Nr. 15. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 0, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Rr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die 60 Mark, welche am 13. Januar 1903 im Café Schiller an unfren" Redaktionsboten, um zum Trenbruch und zum Verrat von Geschäftsgeheimnissen an die politische Polizei zu verleiten, ge zahlt wurden, find bisher nicht abgeholt worden. Sollte der Empfangsberechtigte bis zum Dienstag, den 20. Januar, sich nicht melden, so nehmen wir an, daß es im Sinne des Spenders ist, wenn wir die Summe der focialdemokratischen Parteikasse zum Zwecke des Kampfes gegen die preußische Polizeireaktion überweisen. Redaktion des Vorwärts". Obstruktion und Ausgleich. " Sonntag, den 18. Januar 1903. denen als Antragsteller nicht Mitglieder des Jungczechenklubs, sondern " Gut, Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Bergleich der neuen und der alten Zolltariffähe. Neuter. Bisheriger Bollfab in Kronen Weizen, Spelz und Halbfrucht 7,50 3,57 Roggen 7, 3,57 Gerste 1,79 Safer 1,79 Mais 1,19 Malz 5,40 8,57 Meht 15, 8,93 Trauben, auch Weinmaische 40, 23,81 Feines Tafelobst 20, 11,90 Feines Tafelgemüse 20, 11,90 Blumen • • 50, 11,90 70, 23,81 Ochsen per Stück 60, 35,71 30, 7,14 Sungbien 18, 7,14 Schweine über 120 Kilo Pferde über 2 Jahre 22, 7,14 100, 23,81 Pferde unter 2 Jahre Geflügel, tot, 100 Stilo 50, 23,81 25, 14,29 20, 4,76 35, 23,81 Schweinefett. Liqueur 45, 38,08 170, 142,86 60, 47,62 75,- 47,62 Hopfen Kühe Fische Butter. Wein in Fässern Wein in Flaschen Schaumwein, 00 HG Eine 50ftündige Situng. 150,- 119,05 der ihnen benachbarten czechischen Agrarier und National- Ein Vergleich der bisherigen und der neuen Zollsätze auf focialen fungieren. Das sind die Jüngstezechen, die Neber- 2ebensmittel- soweit sie Herr v. Koerber mitgeteilt hat, zeigt nationalen, die, diplomatischen Erwägungen unzugänglich, die folgende Unterschiede: czechische Legende für baren Ernst nehmen, die Czechen wären im stande, Destreich und sein Barlament aus den Angeln zu heben. Die Agrarier find sechs Mann hoch: es sind die Niederlagen der Jungczechen bei den letzten Wahlen in den Landgemeinden. Die Nationalsocialen zählen fünf Abgeordnete: sie besitzen die durch jungczechische Hilfe eroberten Mandate der fünften Kurie, von denen drei chemals socialdemokratisches Besitztum waren. Ihr Haupt ist der grimme Selofac und der zornige Freßl, Leute, die об ihrer czechischen Ursprünglichkeit auch außerhalb Deftreichs berühmt" geworden sind, und unter den Schimpftalenten des östreichischen Parlamentarismus mit in erster Reihe stehen. Was nun die Jungczechen freudig freudig bewilligten: die Zurückstellung des Dringlichkeitsantrags, die Bertagung der Obstruktion, das verweigerten die stolzen Czechen, die zufammen einer weniger als ein Dußend sind, und erklärten dem östreichischen Parlamente den Krieg. Die Waffe der Obstruktion, die -st- ien, 16. Januar. Bacacs müden Händen entfunken war, hob Herr Freßl auf und verDem Datum des Tages muß die Stunde beigefügt werden: langte die sofortige Verhandlung der neunzehn Anträge, die auf Fünf Uhr nachmittag. Nämlich die Sigung des feiner Partei Conto gehen. Der Einfall nun, daß elf Abgeordnete öreichischen Abgeordnetenhauses, die gestern das ganze Haus terrorisierten wollen, nicht etwa bloß obstruktions11 Uhr vormittags begonnen hat, dauert zur mäßige Mittel gebrauchen, um einen ihrer Ansicht nach schädlichen Stunde noch fort, und es ist gar nicht aus Gefeßentwurf zu verhindern, sondern direkt und ausschließlich zu geschlossen, daß sie sich über Mitternacht aus dem Zwecke, um das Haus überhaupt zu ruinieren, der Gedanke nun dehnen wird. Man fist zwar figt? nein, man schläft ist so bizarr, daß er im Nu das bewerkstelligte, was zwei Jahre mehr mit der kurzen Unterbrechung von 6 Uhr morgens bis vergebens versucht wurde: Die Frontstellung fast des 10 Uhr vormittags nun dreißig Stunden beisammen, aber ganzen Hauses gegen diese Obstruktion". noch immer ist kein Ende dieser Menschenquälerei abzusehen. Wer Die Dringlichkeitsanträge sollen verhandelt werden? mit den öftreichischen Verhältnissen nicht vertraut ist, würde nun so verhandeln wir sie bis physischen Erschöpfung meinen, es handle fich um einen entscheidenden Schlag gegen der Gegner": Das war die Antwort, die sich dann zu Die Riesen- Dbstruktionssizung des öftreichischen Abgeordnetenschlossen, der unausrottbaren Obstruktion eine Hauptschlacht einen wahren Kampf gegen die unbesiegbare Bucht der Zeit zu be- Dauer zu Ende gegangen. Sie endete mit einem Kompromis die Obstruktion, die arbeitswilligen" Elemente wären ent- ber Sigung ohne Ende verdichtete, in der die Obstruktionisten hauses, die am Donnerstag früh begann, ist mit einer Unterbrechung von wenigen Stunden am Sonnabendnachmittag nach 50stündiger zu liefern. Dem ist aber gar nicht fo, fondern diese stehen hatten. unermeßliche Sigung ist nichts mehr als eine bloße Episode, der Obstruktionisten, die in einer Zurüdziehung ihrer DringlichkeitsDie Sigung dauert dreißig Stunden, und in dieser Tonart foll Anträge willigten. Ueber die Fortsetzung der Verhandlung am die für die Chancen der Obstruktion überhaupt gar nichts es weiter gehen, bis die Helden lobebären" dahinfinken im männer- Freitag und Sonnabend wird gemeldet: beweist. Um die Situation halbwegs verständlich zu machen denn mordenden Streit. Vorläufig halten sie sich eigentlich ganz tapfer. Senn mordenden Streit. Vorläufig halten sie sich eigentlich ganz tapfer. Der Löwenanteil an den Dauerreden fiel bisher den Abganz verstehen sie selbst die gelernten Destreicher" nicht, muß Der Freẞl allein hat gestern zuerst vier und dann drei Stunden geordneten Choc und Freß zu. Namentlich die Kräfte wieder einmal auf die berüchtigte Einrichtung der Geschäftsordnung gesprochen wenn man das noch Neden nennen kann. Geistiges letteren scheinen unerschöpflich zu sein. Er ist nicht bloß des östreichischen Abgeordnetenhauses, die sogenannten Dringlich braucht sich die Obstruktion natürlich nicht anzuftrengen, denn sie im 6 Uhr abends hatte Herr Praschet seine Rede über die EinHauptredner, sondern auch der Organisator der Obstruktion. feitsanträge, hingewiesen werden. Im Sinne der betreffenden steht überhaupt nicht unter der Kontrolle des Präsidiums, und führung faltblütiger Zuchthengste in den Staatsgestüten begonnen, Bestimmung tann nämlich die Beschleunigung oder Ab- niemand vermag zu konstatieren, ob die Debatte wirklich, wie es die um 9 Uhr redete er noch immer. Die Andeutschen beginnen die türzung einer Verhandlung beantragt werden, welches Abkürzungs- Geschäftsordnung vorschreibt, auf die Frage der Dringlichkeit beschränkt Czechisch- Radikalen zu höhnen; man schimpft den Redner Zazivorka instrument sich zu der abgefeimtesten Methode entwickelt hat, den bleibt". Die Redner sprechen nämlich czechisch, und nach einem 2... bub, Haderlump!" Er läßt sich nicht stören und ers Gang der Verhandlungen aufzuhalten, ja ganz unmöglich zu machen. eisernen Brauch darf das Präsidium von Reden in nichtdeutscher flärt, er habe noch stundenlang zu sprechen und bedürfe zur BeDie Gegenstände, bezüglich welcher die fofortige" Verhandlung be- Sprache nicht Notiz nehmen- was den Vicepräsidenten Kaiser frei- gründung der Dringlichkeit der Ruhe. Um 10 Uhr abends schließt gehrt werden kann, lassen sich nämlich ins ungemessene vermehren, lich gestern nicht gehindert hat, den Rednern furzweg das Wort zu Braschet. Nun kommt der siebente Dringlichkeitsantrag:" Unterund so haben es zwanzig Mitglieder, die zur Stellung eines solchen entziehen. Aber da das Verhandlungsmaterial größer ist als die süßung der Arbeitslosen durch öffentliche Arbeiten", an die „ Dringlichkeitsantrages" ausreichen, thatsächlich in der Hand, das physische Kraft der Redner sein wird, so ist das eigentlich gleich thut sehr entrüstet: Reihe. Es spricht Herr Kubr. Der allteutsche Malik Abgeordnetenhaus in den Zustand vollständiger Lähmung zu ber- gültig, denn bei dieser ganz neuen Obstruktion kommt es nicht mehr Menschengestalt sprechen! So tann nur eine Bestie in setzen. Aus der Seffion, die im Dezember vertagt werden mußte, auf die Hilfsmittel der Geschäftsordnung an, sondern lediglich darauf, feit, Ce ist eine Niederträchtigarme arbeitslose Leute zu Dbstruktionszwecken ausum die Anwendung" des§ 14 für das Budgetprovisorium zu er wie lange Leib und Seele diese Marter aushalten, wie lange die zunüßen! Sie frivoler, niederträchtiger Kerl!" möglichen, find nun solcher Dringlichkeiten dem neuen Sessions- paar Kämpfer auf Schlaf und Erholung verzichten können. Die Malik erhält den Ordnungsruf, ruft aber unmittelbar darauf: abschnitt als Erbe nicht weniger als 68 hinterlassen worden die Majorität" hat einen regelmäßigen Schichtwechsel organisiert und Sie ausgefressener er!!" Der Alldeutsche Doez ruft: Vertagung läßt nämlich die Wirksamkeit der Anträge und Vorlagen fann diese eine" Sigung auch bis Sonntag führen. Im Augenblick Mißbilligungsausschusses gegen Malit und Does, fein Barteigenoffe Elender Betrüger!" Rubr verlangt die Einsetzung des unberührt. Als gestern das Abgeordnetenhaus zusammentrat, hatte ist der Ausgang noch nicht zu bestimmen. Daß die" Obstruktion" 3 azworla erhält das Schlußwort zu dem Dringlichkeitsantrage. es vor sich eine Tagesordnung, welche erste Lesungen von vier niedergerungen werden muß, ist freilich unzweifelhaft, aber sie kann wichtigen, dringenden und umfänglichen Geſetzwerken umfaßt. Der auch den Kampf vorzeitig aufgeben oder unvermutet von den Jung- vanelli im Saale, um bald darauf wieder zu verschwinden. Um Am 11 Uhr abends erscheint der Ackerbauminister Baron Gioerste Punkt ist die Brüffeler Zuckerkonvention mit den zwei damit in czechen Succurs erhalten. Das würde freilich den Spaß schnell in Mitternacht ist Herr Bazworka zu Ende. Der czechische Vicepräsident Berbindung stehenden Zudergesetzen, der zweite die Wehrvorlagen, die Ernst wandeln. Zaczek hat das Haus verlassen, er ist schlafen gegangen. Die Last -w D " zur " " diesmal nicht bloß die Aushebung der Rekruten, sondern auch eine Mitten in der Verhandlung" zweier solcher Dringlichkeits- des Präsidiums ruht allein auf den Schultern des deutschen Vicewesentliche Erhöhung des Rekrutenstandes bringen, der gesamte anträge ergriff nun Herr v. Koerber das Wort, um zu gleicher präsidenten Kaiser. Die Glocken ertönen im ganzen Haus. Heute Staatsvoranschlag, und schließlich der Preßgefeßentwurf, der auf der Beit wie Herr v. Szell in Budapest über die Ausgleichschlafen die Abgeordneten nicht. Sie spielen in den KlubTagesordnung seit Mitte Mai„ steht". Wie aber zu dieser Tages- vereinbarungen Aufschluß zu geben. Der Eindruck der immern Karten. Alles eilt in den Saal. Das Haus ist ordnung gelangen, da 68 fofort" zu verhandelnde Dringlichkeits- langen Erklärungen, deren wesentlichen Inhalt der Draht überglänzend beschlußfähig. Es wird abgestimmt. anträge, von denen jeder einen normalen Sigungstag beansprucht, mittelt hat, ist der, daß Destreich den Ausgleichsfeldzug so ziem den politischen Behörden in Böhmen": Das ist bereits ein Ein neuer Antrag folgt:„ Ueber die sprachlichen Verhältnisse bei den Zugang sperren? lich berloren hat. Was das Entscheidende ist: Der verordnete Dringlichkeitsantrag der Klofac- Gruppe. Abg. Choc erNun, die jungczechische Obstruktion, die sich zeitweilig recht bär- Ausgleich des Jahres 1899, der Destreich so ungerechtfertigte Laften, greift das Wort. Der Aldeutsche Jro ruft: gute Nacht! Alles beißig gebärdet, ist nicht besonders ernst zu nehmen. Da die Ungarn so übertriebene Beute gebracht hat, bleibt unverändert auf- verläßt den Saal. Um 2 Uhr nachts spricht Choc noch immer. Die Obstruktion im gegenwärtigen Augenblick die sofortige Schließung recht. Herr v. Koerber hat nur einige Verbesserungen des Ueber- meisten andren Abgeordneten weilen in den Stlubzimmern. des Reichsrates zur Folge hätte denn die Zuderkonvention muß einkommens über den Veterinärverkehr erlangt, dann den Fortfall richtigungen bekommt I o fac das Wort zum zehnten DringlichkeitsUm 14 Uhr schließt Choc. Nach einigen thatsächlichen Beam 1. Februar in Brüssel hinterlegt sein und so müßte die Regie- des Tiroler Getreidezuschlages erreicht, einer auch vom nieder- antrag über das Wahlrecht. Er schont feine Stimmmittel. Der Vicerung, wenn sich das Barlament ftüßig erweisen würde, abermals östreichischen Standpunkte recht odiosen Abgabe, zu dem§ 14 greifen, denn die Vorteile der Konvention preiszugeben, bei der finanziellen Not Tirols und Destreichs schwer zu überhaupt spricht. Er ermahnt ihu, lauter zu sprechen. Wenige die selbst präsident Kaiser beobachtet ihn unausgefeßt durch das Opernglas, ob er fönnte fie nimmer verantworten, so haben die Jungczechen alle rechtfertigen ist, und die Aufhebung der Transportsteuer auf der Augenblide später springt der Alldeutsche Iro, der Czechisch versteht, Ursache, das Löwenfell wieder für eine Zeit einzupaden und statt Donau, die aber durch die Befreiung der ungarischen Renten von hochrot im Gesicht, empor: Das ist eine Gemeinheit! Stlofac hat grimmige Obstruktion brave Regierungspartei zu spielen. Wozu der östreichischen Rentensteuer reichlich weitgemacht ist. Die sogenannte gefagt, das Präsidium foll ihn...!" lofac:„ Das ist noch kommt, daß die Fortdauer der mutwilligen Obstruktion Loyalitätsklausel ist ein unverbindliches Gerede, der übrigens der eine ge! Eisentolb( alldeutsch):„ Einer von Euch hat's gesagt, den Abbruch der Verständigungs- Konferenzen nach sich ziehen Nachsatz jede verpflichtende Kraft nimmt, und das Uebereinkommen das beeide ich!" Bazworka:" Das ist nicht wahr!" Die Allwürde einen Effekt, den zu vermeiden die Jungczechen über die Besteuerung der Kommissionslager muß man sich erst genau einander. Fro:" Das darf man sich nicht gefallen lassen!" Man deutschen und die Czechisch Radikalen geraten an alle Ursache haben. So war es natürlich nicht schwer, sie zu der befehen, bevor man an einen Erfolg Destreichs glauben wird. Auch drängt beiderseits vor, Fäuste werden erhoben. Vicepräsident Kaiser: " Zurüdftellung" ihrer Dringlichkeitsanträge zu bewegen" ein die Verpflichtung, schon im März zur Aufnahme der Barzahlungen Ich unterbreche die Sigung." Jm Saale wird weiter gelärmt, der Borgang, der allerdings mit der Geschäftsordnung ebenso wenig zu schreiten, ist wesentlich ein Erfolg Ungarns. Was den 8oll- Wicepräsident aber, ber feit 42 Stunden ununter als mit dem gefunden Menschenverstande zu vereinbaren ist denn tarif betrifft, so ist er eine Orgie rohester Schutzzöllnerei; speciell brochen im Dienst ist, eilt ans Büffett. Nach einer Viertelstunde die Dringlichkeit besteht ja eben in dem Verlangen, einen Gegenstand die Agrarzölle erfahren eine Erhöhung, die selbst die schlimmsten wird die Sigung wieder eröffnet. sofort zu verhandeln, das Zurückstellen bedeutet also doch ganz Erwartungen übertrifft. Die peinlichste lleberraschung sind wohl Um 6 Uhr erscheint Präsident Graf Vetter. Minutenlanger eigentlich einen Verzicht auf die sofortige Verhandlung, kommt also die Minimalzölle, und der Hinweis des Ministerpräsidenten, Beifall der Linken begrüßt ihn. Klofac ruft ironisch:" Heil!" Daim Wesen einem Aufgeben des Antrages gleich und da nach dem sie seien um 1,20 Kr. niedriger als die allgemeinen Bollfäße, vermag mit ist das Schicksal der Sigung entschieden: es wird keine UnterBrauch der Schlamperei in diesem Hause die Methode der den trostlosen Eindruck dieser östreichischen Auflage des Zollwuchers intermittierenden Obstruktion zulässig ist, die Deutschen mit der nicht zu mildern. Die Vorlagen über den gesamten Ausgleich Zurückstellung auch einverstanden waren, so schien es, daß man werden in den nächsten Tagen herauskommen, und dann wird über mun ohne weitere Fährlichkeiten in die Tagesordnung eingehen das traurige Kapitel noch zu sprechen sein. werde können. Aber es fommt immer anders in Destreich als man ertvartet. Unter den 68 czechischen" Anträgen befinden sich nämlich 19, bei brechung eintreten. V Um 8 Uhr ruft der Präsident den Abgeordneten Klofac auf Grund der Geschäftsordnung wegen der langen Dauer seiner Rede, in welcher er die Frage der Dringlichkeit erschöpft habe, zur Sache. Klofac beendet hierauf seine Rede. Nachdem beide Generalredner auf das Wort verzichtet haben, ergreift se lofac in czechischer Sprache das Schlußwort. Die Dringlichkeit des Antrags wird mit allen gegen die Stimmen der fünf antvesenden Czechisch Radikalen und eines eines czechischen Agrariers abgelehnt. Um Sattler-, Riemer, Taschner- und Lederwaren sowie bei Schuhen| Bruder Eitel Friedrich weiterhin eine Drientreise unternehmen, wird 9 Uhr ergreift Czerny das Wort zur Begründung des nächsten und Handschuhen, die Papierindustrie bei einzelnen Papiersorten und Aegygien und Palästina sehen und schließlich dem Sultan einen Dringlichkeits- Antrages und spricht czechisch. 11m 11 Uhr insbesondere bei der Papierkonfektion, die Kautschutindustrie bei Besuch abstatten. Es wird sich also mancherlei Anlaß bieten, spricht Czernh noch immer. Die Czechisch- Radikalen und die Galloschen, Weich- und Hartgummi- Artikeln, die Holzindustrie allerlei politische Bedeutung in eine Prinzenreise hineinzudeuten. czechischen Agrarier willigen durch ein Kompromiß in eine abgekürzte bei Möbeln, Drechsler- und Knopfwaren, die Eisenindustrie Berhandlung ihrer Dringlichkeitsanträge, soweit dieselben nicht bei Eisenkonstruktionen, Draht und Blechwarenwerkzeugen, Im Zeitalter Löhnings. zurückgestellt oder zurückgezogen wurden, ein. Infolgedessen war Schlosser, Messerschmied- und sonstigen Kleineiſenartikeln, die um 2 Uhr nachmittags die Obstruktion der radi Maschinenindustrie bei Jm preußischen Staatsministerium ist, so wird uns geschrieben, Dampf- Textil- und einigen landtalen Czechen und der czechischen Agrarier bewirtschaftlichen Maschinen, bei Dynamos und Elektromotoren, die ein Antrag zur schleunigen Beschlußfassung eingegangen, wonach endet. Das Haus geht zur Verhandlung des Dringlichkeits- Metallindustrie bei gegossenen und geschmiedeten Artikeln, bei vom Tage des Beschlusses ab die Verleihung des Ranges eines antrages des Abg. Stein betreffend sofortige Vornahme der leonischen Waren und Goldarbeiten, die chemische Industrie für ge- Geheimen Kanzleirats an Personen des mittleren Beamtenersten Lesung des Budgets über. Die Sigung dauert fort. wisse Gruppen einen Wertzoll usw. Die bezüglichen Säße des Boll- standes nicht mehr stattfinden soll, damit das Prädikat„ Geheim" tarifs beziehen sich in gerechter Würdigung der verschiedenen Inter- nicht weiterhin Anlaß zu betrübenden Verwechslungen mit den effen nicht nur auf die eigentliche Großindustrie, sondern, und sogenannten höheren Beamten giebt. Schon vor einigen zwar mit besonderer Sorgfalt, auch auf die mannigfachen Jahren ist diese Verleihung wesentlich Politische Ueberficht. Berlin, den 17. Januar. Vela tulens Eine arge Zollmogelei, die sich den vielen andren, die während der parlamentarischen Kämpfe um den Zolltarif vorgekommen sind, würdig anschloß, konnte am Sonnabend im Reichstag aufgedeckt werden. Zur Beratung stand die Rösickesche Interpellation, die nach dem Begriff Malzgerste" fragte. " * * Deutfches Reich. Die politische Polizei. So wird also die Frau Kanzleirätin ihr schmales Einkommen hinfort nicht dadurch minder schmerzhaft empfinden, daß sie sich " Geheimrätin" schimpfen lassen darf. Das„ Geheim" gebührt nur noch der Sippe der Erbweisen, der Studierten. Die Kultur Preußens ist damit wieder um ein bedeutendes Stück gefördert, die Kasten noch peinlicher geschieden. Erzeugnisse des Gewerbefleißes, der kleinen und hausindustrielen Jahren ist diese Verleihung wesentlich eingeschränkt worden, Thätigkeit. Sie erstrecken sich insbesondre auf die Stickerei, wie ein Vergleich im Berliner Adreßbuch von 1903 gegen 1893 beim Wirkerei und Strickerei, das Gewerbe der Seiler, Seiler, Hut Kultusministerium erkennen läßt. In Zukunft soll der Geheime macher, Tischler, Drechsler, Töpfer, Schmiede und Spengler, Kanzleirat nur noch denjenigen mittleren Beamten zuerkannt werden, Schloffer, Gürtler, Messer- und Scherenschmiede, Feinmechaniter, die als Abiturienten oder als ehemalige Lieutenants in den StaatsGold- und Silberarbeiter 2c. Der neue Zolltarif beruht also auf dienst getreten sind, alle übrigen sollen unterschiedlich als Obereiner Basis, die auch nach Abschluß der neuen Handelsverträge unsrer Kanzleiräte bezeichnet werden. An die drei Kabinette wagt man sich Wirtschaft die Gewähr einer gefunden Entwicklung bietet." allerdings nicht heran, da bleibts beim alten. Die Mitteilungen bestätigen nur, was schon aus den gestrigen Daß so eine gewaltige Reform unbedingt notwendig ist, wird Bekanntlich hatte der Reichskanzler mit all dem frisierten Auslassungen der Herren von Szell und Koerber hervorging: daß jeder in der Kastologie einigermaßen Gebildete ohne weiteres einPathos, dessen er fähig ist, zweimal erklärt, daß er in die der neue östreichische Zolltarif nichts andres ist als ein etwas fehen. Der preußische Staat kann es unmöglich dulden, daß jemand von den Agrariern geforderte Erhöhung des Minimalzolles modifizierter Abklatsch des deutschen Rüstzeuges. Anlage und Ein- aus den„ unteren Klassen" Herr Geheimrat angeredet wird, zumal auf Gerste niemals einwilligen werde. Dann waren waren die teilung des neuen Tarifs find, soweit die Angaben der beiden seit 1870 fogar ehemalige Feldwebel, deren Töchter von SteuerKompromißverhandlungen gekommen, die zu dem bekannten Gersten- Minister erkennen lassen, dieselben wie im deutschen Mustertarif. direktoren nicht geheiratet werden dürfen, sich unter den Kanzleiräten opfer führten. In den ersten Meldungen hieß es, daß die Regierung Selbst die das berechtigte Maß weit übersteigende Specifikation und befinden. in eine Erhöhung des Minimalzolls auf Braugerste willigen werde. die Einführung von Mindestfäßen für landwirtschaftliche Erzeugnisse Der Ausdruck Braugerste" verschwand dann plötzlich und an seine findet man im östreichischen Tarif wieder. Stelle trat in der denkwürdigen Sigung des 13. Dezember der Ausdruck„ Malzgerste". Der Reichskanzler erklärte, daß eine zolltechnische Unterscheidung zwischen Malagerste und Gerste sich ermöglichen lasse, und daß die Regierung bereit sei, der verlangten Erhöhung des Minimalzolls für Malzgerste zuzustimmen. Was ist nun Malz- Die„ große" Berliner Presse schweigt hartnäckig über das schwere gerste? Nach dem Urteil des Sachverständigsten aller Sachvers Mißgeschick der Berliner politischen Polizei. Wenn so etwas in ,, Es fehlt ein Hofnarr." Im Hinblick auf den Verlauf der ständigen ein Begriff, der für Weise wie für Thoren gleich Frankreich passiert, dann läßt sich's Scherl spaltenweise telegraphieren Strupp Affaire legt Dr. Barth in der„ Nation" diese Meinung geheimnisvoll ist. Jede Gerste kann gemälzt werden und ist dann und in der Woche" wären die Bilder zu sehen:" Der Redaktions- nieder: Malzgerste. Durch die zolltechnische Untersuchung ist ein Qualitäts- bote, der den Kommissar in die Falle gelockt"," der Kommissar, der" In jenen Zeiten, als die Fürsten sich Hofnarren hielten, wurden unterschied zwischen den verschiedenen Gerstenarten nicht festzustellen. zur Spigelei verleitete"," die Droschke, in der man zum Café auch an Höfen gelegentlich dem Monarchen bittere Wahrheiten gefagt. Selbst mit Es bleibt nur die Möglichkeit, den Unterschied nach dem Zweck der