Nr. 19. Abonnements- Bedingungen: 13 Abonnements Preis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 R, monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntagsnummer mit ilustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Bort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Freitag, den 23. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Eine Rede an die deutfche Nation. ungehörig und unzulässig zurückweisen!( Lebhafte Zustimmung bei. den Socialdemokraten. Zwischenruf. Glode des Präsidenten.) meldet sich nicht; ich kann infolge dessen nicht eingreifen.( Bewegung.) Präsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Der Zwischenrufer Abg. Bebel( Soc.) fortfahrend: Als In der Reichstagsfizung vom Donnerstag brachte August| sammlung eine Rede gegen die Socialdemokratie halten wollte. der vorhandenen Aufgaben in einer andren Richtung finden, Bebel im Laufe feiner Etatsrede auch die Reden des Kaifers( Heiterkeit.) Da würden wir dann nicht dem Kaifer, sondern auf die auch die kaiserliche Botschaft von 1881 zu reden kommt; es gegen die Socialdemokraten zur Sprache und er gab die folgende dem Privatmann, dem Harun al Raschid die entsprechende wird erklärt, daß Deutschland dasjenige Land fei, two unter be Erwiderung: Antwort geben können. Aber es ist ja ausgeschlossen, daß der deutenden Opfern der Arbeitgeber die Gesetzgebung in hohem Maße Kaiser das thut.( Heiterkeit und Unruhe.) Die Lage, in der speciell zum Wohle der Arbeiter fortentwickelt sei, wo jedem Arbeiter seine Der Kaiser hat sich nach dem Herrn Reichskanzler für die Gleich- wir Socialdemokraten gegenüber diesen fortgefeßten Angriffen uns auslömmliche Eristenz gesichert sei. In der betreffenden Rede heißt berechtigung der Arbeiter ausgesprochen. Die Botschaft hör' befinden, ist eine äußerst fatale. Wir werden angegriffen, heftig es dann weiter von uns Sozialdemokraten:„ Aber statt Euch obich wohl, allein mir fehlt der Glaube. In Bezug auf angegriffen und können nicht antworten. Daß dadurch ein Gefühl jektiv zu vertreten, haben diese Agitatoren Euch aufzuhezen versucht das Vereins- und Versammlungsrecht, das Koalitionsrecht und nun der Erbitterung, ja des Haffes gegenüber der Person des Staifers gegen Eure Arbeitgeber, die andren Stände, gegen Thron und Altar, gar das Wahlrecht, sind die Arbeiter nichts weniger als gleich unter den angegriffenen erivächst, wundern Sie sich darüber? und Euch zugleich auf das rücksichtsloseste ausgebeutet, terrorisiert und geberechtigt. In Preußen besteht noch heute das clendeste aller Wahl( Bewegung.) Ist das nicht selbstverständlich? Ich frage die Herren nechtet, um ihre Macht zu stärken... Mit folchen Menschen könnt ſyſteme( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten), unter dem die auf der äußersten Rechten, die Loyalsten unter den Loyalen: wenn und dürft Ihr als chrliebende Männer nichts mehr zu thun haben Arbeiter vollständig rechtlos find. Der Herr Reichskanzler stellte es sie fo trattiert würden, wie wir seit vielen Jahren, und nicht mehr von ihnen Euch leiten lassen.( Hört! hört! bei den als fein Programm hin, daß die ärmeren Klassen immer wohl würden Sie dann von denselben Gefühlen der Loyalität Socialdemokraten.) Nein! Sendet uns Eure Freunde und Kameraden habender werden und immer mehr Mitglieder der unteren erfüllt fein?( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Es gab aus Eurer Mitte, den einfachen schlichten Mann aus der Werkstatt, Klassen in die oberen Schichten hinaufsteigen. Ein sehr einmal eine Zeit, wo Sie da drüben( nach rechts) in sehr der Euer Bertrauen besigt, in die Volksvertretung; der stehe cin für fchönes Programm ,, und tvenn der Reichskanzler feine aigrierter Stimmung waren und wo in den konservativen Kreisen Eure Wünsche und Interessen, und freudig werden wir ihn willcinflußreiche Stellung benuken will, 11112 CS zu ver Preußens und Deutschlands mehr Majestätsbeleidigungen begangen kommen heißen als Arbeitervertreter des deutschen Arbeiterstandes, wirklichen, so wird er an uns die besten und treuesten Bundes- wurden als irgendwo sonst im Deutschen Reiche.( Sehr richtig! bei nicht als Socialdemokraten."( Hört! hört!- Beivegung.) Wenn genoffen finden.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Er kann den Socialdemokraten.) Das war im Anfang der Neunziger Jahre, der deutsche Kaiser wünscht, daß die deutschen Arbeiter, die mit uns da viel thun in der Richtung, die ich eben angedeutet habe: Ver- in der Zeit Caprivis und Marschalls. Andre deutsche nicht einverstanden sind, ihre besonderen Vertreter wählen im befferung des Wahlrechts in den Einzelstaaten, politische und Fürsten treten nicht in dieser Weise hervor; ich weiß mich z. B. Gegensatz zu uns, so verstehe ich das. Das können die Arbeiter wirtschaftliche Besserstellung der Arbeiter. Da ist ungeheuer viel zu nicht zu entsinnen, daß ein focialdemokratisches Blatt oder ein social- thun, und Sie, meine Herren( zur Mehrheit), Sie können thun. Ihre sociale Position zu verbessern, das möge er nur den demokratischer Redner wegen Beleidigung des Prinzregenten von ihnen ja helfen dazu, senden Sie nur Arbeitervertreter Arbeitern selbst überlassen. Heute ist es nicht richtig, daß mehr Bayern oder des Königs von Württemberg oder des Groß- in den Reichstag hinein!( Heiterkeit und sehr gut! bei den Leute in die oberen Schichten kommen, sondern gerade umgekehrt. herzogs von Hessen bestraft worden wäre. Barum nicht? Socialdemokraten.) Aber wenn in einer solchen furchtbaren Weise Das bestätigen die Zahlen der amtlichen Statistif. Von Die Herren beachten die Reserve, die ihnen ihre Stellung mit den stärksten Worten, die die deutsche Sprache überhaupt kennt, 1882-1895 hat die Zahl der selbständigen Unternehmer als konstitutionelle Fürsten auferlegt.( Lebhafte Zustimmung die Socialdemokratie in ihrer Gesamtheit und wir Parteivertreter in Industrie und Gewerbe um 6,3 Pro3. abgenommen, die bei den Socialdemokraten.) Sie treiben, wenn ich mich so aus- speciell angegriffen werden, dann ist es ganz selbstverständlich, daß Zahl der Arbeiter um 45,9 Proz. zugenommen.( Hört! brücken soll, teine persönliche, leine Parteipolitik. Das ist bei dem wir dagegen auf das allerenergischte protestieren und derartige A hört! bei den Socialdemokraten.) deutschen Kaifer anders. Der Reichskanzler hat dies gestern von griffe und cine derartige Redeweise auf das allerentschiedenste als Im Handel und Verkehr hat allerdings in diesem Zeitraum die feinem Standpunkt aus zu rechtfertigen versucht. Er sagte, daß der Zahl der Selbständigen um 20 Proz. zugenommen, aber wer die Staiser nicht andren gleiche, daß er eine energische Natur sei, die frei sociale Position der vielen Händler und Händlerinnen kennt, weiß, von der Leber weg spreche, und daß er kein Philister sei. Dies daß sie sich meist nur sehr kümmerlich durchschlagen.( Sehr richtig! Wort hat mir ganz besonders gut gefallen.( Große Seiterkeit links. bei den Socialdemokraten.) Auch hat die Zahl der Arbeiter im Unruhe rechts und im Centrum.) Nein, gewiß, das ist er nicht. Ich Handel und Verkehr um 505 000 zugenommeu. Diese Zahlen be- will auch nicht, daß die Fürsten Philister sein sollen, so wenig, wie weisen das Gegenteil von dem, was der Herr Reichskanzler sagte. andre Leute es giebt leider zu viele Philister in Deutschland. Wir bemühen uns objektiv zu sein: Wo Fürsten etwas in Und wir freuen uns, daß es so tommt, es muß der ungeheuren( Große Heiterkeit.) Der Kaiser braucht kein Philister zu sein, unsrem Sinne Gutes gethan haben, haben wir das willig anerkannt. Mehrheit des Voltes zum Bewußtsein kommen, daß der gegenwärtige und soll keiner sein nach meiner Meinung, aber die Art, wie er ist auch dem Kaiser gegenüber! Was haben wir denn für Zustand der Dinge mit schweren Nachteilen für sie ver- und besonders uns gegenüber ist, gefällt uns außerordentlich wenig, einen Grund, gegen die Person von Fürsten zu sein? bunden ist und daß eine höhere, vernünftigere, gerechtere die mißfällt uns im höchsten Grade das versteht doch Republikaner find wir Gegner der Monarchie, aber nicht Gegner sociale Drdnung herbeigeführt werden muß. Daran werden der Herr Reichskanzler! Und da ist es doch ganz natürlich, daß der Fürsten. Es ist hier wie bei unsrer Stellung zur bürgerSie durch alle Gesetze nichts ändern. Oder sollte etwa wir auch einmal das Bedürfnis haben denn auch bei uns giebt lichen Gesellschaft, für die wir auch nicht deren einzelne Mitglieder der Zolltarif dem Programm des Herrn Reichskanzlers für den es impulsive Naturen-( Große Heiterkeit) frei vom Herzen verantwortlich machen.( Sehr richtig! links.) Der Fürst ist als focialen Aufschwung entsprechen! Wie wir darüber denken, wissen Sie unfre Meinung zu sagen. Aber wir können dies heute toe der Fürst geboren. Kann er etwas dafür?( Heiterkeit.) Wenn er an ja. Der Herr Reichskanzler meinte weiter, das allgemeine direkte draußen noch hier im Reichstage thun, da der Präsident etwas unschuldig, so ist er daran unschuldig. Durch den Zufall Wahlrecht sei von den deutschen Fürsten freiwillig gegeben worden. uns daran verhindert. Wenn ich hier, ganz abgesehen von dem der Erstgeburt ist er Fürst geworden. Wenn also Das allgemeine Wahlrecht trumpfte Bismard feiner Zeit gegen Deft vorgestrigen Fall, in dem Tone gegenüber dem Staiser redete, ein Fürst als Mensch menschlich ist, persönlich nicht reich aus. Die deutschen Fürsten müßten es dann zugestehen, weil wie er gegenüber der Socialdemokratie, bann ginge gehässig gegen uns auftritt, dann werden wir ihm nie sonst bei dem Widerstreben der süddeutschen Staaten die deutsche es mir schlecht.( Unruhe.) Also auch hier muß ich mir außer persönlich entgegentreten. Die Monarchie ist eine Institution, Einheit nie zu stande gekommen wäre. Sie mochten wollen oder ordentliche Reserve auferlegen, obgleich auch ich zu teine Perfonenfrage. Sie ist erwachsen auf historischer nicht, es war eine geschichtliche Notwendigkeit, daß das den impulsiven Naturen gehöre.( Große Heiterfeit.) Grundlage. Deshalb find wir ja auch die schärfsten Gegner der allgemeine Wahlrecht gegeben wurde.( Sehr wahr! bei den Social- Hören wir nun, was von jener Stelle feit etwa 13 Jahren in Anarchisten, die den Fürstenmord predigen.( Sehr richtig! links.) demokraten.) Dafür wurden ja dann auch die Diäten einbehalten, einer ganzen Reihe von Variationen gegenüber dem inneren Feinde" Es giebt feinen größeren Wahnsinn als die Attentate auf Fürsten. weil man fürchtete, das mit ihnen die Socialdemokratie groß gesprochen worden ist. Da wurde gegenüber einer Deputation der Erstens weil die Fürsten persönlich unschuldig sind, zweitens werden würde. Berhindern haben Sie das freilich aud) fo Bergarbeiter 1889 gefagt:" Für mich ist jeder Socialdemokrat gleich weil die Anhänger der Monarchie nur dadurch gewinnen, drittens nicht können. Der Herr Reichskanzler wandte sich auch dagegen, bedeutend mit Reichs- und Vaterlandsseind."( Hört! hört! bei den weil die Beseitigung einer Person nichts uüßt.( Sehr richtig! links.) daß man den Kaiser persönlich angreift. Gewiß trägt Socialdemokraten,) Am 2. September 1895 werden wir eine ,, Rotte Ich glaube, mit der Zeit wird diese Institution eine überwundene eine persönliche Kampfesweise immer mehr dazu bei, die Gegensäge von Menschen genannt, nicht wert, den Namen Deutsche zu tragen!" fein. Es ist gar nicht gesagt, daß das mit Gewalt geschehen zu verschärfen. Der gegenwärtige Kaiser ist seit jeher bei jeder Ge-( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Am 13. Oftober 1895, muß. Es sind schon große Umgestaltungen sehr gemütlich vor legenheit auf die Socialdemokratie zu sprechen gekommen und hat nach Ermordung des Fabrikanten Schwarz in Mülhausen, für die wir sich gegangen. Aber wenn hier bei jeder passenden oder unfeine Stimme gegen die Socialdemokratie in der schärfften und so wenig fonnten toie jeder andre, wurde gejagt: Wieder ein Opfer passenden Gelegenheit die lautesten Angriffe und Beschimpfungen gegen schneidigsten Weise erhoben. Der Kaiser hat sich ja wiederholt auch mehr der von den Socialisten angefachten revolutionären uns gerichtet werden, dann müßten wir nicht Menschen von Fleisch in den Kampf der politischen Parteien gemischt, so als der Reichstag Bewegung."( Wiederholte Rufe: Hört! hört! bei den Socialdemo- und Blut sein, wenn wir uns das gefallen ließen( Sehr richtig! es ablehnte, dem Fürsten Bismard zu feinem 80. Geburtstag zu fraten. Betwegung.) 1891 wurde auseinandergefeßt, daß die links) und es ist ein Standal für unsere Zustände, daß wir diesen gratulieren, sich einmal direkt direkt gegen die gegen die Majorität des Soldaten bem Staiser unbedingten Gehorsam schuldig feien, selbst Angriffen mit so gebundenen Händen gegenüber stehen.( Sehr gut! Reichstags gewandt. Das Recht der der freien Mei- wenn er den Befeht gäbe, auf Vater und Mutter zu schießen!" links.) nungsäußerung Run eine andre Seite der Sache. Es muß doch mit diesen Antgewiß niemandem Dabei wurde wieder direkt auf die Socialdemokratie hin bestreiten. Aber es ist kein Zweifel: Der Fürst Der Fürst ge- getviesen. So ist es unausgefest gegangen. Und nicht allein griffen ein 3wed verfolgt werden? Glaubt denn jemand hier, daß nießt im konftitutionellen Staatsleben eine Ausnahme die Partei in Bausch und Bogen wurde verurteilt, sondern in den letzten der Staiser der von ihm vertretenen Richtung mit solchen Neden nüßt. stellung, er ist staatsrechtlich unberantwortlich, ja Reden sind die schärfften Angriffe direkt gegen uns als Vertreter Glauben Sie wirklich, daß infolge der Reden die Monarchisten zahl, fogar im hohen Grade strafrechtlich unverantwortlich. Wenn manche der Partei gerichtet.( Lebh. Sehr richtig! bei den Soc.) Da werden reicher, die Socialdemokraten geringer an Zahl geworden sind? Reben, die in der legten Zeit speciell gegen meine Partei in den die deutschen Arbeiter aufgefordert, fich von uns loszufagen als von Das gerade Gegenteil ist der Fall! Ungerechte Verdenkbar schärfften Ausdrüden gehalten find, von irgend einem gefährlichen Menschen", die wir seien. Wenn die stärkste Partei folgungen gereichen stets dem Verfolgten zum Vorteil. So war es andren Manne gehalten wären und einer von uns hätte den be- Deutschlands in dieser Weise behandelt wird, so find das doch beim Kulturkampf, ohne ihn würde das Centrum nicht die heutige Betreffenden verklagen wollen, fo wäre der Redner zweifellos von Dinge, die in der Politik des Deutschen Reiches, man mag auf deutung haben.( Sehr richtig!) So war es beim Socialistengefes. jedem Richter wegen Beleidigung bestraft worden.( Sehr wahr! bei einem Standpunkt stehen wie man will, eine sehr entscheidende Serr v. Kardorff hat gestern nach einem neuen Socialistengesetz geschrien. Er hat ja besondere Jdeen, vielleicht spielt auch die Pietät ben Socialdemokraten.) Auch die Preffe fann ja nur in fehr vor- tolle fpielen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Wir sind die weitaus stärkste Partei, wir werden es bei den für seinen Freund Stumm eine Rolle dabei. Aber wenn er es sich fichtiger und gebundener Weise auf derartige Angriffe eingehen. Die Presse ist ja durch das Strafgesetzbuch gebunden, das gegen nächsten Wahlen das ist gar kein Bramarbafieren in noch einmal ruhig überlegt, wird er sich sagen müssen, ihm hat das Ausbeviel höherem Grade sein! Wir werden einftmals vielleicht ich nahmegeses nichts genugt, aber uns.( Sehr richtig! links.) Das über der focialdemokratischen Bresse in sonders scharfer Weise angewendet wird, zumal wenn es fich nehme das an die entschiedene Mehrheit der Wähler, vielleicht beweisen doch die Wahlziffern, die ständig gestiegen sind. Auf jede die entschiedene Mehrheit der Abgeordneten haben, und gegenüber faiserliche Rede rechne ich 100 000 Stimmen für uns.( Große Heiterum den Kaiser handelt. Auch ist die Auffassung des Reichskanzlers nicht haltbar, daß der dieser Partei wird fortgesezt in der Weise verfahren, wie es hier in feit.) Die Autorität des Monarchen gewinnt nichts im Inlande und Kaiser bei seinen Sundgebungen als Privatmann auftreten tönne. den verschiedensten Variationen geschehen ist! Da heißt es: Männer, auch nichts im Auslande, wo doch der Eindrud des größten Zwie Der Kaiser ist ebenso wenig wie ein andrer Fürst jemals ein Privat die bisher als Deutsche gegolten, hätten sich dieses Namens un- spalts zwischen der Krone und der stärksten deutschen Bartei mann. So oft der Staifer fich irgendwo geigt, tritt er als saifer würdig gemacht".( Sört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die hervorgerufen wird.( Sehr richtig!) Nicht genug aber, daß der auf. Eine Ausnahme wäre es vielleicht, wenn er als ein zweiter deutsche Arbeiterklasse folle jede Gemeinschaft mit den Social Raiser gegen uns auftritt, jest kommt auch der Kronprinz.( Große Dieser zwanzigjährige Herr redet auch schon von Harun al Rashid verkleidet in das Boll gehen wollte und in solcher demokraten ablehnen, sie solle das Tischtuch zwischen sich und Heiterkeit.) Verkleidung etwa in einer socialdemokratischen Ber luns zerschneiden! Die deutschen Arbeiter sollten eine Lösung Elenden".( Erneute Heiterkeit.) Was hat denn dieser junge Herr werden wir " für Verdienste( Große Bewegung; Graf Ballestrem erhebt sich),| Leistungen und Motive der Socialreform, die socialpolitische) Es ist eine zu günstige Auffassung noch, daß Deutschland daß er sich so etwas erlaubt?( Anhaltende Bewegung.) Wenn Scharfmacher- Reaktion- alles mit einer Fülle zwingenden im Auslande wachsenden Haß errege. Die Dinge stehen man uns„ Elende nennt, wir ärgern uns nicht darüber. Beweismaterials und reich an haarscharf treffenden fritischen schlimmer. Es ist nicht der Haß, der oft ehrt, es ist Hohn Schließlich wird der Name zum Ehrennamen, fo wie der Bemerkungen. und Verachtung. Man begreift es draußen nicht, daß ein Senebelung in diesen Adressen zu petitionieren. 10 000 neue Abonnenten erhalten. anman atemlos. Name Geufen. Bettler" einst zum Ehrennamen geworben Das Haus folgte mit großer Aufmerksamkeit den Dar Volf, das die größten Kulturgüter der Menschheit geschenkt, ist.( Sehr gut!) Vielleicht nennen wir unfren fünftigen Parteitag legungen; aber in der Luft lag die Spannung, die des Entzu solcher Tiefe stummer und lächerlicher Sklaverei geden Parteitag der Elenben".( Unruhe rechts, lebhaftes Bravo scheidenden harrte. Allerlei Gerüchte schwirrten über die funken sei, daß es sein Behagen in einem plumpen Gößenlinks.) Ich meine, der junge Mann hätte vorläufig wirklich andres Absichten des Präsidenten, man erwartete einen jähen Zu dienst finde, daß der prometheische, kraftvoll trogende Gedanke zu thun, als der stärksten Partei Deutschlands feindlich gegenüber sammenstoß. Graf Ballestrem hatte einmal das Präsidium erloschen, verschüttet sei, daß es seine Zeit verbringe mit zu treten, die Socialdemokraten zu beleidigen. Das tann an den Vicepräsidenten Büsing abgetreten, tehrte aber sofort- läppischen Nichtigkeiten und unehrlich und heuchlerisch sein ihm für seine Zukunft als Thronerbe nicht sehr förderlich fein. wider seine Gewohnheit zurüd, um weiter Bache au Elend lobe ein Volf, wie es draußen scheint, von Unzu Die Kaiserreden haben mun zu Loyalitätsfundgebungen geführt. halten. Er mußte fich geraume Zeit gedulden. Erst im mündigen, Thoren und Knechten. Bebels Rede wird vor dent Im Ruhrrevier, in Magdeburg, in Stettin sind die letzten Viertel der Rede leitete Bebel die Erörterung auf die deutschen Namen wieder Achtung werben. Man wird erkennen, dah arbeiter gezwungen worden, sich in den unwürdigsten Ausdrücken in Angelegenheit, auf die das ganze Haus mit fast fiebernder nicht alles verrottet und verkommen sei, erſtickt im militärischen Adressen an die höchste Person zu wenden. Das Unternehmertum Spannung wartete. Drill und streberischer Feigheit. Diese Worte waren in Wirklichkeit hat die Schamlosigkeit fo weit getrieben, die Abhängigkeit ihrer Arbeiter so auszunnhen, daß es die Arbeiter gezwungen hat, auf die Socialdemokratie. Jm Saale wurde es totenstill wird mit Stolz diesen Versuch der Reinigung als nicht das Bebel sprach über Wilhelm II. und seine rednerischen Angriffe eine nationale That, und die deutsche Socialdemokratie mn Abänderung der Gefezgebung zur eignen Auf den Tribünen wie auf den Bänken des Bundesrats lauschte geringste ihrer Verdienste in Anspruch nehmen. Als Partei ( Pfuirufe links.) In Zillerthal, im Riefengebirge, ist die Kaiserrede, niemanden, der unaufmerksam oder widerwillig war. Man prochen des Vaterlandes, in dem der Geift der Menschheit Bis zur äußersten Rechten hinüber gab es des Vaterlandes haben die Vaterlandslosen, die Elenden gein der von den guten in der von den guten Existenbedingungen der Arbeiter die Rede ist, war wie in der Erstarrung einer immer näher wachsenden in den Sälen der dortigen mechanischen Weberei war wie in der Erstarrung einer immer näher wachsenden ringto geschlagen worden. Debel hatte verzichtet, auf die besondere Krupp- Affaire Katastrophe. In dem gespaimten Schweigen flammten heiß Der gute Verdienst besteht dort in Aber er ließ es sich nicht nehmen, die 2-7 Mark Wochenlohn! Hungerlöhne!( Lebhafte Bewegung links.) und hell in steigenber Gewalt die wie aus dem tiefsten Innern einzugehen. Reden von Essen und Breslau zu erörtern. Und der In vielen Fällen( ich nenne mur das Grusonwerk in Magdeburg) der Zeit emporbrechenden Worte unfres Redners. find die Arbeiter, die sich weigerten, die Adressen zu unterschreiben, Ein wundersames Schauspiel. Fast schien es, als ob der Präsident wagte es nicht mehr, unsrem Stämpfer in den entlaffen worden. Wir fagten ihnen: Unterschreibt Redner nicht nur als Wortführer der Socialdemokratie feine Arm zu fallen. Dhne Unterbrechung konnte Bebel seine genur! Wollen die Arbeitgeber belogen sein, belägt sie nur!" Die läuternde, gewitternde Anklage erhob, sondern als ob er die ge- bollenden. Und indem er all die thörichten Legenden, die waltige Anklage, die ein weithin hallender Weckruf war, Erfolge waren auf unfrer Seite. In zwei Monaten hat das Bartei- heimsten Gedanken des Bundesrats, der deutschen Fürsten, ja selbst blatt im Ruhrrevier 6000 neue Abonnenten, der Vorwärts" der Dunkelmänner auf der Rechten aussprach, die wie erdrückt über die Socialdemokratie gesponnen werden, flug und sicher Fahren Sie nur so waren von der unentrinnbaren Gewalt der schlichten, starken, zerstörte, verkündete er in stolzem Protest das Recht und den fort! Daß dieses Treiben aber zur Korrumpierung und zur Ver- lauteren Wahrheit. Der Genius des lange gefnechteten und Sieg der Wahrheit. Als er zum Schluß mit zornig bebenden giftung unfres ganzen Volkslebens führen muß, das ist zweifellos. verstümmelten Deutschtums hatte jäh seine Fesseln gesprengt Worten den nichtswürdigen Byzantinismus der herrschenden ( Sehr richtig! links.) lassen geißelte, da barg das gebannte Schweigen der und fündete jubelnd, daß das deutsche Volk doch nicht ganz in Feinde vielleicht eine noch größere Huldigung als der ftürmisch Wir haben Zustände, die einen Bergleich nur mit dem Rem feige Sklaverei und wirdelose Lige gesunken fei. der Cäsaren oder mit Byzanz zulaffen.( Lebhafte Zustimmung bei Im Wortführer des deutschen Proletariats ward die Kultur- aufbraufende Beifallsjubel der Freunde. Unter den ehr. lichen anständigen Gegnern hat es jebenfalls in jenem den Socialdemokraten.) Byzantinismus auf der einen, Gäfarismus ehre der Nation endlich lebendig. Augenblick niemand gegeben, der innerlich sich nicht beugie auf der andern Seite. Strebertum und Servilismus, der nirgends Wenn Worte Wunder wirken könnten, so würde mit vor der Macht dieser Aufrührung der Gewissen. schlimmer auftritt, als in den oberen Klaffen Deutschlands. Wer dieser Rede Bebels die Entwicklung der inneren Verhältnisse fich nur ein wenig umfieht, der weiß, welche Feigheit, welche sich freier, reiner und glücklicher gestalten. Das schlimmste, Auch Graf Bülo to schien bestrebt, nicht den Eindruck von Charakterlosigkeit, welch erschreckender Mangel an Mut überall vor widrigfte Elend unsrer in ihrer Unwahrhaftigkeit und geistigen Bebels Rede durch seine sonst niemals verlegene Beredsamkeit zu handen ist.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Alles Armseligkeit erstidenden Zustände würde wenigstens beseitigt schwächen. Wer wird auch nach erfrischendem Gewitter schelten, friecht, alles fucht Geld und Vorteil zu erbeuten. In sein, der unvermeidliche Stampf der Klassen würde edler und daß man selber durchnäßt! Der Reichskanzler flammerte sich der Tasche wird die Faust geballt, wenn der perfönliche würdiger ausgefochten werden können, der Geist des offiziellen mühfam an einen gleichgültigen Zwischenruf der Erregung und, Vorteil ausbleibt.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Deutschtims würde nicht Jahrhunderte hinter der lebenden wenn man seine flüchtig haftenden und ausweichenden Säge, Ja, Sie hätten alle Ursache, diefen fürchterlichen Krebsschaden im Gegenwart und der drängenden Zukunft friechen und feuchen. Die keiner der bedeutsamen Fragen Stand hielten, logisch z11 Bolkstum durch gutes Beispiel zu beseitigen und des Mannes Mut Indeffen so überschwängliche Hoffnungen darf niemand hegen, Ende denkt, so ergiebt sich, daß er in Wahrheit die Stritic Denn verschärfte. auch vor Königsthronen zu zeigen.( Lebhaftes, wiederholtes Bravo! doch wie immer auch die Wirkungen sein mögen, diese Bebels bei den Socialdemokraten.) Stunde ist nicht mehr verlierbar und ganz ohne Frucht kann gegriffenen Staiserreden nur durch den Hinweis auf den„ Ton" sie nicht bleiben. socialistischer Blätter entschuldigte, so heißt das: alles zugeben In ebenso gründlicher und fachlicher wie scharfer Weife Seit Jahren lastet auf dem Reich das Gefühl: es dürfe und nichts entschuldigen, da es schon aus ftrafgesetzlichen hatte Bebel am Donnerstag in seiner dreistündigen Etatsrebe nicht so weiter gehen. Endlich einmal müsse der byzantinische Gründen ausgeschloffen ist, daß irgend ein socialdemokratisches die Zustände und Vorgänge der äußeren und inneren Reichs- Sput gebannt werden, der die Nation entnervt, das Drgan jemals ein Wort geschrieben, das zu solchen Antworten politik gekennzeichnet: die jammervolle Finanzlage, den un Unerhörteste geduldig ertragen ober feilgepriesen hat. Anlaß geben fonnte. ruhigen und ausschweifenden Militarismus und Marinismus, Nicht zuletzt empfanden wir vaterlandslofen Socialdemokraten Nach Bebels Rede glaubte man in freierer Luft zu die Allerweltpolitik, die wirtschaftliche und politische Kondiese Erniedrigung unsres Volfes; denn auch uns erfüllt der atmen. Sie weitete die Lungen und die Herzen. Es wird furrenz Ameritas, die Beziehungen zu England, die Aben- nationale Ehrgeiz. einem fulturwürdigen Gemeinwesen anzu- an den herrschenden Klassen und ihren regierenden Vertretern teuer in Haiti und Venezuela, die Wahlrechtsfrage, die Un- gehören. Wir haben kein Interesse daran, auf tieffter Stufe liegen, ob sie, die Gunft der Stunde nügend, zu lernen zuverlässigkeit des Centrums und der Nationalliberalen, die mit dem Niedrigften zu fämpfen. noch fähig find! zu tönnen. % Politifche Ueberficht. Berlin, den 22. Januar. A S noch wenn er die antGraf Bülow hatte sich darauf vorbereitet, wie auf die Kritit Am Freitag fällt die Plenarsigung mit Rücksicht auf die über das Swinemünder Telegramm, so auch auf die focial- Arbeiten der Budgetkommission aus. demokratische Kritik über Effen und Breslau abgefehen Sonnabend beginnt die zweite Etatsberatung mit dem natürlich bom Krupp- Geheimnis zu erwidern. Graf Domänen- und dem Fortetat. Bülow wurde durch den Reichstags- Bräsidenten in die wunderiame Lage verfett, auf Vollmars Rebe die vorbereitete socialpolitische Grörterung zu geben, zu der ihm Vollmar keinerlei Anlaß gegeben hatte, die nur Sinn gehabt hätte, wenn Vollmar die Anttort auf die Rebe bon Effen und Breslau erteilt haben würde. Graf Bülow ist dann weiter durch den Präsidenten in die graufige Verlegenheit getrieben worden, auf die erschütternde Anklage Bebels vom Donnerstag überhaupt keine Antwort mehr zur Berfügung zu haben! Deutfches Reich. Die Wahlsicherung. Sicherung des Wahlgeheimnisses bei den Reichstagswahlen ist es Bei der angekündigten Einführung von Maßnahmen zur angezeigt. an die entsprechenden Beftimmungen im Großherzogtum Baden zu erinnern. AnEin Opfer des Krupp- Gefpenftes.. Zum ersten Opfer des düsteren Krupp Geheimnisses ist fein elfrigster Hüter geworden Graf Ballestrem, der Präsident des Reichstages. Als Bebel in der Donnerstags Sigung des Reichstags sich zur Besprechung jener Kaiferreden von Effen und Breslau anschickte, lag über allen Parteien die erwartungsvollste Spannung. Man nahm an, daß Graf Ballestrem das Eingehen auf diese Angelegen heit wiederum hindern werde. Jedoch der Präfident ließ dem Die Einführung der Wahlcouverts und des Isolier Abgeordneten Bebel den Wortlaut der gegen die Socialdemokratie In plump mißgreifender Ausführung des ihm gewordenen Auf- raumes bei den badischen Landtagswahlen erfolgte gerichteten Anschuldigungen des Kaisers vortragen; er hatte sich von trages der Rettung des Krupp- Geheimnisses hat Graf Ballestrem durch Gesez vom 10. Juli 1896 und ist näher geregelt durch die feinem Blaze erhoben und stehend hörte er die gewaltige Erdem Reichskanzler die an sich schwierige Situation der Vertretung 1897; sie wurde zum erstenmale prattisch erprobt bei den LandBollzugsverordnung zur Landtagswahl- Ordnung vom 12. Juli widerung des focialdemokratischen Redners, ohne ihn unterbrechen der Kaiferreden ungemein erschwert. Das Gesicht von fahler Blässe gezeichnet, in seiner Das eigne Anfehen aber hat Graf Ballestrem selbstverständlich tagswahlen im Herbst 1897 und hat sich gleich bei dieser ersten Mitwenbung vorzüglich bewährt. Die Wählerschaft fand fich Haltung innerste Bedrücktheit verratend, wagte er nicht, felbst gegen zerstört. Der Mann, der einst Anspruch erhob, unparteiischer und mit der Neuerung fofort fehr gut ab und es sind auch die schärfsten, auf den Kaiser geschleuderten Worte, wie sie niemals unerschrodener Hüter der Reichtagsrechte zu sein, ist als feitene der amtlichen Wahlkommissionen nirgends Verstöße bisher im Reichstag laut geworden waren, Einspruch zu erheben. der Vollstrecker fremder Aufträge erkannt. Im fremden Dienst gegen diefelbe vorgekommen, die zu Beanstandungen einer Wahl Graf Ballestrem hat sich zwischen gestern und heut überzeugen verhängte Graf Ballestrem das Verbot, über die Kaiferreden den Anlaß gegeben hätten. Die hauptsächlichsten Bestimmungen bemüssen, daß er durch das Verbot, über die Kaiserreden zu zu sprechen; in fremdem Dienst änderte er das, was er treffend die Wahlcouverts und die sogenannte Dunkelfprechen, die Gerechtigkeit schmählich verlegt und daß Tags zuvor aus vorgeblicher Ueberzeugung als Grundsatz aufgestellt er zudem die schwerste politische Unflugheit begangen hatte. hatte, in sein Gegenteil. Graf Ballestrem, der die Socialdemokratie mundtot machen wollte, Ein verdientes Schidial ereilt den Präsidenten des Reichstages, mußte fich als Verüber des schwersten Unrechts bekennen, indem er der sich zum Bedienten derer herabwürdigte, welche alles daran segen, das, was er Tags zuvor als herrischer Diktator für unzulässig ver- ein schmähliches Geheimnis im dichtesten Dunkel zu erhalten. warf, nunmehr gewähren laffen mußte. Das Ansehen des Grafen Ballestrem, das bis vor wenigen Monaten ein unbestrittenes war, das aber bereits durch die Rechtsbrüche des Zollkampfes in der Ueberzeugung eines Teils des Reichstages vernichtet war, ist nun allseitig gerichtet. Abgeordnetenhans. ammer find die folgenden: Der Stimmzettel ist in einem amtlich abgestempelten, abzugeben. Diese Umschläge sollen aus undurchfichtigem Papier ge mit feinem Sternzeichen versehenen Umschlag( ah! coubert) fertigt und für das ganze Land von gleicher Größe, Form und Farbe sein. Sie werden vom Ministerium des Jimern beschafft und an die Gemeinden unter Zugrundelegung der Zahl der bei der legten Wahl vorhandenen Wahlberechtigten verteilt. Die Kosten der Beschaffung trägt die Staatskaffe. Das Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag nach Er- Zur Vornahme der Wahl( Wahlmännerwahl) ist ein mit ledigung einiger Rechnungssachen den Gesetzentwurf betr. die bem Wahllokal in unmittelbarer Verbindung stehender, nur durc Wodurch ist der über alles erstaunliche Umschwung in dem Ver- Vorbildung der höheren Verwaltungsbeamten das Wahllokal betretbarer, der Beobachtung unzugänglicher Roun halten des Bräsidenten herbeigeführt worden? in erster Lesung beraten. Der Entwurf ist im vorigen Jahre( ebenzimmer u. dergl.) erforderlich, der auch aus einem Teil des Wahllokals durch geeignete Vorrichtungen( Verschlag 2c.) hergestellt Es wäre nur eine neue Irreführung, wenn die bürgerliche Breffe nicht zur Verabschiedung gelangt; in der etwas veränderten werden kann. In diesem Isolierraum dürfen feitens der versich darauf beruft, daß Graf Ballestrem sein Unrecht erkannt und Form, in der er diesmal dem Hause zugegangen ist, scheint schiedenen Parteien Stimmzettel, die den Anforderungen des Gefezes deshalb sein Verbot zurückgezogen habe. Graf Ballestrem ist sich ihm ein besseres Schicksal beschieden. Fast alle Parteien stehen entsprechen, aufgelegt und zum Gebrauch der Wähler bereit gehalten vielmehr des Unrechts bewußt gewesen, schon als er es verübte, und dem Grundgedanken desselben sympathisch gegenüber. Die werden, auch soll darin für vorkommende Fälle eine Anzahl der er hat das bewußt begangene Unrecht nur soweit zurückgenommen, Notwendigkeit, daß sich die Verwaltungsbeamten mehr mit amtlich abgestempelten Wahlcouverts aufliegen. als es möglich war, ohne den Zweck desselben zu vereiteln. den Verhältnissen des praftischen Lebens beschäftigen Der Wähler, der seine Stimme abgeben will, tritt zuerft an Eine Parlamentsforrespondenz erzählte am Mittwoch, daß man und daß dem Studium der Nationalökonomie eine größere den Tisch im allgemeinen Wahllokal, an dem die Wahlkommission am Bundesratstische die Berhinderung jeder Diskussion in diesem Fall Bedeutung beigemessen werden möge, wurde von allen Seiten ihren Blag hat, nennt dort seinen Namen und erhält ein abgestempeltes Wahlcouvert. Mit diesem begiebt er sich in den Isolierraum, tvo gar nicht erwartet hatte". Wir bestritten schon gestern die Richtigkeit betont. Dies Verlangen ist zweifellos berechtigt. Allerdings er den Stimmzettel in das Couvert stedt. Im Jiolierraum darf dieser Meldung und wir haben Anlaß, bei unsrer Ansicht durchaus glauben wir, daß die Beamten, wenn sie unparteiisch die Ver- fich jeweils nur ein Wähler befinden; nur für den Fall, daß ein zu beharren. Richtig ist nur, daß Graf Ballestrem in seinem Berhältnisse findieren, zu Anschauungen kommen, die mit denen wähler durch förperliche Gebrechen verhindert ist, feinen Stinimizettel bot weiter gegangen ist als man am Bundesratstische erwartet hatte, der Mehrheit des Hauses nicht verträglich sind. Glaubte doch eigenhändig in den Umschlag zu legen, darf er fich der Beihilfe einer Dr. Beumer, der und daß er hierdurch allerdings gerade diejenigen, die er Herr bekannte nationalliberale Vertrauensperson bedienen, die aber mit ihm den Jfolierraum wieder bedienen wollte, in eine sehr unangenehme Lage Generalsekretär des Centralverbandes deutscher In zu verlassen hat. Mit dem so verdeckten Stimmzettel tritt der unter lebhafter