Nr. 16, Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Verfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( mur das erste Bort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochenfagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramin- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Wilhelm II. vor dem Reichstage. Dienstag, den 20. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Rr. 1984. fall herbeiführte, indem er darlegte, daß ohne Diäten flärte. Seine beiden Reden, neue Auflagen seiner vorjährigen Polendie Wähler keine tauglichen Abgeordneten finden können und indem rede, waren durchaus inhaltslose Phrasen. Neu war nur die Miter sofort den socialdemokratischen Zuruf erntete: Gewiß! Das sieht teilung, daß in der in Aussicht gestellten Sekundärbahn- Vorlage man am Centrum! Nicht minder verstrickte sich der pfiffige Centrums- 34 Millionen für Eisenbahnen in Westpreußen und Bosen vorgesehen pfarrer Dr. Schädler in eigner Falle, als er das Wort des Kaisers find. Auch über den Zolltarif äußerte sich der Ministerpräsident. Der erste Tag der Etatsdebatte wäre überaus dürftig aus- vom schlichten Mann aus dem Wolk", den die Arbeiter in den Reichs- Er gab von neuem die Versicherung ab, daß der Tarif erhebliche gegangen, wenn nicht die Erinnerung an das Swinemünder tag wählen möchten, zu feiern unternahm, nachdem er soeben eine Vorteile für die Landwirtschaft biete und daß die Regierung bei den Empörungs- Telegramm des Kaisers durch den Redner Zurückweisung kaiserlicher Gefühlsäußerungen beendet hatte. bevorstehenden Handelsvertrags- Verhandlungen nicht bloß mit Worten, des Centrums an die unsägliche Rückständigkeit und Verworrenheit Dr. Schädler schloß mit dem Aufruf, der nicht fehlen darf, für die sondern auch mit der That bestrebt sein werde, die Interessen der der deutschen Verfassungszustände gemahut hätte. Die Person des freie Bewegung der Kirche und für die Aufhebung des Jesuiten- Landwirtschaft wahrzunehmen. Kaisers, die außer den Parteikämpfen bleiben soll und an der Kritik gefeges. Kein Wort hatte dagegen der so zum Reden aufgelegte Graf zu üben den monarchischen Parteien als umstürzlerischer Frevel gilt, Graf Bülow war nun berufen, seinen Ehrenschild über demt an- Bülow übrig für die Kanalvorlage; obwohl verschiedene sah sich in den Mittelpunkt der Reichstagsdebatte gestellt. Und es ist gegriffenen kaiserlichen Herrn zu schwingen. Der Reichskanzler war Rebner ihn interpellierten, wie es denn mit dieser Vorlage stehe, anzunehmen, daß der Monarch auch in den nächsten Tagen in der natürlich, obschon er Ueberraschung äußerte, wohl vorbereitet, daß der hüllte er sich in eisiges Schweigen. Es scheint fast, als ob unter Debatte verbleiben muß. Kaiser in dieser Etatsdebatte feinen breiten Platz haben werde. Er der Regierung des jezigen Ministeriums der Sanal nicht mur, feiner Die Sigung begann mit der üblichen Einleitungsrede des Schatz- sprach denn auch hurtig gleich einem aufgezogenen Uhrtverk, und nur Beit", fondern überhaupt nicht mehr wiederkommen wird. sekretärs. Freiherr v. Thielmann entledigte sich feiner Aufgabe der gestörte Stlang des sonst so wohltönenden Instrumentes befundete, Den Reigen der Redner eröffnete Abg. Frisen( C.), der die in der Langweiligkeit, in der ihn kein Zahlenkalkulator übertrifft; daß diese Angelegenheit auch einem Bülow nicht zu den Annehmlich bekannten Beschwerden des Centrums vorbrachte und von neuem die Angaben, die er machte, bestätigten schlechthin den grausigen teiten des Daseins gehört. Graf Bülow wäre sehr froh, wenn er ein allgemeines Boltsschul- Gesetz auf toufessioneller Grundlage verJammer der Reichsfinanzen, der nur durch die Zuschußanleihe von solcherlei Rettungen nicht aufführen müßte. Doch er muß. Er machte die langte, sich aber angesichts der Aussichtslosigkeit einer solchen Vor25 Millionen gestillt werden kann. Aus dem Rückblick auf den Etat Sache und er machte sie, wie man sie, wenn man sie machen lage auch mit einem Schuldotations Gefeß zu begnügen für 1902 fiel nur die Bemerkung auf, daß an 7 Millionen mehr, will, überhaupt nur machen kann. Er unterschied, wie es schon erklärte. Der Wortführer der Konservativen, Graf Limburgals veranschlagt worden war, verausgabt sind, infolge der erhöhten längst nationalliberale und konservative Zeitungen gethan, tirum, mahnte zur Sparsamkeit, redete einer Erhöhung Preise für die Lebensmittelverpflegung der Armeen. Wie groß zwei Sphären der kaiserlichen Bethätigung, eine amtliche und eine der Eisenbahntarife das Wort und richtete an alle mon wird die Preissteigerung erst werden nach Einführung des persönlich e. Weder der Depeschenwechsel, noch die Veröffentlichung archisch Gesinnten" den Appell, das Handwerk zu fördern, neuen Buchertarifs! Dahingestellt ließ es der Schazsekretär, ob für desselben waren Amtsafte, es war nichts als ein persönlicher um energisch gegen alle diejenigen auftreten zu können, die an den Venezuela- Ausgaben noch ein Nachtrags- Etat auf 1902 nötig sein Meinungsaustausch. Und der Prinzregent von Bayern habe das Pforten unsrer Monarchie" zu rütteln wagen. Aus der werde. Der neue Etat aber ist durch den Schatzsekretär so sorgsam Telegramm feineswegs als unberechtigten Eingriff angesehen; Nede des nationalliberalen Abg. Noelle ist das Vertrauensvotum aufgestellt, daß der Notstift nichts darin thun könne. Weder durch warum wolle Dr. Schädler bayrischer sein als der Regent von Bayern? bemerkenswert, das er im Namen der nationalliberalen Landtags= Abstriche noch durch Mehrbeiträge der Bundesstaaten sei die Finanznot Und warum wolle man dem Kaiser das Recht der Meinungs- fraktion den Bassermann, Sattler und Konsorten für ihre Rechtszu beseitigen. Man müsse abwarten, was der neue Zolltarif der aussprache verschränken, das jeder Staatsbürger sonst habe? beugung im Reichstage erteilte. Mußte Herr Noelle denn durchaus Reichstasse bringen werde, dann werde man sehen, wie viel Der Reichstanzler ist nach der Verfassung der verantwortliche erst noch den Beweis erbringen, daß seine Freunde in Preußen noch nötig sei. Herr von Thielmann sprach es diesmal nicht Leiter der Reichspolitik, er ist vor allem verantwortlich für alle genau so reaktionär sind wie die im Reich? Im übrigen berührte aus, aber man fennt seit langem feine und der Regierungen politische Bethätigungen des Kaisers, der unverantwortlich ist und er kurz die Vorgänge in Tratchnen, verlangte eine reinMeinung: damn müssen neue Steuern heran! Zunächst auf den zudem ein besondres Strafgesez gegen jede Kritik sicher stellt. liche Scheidung zwischen Reich und Einzelstaaten sowie eine schärfere Bier und Tabat! Nun aber wandelt sich dieser Verfassungszustand allgemach unter der Trennung der Eisenbahnfinanzen von den allgemeinen StaatsDen ersten Rebner aus dem Hause stellte das Centrum. Der Stanzlerschaft des Grafen Bülow und es gestaltet sich ein reizvolles Neues. finanzen und erfundigte sich zaghaft nach dem Stand der WohDompfarrer von Bamberg Dr. Schädler hat wiederholt das erste Des Kaisers politisches Thun wird von dem Amtsconto gestrichen und auf nungs- Gefeßgebung, ohne indes von der Regierung einer Wort zum Etat im Auftrage feiner Partei gesprochen. Es ist das Conto des Persönlichen geschrieben. Auf diesem ,, weiten Gebiete", tie Antwort gewürdigt zu werden. Centrumsart, bei der allgemeinen Etatsdebatte, in der man sich zu Graf Bülow meinte, wo nicht mehr die formelle Verantwortlichkeit Für die freifinnige Volkspartei sprach diesmal an Stelle des im nichts verpflichtet, die derbere Tonart spielen zu lassen, und des Reichskanzlers Blaz greift", kann nun der Bethätigungstrieb des Reichstage festgehaltenen Abg. Richter fein Schildknappe Wiemer, Dr. Schädler hatte die Aufgabe, einige Dinge auf bayrisch zu Monarchen frei schalten. Auf diesem Gebiete tanu der der geborene Bezirksvereinsredner, der alle großen Gesichtspunkte sagen, die den norddeutschen Regierungsfreunden des Centrums un Monarch dem Centrum tiefste Empörung zuschleudern. Auf beiseite ließ, von einer Einzelheit des Etats zur andern übersprang, möglich find. Nach den Freveln der Zollvergewaltigung und in diesem Gebiete fann der Monarch die Socialdemokraten sich über alles mögliche verbreitete und sogar vor einer Denun Voraussicht der kommenden Reichstagswahlen ist es dem Centrum niederdonnern. Das ist Das weite Gebiet der politischen 3iation nicht zurückschredte. Er betonte nämlich die Notwendigkeit besonders erwünscht, wieder ein wenig auf dem oppofitionellen Loche Einwirkungen, die zu den heftigsten öffentlichen Erörterungen, einer Reform nicht etwa des Wahlgesetzes sondern der Bezu pfeifen; die Centrums that en gehen dann natürlich doch nach zu den bedeutendsten politischen Folgen führen können, für die aberstimmungen über den Vollzug der Wahlen, mit dem Hinweis, daß der andren Melodie. niemand verantwortlich ist, weder der unverantwortliche fich die Socialdemokraten an den nächsten Landstarker Mann". Politifche Ueberlicht. Nach Wiemer bestieg der Scharfmacher Frhr. v. 3eblik( fr.) die Tribüne, der mit Rücksicht auf das Eindringen der Socialdemokraten in die Gemeindevertretungen und unter Hinweis auf die Wahl Singers in die Schuldeputation vor einer Einschränkung des Bestätigungsrechts der Regierung warnte und alle bürgerlichen Parteien zum Kampf gegen die Social. demokratie in die Schranken rief. Nach einer belanglosen Rede des Abg. Ehlers( fr. Vg.) wurde die Debatte auf Dienstag vertagt. Der zweite Tag der Etatsberatung wird voraussichtlich den Bolen gewidmet ſein. 53% Stunden- Situng. Die Ausführungen des Centrumspfarrers bedeuteten rednerisch Monarch, noch der verantwortliche Kanzler. Für den Kanzler ergiebt tagswahlen beteiligen wollten und dabei bereits eine eine sehr mäßige Leistung. Der Redner reihte allerlei Materien sich aus dieser Entwicklung der Verfassungsverhältnisse zudem die Art von Obstruktion in Aussicht gestellt hätten. Obstruktion nennt äußerlich an einander und verstand es nicht, die mannigfaltigen willkommene Erleichterung, indem er, je mehr das persönlische Regi- Herr Wiemer das Verlangen der Innehaltung der gefeßlichen VorEinzelheiten zu ordnen und unter einheitliche Gesichtspunkte zu ment vortaltet, um so müheloser die Bürde des verantwortlichen schriften! Fürwahr, ein gelehriger Schüler Eugens! bringen, ein Mangel, der freilich seine tiefere Rechtfertigung findet Regiments tragen darf! in der Zusammenhanglosigkeit, durch die sich die Durcheinander- Graf Bülow hat von neuem bewiesen, daß es keine Anforderung politik des Centrums hervorragend auszeichnet. Einen höheren redne- an ihn giebt, der er nicht gewachsen wäre. Graf Bülow ist wahrlich rischen Anlauf gewann der Redner mur, als er die Antwort des Centrums ein auf das Swinemünder Telegramm erteilte. Dr. Schädler fagte Doch Graf Bülow wird sich gewiß zu noch erheblicheren scharfe und wuchtige Worte gegen die telegraphische Einmischung des Leistungen erheben müffen. In der Etatsdebatte hat am Dienstag Kaisers in die parlamentarischen Angelegenheiten eines Bundesstaates, zunächst der Socialdemokrat v. Bollmar das Wort! in die ihm verfassungsmäßig eine Einrede nicht gegeben ist. Die Ausführungen des Redners zeigten von neuem, daß das kaiserliche Telegramm gegen das Centrum vom August 1902 nur das Schicksal andrer Kaisertelegramme und Kaiserreden teilte, gerade Berlin, den 19. Januar. den heftig Angegriffenen ein Mittel zur Hebung ihrer politischen Macht zu werden. Das Centrum hatte sich in Bayern durch klägDie Etatsberatung im Abgeordnetenhause. liche Stunstfeindlichkeit schwer versündigt. Die Kritik gegen die Auch das Abgeordnetenhaus begann am Montag die erste Lesung -st.- Wien, 18. Januar. kaiserliche Entrüstungsnote gab ihm mehr als es sich selbst ge- des Etats. Das Haus tvar gut besetzt, am Ministertisch erschien fast In allen Wunderlichkeiten des parlamentarischen Lebens steht nommen hatte, das Centrum fam in die vortreffliche Lage, das gesamte Staatsministerium und in der Hofloge war turze Zeit das östreichische Abgeordnetenhaus obenan, und so hat man es in sich als Verfassungshort und als unerschrodener Stritiker selbst Brinz Heinrich zu erblicken, der sich aber bald, gelangweilt durch den Hansens griechischem Haus am Franzensring richtig zu der Riesendes Reichsoberhauptes aufzuspielen. Dr. Schädler vollzog diefe trockenen und öden Ton der Verhandlungen, wieder entfernte. Gleich fizung von 53% Stunden gebracht. Die 190. Sigung der fiebzehnten Kritik in solcher Deutlichkeit, daß er von der äußersten Linten am ersten Tag tamen, mit Ausnahme der Polen, alle Parteien zu Seffion hat am Donnerstag, den 15. Januar, 11 Uhr vormittag wiederholten Beifall erhielt, während seine eigne Partei sich Worte. Das Ergebnis der Debatte läßt sich kurz dahin charakterisieren, begonnen und wurde am Sonnabend, den 17. Januar, nachmittag bei diesen Ausführungen feineswegs behaglich fühlte. An der Kaiser- daß zwischen der konservativ- klerifalen Mehrheit und der Regierung um 15 Uhr gefchloffen: eine Arbeitsleistung". die wirklich nur ein und Regierungstreue wird das Centrum denn auch trotz der völliges Einvernehmen herrscht, und daß die sogenannte Linte keine arbeitsunfähiges Barlament zuwege bringen kann! Während der Schädlerschen Schärfe in feiner Weise rütteln. Das Centrum Lust verspürt und auch nicht die Straft hat, in ihrer ehemaligen drei Tage gönnte man der Obstruktion nur eine Baufe, aber seit den, der es zeigt scharfe Zähne gegen unternimmt, Oppofition gegen die auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens Donnerstag 10 Uhr vormittag, wo für die Koerbersche Ausgleichsrede feiner Politik entgegenzuwirken, und wäre dies der Kaiser. Hervortretende Reaktion zu verharren. der Saal gelüftet werden mußte, währte die Sigung ohne Unters Aber nachdem es gezeigt, daß es beißen kann, beteuert es Die meisten Nedner beschränkten sich auf Einzelheiten aus den brechung bis Sonnabendabend! Und daß die Sigung nicht über den in friecherischer Demut doppelte Treue dem Monarchen, wenn er verschiedenen Etats. Allgemein interessierende politische Betrach Sonntag dauerte, wozu man entschlossen war und wofür schon alle bereit ist, feine Macht mit dem Centrum zu teilen! tungen wurden nur ganz im Vorbeigchen angestellt, und wichtige Vorbereitungen getroffen waren, hat nur darin seinen Grund, Die sonstigen Ausführungen Dr. Schädlers bestätigten nur die Fragen, die in den letzten Wochen und Monaten die öffentliche daß die Obstruktion, ermüdet und zerredet, endlich die Waffen stredie. Elendigkeit aller In der Besprechung der Aufmerksamkeit hervorgerufen hatten, kaum gestreift. Daß die Ver- Es handelte sich, wie schon, berichtet, um die 19 DringlichkeitsCentrumspolitik. Finanzen verweilte Dr. Schädler in öder Breite bei verhältnismäßig treter der Zollwucher Mehrheit trot ihres Raubzuges vom legten anträge" der czechischen Radikalen, zwischen denen noch fünf andre geringeren Mängeln der Etatsvorlage. Er forderte„ altpreußische Adventsonntage weiter über die Notlage der Landwirt verschiedener Fraktionen eingestreut waren. Daß die Zehnmanne Sparsamkeit" und will den Rotstift der Budgetkommission trotz des ich aft flagten, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Diese Klagen Obstruktion der unnachsichtigen Verfolgung nicht standhalten werde Sazsekretärs walten lassen, er till den ausgabeeifrigen Refforts gehören nun einmal zum Programm der Etatberatung des Land- können,( die gegen sie von einer entschlossenen Mehrheit eingeleitet Bügel anlegen- aber das alles nur hinsichtlich Sleinigkeiten, tags, und die Thronrede hat ja ganz überflüssigerweise die Agrarier worden war, konnte natürlich keinem Zweifel unterliegen; die Frage während die große Kultursünde des militaristischen Reichsetats direkt provoziert, immer höhere Forderungen an die Allgemeinheit spigte sich also nur dahin zu, ob man diefer Putscher in einer unberührt bleibt. Das ist Centrumspolitik: Gespreizte Wortkraft zu stellen. einzigen, ununterbrochenen Sigung werde Herr werden. Das war gegenüber Winzigkeiten, völliges Versagen vor den entscheidenden Einen breiten Raum in der Debatte nahm die Polenpoliti nicht zweifelhaft, foweit es die Abgeordneten anging, denn da zur Problemen. der Regierung ein. Die Konservativen, Freikonservativen, National Beschlußfähigkeit des östreichischen Abgeordnetenhauses hundert MitAußer der Finanzlage behandelte der Centrumsredner alle liberalen und in bedingtem Maße auch die freisinnige Vereinigung glieder ausreichen, konnte der Schichtwechsel leicht funktionieren. Der möglichen Angelegenheiten in möglichster Oberflächlichkeit und in find bereit, mit dem Grafen Bülow durch Dick und Dünn zu gehen, fritische Punkt lag im Präsidium. Der Präsident erkrankte nämlich buntester Ordnungslosigkeit. Er forderte Ausbau der focialen Gefeß- während Centrum und freisinnige Volkspartei mit der Polenpolitit am Freitag und so fiel die Last des ununterbrochenen Präsidierens gebung und Sicherung des Zollwuchers bei den Handelsverträgen, nicht einverstanden find. Ganz unnötigerweise griff auch Graf Bülow auf die zwei Vicepräsidenten, von denen man dem zweiten, er forderte Sicherung des Wahlgeheimnisses und Diäten in die Debatte über die Bolenfrage ein, die er mit dem Brustton als einem Jungczechen, überdies nicht recht trauen fonnte. In der für Reichstags- Mitglieder, wobei er einen humoristischen Zwischen-! der Ueberzeugung für die wichtigste Frage der inneren Politik er- Nacht vom Freitag auf Sonnabend schien die Fortführung der Sigung " " wollen. man mir damals gesagt hätte, daß wir einen Frieden von 30 Jahren reduct. et. Gin neuer Böſterr Soldatenmißhandlungen. fieht " auch ernstlich gefährdet, der präsidierende Vorsitzende, Prof. Kaiser, wieder vorkommen, aber man brauche sich deshalb wegen zum Bahnhof. Vor ihrer Abreise beschenkten sie den Eigenwar am Ende seiner Kräfte angelangt. Da tam, etwa um 4 Uhr doch nicht jedesmal gleich einem Pessimismus tümer des Hotels und die Angestellten. Ersterem überreichte morgens, Botschaft vom Präsidenten, er werde um 6 Uhr einrücken. bezüglich der Gesamtlage hinzugeben. Er werde im die Kronprinzessin eine prächtige Krawattennadel, mit Perlen Pünktlich wie das Morgengrauen erschien Graf Better, und die Frühjahr wieder auf seinen Poften in Peking zurück und Diamanten besetzt. Zwischen der Kronprinzeffin, Giron ihrem Anwalt Lachenal scheinen einige MeinungsSchlacht war entschieden. Es folgten noch einige Zuckungen, aber ehren und bitte, ihm auch fernerhin Vertrauen schenken zu und verschiedenheiten entstanden zu fein. Man versichert, die um Mittag herum war der Rückzug vollendet. Es war übrigens Hoffentlich wirkt Herr v. Mumm tvährend seiner mehrmonat- Stronprinzessin und Giron hätten erklärt, sie würden sich nach Montreur ein ganz geordneter Rückzug, das kleine Häuflein zog sich aus der lichen Auwesenheit in Deutschland nun auch dahin, daß unsre o st- begeben, um dort das Urteil des Dresdener Chegerichtshofes abdummen Affaire nicht mit Unehren. Die Leute hätten nämlich, nach asiatische Besagungsbrigade auf ein Minimum zuwarten. Erst im letzten Augenblick hätten sie sich entschloſſen, ſich dem Vorbilde der Jungczechen, ihre Obstruktion auch unterbrechen reduziert wird. Denn, wenn die Lage in China so wenig nach Mentone zu begeben. können, die Dringlichkeitsanträge nicht aufarbeiten müssen, sondern gefahrdrohend ist, wie er sie darstellt, so ist doch unser ostasiatisches Marseille, 18. Januar. Die Kronprinzessin und Giron find nach dem Brauch andrer Parteien auch zurückstellen können. Sie Truppenaufgebot böllig überflüssig. furz nach 4 Uhr früh hier eingetroffen und nach etwa viertelwaren fair genug, das nicht zu thun, sondern begnügten sich mit Kriegs Tropenkoller. Jm antisemitischen Verein deutscher stündigem Aufenthalt weitergereift. Sowohl die Ankunft wie die der Zurückstellung eines halbwegs ernst gemeinten Antrages, wo- Studenten, welcher sein Stiftungsfest am Freitagabend feierte, hielt Abfahrt blieben von dem Publikum unbemerkt. Mentone, 18. Januar. Di Kronprinzessin und Giron trafen gegen die andern noch vorliegenden dann mit Eilzuggeschwindigkeit der Generallieutenant und Divisionskommandeur Liebert, der „ erledigt" wurden. Während man früher vier Stunden die frühere Gouverneur von Deutsch- Ostafrika im Stile französischer bormittags 11 Uhr hier ein, egen im Hotel des Anglais ab und Frage der Dringlichkeit begründete", genügten num zwei Minuten. Generale eine nach Krieg leczende Rede. Wie die Staats- ließen sich unter dem Namen Herr und Frau André Gérard einDafür erlaubte man ihnen, das ein„ Kompromiß" zu nennen, bürger- 3tg." berichtet, erklärte er, der jeßige lange Friede tragen; fie lehnen es ab, irgend einen Besuch zu empfangen. Der was doch nichts andres als ein Rückzug war. Die Dringlichkeits- ein fauler Friede. Ich wäre nicht Soldat geblieben, wenn sei ihm nicht gerade sympathisch, denn es sei nur Aufenthalt in Mentone ist voraussichtlich auf einen Monat beanträge waren weggeräumt und das Haus ging in die TagesEin neuer Völkerrechtsbruch? ordnung ein. Die Zuckergesetze wurden in den Ausschuß geschickt haben würden." Aus Venezuela wird via Caracas vom„ Reuterscheit und Mittwoch geht es an die Wehrvorlagen. Wie Herr Liebert denken zweifellos sehr viele andre Offiziere, Bureau" gemeldet: Am Sonnabendmittag versuchte Dieſe letzte östreichische Obstruktion ist deshalb so originell, weil war doch sogar Moltte theoretisch her wichtig ug das deutsche Kriegsschiff, Panther" die Einfahrt fie, losgelöst von allem Zwange der Geschäftsordnung, aber auch daraus, welche Gefahr für den Frieden der auf alle Hilfsmittel der Geschäftsordnungs- Bestimmungen ver- darstellt. Auch die Begeisterung für unsre herrlichen Kolonien in die Lagune von Maracaibo zu erzwingen und zichtend, ein bloßes physisches Ringen darstellte. Die Frage erfährt durch dies afrikanisch unverblümte Bekenntnis eine treffliche eröffnete das Feuer auf das den Einfahrtslanal dedende Beleuchtung. Fort San Carlos. Das Fort erwiderte das Feuer und war einfach, wie lange es neun Menschen- denn einer kam vernötigte den, Panther" nach einstündigem Gefecht, schiedener Umstände wegen nicht in Betracht aushalten, 31 feine Absicht aufzugeben. Der Kommandant des Forts stehen und den Mund zu bewegen. Was sie sprachen, war Die Magdeburger Boltsstimme" berichtet: Ein Aufsehen er- berichtet, daß das Fort keine Beschädigungen erlitten ganz gleichgültig; da sie czechisch redeten, bestand die Verpflichtung, regendes Urteil hat am Freitag das Kriegsgericht der 7. Division in habe. Bei dem Eingang der Meldung fand hier eine Kundgebung zur Sache zu sprechen, für sie überhaupt nicht. Eigentlich nicht ein- Magdeburg gefällt. Angeklagt war der Lieutenant mal die, zu reden; sie brauchten nur die Lippen zu Theodor Jeffe von der fiebenten Compagnie des der Bevölkerung statt. Das offiziöse„ W. B." bemerkt zu dieser Meldung: Amtliche bewegen. Die Redner sprachen sehr selten, gewöhnlich 26. Infanterie- Regiments wegen Weißhandlung. Jesse foll nach der Lispelten sie nur so unhörbar, daß sie selbst der Nebenstehende Vermutlich hat S. M. S. Anflage im Dezember mehrere Soldaten während des Dienstes Nachrichten liegen hier nicht vor. nicht vernahm, geschweige denn, daß jemand ein Wort verstanden vorschriftswidrig behandelt und mit der Waffe geschlagen haben.„ Panther" auf der vor der Lagune liegenden Barre nicht genug nicht vernahm, geschweige denn, daß jemand ein Wort verstanden Merkwürdigerweise wurde während der Verhandlung die Oeffentlich- Wasser vorgefunden und hat deshalb die wahrscheinlich hätte. Obwohl zeitweilig der Saal ganz leer war, so hörte der feit ausgeschlossen, angeblich wegen„ Gefährdung der Disziplin". In vorhandene Absicht, den Transport kolumbischen Kaffees Vorsitzende von der Rede keinen Say; um sich zu vergewiffern, ob der Urteilsbegründung heißt es:... Der Angeklagte ist durch über die Lagune zu hindern, aufgeben müſſen. der„ Redner" rede, gebrauchte er ein Opernglas: um die Lippen- die Zeugenausfagen überführt, den Soldaten Domscheck drei- Die Blockade erstreckt sich, wie wir wiederholt nachgewiesen bewegungen ausnehmen zu können! Man brauchte zu dieser mal mit dem Säbel auf den Oberarm, später mit Obstruktion also weder List noch Wiz; da half kein Einfall, da einem kleinen spanischen Rohrstock auf die Schulter geschlagen haben, nur auf die Unterbindung des Handels mit dem Ausland. muzten die Fineffen der Geschäftsordnung nichts; die Frage war zu haben. Strafmildernd sei in Betracht gezogen worden, daß der Nach der offiziösen Interpretation der sonderbaren Borlommniffe hat allein, wie lange man es ohne Schlaf, ohne Ruhe aushält, wie lange widerspenstigkeit aufs äußerste gereizt und daß Domiched feinerlei einzugreifen. Die deutsche Regierung wird nicht umhin können, Beuge Domscheck den Angeklagten durch seine Nachlässigkeit und aber der„ Panther" versucht, in den Binnenland- Verkehr man Reden markieren kann. Die physische Leiſtung der neun törperliche Nachteile gehabt habe. Für diese Mißhandlung erhielt wegen dieses neuesten Uebergriffs Rede und Antwort zu böhmischen Dickschädel- das ganz ohne hämischen Beiflang gefagt der Herr Lieutenant folgende Strafen: Für das Schlagen mit dem stehen. war ganz respektabel, und wenn solche parlamentarischen Leistungen Säbel neun Tage und für das Schlagen mit dem Stod acht Tage, auch nur eine Art Sport find: als ein Widerstand gegen die plumpe zusammengezogen zwölf Tage Stuben arrest als GesamtMacht des bloßen Zeitablaufes erweckten sie sogar ein gewiffes strafe! Das Intereffe. Freilich, schön war der Anblick dieses ungereinigten Hauses, Vor dem Kriegsgericht der 11. Division in Breslan hatte sich der verschlafenen Abgeordneten, die ihre ganze Leiblichkeit zur Schan der Unteroffizier Ferdinand Dittrich vom Infanterie- Regiment Nr. 51 An der Feier nahmen viele chinesische Würdenträger, die Mitbrachten, der ungewaschenen Menschen nicht. Das ärgste waren wegen Mizhandlung eines Untergebenen zu verantworten. Der An- glieder des diplomatischen Corps, sämtliche Offiziere der Gesandtallerdings die„ Wige" der Auldeutschen, und die Scene aus" Göz", geklagte bemerkte am 6. Dezember v. J., daß der Musketier Kursawe schaftswachen, sämtliche in Peting wohnhaften Ausländer sowie die Er rügte dies und gab ihm deutschen Offiziere und Beamten aus Tientsin und andren Städten die sie gegen Morgen aufführten, wäre am hellen Tage wohl nicht hierbei einen Stoß mit der Faust gegen die Brust, Teil. Auch der frühere Dragoman der deutschen Gesandtschaft, auszuhalten gewesen. Das berühmte Citat wurde da von etwa zehn daß der Soldat hintenüber gegen ein Spind fiel. Es Cordes, welcher bei der Ermordung des Freiherrn v. Ketteler Leuten auf einmal im schrillsten Diskant gebrüllt: man läßt wurde hierauf chargiert, wobei sich der Musketier wieder un- schwer verletzt wurde, war zugegen. Die Straße war auf der SüdAbgeordnete nicht ungestraft zwei Rächte lang aufbleiben! Aber im geschickt anftellte. Das ärgerte den Unteroffizier und er feite des Denkmals, welches die Form eines Bogens allgemeinen war diese lanttose Obstruktion einer der parla- versetzte seinem Untergebenen mit dem Fuße einen Stoß gegen den hat, von deutschen Truppen, auf der Nordseite von chinesischen mentarischesten Stämpfe dieses verwilderten Parlaments. Unterleib, was sehr schmerzhaft war. Als später auf dem Kajernen Truppen besetzt. Auf den Straßen und den Dächern der umliegenden Und die politische Bilanz diefer dreitägigen Sigung? Wie hofe Schritte geübt wurden, brach der Mißhandelte shnmächtig zu Häuser hatte sich eine überaus große Menge Chinesen angesammelt. schon gesagt, der Kampf gegen den llebermut der kleinsten Fraktionen fammen und mußte ins Lazarett gebracht werden, wo er neunzehn Der erste Legationssekretär der deutschen Gesandtschaft Freiherr Tage verblieb. Im Verhandlungstermin kounte sich der Unteroffizier v. d. Gols fungierte bei der Feier als Vertreter des ist nur eine Episode. Dennoch ist er nicht ohne Wert. Er bekräftigt auf diese Borkommnisse absolut nicht mehr erinnern. Deutschen Reiches. Prinz Tschun vertrat China. vor allem die alte Wahrheit, daß Uebernut niemals gut thut, daß Der Leiter der Verhandlung bemerkte hierauf, es scheine, daß er vor dem Denkmal war ein Altar errichtet worden, auf dem sich man mur obstruieren darf, wenn man obstruieren muß. Die sich derlei Ausschreitungen so oft zu Schulden kommen lasse, daß er die Opfergefäße des taiserlichen Hofes befanden. blamable Flucht der Jungezechen entstammt derselben Ursache wie das sich der einzelnen Fälle nicht entsinnen lönne. Der Vertreter der An- Prinz Tschun wurde bei seinem Erscheinen von dem Frhrn. v. d. Goliz Fiasko diefes mutwilligen Aufstandes: daß eine nicht genügend flage tadelte das rohe Gebahren des Unteroffiziers, beantragte jedoch und dem Generalmajor v. Rohrscheidt zu diesem Altar geleitet. Er fundierte Dbstruktion aussichtslos ist. So hat der zweitägige Kampf nur die verhältnismäßig milde Strafe von 21 Tagen Mittelarrest. begrüßte die Mitglieder des diplomatischen Corps und brachte dann die Obstruktionshydra wohl nicht besiegt im Gegenteil, eigentlich Das Striegsgericht schloß sich dem Tadel an und erkannte auf diese nach chinesischer Sitte zu Ehren des Verstorbenen ein Trantopfer dar. Der Prinz führte in der Rede, in welcher er das Denkmal bewiesen, daß die wirkliche Obstruktion nach den Hilfsmitteln dieser Geschäftsordnung unbesiegbar ist aber er hat sie doch für eine Heinze- Sittlichkeit. Unser Elberfelder Bruderorgan giebt folgendes übergab, aus, daß das Denkmal dem Volte eine Warnung sein geraume Zeit verscheucht. Vorläufig ist die Tagesordnung vor Musterbeispiel ultramontaner Heinze- Sittlichkeit: Ein Kunsthändler folle, ein 3eichen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern und ein Symbol des leberfällen gesichert und auf etwa zwei Wochen kann man den Be- in dem schwarzen Münster hatte im Fenſter ſeines Ladens ein Bild Friedens. Frhr. v. d. Gol fagte in feiner Antwort, das stand des öftreichischen Konstitutionalismus garantieren. Für länger ausgestellt, das eine Nubierin vorstellen soll. Die Nubierin ito Denkmal fei Sr. Majestät dem deutschen Kaiser und dem Deutschen von Friedens. Frhr. v. d. Gol fagte in feiner Antwort, das den Hüften aus bis zu den Haaren allerdings in sigender, absolut war er wohl noch nie geborgen. nicht herausfordernden Stellung nadt gemalt, wenn man nicht die Reiche von dem Kaiser von China als dauernder Beweis großen Ohrringe als Kleidungsstücke betrachtet. Will man das Bild des Zornes gewidmet, den der Kaiser von China über die Ermordung des Frhrn. v. Stetteler empfinde. Mit der Errichtung sehen, so muß man in der engen Salzstraße schon den Kopf arg dieses Denkmals tomme China einer Verpflichtung nach, die es in die Höhe reden. Dies hat nun anscheinend jemand gethan; fich selber nach den Ereignissen des Jahres 1900 auferlegt denn dieser Jemand läßt sich im Münsterschen Anzeiger" habe. Das Denkmal solle der Nachwelt eine Predigt und Nr. 13 folgendermaßen aus: Deutsches Reich. Herr v. Heyl als notleidender Tabakbauer. Nachdem der parlamentarische Bericht von der letzten DienstagsSigung des Reichstages der der„ Süddeutschen Labakzeitung" vorliegt, bemerkt diefes Fachblatt zu den Ausführungen des Frhrn. v. Heyl: " Wenn man in so entrüsteter Weise und in so feierlicher Form etwas vor dem Reichstage behauptet, so muß die Sache fein Wenn“ und„ Aber" zulassen. Herr v. Hehl hat auch in dieser für ihn augenscheinlich wesentlichen Diskussion, in durchdacht vorbereiteter Weise gesprochen, er hätte demnach kaufmännisch- richtig und nicht agitatorisch zwiespältig seine Zahlen gruppieren follen. Seit wann berechnet man den Ertrag der Tabakoder Weinerten nach beliebig brei weiter hinter uns liegenden mageren Jahren, die noch obendrein durch Witterungsunbilden den Tabak so fräftig gestalteten, daß kein Fabrikant diese Crescenz kaufen wollte? Der Witterung kann die Gesetzgebung nicht ab helfen. Strafe. " Die Betinger Denkmals- Enthüllung ist am Sonntag programmmäßig von statten gegangen. w. B." meldet darüber: " 1 In den hiesigen Stunsthandlungen war es bisher Yöblicher ein dauerndes Symbol der Wünsche der chinesischen Brauch, Bilder, an denen man Anstoß nehmen konnte, nicht Regierung sein, die freundschaftlichen Beziehungen mit den in die Schauauslagen zu stellen. Zu unsrem lebhaften fremdländischen Regierungen zu fördern und zu erhalten. Bedauern, namentlich im Hinblick auf die Jugend, macht die Firma Tafte in die China von Deutschland aufgenötigte Komödie. Er beWie man sieht, fügte fich der Sühneprinz Tschun mit feinem Karl Heilborn hierselbst eine unerfreuliche Ausnahme in dieser Beziehung. Wir hoffen, daß der Druck der Deffentlichkeit die Ent- zeichnete das Denkmal vieldeutig als„ Warnung". Der deutsche ferming des betreffenden Bildes zuwege bringen wird, nachdem Vertreter unterstellte dagegen dem Kaiser von China Gefühle, deren Kontrolle unmöglich ist. Seine übrigen Ausführungen, daß China eine unter der Hand erfolgte Anregung fruchtlos geblieben ist." Was ist nun die Folge diefer Lokalnotiz? Nicht sich selber" die Verpflichtung" dieses verspäteten Stotaus auferlegt etwa, daß das Bild entfernt worden ist nein, daß ganz habe, sprangen ziemlich willkürlich mit den historischen Thatsachen um. Wie wir über diesen in je der Beziehung unan Münster, groß und klein männlich, weiblich, sächlich in Scharen an dem Hause vorüberzog, sich den Hals ver- gemessenen Triumphbogen denken, haben wir erst fürzlich darrenkte, vorüberging und nach hundertschritten umbrehte, gelegt.um noch einmal dem Bilde seine Reverenz zu be zeugen. Hinter der Brüderie verbirgt sich gewöhnlich ordinärste Lüfternheit." Ausland. Zeichen der Zeit. Brüssel, den 15. Janitar.