fuhr" usw. usw. den Redaktionsspizeln be- Das Metier des Hofnarren war weder dankbar noch ungefährlich; man fich, über die Herr Martin Hilde die Schellenkappe saß nicht immer auf einem wißigen Haupte die und noch seltener auf einem charaktervollen. Der Hofnarr fand oder Schroten für Brauzwede ungeeignet gemacht wird, verliert fie persönliche Ueberzeugung, daß er( der journalistische Polizeichef es zumeist bequemer, ein bloßer Höfling zu sein. Ein Hofnarr auch als Futtergerste an Wert, und die Kosten des Verfahrens Dr. Henninger) derzeit aus den verschiedenen Redaktionen aber, der es ernst mit seinem Beruf ridendo castigare würden eine eventuelle Zollermäßigung wieder ausgleichen. ganz ausgezeichnet bedient wird. In einzelnen Berliner Redaktionen mores( lachend die höfifchen Zustände geißeln) nahm, pflegte auf die Was antwortete nan der Schatsekretär? Mit der faltblütigsten glaubt man sogar seine Pappenheimer ganz sicher zu kennen und Moral des Hofes einen bedeutsameren Einfluß auszuüben als der Miene von der Welt verleugnete Frhr. v. Thielmann seinen Vor- man beläßt sie trotzdem in ihrer Stellung, weil ihnen die Schelle Oberhofprediger. Heute, wo es teine Hofnarren mehr giebt, ist es schwerer gemacht, die un= gesetzten und erklärte, daß weder im Zollgesetz noch im Tarif auch nun schon einmal umhängt und man sich besser vor ihnen in acht den Fürsten noch nur ein Wort davon steht, daß Futtergerste bei Verträgen billiger nehmen kann, als wenn ein ungezeichneter Kollege an ihre geschminkte Wahrheit zu hören. Die höfifche Umgebung Stelle träte". Herr Hildebrand fügte noch hinzu, noch hinzu, dieses der Monarchen hat felten ein Interesse daran, die Wahrheit untarisiert werden sollte. Er hätte gar nicht anders reden können, leberwachungssystem sei eigentlich unnötig, denn die Zeitungen mittelbar an den Thron gelangen zu lassen, und ein regierender wenn der Minimalzoll für Gerste im allgemeinen auf vier Mart kommen der Bolizei hinsichtlich ihrer Ueberwachung viel mehr ent- Fürst muß schon einen ungewöhnlichen Scharfblick haben, wenn er festgesetzt wäre. Ganz unbestimmt sprach der Schatzsekretär von der gegen, als man glaubt." Wie entgegenkommend die Zeitungen sind, durch all den schmeichlerischen Dunst, der ihn umgiebt, die Realität Möglichkeit, bei Vertragsverhandlungen mit andren Mächten doch beweist das polizeifromme Schweigen. der Dinge zu erkennen vermag. noch auf die zolltechnische Differenzierung zurückzukommen, deren Entdeckung er gütigst dem Auslande überließ. Verwendung zu treffen. Sowie die Gerste aber durch das Darren schäftigte brand Ende Oktober 1901 schrieb:„ Ich hege Ueber diese Erklärung waren die Agrarier im höchsten Grade erfreut. Graf Stollberg, Herr Gamp, Herr Nißler und Dr. Jäger vom Centrum drückten der Regierung ihre höchste Anerkennung für diesen Streich aus. Die Kosten der Täuschung werden ja auch nicht die Großagrarier, die genügend Futtergerste für ihre Viehhaltung bauen, zu tragen haben, sondern die kleinen und mittleren Bauern, die in der Hauptsache die Verbraucher des jährlichen Imports von 5 Millionen Doppelcentner find. Die Opposition, in erster Linie Genosse Wurm, unterließ es natürlich nicht, das Verhalten der Regierung in den schärfsten Worten zu brandmarken. Nach Erledigung der Interpellation wurde die legte der sechs Resolutionen zum Zolltarif in Angriff genommen. Sie ist ein Superlativ agrarischer Unverschämtheit und fordert von der Regierung, daß sie in fünftigen Handelsverträgen die Zölle auf Gärtnereiprodukte und andre landwirtschaftliche Erzeugnisse, insbesondere die Vieh- und Fleischzölle nicht unter die bei der zweiten Lesung des Zolltarifs beschlossenen Säge ermäßigen und sich bei den Handelsvertrags- Verhandlungen mit einem Stabe von agrarischen Sachverständigen ausrüsten solle. Die Begründung dieser Resolution gab Herr Herold. Er wendete die alte Erpressungstaktik an und drohte mit Ablehnung der Handelsverträge, wenn die Regierung nicht Order parieren wolle. Dabei forderte er mündlich noch mehr, als schriftlich niedergelegt war. Unter anderm verlangte er von der Regierung, daß sie aus sanitären Gründen natürlich einen Milch zoll in die Handelsverträge mit aufnehmen solle, der in der Zollkommission durch ein Zusammentreffen günstiger Umstände zu Fall gebracht worden war. Eine sofortige Antwort konnte Herrn Herold nicht gegeben werden, da die Mehrheitsparteien es vorzogen, die Vertagung des Hauses herbeizuführen. Bei einer Abstimmung wären sie vielleicht in der Minderheit geblieben, denn die Herren hatten wieder von ihrem natürlichen Menschenrecht, am Sonnabend zu schwänzen, in überreichem Maße Gebrauch gemacht. Montag beginnt die Etatsberatung. Das öftreich- ungarische Rüstzeug. " " " = " Die katholische Kölnische Volts- Beitung" läßt sich Gäbe es an dem Hofe des Kaisers von Deutschland aus Berlin über die politische Polizei" schreiben, daß es sich wieder eine dem früheren Hofnarrentum ähnliche Stellung, gewissermaßen einmal um einen politischen Skandal" Handele, deffen Wirkungen das Amt eines bei Hofe akkreditierten und mit allen Vorrechten eines Botschafters ausgerüsteten Repräsentanten der nur der Socialdemokratie zu nuge kommen werden. Wir wissen längst, und die Aussagen im Tausch- Prozeß haben öffentlichen Meinung, so hätte es nicht geschehen es bestätigt, daß eine der Hauptaufgaben der politischen Polizei können, daß die Krupp- Affaire einen so unglücklichen Verdie Ermittelung von Verfassern bemerkenswerter lauf genommen hätte, wie es zum großen Leidwesen aller aufZeitungsartikel ist. Es will uns in der That nicht in den Kopf, richtigen Freunde der Monarchie thatsächlich geschehen ist. Die daß dies eine Aufgabe ist, welche des Schweißes der Edlen" rednerische Campagne des Kaiser 3 gegen den socialwert und wichtig genug erscheint, um das Geld der Steuerzahler demokratischen Vorwärts" hat mit einer Niederlage geendet. dafür zu verwenden. Nehmen wir nur ein Beispiel. Der Daß dieser Ausgang möglich war, daran tragen in allerSchreiber dieser Zeilen hat auch schon manchen oppositionellen Ar- erster Linie diejenigen die Schuld, welche die Verpflichtung hatten, tikel verfaßt, und es ist zweifellos, daß dann die politische Polizei den Kaiser zu informieren. Man hegt aber in der Bevölke= nach ihm„ recherchiert" hat. Es erscheint nicht sicher, ob dies rung den Verdacht, daß gerade unter denjenigen, welche von gelungen ist, aber nehmen wir einmal ein positives Ergebnis an. dem Monarchen durch persönlichen Verkehr ausgezeichnet werden, Welchen Nutzen hätte die Behörde von dieser Wissenschaft"? Gar Männer sich befinden, die es sich zur besonderen feinen; denn wie einst der verstorbene Bracke auf das Socialisten Aufgabe machen, den Kaiser gegen einzelne Teile der Begesez, so pfeife" ich auf die politische Polizei, und sämtliche Mit- völkerung, insbesondere gegen die Socialdemokratie, aufzuheben. glieder des königlichen Staatsministeriums fönnen mir weder Diefe Thätigkeit der Scharfmacher hat sich schon öfter als verVorteil( den ich nicht begehre) noch Schaden thun." hängnisvoll erwiesen. Die monarchische Institution könnte nur gewinnen, wenn diesen Leuten so rasch wie möglich das Handwerk gelegt würde." Diese Auffassung ist allerdings zu harmlos. Es handelt sich nicht um eine gelegentliche mißglückte Recherche der Bolzei, sondern um den skandalösen Versuch, einen Angestellten des Vorwärts" dauernd als Spigel zu gewinnen. " Die„ Kölnische Bolts- Zeitung" meint dann, die Socialdemotraten haben im Reichstage ein schweres Fiasko erlitten, und fährt fort: Aehnlich bespricht Dr. Barth die Ergebenheitsadressen an den Kaiser, die man den Arbeitern so lange erpreßte, bis in ihren Reihen der Abscheu zur entrüsteten Abwehr schwoll. Herr Dr. Barth vermag jedoch nicht zu sagen, daß der von ihm vermißte Hofnarr der öffentlichen Wahrheit am Berliner Hofe jemals Möglichkeit werden könne. Zur Landtagswahl in Preußen. 31 " Da kam die Affaire Krupp, deren Ausgang für den Vorwärts" und seine Leute einen politischen Erfolg erster Klasse bedeutete. Noch schlimmer war der Ausgang der Bewegung" der Arbeiter, von welcher der Kronprinz in seinem Briefe an die Delser Bei einer früheren Gelegenheit wiesen wir darauf hin, daß das sprach. Zahlreiche Arbeiter, welche Huldigungstelegramme an den Wahllokal für die Abgeordnetenwahl zum preußischen Landtag im Kaiser gesandt hatten, erklärten, von ihren Brotherren dazu Wahlkreise Nieder- und Oberbarnim die Stadtkirche in Bernau sei. gezivungen zu sein, und widerriefen ihre Stellungnahme. Jezt Daß es sich hierbei nicht etwa um eine Extravergünstigung für kommt noch dieses neueste Histörchen von den Aventüren der die Protestanten handelt, beweist der Umstand, daß im Wahlkreise politischen Polizei hinzu. Schon einmal mußte ein Minister vor Thorn- Briesen- Culm früher die Synagoge in Culmsee als Wahldiesem Staate im Staate die Flucht in die Deffentlichkeit" an- lokal diente; jetzt ist in der Villa nuova" cin genügend treten. Da wäre aller Anlaß gewesen, die veraltete Institution großes Lotal vorhanden. Aber Preußen ist wahrhaft paritätisch! einer Reform an Haupt und Gliedern zu unterziehen; aber allem Auch die Katholiken werden nicht zu kurz kommen. Der Wahlort Anscheine nach hat sich noch immer nichts geändert. Wenn das für den Kreis Grätz Neutomischel Schmiegel- Buck- Kosten, das so weiter geht, wird die Socialdemokratie troß ihrer verunglückten Städtchen Gräz, besitzt in Seidels Gesellschaftshaus einen Saal für parlamentarischen Putschversuche bei den diesjährigen Reichstags- 500-600 Personen; der Saal des Hotel du Nord ist sogar noch wahlen wohl einen gewaltigen Zuwachs von Stimmen zu ver- etwas größer. In Gräz werden aber ca. 700 Wahlmänner zeichnen haben und das dank der behördlichen Ungeschicklichkeit bei zusammentreten müssen. Bestehen hier die Polen auf Die Stellen der gestern vom Ministerpräsidenten v. Stoerber ihrer Bekämpfung." deren strifter Durchführung der geseglichen Vorschriften, zu Wahlmänner Der Fehler der sonst ganz verständigen Betrachtung liegt in der Durchführung das Wahllokal sämtliche gleichim östreichischen Abgeordnetenhause gehaltenen Rede, die sich auf die Industriezölle beziehen, sind in dem Wolffschen telegraphischen Unterschätzung der politischen Polizei. Die Polizei regiert Preußen zeitig aufnehmen können muß, so dürfte als Wahllokal nur Bericht sehr furz behandelt worden. Nach dem jetzt vorliegenden feit jeher. Ein wesentlicher Teil ihrer Macht besteht in der Personal- noch die polnische Pfarrkirche mit Raum für 800-1000 Personen in tenntnis. Auf die Füllung der Perfonalatten verwendet sie ihre Betracht kommen. ausführlicheren Bericht äußerte Dr. v. Koerber über den die größte Mühe, und es ist ihr ganz gleichgültig, ob sie ihre Auf Murowana- Goslin( Wahlort für Pofen- Ost und West und Industriezölle betreffenden Teil des neuen Zolltarifs: zumeist phantastischen oder verlogenen Kenntnisse mit den Obornik) wiesen wir bereits früher hin. Der größte Saal faẞt " Bevor ich auf die Industriezölle eingehe, konstatiere ich, daß unsaubersten Witteln gewinnt. Wenn sich nur die Akten füllen. Daß höchstens 200 Personen- Zahl der Wahlmänner über 500! In der neue Zolltarif entsprechend der vermehrten Verschiedenheit der durch diese Bestechungspolitik, durch die wie man aus der plumpen Schroda, Wahlort für Schrimm- Schroda- Wreschen, faßt der größte Produkte eine weitreichende Unterteilung der früheren Einzelpofitionen Draufgängerei des letzten Falles schließen muß- arme Teufel recht Saal höchstens 300 Personen Zahl der Wahlmänner ebenfalls und nunmehr 658 Tarifpofitionen enthält, die aber eben infolge dieser häufig verdorben werden, ein Fäulnisherd sittlicher Verwahr über 500! In beiden Wahlkreisen sind die Polen mächtig; Unterteilung nahe auf die doppelte Anzahl von Tariffäßen anwachsen. Losung geschaffen wird, bedarf keiner weiteren Erörterung. im ersteren siegten sie bei der letzten Wahl, im letzteren Diese Teilung bezieht sich auch auf die Rohprodukte, betrifft jedoch siegten erst bei der zweiten Abstimmung die Deutschen mit mir selbstverständlich hauptsächlich die Ganz- und Halbfabritate. So Immer dieselben Gesichter! Der Kaiser empfing am Sonnabend zwei Stimmen Majorität. Auch hier können die Polen die Verlegung find die Baumwollgarne in 25, die Baumwollwaren in 52, die Leinen-, Hanf- und Jutetaren in 36, die Wollengarne und Wollwaren mittag das Präsidium des preußischen Landtags. Wilhelm II. ent- des Wahllokals in die Kirche durchsetzen. hielt sich dem Lokal- Anzeiger" zufolge politischer Betrachtungen. Wir wiederholen die bereits im September vorigen Jahres ausin 47, die Seidenwaren in 47, die Papierwaren in 37, die chemische Nur äußerte er zu den Herren:„ Man sieht immer dieselben Gesichter" gesprochene Bitte, Mitteilungen über die Größe der bisher für die Hilfsindustrie in 95, die Eisenwaren in 193 Tarifsägen behandelt. Niemand vermag diesen Ueberdruß dem Staifer so nachzu- Wahl der Abgeordneten durch die Wahlmänner benutzten Lokale und Die sorgfältige Abstufung gestattet einerseits die genaue Uebereinstimmung des Zollfazes mit dem Handelswerte des Produktes empfinden, wie die Socialdemokratie. Seit einem halben Jahrhundert etwa vorhandene größere Lokale, auch Stirchen, an sieht man in Preußen immer dieselben erbweisen Gesichter, die feit Dr. Leo Arons, Berlin NW., Brücken- Allee 3 und andrerseits den sicheren Schutz des heimischen Erzeugnisses, wo- ben Märztagen des Jahres 1848 unmöglich sein sollten. Mag mun gelangen zu lassen. Die Wahlorte, für welche diese Daten besonders bei auch jenen Veränderungen besser Rechnung getragen werden Yonnte, die durch den Fortschritt der Wissenschaft und Technik be- die Regierung entsprechend der Aeußerung des Königs das preußische interessieren, find in Nr. 218 des" Vorwärts" 1902 zusammengestellt. Wahlrecht ändern auf daß statt der ewigen Kröcher endlich neue Es wäre erwünscht, wenn die Parteiblätter unsre Aufforderung dingt sind. Die große Zahl von Positionen macht es unmöglich, alle Einzel- Gefichter, Gesichter der neuen Kultur selbst in Preußen erscheinen.-unter Nennung des Wahlortes ihres Verbreitungsbezirks abdruckten. heiten anzuführen, weil ich die Geduld des hohen Hauses zu sehr Prinzenreise. Der Kronprinz, der eigentlich in Bonn in Anspruch nehmen müßte, wenn ich nicht, ohne dies zu be- längere Zeit studieren wollte, aber seine Studien schon häufig unterabjichtigen, wichtige Abfäße übergehen wollte. Ich muß mich da- brach, ist nun nach Petersburg gereist. Die russische Presse empfängt lieft man folgendes Inserat: her auch hier darauf beschränken, bloß das wichtigste hervor ihn mit den in folchen Fällen üblichen herzlichen Begrüßungen" zuheben. Die Baumwollspinnerei erhält eine neue Staffel für und die deutsche Preise soweit sie wohlgesinnt" bemüht sich die feineren Garne, die Kammgarnspinnerei erhält Schuß für gleichfalls, in dieser Reise ein politisches Geschehnis zu finden. melierte Garne, die Weberei entsprechend abgestufte und vielfach Thatsächlich tauschten Zar Nikolaus und der Kronprinz beim Galaerhöhte Säße bei den meisten Baumwollgeweben, bei den mittel- diner freundliche Toaste. feinen Wollwaren, bei Leinenbattisten, fassonierten Seidenstoffen Die brave Presse wird in nächster Zeit noch reichlich Gelegenheit wird. und Bändern. Die Lederindustrie bei gewissen Ledersorten und bei haben, vom Kronprinzen zu erzählen. Denn er wird mit seinem " 1 Wie blaues Blut entsteht. In der„ Kölnischen Zeitung" Zu einer fürstlichen Adoption mit Uebertragung des Titels wird junger Mann( nicht über 38 Jahre alt) gesucht. Buschriften mur von sehr vermögenden Selbstreflettanten unter J. P. 712 an die Erped. d. Bl. Kein ungewöhnlicher Weg mehr, wie blaues Blut hergestellt Ein armer Fürst adoptiert für eine anständige Rente einen reichen bürgerlichen Fant, den entweder Eitelkeit treibt oder der Ehrgeiz, die Karriere zu befördern. So kommt es z. B. vor, daß bürgerliche Offiziere einen„ alten Namen" gegen Entgelt adoptieren, um Aussicht auf Beförderung zu haben. Das ist der Ursprung vornehmen Adels. Auch das fürstliche Geblüt ist nur noch eine Ware, die kapitalistisch verhandelt wird! Als ich in die Kaferne zurückam, fand ich alle in Aufregung.| Verhältnisse ähnlich, nur daß hier der Verdienst im allgemeinen Alle Soldaten hatten die Felduniform an und standen mit dem Ge- höher ist. Der jährliche Durchschnittslohn der Gesamt- Belegschaft wehr in der Hand. Auch viele Offiziere waren da. Als man mich ist von 1332 auf 1224 M. gesunken, der der unterirdisch bes erblickte, wurde mir der Befehl gegeben, mich so rasch als möglich schäftigten eigentlichen Bergarbeiter von 1592 auf 1447 M., der anzukleiden. Ich kleidete mich um und wartete, was nun kommen der sonstigen unterirdisch beschäftigten Arbeiter von 1096 auf Die Wahl in Danzig. Eine Privat- Depesche meldet andre meinten, wir müßten eine Räuberbande gefangen nehmen, Arbeiter von 1125 auf 1080 M., der der Jugendlichen von 369 auf follte. Einige dachten, daß sich wieder die Chinesen erhoben hätten, 1024 M., der der über Tage beschäftigten männlichen erwachsenen uns das amtliche Wahlergebnis: Bartel( Soc.) 5569, Mommsen andre wiederum, daß die Omsker Rekruten revoltierten. Einige 355 M. In einer günstigeren Lage befinden sich die Arbeiter auf ( frs. g.) 6174, Heydebreck( f.) 4273, Wolzlegier( Pole) 345, un- Wochen zurück haben die Rekruten in Omst thatsächlich revoltiert, demt staatlichen Steinkohlen Bergbau in Saargültig 118, zersplittert 15 Stimmen. Am 22. Januar ist die Stichwahl. 3 Kosaken erschlagen und 25 verwundet, sie haben aber das so start brüden. Hier ist der Jahres- Arbeitsverdienst nur von 1044 auf Bom Retter der hessischen Landwirtschaft. Man schreibt uns aus büßen müssen, daß ihnen wohl die Lust zu Revolten für alle Ewigkeit 1042 M. gefunken, und zwar der der unterirdisch beschäftigten eigentHessen vom 15. Januar: Einer der eifrigsten Antragfabrikanten in bergangen ist. Einige meinten, es gehe etwas auf der Bahn vor lichen Bergarbeiter von 1193 auf 1191 M.; der der übrigen der Zweiten Kammer ist der Antisemit Köhler- Langsdorf, und es ist sich; die Eisenbahnarbeiter hätten sich erhoben. Die beiden hier Arbeiterkategorien ist sogar etwas gestiegen. Das gleiche gilt für fast unheimlich, wie produktiv er auf diesem Gebiete ist. Freilich stationierten Kosakensotnien waren schon abgeschickt worden und nun den Steinkohlen Bergbau in Oberschlesien, steht die Qualität des Gebotenen in keinem Verhältnis zur Quantität sollten wir ihnen zu Hilfe eilen. Es schlug vier und nun erschien wo das Einkommen der eigentlichen Bergarbeiter von 983 auf desselben und manches hat nur Makulaturwert. Aber unverdrossen der Kommandierende mit dem Priester. Wir wurden mit dem 969 M. gesunken, das der übrigen etwas gestiegen ist. Die weibund beharrlich ist Herr Köhler, wenn er mit seinen Anträgen keine heiligen Wasser bespritzt, der Kommandierende hielt eine Rede und lichen Arbeiter haben es hier bis auf 321 M. gebracht, während sie Gegenliebe findet. Das zeigt sich jetzt wieder daran, daß er dann marschierten wir zu dem Bahnhof und stiegen in die Wagen im Jahre 1900 nur 311 m. verdienten. zwei früher schon gestellte Anträge auffrischt, und zwar verlangt er ein. Wir stiegen aus. Als man uns bemerkte, erhob sich von allen Aus diesen Zahlen geht deutlich hervor, daß die hochtönenden in denselben die Einrichtung landwirtschaftlicher Unterrichtskurse für Seiten Schreien und Pfeifen. Es strömten Leute zusammen. Das Worte der Denkschrift unrichtig sind. Die Arbeiter hatten unter Lehrer an ländlichen Fortbildungsschulen sowie die Einrichtung war gegen sechs. Der Generalgouverneur ritt vor die Menge und der Krisis ganz erheblich zu leiden, denn eine Lohnreduktion von landwirtschaftlicher Lehrkurse für Soldaten. Mit fagte folgendes:" Brüderchen, warum wollt Ihr Euch unglücklich 1592 auf 1447 M., also um etwa 10 Broz., oder eine solche von dem letzteren Antrage will der gute Mann wahrscheinlich den Beweis machen? Ihr seht ja, wer angekommen ist; ich muß nur ein Wort 991 auf 936 M. verspüren die Arbeiter ganz erheblich. Noch deuterbringen, daß die zweijährige Militärdienstzeit zu lang ist und sagen und Ihr werdet zu Pulver gemahlen. Wollt Ihr denn mit licher tritt die Wirkung der Krisis zu Tage, wenn man die einzelnen noch verkürzt werden kann. In der Begründung dieses Antrages Gott streiten? Hätte Gott gewollt, das Ihr reicher Ober- Bergamts- Bezirke betrachtet. Im Bezirk Breslau ist der macht der Langsdorfer Bürgermeister seinen Groll gegen den Handel werdet, so hätte er der Verwaltung der fibitischen Bahn mittlere reine Jahresverdienst der Arbeiter gegen das Vorjahr um und die Juden Luft, wenn er schreibt: Herz und Sinn der deutschen den Gedanken eingeflößt, daß sie Euch die Fahr- 4 m. gefallen. Allerdings ist auch die Durchschnittsleistung gesunken, Mächte gehören vielmehr dem Handelsgeist, dem Welthandel( personiWenn das aber Gott nicht will, was könnt aber die Schuld daran tragen nicht die Arbeiter, sondern die wirtfiziert in dem Juden Ballin) an und alles, was diese für die Land- Ihr dagegen machen? Ihr reißet meine Soldaten aus der Geduld Schaftlichen Verhältnisse. Im Bezirk Dortmund stellte sich der wirtschaft zu thun scheinen, geschieht nicht aus Liebe zu ihr, sondern und Ihr werdet in Scherben geschlagen." Als der Generalgouver- reine Durchschnittslohn aller Arbeiter auf 3,01 m. gegen 3,12 M. aus den Beweggründen der Furcht und der Diplomatie." neur geendet hatte, seßt der Schreiber fort, begannen die Arbeiter, im Jahre vorher pro Mann und Schicht. Im ganzen wurden auf den Bergwerken, Hütten und Salinen wirtschaft studieren, die Soldaten während ihrer Dienstzeit Land- hörte a freigen, zu ſchreien, au lachen und zu pfeifen, man hörte das Knattern von Revolvern und auf uns sausten Steine des Staats im Jahresdurchschnitt 74 875 Arbeiter gegen 72 727 hernieder. Unter den Soldaten entstand Verwirrung, einige er im Vorjahre beschäftigt, und zwar 69 192 Mann beim Bergbau, Berständiger Finanzvorschlag. Aus Darmstadt wird ge- griffen die Flucht, andre fielen nieder. Der Kommandierende kam 891 bei der Gewinnung von Steinen und Erden, 3843 beim Hüttenschrieben: Der Finanzausschuß der zweiten Kammer in But und stürzte vorwärts, wir und die Kosaken eilten mit Ge- betrieb, 837 beim Salinenbetrieb und 112 bei den Bade- Anstalten. hat in seinem Bericht über das Staatsbudget den Antrag gestellt, fchrei ihm nach. Was weiter gefchah, weiß ich nicht, weil ich so Durch Betriebsunfälle wurden 112 Arbeiter getötet oder auf Die Kammer wolle die großherzogliche Regierung ersuchen, im aufgeregt war, daß ich nichts sah, das Schreien auf beiden Seiten 1000 Mann der durchschnittlichen Belegschaft 1,464- eine Zahl, Bundesrat dahin zu wirken, daß das Reich durch größere Sparsamkeit betäubte mich ganz. Die Schlacht dauerte 40 Minuten und dann die zwar etwas geringer ist als die des Vorjahres( 1,507), aber und Einschränkung der Ausgaben eine Herabsetzung der Matrikular- trat Ruhe ein. Man sah tote und verwundete Ar- immer noch groß groß genug. Die Verwaltung hat es an beiträge der Einzelstaaten herbeiführe. Ein Mitglied des Ausschusses beiter und Soldaten. Die Soldaten fagten, es feien etwa scheinend nicht allzu eilig mit Maßnahmen zur Verhütung gab dabei seiner Meinung Ausdruck, daß eine Besserung der bis- 100 Mann tot, darunter seien aber nur wenig Soldaten; verwundet von