind noch viele pfer des Ausstandes vorhanden, welche keine Beschäftigung finden; die Arbeitsbörse erläßt einen Aufruf un Unterſtügung. Verfammlungen. Teuerungszulage für die städtischen Arbeiter. Die Reichstags- Erfahwahl in Danzig den verstorbenen Abg. Ridert erhielten Stimmen: Bartel( Soc.) 5756, Resultat liegt in folgendem Privattelegramm vor: Danzig, 13. Januar. Bei der heute vollzogenen Erfahwahl für ben verstorbenen Abg. Ridert erhielten Stimmen: Bartel( Soc.) 5756, Mommien( frf. Bg.) 6177, v. Heidebrea( f.) 4265. Stichwahl zwischen Bartel und Mommsen. Wolffs Telegraphen- Bureau" meldet folgendes? Ergebnis: Bei der heutigen Reichstags- Ersatzwahl des Wahlkreises Danzig( Stadt) erhielten Mommsen( frs. Bg.) 6176, v. Heydebrea( f.) 4282, Bartel( Soc.) 5568, Wollszlegier( Pole) 329 Stimmen. Stimmen find zersplittert, 102 ungültig. T, Achtung, Metallarbeiter! Folgende Werkstätten sind wegen Differenzen gesperrt: Wolter, Eisengießerei, Müllerstraße; Ja ch= mann, Eisengießerei und Geschoßfabrit, Verlängerte Huttenstraße; Saifer u. Schmidt, elettro- technische Werkstatt; Eitner, Die städtischen Arbeiter berieten gestern in einer sehr zahlreich Gießerei, Sebastianstraße; Witte, Feilenhauerei; Branden- besuchten Versammlung im großen Saale des Gewerkschaftshauses Im Jahre 1898 erhielten Stimmen: Konservative 2968, Fr burg u. Rengert für Schleifer; Tiezer für Drüder. über die Forderung einer Teuerungszulage. An der Hand sinnige Vereinigung 7231, Centrum 3086, Socialdemokrat 38: eines vielseitigen statistischen Materials begründete Genosse Antisemiten 386 und Polen 310. In der Stichwahl siegte i Schubert dieselbe unter Hervorhebung der Thatsache, daß die meisten städtischen Arbeiter mit dem vollständig ungenügenden Lohn- Kandidat der Freifinnigen Bereinigung mit 11 134 Stimmen gefj fab von 3,50 M. entschädigt werden. Folgende Resolution fand ein- den Socialdemokraten, auf den 4076 Stimmen entfielen. stimmige Annahme: Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Deutfches Reich. Achtung, Holzarbeiter! Aus Husum wird uns vom dortigen Bevollmächtigten der Holzarbeiter telegraphiert, daß wegen Maß regelung bei Röhn u. Co. der Zuzug nach Husum fernzuhalten ist. " * der Präsidentenwahl in der Kammer. Zum Bergarbeiterstreit in Oberschlesien wird uns aus Beuthen gefchrieben: Die streifenden Bergleute der Florentinegrube, die ihren Streit „ Die heute im Gewerkschaftshause versammelten 2500 städtischen Gegen die Hauptivahl von 1898 haben sich unfre Stimmen u ohne jede Leitung durchführten, sammelten sich seit einigen Tagen Arbeiter erklären sich mit den Ausführungen des Verbandssekretärs nahezu 2000 vermehrt, gegen die Stichwahl um 800. Die Stimmo zahlreich in den dem Arbeitersekretariat benachbarten Straßen; am Montag, den 12. d. M., schickten sie eine Deputation von fünf Mit Schubert und den übrigen Diskussionsrednern vollständig ein- der Freisimmigen sind gegen die 98 er Hauptwahl um 1000 zurüc gegangen. Centrum und Antisemiten hatten diesmal fei gliedern in das Sekretariat, um dieses um die Einleitung einer Ber- verstanden und richten an die städtischen Kollegien( Magistrat und handlung mit der Verwaltung der Florentinegrube zu bitten. Es wurde Stadtverordneten) den dringenden Wunsch, so lange eine bessere Standidaten aufgestellt, und so ist es zu erklären, daß d ihnen willfahrt, indem ihre Forderungen festgestellt und formuliert Lohnentschädigung für die städtischen Arbeiter nicht stattgefunden hat, auf den Konservativen entfallenen Stimmen eine Zunahin wurden. Die Deputation unterschrieb die Forderungen, die mit einer Bitte ihnen eine Teuerungszulage gewähren zu wollen. Nach Ausweis statistischer Berechnungen von staatlichen und aufzuweisen haben. Die einzige Partei, die in diesem Wahlkam um Anberaumung einer Verhandlung verbunden waren. Darauf unterschrieben auch die nach und nach in immer größerer Zahl fommunalen Behörden sowie Privatpersonen gilt als feststehend, daß Erfolge erzielt hat, ist die Socialdemokratie. erscheinenden Arbeiter, so daß das leine Sekretariatsbureau bald neben einer ziemlich erheblichen Steigerung der Wohnungsmieten, des Luegerei. gefüllt war. Da erschien die Beuthener Polizei und löste Feuerungsmaterials uit., eine ganz bedeutende Erhöhung der Dieser Zustand, Wien, 13. Januar.( W. T. V.) In der heutigen Gemeinderafs Die Versammlung auf! Der Zweck der Ausständigen, der Fleisch- und Brotpreise stattgefunden hat. Verwaltung die Forderungen zu übergeben und der einer Berber als ein vorübergehender kaum angesehen fisung tamen die legten Arbeitslosen- Demonstrationen in einer an de mittelung war indes erreicht. Das fonnte der Eifer der Polizei werden kann, da ja inzwischen die Stellung- Bürgermeister gestellten Anfrage zur Sprache. Hierbei antwortet nahme unfrer Staatsbehörden gegenüber der Dr. Lueger mit einer längeren Rede, in welcher er den Social glüdlicherweise nicht hindern. Einfuhr von Fleisch und ich aus andren demokraten vorwarf, daß sie die Erzesse angestiftet hätten. Den Ländern sich als eine festlegende und für socialistischen Gemeinderat Reumann, dem Bürgermeister die Folge maßgebende herausgestellt hat, er entgegnen wollte, wurde infolge lebhafter Proteste das Wort fordert gebieterisch entweder eine weitere Unterernährung nicht erteilt, weshalb er dem Bürgermeister beleidigende der städtischen Arbeiter oder aber eine notwendige Erhöhung des jetzt Worte zurief. Es tam zwischen der Mehrheit und der Opposition Der Meeraner Weberstreit hat an Unterstützungsgeldern aus der in bescheidenen Grenzen sich bewegenden Lohnſates. zu lebhaften Scenen, so daß die Sigung unterbrochen werden mußte. Kasse des Tertilarbeiter- Verbandes eine Ausgabe von 180 000 m. Das häufig betonte Bestreben unsrer wohllöblichen Kommunal- Nach Wiederaufnahme wurde der Disciplinarausschuß berufen, welcher verursacht. 12 000 m. haben außerdem die Sammlungen ergeben, behörden, auch der Lebenshaltung ihrer Angestellten eine den social den Socialdemokraten Neumann von der heutigen und den nächst Di welche das Meeraner Gewerkschaftskartell veranstaltete, um den politischen Zielen der Stadt entsprechende Förderung zu teil werden folgenden drei Sigungen ausschloß. Der Rest der Sigung verlief can Streitenden eine besondere Weihnachtsgabe zuzuwenden. In den zu lassen, giebt uns die Zuversicht, daß diese von uns den that ruhig. um Bedingungen, unter denen der Streit beigelegt wurde, ist auch ein fächlichen Verhältnissen angepaste Forderung auf Entgegenkommen Baffus enthalten, wonach die Vertreter der Arbeiter sich verpflichten, den rechnen darf. vereinbarten Lohntarif auch in Glauchau zur Durchführung Das Bureau wird beauftragt, die Wünsche der Versammelten Paris, 18. Januar.( W. T. B.) Die Deputiertenkammer wählte zu bringen. Glauchau war bei dem Streit bekanntlich stark in Mit in zweckentsprechender Form zu übermitteln." mit 336 von 414 abgegebenen Stimmen Bourgeois zum Präsidenten; leidenschaft gezogen, weil mehrere hundert Arbeiter, die keine Meeraner Arbeit anfertigen wollten, daselbst in den Ausstand ge- Die Bolksaufklärung über die Frage der gleichgeschlechtlichen zu Vicepräsidenten wurden gewählt Etienne, Lodroy und Villain. Die Errungenschaften der Meeraner Weber werden Neigung( Homoserualität) und der Reformbedürftigkeit des§ 175 Für den Poſten des vierten Vicepräsidenten hat Stichwahl zwischen des Straf- Gesezbuchs, der den gleichgeschlechtlichen Verkehr mit Jaurès und Renault- Morlière stattzufinden. Zum vierten Vicepräsidenten wurde Jaurès mit 209 Stimmen Allem Anschein nach rüsten die vogtländischen Textilfabrikanten Strafe bedroht, fuchte der Verein für Gesundheitsaufs neue gegen die Arbeiter. Die Leipz. Boltsztg." bringt folgende pflege des Boltes" durch eine zu diesem Zwede am Montag gewählt. Auf Renault- Morlière( Progressift) entfielen 196 Stimmen. Meldung: Infolge des Weberstreits fand in Zwickau eine Vereinberufene öffentliche Versammlung für Männer und Frauen zu Der Besuch war ein äußerst zahlreicher, der große Saal sammlung fächsischer und thüringischer Webereibefizer statt. Es fördern. wurde beschlossen, ein Kartell zu gründen zwecks gemeinsamen von Ahrens Brauerei war bis zum letzten Platz gefüllt. Auch Dortmund, 13. Januar.( W. T. B.) Der„ Dortmunder Zeitung" Zusammenschlusses gegen unrechtmäßiges Bor- viele Frauen waren erschienen. Herr Dr. Magnus Hirschfeld, zufolge brach heute in dem Theater- Bureau des Stadt- Theaters, gehen der Arbeiter. Dem Kartell gehören die Webereibefizer der Präsident des wissenschaftlich- humanitären Komitees, referierte. welches sich in einem alten, morschen Nebengebäude des letzteren der Städte Glauchau, Meerane, Reichenbach, Gera, Greiz, Mylau, Er ging davon aus, daß die Erscheinung des dritten Geschlechts", befand, Feuer aus, das bald auf die Bühne und den ZuschauerNetzschkau 2c. an." des gleichgeschlechtlichen Empfindens, der Homosexualität, nur vom raum übersprang. Das Bühnenhaus ist vollständig abgebrannt; Wenn die Unternehmer wirklich nur gegen unrechtmäßige naturwissenschaftlichen Standpunkt aus erfaßt werden könne. Nur jämtliche Requisiten sind ein Raub des Feuers geworden, ebenso ist Forderungen der Arbeiter vorgehen wollen, dann dürften sie über so könne das Voltsvorurteil gegen die Urnings( deutsche Bezeichnung das Mobiliar des Zuschauerraums zum größten Teil zerstört. haupt keine Gelegenheit zum Vorgehen finden. Daß die Textil für Homosexuelle) beseitigt werden. Es genüge nicht allein der arbeiter- Organisation für ihre rechtmäßigen Forderungen ein- rechtliche Gesichtspunkt, daß es niemand etwas angehe, was zwei Zweikampf. stehen kann, das hat sie soeben erst bewiesen, und sie wird auch im mit einander thun, ohne dritte dabei zu verlegen. Redner ließ sich Aus Saarbrücken wird dem Pfälz. Kurier" gemeldet. Der stande sein, etwaige unrechtmäßige Forderungen der Unternehmer dann in populär- wissenschaftlicher Weise über die Zeugung und über Bürgermeister von St. Johann, Dr. Neff, kam dahinter, daß seine zurückzuweisen. die Entwicklung des menschlichen Körpers aus, insbesondere mit Der Verband der Steinsetzer, Pflasterer und Berufsgenossen Bezug auf die Geschlechtsunterschiede, gab einige Aufklärungen über junge, bildhübsche Frau mit einem Rittmeister der Ulanen ein LiebesZwischen dem Bürgermeister und dem Ritt3wittergestaltungen der eigentlichen Geschlechtsorgane und verwies verhältnis unterhielt. Deutschlands hat auläßlich seines zehnjährigen Bestehens eine Fest- bann auf die Erscheinung, daß viele Männer bei richtiger Aus- meister fand alsdann ein 3 weikampf statt, wobei Dr. Neff vernummer seines Verbandsorgans erscheinen lassen. Die Festausgabe, welche uns soeben zugeht, präsentiert sich in schmudem Gewande, bildung des Geschlechtsorgans doch in den sekundären Geschlechts- wundet wurde. Die junge Frau ist nun mit dem Rittmeister durchmit ganzfeitigem, farbigem Titelbilde und enthält eine für den merkmalen: der Behaarung des Körpers, der Entwicklung der Brüste, gebrannt. Rahmen einer Zeitung sehr ausführliche Geschichte des Verbandes, der Stimme usw., einem Weibe ähnelten und dabei weibliches Erleichterung der Kohleneinfuhr nach den Vereinigten Staaten. die ein anschauliches Bild von der zehnjährigen Wirksamkeit der Empfinden zeigten. Ihnen ständen auf der andren Seite die sogenannten Mannweiber gegenüber. Es gebe natürlich viele Zwischen- Washington, 13. Januar.( W. T. B. Das Komitee des ReOrganisation giebt. stufen. Bei vielen Männern und Frauen dieses sozusagen dritten präsentantenhauses für Mittel und Wege hat beschlossen, dem Hause Organisierte Arbeiter werden nicht beschäftigt. Von seiten des Geschlechts" sei nun auch der Geschlechtstrieb derart entwickelt, daß ein Gesez vorzulegen, nach welchem ein Jahr hindurch bei der Brauereiarbeiter Verbandes wird uns geschrieben: Wie das er sie zum eignen Geschlechte führe und nicht, wie bei den Normal- Einfuhr aller Arten von Kohlen aus dem Auslande ein Stoalitionsrecht der Arbeiter in der Erportbrauerei Rade- entwickelten und Normalempfindenden, zum andren Geschlecht. Der Rabatt in der Höhe des Zollsages gewährt werden soll. Verantworil. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Vering: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. treten waren. also auch ihren Glauchauer Stollegen zu gute kommen. Feuer im Dortmunder Theater. Nr. 11. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. 