duftrieller, Zustimmung des Hauses ähler aus dem folierraum ins Wahllokal zurück und übergiebt den Umschlag, sobald unterbeffen festgestellt worden ist, daß sein Der 3 wed des diftatorischen Verbotes des Grafen Balleftrem dem Grafen Bülow eine zu geringe Würdigung der Name in der Wählerlifte enthalten ist. dem Wahlvorstand, der denfollte sein, jebe Erörterung der Krupp Frage und alles deffen, was Verhältniffe des praktischen Lebens vorwerfen an follen, weil felben eröffnet in die Ilene legt. Stimmzettel, die die Wähler mit ihr im Zusammenhang steht, aus ber Diskussion gewaltfam er in feiner neulichen Reichstagsrede über die Randnote bes nicht in dem amtlich abgestempelten Umschlag abgeben wollen, zu beseitigen. Dies war der Auftrag, der ihm geworden war. Kaisers zu dem Bericht Millerands nicht die Wohlfahrts- hat der Wahlvorsteher zurückzuweisen, ebenso die Stimunzettel folder Nun aber beging Graf Ballestrem den Mißgriff, anstatt nur einrichtungen Krupps gelobt und nicht darauf hingewiefen Wähler, die den oben erwähnten Jolierraum noch nicht die Krupp Frage auszuschalten, die Diskussion über die habe, daß die deutschen Unternehmer schon lange vor Einführung betreten haben. Meben des Kaisers von Effen und Breslau überhaupt zu verbieten. ber Versicherungsgesche aus eigner Initiative die Zukunft ihrer Stimunzetteln aus der Wahlurne genommen und uneröffnet gezählt. Nach Schluß der Bahlhandlung werden die Umschläge mit den Hierdurch wurde der Vergewaltigungsstreich des Grafen Ballestrem Arbeiter sicher gestellt hätten. Also wieder das alte Streben, ft die Uebereinstimmung ihrer Anzahl mit der Zahl der mit dent die zur Dienerin von Intereffenpolitik gebracht hat. J zu machen. Zubem hatten die Auftraggeber des Präsidenten, toie sutvirbigen! fie diesen Auftrag nicht erteilt hatten, auch nichts weniger als Vorteil von dieser Art der Ausführung ihres Auftrages. öffnung der Umschläge. Einer der Beifizer öffnet jeden Umschlag Die Borlage wurde einer Konmmission von 21 Mitgliedern einzeln, entfaltet den Stimmzettel und übergiebt ihn dem Wahlüberwiesen. vorstand zur Zählung. Stimngettel, die in einem nicht amtlich ab STUDIO Schweden. geftempelten oder in einem mit einem äußeren Kennzeichen versehenen vergeht fast fein Tag, an dem nicht irgend ein Fcember von den 13a Cleveland eingeladen, um den Gymnasiajten eine Rebe ilmschlag abgegeben worden sind, sowie mehrere Bettel in einem Londoner Gerichten wegen Diebstahls, Schwindeleien, Buhälter u halten. So macht man in angelsächsischen DemoUmschlage sind ungültig. toefens oder Banknotenfäischung verurteilt wird. Die Deutschen Eratien Arbeiterpolitifl Diefelben Bestimmungen, die hier für die Wahl der Wahlmänner leiden darunter am meisten, da die Bestraften sich in der Regel als getroffen sind. finden auch für die Wahl der Abgeordneten German ausgeben. Hinzu kommt der Herdentrieb der auf niedriger Anwendung, soweit sie die Wahlcouverts und den folierraum be- Stulturstufe stehenden Völkerschaften. Sie überfüllen die Häuser, Schiedsgerichte für Arbeitsstreitigkeiten. Die schivedische Retreffen. befezen ganze Quartiere und vertreiben deshalb den Engländer. Da gierung hat dem Reichstag einen Gesezentwurf über Vermittelung die Einwanderer dicht zusammenwohnen, können, fie auch eine höhere in Arbeitsstreitigkeiten vorgelegt, der der Hauptsache nach folgendes Ein deutscher Bundesfürst im Reichstag. Während der Rebe Miete zahlen, wodurch fast überall in London die Rente in rafchem enthält: Bebels befand sich unter den aufmerksamsten Hörern der Tribline Steigen begriffen ist. Der wachsende Unwillen des englischen Volkes Das Reich wird in Distrikte eingeteilt und für jeden Distrikt auch der jugendliche Herzog von Coburg- Gotha, der von Geburt ein gegen die Fremben hat weber mit Nasse noch mit Religion etwas ein Vergleichsmaller von der Regierung eingefest, deffen Aufgabe englischer Brinz, sich gegenwärtig auf seinen Regentenberuf vorzu thim. Er richtet sich vielmehr gegen die Herabdrückung des eng- fein foll, an der Lösung von Konflikten zwischen Arbeitgebern und bereitet. Bei der Kronprinzen- Episode wurde der Herzog besonders lischen Stulturniveaus. Und wenn man London tennt, ist es schwierig, Arbeitern sowie zwifchen Gruppen von Arbeitern mitzuwirken. lebhaft. Jedenfalls traf er es glücklich, daß er gerade an diesem das englische Volk wegen seine Fremdenhaffes zu verurteilen. Vergleichsmakler soll die Arbeitsverhältnisse innerhalb seines Diftritts Tage im Reichstag anwesend war und die in jeder Hinsicht er- Ganze Stadtviertel find mit franzöfifchen, deutschen und jüdischen aufmerksam beobachten und für die Errichtung von Vergleichs- Komzieherische Rede Bebel anhören durfte. Zuhältern, Prostituierten, Dieben und Schindlern gefüllt. Geit miffionen und Schiedsgerichten wirken, mit Rat und Aufklärung einigen Wochen haben es sich die Londoner Nichter zum Grundsab affiftieren fotie an der Beilegung von Arbeitsstreitigkeiten mita gemacht, bei jeder Verurteilung eines Fremben die Behörde aufzuwirken. Wenn Streitigkeiten ausbrechen, foll der Vergleichsmakler fordern, die Einwanderung zu dämmen. In verflossenen Jahre persönlich eingreifen, die streitenden Parteien auffordern zu ver Immigration eingefeht, die bald ihren Bericht veröffentlichen wird. Er kann Sachverständige berufen, die aus den Arbeitgebern und wurde eine parlamentarische Kommiſſion zur Untersuchung der handeln und versuchen eine Löſung des Konflikts herbeizuführen. Dieser Bericht wird die Grundlage der vom englischen Wolfe ver- Arbeitnehmern bes Distrikts zu wählen find und mit dem Vergleichslangten Einwanderungsgesehe bilden. Kommt kein maller zusammen eine Vergleichefommiffion bilden. Bergleich zu ftande, so kann der Vergleichsmaller die streitenden Para teien auffordern, Schiedsrichter zur Entscheidung des Konflikts zit wählen. Die Rechtskraft von Uebereinkommen und andern Bea fchlüssen wird nach den Deftimmungen der allgemeinen Gesetzgebung Es wird vorgeschlagen, daß das Gesetz am 1. Januar festgesetzt. 1904 in Straft treten soll. Der beleidigte Kronprinz. Wegen Beleidigung des Kronprinzen wurde am Mittwoch der Schloffer Gustav Emil Sommer, welcher am 8. Auguft v. J. in Potsdam über die Reisen des Kronprinzen abfällige Bemerkungen machte und dabei Schimpfworte gebrauchte, von der Botsdamer Straffammer zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. " Frankreich. Da Beleidigungen des Kronprinzen nicht wie Kaiserbeleidigungen Der Achtstundentag in den Marinewerkstätten. Die Verord im öffentlichen Interesse" verfolgt werden, so kann das Straf mung des Marineministers Pelletan, wonach in den Marinewerkstätten verfahren in Botsdam mur infolge ausdrücklichen Strafin Butunft nur noch acht Stunden pro Tag gearbeitet wird, ift den antrages des Kronprinzen selbst eingeleitet worden sein. Pribatindustriellen sehr unangerehm und die Berordnung wird in Der Kronprinz scheint danach als recht empfindlich gegen Be- der kapitalistischen Presse Frankreichs durchweg absprechend kritisiert. Yeidigungen seiner Person. Aber er selbst wägt bekanntlich feine Die Industriellen befürchten mit Recht, daß, sobald der Achtstunden- Die 32 Volksversammlungen, Aeußerungen gegen ihn mißliebige Persönlichkeiten nicht sehr tag in den Staatswerkstätten eingeführt ist und sich darin bewährt forgiam.hat, es auf diefer fchiefen Ebene" immer weiter abwärts gehen welche gestern Abend in Berlin und den Vororten stattfanden, waren werde. u die Admirale und sonstigen hohen Beamten der Arsenale ohne Ausnahme sehr stark besucht. Selbst die größten Säle erwiesen Zum Fall Löhning erhält die„ Voss. Ztg." die nachfolgende Erscheinen über die Neuerung nicht sehr erfreut zu fein; es ift das an fich als unzureichend, um die Massen, welche Einlaß fuchten, vollflärung: verschiedenen veratorischen Maßnahmen, die fie getroffen haben, zu ständig aufzunehmen. Ein Beweis dafür, daß die socialdemokratische Der Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben hat in der Sigung erkennen. So hatten bie Direktionen der Arsenale von Cherbourg des Abgeordnetenhauses vom 20. d. M. erklärt, daß er gar nicht und Breit die Bestimmung getroffen, daß am Morgen 3, am Nach Bevölkerung Berlins den lebhaftesten Anteil nimmt an den Vorgewußt habe, daß es sich um die Tochter eines Feldwebels handelte. mittag 3 Shmben gearbeitet werden follte. Damit sind jedoch die gängen im öffentlichen Leben, und daß sie auf dem Plan erscheint, Diese Behauptung ist für die Beurteilung meiner Pensionierungs- Arbeiter nicht einverstanden, sie verlangen die Einteilung der Ar- weitn es gift, die Stimme der öffentlichen Meinung zu erheben und angelegenheit von feiner Bedeutung. Jedenfalls hat der Minister beitszeit in zwei gleiche Hälften von je 4 Stunden. In Cherbourg, sn urteilen über die Ereignisse, welche im Vordergrund der politischen gewußt, daß es sich um die Tochter eines Subaltern- Prest und Toulon haben große Manifestationen stattgefunt.3, obei Erörterungen stehen. Es galt diesmal, in den Versammlungen die beamten handelte. Es verbleibt dabei, daß kaum acht Tage die Arbeiter dem Minister für die Einführung des Achtstambentages Situation zu beleuchten, welche durch die unter Rechts- und Ver nach meiner Verlobung der Kommissar des Ministers mir wegen ihren Dank aussprachen, sich aber gegen die Maßnahmen der faffungsbrüchen zum„ Gesetz" gestempelte Bollvorlage geschaffen ist; meiner Verlobung die Pensionierung anheimstellte, daß er fagte, es galt, das fchändliche Treiben der reaktionären Barteien in Bezug der Minister sei über meine Berlobung erzürnt, es feien ver- Die zweijährige Dienstzeit. Jm Senat steht zur Zeit der Ge- auf alle wichtigen politischen Angelegenheiten zu kennzeichnen und die schiedene anonyme Denunziationen dem Minister zugegangen, fetention betreffend die zweijährige Dienstzeit zur Diskussion. Der Frage zu erörtern, teffen sich das Volf von der Reaktion zu versehen dieser wolle, daß ich meine Pensionierung nachsuche, und daß der erste Titel, enthaltend die grundlegenden Bestimmungen der Ar- hat. Was sieht auf dem Spiel?" lautete die Tagesordnung in Stommissar dabei auf ähnliche Fälle bei Regierungspräsidenten hin- tifel 1-9, ist bereits angenommen worben. Danach ist jeder gewiesen hat. Es verbleibt dabei, daß mir der Oberpräsident Franzose zum Militärbienst verpflichtet; tie Dauer der Dienstzeit allen Berfammlingen. Eine Frage, deren Beantwortung sich aus der v. Bitter nach wiederholter Rücksprache mit demselben Kommissar ist für alle gleich. Die Gesamtdauer der militärischen Dienstzeit gegenwärtigen Situation von selbst ergiebt. Die reaktionäre Junkerdes Ministers erklärte, daß ich durch meine nicht standesgemäße Ver- beträgt 23 Jahre. Die wegen gemeiner Bergehen und Verbrechen fippe will natürlich, je eher desto lieber, die Fragmente von Volks lobung mich als Provinzial- Steuerdirettor in Bosen unmöglich ge- vorbestraften Personen sind vom Militärdienst ausgeschloffen. Das redyten, welche mit in Deutschland befizen, völlig zertreten. macht habe, wogegen die mir zur Laft gelegten Aeußerungen zur Gefes räumt noch mit einer andern ungerechtigkeit auf, indem es favarge Garde des Centrums ist bereit, bei der Boltsentrechtung mitPolenpolitik den Hals mir nicht brechen könnten. Berlin, den bestimmt, daß die Offiziere, welche die hohen Schulen von Saint zuhelfen, soweit thre eigenen Intereffen, namentlich ihre Mandate 22. Januar 1903. Löhning, Geheimer Oberfinanzrat und Provinzial- Cyr usiv. abfolviert haben und die bisher ben gewöhnlichen Dienst dabei nicht gefährdet werden, und der rüdgratlofe Liberalismus ist Steuer- Direktor a. D. in der Kaserne nidt fennen gelernt haben, in Zukunft ein Jahr als Golbat zu dienen haben. Italien. " Ein interessanter Breßbeleidigungs- Prozeß hat in Duisburg statt gefunden. Der Verleger und der Redakteur des in Emmerich erscheinenden Bügerblattes", die Herren Romen und Schmit wurden wegen haltloser Beleidigungen des Bürgermeisters der erstere zu einem Jahre, der Redakteur zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Direktionen wandten. Die ländlichen Bacht- und Arbeitsverträge. 3ivei große Gejebentwürfe beschäftigen zur Zeit das ländliche Proletariat 3taliens, das Projekt des Aderbaus Minifters Baccelli betreffend bie Contratti agrari" und den Gefeßentwurf der Minister Cocco, Ortu, Baccelli über die Arbeits- Verträge( Contratti di I avoro) ber Lanbarbeiter. " Die ?? Die gang toenige Ausnahmen abgerechnet weder fähig noch willens, bem reaktionären Treiben Einhalt zu gebieten, ja, ein großer Teil feiner hervorragenbften Führer macht sich toie die Zolldebatten int Reichstage betplefen haben ohne Scheu zum Handlanger der Reaktion. Unter diesen Umständen steht für das Bolt natürlich der Verlust der winzigen Rechte, über die es verfügt, auf dem Spiel. Daß aber der Reaktion und ihren Hanblangern dies Spiel gründlich verdorben wird, dafür sorgt die Socialdemokratie, und wenn die Maffen des Volles hinter ihr stehen, dann kann die Reaktion das Zu diesen Entwürfen, die als eine Frucht der vorjährigen Land- Spiel nicht gewinnen, dann müssen alle finsteren Pläne, von welcher arbeiter- Bewegung anzusehen find, nahm die organisierte Land- Seite fie auch kommen mögen, zu Schanden werden. Neben diesen arbeiterschaft auf einer kürzlich in Bologna abgehaltenen Konferenz Betrachtungen, die in den Versammlungen gepflogen wurden, standen der Vorsitzenden der Provinzialverbände, der Federazione dei felbfiberständlich auch die jüngsten Vorgänge im Reichstage in contadini( Bantern b Landarbeiter- Bund) Stellung. Konferenz mar start besucht und die Verhandlungen bauerten von Vordergrund der Erörterungen. Vor dem Forum des Volkes fand morgens 10 1hr bis nach Mitternacht. Das Resultat der Zusammen- die schmähliche Vergewaltigung des freien Wortes durch den Reichstunft war die Annahme einer Reihe Beschlüsse, welche die tagspräsidenten Grafen Balleftrem eine einstimmige und entschiedene Die focial Berurteilung. Ein touchtiger Protest war es, den die Zehntausende. Fundamentalforderungen der Landarbeiter enthalten. demokratische Kammerfraktion wird aufgefordert, dieselben im Barla- reldje die Versammlungslokale füllten, gegen den Mißbrauch der Die Forderungen bez. der Bacht- und Miets- Präsidialgewalt des Grafen Ballestrem und gleichzeitig gegen die ment zu vertreten. tontratte find folgende: reaktionäre Strömung erhoben. Über auch darüber war man staj lar, daß es nicht mit dem Protest in Versammlungen sein Bewenden baben könne, sondern daß vielmehr jeder, der ein Feind von Vergewaltigung und Unterdrückung ist, daß jeder, dem es ernst ist mit der Erhaltung und Erweiterung der Volksrechte, sich der Socialdemotratie anschließen und für sie werben muß, damit die bevor stehenden Reichstagswahlen eine bedeutende Bermehrung der socialdemokratischen Stimmen und Mandate bringen. An dem festen Den Socialismus vertretenen Jdeale des Kulturfortschritts werden bezüglich ihrer sanitären Zustände gefeßlichen Vorschriften zu unter- illen des Volkes müssen die reaktionären Pläne scheitern. Die durch Dem Bauern( hier immer Halbbauer, Hinterfaffe) und feiner das Verlangen nach Wiederbelebung mittelalterlicher Ideen siegreich Familie muß in jedem Falle ein Griftenzminimum gesichert fein, das aus dem Felde schlagen. in Zipeifelsfällen von der Schiedskommission beim Fehlen einer folchen vom Bezirksrichter festgefegt wird. Im übrigen wird die focialistische Fraktion aufgefordert, alle vom Sekretariat noch zu stellenden Amendements in der Kammer 31 unterstüßen. Von den ihrem Gegner, dem Emmericher Bürgermeister Menzel nachgesagten Verfehlungen in amtlicher wie in privater Hinsicht war nicht ein Punkt zu erweisen. Der Hauptangeklagte Romen mußte schließlich zugeben, daß er von seinem Gewährsmanne dem Stadtsparkassen- Rendanten Gelfing aus Emmerich, in un erhörter Weise dupiert worden sei. Im weiteren Verlauf der Sigung gab er dem Bürgermeister Menzel eine umfassende Ehrenerklärung und bat ihn um Verzeihung. Aufsehen erregte das Er scheinen des Bruders des Angeklagten Romen, des früheren Staatsanwalts und jezigen Geheimen Kriegsgerichtsrats Romen aus Berlin im Gerichtssaale. Dieser bot fich als Schußzeuge für feinen Bruder ant und wurde auch, trotz des Widerspruches des amtierenden Staatsanwalts, vernommen. Als er aber lediglich ein Gutachten über den Gesundheitszustand feines Bruders abgab, indem er ausführte, daß der Angeklagte morphium süchtig und daher für seine Verfehlungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden könne, erklärte der Vorsitzende energisch, daß er der artige Ausführungen nur aus dem Munde eines medizinischen Sachverständigen entgegennehmen könne. Darauf mußte Herr Romen und wurde ebensowenig vereidigt wie der Benge Gelfing. Er versuchte noch, mit seinem Bruder zu konferieren. was der Vorfizende ebenfalls ganz energisch rügte mit dem Hin weise darauf, daß der Angeklagte sich in Untersuchungshaft befinde. festgeseist. Der frühere Staatsanwalt Nomen, der seiner Zeit dadurch berühmt geworden ist, daß er die Socialdemokraten allgemein des Meineides verdächtigte und der einer der schneidigsten Stämpfer gegen ſocialdemokratische Preßfünder war, wird vielleicht jetzt ein wenig milder denken! abtreten Wie ein Kriegsgericht urteilt! Die Kontrakte mit den Halbbauern müssen auf der Basis der von der Vereinigung aufgestellten Bedingungen abgefchloffen werden; Untervermietungen find in keinerlei Form zulässig; alle persönlichen Dienstleistungen ohne Entschädigung und alle Fronbienste sind abgeschafft. Der Zinsfuß für geliehene Kapitalien und Vorschiffe, die feitens der Besizer an die Hinterfaffen gegeben werden, wird auf 4 Proz. Die Wohnungen der Bauern und die Dörfer überhaupt find iverfen. Zu dem Gesez betreffend die Arbeitsverträge tourden folgende Grundforderungen aufgestellt: Jedem Bandarbeiter muß dura das Gefes ein Lohnminimum garantiert werden, das die Wiedererfchung der Arbeitskraft etDie Arbeitsverträge, Tarife, Reglements, Disciplinarbefiimmungen müssen im Einverständnis beider vertragschließenden Par teien aufgestellt fein. Die Löhne müffen in gefehlicher Münge ausgezahlt werden; Lieferungen gegen Aufrechnung des Lohnes find nur auf direkten Wunsch des Arbeiters guläffig. Aus Halle a. S. wird vom 22. Jannar berichtet: Sehr teuer zu stehen kamen dem Gefreiten Grötgen von der 2. Estabron des Kirassier- Regiments Nr. 7 von Halberstadt zwei Dhrfeigen, die er feinem Borgesetzten, dem Unteroffizier stöbib verabreicht hatte. Bei dem Rückmarsch von dem Manöver wurde die 2. Schwadron in Schnellroda bei Querfurt einquartiert, gelegentlich dessen am Abend des 19. September möglicht. borigen Jahres ein Tanzbergnügen stattfand, an dem auch G. und K. teilgenommen hatten. Ein Landwirt, der Vier zum besten gegeben hatte, geriet mit G., der im sechsten Jahre diente und Bursche bei dem Rittmeister v. Albensleben war, in Streit, wobei der Unteroffizier, der erst im vierten Jahre dient, für den Spender Partei ergriff und den Gefreiten als Stiefelpuzer und Hadenfrazer titulierte. Der Gefreite war dadurch erheblich gereizt Die Strafen für Uebertretungen der Arbeitsordnung dürfen in und nannte den Ködig grüner Unteroffizier", worauf dieser feinem Falle ein Zehntel des Tagelohns übersteigen. ausgespudt und dem Gefreiten einen Schlag auf den Den Grundbefizern und deren Vertretern ift in flarer und Arm bersetzt haben sollte. Schließlich verabreichte der präcifer Form zu verbieten, toillkürlich Arbeiter zu entlassen oder ohne Gefreite dem Unteroffizier in der Aufregung ein paar Ohrfeigen. Auffündigung Bedingungen zu unterwerfen, die ihn in der VerteidiG. war nun heute vor dem Kriegsgericht wegen thatlichen Angriffs gung feiner Rechte benachteiligen. und Beleidigung und S. wegen Beleidigung und vorschriftswidriger Die Entwürfe werden noch in der nächsten Kammerfession zur Behandlung eines Untergebenen angeklagt. Obgleich das Gericht Verhandlung gelangen. anerkannte, daß der Gefreite erst gereizt worden ist und der Interoffizier den Vorfall provoziert hat, berurteilte es den Gefreiten zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis, während der Unteroffizier mit 14 Tagen Mittelarrest davon kam. Der Untergebene wurde auch sofort berhaftet. Ausland. Ueber den Verlauf der Versammlungen gingen uns die nach: stehenden Mitteilungen zu. Erster Wahlkreis. Die Berjannninng war bereits vor Beginn der Verhand fungen polizeilich abgesperrt, so daß viele keinen Einlaß mehr finden tomten. Das borzügliche Referat des Hechtsanwalts Dr. Karl Lieb= In echt, ber das Borgehen der Bolwicherer im Reichstage und nament lich auch das parteiische Berhalten des Reichstags- Präsidenten einer fcharfen Stritit unterzog fowie die politischen Berhältnisse überhaupt eingehend beleuchtete, wurde oftmals durch ſtirmische ZustimmungsTumbgebungen unterbrochen. Eine Diskussion fand nicht statt, da fich Gegner troß wiederholter Aufforderung nicht zum Wort meldeten. Zweiter Wahlkreis. wic Im Riesensaale der Bodbrauerei, tvo frühzeitig gesperrt toorben war, fprach vor etwa 2000 Bersonen der Reichstags- Abgeorbnete Ged, zum erstenmale vor Norddeutschen, wie er mitteilte. Er geißelte, oft wizig pointiert und vielfach von lebhaftem Beifall unterbrochen, die schäbige Art, bie Barlamentsmehrheit ben golltarif durchbrachte. Die Socialdemokratie fei tvar materiell die Besiegte, aber nicht durch Recht und Weisheit, sondern durch die Gewalt. Glänzend, das richtige treffend und doch wohl abgewogen, waren die Ausführungen des Redners über Ballestrems letzten Gewaltstreich Ein Ergebnis der Mosely Kommissien. nub icine riache, die Reden des Staifers. Er schloß seinen Vortrag London, 20. Januar.( Eig. Ber.) Wir haben vor einiger Bett mit dem Wunsche, man möge sich das feierliche Versprechen geben, über eine Kommission von britischen Arbeiterführern berichtet, die das allgemeine Bahlrecht so auszumißen, daß man am Wahltage auf Stoften eines Londoner Kapitalisten Mr. Mofelh nach den Ver- fagen könne: Geftimmt, geurteilt, gerichtet!( Stürmischer, an einigten Staaten geschict wurden. ir knüpften damals die Behaltender Beifall.) Mit donnernden Hochs auf die Partei und Ged merkung daran, diefes Unternehmen sei darauf gerichtet, den fchloß die Verfammlung. England. I Beschränkung der Einwanderung in England. brohenden politischen Klaffenkampf abzufchwächen. In dem Der große Saal von Snegelberg in der Hafenheide war bis London, 20. Januar.( Eig. Ber.) In den englischen An Engineers Journal", der offiziellen Monatsschrift der Gewerkschaft zum letzten Blas gefüllt. Um 10 Uhr wurde von der Polizei gesichten über den Wert der Einwanderung hat sich in den legten Jahren der britischen Maschinenbauer, Mechaniker ufi. tirb am 13. b. M. fperrt. Es referierte Reichstags- Abgeordneter fann tud), der ein gründlicher Umschwung vollzogen. Man darf es ohne Vorbehalt berichtet: Unfer Generalsekretär G. R. Barnes befand sich am unch einer fritischen Würdigung der allgemeinen politischen Lage dia tvo er mit feinen Freunden legten parlamentarischen Borgänge einer scharfen, aber gerechten fagen, daß die ganze öffentliche Meinung Englands für eine Re- 15. November in Cleveland( Chio) gulierung oder Beschränkung der Immigration eintritt. Die Agis vem Senator More Hanna au einem Diner eingelaben wurde Beurteilung interwarf. Seine Ausführungen, die ausflangen in tation gegen die Fremden richtet sich vor allem gegen die russischen Hanna, Abgeordneter Burton, Major Tom L. Johnson( foll heißen einen Aufruf zum Stampf, fanben großen Beifall. Bei 8ühlte in der Dennemis ftraße sprach Reichstagsund polnischen Juden und in zweiter Linie gegen die deutschen und Mahor oder Bürgermeister Johnson, ein ethisch- focialer Demogoge öftreichischen Kellner und Dienstboten. Die Uebel der Einwanderung ersten Ranges) und Marts von der Givic Federation( ber bitrger Abgeordneter Richard Fischer. In temperamentvoller Rebe Berhalten unsrer Gegner, ihre volksfind giveierlei. Erstens verschärft sie die großstädtischen Probleme: lichen Bereinignug zur Schlichtung von Streits) Reben hielten. geißelte Bohnungsnot unt Arbeitslosigkeit; giveitens befinden sich unter den Solche Versammlungen fchaffen biel Gutes, da feindlichen Bestrebungen und die Bergewaltigung der Rede Die ver freiheit im Reichstage. Unter stürmischem Beifall der VerEinivanderen zahlreiche Elemente, die physisch und moralisch un sie den industriellen Frieben förbern tüchtig sind. An bürgerliche Freiheit und Bürgerpflichten sind viele fchicbenen Parteien könnten gewöhnlich ihre Gegenfae fammelten gab der Redner der Ansicht Ausbruck, daß die der aus unterdrückten Ländern kommenden Einwanderer nicht ge- in freundschaftlicher Beife erledigen, wenn fie Reaktion nichts vermag, wenn die Maffen des Bolles ernstlich wöhnt. Die erste Generation der Einwanderer beutet vielfach die einen gemeinschaftlichen Boben finden könnten, um die Fragen ruhig gewillt find, ihre Rechte zu wahren, was nur wrier dem Banner der ihnen gebotene englische Freiheit zu unjittlichen Zweden aus. Es zu diskutieren." Barnes war auch vom Direttor des Gymnafiums Socialdemokratie mit Erfolg geschehen fam. Dritter Wahlkreis. Ju Nowa wo es referierte Genoffe Wiesenthal vor einer! Von der Beweispflicht. Der Hausdiener N. flagte beim Gewerbe Im Gewerkschaftshause waren der große Saal und die äußerst zahlreich besuchten Versammlung, die im Bernhardtfchen Lokal gericht gegen den Inhaber der Kantine bei den Gaswerksbauten in Galerien gedrängt voll und hatten, nachdem die Tische entfernt tagte und in der Verurteilung der reaktionären Gelüste, namentlich Tegel auf Ersatzleistungen für nicht innegehaltene vertragliche Vertvaren, etwa 1800 Personen Platz gefunden, bis schließlich die polizei- auch der jüngsten Vergewaltigung der Redefreiheit mit dem Refe- pflichtungen. Er behauptete in der Verhandlung vor Kammer 6, liche Absperrung erfolgte. Das Referat hatte der Abgeordnete des renten vollkommen übereinstimmte. daß er gegen 30 M. Monatslohn und vollständig freie Station Kreises W. Heine übernommen, der in eingehender Weise die Vorengagiert worden sei. Troydem sei ihm kein Logis gewährt kommnisse im Reichstage und die gegenwärtige politische Situation wirkungsvoll erörterte. Durch stürmischen Beifall stimunten die UnZum Schluß nahm die Versammlung eine Resolution an, welche Zum Schlußz nahm die Versammlung eine Resolution an, welche das Berhalten der Mehrheit des Reichstages bei den Bolldebatten, sowie den Verrat Eugen Richters und das Vorgehen des ReichstagsPräsidenten gegen den Genossen Vollmar scharf verurteilt. wesenden dem Referenten zu. Die Berliner Ressource war bis auf den letzten Plaz bejezt und etwa 1000 Personen anwesend. Hier referierte Reichstags- Abgeordneter Fr. Kunert, dessen treffende Ausführungen von den Versammelten mit lebhaftem Beifall aufgenommen Bierter Wahlkreis( Often). wurden. Ju Kellers großem Saal sprach Genosse Paul Singer bor etwa 2500 Personen. Schon eine Stunde vor Beginn der Berfammlung war das Lokal polizeilich abgesperrt; viele konnten feinen Einlaß mehr finden. Die Polizei schien sich übrigens auf irgend welche außergewöhnlichen Vorkommnisse vorbereitet zu haben, denn in einer Ecke des Hofplayes war sogar eine Patrouille berittener Schuyleute postiert und harrte dort abgeseffen" der Dinge, die da kommen sollten. Natürlich fanden fie feinen Anlaß zu einer kleinen Attade. Unter braufendem Beifall der Anivesenden übte Genosse Singer seine unerbittliche Kritik an den legten Vorgängen im Reichstage. Er schloß seine Ausführungen mit einem wuchtigen Appell an die Masse, bei den kommenden Wahlen der herrschenden Ausbeutersippe die nötige Antwort zu geben. Bierter Wahlkreis( Südosten). In der Drachenburg vor dem Schlesischen Thor fand ein so starker Zuftrom von Besuchern statt, daß der Saal schon um 18 Uhr abgesperrt wurde; später konnte dann durch Entfernen der Tische noch für eine Anzahl Personen Platz gemacht werden. Nos a Luremburg geißelte treffend den schamlosen Ueberfall der Agrarier auf die Taschen des arbeitenden Volfes, sowie die damit verbundenen Vorgänge. Die Entrüstung, die in ihrer Rede zum Ausdruck kam, fand lebhaften Wiederhall in der Versammlung. Der Saal der Urania in der Wrangelstraße konnte unmöglich die vielen Personen fassen, die Einlaß begehrten. Er wurde um 8 Uhr abgesperrt, nachdem auch durch Hinausschaffen der Tische nicht genügend Platz gemacht werden konnte. Viele Frauen waren unter den Anwesenden. Das Referat des Genossen Dr. Alfred Bernstein erweďte äußerst lebhaften Beifall. Graumanns Saal in der Naunhnstraße erties fich als viel zu flein für die Menge derer, die an der Versammlung teilnehmen wollten. Der Saal wurde um 8 Uhr polizeilich abgesperrt. Die packenden Ausführungen des Genossen Dr. Friedeberg wurden mit stürmischem Beifall aufgenommen. Fünfter Wahlkreis. Schöneberg. In Obsts Festsaal, der bis auf den legten worden, auch habe er fich am Sonntag sein Effen selbst Stennzeichnung der gegenwärtigen Situation fand den ungeteilten beanspruchte Stläger eine entsprechende Entschädigung. Der BePlas gefüllt war, sprach Genosse Bartels. Seine treffende faufen müssen. Sowohl hierfür wie für das selbst besorgte Logis Beifall der zahlreichen Menge. Eine Protestresolution gegen die Ber- flagte bestritt, daß er die Verpflichtung übernommen habe, dem gewaltigung der Redefreiheit durch den Reichstags- Präsidenten wurde släger freies Logis zu gewähren. Das hätte er nicht tönnen, angenommen. denn bei der Kantine seien bisher keine Schlafräume vorbetrieb. In Köpenick wurde die Versammlung im Scheerschen Saale handen gewesen. Und daß Kläger am Sonntag kein Essen abgehalten. Hier referierte der Reichstags- Abgeordnete des Kreises, erhielt, sei selbstverständlich, denn Sonntags ruhe der KantinenDie Abmachungen hätten sich nur auf die Betriebstage Genosse 8ubeil. In martiger Rede tennzeichnete er die allgemeine Situation sowie die neuesten Gewaltafte im Reichstage. Die imposante bezogen. Der Kläger blieb aber bei seinen Angaben und berief sich Das Gericht vermochte den Zeugen nicht zu Versammlung stimmte den fernigen Ausführungen des Redners auf einen Zeugen. ermitteln. durch lebhaften Beifall zu. Der Kläger wurde abgewiesen. Der Vorsitzende Dr. Wölbling führte aus: Da der vom Kläger vorgeschlagene Beuge nicht zu ermitteln war und der Kläger weitere Beweismittel nicht angegeben hat, so muß er abgewiesen werden, weil er den Nachweis feines Anspruches schuldig geblieben ist. In Johannisthal sprach Reichstags- Abgeordneter Förster. Mit lebhaftem Beifall und allgemeiner Zustimmung wurde feine wirkungsvolle Verurteilung der reaktionäen Machenschaften auf genommen. Wahlfreis Nieder- Barnim. In Friedrichsfelde hatten sich die Parteigenossen in Bubes Festsaal versammelt. Hier hatte Genosse Kiesel das Referat übernommen. Seine anschaulichen Schilderungen der volksfeindlichen Bestrebungen unsrer Gegner sowie der neuesten Gewaltthaten in Reichstage fanden stürmischen Beifall. Unbefugtes Berlassen der Arbeit wandte der Fabrikant Menzel vor dem Gewerbegericht gegen eine Klage des Arbeiters A. ein, welcher wegen unberechtigter Entlassung eine Entschädigung von 43 M. beanspruchte. Es wurde von der Kammer 5 festgestellt, daß der Kläger wegen Krankheit an einem Sonnabend und dem folgenden Montag von der Arbeit fortgeblieben war und bis zum Montagabend den Arbeitgeber ohne Nachricht gelassen hatte. Der Kläger machte geltend, er fci zuhause ganz allein gewesen, da seine Frau im KrankenPersonen besucht war, nahm mit großem Beifall die Ausführungen mündlich oder schriftlich informieren zu lassen. Nach längerer Die Versammlung für 2ichtenberg, welche von etwa 1000 hause lag, und habe keine Gelegenheit gefunden, den Beklagten des Genoffen Albrecht entgegen, der in treffender Weise zur Be- Beratung wurde den Parteien etit Vergleich angeraten. fämpfung der reaktionären Pläne durch Anschluß an die Social- Der Kläger weigerte sich zunächst, einen solchen einzugehen, demokratie aufforderte. worauf der Vorsitzende Wedel ihm den Vergleich noch einBankow. Der Saal„ Zum Kurfürsten", der größte am Drt, mal dringend nahelegte und erklärte, daß es entschieden ein war lange vor Beginn der Versammlung überfüllt. Referent war Fehler gelvesen sei, den Arbeitgeber nicht zu benachrichtigen. Gine Reichstags Abgeordneter Baudert. Seine treffende Rede Zweipfennigfarte und ein Hausgenosse, der sie zum Brieffaften be gegen die Vergewaltigung der Volksrechte fand den lebhaften Beifall sorgte, hätte sich ohne Zweifel auftreiben laffen. Nunmehr verglichen der imposanten Versammlung. sich die Parteien auf Zahlung von 6 M. Zu der Diskussion bemühte sich der bekannte Geistliche Naumann, die Socialdemokratie mit recht kleinlichen Argumenten zu bernichten". Er wurde vom Referenten treffend abgefertigt. " Seine Arbeiter S. ohne vorherige Kündigung entlaffen, weil K. beim Kein Entlassungsgrund. Der Fabrikant Wayfarth hatte den Abladen von Maschinen auf dem Bahnhof mit einem MitIn Reinidendorf sprach Genosse Wermuth vor einer arbeiter, dem Schlosser L., Streit begonnen und den 2. thätlich imposanten Versamuntung, die im Thomasschen Saale tagte. Der bedroht habe.. verklagte Mayfarth beim Gewerbegericht und treffenden Kennzeichnung der reaktionären Gelüste durch den beanspruchte eine Lohnentschädigung wegen unberechtigter Entlassung. Referenten schloffen sich die Versammelten durch lebhafte Beifalls- Er machte geltend, daß L. ihn gereizt habe. In seiner Erregung kundgebungen an. habe er ihm allerdings gedroht. In der Verhandlung vor der In Wilhelmsruh referierte Genosse Schulz. Kammer V des Gewerbegerichts wurde der Schlosser 2. als Beuge treffende Kennzeichnung der politischen Situation fand lebhafte Zuschlagen wollen und mit den Worten, er steche ihn nieder, in die Lafche bernommen. Er bekundete, daß Kläger ihn mit einer Latte habe ftimmung bei den zahlreich erschienenen Versammlungsbesuchern. gegriffen habe. Verlegt hat ihn Kläger nicht. Der Gerichtshof Die Genossen von Rummelsburg und Stralau tagten verurteilte den Beklagten, die verlangte Lohnentschädigung dem im Restaurant Bellevue". Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr Kläger zu zahlen. Der Streit zwischen dem Kläger und dem zeigte in flarem, wirkungsvollem Vortrage, daß die volksfeindlichen Schloffer 2. stelle einen gesetzlichen Entlassungsgrund nicht dar und Die Versammlung in der Brauerei Friedrichshain Pläne der Reaktion zu Schanden werden müssen durch die entschiedene auch die vom Kläger ausgestoßenen Drohworte, gebraucht gegen Die Versammlung in der Brauerei Friedrichshain gestaltete fich zu einer wahrhaft großartigen Volkskundgebung. Bertretung der Grundsäße des Rechts, welche die Socialdemokratie einen Mitarbeiter, rechtfertigen die plögliche Entlassung nicht. verficht. Durch lebhaften Beifall bekundete die äußerst stark besuchte Durch Ausräumung der Tische war es möglich, ca. 4000 Personen Versammlung ihre Uebereinstimmung mit dem Vortragenden. in dem Saale zu placieren. Dann aber mußte das Lokal polizeilich gesperrt werden, obwohl noch viele Hunderte Die Arbeiterschaft von Tegel und Borsigwalde hatte sich Einlaß begehrten. Genosse Eduard Bernstein ging in fehr zahlreich in Trapps Saal versammelt. Den lichtvollen Ausfeinem Referat ausführlich auf die Schäden der Zollvorlage führungen des Referenten kogte wurde lebhafter Beifall zu teil. und das Verhalten der Reichstags- Majorität ein und geißelte unter stürmischem Beifall der Versammlung das diktatorische Vorgeheu des Präsidenten Ballestrem dem Genossen Vollmar gegenüber. Zum Schluffe drückte er die Hoffnung aus, daß die deutsche Arbeiterschaft bei den kommenden Wahlen beweisen werde, was sie in diesem ereignisreichen Jahre gelernt habe. Eine dahingehende Resolution wurde einstimmig angenommen. haben. Sechster Wahlfreis. " Letzte Nachrichten und Depefchen. Weißensee. Die Parteigenossen hatten sich, mehr als 1000 Personen start, im Schloß Weißensee eingefunden. Der Referent, Jena, 22. Januar.