Unfällen; vor etwa fünf Jahren ist eine Kommiffion nach herigen Zustände in wirksamer und gerechter Weise nur dann seien 70 Soldaten. Wie wir erfahren haben, sollen in dem Haufen Frankreich, Belgien, Sachsen und England entsandt worden, um herbeigeführt werden könne, wenn eine Reichs- Einkommensteuer ein- 12 000 Personen gewesen sein. Sie hätten uns, die Wahrheit ge- die Verhältnisse dieser Länder zu studieren, und erst jetzt wird auf geführt werde. sagt, kurz und klein schlagen können und diejenigen von uns, die mehreren Staatswerken die Anwendbarkeit verschiedener Maßregeln Wegen Majestätsbeleidigung verurteilte das Landgericht Schwein- Tage und sechs Nächte auf demselben Platz und bewachten die Bahn durch Stein- und Kohlenfall, wie sie in ausländischen Bergbauam Leben geblieben sind, danken dafür Gott. Wir standen sechs und besonderer Vorrichtungen zur Verhütung von Verunglüdungen furt den Buchdrucker Louis Hetz aus Sonneberg zu drei Monaten und die Züge. Niemand wurde gestattet, die Wagen zu verlassen. Bezirken in Anwendung stehen, einer Prüfung unterzogen. Gefängnis. Von einem Gendarm in einer Ortschaft bei Gerolzhofen als das Telegramm des Ministers ankam, das das Cirkular viele Tausende braver Bergleute werden noch ihr Leben lassen müssen, wegen Bettelns verhaftet, machte er seinem Aerger hierüber in des Chefs der Bahnverwaltung faffierte, be- bis die Prüfungen zum Abschluß gelangt und die Einrichtungen, Heftigen Aeußerungen über den Kaiser und dessen Essener Rede Luft. ruhigten sich die Arbeiter. Sie erklärten aber, daß sie die sich im Ausland bewährt haben, in Preußen nachgeahmt sind! nicht eher an die Arbeit gehen wollen, bis die Verhafteten nicht freiDer sächsische Hofzwist. gelassen seien. Der Generalgouverneur erklärte ihnen, er werde fie Also billets giebt. Man Wie Die Nebernahme der Statistik des Arbeitsmarktes durch das geber der Zeitschrift„ Arbeitsmarkt". Dr. Jastrow, hatte schon in der vorlegten Nummer seines Blattes einige Worte zur Aufklärung an feine Mitarbeiter und Freunde gerichtet, die wir auch abgedruct haben. Darin hieß es: Dresden, 17. Januar. Die„ Dresdener Nachrichten" teilen mit, nicht zur Arbeit zwingen, die Verhafteten könne er nicht freila Reich geht unter merkwürdigen Umständen vor sich. Der Serausdaß die Unterredungen des juristischen Vertreters des Kronprinzen denn die erhielten Lebenslängliches 3uchthaus. mit der Kronprinzessin bezw. deren Anwalten in Genf zu dem Er- weiß nicht, wie es weiter wird, es ist aber hier sehr unruhig. Wenn gebnis geführt hätten, daß die Kronprinzessin auf sämtliche ihr aus wir uns schlafen legen, denken wir immer, daß wieder Alarm geihrer Ehe zustehenden Titel, Rechte und Würden verzichtet und schlagen wird und daß wir wieder marschieren müssen. Aus der fortan wieder ihren ursprünglichen Familiennamen annimmt. Kaserne werden wir nur in größeren Gruppen herausgelassen und Stronprinz Friedrich August habe sich bereit erklärt, der Prinzessin nur mit Gewehr, weil man einen Ueberfall auf offener Straße aus eigenen Mitteln jährlich die Summe von 30 000 Mart befürchtet." überweisen zu wollen. Auch betreffs des von der Kronprinzessin feiner Zeit mitgebrachten Heiratsgutes in Höhe von 1 Million Mark ist verhandelt worden. Dieses dürfte der Kronprinzessin voll zurückgezahlt werden. Parlamentarifches. Militär- Pensionsgesetz. Von Nationalliberalen und Konservativen Wenn eine private Organisation besteht. und eine staatliche geschaffen werden soll, so gehört es zu den ersten Aufgaben Der damit befaßten Behörde, mit jener Fühlung zu nehmen, schon um Störungen für die Uebergangszeit thunlichst zu vermeiden." Diese Störung ist nun durch das unangenehm selbstsichere Ver halten der amtlichen Stelle schon eingetreten. In der letzten Nummer des„ Arbeitsmarkt" fehlt das bisher regelmäßig am 15. jeden Monats Genf, 17. Januar. Lachenal, der Anwalt der Prinzessin, ist ein Antrag im Reichstag eingebracht, durch den der Reichskanzler erschienene statistische Monatsmaterial der Krankenkassen. Die Tabelle erflärte bezüglich der Blättermeldung, daß der Kronprinzessin nach ersucht wird, das seit Jahren erwartete Militär- Pensionsgefez noch mit dem Kopf: der Scheidung eine jährliche Rente von 30 000 Fr. zugebilligt sei in dieser Session dem Reichstage vorzulegen. und sie ihre Kinder unter der Bedingung sehen dürfe, daß sie von Giron lasse, hierüber sei noch nichts Bestimmtes festgesetzt. Ausland. Republik und Monarchic. Partei- Nachrichten. Ein häßlicher Druckfehler hat sich in die Notiz„ Totenliste der Partei" in voriger Nummer eingeschlichen. Es muß selbstverständlich heißen, daß der verstorbene Genosse Wächter in Gadder baum alle seine Kräfte in den Dienst der Partei gestellt hat und nicht in den der Polizei, wie gesetzt worden ist. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Eine außerordentlich interessante Erscheinung des lezten Jahrzehnts ist die Flucht der hervorragendsten Vertreter und Vertreterinnen der Monarchie in die Republik. Als 1894 der Reichskanzler Caprivi furz nach dem erfolgreichen Abschluß der Handelsverträge, die sich in der Folge Eine erhebliche Strafherabfessung erlangte der Genosse für Deutschland als so überaus segensreich erwiesen, entlassen wurde, Saad in Dresden vor dem Landgericht Bauzen als Berufungseilte er ohne Verzug aus der Monarchie in die Republik, um instanz. Haad war seiner Zeit vom Schöffengericht wegen Befich in Montreux am Genfer See feinen jedenfalls kritischen Betrach leidigung einer Wagenbaufirma zu 500 M. Geldstrafe verurteilt tungen während der Dauer eines halben Jahres hinzugeben. Nach seiner worden. Er hatte in einer Versammlung das Verfahren der Firma Rückkehr in die deutsche Heimat hielt er sich bis zu seinem Tode oftentativ bei der Ausführung staatlicher Aufträge kritisiert und dabei Thatvon allen öffentlichen Vorgängen fern. Die gemachten Erfahrungen fachen mitgeteilt, die das Verfahren bei Herstellung von Eisenbahnhatten offenbar sein Gemüt tief verbittert. Der dritte Reichswagen mindestens sehr verdächtig erscheinen ließen. Diese Thattanzler Hohenlohe weilte ebenfalls in der Schweiz, um die fachen wurden auch vor Gericht erwiesen. Aber weil Haad nach der republikanische Luft einzuatmen und am Ende zog er es sogar vor, Anklage der Firma auf Grund dieser Thatsachen unlautere Motive auf republikanischem und nicht auf monarchischem Boden zu sterben. unterstellt haben soll, deshalb wurde er zu der hohen Strafe verErzherzog Johann lenkte nach seinem völligen Bruch mit der urteilt. Monarchie die ersten Schritte in die schweizerische Republik und nun in Die Beweisaufnahme vor dem Berufungsgericht ergab wesentlich jüngster Zeit tamen gleich zwei mit der Monarchie völlig zerfallene, aller- dasselbe Bild wie in der ersten Instanz. Das Berufungsgericht fah höchste" Persönlichkeiten, die Kronprinzessin von Sachsen und ihr Bruder Erzherzog Leopold Ferdinand in die Schweiz, erstere insbesondere aus Gründen der persönlichen Sicher heit, die sie mit Recht in keiner Monarchie zu finden hoffte. Das Schicksal der Prinzessin Luise von Soburg, die ihr ganzes Leben als Gefangene in einer Frrenanstalt verbringen muß, und Eine erfolglose Hausfuchung wurde in der Druckerei der zwar in dem monarchiſchen Sachsen, bildet eine furchtbare Warnung„ Leipziger Bolkszeitung" vorgenommen. Man suchte nach dem für alle Brinzessinnen und Prinzen, welche der erdrückenden Stid Manuskript der„ Altenburger Boltszeitung", die dort gedruckt wird. luft der Monarchie entfliehen wollen, um endlich Mensch sein zu können. Der Palmsonntag gehört nicht zur Karwoche und es finden Alle diese Vorgänge bedeuten einen kläglichen Zusammenbruch der monarchischen Fittion mit ihrer Vernunftwidrigkeit, insbesondere aber auf ihn nicht die Bestimmungen der Verordnungen über die äußere einen fläglichen Zusammenbruch der sächsischen Spießbürger- und Heilighaltung der Sonn- und Feiertage Anivendung, die VerChikanen- Politik, die in jeder roten Nase und in jedem roten Unter- gnügungen in der Karwoche" ausschließen wollen. rod ein„ republikanisches Abzeichen" erblickt. Nun pfeift sogar die Kammergericht entschieden und den Vorsitzenden des Maler- Gesangzufünftige Stönigin auf die Monarchie und die Königstrone, indem vereins in Stiel freigesprochen, der wegen Veranstaltung eines Versie sich nicht mit„ republikanischen Abzeichen" begnügt, sondern gleich einsvergnügens am Palmsonntag auf Grund der Verfrommungsdie Republik für sich erwählt. Die monarchische Fiktion kracht in verordnung für Schleswig- Holstein angeklagt worden war. allen Fugen und der gesunde Menschenverstand triumphiert. Die Republik aber nimmt mit stolzer Gelassenheit die Huldigung der zerfallenden Monarchie entgegen. Rußland. wenigstens als erwiesen an, daß bei dem Bau der Eisenbahnwagen Vorgänge beobachtet worden seien, die den Anschein ertoeckt hätten, als jei nicht alles in Ordnung. Aber trotzdem sei alles in Ordnung gewesen. Saad wurde zu 200 M. Geldstrafe verurteilt, so daß die ursprüngliche Strafe um 300 M. ermäßigt ist. Sociales. Das Einkommen der Bergarbeiter in Preußen. Statistisches Monatsmaterial. Krankenkassen Mits Monats- Zunahme am 1. Januar glieder in Proz. 1902 1903 die sonst fast anderthalb Spalten übersichtliche Zahlen gab, enthält zwischen den stehen gebliebenen Randleisten nur die Nachricht:" Bei Schluß der Redaktion waren die Krankenkassen- Ziffern diesmal unvollständig eingetroffen, so daß die Zusammensetzung noch nicht möglich war."( Bur Begründung f. o. den leitenden Auffag.) An der citierten Stelle lesen wir nun: " Zum erstenmal seit den fünf bis sechs Jahren, in denen es eine Organisation der Arbeitsmartt- Berichterstattung in Deutschland giebt, ist eine Stockung in der Berichterstattung eingetreten: die Mitgliederziffern der Krankenkassen, die sonst pünktlich nach Monatsschluß eintreffen, soweit sie an die Berichterstattung des Arbeitsmarkt" angeschlossen sind, sind diesmal zu dem gewohnten Der Grund liegt darin, daß das Termine teilweise ausgeblieben. Statistische Reichsamt, welches seine amtliche Zeitschrift vont 1. April ab erscheinen lassen will, mit dem Ersuchen um Einlieferung der Ziffern schon vom 1. Januar ab sich im wesentlichen an dieselben Stellen gewandt hatte, die bisher an den Arbeitsmarkt" lieferten. Während die Berichterstattung des Arbeitsmarkt" darauf berubte. daß nur eine Hauptziffer, diese aber sofort beim Monatsschluß gemeldet wurde, verlangt das Statistische Reichsamt, wie verlautet, genauere Angaben nach Mitglieder- Stategorien und setzt dafür als Einlieferungstermin den 10. des Monats fest. Infolgedessen frat eine Lage ein, in der manche Magistrate und Verwaltungsstellen muſtand nahmen, von den Krankenkassen doppelte Angaben( jummarische beim Monatsschluß und genauere 10 Tage später) zu verlangen." Für jede derartige Statistik ist das Vorhandensein vergleich barer Reihen vorzüglich wichtig. Mag auch die vom Statistischen Reichsamt beabsichtigte Specialisierung der Krankenkassenmitglieder als ein Fortschritt in der Berichterstattung angesehen werden, so So hat das mußte doch vor allen Dingen darauf gesehen werden, daß die Statistit nicht mit einmal plump unterbrochen wurde. Daß das, was Jastrow bisher in der Statistik des Arbeitsmarktes geschaffen hat, brauchbar ist, hat das Reichsamt ja durch Anwendung ber Jastrowschen Methode anerkannt; um so befremdlicher wirkt es, daß man nun nicht Sorge trägt, in der Berichterstattung keine Lücke cintreten zu lassen. Es wäre sogar, um den Anschluß an die neue Form der Berichterstattung zu gewinnen, nötig gewesen, die alte Form noch einige Monate neben der neuen fortzuführen, und daher ivar es notwendig, daß man sich mit dem Veranstalter der bisAus Sibirien treffen Nachrichten ein, daß an der sibirischen Die dem Landtage vorgelegte Denkschrift über den Betrieb der herigen Statistik in Verbindung fekte. Daß man es nicht gethan Bahn verschiedenerorts ernste Aus standsbewegungen unter der preußischen Berg, Hütten- und Salinenverwaltung hat, beweist zwar sehr viel bureaukratische Ueberhebung, aber sehr stattgefunden haben. Unter den Arbeitern der Eisenbahnwerkstätten stehenden Staatswerke während des Etatsjahres 1901 weist darauf wenig Verständnis für das, was den Wert der Statistik ausmacht. hat es dort schon lange gegärt, denn die Arbeiter in Sibirien sind hin, daß die auf allen Gebieten des Handels und der Gewerbe einBom englischen Arbeitsmarkt. London, 15. Januar. Der heute nicht ohne ausgegebene Bericht des Arbeitsamtes bestätigt die allgemeine Benicht minder der Ausbeutung und Rechtlosigkeit ausgesetzt, wie ihre getretene weitere Verschlechterung der Geschäftslage Genossen in dem europäischen Rußland. Die Regierung überläßt die Einfluß auf den Betrieb der staatlichen Werke bleiben konnte und obachtung, daß die Arbeitslosigkeit im Wachsen begriffen Berwaltung der sibirischen Bahn oft sehr zweifelhaften Beamten, die das besonders gegen Ende des Jahres fast überall eine Berringerung ist. Die berichtenden Gewerkschaften zeigen eine Arbeitslosigkeit Die Unannehmlichkeit des Lebens in der Dede dadurch auszugleichen des Absatzes und stellenweise auch der Verkaufspreise erfolgt sei, die von 5,5 Proz. im Monat Dezember 1902 gegen 4,8 im November suchen, daß sie recht viel auf die Seite bringen. Daß sie dabei die bei den vielfach noch gestiegenen Selbstkosten das Erträgnis der und gegen die durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 5,3 Prozent im Haut des Arbeiters nicht schonen, braucht wohl faum noch gesagt zu Werke herabdrücken mußte. Trotzdem gelang es, ein im ganzen Dezember der letzten zehn Jahre. werden. Ende September traten deshalb die Arbeiter der Eisen- zufriedenstellendes Jahresergebnis zu erzielen, und nur bei sehr Die Arbeiter bahntverkstätten in Krasnojarsk in Ausstand, weil ihnen der Lohn wenigen Werken war ein Zuschuß unvermeidlich. nicht rechtzeitig ausgezahlt worden war. Anfang Oktober thaten hatten, so heißt es in der Denkschrift, unter der Verschlechterung der dasselbe die Arbeiter in Irkutsk. Die Aufregung hatte sich faum Lage im allgemeinen nicht zu leiden, Feierschichten wurden in sehr ctivas gelegt, als ein Cirkular des Chefs der Bahn erschien, das mäßigem Umfange eingelegt, die Löhne gingen nur unbedeutend" befahl, daß den Arbeitern, die in Sibirien für die Bahn angeworben zurüd und größere Entlassungen konnten überall" durch entsprechende iverden, keine Fahrvergünstigung gewährt werden soll. Dieses Betriebsmaßnahmen vermieden werden. Cirkular schürte die Bewegung in Krasnojarsk von neuem an. Die Sehen wir, was an diesen Worten Wahres ist! Nieder Arbeiter der Eisenbahnwerkstätten traten wieder in den Streik, der Auf dem Steinkohlen Bergbau in aber nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte, weil es an ge- fchlesien ist der Durchschnittsverdienst der Gesamt- Belegschaft nügenden Mitteln fehlte. Auf den Streit in Krasnojarst folgte aber von 1900 bis 1901 von 910 auf 871. gesunken; am schwersten ein andrer in Omst, der die Zurückziehung des Cirkulars crzwang, betroffen wurden die unterirdisch beschäftigten eigentlichen Bergder aber auch viele Opfer gefordert hat. Ueber die blutigen Vorarbeiter, deren Lohn von 991 auf 936 M., und die sonstigen unterfälle während des Streits erzählt ein Soldat in einem Privatbriefe irdisch beschäftigten Arbeiter, deren Lohn von 950 auf 906 M. sant. folgendes: Im Ober- Bergamts Bezirk Dortmund liegen die Arbeitslosen- Demonstrationen marschieren jest fast jeden Tag durch die Straßen Londons, so daß man sich an sie bereits gewöhnt hat und ihnen wenig Aufmerksamkeit schenkt. Jedoch zeigt sich die Preſſe ziemlich nervös über diese Erscheinung und nennt sie ein öffentliches Aergernis. Organisiert werden diese Prozeffionen von unsren energischen Genossen der Socialdemokratischen Föderation. Aus Induftrie und Handel. National Sypotheken- Kredit- Gesellschaft, Berlin. der In heutigen Sigung des Aufsichtsrates wurde ausführlich Bericht über die Lage der Gesellschaft erstattet. Der Reingewinn für das letzte Geschäftsjahr beläuft sich auf 637 694 M.( im Vorjahre nach Stegeltlub Slamaut Lederwarenfabrik Loth und Weinland 5,- Töpfer von 6,-. Berlin W. 10,30. Tilgung der Interbilang 434 085 M.), von welchem jeden Genossen Für die Weber in Meerane gingen bei der Berlinerjantvalt Lewinsky einige Schreiber der untergeordnetsten Art nach auf den bei der Reorganisation neu eingezahlten Geschäftsanteil Gemertschaftskommission weitere Beiträge ein: deren schwachen Leistungen auch entsprechend niedrig bezahlt hatte. 744 M., also circa 36 Broz., gutgeschrieben werden sollen. Ferner Gasofenfabrik der Englischen Gasanstalt Mariendorf d. R. 13,25. Ver Jedenfalls seien die Angeklagten weit über die Grenzen der er wird der Reservefond3 wieder auf 540 000 m. gebracht, so daß die band der Lederarbeiter( Weißgerber und Färber) 150,- Spar- und Seredit- laubten Kritik hinausgegangen. Der Schutz des§ 193 Str.-G.-B. berein Eiche 10,- Tafelrunde bei Nigsch 2- Firmenschilderfabrik Generalversammlung, falls sie es für angebracht hält, die Rückgabe Schmiedel 2,50. Gilvester bei Götte 4. Berband ber Barbiere 5,25. fei ihnen nicht zugebilligt worden. Das Gericht verurteilte den Andes gebildeten Garantiefonds beschließen kann; und außerdem liegt Buyer würdig und Genossen 10,10. Berein der Droschkentutscher 50,- geklagten Bauer zu 50 M., den Angeschuldigten Dr. Bachler zu Das Kapital zur ersten neuen Auslosung, die im März stattfindet, Kranzspende des 247. Bezirks 3,30. Bautischlerei bon Rühn, 300 m, wegen der Beleidigung und zu 100 M. wegen Nichtbereit. Die Geschäftslage hat sich also wesentlich gebessert. Luisen- Ufer, 6,50. Borstandssiüßng der Klempner- Drtstrantentasse 7,- aufnahme der Berichtigung, deren nachträgliche Aufnahme nebst der 10,-. Buchdruckerei Baß und Garlepp 3. Rate Veröffentlichung des Erkenntnisses angeordnet wurde. Der englische Arbeitsmarkt verschlechtert sich gewöhnlich während bes Monats Dezember, doch war im letzten Dezember die Arbeits- Schulze, Bau Krimhildstraße, 14, Bubertolonne Bopp 5,30. Ein gemeiner Nacheart fànd gestern durch die neunte Strafs Arme losigkeit in Großbritannien eine weit größere, als in den beiden 68jährige Witwe 1, B. Dhe, Bureau- Angestellte 13,75. Saal 9a ber kammer am Landgericht I seine Sühne. Aus der Untersuchungshaft boraufgegangenen Jahren, und zwar sind es namentlich die Arbeiter A. E. G. 26,95. Sippel 2, Nach der Hochzeit übern See 5,35. Verein vorgeführt, hatte der Kolporteur Hermann Britschow sich wegen der Eisen- und Stahlindustrie, des Maschinen- und vor allem des" Immunitas" 6,10. Stattlub Freiheit" 6,30. Gesangverein Morgen wissentlich falscher Anschuldigung zu verantworten. Er wurde in Schiffsbaues, die von der Verschlechterung der Konjunktur betroffen grauen" 10, Liere 4,65. Möbeltischlerei Baumgarten u. Söhne Rücksicht auf sein rückhaltsloses Geständnis trotz seiner erheblichen werden. Innerhalb der berichtenden 224 Trade Unions, die C. Lorenz, Abteilung Schlosserei d. S. 19,45. Die Glenden Vorstrafen zu nur 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Vom Staats552 415 Mitglieder zählen, waren Ende Dezember 30 302 oder von Sauce u. Slog 13,55. Tischlerei der Werkstatt W. Krause, anwalt, der die Anklage im öffentlichen Interesse erhoben hatte, 5,5 Proz. arbeitslos gegenüber 4,8 Proz. im November dieses und und Krankenpfleger 15,10. Kornmann 5,25. Verband der Maffage, Bade- maren 6 Monate beantragt worden. Der Anklage lag folgender Schneider der Firma Roman 15,-. 4,6 Proz. im Dezember vorigen Jahres. Und noch beträchtlicher als Tischlerei Kühn, Luisen- User, untere Werkſtatt 5, Stodrose 1,-. Am Borfall zu Grunde: Pritschow meldete sich im Februar 1900 geunter den Mitgliedern der Trade Unions, die zumeist zur Elite der Biertisch bei Burm 3,60. Buchdruckereien: M. Unger 3. Rate 4,10. Deutscher legentlich der Kommunalwahl in Lichtenberg bei dem dortigen socialenglischen Arbeiterschaft zählen, ist nach übereinstimmenden Angaben Verlag 4,-. H. S. Hermann, Setzer, Druder und Stereotypeure 47,- demokratischen Wahlfomitee mit dem Ersuchen, ihn etwas verder englischen Bresse die Arbeitslosigkeit unter den nichtorganisierten Seleib 5,70. R. Mosse, Zeitung 16,80. B. Paul 5,85. A. B. Schade dienen zu lassen". P. wurde, da er als unzuverlässig bekannt war, Arbeitern, besonders in den industriellen Gegenden Nordenglands. 13,50. unstein. Segerpersonal, 2. Rate 34,-.. Weichert 5,50. Born u. zurückgewiefen und denunzierte nun den Genossen O. Grauer, der Jakobi 4,-. Gießerei Wöllmer 80,95. Lezius u. Co. 3,70. Arbeiter in damals eine Schankwirtschaft betrieb, wegen Kuppelei. Wiederholte Marienburg- Mlawkaer Eisenbahn. Unter dem Vorsiz des Thorn 4,40. Tischlerei Helmich, Aderstraße 20,-. Polierpadden von Spinn Anzeigen mit verschiedenen Unterschriften, als deren Schreiber sich Kommerzienrats Richard Damme wurde heute vormittag 10% Uhr 5 Silvesterfeier bei Stegemann 2, Brauerei- Hilfsarbeiter 3. Rate P. nachher selbst bekannte, stellten die Behauptung auf, im Lokale in Danzig die Generalversammlung der Aktionäre der Marienburg- 50,-. Deutscher Holzarbeiter- Berband, Schöneberg 50, Moabiter Lieder des Genossen Grauer sei ein Absteigequartier". Er nannte auch Mlawkaer Eisenbahn eröffnet. Zu dem Hauptpunkt der Tages- tagsfeier zweier Genossen, Solmsstraße, 4,-.. K., Nachtrag, 1, Rohr- ladung vor die Straffammer von dem gegen sie verübten BubenFranz 15,50. Bußer mit Budifer Bau Schelsky, Steglit, 10,-. Geburts eine Reihe Namen von Frauen, die ebenso wie Grauer bis zur Borordnung: Beschlußfaffung über die Verstaatlichungsofferte, verlas leger von Leptin Nacht. Herms 3,90. Formftecher 14,80. Buchbruckereien: der Borsitzende zu Beginn ein Schreiben Schreiben des Ministers D. Drewig 9,80. M. Scherl, Woche" 3,95, bito„ Tag" 7,45, dito Cofal fireich keine Kenntnis hatten. Der Angeklagte, der sich mit Trunkendes Innern, in welchem derfelbe mitteilt, daß die Anzeiger" 8,80, dito Gewißgeld 2,65. Ustein u. Co., Seber 3. Rate 26,- heit entschuldigte, gab in der Verhandlung offen zu, aus Rache geStaatsregierung feinesfalls irgend welchen Anträgen auf Mittler u. Sohn 23,55. Baterländische Verlagsanstalt 6,95. Berband der handelt zu haben. Erhöhung der Kaufsumme zustimmen könne; derartige Anträge Fabrik- und Hilfsarbeiter 46,-. Von den Berufsgenossen und Dachdeckern würden gleichbedeutend mit Ablehnung der Staatsofferte angesehen der Firma Hiete, Rigdorf, 9, Steindruckerei Hagelberg d. 5. 2. 5,70. werden. Nach kurzer Geschäftsordnungs- Debatte sprachen beide Summa 1055,10 M., bereits quittiert 11 047,81 M., Gesamtsumme 12 102,91. Direktoren der Gesellschaft sich in eingehenden Darlegungen Es wird höflichst gebeten, die Listen abzuliefern. für die Staatsofferte aus. Hieran schloß sich eine mehrere Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. besteht. gebucht. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Gerichts- Zeitung. Der bekannte Königstrant"- Jacobi " " Verfammlungen. " fand eine gut besuchte Versammlung der Arbeitnehmer- Beisiger des Versammlung der Gewerbegerichts- Beifizer. Am 14. Januar Gewerbegerichts statt. Zunächst wurden die Wahlen für den AusStunden dauernde lebhafte Debatte, nach deren Schluß zunächst über den Antrag einer Gruppe Inhaber von Stammaftien schuß des Berliner Gewerbegerichts vollzogen. Für die einzelnen abgestimmt wurde, die Hauptabstimmung über die VerstaatlichungsStammern wurden gewählt: 1. A. Zander( Schneider), Ersahmann offerte gesondert für Stammattien und Prioritäten vorzunehmen. G. Trinks( Wäschearbeiter". 