286. Sigung. Dienstag, den 13. Januar 1903, nachmittags 2 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Präsident Graf Ballestrem: Indem ich die Sizung eröffne, begrüße ich die Herren nach der längeren Beinachtspause auf das Herzlichste und wünsche Ihnen nochmals ein recht glückliches neues Jahr.( Beifall.) Mittwoch, 14. Januar 1903. Tabakagrarier. Der einzig wirksame Schutz für den dentschen größeren Gewinn als diese vom Centner Tabak. Ob das aber Tabakbau liegt darin, daß die Spannung zwischen Tabak der Fall ist, lasse ich dahingestellt. Die Berichtigung des Herri steuer und Tabatzoll vergrößert wird. Herr Ehrhart freilich v. Heyl an die Süddeutsche Tabakzeitung" wurde von dieser will weder Tabatzoll noch Tabaksteuer, aber das Reich auf Grund der Urteile von Fachleuten alsbald wieder bebraucht doch Geld und kann ohne Steuern seine Institutionen nicht richtigt. Die von mir wiedergegebenen Angaben sind zuerst in erhalten mit Ansnahme vielleicht des Reichstages, der ja feine reisblättern mitgeteilt, die in der Nähe des Wohnfißes des Diäten erhält.( Seiterkeit.) Die Tabatsteuer muß ermäßigt, der Frhrn. v. Heyl erscheinen. Mit diesen Blättern, die vorzugsweise Boll dagegen erhöht werden. In Bezug auf die Resolution hat ja auf agrarischem Standpunkt stehen, sollte sich doch Herr v. Heyl die Regierung eine sehr liebenswürdige Erklärung abgegeben. Ich zunächst auseinandersetzen. Im übrigen ist es ja eine alte Erfahrung, fann Sie nur bitten, der Resolution zuzustimmen. Baß die Agrarier nach Zollerhöhungen ihren Grundbesitz arrondiert Abg. Berth( fri. Vp.): Die Erklärung des Regierungsvertreters haben, weil sie aus den höheren Zöllen einen größeren Gewinn für Auf der Tagesordnung steht zunächst die Beratung der zum torische und chitanöje Maßnahmen möglichst beseitigt werden sollen. Rentabilität des Tabatbaues stehen mit der Behauptung des Herrn ftellt ein Entgegenkommen in der Richtung in Aussicht, daß vera- fich erwarteten. Die statistischen Angaben der Regierung über die 8olltarif gestellten Resolutionen sowie der Petitionen. An erster Stelle wird beraten über die von der Kommission In diesem Sinne ist der Zweck der Resolution erreicht, und wenn v. Heyl durchaus im Widerspruch. Das Geschrei über Unrentabilität angenommene Resolution:„ den Bundesrat zu ersuchen, mit wir dafür stimmen, so werden wir das erhalten, was wir wünschen. find wir ja von den Herren Kapitalisten gewohnt, mag es sich nun möglichster Beschleunigung unter Hinzuziehung von Vertretern des Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natl.) polemisiert gegen den um Leder oder Tabak handeln. inländischen Tabakbaues in eine Prüfung darüber einzutreten, in Abg. Frese. welchen Beziehungen die zur Ausführung des Gesetzes vom 16. Juli Abg. Ehrhart( Soc.) tritt nochmals furz für eine Aufhebung der 1879 betr. die Besteuerung des Tabats erlassenen Bor- Tabatsteuer ein. schriften im Interesse der Kleineren Tabakbauern vereinfacht Abg. Frese( frs. Bg.) hält seine Behauptung aufrecht, daß die werden können, und dem Reichstage von dem Ergebnis diefer Unter- age des deutschen Tabakbaues sich gebessert habe. suchung Mitteilung zu machen." Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natt.) tritt für die Resolution ein. Seine Ausführungen bleiben im einzelnen auf der Tribüne fast unverständlich. Abg. Ehrhart( Soc.): Abg. Schrempf( t.): Der fleißige und ehrenwerte Stand der Tabatbauern ist hier mit unerhörten Ausdrücken angegriffen worden. Die Herren Socialdemokraten sind sehr empfindlich, wenn es sich um die Arbeiter handelt. Gegen die Bauern aber erlauben sie sich alles.( Oho! bei den Socialdemokraten.) Ganz unberechtigterweise haben Sie den Bauern Abg. Geyer( Soc.): irrationelle Bewirtschaftung vorgeworfen. Sie( zu den Socialdemokraten) säen nicht, ohne uns dantit mit den übertriebenen Forderungen der Tabak als die Bauern selbst. Wir haben in der Kommission für die Resolution gestimmt, Sie ernten nicht, und doch wollen Sie alles besser wissen, ( Seiterkeit und Sehr gut! rechts.) agrarier, wie des Freiherrn Heyl zu Herrnsheim, zu identifizieren. Sind Sie denn in dieser Frage sachverständig?( Abg. HofmannHerr v. Heyl hat wieder geffagt über den Rüdgang der Rentabilität, Chemnitz ruft: Ja! Heiterkeit.) Man ist allgemein im Lande, namentlich aber bei den Tabak- aber seine Angaben stimmen nicht. Gerade ihm ist nachgewiesen sind nicht dabei gewefen!( Abg. Hofmann ruft: Aber Sie( zum Abg. Hofmann) pflanzern selbst der Ansicht, daß das ganze Tabaksteuer- Gesetz ein worden, daß er als Tabakbauer besonders hohe Preise babei! Heiterkeit.) Ich bin doch unseliges ist. Vor allem bringt es eine unerhörte Masse von erzielt.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Er bekommt industrie hat der Tabakhandel, nicht die Produktion. Ich bitte um Den meisten Nutzen in der ganzen TabatBlackereien und Scherereien für die kleinen Tabakbauern für den Centner Tabak 30 Mart, während die übrigen Bauern sich Annahme der Resolution.( Bravo! rechts.) mit sich. Die Regierung scheint die Absicht zu haben, den mit 24 Mart begnügen müssen. Seine Produktionskosten belaufen sich Ileinen Tabakbau allmählich in Deutschland zu beseitigen. auf 15 Mark für den Centner. Da hat er doch wirklich am aller der Materie vor. Da möchte ich daran erinnern, daß Abg. Lucke Abg. Moltenbuhr( Soc.): Der Vorredner warf uns Unkenntnis Jetzt nun, nachdem das Gesetz 23 Jahre besteht, sollen die Vollzugs- wenigsten Ursache, nach einem erhöhten Schutzzoll für Tabat zu schreien. im September 1894 eine Rede in einer Bauern- Verbestimmungen einer Revision unterzogen werden. Der Notschrei Die Herren Tabatinteressenten empfehlen ja fortwährend die Versammlung zu Kassel mit den Worten einleitete:„ Ich soll über den herrschenden Zustand ist schon seit Erlaß des Gesezes wendung deutschen Tabats zur Cigarrenfabrikation; als aber bei heute über den Tabat sprechen. Bevor ich das thue, muß ich ertönt, aber noch heute ist die Kommission so vorsichtig gewesen, einer früheren Gelegenheit verschiedene Herren aus dem Reichstage hnen bekennen, daß ich vom Zabatbau sehr wenig der Regierung nur nahezulegen, Erwägungen anzustellen, ob es folche Cigarren geprobt haben, da haben sie sehr verzwickte Mienen verstehe."( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Herr Lude möglich sei, diese Vollzugsbestimmungen zu vereinfachen. Man will gemacht.( Heiterfeit.) Der deutsche Tabatbau reicht eben an die flagte darüber, daß die Bauern nicht vom Tabakbau leben nichts weiter, als den fleinen Tabakbauern ein Berlegenheitspflaster ausländische Produktion nicht heran. Oder wollen Sie den Ge- können. Die allermeisten deutschen Tabakbauern bewirtschaften nur ein aufzulegen, man wirft ihnen einen Knochen vor.( Sehr richtig! bei ſchmack des Raucherpublikums künstlich zurückschrauben? Höhere Areal bis zu einem Heftar. Soll der Ertrag eines so fleinen Areals den Socialdemokraten.) Die Vollzugsbestimmungen des Gesetzes Zölle werden nur den Konsum einschränken, besonders wenn genügen, um die Eristenz einer Familie zu erhalten? Die Tabak\ sind der Art, als ob man von vornherein vorausseßte, daß alle man versucht, schlechte Qualitäten zu teuren Preisen an arbeiter aber sind auf ihre Arbeit allein angewiesen und wir können fleinen Bauern Spizbuben seien, während man doch sonst den kleinen den Mann zu bringen. Das müßte auch die ausgedehnte den Ruin vieler Tausender von diesen Arbeitern nicht ruhig mit anBauern nicht genug Lob spenden fann. deutsche Cigarren- Industrie schwer schädigen. sehen.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Frühere Zollerhöhungen für Tabak haben die Lage der Cigarrenarbeiter auf das Niveau der erzgebirgischen Weber herabgedrückt ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Bauern werden durch das Geschrei nur getäuscht. Die einfachste und zugleich die billigste Art der Befteuerung wäre die Flächensteuer. Aber gerade deshalb hat würde dieses hohen Hauses und unter meiner eignen Würde, hier über Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natl.): Ich halte es unter der man fie bei uns vielleicht nicht gewählt, sondern die Gewichtssteuer, unwahre Zeitungsnachrichten, die man an den Haaren herbeizieht, zu disdie die größte Arbeit macht. Redner geht ausführlich auf die äußerst umständliche Art der Ermittlung der Steuer nach dem Gewicht des tutieren. Aber ich möchte doch feststellen, daß die socialdemokratische Presse Ich möchte noch hinweisen auf die wiederholten Regierungs- diese Angaben nicht, wie Abgeordneter Geyer behauptete, ursprünglich Tabaks ein. Um die Menge des zu versteuernden Tabaks zu ver- erklärungen, wonach für Bier und Tabak höhere Steuern in Aussicht der agrarischen Presse der Pfalz entnommen hat. Die agrarische wiegen, tritt zum Beispiel eine Verwiegungkommission in Kraft, welche stehen. Als ich in der Kommission die Regierung darüber inter- Brefie hat sich auf die Mitteilung beschränkt, daß ich Gutsbesitz in aus einem Vorsteher, einem Aufseher und einem Wiegemeister be- pellierte, gab der Staatssekretär Graf v. Posadowsky die feierliche Fideikommiß umgewandelt habe, aber erst die socialdemokratische steht. Der Verwiegung wohnt noch ein Obertontrolleur bei, welcher Versicherung ab, daß die Regierung nicht an eine höhere Presse hat daran die niederträchtigen Verleumdungen geknüpft, die auch sonst bei der Ermittelung vielfach mitwirkt. Die von dem Belastung des Tabaks dente. Der Schassekretär aber äußerte da- Abgeordneter Geher heute wiederholt hat.( Unruhe bei den SocialPflanzer vorgeführte Menge des Tabaks wird zum Teil durchgezählt mals fein Wort dazu. Ich bezeichnete dies gleich als verdächtig. demokraten.) und ihr werden im hochnotpeinlichen Verfahren Proben entnommen, Derselbe Staatssekretär hat dann aber bei der Beratung des Zollgerade wie beim Goldwiegen. Die notwendigen Handleistungen tarifs im Plenum wieder erklärt: Wir werden früher oder später Unfähigkeit vorzuwerfen. Wenn Sie nicht mit Amerika konkurrieren Abg. v. Elm( Soc.): Es fällt mir nicht ein, allen Tabakbauern beim Borwiegen muß der Pflanzer selbst machen resp. die Kosten doch auf den Tabat zurückfommen. Das muß eine dauernde Beun- tönnen, so liegt das eben daran, daß wir in Deutschland keinen dafür tragen. Werden die Tabatpflanzungen durch Naturereignisse ruhigung in der Tabakindustrie hervorrufen. Es scheint, als tvenn guten Boden für den Tabakbau haben. beschädigt, so muß der Pflanzer spätestens innerhalb vier Tagen die die Regierung einen Hauptschlag gegen die Tabalindustrie im Schilde Boll noch so sehr erhöhen, Sie mögen den Ursache und den Grad die Tabakfabrikanten werden der Beschädigung melden. Der führe. Sie will noch weit mehr aus ihr herauspressen, als ihnen ihr Produkt doch nicht abkaufen, tveil Ober- Kontrolleur es eben für nimmt mit dem Gemeindevorsteher eine vielleicht auf Grund des Zolltarifs hätte herausgepreßt sie nicht vertvendbar ist. Aus reinem Pfälzer Tabak können sie keine Besichtigung an Ort und Stelle vor und fertigt ein Gut- werden fönnen. Nach den Erklärungen des Erklärungen des Schatjekretärs Cigarren herstellen. Selbst Pfälzer Bauern würden sich bedanken, achten an. Ebenso groß wie die Meihe der chikanösen müssen wir ja annehmen, daß eine Aenderung des Gesetzes derartige Cigarren zu rauchen. Benn Herr Lucke sagte, die FabriBestimmungen ist die Anzahl der Strafbestimmungen. Der in Aussicht steht. Wenn der Schazsekretär der Erklärung des tanten möchten an der Ausstattung der Cigarren sparen, ja sie wo= Pflanzer muß ein wahrer Seilfünstler sein, wenn er über all diese stellvertretenden Reichskanzlers in solcher Weise widerspricht, so muß möglich ganz beseitigen, so bedenkt er dabei nicht, daß eine große Strafbestimmungen heil hinwegkommt. Bürde das Gesetz in seiner hier im Plenum immer wieder auf diese Aussicht einer höheren Be- Anzahl von Arbeitern in Arbeitern in der Ausstattungsvollkommenen Schtvere gehandhabt, so könnten heute teine zehn lastung des Tabaks hingewiesen werden. Centner Tabat mehr in Deutschland gebaut werden. Der Reichstag Industrie beschäftigt sind, die dadurch brotlos Sehr charakteristisch ist übrigens, daß gleich nach dem der Zoll- werden würden. Warum müssen denn die Tabalbauern durchaus hat sich bereits mehrfach mit diefer Angelegenheit beschäftigt. Ein tarif eingeheimst ist, Herr Hehl zu Herrnsheim große Strecken Landes Tabak bauen, wenn ihr Boden dazu nicht geeignet ist? Warum vor längerer Zeit eingebrachter Antrag auf Herabfezung der den kleinen Tabalbauern in seiner Gegend abgekauft hat. Er glaubt bauen sie nicht andre Produkte? Eine Zollerhöhung kann ihnen mur Inlandssteuer für Tabal wurde von seiten der Bundesrats- jedenfalls nun auf Grund des neuen Zolltarifs seine Taschen wieder etwas nützen; fie schädigt nur die Tabatindustrie- Arbeiter, deren bertreter mit finanziellen Bedenken bekämpft. Aber recht füllen zu können.