Nr. 14. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Biertelj& hrt. 8,30 t, monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntageBeilage Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Bost- Zeitungs Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonelgeile oder deren Rauni 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Bort 5 Pfg. ( nur das erste ott fett). Infecate für Die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben ivetben. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Aufforderung. Bei unsrer Geschäftsstelle liegen zur Abholung Sechzig Mark welche am 13. Januar 1908 im Café Schiller an unfren Redaktionsboten für Treubruch und für Berrat von Geschäftsgeheimnissen an die politische Polizei gezahlt wurden. Der Auszahler kann dieselben gegen Quittung nach Ausweis der Identität feiner Persönlichkeit bei unsrer Geschäftsstelle, Lindenstr. 69, 2. Hof II, abholen. Redaktion des Borwärts". Syndikate und Arbeitslöhne. Sonnabend, den 17. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Startelle brückten nicht die Löhne, sondern wirkten auf frampfhaften Versuche fort, mit den Ansichten Calwers in ihre Steigerung hin. In umständlicher Weise, als handle der Meistbegünstigungsfrage zu krebsen und die sociales fich um wirkliche Beweise, hebt er hervor, daß während demokratische Partei als berstedte Gegnerin der Meinungsder neunziger Jahre die Löhne im Bereich des rheinisch- freiheit zu verbächtigen. Bernstein blieb ihm die Antwort nicht westfälischen Stohlensyndikats, im Webstoff- Großgelverbe des Bezirks schuldig und rechnete gründlich mit dem Fürsten Herbert Düsseldorfs, beim Magdeburger Braunkohlensyndikat, beim Dort- Vismard ab, der in bramarbafierendem Tone leere Drohungen munder Briket- Verkaufsverein ust. mehr oder weniger gestiegen find, gegen Amerika ausgestoßen hatte. Sonst sprach noch der Wissenund hält dann damit für bewiesen, daß die Kartellierung die Lohn- schaftler des Bundes der Landwirte, Herr Lude, der dent steigerung begünstigt hat. Haufe wieder einmal versicherte, daß die Landwirtschaft beim Zoll17 21 Es braucht nicht erst dargelegt zu werden, daß diese Folgerung tarif zu kurz gekommen fei, Herr Gothein, der in einer sachgeradezu lächerlich ist. Ebenso wie in einzelnen fartellierten find fundigen Rede den deutsch- amerikanischen Vertrag von 1900 beauch in vielen nichtkartellierten Industriezweigen die Löhne während leuchtete, und Herr Dr. Pachnide. Dann wurde die der vergangenen Prosperitätsjahre gestiegen, und zwar würde es Spec fche Resolution mit 141 gegen 67 Stimmen bei zwei keine Mühe machen nachzuweisen, daß bei den nicht mit Syndikaten Stimmenthaltungen angenommen. Herr v. He hI hatte feine ausgestatteten Branchen die Erhöhung vielfach eine größere tvar, als 9tefolution, deren Annahme zweifelhaft war, vorsichtigerweise zu bei den kartellierten Industriegruppen. Die Ursache der Steigerung Gunsten der Speckschen zurüdgezogen, die formell nicht so unwar eben in dem einen wie andren Fall die infolge geschickt ist und der Regierung etwas mehr Spielraum läßt. der angespannteren industriellen Thätigkeit sich einstellende Zu Dann wurde unfre Resolution beraten, die die reichsIn der„ National Zeitung" veröffentlichte vor einiger Zeit nahme der Nachfrage nach Arbeitskräften. Früher hat das gefebliche Regelung der Gefängnisarbeit verlangt. der frühere Unterstaatssekretär und jezige Kurator der Bonner auch Herr Tille recht gut gewußt, denn in seinem 1898 Es handelt sich hier um eine uralte Forderung der Arbeiter und Universität Dr. v. Rottenburg einen längeren Artikel über veröffentlichten Buch„ Voltsdienst", fagt er S. 180: Jeder wirt Handiverker, unter denen besonders die Textilarbeiter, die TabakKartelle und Trusts", in welchem er den Nachiveis zu cr- fchaftlichen Weisheit Anfang find die fundamentalen Säße aus Mill: arbeiter und Schuhmacher unter der Konkurrenz der Gefängnisarbeit bringen fuchte, daß die Kartellierung, wie sie sich unter den jezigen Der Arbeitslohn im allgemeinen wird durch die Konkurrenz geregelt, zu leiben haben. Wirtschaftsverhältnissen entividelt habe, nicht nur zur Preistreiberei und hängt daher von dem Angebot und der Nachfrage in ihr ab, Genoffe Baubert gab die eindringliche Begründung. Aber und zur Verschärfung der Vermögensungleichheiten führe, sondern oder von dem Verhältnis zwischen Arbeitern und Kapital. Er ist es ging hier so, wie es schon in der Zolltarif- Kommission gegangen auch die Stellung des Arbeiters als Arbeitsvertragschließers ver- taum durch etivas andres dauernd zu beeinflussen." Allerdings hat war: Die Forderung, mit der im Princip alle Parteien einver schlechtere. Unter andrem führte Dr. v. Rottenburg aus: Herr Alexander Tille, fcit cr vor 18 Jahren unter standen find, wurde von Pontius zu Pilatus geschickt; es sei " Fast ein Jahrhundert lang ist die individualistische Schule in dem Pseudonym Alex Lauenstein"' als Reformator der deutschen teine Reichsfache, hieß es, sondern Sache der EinzelBezug auf den Arbeiter der Meinung gewesen, er fei bei der Ver- Dichtkunft auftrat, dann unter dem Pfeudonym eines Social- staaten. Bom Bundesratstische wurde darauf vertvicfen, Singung feiner Arbeitskraft vor jedem Zwange gesichert, da es ihm aristokaten" gegen Militarismus und Soldatenspielerei", Sapital baß gegen früher eine gewisse Besserung eingetreten fei und freistehe, wenn die Bedingungen des einen Arbeitgebers thn nicht vererbung, Bureaukratie und Religion lämpfte und für Produktiv die Zahl der von Unternehmern beschäftigten Gefangenen von befriedigten, sich an einen andern zu tvenden. Schon unter der Herrschaft genossenschaften und englisches Gewerkschaftstesen schwärmte, fich 73 Prog. Im Jahre 1969 auf 37 Proj. im Jahre 1901 in Preußen der freien Konkurrenz war diese Behauptung nicht ausnahmslos zu als fo wandlungsfähig erwiesen, besonders nachdem er in Glasgowo zurüdgegangen sei. Woraus zu folgern ist, daß die von uns verireffend; fic wird immer unwahrer, je mehr die Individualbetriebe aus unmöglich geworden war und als Publizist beim Centralverband zur langte gründliche Reform jeyt besonders leicht durchzuführen der Industrie verschwinden. Wo Trusts bestehen, fehlt es an jeder Berbreitung großindustriell kapitalistischer Ethit Anstellung gefunden ist. Aber die Rebner des Centrums, der Nationalliberalen und Stonturrenz unter den Arbeitgebern gegenüber ben Arbeitnehmern; hat, daß aud) in puncto des Milfchen Sages vom Arbeitslohn feine der Freifonfervativen, hädler, Schlumberger und Gamp in der Hand der ersteren liegt es, die Bedingungen des Arbeits- Belehrung nicht ausgeschlossen erscheint. versteckten sich hinter formelle Gründe, unt der Annahme unster vertrages zu bittieren. Daß es sich auch hier nicht um eine Gefahr Bestimmt aber das Verhältnis des Arbeitsangebot zur Nachfrage Resolution widersprechen zu können. Nur der Liberale Schrader handelt, welche lediglich in der Vorstellung ängstlicher Gemüter be- Die Lohnhöhe, so kann von einer lohnsteigernden Wirkung der Kartelle stellte sich auf unfre Geite. Die Resolution wurde schließlich absteht, zeigt wiederum die Geschichte. Ich kann hier aus dem reichen absolut keine Rede sein, denn daß durch die Vereinigung der gelehnt. historischen Beweismaterial nur zwei Fälle anführen. So lange Unternehmer zu Syndikaten ihre Nachfrage nach Arbeits- Sonnabend soll nach Erledigung der ösickeschen Interdie Kohlenschätze im Loirebecken und in Anzin von 63 bezto. 10 Ston- träften steigt, wird man keinem denkenden Menschen glauben pellation wegen der Malagerste die lehte Resolution zum zeffionären ausgebeutet wurden, betrug der Arbeitslohn der machen. Gher ist das Gegenteil richtig. Die sogenannte größere Bolltarif beraten werden. Stohlenarbeiter im Durchschnitt 3 Frant; 1845 gelang cs, fieben wirtschaftlichkeit ber Startelle, ihre Außerbetriebsezung nicht leistungsAchtel der für die Loire erteilten Konzeffionen in der Hand der fähiger Betriebe und Rayonierung der Produktion bewirkt eine VerGin Rachezug auf dem Bismarc- Archipel. Compagnie des mines de la Loire zu vereinigen; in Angin trat ringerung ber benötigten Arbeitsträfte. Zudem aber überbieten sich Wir haben feiner Zeit wiederholt über die Ermordung des eine Fusion sämtlicher Konzessionen ein. Die unmittelbare Folge bei aufsteigender Stonjunktur die Einzel- Unternehmer, tvenn fie mit Pflanzers Wolff auf dem Bismard- Archipel und die eigendiefer Monopolisterungen war, daß der Lohn fant, in Angin fast um einander konkurrieren und jeder die Lage zu seinem Vorteil auszu- artigen R a chez üge berichtet, die anläßlich dieses Worbes gegen 60 Prozent, auf 1 Frank 55 Centimes." nügen fucht, in ihren Lohnangeboten weit mehr, als wenn fie in die eingeborene Bevölkerung unternommen worden waren. Der Artikel war der kartellfreundlichen Preise, die sich seit einiger Syndikaten organisiert sind und jeder an den einlaufenden nüpften damals an die spärlichen Mitteilungen über diese RacheZeit bemüht, die Nüglichkeit der Startelle auch für die Arbeiter nach aufträgen einen bestimmten, vereinbarten Anteil hat. Außerdem ist thaten die Betrachtung, daß es sich hier augenscheinlich zuweisen, wie einzelne ihrer spöttischen Auslaffungen deutlich be- es bei Streits etwas wesentlich andres, ob die Arbeiterschaft einer um ganz ungewöhnliche Zustände, um einen Massekrieg handle, weisen, recht unangenehm; doch schwieg damals bas offizielle Organ durch mannigfache Interessengegenfäße zersplitterten Unternehmer- ber in fo hinterwälblerischen Formen geführt werde, des Centralverbandes deutscher Industrieller, die„ Deutsche Industries schaft gegenüber steht oder einer festen, an der Niederzwingung der wie mit geregelten tolonialen Zuständen Zeitung", obgleich Dr. von Rottenburg wegen feiner früheren Arbeiter gleichmäßig intereffierten Unternehmerkoalition. abfolut unvereinbar fei. Wie sehr unser Urteil zutraf, Thätigkeit als Unterstaatssekretär zu den bestgehaßten Gegnern des Begünstigten thatsächlich die Kartelle bas Streben der Arbeiter betveist jetzt ein ausführlicher Bericht, den der P. Johannes Centralverbandes gehört, und dessen Tintenfulis fich nicht gern einen nach höheren Löhnen, der Centralverband deutscher Industrieller würde berlein, Missionar bom Heiligsten Herzen", an die„ Köln. Anlaß entgehen laffen, dem Socialmoralisten" am Zeuge zu taum so sehr für die Startelle eintreten, wie gefchicht, denn, wie Bolts- Stg." gerichtet hat. In diesem Bericht wird mit dürren fliden. In ihrer foeben erschienenen legten Nummer holt Alerander Tille in dem Artikel der Industrie Zeitung" offen zu- Borten erzählt, daß nach der Ermordung völlig anarchische die Industrie- Zeitung" dieses Bersäumnis nach und stvar ist es der gesteht, steht der Centralverband„ ganz und gar nicht auf dem Stand- Bustände um sich griffen, daß Ra chezüge unternommen wurden, Special Ober- Offiziofus des Verbandes, Dr. Alexander Tille, dem punti, ein grenzenloses Steigen der Löhne als ben erstrebenswertesten durch die zahlreiche Unschuldige hingeschlachtet wurden, kurzum, Der Auftrag zugefallen ist, Dr. von Rottenburg abzufertigen. Wie Fortschritt anzustaunen, toie es Wirtschaftsmoralisten vom Schlage daß in dieser Stolonie eine Zeit lang ein Zustand herrschte, der an es nach manchen Bolemiten der letzten Zeit scheint, muß Herrn Rottenburgs thun, dic felbst niemals einen Industries die longostaatlichen Vorkommisse erinnert! In dem Bericht, Alexander Tilles journalistische Begabung immer dann herhalten, betrieb geleitet habent. Er ist vielmehr der Meinung, daß der sich in Nr. 37 des Kölnischen Gentrumsorgans befindet, tird venit es sich um schriftstellerische Leistungen handelt, die weniger ein Steigen der Löhne nur dann eine gefunde und die National erzählt: Verstand als Unverfrorenheit erfordern und die Herr Bueck und Herr wirtschaft fördernde Erscheinung ist, wenn es mit einem Steigen Steinmann- Bucher nicht gern übernehmen. der Leistung parallel geht. In jedem andern Falle bedeutet es für Herr Tille beschränkt sich in Abwehr des Rottenburgschen die Mitertverbsfähigkeit des Landes auf dem Weltmarkte eine Artikels, darauf hinzuweisen, daß erstens bei den beiden Beispielen fchtvere Gefahr. England, Australien, Neuseeland haben gezeigt, daß der Nachweis eines Zusammenhanges zwischen der zufälligen Gleich eine solche Künstliche Emporschraubung der Löhne über das entzeitigkeit der Kapitalstonzentration und des Sintens der Lohnhöhe sprechende Leistungsniveau ganze Industrien ins Ausland treiben fehle, und daß ferner es sich in beiden Fällen gar nicht um Startelle, oder in ihrer Entwicklung stillstellen sowie die Entstehung neuer sondern um die Vereinigung einer Reihe Betriebe in einer Hand Industrien verhindern kann. Berhinderten die Syndikate ein Emporhandle: eine Beweisführung, an die Herr Tille folgende Anrempelung steigen der Löhne über die entsprechende Leistungsgrenze, so Inlipft:„ Die Behauptung, daß die Kartelle die Löhne brückten, erwürben sie sich damit sogar ein hervorragendes nationalist aber auch unwahr und Herrn v. Rottenburg fann in wirtschaftliches Verdienst, indem sie der heimischen Produktion ihre dieser Hinsicht der Vorwurf der Unwissenheit und der Fahrlässig Konkurrenzfähigkeit sicherten." der " " feit" nicht erspart werden; denn er hat den angesehensten Vertretern Wann die Leistung gestiegen und um wie viel höher sie zu des deutschen Großgewerbes gegenüber die im Verkehr erforderliche bewerten ist, darüber haben natürlich ausschließlich die Syndikate zu Sorgfalt außer acht gelaffen. Es ist dies um so unverzeihlicher entscheiben ein Verhältnis zwischen Lohn und Leistung, wie es und irreleitender für die öffentliche Meinung, je höher Dr. v. R. in England besteht, gilt, wie man sicht, bereits als durchaus schädfrüher als Unterstaatssekretär gestanden hat und je mehr er deshalb lich, und wenn die Startelle sich ähnlichen Lohnsteigerungen tviderFernerstehenden als befonders erleuchtet gelten muß." fegen, so erwerben sie sich damit nur ein hervorragendes Abgesehen von ihrer furiofen Faffung haben Tilles Einwände nationalwirtschaftliches Verdienst"! In diesem Say eine gewiffe Berechtigung. Aus der Thatsache, daß gleichzeitig mit enthüllt sich die wirkliche Auffassung der Herren über die von den Betriebskonzentration oder mit der Sartellierung in Kartellen einzuhaltende Lohnpolitit; alles Gerede über die lohn irgend einem Industriezweige Lohnrückgänge erfolgt find, folgt steigernde Wirkung der Syndikate, ist lediglich auf die berechnet, die noch nicht baß ohne weiteres, Kartellierung niemals alle werden. notwendig die Ursache des Sinkens der Löhne ist. Ebenso richtig ist allerdings auch die Umlehrung: wenn in einer fyndizierten Branche die Löhne irgendwo gestiegen find, so ergiebt sich daraus noch nicht, daß die Syndikatsbildung Ursache der Lohnsteigerung ist. Obgleich dieser Gaz nur die einfache Stonsequenz feines eignen Einwandes gegen Dr. b. Rottenburg ist, läßt ihr jedoch in diesem Fall Herr Tille nicht gelten; benn er folgert weiterhin furzweg daraus, baß auch in führte am Freitag ble Debatte über die Meistbegünstigungsklausel verschiebenen fartellierten Industriezweigen während der Testen zu Ende. Sie war in der Hauptfache eine Polemik zwischen den Aufschwungsperiode Lohnerhöhungen vorgekommen sind, die Rednern des gestrigen Tages. die Rednern des gestrigen Tages. Herr von Heyt fekte zweimal feine die Politische Ueberficht. Der Reichstag Berlin, den 16. Januar. Qir „ Das Ergebnis des ersten Tages( der Untersuchung nach dem Morde) war, daß die Spuren bont berlorener Beute dem Weg nach Wairiti folgten, so daß anzunehmen war, daß wenn nicht alle, so doch ein großer der am Word Beteiligten sich in Wairiti verstedt hielten. Gin Angriff auf Bairiti hätte bie unmittelbare Auslieferung der wahren Mörder zur Folge gehabt, und es wäre viel unschuldiges Blut verschont worden. Leider bemächtigte sich bieler Weißen infolge der abscheulichen Mordthat ein gewiffer bichen gegen alle Eingeborenen, unb es griff bald die Meinung Blaz, der Angriff in Baparataba fei nur ein Zeichen gewefen au einem allgemeinen Aufstand. Die schwarze Polizei und noch andre Bewaffnete Eingeborene waren bald überall hin gerstreut, erregten überall Schrecken und erschossen Unschuldige. In nächster Nähe der Station Et. Dtto wurden unschuldige Frauen erschossen, auf dem großen Wege von Herbertshöh nach Rafunei zwei Häuptlinge, obgleich sie ihre Amtsmüten trugen und gar keine Berbindung mit Baparatavaleuten hatten. Im bas iebermaß boll zu machen, wurde damals der Polizei bie Parole gegeben, alles niederzuschießen, was bei deren Anblick nicht stehen bliebe. Wieviel unschuldiges Blut geflossen wäre, wenn die fatholischen Wiffionare nicht überall unter steter Lebensgefahr gewesen wären, um die armen Geängstigten zu belehren und zu ermutigen, ist nicht abzusehen. Die belden Stationen Takabur und St. Otto waren Zufluchtsstätten für Statholiken und Heiden, Männer, Frauen und Kinder. Die Gehöfte waren alle berlassen, und auf den Wegen war niemand zu sehen, ausgenommen Bolizisten. Während dieser Zeit blieben die eigentlichen Mörder unbehelligt in ihrem Versted in Wairiti. Wie unicher für einen Weißen damals alle Wege tvaren, nicht fo fehr wegen der Eingeborenen aus Paparatava als vielmehr wegen der undisciplinierten Polizeitruppe, betwelft folgenber Borfall. Einige Tage nach dem lleberfall in Baparatava wurde das Gerücht verbreitet, einer der gefähr い Mits lichsten Häuptlinge von Paparataba, To Kirara, fei bei seinen, handlungen antreten, nutr allzu berechtigt waren. Verwandten in Rebar und zwar auf der Missionsstation St. Otto, teilungen über die Steigerung der Industriezölle fehlen noch; wo sich einige Mitglieder der Famlie befanden, verstedt. Offenbar die Andeutumgen des ungarischen Ministerpräsidenten lassen aber wollten sich die bewaffneten Uferleute die Erlaubnis erwirken, nach darauf schließen, daß sie vielfach in gleicher Weise hinaufgeschraubt Rebar zu gehen, um dort zu plündern, was zu plündern war. Sie worden sind, wie die Getreide- und Viehzölle. Nachdem die Schweiz hinterbrachten das Gerücht dem stellvertretenden Gouverneur Dr. Hahn, welcher denn eine ganze Trupee der bewaffneten Ein die deutsche Tarifänderung zum Anlaß genommen hat, um ihre geborenen nach Rebar fandte. Sie sollten auch dem Missionar in Bölle zu erhöhen, folgt nun auch Destreich Ungarn, dessen St. Otto, P. Riederer, einen Briefüberbringen, in welchem Beispiel bald wieder von andren Vertragsstaaten nachgeahmt werden er auf das sonderbare Gerücht von der Anwesenheit des To Kirara wird. So treten alle Mächte mit bedeutend erhöhten Zolltarifen in in setuer Umfriedung aufmerksam gemacht wurde. Die eigen die Vertragsverhandlungen ein, und das schließliche Ergebnis wird tümliche Polizeitruppe, anstatt zuerst ihren nichts andres fein, als eine allgemeine Hinauffegung der Zölle aller Brief abzugeben, durchsuchte ohne weiteres das Eigentum europäischen Staaten. des Missionars zum großen Schrecken der anwesenden Flüchtlinge aus Rebar und machte dann die ganze Gegend unsicher. Unter dem Vorwande, auf To Kirara aufzupaffen, lagerten sie sich auf dem Wege, und es hätte nicht viel gefehlt, daß fie auf den Missionar geschoffen hätten. wäre." An einem vom faiserlichen Richter geleiteten Streifzug nahm auch diese bewaffnete Truppe Anteil, und einige Mordbuben erlaubten sich fast unter den Augen des Richters Frauen und Kinder zu erschießen. Da fie aber die gerechte Strafe befürchteten, so deckten sie im Augenblic, wo der Richter herankam, die Leichen mit Bananenblättern zu. Man kann hieraus schließen, wozu eine solche Mordbande fähig gewesen wäre, wenn sie nicht nach wenigen Tagen wieder aufgehoben und entwaffnet worden Der Missionar berichtet dann noch des Ausführlichen über die spätere Gefangennahme der Mörder. Er erzählt des weiteren, daß die Mission, der er angehört, gerade wegen dieser Orgien der sos genannten Polizeitruppe" starten Zulauf gehabt habe, da sich zahl reiche Eingeborne unter ihren Schutz gestellt hätten, und sich, ba man ihre Hütten niedergebrannt und ihr Eigentum tonfisziert habe, auch bereit gezeigt hatten, ihnen überwiesene Arbeiten zu berrichten, um ihre Eristenz zufristen. Das Hunnentum hat aber doch auch kulturelle" Folgen gehabt! 17 Wir begnügen uns einstweilen mit der Wiedergabe der Schilderung der Nachegreuel dieses gewiß unverdächtigen Zeugen. Die deutsche Regierung wird nicht umhin können, im Parlament Rechenschaft über diese unerhörte Art der Kolonisation abzulegen. Wir buchen diese grauenhaften Vorkommnisse als Jllustration dentscher folonialer Kulturverbreitung. Das Resultat der östreichisch- ungarischen Ausgleichsverhandlungen. Sowohl der ungarische Ministerpräsident von SzeII, als fein östreichischer Kollege Dr. von Roerber ergriffen heute in den Sigungen des ungarischen und des östreichischen Abgeordnetenhauses das Wort, um in längerer Nede über die gemeinsamen Ausgleichsbereinbarungen zu referieren. Ministerpräsident van Szell erklärte im ungarischen Abgeordnetenhause nach dem Wolfffchen telegraphischen Bericht: 0 Deutfches Reich. Freiheit der Wissenschaft. A es von dem ungenannten Sachverständigen" eine Lächerlichkeit sondergleichen, alle Zeitungen als spizelbehaftet hinzustellen. Wir möchten den„ Sachverständigen", der gegen die gesamte deutsche Presse die ungeheuerlichste Beschuldigung ausgesprochen haben soll, ersuchen, aus seiner Reſerve herauszutreten. Und wenn er wirklich behauptet hat, in allen Redaktionen fäßen Spigel, so wird er sicherlich in der Lage sein, wenigstens ein paar Blätter namentlich anzuführen, deren Spigel ihm bekannt sind; ein Blatt aus jedem Barteilager, von der äußersten Rechten bis zur Socialdemokratie, würde genügen. Schweigt er, so ist er gerichtet." Wir haben nicht den mindesten Anlaß, die Ehre der„ Voltszeitung" zu verdächtigen. Wir erkennen vielmehr gern an, daß die Bolts Zeitung" zu den ganz seltenen bürgerlichen Blättern gehört, deren journalistische Moralität und Lauterkeit der Gesinnung Achtung verdient. = Agrarischer Beutefrieden. Merkwürdig ist aber, daß die„ Bolts- Zeitung" die gelegentlich der Affäre Hamburger öffentlich mit Namensunterschrift erhobene Die liberale Presse ist gegenwärtig in heller Begeisterung, daß Anklage übersehen oder bereits wieder vergessen hat. Es hat uns einer der modischen Hoftheologen Professor Delisfch, angefeuert überrascht, daß damals die bürgerliche Presse ebenso stumm blieb von dem wie er fagte Adlerblick Wilhelms II. es gewagt wie gelegentlich der Aussagen in der amtlichen Börsenenquetehabe, am Anfang des 20. Jahrhunderts offen auszusprechen, daß die Kommission über die Korruption der Handelsredakteure. Vielleicht Dokumente altbiblischer Mythologie keine Offenbarung Gottes seien. nimmt man jetzt Notiz von der Anklage, die Herr Martin Hilde Mindestens seit dem 17 Jahrhundert, seit Spinoza, ist der Glaube brandt, Herausgeber des journalistischen Fachblattes„ Das an die biblische Offenbarung wissenschaftlich überwunden. Es ist Recht der Feder", öffentlich erhoben hat. hübsch, daß in Preußen Deutschland noch als Heldenmut gepriesen wird, was seit Jahrhunderten sicherster Besitz des Kulturbewußtseins ist. Auch die Beziehungen der altbiblischen zu der assyrisch- Der lärmend begonnene Streit unter den Bündlern und den babylonischen Welt find feine Offenbarung Delitzschen Geistes. Seit konservativen Bewilligern des Antrags Kardorffs löst sich nun, wie der Entdeckung der hetitischen Inschriften sind auch diese Zusammen wir vom ersten Anbeginn wußten, in stilles Wohlgefallen auf. Der hänge bekannt. Was neu ist an Delizich sind seine byzantinischen Vorstand der konservativen Partei, an seiner Spize Suthaten, feine selbstbewußten Ansprüche und seine phantastischen Freiherr von Manteuffel- Krossen, erläßt diese Friedfertigkeits- Erflärung: Uebertreibungen, die wohl ungewollt dem Zwecke dienen, das Reich der Eisenbahnpläne der Deutschen Bank möglichst interessant erscheinen zu lassen. Schade, daß sich zur Zeit des Hunnenzuges nicht Sinologen gefunden haben, die über chinesische Kultur in höheren Kreisen Aufklärung verbreitet haben! Indessen, wie ernst immer der Wert der babylonischen Mode sein und für wie tapfer man das arg verspätete Bekenntnis wider den Offenbarungswahn halten mag, mit der Freiheit der Wissenschaft hat die babylonische Extratour nicht das mindeste zu thun. Der brave Liberalismus berauscht sich wieder einmal an einem Nichts, wenn er das goldene Zeitalter der Dent, Forsch- und Lehrfreiheit aufblühen sieht. Eben jetzt liefert die Berliner Universität, die principiell Papiere russischer Studenten der Polizei ausliefert, einen Beweis, eine tie jämmerliche Unfreiheit auf den Gelehrtenfasernen herrscht und wie es um die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung" bestellt ist. Es handelt sich um eine neue That des derzeitigen Rektors der Berliner Universität, des Juristen Prof. Gierke. Genannter Herr ,. der schon öfter von sich reden machte so blieb er als Rektor dem Begräbnis Virchows fern hat einen Vortrag unfres Parteigenossen Reichstagsabgeordneten Eduard Bernstein über„ Proudhomme und Laffalle ein Vergleich" verboten; Bernstein sollte diesen Vortrag in der Freien wissenschaftlichen Vereinigung an der Universität Berlin" halten. " Das Zollbündnis wird gemäß der Vereinbarung auf zehn Jahre geschloffen; sein Inhalt stimmt in allen wesentlichen Buntten mit dem Zollbündnis überein, wie es in früheren Perioden abgeschlossen worden ist. Die wichtigste Neuerung ist der neue gemeinfame Zolltarif. Wir haben uns vor Augen gehalten, daß wir, da wir der Industrie Destreichs durch hohe Zölle unsren Markt sichern, andrerseits das Recht haben, daß wir unsrer Produktion durch Sein Verbot begründet Herr Gierke damit, daß ein dem Lehrgleichwertige Zölle den östreichischen Markt sichern. Es foll durch höhere landwirtschaftliche Bölle vermieden werden, daß jene Rohprodukte, welche durch protektionistische, sozusagen erfiufive Zollpolitik des Auslandes vom ausländischen Markte verdrängt werden, hierher eindringen, um mit unsrer Produktion zu konkurrieren, die unter schwierigeren Bedingungen erzeugt wird. Wir können uns jedoch der gerechten Forderung Deftreichs nicht verschließen, daß, nachdem zumal Deutschland seine Industriezölle bedeutend erhögt hat, auch andrerseits die östreichische Industrie auf entsprechenden Schuß angewiesen sein muß. Bei der Bemessung der Zollpofitionen haben wir uns die Parität zwischen Destreich und Ungarn vor Augen gehalten. förper der Universität angehöriger Privatdocent feine Lehrthätigkeit wegen feiner Zugehörigkeit zur socialdemokratischen Partei habe aufgeben müssen, so daß man ihm( Gierke) als einen demselben Lehrförper angehörenden Professor, nicht zumuten könne, die Erlaubnis dazu zu geben, daß in einem seiner Aufsicht unterstellten Verein ein socialistischer Abgeordneter socialistische Vorträge hält. Er müsse vielmehr zu verhindern und verhüten bestrebt sein, daß die socialistischen Irrlehren in irgend einer Form Eingang in die jugendlichen Seelen fänden und sie vergifteten. Das Spigelrecht. Die schließliche Stellungnahme der konservativen Reichstagsfraktion zu dem Zolltarif- Geseze ist keine einheitliche gewesen. Die konservative Parteileitung ist aber überzeugt, daß die Vertreter beider hierbei zu Tage tretenden Richtungen lediglich das Interesse der Landwirtschaft im Auge gehabt haben und wünscht deshalb, daß sowohl die Mitglieder unsrer Partei im Lande in dem Vertrauen zu ihrem seitherigen Vertreter nicht wankend werden, wie daß die im Bunde der Landwirte organisierte Landwirtschaft sich ebenfalls darin nicht beirren laffen und darauf hinzielende Angriffe vermeiden möge.( Die feudaladligen Herren vom fonfervativen Parteivorstand hätten einen ihrer Zeitungsbedienten in Anspruch nehmen sollen, um wenigstens die deutsche Sprache nicht bis zur Sinnlosigkeit zu verderben! Red. d.