( Eig. Ber.) Herr v. Hehl hat die drei trübsten Tabakbaujahre 97, 98, 99 hervorgeholt, um seine Verluste vorzutragen. Im Jahre 96 war sein In der nationalliberalen Partei des Wahlkreises Hof herrscht Tabakbau noch sehr unwesentlich, kommt daher nicht in Betracht. Das akademische Viertel der Stadt der Intelligenz Brüssel war Als wir ihn im Jahre 1900 darauf aufmerksam machten, daß er wegen der Bassermännerei und andrer Dinge Zwiespalt, der vor- fürzlich der Schauplatz zweier Ereignisie, die, obwohl sie für den seinen Tabatbau verfünffacht habe, teilte er damals mit, die Zahlen läufig noch unter der Asche glimmt, aber jeden Augenblick in hellen Socialismus kaum eine über das Tagesinteresse hinausgehende Bebon 1900 lägen ihm noch nicht vor. Als wir ihn im Jammar 1901 Flammen auflodern kann. Auf einer Besprechung der Parteigrößen deutung haben, hier doch der Erwähnung wert sind, weil sie für den wiederholt erinnerten, stellte sich seine Hüttenfelder Gutsverwaltung mit in Münchberg ging es sehr lebhaft zu und dem Generalsekretär Geist der liberalen Bourgeoisie eine treffende Jülustration bilden. der Behauptung ein, sie habe allerdings im vorigen Jahre am Tabatbau Baist von der Landespartei, der sich bemühte, die schmähliche Das erste Ereignis ist die Nichtbestätigung des socialistischen verbient, aber nur 2,5 Proz. Als wir darauf hinwiesen, daß der Haltung der Nationalliberalen im Reichstage zu rechtfertigen, Brofessors und Abg. H. Denis als Präsident der Académie royale. ziemlich derb die Meinung gefagt. Die Ver Pächter des Hehl benachbarten früher Rothschildschen, jetzt der Fürstin wurde Der Tradition gemäß ernannten die Mitglieder der Akademie unsern die die Kandidatenfrage regeln regeln follte. Löwenstein gehörenden Gutes, Herr Müller, erheblich besser ab- sammlung, ging Genossen für diese Funktion. Die leritale Regierung weigerte fich, schnitten habe und nicht teurer seinen Tabak verkauft hatte, blieb jede resultatlos auseinander. Einen Stein des Anstoßes bildet auch diese Ernennung dem König zur Ratifikation vorzulegen und wählte der bisherige Abgeordnete Münch- Ferber, der sich durch sein ein andres, ihr genehmes Mitglied. Bis jetzt war man von der Verhalten in der Baumwollzollfrage die Spinnereibefizer zu Feinden Regierung solche Einsprüche nicht gewöhnt: die Ratifikation hielt Man wird ihn wahrscheinlich fallen lassen, um die gemacht hat. Spaltung zu vermeiden, die nach Ansicht der Parteimatadoren den man für eine leere Formel. Das Vorgehen der Regierung wäre dazu angethan getvesen, die greifen Berücken der Akademie und Wahlkreis den Socialdemokraten ausliefern würde. die liberale Bourgeoisie, die sich auf die Freiheit und Unabhängig= keit der Lehranstalt gar viel zu gute thut, zur Agitation gegen den die Schwelle der Akademie überschreitenden Klerikalismus energisch aufzurütteln. Doch nichts dergleichen geschah! weitere Auskunft aus Hüttenfeld aus. Da muß uns der Herr Abg. Frhr. v. Hehl schon gestatten, daß wir in andre Bücher Einsicht nehmen, wenn seine Auskünfte ein feitig ausfallen. Herr v. Hehl hat, wie sämtliche dortigen Tabakpflanzer, den fräftigen Tabat der von ihm im Reichstage erwähnten Jahre für 18, 19 und 20 m. verkaufen müssen. Herr v. Heyl hat jedoch seinen Tabak verkauft: 1900 nach Hockenheim an P. u. J. für 30 M. 1901 nach Lampertheim an S. u. Co. 1902 30 W 30 B Alles pro Gentner in dachreifem Zustande; er hat also in diesen drei Jahren nicht mit Verlust, sondern mit großem Gewinn seinen Zabatbau gepflegt." Der fächsische Hoffonflikt. Die Kronprinzessin von Sachsen hat mit Herrn Giron am Sonnabend Genf verlassen und ist nach Mentone gereift. Die Schweizerische Depeschenagentur meldet darüber 17. Januar aus Genf: vom Zuge Die Kronprinzeffin von Sachsen und Giron find mit dem um 7 Uhr 40 Min. abends vom hiesigen Bahnhofe abgereift, wohin sie sich zu Fuß auf einem Umivege begeben hatten. Sie find von einer aus Bern gebürtigen bisherigen Bediensteten des von ihnen bewohnten Hotels begleitet. Weiter liegen folgende telegraphische Nachrichten vor: Die linksstehende bürgerliche Presse registrierte, soweit sie den Vorfall für erwähnenswert hielt, denselben neben den Lokalereignissen wie etwa einen Pferdefturz, und die wählenden Akademiemitglieder, deren Autorität einen gewaltigen Fußtritt erhalten, acceptierten einfach an Stelle Denis' den andern Präsidenten. Von dem Geiste der Göttinger Sieben war bei ihnen nichts zu bemerken. Wer weiß, ob mancher von ihnen nicht im stillen Herzenstämmerlein der Regierung leifen Dank abgestattet hat, weil sie den Präsidentenstuhl der Akademie von der roten Gefahr freigehalten hat. Den Socialismus kann dieser Ausgang der Sache kalt laffen, Herr v. Mumm, der deutsche Gesandte in Befing, hielt in einer ihm in Hamburg dargebrachten Ovation des Dstasiatischen Vereins" eine Rede, in der er, der nach dem Antritt seines diplomatischen Postens, alfo vor noch gar nicht langer Zeit, erst offenherzig aus geplaudert hatte, wie wenig er von den oftasiatischen Genf, 18. Januar. Ueber die plögliche Abreise der Kronprinzessin denn er hat nichts verloren, wenn einer feiner intelligentesten AnBerhältniffen verstehe, ein Urteil über die oftafiatische und Girons ist noch hinzuzufügen: Die fich in Genf aufhaltenden Hänger der Funktion enthoben ist, ein oder zweimal im Jahre als Akademies Situation abgab. Er erklärte u. a., er glaube unbedenklich der Berichterstatter wurden durch die zu ihrer Frreführung getroffenen Präsident offizielle Bücklinge zu machen. Nur insoweit ist für ihn persönlichen Auffassung Ausdruck geben zu dürfen, daß bei den maß- Maßregeln völlig getäuscht. Die Fahrkarten für beide wurden von der Vorfall interefiant, als er zeigt, daß man sich der klerikalen gebenden chinesischen Faktoren zur Zeit ber dringende Wunsch besteht, dem Speditionshause besorgt, welches das Gepäck aus dem Hotel Regierung gegenüber eben auf alles gefaßt machen muß und daß Sen gegenwärtigen friedlichen Zustand mit aller Kraft aufrecht zu d'Angleterre abholen ließ. Die Kronprinzessin und Giron verließen die liberale Bourgeoisie selbst weder den Mut noch den Willen hat, erhalten. Lokale Unruhen würden zwar immer das Hotel heimlich durch eine Nebenthür und begaben sich auf Umibre eigne Domäne gegen unberechtigte Eingriffe zu verteidigen. An = Deftreich- Ungarn. in 0 Grafen Lambsdorff in Verbindung. Man bringt diese überraschende Nachricht mit der Reise des Das ist wohl schon zu viel des Lobes. Partei- Nachrichten. Südbayrischer Gautag. Die füdbayrischen Partei- Organisationen hielten am Sonntag Uebrigens hat Genosse Denis feine Demission als Akademie-| Gebiet übergehen werden, sind zwei Schivadronen der daß Jaurès Menschenkenntnis hat, wie nur diejenigen mitglied eingereicht. Spahis und Eingeborenen- Truppen mobil gemacht worden. Die sie haben können, die die Studierstube verlassen haben, um in Der Schauplatz des zweiten Ereignisses war der Hörsaal der Grenze wird überwacht. freien Universität( Université libre, nicht zu verwechseln mit enge Berührung mit dem Wolfe zu treten." Dann wird Jaurès' Gibraltar, 19. Januar. Ein Bataillon spanischer äußere Politik, die auf Bölkerfrieden und Abrüstung hinarbeitet, der socialistischen Université nouvelle). Als der Professor Dewilde Infanterie und eine Batterie reitende Artillerie gelobt. Er ist tein Amtsjäger, fein politischer Demagog, kein die Unvereinbarkeit der Religion mit der Wissenschaft darlegte, haben sich heute in Algeciras eingeschifft, um nach Ceuta zu marristischer Doktrinär", und er fürchtet auch nicht eine Spaltung berließ ein Teil der studierenden Bourgeoisie gehen. feiner eignen Partei" herbeizuführen. jugend demonstrativ demonstrativ den Saal und brachte dem Vortragenden unter den Fenstern eine Katzenmusik. Die Bedeutung des Vorfalls kann man erst dann richtig einschäzen, wird gemeldet: Flottenkundgebung in den Kleinasiatischen Gewässern. Aus Wien wenn man weiß. daß die freie Universität fast ausschließlich von den Söhnen der liberal- freibenterischen Bourgeoisie Arsenal die weisung ergangen fei, mit möglichster Bes Von Pola wird hierher berichtet, daß an das dortige Marinebesucht wird. In Belgien ist dem Unterrichtswesen, besonders dem schleunigung alle Borbereitungen zur Ausrüstung eines höheren, durchgehends der Parteiftempel aufgedrückt. Von der aus drei Schlachtschiffen, zwei Kreuzern und in München ihren Gautag ab, der von 31 Delegierten besucht war. Freiheit, Lehranstalten zu gründen, haben alle Parteien neun Torpedos Gebrauch gemacht. Die Klerikale Partei ist auf diesem Gebiete bestehenden Geschwaders zu Dem Berichte des Gauvorstandes ist zu entnehmen, daß in der zweitreffen. aus naheliegenden Gründen allen andren weit voraus. Sie hat ihre er. Das Kommando crhält Kontre- Admiral Sneijährigen Berichtsperiode 218 öffentliche Bolksversammlungen abUniversität, ihre Technikums, Gymnasien, landwirtschaftliche Schulen Geschtvader sei berufen, diese Meldung fnüpfen sich Gerüchte, das gehalten und 355000 Flugblätter verbreitet wurden. Von dem Parteiund eine Unmaffe Elementarschulen gegründet, denen die Aufgabe den den fleinasiatischen Gewässern talender für 1902 wurden 4500, von dem für 1903 7500 Stück abzufällt, den klerikalen Geist schon von Kindesbeinen an einzutrichtern. Macedonien entsprechenden Nachdruck zu geben. Nach unfren leber östreichisch russischen Reform Vorschlägen für gefest. Dem bisherigen Gauvorstand wurde einstimmig Decharge erteilt. Die klerikale und halbklerikale Bourgeoisie schickt ihre Söhne nach Informationen handelt es sich um ein Uebungsgeschwader, das neben- Landtags- Abgeordneter Ad. Müller- München. Er bemerkt, daß die bevorstehenden Reichstagswahlen referierte Genosse Löwen; die liberale oder besser: die offiziellliberale in die freie bei den Zweck verfolgen soll, die östreichischen Handelsintereffen in es gelte, die Scharte auszuwvetzen, die im Jahre 1898 entstanden ist. Universität zu Brüssel. Die klerikalen Institutionen werden, soweit der Levante zu fördern. Immerhin bleibt die Größe dieses Ge- Die 20 füdbayrischen Reichstags- Wahlkreise weisen mit Ausnahme von sie nicht von Staat, Kommune oder Provinz unterstützt werden, schwaders ettvas auffällig. von der römischen Kriegskasse subventioniert. Die liberalen AnMünchen II und Kehlheim gegenüber der Wahl von 1893 einen stalten erhalten ebenfalls Subventionen aus den Gemeindekassen, erheblichen Rückgang an socialdemokratischen Stimmen auf. Sie find über welche die Liberalen die Herrschaft besitzen. So bewilligt der von 52088 auf 45 996 gefallen. Ein wesentlicher Grund dafür ist das AufGemeinderat der Stadt Brüssel, in welchem die Liberalen die Mehrtreten des Bauernbundes, der eine Anzahl von bisherigen Mitläufern heit haben, für die freie Universität alljährlich 130 000 Fr. und stellt der Socialdemokratie absorbierie. Allerdings muß gesagt werden, die Lokalitäten unentgeltlich. Bei liberalen offiziellen Gelegenheiten daß der Bauernbund auch dem Centrum im Gau sehr geschadet hat, wird diese Institution mit dem Rüstzeug der Beredsamkeit auf dem Chef der Pariser Polizei und seinen Schußleuten Konflikte Es muß gesagt werden, daß wir( Redner selbst spricht sich nicht Wie wir bereits mitgeteilt haben, sind zwischen Herrn Lepine, deffen Stimmenzahl von 176 638( 1893) auf 155 734( 1898) fielen. geputzt und die freireligiöse Gesinnung ihrer Lehrer und Schüler ausgebrochen. Dieselben Leute, die sonst dazu verwandt werden, von diesem Fehler frei) den Charakter des Bauernbundes als eines bombastisch gepriesen. Soweit ganz gut. Nur macht sich bei der liberalen Universität die nach Verbesserung ihrer Lage strebenden Arbeiter in ihrer Be- rein agrarischen, durchaus reaktionären Parteigebildes verkannt die Schwindsucht immer deutlicher bemerkbar, während die klerifale wegung möglichst zu hemmen, haben den Spieß jetzt gegen Herrn haben. Ein Fehler war es auch, daß man vielfach Zählkandidaten Universität immer vollbädiger wird. Lepine gedreht und verschiedene Forderungen aufgestellt. Bei diesem bon jehr bekanntem Namen aufstellte, die von der Bevölkerung Konflikt wird nun naturgemäß auch verschiedenes aus den Geheim schon in aussichtsreicheren Kreisen aufgestellt find. Man muß deshalb einfach nicht ernst genommen werden, weil diese Kandidatent nissen der Polizei ausgeplaudert. In der Petite République" wird dazu kommen, die Zähltandidaten aus den Genossen des eignen Wahldas Schreiben eines Schußmanns veröffentlicht, in welchem derselbe treises auszusuchen. Das Schwergewicht unsrer Agitation müssen mitteilt, wie die Schußleute für den Kampf gegen die verdammten wir auf die industriellen Kreise legen, denen die Quellen unfrer Streifbrüder" und Socialisten präpariert werden. Es wird darin Kraft entspringen. Nicht zu vergessen ist freilich, daß die erzählt, wie die Schuyleute oft stundenlang auf den Wachen zurück- Industrialisierung früher rein ländlicher Bezirke, veranlaßt durch gehalten werden, ehe sie nach ihren Bosten abgehen. Es kommt so die vorhandenen reichen Wasserkräfte große Fortschritte machte. Dort zu einer Anzahl Ueberstunden, die bei einer besseren Ein- hat schon die getverkschaftliche Organisation ziemliche Fortschritte getheilung vermeidbar wäre. Dann und wann stößt einer der Chefs fezzen. Der Redner bespricht sodann unsre Aussichten in den einzelnen macht und auch die politische Agitation muß mun dort energisch eineinen Fluch aus, wie: Wieder diese Kanaillen von Socialisten, die Wahlkreisen und weist darauf hin, daß wir noch nie eine so günstige an allem schuld find!" Viele der Schutzleute, die meist aus den Zeit zur Agitation hatten. zurückgebliebensten Gegenden und Bevölkerungsschichten rekrutiert sind, verstehen gar nicht das Wort Socialist recht zu deuten, aber fie begreifen, daß diese Kerle schuld find an ihren Ueberstunden, und so gehen sie schon mit einem gewissen Groll auf ihre Posten. Im Schuljahr 1889-1890 weist die freie Universität eine Frequenzziffer von 1979( darunter 200 Ausländer) auf und 1899 bis 1900 1018( 169 Ausländer); dies wäre eine Abnahme von fast 50 Proz. Die klerikale Universität in Löwen dagegen hatte 1889 bis 1890 1891 Studenten( 146 Ausländer) und 1899-1900 1945 ( 171 Ausländer.) Diese Ziffern bilden neben vielen andern einen beredten Beweis der fortschreitenden Verklerikali sierung unfrer liberalen Bourgeoisie. berkennen. Es versteht sich von selbst, daß die Klerikale Presse aus den pfeifenden Studenten Heroen macht. Der„ Bien Public" lobt fie, weil sie wissen, ihre religiöse Ueberzeugung selbst in diesem fo abscheulichen Milieu สิน vertreten" und tadelt die Väter, welche das religiöse Empfinden ihrer Kinder dermaßen Die Folge des Vorganges wird sein, daß ein Teil der Studenten, deren Väter noch im antiflerifalen Gewand einhergehen, von nun an zu den Jesuiten nach Löwen gehen werden. Während die alten Bourgeois, dem Zwange der Vergangenheit sich fügend, mit dem Sleritalismus mur verstedt pattierten, werden es ihre Söhne offen, durch keine Tradition gehemmt, thun. Aus dem britischen Gewerkschaftswesen. London, 17. Januar.( Eig. Ber.) Wie in einer früheren Korrespondenz mitgeteilt wurde, follten die verschiedenen Gewerkschaftskomitees ihre Beratungen am 15. d. M. aufnehmen, um eine neue gefeßliche Grundlage für die Thätigkeit der Arbeiterorganisationen zu schaffen, sowie um über die Einberufung eines außerordentlichen Trades- Unions- Kongresses endgültig zu beschließen. Diese Sitzung fand am festgesetzten Termin statt und erledigte beide Punkte. Der Entwurf der Gewerkschaftsnobelle hat folgenden Mortlant: い Frankreich. Wenn die Schutzleute reden. " " ein Cirkular in die Hand gegeben, und ein Chef liest es mit er Das ist aber noch nicht alles; vor ihren Abgängen wird ihnen hobener Stimme vor. Dieses Cirkular hat folgenden Wortlaut: Der Polizeipräfett erinnert alle Beamten, die unter feinen Befehlen stehen, daß er auf ihre Energie zählt, um alle Ruhestörungen, welche sich ergeben könnten, sofort zu unters drüden. Für jede Berhaftung wird eine Belohnung von 10 Fr. bezahlt, 5 Fr. für einen Stock und 1 Fr. für einen Hut. Schußleute, welche des MangelsanEnergie überführt werden, haben strenge Strafe zu erwarten." Diefe Order wird an jedem Tage, an dem eine Manifestation stattfindet, verteilt und bei der Parole verlesen. Hier wird einmal ausgeplaudert, in welcher Weise die Schutzzu erhalten. Es ist klar, daß die in Aussicht gestellten Belohnungen für leute auf den Mann dressiert werden, um die„ Ordnung" aufrecht die schlecht bezahlten Sicherheitsbeamten geradezu einen Anreiz bilden müssen, die Konflikte mit den Manifestanten zu provo zieren. Spanien. England. " Eine Debatte schloß sich an das mit einhelliger Zustimmung aufs genommene Referat nicht an. Sodann berichtete Genosse CohnMünchen über den Stand der Parteipresse. Die Entwicklung des Abonnentenstandes im Lande sei im Gegensatz zu München und den Bergarbeiterorten Penzberg und Hansheim gemacht. Augsburg nicht günstig und halte nicht gleichen Schritt mit der Ausbreitung der Organisation; wesentliche Fortschritte wurden mur in Als Gauvorfigender wurde schließlich Genosse Seb. Bitti ein stimmig wiedergewählt. 0 Reichstags Kandidaturen. Für den Wahlkreis Brieg in toburg Genosse Strüger, Korrektor in Halle a. S. Schlesien kandidiert Genosse Schütz- Breslau, für den Wahlkreis die Arbeiter- Zeitung", im legten Quartal. Das ist für einen Ort 6000 neue Abonnenten gewann unser Dortmunder Parteiblatt, wie Dortmund ein ganz bedeutender Erfolg. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Ein Beleidigungsprozeß wurde am Sonnabend vor dem Land§ 1. Bideting: Es soll als gefeßlich betrachtet werden, geklagt, den Magistrat und den ersten Bürgermeister Nürnbergs, gericht Nürnberg verhandelt. Der Redakteur der„ Deutschen Metallarbeiter- Zeitung". Genosse Albert Rudolph, war an wenn eine eingeschriebene oder nichteingeschriebene Getvertschaft zum v. Schuh, beleidigt zu haben. Am 23. September v. J. tagte in Zwvede der Vorbereitung oder Durchführung eines wirtschaftlichen Nürnberg eine große Boltsversammlung, in der Genosse Be bel als Konflifts eine oder mehrere Personen beauftragt, neben einem Hause, Gebäude oder Plaze Aufstellung zu nehmen, um Informationen zu Referent auftrat. Rudolph war Vorsitzender der Versammlung erteilen oder zu empfangen; ferner um Personen in friedlicher Weise Die parlamentarische Kommiffion der Kongregationen hatte über die Versammelten, und richtete nach der Rede Bebels eine Ansprache ait zu überreden, ihre Arbeit niederzulegen; schließlich um alle diese 53 Gesuche von männlichen Ordensgesellschaften zu entscheiden. Die die damals vor der Thüre standen, hinwvies und die Thätigkeit worin er auch auf die Gemeindewahlen, Handlungen zufammen auszuüben. Ein solches Bostenstehen, In Stommiffion hat beschlossen, sämtliche Autorisationsgesuche abzulehnen. Der freisinnigen Rathausherrschaft scharf fritisierte. Dabei soll er in formieren, Ueberreden soll, wenn dabei keine Gewalt gebraucht der Kammer will die Kommission beantragen, über sämtliche Bezug auf den Bürgermeister gesagt haben, es feien gegen die wird, nicht als ein Auflauern und Besezen im Sinne der Sektion 7 Gesuche en bloc zu diskutieren und abzustimmen. Ueber die Gesuche Arbeiter Maßnahmen getroffen, die an Gemeinheit und des Verschwörungs- und Eigentumsschuß Gesetzes vom Jahre 1875 um Wiedereröffnung von Ordensschulen, die auf Grund des Gesetzes Niebertracht nichts nachstehen, der Freisinn habe betrachtet werden. § 2. Verschwörung: Ein Uebereinkommen oder Zusammen- präsident Combes hat 8 folcher Gesuche aus dem Departement Loire- lange die Welt steht, geschämt haben. geschloffen worden sind, entscheidet das Ministerium. Der Minister Maßnahmen getroffen, deren sich Männer, 10 wirken zwischen zwei oder mehreren Personen zum Zwecke der Inférieure abgelehnt. Das gleiche Schicksal erlitten 67 Kongregations- bestritt, mit den obigen Ausdrücken, wenn er sie wirklich gebraucht Rudolph Ausübung oder des Veranlassens zur Ausübung von Handlungen, schulen des Maine- und Loire- Departements und 47 Schulen aus habe, den Bürgermeister gemeint zu haben, sie hätten lediglich der die zur Vorbereitung oder Förderung eines wirtschaftlichen Konflikts dem Loiregebiete. nötig find, foll nicht flagbar sein, wenn dieselbe Handlung, von einer freisinnigen Partei gegolten, die in Nürnberg die Arbeiter mit einzigen Berfon ausgeübt, nicht flagbar ist. Ebenso dürfen Zeitungen allen Mitteln vom Rathause fernzuhalten sucht. Seine Auss oder Zeitschriften nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie Der Finanzminister erklärte dem Präsidenten der Union führungen seien in der Antlage entstellt und zusammens fich mit den Umständen eines wirtschaftlichen Stampfes beschäftigen; commerciale", den er in Audienz empfangen hatte, daß er mit ihm hanglos wiedergegeben. Die Anklage stüßte sich auf den dieser Baragraph kann jedoch die Zeitungen oder Zeitschriften nicht überzeugt sei von der Notwendigkeit, Handelsverträge mit stenographischen Bericht des Polizeikommissars Gerner, der die von Verantwortlichkeiten entheben, die aus andren Gründen gegen bisher die Entwicklung der nationalen Industrie durch Schutzölle zu vorlag, enthält über Rudolphs Rede, die nach Aussage der Polizei den europäischen Staaten abzuschließen. Habe man auch Versammlung überwacht hat. Das„ Stenogramm", das dem Gericht jie geltend gemacht werden könnteit. § 3. Schadensersay. Gine Trades- Union kann nicht haft- fördern gesucht, so werde man sich in Zukunft mehr von den Be- eine Viertelstunde gedauert hat, mur einige turze Säg, ohne logischen bar gemacht werden für Handlungen eines oder mehrerer ihrer Mit- dürfnissen des Marktes leiten lassen. Zusammenhang. Wit Recht betonte Redner, daß er so fiumlos gar glieder, die im Namen der Trades- Union ausgeübt werden, außer nicht sprechen könne. Der Sommissar hat jedenfalls nur die Sätze, wenn es bewiesen wird, daß solche Handlungen in ausdrücklicher die ihm besonders fräftig erschienen, notiert, so daß sich zulegt ein Ilebereinstimmung und auf Grund der Autorität der Sagungen der Die kommende Arbeiterpartei. ganz andrer Sinn ergab. Zwischen den zwei hauptsächlich in Betracht Trades- Union ausgeübt wurden. London, 15. Januar.( Eig. Ber.) Mr. W. T. Stead. der kommenden Säßen des Stenogramms ist eine große Lücke, erst Titel: Diese Novelle foll bekannt sein als die Wirtschaftliche Redakteur der Review of Reviews", hat in dem heute veröffent- Der Polizeizenge erklärte dies damit, daß R. wohl selbst sich seiner wird vom Bürgermeister gesprochen, dann plößlich vom Freifinn. Konflikts- Akte vom Jahre 1903( Trades Dispute Act, 1903)." lichten Januarheft seiner Revue eine längere Abhandlung über die Der Paragraph betreffend Schadensersatz wird ohne Zweifel Partei der Zukunft", die nach seiner Meinung die Sociale Partei" Entgleifung bewußt geworden und deshalb plötzlich auf den Freifinn auf großen Widerstand im Barlamente stoßen. Die Gewerkschaften fein wird, eine Art Verjüngung des Liberalismus durch übergesprungen fei. Rudolph erhielt vier Monate Gefängnis, scheinen der Ansicht zu sein, daß nur die Statuten einer Gewerkschaft die Annahme der unmittelbaren Forderungen der Social- obwohl die Entlastungszeugen bekundeten, daß er nach ihrer Erals eine tollektive Handlung zu betrachten seien, während die demokratie. Mit seinem tiefen Sinn fitr bas Aktuelle, innerung feine Angriffe nur gegen die freisinnige Partei gerichtet Handlungen der einzelnen Mitglieder, Beamten und Agenten nur den schließlich jeder Zeitungsschreiber in stärkerem oder habe. Das Interesse dieser Zeugen sei, so heißt es im Urteil, durch individuelle Handlungen darstellten, für welche die Handelnden geringerem Maße befizen muß, ficht er, daß England schlechten und die vorausgegangene Rede Bebels erschöpft gewesen, so daß die persönlich zur Verantwortung gezogen werden müßten. unruhigen Zeiten entgegengeht. Kriminalität, Trunken späteren Vorgänge nicht mehr far in ihrer Erinnerung haften. Der außerordentliche Trades- Unions- Kongreßheit und Betteln nehmen rasch zu, während die An= Der Zeuge Gerner erzählte in seinem eidlichen Verhör auch eine merkwird nach London einberufen werden, und zwar einen Monat nach lagen bei den Post- Sparkassen im Abnehmen be- würdige Geschichte. Seit einem Jahre ungefähr habe die„ Tagespost" die der Verkündigung des Endurteils über den Taff- Bale- Prozeß, d. H. griffen sind. Für diese Symptome, die auf eine schwere inmere persönlichen Angriffe gegen Herrn v. Schuh eingestellt. So viel nach Festsetzung der Höhe des Schadensersatzes durch den Oberhof- risis hindeuten, befizen die Programme der herrschenden Parteien er wiffe, fei das auf Weifung von Berlin her ge= richter Wills. Hoffentlich wird dieser Kongreß von allen Gewert fein Heilmittel. Ebenso wie die Partei der Whigs sich schehen. schaften beschickt werden, auch von den Maschinenbauern( Engineers) zu der des Liberalismus entwidelt hatte, muß jezt der Herrn v. Schuh aber wieder persönlich angegriffen. Dadurch sollte und den Bergleuten von Northumberland und Durham, die bekannt- Liberalismus auf die Arbeiterschaft ausgedehnt werden und ihren wohl dargethan werden, daß Rudolph den persönlichen Ton wieder in Bedürfnissen Nechnung tragen. Diese Anpassung der liberalen Partei lich auf den letzten Kongressen nicht vertreten waren. die Polemik eingeführt habe. Sache beruhte aber auf einer bor an die herrschenden Zustände muß zur Bildung einer socialen oder drei Jahren getroffenen Bereinbarung progreffiven Partei führen. Ihr Programm foll sein:„ ein koope- vischen Herrn v. Schuh und dem damaligen Verantwortlichen der toope- Tagespost", Die Lage des Sultans soll sich neuerdings wieder ge Minimum an materiellen und geistigen Eristenzbedingungen fichert". ratives Gemeinwesen, das jedem Mitgliede ein kulturwürdiges Tagespost", als jener gegen den letzteren Klage wegen Beleidigung gestellt hatte. Die„ Tagespost" follte Herrn v. Schuh nicht mehr bessert haben. Ein Telegramm des spanischen Gesandten in in Tanger de Cologan meldet, daß 25 000 aus den dem Für dieses Programm fucht er von den Arbeiterabgeordneten John persönlich angreifen und dieser nicht mehr in der wegwerfenden und 25000 aus den dem Burns und keir Hardie, von den radikalen Abgeordneten Lloyd- verlegenden Weise wie bisher von einer„ gewiffen Seite" und einer Sultan treuen Kabylen ausgehobene Mann„ gewissen Presse" sprechen. Ms dann im September v. J. der schaften auf dem Marsche gegen Tazza begriffen sind, wo George und Dr. Monamara zu gewinnen. Bürgermeister im Magistrat erklärte, die Gemeindeverwaltung werde der Prätendent immer noch Erregung hervorruft. alle Waffen des Gesezes anwenden, um ihr Necht zu verteidigen", Andre Kabylen beobachten aus Furcht vor möglicher Bestrafung cine das heißt das Recht, hohe Wahlrechtsgebühren zu erheben und das abwartende Haltung. Die schlechte Beschaffenheit der Wege London, 15. Januar.