( Unruhe bei den Nationalliberalen.) hente können doch diese Bedenken nicht mehr gelten, da Lebenshaltung schon jetzt die allerniedrigste ist. Uebrigens hat die Sie( nach rechts und dem Centrum) in der Nacht vom 18. zum deutschen Tabakbaus muß möglichst gesichert werden, um seine Ren- haben, absolut nichts zu thun.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Abg. Dr. Röside- Kaiserslautern( B. d. 2.): Die Eristenz des Frage der Zollerhöhung mit der Resolution, gegen die wir nichts 14. Dezember dafür gesorgt haben, daß der Staatssekretär tabilität zu erhöhen. Daß die Tabatarbeiter besser fahren, wenn sie des Reichs- Schagamtes im Fette schwimmt! Es kommt hinzu, Abg. Geyer( Soc.): Herr Heyl zu Herrnsheim warf mir niederdaß die Erhebungstoften einen großen Teil der Steuer fofort wieder ausländischen Tabak statt des inländischen verarbeiten, kann ich nicht trächtige Verleumdung vor. Ist es denn wirklich eine Verleumdung, Herr v. Heyl scheint der verschlingen. Das einzig Richtige ist die Aufhebung der Inlands- inländischen Zabals erhöht wird. Vor allem liegt das auch im um größere Grträge zu erzielen. einsehen. Die Hauptsache ist doch, ist doch, daß der Konsum des wenn behauptet wird, jemand habe Land gekauft zu dem Zwecke, Ich konstatiere, Die Resolution wird mit großer Mehrheit angenommen. Sierauf vertagt das Haus die Weiterberatung der Resolutionen Mittwoch 1 Uhr. Schluß der Sigung 6 Uhr. Hus der Frauenbewegung. Zur Geschichte der Sittenpolizei. Die Münchner Post" besteuer. Sier wäre Gelegenheit für Sie( zur Mehrheit), Ihr Interesse der beim wohlthätiges Herz gegenüber Tausenden von kleinen Tabakbau felbft beschäftigten Arbeiter. Kultur seines Landes mehr Aufmerksamkeit zu widmen, als der armen Bauern zu bethätigen.( Sehr richtig! bei den Diese Arbeiter, die auf der Scholle arbeiten, berücksichtigen Kultur seiner Sitten.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Socialdemokraten.) die Herren Socialdemokraten aber nicht. Ich kann mich nur den Präs. Graf Ballestrem: Ich habe nicht gehört, daß der Herr Heute wird geradezu der Kleine Tabakbau dem Fiskus auf- Ausführungen des Herrn Abg. Hehl zu Herrnsheim anschließen, daß Abg. Sehl zu Herrnsheim den Abg. Geyer oder einen andren Abgeopfert. Eine Aufhebung der Steuer würde es dem deutschen die Hauptsache eine Erhöhung des Tabatzous bei möglichst niedriger geordneten der niederträchtigen Verleumdung beschuldigt hat; so viel Tabakbauern ermöglichen, eine größere Sorgfalt auf die Stultur Steuer auf inländischen Tabat ist. ich gehört habe, hat er diese Aeußerung auf Zeitungsartikel bezogen, und Veredelung des Tabaks zu verwenden und sich mehr und mehr dem Geschmade der deutschen Konsumenten anzupassen. Angebliche zwei unrichtige Behauptungen aufgefiellt. Er hat auf Grund einer trächtige Berleumdung, wenn einem Abgeordneten vorgeworfen wird, Abg. Heyl zu Herruheim( natt.): Herr Geher hat mir gegenüber font hätte ich das gewiß nicht zugelaffen. Abg. Freiherr Heyl zu Herrnsheim( natl.): Es ist eine niederFreunde der pfälzischen Tabatbauern haben diesen zwar ein- Notiz der Süddeutschen Tabatzeitung" mir vorgeworfen, ich hätte er habe für das Zolltarifgesetz gestimmt, mit der Absicht, fich dadurch zureden versucht, daß bereits jest pfälzische Tabake ausgeführt und keinen Grund zu klagen, da ich selbst an meinem Tabat viel felbst zu bereichern. dann als Havannatabat nach Deutschland wieder eingeführt würden. verdiene. Diefe Notiz beruht auf unrichtigen Staltulationen von fratischen Breffe ausgesprochen und Herr Geher hat sie wiederholt. Diese Berleumdung ist in der socialdemo Solche Schmeicheleien ligeln das Selbstbetoußtsein der Bauern, Tabaffabrikanten, die sich von mir geschädigt glaubten. Ich stelle Damit schließt die Diskussion. nügen ihnen aber nichts. Weiterhin hatte man eine demgegenüber fest, daß ich in den letzten Jahren 16 Prozent am lebhafte Agitation zu Gunsten einer Erhöhung des Tabak Tabat verloren habe. Weiter hat Herr Geher die Behauptung des zolles eröffnet. Die Gemeinden haben Tausende auss Bortvärts", ich hätte den Zolltarif benußt, um meinen Grundgegeben für Deputationen nach Berlin, um Minister, Prinzen besitz zu vermehren, und so hier niedrige Geschäftsinteressen ver- auf und was sonst von Einfluß ist, für eine Zollerhöhung zu gewinnen. treten, zu meinem Bedauern hier wiederholt. Redner giebt eine längere Darstellung der Agitation für eine Er daß ich seit Jahren nicht einen Morgen Landes neu höhung des Tabakzolles, bleibt aber bei der großen Unruhe des gekauft habe. Ich habe lediglich Grundbesitz, der seit längerer Zeit Hauses im einzelnen auf der Tribüne unverständlich. meiner Familie gehört, zum Fideikommiß gemacht. Dazu muß ich Die heutige Resolution giebt dem Berdacht Raum, daß die erklären, daß der Besitz schuldenfrei ist. Bereits 1899 wurden auf Regierung noch andre bis jest nicht ausgesprochene Grund einer ebensolchen Erklärung ähnliche Vorwürfe wie jetzt gegen Abfiten in petto hat. Der einzig richtige Weg ist die mich erhoben. Ich bedauere, daß, derartige Aeußerungen, die auf richtet: Dieser Tage wollte eine Kaufmannswitwe aus Wien, die gänzliche Abschaffung der Tabaffteuer. Damit werden alle niedrige Gesinnung nicht bei mir, sondern vielleicht an andren im Hotel Leinfelder auf einige Tage Quartier genommen hatte, fich Chilanierungen beseitigt und die Pflanzer in den Stand gefeßt, mit Stellen schließen lassen, durch die einem Abgeordneten die niedrigste nach dem Barthotel begeben, um bort im Kreise von Bekannten zu mehr Luft und Liebe zu arbeiten und den Tabalbau zu berebeln. Schacherpoltit vorgeworfen wird, im hohen deutschen Reichstage foupieren. Auf dem turzen Wege dahin gefellte sich ein Herr zu ihr, Wir stimmen trotzdem für die Resolution, werden aber, falls fie möglich sind.( Bravo! bei den Rationalliberalen.) eingebracht wird, nicht vergessen, zu gegebener Zeit die Herren von der sie freundlich einlud, doch mit ihm zum/ Souper zu gehen. Die der Regierung an sie zu erinnern.( Beifall bei den Socialdemokraten.) industrie deshalb stets besonders ein, weil diefe in ganz besonderem troßdem immer vom Effen redete, er solle halt mit ihr ins ParkAbg. Moffenbuhr( Soc.): Wir treten für die Arbeiter der Tabat- Angesprochene lehnte dankend ab und meinte, als der Herr Abg. Frese( fr. Vg.): Frhr. Hehl zu Herrnsheim suchte die Lage Maße durch die Tabafsteuer- Gesetzgebung gefchädigt worden find. hotel gehen, da werde auch er speisen fönnen. Darauf rief der Herr des deutschen Tabakbaues und die Tabalpreise für inländisches Auch die Zollerhöhung hat diesen Arbeitern nichts genügt, man hat einen Schußmann herbei und ließ die Dame wegen hinreichenden Gewächs als besonders ungünstig hinzustellen. Das widerspricht sie ihnen einfach vom Lohne abgezogen. Daß die Spannung Verdachts, Gewerbsunzucht zu treiben, arretieren. durchaus den Feststellungen des Deutschen Tabakvereins, wonach in zwischen Steuer und Zoll die Hauptsache für den Tabakbau sein soll, der Konsumtion eine wesentliche Verschiebung zu Gunsten des halte ich nicht für richtig. Die Spannung ist jetzt schon außerordent deutschen Tabakbaues stattgefunden hat. Auch die Preise für guten lich groß. Wenn der deutsche Tabakbau trotz des hohen Zolles nicht deutschen Tabat haben sich sehr gehoben. Was die Kontroll- tonturrenzfähig ist, so tann das nur an der Unfähigkeit der Tabatbestimmungen anlangt, so sind wir stets dafür eingetreten, daß fie bauer selbst liegen. möglichst wenig einengend gestaltet werden mögen und ich kann diesen Wunsch nur wiederholen. Abg. Lucke( B. d. 2.): Die Lage des deutschen Tabakbaues ist Direktor im Reichsschazamt v. Fischer: Wenn die Resolution heute so schlecht, daß viele Taufende von Bauern ihren Betrieb haben angenommen wird, werden sich die Verbündeten Regierungen der aufgeben müssen. Für das Wohl dieser Bauern haben wir ebensosehr Aufgabe nicht entziehen, in eine Prüfung der Frage einzutreten, ob das Recht einzutreten, wie die Socialdemokraten für die Arbeiter und inwieweit im Interesse der Heinen Tabatpflanzer eine Vereinzutreten vorgeben.( Dho! bei den Socialdemokraten.) einfachung der Steuervorschriften herbeigeführt werden kann. Das Abg. Geyer( Soc.): Die deutsche Tabat- Kommission, die sich vor System der Flächensteuer fann nicht algemein eingeführt werden, einigen Jahren im Interesse der Hebung des deutschen Tabakbaues weil bei ihm die Kontrolle sehr schwer ist. gebildet hat, hat festgestellt, daß die Produktionsfosten für Der Schußmann tam dem Auftrage mit großer Pünktlichkeit nach und brachte die Dame auf die Polizei, wo sie nach mehrstündigem Aufenthalt unter dem Ausdrucke des Bedauerns, einemt Mißgriff zum Opfer gefallen zu fein, wieder entlassen wurde. Und wer war der noble Herr, der die Verhaftung der Dame veranlaßt hatte? Nun, es war einer unsrer berühmten„ Kriminaler". Die Kellnerin", das in München begründete Fachorgan des gefamten Stellnerinnenstandes, hat, wie die Münchner Boſt" jezt feststellt, mit dem dort bestehenden Verbande der Kellnerinnen nichts zu thun. Das Blatt ist in einer Weise gestaltet, daß ernsthafte Arbeiterorganisationen sich nicht mit ihm identifizieren fönnen. Die Münchner Post" belegt das durch verschiedene Beispiele aus dem nhalt. Abg. Dr. Deinhard( natl.): Der pfälzische Tabak ist der beste. Den Centner Tabat in der Gegend von Lampertsheim auf 15 M. zu ( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Daher will ich als stehen kommen, während thatsächlich Herr v. Heyl, deffen Tabat( E. 5.88.) Mittwoch, den 14. Januar, abends 8%, Uhr, bei Feind, WeinKranken Unterstützungs- Verein der Tabakarbeiter Berlius. Vertreter eines pfälzischen Wahlkreises auch ein paar Worte zur Sache pflanzungen in dieser Gegend liegen, 30 M. pro Gentner erstraße 11: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: Boxfagen. Gefreut hat es mich, daß auch die Socialdemokraten für die zielt hat. Selbst tvenn Herr v. Heyl 5 M. Produktionskosten legung des Entwurfs eines neurevidierten Statuts. Resolution eintreten, man muß nur suchen, dann findet man auch mehr aufwendete als die übrigen Bauern, hätte er noch einen Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 14. Januar. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Euryanthe. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches. Der arme Heinrich. Berliner. Maria und Magdalena. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Seine Kleine. Westen. Die Fledermaus. Central. Madame Sherry. Belle Alliance- Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Renaissance. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Ein Ehrenwort. Carl Weiß. Die Blüte des Bagno. Luisen. Othello. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Buntes. System Aubert. Mimenfiege. Kleines. Erdgeist. Trianon. Die Liebesschaukel. Palast. Auf hoher See. Casino. Moderne Frauen. Apollo. Nakiris Hochzeit. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Bassage Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaale um 8 Uhr: Dr. Schwahn: Vulkanismus der E- de. Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Central- Theater NachmitHeute zwei Vorstellungen. tags 4 Uhr halbe Preise, jeder Erwachsene ein Kind frei: Schneeweisschen und Rosenrot. Weihnachtsmärchen mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. 1. Bild: Der verzauberte Bär. 2. Bild: Der böse Zwerg. 3. Bild: Am Weihnachtsabend. 4. Bild: Die Erlösung. Einlagen: Aufzug der Tiere. Lieder: Die freche Ratte. Hund und Kaze. Lachcouplet, ges. von Carl Schulz. Abends 7, Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Felig. Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Abends 7, Uhr: Madame Sherry. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Schwahn: Vulkanismus der Erde. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Aften von Franz v. Schönthan u. Franz Koppel- Elfeld. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Schauspiel in 4 Aften von Otto Erich Hartleben. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Freitagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. CASTANS Cirkus Schumann Panoptikum Friedrichstrasse 165. WeihnachtsAusstellung Zauberkünstler Mr. François Roberts:„ Das Verschwinden einer Dame!" Kasperle- Theater. Lebende Bilder. Grosses Konzert. Passage- Theater. Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Nur noch kurze Zeit: Auguste Adamovic Nachmittags 7 Uhr. Abends 10 Uhr. Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Sappho. Freitagabend 8 Uhr: Renaissance. Cirkus Busch. Mittwoch, den 14. Januar 1903, abends 7 Uhr: Mittwoch, den 14. Januar 1908 Dahomey. abends 72 Uhr: Extra- Vorstellung. Riesen Program m. 12 hervorragende Nummern. Um 9 Uhr: Der phänomenale Künstler Mr. Diavolo Elefanten Jagd. Elefanten und Pferd und Seelöwen, grossartige Dressuren. 1 Looping the Loop. Willer Arlen Um 9 Uhr: Die Pantomimie; voll. Witz, Humor und Heiterkeit Die lustigen Heidelberger. Die Parole aller bisherigen Arnold Scholz Germania- Prachtsäle Chausseestr. 103. Jeden Mittwoch und Sonntag: Hamburger Sänger. Direktion Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. Anfang 8 Uhr. Bons gelten Eintritt 30 Bf. Jeden Donnerstag: Militär- Konzert und Familien- Kränzchen. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Großer Ball. 8 große und fleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Einmalige Vollständig neues Programm: Donnerstags- Aufführung: Tortajada Spanische Tänzerin. Reu! Grünebergs Neu! Paul Conchas: Im Bivouac". Morton und Elliott, Wallno und Marinette, Excentrics. Tanzduo. Die Zillerthaler. Sensationsparodie: De Lup in de Lupt. 2812* Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! 5 KünstlerKapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Donnersing, den is. Januar. Thompsons Wunder- Elefanten. Deutscher Buchbinder- Verband 15. abends Grosse ausserordentliche Gala- Vorstellung zum Otto Reutter. Besten der Sammlungen für die Das Bordeverry- Trio. Ausbildung von Mitgliedern der Humorist. Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Adrienne Larive, Pariser Sängerin. Zahlstelle Berlin. Heute Mittwoch, den 14. Jannar, abends 8, Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: als freiwillige Krankenpfleger Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. Mitglieder- Versammlung z. Hd. des Central- Komitees des Ritchie Duo, Preussischen Landesvereins vom Die 7 Allisons, Roten Kreuz. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Durchschlagender Erfolg! Sensationelle Novität! Casino- Theater. Die Blüte des Bagno. Lothringer Straße 37. Neu! Franz Kern Neu! Amones Gretchen Reimann 2c. Dazu mit neuer glänz. Ausstattung: Moderne Frauen. Anf.: Wochent. 8, Sonntags 7, Uhr. Großer Lacherfolg. Zeitgem. Couplets. Belle- Alliance- Theater. Heute u. folgende Tage: Ab. 7, Uhr. Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Hierauf 8 Uhr: Thalia- Theater. Cupido& Co. Dresdenerstr. 72/73. Zum 155. Male: Seine Kleine. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Jm 1. Aft: Ein Winterfest im Grunewald. Jm 2. Aft: Haben Sie nicht den kleinen Cohn gesehn?( mit Guido Thielscher). Jm 3. Aft: Lebende Märchen. Anfang 74, Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Aften( 7 Bildern) nach dem Roman v. Goron u. E. Gautier. Für das Carl Weiß- Theater eingerichtet und insceniert von E. Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag: Hänsel und Bicycle- Künstler. Akrobaten. ,, Das Mädchen mit dem goldenen Haar", Eine Vision. Ballett. Pariser Luft, „ Die Reise in den Mond". SteidlLinienstraße 132. Biographische Bilder. Theater Dranienburger Thor. Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegierten vom Gautag. 2. Abrechnung vom VortragsAbend.( 16. November.) 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Wir ersuchen alle Mitglieder, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Norddeutsche Schleife. Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Uebungsstunde letzten Tage der Antillen. Gretel. Sonntagnachmittag: Die Stürmischer Lach- Erfolg! Mittwochabends von 9 bis 11 Uhr bei Schuhmacher, Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Das phänomen. Januar- Programm. Alles neu! Neu! Alles neu! Schwant mit Ges. u. Tanz in 3 Atten. 8, Uhr. Men insceniert: 8½ Uhr. Buntes Theater Köpnickerstr. 68. Anfang 8 Uhr. System Aubert. Mimensiege. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Luisen- Theater. Erdgeist. Othello. Anfang 8 Uhr. Borvert. 10-2 Staffe. Morgen: Der Pfarrer von Kirchfeld. Freitag: Die Cameliendame. Sonnabend: Der Rattenfänger von Hameln. Sonntag 3 Uhr: Die Anne- Lise. 8 Uhr: Die Cameliendame. Metropol- Theater. Täglich: Der grösste Erfolg dieser Saison! Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt v. Dir. Rich. Schultz. Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G. Henry Bender. Frid Frid. Flora Siding. Hansi Reichshery. 1300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Rauchen überall gestattet. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, den 17. Januar 1903: 1. Grosser Metropol- Theater- Ball. Bernhard Rose- Theater Badstr. 58. Mittwoch, den 14. Januar 1903: Der Hüttenbesizer. ( Le Maître de Forges.) Schauspiel in 4 Aften( 5 Verwandl.) von Georges Dhnet. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute zum letztenmal: Othello, der Mohr von Venedig. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Donnerstag: Robert und Bertram. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. Bon 8-9, Uhr: Specialitäten und Robert Steidl mit seinen neuen 92 Uhr: brillanten Schlagern. Nakiris Hochzeit. Residenz- Theater. Sonntag, den 18. Januar, 3 Uhr Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 72 Uhr. Die beiden Schulen. ( Les deux Ecoles.) Luftspiel in 4 Aften v. Alfr. Capus. Deutsch von Theodor Wolff. Morgen und folgende Tage: Die beiden Schulen. Sonntagnachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Königstadt- Casino, Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstil. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Ausstattungs- Operette v. Paul Lincke. Kassen- Eröffnung 7 Uhr. Anj. 8 Uhr. nachmittags, zu ermäßigten Preisen: Frau Luna. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tageskaffe 11-14, Uhr. Britton, MarSteidl, ( Meyjel, Pietro, Krone, Böhme, Böckmann, Plättner 2c.). Auf hoher See. Lebensbild m.Gesang u. Tanz in 3 Aften. The Atlantics, Kraft- Aft. Gebr. Beilong, großart. Melange- att. Jonny Manchenez, das med. Weltwdr. The Helsons, eine Scene im Raffeeb Elsa Byron, Coubretten- Diva. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Streich- Konzert. Bocanstich: 15. Januar. Im Kaiser: Saal: E Norddeutsche Sänger und Tanz. PrinzenDr. Simmel, Str. 41. Specialarzt für[ 55/11 Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Raucher Familie Humbert Ulf- Komödie von Fritz Steidl. U. d. a. gänzlich neue Programm. Entree 50 Pf.( Vorverkauf 40 Pf.), Sperrfit 1 M., Loge 1,50 M. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Januar- Programm Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. VorwärtsBuchhandlung SW., Lindruftr. 69. Ein vollständiges 65/1 von jest ab: Staligerstraße Nr. 126. Stimmbegabte Sänger werden als Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand. Max Kliem's Festsäle Hasenheide 13-15. 3442 Durch Zufall ein Saal zum Sonnabend, den 28. Februar frei geworden. Auch ist der 28. März noch zu vergeben. Max Kliem. Umsonst fann niemand Anzüge liefern, ich aber liefere so billig gegen monatliche Teilzahlung von 10 M. wie anderwärts per Kaffe, bei Barzahlung noch 10 Broz. billiger. Wer- selbst- Stoff- hat, fertige Anzüge, Paletots von 20 M. an. J. Tomporowski, Schneidermeister, Prinzenstr. 55, I. 2492* Eine Lebensgeschichte Jefu Der Socialist von Nazareth. nach der neueſten Forſch, verbunden mit einer Kritik der diesbezüglichen socialistischen Barteischriften. Von Oskar Zimmer. Berlin, Ruheplasstr. 21, Selbstverlag. Preis 50 Pf. Rabatt- Sparverein „ Süd- Ost" : Vereins- Bureau: Kottbuser Ufer No. 44a. Auf Grund des Statuts finden die Ersatzwahlen der Delegierten in den Lokalen statt: Schachspiel am Montag, den 19. Januar 1903, für nur 20 Pf. mit Anleitung zum Erlernen. Das interessanteste aller Spiele. Zusammenklappbar in der Tasche 233/1 zu tragen. Maas- Tabak Specialität: BerlinerShag hell in 10 Pfo. Packeten' Hochfein im Geschmack u. Aroma. Zu haben in allen ENGROS- NIEDERLAGE: Gigarrengeschäften. H.SALTZMANN Berlin S. Luisenufer3 abends 8-10 Uhr. In Berlin: Im Lokal des Herrn Tolksdorf, Görlikerstraße Nr. 58, für den ersten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Görlitzerstraße, Görlizer Ufer, Wrangelstraße, Stalizerstraße bis Görligerstraße begrenzt werden. Im Lokal des Herrn Ludwig, Köpnickerstraße Nr. 174, für den zweiten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Köpniderstraße, Schlesischestraße, Hedmann- Ufer, Görlitzer Ufer, Wrangelstraße, Stalizerstraße, Laufiter Plak und Püdlerstraße begrenzt werden. Im Lokal des Herrn Krüger, Naunynstraße Nr. 6, für den dritten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Köpniderstraße, Michaellirchstraße, Luisen- Ufer, Dranienstraße, Staligerstraße, Laufiger Platz und Bücklerstraße begrenzt werden. Jm Lokal Märkischer Hof, Admiralstraße Nr. 18c, für den vierten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Wienerstraße, Görliger User, Rottbuser user und Forsterstraße begrenzt werden. für den fünften Wahlbezirk, umfaffend die Straßen, welche von der Wenden-, Wiener- und Forsterstraße, Rottbuser User, Manteuffel- und Staligerstraße begrenzt werden. für den sechsten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Dranienstraße, Manteuffelstraße, Rottbuser Ufer und Luisen- User begrenzt werden. für den siebenten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche vom Blan- Ufer, Maybach- Ufer, Schinkestraße, Kottbuser Damm, Hasenhaide, Fontane Promenade und Am Urban begrenzt werden. Alle übrigen in Berlin und den Vororten, mit Ausnahme von Nixdorf und Britz, wohnenden Mitglieder, welche nicht in einem der angegebenen Bezirke wohnen, wählen im ersten Wahlbezirk. In Rixdorf: Im Lokal des Herrn Thiel, Vergstraße Nr. 151-152, für den achten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Fuldastraße, Weserstraße, Hermann play, Wißmannstraße, Karlsgartenstraße, Fontanestraße, Banzlidstraße und Münchenerstraße begrenzt werden. Für den neunten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Wanzlid-, Münchener, Fulda, Weser-, Panniers, Wildenbruch-, Erts, Berliners, Steinmetz- und Oderstraße begrenzt werden. Für den zehnten Wahlbezirk. Hier wählen alle die Mitglieder, welche in den übrigen Straßen in 105/4 Rigdorf und Britz wohnen. Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Schantwirt der 15156 Robert Pahlau nach langem schweren Leiden am Sonntag, den 11. Januar, 5%, Uhr, an Herzlähmung verstorben ist. am Die Beerdigung findet Donnerstag, 32 Uhr, von der Leichenhalle der Dreifaltigkeits- Gemeinde, Barutherstraße aus, statt. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Invaliden- Unterstützungskasse der Steindrucker u. Lithographen. Die Beerdigung des am 11. Jan. verstorbenen Steindruders Ad. Prag findet am Donnerstag, d. 15. Jan., nachm. 3, Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. 15176 Das Komitee. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzlichen Beweise innigster Teilnahme und schönen Stranzspenden am Grabe meines Mannes sagen wir hiermit unfren herzlichsten Dank. 15105 Die trauernde Witive Minna Bienefeld geb. Willert, Dalldorferstr. 17, und Angehörigen. FrackVerleih Institut, Friedrichst.115 Ia.Oran. Th. El. Frack, Gehrock 1,50, Hose1,00, West.50Pf. Maskengarderobe bon Adolf Runge Socialdemokratischer Verein III. Wahlkreis. im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise. Mittwoch, den 14. Januar, abends 8%, Uhr, in Frankes Salon, Donner stag, den 15. Januar, abends 82 Uhr, im Alten Schützenhause, Linienstr. 5: Wersammlung. Tages- Ordnung: Sebastianstr. 39: General- Versammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: 1. Bericht und Abrechnung vom 4. Quartal 1902. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Vortrag des Genossen Georg Bernhardt: Aktiengesellschaften und die Arbeiter. 4. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert. Mitglieder werden in den Versammlungen und in folgenden Zahlstellen aufgenommen: Cigarrenhandlung Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a; Cigarrenhandlung Wilh. Börner, Ritterstr. 15; Referent: Genosse Cigarrenhandlung Mescha, Adalberstr. 24, Eingang Engel- Ufer; Restaurant Götte, Brandenburgstr. 18; Restaurant Flick, Simeonstr. 23; Restaurant Lier, Alte Jakobstr. 119; Restaurant Krüger, Naunynstr. 54. 