Nr. 21. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,80 M., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntageBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder beren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. " Die Ballestrem- Krise. Die Germania" erklärt, es tönne fein Zweifel sein, daß Graf Ballestrem mit großer Mehrheit wiedergewählt werde und daß ,, damit zum Schaden der Socialdemokratie, die daraus für fich schon einen„ Triumph" herleiten zu können glaubte die Präsidial frisis eine ebenso selbstverständliche als glückliche Lösung finden werde." " Das Centrumsblatt wird darin recht behalten, daß die Mehrheit des Reichstages Herrn v. Ballestrem wieder wählen wird. Es ist nach den Erklärungen des konservativen Parteiführers und des Abg. Sattler, sowie nach den Aeußerungen in der Presse nicht zu bezweifeln, daß die Mehrheit der Zollwucherparteien sich wieder zusammenfinden wird, um ihren Präsidenten, den Mann wiederzuwählen, der alle ihre Rechtsbrüche geschützt und gefördert hat. Es wäre Undankbarkeit, würden diese Parteien den Grafen Ballestrem ob der geringen Ungeschicklichkeit", die er in den letzten Kaiserdebatten begangen, die Genugthuung der Wiederwahl versagen. Wenn die Germania" aber ausspricht, daß die Wiederwahl des Grafen Ballestrem der Socialdemokratie einen erhofften Triumph nehmen werde, so ist das ein geheucheltes Gerede, durch das die Centrumsleute sich in ihren Schwierigkeiten zu trösten suchen. Ein übler Trost! Davon abgesehen, daß die Socialdemokratie in diesen Zeiten wahrlich nicht nach weiteren Triumphen zu suchen beslissen sein muß, darf es ihr gänzlich gleichgültig sein, ob Ballestrem auf den Präsidentensiz zurückkehrt oder irgend ein andrer Centrums mann, der mitschuldig ist an allen Entwürdigungen, die der Reichstag unter der Centrumsherrschaft erdulden mußte. Graf Ballestrem mag der Vertrauenskundgebung der Mehrheitsparteien folgen und auf den Präfidialsiz zurückkehren sein moralisches Ansehen ist unwiderbringlich verloren! - Sonntag, den 25. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. die, so tief fie politisch steht, doch häufig richtige Mitteilungen aus feien wie die deutschen. Namentlich die patriotischen" Franzosen wissenden Kreisen hat, sagt: find uns oft vorgehalten worden. Indessen die verleumderischen „ Aus fachlichen Erwägungen heraus meinen wir, daß es das Geschäftskniffe der Kapitalistenwelt sind ebenso international gleichbeste wäre, einen Wechsel in der Person des ersten Präsidenten wie die Handlungen der Socialdemokratie. Auch in Frankreich eintreten zu lassen und einen Mann zu wählen, der nicht nur dem scheucht man die dortigen Vaterlandslosen mit dem Gespenst der Reichstage gegenüber ein starkes Regiment führt, sondern der auch deutsch- patriotischen Socialdemokraten. Auch in Frankreich verleumdet nach der Seite der Regierung hin ein steifes Rüdgrat befigt und Zumutungen energisch zurückweist, die sich mit den man unfre Genoffen als Agenten des Auslandes. Aufgaben eines Reichstags- Präsidenten schwer in Einklang bringen Seit längerer Zeit führt in Frankreich unser Parteigenosse Präsident Graf Ballestrem hat den Fehler ge- Jaurès mit dem ehernen Mut und der leuchtenden, unbeirrbaren macht, einerseits zu sehr auf jene ungebetenen Ratgeber zu Siegeszuversicht, die diesen seltenen Mann und gewaltigen Redner hören, die fein Vorgänger, Freiherr v. Buol, zur richtigen Zeit auszeichnen, einen konsequenten Feldzug gegen den Chauvinismus, von fich fern zu halten wußte, andrerseits aber auch gewissen gegen die Revanche- dee, für Weltfrieden und Abrüstung. Und Wünschen, die von außerhalb des Hauses an ihn herantraten, zu Saurès hat Frankreich schließlich gezwungen, ihm Gehör zu schenken. fehr Rechnung zu tragen. Er hat sich nach und nach in eine wenig was noch vor kurzer Zeit kein Politiker wagen durfte, er hat es beneidenswerte Stellung dem Reichstag gegenüber gebracht, und diese Stellung wird durch eine wiederwahl nicht verbessert." lassen. Weit wichtiger aber ist eine andre Zeitungsäußerung, in der es heißt: ,, Bei der Erklärung des Rücktritts muß zwischen