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Es wird Redakteur Ströbel, fennzeichnete in scharf pointierter Nede das hier bekannt, daß der Abg. Bassermann endgültig auf seine rechtswidrige und voltsfeindliche Verhalten unfrer Gegner und zeigte Kandidatur in Jena- Neustadt verzichtet hat. unter stürmischem Beifall der imposanten Versammlung, daß nur die Socialdemokratie einen Schußwall gegen die Pläne der Reaktion aufrichten kann. Sociale Rechtspflege. Die Stichwahl in Danzig endete, wie vorauszusehen war, mit dem Siege des Kandidaten der Freisinnigen Vereinigung, des Bankdirektors Mommsen. Das Resultat liegt in folgendem Privattelegramm vor: Der riesige Saal des Prater" in der Kastanien- Allee war bereits vor 3/48 polizeilich abgesperrt. In großzügigen, von Sarkasmus gewürzten Ausführungen bewies der Referent Ledebour, daß trotz der tollsten Streiche der Lakaien der Neaktion den Vertretern des arbeitenden Danzig, 22. Januar. Es wurden abgegeben für Bartel Volkes noch immer die Möglichkeit gegeben ist, das zu sagen, was ist. Tofender, minutenlang anhaltender Beifall zeigte, daß das ( Soc.) 6873, für Mommsen( frs. Vg.) 10 472 Stimmen. Mommsen arbeitende Bolt feine Vertreter versteht und gewillt ist, die Antwort Photographen Fuchs in Stellung gewesen. Bei seinem Weggange Der Photograph S. war in der Dresdener Filiale des Berliner ist somit gewählt. auf die Streiche der Neaktion nicht schuldig zu bleiben. In der Hauptwahl erhielten Mommsen( frs. Bg.) 6176, v. Sehbe fonnte er vom Vertreter des Herrn Fuchs die Invalidenkarte nicht bred( f.) 4282, Bartel( Soc.) 5568, Wollslegier( Bole) 329 Stimmen. Ebenfalls polizeilich gesperrt und zwar schon gleich nach 8 1hr erhalten. Auch später erhielt er sie nicht. Nach seiner Rückkunft war die Versammlunn bei Wernau, Schwebterstraße. Hier nach Berlin verklagte S. Herrn Fuchs beim hiesigen Gewerbegericht gewiesen war, hat gegen die Hauptwahl 800 Stimmen zu Unfre Partei, die in der Stichwahl nur auf eigne Reserven anreferierte Genosse Hirsch unter stürmischem Beifall. Auch hier auf Zahlung einer Entschädigung. Die Klage wurde Fuchs am mußten viele Hunderte wieder umkehren, ohne Einlaß gefunden zu 6. Dezember zugestellt. Am 29. Dezember stellte er dem Kläger eine genommen. Ein günstiges Vorzeichen für die kommenden HauptBescheinigung zu, mit deren Hilfe sich Kläger bei der Polizei eine wahlen. neue Karte verschaffte. Die Kammer VIII des Gewerbegerichts In Weimanns Volksgarten war der Andrang so unter dem Vorsitz des Gewerberichters Dr. Meier verurteilte den Bestart, daß bei weitem nicht alle Erschienenen Einlaß fanden. Der flagten zur Zahlung von 23 M., dem Lohusaz des Klägers für eine Presstimmen zu den Vorgängen im Reichstage. Saal war so start gefüllt, daß einige der Anwesenden Woche. Begründend wurde ausgeführt: Zweifellos habe Kläger München, 22. Januar.( B. H.) Die München. N. N." schreiben ohnmächtig wurden, so daß die Mitglieder der Arbeiter- infolge Fehlens seiner Invalidenkarte, da er ohne diese feine Arbeit mit Bezugnahme auf die Vorgänge im Reichstage:„ Es bleibt Samariter Kolonne, welche zur Stelle waren, helfend erhielt, einen Schaden erlitten. Und streifellos sei der Beklagte ver- dabei, ein Monarch, der unausgefett feine eigne persönliche Meinung eingreifen mußten. Das Referat hielt Genosse Augustin, der antwortlich, denn er habe für das Bersehen seines Verireters in in den Streit des Tages hineinwirft, entäußert sich damit der Unangreif in wirkungsvoller Weise die Situation kennzeichnete und zum Dresden zu haften. Die Höhe des Schadensersatzanspruchs wäre barkeit seiner Stellung, er begiebt sich des Vorrechtes, das ihm nicht nur Widerstand gegen die reaktionären Gelüfte aufforderte. Die imposante hier, da viele Wochen seit der Lösung des Arbeitsverhältnisses ver- feine Geburt, sondern auch sein edles Wollen verleiht, über allen zu Versammlung zollte dem Referenten lebhaften Beifall. floffen seien, eine außerordentliche, wenn nicht ein erhebliches ton- ftehen, für alle zu wirken, er zwingt die öffentliche Kritik heraus In den Borussia- Sälen in der Ackerstraße war der große furrierendes Verschulden auch auf seite des Klägers vorläge, indem und wer diese kritik unterdrücken will, der steuert auf die UnSaal schon zeitig abgesperrt, so daß Hunderte von Genoffen mit er selber sich nicht darum bemüht habe, durch Inanspruchnahme der gerechtigkeit und Gesezlosigkeit zu." ihren Frauen unikehren mußten. Hier referierte Genosse Bruns, der Polizei eine neue Invalidenkarte zu erhalten. Es falle deshalb für in martigen Worten die Politik der Zollwucherer des öfteren durch die Feststellung des Schadens die ganze Zeit fort, welche zwischen der Beifall unterbrochen- geißelte. Im Sinne des Referenten sprachen Lösung des Arbeitsverhältnisses und der Klagezustellung liegt. Der noch zwei Genossen. Die Versammlung verpflichtete sich, durch rege Agitation zur nächsten Reichstagswahl Quittung für das Verhalten der Mehrheitsparteien zu liefert. Hochverrats Prozeß Lynch. = in diese Zeit fallende Schaden sei als vom Kläger selbst verschuldet London, 22. Januar.( W. T. B.) Bei der heutigen Verhandanzusehen, weil er in dieser Zeit gar nichts zur Erlangung einer Tung des Hochverrats- Prozesses gegen das Parlamentsmitglied neuen Starte gethan habe. Seit der Klagezustellung vom 6. Dezember Lynch führte der Verteidiger aus, daß ein englischer Unterthan, seze indessen ein direktes Verschulden des Beklagten ein. Der Be- welcher fich freiwillig in einem fremden Staate naturalisieren lasse Der Saal des Eisteller Etablissements war bis auf lagte hätte jetzt alles thun müssen, um einen weiteren Schaden ab- in der Zeit eines Krieges gegen diesen Staat, nicht mehr als engden letzten Platz gefüllt, doch immer neue Scharen drängten herzu, zuwenden. so daß die Polizei das Lofal absperrte. Genoffin Selara gettin fondern die fragliche Bescheinigung, die die polizeiliche Ausstellung wegen Hochverrats angellagt werden; wenn der Gerichtshof ihn Er hätte nicht bis zum 24. Dezember warten dürfen, lischer Unterthan angesehen werden könne. Lynch könne daher nicht referierte. Eiwa 2500 Personen, worunter viele Frauen, hörten den einer neuen Starte ermöglichte, dem Kläger möglichst umgehend zu- jedoch noch als britischen Unterthan ansche, müsse ihm in Australien, trefflichen, oft durch stürmischen Beifall und Zustimmung unterstellen müssen. Aber auch für diese Zeit sei die Feststellung des Ivo er geboren fei, der Prozeß gemacht werden. brochenen Ausführungen der Referentin zu. Nachdem noch zum Schadens schwer, denn das konkurrierende Verschulden des Klägers Staatsantvalt erwiderte, Lynch habe offenkundige Hochverrats- HandSchluß der Vorsitzende der Versammlung die Anwesenden ermahnte, greife auch noch in diese Zeit über, da er bei entsprechenden Be- lungen begangen, bevor er den Naturalisationsbrief erhalten haben die Ausführungen der Vortragenden zu beherzigen, schloß nach einem mühungen vielleicht schon lange eine Karte gehabt hätte. Das Ge- tonnie. Die Kriegserklärung hätte jeden englischen Unterthan abHoch auf die Referentin und auch nach einem Hoch auf die inter- richt müsse vom§ 287 der Civilprozeß- Ordnung Gebrauch machen halten müssen, mit den Feinden des Königs Vereinbarungen zu nationale Socialdemokratie die großartige Versammlung. und den Schaden unter Würdigung aller Umstände nach freiem Er- treffen. Die Leistung des Naturalisationseides von seiten Lynchs sei messen" feststellen. So sei es dazu gekommen, dem Kläger nur den an sich schon eine Handlung des Hochverrats gewefen. Bohnsatz für eine Woche zuzusprechen. In Peters Gesellschaftshaus in Moabit sprach Genosse Dr. Herzfeld vor einer überfüllten Versammlung. Nach dem der Referent seine wirkungsvollen Ausführungen unter Icbhaftem Beifall der Versammlung beendet hatte, nahm in der Disfuffion ein Antisemit das Wort, der durch pöbelhafte Beschimpfungen unjrer Partei einen Sturm des Unwillens entfesselte, was dem Ueberwachenden Veranlassung gab, die Versammlung aufzulösen. Wahlkreis Teltow- Beeskow. " Marotto. Der General Der Bauarbeiter N. flagte beim Gewerbegericht gegen den Maurermeister Fris auf Zahlung einer vierzehntägigen Lohnentschädigung, weil er an einem Sonnabend etiva%. Stunde nach Tanger, 22. Januar.( Meldung der Agence Habas".) Der Feierabend entlassen worden sei. Er meinte, er hätte nicht erst Hiainaſtamin. welcher sich dem Prätendenten angeschlossen hatte, geraume Zeit nach Eintritt des Feierabend entlassen werden dürfen. wurde von den Truppen des Sultans vollständig geschlagen, deren Es wäre dasselbe, als wenn er erst am Montag früh entlassen Befehlshaber dem Sultan 150 Köpfe, 175 Gefangene und zahlIn Rigdorf war der Andrang der Arbeiter und Arbeiterinnen worden wäre. Auch hätte er am Sonnabendabend sein Werkzeug reiches Vieh überfandt hat. Die Ruhe im Hiainagebiet ist wiederEs wäre das bei der hergestellt. ein derartiger, daß die Polizei bereits um 8 Uhr das Versammlungs- nicht mehr aus dem Keller holen können. Total sperrte. Den großen Saal des Wernicefchen Lokals in der herrschenden Dunkelheit lebensgefährlich gewesen. Die Stammer III Hermannstraße füllten etiva 2000 Personen; Tische und Stühle hatte des Gewerbegerichts, unter Vorsitz des Gewerberichters Dr. Schalhorn man möglichst entfernt. Hier referierte Genosse Burm unter verurteilte den Beklagten nur, dem Kläger 23 Pf. für die halbe Stunde zu hlen, die er auf den Lohn und die Bapiere nach dem Frankfurt a. M., 22. Januar.( B. H.) Infolge von feit einiger stürmischem Beifall. Es herrschte fröhliche Kampfesstimmung. Eintritt des Feierabends hatte warten müssen. Mit seinem weiter Beit vorgekommener Veruntreuungen von Sendungen in EilgüterDie Parteigenoffen von Steglitz und Lichterfelde hatten gehenden Anspruche wurde Kläger abgewiesen. Er könnte nur die zügen wurden gestern plöglich durch Kriminal- und Bahnbeamte bei sich in großer Zahl im Richterschen Saale in Groß- Lichterfelde ein- Wartezeit bezahlt verlangen, nicht aber eine Entschädigung für den Eisenbahnbediensteten Haussuchungen vorgenommen. Man fand eine gefunden. Genoffe Silberschmidt zeigte in packender Rebe, Montag. Im übrigen sei der Gerichtshof der Ansicht, daß Kläger große Anzahl Cigarren und Weinflaschen, welche von der Blündebaß es gegen den Ansturm der Neaktion fein andres Abwehrmittel fein geringes Werkzeug noch denselben Abend hätte aus dem Keller rung einer Vogtländer Sendung herrührten. Ein Bahnbeamter giebt, als den Kampf in den Reihen der Socialdemokratie. holen können, der ihm bekannt gewesen sei, ebil. ohne Beleuchtung. wurde verhaftet. Eisenbahndiebstähle. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 19. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 244. Gigung. Donnerstag, den 22. Januar 1903, nachmittags 1 hr. Freitag, 23. Januar 1903. fein Halt. Beim Flotten- Etat erklärte vor einiger Zeit der Marine hohem Grade verdächtig und beweist, daß Dinge vorgegangen sind, minister, daß bei der gegenwärtigen Entwicklung des Panzertvefens die auch von ihm nicht gebilligt werden fönnen. Wir haben faum noch Geschosse erfunden werden könnten, denen die Panzer aber das Recht, dringend zu verlangen, daß uns endlich Aufschluß nicht zu widerstehen vermöchten. Ich weiß nicht, ob der Marine- gegeben werde. Man hätte von vornherein ein Schiedsgericht minister selbst ernsthaft an feine Worte geglaubt hat; ich jebenfalls anrufen sollen. Das geschah aber erst, nachdem in England, FrankAm Bundesratstische: Frhr. v. Thielmann, Graf Pofa- nicht.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Es giebt hier vor reich und Amerika die öffentliche Meinung über das Vorgehen dowsth, v. Goßler, v. Tirpik, Nieberding, Krätke, läufig teine Grenze. In neuerer Zeit sind Kanonen hergestellt Deutschlands immer erregter wurde. Der Reichs- Schafeiretär Budde. worden, die Panzerplatten bis zu drei Decimeter Dide glatt durch meinte, die Blockade soll uns möglichst wenig foften. Nun ich glaube, Die erste Lesung des Etats wird fortgesetzt. schlagen und auch noch die Schiffe zerstören. sie kostet uns heute schon mehr als die Forderungen, die wir an In dem Augenblid, wo die Amerikaner anfangen, auf Venezuela haben.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Abg. Bebel( Soc.): militaristischem und marinistischem Gebiete mit dem alten Europa Der Herr Reichskanzler hat uns nun einen Gesezentwurf Der uns vorliegende Reichsetat repräsentiert eine voll in Konturrenz zu treten, sieht sich das alte Europa auf diefem zur Sicherung des Wahlgeheimniffes in Aussicht Tändige Desorganisation unsres Finanzwesens. Gebiete genau so überflügelt wie auf ökonomischem gestellt. Diese Forderung werden auch wir acceptieren. Dieser Er bedeutet ein vollständiges débacle. Mir ist kein Beispiel bekannt, und industriellem Gebiete. Bei ihrer außerordentlichen Energie Vorlage der Regierung gegenüber machen wir keine Obstruktion. daß in einem modernen Staate, der nur halbwegs cine solide und bei ihren unerschöpflichen finanziellen Mitteln werden die( Ruf rechts: Das glauben wir!) In der konservativen finanzielle Grundlage hat, ein ordentlicher Etat in solcher Weise auf- Amerikaner auch hier Unglaubliches leisten, wie sie auch zu Anfang Preffe freilich hat diese Forderung etwas Bauchgrimmen gestellt worden wäre, wie dieser hier. Zum zweitenmale wird in dicfem der 60er Jahre in dem Secessionstriege alle Gebiete der militärischen hervorgerufen.( Heiterkeit.) In Ihren( nach rechts) Wahlkreisen ist Gtat eine fogenannte Zuschußanleihe verlangt. Jm Technik geradezu revolutioniert haben. Europa wird in solchem ja auch am allermeisten das geheime Stimmrecht ein öffentliches vorigen Jahre ist es durch die Finanzkünfte der Budgetkommission Grade in den Schatten gestellt, daß eines Tages bei uns doch Stimmrecht gewesen( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten), ebenso noch gelungen, diese Zuschußanleihen zu beseitigen. In der Kommission einmal der allgemeine Slabberadatich entstehen muß, den Sie auch in nationalliberalen Wahlkreisen. Der Fortschritt ist hat damals besonders der Centrums- Abgeordnete Speck die schärfften mir gegenüber so oft belächelt haben. Auf der andren um so mehr zu begrüßen, als fidh in letzter Zeit eine Reihe von Stimmen Anklagen gegen eine solche Dedungsmethode gerichtet. Man hat Seite entwickeln sich alle Staaten der Welt mehr und mehr nach Beschränkung des allgemeinen, direkten Wahlrechts erhoben haben. aber durch bedeutende Abstriche an den Ausgaben und durch Er zu Industriestaaten, produzieren nicht nur ihren eignen Bedarf Die Herren vom Centrum und von den Nationalliberalen haben ja höhungen einzelner Einnahmepofitionen die Anleihe noch einmal felbst, sondern fuchen auch noch ihren Ueberschuß in andre freilich auf das entschiedenste solche Absicht in Abrede gestellt. Ich beseitigen können. In diesem Jahre stehen die Dinge iwesentlich Länder abzustoßen. Mit der Raschheit dieser Entwicklung hoffe, daß diese Erklärungen auch für die Zukunft gelten. Daß es schlimmer. Die erforderte Zuschußanleihe beträgt das dreifache kann die Schaffung neuer Absatzmärkte nicht gleichen Schritt halten. nicht immer so tvar, steht fest.( Sehr richtig bei den Socialdes vorigen Jahres, nämlich 95 Millionen Mart. Sie werden Das ist ja das Geheimnis der ganzen Zollschuspolitik, daß man sich demokraten. Am 28. November 1896 hat im nationalliberalen Wahldurch alle Künfte diese Zuschußanleihe nicht aus der Welt schaffen können. die fremde Konkurrenz vom Halfe schaffen will. Aber alle Staaten verein in Hamburg in einer von 2000 Personen besuchten VerTroß aller etwaiger Abstriche werden Sie( zur Mehrheit) gezwungen haben dasselbe Bestreben, man schließt sich allgemein ab, um sich die fammlung der Abg. Semler folgende Resolution befürwortet: Die fein, zu dieſem geradezu verzweifelten und gleichzeitig Märkte abzuschneiden. Aber unausgesezt erscheinen neue Waren- Versammlung ersucht den Reichetangler in Erwägung zu ziehen, in untonstitutionellen Mittel zu greifen. Mein Freund von massen auf dem Weltmartte, so daß es notwendig zu einer welcher Weise durch Gesetze dem auf den Umsturz der Staatsordnung Bollmar hat bereits darauf aufmerksam gemacht, daß diese Zuschus Statastrophe lommen muß. Bann sie eintritt, tönnen wir heute nicht gerichteten Mißbrauch des allgemeinen Wahlrechts durch die Socialanleihe direkt mit der Verfassung im Widerspruch steht.( Sehr wissen, denn die Expansionsfähigkeit des Weltmarktes läßt sich nicht bemokratie im Wege der Beschränkung des Wahlrechtssei es durch wahr! bei den Socialdemokraten.) Ich sehe aber die Zeit kommen, schätzen; aber daß fie schließlich tommt, tommen muß, darüber find Erhöhung der Altersgrenze, durch die Forderungen längerer Seßhaftigkeit wo noch viel mehr in diesem Reichstag mit der Verfassung im sich auch Ihre einfichtigen stöpfe eintg.( Schr richtig! bei den oder sonst nie abgeholfen werden könne. Diese Resolution ist cinstimmig Widerspruch stehen wird, genau so, wie es mit der Handhabung Socialdemokraten.) angenommen worden.( Lebhaftes hört! hört! bei den Socialder Geschäftsordnung in legter Zeit so vielfach der Blicken Sie nach Chile und Argentinien, zwei Bardemokraten.) Aehnliche Aeußerungen soll Herr Hasse Leipzig geFall gewesen ist. Ist man einmal auf der schiefen Ebene an- barentaaten, die gar nicht den Vergleich vertragen mit unfren than haben. In den Einzelstaaten haben die Nationalliberalen gekommen, daß man die fich selbst gegebenen Gefege nicht civilifierten Staaten. Run, diese Barbarenstaaten haben einen Ber- auch häufig zu Beschränkungen des Wahlrechts beigetragen. Ich inchr respektiert, so giebt es auf allen Gebieten kein Halt mehr. trag miteinander geschlossen, daß sie ihre Kriegsschiffe erinnere nur an Sachfen. Ebenso können die Drohungen des Dann werden Sie auf finanziellem Gebiet zu den gewagtesten und des armieren wollen. Dadurch wird jeder Krieg zwischen Herrn Baffermann bei den Zolltarif- Berhandlungen, wir sollten beallerbedenklichsten Mitteln kommen. Allerdings hat Herr v. Rhein den beiden Staaten unmöglich gemacht. Bevor unsre civilisierten denken, daß wir durch unsre Handlungsweise das allgemeine Wahlbaben im Abgeordnetenhause in feiner Etatsrede ja gefagt, daß Staaten diesem durchaus vernünftigen und nachahmenswerten Bei- recht in Gefahr bringen, in uns nicht gerade den Glauben erweden, es fo nicht weiter gehen könne, aber er hat fein Mittel fpiel folgen werden, wird wohl noch viel Waffer ins daß er ein besonderer Verteidiger dieses Rechtes fei. zur Befferung angeben tönnen. Kann es einen traurigeren Meer fließen. Aber so schwarz ich im allgemeinen auch unsre Auch das Centrum hat sich feineswegs als eifriger 3ustand für ein großes Reich geben, namentlich angesichts der gegenwärtigen Verhältnifie beurteile, so bin ich doch Optimist genug, Verfechter des allgemeinen Wahlrechts bisher erwiesen. Ju schönen Grundsätze, die gestern der Herr Reichstanzler um anzunehmen, daß auch diese Entwicklung für alle Staaten schließ- Breußen, wo es starten Einfluß hat, hat es nur einmal unter als fein focialpolitisches Programm entwidelt hat, lich notwendig wird und daß sie doch dahin führen wird, wohin Führung des Abg. Windthorst einen Antrag auf Einführung des als daß ständig die notwendigsten Lebensmittel den arbeitenden wir wollen. Schließlich wird auch unser Weizen blühen!( Sehr allgemeinen Bahlrechts geftelt. Seine Haltung bei der Revision Klaffen in unerhörter Weise verteuert werden? Nach der neuesten Lichtig! links.) des Wahlgefeyes im Jahre 1897 hat aber bewirkt, daß eine Reihe Statistit vom Jahre 1901 haben die Einnahmen des Reichs aus den Herr Dr. Schadler hat seine Rede mit dem pathetischen sehr bedenklicher Bestimmungen in das Gefes Zöllen auf Getreide und Hülsenfrüchte die sehr bedeutende Summe Ausruf geschlossen, daß endlich einmal die Wünsche des lamen. Von der Forderung des allgemeinen Wahlrechts war nicht von 159 Millionen ergeben. Nach den Minimalfäßen, die Sie in Centrums erfüllt, der Stulturlampf beseitigt, die die Rede. Herr Bachem erklärte, fie brächten den Antrag aus den neuen Zolltarif eingefest haben, werden diese Einnahmen fünftig Jesuiten wieber zugelassen werden mögen, und daß dann der Opportunitätsgründen nicht ein, weil er doch aussichtslos fei. Wenn aller Wahrscheinlichkeit nach ca. 240 bis 250 Millionen deutsche Adler feine Schwingen erheben könne. Sie nur Anträge einbringen wollten, die positiv Aussicht auf Anbetragen; tvie denn überhaupt die Mehreinnahmen aus Eine folche Aufforderung zur Weltpolitik, die braucht man gerade nahme hätten, so dürften Sie viele Ihrer Anträge nicht stellen. den Agrarzöllen nach dem offiziellen Bericht auf ca. 150 Millionen noch da oben!( Sehr gut! und Heiterkeit bei den Socialdemokraten.)( Sebe richtig! bei den Socialdemokraten.) Ich erinnere nur an den pro Jahr geschätzt werden. Wenn aber auch die Einnahmen Wo man irgendwie die Finger dazwischen klemmen kann, da steckt Jesuitenantrag. Dieser Antrag ist jest wiederholt von dem Reichsaus den Zöllen steigen ganz sicher ist das ja nicht, es hängt man gleich die ganze Hand hinein.( Sehr gut! und Heiterkeit.) tag angenommen worden, und wir lönnen verlangen, daß die Rez. B. davon ab, ob die Strise auf Amerika übergreift so find Wieder kann man, wie 1888 die Kölnische Zeinmg", von einem gierung dem Reichstag so viel Höflichkeit erweist, noch vor Schluß wir deswegen doch noch nicht aus der Finanznot Wettkriechen vor Rußland sprechen. Unfre Politik ist der Hansdampf der Seffion ihre Stellung zu dem Antrag zu begründen. Daß dies Heraus. Es folgt aus der inneren Natur des Marine- und in allen Gaffen und wo das noch dazu mit geballter Faust bisher nicht geschehen, ist eine Mißachtung sondergleichen, die Militär- Etat, daß ihre Forderungen von Jahr zu Jahr steigen müssen. fich machen läßt, da wird es recht gründlich exekutiert. dem deutschen Reichstag von seiten der Regierung widerfährt. Dabei ist es flar, daß Deutschland so wenig wie irgend ein andrer Ich möchte die Frage an den Herrn Reichetangler richten, der ja für Aehnliche Misachtung bringt die Regierung dem Reichstage in Großstaat in der Lage ist, auf dem Gebiete des Militärwesnes und alle Handlungen des Kaisers die Verantwortung übernehmen will, der Diätenfrage entgegen. Wir sind ja die allerlegten, die sich der Marine zugleich eine Macht ersten Ranges spielen zu können. ob es wahr ist, was untvidersprochen durch die Zeitungen gegangen wegen der Diäten aufregen. Wenn wir sie kriegen, ist es uns recht, Aus diesem Grunde haben sich ja auch die Herren voi Centrum ist, daß der Kaiser nach der Revaler Entrevue folgendes wenn wir sie nicht friegen, wursteln wir weiter wie bisher.( Heiterkeit.) jahrelang den Mehrforderungen des Marine- Etats entgegengestellt. Telegramm an den Zaren gerichtet hat:„ Der Admiral des Atlanti uns ist durch den Mangel an Diäten noch kein Mandat und kein Dann aber haben fie das in der Geschichte aller politischen Parteien schen Oceans schickt seine Grüße dem Admiral des Stillen Decans." Abgeordneter abhanden gekommen. Wir haben Kandidaten in Hülle Inerhörte gethan und im Laufe von 2 Jahren zwei große Flottenvorlagen( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Auch folgende Faffung wird und Fülle, mehr als das Deutsche Reich Wahlkreise hat,( Seiterkeit.) bewilligt. Der Marineminister steht jetzt gegenüber dem Kriegsminister viel angegeben:„ Der Beherrscher der westlichen Meere sendet seine Grüße und wenn wir im nächsten Reichstage, wie wir hoffen und Sie günftiger da. Er hat, was er braucht, für ihn ist auch für die dem Beherrscher des Stillen Oceans.( Erneute Heiterfeit b. d. Soc.) Die fürchten, in erheblich verstärkter Zahl zurückommen, so werden wir Zukunft durch das Flottengesetz gesorgt. Ob die Mittel da find Antwort aber lautete furg und nüchtern: Glüdliche Reise!" wie bisher mit oder ohne Diäten unsre Schuldigkeit thun.( Beifall oder nicht, Sie( zum Centrum) müssen seine Forderungen betvilligen,( Große Heiterfeit bei den Socialdemokraten.) 3ch verstehe, daß bei den Socialdemokraten.) denn Sie können das Flottengefetz nicht mehr aufheben ohne Zu- England auf solche Ergüsse schlecht zu sprechen ist. Auch während Herr Schädler hat eine Art Wahlrede gehalten und fich stimmung des Bundesrates und dieser ist infolge des Einflusses der Periode des Boerenkrieges habe ich immer betont, daß ich mir davin auch für den 3 ehnstundentag ausgesprochen. Wir stimmen Breußens dafür nie zu haben. Der Herr Kriegsminister fein größeres Unglüd denten tönne ,, als ein Berwürfnis zwischen bekanntlich für den Achtstundentag; sollten wir aber in die Lage aber wartet bis heute noch auf die ihm seiner Zeit in England und Deutschland.( Reichskanzler Graf Bülow betritt den kommen, für Ihren( zum Centrum) 3ehnstundentag Aussicht gestellten 7000 Mann, er hat in diefem Jahr gar Saal.) Das Vorgehen Englands im Boerenkriege habe ich dabei in eintreten zu müssen, so werden wir das thun. Ich würde nicht gewagt, fie wieder zu fordern. Jegt vor den Wahlen allerschärfster Weise verurteilt. Wir aber haben von Frankreich das fogar für einen Fortschritt gegenüber dem bestehenden Zustande würden die Herren vom Centrum sich auch mit Händen und Füßen und Rußland eingeschloffen ein dringendes Intereffe an der ansehen. Gewiß ist diese Forderung in manchen Betrieben schon firäuben, Mehrforderungen zu bewilligen, wenn Sie aber dann im Freundschaft Englands. überholt, aber in vielen andern ist noch chte längere Arbeitszeit nächsten Jahre das Mandat wieder auf fünf Jahre in Die Mißstimmung des englischen Voltes datiert zu einem guten vorhanden. Daran aber, daß wir selbst den Zehnstundentag Heute der Tasche haben, dann werden sie mit sich reden laffen und Teil von der Zeit, wo die neuen Flottenpläne in Deutsch noch absolut nicht in Aussicht haben, ist ganz wesentlich die Haltung nach Beendigung des Quinquennals ein neues Quinquennat oder land auftauchten und mit dem Hinweis befürwortet wurden, daß des Centrums schuld. Der christliche Textilarbeiter- Verein hat schon Gerennat betvilligen. Aus der Beröffentlichung des Tirpigschen Deutschland in Zukunft mit England einen großen Kampf zur See 1995 den Behnstundentag für alle Arbeiter gefordert. Auch jetzt liegt Geheimerlaises haben wir ja übrigens auch gefchen, daß auch auszufämpfen haben werde.( Sehr richtig! bei den Socialdemo- wieder dem Reichstag cine ähnliche Petition vor. Freilich haben über den Rahmen des Flottengefeßes hinaus Mehrforderungen in fraten.) Es wurde offen ausgesprochen, daß man dahin strebt, Sie( zum Centrum) eine Enquete gefordert. Ja, man fragt die Aussicht stehen. Herrscher des Atlantischen Oceans zu sein.( Schr Fabrikanten, die bekanntermaßen, ivenige weiße Raben ausAber damit ist die militärisch- marinistische Situation noch keines richtig! und Hetterkeit bei den Socialdemokraten.) Es kann auch genommen, niemals focialpolitische Fortschritte gutheißen. wegs vollständig fargestellt. Wir haben vor wenigen Jahren eine nicht beftritten werden, daß wenn der Flottenplan durchgeführt ist,-deutschen Fabrikanten tönnten es fich finderleicht machen, fich bis neue Artillerie- Bewaffnung bekommen. Der Kriegs- und es ist ja sicher, daß dann neue kommen vir unmittelbar zu einem getvissen Grade die Sympathien derjenigen Arbeiter zu erminister schilderte damals in der Budgetkommission den traurigen hinter England als Marinemacht rangieren, wenn nicht mittlerweile verben, die noch nicht Socialdemokraten find die Sympathien ber Zustand der deutschen Artillerie in so schwarzen Farben, daß die Nordamerifa uns überflügelt. Es liegt auf der Hand, daß Socialdemokraten erhalten sie selbstverständlich nicht. In der TextilKommiffion die Neubewaffnung Hals über Stopf bewilligte. derartige Verhältnisse eine Stimmung it England er industrie ist festgestellt, daß die Arbeiter bei einer zehnstündigen Frankreich, auf deffen artilleristische Neberlegenheit damals bezeugen, wie sie ja auch der Herr Reichskanzler lebhaft Arbeitszeit mehr leisten als bei einer elfstündigen.( Sehr richtig! fonders hingewiesen wurde, hat aber alle technischen bedauert hat. Das Darauffahren der gepanzerten bei den Socialdemokraten.) Aber die deutschen Industriellen sind einFortschritte erst gründlich geprüft, che es zu einer auft haben wir ja im vorigen Sommer auch in Haiti und mal principiell gegen jede finatliche Einmischung auf diesem Gebiete Reubewaffnung schritt. Bei uns muß der Einfall irgend einer fest in Venezuela beobachten lönnen. Die Borgänge in Haiti haben und ganz besonders hat sich der preußische Handelsminister Möller Stunde gleich in der nächsten Stunde, fofte es was es wolle, durch viel böses Blut gemacht. As Haiti ein deutsches Schiff beschlags erst in den letzten Wochen gegen den gesehlichen zehnftündigen Normalgeführt werden. Jeder Widerspruch wird einfach niedergeschmettert. nahmte, das der revolutionären Partei dort Konterbande zuführen Arbeitstag erklärt. Bie wollen Sie, Herr Reichs( Unruhe rechts.) und man läßt sich auch zerschmettern das ist wollte, kam sofort der Panther" und bohrte ein haitisches Striegs- fanaler, Ihre socialpolitischen Anschauungen das Gefährliche!( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) So schiff in den Grund. Er erhielt ja dann den Dank seines aller buriegen, wenn nicht einmal derartige tleine Tonnte auch die neue Rüstung nicht fahmell genug durch höchsten Herrn durch das bekannte Telegramm( Bravo!) ,, Das hast Du Maßregeln zur Verbesserung der materiellen physischen geführt werden, und man hat sich findlich gefreut, als man im Mai gut gemacht, Banther!" Das starte Deutschland brauchte doch dem Lage der Arbeiter Aussicht auf Berwirklichung des nächsten Jahres auf dem Tempelhofer Felde die fremden Militär- leinen ohnmächtigen Haiti gegenüber wirklich nicht so vorzugehen. haben? Selbst bom Standpunkt des Militärstaates inspektoren mit der Neuerung überraschen konnte. Heute aber ist Da gab es doch noch andere Mittel! ants ist ca erforderlich, daß die Arbeiterklasse durch eine unfre erst vor wenigen Jahren angeschaffte Artillerie- In Benezuela liegen ja die Dinge etwas anders. Dort haben überlange Arbeitszeit nicht physisch ruiniert werde und daß die bewaffnung schon wieder minderwertig und es steht eine deutsche Reichsangehörige Ansprüche, die nicht befriedigt werden. Armee träftige und moralisch gesunde Leute erhalte. Die Regu Neuausrüstung mit den sogenannten Rohrrüdlauf Ge- Wer aber in den füdamerikanischen Republiken fich niederläßt, lierung der Lohnfätze verlangen wir von der Regierung nicht, dafür ichützen in Aussicht, die aber ungezählte Millionen foften wird. muß wissen, daß dort eine Regierung einen Tag werden die Arbeiter felbft forgen, wohl aber die gefeßliche FestAuch bei der Kavallerie hat man sich mit der Einführung der ihrer Existenz sicher ist, und jedenfalls müssen Ansprüche, fegung der Arbeitszeit.( Während der letzten Ausführungen hat an Lanzen in ähnlicher Weise überſtürzt, obgleich im Boerenkriege auf die unter folchen Verhältnissen entstehen, sehr genau geprüft werden. Stelle des Grafen Ballestrem Vicepräsident Bijing, den feiten der Engländer mit dieser Waffe sehr schlechte Erfahrungen gemacht Wenn nach deutscher Schäßung ein Stück Vieh in Venezuela Bräsidentenfis eingenommen.) Dem Witiven- und Waifenfind. Auch unser bisheriges Befestigungswesen ist völlig ver 160 Frank, nach venezolanischer Schäßung 4 Frant wert fein versorgungs- Antrag des Centrums zum Zolltarif haben wir altet und wir müffen jezt das Sperrfortsystem der Franzosen nachahmen. foll, fo ist es flar, daß imgefähr das Mittel, 82 Frank, das zugeftimint, weil wir dadurch wenigstens einen Teil der ZolleinAus einflußreichen Quellen verlautet auch bereits, daß wir höft Richtige sein wird. Nach unsrer Ueberzeugung hat sich Deutsch nahmen aus den Zollerhöhungen dem Militär- und Marinefistus aus den wahrscheinlich in der nächsten Legislaturperiode mit einer starten land in Benezuela Handlungen zu Schulden tommen faffen, die Zähnen reißen tonnten. Die Sollerhöhungen auf Lebensmittel beKavallerievermehrung zu rechnen haben werden. Ich will mit den Regeln des Bölkerrechts in Widerspruch stehen. Man lasten den deutschen Brottonfum um 480 Millionen Mark; gumich nicht auf die berühmten Stavallerie- Attacken einlaffen, die der hat, ohne daß wir uns mit Venezuela im Kriegszustande sammen mit den 60 Millionen aus den gegenwärtigen Säßen ist das abg. Schädler neulich erwähnt hat, sondern diese Angelegenheit befanden, venezolanische Kriegsschiffe in den Grund gebohrt, Ein deutsche Brot um 540 Millionen Mart belastet.( Präsident Graf beim Militäretat ausführlicher behandeln. Es war ein General Offizier schreibt darüber: Das gesamte Material, bie Munition Ballestrem übernimmt wieber das Präsidium.) major a. D., Herr v. Zeppelin, der in der Krenz- Zeitung" vom wurde genommen und um 8 Uhr ging der übrige Klabberabatsch unter Ich komme nun zu den Ausführungen des Reichs22. November vorigen Jahres für eine erhebliche Vermehrung der dem Wutgeheul des Pels an Land in die Luft."( hört! hört! bei langlers gegen Bollmar. G. hat behauptet, mein FraktionsStavallerie eintrat mit hinweis auf die Stavalleriebestände in Frank den Socialdemokraten.) Reuerdings ist ja nun ber Panther", genoffe hätte dem Kaiser und der Monarchie eine antisociale Tendenz reich und Rußland. Wenn in der Militärverwaltung neue derartige als er fich die Einfahrt in den Hafen von Maracaibo eratvingen imputiert, und das fet aus hiftorischen und psychologischen Gründen Pläne auftauchen, fo wird ja die öffentliche Meinung gewöhnlich wollte, durch das Feuer des gegrifchen Forts zum Rudzuge falfch. Ich konstatiere, daß Bollmar in seiner ganzen Rede feinen burch fogenannte Sachverständigen Artikel von Offizieren a. D. mb gezwungen. Im Auswärtigen Amte freilich weiß man Sag ausgesprochen hat, der dem Reichstanzler Veranlaffung au Auf einem Gebiete nimmt der von all dem 3. D. darauf vorbereitet. man nichts, obgleich fich sonst über die einer solchen Auffassung geben könnte.