240/ 3* 1. Ueber welche Machtmittel verfügt das Proletariat zur Niet erwerfung der Klassenherrschaft? Dr. R. Friedeberg. 2. Diskussion. 3. Partei- und VereinsAngelegenheiten. 4. Verschiedenes. 245/1 Gäste e vünscht. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. in den gesamten Räumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Sonnabend, den 17. Januar 1903, bowlM 12. Stiftungs- Fest. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. unter Mitwirkung der Opernsängerin Frl. Helena Hartwig und eines Doppel- Quartetts Mittwoch, den 14. Januar, abends 8%, Uhr, bei Gold ,, Gr. Frankfurterstraße 133: Konferenz der Vertrauensleute des 6stens. Mittwoch, den 14. Januar, abds. 8, Uhr, bei Kumke, Bülowstraße 59: Konferenz der Vertrauensleute des Westens. Zahlreichen Besuch erwartet 110/11 Die Ortsverwaltung. Socialdemokratischer Verein der Gast- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Freitag, den 16. Januar, beim Kollegen Witte, Wilmersdorf, Berlinerstraße 40: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 3. Auf5. Bericht der Gr. Frankfurterstr. 75,( Amt Vila, 6918) 1. Vortrag des Kollegen Fritz Wilke. 2. Diskussion. empfiehlt den Vereinen seine große nahme neuer Mitglieder. 4. Stassenbericht vom 4. Quartal. Auswahl in Kostümen in jed. Breislage. Revisoren. 6. Bereinsangelegenheiten und Antrag des Vorstandes: Rege= Großes Lager von Karneval- Aufzügen. lung des Unterstützungsfonds; Verschiedenes. Der Vorstand. 69/1 Centralverband der Maurer 2c. Zahlstelle Berlin. Donnerstag, den 15. Januar, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Silberschmidt über: Die politische Situation und die Gewerkschaften". 2. Anträge zum Gerbandstag und Ausstellung der Kandidaten zu den Wahlen der Verbandstags- Delegierten des Zweigvereins Berlin: JO Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Buten Besuch erwartet 2.Biehung 1. Klaffe 208. Kgl. Preuß. Lotterie. Stehung vom 13. Januar 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 60 wt. find den betrejjenden Blummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 222[ 100] 329 481 508 46 86 874 80 93 1057 101 8 315 528 779 98 2012 144 335 88 480 512[ 100] 31 653 925 3043 111 76 202 81 563 825 88 910 51 4144 68 93 318 84 91[ 100] 615 43 816 5027 438 98[ 150] 512 695 702 99 815 928 37 6003 459 649 70 755 850 982 7439 510 14 690 819 42 55 77 938 8102 220 57 69 81 325 40 69 408 533 39 710 806 33 968 73 76 9063 120 77 357 80 447 722 54 75 831[ 150] 905 10053 294 455 800 35 97 1100] 11299 311 59 513 852 63 953 74 12024 178 241[ 100] 67 375 457 851 99 13153 82 219 75 356 87 537 646 90 14079 181 341 458 500 69 89 654 75 745 47 54 907 12 21 15045 251 88 530 618 39 97 741 57 822 16052 73 171 81 402 597 698 870 17046 241 315 717[ 300] 960 64 18352 62 477 618 932 79 81 19006 42 109 54 426 560 917 39 52 26U27 140 67 T1001 344 52 407 39 50 58 532 695 911 62 84 21130 227 503 4 46[ 100] 62 643 84 77122084 281 696 846 56 23064 103 326 400 72 574 92 043 770 846 923 57 94 24109 222 49 470 512 643 779 907 25004 59 134 59 95 327 39 615 793 978 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Ball. ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Nach dem Konzert: Anfang 8 Uhr.- Zahlrelche Beteiligung wünscht Der Vorstand. Fr. Hahn Berlin C., Alexander- Platz. Die bei der Inventur in allen Abteilungen zurückgestellten Bestände und Reste in: Damen- Kleiders und Waschstoffen, Tisch, Haus- und Bettwäsche, Damen- Wäsche, Schürzen, Blusen und Morgenröcke werden zu bedeutend herabgesetzten Preisen bis 20. d. M. zum [ 3582 Ausverkauf gestellt. Ziehung 1. Alaffe 208. Agl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 13. Januar 1903, nachmittags, Rur die Gewinne über 60 wt. sind den betreffenden Nummern in Riammera beigefügt ( Ohne Gewähr.) Nach bruk verboten. 73 118 505 645 780 83 940[ 100] 1210 52 590 712 905 2040 419 60 514[ 150] 635 62 769 3103 357 471 601 48 828 968 4043 166 74 92 228 314 20 476 513 829 93 934 5003 15 136 54 80 561 76 624 62 766 6354 510 23 90 606 98 7056[ 100] 171 271 609 40 47 52 91 991 8302 519 29 821 28 67 912 33 53 9007 121 99 417 614 840 916[ 100] 10043 82 158 92 454 65 653 760 859 959 74 11240 51[ 100] 57 440 507 618 908 24 12239 79 350 413 70 511 623 47 13014 116 368 80 445 592 748 838 998 14063 96 321 432 89 564 640 49 15214 43 413 709 884 16047 60 78 254 343 536 862 917 17102 337 564 690 730[ 100] 70 80 91 820 44 92 18080 244 329 34 466 532 46[ 100] 767 900 92 19032 132 279 83 311 493 544 68 671 904 49 20030 60 245 472 88 566 721 805 32 21461 541 76 600 28 33 52 801 945 62 63 22130 75 278 340 [ 100] 80 85 460 86 595 622 23 750 916 58 23070 238 49 79 498 518 29 637 741 60 24108 73 351 70 477 [ 100] 696 744 984 97 25093 218 466[ 100] 539 786 87 821 39 939 63 26327 429 93 506[ 150] 31 32 55 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444 508 739 914 109270 335 419 20 534 89 653 717 868 960 350 436 52 55 75[ 1001 520 48 54 68 99 679 99 905 116581 749 76[ 100] 863 988 117143 220 27 315 770 118334 428 51 595[ 100] 653 78 835 119081 247 54 323 42 47 57 541 672 839 120497 523 24 820 82 942 121050 200 30 319 46 51 52 94 524 32 45 703 838 900 88 122484 544 649 751 896 123120 232[ 1001 57 310 54 442 610 706 72 876 90 909[ 150] 124046 58 70 89 208 345 542 64 691 748 98 885 921 125124 60 66 206 17 92 321 520 35 37 846 126139 227 41 465 579 82 696 704 46 931 127149 85 386 416 620 31 706[ 150] 48 845 128083 [ 150] 253 71 402 554[ 300] 75 99 691 999 129114 373 457 651 791 808 983 130203[ 100] 30 88[ 100] 468 650 817 44 77 989 94 131157 382 402 65 536 619 70 700 96[ 100] 803[ 100] 48 995 132020 74 85[ 150] 98 140 227 37 580 672 837 999 133193 214 89 489 504 16 40 653 762 71 82[ 1001 823 90 967 134018 24 182 280 317 25 90 98 547 54 628 45 754 805 925 73 135019 86 139 247 674 96 741 136141 312 438 137025 172 218 460 90 711 138252 320 37 457 81 88 734 818 942 69 80 139081 180 241 70 71 462 602 34 38 763 945 74 140058 111 59 66 233 75 427 550 141086 227 44 365 691 778 142002 35 38 39 121 210 319 84 405 47[ 100] 528 29 85 727 875 968 143030 132 58 85 248.72 1001 546[ 100] 700 811 911 23 58 84 144061 139 229 325 69 87 402 49 744 81 145046 233 59 680 146394 554 89 829 962 147082 193 222 36 90 310 40 89[ 100] 409 50 526 54 657 758 75 937 54 148010 125 218 48 344 94 438 94 548 95 761 810 62 933 149101 209 303 406 504 28 799 842 86 932 150039 70 174 230 400 57 72 587 856 151055 168 321 56 431 508 39[ 2001 890 92 152005 24 64 201 388 440 528[ 100] 632 41 71[ 100] 761 153173 78 86 274 83 303 482 509 90 640 702 9 40 813 952 154064 204 49 90 15001 380 83 579 619 81 842 155219 38 519 95 700 156189 333 426 66 74 616 54 755 933 91 157063 223 59 614 86[ 100] 732 899 970 158182 245 305 64 86 502 606 47 55 87 735 83[ 100] 844 63 917 159007 12 148 89 222 447 567 668 723 71 160155 366 480 97 558 691 722 57 66 77 161214 96 343 65 72 785 981 162071 394 484 633 767 163169 [ 100] 221 49 381 472 711 164016 100 319 98 509 44 642 46 720 30 165143 81 290[ 100] 334 531 712 889 906 166178 201 316 669 80 707 74 167007 18 232 89 90 508 659[ 1001 62 724 54 817 26[ 150] 999 168014 33 96 225 98 563 662 740 71 830 948 169057 537 951 341 17000[ 150] 8 9 141 362 424 28 599 714[ 2001 879 171093 259[ 200] 361 499 657 756 88 800 94 998 172018 186 204 35 66 505 25 751 57 925 173062 384 12001 590 815 96 174135 343 84 434 37 68 581 632 72 879 175050 95 177 217 68[ 300] 94 388 492 548 82 88 677 923 90[ 150] 176289 599 641 868 928 177062 67 74 107 310 94 539 626 842 994 178025 478 508 600 717 822[ 100] 68 179064 131 446 77 766 822 48 180120 71 208 335 422 637 776 917 54 55[ 100] 181003 104 97 214 355 97 466 78[ 100] 83 506 638 703 [ 150] 827 996 11001 182046 183 209 20 96 311 438 39 61 520 53-57 754 59 813 183149 93 222 546[ 100] 65 997 184035 134 55 269 592 683 185039 96 132 311 620 781 939 186 184 269 509 732 834 960 187005 194 201 506 642 711 15 26 45 810 972 89 92 188178 214 85 300 424 65 90 533 650 724 64 600[ 300] 741 99146 47 826 189160 371 403 49 190372 679 721 893 905 20 191071 240 67 609 713 50 192147 56 71 210 383 536[ 100] 59 636 97 744 59 98 836 920 93 193625[ 150] 746 89 967 194092 136 42 291 490 525 620 96 852 195019 242 55 367 448 97 800 31 916 94[ 150] 196030 94 165 96 357 438 506 9 50 630 52 768 803 63 925 80 197097 197 233 86 539 [ 1001 755 86 838 64 92 940 198110 399 449 64 72 501 32 42 81 768 93 841 199186 217 46 51 464 536 64 696 200069 241 83 428 527 83 623 725 99 201077 126 32 345 664 721 50 836 52 57 202127 30 504 731 881 [ 300] 906 39 203050 900 30 52 204059 119 47 223 392 529 709 32 849 205156 92[ 100] 263 64 71 425 53 630[ 150] 947 206120 388 506 33 39 64 625 207220 366 412 680 872 943 208133 409 596 618 961 209041 171 212 691 796 802 998 210206 323 83 419 516 31 87 774 813 211069 89 198 244 315 522 631 742 212062 112 304 456 543 698 759 809 954 88 213147 502 619[ 150] 711 914 214175 813 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Gemüse- Conserven 1/ 1 Dose Frucht- Conserven Stangenspargel St 1,55 M. 83 Pf. Mirabellen 20/24 Stg. Stangenspargel( Diner) D. Dose 1,45 M. 78 Pt. 28/30 p. 1 Dose 40/44 Stangenspargel St 1/1 1½ Dose • 60 Pf. 1,30 M. 70 Pf. Reineclauden.. Kirschen, Kaiserkirsche, ohne Stein Kirschen, schwarz, mit Stein Birnen, weiss und roth. 80 Pf. 45 Pf. sauer ohne Stein 1,00 M. 55 Pt. 1,00 M. 55 Pf. 30 PL. 80 Pf. 45 P. 80 Pf. 65 Pt. Stangenspargel mittelstark. · 1,10 M. Stangenspargel Consum.. 85 Pf. 1,20 M. 65 Pf. Brechspargel II, stark, m. Köpfen Brechspargel III, m. Köpfen Brechspargel IV, m. Köpfen Brechspargel I ohne Köpfe 95 Pf. 53 Pf. 80 Pf. 45 Pf. 8rt 65 Pf. 38 Pf. Feinste junge Schoten Siebg. 11,00 M. 55 Pf. Feinste junge Schoten Feinste junge Schoten Gemüse- Schoten Leipziger Allerlei Ia Teltower Rübchen Steinpilze... . II 80 Pt. 45 Pf. Pflaumen Frucht • Pflaumen in Essig und Zucker 70 Pt. Marmeladen: Orange Apricosen- Himbeer Pfirsich Johannesbeeren Himbeer und Stachelbeeren, in Delft- Töpfen 58 Pig. ca. 1 Pfund Inhalt Ingwer in Töpfen/ Topf Mixed- Pickles u. Pickalilli PL. . 85 Pf. Fisch- Conserven Delicatess- Heringe in Bouillon-, Champignon, Tomaten-, Wein-, Mixed Pikles u. Senf- Saucen Dose 78 Pf., Dose 50 PE . . Heringe in Weinaspic, per Dose. 43 Pt. Schwedische Gabelbissen P. Dose 65 PÅ Schwedische Anchovis Dose 1,10 1. Dose 60 Pf.% Dose 40 PL Bismark Bratheringe in ovalen Dos. 45 PE 12. per Delsardinen Pf. Les Etoiles pro Dose ca. 8 Fische, p. Dose 45 PL Princess pro Dose ca. 10 Fische.. p. Dose 40 PL Renne pro Dose ca. 8 Fische p. Dose 30 Pt • Saupiquet( Diplomat) feinste franz, Marke III 60 Pf. 38 Pf. 75 Pf. 43 Pf. Glas 60 Pf./ Glas 35 Pf. 65 PE 38 PL. Senfgurken in Gl. mit Patentverschlulas 90 Pf. in Gl. mit Patentverschluss 1,00 M. 85 P. 48 P. Zuckergurken in Gl. mit Patentverschluss Weine und Spirituosen Bordeaux und Burgunder. Medoc Lamarque. Chât. Bergeret Chât. Margaux. 1 Fl. b. 10 Fl. ..80 Pf. 75 Pf. Chât. Beychevelle.. BO . 1,30 M. 1,25 M. 2,10 M. 2,00 M. Süd- Weine weiss %, Dose 2,50 M., Dose 1,35 M.,%, Dose 85 PE Sardellen in Gläsern...... p. Glas 65 P Elbinger Neunaugen p. Dose 6 Stück 95 Pf. Rhein- und Moselweine. 1 Fl b. 10 Fl. 85 P. 80 Pt. Erbacher. Portwein roth 1,10 M. 1,05 M. Alter Portwein roth 1,15 M. 1,05 M. Geisenheimer Alter Portwein extra Superior 1,40 M. 1,30 M. Scharlach.berger Portwein alter Douro roth. 1,80 M. 1,70 M. Moselblünchen Portwein alter Douro superior 2,40 M. 2,30 M. Wormeldinger. 2,30 M. 2,20 M. Osanner Sherry hell und trocken Nuits roth Burgunder 1,55 M. 1,45 M. Sautenay roth Burgunder 2,10 M. 2,00 M. I Fl. b. 10 Fl. 1,10 1,05 Mk. Tietz! • Pommeranzen Likör 1 Fl. b. 10 Fl. 70 Pt. 65 Pt. . 90 Pt. 85 Pt. 1,70 M. 1,65 M. 50 Pt. 45 Pt 85 Pt. 80 Pt. 4 1,45 M. 1,35 M. 1 Fl. b. 10 FI. 1,15 1,10 Mk. 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Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Dr. 11. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 14. Januar 1903. Berliner Partei- Angelegenheiten.gründung einer wohlthätigen Stiftung zugefallenen Nachlaffe des bis Station Hermannstraße( Nixdorf) verloren gegangen. Der Finder Die Bezirksführer des Wahlvereins Berlin 6 werden dringend ersucht, die Billets zur Urania- Vorstellung zum 18. Januar, soweit dieselben noch nicht abgesetzt sind, beim ersten Kassierer Karl Fahrow, Ravenéstr. 6, sofort abzuliefern. Der Vorstand. aus dem der Stadtgemeinde Berlin zur Be- Magazinstraße bis Jannowigbrücke oder von da auf der Stadtbahn Vierlingschen Ehepaares,- die Neuwahl eines Bürger- wird ersucht, das Buch bei Stramin, Ritterstr. 