Nr. 12. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Met., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage Die Neue Belt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20$ fg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Aus dem Sumpfe der Berliner politischen Polizei. " Donnerstag, den 15. Januar 1903. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. zudehnen, sich weiter zu amüsieren bei Aschinger in der wärts"-Druckerei- früher in der Beuthstraße, jetzt in der Friedrichstraße, in der„ Hopfenblüte" Unter den Linden usw. Lindenstraße- herumzulungern pflegen und die durch ihre Nach verschiedenen Gläsern Bier wurde der Oberbrauer" Plumpheit und Unbeholfenheit auf zehn Schritte den Achtebenso gesprächig wie wißbegierig und entpuppte sich als eifriger groschenjungen- Charakter zur Schau tragen. Die Berliner Kriminalpolizei hat allmählich einen Weltruf Vorwärts"- Leser. Der Fall Krupp interessierte ihn, Der generöse„ Oberbrauer" empfing unfren Boten erlangt wegen ihrer Fähigkeit, die Urheber von Kapital- ebenso die Hunnen briefe", auch die Reise Grad- strahlenden Antliges, er sah schon seine Beförderung zum Wachtverbrechen nicht zu entdecken; und diese Genialität im Nicht- na uers nach Rom. Als er merkte, daß diese meister vor Augen, vielleicht sogar die„ eklatante Genugthuung" auffinden von Schwerverbrechern" wurde vielfach damit er typische Zudringlichkeit seinen„ Gast" doch etwas frappiere, mit dem allgemeinen Ehrenzeichen a la Jhringklärt, daß die Berliner Kriminalpolizei ihre besten spielte er sich auf den gemütvollen Gönner der Social Mahlow ruhmbollen Angedenkens. Er klopfte ihm zärtlich Sträfte an die politische Polizei abgeben müsse. demokratie hinaus. Er sei zwar eigentlich kein Socialdemokrat, auf die Achseln und geleitete ihn nach der Kurfürstenstraße, Des Staatssekretärs v. Marschall Flucht in die Deffent im Gegenteil, ein Patriot, aber er schwärme für die Wissen wo eine Droschke abfahrbereit stand. Hinter den beiden lichkeit" hat dann freilich enthüllt, daß diese besten schaft" und lese mittags immer ,, alle Zeitungen", am liebsten zog, mit gewohnter Genialität, als Bedeckung der Sträfte" à la Tausch, Meerscheidt- Hüllessem weniger durch ihre den ,, Vorwärts", diesen noch lieber als die ,, Staatsbürger- Vierschrötige, der konstatieren mußte, daß die Luft rein Leistungen sich auszeichneten, als durch die Gewissenlosigkeit, Beitung". Nach diesem Komplimente glaubte er alles Miß war." Und in sausendem Galopp ging es Straße auf, Straße mit der diese Tausch, Meerscheidt Hüllessem und Kontrauen beseitigt zu haben, und schließlich wurde für den ab, durch den Tiergarten, nach dem- Gensdarmenforten ihres Amtes walteten und dabei Elemente benutten, andern Tag eine neue Amüfter"-Fahrt verabredet. Martt. Der richtige Drt! mit denen jeder nur einigermaßen anständige Mensch Gut; der Redaktionsbote ging darauf ein; vorsichtshalber Jm Café Schiller sollte der Ehrenhandel vor zu verkehren rundweg abgelehnt hätte. Damals erhob nahm er diesmal seinen Kollegen mit; war ihm doch auch sich gehen. Nach einer kurzen Weile erschien dort der„ Geldsich ein großes Geschrei von einer Reformation aufgefallen, daß der„ Oberbrauer" seine Wohnung kannte mann"! Wenn Herr Kriminal: Wachtmeister Diener der politischen Polizei an Haupt und Gliedern", und ihn dort aufsuchte, auch nach der Wohnung seines Kollegen nicht seit vorgestern einen Doppelgänger hat, der ihn und wenn wir nicht irren, bestand die ganze Reformation hatte er sich erkundigt, und trotzdem ihm eine andre vom Bauch bis zum Glazkopf ganz genau zu kopieren versteht, darin, daß der unmöglich gewordene Tausch den Platz ver- Wohnung angegeben war, hatte er sich in der richtigen der dieselben freundlichen Umgangsformen und das gleiche lassen mußte und heute, im Besitze aller seiner Ordens- Wohnung eingefunden, ohne vorher in der andern Wohnung angenehme Augenpaar besitzt wie er, dann muß es Herr auszeichnungen, mit vollem Gehalt in den wohlverdienten sich erfundigt zu haben. Und bei diesem Besuche stellte er sich Kriminal- Wachtmeister Diener in eigner Person gewesen Ruhestand getreten ist. in der üblichen Gewohnheit als der bekannte Wohlthäter sein. Seit seinem Hereinfall in der Genthinerstraße, " D 3 Portemonnai " Sonst ist so ziemlich alles beim alten geblieben; nach vor: er jammerte auch der Frau gegenüber über die schlechten wo er gemeinsam mit seinem Vorgesetzten, Herrn Kommissar Ivie vor wird das Lumpengesindel der Achtgroschenjungen zur Verdienste, legte nahe, wie leicht sich ein Nebenverdienst v. Arnim, so unglücklich in diesem Fache debutierte, hatte er Aufrechterhaltung von„ Religion, Staat und Ordnung" aus den bis zu 1200 m. jährlich ohne jede Mühe beschaffen solche Lorbeeren nicht mehr gepflückt wie vorgestern, er- oder Geheimfonds gespeist und gezüchtet. Ab und zu sind wir in der ließ, zeigte sein von Gold und„ Blauen" strohendes sein Doppelgänger! Lage, solche Schmutzgeschichten dokumentarisch belegt an die furz und gut: spekulierte in der bekannten Deffentlichkeit zu bringen; die Polizei und ihre Presse schweigen Manier auf die schlechtesten Instinkte und verwies auf seinen dazu, ein Teil der bürgerlichen Presse verpusst ein paar generösen Geldmann", dem es auf ein paar hundert Mark Die Werbung zum Trenbruch. sentimentale Phrasen über das Unmoralische" solcher Praktiken, gar nicht ankomme. Der„ Geldmann" spielte sich auf den Vorsichtigen hinaus; und damit ist die Sache erledigt. Höchstens daß noch über Am Sonnabend wurde nun wieder eine„ Bierreife" unter- er hatte auch nicht viel Zeit: er mußte ja am Abend nod) den Mangel an Zatt und Geschick solcher besten Elemente der nommen, diesmal hielt der Oberbrauer sich mehr an den zweiten seinem Vorgesetzten Bericht über den glücklichen Fall erstatten, Berliner Kriminalpolizei" gejammert wird. Kommt dann aber Redaktionsboten, der ihm besser gefiel; angeblich hatte er daß die politische Polizei jetzt endlich direkt in der Redaktion wieder ein Fall wie die Veröffentlichung des Tirpitschen ge- den ersten bloß benutzt, um an den zweiten heranzukommen. einen Verräter sien hatte. Das war des Schweißes heimen Marine- Erlasses, welche die Hoffnungen gewisser Heute ging es wieder zu Aschinger, dann in die„ Bauern der Edlen wert und Geld sollte dabei keine Rolle spielen. Aber Marine Interessenten und Marine- Fere zu gefährden droht, schänke" in der Jägerstraße und zuletzt zum Maskenball im Gegensage zu den goldenen Bergen, die der Werbe- Agent dann schäumt die kapitalistische Presse in der bekannten sittlichen auf dem Bock. Aber während er bisher den spendablen in Aussicht gestellt hatte, erwies sich der„ Geldmann" etwas Entrüstung über den Vorwärts" auf, der seine Pflicht Gönner gespielt hatte, legte er jetzt den ersten Redaktions sehr knickerig! Und das war vom Bolizeistandpunkt aus gethan, sie schweigt aber sofort, wenn wir nachweisen, daß die boten mit einer Lage Stonsdorfer" hinein, von deren sogar dumm! Ein gutes Geschäft muß auch anständig bezahlt Hehler- und Stehlerpraris gerade von einzelnen Elementen in Zahlung er sich drückte, trotzdem er die Bestellung aufgegeben werden. Preußische Knickerigkeit führt zu nichts. der politischen Polizei geübt wird. hatte, und so mußte der arme Sterl 1,50 M. bluten, was Der„ Geldmann" Herr Kriminalwachtmeister Diener So damals, als im Reichstage seitens des Abgeordneten seinen Glauben an die. Ehrlichkeit dieses Biedermannes leb- oder fein Doppelgänger( denn er lehnte es rundweg ab, Fischer nachgewiesen wurde, daß der Kriminal- haft erschütterte. Auf dem Bock" ereilte den„ Oberbrauer" feinen Namen zu nennen) stellte die Sache erst als ganz Kommissar v. Arnim und der Kriminal- Wacht die Nemesis. Nach verschiedenen fehlgeschlagenen Versuchen, harmlos hin. Er wollte nur politische Nachrichten" meister Diener mittels der Gelder des Geheimfonds die den Damen gegenüber den Schwerenöter zu spielen, fiel er bei haben; er wollte Kenntnis erhalten von den Vertrauens. bon deren„ Tagesord Notlage armer Genossen auszumußen versuchten, diese zum einer Dame plötzlich mit deren unerwartetem Gruße ab:„ Was männer Sizungen", Treubruch und zum Verrat an ihren Brüdern zu ver- wollen Sie denn hier, Sie sind doch Schuhmann!"( Es war die nungen", son ,, Versammlungen"; dann so ganz en passent Yeiten. Man lacht höchstens über die plumpe Naivetät, mit Frau eines Droguisten, in dessen Laden er angeblich wieder erkundigte er sich nach einem Redakteur, dem„ Dicken", der der diese gewiegten Kriminalisten" dabei zu Werke gehen holt Waren gefordert hatte, die zu führen den Droguisten in Schöneberg wohne 2c. Schließlich versprach er„ alle eine Naivetät, die ihre Erklärung am Ende darin findet, verboten ist.) 14 Tage 30 M." Entschädigung und zahlte dann Yumpige, daß der ständige Umgang mit dem moralisch augefaulten Nach diesem verunglückten Don Juan- Abenteuer wendete allerdings in Anbetracht der preußischen Finanznot schlimm Zuhältertum die politischen Polizei unfähig macht, den rich er sich wieder seiner staatsretterischen Mission zu und ver- bergeudete 60 M.- gleichsam als Vorschuß tigen Maßstab von Ehre und Ehrgefühl an andre Leute an- abredete ein Stelldichein auf Dienstagabend 8 Uhr auf dem sich darüber folgende Quittung ausstellen: zulegen. Wittenbergplak beim Eingang zur Untergrundbahn, um mit sechzig Mark für Ueberbringung von Nachrichten erhalten. Bei der Konfiskation der vorjährigen Weihnachts- Zeitung dem„ Geldmann" nähere Abkommen zu treffen. Nebenbei Wilhelm Berger. hat die politische Polizei bekanntlich wider Recht und Gesetz gefagt: er hatte auch wissen wollen, wann die Sprechstunden Dann verwies er ihn auf seinen Begleiter, bat ihn, alle an den unter Verschluß gehaltenen Paketen der Geschäfts- des Vorwärts" seien die doch alle Tage im Vorwärts" bücher der Buchhandlung Vorwärts die Siegel erbrochen. publiziert find, aber mit einem für Dumme ganz un- fünftigen Berichte unter Die Dber Staatsanwaltschaft hat damals den Fall verfänglichen Saltomortale sprang er dann zur Frage über: Reimann I postlagernd Postamt 61 Berlin SW. festgestellt und ihrerseits das gethan, was man unter den wer denn im Vorwärts" die italienischen Sachen überobwaltenden Umständen von ihr erwarten konnte; man hätte fete. Nach dem Krupp- Artikel und gegenüber der Thatsache, zu senden, und empfahl sich, um spornstracks zu seinem Voralso annehmen dürfen, die Polizei würde sich das zur daß seit 1. Januar in der Vorwärts" Druckerei das italienische gesezten zu eilen. Warnung dienen lassen, aber was der Prozeß Marschall- Arbeiterblatt„ Operajo Italiano" hergestellt wird, war diese Reimann I( oder Krüger, wie er ihn auch nannte, Tausch erwiesen, war eben die Thatsache, daß stärker als die Frage ganz klar! Er ebenso Heimann) führte die Unterhaltung weiter. Regierung, stärker als der Staatssekretär, stärker als der wolle von den Sizungen des Parteivorstandes Ober- Staatsanwalt die politische Polizei war, und so find wir Näheres wissen, erkundigte sich, was Pfannkuch. Gerisch, heute in der Lage, einen Fall zu erzählen, wo Singer, die doch öfters in die Redaktion kämen, dort thäten usw. usw. P die politische Polizei einen bei der Redaktion des Vorwärts" An gestellten zum Trenbruch und zum Berrat von Redaktionsgeheimnissen zu kaufen versuchte und ihm zum Zwecke des Berrates 60 Mart aushändigte. 03 Der Spitzelwerber. Der Fall trug sich folgendermaßen zu: Am Sonntag vor drei Wochen stellte sich einem unsrer Redaktionsboten ein angeblich seit sechs Jahren bei der Schultheißschen Brauerei beschäftigter Oberbrauer Deich" " 60 Mt. aus und ließ Um aber den ersten Redaktionsboten von der Aufrichtig feit seiner Freundschaft zu überzeugen, gab der Oberbrauer", der auch Raritätensammler ist, dem Boten ein wertvolles historisches Geschenk: ein mit dem Stempel der Mairie de Vendenheim versehenes vergilbies Dokument vom 25. VIII. 1870 Wäre dieser Versuch, einen Angestellten des Vorwärts" an die deutschen militärischen Oberbehörden, einen Valentin zum Treubruch, zum Verrat von GeschäftsKaufmann gleich wieder in seine Heimat zurückkehren zu geheimnissen zu dingen, nicht gar so verwerflich, man Laffen". wäre versucht, diese ganze Art der Spigelwerbung herzlich Db jemand dafür 1,50 M. bezahlen wird? dumm zu nennen. # . Das Stelldichein. 77 Wenn aber wieder einmal die Meute der Kapitalistenpresse oder die Regierungsvertreter über die Immoral der Socialdemokratie zetern, dann wollen wir sie daran erinnern, wie Dienstagabend 8 Uhr begab sich der Redaktionsbote nach hier die Gelder der Steuerzahler in schändlichster Weise benutt müller vor, dessen Bruder jett vom Militär freigekommen dem Wittenbergplak. Etwas hatte die politische Polizei seit werden, ehrliche Leute ins Verderben zu loden, arme Arbeiter und Stellung beim Vorwärts" suche. Um nun die Sache dem ruhmvollen Reinfall des Kriminalkommissars zu Hallunken zu machen! Und wir sind begierig, was die näher zu besprechen, lud er ihn ein, nächste Woche ein Glas Bier v. Arnim in der Moabiter Kneipe gelernt; so naib ging sie Vorgesezten der Berliner politischen Polizei zu diesem mit ihm zu trinken. So geschah's; als er dann hörte, daß alle diesmal nicht in die Falle. Als der Umworbene am Rendez- neuesten Stückchen der Polizeimoral von der Ungeschicklichfagen. Stellen besetzt feien, hatte sein Bruder schon eine Anstellung vousplat antam, sah er zwar feinen„ Oberbrauer", aber feit wollen wir gar nicht reden beim ,, Teltower Streisblatt" gefunden, was ihn jedoch in seiner hinter ihm auch einen der gewöhnlichen vierschrötigen Statisten, Selbstverständlich steht der Judaslohn der Polizei zur Großmut nicht hinderte, den Vorschlag des Glafes Bier aus- wie sie jahraus jahrein zur Observierung" vor der Vor- Verfügung. Und deshalb werden wir auch in nächster Zeit Aufforderung. Bei unsrer Geschäftsstelle liegen zur Abholung Sechzig Mark solchen Umständen erfolgende Wiederholung des Besuchs die bitterung der Polen nur vermehren, die jetzt genötigt werden sollen, mit ihren Steuerbeiträgen fürstlichen Privatbesis, der gegen sie wirken soll, zu vermehren. falls das Geld nicht sofort bei uns abgeholt werden sollte, an wir in die Stichwahl gelangten, auf 4265 stiegen, aber 1898 wieder der Spike unfres Blattes wiederholen: auf 3822 fanten, wenn wir auch wieder in die Stichwahl kamen. Jezt ist nun plöglich, unter dem frischen Eindruck der auf klärenden und aufwühlenden Vorgänge im Reichstage, die Zahl der socialdemokratischen Stimmen um 1746 Stimmen gewachsen, ja wir Im übrigen mag das neue Schloß, mit dessen Bewilligung ja haben rund 600 Stimmen sogar gegen die Stich to a hl von 1898 wohl das Centrum seine Regierungsfähigkeit beweisen wird, insofern zugenommen. Dagegen haben verloren die Freifinuige Ver- eine gute Wirkung haben, als die deutschen Residenzen ja in einigung: 1055, die Zollparteien( Stonservative, Centrum, Anti- der Mehrzahl- socialdemokratisch- sind. Die Schlösser in Berlin, diesmal semiten, die einen Kandidaten präsentierten) Königsberg, Breslau, München, Dresden, Stuttgart, Karlsruhe usw. 2130 Stimmen. Wenn das Centrum auch offizielle bliden auf eine socialdemokratische Volksvertretung herab. Stimmenthaltung proklamiert hatte 1898 erhielt es über Auch das Schloß in Posen wird aufklärend wirken! 3000 Stimmen um die erwartete Wirkung seines Verhaltens im Zoukampfe zu verschleiern, so ist es doch zweifellos, daß diejenigen Wähler, die das Centrum gewählt hätten, diesmal für den konservativen Zollbruder gestimmt haben. Der focialdemokratische Erfolg ift um so größer, als die Wahlbeteiligung angesichts der bevorstehenden allgemeinen Wahlen naturgemäß geringer war. welche am 18. Januar 1903 im Café Schiller an unsren Redaktionsboten für Berleitung zum Trenbruch und für Berrat von Geschäftsgeheimnissen an die politische Polizei gezahlt wurden. Der Auszahler kann diefelben gegen Quittung nach Ausweis der Identität seiner Persönlichkeit bei unfrer Geschäftsstelle, Lindenstr. 69, 2. Hof II, abholen. Robaktion des Vorwärts". Politische Uebersicht. nur Die Nachwahl in Danzig ist ein verheißungsvolles Vorzeichen für die kommenden Reichstagswahlen! * Deutfches Reich. Der preußische Staatshaushalts- Etat. Aus dem Wahlkampf selbst wird uns noch folgende heitere während die Ausgaben ein Mehr von 60 Millionen aufweisen. Bei Episode mitgeteilt: Streifende politische Statisten. unter und Im preußischen Etat für 1903 find die ordentlichen Einnahmen auf 2602 Millionen, die Ausgaben auf 2674 Millionen veranschlagt. Das Deficit von 72 Millionen soll durch Aufnahme einer Anleihe gedeckt werden. Gegenüber den Veranschlagungen für das laufende Etatsjahr vermindern sich für 1903 die Einnahmen um 12 Millionen, Berlin, den 14. Januar. den staatlichen Betriebsverwaltungen ist im Ordinarium ein Minderüberschuß von 44%, Millionen veranschlagt, indem Mehrüberschüssen Amerikanisches Petroleum und amerikanische Meistbegünstigung. Die Danziger Freisinnigen", die mit ihren Versammlungen so von 7 Millionen Minderüberschüsse von 52 Millionen gegenüberDer Reichstag hat am Mittwoch den Resolutionsweg weiter traurige Erfahrungen gemacht und überall in ihren Bezirks- stehen. An den Mehrüberschüssen sind beteiligt die Forstverwaltung mit mit beschritten, der ihn zunächst zu dem Wunsche der Zollparteien führte, zusammenfünften", wie sie mit einem Anflug von Scham ihre 4 Millionen, die Verwaltung der indirekten Steuern nannten, Versammlungen die Zollfäße für Mohpetroleum in feinem Handelsvertrage Ausschluß der Deffentlichkeit 11 Millionen, die Verwaltung der direkten Steuern mit 1 Million Karl getagt hatten, wollten Herrn Mommsens herabzusetzen und durch Differenzierung der Zollfäße für Rohpetroleum würdig abschließen" und zu diesem Zweck am Sonntag, zwei handlung ist ein Mehrüberschuß in Ansatz gebracht. Von den Minder Agitation und die Domänenverwaltung mit 1 Million. Auch bei der Seeund gereinigtes Petroleum eine inländische Raffinerie- Industrie zu Tage vor der Wahl, eine wirklich große Versammlung" abhalten. überschüssen entfällt der Löwenanteil von 47 Millionen auf die schaffen. Genosse Wurm bekämpfte dieſe Reſolution auf das ent- Dazu gebrauchte man aber die Socialdemokraten als Eisenbahnverwaltung, 4% Millionen auf die Berg-, Hüttenschiedenste. Er wies zwingend nach, daß hier unter einem nationalen Statisten, da die Versammlung sonst sehr kläglich ausgesehen und Salinenverwaltung. Die Dotationen und die allgemeine Mäntelchen versucht würde, der Petroleum verbrauchenden Be- hätte. Man erließ also eine große Annonce, in der die liberalen Finanzverwaltung weisen im Drdinarium einen Mehrbedarf völkerung neue Lasten zu Gunsten eines fünftigen deutschen Wähler ersucht wurden, zeitig zu erscheinen", man veröffentlichte von 5,9 Millionen auf; die Verwaltung der öffentlichen Schuld erRaffinerie- Syndikats aufzulegen. Das ganze Verlangen hat einen einen anonymen Brief an den Kandidaten und den Stadtverordneten fordert eine Mehrausgabe von 1,3 Millionen, bei der allgemeinen FinanzHoffmann durchaus agrarischen Hintergrund. Der Preis des Petroleums soll den erschienenen 1200 Personen überfüllt, auch Genoffe Hoffmann eigentlichen Staatsverwaltungen ist die Einnahme um und so flappte es denn wirklich. Der Saal war von verwaltung ergiebt sich ein Mehrbedarf von 4,6 Millionen. Bei den in die Höhe getrieben werden, um den Brennspiritus, deſſen war erschienen. Die Freifinnigen schmunzelten. Wie schön konnte insgesamt 6,5 Mill. höher veranschlagt. Hervorzuheben ist eine Erzeugungskosten höher sind als die des Petroleums, konkurrenz- man nun am Montag in den Zeitungen mit der imposanten frei- Mehreinnahme von 1,9 Mill. bei der Justizverwaltung und eine fähig zu machen. Unser Redner berechnete die Steigerung der Preise sinnigen Bersammlung paradieren! folche von 1,8 Mill. bei der Verwaltung des Innern. Bei der landfür Petroleumverbrauch auf etwa 90 Millionen Mark. Es handelt Natürlich mußte alles vermieden werden, was einen Zusammen- wirtschaftlichen Verwaltung steht einer Mehreinnahme von 1,2 Mil. sich hier also wieder um einen ganz anständigen Happen für die stoß hätte heraufbeschwören und die politischen Statisten zum vor an Gebühren für die Untersuchung des in das Zollinland einKapitalisten. zeitigen Ausrüden hätte veranlassen können. Also fort mit dem Staiser- gehenden Fleisches eine gleich hohe Ausgabe gegenüber. Die dauernden Als Wortführer der Schwärmer für national- raffiniertes Petroleum hoch und ein nur ja recht gelindes Referat des Herrn Bankdirektors. Ausgaben bei den eigentlichen Staatsverwaltungen erhöhen fich un trat wieder Herr Heyl v. Herrnsheim in den Vordergrund. Er Verbeugungen nach links und Verbeugungen nach rechts, denn eine 163 Millionen. Im Etat des Finanzministeriums sind 194 000 m. Stichwaht ist ja ein figliches Ding. Nichts von der fröhlichen an Mehrausgaben für die Oberpräsidien und Regierungen vorgesehen. that so, als handle es sich bei der Reſolution um die Bekämpfung Kampfesstimmung, von„ Aufs Dach steigen" und„ Ueber die Schnauze 50 000 M. werden im Extra- Ordinarium als Vorarbeitskosten für des unerträglichen Rockefeller- Monopols. Die übliche Verdächtigung fahren", vielmehr eitel Konzilianz und Liebenswürdigkeit: Wie oft die Herstellung eines königlichen Residenzschlosses in Posen gefordert. gegen die Socialdemokratie, ohne die eine Rede des Wormser Leder- haben wir Schulter an Schulter mit den Socialdemo- Bei der allgemeinen Bauverwaltung find an dauernden Mehrbei königs undenkbar wäre, traf diesmal unfre Pariser Genossen. Herr v. Hehl fraten gefämpft". Und dann wurde wieder nach rechts die ausgaben 667 000 m. veranschlagt, der Handelsverwandelte, den von einer nationalistischen Mehrheit beherrschten Kaisertreue beteuert. Es ging ganz programmäßig. Gewerbeverwaltung ist die dauernde Ausgabe um 787 495 M. Bariser Stadtrat in einen socialistischen und sagte ihm nach, daß er Dann kam der Genosse Hoffmann an die Reihe, dem man gestiegen. Insbesondere traten hinzu 599 509 M. für das darunter 230 000 M. Zuschüsse bas Licht des armen Mannes durch die Erhebung eines städtischen diesmal natürlich volle Redefreiheit gewährte. Und unser Genosse gewerbliche Unterrichtswesen, bon Fortbildungsschulen Eingangszolles um 20 Proz. verteuere. Natürlich genügte ein zeigte sich dafür denn auch gebührend dankbar. Er zerzauste den zur Einrichtung und Unterhaltung konservativen Kandidaten, den Stadtkommandanten Heydenbreck, der, und 100 000 W. zur Hebung des Kleingetverbes. Der Mehrausgabe Zwischenruf von unfren Bänken, um Herrn v. Heyl zu widerlegen. wenn er einmal zufällig feinen Besuch habe, sich ein Programm für das gewerbliche Unterrichtswesen steht eine Mehreinnahme bei Die Zurückweisung seiner andren Behauptung, daß die Resolution ausarbeiten werde, nachdem er sich in den Zeitungen über die den Unterrichtsanstalten von 243 811 M. gegenüber. Von den Mehrsich gegen Rockefeller richtet, wurde von dem Liberalen Frese Politit orientiert habe. Der Herr Bankdirektor strahlte von Freude ausgaben für die Justizverwaltung sind zu erwähnen neue Stellen für erbracht, der dem Hause mitteilte, daß die Aktien der einzigen in über seinen„ Kollegen", er und die übrigen illustren Herren vom 100 Richter und 10 Staatsanwalte, 30 000 M. zur Ausbildung von Deutschland und zwar in Bremen befindlichen Petroleumraffinerie Freifinn nichten und lächelten dem Redner freundlich zu. Dann Dolmetschern der polnischen Sprache, 217 200 M. Gefängnisverwaltungszu mehr als 50 Broz. im Befize des Rockefeller- Syndikats seien. Der freilich erlaubte fich Hoffmann auch, sich mit dem freisinnigen fosten. Bei der Verwaltung des Innern find an Mehrausgaben namentEr bescheinigte demselben im lich vorgesehen 427 432 M. für die Polizeiverwaltung in Berlin und amerikanische Delkönig, der die ganze Welt in fein Joch gespannt Kandidaten zu beschäftigen. weitesten Maße die Kaisertreue: verfaßt die ftil Umgegend, 335 525 M. für die Polizeiverwaltung in den Provinzen, hat, würde also, wenn eine Petroleumraffinerie- Industrie in vollsten byzantinischen Hof- Adressen, deren Stil sogar diesen 449 849 M. allgemeine Ausgaben im Intereſſe der Polizei und Deutschland entstände, sofort seine goldne Hand darauflegen. Neben Herrn v. Heyl fehlte natürlich auch der Prof. Paasche freisinnigen Kollegen so schwungvoll erscheint, daß fie 430 000 m. für die Fürsorge- Erziehung Minderjähriger. Reichlich dieselben ablehnen". Das ist zwar ein wenig niederträchtig, bedacht sind die Etats der landwirtschaftlichen und der nicht. Er fabelte von der guten Erziehung einer heimischen Industrie und läßt sich aber für die Stichwahl bei den Konservativen verwerten. Gestütsverwaltung. Der Kultus- Etat fordert nur 4 Millionen darunter Mehrausgaben, ließ in rein nationaler Begeisterung die mühselig rinnenden Doch was ist das? Ja, Herr Heidenbred ist noch eher dauernde Petroleumquellen im Hannoverschen armdick aus dem Boden springen. Politiker als Herr Mommsen." Oho!