( Lebhafte Zustimmung bei Staat die Biffenfchaft und die Technik in folchen Maße in fleinsten Ereigniffe Kabelbepeichen fenden läßt und obgleich den Socialdemokraten.) Im übrigen begreife ich ja, daß der Anspruch, wie zur Erfindung neuer Zerstörungs- und nach England imd Amerika eine Maffe Telegramme gekommen find, Reichsfanzler die Gelegenheit benutzt hat, die große Bedeutung Tötungsmittel der Menschen. Auf dieser Bahn giebt ce Daß das Auswärtige Amt offiziell noch nichts weiß, ist für mich in der kaiserligen Botschaft von 1881 und der ganzen Die " " PRES monarchischen Socialpolitik hervorzuheben, die noch jüngst in dem| Frauen nicht und zwar auf ansbrüdlichen Befehl des Ministers. sich die Lage unsrer arbeitenden Klassen beständig gehoben Worte Ausdruck gefunden hat, daß den deutschen Arbeitern eine Was jedem andren erlaubt ist, ist einem deutschen Staatsarbeiter auf hat und daß sie sich gehoben hat, darüber kann meines Erachtens gesicherte und gute Existenz bis ins Alter hinein geschaffen sei wie das energischte verboten. Wenn derartige Zustände exiftieren, troy der Ausführungen des Herrn Bebel kein Zweifel sein- das in feinem andern Lande der Welt". Sehen wir uns mun einmal können wir an das sociale Programm der Regierung nicht glauben. betveist ja die Statistik der Einkommensteuern, das wird im alldie Motive etivas an. In der kaiserlichen Botschaft von 1881 28ir wollen endlich einmal Thaten sehen. Wir find ja gemeinen anerkannt auf dem Boden der bestehenden Gesellschaftssteht bereits der Saß, daß die Heilung der focialen Schäden nicht feine Unmenschen, wir find bereit mit uns reden zu ordnung, da ist es sinnlos, an die Stelle des bestehenden Zustandes ausschließlich im Wege der Repression socialdemokratischer Aus- laffen, und dann eine andre Stellung einzunehmen. etwas feßen zu wollen, was in der Wirklichkeit früher sich nie befchreitungen" erfolgen tönne. Damit ist flar ausgesprochen, daß die Der deutschen Arbeiterklasse sind eine Menge Rechte vorenthalten, währt hat und was den Herren selbst doch nur in sehr vagen und Furcht vor der Socialdemokratie das treibende Motiv zu allen diesen die die Arbeiter andrer Kulturstaaten längst haben.( Sehr richtig fehr undeutlichen Umrissen borschwebt. Betreten Sie den Maßnahmen ist. bei den Socialdemokraten.) Boden der Realität, betreten Sie den Boden der VerNach der Verhängung des Socialistengefeßes war ein 1893 brach der Bergarbeiterausstand im Saarrevier nunft( Große Seiterfeit bei den Socialdemokraten), verzichten ungeheures Maß von Haß und Erbitterung gegen Staat und Gesell- aus. Es waren nicht Socialdemokraten, die da streikten, und bei Sie darauf, auf die Verlegung von Gefühlen, die der großen Mehrschaftsordnung entstanden und nun galt es zu zeigen, daß man dem dem Streit mögen einige Ausschreitungen vorgekommen sein. So heit des Volkes heilig sind und manche Gegensätze tönnen sich Arbeiter von Staatswegen auch einigermaßen entgegen ist es ja immer, wenn unorganisierte Arbeiter zu diesem Mittel mildern. So lange Sie das aber nicht thun, erschweren Sie die auf Tommen will. Auch in den Motiven zum ersten Ungreifen;( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) organisierte die Hebung und Gesundung der breiten. Boltsmasse gerichteten Befallversicherungs- Gesez ist ein ähnlicher Gedanke Arbeiter begehen keine Gewaltthaten.( Lebhafte Zustimmung bei strebungen der verbündeten Regierungen in diesem hohen Hause, deutlich ausgesprochen. Es heißt da:„ Selbst wenn man den Socialdemokraten.). Was aber geschah? Die chriftliche, schädigen Sie auch die Sache der Arbeiter.( Sehr richtig! im dem Reiche vorwerfen wollte, daß es Maßregeln socialistischer Natur föniglich preußische Bergverwaltung warf 500 Bergarbeiter Centrum.) ergreife, so mußte es doch geschehen im Interesse der socialen aufs Pflaster und setzte sie mit ihren Familien aus den Staats- Ich möchte noch einige Worte zu dem sagen, was Herr Bebel Fürforge." Fürst Bismard hat am 26. November 1884 ausdrücklich wohnungen hinaus. Ist das socialer Geist? Und war er etwa 1895 über unsre auswärtigen Beziehungen äußerte. Wenn er erflärt:„ Wenn es keine Socialdemokratie gäbe, und wenn sich nicht bei der Umsturz vorlage zu finden? Was hatte die deutsche gemeint hat, es sei von Seeoffizieren a. D. und z. D. geschrieben eine Menge Leute vor ihr fürchteten, würden die geringfügigen Socialnemokratie mit dem Attentate auf Carnot zu schaffen? So worden, die deutsche Flotte müsse so stark werden, daß sie die englische Fortschritte auf socialem Gebiete nicht egiftieren."( hört! hr t! bei wenig wie der deutsche Kaiser. Veranlaßt wurde die Umsturzvorlage niederrennen und niederkämpfen könne, so erwidere ich darauf, daß es den Socialdemokraten.) Niemand ist berufener als Bismard, über durch den Wunsch der Generalversammlung der nationalliberalen sich da felbstverständlich nur um Phantasiegemälde handle, wie die Motive der Socialpolitik zu sprechen. Wir fragen nicht nach den Partei.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Ihre Partei- fie fich ja auch in der Litteratur andrer Länder findet, für die aber Motiven, wir sehen uns die Sache an und entscheiden uns dann. genoffen waren die eifrigsten Betreiber des Gefeyes. Die Herren vom feine maßgebende Stelle irgendwie verantwortlich ist und auf die Nun hat der Reichskanzler uns aber vorgeworfen, wir hätten gegen Centrum und von den Konservativen aber hielten die Gelegenheit tein vernünftiger Mensch in Deutschland etwas giebt. Daß es sich alle diese großen Versicherungsgefeße gestimmt. Ja, das haben wir für günstig, nicht nur die Socialdemokratie zu töten, sondern auch dabei nur um Phantasiegemälde handelt, können Sie daraus er gethan und wir würden es bei gleicher Situation ihre Väter, die Nationalliberalen, mit dazu zu hängen.( Heiterkeit.) sehen, daß unsre Flotte auch nach Durchführung des Flottenplanes wieber thun.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) und deshalb kam die Vorlage schließlich nicht zu stande. Wie war erst die vierte oder fünfte Stelle einnehmen wird. Mit unsrer Principiell find wir feine Gegner der Versicherungsgefeßgebung. es mit der Zuchthaus Vorlage? Gerade die National Flottenpolitik verfolgen wir keineswegs irgendwelche aggressiven Wir sind es so wenig, daß, als das erste Unfallversicherungsgesez liberalen haben den Versuch gemacht, sie noch zu verBiele, sondern wir wollen lediglich die Verteidigung der deutschen fam, Herr Bamberger erklärte:„ Das ist ja ganz die Vorlage, wie ichärfen, und wenn sie abgelehnt wurde, so deshalb, weil sie Küste, die Vertretung der deutschen Interessen im Auslande, Herr Bebel fie vor einem Jahre verlangt hat. Er sollte Geheimrat gegen die Arbeiter im allgemeinen gerichtet war. Dagegen erhoben den Schuß unsrer Staatsangehörigen im Auslande. Da steht der werden und sie vertreten."( Heiterkeit.) Wir haben bei allen diesen die Centrumsarbeiter Widerspruch. Wunsch der sehr großen Mehrheit des deutschen Volkes hinter uns. Gesetzen uns die erdenklichste Mühe gegeben, durch Anträge, Ein Arbeiter, der über vierzig Jahre alt ist, wird überhaupt Wenn Herr Bebel dem widerspricht, so befindet er sich auch in dieser Gründe und Debatten fie fo umzugestalten, daß sie dem nicht mehr in einem Staatsbetriebe beschäftigt. Jn Dresden hat die Beziehung in Widerspruch mit den Ansichten der Mehrheit der Nation. Arbeiter wirklich zum Vorteil gereichen. Wie aber find Polizeidirektion die Schließung der Wärmeftnben, angeregt, Herr Bebel hat weiter gemeint, der Ausspruch:" Unfre Zukunft fie geworden? Sie bieten dem Arbeiter zum Leben zu wenig weil sich dort nur Gefindel fammile. Die Arbeiterwohnungen werden liegt auf dem Wasser" enthalte eine aggressive Spize gegen und zum Sterben zu wenig.( Sehr richtig! bei den Social- dazu benutzt, um die Arbeiter zu fnechten. So geschieht es bei andre Mächte. Dabei ist er doch ein wenig nach dem Worte demokraten.) Deshalb haben wir schließlich die Versicherungs- Krupp in Eisen, bei Stumm in Neunkirchen, wer auf das verfahren:„ Legt ihr nicht aus, so legt doch unter!" Wir denken Gefeße abgelehnt. Genau so machen es auch andere Parteien. So flaster fliegt, muß auch die Fabritwohnung verlassen. In Wilhelms- natürlich gar nicht daran, und dieser Ausspruch hat auch gar nicht hat das Centrum 1874 gegen die neue Preßgesetzgebung gestimmt haben sind schon neulich 200 Arbeiterfamilien aus den Wohnungen fagen sollen, daß wir irgend eine andre Macht auf der See verund es hat auch gegen das Invalidengefeß gestimmt, gegen das in vertrieben worden, weil ihr Terrain zum 1. April zu Staatsbauten drängen wollen, aber wir haben ebensogut das Recht wie jede andre Bayern als Wapperlgeset arge Mißstimmung herrschte. Als dann für Marinezwecke benutzt wird. Die Folge war, daß die Mieten Nation, auf dem Weltmeer herumzufahren.( Große Heiterkeit.) die Novelle kam zum Invalidengesez und es uns gelang, eine Anfür Arbeiterwohnungen in Wilhelmshaven um 100 bis 150 M. ge- Herr Bebel fam zu sprechen auf die Vorgänge in Haiti und zahl Verbesserungen durchzudrücken, da haben wir uns gefragt, ftiegen sind.( hört! hört!) Venezuela. Den Vorgang in Haiti hat er nicht ganz richtig follen wir nun für das Gefeß stimmen? Eine starke Minderheit in dargestellt. Ich möchte fonstatieren, daß das deutsche Schiff der Fraktion war dagegen, aber schließlich haben wir es doch ge- Der folgende Teil der Ausführungen des Rebners findet sich an Markomannia" Munition und Waffen an Bord führte für die than, weil die Verbesserung die Verschlechterung überwog. Uebrigens der Spitze des Blattes. haitianischen Regierungstruppen, nicht etwa für die Insurgenten, habe ich noch keinen deutschen Arbeiter gefunden, der deshalb gegen die Roch ein paar Worte über die Wirkung des Zolltarifs und daß wir, als dies Schiff, die Markomannia", von haitianischen Socialdemokratie wäre, weil sie nicht für die socialpolitischen Gefeße zum Schluß. Wir sind bei den Kämpfen im Dezember scheinbar Insurgentenschiffen mit Beschlag belegt worden war, dagegen eingestimmt hat.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.)( Präfident unterlegen, aber nicht dem Recht, sondern der Gewalt haben wir geschritten sind auf ausdrücklichen Wunsch der haitianischen Regierung Graf Ballestrem übernimmt wieder den Vorsig.) uns beugen müssen. Wenn eine Mehrheit um jeden Preis etwas in pflichtmäßiger Wahrnehmung der Interessen unsres Handels und Graf Bülow hat dann weiter auf das Urteil der Friendly Societies will, dann fest fie schließlich auch alles durch. Aber haben Sie entsprechend den von allen Nationen anerkannten Regeln des Völkerrechts. und auf das Urteil Millerands hingewiesen. Der Bericht des denn Anlaß zu wirklicher Freude? am wenigsten gewiß die Was die Aeußerungen des Herrn Bebel über Venezuela betrifft, und Botschafters war mir recht interessant zu hören, aber der Reichs- Rationalliberalen.( Heiterfeit.) Es kracht in allen ihren Wahlkreisen. die Lebhaftigkeit, mit der er die Ansprüche von Venezuela uns kanzler weiß doch ganz genau, daß Diplomaten sehr höflich( Große Heiterkeit.) Es sind etliche in Ihren Reihen, die kommen gegenüber vertreten hat, so kann ich nur sagen, ich glaube, daß zu einander sind( Heiterkeit) und daß sie manches schärfer betonen, gewiß das nächste Mal nicht wieder.( Erneute Heiterfeit.) wenn es eine telegraphische Verbindung zwischen Berlin und Caracas als sie es im Herzensgrunde meinen. Allein ich nehme an, daß das,( Abg. Dr. Sattler: Abwarten!) Wir können das ruhig abwarten. giebt, der Präsident Castro morgen früh sehr vergnügt sein wird, was Millerand gesagt hat, wirklich ernst gemeint war. Dann muß ich aber( Abg. Dr. Sattler: Sie sind berühmt als schlechter Prophet!) Sie wenn er das bei seinem Morgenkaffee leſen wird.( Heiterkeit.) Eine fagen, einmal betrachtet man im Ausland die Dinge anders als im Juland denken nie an das, was eingetroffen ist von meinen Prophezeiungen solche Verteidigung ist ihm bis jezt noch in keinem europäischen und dann entwickelt gerade die französische Bourgeoisie eine Feind und nur immer das, was zufällig nicht eingetroffen ist.( Große Staate und in feinem europäischen Parlament zu teil geworden. feligkeit gegen focialpolitische Maßnahmen, wie die Bourgeoisie Seiterkeit, auch im Centrum und rechts.) Auf der einen Ich möchte aber ausdrücklich konstatieren, daß es fich in feines andren Landes. Der Kaiser hat am Rand des Nadolinschen Seite find es die Arbeiter, auf der andern die Bauern. Venezuela nicht allein um Geldforderungen handelt, sondern auch darum, Berichtes bemerkt: Ganz wie bei uns. Da find wir einmal aus- Den Arbeitern haben Sie zu viel, den Bauern zu wenig dort unser Ansehen aufrecht zu erhalten, und dies war durch das nahmsweise derselben Meinung wie der Kaiser. Auch in der gegeben.( Widerspruch im Centrum.) Nun find Sie Unglücks- Vorgehen des Präsidenten Castro, durch die Art und Weise, wie er deutschen Bourgeoisie giebt es die giftigsten Feinde einer Social- würmer schlecht daran.( Große Heiterkeit.) Herr Bachem hat wahr- berechtigte deutsche Forderungen mindestens unhöflicherweise zurüdpolitif ich brauche nur den Namen Bued auszusprechen.( Sehr haft prophetische Worte gesprochen, als er sagte, der Zolltarif werde wies, erschüttert worden. Deshalb hatten wir vollkommen recht, in richtig! bei den Socialdemokraten.) Aber das muß anerkannt wie Sprengpulver auf das Centrum wirken.( Oh! oh! im Centrum.) der Weise vorzugehen, wie wir vorgegangen find.- Herr Schädler hat werden: was die socialpolitischen Geseze anlangt, so hat die Was uns betrifft, so haben wir ja nicht durchgesezt, was wir neulich gesagt, daß in der Welt gegen Deutschland mehr Haß als Liebe deutsche Bourgeoisie zivar gefnurrt, aber fie hat sie wollten. Aber Sie find zu etwas gekommen, was Sie auch nicht bestände. Jm allgemeinen halte ich das für nicht richtig. Ich glaube, daß wir schließlich doch apportiert. Auch bei der Einkommen und bei haben wollten. Wir haben Sie gezwungen, den Tarif, den Sie auf politischem Gebiete auch zuverlässige Freunde haben und ich ber Bermögenssteuer hat sie zwar geknurrt, aber fie schließlich erhalten haben, gutzuheißen, mit dem Sie innerlich gar nicht ein glaube, daß die Welt sich den Strahlen des Genius des deutschen doch zugelassen. In Frankreich aber hat trop des radikalen Blocks verstanden sind.( Lebhafte Zustimmung bei den Soc.) Sie haben Volkes nicht verschlossen hat. Wenn ich neulich von einem uns die Reform der Einkommensteuer keine Aussicht. Die Bourgeoisie den Tarif gegenüber der Regierungsvorlage verfchlechtert und wenig freundlich gesinnten Dichter sprach, so will ich heute der lateinischen Länder jetzt überhaupt der Socialpolitik größeren damit unsre Agitationskraft gegen den Tarif gewaltig gesteigert. daran erinnern, daß vor wenigen Tagen ein uns günstiger Widerstand entgegen, als die Bourgeoisie der germanischen Völker, Wir sind die lachenden Dritten. Wir haben eine Wahlparole, wie gefimter Boet belgisch französischer Abkunft mit Recht hier die mehr Entgegenkommen zeigt. Ich erinnere nur an die englische fie günstiger nicht gedacht werden fann. Und, meine Herren, bei in Berlin das deutsche Volt das Gewissen der Weit ge= Bourgeoisie: für die englische Freiheit würden wir vielleicht die Philippi fehen wir uns wieber!( Stürmischer, wiederholter Beifall nannt hat. Aber selbst, tenn so viel Haß gegen uns ganze deutsche Socialgesetzgebung daran geben.( Sehr richtig! bei bei den Socialdemokraten.) bestände, wie Herr Bebel anzunehmen scheint, so ist meines den Socialdemokraten.) Herr Millerand hat feine PappenErachtens in der Politik Haß und Neid und Haß geht ja heimer genauer gekannt; obwohl fein älteres Versicherungsgewöhnlich aus Neid hervor immer noch füßer als Mitleid. geses außerordentlich abgeschwächt und schlecht ist, ist es doch Bevor ich mich dem sachlichen Teil der Ausführungen des Halten wir unser Pulver troden, zanten wir nicht zu viel unter abgelehnt worden. Der Herr Reichstanzler hat uns einen Millerand Herrn Bebel zuwvende, muß ich eingehen auf das, was er soeben einander, und niemand wird uns an den Wagen fahren.( Bravo.) gewünscht. Ich möchte ihn fragen, ob er denn auch geneigt wäre, über und gegen das Oberhaupt des Reiches gesagt hat. Herr Bebel ihn als Kollegen in ein deutsches Ministerium zu nehmen.( Große hat die Vorwürfe berührt, die der Kaifer gegen die Abg. Dr. Hasse( natl.): Heiterfeit, in die auch der Reichskanzler einstimunt.) Wenn er im Socialdemokratie erhoben hat. Darauf erwidere ich dem Ab- Meine politischen Freunde find nicht gewillt, das Recht, be Sinne der Socialdemokratie dort wirkte, würden wir nichts dagegen geordneten Bebel: Was führen Sie denn selbst für eine Sprache? glaubigte Aeußerimgen des Kaisers im Reichstage zu besprechen, auch haben; wenn er es aber nicht thäte, würde er gerade so schlecht be-( Lebhafte Zustimmung rechts und in der Mitte.) Ist nicht eben ein einer oppofitionellen Partei gegenüber beschränken zu lassen. Freilich handelt werden, wie ein andrer Minister.( Erneute Heiterkeit.) Nun, Ausdruck aus Ihren Reihen gefallen, den ich nicht wiederholen bedauern wir es lebhaft, daß in einem überwiegend monarchisch die Frage ist gewiß nicht aktuell, jedenfalls steht feft, daß die will? Ich konftatiere, daß der Abgeordnete, der ihn gethan hat, gesinnten Lande Reden des Kaisers in der Art besprochen worden französische Bourgeoisie besonders bösartig und schlimmer als die wenigstens soviel Schamgefühl befigt, daß er sich nicht dazn zu find, wie wir es foeben von dem Herrn Vorredner aus dem Hause gehört deutsche ist. Sehen wir uns nun einmal die Kehrseite der Medaille des befemmen magt.( Große Unruhe bei den Socialdemokraten.) haben. Ich muß weiter mein Bedauern darüber aussprechen, daß der focialen Programme der Reichsregierung an. Wir haben den Erlag Jch will Sie nicht erinnern an alles das, was ich in Ihren Blättern Herr Reichskanzler das französische Wort Bourgeoisie auf das vom 4. februar 1890 begrüßt, tveil der Kaiser darin ausdrücklich finde. Ich will nicht eine Blütenlese aus dem Vorwärts" oder gar deutsche Bürgertum übertragen hat. Das deutsche Bürgertum ist hervorhob, er jähe fich veranlaßt, die Forderungen, die die der Leipziger Volkszeitung" hier vorlesen. Das aber will ich Ihnen mit der Bourgeoisie der romanifchen Staaten nicht zu vergleichen, Arbeiter auf internationalen Kongreffen er fagen: Suchen Sie nicht etwa mit allen Mitteln der Agitation die es hat sich stets allen focialpolitischen Bestrebungen gegenhoben hätten, auf internationalem Wege durch Monarchie zu schädigen? Und da wundern Sie sich, daß ein von seinem über durchaus wohlwollend erwiesen. Die Socialdemokratie sollte zuführen. Das war eine Anerkennung der Socialdemokratie, Pflichtgefühl und seinem Recht durchdrungener Monarch fich dagegen auch nicht vergessen, daß fie alle ihre jezigen Freiheiten, so auch das benn furz vorher hatte sich unfer Pariser Kongreß mit diesen zur Wehr fezt?( Sehr gut 1 rechts.) So lange die Socialdemokratie Wahlrecht, dem liberalen deutschen Bürgertum zu verdanken hat. Forderungen beschäftigt. den Umsturz unfres verfaffungsmäßigen Zustandes betreibt, fann fie Die Behauptung des Herrn Bebel, ich hätte mich in Leipzig gegen In der Botschaft hieß es weiter, daß die Staatswertstätten sich auch nicht darfiber wundern, daß der oberste Träger des das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen, beruht wohl lediglich auf Musterwerkstätten werden sollten. Die internationale Konferenz monarchischen Princips sich dagegen mit Entschiedenheit, und wenn Ausstreuungen der Nationalsocialen in Leipzig. Von der nationals ist ausgegangen wie das Hornberger Schießen. Ich mache daraus es seiner Natur entspricht, hier und da auch mit Schroffheit zur liberalen Partei wird das allgemeine Wahlrecht nicht bedroht. Es der Regierung keinen Vorwurf, wohl aber daraus, daß fie die Flinte Wehr fept. Die große Mehrheit dieses hohen Hauses aber ist nicht richtig, daß keine Besserung der Lage des Arbeiterdann ins Korn geworfen hat. Als unsre Genoffen den Schiveizer wird gewiß mit mir den Wunsch teilen, daß die aller standes eingetreten ist. Inausgesetzt findet ein individuelles Bundesrat aufforderten, eine internationale Konferenz zu berufen, höchste Person des Kaisers, die verfassungsmäßig unverantwortlich Aufsteigen aus der Arbeiterklasse in die höheren und höchsten Geerwiderte er, daß die großen Mächte, speciell anch und unverletzlich ist, fo felten als möglich hier in die sellschaftsklassen dank unsrer liberalen Bildungsgefeggebung statt. Deutschland, hierzu nicht zu bewegen feien.( hört! hört!) Das Debatte hineingezogen wird.( Sehr wahr! rechts und bei den Der Opferwilligkeit der Achivi ist es zu danken, daß unser Militär finde ich bedauerlich, der Versuch hätte auf jeden Fall wieder Rationalliberalen.) Ich habe mich nicht gescheut, Menßerungen der und unsre Marine in achtunggebietender Macht dastehen. Das holt werden müssen. Durch unser unausgesetztes Bohren ist allerhöchsten Perfon hier zu erwähnen, und werde mich niemals Bürgertum hat diese Lasten willig und freudig auf fich der sociale Geist gewachsen. Wer ist denn schuld, daß scheuen, mich vor den Träger zu stellen und ihn zu deden. Aber auf genommen, die Arbeiterklasse nur gezwungen. Der Reichskanzler fich zahlreiche Gelehrte mit socialen Fragen beschäftigen, daß die der andern Seite bin ich überzeugt, daß die große Mehrheit dieses hat gestern eine gedrängte Anweisung über den Verkehr der Staatssociale Litteratur so gewaltig gewachsen ist? Die socialistische hohen Hauses gern zurückkehren wird zu der früheren Pragis, männer unter sich- einen fleinen Bülow- gegeben, die vielen Beifall Bewegung ist die Kraft, die das erzeugt hat.( Lebhafte daß die Person des Kaifers nach Möglichkeit ausgeschaltet wird. im Hause fand. Ich habe in der Anweisung manches vermißt: Die Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Sie hat die Leute ge- Ich wende mich nun zu dem, was Herr Bebel über die Stüraffierstiefeln, die Staltwasserstrahlen und das alto Motto: Wir zwungen, sich die Frage vorzulegen: Was wollen denn die Social- sociale Gesezgebung gefagt hat. Er meinte, es bliebe da laufen niemand nach! Gegen dieses Motto wird in der Woche bemokraten?" So ist auch Herr v. Heyl im Laufe der Jahre zu noch viel zu thun übrig. Das bestreite ich gar nicht. Ich erinnere mindestens einmal verstoßen, ohne daß der Reichskanzler einen manchem gekommen, was er früher verneint hat. aber nochmals daran, daß das, was wir bisher erreicht haben, noch Grund dafür angeben könnte. An der guten Meinung der Völker Es kam die Novelle zur Gewerbe Drdnung. Sie in feinem andern Staate der Welt erreicht ist. Im Invalidengefeß sollte doch auch den Königen gelegen sein. Wir Alldeutschen brachte Verbesserungen, aber sofort trat die bekannte Verschlechterungs- von 1900 find wir den Forderungen der Arbeiter sehr weit entgegen find gern bereit, den Franzosen die Hand zu reichen, aber tommission in Kraft. Ihr wirklicher Geist tam zum Ausdrud in dem gekommen. Ich erinnere an eine Reihe Berordnungen zum Schußze fie sollten endlich auf die Wiedererlangung von Mez verzichten. Verlangen, daß der Kontraftbruch, ein rein civiles Verhältnis. der Arbeiter in Fabrifbeirieben, an die Gewerbegerichts- Novelle, an Redner begrüßt es, daß Deutschland in Shanghai festen Fuß gefaßt triminell bestraft werden follte bis zu fechs Monaten. Das an und die fortoefeste Ausarbeitung und Umbildung unsrer Arbeiterschutz hat, tadelt es, daß Bebel als Anwalt venezolanischer Interessen auffür sich schon zerstückelte Stoalitionsrecht der deutschen Arbeiter follte Gefeße. Jim Handumdrehen zu erfüllen, ist uns freilich nicht getreten fei und bittet die Deutschen in Amerika, den Ausnoch mehr beschränkt werden. Das war der Geift der Berlepichfchen möglich. Das würde aber auch Herrn Bebel nicht möglich fein, fchreitungen der amerikanischen Breffe entgegenzutreten, die Borlage, gegen die wir natürlich in Oppositionsstellung treten wenn er an unfrer Stelle ftünde. Eine Zauberrute befizen wir vor Beleidigungen des deutschen Kaisers nicht zurückschreďte, mußten. nicht unb eine Bauberrnte besigt auch Herr Bebel nicht. Die günstigere Gestaltung des Kolonial Etats fei Und ist demn in Bezug auf die Staatswerftätten das wir müßten reicher sein, wie wir sind und mehr Elemente zur Ber- nur scheinbar. Redner geht sehr ausführlich auf die Einzelheiten des Raiserwort eingelöst worden? Die Arbeiter in den Staatswerkstätten waltung befigen. wenn ein solches Tempo in der focialpolitischen Kolonial- Etats ein und wünscht unter andern eine Einschränkung der haben fein Vereins-, kein Bersammlungs, fein Koalitions- Gefeßgebung eingeschlagen werden könnte, wie es Herr Bebel zu Ausgaben für militärische Zwede in den Kolonien. Die Schuge recht, ja nicht einmal das Genoffenschaftsrecht. Die Mtonaer wünschen scheint. Das aber will ich ausdrücklich betonen, daß von truppen in Kamerun, Togo und Ostafrika müßten in Polizeitruppen Eisenbahn- Berwaltung verbot ihren Arbeitern den einem Stillstand der focialpolitischen Geseggebing in Deutschland umgewandelt werden. Beitritt zu einem Konsumverein. Dasselbe wird aus Dresden nicht die Rede ist. Dazu hat der socialpolitische Gedanke viel zu berichtet. Der Direktor der Landwirtschaftlichen Forstschule in fefte Wurzeln geschlagen bei den verbündeten Regierungen und bei Tharandt erläßt eine Verordnung, daß die Arbeiter seiner Ber- diesem ganzen hohen Hause. Die Bewegung foll aber eine gewaltung dem Konfumwerein nicht beitreten dürften und auch ihre sunde, normale sein, feine überhaftete feine frankhafte. Wenn = Reichskanzler Graf v. Bülow: A Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Freitag 1 Uhr. Außerdem: Rechnungsfachen und Kinderschutz- Geſetz. Schluß 5% Uhr " 1 Es wird fortgeknallt! -zählt 776 Fahrzeuge und 1095 788 Tonnen. Nortvegen hat 905 Dampfer 1, Ferner find die Handlungsgehilfen zum großen Teil bei ihren Ge und 866 754 Zonnen, Spanien 464 mit 736 209 Tonnen, Italien haltsverhältnissen nicht in der Lage, die im ordentlichen Gerichtss Das Fort San Carlos bei Maracaibo, das den 361 mit 691 841 Tonnen, Holland 320 mit 555 047 Zonnen, verfahren entstehenden Prozeß- und Anwaltskosten zu bestreiten, zus " Panther" bei dem ersten Angriff blutig heimgeschickt hatte, ist aber- Rußland 544 mit 556 102 Tonnen, Destreich- Ungarn 259 mit mal die Kündigungs- und Lohnzahlungsperioden in der Regel bei mals von deutschen Kriegsschiffen angegriffen worden. 529 319 Tonnen, Schweden 719 mit 464 705 Tonnen, Dänemark 366 ihnen länger bemeffen find als bei den gewerblichen Arbeitern, fo Dem ersten Unrecht ist, wie ja bei unsrer Politik der gepanzerten Faust- mit 440 010 Tonnen. daß bei ihren Ansprüchen der Wert des Streitgegenstandes häufiger die freilich nur Wehrlosen gegenüber angewendet wird zu erwarten Dampfer nach Ländern. Interessant ist eine Zusammenstellung der Durchschnittsgröße der den Betrag von 300 M. übersteigt und somit die Zuständigkeit ber war, das zweite Unrecht auf dem Fuße gefolgt. Boran stehen hier Destreich mit durch Landgerichte, der Anwaltszwang und eine entsprechende Steigerung Nachdem der schnittlich 2044 Tonnen und Deutschland mit 1931 Tonnen. Panther" sich bei seiner ersten Attacke einige Zähne ausgebissen folgen Italien mit 1916, England mit 1753, Holland mit 1785, Es der Prozeßkosten gegeben sind." hatte, hat er seinen großen Bruder, den Kreuzer„ Vineta", geholt, Frankreich mit 1601, Spanien mit 1587, die Bereinigten Staaten der nun gemeinsam mit dem„ Panther" und der„ Gazelle" den mit 1412, Dänemark mit 1212 Tonnen. Rußland hat eine durch Angriff wiederholt hat. Mit welchem Erfolge, ist im Augenblick schnittliche Tonnage von 1022, Norwegen von 958, die englischen nicht ersichtlich, doch kann es faum einem Zweifel unter- Kolonien von 759, Schweden von 646 Tonnen. An der Spize stehen liegen, daß das venezolanische Fort trok tapferster Gegenwehr alfo die Nationen, bei denen die transoceanischen Linien einen bein dem so ungleichen Kampfe unterliegen muß. Das Fort fonnte trächtlichen Teil der Tonnage stellen. Am Schluß stehen die vorwohl dem Bombardement des" Panther" standhalten, schwerlich aber wiegend Küftenfchiffahrt treibenden Nationen. mit zwei 21 Centimeter die„ Vineta" dem Feuer der riesigen Schiffsgeschüße der„ Vineta". Ist doch ein großer Kreuzer Schnellfeuergeschüßen armiert, die zwei Centner schwere Granaten auf eine Entfernung schleudern, auf die die schwachen Geschütze des Forts, die meist veraltet sind, nicht einmal mehr trugen. Die Zerstörung des Forts San Carlos ist also auch in rein technischer Hinficht nichts weniger als eine friegerische Bravourthat! Wird doch dem„ Tag" von anscheinend fachkundigster Seite geschrieben: Wenn dem Kommodore Scheder durchaus daran gelegen ist, mit dem„ Panther" auf die Bai von Maracaibo zu gelangen, so wird er jetzt mit der, Vineta" einfach bis an den Rand der Barre gehen, von wo aus er voraussichtlich mit seinen schweren Geschüßen aus sicherster Entfernung das Fort mit wenigen Granaten in Trümmer legen kann. Aus„ ficherster Entfernung"! Welche Rettung der deutschen Ehre"! Bravo!„ Vineta"! leber das Gefecht liegen folgende Meldungen bor: Maracaibo, 21. Januar, vorm. 11 Uhr. Die drei deutschen Kriegsschiffe, Gazelle",„ Vineta" und, Panther" be= schießen das Fort San Carlos, welches die Beschießung erwidert. Das Dorf San Carlos ist niedergebrannt. Maracaibo, 21. Januar. Ein Ruderboot näherte sich heute nach mittag dem Fort San Carlos; es berichtet, daß die Kanonen jede Minute einen Schuß abgaben; das Fort konnte vor Rauchwolken nicht gesehen werden, aber es war flar, daß die venezolanischen Artilleristen mit großer Geschwindigkeit schoffen. Um ein Uhr nachmittags erfolgte eine Explosion, augenscheinlich in dem Fort; dicker Rauch stieg auf und verdeckte einen Teil der Wälle. Gine Thätigkeit der Kaufmannsgerichte als Einigungsamt ist im Entwurf nicht vorgesehen. Wir halten es für zweckmäßig, die den Gewerbegerichten verliehenen Befugnisse der§§ 62 bis 73 des Gewerbegerichts- Gesezes auch den Kaufmannsgerichten zu übertragen. Geseze werden nicht für Wochen und Monate gemacht. Zweifellos ist, daß die Entwidlung zum Großbetrieb auch im Handelsgewerbe Riefenfortschritte macht und damit zugleich die Anhäufung zahlreicher Angestellter in einzelnen Betrieben. Dieser Zustand wird ebenso wie in der Industrie Welt. Wie schon fürzlich berichtet worden ist, hat das britische erlangen trachten. Entstehen dabei Differenzen mit den Prinzipalen, Kohlenproduktion und Verbrauch in den wichtigsten Ländern der dazu führen, daß die Handelsangestellten durch die Koalition in der einen oder andren Weise Einfluß auf die Arbeitsbedingungen zu Verbrauch von Steinfohlen in den verschiedenen Ländern ausarbeiten ebenip zledmäßig und fegensreich wirken wie das der GewerbeHandelsamt eine forgfältige Uebersicht über die Produktion und den so wird das Eingreifen des Kaufmannsgerichts als Einigungsamt laffen. Die Statistik umfaßt fast in allen Fällen das Jahr 1900 gerichte. Deshalb empfiehlt es sich, die Bestimmungen über das vollständig, für das Jahr 1901 find dagegen wiederholt nur vor- Einigungsamt auch in das Gefeß betr. die Kaufmannsgerichte aufe läufige Zahlen eingestellt. Alle Ziffern und sonstigen Ausführungen zunehmen, auch wenn ein dringendes Bedürfnis dazu augenblicklich sowohl hinsichtlich der fremden Länder wie der britischen Kolonien stammen aus amtlichen Quellen. noch nicht vorzuliegen scheint." Nach diefer Statistik betrug die Kohlengewinnung in den fünf wichtigsten Kohle produzierenden Ländern während der Jahre 1899, in metrischen Tonnen a 1000 Kilogramm, für Großbritannien und 1900 und 1901 in Tonnen( für Deutschland, Frankreich und Belgien Amerika in englischen Tommen a 1016 Kilogramm): 1901 1900 1899 Bereinigte Staaten, 200190000240000 000 23.39 Großbritannien Deutschland Frankreich Belgien • • Sie In Versammlungen beschäftigen sich die Handlungsgehilfen bereits mit dem Entwurfe. In Halle a. S. beschloß eine Verhier abgedruckten Forderungen deckt. In Leipzig verhandelten fammlung der Handlungsgehilfen eine Resolution, die sich mit den die deutschnationalen Handlungsgehilfen über den Entwurf. fordern in einer Refolution Erhöhung der Berufungssumme auf 300 M., Ausdehnung der Zuständigkeit des Gerichts auf die Stonkurrenzklaufel und Herabseßung des Alters für das attive Wahlrecht auf 21 Jahre. Außerdem wünschen sie, daß auch solche Handlungsgehilfen dem Gericht unterstehen sollen, deren Gehalt 3000 M. übersteigt. 260 929 000 240 966 000 226 554 000 219 047 000 225 181 000 220 095 000 108 539 000 109 290 000 101 640 000 31 613 000 32 721 000 32 256 000 22 074 000 23 463 000 22 072 000 Bei den ersten vier Ländern ist die Produktion im Jahre 1901 Das Koalitionsrecht der Handlungsgehilfen. Die Handlungsa geringer als im vorhergehenden Jahre gewefen, die Produktion der gehilfen eines Kaufmanns mit Ausnahme seiner Tochter hatten sich Vereinigten Staaten dagegen zeigt für die drei aufeinander folgen- verbunden, um von ihrem Prinzipal die Uebertragung der der größer gewesen, als die entsprechende Produktion Großbritanniene. statt vierteljährlicher eine halbjährliche Kündigung, sowie Gehaltsden Jahre ein andauerndes Wachsen und ist in jedem derfelben Tochter erteilten Vollmacht auf einen andren Angestellten, um ferner Die Kohlenerzeugung Deutschlands beträgt weniger als die Hälfte, aufbesserungen zu erlangen. Sie hatten sich dabei unter Vertragsdie Produktion von Frankreich und Belgien zusammen etwas weniger strafe verpflichtet, dem Prinzipal, wenn dieser aus Anlaß der als ein Viertel derjenigen Großbritanniens. Forderungen einem von ihnen die Stellung fündige, gleich falls zu fündigen. Dies Vorgehen der Angestellten faßt als Untreue das Ober- Landesgericht Dresden im Dienste gegenüber dem Prinzipal auf, die diesen nach Paragraph 72 Nr. 1 H.-G.-B. zur sofortigen Entlassung der Angestellten berechtige. Die Untreue findet es darin, daß das vereinbarte gleichzeitige Ausscheiden des Geschäftspersonals dem Prinzipal Unbequemlichkeiten und geschäftliche Nachteile bereiten würde, daß die Absicht der Angestellten auch darauf gerichtet war, den Prinzipal zur Nachgiebigkeit zu zwingen und zu maßregeln und daß daher die Angestellten ihre durch das Dienstverhältnis begründete Pflicht, getreulich die Interessen des Prinzipals wahrzunegmen und alles zu unterlassen, was dem zudaß auch ein§ 152 der Gewerbe- Ordnung existiert, der für Handwiderlaufen fönne, gröblich verlegt haben. Die gesamte bekannte Steinfohlenproduktion der Welt beziffert sich gegenwärtig auf etwa 700 Millionen Tonnen( a 1016 Kilogramm) pro Jahr, wovon Großbritannien etwas weniger, die Vereinigten Staaten mehr als ein Drittel erzeugen. Auf den Kopf der BeEine Meldung der Frankfurter Beitung" befagt: völkerung berechnet ist die Steinkohlenproduktion in Großbritannien größer als in den Vereinigten Staaten; auf ersteres Land entfallen Mehrere deutsche Kriegsschiffe, darunter der„ Panther" und die 5 Tonnen pro Kopf im Jahre 1900 und 5% Tonnen im Jahre ,, Vineta", bombardierten bis zum Spätnachmittag( das 1901, in legterem kommen gerade nur 31 Tonnen auf den Kopf der Bombardement hatte am Vormittag begonnen) das Fort San Bewohner; in Belgien berechnet sich die Erzeugung etwa auf Das Fort erwiderte das Feuer. Die Be- 3 Tonnen, in Deutschland auf etwas weniger als 2 Tommen, in schießung war sehr lebhaft von beiden Seiten, bis am Nachmittage Frankreich auf etwa 5 Tonnen pro Kopf der Bevölkerung. eine gewaltige Explosion im Fort stattfand, wobei sich eine dichte für die beiden Jahre 1900 und 1901 aus nachfolgender ZufanumenDer Verbrauch von Kohle in den Hauptverbrauchsländern ist stellung zu ersehen: Carlos bei Maracaibo. Rauchwolke erhob. Das Städtchen San Carlos wurde in Brand geschoffen, die meisten Einwohner fonnten sich durch die Flucht nach Maracaibo retten. Die deutschen Einwohner von Maracaibo haben lebhaft gegen das Borgehen der Kriegsschiffe Einspruch erhoben. Trotzdem das Fort San Carlos also durch das Feuer der Kriegsschiffe hart mitgenommen worden zu sein scheint, liegt noch teine Meldung über die Kapitulation des Forts vor. Die Venezolaner fechten also mit großer Bravour. Länder Vereinigte Starten. Großbritannica Deutschland Frankreich. Rußland Belgien. Destreich- Ungarn 1901 Tonnen 1900 Tonnen 234 951 000 166 786 000 • 255 462 000+) 161 368 000 97 489 000 44 631 000+) 19 827 000+) 18 810 000 †) 99 269 000 46 128 000 20 627 000 20 124 000 ( noch nicht befannt) 18 146 000 Wie aus dem Telegramm ersichtlich, ist auch das Dorf oder Städtchen San Carlos durch die deutschen Kriegsschiffe in Stohle in den Vereinigten Staaten den Stonjum in jedem der übrigen Aus diesen Ziffern ergiebt sich, daß der Gesamtverbrauch von. Brand geschossen worden. Es ist also neues, Privateigentum, ger- Länder weit überschreitet. Der Verbrauch, auf den Kopf der Bes ftört worden, wahrscheinlich sind auch friedliche Bewohner von den völkerung berechnet, stellte sich für 1901: in Großbritannien auf deutschen Granaten zerschmettert worden! Bravo!