125, abzugeben. UnDritter Wahlkreis. Heute abend Generalversammlung deputierten für die Armendirektion, die Wahl von Taratoren- tosten werden erstattet. des Wahlvereins in Frankes Festsälen, Sebastianstr. 39. Sonnabend, Stellvertretern für die Pferde- Aushebungs- Kommission und eines den 17. d. M., im Gewerkschaftshaus: 3 wölftes Stiftungsstellvertretenden Mitgliedes der Hilfs- Ersatz- Kommission I,- den jüngst auf einer Sanitätswache zu teil. In der Nacht vom 10. bis Eine sehr summarische Behandlung wurde zwei Menschenfreunden fest. Zahlreicher Besuch erivünscht. Der Vorstand. Abschluß eines Vergleichs, die Wiederwahl der bisherigen MitDie Mittwochsvorträge, welche Genosse Stadthagen in den glieder des Kuratoriums der Therese Leßmann- Stiftung für das 11. d. M. sahen zwei junge Leute, wie ein älterer Mann, der in betrunkenem Zustande aus einem Bierlokal der Langestraße fam, Arminhallen bisher gehalten hat, müssen heute und in der nächsten Jahr 1903, die Uebertragung von laufenden Unterstützungen für umfiel und mit dem Hinterkopf auf die Bordschwelle schlug, wodurch Zeit ausfallen. Der Wiederbeginn der Vorträge wird rechtzeitig be- ehemalige Bedienstete der städtischen Krantenanstalten bezw. Hinter- umfiel und mit dem Hinterkopf auf die Bordschwelle schlug, wodurch Zeit ausfallen. Der Wiederbeginn der Vorträge wird rechtzeitig be- bliebene derselben auf den Specialetat 40, die Verleihung des des Verletzten an und brachten ihn unter Beihilfe des ebener sich eine erhebliche Wunde zuzog. Mitfühlend nahmen sich beide Tannt gegeben werden. Prädikats, Stadtältester". 11 Unterstüßungssachen. falls hinzugekommenen Wirtes in einer Droschte nach der Die Ersatzwahl für den dritten Landtags- Wahlkreis Berlin fand Sanitätswache am Grünen Weg. Hier schien man indessen von dem In ziemlich unfreundlicher Weise gestern im großen Konzertsaal der Brauerei Friedrichshain statt. Zugang" wenig erbaut zu sein. Der Bezirk zählt 2367 Wahlmänner. Es waren 963 Nachwahlen er gab der Diensthabende den beiden Samaritern zu verstehen, daß forderlich gewesen, von denen 48 in Ermangelung von Wählern nicht man den Verlegten nach einem Krankenhause hätte bringen müssen. Ober- Schöneweide. Die Parteigenossen und Genofsinnen werden zu stande gekommen waren. Außerdem wurden 87 Wahlen für un- Auf den Einwand, wozu denn die Einrichtung der Sanitätswachen ersucht, sich heute abend 71 Uhr vollzählig zur Flugblatt- gültig erklärt. Die Beteiligung war außerordentlich schwach, da die geschaffen sei, erwiderte er, diese seien errichtet worden, als es ähnverbreitung bei Kaufholt, Wilhelminenhofstraße 18, cin konservativen Wahlmänner nicht zur Wahlurne schritten. Bei den liche Abteilungen in den Krankenhäusern noch nicht gegeben habe, er zufinden. Freifinnigen tam es zu einer Spaltung. Obwohl von der Partei- wisse selbst nicht, warum die Wachen heute nicht geschlossen würden. Lichtenberg. Die Gemeinde Wählerliste liegt vom leitung aufgefordert worden war, für den Kandidaten Stadt Dem Verletzten wurde, währenddem er auf dem Fußboden saß, ein Donnerstag, den 15. bis zum 30. Januar im Rathause I, Zimmer verordneten Herrn Leopold Rosenow einzutreten, vereinigte sich doch Verband angelegt und dann brachten beide Herren ihn nach der von Sort feinen Nr. 20, wochentags von 8-3 Uhr und Sonntags von 9-12 Uhr eine bedeutende Stimmenzahl auf den Reichstags- Abgeordneten Bolizeiwache in der Holzmarktstraße, um in Schulrat Dr. Zwid. Der Wahlatt wurde geleitet durch Herrn Transport nach seiner zur Einsichtnahme aus. Etwaige Einsprüche sind im Rathause zu Stadtrat Bohm. Es erhielten: Stadtverordneter Kaufmann Leopold Wohnung zu veranlassen. Es wurde denn auch dem in der Langeder Fidicinstraße 42 belegenen Protokoll zu geben. Rosenow 796 Stimmen, Reichstags- Abgeordneter Schulrat straße postierten Schußmann der Auftrag erteilt, den VerDr. Zwid 469 Stimmen, zersplittert waren 12 Stimmen, mithin ist bundenen nach Hause zu begleiten. Diefer war inzwischen in der Stadtverordneter Leopold Rosenow gewählt. Parteidisciplin ist be- Droschke geblieben und hatte sich des Verbandes entledigt. Es schien fanntlich unter den Freisinnigen ein unbekannter Begriff. dem Schuhmann nun sichtlich unangenehm zu sein, daß sich die Er0 In Treptow- Baumschulenweg sind folgende Genossen bereit, die vom 15. bis 30. Januar im Gemeindehause, Neue Krug- Allee, ausliegende Gemeinde Wählerliste einzusehen: Hente, Lohmühlenstraße 25 born IV.; Bruno Lizzkow, Neue Krug- Allee 62; Hackbart, Ernststr. 1 im Fahrradgeschäft; Karow, Kiefholzstr. 257; Keul, Baumschulenstr. 32 im Blumengeschäft; Noaf, Baumschulen straße 36 im Laden. In Groß- Lichterfelde- Lankwis tagt der Wahlberein Sonntag mittag 2 Uhr bei Richter, Chausseestr. 104. Auf der Tagesordnung stehen Wahlen 2c. Lokales. " im Die Einführung des neuen Bürgermeisters Dr. Georg Reide war neuerung des Verbandes als notwendig erwies. Als er dann aber für die Stadtverordneten- Versammlung diese Woche in Aussicht gemäßiger sei, den Verletzten in Anbetracht seines Zustandes nach nommen worden. Sie wird jedoch am kommenden Donnerstag noch nicht stattfinden können, da die formelle Entlassung Dr. Reides aus cinem Strankenhause zu bringen, wurde der Schuhmann grob und dem Staatsdienste, wie wir hören, bisher immer noch nicht erfolgt ist. fuhr die beiden Menschenfreunde mit den Worten an: Nun machen Sie aber schleunigst, daß Sie wegkommen." Es ist zweifelhaft, ob sie wenigstens in nächster Woche eintrifft. eintrafen, den Stadtbahnhof nur auf Umwegen erreichen, wenn im Es sei gerne zugegeben, daß der Umgang mit einem verlegten Betrunkenen sowohl für das Sanitätspersonal als auch für Polizeibeamte keine Annehmlichkeiten bietet. Trotzdem Hilfe muß doch auch solchen Bersonen zu teil werden. Ueberdies wäre eine etwas höflichere Behandlung der beiden menschenfreundlichen jungen Leute wohl am Blaze gewesen. Gelegentlich des Umbaues der Stadtbahnhöfe wird auf dem Lehrter Stadtbahnhofe auch eine andre bauliche Umänderung getroffen. Bisher konnten die Passagiere, welche auf dem Lehrter Hauptbahnhofe Ein Roßfleisch- Effen hat bekanntlich vor einigen Tagen fie mit diesem ihre Fahrt fortsetzen wollten. Jegt " Quisenhof" stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit sind den Teil wird mitten auf dem Bahnsteige des Stadtbahnhofs das nehmern Fragefarten vorgelegt worden, auf welchen sie kurz ihr Gewölbe des betreffenden Stadtbahnbogens durchbrochen und in händler Ernst Schröter vom Untersuchungsrichter in einem Termine Wegen Berleitung zum Meineide wurde gestern der CigarrenUrteil zu flizgieren hatten. Eine der Veranstalterinnen des von der Deffnung eine Treppe angelegt, die einen direkten Zugang von verhaftet. Schröter war früher Eisenbahnbeamter, mußte aber den hunderten Personen besuchten Soupers war die Malerin Vilma der Ankunftsseite des Hauptbahnhofes zum Stadtbahnhofe her Dienst verlassen und ist vorbestraft. Nachdem er den OffenbarungsParlaghi, jezige Fürstin Lwoff. Diese Dame und ihr Gemahl zustellen bestimmt ist. Eine direkte Verbindung zwischen Stadt eid geleistet hatte, gründete er im August v. J. in der Thaerstr. 34 urteilen wie folgt über das Eisen: Außerordentlich gut, ist sehr bahnhof und der Abfahrtsseite des Hauptbahnhofes ist bereits cib geleistet hatte, gründete er im Auguft v. J. in der Thaerstr. 34 schmadhaft, schon oft habe ich Rindfleisch gegessen, das weniger gut bei Bau der Stadtbahn hergestellt aber noch nie benutzt worden, trat. Dieses Geschäft bot er mun durch Anzeigen zum Verkauf aus ein Cigarrengeschäft, als deffen Eigentümerin seine„ Schwester" aufwar," und die Fürstin fügte dem zu:" Heute habe ich erst gemerkt, weil der ursprüngliche Plan, den Lehrter Stadtbahnhof gleichzeitig mit der Behauptung, daß die regelmäßige Tageslofung 86 bis 40 M, wie oft wir schon Pferdefleisch gegessen haben, ohne daß es uns auf als Fernbahnhof einzurichten, nicht zur Ausführung gelangt ist. gefallen wäre." Aehnlich äußert sich Landtags- Abgeordneter und betrage. Die Veräußerung überhaupt erklärte er damit, daß seine Stadtverordneter Mar Schulz, der über die Wurstprobe sagte, daß sie Ueber friegerische Thaten der Garde berichtet die„ Potsd. Korr.": Schwester sich verheiraten wolle. Der Kaufmann Ernst Gudower, ihm schon öfter, nur nicht als Pferdewurst vorgeseßt sein müßte, und wegen eines Strieges beim alten Friz" schwebt in Potsdam gegen der in der Belleallianceftr. 34 einen Gigarrenladen besitzt, wurde mit Dem Kaufpreise wurde die angegebene dann zu dem Resultat kommt, die Fleischnot hat ein Ende". Gleich wärtig eine große militärgerichtliche Untersuchung. Das Gesellschafts- Schröter handelseinig. befriedigt ist der Reichstags- Abgeordnete Fritz Zubeil. Stadthaus zum alten Frig" liegt dortselbst in der Nähe von Sanssouci Tageslosung zu Grunde gelegt. An den ersten beiden Tagen ging verordneter Dr. Kuhlemann erklärt:„ Das Vorurteil gegen Pferde- und ist deshalb auch das Stammlokal der Mannschaften vom 1. und sie auch ein. Sobald aber Gudower nach der Inventur- Aufnahme fleischeffer ist unbegründet." Stadtverordneter Augustin findet das 3. Garde- lanen- Regiment, welche Sonntags dortselbst tanzen gehen. den Kaufpreis gezahlt hatte, fiel fic plöglich auf 3 bis 4 Mart. Fleisch ganz vorzüglich, während Stadtverordneter Fasquel sagt: Schon seit einiger Zeit haben nun dortselbst Reibereien zwischen Erstaunt über diesen plöglichen Sturz, zog der Käufer Erkundigungen Hätte ich nicht gewußt, daß mir Roßfleisch vorgesetzt wurde, würde den Ulanen und Mannschaften vom Regiment der Gardesducorps ein, woher das wohl kommen könnte, und erfuhr mun, daß der Ver ich alles für Rindfleisch genossen haben." Stadtverordneter Dr. und vom 1. Garde- Regiment 3. F. stattgefunden, weil die letzteren, täufer Beauftragte entsandt hatte, die bis zur Auszahlung soviel Bernstein und Dr. Wehl urteilen:" Brillant," Obermeister Stadt die als Couleur zusammenhalten, von den Ulanen als Eindringlinge kaufen mußten, daß die tägliche Losung zusammenfam. Sobald verordneter Berger:" Gut, jedem zum Genuß zu empfehlen." in ihr Stammlokal, welche ihnen ihre Mädchen abwendig aber Schröter am dritten Tage den Kaufpreis in sicheren Eine Hausfrau schreibt: betrachtet Dem verwöhntesten Gaumen fann es machen, werden. Am Sonntagabend in ist cs Papieren der Tasche hatte, stellte er die Aufträge munden, es schmeckt nicht füßlich, wie oft gesagt wird, ich aß es mit nun „ alten Friz" dieserhalb zu einer gewaltigen ein. Nach kurzer Zeit famen nun auch die Vertreter der Appetit;" eine andre: Roßfleisch wird von heute ab häufig in Schlägerei zwischen den Parteien gekommen. Sie wunderten fich Die baumlangen Fabriken, die an Schröter geliefert hatten. meinem Haushalt zu finden sein." Die gleiche Versicherung: Bird Grenadiere und Gardeducorps fielen über die kleinen Ulanen nicht wenig, daß Schröter das Geschäft verkauft hatte, ohne daß in meiner Küche eingeführt", gaben viele, wenn auch einige be- her, welche fich ihrerseits verzweifelt wehrten. Bald bedeckten ab- seine Schwester, die Eigentümerin, davon etwas hatte verlauten zweifeln, daß es im bürgerlichen Haushalt gleich gut zubereitet geriffene Achselflappen und Uniformknöpfe, fowie zerbrochene Bier- laffen. Die Fabrikanten lagten, und dabei kam es an den Tag, werden könne, als durch einen Koch. Groß ist die Zahl derer, die gläfer das Stampffeld im Saale, so daß der Wirt, Herr Schmidt, daß Schröters Schwester" gar nicht seine Schwester, sondern seine einfach erklären:" Mein Vorurteil ist überwunden," und bemerkens Feierabend gebot und mit Hilfe von wachthabenden Unteroffizieren Geliebte ist. Alles war geschoben", sogar der Offenbarungseid ist wvert, daß sich gerade unter diesen Rind- und Schweineschlächter die ettva 200 Mann starken Streitenden auseinanderbrachte. But falsch. In der Voruntersuchung wegen Betruges brachte nun Schröter meister befinden. brüllend verließen die Gardeducorps und Grenadiere das gestern eine Anzahl Entlastungszeugen, die bereit waren, ihre AusLokal, um sich auf der Straße aufzustellen und dort fagen zu seinen Gunsten zu beschwören. Der Untersuchungsrichter die Ulanen gu erwarten. Restaurateur Schmidt behielt vereidigte sie jedoch nicht, sondern nahm Schröter wegen dringenden aber sämtliche Ulanen im Lokal und nahm auch einige Berdachts der Verleitung zum Meineide in Haft, um einer VerFlüchtlinge auf, die von den wütenden Couleurkameraden auf der dunkelung der Angelegenheit vorzubeugen. Der Verhaftete liebte die Straße überfallen und arg zugerichtet waren. Inzwischen hatte der weibliche Gesellschaft und die Rennbahn. Skandal