„ Er verspricht verfitäten, 430 657 M. für höhere Lehranstalten, 3 Millionen Wurm hatte Gelegenheit, in einer zweiten Rede alle diese wenigstens, wenn er mal Zeit habe, sich ein Programm anzuschaffen, für das Elementar- Unterrichtswesen, 200 000 m. behufs allgemeiner Phantasien auf das richtige Maß zurückzuführen und aus der Welt- aber Ihr Kandidat erklärt, er verpflichtet sich auf feins, Erleichterung der Volksschullasten, 300 000 M. zu Zuschüssen für die herrschaft des durch den Zutritt der Rothschild und Nobel wohl bald er lehnt jedes Programm entschieden ab, deshalb wählen Sie doch Alterszulagekosten der Volksschullehrer und Lehrerinnen, 300 000 m. besser den Kandidaten, dem Herr Mommsen immer vorwirft, zur Errichtung neuer Schulstellen, 100 000 m. zu persönlichen Zugänzlich geschlossenen Petroleumringes Folgerungen für den socia- daß er eins besize, den einzigen also, der ein Programm besigt, lagen für Volksschullehrer und Lehrerinnen in den ehemals listischen Gedanken zu ziehen. 200 000 M. 311 den Socialdemokraten Adolf Bartel! Wähler, welche polnischen Landesteilen, Remunerationen für Die Resolution wurde schließlich in namentlicher Abstimmung einem Kandidaten die Stimme geben, der kein Programm hat und Volksschullehrer und Lehrerinnen behufs besonderer Förderung mit 152 gegen 70 Stimmen, die von uns und den freisinnigen sich zu nichts verpflichten will, sondern sagt, warten Sie's des deutschen Volksschultvesens in den Landesteilen mit gemischt Gruppen stammten, angenommen. Der Reichstag war also, wenn nur ab, ich werde es schon richtig machen", müssen deutscher und polnischer Sprache, 178 000 M. für Kunst und Wissenschaft, 215 000 m. für das Medizinalwesen, hauptsächlich für die auch etwas inapp beschlußfähig. Die Diäten des preußischen politische Kinder sein!" Landtages sorgen wenigstens dafür, daß die Doppelmandatare Große Enttäuschung, Radau. Ja, meine Herren, ich bin Charité in Berlin. zur Stelle sind. Da die Regierung auch heute wieder zu Ende. Ich kämpfe gern mit politischen Gegnern, je schärfer sie durch den Unterstaatssekretär v. Fischer wie schon in der Kom- find, desto besser; aber Gegner milfsen es sein, die wissen, was sie wollen, mit politischen Eunuchen habe ich nichts gemein." mission erklärte, daß sie schwere Bedenken gegen die Forderungen Sprach's und verläßt mit 800 Wählern unter Hochrufen auf die der Resolution habe, würde die Annahme der Resolution nicht viel Socialdemokratie den Saal. Mit langen Gefichtern blieben die paar bedeuten, wenn dem Grafen Bülow größere Widerstandskraft gegen hundert Freifinnigen und Konservativen unter sich. unsinnige Forderungen zuzutrauen wäre. Er Wenn Steine germanisieren! " " 361 530 m. für Unia Von den einmaligen und außerordentlichen Ausgaben entfallen auf die Betriebsverwaltungen 101 Millionen Mark, darunter 91% Millionen auf die Eisenbahn- Verwaltung, und auf die eigentlichen Staatsverwaltungen 57 Millionen Mark. Doch eine Reform in Preußen! Wir haben der preußischen von Regierung gestern Unrecht gethan. Sie hat doch eine Reform, und die nur zwar eine gewaltige, dem Landtag vorgefeht; sie will preußische Lotterie modernisieren. Die Besteuerung der Dummheit soll raffinierter gestaltet werden. und in Wirksamkeit treten. die Drei Stunden später fand denn thatsächlich eine„ würdig Nach dem Petroleum tam die Frage der Meist begünstigungs- abschließende", ,, wirklich große Versammlung" berträge an die Reihe. Hier lagen zwei Resolutionen vor: die Kopf an Kopf gedrängten Maffen" statt g erste, die von den Herren v. Sardorff. Graf Stanis und schadees war eine focialdemokratische! Hey I unterzeichnet war, forderte unverhüllt sofortige Lösung aller Das preußische Finanzministerium fordert eine dauernde MehrMeistbegünstigungsverträge mit solchen Ländern, die Deutschland nicht volle Reciprocität( Gegenseitigkeit) gewähren. Noch vor Abschluß bewahrheitet. Die Polen sollen jezt dadurch germanisiert werden, plan, insbesondere der mittleren Gewinne günstiger zu gestalten und zu Das seit längerer Zeit umgehende Gerücht hat sich in der That ausgabe von 1760 500 M. für die Lotterie. Es hat sich nämlich, so wird offiziös geschrieben, das Bedürfnis herausgestellt, den Spielder neuen Handelsverträge soll Amerika, denn um Amerika handelt es sich in erster Linie, der Zollkrieg angedroht werden, daß Posen Residenzstadt wird und der preußische König auf Staats- diesem Zwede unter Herabsetzung des Lospreises für jede Klaffe fünfte Klaffe einzuführen, die Zahl der Einsatz wenn es nicht feine Bollgefeßgebung und die zollamtliche Behandlung often ein Schloß erhält, wie er die Kaiseryacht Hohenzollern" und eine den Ausbau der Hohkönigsburg aus Reichsmitteln als Geschenk be- gewinne damit der Freilose herabzusetzen und der Waren nach deutschem Muster gestaltet. Daß von Amerika der Stammlose entsprechend zu vermehren. Hiergefordert wird, statt seines Wertzoll- Systems sofort das Gewichts zoll- famt. Diese Mehrung monarchischen Privatbesizes des ohnehin mit Bahl System einzuführen, ging selbst Herrn Speck und dem Gentrum, 154 Millionen jährlich dotierten Fürsten gehört zu den charakte- durch wird das Spielkapital jeder Lotterie von 32 545 500 M. auf das hinter der zweiten Resolution steht, zu weit. Es werden vorläufig zu rund 33 950 000 M. erhöht. Die hieraus sich ergebende Mehreinnahme Die zweite ristischesten Eigenheiten des neuen Kurses. Resolution ist wenigstens in der Form tonzilianter. Sie verlangt Vorarbeiten für ein Schloß in Posen 50 000 M. gefordert. In der des Staates von etwa 300000 M. soll aber den Spielern in Form einer Prämie wieder zu gute kommen. Der hiernach aufgestellte neue nur die thunlichst baldige Aufhebung der Meistbegünstigungsklausel, wundersamen Begründung heißt es: " Im politischen Interesse ist es dringend erwünscht, ein regel- Plan wird mit der im Laufe des Etatsjahres beginnenden 209. Lotterie womöglich vor Erneuerung der Handelsverträge, und die Kündigung mäßiges Verweilen Ihrer Majestäten in Bosen zu ermöglichen. Barum hat man diese wahrhafte Kulturthat in der Thronrede ganz allgemein nur dann, wenn die Meistbegünstigung den deutschen Denn es kann feinem Zweifel unterliegen, daß hierdurch die verschwiegen? Intereffen nachteilig gewesen ist. Bevölkerung in ihrem patriotischen Empfinden wesentlich gestärkt und eine innigere Verbindung dieses Landesteils mit der Den einfachen Mann aus der Werkstatt Gesamtmonarchie und dem gemeinsamen deutschen Vaterlande her- demokrat sein darf sollten auch die Metallarbeiter Eisenachs gestellt werden würde. Auch gegenüber den dieser Verbindung in den Reichstag senden so wünschte der Hirsch- Dunderſche Gewerkwiderstrebenden Bevölkerungsschichten würde das Kaiserschloß als äußeres Zeichen der unwiderruflichen Zusammengehörigkeit der vereinler 2. Gleichen- Berlin am Schluß seines Referats in einer Provinz Bosen mit dem preußischen Staate und dem Deutschen nach den legten Vorgängen im Reichstage wild gewordenen„ irsche" am Sonnabend stattgefundenen Metallarbeiter- Versammlung. Die Reiche einen wirksamen Eindruck nicht verfehlen. Durch den Eriverb Umwallungsgeländes feitens des preußischen gaben dem Redner aber den Laufpaß; man wollte allgemein von einreichen Staates wird sich die Gelegenheit bieten, ein für den Bau einer Sorte Reichstags- Vertreter nichts wiffen. Man verlangte im geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Da der Bau aus Gegenteil, daß die Herren Hirsch und Goldschmidt aus der Bewegung der Gewerkvereine entfernt werden. Die Eisenacher Metallpolitischen Gründen im staatlichen Interesse erfolgen soll, so werden arbeiter haben sich ihren Vertreter für den Reichstag auserforen und auch die Baukosten aus der Staatstaffe zu bestreiten sein. Eine alsbaldige Entscheidung über die Ausführung des Baues ist er war in ihrem Kollegen und Socialdemokraten H. Leber- Jena. forderlich, da die Gestaltung des zur Zeit in der Bearbeitung befindlichen Bebauungsplans für das Umwallungsgelände hiervon abhängt. Da ein Bau- Entwurf noch nicht vorliegt, so wird zunächst nur ein Betrag für Vorarbeitskosten gefordert, welcher zur Bestreitung der Kosten für die Untersuchung des als Bauplatz zu wählenden Geländes und für die Ausarbeitung des Bauprojektes bestimmt ist." Wie es ein Haus fertig bringen foll, Polen zu germanisieren, as wird ein ewiges Geheimnis der„ Begründer" dieser Forderung bleiben. Ist das Schloß als„ 3wingbeste" gedacht, so wird es aller dings einigen Eindruck machen als Instrument gesteigerter Die beiden Resolutionen wurden von den Herren b. Hehl und Speck mit den üblichen Gründen ausgestattet. Es war viel von der Abschüttelung des amerikanischen Joches die Rede und Herr b. Heyl drohte mit Ablehnung der Handelsverträge, wenn die Regierung nicht Ordre pariere. Auch Herr Speck forderte den Generaltarif gegenüber Amerika, wenn es keinen Handelsvertrag oder keinen neuen Meistbegünstigungsvertrag abschließen wolle. Graf Posadowsky betonte in seiner Erwiderung, daß die Regierung sich nicht mit voller Klarheit aussprechen könne, um nicht dem Auslande Waffen zu liefern. Wenn der Minister des Wuchertarifs hierdurch andeutete, daß die Regierung die Meistbegünstigungsverträge doch nicht völlig verwerfen tönne, so erwarb er sich dann wieder den vollen Beifall der Agrarier durch icharfe Drohung gegen die Vereinigten Staaten. Kaum ist der Hochschuzzoll- Tarif angenommen, so beginnen bereits Ankündigungen, die nur allzu leicht in den Zollfrieg führen können. Nach der Rede des Ministers wurden die weiteren Beratungen auf Donnerstag vertagt. Von unsrer Fraktion wird Bernstein fprechen. Die Danziger Nachwahl. der nicht SocialMalzgerste. Der Abg. Röside Dessau hat mit Unterftützung der beiden freisinnigen Fraktionen sowie der Süddeutschen Bollspartei folgende Interpellation im Reichstage eingebracht: Welche Maßnahmen gedenkt der Herr Reichskanzler zu treffen, um festzustellen, was unter dem im§ 1 des Zolltarife Gefeßes vom 25. Dezember 1902 enthaltenen Begriff, Malzgerste zu verstehen ist?" Der Kronprinz reift! Er wird, ehe er nach Beendigung seiner Universitätsstudien zur Dienstleistung beim 1. Garde- Regiment 3. F. Mit einem schönen Erfolg hat, wie gestern schon telegraphisch Polonisation. Da außerdem die Anwesenheit des Kaisers in nach Botsdam zurückkehrt, noch eine Orientreise unternehmen; Gerichtet, die Reichstagswahl in Danzig geendigt. In Danzig hatte Posen letthin von Byzantinern mißbraucht wurde, um die Ge- fie foll Anfang März beginnen und fich über Konstantinopel bis die Socialdemokratie seit dem Jahre 1890 feine Fortschritte gemacht. wissen zu terroristen und einen mit Lichtern und Fahnen nach Jerusalem erstreden. Die Rückreise soll über Aegypten und Bei den Wahlen 1890 erhielten wir 3525 Stimmen, die 1893. to beuchelnden Patriotismus" au erpreffen, se dürfte eine unter Italien gemacht werden. " Parlamentarisches. Partei- Nachrichten. Rheinbabens Etatrede. das Blatt schwer gekränkt fühlte. Es war darin u. a. behaupiet Im Abgeordnetenhause brachte am Mittwoch, nachdem das bis- worden, daß die bekannten ,, Berliner Special- Telegramme", die oftmals herige Präsidium durch Zuruf wiedergewählt war, der Finanz- eine fo beunruhigende Wirkung auf die politische Kaufmanns- Gerichte. Der von der Frankfurter Zeitung" dereft minister den Etat ein. Es war für Herrn v. Rhein- Situation ausübten, insofern gefälscht seien, als sie überhaupt veröffentlichte Gesetzentwurf betreffend die Kaufbaben gerade keine angenehme Aufgabe, diesen Etat, der so recht würden. Das Blatt habe in Berlin gar keinen Korrespondenten. Es Beschlußfassung noch nicht erledigt. nicht aus Berlin herrührten, sondern in Paris fabriziert manns- Gerichte ist, wie wir hören, im Bundesrat durch unfre schlechte Wirtschaftslage widerspiegelt, zu vertreten. Den Nach- wurden ferner über die Persönlichkeit und Vergangenheit des Ur- allernächster Zeit geschehen; die Vorlage dürfte bereits in etwa Es wird dies aber in weis, daß die Regierung trotz der Finanzllemme, in der sie sich be- hebers dieser Telegramme, den Pariser Korrespondenten des Blattes, 14 Tagen an den Reichstag kommen. findet, der Förderung von Kulturaufgaben ihre Aufmerksamkeit widmet, Gordon Smith die bedenklichsten Sachen erzählt. Dieser Artikel konnte der Minister nicht erbringen, es sei denn, daß er die ist von einer Anzahl Blättern, u. a. von den Berliner folossalen Summen, die der Etat an den verschiedensten Stellen Neuesten Nachrichten" übernommen worden. Daraufhin hat zur Bekämpfung des Polentums fordert, unter die der Haupteigentümer des„ New York Herald", der in Paris lebende Kulturaufgaben rechnet. Die Ausgaben, die für die Volksschule, für bekannte Millionär Bennet durch Justizrat Dr. Sello BeDer Correspondent für Deutschlands Buchdrucker" spinnt bie Kunst und Wissenschaft und andre wirkliche Stulturzwecke gefordert leidigungsklage gegen die„ Berl. N. Nachr.“ erhoben und unter Beweis Erörterungen über die„ reinen Arbeitervertreter" in seiner neueſten werden, find kaum der Rede wert. Trocken und nüchtern, stellenweise Sächtigungen seien, die dem Zwecke dienen sollten, sein Blatt herab- daß der„ Getwerkverein", das Blatt der Herren Hirsch, Goldschmidt gestellt, daß diese angeblichen Enthüllungen unwahre Ver- Nummer noch immer fort und konstatiert dabei mit Genugthuung, fast unverständlich, trug Herr v. Rheinbaben die Zahlen des Etats zuwürdigen. Dagegen hat als Verteter der genannten Zeitung und Genossen seine Vorschläge freundlich behandelt habe. vor. Nur hier und da verstieg er sich zu einigen allgemeinen Be- Rechtsanwalt Dr. Lubszynski einen umfangreichen Beweis für auch ein Stennzeichen, diese Seelenverwandtschaft zwischen dem Es ist trachtungen, so als er die Krisis zwar nicht für überwunden erklärte, die Behauptungen angeboten. Falls das Gericht das Hauptverfahren Correspondent" und dem Blatte, deffen Leiter in jüngster Zeit alle aber doch davor warnte, allzu trübe in die Zukunft zu blicken, und eröffnen sollte, dürfte sich daraus ein Verfahren von erheblicher Hände voll zu thun hatten, um sich und ihre Partei gegen die Anferner, als er die Agrarier durch den Hinweis auf die schlechte Lage politischer Tragweite entwickeln. griffe aus den eignen Reihen wegen der verräterischen Haltung int der Landwirtschaft und die Leutenot zu weiteren Forderungen an Zollkampfe zu verteidigen. die Allgemeinheit anfeuerte. Daß die färglichen Gehälter der Unterbeamten auch in diesem Jahre keine Aufbesserung erfahren werden, hätte der Minister nicht ausdrücklich zu betonen brauchen. Die Beamten wissen längst, wie es um das Wohlwollen der Regierung und der herrschenden Klassen für sie bestellt ist. Das Haus nahm die Etatsrede fast gleichgültig auf. Nur bei der Betonung der Notwendigkeit einer Reichs- Finanzreform und bei den üblichen Schlagworten des Herrn v. Rheinbaben wider die polnische Gefahr und die Entschlossenheit der Regierung, dieser Bewegung Herr zu werden, erscholl lauter Beifall. Die Beratung des Etats beginnt am Montag. Das Herrenhaus hat sich wieder auf unbeſtimmte Zeit vertagt. Die Herren werden sich vermutlich von der anstrengenden Arbeit der beiden letzten Tage bis Ostern ausruhen. Zu der Unterschriften- Erpressung auf dem ,, Bulkan" erklärt uaser Stettiner Bruderorgan unter genauer Feststellung einer Reihe beweisfräftiger Thatsachen, daß es alle seine Behauptungen über das unfreiwillige Zustandekommen der Huldigungsadresse vollkommen aufrecht erhalte. Es konstatiert ferner, daß ein großer Teil der Besucher der Protestversammlung zu den Arbeitern des Vulkan" gehört habe, die die Adresse unterzeichnet hatten. = Auch ein Erfolg der Krupp Heyze. In unsrem Magdeburger Bruderorgan lesen wir: Kurz vor Redaktionsschluß geht uns von einem anonymen Spender ein Brief zu, dem der Betrag von 20 M. beigefügt war und die Mitteilung enthielt, daß der Geldbetrag den beiden Gemaßregelten auf dem Grusonwerk zukommen folle. Der Anonymus schreibt in dem Briefe: Sehr geehrte Redaktion! = Der fächsische Hoffonflikt. von einem Uebereinkommen, demzufolge nicht die Ehescheidung Genf, 14. Januar. Die Nachrichten mehrerer Wiener Blätter zwischen dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Sachsen verlangt und die Kronprinzessin sich nach einem böhmischen Schlosse zurückziehen werde, werden der Schweizerischen Depeschen- Agentur" von maßgebender Seite als Phantasiegebilde bezeich net. Die Verhandlungen zwischen den Anwälten des Kronprinzen und der Kronprinzessin würden voraussichtlich heute beendet. " Ausland. い Ueber die Kämpfe in Marsffo wird einem Berliner Blatt vom Dienstag aus Tanger genteldet: Die soeben eingetroffene amtliche Poſt aus Fez meldet, der Kriegsminister fci gefallen, der die stärkste Persönlichfeit in dem Gefolge des Sultans war. Die Nachricht macht hier außerordentlichen Eindruck. Das Schicksal der Europäer in Fez ist unbekannt. Eine halbe Stunde von Tanger stehen Kabylen im Gefecht. Man sieht und hört Gewehrsalven. Die hiesige Fremden- Kolonie ist sehr beunruhigt; man wünscht mehr Kriegsschiffe herbei. Zwei englische Kreuzer liegen in Gibraltar, zwei spanische in Tarisa und Algeciras. Die Mauren verbreiten Gerüchte, daß die Engländer heimlich Truppen an der Ostküste gelandet hätten, und schüren dadurch das Mizirauen gegen die Fremden. Ferner liegen folgende Meldungen vor: Madrid, 14. Januar. In Ceuta eingetroffene Nachrichten aus Tetuan besagen, daß infolge der unter den Kabylen Stämmen in der Nachbarschaft der Stadt herrschen= den Erregung die Einwohner der Stadt diese befestigen; die Einwohner befürchten, daß, wenn der Prätendent siegreich sein sollte, " Bei dieser Gelegenheit beschäftigt sich der„ Correspondent" auch aus diesem Anlaß entstandenen Auseinandersetzungen. Natürlich zieht mit den Vorgängen bei der Berliner Gewerbegerichtswahl und den unsre Haltung in dem Streite zwischen den beiden gewerkschaftlichen er dabei wieder gegen den„ Borwärts" vom Leder. Er mißbilligt Richtungen, unterstellt uns der Wahrheit zuwvider, wir hätten die gewerkschaftlichen Lokalorganisationen als die Stellen bezeichnet, von benen wir Direktiven entgegennehmen werden und schüttet dami etliche Scheffel seines Grolles auf die hiesigen gewerkschaftlichen Lokalorganisationen, die er mumdtot machen und an die Wand drücken will. Wir wollen uns beileibe nicht mit dem " Correspondent" in eine Diskussion über diese Dinge einlassen. geben. Am 11. Dezember 1902, also vor fünf Wochen, schrieb er Dagegen wollen wir noch ein Eitat aus dem„ Correspondent" nämlich: " Alle gewerkschaftlich organisierten Arbeiter zu einer gemeine samen Thätigkeit zufammenzuführen, gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben der modernen Gewerkschaften. Diesen Sag haven wir seit Jahren verfochten und begründet. In zweiter Linie habent wir den Standpunkt vertreten, daß zu diesem Zwecke von den freien Gewerkschaften eine Annäherung an andre gewerkschaftliche Drganisationen ständig in Fluß zu halten ist und haben wir dem gemäß das Wort Legiens verurteilt, daß die zwischen den freien und den christlichen Gewerkschaften bestehenden Gegenfäße ausgekämpft und nicht ausgeglichen werden sollen." " Liebe und Versöhnlichkeit für alles, was nicht socialdemokratisch ist; Der Correspondent für Deutschlands Buchdrucker" ist voller da muß ständig eine Annäherung in Fluß gehalten und alles sein freundlich ausgeglichen, beileibe nicht gekämpft werden; wo sich aber etwas Socialdemokratisches zeigt, da bekommt er einen Koller, da die Kabylen die Stadt mit Sturm zu nehmen suchen werden. Unter dem gewaltigen Eindruck der geftrigen Protest- Versamm Tanger, 14. Januar. Heute ist aus Fez ein Eilbote hier ein- stürzt er mit wütendem Kampfgefchrei drauf los, um es nieberzulung im„ Luisenpark" fühle ich mich gedrungen, Ihnen beifolgenden getroffen. Man versichert, daß die von demselben überbrachten Nach- tämpfen und so weit geht sein Haß gegen die Socialdemokratie, daß fleinen Betrag für die auf dem Krupp Grusonwerk Gemaßregelten richten beruhigend lauten. Von einer Niederlage des er felbst das Fundament für den Socialismus" aufbauen will int zur Verfügung zu stellen. Ich hoffe, daß sich andre bemittelte Sultans und einem Rückzuge desselben in westlicher Richtung, Kampfe gegen die Socialdemokratic. Kreise meinem Vorgehen anschließen und mit mir dadurch bekunden, worüber auswärtige Blätter berichtet haben, ist hier nichts Aus den Organisationen. Der Provinzial- Parteitag für die daß auch in bürgerlichen Kreisen der in der Versammlung bekannt. Provinz Hannover wird am 1. März in Hannover abgehalten gebrandmarkte Gewissenszwang aufs schärffte verurteilt wird. Ich Schweiz. werden. Auf der Tagesordnung stehen Reichstags- und Landtagsstand bisher Ihren Bestrebungen leider fern, allein die Vorgänge Ungültigkeitserklärung des Mandats Siggs. Nach einer Mel- wahlen.. der letzten Zeit und der bewundernswerte Mut und die Geschicklichkeit, Der socialdemokratische Verein für den sechsten fächsischen mit welcher die Socialdemokratie allen Anfeindungen sich gewachsen dung aus Genf hat der Stadtrat das Mandat des wegen Militärzeigte, drängen mich geradezu in Ihre Reihen und ich schätze mich dienstverweigerung verurteilten Deputierten Sigg für ungültig er- Reichstags- Wahlkreis beschloß die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zeigte, drängen mich geradezu in Ihre Reihen und ich schätze mich flärt. Zum Ersaßmann wurde Guillemet ernannt. Letzterer bon 25 f. monatlich auf 10 Bf. wöchentlich. Der Verein zählt jest glücklich, fortan der Ihrige zu sein. ist ebenfalls Socialist und war Mitglied des Generalstreit- Komitees. 