„ Vorw."). Die Parteileitung erwartet demgemäß auch, daß, falls die bevorstehenden Handelsverträge in der That nicht das notwendige Maß des Schutzes der Landwirtschaft darbieten sollten, ebenso, tie früher, die Ablehnung derselben durch die tonservative Reichstagsfraktion erfolge. Die Parteileitung ist der Ueberzeugung, daß nur durch einmütiges Zusammengehen des Bundes der Landwirte mit der fonfervativen Partei die gemeinsamen Ziele zum Wohle der Landwirtschaft und des gesamten Vaterlandes zu erreichen sind, und giebt der Erwartung Ausdruck, daß dieses Zusammengehen fernerhin gesichert und von keiner Seite gestört wird." Zugleich mit dieser Erklärung veröffentlicht die„ Konservative Korrespondenz" eine ausführliche Erklärung des Bundesleiters Freiherrn v. Wangenheim, in der die früheren scharfen Bemerkungen gegen die fonservativen Abgeordneten, die dem Zolltarif zugestimmt haben, vollständig abgeschwächt werden und in der gleichfalls die Hoffnung ausgesprochen wird, daß das von der fonjervativen Parteileitung gewünschte einmütige Zusammengehen mit dem Bunde der Landwirte gewahrt werden möge". Das Agrariertum betreibt sein altes Spiel. Erst stellt man tolle Ueberforderungen auf. Dann, als man die Regierung zu weitgehenden Konzessionen an die agrarische Raubsucht gepreßt hatte, bermittelte eine genügend große Zahl von Abgeordneten die Durchführung des Erreichbaren". Der folgende Akt zeigt die Bes willigenden und die Ablehnenden im heftigen Scheinzwist, der die erneute Umkehr der Vermittler zu den Unentwegten des Bundes herbeiführt. Nun ist man wieder einig und hezt die Regierung in Handelsverträge, die das Gemeinwohl schwer schädigen, aber die feudalen Grundbefizer gewaltig bereichern. Der verlassene Kardorff. Zu der Nachricht, daß die Freitonservativen nicht daran denken, ihrem Führer zu folgen und aus dem Bund der Landwirte auszutreten, bemerkt die" Post" aus bester Quelle", daß der Bericht in, wesentlichen Punkten" den Thatsachen nicht entspreche. Da nichts weiter über das ,, Wesentliche" verraten wird, ist also die Nachricht wahr, die auch ohnehin wahrscheinlich, ja selbstverständlich ist. Ein neuer Fall Kugel. Man schreibt uns: Vor einiger Zeit wurde im Innern Rußlands von der politischen Polizei eine Frau Buchholz verhaftet, die deutsche Staatsangehörige ist und die unbehelligt über die Grenze gelassen war. Verschiedene Umstände ließen schon Noch immer hüllt sich die bürgerliche Presse zum größten Teil bantals den Gedanken aufkommen, daß diese Verhaftung in mancher in Schweigen über den frechen und plumpen Bestechungsversuch der Hinsicht ein Seitenstück zu dem bekannten Fall Frau Kugel bildet. Diese politischen Polizei, obwohl man doch meinen müßte, es handle fich Bermutung wird jetzt durch ein Cirkular des Bolizeidepartements, das da um eine gemeinsame Angelegenheit der gesamten Presse. seinen Weg auch außerhalb des Reiches der Polizeimeister und Bielleicht enthüllt der liberale Hamburgische Korrespondent" einen Gendarmerie- Obersten, für die es bestimmt ist, gefunden hat, nur der Gründe des Schweigens. Bisher galt Spigelei als eine der noch bekräftigt. Aus dem Cirkular geht hervor, daß die gemeinsten Handlungen und die Einbrüche der politischen Polizei in das Bereich radikaler oder revolutionärer Parteien und Personen wurden von allen Liberalen gebrandmarkt. Inzwischen hat auch in dieser Beziehung die liberale Weltanschauung" umgelernt und so er flärt das Hamburger Blatt mit schöner Offenheit: russischen politischen Behörden gegen die Frau Buchholz den Verdacht gehabt haben, daß fie an der russischen socialdemo tratischen Bewegung, so weit diese im Auslande Wiederhalf findet, beteiligt sei. Herr Professor Gierke wird nun ein Uebriges thun und den Studenten bei Strafe der Relegierung verbieten müssen, daß sie eine focialistische Schrift oder ein socialdemokratisches Blatt lesen. Der Ministerpräsident zählt sodann die Zollerhöhungen ver- Die heilige Stirche der Gierkeschen Wissenschaft muß über die jungen fchiedener landwirtschaftlicher Produkte auf. Weizen ist bon 31 Seelen wachen, auf daß ihnen nur die allein selig machenden Lehren auf 7 Stronen erhöht. Neben diesem Tarifzoll wurde zufließen. Vielleicht entfernt man nun aber aus den Akten der ein Minimalzoll von 6,30 Kronen festgesetzt. Für Roggen ist statt Universität den bedeutenden Namen Boeckhs, der es gewagt hatte, 3,75 jezt ein Satz von 7 und ein Minimalzoll von 5,80 Kronen ein- ein Freund und Bewunderer Lassalles zu sein, über den heute in gesetzt, für Gerste statt 1,75 jezt ein solcher von 4 und ein Minimal- diesen heiligen Hallen nicht gesprochen werden darf. Vor allem zoll von 2,80 Kronen. Für Hafer ist gegen den früheren Zollfaz aber tilge man den schrecklichen Namen Fichte, der sogar selbst von 1,70 jest ein solcher von 6 und ein Minimalzoll von ein Socialist war, der volle, unumschränkte Lehrfreiheit als un4,80 Kronen vorgesehen. Mais wird bisher mit 1,10 Kronen veräußerliches Menschenrecht forderte. berzollt. Im neuen Tarif ist ein 3oll von 4 und ein Die seligen Schmalz und Kamps gehen immer noch in Preußen Minimalzoll von 2,80 Stronen in Ansatz gebracht. Die Vieh um, trotzdem man über- Babylon mit allerhöchster Zustimmung zölle find folgendermaßen feſtgeſetzt: Zoll für Ochsen revolutionär denken darf! 60 Kronen statt bisher 35, für Stiere 30 statt 9, für Stühe 30 statt 7, Stälber 18 statt 9 und für 9 und für Schweine ist der Zoll auf 12 und resp. 100 Kronen erhöht, je nachdem sie unter oder über 120 Kilogramm wiegen. Der Ministerpräsident zählt sodann die wesentlichen Aenderungen in den Industriezöllen auf und fügt hinzu, daß er den Zolltarif nur als eine Verteidigungslinie und eine Waffe ansehe, jedoch an dem Standpunkt der Vertragspolitik festhalte." Aehnlich äußerte fich Dr. v. Koerber im öftreichischen Abgeordnetenhause. Es wäre aussichtslos gewesen, erklärte er, die früheren in verDestreich durch kaiserliche Verordnung, in Ungarn im Das Cirkular präcisiert diesen Verdacht fassungsmäßigen Wege festgestellten Bereinbarungen einfach zu noch näher, indem es die Frau Buchholz mit der focialdemokratischen ignorieren. Es handelte fich vielmehr darum, gewisse schädGruppe der stra", die angeblich in Berlin bestehen soll, in Zu liche Konsequenzen der früheren Abmachungen hintanzuhalten und„ Unfres Erachtens ist jene Entrüstung fünstlich gemacht und fammenhang bringt. Liegen die Dinge fo, dann muß man sich eine vollständige Klarheit durch das neue llebereinkommen herzu- ziemlich deplaciert. So lange die Socialdemokratie in ihrer Feind- wundern, daß die Frau Buchholz überhaupt über die Grenze gelassen stellen. Unhaltbar erschien der Regierung eine Reihe von Verein- feligkeit gegen Staat und Gesellschaft und in der absoluten worden ist. Denn entweder mußte fie gleich in Gewahrsam barungen, welche sich unter andern auf den Viehverkehr, die Strupellosigkeit bei der Wahl ihrer Kampfmittel beharrt, fann fie genommen werden, oder es mußte ihr der Zutritt auf Beterinärpolizei, die sofortige Aufhebung des Tiroler Getreide- fich nicht beklagen, wenn sich die politische Polizei auch um ihre russischen Boden verweigert werden. Weder das eine noch das andre geschah. Sie gleich auszuweisen, das hätte der Redaktionsgeheimnisse fümmert. Das ist sogar bis zu einem ge- Gendarmerie die Möglichkeit genommen, ihre Neugierde zu bes zuschlages, die Besteuerung der Kommissionslager, Transportsteuer, auf den Donau- Verkehr 2c. beziehen. Außerdem mußten gewisse wiffen Grade ihre Pflicht. Schön freilich ist diese Thätigkeit nicht, friedigen; auch die Frau Kugel wurde ja nicht sogleich beim leberDoppelbesteuerungen ist beiden Steichen vermieden zumal wenn fie so ungeschickt ist, sich ertappen zu laffen." werden. schreiten der Grenze, während der Paßvisitation, berhaftet, sondern Der liberale Moralist des„ Hamb. Korresp." hatte ueulich auch erst später, obgleich die Grenzbeamten sehr wohl wußten, mit Der Ministerpräsident zählt sämtliche dem Reichsrat zu unterDas Cirkular versucht mm, breitenden Ausgleichsvorlagen sowie faiserliche Verordnungen auf, die Einsperrung einer fürstlichen Ehebrecherin in ein Jrrenhaus leb- wem fie es zu thun hatten. Sache so darzustellen, als ob die Frau Buchholz darunter die über Ginziehung der Staats- Noten, die 80 Millionen- haft verteidigt, d. h. die Verübung des Verbrechens der Freiheits- die Schuld, sowie das neue llebereinkommen mit der Destreichisch- beraubung empfohlen, das mit schwerem Zuchthaus bestraft wird. nach Rußland aus Versehen hereingelaffen worden sei. Dies bei der Ungarischen Bank, ferner die dem ungarischen Reichstage zu unter- Indeffen der Verzicht auf Moralheuchelei ist immer anerkennenswert sorgsamen Spürthätigkeit der russischen Agenten in Berlin! Dies breitenden Vorlagen, endlich gewisse mit Ungarn getroffene Ber- und so begrüßen wir die liberale Proklamation des Rechtes auf einbarungen und bindende Erklärungen bezüglich der Befreiung der Spigelei, Bestechung und Verleitung zum Treubruch. ungarischen Staatsfonds von der östreichischen Rentensteuer 2c. Der Ministerpräsident macht dann diefelben Enthüllungen über die vereinbarten Zollfäße für Getreide und Bieh, wie b. Szell, und fügt hinzu, hinzu, daß alle bisherigen Freigebiete und Zollausschlüsse unverändert aufrecht erhalten würden, ferner daß waren aus Staaten, welche östreichische oder ungarische Schiffe oder Waren ungünstiger behandeln als jene der andren Staaten, mit Zuschlägen bis zu 200 Broz. des Zollsages oder bis zur Höhe des Handelswertes der Waren, und wenn diese zollfrei, bis zum Betrage ihres Handelswertes belegt werden. Das Gesez trage im übrigen den modernen Anforderungen des Verkehrs und der Produktion vollauf Rechnung. Die Angaben über den Inhalt des neuen Zolltarifs zeigen, daß die Befürchtungen, Destreich- Ungarn werde die deutschen Zollerhöhungen nachahmen und mit einem ähnlichen Rüftzeug", wie dem deutschen, bei den Handelvertrags- Ver" Die Berliner Volkszeitung" knüpft an unfre Bemertungen über die Redaktionsspigel" an und bemerkt: bei den Hunderten von Vorsichtsmaßregeln, die der russische Generalkonsul in Berlin ergriffen hat, um ja über jede Person, die aus Berlin nach Rußland geht, informiert zu sein.( Beweis: in demfelben Cirkular wird genaue Auskunft über die Abreise eines bulgarischen Staatsangehörigen gegeben)! Der Konsul follte nicht ,, uns ist eine solche Behauptung bisher nicht zu Gesicht und gleich an die Grenzpunkte gemeldet haben, daß die betreffende Person nicht zu Ohren gelommen. Auch hören wir zum erstenmale davon, einen Baß nach Rußland habe visieren lassen, der ganze Polizeidaß die Redaktionsspizel, von denen der vom Bortvärts" citierte apparat follte mit einem Mal eingeschlafen sein. Für jeden, die anonyme Sachverständige gesprochen haben soll, den Kollegen als dem Kniffe der russischen Geheimpolizei nicht ganz sind, folche bekannt sein sollen. Der„ Bortvärts" selber scheint an der unbekannt wird es fein Geheimnis sein, daß es Richtigkeit der ungeheuerlichen Behauptungen des namenlosen sich nur um ein Manöver handelt, das von dem PolizeiSachverständigen" au zweifeln; denn er sagt: wenn es departement ausgeführt worden ist, um die deutschen Behörden zit wahr ist. täuschen und um etwaigen Unbequemlichkeiteu, die entstehen könnten, " Es bedarf keiner langatmigen Ausführungen, um darzuthun, wenn die Sache wieder, wie im Falle Kugel, in die Deffentlichkeit daß die Behauptung, in allen Redaktionen fäßen Bolizeifpigel, fäme, vorzubeugen. Das Polizeidepartement macht das lamundie als solche fogar von den Kollegen mit Bewußtsein geduldet würden, frommiste Geficht und erklärt jetzt, ja, wenn es gewußt hätte, daß ebenso dumm wie falsch ist. Sie ist so dumm und abgeschmackt, daß wir die Frau Buchholz nach Rußland reise, so hätte es Anstalten geuns nicht einmal wundern würden, wenn es die Zeitungen verschmähten, troffen, daß die Frau nicht hereingelassen worden sei, oder sie wäre fie zu widerlegen. Ist einmal irgendwo ein Fall vorgekommen, fofort ausgewiesen worden; da sie sich aber einige Monate in Rußdaß ein Polizeifpigel sich in eine Redaktion einzuschleichen gewußt land aufgehalten habe und Verdacht vorliege, daß sie ihre der Re hat, der hinterher entlarbt und hinausgeworfen worden ist, so ift gierung feindliche Gesinnung auch im Reiche selbst bethätigt haben fönnte, fo habe das Polizeidepartement nach den Landesgefeßen ver-| Boltzeibehörde mit Erklärungen in solchen Sachen hat. Als es unfren bekannt. Das Verhalten der Soldaten war das eines undiscipli fahren und über die Frau Untersuchungshaft verhängen müssen usw. Die Genossen gelang, den Polizei- Agenten, der unsren Genossen Wasewis merten Haufens. ganze raffinierte Komödie hat aber nur den einen Zweck, von der durch Bestechungen zum Parteiverrat dingen wollte, in flagantri zu Der„ Morning Leader" meldet vom 4. d. M. aus Mogador, an Frau Buchholz Belastungsaussagen gegen Dritte zu erwischen und ihn trotz alles Sträubens auf die Polizeiwache zu der Westküste Marottos über Tanger, 14. d. M., der deutsche Geerpressen. Wenn dann, wie das sich im Fall Kugel gezeigt hat, schaffen, da verweigerte die Polizei die von unfren Genossen fandte in Tanger habe den deutschen Vertreter in Mogador ange= die Gendarmerie sie zehn bis zwölf Monate geplagt und dem bringendst gewünschte Feststellung der Personalien wiesen, die deutschen Einwohner von Marrakesch du: Eilboten aufWahnsinn nahe gebracht haben wird, dann eröffnet man ihr, daß ihres Beamten. Und als unser Genosse sich an die Staats- zufordern, sich sofort nach Mogador zu begeben. Diese Maßnahme der Zar in seiner großen Gnade alles verziehen habe, und bringt anwaltschaft wendete, um ihre Unterstützung in der Eruierung fei infolge des Ernstes der Lage erfolgt. Die Deutschen hätten sie unter Bedeckung an die Grenze. und Bestrafung des Polizeibeamten zu erlangen, der ihn durch seine Marrakesch infolge dieser Aufforderung sofort zu verlassen und Und Deutschland, das seine Bürger gegen Haiti oder Venezuela Bestechungsversuche in seiner Ehre so schwer gekränkt hatte, da wies müßten all ihr Eigentum im Stich lassen. Dieses Vorgehen der so nachdrücklich in Schuß zu nehmen weiß, daß es sofort einige auch die Staatsanwaltschaft jedes Eingreifen ab! deutschen Behörden sei ein Beweis dafür, daß sie die Lage als Streuzer gegen diese Staaten schickt und mit Bombardements droht, und wenn Spizelaffairen im Reichstag zur Sprache gebracht höchft ernst betrachteten. läßt sich von Rußland derartige Komödien mit erstaunlichem Gleich- wurden, so verschanzten sich die Regierungsvertreter, statt eine mut gefallen! ,, objektive Feststellung des Thatbestandes" zu geben, hinter ihre an gebliche Inzuständigkeit und erklärten, daß diese AngelegenChina in Deutschland. Noch fizzen zwei Redakteure des Vorheiten vor den preußischen Landtag gehörten! Alles das Die Obstruktion der Jungczechen hat gestern dem Reichsrat wärts" im Kerker; der eine, weil ein Chinatelegramm einen weiß die" Post" ganz genau, aber gerade deshalb hat sie die eine Nachtfizung beschert, die bis 6 Uhr morgens dauerte. Ueber Leichteren Thatbestand angab, als er in Wirklichkeit war; der Stirn, über derartige Korruptionserscheinungen der politischen diesen letzten Obstruktionsversuch wird gemeldet: zweite, weil Thatsachen für Urteile erklärt wurden, bei denen Bolizei mit ein paar faulen, verlogenen Redensarten zur Tages- fchon mittags 4 Stunden gesprochen hatte, das Schlußwort zu der angebotene Wahrheitsbeweis unzulässig sei. Inzwischen tauchen an allen Ecken und Enden Zeugnisse der deutschen Kriegsführung in China auf. " Unter den Blättern, die zur Zeit des Khatizugs tagtäglich beHaupteten, die Hunnenbriefe seien erlogen, befanden sich auch die Münchener Neuesten Nachrichten". Vor wenigen Tagen aber schrieben sie über das Faschingsfest der Münchener Presse unter anderm: Auch wertvolle echte Kostüme erhöhten die Schönheit des Gesamtbildes, namentlich sah man viele kostbare chinesische Gewänder, offenbar Beutestücke aus dem letzten Feldzug, der den hohen Kunst- und Farbensinn der Zopfträger in den Ballsaal verpflanzte." Tesen: Und in einem weiteren Bericht des nämlichen Blattes ist zu " Das tostbarste Kostüm des Abends trug wohl Herr Diringer, der Befizer der bekannten Kostümfabrit, der ein aus Beting importiertes goldstrogendes Gewand anhatte." Was die Münchener Neuesten Nachrichten" selbst von dem Import" dieſes reichen Gewandes halten, fagt zur Genüge der Gedankenstrich, den sie vor das Wort importiertes" fetten. Somit haben die Münchener Neuesten Nachrichten" bewiesen, daß fie eben in Wirklichkeit auch an die Echtheit der Hunnenbriefe glauben und alles Geflunker war, was sie vor zwei Jahren schrieben. Pr " 1 er fagt: Oestreich- Ungarn. Die czechische Obstruktion. Bald Um 10 Uhr abends erhält der Czechisch- Radikale Fresl, der ordnung überzugehen. seinem Dringlichkeitsantrage über die sprachlichen Verhältnisse bei Das deutsche Finanz- Elend kommt auch im württem den Staatsbahnen in Böhmen. Er spricht Czechisch mit leiser, bergischen Etat zum Ausdruck. Wie aus Stuttgart telegraphiert tonloser Stimme. Die deutschen Parteien sorgen für die wird, veröffentlicht der Staatsanzeiger" den Etatsentwurf für Beschlußfähigkeit des Hauses und lösen sich schichtmäßig ab. 1903-1905. Der Staatsbedarf beträgt für beide Jahre zusammen Der den Vorsiz führende deutsche Vicepräsident Kaiser fordert 184 Millionen Mark, d. h. 6 Millionen Mark Mehrerfordernis. Die den Redner schon um 11 Uhr wiederholt auf, sich kurz zu fassen. Einnahmen betragen 175 Millionen Mark, der Fehlbetrag Jeder solchen Aufforderung folgt wütender Lärm der Czechisch8,8 Millionen Mart. Die Regierung schlägt vor, zur Ver- Radikalen, welche rufen: Sie haben oben zu figen und zu meidung einer Steuererhöhung ausnahmsweise eine Anleihe zu schweigen!" Der Vorsigende beschließt daraufhin, entschiedener vormachen. zugehen. Auf sein Glockenzeichen strömen die Abgeordneten aus Schulversäumnis und fürstliche Treibjagden. Der Lehrer des den Wandelgängen in den Saal, die Deutschen nehmen auf der Dorfes Vilmnitz auf Rügen hatte feiner Pflicht gemäß die Präfidententribüne Aufstellung, um den Vorsitzenden zu Schüler, welche den Unterricht versäumten, um an Treibjagden teil decken, der nun erklärt, dem Abgeordneten Frest das Wort zunehmen, auf die Schulversäumnis- Liste geschrieben. Darauf zu entziehen, da er sich seinen Anordnungen nicht gefügt habe. haben die betreffenden Bäter dem Lehrer offen ihre Feindschaft Stürmischer Beifall aller Barteien mit Ausnahme der Jungerklärt und angekündigt, daß sie ihm fortan die Unterstügung beim czechen. Da ergreifen die Ezechisch- Radikalen ihre Pulideckel Kirchenchor, bei Schulausflügen 2c. verweigern würden. Der und beginnen damit zu Klopfen. Die Abgeordneten Choc und Sehnal gemaßregelte Lehrer erläßt zu dieser Angelegenheit nun im arbeiten mit Brettern, die sie vorbereitet hatten. Das Bult Rügenschen Kreis- und Anzeigenblatt" eine Erklärung, in der Fresls geht in Trümmer. Klofac benutzt ein dickes Buch zum Trommeln. Frest zieht eine Pfeife hervor. Nun beginnen " Es ist uns Lehrern sehr unangenehm, wenn wir durch unser hört man auch eine Kindertrompete. auch die Vorgehen einzelnen Gemeindemitgliedern Verlegenheit und Ver- fich Jungczechen zu rühren. Der Jungczeche Standrede, druß bereiten müssen, ja wir bedauern aufrichtig die schiefe Dr. Forscht hält seinen Barteigenoffen eine Stellung zu unsrer Gemeinde, in welche uns diese Angelegenheit daß sie Vergewaltigung ihrer Landsleute zulassen. Mit Sokol Sie drohen hineinbringt. Die vorgefeyten Behörden verlangen aber auf das und Dworzat stürmt er die Präsidententribüne. Ins entschiedenste, daß jeder einzelne Fall von Schulversäumnis un- dem vicepräsidenten Kaiser mit den Fäusten. Mitten in nachsichtlich zur Anzeige gebracht werde. Man fann doch unmöglich zwischen dauert das Konzert mit den Pultdeckeln fort. von den Lehrern verlangen, daß sie aus Gefälligkeits diesem Lärm läßt der Borsigende über den Antrag Frest abstimmen. Großer Lärm bei den rüdsichten ihre Pflicht verlegen oder die Sorge für Natürlich wird der Antrag Frest abgelehnt. die ihnen anvertraute Jugend aus den Augen Ezechisch- Radikalen, welche neuerdings den Präsidentensit stürmen versuchen. Die Deutschen schlagen den Zur Erklärung des ganzen Vorganges fei hinzugefügt, daß die Angriff ab. In dem beängstigenden Gedränge schreit betreffenden Landleute ächter des Fürsten zu Putbus Frest dem Präsidenten zu:" Hinaus, elender Schurkel" Der sind und als solche die fontrattliche Verpflichtung Audeutsche Malik ruft den Czechen zu:" Ihr 2... buben!" haben, gegen einige Groschen Vergütung eine gewisse Zahl Hierauf gelangt der Dringlichkeitsantrag Choc über allgemeine Alters- und Invaliditätsversicherung zur Verhandlung. Die Wie die Krupp- Presse berichtigt". In unsrer Mittwochs ben geringen Preis aber nur die Kinder sein. Treiber zu den fürstlichen Jagden zu stellen, und das können für Ezechisch Radikalen stellen den Bultdeckellärm ein. Choc spricht in Nummer hatten wir unter der Spizmarke„ Das Fiasko des Der Vicepräsident Der Fürst von Putbus ist einer der größten Grund- heftigsten Ausdrücken gegen Bergewaltigung. Huldigungsschwindels" mitgeteilt, daß in der Versammlung befizer des Reiches, dessen Besiz nach vielen Quadrats ermahnt ihn wiederholt und entzieht ihm schließlich das Wort. Die auch die socialdemokratische Kaiserdeputation des Magdeburger meilen zählt. Um aber seinem durchlauchtigsten Jagdvergnügen Lärmscenen wiederholen sich. Der Verlauf der Sizung während Gruson- Werkes anwesend gewesen sei und in ihrer großen Majorität frönen zu können, zwingt er seine Bächter, ihre Kinder vom Schul- der letzten Nachtſtunden war folgender: Choc spricht bis 3½ Uhr nicht gegen die Protestresolution gestimmt habe. Gegen diese früh. Um diese Zeit erscheinen die Abgeordneten der Linken fast Mitteilung brachte die Magdeburgische Zeitung" folgende Be- besuch fernzuhalten! vollständig im Saal; auch die Centrumsbänke füllen sich. Nach dem richtigung": Aus Baffermanns Wahlkreis Jena- Neustadt- Blankenhain fommt Schlußwort des Abgeordneten Su br wird der Dringlichkeits " Die Nummer 11 des Vorwärts" bringt über eine am ver- die Nachricht, daß man daselbst immer noch mit der Kandidatur antrag betreffend die Altersversicherung abgelehnt. gangenen Montag abgehaltene Versammlung der organisierten Bassermanns bei der kommenden Wahl rechne. Die Jenaer 3tg." Das Haus verhandelt sodann den Dringlichkeitsantrag des Arbeiterschaft von Magdeburg einen Artikel und darin die Be- berichtet, angeblich aus einer ganz zuverlässigen Quelle( also wohl Abgeordneten Brazet betreffend den Notstandstarif für Kunsthauptung, daß diejenigen Arbeiter, an welche der Kaiser in Essen von Bassermann selbst):„ Wenn auch Bassermann die dinger und Futtermittel. Der czechische Agrarier Prazek hält die Ansprache gehalten hat, sämtlich anwesend gewesen Kandidatur in Karlsruhe Durlach annehme, so eine zweieinhalbstündige, stellenweise kaum hörbare Rede in feien. Dieser Artikel veranlaßte uns zur Einholung von schließe dies nicht aus, daß er trobem auch die czechischer Sprache, welche hier und da von den im Saale Erkundigungen, und wir können auf Grund derselben die standidatur seines bisherigen Kreises beibehalte." anivefenden Abgeordneten der Linken mit Zwischenrufen beBehauptung für unrichtig erklären. Diejenigen Arbeiter, Bei der Wahl im Jahre 1898 war dies auch der Fall, im alten gleitet wird, worauf die Czechisch- Radikalen mit Gegenrufen zu denen der Kaiser in Essen am Begräbnistage Krupps gesprochen Kreise fiel Bassermann natürlich durch und nur durch die Gnade der erwidern. Nach Beendigung der Rede um 6 Uhr früh und hat, gehören sämtlich zur Arbeiterschaft der Essener Werke der Nationalsocialen wurde er davor bewahrt, auch im andern Kreise nach ciner furzen Erklärung des deutschen Abgeordneten Firma Krupp, und feiner von ihnen war am Montag dasselbe Schicksal zu erfahren. Trotz der Doppelfandidatur wird es Primavesi, welcher die Ablehnung befürwortet, wird die hier anwesend." ihm natürlich in diesen beiden Streifen nicht gelingen ein Mandat Debatte geschlossen. Die deutschen Generalredner Derschatta und Hinterzu erhalten, es wird also wohl in diesem Falle nur noch Ostpreußen huber verzichten auf das Schlußwort. Bei der Abstimmung wird für ihn übrig bleiben. die Dringlichkeit abgelehnt. Der Präsident unterbricht sodann um Uhr 15 Min. früh die Sigung. Die Zukunft" bringt folgende satirische Briefkastennotiz: Im Inseratenteil Ihrer Zeitung wird ein vom Kaiser Kwangh Sü selbst gemaldes Bild, mit eigenhändiger Aufschrift und genauester Uebersetzung aller Stempel und Inschriften" für sechshundert Mart zum Kauf angeboten. Ob der Kaiser von China malt, weiß ich nicht; daß er, um sechshundert Mark zu verdienen, seine Bilder losschlägt, ist unwahrscheinlich. Entweder ist's Schwindel oder das Bild ist in China gestohlen worden. In beiden Fällen sollte die Expedition der„ Boſſifchen Zeitung" sich nicht gegen Entgelt zu Bermittlerdiensten hergeben, die noch schlechter riechen als die einfache Alltagskuppelei. anwesend. Wort wahr. " " " 1 " 1 " " berlieren." = -Am Freitag um 10 Uhr früh, also nach nur vier Studen Unterbrechung, wurden die Verhandlungen fortgesetzt. Ueber die Rede Koerbers über den Ausgleich berichten wir an andrer Frankreich. Jaurès Wahl zum Vicepräsidenten. Zu diesem Dementi erklärt um unser Magdeburger Bruderorgan: Man muß gestehen: in der Verdrehung von Thatsachen ist in dieser seltsamsten aller Berichtigungen der Rekord geleistet. Der Aus Baden wird uns geschrieben: Die Veränderung der 6 obige Schlußsah soll nämlich bei den Lesern den Glauben erweden, politischen Situation, wie sie sich in Baden im Gefolge als jei die sogenannte Kaiserdeputation thatsächlich nicht im der lezten großen Vorgänge im Reichstage vollzogen hat, findet Luisenpart" gewesen. Ferner stellt sich das Blatt so, als sei bereits bei den am nächsten Montag in Offenburg stattfindenden Stelle. feiner von den 16 Mann in Essen gewesen- dasselbe Blatt, das erst Gemeindewahlen in der Neugruppierung der Parteien ihren vor kurzem aller Welt mitgeteilt hat, daß eine Deputation von ersten praktischen Ausdrud. Bisher waren dort die Demokraten Arbeitern des Krupp Grusonwerts zur Beerdigung Strupps nach bei Gemeinde- und Landtagswahlen mit dem Centrum gegen die Socialdemokraten zusammengegangen; diesmal dagegen hat sich die Baris, 14. Januar.( Eig. Ber.) Jaurès Kandidatur war Essen delegiert worden war. Wir stellen diesem plumpen Versuch, die Behauptungen des Demokratie mit unsren Parteigenossen zum gemeinsamen eine harte Probe für das Regierungskartell, und dieses hat sie nichts „ Vorwärts" in Mißkredit zu bringen, folgendes der Wahrheit ampf gegen das Centrum zusammengefunden, dem sich weniger als glänzend bestanden. Der Vertreter der ministeriellaus Gründen lokaler Natur auch die Nationalliberalen anschlossen. socialistischen Fraktion wurde erit in der Stichwahl gegen einen gemäß fest: Die Arbeiter, Vorarbeiter ust., die am Montag in der Ver- Der Vorschlagsliste des Centrums, die selbst in der Hauptsächlich in 3 weiten mélinistischen Vicepräsidenten gewählt, und zwar bloß fammlung waren, waren sämtlich auf Kosten des Frage kommenden Wählerklasse der Mindestbesteuerten lauter wasch mit 203 gegen 196 Stimmen. Das Negierungskartell zählt aber Grusonwerts bei der Beerdigung Krupps mit echt Schwarze aufweist, haben die vereinigten Gegner einen Zettel nicht weniger als 300 Etimmen. gegenübergestellt, der 15 Socialdemokraten, 9 Demokraten und Dieses Wahlergebnis erscheint auf den ersten Blick befremdend. Die Angaben des Vorwärts" find Wort für 4 Nationalliberale enthält. Der Vorgang ist als Zeichen der Er- Hat nicht dieselbe Startellmehrheit in der früheren Kammer die Bebitterung, die sich allenthalben im Lande gegen die klerikalen Bolts- teiligung Millerands selbst an der Regierungsgewalt gutgeheißen? Richtig an der Berichtigung" ist nur das eine, daß nämlich feinde geltend macht, von hohem Interesse und läßt auch bereits und bildet denn nicht Jaurès Kammerfratiion einen gleichberechtigten die von hier delegierten Arbeiter nicht alle für würdig einen Schluß zu auf den Aufmarsch der Parteien bei den nächsten und einflußreichen Bestandteil des regierenden Startells? befunden wurden, die Kaiserrede mit anzuhören. Reichstags- und den im Herbst stattfindenden badischen Landtags Jaurès Wahl zum offiziellen Ehrenposten eines Vicepräsidenten ist ja weiter nichts als eine feierliche Anerkennung oder auch nur eine Und das zu berichtigen" hat obendrein die Magdeburgische wahlen.formale Folge jener ganz anders bedeutungsvollen Thatsache. Zeitung" in in ihrem Uebereifer völlig vergessen! Um sich Unterkunft zu verschaffen, wendete der arbeits- und Dennoch aber der offenkundige Widerwille eines vollen Drittels des wir erfahren, wurden in dem Wartesaal, in welchem Wilhelm II. obdachlose Galvaniseur Paul Friede in Nürnberg ein ver- Startells gegen Jaures' Kandidatur! Die Mélinisten, die gegen die bekannte Rebe hielt, nur folche Arbeiter" zugelaffen, die den zweifeltes, aber nicht mehr ungewöhnliches Mittel an. Als ihm der Jaurès eine ungebührliche ziveite Standidatur ihrer Fraktion aufge= „ maßgebenden" Personen als absolut zuverlässig" Magen gar zu sehr knurrte und der Frost seine Glieder schüttelte, stellt haben, motivieren ihre Weigerung, für die Gesamtliste des bekannt waren. Die Unglücklichen, die vom Grusonwert ab ging er kurz entschloffen in eine Wirtschaft und stieß ohne weiteres Startells einschließlich Jaurès zu stimmen, mit ihrer Gegnerschaft tommandiert waren( oder will man etwa behaupten, auch eine beleidigende Aeußerung über Wilhelm II. und dessen Verhältnis gegen die socialistischen Lehren. Dieser Beweggrund, mag er aufdiese Delegation sei eine freiwillige" gewesen?), mußten fofort zu den Arbeitern aus. Dann forderte er die anwesenden Gäste auf, richtig fein oder nicht, kann jedenfalls für den Disciplinbruch nach dem Begräbnis wieder zum Bahnhof und abreisen." ihn wegen Majestätsbeleidigung anzuzeigen, damit er versorgt der Sartel I mitglieder nicht gelten. Es handelt sich da vielmehr Die Feststellungen unfres Magdeburger Partei Organs sind werde. Der Wunsch des armen Teufels ging in Erfüllung, indem um die neulichen Erklärungen Jaurès gegen die Revanche. Der außerordentlich interessant. Sie beweisen nicht nur, wie gewissenhaft er sofort verhaftet wurde. Das Gericht verurteilte ihn zu vier Disciplinbruch war sozusagen eine patriotische" Protest- Kunddie Krupp- Presse berichtigt, sondern sie zeigen auch, wie peinlich Monaten Gefängnis. vorsichtig man in der Auswahl politischer Statisten ist, wie ängstlich man sich bemüht, kaiserliche Reden nur solchen Ohren zugänglich zu machen, die man für absolut zuverlässig" hält. Bei den Jour nalijten hat man bereits seit einiger Zeit dies seltsame Ausleseberfahren angewendet, nun scheint man auch zu befürchten, daß durch Ueber den Kampf bei ez liegen auch heute keinerlei Die radikale Presse betrachtet denn auch mit Recht Jaurès' andre Zuhörer Varianten einer Rede bekannt werden könnten, die Meldungen vor. Die eingelaufenen Nachrichten be agen: Wahl einzig von diesem Standpunkte aus. Und die Zeitung Le in der offiziellen Bekanntgabe einer Retouche unterzogen worden London, 16. Januar. Ueber die Kämpfe zwischen den Radical" trifft ins Schwarze, indem sie schreibt:" Der Bloc( Refind. Eingeborenen bei Tandji Balia wird dem„ Reuter- gierungskartell) hat sich gestern nicht wie ein guter Bloc beschen Bureau" aus Tanger von gestern gemeldet: Die Partei, welche nommen, er hat sich etwas zersplittert gezeigt, und das in einer Schleifftein- Entrüftung. Der weiland Stummsche Schleifstein, am Dienstag bei den wegen Viehräubereien entstandenen Streitig Personenfrage.. Die Petite République" dagegen( Artikel die" Post", sucht sich um die Registrierung der letzten Berliner feiten den türzeren gezogen hatte, machte heute in der Stärke von son Gérauldt- Richard) überschäßt die Bedeutung der Wahl ebenso Polizeispiel- Tölpelei durch die heuchlerische Ausflucht herum etwa 1000 Mann einen erneuten Angriff auf das Dorf Tandja gewaltig tvenn auch natürlich aus entgegengefehten Gründen zudrücken, daß der Vorwärts" in feinen Mitteilungen un- Balia, zündete drei Häuser an und drohte auch das Haus des Eng wie die antiministerielle Bourgeoispreffe, indem sie in ihr, wie diese, zuverläffig" sei und daß man deshalb besser thue, mit einem Urteil länders Harris anzugeifen, der die Dorfbewohner in der Nähe seines einen Triumph des Socialismus erbliai:" Der gestrige Tag bedeutet erſt abzuwarten, bis eine„ objettive Feststellung des Thatbestandes" Hauses unterstüßt und nach dem letzten Kampf ihren Frauen Obdach ein wichtiges Datum nicht nur für die französische socialistische borliege. Die„ Unzuverlässigkeit" des„ Vorwärts" wird dann angeboten und ihr Vich bei sich untergebracht hatte. Der britische Partei, sondern auch für die socialistische Partei aller Länder. Die mit dem nach der„ Magdeburgischen Zeitung" angeblich un Gesandte forderte den Vertreter des Sultans auf, zum Schuße Harris Lektüre der ausländischen Zeitungen wird bestätigen, daß ich nicht richtigen Bericht des Vorwärts" über die Magdeburger Protest- und seines Eigentums Truppen zu entsenden. Beim Herannahen übertreibe Die überschwängliche Erklärung zeigt nur wieder bersammlung über die Krupp- Affaire bewiesen. Wer in der That un- der Truppen zogen sich die Angreifer zurüd; eines ihrer Dörfer einmal, vie leicht die ministeriellen Socialisten in den bekannten richtig berichtet hat und unzuverlässig" ist, haben wir in wurde von den Soldaten geplündert und in Brand gesteckt. Die bürgerlichen Fehler verfallen, einen formalen parlamentarischen unsrer vorhergehenden Notiz bereits zur Genüge flar- meisten europäischen Bewohner von Langer folgten diesen Ope- Erfolg, der obendrein so schiver errungen tourde, für eine veltgestellt. Die" Post" hat also teine Ursache mehr, ihre sittliche Ent- rationen zu Pferde. Als die Truppen des Sultans sich zum Abzuge erschütternde That zu halten. rüftung an ein falsches Objekt zu verschwenden. rüsteten, gaben eine Anzahl Dorfbewohner, die sich verborgen gehalten Rußland. Was aber die Hoffnung der" Post" anlangt, daß die verunglückte hatten, unerwartet Feuer auf sie. Es folgte ein lebhafter GewehrRussische Censurstücklein. Jedes Jahr wird eine ganze Anzahl Bespigelungsaffaire noch weitere Folgen" haben und zu einer fampf, der die Europäer, die sich in Pistolenschußweite befanden, objektiven Feststellung des Thatbestandes" von polizeilicher veranlaßte, eine etwas entferntere fichere Stellung einzunehmen. Bücher von der Censur verbrannt, in denen sie noch nachträglich Seite führen werde, so verrät sie denn doch ein lebermaß schlecht Bei dem Kampfe wurden zwei Soldaten verwundet; ein Eingeborener Gedanken aufspürt, die ihrer Meinung nach sich nicht ganz mit den posierter Naivetät. Die" Post" weiß ganz genau, wie eilig es die list gefallen, doch sind die genauen Verluste der Eingeborenen nicht Ansichten und Bestrebungen der Regierung in Einklang befinden. D A Ausland. Maroffo. gebung. Andrerseits hat dabei wohl auch die Minierarbeit eines Teils der Linken gegen das Kabinett Combes mitgewirkt. Denn die Kandidatur des einflußreichen Mitgliedes des Kartellvorstandes war zugleich eine Probe auf die Autorität dieses Vorstandes, auf die Festigkeit der Disciplin der Regierungsmehrheit. " Der Scheiterhaufen der Hauptpreßverwaltung hat dieses Jahr und dieser erneuerte den Strafanirag. Das Gericht erachtete den verbreitete sich eingehend Genoffe Ostermann. Einer Gesamtmehr als je Nahrung gehabt, denn wie die Beamten der felben für rechtswirksam und erkannte wie oben angegeben. Die einnahme von 9732,15 M. steht eine Gesamtausgabe von 9345,06 m. Verwaltung selbst zugeben, erreiche die Anzahl der noch nach- Revision des Angeklagten kam gestern vor dem Reichsgericht zur gegenüber, fodaß ein Ueberschuß von 387,09 M. erzielt wurde. Auch hier träglich als schädlich anerkannten Schriften, die dem Feuer über- Verhandlung. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Morris aus Berlin, erfolgte einstimmige Decharge- Erteilung. Eine lebhafte Debatte liefert werden, einen noch kaum dagewesenen Umfang. Als staats- beantragte Einstellung des Verfahrens, da die Strafthat dem Richter entspann sich nun über die Umgestaltung der Parteispedition. Im gefährlich ist unter andrem auch eine Biographie Victor entzogen fet, wenn der Strafantrags- Berechtigte den Strafantrag Auftrage einer früheren Versammlung hatte der Vorstand die Beugos und der I. Band der Geschichte der französischen zurüdgenommen habe. Der Reichsauvalt beantragte dagegen die schaffung eines Unterkunftsraumnes für die Zeitungsträgerinnen zu Revolution von Zonis Blanc befunden worden, der schon Verwerfung der Revision. Der Mutter stehe, wenn der Vater ge- veranlassen. Mit Zustimmung der Bezirksführer ist sodann zum vor 30 Jahren erschienen ist. Aus einem größeren Wert über die storben fei, die elterliche Gewalt gut. Das Vormundschaftsgericht 1. Januar ein Laden in der Prinz Handjernstraße 7 gemietet, in den Kooperationsbewegung in Rußland von Prokopowitsch hat die Censur habe die etwaige Gefahr, die dem sinde durch Mißbrauch der elternoch nachträglich Sie legten fechs Seiten herausgeschnitten. lichen Gewalt usw. drohen, durch Bestellung eines Pflegers abzu wenden, der die elterliche Gewalt auszuüben habe. Das Reichs gericht entschied jedoch nicht in diesem Sinne. Es erkannte auf Aufhebung des Urteils und stellte das Verfahren als unzulässig ein. Zur Begründung wurde angeführt: Die Mutter konnte den Strafantrag rechtsgültig zurücknehmen, so lange sie die gefeßliche Vertreterin ihrer Tochter war. Danach konnte weder von ihr noch von ihrem Nachfolger in der Vormundschaft der Strafe antrag erneuert werden. Sonach hat es der Angeklagte einem glücklichen Umstande zu danken, daß er lediglich mit einem Geldopfer Afien. Verfammlungen. die Parteispedition verlegt worden ist, nachdem sie gleichzeitig durch Anlegung einer Schulbuchhandlung erweitert wurde. Ebenfalls iſt hier die Bibliothek untergebracht, auch werden daselbst die Zeitungsfrauen abgefertigt. Da der Parteispediteur Ostermann, der gleichzeitig ein Stadtverordnetenmandat auszuüben hat, die laufenden, jezt noch erweiterten geschäftlichen Obliegenheiten jedoch nicht mehr allein bewältigen tann, so stellte ihm der Borstand eine Hilfskraft in der Person Stielers zur Seite, in der Voraussetzung, daß diese Maßnahmen von der Generalversammlung gebilligt würden. Die Mehrzahl der Rebner bemängelte jedoch die Errichtung der Schulbuchhandlung sowie die Anstellung des zweiten Parteibeamten aus finanziellen Bedenken und es erfolgte mit großer Mehrheit die Annahme eines Antrags Hoffmeister, den Hilfsbeamten nach Ablauf dieses Monats wieder zu entlassen. Bis dahin soll der Vorstand eine anderweitige Regulierung der Angelegenheit mit besonderer BerüdDer Centralverband der Zimmerer hat in den legten Tagen fichtigung der Arbeitszeit des Spediteurs in die Wege leiten. Ofter fünf Agitationsversammlungen abgehalten mit der mann erklärte hierauf, es würde ihm, da er durch seine Thätigkeit Tagesordnung:„ Das Zolltarif- Gefes und die Gewerkschaften." Am als Spediteur jest mehr wie vollauf in Anspruch genommen fei, Dienstag fand die Versammlung im Charlottenburger" Bollshause" wohl faum möglich sein, noch fernerhin das Stadtverordnetenftatt, am Mittwoch im„ Klubhause" zu Schöneberg und am Mandat pflichtgemäß ausüben zu können. Unter Berschiedenes" Donnerstag eine bei Brüder, Waldemarstraße, die giveite in der wurde u. a. noch beschlossen, den Vereinsbeitrag auf 25 Pf. pro Germania- Brauerei", die dritte bei Hübner, Swinemünderstraße. Monat zu erhöhen. Steferenten waren die Genossen Ritter, Rosenow, Link, Brig. Am 9. b. M. fand die Generalversammlung des Wahlso ste umb gubeit. Sämtliche Redner beleuchteten die schweren vereins statt. Der Vorsitzende erstattete den Geschäftsbericht. Die Schäden, die der Bolltarif für die Arbeiter im Gefolge haben muß, Mitgliederzahl ist von 65 auf 75 gestiegen. Der Kassenbericht ergab und entwarfen gleichzeitig ein Bild der gegenwärtigen politischen eine Einnahme von 107,25 M., die Ausgaben betrugen 40,54 7. Situation mit ihrer Gefahr für die Volksrechte. An die zahlreich Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. Zur Aufnahme gelangten Erschienenen erging die bringende Mahnung, neue Mitglieder für die 7 neue Mitglieder. Gewerkschaft zu werben, in Anbetracht der kommenden Wahlen aber auch sämtlich sich der politischen Organisation anzuschließen und derfelben die erforderlichen Sträfte zu stellen. Die politische Situation in Japan wird in dem Organ der socialistischen Partei von Japan in folgender Weise geschildert: Das japanisch- britische Bündnis zur Erhaltung des Friedens im fernen Often habe zur Folge gehabt, daß die japanische Regierung befliffen fei, die Marine und das Landheer zu vermehren. Die dafür nötigen Summen sollen aus der Grund- und Bodensteuer heraus gewirtschaftet werden, eine Steuer, die, wenn sie nicht vom gegen wärtigen Landtag wieder bewilligt wird, im nächsten Jahre aufzubon 350 M. davongekommen ist. hören hätte, Das gegentvärtige Stabinett Statsura sei ein durch und durch dem Militarismus und Marinismus ergebenes, und es finde in iveiten Streifen, namentlich im Oberhause, Unterstügung. Der Marquis Jto( der ehemalige Premierminister) set mit diefer Politit nicht einverstanden und habe den Projekten des Stabinetts Statsura Opposition gemacht. Alle Vorstellungen des alten Staatsmannes waren vergeblich, und er bradj deshalb mit allen feinen früheren Freunden und übernahm die Leitung der Seihut Kival, der Barbei, die der Marquis vor 2 Jahren gegründet In der gegenwärtigen Session wird nun die Entscheidung tommen. Ginzelne Politiker meinen, daß es zu einer Auflösung des Parlaments fommen und daß der junge Statsura den alten Staatsmännern Platz machen werde; andre glauben, daß das Kabinett feine Brojekte, in welchen u. a. nach deutschem Muster ein 10jähriger Schiffsbauplan vorgesehen ist, durchbringen werde. Die Labor World" selbst ist der Auffassung, daß der alte Marquis Sto feine politische Starriere zu Gunsten des jüngeren, gefchicteten, schneidigeren Statjura wird beenden müffen. Das bedeute aber für die arbeitende klaffe schwere Opfer an Gut und Blut; im Zutereffe der Großmachtjucht werden dem Militarismus und der Flofte große Summen geopfert, tvelche durch die Landtage und andre Steuern aus dem Valte herausgepreßt werden. Die socialistische Partet Japans werde der Vermehrung der Flotte die entschiedenste Oppofition machen. Amerika. " 1 Letzte Nachrichten und Depefchen. Betzdorf, 16. Januar.( W. T. B.) In einer heute abgehaltenen Wehbach der Bergban- und Hütten- Attiengesellschaft Friedrichshorte Versammlung der ausständigen Arbeiter des Stahlivalziverles wurde den Arbeitern die Wiederaufnahme der Arbeit anheimgestellt. Die Werkverwaltung hat alle Forderungen abgelehnt. Der fächsische Soffonflikt. " Bautischfer. Am 11. b.. tagte im Gewerkschaftshause eine überaus start besuchte Branchenversammlung der Bautischler. bat gab den Thätigkeitsbericht, welcher von allen Seiten an Der Obmannt erkannt wurde. Die Frage, was gedenken die Bautischler in diesem Benezuela. Ueber die diplomatische Entwicklung des Venezuela- Jahre zu thun, förderte eine lebhafte Debatte zu Tage. Von allen Rednern wurde der Vorschlag der Kommission gut geheißent, welcher Kreuzzuge liegt heute feinerlei Rachricht vor. Dagegen wird bem befagt, bei paffender Zeit die Maschinengelbfrage so zu regeln, daß Tag" liber den Eindruck der Blodade aus Willemstad der Arbeitgeber sämtliches Maschinengeld zahlt, und den Arbeiten Dresden, 16. Januar.( B. H.) Nach einer Meldung aus Genf gemeldet: einten Nettotarif zu Gründe zu legen. Dies wurde auch von der bestätigte Lachenal einem Storrespondenten der Dresdener N. N.". Die Zustände dürften fich nicht eher ändern, bis die Versammlung einstimmig beschlossen. Zum Schluß wurde jedem daß über bie gepflogenen Konferenzen strengstes StillBlodabe ihre volle Wirkung thut. Diese erscheint aber Kollegen zur Pflicht gemacht, durch den Vertrauensmann die in schweigen bewahrt werde. Ein Exemplar des Protokolls ohne brastischere Maßregeln den Benezolanern fo Wertstellen bestehenden Tarife der Kommiffion einzureichen oder in befindet fich wahrscheinlich schon jetzt in den Händen des lächerlich, daß der hiesige Bräfett mir gestern scherzend den Vertrauensmännerfügungen abzugeben, auch ist es nötig, daß die stronprinzen. Auf die Frage, ob die Kronprinzessin auf der Scheidung fagte, er wolle die Kriegsidiffe bitten, Sonntags jekt bestehenden Maschinenpreise angegeben werden, damit es der bestehe, erwiderte Lachenal, daß die Scheidung vielleicht an Kapellen an Land zu setzen, um zum Konzert aufstommiffion leichter wird, unter Hinzuziehung der Kollegen der be 28. 5. 2. vor dem besonderen Gericht in Dresden beantragt werden aufpielen." treffenden Wertstellen, einen neuen Tarif auszuarbeiten. Das würde. Auf die weitere Frage, ob die Kronprinzessin unter geDraftifchere Maßregeln anzuwenden wird man sich mit Rücksicht weitere wird in der nächsten Versammlung bekannt gegeben. gebenen Verhältniffen von Giron lassen würde, gab Lachenal eine auf Amerita schwerlich einfallen laffen. ausweichende Antwort. Gerichts- Zeitung. Die Zahlstelle Berlin des Gentralverbandes der Maurer hielt am Donnerstag im Gewerifchaftshaus eine Mitglieder- Verfanint Zur Finanzlage der Einzelstaaten. lung ab, in der Silberich ntibt über: Die politische Stuttgart, 16. Januar.( W. T. B.) In feinem Finanzerposé Situation und die Gewerkschaften sprach. Der VorDas neue Gesek, betreffend Aufhebung des fliegenden Gerichts- tragende wies auf die gegenwärtigen politischen Zustände in Deutsch- hebt der Finanzminister hervor, daß die Beziehungen zum Reiche flandes der Breffe, hat für den Geiverbebetrieb der Bundesstaatlichen land hin, auf den neuen Zolltarif, burd) ben das, was im gewert eine sehr unerwünschte Mehrbelastung Württembergs zeigen. Gelinge Lotteriefolletteure eine unbeabsichtigte Wirkung ausgeübt. Die fchaftlichen Stampf an Verbesserung der wirtschaftlichen Lage gees nicht, eine weitergehende Belastung der Bundesstaaten mit größeren Lotteriefolletteure aus Wiedlenburg, Hamburg, Braun women wurde, mit einem Schlage wieder genommen wird; folvie ungedeckten Matritularbeiträgen, als fie für 1902 erfolgte, hintanschweig und andren Orten haben unzählige Lotterieprofpekte nach auf die ganzen reaktionären Strömungen, durch die die Freiheiten zuhalten, so würde dadurch die Lage des toirttembergischen den andren Binidesstaaten verfandt. Im Falle der Anzeige wurden und Rechte bedroht werden, an beren Erhaltung und Weiterentwid- taatshaushalts auf das empfindlichste berührt und die Verfender in allen Orten, wohin die Prospekte gelangten, straf- lung die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter ganz besonders inter- zur Ausgleichung dieser Mehrbelastung nachträglich zu einer weiterer rechtlich zur Verantwortung gezogen. Bei der Rechtsprechung wurde effiert sind. Da mun, so führte der Redner weiter aus, die Social- Erhöhung des Anlehenbedarfs geschritten werden müssen. davon ausgegangen, daß die Strafthat erst mit der Aus- demokratie bie einzige Bartet ist, die unter allen Verhältnissen entDie östreichischen Kampfzölle. händigung der Sendung an die Adressaten bollendet worben fchloffen für die Arbeiterschaft und ihre Gelverffchaften tämpft, ist cs jei. Nun hat bas neue Gesetz 19. Juni 1902 felbstverständlich, daß die Arbeiter mit diese Partei unterstüben für Druckschriften, durch deren Inhalt eine strafbare Handlung be- tönnen und alle Straft einsehen müssen, um bei den bevorstehenden gangen ist, als Ort der That nur den des Erscheinens fest Wahlen ein möglichst günstiges Resultat zu erzielen. Die Mitglieder gefeht. Danach wiirde auch für die Lotterieprofpefte mur bas Gericht einer Organisation, die wie der Maurerverband fich bis in die zuständig sein, in deffem Ort die Versendung erfolgte, mithin ein feinsten Ortschaften erstrect, tönnen am besten dahin wirken, daß folcher, in welchem der Vertrieb der betreffenden Lose nicht straf die politische Aufklärung und der Gedanke des Socialismus in Die Getreidezölle und zwar 7,50 Kronen für Weizenspelz bar ist. Ueber diese Frage veröffentlichte das Organ der Lotteries Gegenden getragen wird, wo sie bisher noch keinen Fuß gefaßt haben follefteure, die Lotterie- Post" einen Leitartikel, in welchem der Rat und die Bevölkerung noch stumpf und gleichgültig dahinlebt. Dafür, und Halbfrucht, 7 Stronen für Roggen, 4 Stronen für Gerste, erteilt wurde, fortan den Einivand der Unzuständigkeit der betr. fremben folvie für die Stärkung der politischen Organisationen und die Ver- 6 Stronen für Safer, 4 Stronen für Mais, 5,40 Stronen für Gerichte zu erheben. In der letzten Nummer der„ Lotterie- Post" ist breitung der socialdemokratischen Presse sollte jeder seine ganze Kraft Malz, 15 Stronen für Mehl, 40 stronen für Trauben oder Weinmaische, 20 Stronen file feines Tafelobst, 20 Stronent für nun ein Urteil des Schöffengerichts zu Stuttgart mitgeteilt worden, einfegen. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Die im zweiten Punkt angefündigte Beratung über Anträge feines Tafelgemüse, 50 Stronen für Zierblumen, 70 Stronen in welchem sich das genannte Gericht unter sehr ausführlicher Be zum Verbandstag wurde vertagt bis zur nächsten Versammlung. Be gründung in der That für unzuständig erklärt. Die erlassene Strafüglich ber Aufstellung der Kandidaten zu den Wahlen der Ver- für Hopfen find bie wichtigsten landwirtschaftlichen Zölle, Von den Vichzöllen eripähne ich; verfügung ist deshalb außer Straft gefest worden. Es wird nun bandstags- Delegierien teilte anfer mit, daß die Vertreter der welche ich anführen kann. abzuwarten fein, wie fich die höheren Instanzen zu dieser wichtigen Geftionen und Zahlstellen des Zweigvereins Berlin ein Wahl- eo Kronen für Ochfent, 30 Stronen für Stübe, 18 Stronen für Frage stellen werden. reglement aufgestellt haben, wonach der Zweigverein nach Sektionen Jungbieh, 22 Stronen für Schweine im Gewichte von über 120 StiloWien, 16. Januar.( B. T. B.) Jn ber Rebe des Ministerpräsidenten v. Koerber ist vor der Aufzählung der Minimalzölle für bie Hauptgetreide- Arten in dem Sage:" Der Ministerpräsident bespricht zunächst die Getreidezölle und Viehzölle" hinter den Wortenund fagt" cinzufügen: Marotto. Eine recht bedenkliche Körperverlegung eines Arbeitsgenossen und Zahlstellen in 5 Wahlabteilungen zerlegt wird. Jebe diefer gramm, 100 Stronen für Pferde über zwei Jahre, 50 Stronen für Pferde führte gestern den 62 Jahre alten Schmied Gustav Goldmann Wahlabteilungen hat eine ihrer Größe entsprechende Zahl von unter zwei Jahren, 25 Kronen für 100 kilogramm totes Geflügel, vor das hiesige Schöffengericht. Der feit vielen Jahren in der Delegierten zu beanspruchen und Kandidaten dazu aufzustellen. Die 20 Kronen für Fische, 85 Kronen für Butter, 45 Stronen für SchweineSchwarzkopfffchen Maschinenfabrik thätig getvesene Angeklagte tam eigentliche Wahl geschieht dann in der Versammlung des Zweig eines Tages mit einen jüngeren Kollegen wegen der Benutzung des vereins. Von den 11 Delegierten, die der Zweigverein zu entfett, 170 Stronen für Liqueure, 60 Stronen für Wein in Fässern, Dampf Schmiedehammers im Streit. Der Schmied Jebran, der fenden hat, kommen auf die Wahlabteilung Berlin mit Marienfelde, 75 Kronen für Wein in Flaschen, 150 Kronen für Schaumivein. gerabe den Dampfhammer benutte, twollte denselben für den Mariendorf, Tempelhof Tegel, Reinickendorf, Schönbeide und Damit glaube ich wenigstens die hauptsächlichsten der die LandAngellagten nicht freigeben und geriet darob mit diesem Johannisthal 6 Delegierte. Die Versammlung erklärte fich hiermit wirtschaft betreffenden Zölle angeführt zu haben. Der Minister hart aneinander. zu schimpfen einverstanden und stellte dann 13 Kandidaten auf, von denen dann fagt bann ferner, daß zum Zolltarifgefeß für die HauptgetreideDer Angeklagte fing an und als ihn Jebran mit der Hand zurüdbrängte und in der Versammlung des Zweigvereins 6 als Delegierte und einer arten Minimalzölle, wie sie bereits gemeldet find, aufgestellt würden. ihm dabei bert Hut vom Stopfe stieß, stieß er feinen als Ersatzmann gewählt werden soll. Wien, 16. Januar.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus.( Fortsetzung.) Gegner mit dem Fuß nach dem Unterleib. Nunmehr drängte ihn Lichtenberg. Der focialdemokratische Wahlverein hielt am Diens placet( Jungczeche) protestiert unter Beifall der ParteiJebran energischer zurück und bei dieser Gelegenheit kam der An- tag eine Versammlung ab. Grauer referierte über: Das Wahl- genoffen gegen die Handhabung der Geschäftsordnung seitens des geflagte riidlings fiber eine Stifte zu liegen. Während ihn Jebran jahr und der Wahlverein." Al Wahlkomitee zu den bevorstehenden zit noch gepackt hielt, ergriff er einen unglücklicherweise zufällig bort Gemeindevertreter- Wahlen wurde einstimmig der Vorstand des Wahl- Bicepräsidenten Staiser. Dieser erwidert unter lebhaftem Beifall Itegenben schieren Hammer und verfepte damit dem Gegner vereins bestimmt. Folgender Antrag wurde einstimmig angenommen: der Linken und Protestrufen der Czechen, er werde, so lange han mehrere heftige Schläge gegen den Kopf, so daß Jebran blut Mitglieder des Wahlvereins, bie ohne swingende Köründe ter fich an dieser Stelle befinde, von niemand beeinflussen, überströmt zusammenbrach. Mehrere Arbeiter sprangen hinzu, Wahlen, bie ber Wahlverein propagiert, nicht teilnehmen, werden bon niemand kommandieren und mit fich fein frivoles Spiel freiben entrissen ihm bas gefährliche Werkzeug und verhüteten aus dem Wahlverein ausgeschlossen. Der Ausschluß erfolgt durch den laffen und stets die Würde des Hauses wahren, er habe keinen dadurch größeres Unglück. Der Verlegte hatte vier Stopf Borstand. Berufung an die Generalversammlung ist zulässig." Anlaß, dem Wunsche des Vorredners nach Schluß der Sizung nachDas Haus geht alsdamit zur Verhandlung des wunden und mußte nach dem Lazarus- Krankenhaus gebracht angenommen wurden weiter gwei Anträge an die Gemeinde utommen. werden. Aber auch der Angeklagte hatte in dem Handgemenge ein Berwaltung: 1. Endliche Schaffung eines Wolfsbades; bis dahin Dringlichkeitsantrages Rallai betr. Ginführung vollblutiger Hengste blutunterlaufenes Auge babongetragen. Der ihn behandelnde Arzt Zuschuß der Gemeinde zu den Kosten, die die Verausgabung von über. Um 7 Uhr abends dauert die Sigung fort. bestätigte ihm, daß er infolge verschiedener schwerer Infälle, die er Bademarken zum Preise von 20 Bf. durch den socialdemokratischen im Leben erlitten, außerordentlich leicht erregbar sei und wahr Wahlverein an die arbeitende Bevölkerung und deren Angehörige fcheinlich unbewußt nach dem Hammer gegriffen und damit um fich mit fich bringen. 2. Einstellung einer Summe in den Etat des geschlagen habe. Rechtsantv. Lewinski beantragte die Freisprechung des nächsten Jahres zum Zwecke der Teilnahme der Schüler und Angeklagten, der sich in der Notwehr befunden habe und durch den Schülerinnen der oberen Stlaffen der Gemeindeschulen an dazu geVerlust feiner Stelle schon schwer genug gestraft fei. Mehrere eignete Theateraufführungen bezw. Schulvorstellungen. Zeugen bestritten, daß Jebran gegen den Angeklagten thätlich vor- Der Wahlverein Nigbeef hielt am Mittwoch in Thieles Salon und geschlagen; fie ließen alles zurüid und flohen. Es verlautet, gegangen fei, zwei andre befundeten jedoch dahingehende Wahr eine start besuchte orbentliche Generalversammlung ab. Der Vors die spanische Gesandtschaft habe dies nach Madrid gemeldet. Aus ez wird gemeldet: Dret Stämme in der Nähe von nehmungen. Der Staatsanwalt hielt die Körperverlegung für eine figende oeste erstattete den Vorstandsbericht. Die ganze Thätige Wefines fchloffen sich dem Sultan an, welcher, wie der fehr grobe und gefährliche und beantragte drei Monate Gefängnis. feit des Vorstandes fonnte ausschließlich auf den inneren Ausbau spanische Gesandte versicherte, an der Zebubrücke mit 10 000 Mann Der Gerichtshof nahin zwar an, daß sich der Angeklagte in der der politischen Organisation und auf zweddienliche Agitation für den Prätendenten angreifen will. Der Stanum ber Fahs bet Tanger Notwehr befunden, hielt biefe aber für in unberechtigter Weise start unfre gute Sache verwandt werden. Der Erfolg ist denn auch nicht droht ein regierungstreues Dorf zu verbrennen, Truppen ziehen zum überschritten und berurteilte den Angeklagten zu 50 M. Geldstrafe ausgeblieben. So ist die Mitgliederzahl des Wahlvereins auf 1784 Schuhe desselben aus. Es verlautet, daß morgen Truppen aus Fez event. gehn Tagen Gefängnis. angewachsen, also rund 300 mehr wie zu Anfang des Quartals, eintreffen, um die Ordnung in Tanger aufrechtzuerhalten. Ein netter Arzt. Wegen thätlicher Beleidigung ist am 14. August ebenfalls sind 360 neue Bortvärts"-Leser gewomen worden, so daß vorigen Jahres von der Straffammer in Rosenberg( 28itpr.) gegenwärtig faft 3000 Abonnenten am Orte vorhanden find. An Einnahmen erzielte Frankfurt a. M., 16. Januar.( B. S.) Wie der Frankfurter 8tg." der praktische Arzt Dr. med. Jidor Stalens cher qu bier Monaten Den Kaffenbericht gab tieter. Verein 2543,00 M., verausgabt wurden 2249,16 M., aus Freiburg i. B. berichtet wird, wurde der alleinstehende HandelsGefängnis verurteilt worden. Die 17jährige Dienstmagd Anna K. der hatte sich von ihm wegen eines angeblichen Lungenleidens unter barunter 1781,10 W. an die Haupttaise des Central- Wahlvereins. mann Furtheimer gestern abend in feiner Wohnung ermordet auf Nachdem der gefunden. fuchen lassen. Nach Beendigung der Untersuchung, die ein Ergebnis Als Bestand verbleiben fomit 293,84 20. nicht gehabt hatte, machte der Angeklagte einen unfittlichen Angriff Staffierer itoch hervorgehoben hatte, daß infolge der jezigen regen Kirchenraub. auf das Mädchen, welches sich dagegen sträubte. Das Mädchen er- Agitation 1000 Bons mehr verfauft feien wie im vorigen Quartal, Florenz, 16. Jamtar.( B. H.) Die Kirche von Valenzano ist zählte den Vorfall ihrer Mutter und beide stellten Strafantrag. wurde ihm auf Antrag der Rebiforen einstimmig Decharge erteilt. Schließlich ließ sich aber die Mutter bereit finden, ben Antrag zurüd Hierauf berichtete der bisherige Bibliothekar urbs, daß die gut in der vergangenen Nacht völlig ausgeraubt worden. Alle Goldzunehmen, ivogegen ihr der Angetlagte 850 D. zahlte. Das Vor- ausgestaltete Bibliothek noch in feinem Cuartal fo start in Anspruch und Silberfachen im Werte von über 200 000 Lire sind gestohlen. mundschaftsgericht bestellte aber nun dem Mädchen einen Pfleger genommen fei wie diesmal.lteber den Stand der Parteispebition Von den Thälern fehlt jede Spur. Hierzu 2 Beilagen. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlaa: Rorwärts Buchdruderei und Berlaosanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Aus Tanger meldet die Frankfurter Zeitung" vom 16. Januar: Nach einer Privatnachricht aus Fez erhielt der Sultan 18 deutsche Mitrailleusen. Am 10. Januar entfandte er 3000 Mann mit 2 Mitrailleusen, diese wurden vom Feinde nachts unringt Ermordet. Nr. 14. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 239. Sigung. Freitag, den 16. Januar 1903, nachmittags 1 Uhr, Am Bundesratstische: Staatssekretär Graf Posadowsky. Die Beratung über die Resolutionen der Abgg. Frhr. Seh zu Herrnsheim( natl.) und Speck( C.) betr. Kündigung der Meistbegünstigungsverträge wird fortgesetzt. Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natl.): Sowohl die Resolution Speck wie die meinige wenden sich gegen das Princip der reinen Meistbegünstigung, vir fönnten also sehr wohl, wenn unsre Resolution abgelehnt wird, für die Resolution Speck stimmen. Was das Abkommen mit Amerika im Jahre 1900 anlangt, so scheint es mir zweifellos, daß dasselbe der Genehmigung des Reichstages bedarf. Dieses Abkommen muß jedenfalls gefündigt werden, ehe irgend ein Handelsvertrag abgeschlossen wird. Die Feststellung dieser Thatsache ist das wichtigste Ergebnis dieser Debatte. # 1 Abg. Lucke( B. d. L.): " Sonnabend, 17. Januar 1903. hätte in dem Bericht nur einige Seiten weiter lesen sollen, dort v. Heyl unsrer Partei nicht vorwerfen kann, jie verbiete einzelnen heißt es nämlich: Was die Handelsverträge betrifft, so können wir Parteigenossen, in bestimmten Organen zu schreiben. Wenn er nur dringend empfehlen, am System der reinen Meistbegünstigung gefagt hat, das offizielle Protokoll unfres Parteitags laute in einem festzuhalten". Sollten wirklich Handelsverträge nicht zu stande Bunite anders als die Zeitungsberichte, so möge er nur einmal die kommen, so halte ich die Meistbegünstigungsverträge doch jedenfalls Wiedergabe seiner Reden in den Zeitungen und im amtlichen für günstiger als einen vertragslosen Zustand. Das Abkommen mit Stenogramm nachlesen, er wird dann den Unterschied merken. sobald Handelsverträge auf Grund der Mindestzölle des neuen vor der Drucklegung zur Prüfung vorgelegt. Amerika vom Jahre 1900 wird allerdings gekündigt werden müssen, Uebrigens wird jedem Redner die Wiedergabe seiner Rede im Protokoll Herr v. Heyl hat Tarifs zu stande kommen, denn sonst würden Amerika gegenüber die erklärt, ein Teil feiner Freunde würde, falls die Meistbegünstigungsgeringeren bisherigen Getreidezölle weiter gelten, und das würden verträge nicht gekündigt würden, gegen die Handelsverträge stimmen. fich natürlich die Vertragsstaaten nicht gefallen lassen können. Auf Wir können uns einer derartigen Drohung nicht anschließen, da wir feinen Fall aber dürfen wir die Meistbegünstigungsverträge fün die große Bedeutung von Handelsverträgen für die deutsche Volksdigen, bevor neue Handelsverträge abgefchloffen sind. Ich sage wirtschaft nicht unterschäßen. Wir können Ihnen unsrerseits anmit Frizz Reuter: Man soll nicht unreines Wasser weggießen, che fündigen: sollten Sie es durch eine Politik im Sinne dieser man reines Waffer hat.( Bravo! links.) Resolutionen dahin bringen, daß ein Zollfrieg mit den Vereinigten Staaten entsteht, der die großen Massen der Bevölkerung in ihrer Eristenz auf das schtverste schädigen würde, dann werden Sie eine Brotestbewegung in Deutschland erleben, wie sie noch nicht da gewesen ist.