( Eig. Ber.) Anläßlich der Wahl des durch die Befizlofen auszuschließen, wurde die Tagespost" wieder mache die Operationen schwierig. Genoffen Jaurès zum Bicepräsidenten der französischen Kanmner persönlich. Ferner wird gemeldet: schrieben die Londoner„ Times": Jaurès hat den Ehrgeiz, Tanger, 19. Januar. Die hiesige Garnison ist wieder seinen Mitbürgern zu zeigen, daß der Socialismus nicht nur feine Der Begriff der geschlossenen Gesellschaft. hierher zurückgekehrt. Alle Stämme in der Umgegend doktrinäre Utopie ist, sondern auch schon für heute eine gewisse In Preciz wollten die dortigen Gewerkschaften gemeinschaftlich von Tanger haben sich unterworfen, mit Ausnahme der Anzahl von Maßregeln hat, die gegen die gesellschaftlichen Uebel ein Vergnügen, verbunden mit Ball, abhalten, zu dem nur die GeAindalia, von denen man hofft, daß sie sich in der nächsten angewendet werden könnten. Er ist der neueste und beste werkschaftsmitglieder und ihre Angehörigen Zutritt haben sollten. Boche ebenfalls unterwerfen werden. Nach den letzten Meldungen Geschichtsschreiber der franzöfifchen Revolution- dies ist das Die Polizeiverivaltung ließ dies nicht als Vergnügen einer ge= aus Fez ist dort alles ruhig. Die Stämme der Zemur und der Urteil der größten Autorität, des Professors Mulard von der Sorbonne- schlossenen Gesellschaft gelten, sondern fah es als eine öffentliche Zueruar haben Hilfsmannschaften abgesandt, um die Operationen und der Verfasser einer bemerkenswerten Abhandlung über den Luftbarkeit an unb genehmigte es schließlich als solche unter Aufgegen Tazza zu unterstügen. philosophischen Zdealismus; er ist einer der kultiviertesten und ge- erlegung von Beschränkungen, wie sie bei öffentlichen Luftbarkeiten Marokko. 0 Jaurès und die„ Times". Die Oran, 18 Januar. Zwischen 3 tv ei Parteien des Stammes lehrtesten Geister Europas. Diese Universitätsbildung vereinigt er zuläffig find. Der Bürstenmacher Frahm, der mit der Anmeldung Benisnasaen hat gestern ein heftiges Gefecht statt mit einem Temperamente der seltensten Art, nämlich der Männer des Getvertschaftsfestes betraut worden war, beschwerte sich beint gefunden. Da man glaubt, daß die Besiegten auf algerisches wie Michelet und Quinet vom Jahre 1848. Hinzu kommt, Landrat darüber, daß die Polizei das Fest nicht als solches einer 31 Gewerkschaftliches. Husland. geschlossenen Gesellschaft hatte gelten lassen, wie in früheren Jahren. Der Landrat wies die Beschwerde ab und eine weitere Beschwerde beim Regierungspräsidenten hatte gleichfalls feinen Erfolg. Frahm Die Herrenkonfektionsschneider Wiens befinden sich in emer Berlin und Umgegend. flagte nun beim Ober- Verwaltungsgericht. Sein Vertreter, RechtsLohnbewegung. Die bei den Zwischenmeistern beschäftigten anwalt Dr. Herzfeld, fuchte in längeren Ausführungen nachzuweisen, Mar Boas u. Co. haben die Täschner wegen Differenzen die Arbeit zum Handeln gedrängt, haben auch die Zwischenmeister an die Achtung! Täschner, Lederarbeiter! In der Lederwaren- Fabrik von Gehilfen verlangen eine Aufbesserung ihrer Löhne und, hierdurch daß hier eine geschlossene Gesellschaft beabsichtigt gewesen sei. Das Ober- Verwaltungsgericht wies aber die Klage mit folgender niedergelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Konfektionäre die Forderung gestellt, die Stückpreise um 30-50 Proz. Begründung ab: Die verschiedenen Preezer Gewerkschaften zu Die Differenzen bei der Firma Gans u. Goldschmidt sind zu erhöhen. Die Konfektioräre lehnen jede Bewilligung ab. ſanmen ſtellten nicht einen individuell bestimmten Kreis von Personen Gunsten der Kollegen erledigt. Aus diesem Grunde sehen Sie sagen, die Bestellungen für die gegenwärtige Saison dar. Auch liege nicht ein gemeinschaftlicher Zweck vor. Ein Abschluß wir auch davon ab, näher auf die Berichtigung der genannten Firma feien auf Grund des alten Tarifs abgeschlossen, und desder Gewerkschaften nach außen sei ebenfalls nicht erkennbar. Außerdem in der Sonnabendnummer des„ Vorwärts" einzugehen. sei aus der Fassung der Anmeldung nicht hervorgegangen, daß das Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft, Berwaltung Berlin. halb könnten sie jetzt die Löhne nicht erhöhen. Die Gehilfen sind Vergnügen auf die Breezer Gewerkschaften beschränkt bleiben sollte. entschlossen, in den Streit zu treten, wenn ihre Forderungen abEs habe nach alledem die Polizei mit Recht das Fest, sowie es weiß- und Malzbier- Brauereien ersucht uns um Auf- sondern auch auf Proßniz, dem Hauptplatz für die Herstellung der Zur Lohnbewegung der Jungbier- Kutscher. Der Verein der gelehnt werden. Die Bewegung erstreckt sich nicht auf Wien allein, beabsichtigt war, als ein öffentliches ansehen können. nahme des Folgenden: Die in den Nummern 8 und 14 des Am Sonntag haben die Schneider" Vorwärts" unter obiger Spitzmarke gebrachten Mitteilungen be- billigen Erport- Konfettion. dürfen einiger thatsächlicher Richtigstellungen. Es ist unzutreffend, gehilfen eine entscheidende Versammlung abgehalten. Wolffs Bureau daß die Kutscher von jetzt ab sämtliche Kunden der Brauerei namhaft teilt mit, daß diese Versammlung befchloffen hat, in den Auszu machen haben. Es ist unrichtig, daß bei der ersten Berhandling it and zu treten. vereinbart worden ist, die Kündigungen rückgängig zu machen. Die Die Mailänder Friseur und Berückenmacher Meister sind jetzt, Brauereien können daher ein fosches Versprechen gar nicht gebrochen da sie sich einer gut geleiteten solidarischen Gehilfenschaft gegenüber haben. Die zum Montag, den 12. in Aussicht genommene( noch nicht sehen, zu Konzessionen bereit. Sie wollen in die Festsetzung angefekte) Verhandlung hat deshalb nicht stattgefunden, weil der von einer Arbeitszeit von 73 Stunden pro Woche willigen mit der Lohnkommission der Kutscher inzwischen aufgestellte und dem Vor- Geschäftsschluß um 81% Uhr abends, des Somabends zwei Stunden stande der Brauereibesiger brieflich mitgeteilte Lohntarif noch wesent später; Sonntagsschluß im Winter um 6 Uhr, im Sommer um lich höhere Lohnjähe enthielt, als bis jest überhaupt gezahlt 5 Uhr nachmittags. An dem Trinkgelde der Gehilfen wollen die worden waren. Solche Forderungen, nachdem die Brauereien den Herren Meister keinen Anteil mehr haben. Der Geschäftsschluß am Kutschern eingehend erklärt hatten, die bisherigen ruinöfen hohen 1. Mai soll nach ihren Vorschlägen um 5 Uhr nachmittags eintreten. Löhne nicht länger zahlen zu lönnen, mußten weitere Ver- Die Gehilfen fordern bekanntlich die Reduzierung der Arbeitszeit auf handlungen als zwecklos erscheinen lassen und zum Ab- 70 Stunden. bruch der Verhandlungen führen. Noch am 12. wurde Aus Induftrie und Handel. 0 denen an Ausgaben für Pfandbriefzinſen etwa 10 140 000 M., an die Gewerkschaft davon verſtändigt, daß die Brauereien weitere Letzte Nachrichten und Depefchen. Preußische Hypotheken- Aktien- Bank. Die Erinnerung an den Sanden- Prozeß und die in ihm enthüllten sonderbaren Transaktionen wedt eine von der jezigen Verwaltung der Preußischen HypothekenBank verfandte Mitteilung, in der unter Hinweis auf die Verluste bei den Hypotheken der Pezzoldschen Maschinenfabrit angekündigt wird, daß die Bank nicht im stande ist, für das Geschäftsjahr 1902 eine Dividende zu verteilen. In der Mitteilung heißt es: In der gestrigen Sigung des Aufsichtsrats wurden die Ergebnisse der von dem Vorstande vorgenommenen Wertschätzungen sowie der Jahresabschluß vorgelegt. Letzterer wies Zinseingänge aus Hypotheken und Effekten zc. in Höhe von etwa 131 Millionen auf, Verwaltungskosten etwa 520 000 M. gegenüberstehen, so daß sich ein Verhandlungen ablehnten. Erst dann wurde der Beschluß gefaßt, den Kreditsaldo von rund 2 840 000 m. ergiebt. Durch Ausfälle an neuen Lohntarif am 19. d. M. in Kraft treten zu lassen. Daß be- Offenburg, 19. Januar 1903.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Hypotheken( hauptsächlich die Engagements mit Pezold u. Co.) reits am Mittwoch ein Teil der Kutscher den neuen Tarif an- Bei der Stadtverordnetenwahl wurde das Centrum unsrerseits von etwa 2 250 000 M. reduciert sich derselbe auf 590 000 genommen hatte, ist eine erweislich wahre Thatsache. Ob die Jung- glänzend besiegt. Mark. Da die jetzt abgeschlossenen Wertschätzungen eine Er- bier- Stutscher, wie behauptet, den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches höhung des Hypothekendelkredere Contos um 1420 000 M. auf unterstehen, ist eine noch nicht entschiedene Rechtsfrage. Die 19 400 000 m. erforderlich machen, ergiebt sich aus obigem ein Fehl- Brauereien sind der Ansicht, daß dies nicht der Fall ist und betrag von 830 000 m., welcher durch die mit Rücksicht auf teils stüßen sich dabei auf Gutachten hervorragender Juristen. erfolgte, teils gesicherte Eingänge gerechtfertigte höhere Schäßung der Sache selbst teilen wir mit, daß die Brauereibesizer die Vermittelung Chirographarmaffe ausgeglichen wird. Eine Dividende fann fonach des von der Gewerkschaft munmehr angerufenen Einigungsamtes für das verflossene Jahr nicht zur Verteilung gelangen. Für das angenommen haben. Die Kutscher haben daher heute die Arbeit zu den Laufende Jahr glaubt die Verwaltung nach dem vorgelegten Vor- Bedingungen des neuen Tarifes aufgenommen unter der Zusicherung, anschlag, falls nicht unvorhergesehene Umstände eintreten, jeden daß ihnen, falls vor dem Einigungsamt ein für sie günstigerer Tarif falls 4 Proz. Dividende in Aussicht nehmen zu beiderseitig angenommen, die Differenz nachbezahlt werden wird. fönnen. V = Zum Wiener Schneiderftreik. Wien, 19. Januar.( W. T. B.) Eine von mehreren hundert Bur arbeitslofen Schneidergehilfen besuchte Versammlung erklärte sich mit den ausständigen Schneidergehilfen der Herren Konfektionsbranche solidarisch. い Wien, 19. Januar.( W. T. B.) Ungefähr 2900 Schneidergehilfen haben die Arbeit niedergelegt. Vor einem Konfektionsgeschäfte, in welchem gearbeitet wird, kam es im Laufe des Tages zu Kundgebungen. Mitglieder des Ausstandsausschusses, die in einer Werkstatt der dort Arbeitenden zur Niederlegung der Arbeit aufforderten, wurden verhaftet und wurden wegen Hausfriedensbruches vor Gericht gestellt werden. Die Wir sind natürlich nicht in der Lage, die Angaben in der vorDie zwischen der Hamburg- Amerifa- Linie und dem Norddeutschen stehenden Berichtigung auf ihre Richtigkeit zu prüfen und müssen es Lloyd bestehende Rivalität giebt sich nicht nur in dem Bestreben kund, der in Frage kommenden Arbeiterorganisation überlassen, sich dazu einander durch allerlei Neuerungen auf dem Gebiete der Schiffahrt zu äußern. Das dürfte, wenn nicht cher, dann vor dem Die französische Etatdebatte. zu überbieten, sondern auch in gelegentlichen kleinen Preß- Polemiten. Einigungsamt geschehen, welches sich am Donnerstag mit Paris, 19. Januar.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Wie es scheint, fühlt sich jetzt wieder die Hamburg- Amerika- Linie der Angelegenheit der Jungbier- Kutscher beschäftigen wird. Generaldebatte über das Budget 1903 wird begonnen. Deschanel berletzt, weil einige Blätter sich unter Bezugnahme auf den relativ Da wird voraussichtlich über die Differenzen und die guten Geschäftsgang des Lloyd etwas abfällig über die für 1902 mur gleitenden Umstände volle Klarheit geschaffen werden. be- ergreift das Wort. Er spricht sein Bedauern aus, daß die letzten 4/ Broz. betragende Dividende der Hamburg- Amerika- Linie ge- heut wollen wir nur noch erwähnen, daß uns der Verein der nicht auf Grund der Frage der inneren oder äußeren Politif. Für Wahlen jich für oder gegen Waldeck- Rousseau vollzogen hätten und äußert haben. Die Direktion weist in einer an die Presse versandten Weiß- und Malzbier- Brauereien in einem Begleitschreiben zu der Er spricht sich für die Politik des weisen Fortschrittes aus, Mitteilung darauf hin, daß die sämtlichen Hamburgischen Reedereien vorstehenden Berichtigung mitteilt, daß sich die Biertutscher mit ihrem gegen die Revolution, in Bezug auf Abschreibungen in ihren Bilanzen keineswegs hinter dem Wochenverdienst von 50 bis 100 m. beffer ständen wie die Befizer in religiösen Fragen, für das Uebergewicht der Civilgewalt Norddeutschen Lloyd" zurückbleiben, im allgemeinen sogar viel weiter der hier in Frage kommenden meist recht kleinen Brauereien und gegen die Einmischung des Staates in Fragen des Glaubens. gegen jeden Gedanken einer Reaktion greifen in ihren Abschreibungen und Reserveſtellingen als dieser. Hierzu wird uns von feiten der Arbeiter Die Mitteilung fagt: Zu einem Vergleich eignen sich am besten die daß der Verdienst der Bierfutscher nur scheinbar ein hoher ist, da Campagne gewisser socialistischer Blätter. mitgeteilt, Er erhebt ferner Einspruch gegen die gegen das Heer gerichtete Jahresrechnungen der Hamburg Amerifa- Linie, da die Kapital die Stutscher hiervon ihre Mitfahrer ganz und die Reisenden des im Centrum ( Lebhafter Beifall und auf der Rechten.) verhältnisse bei dieſen beiden größten deutschen Reederei- Gesell- Geschäfts zu einem erheblichen Teil bezahlen müssen. Ob unter wärtigen Politik hebt Deschanel hervor, daß Frankreich keine Hinsichtlich der ausschaften ziemlich gleich sind. Für die letzten zehn abgeschlossenen Betriesjahre betrugen, auf das werbende Kapital( Attien und Berücksichtigung dieses erheblichen Umstandes die Brauereibesiger Ausdehnung feines Stolonialbesizes wolle, sondern daß es Prioritäten) berechnet, die Abschreibungen und Reserveſtellungen selbst die kleinsten ungünstiger gestellt sind wie ihre Bierfahrer, eine Politik des Friedens und der Würde wünsche. Er spricht gegen die internationale Politik.( Erneuter Beifall im Centrum im Jahresdurchschnitt bei dem Lloyd 10% Proz., bei der Hamburg- dürfte denn doch stark bezweifelt werden. Die Arbeiter des Röhrensystems der städtischen Gaswerke be- die Aeußerung Jaurès, und auf der Rechten.) Amerita- Linie 13 Proz. Wenn der Lloyd gleich hohe Abschreibungen Er erhebt ferner Einspruch gegen hätte vornehmen wollen wie die Hamburg- Amerika- Linie, so hätte schäftigten sich Sonntag in ihrer Generalversammlung mit den der Dreibund sei das notwendige er für diese Zwecke fast 19 Millionen Mark mehr aufwenden müssen, auf ihre Eingabe Gegengewicht die städtischen Behörden jetzt gegen den französischen Chauvinismus, und dann wäre aber seine Dividende, die im Durchschnitt für die zehn gangenen Bewilligungen. Der Vertrauensmann führte anstämpft, aber sie hätten niemals gemeinsame Sache mit denen fügt hinzu, Ferry und Gambetta hätten den Klerikalismus beJahre 5 Proz. pro Jahr betragen hat, auf durchschnittlich 1 Proz. Auf die Eingabe des Arbeiterausschusses sei folgendes zugestanden gemacht, welche die nationalen Forderungen aufgegeben hätten. pro Jahr zurückgegangen. Die Dividende der Hamburg- Amerifa worden: 1. Der Anfangslohn für Hilfsarbeiter ist auf 38 Pf.( Erneuter Beifall im Centrum und auf der Rechten. Linie beträgt unter Berücksichtigung des verflossenen Jahres für die( bisher 35 Pf.) die Stunde erhöht worden und beträgt nach 3 Jahren Linte erhebt heftigen Widerspruch und nennt den Redner den lehten zehn Jahre im Durchschnitt über 6 Proz. Jedenfalls ist es mutmaßlich 40 Pf. die Stunde; der letztere Sazz sei nicht erfreulich, daß die deutschen Reedereien im Gegensaß zu vielen aus- ausdrücklich betont worden, erscheine aber selbstverständlich. 2. Den" Judas des Nationalismus“) Deschanel ſchließt mit der Aufforderung ländischen Gesellschaften die Notwendigkeit einer gefunden Finanz- Rohrlegern sei ein Anfangslohn von 43 Pf.( bisher 40 Bf.) bewilligt eine offene an diejenigen, welche weder die Neaktion noch die Revolution wollen, wirtschaft nicht aus dem Auge verlieren. Ganz unrecht hat mit dieser Darlegung die Hamburg- AmeritaLinie nicht, ihre Abschreibungen auf dem Schiffskonto waren in den lezten Jahren im Verhältnis zum Schiffsbestand beträchtlich höher twie beim Lloyd, und das Durchschnittsalter der Schiffe ihrer Dampferflotte dürfte hinter dem der Oceandampfer des Norddeutschen Lloyd immerhin noch um etwa 2-3 Jahre zurückbleiben. Ividerstreitenden Nachrichten über den amerikanischen Eisenmarkt und macht. an Deutfches Reich. " cr= Die Für die Einfuhr kommt zunächst Roheisen in Betracht, und zivar Der Bergarbeiter- Ausstand auf der Florentinegrube bei Kattotis Schweigens, die England gestattet habe, spruch gegen die fyftematische Politik des Abwartens und Wissen in Afrika seine Redner tritt worden; außerdem seien verschiedenen Rohrlegern besondere Bus Centrum und auf der Rechten.) Alle Mitglieder der Fortschrittsflare Politik zu treiben.( Lebhafter Beifall im lagen zugestanden worden, jedoch eine feste Stala fcheine nicht partei, Ribot und Méline an der Spitze, drücken dem Stedner die aufgestellt zu sein. 3. Für Nachtarbeit morgens fei ein Zuschlag von 9 Uhr abends bis 6 Uhr Hände und bereiten ihm, als er die Tribüne verläßt, eine Ovation. Abgelehnt fei dagegen die Forderung: Einführung von Deschanels über die innere und die äußere Politil nicht fei ein Zuschlag von 50 Pro3. festgesetzt worden. D'Estournelles erklärt, er vermöge fich den Ideen och en löhnen statt der bisherigen 14 tägigen Entlohnung, anzuschließen. und ganz unberücksichtigt geblieben die Forderung:„ Vergütung haupsächlichste Ursache der Deficits sei der bewaffnete Frieden. Alle Auf das Budget übergehend bemerkt Redner, Zur Lage des amerikanischen Stahl- und Eisenmarktes. Die für die häufigen Unterbrechungen der Arbeiten, zum Beispiel bei elt wisse das, niemand aber wage es einzugestehen; man müjie aber das bedeutende Interesse, das die deutsche Eiſenindustrie an dessen Gez Ausschuß beauftragt, an zuständiger Stelle folgende Forderungen zu waffnete Frieden" verschlinge 54 Proz. der Hilfsquellen Frankreichs. stellen: 1. Die Generalkonsulat in New York zur Ausarbeitung eines längeren Be- queen. 2. Die Meister und andre stolonnenführer sollen ſtrite dürfe aber keine Eroberungspolitik sein. Frankreich sei durch richts bewogen, der, am 28. November v. J. abgeschlossen, in der Anweisung erhalten, die Defen der Baubuden während der kalten seine Kolonialpolitik gezwungen, feine Flotte zu vermehren, Be- Anweisung Tekten Nummer der vom Reichsamt des Innern herausgegebenen Jahreszeit fortwährend, auch nachts unter Feuerung zu um seine Stolonien gegen England und Deutschland zu verhalten, da solches zum Trocknen der Kleider durchaus nötig ist. teidigen. Andrerseits habe das Bündnis Frankreichs mit Rußland „ Nachrichten für Handel und Industrie" veröffentlicht wird. Nach 3. Vergütung der Laufstunden. 4. Bewilligung einer Vesperpause nicht die Ergebnisse gehabt, die man erwartete, und weder die einer Schilderung der Entwicklung des amerikanischen Marktes im während der Winterarbeitszeit. Jahre 1902, wird darin über den amerikanischen Eisenbedarf ausauswärtige Politik Frankreichs ändern können, können, noch seine geführt: Rüstungen gemindert. D'Estournelles erhebt weiter Eins neben Roheisen für Stahlerzeugung, das Deutschland in großen dient der gegnerischen Presse in Oberschlejien als Gelegenheit zu Mengen in den in Amerika benötigten Qualitäten kaum liefern können einer Heke gegen das Arbeiterfekretariat in Beuthen sowie zu allerlei Herrschaft von Kairo bis zum Kap auszudehnen, und die Frankwird, das reich die Schmach von Fafchoda bereitet habe. für Gießereizwede benötigte phosphorarme( low unwahren Behauptungen, die die organisierten Arbeiter schädigen dann für eine aufrichtige Politit des Friedens ein und wiederphosphorous) Roheisen. Gießerei- Roheisen wird zur Zeit in Philadelphia mit 23,50 Dollar die Tonne gehandelt, und größere Ab- follen. Jene Setzblätter behaupten anscheinend wider befferes dann für eine aufrichtige Politit des Friedens ein und wiederschlüsse für die Einfuhr sind bereits für phosphorarmes Roheisen ge- leute zum Streifen veranlaßt. das Beuthener Arbeitersekretariat habe die Berg- holt schließlich, daß mit den Lasten des„ bewaffneten Friedens" Weiter wurde behauptet, der weder eine Finanzpolitit, noch SocialSocial- und Kolonialpolitik ( Lebhafter Beifall links.) De Breffensé deutsche Bergarbeiter- Verband habe Streifunterstügung zugesagt. möglich sei. Halbfabrikaten, und zwar Bessemer- wie Martinstahl und Flußeisen. fest, daß es sich bei dem Ausstand auf der Florentinegrube um einen ihren Patriotismus in Zweifel ziehe.( Anhaltender Beifall auf der Bei weitem am beträchtlichsten ist jedoch der Bedarf an Stahl- unser Breslauer Bruderorgan, die„ Volkswacht", stellt demgegenüber protestiert im Namen der Socialisten gegen die Ausführungen Deschanels. Die Socialisten würden niemals erlauben, daß man Der Mangel an Gastohlen, der die Herdofenstahlwerke so sehr be- fest, daß es sich bei dem Ausstand auf der Florentinegrube um einen Deschanels. Die Socialisten würden niemals erlauben, daß man troffen hat, wird besonders für Siemens- Martinstahl die Nachfrage ogenannten wilden Streit handelte, der von muorganisierten Arbeitern ihren Patriotismus in Zweifel ziehe.( Anhaltender Beifall auf der erhöhen. Es handelt sich um die Halbfabrikate, die in Amerita als plans und ziellos ins Werk gesetzt worden ist und mit dem deshalb äußersten Linken.) Billets, Blooms, Slabs bezeichnet werden, d. h. vorgewalzte Blöde, diese unorganisierte Masse fünf Tage im Streit verharrt hatte, ohne Marineministers Belletan, war nach der Bretagne gesandt worden, der Bergarbeiter- Verband gar nichts zu thun hat. Erst nachdem Paris, 19. Januar.( W, T. B.) Tissier, der Kabinettschef bes Brammen und Plattinen für die Weiterverarbeitung im Walzwerk. daß bis dahin der Direktion die Forderungen der Arbeiter bekannt um Erhebungen über den dort herrschenden Rotstand unter den Die Preise für Halbfabrikate sind wieder im Steigen, und Pittsburg gegeben waren, wandten sich die Ausständigen ratsuchend an das Sardinenfischern anzustellen. Tiffier ist jetzt zurückgekehrt und äußerte notierte Ende November 1902 30 Dollar für die Tonne. Neben den Beuthener Arbeitersekretariat, auf dessen Veranlassung dann das sich dahin, er Halbfabrikaten ist auch Abfall und Altmaterial ein lohnender, Abjab Berg- Gewerbegericht als Einigungsamt angerufen worden ist. Das worden, welche die Bevölkerung der Not gegenüber zeige. Er fei vor allem von der Apathie überrascht Dagegen ist die Einfuhrmöglichkeit für alle fertigen Walzwerk- Arbeiterfekretariat hat also die planlos handelnde Maffe auf den meint, daß eine Summe von 600 000 Fres. erforderlich sein werde, erzeugnisse eine sehr beschränkte. Sehr gering ist sie besonders für rechten Weg, nämlich den der Verständigung, geführt. Der Ausstand um der dringendsten Not zu steuern. alle profilierten Erzeugnisse, für geschweißte Röhren und die gewöhn hat inzwischen sein Ende erreicht, ohne daß es erst zu Berhandlungen Lichen Feinbleche. Im Jahre 1901 hatte der Streit der Arbeiter in den gekommen ist. Wie es scheint, sind die Leute, welche unbesonnen in Feinblechwalzwerken der Steel Corporation eine größere Einfuhr ge- den Streit traten, bedingungslos wieder zur Arbeit zurückgekehrt. stattet, die sich auf die Dynamobleche erstreckte. Gerade in diesen Blechen sind aber die amerikanischen Abnehmer oft enttäuscht worden. Die Vereinigten Staaten von Amerika werden ja, wenn der Bedarf an Fertigfabrikaten so hoch ist, daß er von der amerikanischen Industrie nicht gededt werden kann, genötigt sein, Fertigfabritate einzuführen. Dem steht aber, abgesehen von dem höheren 3oll auf ulius Post in Köln- Ehrenfeld find Freitagmorgen In der Façonzieherei von Eugen Fertigfabrikate, der Umstand entgegen, daß zur Zeit die amerikanischen Werke den Bedarf an Fertigfabrikaten wohl zu decken 67 Arbeiter in den Ausstand getreten, und zwar wegen Herabim stande sind, wenn ihnen Halbfabrifate genügend zur Verfügung fegung der Accordpreise und menschenuntvärdiger Behandlung. Im dauert fort und hat nun auch zwei Schächte der galizisch- karpathischen stehen. Der Unterschied zwischen der Produktionsfähigkeit der Werke, Ausstande befinden sich sämtliche männlichen und weiblichen Arbeiter welche Halbfabrikate erzeugen, und der Werke, welche Fertigfabrikate mit Ausnahme der Schlosser. Die Hülfenpreiser der Westfälischen Nickel gericht verhandelte heute gegen den früheren Polizei- Inspektor Przemysl, 19. Januar.( W. T. V.) Das hiesige Erkenntniserzeugen, ist erst anfangs 1902 offen zu Tage getreten, obgleich den Gesellschaften, welche beide Fabrikate erzeugen, die Thatsache bekannt werke in Schwerte haben am 15. d. M. fämtlich gekündigt. Zuzug Burghardt aus Sambor, dent Sellner Lewkowitsch, den Wirtschaftswar und durch den Bau zahlreicher Hochöfen und Stahlwerke Abist fernzuhalten. befizer Brück und den Gewerbetreibenden Fleischmann wegen hilfe angestrebt tourde. Der amerikanische Markt ist also in Hütten- Tarifvertrag im Baugewerbe Stuttgarts. Zwischen Vertretern Berrats militärischer Geheimnisse an Rußland. Die Angeklagten und Walzwerkerzeugnissen mehr das Abfaggebiet für Halbfabrifate, der Arbeiter und der Arbeitgeber ist eine Verständigung dahin erzielt wurden zu Strafen von 8 bis 15 Jahren schweren Kerters, ver als für Fertigfabrikate. worden, daß der Abschluß eines Tarifvertrages beiden Teilen schärft durch einmaliges Fasten und hartes Lager in jeder Woche erwünscht ist. Die weiteren Verhandlungen sollen demnächst stattfinden. berurteilt. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. bersprechender Artikel. Textilarbeiter. Bei der Firma Bodhader Nachfolger in Hückeswagen( Rheinland) haben sämtliche Tuchweber mehr als 100 wegen Maßregelung von neun ihrer Kollegen die Kündigung eingereicht. Metallarbeiter. Eisenbahn- Unfälle. Frankfurt a. M., 19. Januar.( B. H.) Wie der„ Frankf. 8tg." ein Güterzug auf einen dort haltenden Zug. Der Schaden ist erhebans Dortmund gemeldet wird, stieß auf dem dortigen Rangierbahnhof lich, Menschen find nicht verlegt. München, 19. Januar.( B. H.) Heute vormittag stieß auf dem Centralbahnhof eine Rangiermaschine auf den Bruder Vorortzug, wurde. wobei ein Schaffner leicht und der Lokomotivführer schwer verletzt Borislaw, 19. Januar. Der Brand in den Petroleumgruben Petroleum- Gesellschaft ergriffen. Nr. 16. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. 241. Sigung. Montag, den 19. Januar 1903, nachmittags 2 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky, Frhr. v. Thiel mann, v. Goßler, v. Tirpig. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Etats für 1903. Es ergreift zunächst das Wort erBesser steht es im Jahre 1902 mit den Ueberweisungen: die Bundesstaaten können darauf rechnen, die veranschlagten Ueberweisungen in diesem Jahre voll zu erhalten. 0 Bei es fehlen Dienstag, 20. Januar 1903. Zu den Gesamt- Mindereinnahmen von 17 Millionen treten gewachsen, um ebensoviel die Dienstreise- und Verseßungskosten. somit Mehrausgaben von nicht viel iiber 9 Millionen, so daß Auf solche Etatsüberschreitungen muß Rücksicht bei der Be das laufende Jahr mit einem Fehlbetrag von rund 25%, Millionen willigung von Schiffen im Jahre 1903 genommen werden, Mart abschließen wird. Dazu kommt noch der Ausfall an Reichs- sonst kommen wir immer mehr ins Deficit hinein. einnahmen bei den Erträgnissen der Reichsbant, deren Höhe sich nur Der Voranschlag scheint für die Marineverwaltung bloß ein Programm schäßen läßt. Wenn man vorsichtig gehen will, wird man das und weiter nichts zu sein. Die Reichs- Eisenbahnverwaltung hat den Gesamtdeficit des Reichshaushalts- Etats für 1902 auf etwa 30 Millionen Voranschlag um 1 Millionen überschritten, wozu 1 Million Mehrrechnen müssen. ausgaben für Betriebsmittel kommen. Hier beträgt der Gesamt ausfall 11 Millionen Mart. Für die Verzinsung des Anlagekapitals bleibt nur noch ein Minimum übrig. Das Deficit von 48 Millionen Mark aus dem Jahre 1901, das uns jetzt zur Last fällt, bedeutet Staatssekretär des Reichs- Schazamtes Frhr. v. Thielmann: Ich komme jetzt zum vorliegenden Etat für das Jahr 1908. Jch gegenüber den früheren Jahren, wo wir im Durchschnitt 32 Millionen Der vorliegende Etat erfordert eine Anleihe von 220 Millionen muß hierbei wieder zurückgreifen auf den wesentlichen Unterschied hatten, eine Berschlechterung von 80 millionen. Gegen Mark, von denen 95 Millionen Mark als Zuschußanleihe zur einer Etatsrede im Reichstag und im Abgeordnetenhause. Im die beständigen Etatsüberschreitungen muß ein ernſtes Wort im Dedung der Ausgaben des ordentlichen Etats verwendet werden abgeordnetenhause fagt der Finanzminister den Abgeordneten Neuig- Reichstag gesprochen werden. Auf diesem Wege geht es nicht weiter. sollen. Es bleibt also eine ordentliche Anleihe von leiten, im Reichstag hält der Schatjekretär eine Rede nur zu dem( Sehr richtig! im Centrum.) Aufgefallen sind mir besonders die 125 Millionen Mart. Die Höhe des diesmaligen Mehrbedarfs Zweck, den Herren, die nachher zu reden die Absicht haben, außer leberschreitungen der Manövertosten um 1 Million. erklärt sich zum Teil daraus, daß für das abgeschlossene Rechnungs- dem bereits vorliegenden Etat vielleicht noch ein paar neue Motive Es giebt Fachmänner, die behaupten, daß die Manöver, befonders jahr 1901 ein Fehlbetrag in der bis dahin unbekannten Höhe zur Kritik zu geben.