2. H. Lund( Hutmacher), Erfahmann Der Antrag wurde mit 21 699 gegen 2143 Stimmen abgelehnt. Die stand gestern wegen unlauteren Wettbewerbes und Beleidigung der Welzom( Zimmerer), Ersaßmänner W. Noack( Bauarbeiter) und G. Neuhaus( Textilarbeiter). 3. A. Vogel( Buzer) und W. Hauptabstimmung fand daher ohne Rücksicht auf die Art der Aktien Aerztekammer der Provinz Brandenburg sowie des Vertreters der A. Nieke( Rabizputer). 4. Robert Ahrens( Tischler), Erfahmann statt. Die Verstaatlichungsofferte wurde mit 24 918 gegen 2070 felben für die Verfolgung der Kurpfuscher, Prof. Dr. Kohmann Hermann Maaß. 5. May Behrend( Drücker), Alwin Körsten Stimmen angenommen. unter Anklage. Der jetzt 78 jährige Heilkundige Karl Jacobi( Former), Ersaßmänner Wilhelm Hentschel( Schmied) und H. Zur Lage der niederrheinischen Baumwoll- Industrie wird dem betreibt seine Sturen mittels des Königs", bezw." Kaiſertrantes" Bernite( Fo.mer). 6. Robert Zeiste( Kellner), Ersahmann Mar Manufatturist" aus M.- Gladbach geschrieben: In den Baumfeit 41 Jahren und preist ebenso lange seine Kunst in ellenlangen Stiefel( Tabakarbeiter). 7. Oswald Schumann( Hausdiener), Erwoll- Spinnereien blieb die Beschäftigung gut, und auch die Reklamen, unter vielfachen Ausfällen gegen die approbierten Aerzte, saßmann August Werner( Handelshilfsarbeiter). 8. Albert Massini Preise gestalteten sich wieder etwas beffer. Immerhin aber hat sich an. Im Jahre 1898 war er von der Aerztekammer wegen Betruges( Buchdrucker), Erfaßmann Carl Schulz( Buchbinder). Die Preislage noch nicht derart gehoben, daß die Baumwollspinner angezeigt, von der Straffammer aber freigesprochen worden, weil Sodann wurde in eine allgemeine Diskussion über die ver aus ihren Kalamitäten heraus wären Das Geschäft in diese annahm, daß der Angeklagte möglicherweise doch selbst an die schiedenartigen Auslegungen der Gesetzesbestimmungen durch die Baumwoll Abfällen war flott. Namentlich in den Heilkraft seiner Mittel glaube und es nicht zu entscheiden vermochte, Stammervorsitzenden eingetreten. Störsten eröffnet die Diskussion mittleren und geringeren Sorten wurden bedeutende Umsätze erzielt. ob der Angeklagte nur ein geschickter Schauspieler sei, der diese seine und fam auf einen Bericht des„ Vorwärts" über den Vortrag des Auch die Pub woll- Fabriken am Niederrhein hatten gut Ueberzeugung nur fimuliere. Auch bei der jeßigen Anklage hatte Reichstagsabgeordneten Stadthagen über die Lohnbeschlagnahme und zu thun. Sie könnten noch mehr produzieren als das jetzt der Fall der Angeklagte ursprünglich Glück. Die dritte Straffammer hatte das Aussehen" zu sprechen. Nach dem Bericht sagte Stadthagen, ist, wenn nicht dann und wann Mangel an Rohstoff eintrete. die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, weil sie das VorDie Baumwoll- Weißwebereien haben gut zu thun. Be- liegen einer Beleidigung verneinte und im übrigen auch auf den" daß der Arbeiter im Falle des Aussehens von dem Arbeitgeber den Lohn zu beanspruchen habe". Dem ist nicht fo. Ohne Ausnahme fonders Biber- und Kalmudstoffe blieben gut gefragt. Erwähnens Standpunkt sich stellte, daß der Angeklagte persönlich wohl felfenfeft haben die Gewerbegerichte in der Spruchpraris dahingehend ent wert ist es, daß sich die Ausfuhr in diesen Artikeln nicht univefentlich von seiner Fähigkeit, auch von Aerzten bereits aufgegebene Stranke schieden, daß, wenn dem Arbeiter seitens des Unternehmers gesagt gehoben hat und daß auch fernerhin gute Aussicht für den Export zu heilen, überzeugt sein dürfte. Das Kammergericht hat dann wird, daß er aussehen" müsse, und der Arbeiter hiergegen einen Auch die Nesselwebereien arbeiten mit voller Betriebskraft. auf Beschwerde die Eröffnung des Verfahrens angeordnet. Zur Einspruch erhebt, demselben die Zeit nicht bezahlt wird. Durchweg haben sie bereits bis in den Mai und Juni hinein Aufträge des Angeklagten, in denen er sich als„ Gerichtlich bestätigter Heil- heigendes Einverständnis" mit dem Aussehen angenommen. Eine Anklage standen die neueren der bekannten volltönenden Annoncen Wenn der Arbeiter feinen Einspruch erhebt, wird sein stillfundiger für Unheilbare" bezeichnete und Heilung für alle möglichen längere Diskussion verursachte der§ 616 des Bürgerlichen Gefeßschweren Krankheiten, wie Brustkrebs, Nasenkrebs, Zungenkrebs usw. buchs, nach welchem der Arbeitgeber verpflichtet ist, dem Arbeiter anpries. In den Inseraten des Angeklagten ist auch von„ Aerzte eine verhältnismäßig nicht lange Zeit, in welcher der Arbeiter ohne fammer und Aerzte- Jammer" die Rede, er proflamiert seinen Sieg fein Verschulden an der Ausübung der Arbeit gehindert wird, zu gegen Menschenverstümmler und-Vergifter" und teilt folgendes mit: bezahlen. Schumann bedauerte, daß die Auslegung in den meisten Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Siemens ut. Halske" Die Aerztekammer hat mich wegen unlauteren Wettbewerbes an- Fällen in entgegengesetter Richtung geschieht, namentlich hätte der befaßten sich am Sonnabend in einer zahlreich besuchten Versamma gezeigt; sie jammert, daß jemand da ist, der kann, was sie nicht Beruf der Hausdiener sehr darunter zu leiden. Massini und lung mit der Erörterung verschiedener Mißstände des Betriebes. der Angeklagte behauptet, dieser habe in der Narfose eine Frau so Behrend vertraten den Standpunkt, daß dieser Paragraph heute Obgleich die Firma im Geruche besonderer Arbeiterfreundlichkeit steht, fanden sich doch Redner genug, die hiergegen recht begründete zugerichtet, daß sie erst krank geworden sei, außerdem kündigt er an, diesen§ 616 durch Vertrag ausschließen. Diesen Scherereien tönne Zweifel erhoben. So ist jetzt eine neue Fabrikordnung eingeführt, die daß er den Prof. Stoßmann wegen gemeinster Beschimpfung" und man am besten entgegenireten, wenn die Organisationen sich stärken außer einigen thatsächlichen Verbesserungen auch erhebliche Verschlechte unlauteren Wettbewerbes" angezeigt habe. Die Verhandlung und dann korporative Arbeitsverträge von Organisation zu Organi gestaltete sich überaus schwierig und nahm mehrere St den in Anspruch, da der überaus lebhafte Angeklagte seinem Groll gegen die ist auch unter anderm jetzt bei Siemens u. Halske ein Bajus Aerzte in längeren Ausführungen Luft machte und der Vorsitzende wie das jetzt bei den Brauern geschehen ist. Zeiste wies auf die Dieser in die Fabrikordnung eingefügt, laut deffen sich die Arbeiter Landgerichtsdirektor Oppermann ihn wiederholt in den Rahmen Bedeutung des§ 133 des Bürgerlichen Geſetzbuchs hin. verpflichten sollen, die Ausschaltung des§ 616 des Bürgerlichen der Anklage zurückweisen mußte. Der Staatsanwalt beantragte meiblichen Angestellten im Gastwirtsgewerbe und in der Konfettion, Paragraph gewähre unwissenden Arbeitern und vornehmlich den bloße Dekoration des Betriebes, hat dennoch soviel Selbstgefühl in mehreren Tageszeitungen. Gesetzbuches anzuerkennen. Der Arbeiterausschuß, obwohl nur eine eine Gesamtstrafe von 4500 M. und Veröffentlichung des Urteils weiblichen Angestellten im Gastwirtsgewerbe und in der Konfektion, einen gewissen Schuß gegen die Praktiken gewissenloser Unternehmer, Nach sehr langer Beratung er= gezeigt, diesem Passus die Zustimmung zu versagen. Ferner rief es tannte der Gerichtshof auf Freisprechung des Angeklagten wegen welche die Arbeiter zum Unterschreiben von Verträgen zwingen, deren Ein Antrag die Dauer der Arbeitszeit als eine 81% stündige bezeichnet ist, wohingeheilt" bezeichnet ist. allgemeine Heiterkeit hervor, daß auch in der neuen Fabrikordnung der Annonce, bei welcher der Fall der Frau Zern unrichtig als Inhalt sie nicht in der Lage waren, kennen zu lernen. Der Angeklagte fei aber in drei Fällen Massini, wonach in jedem Vierteljahr eine Versammlung stattfinden gegen doch die Arbeiter und Arbeiterinnen in den meisten Abteilungen bes unfauteren Wettbewerbes, der Beleidigung der Aerztekammer soll, in welcher belehrende Vorträge über Rechtsprechung gehalten angehalten werden, tagtäglich 2, ja 4 und 6 Ueberstunden zu und des Prof. Dr. Koßmann schuldig erachtet worden. Sein Vor- verden, wurde angenommen. Teiften. Die Arbeitszeit beginnt bekanntlich um 7 Uhr gehen werde keineswegs durchweg von lauteren Motiven geleitet, Gentralverband der Civil- Berufsmusiker( Drtsverwaltung Berlin). morgens und soll mit einer halbstündigen Mittagspause um der Fall Bern zeige, daß er doch in der beliebten Weise der Char- Am 13. Januar fand die ordentliche Generalversammlung statt. Bu 4 Uhr nachmittags enden, fie endet aber vielfach erst um latans agiere. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zunächst gab der Kaffierer Gartmann den Bericht vom 4. Quartal. 6, 8, ja 10 Uhr abends. Verkannt wurde allerdings nicht, daß die einer Geldstrafe von 1000. event. 100 Tagen Gefängnis, wobei Hierauf erstattete Tieß den Jahresbericht. Der Bestand der HauptArbeiter an diesen Zuständen selbst einen großen Teil Schuld tragen. dem Angeklagten zu gute gehalten wurde, daß er durch die wieder- fasse am 31. Dezember 1902 betrug 75,60 M. Die UnterstützungsDieses Ueberstundensystem hat bereits zu einer bedeutenden Ber- holten Freisprechungen und Einstellungsbeschlüsse Mut bekommen taffe hatte einen Bestand von 149,25 M., die Sterbe- Unterſtügungsschlechterung des Gesundheitszustandes besonders der Arbeiterinnen haben mag, immer frecher gegen die Aerztekammer vorzugehen. Die faffe 272,75 W. Beim Uebertritt in den Centralverband waren geführt, so daß für diese von der Krankenkasse im letzten Jahre Buerkennung einer Buße wurde abgelehnt, der Aerztekammer und 210 Mitglieder vorhanden. Der Mitgliederbestand am 31. De ca. 80 000 m. mehr bezahlt werden mußten, als die Kaffe von ihnen dem Prof. Dr. Koßmann die Publikationsbefugnis im Berliner zember 1902 betrug 206. Die Neuivahl des Vorstandes hatte folgendes einnahm. In einer einstimmig angenommenen Resolution forderte Botal- Anzeiger", dem Berliner Tageblatt" und der Berliner Ergebnis: Hoch, 1. Vorsitzender, Kummer, 2. Vorsitzender, Behlide, die Versammlung die Wahl eines Arbeiterausschusses und erklärte Morgenpost" augesprochen. 1. Schriftführer, Schüß, 2. Schriftführer, Gartmann, Raffierer, sich gegen das Ueberstundenuntesen sowie gegen die Ausschaltung des Der Kellnerschutz ist durch die Rechtsprechung nunmehr auch für vermittler Böhm gewählt. Die Wahl der Revisoren wurde vertagt. $ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Ties, Beisiger. Zum Bibliothekar wurce Jischke, zum ArbeitsBerlin beseitigt. Nach§ 4 der Bundesrats- Verordnung vom Januar 1902 wird bestimmt, daß den Angestellten im GastwirtsDeutfches Reich. Die Ortsverwaltung. fann." " " 24 Stunden zu gewähren ist. Der Kellner des Schaniwirts Gustav Die Brüsseler Zuckerkonvention im Reichsrat. Kolonien nicht mit Strafzöllen belegen werde. Dann aber sei die ganze Stonvention für Oestreich nur eine Falle gewefen. Die Brüsseler Konvention sei für Oestreich eine leine Lehre gewesen, wie weit es auf die Bundesgenossenschaft Deutschlands rechnen könne. Redner verweist auch auf den deutschen Bolltarif, der feine Spike Redner verweist auch auf den deutschen Zolltarif, der seine Spike direkt gegen Destreich richte. Abgeordneter v. Jaworski erklärte, der Polenklub werde seine Haltung von der Vorlage über die Verteilung des Kontingents abhängig machen, da die Zucker- Vorlagen ein Ganzes bilden. Redner besprach die Gefahren, die sich aus der Brüsseler Konvention für Galizien ergeben tönnen, indem er die große Bedeutung dieser Industrie für Galizien betonte und bemerkte, nicht eine einzige Stimme werde sich im Bolenklub für die Vorlage erheben, wenn man nicht sicher sei, daß die galizische Zuckerindustrie hierbei keine Gefahr läuft. Gegen die Blockade Benezuelas. Achtung, Schuhmacher! Wegen Maßregelung eines Kollegen betriebe in jeder dritten Woche eine Ruhepauſe von mindestens Letzte Nachrichten und Depefchen. haben sämtliche Arbeiter der Schuhfabrik G. Reischel in grantfurt a. D. die Kündigung eingereicht. Sollte die Maßregelung No a d hatte diese Vergünstigung nicht benutzt und von der An- Wien, 17. Januar.( W. T. B.) Bei der heutigen Debatte nicht bis Montag zurüdgezogen werden, so legen die Arbeiter am nahme ausgehend, daß dies auf den Einfluß seines Arbeitgebers über die Budertonvention im Abgeordnetenhause erflärte Stulp Montagabend die Arbeit nieder. Zuzug nach Frankfurt a. D. ist zurückzuführen sei, erhielt der lettere ein Strafmandat über 5 M. über die Zuckerfonvention im Abgeordnetenhause erklärte Stulp streng fernzuhalten. Er ließ durch seinen Verteidiger Rechtsanwalt Leop. Meier gericht-( Czeche), es bestehe die Befürchtung, daß England, dem die liche Entscheidung beantragen. Der Angeschuldigte erklärte im Brüsseler Konvention freie Hand lasse, den Prämienzucker feiner Aus der Bewegung der Brauerei- Arbeiter. Obwohl München als Termin, daß er seinen Kellner in der dritten Woche nach dessen Bierstadt fich eines großen Rufes erfreut und hinsichtlich seiner Bier Dienstantritt darauf hingewiesen habe, daß er sich 24 Stunden produktion nächst Berlin an der Spize der deutschen Bierstädte steht, Ruhe zu gönnen habe, der Kellner soll aber angeblich erklärt haben, find doch die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Brauerei- Arbeiter daß er es vorziehe, ununterbrochen weiter zu arbeiten und Geld zu in der bayrischen Hauptstadt ungünstiger wie in andren Orten der verdienen, anstatt auf der„ faulen Haut zu liegen". Der AnBrau- Industrie. Nicht nur in größeren Städten besonders Norddeutsch geklagte habe geglaubt, da mit seiner Pflicht Genüge Lands, sondern auch in ganz kleinen Orten erfreuen sich die Brauerei get han zu haben. Der Staatsanwalt vertrat die Ansicht, daß arbeiter besserer Löhne und günstigerer Arbeitsbedingungen wie in der Angeklagte feinen Kellner hätte auf keinen Fall beschäftigen München. Die besseren Verhältnisse in jenen Orten sind der dürfen, er beantrage, das Strafmandat aufrecht zu halten. Der Wirksamkeit der Organisation, dem Centralverband deutscher Verteidiger wies darauf hin, daß ein ähnlicher Fall in Breslau ber Brauerei- Arbeiter, in erster Linie zuzuschreiben, dann aber handelt und in allen drei Instanzen zu Gunsten des Angeschuldigten auch wie die Brauer- Zeitung" fagt dem Umstande, entschieden worden sei. Die Gerichte hätten übereinstimmend erdaß die Unternehmer in jenen Orten mehr sociales Verklärt, daß ein Zwang zur Erfüllung der in Rede stehenden Verständnis zeigten, wie die Brauereibesitzer in München, wo ordnung nicht vorgesehen sei, wie schon aus dem Ausdruck hervor aber auch bie Organisation der Brauerei- Arbeiter feither gehe, daß die Ruhepause zu gewähren" sei. Der Gerichtshof nicht die gewünschte Stärke hatte. Neuerdings hat nun der kam zu derselben Anschauung und sprach den Angeklagten frei. Werden die Regierungen endlich etwas thun, um der ArbeiterschutzVerband eine lebhafte Agitation unter den Brauerei- Arbeitern Münchens entfaltet, die auch von Erfolg begleitet war. Man ist in Verordnung der deutschen Rechtsprechung zum Troz Geltung zu eine Bewegung zur Schaffung eines Tarifs eingetreten und hat den verschaffen? In dem Prozesse wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Adolf Unternehmern einen Entwurf eingereicht, welcher bei einer zwölf stündigen Präsenzzeit eine thatsächliche Arbeitszeit von 91 Stunden Lewinsky wurde gestern vor der zweiten Straffammer des Land fordert. Als Wochenlohn wird gefordert: Für Brauer sowie gerichts I das Urteil verkündet. Der Angeklagte, Bureauvorsteher für Bierfahrer 26-30 Mart, für ständige Hilfsarbeiter 22 Georg Bauer, hatte in dem von ihm redigierten Fachblatt New York, 17. Januar.( W. Z. B.) Der Dampfer Saint Louis bis 24 Mark, für Tagelöhner 22 Pfennig Stundenlohn, für für Bureau- Angestellte Deutschlands" einen Artikel veröffentlicht, M. Maschinisten, Heizer, Handwerker 2c. 24-30 m2. Wochenlohn. worin behauptet wurde, daß der Rechtsanwalt Adolf Lewinsky die von der American Line" ist heute mittag im hiesigen Hafen einAnstatt des üblichen Freibieres ist eine Geldentschädigung von 20 Pf. Arbeitstraft seiner Angestellten in eigennüßigster Weise ausbeute. getroffen. Er hatte, namentlich am 11. und 12. Jamuar, starten pro Liter Vier zu gewähren. Weiter enthält der Entwurf Be- Diesen Artikel hatte die Staatsbürger- Zeitung" nachgedruckt und Schneesturm zu bestehen. Die Leitung der" American Line" hat stimmungen über Sonntagsarbeit, Einführung eines paritätischen war deshalb auch der Chefredakteur Dr. Bachler zur Verantwortung eine Erklärung erlassen, welche besagte, die verzögerte Ankunft des Arbeitsnachweises, Anerkennung der Organisation usw.- Die Münchener gezogen worden. Es wurde ihm ferner aur Last gelegt, daß er eine Schiffes sei die Folge verspäteter Abreise von Cherbourg und äußerst Brauerei- Arbeiter erwarten, daß es ihnen gelingen wird, dem Tarif ihm vom Rechtsanwalt Lewinsky zugesandte Berichtigung nicht auf- fchlechten Wetters. Im Zustand der Steffel sei nichts, was das Schiff genommen habe. Der Gerichtshof hielt den angetretenen Wahrheits- verhindert hätte, eine normale Fahrt zu machen oder was die vollAnerkennung zu verschaffen. beweis mur in fotveit für gelungen, als erwiesen wurde, daß Rechts- lommene Sicherheit des Schiffs hätte beeinträchtigen fönnen. Berantworth. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. -39 Aus New York wird der Frks. 8tg." vom 17. Januar gemeldet: Das venezolanische Amtsblatt enthält eine Verfügung, wonach der Sandel über die folumbische Grenze, der 30 Monate unterbrochen war, wieder gestattet ist. Diese Maßregel foll, nach Annahue Castros, angeblich ohne Schwierigkeit erfolgen muß. zur Aufhebung der Plockade führen, da der Warenverkehr über Stolumbien Der vermißte Amerika- Dampfer. Nr. 15. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. 240. Sigung. Sonnabend, den 17. Januar 1903, nachmittags 1 Uhr. " 1 Zur Begründung der Interpellation nimmt das Wort Abg. Röside- Dessau( freis. Vg.): " links.) zur ort Zur Beantwortung der Interpellation erhält darauf das Reichs- Schatzsekretär Frhr. v. Thielmanu: " 1 Nun Sonntag, 18. Januar 1903. Abg. Wurm( Soc.): wirte, doch einmal selbst zu prüfen, ob sie den Unterschied zwischen Durch die Schrotung wird die Futtergerste wesentlich verteuert den beiden Arten herausfinden. Ich habe ein Verzeichnis über die werden. Den Professor Baumgart hat Herr Rösicke mit vollem Recht Qualität der Sorten bei mir, das ich den Herren, die die Gerste vermöbelt, aber selbst er erkennt an, daß die Schrotung die Landgeprüft haben, gern zur Verfügung stelle.( Heiterkeit und Beifall wirtschaft schädigen müsse. Wenn in Zukunft denaturierte Gerste anders verzollt werden sollte, so müßte das durch Aenderung des ZolltarifAm Bundesratstische: Frhr. v. Thielmann. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation Gesetzes geschehen, nicht im Wege der Ausführungsbestimmungen. Wir legen schon heute unsren staatsrechtlichen Standpunkt nach dieser des Abg. Rösice Dessau( frs. Bg.) betr. Maßnahmen zur FestRichtung fest. Von der Differenzierung der Gerste hat niemand stellung des Begriffs Malzgerste". Die Interpellation hat folgenden Wortlaut:„ Welche Maßnahmen gedenkt der Reichs- Abg. Röside hat am Schluß seiner Rede den Reichskanzler einen Nutzen. Die Brau- Industrie hat unermeßlichen Schaden durch fangler zu treffen, um festzustellen, was unter dem im§ 1 des gewissermaßen persönlich apostrophiert. Hierauf werde ich nicht ein- den hohen Zoll wie durch die Unbestimmtheit des Begriffs Malzgerste. Es ist jetzt feine Kalfulation aufzustellen. Ebensolchen Schaden hat Zolltarif- Gesetzes vom 25. Dezember 1902 enthaltenen Begriff gehen. Denn diese letzten Ausführungen stehen mit der Inter- die Gerste kaufende Landwirtschaft, aber auch die Gerste verkaufenden Malzgerste" zu verstehen ist?" pellation selber in keinem Zusammenhang.( Widerspruch links.) Ich Staatssekretär Frhr. v. Thielmann erklärt sich bereit, die Inter- werde mich streng an den Wortlaut der Interpellation halten. Zu- Bauern find nicht erfreut über die Differenzierung. Im agrarischen Inter- werde sind viele Stimmen laut geworden gegen die Differenzierung. pellation heute zu beantworten. Lager nächst wäre es richtiger gewesen, die Frage der Interpellation an Der Abg. Heim ist von seinen eignen Leuten angegriffen worden. die verbündeten Regierungen zu richten, denn der Bundesrat trifft Redner lieft einen Artikel des Herrn Wemminger gegen Heim vor. die nötigen Anordnungen zur Ausführung des Zolltarifs, nicht der Es ist sehr bedauerlich, daß Herr Heim heute, bei dieser Reichskanzler. Doch das mag ais nebensächlich gelten. Nun ist so wichtigen Verhandlung, nicht im Haufe ist. Nur um Nach dem Antrag Herold ist für Malagerste" im Bolltarif wohl in der Frage wie in den späteren Ausführungen des Abg. die bayrischen Gentrumsstimmen für den Bolltarif zu gewinnen, hat ein Minimalzoll von 4 Mart beschlossen worden, ohne daß die Rösicke die Unterstellung klar enthalten, daß Malzgerſte und man ja die ganze Gerstengeschichte gemacht. Wer freut sich nun über Antragsteller es in der berühmten oder berüchtigten Sizung vom andre Gerste nach den Handelsverträgen einem verschiedenen Zoll den Zolltarif? Niemand. Der moralische Katzenjammer hat sich 18. und 14. Dezember der Mühe für wert erachtet haben, diesen unterliegen sollen. Woraus schöpfen die Herren Inter bereits bei den Mehrheitsparteien eingestellt. Daß die Interpellation Antrag näher zu begründen. Auch der Reichskanzler, der früher eine effenten diefe Annahme?( Lachen links.) Der Bolltarif wie das Hornberger Schießen auslaufen würde, haben wir von Differenzierung des Gerstenzolles für unmöglich erklärt hatte, hat fagt in seiner Nummer 3: Gerste 7 Mart".§ 1 des Gefeßes ent- vornherein gewußt. Aber eins haben wir gewonnen, Klarheit und sich nicht darüber geäußert, to as unter Malzgerste hält für Malzgerste einen Minimalzoll von 4 M. Daß audre Gerste, das Eingeständnis der Regierung ihrer eignen Unfähigkeit.( Bravo! 3 น verstehen iſt. Er sagte: Die Erklärungen der beispielsweise Futtergerste, bei Verträgen billiger links.) verbündeten Regierungen bezogen sich auf Gerste im allgemeinen; tarifiert werden soll, davon sagt weder der Tarif noch " Malzgerste" ist aber eine ausgewählt wesentlich wertvollere Ware das Gefet etwas.( Lebhaftes Hört! hört! und große Unruhe feiner Kinder gezwungen worden, nach Hause zurückzukehren. So Abg. Dr. Jäger( C.): Herr Dr. Heim ist durch die Erkrankung als Futtergerſte. Wenn daher aus dem Gesamtzolltitel der„ Gerste" lints.) die im Preise wesentlich höher stehende Malzgerste herausgenommen muß ich ihn vertreten. Herr v. Thielmann hat dem Versuche sehr Präsident Graf Ballestrem: Ich bitte, den Staatssekretär nicht wacker widerstanden, sich aufs Glatteis locken zu lassen.