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( nail.): Abg. Fürst Bismarck( wildk.): Abg. Bernstein( Soc.): " Abg. Dr. Pachnicke( frf. Vg.): haute finance Ich muß zunächst meiner Befriedigung über die gestrige Aeußerung des Herrn Staatssekretärs Grafen Posadowsty Ausdruck geben, daß die Regierung den Abschluß eines Handelsvertrages Gegenüber den Einwendungen des Abg. Bernstein möchte ich mit den Vereinigten Staaten mit Freuden begrüßen würde. Das noch eine Aeußerung des Abg. Galwer citieren. Dieses Mitglied der ist ja auch der Hauptzived der vorliegenden Resolutionen, Es handelt sich bei diesen Refolutionen nicht nur um unser jocialdemokratischen Frattion, welche in der Kommission die Auf daß das für uns nachteilige jezige Verhältnis zu den Vereinigten Verhältnis zu Amerika, sondern um die Meistbegünstigungsverträge hebung jämtlicher Zölle beantragt hat, hat geschrieben: Wenn in Staaten beseitigt wird und ein befferes an seine Stelle gesetzt wird. im allgemeinen. Herr Bernstein warf mir eine mißbräuchliche Be Deutschland das Princip des Freihandels durchgeführt wird, so geht Gefreut hat mich auch das Zugeständnis des Herrn Abg. Gothein, rufung auf den Abg. Calwer vor. Wer kann es mir denn verdas internationale Stapital über die Leichenfelder der Arbeiter hin- daß das dreimonatliche Abkommen mit den Vereinigten Staaten vom wehren, mich auf die Autorität eines socialdemokratischen Reichstagsweg." Herr Calter hat den Freihandel als dem socialistischen Princip Jahre 1900 mit Rücksicht auf die Vertragsstaaten beim Abschluß Abgeordneten zu berufen?( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) entgegengesetzt erklärt. Das ist genau meine Ansicht. Ich bleibe neuer Verträge gekündigt werden müsse. Uebrigens gewährt dieses auch mein Hinweis auf die Socialistischen Monatshefte" war auch dabei, daß die„ Socialistisch. Monatshefte" in München angegriffen blonumen uns uns durchaus nicht die volle Reciprocität. Wir durchaus berechtigt. Herr Bernstein hat die Thatsachen falsch darworden sind, weil in ihnen der Partei unbequeme Ansichten nieder- find z. B. Portugal gegenüber in Bezug auf Schaumwein gestellt. Auf dem Münchener Parteitage fagte Dr. David:" Bebel hat wiederholt erklärt, es sei niemand mundtot gemacht worden gelegt worden sind. Das offizielle Protokoll enthält leider nicht alle differenziert.( Sehr richtig! rechts.) Weiter besteht noch die Gefahr Aeußerungen, die ich in der Preffe darüber gefunden habe. Aber sie ist noch nicht perfett geworden des Abschlusses eines Vertrages in der Neuen Zeit". Bebel irrt in dieser Beziehung: es haben nach dem offiziellen Bericht hat der Abg. Heine gefagt:„ Die geistige mit Stuba, durch welchen nicht mir bem fubanischen Zucker- wie in der That Mundtotmachungen stattgefunden."( hört! hört! rechts.) Freiheit, die wir für die Zukunft wollen, wollen wir auch jetzt schon Herr Luce meinte sondern allen tubanischen Waren eine zwanzig- Den Beweis hat Herr Bernstein für sich selbst geführt. für die Gegenwart. Die" Socialistischen Monatshefte" find gerade prozentige Ermäßigung gewährt werden soll. Wir haben alle Ber- Das sagt Dr. David, ein hervorragendes Mitglied der socialaus dem Gesichtspunkt der freien Diskussion entstanden." Meine anlassung, unsre Unterhändler darauf hinzuweisen, daß sie nicht demokratischen Partei! Herr David fagte weiter, die unter dem Resolution steht völlig auf dem Standpunkt, den der Minister Möller, wieder ein so fümmerliches Abfomunen wie das vom Jahre 1900 Namen„ Revisionismus" zusammengefaßten Bestrebungen hätten fich als er noch Abgeordneter war, in der Frage der Meistbegünstigung abschließen, wenn auch zuzugeben ist, daß dieses Abkommen den ein Organ schaffen müssen, in dem sie ihre Meinungen vertreten könnten.( Hört! hört! bei den Nationalliberalen.) Er fährt fort: eingenommen hat. Ich hoffe, daß der Minister seinen damaligen Stand früheren Zuständen gegenüber eine Verbefferung bedeutete. punft noch teilt, und ihn mit aller Energie zu verwirklichen sucht. Bor vier Jahren las der damalige Staatssekretär Graf Bülow Ich stehe unter dem Eindruck, daß man versucht hat, die freie In andren Ländern, wie der Schweiz, wird die Handelspolitit viel im Reichstage ein Schriftstid vor, wonach unsre Beschwerden gegen Meinung hinten herum einzuschränken." Das bestätigt doch das, fühler und ruhiger betrieben. Bei uns hat man sich viel zu sehr über den Bereinigten Staaten sich auf vier Bunfte bezogen, in denen was ich gesagt habe. Das von mir gebrauchte Bild von der goldenen Kette" habe durch schöne Neben wie in der Caprivischen Zeit beeinflussen lassen. nach Ansicht der deutschen Regierung das handelspolitisch geltende Selbst die Socialdemokratie hat sich zur Bewilligung eines 3,50 Mart Necht feitens der Vereinigten Staaten verlegt worden war. Etwa ich hergenommen aus Neußerungen, die der Handelsvertrags- Verein Getreidezolls bevegen lassen. Sie( 31 den Socialdemokraten) haben fünf Vierteljahre später kam dann das Abkommen bon 1900, das in meinem Wahlkreis gegen mich gerichtet hat. Man hat dort also niesen Bucher" von 3,50 M. mitgemacht. Wer Wucher treibt, immerhin einen gewissen wirtschaftlichen Fortschritt für uns bedeutete. behauptet, ich ginge an der Kette des Bundes der Landwirte. Ich treibt auch mit 3,50 M. Wucher.( Sehr richtig! rechts.) Jch be- Der Hauptfehler, der unsrerseits gemacht ist, ist das Saratoga erkläre das meinerseits für eine Verdächtigung. Ich habe zum greife ja, daß Graf Posadowsky, der das gesamte zollpolitische Abkommen, in dem unfre ganze landwirtschaftliche Produktion Bunde der Landwirte keine andern Beziehungen als das der MitGebiet fo gründlich beherrscht tvie fein andrer, aus Amerifa gegenüber preisgegeben ist. Die Resolution Schl wird die gliedschaft.( Seiterkeit.) Meine Kritik richtete sich gegen den Handelsdiplomatischen Rücksichten auf die auswärtige Politik manches Stellung unsrer Regierung gegenüber Amerika stärten, nicht schwächen, vertrags- Verein im allgemeinen, nicht gegen einzelne Mitglieder. verschweigt. Aber Fürst Bismarck hat doch den Grundfaß wie Herr Gothein meinte, Der Regierung kann es doch nur will- Das aber kann ich konstatieren, daß die der strengen Scheidung politischer und handelspolitischer Erwägungen fommen fein, wenn der deutsche Reichstag energisch ausspricht, daß allerdings dem Handelsvertrags- Verein sehr bedeutende Summen zur stets durchzuführen gewußt. Nehmen Sie meine Resolution oder wir nicht länger getvillt sind, uns von Amerika über den Löffel barbieren Verfügung gestellt hat zur Agitation gegen den Zolltarif. wenigstens die Resolution Sped an! Wenn nach ihnen verfahren zu lassen. Viel eher waren einige Aeußerungen des Herrn Gothein ge- Von der finanziellen und sonstigen Unabhängigkeit eines jeden Abvirb, so glaube ich konstatieren zu können, daß der Reichstag niemals eignet, uns gegenüber dem Ausland in Nachteil zu feßen, womit ich geordneten in diesem Hause bin ich durchaus überzeugt. Meine BeHandelsverträgen zustimmen wird, wie sie unter Caprivi zu seinem den Patriotismus des Abg. Gothein in feiner Weise in Zweifel merfung sollte keinen Abgeordneten treffen. Im übrigen ziehe ich, großen Bedauern abgeschlossen worden sind.( Lebhafter Beifall rechts ziehen will; im Gegenteil möchte ich Herrn Gotheins Sachkenntnis da die Debatte ergeben hat, daß zwischen den beiden Refolutionen und bei den Nationalliberalen.) und Fleiß, worin ihm vielleicht nur Graf Kanig nahe kommt, be- nur redaktionelle Unterschiede vorhanden sind, im Einverständnis mit sonders anerkennen, Ich halte es in der gegebenen Situation für den andern Antragstellern meine Resolution zu Gunsten der Resolution das beste, der vortrefflich begründeten Refolution Spec zuzustimmen, Speck zurück.( Ruf links: Na also! Beifall bei der Mehrheit.) Wir erftreben seit Jahren die Beseitigung der unsrer wirtschaftlichen zumal sich auch Herr v. Heyl mit diefer einverstanden erklärt hat. Entwicklung schädlichen Meistbegünstigungsverträge. Besonders muß der Die amerikanische Industrie, die sich mit Niesenschritten entwickelt, Bertrag mit Amerita alsbald gekündigt werden. Auch mit England, bedeutet eine ernste Gefahr für die unsrige. Wer immer in Amerika in Frage stehenden Resolutionen eine Erschwerung der HandelsvertragsDie Zulunft wird lehren, daß die Verhandlungen über die hier das seinen Kolonialzucker günstiger behandelt als außerenglischen gewesen ist, ob liberal oder konservativ, freihändlerisch oder schutz verhandlungen bedeuten. Die hier gehaltenen Reden der BefürZuder, haben wir wegen der Meistbegünstigung ein Wort zu reden. Zöllnerisch ich erinnere nur an Herrn Goldberger, der interessante worter der Refolutionen waren nichts andres als eine Aufreizung Wir treten deshalb für diese Refolutionen ein. Ich möchte den Veröffentlichungen darüber geschrieben hat-, hat seine Bewunderung Wunsch des Frhru, v. Heyl dringend befürworten, daß bei den Ver- über die Schnelligkeit dieser Entwicklung ausgesprochen. Dieser Ge- des Auslandes. Dem Abg. Fürst Bismarck bemerke ich, daß ich nicht handlungen über Handelsverträge Sachverständige zugezogen werden, fahr tönnen wir nicht ruhig zusehen. Vor einem Zollkrieg brauchen gesprochen habe; ich habe einfach festgestellt, daß diese beiden Gruppen in wegwerfendem Tone über Großgrundbesißer und Großindustrielle nicht solche, die diplomatisch die ganze weite Welt umfaffen, wir dabei teine Angst zu haben. Die Furcht ist immer ein schlechter hinter der Resolution ständen. Die Bemerkung des Herrn v. Heyl sondern Leute, die die Bedürfnisse unsrer Heimischen Be- Ratgeber gewefen. Ich hoffe, daß wir auf Grund dieser Resolutionen über die goldenen Ketten des Handelsvertrags- Vereins mußten wir völkerung zu beurteilen wissen. Es giebt ja Diplomaten, zu Verträgen kommen, die für die deutsche Volkswirtschaft annehmbar so auffaffen, als ob der Abg. v. Heyl fagen wollte, der Handelsdie alles allein am besten zu wissen glauben und die sind.( Beifall rechts.) die contribuens plebs am liebsten in nichts hineinreden lassen. Mich vertrags- Verein lege feine goldenen Stetten um Mitglieder dieses Hauses. tröstet nur der eine Gedanke, daß ja auch unsre Diplomaten Kinder Jegt fagte Herr v. Sehl, die haute finance unterstütze den Handelsunfres Landes find. Beim Zolltarif ist die deutsche Landwirtschaft charakterisieren zu können: Angst vor Amerika!" Die Herren nehmen hat Herr Gothein seine Bemerkungen gemacht. Graf Kanis hat geglaubt, meine Rede mit dem Worte vertrags- Verein mit Reichtümern. Aus der ersten Auffassung heraus zu lurz gelommen. Die Befürworter dieser Resolution sind nur die Nach einer kurzen Bemerkung des Abg. Dr. Semler( natt.) schließt Generäle, die das Rückzugs- Gefecht deden sollen. Mit einer Fanfare die Gefahr eines Bollkrieges felbst freilich sehr leicht. Meine Nede find wir in den Zolltarif- Stampf eingezogen, mit einer Chamade find ging aber von dem Gesichtspunkt aus:" Vorsicht gegenüber dem die Diskussion. Vaterland!" Sie( zur Mehrheit) wollen dem Volfe ein Danaer- Die Resolution Spec wird in namentlicher Abstimmung mit wir daraus weggegangen!( Bravo! bei den Bündlern.) geschent machen, das die Interessen der breiten Massen auf das 141 gegen 67 bei zwei Stimmenthaltungen angenommen. schwerste gefährdet. Daran tönnen auch alle sich gegenseitig Es folgt die Beratung der schon in der Kommission gestellten, Herr v. Hehl sprach von goldenen Stetten, die der Handels- widersprechenden Ratschläge des Vorredners nichts ändern. Seine dort aber abgelehnten Resolution Albrecht( Soc.) und Genossen, vertrags- Verein uns umgelegt habe. Inser Verhältnis zum Handels- leeren Drohungen werden von den Amerikanern mit dem Hohn- den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, einen Gefeßentivurf baldigst vertrags- Verein besteht ausschließlich darin, daß ich persönlich trotz gelächter der Hölle beantwortet werden. Die Ansicht des Fürsten vorzulegen, durch den untersagt wird, in Straf, Versorgungsmeiner Zugehörigkeit zur Freifinnigen Vereinigung ehrenamt Bismarck, daß alle Landwirte bis zu 3 Heltar ein Interesse an den und Beschäftigungs- Anstalten, welche aus öffentlichen Mitteln unterI ich stellvertretender Vorsitzender in diesem Verein bin. Jede Ber- Getreidezöllen hätten, steht im flagranten Widerspruch mit halten oder unterstützt werden, andre gewerbliche Arbeiten als solche dächtigung ich finde fein andres Wort dafür die in den den Feststellungen des Professors Dr. Conrad und den für den eignen Bedarf, für den Bedarf des Reichs, eines deutschen Worten liegt, daß wir goldene Ketten vom Handelsvertrags- Verein Specialuntersuchungen des badischen Nationalökonomen Hecht. Staats- oder Gemeindeverbandes auszuführen und den Verkauf inngehängt bekommen hätten, muß ich auf das entschiedenste zurück- Fürst Bismarck sucht die Resolutionen als eine harmlose Anregung gewerblicher Erzeugnisse für eigne Rechnung, für Rechnung des weisen. Ich muß Herrn v. Heyl dringend ersuchen, einen Beweis für für unsre Regierungen hinzustellen. Aber gerade seine Ausführungen Reichs, eines deutschen Staates oder eines Gemeindeverbandes zu diese Berdächtigung zu erbringen.( Lebhafte Zustimmung links.) Sch müffen in Amerika böses Blut machen. Wir lassen uns auf diese niedrigeren als den marktmäßigen Preisen stattfinden zu lassen. wäre jeder Zeit in der Lage, sofort einen Gegenbeweis zu erbringen. Art von Diplomatie nicht ein. Man hat mir wieder vorgeworfen, ( Buruf des Abg. v. Heyl.) Wenn Sie das nicht Wort haben wollen, daß meine Angaben den Interessen des Auslandes dienten. Ich so haben Sie lediglich eine verdächtigende Andeutung gemacht, ohne habe aber nur statistische Mitteilungen gemacht, die allgemein zuSchon 1869 ist im damaligen norddeutschen Reichstag ein Andie Spur eines Beweises.( Sehr richtig! links.) gänglich find. Es wäre doch nur eine leere Redensart, wenn trag eingegangen, der eine Untersuchung über den Einfluß der ZuchtWenn die Linke schadenfroh wäre, so hätte sie jetzt allen Anlaß man den Amerikanern. gegenüber behaupten wollte, daß man hausarbeit auf die Lage der freien Arbeiter forderte. 1870 ging zu einer gewissen Freude; die Zollmehrheit des Reichstags bringt ihr Petroleum entbehren tönnte. Wir können den Vereinigten eine sich in derselben Richtung bewegende Petition der CigarrenResolutionen ein, über die der Vater des Zollkompromisses, Graf Staaten teine andre Handelspolitik aufzwingen als sie das arbeiter mit über 8000 Unterschriften hier ein, die dem BundesBosadowsky, sehr unglüdlich ist und die er als ein Heminis bei amerikanische Bolt für angemessen hält. Eine propagandistische Be- langler zur Berücksichtigung überwiesen wurde. 1876 fam eine den Berhandlungen mit dem Auslande bezeichnet. Herr v. Hehl einflussung der Amerikaner zu Gunsten besserer Verträge geschicht Petition der Buchbinder, ein Antrag, der die Mitalt den muß ein sehr turzes Gedächtnis haben, wenn er glaubt, den Grafen am besten dadurch, daß wir mit gutem Beispiel vorangehen.( Sehr teilung statistischer Erhebungen Reichstag ber Bofadowsky in dieser Frage für sich in Anspruch nehmen zu können. richtig! bei den Socialdemokraten.) Graf Stanit hat wieder viel von langte. 1881 ging eine Reihe weiterer Petitionen von selbHätten wir von der Linken solche Resolutionen eingebracht, hätte der amerikanischen Gefahr gesprochen. Daß die amerikanische Land- ständigen Handwertern und Gewerbetreibenden Deutschlands, von man uns sofort wieder Agenten des Auslandes genannt. Unser wirtschaft und Industrie an Leistungsfähigkeit stetig zunimmt, ist un- Rorbmachern, Buchbindern und Kartonnagenarbeitern hier ein. Ein handelspolitisches Verhältnis zu den Bereinigten Staaten zweifelhaft und ist von cinsichtigen Leuten wie von dem paar Jahre später kam ein socialdemokratischer Antrag, der noch ist gewiß nicht ideal, aber auch unsre Zollerhöhungen, Engländer Cobden schon vor Generationen vorausgefagt worden. weiter ging als unsre heutige Resolution. Es wurde darin auch ein besonders beim Weizen, bedeuten fein Entgegenkommmen gegen Wir fönnen uns aber gegen die amerikanische Gefahr nicht dadurch Verbot der Herstellung gewerblicher Erzeugnisse in Strafanstalten für über den Amerikanern. Es wird auf beiden Seiten gefündigt. schüßen, daß wir unsrer einheimischen Volkswirtschaft immer neue eigne Rechnung oder für Rechnung von Reich, Staat oder Kommune Von einer wirklichen Meistbegünstigung ist weder Amerita noch irgend Lasten auferlegen durch erhöhte Schußzölle. Die Hauptsache ist, daß verlangt. Troßdem unsrem damaligen Antrag von verschiedenen cinem Lande gegenüber bis 1860 die Rede gewesen. Bei allen wir unsre Arbeiterschaft durch hohe Löhne so leistungsfähig machen, Seiten Wohlwollen entgegengebracht wurde, ist bis heute feine VerAuch heute noch Meistbegünstigungsklauseln handelte es sich nur darum, daß die wie die amerikanische. Das Abkommen von 1900 halten auch wir befferung in diesen Verhältnissen eingetreten. allgemein bereits gewährten Begünstigungen dem meistbegünstigten nicht für besonders günstig und wir werden uns freuen, wenn es werden zahlreiche Gewerbetreibende und industrielle Arbeiter durch Staate zufallen follten. Von tünftigen Vergünstigungen, oder unfren Vertretern gelingt, hier eine Besserung durchzusetzen, aber die umlautere Stonkurrenz der Strafanstaltsarbeiten schwer geschädigt. Vergünstigungen, die nur einzelnen Staaten gewährt werden, den Weg, den diese Mesolutionen wollen, halten wir für den denk- Schon 1895 famen zahlreiche neue Petitionen aus den Kreisen der ist in den früheren Meistbegünstigungsklauseln nicht die Rede. bar gefährlichsten. Herr v. Hehl ist dann wieder auf Calwer deutschen Textilindustriellen, denen sich naturgemäß auch die und Kleinmeister anschlossen. Besonders richtete Der moderne Begriff der allgemeinen Meistbegünstigung findet sich gekommen und hat gemeint, Calier sei insofern ein Schüler von Arbeiter zuerst in dem englisch- französischen Vertrage, Artikel 19 vom Jahre Barr, als er theoretisch für Schutzzoll fei, im Interesse der sich der Protest gegen die Stridmaschinenarbeit in Straj Eine aber praktisch für Freihandel stimme. anstalten. 1860. Durch den Vertrag vom Juli 1900 haben wir mit Amerika focialen Revolution Petition aus Mühlhausen in Thüringen thatsächlich einen allgemeinen Meistbegüngstigungs- Vertrag ab- Ich habe bereits gestern eine Aeußerung Calwers verlesen, in der wurde damals vom preußischen Abgeordnetenhause dem Ministergeschlossen mit der einzigen Ausnahme, daß Amerita sich für er die jetzige Bollpolitik der Mehrheit für feinen Fortschritt, sondern präsidenten zur Berücksichtigung überwiesen, während man über berechtigt hält, Zuschlagszölle in der Höhe der Prämien, für einen Rüdfchritt hält. Bas Calwers Stellung zur Meist diefelbe Petition hier im Reichstage einfach zur Tagesordnung die andre Zuckererport- Länder gewähren, zu erheben. Diese begünstigungsfrage anlangt, so habe ich gestern teinen Zweifel überging. Ausnahme ist ja gewiß unerwünscht, weit beffer wäre darüber gelaffen, daß ich seinen Standpunkt in dieser Beziehung Im Reiche redet man sich immer damit heraus, diese Verhälteine internationale Regelung nach Art ber Brüsseler nicht teile und, wenn Herr v. Heyl das Protokoll unfres Partei- uiffe feien Sache der Einzelstaaten. In den Landtagen der EinzelZuderkonvention. Zu einer solchen Regelung werden sich auch die tages in Mainz vom Jahre 1900 gelesen hätte, so müßte er iviffen, ftaaten aber wird erklärt: Was hilft es, wenn wir hier ernsthaft Bereinigten Staaten bereit finden lassen, wenn sie erst auf den daß jener Parteitag snth in seiner großen Majorität auf einen einschreiten, da ja Preußen, der größte Staat, nicht mitmacht! Export 3. B. von Eisen nach Deutschland angewiefen sein werden. Calwers Ansicht entgegengesetzten Standpunkt gestellt hat. Bei der Gerade im Zusammenhang mit dem neuen Bolltarif, in dessen Daß unsre Börsen abhängig sind von der New Yorker, muß ich von Herrn b. Heyl citierten Aeußerung Heines handelte es fich Begründung auf jeder Seite der Schutz der nationalen Arbeit ja leider zugeben, aber gerade die Herren der Rechten nicht unt eine Kritik der Haltung der socialdemokratischen proflamiert wird, müssen wir dieses Verlangen von neuem auf das Abg. Gothein( frf. Vg.): Abg. Baudert( Soc.): 1878 haben diesen Zustand durch ihre Börsengesetzgebung gefchaffen. oder socialistischen Presse, sondern um eine gegen einen einzelnen energischte erheben. Wenn sich heute einzelne gewerbliche Arbeiter ( Sehr richtig! fints.) Herr Graf Stanis hat in seinem Bienenfleiß Barteigenossen gerichtete Pelemit. Die Thatsache, daß ich z. B. und Arbeiterinnen nicht mehr so schroff wie früher gegen die Aeußerungen zu seinen Gunsten zusammen getragen, sich auch auf auch nach dem letzten Parteitag cin eifriger Mitarbeiter der Buchthausarbeit erklären, so liegt das daran, daß gerade infolge die Hamburger Handelskammer berufen. Der fleißige Herr Graf Socialistischen Monatshefte" bin, beweist allein schon, daß Herr dieser untauteren Konkurrenz die Arbeitslöhne dieser Arbeiter fategorien fo tief herabgedrüdt find, daß die Unternehmer die] Arbeiten in den Strafanstalten nicht mehr billiger bekommen. leber 30 000 Gefangene machen den freien Arbeitern Konstimmen.( Bravo! bei den Soc.) Partei- Nachrichten. Bei der Revision des Krankenversicherungsgefezes wird man sich auch mit dieser Angelegenheit beschäftigen müssen felbft kurrenz, darunter allein über 6000 Gefangene in der Textilindustrie, in 11. Auflage in der Buchhandlung Vorwärts erschienen. Im Urteil schafft. Nach dem Krankenversicherungsgesetze iſt die Kaffe Parteilitteratur. Bebels Broschüre, unsre Biele" ist soeben verständlich nur mit dem thatsächlichen Zustande, wie ihn dieses auf die Papierindustrie entfallen faft 3000 Gefangene, auf die Holz- abre 1869 batte Bebel in einer Versammlung in Stuttgart eine verpflichtet, dem ertranften Mitgliede Arzenei in natura zu liefern, industrie ca. 7000 Gefangene. Start beteiligt ist auch die Korb- Jahre macherei, die Nahrungsmittelbranche, die Tabakindustrie und das Polemik mit einem Mitgliede der Volkspartei. Ein Organ dieser dennoch darf sie ihm die Arzenei nicht in natura liefern, sondern Schuhmachergewerbe an der Gefangenenarbeit. Angesichts dieser Bartei, die" Demokratische Korrespondenz", zog in drei langen muß sich die Vermittlung des Apothekers oder vielmehr der Zustände tann niemand von den Parteien, die stets erklären, für die Artikeln gegen Bebels socialiſtiſche Tendenzen zu Felde. Im Leipziger Apotheke gefallen lassen und dieser etliche hundert Prozent Arbeiter und für den Mittelstand einzutreten, gegen diefe Resolution Boltsstaat" vertrat Bebel ſeine Anschauungen, und so entstand die Aufschlag zahlen. Das muß sie selbst dann thun, wenn es sich um Broschüre, die seitdem in der Partei große Verbreitung gefunden mittel handelt, die von Fabriken im großen hergestellt und verkaufshat und jetzt von der Parteibuchhandlung, durch immer noch starke Abg. Schlumberger( natl.): Nachfrage veranlaßt, neu herausgegeben wurde. In seinem Vorwort fertig verpackt an den Apotheker abgegeben werden, so daß der ApoDie vorliegende Resolution wurde in der Tariffommission als zu dieser Auflage sagt Bebel: theker absolut nichts mit der Ware vornimmt, als sie aus nicht zum Tarif gehörig und der Kompetenz der Einzelstaaten ,, daß die Schrift noch immer Leser findet, ist wohl dem Bestreben einer Hand in die andre zu geben. Ja selbst wenn unterliegend abgelehnt. Principiell erklärten sich die meisten zuzuschreiben, sich über eine Periode in der Bewegung zu unter- die Kasse zu dieser Manipulation einen geprüften Apotheker Mitglieder der Kommission für den Gedanken der Ne- richten, die zweifellos eine interessante war, ohne die die Bewegung in ihren Dienst nähme, dürfte sie trotzdem die Medikamente solution. Ganz im Gegensatz zu dem Verlangen dieser Nenicht wäre, was sie heute ist". solution steht aber die Haltung der Socialdemokraten in der Dieses Werden unsrer Partei spiegelt die Broschüre wieder. Die nicht selbst beziehen und an die Mitglieder abgeben; sie ist unter allen Umständen der Apotheke tributpflichtig. Welches moralische Zolltarif- Kommission gegen alle Zölle. Von der Konkurrenz lebendige Sprache, durch die sich die Schrift auszeichnet, ist aber Recht besteht nun eigentlich für die paar tausend Apothekenkapitalisten der Sträflinge will die Socialdemokratie die Arbeiter geeignet, auch heute noch der socialistischen Bewegung neue Anbefreien, aber diese sich arbeiterfreundlich nennende Partei scheut sich hänger zuzuführen und deshalb empfiehlt sich noch immer ihre Ver- zur Schröpfung der zehn Millionen Kassenmitglieder? Womit rechts nicht, durch Ablehnung aller Zölle die gesamte deutsche Arbeiterwelt breitung als Agitationsschrift. Der Preis ist 30 Pf. Bestellungen fertigt man dieses Ausbeutungsmonopol? dem unbeschränkten Wettbewerb der Arbeiter der ganzen Erde preis- nehmen alle Parteiblätter entgegen. zugeben.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Die deutsche Textilindustrie ist in der Lage, durch die Zölle geschützt, trop der traurigen wirtschaftlichen Lage ihren Arbeitern drei Millionen jährlich an Löhnen zu zahlen. Und wie liegen die Verhältnisse in den andren Industrien? Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie können unmöglich bei dieser Resolution, die sich mit der Gefangenenarbeit befaßt, die ganze Bolltariffrage Abg. Schlumberger( fortfahrend): erörterit. Ich bitte Sie also die Resolution, weil nicht hierher gehörig, abzulehnen. Geheimrat Krohne: Die vorliegende Resolution bewegt sich in der Richtung einer Bundesrats Verordnung vom Jahre 1898, deren Bestimmungen maßgebend sind für die Gefängnisverwaltungen sämtlicher deutscher Bundesstaaten. In Preußen ist die Angelegenheit folgendermaßen geregelt. Während 1869 noch 73 Proz. der Gefangenen für private Internehmer beschäftigt wurden, waren es 1895 nur noch 52 Broz, 1901 noch 37 Proz. und es ist zu erwarten, daß in nicht all zu ferner Zeit die Arbeiten für Unternehmer eigentlich nur noch eine verschwindend geringe sein wird. Die preußischen Staatsministerien sind angewiesen, zur Dedung ihrer Bedürfnisse soweit als irgend möglich die Gefängnisverwaltungen in Anspruch zu nehmen. Der Kriegsminister, der Eisenbahnminister und der Minister für Handel und Gewerbe haben davon ausgiebigen Gebrauch gemacht. Besonders werden die Sträf linge auch für landwirtschaftliche Arbeiten, namentlich für solche, welche der allgemeinen Landeskultur dienen, Meliorationen von Mooren usw. verwandt. In all' den Fällen, wo Private nicht in der Lage sind, hohe Löhne zu zahlen, wenn die Meliorationen rentabel werden sollen, da tritt die billige Arbeitskraft der Gefangenen ein. Bei diesen Arbeiten sind ebenfalls mehrere Tausend Arbeiter beschäftigt. Abg. Gamp( Rp.): " Aus den Organisationen. Der socialdemokratische Verein in Gefangenenbeschäftigung in Amerika. Jn 14 Staaten der Union Essen vermehrte seinen Mitgliederbestand von 210 Personen im ist das Regieſyſtem in den Gefängnissen eingeführt. Die Gefangenen Jahre 1899 auf 612 im verflossenen Jahre. Außerdem haben sich werden zu öffentlichen Arbeiten verwendet. Selbst Untersuchungs 138 Personen zur Zahlung eines monatlichen Beitrages verpflichtet gefangene können auf Wunsch in dieser Art beschäftigt werden. Werden sie in beliebiger Höhe, jedoch nicht niedriger als die Höhe des Vereins- später freigesprochen, so erhalten sie vom Staat oder der Gemeinde, beitrages. der sie ihre Arbeitskraft geliehen, nachträglich ein fair wage( den übDer socialdemokratische Verein in Offenbach begann das lichen gewerkschaftlich anerkannten Tagelohn) ausgezahlt; wird der abgelaufene Jahr mit einem Mitgliederbestande von 656 und hatte betreffende schuldig befunden, so werden die Arbeitstage von seiner am Jahresschlusse beinahe 1200 Mitglieder. Die Jahreseinnahme be- Strafzeit abgerechnet. Die einzelnen Staaten zahlen den Gefangenen 60 Pf. bis 2,40 M. pro Tag. Auf der andern Seite giebt es trug 3933,60 M. Badens beginnt am 28. Februar in Offenburg. Die Landesversammlung der socialdemokratischen Bartei fahren hat. So teilt der Shoe Retailer" mit, daß in dem Ge Staaten, in denen die Gefängnisarbeit noch keinerlei Regelung er Der focialdemokratische Verein in Schildesche( Westfalen) fängnis von Jefferson City 2000 Gefangene mit der Herstellung von nahm in feiner legten Generalversammlung 40 neue Mitglieder auf. Schuhwaren beschäftigt sind. Die Masse des produzierten Schuhwerks sei gleich der Produktion von 5-6 ziemlich umfangreichen Das Agitationskomitee für den Niederrhein hatte im abgelaufenen Jahre einschließlich eines Zuschusses von 600 M. aus der Schuhfabriken. In dem Blatt wird ferner mitgeteilt, daß in deri Hauptkasse und 111 M. Kassenbestand eine Gesamteinnahme von andren Gefängnissen des Westens im Durchschnitt 21 000 Paar Schuhe pro Tag hergestellt werden. Parteithätigkeit in den Jahren 1901 und 1902. Der Gauvorstand für den Gau Südbayern berichtet über die Der Gauberband fammen in den 2 Jahren 36 325 M. Einnahme. Der Gauvorstand Die Vereine des Verbandes hatten zu zählt 3250 Mitglieder. gab 3995 M. aus. 3172,61 M. Totenliste der Partei. In Gadderbaum bei Bielefeld starb der Parteigenosse Friedrich Wächter im Alter von 79 Jahren. Der Verstorbene gehörte der Partei seit den frühesten Zeiten an und stand vor der Vereinigung auf Seite der Lafialleaner. Bis zu seinem Tode hat er alle seine Kräfte in den Dienst der Polizei gestellt und sich ein ehrendes Andenken bei seinen Freunden gesichert. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Wenn zwei dasselbe thun. 11 Sociales. Krankenkassen und Apothekenmonopol. " Aus Industrie und Handel. Sonntagsruhe in Engros- Geschäften. Die Berliner Handelsfammer scheint jest selbst zu empfinden, daß die Stellung, die sie zu dem Gesuch der Handlungsgehilfen an den Magistrat, durch Orts statut die Sonntagsarbeit in den Engros- Geschäften aufzuheben, eins genommen hat, einer besseren Begründung bedarf, als in der ersten für die Presse bestimmten Notiz enthalten war; denn sie versendet hinterher folgende Ergänzung zu ihrer ersten Mitteilung: " In der letzten Sigung der Berliner Handelskammer wurde auf Grund des Vortrages des Herrn James Simon ein Gutachten festgestellt, daß sich mit der Sonntagsruhe der taufmännischen Gehilfen und Lehrlinge beschäftigt. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten in Hahnau war fürzlich Die Angelegenheit, die hier berührt wird, ist von so erheblichent Genosse Kaul in Breslau als verantwortlicher Redakteur der Interesse, daß wir aus dem Referat des Herrn Simon einiges Dies Vorgehen des Bundesrats ist wohl zum Teil auf frühere Boltswacht" zu 30 M. Geldstrafe verurteilt worden. Es hatte sich wiedergeben. Nachdem die Gründe dargelegt sind, die eine Ver Refolutionen zurückzuführen, die meine Freunde in den Jahren dabei um einen Vorgang bei der Internierung eines Geisteskranken fürzung der auf 5 Stunden normierten Sonntags- Arbeitszeit für 1893/1894 eingebracht haben. Gewiß ist noch nicht alles auf diesem gehandelt, die in dem Haynauer Stadtblatt" besprochen wurde. den Kleinhandel unthunlich erscheinen lassen, werden die Gebiete erreicht, was zu erreichen ist. In Preußen sind ja die besten Der inkriminierte Artikel war aus diesem Blatte in die„ Bolts- wesentlich anders liegenden Verhältnisse des Fabrits, Großs Erfahrungen gemacht worden, und es wäre interessant, zu erfahren, wacht", die in Haynau eine große Anzahl Leser hat, übernommen handels- und Bantgeschäfts behandelt. Wenn das Guts wie die Dinge in dieser Beziehung in andren Bundesstaaten, z. B. worden. Genoffe Kaul wurde verurteilt, gegen die Redakteure achten hier ebenfalls zu dem Ergebnis gelangt, daß eine ortss Elfaß- Lothringen liegen. Wenn ich aber auch dem Grundgedanken des bürgerlichen" Haynauer Stadtblattes" und des Anzeigers" statutarische Einschränkung der bisherigen Sonntagsarbeitszeit oder der Resolution zustimme, muß ich doch ihrer Annahme widersprechen. wurde zwar Anklage erhoben, indessen sowohl von der Straftammer in gar ein Verbot der Sonntagsarbeit sich nicht empfehle, so ist maj= Es ist falsch, mit einem Reichsgefeß einzugreifen, wie die Resolution Liegnig, wie vom Oberlandesgericht zu Breslau die Eröffnung des gebend die Erwägung, daß von der Mehrzahl der in Frage kommen verlangt, da es sich hier um Landessache handelt. Außerdem ver- Verfahrens abgelehnt, nachdem die Staatsanwaltschaft das letztere den Geschäfte die Sonntagsarbeit entweder völlig aufgegeben oder auf ganz wenige Sonntage eingeschränkt worden ist. Lie Sonn Yangt bie Resolution das unbedingte Verbot jeder gewerblichen Arbeit Gericht als Beschwerde- Instanz angerufen hatte. der Gefangenen. Das geht natürlich zu weit. Man würde nicht Wir wollen es nicht etwa mißbilligen, daß die Redakteure der und Feiertagsarbeit geht in Fabrik- und Engros- Geschäften höchst wissen, wie man Hunderttausende von Gefangenen beschäftigen soll, beiden bürgerlichen Blätter straffrei bleiben; wir finden das im felten über 2-3 Stunden hinaus; meistens wird auch in Wechseldie dann vom Staat ohne Gegenleistung ernährt werden müßten. Gegenteil ganz in der Ordnung. Wir nehmen für die Preffe das Schicht gearbeitet. Man kann also dem heilsamen Prozeffe der all Recht und die Pflicht in Anspruch, öffentliche Mißstände zu rügen mählichen freiwilligen Arbeitseinschränkung hier ohne Bedenken Abg. Schrader( frs. Wg.): und verlangen dafür eine weitgehende Freiheit, aber weshalb wird seinen Lauf lassen. Andrerseits ist nicht zu verkennen, daß ein Herr Schlumberger hat hervorgehoben, daß die Social- der focialdemokratische Redakteur bestraft? Soll man zu geschädigt werden würde. Durchaus erforderlich ist die Sonntags= Teil der Großgeschäfte durch ein Verbot der Sonntagsarbeit start demokratie inkonsequent handle, wenn sie die Arbeiter vor der einer solchen Rechtshandhabung noch Vertrauen haben? arbeit für die Speditionsgeschäfte; einmal wegen der Konkurrenz der Zuchthausarbeit schüßen wolle und sie auf der Expedierung der Eilgüter und Bereitstellung der Gütersendungen, andern Seite durch ihre Anträge auf Bollfreiheit der vernichtenden Zu 300 M. Geldstrafe wurde der verantwortliche Redakteur die Montag früh abzufertigen find( es handelt sich dabei häufig um Konkurrenz der Kulis preisgebe. Aber hier handelt es sich gar der„ Volkszeitung" in Düsseldorf, Genosse Erbert verurteilt. Eine internationale Anschlüsse), dann wegen Wartung der Pferde, Buzen nicht um den Zolltarif. Der ist angenommen und wird die Arbeiter Firma Gebr. Bauer in Düsseldorf war von einem Arbeiter wegen der Geschirre, Reparaturen an den Wagen usw. Beitweilig schwer schädigen. Um so notwendiger ist es, die Arbeiter von der Lohneinbehaltung vor dem Gewerbegericht verklagt und durch Ver- ist in denjenigen Branchen, welche Saison- Artikel vertreiben, auf der Konkurrenz der Gefangenenarbeit zu befreien. Die Bemerkungen fäumnisurteil zur Zahlung verurteilt worden. Durch eine Kritik Höhe der Saison wegen der Häufung dringlicher Aufs des Herrn Schlumberger mögen ja die Socialdemokratie geärgert dieser Angelegenheit soll die Firma beleidigt worden sein. Die träge Sonntagsarbeit für viele Geschäfte erforderlich, damit der haben( Rufe bei den Socialdemokraten: Ach nein! Heiterkeit.), aber angebotene Beweiserhebung wurde abgelehnt. Die Beleidigung sei ordnungsmäßige Geschäftsgang aufrecht erhalten und Stockungen richtig sind sie nicht. Es handelt sich bei dieser Resolution um in der Form zu finden. vermieden werden. Unter diesen Kategorien fällt ein großer Prozents ein Princip, und für dieses Princip werden wir stimmen, satz der Berliner Geschäfte. Sonntagsarbeit wird auch häufig ohne uns an den verbesserungsbedürftigen Wortlaut der Res wünschenswert, um die Vorlagen für die neue Saison zu prüfen, solution zu binden. E3 wäre wünschenswert, wenn die die Kollektionen für die auf die Tour gehenden Reisenden fertig Regierung eine Enquete über die Gefängnisarbeit veranstalten zu stellen, eilige Muster zu erpedieren, Waren für die an bestimmten würde. Der neue Zolltarif hat die Lage der fleinen GewerbeTagen abgehenden Ueberseedampfer versandbereit zu machen, ferner treibenden erheblich erschwert, fie tragen nur die Lasten, nicht die Der Vorsitzende Blenz von der Berliner Orts- Krankenkasse für um Weihnachten, für die Inventur, bei den Bankgeschäften zur Ab Vorteile der Zollerhöhungen. Deshalb müssen die übrigen das Buchdruckgewerbe sollte den§ 367 Nr. 3 des Straf- Gesetzbuches wicklung der Ultimo- Regulierungen u. f. f. Aber auch für solche Schädigungen des Handwerks, und dazu gehört die Konkurrenz übertreten haben, welcher den mit Strafe bedroht, der ohne polizei- Betriebe, bei welchen die Beschäftigung nicht im Zuſammendange der Gefängnisarbeit, sobald wie möglich beseitigt werden. Die sonders starken Geschäftsgang eilige Arbeit in solchem Maße vors Gefängnisarbeit soll erzieherisch auf die Gefangenen wirken, fie liche Erlaubnis Arzeneien, soweit der Handel mit denselben nicht mit beſtimmten Abschnitten des Jahres steht, kann sich durch bes sollen Freude an der Arbeit bekommen. Der Schwerpunkt muß freigegeben ist, zubereitet, feilhält, verkauft oder sonst an andre übergehend häufen, daß die Möglichkeit, sich durch teilweise Ernicht auf das Resultat der Arbeit, sondern auf die Erziehung zur überläßt. Die Kasse hatte nämlich eine Anzahl vielgebrauchter ledigung derfelben am Sonntag zu entlasten, sehr willkommen ist. Arbeit gelegt werden.( Beifall links.) Medikamente in größeren Mengen aus der Apotheke von Häufig genug kommt es vor, daß Angestellte, um à jour zu fommen, Lutter in Potsdam bezogen, um fie auf ärztliches Rezept aus eignem Antriebe, ohne Anregung der Chefs, am Sonntage einige hier an ihre Mitglieder abzugeben, und der Kaffen Mußestunden der Pflichterfüllung opfern. Es ist klar, daß alle diese In der Resolution stedt ein vollberechtigter Kern. In der That wird dem Handwerk und dem kleinen Gewerbe durch die Gefängnis- vorstand hatte an die Mitglieder auch solche Medikamente ver- zeitweilige Arbeit, deren Notwendigkeit sich manchmal erst im lekten arbeit eine sehr heftige Konkurrenz gemacht. Die Regierungen abfolgt, die nach der kaiserlichen Verordnung vom 27. Januar 1890 Augenblic ergiebt, nicht für jeden Fall von der polizeilichen Ges nehmigung abhängig gemacht werden kann." find ja auch bemüht, diese Konkurrenz weniger fühlbar zu nur von Apothekern feilgehalten und abgegeben werden dürfen. Die meisten der Gründe sind recht wenig überzeugend; fie ges machen.( Abg. v. Vollmar: Stellenweise!) Auch meine Partei hat im Das Landgericht Berlin I verurteilte Blenz zu einer Geldstrafe. hören zu den bekannten Einwendungen, die bisher noch bei jeder preußischen Abgeordnetenhause darauf hingearbeitet, die Konkurrenz Das Kammergericht habe früher allerdings einmal den Vorsitzenden Beschränkung der Arbeitszeit in kaufmännischen Betrieben erhoben der Gefängnisarbeit zurückzudrängen. Auf der andern Seite leidet oder Lagerhalter eines homöopathischen Vereins von der gleichen An- worden sind; 8. B. auch bei der Beschränkung der Sonntagsarbeit die Resolution an gewissen Mängeln, wie eben auch Herr Schrader flage freigesprochen, doch meinte das Landgericht in der Begründung und des 9 Uhr- Ladenschlusses. Soweit aber in einzelnen Fällen anerkannte. Während er aber trotzdem für die Resolution stimmen seines verurteilenden Erkenntnisses, daß bei den Krankenkassen die Sachlage thatsächlich ein Bedürfnis für die Verrichtung gewisser Arbeiten an will, fommen wir zu dem entgegengesezten Schluß. Wir betrachten die ganze Angelegenheit nicht als Reichsiache. Das ist unser anders sei. Bei solchem homöopathischen Einkaufsverein seien die Mit- Sonntagen besteht, ließen sich dafür Ausnahmebestimmungen treffen. Auswanderung über Hamburg im Jahre 1902. Als ein glüdHauptgrund gegen die Resolution, mit der wir im Princip sonst glieder von vornherein Eigentümer der durch den Vorsitzenden im großen einverstanden sind. bezogenen Medikamente; es liege deshalb auch kein Feilhalten, Verkaufen liches Zusammentreffen für einen wesentlichen Teil der Hamburger Abg. Baudert( Soc.) oder Ueberlassen an andre vor. Die Krankenkasse sei jedoch eine juristische Schiffahrt kann man es bezeichnen, daß dem großen Aus all ameri wendet sich gegen Schlumberger, der nur wiederholt habe, was schon Persönlichkeit, die angeschafften Mittel gingen daher in das Eigentum tanischer Ausfuhrgüter, dem die Schiffahrt ihre schwierige Lage im letzten Jahre zumeist verdankt, zwei teilweise ausgleichende in der Zolltarif- Kommission gegen die Resolution gesagt worden sei. Der Kaffe als solcher über und gehörten so lange feinem ihrer Momente gegenüberstehen: eine lebhafte deutsche Ausfuhr nach Wenn Mängel in der Fassung der Resolution vorhanden sind, hätte Mitglieder, als sie nicht an ein Mitglied verabfolgt werden. Das Nordamerika und ein überseeischer Personenverkehr über Hamman ja Verbesserungsanträge einbringen können. Man hat Kaffenmitglied gewinne erst im Falle der Erkrankung ein Anrecht burg, deffen Höhe alle voraufgehenden zehn Jahre weit sich aber davor gehütet und sich auf die bequeme Aus- auf das Heilmittel und dies werde erst mit der Uebergabe sein übersteigt. Was speziell die überfeeische Wanderung betrifft, so ers rede beschränkt, man stimme bem Princip, aber nicht Eigentum. Demnach handle es sich hier um ein leberlaffen an reichte sie im verflossenen Jahre die Zahl von 123 555 Personen, der Fassung der Resolution erheben nicht den unfrer Resolution einen Anspruch, mit Gedanken andre" gemäß§ 367 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Das Kammergericht das find 30 863 Personen mehr als im Jahre 1901. Rücgreifend ausgesprochen zu haben, aber weil auf unfre früheren An- als Revisionsinstanz, das vom Angeklagten angerufen wurde, schloß findet man erst im Jahre 1891 eine größere Wanderung: nämlich 144 379 Berfonen, eine freilich um so erheblichere Zahl, als die regungen fo gut wie nichts geschehen ist, müssen diese Forderungen sich dieser Rechtsauffassung an und verwarf die Revision. damalige Statistik den Bassagierverkehr nach europäischen Ländern immer wieder erhoben werden. Wenn Sie auch hier im Reichstag Es ist ein eignes Ding mit so einer juristischen Persönlichkeit. nicht mitzählte und die Wanderung des verflossenen Jahres, ent praktisch mitarbeiten wollen an der Verwirklichung unsrer Forderungen, Sie besteht aus einzelnen Menschen so gut wie der homöopathische sprechend um den europäischen Passagierverkehr vermindert, nur fo fönnen Sie nicht anders, als unsrer Resolution zustimmen. Einkaufsverein und fann so gut wie dieser nur handeln durch einen 110 283 Berfonen ergeben würde. ( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Beauftragten; sie ist nicht vorhanden, wenn die Mitglieder nicht Um innerhalb der genannten Passagierzahlen den Umfang der Damit schließt die Debatte. Die Resolution wird gegen die vorhanden sind, und doch ist sie ein andres wie die Mitglieder. eigentlichen Auswandering festzustellen, müssen zunächst 18 838 us Socialdemokraten, Freisinnigen, einige Nationalliberale und Anti- Indem sie etwas erwirbt, erwerben es noch nicht die Mitglieder, es länder, die sich ausdrücklich, als Rüdreifende oder sonst als Nicht jemiten abgelehnt. ist erst ein zweites Rechtsgeschäft nötig, um den Mitgliedern ein Auswanderer bezeichneten, in Abzug gebracht werden. Für die Auswanderung Deutscher kämen feri..r 7190 Nicht Auswanderer Das Haus vertagt sich. Anrecht zu verschaffen auf das, was sie zusammen erworben haben. und 894 Personen, die nach den deutschen Kolonien Afrifas überIst das ein vollendetes kommunistisches oder ein vollendetes siedelten, in Abrechnung. Der Rest von 92 063 ausländischen und individualistisches Princip? Die Schauer unergründlichster Scholaftit 9580 deutschen Auswanderern ergiebt ebenfalls nur eine ungefähre faffen einen an, wenn man sich in diese geheimnisvollen Jrrgänge Vorstellung der wirklichen Answanderung. In Wirklichkeit ist juristischer Spitfindigkeiten verliert. die Zahl der Auswanderer beträchtlich kleiner, da viele Passagiere, Abg. Dr. Schädler( C.): Wir neuen Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr.( Interpellation RöfideDessau betreffend den Begriff ,, Malzgerste" und Weiterberatung der 3olltarif Resolutionen. Schluß 58 Uhr. bie mir zu zeitweiliger gewerblicher Thätigkeit oder zu beruflicher| Verband städtischer Arbeiter organisiert waren, habent Ausbildung ins Ausland gehen und später zurüdfehren, ebenfalls der 27. am die Partei im allgemeinen den Aktiengesellschaften viel zu wenig Dezember 1902 auf Antrag eines Mannes, der Aufmerksamkeit zuwende und daß es auch in mancher Hinsicht an Gruppe der Auswanderer zugerechnet sind. noch nicht einmal das Wesen einer Arbeiterorganisation gründlicher Kenntnis dieser Materie fehle. Er gab dann eine UeberZur Beförderung der Auswanderer und Reisenden im begriffen hat, indem er seinen Antrag auch von Nichtmitgliedern ficht über die Entwicklung und Ausdehnung der Aktiengesellschaften Jahre 1902 wurden 784 Schiffe, darunter 2 Segelschiffe, unterschreiben ließ, beschlossen, in einer Generalversammlung die und über die Aktiengeseßgebung in Deutschland und wies auf die expediert. Ms Bestimmungsländer kamen am meisten die Auflösung der Filiale vorzunehmen. Ohne den Verbandsvorstand Korruptions Erscheinungen der Gründerperiode, sowie auf die Bereinigten Staaten von Amerika( 96 458 Passagiere) und Eng- oder die Berliner Ortsleitung davon zu verständigen, fand bereits Zusammenbrüche der neuesten Zeit hin. Diese Dinge gingen nicht land( 18 253) in Betracht. Britisch- Nordamerika empfing 6539, drei Tage darauf, am 30. Dezember, diese Versammlung statt und in allein die Kapitalisten an, auch die Arbeiter hätten darunter zu Afrika 2870, 2870, Brasilien Brasilien 1979, Argentinien 1382 Perjonen. wenigen Minuten wurde die Auflösung vollzogen. Das sind die leiden, auch sie hätten ein starkes Interesse an einem blühenden Die Wanderung über Hamburg nach den Vereinigten Staaten strömte selben Leute, welche Tag für Tag der Verbandsleitung gegenüber das Wirtschaftsleben, ja, auch die Gewerkschaften könnten unter Umin erster Linie aus Destreich- Ungarn( 39 581 Personen) und Rußland brutale Benehmen ihres Borgesetzten nicht schlimm genug schildern konnten, ständen ihr Vermögen bei Banttrachs verlieren. Die öffentliche ( 33 574), bann aus Deutschland( 12 008) nuutigen fremden die sogar von der Organisation und dem Fachorgan die Hervorzerrung Berichterstattung der Aktiengesellschaften müsse von der Arbeiterschaft Staaten( 11 295) zusammen. Nach England gingen überwiegend rein privater Verhältnisse dieses Herrn, die schon jahrelang zurüd mehr ausgenugt werden, denn sie biete wichtiges Material zur BeRuffen( 9927), dann aber auch Destreicher und Ungarn( 1527) und liegen, verlangten, damit derselbe unmöglich" gemacht werde, die urteilung unsrer Wirtschaftszustände, und der Zwang zur DeffentDeutsche( 1145). Britisch- Nordamerika wurde hauptsächlich von jetzt den Lockungen dieses Vorgesetzten" folgen, um der Thätigkeit lichkeit müsse durch die Gesetzgebung weiter ausgestaltet Destreichern( 5177) aufgesucht; nur in der Wanderung nach Afrika des Verbandes in diesem Betriebe ein Ziel zu feßen. Die Organi- werden. Schließlich machte der Redner noch einige Anund Südamerika waren die Deutschen voran: nach Afrika gingen fation hält es für ihre Pflicht, die Berliner Arbeiter auf diese gaben darüber, wie die Aktiengesellschaften zu socialen Maß1953, nach Brasilien 1226, nach Argentinien 454, nach andren Au charbeiter" aufmerksam zu machen. fönnten nahmen herangezogen werden und wie man die südamerikanischen Staaten 378, nach Merifo und Centralamerika 112 Landsleute. Uebel, die mit dem Wesen der Aktiengesellschaften verbunden find, Die Firma Gans u. Goldschmidt ersucht uns, die Mitteilung, durch die Gesetzgebung einschränken tönnte, wobei man natürlich welche die Metallarbeiter- Gewerkschaft gestern an dieser Stelle verarbeiten nicht die Garantie eines Minimallohnes, sondern eines um fall. Der Vorsitzende machte auf das am Sonnabend stattfindende öffentlicht hat, dahin zu berichtigen, daß die Streifenden bei Accord nicht so tolpatschig vorgehen dürfte, wie die Antisemiten und Der Vortrag fand lebhaften Bei10 Bf. per Stunde erhöhten Lohnes verlangen. Weshalb die Firma auf diese Richtigstellung Wert legt, ver- Stiftungsfest aufmerksam, Genosse Hoch auf die Volksversammlungen mögen wir nicht einzusehen, wir nehmen vielmehr an, daß die Ar- am nächsten Donnerstag und besonders auf die für den drikken beiter guten Grund haben werden, ihre Forderung zu stellen und Wahlkreis im Gewerkschaftshaus und in der Reſſource. daß es ihnen ferngelegen hat, unrichtige Mitteilungen darüber zu verbreiten. aus Liverpool berichtet wird, sind seit Weihnachten in verschiedenen Zur Kohlennot in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wie Häfen Großbritanniens über 60 Damper ir Verladung von Kohlen nach Amerika gemietet worden, tarter solche von 10 000 Tonnen Ladefähigkeit. Nach hra:: 3 Amerika eingegangenen peschen tönnen jezt keine weiteren Bestellungen in Beförderung gegeben werden, da man annimmt, daß die in Ausführung befindlichen Aufträge eine ernstliche Ueberfüllung in den amerikanischen Seehäfen hervorrufen werden. Deutfches Reich. Lohnreduktionen im Krefelder Textilgewerbe. Wie uns aus Krefeld Der Bergarbeiterausstand auf der Florentinegrube bei Beuthen berichtet wird, ist es den dortigen Sammetwebern, die vor 4 Jahren in Oberschlesien ist einer Wolfffchen Meldung zufolge beendet. einen heldenmütigen Kampf gegen das Unternehmertum führten, beschieden worden, zuerst praktisch die Wirkung des Zolltarifs auf die am Donnerstag sämtliche 22 Weber der Firma Heinrich in Forst die Textilarbeiterausstand in Forst. Wegen Lohndifferenzen legten Lebenshaltung der Arbeiter zu erproben. Dieser Kategorie von Arbeitern ist mit Berufung auf den angenommenen Zolltarif, Arbeit nieder. Centrumsleute das wünschen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 18. Januar, vormittags 8% Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurtermittags ebendaselbst: Vortrag des Frl. Ida Altmann:„ Gewissensfreiheit". straße 6: Versammlung." Freireligiöse Borlesung". Um 10 Uhr vorGäste, Damen und Herren, sehr willkommen...- Montag, den 19. Januar, abends 8, Uhr, über Errichtung einer Feuerbestattungs- Rasse. Beiße Quittung önigs graben 14a, beschließende Versammlung. Beschlußfaffung im großen Saale des Central- Klubhauses, Am legitimiert. Im Arbeiterinnenheim Brückenſtr. 8 I findet am Sonntag, den der den Erport wesentlich erschwere, ein Uebelstand, der Streifvergehen. Aus Anlaß eines Streifs, der vor einiger Zeit angeblich nur durch billige Warenpreise beseitigt werden in einer Fabrik in Barmen stattgefunden hat, waren dieser 18. Januar, abends 8 Uhr, ein Konzert statt, zu dem Gäste herzlich willkönne, der Lohn um 15 Proz. bis 20 Proz. gekürzt worden. Tage 11 Arbeiter vor das dortige Schöffengericht citiert, weil tommen find. Eintritt frei. Das Unternehmertum hat in seinem Bestreben, das Risiko auf die sie sich gegen Streifbrecher vergangen haben sollten. Die Polizei Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter. Arbeiter abzuwälzen, den günstigsten Zeitpunkt zur Durchführung scheint hier wieder mit übergroßem Eifer zu Werke gegangen zu(.. 29, Hamburg.) Mitgliederversammlungen am Sonnabend, den der Lohnreduktion gewählt. Seit längerer Zeit schon ist die wöchent sein, denn von den 11 Angeklagten wurden 7, gegen die nichts vor- 17 Januar, abends 9 Uhr: Filiale Berlin 3 bei D. Bergener, Reichenbergerliche Arbeitszeit für die Weber auf 25 bis 30 Stunden reduciert lag, freigesprochen, während zwei andre mit Geldstrafen von je 5 M. Berlin 5 bei Frig, Lothringerstr. 68. ftr. 157. Filiale Berlin 4 bei Merkowski, Andreasstr. 26. Filiale worden, während in der betreffenden Hilfsindustrie nur 18 bis davonkamen. Zwei Sachen wurden vertagt. Filiale Charlottenburg im BoltsEin Maurer, der haus, Rosinenstr. 3. Filiae Rigdorf Stirchhofstr. 41. Filiale Berlin 1 am 42 Stunden gearbeitet wird. vor demselben Gericht wegen Beleidigung und Bedrohung Arbeits- Sonntag, den 18. Januar, vormittags 10 Uhr in Habels Brauerei, BergDie deutsche Reichspoft im Jahre 1901. Nach der vor kurzem williger angeklagt war, erhielt dagegen eine schwere Strafe. Ihm mannstraße 5-7. Filiale Berlin 2 bei Albrecht, Admiralstr. 18c. erschienenen Statistik der deutschen Reichs- Postverwaltung für 1901 wurden 3 Monate Gefängnis auferlegt. waren zu Ende dieses Jahres im deutschen Reichs Postgebiet 32 194 Bostanstalten, 17 073 Reichs- Telegraphenanstalten und 15 179 Fernsprechanstalten vorhanden. Das Personal der Reichs- Post- und Telegraphenverwaltung hat im Jahre 1901 eine Vermehrung von 194 256 auf 202 587, also um 8331 Personen oder 4,29 Proz. erfahren. V Aus der Frauenbewegung. Schöneberg. Der Verein für Frauen und Mädchen Schönebergs Der Vorsitzende Befördert wurden im Laufe des Jahres insgesamt und Umgegend hielt am 14. Januar seine halbjährliche General5321,9 Millionen Sendungen, 4,47 Proz. mehr als im Vorjahre. versammlung in Obsts Festsälen ab. Herr Lagerhalter Stüter hielt Unter diesen Sendungen befanden sich 1771,2 Millionen Briefe, einen sehr lehrreichen und intereffanten Vortrag, deffen Thema 1009 Millionen Postkarten, 819 Millionen Drucksachen, 7,8 Millionen Geschäftspapiere, 63,3 Millionen Warenproben, 142,8 Millionen Post- Reicher Beifall wurde dem Redner gespendet. In den BereinsDie Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" war. anweisungen, 5,7 Millionen Bostauftrags- Briefe, 1168,5 Millionen angelegenheiten gab die Kaffiererin den halbjährlichen KaffenZeitungsnummern und 148,1 Millionen außergewöhnliche Zeitungsbeilagen, ferner 174,6 Millionen Batete ohne Wertangabe, 3,333 bericht, worauf ihr Decharge erteilt wurde. Millionen Pakete mit Bertangabe und 8,6 Millionen Briefe und machte auf den am 31. Januar in Dbfts Festfälen Stästchen mit Wertangabe. Der Gesamtbetrag der Wertangaben und stattfindenden Maskenball aufmerksam. Es wird ein Bauern- Erntedes vermittelten Geldverkehrs belief sich auf 25 848,9( im Vorjahre Amusement Sorge getragen werden. Unter anderm wird während reigen von Kindern getanzt. Auch sonst wird für Vergnügen und auf 26 554,4) Millionen Mark. des Tanzes ein Bärenführer und ein Elefant herumgehen und jeder feine Kunststüde zeigen. Die Vorsitzende bittet um rege Beteiligung. Ferner wurde noch bekannt gemacht und von der Versammlung beschlossen, daß der Erlös der Tellersammlung tranten und bedürftigen Mitgliedern zu gute kommt. Die nächste Vereinsversammlung findet am 11. Februar in Obsts Festsälen, Martin Lutherstraße, Ede Meiningerstr. 8, statt. Fräul. Jda Altmann wird einen Vortrag über: Was zum Munde hineingeht, ist keine Sünde", halten. Gäste, Herren wie Damen, herzlich will tommen. Der Vorstand. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Arbeiter! Parteigenossen! Wiederum wenden sich die organisierten Barbiergehilfen an Euch. Es handelt sich immer noch um hochhaltung unsrer Kontrollfarte. Selbst dadurch, daß wir der wirtschaftlichen Krisis Rechnung trugen unfren vor zwei Jahren mit Eurer Hilfe erfämpften Tarif herabfegten, glaubt es der größte Teil unsrer Arbeitgeber nicht nötig zu haben, die Gehilfen von unsrem Nachweis zu entnehmen. Sie verlassen sich darauf, daß von Eurer Seite aus num nicht mehr darauf geachtet wird. Selbst bei Aushilfen entnehmen unsre Arbeitgeber ihre Arbeitskräfte von andren Nachweisen. Das Ganze geht darauf hinaus, unfre Organisation zu schädigen. Parteigenossen, unterstüßt uns in unsrem schweren Kampfe, laßt Euch nicht von unfren Arbeitgebern täuschen. Nur die neue Kontrollfarte von 1903, in welcher mindestens die zweite Woche schon abgestempelt ist, giebt darüber den Ausweis, daß einigermaßen annehmbare Zustände bei dem betreffenden Arbeitgeber herrschen. Auch bei Aushilfen achtet darauf, daß der Gehilfe die Kontrollfarte besitzt. Die Agitationskommission der Barbiere. Verfammlungen. " Im Wahlverein für den ersten Kreis sprach Dr. Arons am Dienstag über das Thema:" Jit das Reichstags- wahlrecht in Ge fahr?" Die gut besuchte Versammlung fand in den Spreehallen" in der Kirchstraße statt. Der Redner wies auf verschiedene Ers scheinungen im politischen Leben in Deutschland hin, auf Aussprüche reaktionärer Politiker und Preßäuce cungen, die dafür zeugen, daß die bürgerlichen Parteien feine Freunde des allgemeinen, gleichen und direkten Reichstags- Wahlrechts sind und daß dieses Wahlrecht tha jächlich in seiner Existenz bedroht ist. Dann gab der Redner eine Uebersicht über die Geschichte des Wahlrechts in Frankreich und in England und zeigte, wie in diesen beiden Ländern unter fortwährendem Druck des Volkes eine fonfequente Entwicklung zum allgemeinen Wahlrecht stattgefunden hat, wogegen wir in Deutschland bas Reichstags- Wahlrecht einem schlauen politischen Schachzug Zur Lohnbewegung der Jungbierkutscher. In einer Berfamm Bismards verdanken, es dem Volfe gewissermaßen als ein Geschenk lung, die am Donnerstag stattfand, berichtete Werner, daß die zu teil wurde. Darum müsse hier das Wort gelten: Was Du Brauereibefizer ihr bei der ersten Verhandlung gegebenes Versprechen, ererbt von Teinen Vätern hast, erwirb es, um es zu befizen." Die die Kutscher bis zur Beendigung der Verhandlungen zu den alten Vorgänge in verschiedenen Kommunen, z. B. die Erhöhung des WahlBedingungen zu beschäftigen, gebrochen haben. Bei etlichen Firmen census in Kiel, die Debatte über den Antrag auf Nichterhebung der sei schon am Sonnabend versucht worden, die Lohnberechnung nach untersten Steuerstufe in Berlin, hätten bewiesen, daß selbst die dem von den Brauereibesizern geplanten Tarif vorzunehmen. radikalsten Freifinnigen feine unbedingten Anhänger des allgemeinen, Auch die bereits zum Montag festgesetzte Verhandlung gleichen Wahlrechts sind und daß die einzige Partei, die theoretisch habe nicht stattfinden tönnen wegen angeblicher Verhinderung und praktisch gegen jede Verschlechterung und für Verbesserung des der Befizer. Letztere seien am selben Tage jedoch wahrscheinlich Wahlrechts eintritt, die Socialdemokratie ist. Gegenüber den Anfelber zufammengefonumen, um ihr Verhalten den Stutschern gegen griffen der Reaktion auf das Reichstags- Wahlrecht müsse die Socialüber zu beraten, denn am Dienstag erhielt der Transportarbeiter- demokratie Forderungen auf Berbesserung stellen. Ferner müsse Verband einen eingeschriebenen Brief, worin der Brauereibefizer die Einführung des gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für mitteilte, daß die Unternehmer jede weitere Verhandlung mit der die Einzelstaaten gefordert werden. Das alles feien zunächst AufLohnkommission ablehnen und auf der Durchführung igres gaben der parlamentarischen Frattion. Damit fie aber durchgeführt Tarifs bestehen würden. In den meisten Brauereien ist denn werden könnten, müsse die ganze Bevölkerung mit Verständis daauch am Mittwochmorgen den Kutschern erklärt worden, der hinter stehen. Der Redner wies dann darauf hin, daß die Wahlneue Tarif werde von Montag, den 19. d. M. an in Straft beteiligung bei den letzten Reichstags- Wahlen in manchen Wahltreten. Gleichzeitig versuchte man, den Kutschern vorzureden, kreisen, auch in Berlin, noch viel zu wünschen übrig ließ, und schloß daß schon in andren Brauereien ein großer Teil von ihnen den Tarif mit der Aufforderung zu eifriger Agitation. Wenn jeder Parteiunterschrieben habe. In Wirklichkeit hat jedoch noch kein Kutscher genoffe in dieser Richtung unermüdlich thätig sei, dann könne man unterschrieben. Da die Bierkutscher auf Grund ihrer Beschäftigung fagen: das Wahlrecht ist zivar bedroht, aber feineswegs in Gefahr. den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches unterstehen, so haben sie Im Anschluß hieran forderte der Vorsitzende zum Eintritt in ein Recht auf fechswöchentliche Kündigung. Aus diesem Grunde den Wahlverein und zur Agitation für die Arbeiterpresse auf. können die Unternehmer für alle Nachteile, die sie den Kutschern be- Beitrittserklärungen zum Wahlberein werden auch jeden Montag reiten, gerichtlich haftbar gemacht werden, wobei der Verband den nach dem 15. jeden Monats in der Flensburgerstr. 