( Beifall.) Diese Aussichten machen dem Schatz- die Kaisermanöver, ihren kriegsmäßigen Charakter eingebüßt haben bon 48 Millionen Mark zu decken ist. Diesem System der sekretär feine Aufgabe nicht angenehmer. Ich beschränke mich deswegen und zu Schaustellungen geworden sind, besonders mit der ime Ueberwälzung des Deficits früherer Jahre auf das folgende Jahr auf die wichtigsten Posten. Die bereits erwähnte Zuschuß- Anleihe Striege unmöglichen Vorführung Vorführung gewaltiger Und weiter wird darauf hins läßt den diesmaligen Etat noch schlechter erscheinen, als er in Wirts bon 95 Millionen Mark verdanken wir ja zur Hälfe dent Deficit des Reitermaffen Attaden. lichkeit ist. Um die Entstehungsgeschichte diefer Erscheinung Jahres 1001 im Betrage von 48 Millionen. Die übrige Hälfte der gewiesen, daß die Manöver früher nicht in vollem limfange ftatt vor Augen zu führen, führen, muß ich ich auf das abgeschlossene Zuschußanleihe beruht einerseits auf verminderten Einnahmen, gefunden haben. Es wäre wohlgethan, diese Frage einmal gründlich Jahr 1901 und das laufende Jahr 1902 näher eingehen. andrerseits auf einer Steigerung der Ausgaben bei allen oder jeden zu erörtern. dem Voranschlag über die Kolonien und leicht eintreten, Im letzten Jahr hatte ich mich von diefer bisher üblichen Gepflogen- falls bei vielen Ressorts. Ich kann aber den Reffortchefs von seiten die Schutzgebiete können größere Deficits heit etwas freigemacht, weil ja die betreffenden Thatsachen den Herren der Finanzverwaltung das Zeugnis erteilen, daß sie bei der Auf- denn da die notwendigen rechnerischen Untereintreten. Aber im allgemeinen bekannt sind und ich Ihnen wenig Ueberraschungen stellung ihrer Etats und der Bemessung ihrer Ausgaben fo vor lagen. Unvorhergesehene Ereignisse fönnen zu bieten habe. In Preußen ist der Etat, wenn er vom Finanz- fichtig wie irgend möglich vorgegangen find, und daß sie den An- bei den regelmäßigen Etats ist doch nicht davon die Rede. minister eingebracht wird, nur sehr wenig Eingeweihten bekannt, regungen der Reichs- Finanzverwaltung auf Streichungen, wo dies Man wird unwillkürlich dazu geführt, daß, wenn diefe Ueberwährend er hier im Reiche schon vor einiger Zeit durch die Presse uns irgend möglich war, im weitesten Maße Rechnung getragen fchreitungen fortgesetzt stattfinden, endlich einmal auch die nach bekannt gemacht worden ist. Das Jahr 1900 war nach einer haben. Auch der Bundesrat hat alle nur irgend entbehrlich trägliche Genehmigung versagt wird, wenn nicht die Notwendigkeit Längeren Reihe günstiger Jahre das erste, das mit einem Fehl- cheinenden Ausgabeposten gestrichen oder auf ein zulässiges Maß der Ueberschreitung haarscharf bewiesen wird.( Lachen links.) Auch betrag abschloß, allerdings einem verhältnismäßig geringen Fehlbetrag. herabgemindert. Es wird also faum eine weitere Reduktion der wir sind nicht unschuldig an den fortgefeßten Ueberschreitungen. Im Jahre 1901 erreichte der Fehlbetrag die gegenüber dem Vor- Etatspositiouen und damit eine Herabminderung des Anleihebedarfs( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Weder wir in auschlag erstaunliche Höhe von 48 Millionen. Die einzelnen sich ermöglichen lassen. der Rechnungskommission noch im Blenum, wo im llebermaß der Gründe für diese Höhe des Fehlbetrages brauche ich kaum zu er- bleiben für 1902 23% Millionen. Ich habe bereits im fragen, ob die Rechnungskommiffion, deren Arbeit an sich schon An ungededten Matrikularbeiträgen ber- Arbeit die nötige Kontrolle häufig vergeffen wird. Wir müssen uns läutern, nachdem die wirtschaftliche Depression seit Jahr vorigen Jahre darauf hingewiesen, daß mit diesen 24 Millionen die fauer und undankbar ist, nicht dadurch zu entlasten wäre, und Tag aller Welt offenbar geworden ist. Aus der Fülle des Materials will ich nur einige Daten geben. Allein die Post- und Bundesstaaten das äußerste leisten, was sie zu leisten im stande sind. daß die Uebersichten der Budgetkommission überwiesen werden. Telegraphenverwaltung hatte einen Ausfall von 30 Millionen, das Die Finanzwirtschaft einer ganzen Reihe von Wenn wir dazu kommen, was besonders in diesem Jahr dringend fleineren find fast zwei Drittel des Gesamtausfalls; die Zuckersteuer Bundesstaaten ist durch diese zu erforderlich sein wird, nicht so viele Titel und Kapitel der Budgets schüsse an hatte einen Fehlbetrag von 5 Millionen, die Brennsteuer von das Reich derart bedrängt, daß fommiffion zu überweisen, sondern sie gleich im Plenum zu erledigen, 3 Millionen. Zu diesem großen Fehlbetrag von 481 Millionenie überhaupt nicht mehr in der Lage sind, dann bleibt der Budgetkommission auch Zeit zur Prüfung dieser das Geld Mitteln aus eignen tritt aber, was für die Bundesstaaten sehr schmerzlich ist, ein aufzutreiben llebersichten. Die Hauptsache wäre, daß die gute altpreußische das Gute muß man überall an Ausfall an leberweisungssteuern von etwas über 15 Millionen, und gezwungen sind, ihrerseits Anleihen auszugeben. Genauigkeit und Sparsamteit erkennen In demselben Jahre wurden nach einem Vorschlage der Budget Der Reichs- Schazsekretär geht nunmehr auf die verschiedenen Etats Sie werden zugeben, daß dies ein ungesunder Zustand ist. auch im Reiche wieder Plaz greifen möge. Tommission aus verschiedenen Ausgabetiteln 91 Millionen abgesetzt Man hätte annehmen sollen, daß die Ressortchefs für 1908 fich Der Herr Schatzs und zur Schuldentilgung verwandt. Ich glaube, es kann feinen ein, feine Ausführungen bleiben im einzelnen auf der Tribüne faft auf das notwendigste beschränkt haben würden. besseren Beweis für die oft betonte Notwendigkeit der Finanzreform ganz unverständlich. Beim Reichsamt des Innern wird eine Stellen- fefretär hat aber mit einer gewissen Freude betont, daß einzelne geben. Da aber das Haus in den nächsten Jahren angesichts des vermehrung infolge des zunehmenden Geschäftsumfanges nötig. Der Refforts teine Mehrforderungen gestellt hätten. Diefer Freude liegt eben angenommenen Zolltarifs teine neue Stenern bewilligen wird, Reichszuschuß auf Grund der Versicherungsgesetze erhöht sich um wohl der Gedanke zu Grunde, daß die Refforts ohne Mehrforderungen so werden wir uns mindestens bis 1904 mit den alten Verhältnissen 3.7 Millionen; als erste Rate werden für die Weltausstellung in eigentlich gar nicht denkbar seien.( Heiterkeit.) Der Schatzsekretär St. Louis 1904 1 Millionen gefordert. abfinden müssen. Die Reichs Marine hat die Ressortchefs gelobt und versichert, daß sie sich in ihren Damit ist das Jahr 1901 abgeschlossen. Ich komme zum verwaltung verlangt ein neues Dienstgebäude. Man mag über die Forderungen auf das äußerste beschränkt hätten, die kaum weiter Yaufenden Jahre 1902. Auch das Jahr 1902 wird voraussichtlich mit Warenhaussteuer und Wertheim denken, wie man will, sicher ist, daß eingeschränkt werden könnten. Num, es wird sich ja herausstellen, einem recht hohen Deficit abschließen. Wir haben in den meisten Wertheim immer mehr um sich greift und das alte Reichs- Marine- ob der Rotstift nicht dennoch Arbeit findet. Dem Reffort- und Kapiteln der Einnahmen unvorhergesehene Ausfälle gehabt, notwendig. Der Reichs Schagiekretär schließt mit dem noch nüchternen Blid durchaus nicht so erscheint. Die Heeresverwaltung, Sapitein der Einnahmen unvorhergesehene Ausfälle gehabt, amt umgerissen hat.( Heiterkeit.) Die Forderung ist also abfolut Abteilungschef erscheint manches unbedingt notwendig, was dent und andrerseits überschreiten die Ausgaben vielfach den Voranschlag. maligen Hinweis auf die Notwendigkeit einer Reichs- Finanzreform. die der Schatzsekretär besonders gerühmt hat, stellt Forderungen Nach dem bisherigen Ergebnis find mun Mindererträge zu er warten bei der 3udersteuer ungefähr 15 Millionen, Abg. Dr. Schädler( C.): auf, von denen früher keine Rede war. So wird die Ers bei der Post und Telegraphenverwaltung etwa Der Herr Staatssekretär hatte vollständig recht, wenn er Ein- höhung des Gehalts von 180 Oberstlieutenants 31 Millionen usw. Auch die Eisenbahnen werden einen gangs seiner Rede meinte, er hätte uns nichts Neues zu sagen und gefordert( Reichskanzler Graf Bülow erscheint im Ausfall aufweisen, der zwar nicht so groß sein wird wie im vorigen Jahre, mit einem gewiffen Gefühl des Neides auf seinen Stollegen im Saale.); für die militärische Hochschule werden als erste aber schätzungsweise inunerhin etwa 3 Millionen beträgt. Jm ganzen preußischen Landtag hinwies. Die Entwvidlung des Deficits, die er Rate 115 000, dann jährlich 311 000 m. verlangt; ein Jäger. Tommen für das laufende Jahr Mindereinnahmen in Frage uns gegeben hat, hat uns dasselbe aber durchaus nicht schmad regiment zu Pferde, 4 Fußartillerie- Regimenter von etwa 26 Millionen Mart. Dabei ist ein Hauptposten haft gemacht, und am allerwenigsten ist es das dadurch, daß er auch werden gefordert. Die verlangte Gehaltserhöhung für die noch nicht berücksichtigt, der des Anteils des Reiches bei dem Ab für das folgende Jahr Ausfälle signalisierte. Der einzige Trost 180 Oberstlieutenants erregt ganz bedeutende Bedenken; es kann nicht schluß der Reichsbank. Wie hoch dieser Ausfall sein wird, ist, daß etwas weniger Schulden gemacht sind.( Abgeordneter angängig erscheinen, auf dem Wege der Etatsforderung Gehaltss läßt sich noch nicht abschätzen, da die Reichsbank noch keinen Abschluß Singer: Das ist ein sehr befcheidener Trost) Ja, be- erhöhungen für einzelne Kategorien von Offizieren herbeizuführen, aufgemacht hat. An Mehreinnahmen bringt die Salzsteuer einige scheiden darf man immer sein, Herr Kollege Singer.( Seiterfeit im Wir müssen die Konsequenzen für die Regimentskommandeure und Hunderttausend Mark, die Maischbottichsteuer etwa 1 Millionen, die Centrum.) Mehrausgabe und Mindereinnahme sind die Signatur Majore, für die Sanitätsoffiziere in gleichem Range, ja schließlich für Schaumweinsteuer etwa 234 Millionen, mehrere verschiedene Ver- unfrer Finanzen trotz aller seit Jahren bewilligten Steuererhöhungen alle Beamten im Reiche und in den Einzelländern bedenken. Die waltungseinnahmen aller Art ungefähr 12 Millionen Mart. Bei der und neuen Steuern. Nur ist es eine Schicksalstücke, daß gerade der Forderung für die militärische Hochschule ist schon im vorigen Jahre Brennsteuer wird im Jahre 1902 ein Nettoüberschuß von etwa 3%, Mill. Herr Reichs Schazsekretär ims diesen Etat vorlegen muß, der vor abgelehnt worden. Das gleiche gilt für die Zufammenlegung von Mark bleiben, der den Ausfall des vorigen Jahres ungefähr deckt. gar nicht wenigen Jahren nach feinen eignen Worten im Gelde ge- 4 Eskadrons Jäger zu Pferde und einem Kavallerie- Regiment, was Nach Abzug der Mehreinnahmen aus den verschiedenen schwommen ist und glaubte, fich alle Taschen zuhalten zu müssen mit dem Wortlaut des Gesetzes über die Friedenspräsenz nicht joeben genannten Quellen bleibt eine Mindereinnahme von gegen neue Steuern. Allein auch diesbezüglich heißt es: lang, vereinbar ist. Alle diese Ausgaben sind der eingehendsten Prüfung rund 17 Millionen zuzüglich des in seiner Höhe noch nicht be- lang ist's her. Ein großer Teil des Deficits rührt ja zu unterwerfen und werden wohl für das eine oder andre Jahr Tannten Ausfalles bei der Reichsbant. Mehrbedürfnisse werden wir nicht von vermehrten Ausgaben, sondern von geringer weiter Beit haben.( hört! hört! links.) andrerseits bei einer Reihe von Verwaltungen haben. Das Aus- veranschlagten Einnahmen her. Nur bezweifle ich, daß diese Unfre Marine hat sich an ein etwas splendides Ver wärtige Amt wird etwa 1, Millionen Mark mehr verbrauchen, das niedrigen Einschägungen wirklich vollständig berechtigt find. halten gewöhnt. Jett hält sie einen neuen Marinepalast, Reichsamt des Innern einige hunderttausend Mark. Die Verwaltung Die Ursachen des Deficits find in der Hauptsache willkürliche der 10 Millionen fosten foII, für erforderlich. Uns foll des Reichsheeres und des bayrischen Kontingents wird etwa einen lleberschreitungen des Etats, daneben auch große Minder- die Forderung schmachaft gemacht werden durch den Hinweis, daß Mehrbedarf von 634 Millionen für sich beanspruchen, wovon rund einnahmen bei den Verkehrsanstalten. An solchen Etats über dieser Palast nicht in der Potsdamerstraße gebaut werden soll. Jah 3 Millionen auf die Naturalverpflegung infolge erhöhter Fleisch- chreitungen im Jahre 1902 sind nicht weniger als begreife fchon, daß man sich nicht die verkehrsreichste Gegend gewählt preise fallen.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die leber- 19 millionen zu verzeichnen.( hört! hört! im Centrum.) hat, aber ich begreife nicht, daß man den teuersten Bauplatz im nahme der aus Ostafien zurückgeführten Geräte, Baraden, Angesichts dieser Thatsache darf man doch fragen, wozu es denn teuersten Viertel Berlins wählen will. Der Grund, daß die einzelnen Pferde usw. erfordert eine Million Mart. Das ist ein Posten, der sich überhaupt nügt, einen Etat aufzustellen und zu bewilligen, wenn Bureaus jetzt nicht zufammenliegen, zieht nicht mehr im Zeitalter nicht vermeiden ließ, denn die Sachen müssen übernommen werden. nachher ein jedes Ressort darauf los wirtschaftet, wie es ihm paßt. des Telegraphen und Telephons. Es wird darauf hingewiesen, daß Bei den einmaligen Ausgaben der Militärverwaltung wird die Ganz besonders ungeniert hat sich die Post- und Telegraphen das jezige Terrain des Marineamtes zum Verkauf frei werde. lleberschreitung nur wenig über 1 Million betragen. Weiterhin verwaltung gezeigt. Sie hat troß ihrer großen Mindereinnahmen Dahinter mache ich ein Fragezeichen. Ich kenne kein Reffort, das tommt als ein gewissermaßen selbstverständlicher Bosten der Mehr eine Etatsüberschreitung von rund 10 Millionen Mart verursacht. wieder herausgiebt, was es einmal hat.( Heiterkeit.) bedarf bei der Reichsschuld. Eine starke Anspannung des Schatz-( hört! hört!) Das Auswärtige Amt hat eine Etatsüber- Beim Etat des Reichsamtes des Innern sind 11 Millionen als von Diese Anspannung fchreitung über eine Million verwaltungscredits war nicht zu umgehen. Mart, rund erste Rate zur Beteiligung an der Weltausstellung in St. Louis cinwurde noch gesteigert durch die bekannte Thatsache, daß wir zur 600 000 für Porto und Telegramme. Das macht gesetzt. Sollen fünftig für alle ausländischen Ausstellungen Summen Durchführung der focialpolitischen Gesesgebung 100 Proz. des Etatansages.( Hört! hört!) Nun kann man von 3-4 Millionen ausgegeben werden? Infre Schuldenlast ist auf jehr hohe Zuschüsse haben leisten müssen. Gegenwärtig ja annehmen, das viele Telegraphieren hängt mit der Weltpolitik 2 Milliarden 814 Millionen Mark gestiegen. Da muß man doch betragen diese Zuschüsse nicht weniger als 130 Millionen Mart zusammen, insbesondere auch mit der oftasiatischen Expedition, allein endlich etwas die Bügel anlegen und bei Neuausgaben, namentlich Diese Summen müssen, wenn es geht, in Form von Schatz- auch da scheint es viel au weit zu gehen. Wenigstens giebt die bei Bauten, fragen, ob jie notwendig, ob fie dringend notwendig. anweisungen ihre Deckung finden, so lange wir nicht infolge von Zukunft" boshaft ein Beispiel dafür, was als Staatsdepefche gilt und ob sie unerläßlich notwendig sind.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Mehreinnahmen einen günstigeren Stand in der Reichskasse, haben, welche wichtigen Dinge telegraphiert werden. Seitens des Geschäfts- Bis jetzt haben wir noch nicht alles bewilligt, Herr Stollege Bebel! was in den letzten Jahren nicht mehr der Fall war und in den trägers in Beting, dem angezeigt war, daß ihm und seinen Beamten( Abg. Bebel ruft: Sie werden es doch bewilligen!) Das werden nächsten Jahren voraussichtlich ebenso wenig der Drben verliehen seien, wurde amtlich zurüdtelegraphiert:„ Erhalte wir später sehen.( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Das Fall sein wird. Für 1902 wird der Mehrbedarf an Schulden- foeben allerhöchstes Telegramm und beehre mich, gehorsamst zu Stapitel Remunerationen" bedarf ein..al einer gründlichen Unterinfen, an Schahzanweisungen auf 1 Millionen geschäßt. Die bitten, meinen allerunterthänigsten Dank für die mir und meinen fuchung. In socialpolitischer Beziehung ist kaum mehr zu entdecken Marine verwaltung wird in diesem Jahre, abgesehen Beamten zu teil gewordene hohe und ungewöhnliche Auszeichnung feiner als 4 Millionen für Arbeiter und Beamtenwohnungen. Die von der venezolanischen Blodade, cine Ueber- Majestät dem Kaiser und König hochgeneigteft au Fißen Tegen zu Buschußanleihe muß, wenn nicht ganz beseitigt, fo doch möglich schreitung der Gesamtfonds nicht aufweisen. wollen.( Heiterkeit links.) Sämtliche Mitglieder der Gesandtschaft herabgedrückt werden. Wie lange soll diese Bumpwirtschaft noch Was Benezuela anbetrifft, so hat die faiserliche Regierung fich schließen fich meinem unterthänigsten Dante für die kaiserliche An- fortgehen? Troydem ist jest, in der letzten Seffion dieser genötigt gesehen, infolge der unfreundlichen Haltung, die die Regie erkennung unfres Verhaltens in Zeiten ernster Gefahr an, und jeder Legislaturperiode, nicht die Beit für eine Reichs- Finanzreform, zus rung von Venezuela wohlbegründeten deutschen Ansprüchen entgegen von uns ist mit freudigem Stolz erfüllt, seinen Bosten halten und mal fich auch die Zolleinnahmen auf Grund der abzuschließenden setzte, im Berein mit England und Italien eine Blockade über die verteidigen zu können." Ob nicht vielleicht dieser Dant auch auf Handelsverträge noch nicht übersehen Taffen. Bei den Handelswichtigsten venezolanischen Häfen zu verhängen. Die Frage ist brieflichem Wege noch weiter gekommen wäre!( Sehr richtig! links.) Die verträgen wird die Slugheit unfrer Staatsmänner fich zu bewähren hierbei nicht außer acht gelaffen worden, ob es möglich sei, die Zukunft" bemerft weiter, daß die Wort Tage im Verkehr mit haben. Wir erwarten bestimmt, daß beim Abschluß von Handels Soften diefer Blockade, die selbstredend möglichst niedrig gehalten China 6. beträgt, das Telegramın hat also 500 M. ge- verträgen die Intereffen der Landwirtschaft( Aha! bei den Socialwerden, durch einen Nachtragsetat schon jetzt einzufordern. Es ist jedoch loftet.( Hört! hört! links.) Am nächsten Sonntag kam ein demokraten) entsprechend den Zusagen der Regierung gewahrt werden, von einer solchen Anforderung abgefehen worden. Soweit die bis jest Danktelegramm in ähnlichem Umfatge, das 186 m. gekostet sonst dürfte die Regierung auf ein ebenso schwieriges oder noch erwachsenen Kosten sich übersehen laffen, bedingen sie eine so wenig be- hat. Nun stellen ja diese Depeschen gewiß nicht die Hauptsache der schwierigeres Stück Arbeit stoßen wie beim Durchbringen des ZollSeutende Ueberschreitung des Etats, daß diese Kosten allein die Bor- Ausgaben dar. Allein wenn einmal so etwas einreißt, so ist es tarifs.( Unruhe und Gelächter bei den Socialdemokraten.) Sie( zu legung eines Nachtrags Etats nicht veranlassen können. Ob bei einer Zeit, daß man nach dem Rechten sieht, und besonders bei unfren den Socialdemokraten) können doch froh sein, Sie haben ja nichts Tangeren Dauer der Blockade größere to ft en ent- tatsverhältniffen gilt es, auch in solchen Dingen zu sparen.( Sehr vom Zolltarif wiffen wollen, dann bekommen Sie ja Bundes ſtehen werden, läßt sich gegenwärtig nicht voraus richtig! im Centrum.) Bei der Heeresverwaltung stoßen genossenschaft! Auf das feinmaschige und spinöse Gebiet unsrer a uswärtigen jagen. Es ist Ihnen ja bekannt, daß Verhandlungen aller Art wir auf eine Etatsüberfreitung von vier millionen zur Beilegung der Zwistigkeiten schieben, und die beteiligten Re- Mart, wovon eine Million auf Mehrkosten bei Manövern, Politit will ich nicht weiter eingeben. Es will mir nur gierungen find jetzt nicht in der Lage, zu sagen, wie viel Wochen, eine Million auf Mehrausgaben an Reisekosten und Tage- scheinen, als ob wir an Liebe ringsum nicht gewonnen Monate( Hört! hört! links) das weiß ich nicht die Blockade geldern kommen. Bo bleiben da die Richfichten auf den hätten, am allerwenigsten dort, wo wir uns andauernd die größte wird aufrecht erhalten werden müssen. Es ist wohl möglich, daß es vom Reichstag genehmigten Etat? Achulich steht es bei der Zurückhaltung auferlegt haben. Ich gestatte mir die Frage an sich nur um ein paar Tage handelt. Bei dieser Sachlage laffen sich Marineverwaltung, die ja gewohnt ist, aus dem Wellen zu schöpfen. den Reichskanzler, ob und wie weit er über den Stand der venezo die erwachsenden Kosten nicht einmal mit einer Spur von Sicherheit( Heiterkeit.) Das bringt ihr Beruf so mit sich. Um über zwei lanischen Angelegenheit Auskunft geben kann. Wir begrüßen die angeben. Aus diefem Grunde ist von der Vorlegung eines Rach- Millionen hat sie den Etat bei den ordentlichen Ausgaben über Erneuerung des Dreibundes. Aber in der Hauptsache sind wir doch trags- Etats abgesehen. fchritten. Die Porto- und Telegrammkosten sind um 75 Prozent auf uns selbst angewiesen, weshalb wir auch unsre schwere eiserne treten. An maß Doppelrüftung, fo erwünscht dies wäre, noch nicht erleichtern können. Bauern, den Ertverbstreibenden und den Kaufmann. Es ist wohl, daß der Kaiser in seinem Telegramm mur persönliche Empfindungen Umsomehr wünschen wir eine menschenwürdige Behandlung für unsre Pflicht des Bundesrats, zur Verwirklichung dieses Wortes noch hat aussprechen wollen. Herr Schädler hat mit einem großen AufSöhne in Waffen. Vielleicht giebt uns der Kriegsminister Auskunft in dieser Session mit einem Entwurf an den Reichstag zu kommen, wand von Dialektik nachzuweisen gesucht, daß der bayrischen Kammer über den abscheulichen Rendsburger Fall, der in diesen an diesen Reichstag für den folgenden. Den Herren, die etwa auf antitünstlerische Interessen ferngelegen haben, daß aber der Argwohn Tagen durch die Presse ging. An unfren Kolonien er der Suche nach einer Wahlparole find, zumal da jezt vielfach die solcher Motive nahe lag, wird er selbst nicht bestreiten können. leben wir auch wenig Freude. Die in unfren Südsee- Nede ist von Champagner und Bouillon, möchte ich sagen, Weiterhin wußte auch der Prinzregent sehr wohl, daß dem Kaiser kolonien vorgekommenen Grausamkeiten sind besonders zu bedauern. daß das Centrum für eine enderung oder jede absichtliche Einmischung in die parlamentarischen AngelegenDer Assessorismus führt in den Kolonien nicht zum Ziel. Beschneidung des bestehenden allgemeinen, heiten eines Bundesstaates ferngelegen hat. Vor allent Auch in Deutschland ist mancherlei zu beklagen. Meine Freunde gleichen, geheimen und direkten Reichstags- wußte er, daß es dem Kaiser nicht eingefallen ist, den stehen rückhaltslos auf dem Boden der Reichsverfassung und geben Wahlrechts nicht zu haben ist.( Lebhaftes Bravo! im Centrum!) Rechten eines Bundesfürsten oder eines Bundesstaates zu nahe zu trotz der härtesten Geduldsproben dem Kaiser, was des Kaisers ist. Weiter verlangen wir Beseitigung aller Privilegien Bon den unifikatorischen Tendenzen, von denen Herr Schädler geWir find ferne von Reichsverdrossenheit. Nichtsdestoweniger dämpfen für das Duell und den Ausbau der Socialpolitit. fprochen hat, wüßte ich nicht, wo sie eriſtieren sollten. manche Vorkommnisse die Freude am Reich und rufen Besorgnisse Wir erwarten, daß das Kinderschuß- Gesez und der Ent- gebender Stelle egiftieren sie nicht. Der Kaiser ist davon durchbor imperialistischen und militaristischen Strömungen wurf betreffend kaufmännische Schiedsgerite brungen, daß die gedeihliche Entwicklung des Reiches auf vertrauenswach, wobei man nicht einmal an Lippe oder Braunschweig zu noch in dieser Session verabschiedet wird. Die Krankenkassengefeß- vollen Beziehungen zwischen den Bundesfürsten und auf der denken braucht.( Zuruf des Abg. Heine.) Reden Sie doch so laut, Novelle wird hoffentlich endlich die Ausdehnung der Unterstügungs- Achtung vor dem Rechte jedes Bundesstaates und jedes Bundesdaß ich es verstehen kann.( Abg. Heine: Ich bin sehr gespannt dauer auf 26 Wochen bringen. Für die Witwen- und Waisenversorgung fürsten beruht. Die sorgfame Pflege der föderativen Grundlagen darauf, was Sie jest sagen werden.) Darauf können Sie ja warten. muß zuverlässiges statistisches Material besorgt und auch das des Reiches ist ein conditio viae qua non für die deutsche Ihre Spannung wird gleich ausgelöst werden.( Heiterfeit.) Die schwierige Problem der Arbeitslosen Versicherung muß Entwicklung. Das wird an feiner Stelle vergessen. Diesen bundesSwinemünder Kaiserdepesche hat besonders in meiner der Lösung näher gebracht werden. Immer noch harren weiter die staatlichen Charakter des Reichs, die Reichsverfassung, den Reichsbayrischen Heimat arge Verstimmung hervorgerufen. Wundern Sie Berufsvereine der rechtlichen Anerkennung, das Koalitionsrecht der gedanken, dessen feste Grundlage die Reichsverfassung ist, vor jeder fich darüber, Herr Kollege Heine?( Heiterkeit.) Am 10. August Arbeiter ist noch allen möglichen Verationen ausgesetzt. Gewiß sind Trübung zu wahren, ist unser aller Pflicht, das ist die Pflicht des erging von Swinemünde an den Prinzregenten von Bayern eine auch die Arbeiter sich klar darüber, daß alle diese Fragen nicht Staisers, wie es die Pflicht der deutschen Fürsten; das ist meine wie Mitteilung des Kaisers, worin er seine tiefste Empörung über die mit einem Schlage gelöst werden können, aber Ihre Pflicht! Darum kann ich nur meinem tiefen Bedauern Ausdruck Ablehnung einer für Kunstzwede geforderten Summe aussprach, das Mißtrauen muß besiegt und zerstreut werden, das geben über die Art und Weise, wie Dr. Schädler diesen Vorgang diese Verweigerung als eine schnöde Undankbarkeit gegen das sich dumpf über weite Massen der Arbeiter lagert. Wir behandelt hat. Ich kann nur die Hoffnung aussprechen, daß dieser Haus Wittelsbach bezeichnete und dem Prinzregenten die ab- fordern freiheitliche Bewegung der Kirche und Be- Vorgang von allen Seiten so richtig und objektiv und so würdig gelehnte Summe zur Verfügung stellte. Der Brinzregent ſeitigung der böfen Erinnerungen aus einer bösen Zeit, der noch übrig aufgefaßt werden möge, von seinem kompetentesten Luitpold dankte für das Anerbieten, teilte aber mit, daß ein bayrischer gebliebenen Reste einer sogenannten Kulturkampfgesetzgebung.( Beifall Beurteiler, dem Prinzregenten, aufgefaßt worden ist. Ich hoffe, Reichsrat die Summe bereits zur Verfügung gestellt habe. Im im Centrum.) Erfreulich war das Entgegenkommen der Ne day alles unterlassen werden möge, was im Auslande bayrischen Kultus- Etat wurden gefordert: Zur Förderung der Kunst" gierungen gegenüber unsrem Toleranzantrng. Mögen auch unsre Zweifel erregen könnte an der Geschlossenheit der deutschen 60 000 m. und Zur Erwerbung ausgezeichneter Kunstwerke, ins- heutigen Wünsche bei den verbündeten Regierungen eine freundliche Nation, an der Hingebung an die Kaiseridee, die befondere für Kunstsammlungen des Staates" 100 000 M. Die Aufnahme finden! Sie wollen das Vaterland groß und start deutschen Volte weit mehr ist, als der bloße formale Begriff, den 60 000 M. find bewilligt, die 100 000 M. von der Mehrheit der machen, Vaterlandsbegeisterung und religiöse Toleranz( Lachen bei Dr. Schädler nach Professor Laband hat konstruieren wollen. Diese Abgeordnetenkammer abgelehnt worden, und zwar aus politischen den Socialdemokraten) fördern. Das ist die beste Heimatspolitik. Kaiseridee repäsentiert in sich die teuersten Erinnerungen des Gründen.( hört! hört! links.) Die Majorität der Kammer Dann mag von seinem sicheren Port aus der deutsche Adler sich deutschen Volkes, und darum erfordert unser Ansehen nach außen, wollte dadurch protestieren gegen die Schwächlichkeit und auch ruhig zur Weltpolitik wenden und schützend seine Schwingen diese deutsche Kaiseridee vor jeder Antaftung zu bewahren!( Lebh Baghaftigkeit, die das bayrische Stultusministerium gegenüber einer ausbreiten vom Fels zum Meer und über das Meer hin.( Lebhafter Beifall rechts und bei den Nationalliberalen.) ungehörigen Protesterklärung des Senates der Universität Würzburg Beifall im Centrum.) Abg. Graf Stolberg- Wernigerode( kons.): zur Schau trug. Die Kanummer strich die 100 000 W, und einige andre Positionen, Reichstanzler Graf Bülow: um ihrem Mangel Zunächst teile ich den von verschiedenen Seiten ausgesprochenen an Vertrauen zum " Summe dem Ministerium Ausdruck zu geben. Auf weitere hier hinein- Ich hatte nicht die Absicht, schon jetzt in die Debatte einzu- Wunsch. daß die Interessen der Landwirtschaft bei den einzufünftigen spielende innerbayrische Verhältnisse will ich nicht eingehen. greifen, werde aber dazu genötigt durch die Art und Weise, wie der fünftigen Bertragsverhandlungen voll gewahrt werden. Zweitens Bei der Lage der Etatsberatung fehlte die Möglichkeit, den Abstrich Borredner das Telegramm zur Sprache gebracht hat, das Se. Majestät der schließe ich mich der Kritik des Abg. Schädler an den Etatsauf einem andren Gebiet zu machen. Es handelte sich nicht um die Kaiser vor fünf Monaten an Se. fönigl. Hoheit den Prinzregenten von hat das erlaubte Maß und machen das Etatsrecht überschreitungen an. Sie überschreiten in der Dokumentierung der Feindschaft gegen die Stunft überhaupt oder eine Bayern gerichtet hat. Abg. Schädler hat die Frage aufgeworfen, ob des Hauses illusorisch. Kunstrichtung insbesondere. Die Spize richtete sich nicht gegen den und inwieweit ich für das Telegramm die Verantwortung überDie Neigung des Reichstags zu Regenten des Königreichs Bayern, sondern gegen das Ministerium. nehme. Nach unserer Verfassung, die uns alle bindet, bin ich ver- Herrn Abg. Schädler, die lleberschreitungen nicht mehr der RechnungsReubewilligungen wird dadurch nicht erhöht. Der Vorschlag des Es handelte sich nicht um eine persönliche Forderung des Regenten, antwortlich für diejenigen faiserlichen Entschließungen, die zu ihrer fommiffion, sondern der Budgetkommission zu überweisen, ist nur fondern um eine Position des Etats.