( hört! hört!) und besonders verzollt wird, so handelt es sich thatsächlich um eine andre Ware als diejenige, auf die früheren Erklärungen zu unterbrechen. Sie werden ja nachher die Sache zu besprechen Wir wollten einen höheren Schutz der hochwertigen Gerfte und haben bezogen." Dann besprach er weiter des Näheren die Möglichkeit einer haben. nur für minderwertige Gerste ein Zugeständnis machen wollen. Das Unterscheidung zwischen Malz- und Futtergerste. Ich habe schon am Staatssekretär Frhr. v. Thielmann( fortfahrend): haben wir erreicht, und da die Gefahr besteht, daß hochwertige 13. Dezember darauf hingewiefen, daß Malzgerste ein ganz un- Ich stelle fest, daß die Regierung in keiner Weise durch das Gerfte als minderwertige eingeführt wird, müssen wir an dem gewöhnliches Wort ist, das we der technisch noch in der Gesetz oder irgend welche andre Bestimmungen genötigt ist, andern höheren Sage für Gerste festhalten. Von vornherein muß Gesetzgebung bisher Verwendung gefunden hat. Alle Gerste, Mächten einen minderen Boll für Futtergerste auf dem Präsentierteller ich dagegen Verwahrung einlegen, daß die Malzgerste als Braugerfte die überhaupt gewachsen ist, kann als„ Malzgerste" bezeichnet werden, entgegenzutragen. Hiermit entfällt eigentlich der Zweck der Inter- bezeichnet wird. Das ist ganz etwas andres. Der Freihandelsauch Futtergerste, weil alle Gerste vermälzt werden kann. Die ver pellation, denn ihr Grundgedanke besteht in Wirklichkeit gar nicht. standpunkt des Abg. Nöside ist der Standpunkt des Großkapitalisten, bündeten Regierungen wären doch zum mindesten verpflichtet Die Regierung hat bis jetzt mit teiner fremden den wir nicht teilen können. gewesen, diesen Begriff klarzustellen. Am 13. Dezember ist Macht Handelsvertrags- Verhandlungen begonnen, mir der Reichskanzler die Antwort schuldig geblieben. Dann habe noch viel weniger find von irgend einer Macht bestimmte Anforde Die heutige Erklärung des Schatzsekretärs beteist von neuem, ich in einem offenen Brief um Aufklärung ersucht. Auch darauf hat rungen auf Tarifherabſegungen an uns herangetreten. Die Regie- daß wir auf Erklärungen vom Bundesratstisch nicht das mindeste zu er mir nicht geantwortet. So blieb nur noch das Mittel der rung also wird ruhig abwarten, ob bei späteren Verhandlungen, die geben haben.( Sehr richtig! links.) Die Erklärung des SchatzInterpellation an den Reichskanzler. Es ist hier eine für weite jedenfalls einmal eintreten werden, solche Wünsche uns entgegen- fetretärs steht in frassem Widerspruch mit der Erklärung des Streise der Bevölkerung sehr wichtige Bestimmung in das gebracht werden. Und wenn dies der Fall ist, so wird sie Reichskanzlers vom 13. Dezember vorigen Jahres. Es ist doch klar, Zolltarif- Gefeß aufgenommen, über deren Tragiveite fich die Gesetz es sich noch sehr überlegen, ob sie in der Lage ist, schon dadurch, daß nicht von Gerste, sondern von Malzgerste geber überhaupt nicht flar geworden sind. Früher war immer im solchen Wünschen nachzukommen. Herr Röside gesprochen wird, ergiebt sich, daß es noch eine andre Gerste geben Reichstage und in der Presse nur von Braugerste und Futtergerste eine Beweisführung versucht, die, glaube ich, im Kreise läuft und muß, die anders tarifiert werden soll. In seiner Rede vom die Rede. Erst in allerlegter Stunde, am 13. Dezember, ihre Spize gegen ihn zurückkehrt. Er hat gesagt:" Gewisse Mittel, 13. Dezember hat der Reichskanzler gesagt, früher habe man eine habey die Mehrheitsparteien sich plötzlich für die Malzgerste welche die Keimfähigkeit der Gerste ohne jeden Zweifel aufheben, zolltechnische Differenzierung von Brau- und Futtergerste für nicht entschieden. Wenn schon eine zolltechnische Unterscheidung Darren oder Schroten verursachen Kosten und diese Kosten sind so durchführbar gehalten, inzwischen habe man sich aber von der Durchzwischen Braugerste und Futtergerste schwierig, ja fast um hoch, daß bei einem Satz von 2 M., der wie gesagt nur in der führbarkeit überzeugt. Und jetzt, wo von uns gefragt wird, wie möglich ist, weil es an bestimmten Unterscheidungsmerkmalen Annahme des Herrn Nöfide besteht, kein Vorteil mehr herausläuft. Diese Unterscheidung durchgeführt werden soll, nachdem zahlreiche fehlt, so ist eine Unterscheidung zwischen Malz- und Dann ist es erst recht notwendig, daß der Bundesrat nicht einen Handelskammern und Sachverständige sie für unmöglich erklärt Futtergerste geradezu widerfinnig, ja absolut unmöglich. Der Reichs- Unterschied zwischen Malz- und Futtergerste konstruiert, geschweige haben, fommt der Herr Schatzfekretär und sagt: Vorläufig find fanzler war fich offenbar bei seiner Rede vom 13. Dezember des denn schon heute sagt, wie er es machen sollte. wir noch nicht so weit, bei den Handelsverträgen wird die Unterschiede zwischen Brau- und Malzgerste gar nicht bewußt. Trozz- Auf die hier gestellte Frage, welche Maßnahmen sollen Frage alut, da ist sie aber auch Sache des Auslandes. Das find bon Unterscheidung dem wurden seine Erklärungen von den Mehrheitsparteien als eine und Malz= Futtergerste ge- alles leere Ausflüchte, die mir nur beweisen, daß die Regiebrauche ich nicht tveiter wahre Erlösung empfunden. Sie hörten aus seinen Worten nur troffen werden, einzugehen, rung heute noch nicht weiß, wie sie die Differenzierung durchführen die Zusicherung heraus, daß die Regierung die Sache schon machen denn solche Maßnahmen werden durch keinen äußeren zwingenden soll. Eine brauchbare Probe ist ja auch thatsächlich gar nicht vorund dafür sorgen sorgen werde, daß keine Futtergerste herein Grund gegenwärtig gefordert. Außerdem müssen die Regierungen, handen.( Sehr richtig! links.) fomme, die eventuell als Malzgerste verwendet werden könne. auch wenn solche Maßnahmen einmal erforderlich werden sollten, sich Nun meinte der Staatssetretär, tvenn eine Beseitigung der Der Reichskanzler, der erste Beamte des Reichs, hat also unter immer volle Freiheit vorbehalten, die eine oder die andre Maß- Keimfähigkeit der Gerste die Futtergerste so sehr verteuern Malzgerste etwas andres verstanden, als was darunter verstanden nahme oder mehrere zusammen in Straft zu feßen. Herr Röside würde, daß dadurch die Zolldifferenz aufgehoben würde, so komme muß. Daher ist eine Klarstellung der Sachlage, wie sie unsre hat geglaubt, die Ausführungen des Münchener Professors Baum- die Regierung ja überhaupt nicht in die Lage, zwischen MalzInterpellation verlangt, dringend geboten. Die Regierung kann garten ad absurdum führen zu können; ich bin aber in der Presse und Futtergerste zolltariflich unterscheiden zu müssen. nach ihren früheren Erklärungen es unmöglich zulassen, daß ein eußerungen einer ganzen Anzahl von Fachleuten begegnet, welche Der Staatssekretär erklärt es also für einen wünschenswerten Zustand geschaffen wird, indem auch Futtergerste zur Viehhaltung bestimmt annehmen, daß es einer Zollverwaltung ein leichtes sein 3uft and, daß sämtliche Gerste mit einem Minimalzoll von 4 M. werde, eventuell einen Unterschied zwischen Malzgerste und andrer belegt wird. Dann haben Sie ja die deutschen Kleinbauern ganz Gerste zu machen. In vielen Fällen lassen sich auch Berwendungs- schmählich hinter das Licht geführt!( Sehr richtig! bei den Socialkontrollen finden, die nicht besonders lästig sind. Außerdem läßt sich demokraten.) Sie haben ja zur Begründung der Differenzierung ja nach der Jahreszeit, der Dertlichkeit und der Menge der Einfuhr immer angeführt, daß den deutschen Kleinbauern die zur Geflügel- und in vielen Fällen schon jetzt beurteilen, welchem Zwecke eine ein- Viehzucht erforderliche Futtergerſte nicht verteuert werden solle. Es geführte Gerste dienen soll. Ich wiederhole aber, daß bis jetzt kein handelt sich ja hierbei nicht allein um die 5 Millionen Anlaß vorliegt, eine solche Unterscheidung für nötig zu halten. Doppelcentner Futtergerste, die aus dem Auslande nach Deutschland Auf Antrag des Abg. Barth( frf. Vg.) findet eine Besprechung kommen, sondern auch um die zwei bis dreifach so große der Interpellation statt. Menge, die auf deutschem Boden wä ch st und größtenteils Abg. Graf Stolberg- Wernigerode: Der Herr Staatssekretär hat von deutschen Bauern gekauft wird. Die Großgrundbefizer haben Mark zu belegen ist. Zu ähnlichen Schwierigkeiten gelangt man mit mit vollem Recht hervorgehoben, daß die Frage noch gar nicht afut auf ihrem Grund und Böden so viel Futtergerste wachsen, daß sie niedrigeren Bollfabe hereinlassen solle. Alle diese Mittel führen also ist. Eine Differenz von Malz- und Futtergerste ist zwar durch den feine hinzukaufen brauchen. Nur die kleinen Bauern haben die Lasten nicht zum Ziele. Das haben auch alle Sachverständigen, die sich in Bolltarif ermöglicht, aber nicht ohne weiteres herbeigeführt. Herr dieses erhöhten Bolles zu tragen.( Unruhe rechts.) Es ist sehr traurig, daß wir vom Reichs- Schagfekretär eine solche der Preſſe und sonst zu dieser Frage geäußert haben, anerkannt. Herr Röſide irrt, wenn er meint, daß der Ausdruck Malzgerste erst Dazu rechne ich natürlich Herrn Dr. Heim nicht; dieser Herr hat Dazu rechne ich natürlich Herrn Dr. Heim nicht; dieser Herr hat im letzten Moment auftauchte, ja gewissermaßen auf einem Versehen Erklärung bekommen haben, einesteils weil durch die gleichmäßige Verfich ja in seinem Wahlkreise noch besonders dessen gerühmt, daß er beruhte. Vielmehr liegt die Sache fo, daß, so lange es fich um den 30llung aller Gerste mit 4 M. gerade die ärmere Bevölkerung schwer deſſen er die Majorität und die verbündeten Regierungen in diese Sadgaffe Mindestzoll für Braugerste handelte, wir dem Antrag nicht zugestimmt geschädigt wird, und weil durch diese Erklärung das bißchen Verdie Majorität und die verbündeten Regierungen in diese Sackgasse haben; erst die Einführung des Ausdruds Malz- trauen, das vielleicht noch irgendwo im Volke gegenüber der Rehineingebracht habe.( Hört! hört! links.). Nur ein einziger Sach- gerste hat uns die Zustimmung möglich gemacht gierung vorhanden ist, schwer erschüttert werden muß. Alle erverständiger, Professor Braungart in München, hat den Standpunkt der verbündeten Regierungen bertreten, ( Sehr richtig! rechts), denn der Ausdruck„ Malzgerfte" geht sehr viel weiter ähnten Methoden der Denaturierung der Gerste sie würden entweder die Futterals der Ausdrud, Braugerste". Daß Unterschleife möglich wären, wenn gerſte entwerten oder die Möglichkeit geben, daß be= find unzulänglich; fich die Betveisführung 10 leicht gemacht, daß man ihn in dieser Frage nicht ernst nehmen kann. Er meint, den Steuer- lleber die Manipulationen, wie diese Unterschleife unmöglich gemacht rügerischerweise Braugerfte als Futtergerſte eine differenzielle Behandlung eintreten würde, ist denkbar, gerſte entwerten oder die Möglichkeit geben, beamten in einem Sturfus von 10-12 Tagen den Unterschied der werden können, will ich mich nicht äußern. Das ist Sache der vereingeführt wird. Der Verschroten der Gerste zur Gerstensorten beibringen zu können.( Huruf bei den Social- bündeten Regierungen. Nachdem sie dem Antrag zugestimmt haben, Zerstörung der Keimfähigkeit schädigt Die Gerste, indem Demokraten: Nürnberger Trichter! Heiterteit.) Herr v. Ströcher es sie wenig transport und Lagerfähig macht. Bei hat neulich erklärt, wenn er Reichskanzler wäre, würde er über machen wir sie dafür verantwortlich, daß, wenn es zur differenziellen der geringsten Feuchtigkeit bekommt das Gerstenbrot einen bitteren haupt nur Gerste zu 4 M. Minimalzoll hereinlassen. Das kann jemand Behandlung kommt, solche Maßnahmen getroffen werden, durch welche Geschmack und wird schimmelig. Die Verschrotung könnte höchstens fagen, der auf einer so hohen Warte steht wie Herr Kröcher; aber jeder Unterschleif verhindert wird. im strengsten Winter und auch dann nur bei furzem Lagern in die vielen fleinen Landwirte, die für ihre Viehzucht auf auss Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): Frage kommen. Die Erhigung der Gerste, bei der die Keimfähigkeit ländische Futtergerste angewiesen sind, würden durch eine solche Man hat mit größter Spannung in weiten Kreisen der Er zerstört wird, fordert zu große Stoften. Sie muß mindestens 100 Grad Braris aufs schwerste geschädigt werden. Ich berufe mich auch be- klärung der Regierung entgegengesehen. Wir sind aber wohl noch Celsius betragen und längere Zeit einwirken. Auch die chemischen fonders auf das Brauereigewerbe, dem ich selbst angehöre. Dies nie durch eine Regierungserklärung so enttäuscht Mittel zur Denaturierung kommen in der Bragis nicht in Betracht. Gewerbe, das jährlich 90 bis 100 Millionen Mark Steuern worden, wie durch diese. Zunächst möchte ich dem Herrn Reichs Gs haben bei dieser Sache entweder diejenigen geflunkert, die vorher an den Staat bezahlt, kann man doch nicht ohne weiteres Schazsekretär gegenüber betonen, daß uns gegenüber allein der immer erklärten, sie wollten im Intereffe der fleinen ( Sehr richtig! links.) Herr Reichskanzler verantwortlich ist und nicht die ver- Bauern keinen 4 Mark Minimalzoll für Futtergerste, oder als quantité négligeable behandeln. Die Großbetriebe werden ja von diesen Maßnahmen bündeten Regierungen.( Sehr richtig! links.) Nach den verschiedenen es flunkern jetzt diejenigen, die fagen:" Es ist ganz egal, was am wenigsten betroffen; ja, fie haben durch die Verschlechterung Erklärungen vom Regierungstische hat man den Eindruck als ob es geschieht, den Bauern geschieht tein Schaden." Sie der Produktionsbedingungen für die kleineren und mittleren Betriebe sich bei der ganzen Differenzierungsfrage um eine Dupierung weiter prechen eben so, wie es Ihnen gerade in den Kram paßt: heute so Kreise des Volkes handelt. Das ganze Manöver hatte teinen andren und morgen so! Die Großagrarier können freilich mit der Ernoch Vorteil. Die Hast, mit der vor Weihnachten diese Beschlüsse gefaßt find, Zweck, als die noch zögernden Kreise zur Majorität hinüberzuziehen. flärung des Herrn v. Thielmann wohl zufrieden sein; die Intererklärt sich nur daraus, daß man möglichst rasch sein Schäfchen ins( Sehr richtig! links.) Wer die Kosten der Differenzierung tragen wird, wissen essenten für Futtergerste aber haben alle Ursache, ganz energisch an Trockene bringen und von den früher gegebenen feierlichen Er- wir noch nicht, aber möglicherweise werden gerade die Herren Agrarier die Regierung heranzugehen und den Reichskanzler vielleicht doch flärungen loskommen wollte. Der Reichstag und die verbündeten dabei hineinfallen, die Bauern werden die Zeche zahlen müssen. noch einer andern Belehrung als bisher zugänglich zu machen. Die Regierungen haben sich mit diesen Beschlüssen aber vor der ganzen Der Herr Reichs Schafetretär hat offenbar den 3wed heutige Erklärung des Schapsekretärs zeigt wieder einmal, Welt blamiert.( Sehr richtig! links; Unruhe rechts.) Das richtigste der Interpellation gar nicht verstanden. Wir wollen eine wie sehr die Regierung die Intereffen der Großagrarier tväre, wenn man einfach für Gerste jeden Mindestzoll striche und authentische Interpretation des Reichsgesetzes haben, das die Herren einseitig bevorzugt. Im Gegensatz zu den früheren Erklärungen damit freie Bahn für Handelsverträge schüfe. beschlossen haben, wir wollen wissen, tva g Sie unter des Reichskanzlers erklärte heute Frhr. v. Thielmann, man habe Der Reichstanzler hat aber auch ein persönliches Interesse an uttergerste verstehen und vor allem was Sie unter gar nichts dagegen, wenn schließlich alle Gerste mit dem höchsten Der Klärung dieser Frage; es muß ihm daran gelegen sein, daß Malagerfte verstehen. Kein Mensch weiß das außerhalb Zoll belegt würde! Im Notfall werde die Regierung schon ein man feinen Worten fernerhin Glauben schenken kann. Der Reichstanzler und innerhalb dieses Hauses, am allerivenigsten der Vertreter des Verfahren zur Unterscheidung finden. Das wird ihr aber nicht gehat am 16. Oftober 1902 jebe Erhöhung oder Erweiterung der Reichs- Schabamts. Der Herr Reichs- Schapsetretär hat einen ganz lingen, denn alle bisherigen Methoden zur Feststellung der SeimMindestzölle für unmöglich erklärt und hat diese Worte am 21. Ditober unverständlichen Eiertanz aufgeführt. Es handelt sich nicht darum, fähigkeit sind derart kompliziert, zeitraubend und teilweise unzubernoch einmal besonders beträftigt. Am 13. Dezember hat er seinen daß wir in der Zukunft einmal wissen, was unter Malzgerfte zu lässig, daß sie bei einer Verzollung nicht in Frage kommen können. Rückzug dadurch zu verdecken gesucht, daß er die Malzgerste als eine verstehen ist. Der ganze Kalfül des Handels, der Brauereien und Die Erhöhung des Zollsages auf Malzgerste ist besonders bevorzugte Gerstenforte hinstellte. Wenn aber alle Gerste auch der Landwirtschaft muß heute bereits wissen, was unter das beste Mittel, um die kleinen und mittleren unter den Minimalzoll von 4 M. fällt, so widerspricht das direkt den Malz- resp. unter Futtergerste zu verstehen ist. Aber es ist ja flar, Brauer zu ruinieren.( Sehr richtig! bei den Socialdemofeierlichen Erklärungen des Reichskanzlers vom 16. und 21. Oktober. die Regierung weiß einfach fein Mittel zur Differenzierung der kraten.) Je höher der Zoll, umsomehr wird der Großkapitalist die ( Sehr richtig! links.) Der Reichskanzler ist uns den Beweis schuldig, Gerste. Die Verlegenheit, in der fich die Regierung befindet, spiegelt feinste und beste Ware vom Auslande beziehen und damit die höchsten Die kleinen und mittleren Brauer müssen für daß ein solcher Widerspruch von ihm weder gewollt noch auf die sich am besten in der Fachpresse der letzten 6 Wochen wieder. Nicht weniger Erträge erzielen. Dauer ertragen wird. Deshalb sehe ich der Antwort der Regierung als 14 Mittel werden da der Regierung zur Differenzierung empfohlen. minder gute Gerste einen eben iolchen Zoll bezahlen und werden Mit all diesen Mitteln weiß man nichts Rechtes anzufangen. Wo mithin mehr belastet als die Großbrauer. Denn der Zollfaz liegt mit besonderem Interesse entgegen.( Bravo! links.) Ich lege auf den Tisch des Hauses einige Proben von Brau- foll denn die Schrotung geschehen? Etwa im Auslande? Wo bleibt in Wirklichkeit auf dem Prozentsatz Walzertrakt, der in der Gerste und Futtergerste nieder und bitte besonders die anwesenden Land- aber da die Milchficht auf den Mittelstand und die Kleine Müllerei? enthalten ist. Ich gratuliere den Herrez vom Centrum zu dieser mit 4 M. verzollt wird. Geschrotete Gerste ist überhaupt nicht mehr als eigentliche Gerste zu bezeichnen. Ist denn Roggenmehl Roggen, ist Weizenmehl Weizen? Niemand, der Gerste bestellt hat, würde sich gefallen lassen, statt dessen Gerstenschrot zu bekommen. Für Gerstenschrot ist im Zolltarif überhaupt kein besonderer Zollsatz vorgesehen. Die am nächsten stehende Position würde ja immer noch Gerste sein. Aber gerade dadurch, daß anerkannt würde, daß nur geschrotete Gerste als Nicht- Malzgeste aufzufassen sei, wäre zugleich festgefeßt, daß alle Gerste außer Gerstenschrot mit dem Minimalzoll von vier einem aber D W Abg. Gamp( Rp.): Abg. Herold( C.) borzüglichen Mittelstandspolitik, mit der sie auch hier beim Gersten-| Reichskanzler glaubt, daß er jetzt mit heiler Haut aus der zoll wieder zahlreiche mittlere und kleine Existenzen ins Elend ge- Sache heraus sei, so täuscht er sich. Er wird ja doch noch begründet die von ihm gestelte Resolution. Seine Partei habe im trieben haben!( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) einmal im Reichstag erscheinen, zum mindesten bei seinem eignen Interesse des Zustandekommens des Zolltarifes in eine erhebliche Etat und so bald er sich hier wieder blicken läßt, werden wir herabsetzung der Getreidezölle gewilligt, sie hoffe nun, daß man bei ihn mit den heutigen Aeußerungen des Herrn Handelsvertrags- Verhandlungen bei den Viehzöllen und denen Die Erhöhung des Gerstenzolles ist nicht von den Großgrund- v. Thielmann tonfrontieren.( Höhnisches Gelächter rechts, für Gärtnereiprodukte einen Ausgleich für die Landwirtschaft Besizern, sondern gerade von den kleinen Bauern verlangt worden. sehr gut links). Man mußte glauben, daß der Reichskanzler nicht schaffen werde. Er lege den größten Wert darauf, daß die vom Der kleine Bauer kommt am wenigsten in die Lage, Futtergerste zu blosß einen fiktiven sondern einen realen Unterschied zwischen Reichstag beschlossenen Zollsäge auch bei Handelsverträgen beikaufen zu müssen. Unrichtig ist auch, daß die kleinen Brauer durch Malz- und Futtergerste machen wollte.( Lebhafte Zustimmung behalten werden. Ausreichender Schuß müsse auch den Schäl den Zoll geschädigt werden. Sie kaufen ihre Gerste vornehmlich von links.) Heute spricht schon Graf Stolberg mit einem wäldungen gewährt werden. Besonders liege ihm der 3011. den kleinen Bauern. Die Erklärung des Herrn Staatssekretärs hat uns gewissen ohn davon, daß es im Reichstag noch Leute giebt, die ich uz für Pferde, Rindvieh, Schafe, Schweine, vollkommen befriedigt. Wir haben keinen Anlaß, auf die Frage näher die Aeußerung des Reichskanzlers vom 13. Dezember für bare Münze Fleisch und Spec am Herzen. Man habe auf die gesetzliche einzugehen.( Zuruf bei den Socialdemokraten: Weil Sie sich genommen haben.( Sehr gut! links.) Es scheint schon eine Schande Festlegung von Mindestzöllen verzichten, aber damit habe man nicht dabei blamieren!) Was Malzgerste ist, ist ganz klar, Malz- zu sein, daß man annimmt, der Reichskanzler meine das wirklich, zum Ausdruck bringen wollen, daß in Handelsverträge niedrigere gerste ist Gerste, die eine solche Keimfähigkeit hat, daß Malz ent- was er sagt.( Sehr wahr! links.) Ich kann nur annehmen, Säße eingestellt werden könnten. Eine Fleischteuerung sei nicht zit steht, das für Brauzwede als Malz verwandt werden kann.( Lachen daß der Reichs- Schatzsekretär sich bei seiner heutigen Er- befürchten. Hohe Zölle seien notwendig für den Fall, daß die bei den Socialdemokraten.) Ich kann den Herren Interpellanten klärung nicht in genügenden Rapport mit dem Reichs- sanitären Sperren aufgehoben werden müßten.( Sehr richtig! rechts.) nur meinen Dank abstatten, daß sie uns eine so befriedigende Er- kanzler gesetzt oder ihn völlig mißverstanden hat.( Sehr Die Fleischpreise sind jetzt wesentlich gesunken.( Ruf bei den flärung vom Regierungstische ertrahiert haben.( Bravo! rechts.) gut( links). Der Reichskanzler führte am 13. Dezember aus, früher Socialdemokraten: Wo denn?) Daraus geht hervor, daß so Abg. Dr. Sattler( natt.): Gegenüber dem Herrn Vorredner hätte die Regierung eine Unterscheidung für unmöglich gehalten, nach vorübergehende Konjunkturen, wie sie die hohen Fleischpreise darmöchte ich betonen, daß die kleinen Bauern in Nordwestdeutschland weiteren Ermittlungen und Erwägungen hätte sie sich von der stellten, feinen Einfluß auf dauernde Maßnahmen haben dürfen. in der That auf den Bezug ausländischer Futtergerste angewiesen Möglichkeit einer zolltechnischen Unterscheidung hoffentlich erfüllt die Regierung die Wünsche der Resolution, sonst sind. Die Erklärung des Herrn Reichs- Schazsekretärs war aus- überzeugt. Nun frage ich den Reichsschah- Sekretär: trägt fie die Verantwortung, wenn die künftigen Handelsreichend, denn die ganze Frage wird in der That erst praktisch, welches sind die weiteren Ermittlungen und Erwägungen, die die verträge keine Mehrheit im Reichstage finden. Wir haben darauf wenn durch die Handelsverträge eine Differenzierung von Malz- Regierung schon wieder zu einer andern Auffassung gebracht verzichtet, den Zoll für Federvieh in die Resolution mit auf und nicht Malzgerste eingeführt wird. haben.( Sehr gut! links.) zunehmen, hoffen aber zuversichtlich, daß er nicht herabgesetzt werden wird. Die Milch ist durch eine Zufallmehrheit in der Kom mission 30II frei geblieben. Die geschäftliche Lage verhinderte uns, diese Fehler im Plenum auszubessern. Ein Milch30 II ist aber schon aus sanitären Gründen geboten. Wir hegen die sichere Erwartung, daß die Regierung sich bemühen wird, der Milch doch noch den notwendigen Zollschuß zu gewähren.