24 entgegenRechtsschutz leisten werde. Redner schlug vor, ehe der Kampf auf genommen. Genosse Oppel machte auf die am 22. Januar stattdie Spize getrieben werde, die Vermittlung des Einigungsfindenden öffentlichen Versammlungen( für den ersten Wahlkreis amtes anzurufen. Sollte es dennoch zum äußersten in den Arminhallen") aufmerksam. Iommen, so habe die Lohnkommission Fürsorge getroffen, Dritter Wahlkreis. Der Wahlverein hielt am Mittwoch seine die Kutscher ihrer Kundschaft dennoch das nötige Generalversammlung in Frankes Salon in der Sebastianstraße ab. Bier zu liefern im stande feien. Denn schon jetzt haben Seit der legten Bersammlung find die Mitglieder Ziefener und sich mehrere Brauereien bereit erklärt, das benötigte Bier unter Gofau verstorben. Ihr Andenken wurde in üblicher Weise geehrt. günstigen Bedingungen an die Kutscher abzugeben. In der Dis- Dann erstattete der Vorsitzende Fris den Bericht des Vorstandes. fussion wurde diesen Ausführungen allseitig zugestimmt. Um den Der Wahlverein hat jegt 1050 Mitglieder, ungefähr 100 mehr als Kampf mit Nachdrud führen zu tönnen, wurde befchloffen, jedem im vorigen Jahre. Der Kassenbericht weist einschließlich des alten Bierfutscher, der Mitglied des Verbandes ist, eine Legitimationskarte Bestandes von 500,75 M., eine Einnahme von 1141,20 M. auf. Die auszuhändigen, die alle Vierteljahre in der Farbe zu wechseln ist. Ausgaben betrugen 503,50 M., darunter 431 M. für Agitation und Hiervon sollen die gesamten Arbeiter Berlins in Kenntnis gefeßt Broschüren. Es verbleibt ein Kaffenbestand von 637,70 M. Dem werden, damit sie nur Kutschern mit Legitimationskarten Bier ab- Raffierer Harndt wurde einstimmig Decharge erteilt. Darauf nehmen. In einer Resolution drückten die Kutscher ihren festen fand die Ergänzungswahl des Borftandes statt. Entschluß aus, den in der Versammlung entwickelten Bedingungen wurden: als erster Borsigender Fris, als erster Staffierer Harndt; Wiedergewählt entsprechend zu handeln. als erster Schriftführer wurde Mahle gewählt und als Beisiger König, Musterarbeiter und Organisationszerstörer. Man schreibt uns: Sinz, Wartenberg. Sodann hielt Georg Bernhardt einen Die Desinfekteure der städtischen Desinfektions- Vortrag über„ Attiengesellschaften und die Arbeiter". bak 11 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Nachruf. 77/9 Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Jalousie- Arbeiter Hugo Bachsteffen am 5. Januar verstorben ist und am Donnerstag den 8. Januar zur legten Ruhe gebettet wurde. Ehre feinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Adlershof. Alt- Glienicke. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Parteigenoffen zur Nachricht, daß am Dienstag, den 13. Januar, abends 8 Uhr, der Arbeiter 3802 August Zoll zu Alt- Glienice im Alter von 31 Jahren nach langem, schwerem Leiden im Kreis- Krankenhaus zu Briz gestorben ist. Dies zeigt, um stilles Beileid bittend, an im Namen der Hinterbliebenen Carl Zoll. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 41, Uhr, vom Trauerhause zu AltGlienicke, Rudowerstr. 75, aus statt. Deutscher Buchbinder Verband. : ( Bahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern hiermit zur Rachricht, daß unser treues Mitglieb, der Buchbinder Bruno Hoffmann am Dienstag früh verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, nachmittags 2 Uhr, vom Krankenhause am Urban aus nach dem neuen Rigdorfer Kirchhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung. 23/8 Zahlstelle d. Bauarbeiter Berlin III. Todes- Anzeige. Am 14. Januar ist unser treuer Kollege Hermann Reicherd verstorben. Die Beerdigung findet Sonntag, den 18. Januar, nach mittags 2 Uhr, vom Trauerhause Wiesenftr. 6 aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. GRÖSSTE HEIZKRAFT Allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzlichen Beweise innigster Teilnahme und schönen Kranzspenden am Grabe meines Mannes sagen wir hiermit unsren herzlichsten Dant. 1565b Bwve. Pahlan und Kinder. en Barteigenossen, besonders dem Genossen Rob. Flatow für die Blumenspende, sagen wir für die herzlichen Gratulationen zu unsrer silbernen Hochzeit den besten Dank. 3842 W. Langfeldt nebst Frau. Kranken- u. Sterbekaffe aller gewerblichen Arbeiter für Schöneberg und Berlin. E. H. K. Nr. 115. Sonntag, den 25. Januar 1903, bormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Krüger, Grune waldstraße 110: Generalversammlung Tages Ordnung: 1. Jährlicher Bericht. 2. Bericht des Borstandes. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandter Gewerbe. Montag, den 26. Januar 1903, abends 8 1hr, im Fraktionszimmer des Berliner Ratskellers, Eingang: Jüdenstraße: Hufserordentliche General- Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber. Tagesordnung: 15666 Wahl eines Vorstands- Mitgliedes ( Ersazwahl für Herrn August Lübke.) Das Mandat legitimiert. Berlin, den 16. Januar 1903. Der Vorstand. Carl Gutheit. Central- Kranten und Sterbetafe, der Tischler( E.§.). Zahlstelle Lichtenberg. Mitgliederver ammlung Conning, den 18. Januar 1903, vorm. 10 Uhr, bei Schneider, Kronprinzenstraße 47. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht bom 4. Quartal. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Um regen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. 184/1 A. Stippekohls Neftaurant 0 Köpenick, Schönerlindernr. 5. Arbeiter Verkehrslokal. Für gute Speisen u. Getränke ist bestens gesorgt. Henckels Werke Senftenberg GERINGSTER ASCHENGEHALT Kein SCHLACKEN RÜCKSTAND! anstalt, welche bisher in einer besonderen Filiale im Der Redner führte einleitend aus, das die Arbeiterschaft und aus General- vertreter: C. F. Heinz, NW. 21, Dreysestr. 9. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Sonnabend, 17. Januar. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Gyges und sein Ring. Deutsches. Der arme Heinrich. Berliner. Heimkehr. Leffing. Monna Banna. Neues. Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Seine Steine. Westen. Der Freischüß. Central. Madame Sherry. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Donath:" Sichtbare und unsichtbare Strahlen." Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Belle- Alliance- Theater. Cupido u. Gr. Wilhelm BuschCo. Am Telephon. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner- Theater.) Renaissance. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Jugendfreunde. Carl Weiß. Die Blüte des Bagno. Luisen. Der Rattenfänger von Hameln. Metropol.( Ball. Anfang 11 Uhr.) Buntes. System Aubert.- Theodor fucht Streichhölzer. Kleines. Erdgeist. Trianon. Die Liebesschaukel. Palast. Auf hoher See. Casino. Moderne Frauen. Apollo. Nakiris Hochzeit. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaale um 8 Uhr: Professor Dr. Donath: Sichtbare und unfichtbare Strahlen". Invalidenstraße 57/62. geöffnet von 7-11 11hr. Täglich Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. 8um 158. Male: Seine Kleine. Große Ausstattungspoffe mit Gejang Ausstellung in Bildern mit plastischen Figuron. Zauberkünstler F. Roberts. Verschwinden einer Dame. Illusionssaal. Germanensaal. Franz. Saal. Kasperle- Theater. Grosses Konzert. Passage- Theater. Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Nur noch kurze Zeit: Auguste Adamovic Nachmittags 7 Uhr. Abends 10 Uhr. Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Buntes Theater Köpnickerstr. 68, Anfang 8 Uhr. System Aubert Hierauf: Theodor sucht Streichund Tanz in 3 Aften. 3m 1. Aft: Ein Winterfest im hölzer. Tiny Senders. Grunewald. Im 2. Aft: Haben Sie Nachm. 3 Uhr: Fritz Reuternicht den fleinen Cohn geschn?( mit Vortrag von Otto Fritzsche. Guido Thielscher). Sm 3. Aft: Sonntag 3, Uhr bei bedeutend Lebende Märchen. Anfang 7%, Uhr. ermässigten Preisen: OpernvorSonntagnachmittag 3 Uhr: Dorf stellung: Der Waffenschmied. und Stadt. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Akten von Franz b. Schönthan u. Franz Koppel- Eufeld. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugendfreunde. Sonntagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Montagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Belle- Alliance- Theater. Heute u. folgende Tage; Ab. 7, Uhr. Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Hierauf 84 Uhr: Cupido& Co. Schwant mit Ges. u. Zanz in 3 Aften. Trianon- Theater. zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater, Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater), Sonnabendabend 8 Ubr: Jugendfreunde. Luftspiel in vier Aufzügen von Ludwig Fulda. Sonntagnachmittag 3hr: Doktor Klaus. Sonntagabend 8 Uhr: Renaissance. Montagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche Parkettleger. Sonnabend, den 17. Januar, abends 6 Uhr, Werkstellensitzung der Firma Mittag, Uhlandstr. 178, Restaurateur Schuch. Der Obmann. 77/8 Deutscher Metallarheiter- Verhard. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernspredjer: Amt VII, 358. Sonntag, 18. Januar 1903, vormittags 10 Uhr, bei Lietzke, Brunnenstr. 41: Metropol- Theater. Versammlung der Hobler, Bohrer, Fräser etc. Hente: 26: 1. Metropol- Theater- Ball. Sonntag, den 18. Januar 1903, vormittags 10 Uhr, bei Sachse, Versammlung der Feilenarbeiter. Anfang 11 Uhr. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Das Montag, den 19. Januar 1903, abends 8%, 1hr, bei Lindner, Türrschmidtstr. 37: phänomen. Januar- Programm. Bezirks- Versammlung für Rummelsburg. Alles neu! Neu! Alles neu! Tages- Ordnung: 8 Uhr. Neu infceniert: 8% Uhr. 1. Bortrag des Scollegen Wuschick über: Die Anträge des Hauptvorstandes zum Verbandstage". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Auf hoher See.ontag, den 19. Januar 1903, abcubs 8 Uhr, bei Mercier, Lebensbild m.Gesang u. Tanz in 3 Atten. The Atlantics, Kraft- Att. Gebr. Bellong, großart. Melange- Aft. Von 8-9 Uhr: Specialitäten und Jonny Manchenez, das med. Weltwdr. Robert Steidl auf dem Hängeboden. Nakiris Hochzeit. 9 Uhr: Ausstattungs- Operette p. Paul Lincke, Sonntag, den 18. Januar, Nach mittags- Vorstellung. Ermäßigte Preise. Um 3 Uhr zum 1000. Male: Frau Luna. Borher: Brillante Specialitäten. The Helsons, cine Scene im Kaffeeh. Elsa Byron, Soubretten- Diva. Steinmenftr. 113: Bezirks- Versammlung für Rixdorf. Zages Ordnung: fang: dent. 8 Gonnt. 7 Uhr. zirksleitung. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Entree 50 Pf. SteidlLinienftraße 132. Theater Dranien burger Thor. Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Bernhard Rose- Theater Stürmifher fad Erfolg! Badstr. 58. Sonntag, den 18. Januar 1903: Der Hüttenbefizer. ( Le Maître de Forges.) Schauspiel in 4 Atten( 5 Verwandl.) von Georges Ohnet. Anjang 6%, Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Montag, den 26. Jan.: Gr. Soiree der Norddeutschen Sänger Herren Führmann, Horst, Balde). Residenz- Theater. Casino- Theater. W. Noacks Theater. Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 7 Uhr. Lothringer Straße 37. Neu! Franz Kern Amones Direktion: Robert DiH. Brunnenstrasse 16. Neu! Hente wegen Privat Festlichkeit Gretchen Reimann 2c. Die beiden Schulen. Dazu mit neuer glänz. Ausstattung: ( Les deux Ecoles.) Lustspiel in 4 Atten von Alfr. Capus. Morgen und folgende Tage: Die beiden Schulen, Sonntagnachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Moderne Frauen. Großer Lacherfolg. Beitgem. Couplets. Anf.: Wochent. 8, Sonntags 7 Uhr. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Leonore die Grabesbraut, dazu jämtliche Central- Theater Specialitäten. Heute zwei Borstellungen. Nachmittags 4 Uhr halbe Preise, jeder Erwachsene ein Stind frei: Luisen- Theater. Schneeweisschen und Rosenrot. Der Rattenfänger von Hameln Weihnachtsmärchen mit Gesang und Tanz in 4 Bildern. 1. Bild: Der verzauberte Bär. 2. Bild: Der böse Zwerg. 3. Bild: Am Weihnachtsabend. 4. Bild: Die Erlösung. Abends 7%, Uhr zum 75. Male: Madame Sherry. Fräul. Fritzi Georgette a. G. Sonntag, den 18. Januar, nach mittags 3 Uhr, halbe Breije: Die Fledermaus. Abends 7% 11hr: Madame Sherry. Montag, den 19. Januar, und die folgenden Abende 7, 11hr: Madame Sherry. Mittwoch, den 21. Januar, nachmittags 4 Uhr, halbe Preise, jeder Erwachsene ein Stind frei: JubiläumsVorstellung. Zum 25. Male: Schneeweisschen und Rosenrot. Jedes Kind erhält ein Geschenk. Fritzi Georgette als Gast. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nachmittags 4 Uhr Kleine Preise: Hänsel und Gretel. Sindermärchen m. Gesang v. B. Lang. Abends 8 Uhr: Die Blüte des Bagno. Morgen nachmittag 3 Uhr: Die letzten Tage der Antillen. Abends: Die Blüte des Bagno. WINER Winter GAHET Das sensationelle Januar- Programm. Tortajada Spanische Tänzerin. Paul Conchas:„ Im Bivouac". Morion und Elliott, Wallno und Marinette, Excentrics. Tanzduo. Thompsons Wunder- Elefanten. Otto Reutter, Das Bordeverry- Trio. Humorist. Adrienne Larive, Pariser Sängerin. Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. Die 7 Allisons, Akrobaten. ,, Das Mädchen mit dem goldenen Haar", Pariser Luft. Eine Vision. Ballett. Anfang 8 Uhr. Borbert. 10-2 Raise. Morgen 3 Uhr zu kleinen Breijen: Die Anne- Lise. Abends 8 1hr: Die dame. Dienstag zum erstenmal: Die Cameliendame. Montag: Die CamelienMaschinenbauer von Berlin. Mittwoch: Donnerstag: Die Räuber. Die Maschinenbauer von Berlin. Freitag Bum critenmal: Die Tochter Belials. Sonnabend: Die Tochter Belials. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Geschlossen! Sonntag: Eine Bosse als Medizin. Nach der Vorstellung: Ball. Buntes Theater Köpnickerstrasse 68, Sonnabend, den 24. Januar: Erste SubskriptionsRedoute. Redoute. Eintrittskarte Künstlerkarte Loge für 4 Personen 10 M. 20 " Anfang 10 Uhr. Subskriptionslisten liegen im Sekretariat von heute ab täglich von 10-3 Uhr vormittags und von 6-10 Uhr abends auf. Herren in Ball- Toilette unmaskiert. Damen in excentrischen Dominos und Hüten oder Ball- Toilette maskiert. Erdgeist. Cirkus Busch. Cirkus Schumann Sonnabend, den 17. Januar 1903, abends 7 Uhr: Grosse Vorstellung. Tartakoff Troupe. Die wunderbaren Seelöwen. Sonnabend, den 17. Januar 1903, Elefant und Pferd und Dahomey abends 7, Uhr: High- Life- Soirée. Die hervorragendsten Gala- Nummern des Repertoirs. Um 9 Uhr: Der phänomenale Künstler Mr. Diavolo Looping the Loop Um 9% Uhr: Die unverwüstliche Pantomime Die lustigen Heidelberger. Pantomime: Sonntagnachmittag die reizendo Pierrots Weihnachten. Zum Schluss: Die Riesenbonbonnière und der Bonbonregen. In beiden Vorstellungen: Looping the Loop. mit den badenden Elefanten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 11hr, Sonntags 7 Uhr. Bum Schluß, neu: O diese Chambre: garnisten!!! Burleste von Meysel. Lach- Erfolg! Familie Humbert Ulf- Komödie pon Fritz Steidl, 11. d. a. gänzlich neue Programmt. Entree 50 Bf.( Borverkauf 40 Bi.), Sperrfis 1 M., Loge 1,50 2. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Januar- Programm Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Etablissement Buggenhagen Reben Tag: Streich- Konzert. am Moritzplatz. Heute: Bockanftich. DF Im Kaiser: Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soirce: Tanz- Kränzchen. Neu! Grünebergs Neu! Sensationsparodie: De Lup in de Lupt. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erfill. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent.8, Sonntags 6 Uhr. 1. Die Einführung der Strantenunterstübung in unsrer Drganisation. Referent Sollege A. Cohen. 2. Diskussion. 3. Bierteljahrsbericht der Be110/12 Das Erscheinen aller Stollegen ist unbedingt erforderlich: Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Die Ortsverwaltung. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Branchen- Versammlungen am 19., 20. u. 21. Januar, abends 8% Uhr in folgenden Lokalen: Etnis- Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 19. Januar, in Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Karton- Arbeiter und Arbeiterinnen am wontag, den 19. Januar, im Englischen Garten. Alexanderſtr. 27c. Goldschnittmacher am Montag, den 19. Januar, im Lokale von Simonis, Beuthstr. 21. Kontobuch- Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 20. Januar. im Gewerkschaftshause( Saal III). Papier- und Ledergalanterie- Arbeiter und-Arbeiterinnen am Dienstag, den 20. Januar, im Gewerkschaftshause( Saal X.). Lugnspapier- Arbeiter u.-Arbeiterinnen am Dienstag, den 20. Januar. in Feuersteins oberem Saale, Alte Jakobstraße 75. Buchbinder u. Buchbinderei- Arbeiterinnen am Mittwoch, den 21. Januar, in den Arminhallen", Kommandantenfte. 20( großer Saah. Album- Arbeiter und Arbeiterinnen am Mittwoch, den 21. Januar, im Gewerkschaftshause( Saal V), Tagesordnungin allen Bersammlungen; 1. Bericht der Bertrauenspersonen über ihre Thätigkeit. 2. Neuwahl der Vertrauenspersonen. 3. Werkstuben- Angelegenheiten und Verschiedenes. 28/4 Alles Nähere ist in der Buchbinher- Zeitung" belent gegeben. Bir ersuchen alle Branchenengehörigen, in den obigen Bersammlungen recht zahlreich zu erscheinen. Die Verbandsmitglieder sind ganz besonders dazu verpflichtet. Mit kollegialem Gruß Die Branchen- Vertrauenspersonen. Verband der Bauanschläger Deutschlands, Ortsverwaltung Charlottenburg. Sonntag, den 18. Januar 1903, bei Hagen, Bismarckstraße 50: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Ausnahmen neuer Mitglieder finden statt außer in den Versammlungen Wein- u. Bierflaschen auft und Berlin bei Barthmann, Hussitenſir. 75, Fernpr. Amt 3, 2058. Nixdorf bei holt ab in den Zahlstellen: Charlottenburg bei Hagen, Bismardstr. 50, Fernspr. 470. Breil, Rosenstr. 24, Fernspr. 312. Schöneberg bei Rochlik, Tempelhoferstr. 17. Der Vorstand. Kolinsky, Strautstraße 36.* 15605 Kunststopferei Verband der Möbelpolierer. ben 2982* Die Kollegen werden hiermit ersucht, heute abend von 8-10 Uhr in zuliefern. Die Zahlstelle in Rigdorf ist verlegt nach der Steinmekftr. 103. Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, Andreasstr. 26: Frau Kokosky, den Sablitellen ihre Beiträge zu begleichen und die Stontroffarten abSteinmetstr. 48, Quergeb. hochpart. Trinkt„ Apfelblümchen" Abends: Die lustigen Heidelberger. Bestes Medizinal- und Tafel- Getränk Montag: Extra- Gala- Festvorstellung z. Best. d. Krankenküche Brüderstr. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Do Bochentags: Entree frei! 5 KünstlerKapellen Special- Ausschank „ Die Reise in den Mond". der Berliner Biographische Bilder. Bockbrauerei. ohne Alkohol. Berliner Manzanil- Gesellschaft m. b. D. Görlitzer Ufer 24. Fernsprech- Amt 4. 1673. [ 2082 Versammlung. Sages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Die Sandelsverträge und die reaktionären Parteien." 2. Bericht des Delegierten. 3. Wahl. 4. Verschiedenes und Ausgabe der Billets zum Mastenball. Der Vorstand. 145/3 Achtung, Mühlenarbeiter! Central- Verband deutscher Brauerei- Arbeiter. Sonntag, den 18. o. is., nachmittags 3 lihe, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e( großer Saal): Oeffentl. Mühlenarbeiter- Versammlung. Zagesordnung: Der Kampf zwischen Kapital und Arbeit im Müllergewerbe", Referent: Stollege Bartels- Lübeck. Kein Müller, Mühlenarbeiter tc., gleichviel, wo er zur Zeit beschäftigt ist, 15226* darf fehlen. Der Einberufer. Zweigverein Berlin. Sektion I( Brauer). Sonntag, 18. d. M., nachmittags 2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15( Saal 1): Monats- Versammlung. Vortrag des Genossen Frit Wilfe über: Unfre Baffen im Kampi ums Dasein". 41/1 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand...: L. Hadasche, Weißenfee, Wörthstr 13. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Suferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drrd u. Berloa: Vorwärts Budbruderei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 14. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 16. Januar 1903. Das russische Budget. Wittesche Finanz- Berdunkelungskunft. Bom russischen Eisenbahn- Etat. Staatseinnahmen und Volkswohlstand. Stormverbrauch und Kornausfuhr. Die komunende russische Anleihe. ordentliche. außerordentliche. Europas Eisenbahnlinien. Einnahmen Zuschuß aus dem Barbestande der Reichsrentei.. ordentliche. außerordentliche. 1903 1902 1 897 032 678 br. 1800 784 482 RBI. 2 500 000 1 800 000 172 134 794 29 zusammen 2071 667 472 Rb. 143 987 494 1946 571 976 Rb. 1775 918 481 br. 191 262 243 170 658 495 " " Ausgaben 1 880 405 229 RбY. Int einen Sonnabend, 17. Januar 1903. es überschritten. Indes handelt es sich nur um Voranschläge, und überdies dürfen zieht man die auf diese Einnahmen entfallenden Mehrerträge sowie die russischen Budgets nicht von demselben Standpunkt aus beurteilt ferner die aus den Zollerhöhungen und Zuschlägen sich ergebenden werden, wie die Giataufstellungen parlamentarischer oder parla- Summen von den Staatseinnahmen ab, so ergiebt sich, daß weder mentarisch kontrollierter Staaten. Nicht nur, daß in focial die Konsum, noch die Gewerbe-, Handels-, Stempel, Bodensteuer 2c. wirtschaftlicher Hinsicht das russische Finanzsystem sonst nirgends zu trotz der Bevölkerungsvermehrung in nennensivertem Maße zu findende Absonderlichkeiten zeigt, daß das wenig klare Berhältnis genommen haben, von einer Vermehrung des Volkswohlstandes des Schazamtes( der Reichsrentei) zur russischen Reichsbank die felt demnach nicht die Rede sein kann. Der schon erwähnte russische samsten Berschiebungen ermöglicht und die einzelnen Ministerial- Nationalökonom Scharapon kommt denn auch in seiner Untersuchung der refforts nach parlamentarisa) tonftitutionellen Begriffen in un russischen Finanzen zu dem Resultat:„ Aus der Untersuchung des Soweit auch Rußland sonst mit seinen wirtschaftlichen Ein- ulässiger Weise mit einander verquidt sind, auch in finanz- technischer Hauptbestandteils unsrer staatlichen Einkünfte, der indirekten Steuern, Soweit auch Rußland sonst mit seinen wirtschaftlichen Ein- Hinsicht, besonders was die Zufammensetzung der einzelnen ergiebt sich, daß ihr Wachstum ganz und gar nicht durch die gefunde richtungen hinter Westeuropa zurüdbleibt, seine Reichsbudget größeren Posten und die Berteilung Aufstellungen veröffentlicht Herr Witte regelmäßig präcife am bie einzelnten Conten anbetrifft, leidet bas russische Budget an be- 8unahme erfolgt ausschließlich auf Rechnung der Ausgaben auf Entwicklung des Konsums bedingt ist... Im Gegenteil, die russischen Neujahrstag. Auch diesmal find Etat und Budgetbericht denklichen Mängeln. Es gleicht darin den Bilanzen mancher Banken Der Erhöhung der Stenerlast, d. h. einer stetig vünktlich erschienen. Bisher liegen nur erst telegraphische und Attiengesellschaften, die sich auch äußerlich ganz schön präsentieren, steigenden Lebensverteuerung." Weldungen vor, nach denen die Staatseinnahmen und-Ausgaben bei deren Prüfung man aber findet, daß oft das zur Beurteilung für 1903 im Vergleich zum vorigen Jahre mit folgenden Summen der Geschäftslage Wichtigste übergangen ist und in manchen Bosten zeigt schon das Anwachsen der Staatsschuld, die auf 6,3 Milliarden Wie wenig von einer günstigen Lage gesprochen werden kann, veranschlagt werden: absichtlich alles Mögliche zusammengehäuft wird, nur zu dem Zweck, Rubel, beinahe 14 Milliarden Mart, gestiegen ist. Rußlands Schuld um fchwache Einzelpofitionen in der Masse verschwinden zu lassen. hat demnach beinahe die Englands von 769 Millionen Pfd. Stert. Seit Professor Jisaieff vor einigen Jahren seine Schrift über erreicht; aber was sich das meerbeherrschende, kapitalreiche England die russischen Finanzen veröffentlicht hat, sind den offiziellen ruffischen gestatten kann, das kann sich deshalb noch nicht das Reich des 1 899 532 678 RbI. 1802 584 482 tbl. Schivanenbach und erst in letzter Zeit wieder von Rohrbach und von Aufstellungen und Budgetberichten von Parvus, Scharapoty, Butmi, Baren mit feiner hungernden, ausgefogenen Bauernbevölkerung leisten. Ernst von der Brüggen derartige eigentümliche Rechnungsmethoden Herr Witte allerdings ficht überall auf den ruffischen Gefilden. und sogar direkte Unrichtigkeiten der einzelnen specifizierten Ziffern nur Ueberfluß. Sogar der Außenhandel des Jahres 1902 zeigt nachgewiesen, daß eine starte Dosis Optimismus dazu gehört, die nach seiner Behauptung ein außergewöhnlich günstiges Bild, denn der Wert der ausgeführten Waren hat, wie Positionen des russischen Staatshaushalts ernst zu nehmen. So hat B. Butmi in einer Kritik des Finanzberichts über den Staats- im Budgetbericht heißt, den der Einfuhr um 300 Millionen Haushalt für 1902 gezeigt, daß, während Herr Witte für das Rubel, also höheren Betrag als in irgend Jahr 1900 als Ergebnis der Beteiligung des Staates am Eisenbahn- einem Jahre des vorhergehenden Jahrzehnts zusammen 2071 667 472 Rb1. 1946 571 976 961. getriebe einen„ teinen Reingewinn" herausrechnet, nach den Be- Man weiß nicht recht: leiſtet sich Herr Witte mit feiner Folgerung An ordentlichen Einnahmen werden erwartet: direkte richten der Reichskontrolle sich ein Deficit von 31,6 einen unbedachten Witz, oder ist das vielgelobte Finanzgenie des Steuern 132 051 949 St., indirekte Steuern 405 994 300 9., fonftige in Wirklichkeit, so doch rechnerisch Herr witte dadurch aus seinem auungen befangen? Ehe der Telegraph meldete, daß auch die Millionen Rubel ergiebt: cin Deficit, das, wenn auch nicht Barenreichs wirklich noch in den primitivsten merkantilistischen An Abgaben( Gebühren, Stempel) 98 169 223 9., Staatsregalien 562 284 800 R., Staatsbefigtum und Kapitalien 523 406 347 R., Ver- Budget herausschafft, daß er einen bedeutenden Teil der Unkosten, Handelsstatistit des Jahres 1902 von Herrn Witte als Beweis für äußerung von Staatsbesitztum 531 958 R., Ablösungszahlungen die zur Instandhaltung der Staatsbahnen und die zur Instandhaltung der Staatsbahnen und der staatlich die günstige Finanzlage Rußlands Verwendung finden werde, ist Privatbahnen dienen: Ausgaben für Schienen- fchon im letzten Wochenbericht"( Nr. 8 des Vorivärts") furz 89162 600 N., Ersatz von den Ausgaben der Reichsrentei 79085049 9., garantierten Privatbahnen dienen: andre Einnahmen 6 346 457 R erfezungen, Bahnhofsbauten, Reparaturen- einfach von den dargelegt worden, daß thatsächlich der russische Handelsausweis für absetzt und als Ausgaben die ersten drei Quartale des Jahres 1902 nichts andres besagt, als Bon den ordentlichen Ausgaben entfallen auf die allgemeinen Betriebsunkoſten Zahlungen für die Staatsschuld 290 966 336 R., oberste Behörden auf kapitalconto" bucht, also nicht als laufende Erneuerungs- daß nicht nur der Konsum der russischen Bevölkerung an ein3 210 449 St., Heiliger Synod 28 388 049 R., Kaiserliches kosten des Bahnneges, sondern als neue Kapitalsanlage heimischen Ackerbau- Produkten und tierischen Erzeugnissen abHaus 15 808 652 St., Auswärtiges Amt 5742048 St., Striegsministerium aufmarschieren läßt. Auch Parvus und Lehmann haben in ihrem genommen, sondern zugleich auch die Stauffraft Rußlands für ausSt., 9., 329 928 866 St., Marine 115 631 241 R., Finanzen 369 410 068 miniſter eine Reihe derartiger Berechnungs- und Buchungskünfte nach vorige Jahr zeigte beträchtlichen Rückgang des russischen Konsums, bekannten Buch„ Das hungernde Rußland" dem russischen Finanz- ländische Industrie- Erzeugnisse nachgelassen hat. Landwirtschaft und Domänen 49 085 335 R., Ministerium des Innern 99 717 098 St., öffentlicher Unterricht 39 214 985 St., Verkehrsanstalten gewiesen. Thatsächlich sind die Netto- Einnahmen aus den Eisenbahnen aber das letzte Jahr hat unter dem Druck der andauernden zunehmenden 458 469 935 St., Justiz 49 384 341 R., Reichskontrolle 8 382 592 9., bon 1896-1901 von 127,8 auf 57,1 Millionen Rubel zurückgegangen: rise in der russischen Eiſenindustrie und des Gestütswesen 2070 294 9., Vorräte und Futter im Falle von Breis- ein Rüdgang, der nach Außen aber dadurch zu verdeden versucht wird, Verfalls der bäuerlichen Landwirtschaft das voraufgegangene Jahr Ver noch überholt.. Es bestätigt den Ausspruch von der Brüggens:„ Es steigerungen 3 000 000 Rubel, in den Voranschlägen nicht vorgesehene daß je nach Gutdünken erhebliche Summen für die Ausgaben für besondere im Laufe des Jahres auftretende Bedürfnisse besserung und Verstärkung" der Staatsbahnen und der wird mehr Storn ausgeführt, als das russische Volt bei genügender Staatlich garantierten Privatbahnen als Ausgabeposten in die Ernährung entbehren kann; der größere Teil des Die außerordentlichen Einnahmen werden ver- Rechnung eingestellt werden( im Jahre 190045,9 Millionen russischen Voltes hungert zum Wohl der Finanzen anschlagt: Ewige Einlagen bei der Reichsbant 2 500 000 Rubel, aus Rubel) ohne daß irgend welcher nähere Aufschluß über die Ver- des Staates!" dem freien Barbestande der Reichsrentei 172 134 794 Rubel; die wendung dieser Summen erteilt wird. Dabei muß in Betracht geaußerordentlichen Ausgaben: zur Einlösung der 44% Broz. 3ogen werden, daß bei dieser Rechnung die Verzinsung des Anlage Obligationen der Moskauer Jaroslawbahn 2 458 300 Stubel, für den fapitals der Staatsbahnen mit ungefähr 125 Millionen nicht Bau der fibirischen Bahn 20 921 023 Rubel, für Hilfsunternehmungen berücksichtigt ist, da dieses Kapital, das mit den vom Staat überbei der sibirischen Bahn 3 418 340 Rubel, für den Bau andrer Bahnen nommenen Eisenbahnschuldverschreibungen und neueren Eisenbahn145 194 580 Rubel, für Darlehen an Privatgesellschaften zum Eisen- anleihen sich auf etwa 2,7 Milliarden Rubel stellen dürfte, nicht als bahubau 9270 000 Rubel, zur Entschädigung von Privatpersonen verzinsliches Eisenbahnkapital gesondert aufgeführt wird, sondern der und Institutionen für Aufhebung der Branntweinbrenngerechtigkeit allgemeinen Staatsschuld einverleibt worden ist. 12 000 000 9. 