2188 Mitglieder( einschließlich 110 Frauen). Die Einnahmen des Mit vorzüglicher Hochachtung letzten Jahres betrugen 8738 M. Frankreich. N. N. Mädchenhandel. Der Polizeipräsident von Potsdam Graf v. Bernstorff, welcher sich auf einem mehrmonatlichen Auslandsurlaub befindet, da er von dem Kaiser eine Fahrkarte zur Studienneise nach Westindien und Südamerika zur Verfügung ges stellt bekommen hat, ist zugleich beauftragt worden in jenen Ländern als deutscher Vertreter Verhandlungen wegen Beseitigung des Mädchenhandels zu pflegen. Jaurès Bicepräsident der Kammer. Zum vierten Bicepräsidenten wurde Jaurès mit 209 Stimmen gewählt. Auf Renault Morlière ( Progreffist) entfielen 196 Stimmen. Afien. 27 Sociales. Furcht vor Moral. Am 13. Januar hielt das Direktorium des Aus der Schweiz. Die Heze gegen die Arbeiterbewegung in Genf hat die Abonnentenzahl unsres dortigen Partei Organs, Le Peuple de Genève" von 2000 auf 4500 gesteigert. Das noch wöchentlich erscheinende Blatt dürfte bei weiteren Fortschritten bald Libre Parole" veröffentlicht ein Telegramm Dérout in cin Tageblatt umgewandelt werden, was sehr zu begrüßen wäre. lè de an einen Pariser Abgeordneten, in welchem es u. a. heißt: Für die Familien der Genfer Verurteilten find bereits über Die Wahl Jaurès zum Vicepräsidenten der Kammer, diefes Ber- 7000 Fr. gesammelt. Der leitende Ausschuß des schweizerischen leugners des Rechts, dieses Renegaten Elsaß- Lothringens, diefes Arbeiterbundes ernannte zum Stellvertreter des inhaftierten Genoffen Katholische Polen gegen das Centrum. Am Sonntag fand in Freundes unsrer Feinde, wird eine Entehrung mehr sein für das Sigg den Sekretär der Genfer Arbeitskammer, Genossen Schäffer. Das Telegramm schließt polnischer Arbeitervereine aus dem rheinisch- westfälischen Industrie- mit den Worten:„ Nieder mit der Republik des Parlaments, es unter diesem Titel erscheint in Lausanne ein neues Parteiblatt und gebiet statt. Die Sprecher wandten sich scharf gegen das Centrum, lebe die Republik des Volkes!" zwar alle 14 Tage. von dieser Partei hätten die Arbeiter Gutes nicht zu erwarten, das habe das Centrum offenkundig bewiesen durch sein Verhalten bei der Die Kriegsentschädigungsfrage. Der Gesandte der VerBeratung über die Zollvorlage. Das Centrum ist Schuldeinigten Staaten in Beting sagt in seinem Berichte über daran, daß dem Arbeiter die allernotwendigsten Lebensmittel durch die Erklärung Chinas, daß es unter den gegenwärtigen Umständen Erhöhung der Zölle empfindlich verteuert werden. Unter keinen Um zur Zahlung der Entschädigungssumme auf der Goldbajis gan 3- Centralverbandes deutscher Industrieller in Berlin eine Sitzung ab. ständen Ünterstützung des Centrums, das war das hervorstechende lich außer stande sei, China habe darum ersucht, wenn die in der wieder einige diese Scharfmachergesellschaft kennzeichnende Moment, das in den Verhandlungen zum Ausdruck kam. Die meisten Mächte auf ihrem Verlangen bestehen wollen, die Einfuhrzölle in Beschlüsse gefaßt wurden. Es wurde u. a. beschloffen, eine Eingabe Delegierten erklärten fich für Aufstellung eigner Kandidaten. EGold erheben und so in Wirklichkeit seine Einnahmen verdoppeln zu an den Reichskanzler zu richten gegen die Beschränkung der gesehlich wurde beschlossen, überall Komitees zu bilden, welche die erforder- dürfen. Staatsjettetär Say erwiderte, daß die Vers zulässigen Arbeitszeit der Arbeiterinnen über 16 Jahre. Ferner wurde lichen Arbeiten erledigen sollen. einigten Staaten ihrerseits der Annahme der Silberbasis für die Zahlung der Entschädigungssumme zugegenüber der völlig unzureichenden Vertretung der Juduſtrie in itimmten, daß daher Chinas Vorschlag, der eine schwere dem Beirat für Arbeiterstatistit, wo einer geschlossenen Schädigung des amerikanischen Ausfuhrhandels zur Folge haben socialmoralistischen Mehrheit von 12 mur 3 Induſtrielle würde, für sie nicht in Betracht kommen könne. Die Bertreter der gegenüberstehen, der Beschluß gefaßt, für die beffere Heranziehung übrigen Mächte brachten verschiedene andre Vorschläge zur Geltung. der interessierten Streise vorstellig zu werden." England tritt für eine Herabseßung der Höhe der ein3elnen Zahlungen der Entschädigungssumme durch eine beträchtliche Ausdehnung des gegenwärtig für die Zahlung festgesezten Zeitraums von vierzig Jahren ein. Danach scheint es mit der Eintreibung der Kriegsentschädigung gute Wege zu haben! Eine Niederlage des Centrums. Die„ Rheinische Boltsstimme", das Organ der rheinischen Centrumsagrarier, sollte gemäß einem Antrage des Centrums- Abgeordneten Graf A. v. Spec, des Mit besizers des Blattes und Vorsitzenden des Rheinischen Bauern vereins, von dem letzteren aufgetauft werden, um das Blatt dem bündlerischen Einfluß zu entziehen und dessen Aufwiegelung der katholischen Bauern gegen das Großstadt- Centrum" ein Ende zu machen; der jezige Redakteur Schreiner sollte abgesägt werden. Die von dem Grafen einberufene Versammlung der Anteilhaber der Rheinischen Volksstimme" hat aber die Anträge des Grafen abgelehnt und beschlossen, die Geschäfte in der„ bisherigen bewährten Weise" weiterzuführen. Amerika. Venezuela. " Die 12,, Socialmoralisten", die den Aerger des Centralverbandes erregen, sind, außer dem einen Socialdemokraten, ausschließlich Vertreter der socialpolitisch durchaus rückständigen Parteien und Beamte der Posadowsky- Regierung! Als socialpolitischer Bierbankphilifier präsentierte sich der preußische Handelsminister, Herr Möller, am Montag den rheinländischen Handwerksmeistern in Köln. Bei einem Festessen, das zur Eröffnung von Handwerksmeisterkursen veranstaltet wurde, sagte er unter anderm: „ Die Zeit ist überwunden, wo irgend ein Stand die Berechtigung den gründlichsten Untersuchungen Anlaß gegeben und in einer so wichtigen Frage begründet der preußische Handelsminister seine erbitterte Gegnerschaft gegen eine von Millionen erhobene, von den mannhaftesten Gelehrten vertretene Forderung mit einer Bierbankredensart. Für Preußen gewiß nicht sehr rühmlich. In der Diskussion sprachen sich, nach dem Bericht der„ Volksstimme", die Anteilhaber einmütig gegen jede Aenderung aus. Präsident Castro soll nach einer Washingtoner Meldung Und das geschah, obwohl Graf Spee mit seinem Rücktritt ge auf der Aufhebung der Blodade vor Beginn der hatte, allein im Staate zu herrschen; die Tüchtigkeit ist seit Jahren droht hatte, wenn der Zwiespalt fortdauern sollte. Man muß den Centrumsbauern zugestehen, daß sie viel energischer Verhandlungen in Washington bestehen. Italien unter bei uns im stande, sich aus der Tiefe heraufzuarbeiten. Diese Mög-. und trotziger in der Vertretung ihrer Interessen sind als die Centrums- st i ze angeblich diese Forderung, und die amerikanische Re- lichkeit muß nach allen Richtungen hin erweitert werden. Das ist das arbeiter, die sich noch immer als Stimmvieh für den Kleritalismus gierung soll geneigt sein, in demselben Sinne zu Ausföhnende, daß der Fleißige sich hinaufarbeiten kann, und dieses ist wirken. Dazu meldet der Hamb. Korr.", daß alle die einer der Gründe, warum ich ein erbitterter Gegner eines Magimalder befizenden Stlassen mißbrauchen lassen. Auf der Walz nach der Pfalz befindet sich der nationalliberale Blockade betreffenden Nachrichten mit Vorsicht aufzunehmen seien. arbeitstages bin. Ich behaupte: nur sehr wenige Menschen Zuckerheilige Paasche. Wie schon berichtet, soll er am kommenden Die Frage, ob und in welchem Stadium der Verhandlungen die gehen an der Arbeit zu Grunde. Darum braucht man nicht besorgt zu sein um eine Beschränkung der Arbeitszeit für dieSonntag auf dem pfälzer nationalliberalen Parteitag in Neu- Blockade aufgehoben werden soll, sei bisher noch nicht Gegenstand jenigen, die einen eigenen Willen haben. stadt a. d. H. über den Zolltarif sprechen. Das soll aber nur der der Erörterung zwischen den beteiligten Mächten gewesen. Herr Möller sollte einen Ehrenzopf von sämtlichen Innungen aus Der„ Matin" meldet Bortvand sein, um ihm Gelegenheit zur Absolvierung eines GastCaracas vom Dienstag, die Deutschlands bekommen. Die gefeisliche Beschränkung der Arbeitszeit spiels bei den Pfälzern als Reichstags- Standidat zu geben. Wie der venezolanische Regierung, die 2 Millionen Bolivares brauche, habe hat alle Socialpolititer und Nationalöfonomen beschäftigt und zu bauernbündlerische Pfälz. Sturier" mitteilt, soll bei den National- alle hervorragenden Kaufleute auf die Präfektur in Caracas berufen, liberalen die Absicht bestehen, mit dem Zuderprofessor den Ueberzöllner Röside in Raiserslautern auszustechen. um diese Summe durch eine besondere Besteuerung der reichsten Dem Bundes- Rösicke haben sie denn auch bereits durch die Bürger zu erlangen. Die Familie Guzman- Blanco folle allein mit Pfälz. Preffe" erklären lassen, daß er für sie nicht mehr in 200 000 Bolivares besteuert werden. In Cumana habe der englische Betracht tomme. Auf die Weiterentwicklung der Angelegenheit Blockadefreuzer sämtliche venezolanische Boote weggenommen und darf man gespannt sein. fortgeschafft. Es wäre übrigens nicht das erste Mal, daß der Wahlkreis Kammergericht und Ober- Verwaltungsgericht sind schon wieber Staiserslautern von den Nationalliberalen zu großen" Dingen ausersehen würde. Ihn vertrat seiner Zeit auch Herr Miquel, ebe griffen am 6. d. Mts. Cumana an, das durch 500 Mann Re- einmal in einer Rechtsfrage ganz entgegengesetter Meinung, woraus ergeben er Finanzminiſter wurde, und nicht viel hätte gefehlt, so wäre nach gierungstruppen verteidigt wurde. Nad einem siebenstündigen Ge- fich für Gewerbetreibende allerlei Unannehmlichkeiten der Beförderung Miquels Bismarck damit belehnt worden. Doch fechte, das von dem britischen Kreuzer Tribune" aus beobachtet Die Luftbarkeits- Steuerordnung für Halle will das Halten dem alten Fuchs war die Geschichte zu riskant. Miquel war mit wurde, zogen sich die Aufständischen unter Burüdseines Orchestrions versteuern. Der Restaurateur Lüttich war auf nur 18 Stimmen Majorität gewählt worden, und er winkte den lassung von 200 Gefangenen, 300 Gewehren und Grund jener Bestimmung zur Steuer herangezogen worden, weil er Uebereifrigen ab. 29 000 Patronen zurüď. in seinem Lokal ein mechanisches Rollen- Biano hielt. Dieses wird durch Einwurf eines Gelbstüces in Bewegung gesetzt und ahmt Ein deutsch amerikanischer Preßprozeß. Eine Berliner KorAmerikas Konflikt mit Haiti. Ein Telegramm aus Can außer dem Klavierspiel noch das Spiel eines Triangels, einer respondenz meldet: Die Berliner Korrespondenz des New Yorker Herald" wird demnächst den Gegenstand der Domingo besagt, die Regierung have den amerikanischen Gesandten Trommel und eines Glockenspiels nach. Lüttich klagte und beantragte Verhandlung vor dem hiesigen Schöffengericht bilden. Vor einiger benachrichtigt, daß sie der Forderung auf sofortige Zahlung von 6500 Freistellung. Bevor es vor dem Bezirksausschuß zur Verhandlung Zeit hatte eine in New York erscheinende deutsche Korrespondenz Pfund Sterling an die Clyde- Steamship- Linie nicht nachkommen tam, wurde ein Strafverfahren wegen Nichtanmeldung des Instrumentes sur Steuer erledigt, Das Kammergericht als Mitteilungen über das amerikanische Weltblatt gebracht, durch die sich könne. . N Caracas, 14. Januar. Elfhundert Rufständische fönnen. Luftbarkeitssteuer und Orchestrion. Revisionsinstanz sprach Lüttich frei und erklärte die fragliche Be- zeugung von der Notwendigkeit der Teilnahme an der Politik| Betrieben nicht immer diefelbe. Aus diesen Gründen könne man den stimmung für ungültig, weil nach dem Kommunal- Abgaben- aber nicht an der Parteipolitik sich nicht mit solchen Organi- Bestreben, alles gleichmäßig zu meffen, nicht willfahren, und wolle gesetz wohl Lustbarkeiten versteuert werden könnten, es aber nicht fationen verschmelzen solle, die in ihrem Statut die politische Be- man es, so werde es doch nicht gelingen, es sei denn, daß man etwas möglich sei, das bloße Halten eines Musikinstrumentes der Luftbar- thätigung verbieten. Im Statut wurde festgelegt, die Vereinigung schaffe, was großen Unmut hervorrufe. Man schädige auf der einen teitssteuer zu unterwerfen. Der Bezirksausschus erkannte indessen in der Steuer- auf die Handhabung der gefeßlichen Bestimmungen, auf Verwaltungs- vor andren hervorzuthun, eine bessere Stellung au folle danach trachten, Einfluß auf die parlamentarischen Arbeiten, Seite den Arbeiter selbst, indem man ihm die Möglichkeit nähme, sich fache zu Ungunsten Lüttichs, indem er sich gegen das Urteil des maßregeln und Regierungsbeschlüsse, soweit fie die Organisation erringen und dadurch mehr zu verdienen; auf der andren Seite Stammergerichts wandte. Das Salten" eines solchen mechanischen oder die wirtschaftliche Lage der Mitglieder betreffen, zu gewinnen. würde man die Verwaltung selbst lahm legen, da diese dann nicht Musikinstrumentes fönne sehr wohl der Steuer unterworfen werden. Wer in einem öffentlichen Lokal einen solchen Automaten zu jedermehr im stande sei, bessere Arbeit besser zu bezahlen. Die Arbeiterorganisationen in Kanada nehmen in den letzten Wozu feien die Arbeiter- Ausschüsse beschlossen? Die Lohnfrage manns Benutzung aufstelle, werde Veranstalter einer Luftbarkeit in Jahren einen rapiden Aufschwung. Während vor drei Jahren die müsse von diesen Arbeiter- Ausschüssen aus geregelt werden und zwar, dem Augenblick, wo ein Gast den Automaten spielen lasse. Eine solche Gesamtzahl der organisierten Arbeiter noch nicht 15 000 betrug, be- je nach Eigenart der Verwaltung, für jede besonders. Man werde Benutzung werde vom Wirt beabsichtigt und finde erfahrungsgemäß stehen heute 1100 Gewerkschaften( gezählt sind alle Zweigvereine) mit bort in Betracht ziehen, daß eine große Anzahl von Arbeitern nur regelmäßig statt. So sei die Bestimmung rechtsgültig und Kläger ca. 100 000 Mitgliedern. durchgeholfen werde, wie z. B. bei der Park- Verwaltung. Würden mit Recht zur Steuer herangezogen worden. gleichzeitig alle diese Leute mit einem Tagelohn von mindestens 3,50 Mart bezahlt werden müssen, dann seien Massen- Entlassungen die notwendige Folge. Adernfalls, wenn man mehr Lohn zahlen würde, die zu verantworten man nicht in der Lage sei. Alsdann würde auch als die Arbeit wert sei, träte eine Schädigung der Steuerzahler ein, die Accordarbeit aufhören müſſen, bei der sehr viel verdient werde. Das Ober Verwaltungsgericht hob diese Entscheidung auf und verwies die Sache an den Bezirksausschuß mit folgender Begründung zurüd: Die angezogene Bestimmung der Lufteine Benutzung des Instrumentes voraussetze. Blatte Wenn Gerichts- Zeitung. " gegen den Willen der Arbeiter barkeits. Steuerordnung sei rechts gültig, aber nur soweit, als jie Bauer und dem Chefredakteur der Staatsbürger Zeitung" Beleidigung durch die Presse wurde dem Bureauvorsteher Gustav Es sei noch keine Dr. Otto Bachler zur Last gelegt, welche gestern vor der zweiten steuerpflichtige Handlung, wenn jemand durch Aufstellung eines Straftammer des Landgerichts I. standen. Der„ Verein der BureauMufitautomaten den Gästen die Möglichkeit seiner Benutzung biete; Angestellten Deutschlands" giebt allmonatlich ein Fachblatt heraus, Es nimmt sich wirklich eigenartig aus, wenn man hier der Wirtes werde aber zu einer solchen Handlung, wenn das Instrument be: nutzt worden fei, mit seiner Hilfe also eine Lustbarkeit stattgefunden dessen Redakteur der Angeklagte Bauer ift. In diesem samkeit der Arbeiter- Ausschüsse so großherzig das Wort redet, habe. Das habe der Bezirksausschuß nicht festgestellt, deshalb müsse bilden Artikel unter der Ueberschrift ,, Aus dem während in Wirklichkeit denselben bei Lohnforderungen nur eine Häufig tommt es sogar vor, er noch einmal mit der Sache befaßt werden. Sei der Musikautomat, Schuldbuche der Prinzipale" eine stehende Rubrik. ganz passive Rolle zugewiesen wird. In der Januar- Nummer des der mit Recht als Orchestrion angesehen worden sei, zu jener Zeit ein Artikel unter der erwähnten Ueberschrift mit den Bureau- haltung einer derartigen Sizung gar nicht für nötig hält. Auch Fachblattes beschäftigte sich daß der Herr Dirigent als. Vorsitzender des Ausschusses die Abvon Gästen benutzt worden, dann sei die Heranziehung zur Steuer verhältnissen des Rechtsanwalts Adolf Lewinsky. berechtigt. Es wurden bezüglich der Accordarbeit, bei der sehr viel verdieni die Löhne aufgeführt, welche Rechtsanwalt Lewinsky seinen Bureau- wird", haben die davon Betroffenen so ihre Gedanken. Es wäre Angestellten zahle und behauptet, daß der Entgelt zu den geforderten für die Arbeiter nur ein Segen, von dieser Mordarbeit befreit zu Arbeitsleistungen in einem schreienden Mißverhältnisse ſtände. werden. Auch die Schädigung der Steuerzahler müsse herhalten, um dem Angeklagten auch seitens der Staatsanwaltschaft die Ablehnung zu motivieren. Ob dieselbe aber nicht an andrer zugebilligt worden ist, daß er sich in Wahrnehmung berech- Stelle desto empfindlicher eintritt, bleibe dahingestellt. Für die tigter Interessen befunden hat, so wird doch in verschiedenen in städtischen Arbeiter komme lediglich in Betracht, daß die Entschädigung dem Artikel vorkommenden Ausdrücken eine formelle Beleidigung von 3,50 M. bei den heutigen Verhältnissen vollständig ungenügend gefunden. Der beanstandete Artikel ist dann auszugsweise in der Schon im statistischen Jahrbuch der Stadt Berlin wird festgelegt, Staatsbürger- 3tg." vom 7. Januar v. J. wiedergegeben worden und daß sich die Preise von Rindfleisch um 8, von Schweinefleisch um 18, die Schlußbemerkung hinzugefügt:„ Wer sind nun die Auge für Speck um 10, für Kalbfleisch um 13, für Hammelfleisch uni beuter und Wucherer?" Rechtsanwalt Lewinsky schickte dann 11 Pf. pro Kilo vom Jahr 1896 bis 1901 verteuert haben. Der Nach einer Meldung von„ Laffans Bureau" kosten die Kohlen in an beide Zeitungen eine Berichtigung, die aber nur in dem Fachblatte Preis des Roggenbrotes ist in demselben Zeitraum uni 3 Pf. pro Kilo gestiegen. Privatdozent Stadtrat Dr. Ja st row berechnet den Chicogo im Großhandel 1½ Dollar die Tonne, in New York be- Aufnahme fand. Dr. Bachler hatte sich deshalb auch wegen Nicht- wöchentlichen Verbrauch einer Familie auf 21,16 M. im Jahre 1902 trägt der Preis für 25 Pfund engl. 10 Cents. Die Not der un- aufnahme einer Berichtigung zu verantworten. Er bestritt, daß er gegenüber 19,25 M. im Jahre 1901. Selbst das kaiserliche Ge-. bemittelten Bevölkerungeklassen wird noch durch die hohen Petroleum- für den Artikel, der ihm vor dem Druck gar nicht zu Gesicht ge- fundheitsamt stellte im Jahre 1895 den Preis der täglichen Koſt preise gesteigert. Petroleum kostet jett. 12 Cents die Gallone, kommen sei, verantwortlich gemacht werden könne, da der Redakteur einer erwachsenen Person bei mittlerer Arbeit auf 58 Pf. fest, was während vor kurzem noch der Preis 5 Cents betrug. Der Preis für Dr. Bötticher für diesen Teil der Staatsbürger Zeitung" bei einer vierköpfigen Familie 2 M. beträgt; und in welcher Weise Holz ist auf das Doppelte gestiegen und beträgt jest 50 Cents für als verantwortlich zu erkennen gegeben worden sei. Rechts- sind seitdem die Lebensmittel gestiegen. Das statistische Amt der anwalt Lewinsky trat als Nebenkläger auf und wurde noch Stadt Berlin hat in seinen Zusammenstellungen von 25 HausAus Industrie und Handel. Kohlennot in den Bereinigten Staaten von Amerika. Die plög lich eingetretene Kälte hat in den nördlichen Teilen der Vereinigten Staaten erneut eine ſtarte Nachfrage nach Kohlen hervorgerufen, die, da weder die Gruben noch die hauptsächlich am Transport beteiligten Eisenbahnlinien fähig sind, den an sie gestellten Anforderungen zu genügen, bereits an manchen Orten den Anlaß zu turbulenten Scenen gegeben hat. das Barrel gegen 25 Cents früher. Feuerung verwandt. " D Die Eisenbahnen in Chicago haben die Fracht- Eilbeförderung vom Justizrat Meißner und Rechtsanwalt Meyerstein unterstützt. Der haltungen unter Zugrundelegung eines Einkommens von 1000 W. eingestellt, um ihre Kohlenvorräte nicht vorzeitig zu erschöpfen. Die Angeklagte Bauer wurde vom Rechtsanwalt Karl Liebknecht ver- die Ausgaben für eine viertöpfige Familie auf 472,04 M. für Direktion der Gaswerte