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Wenn der LandV Abg. Dr. Sattler( natl.): Wir sind bei unsrer Zustimmung zu dem Antrag Stardorff in der That von der Annahme ausgegangen, daß sich eine Unterscheidung zwischen Malz- und Futtergerste herstellen laffe. Wir glauben noch, daß eine solche Unterscheidung möglich ist. Die heutige Verhandlung hat nichts ergeben, was uns in dieser Ueberzeugung zweifelhaft gemacht hätte.( Gelächter links.) Damit schließt die Besprechung. Abg. Rösicke- Dessau( frs. Vg.): Der Herr Reichs- Schatziekretär Hat gefragt, wie ich dazu komme, anzunehmen, daß in dem Zoll für Malz und Gerste ein Unterschied gemacht werden solle. Run, ich fomme dazu, weil das die Erklärung der ver bündeten Regierungen war und weil ich bis jetzt noch etwas auf diese Erklärung gegeben habe. Wenn man solche Erklärungen freilich in dieser Weise wegestamotieren will, dann kann man aus schwarz weiß machen. Aus der Erklärung des Es folgt die Beratung der von den Abgg. Herold( E.), wirtschaft tein ausreichender Schuß gewährt wird, müßten wir die Herrn Staatssekretärs ging flar hervor, daß die Regierung v. Kardorff( Rp.) und v. Kröcher( f.) zum Zolltarif gestellten Sandelsverträge ablehnen. Diese Resolution soll die Refeine Ahnung hat, wie sie die Differenzierung der Resolution: In Erwägung, daß die Stellungnahme des Reichs- gierung rechtzeitig warnen, das ist ihr Hauptzweck.( Lachen links.) Gerste durchführen will. Der Herr Reichs- Schatziekretär tages zu neuen Handelsverträgen wesentlich mit davon abhängt, Der Abschluß günstiger Verträge wird der Regierung wesentlich hat feierlich abgegebene Erklärungen des Herrn Reich 3 welcher Schutz der deutschen Landwirtschaft gewährt erleichtert werden, wenn ihr Sachverständige sowohl aus der tanzlers als ganz wert los, als garnicht abgegeben betrachtet. wird, spricht der Reichstag die Erwartung aus, daß der Industrie wie aus der Landwirtschaft zur Seite stehen. Bei der VorWenn die Herren hier Gesetze machen, ohne sich über die Haupt- Reichskanzler bei Handelsverträgen namentlich auf aus bereitung des Zolltarifs hat der Wirtschaftliche Ausschuß vorzüglich gebegriffe klar zu sein, so blamieren sie damit das deutsche reichende Schußzölle für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse arbeitet.( Lachen links.) In gleicher Weise muß auch bei den VerBarlament und auch die deutsche Regierung, die solchen Gesetzen Bedacht nehmen und insbesondere die Zollfäße für Pferde, tragsverhandlungen vorgegangen werden. Herr Brömel beantragt, zustimmt, vor den Augen der ganzen Welt.( Sehr wahr! links.) Rindvich, Schweine, Schafe, Fleisch und Speck nicht unter daß auch Sachverständige aus den Kreisen der KonAbg. Nißler( fons.): Es ist nicht richtig, daß alle kleinen die bei der zweiten Lesung des Zolltarifs beschlossenen Säge sumenten hinzugezogen werden. Wenn aber landwirtschaftliche Bauern auf ausländische Gerste zur Viehfütterung angewiesen find. ermäßigen wird. Außerdem erwartet der Reichstag, daß der Reichs- und industrielle Sachverständige genommen werden, so sind damit auch Die Bauern find auch nicht wegen der Verzollung der Futtergerste auf- tanzler bei den Handelsvertrags- Verhandlungen sich des Beirats nicht die Konsumenten mit vertreten. Denn jeder Sachverständige ist zu geregt, fondern weil überhaupt der Zoll auf Gerste so niedrig geworden ist. mur der industriellen, sondern auch der landwirtschaftlichen gleich Konsument.( Heiterkeit und Widerspruch links.) Wünschen wir, Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Zahllose kleine Landwirte Sachverständigen des wirtschaftlichen Ausschusses bedienen daß es der Regierung gelingt, Verträge, die unsren Forderungen haben ein Interesse an billiger Futtergerste. Deutschland und im Bedarfsfalle die Zahl der letzteren ans der Mitte der entsprechen, abzuschließen.( Bravo! rechts und im Centrum.) ist auf die Einfuhr ausländischer Futtermittel angewiesen. Die Vertretungskörper der deutschen Landwirtschaft ergänzen wird." Hierauf wird ein Vertagungsantrag gegen die Stimmen der fleinen Landwirte sind an natürlichen, nicht an künstlich erhöhten Abg. Brömel( frs. Wg.) beantragt Ablehnung dieser Socialdemokraten angenommen. Gerstenpreisen interessiert. Ich hätte erwartet, daß Herr v. Thiel Resolution bis auf den letzten Satz, der folgende Fassung erhalten mann auf die zweite Rede meines Freundes Rösicke noch einmal soll:„ Der Reichstag erwartet, daß der Reichskanzler bei den Handelsgeantwortet hätte. Die Ausführungen des Schatz vertrags- Verhandlungen sich des Beirats von Sachverständigen der jefretärs waren in der That so kompromittierend für den Land- und Forstwirtschaft, der Industrie und des Reichskanzler, wie es faum jemals im Reichstage der Handwerks sowie von Vertretern geeigneter KonsumentenFall gewesen iſt.( Sehr richtig! links.) Wenn der Vereinigungen in ausreichendem Umfange bedienen wird." Socialdemokratischer Wahlverein J. d. 4. Berl. Reichst.- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 20. Jannar, abends 8 Uhr, bei Herrn Brüder, Waldemarstr. 75: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Bruns über:" Der Kampf um das Wahlrecht". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 242/ 5* Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. VI. Wahlkreis. Sonntag, den 18. Januar, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Oeffentliche Volksversammlung. Zages Ordnung: Verein für Frauen u. Mädchen d. Arbeiterklasse. Montag, den 19. Januar, abends 8, Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Privatdocenten Dr. Gottschalk über:„ Die Hygiene der Entwicklungsjahre. Der Vorstand. Gäste willkommen. Unser diesjähriges Stiftungsfest findet Sonntag, d. 15. Februar, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt. Aus dem reichhaltigen Programm heben wir hervor: Konzert, Recitation des Fräulein Luise Dumont v. Deutschen Theater, Mitwirkung eines Doppel- Quartetts ( M. d. A.-S.-B.) und des Solajängers Herrn R. Pape, Meigentanz der Damen- Abteilung des Turnvareins Fichte". Da fvir nur eine beschränkte Anzahl Billets ausgeben, bitten wir unsre Mitglieder, sich rechtzeitig damit zu versehen. 55/3 Posamentiere. Dienstag, den 20. Januar, abends 82 Uhr, im Saale 7 des Gewerkschaftshauses, Engel Ufer 15: HM Versammlung. Tages- Ordnung: 153/1 1. Die Ungleichheit der Lohnverhältnisse in der Konfektions1. Bortrag des Genossen Waldeck Manasse über: Der Kampf ums Dasein. branche, wie regeln wir dieselbe? 2. Kommissionsberichte. Wahlen. Nachdem: Gemütliches Veisammensein. 2. Diskussion. 246/3 Zu recht zahlreichem Besuch, auch der Frauen, ladet ein Der Vertrauensmann. Um zahlreichen Besuch der Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfektionswie der Möbelbranche wird gebeten. Der Vorstand. Achtung! Kollegen und Kolleginnen Achtung! Musikinstrumentenarbeiter der Mufter- Konfektionsbranche! Fachverein. Montag, 19. Januar, abends präcise 8, Uhr, bei Graumann, Naunyn- Straße 27: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung von der Urania- Vorstellung und Abrechnung vom vierten Quartal 1902. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Bercinsangelegenheiten. Zur Beachtung! In der Versammlung gelangt der gedruckte JahresBericht sowie der Bibliothek- Statalog mit neuem Nachtrag zur Ausgabe. Mitgliedsbuch legitimiert. Vollzähliges Erscheinen erwartet Der Vorstand. Festfälen, Montag, den 19. Januar, abbs. 8, Uhr, im Alten Schützenhaus, Linienstraße 5: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Berliner Muster- Konfektionsbranche. Referent: Stollege Ritter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen, soweit sie in dieser Branche beschäftigt find, werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. 162/1 Schöneberg. Nächste Sitzung: Montag 2 Uhr. Erste Beratung des Etats. Präsident Graf Ballestrem bemerkt, daß er die Sigung zu späterer Stunde anberaumt habe, weil am Montag auch die Etatsberatung im Abgeordnetenhauſe beginne, bei der die Herren von der Regierung zum Teil anwesend sein müßten. Schluß 5 Uhr. 396L Fortsetzung des Sonder Verkaufs der bei meiner diesjährigen Juventur- Aufnahme zurückgesetzten Waren u. besonderer Gelegenheitspartien ( Teppiche, Portieren, Gardinen etc.) zu beispiellos billigen Ausnahme- Preisen. Z. B. eine grosse Partie Zonnabend, den 11. februar, in Schnegelsbergs Betfalen. Socialdemokratischer Wahlverein. Plüsch- Portieren Grosser Wiener Masken- Ball. Anfang 8, Uhr. Billet 50 Pf. Billets sind in der Versammlung, den Zahlstellen, sowie bei den VorstandsMitgliedern zu haben. Spar- Verein Osten. 145/4 Montag, den 19. Januar 1902, abends 8%, 1hr, bei Keller, Koppenstraße Nr. 29: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. Wir ersuchen diejenigen Männer, deren Frauen Mitglieder des Vereins find, recht zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Vereinigung der Maler. 15796 Dienstag, deu 20. Januar 1903, abends 8%, Uhr, bei Obst, Meiningerstraße 8: mit reicher Stickerei pro M.935 Wert) Generalversammlung. Fenster Tages- Ordnung: 1. Kaffen- und Revisionsbericht. 2. Bericht des Partei Spediteurs. 3. Vereinsangelegenheiten. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 15/1 Der Vorstand." Schuhmacher. Montag, den 19. d. Mts., abends 9 Uhr, finden im Innungshause, Fischerstraße 25, die Wahlen zu Beisitzern bei dem Junungs- Schiedsgericht statt. Bur Teilnahme an den Wahlen ist nur berechtigt, wer das 25. LebensMontag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, Engel: Ufer 15: jahr vollendet hat, sich im Besiz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet, bei einem Innungsmitgliede in Beschäftigung steht und seit mindestens einem Jahre in Berlin wohnt. 169/2 Wir ersuchen die Schuhmacher, sich recht zahlreich an dieser Wahl G. Walter. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl der Drtsverwaltung. Mitgliedsbuch legitimiert. 2. Bereinsangelegenheiten. 124/2 Die Ortsverwaltung. Herren- Vortrag+ Mittwoch, den 21. Januar, abends 1.9 Uhr, in Feinds Festjälen, Weinstr. 11, und Freitag, den 26. Februar, abends 8 Uhr, in Herrmanns Hof, Beusselftraße 9, Carl Bruckhoff. Friedrichstraße 10, über:" Sogenannte un heilbare Männerleiden." Eintritt frei! Nur für Herren! 1589b M.15,00) Teppich- Special- Haus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr.158. S., Dieser Inventur- Verkauf findet nur einmal jährlich bei mir statt. Extraliste franko. Verband der Maschinisten und Meizer sowie Berufs- Hans Kayser genossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, den 18. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, bei Voigt, Ritterstraße 75: General- Versammlung. Zages Drdnung: Verwaltungsbericht, Kaffenberichte, Bericht der Revisoren und des Arbeitsvermittlers, Bericht des Vergnügungs- Stomitees, Anträge. Die Ortsverwaltung. 138/5 x SO.. 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Fernsprecher: Amt VII, 353. der Orts- Krankenkasse der Montag, 19. Januar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Mercier, Steinmetz- Straße Nr. 113: Bezirks- Versammlung für Rixdorf Zages Ordnung: 1. Die Einführung der Kranken- Unterstützung in unsrer Organi Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin aut Montag, den 26.Januar d. I., abends 8 Uhr, im Fraktionszimmer des Berliner fation. Referent: Stollege A. Cohen. 2. Diskussion. 3. Vierteljahres- Ratskellers, Eingang: Jüdenstraße: bericht der Bezirksleitung. 4. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Das Erscheinen aller Stollegen ist unbedingt erforderlich; Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Dienstag, 20. Januar, abends 8 Uhr, in den Arminiushallen, Bremer- Straße Nr. 72: Bezirks- Veriammlung für Moabit Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Grempe über: Technische Fortschritte im Beleuchtungswesen". 2. Discussion. 3. Wahl der gesamten Bezirksleitung. 4. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Dienstag, 20. Januar, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, großer Saal: Versammlung der Klempner Tages- Ordnung: Tagesordnung: Wahl eines Vorstands Mitgliedes ( Ersatzwahl für Herrn August Lübke.) Das Mandat legitimiert. Berlin, den 16. Januar 1903. Der Vorstand. Carl Gutheit. Lichterfelder abends 8 Uhr: = 31= Volksversammlungen für Berlin und Vororte. Tages- Ordnung: Was steht auf dem Spiel? Die Versammlungen finden statt: 1. Wahlkreis: Arminhallen, Kommandantenftr. 20. 15666 2. Wahlkreis: Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Schnegelsberg, Hasenheide 21. Kranken- und Sterbe- Kaffe für sämtliche Berufszweige. E. 5. 54. Verwaltung Gr. Lichterfelde. Mitglieder Versammlung F 3. Bühlke, Dennewitftr. 13. Wahlkreis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Resource, Kommandantenftr. 57. Sonntag, den 25. Januar 1903, 4. Wahlkreis( Often): Keller, Koppenftr. 29. ist vormittags 1,10 Uhr. 2 2. Arztival. 4. Wahlkreis( Südosten): Tran, Vor dem Schlesischen Thor 2. [ 1. Rassenbericht. 1. Der Umsturz im Reichstag und die Zollparteien. Referent: 3. Wahl bont Krantenbesuchern. Reichstags- Abgeordneter Zubeil. 2. Diskussion. 3. Der Bauarbeiterschuß- 4. Anträge zur Generalversammlung. Stongreß. Referent: Kollege Diesner. 4. Verbands- Angelegenheiten 5. Wahl von 8 Delegierten zur Generalversammlung. 6.Verschiedenes. Der Vorstand. und Verschiedenes. Kollegen! Angesichts der wichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht cines 270/6 jeden, zu erscheinen. 110/13 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlín. Dienstag, den 20. Januar 1903, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung Urania, Wrangelftr. 11. Graumann, Naunynftr. 27. Kranken- u. Sterbekaffe aller 5. Wahlkreis: Brauerei Friedrichshain( fr. Lipps), Am Königs- Thor. gewerblichen Arbeiter für 6. Wahlkreis: Berliner Prater, Kaftanien- Allee 7-9. Schöneberg und Berlin. Wernaus Festfäle, Schwedterstr. 23. G. 5. A. Nr. 115. Sonntag, den 25. Januar 1903, bormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Krüger, Grune waldstraße 110: der Kamm- Arbeiter und Arbeiterinnen Generalversammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse:„ Vom Völker: haf". 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. In Anbetracht des wichtigen Vortrages bitte ich sämtliche Kollegen und Kolleginnen, zu erscheinen. Der Obmann. Bezirk Friedrichsberg. Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, bei Lutterbüise, Friedrich Karlstr. 11: Bezirks Versammlung. Auf der Tagesordnung steht: 1. Vortrag des Roll. Weisleder. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Besonders find die Kollegen eingeladen, die in Friedrichsberg wohnen und in Berlin arbeiten. Dienstag, den 20. Januar 1903, abends 8 Uhr: 77/11 Branchenversammlung der Stock- und Celluloidarbeiter bei Wilhelm Kussin, Andreasstr. 21. Kollegen! Angesichts der gegenwärtigen Krise in der Stock- u. Celluloid Branche ist es doppelte Pflicht eines jeden Kollegen, zahlreich und pünfflich zu erscheinen. Die Kommission. Centralverband der Maurer Sektion Rabitzputzer. Mittwoch, den 21. Januar, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandanten- Straße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung. Zages- Ordnung: Tages Ordnung: 1. Jährlicher Bericht. 2. Bericht des Borstandes. 3. Neuwahl des Gesamis vorstandes. 4. Berschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sterbekaffe ehem. Pangscher Arbeiter ( Hetzelsche Kasse). General- Versammlung am Sonntag, den 25. d. M., vormittags 10 Uhr, in Nümanns Saal, Brunnenst. 188 Tages- Ordnung: 1. Berlefung des Protokolls der Generalversammlung v. 27. Juli 1902. 2. Sassenbericht des Rendanten pro 1902 und Bericht der Revisoren. 3. Statutenänderung der§§ 18, 27, 35, 37, 42 und 51 laut Bestimmung der Aufsichtsbehörde. 4. Verschiedene Sassenangelegenheiten. 5. Wahl des 1. Borsigenden, des Rendanten und des 2. Schriftführers. 6. Wahl von drei Revisoren. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Weimanus Volksgarten, Badftr. 56. Boruffia- Säle, Aderftr. 6-7. Eiskeller, Chaufferstr. 88. GelotqA Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Teltow- Beeskow: Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3. Riedorf: Wernickes Festfäle, Hermannstr. 49. Steglik- Lichterfelde: Richter, Groß- Lichterfelde, Chauffeeftr. 104. Nowawes: Bernhardt, Priefferstraße. Schöneberg: Obst, Meiningerstr. 8. Köpenick- Adlershof, Alt- Glinicke- Grünau: L. Scheer, Köpenick Johannisthal- Nieder- Schöneweide: Senftleben, Friedrichstr. 48. ieder- Barnim: Friedrichsfelde: Bubes festfäle, Prinzen- Allee 30. Lichtenberg: H. Gürsch, Kronprinzen- Garten, Frankfurter Chauffee 86. Pankow: Ebersbach,„ 3um Kurfürften", Berlinerstr. 102. Reinickendorf: Thomas, Augufte Victoria- Allee. Rummelsburg- Stralau: Restaurant Bellevue. Tegel- Borsigwalde: Trapp, Bahnhofftr. 1. Weißensee: Schloß Weißensee. Arbeiter, Parteigenossen! Durch die Vorkommnisse in lezter Zeit 14386 werdet Ihr den Ernst der gegenwärtigen Situation erkannt haben. Beweist Otto Winkler, Vorsitzender. durch Massenbesuch der Versammlungen, daß Ihr nicht ruhig alle 1. Jahres- und Kaffenbericht. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiebenes. Dr. Simmel, Prinzen Provokationen der Reaktion und Machthaber hinnehmt. 252/1 Der Vorstand. NB. Eine Stunde vor Beginn der Versammlung werden die neuen Mitgliedsbücher verabfolgt. Str. 41. Specialarzt für[ 55/ 11* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. H. Frey's Zahntechnisches Institut Gegründet 1861. Landsbergerstr. 42, I. Ohne jede Anzahlung. Gegründet 1861. Ohne jede Anzahlung. Wöchentlich 1 Mark. Teilzahlung 1 Mark wöchentlich. Nicht ganz schmerzloses Zahnziehen ohne Narkose, aber grossmöglichste Schmerzmilderung. 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Garantie. abzunehmen, da keine Vorherbezahlung, also Meine schriftliche Garantie, welche ich jedem meiner geehrten Patienten, welcher einen künstlichen Zahnersatz bei mir anfertigen lässt, mitgebe lautet: Ich übernehme für jeden von mir gelieferten Zahnersatz eine Garantie von zehn Jahren, das heisst: Jede an einem von mir gelieferten Zahnersatz vorkommende Reparatur, gleichwie aus welchem Grunde entstanden, wird während der Dauer von 10 Jahren kostenlos ausgeführt. 1000 Mark in Worten:" Eintausend Mark", welche ich bei einem hiesigen Notar hinterlegt habe, zahle ich demjenigen, welcher nachweist, dass ich meine im Garantieschein gegebenen Versprechungen nicht Wort für Wort halte. Das geehrte Publikum wird gebeten, diese Zeilen nicht für ,, Marktschreierische Reklame" zu halten, sondern nur für das, was sie wirklich sind, für... Wahrheit. H. Trey's Zahntechnisches Institut, Landsbergerstrasse 42, 1. Gegründet 1861. 8-7. Geöffnet ven 8-7. Gegründet 1861. Fahrverbindung von allen Richtungen. Fahrgeld vergütige. Fahrverbindung von allen Richtungen. Die Vertrauensleute Berlins und der Vororte. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 22. februar, in der Brauerei friedrichshain: General- Versammlung.** Anträge zu derselben sind an den Vorsitzenden J. Meyer, Fichtestr. 27, bis spätestens den 15. Februas, 16/2 cinzusenden. Der Vorstand. Berliner Konsumverein. Central Verwaltung: Krautstr. 7. Abteilung I, Luisenstadt. Michaellirchplatz 4. Abteilung II, Often. Krautstraße 7. Zorndorferstraße 59. Liebigstraße 7. Eintrittsgeld 20 Pf. = Verkaufsstellen: Abteilung III, Moabit. Rostoderstraße 21. Havelbergerstraße 6. Emdenerstraße 45. Abteilung IV, Rummelsburg. Türrschmidtstraße 6. Abteilung V, Lichtenberg. Frankfurter Chauffee 48/49. Mainzerstraße 4. Abteilung VI, Stralan. Stralauer Allee 17f. Geschäftsanteil 10 Mark. Abteilung V, Lichtenberg. Abteilungs- Hauptversammlung am Montag, den 26. Januar 1903, abends Punkt 8 Uhr, im Lokale von Höflich, Frankfurter Chauffee 120. Lages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Lamm über:" Aufgabe und Ziele der Genoffenschaften." 2. Bericht der Abteilungsleitung. 3. Neuwahl derselben. 4. Abteilungs- Angelegenheiten. 105/2 Die Versammlung wird pünklich eröffnet. Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder erwartet Die Abteilungsleitung. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise Weiss Porzellan Kaffeekannen Pf. Glas Butterdosen 10, 18, 20 P. 18. u. Pf. Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27-29. Oranienstr. 52-55. Montag, Dienstag, Mittwoch so lange der Vorrat reicht: Wirtschafts- Artikel 15 Pf. 1.20 1.40 Asbest- Kochteller Reibemaschinen Express" Reibemaschinen ,, Duplex" 27 PC Messerputzmaschinen 6.25 Fleischhackmaschine 3.25, 5.25 Wirtschaftswagen 1.80, 2.50 Leuchter gross 42 klein 22 Pf. Kompottteller 5 u. 6 PL. 12 PC. 6 u. 9 Pf. Milchtöpfe 10, 15, 18 Pf. Speiseteller 10 Pf. dekoriert Dessertteller 8 Pl. Kompottteller 6 Pf. Terrinen 95 Pf. Kaffeekannen Tassen Kartoffelschüsseln 60 Pf. Kaffeebecher Saucièren 33 PL. Bratenschüsseln 28 bis 85 Pf. Zuckerdosen Kaffeekannen 22 u. 40 Pf. Dessertteller Theekannen 15 PL. Kompottteller 10 Pf. 10 Pf. DID 7 PL Milchtöpfe 8 Pf. Zuckerdosen 8 Pf. Tassen 6 u. 9 Pf. Kompottschalen 8 u. 10 Pf. Butterdosen geschliff.60, 85 Pf. Käseglocken 45, 80 Pf. Wassergläser 18 Pf. 97 99 Trinkgarnitur SchleifenPlätteisen 1.75, 1.85, 1.95 Wringmaschinen 7 Mk., 7.50 Gläserteller Rotweingläser 25 Pf. Weissweingläser 25 Pf. Portweingläser 23 Pf. Salatschalen Kuchenteller 20 Pf. 18 u. 25 Pf. Sektkelche 30 Pf. Eimer Likörgläser 20 Pf. 33 Pf. Kaffeeservices 9 teilig 2 Mk. Tafelservices für 6 Personen 8.75 u. 13.50 Mk. Ein Posten reich dekorierter Biertulpen Bier- a. Theebecher 23 Pf. Waschgarnituren 3.25 bis 8.50 eineinMk. Waschschüsseln farb, 30 u. 42, dekor. 35, 55, 85 Pf. Wasserkannen farb. 28 u. 38, dekor. 28 b.70 Pf. 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Kompagnie nach der nicht mehr zur Verfügung steht und daher streng zu meiden ist. Als Hauptaufgabe der neuen Organisation wird die Heranbildung Glogauerstr. 12-16 gerufen, wo in der dortigen Gemeindeschule Sämtliche andre uns nicht zur Verfügung stehenden Lokale sind für von Einzelkräften durch Förderung der Windthorst- Bünde und die nach Schluß des Unterrichts ein Brand entstanden war, der Schränke den persönlichen Verkehr freigegeben. Gewinnung der Massen durch Einführung des Volksvereins be- mit Schreibheften erfaßt hatte. Die Gefahr tonnte aber bald be Schöneberg. Dienstag findet bei Obst, Meiningerstr. 8, die zeichnet. Zum Vorsitzenden der Organisation, deren Früchte man feitigt werden. Sturz darauf waren in der Zwingliftr. 11 durch die schon bei den bevorstehenden Wahlen zu ernten erhofft, wurde Explosion einer Petroleumlampe Decken und Möbel in einer Woh Generalversammlung des Wahlvereins statt.( Siehe Inserat.) Kuratus Dr. Stephan, zu dessen Stellvertreter Hamacher mmg in Brand geraten, dessen Ablöschung aber in furzer Zeit era gewählt. folgte. Alarmierungen, die außerdem in den letzten 24 Stunden noch Soweit die Massen in Betracht kommen, ist es Arbeit für nach der Seydelstr. 