( Abg. v. Vollmar ruft: Gültigkeit der Gegenzeichnung des Reichskanzlers bedürfen. Das verstehen Sie ja nicht! Große Heiterkeit.) Wie in Artikel 17 der Reichsverfassung bestimmt, daß Anordnungen dann durchführbar, wenn die Budgetkommission in der Etatberatung der Ablehnung des Mittellandkanals keine persönliche Kränkung und Verfügungen des Kaisers der Gegenzeichnung des entlastet wird. Redner geht nun auf die Einzelheiten des Etats ein. Es erscheint nicht ganz unbedenklich, eine fo erdes Königs von Preußen erblickt werden kann, so lag hier feine Reichstanzlers bedürfen, der dadurch die Verantwortlich erscheint nicht ganz unbedenklich, eine fo erKränkung des Regenten vor. Es ist auch vom Regenten nicht so keit für dieselben übernimmt. für die Weltausstellung in Diese Gegenzeichnung und die hebliche Diese Weltausstellungen aufgefaßt worden. Um so auffallender ist es, daß ein dadurch begründete Verantwortlichkeit erftredt sich also St. Louis zu bewilligen. nur außerbayrischer Monarch barob in tiefste Entrüstung auf Anordnungen und Verfügungen des Kaisers, also nur auf weder mit Ja, noch mit Rein festlegen. Der Militär- Etat ist sehr häufen sich in letzter Zeit zu ſehr. Doch will ich meine Freunde gerät. Es liegt hier eine seltsame Verkennung der folche Handlungen, die in unmittelbarer Ausübung der ganzen Sachlage vor, die nur auf falscher Information be- dem Kaiser zustehenden Regierungsrechte vor sich gehen, dagegen für die 180 Oberstlieutenants erscheint mir durchaus ansparsam bemessen. Die Forderung einer Gehaltserhöhung ruhen kann. Auch bei andren Fragen von größerer Be- nicht auf persönliche Kundgebungen( Unruhe im Centrum), felbst deutung scheinen solche falschen Informationen gegeben worden zu sein. wenn solche Kundgebungen programmatischer Natur find.( Sehr einer Anomalie, um den Ausgleich einer Ungerechtigkeit. Ein neues Gegemessen; wir stimmen ihr zu, denn es handelt sich um die Beseitigung Die Depesche giebt weiter der Empörung Ausdruck über die richtig! rechts.) Dementsprechend ist auch der bekannte Erlaz des bände für das Reichs- Marine- Amt ist dringend erforderlich; vielleicht schnöde Undankbarkeit gegen das Haus Wittelsbach. Die Majorität Kaisers Friedrich vom März 1888, in dem der verewigte Monarch die der bayrischen Klammer hat aber von dem ihr unbestritten zu Grundfäße darlegte, nach denen er seine Regierung einzurichten finden wir aber ein billigeres Terrain für das Gebäude. Die stehenden Recht Gebrauch gemacht, eine Position zu verweigern. wünschte, von keinem Minister gegengezeichnet worden. Ebenso find Schaffung neuer Assistentenstellen im Telegraphendienste beruht ( Sehr richtig! im Centrum.) Das soll schnöder Undank sein? die Erlasse unfres jezigen Kaisers vom Februar 1890 über die Ord- auf einem Wunsche des Hauses. Bei dem Etat der ReichsDann wäre ja die Volksvertretung nur dazu da, alles zu be- mung der Arbeiterverhältnisse gleichfalls von keinem Minister und Schienen im Hinblick auf die gesunkenen Materialpreise Eisenbahnverwaltung lassen sich vielleicht die Ansätze für Kohlen willigen! Geld bewilligen, Geld verweigern ist aber das kontrafigniert worden. Darüber würde im Plenum eingehender zu verWachtmittel des Parlamentarismus, das einzige vielleicht, wo- Jenseits dieser von der Verfassung gezogenen Schranken herabsetzen. mit dem Herrscher nahegelegt werden kann, daß die Minister beginnt das weite Gebiet, wo nicht mehr die formale Verantwort des Etats; aber die Manipulationen, die hierzu notwendig handeln sein. Im Borjahre gelang uns die Bilanzierung das Vertrauen eines Teiles des Volkes verscherzt haben. Die lichkeit des Reichskanzlers Play greift, sondern ich möchte sagen: bayrische Kammer war in ihrem guten Recht! Die Depesche setzt an die Imponderabilien der Tradition, des Tattes, Stelle des verfassungsmäßigen Zusammenwirtens von Regierung der Gewissenhaftigkeit, der moralischen Ber und Boltsvertretung das in einem fonftitutionellen Staate verantwortlichkeit. Welche Folgerungen ergeben sich nun faffungswidrige: Regis voluntas suprema lex esto. aus diefer moralischen Verantwortlichkeit des Reichskanzlers Dazu kommt, daß die Depesche fich nicht gegen die Volksvertretung gegenüber den persönlichen Kundgebungen des Kaisers? Bundesstaates richtet. Jahre werden wir so nicht weiter kommen. waren, fahen einer Verschleierung nicht ganz unähnlich. In diesem Es hätte ja seinen Vorzug, wenn wir das ganze Deficit auf die Matrikularwürden. beiträge abwälzen Das würde größere Kelardie heit schaffen, Regierung Sparsamkeit zur äußersten des eignen Landes, sondern eines andern souveränen Reichsgesetzlich ist diese moralische Verantwortlichkeit weder zwingen und sie veranlassen, den neuen Zolltarif möglichst bald in treten zu lassen. Ich sage das letztere ausdrücklich, Ueber den weiteren Saz der Depesche: ausgedrückt noch umschrieben. Sie folgt aber meines Er Straft hat, daß " Bugleich bitte ich Dich, die Summe, welche Du benötigst, achtens aus der Natur der kanzlerischen Institution. Ich nehme gar weil der Schatzsekretär die Möglichkeit angedeutet der Bolltarif erst nach einigen Jahren in Wirksamkeit Dir zur Verfügung stellen zu dürfen", möchte ich ein Wort feinen Anstand, hier und vor dem Lande zu sagen, daß ein ge- treten fönnte. Aber die Abwälzung des Deficits auf nicht verlieren. Ich weise die Deutung vollständig ab, daß dies wissenhafter, ein sich seiner moralischen Verantwortlichkeit etwa die Sprache des Großalmoseniers ist. Ich halte vielmehr dafür, bewußter Reichskanzler nicht würde im Amte bleiben können, die Matrikularbeiträge hat doch seine großen Bedenken. Eine Erdaß diese 100 000 die praktische Bethätigung der aus freundschaft- wenn er nicht Dinge verhindern könnte, die nach seinem pflicht- höhung der Beiträge wäre vor allem für die Etats der kleinen In dieser Beziehung lichen Gefühlen hervorgegangenen lodernden Entrüstung waren. mäßigen Ermessen das Wohl des Reiches wirklich und dauernd thüringischen Staaten äußerst bedenklich. Wir müssen uns vor Tem Absender der Tepesche war es aber entgangen, daß ein Privater schädigen würden. Andrerseits muß aber auch über die will ich meine Freunde noch festlegen. die 100 000 Mark schon zur Verfügung gestellt hatte. Anders und Schrauten der Verfassung hinaus dem Kaiser wie jedem zu großem Pessimismus hüten. Es scheint so, als sollten für die schärfer müssen wir die Veröffentlichung der Depesche verurteilen, Staatsbürger ein weites Maß der persönlichen Initiative zu- deutsche Wirtschaft wieder bessere Tage fommen. Den tiefsten Punkt da zwischen der Absendung und der Veröffentlichung mehrere ftehen. Wie jeder Staatsbürger tann auch der Staiser von dem Rechte haben wir wohl überschritten. Wenn die Regierungen den Zolltarif schnell Tage liegen, während welcher der Absender über die wahre Sach- Gebrauch machen, eine Meinung öffentlich zu äußern. Das in Straft treten lassen, so werden sich unsre wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse rasch bessern. Das Reich Tage aufgeklärt sein konnte und mußte.( Sehr wahr im Centrum.) Recht der freien Meinungsäußerung werden So sehr es uns erfreut ich rede hier besonders für die bayrischen Sie auch dem Kaiser nicht verweigern wollen. höhere Einnahmen haben und Landwirtschaft und Industrie der Tarif auf mehrere Jahre Mitglieder des Centrums, daß der föniglich bayrische Reichsverweser Wenn der Staifer seiner kräftigen Natur entsprechend feine Meinung verschoben werden, dann weiß ich nicht, was werden in seiner Antwort jede Erwiderung auf die Ausbrücke der Entrüftung hier und da fräftig zum Ausdruck bringt, so fann ihm das doch Diese Art, wie sie jetzt gebräuchlich ist, Zuschußanleihen aufzunehmen, und Empörung vermieden hat, wir als Mitglieder des Parlaments gerade Herr Dr. Schädler am allerwenigsten vorwerfen, der weder ist auf die Dauer unerträglich. Ich bitte Sie, der Budgetkommission erheben Protest gegen diefelben, weil sie mit dem föderativen heute noch in Tuntenhausen a.s ein Leifetreter fich gezeigt hat. Der auf die Dauer unerträglich. Ich bitte Sie, der Budgetkommiſſion nicht zu viel Kapitel zu überweisen, damit sie gründlich arbeiten Charakter des Reiches unvereinbar find.( Sehr richtig! in Centrum.) Gedanke, den Kaiser in der Freiheit seiner Meinungsäußerung zu kann.( Bravo! rechts.) seine persönlichen Kundgebungen an 17 19 es übernehmen zu würden Sollte gewinnen. Hierauf vertagt sich das Haus. Persönlich bemerkt würde foll. Abg. Schädler( C.): Er wisse nicht, wodurch er sich die persönlichen Vorwürfe des Reichskanzlers zugezogen habe. Er habe ich auf den Staatsrechts- Lehrer Laband bezogen, den der Reich stanzler zunächst widerlegen müsse, bevor er gegen ihn versönliche Vorwürfe erhebe.( Bravo! im Centrum.) Nächste Sigung: Dienstag i Uhr. Fortsetzung der Etatsberatung. Schluß 6 Uhr. Abgeordnetenbaus. Bundes und nicht die Souveränität des Reiches bei, es ist, wie die Gegenzeichnung des Reichskanzlers gebunden sein sollen, Laband sich ausdrückt, nur der Namen, unter welchem die Präsidial- liegt unsrer Verfassung vollständig fern. Ich werde Zu den Rechten des deutschen aber niemals ablehnen, die Verantwortung rechte ausgeübt werden. Kaisers diesen Titel führt er, nicht Kaiser von für die Rückwirkung, welche solche Kundgebungen haben Deutschland gehört nicht das Recht der Kontrolle tönnen auf den ganzen Gang der Politik, denn ich bin über die innerpolitische Thätigkeit eines gesetzgebenden Faktors gegenüber dem Bundesrat und diesem hohen Hause ber( Sehr richtig! links) eines Bundesstaates, noch viel weniger antwortlich für eine eine Führung der Geschäfte, die weder das Recht der Rüge der Rüge über dieselbe. Eine Zeitung schrieb den äußeren noch den inneren Frieden des Reiches gefährdet. mit Recht: Indem Wilhelm II. ant einem Beschlusse Es handelt sich im vorliegenden Falle um einen persönlichen der Kammer eines Bundesstaates so scharfe Kritik übt, Meinungsaustausch zwischen zwei Souveränen, der nicht den Charakter stellt er feine Person in einer Weise, die schon eines Staatsaftes trägt. Darum bin ich nicht in der Lage gewesen, öfter gerade im Interesse des monarchischen Princips als die Informationen über die Vorgänge selbst zu geben, aus denen nicht ungefährlich bezeichnet werden mußte, mitten der Depeschenwechsel hervorgegangen ist. Das fönnen Sie auch hinein in den Kampf der politischen Parteien." daraus ersehen, daß, wie das Telegramm des Kaisers nur mit dem 8. Sigung Montag, 19. Januar. 11 hr. Vor einiger Zeit hat ein süddeutsches Blatt, das uns nicht Namen des Kaisers unterzeichnet war, so auch die Antwort des Am Ministertisch: Ministerpräsident Graf v. Bülow, Frhr. nahesteht, geschrieben:" Der Kaiser ist der bestgehaßtest e Brinzregenten nicht den Zufas Prinzregent" trug, sondern nur v. Rheinbaben, Schönstedt, Frhr. v. Hammerstein, Studt, Möller, mann. Das ist durchaus unrichtig. Auch im Süden wird an- Prinz von Bayern". An diesem persönlichen Charakter des v. Podbielski, Budde. erkannt die hochgemutete Gesinnung und die raftlose Thätigkeit, die Depeschenwechsels ist auch durch seine Veröffentlichung nichts ge- In der Hofloge ist Prinz Heinrich v. Preußen mit seinem Energie des Kaijers, wie feine Sorge für Wohl und Wehe des Neiches. ändert worden. Das„ Wolffsche Telegraphen- Bureau" ist keine Sohne dem Prinzen Waldemar erschienen und wird vom Die Herzen find ihm zugethan tros manches Plöglichen und Ueber- staatliche Einrichtung," Wolffs Telegraphen- Bureau" untersteht keiner Bräsidenten v. rocher begrüßt. raschenden. Um dies sich steigernde Gefühl zu erhalten und zu Regierungsstelle, die Anweisung zur Veröffentlichung war nicht Auf der Tagesordnung steht die er ste Lesung des Etats. stärken, und da, wie es scheint, berufene Berater nicht immer zur gegengezeichnet, sie war fein Regierungsatt. Wolffs Telegraphen Stelle sind, welche mit Freimut hinweisen auf die Wirkung solcher bureau bringt alle Vorgänge, welche öffentlich interessieren. Abg. Frisen( C.) über die Bedeutung einer bloß persönlichen Meinungsäußerung tveit Veröffentlichung des Depeschenwechsels ist nicht im „ Reichs- Bei der Rede des Finanzministers habe ich mich darüber gehinausgehenden Enunziationen, halten wir es für unfre Pflicht, Anzeiger" erfolgt, weil es fich, wie gesagt, um persönliche Kund- wundert, daß er mit feinem Wort auf die Kämpfe des infre Stimme zu erheben. Gewiß, wir haben ein einiges Deutsches gebungen handelte. Die Frage, wie die Veröffentlichung Reichstags um den Bolltarif eingegangen ist. Wir Reich, alle Boltsstämme stehen ohne Rückhalt auf diesem Boden. u stan de tam, ist hier nicht entscheidend. Worauf es haben dem Zolltarif zugestimmt, weil wir das Erreichbare nehmen Die 31 Jahre Geschichte find nicht spurlos vorübergegangen. Mit allein ankommt, ist, ob durch dies Telegramm die Beziehungen mußten. Die krisis in der Industrie ist noch nicht gehoben vollem Recht verlangen wir aber auch stritte Einhaltung zwischen dem Absender und dem Empfänger, zwischen Preußen und niemand glaubt auch, daß sie sehr raich vorüberder Reichsverfassung unter forgfältigster Berüd- und Bayern wirklich so getrübt worden sind, wie Dr. Schädler be- gehen wird. Diese Strifis zieht große Streise in Mitleidenschaft. sichtigung der Eigenart der einzelnen Bundesstaaten. hauptet. Darauf erividere ich: Daß von einer solchen Trübung keine Bir haben eine große Ueberproduktion im letzten Jahre gehabt. Die unmittelbare Nähe der Wahl veranlaßt uns, zwei Forderungen be- Rede gewefen ist. Der Prinzregent von Bayern hat das Telegramm Auch die inländische Staufkraft hat abgenommen. sonders zu betonen; einmal die Sicherung des Wahlgeheimnisses und dann feines faiserlichen Freundes nicht misverstanden. Wie wenig er es Der Etat fieht einen Anleihebedarf von 270 Millionen Mark vor, die Einführung von Diäten. Besonders in letzter Beziehung war mißverstanden hat, können Sie schon daraus entnehmen, daß dieser eine zweite Anleihe ist zu erwarten. In diesem Jahre werden wir es notwendig, daß wir vor Eintritt der nächsten Wahlen Klarheit hohe Herr vier Wochen nach dem Empfange des Telegramms noch bei den Eisenbahnen nicht mit demjenigen Ueberschuß rechnen haben.( Buruf bei den Socialdemokraten: 3ft ja ganz flar!), Sie den Prinzen Ludwig von Bayern, der sich zum Manöver nach Posen können, den wir in den letzten Jahren gehabt haben. Auch hier meinen, es giebt teine.( Heiterfeit.) Es muß Diäten geben, begab, beauftragte, bem Kaiser mündlich seinen Dank für das wird der Anleihebedarf erhöht werden milffen. Dennoch sind die wenn nicht alles ins Stoden geraten soll oder in Telegramm zu wiederholen.( Unruhe im Centrum.) Ich finanziellen Verhältnisse Preußens besser als die des Reiches. Das Abhängigkeit vom Herrn Kollegen Singer. Die Forderung der zweifle nicht an dem bayrischen Patriotismus des Herrn Dr. Schädler. Reich hat mit unsicheren, Preußen mit sicheren Einnahmen zu rechnen. Kaiserrede vom einfachen, schlichten Mann aus der Werkstatt hat zur Aber wo es sich um die Würde und die Selbständigkeit von Bayern handelt, Nur zwei schwankende Momente beunruhigen die Finanzen Boraussetzung die Einführung von Diäten.( Sehr richtig! im Centrum.) ist doch seine tgl. Hoheit der Prinzregent von Bayern zuständiger Breußens: die Eisenbahnen und die außeretatsmäßigen MatrikularUnd zwar nicht bloß für den Arbeiter, sondern auch für die als Herr Schädler.( Oho! im Centrum.) Der Prinzregent wußte sehr beiträge. Ich würde es begrüßen, wenn man diese boeien könnte, Die tehenden handelsvertragsbergun briben beboye daß ein stetes Landwirtschaft enthält. Die Regierung wird bei den bevor- vorlage ist rein wirtschaftlicher, nicht politischer Natur. ruhe rechts.) Die Beamten werden zu Maschinen herab gewürdigt.( Zustimmung im Centrum und links. Unruhe rechts.) Wir bedauern, daß uns kein Schulgeset vorgelegt ist und hoffen, daß ein solches wenigstens zu Beginn der nächsten Legislaturperiode erscheint. Auch bezüglich der Krankenpflege ist die Regierung unsern Wünschen nicht entgegengekommen. Auch die Schulpolitik, die von der Regierung in Oberschlesien betrieben wird, bekämpfen wir.( Lebhafter Beifall im Centrum.) Ministerpräsident Graf v. Bülow: vielleicht dadurch, daß man die außeretatsmäßigen Matrikular-| Ich bin der Ansicht, daß die Regierung die Verträge hätte fündigen fräte ihre politische Agitation noch immer fort. Es ist das neuer beiträge aus den Eisenbahn- Einnahmen zahlt. Der augenblickliche müssen.( Beifall rechts.) dings erst in Rastenburg- Gerdauen und in Landshut geschehen. Wann Zeitpunkt ist der ungünstigste zur Vornahme einer Finanzreform. Ministerpräsident Graf v. Bülow: Herr Frißen hat vorhin eine werden die Behörden endlich allen Parteien neutral gegenüberstehen? Die Vermehrung der Richterstellen um 10 Broz. ist Barallele gezogen zwischen den Verhältnissen der Ost- und Westmark. Das Gegenstück dazu bildet die Richtbestätigung liberaler zu begrüßen, wenn auch immerhin noch ungenügend. Für die Für Ich muß ihm widersprechen, wenn er sagte, daß das Residenzschloß Männer in den Kommunalverwaltungen. Da drängt forge- Erziehung sind 1,7 Millionen Mark gefordert; dies Institut hat in Straßburg von keinem Vorteil gewesen wäre. Ich weiß, daß sich auch die Frage auf, ob es nicht zweckmäßig sei, das Bestätigungssich gut bewährt, namentlich die Bestimmung, daß die Böglinge gerade das Schloß in Straßburg und die dadurch bewirkte häufigere recht zu beschränken. In Baden werden die Bürgermeister auch ohne möglichst in konfessionellen Schulen untergebracht sein sollen.( Beifall Anwesenheit des Kaisers das Band zwischen Kaiser und Elsaß- Bestätigung gewählt und Baden ist noch nicht eingestürzt. Das im Centrum.) Lothringen fester geknüpft hat und zur Verschmelzung zwischen den liberale Bürgertum will keine Bevorzugung, aber gleiches Recht. Was den Bau eines Residenzschlosses in Posen Reichslanden und dem Deutschen Reich wesentlich beigetragen hat. Es will seinen Platz an der Sonne.( Lebhafter Beifall links.) betrifft, so glaube ich nicht, daß meine Freunde die hier= Nun zu einem andren vom Grafen Limburg erwähnten Punkt. Abg. Frhr. v. Žeblitz( frk.): Die Regierung hat sehr recht für erforderliche Summe bewilligen. Das Schloß Sie kennen die Gründe, aus denen heraus die königliche Staats- daran gethan, daß sie in der Thronrebe die Kanalvorlage soll ein Beweis dafür sein, daß die Lande unlöslich mit Preußen regierung es ablehnen muß, hier auf Materien einzugehen, die nicht nicht erwähnt hat. Der gegenwärtige Moment wäre für die verbunden sind. Zu diesem Zwecke ist der Bau eines Schlosses vor das Forum dieses Hauses gehören. Eines muß ich aber gegen Wiedereinbringung der ungünstigste gewesen, da die Schiff- rtsnicht erforderlich. Wir haben die Polenpolitik der Regierung über den Ausführungen des Grafen Limburg- Stirum betonen: Bei verhältnisse, wie überhaupt die wirtschaftlichen Verhältnisse zurudvon vornherein bekämpft. Besonders zur Verbesserung der Lage der Aufstellung des Zolltarifs bestand die Absicht, der Land- gehen.( Beifall rechts.) So ist ein Konflikt vermieden der Beamten und Lehrer werden Zulagen gefordert. Die Zulage wirtschaft soweit als möglich zu helfen. Die Kgl. Staatsregierung worden.( Erneutes Bravo! rechts.) Wenn sie später einmal wieder foll bei trener Pflichterfüllung widerruflich gewährt werden. Das ist fest davon überzeugt, daß der Zolltarif erhebliche Vorteile für die fommt, wird auch eine Verständigung möglich sein. Die KanalDamoflesimwert über den Beamten webt, thus Die Reichsfinanzen üben ja einen entscheidenden Einfluß auf nur mit Worten, sondern auch mit der That bestrebt unfre Etats aus, aber der Bundesrat kann nicht so mit Abstrichen sein, die Interessen der Landwirtschaft gewissen vorgehen, wie unser Ministerium. Wenn über die Steigerung der haft wahrzunehmen.( Bravo!) nationalen Lasten geklagt wird, so möchte ich doch auf die erhebliche Abg. Nölle( natl.): Die nationalliberale Partei im Lande Hat Serabjezung der Zuckersteuer hinweisen. Die Ausgaben der im großen und ganzen die Haltung der nationalliberalen Reichstags- Eisenbahnverwaltung müssen sich nach den Bedürfnissen des Verkehrs, fraktion gebilligt. Der Zolltarif stellt einen billigen Ausgleich nicht nach der Finanzlage richten. Daß der neue Minister diesem Grunddar. Für die Landwirtschaft ist das Mögliche erreicht worden. Meine fatz huldigt, ist erfreulich. Der 3olltarif ist ein Fortschritt, Partei hat sich durch ihr geschlossenes und entschlossenes Auftreten wenn auch nicht alle Wünsche der Landwirtschaft erfüllt sind. Dieser im Reichstage um das Wohl des Vaterlandes verdient gemacht.( Beifall Schutz wird hoffentlich bei den neuen Handelsverträgen nicht außer bei den Nationalliberalen.) Was den preußischen Etat anlangt, so Acht gelassen. Die polizeilichen Mißgriffe sind unerfreulich. Auf die Es ist jetzt gerade ein Jahr vergangen, daß ich in diesem Hause ist das werbende Vermögen wieder vermehrt. Von einem wirklichen Nichtbestätigung des Stadtrats Richter in Halle will ich nicht eindie Ziele darlegte, welche wir in unfren gemischt- sprachlichen Pro- Deficit fann man kaum reden. Der Finanzminister war zu gehen. An eine Beschränkung des Bestätigungsvinzen verfolgen. Ich habe damals schon darauf hingewiesen, daß pessimistisch. Der einzige dunkle Punkt ist das Verhältnis rechts ist jetzt, wo die Socialdemokratie in die unser Bestreben auf eine planmäßige wirtschaftliche und kulturelle zum Reich. Hier müßte endlich eine reinliche Scheidung Blaz städtische Verwaltung eindringt und der bürgerliche Liberalismus Hebung unsrer östlichen Provinzen gerichtet ist. Als Mittel zu greifen, aber das Centrum versagt hier. Die Schätzung der Ein- ihr gegenüber eine große Schwäche zeigt, nicht zu denken. In diesem Zweck bezeichnete ich in jener Rede die Fortießung nahmen ist eine sehr vorsichtige. Die erste Rate für den Eisenbahn- Trakehnen scheint mir weder die Gestütsverwaltung, noch die einer zielbewußten Besiedelungspolitik, die Er- Ausgleichsfonds wollen wir gern bewilligen. Der Finanzminister Schulverwaltung, noch die Schulaufsicht ihre Pflicht in vollemt haltung und Stärkung des deutschen Groß- und Kleingrundbefizes, hat die Eisenbahn als Schmerzenskind bezeichnet, er hätte gewiß Umfange gethan zu haben, sonst hätten nicht Zustände einreißent die Hebung und Schaffung eines kräftigen Mittelstandes, die gerne mehr solcher Schmerzenslinder. Sie hat sich mit 6 Broz. verzinst, fönnen, die dem preußischen Volksschulwesen nicht zur Ehre gereichen. Besserstellung unsrer Beamten und Lehrer durch Gewährung ist also ein wahrer Musterfnabe.( Heiterkeit.) Die Einnahmen aus Im Gegensatz zum Abg. Wiemer zolle ich der Regierung für ihre von Prämien, Gehaltszulagen 2c. Dieses Programm hat die der Lotterie sollten an das Reich abgetreten werden. Wer 3% ohne Politik Dank. Beim Zollkampf gab es, soweit Mehrheit und ReZustimmung der Mehrheit des Hauses gefunden. Ich halte es für Strupel schluckt, kann auch die übrigen/ noch schlucken.( Große gierung in Betracht kommen, weder Sieger noch Besiegte. Alle meine Pflicht, auf dem bisher beschrittenen Wege Heiterkeit.) Den Erlaß des Ministers an die Gendarmerie billigen wir. bürgerlichen Parteien sollten sich in gemeinsamer Front gegen die weiterzugehen, als ich die Ostmarkenfrage für die wichtigste Den Unterstaatssekretär für das Bauvesen werden wir wohl be Socialdemokratie zusammenschließen.( Lebhafter Beifall rechts.) Frage unsrer inneren preußischen Politik halte.( Bravo! rechts und willigen. Heber furz oder lang werden wir in einem je Ib= Abg. Ehlers( fri. Vg.): Mit der Etatskritik durch die bisherigen bei den Nationalliberalen.) Ich bin dem Landtage besonders dank- ständigen Bautenministerium tommen. Mit den Inspektor- Redner kann der Finanzminister zufrieden sein. Es giebt bar dafür, daß er uns im vergangenen April die große Summe von stellen für die Reformschulen sind wir einverstanden, dagegen bedauern nur einen Puntt, der mutmaßlich zu größeren Erörterungen 250 Millionen Mark bewilligt hat, die für das Deutschtum im Osten wir, daß keine neuen Schulinspektorstellen für die Volksschule im führen wird, das sind die Aufwendungen für die Polen die besten Früchte zeitigen wird. Die Staatsregierung hat Etat verzeichnet sind. Ein gewisser Prozeß hat doch deutlich gezeigt, politik. Auch wir wollen, daß die Provinzen Westpreußen und Bosen außerdem die Absicht, die Ansiedelungskommission daß für die Volksschule mehr gethan werden muß. Die zielbewußte deutsch bleiben. Ein Franzose hat mal gesagt: In Ostdeutschland neu zu organisieren. Sobald unsre Erwägungen über diese Polenpolitik billigen wir. Wir vermissen ein Gesetz zum Schuße der wisse man nicht, wo die Grenze sei, es wehe wie eine Gardine hin Neu- Organisation abgeschlossen sein werden, werden wir dem hohen Mineralquellen. und her. Ueber diese Zeiten sind wir unbedingt hinweg, aber eine Hause das Resultat mitteilen, damit die Neu- Organisation möglichst Ich komme nun zum Kanal, den der Vorredner nicht erwähnt ernste und konsequente Bolirit ist noch immer nötig. Es fragt sich, schon am 1. April in Kraft treten kann. hat.( Heiterfeit.) Wir wissen aus der Kommission, daß auch Herr ob alle gewählten Mittel richtig sind. Die Kritik tönnen wir uns Ich bin dem Finanzminister sehr dankbar dafür, daß er trotz der Budde, der neue Minister, für den Kanal ist. Der Mittelland- nicht verbieten lassen. Es scheint uns manchmal, als sollte sich die BolenStädte Posens und Westpreußens in bereitwilliger Weise geöffnet hat. griff genommen werden. Je eher, desto besser für unsre richten. Bei der Ansiedlungskommission muß der bureaukratische Als ich seiner Zeit den Gedanken einer ernſten Erivägung für wert Industrie. Die Haltung der Regierung in der Kanalfrage halte ich lebermut verschwinden. Die Prämien für Beamte und Lehrer halte erklärte, den Beamten im Osten eine besondere Zulage zu gewähren, für falsch. Die Vorlage ist heute nicht bloß eine wirtschaftliche, ich für sehr gefährlich. Man sollte doch in der ganzen Monarchie fand ich lebhaften Beifall bei der Majorität dieses Hauses. Sie sondern auch eine eminent politische.( Schr richtig! links. Die daran festhalten, daß die treue Pflichterfüllung bei den Beamten finden nun im Extra- Ordinarium des Etats Summen, Wähler könnten verlangen, daß die Abgeordneten jetzt vor eine Ent- etwas Selbstverständliches ist, die nicht besonders belohnt wird. die für diese 3wede eingestellt sind. Die mittleren scheidung gestellt würden. Die Kanalvorlage würde dann Wahls( Beifall links.) Da sind ständige Zulagen besser. Ich hoffe, das und unteren Staatsbeamten in den Provinzen Posen und West- parole werden. Sie könnte der Industrie aufhelfen, Tausende von Haus wird hier Aenderungen treffent. Ueber die Pfalz in preußen sollen eine einmalige 3ulage von 10 Pro 3. ihres Arbeitern fönnten Arbeit finden. Möge sich der neue Minister das Posen will ich mich hier nicht auslassen. Es gehört Jahresgehalts bekommen. Die Volksschul- Lehrer Wort seines Vorgängers zum Leitmotiv nehmen: Gebaut wird er dazu nicht nur die rechnerische Ueberlegung, sondern auch follen nach fünfjähriger Dienstzeit eine Zulage von doch!( Lebhafter Beifall bei den Nationalliberalen und links.) ein gewisser Schwung der Seele.( Heiterleit.) Das 120 Mart, nach zehnjähriger Dienstzeit eine solche von 180 Mart erhalten. Diese Zulagen sollen keine StellenSchweigen über die Kanalvorlage beflage ich. Abg. Ich bin ja persönlich interessiert, da mir im letzten Jahre der Finanz Wort Abg. Dr. Wiemer( frj. Bp.): " " = den Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Dienstag Uhr; außerdem Wahl der Kommissionen. Schluß 4 Uhr. Briefkaften der Redaktion. Streit. Rund 50 000 Einwohner. Ständchen. 1. Ihnen, 2. Ihnen. zulagen sein, sondern eine Prämie für das Aushalten Unfre Finanzverhältnisse sind nicht ungünstig. Das Deficit minister die Versicherung gab, ich werde ihr Zustandekommen noch im Osten und als Ausgleich für die Erschwerung ihrer Lebens- ist mehr ein Sassendeficit, im Reiche sieht es jedenfalls erleben.( Große Heiterleit.) Es ist mir aber zweifelhaft, ob ich ein führung. Die andern Provinzen können einen gleichen Anspruch schlimmer aus. Wenn die Mehrheit des Reichstags für Kolonien, folches Alter noch erreich( Erneute Heiterkeit.) Ich möchte nicht erheben. Gegenüber Herrn Frizen möchte ich betonen, eer und Marine etwas weniger bewilligungs- an die Regierung die Frage richten, ob sie auch fernerdaß die Unabhängigkeit der Beamten gewahrt bleiben soll. freudig gewesen wäre, so wäre die Rückwirkung der Reichs- hin die innere Politik allein mit den Konservativen Die königliche Staatsregierung muß unter den gegebenen finanzen auf die Einzelstaaten nicht so drückend.( Sehr richtig, lints.) und dem Centrum machen will? Das ist eine konstitutionelle Berhältnissen von jedem Berwaltungsbeamten ver- as die Reichsfinanzreform betrifft, so will ich hoffen, daß Frage. Ich möchte wissen, ob das von ihr eingestanden wird, langen, daß er durch sein Verhalten das Ver- das Centrum nicht dafür zu haben ist, daß die Reform auf ob die Regierung konstitutionell regiert oder nicht, wie es manchmal trauen zur Regierung nicht erschüttere. Ein Be- eine Erhöhung der Tabak- und Biersteuer hinaus scheint.