„ Vineta"! 3,89, Vereinigte Staaten auf 3,29, Belgien auf 2,81, Dentschland Dem„ Tag" wird gemeldet: Aus Washington wird auf 1,71, Frankreich auf 1,15 Tonnen; dann folgt Deftreich- Ungarn, telegraphiert, Castro habe sich bei der Union Regierung bas in 1900 für 1901 fehlt die Berechnung 0,40 Tommen pro über das Bombardement von San Carlos beichwert, Stopf tonsumierte, darauf Rußland mit 0,15 Tonnen. Doch tommt und Staatssekretär Hay habe die deutsche Regierung telegraphisch um daß in diesen Ländern viel Brenmaterial andrer Art, wie Holz, bei Deutschland, Frankreich, Destreich und Rußland in Betracht, Aufklärung ersucht, ob der Panther" auf ihren Bescht handelte. Torf, Braunkohle, Spiritus, Naphtha, verwendet wird. Nach andren Gerüchten soll Hay der deutschen Regierung einen Protest gegen das Bombardement überreicht haben. E Caracas, 22. Januar. Den letzten Nachrichten zufolge find bei dem Kampfe in Coro 30 Aufständische gefallen und 115 Mann verwundet worden. Nach zehnstündigem Stampfe in den Straßen und Häusern zogen sich die Aufständischen zurüd. Die Regierungstruppen hatten 10 Tote. Partei- Nachrichten. Der Parteitag der Norwegischen Arbeiterpartei wird am 29. Mi zusammentreten, unmittelbar im Anschluß an den Gewerkschaftsfongreß, der am 25. Mai eröffnet wird und, ebenso wie der Parteitag, in Chriftiania stattfindet. Der Parteitag wird sich hauptsäch= fich mit dem Programm und der Taftit für die bevorstehenden Storthingstahlen befassen. Aus Induſtrie und Handel. Das Ergebnis der deutschen Ernte im vergangenen Jahre war nach den soeben im Reichs- Anzeiger" veröffentlichten Zusammenstellungen des Statistischen Amtes ein bedeutend günstigeres, als in den Jahren 1901 und 1900. Weizen, Roggen, Hafer, Klee, Luzerne und Hen haben ansehuliche Mehrerträge geliefert; dagegen ist zwar. die Gerste- und Kartoffelernte hinter der des Jahres 1901 zurüidgeblieben, doch stellte sie sich immerhin höher als im Jahre 1900. Was die Qualität der geernteten Kartoffeln anbetrifft, so wird allerdings aus vielen Gegenden berichtet, daß sie jener der legten Jahre beträchtlich nuchsteht. Es wurden geerntet in Millionen Tonnen: Sociales. Kaufmannsgerichte und Handlungsgehilfen. Das Ober- Landesgericht Dresden scheint ganz vergessen zu haben, lungsgehilfen jo gut gilt wie für alle andern gewerblichen Arbeiter. Diese Gerichtsentscheidung hebt das Koalitionsrecht für Handlungsgehilfen mit einem Federstriche auf. Bur Handhabung der Kellnerschutz- Berordnung teilten wir fürzlich mit, daß der Polizeipräsident von Köln angeordnet habe, die 24 stündige Ruhezeit brauche nur nach stattgefundener Ueberarbeit gewährt zu werden. Die Anordnung des Polizeipräsidenten berief fich dabei auf§ 4 der Bundesrats- Verordnung. Jegt wird bekannt, daß der Polizeipräsident von Köln unterm 16. Dezember 1902 diese Urlaubs erlaffen worden. Berordnung wieder zurüdgenommen hat; fie sei während seines Es scheint demnach, daß der Polizeipräsident von Köln eine sehr ungulängliche Vertretung hatte. burg veranstaltet. Jusgesamt sind 2750 Arbeitslofe gezählt wordenEine Arbeitslosenzählung hat das statistische Amt in Mag be. 1518 Lebige, 1232 Verheiratete mit 2994 Stindern unter 15 Jahren. Es waren arbeitslos 1429: 1 Monat, 471: 2 Monate, 259: 3 Monate, Arbeitslosigkeit und 413 wegen Frost entlassen worden. Von den 140: 4 Monate und 451: 5 Monate und länger. 2357 waren wegen Arbeitslosen waren alt: 398 bis zu 20 Jahren, 834 bis zu 30, 575 bis zu 40, 526 bis zu 50 und 417 bis zu 60 Jahren und älter. Außerdem waren arbeitslos: Gelegenheitsarbeiter 22, Kranke 209, Infaffen der Arbeiterkolonie 163, Selbständige 2c. 44, so daß ins geiamt feine Arbeit haben 3338 Personen. Die weitans größte Zahl, ( 2541 92,4 Proz.) wohnte länger als drei Jahre in Magdeburg. Im vorigen Jahre ergab die Zählung durch das Gewerkschaftskartell 2435 Arbeitslose. Die Arbeitslosigkeit ist also in diesem Winter in Magdeburg bedeutend größer. bedeutend Wichtig für Hebammen. Zu dem Gesetzentwurfe über die Kaufmannsgerichte hat der Borstand des Centralverbandes der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen eine Eingabe an den Bundesrat gerichtet, worin er nach dem Auftrage der legten Generalversammlung des Verbandes die Wünsche der organisierten Handlungsgehilfen zu dem Gesetze darlegt. Grundsäglich sind die organisierten Handlungsgehilfen mit dem Entivurfe einverstanden. Sie fordern jedoch noch folgendes: Den Hebammen wird allgemein zur Pflicht gemacht, den Arzt, 1. Ausdehnung des Errichtungszwanges auf das ganze Reich der bei Geburten hinzugezogen wird, nach besten Kräften zu unterzivecs Schaffung einer lückenlofen Kaufmanns- Gerichtsbarkeit. füßen. Bei einem schwierigen Geburtsfall hielten die beiden an 2. Ausdehnung der Zuständigkeit auf Streitigkeiten über eine wesenden Aerzte es für erforderlich, daß das Leben des Kindes im Vereinbarung, die den Gehilfen oder Lehrling nach Beendigung Mutterleibe vernichtet werde, um die Mutter zu retten. Die Heb des Dienst- oder Lehrverhältnisses in seiner weiteren gewerb- reichungen zc.), indem sie erklärte, die katholische Kirche, der sie anamme Beher verweigerte die Hilfeleistungen dabei( Handlichen Thätigkeit beschränkt. 3. Verbot jeder Vereinbarung, die die Zuständigkeit der Kauf- gehört, verbiete die Perforation des Fötus. Sie wurde deshalb mannsgerichte ausschließt oder beeinträchtigt. vom Landgericht Trier wegen Uebertretung der Hebammen Instruktion in Verbindung mit einer Regierungs- Polizeiverordnung zu einer Geldstrafe verurteilt. Frau B. legte Revision ein. Ihr Vertreter machte u. a. geltend, daß nach Meinung vieler Rechtslehrer und Mediziner die Perforation des Fötus als Mord anzusehen und fomit unerlaubt sei. Schon deshalb habe die Hebamme jede weits wirkung ablehnen müssen. 4. Ausnahmslose Vereinigung der Kaufmannsgerichte mit vor: handenen Gewerbegerichten durch Gemeinsamkeit der Vorfizenden und ihrer Stellvertreter sowie der Diensteinrichtungen. 5. Wahlrecht und Wählbarkeit bei der Wahl von Beisigern für alle selbständigen Kaufleute und Gehilfen, die das 21. Lebensjahr vollendet haben, ohne Unterschied des Geschlechts. Anwendung der Verhältniswahl. 6. Festiegung der Berufungssumme auf 500 m. 7. Anwendung der§§ 62 bis 73 des Gewerbegerichts- Gefeßes ( Einigungsamt) auf die Kaufmanisgerichte. 100 M. Kindes Der Straffentat des Kammergerichts vertvarf indeffen die Revision mit folgender Begründung: Die Angeklagte sei mit Recht verurteilt den Aerzten den nötigen Beistand bei der Geburt zu leiſten und worden. Nach der Instruktion für Hebaumien seien diese verpflichtet, Das habe die Olne Den Forderungen ist eine Begründung beigegeben, aus der wir ihnen in allen Stüden zur Hand zu gehen. einige Punkte hervorheben. Es heißt darin: geflagte nicht gethan, obwohl jie gesehen habe, daß die Aerzte pure Ganz unzulänglich erscheint die im Entwurf vorgesehene, dem brauchten. Wenn die Angeklagte glaubte, die Tötung des ungebornen sei durch die Kirche verboten und fie fei deshalb Gewerbegerichts- Gefeß entnommene Höhe der Berufungssumme von berpflichtet gewesen, so gewesen, so habe sie sich in Die Thatsachen, daß gewerbliche Arbeiter durchgängig zur Unthätigkeit verpflichtet Wochenlohn, Handlungsgehilfen durchgängig Monatsgehalt be-( einem Rechtsirrtum über ftrafrechtliche Normen befunden, was bon sie nicht der Strafbarkeit befreie. ziehen, erstere einer Klindigungsfrist von 14 Tagen unter der Buläffigkeit der Perforation habe der Senat nicht ein Auf die Frage stehen, die noch dazu verkürzt oder ganz ausgeschlossen werden kann, legtere einer Kündigungsfrist von sechs Wochen, gehen brauchen, denn die Angeklagte habe nicht angenommen, daß es strafbar fei, die Perforation eines Fötus vorzunehmen, sondern mindestens von einem Monat, sollten genügen, 11111 die Notwendigkeit verschiedener Regelung zu beweisen. Wenn es in der Berbot sei für die Angeflagte nicht bindend und habe sie nicht be fie habe sich lediglich auf das Verbot der Kirche berufen. Dieses Begründung" des Entwurfes heißt, daß in den Lebensverhältniffenfreien tönnen von der Befolgung ihrer Pflicht. der Handlungsgehilfen höhere Beträge als 100 m. fchon wesentliche freien können von der Befolgung ihrer Pflicht. Bom Hektar wurden im Vergleich zum Vorjahre geerntet: Bedeutung befißen, so ist unfres Erachtens nach damit die Erhöhung Bom Hektar wurden im Vergleich zum Vorjahre geerntet: 19 interweizen 2,06( 1,52) Tonnen, Sommerweizen 1,80( 1,88), inter- der Berufungssumme begründet, nicht aber ihre Beibehaltung. Die Höhe des Streitgegenstandes bei klagen der Handlungsgehilfen roggen 1,55( 1,42), Sommerroggen 1,10( 1,01), Gerfte 1,89( 1,79). übersteigt faft immer 100 m2. Soll beshalb die Einführung von Safer 1,80( 1,60), Kartoffeln 13,41( 14,67), lee 5,01( 8,75), Luzerne Kaufmannsgerichten nicht eine Scheinreform sein, die dem Prinzipal 5,92( 5,26), Wiesenheu 4,87( 8,76) Tonnen. 1902 1901 1900 Weizen Roggen Gerste 3,9 . 2,49 3,84 9,49 8,16 8,55 3,1 3,82 3,0 . 7,46 7,05 7,09 43.40 48,68 40,58 . 9,64 1,34 6,76 6,78 1,17 22,8 Safer. Startoffeln Klee Luzerne Wiesenhen 26,0 • 1,31 28,1 Die Dampferflotte der Hauptschiffahrtsländer hatte nach Lloyds Register am Ende vorigen Jahres folgenden Raumgehalt: Boran steht England mit 7358 Schiffen und 12 897 592 Brutto- Tonnen, wozu noch die englischen Kolonien mit 994 Schiffen und 754 863 Zonnen treten. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 1365 Sce Dampfern und 2 638 338 Tonnen. Frankreich hat 690 Dampfer mit 1 104 893 Tonnen. Die Ocean- Dampferflotte der Vereinigten Staaten " -alleg Aus der Frauenbewegung. doch immer wieder ermöglicht, den Gehilfen zu einem langwierigen, Ueber Bygiene der Entwicklungsjahre" sprach am Montag, den foftspieligen Prozeß vor dem Landgericht zu zwingen, so ift die geft 19. Januar, Herr Privatdocent Dr. Gottschalt im Verein für Frauen feßung der Berufungssumme auf mindestens 500 M. durchaus not- und Mädchen der Arbeiterklasse. Die gutbesuchte Versammlung wendig. folgte mit großer Aufmerksamkeit dem lehrreichen Vortrag. Die Daß selbst eine Berufungssumme von 300 m. noch umgenügend nächste Vereinsversammlung findet Montag, den 2. Februar, in den wäre, beweist ebenfalls die Begründung" des Entwurfs. Es heißt Arminhallen statt. Frl. Alice Salomon wird über„ die Herabfegimg dort in Bezug auf die Notwendigkeit, eine schleimige und billige der Arbeitszeit der Frauen" referieren. Rechtsprechung für die Handlungsgehilfen zu schaffen, sehr richtig: Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7, bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Pfeiferecke. Können wir nicht sagen, erfahren Sie aber unter der Adresse Hamburger Echo", Fehlandstr. 11 in Hamburg. 111. Sie erhalten, damit Sie sich orientieren können ,, von uns ein Schriftenverzeichnis als Druckfache. III. Der ästhetische und wissenschaftliche Wert gering. IV..'s Werte über jedes Lob erhaben, ob sie aber zu Shrem Zwede empfohlen werden können, ist eine andre Frage. B. S. 100. Zur Befriedigung Ihres Wissensdranges benuken Sie die nachstehende Adresse: S. Schrey, Kommandantenstr. 89. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 23. Januar. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Fidelio. Schauspielhaus. Die Journalisten. Neues Opern Theater. Fledermaus. Deutsches. Monna Vanna. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Baffagier. Neues. Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Seine Kleine. Die Westen. Der Karneval in Rom. Central. Madame Sherry. Belle- Alliance- Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Renaissance. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das Geheimnis der Gilde. Carl Wein. Familie Humbert oder Der 100 Millionen- Schwindel. Luisen. Die Tochter Belials. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Buntes. System Aubert. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Liebesschaukel. Balast. Auf hoher See. Specialitäten. Casino. Moderne Frauen. Specialität. Apollo. Specialitäten. Hochzeit, Nafiris Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Vassage Theater. Specialitäten. Baffage Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Sm Hörsaal: 6 Uhr: Dr. Donath: Einführung in die Wechselftrom- Erscheinung". 8 Uhr: Professor Dr. Müller:„ Die Stärkebildung". Invalidenstraße 57/62. geöffnet von 7-11 1hr. Täglich Central- Theater Freitagabend 7, Uhr: Gastspiel des Fräul. Fritzi Georgette. Bum 81. Male: Madame Sherry. Sonnabend Nachmittag 4 Uhr: Schneeweisschen und Rosenrot. 6. 0 Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Im Hörsaal um 6 Uhr: Dr. Donath: Einführung in die Wechselstrom- Erscheinung. Um 8 Uhr: Professor Dr. Müller: Die Stärkebildung. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. M., Nitterstraße. Die F. ist städtisch, d. h. die Stadt hat für die Seinrich. Klagen Sie auf Zahlung für das Kleid. Auf Grund des Kosten aufzukommen, aber die ganze Institution steht unter polizeilichem, Urteils lassen Sie dann den Stoff, pfänden. 2. A., Halleschestraße. bezio. it a atlichem Stommando. Kommen Sie mit Shrem Mietsvertrag in die juristische Sprechstunde. Drontheimerstr. 16. Der Bräsident der Vereinigten Staaten wird. S., Elsasserstr. 4. Die Auskunft erteilt Ihnen die Gewerbedeputation auf 4 Jahre gewählt. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden auf des Magistrats. Kirchensteuer. Sie müssen zahlen. Nixdorf 100. 2, die des Senates auf 6 Jahre gewählt. Wenn das Krankenhaus ein städtisches ist, gelten Sie als ArmenOtto Nr. 36. Die bisherige Bevteuerung beträgt etwa 30 Pfennig. unterstützungsempfänger und sind demgemäß nicht wahlberechtigt. Die Berteuerung durch das neue Gesez ist keine direkte, sondern indirekte, Gaft. Sie können nicht fündigen. Eine Einigung mit dem Hauswirt ist weil die gewährten Ausfuhrprämien zum Export anreizen, dadurch der der einzige Ausweg. Emilie. Nein, nur vont 15. zum 1. heimische Markt entlastet und so die Macht des Synditats gesteigert S. S. 14. Nein. G. 12. 1. Enijagen Sie vor dem zuständigen Amtswird. Welchen preistreibenden Gebrauch dieses hiervon machen wird, läßt gericht dem Verwaltungs- und Nießbrauchsrecht. 2. Gilt für beide Staaten. fich noch gar nicht absehen. Auch wird das Datum des Inkrafttretens des 3. Giebt es nicht. Gefehes erst später bekannt gegeben werden. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. 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Bekommt der Stüdmeister solchen Lohn, was soll er, der Zivischenausbeuter, den Gehilfen zahlen? 4 bis höchstens 8 Kronen sind die Gehilfenlöhne in Wien und dazu bekommen die Gehilfen das geschilderte Quartier und die geschilderte Kost am Morgen und Mittag. Für das Abendessen müssen sie selbst sorgen. Der stärkste Drud lastet auf ihnen. Von ihnen ging jetzt auch der Gegendruc aus, dem die Meister nicht widerstehen konnten. Sie wurden von den Gehilfen mitgeriffen und kämpfen nun an ihrer Seite, unterstützt von der Zwangsgenossenschaft( Innung) der Kleidermacher, die sich ihrer Mitglieder annimmt. Sinne, d. h. ein Zurüdziehen im 45. Jahre giebt es in Deutschland Konfektion beobachteten männlichen Arbeitspersonen stellt sich auf nicht. Bei uns arbeiten die Unternehmer meist bis zum 60. oder 70. 28,6 Jahre." So faßte die amtliche Kommission ihre Erfahrungen Jahre. Man sieht, es ist notwendig, daß den regierenden Beamten in eine grauenerregende Ziffer und die Ausweise der Schneider= Respekt vor der praktischen Arbeit der Regierten eingeflößt Srantentasie berichten, daß von den 1815 Kassenangehörigen, wird.( Beifall.) Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Schmitz- Düsseldorf( C.) die in den Jahren 1892 bis 1902 verstorben, find, 1015 im Alter Rach Ueberweisung einiger Rechnungssachen an die Rechnungs- von 21 Mitgliedern verwiesen.. und Graf Moltke( fons.) wird die Vorlage an eine Kommission von unter vierzig Jahren waren. Wie könnte es auch anders sein? 1uter folchen Verhältnissen muß die Tuberkulose reiche Ernte halten. fommission tritt das Haus in die erste Beratung des Gefegentwurfs Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr.( 1. Gesezentwurf betr. die Nur 40 Proz, aller untersuchten Arbeitsräume waren nur Arbeitsüber die Befähigung für den höheren Verwaltungs- Wohnungsgeld zuschüsse für unmittelbare Staatsbeamte. 2. Zweite raum, 43,6 Proz. aller Arbeitsräume waren gleichzeitig Schlafräume dienst. Lesung des Etats.) und 14,8 Proz. gleichzeitig Küchen- und Schlafräume. Und dazu Schluß 3½ Uhr. ivimmelt es noch von Kindern in diesen giftgeschwängerten Stuben, in denen die Mütter ihren Elendsvermehrern auch das Leben schenken. Staat- ich erinnere nur an die umfangreichen socialpolitischen Der Streif der Konfektionsschneider. Wer könnte die ganze Barbarei dieses Zustandes schildern? Gesezze, auf die Reform in der Zoll- und Steuergefeggebung Kann es anders fein? Darauf giebt die Lohnaufstellung der macht eine gründlichere Ausbildung unsrer höheren Verwaltungs28ien, 21. Januar 1903.( Eig. Ber.) beanten, speziell im eigentlichen praktischen Verwaltungsdienst zur Sonfeftionäre für die Stüdmeister Antwort. Bei den heutigen dringenden Notwendigkeit. Der seiner Zeit von diesem Hause abSeit drei Tagen stehen in Wien mehr als 3000 Herren- Kon- 2öhnen nicht. gelehnte Entwurf erscheint daher in etwas veränderter Form wieder. feftionsschneidergehilfen samt ihren 1600 Meistern" im gemeinFür ein Sacco werden von verschiedenen Firmen und für verVon einer bureaukratischen Festlegung der Zeit, welche der Referendar famen Streif gegen ihre gemeinsamen Bebrüder: gegen die Herren- fchiedene Waren an Arbeitslöhnen gezahlt: 1 Strone 10 Heller Bei jedem einzelnen Zweige der Verwaltung zubringen muß, ist ab- Heider- Konfektionäre. Und in der mährischen Schneiderstadt( 1 Strone= 85 Pf.), 1 Krone 80 Heller, 2 Kronen 20 Heller, jichtlich abgesehen worden, es muß die Möglichkeit gelassen werden, Proßniz stehen noch etwa 1000 Schneidergehilfen, die alle auch 2 Kronen 50 Heller, bis hinauf zu 3 Kronen 50 Heller und 4 Kronen. ben Referendar je nach feiner Fähigkeit in demjenigen Zweige für die Wiener Konfektionäre arbeiten, Gewehr bei Fuß. Sie arbeiten Für einen Schlußrod werden 4 Stronen 50 Heller bis der Verwaltung besonders ausbilden zu lassen, der ihm am meisten noch, aber nur ihre ständigen Artikel. Die in der Regel in Wien 10 Kronen; für einen Ueberzieher 2 Kronen 40 Heller bis am Herzen liegt. erzeugten Kleider werden sie nicht übernehmen, um ihren Wiener 7 Kronen; für eine Hoje 70 Heller( Esders) bis 1 Krone 80 Heller Der junge Beamte mus beschäftigt werden beim Landrat, bei Elends- und Hungergenoffen nicht in den Rüden zu fallen. Es ist ein und für einen Winterpaletot 2 Stronen 50 Heller bis der Regierung, bei der Selbstverwaltung und beim Bezirksausschuß. Hungerstreit in des Wortes schlimmster Bedeutung. Ein Hungerstreik 11 Kronen gezahlt. Verschiedene Qualitäten bedingen die PreisAls Herr Richter seiner Zeit gegen den Entwurf sprach, meinte er, es sei viel besser, wenn schon von der Universität ab die Laufbahn ben 5000 der Bürgerin Tuberkulose verfallener Menschen gegen eine verschiedenheiten, aber alle Löhne, selbst die höchsten, sind elend, da des fünftigen Verwaltungsbeamten von der des Justizbeamten ge- Sandvoll Großkonfektionäre, die schon bei der Million gelandet sind, die höchsten Löhne nur wieder für hochqualifizierte Arbeit gezahlt trennt werde. Als fünftiges Ziel kann ich mir das wohl denken, und gegen 100 feinere Stonfektionäre, die aber tweniger in Betracht werden. heute wäre aber dazu eine vollständige Umwälzung unfres Uni- tommen, weil sie einschließlich für den Wiener Markt arbeiten und versitätsstudiums nötig. Energisch bestreiten muß ich dagegen, auch viel Stundenarbeit( Sleider nach Maß) haben. tas Herr Richter seiner Zeit als Thatsache hinstellte, daß Die denkbar trasfesten Gegensäke werden durch diesen Streit bei der Auswahl der höheren Verwaltungsbeamten be wieder einmal lebendig. Auf der einen Seite Menschen, die bei ftimmte fociale Klassen besonders berücksichtigt würden. harter und das gesetzliche Höchstmaß der Arbeitszeit im Fabritbetrieb ist selbstverständlich, daß für den Verwaltungsdienst nur folche( 11 Stunden) weit überschreitender Arbeit taum genug Brot erLeute brauchbar sind, welche einen gewissen Taft und eine gewisse Imsicht haben, fie müssen verstehen mit dem Publikum umzugehen, werben können, um ihren Hunger zu stillen, auf der andren Andazu gehört eine gewisse Erziehung. Aber ich bestreite, daß auf die häufung von Millionenvermögen; auf der einen Seite Menschen, die Zugehörigkeit zu irgend welcher focialen Klasse Rücksicht genommen in enaen, dumpfen Wohnungen, in wahren Brutstätten der Tuberwird. Nach einer Aufstellung, die ich im Laufe des Sommers habe fulofe, dicht beieinander wohnen, arbeiten, kochen und schlafen müssen, machen lassen, sind von den Vätern sämtlicher Regierungsreferendare in auf der andren Seite die großen Kaufhäuser der Konfektionäre, ihre Preußen 34 höhere Verwaltungsbeamte, 10 höhere Justizbeamte, Baläste und Villen; auf der einen Seite Tausende, denen alle Lust 9 höhere technische Beamte, 5 Kommunalbeamte, 45 Landwirte, und Freude am Leben vergällt wird, denen Hunger und Krankheit Gufspächter und Gutsbefizer, 32 Kaufleute und Industrielle, stete Wegbegleiter sind, und auf der andren das Dutzend der Nuz 14 Rentner, 31 Offiziere, 8 Geistliche, 2 Lehrer, 2 Apotheker, 2 Maler, 1 Musiker, 6 Aerzte. Von einer Begünstigung focialer ießer. Nicht zum erstenmal beschäftigt fich die Wiener Oeffentlich Bon einer Begünstigung focialer Stlaffen fann alfo teine Rede sein. Ich hoffe, daß wir in diesem leit mit diesen Gegenfäßen. Echon einmal wurde die Aufmerksamkeit Jahre zu einem befriedigenden Abschluß der Vorlage gelangen und auf diese Zustände gelenkt. Das geschah, als 1899 im Arbeitsbin zu weiteren Auskünften in der Kommission gern bereit. ftatistischca Amte eine Enquete über die Verhältnisse in der ( Bravo!) Kleider und Wäsche Konfektion durchgeführt wurde, Abg. Jderhoff( frk.) erklärt die Zustimmung seiner politischen die sich aus einem Antrage ergab, den der öftreichische GewerkschaftsFreunde zu dem Gefeßentwurf, spricht fich aber gegen eine noch ferretär, Genoffe ueber, und der Organisator der Wiener weitere Herabjegung der Thätigkeit bei den Ge- Schneider, Genoffe Smilta, im Arbeitsbeirat des Arbeitsrichten aus. Rebner beantragt die leberweisung der Vorlage aner Groß- und Sileinkonfettionäre, der Arbeiter und der Zwischen statistischen Amtes gestellt hatten. Dort wurden durch Einvernehmen Abg. Träger( fri. Vp., auf der Tribüne sehr schwer verständlich) glieder zwischen Arbeiter und Konfektionäre, der sogenannten Stüd spricht fich gleichfalls gegen eine Serabseßung der Thätig- meister, alle Verhältnisse festgestellt. Die Herren- Konfettion umfaßt feit bei den Gerichten aus. Die Zeit von acht Monaten habe die beiden großen Gruppen der Egports und der Wiener Ware. die Regierung selbst als nicht genügend erkannt, aber der eine Monat, Der östreichische Kleider- Erport ist nicht unbedeutend. 1902 gingen den sie zugegeben habe, ändere nichts an der Sache. Sehr inter- Lis November uin mehr als 6 Millionen Stronen Kleider in das Aus effant war die Erklärung des Herrn Ministers v. Hammerstein, die Ausbildung maßgebend fei, fondern es müffe auch ein ge- Stüdme bekommt im Konfektionshaus die zugeschnittenen daß bei der Auswahl der höheren Verwaltungsbeamten nicht allein land und um 18 Millionen Kronen Kleiber nach Ungarn. Der wisser Tatt von den Beamten verlangt werden. Dadurch, daß Stoffe und das Zubehör und muß nun die Kleider ausfertigen. Herr v. Hammerstein diefen Talt garantiert fah durch eine gewiffe Dabei ist eine sehr weitgehende Arbeitsteilung zu beobachten. Erziehung, hat er doch dem Verdachte Raum gelassen, daß bei der Der eine fertigt nur Hofen( und hier wieder nur aus bestimmten Auswahl der Verwaltungsbeamten ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Stoffen) an, der andre nur Westen, ein dritter nur Saccos, ein Gesellschaftstlaffen berücksichtigt werde.( Sehr richtig! lints.) vierter Ueberkleider und so fort. Die Mode bringt es mit sich, daß Abg. Frhr. v. Richthofen( f.): Wir erkennen an, daß die Vorlage die früher regelmäßig fortlaufende Sonfektionsarbeit nun auch zur eine größere Berücksichtigung der praktischen Ausbildung der Berwaltungs- Saisonarbeit geworden ist. Immer größer wird der Streis der au richten, beamten bringt, wie wir fie verlangt haben. Es ist eine Vertiefung Leute, die darauf verzichten oder verzichten müssen, Kleider nach Maß der Kenntnisse der Referendare in der Nationalökonomie, der Finanzeine Kommission von 21 Mitgliedern. der Auswahl habe. Was fie fordern, ist spottivenig. Ein Fünftel höhere Löhne, Festsetzung der 11 stünd. Marimalarbeitszeit und Beseitigung der Schlafft ellen beim Meister, dieser vom sanitären und sittlichen Standpunkt gleich verderblichen Schweinerei. So wenig dies ist, die 5000 müssen erst darum kämpfen und die Handvoll Millionäre läßt sich erst unter Opfern abringen, was sie längst hätte geben müssen, wäre in ihnen nicht jedes Gefühl für Menschlichkeit und Menschenwürde erstidt und wäre die staatliche Organisation auch zum Schuße der Ausgebeuteten da. Jeder noch nicht völlig gegen menschliches Elend abgeftumpfte Mensch wird den Sklaven der Nadel vollen Sieg wünschen! 00* aller Gehilfen im Streit. Das ist also eine Beteiligung, die nahezu Nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten befinden sich 96 Proz. alle Arbeiter der Branche umfaßt. Auch unter den Stückmeistern giebt es nur wenige, die fich dem Streit nicht angeschloffen habent und weiter arbeiten. Diefe genießen jetzt den weitgehendsten Schuh der Polizei, die streng darüber wacht, daß die Streifenden kein Wort der Aufklärung und Ermahnung zur Solidarität an die Streifbrecher Schlafstelle find, entlassen und hinausgewiesen, sie also des Obdachs richten können. Einige dieser unsolidarischen Stückmeister sind sogar so tveit gegangen, daß sie die streifenden Gehilfen, die bei ihnen in beraubt haben. Die Getvertschaftskommission Deftreichs erläßt einen Aufruf, worin fie um Unterstügung des Streils, insbesondere um schnelle Hilfe für die durch die Nüdjichtslosigkeit einzelner Stüdmeister obdachlos gewordenen Gehilfen ersucht. Geldsendungen zu Gunsten des Streifs find an die Redaktion der Gewertschaft", Wien VI/ 1, Mariahilferstraße Nr. 89A, " 9 Kommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. 8. Sigung vom Donnerstag, den 22. Januar, nachmittags 5 Uhr. Vor der Sigung ist der Ausschuß zur Vorbereitung der Neu wahl von ztvei umbesoldeten Stadträten gewählt worden und zu seiner Konstituierung zusammengetreten; ihm gehören u. a. auch die Stadtvv. Bruns, Ewald und Singer an. Borsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung gegen 6 hr. Nachdem gestern die Entlassung des Bürgermeisters Dr. Reide aus dem Reichsdienste erfolgt ist, soll heute um 6 1hr die feierliche Einführung des Gewählten in sein neues Amt stattfinden. wiffenschaft uftv. dringend notwendig. Die Grundlage muß auf der su tragen, die aber doch nicht darauf verzichten wollen, der Mode Universität gelegt werden, es wäre aber sehr erwünscht, wenn die Konzessionen zu machen. Diesen Ansprüchen ist es zu danken, daß Referendare später auf etwa sechs Monate in staatswissenschaftliche nun die Konfektionäre auch mit der Mode, gehen müssen, und daß die Geminare wie in Berlin die Staatswissenschaftliche Ver- früher auf das ganze Jahr verteilte Arbeit nun in wenige Monate einigung geschidt würden. Sehr wünschenswert wäre zufammengedrängt wird, in denen dann freilich mörderisch gearbeitet die Schaffung einer Verwaltungs= Akademie Bit diesem wird, 14 bis 16 Stunden täglich und vor den zwei LieferSwede. Redner wendet sich gegen Bevorzugung der Kandidaten tagen in der Woche auch noch die ganze Nacht durch. Im wegen ihrer focialen Stellung und schließt sich dem Antrag, die Vor- Januar und Februar wird die Sommerware, im Juli und August Tage einer Kommission von 21 Mitgliedern zu überweisen, an. Abg. Schwedendied( natl.) bleibt auf der Tribüne unverständlich die Winterware gearbeitet. In den übrigen Monaten tröpfelts" Redner wendet sich gegen die Bevorzugung von Corpsstudenten und mute, c giebt viel Hunger und wenig Arbeit, diese fast nur aus Referbe- Offizieren bei der Annahme der Referendare und wünscht, daß Mitleid" zu sehr gedrückten Preisen. Etwas kontinuierlicher ist die nicht der Regierungspräsident, sondern nur der Minister das Recht Arbei. für den Wiener Play, die wohl auch ihre Saison hat, die aber doch auch Nachbestellungen und durch Bestellungen nach Maß, bei Abg. Peltasohn( fr. Vgg.) und v. Savigny( C.) schließen sich dem denen eine 10 prozentige Lohnerhöhung cintritt, etwas beffer ist. Borrebner an und sprechen fich im wesentlichen für die Vor- Dennoch kann man in der Saison bei den beiden größten Wiener Tage aus. um Abg. Frhr. v. Beblik( f): Tüchtigkeit, gepaart mit dem nötigen Sirmen othberger und Stefan Esders schon un 3 Uhr Taft bürfe allein maßgebend fein für die Annahme von Referendaren. morgens die armen Lehrjungen beobachten, wie sie, bepadt mit Die Statistit des Ministers würde mehr Eindruck gemacht haben, den Kleiderballen, stundenlang warten, un bei der Uebernahme und svenn fie für jeden Regierungsbezirk aufgestellt worden wäre und Abfertigung womöglich die erften zu sein, damit der Meister und die Einführung des Bürgermeisters Dr. Reide dasselbe Resultat ergeben hätte. Die Regierungspräsidenten müßten Gehilfen dann zu Hause womöglich ohne Unterbrechung weiter gehalten sein, dem Minister über die Annahme von Referendaren zu schuften können. vor sich. Oberbürgermeister Kirschner vollzieht dieselbe mit berichten, speciell die Gründe für Abweisungen genau anzugeben. Und dann schleppt sich der Junge, fchwer bepadt, wieder in die folgender Ansprache: Das würde ihnen das Gewissen gehörig schärfen. Die Vorbildung Vorstadt hinaus, in die Wiener Elendsbezirke, in die Brigittenau Nachdem Sie von der Stadtverordneten- Versammlung fast cin müſſe dahin gehen, daß eine genügende Ausfüllung von Special- eder nach Ottakring, in die Leopoldstadt oder nach Währing und mütig gewählt sind und diese Wahl die allerhöchste Bestätigung gefunden refforts ermöglicht werden, daß die Theorie auch in der Praxis des beginnt dann in dem einen elenden Raum mit den andren zugleich hat, und nachdem nunmehr auch Ihre Entlassung aus dem Reichsdienste Lebens verwertet werden könne. Der Schwerpunkt der Ausbildung weiter zu schuften bis in die sintende Nacht. Anschließend an die erfolgt ist, liegt mir die angenehme Pflicht ob, Sie vor Antritt Ihres müsse in die Zeit nach der Referendarszeit, in den Anfang erwähnte Enquete erhob eine Stommission auch die Wohnungszu verpflichten. Sie haben bereits bei Ihrem Eintritt in den JuſtizAmtes in öffentlicher Sigung der Stadtverordneten Versammlung ber Affefforenzeit fallen. Rebner wünscht schließlich, daß schon das erste juristische Examen so ausgestattet werde, daß der und Gesundheitsverhältniffe in der Kleider- bienst den Diensteid geleistet, und unter Bezugnahme auf denselben volle Nachweis juristischer und wissenschaftlicher Bildung geliefert und Wäsche Konfettion". In dem 1001 hierüber er- nehme ich Sie hiermit als Bürgermeister der königlichen Hauptfchienenen Berfchen sind diese Wohnungen geschildert. Hier nur und Residenzstadt Berlin durch Handschlag an Eidesstatt in Eid und ein( amtliches) Beispiel: werde. 11 Die Beschaffung von 20 Sprengwagen und 6 Kehr. maschinen und die Anbringung eines aweiten Brauserohres an 50 alten Sprengwagen wird überschläglich 22 470 M. Stoften verursachen. Die Versammlung erteilt die Genehmigung. Die Ferienordnung für die Gemeindeschulen für 1908 nimmt die Versammlung zur Kenntnis. Darauf geht die feierliche Abg. Dr. Beumer( nafl.); Die Verwaltungsbeamten müssen mehr Pflicht und händige Ihnen die vollzogene Bestallung aus. Meine Sinn für das praktische Leben bekommen, damit die unglaubliche Bescheiden wohnt im zweiten Stodivert eines reinen netten berren! Abgesehen von der kurzen Zeit, während welcher der vers Unwissenheit und ihre Geringschägung in Dingen des praktischen Haufes im 18. Bezirk( Währing) ein Lediger Stüdmeister, evigte Bürgermeister Brinkmann thätig war, find es heute mehr als Lebens endlich aufhört. Namentlich in focialpolitischer Hinsicht be- der mit seiner bei ihm wohnenden Geliebten und deren Kind einen vier volle Jahre, daß das eine der beiden Aemter der Bürgermeister fiehen bei unsren Verwaltungsbeamten ganz verkehrte Ansichten. Ich Leinen, einfenstrigen Raum mit 11,3 Quadrat Berlins verwaist ist. Wenn es in dieser langen und schweren Zeit fönnte Hunderte von Fällen anführen, will mich aber auf zwei be meiern Bodenfläche und 38,3 Subikmetern Buftraum innehat. In dem Magistrat möglich gewesen ist, die ihm obliegenden Geschäfte schränken. Der erste betrifft den Kurator der Universität Bonn und diesem Raume, wo getocht und gearbeitet wird, schlafen ohne wesentliche Störung zu führen, so war das nur dadurch auss früheren Unterstaatssekretär Herrn v. Rottenburg, der in einem un die drei Personen gemeinschaftlich in einem führbar, daß eine Anzahl von Magistratsmitgliedern neben glaublich fraufen Artikel über die jocialpolitischen Wirkungen der Bette, während ein Gehilfe den über eine Bant gelegten Stroh- den Arbeiten ihres eignen Amtes die Arbeiten des fehlenden Bürgerartelle gang merkwürdige Ansichten geäußert hat. fact als Lagerstätte benützt. Das übrige aus 1 Stasten, 1 Näh- meisters übernommen haben. Es ist für mich ein Bedürfnis, in Belanntlich ermöglichen die Startelle den Arbeitern dauernde Be- maschine, 1 Bügeltisch, 2 Stühlen. und elender Kücheneinrichtung diesem Augenblick und an diefer Stelle diesen Männern öffentlich bestehende Mobiliar verstellte den unreinen, seit mehreren Wochen den herzlichsten Dank dafür auszusprechen( Beifall), insbesondere den schäftigung. Herr v. Rottenburg spricht von der traurigen Abnicht gewaschenen Raum derart, daß die Kommissions Stadträten Haack und Hübner, welche mich in meiner zeitweifen hängigkeit der Kartellbeamten. Herr v. Borster hat ihm in der Zeitfchrift„ Stahl und Eisen" bereits treffend geantwortet, daß sich hohe mitglieder einander bei der Besichtigung ablösen Abwesenheit vertreten haben, und Herrn Stadtrat Voigt, welcher die Staatsbeamte besonders gern in die traurige Abhängigkeit von in- mußten, da außer den Jnwohnern nur noch jeweils Geschäfte des Bürgermeisters feit langer Zeit geführt hat. Troß cine Person darin Plak hatte. dustriellen Beamten begeben. Der zipeite Fall betrifft die Aeußerungen dieser Hingabe haben die Geschäfte zeitweise unter der Vakanz geIn so ein Heim" oft noch in ein schlechteres oft noch in ein schlechteres in alten, fitten. Es ist uns nicht immer möglich gewesen, unter der Last der des Reichsfanglers au der Marginalia bes Raisers über die Bemerkung Millerands, daß die französische Bourgeoisie verfallenen, schmusstarrenden Mietsbaraden, tommt dann der Lehr- täglichen Arbeit die freie Zeit und den freien Blick für größere nicht gern sociale Lasten zu tragen gewillt fei. Der Reichsfangler ling und dann geht die Nobot fort bis zur Erschöpfung. Wenig Arbeiten der Zukunft zu behalten, und sicherlich ist niemand sich mehr hätte die Bemerkung nicht unterbrüden dürfen, daß das deutsche Fleisch und Wurst und viel Kartoffeln oder Mehlspeisen- Klöße und bewust als ich selbst, daß ich insbesondere genötigt gewesen bin, auf die Nachficht meiner Stollegen und dieser Versammlung zu rechnen. nimmt und feine Pflicht fon erfililt hat, che die Nudeln sind seine Stoft und auch die bez oder der Gehilfen, die Sochgeehrter Herr Sollege! An den Eintritt Ihrer Berson in den Unternehmertum fociale 2asten gern auf fiudein staatliche Berficherung eingriff. Auf den Krupp-/ mit sur Familie" gehören, ein Lager auf den Dielen oder in einer Magistrat hüpft sich die Hoffnung, daß sich die Verhältnisse bessert schen Werfen betragen die geseglichen Lasten 5 Millionen und Bettlade, einem fogenannten„ Flohtrühert", ist sein Bett und früher werden. Nach menschlichem Gedanken ist diese Hoffnung wohl bedie freiwilligen 22 Millionen. Eine Bourgeoisie im franzöfifchen Tod sein Los." Das Durchschnittsalter der in der Kleider- gründet. In einer Jugendfrische, wie wohl kaum einer Ihrer VorSFFAST # 1 gånger treten Sie ins Amt. Sie besigen das volle Vertrauen der gegen Herrn Wallach wenden, bon beffen Ausführungen| von 200-250.37., von 250-300- 40 M., von 800 bis Versammlung, der Bürgerschaft, der Aufsichtsbehörden und Seiner er fein Wort unterschreibe. Er wolle mur fonstatieren, 400 M. 45 M. Kein Kutscher darf verpflichtet werden, dem Majestät des Königs. Möge diese ernste, festliche Stunde eine reich- daß er in allen Fragen des Kulturinteresses meilenweit Brauereibesizer seine selbst erworbene Kundschaft bekannt zu beglückte und gefegnete sein, reich gesegnet für Sie, reichgesegnet für anders denke als sein Fraktionskollege Wallach; außerdem geben. außerdem geben. Diese Säge wurden als angemessen und notwendig be unire Stadt Berlin!