in Kansas City befürchtet, den Betrieb ein- teidigt. Der Zeuge Levinsky erklärte, daß er höhere Gehälter Nahrungsmittel festgelegt. Sest man mun die Einnahmen der stellen zu müssen. Zwei Stahlwerke in Baltimore mußten schließen. zahle, als es im Durchschnitt bei den Berliner Anwälten üblich städtischen Arbeiter bei 3,50 M. auf 1100 W. pro Jahr fest, jo Bierhundert Arbeiter werden dadurch brotlos. Die Stahlwerke in fei. Sein Bureauvorsteher beziehe monatlich 200 M., eine Maschinen- ergiebt sich für die Ernährung der Familie eine Summe von 519,24 Steelton( Pennsylvanien) haben ebenfalls den Betrieb eingestellt. Im schreiberin 125 M. usw. Sein eignes Netto- Einkommen be- Mark oder pro Woche 9,94 M. Nach Jastrow beträgt der unumwestlichen Teile des Staates Nebraska wird vielfach Mais zur laufe sich auf etwa 11 000 m. jährlich. In dem Artikel gänglich notwendige Saß für eine Familie 21,16 M., für den werde unter anderm behauptet, daß er im Jahre 1891 mit städtischen Arbeiter beträgt er 11,22 M. pro Woche weniger. Daß Die Budgetkommission des Repräsentantenhauses nahm eine feiner Familie sechs Wochen in einem kostspieligen norddeutschen diese Unterernährung zu den traurigſten Folgen führt, ſteht fest. Ge Bill an, welche für die Dauer eines Jahres den Einfuhrzoll auf Seebade zugebracht habe, er habe aber nur in Zeuthen geweilt. Die kommt noch die Erhöhung der Wohnungsmiete in Betracht, die eine alle Sorten Kohlen aufhebt, und fandte die Bill an das Plenum Angestellten, bis zum jüngsten Schreiber hinab, erhielten ebenfalls wesentliche Belastung des Arbeiterbudgets bedeutet. Es ist daher des Hauses. Sommerurlaub bei fortlaufendem Gehalt. Staatsanwalt Liebenom nicht nur das Recht, sondern die Pflicht der städtischen Arbeiter, für Bereits finden in England wieder größere Kohlenankäufe für hielt nach der stattgehabten umfangreichen Beweisaufnahme eine Erhöhung resp. Gewährung einer Teuerungszulage einzutreten. amerikanische Rechnung statt, wie der Boff. 3tg." aus Middles- alle gegen gegen den Nebentläger erhobenen Beschuldigungen für( Brausender Beifall.) brough gemeldet wird, find z. B. in Hull 100 000 Tonnen beste Süd- unbegründet und den ganzen Artikel für beleidigend, er beantragte In der sehr lebhaften Diskussion tourden die Ausführungen des Yorkshirer harte Maschinenkohlen zur Verschiffung nach den Ver- gegen Bauer 200, gegen Dr. Bachler 150 M. Geldstrafe. Nach Redners bestätigt. Ein Redner, der eine Familie von 10 Köpfen einigten Staaten gegen Ende Februar verkauft worden. längeren Plaidoyers des Verteidigers und der Vertreter des Neben hat, schildert in schlichter Weise seine materielle Lage und hält den Beitrag der südafrikanischen Minenkapitalisten zu den englischen stunde bis Sonnabendvormittag 9 Uhr. flägers vertagte der Vorsitzende die Verhandlung in später Abend- Ausspruch des Stadtverordneten Schulz anläßlich des PferdefleischEssens:„ die Fleischnot hat ein Ende" für ebenso hinKriegskosten. Nach einer Meldung des„ Reuterschen Bureaus" find Chamberlain und die führenden Persönlichkeiten der Minenindustrie In der Affaire Geyger- Klinger wurde gestern mittag 2 Uhr das fällig, wie die übrigen Anschauungen der bürgerlichen Kreise bezüg zu einem Uebereinkommen bezüglich der Regelung der finanziellen Urteil durch den Vorsitzenden des Schöffengerichts, Amtsrichter lich der Lohnhöhe der Arbeiter. Wollte sich eine Arbeiterfamilie eine angelegenheiten gekommen. Der Beitrag Transvaals zu den Kriegs- Scheller, verkündet. Von den Parteien war nur der Privat- derartig zubereitete Stoſt leisten, der Preis für ein Pfund würde fid foften foll 30 Millionen Pfund Sterling betragen; außerdem soll läger Prof. Geyger mit seinem Rechtsbeistand Rechtsanwalt auf 80 Pf. stellen. Einstimmig wurde die in unserm ersten Bericht eine Garantie für eine Reichsanleihe von 30 Millionen Pfund ge- Senger zur Stelle. Der Gerichtshof hat in dem ausführlichst be- mitgeteilte Resolution angenommen. geben werden, welche für öffentliche Arbeiten in Transvaal und der gründeten Urteil anerkannt, daß dem Angeklagten Klinger der BeOranjekolonie bestimmt sind. Auch über die Arbeiterfrage ist eine Berständigung erzielt worden. " weis der Wahrheit im allgemeinen gelungen fei, daß In Zeuthen fand am 11. d. M. bei Heinrich( Hankels Ablage) nämlich Professor Gehger nicht berechtigt gewesen sei, die eine Volksversammlung statt. Genosse Ströbel- Berlin beleuchtete in Umlage des Coakssyndikats. Wie die" Rhein. Weſtf. 3tg." Gerichtshof hat dem Angeklagten auch den Schutz des§ 193 zugesprochen, Gewaltakte der Mehrheitsparteien im Reichstage. Lebhafter Beifall Zuwendungen der Frau Dr. Meyer als sein Eigentum zu betrachten. Der ca. zweistündiger Rede die wirtschaftliche Lage der Arbeiter und die aber angenommen, daß er außer der edlen und lauteren Absicht, Jahres ebenfalls wieder 7 Proz. Umlage erheben. Im ganzen ersten Künstlern das Geld zu retten, auch die Absicht verfolgte, den Die Versammlung verurteilt aufs schärffte die schamlose Ausbeutung Halbjahr des Vorjahres belief sich die Umlage auf 3 Proz., im Juli Privatkläger zu beleidigen. Das Urteil fautete auf 50 M. Geld des arbeitenden Volkes durch die Annahme des Zolltarifs, insbesondere und August auf 3% Proz., in September auf 4 Proz., im Oktober ſtrafe. auf 6 Proz., im November und Dezember auf 7 Proz die verräterische Haltung der Freisinnigen Bollspartei. Die BerDa aus der Umlage die Erportvergütungen bestritten werden, es in dem Urteil: Es soll zugegeben werden, daß der Privatkläger die Interessen der Arbeiter vertritt und spricht deren Vertretern Bezüglich des Verhaltens der Frau Dr. Meyer gegenüber heißt sammlung fieht mur in der Socialdemokratie die einzige Partei, die zeigt der hohe Satz von 7 Proz., daß auch im Dezember wieder ein vielleicht auf Grund der ersten Briefe der Frau Dr. Meyer, die vollste Bewunderung aus für die mannhaften Kämpfe im Reiche bedeutender Teil der Coatsproduktion nach fremden Märkten ausge- ziemlich untlar waren, der Anſicht, ſein, fomnie, das Geld wäre tage. Die Verſammelten betonen, nicht daran zu denken, zwiſchen als Geschenk gegeben. Auffallend Rekonstruktion der Eisenacher Fahrzeugfabrik. Die schon seit das Wort„ Schenten" in keinem der Briefe vorkommt, sondern alles sondern mit allen Kräften die socialdemokratischen Bestrebungen zu längerer Zeit geplante Reorganisation der Gesellschaft soll nunmehr zur freien Verfügung" gestellt wird. Der Privatkläger hätte ja, unterstützen. zur Ausführung gelangen und und ruft die Versammlung zum wenn diese Briefe allein vorlägen, vielleicht der Ansicht sein können, führt worden ist. 7. Februar eine außerordentliche General- Verſammlung ein, in der daß es fich um ein Geſchent handelt. Es find aber noch mündliche Letzte Nachrichten und Depeschen. schaft Friedrichshütte, Bergarbeiter- Ausstand. die etwa über diese Angelegenheit Beschluß gefaßt werden soll. Der Antrag Vereinbarungen getroffen und Frau Dr. Meyer behauptet, daß fie der Verwaltung geht dahin, die Aktien im Verhältnis von 2: 1 zu über Zweck und Bedeutung ihrer Gaben den Privatkläger nicht im fammenzulegen und den sich hieraus ergebenden Betrag zur Deckung Unffaren gelassen habe. Jeder Zweifel für ihn mußte aber ausder Unterbilanz und zu außerordentlichen Abschreibungen zu ver- geschlossen sein nach den späteren Briefen der Frau Dr. Meyer, Betzdorf( Rheinland), 14. Januar.( B. T. B.) Die„ Betzdorfer wenden. Auf die zuſammengelegten Aftien fönnen unter Hingabe namentlich nach seiner Eheschließung. Darin ſteht ausdrüdlich, bag Beitung" meldet: Seit gestern früh ist die ganze Belegschaft des Abteilung Karl einer Aftie al pari und Zahlung von 1000 M. nebst Attienstempel die Gabe für deutsche Kunst und deutsche Künstler bestimmt sei, daß Stahl- Walzwerkes Wehbach der„ Bergbau- und Hütten- Attiengeſellatvei 6proz. Vorzugsaktien à 1000 M. in der Weise bezogen wer er sie nur für seine Lebenszeit genießen solle. Mithin fonnte er den, daß die eingereichte Aktie zur Vorzugsattie abgestempelt und sich nicht als Eigentümer betrachten. Er hat trobem auf die 300 Mann start ist, tegen Lohnstreitigkeiten ausständig. Landrat eine neue Vorzugsaftie von 1000 M. gewährt wird. Im ganzen Aufforderung der Frau Dr. Meyer das Geld nicht heraus von Goerschen ist aus Altenkirchen zu einer Besprechung mit Die Ausständigen verhalten follen höchstens 2 900 000 M. Borzugsaftien zur Ausgabe gelangen. gegeben. Auf die wiederholte Aufforderung hat er mehrfach gejagt, dem Arbeiterausschuß eingetroffen. Für den Fall der Anmeldung des Bezugs von mehr als 2900 Vor- er wolle eine Stiftung an den preußischen Staat machen, aber er fich ruhig. zugsaktien ist der Rücktritt der erforderlichen Zahl von Bezugs hat gar keine Verfuche gemacht, diese Absicht zu realisieren. Zur Kohlennot in den Vereinigten Staaten. berechtigten, umgekehrt für den Fall des Bezuges einer geringeren Er hat dann ein Testament eingereicht, welches ungültig war und Bahl die Uebernahme von Vorzugsaktien bis 500 000 M. al pari von ihm selbst als wertlos bezeichnet worden ist. Der Angeklagte Washington, 14. Januar.( W. T. B.) Jm Repräsentantenhause gegen Barzahlung gesichert. Die Reorganisation soll nur dann durch- wollte das Geld nicht herausgeben und erst nachdem Frau Meyer brachte heute der Vorsitzende des Justizausschusses eine Resolution ein, geführt werden, wenn in ganzen mindeſtena 2 350 000. Borz gedroht hatte, die Sache Herrn Geheimrat Bode zu unterbreiten durch welche der Ausschuß beauftragt wird, nach buffes ſei bezüglich aftien zur Ausgabe gelangen. Ferner wird beantragt, eine 4 und Prof. Groffe gerichtliche Schritte ins Auge gefaßt hatte, hat dem Hauſe mitzuteilen, was die Ansicht des Ausschusses sei bezüglich prozentige à 102 rüdzahlbare hypothekarische Obligationsanleihe von sich der Privatklager herbeigelassen, die 183 000 M. zurüd zu der Machtvollkommenheit des Kongresses, zu erklären, daß sich die Notzu wendigkeit ergeben habe, von Kohlen, natürlichen stolen1 250 000 M. aufzunehmen. cedieren und die Rückgabe der 91 000 M. in Aussicht zu stellen. Gewerkschaftliches. Deutfches Reich. Die Maurer in Gera( Zweigverein des Centralverbandes) haben den Unternehmern einen Lohntarif für 1903 eingereicht. Derselbe sieht die zehnstündige Arbeitszeit vor, einen Mindest- Stundenlohn von 38 Pf., für Ueberstunden werden 5 Pf., für Nachtarbeit 10 Bf. Verfammlungen. Zeuerungszulage für die städtischen Arbeiter. Lagern und Bergwerfen in den Bereinigten Staaten Besitz zu ergreifen, wie auch von allen Linien, Agenturen xc., die für den Kohlentransport notwendig sind; ferner soll der Ausschußz beauftragt werden, falls er es für notwendig halte, einen dahingehenden Gesetzentwurf dem Haufe vorzulegen. Berhafteter Großgrundbefizer. Leipzig, 14. Januar.( Privatdepesche des Zuschlag gefordert. Die Accordarbeit soll gänzlich abgeschafft werden. Schubert führte aus: Die Lohnerhöhungen, die die städtischen hiesige Großgrundbesitzer und Bauspekulant Friedrich ist wegen Husland. ( über die wir am Mittwoch schon kurz berichtet haben), fand DiensEine von etwa 2500 städtischen Arbeitern besuchte Versammlung Vorwärts".) Der tagabend im Gewerkschaftshause statt, um die Forderung einer Teuerungszulage зи begründen. Verbandssekretär auf AnArbeiter im vorigen Jahre erhofften, sind leider nur in ganz beDer Streit der Mailänder Friseure und Perückenmacher, den grenzter Weise und nur für wenige Arbeiter erfolgt. Die Ablehnung trag der Staatsanwaltschaft verhaftet worden. Die Verhaftung der Telegraph bereits gemeldet, hat erheblich an Ausdehnung zu erfolgte mit der Begründung, daß das Deficit der Stadt Berlin erregt hier großes Aufsehen. Unterschlagungen und kein Ende. genommen. Während zunächst nur 500 Arbeiter in den Streit traten, größten Sparsamkeit verpflichte. Wenn wir auch diesen Grundsatz ist ihre Zahl jezt auf 1100 gestiegen; die Gesamtzahl der in Mai- anerkennen, so berühre es doch eigentümlich, daß gerade bei den ganz Gleiwik, 14. Januar.( W. T. B.) Der„ Oberschles. Wanderer" land beschäftigten Friseurgehilfen beträgt etwa 1300. Die For- unzulänglichen Löhnen der städtischen Arbeiter, von denen die meisten meldet: Der Gemeindekassen- Rendant Borguzky aus Zaborze hat sich derungen der Ausständigen sind: Reducierung der Arbeitszeit auf mit 3,50 M. pro Tag entlohnt werden, zuerst gefpart werden solle. 70 Stunden pro Woche, Festsetzung eines Minimallohnes, Errichtung In Wahrheit ist jedoch überhaupt keine Neigung vorhanden, etwaige heute der hiesigen Staatsanwaltschaft mit der Selbstbezichtigung eines gemeinsamen Arbeitsnachweises, geleitet von den Gehilfen, Lohnzulagen zu gewähren. Dies gehe am besten aus den Protokollen gestellt, daß er die Gemeinde durch Unterschlagungen um 75 000 m. überwacht von einer Stontrollkommission, bestehend aus Unternehmer- des Ausschusses zur Beratung der Lohn- und geschädigt habe. Frankfurt a. M., 14. Jamuar.( B. H.) In einer Depesche an und Arbeitervertretern. Die meisten Friseurläden find geschlossen. Arbeitsbedingungen hervor, der in der Zeit vom März 1900 Die ftreifenden Gehilfen haben eine Reihe genossenschaftlich geleiteter bis zum 4. Juni 1901 tagte, und durch dessen Beratungen sie wie ein die Frantf. 8tg." erklärt Bürgermeister Dr. Neff- St. Johann die roter Faden der Grundgedanke zog, nur recht bescheidene Löhne Nachricht des Pfälz. Kurier", wonach seine Gattin mit einem zu zahlen, damit die Privatindustrie nicht geschädigt werde. Den Offizier geflohen und zwischen ihm und dem letzteren ein Duell Die Niederländische Vereinigung von Eisenbahn- und Straßen- Anträgen der socialdemokratischen Vertreter, ungelernten Arbeitern, stattgefunden habe, als Erfindung. Sahn- Bersonal hielt am 11. Januar zu Amsterdam einen Kongreß welche sich im Vollbesis ihrer Arbeitskraft befinden, 3,50 M., geab. Eine lange Diskussion wurde über die Frage geführt, ob und lernten Arbeitern 4 M. als Anfangslohn zu gewähren, wurde wie weit sich die Vereinigung mit Politik befaffen solle. Mit 222 mit folgender eigentümlicher Begründung begegnet: Man gönne New York, 14. Januar.( B. S.) Aus dem Staate Mississippi gegen 59 vertretene Stimmen wurde eine Resolution angenommen, jedem Arbeiter guten Lohn, ein jeder müsse aber auch nach feiner in der gefagt wird, daß die Vereinigung auf Grund der Ueber- Arbeit bezahlt werden. Die Arbeit fei jedoch in den verschiedenen wird gemeldet, daß in der letzten Nacht 20 Personen erfroren sind. Merantwort. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th Slone in Berlin. Drud u Bering: Vorwärts Buchdruderei u. Bertagsanstalt auf Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n.Unterhaltungsblatt. Geschäfte eröffnet. " Erfroren. Nr. 12. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 15. Jaunar 1908. 237. Sigung. Mittwoch, den 14. Januar 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsfh. Auf der Tagesordnung steht die Fortseßung der Beratung der zum Zolltarif gestellten Resolutionen und Petitionen. mission angenommene Resolution: Zunächst gelangt zur Beratung folgende bereits von der Kom„ Mit Rücksicht auf die Erklärungen der Vertreter der verbündeten Regierungen, in Bezug auf die Zollfäße der Tarif nummer 287( Erdöl 2c.) keinerlei vertragsmäßige Verbindlichkeiten andren Staaten gegenüber eingehen zu wollen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, mit möglichster Beschleunigung in eine Erwägung darüber zu treten, ob nicht durch Einführung verschiedener Zollfäße für Roh- Petroleum und gereinigtes Petroleum die Schaffung einer inländischen Raffinerie- Industrie möglich und wirtschaftlich geboten sei, und bejahendenfalls einen diesbezüglichen Gefeßentwurf dem Reichstage vorzulegen." Abg. Wurm( Soc.): nüßlich sei, Abg. Frese( frs. Vg.): wenn er Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Dr. Pansche und Gotzein( frs. Wg.) schlicht die Diskussion. Die Abstimmung über die Resolution ist auf Antrag Singer( Soc.) eine namentliche und ergiebt die Annahme derselben mit 152 gegen 70 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen.( Präsenz3iffer 224.) wird." Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natl.): Abgeordnete werden es sich aber überlegen, ob sie solchen Gesezen so viel Reklame gewisse Börsenzeitungen auch dafür gemacht haben. zustimmen wollen, wenn nicht die hier gestellten Refolutionen von Wir sind zunächst noch auf das ausländische Betroleum angewiefen. ber Regierung ernsthaft geprüft werden. Hoffentlich beteiligt sich Es muß aber auch darauf hingewiesen werden, daß man sehr leicht auch Abg. Wurm an den Vorschlägen, um die Macht des mächtigsten raffiniertes Petroleum in der Weise färben oder bersetzen kann, daß aller Ringe, des Rockefeller- Ringes, zu brechen.( Beifall bei den es von den Zollbehörden als Rohpetroleum über die Grenze gelassen wird. Nationalliberalen.) Der Nutzen aber käme dann nicht dem Publikum zu Gute, sondern Unterstaatssekretär im Reichsschazamt v. Fischer: den schwindelhaften Importeuren. Herr v. Hehl teilte mit, daß in Die in der Resolution aufgeworfene Frage ist in der Zolltarif- Betroleunzolles beschäftigt würden. Er hat sich aber offenbar von Frankreich 15-20 000 Arbeiter durch die Differenzierung des Kommission eingehend geprüft worden. Die Regierung hat wiederholt sehr schwerwiegende Bedenken gegen eine Differenzierung des feinem Bertrauensmann nicht fagen lassen, daß diese Arbeiter zolltechnischen Unterscheidung zwischen rohen und raffiniertem Deutschland bei der Einfuhr des amerikanischen Petroleums der Petroleumzolles geltend gemacht. Dazu gehört die Schwierigkeit der großenteils mit der Herstellung von Petroleumfäffern und-Gefäßen beschäftigt werden. Solche Fässer und Gefäße werden auch in Petroleum, die Gefahr für die heimische Petroleumgewinnung und der zu erwartende Zollausfall. In Frankreich, wo die Differenzierung Rockefeller Company angefertigt, da das Betroleum nicht eingeführt ist, bestehen( vielleicht abgesehen von Italien) die höchsten mehr in Fässern, sondern in den Schiffsbaffins transportiert Petroleumpreise. Der in der Resolution betretene Weg scheint mir behauptet, in Paris habe ein socialistischer Gemeinderat fich für wird. Herr v. Heyl ist auch falsch informiert, somit sehr bedenklich. Ich bitte sie abzulehnen. einen Octroi auf Petroleum entschieden. Der Pariser Gemeinderat ist in seiner Majorität nicht socialistisch, sondern nationalistisch. Für mich und meine Freunde handelt es sich bei dieser Die socialistischen Mitglieder des Gemeinderats haben sich gegen Frage um die Wohlfahrt der Konsumenten. Die Resolution einen solchen Octroi gewandt. Die Resolution bedeutet nur eine berfolgt aber eine Richtung, die zu einer Schädigung der verhüllte Ausplünderung der Aermsten durch einige wenige Konsumenten führen muß. Bei der sonderbaren Art. mit der die Zolltarif- Beratung zu gepriesene Schaffung einer deutschen Petroleum- Raffinerie- Industrie Socialdemokraten.) Die als eine nationale That an Sapitalisten. Wir werden daher dagegen stimmen.( Beifall bei den Ende geführt ist, ist es notwendig, genauer auf diesen Gegenstand müßte zu einer Erhöhung der Petroleumpreise zu Ungunsten der Abg. Dr. Paasche( natl.): Herr Wurm glaubte mir gegenüber einzugehen. Die zur Beratung stehende Resolution hat eine weit- Stonsumenten führen. Es giebt übrigens in Deutschland bereits feststellen zu müssen, daß Destreich nur im stande sei, 1 Millionen tragende Bedeutung; besonders die armste Bevölkerung würde schwer eine Petroleum Raffinerie, die ihren Siz in Bremen hat Doppelcentner Petroleum auszuführen. Ich habe aber lediglich das geschädigt, falls diese Resolution jemals zur Durchführung ge und bon der Standard Oil Company fontrolliert wird. selbe behauptet als ich sagte, es feien 5 Millionen Doppelcentner langen follte. Die verbündeten Regierungen haben zwar in Leytere hat bisher die Preisbildung des Petroleums enigegen den galizisches Petroleum im letzten Jahre produziert, wovon Destreich der Kommission erklärt, daß es weder zweckmäßig noch Intereffen der Konsumenten beeinflußt. Die Resolution würde selbst nur 3 Millionen Doppelcentner brauche. eine Differenzierung zwischen Roh Petroleum am letzten Ende zu Gunsten der Standard Dil Company wirken, Abg. Graf Kanit bestreitet gegenüber dem Abg. Gothein, daß und raffiniertem Petroleum durchzuführen. Nachdem wir aber ge- anstatt ihr entgegen zu arbeiten. Ich glaube auch nicht an eine er im Landes- Eisenbahnrat gegen die gleiche tarifarische Behandlung sehen haben, wie die Regierung auf jeden Wink der Mehrheitswesentliche Erhöhung des Verbrauchs von russischem Betroleum, das des galizischen mit dem russischen Petroleum mit Rücksicht auf der parteien umfällt, ist auch auf diese Aeußerung nicht viel zu geben. bei der Einrichtung unfrer deutschen Lampen gegenüber dem amerita- Spiritus gestimmt habe. Ihn hätte lediglich die Rücksicht auf ein Es handelt sich hier darum, eine Induſtrie nach Deutschland hinein nischen Petroleum rädständig ist. Es wäre sonst eine Kenderung Stompensationsobjekt für künftige Handelsverträge beſtimmt. zuzwingen, damit der Profit der deutschen Unternehmer noch vers unsrer Lampen erforderlich, die für den Einzelnen mit großen Abg. Gothein( frf. Vg.): Es war mir bisher nicht bekannt, daß mehrt wird. Man will die Errichtung von inländischen Petroleum- Kosten verbinden wäre. Die Standard Oil Company beziv. die Graf Kanit ein solcher Freund von Handelsverträgen sei. Raffinerien dadurch erreichen, daß man das Roh- Petroleum zu einem Deutsch- amerikanische Betroleumgesellschaft sind im Besiz als mehr Abg. Graf Kanis( f.): Ich bin stets gegen Handelsberträge aufgeringeren Zollfage einläßt und dafür das gereinigte Petroleum von 50 Proz. der von der Bremer Petroleum- Raffinerie ausgegebenen getreten, da aber wohl trop meines Widerstandes solche Verträge abmit einem höheren Bollsage belegen als jest. Der Zoll für gemit einem höheren Zollsage belegen als jeßt. Der Zoll für ge- Aftien. Wenn wir nun durch eine Zell- Differenzierung noch einen geschlossen werden, so kann mir unter diesen Umständen nur daran reinigtes Petroleum beträgt jetzt 6 M., so daß der Konsument für besonderen Anreiz zur Gründung deutscher Raffinerien schaffen, so liegen, daß sie möglichst günstig ausfallen. jeden Liter bereits heute 6 Bf. Boll bezahlen muß. Die Interessenten, werden wahrscheinlich die genannten Gesellschaften alsbald den Be die für die Schaffung einer deutschen Petroleum- Industrie mobil machen, verfolgen damit einen rein agrarischen Zwed. Sie wollen trieb dieser einzigen in Deutschland cristierenden Raffinerie in die eigne Hand nehmen. Auf den zu befürchtenden Zollausfall hat der den Brennspiritus dem Petroleum konkurrenzfähig machen. Weil sie Unterstaatssekretär schon hingewiefen; bei der jezigen Lage der den Brennspiritus nicht billiger herstellen können, so treiben sie den Preis des Petroleums in die Höhe.