20, nach der Alten Jakobstraße und nach einigen die Socialdemokratie, die die gescheiten Herren ver- andern Stelle erfolgten, waren auf ganz unbedeutende Brände zurückrichten. Mag der arme Pole, der als Streifbrecher oder sonstwie zuführen. nach Berlin gekommen ist, sich in seiner Unwissenheit für den Anfang immerhin von seinem Geistlichen einfangen lassen! Sobald dieser bedauernswerte Arbeiter unter dem erziehenden Einfluß feiner späteren Umgebung zur Einsicht kommt, wendet er sich der Partei su, bei der er einzig die selbstlose Vertretung seiner Interessen findet, der Socialdemokratie. Berliner Partei- Angelegenheiten. umgegend ist ins Leben gerufen worden. Sie soll eine offizielle Ber- auf, die indes noch im Keim erfiicht werden konnten. Zur felben Johannisthal. Die Mitglieder- Versammlung am Dienstag fällt der öffentlichen Versammlung am Donnerstag wegen aus. Dieselbe findet für Johannisthal und Umgegend bei Senftleben statt; um zahlreichen Besuch wird gebeten. Der Vorstand ersucht die Barteigenossen, die noch Urania- Billets übrig haben, diese bis Dienstagabend beim Kassierer abzugeben, da felbige anderweitig verlangt H. Bielecke, Parkstr. 12/13. werden. " Treptow- Baumschulenweg. Mittwochabend 8 Uhr hält der Wahlverein seine Mitgliederversammlung im Restaurant Adermann, Baumschutenstr. 78, ab. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen werden die Genossen gebeten, sich zahlreich und pünktlich einzufinden. Außer einem Vortrag des Genossen Wermuth über:" Die politische Lage und die bevorstehenden Kämpfe der deutschen Arbeiterschaft" soll die endliche Regelung. der Organisation und Agitation im unteren Teile Treptows zu einem die dortigen Genossen befriedigenden Abschluß gebracht werden. Ferner ergeht an die Parteigenossen die Aufforderung, beim Abonnement auf den Vorwärts" die Parteispedition zu berücksichtigen. In Treptow nimmt Genosse Stod, Ernststr. 2, 2 Treppen, Bestellungen auf das Parteiblatt entgegen. Adlershof. Die Gemeinde Wählerliste liegt bis zum 30. Januar im Gemeindebureau, Bismardstr. 38, aus. Die Genossen tverden aufgefordert, fich schleunigst zu überführen, ob sie eingetragen find. Für diejenigen Wähler, welche verhindert sind, selber die Liste einzusehen, haben sich die Genossen Gustav Tempel, Kronprinzen straße 46, Hermann Hildebrandt, Selchorstr. 14 und Hackenberg straße 29, Berthold Löwenthal, Hadenbergstr. 3, Louis Stemmwvedel, Friedenstr. 1, erboten, die Einsicht zu übernehmen. Legitimation ist erforderlich. Der Vorstand. Lokales. Der Oberbrauer". Vom Schultheiß auf dem Tivoli Kam bieder ein ganz Schlauer Zum Soci eines Sonntags früh' ' n Morgen, Herr Oberbrauer!" " Ihr Lieben", sprach er, Ihr seid arm, Vielleicht hilft Euch ein„ Blauer", Es schlägt mein Herz für Euch so warm!" ' n Morgen, Herr Oberbrauer!" " „ Wenn Ihr vom Vorwärts" Nachricht bringt, Ich fag's Euch noch genauer, Zwölfhundert Mark ihr leicht erringt." ' n Morgen, Herr Oberbrauer!" „ Wer Italienisch übersetzt? Was macht in Nom Gradnauer? Ja, den Fall Krupp nur nicht zulett! ' n Morgen, Herr Oberbrauer!" Die Droschke stand bereit zur Fahrt Des Dienstags an der Mauer, Jm„ Schiller" schon der Geldmann" harrt, ' n Morgen, Herr Oberbrauer!" Die Freude war, wie wir jetzt seh'n Zwar nicht von langer Dauer; Die Noten" feinen Spaß versteh'n, 11 ' n Morgen, Herr Oberbrauer!" Denn welch' ein Pech, er ahnt' es nicht, Die liegen auf der Lauer, Die Hoffnung macht' man ihm zunicht' ' n Morgen, Herr Oberbrauer!" Die sechzig Märfer, welch' ein Schreck, Er ist in tiefer Trauer, Der Drden und das Geld ist weg! ' n Morgen Herr Oberbrauer!" R Die Beseitigung des Engpasses in der Magazinstraße wird nun mehr endlich in die Wege geleitet werden. Wie der Vorsitzende der Abteilung für Bau- und Verkehrs- Angelegenheiten( Bund der Berliner Grundbefizer- Vereine) mitteilte, wird mit dem Abbruch der alten Baulichkeiten bereits am 1. April ds. Js. begonnen werden. Bis dahin dürfte auch das Enteignungs- Verfahren, welches bezüglich einiger der Freilegung zum Opfer fallenden Privatgrundstücke schwebt, feine Erledigung finden. Hus den Nachbarorten. nicht in der Liste verzeichnet steht, geht für das laufende Jahr feines Parteigenossen in den Vororten, seht die Wählerliste nach! Wer Wahlrechts verlustig! Wähler, die selber keine Zeit haben, die Liste durchzusehen, wollen sich an den Vorstand der Partei- Organisation ihres Drtes wenden! Zur Entwicklung des Kreises Niederbarnim. Die Bevölkerung des Kreises Niederbarnim, der mit seinen 318 215 Einwohnern der größte preußische Streis ist, hat in der Zeit vom 28. Oktober 1901 bis 27. Oftober 1902 um rund 15 000 Einwohner zugenommen. Zu dieser rapiden Zunahme hat wohl zumeist die Verlegung zahlreicher Fabriken aus der Hauptstadt in die östlichen und nördlichen Vororte Zu dem Kampf für Ordnung, Religion und Sitte, der im beigetragen; auch mag der Umstand, daß die Kreissteuerzuschläge Grunewald stattgefunden hat, wird jetzt berichtet, daß der im Duell hier 30 gegen 39 Proz. im Kreise Teltow- Beeskow betragen, nicht Ermordete ein Rechtsanwalt Dr. Aye aus Flensburg ist. Sein ohne Einfluß sein. Im laufenden Jahre steht wiederum eine rege Gegner ist der Oberlieutenant der Schußtruppe Werner v. Grawert, Bauthätigkeit bevor. So ist an der neuen Stadtbahnstation Rummelsder sich seit dem Herbst auf Urlaub in der Heimat befindet. Ein burg- Ost ein großes Terrain einer Baugesellschaft aufgelassen worden, hiesiges Lokalblatt meldet, daß es sich bei dem Duell um einen die mit dem Bau neuer Straßen sofort beginnen wird. Eine andre ernsten Konflikt, dessen Veranlassung längere Zeit zurüdliegt, Gesellschaft hat das große Baugelände in der Pfarrstraße zu nicht etwa ein rasches Wort oder eine That Lichtenberg aufgekauft. Bei beiden Verkäufen haben die„ Ackerdes Augenblicks gehandelt habe. E3 haben mehrfach bürger-" und Gärtnerfamilien" nicht schlecht nicht schlecht abgeschnitten. Verhandlungen stattgefunden, um, wenn möglich, den Zwei- Das große Bergersche Terrain an der Kronprinzenstraße und an der fampf zu vermeiden, und der Ehrenrat hat sich mit dem Frankfurter Allee soll in diesem Jahre mit 19 Wohnhäusern besetzt Fall sehr eingehend beschäftigt. Daraus erklärt sich auch, daß werden. An der Stadtbahnstation Lichtenberg- Friedrichsfelde wird Dr. Aye schon am Donnerstag hierherkam, während das Duell erst der Eisenbahnfiskus Beamten- Wohnhäuser errichten, auf dem mit am Freitag stattfand. Uebrigens muß schon am Donnerstag jede Anschlußgeleisen an die Ostbahn durchzogenen Terrain des RitterAussicht auf gütliche Beilegung des Streites geschwunden sein, da guts Lichtenberg entstehen wieder neue Fabriken und in Borhagen an diesem Tage mehrere Offiziere der Schuhtruppe nach dem Stern werden eine große Reihe vierstödiger Mietstajernen gebaut. Manche im Grunewald kamen und den Platz für das Duell aussuchten. an der Nordbahn belegene Stolonien machen eine ähnliche Entwicklung Wir haben schon bei früheren Gelegenheiten erklärt, daß jegliches durch, und so wird wohl die nächste Personenstandsaufnahme eine Bedauern für die freiwilligen Opfer des Duellmordes übel an- weitere Zunahme der Bevölkerung melden. gebracht ist. Nirdorf. Ernst v. Wildenbruch ist der sechste Kunstabend am Sonntag, den 18. Januar, abends 7 Uhr, im Saale des Kaiser Friedrich- Realgymnasiums in Rixdorf, gewidmet. Einlaßkarten zu 30 Pf. und zu 50 Bf.( einschließlich Garderobe) sind noch an der Abendkasse zu haben. Ein Zusammenstoß dreier Straßenbahnzüge erfolgte auf dem Nettelbeck- Platz. Der Motorwagen 1491 der Linie 31 freuzte den Platz im Zuge der Gerichtstraße, als der von Reinickendorf kommende Motorwagen 1401 heranbrauste. Der Führer des letzteren bremste zu spät und sein Wagen lief gegen die Hinterplattform des erstgenannten Wagens. Dieser wurde aus dem Geleise geschleudert und flog gegen Aus Wilmersdorf. Die Gemeindevertretung beschloß in ihrer den auf dem Gegengeleis an der Haltestelle stehenden Straßenbahn- letzten Sigung den Erlaß einer neuen Polizeiverordnung betr. die wagen 1865 der Linie 30. Durch den Zusammenprall wurden die Reinigung der Bürgersteige von Schnee und Eis. Die Verordnung fämtlichen Plattformen verbeult und die Scheiben der Seitenfenster schließt sich der in Schöneberg geltenden an, nur daß bei eintretender zum Teil zertrümmert. Die Fahrgäste kamen zum Glück mit dem Glätte das Bestreuen der Bürgersteige in Wilmersdorf von 7 Uhr Schrecken davon. morgens bis 8 Uhr abends zu erfolgen hat, wogegen in Schöneberg Durch die Aufmerksamkeit eines Kriminalbeamten konnte gestern meinde- Bertretung den Erlaß einer Polizeiverordnung, wonach am bis abends 10 Uhr gestreut werden muß. Weiter beschloß die Geunter eigenartigen Umständen die Festnahme eines Gewohnheits- Drte die Errichtung und Erweiterung von Anlagen, welche starken diebes erfolgen. Der Beamte befand sich in einer Gastwirtschaft in Rauch, Nuß, üble Gerüche und schädliche Ausdünstungen verbreiten der Dirtfenstraße, mit dessen Inhaber er bekannt ist, und beobachtete, oder ungewöhnliches Geräusch verursachen, in einer Entfernung von wie ein Haufierer das Lotal betrat und Schreibpapier zum Stauf weniger als 50 Meter von der Baufluchtlinie verboten ist. Man anbot. Dem Schuhmann fiel es auf, daß der Händler das Papier will damit in Wilmersdorf die Anlage von Fabriten nach Möglichkeit zu ungewöhnlich niedrigem Preise abgab, und erkundigte sich nach der hintertreiben. Auf Anregung unfres Parteigenossen Hilpert erklärte Herkunft desselben. Da der Haufierer hierüber jede Auskunft ver- der Gemeindevorsteher, daß die Gemeinde- Wählerlisten, die vom weigerte, wurde er von dem Kriminalschuhmann fistiert und nach 15. bis 30. Januar während der Dienststunden von 10-3 Uhr der nächsten Polizeiwache gebracht. Wie sich herausstellte, täglich im Rathause ausliegen, am Mittwoch, 28. Januar, ausnahmshatte der Beamte einen guten Fang gemacht. In dem Feſt genommenen wurde ein Handelsmann B. erkannt, der gewohnheits- weise auch von 6-8 Uhr abends eingesehen werden können. gemäß seine Waren nicht auf dem üblichen Wege des Einkaufs bezog, In Wilmersdorf waren am Freitagabend wohlgezählte 52 liberale sondern sie sich durch Diebstahl verschaffte. B. wurde auch schon Männer versammelt, um den 16 Gemeindevertretern, längere Zeit polizeilich gesucht, doch konnte seine Festnahme bisher deren Wahl der Kreisausschuß für ungültig erklärt hat, ans Herz nicht bewirkt werden, da er sich unangemeldet in Berlin aufhielt. zu legen, sofort ihr Mandat niederzulegen und nicht erst die Urteile Ser höheren Instanzen abzuwarten. Die 16 Gemeindeverordneten Zu den Denkmalsverstümmelungen. Gestern ist auch der Arbeiter werden, soweit wir unterrichtet sind, der Handvoll liberaler Größen ugo Pilz aus der Untersuchungshaft entlassen worden, in der er wegen des Verdachts, in der Nacht zum 4. Januar die be- den erbetenen Gefallen nicht thun, und einige Parteigenossen, die in kannten Denkmalsverstümmelungen begangen zu haben, 14 Tage einander, warum auch die Socialdemokraten im Ortsparlament nicht der Versammlung zugegen waren, setzten den Herrschaften aus hat zubringen müssen. Auch bezüglich seiner Person hat sich ergeben, an eine Nieberlegung ihres Mandats denken. Erstens feien sie der Ansicht, daß von irgend welcher Schuld an den begangenen Roheiten feine Arbeitsnachweis Konferenz. In Gemäßheit des Beschlusses der Rede sein kann, und somit wird die Thaterschaft in diesem Falle daß die relativ unbedeutenden Formfehler, die bei der Wahlhandlung Tetzten Bersammlung des Verbandes deutscher wohl ebenso in Dunkel gehüllt bleiben wie im Falle der Ver- vorgekommen wären, keineswegs genügten, um das Urteil des KreisArbeitsnachweise hat der Vorsitzende des Verbandes, stümmelungen in der Sieges- Allee. ausschusses zu rechtfertigen und zweitens würde an der Parteigruppierung in der Gemeindevertretung auch durch eine Neuwahl Dr. Freund, eine Kommission zur Beschlußfaffung über die Einfeltener nichts geändert werden. Die völlige Ohnmacht und Bedeutungslosig führung einer einheitlichen Arbeitsnachweis Statistit auf Freitag, den 23. d. M., nach Berlin zusammenberufen. Die Preiſtigkeit wurde in der verflossenen Nacht in der Bellealliance- keit der kleinen liberalen Gruppe am Ort sei doch bei den vorfährigen Stommission setzt sich zusammen aus Vorsitzenden größerer Arbeits- ftraße 10 ein Raubmordversuch verübt, bei dem der Musikalien- Wahlen traß genug in die Erscheinung getreten, und den schönen nachweise und Arbeitsnachweis- Verbände, Statistikern und Arbeits- händler Wilhelm 3echlin durch vier Revolverschüsse schwer verlegt Augen diefer Leute zuliebe eine neue Bahlagitation ins Wert au nachweise und Arbeitsnachweis- Verbände, Statiſtikern und Arbeits- ward. Herr Zechlin, der unverheiratet ist, schläft in einem durch setzen, dazu feien die Gelder der Arbeiterschaft denn doch zu schade. nachweis- Beamten. Das kaiserliche ſtatiſtiſche Amt wird offiziell einen Vorhang von dem übrigen Laden getrennten Raume. In der Bemerkt sei noch, daß die Firma Markiewicz, die den Socialdemo bertreten sein durch den kaiserlichen Regierungsrat Prof. Dr. Zahn und Assessor Leo. Die Einführung der einheitlichen Arbeitsnachweis- bergangenen Nacht erwachte er plößlich infolge eines Geräusches traten vor einiger Zeit keine Plakate an die Anschlagsäulen fleben Statistil foll belanntlich die Grundlage bilden für die vom faifer- und fah sich, als er hinter dem Vorhang hervortrat, givei wollte, auf denen das Wort Protestversammlung enthalten war, zwei Statistit soll bekanntlich die Grundlage bilden für die vom kaifer- Männern gegenüber, deren einer fofort einen Revolver gegen vorgestern gegen ein ähnliches Plakat des liberalen Bereins keine lichen statistischen Amt herauszugebende Arbeitsmarkt- Bericht- Bechlin anschlug und nacheinander vier Schüsse auf ihn abgab. Bedenken hatte. erstattung. Bechlin, obgleich in der Brust, im Unterleib und an den Schenkeln Der konservativ- agrarisch- antisemitische Zeitungstrust, über den schwer verwundet, geriet mit den Einbrechern ins Ringen und rief Zeit haben die hiesigen bürgerlichen Vereine vollauf zu thun; Aus Friedrichshagen wird uns geschrieben: Seit geraumer wir in Nr. 293 v. J. berichteten, scheint auf nicht ganz einwandsfreie dabei fortwährend um Hilfe. Diese Hilferufe wurden von der Ver- Sizungen über Sizungen haben stattgefunden, eifrige Debatten Weise zu stande gekommen zu sein. Als Unterzeichner des naiven täuferin, Fräulein Kramp, gehört, die in der nebenan belegenen wurden geführt. Doch galten diese Verhandlungen nicht etwa einer Aufrufs, der in völliger Verkennung der in der Reichshauptstadt Konfitürenhandlung beschäftigt ist und dort auch schläft. Herrschenden Gesinnung der Berliner Bevölkerung das Abonnement fast unbekleidet, die Rolljalousie hoch und rief zwei vorübergehende Protest gegen die Annahme des volfsausbeutenden 3olltarifs Sie zog, Stellungnahme gegen den Rechtsbruch im Reichstage oder einem auf die Zollwucherpreffe empfiehlt, fungiert neben verschiedenen Schußleute herbei, die sogleich durch den Laden der Konfitüren dazu haben die Herren keine Zeit, fein Interesse und wohl auch kein konservativen Leuchten auch der an der technischen Hochschule Handlung auf den Hof drangen und von dort in den Verständnis von dort in den Verständnis sondern ihre Thätigkeit war weit wichtigeren Dingen lehrende Professor Büsing- Friedenau mit Namen. Das Lokalblatt Musikalienladen gelangten. Einem der Einbrecher gelang es, gewidmet. Da nach geschichtlicher Ueberlieferung Friedrich II. bor dieses Vororts bringt nun folgende Mitteilung: auf das Maschinenhaus des Bellealliance Theaters zu diefe günstige Gelegenheit zu einer imposanten Jubelfeier nicht Von einem Namensmißbrauch ist Herr Profeffor Büsing be- flüchten, von wo er die Verfolger mit dem Revolver bedrohte. vorübergehen. Gin Festausschuß hat sich gebildet und auch bereits troffen worden. Unter einem von Berlin aus verbreiteten Aufruf Der Bursche wurde jedoch von einem Schutzmann durch Säbel- das Festprogramm fertiggestellt. Unter der Bezeichnung der angeblich für Verbreitung und Bethätigung patriotischen und hiebe kampfunfähig gemacht und dann nach der Wache in der Friedrichshagener Woche" beginnt die Jubelfeier am opferfreudigen Sinnes wirken will, und dazu als Mittel das Lesen Teltowerstraße gebracht. Es war ein Tapezierer Paul Schröder aus 31. Mai und erreicht ihren Abschluß am 6. Juni. Zapfenftreich. von 6 in dem Aufruf namentlich aufgeführten Berliner Zeitungen der Tauenzienstraße. Der andre entfam, indem er noch zweimal Wedruf, Festgottesdienst, Enthüllung eines Denkmals Friedrichs II., empfiehlt, findet sich neben vielen andren Unterschriften auch die auf einen Schutzmann und die Verkäuferin schoß, glüdlicherweise Feftzug der Behörden, der Vereine und der übrigen Festteilnehmer jenige von Profeffor Büsing. Der genannte Herr ersucht uns mit ohne zu treffen. Schon zwei Stunden später wurde er jedoch in durch die reichgeschmüäten Straßen, Massengefänge, Boltszuteilen, daß er weder um die Erlaubnis zur Hergabe seines einer benachbarten Restauration verhaftet. Bei den Verbrechern, beluftigungen aller Art, Tanzmusit in allen Lokalen, Jüumination Namens für den fraglichen Zwed ersucht worden ist, noch irgend die durch die Kellerthür in den Laden der Musitalienhandlung ein- und so weiter bieten den Festteilnehmern reiche Abwechselung. Doch welche Veranlassung zur Benutzung desselben gegeben hat, daß gedrungen waren, fand man eine Anzahl der besten Einbruchs zu einem Feste gehört Geld, und da der Feſtausschuß über feine also ein sehr dreister Mißbrauch vorliegt. werkzeuge. Bechlin wurde nach dem Krankenhause am Urban geOb es bei dieser einen Erklärung sein Bewenden haben wird bracht. Bis Mittags war er noch nicht vernehmungsfähig. und ob die unbekannten, für den Aufruf verantwortlichen Personen sich über die Pflicht der Rechtfertigung flar sind? sich Raubmordverfuch in der Bellealliancestraße. Geldmittel verfügt, macht er sich die Sache leicht und stellt flugs an die Gemeindevertretung einen Antrag um Bewiligung von 2000. Der am Freitag abgehaltenen GemeindevertreterSibung lag der Antrag zur Beschlußfassung vor. Der Gemeindevorsteher bat im Namen des Gemeindevorstandes um Annahme des Antrages, der ebenfalls von mehreren Vertretern befürwortet wurde. Gemeindevertreter Sonnenburg( Soc.) ersucht um Ablehnung des Antrages. Wie man in diesem Fall Gemeindemittel be150 Jahren gegründet wurde, foll als ausschließliches Verdienst anspruchen kann, ist unverständlich. Daß Friedrichshagen vor Friedrichs II. gefeiert werden. Jedoch ist die Entwicklung der Gemeinde Fenerbericht. Sonnabendabend gegen 6 Uhr wurde die Wehr von einer armseligen Weberkolonic zu einer größeren Landgemeinde nach der Kommandantenstr. 3-4 gerufen, wo im ersten Stod ein das Verdienst von Generationen, deren Fleiß, Thatkraft und schlichte Brand ausgekommen war, der den Fußboden und die Balkenlage Art den Aufschwung der Gemeinde herbeigeführt hat. Soll dieje ergriffen hatte. Gardinen und Kleidungsstücke gingen in der Nacht gemeinnüßige Stollektivarbeit früherer Generationen anläßlich des Urania. Vier allgemein interessante Vorträge aus dem Gebiete der Photographie werden im Hörsaal der Urania( Taubenstraße) an Neue Krankheitssymptome. Graf Püdler hat sich am Freitag den Montagen abends 8 Uhr gehalten werden. Den ersten Bortrag von neuem produziert. Noch hätten die Regierenden und die oberen am Montag, den 19. d. M., über„ Das photographische Objektiv" Schichten Zeit, gemeinsam mit dem Volke die Judenknechtschaft ab hat Herr Profeffor Dr. A. Wiethe übernommen. Im wissenschaftzuschütteln, den roten Manasse an die Wand zu drücken, bis er brüllt, lichen Theater des Instituts wird„ Das Land Tirol, eine Wanderung bald werde es aber zu spät sein. Daß Berliner Bürger von Juden von der Zillerthaler Alpenwelt durch das Reich der Dolomiten, das und Socialdemokraten drangfaliert werden, hätte er sich, wenn er Ortlergebiet ins Unter- Jnnthal" gegeben. der Herrscher wäre, nicht gefallen laffen. Mit eiserner Faust wäre er dareingefahren und hätte die Kerle barbarisch verhauen. Mit einer handvoll starker Männer mache er sich anheischig, Berlin von den Juden zu säubern und so lange zu kämpfen, bis der letzte Jude den deutschen Staub von den Füßen geschüttelt haben werde. 150jährigen Bestehens der Gemeinde richtig gewürdigt werden, so Neuenhagen a. d. Oftbahn. Der Socialdemokratische Verein muß es die Pflicht der Gemeindevertretung sein, Einrichtungen zu für Neuenhagen und Umgegend hielt am 11. d. M. seine diesjährige schaffen, deren bleibender Wert den Dank aller Einwohner ohne Generalversammlung ab. Dem Jahresbericht des Vorstandes ist zu Ausnahme sichern wird. Die Erbauung eines Armenhauses, die entnehmen, daß die Lokalfrage den Genossen manche Schwierigkeit Bemessung der Armenunterstützungen derart, daß die Armen vor macht. Von 26 im Bezirk liegenden Sälen steht uns nur einer zur direkter Not geschützt sind, die Erbauung eines Krankenhauses, der Verfügung. Der Verein hatte eine Jahreseinnahme von 333,54 M., Erlaß eines Gemeinde- Arbeiter- Besoldungsstatuts, der Beschluß, eine Ausgabe von 258,04 M., mithin einen Bestand von 75,50 M. bei Vergebung von Gemeinde- Arbeiten die Lohn- und Arbeits- Die Mitgliederzahl betrug am Jahresschluß 66, welche über 8 Ortbedingungen der Arbeiter gemäß den Beschlüssen der Gewerkschafts- schaften verteilt wohnen. Nach Berufen geordnet find Mitglieder organisationen festzusehen, das wären so einige dieser Einrichtungen. des Vereins: 17 Töpfer, 13 Arbeiter, 8 Maurer, 6 Tischler, Der befriedigenden Lösung dieser Aufgaben hätte die Gemeinde- 4 Schlosser, je 2 Gürtler, Restaurateure, Sattler, Schneider, je vertretung ernstlich näher zu treten, aber die Verwendung von 1 Schriftgießer, Zimmerer. Ohne Angabe des Berufes 10 Mit Gemeindemitteln zu rauschenden Festen ablehnen sollen. Nach An- glieder. Bei der Vorstandswahl wurden H. Decker als 1. Vornahme eines Schlußantrages wurde der Antrag des Festausschusses fihender, P. Weber als 2. Vorsitzender, D. Warttig als Schriftführer jedoch gegen die drei Stimmen unsrer Parteigenossen Albrecht, und D. Jäte als Kassierer wiedergewählt. Zu Beisitzern wurden Sramm und Sonnenburg( der Genosse Barth war durch Lehnert, Schumann und Giese, zu Revisoren W. Schmäte und Krankheit am Erscheinen verhindert), angenommen 2. Düsing gewählt. Ein Antrag auf Erhöhung der Monatsbeiträge auf 30 Pf. wurde mit Rücksicht auf die schlecht gestellten Landarbeiter abgelehnt. Vermischtes. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7%, bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. P. B. 10. Wenden Sie sich an eine größere Antiquariats- Buchhandlung. Thorn. Ein geflügeltes Wort, dessen ursprüngliche Formulierung dem Pyrrhus zugeschrieben wird. A. N. 25. 1. Durch ein gesperrtes Sparkassenbuch. 2. Sa und zwar mit Bewerbungsschreiben an jene Behörde, welche die Stelle ausgeschrieben hat. Weißgerber Nr. 7. 1. 100 000. einschließlich 64 000 M. für Repräsentation sowie freie Wohnung. 2. Verschieden. Posadowsth 50 000 9. und freie Wohnung; Kriegsminister 36 000 M. und freie Wohnung usw. Natur. G., Sch., sowie Er. von mittlerer Statur. Nähere Angaben 3. Der preußische Miniſter des Innern. 4. Vier. nicht gut möglich. 100. A. Es läßt sich damit auskommen, wenn man keine großen Sprünge macht. Lindow. Die Fragestellung ist unrichtig. Fischfleisch ist nährwertig, allein zweifellos giebt es andre Fleischarten, die von höherem Nährwert sind. K. St. Wenden Sie sich an die Auskunftsstelle für Auswanderer, welche bei der Deutschen Kolonialgesellschaft eingerichtet ist. Die Leitung hat der Generalfonjul a. D. Koser, Schellingstr. 4. M. R. 1. Nur deutsches Theater. 