zwischen 10 und 11 Uhr die Nachtruhe der Bewohner der umliegenden Häuser erheblich gestört, man schickte zur Polizei, die 2. April 1847 in Reidenburg geboren; Dembski ist 1,68 Meter groß, Vermißt wird seit dem 1. Januar Schuhmacher Louis Dembski, aber wenig ausrichten fonnte, und erst als die Schloßwache eine hat graues Haar und Vollbart, unvollständige Zähne, rote GesichtsPatrouille absandte, welche mit aufgepflanztem Seitengewehr ein- farbe, gebeugte Gestalt, spricht deutsch und polnisch, trägt Verband schritt, zogen die Grenadiere und Gardesducorps mit Gefang von am Stopf. Er war bekleidet mit dunkelblauem Baletot, grünem dannen und die Ullanen konnten unangefochten nach ihren Stajernen Schlapphut, gestreiftem Barchendhemd und Zugstiefel. Mitteilungen gelangen. Auch in einem Tanzlokal vor der Langen Brücke hat an über ihn nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. Semselben Abend eine Schlägerei zwischen Soldaten stattgefunden. Nach einer Ministerialverfügung werden von jetzt an die Leichen kanntmachung: Schon früher ist auf die erheblichen Nachteile und Wegen der Coatstörbe erläßt der Polizeipräsident folgende Be worden ist? Daran wird kaum zu denken sein, daß Pferde gleich dem von Personen, die unbekannt beerdigt werden müssen, photographiert: Gefahren hingewiesen worden, welche durch die Benutzung von Rindvich einzig zu Nahrungszwecken gemästet und auf den Markt der Polizeibehörde desjenigen Ortes, in dem die Beerdigung statt- für die Gesundheit der Bauarbeiter herbeigeführt werden. Während Die Bilder sollen zu einer etwaigen nachträglichen Rekognition bei Coatsförben zum Zwecke der rascheren Austrocknung von Neubauten gebracht werden, denn das Fleisch solcher Tiere wird sich wesentlich findet, aufbewahrt werden. Ferner soll dem Berbleib von Personen, der Winterzeit pflegen folche Coatstörbe auch vielfach zum Auftauen teurer stellen als Rindfleisch. Und Rosse, die ihrer Hinfälligkeit die als vermißt angezeigt werden, schärfer als bisher nach eingefrorener Wasserleitungs- und Abflußröhren sowie bei sonstigen halber aus den Sielen genommen und dann, nach kurzer Erholungstverden. gegangen Jetzt tommt es häufiger frist, geschlachtet werden, wird felten jemand, der sich's leisten kann, vor, daß Arbeiten benutzt zu werden. Es sind dabei mehrfach Unglücksfälle Leute, wenn dem lieben Nindvich als Nahrungsmittel vorzichen. Also dürfte trob fie eine Zeit lang vermißt werden, einfach( Betäubungen), ja felbft Todesfälle vorgekommen, die auf die den des Demonstrations- Essens die Pferdefleisch- Frage wohl auf dem anderswo, vielleicht unter andrem Ramen, ruhig weiter leben. Man beteiligte Publikum mache ich deshalb auf die gesundheitlichen Gezum Opfer eines Verbrechens gestempelt werden und dann Coatstörben entströmenden giftigen Gaje zurückzuführen sind. Das alten Fled stehen bleiben. Was volkswirtschaftlich auch durchaus spricht denn auch bald von einer Mordaffaire so und fo, ohne irgend fahren der Verwendung von brennenden Coatstörben bei einem AufIcin Unglück wäre. einen Anhalt für die Annahme eines Mordes zu haben. Die Bertauen Deutsche Männer. Zum Jahreswechsel hat der Magistrat an mißtenstatistik, die in der letzten Zeit regelmäßig erscheint, entspricht tauen von Röhren oder bei sonstigen Arbeiten warnend aufden Kaifer folgende Adresse gesandt:„ Eure Kaiserliche und könig- auch nicht entfernt den wirklichen Zahlen und Verhältnissen auf liche Majestät bitten wir allerunterthänigst, uns zu gestatten, diesem Gebiete, sondern ist lediglich eine Zusammenstellung des Feuerbericht. In der Nacht zum Dienstag hatte die Wehr zwei zur Jahreswende die chrerbietigsten Glückwünsche darbringen Wenigen, das zufällig durch die Zeitungen bekannt geworden ist. größere Brände zu bekämpfen. Gegen 9 Uhr wurde sie nach Atzu dürfen. Auch im vergangenen Jahre war es den Abermals eine verkrachte Krankenkasse. Der Herr Polizeipräsident Moabit 67/70, Ede der Gozkowskystraße, gerufen, wo auf dem Schuße des Friedens, desjen starker Schirmherr Eure Majestät allezeit Bavaria" allgemeine Strantenkaffe für ganz Deutschland zu München, mit zwei Rohren Waffer gegeben werden, um die Gefahr zu be arbeitfamen, friedliebenden Bürgern unsrer Stadt vergönnt, im macht mit Bezug auf die hiesige örtliche Verwaltungsstelle der rodenboden der achten Pumpstation der städtischen Kanalisationswerke ein Schadenfeuer ausgefommen war. Es mußte längere Zeit find, ungestört und erfolgreich ihrer Arbeit obzuliegen und so fich, eingeschriebene Hilfstaffe Nr. 7( früherer hiesiger Vertreter M. Schmidt, feitigen. Bald darauf erfolgte eine Alarmierung nach der Rosenthalerunfrem Gemeintvesen und dem Vaterlande zu dienen. Die Bürger Berlin C. 2, Am Königsgraben 15) bekannt, daß die Kasse durchstraße 44. Hier war in einem Keller auf nicht ermittelte Weise schaft blickt daher am heutigen Tage in unverbrüchlicher Treue nach Senatsbeschluß der Kammer des Innern der igl. Regierung von Feuer ausgekommen, das sich sehr schnell ausbreitete und bei Ankunft dem Herrscherthron, sie gedenkt mit uns dankbar der unermüdlichen Oberbayern vom 31. Dezember 1902 geschlossen worden ist. Das ber Wehr bereits die Decke zum Erdgeschoß durchschlagen hatte. Es Fürsorge und der hingebenden Anteilnahme, welche Eure Majestät unausgefegt der Förderung des Gemeinwohls und dem Gedeihen gl. Amtsgericht München I, Abteilung A für Civilfachen hat am sprang dann auf das Gummiwaren- Geschäft von D. Lichmann Nachf unfrer Stadt widmen. Möge die Zukunft Eurer kaiserl. und königl. 5. Januar d. J. über das Bermögen der„ Bavaria" den stonkurs über und richtete hier beträchtlichen Schaden an. Die Wehr hatte deshalb Majestät und dem gesamten kaiserl. und königl. Hause reichen Segen eröffnet und zum Kontursvertvalter den Rechtsanwalt Herrn Dr. Troll, mit mehreren Schlauchleitungen tüchtig Wasser zu geben, bevor dje bringen. Gott schüße und fegne Eure kaiserl. und königl. Majestät München, Promenadeplatz 17/2 ernannt. auch in dem kommenden neuen Jahre!" Ueber den Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, und das Urteil, das verschiedene angesehene Leute über das Pferdefleisch gefällt haben, wollen wir daher aus diesem Grunde schon gern gelten laffen. Nur glauben wir und wir denken, daß wir uns dabei mit den bei dem Gasimahl zugegen gewesenen Parteigenossen in Uebereinstimmung befinden daß volkswirtschaftlich durch eine solche Veranstaltung wenig oder gar nichts bewiesen worden ist. Das Roßfleisch braucht vor allem in den ärmeren Volksschichten nicht erst als Nahrungsmittel eingeführt zu werden, weil es dort aus Not schon seit langen Jahrzehnten genossen wird. Allerdings in schlechtester Qualität und wohl auch in einer Zubereitung, die das in besser bemittelten Volksschichten nun einmal herrschende Vorurteil kaum beseitigen wird. Was will es demgegenüber besagen, wenn auf der Veranstaltung im Luisenhof" Roßfleisch erster Güte in denkbar bester Zubereitung und Garnierung den Gästen vorgesetzt merksam. Flammen erstickt waren. Gardinen und Kleidungsstüde hatten Montag Weibliche Spione. Gegen das Vigilantenunivefen wollen sich abend 8 Uhr in der Reichenbergerstr. 124 in einer Wohnung Feuer Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich am Donnerstag- neuerdings die Berliner Droguisten in einer Eingabe an den Polizei gefangen, das indes vom fünften Löschzuge in furzer Zeit beseitigt nachmittag 5 Uhr mit folgenden Gegenständen der Tagesordnung präsidenten wenden. Die Droguenhändler führen der„ Boſs. 3tg." wurde. Nach der Blumenstr. 17 wurde die Wehr zur ſelben Zeit zu befassen: Vorlagen betreffend: die Annahme der von dem Rektor zufolge Klage über das herausfordernde Gebahren vornehmlich der gerufen, weil hier in einer Tischlerei ein Brand ausgekommen war. weiblichen Personen, die von der Polizei zu Spionagediensten ver- Auch hier konnte die Gefahr bald beseitigt werden. In der WilhelmsEngelien zum Geschenk angebotenen Bibliothek, wendet werden und auf deren Denunziationen hin eine große Zahl havenerstr. 15 mußte in einer Küche ein Feuer unterdrückt werden, Abnahme des Feuerwehr- Denkmals auf dem Mariannenplay, den Entwurf zum Umbau des auf dem Grundstücke der Sparkassen- den Berkehr mit Heilmitteln bereits erfolgt ist. In den mannigfachsten und Decken wurden in der Antonſtr. 34 durch Feuer beschädigt. von Verurteilungen wegen llebertretung der taiserl. Verordnung über das den Fußboden und die Balfenlage.ergriffen hatte. Wäscheſtüce Filiale, Lintftr. 7/8, befindlichen Gartenhauses, den Ausbau des Verkleidungen besuchen jene Frauen die Geschäfte, um dem freien Alarmierungen, die außerdem in den letzten 24 Stunden noch nach Stadtbahnbogens Nr. 396 zu einem Gerätedepot für die Straßen Verkehr entzogene Heilmittel von den Verkäufern herauszuloden; fie der Brunnenstraße, nach der Schönhauser Allee 134 und nach einigen reinigung, den Abfahluß eines Vertrages mit der Gemeinde Treptow wegen Aufnahme der Abwäffer aus dem Gemeindegebiet stellen sich frant und fimulieren allerlei Leiden. Hat der Droguen- andren Orten erfolgten, waren auf unbedeutende Anlässe zuriidTreptow in eines der Druckrohre der Kanalisation von Berlin, händler in seiner Gutmütigkeit irgend ein Mittel verabfolgt, das zuführen. allein den Apothekern vorbehalten ist, fo kommt als Belohnung dafür die Errichtung von Neubauten auf dem Schlachthofe, die Er öffnung einer Abteilung der Sparkasse auf dem Grundstüde Lint ein Strafbefehl. Man hofft, daß der neue Polizeipräsident hier straße 7/8, die Erstattung der Kosten für Herstellung der Straßen 9 bessernd eingreifen werde. Auf den am Donnerstag, den 15. b. M. im Charlottenburger und 16, Abteil. XI., von der Kopenhagener- bis zur Gleimstraße.- Am Sonntagmorgen ist ein Abrechnungsbuch für Hilfskafsierer Boltshaus von der Direktion des Schiller- Theaters veranstalteten 5 Rechnungen. Eine Wahlangelegenheit. Berichterstattung über( braun, steifer Deckel) mit etwa 300 Std Beitragsmarken des Schiller- Abend machen wir nochmals aufmerksam. Der Beginn ist zwei Petitionen. Vorlagen betreffend: die Zahlung von Ab- Centralverbandes der Glaser Deutschlands auf dem Wege von der Puntt 8 Uhr. Die Saalthüren bleiben während der Vorträge Hus den Nachbarorten. geschlossen. Den einleitenden Vortrag hält Herr Direktor Dr. Löwen- jin Wien, des Professors Eder in Trier und des Pastors Krösell Fischern bedeutenden Schaden zufügen. Die Boote haben den Auffeld, Mitwirkende find it. a. Frl. Gertrud Arnold und Herr Gustav zu Kezin als Sachverständige beantragt, um dem Gutachten des trag, die Seehunde aufzusuchen, zu erlegen oder zu vertreiben. Die Rickelt. Eintrittskarten zum Preise von 40 Pf. einschließlich Programm Professors Strack gegenüber zu bekunden, daß der Talmud den Seehunde thun weniger Schaden durch das Verſpeiſen der Fische und Garderobe sind nur noch in beschränkter Anzahl an der Abend- Ritualmord empfehle. Professor Strad äußerte sich gegen die oder das Zerreißen der Netze, als durch das Verscheuchen der Fische tasse, die um 712 Uhr eröffnet wird, zu haben. Ladung dieser drei Herren in abfälliger Weise und äußerte u. a. von ihren gewohnten Gründen. Auch die englischen Fischer find in In Rummelsburg finden morgen Donnerstag die Arbeit glüdlicherweise die Fortsetzung seiner Heyreden verboten!" Wegen englischen Küsten und fordern von der Regierung, daß auch sie etwas In Rummelsburg finden morgen Donnerstag die Arbeit in Bezug auf Pastor Krösell: dem hat ja jetzt das Konsistorium Aufregung über das Erscheinen, zahlreicher Seehunde an den geber Wahlen zum Gewerbegericht statt. Diejenigen dieser Aeußerung verklagte Pastor Strösell den Professor Strac thue, um diesen Feind zu verjagen. Arbeitgeber, welche das Streben der Reaktion zurückweisen, haben wegen Beleidigung. Dieser antwortete mit einer Widerklage, weil folgende Kandidaten aufgestellt: Tischlermeister Moriz Gläser, viel früher der Pastor Krösell gelegentlich von Vorträgen, die er Wie aus Geestemünde gemeldet wird, ist der Fischdampfer Gastwirt Hugo Lindner, Cigarrenfabrikant Otto George, Tischler- in Khriz und Arnswalde hielt, die Qualifikation des Professors Kommandant", der am 23. Dezember zu einer Fangreife in See meister Ernst Zwerg, Drechslermeister Karl Bartel, Drechslermeister Strad als Talmudforscher scharf bemängelt und Worte gebraucht ging, noch nicht wieder heimgekehrt. Es ist kaum mehr zu beJulius Schmidt, Barbier und Friseur Paul Sellad, Fensterreinigungs- hatte wie„ Verbrecherschutz"," Geschichtsverdrehung" usw. In der zweifeln, daß er mit seiner