( Sehr richtig! bei den Social- Finanzen könnten wir doch einem solchen Ausfall nicht so leichten demokraten.) Sie wollen ihre BrennfpirituseIndustrie, die sie selbst erzens zusehen. Ich bitte Sie also, diesen Weg nicht zu beschreiten. Es folgt die Beranmg ziveier Refolutionen in Bezug auf die durch die neuesten Liebesgaben nicht haben retten können, fünstlich( Beifall links.) heben. Diesem die breite Masse ausplündernden Vorhaben wird wie Abg. Dr. Paasche( natl.): Meistbegünstigungsverträge. Die Abgg. Frhr. Heyl zu Herrns immer ein nationales Mäntelchen umgehängt. Die Regierung hat schon Rach der Beweisführung des Herrn Frese tönnte man überhaupt heim( natl.), Graf v. Kanit( t.), v. Stardorff(.) beantragen, in der Kommission darauf hingewiesen, daß die Verpflanzung der feine inländische Industrie großziehen: sie könnte sich ja mit der der Herr Reichskanzler möge vor Erneuerung der bestehenden Tariflande unabhängig macht, weil wir inländisches Noh- Betroleum nicht Freisinnigen) Grundsatz ist doch sonst: freie Konkurrenz schafft billige welchen in Bezug auf die Zollgefeggebung und auf die zollamtliche Betroleums- Raffinerien in das Inland uns keineswegs vom Aus- Konkurrenz verbinden und die Konsumenten schädigen. Ihr( zu den berträge das vertragsmäßig oder herkömmlich bestehende Meistbegünstigungsverhältnis zu allen denjenigen Ländern lösen, von so viel haben, wie wir brauchen, sondern auf ausländisches an- Preise. Der Weltherrschaft Rockefellers muß durchaus entgegen gewiesen sind. Die Schaffung von Petroleum- Raffinerien türde die gewirkt werden gerade im Intereffe der Konsumenten.( Sehr richtig! Behandlung deutscher Waren die volle Reciprocität nicht gewährt Belastung des deutschen Volkes um mindestens 90 Millionen fteigern. bei den Nationalliberalen.) Dem deutschen Volle ist zu Gunsten des Diese 90 Millionen würden in die Taschen jener Industriellen fließen, Herrn Rockefeller eine Steuer von 50 Millionen auferlegt, da ist möge thunlichst bald, wenn möglich noch vor Erneuerung von Abg. Sped und Genossen beantragen, der Herr Reichskanzler die durch Syndikate den Preis außerdem noch tünstlich in die Höhe doch die Frage erwägenswert nur darum handelt es sich об getrieben haben. Die Zollbelastung würde dann pro Liter es hiergegen Mittel giebt. Sie( nach links) find doch sonst dafür, Tarifverträgen das vertragsmäßig oder herkömmlich bestehende Meist nicht mehr 6, sondern 8 Pfennige betragen. Damit jind Enqueten zu veranstalten, warum strauben sie sich hier dagegen; die begünstigungsverhältnis zu allen denjenigen Ländern lösen, bet welchen die Erfahrung gezeigt hat, daß ein solches Verhältnis den ja die Herren Spiritusagrarier ihrem Ideale wieber einen Resolution müßte nach meiner Deinung einstimmig angenommen deutschen Interessen nachteilig gewesen ist, und darauf hinzuwirken, Schritt näher gekommen. Der Spiritus tann, da er bedeutend werden. Die zolltechnischen Bedenken des Herrn Unterstaatssekretärs daß mit solchen Ländern reine Meistbegünstigungsverträge nicht höhere Herstellungskoften erfordert, mit dem mit dem Petroleum nicht sind in der Kommission bereits wiederlegt worden. Daß wir von fonfurrieren. Beil dem so ist, geht das Streben der Agrarier Amerika abhängig sind, ist nicht richtig. Die galizischen Quellen find mehr abgeschlossen werden. darauf hinaus, den Preis des Petroleums in die Höhe zu treiben. fo ergiebig, daß sie den öftreichischen Bedarf weit übersteigen, obgleich Gegen diesen Raubzug auf die Tafchen des Volkes müssen wir uns lein Barrel amerikanischen Petroleums mehr nach Destreich kommt. Wie wichtig die vorliegende Frage ist, geht daraus hervor, daß fräftig wehren. Nach den Erklärungen in der Kommission und in Auch unsre einheimischen Hannoverschen Quellen sind sehr ergiebig. wir Meistbegünstigungsverträge mit 18 Staaten haben, Handelsder Presse denkt man gar nicht daran, falls ein deutsches RaffinerieAbg. Gothein( frj. Vg.): verträge dagegen nur mit 8 Staaten. Wenn die MeistbegünstigungsSyndikat bestände, die Mineralöl- Rückstände zu verbilligen. Im Wenn die Resolution wirklich den 3wed erreichen follte, das vertrags- Verhandlungen mit Rußland und Destreich wesentlich erverträge zunächst gekündigt würden, so toürden die HandelsGegenteil, man will sie verteuern, damit nur ja nicht dem geliebten Monopol der Standard Dil Company zu bekämpfen, so würden leichtert.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Jezt werden Spiritus eine Konkurrenz entsteht. Wenn noch ein Zeugnis gefehlt meine fsämtlichen Freunde dafür stimmen, aber diefer Zweck wird die Vertragsstaaten dadurch benachteiligt, daß die meistbegünstigten hätte, so hat es der bekannte Herr Slapper in feiner Deutschen Agrarier nie dadurch erreicht werden. Herr Baasche hat ja selbst gesagt, daß Staaten dieselben Vorteile genießen, ohne doch die Zugeständnisse Zeitung" geliefert. In der Nummer vom 1. Januar d. J. beschäftigte er Rodefeller fofort feine Hand auf jede neu entstehende Betroleum wie die Vertragsstaaten gemacht zu haben. So find 3. B. nach dem sich mit einer Berordnung des Bundesrats, der auf Grund einer An raffinerie legt. Die Hoffnungen auf den Delreichtum Deutsch Dingley- Tarif die Produtte der deutschen Industrie in Amerika bis mertung des Zolltarifs beim Mineralöl das Recht hat, innerhalb lands teile ich nach gewisser Grenzen diesen Zoll aufzuheben. Der Bundesrat hat nun Das Monopol Rockefellers fann am besten bekämpft werden mit der Deutschland. den bisherigen Erfahrungen nicht. zu 150 Proz. höher belastet als die amerikanischen Produkte in im Interesse der mit Mineralöl betriebenen Motore gestattet, daß Dazu tommt das Nachlassen der deutschest bis zu einem Jahresbedarf von 10.000 Stilogramm Mineralöl zoll. Entwicklung der andren Beleuchtungsmittel, z. B. des Waffergafes. Ausfuhr nach Amerita, bis zu einem Jahresbedarf von 10 000 kilogramm Mineralöl zoll- Davon freilich wollen die Herren nichts wissen aus Furcht, amerikanischen Ausfuhr nach Deutschland. Dagegen hat sich die besonders im Verhältnis zu der frei bezogen werden könne. Das hat den Zorn des Herrn Klapper Daß ihrem lieben Spiritus eine Stonturrenz erwachsen lönnte. Paffivbilang Ameritas, die 1899 noch 2 Proz. betrug, umgewandelt und der Zeitschrift für Spiritusindustrie" erregt. Die Herren wollen es par ordre de moufti am liebsten durch Kabinettsorder manche Gewerbe- Inspektoren den Motoreninhabern, die ihre Motoren haben 71 Proz. unfres gesamten Weizenbedarfs zu uns exportiert. Geht doch die Rücksichtnahme auf den Spiritus so weit, daß in eine Aftivbilanz von 64 Proz. Die Meistbegünstigungsländer erzwingen, daß der Spiritus allein für hof- und salonfähig erklärt mit Benzin statt mit Spiritus heizen, ganz unnötige Schwierigkeiten( hört! hört!) Frankreich führte einen Weizenzoll von 5,60 M.( 7 Fr.) wird. Spiritus für Motorzwecke ist zollfrei und auch die Kohle für machen. Ich bitte den Herrn Staatssekretär die Gewerbe- Inspektoren in dem Moment ein, wo wir den Handelsvertrag mit Rußland ab= so gerade die fleinen Gewerbetreibenden, die auf Petroleummotore zu informieren, daß das nicht zu ihrem Wirkungskreise gehört. fchloffen. Frankreich führt Weizen nur noch aus seinen Stololonien ( Bravo! links.) Algier und Tunis ein, während die deutsche Weizeneinfuhr aus angewiesen sind, am meisten geschädigt. Sie müssen 4 Bf. pro Stunde und Pferdekraft zahlen. Eine ähnliche Besteuerung der Großüberseeischen Ländern ständig zugenommen hat. Eine Anzahl meiner betriebe würde diese mit 24 Millionen Mark Steuern belasten, also Herr Paasche hat ein erstaunlich schlechtes Gedächtnis, aber Freunde und ich werden es also ablehnen, Handelsverträgen auf sie vollständig eristenzunfähig machen. Das nennen die Herren vom immer nur dann, wenn es ihm gerade so paßt. Er hat den Inhalt Grund der Getreide- Minimalzölle zuzustimmen, weil es dann den Centrum und der Rechten Schutz des kleinen Mannes. Wenn wir des von ihm und dem Abg. Frhin. v. Hehl in der Kommission ges Meiftbegünstigungsländern ermöglicht würde, auf Grund der Meistverlangen, gebt das Mineralöl frei für Motorgtvede, fo erzählen sie uns, stellten Antrages ganz falsch dargestellt. Dieser Antrag wollte nicht begünstigungsverträge Deutschland mit Getreide zu überschwemmen. fie wollen eine internationale Industrie schaffen und das amerikanische nur den Zoll für Rohpetroleum auf 7,50 M. ermäßigen,( Lebhafte Zustimmung rechts.) Meine Freunde lehnen es ab, sich Betroleum bekämpfen, während ihr Vorgehen im Grunde nur darauf fondern auch den Boll für raffiniertes Petroleum von 6 M. von neuem unter das Joch der Amerikaner zu beugen.( Bravo L Hinauskommt, einige Großkapitalisten zum Schaden der Kleinen Ge- auf 7,50. erhöhen.( Hört! hört! bei den Socialdemo- rechts.) Ich freue mich, daß diese Auffassung auch ein socialdemowerbetreibenden zu bereichern. Das sind die Gründe, warum meine traten.) Diese ganzen Bestrebungen gehen ja nicht dahin, fratischer Reichstags- Abgeordneter, Herr Galwer, teilt. Zu meinem Freunde und ich gegen diefe Resolution stimmen. Wir hielten es dem Gemeinwohl zu nügen, sondern in Deutschland ein Raffinerie- großen Leidwesen hat sich Herr Calwer während der ganzen Verhandlungen für notwendig, die weiteste Oeffentlichkeit darauf aufmerksam zu Syndikat zu schaffen, das sich die Taschen noch mehr füllt, als es über den Bolltarif hier im Hause nicht sehen lassen.( Widersprud) machen, welch' gemeingefährliche Bestrebungen hinter diesen scheinbar jezt die Rockefeller Company thut. Es ist den Herren nur darum bei den Socialdemokraten.) Er hat aber feiner Auffassung in den nationalen Absichten lauern. Vor allem, um große Massen der zu thun. den Profit auf deutschem Boden einzustecken. In der Socialistischen Monatsheften" Ausdruck gegeben und dort u. a. nachPetroleum verbrennenden Bevölkerung in Stadt und Land vor neuen Stommiffion meinte ein nationalliberaler Herr, Rockefeller fei ein gewiesen, daß der amerikanische Dingley- Tarif den deutschen Konschweren Lasten zu schützen, werden wir gegen die Resolution stimmen. Wohlthäter der Menschheit, weil er die Petroleumpreise so niedrig feftionsarbeitern einen täglichen Arbeitsverlust von 1,20 M. gebracht halte. Das wird aber nur so lange der Fall sein, als hat und somit eine schwere Schädigung des deutschen Arbeiterstandes Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natl.): noch nicht sämtliche Konkurrenten Rockefellers in das Syndikat bedeutet. Ich weiß zwar, daß die„ Socialistischen Monatshefte" auf dem Die letzten Acußerungen des Herrn Vorredners lassen doch auf aufgenommen find. Ich denke dabei nicht an die kleinen amerikanischen Münchener Barteitag als nicht zulässig erklärt worden sind( Widermangelnde Information schließen. In der Kommission haben sich Outsiders, sondern an die großen Konkurrenten Rothschild und Nobel. spruch und Lachen bei den Socialdemokraten), weil ihre Mitarbeiter gerade die Oberagrarier gegen die Resolution erklärt, weil sie eine Sobald der Ring geschlossen ist, wird er selbstverständlich den in verschiedenen Fragen eine freie und unabhängige Haltung einBerbilligung des Petroleums zum Nachteil der Spiritusindustrie Konjumenten der ganzen Erde schonungslos um den Hals gelegt nehmen. Auch auf dem Mainzer Parteitag hat Abg. Calwer ähn davon befürchteten. Herr Wurm sprach vom Licht des armen werden. Gegen folche Ausbeutung tann die heutige Gesellschafts- liche Anschauungen geäußert. Ich glaube, daß gerade die Kündi Mannes, er hat wohl übersehen, daß der socialistische Gemeinderat ordnung nichts machen, sei es mur ein Petroleumring Herrn gung der Meistbegünstigungsverträge zur Aufrechterhaltung der von Paris cin Offroi auf Petroleum von 20 Proz. erhebt. v. Geyls oder ein Leberring.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Stonturrenzfähigkeit der deutschen Arbeiter gegenüber den aus( Lebhafte Zurufe bei den Socialdemokraten: Nationalistisch! Schlecht Die Preise sind nur so lange niedrig. als eine Stonkurrenz taput ländischen wesentlich beitragen wird. Die fleine Schweiz hat den Mut informiert!) Jedenfalls haben die Socialdemokraten in Frankreich gemacht werden soll. Man hat uns als die„ Petroleure" bezeichnet, gefunden, sich aus den Armen des Dingley- Tarifs zu befreien. Der noch nicht das Bestreben fundgegeben, dies Octroi zu beseitigen. bie mit Petroleum einer neuen Weltanschauung zum Siege ver- Handelsminister Möller hat sich als nationalliberaler Abgeordneter Die Resolution beztvedt lediglich die Betämpfung des unerträglichen helfen wollen. Aber gerade das Petroleum Syndilat ist das erste auf dem Parteitage des Jahres 1898 durchaus in dem heute von Rodefeller Monopols in erster Linie mit Rücksicht auf die flaffische Beispiel dafür, daß eine einzige Gruppe die ganze Welt mir vertretenen Sinne ausgesprochen. Ich bitte um Annahme der Konsumenten. in ihr Joch zwängt. Dieses Petroleum wird auch in manche Köpfe von mir eingebrachten Resolution.( Beifall bei den NationalSie( zu den Socialdemokraten) haben fein Recht, sich hier allein hineinleuchten, die sonst von der Vorzüglichkeit der kapitalistischen liberalen.) als Bertreter des armen Bolles auszugeben.( Sehr richtig! bei den Wirtschaftsordnung überzeugt find. Das einzige Mittel dagegen ist die Abg. Speck( E.): Nationalliberalen.) Der Abgeordnete Wurm behandelt folche Fragen, Expropriation der Kapitalisten. Das hier vorgeschlagene Mittel tann Unfre Resolution wurde bereits in der denkwürdigen Sigung das muß auch ich zugeben, soweit die rein technische Seite in Be- nur schaden, es würde die Preise erhöhen. Will man auf der Basis vom 13./14. Dezember von Herrn Richter wenig freundlich beurteilt. tracht fommit, mit der größten Sachfenntnis. Nur müßte er folche einer deutschen Raffinerie den Ring bekämpfen, so müßte der Boll Nach seinen früheren Aeußerungen hätte ich erwartet, daß er der Angriffe und Bemerfungen, wie wir sie vorhin gehört haben, ver auf raffiniertes Petroleum erniedrigt und der Zoll auf robes Petroleum Tendenz unsres Antrages sympathisch gegenüberſtände. In feinem meiden. In Frankreich besteht die differenzielle Zollbehandlung noch mehr erniedrigt werden. A- B- E- Buch fagt er: Die plöglichen Zollerhöhungen in den Vereinigten infolge des großen heimischen Raffineriebestandes bereits. In Die weitere Frage ist: Wo sollen wir das Rohpetroleum her Staaten zeigen gerade in lehrreicher Weise, um wie viel besser Tarifverträge Frankreich giebt es, wie mir ein von mir entfandter Vertrauens- bekommen? Ueber die galizische Produktion hat Herr Paasche ganz sind als bloße Meistbegünstigungsverträge. Aehnlich hat fich der mann aus Baris mitteilt, etwa 24 Raffinerien, die das Mohöl großen oberflächliche Mitteilungen gemacht. Die galizifche Petroleumproduktion Herr Abg. Richter auch 1899 bei der Interpellation Graf Kanig über teils von Rockefeller beziehen. Diese Raffinerien befchäftigen an fann mur einen ganz verschwindenden Bruchteil des deutschen Konsums be- unsre handelspolitischen Beziehungen geäußert. Wenn ich nun auch nähernd 20 000 Arbeiter. Im ganzen werden in Frankreich infolge friedigen. Es kommt hinzu, daß die Eisenbahn- Transportkosten von Herrn Richter nicht auf meiner Seite fehe, fo hoffe ich doch, daß die der Differenzierung des Petroleumzolles 40 000 Arbeiter beschäftigt. Galizien viel höher find, als die Schiffs- Transportkosten von Amerita. Herren der äußersten inten für unsre Resolution stimmen Ich bedaure, daß die Regierung dieser Frage fo wenig Jutereffe ent- Auch enthält das galizische Betroleum tweniger Brennöl als das werden. Herr v. Heyl hat ja fchon auf die Stellungnahme des gegenbringt. Ihre Teilnahme wird ja größer werden, wenn es fich amerikanische. Die mit der Petroleumgewinnung in der Provinz Serrn Abg. Calter hingewiesen. Auch der Borwärts" hat um die Erneuerung der Handelsverträge handeln wird. Manche Hannover bisher gemachten Erfahrungen find nicht sehr ermutigend, fich am 24. November 1898 dafür ausgesprochen, daß unsre Regie" -O Abg. Wurm( Soc.): 41 Sie werden müssen. D Der Minister geht darauf unter ziemlicher Unruhe des Hauses auf weitere Special- Etats ein. Beim Finanz- Etat kommt er auf die Polenpolitik der Regierung zu sprechen. Wir wollen in den östlichen Provinzen den Frieden, aber einen Frieden, der unsren Landsleuten die vollen Rechte garantiert. Wir verfolgen feine aggressive Politik gegen die Polen, sondern wir ergreifen positive Maßnahmen zum Schutz des Deutschtums.( Beifall rechts.). An dieser Politik werden wir festhalten. Insbesondere soll die Schaffung einer föniglichen Residenz in Posen darthun, daß diese Provinz durch ein Jahrhundert deutscher Arbeit, Kultur und Intelligenz unauflöslich mit dem preußischen Staat verbunden ist. Redner schließt seine Ausführungen mit den Worten: Ich lege den Etat in Ihre Hände in dem Vertrauen auf eine fach= gemäße Prüfung.( Beifall.) Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sigung Montag 11 Uhr.( Erste Beratung des Etats.) Schluß 1 Uhr. Zur Gewerkschafts- Debatte. Nachdem die Genossen Silberschmidt und Gehl sich im„ Vorning um der Arbeiter willen die Pflicht habe, die Meistbegünstigungs- mungskommission länger als 25 Jahre, so lange die Kommission ein- stehen. Ich habe schon im vorigen Jahre auf eine Rede berträge zu fündigen, wenn unsrer Industrie Ausfuhr von gerichtet ist, unausgefeßt ihr Borsigender gewesen ist.( Die Ab- des At 3. Fuhrn. v. 3edlig dem Gedanken Ausdrud gegeben, feiten des Auslands Rechte vorenthalten werden. Wenn es geordneten hören diese Worte stehend an; ebenso die folgenden.) ob es nicht zweckmäßig wäre, im Eisenbahn- Etat einen speciellen den Herren mit diesem Schutz der Industrie- Arbeiter ernst ist, Außerdem ist am 7. August v. J. das frühere Mitglied des Hauses, Herr Ausgleichsfonds zu schaffen. Je mehr ich mich in diesen Gedanken so massen sie für unsre Resolution stimmen. Wir unterscheiden uns v. Bennigsen, gestorben. Aus dem Umstande, daß das Haus durch zwei vertieft habe, desto mehr bin ich zu der Ueberzeugung von der Notvon Herrn v. Hehl dadurch, daß wir unsrem Auswärtigen Amt nicht Legislaturperioden hindurch Herrn v. Bennigsen das Vertrauen und die wendigkeit eines solchen Ausgleichsfonds gekommen, der die großen zumuten wollen, vor Erneuerung der Handelsverträge unter allen Auszeichnung erwiesen hat, ihm zum ersten Präsidenten zu wählen, Ueberschüsse der günstigen Jahre und die Mindereinnahmen der unAmständen alle Meistbegünstigungsverhältnisse zu fündigen. Weiter habe ich die Verpflichtung entnommen und glaube in Ihrer aller günstigen Zeiten gegen einander ausgleichen würde. Welche Stellung halten wir den Passus in der Resolution Heyl nicht für durchführbar, in Sinne gehandelt zu haben, im Namen des Hauses unsre Teilnahme das Staatsministerium zu diesem Gedanken nehmen wird, vermag dem sowohl in Bezug auf die Zollgefeßgebung als auch die zoll- auszusprechen.( Bravo!) Die Familie hat mir darauf sofort mit ich im Augenblick noch nicht zu sagen; es ist mir aber von Wert, amtliche Behandlung volle Reciprocität verlangt wird. Wir einem warmen Telegramm geantwortet. die Meinung des hohen Hauses darüber zu hören. Ein Ausgleichskönnen nicht erwarten, daß die Vereinigten Staaten plöglich statt Darauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein. Erster Gegen- fonds giebt der Eisenbahnverwaltung selbst ein Interesse daran, des Wertzolls den Gewichtszoll einführen. Materiell sind die beiden stand ist die wirtschaftlich zu verfahren. Resolutionen vollständig gleichwertig. Ihr Zweck ist, den ersten Wahl des Präsidenten Schritt zu thun, um unser Verhältnis zu den Meistbegünstigungs- und der Schriftführer. ländern in ein andres Fahrwasser zu leiten. Der Vertrag von 1900, der von der offiziösen Presse als ein Triumph unsrer Diplomatie Auf Vorschlag des Abg. v. Köller( f.) werden durch Acclamation bezeichnet wurde, war vielmehr ein Rüdzug vor Amerika. wiedergewählt Abg. v. Kröcher( f.) zum Präsidenten, Abg. Frhr. Der deutsche Export nach den Vereinigten Staaten ist viel ungünstiger bon Heereman( C.) zum ersten Vicepräsidenten, Abg. gestellt als der amerikanische bei uns. An die Stelle des alten Dr. Krause( natl.) zum zweiten Vicepräsidenten. Die Gewählten Meistbegünstigungsvertrages mit Amerika muß entweder ein Handels- nehmen die Wahl mit Dank an. bertrag oder ein neuer Meistbegünstigungspertrag auf Grund des Zu Schriftführern werden, ebenfalls auf Vorschlag des neuen Bolltarifs treten oder, wenn solche Verträge nicht zu stande Abg. von Köller, gewählt die Abgg. von Bockelberg( f.), Gördeler( ff.), kommen, so muß der Generaltarif gegenüber Amerita in Kraft treten. Schetteler( f.), Weherbusch( ft.), Imwalle( C.), von Hagen( C.), ( Sehr richtig! im Centrum.) Ich glaube nicht, daß das Amerika Jürgensen( natl.) Mittler- Thorn( frf. Vp.). Veranlaffung zu einem Zollfrieg bieten könnte.