( Beifall links.) amter, der diese Pflicht vernachlässigt, darf nicht an läuft. Der Schaffung eines Ausgleichsfonds für die Eisenbahnfeiner Stelle bleiben. Wir hoffen, daß sich später auch in verwaltung stehen wir nicht sympathisch gegenüber. Wir sind gegen 11 den andern Provinzen die Zöglinge der Seminare melden und sich alle Dispositionsfonds und Spartöpfchen. Der Etat muß den wirtim Osten anstellen lassen und daß der jetzt bestehende Mangel an fchaftlichen Verhältnissen angepaßt werden. Solche Fonds beschränken Lehrern mit der Zeit abgeschafft wird. Den höheren Beamten soll auch das Budgetrecht der Volksvertretung.( Sehr richtig! links.) eine Zulage nicht gewährt werden. Um auch ihnen ihre Lage zu Zur Hebung unsrer wirtschaftlichen Verhältnisse würde der baldige erleichtern, wird ein besonderer Fonds von 150 000 m. aufgemacht, Abschluß guter Handelsverträge wesentlich beitragen, denn jetzt ist um den Beamten, die vielfach ihre Kinder nach auswärts geben müssen, große Unsicherheit in der Industrie.( Sehr richtig! links.) Für N. S. 12. Wäre zu teuer und zu unpraktisch. Eine zwedentsprechende Erziehungsbeiträge zu gewähren. Zur Herstellung von Dienst- Kulturaufgaben hat der Staat nicht genug ge Broschüre, die sehr gut ist, wird demnächst erscheinen und dem schwachen wohnungen, besonders in den kleineren Städten, werden eine Million leistet. Von dem neuen Eisenbahnminister erwarten wir, daß Gedächtnis" aufhelfen. Mart bereitgestellt, außerdem wird eine einmalige Summe von einer er energischer und kräftiger als sein Vorgänger die Forderungen R. V. Der Sinn ist der: Durch die Erziehung wird auch der ErMillion Mark zur Herstellung von Arbeiterwohnungen in dem der Verkehrs- Entwicklung dem Finanzminister gegenüber vertritt. sicher erzogen. 2. S. 2. Erbitten Sie von dem betreffenden Amtsgericht unter AnDirektionsbezirk Danzig und im Etat der allgemeinen Bau- Wir erhoffen von ihm auch eine Reform des Tarifwesens.( Buverwaltung ein Betrag bon 400 000 Mark zur Errichtung ſtimmung links.) Die Personentarife müssen her abgabe des Altenzeichens oder sonstiger möglichst genauer Bezeichnung der Sache Abschrift des Urteils. Kind, Spandau. 1. Genehmigung vom von Wohnungen für mittlere Beamte und Arbeiter ausgeworfen. gesetzt werden, freilich will ich keine Reform wie in Sachsen. Vormund und Gericht ist erforderlich. 2. Dem Schuldner muß der not Als Mittel zur Stärkung des Deutschtums haben wir die Städte Dort zeigt man, wie es nicht gemacht werden darf. In Bezug auf wendige Unterhalt belaffen werden. Es könnten also 8-12 M. gepfändet Schrimm und Wreschen mit Garnisonen belegt. Zum Bau die Kanalvorlage schließe ich mich dem Vorredner an. Im werden. 3. Wer den Prozeß verliert.. J. R. 48. 1. Vor Vollendung Fiedler. Bis zur Bezahlung. der Kasernen find der preußischen Regierung drei Millionen mit der vorigen Jahre hieß es noch: seiner Zeit"( Heiterkeit), in des 24. Lebensjahres ja. 2. Nein. entsprechenden Verzinsung in Aussicht gestellt worden. Es besteht diesem Jahre herricht Schweigen auf der ganzen 2. 56. 1. Es tommt darauf an, was in dem Termin geschieht. Wird ein Vertrag geschloffen, 80 f. 2. Stein.. Charlottenburg 13. Aufnehmen die Absicht, den Verkehr im Osten im Interesse des Deutschtums zu inie. Auch die dringende Aufforderung des Vorredners hat nichts dürfen Sie fie, aber nicht als 2ftermieter oder Schlafleute. A. B. Nein. heben. Deshalb wird eine Nebenbahn- Borlage für Posen gefruchtet.( Bum Ministertische:) Brechen Sie doch dieses Schweigen! 6. 6. 22. 1. Die Sachen sind Eigentum Ihrer Frau. Zur Auslacht.) und Westpreußen 34 Millionen fordern.( Bewegung.)( Ministerpräsident Graf Bülow Früher große schließung Ihres Verwaltungs- und Nicßbrauchsrechts wenden Sie sich an Drohungen Als Hauptanteil zur Stärkung des Deutschtums betrachte ich die Worte, Versprechungen, heute das Amtsgericht I, Neue Friedrichstraße. 2. Ja. 3. Rein. F. Tillinger, das Ist doch aus dem forgfame Pflege der Schulen. Es bleibt da noch immer Beträcht Schweigen. Kafernenjargon Bodegraven. 1. Die Auszahlung in das Ausland hat zu erfolgen. 2. Kann liches zu thun. Lausetanal" gefallen. Es sind das Mittel für neue Schulen, namentlich stammende 6. 6. 18. Am 31. Dezember dieses Jahres. ( Heiterfeit.) nicht beantwortet werden. G. B. 1. War das Versehen nur ein geringes, nein, sonst ja. 2. Ja, zur Unterstützung der Schulverbände bei Schulbauten in Aussicht Herr v. Podbielski will damit freilich nur den masurischen Sanal gegenommen. Von der Gesamtsumme von drei Millionen sollen meint haben und nur zu einer Zeit, als er noch nicht gefrühstückt außer wenn das Mädchen seiner Zeit zwischen Weihnachten und 1. Februar 2. Sp. I. Moabit. Sie kann, ohne sich strafbar auf Posen und Westpreußen eine Million entfallen. Es sollen auch hatte.( Heiterkeit.) Die Domänenpachten sind nicht überall zurück- 3ugezogen sein sollte. zu machen, im Armenrecht Klagen. 21. N. 13. Klagen Sie bei der GeSeminare und Präparandenanstalten errichtet werden. Troß der gegangen. Die Zustände, die der Trakehner- Prozeß enthüllt werbedeputation des Magistrats auf Zahlung des Krankengeldes für die drei ungünstigen Finanzlage war es möglich, die Posten für Kunst und hat, sind unwürdig eines Kulturstaates.( Sehr richtig! lints.) Bas Tage. E. K. 13. Die Angelegenheit ist rein privatrechtlicher Natur. Wissenschaft zu steigern, damit das Bedürfnis der gebildeten Klassen hat man gethan, um Besserung zu schaffen? Hat man sich auf ein Sie müssen sich mit Ihrem Hauswirt auseinandersehen. Fischer, iz paar Revisionen beschränkt oder will man wirklich energische Ne- Bredow. Kommen Sie mit fämtlichen Bapieren in den nationalgemischten Landesteilen befriedigt wird. die juristische Ich hoffe, das Vertrauen in die Festigkeit unsrer Wirtschafts- formen machen? Herr v. Dettingen macht sich, wie er fagt, nichts berechtigt, wenn er hiervon seine Einwilligung in die Aufhebung des BerSprechstunde. B. S. 74. Er ist zur Einbehaltung der 3 M. nur dann politik wird sich wieder beleben, und erwarte, daß unsre deutschen daraus, wenn so ein Kerl von der Regierung revidieren kommt. trages abhängig gemacht hat. Ch. 2. 2. Sie brauchen vorläufig Bandsleute im Osten treu aushatren und fest zusammenhalten ohne Wir hoffen, daß der Lehrermangel bald schwindet. Das nicht weiter zu zahlen. Am besten geht Ihre Frau nochmals in Begleitung Unterschied der Partei und Konfession.( Beifall.) Zur Lösung fehlen neuer Schulinspektoren- Stellen bedauern auch wir. zu dem Zahnarzt hin, teilt ihm die Mängel mit und seht ihm zu deren Beunfrer Aufgabe im Osten werden vielleicht Jahrzehnte erforderlich Forderung des Schülerruderns zur Pflege Berlin feitigung eine angemessene Frist( etwa 14 Tage), mit dem Bemerken, daß wird bei aller fte, wenn bis zu deren Ablauf das Gebiß nicht pazrecht gemacht sei, vom fein. Vor allem aber ist Stetigkeit notwendig. Deshalb fann es soll ein Grundstück erworben für uns kein Rückwärts, kein Schwanken geben. Wir werden auf Anerkennung der Nüglichkeit gefunden Sports genau Bertrage zurücktrete. Nach fruchtlosem Ablauf der Frist erklärt sie dann ihren Rücktritt vom Vertrage. Dem betretenen Wege weiter gehen ohne Gehässigkeit und Chikane, prüfen fein. Um Auskunft möchte ich bitten, ob in der Frage als bei einzelnen Bergehen auf Geldstrafe oder Gefängnis erkannt werden Alex. 1. Ihr Freund hat insofern recht, aber auch ohne Schwäche und Schwanken, damit die Provinzen der Ablösung der Patronate etwas geschehen soll. fann und, falls auf erstere erkannt wird, für den Fall, daß sie nicht bezahlt Westpreußen und Bosen immer inniger mit der Monarchie ver- Polizei- lebergriffe und Mißgriffe haben sich be- werden sollte, eine bestimmte Gefängnisstrafe an ihre Stelle zu sehen ist. Sie haben ihre Ursachen darin, daß vielfach Wiederverheiratung. Sind minderjährige Kinder da, dann müssen Sie wachsen und damit sie immer preußisch und gut deutsch bleiben. denklich vermehrt. ( Lebhafter Beifall.) Die Beamten sich mit diesen zunächst gerichtlich auseinandersetzen. Der Auseinandersehungsminderivertiges Beamtenpersonal eingestellt wird. müssen mehr Respekt vor der bürgerlichen Freiheit bekommen. Eine schein ist dem Standesbeamten vorzulegen. Eines besonderen HeiratsAbg. Graf Limburg- Stirum( fons.): Die Finanzen eines Staates en derung des Wahlreglements, besonders aber eine lonjenses bedarf es nicht. heben und senten sich je nach dem Auf und Nieder der gesamten andre, der Verschiebung der Bevölkerung entsprechende WahlkreisVolkswirtschaft. Deshalb haben wir stets betont, daß man in den Einteilung bei den Landtagswahlen wird notwendig sein. Was die guten Jahren für die schlechten sparen müſſe. Wir be- Polenpolitik anlangt, so find wir mit der fulturellen Hebung grüßen aus diesem Grunde die Ausgleichungsfonds, die der Finanz- des Landes einverstanden. Wir sind für dauernde Beamtenzulagen, Stationen minister ankündigte, als einen Schritt auf dem Wege der Kon aber gegen besondere. Wir sind gegen Verlegung von Garnisonen aus folidierung! Das Verhältnis des Reichs zu den Einzelstaaten bedarf politischen Gründen, wie wir gegen die Verlegung der Tanzhufaren nach dringend der endgültigen Regelung. Für das Handwerk Krefeld find. Ebensowenig billigen wir die Schaffung einer Residenz tönnen wir gar nicht genug thun. In der Bauverwaltung in Bosen. Wir wollen das Deutschtum, aber nicht Chauvinismus Swinemde. 778 D 31polfer Hamburg 775 DSD müssen die notwendigen Aufgaben ohne Rücksicht auf die Finanz- und Hakatismys fördern.( Lebhafter Beifall links.) Berlin 777 30 verwaltung erfüllt werden; besonders ist das Bedürfnis auf dem Die Politik des Grafen Bülow ist eine Politik des Franff./M. 774 D wasserwirtschaftlichen Meliorationsgebiete fehr groß. In der Polen- steten Zurüdweichens. Die Konservativen find Gegner der München 77410 politit unterstützen wir die Regierung.( Beifall rechts.) Handelsverträge, wir werden ja sehen, ob Graf Bülow auch hier Bien 780 Still wolfen!-13 Ich kann nur bedauern, daß die Regierung den weiter zurückweichen wird. Der Prozeß über die Wahlvorgänge im Wetter. Prognose für Dienstag, den 20. Januar 1903. ersten Termin zur Kündigung der Handels Ver Streise Greifswald- Grimmen hat die Angaben des Ministers nicht Trocken, jedoch zeitweilig wollig bei mäßigen nordöstlichen Binden, träge hat vorübergehen lassen.( Sehr wahr! rechts.)| bestätigt. Er wird sie hoffentlich berichtigen. Leider setzen die Land- nachts ziemlich strenger, am Tage gelinder Froft. werden Die au Die Barometers stand mm Bind richtung Bindstärke Better 3wolfer O. S., Lychenerstr. 1. Nein. 2. Zu spät. Temp. n. T. G.= 4º R. Stationen BarometerWind. richtung Windstärke Haparanda 771 Still Wetter Temp. n. 6. PE.= PN. Nebel.-17 2molfent 2 heiter -9 Corf 3Nebel-18 Paris -6berdeen Betersburg 776 23 1bedeckt 761 SSD 5halb.bb. 8 770 SGD 2Regen 3 -9 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Dienstag, 20. Januar. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Feuersnot. Javotte. Schauspielhaus. Tartuffe. Les Précieuses ridicules. Deutsches. Der arme Heinrich. Berliner. Heimkehr. Reffing. Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Seine Meine. Westen. Der Karneval in Rom. Central. Madame Sherry. Belle- Alliance- Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Anfang 8 Uhr: : Schiller O.( Wallner Theater.) Esther. Zwei Eisen im Feuer. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Jugendfreunde. Carl Weiß. Die Blüte des Bagno. Luisen. Der Maschinenbauer von Berlin. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Buntes. System Aubert. Kleines. Erdgeist. Trianon. Die Liebesschaufel. Palaft. Auf hoher See. Specialitäten. Cafino. Moderne Frauen. Specialität. Apollo. Specialitäten. Hochzeit. Nakiris Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Baffage- Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Zaubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaale um 8 Uhr: Dr. Naß: Acetylen und andre moderne Lichtspender". Invalidenstraße 57/62. Täglich geöffnet von 7-11 Uhr. Central- Theater Dienstag, den 20. Januar: Gastspiel des Fräul. Fritzi Georgette. Abends 7 Uhr, zum 78. Male: Madame Sherry. Mittwoch, den 21. Sanuar, nachmittags 4 Uhr, halbe Preise, jeder Besucher ein Stind frei. JubiläumsBorstellung. Bum 25. Male: SchneeAbends weisschen und Rosenrot. 7 Uhr, zum 79. Male: Madame Sherry. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/78. Bum 161. Male: Seine Kleine. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften. Jm 1. Aft: Ein Winterfest im Grunewald. Jm 2. Aft: Haben Sie nicht den kleinen Cohn geschn?( mit Guido Thielscher). Jm 3. Üft: Lebende Märchen. Anfang 7, Uhr. Sonntagnachm. 3 Uhr: Lenore. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Esther. Das Land Tirol. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Nass: Acetylen und andre moderne Lichtspender. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Grillparzer. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Luftspiel in 3 Alten frei nach Calderon von Friedrich Adler. Mittwoch abend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Donnerstagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Fener. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspiel in vier Aufzügen von Ludwig Fulda. Mittwoch abend 8 Uhr: Renaissance. Cirkus Busch. Cirkus Schumann Dienstag, den 20. Januar 1903, abends 7, Uhr: Dahomey mit Elefanten- Jagd. Tartakoff- Troupe, Seelöwen. Eletant und Pferd. Amateur- Reiten Dienstag, den 20. Januar 1903, abends 7, Uhr: Grosse ausserordentliche Vorstellung. Bernhard Rose- Theater- Ensemble Hervorragendes Programm. Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Dienstag, den 20. Januar 1903: Donnerstagabend 8 uhr: Fräulein Doktor. Ein Ehrenwort. Passage- Theater. Residenz- Theater. Belle- Alliance- Theater. DVorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Nur noch kurze Zeit: Auguste Adamovic Nachmittags 7 Uhr. Abends 10 Uhr. 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Die Ortsverwaltung. 55/16 öfer. 16406 Borndorferstraße 8. +45 born III. 16326 ftraße 40/41. Verantwortl. Redakteur: Earl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Martt 4, Bahnhof Börse. 1641b* 1616* Schlafstellen. 14888 Nr. 16. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Eine Konferenz der Lagerhalter für die Provinz Brandenburg und die angrenzenden Provinzen nommenen Dienstag, 20. Januar 1903. Den Armenpflegern sind Normals und Marimaljäße vorgeschrieben jeder Arzt etwa neun Schulen haben und 2000 W., also pro Schule Sklaven im Frack und in der Schürze. wwwww für die zu gewährenden Unterstützungen, die, weil schon vor vielen etwas über 200 M. bekommen. Zahren festgesezt, außerordentli niedrig sind. Für eine einzelne Wie man sieht, wird die Sache dadurch billiger; wir fürchten Berfon, wenn fie völlig ertverbsunfähig ist, beträgt der Normalfab aber, daß man dann das bekannte Wort, Billig und schlecht" 1,25 M. wöchentlich und 1 M. Mietsbeihilfe, für ein Ehepaar 2,50 fagte am Sonntag im Gewerkschaftshause. Zunächst referierte Rechts- Mart und 1,25 M. für Miete, für ein Kind unter 14 Jahren 0,75 bald auch auf die Thätigkeit der Schulärzte wird anwenden anwalt V. Frär il über: das Recht des Lagerhalters. Mart. Die Marimaljähe, die nicht überschritten werden dürfen, be- tönnen. Wenn jeder Schularzt, so argumentiert der Magistrat, neun Der Redner erörterte in eingehender Weise die gefeßlichen Be- tragen für eine Person 0,75 M. und für ein Ehepaar 1,25 M. Schulen aufgepackt kriegt und dafür gleich 2000 M. einsacken darf, stimmungen, welche für das Arbeitsverhältnis der Lagerhalter in Be- wöchentlich mehr. Der höchste Sab für ein völlig erwerbsunfähiges dann wird er seine Thätigkeit nicht als etwas Beiläufiges anzusehen tracht kommen. In der Diskussion, die dem sehr beifällig aufge- Ehepaar beträgt demnach einschließlich der Mietsbeihilfe 5. brauchen". Am Ende erwartet man gar, daß der Glückliche fortan Bortrage folgte, wurden verschiedene Vertrags- wöchentlich, das ist für eine Perfon täglich 36 Pfennige, um damit auf jegliche Privatpraris verzichtet! Will er sich seinen schulärztlichen bestimmungen, welche Lagerhaltern von einzelnen Konsumvereinen Nahrung, Kleidung und Obdach zu bestreiten; normalerweise sogar Pflichten so widmen, wie es im Interesse der Schule zu wünschen oftrohrt werden, lebhaft kritisiert und aufgefordert, Verträge erst nach nur 21% Pfennige. genauer Prüfung zu unterzeichnen. Unter dem Zwange der Verhältnisse war man vor einigen Jahren ist, dann kann ihm bei neun Schulen allerdings kaum noch Zeit Ueber: das genossenschaftliche Arbeitsverhält- dazu gekommen, den Armenpflegern in besonderen Fällen die Ueber- 3u andrer Thätigkeit bleiben. nis referierte Reichstags- Abgeordneter H. Peus. Die Ausführungen schreitung des Marimums zu gestalten, und die Armenpfleger, die Seit jenen Tagen, in denen unsre Genossen in der Stadtdes Referenten gipfelten darin, daß der genossenschaftliche Arbeiter das Glend täglich mit ansehen müssen, haben wohl öfter von diesem verordneten- Bersammlung von Berlin zum erstenmal die Forderung an deur Erfolge des Gesamtbetriebes beteiligt werden müsse, um das Recht Gebrauch gemacht. Jekt find nun infolge der Krisis die Armen- der Einführung von Schulärzten aufstellten, ist ja manches beffer Interesse für das Unternehmen zu weden und seine Arbeitsfreudig- laften erheblich gestiegen und da auch aus andern Gründen die geworden in der Berliner Kommunalverwaltung. Auch über die Teit zu heben. Die Arbeiter des privatkapitalistischen Unternehmers Steuern wuchsen, follte ant den Unterstüßungsfäßen für Schularztfrage hat man in den Kreisen des Magistrats und der hätten fein Intereffe an dem Unternehmen, weil sie an dem Erfolge die Hilflosen gespart werden. Die Stadtverordneten beschlossen nicht beteiligt und für ihre Person nur den bestimmt figierten Lohn vor einigen Wochen, daß die Marimalsäge nur ganz ausnahmsweise freisinnigen Stadtverordneten- Mehrheit verständiger denken gelernt. erhalten. Die Bedingungen für das kapitalistische Arbeitsverhältnis nach erfolgter Nachprüfung durch einen Kontrolleur überschritten Aber so weit sind wir allerdings doch noch nicht, daß man sich im jeien nicht ohne weiteres auf das genossenschaftliche anzuwenden, und werden dürften. In Verfolg dieses Beschlusses strich die Armen- roten Hause an der Königstraße einmal zu einer ganzen Maßregel es sei verkehrt, anzunehmen, daß nicht zwischen beiden ein kardinaler deputation in allen Fällen, wo die Marimalsäge überschritten waren, aufraffen könnte. Unterschied bestände. Während der privatfapitalistische Unternehmer den Mehrbetrag ab. Die Armenpfleger weigerten sich, mit solchen hart an die Grenze der möglichen Ausbeutung herangeht, darf die niedrigen Unterstützungsfäßen weiter zu arbeiten und protestierten Genossenschaft nur die notwendigste Ausnübung des Arbeiters vor- gegen den Beschluß der Armendeputation. Da die Stadtverordneten nehmen und muß technische Verbesserungen und zwedentsprechende fich jedoch auf die Seite der Armendeputation stellten, fo legten eine Einrichtungen des Betriebes treffen, um tonfurrenzfähig zu sein, wobei ganze Anzahl der Armenpfleger ihr Amt nieder, wofür sie nun in ihr die Organisation der Konsumenten, die Kundentreue zu gute die nach der Städte- Ordnung zulässigen Strafen Wahlrechtsverlur tommt. Dazu müsse sich gefellen u. a. die größere Fähigkeit des oder Steuererhöhung genommen werden sollen. Sie wollen jedoch genossenschaftlichen Arbeiters. Derfelbe müsse durch seine wirtschaft- trotzdem das undankbare Amt nicht weiter ausüben liche und seelische Verfassung dem privatkapitalistischen Arbeiter über- Die Stadt Krefeld ist gut katholisch und in der katholischen Relilegen sein. Er müsse sich von diesem dadurch unterscheiden, daß er gion find die guten Werte im Gegensatz zur Klassenreligion des nicht nur als Konsument, sondern auch als Produzent an dem Erfolg Bürgertums, der protestantischen, noch immer das wichtigste Vehikel des Gesamtunternehmens interessiert wird. Er müsse einen Anteil zur Erlangung der ewigen Seligkeit. Der Vorgang in der Krefelder an dem Ertrage haben. Unter bestimmten Kautelen, welche von den Armenpflege beweist, daß religiöse Glaubenssäße die Klaffenmoral Gewerkschaften festzusehen sind, müßte die Gewinnbeteiligung des nicht hindern, sich durchzusetzen. Ob protestantisch oder katholisch, Arbeiters als Produzent eingeführt werden, um deffen Arbeitsfreudig ob der Glaube allein felig macht oder ob auch die guten Werke noch teit zu heben. Die schottischen Genossenschaften haben die Gewinn- dazu gehören: der Geldbeutel ist die ewige Seligkeit des Bürgertums. beteiligung eingeführt und find im Gegensatz zu den englischen, bei denen dies nicht der Fall ist, großartig vorwärts gekommen. In welcher Weise die Gewinnbeteiligung erfolgen soll, daß müßte die praktische Erfahrung lehren. Bei den Lagerhaltern und Vertäuferinnen tönnte sie etwa in der Form erfolgen, daß von einer beſtimmten Höhe des gesamten Reingewinnes ab ein dem höheren Reingewinn entsprechender prozentualer Lohnzuschlag gewährt wird. In seinen weiteren Ausführungen ſezte der Redner auseinander, daß unter Umständen der Lohn nach individueller Leiſtung zu bemessen In der hierauf folgenden Diskussion wandten sich die Redner im allgemeinen gegen die von Peus gemachten Vorschläge. Es wurde 11. a. darauf hingewiefen, daß nach diesem Problem eine besondere Klasse von Arbeitern, eine Arbeiter- Aristokratie gefchaffen würde, die im Gegensatz zu der Masse des großen Proletariats stände, und weiter wurde angeführt, daß das Interesse der genossenschaftlichen Arbeiter für das Unternehmen schon dadurch wachgehalten wird, wenn zwischen Berwaltung und Angestellten ein gutes Berhältnis geschaffen und die noch vorhandenen Mißstände, unter denen die Angestellten leiden, beseitigt werden. wäre. raten. Für und gegen das norwegische Bäckergefek. Die Landesvereinigung der Bädermeister" in Nortivegen hatte vor einiger Zeit einen Vorschlag auf Abänderung des Gesetzes über die Arbeitszeit in Bädereien gemacht, der gegen das Verbot der Nacht arbeit gerichtet war. Zur Begründung wurde angeführt, das kaufende Bublikum sei unzufrieden mit der gegenwärtigen Ordnung, weil es unmöglich sei. zu rechter Zeit frisches Brot zu erhalten. Um diesen Angriff der Meister auf das für die Gesellen sehr günstig wirkende Gesez zu nichte zu machen, veranstaltete der norwegische Bäckerverband eine Umfrage bei sämtlichen Gewerkschaften und Arbeitervereinen des Landes. Darauf famen 250 Antworten in Form von Resolutionen ein, die von insgesamt 18 535 Personen angenommen waren. Sämtliche Antworten gingen darauf hinaus, daß bei dem gegenwärtigen Bädergesez die Ansprüche des Publikums vollständig befriedigt werden könnten. Auf Grund dieses Materials hat nun eine Deputation des Norivegischen Bäckerverbandes dem Storthing ein Gesuch überreicht, worin Punkt für Bunft nachgewiesen wird, wie unbegründet das Verlangen der Meisterorganisation ist. Auch wird darauf hingewiesen, daß im Herbst vorigen Jahres eine Bäckermeister- Versaminlung in Stien gegen den Vorschlag der Meisterorganisation protestiert und erklärt hat, daß durch dessen Annahme die ungesunde Konkurrenz gesteigert würde. Dem Bericht über die Lagerhalter- Bewegung, den hierauf der Vertrauensmann E. To it erstattete, war zu entnehmen, daß die Lohn- und Arbeitsverhältnisse im allgemeinen dies felben geblieben, und nur bei einigen Vereinen Verbesserungen erzielt worden sind. Die Angestellten hätter teilweise auf die Stellung von Forderungen verzichtet, trotzdem die Verhältnisse noch verbesserungsBreistationen in Christiania. Um die durch die außerordentlich große Arbeitslosigkeit entstandene Not zu lindern, hat man in bedürftig sind, um nicht in Differenzen mit den Verwaltungen zu ge- Christiania in den Stadtteilen, wo die Arbeitslosigkeit und Armut Gemäß den Beschlüssen der vorigen Konferenz wurde an die Verwaltungen ein Cirkular versandt, in dem dieselben zu einer Stonz sich am stärksten geltend machen, sogenannte" Breiftationen" angeferenz eingeladen worden sind. Die Konferenz hat auch stattgefunden legt. Dort wird unentgeltlich von 6-9 Uhr abends Haferbrei mit Milch verabreicht. Bis jekt find täglich 120 Stilogramm Hafergrüße und war deren Resultat, daß eine paritätische Kommission ge- und 300 Liter Milch verbraucht worden. Ungefähr 1200 Personen find wählt wurde, die einen Vertrag ausarbeitete. Dieser Vertrag ist aber schließlich von den Verwaltungen nicht angenommen und den dort täglich gesättigt worden. Lagerhaltern wieder unterbreitet worden, dem diese aber nicht zutimmten, namentlich deshalb, weil eine Lohnstaffel aufgestellt war, die zu einer Verschlechterung der derzeitigen Verhältnisse führen fonnte. Der Redner giebt der Meinung Ausdruck, daß die Streuznacher Vorkommnisse auch dazu führen würden, daß in den modernen Konsumvereinen in Zukunft ein befriedigendes Verhältnis zwischen den Verwaltungen und Angestellten Play greift. Wünschenswert wäre es auch, daß bei den Beratungen der Verwaltung Lagerhalter hinzu gezogen würden, wodurch Mißstände verhütet und die praktischen Erfahrungen mehr ausgenutzt würden. Der Redner macht sodann den Vorschlag, eine Agitationskommission zu wählen, die für die Organis Infolge von großem Arbeitsmangel, der nach einer Erklärung des Stadtrats Jackstein noch nie so groß gewesen ist, wie in diesem Jahre, mußte die Potsdamer Stadtverordneten- Versammlung den Urmenetat für das laufende Jahr um 6000 m. verstärken. Berliner Partei- Angelegenheiten. Schöneberg. Heute, Dienstagabend, bei Obst, Meiningerstr. 8: Generalversammlung des Wahlvereins. Wilmersdorf. Am Sonntagabend 6 Uhr findet im Volksgarten, Berlinerstr. 40, eine Bolts versammlung statt, in der Genosse Ströbel einen Vortrag Das Kampfjahr 1903" halten wird. Nach dem Vortrag folgt gemütliches Beisammensein. ſation der Lagerhalter thätig ist, aber auch für die Sache der Konsumnenoffenschaften Bropaganda macht und bei eventi, vorkommenden Differenzen zwischen Verwaltungen und Angestellten einen Ausgleich anzubahnen hat. Dem Vorschlage wurde zugestimmt und in die Agitationsfommission Schubert, Nierich. Tiek Berlin, Meinert Brandenburg, Leupold Cottbus und Kächow des Wahlvereins. Borlesung. Gäste willkommen. Der Vorstand. Luckenwalde gewählt. AP Nach einer kurzen Diskussion über Vorkommnisse in einzelnen Konsumvereinen beziv. über das Vorgehen der Verwaltungen gegenüber den Lagerhaltern und nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten wurde die Konferenz, in der 18 Vereine vertreten waren, geschlossen.. Sociales. Das Wachstum der Vermögen. Zehlendorf. Heute, Dienstagabend 8 Uhr, Mitgliederversammlung Mariendorf Tempelhof- Marienfelde. Folgende Parteigenossen haben sich bereit erklärt, für solche Personen, denen es an Zeit mangelt, die auf den Gemeindebureaus ausliegende Wählerliste einzusehen: Martin Müller, Tempelhof, Berlinerstr 33, für Tempelhof; Herm. Lehmann II, Mariendorf, Bergstr. 