2. Behinderung auf theologischem 5. B. 100. Ihr Freund soll sich nochmals schriftlich an einen und Rummelsburg. Die Gemeindevertretung beschloß in ihrer letzten Sigung nach einem Vortrage des neugewählten Oberlehrers Herrn Dr. Haase die Ausgestaltung der höheren Knabenschule zu einem Real Progymnasium. Zum Armenbezirks Die Befürchtung um das überfällige englische Schiff St. Louis" vorsteher für den neunten Bezirk wurde Herr Glasermeister Schwedt waren zum Glück unbegründet. Aus New York wird gekabelt: gewählt. Vom Verein hiesiger Gastwirte war ein Antrag auf Er- Der Dampfer„ St. Louis" hat gestern abend 6 Uhr 40 Minuten oder amtlichen Berufsgebieten. Bücher zur Orientierung giebt es da nicht mäßigung der hier besonders hohen Luftbarkeitssteuer ein- Nantucket- Feuerschiff passiert. Auch die Pariser Vertretung der zu empfehlen. Versäumen Sie nicht, mit dem Lehrer und dem Reftor in der Sache zu verhandeln. gegangen; der Gemeindevorstand verhielt sich dem Antrag gegenüber American Linie hat erklärt, daß sie wegen der überfälligen" Saint Rudersport. Der Verein tagt jeden Donnerstag im Bootshause ablehnend, befürwortete aber den Erlaß eines Ortsstatuts zur Louis" völlig ohne Besorgnis sei. Die Verzögerung sei einem Stralau, Tunnelstr. 17. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an den Einschränkung der Errichtung neuer Schantstätten. Die Versammlung Schaden an der Maschine zuzufchreiben, der das Schiff zweifellos Borstand. konnte sich jedoch mit diesem Plane nicht einverstanden erklären und gezwungen habe, die Geschwindigkeit der Fahrt zu ermäßigen. Die beschloß, bei den Nachbargemeinden Erkundigungen über die Höhe Ingenieure der Gesellschaft hätten vor kurzem konstatiert, daß die eventuell mehrere Anwälte in Stoblenz wenden und wenn keiner derder dortigen Luſtbarkeitssteuer einzuziehen und danach die hiesige Maschinen etwas abgenutzt seien. Der Dampfer sollte deshalb nach selben zur Vertretung bereit sein sollte, unter Beifügung der ablehnenden Antworten sein Gesuch um Beiordnung eines Anwalts beim Präsidenten Steuer zu regulieren. Zum Schluß stimmt die Mehrheit der Ver- dieser Reise einer Reparatur unterzogen werden. des Landgerichts Koblenz wiederholen. W. 2. 73. Die Aussichten sind tretung einem Antrage des Gemeindevorstandes zu, wonach den Das Unglück der Wittelsbach Aus Kiel wird berichtet: jetzt besser, aber sicher ist die Ausnahme auch nicht. Andre Anstalten kommen D. D. 15. 1. und 2. Nein. S. H. 300. Mein. Gemeindebeamten, welche Militäranwärter sind, die Militärdienstzeit Kapitän zur See Wallmann wurde vom Kriegsgericht des ersten nicht in Betracht. vom 21. Jahre ab in die Dienstzeit einzurechnen ist. 1. Die Auszahlung des Arbeitsverdienstes( wohl Am Dienstag Geschwaders wegen fahrlässigen Verschuldens der Strandung des veranstaltet die Lehrerschaft der hiesigen Volksschule im Café Bellevue Linienschiffs" Wittelsbach" auf dem Halskowriff zu dreiwöchigem richtiger Gewinnanteils) kann nach Maßgabe der Statuten 3. Jahr. einen sogenannten Elternabend, zu welchem sämtliche Einwohner ein- Stubenarrest verurteilt. Die Beschädigung des Schiffs verursachte langt werden. 2. 2½ Jahre. geladen sind. Es soll zwischen Eltern und Lehrern eine nähere Berührung nach Schäzung der Kaiserwerft hunderttausend Mark Koſten. herbeigefühet werden; bemerkt sei, daß diese Veranstaltung auf Mittwoch Donnerstag Freitag Wunsch der Regierung versuchsweise eingeführt ist und wenn sie sich bewährt, öfter wiederholt werden soll. So ändern sich die Zeiten. Im Jahre 1896 stellte der hiesige socialdemokratische Verein einen Antrag auf Einführung derselben Einrichtung; der Antrag wurde aber an maßgebender Stelle als undurchführbar abgelehnt. Der Arbeiterschaft möchten wir empfehlen, die Veranstaltung zu besuchen. Programme find bei Herrn Rektor Scheffler zu haben. Verfammlungen. an Wochen: Spielplan. Opernhaus Schauspielhaus Neues kgl. Opern: Theater. Schiller: Theater O. Schiller: Theater N. Deutsches Theater " Sonntag 18. Anno 1757 Thétre paré Ein Ehrenwort Nachm.: Jugendfreunde Renaissance Nachm.: ridicules Geschlossen G. K. 12. 22. Mer. Coquelin ainé. L'Arlésienne Nathan der Weise 1 ber Nein. D. J. A. Sonntag Sonnabend 23. 24. Fidelio Carmen Die Journaliſten König Laurin Tartufe Le Précieus. Dép. Amoureux Esther Zwei Eisen im Feuer Jugendfreunde Geschlossen Ein Ehrenwort Borstellung von Isadora Duncan Esther Zwei Eisen im Feuer Ein Ehrenwort Das Geheimnis der Gilde Geschlossen Geschlossen Renaissance Ein Ehrenwort Renaissance Montag 19. Die Meistersinger von Nürnberg Dienstag 20. Feuersnot Javotte 21. Anno 1757 L'Avare 1812 Gyges und sein Ning etc. Minna von Barnhelm Geschlossen Ein Ehrenwort Der Pfarrer von Kirchfeld Renaissance Monna Vanna Der arme Heinrich Monna Vanna Faust Monna Banna Heimkehr Alt- Heidelberg Heimkehr Mt- Heidelberg Heimkehr Erdgeist Erdgeist Erdgeist Der Karucval Der Prophet in Nom Der Karneval in Rom Die MaschinenDie Cameliendame bauer von Berlin Die Räuber Die Maschinenbauer von Berlin Nachtasyl Die lustigen Seiber von Windsor Die Tochter Belials Nachtasyl Unbestimmt Die Tochter Belials Doktor Slaus Sonnwendtag Nachm.: Es lebe das Leben! Heimkehr Mittags 12 Uhr: Alt- Heidelberg Der Diamant Berliner Theater Kleines Theater SereniffimusErdgeist Nchm.: Zwischenspiele Erdgeist Der arme Heinrich 25. Robert der Teufel Ein Sommers nachtstraum Das große Licht Der Pfarrer von Kirchfeld Nm.: Jugendfr. Das Geheimnis der Gilde Nachm.: Die Räuber Monna Vanna Nachm.: Die Weber Alt- Heidelberg Nachtasyl Nm.: Serenissimus Zwischenspiele Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 12. d. Mis. eine Generalversammlung ab, um den Geschäfts- und Kassenbericht vom 4. Quartal 1902 entgegenzunehmen. Die Abrechnung schloß nicht so günstig ab wie die des 3. Quartals. Die gegen Weihnachten eingetretene enorme Arbeitslosigkeit übte einen ungünstigen Einfluß auf die Einnahmen aus. An Beiträgen und Eintrittsgeldern für die Hauptkasse wurden 2963,73 Mart und Beiträgen für die Lokaltasse und sonstigen Einnahmen ausschließlich des vorhanden gewesenen Kassenbestandes 2006,66 m. vereinnahmt. Die Ausgabe für die Vertvaltung und Agitation betrug 807,91 M. Der Sassenbestand der Lokalkasse beträgt 2910,27 M. Eine längere Diskussion zeitigte der Antrag der Ortsverwaltung, für die Erledigung der Kassen- und Bertvaltungsgeschäfte der Zahlstelle Berlin, welche seit her von den angestellten Bezirksbeamten für Berlin und Brandenburg erledigt wurden, eine besondre Person anzustellen, welche von der am Drt verbleibenden Summe für Verwaltungsausgaben zu ent Die Camelienschädigen sei. Gegen wenige Stimmen wurde schließlich der Andame. Nachm.: stellung zugestimmt und die Entschädigung auf monatlich Die Anne- Lise 120. normiert. Die Wahlen zur Ortsverwaltung für das Jahr 1903 ergaben folgendes Resultat: Grunow als erster, Leffing- Theater. Allabendlich: Der blinde Passagier. Sonntag, den 18. Januar, nachmittags: Die Ehre.- Sonntag, den 25. Janua Trianon Theater. Allabendlich: Die Liebesschaukel. Neues Theater. Allabendlich: Die Fliege. Sonntag, del Weber als giveiter, Tieze als Dritter Bevollmächtigter, nachmittags: So leben wir. Central Theater. Allabendlich: Madame Sherry. Sonntag, 18. Januar, nachmittags: Die und Ranft als Stellvertreter des ersten Bevollmächtigten. Als Revisoren 18. und 25. Januar, nachmittags: Ledige Leute. Bendig, Lankow und Fleischer. In die Brandenburger Kommission Fledermaus. Mittwoch und Sonnabend, nachmittags: Schneeweißchen und Rosenrot. Sonntag, den 25. Januar, nachmittags: Die Geisha. Intimes Theater. Allabendlich: Der unnatürliche Sohn. Buntes Theater. Allabendlich: System Aubert. Sonntag, den 18. und 25. Januar, wurden Hildebrand, Krause, Grunow und Otto Herrmann gewählt. nachmittags: Der Waffenschmied. Belle Alliance- Theater. Allabendlich: Am Telephon und Cupido u. Co.- Thalia- Theater. Allabendlich: Urania. Allabendlich: Der dritte Punkt der Tagesordnung: Die Vorgänge bei den Wahlen Seine Kleine. Sonntag, den 18. Januar, nachmittags: Dorf und Stadt. Sonntag den 25. Januar, nachmittags: Leonore. zur Innungs- Krankenkasse" wurde vertagt. Unserm Mitgliede und Vereinswirt Wilhelm Köpke zu seinem Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Wilhelm, diesmal haben wir 15505 es nicht vergessen. Lotterieklub„ Treffer". Socialdemokrat. Wahlverein f.d.6.Berl. Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeige. Am 14. Januar verstarb unser Mitglied, der Vergolder Edmund Schiebel Prenzlauer Allee 232, im Alter bon 23 Jahren an der Schwindfucht. 246/4 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zimmanuel- Kirchhojes in Weißensee, Falkenberger Chauffee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Central- Verhand der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Unfren Mitgliedern sowie den Mitgliedern des Gesangvereins der Puker hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied August Schilling am 16. Januar verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 19. Januar, nachmittags 1 Uhr, vom Trauerhause Graudenzerstr. 5 aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die örtliche Verwaltung. 133/2. A.: H. Neumann. Danksagung. 16176 Allen Freunden, Bekannten und Genossen für die innige Teilnahme, sowie für die schönen Kranzspenden am Grabe meiner lieben Frau sage ich hiermit meinen aufrichtigsten Dank. Karl Jäger nebst Kindern. Sage allen Bekannten, sowie der Direktion und Kollegen des BöhHeute früh starb nach langem Krantenlager an Leberleiden unser ehrenwerter Kollege, der Schriftjezer Hermann Frehde im 69. Lebensjahre. Ein chrendes Andenken wird ihm stets bewahren Das Personal der Buchdruckerei H. S. Hermann. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 21. d., vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes( Hermannstraße) aus statt. Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen ( E. H. 86, Hamburg). Bezirk B. Am 15. d. M., abends, verstarb nach langen, schweren Leiden unser langjähriges Mitglied Karl Habisch. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, 18. Januar, nachm. 31hr, auf dem neuen Thomas- Kirchhof in der Hermannstraße statt. 15826 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Werten Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsre gute Mutter Marie Schuhring geb. Wachsmuth nach langem, schierem Leiden im Alter von 34 Jahren am Freitagabend sanft entfchlafen ist. am Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Kirchhofs, Marstraße, aus statt. 1595b Die trauernden Hinterbliebenen. E. Schubring nebst Kindern. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden unsres cinzigen Sohnes Paul Anders jagen wir allen Verwandten, Freunden mischen Brauhauses für die zahlreiche und Bekannten, sowie dem LotterieHerrn Schall u. Rauch Theater des Westens Luisen: Theater Der Karneval in Rom. Nachm.: La Traviata Das Land Tirol. Waffenschmied Danksagung. Allen, bie meiner geliebten Frau, Babnpreife. unsrer guten Mutter und Schwester Ida, geb. Fleischer, die legte Ehre erwiesen, und für die reichen Stran spenden sagen wir unsern herzlichsten Dank. Für die tiefbetrübten Hinterbliebenen 4002 Ernst Danzig. 3 2102* lumen- und Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164. Ecke Mariannenstr. Specialität: Vereinskränze. Den Genossen bringe meine Blumen und Kranzbinderei in empfehlende Erinnerung. 3972* G. Gey, Beuffelstr. 64. Halbsteine Ctr. 80, Scheffel 60 Pf. Brifetts 100, 55 Pf. Abfallholz Kiepe 40 Bf. 15855 Schnntz, Oranienstr. 199. Rute 3,50 M. Borort Dabendorf vor Bossen( Sonntags Verkäufer am Bahnhof) verkauft Herronimy, Blumenstr. 79. Preise # Zahn- Klinik. beliebige Teilzahlung. InvalidenOlga Jacobson, strasse 145. FrackVerleih Institut, Friedrichst.115 Ia.Oran. Th. El. Frack, Gehrock 1,50, Hose1,00, West.50Pf. Turnverein Fichte. Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes. 1., 8. und 10. Männer- Abteilung. Sonnabend, den 24. Januar 1903: Grosser Wiener Maskenball im Böhmischen Brauhaus", Landsberger Allee 11-13. Anfang 9 Uhr. Es ladet freundlichst ein 1698b Billet 50 Pf. Das Komitee. Unterstübungsverein der Kupferschmiede Deutschlands, Filiale Berlin. Sonnabend, den 24. Januar 1903: Grosser Wiener Maskenball in sämtlichen Näumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ilfer 15. Um 12 Uhr: Grosse Aufführung des Gefangvereins. Alle Kollegen sowie Freunde find hierzu freundlichst eingeladen.[ 1549b Billets a 50 Pfennig sind beim Vorstand sowie bei sämtlichen KomiteeDas Komitee. mitgliedern zu haben. Berliner Ressource Kommandanten- Strasse 57. 3302* Beteiligung am Grabe meines Mannés verein„ Mühſam" und dem Gem Hochelegante Festfäle für 1000 Personen. 15556 Meister Slode nebst Arbeitskollegen meinen herzlichen Dank. Die trauernde Witwe Marie Behrend nebst Kind. unsern herzlichen Dank. 15806 August Anders nebft Frau. Der zweite Weihnachts: Feiertag frei geworden. Adolf Stein. Der Karneval in Rom Nachm.: Martha Die Maschinenb. v. Berlin N.: Die Cameliendame Rabatt- Sparverein Süd- Ost" Vereins- Bureau: Kottbuser Ufer No. 44a.: Auf Grund des Statuts finden die Ersatzwahlen der Delegierten in den unten bezeichneten Lokalen statt: Am Montag, den 19. Januar 1903, abends 8-10 Uhr. In Berlin: Im Lokal des Herrn Tolksdorf, Görlikerstraße Nr. 58, für den ersten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Görligerstraße, Görliger Ufer, Wrangelstraße, Staligerstraße bis Görligerstraße begrenzt werden. Im Lokal des Herrn Ludwig, Köpnickerstraße Nr. 174, für den zweiten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Köpniderstraße, Schlesischestraße, Hedmann- Ujer, Görliger User, Wrangelstraße, Staligerstraße, Laufiber Blak und Büdlerstraße begrenzt werden. Im Lokal des Herrn Krüger, Naunynstraße Nr. 6, für den dritten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Köpnickerstraße, Michaelfirchstraße, Luisen- User, Dranienstraße, Stalikerſtraße, Lauſizer Play und Büdlerstraße begrenzt werden. Im Lokal Märkischer Hof, Admiralstraße Nr. 180, für vierten Straßen, umfassend die fragen, welche von der Wienerfstraße, Görliher Ufer, Kottbuser Ufer und Forsterstraße begrenzt werden. für den fünften Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Wenden-, Wiener- und Forsterstraße, Rottbuser Ufer, Manteuffel- und Skaltzerstraße begrenzt werden. für den sechsten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Dranienstraße, Manteuffelstraße, Rottbuser Ufer und Luisen- Ufer begrenzt werden. für den siebenten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche vom Plan- Ufer, Maybach- Ufer, Schinkestraße, Kottbuser Damm, Hasenhaide, Fontane Promenade und Am Urban begrenzt werden. W Alle übrigen in Berlin und den Vororten, mit Ausnahme von Nixdorf und Brik, wohnenden Mitglieder, welche nicht in einem der angegebenen Bezirke wohnen, wählen im ersten Wahlbezirk. In Rixdorf: Im Lokal des Herrn Thiel, Vergstraße Nr. 151-152, für den achten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Fuldastraße, Weserstraße, Hermann plak, Wißmannstraße, Karlsgartenstraße, Fontanestraße, Wanzlidstraße und Münchenerstraße begrenzt werden. Für den neunten Wahlbezirk, umfassend die Straßen, welche von der Wanzlid-, Münchener, Fulda-, Weser-, Pannier, Wildenbruch, Erk-, Berliner, Steinmetz- und Oderstraße begrenzt werden. Für den zehnten Wahlbezirk. Hier wählen alle die Mitglieder, welche in den übrigen Straßen in Rigdorf und Briz wohnen. 105/4 Der Vorstand. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 18. Januar. Freie Volksbühne. MetropolTheater. 1. und 2. Abteilung. Der Eindringling. Der Kammerfänger. Litteratur. Anf. 23%, Uhr. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Théâtre paré. Anno 1757. Montag: Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. 1812. Montag: Gyges und sein Ring. Neues Opern Theater. Minna von Barnhelm, oder: Das Soldatenglück. Deutsches. Sonnwendtag. Nachmittags 2, Uhr: Es lebe das Leben. Montag: Monna Banna. Berliner. Heimkehr. Mittags 12 Uhr: Der Diamant. Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Passagier. Nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. Montag: Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege. Nachmittags 3 Uhr: Ledige Leute. Montag: Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Nachmittags 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Montag: Die beiden Schulen. Thalia. Seine Kleine. Nachm. 3 Uhr: Dorf und Stadt. Montag: Seine Kleine. Westen. Der Karneval in Rom. Nachmittags 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: La Traviata. Central. Madame Sherrh. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle Alliance: Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Ein Ehrenwort. Nachmittags 3 Uhr: Jugendfreunde. Montag: Ein Ehrenwort. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Renaissance. Nachmittags 3 Uhr: Doktor Klaus. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Carl Weiß. Die Blüte des Bagno. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Montag: Das Land Tirol. Im Hörsaal um 8 Uhr: Prof. Miethe:" Das photographische Objektiv." Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugendfreunde. Luftspiel in vier Auszügen von Ludwig Fulda. Sonntagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Schauspiel in 4 Alten von Dtto Erich Hartleben. Montagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Dienstagabend 8 Uhr: Esther. Passage- Theater.j: Zwei Eisen im Feuer. Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Nur noch kurze Zeit: Auguste Adamovic Nachmittags 7 Uhr. Abends 10 Uhr. Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Grosse Busch- Ausstellung. Max u. Moritz, Pater Filucius etc. Zauberkünstler F. Roberts ( d. Verschwinden einer Dame). Kasperle- Theater. Illusionen. Gr. Promenaden- Konzert. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3Uhr: Doktor Klaus. Lustspiel in 5 Aften von Ad. L'Arronge. Sonntagabend 8 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Aften von Franz v. Schönthan u. Franz Koppel- Elfeld. Montagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Dienstagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Cirkus Schumann Cirkus Busch. Sonntag, den 18. Januar 1903, nachm. 4 Uhr u. abends 7 Uhr: 2 2 gr. Vorstellungen 2 Nachmittags 1 Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Nachmittags ausser dem vorzüglichen Programm die reizende Pantomime: Pierrots Weihnachten. Zum Schluss: Die Riesenbonbonnière und der Bonbonregen. In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends: Looping the Loop Abends: Sonntag, den 18. Januar 1903, nachmittags 4 Uhr: Berliner Landpartien. Abends Dahomey. 72 Uhr: In beid. Vorstellungen: Tartakoff Troupe und Seelöwen. 1011 72 Winter Garten 9 & S Das sensationelle Januar- Programm. Tortajada Spache Tänzerin Paul Conchas:„ Im Bivouac". Morton und Elliott, Wallno und Marinette, Excentrics. Tanzduo. Die lustigen Heidelberger. Thompsons Wunder- Elefanten. Morgen, Montag: Extra- Gala- Festvorstellung z. Best. d. Krankenküche Otto Reutter. Brüderstr. 10. Das Bordeverry- Trio. Humorist. Buntes Theater Adrienne Larive, Pariser Sängerin. Köpnickerstr. 68. Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. Sonntag 3, Uhr bei bedeutend Die 7 Allisons, Akrobaten. ermässigten Preisen: Opernvor- ,, Das Mädchen mit dem stellung: Der Waffenschmied. goldenen Haar", 8 Uhr: Eine Vision. Ballett. Luft, Luisen- Theater, System Aubert Pariser Lat Nachmittags 3 Uhr zu fleinen Breisen: Die Anne- Life. 8 Uhr: Nachmittags 3 Uhr: Die letten Die Cameliendame. Tage der Antillen. Montag: Die Blüte des Bagno. Luifen. Die Cameliendame. Nachmittags 3 Uhr: Die Anne- Life. Montag: Die Cameliendame. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Montag: Dieselbe Borstellung. Buntes. System Aubert.- Theodor sucht Streichhölzer. Rachmittags 3, Uhr: Der Waffenschmied. Montag: System Aubert. Kleines. Erdgeist. Nachmittags 3 Uhr: Don CarlosParodie. Sereniffimus- Zwischenspiele 2c. Montag: Erdgeist. Trianon. Die Liebesschaukel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palaft. Auf hoher See. Specialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Casino. Moderne Frauen. Specialität. Nachmittags 4 Uhr: Lenore die Grabesbraut. Montag: Moderne Frauen. Apollo. Specialitäten. Hochzeit. Natiris Nachmittags 3 Uhr: Frau Luna. Montag: Specialitäten. Hochzeit. Nakiris Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaale um 8 Uhr: Professor Hierauf: Theodor sucht Streich- Die Reise in den Mond", hölzer. Tiny Senders. 99 Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nachmittags 3 Uhr, Kleine Preise. Barkett 60 Pf. SteidlLinienMontag: Die Cameliendame. Diens- Die lekten Tage der Antillen.ſtraße 132. fag zum erstenmal: Die Maschinenbauer von Berlin. Mittwoch: Die Räuber. Donnerstag: Die Maschinenbauer von Berlin. Freitag zum erstenabend: Die Tochter Belials. Biographische Bilder. Theater Dranienburger Thor. Ausstattungsstück in 9 Bildern von Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Stürmischer Lach- Erfolg! Ernst Ritterfeldt. Abends 8 Uhr: Letzte Sonntgsaufführung: mal: Die Tochter Belials. Gonn Die Blüte des Bagno. Metropol- Theater. Täglich: Der grösste Erfolg dieser Saison! Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt v. Dir. Rich, Schultz. Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G. Henry Bender. Frid Frid. Flora Siding. Hansi Reichsherg. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Rauchen überall gestattet. Anfang 28 Uhr. Die Blüte des Bagno. Familie Humbert Schauspiel in 5 Aften( 7 Bildern) nach dem Roman v. Goron u. E. Gautier. 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Januar, abends 812 Uhr, in den Arminhallen, Kom- in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsak); Bortragender: Schriftmandantenstr. 20, Vortrag des Herrn Privatdocenten Dr. Gottschalt Unterricht in Geschichte der öffentlichen Bersammlungen wegen aus. steller Dr. Rudolf Steiner. Diesen Donnerstag fällt der über„ Die Hygiene der Entwickelungsjahre." Gäste willkommen. Derselbe wird später nachgeholt. Der Vorstand. Rigdorf. Montag, den 19. Januar, abends 81%, Uhr, findet bei Jädel, Walterstr. 97, ein Diskussionsabend statt. Um rege Beteiligung bittet Die Vertrauensperson. Arbeiter Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Die Kurse haben in vergangener Woche begonnen, jedoch können in dieser Woche noch einige Teilnehmer aufgenommen werden. Montag: National Detonomic( Deutsche Reichsfinanzen und ReichsSonntag, 18. Januar 1903. Witter angsübersicht vom 17. januar 1903, morge as 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Eminemte. 782 GD 778 DGD 780 DGD 775 DND 773 D Arbeiter Samaritertolonne( gegründet 1888). In der Centrale Hamburg Dresdenerstr. 45 Vortrag über: Bergistungen". Nach dem Vortrag praktische Berlin Frantf. R. Uebungen. Neue Mitglieder werden noch aufgenommen. Mühlenarbeiter. Heute, Sonntagnachmittag 3 Uhr, im Englischen Münche Garten, Alexanderstr. 27c, öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Bien 1. Stampf zwischen Stapital und Arbeit im Mühlengewerbe. Referent BartelsLübed. 2. Unfre Berliner Mühlen. Wetter Temp. n. E. Stationen Barometer ſtand mm Windrichtg Windstärke Wetter Temp. n. C. 3wolfen! 10 Saparanda 778 Still Schnee- 18 4wolfenl-5 Petersburg 782 N23 3bedeckt-5 2wolfent-9 Cort 768 SS 2wolfenl 1 2wolfent-6 Aberdeen 2 bedeckt-12 Paris 767 50 2wolfen! 6 781 Still beiter-11 Wetter Prognose für Sonntag, den 18. Januar 1903. Trocken und vorwiegend heiter bei ziemlich strengem Frost und scharfent öftlichen Winden. 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