( Lebhafter Beifall.) Mögen sich alle Hoff- wolle er den Kollegen Preuß bitten, seinen Antrag zurückzuziehen zeichnet wegen der vielen Nebenausgaben, die den Kutschern täglich er nungen und Wünsche, die jetzt Ihre und unsre Brust bewegen, reich oder doch für einen Ausschuß zu stimmen. wachsen. So haben sie einen Teil des Gehalts für die Reisenden zu erfüllen! Ich heiße Sie im Streise der Stadtverwaltung und ins Stadtv. Preuß erklärt sich zu letterem bereit. bezahlen, außerdem 1-2 Mitfahrer mit 16-22 M. pro Woche zu besondere des Magistrats aufs herzlichste willkommen!( Lebhafter Die Vorlage und der Antrag Preuß gehen darauf an einen entlohnen. Wird der Verlust bei Stunden 2c. noch hinzugerechnet, fo allseitiger Beifall.) Ausschuß von 15 Mitgliedern. ergiebt sich, daß von dem als so groß verschrieenen Verdienst des Kutschers 40-50 Proj. abgehen. Vorsteher Dr. Langerhans: Hochgeehrter Herr Bürgermeister! Sie sind einer der wenigen, die wir gewählt haben, die noch nicht in städtischen Gemeinde- Angelegenheiten gearbeitet haben, aber Sie haben schon eine Stellung im Öffentlichen Leben eingenommen, die uns mit vollem Vertrauen erfüllt, daß Sie Ihre ganze Kraft dem Gemeinwohl widmen und dazu beitragen werden, daß die Selbstverwaltung in der Weise aufrecht erhalten wird, wie wir sie bisher angestrebt haben. Wir hoffen, daß Sie uns in der zähen Festhaltung unjrer Rechte schützen und uns mitarbeitend zur Seite stehen werden. Wir haben viel Hoffnungen auf Sie gesetzt und wir hoffen, daß Sie diese Hoffnungen erfüllen werden. Das ist etwas undeutlich, aber es fagt alles was wir Ihnen fagen wollen. Sie werden von uns allen mit Freudigkeit entpfangen und es leicht haben, sich in die städtischen Angelegenheiten einzuarbeiten. Wir hoffen, daß Sie mit uns zusammen dauernd im Auge behalten das Wohlergehen und den Segen unsrer Mitbürger und unsrer Stadt Berlin.( Beifall.) Ich heiße Sie herzlich willkommen. Der Herr Oberbürgermeister hat den Dank an die Magistratsmitglieder für die Vakanzarbeiten ausgesprochen. Wir wollen jett unjres Oberbürgermeisters gedenken, und zum Zeichen des Dantes ersuche ich Sie, sich von den Plätzen zu erheben.( Beifall und Händeflatschen.) Darauf wird in der Erledigung der Tagesordnung fortgefahren. Die vom Magistrat beantragte Erhöhung des Schulgeldes an sämtlichen höheren städtischen Schulen und an den Realschulen zum Zwecke der Der volle Wohmmgsgeldzuschus folle bei der Penfion in Anrechnung kommen, aber bei allen entsprechenden Lehrerkategorien und auch bei den Direktoren. Demnach wird wiederholt beantragt, das Schulgeld für die Hauptklassen der höheren Knaben- und Mädchenschulen und für die auswärtigen Realschüler von 130 auf 140, für die Vorschultlaffen von 110 auf 120 M. zu erhöhen. Die Stala für die Oberlehrer soll einschließlich des Wohnungsgeld zuschusses von 200 m. tünftig betragen: Die Schulargtfrage. Dem gegenüber behauptete Herr Huth, die Kutscher seten Von den Stadtvv. Augustin u. Gen. ist am 13. Novbr. v. I. außerordentlich günstig gestellt, während die Brauereien meistens nur folgender Antrag gestellt worden: mit Inapper Not bilanzieren bilanzieren könnten. Schon durch die Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ers Bollvorlage feien fie feien fie gezwungen, den Preis des Bieres fuchen, am 1. April 1903 an jeder Gemeindeschule von 10 auf 12 Bf. zu erhöhen oder das Bier dünner zu machen. einen Schularat anzustellen, mit der Maßgabe, daß die bis- Deshalb haben die Mitglieder des Ringes folgende Marimaljäge herigen zehn an zehn Doppelschulen amtierenden Aerzte vom für die Kutscher aufgestellt: Bis zu 90 M. Umfaz 18 M., von 1. April 1903 ab an je einer Schule thätig sein sollen. Die Ver- 90 bis 150 D. 21 M., von 150 bis 250 W. 24 M., von fammlung fieht einer besonderen Vorlage über die Stoftendeckung 250 bis 400 2.27 M. und über 400 M. 30 M. Die Provision entgegen und ersucht den Magistrat, die für die Neueinrichtung er darf nicht höher sein als 1½ Pf. vom Liter. forderlichen Mittel in den Etat von 1903 einzustellen." In der lebhaften Aussprache verwies Werner u. a. auf die dem Vorwärts" zugeschickte Berichtigung der Brauereibefizer, die außer den sehr willkürlichen Angaben über den Lohn der Kutscher auch die Unrichtigkeit enthalte, daß die Gewerkschaft noch ant 12. Januar von der Ablehnung der Verhandlungen in Kenntnis gefeßt sei. Dies ist jedoch erst am 14. geschehen, nachdem die Brauereibefizer in ihrer Versammlung am 13. einen dahingehenden Beschluß gefaßt hatten. Angaben über die Gründe, weshalb mit der Lohnfommission nicht weiter verhandelt werden solle, waren überhaupt nicht gemacht. Nach mehrstündiger Sizung, während welcher beide Parteien wiederholt zu getrennter Beratung zusammentraten, tam schließlich folgender Vergleich zu stande: Deutfches Reich. Der Antrag wurde zurückgestellt, bis der Bericht der SchulDeputation über die Thätigkeit der Schulärzte vom 1. Juni 1900 bis 1. Juni 1902 vorliegen würde. Letzterer ist nunmehr der Verfammlung zugegangen, zugleich mit dem Antrage, die Zahl der Schulärzte von 12 auf 30 und das Honorar auf 2000 Mart zu erhöhen. Stadtv. Dr. Bernstein( Soc.): Unser lebhaftes Intereffe für die Schulhygiene im allgemeinen darf uns nicht über die Thatsache hinwegtäuschen, daß unsre schulärztlichen Verhältnisse noch sehr im argen liegen. Man bewegt sich in einer Sackgasse in einem außer ordentlich langsamen Tempo vorwärts. Der Magistrat, anstatt in lühner, stolzer, freier Initiative voranzugehen, bebt vor dem fleinsten Hindernisse zurüd. Vor drei Jahren wurde uns versprochen, in Es wird eine aus 3 Arbeitnehmern und 3 Arbeitgebern begrößerem Stile vorzugehen, wenn die Sache sich bewähren würde; stehende Kommission eingesetzt, die unter dem Borsiz des Herrn da schwammen alle Optimisten in einem Meer von Seligkeit. Und nun v. Schulz bis 8. Februar einen Vergleichsentwurf betreffs endgültiger Einführung einer neuen Besoldungsordnung tommt unser Magiftrat mit solcher Miniaturvorlage! Ein Fortschritt hat Hegelung der Lohnverhältnisse auszuarbeiten hat. Bis dahin wird zu den für die Oberlehrer dieser Anstalten und zum Zwecke der Anrechnung ja stattgefunden, denn früher verhielt sich der Magistrat absolut ablehnend. alten Bedingungen weitergearbeitet. Dagegen verpflichtet sich die des vollen Wohnungsgeldzufchuffes bei ihrer Bensionierung hat die Der Stadtichulrat Gerstenberg hat bei andrer Gelegenheit mit einem Organisation der Arbeitnehmer nichts zu thun, um einer eventuellen Bersammlung bekanntlich abgelehnt. Der Magistrat will sich damit gewiffen Stolz betont, daß das Schularzt- Gutachten vom Ministerium Erhöhung der Bierpreise von 10 auf 12 Pf. pro Liter hindernd in nicht zufrieden geben und erneuert feinen Antrag bei der Verfamm in die Annalen der Schulverwaltung aufgenommen worden fei. Ich den Weg zu treten. Maßregelungen dürfen nicht vorgenommen lung; er will lediglich von der Schulgeld- Erhöhung für die Berliner beneide den Stadtschulrat um seine Bescheidenheit. Ich fömte Ihnen werden. Schüler der Realschulen absehen. Er betont, daß ein Schüler der eine Unsumme von Mißgriffen der Aufsichtsbehörde vorführen, ich Hauptklassen der Vollanstalten schon jest 284,70 M. foftet, welchem verzichte aber bei der vorgerückten Zeit darauf.( Heiterfeit.) Der Achtung, Metallarbeiter! Nach Hirschberg i. Schl. ift Zuzug Betrage nur 130 M. Schulgeld gegenüberstehen, sowie daß das gleiche Weg, der gegangen werden muß, findet sich in den Lehren der Die Sperre über die Gießerei von Eitner, fernzuhalten. Vorgehen des Staates nirgendwo au Unzuträglichkeiten geführt hygienischen Wissenschaft vorgezeichnet; die Aufsichtsbehörde kann uns Sebastianstraße, dauert fort. Der Streit der Mechaniker, habe. Andrerseits werde die Durchführung des V. Nachtrages zum das nicht lehren. Der Feind, der bekämpft werden muß, heißt Schloffer, Dreher usw. bei Keifer u. Schmidt dauert unverändert Normaletat( Erhöhung der Oberlehrer- Gehälter) allseitig gewünscht; Tuberkulofe. Die Kommunen müssen heran, ihr entgegenzutreten. Im fort. Zuzug ersuchen wir streng fernzuhalten. diese Erhöhung tonne erst gleichzeitig mit der Schulgeld Erhöhung, Sinne der Magistrotsvorlage ist an die Bekämpfung der Tuberkuloje nicht fort. Zuzug ersuchen wir streng fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Berband.( Ortsverwaltung Berlin.) also frühestens 1. April 1903 eintreten, da sonst der neuen Ausgabe zu denken. Mit 30 Aerzten fann nichts erreicht werden. Unfer feine Einnahme gegenüberstehe, was bei der Finanzlage nicht zu Antrag verlangt 260 Aerzte. Der Magistrat meint, dann gege Der christliche Gewerkschaftsapostel Lic. Mumm giebt sich seit berantworten fei. die Einheitlichkeit der Leitung verloren. Ich gehöre auch zu den einigen Monaten die erdenklichste Mühe, die Kellner einzufangen. aufrichtigen Centralisten, aber dieser bureaukratische Centralismus ist hier hoffte er auf mehr Erfolg, als bei der durch und durch socialmir fremd. Warum follen die 260 Merzte nicht arbeiten können, demokratisch verseuchten" Industriearbeiterschaft. Wie wir schon mitwenn sie sich einer selbstgewählten Leitung anvertrauen? Diese an- teilten, war für den 15. d. M. eine Konferenz anberaumt, zu welcher gebliche Leitungsummmöglichkeit ist eine Coulisse, hinter der sich das die größeren Kellnervereinigungen mit Ausnahme des„ Verbandes finanzielle Bedenken verbirgt. Die neue, im allgemeinen gute deutscher Gastwirtsgehilfen" im allgemeinen gute deutscher Gastwirtsgehilfen" geladen waren. Diese Vereine sollten Dienstanweisung weist dem Ärzte etwa 8000 Kinder zu. Jedes neu den christlichen Gewerkschaften" angeschlossen werden. Wie eintretende Kind soll von dem Arzte untersucht werden; nach 6 Wochen soll der Gastwirtsgehilfe" mitzuteilen weiß, hat die Konferenz die Untersuchung der Saulrekruten beendet sein. In solcher furzen Zeit mit einem gänzlichen Fiasko des Herrn Mumm geendet. 3600 4100 4500 5100 5700 6300 6600 6900 0. fann eine genaue Untersuchung natürlich nicht stattfinden, wenn Der Kellnerbund" und der„ Genfer Verband" hatten es nicht einzu erreich. nach B 6 9 12 15 18 21 Dienstjah. Auskultation, Perkussion und die Spiegelmethoden vorgenommen mal für nötig befunden, eigne Vertreter ihrer Hauptverwaltungen zu Die von der Versammlung beschlossene weitergehende Erhöhung werder sollen. Die neue Dienstanweisung fagt, die Untersuchung senden, sondern hatten ihre hiesigen Verwaltungsstellen damit be ber Gehälter um 200 m. hat der Magistrat gleichfalls abgelehnt. soll stattfinden in Gegenwart der Eltern. An diese müssen wir uns auftragt. Der Anschluß an die christlichen Gewerkschaften wurde mit Stadtv. Galland( A. 2.) findet in der Vorlage des Magistrats halten, wenn wir einen hygienischen Centralpunkt schaffen wollen. Hinweis auf die Resolution des algemeinen Fachkongreſſes abgelehnt, immerhin einiges Entgegenkommen und beantragt Ausschußberatung. Diese dankenswerte vernünftige Vorschrift dürfte auf meinen Kollegen allerdings sollen in letter Linie die Verbände darüber entscheiden. Stadtv. Dr. Preuß( R. 2.) kann diesen allzu bescheidenen Dr. Hartmann zurückzuführen sein. Der Schularzt soll auch sein Augen- Das war aber wohl nur eine höflichere Form der ftriften Ablehnung Standpunkt nicht teilen. leber die Gesamtheit der Ver- mert auf die stotternden und die geistig minderwertigen Kinder richten. der Mummschen Quertreibereien. fammlungsbeschlüsse mit einer einzigen Ausnahme fei der Er soll auch eine gutachtliche Thätigkeit ausüben. Diese Thätigkeit, Magistrat zur Tagesordnung übergegangen. Der Magistrat bekenne die genau genommen die ganze Kraft in Anspruch nimmt, soll sich voll und ganz zu dem alten Sportelsystem; die Lehrer und die nebenbei erledigt werden. In regelmäßigen Intervallen sollen die Die Steinbildhauer Leipzigs haben den gestern von uns mitSchulen sollen bißen, weil der Magistrat feine Einnahme der neuen Schulen vom Arzte besucht werden, mindestens zweimal halbjährlich; geteilten Vorschlägen des Einigungsamts zugestimmt. Es wurden Ausgabe gegenüberstellen könne. Es liege hier leider ein Konflifts eine außerordentlich minimale Anforderung. Alle 14 Tage zwar noch weitergebende Wünsche geäußert, schließlich wurden aber stoff bor( Widerspruch); was aus der Ausschußberatung heraus- müßte der Arzt erscheinen und nicht nur den Bau, sondern die Einigungsvorschläge angenommen mit dem Bemerken, daß fie lommen solle, wisse er nicht. Die Zulage müsse den Oberlehrern auch die Kinder besuchen. Bei der Größe der zu lösenden Aufgabe das mindeste darstellen, womit sich die Streifenden einverstanden erwerden, sonst bekomme Berlin minderwertiges Material. Auch die ist es nötig, für jede Schule einen Schularzt anzustellen. flären fönnen. Nachzahlung ab 1. Oftober 1902 müsse erfolgen, denn die Lehrer Stadtichulrat Gerstenberg: Die Frage ist thatsächlich eine ernste, Lönnten nichts dafür, daß der Magistrat jest nach 3 Monaten erst aus der Vorlage und den Anlagen ersehen Sie aber, daß der Ein Streifprozeß wurde am Montag vor dem Magdeburger mit der Wiederholung seiner abgelehnten Forderungen. fomme. Magistrat sie auch in ernstester Weise behandelt. Die früheren Bedenken Landgericht verhandelt. Angeklagt waren der Maurer Schleue, bie Redner beantragt, lediglich der vollen Anrechnung des Wohnungs- gegen Schulärzte find durch die Schulärzte selbst überwunden. Wir arbeiter Busch und Herwig. Sie sollten Arbeitswillige beleidigt und geldzuschusses zuzustimmen, sonst aber die früheren Beschlüffe auf- möchten heute die Hilfe dieser Aerzte nicht missen. Einer unsrer Bürger bedroht, den Hausfrieden gebrochen und gegen den Arbeitgeber durch Vertretung der gewerkschaftlicher Forderungen einen recht zu erhalten und den Wagistrat zu ersuchen, über diese Punkte deputierten, Prof. Hartmann, hat allmonatlich eine Versammlung der begangen haben. Der Thatbestand, der gemäß§ 36 der Städte- Ordnung mit ihr in gemischter Deputation Schulärzte abgehalten und dadurch eine gewisse Einheitlichkeit in die preffung sversuch au beraien. Arbeiten hineingebracht. Die zwölf Schulärzte haben die allgemeinen zur Anflage führte, liegt so: Zwischen den Arbeitern und Stadtv. Singer( Soc.): Auch ich habe schon früher gegen die Aufgaben, von denen die Rede war, bezüglich der Stottertinder und den Arbeitgebern Magdeburgs besteht ein Tarifvertrag, der Verquidung der Schulgeld- Erhöhung mit der neuen Gehaltsordnung der Schwachbefähigten zur vollen Zufriedenheit gelöst. Vor allem die Löhne und Arbeitsbedingungen festsetzt. Auf einem Bauplas Einspruch erhoben; es wird dadurch die Einigung über jede von aber gilt es, die franken Kinder besonders zu beobachten. Ich bitte wurden die tarifmäßigen Löhne nicht gezahlt. Schleue, der als Verbeiden Fragen erschwert. Auch ich kann nicht zugeben, daß Berlin die Zahl 30 nicht zu fiberschreiten. Hätten wir 264 Aerzte, fo trauensmann des Centralverbandes der Maurer den vertragichließennicht nötig hätte, mehr Gehalt für diese Stellen zu zahlen als der brauchten wir einen Chef- Schularzt und einen Oberarzt für jeden den Arbeitgebern gegenüber verpflichtet war, darauf zu achten, daß Staat. 28o bleibt da das Gefez von Angebot und Nachfrage, das Schulfreis. Es ist ja nicht gesagt, daß wir bei 30 stehen bleiben. Der Tarif auf allen Arbeitsplägen innegehalten werde, wollte den doch sonst nach Ihrer Meinung die Welt regiert? Wir leiden Auf die Mitwirkung des Lehrers und Rektors verzichten wir nicht, betreffenden Arbeitgeber zur Zahlung tarifmäßiger Löhne bewegen unter dem Mangel an geeigneten Persönlichkeiten für diese Schul- diefe Mitwirkung bleibt gesichert. Die höheren Schulen sollen die und suchte ihn deshalb auf dem Bauplatz auf. Die Unterredung ämter. Ginge es nach dem Willen des Magistrats, alle Schulärzte nicht inspicieren. Der Hinweis auf meine Bescheidenheit hatte das gewünschte Resultat nicht. Scylene wurde vielmehr vom Beamtenfategorien mit einem schönen Titel oder mit ein paar Lizen war wohl nicht ganz angebracht. Auf die Geheimhaltungsvorschrift, Bauplag gewiesen, und später haben dann die Angeklagten die Arzu samücken, dann fönnte er ja auch den Lehrern mehr bieten als die aus der alten Dienstanweisung entnommen ist, legen wir feinen beitswilligen zu bewegen versucht, daß sie nicht unter dem Tarif der Staat. Aber wir haben die Orden und Titel des Staates nicht besonderen Wert. Specialisieren wollen mir ebensowenig wie der weiter arbeiten. Das ist die Veranlassung zu den unter Anklage gestellten Handlungen. Der Prozeß endete mit der Verurteilung der zu verleihen. Doch ganz abgesehen davon sind wir verpflichtet, Borredner. brei Angeklagten. Schleute erhielt 1 Monat 8 Tage Gefängnis unser höheres Schulwesen mit den besten Kräften auszustatten, die Stadtv. Kreitling( N. L.): Wir stehen da auf andrem Standzu haben sind. Was die Entziehung des bisherigen Privilege der punkte als der Vorredner. Die Schulärzte find feine focial- wegen Beleidigung und Vergehen gegen§ 153 der Gewerbeordnung, Schulgeldfreiheit der Lehrersöhne betrifft, so hat diese doch keine demokratische Erfindung. Wenn min auch die Bezüge der Busch 1 Monat Gefängnis wegen Beleidigung und Bedrohung, rückwirkende Kraft. Die eigentliche Streitfrage, die Schulgeld- Schulärzte erhöht werden sollen, so wird ihnen doch Herwig 30 M. Geldstrafe wegen Beleidigung. Von der Anklage Erhöhung, hat der Vorreduer gar nicht berührt. Wir stehen physisch unmöglich sein, eine so große Erweiterung ihres Geschäfts- wegen versuchter Erpressung und Hausfriedensbruch wurden die Andarin auf unsrem alten Standpunkte. Erfreulicherweise hat der freises zu bewältigen. Nach fachverständigem Urteil fam ein rat getlagten freigesprochen. Magistrat auf die Erhöhung des Realschulgeldes verzichtet; daß nicht mehr als vier Schulen wahrnehmen, aber nicht neun. Es er im übrigen auf die Erhöhung nicht verzichtet, finden wir in der wäre also vorzuziehen, daß zunächst einmal die Zahl von Die niederländische Gewerkschaftsbewegung im Jahre 1902. Crömung. Auch bei der geringen Erhöhung leistet die Stadt noch zwölf verdoppelt und später weitere Erhöhung statt Das Jahr 1902 war für die Gewerkschaften Hollands ein Jahr des für die Schüler der höheren Schulen sehr viel mehr als für die fände. Auch könnte es vorkommen, daß Schularzt, Aufschwungs im Gegensag zu dem vorhergehenden Jahr, wo infolge Gemeindeschüler. Wir stimmen für einen Ausschuß, den ein großer wenn eine Inspektion nicht geteilt wird, noch mehr als der Krisis in Industrie und Handel eine Erschlaffung eintrat und die Teil der Versanunlung gewünscht hat; für den Antrag Preuß neun Schulen bekommt. Eine Inspektion hat nur vier Schulen, Gewerkschaften statt ihre Kräfte gegen das Unternehmertum zu tönnen wir uns nicht erwärmen. Herr Preuß scheint gemischte andre haben 12 und mehr, der Schularzt soll aber nur 2000 Mart fammeln, einen gegenseitigen heißen Kampf um Principien führten. Deputationen entweder zu über- oder zu unterschägen. Im erhalten. Auch dieser Umstand macht Ausschußberatung notwendig. Aber die großen Aussperrungen im Anfang des Jahres 1902: die Ausschuß tommen wir entweder 811 einer Verständigung Die Vorlage und der Antrag Augustin gehen an einen Ausschuß der Diamantarbeiter durch die Amsterdamer Juweliers- Vereinigung, oder nicht; jedenfalls aber zu einem Beschluffe; die Arbeiten von 15 Mitgliedern, die Aussperrung der Weber in Enschede und die im Amsterdamer einer gemischten Deputation tönnen erst fruftifiziert werden, wenn Baugewerbe führten dazu, daß die Arbeiterschaft wieder auf ihren fie zu einer Magistratsvorlage führen. Wollen Sie die gemischte gemeinsamen Gegner aufmerksam wurde und den Streit im Deputation, dann müssen Sie fonsequenterweise auch nachher die eignen Lager beiseite fezte. Besonders die Weberaussperrung Aufsichtsbehörde anrufen. Wollen Sie das?( Stabtv. Breuß: in Enschede, für die 140 000 Gulden aufgebracht wurden, wurde zu Nein!) Dann ist die ganze Komödie mit der gemischten Deputation ciner Angelegenheit der organisierten Arbeiter aller Richtungen und überflüssig.( Sehr gut! und Heiterfeit.) Man soll doch eine Waffe, wenn auch trotz der großen Opfer ein Sieg für die armen Weber die man eventuell in der Hand hat, nicht selbst stumpf machen.( Beifall nicht erzielt wurde, so war doch der moralische Vorteil auf seiten der Arbeiterschaft. Beim Beginn des Stampfes war der größte Teil der Textilarbeiter unorganisiert, im Laufe des Jahres aber haben die verschiedenen Tertilarbeiter- Drganisationen um gut 1000 Mitglieder, worunter 300 weibliche find, zugenommen. Der Diamantarbeiter- Verband hat ebenfalls um ca. 1000 Mitglieder zugenommen. Der Malergesellen Verband zählte 1901 13 Abteilungen mit 394 Mitgliedern; jezt 28 Abteilungen mit 946 Mitgliedern; der MetallarbeiterVerband 1901 ca. 700, jest 1400 Mitglieder; die Nationale Föderation der Transportarbeiter Anfang des Jahres 1902 2800, jest 3800 Mits glieder. Der Jnternationale Cigarrenarbeiter- Verband, der in feinem lezten Jahresbericht( 1900) 44 Abteilungen aufführte, hat jezt jand mit den gestrigen Verhandlungen vor dem Einigungsami 58 Abteilungen mit 3000 Mitgliedern. Die Mitgliederzahl des des Gewerbegerichts durch einen provisorischen Vergleich Lehrerverbandes ist von 6269 auf 7075 gestiegen; die des Kattun Stadiv. Wallach( A. 2.) steht ebenfalls auf dem Standpunkt des borläufigen Abschluß. Werner begründete eingehend den arbeiter- Verbandes De Eendracht" von 600 auf 1300; die des Magistrats und polemisiert im Sinne des Vorredners gegen den folgenden Tarifentwurf: Die Brauereien liefern ihren Kutschern Bimmerer Verbandes von 1500 auf 2000; die des Landarbeiterdas Bier für 8 Pf. pro Liter, und zahlen an diese bei einem Umfay Berbandes von 1800 auf 2500. Auch der Verband der Kalaowaren22,50, bon 90-125 M. 25., bon 125 bis Arbeiter und ebenso der Schneider- Verband haben Fortschritte Stabib. Cassel(.) fann wegen starker Heiferfeit nicht aus- bis zu 90 2. Thrlich in die Debatte eingreifen; er würde sich selbst energisch 150 M.- 28 m., von 150-175 2.81 M., von 175-200.01, acht. bei den Socialdemokraten,) Stadtv. Mommsen( Fr. Fr.): Mein Standpunkt ist derjenige, der im Magifirat Geltung erlangt hat. Zu einem Konflikt liegt noch fein Anlaß vor; ich muß in diesem Punkte mich ganz auf den Standpunkt des Kollegen Singer stellen, freue mich aber noch befonders darüber, daß von der Verfolgung des Konflikts über die gemischte Deputation hinaus felbft Dr. Preuß nichts wiffen will. Die Sauptdifferenz ist die Frage der 200 Wart- Bulage. Kann denn von einer folojen Zulage die Qualifikation unirer Oberlehrer abhängen? Mit solcher Insinuation beleidigt man die Oberlehrer. Auf eine mit lammpigen 200 Mart Trinkgeld erloufte besondere Arbeitsfreudigkeit pfeife ich.( peiterfeit.) Auch der Staat sucht fich für Berlin nicht gerade die schlechtesten Oberlehrer aus. Borrebner. Schluß 8 Uhr. Parlamentarifches. Ca Banarbeiterschuh. Die Freisimmige Bolfspartei bringt, wie die Freif. 3tg." mitteilt, im Abgeordnetenhause einen Antrag ein auf Borlegung eines Gefeßentwurfs zur Regelung eines Bauarbeiters schuzes, namentlich zum Zweck einer wirksameren Unfall- und Strankheitsverhütung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Lohnbewegung der Inngbier- Rutscher Ausland. Er Bei dem Rigdorfer Gewerffchaftskartell gingen für die Meeraner Beber folgende Beiträge ein: Centralverband der Maler( Filiale Rigdorf) 20, Berein gewerblich thätiger Frauen und Mädchen Rigdorfs 10, Tischlerei Hegelmann, Hasenheibe 6,-. Centralverband der Steinfeger Filiale Rigdorf) auf Lifte 520 8,15. Centralverband der Holzarbeiter( Filiale Nirdorf) auf Liften 490-498 30,45. Centralverband der Bauarbeiter( Fikale Rigdorf) auf Liften 499-500 18,25. Centralverband der Bäcker( Filiale Rigdorf) auf Liste 531 10,50. Centralverband der Maler( Filiale Rirdorf) auf 5 Listen 19,20. Auf Lifte 486 5,60. Auf Liste 514 2,15. Auf Lifte 516 1,00. Auf Liste 565 1,60. In Summa 128,80 M. Den Gebern im Namen der Meeraner Weber besten Dank. Die noch ausstehenden Listen bitte abzuliefern. Der Ausschuß. -77 Der Umstand, daß im nächsten Monat das Unfallgefeß, in| Beweismaterials an, daß P. den Schädelbruch erst in der Kneipe| die Meifter. Vor allemt war es aber der miferable Verdienst, der die Holland das erste sociale Gesetz von größerer Bedeutung, in Straft erlitten habe, und zwar ohne sein Verschulden. Arbeiter zur Abwehr zwang. An den Accordsätzen wurde faft alle fritt, hat viel dazu beigetragen, daß der von anarchistischer Seite Die Orts- Krankenkasse legte Revision ein und machte unter Augenblide geknappft, so daß die Arbeiter schließlich nicht mehr mit groß gezogene Abschen gegen alles, was mit der Politit zusamunen andrem geltend, daß der Anspruch der Stadt Berlin überhaupt ver- den Preisen zurechtkommen fonnten. Ein besonders krasser Abzug hängt, mehr und mehr schwindet. jährt sei. B. fei im Krankenhause vom Januar bis zum 12. März 1899 brachte dann das längst schon volle Maß zum Ueberlaufen. Me behandelt worden, Berlin habe aber erst nach dem 12. März 1901 Borstellungen beim Firmenchef vergeblich ivaren, blieb nichts andres Klage erhoben. übrig als die Arbeit niederzulegen, was denn auch einmütig geschah. Das Ober- Verwaltungsgericht verwarf die Revision und führte Die Aussichten gestalten sich für die Streifenden im ganzen ziemlich aus: Der Einwand der Verjährung hätte in erster Instanz geltend günstig, denn die paar Arbeitswilligen können den Betrieb nicht aufgemacht werden müssen, in der Revisionsinstanz sei er nicht mehr recht erhalten. Vielleicht wäre der Streit schon beigelegt, wenn nicht zu berücksichtigen. Im übrigen fei dem Vorderrichter weber ein der Stommerzienrat teyling als Stellvertreter des den FabriMangel des Verfahrens, noch ein Rechtsirrtum vorzuwerfen. fanten schon au zahm gewordenen Herrn Kühnemann die Berhandlungen zu vereitelr müßte. Wiesner gab hierauf eine furze Berfrommungsfeindliches Turnen. Die Berfrommungs- Ber- Darstellung der jüngsten Differenzen mit der Firma Gans ordnung für Schlesien bedroht den mit Strafe, der Sonntags u. Goldschmidt. Da dieselben bereits durch Bergleich erledigt während der Zeit des Hauptgottesdienstes an einer mit lärmendem find, wurde von einer ausführlichen Besprechung Abstand genommen. Geräusch verbundenen gesellschaftlichen Bereinigung teilnimmt. Die Diskussion gestaltete sich äußerst rege und interessant. NachGegen diese Bestimmung folte sich der Turner Buscho dem Schlenter und transneder beherzigenswerte Worte an in Weißwasser vergangen haben, indem er Sonntags- die Bersammlung gerichtet hatten, gelang es dem Vorsitzenden, zwei vormittags mit andren Mitgliedern des dortigen Turnvereins anwesende Meister der Firma Kaiser u. Schmidt, die Herren Braun auf dem an der Grenze der Gemeinde belegenen Turnplage unb Iamm, aum Sprechen zu veranlassen. Beide suchten es so turnte. Das Landgericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe und darzustellen, als ob die direkt bei ihnen beschäftigten Arbeiter feinen betonte, daß hier ein von den Kirchgängern deutlich wahrnehmbarer Grund zum Streifen gehabt hätten, im übrigen bestritten sie, daß Lärm dadurch verursacht worden sei, daß die Turner sich gegenseitig Abzüge vorgekommen seien. Ihnen wurde von Dräger aber sofort sprangen, sowie daß auch zurufe feitens des Publikums erfolgten. gewiesen. durch Zurufe anfeuerten und von den Geräten auf die Sprungbretter an der Hand von Thatsachen das Gegenteil ihrer Behauptungen nachMs dann aber Wiesenthal, geftüßt auf die Gr Es handele sich somit um eine mit lärmendem Geräusch verbundene fahrungen feiner eigenen mehrjährigen Thätigkeit bei der Firma die gesellschaftliche Vereinigung. Bustände daselbst beleuchtete, zogen es die beiden Meister vor, sich und führte aus: Die Verordnung sei rechtsgültig und richtig an- als noch von mehreren Rednern nachgewiesen wurde, daß gerade Herr Das Kammergericht verwarf die hiergegen eingelegte Revision au brüden. Dies wurde von der Versammlung umsomehr bedauert, Sonntagsheiligung zu stören. Hier fei es aber nach Feststellung niedrigen Staltulation nicht ausführen wollen. Schließlich wurde gewandt. Das Turnen an fich fei allerdings nicht geeignet, die Klamm alle Arbeiten übernimmt. die andere Meister wegen der zu des Landgerichts mit lärmendem Geräusch verbunden gewesen, wes nachstehende Resolution angenommen: Die versammelten Mechaniker hab sich die Bestrafung auf Grund der angezogenen Bestimmung erklären sich mit dem Vorgehen ihrer Kollegen bei Kaiser rechtfertige. Gerichts- Zeitung. Die Frage, wann die Marken in die Quittungsfarten eingeklebt werden müssen, gicbt mitunter noch immer zu Zweifeln Anlaß. Ein Arbeitgeber hatte einen Diennecht auf die Beit eines vollen Jahres gegen einen bestimmten Wochenlohn gedunge Der Arbeitgeber hatte nun dem Versicherten allwöchentlich 10 Pf. für deffen Beitrag zur Versicherung zurüdbehalten, ber bis zum vorzeitigen Austritt des Dienstknechts nicht eine einzige Marke in die Quittungsfarte eingeklebt. Er war deshalb auf Grund des§ 182 Abs. 1 des Invalidenversicherungs- Gefehes auge.lagt, von der Straffammer aber freigesprochen worden. Die Straffammer nahm an, weil einjährige Dauer des Dienstverhältnisses bedungen gewesen sei, habe der An geklagte die Einklebung der Marken gemäß§ 141 Abs. 2 bis zum Schlusse des Kalenderjahres aussehen dürfen. Das Reichsgericht hat diese Ansicht für rechtsirzig erklärt( 35. Bd. der Entsch.). Nicht an die Arbeitsvertragsdauer, sondern an die Lohnzahlung knüpfe das Gesetz die Pflicht zur Markenverwendung, und mir dann gestatte das Gesez, die Marten am Slusse des Kalenderjahres einzufleben, wenn infolge besonderer Deflimmungen der Versicherungsanstalt andre als tie aus den Lohnzahlen ich ergebenden Termine dafür zugelassen sind( oder die Lohnzungstermine sich auf längere Fristen erstrecken). Wenn das Cseh sage: in allen Fällen müssen die Marken spätestens in der lezten Woche des Kalenderjahres eingeklebt werden", so habe dies offenbar den Sinn, daß dies selbst dann am Jahresschluß geschehen muß, wenn die Lohn zahlung bis dahin unterblieben war und darüber hinaus unter bleiben durfte. Werde die Vorschrift des Gesetzes befolgt, so bestehe für den Versicherten der dringendste Unlaß, seine Quittungstarte dem Arbeitgeber zum Zivede der Lohnzahlung mit gleichzeitigem Ein fleben der Marken vorzulegen; der Arbeitgeber habe dann auch Gelegenheit, durch die Ortspolizeibehörde nach§ 131 des Gesetzes die Borlegung zu erzwingen. Die Rigdorfer Wurstfabrik. Vor dem Schwurgericht des Landgerichts II begann gestern eine umfangreiche Verhandlung wegen betrügerischen Bankrotts, die sich gegen den Schlächtermeister und Handelsmann Frik Schilde, früher in Schöneberg, dessen Frau Rina Schilde geb. Heim, den Vater des Angeklagten, Fleischermeister Starl Schilde, jetzt Mariannenstraße wohnhaft, und den Kaufmann Reinhold Solifander in Rigdorf richtete. Das Ghepaar Schilde wird beschuldigt, zu Schöneberg im Januar und Februar 1902 als Schuldner, die ihre Zahlungen eingestellt haben, Fleisch waren im Werte von 2000 M. aur Benachteiligung ihrer Gläubiger Beiseite geschafft zu haben, Karl Schilde und Solitander, die seiner Zeit die Rigdorfer Wurstfabrik" begründet hatten, den beiden Mit angeklagten Hilfe geleistet und in derem Interesse Vermögensstücke beiseite geschafft zu haben. 50 Zeugen sind geladen. Von den Angetlagten fist nur Friz Schilde in Haft. Die Verhandlung, die drei Lage dauern wird, erivedt fein allgemeines Interesse. Wir werden das Urteil seiner Zeit mitteilen. Verfammlungen. ut. Schmidt und Gans u. Goldschmidt einverstanden und verpflichten fich, dieselben nach jeder Nichtung hin zu unterstüßen; ferner versprechen fie, für die stete Ausbreitung der Organisation zu wirken. Solzarbeiter Verband. In einer Vertrauensmänner- Versamm Iung fämtlicher Branchen und Bezirke, die am Mittwoch im Gewerk Der socialdemokratische Wahlverein für den vierten Berliner schaftshaufe tagte, referierte Iode über das Thema:„ Nückblick Reichstags- Wahlkreis( Südost) hielt am 20. Januar im Lokal von auf das Jahr 1902 und unfre weiteren Aufgaben". Der Redner Brüder, Waldemarstr. 