19, für Mariendorf und Fritz Greulich, Marienfelde, für Marienfelde. Lokales. Die Schularztfrage Die befracten Eflaven des Gastwirtsgewerbes find durch die Teste That der faiserlich deutscher Socialreform, die die nationalfociale" Zeit" defpeftierlich eine Karikatur des Kellnerschutzes nannte, und die von den Blättern fast aller Parteien für ungenügend erklärt wurde, zu gefeßlich geschütten Personen geworden. Ihre Arbeitszeit darf in der Regel 16 Stunden den Tag nicht übersteigen; anders die untersten Stategorien der im Gastwirtsgewerbe Thätigen. Das ge= famte Hilfsverfonal, wie Hausdiener, Küchen-, Zimmermädchen usw. ist von den„ Segnungen" der Bundesrats- Verordnung ausgeschlossen; deren Arbeitszeit kann bis zur völligen Erschöpfung ausgedehnt werden, und es giebt in der That Hotelhausdiener, welche oft mehrere Tage nicht aus ihren Kleidern kommen, da sie des Nachts vielfach als Nachtportier fungieren müssen. Um nun das Gesetz umgehen zu fönnen, suchen die Gastwirte vielfach den geschützten Kategorien andre Namen zu geben; so werden die Oberfellner zu Direktoren und Geschäftsführern gemacht, sie verwandeln sich damit nach Auffassung der Herren Hoteliers in Kaufleute. Die untren Chargen drückt man weiter hinab und macht fie zu Hausdienern, wodurch sie ebenfalls aus In den letzten der Reihe der geschütten Personen ausscheiden. Wochen haben mm vor den Berliner Schöffengerichten eine Anzahl Verhandlungen stattgefunden, in welchen es sich um Anklagen gegen Gastwirte handelte. Die Angeklagten hatten ihren Hausdienern nicht die in der Bundesrats- Verordnung vorgesehenen Ruhepauſen gewährt. In dem einen Falle führte nach den Gerichtsberichten der bürgerlichen Blätter der Verteidiger aus, daß bei den sogenannten fleinen Schankwirten regelmäßig nur ein Hausdiener beschäftigt sei, der in der Hauptfache mir Hausdienerarbeiten, wie Reinigung der Lokalitäten, der Teller, Messer und Gabeln, das Bierabziehen usiv. verrichte. In der freien Zeit" helfe er gewöhnlich seinem Dienstherrn bei Bedienung der Gäfte. Das Schöffengericht erkannte dem Antrage des Ver= teidigers gemäß auf Freisprechung. Die Hausdiener seien in der Verordnung nicht unter denjenigen Personen aufgeführt, für die sie Geltung haben solle. Dies Urteil ist geeignet, die größte Verwirrung herbeizuführen. Nicht der Name oder der Titel des Angestellten, sondern nur die Art seiner Beschäftigung kann für die Frage entscheidend sein, ob er unter die Verordnung fällt oder nicht. Nach dem Geist der Verordnung sollen aber alle Personen, die bei der Bedienung der Gäste mit thätig sind, der Vorteile der Verordnung teilhaftig werden. harmlos wie der Verteidiger es hinzustellen bestrebt war, liegen die Dinge meist nicht. Die Hausdiener der kleinen Wirte und Saalbefizer müssen häufig den ganzen Tag die schwerste und schmutzigste Hausden grad oder die Kellnerjoppe gesteckt und sind oft bis spät in der Nacht den Frack oder der Kellnerjoppe gesteckt und oft bis spät in der Nacht hinein bei der Bedienung der Gäste beschäftigt; sie sind also Sellner und gehören unter die Verordnung. Das angezogene Urteil erscheint uns deswegen als ein Fehlspruch und ist geeignet, den äußerst minimalen Kellnerschutz völlig zu durchlöchern. Auf das Mehr oder weniger kann es dabei nicht ankommen; so Im übrigen bildet das Urteil wieder einen Beweis für die unbedingte Notwendigkeit, das gesamte gastwirtschaftliche Personal zu schützen. Die Polizei und der Samariter. Einen polizeilichen Mißgriff allerersten Ranges hat die Leitung des Revierbureaus in der Teltowerstraße sich geleistet. Wir berichteten in der SonntagNummer über das in der Belle- Alliancestraße verübte Verbrechen. Unter den Straßenpafianten, die in der Nacht zum Sonnabend auf das Hilfegeſchrei der Confütterenverkäuferin Weinna Kramp im Hauſe Belle Alliancestraße 9 dem Thatort zueilten, befand sich auch der 24 Jahre alte Kaufmann Kurt Schönwetter, der im Hause Großbeerenstraße 54 bei seiner Mutter wohnt und sich bei dem Baumaterialien Händler J. H. Schäffer am Halleschen Ufer in an geschener Stellung befindet. Herr Schönwetter suchte zunächst die geängstigte Verkäuferin zu beruhigen und betrat gemeinsam mit einem Nachtwächter, der jungen Dame und dem ebenfalls in dem Sause wohnhaften Restaurateur Göde den Hausflur, wo sie den verwundeten Herrn Zechlin blutend vorfanden. nach der Rettungswache gebracht worden war, nahmen die Herren Göde und Schönwetter sich des geängstigten Mädchens an durchfuchten die Wohnung nach dem zweiten Verbrecher, der wie bekannt, nicht aufgefunden werden konnte. Nummehr ging man gemeinsam in das Lokal des Herrn Göde, wo sich allmählich einige Schuyleute einfanden. Einer der Anwesenden machte einen Beamiten darauf aufmerksam, daß Herr Schönwetter an der Manschette einen Blutfleck habe, der wahrscheinlich von der Berührung mit dem Nachdem der Berlegte Im Jahre 1902 hat in Preußen eine neue Veranlagung zur Ergänzungs( Bermögens-) Steuer stattgefunden. Steuerpflichtig foll nun für die Berliner Gemeindeschule endlich erledigt" werden. burch Glassplitter verlegten Mädchen herrührte. Dem Schutzmann find Bermögen von mehr als 6000 M. Während im Jahre 1895 Nachdem im Sommer 1900 verfuchsweise 10 Aerzte für 20 Schulen mochte nun der Gedanke kommen, daß Schönwetter der zweite noch die Gesamtzahl der Steuerpflichtigen 1 152 332 betrug, ergab die( jeit Sommer 1902 12 Aerzte für 24 Schulen) angestellt worden nicht aufgefundene Berbrecher sei; er ging an den Samariter Tezte Einschätzung 1 297 485 Personen. Das gesamte steuerpflichtige Vermögen stieg von 63,86 Milliarden Mart auf 75,66 Milliarden waren, hat der Magistrat gemäß einer damals getroffenen Ver- heran und forderte ihn auf, sich zu legitimieren. Schönwetter ging Mart. Das Bermögen ist wesentlich stärker gestiegen wie die Zahl abredung der Stadtverordneten- Versammlung jetzt mit dem Beamten in einen Nebenraum, zeigte seinen Militärpaß vor der Steuerpflichtigen und daher betrug das Durchschnittsvermögen den Bericht über die ersten beiden Jahre der Thätigkeit dieser Aerzte und hielt damit den Fall für erledigt. Anders der Schußmann, eines Steuerpflichtigen 55 416 M. im Jahre 1895 und 58 811 2. zugehen lassen. Gleichzeitig ist der Versammlung- als praktisches der nunmehr an den Kaufmann die Aufforderung richtete, ihm zur Bache zu folgen. Etwas verwundert folgte Schönwetter dem im Jahre 1902. Ergebnis der zweijährigen und, wie der Bericht ergiebt, recht erfolg Beamten und schließlich fiel ihm ein, die Sache humorvoll aufWenn man dabei noch auf die vorlegie Veranlagung, die des reich ausgefallenen Versuche der Plan einer Versorgung zufassen; er soll nach den Aussagen der Schuyleute gesagt haben, fie Jahres 1899, zurüdgreift, fo zeigt sich außerdem, daß fowohl die aller Gemeindeschulen Berlins mit Schulärzten möchten nach den Anstrengungen und Aufregungen ein Glas Bier Bahl der Steuerpflichtigen wie auch das Gesamtvermögen in der Periode 1899/1902 wesentlich raicher gewachsen ist wie in der Periode sowie der Entwurf einer entsprechend geänderten Dienstanweisung trinten und ihnen dann einen Thaler angeboten haben. Schön1895/1899. Es stieg nämlich die Zahl der Steuerpflichtigen von für die Schulärzte vorgelegt worden. In ihrer nächsten Sigung wetter bestreitet aber entschieden, den Beamten Geld gegeben zu 1895 zu 1899 um 18 813 und das Gesamtvermögen um 1,55 werden die Stadtverordneten zu den Vorschlägen des Magistrats haben. Genug, er wurde nach der Polizeiwache in der Teltowerstraße Milliarden jährlich, von 1899 zu 1902 aber um 23 301 und 1,87 Stellung zu nehmen haben. gebracht und dort von nachts 1/3 Uhr bis zum nächsten Mittag Milliarden jährlich. Die Vermögenskonzentration, die sich in der Zunahme des treffende socialdemokratische Antrag, deffen Beratung bat, an die Mutter und ans Geschäft einen Rohrpoftbrief schreiben Mit zur Verhandlung kommen muß der die Schularztfrage be- 12 Uhr festgehalten. Er wies darauf hin, daß man sich doch auf der Wache seines Reviers nach seinen Berfonalien erfundigt habe, er Durchschnittsvermögens ausspricht, ist ganz unverkennbar; ist doch die Zahl der Steuerpflichtigen einschließlich ihrer Angehörigen im Ber- vor zwei Monaten vertagt wurde, weil die Versammlung erst die zu dürfen nichts von alledem wurde ihm gestattet. Ja auf hältnis zur Gesamtbevölkerung von 1899 zu 1902( für 1895 liegen vom Magistratsvertreter in Aussicht gestellte Vorlage abwarten Veranlassung des Vorstehers vom Revier wurde Schönwetter sogar hältnis zur Gesamtbevölkerung von 1899 su 1902( für 1895 liegen wollte. Die rathausoffiziöse Nachricht, die damals durch die Presse auf einige Beit in eine Belle gesperrt. Endlich am Mittag wurde teine Angaben vor) von 13,92 auf 13,81 surildgegangen. Die Gesamtsumme des preußischen Privatvermögens einschließ- ging, ließ im voraus erkennen, daß der Magistrat sich die Versorgung der Verhaftete hinausgeführt, allerdings nicht in die Freiheit, wie er lich des nichtsteuerpflichtigen wird auf mehr als 100 Milliarden ge- aller Gemeindeschulen mit Schulärzten wesentlich anders dachte als hoffte, fondern in den grünen Wagen. Schönwetter protestierte mit schäßt, so daß auf den Kopf der Bevölkerung ungefähr 3000 M. zu die Antragsteller. Jetzt wird durch die Vorlage bestätigt, was damals aller Energie gegen die Zumutung. zwischen Verbrechen Platz zu nehmen, angedeutet wurde. Die Antragsteller fordern für jede Schule einen er verlangte, auf seine Kosten in einer Droschke befördert zu werden, doch der Beamte hatte nur die Antwort, daß von einer Beförderung besonderen Arzt der Magistrat will für alle( jetzt rund 260) Schulen in einer Droschte keine Rede sein könne. In Gesellschaft von allerzusammen 30 Aerzte anstellen. Bisher hatte jeder der versuchsweise hand Gesindel wurde Schönwetter nun zunächst vor die Wache angestellten Aerzte zwei Schulen und bekam 1000 W., also pro in der Neuenburgerstraße gefahren, wo andre Verhaftete ihm Schule 500 M. Künftig würde, nach dem Vorschlage des Magistrats, zugefellt wurden und dann nach der Wache in der Lindens rechnen wären. Bürgerliche Armenpflege in einer katholischen Stabt. Der Streit der Armenpfleger in Krefeld, der kürzlich gemeldet ivurde, lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Art, wie diese Stadt ihre Verpflichtungen gegen die mittellofen Einwohner erfüllt. Straße, wo der Wagen ebenfalls noch Baffagiere lieblichsten| Dame kennen und lieben. Die Folgen dieses Liebesverhältnisses sind einer Brücke über die Wublik nach der Havelinsel Töplik in ihrem Kalibers erhielt. Endlich kam man auf dem Polizeipräsidium an aber nicht ausgeblieben. Der Bruder der Dame, Oberlieutenant Erwerb geschädigt fühlen. Die Wublik wurde bei diesem Brückenbau wo Schönwetter in Gesellschaft von Verbrechern weiter der Dinge der Schutztruppe Werner v. Grawert ist nun für die Ehre seiner mit einem Tamm durchquert, der bei 150 Meter Länge nur einen harren mußte. Nach einer Weile erfolgte die Vernehmung durch Schivester eingetreten und hat Aye zum Zweikampf auf Pistolen ge- Durchlaß von 4 Meter hat. Dadurch wurden die mit und gegen einen Kommissar, und nun erst ging der Polizei allmählich ein Licht fordert. Aye hatte sich im Hinblick auf seine Frau und Kinder lange den Strom schwimmenden Fische, namentlich die Aale, von dem Gebiet auf. Nachmittags halb drei Uhr erfolgte unter einigen Ent- geweigert, das Duell anzunehmen und auszufechten. Er wurde aber der Leester Fischer ferngehalten. schuldigungen und unter den Geleitworten, sich die Unannehmlichkeit gezwungen und mußte nun seine Schuld mit dem Tode büßen. nicht allzu sehr zu Herzen zu nehmen, die Entlassung. Schönwetter Nach diesem verdient der Umgebrachte ja wenig Entschuldigung. Aber 29 Jahre alte Arbeiter Rahnenführer in Tegel, Berlinerstraße 1, Wegen Brandstiftung verhaftet wurde gestern mittag der will versuchen, zunächst auf dem Wege der Beschwerde zu man muß bedenken, daß es staats- und religionserhaltende Chriſten wohnhaft. In der Nacht zum Sonntag gegen 12 Uhr brach plötzlich seinem Recht зи kommen. Nach allem, was bisher von sind, die über die Schwäche eines ihrer Brüder zu Gericht ſizen. Eine der Berliner Polizei bekannt geworden, fann man fich reizende christliche Ordnung, die zwei Menschen vor die Pistole treibt! auf den der Rahnenführerschen Dachwohnung benachbarten Bodenräumen Feuer aus, das schnell große Ausdehnung gewonnen hatte auch über diesen Mißgriff allerdings kaum noch wundern. treibt! Woher soll aber nach solchen Erfahrungen jemand den Mut nehmen, und den Dachstuhl in seiner ganzen Ausdehnung ergriff. Nur dem Unfallstationen und Rettungswachen. Die Berliner Mitglieder Umstand, daß der Fahrer Blanke, der mit seinem Straßenbahnwagen bei einem Ereignis wie dem in der Belle- Alliancestraße, sich als des Centralfomitees für das Rettungswesen haben in einer dieser um diese Zeit in Tegel eintraf, sofort den Feueralarm veranlaßte, Samariter zu bethätigen? Tage abgehaltenen Zusammenkunft folgende Resolution angenommen: ist es zu danken, daß die freiwillige Feuerwehr in großer Stärke Der Arbeiter- Sängerbund hat jetzt für jeden Stadtteil Obmänner in Preußen halten die Verschmelzung der drei am Rettungswesen be- brennenden Bodenraum schlafenden Kinder des Hauseigentümers, „ Die Berliner Mitglieder des Centralkomitees für das Rettungswesen schnell zur Stelle war und den Brand löschte. Die hart an dem ernannt, welche in der Lage find, jederzeit Sänger nachzuweisen. teiligten Berliner Institutionen, Sanitätswachen, Unfallstationen und der selbst mit seiner Frau auf einer Festlichkeit weilte, wie dessen Damit ist einem längst gefühlten Bedürfnis genügt worden. Es Rettungsgesellschaft für unbedingt notwendig und im allgemeinen Dienstmädchen waren bereits aufs höchste gefährdet und retteten sich tritt nicht mehr der Fall ein, daß man beim Bedarf von Sängern Interesse geboten. Sie wählen zu weiterer Verhandlung mit den drei nur notdürftig bekleidet. Der Angriff der Feuerwehr geschah von von einer Stelle zur andern geschickt wird und zum Schluß dann beteiligten Körperschaften eine Kommission bestehend aus den Helen: allen Seiten zugleich, so daß das Feuer keinen zu großen Schaden noch insoweit wenig Ursache zur Befriedigung hat, als infolge des Excellenz v. Bergmann, Geh. Med.- Rat Dr. Dietrich, Stadt- anrichtete. Tie Wehr rückte ab und ließ eine Brandwache zurück. Ausfalles von Proben und der Zusammenziehung mehrerer Lieder- rat Dr. Münsterberg, Stadtrat Sanitätsrat Dr. Straß- Plöglich schlugen aus einem zur R.schen Wohnung gehörigen Raum mann, Stadtrat Dr. Waldschmidt. tafeln die Gesangsvorträge nicht immer zu den mustergültigen gedie hellen Flammen wieder heraus. Ohne daß sich die übrige Wehr, hören. Der Arbeiter- Sängerbund muß allerdings die Forderung er- Auf der Eisbahn der Ober Spree tummelten sich gestern trotz die sich noch im gegenüberliegenden Lokale aufhielt, nötig wurde, heben, daß die Bestellung von Sängern rechtzeitig erfolgt. Schließlich des scharfen Ostwindes, der die Fahrt von Grünau nach Schmöck- löschte die Brandwache auch dieses Feuer. Am Morgen besichtigte der wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß gemäß dem Bundes- i sehr mühsam, den Rücklauf natürlich um so angenehmer ge den Brandherd und fand so bedenkliche Anzeichen, daß bei der behörð Eigentümer, der selbst stellvertretender Oberführer der Feuerwehr ist, staltete, zahlreiche Sportfreunde. In der Bucht von Grünau und beschluß die Sänger bei der Maifeier unentgeltlich fingen und auch dann wieder oben im Langen See, ganz besonders aber im Zeuthener lichen Revision die Verhaftung des Ehepaares Rahnenführer erfolgte. ihr Billet bezahlen; bei andern Parteifesten ist jedem Sänger freier See ist das Ideal der glatten Spiegelfläche gegeben. Doch drängt Die Frau wurde jedoch wieder entlassen. Eintritt zu gewähren. sich bei der Gelegenheit eine andre Frage auf: Wenn der Fiskus Dachstuhlbrand. Jm Hause Luitpoldstr. 20 zu Schöneberg Als Obleute, an die man sich ausschließlich wenden wolle, find die Eisbahn verpachtet und sich dafür schweres Geld bezahlen läßt, entstand gestern abend ein umfangreicher Dachstuhlbrand. Die Bestellt: Centrum: Adolf Hübner, Wilhelmstr. 184. Südist er dann nicht auch verpflichtet, dafür zu sorgen, daß jede Gefahr Feuerwehr hatte 11 Stunden zu thun, bis der Brand gelöscht war. to est en: Berger, Bülowstr. 66. Vertreter: D. Zwanzig, 3offener- für Leben der Schlittschuhläufer ausgeschlossen ist? Die Dampfer straße 55.- Süden: Fr. Kortum, Lausitzerstr. 33, III. Bertreter: Gesellschaften suchen natürlich durch Eisbrecher den Flußlauf Auguste Reppmann aus ihrer in der zweiten Etage des Hauses Aus Rigdorf. Am Sonntagabend stürzte sich die verehelichte Da denn ist es Südosten: D. Raiche, offen zu halten. Zeiß, Prinzessinnenstr. 10, IV. Sonntag zum Mariannenplatz 5. Vertreter: H. Thate, Naunynstr. 20. Dften: fich nachmittags auf der abgenommenen Eisbahn Beispiel bei dem Sportdenkmal bei Grünau passiert, Richardstraße 22 belegenen Wohnung auf den Bürgersteig hinab und blieb sofort tot. Schivermut soll das Motiv des Selbstmordes der Eisbahn ein halb Kupfer, Petersburgerstr. 56. Vertreter: Dietrich, Zorndorferstr. 51, meterbreiter Spalt bildete. Der Eispächter stellte abends bei Dunkel- 65 Jahre alten Frau gewesen sein.- Lebensgefährliche Verlegungen Quergeb. III. Nordosten: Meier, Marienburgerstr. 31 a. Ver- heit einen Mann mit einer Laterne an die gefährliche Stelle hin erlitt der 55 Jahre alte Kutscher Eduard Schmidt aus der Schönleintreter: Snappert, Dunderstr. 6. Norden: Schönhauser wie ist es aber, wenn ein Schlittschuhläufer spät nachts straße 8 dadurch, daß in der Juliusstraße hierselbst seine Pferde durchVorstadt: Niese, Eichendorffstr. 9.- Oranienburger zurückkehrt im Vertrauen darauf, daß er vormittags die Strecke gingen, wobei Sch. unter den Wagen geriet und überfahren wurde. und Rosenthaler Vorstadt mit Gesundbrunnen befahren, nichts Gefahrvolles bemerkt, außerdem in Sicherheit, weil In Hoffnungslosem Zustande ward der Bedauernswerte dem Krankenund Wedding: Marzellier, Putbuserstr. 34, II. Vertreter: der Fistus nicht bloß die Bahn freigegeben, sondern auch noch Geld hause am Urban zugeführt. Neumann, Kolbergerstr. 21/22. In Trebbin hat der Drechslerlehrling Buffe, der bei dem dortigen Moabit: Bimberg, Strom- dafür sich hat bezahlen lassen? Sollte man nicht meinen, der Fiskus übernehme damit auch ein Stück Verantwortung, wenigstens soweit, Drechslermeister Gräfe in der Lehre war, auf entsegliche Weise straße 27, I. daß, wenn er die Bahn freigiebt, er auch dafür zu sorgen hat, daß Selbstmord verübt. Der junge Mann warf sich auf dem Bahndurch die Eisbrecher der Dampfergesellschaften nicht die Sicherheit hofe vor den daherbrausenden Schnellzug; er wurde furchtbar zuder verpachteten Eisbahn gefährdet wird? gerichtet ins Krankenhaus gebracht, wo er nach kurzer Zeit starb. zu treffen habe. " am daß Frau Dr. Virchow hat dem Märkischen Provinzialmuseum die große filberne Ehrensäule mit allegoriſcher Darstellung zum Geschent überwiesen, welche ihrem Gemahl zu dessen 70. Geburtstage " Gerichts- Zeitung. Der verbotene Paul Heyse. Das Lessingtheater wollte das Drama Heyses„ Maria von Magdala" aufführen. Die Aufführung wurde jedoch vom Polizeipräsidenten verboten, weil sie geeignet Die Leiche der Martha Kersten, die in der vergangenen Woche wäre, das religiöse Empfinden der christlichen Bevölkerung zu ver- beim Restaurant Waldkater" in der Jungfernheide erschossen auflezen. Auf die Klagen des Dichters und des Direktors Neumann gefunden wurde, ist am Montagnachmittag um 1 Uhr in der Halle Hofer hob jedoch der Bezirksausschuß das Verbot auf. In des Tegeler Friedhofes durch den Kreisphysikus Dr. Schulze in dem Stück erblicke der Bezirksausschuß eine Ver herr Gegenwart einer Gerichtskommission geöffnet worden. Die Leiche Kautionsschwindeleien ärgster Art wurden den Kaufleuten Lichung der dem christlichen Bewußtsein besonders werten wies, wie wir mitteilten, zwei Schußwunden auf, eine in der linken Bernhard Völker und Hermann Haß zur Last gelegt, welche Passionsgeschichte, die in etwas andrer Form dem modernen Menschen Schläfe und eine über dem rechten Auge. Anfangs glaubte man, gestern der achten Strafkammer des Langerichts I aus der Unternahegebracht werde. Daß aber in der Form der Dichtung auch nur daß beide von einer einzigen Kugel herrührten, die an der Schläfe fuchungshaft vorgeführt wurden. an irgend einer Stelle eine verlegende, höhnische oder parodistische in den Kopf eingedrungen und an der Stirn wieder herausgetreten sich in der Gitschinerstraße ein Geschäft auf, welches sich nach dem Jm verflossenen Frühjahr that Wendung enthalten sei, habe der Beklagte selbst nicht behauptet. wäre. Die Leichenöffnung zeigte jedoch, daß die Wunden von zwei vor dem Hause angebrachten Schilde als ein StellenbermittelungsDer dritte Senat des Ober- Verwaltungsgerichts unter dem Vorsiz des verschiedenen Schüssen herrühren. Es ist das für die Frage, ob ein und Vakanzenbureau, Herausgabe des wöchentlich erscheinenden Herrn von Strauß und Tornay hobdie Vorentscheidung wieder auf und Selbstmord oder Tötung mit Einverständnis oder ein Mord vorliegt," Vakanzenanzeigers" fennzeichnete. Die Inhaber dieses Bureaus erflärte das Verbot für gerechtfertigt. Der Ministerialerlaß, nicht ohne Bedeutung. Der Kaufmann Noecker behauptet immer waren die beiden Angeklagten. Da keiner von ihnen über Mittel verbetreffend die Stücke, deren Stoffe aus der Bibel entnommen seien, noch, daß er mit zwei Schüssen im Kopf einige Tage bewußtlos im fügte, so verschafften sie sich solche durch Kautionsschwindeleien. Es wäre nicht maßgebend für den Senat; er diene nur den Behörden Walde gelegen habe. Es wird jedoch angenommen, daß Noecker sich zeigte sich, daß diese Spekulation auf die Vertrauensseligkeit der zur Instruktion, enthalte teine gesetzgebende Bestimmung. Für den die Verletzungen erst später in seiner Wohnung beigebracht hat. Stellensuchenden trotz aller Warnungen von außerordentlichem Erfolg Verwaltungsrichter fämen nur§§ 10 und 17 des Allbegleitet war. Auf den Briefbogen der Firma prangte am Stopfe gemeinen Landrechts in Betracht, wonach die Polizei das Motto: Humanität und Gerechtigkeit" und dies Die nötigen Anstalten zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung erweckte bei vielen Stellensuchenden Vertrauen. Nun sei hier davon auszugehen, daß in einem nahmen innerhalb weniger Monate acht verschiedene Leute aus allen Die Angeklagten Christlichen Staate oder das als Teil der öffentlichen Ordnung geschützt werden müsse. Die des Baurats und Stadtältesten Cantian haben das Museum Rechercheure. Sie wurden allesamt außerhalb des Bureaus mit anGs jei aber auch anzunehmen, daß" Maria von Magdala" ein An- überwiesen, welche sich zumeist auf die Herstellung der großen vermochten, so daß selten ein Angestellter von der Eristenz eines griff auf dieses zu schützende Gut sei. Das nähere darüber werde Granitschale im Zuftgarten beziehen. Endlich erhielt das Sollegen eine Ahnung hatte. Zu tassieren gab es nichts. In allen Museum noch interessante Manuskripte des Schloßbaumeisters Professor Fällen mußten die Stellensuchenden Kaution stellen. im schriftlichen Erkenntnis ausgeführt werden. Verlangt Drollig ist der Gegensatz in der Auffassung des Bezirksausschusses Martin Friedr. R a be, welche sich bisher im Besize der Königlichen wurden 1000 bis 1500 Mart, konnte der Bewerber aber nicht so und der des Ober- Verwaltungsgerichts. Dieses nennt einen An- Akademie der Wissenschaften befanden. viel hinterlegen, so begnügten sie sich auch mit weniger. Jm ganzen griff", was jener eine Verherrlichung" nannte! Der Einbrecher, der in der Nacht zum Sonnabend in das erbeuteten die Angeklagten gegen 9000 Mart, die sie für ihren Eine kommunale Wohnungsnot vor hundert Jahren. Gegen Musikaliengeſchäft von Zechlin, Belleallianceſtr. 9, eingebrochen ist Lebensunterhalt verbrauchten. Als die Katastrophe nach etwa sechs das heute so beliebte Schlagwort:" Es giebt feine Wohnungsnot!", und Herrn Zechlin mit vier Revolverschüssen verwundet hat, ich nicht, Monaten hereinbrach, war außer dem notdürftigsten Material und hätten die Väter der Stadt vor beinahe hundert Jahren energisch wie er angab, der Tapezierer Paul Schröder, sondern der 23 Jahre den Briefbogen mit der Ueberschrift:„ Humanität und Gerechtigkeit" Front gemacht. Damals war es teine Kleinigkeit für die Stadt- alte Tapezierer Franz Nimmscholz. Obwohl er noch nicht bestraft nichts vorhanden. Einer der Zeugen erzählte im Termin, daß er verordneten, passende Räume für ihre Sizungen zu finden und sie ist, scheint er doch schon manches auf dem Kerbholz zu haben, denn dem Angeklagten Völker mit Anzeige gedroht habe, als dieſer einman fand bei ihm außer einem Revolver ausgezeichnet gearbeitetes geräumt hatte, daß er außer stande sei, die Kaution zurückzugeben. mußten von Pontius zu Pilatus ziehen. Das ging so zu: Als Einbrecherwerkzeug. dem kaum ein Schloß widerstehen könnte und das Da habe Völker auf ein altes Buch gezeigt mit der Erwiderung: Friedrich Wilhelm III. notgedrungen die preußische Städte- Ordnung „ Dies ist das siebente Buch Mosis, das verleiht mir geheime Kräfte, berliehen hatte, traten die Berliner Stadtverordneten zuerst im Palais er selbst angefertigt haben will. wenn Sie mich anzeigen, fann ich es bewirken, daß Sie innerhalb des Prinzen Heinrich, der jeßigen Universität, zusammen. Bald aber Opfer der Arbeit. Von einem entseßlichen Unglücksfall im furzer Zeit erblinden." Der Zeuge hat sich von der Erstattung einer mußten sie hier den Staub von ihren Füßen schütteln und, da in den Betriebe der Allgemeinen Elektricitäts- Geſellſchaft, Boltastraße, er- Anzeige doch nicht abhalten lassen. Im Termin legten die AngeRathäusern tein Plaß war, auf die Wohnungssuche gehen. Aber ein halten wir nachträglich Kenntnis. Als der Bohrer W. Krüger nachts schuldigten ein offenes Geständnis ab und räumten ein, daß das ganze Saal für 102 Personen war 1809 noch nicht aufzutreiben. Zudem beim Buzen feiner Maschine beschäftigt war und dabei ein Geländer Geschäft auf Schwindel beruhte. Die Verteidiger, Rechtsanwalte fehlte das Geld, um die Bänke für die Väter der Stadt anzuschaffen, erſteigen mußte, glitt er aus und setzte im Fallen mit dem rechten Dr. Schwindt und Werthauer, mußten sich darauf beschränken, eine auf denen dieſe das Wohl ihrer Stinder beraten sollten. Man borgte Fuß eine Einschaltvorrichtung der Maschine in Bewegung. Dadurch möglichst geringe Strafe zu erzielen. Der Gerichtshof verurteilte daher jedesmal die Bänke aus dem Opernhause! Endlich fand man geriet Krüger mit der rechten Hand zwischen zwei am oberen Ende den Angeklagten Völker zu drei Jahren Gefängnis und in der Kurstraße Nr. 50 eine erste Etage von sieben Stuben, für die der Maschine laufende Zahnräder, die keinerlei Schutzblech trugen. fünfjährigem Ehrverlust, den Angeklagten Haß zu anderthalb man halbjährlich 125 Thaler Miete zahlen mußte. Das war aber für Vier Finger wurden dem Unglücklichen buchstäblich zermalmt. Nach Jahren Gefängnis und dreijährigem Ehrverlust. Als die damalige Verhältnisse eine schwere Menge Geld, und um zu sparen, dem ihm ein Notverband angelegt war, wurde er ins Lazarus Verurteilten abgeführt wurden, ergingen sich die armen von ihnen trat man einen Teil der Wohnung gegen Entschädigung an die Burger- Krankenhaus gebracht. Krüger ist verheiratet und Vater von fünf Betrogenen in lauten Verwünschungen. Zehn Jahre hätten sie be= garde ab. Mit Mühe und Not wurde das Geld für die Bänke auf Kindern; er war erst fünf Wochen im Betriebe der Allgemeinen kommen müssen!" rief man ihnen nach. gebracht, da die Oper ihr Inventar nicht mehr herleihen wollte. Elektricitäts- Gesellschaft beschäftigt. Hoffentlich thut der GewerbeNach einem halben Jahr wurden aber die Berliner Stadtverordneten Inspektor in diesem Falle feine Pflicht. schon wieder an die Luft gesetzt, und nach langem Suchen famen sie Das in der Niederlagstraße Nr. 1 für 500 Thaler jährlich unter. Betergeschrei über diesen Preis und zwölf Thaler Schornsteinfegergeld extra war entsetzlich es war nicht zu erschwingen, zumal auch die Tischlerrechnung für die Bänke noch nicht beglichen war. Da half wieder die Bürgergarde aus der Not und übernahm einen Teil des Lokals. Der Besizer des Hauses fand aber an den vielen Menschen ebenso wenig Gefallen, wie die heutigen Hausbesitzer an Kindern: Tode entgangen waren. Dieser Unfall hatte Veranlassung zu einer die Stadtverordneten wurden schon nach zwei Jahren wieder an die Quft gesetzt. Sie fanden nun in der Börse für 300 Thaler Miete und sechs Thaler Schornsteinfegergeld ein fümmerliches Unterkommen, bis endlich eines der Rathäuser sie aufnahm. Wenn vor hundert Jahren es so den Vätern der Stadt gegangen ist, warum sollen da Heute die Kinder klagen, wenn sie ruhelos wie der ewige Jude von Stadtteil zu Stadtteil wandern? werden. Der Ende November in Haft genommene Stationsvorsteher Ernst Flöter zu Stegliz stand gestern wegen Unterschlagung amtlicher, Das Haus Wilhelmstraße 106 muß auf baupolizeiliche Anord: Gelder vor dem Schwurgericht des Landgerichts Berlin II, welches Die Mieter des unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Reine de eine neue Tagung nung von den Bewohnern geräumt werden. Vorderhauses sind bereits jämtlich gezogen, während die Wohnungen gung führte Rechtsanwalt Dr. Schwindt. Der Angeklagte hat der Seitenflügel von ihren Mietern am 1. April d. J. verlassen werden begann. Die Anflage vertrat Staatsanwalt Sachse, die Verteidi müſſen. Im Juni v. J. war im Vorderhause im zweiten Stockwerf den Feldzug 1870/71 mitgemacht, ist Vater von 9 Kindern und seit eine Decke eingestürzt, wobei zwei Stinder nur mit genauer Not dem dem 1. April 1898 als Stationsvorsteher zweiter Stlasse in Steglit angestellt. Er bezog als solcher ein Gehalt von 2400 M., 160. gründlichen Untersuchung des über 150 Jahre alten Gebäudes ge- 3ulage und hatte freie Dienstwohnung. Zu seinen Obliegenheiten geben. Dabei stellte sich heraus, daß das Gebäude im hohen Grade gehörte die tägliche Abrechnung mit der Güterabfertigungsstelle und baufällig ist und von Menschen auf die Dauer nicht mehr bewohnt die Führung zweier Stassenbücher, nämlich eines Quittungsbuches werden kann. Das Haus wird infolge dessen am 1. April abgebrochen über die Tageseinnahmen der Güterabfertigung und eines Notizbuches für den Tagesabschluß. Als am 23. September v. J. der EisenbahnEin neuer großer Verkehrsplan von Berlin ist jetzt im Verlag Stassenkontrolleur Burchardt eine Revision bei ihm vornahm, sagte ihm von A. Mende, Oranienstr. 176 erschienen. Von allen Berliner der Angeflagte sofort, daß die Kasse ein Manto von etiva 1300 M. Blänen ist dieser wohl der ausgedehnteste. Er umfaßt 545 Quadra aufweise und es ergab sich denn auch ein Fehlbetrag von 1301 M. Dr. Langerhans soll der„ Berl. 3tg." zufolge die Absicht haben. Kilometer und erstreckt sich im Norden bis Dalldorf und Rosenthal, 50 Bf. Es wurde festgestellt, daß der Angeklagte von einer hiesigen seines hohen Alters wegen nicht wieder für den Reichstag zu im Süden bis Zehlendorf, im Often bis Falkenberg und Nieder- großen Firma, die die einzelnen Frachtverrechnungen vermeiden fandidieren. Wie berichtet wird, hat der Stadtälteste und Stadt Schöneweide und im Westen bis zu dem hinter Spandau gelegenen wollte, einen größeren Frachtvorschuß erhalten hatte. Diese Gelder verordnete Kämpf, Präsident der Aeltesten der Kaufmannschaft, die Dorfe Staaten. Der ganze Grunewald befindet sich auf der Karte hatte er nicht mit den übrigen Geldern vermischt, sondern in ein beAbsicht, sich um das Mandat zu bewerben. Herr Kämpf gilt auch sowie ein stattlicher Teil der Spandauer Stadtforst. Giebt es jonderes Fach gethan. Als er in Geldnot geraten war, hatte er dieses als Stadtverordneten- Vorsteher der Zukunft. Berlin selbst auch größere Karten, so ist der Mendesche Plan von Geld zunächst in fleinerem Umfange angegriffen und dann nach und Der Der im Duell umgebrachte Dr. Ane aus Flensburg ist gestern allem, soweit die Vororte in Betracht kommen, ein Muster von Viel nach bis zu der oben genannten Höhe für sich verbraucht. Durch geschickte Anwendung von Schaden ist von ihm schließlich ersetzt worden. Bei der Verhandlung auf dem Militärfriedhof in der Hasenhaide beerdigt worden. Ueber ſeitigkeit und lebersichtlichkeit. die Motive, die zu dem Zweikampf führten, meldet das„ Berl. Egbl.": neun Farben ist es gelungen, das Gebiet der einzelnen Orte genau handelte es sich im wesentlchen um die Frage, ob der Angeklagte amtliche Gelder unterschlagen und zur Verdeckung dieser UnterIm persönlichen Verkehr war Aye ein liebenswürdiger und jovialer zu bezeichnen. Der Preis beträgt drei Mark. schlagungen die zur Einnahme und Ausgabe bestimmten Bücher un Mann, voller Lebenslust. Da er ausgesprochen schön war, war er In der Ohren-, Nasen- und Hals- Klinik Karlstraße 32 born richtig geführt habe. Staatsanwalt Sachse vertrat diese Ansicht, auch ein Liebling der Frauen und hatte zahlreiche Liebesverhältnisse. trotzdem er in glücklicher Ehe verheiratet war. Aber es fam niemals 1 Treppe links, finden die unentgeltlichen Sprechstunden für un- während Rechtsanwalt Dr. Schwindt ausführte, daß die Entmit seiner sehr reichen, vom Lande stammenden Gattin zum Bruch. bemittelte Ohren-, Rafen- und Halsleidende nicht mehr wie bisher gegennahme der Frachtvorschüsse eine private Gefälligkeit des Angeklagten darstelle und dieser das Geld nur in persönliche Verwahrung da er sie immer wieder durch seine Liebenswürdigkeit zu beschwichtigen täglich von 9-11, sondern von 10-12 Uhr vormittags statt. genommen habe. Die Geschworenen sprachen ihn denn auch nur der und zu fesseln wußte, wenn die delikaten Affairen des Gatten zu einfachen Unterschlagung schuldig. Der Staatsanwalt beantragte ihren Ohren famen. Die Schwäche Dr. Ayes den Frauen gegenüber 6 Monate, der Gerichtshof erkannte auf vier Monate Gefängnis, hat aber schließlich zu seinem Verderben, zum Duell im Grunewald und zum Tode geführt. Bei dem in Flensburg in Garnison stehen- Eine Entschädigungsflage von über 100 000 m2. haben vier rechnete einen Monat auf die Untersuchungshaft an und setzte den den Kriegsgerichtsrat Grünwaldt war im letzten Sommer die Schwester Fischer aus dem Dorfe Leeft bei Potsdam gegen den Fiskus und Angeklagten auf freien Fuß. der Frau, ein Fräulein v. Grawert zum Besuch. Aye lernte die junge gegen den Kreis Bauch- Belzig angestrengt, weil sie sich durch den Bau Aus den Nachbarorten. Aus der Frauenbewegung. Rigdorf. Eine gut besuchte Versammlung des Vereins gewerblich thätiger Frauen und Mädchen Rigdorfs und Umgegend fand am Donnerstag bei Mercier, Steinmetzstr. 