10 000 000 Rubel. Aeußerlich sieht der Voranschlag ziemlich günstig aus. Weisen auch die ordentlichen Ausgaben eine beträchtliche Steigerung auf, so werden sie doch von den ordentlichen Einnahmen übertroffen, und zudem hat sich, wie der Budgetbericht des Finanzministers im iveiteren ausführt, bei nur ganz geringer Verschiebung der Wertsummen für Silber und Kreditbillete das in der Reichsbank und der Reichsrentei befindliche Gold um ungefähr 102 Millionen Rubel vermehrt. Herr Bitte unterlässt denn auch nicht, in feinem Bericht mit einer gewissen Gespreiztheit hervorzuheben, daß, während er in den letzten Jahren stets die schwere Pflicht gehabt hätte, auch ungünstige Verhältnisse erwähnen zu müssen, von denen die russische Boltswirtschaft betroffen worden sei, er dies Jahr versichern könne, daß die allgemeinen Bedingungen, unter denen die russische Volks wirtschaft lebe, augenscheinliche Anzeichen einer Wendung zum Bessern aufwiesen. Dresdener Liebeshändel. " # Nouille " Schon das vor " Im französischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist eine Statistik der am 1. Januar 1901 und 1902 in den verschiedenen Ländern Europas im Betrieb gewesenen Eisenbahnlinien aufMag der Herr Witte auch mit seinen durch fortwährende fremde Anleihen, durch Steuerdruck und scharfe Reizmittel mit Gold gefüllten Staatstassen prunken, das russische Volk wird infolge der starken Schröpfungen immer blut Und die glänzenden Finanzen" fie werden leerer. Herrn Witte nicht davor bewahren, alsbald auf die Suche nach neuen Anleihen gehen zu müssen; denn größer noch als die Einnahmen sind die Anforderungen, die Rußlands äußere Machtstellung an den Säckel stellt. Die schönen Deklamationen des Doch es würde zu weit führen, einzeln den Finanzkünsten Wittes Budgetberichts sind nichts als Vorzeichen des Anleihebedürfnisses nachzuspüren; nur auf einige der" Thatsachen", mit denen er in wie lange wirds dauern, dann werden wir wieder in einem feinem Budgetbericht die Besserung" der russischen Finanzlage Teil der Presse jene bekannten Artikel auftauchen sehen, die immer begründet, möchte ich noch kurz hinweisen, da sie äußerst vor russischen Anleihen sich einstellen: über die Bodenreichtümer charakteristisch für die Schönfärberei des russischen Finanzministers Rußlands, die ungehobenen Riesenschätze Sibiriens, das großartige find. russische Eisenbahnsystem, den zunehmenden Wohlstand der russischen Er weist z. B. darauf hin, daß troß der Krise die Staatsein Bevölkerung- und die hohe Finanzkunst des Herrn Sergius Juliewitsch nahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen haben, was nach Witte. Vor einiger Zeit hieß es, daß Rußland zu dem Ab feiner Meinung für die gesunde Fortentwicklung der russischen Volts- schluß eines neuen Handelsvertrages mit Deutschland bereit virtschaft spricht. Bei näherer Betrachtung kommt man jedoch zu sei, wenn ihm von der deutschen Regierung das Zustandekommen einem andren Resultat. Allerdings haben sich in den letzten zehn einer größeren ruffischen Anleihe auf dem deutschen Geldmarkt Jahren die ordentlichen Einnahmen verdoppelt; aber diese Zunahme gewährleistet werde. Sollte doch mehr an dem Gerücht sein, als entfällt größtenteils auf die( zum Teil nur nominellen) Ginkünfte Anfangs fchien? aus den Staatseisenbahnen, dem Branntwein Monopol, Getränk stenern, aus den Forsten, der Münze, also aus Einkünften, die mit der Prosperität des Wirtschaftslebens recht wenig zu thun haben. Kaiser Leopold verheiraten wollte, schließlich aber froh war, nach Geld zu haben, die Launen seiner Dirnen zu befriedigen. Berüchtigt Bayreuth unterzubringen, gab er einen französischen Sprachlehrer waren feine feinen Partien", zu denen nur ein enger Cirkel von Stephan de Rouille. Allein die Prinzessin empfand gegenüber dem Juntern und Hofdamen zugezogen wurden, ebenso berüchtigt seine Franzosen noch nicht die Gefühle wie Luise gegenüber Giron. Sie rauschenden Feste, die mit kolossalem Prunte begannen, um in GeDie fittlichen Verirrungen" der Kronprinzessin von Sachsen machte dem armen Franzmann," sagt Behse in feiner Hofgeschichte, meinheit zu enden. Not, haben wieder einmal die Aufmerksamkeit auf die Liebesaffairen an viel fie fonnte ihn nicht leiben, schnit schnitt ihm Der französischen Tänzerin Dupari, welche, als der starte Fürstenhöfen gelenkt. Speciell der sächsische Hof hat hierin ja eine Gesichter, stieß ihn mit Füßen, mit Füßen, spuckte ihn ant und August verlangte, fie folle sich ihm hingeben, auf ihre niedere reiche Geschichte, wenn auch die Dresdener Lakaienpresse sich so stellt, überhäufte ihn mit deutschen Ehrentiteln." flagte Geburt" hinwies, sagte diefer Monarch: bei den zartesten Gefühlen als ob es nie einen August den Starten gegeben hätte. Freilich feiner Mutter in einem noch erhaltenen Briefe, daß die junge Dame hörten die Standesunterschiede auf. Dies blieb in der That ſein macht ja die Ordnungspresse einen feinen Unterschied. Die ge- nicht milde werde, ihn zu nennen: Berneheuter, Narr, Gisell, Beibwort, und der adelsstolze Wettiner umarmte die gewöhnliche flohene Kronprinzeffin möchte sie wegen ihrer Flucht in die garstig Sterle". Man sieht, bis heute haben die Sprachlehrer mehr bürgerliche Maitresse mit derselben Inbrunst, wie die gefälligen Che Freiheit steinigen, über die schmußigen Liebesaffairen aber, Glüd gemacht.d gattinen feines erlauchten Hofadels. Unter feinen beinahe unzähligen welche die Geschichte von dem Dresdener Hof berichtet, hat Dagegen haben sich, in früheren Zeiten, galante Damen niemals Maitreffen war die Frau v. Haugwis ursprünglich ein einfaches dieselbe Ordnungspresse noch stets den Mantel des Schweigens ge- zu beklagen brauchen, daß sie am Dresdener Hofe etwa nicht nach Fräulein Kessel, die Frau v. Spiegel eine in Ofen erbeutete Türkin deckt. Zu Nuz und Frommen dieser Presse möchten vir hier ein Gebühr gewürdigt würden. Schon im 17. Jahrhundert fonnte bei Fatime und bedienstet im Haufe der Gräfin Königsmart, die Fürstin paar historische Erinnerungen auffrischen. einem heftigen Streite der Hofmann v. Lüttichau, als ihm der Lubomirsta, ein Fräulein v. Bocum, die Madame Renard, cine Schon unter der Regierung Surfürst Augusts, im 16. Jahr Obermarschall Haugwis vorivarf, fein Geschlecht habe habe das Warschauer Weinschenkin, die Gräfin Cosel, ein Fräulein v. Brockhundert, stand das Dresdener Hofleben, ganz im Gegensaße zu Privilegium, dem furfürstlichen Haufe allezeit einen Narren dorf, die Gräfin Tönhoff eine geborene Bielinsta. Sie tonfurrierten feinem heutigen frömmelnden Zuge, im Rufe großer Luftigkeit. zu halten, grob erividern, die v. Haugwis hätten das Vorrecht, dem mit der Gräfin Orselska, Frau v. Stanislawsty, Frau v. Loß, Gräfin Die dritte Tochter des Kurfürsten, eine Prinzeffin Anna, tam mit felben Hause zu ziehen. Wirklich hat denn auch eine Schwester Esterle, Gräfin Königsmart und den zahllosen ungenannten Maitreffen. achtzehn Jahren von dem lustigen Hofe weg, um dem Herzog Johann des Obermarschall v. Haugwig in ihrer Tochter Sybille( der be- am Dresdener Hof, um die Gunst des starken August. Der Dres Casimir von Coburg angetraut zu werden. In das ftille Coburg tannten Sybille v. Neitſchüs) dem Kurfürsten Johann Georg IV. eine dener Hof war durch diese Maitressenwirtschaft und die ausschweifende verfekt und von ihrem Gemahl, der über alles die Jago liebte, ver- Waitresse direkt zugeführt. Die Mutter dittierte ihrer Tochter sogar Sinnlichkeit Augusts derart verkommen, daß Wolframsdorf folgendes nachläffigt, beging fie, nach sechsjähriger Ehe, Chebruch mit einem die Antworten auf die Briefe des liebebedürftigen Wettiners in die Bortrait entwarf: Die sächsischen Damen machen ihren Fürsten italienischen Abenteurer Scotto und einem Hofjunker v. Lichtenstein. Feder und führte sie dem Könige ins Schloß. Nach der Aussage der teine Ehre, wenn sie von ihnen zu Maitressen gewählt werden: ihre Dafür ließ ihr Mann sich von ihr scheiden und sperrte sie überdies Stammerjungfer der Neitschüß, Elisabeth Nitsche, hat der Kurfürst selbst zu Gesinnung ist zu niedrig und ihr Geist zu unbedeutend, sie erwecken noch in die Beste Coburg, wo sie nach zwanzigjährigem Arreste starb. feiner geliebten Sybille geäußert: ,, Billchen, es wäre mit unsrer Inklination fein Ghrgefühl sondern reißen nur zur Ausschweifung fort. Es giebt Als sich der Herzog pieder mit einer braunschweigischen Prinzessin nicht so weit fomunen, wenn nicht Deine Mutter gethan: die ist eine eigne Klasse Leute bei Hofe, die, da sie aus eignen Mitteln verheiratete, ließ er Münzen schlagen, worauf er felbst mit seiner capable, einem alles zu überreden." Diese würdige Mutter segte nicht leben können, ihre Frauen dem Vergnügen des Königs aufDer Prediger Hasche, neuen Frau stand mit der Ueberschrift:„ Sie füiffen sich die zwei fo fich, nach eigner Aussage, wenn die Tochter beim Kurfürsten im opfern, um sich in seiner Gunst zu erhalten. fein!" und hinten stand die arme Anna als Nonne mit der etwas Bette lag, vor dasselbe, und fegnete dasselbe beim Abschiede mit der Geschichtsschreiber Dresdens, hat eine Berechnung über die schadenfrohen Legende: Wer löst mich armes Nönnelein?" gemachten Streuzen ein." Solche Gewalt übten Mutter und Tochter Maitressenwirtschaft des starken August gemacht, wobei er eine Summe Unter dem Kurfürsten Johann Georg I. war der Dresdener Hof über den Kurfürsten, daß er die Neitschlitz zu seiner Gattin zur bon zwanzig Millionen als nicht übertrieben bezeichnete. Und der sittliche Rückschlag auf das Land! Die Leipziger Messe weniger bekannt durch die Liebe als durch den Trunt. Schon die linken Hand machte, also in Bigamie lebte. Bekannt ist der HerenThatsache, daß May v. Bayern ein Gemälde besaß, welches den prozeß gegen Mutter und Tochter nach dem Tode des Kurfürsten, in war ein Tummelplatz der adeligen Ausschweifung und bürgerlichen fächsischen Kurfürften als Bacchus auf einem großen Fasse sisend welchem gegen beide die Antiage erhoben wurde, den Kurfürsten Prostitution. Von der Fürstenschule in Schulpforia berichtet darstellte, daß der Sturfürst bei seinen Zeitgenossen die lieblichen durch zauberische Mittel an sich gefeffelt zu haben. Man löschte so Dr. Bahrdt mit Grauen, daß die gesamte Sinabenwelt dieser Spiznamen: Biergörgelein", fächsischer Bacchus"," Rehbodjürge" die Schande des Surfürsten im Sinne der Zeit, indem man den Fürstenschule bis auf ihn und etwa drei andre von dem griechischen Laster geschändet gewesen sei." In dieser Hinsicht sagt auch eine trug, zeigen, daß er seine Zeit zwischen Trinken und Jagen einteilte. Bigamisten als einen armen Verführten hinstellte. Im Spighause, in der Hoflösniß bei Dresden, veranstaltete er bei Die Neitschütz war jedoch, trotz all' dem Hasse, mit der man sie 1758 in Aschaffenburg gegen den allmächtigen Günstiing des starten Illumination feine tollen Bacchus- Aufzüge und Tänze". Die in Sachsen verfolgte, die reinste Nonne gegen die Huldinnen, die August, Minister Brühl, erschienene Schrift, man wolle der modernen Surfürstin hatte mit ihrem trintfesten Gemahl ihre liebe August der Starke an feinen Hof zog. Er hatte schon frühzeitig die Sofmoral nicht gedenken, zu deren Perfektionierung man in Gra Not und die meisten Briefe, in welchen fiie Zärtlichkeiten mit Euer galanten Künfte" auf seinen zahlreichen Reifen, vor allen Dingen lauchten Gesellschaften das Problem aufgeworfen, ob nicht ein wohls. Liebben" austauscht, schließen mit dem forgenvollen Nat, sich nicht aber in Paris gelernt. Die belannte Herzogin v. Orleans, Liselott" gebildeter Sinabe den schönsten Fräuleins vorzuziehen sei." Und während am Dresdener Hofe, unter den verschiedenen wieder so schändlich zu besaufen. Da ist es denn kein Wunder, daß schreibt in ihren famosen Briefen u. a. von dem Kurfürsten:" Frankreich Fürsten, bald die Maitressen bald ein Günstling regierten, verkam das ber berühmte schwedische Staatsmann Drenstjerna, bei seinem letzten hat dem sächsischen Kurfürsten abscheulich geschadet, mein guter Freund fächsische Volk in Elend und Armut und mußte sich zu Gunsten des Besuche in Dresden, ergrimmt über das Hof- Zechgelage, den Hof v. Harthausen hat mir das oft mit Thränen geklagt, daß sein Prinz Adels und zu Gunsten der Maitreffen auspowern lassen. verließ und die Stadtherberge als einen wohnlicheren Ort erfürte. zu Paris fo unbändig geworden, daß er nicht mehr mit ihm zurecht 12 " Unter dem Nachfolger dieses trintfesten Monarchen, Johann kommen könne. Sobald junge Kinder in die„ Debauchen" fallen, mal ist, entrüstet fie fich woht über den Fall der Kronprinzessin Georg II., bekam der Dresdener Hof einen weltmännischeren Zug. ist ihnen kein Zafter zu viel, wo sie nicht in fallen und werden recht Luise, um sich defto gründlicher über die historisch bekannten BiebDieser Kurfürst zog Ausländer in beträchtlichem Maße nach Dresden, bestialisch. Franzosen als Sprach- und Tanzmeister, Italiener als Sänger in Dieser August der Starfe machte denn auch alsbalb den Dres- fuften am Beesbener Hofe auszufchweigen. die Kapelle, Heiducken und Kroaten als Leibwache. Seiner einzigen dener Hof zu einem Dirnen- und Liebeshofe großen Stils. Er verTochter, der bildschönen Prinzessin Erdmuthe Sophie, die er an den faufte wichtige Gebietsteile und fog sein Land ungeheuer aus, um genommen worden. Danach betrug die Länge Tinien: am 1. Januar 1901 1902 der Eisenbahn-| hat der Angeklagte nach der Wahrnehmung des Zeugen Salzwedels gar keine Grregtheit zur Schau getragen, sondern sei ganz ruhig und richt über die Versammlung, in welcher die mit 3,50 M. entlohnten faltblütig gewesen. Zunahme 01 im Jahre 1901 km% 1319 2,57 Beachtenswert ist noch die Aussage des Fabrikanten Schwarz Ein städtischer Arbeiter schreibt uns:" Im Anschluß an den Bestädtischen Arbeiter eine Teuerungszulage forderten, möchte ich mir den bescheidenen Hinweis erlauben, daß leider für eine ganze Anzahl Arbeiter der Stadt. Berlin ein Einkommen von 1050-1100 Mart ein sehnlichst herbeigewünschtes Ziel bedeutet. Mein Einkommen aus der Linienstraße, bei dem der Angeklagte als Streifbrecher 3. B. betrug im vergangenen Jahre nur etwas über die Hälfte des gearbeitet hat. Er bekundet: Bei ihm war seiner Zeit ein Streit erwähnten Lohnes. Wie ist es da einer Familie nur möglich, zu ausgebrochen und er hatte sich Arbeitskräfte von Außerhalb be- existieren? wird mancher verwundert fragen. Ich bin jetzt 62 Jahre schafft. Auch der Angeklagte, der aus Chemniz gekommen war, alt, habe eine Frau und eine Tochter zu ernähren, Lust und Liebe war bei ihm eingetreten." Er hat zunächst bei ihm einige zur Arbeit, habe alle drei Feldzüge mitgemacht, 6 Orden für treue Dann Zeit gearbeitet. fam er eines Tages mit einer Diensterfüllung erhalten, zahlte pünktlich meine, wenn auch geringe verbundenen Hand zur Abeitsstelle. Er erzählte, daß er Steuer und bin seit dem Jahre 1894 auf dem städtischen Steindepot abends vorher im Leffing- Theater gewesen und auf dem der Stadt Berlin beschäftigt, wo ich im vergangenen Jahre glückWege dorthin von drei Personen verfolgt worden sei. Nach licherweise 29 Wochen thätig war. Jeder wird fragen, sollte es denn dem Verlassen des Theaters sei er von denselben Personen überfallen nicht möglich sein, alte Bürger im Winter durch anderweite Beund an der Hand verletzt worden. Er habe dann bis zum schäftigung über Wasser zu halten? So dachten eine Anzahl meiner 12. September Krankengelder bezogen, sei dann aber wieder ein- Kollegen, so dachte ich auch. Vertrauensvoll schickten mich meine getreten und habe weiter gearbeitet. Schließlich habe er ihn ent- Kollegen zu dem Herrn Oberbürgermeister, der auch in zubor lassen, weil er sich zu der Arbeit nicht eignete, nicht aber weil er, fommender Weise Abhilfe versprach. Nicht lange darauf erhielt ich wie er behauptet, eine verminderte Arbeitsfähigkeit infolge der Ver- unterm 8. November 1901 folgendes Schreiben: 0,51 legung hatte. 8001 km Deutschland 51 391 52 710 Rußland und Finnland 48 460 51 409 2949 6,09 Frankreich 42 827 43 657 830 1,94 Deftreich- Ungarn 36 883 87 492 609 1,65 Großbritannien 35 186 35 462 276 0,78 Italien 15 787 15 810 23 · 0,15 Spanien. 13 357 13 516 159 1,19 Schweden 11 320 11 588 268 2,37 Belgien 6 345 6476 Schweiz 3 783 3910 131 127 2,06 3,36 Türkei, Bulgarien und Rumelien 3 142 3 142 Rumänien 3 098 3 171 73 2,36 Dänemark 3 001 3067 66 2,20 2743 2 791 48 1,75 2376 2388 12 2 053 2101 972 972 578 578 466 466 110 110 Niederlande Norwegen Portugal. Griechenland Serbien Luxemburg Malta, Jersey und Man Zusammen 283 878 290 816 48 2,34 6 938 2,44 Staatsantvalt Assessor Bensche hält den Thatbestand, wie ihn die Anklage dargestellt, durch die Beweisaufnahme für völlig er wiesen. Danach liege außer den kleinen Diebstählen versuchter Raubmord vor, wie ja auch der Angeklagte vor dem Untersuchungsrichter ohne weiteres eingeräumt hätte. Es sei nicht wahr, daß er arbeitsunfähig geworden war, er habe sich vielmehr einem lüderlichen Lebenswandel ergeben und nicht arbeiten wollen. Ihn müsse die volle Strenge des Gefezes treffen. Verteidiger Justizrat Bodländer sucht auszuführen, daß der Angeklagte fein von Grund aus schlechter, sondern nur ein schwacher Mensch sei. Verhängnisvoll für ihn sei der polizeiliche Ausweisungsbefehl Im Auftrage des Herrn Oberbürgermeisters Kirschner teilen tvir Ihnen mit, daß die Erörterungen über die Anträge der Steindepotarbeiter bisher noch nicht zum Abschluß gelangt sind. Doch steht die Entscheidung des Magistrats in nächster Zeit bevor, ivorauf Sie alsbald endgültigen Bescheid erhalten werden. Wir ersuchen Sie, Ihren Mitarbeitern hiervon Kenntnis zu geben. Während des Jahres 1901 wurden hiernach 6938 Kilometer neu Trotzdem Schmalhans ständiger Küchenmeister wurde, warteten eröffnet. Die größte Zunahme hat das Schienennet des europäischen wir vertrauensvoll auf die Entscheidung des Magistrats, welche„ in Rußlands mit Finnland zu verzeichnen( 2949 Kilometer), an zweiter nächster Zeit bevorstand". Bemerkt möge noch werden, daß seitens Stelle kommt Deutschland( 1319 Kilometer), dann Frankreich( 830 der Arbeiter eine entsprechende Petition am 11. November 1901 Kilometer), Destreich- Ungarn( 609 Stilometer), Großbritannien( 276 abgesandt wurde. Anfang Dezember hatte ich auch das Glüd, Kilometer) und Schweden( 268 Kilometer). Jm Verhältnis zur Be1% Woche wieder in Dienst gestellt zu werden. Seitdem warte id) völkerung hat Schweden das ausgedehnteste Schienennek, da in diesem geworden. Er habe sich mit der Bitte an seine Eltern gewandt, Stadtbau- Inspektor Rohde, an den ich mich inzwischen wandte, nach wie vor auf die Erfüllung unsres Wunsches. Auch der Herr Lande 22,7 Kilometer auf 10 000 Einwohner entfallen. Luxemburg hin Geld zur Auswanderung zu schicken, das Geld sei ausgeblieben; wollte sein Möglichstes thun, damit wir Arbeit erhielten. Er schickte tommt an zweiter Stelle mit 19,4 Kilometer auf 10 000 Einwohner, er habe nur 10 M. erhalten, zu gleicher Zeit sei ihm aber das mich zu dem Chauffee- Aufseher Wachsmann, der mir aber erklärte, sodann Dänemark mit 12,3 Kilometer, die Schweiz mit 11,8 Kilo- polizeiliche Strafmandat und die Androhung von Zwangsmaßregeln daß er selbst Leute entlassen hätte. Wiederum warte ich auf den mit je 9,4 Kilometer, Belgien mit etwas über 9 kilometer, Groß- gegangen und nun habe er die That der Verzweiflung begangen. Augenblick, Verdienst zu erhalten. Häufig jedoch, wenn ich mir in britannien mit 8,5 Kilometer, Destreich- Ungarn mit 8 Kilometer und der Angeklagte tein harigefottener Die ganze Ausführung der That zeuge auch dafür, daß meiner Mußezeit meine Orden betrachte, gedenke ich des dankSpanien mit 7,6 kilometern auf 10 000 Einwohner. Rußland hat im fein hartgefottener Verbrecher, sondern ein baren Vaterlandes!" Verbrechertum ist. unerfahrener Mensch nächst Deutschland zwar das ausgedehnteste Bahnnetz, es entfallen ficht des Verteidigers hat der Angeklagte nicht die Absicht gehabt, Polizeipräsidenten v. Windheim haben die Offiziere der SchuhmannNach AnDem Berdienste des Herrn v. Windheim. Dem bisherigen aber nur 4,4 Kilometer auf 10 000 Einwohner. Im Verhältnis zur Herrn Salzwedel zu ermorden, sondern ihn nur unschädlich zu Bevölkerung ganz Europas kommen 7,3 Kilometer auf 10000 Be- machen und beiseite zu schieben, um zu dem Gelde zu gelangen. Schaft einen kostbaren Tafelaufsak in Barock, der von den HofgoldNach ganz kurzer Beratung Sprachen die Geschwornen im vollen schmieden D. Vollgold und Sohn nach eignen Entwürfen in massivem Wenn auch noch immer eine Vergrößerung des Schienenneges Umfange der Anklage unter Berneinung der mildernden Umstände Silber ausgeführt worden ist, als Abschiedsgeschenk geſtiftet. Das zu verzeichnen ist, so hat sie doch sehr nachgelassen im Vergleich zu schuldig. Werk wird gekrönt von der Figur eines reitenden Schuhmannes. dem Bahnbau vor 20 oder 30 Jahren. Es werden auch weniger Hauptlinien als lleine Nebenlinien gebaut. Die Beit der großen Buchthaus, für die Diebstähle zusäßlich ein Jahr, zusammen also historischen Ausrüstung vom Jahre 1854 mit dem charakteristischen Der Staatsanwalt beantragt für den Raubmordverfuch 14 Jahre Links und rechts vom Schaft stehen zwei Schußleute, der eine in der Bahnbauten ist vorüber, namentlich in West- und Mittel- Europa. 15 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Zulässigkeit von Polizei- bas drei Ringe enthaltende Wappen des Herrn v. Windheim angehohen Helm, der andre in moderner Uniform. Oben am Schaft ist aufsicht. Das Urteil, welches den Angeklagten als einen ganz gemein- Inschrift In Treue fest". bracht, auf der entgegengesetzten Seite der Schuhmannshelm mit der Auf dem Sockel selbst liest man dic gefährlichen Menschen bezeichnet, lautet auf 15 Jahre Zuchthaus, Widmungsworte. Auf der Rüdfeite find die Worte eingrabiert, Ehrverlust auf 10 Jahre und Zulässigkeit von Polizei- Aufsicht. die der Kaiser beim 50jährigen Jubiläum der Berliner Schußmannschaft gesprochen hat:" Den Bürgern Berater, Helfer, Netter, den Verbrechern ein Schrecken." Es ist gut gemeint, trifft aber angeauf den Kopf, daß Herr, v. Tat. Der Raubmordverfuch in der Friedrichstraße Tom geſtern vor dem Sömurgericht der Angeffante 15 Jahre fam Landgerichts Berlin I zur die endete, daß zu treten. Berliner Partei- Angelegenheiten. fichts der vielen en bedienheim den Werbrechern ein Schreden war. Wahlkreises am heutigen Sonnabend im Gewerkschaftshause, EngelUfer 15. Zahlreichen Besuch erwartet Sein zwölftes Stiftungsfest feiert der Wahlverein des dritten Der Vorstand. Achtung, 6. Wahlkreis. Die Bezirksführer werden nochmals ersucht, die noch nicht verkauften Billets zur Sondervorstellung am 18. Januar in der Urania unverzüglich an den Kassierer Karl Fahrow, Ravenéstr. 6, zurüdgelangen zu lassen. Fahrow, Ravenéstr. 6, zurückgelangen zu lassen. Später zurück gebrachte Billets müssen bei der Abrechnung als vertauft betrachtet Der Vorstand. Zuchthaus verurteilt wurde. Das Publikum drängte sich auf dem Korridor, besonders war das zarte Geschlecht wieder zahlreich verDer aus der Untersuchungshaft vorgeführte Angeklagte, Selempnergefelle Karl Moser ist ein bartlofer junger Mann von ziemlich fräftiger Körperkonstitution. Nachdem er den Anklageraum betreten und eine kurze Rücksprache mit seinem Verteidiger, Justizrat Bod länder, gehalten, sinkt er in sich zusammen und verbirgt sein Gesicht in seinem Taschentuch. Den Borsiz führt Landgerichts- Direttor Stachow, die Anklage vertritt Assessor Bensche, bie Verteidigung führt Justizrat Bodländer. Auf dem Gerichts tische liegt das blutbefleckte Dolchmesser, welches der Angeklagte bemigt hat. Der letztere giebt auf Befragen an, daß er 1875 in Die Gewerkschaften und Bereine werden nochmals darauf aufLöwenberg i. Schl. geboren, katholischer Religion und bereits vor- merksam gemacht, daß am Donnerstag, den 22. Januar, abends bestraft ist. Er ist im Jahre 1898 in Breslau wegen Diebstahls und 8 Uhr, in Berlin und den Vororten Volksversammlungen stattfinden, Unterschlagung in 12 Fällen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt in welchen die socialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten über das worden. Es handelte sich damals um Gelegenheitsdiebstähle Thema„ Was steht auf dem Spiel?" sprechen werden. Wir bitten an Ueberziehern. Er ist beschuldigt, ant 23. November den Versuch gemacht zu haben, den Bankbeamten Otto Salzweder die in Betracht kommenden Organisationen daher, für Donnerstag zu ermorden und zu berauben, außerdem wird er noch wegen vier nächster Woche keine andren Versammlungen einzuberufen. Diebstähle an Ueberziehern und einem Fahrrad zur Verantwortung werden. Die Vertrauensleute von Berlin. bon gezogen. Er erklärt sich im allgemeinen für schuldig, behauptet aber In Zehlendorf ist am Sonntagnachmittag 3 Uhr eine Voltsjezt, daß er den Salzwedel nicht habe töten wollen. Die Fragen Versammlung bei Bellrich, Alsenstraße 86( Anglersruh). Genosse des Vorsitzenden nach seinen persönlichen Verhältnissen beantwortet 3ube il spricht über die Vorgänge im Reichstag. Zahlreicher Be- man bei der langen Reise nicht wohl entbehren kann, I. Klasse der Angeklagte in völliger Ruhe dahin: Er sei in Chemniz in einem bei! Ridelwert in Stellung gewesen. Nach Verbüßung seiner Strafe sei fuch ſpeciell der Frauen ist erwünscht. er nach Berlin gegangen, um hier zunächst in dem großen Weltgetriebe unterzutauchen. Im August 1902 sei er bei dem Klempner Schwarz in der Linienstraße in Arbeit getreten, habe auf Accord gearbeitet und 22 M. pro Woche verdient. Als er dort eintrat, habe er nicht gewußt, daß die Klempner dort streiften Lokales. Der Einberufer. Groß- Berlin im Staatshaushalts- Etat. Sibirien nach China ist noch nicht fertig gestellt, aber die SchlafBon Berlin nach China in 15 Tagen. Der Landweg über wagen- Gesellschaft, welche jeden dritten der allwöchentlichen Zurus züge über die Westsibirische Bahn führt, macht bereits Mitteilungen über die Beförderungszeit und den Fahrplan nach China und Japan. Es wird angegeben, daß man jetzt von Berlin über Sibirien nach Japan 17 Tage, nach Beting 19 Tage, nach Port- Arthur 15 Tage, nach Shanghai 20 Tage brauche. Die Luruszüge der Russischen Bahn und der Schlafwagen- Gesellschaft verkehren regelmäßig jede Woche Moskau von nach Die Abfahrt Frhitst. Irkutst weiter findet jedesmal am andern Morgen in der Frühe statt, um am Tage noch den Beikal- See zu erreichen. Man setzt über den See und landet in Missovaia auf der andren Seite des Sees. Dort findet man wieder einen Eisenbahnzug nach Sretenst, am Ufer des Flusses Chilka. Von dort weiter iſt im winter das einzige Transportmittel der Schlitten bis nach Kabarowsk. Im Sommer kann man mit dem Dampfboot von Sretenst nach Sabarowsk den Chilka und den Numur hinunter fahren. In Kabarowst erreicht man dann wieder die Eisenbahn, um nach Bladiwoftok zu gelangen. Der Landweg ist jetzt schon nicht nur fürzer, sondern auch billiger wie der Seeweg. Eine Fahrkarte von Mostau nach Irkutsk toftet mit dem Zuschlag für ein Bett, deffen 123 Rubel, II. Klasse 78 Rubel. Gegen einen weiteren Zuschlag erhält man eine besondere Kabine. Die Ueberfahrt von Irkutsk nach Sretenst fostet 22 Rubel in der I. und 13 Rubel in der II. Klasse. Das Dampfboot von Sretenst nach Kabarowks foftet in der I. Kajüte 52 Rubel, in der II. 31 Rubel ohne Verpflegung. Von Stabarotst nach Wladiwostok kostet die Bahn 17 Rubel. Da eine Von den Forderungen des neuen Etats für Berlin und die Fahrkarte von Berlin nach Wirballen I. Klasse 67, II. 50 m. und eine von Wirballen nach Moskau 59 und 35 Rubel toftet, so stellt Vororte sind einige von allgemeinem Intereffe. Am Landgericht I fich heute der Fahrpreis für die ganze Reise von Berlin nach und in einem Konflikt mit den Streikenden sei er an der Hand ver sollen zwei weitere Direktoren und ein neuer Staatsanwalt, beim Wladivostok auf ungefähr 658 M. in der I. und 415 M. in der legt worden. Eine Darstellung, die der Wahrheit übrigens nicht entspricht, da die Ausständigen dem Streifbrecher nicht das geringste Landgericht II gleichfalls ein Staatsanwalt angestellt werden. Diese II. Klaffe. Die Reifenden haben 16 Kilogramm Freigepäd, leberzu Leide gethan haben. Am 10. Oftober sei er entlassen und Forderung wird mit dem Hinweis darauf begründet, daß die Straf- gewicht wird nach einem Zonentarif berechnet. Die Ueberfahrt vont ertverbslos geworden. Er lebte zunächst von Geldern, die ihm seine verfolgung in Industriebezirken durch die fluktuierende Arbeiter- Bremen oder Hamburg nach Shanghai oder Hongkong kostet z. B. Eltern ab und zu schickten, dann beging er die Gelegenheitsdiebstähle bevölkerung besonders erschwert wird. Für das Stadtvoigtei- in der I. Kajüte 1500 M., in der II. 860 M. Der Fahrpreis ist also und bersetzte die Sachen, schließlich aber hatte er doch mit Not zu Gefängnis wird ein Geistlicher gefordert. Um die Seelsorge der zur See mehr als noch einmal so groß wie über Land. tämpfen. Dazu tam, daß die Polizei gegen ihn einen Aus- tatholischen Gefangenen in den Gefängnissen in und um Berlin Die Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend, die durch den weifungsbefehl erlassen hatte. Er erhielt fogar eine Straf beffer als seither wahrzunehmen, sollen die männlichen katholischen Anschluß der Vereine Süd, Schöneberg und Weißensee jetzt bereits verfügung in Höhe von 100 M., weil er dem Befehl nicht nachgekommen Gefangenen in Blögensee konzentriert und soll eine der dort vor- 15 Berkaufsstellen inne hat, erzielte im ersten Halbjahr des vierten Geschäftsjahres Juli- Dezember einen Umjab von 393,045,09 nur 10 Mart eingetroffen, für die er sich ein Dolchmesser zu 3 Mart handenen drei Stellen für Gefängnisgeistliche mit einem katholischen Mart; die Mitgliederzahl dürfte in kürzester Zeit das fünfte Tausend und dann am Tage vor dem Morde in dem Bankgeschäft von Geistlichen besetzt werden. Ein Teil der männlichen evangelischen erreichen. Das erfreuliche Fortschreiten garantiert auch das fernere Schwerdtfeger in der Friedrichstraße für 1 M. alte Kupfermünzen Gefangenen aus Blößensee wird dann dem Stadtboigtei- Gefängnis Gedeihen der Genossenschaft, so daß diese weiteren Unternehmungen getauft habe. Am Morgen des Totensonntags ist der Angeklagte zugeführt werden müssen. Hierdurch erfährt die Zahl der Ge- sich zuivenden kann. Hierdurch erfährt die Zahl der Ge- sich zuivenden kann. Sie wird in fürzester Zeit die im Statut vordann wieder in dies Geschäft gegangen und hat Salzwedel mehrere fangenen in der Stadtvoigtei eine Steigerung auf etwa fechs- gefehene Sparkasse ins Leben rufen, die einesteils den Mitgliedern Dolchstiche versett, als dieser sich bückte. As der Angestellte um hundert im täglichen Durchschnitt. Zu ihrer Paftorierung foll Gelegenheit geben soll, in fleinen Beträgen Einzahlungen zu leisten, Hilfe schrie, wurde Moser verwirrt und lief, vom Publikum verfolgt, ein Geistlicher im Hauptamt angestellt werden. Am Ober- andrerseits aber auch die Grundlage für eine eigne Bäckerei zu in die Spree, aus der ihn ein Schiffer herausfischte. Dann nahm verwaltungsgericht soll die Stelle eines neuen Senatspräsidenten ge- zu liefern, damit sie nicht länger gezwungen sind, das tägliche Brot fchaffen, um endlich den Mitgliedern ein gutes schmackhaftes Brot ein Schuhmann den Verbrecher in Gewahrsam. schaffen werden, damit die Beschwerden in Staatssteuerfachen eine Betrieben