75, eine gutbesuchte Versammlung ab. Nachdem schilderte die Thätigkeit der Organisation im verflossenen Jahre und man das Andenken der im letzten Quartal verstorbenen Mitglieder ging besonders auf den Stampf gegen den Arbeitsnachweis der Unterin der üblichen Weise geehrt hatte, nahm Bernhard Bruns das nehmer und die Entlassungsscheine ein, der bekanntlich zu einer Wort zu einem Vortrage fiber:„ Der Kampf um das Wahlrecht". Der Niederlage für die Internehmer geführt hat. Der HolzarbeiterRedner machte es sich zur Aufgabe, darzulegen, wie das Wahlrecht Verband sei aus diesem Kampf, der vom Februar bis zum Dezember geworden sei. Er ging auf die Geschichte der modernen Verfassungen näher dauerte, innerlich gestärkt hervorgegangen; zu erwarten sei aber, daßz ein, wobei er besonders Frankreich, England und Preußen- Deutschland auch die Unternehmer an Einsicht gewonnen hätten und vielleicht berücksichtigte. Bei der kritischen Beleuchtung des preußischen Drei- andre Wege einfchlagen würden, um die Organisation der Arbeiter llaffen- Wahlsystems hob Brims hervor, daß die herrschenden Klaffen anzugreifen, und darum gelte es, auch in Zukunft gerüstet zu sein und niemals freiwillig darauf verzichten würden. Es wäre deshalb Sache in dem Streben für den Berband nicht zu erschlaffen. In Zukunft der Arbeiterschaft, in eine fräftige Agitation einzutreten mit der müsse dahin gewirkt werden, daß eine einheitliche Regelung der LohnDevise: Fort mit dem Dreillaffen Wahlrecht! Nach kurzer Debatte und Arbeitsverhältnisse, eine Tarifgemeinschaft für die verschiedenen wurden noch einige Vereinsangelegenheiten erörtert. Branchen eingeführt werde. Die Meister müßten durch die Thätigkeit bes Verbandes zu der Ueberzeugung gebracht werden, daß eine solche " Die Leichenverbrennung in Brenßen" hieß das Thema, mit gemeinschaftliche Regelung auch in ihrem Intereffe liegt und veldjem sich eine Versammlung der Freireligiösen Genotwendig ist. Ein wirklich paritätischer Arbeitsnachweis fönne meinde am 19. d. M. beschäftigte. Eine frühere Versammlung als Grundlage zur Erreichung einer solchen Regelung dienen. gir hatte eine Kommission eingefeßt, welche Mittel und Wege fuchen Der Arbeitsnachweis der Unternehmer müsse aber auch jetzt noch follte, um auch Minderbemittelten in Berlin die Möglichkeit der streng gemieden werden, denn er fönne. auch nachdem der Zwang Feuerbestattung ihrer verstorbenen Angehörigen zu gewähren. Im für die Meister aufgehoben, die Entlassungsscheine zurückgezogen Namen dieser Kommission erstattete der alveite Vorsitzende seien, noch zu einer gefährlichen Waffe der Unternehmer werden. der Gemeinde, Adolf Hoffmann, Bericht. Es sei führte derfelbe Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats. Vor allem unter anderm aus leider bisher in Preußen immer noch wurde noch hervorgehoben, daß der Arbeitsnachweis der Unternehmer nicht möglich gewesen, die Fenerbeftathmg einzuführen, obwohl in aufs strengste zu meiben ift. andern deutschen Staaten rings un Preußen herum sich die Feuer- Darauf berichtete der Arbeitsvermittler Ma a ß über eine Antbestattungsöfen von Jahr zu Jahr gemehrt haben. Nach Gotha sei sahl Werkstattstreits und Differenzen, wovon gegenwärtig noch Baden, Jena, Hamburg c. gefolgt, mur Preußen sei, wie bei allen vier unerledigt find. Sodann wurden noch einige Mitteilungen über Kulturaufgaben, auch hier wieder zurückgeblieben; die Kom- Werkstattangelegenheiten gemacht. miffion habe sich mit der Frage befaßt, об es möglich wäre, Der Fahverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am Montag die Kosten flir die Fenerbestattung in Verstorbener so herunterzudrüden, daß es auch Unbemittelten vom 4. Duartal 1902 weist eine Einahme von 1736,50 M. und feine erste diesjährige Generalversammlung ab. Die Abrechnung möglich wäre, die Zeichen ihrer Verstorbenen nach einen außer eine Ausgabe von 1181,15 M. und einen Kassenbestand am 31. DePolitischer Tierschuh. Das Kunststück, die Propaganda für den preußischen Ort mit Verbrennungsofen überzuführen und einäschern gember 1902 von 2221,46 9. auf. Hierauf erstattete Haffner den Tierschus als politische Handlung zu erklären, hat das Ober- zu lassen. Die jest ca. 400 m. betragenden Stoften ließen sich Jahresbericht des Borstandes, aus dem folgendes hervorzuheben ist: verwaltungsgericht fertig gebracht. Der Verein zur Be- dadurch, daß die Freireligiöse Gemeinde mit ihren ca. 12 000 Wittn vier Betrieben fanden Streits statt, woran 86 Kollegen beteiligt fämpfung der Vivisektion und andrer Tierquälerei zu gliedern die Sache in die Hand nähme, auf 280 M. pro Leiche waren( babon 56 organifiert). Die Dauer der Streifs war zusammen Frankfurt am Main wollte in das Vereinsregister ein herabbrüden, wobei der Ofen in Jena wegen der geringsten 13 Wochen. Für Streifa und Aussperrungen infolge Feier des getragen fein. Der Polizeipräsident erhob dagegen Gin Transportloften in Frage fäme. Diese Koften würden sich aber 1. Mai wurden 2817,00 m. ausgezahlt. pruch und stützte sich auf§ 61 des Bürgerlichen Geſetz bei dem in Dessau projektierten Ofen noch bedeutend verringern, melbeten fich 843 Kollegen arbeitslos, befest wurden 148 Stellen. Jm Arbeitsnachweis buchs, wonach die Verwaltungsbehörde gegen die Ein- es frage fich mur, ob es Mittel und Wege gebe, auch diese Die Mitgliederzahl Betrug am Schluß des Jahres 451. tragung 2c. dann Einspruch erheben kann, wenn der Verein einen für den einzelnen noch ganz bedeutenden Kosten, sei es durch eine politischen, socialpolitischen oder religiösen Bwed verfolgt. Der Polizei- freiwillige kaffe, durch Umschlagsverfahren oder dergleichen, leicht präsident erachtete den Verein für einen politischen, weil er erfchwingbar zu machen; das ließe fich aber nur durch eine Ir cine stark besuchte Mitgliederversammlung bei Buggenhagen, Moriz Die Arbeiter Bangenssenschaft Baradies" hielt am Mittwoch nach seinem Statut(§ 1) die Tierquälerei, insbesondere die abstimmung der gesamten Gemeinde feststellen und deshalb schlage play, ab. Der Referent, Reichstags- Abgeordneter E. Bernstein, Bivisektion mit jedem geseglich zulässigen Mittel bekämpfen will, die Kommiffion vor, mittels eines Flugblatts und eines daran- bezeichnete die Wohnungsfrage als eine der bedeutendsten für die und zwar„ hauptsächlich durch öffentliche Versammlungen, durch hängenden Fragebogens sich an die Mitglieder zu wenden und das gesamte sociale Frage, er schilderte den Einfluß der WohnungsVerbreitung von Flugschriften und durch Eingaben an aus dieser Statistik geivonnene, unzweifelhaft wertvolle Material verhältnisse auf die Lebensweise der Bevölkerung und kritisierte die bie Regierung und geseggebenden Körperschaften". nach zwei Seiten zu verwenden; einmal, um den Mitgliedern erbärmlichen Zustände, die eine Folge der Ausbeutung, der GrundAuf die Klage des Borfizenden Staudinger erklärte wenn möglich, die Verbrennung ihres Körpers nach dem und Bodenspekulation sind und unter denen namentlich die Arbeiterjedoch der Bezirksausschuß Wiesbaden den Einspruch des Polizei- Tode für einen bei Lebzeiten zu zahlenden wöchentlichen fchaft so sehr zu leiden hat. präsidenten für unberechtigt und führte besonders aus, daß die vom Beitrag von kaum 10 Pfennig Es müßte eine einfichtige, radikale zu fichern, andermal aber Wohnungspolitik beirieben werden, was aber unter den gegenwärtigen Verein beabsichtigten Eingaben an Regierung und Barlamente nur um beim preußischen Ministerium den Versuch zu machen, für die Umständen weder von der Kommune noch vom Staat zu erwarten eins von vielen Mitteln jei, mit dem der Vereins zwed: verstorbenen Mitglieder der Gemeinde die Freigabe des Verbrennungs ist umd deshalb seien die Arbeiter- Baugenossenschaften dazu berufen, die Bekämpfung der Vivifektion, erreicht werden solle. Hiernach ofens in der Distelmeyerstraße zu erzielen. Vor zehn bis zwölf in diesem Sinne zu wirken. So wie die Gewerkschaften die Pioniere Lönne nicht angenommen werden, daß der Verein einen poli- Jahren habe sich das preußische Ministerium und das Abgeordneten der Arbeiterschuh- Gesetzgebung sind, so müssen diese Genossenschaften tischen Zwe d verfolge". Jegt läge es einfach an anzunehmen, daß die Arbeiter allein die Wohnungsfrage gänglich Polizeipräsidenten statt, hob die Vorentscheidung auf und uns, diefes Bedürfnis nachzuweisen. Haben wir das Material aus Töjen können, aber durch die Genossenschaften fann vieles erreicht erklärte den Einspruch des Polizeipräsidenten für begründet. der Gemeinde, dann werden wir darauf aufbauen, uns an die geEs wurde ausgeführt: Ein politischer 3wed gemäß§ 61 des Bürger- famte Einwohnerschaft von Berlin und Umgegend wenden und durch lichen Gesetzbuchs liege dann vor, wenn eine Einwirkung auf die Gesetzgebung oder auf die bisherige Verwaltungspraxis beabsichtigt werde. Das sei hier anzunehmen mit Rücksicht auf den§ 1 des Vereins statuts und den Inhalt des Statuts des Internationalen Vereins zur Bekämpfung der wissenschaftlichen Tierfolter", welchem Verein der Frankfurter Verein als Seftion beigetreten sei. Denn danach wurde von letterem nicht nur eine aufklärende Tendenz verfolgt, sondern auch beabsichtigt, durch einen Aft der Gesetzgebung ein Verbot der Vivisektion zu erreichen. " 1 Das Ober- Verwaltungsgericht gab indessen der Berufung des haus auf den Standpunkt gestellt, es liege für die Zeichenverbrennung als Bioniere der Wohnungspolitik thätig sein. Es ist allerdings nicht Berlin, indem fie machte, Borawsky geld, eine allgemeine Betition den betreffenden Körperschaften den Nachweis des Bedürfnisses bringen. Nachdem von verschiedenen Rednern im Sinne der Kommission gesprochen, wurde der Antrag derselben einstimmig angenommen und der Vorstand mit den nötigen Borarbeiten beauftragt. Verband städtischer Arbeiter. In einer gut besuchten kombinierten Bersammlung der fämtlichen Filialen, zu der besonders die Vorstände und die Arbeiter- Ausschußmitglieder erschienen waren, wurde lebhaft Klage darüber geführt, daß in vielen Betrieben der Stadt die die Geldmittel am werben, fie können den Wohnungsmarkt beeinflussen und der Grundund Bodenspekulation entgegenwirken. Sie werden durch Bauen schöner Wohnungen für die Genossenschaftsmitglieder, durch ihre Erfolge die große Maffe der Arbeiterschaft anreizen, für bessere Wohnungsverhältnisse einzutreten und schließlich einen reboa lutionierenden Einfluß ausüben. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine längere Disfuffion, in ber darauf hingewiesen wurde, daß der Staat und die Kommunen mindestens die Verpflichtung hätten, die Baugenoffenschaften durch Gewährung von Gelbmitteln zu einem mäßigen Binsfuß in ausgiebiger Weise zu unterstützen. Die Zahlstelle Weißenfee des deutschen Holzarbeiter- Berbandes Der Streit um die Kurkosten. Der Drts- Armenverband Berlin Differenz zwischen Lohn und Krankengeld erft mehrere Wochen nach hielt am 15. Januar ihre außerordentliche Generalversammlung ab. beanspruchte durch Klage im Verwaltungs- Streitverfahren von der überstandenen Krankheit ausgezahlt wird. Sekretär Schubert Den Bericht vom 4. Quartal gab Kirchner. Die Einnahme der ber Drtstrantenkasse zu Lichtenberg die Erstattung von machte geltend, daß dadurch der Wert dieses Zuschusses fast hinfällig Berbandskaffe war 808,12 M., die Ausgabe 578,82 m., bleibt ein da ja 72 Mark Kurfoften, die für den Arbeiter Borawsky, einem gemacht wird, doch gerade in der Periode der Bestand von 229,80 m. Die Gesamteinnahme der Lofallasse war Mitgliede der Lichtenberger Kaffe, durch Behandlung im Kranken- Strankheit notwendigsten sind. Er fei aber auch der Meinung, daß die maßgebenden Faktoren 3529,77 M., dem stand eine Ausgabe von 692,67 m. gegenüber, so hause Friedrichshain aufgewendet worden sind. P. war eines Tages mit einem Schädelbruch in das Krankenhaus eingeliefert worden. Die ohne weiteres die Berechtigung der schnelleren Auszahlung daß ein Bestand von 2887,10 9. verbleibt. 50 Mitglieder mußten Ortskaffe in Lichtenberg hatte zwar 33,70 m. für freie ärztliche Behandlung einsehen werden. Auf Antrag Schuberts beschloß die Beregen reftierender Beiträge gestrichen werden. Die Mitgliederzahl und Medizin bezahlt, verweigerte aber jede weitere Zahlung an fammlung, daß die bestehenden Arbeiter- Ausschüsse" bei ihrem Vor- betrug am Ende des 4. Duartals 262. Dem Kassierer wurde indem He' unter Berufung auf ihr Statut geltend figenden die Abhaltung einer Sigung beantragen, in welcher die Die Bahl der Lohndifferenzen belief sich auf 19, die der Maßregelungen Decharge erteilt. Sodann gab Schröder den Verwaltungsbericht. Kranken- Forderung einer wöchentlichen Auszahlung der Differenz zu stellen auf 8. Rechtsschutz wurde 11 mal bewilligt. Das Resultat der habe feinen Anspruch auf weil er sich den Schädelbruch durch Trunkenheit und ist. In einer darauf vorgenommenen Ergänzungswahl wurden Wahlen war folgendes: 1. Bevollmächtigter Schröder, 2. Bevoll Beteiligung an einer Schlägerei zugezogen habe. Ueber die Erlebniffe Lutz und Rich. Schulz in den Verbandsvorstand, Wendt und Perföla mächtigter Schlemminger, Schriftführer Daschner, Staffierer Kirchner. Perfölzahlen war folgendes: 1. Bevollmächtigter Schröder, 2. Bevoll der P. an jenem Tage wurde folgendes festgestellt: Er kam in das in den Verbands- Ausschuß und Piotreschke, Blümel, Littmann, Ats Revisoren fungieren Paul Schulz, Kittler und Malissa. Michaelis Lotal des Gastwirte Neumann und erklärte, es werde noch etwas Ahlert, Gielisch und Nämig in die Ortsleitung gewählt. geben. Dann ging er zu seiner im selben Hause wohnenden, von Die Mechaniker hatten sich am Mittwoch in Cohns Festfälen ihm getrennt lebenden Frau. Dort fam es zu einer Prügelei. ungewöhnlich; zahlreich zusammengefunden, um sich über ihre Lohn Nachher soll, wie ein Zeuge befundete, sein Gesicht blutig gewesen und Arbeitsverhältnisse unter besonderer Berücksichtigung des Streifs fein. 4. ging wieder in das Lokal von Neunionn zurück und bei der Firma Kaifer u. Schmidt auszusprechen. Drager trant ein Glas Bier. Hier lam es auch balb zu einer fegte zunächst die Ursachen des Streits flar. Tanach haben bei der Briigelei, wobei 23. aber nicht beteiligt war. Unversehens er Firma fchon feit Jahren die bedauerlichsten Mißstände geherrscht. zu gewähren. hielt er, wahrscheinlich mit einem Weißbierglas, einen Schlag Mit unpraktischen, veralteten und überaus abgenutzten Werkzeugen auf den Kopf. Er brach bewußtlos zusammen und wurde nach und fragwürdigem Material müßten die Arbeiten ausgeführt werden. bem Krankenhaus geschafft. Der Bezirksausschuß zu Potsdam Infolgebessen hatte eine Werkstatt viel, die andre menig zu thun; verurteilte die beklagte Staffe, die 72 M. an den Drtsarmen- Ueberstunden und Aussehen wechselten in schneller Reihenfolge mit verband Berlin zu zahlen. Er nahm auf Grund des vorliegenden einander ab. Hinzu kommt noch die ungesiemende Behandlung durch wurde als Gewerkschaftsdelegierter gewählt. Die Kontrollkommission besteht aus gange, Mildes, Heinrich, Jung, Bastrich, Borchard, Mar Meinide, Richard Kirchner und Höpfner. In die Arbeitsnachweisfommission wurden gewählt: Dehnert, Strause, Beilfe, Schochow, Schlemminger, Mod und Funt. Beschlossen wurde noch, dem ersten Bevollmächtigten eine Entschädigung von 10 M. für das Vierteljahr werden barauf aufmerksam gemacht, daß Sonntag, den 25. b. M., nadjTempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Alle Gewerkschaftsvereine mittags 4 Uhr, eine öffentliche Gewerkschaftsversammlung im 2otale des Herrn Wiegandt, Dorfstraße( Mariendorf) stattfindet. Sille Genossen, auc Frauen, find hierdurch eingeladen. Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Heute, Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- lljer 15: Berlins und Umgegend. Sitzung der Ortsverwaltung. Sonntag, den 25. Jan., vorm. 10 Uhr, in Dräfels Feßfälen, Nene Friedrichfr. 35 stofstraße): Sonntag, den 25. Januar, vormittags 9%, Uhr, bei Schockler, Stromstr. 28: Bezirks- Versammlung für Moabit. Zages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Boeste. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kommissionsmitglieder und Beitragssammler werden ersucht um 8 Uhr zu erscheinen. Achtung! Einsetzer. Achtung! Sonntag, 25. Jannar, Engel- Ufer 15( Saal V): Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht des Kassierers. 3. BranchenAngelegenheiten und Bautischler- Bewegung. 3. A.: Die Kommission. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 26. Januar, abends 8, Uhr im Gewerkschaftshaus, Engel- lifer 13( Saal 1): Außerordentliche Branchen- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Jahresbericht der Werkstatt- Kontrollfommission. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Stommiffion. 4. Der Streit bei Kuhla, Wattstraße 18. 5. Branchenangelegenheit. 77/14 Wir fordern die Kollegen auf, für zahlreichen Besuch der Versammlung zu agitieren. Die Kommiffion. Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen G. Reuter über:" Die Bebeutung geheimer Gesellschaften in alter und neuerer Zeit. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 129/2 Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin u. Umgegend ( Eingeschriebene Hilfskasse No. 118.) Bureau: Hirtenstrasse 20. Geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags. Sonntag, den 8. Februar, vormittags Punkt 10 Uhr, im Saale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes und Ausschusses. 2. Kaffen- und Revisionsbevicht. 3. Feſtfegung der Entschädigung des 1. Kassierers. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes( 2. Vorsitzender, 1. Staffierer, 2 Beifizer und 4 Ersagmänner.) 5. Wahl des Ausschusses und 4 Erfahmânner. 6. Innere Kaffenangelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. 38/1 Tischler- Verein zu Berlin. Der Vorstand. Oris- Krankenkasse Sonnabend, ben 24. Januar, abends 8%, Uhr, Welchiorfte. 15: d. Drechsleru.verw. Gewerbe ersammlung. Montag, den 2. Februar, Ausserordentliche Zages Ordnung: Vortrag des Herrn Ralisti über:„ Kosaken- abends 8 ühr, findet cine herrschaft in Preußen". Disfuffion. Aufnahme neuer Mitglieder. Ausgabe der Billets zum Besuch ber Urania", Taubenstraße, am Sonntag, den 15. Februar, mittags 1 Uhr.( Bur Aufführung gelangt:„ Das Land Tirol".) Gäste( auch Frauen) haben Zutritt. NB. Infer diesjähriger Maskenball findet am Sonnabend, den 7. Mars, im großen Saale des Herrn Kliem, Hasenheide 13, statt. Der Vorstand. 198/2 Gr. öffentliche Gewerkschaftsversammlung Central- Verband der Maurer Deutschlands. am Sonntag, den 25. Januar 1903, nachmittags 4 Uhr, im Saale Wiegandt, Mariendorf, Dorfstrasse. 202/2 Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Seheffler über: , Die gegenwärtige Situation". 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten Entree 10 Vf. Der Einberufer. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernfprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 24. Januar 1903, abends 31, Uhr: Sektion der Putzer. Sonntag, den 25. Januar, vormittags 10 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. 2ages Drdnung: 。 1. Wahl der Delegierten zum VII. Berbandstag. 2. Bortrag des Genossen 2. Bartels über: Die sociale Bedeutung des Submissionswesens für die Bauarbeiter. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. 138/3 Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. General- Versammlung in den Arminhallen", Komman dantenstr. 20 statt, wozu die Herren Vertreter eingeladen werden. Sages Ordnung: 1. Wahl von 3 Borstandsmitgliedern ( Arbeitgeber). 2. Wahl von 1 Vorstandsmitglied( Arbeitnehmer). Die Wahlen müssen nach§ 33 des Statuts für Arbeitgeber und Mitglieber getrennt geführt werden. Hierauf um 8, Uhr: Ausserordentliche 270/8 General- Versammlung sämtlicher Vertreter. Zages Drdnung: 1. Bericht über die TuberkuloseSonferenz. 2. Antrag des Borstandes betreffend die Zeitdauer der Milch lieferung an Arbeitsfähige. 3. Bahl und Bestätigung eines Beamten. 4. Berschiedenes. Der Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.: H. Brüssow, Borfigender. ( E.. 29, Hamburg). Filiale Berlin 7. Ausserordentl. Konferenz der Vertrauensleute des Nordens Sonntag, den 25. Januar 1903, vormittags 10 Uhr, bei Hoffmana, bei Dieke, Mderstraße 123. Zages- Drbnung: Fortsetzung der Diskussion über die geplante Einführung der Krankenunterstügung im Verband. Zahlreichen Besuch erwartet 110/17 Die Ortsverwaltung. Centralverband deutsch. Brauerei- Arbeiter Berlin, Sektion II. Sonntag, den 25. Januar, nachm. 11 Uhr, in Kellers Festfalen, Koppenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse:„ Durch Kampf zum Sieg“. 2. Abrechnung vom IV. Quartal 1902. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 16756 Mein diesjähriger Maskenball findet am 7. Februar statt, wozu Freunde und Bekannte freundlichst einlade. W. Keller, Röpenid ,,, Wilhelmshof". Herrl. bill. Kleinwohnungen Zellestr. 29( am Forckenbeck- Platz). 1 und 2 Zimmer mit Balkon etc. im schönen Neubau. Mistet schnell, da Nachfrage gress. Jedes Wort: 5. Pfennig. Mur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter straße 9, parterre. +37 424L* Pasewalkerstraße 3: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 110/18 1. Kaffen, Jahres- und Geschäftsbericht. 2. Die projektierte Einführung ber Krantenunterstütung im Metallarbeiter- Berband und wie stellen sich die Mitglieder dazu, insbesondere diejenigen, die dem Verbande angehören? 8. Disfuffion. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Ortsverwaltung. 3. A.: E. Warust, Kolbergerstr. 7, II. Humboldt- Akademie Deutscher Holzarbeiter Verband. = Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Stellmacher Karl Lahs am am 21. Januar verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Lazarus Stranfenhause, Bernauerstraße, nach dem St. Pauls- Kirchhofe in Plögensee aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 77/15 Verband d. Tapezierer ( Filiale Berlin). Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Mitglied, der Kollege Joseph Sieglitz am 20. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. b. M., nachm. 2, Uhr, b. Elifabeth- Krankenhaus, LützowStraße 24/26, aus nach dem neuen Apostel- Stirchhof in der Magftrage in Schöneberg statt. Um rege Beteiligung erfucht 177/3 Die Ortsverwaltung. Hierdurch allen Berwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unfer lieber Sohn und Bruder, der Schriftfeher 16825 Edmund Lupke in Begleitung seines Freundes Hermann Herwagen auf der Eisfour nach Leupit im Teupiger See ertrunken ift. Die Beerdigung wird später nach Auffindung der Leiche bekannt gegeben. Die trauernden Hinterbliebenen Adolf Lupke nebst Frau. Gustav Lupte u. Mag Lupfe. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, fowie sämtlichen Stollegen meines lieben Mannes, unfres guten Baters, des Dachbeders Karl Gross, insbesondre den Kollegen der Filiale 3, welche meinen Mann zu seiner legteit Ruhe geleitet und getragen haben, fagen wir hiermit unsern innigsten Dank. Die tiefbetrübte Witwe nebst Kindern. Danksagung. 16895 Lehrstätte NO. Königstadt. Eröffnung morgen Sonnabend präc. 7, Uhr abends im Realgymnasium, Für die liebevolle Teilnahme bei Elisabethstr. 57/58. Fünf volks- der Beerdigung meines lieben Mannes tümliche Vortragsreihen 6stündig, fage allen Freunden und Stollegen soHörgebühr 50 Pf.( die Reihe über vie den Serren Chefs meinen herzRich. Wagner 1 M.) Der erste liften Dank. Bre. Klara Friedrich. Vortrag jeder Reihe ist frei. Programme gratis im Bureau Th. Fröhlichs Buchh., Landsbergerstrasse 32. 420L Radeberger Exportbier- Brauerei Wir beginnen mit dem Ausstoß unfres Abteilung Pichelsdorf. Bockbieres in Fassern und Flaschen Sonnabend, den 24. Januar a. c. Gefällige Bestellungen auf Lieferung desselben in Fäffern erbitten nach Alt- Moabit 60, in Flaschen nach Kaiserin Augusta- Allee 15/16. Ebenso empfehlen wir unser Lagerbier, hell Versandbier, nach Münchener Art Märzenbler, nach Pilsener Art 4192* in Fässern und Flaschen. Kleine Anzeigen. Betten verkauft umständehalber spottbillig Sühn, Richthofenstraße 13, II. Herrschaftsbetten, Stand 23 Mart. Hamburger, Spandauer Brüde 1b. 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Worten der Aus den Kreisen der städtischen Arbeiter wird uns hierzu ge- monatlich 55 M.; 3. einen Ranglisten im Alter von ca. 40 Jahren schrieben: Man weiß wirklich nicht, was man mehr bewundern soll, mit monatlich 50 M.; 4. einen dritten Ranglisten, ca. 19 Jahre alt, die feitens der Deputation vorgenommene eingehende Prüfung mit monatlich 35 M. befolde; ferner, daß er einem sogenannten Zur Lokal- Liste! Das Lokal Ton- Halle", Friedrichstr. 112 diefer eigentlich selbstverständlichen Forderungen, oder aber die Zu- Lehrling 10 M. pro Monat zahle und demselben eine nach mehrfünfter Streis steht von jetzt ab der Arbeiterschaft zu Versamum- geständnisse, die den städtischen Arbeitern gemacht werden. Ein Jahr monatlicher Thätigkeit nachgesuchte Gehaltserhöhung verweigert habe. lungen 2c. zur Verfügung. Der Rauchklub„ Blaue Wolke", welcher zwei Monate und acht Tage waren nötig, um in nichtssagenden An der Hand von Arbeitsbüchern, die die Schreiber führen am Sonnabend, 31. Januar, in den Festfälen des Eity Hotels, Bunft 1 ist in Aussicht genommen; Punkt 2 abgelehnt, täglich 55 Seiten geschrieben, also wenn man 50 Pf. täglich für Bittichrift" folgende Erwiderung zu geben: mußten, war ausgerechnet, daß der eine Stanzlist im Durchschnitt Dresdenerstr. 52, einen Maskenball veranstaltet, versucht in Arbeiter- weil der Stundenlohn erhöht(?) worden ist; Punkt 8 und 4 wird Auslagen an Schreibmaterialien usw. in Abzug bringt, dem Rechtsfreisen Billets abzusetzen. Wir ersuchen diejenigen, wo Billets an> geboten werden, dieselben zurückzuweisen, da das betreffende Lokal ur eit beraten und später zur Entscheidung gebracht; Punkt 5 anwalt 2cwinski täglich 5 m. bar verdient habe, hiervon aber der der Arbeiterschaft zu Versammlungen zc. nicht zur Verfügung steht. Arbeiter die Beantwortung ihrer aufdringlichen Wünsche und damit ist Lewinsti ca. 3 M. täglich einstecke, sowie daß der mit 10 M. pro bewilligt und Punkt 6 erledigt. So, mun haben die Steindepot- Schreiber nur ca. 2. täglich erhalte, während Rechtsanwalt die Angelegenheit für die Deputation erledigt. Es läßt diesen Herren Monat entlohnte Lehrling dem Rechtsanwalt Levinsti neben der Wilmersdorf. Die Barteigenossen werden ersucht, sich Freitag ziemlich falt, ob die Forderungen berechtigt sind oder nicht. Es durch Attenheften und Botengänge geleisteten Arbeit monatlich abend 7 Uhr zahlreich bei Witte, Berlinerstr. 40, zur Flugblatt genügt, wenn sie bei ihren Beratungen die Angelegenheit nach ca. 80 M. an Schreibgebühren verdient habe. verteilung einzufinden. Schema F. entscheiden können. Geradezu klassisch ist der Hinweis Es war ferner behauptet worden, daß Rechtsantvalt Lewinsli Köpenick. Heute abend findet Flugblattverbreitung auf die Erhöhung des Stundenlohnes, un die Ablehnung des Wochen- die um 7 Uhr abends beendigte neunstündige Arbeitszeit seiner Anstatt. Genossen, welche helfen wollen, werden ersucht, sich bei den lohnes zu beschönigen. Die Arbeiter verlangten ja gerade einen gestellten willkürlich ausdehne und daß die Angestellten meist bis Bezirksführern zu melden oder um 7 Uhr bei Stippekohl zu er- festen, wenn auch ganz bescheidenen Wochenlohn, um eine einiger- 9 Uhr, oft aber auch bis 10 Uhr nachts arbeiten müßten, ohne daß fcheinen. maßen fichere materielle Position zu behaupten, während bei dem die Ueberstunden bezahlt werden, komme aber ein Angestellter einmal Stundenlohn von 35 Pf. im Winter sich ein Verdienst von 3,15 M. etwas unpünitlich, so erkläre Rechtsanwalt Lewinski: Sie sollen ergiebt, und zwar, weil man die Leute 9 Stunden arbeiten lägt und einmal sehen, wo der Zimmermann das Loch gelaffen hat. ihnen auch nur 9 Stunden bezahlt. Wie soll es eine Familie ermöglichen, von 18,90 m.( wovon noch das Kassengeld in Abzug gebracht wird) zu leben? Mit dem Sommerurlaub liegt es ähnlich Nur wenigen alten Leuten ist die Vergünstigung gewährt; die fibrigen Arbeiter werden die zehnjährige ununterbrochene Arbeitszeit wohl nie erreichen, weil ja faft alle im inter aussetzen müssen. Rieder- Schöneweide. Der Wahlverein hält Sonnabendabend 81%, Uhr feine Vereinsversammlung ab, in der jeder Parteigenoffe zu erscheinen hat. Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. worden: Bolizeiliche Komplimentiervorschriften. " " Im Anschluß daran war in jenem Artikel von einem schreienden Mißberhältnis zwischen Leistung und Entlohnung", von„ Lehrlingszüchterei", einem lukrativen Geschäft" usw. gesprochen und dem Rechtsanwalt Lewinski zum Vorwurf gemacht, daß er sich ca. zwei Drittel des Verdienstes seiner Angestellten aneigne" und in feine weiten Taschen gleiten laffe", ohne Rücksicht darauf, ob der Angesiellte mit dem ihm überlassenen Drittel seine Eristenz fristen könne. Die gestrige Sigung brachte den Stadtverordneten endlich die Die Beweisaufnahme ergab nun nicht nur die. Richtigkeit der für die vorige wie für die vorvorige Sigung vergeblich erhoffte vorstehenden thatsächlichen Angaben, es stellte sich auch noch ferner Einführung des neuen Bürgermeisters. Nachdem Sehr hübsche Vorschriften über ihr Verhalten dem Publikum heraus, daß die Angestellten Lewinstis auch noch Sonntagsarbeit Herrn Regierungsrat Dr. Stei des Entlassung aus dem Staatsdienst gegenüber sind soeben den Polizeibeamten in Frankfurt a. D. gemacht leisten mußten, ohne hierfür Ertrabezahlung zu erhalten, sowie daß rich so lange verzögert hatte, ist sie schließlich fast über Hals über Lewinsti feinen eignen Angaben nach jährlich ca. 11 000 m. ReinKopf verfügt worden, um die Einführung noch für gestern zu Der Polizist soll danach im dienstlichen Verkehr mit den verdinst habe, also sehr wohl in der Lage war, seinen Angestellten Civilisten jeder Zeit eine ruhige und besonnene Haltung bewahren, eine angemessene Bezahlung zu gewähren. rmöglichen. Stadtverordneten- Versammlung und Magistrat hatten sich aller unnötigen Beläftigungen des Publifums enthalten und Der Vorsitzende des Gerichts, Landgerichtsdirektor Opik, hob mun erst im letzten Augenblid noch durch Rohrpoftfarte davon in feine Aufgabe zunächst durch höfliche, bestimmte Vorstellung in der Urteilsbegründung ausdrücklich hervor, daß der Beweis der Kenntnis gesetzt werden können, daß die Einführung diesmal erfolgen und Aufforderung erfüllen fuchen. Ale herrischen Wahrheit bezüglich der in jenem Artikel behaupteten Thatsachen jolle. Der mit Spannung erwartete Aft begann um 6 Uhr, nachdem und verleßenden Ausdrücke oder gar Schimpfworte find unbedingt boll erbracht sei, trenn auch die Berechnung des Profits, den die Versammlung vorher noch rasch eine Reihe univichtiger Vorzu vermeiden. Bei Verhaftungen und Festnahmen hat der Beamte Rechtsanwalt Lewinski aus seinen Schreibern herausschlage, vielleicht agen ohne Debatte abgethan hatte. Der neue Bürgermeister erregte mit besonderer Kaltblütigkeit und Umsicht zu verfahren. Er hat sich nicht ganz zutreffend fei, er betonte, daß lediglich der Ausdruck: gegenwärtig zu halten, daß er im Begriff steht, einer Person die Rechtsanwalt Lewinsfi eigne sich zwei Drittel des Verdienstes seiner vei seinem Eintritt in den Saal durch die jugendliche Frische seines Aussehens bei einem Teile der Stadtverordneten und mehr noch bei perfönliche Freiheit zu entziehen, und daß ihm die Pflicht obliegt, Angestellten an, um denselben in seinen weiten Taschen verschwinden jede festgenommene Person mit der ihren Verhältniffen ges zu lassen", als beleidigend anzusehen sei und deshalb auf Grund des den Besuchern der Tribüne einiges Aufsehen. Oberbürgermeister bührenden Rücksicht zu behandeln. Der Beamte darf zur n-$ 185 Sir.-G.-B. wegen formaler Beleidigung Bestrafung erfolgen Kirschner im Schmude seiner Orden begrüßte Herrn Reide in wendung von Zwangsmaßregeln nur dann übergehen, wenn müsse. Bei der Abmessung des Strafmaßes fei aber zu berück feierlicher Rede, die mehr lang als inhaltreich war. Die lange jedes andre Mittel fich als erfolglos und unzureichend er sichtigen, daß die von mir durch den Artikel verfolgte Absicht, die Dauernde Bürgermeisterkrisis streifte er, aber er hob nur hervor, wiesen hat, fich der Waffe hierbei mir bei thätlicher Widerstands- Arbeits- und Lohnverhältnisse im Berufe zu bessern, durchaus als daß sie den übrigen Mitgliedern des Magistrats Mehrarbeit ber leistung bedienen und sich niemals zu Thätlichkeiten oder Miz berechtigt anzuerkennen fei, da die Zustände, wie durch die Verursacht hat. Etwas deutlicher wurde Stadtverordneten- Vorsteher handlungen hinreißen lassen, wenn der geleistete Widerstand handlung erwiesen, wirklich verbesserungsbedürftig seien. Wenn ich Langerhans, der die Hoffnung aussprach, der neue Bürger gebrochen ist. Die Polizeibeamten haben alle Anfragen von das Maß der zulässigen Stritit überschritten und beleidigende Ausmeister werde mithelfen, das Selbstverwaltungsrecht der seiten des Publikume taftvoll und höflich zu beantworten und drüde gebraucht habe, fo sei dies doch in berechtigter Entrüstung über nach ihrem Vermögen und, soweit es zulässig ist, Auskunft zu anerkannt werden, daß durchaus anerkennenswerte gute Absichten die traurigen Zustände im Bureau Lewinski geschehen und es müßte Stadt Berlin zu verteidigen. Herr Langerhans dankte zugleich dem Oberbürgermeister für die Mühen, die er in der bürgermeisterlosen Auch für Berlin bestehen seit langem Vorschriften über die mich dabei geleitet hätten und ich für eine gute und gerechte Sache Zeit auf sich genommen habe. Die Mehrzahl der Stadtverordneten Ilmgangsformen, welche die Schugmannschaft im Verkehr mit dem fämpfe. flatschte Beifall und Herr Kirschner durfte durch Verneigen seines Publikum zu üben hat. Nach einem Tagesbefehl vom 6. Mai 1889 verjagen zu müssen, weil ich nicht eigne Interessen vertreten habe. Den Schutz des§ 193 Str.-G.