113, statt. Der interessante Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über:„ Erdinneres und Bulkanausbrüche" fand reichen Beifall. Verfammlungen. " " 1 Ein " Vermischtes. " Eine nächst auf die großartige technische Vervollkommnung ein, die im Kassierer der Zahlstelle Wilmersdorf Köhler gelvählt. Nach dem Müllerberufe eine große Umwälzung hervorgerufen hat. In den Bericht der Delegierten über ihre Thätigkeit in der Getvertschaftsautomatischen Mühlen jagt eine maschinelle Berbesserung die andre. fommission wurden Joft und Flemming als Delegierte wieders werden heute Mühlen gebaut, die bei einer Leistungsfähigkeit gewählt. Bum Mitglied in die 21er- Kommiſſion des Volkshauses bon 100 000 Kilogramm Mehl pro Tag nur noch 15 Arbeiter er wurde Feige gewählt. Das Verkehrslokal befindet sich von jetzt etfordern, während dazu früher 75 Arbeiter erforderlich waren. In ab im Volkshause", Rosinenstr. 3, vorn, parterre. solchen Betrieben bedarf es auch nur einer fleinen Zahl gelernter In Charlottenburg fand am 13. d. M. die Generalversammlung Müller, da die einzelnen maschinellen Handgriffe sehr bald von un- der dortigen Zahlstelle des Maurerverbandes statt. Nachdem Busse gelernten Arbeitern verrichtet werden können; find doch in einem den Jahresbericht des Vorstandes erstattet, und Lehmann den Kassender größten Mühlenbetriebe Deutschlands, der" Baltischen Mühle" bei Kiel, kaum ein Drittel der gesamten Arbeiter gelernte Müller. bericht für das 4. Quartal 1902 sowie über das abgelaufene Jahr Infolgedeffen ist das Angebot von Arbeitskräften auch sehr groß, two- gegeben hatte, erfolgte die Neuwahl der örtlichen Verwaltung. Als I'm fünften Wahlverein hielt Dr. Friedeberg am durch dann wieder die Löhne stark gedrütt iverden. Laut Feststellung Delegierter zum Verbandstage wurde Wilh. Schulze gewählt. Donnerstag, den 15. dieses Monats, einen Vortrag über der Berufsgenossenschaft beträgt der Durchschnittslohn im Bereiche Ober- Schönweide. Zu einer imposanten Protestkundgebung gedas Thema:„ Ueber welches Machtmittel verfügt das Proletariat der Sektion 4, also Brandenburg- Berlin, nur 746 M. pro Jahr. staltete sich die am 15. d. M. abgehaltene von nahezu 900 Personen zur Niederwerfung der Klassenherrschaft". Der Redner fagte unter In Berlin selbst sind Stundenlöhne unter 30 Pf. durchaus teine besuchte Bolts- Versammlung im Wilhelminenhof. Nachdem die Anandrem: Während früher eine lebhafte Begeisterung für die Ver- Seltenheit. Ein Hauptübelstand in der Müllerci ist die übermäßig wesenden ein Referat des Genossen Bruns über die Gewaltakte im wirklichung des revolutionär- socialistischen Gedankens in unfren lange Arbeitszeit. Wohl existiert eine Bundesratsverordnung vom deutschen Reichstage im allgemeinen und der Thätigkeit der„ OrdReihen herrschte, verfügen wir jetzt über große Massen organisierter Jahre 1899, wonach für die Arbeiter der Dampfmühlen eine zehn- nungsparteien" im Streise Nieder- Barnim im besonderen mit InterUrbeiter, wir erhalten bei den Wahlen eine große Menge social- stündige und für Wassermühlen eine achtständige Ruhezeit pro Tag effe und Beifall entgegengenommen hatten; wurde das Flugblatt, demokratischer Stimmen, aber das revolutionäre Denfen und Empfin- vorgeschrieben ist, doch an diese Verordnung hält sich überhaupt nie- welches auch das„ Ober- Schöneweider Tageblatt" seinen Lesern be den fehle der Masse. Die Gewerkschaftsbewegung habe ja viel für die mand. Für Berlin und die nächste Umgebung haben die Mühlen- tannt gegeben hatte, in der Diskussion besonders von Münzer tiefer Hebung der Lebenslage ihrer Mitglieder gethan, aber die Erkenntnis arbeiter eine zwölfstündige Arbeitszeit, sie wird aber durch ein stark gehängt. In diesem Flugblatt wird u. a. über den Terrorismus“ für die Notwendigkeit der Umgestaltung der kapitalistischen Gesellschaft ausgebildetes Ueberstundensystem fast regelmäßig auf 14 bis der Socialdemokratie Beter und Mordio geschrieen, das deutsche Volk fei ihnen verloren gegangen, wenn sie sie überhaupt je besessen hätten. 15 Stunden erhöht. Ja, in einzelnen Betrieben läßt man die Leute wird an sein Hausrecht" erinnert, gegenüber dem gewesenen Den Klassencharakter der Gesellschaft fönnten die Gewerkschaften über- fogar 16 und 18 Stunden täglich arbeiten, und dabei ist die Sonn- Rechtsanwalt" Stadthagen und dem" Juden Singer"; und zuletzt haupt nicht ändern. Die Hoffnung der Genossenschaften, durch tagsarbeit ebenfalls noch in den meisten Betrieben üblich. Bei solcher wird der aus dem Mittelstand hervorgegangene" Baumeister Felisch Konsum- und Produktiv- Genossenchaften die Gesellschaft allmählich zu enormen Ausnutzung der Arbeitskraft erklärt sich denn auch die hohe als Kandidat zur kommenden Reichstagswahl vorgeschlagen. Der einer socialistischen umzuformen, sei eine haltlose. Auch auf den Unfallziffer des Berufs. Seit dem Jahre 1886 hat sich die Zahl der Retter", welcher brieflich eingeladen war, hatte nicht den Mut, seine Parlamentarismus habe die Arbeiterschaft übertriebene Hoffnungen Unfälle vervierfacht, so daß die Müllerei- Berufsgenossenschaft mit aus dem sicheren Hinterhalt seiner Bureauftube geschleuderten Vergesetzt. Durch unsre Mitwirkung in den Parlamenten und den ihrer Unfallziffer bereits an dritter Stelle steht. In den meisten leumdungen vor der Oeffentlichkeit persönlich zu vertreten. städtischen Vertretungen sei das Wesen des Klassenstaates weder ver- Betrieben mangelt es auch an sanitären Einrichtungen, wie Bädern, Resolution wurde einstimmig angenommen, in welcher dem Verändert worden, noch könne es dadurch jemals erschüttert werden. Die Arzneikästen, genügender Ventilation usw., und dabei ist es doch all- halten des Genossen Stadthagen im Reichstage vollste Sympathie ausGegner würden es voraussichtlich zu hindern suchen, daß wir zur gemein bekannt, welchen nachteiligen Einfluß die stets von Staub er- gesprochen und die Niederträchtigkeiten der Stüßen der Gesellschaft" ausschlaggebenden Partei im Parlament werden. Demgegenüber füllte Luft auf den Organismus des Arbeiters ausübt. Eine Ab- aufs schärfste gebrandmarkt wurden. müsse das Proletariat beweisen, daß es willens sei, das kapitalistische stellung der Uebelstände durch die Gewerbe- Inspektion ist nicht zu Joch durch Thaten abzuschütteln. Duzu feien wir aber noch nicht erwarten, denn diese ist durchaus ungenügend und den Betriebsstart genug, denn der früher so machtvoll vertretene revolutionäre inhabern gegenüber auch völlig machtlos. So sind die Arbeiter denn Gedante fei verflacht. Hier sei der Hebel unsrer Agitation anzusetzen. auf die eigne Kraft angewiesen, die in ihrer Organisation liegt. Geftrandeter Dampfer. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd, Dem Proletariat müsse wieder revolutionäres Denken und Empfinden Die Diskussion gestaltete sich recht ausgiebig. Verschiedene Redner beigebracht werden. Wenn das vorhanden sei, dann können uns die fritisierten die Mangelhaftigkeit der Schuhvorrichtungen sowie der" ahn", von Italien nach New York unterivegs, ist gestern früh Gegner nichts anhaben. Als uns in Sachsen das Wahlrecht genommen Ankleide- und Eßräume. Alle varen darin einig, daß endlich einmal bei Tunara, 10 Meilen östlich von Gibraltar, bei Nebel und Regen tourde, da hätte die Arbeiterschaft zeigen müssen, daß sie den herrschen- mit der unverantwortlich langen Arbeitszeit wie auch mit der schlechten gestrandet. An Bord befinden sich 1500 Passagiere, derunter 300 den Klassen gegenüber ein gewaltiges Machtmittel anwenden könne, Entlohnung gebrochen werden müsse. Eine dahingehende Resolution erster Klasse; die übrigen sind Auswanderer. Bergungsdampfer sind zu Hilfe gegangen. Man betrachtet die jetzige Lage des Tanzpfers nämlich den Generalstreik. Man dürfe sich nicht länger mit der wurde einstimmig angenommen. als ungefährlich. Nach einer späteren Meldung warten die BergungsFassung von Resolutionen begnügen, das Proletariat müsse die Non- Die Lithographen hielten am Mittwoch, den 14. d. M., ihre dampfer die Flutzeit ab, um die Zahn" flottzumachen. Das Wetter sequenzen aus seiner Klaffenlage ziehen, es müsse socialistisch denken, Jahres- Generalversammlung ab. Nach Erledigung einiger geschäft- hat sich gebeffert. Die Passagiere befinden sich an Bord. fühlen und handeln. In der lebhaften Diskussion erklärte sich Regge licher Angelegenheiten gab Dübelt den Kassenbericht für das abgeinit dem Referenten in allen Teilen einverstanden. Dagegen erhoben laufene Jahr. Nach demselben deckten sich Einnahmen und Ausgaben weiteres Telegramm aus Gibraltar meldet: Der englische Marine- Schleppdampfer„ Energetic" und der amerikanische Kreuzer Leo Schmidt, Liepmann und Wels gegen verschiedene Aus- mit 11 084,70 m. Bedeutende Summen wurden durch Unter." Hartford" versuchten bei Hochkoaſſer mit Hilfe der Schleppdampfer führungen desselben entschieden Widerspruch. Besonders erklärten stützungen aus Anlaß der wirtschaftlichen Krise verschlungen. So" Newa" und" Herakles" den Dampfer des Norddeutschen Lloyd fie, die Ausführungen des Referenten über die Gewerkschafts- für Arbeitslosen- Unterstüßung 5810,55 M. und für Unterstüßung" Lahn" flottzumachen, aber ohne Erfolg. Die Lahn" bleibt fest bewegung, sowie seine Ansichten betreffs des Generalstreiks nicht Gemaßregelter 90 M. Aus demselben Grunde war es trob eifrigster auf der Sandbank und wird voraussichtlich die Passagiere von Bord teilen zu können. Auf solche Experimente dürfe sich das deutsche Agitation nicht möglich, den Mitgliederbestand um mehr als 5 zu er geben und einen Teil der Ladung ausschiffen müssen, che sie wieder Proletariat nicht einlassen, übrigens ermutige der belgische General- höhen; er beträgt jest 487. Im letzten Quartal tamen 2862,50 M. flott wird. Das Wetter ist ruhig. Nach einer Lloyd- Meldung ist fireit auch keineswegs zu diesem Vorgehen. In seinem Schlußwort ein. Lavon gingen an die Haupttaſſe 926,18 wr. Für Arbeitslosen- es enſchieden, bak vit„ Sahn" gelichtet werden muß; es find daher bemerkte der Referent, daß er die Thätigkeit der Gewerkschaften wohl Unterstützung 1197,10 M. Nach einer B.rechnung des Redners ent- Leichter abgesandt. zu würdigen wisse. Er habe durch seinen Vortrag nicht nur zu den gingen den im letzten Jahre auf dem Arbeitsnachweis des Verbandes Anwesenden reden, sondern auch die Parteipresse aufrütteln wollen, gemeldeten Arbeitslosen bei Annahme von nur 20 M. Wochenlohn die sich vielmehr auf die Ausschlachtung von Tagesneuigkeiten, als 35 000 M. Arbeitslohn. Hierauf gab Tischendörfer als auf die Propagierung des Socialismus verlege. erster Vorsitzender den Vorstandsbericht. Er teilte mit, daß er sich Der Arbeiter- Sängerbund von Berlin und Umgegend hielt am Angriffe, die feiner politischen Ueberzeugung wegen gegen ihn gegenötigt fehe, fein Amt niederzulegen, da er der ewigen 11. Januar in der Brauerei Friedrichshain eine Ausschußsizung ab. richtet würden, müde sei. Die Neuwahl des Vorstandes ergab Zur Aufnahme in den Bund hatten sich gemeldet:" Eintracht" folgende Besetzung: erster Vorsitzender 2. Bartels; zweiter Vorsitzender ( Bankow)," Erster Mai"( Berlin), Bruderbund Friedrichsberg"; die- Albrecht; erster Kassierer Dübelt; zweiter Kassierer Haberkein; erster felben wurden aufgenommen. Ein andrer Verein mußte zurüd- Schriftführer Domnid; aweiter Schriftführer Graßmann; Beisiger Selbsteinschätzung eines Theaterdirektors. Auf einem Familien gewiesen werden, weil er zu wenig Mitglieder hatte. Wild, Gundlach, Rill; Stassenrevisoren Liesegang, Päkold, Rochow. feste im Hause eines Herrn, der durch seinen Beruf zu BühnenBei dem letzten Sängerfest ist eine Einnahme von 3394,18 m. leitern und Künstlern in tahe geschäftliche Beziehungen gebracht und eine Ausgabe bon 1920,75 M. zu verzeichnen; mithin Bäder. Am 13. d. M. hielt der Verband( Mitgliedschaft Berlin) wird, waren jüngst zahlreiche Genossen dieser edlen Zunft ver ein Ueberschuß von 1473,43 M. Auf Antrag der Revisoren wird seine Generalversammlung ab. Barth gab den Bericht vom vierten sammelt. Auch der Direktor eines in feinen Schwankaufführungen dem Kassierer Nätebusch Entlastung erteilt. Die diesjährige Quartal. Einer Einnahme von 1170,56 Generalversammlung wird auf den 22. Februar festgesetzt. bon 1093,18 M. gegenüber. Der Vestand ist 98,38 M. besonders glücklichen Berliner Theaters fehlte nicht in dieſem heiter Antrag, die Märzfeier ausfallen zu lassen, wird angenommen. gab er den Kassenbericht vom vorigen Jahre, in dem einer Einnahme angeregten Kreise, in dem man seine originelle, liebenswürdige Zur Angelegenheit der Obleute wurde beschlossen, einen Hinweis im bon 9101,61 M. eine Ausgabe von 9018,23 M. gegenübersteht. Persönlichkeit und seine gelegentlichen ebenso eigenartigen bedeutsamen Aussprüche ganz nach Gebühr zu schäzen weiß. " Vorwärts" zu bringen, daß in jedem Kreis Obleute beſtimmt für die Zeitung„ Der Bäcker" iſt eine Einnahme von 776,70 W., Gin Kollege kommt im lebhaften Nachtischgespräch mit ihm beim worden sind, an welche sich die Vertreter der Partei, der Gewerk- eine Ausgabe von 595,95 M. zu verzeichnen; jomit verbleibt ein staffee und der Cigarre auf das Thema jener Erfolge. Er begliickschaften und andrer Vereine wenden tönnen im Bedarfsfalle von 15 M. Cobann gab Barth den Thätigkeitsbericht Ueberschuß von 180,75 " Ja", antwortet dieser, ich habe eben Sängern. Einstimmig wurde verlangt, daß es an der Zeit ist, die bom vorigen Jahre. 12 Nummern„ Der Bäder" wurden in 9400 wünscht den Direktor. Philharmonie frei zu geben, wo seit Jahren politische Verfamm- Der gesamte Borstand wurde entlastet. Hierauf wurde in die Neu- war ihr Erfolg tein Wunder."" Gewiß, das gebe ich gern zu", ere Exemplaren in Berlin und den nächstliegenden Vororten verbreitet. meine Stücke richtig und wohl überlegt zu wählen verstanden. So lungen so gut wie gar nicht stattgefunden haben, und die Sperre Dahl des Vorstandes eingetreten. Gewählt wurden folgende stol- widert der andre in munterer Laune,„ aber Direktor, Cie millſſen wärts" felbst bringt Berdeen Erfolg gehabt hat. Dorte legen: Erster Vorsißender Moſt; zweiter Vorsitzender Schneider; doch geſtehen. Sie haben auch immer auf ein niet babes gehabt.", wärts" selbst bringt verschiedentlich Berichte über Konzerte erster Kassirer Barth; zweiter Kassirer Guitschow; erster Schriftführer Da gleitet über des Direktors Antlig ein überlegenes Lächeln, und Gesangsaufführungen, wie es ja auch jedem frei Hoer; zweiter Schriftführer Jung; Beisitzer Heßscholb, Bombe und und mit dem Zeigefinger an feine bereits etwas überhoch gewölbte gestellt ist, als einzelner hinzugehen. Die bürgerlichen Bereine haben stets ein volles Haus, da fie in allen Streifen für ihre Meier; Revisoren Megold, Kazler, Hummel, Rückländer und Lehnert; Stirn tippend, spricht er:„ Mein lieber B., das große Schwein als Obmänner wurden den Norden Hanisch, Recoleng; für den ist hier." Billets Absatz finden. Des weiteren kommt in Betracht, daß die sten Freier, Tranke; für den Süden Hagemeister, Richter; für den Philharmonie den einzigen großen Saal in Berlin besigt, wo eine Westen Hulitschke gewählt; für Brotbäder Hummel und Luz. Ein gute Akustik vorhanden ist und auch jeder Platz ausgenügt werden Antrag, daß von jedem Bezirk ein Obmann Siz und Stimme im Vorfann, ohne daß man für denselben das Geld weggeworfen hat, was stand hat, wurde angenommen. Ein andrer Antrag: Die Thätigkeit meistenteils in andren großen Sälen der Fall ist. Es ist für alle des befoldeten Beamten erlischt, wenn derselbe zur Generalversamm Bereinigungen, welche Künstler engagieren, um den Arbeitern etwas lung nicht wieder gewählt, mit dem 1. April, vom 1. April bis Großes zu bieten, von großem Schaden; auch deshalb, wenn z. B. 31. Dezember tritt für beide Parteien eine sechswöchentliche Kündidie bürgerlichen Gesangvereine dort etwas veranstalten, nachher mit gung in Kraft, wurde angenommen. ihren Leistungen im Vorwärts" recensiert werden, die nebenbei von Fachleuten nicht immer als gut hingestellt werden. Aus all' diesen Gründen verlangt der Arbeiter- Sängerbund, daß die Philharmonie freigegeben werden muß. " Ein Neber den Kampf zwischen Kapital und Arbeit im Müllergewerbe sprach Bartel 3- Lübeck am Sonntag in einer gut befuchten öffentlichen Versammlung der Mühlenarbeiter. Redner ging zu Unserm Freund, dem dicken Schuster Louis Zaake, nebst seiner lieben Frau die besten Glückwünsche zur silbernen Hochzeit. 21. Januar 1903. 16385 R. L. F. P. G. T. R. W. Am Sonntag, den 18. Januar, morgens 5 Uhr, verstarb unser lieber Kollege, der Schriftseker Paul Arit, im 37. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen der Buchdruckerei 16376 A. Winser. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Am Sonnabend, den 17. Januar 1903 verstarb unser langjähriges Mitglied 156/2 Johannes Friedrich. Werkstatt: Fischer u. Richter. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 21. Januar 1903, nachm. Sodann Bulver- Explosion. Nach telegraphischer Meldung ans Cons stantine, 18. Januar, wurden in einer Specereihandlung infolge einer Explosion der Ladenbejizer und vier Kunden getötet. Es heißt, daß der Besizer des Ladens heimlich Pulver herstellte. wird telegraphisch gemeldet: Seit gestern wüten hier heftige SchneeSchneestürme am Bosporus. Aus Konstantinopel, 18. Januar, stürme, welche viele Unglüdsfälle auf See und zu Lande verursachen. Der Verkehr ist nach allen Richtungen gestört. Eingegangene Druckfchriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das 16. Seft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Konzeffionsschulzes. Sombarts hiftorische Socialtheorie". Von Mar Abler. I. Industriewucher. Bon Gustav Hoch, Hanau. I. und die französische Kirchenpolitit. Bon K. Kautsth. Jaurès Reichsfinanzen und Finanzreform. Von Albert Südefum. Notizen: Die Krisis im Baugewerbe. Die Zunahme der Frauen- und Kinderarbeit in FrankLitterarische Rundschau: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft zur Charlottenburg. In der am 14. d. M. stattgehabten General- reich. versammlung der Vereinigung der Maler usw. wurden die Neu- Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten, Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchwahlen zur Filialverwaltung vollzogen. Gewählt wurde als Behandlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro vollmächtigter Flemming, als Kassierer Franz Drömert; als Schrift- Duartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Postanstalten ist die führer Blaß; als Beisiger Jost und Bruno Jäger und als Revisoren Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post Schiller und Lücke. Zu Hauskassierern wurden Rehfe, Grüßbach, nur pro Duartal abonniert werden. Das einzelne Heft tostet 25 Pf. Neuhaus, Liermann, Kliemann, Krehmer und Taapken und zum Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. holt ab Theater- Wein- u. Bierflaschen auft und Ortskrankenkasse Masken- Garderobe. Kolinsky, Strautfſtraße 26. der Sattler und verw. Gewerbe, Berlin. Sonnabend, den 17. Januar, verstarb der Täschner Johannes Friedrich ( Wertstelle von Fischer u. Richter). Die Beerdigung findet am Mitt woch, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Rigdorfer Kirchhofs, Rigdorf, Mariendorfer Weg, aus statt. 270/7 J. A.: H. Werner. Danksagung. Grosse Auswahl historischer Kostüme. Vereinen Preisermässigung. * E. Elzel- Beck, Neanderstr. 34 5½ Pfund Brot 50 Pf. 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Friedrich Goldberg nebst Kindern. 4032 mittags 3 Uhr, von der Leichen Kranz- und Blumenbinderei halle des Kirchhofes der Gemeinde Rigdorf, Mariendorfer Weg, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er sucht Die Ortsverwaltung. von Robert Meyer, Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, fowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Lieferant f. Orts- u.Hilfs- Krankenkassen. Berlin C., 2732* nur Mariannen- Straße 2. 30. 30. Linien- Straße 30. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen- NB. Alle Bruchbänder mit elasti Arrangements, Bouquets, Guirlanden schen Belotten, angenehm und weich usw. werden sein u. preiswert geliefert. I am Körper. [ 55/ 11* Specialarzt für Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. 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Vortrag des Genoffen Bruns über:" Der Kampf um das Wahlrecht". 2. Diskussion. 3. Bercinsangelegenheiten. 242/5 Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Morgen Mittwoch, den 21. Jannar, abends 8%, Uhr: Vertrauensmänner- Versammlung Sortier- u. Lagermeister wird für ein großes Lumpen- Engros geschäft per sofort oder 1. April ges sucht. Suchender muß die selbständ. Zeitung und Sortierung für sämiliche Sorten der Papier- und Kunstwollfabrikation mit Uebersicht und Energie übernehmen können. Nur erfte Kräfte mit besten Referenzen fönnen sich unter Angabe der Gehaltsansprüche melden. Offerten unter Chiffre A. M. 89 an Haasenstein & Vogler, A.-G., Berlin. 104/8 Orts- Krankenkasse der sämtlicher Bezirke u. Branchen Steindrucker a Lithographen im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 13. Tagesordnung: Rückblick auf das Jahr 1902 und unfre weiteren Aufgaben. Werkstattstreifs and Differenzen. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt Delegierte zu entfenden. Mitgliedsbuch nebst Karte legitimiert. Die Ortsverwaltung. Was steht auf dem Spiel? Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Versammlungen finden statt: 1. Wahlkreis: Arminhallen, Kommandantenftr. 20. 2. Wahlkreis: Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Schnegelsberg, Hafenheide 21. Bühlke, Dennewithstr. 13. 3. Wahlkreis: Gewerkschaftshans, Engel- Ufer 15. Resource, Kommandantenftr. 57. 4. Wahlkreis( Often): Keller, Koppenftr. 29. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, 20. Januar, abends 8, Uhr, in den Arminiushallen, Bremer Straße Nr. 72: Bezirks- Versammlung für Moabit Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Grempe über: Zechnische Fortschritte im Beleuchtungswesen". 2. Diskussion. 3. Wahl der gesamten Bezirksleitung. 4. Berbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Am Dienstag, den 27. Januar, abends 8% Uhr, findet An der Stralauer Brüde 2 bei Noad eine Wahl: Versammlung der Herren Arbeitgeber statt. Tagesordnung: Wahl von 247 Vertretern der Arbeit. geber für die Wahlperiode 1903/05 (§ 49, Abi. 5 d. Stat.). Bahlberechtigt find Arbeitgeber, welche für von ihnen Beschäftigte ein Drittel der Beiträge aus eignen Mitteln zur unterzeichneten Kaffe zahlen. Der Bahlaft beginnt um 9 Uhr und wird um 10 Uhr ge fchloffen. 16396 Der Vorstand. M. Stuhlmann, Borsigender. Echt Marly- Schrot 352L* feinster Dienstag, 20. Januar, abends 8%, 1hr, im Gewerkschaftshause, Kaffee- Zusatz Engel- fer 15, großer Saal: 4. Wahlkreis( Südosten): Drachenburg, Vor dem Schlesischen Thor 2. Versammlung der Klempner Pid. Original- Paket 15 Pl. Urania, Wrangelstr. 11. Graumann, Naunynftr. 27. 5. Wahlkreis: Brauerei Friedrichshain( fr. Lipps), Am Königs- Thor. 6. Wahlkreis: Berliner Prater, Kastanien- Allee 7-9. Wernaus Festfäle, Schwedterstr. 23. Weimanns Volksgarten, Badftr. 56. Boruffia- Säle, Ackerftr. 6-7. Eiskeller, Chauffeeftr. 88. Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Teltow- Beeskow: Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3. Rixdorf: Wernickes Leftfäle, Hermannftr. 49. Steglik- Lichterfelde: Richter, Groß- Lichterfelde, Chauffeeftr. 104. Nowawes: Bernhardt, Priesterstraße. Schöneberg: Obft, Meiningerstr. 8. Tages- Ordnung: 1. Der Umiturz im Reichstag und die Zollparteien. Referent: Reichstags- Abgeordneter Zubeil. 2. Diskussion. 3. Der BauarbeiterschutzKongreß. Referent: Stollege Diesner. 4. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Kollegen! Angesichts der wichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden, zu erscheinen. 110/13 Die Ortsverwaltung. Mittwoch, den 21. Januar 1903, abends 8½ Uhr: Konferenz der Vertrauensleute des Südens im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1. Die Einführung der Strankenunterstützung im Berband. Zages- Ordnung: Mittwoch, den 21. Januar 1903, abends 8%, Uhr: Versammlung der Chirurgischen Branche bei Nümaun, Brunnenstraße Nr. 188. Tages- Ordnung: 1. Die Entwickelung des Menschengeschlechts in geistiger Beziehung. Referant: Reichstags- Abgeordneter Agster. 2. Diskussion. 3. VerbandsAngelegenheiten. Mittwoch, den 21. Jannar, abends 8, Uhr: Köpenick- Adlershof, Alt- Glinicke- Grünau: 1.Scheer, Köpenick Bezirksversammlung für Charlottenburg Johannisthal- Nieder- Schöneweide: Scuftleben, Friedrichstr. 48. Nieder- Barnim: Friedrichsfelde: Bubes feftfäle, Prinzen- Allee 30. Lichtenberg: H. Gürsch, Kronprinzen- Garten, Frankfurter Chauffee 86. Pankow: Ebersbach,„ Bum Kurfürften", Berlinerftr. 102. Reinickendorf: Thomas, Augufte Victoria- Allee. Rummelsburg- Stralau: Restaurant Bellevue. Tegel- Borsigwalde: Trapp, Bahnhofftr. 1. Weißensee: Schloß Weißensee. im Volkshaus, Rosinenstraße Nr. 3. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Schütte über: Das Socialiſtengeset". A. Pennitz, Berlin C., Rosenthalerstr. 59, u. mit Plakat belegten Handlungen. Neueste wahre billige Preise per Nachnahme. Wirfl. Salzfetthering, Faß M b. 500 St. 7 1. S f. 250 St. 3, u. 4 M. Faß große M( zu empfehl.) 400 St. 9 11. 10 t. 200 St. 4%, u. 5 Mt. MK Speckfett 320 St. 11 Mt. 160 St. 5%, W. Faß Vollheringe Milch, Rogen, Fett 200 St. 9. 10. 100 St. 4%, t. 5 Mt., bessere Sorte 10%, u. 5%, Mk. Post- Dose. 70 zarte Fetth. 1, 60 St. 2, Bollh. 2, Mt. Brathering 4 Lit- Dose 24, 8 Lit. Dose 3 M., 80 Delikatesh. 2 u. 2 Bismarch. 2, u. 2% Mt. Post- Kiste. Büdlinge 80 St. 21%, W., Voll- u. Fett- Bücklinge groß 2 Mt., 4 Pfd.: Rifte Sprotten 1%, M., 2 Kisten 3, Mr. 2652* 2. Disfuffion. 3. Bericht der Delegierten zur Gewerkschafts- Kommission und W. Schwandt, Swinemünde, Renwahl derfelben. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Am 15. und 22. Februar 1903, vormittags 9 Uhr: Sonder Vorstellung in der Urania". Sur Darstellung gelangt: ,, Das Land Tirol", Billets a 70 Pf. intl. Garberobe find bei den Bezirkskassierern und im Verbandsbureau erhältlich. Arbeiter, Parteigenossen! Durch die Vorkommnisse in letzter Zeit 110/15 werdet Ihr den Ernst der gegenwärtigen Situation erkannt haben. Beweist durch Massenbesuch der Versammlungen, daß Ihr nicht ruhig alle Provokationen der Reaktion und Machthaber hinnehmt. Achtung! Die Vertrauensleute Berlins und der Vororte. Achtung! Oeffentliche Mechaniker- Versammlung DOC Mittwoch, den 21. Januar 1903, abends 8 Uhr, in Cohns Festfälen, Beuthstraße 20. Zages Ordnung: 1. Der Streit bei den Firmen Kaiser u. Schmidt und Gans u. Goldschmidt. 2. Diskussion. Kollegen! 110/14 Diese Versammlung muß überfüllt werden. Hier können die Berliner Mechaniker mal zeigen, daß fie fühlen und denken mit den streikenden Kollegen der Firmen Kaiser u. Schmidt und Gans u. Goldschmidt. Auf, Mechaniker Berlins, kommt zur Versammlung. 0000000000100000 Der Einberufer: Carl Wiesenthal. Einem geehrten Publikum von Berlin und Umgegend mache ich hiermit bekannt, daß ich das altrenommierte Etablissement 4042 Borstenbergersche Wöllstein's Lustgarten Adlershof Sterbekasse No. 31. welches mein verstorbener Bater 20 Jahre hindurch geführt hat, übernommen gegründet 1845, hält ihre regel habe. Empfehle den geehrten Bereinen und Gesellschaften meine Lokalifäten zu Landpartien und Ausflügen. Es soll stets mein Bestreben sein, für gute Speisen und Getränke Sorge zu tragen. Indem ich mich der angenehmen Hoffnung hingebe, daß Sie mich durch Ihren werten Besuch recht bald beehren und erfreuen werden, zeichne mit vorzüglicher Hochachtung Oskar Wöllstein. 00000 0100 Englischer Hof, Nene Rossstr. 3. Säle zu Vereinsfestlichkeiten, Hochzeiten n. Versammlungen. 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