zu entnehmen, die durch ihre standalösen Mißstände den Der Ueberfallene, schnellere Erledigung finden. Die Polizeiverwaltung fordert an Genuß verekeln. Die Mitglieder verfügen bereits über ein eingeneuen Stellen für Berlin 1 Polizeirat, 2 Lieutenants, 5 Wacht- zahltes Stapital von ca. 60 000 M. Die Genossenschaft beschäftigt schon ein 28 jähriger hochgewachsener junger Mann, nimmt bei seiner Ber- meister, 2 Striminal- Wachtmeister, 65 Schutzleute, 4 Kriminal- Schutz- heute ein Personal von gegen 55 Personen, die durchweg eine gute nehmung wegen seines leidenden Zustandes auf einem Stuhle Play: leute, für Charlottenburg 8, für Rigdorf 3, für Schöneberg 5 weitere Entlohnung erhalten, auch leistet sie die vollen Beiträge zur KrankenEr bekundet: Am Totensonntag, etwa um 8 Uhr morgens, jei Beamte. Die Stelle des Vorsigenden beim Schiedsgericht für schaft", welche seit 7 Monaten eingeführt ist und den Mitgliedern und Invaliditäts- Versicherung. Die Zeitschrift" Frauen- Genossender Angeklagte in das Geschäft gekommen und habe noch zwei Arbeiterversicherung soll in eine Oberregierungsrats- Stelle umweimal im Monat in allen Verkaufsstellen gratis verabfolgt wird, Münzen verlangt. Er habe ihm solche Münzen auf dem Ladentisch vorgelegt und da habe der Angeklagte plöglich eine Silber gewandelt werden. Der besondere Fonds zu Ausgaben aus Anlaß erfeut sich bei den Frauen der größten Sympathie; ebenfalls hat sich münze, wie sie im Schaufenster lag, haben wollen. Er habe des nächtlichen Sicherheitsdienstes in Berlin( 26 000 M.) wird als der Wochenbericht", das Centralorgan sämtlicher Konfumbereine 4-5 Silbermünzen herausgeholt und sie dem Angeklagten entbehrlich bezeichnet und abgesetzt. vorgelegt. Sie gefielen ihm nicht. Er habe dann die Schaufensterscheibe noch einmal geöffnet, um eine andre Münze herausIn der vorgeftrigen geheimen Sigung der Stadtverordneten zunehmen. In diesem Moment, so erzählt der Zeuge weiter, erhielt Bersammlung wurde beschlossen, einen besonderen Ausschuß mit der ich plötzlich einen Messerstich. Ich wußte im ersten Augenblick nicht, Borbereitung der Wahl von zwei unbefoldeten Stadträten an Stelle was mir geschah und sah nur den Menschen mit einem Messer da- des zum besoldeten Stadtrat gewählten Herrn D. Fischbeck und des Die Ferien der Berliner Gemeindeschulen für das fommende stehen. Ich wollte die Thür erreichen, der Angeklagte kam mir aber fürzlich ausgeschiedenen Stadtrats Strube zu beauftragen. Für Schuljahr sind folgendermaßen festgesetzt: Osterferien: Schluß des nach und versetzte mir noch mehrere Stiche, ich fiel zu Boden, er lettren, der das Dezernat für die städtischen Rieselfelder jahrelang Unterrichts Mittwoch, 1. April, Beginn Mittwoch, 15. April. Pfingstbeugte sich über mich und stach fortwährend nach mir. Auf meine bearbeitet hat, hat ein tüchtiger Landwirt die größten Aussichten, ferien: Freitag, 29. Mai, bis Freitag, 5. Juni. Sommerferien: Hilferufe eilte er schließlich davon und ich schleppte mich zur Thür. gewählt zu werden. Auf den Vorschlag des Magistrats stimmte Freitag, 3. Juli, bis Dienstag, 11. Auguft. Herbstferien: SonnUm diese Zeit sind, wie der Zeuge bekundet, nur wenige Baffanten die Versammlung zu, dem ausgeschiedenen verdienten Stadtrat abend, 26. September, bis Dienstag, 6. Oftober. Weihnachtsferien: in der Friedrichstraße. Des Zeugen nahm sich dann ein Strube das Prädikat Stadtältefter" zu verleihen. Der Magiftrat Sonnabend, 19. Dezember, bis Dienstag, 5. Januar. Osterferien 1904: Schuhmann an, der ihn nach der königlichen Klinik brachte. Er be- hatte bei der Neuwahl der Mitglieder des Kuratoriums der Therese Sonnabend, 26. März, bis Montag, 11. April. Der Unterschied findet sich noch jetzt in der Klinik und kann den verlegten Arm noch Reßmann- Stiftung die Stadträte Schaefer, Dr. Weigert und Kalisch, zwischen den Ferien der Gemeinde- und der höheren Schulen besteht nicht gut bewegen. Die Messerstiche waren in den Oberarm, die den Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Langerhans, sowie die Stadt- lediglich darin, daß lettere zu Ostern, erstere zu Pfingsten einen Schulter, den Kopf, den Hals und Rüden gegangen und hatten einen verordneten Klitschke und Louis Sachs I wiedergewählt. Die Stadt- Tag länger find, als die andern; in der Pfingstivoche finden regel starken Blutverlust verursacht. Bei dem feilschen um die Münzen verordneten- Versammlung hat sich damit einverstanden erflärt. mäßig die größeren Lehrerversammlungen statt. war. Er habe Reisegeld von seinen Eltern haben wollen, doch seien Bankbeamter Otto Salzwedel, Deutschlands, einen ständigen Leserkreis erworben. Wenn wir von Heinen Mängeln und Fehlern absehen, die sich nie ganz ausmerzen lassen werden, so kann man der Genossenschaft, die sich aus kleinen Anfängen herausgearbeitet, die Anerkennung ihres Fortschrittes nicht verjagen. Den Rektoren der hiesigen Gemeindeschulen ist gestern die das Migirauen des Giranten hervor, der, sofort einen Betrugsversuch Zusammenberufung der Gemeinde- Vertretung, sowie die Art und Mitteilung zugegangen, daß die für das Kalenderjahr gültigen Be- vermutend, den jungen Mann festhielt. Das Papier tvar dem recht- Weise der Publikation öffentlicher Bekanntmachungen ust. gab Vers rechtigungskarten für Schulkinder zur Benubung der mäßigen Inhaber verloren gegangen und von 2. gefunden worden. anlassung zu heftigen Auseinandersetzungen, weil darin festgelegt Schwimmhallen und Brausebäder in den städtischen Volks- Der Verlierer, der inzwischen festgestellt hatte, daß mit dem Wechsel war, daß nur die„ Weißenfeer Zeitung" zu den Publikationen zugelassen. badeanstalten wieder abzuheben sind. Die Anstalten befinden sich Unfug verübt worden, telephonierte inzwischen bei dem Giranten an, Die Majorität steht auf dem Standpunkt, den„ Amtlichen Anzeiger" Thurmstraße 85a, Schillingsbrücke 2, Bärwaldstraße 64, Dennetiz so daß die Verhaftung des unehrlichen Finders sofort bewirkt werden völlig auszuschalten auf Grund seiner gegen die Gemeinde- Verstraße 24a und Oberbergerstraße 57/58. Bei Vorlegung dieser konnte. 2. wurde, da er eine Wohnung nicht besitzt, dem Polizei- tretung gerichteten Heß- und Schmutzartikel", welche noch dazu von Karten werden den Kindern Schwimm- und Brausebäder zu dem Präsidium zugeführt. ermäßigten Preise von 10 und 5 Pf. berabfolgt. Die städtische Becinem Gemeinde- Verordneten verfaßt seien, und von denen bereits hörde macht hierbei ausdrücklich darauf aufmerksam, daß bei Ver Betrieb der Bädereien und Konditoreien vom 4. März 1896 Bezahlung die Wählerlisten abgeschrieben werden können, wurde ab Auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers über den der Borwärts" Notiz genommen habe! Ein Antrag, wonach gegen teilung dieser farten für die Flußbäder gelehnt. Ferner wurde der Versammlung ein Kanalisations die Frage der Bedürftigkeit nicht zu werden der 24. Januar, 7., 14. und 28. Februar, 7., 14., 21. und prüfen ist, daß fie bielmehr allen Kindern ohne weiteres verabfolgt 28. März, 9. und 25. April, 2., 28. und 29. Mai d. J. als folche Projekt vorgelegt; die Gesamtkosten sollen sich auf 558 000 m. beTage festgesetzt, an denen in Bäckereien und Konditoreien Gehilfen laufen. Zu einem Beschluß kam man noch nicht, da dieser Anschlag dürfen. und Lehrlinge über die vorgeschriebene Zeit hinaus beschäftigt werden noch einer reiflichen Erwägung bedarf. werden können. Der Gemeindevorsteher von Wilmersdorf hat gegen den Berliner Johannisthal. Das gemeinsame Standesamt für die 2otal- Anzeiger" die Staatsanwaltschaft zu Hilfe gerufen. Gemeinde Johannisthal- Nieder- Schönetveide ist jetzt getrennt; für In diesem Blatt waren am Freitag voriger Woche unzutreffende Kampf für Ordnung, Religion und Sitte. Zwischen zwei die Gemeinde Johannisthal ist Roonstr. 14 ein besonderes StandesMitteilungen über einen Konflikt in der Gemeindevertretung unsres Offizieren der Potsdamer Garnison, dem Hauptmann von Leibziger amt errichtet worden. Zum provisorischen Standesbeamten ist vorBororts veröffentlicht worden. Ein Gemeindevertreter, der Direktor im 1. Garde- Regiment zu Fuß und einem jüngeren Offizier des läufig der Glasermeister und Schöffe Mitschinger ernannt einer Terraingesellschaft ist, sollte bei einem Grundstüdserwerb, den in der Nähe des nach Spandau führenden Weges ein Pistolen- Duell Garde- Jäger- Bataillons fand gestern morgen 8 Uhr im Gruneivald, tvorden. Die Klage des Bäckermeisters Ludwig gegen die Gemeinde vornahm, dieſe in illonaler Weise überboten habent. ftatt. Der Garde- Jäger- Offizier wurde durch einen Schuh ingen tetten Schmidt zur Gemeindevertretung die Wahl des von der ersten Klasse gewählten ArchiRedaktion des„ Lokal- Anzeigers" dem Gemeindevorsteher mit dem Kopf getötet. v. 2. nahm den getöteten Gegner in seinen Wagen ausschuß kostenpflichtig abgewiesen worden. Der Kreisausschuß stellte fuhr mit ihm zu dem Militär- Lazarett in der Scharnhorst Hinweis darauf, daß die falsche Meldung bereits in andrer Weiſe traße. Dem Duell wohnien, der„ Berl. 3tg." zufolge, im ganzen sich auf den Standpunkt des Wahlvorstandes, daß der Amts- BauYorrigiert worden sei. Da diese Richtigstellung dem Gemeinde- wölf Offiziere bei, jedenfalls un fich in ihrer Achtung vor dem meiſter Boſegg zur Zeit nicht wählbar war und der Architekt Schmidt vorsteher nicht genügte, hat er die Staatsanwaltschaft ersucht, gegen Gesek zu feitigen. Handlungen dieser Art haben den Borteil, daß trotzdem er nur 3 Stimmen erhielt, als gewählt zu betrachten fei. den„ Lotal- Anzeiger" einzuschreiten. auch die Voltskreise, die vor dem bunten Rock bisher in Ehrfurcht er- Damit ist auch das Gerebe widerlegt, daß die beiden socialstorben sind, über die Sittlichkeit des ersten Standes" zur rechten demokratischen Wahlvorstandsmitglieder nur deshalb gegen die Einsicht kommen. Gültigkeit der auf den Amts- Baumeister Posegg abgegebenen 5 Stimmen gestimmt hätten, weil dieser in dem Majestätsbeleidigungs Adlershof, eine gewisse Rolle gespielt hat. verfahren gegen seinen Konturrenten, den Maurermeister Pförtner in " Borsicht beim Aussteigen, der Wagen hat zwei Trittstufen." Rote Platate mit dieser Aufschrift findet man je zwei in jedem Wagenteil der Vorortwagen, die in den Stadtbahnverkehr eingestellt find.( Vorläufig führen nur die Nordringzüge folche Wagen.) Diese auffällige Mahnung ist ganz angebracht. Nur wird man sie im Halbdunkel der spärlichen Abendbeleuchtung taum entziffern fönnen. Vielleicht beherzigt man, da man nun einmal beim erfreulichen Reformieren ist, auch im Stadtbahnverkehr den Ruf nach mehr Licht. 27 " Ein Einbruch in der Gerichtskasse zu Belzig ist dortselbst mit Bahnhof belegenen alten Schloß Eisenhart, dessen dicke Mauern mit großer Kühnheit von mehreren bisher noch nicht ermittelten Verbrechern ausgeführt worden. Das Amtsgericht ist in dem dicht beim dem verfallenen Turm truzzig ins Land ragen, untergebracht. Vom Bahnhof aus haben nun die Einbrecher zur Nachtzeit eine hohe Leiter mitgeschleppt, mittels welcher sie die alte Schloßmauer erklimmten und nun auf einen Boden gelangten, der früher als Salzmagazin be Hier fanden sie Wäscheleinen vor, mit welchen fie fich nutzt wurde. in die Räume des Amtsgerichts, nachdem sie die Dielen auf dem Boden aufgerissen und die Decke in einem Gerichtszimmer durchIn der Gerichtskasse, die sie nun un brochen hatten, herablicßen. behindert aufsuchen konnten, trozte zum Glück der ciferne Geldschrank den Bemühungen der Einbrecher, ihn zu öffnen, sodaß sie nur etiva 28 M. aus einem andern Behälter mitgehen lassen fonnten, als sie auf demselben Wege, auf dem sie gekommen, wieder zurüc kehrten. Vermischtes. 6 Uhr wurde ein großes Löschaufgebot nach der Alten Jakob Drei Bersonen bei einer Bezinexplosion verlebt. Freitagabend straße 119 gerufen, wo in der Puzfederfabrik von A. Elias eine Benzinerplosion erfolgt war. In der sogenannten Arbeitsstube die Masse Feuer fing und explodierte. Durch den Luftdruck wurden war man damit beschäftigt, Kautschut in Benzin aufzulösen, wobei die Fenster auf den Hof hinabgeschleudert, während Stichflammen Ein Leichenfund in der Jungfernheide. Nicht weit vom Restau- das Zimmer in Brand seßten. Die in der brennenden Stube an rant Waldtater" am Tegeler See fand man die Leiche eines über wefenden Personen Frau Elias mit ihrem dreijährigen Sohne 20 Jahre alten Mädchens mit einer Schußwunde im Kopfe. Die Leiche und das Dienstmädchen Gertrud Badens befanden sich in großer war mit Schnee bedeckt, muß also schon vor Montag, der den letzten Gefahr, da ihnen der Ausgang durch die Flammen versperrt ivar. Schneefall brachte, dagelegen haben. Auffallend ist, daß sich eine Auf ihre Hilferufe eilten Hausbewohner herbei, erbrachen die Waffe, mit der das Mädchen sich den tödlichen Schuß beigebracht korridorthür und erstickten zunächst durch Wasser die an der Stubenhaben könnte, bei der Leiche nicht fand. Es ist ja möglich, daß sie thür emporschlagenden Flammen, worauf die drei Personen befreit gestohlen worden ist, aber es liegen doch auch sonst noch Anzeigen wurden. Die mittlerweile erschienene Feuerwehr löschte den Brand vor, die auf ein Verbrechen schließen lassen. Daher find Regierungs- vollständig ab und legte den im Gesicht und an den Händen Veraffeſſor Dr. Lindenau, in Vertretung des Chefs der Kriminalpolizei, legten Notverbände an, worauf sich alle drei in ärztliche BehandKriminalinspektor Klatt vom Erkennungsdienst und die Kriminal- lung begeben mußten. Die Arbeitsstube brannte vollständig aus. tommiffare v. Kracht und Härtel, die für diesen Monat die Kommis fion für besondere Vorgänge bilden, nach der Fundstelle gefahren, um Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschuldie nötigen Aufnahmen für die weiteren Nachforschungen zu machen. lehrern beginnt am Sonnabend, den 17. Januar, abends 8 Uhr, Der Fund steht wahrscheinlich mit folgenden Vorgängen in Ber- Herr Professor Dr. Otto Jaekel seinen Vortragskursus Ueber den bindung. In einer Fabrik im Centrum der Stadt war ein 35jähriger Bau und die Geschichte der Erde" in der Aula des Königlichen Kaufmann Hugo Noeder aus Lichtenberg angestellt. Dieser hatte, Französischen Gymnasiums, Reichstags- Ufer 6. Eintrittskarten zum obwohl er verheiratet ist, ein Verhältnis mit einer 22 Jahre alten Preise von 1 M. für den sechs Abende von je anderthalb Stunden Arbeiterin. Beide blieben am Mittwoch voriger Woche aus der umfassenden Kursus find zu haben bei: Georg Belling, W., LeipFabrit weg und ließen nichts mehr von sich hören. Frau Noeder zigerstraße 136; A. Schük, O., Holzmarktstraße 60; Tischendörfer, hatte ihrem Manne und auch dem Mädchen wiederholt Borhaltungen C., Sophienstraße 20; F. E. Lederer, W., Surfürstenstraße 70; gemacht; sie wollten aber von der Liebschaft nicht lassen. Am Bernhard Staar, SW., Friedrichstraße 250; Centralstelle für Montag fam nun Neder mit zwei Schußwunden im Kopfe in ein Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, SW., Dessauerstraße 14( 8 bis hiesiges Krankenhaus. Er sprach davon, daß er mit einem jungen 3 Uhr). Mädchen in der Tegeler Forst gewesen sei. Das Mädchen habe sich Bon der Straßenbahn überfahren. Ein aufregender Vorfall, in den Kopf geschossen. Da es aber noch nicht ganz tot gewesen sei, so habe er nachgeholfen und sich dann ebenfalls zweimal in den Kopf welcher mit dem Tode eines Menschen endete, hat sich Freitag bormittag gegen 10 Uhr in der Potsdamerstraße zugetragen und so jei er nach Berlin zurückgegangen, um das Krankenhaus aufzu- damerstraße 105 wohnende 65 Jahre alte Hausverwalterin Frau geschossen, um sich zu töten. Da er diese Absicht nicht erreicht habe, eine gewaltige Menschenansammlung verursacht. Die in der Pots ließ, daß die„ St. Louis" schon damals nicht als feetüchtig galt und suchen. Frau Noeder meinte dieser Erzählung gegenüber, es sei nichts Witwe Schade passierte zur genannten Zeit die Potsdamerstraße und Darauf zu geben, da ihr Mann geistestrant fei. Die Persönlichkeit des Mädchens ist noch nicht festgestellt. Die Beschreibung paßt aber wollte vor dem Hause Nr. 53 den Fahrdamm überschreiten. Zu dieser auf die verschwundene Fabrikarbeiterin, eine gewisse Martha St. aus Zeit fam der Straßenbahnwagen 2219 der Linie 72( Alexanderder Reichenbergerstraße. platz- Schöneberg) herangesauft, und Frau Sch. betrat, obwohl der Nähere Nachforschungen haben ergeben, daß die Mitteilungen Wagenführer das Warnungssignal gab, ctva 1 Meter vor der Noeders, der Wilhelmftr. 84 zu Lichtenberg wohnt, im wesent- Borderplattform des Waggons das Gleis. Der Straßenbahnfahrer lichen richtig sind. Roeder, der Brust- und Blasenleidend ist, lebt gab svar sofort Gegenstrom, und es gelang ihm auch, den Wagen feit sechs Jahren in kinderloser Ehe und verkehrte mit der Knofter, auf 1 Meter Entfernung zum Stehen zu bringen, doch konnte er nicht verhindern, daß die Wittwe von der Plattform erfaßt und zu die ihn ihren Eltern als Bräutigam vorstellte. Im Laufe des Nach Boden gerissen wurde. Frau Sch. erlitt eine Gehirnerschütterung, mittags erschien an der Fundstelle auch eine Gerichtskommission, die Snöchelbruch, doppelten Rippenbruch und innere Verlegungen, und auch ihrerseits den Befund genau feststellte. Nachdem dann die Leiche wurde nach der Professor Rinneschen Privatklinik, Magdeburgerin der Lage, in der sie Noecker augenscheinlich gebettet hatte, von straße 2 gebracht, too sie zwei Stunden nach der Einlieferung dem Kriminal- Wachtmeister Waberkamp vom Erkennungsdienst photo- verstarb. graphiert worden war, wurde sie nach der Friedhofshalle in Tegel " Ein vermister Amerikadampfer. Der von Southampton in New York erwartete Dampfer" St. Louis" der American Linie ist Alle in New York angekommeneit feit vier Tagen überfällig. Dampfer berichten, daß sie eine sehr stürmische Fahrt hatten. Obwohl die Bureaus der Londoner American Linie, so wird dem Berliner Tageblatt" berichtet, keinerlei Befürchtung wegen der noch immer nicht eingetroffenen, aber auch von keinem Schiff gesehenen und seit drei Tagen in New York erwarteten St. Louis" hegen, sind doch die Besorgnisse des Publikums nicht absolut ungerechtfertigt. Ich erfahre von einem Passagier der„ Mineapolis" von der Atlantic Transport- Linie, welcher New York mit dieser vor drei Wochen verunternehmen sollte, damit St. Louis" gründlich repariert werden daß eigentlich Mineapolis" anstatt der St. Louis" die Rückkehr könnte. Wen die Verantwortung trifft, dennoch die„ St. Louis" hinausgefandt zu haben, ist momentan nicht zu ermitteln. Beibe Linien gehören der Morgan- Kombination. Beim Tunnelbau verschüttet. 17 Arbeiter, die mit den Tunnel arbeiten in der Nähe von Ferrol beschäftigt waren, fund nach einem Telegramm aus Madrid, 15. Januar, durch einen Erdrutsch verschüttet worden. Es ist Hilfe abgesandt worden Aus London, 16. Januar, wird telegraphisch gemeldet, daß das Gouvernementsgebäude in Aldershot, der siz des Generalkommandos des 1. Armeecorps, in der Nacht durch eine Feuersbrunst gänzlich zerstört worden ist. " Ein seltsamer Nachruf findet sich in der Totenliste eines schweizerischen Blattes für 1902. Es heißt dort:„ N. N., Altgebracht. Während der Erhebungen draußen im Walde vernahm Feuerbericht. In der Nacht zum Freitag hatte die Wehr in der Gemeindepräsident und Landrat in Elm. 70 Jahre alt. Beim Striminalinspettor Braun den verwundeten Roeder im Krankenhause, Perlebergerstraße 58 einen größeren Brand zu bekämpfen. Hier war Elmer Bergftura leitete er mit Mut und geschicter Hand die soweit fein Zustand es zuließ. Noeder änderte feine erste Aussage auf nicht ermittelte Weise auf dem Boden Feuer ausgekommen, das Katastrophe." bahin, daß seine Geliebte zuerst auf ihn geschossen habe. Erst dann sich mit unheimlicher Schnelligkeit verbreitete und bei Ankunft des Ein Haveldorf durch Feuer zerstört. Durch grobe Unvorsichtigkeit habe er die Waffe genommen und sie gegen seine Geliebte und ersten Löschzuges bereits auf den Dachstuhl übergesprungen war. ist das Dorf Grüz bei Rathenow fast gänzlich bei einem Brande schließlich gegen sich selbst gerichtet. Das Befinden des Verletzten Obgleich nun die Wehr sofort mehrere Schlauchleitungen in Thätigkeit vernichtet. Achtzehn große Gebäude, die acht Besitzern gehören, find ist befriedigend. Ader Voraussicht nach wird er mit dem Leben fegte und den Brand von mehreren Seiten aus angriff, dauerte es doch total in Asche verwandelt. Das Feuer entstand in einer mit Stroh davon kommen. Was das Pärchen bis zum blutigen Schluß der über eine Stunde, bevor die Flammen erstickt waren. Ein Teil des Dach gefüllten Scheune, die in wenigen Augenblicken in hellen Flammen Liebesgefchichte im einzelnen in den letzten Tagen getrieben hat, tann stuhles ist fast ganz zerstört. Im übrigen hatte die Wehr in den stand. Bei dem starken Winde sprangen diese auf die Nachbarerst ein eingehendes Verhör feststellen. letzten 24 Stunden verhältnismäßig wenig zu thun. In der Linien- grundstücke über und gewannen mit jeder Minute größere Ausstraße 121 hatte in einem Steller altes Gerümpel und Verpackungs- dehnung. Weithin wurde der Horizont blutrot gefärbt, und von allen material Feuer gefangen, dessen Ablöschung indes bald erfolgte. Seiten eilten benachbarte Feuerwehren herbei. Bei der großen Hize Gardinen und Kleidungsstüde waren Donnerstagabend 9 Uhr in der war nur schwer an das verheerende Element heranzukommen, wes Frankfurter Allee 118 in einer Wohnung in Brand geraten. Außerhalb man sich in der Hauptsache auf den Schutz der Wohnhäuser beSem wurde die Wehr nach der Magdeburgerstr. 28 gerufen, wo Stiften, schränken mußte. Um das Vich zu retten, wurde es meistens einStroh ac. in Flammen standen, die aber noch im Keime erstict fach ins Freie gejagt. Menschen sind ebenfalls glüdlicherweise nicht werden konnten. Die polizeilichen Ermittelungen über den in voriger Woche durch Leuchtgasvergiftung erfolgten Tod des Kaufmanns Fried Länder haben bisher zu einem Resultate nicht geführt. Wenn gleich mit der Möglichkeit eines Verbrechens gerechnet wird, erscheint es ist nicht ausgeschlossen, daß F. Selbstmord verübt hat. Es fonnte bisher nicht festgestellt werden, daß der Kaufmann in der fraglichen Nacht in Begleitung einer andern Berfon seine Wohnung aufgesucht hat. Auch die Thatsache, daß Geld bei dem Toten nicht vorgefunden wurde, ist keineswegs ein Beweisgrund für ein Verbrechen. Gerade dieser Umstand berechtigt auch zu der Annahme, daß. in selbstmörderischer Absicht den Gashahn geöffnet hat. Jedenfalls dürfte die fortschreitende Untersuchung Aufklärung darüber bringen, ivo Friedländer an dem Abend vor seinem Tode geweilt, und ob resp. wie viel Geldmitteï er besessen hat. Hus den Nachbarorten. zu Schaden gekommen. Der Materialschaden ist ein ganz bedeutender und der ganze Drt wäre unrettbar verloren gewesen, wenn nicht die Havel offen und genügend Wasser vorhanden gewesen wäre. Der unvorsichtige Besizer der zuerst verbrannten. Scheune ist der Verzweiflung nahe. Briefkaften der Redaktion. leitenden Vortrage, den der Direktor des Schiller- Theaters, Herr Schiller- Abend im Charlottenburger Boltshause. Bei den einhandelte es sich nicht um das zur Zeit viel erörterte Projett, auch Dr. Löwenfeld, am Donnerstagabend im Volkshause hielt, Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des der Bevölkerung Charlottenburgs die Vorteile eines Schiller- Theaters Sonnabends von 7%, bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Der bekannte Bucherer Heinrich Pariser befindet sich zugänglich zu machen. Im Voltshause war, Kopf an Kopf gedrängt, A. H., Hirschberg. Die Frage ist ohne mündliche Darlegung der Verwieder in Moabit. Er wurde gestern morgen auf Ersuchen der ein„ boraussetzungsloses" Publikum erschienen, Männer und Frauen, hältnisse und ohne Kenntnis des Rechtsstreits unmöglich zu beantworten. Diese Wieder- die einzig versammelt waren, um den Lieblingsdichter des deutschen Sie thun gut, fich an einen dortigen Anwalt zu wenden.-M. 19, Staatsanwaltschaft des Landgerichts I berhaftet. verhaftung hängt mit alten Sünden des Herrn Pariser zusammen, Voltes näher kennen und würdigen zu lernen. In einem licht Kanonierstraße. 1 u. 2. Rein. 3. Solches Rüdforderungsrecht von Ge der unter dem Dedmantel einer Lederhandlung hier in der Brüder- bollen, fein pointierten Vortrage behandelte Herr Löwen- schenten giebt es nicht. V. Liebing. Benn nicht das Gegenteil vereinbart A. 2. 17. Der Brief. bor allem Nachtwächter S. 42. Nein. als Freiheitsdichter. In ist: nein. straße 18 umfangreiche Buchergeschäfte betrieb. Zu einer Aburteilung feld unfern Schiller tonnte es bisher nicht kommen. Herr Pariser brachte ärztliche Atteste diefer Würdigung wies der Vortragende darauf hin, wie würde eine ftrafbare Beleidigung enthalten. Auf Schadensersaz tönnen Sie flagen, wenn Sie nachweisen, daß Unwahres über Sie verbreitet ist. bei, auf Grund deren von einer längeren Untersuchungshaft ab- weit unste Zeit noch von dem Schillerschen Freiheitsideal entfernt ist... 100. Wenn Sie der Erbschaft enisagen: nein. 2. F. Nein. G. 2. 222. 1. und 2. In der Regel nein: ein zur Beseitigung der gefehen werden mußte. Man behauptet, daß Herr Bariser auch jest Der heutige Zustand geistiger Unfreiheit sei durch nichts schlagender bald wieder aus der Haft wird entlassen werden müssen. gekennzeichnet als durch die Thatsache, daß der Recitator erst zum alimentationsansprüche erteiltes Recht, das Kind der Mutter fortzunehmen, B. 400. 1. Ja. 2. Nein. Not- Not. Es ist mit diesem ehrenwerten Herrn ein eignes Stüd. Seit Censor laufen müsse, wenn er Verse von Schiller vortragen wolle. besteht seit 1900 nicht mehr. Jahren war er feiner franken Nerven wegen außer Verfolgung, was Nach dieser Einleitung, die in die Erwartung ausklang, daß das nicht dem Standesbeamten, sondern der Heimatgemeinde hatten Sie die ihn aber nicht hinderte, in Monte Carlo zu spielen oder auf der Volkshaus in Charlottenburg noch manchen Dichterabend erleben Gebühren zu zahlen. Sie hätten diese nur dadurch sparen können, daß Sie C. 5. Die Witwe erbt die Hälfte und Bromenade von Jicht so vergnügt, wie es nur einem Menschen mög- möge, folgten Recitationen und Gesangsvorträge Schillerscher vorher Preuße wurden. außerdem das Boraus, das heißt die Haushaltungsgegenstände und die lich ist, zu luſtwaudeln. Daß dieser Herr an Einbildungen leidet, Dichtungen. Fräulein Marianne Wulff, die für die unpäßlich ge- Sochzeitsgeschenke. Die dann verbleibende Hälfte fällt den Eltern oder Gea steht allerdings fest; jedem, der es hören wollte, erzählte er seiner wordene Gertrud Arnold eingetreten war, sowie die Herren Gustav schwistern des Verstorbenen zu. Waldemar Runge und Alfred Schmasow Zeit, daß kein Richter ihm etwas zu leide thun könne, da er Ver- Ridelt, - Herr Schmasot selbstbindungen in den höchsten Kreisen habe. Sollte Pariser auch jetzt trugen bekanntere Dichtungen vor wieder aus der Haft entlassen werden, so dürfte diese fire Idee sich verständlich die Kapuzinerpredigt, wogegen Fräulein Betsy Schot weiter in ihm befestigen. mit sympathischer Stimme vier von Franz Schubert komponierte Lieder darunter Des Mädchens Klage" und" Die Sehnsucht" fang. Das Publikum war begeistert und lohnte die Künstler mit reichem Beifall. Ende Februar wird im Voltshause ein zweiter Dichterabend stattfinden. Witterungsübersicht vom 16. Januar 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Berlin Barometerstand mm Windrichtung Mindstärke Wetter Dunst 780 ND 780 DSD 2Dunst 2ivoltig 2woltent 5 bedeckt 1 halb.bd. Die Unkenntnis des Wechselrechts ist dem 23 jährigen be schäftigungslosen Kaufmann Levy bei seinem ersten Betrugsversuch verhängnisvoll geworden. Eine hiesige angesehene Firma hatte gestern einen Wechsel in Höhe von 900 M. zu zahlen, konnte jedoch, als ihr das Papier vorgelegt wurde, der Verpflichtung nicht nachkommen, und Alt- Weißenfee. In der hiesigen Gemeinde- Vertretung find Swinemde. 781 Still erbat sich 24 Stunden Ausstand, die auch bereitwilligit gewährt die Alten und die Jungen wieder einmal hart an einander geraten. Hamburg Gestern nachmittag erschien ein junger Mann bei dem Die Minorität beanstandete die Anstellungsbedingungen für den am Frankf./M. 776 NO Da 1. April 1903 anzustellenden Gemeindekassen- Rendanten und GeAcceptanten und legte ihm den Wechsel zum zweiten Mal vor. Zahlung unter Hinweis auf die am Vormittag getroffenen Berein- meinde- Sekretär. Sie hält den Beschluß für Errichtung einer solchen wien barungen auch jetzt wiederum nicht geleistet wurde, so begab sich der Stelle für rechtsungültig, tveil die Tagesordnung der betreffenden Wechselinhaber, ohne das Papier erst zum Protest zu geben, zu dem Sigung nicht in beiden Weißenfeer Zeitungen gestanden hat. Auch ersten Giranten und forderte dort die Regulierung des Betrages. die Beschlußfassung über ein Ortsstatut, betr. die Einladung der Diese merkwürdige Art der Geltendmachung des Wechselrechtes rief Gemeindeglieder zu den Wahlen der Gemeinde- Berordneten, die iwurden. München 774 D Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen BarometerWindBunpus Windstärke Better Temp: n. 6: | 20= 93|| 90019 -7 Haparanda 777 S 2 halb.bb. 9 -5 Petersburg 780 N 1bebedt-5 -4 Cort 758 S 9bebedt -5 Aberdeen -8 Baris 772D 1 molten!-8 778 NB Wetter: Prognose für Sonnabend, den 17. Januar 1903. Troden und vielfach heiter bei mäßigen füdöstlichen Winden; Nachts ziemlich strenger, am Tage leichter Frost. Berliner Wetterbureau. Heize mit Anhaltische Kohlenwerke 357L* MONOPOL Mariengrube * Hüte 204L* Chapeau claque Cylinderhüte Filzhüte . von 7,50. Prämiiert mit der goldenen Medaille. 19 O von 4,00. O von 1,50. Feurig Süsser Pelz- Waaren Waaren nur eignes Fabrikat. Schirme grösstes Lager. Kraft- Rothwein FürBlutarme u.Kranke ärztlich empfohlen Fi.1,50 Jeder Arbeiter, U.2M. Jeder Handwerker follte zur Arbeit Otto Gerholdt, Dresdener- Strasse 2. Santa Lucia ali Ecke Skalitzer- Str. ZV haben die Reberhose Herkules tragen. Auein- Berkauf. Sehr starke Bare in Unter ständiger Kontrolle des prattijdjen grauen u. braunen Streifen, Das Richtigsehen Gerichtschemikers Dr. C. Bischoff. auch einfarbig. An Bund aus einent ift für jeden Menschen von größter Bedeutung, umjomehr Alle Gummiwaren! Stigearbeitel Scht feste stapp aber für denjenigen. 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