-B. glaubie der Gerichtshof mir stolzen Hauptes für die ihm bereitete Ovation danken. haben die Schuhmannsposten dem hilfsbedürftigen Bublifum Schuß zu gewähren. Die Pflicht, dem Publikum freundlich und höflich Die Verurteilung des Herrn Dr. Bachler erfolgte nicht wegen Die Versammlung nahm ihre Geschäfte wieder auf und ver- entgegen zu treten, ist den Schusleuten verschiedentlich, u. a. durch Abbruck der thatsächlichen Angaben aus dem Artikel des„ Bureauhandelte über eine erneut vom Magistrat eingebrachte Vorlage be- Tagesbefehle vom 22. April 1874, 15. Ottober 1875, 31. Juli 1876, Angestellten", sondern weil Rechtsanwalt Lewinski in der Staatstreffend die Aenderung der Besoldungsordnung für 15. Juni 1881 usw. eingeschärft worden. Ein Tagesbefehl vom bürger- Beitung als" Bolfsausbeuter und Wucherer" bezeichnet war. die Lehrer der höheren Schulen und die Erhöhung 80. Ottober 1894 besagt weiter ausdrücklich, daß die Behörden dem Neber bedeutsame Reformen zu Gunsten der Bostbeamten wird des Schulgeldes an diesen Anstalten. Die Mehrheit Publikum gegenüber Höflichkeitsformeln gebrauchen follen. Nach berichtet: Die Auszeichnungen, wie sie vom Kaiser kurz vor Weihder Versammlung hatte vor Monaten sich gegen die Schulgeld einer Verfügung vom 28. April 1882 haben die Reviervorstände nachten den Unterbeamten der Reichs- Post- und Telegraphen- Vererhöhung erklärt. Die socialdemokratische Fraktion hatte damals der Beschwerden des befferen( 2) Bublikums eingehend zu unterfuchen; waltung verliehen worden find, find jest bis auf vereinzelte AusErhöhung für die Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen zu- Publikums nicht zurückgewiesen, sondern sachgemäß bearbeitet weiter Berlin handelt es sich uni rund 6100 fest angestellte Unterbeamte, ein Tagesbefehl vom 12. Oftober 1892 befagt, daß Eingaben des nahmen vollständig durchgeführt. Im Ober Postdirektionsbezirk gestimmt, fie aber für die Realschulen verworfen. Auf denselben gegeben werden sollen. von denen etwa 2000 das Prädikat Ober verlichen worden ist. Den Standpunkt hat sich nun der Magistrat in seiner neuen Vorlage gestellt. Diese und andre Vorschriften haben nicht zu verhindern ver- Titel Ober- Postschaffner, Ober- Briefträger oder Ober- Leitungs- AufStadtv. Preuß( Neue Linke) wollte an den früheren Beschlüssen fest- mocht, daß Beamte das Bubitum in zuweilen unmenschlicher Weise seher haben die Beamten in gehobener Dienststellung erhalten, soweit gehalten wissen und versprach sich viel von Verweisung der An- mißhandelten, so gut die Vorschriften an sich auch gemeint sein diese Unterbeamten in ihrer Stellung bestätigt sind. Es ist in Ausgelegenheit an eine gemischte Deputation. Er verbreitete sich übrigens mochten. Sie wurden durch andre Befe, e und durch die Ver- ficht genommen, denselben Titel auch bewährten Unterbeamten in mehr über die Gehaltsfrage als über die Schulgeldfrage. Auf teidigung, die energischen" Sicherheitsbeamten von hoher Stelle nicht gehobener Stellung nach Vollendung einer längeren tadelfreien Testere ging näher unser Genofie Stadtv. Singer ein, der die aus zu teil wurde, wirkungslos gemacht. Wir erinnern mur an Dienstzeit zu verleihen. Für diese Zeit hat das Reichspostamt einen Erklärung abgab, daß die socialdemokratische Fraktion aus wohlschaft im Abgeordnetenhause gehalten worden sind, an den Redeschen beamte mit dem Prädikat Ober haben den Stern und die bierfache verschiedene Neben, die von Ministern zum Ruhm der Schuhmann- Dienst von 35 Jahren in Aussicht genommen. Sämtliche Untererwogenen Gründen auf ihrem früher eingenommenen Stand- Schießerlaß und nicht minder an die bekannten Schuhmanns- Schleife am Stragen erhalten, wie sie schon früher üblich war. Ganz punkt beharrt. Nach weiterer Erörterung, in der noch Herr begnadigungen, über die selbst ein fo regierungstrenes unabhängig davon sind die neu eingeführten goldenen Schulter- PlattWallach Gelegenheit fand, fich auch in dieser Frage wieder Blatt wie der„ Reichsbote" sich in Ausdrücken schärffter schnüre. Diese werden den etatsmäßig angestellten Unterbeamten als echter Hausagrarier zu bewähren, wurde die Vorlage einem Mißbilligung geäußert hat. Desgleichen müssen die Auf bei tadelfreier Führung nach einer Gesamtdienstzeit von 15 Jahren Ausschuß übergeben. gaben, die der Schutzmannschaft im Stampfe gegen die Social- verliehen. Hat der Dienst nicht während der ganzen Zeit bei der erteilen. waren. 5. usw. usw. Den Historikern späterer Geschlechter werden diese verschiedenen Hebungen, Sterne, Schleifen und Plattschnüre wertvolles Material zur Beurteilung des Staates der Socialreform bieten. Geheizte Markthallen. Die Allgemeine Fleischer Zeitung" bea " Es folgte die Schularzt- Vorlage und der hierher ge- demokratie und die organisierte Arbeiterschaft zugemutet werden, Reichspost- und Telegraphenverivaltung stattgefunden, so müssen die hörige Antrag der socialdemokratischen Frattion. ungünstig auf die Beamten einwirken. Ein Polizeibeamter, der letzten fünf Jahre in der Stellung als vollbeschäftigter Post- oder Die Besprechung eröffnete unser Genosse Stadtv. Bernstein, gegen Streikposten in der bekannten Weise vorgehen und es für löb- Telegraphen- Unterbeamter zugebracht fein. Die Schulter= Platider an die bisherige Dürftigkeit der schulhygienischen Leistungen tann auch sonst im Verkehr mit dem Publikum leicht zu der Ueberlich halten muß, socialdemokratische Redakteure befpigeln zu lassen, schnüre werden am Dienstrod und an der Sommerlitetka getragen Berlins erinnerte und den Plan des Magistrats, für mehr als zeugung fomnien, daß Forsche eine gern gesehene Eigenschaft ist. 260 Schulen nur 30 Aerzte anzustellen, als einen völlig Es bedarf also andrer Maßnahmen als die üblichen Tages unzureichenden, geradezu läglichen Notbehelf nachwies. Auf frei- befehle, um die Polizei- Organe in einem den berechtigten Forde sinniger Seite machte man große Augen, als Bernstein zeigte, was rungen der Deffentlichkeit entsprechenden Sinne zu erziehen, Achtuhrschluß in der Nähmaschinenbranche. Aus den Kreisen der alles ein Schjularzt zu thun habe. Der Antrag unsrer Genossen Nähmaschinenhändler war bekanntlich beim Polizeipräsidium der fordert bekanntlich für jede Schule einen besonderen Die Sterblichkeit ist in Berlin in den eben zu Ende gegangenen Antrag gestellt worden, die offenen Verkaufsstellen dieses Zweiges Arzt, und in der That ist nur unter dieser Voraussetzung Ersprieß- Jahre 1902 so gering gewesen, daß diesmal die Zahl der Sterbes in der Zeit von 8 Uhr abends bis 7 Uhr morgens im Bereich des liches von der Thätigkeit der Schulärzte zu erwarten. Der Magistrats- fälle um mehr als 3000 hinter derjenigen des vorhergehenden Jahres Landespolizeibezirks Berlin zu schließen. Zwede Annäherung der vertreter Stadtschulrat Gerstenberg wandte fich gegen etwaige Nachmeldungen nur noch um einzelne Fälle vervollständigen inhaber beim Polizeipräsidium aufgestellt worden. Die Liste kamm zurückbleibt. Nach den eingegangenen Meldungen, die fich durch beteiligten Intereffenten ist eine Liste der beteiligten Geschäftsdiese Forderung mit ziemlich nichtssagenden Ausführungen. Bei fönnen, sind im Jahre 1902 hier nur wenig über 30 700 Sterbe- vom 1. bis zum 14. Februar im Bureau des Gewerbekommissariats 260 Aerzten fei die Einheitlichkeit der Verwaltung erschwert das fälle( ohne die Totgeburten) borgekommen, während im Krausenstr. 20 von jedermann eingesehen werden. Einsprüche gegen war der Haupteinwand, den er vorbrachte. Die Debatte endete, Jahre 1901 rund 34 100 Sterbefälle( ohne die Totgeburten) die Richtigkeit und Bollständigkeit der Liste können von den benachdem von der„ Neuen Linken" Herr Kreitling gesprochen, mit gemeldet worden Das bedeutet eine Verminderung teiligten Geschäftsinhabern bis zum 14. Februar werftäglich von Ueberweisung an einen Ausschuß. der Sterbefälle von rund 18 pro 1000 Personen der durch 0-11 Uhr vormittags angebracht werden. Spätere Einsprüche schnittlichen Bevölkerung auf rund 16 pro 1000( immer ohne bleiben unberücksichtigt. die Totgeburten). Dieses außerordentliche Ergebnis ist hauptsächlich zu ftande gekommen durch den beträchtlichen Rückgang der Kinder it erblich feit, den uns das legte Jahr mit feiner geringeren richtet: Auf Veranlassung des Magistrats besichtigten gestern der Geburtenhäufigkeit und seinem fühleren Sommer gebracht hat. Im Marithallen Direktor Graue und das Mitglied der MarkthallenJahre 1901 waren hier über 11 300 Kinder des ersten Lebensjahres Deputation, Stadtverordneter Fasquel die Markthalle in Hannover, gestorben, im Jahre 1902 starben Inapp 9000 Stinder dieses Alters, um die dortige Heizungseinrichtung, die sich durchaus bewährt hat, Der Unterschieb war am stärksten in den Monaten Juli und August, zu besichtigen. Die Hannoversche Heizungsanlage hat sie durchaus aus denen im Jahre 1901 zufammen 3586, im Jahre 1902 zusammen befriedigt. Während im Freien das Thermometer- 12 Grad zeigte, Nach eingehender Prüfung der einzelnen Punkte der von nur 1521 Sterbefälle von Kindern des ersten Lebensjahres zur war die Temperatur in der Halle auf 0 Grad heruntergegangen Man wird nach dieser Erfahrung auch in Berlin nicht länger der den städtischen Steindepot- Arbeitern eingereichten Bittschrift find Meldung kamen. Erwärmung der Hallen einfach ablehnend gegenüberstehen können, wir jetzt in der Lage, diese im Einverständnis mit dem Magistrat Sur Lage der Bureau- Angestellten. In den Nummern 14 und fondern zunächst wenigstens eine Markthalle verfuchsweise zu wärmen wie folgt zu beantworten: 1. Die Einführung einer wöchentlichen 17 unfres Blattes beschäftigten wir uns mit einer Gerichtsverhand fich entschließen müssen. Die Markthallen Deputation wird vorausLohnauszahlung ist in Aussicht genommen. 2. Die Frage lung gegen den Redakteur der Bureau- Angestellten, G. Bauer, und fichtlich eine solche Probe befürworten. der festen Wochenlöhne ist bereits durch den Magistrat allgemein den Nebafteur der Staatsbürger- Zeitung", Dr. Bachler. dahin geregelt worden, daß statt fester Wochenlöhne der Stunden in einigen Punkten ungenaue Bericht wird durch eine Zuschrift, die Die Wildenten haben sich auf der Spree fowie deren Kanäle Tohn auf 35 f. erhöht worden ist. 3.- 4. Die Frage der uns von Herrn Bauer zugeht, wesentlich ergänzt. Es heißt in diesem und andren mehr oder minder kleinen Wasserläufen in letzter Zeit Errichtung eines Arbeitsnachweises und eines Arbeiterausschusses Schreiben: außergewöhnlich vermehrt. Wie groß ihre Verbreitung innerhalb Magistratskommission bors Nach den von Herrn Landgerichtsdirektor Opis publizierten Ur- und außer der Peripherie Berlins ist, sieht man zumeist an frostberaten und später gur Entscheidung gebracht werden. teilsgründen hat das Gericht im Gegenteil den Wahrheitsbeweis als reichen Tagen, wo das Wasser zu Eis erstarrt ist. Ueberall Hocken 5. Der Sommerurlaub ist bereits durch Verf. der B. II. vom vollständig gelungen bezeichnet. Der Sachverhalt ist kurz folgender: die vielfach prächtig gefiederten Tierchen auf dem Gife umher, sehn17. September 1902 bewilligt worden nach zehnjähriger Dienst In dem von dem Centralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands füchtig auf das Ufergelände schauend, wo zahlreiche Tierfreunde fast zeit bis zu einer Woche. 6. Die Angelegenheit des Lohuzufchuffes herausgegebenen Fachblatt" Der Bureau- Angestellte" war ein Ars zu jeder Tageszeit die hungrigen zutraulichen Geschöpfe nach in Krankheitsfällen ist ebenfalls bereits durch mehrere Bertitel veröffentlicht, in dem an den im Bureau des Rechtsanwalts Kräften zu füttern trachten. Oft geschieht es auch, daß einzelne fügungen dahin geregelt, daß den länger als ein Jahr Adolf Lewinski herrschenden Lohn- und Arbeitsbedingungen Wildenten plößlich, von Hunger getrieben, aufsteigen, um auf im Dienste der Stadt Beschäftigten der um das Krankengeld ver nachgewiesen wurde, wie tieftraurig die Berufsverhältnisse der irgend einer dem Waffer benachbarten öffentlichen gärtnerischen Kürzte Lohn bis zur Dauer von sechs Wochen, den andren nur bis Bureau- Angestellten sind. So war unter anderm behauptet, daß Anlage Nahrung zu erwarten. Kürzlich bot der Lustgarten einen auf vier Wochen weitergezahlt wird. Wir ersuchen Sie, den Be- Lewinski 1. feinem Registrator ein Monatsgehalt in Höhe von 50 M. derartig idyllischen Anblid. Eine prächtig gefiederte Ente entstieg teiligten von diesem Bescheide Kenntnis zu geben." zahle: 2. einen Kanglisten, verheiratet, Vater von 3 Kindern, mit der benachbarten zugefrorenen Sprec, ließ sich in der Nähe des Socialpolitik im roten Hause". Beranlaßt durch ihre schlechte materielle Lage wandten sich die organisierten Arbeiter der städtischen Steindepots am 11. November 1901 an die städtische Bau- Deputation und baten um cine beffere Ausgestaltung ihres Arbeitsverhältnisses. Jest nun nach einer Frist von einem Jahr, zwei Monaten und acht Tagen erhielten die Betreffenden folgende recht erfreuliche Antwort: wird zur Zeit in einer Museums in den Anlagen zwischen zwei großen Lebensbäumen| dem Karpfenteich, den der Besitzer Herr Bauer als Mitglied feinen| In Altenburg ist gestern, wie uns ein Privat- Telegramm nieder und harrte der Gaben Vorübergehender. Die zahlreichen Vereinsgenossen liebenswürdig zur Verfügung gestellt hatte. Für meldet, der Bahnhofsvorsteher Schubert wegen bedeutender Passanten des Lustgartens bildeten bald eine dichte Reihe, und von Nicht- Schlittschuhläufer standen gratis Schlitten bereit und zwischen im Amte begangener Unterschlagungen verhaftet worden. Der bielen Seiten wurden dem Tierchen Kuchen, Schrippen und auch 5 und 6 Uhr war Kaffeepause. Fall erregt am Orte großes Aufsehen. Stullenreste zugeworfen. Eifrig hieb die Wildente in das Dar- Diese Einleitung des Beobachtungsabends stärkte Herz und gebotene ein. Nach erfolgter Sättigung hob sie fich empor und nahm Gemit zu frischer geistiger Thätigkeit, und als bald nach 8 Uhr Mittwochnacht auf der Great Northern- Bahn ein Arbeiterzug mit Eisenbahnunglück. Bei Chiwaufum im Staate Washington stieß ihren alten Stand auf dem zugefrorenen Wasserlauf wieder ein. Herr Oberingenieur Remané über neuere elektrische Lichtarten sprach einem Dampfschneepflug zusammen. Dabei wurden 12 Personen geGedenket also auch der hungernden Berliner Wildenten! und besonders die Osmiumlampe berücksichtigte, fand dieser von tötet und 12 verletzt. zahlreichen Experimenten unterstützte Vortrag eine aufmerksame und Sternwarten- Museum gemachte Geschenke vorgezeigt; es befand sich daß die neue Gewohnheit," Cigarettenrauch einzuatmen, schneller verständnisvolle Zuhörerschaft. Dann wurden verschiedene dem Eine gefährliche Raucherunfitte. Es ist keine Uebertreibung, darunter ein alter Mondglobus, ein Meteorstein und eine Sanduhr. schreibt ein Mitarbeiter von„ Chamber's Journal", wenn man sagt, In später Stunde aber trat der Riesenrefraktor in Wirksamkeit und eine starke Gewalt auf die Leute, die ihr nachgehen, ausübt als offenbarte denen, die vor der Kälte keine Furcht hatten, die Herrlich- Sinne ist. Diese Gewohnheit ist während der lezten paar Jahre irgend eine andre Gewohnheit. deren Zweck die Befriedignug der feiten des Orionnebels. So endigte, was im fröhlichen Getümmel in England aufgekommen, aber sicherlich wird sie nach wenigen begonnen, weihevoll im Dienste der erhabensten aller Wissenschaften. Jahren auf die geistige und körperliche Fähigkeit des Volkes sehr Apparate bestellt. i Aus den Nachbarorten. 12 Die Verkehrszustände in der Dirksen-, Roch- und Kaiser Wilhelmstraße werden, wie ein Berichterstatter meldet, von Tag zu Tag unhaltbarer, und bedürfen dringend der Abhilfe. Hunderte von Wagen halten von 5-10 Uhr morgens in Doppelreihen die Fahr dämme besetzt, nur einen schmalen Weg offen lassend, der auch noch häufig durch Fleischerwagen, die einen Standplay nicht erlangt haben, gesperrt wird, so daß der gesamte Fuhrverkehr während jener Tagesgesperrt wird, so daß der gesamte Fuhrverkehr während jener Tages stunden in den erwähnten Straßenzügen häufig unterbrochen werden muß. Sind diese Zustände schon unangenehm, so werden sie noch Das Winterquartal der Lehrstätte Nord- Ost( Königstadt) der eingewirkt haben. Von einigen Hundert Menschen, die ich kannte, viel unhaltbarer dadurch, daß auch die Fußgängerpaffage ganz erheb- Humboldt- Akademie wird morgen, Sonnabend, pünktlich 7 Uhr und die sich daran gewöhnt hatten, Cigarettenrauch einzuatmen, licherweise erschwert wird. Hunderte von Fleischergesellen und Ab- abends im Realgymnasium, Elisabethstr. 57/58 eröffnet. An diesem habe ich nur von zweien gehört, die sich mit Erfolg davon frei trägern laufen, blutige Fleischteile schleppend, von der Markthalle Abend beginnen die volkstümlichen Vortragsreihen: 7-8 Uhr machten. Das Einatmen besteht einfach darin, einen Teil des zum Wagen und umgekehrt, zwischen denen sich die Straßenpaffanten Dr. M. Runze. Die religionsphilosophischen Grundgedanken der großen Cigarettenrauches in den Mund zu ziehen und dann tief zu atmen, hindurchschlängeln müssen. Denter, und 8-9 Uhr derfelbe. Die Religionsphilosophen unter wodurch der Rauch in die Lungen geführt wird. Dabei kommen Eisenbahn- Lehrlinge. Die Annahme, Ausbildung und Prüfung den deutschen Dichtern seit Leffing II. 9-10 Uhr Dr. L. Hirsch die Nikotindämpfe in enge Berührung mit dem Nervensystem, und bon Handwerkslehrlingen bei der Staatsbahn Verwaltung regeln berg. Rich. Wagners Musifdramen. Tannhäuser und Rienzi( mit das Ergebnis ist eine fofortige Einwirkung auf das Gehirn in sechs umfangreiche Vorschriften, welche der Minister der öffentlichen gefanglichen Erläuterungen). Der erste Vortrag jeder Reihe ist frei Form einer augenblicklichen Halblähmung, d. h. wenn jemand die Arbeiten mit einem besonderen Erlaß soeben verfügt hat. Vorschriften zugängig; die Hörgebühr für die ganze Bortragsreihe beträgt Gewohnheit noch neu ist. Ich erinnere mich sehr gut an die Erfür die Annahme, Ausbildung und Prüfung der Lehrlinge bestimmen 50 Pf., Einzelfarten 20 Pf., für die Reihe über Musik wegen In- fahrung mit einem achtzehnjährigen jungen Menschen, den man bis ins einzelne das Verfahren. Die Lehrlinge sollen nicht lediglich strumentmiete zc. das Doppelte. Programme werden unentgeltlich in lehrte, zum erstenmal den Rauch einer Cigarette einzuatmen. Gines zu Arbeitern der Eisenbahnwerstätten erzogen werden, sondern Th. Fröhlichs Buchhandlung, Landsbergerstr. 82, ausgegeben, wo Nachmittags überredeten einige Freunde ihr zu dem Versuch, und möglichst vielseitig in ihrem Handwerk ausgebildet werden. Nach auch die Karten erhältlich sind. er gab nach. Fast in demselben Augenblicke fiel er der Länge nach beendigter Lehrzeit ist eine Prüfung vorzunehmen. Der Ausbildungss in einer totähnlichen Ohnmacht auf den Fußboden; er wurde leichenYvette Guilbert ist von der Direktion des Wintergartens blaß und sein Puls ging schwach und unregelmäßig, so daß die Anplan ist auf 4 Jahre berechnet, und von Halbjahr zu Halbjahr genau zu einem Gastspiel im Monat Februar gewonnen worden. Die wesenden eine Zeitlang in großer Furcht schwebten. Natürlich kam festgelegt. Beigegeben ist der Entwurf zu einem Lehrvertrag zwischen Diseuse" erhält 2000 M. für den Abend; eine Erhöhung der Ein- er wieder zu sich. der zuständigen Eisenbahn- Inspektion und dem gefeßlichen Vertreter trittspreise findet jedoch nicht statt. Einen oder zwei Tage später versuchte er das des Lehrlings. 12 Abschnitte enthalten allgemeine Bestimmungen Ginatmen wieder mit einem nicht ganz so schlechten Erfolg, und infür die Annahme und Ausbildung der Handwerkslehrlinge. Für die folge weiterer Versuche ist er jetzt ein Sklave dieser Gewohnheit. Prüfung der Gesellen ist eine eingehende Ordnung erlassen. Dieses überwältigende Gefühl der Ohnmacht wird fast bei jedem Vorgesehen ist eine Arbeitsprobe und eine theoretische Prüfung. Auch ersten Versuch des Einatmens empfunden, und es zeigt, wie start für ein Lehr- und Prüfungszeugnis ist ein Entwurf beigegeben. die Wirkung auf die Nerven ist, die niemals vorher einer solchen Parteigenoffen in den Vororten, seht die Wählerliste nach! Wer Prüfung ausgesetzt waren. Daraus ergiebt sich, daß eine ständige Nach den Vorschriften des Ministers sollen diese ohne Einschränkung nicht in der Liste verzeichnet steht, geht für das laufende Jahr seines ernstliche Schädigung unvermeidlich ist. In der Mehrzahl der Fälle nur dem Schlosser- und dem Dreherhandwerk gelten. Doch soll es den Eisenbahn- Direktionen überlassen bleiben, auch andre Zweige Wahlrechts verlustig! Wähler, die selber feine Zeit haben, die Liste sind die geistigen und körperlichen Folgen des Einatmens von Rauch des Handwerks in mäßigem Umfange heranzuziehen. durchzusehen, wollen sich an den Vorstand der Partei Organisation lich für alle Erkrankungen der Lunge. äußerst beklagenswert, außerdem sind die Betroffenen sehr empfängEin neuer Fahrpreisanzeiger ,, Multinom" soll, mit Genehmigung ihres Ortes wenden! Radfahrerschuh. Kürzlich hat das Reichsgericht einen Mezgerder Polizeibehörde, bei den Berliner Tarametern eingeführt werden. Die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft der Personen- Lohn- be bou Die Gemeindevertretung Groß Lichterfelde hatte sich in ihrer meister für strafbar erachtet, weil er mit seinem Fuhrwert einem fuhrwerks- Jinung hat den Apparat nach eingehender Prüfung für legten Sigung abermals mit dem Nachtrag zur Ordnung betreffend Radfahrer nicht Plaz gemacht, sondern den Radler trotz des von Erhebung einer umfassteuer zu befassen: Bereits im Mai diesem gegebenen Glockenzeichens zum Abspringen gezwungen und zulässig und gut erklärt und mit der Multinom- Gesellschaft einen wurde ein solcher Nachtrag, der bezweckte auch die Zwischengeschäfte" dadurch Veranlassung gegeben hatte, daß der Mann sich Verlegungen Mietsvertrag abgeſchloſſen. Zunächst find 1000 neue Tarameter- bei den Grundstücksverkäufen zu treffen, beſchloſſen. Es wurde aber zuzog. In einer Betrachtung dieses Falles sagt die„ Rh.- Weſtf. die Genehmigung der vorgesetzten Stellen gar nicht erst nachgefucht, Beitung": Um 50 Pfennige hat sich ein Angestellter der städtischen Pfand- nachdem ein von der Gemeindeverwaltung Zehlendorf beschlossener, dem Diese Reichsgerichts- Entscheidung wird in Radfahrerkreisen fammer unglücklich gemacht. Ein Arbeiter B. hatte ein Patet, ent Lichterfelder inhaltlich entsprechender Nachtrag zur Umsatzsteuer- Ordnung gewiß große Befriedigung hervorrufen. viele Unfälle von Radfahrern darauf zurüd haltend 100 Stück Ansichtskarten im Werte von etwa 50 Pf., fich die Bestätigung nicht erhalten hat. Da es sich um formal- juristische daß ſehr von den Glockensignalen der angeeignet, und verkaufte sie in einer Gastwirtschaft. Die Ver- Beanstandung des Nachtrages handelte, wurde beschlossen, denselben zuführen sind, daß Fuhrwerke waltung der Pfandkammer erhielt hiervon Kenntnis, und B., der nunmehr in andrer Fassung zur Bestätigung vorzulegen. Die Fahrer gar keine Notiz nehmen, sondern einfach drauf los fahren. schon über ein Jahr die Vertrauensstellung bekleidete, wurde sofort Beratung über den Brennkalender pro 1903 zeitigte das herkömmliche Durch behördliche Anordnung ist dem Fahrrade der Charakter eines entlassen. Da jedoch die Kriminalpolizei von dem Diebstahl be- Ergebnis, daß die Helligkeit in Groß- Lichterfelde auch für dieses Fuhrwerkes beigelegt; der Radfahrer darf nur den Fahrdamm oder nachrichtigt wurde, erfolgte die Verhaftung des B., und bei einer in Jahr nicht größer wird. Der Punkt Bewilligung einer Ent bestimmt freigegebene Wege benuzen, er ist verpflichtet, sich allen seiner Wohnung vorgenommenen Haussuchung wurde eine goldene fchädigung für den Gerichtsschreiber des Gewerbegerichts soll bei für Fuhrwerte gegebenen Vorschriften zu unterwerfen, muß daher rechts Herren- Taschenuhr vorgefunden, über deren Herkunft sich der Ver- der Beratung des Gemeinde Etats, die nach Mitteilung des ausweichen und links vorfahren, hat Laterne zu führen und ist sogar haftete nicht auszuweisen vermochte. Er behauptet, die Uhr ge- Gemeindevorstehers am 25. Januar vorliegen werde, seine Er- gezwungen, abzusteigen, wenn er einem Fuhrwerk mit scheuen Pferden funden zu haben, eine Angabe, die bei der Behörde feinen Glauben ledigung finden. begegnet. Demgegenüber kann der Radfahrer aber verlangen, findet. daß er von den Fuhrleuten und auch von den Fußgängern für„ boll" Die Einkommensteuerverhältnisse Charlottenburgs. Von den angesehen und daß auch ihm gegenüber streng nach gesetzlicher VorDer Mörder der Witwe Budwig ist jetzt der Frau Helene 20 größten Städten Preußens ist Charlottenburg die zweitreichste. schrift verfahren wird. Das ist nun aber feineswegs immer der Der Mörder der Witwe Budwig ist jetzt der Frau Helene An erster Stelle steht Frankfurt a. M. mit einem Durchschnitts- Fall. Die Fuhrleute sehen in dem Radfahrer im allgemeinen ihren Gütermann in Wlodowa gegenübergestellt worden. Diese erkennt in ihm mit aller Bestimmtheit ihren Bruder Jcid Weber, der als einkommen von 4779 M. pro Steuerzahler, dann kommt Charlotten- natürlichen Feind und weichen oft nicht aus, ja sie bringen den links Knabe von 6 bis 7 Jahren mit den Angehörigen auswanderte, burg mit 4054 M., während Berlin mit nur 2670 M. Durchschnitts- vorfahrenden Radler durch eine Bewegung nach der falschen während sie in Rußland zurückblieb. Da Weber nun schon so lange ist die Zusammensetzung der Bevölkerung Charlottenburgs nicht Stürze einfommen erst an 14. Stelle steht. Troß dieses großen Unterschiedes Richtung manchmal direkt in Lebensgefahr. So manche im Auslande gelebt hat und seinen Verpflichtungen gegen sein in den Chausseegraben sind dadurch schon borHeimatland nicht nachgekommen ist, so wird man ihn wohl faum wesentlich verschieden von der Berlins. Nach dem neuesten Ver- gekommen, und leider steht auch das Publikum recht häufig auf dem noch als russischen Staatsangehörigen betrachten können. Seiner Seiner waltungsbericht waren im Jahre 1901/02 im ganzen 85 809 Censiten Standpunkte, es brauche dem ordnungsmäßig auf dem Fahrdamm Auslieferung stehen daher wohl keine Schwierigkeiten mehr im Wege. 369% ein Einkommen unter 900 M., 33 109 Cenfiten oder 469% 0 Glockenzeichen giebt Der Fahrer kann ja absteigen. Daß dieſe zur Einkommensteuer veranlagt; davon hatten 42 589 Censiten oder daherkommenden Radler nicht auszuweichen, auch wenn dieser das Fran Gütermann ist auch die Nichte Helene, der die ermordete Greifin von dem lieben Besuche schreiben wollte, als plöglich ihre ein Einkommen von 900 bis 3000 M. Also 838 pro Taufend aller Auffaffung irrig ist, beweist wieder einmal die oben angeführte BeCenfiten hatten ein Einkommen unter 3000 m. Hand unter den Mordschlägen ihres Neffen erstarrte. 10 119 Cenfiten, ftrafung. Das Fahrrad ist ein Fuhrwerf und muß als solches auch d. h. 162% hatten ein Einkommen von mehr als 3000 m., und refpeftiert werden, wohl aber soll man den auf verbotenen Wegen Ein Kind erstickt. Gestern morgen um 4 Uhr begab sich der zwar 4700 Cenfiten 70% über 3000-6000 M.; 1907 30% einhersausenden Radfahrern, die ihrerseits eine Gefahr für die Schlosser Eichner aus seiner Wohnung in der Kantstr. 55 zu Char- über 6000-9500 M., 2739 Cenfiten 47% über 9500-30 500 M. Baffanten bilden oder solchen, die die gesetzlichen Vorschriften nicht Tottenburg auf seine Arbeitsstelle. Eine Stunde später verließ feine 674 Cenfiten 2000. über 30 500 bis 100 000 M. und beachten, entgegentreten und sie zur Bestrafung ziehen." Frau mit ihrem 14 Jahre alten Sohn die Wohnung, um Zeitungen 99 Cenfiten 2% über 100 000 m. Ein Einkommen von auszutragen. Ihr anderthalbjähriges Söhnchen Hermann hatte die 400 000 bis 965 000 M. hatten 4 Cenfiten, während im Jahre vorher Frau in einen Kinderwagen in der Küche gelegt, weil hier bereits noch 8 Cenfiten mit einem Einkommen von über 400 000 m. vorein wärmendes Feuer im Herde angemacht war. Unglücklicherweise handen waren, darunter einer mit 1 165 000 m. Einkommen. Dieser fielen brennende Kohlenstücke aus dem Ofen heraus, und es ent- eine Genfit mußte 46 000 M. Steuern zahlen. Bro 1901/02 bewickelten sich so starke Gaſe, daß das Kind, das von niemand be- zifferte sich das Einkommen des reichsten Mannes in Charlottenburg wacht werden konnte, inzwischen den Erstickungstod fand. Wie lange auf„ nur" 965 000 M. mit einem Steuersatz von 38 600 M. Ansollen noch Zustände dauern, unter welchen die Familienmutter, um gesichts dieser Zahlen ist es erklärlich, daß die Vertreter der ersten Brot zu schaffen, ihr Liebstes allein allen Gefahren des Zufalls und zweiten Wählerklasse eine so eifrige Agitation gegen die Erpreisgeben muß? Kann von wirklicher Socialreform die Rede sein, höhung des kommunalen Steuerzuschlags von 97 auf 100 Proz. so lange Mütter auf diese Weise der Ausübung ihrer natürlichen entfalten. Pflichten entzogen werden? = 00 = = D Steht es doch fest, Eingegangene Druckfchriften. Von der Hütte", Zeitschrift für das Volk und seine Jugend( Dresden, von Polenz. Das Die Berlag. Wallfisch) ist soeben das zwanzigste Heft erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Liebe ist ewig. Roman von Wilhelm Winternacht. Gedicht von Gottfried Keller. Christentum. Von J. Stern. Aus der Jugendzeit des Kommunismus. Bon Gustav Jaedh. Das Kind. Gedicht von Friedrich Hebbel. Brügelstrafe. Bon Baul Bröder. Tierfüße. Von X. Y. 8. Der stille See. Märchen von Karl Ewald. Mit zwei Worten. Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer. Waldverwüstung von Fred Hood. Willys Geburtstag. Bon Wilhelm Wahl. Büchertisch. Notizen. Kunstbeilage: Hans Holbein der Jüngere: Porträt der Frau und zweier Kinder von Hans Holbein. -W Briefkaften der Redaktion. Briz. Der Gemeinde- Wählerliste für 1903 ist ein Steuerquantum Bier Zusammenstöße fanden gestern im Straßenbahn- Betriebe von 207 508,95 M. zu Grunde gelegt, welche sich auf 1770 ein statt. Gegen 44 Uhr nachmittags fuhr in der Kurve von der geschriebene Wähler verteilen. Die I. Abteilung umfaßt 14 Wähler Der höchste Königgräger nach der Potsdamerstraße ein Wagen der Charlotten- und endigt mit dem Steuersatz von 1307,01 m. burger Straßenbahn- Linie P gegen einen Motorwagen der Großen Steuerias ist etwa 8000 M. Die II. Wählerklasse umfaßt 148 Wähler Münster. Die betreffende Ziffer bezeichnet eine der im Gebrauch Berliner Straßenbahn der Linie 60. Beide Wagen wurden be- und endigt mit dem Steuersag von 218,56 m. Die III. Wähler- stehenden Maschinen. Glückstrommel. Der genannte Ortsverein gehört zur Gruppe der schädigt, Personen nicht verlegt.- Gegen 4 Uhr nachmittags fuhr flaffe umfaßt 1608 Wähler. Die geringste Steuerleistung sind 4 M. am Lützowplatz ein Möbelwagen gegen den dort an der Endhaltestelle Das Facit ist 1 Wähler I. Klasse 11 Wähler II. Klasse Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften, steht also nicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung. Hiernach werden Sie sich die zweite Frage stehenden Motorwagen 246 der Charlottenburger Straßenbahn- Linie 116 Wähler III. Klaffe. selbst beantworten können. In Rechtsstreitigkeiten, die weder mit dem Lüzowplay- Louiſenplay, wobei die vordere Plattform desStraßenbahn- Der Haß des Centrums gegen eine den modernen Verhältnissen Arbeitsverhältnis noch mit der gewerkschaftlichen Thätigkeit der Mitglieder Wagens eingedrückt wurde. Um 8 Uhr abends fand auf der Char- entsprechende Schule trat in einer Rede zu Tage, die in der etwas zu thun haben, gewährt unsres Wissens kein Verband Rechtsschutz. lottenburger Chauffee in der Nähe des Großen Stern ein Zusammen- Gemeindevertretung von Zehlendorf ein Anhänger der schwarzen nahme des Armenrechts verlieren Sie Ihre politischen Rechte nicht. e. 8. 10. 1. Beide Klagen sind aussichtsvoll. 2. Durch Inanspruch stoß zwischen einem Arbeitswagen und einem Motorivagen der Partei gehalten hat. Es kam in der letzten Sitzung diefer Körper- J. K. 1. Bescheinigung der badischen Staatsangehörigkeit ist erforderlich. Straßenbahnlinie O( Wilmersdorf- Kupfergraben) statt. Der Kutscher schaft die Resolution einer Volksversammlung zur Sprache, die ver- 2. Etwa 1,50 M. 3. Ja, Aufenthaltsbescheinigungen, nicht Führungsattefte, des Arbeitsfuhrwerks Gutknecht wurde vom Bock geschleudert, schiedene Forderungen wie Anstellung von Schulärzten, Einrichtung und nicht über jeden Ort, sondern nur soviele, daß zwischen den einzelnen erlitt jedoch nur leichte Verlegungen. Am Neuen Thor, Ecke einer Badeanstalt, unentgeltlichkeit der Lehrmittel für ärmere Kinder nie volle 10 Jahre liegen. 4. Läßt sich auf Grund Ihrer Angabe nicht entInvalidenstraße fuhr ein Müllivagen der Firma Röhricke gegen den und Aufnahme begabter Volksschüler ins Gymnasium der Gemeinde- scheiden. F. B. Potsdam. Die Uebertragung der Vormundschaft an dort haltenden Motorwagen 2374 der Straßenbahnlinie 51 und vertretung zur Berücksichtigung empfahl. Während der Gemeindevertreter die uneheliche Mutter ist zulässig. 2. K. 1. Nachzufleben ist für Jahr. zertrümmerte den Vorderperron. Personen wurden nicht verletzt. 2. Landes- Versicherungsanstalt Berlin, Klosterstraße." Dr. Sachse für diese an andern Orten längst eingeführten Einrichtungen Ein Straßenbrand verursachte Donnerstagnachmittag gegen 1 Uhr eintrat, donnerte ein Herr Nientämper mächtig gegen die bestimmen haben in erster Linie die Mutter, dann Sie, Der Vater hat einen großen Menschenauflauf in der Hollmannstraße, Ecke der Socialdemokratie und ihre Bestrebungen. Diese Partei zerstöre die nichts zu sagen. 2. Die Beigerung der Mutter tommt nicht in Betracht. Lindenstraße. Hier wurden Ausbesserungen des Straßendammes Familie, verlange die Kindererziehung auf Kosten des Staates und A. B. 100. 1. Sie müssen abholen. 2. Nein. vorgenommen. Bei dieser Gelegenheit war nun Teer übergekocht ähnliche Greuel. Der fromme Katholik erklärte sich sodann energisch Bolizeiftrafen find nicht anzugeben, wohl aber gerichtliche. und hatte den ganzen Straßenzug in dichten Rauch gehüllt. Von egen die Errichtung einer Bade- Anstalt in der Schule, andern- 1. Der Nachbar ist, wenn ihm ein Verschulden zur Last fällt, schadensersakden zahlreichen Passanten, die sich dies nicht erklären konnten und falls täme man noch dazu, von der Gemeinde für die Schüler pflichtig. 2. Solcher Gründe sind unendlich viele. ein größeres Feuer vermuteten, eilten einige nach verschiedenen warmes Mittagbrot und eine Schlafstelle zu verlangen, und wenn.. 17. Wenn die Glode durch Unvorsichtigkeit des Mädchens zerbrochen ist, so muß das Mädchen den Schaden ersehen. Feuermeldern und alarmierten die Feuerwehr. Diese rückte infolge- diese Schrecken Wirklichkeit geworden, sei der socialistische Staat unterschrift. Die Pflicht zur polizeilichen Unmeldung und zur Entrichtung Seffen auch in großer Stärke an. Die Löschzüge konnten indes nach fertig und der Untergang der Welt besiegelt. Leider befißt die Gemeindevertretung noch fein socialdemowenigen Minuten wieder abrücken, da die Gefahr durch Aufwerfen fratisches Mitglied, so daß dem Manne, der in dem Fortbestehen der von Sand gleich beseitigt werden konnte. Ungerechtigkeit von heute verblendet das christliche Ideal sieht, die rechte Antwort nicht zu teil werden konnte. Vermischtes. muß trozdem zahlen. Der Vormund mag flagen. A. Th. 100. Er E. W. 100. 1. Zu 3. Ja. P. S. 10. R. K. 1304. G. N. 100. 50 f. Ohne Chiffre und der Gewerbesteuer besteht für Zigeuner genau wie für andre Sterbliche. Witterungsübersicht vom 22. Januar 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Wind771 60 772 ED Bunzip Windſtärke Better Temp. n. E. 5° C. 4° R. Stationen Barometer. Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. bot=||| -10 -13 7 Ein Abend in Treptow. Nicht vom Eierhäuschen soll heute die Rede sein, sondern von der Wissenschaft, der hehren. Unfre Leser brauchen darum nicht zu erschrecken. Längst sind die Zeiten vorbei, wo die Priester der„ Urania" stets auf Wolkenhöhen thronten und durch die Langweiligkeit ihrer Wissenschaft den profanen Plebs von der Schwelle zu bannen suchten. Ein Blick auf die Veranstaltungen 2wollig Kommerzienrat Naumann, der Chef der bekannten Fahrradwerke Swinemde. 772 SED 2wolfent- 13 aparanda 779 SD 1 bedeckt-6 Petersburg 771 N 1 bedeckt des Vereins von Freunden der Treptow- Sternwarte zeigt, daß die von Seidel u. Naumann, ist, wie uns ein Privat Telegramm hamburg Berlin 1 molfent- 11 Cort 4 Regen Himmlischen in jeder Hinsicht umgängliche Leute sind und irdisches aus Dresden meldet, am Donnerstag dort gestorben. Kommerzien Frank./M. 771 050 2wollig-6 Aberdeen Treiben durchaus nicht verachten. Der geftrige 98. Beobachtungs- rat Raumann hat als Schloffergefelle angefangen und sich dann durch rant./. 77100 wolfig 770 323 1Dunst-15 Paris 1 Mebel abend dieses Vereins begann selbst für diese Winternächte etwas fluge Geschäftsoperationen zum Besizer einer der größten Näh- Wien 776 Still Schnee- 12 zeitig. Schon zum Nachmittag 3 Uhr waren die Mitglieder maschinen und Fahrradfabriken emporzuarbeiten gewußt. Durch Wetter Prognose für Freitag, den 23. Januar 1903. hinausgebeten; und nach dem Grundsay, daß man auch in der den Kauf der Standesherrschaft Königsbrück erhielt er einen Sig in Beitweise nebelig, sonst meist heiter und trocken bei ziemlich strengem Wissenschaft durch vielseitigkeit erfreuen soll, begann um diese der sächsischen Ersten Kammer, doch ist er politisch nie hervor- Frost und schwachen nordöstlichen Winden. Berliner Betterbureau. Stunde der Verein seine Thätigkeit mit einem Schlittschuhlaufen aufgetreten. 757 98 771 NND Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.