( Beifall im Centrum.) Zu Quästoren ernennt der Präsident für die Dauer seiner Amtsführung die Abgg. Letocha( C.) und Busch( f.). Staatssekretär Graf Bosadowsky: Es folgt der zweite Punkt der Tagesordnung: EntgegenNachdem der Zolltarif in diesem hohen Hause verabschiedet worden nahme von ist, ist es mir einigermaßen verwunderlich, daß die Abgeordneten Vorlagen der Staatsregierung. fich schon jetzt hier wieder mit der zukünftigen Gestaltung unsrer Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben handelspolitischen Verhältnisse zu andren Staaten beschäftigen. bringt den Etat mit folgenden Ausführungen ein: In meiner es mir politisch nachempfinden nachempfinden können, daß letzten Etatsrede habe ich das voraussichtliche Deficit des Jahres 1901 für die verbündeten Regierungen jetzt Regierungen jeßt der allerungünstigste auf rund 40 Millionen angegeben. Diese Angabe hat sich als Zeitpunkt ist, fich über diese Verhältnisse außern. Es ist während der Verhandlungen in der Kommission und ziemlich zutreffend erwiesen: das abgeſchloſſene Jahr 1901 hat that wärts" wiederholt geäußert haben zu den zwischen den beiden im Plenum manches Wort gefagt worden, was besser nicht gefagt fächlich mit einem Fehlbetrag von 37 Millionen abgeschlossen. Die Organisationen ihres Berufes schwebenden Differenzen, wollen auch und gefragt worden wäre, denn die Zuhörer außerhalb des Hauses Eisenbahn- Einnahmen. Ergebnisses liegt Rückgang der Die Einzelfälle, mit Dieser Rückgang hat rund 58 Millionen deren Erörterung diese Debatte eingeleitet wurde, berühren wir find viel aufmerksamer als die innerhalb.( Heiterkeit.) Es ist von betragen. Die Mindereinnahmen der Eisenbahn nicht, da das Interesse an diesen Einzelheiten wohl nicht über den dem handelspolitischen Mut der kleinen Schweiz die Rede. Ja, wenn Verwaltung betragen 82 Millionen, die Minderausgaben Kreis der unmittelbar Beteiligten hinausgehen dürfte. Von allgeDeutschland fein größeres Interesse zu vertreten hätte als die 24 Millionen, die übrigen Betriebsverwaltungen haben ein meinerem Interesse ist dagegen die Frage, die durch die letzten neutrale fleine Schweiz, dann könnte es vielfach anders vorgehen. günstigeres Ergebnis, als der Voranschlag voraussah, geliefert und Aeußerungen Silberschmidts und Gehls in den Vordergrund der Ein Staat aber von der Weltstellung Deutschlands hat selbst zwar in der Gesamthöhe von 27 Millionen. Daran find beteiligt Debatte getreten ist. verständlich eine Masse Rücksichten zu nehmen, die für kleine Länder die Forsten mit 11 Millionen, die direkten Steuern mit 10 Millionen, Arbeiterbewegung schädlich? Sind Sonderorganisationen der gesamten nicht in Betracht kommen.( Sehr richtig!) die Bergwerke mit 41 Millionen. Es ergiebt sich, daß die UeberschußSo oft auch schon die Frage der Meistbegünstigung akademisch verwaltungen insgesamt mit einem Minderüberschuß von 31 Millionen tretern der beiden Organisationen geführt wurde, hauptsächlich das Es ist ja begreiflich, daß in der Debatte, die von den Vererörtert worden ist, so läßt sich doch kein allgemeines Princip für abgeschlossen haben. die Meistbegünstigung und ihre Anwendung bei Vertrags- Verzum Ausdruck gekommen ist, was beide Organisationen trennt, und Was die zweite große Kategorie der allgemeinen Finanz- fie veranlaßt hat, gesondert ihre Wege zu gehen. Von weit größerer Handlungen aufstellen. Es soll keineswegs verkannt werden, daß verwaltung anlangt, so habe ich die Mehrleistungen Preußens an Wichtigkeit wie die Erörterung der Trennungspunkte ist aber die die Meistbegünstigung auch schwere Nachteile hat. Im all- das Reich gegenüber dem Etat auf voraussichtlich 11 Millionen an Hervorhebung dessen, was die beiden Organisationen und zwar gemeinen wird man doch innerhalb Europas an ihr festhalten gegeben. In Wirklichkeit haben sich die Verhältnisse etwas günstiger nicht nur die der Maurer veranlassen sollte, das„ Getrennt Würden wir den Grundsak der allgemeinen Meistbegünstigung aufgeben, so würden wir in unserm Welthandels- Verkehr gestaltet: dieser Betrag stellte sich auf nur 9 Millionen Mart. maschieren" aufzugeben, und dem wirtschaftlichen Gegner eine einetwa auf den Zustand geraten, wie er vor der Errichtung des all- hinsichtlich der Beurteilung unsrer gesamten wirtschaftlichen Lage im Was den vorgelegten Etatsentwurf für 1903 anlangt, so stehe ich heitlich geschlossene Kampfgruppe gegenüber zu stellen. Es tann gar keinem Zweifel unterliegen, daß die Gewerkschaftsgemeinen deutschen Zollvereins bestand.( Sehr gut!) Wir würden wesentlichen auf demselben Standpunkte, den ich im vorigen Jahre bewegung ihr Ziel: den Berufsangehörigen die denkbar günstigsten unserm Handel. Lasten auferlegen, die mit dem Weltverkehr eines eingenommen habe. Wir haben keinen Anlaß, trübe in unsre wirt- Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erringen, um so eher und um großen Staates ganz unvereinbar sind.( Sehr wahr!) Deshalb schaftliche Zukunft zu blicken, aber ebenso sicher ist, daß die Krisis so beffer erreichen wird, je attionsfähiger die gewerkschaftlichen Orga halten die europäischen Staaten trog der eventuellen Nachteile an noch nicht überwunden ist und daß wir allen Anlaß haben, auch für nisationen sind. Nichts hemmt aber die Aktionsfähigkeit und die dem Grundsatze der allgemeinen Meistbegünstigung fest. Man kann also feinen allgemeinen Grundsay dafür aufstellen, das nächste Jahr mit großer Vorsicht vorzugehen. In dieser Auf- Schlagfertigkeit der Gewerkschaften so sehr, wie die Zersplitterung fassung bestätigt sich zunächst die nach wie vor überaus der Angehörigen eines und desselben Berufes in verschiedene Orgawem gegenüber und unter welchen Verhältnissen man die all- ernste Lage der Landwirtschaft. Produktionskosten, namentlich die niſationen, von denen jede ihren eigenen Weg geht. Es ist leicht gemeine Meistbegünstigung einzuführen hat. Dieser Begriff wird Löhne find in ständigem Steigen begriffen, während die Getreide- gesagt: Wir wollen getrennt marschieren und vereint schlagen. Die nach seinem Inhalt von den verschiedenen Staaten verschieden aufpreise, von einzelnen Schwankungen abgesehen, beständig fallen. Thatsachen haben aber bewiesen, daß die Getrenntmarschierenden gefaßt, besonders von den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Auch die Leutenot ist noch nicht beseitigt, wenn auch infolge der un- oft in jo hohem Grade die Fühlung miteinander verloren, daß sie Ob und in welchem Umfange man die allgemeine Meistbegünstigung günstigen industriellen Konjunktur das Abströmen vom Laude nach im gegebenen Augenblick nicht zum vereinten Schlagen zusammen gewährt, hängt auch davon ab, welche Waren für Ein- und Ausfuhr der Industrie nicht mehr in dem früheren Maße stattfindet. Die von zu bringen waren. Wir haben ja in Berlin nicht nur bei den von und nach den betr. Meistbegünstigungsländern in Frage kommen. Der Industrie zur Landwirtschaft übergegangenen Arbeiter haben sich Maurern, sondern auch bei andren Berufen gesehen, daß das bloße Man muß erwägen, ob nicht unter Umständen unsre industrielle zum großen Teil als minder brauchbar für die schwere landwirt Vorhandensein von zwei verschiedenen Organisationen Ursache zu Ausfuhr in den betreffenden Ländern ganz ausgeschlossen werden schaftliche Arbeit erwiesen. Gelöst ist also die Arbeiterfrage noch in tiefgehenden Verstimmungen und unliebſamen Reibereien gegeben, Könnte zu Gunsten eines tertius gaudens. Ich will aber zugestehen, feiner Weise, sie bleibt einer der Gründe des fortdauernden ja nicht selten zu gegenseitiger Bekämpfung geführt hat. Daß unter daß allerdings die Frage der allgemeinen Meistbegünstigung deshalb Niederganges der Landwirtschaft.( Sehr richtig! rechts.) Was folchen Umständen die Thätigkeit der Gewerkschaften erheblich be= von besonderer Wichtigkeit ist, weil in der That die Einfuhr aus den die Industrie betrifft, haben einzelne Zweige der einträchtigt, ja wohl gar gehemmt wird, bedarf keines Beweises. reinen Meistbegünstigungsstaaten nach Deutschland, insoweit die felben einen verhältnismäßig besseren Geschäftsgang zu ver- Aus diesen Gründen sollten die Gewerkschaftler sowohl auf lokaler Bollsäge ermäßigt oder gebunden sind, wesentlich größer ist wie zeichnen. Namentlich die Textilindustrie, welche ant dem wie centraler Seite einmal ernstlich die Frage erörtern, auf welche die Einfuhr aus den Tarifftaaten. Mit Amerika stehen wir nicht großen Aufschwung der vorigen Jahre nicht teilgenommen hatte, ist Weise das Störende und Trennende zwischen ihnen beseitigt werden mehr im allgemeinen Meistbegünstigungs- Verhältnis. Wir waren auch von dem Niedergange nicht so betroffen worden. Im Kohlen kann. der Ansicht, daß dies der Fall sei auf Grund des alten preußischen revier macht sich in neuerer Zeit regeres Leben bemerkbar, was Wir meinen, eine Einigung der beiden Organisationen ließe Vertrages. Amerika hat aber später den Begriff der Meift- aber zu großer Vorsicht mahnt, ist die Lage unsrer Eiſenindustrie, sich leicht erreichen, denn die Gründe, welche für die Trennung begünstigung anders aufgefaßt als wir, indem es der Ansicht war, die ich als durchaus unsicher bezeichnen muß. Charakteristisch ist geltend gemacht werden, sind nicht so schwerwiegend, als daß sie daß sich die allgemeine Meistbegünstigung nur auf vergangene hier die Abnahme der Kauffraft des inländischen Marktes und die die Einigung hindern könnten, wenn man auf beiden Seiten den Konzessionen erstrecke und daß Konzessionen, die die Ver- Abhängigkeit vom Ausland. Die Streitigkeiten um ( Sehr richtig! rechts.) Der ernsten Willen hat, sich dauernd zu einigen. einigten Staaten gegen Gegentonzeffionen später einem dritten Eisenverbrauch in Deutschland ist von 131 Kilogramm auf den die lokale oder centrale Form der Organisation, welche anfangs die Staate machten, von den übrigen Meistbegünstigungsstaaten Stopf der Bevölkerung im Jahre 1900 auf 73 Kilogramm feindlichen Brüder schieden, sind schon seit Jahren erledigt, und durch neue Konzeffionen ertauft werden müßten. Das im letzten Jahre gefallen.( Hört! hört!) Dagegen hat sich Lotalisten im ursprünglichen Sinne des Wortes giebt es heute gar führte dahin, daß die allgemeine Meistbegünstigung zwischen die Ausfuhr erheblich gesteigert. Die industrielle Entwicklung nicht mehr. Nun sagt Genosse Gehl, das Bestehen seiner Organis Amerika und Deutschland thatsächlich aufgehört hat.( Bravo! rechts, Amerikas ist so steigend gewesen, daß selbst die riesig gesteigerte fationsrichtung sei deshalb notwendig, weil die Verbände dem Grundgroße Heiterkeit links). Aber wir kamen dahin, vorläufig die Frage Produktion der amerikanischen Eisenindustrie dem Aufschwung nicht faz der Neutralität huldigen, und weil sie ihre Thätigkeit mehr dem in der Weise zu regeln, daß Amerifa uns Konzeffionen zugestand, hat folgen können, sondern Amerika auf Deutschland angewiesen Unterſtüßungswefen als dem gewerkschaftlichen Stampfe widmen. die es Frankreich gemacht hatte und daß wir ihm dafür unsern Kon- war. Aber die Abhängikeit vor Amerika ist doch auf die Dauer ein Demgegenüber müsse die sogenannte lokale Richtung das Princip ventionaltarif gaben. Das ist ein Handelsabkommen, das jederzeit recht unsicherer Fattor. Amerika ist der dunkle Bunkt am Horizont des Klaffenkampfes in der Gewerkschaftsbewegung vertreten. Wir wollen nicht untersuchen, ob der im Vorstehenden ausge in drei Monaten fündbar ist. Ich könnte manche Irrtümer der unsrer Industrie und wir haben daher alle Ursach, unsern inländischen beiden Herren Vorredner wie ich glaube schlagend widerlegen, ich Markt zu heben vor allem durch Stärkung der Landwirtschaft, die drückte und auch sonst öfter ausgesprochene Vorwurf der Versumpfung thue es nicht, weil ich keinen Grund habe, im gegenwärtigen nach wie vor ein Kind unsrer besonderen Sorge und Fürsorge sein auf den einen oder andern der Verbände mit einem Schein von Recht Moment Thatsachen und Gründe anzuführen, die uns selbst un- wird. angewandt werden kann. Allgemein trifft er nicht zu, und begünstig sein fönnten. Ich muß zugestehen, daß jest, wo wir im Begriffe stehen mit andren Staaten in Verhandlungen einzutreten, Rücksicht genommen. Auf diese Gesamtlage ist auch bei dem Etatsanschlag für 1903 fonders nicht auf den Centralverband der Maurer. Wie sich auch, der Maurerverband in seinem Statut zur Politik stellen mag, Handlungen beurteilt, ist er ohne Frage die ganze Aktion selbstverständlich eine Rüdwirkung auf unsre meist Es war nicht möglich, den Etat ohne Anleihe abzuschließen, es blieb nach feinen begünstigten Staaten haben muß. Ich möchte nur den Frrtum wider- ein Deficit von 72 700 000 Mart. Wir haben indes alle Bedürf- so weit politisch und in dem Sinne politisch, daß kein klassenLegen, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika, wenn wir jegt von niffe auf das genaueste geprüft. Es ist das für die Finanz- bewußter Arbeiter sich scheuen braucht, Mitglied dieses Verbandes einzelnen Vertragsstaaten Konzessionen erlangen, ohne weiteres in den verwaltung feine leichte Arbeit, denn jedes Ressort kämpft für jede zu sein. Wir erinnern nur daran, daß der Centralvorsitzende des Besitz dieser Konzeffionen treten. Davon fann keine Rede sein, denn Pofition, wie eine Löwin um ihre Jungen.( Heiterkeit.) Ich Worten schloß: die socialdemokratische Partei und die Gewerkschaften wir befinden uns, wie gesagt, mit Amerika nicht im allgemeinen nehme die Gelegenheit wahr, den Herren von der Finanz- gehören zusammen. Wir können ferner konstatieren, daß dieser Meistbegünstigungsverhältnis. Wenn ich ein englischer Minister verwaltung, die nicht gerade durch Anerkennung verwöhnt sind, Gedante auch in jeder Nummer des Verbandsorgans der Maurer wäre, so würde ich vielleicht auf diese beiden Resolutionen erklärt auch mal ein Wort des Dantes für ihre Arbeit hier haben, ich halte es im gegenwärtigen Moment nicht für geeignet, auszusprechen.( Bravo!) Das Deficit von 72 Millionen um Ausdruck kommt. Die lokalistischen Maurer haben jedenfalls teine Ursache, vor einer dauernden Vereingung mit ihren centrairgend eine Antwort auf die Resolutionen zu erteilen. verliert übrigens etwas feinen bedenklichen Charakter, wenn man in Ich habe trotzdem einige Bemerkungen gemacht und möchte Betracht zieht, daß wir dank der Weisheit des Herrn v. Miquel in Listischen Stollegen wegen der politischen Haltung der letzteren zu rückzuschrecken. schließen, indem ich sage, vieles was die Herren Vor- den Jahren 1895-1900 721 Millionen Mark an latenten Reſerven Wie bei den Maurern, so liegen die Verhältnisse in dieser Hinredner anführten, war sehr beherzigenswert. Wir können aber aufgefammelt haben. Von großer Wichtigkeit ist auch eine regel ficht auch bei den andren Berufen, in denen heut noch zwei auf dem feinen allgemeinen Grundsatz dafür aufstellen, wie wir in Zukunft mäßige Schuldentilgung. Zu diesen latenten Reserven fommt noch. Boden des Klaffenkampfes stehende Organisationen vorhanden find. die Meistbegünstigungs- Klausel anwenden werden. Ich glaube aber, daß wir für 1903 das Ertra- Ordinarium reich dotiert haben mit Wenn auch die einen nach ihrem Statut politisch neutral sein, die es wird notwendig fein, bei zukünftigen Vertragsschlüssen die Frage 158 Millionen Mart, in denen doch zum großen Teil Anlagen andern sich aber auch politisch bethätigen wollen, so beſteht doch der Meistbegünstigung individueller zu behandeln, als das bisher ge- werbender Art stecken. Wir können also mit etwas ruhigerem Ge- gerade in dieser Beziehung, soweit die Thätigkeit in Frage schehen ist.( Bravo! rechts.) wissen das große Deficit entgegennehmen und uns sagen, daß im kommt, kein Unterschied zwischen beiden Organisationen. Auch die Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donners- Grunde unsre Finanzgebahrung eine sichere und richtige ist. Einwände, welche sich auf die Beeinträchtigung des gewerkschaftlichen fag 1 Uhr. Redner geht nunmehr auf die einzelnen Gaats ein. Beim Etat Kampfes durch das Unterstützungswesen beziehen, treffen für den der Domänenverwaltung waren wir bestrebt, isoliert gelegene Maurerverband ebenso wenig zu, wie für alle übrigen Verbände, Domänen im Westen, die hohe Verwaltungsausgaben beanspruchen, denen noch Organisationen der lokalen Richtung gegenüber stehen. aber einen hohen Verkaufswert repräsentieren, zu veräußern und Wenn die Genossen, welche heut in der sogenannten lokalen statt dessen Domänen im Osten zu erwerben. Den Zuschuß für Richtung organisiert sind, meinen, sie hätten die Aufgabe, die GeArbeiterwohnungen auf den Domänen haben wir auf das Doppelte wertschaftsbewegung vor Versumpfung zu bewahren, dann könnten erhöht auf Grund einer Resolution dieses hohen Hauses.( Bravo!) sie doch diese Aufgabe am besten dadurch erfüllen, daß sie sich mit Das Schmerzenskind in den letzten Jahren, die Eisenbahnverwaltung, den Verbänden, die doch die ausschlaggebende Mehrheit in der Gewird voraussichtlich einen Minderüberschuß von 47 Millionen wertschaftsbewegung bilden, verschmelzen, und innerhalb der gemeins Mart ergeben, der sich zusammensetzt aus Mindereinnahmen von famen Organisation ihren Standpunkt zur Geltung bringen. 36 Millionen und Mehrausgaben von 11 Millionen. Die Minder- So lange die Genoffen der lokalen Richtung für sich bleiben, fönnen einnahmen der Eisenbahn rühren ausschließlich aus dem Güter- fie doch keinen Einfluß auf die Haltung der viel stärkeren Ververkehr her. bände ausüben. Das Extra- Ordinarium der Eisenbahn- Verwaltung ist trotz der Bon welcher Seite wir den Organisationsstreit auch betrachten, dem Kaiser die Glückwünsche des Hauses zum neuen Jahre über- ungünstigen Finanzlage mit voller Abficht in der Höhe des vorigen wir können nicht finden, daß der dauernden und festen Vereinigung Hierauf gedenkt der Präsident der seit Schluß der letzten Session Jahres belassen worden; es beträgt 91 Millionen Mart. Es ist beiber getverkschaftlichen Gruppen unüberbrüdbare Hindernisse entHierauf gedenkt der Präsident der seit Schluß der letzten Session 3wvar bequem, aber gerade bei der Eisenbahn- Verwaltung besonders gegen stehen. Wir sind vielmehr der Meinung, daß die trennenden gefährlich, notwendige Ausgaben von heute auf morgen zu ver- Schranken bei gutem Willen ohne weiteres beseitigt werden fönnen, Der verstorbene Abg. Zimmermann war längere Zeit Schriftfchieben. Jede neue technische Erfindung kann ungeahnte Ansprüche wir wünschen im Interesse der gesamten Arbeiterbewegung, daß dies führer des Hauses, der Abg. Rickert war mehr als 30 Jahre, der an die Eisenbahn- Verwaltung stellen. Wenn wir jetzt in der Er- geschehe, und daß der Zersplitterung der Klassenbewußten GewerkAbg. Dr. Birchow mehr als 40 Jahre Mitglied des Hauses. gänzung des Wagenmaterials usw. nachließen, würden wir den ge- fchaftsbewegung ein Ende gemacht werde. Wir möchten deshalb den kommenden, einer und zwar nicht nur den indu- in Frage kommenden Gewerkschaften Berkehrsanforderungen Dr. Virchow ist außerdem während seiner parlamentarischen Thätig steigerten feit ein Unifum im Barlamente insofern gewesen, als er der Rech- striellen Hochkonjunktur nicht genügend gerüstet gegenüber Maurern, sondern allen Berufen, die noch in zwei verschiedene Berichtigung. Im geftrigen Reichstagsbericht über die Ausführungen des Abg. v. Elm muß es im vorlegten Saß heißen statt: Eine Zollerhöhung kann ihnen nur etwas nüßen: Eine Zollerhöhung kann ihnen nie etwas nügen. Abgeordnetenbaus. 2. Sigung Mittwoch, 14. Januar. 11 Uhr. Am Ministertisch: Frhr. v. Rheinbaben, Frhr. v. Hammerstein, Bräfident v. Kröcher eröffnet die Sigung und teilt mit, daß er Schönstedt. mittelt habe. verstorbenen Mitglieder. Organisationen gespalten find- empfehlen, sich zu verständigen| treter der beiden Richtungen nicht unter sich, sondern unter Leitung| heit nach demokratischen Grundsäßen zur Geltung kommt, einen über eine Form der Einigung, bei der die berechtigten Wünsche beider einer an dem gewerkschaftlichen Organisationsstreit nicht beteiligten fesien wall gegen die arbeiterfeindlichen Tendenzen des Unter Teile berücksichtigt werden, und die für keine der beiden Seiten Seite, zu der beide Richtungen Vertrauen haben, verhandeln würden. nehmertums bildet. Mögen die Gewerkschaften, die heut noch ges verlegend ist. Wir wissen wohl, daß solche Einigungsversuche Wir wünschen dringend, daß ein derartiger Versuch gemacht werde, spalten sind, unsern Vorschlag beherzigen, mögen die feindlichen schon früher verschiedene Male stattgefunden und kein Resultat ge- und daß als Resultat desselben eine einheitliche gewerkschaftliche Brüder die Streitart begraben und sich in ehrlichem Frieden zu habt haben. Vielleicht lag diefer Mißerfolg daran, daß bei den Organisation zu stande kommen möge. Wir wünschen das deshalb, dauernder Arbeit im Interesse ihrer Berufsgenossen und der ge Verhandlungen zwischen den feindlichen Brüdern bie alten Streitfragen weil die Thatsachen lehren, daß jede Zersplitterung der Arbeiter famten Arbeiterbewegung einigen, che die bestehende Spaltung zu die Gentüter aufs neue erhizen und deshalb die Vereinigung bereitelt bewegung schädlich ist, während die einheitliche Organisation, welche schweren Schäden für beide Teile führt. wurde. Jedenfalls wäre cher auf Erfolg zu rechnen, wenn die Ver- möglichst alle Berufsgenossen umfaßt, und in der der Wille der MehrRedaktion des„ Vortvärts". Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Berantwortung. Theater. 1 Donnerstag, 15. Januar. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Bajazzi.( Pagliacci.) Cavalleria rusticana.( Bauernehre.) Schauspielhaus. Die Ahnfrau. Renes Opern: Theater. Zanzidyllen von Miß Isadora Duncan. Deutsches. Sonnwendtag. Berliner. Alt- Heidelberg. Lessing. Monna Banna. Neues. Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Seine Kleine. Weften. Wiener Blut. Central. Madame Sherry. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Achtung, Mühlenarbeiter! Freie Vereinigung der Bleiglaser Sonntag, den 18. d. Mis., nachmittags 3 Uhr, im Englischen Garten, Aleganderstraße 27 c( großer Saah): Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Oeffentl. Mühlenarbeiter Versammlung. Ein Ehrenwort. Sappho. Schauspiel in 4 Aften von Otto Erich Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Hartleben. Freitagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Sonnabendabend 8 Uhr: Renaissance. Grillparzer. Freitagabend 8 Uhr: Renaissance. Sonnabendabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Urania. W. Noack Theater. Is Belle Alliance- Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Ein Ehrenwort. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Sappho. Carl Weiß. Die Blüte des Bagno. Luisen. Der Pfarrer von Kirchfeld. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Buntes. System Aubert.- Theodor sucht Streichhölzer. Kleines. Rausch. Trianon. Die Liebesschaukel. Balajt. Auf hoher See. Casino. Moderne Frauen. Apollo. Nakiris Hochzeit. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Bassage Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaale um 8 Uhr: Dr. Schwahn: Vulkanismus der Erde. Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Central- Theater Heute u. folgende Tage, abends 7/ 2Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Aften von Hugo Felig. Sauptslager: Das Lied vom Dolch der Mutter. Der Pfeifer von Dundee. Das Liebesduett am Slavier. Liebesgötter. Das Ried von der Droschte 1. Güte. Joup- la Catarina. Das DfenbankDuett. Das Lied von der Boa. Das Mädchen- Couplet. Das Mantel- Duett. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, halbe Breise. Jed. Erwachs. 1 Kind frei: Schneeweisschen und Rosenrot. Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Abends 7, Uhr: Madame Sherry. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Robert und Bertram. Das Land Tirol. Anjang 8 Uhr. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Schwahn: Vulkanismus der Erde. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Gr. Wilhelm BuschAusstellung in Bildern mit plastischen Figuren. Zauberkünstler F. Roberts. Verschwinden einer Dame. Illusionssaal. Germanensaal. Franz. Saal. Kasperle- Theater. Grosses Konzert. Passage- Theater. a Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Ur. Nur noch kurze Zeit: Auguste Adamovic Nachmittags 7 Uhr. Abends 10 Uhr. Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Luisen- Theater. Thalia- Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Dresdenerstr. 72/73. Zum 156. Male: Seine Kleine. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Jm 1. Aft: Ein Winterfest im Grunewald. Jm 2. Aft: Haben Sie nicht den kleinen Cohn geschn?( mit Guido Thielscher). Jm 3. Aft: Lebende Märchen. Anfang 7, Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Dorf und Stadt. Anjang 8 Uhr. Borverk. 10-2 Kasse. Morgen: Die Cameliendame. Som abend: Der Rattenfänger von Hamein. Sonntag 3 Uhr: Die Anne- Lise. Die Cameliendame. Entree 30 f. Rach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Freitag: Extravorstellung. SteidlLinien straße 132. Tagesordnung: Der Kampf zwischen Kavital und Arbeit im Müllergewerbe", Referent: Kollege Bartels- Lübeck. Stein Müller, Mühlenarbeiter 2c., gleichviel, wo er zur Zeit beschäftigt ist, 15225* darf fehlen. Der Einberufer. Männer- Vortrag+ morgen Freitag, ab. 8, 1hr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 1. Die neue Therapie der chronischen Gonorrhoe, 2. Körperformen- Veränderung durch Männerleiden, erflärt an großen Lichtbildern vom praft. Naturheilkundigen Grundmann, Kur- Seilanstalt Köpnickerstr. 72. Sprechst. 11-2, 6-8, Sonntags 10-12. Theater Neue Freie Volksbühne Dranienburger Thor. Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Die fünfte ordentliche Vereinsvorstellung findet für die II. Abteilung am Sonntag, den 18. Januar III. Abteilung 25. 99 Stürmischer Lach- Erfolg! nachmittags pünktlich 3 Uhr im Belle Alliance Theater statt. Familie Humbert Ulf- Komödie von Fritz Steidl. u. d. a. gänzlich neue Programm. Entree 50 Bf.( Vorverkauf 40 Bf.), Sperrsit 1 M., Loge 1,50 M. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Jeen- Palast. Zur Aufführung gelangt: Schlagende Wetter. Sociales Drama von Eugenie delle Grazie. Mitglieder zur III. Abteilung werden noch in allen Zahlstellen aufgenommen. Das Einschreibegeld beträgt 50 Pf., der Monatsbeitrag inkl. Bereinsschrift 75 Pf. Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 3 Uhr, im Schiller- Theater O.( Wallner- Theater): Extravorstellung: Jugendfreunde. Lustspiel in vier Aften von Ludwig Fulda. Karten für Mitglieder a 75 Bf., für Gäfte a 90 Pf. sind in den Zahl stellen von H. Bobsin, Kommandantenstr. 62, H. Becker, Gotzkowskyftr. 9, Stassierer zu haben. und Glasmialer etc. Am 11. Januar verschied nach furzem Strantenlager unser Kollege, der Bleiglaser Paul Grasnick im noch nicht vollendeten 21. Lebensjabre. Derselbe war stets ein treuer, opferwilliger Kollege. Wir werden sein Andenken in Ehren halten! Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, den 15., nachmittags 12 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisen- Kirchhofes, Fürstenbrunner Beg, aus statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. 73/1 Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 13. Januar, starb nach langen, schweren Leiden unfre geliebte Frau, Mutter und 15216 Schwägerin Anna Jäger. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Zions- Gemeinde, NiederSchönhausen- Nordend, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen Carl Jäger nebst Kindern. Danksagung. Allen denjenigen, die bei der Be erdigung meines lieben Mannes und unfres Baters teilgenommen haben, besonders dem Chef und dem Berjonal der Firma Rose u. Stern, dem„ Berein der Pfropfen- Brüder", Zahlstelle 7, sowie allen Verwandten und Freunden Das phänomen. Januar- Programm. Staufhold, Wrangelstraße 52, H. Hirsch, Matternstraße 3, sowie beim hiermit unsren beſten Dank. Alles neu! Neu! Alles neu! 81hr. Men insceniert: 8% Uhr. Auf hoher See. Lebensbild m.Gefang u. Tanz in 3ften. The Atlantics, Kraft- Aft. Gebr. Bellong, großart. Melange- Akt. Jonny Manchenez, das med. Weltwdr. The Helsons, cine Scene im Staffeeh. Elsa Byron, Soubretten- Diva. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 f. Bernhard Rose- Theater- Ensemble Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Donnerstag, den 15. Januar 1903: Flotte Weiber. Große Bosse mit Gesang in 4 Akten von Leon Treptow. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tang. Winter Garten 8 Libr: Die Cameliendame. Wontag: Voliständig neues Programm: Tortajada Spanische Tänzerin. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Neu! Franz Kern Amones Neu! Paul Conchas: Im Bivouac". Morton und Elliott, Wallno und Marinette, Excentrics. Tanzduo. 150/2 Der Vorstand. J. A.: Heinr. Neft, Staffierer, Georgenkirchstr. 22, v. III. Freie Volksbühne. Sonntag, 18. Januar, nachmittags 2 Uhr: L'intruse( Der Eindringling) Metropol- Theater. von Maurice Maeterlingk. 1./2. Abteilung: von Der Kammersänger Frank Wedekind. Litteratur von A. Schnitzler. Das Bühnenheft wird von heute ab in den Zahlstellen bei der Beitragszahlung unentgeltlich an die Mitglieder verabfolgt. Der Theaterzettel mit dem Personenverzeichnis wird im Theater ausgegeben. 228/2 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. www bis 1534b Wwe. Mathilde Neye nebst Kindern. Meine feit zwei Jahren eingestellte, dahin acht Jahre betriebene Poliklinik babe ich in meinem Ambulatorium, Chauffeeftr. 111( an Invalidenstraße) wieder eröffnet. Wochentags 2-3. Privatsprechst. ebendaselbst unveränd. Dr. Zepier,& rauenarzt. Privatwohg. Schlüterstr. 16. Telephon. 2102* lumen- und Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Specialität: Vereinskränze. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Deutsche Konzerthallen Sonnabend den 17. Januar 1903 findet in Scheruchs Festsälen. Rüdersdorferstr. 45, ein großer Wiener Maskenball Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Entree frei! KünstlerKapellen Special- Ausschank 5 der Berliner tatt, wozu wir die Mitglieder, Freunde und Gönner unfres Vereins Wochentags: freundlichst einladen, recht zahlreich zu erscheinen. Um 12 Uhr: Demastierung. Nach derselben: Groke Kaffeepause. Eintrittskarten sind vorher bei den unterzeichneten Komiteemitgliedern zu haben: Klebb, 3offenerstr. 22, 1. Sfl. 2 Tr. Liebetrau, Neue Königstr. 18. Girke, Waldemarstr. 49 part. Betermann, Reinickendorferstr. 65, 4 Tr. Jahn, Usedomstr. 15, Quergeb. 3 Tr. Hagenstein, Solmsstr. 21, Sfl. 3 Tr. Humorist. Road, Fruchtstr. 32, Quergeb. 2 Tr. Sayonz, Eberswalderstr. 16, r. Sfl. 2 3r. Jmin, Schreinerstr. 50, 2. Aufg. 4 Tr. Außerdem bei den Mitgliedern Herren Bandelom, Langeftr. 13, im Restaurant, und Brunzel, 283/2 Anfang 8%, Uhr. Ende? Abendkasse findet nicht statt. Tas Komitee. J. A.: August Klebb, Boffenerstr. 22. Thompsons Wunder- Elefanten. Gretchen Reimann 2c. Dazu mit neuer glans. Ausstattung: Otto Reutter, Residenz- Theater. Moderne Frauen. Das Bordeverry- Trio. Direttion: Sigmund Lautenburg. Anfang 7%, Uhr. Großer Lacherfolg. Zeitgem. Couplets. Anf.: Wochent. 8, Sonntags 7% 15. Die beiden Schulen. Trianon- Theater. ( Les deux Ecoles.) Lustspiel in 4 Atten von Alfr. Capus. .Morgen und folgende Tage: Die beiden Schulen. Sonntagnachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Adrienne Larive, Pariser Sängerin. Wilsnaderstr. 61, fl. 3 Tr. Alburtus u. Bariram, Keulen- Jongl. Ritchie Duo, Bicycle- Künstler. Die 7 Allisons, Akrobaten. ..Das Mädchen mit dem goldenen Haar", Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Pariser Luft, Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater. Apollo- Theater. Täglich: Der grösste Erfolg dieser Saison! Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt v. Dir. Rich. Schultz. Gastspiel Julius Spielmann. Bon 8-9 Uhr: Specialitäten und Robert Steidl mit seinen neuen brillanten Schlagern. Cirkus Busch. Buntes Theater Eine Vision. Donnerstag, den 15. Januar 1903, abends 7, Uhr: Ballett. „ Die Reise in den Mond", Dahomey. Biographische Bilder. Elefanten Jagd. Elefanten und Cirkus Schumann 9: Nakiris Hochzeit. Donnerstag, den 15. Januar 1903, Uhr: Ausstattungs- Operette D. Paul Lincke. Stassen- Gröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Sonntag, den 18. Januar, 3 Uhr nachmittags, zu ermäßigten Breisen: Frau Luna. Emil Thomas a. G. Henry Bender. Kleines Theater. Frid Frid. Flora Siding. Hansi Reichsbery. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Rauchen überall gestattet. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, den 17. Januar 1903: 1. Grosser Metropol- Theater- Ball. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Rausch. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Durchschlagender Erfolg! Sensationelle Novität! Die Blüte des Bagno. Belle- Alliance- Theater. Schauspiel in 5 Atten( 7 Bildern) nach Für das Garl Beiß- Theater eingerichtet Heute u. folgende Tage: Ab. 7, Uhr dem Roman v. Goron u. E. Gautier. Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Steruuf 8 Uhr: Cupido& Co. und insceniert von E. Ritterfeldt. Anfang 8 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag: Hänsel und Sonntagnachmittag: Die Gretel. Schwant mit Gef. u. Zanz in 3 Aften. letzten Tage der Antillen. abends 7, Uhr: Gr. ausserordentl. Galavorstellung die Ausbildung v. Mitgliedern der zum Besten der Sammlungen für Sanitätskolonne vom Roten Kreuz als freiwillige Krankenpfleger z. Hd. des Central- Komitees des Preussischen Landesvereins vom Roten Kreuz. Riesen Elite Programm. 12 Nummern und die grösste Sensation Pferd und Seelöwen, grossartige Dressuren. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anjang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagestasse 11-1% Uhr. ( Megjel, Pietro, Britton, MarSteidl, Krone, Böhme, Bödmann, Blättner 2c.) Looping the Loop Sanssouci sowie die Perle aller Pantomimen Die lustigen Heidelberger. Sonntagnachmittag die reizende Pierrots Weihnachten. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst Täglich erftfl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Somnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Einmalige Donnerstags- Aufführung: Die Zillerthaler. Neu! Grünebergs Neu! Sensationsparodie: De Lup in de Lupt. Köpnickerstr. 68. Anfang 8 Uhr. Bockbrauerei. Möbel- Fabrik Nord- Ost. Eingetr. Genossenschaft m. beschr. H. Sonnabend, den 31. Januar, abends 6 Uhr, im Geschäftslokal, Tilsiterftr. 70: System Aubert General- Versammlung. Hierauf: Theodor sucht Streichhölzer. Tiny Senders. Grafweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Januar- Programm Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Streich- Konzert. Heute: Bockanstich. Im Kaiser: Saal: I Norddeutsche Sänger und Tanz. Deutscher Arminhallen, Honig! Bienenhonig, beſt. Qualit Kommandantenstrasse 20. Unser fleiner, bis 150 Personen verf. die 10 Bfimddofe zu 7,00 M., 5 Bfd. faffender, Saal ist noch an SonnSages Ordnung: 1. Bilanz. 2. Wahl des Vorstandes und Aufsichtsrates. 3. Geschäftliches. 15336 Der Vorstand. Schröder. Quietzsch. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bil an den Genossen in unserm Comptoir, Tilsiterstr. 70, zur Einsicht auslegt. Hans Kayser SO.. Kietholzstrasse, Platz 9, empfiehlt sein grosses Lager in Brennmaterialien zu billigsten Preisen. L* Masken- Garderobe bont 2712* Carl Ernst, Stöpnickerstr. 126, 1 Tr. Größte Auswahl! Billigste Preise! Vorzeiger dieser Annonce er hält 10% Breisermäßigung. Kunststopferei von 2982* 4,30 98. franco. Garant. 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Staffe ber 208. Königl. Preußiiden Staffenlotterie findet ftatt am 13., 14. u. 15. februar 1903. Säle zu Vereinsfeftlichkeiten, Hochzeiten u. Versammlungen. Auf Wunsch weibt. Bedienung. Große und Kleine Vereinszimmer und Kegelbahn.[ 15805 Leisegang, eine Serie Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Buchdruderei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlins SW, Nr. 12. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 15. Januar 1908. Berliner Partei- Angelegenbeiten. fich durchaus nichts, wenn er jetzt noch mit einer aufklärenden oder Botsdam, vor allem aber in der Steigerung des Wertes des auf " gedruckten Wortlaut wiedergegeben haben. Herr Riemann vergäbe liegt im erleichterten Holztransport für Teile der Oberförsterei berichtigenden Mitteilung herausrückte. Solange das nicht geschehen, 2500 Meter an die geplante Linie anstoßenden forstfiskalischen Ferner besteht der Plan, die Charlottenburger Die Gewerkschaften und Vereine werden nochmals darauf auf- wird man es der Berliner Bevölkerung nicht verdenken können, Grundbefizes. merksam gemacht, daß am Donnerstag, den 22. Januar, abends wenn sie sich mit der„ Mordverschwörung" weiter in einer Weise is mard straße durch den Grunewald über die Havel als 8 Uhr, in Berlin und den Vororten Volksversammlungen stattfinden, beschäftigt, bei der der Herr Pastor nicht gerade zum besten ab- gradlinige Fortsetzung der Straße Unter den Linden, der Charlotten burger Chauffee und des zwischen der Charlottenburger Brüde in welchen die socialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten über die schneidet. und dem sogenannten Knie liegenden Teils der Berliner Straße Annahme des Wuchertarifs und die Rechtsbrüche der Reichstags- Ein entfeglicher Unglücksfall, welchem ein blühendes Menschen- fortzuführen und eine 50 Meter breite Straße herzustellen. Da diese Mehrheit sprechen werden. Wir bitten die in Betracht kommenden Leben zum Opfer ficl, hat sich gestern nachmittag in der Golz- Straße auf etwa 3000 Meter Länge den forstfiskalischen Grunewald durchOrganisationen daher, für Donnerstag nächster Woche keine andren straße in Schöneberg zugetragen. Die 19 jährige Arbeiterin Luije schneiden würde, so hat die Forstverwaltung ein großes Interesse daran, Versammlungen einzuberufen. Treptow, die bei ihren Eltern in der Golzstraße 9 wohnte, hatte daß der Plan ausgeführt wird, weil die an dieser Straße liegenden. Die Vertrauensleute von Berlin. gestern nachmittag gegen 14 Uhr eine Besorgung für das Gefchäft, für den Verkauf in Aussicht genommenen Flächen des Grunewalds in dem sie angestellt war, zu erledigen, war jedoch auf dem Wege bedeutend an Wert gewinnen werden. Bei Ausführung des Planes Zur Lokal- Lifte. Die Parteigenossen werden ersucht, von unten etwas aufgehalten worden. Um die verfäumte Zeit wieder ein- fommt eine leberbrückung der Havel in Frage. Zunächst ist erforderlich. stehender Notiz Kenntnis zu nehmen und zu beachten: zuholen, ging fie eilig die Straße entlang und wollte vor dem Klarheit darüber zu gewinnen, welche Gesamtkosten mit dem Unternehmeit Berlin 0. Das Lokal von Friz Kienis, Gr. Frankfurterstr. 133, Hause Golystr. 38 den Fahrdamm überschreiten. Zu derselben Zeit einer solchen Ueberbrüidung, falls es zweckmäßig erscheinen sollte, diese steht der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. zur Verfügung. fam der Straßenbahnivagen Nr. 36 der Linie I( Liniftraße- Steglis) der bis zum westlichen Ufer der Scharfen Lante zu führen, verbunden sein Adlershof. Nach langen Kämpfen haben wir es endlich erreicht, westlichen Vorortbahn herangesaust. Das junge Mädchen versuchte, um würden, ob das Unternehmen danach als wirtschaftlich anzusehen wäre daß der Arbeiterschaft am Orte wieder zwei Lokale zur Ver- keine Zeit zu verlieren, noch unmittelbar vor dem in voller Fahrt und wie sich die Ausführungskosten auf den Forstfiskus und die außer ihm fügung stehen. Es sind dies die Säle von Arthur Lau, Bismard- befindlichen Motorwaggon das Geleise zu überschreiten. Sie hatte in Betracht kommenden Interessenten zu verteilen hätten. Zur Bor straße 10, und Oskar Wöllstein, Bismarckstr. 24. Bemerkt sei, Das Lokal von jedoch die Entfernung falsch bemessen, und da der Wagenführer, troz nahme der Vorarbeiten sind 40 000 M. ausgesetzt. Meißner in der Bismardstraße ist hingegen streng zu meiden. Der Anwendung der Notbremse, das schwere Gefährt nicht zum daß das bedenkliche Projekt der Erschließung" des Grunewalds, Steglit- Friedenau- Lichterfelde. Den Parteigenoffen und besonders Stehen bringen konnte, wurde die T. von der Vorderplattform er- für das der preußische Steuerzahler 12 Millionen Mark hergeben den Vorständen von Arbeitervereinen feilen wir hierdurch mit, daß faßt und zu Boden geschleudert. Die Verunglüdte geriet unter die foll, auch in der Berliner Korrespondenz der Köln. V.- Ztg." höchſt, der Besiger des Lotals Birkenwäldchen" feinen Saal Borderplattform und blieb vor dem Schußrahmen liegen. Die abfällig besprochen wird. jest nicht mehr zu Verfammlungen hergiebt. Herr Kiemfe glaubt, Sleidung des Mädchens hatte sich in der Bremsvorrichtung fest die Arbeiterkundschaft entbehren zu können, was wir der vollen Be- gewidell, so daß der Wagen hochgehoben werden mußte. Man 30g lehring Georg Weber seinem Brinzipal in Köln durch. Sein Um sich in Berlin zu amüsieren, ging der 17jährige Kaufmannsb achtung der Parteigenossen empfehlen.- Deutsch- Wilmersdorf. Das Sie T. jedoch als Leiche hervor. Sie hatte eine Bertrümmerung des Reisegelb verschaffte er sich dadurch, daß er zivei Geldbriefe, die er Lotal Luisen- Part", Wilhelms- Ante 112 steht der Arbeiterschaft Schädels erlitten, wodurch der Tod auf der Stelle herbeigeführt zur Best tragen sollte, unterschlug und mit dem Inhalt dieser, zu Bersammlungen nicht mehr zur Verfügung, ist also als gesperrt wurde. Die Leiche wurde nach der elterlichen Wohnung geschafft. zu betrachten. es waren sechshundert Mart, schleunigst nach London fuhr. Die Lotaltommission. Berkennung edlen Wohlthätigkeitsfinnes. Kürzlich ist die Baronin Sier berjubelte er einen Teil des Geldes, fühlte sich aber, da er Fünfter Wahlkreis. Heute Donnerstag, abends 8½ Uhr, spricht v. Cohn- Oppenheim gestorben. Die Dame, beren Mann Hof- mit der englischen Sprache auf Striegsfuß stand, nicht wohl und reiste Genosse Dr. Friedeberg im Alten Schützenhause, Linienstr. 5, über banfier Wilhelms I. war, soll ein Vermögen von 60 Millionen Mark nach Berlin ab. Einem Kriminalbeamten fiel das splendide Wesen das Thema: Welche Machtmittel besitzt das Proletariat zur Nieder- hinterlassen haben. In ihrem Testament hat die Baronin neben des jungen Weltreisenden bei dem Aufenthalt in Hamburg auf; er werfung der heutigen Klassenherrschaft. Gäste erwünscht. Außerdem wohlthätigen Stiftungen und Synagogen auch sa iser Wilhelm II. forschte ihn aus und nach vielen Widersprüchen gestand er sein Ber sind in dieser Versammlung die nicht verkauften Urania- Billets an mit 2 Millionen Mari bedacht. Auf die Erblasserin, die so einwands- gehen ein. Weber wurde sofort in aft genominen. Den Kaffierer zurückzuliefern, da folche sonst als behalten gelten. Das frei ihre gute Gesinnung befundet hat, ist die Staatsbürger- Zeitung" Ein Vogeldieb fucht seit einiger Zeit die hiesigen Züchter und Erscheinen aller Mitglieder ertvartet Der Vorstand. fehr schlecht zu sprechen. Das Püdler- Blatt fchreibt: Händler heim. Ein gut gefleideter Mann von etwa 26 bis 30 Jahren, mit netten Umgangsformen und dunklem Ueberzieher und Anzug, paßt auf, wenn der Geschäftsmann ausgeht, und begiebt sich dann zu seiner Frau in den Laden, um einen Kanarienhahn oder auch mehrere zu kaufen". Natürlich will er erst hören, ob der Vogel auch wirklich singt. Zu dem Zwecke sett er sich hin und wartet in Geduld, hin und wieder etwas pfeifend, um den auserkorenen Hahi ein wenig aufzumuntern. Wenn man auf etwas wartet, so dauert ess in der Regel sehr lange. Auf diese alte Erfahrung baut auch der nette Mann seinen Plan. Er fann warten. Die Geschäfts frau hat aber mehr zu thun. Sie muß ab und zu auch in der Wohnung nach diesem und jenem sehen und verliert schließlich die Geduld. Sobald sie aber den Laden verläßt, holt der Kunde zwei per mehr gute hähne aus dem Bauer heraus, läßt sie unter der Kleidung in einem kleinen Käfig verschwinden und ersetzt sie durch ebenso viele Weibchen, die er eigens dazu mitgebracht hat. Die. Frauen, die nicht so genau hinschen, merken den Tausch erst, wenn es zu spät ist. Zuweilen verschwindet der Mann auch mit der Beute, ohne einen wertlosen Ersag zurück zu lassen. Die Geschäftsleute werden gut thun, vor dem Schwindler, der seine Auswahl mit großev Kenntnis trifft, auf der Hut zu sein. Adlershof. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Nachricht, daß der monatliche Beitrag vom 1. Januar d. J. ab 25 Pf. beträgt. Der Vorstand. Lokales. Ein bedauerlicher Vorfall im Rummelsburger Waisenhause Iam in der letzten Sizung der Waisenhaus- Deputation zur Erörterung. Am zweiten Weihnachtsfeiertage begab sich der Arbeiter P. M. nach Rummelsburg, um dort sein in Waisenpflege befindliches Kind zu Unires Erachtens thäten die Freunde der Julie v. Oppenheim beffer, von ihrer Wohlthätigkeit nicht so viel Aufhebens zu machen. Bon woher sind denn jene sechzig Millionen Mark gekommen, die der Vater ihr vermacht hat? Bom Himmel sind sie nicht gefallen und erarbeitet hat sie der Dessauer Hoffantier auch nicht.. Durch Börsenspekulationen aller Art ist das Geld den fchaffenden Ständen des deutschen Volkes entzogen und in die Geldsäcke des jüdischen Barons geleitet worden. Wenn jemand von den auf diese Weise zusammengerafften Millionen einige Pfennige zu Wohlthätigkeitszwecken abgiebt, so ist da von edlem Wohlthätersinn überhaupt nicht zu sprechen. Die staatserhaltenden Elemente, welche den in Nr. 293 v. J. von uns erwähnten geitungstrujt gegründet und die„ StaatsbürgerBeitung" gutgläubig darin aufgenommen haben, werden ob der hebzerischen, direkt gegen den Bestand der heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung gerichteten Tendenz des hier abgedruckten Artikels sehr betreten sein. Schärfer hat die Socialdemokratie ja kaum die Kruppschen Wohlthätigkeits- Masteraden verurteilt. " Eine empfindsame Seele. Einent twissenschaftlichen Frage bogen, durch den Material zu der Forderung auf Aufhebung des § 175 des Strafgesetzbuches gewonnen werden sollte, hatte der praktische Arzt Dr. M. Hirschfeld in Charlottenburg, der das Problem der Homosexualität in einer Reihe von Werten erörtert besuchen. Da machte ihm bort die Verwaltung die Mitteilung, daß das Kind bereits am 12. Dezember gestorben sei! Als der erschreckte Mater fragte, weshalb man ihm nicht rechtzeitig Mitteilung gemacht habe, erklärte die Verwaltung, in den Atten sei seine Adresse nicht angegeben! Statt daß dann die Rummelsburger Verwaltung fofort bei der ihr vorgesetzten Armendirektion, Abteilung für die Baisen verwaltung, Erkundigungen eingezogen hätte, war dies von dem Immer noch der Milchkrieg. Eine Verschärfung des Milch Rummelsburger Direktor für überflüssig gehalten worden! frieges durch Ausdehnung des Boykotts auf die Ringbutter ist gestern Als der Arbeiter P. M. von dieser gröblichen Vernachlässigung von einer Versammlung der Berliner Milchhändler beschlossen wor aller humaneu Pflichten seitens der Rummelsburger Verwaltung er den. Es wurde mitgeteilt, daß die Milchcentrale einen großen Teil der unverkauften Milch zu Butter verarbeiten und durch eine Firma fuhr, begab er sich zu einem unsrer Stadtverordneten; dieser legte vertreiben läßt, welche vielfach Milchhändler zu ihren Abnehmern sofort bei der Direktion der städtischen Waiſenverwaltung, Stadtrat zählt. Nach lebhafter Debatte verpflichteten sich die Vereinsv. Friedberg, Beschwerde ein und wies namentlich darauf hin, daß mitglieder den Bontott auf die Stingbutter auszudehnen, nur von hat, u. a. auch an eine Dame gefandt, die fich durch die Zusendung die Adresse des Vaters jenes Kindes der Waisenhaus- Vertaltung solchen Geschäften Butter zu beziehen, die mit der Milchcentrale in getränkt fühlte. Auf ihren Antrag hat die Staatsanwalt bekannt sein mußte, da sie noch vor einigen Monaten den Tauf- teinerlei Verbindung stehen und beim Einkauf von Butter genaue fchaft, einem hiesigen Blatte zufolge, im öffentlichen Interesse schein des Kindes vom Vater verlangt und erhalten hatte seit Erkundigungen über deren Herkunft einzuziehen. Ein Mitglied des gegen Dr. Hirschfeld ein Verfahren wegen Beleidigung und außer jener Zeit hatte dieser seine Wohnung nicht geändert. Vereins Berliner Milchpächter, der nachweislich Milch von der Sem ein weiteres Verfahren wegen Verbreitung unfitttiger Centrale bezogen und damit gegen die Vereinsbeschlüsse verstoßen Schriften eingeleitet. Stadtrat v. Friedberg stellte durch Recherchen fest, daß alle diese hat, wurde a ut sgeschlossen. Gegen die Beschlüsse der lezzien Angaben vollkommen zutreffen, und richtete sofort an den Vater des Generalversammlung der Milchcentrale ist, nach Mitteilungen des an die Nachricht, wonach die italienische Regierung gegen das Blatt, Diese Meldung Klingt denn doch recht wunderbar und erinnert Kindes ein Schreiben, in dem er ihm wegen dieses auch die Vereinssyndikus, Rechtsanwalt Dr. Flatau, die Anfech welches die Angelegenheit Strupp zuerst besprochen hat, in Ermange Direktion peinlich berührenden Vorkommnisses sein Bedauern aus- tungstlage eingereicht. Die Kläger( awei aufgelöste Ge- lung einer andren Unterlage ebenfalls auf Grund eines Un GS lichkeitsparagraphen vorgehen will. wird dem wiffent sprach". Zu der letzten Sizung der Waisenhaus- Deputation hatte nossenschaften und ein Bauerngutsbesizer) bestreiten besonders die ung einer andren Unterlage ebenfalls auf Grund eines Un Stadtrat v. Friedberg den Direktor des Nummelsburger Baisen- Gültigkeit der erteilten Entlastung, sowie der Wiederwahl der Herrenschaftlich- humanitären Komitee bei Absendung des Fragebogens nichts ferner gelegen haben, als die in Betracht kommende hauses vorgeladen und stellte ihn sehr energisch wegen dieser groben Ring- Düppel und Gravenstein. Es soll eine gerichtliche Entschaftlich- humanitären Komitee bei Absendung des Fragebogens scheidung darüber herbeigeführt werden, ob der Vorstand der Dame gu Rachlässigkeit zur Rede. Außerdem teilte er mit, daß zur Berhütung Milchcentrale berechtigt war, den legitimierten Vertreter eines Mitfränken; und berühri es daher schon eigen ähnlicher Vorkommnisse an alle Waisenverwaltungen die Verfügung gliedes aus dem Saale zu weisen. Andrerseits wurde auch von die Nachricht von ihrer Unterstützung durch den Staatsantvalt doppelt fümlich, daß die empfindsame Seele zum Kadi gehen will, so klingt ergangen sei, dass jeder Todesfall in Rummelsburg fofort telephonisch einer Maßnahme der Milchcentrale gegen die von ihr abgefallenen feltfam. Es kann sich in dem vorliegenden Fall doch höchstens um und brieflich der Centraldirektion gemeldet werde. Hoffentlich wird diese Verfügung auf das strengste durchgeführt und auch bei ernstlichen Erkrankungen der Waifentinder den Angehörigen sofort Mitteilung gemacht. Milchhändler berichtet. Die Centrale soll einige Milchhändler, welche die Verbindung mit ihr abbrachen, aber es unterliegen, ihre Milchlannen zurückzusenden, wegen Unterschlagung angezeigt haben. Alle diese Verhandlungen bewiesen, daß der Milchkrieg, von dem man in den letzten Wochen nur wenig gehört hatte, feineswegs erloschen sei, sondern daß die Kampfesstimmung beiderseitig fortdauere. eine ungewollte Tattlosigkeit handeln, bei der das öffentliche Interejse um jo weniger eine Rolle spielen kann, als die Eristenz dieses mythischen Wesens ja kürzlich erst bei Beendigung der aus Anlaß des Falles Krupp gegen uns gerichteten Aftion mit wohlerwogenen Gründen vom Staatsanwalt bestritten wurde. Vorab glauben wir daher die Zeitungsmeldung für falsch halten zu dürfen. Paftor Riemann, mit dessen immer noch geheimnisvoller Mord= verschwörung wir uns dieser Tage zu beschäftigen hatten, Zur Anbahnung einer Reform des Gasthauswesens im abstinenz Fahrstuhl- Unglüd. Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahm scheint ein Herr mit etwas seltsamen Gepflogenheiten zu sein. Wir lerischen Sinne waren gestern im Architektenhaus eine Anzahl Herren wurde die Leiche des 60 Jahre alten Pförtners Franz Rathmaine haben wiederholt darauf hingewiesen, daß der Geistliche die Pflicht versammelt, die sich vor Jahresfrist zu einem Deutschen Verein für aus der Michaelkirchstraße Nr. 17, der bas Opfer eines Fahrstuhl habe, über die dunkle Angelegenheit, die er bei der Beerdigung des lärten sich dagegen, daß Private ständig Konzeffionen zum Ausschant dem Grundstück der„ Industriestätte Südost", Michaelfirchstraße Nr. 20, Gasthausreform zusammengethan haben. Die Versammelten er unglüds geworden ist. Rathmann schmierte vor acht Tagen auf Gastwirts Alisch berührte, der überraschten und beunruhigten geistiger Getränke erhalten. Man wolle die Gasthäuſer möglichst den Fahrstuhl, während er im vierten Stod stand. Als er stolperte Deffentlichkeit Auskunft zu geben. Dies ift bisher nicht gemeinnügigen Gesellschaften übergeben, die von Stadtverwaltung geschehen; auch haben die Zeitungen, die ziemlich überein- und Regierung genehmigt werden müßten. Die Teilhaber begriff er nach dem Seil, um sich festzuhalten. Hierbei löfte fich die stimmend Sie in Betracht kommende Stelle aus der Grab- kommen Zinsen, Wirte und Verkäufer festes Gehalt und einen Sperrung, der Fahrstuhl ging hinunter, der Unglückliche stürzte und rede in dem von ums mitgeteilten Wortlaute wieder Gewinnanteil von Speisen und von alkoholfreien Getränken. Im geriet mit dem Kopf nach unten zwischen Stuhl und Mauerwerk, fo er sich schon einen Untertieferbruch und andre schwere Ber gegeben haben, unfres Wissens bis jetzt noch keine berichtigende oder übrigen sollen altoholische Getränke noch nicht völlig ausgeschloffenlegungen zugezogen hatte, als der Fahrstuhl- Führer Ballenthient aufklärende Mitteilung erhalten. Doch geht man fehl, wenn man sein, wenn das auch das Endziel ist. Aber mir mit größter Borsicht dazutam, den Stuhl zum Stehen brachte und ihn befreite. In aus diesem passiven Verhalten den Schluß zieht, daß der Herr und ohne finanzielles Interesse folle Alkohol verkauft werden. Der Krankenhaus am Urban erlag der Verunglüdte seinen Verlegungen Berein zählt 360 Mitglieder. Archidiakonus sich partout vorgenommen habe, fein Geheimnis für In der Zweigstätie Charlottenburg der Volkshochschule Humboldte Der Raubmordversuch, der am 23. November ant hellen Tage in akademie beginnt am 16. Januar ein neuer Vortragscyklus des sich zu bewahren und seine Mitmenschen ein für allemal über die Verschwörung im nnklaren zu lassen. Herr Riemann hat gesprochen, der Friedrichstraße verübt worden ist, wird nun morgen, Freitag, Direttors der Treptow- Sternwarte F. S. Archen hold über„ Weltallerdings an einem Orte, wo die wenigsten unfrer Leser es ver- lempnergefelle start Mofer, der jest 27 Jahre alt ist, ist feiner und findet stets Freitags von 5-6 Uhr statt. das Schwurgericht des Landgerichts I beschäftigen. Der angeklagte anschauung und Himmelstunde". Der Cyklus umfaßt 10 Stunden Dieser Cyklus vermuten werden. Vorgestern hielt der Geistliche Konfirmations Beit als Streitbreder aus Chemnitz nach Berlin gekommen spricht durch die Vorführung von Lichtbildern und einen Besuch der st unde ab. Er ließ die ihm zum Zwed geistlicher Vorbereitung über- wie noch erinnerlich sein wird, erschien er am Sonntag, 23. November, Treptow- Sternwarte ganz besonders interessant zu werden. Die antworteten Kinder aufstehen und fragte fic, in welchem Haufe der morgens 8%, Uhr, in der Filiale des Bankgeschäfts Schwertfeger u. Co., Vorträge finden statt in der Aula der Kaiser Friedrich- Schule am Borwärts" gelesen werde. Zwei Jungen meldeten sich. Nachdem Friedrichstr. 99, und verlangte von dem dort angestellten Bank Savignyplay. Damen sind auch als Zuhörer zugelassen. Karten der Bastor mit anscheinender Befriedigung dies Resultat seiner, mit beamten Otto Salzwedel einige im Schaufenster des Ladens zum Cyllus find erhältlich in den beiden Buchhandlungen von dem Religionsunterricht wohl nur sehr lose zusammenhängenden liegende Münzen. In dem Augenblid, als Salzwvedel den Rahmen. Ulrich u. Co., Berlinerstr. 76, und Förster u. Meivis, Kantstr. 14. Nachfrage fonstatiert hatte, fagte er zu den Kindern, er dürfe aus mit der matten Scheibe, der das Schaufenster nach dem Laden abschließt, öffnen wollte, stieß ihm Moser einen Dolch mehrmals in Im Hörsaale der Urania in der Taubenstraße beginnt heute Sem festgestellten Ergebnis wohl als Thatsache hinnehmen, daß die den Nacken und stieß weiterhin blindlings auf ihn zu. Durch Salz( Donnerstag) Herr Dr. P. Schwahn einen aus vier Vorträgen beMitteilungen, die der Vorwärts" dieser Tage über ihn verbreitet habe, wedels Gilferufe wurden Leute herbeigelodt, der Raubmörder entfloh stehenden Cyklus über:„ Einführung in die Erdkunde" mit dem durch unter den stonfirmanden und deren Eltern bis jest faum bekannt geworden und sprang am Schlütersteg in die Spree, wo er zwischen den Eis- zahlreiche Lichtbilder erläuterten Vortrag Bullanismus der Erde" feien. Das sei auch gut so. Auf das, was der Vorwärts" geschrieben fchollen wieder herausgefischt wurde. Da der Sachverhalt wenig und morgen( Freitag) Herr Professor Dr. C. Müller einen Cyklus habe, werde er nicht antworten, denn die ganze Sache sei falsch veriidelt ist, sind zur morgen stattfindenden Verhandlung, die im von sechs durch einfache Erperimente erläuterten Vorträgen über: aufgefaßt worden. Damit durften die Konfirmanden sich wieder großen Schwurgerichts- Saale vor sich geht, nur neun Zeugen ge- Die Arbeit der Pflanzenwelt" mit dem Vortrag„ Die Stoffaufnahme laden. Den Vorsiz führt Landgerichts- Direktor Stachow, bie durch die Pflanze". Jm Theater wird heute der dekorativ und jegen.e Es wird wohl nur wenige Leute geben, die ausgerechnet die Anlage vertritt Affeffor Bensche, die Verteidigung führt Justizrat scenisch ausgestattete Vortrag Das Land Tirol" gegeben werden. Bodländer. Fenerbericht. Mittwochnachmittag gegen 3 Uhr wurde infolge Konfirmationsstunde für die geeignete Gelegenheit halten, sich über Teltow und Grunewald im preußischen Etat. J Etat der mehrmaliger Meldung ein größeres Löschaufgebot nach der Steinmet die Angelegenheit Alisch zu äußern. Herr Pastor Riemann hätte flüger und richtiger gehandelt, wenn er die unmündigen Kinder nicht Forstverwaltung sind als erster Beitrag zur Herstellung einer une ftraße 22 gerufen. Hier war in einem Väderteller dadurch Feuer mittelbaren Wasserverbindung zwischen dem Teltowlanal entstanden, daß von der Straße aus jedenfalls eine brennende mit seiner wunderlichen Sache behelligt und dafür der Preise einige und dem Wannsee 100 000 2. eingestellt. Die Kosien sind auf Cigarre oder ein Streichholz in den Kellerschacht geworfen wurde, aufklärende Mitteilungen gegeben hätte. Das wäre um so mehr 650 000 m. veranschlagt und sollen von den Anliegern aufgebracht wobei trodener Pferdedünger, welcher zum Verstopfen der Fenster am Blaze gewesen, als, wie gesagt, alle bürgerlichen Blätter, von werden. Der Forstfistus soll einen Zuschuß von 200 000 M. zahlen diente, in Brand geraten war. Die Flammen konnten aber leicht der Staatsbürger- Zeitung" bis zum„ Tageblatt", die die Deffentlich- und den erforderlichen Grund und Boden unentgeltlich hergeben. Der eritidt werden, weshalb die Löschzüge in furzer Zeit wieder Abends 6 1hr hatten in der Mittenkeit beunruhigende Stelle aus der Grabrede in dem von uns ab-| Rugen des Forstfishis an dieser neuen fürzeren Wasserstraße nach Berlin abrücken konnten. " walderstraße 26 im ersten Stock Kleidungsstücke und Decken in einer Gemeinde die geringen Kosten für Herstellung eines Katalogs, ohne den Ratskeller eingerichtet und sich dadurch mit sich selbst in Wohnung Feuer gefangen. In der Nacht zum Mittwoch hatte die den Etat nennenswert zu belasten, ganz leicht hätte übernehmen Widerspruch gesetzt. Wehr in der Putbuserstr. 11 in einem Keller einen Brand zu be- können. Das Sparsystem scheint hier denn doch am unrechten Plate seitigen, der in der Hauptsache altes Gerümpel und Verpackungs- zu sein. material einäscherte. Gardinen waren Mittwoch früh 7 Uhr in der Durch die gegen die Versammlungslokale der Arbeiter gerichteten behördlichen Maßnahmen wird das gesetzlich garantierte Versammlungsrecht für die Arbeiter gefährdet. Für die hiesigen Arbeiter Jägerstr. 73 in einer Schlafstube in Brand geraten. Nach der Alexander- Charlottenburg. Der Festtommers, welchen der Wahl aber erwächst hieraus die Pflicht, ihren Verkehr nur auf das einzige straße 1 wurde die Wehr Dienstagabend gerufen, weil hier der verein für den Kreis Teltow- Beeskow am Sonntag in den Räumen jetzt freie Lokal das Wirtshaus Schmargendorf- zu Inhalt eines Schaufensters Feuer gefangen hatte, dessen Ab- des Charlottenburger Volkshauses feierte, hatte einen recht harmoni- beschränken, um hier einen Wechsel zu vermeiden. Andernfalls geht löschung jedoch bald erfolgen konnte. Zur selben Zeit hatte die schen Verlauf. Beit über 2000 Personen füllten alle Räume uus während der Reichsings- Wahlperiode das Versammlungsrecht vierte Compagnie längere Zeit in der Badstr. 26 mit der Ablöschung des großen Gebäudes; zwar stellten naturgemäß die Charlotten- und die Agitationsfähigkeit am Drte verloren. eines Brandes zu thun, der in einem im Erdgeschoß untergebrachten burger die Hauptmasse der Besucher, aber aus fast sämt Garderobengeschäft ausgekommen war. In der Skaligerstr. 10 war lichen Orten, selbst den ferner gelegenen, wie Zehlendorf, Die Generalversammlung des socialdemokratischen Agitations: abends auf dem Boden auf nicht ermittelte Weise ein Brand ent- Nowawes, Teltow, Trebbin 2c. waren zahlreiche Mitglieder des vereins für den Reichstags- Wahlkreis Calau- Luckau findet Sonntag, standen, der Bodenverschläge, Fourniere, alten Hausrat c. erfaßte, Wahlvereins erschienen. Einer der geplanten Kommersgefänge mußte den 18. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Lokal des Genossen Augustin, doch gelang es, die Flammen in furzer Zeit zu ersticken. Matragen ausfallen, denn die Polizei beanstandete in letzter Stunde das Lindenstr. 69, statt. Gäste willkommen. und Betten wurden gleichzeitig in der Neuen Jakobstr. 27 durch gewählte Gedicht:" Proletariers Erdenlos". Wenn die hohe ObrigFeuer beschädigt. Außerdem liefen noch Alarmierungen von der feit doch Proletariers Erdenlos nicht bloß im Liede, sondern auch Wörtherstraße, von der Brückenstr. 5 und von einigen andren in Wirklichkeit beanstanden und anders gestalten wollte. Stellen ein, die indes alle auf ganz unbedeutende Brände zurückzuführen waren. Hus den Nachbarorten. D. 8. 43. Rein. Witterungsübersicht vom 14. Januar 1903, morgens 8 Uhr. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Der behördliche Kampf gegen die Saalinhaber treibt in Sonnabends von 7, bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Schmargendorf wunderbare Blüten. Die Gastwirte, welche R. Sch. 1. und 5. Das hängt von dem Einzelfalle ab. 2. Nein. 3. Ein 4. Nein. K. D. 99. 1. Sie würden sich an den nur durch den Zuspruch der Arbeiter egiſtieren können und darum Tag Gefängnis. ihre Säle für Versammlungen hergeben müssen, finden wenig Regierungspräsidenten zu Frankfurt a. D. zu wenden haben. 2. u. 3. Warten Sie H. S., Köpnickerstraße. Wenn Sie Handlungsgehilfe Gnade vor den Augen des Amtsvorstehers. Daß für diese Lokale den Bescheid ab. Schöneberg. Die Stadtverordneten- Berfammlung eine frühere als die ortsübliche Polizeistunde gilt, iſt nicht mehr ind: ja, wenn Sie gewerblicher Arbeiter finis em 15. fann der Thambrebefaßte sich in ihrer letzten Sizung zum größten Teile mit den für anffällig. Eine schwere materielle Schädigung wird aber den Eigen- garnist oder Schlafbursche dem Vermieter und umgekehrt der Vermieter dem 100. 1. 2. Ja. 3. und 4. am das laufende Geschäftsjahr erforderlichen Wahlen zu den einzelnen tümern und Bächtern von Saallokalitäten zugefügt, wenn lettere in Schlafburschen usw. fündigen. 5. H. 03. 1. Wenden Sie sich an die Ausschüssen. Von unfren Vertretern wurden delegiert: in den andre Hände übergehen. Gewöhnlich wird dann die Konzession nicht Gerichtsschreiberei. 2. Berlorene, unbrauchbar gewordene oder zerstörte Ausschuß für Anstellung und Wahlen von Gemeindebeamten Stadtv. erteilt und diese muß erst im langwierigen Verwaltungsstreit- Ver- Quittungskarten find durch neue zu erleben. Beantragen Sie dies bei Panser, in den Ausschuß für Petitionen Stadtv. Hoffmann, fahren errungen werden. Schon früher verweigerte der Amtsvor dem Polizeirevier. 3. 100 bis 200 Mart. in den Rechnungs- und Finanzausschuß Stadtv. Küter, in den steher zivei neuen Gastwirten die Konzeffion, da nach Wahlprüfungs- und in den Etatsausschuß Stadtv. Ma asuch und in seiner Meinung für die schon bis zu 10 Jahren be den Ausschuß für Abänderung der Sparkassenfazungen Stadtv. Obst. stehenden Lokale kein Bedürfnis vorhanden sei. Die BerufungsWie es oft mit den sogenannten Dienstwohnungen der kleinen instanzen urteilten entgegengesetzt und erteilten die Konzession. Beamten bestellt ist, zeigte sich jetzt wiederum bei den dem Des- Für die Arbeiterschaft aber war dadurch dies Versammlungsrecht am Stationen infektionswärter Abel auf dem Baradengrundstück überwiesenen Der eine Gastwirt berechnete feinen Wohnräumen. Nach dem eignen Zugeständnis des Magistrats haben Schaden auf mehr als 1300 M. Drt geraume Zeit beseitigt. So muß der neue Wirt für die diese Räume, für welche die volle Mietsentschädigung mit 450 W. Günden" des Vorgängers büßen. Oder er wird für seine eignen in Anrechnung fam, thatsächlich kaum die Hälfte des Wertes des Freigabe des Saales im voraus bestraft. Swinemde. 777 Still angerechneten Preises. Entsprechend dem Magistratsantrage soll dem späteren„ Sünden" Berlin Genannten die bisherige Dienstwohnung als Mietswohnung fernerhin Jetzt wird wieder die Neukonzessionierung für zwei alte Ber- Hamburg sammlungslokale wegen Bedürfenismangels" verjagt. In einem Fall auch unter der absonderlichen Begründung, daß das Franj./M. 773 RD Schöneberger Volks- Lesehalle. Nach einem Beschluß des Kuratoriums Lokal an nicht gepflasterter Straße liegt. Dagegen ist für das an Bien sollen von jetzt ab von jedem Leser 30 Pf. als Ginschreibegebühr er gleicher Straße gelegene, für die Arbeiter gesperrte Lofal eine Wetter Prognose für Donnerstag, den 15. Januar 1903. hoben werden, wofür ein Katalog der Bücher geliefert wird. Daß Neutonzessionierung ftets ohne Schwierigkeiten erfolgt. Troßdem der Bettweise nebelig, jonit meist beiter und trocken bei ziemlich strengem Froft Diese lettere Einrichtung ein dringendes Bedürfnis ist, dürfte sich Amtsvorsteher das Bedürfnis für schon lange bestehende Lokale ver- und schwachen nordöstlichen Winden. längst herausgestellt haben, indes sind wir der Meinung, daß die neint, hat er selber erst kürzlich mit Gemeindemitteln ein Lokal für 250 M. überlassen werden. T T Donnerstag Freitag Sonnabend Barometer stand mm Windrichtung 779 NND 778 ND München 767 D 770 9223 = Windstärke Better Temp. n. E. 5°.= 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. C. 17 2moltig-1 4bedect 3 3wolfen!-7 Dunst-7 Haparanda 771 DSD 2heiter 2 heiter-6 Petersburg 763 NW 2molfent- 8 Cort 774 SD 4 heiter-8 Aberdeen 5 bedeďt -9 Paris 773 D 2wolfig-9 Berliner Wetterbureau. Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46-49- Krausenstrasse 46-49 Besonderes Angebot Trikotagen soweit der Vorrath reicht! 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