elf Mann starken Besatzung unterInstitut- Inhaber Louis Stein, Schneidermeister Karl Krüger, ersten Verhandlung vor dem Schöffengericht wurde jeder der gegangen ist. Schuhmachermeister Karl Schulz, Plättereibefizer August Schmäcke, Gegner, der Kläger wie der Beklagte, zu 10 M. Geldstrafe ver- Aus dem Westen Nordamerikas wird von erheblichem Frost beWerkzeug- und Gebläsefabrikant Max Winkler. Da diese Kandidaten urteilt. Beide legten Berufung ein. Jeder wollte freigesprochen richtet. Viele Personen sind erfroren. Aus andren Gegenden eine unparteiische Rechtsprechung verbürgen, so wird gehofft, daß sie werden und den andern höher bestraft sehen. Dem Gerichtshofe wird über Not infolge des Kohlenmangels berichtet. zahlreiche Stimmen bei der von 10-12 Uhr, im Rathause, Zimmer 7, blieb die Entscheidung erspart, denn nach vierstündigem lebhaften stattfindennen Wahl auf sich vereinigen. Das Wahlkomitee ist Redekampf verglichen sich die Parteien und zogen Klage und WiderDonnerstag von 91/ 2-12 Uhr bei Lindner, Türrschmidtstraße 37, zur flage zurück. Auskunftserteilung versammelt. Aus Shanghai wird berichtet: Infolge eines Erdrutsches stürzte gestern in Hsiakwan, in der Nähe von Nanking, ein neu erbautes Waren- Lagerhaus in den Fluß. Ungefähr hundert Gingeborene sollen dabei ertrunken sein. Eingegangene Druckschriften. Der rechte Mann. Für den Kreis Niederbarnim, wo kammer des Landgerichts I. Unter der Anklage der Unterschlagung, Ein erdichteter Raubanfall beschäftigte gestern die 4. Strafbisher der Landtags- Abgeordnete Dr. Jrmer unfrem Parteigenossen der Anstiftung und Hehlerei hatten sich der Hausdiener Oscar Stadthagen gegenüber stand, ist von einer konservativen WählerStadthagen gegenüber stand, ist von einer konservativen Wähler- kalisch, der vielfach vorbestrafte Anstreicher Nudolf Pfeffer versammlung, welche in den Germaniasälen, Chausseestraße, stattfand, und dessen„ Braut“, die Arbeiterin Anna Krummholz zu vernun endgültig der Baumeister Felisch aufgestellt worden. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen Wir sind dem konservativen Wahlkomitee für die Herbeiführung und wurde mehrfach mit der Einfassierung von Geldern betraut. zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Zeichen antworten. Kalisch war Hausdiener bei der Firma Seifert u. Haake( Stuttgart, Dick Verlag), ist uns soeben die Nr. 2 des 13. Jahrganges dieses Beschlusses von Herzen dankbar. Herr Felisch hat sich als Daraufhin wurde er von dem alten Verbrecher Pfeffer, den er kennen des Verfalls. Arbeiterinnenverhältnisse in Hanau. Bon a. br. Rüd Scharfmacher und Busenfreund des Zuchthauskurses einen solchen gelernt hatte, überredet, bei passender Gelegenheit mit ihm eine blick auf die Geschichte der proletarischen Frauenbewegung in Italien. Die Namen gemacht, daß durch seine Kandidatur auch die wenigen Arbeiter Beraubungs- Komödie aufzuführen, um sich in den Befit größerer Entwicklung der Frauen- Stimmrechtsfrage in den einzelnen ſocialiſtiſchen im Kreise, die bisher noch nicht für Stadthagen gestimmt haben, zur Geldsummen zu setzen. Stalisch sträubte sich zunächst, ließ sich aber Gruppen Staliens bis 1891. Von Dr. Robert Michels. Die Hausfrau Socialdemokratie gedrängt werden. Die Urabstimmung im doch zu der Komödie anwerben. Es wurde verabredet, daß, wenn als Finanzminister. Plauderei von Brutus. I. Spandau. Die vom hiesigen Magistrat in die Wege geleitete Stalisch einmal einen größeren Geldbetrag in Händen habe, Fabrikarbeiterverband über die Einführung der Arbeitslosen- Versicherung. Bon Louise Zietz. Aus der Bewegung. Bericht der Vertrauensperson Notstandsaktion erfuhr in der letzten Stadtverordneten- Sizung eine sollte er sich bei Pfeffer melden, das Geld dort abgeben und sich der Genossinnen für den Wahlkreis Düsseldorf. Thätigkeitsbericht der scharfe Kritik. dann nach einer Bedürfnisanstalt auf dem Georgenkirchplab be- Beschwerdekommission für Arbeiterinnen in Leipzig. Feuilleton: Lebenss Nachdem der Stadt auf Wunsch des Magistrats die Nieder- geben. In der Anstalt sollte ihm Pfeffer einen Faustschlag ins Ge- erinnerung einer Arbeiterin. Bon W. K. Notizenteil: Socialistische Weibliche Fabrikinspektoren. legung des Festungswalles übertragen worden war, wandte der Magistrat ficht und einen Fußtritt vor den Leib verseßen, Kalisch solle sich Frauenbewegung im Ausland. Frauendas übliche Submissionsverfahren an; so kam es, daß der dann vor der Anstalt auf die Erde werfen und, nachdem sich Pfeffer bewegung. Unternehmer Matowta mit 12 700 M. Mindeſtfordernder blieb, entfernt, lebhaft um Hilfe rufen. Das Geld sollte dann zwischen 10 Pf., durch die Bost bezogen( eingetragen in der Reichspoſt- Zeitungsliste Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer während das höchstgebot fünf mal so hoch war. Die nüchterne beiden geteilt werden. Am 26. November v. J. ging dann auch Kritik an der ganzlich verfehlten, ja schädlichen Art, wie diese der„ Raubanfall" in Scene. Kalisch erhielt von seinen Chefs 733 M. für 1903 unter Nr. 3189) beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich ohne Notstandsaktion in die Wege geleitet worden war, konnte es aber nicht zur Bezahlung eines Wechsels eingehändigt, er deponierte das Geld Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Die Holländischen Handelskammern. Ihre Entstehung, Organiverhindern, daß die bürgerliche Mehrheit in wahrer Hurra- bei der Angeklagten Krummholz und die Raub- Komödie wurde ganz fation und Wirksamkeit. Von Dr. B. Harms. Tübingen und Leipzig 1903. stimmung in der vorletzten Sitzung der Stadtverordneten programmmäßig ausgeführt. Freilich erhielt sie einen für Kalisch Preis 5 M. dem Magistrat zu feinem Vorgehen Dank und An- unliebſamen Schluß. Weder die Arbeitgeber noch die Kriminal( J. C. B. Mohr.) érkennung aussprach. Die Ernüchterung und der Katzen- polizei glaubten so recht an den frechen Ueberfall, man nahm den jammer folgten aber auf dem Fuße. Auf eine entsprechende Aus- Kalisch ernstlich ins Gebet und dieser rückte dann bald mit der WahrEr war überdies von den beiden Angeklagten um schreibung des Magistrats meldeten sich ca. 500 Arbeitslofe heit heraus. und an einer Demonstration am Montag voriger Woche beteiligten feinen Mitanteil betrogen worden. Diese hatten sich mit den gesich gar 600 Arbeitslose. Eingestellt sind aber bisher im ganzen famten 733 M. aus dem Staube gemacht und so lange verborgen nur 40 Arbeiter. Zudem wurde bekannt, daß der Unternehmer gehalten, bis das ganze Geld verpraßt war. Dann erst gelang es, Der Gerichtshof verurteilte Kalisch zu seit der letzten Woche die Accordarbeit eingeführt habe und Accord- fie festzunehmen. 6 Monaten Gefängnis, Pfeffer zu 2 Jahren löhne zahle, bei denen es den Arbeitern trotz größter Anstrengung Gefängnis, 3 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit von Polizeinur eben möglich gewesen sei, 2 M. 16 Pf. und 2 Mt. 24 Pf. pro Tag zu verdienen. Dieses alles wurde in der letzten Stadtverordneten aufsicht, die Angeklagte Krummholz zu 3 Monaten Gesich fängnis. Sigung vom Stadtv. Nieger( Soc.) kritisch beleuchtet, und selbst der Stadtv. Jenne( lib.) nannte den Ausgang dieser, großartigen Notstands- In Wien ist der Freiherr v. Leitner wegen 3uhälterei altion geradezu kläglich. Der Ober- Bürgermeister Sölge zu einem Jahre neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. wandte nun ein, daß der Magistrat auch gar nicht eine große Außerdem erkannte das Gericht auf fünf Jahre Ehrverlust und Notstandsaktion beabsichtigt habe. leberweisung an die Landespolizeibehörde. Der Edle war schon wegen Zechprellerei und Diebstahl vorbeſtraft. " Schließlich wurde mit großer Majorität folgender Antrag der socialdemokratischen Fraktion angenommen: Es sind sofort Vorkehrungen zu treffen, damit diejenigen Arbeiten, welche bereits beschlossen, aber noch nicht zur Ausführung gekommen sind, und endlich die für das Jahr 1903 projettierten Arbeiten unverzüglich zur Ausführung gelangen. Nach einer entsprechenden Bestimmung in dem Vertrage mit den Unternehmern sind letztere zu verpflichten, ihren Arbeitern die für die betreffende Branche ortsüblichen Löhne bezw. einen MindestſtundenJohn von 35 Pf. zu zahlen. Unfre Genoffen im Stadthause können mit dem Resultat dieser Notstandsdebatte zufrieden sein. Gerichts- Zeitung. Wer da Recht hat... Diese wichtige Frage blieb leider in einem gestern vor der Berufungskammer verhandelten Beleidigungsprozeß unentschieden. Der antisemitische Redner Pastor Krösell zu Kezin und der bekannte Talmudforscher Professor Dr. Strack standen sich gestern vor der 5. Straffammer am Landgericht II als Kläger und Widerkfäger einander gegenüber. In dem Strafprozesse wider den antisemitischen Buchhändler Dewald wegen Herausgabe der Winter- Konigschen Postkarte wurden seiner Zeit seitens des Angeklagten die Ladung des Professors Rohling Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Vermischtes. Graf und Gräfin Lonyay. Die bürgerliche Presse, die sich in der Krupp- Affaire über die Erörterung privater Angelegenheiten, wie sie uns zum Vorwurf gemacht wurde, nicht genug entrüsten konnte, ist jest wacker dabei, die Familienverhältnisse eines für die Deffentlich feit gar nicht in Betracht kommenden Ehepaares breitzutreten. Es handelt sich um den Grafen und die Gräfin Lonhay, von denen ausführlich berichtet wird, daß sie sich nicht vertragen können und daher auf eine Trennung oder Scheidung hinstreben. Auch seien die Vermögensverhältnisse der Eheleute nicht in Ordnung, da die Gräfin, die bekanntlich früher mit dem Kronprinzen von Destreich verheiratet war, mit den 50 000 m., die ihr jährlich von väterlicher Seite zustehen, nicht auskommen könne. In einigen Abendblättern sind alle diese Nachrichten als unwahr bezeichnet worden. Wie dem auch sei, auf alle Fälle macht sich die Erörterung der intimen Angelegenheiten dieser Ehe außerordentlich hübsch in der für die Heiligkeit der Kruppschen Familie so inbrünstig schwärmenden Presse. Mobilmachung gegen Seehunde. Gegen einen sonderbaren Feind sind, wie aus London gemeldet wird, französische Kanonen- und Torpedoboote in See gegangen, nämlich gegen die Seehunde, die in diesem Winter ganz besonders häufig im Kanal auftreten und den " Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7%, bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. M. N. 100. Fragen Sie danach lieber Ihren Arzt. M. S. 10. Wir sind leider nicht in der Lage, das festzustellen. Mz. Ja! G. W. 100. Es würde zu viel Raum erfordern, Ihnen im Brieffasten die Ueberfahrtsbedingungen usw. auseinanderzusehen. Wenden Sie an die Passagier- Abteilung der Hamburg Amerika- Linie, Unter den Linden 5, oder an die hiesige General- Agentur des Norddeutschen Lloyd, invalidenstraße 93. C. P. 7. Die Sparkasse des Kreises Teltow befindet sich in Berlin, Victoriastraße 18. C. N. Im Massieren werden unter Leitung des Kreis Physikus unsres Wissens im Polizeipräsidium Unterrichtskurse veranstaltet.. Wenden Sie sich dorthin mit einer Anfrage. B. B. Ein Darlehns Institut ,, welches Erfindern Vorschüsse giebt, fennen wir leider nicht. Frida. Es heißt der Stollen. 9 0 R. 2. 50. 1. Im Jahre 1928. 2. GüterF. 67. Charl. Waren Sie beim Vertragsabschluß minderjährig, dann ist der Vertrag ungültig. Sonst find Sie an ihn in vollem Umfange gebunden. Verkaufen dürfen Sie Sachen, die Sie auf Abzahlung gekauft haben und deren Vorkäufer sich das Eigentumsrecht vorbehalten hat, nicht; das wäre Unterschlagung. gemeinschaft besteht nach dem Gesetz nicht. Sie kann aber durch Vertrag Memel. Die Landesversicherung oder andre vereinbart werden. 3. Ja. C. K. 1. Verjährung liegt Organe haben keine Rüderstattungspflicht. nicht vor. Es kann nach§§ 842, 843, 847 Bürgerlichen Gesetzbuch eine billige Entschädigung, deren Höhe im Streitfall vom Gericht festzusehen ist, verlangt werden. 2. Ueber Firmen usiv. erteilen wir grundsäßlich keine Auskunft. Erbschaft. Ob die Möglichkeit einer Anfechtung für die Direktion vorliegt, ist erst nach genauerer Kenntnis aller Umstände zu be2. S. 42. 1. Die frühere Uebereinkunft gilt weiter. 2. n antworten. O. J. Nein. der Regel nur nach vorheriger ausdrücklicher Verwarnung. Briefkaften der Expedition. E. Huld. 252,80 M. Wetter Prognose für Mittwoch, den 14. Januar 1903. Trocken und vorwiegend heiter, bei mäßigen nordöstlichen Winden; nachts ziemlich strenger, am Tage gelinder Frost. Berliner Wetterbureau. Kleine Anzeigen. 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Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.