dem Anlaß und den eigentlichen Gründen unterschieden werden. Der Artikel der Kreuz- Zeitung", auf den Graf Ballestrem sich in seiner Rücktrittserklärung beruft, ist offenbar nicht mehr als der Anlaß gewesen. " Ueber die wirklichen Gründe der Krisis und ihres übrigens vielleicht nur vorläufigen Abschlusses liegt noch immer keine Klarheit vor. Wir haben uns über diesen Punkt noch in der gestrigen Abendausgabe geäußert, neue Momente liegen nicht vor, und wir können nur wiederholen, daß ein Präsident von so ganz eminenten Eigenschaften wie Graf Ballestrem Gründe ganz besonderer Art gehabt haben muß, um sich in eine Position zu begeben, wie diejenige, die er in der Sitzung vom vorigen Dienstag eingenommen hat." Also die Kölnische Voltszeitung", mit deren Verleumdungen" sich die„ Germania" weiter auseinandersetzen mag. Warum Wir sind so weit entfernt, uns durch die Zurückkehr Ballestrems geschädigt zu fühlen, daß wir es vielmehr für unbegreiflich halten würden, wenn die Mehrheitsparteien ihren Parteipräsidenten nicht Wir aber beantworten die Anfrage der„ Germania", indem wiederwählen würden. Diese Parteien und dieser Prafident sind wir sie ersuchen, ihren Einfluß dahin aufzubieten, daß das Verbot, einander so würdig, daß solch' edler Bund wirklich nicht zerrissen über die Krupp- Frage im Reichstag zu sprechen, beseitigt werde. werden sollte. Was hat denn Graf Ballestrem in den Augen dieser Es ist doch seltsam, daß die, Germania" in Eintracht mit der geMehrheitsparteien fo erschreckliches verübt, daß er ihres Vertrauens famten übrigen Hezpreffe sich der Ausschaltung der Krupp- Frage nicht weiter würdig sein sollte? Ein großer Teil der Mehrheits- aus den Reichstags- Verhandlungen so eifrig freut. Besitzen denn die parteien würde sogar mit Eifer zustimmen, wenn das, was Ballestrem bürgerlichen Barteien so reichliche Gelegenheit, die Socialdemokratie gegen v. Bollmar that, allgemeine Regel im Reichstage würde. Das in ihrer Niedertracht zu entlarven, daß sie sich diesen angeblich Centrum aber erklärt, Graf Ballestrem habe nur einen winzigen, günstigsten Fall so leicht entgehen lassen dürfen? leicht verzeihlichen Jrrtum begangen. Die„ Germania" entschuldigt bollendete man nicht die schamlose Hetze, die man gegen uns den Grafen Ballestrem also: betrieb, im Reichstage? Warum ließ man uns entrinen, anstatt Wenn er dem Abgeordneten von Vollmar nicht gestatten uns vor aller Welt zu entlarben und niederzuwerfen? Warum ließ wollte über die Kaiserreden zu sprechen, so geschah es allem Anschein nach deshalb, weil er im Augenblick den Inhalt dieser man es geschehen, daß anstatt der furchtbaren Abrechnung, die man Reben nicht gegenwärtig hatte und der Meinung war, daß fie ohne angekündigt hatte, die Socialdemokratie die größten Triumphe erBezugnahme auf den Fall Krupp" gar nicht besprochen werden rang? Die feige Spiegelfechterei der„ Germania", die uns auftönnten. Seine Weigerung, diesen Fall besprechen zu lassen, wird fordert, in der Presse das zu sagen, was jeder billigen müssen, und daß es ihm nicht in den Sinn tommt, Reichstage nicht sagen dürfen, wird nirgends Gläubige finden! die Besprechung von Kaiserreden zu verhindern, hat er doch längst Gewiß beging Graf Ballestrem nebenbei auch eine„ Unhinreichend bewiesen." geschicklichkeit", indem er zur Bannung des Krupp Gespenstes die gänzliche Beseitigung der Kaiserreden betrieb. Die Mehrheitsparteien, die nur den Fehlgriff der Kaiserreden sehen wollen und sehen dürfen, mögen den Grafen Ballestrem erneut als ihren Präsidenten bestellen. Für diejenigen, welche sich zur Wahrheit bekennen, ist der Büttel des Zollwuchers, der Hüter des Krupp- Geheimnisses geD Politische Ueberficht. wir im durchgefeßt, schonungslos auszusprechen. Ohne jedes einzelne Argument unsres Kameraden zu unterschreiben, und ohne im besonderen seinen Glauben an die Friedfertigkeit der heute in Europa bestehenden militärischen Bündnisse zu teilen, verdient sein Kampf die allgemeine Anerkennung. Wir haben gestern bereits telegraphisch seine letzte Kammerrede sfizziert, in der er mit Stolz den Namen eines Agenten des Auslandes auf sich nahm. Seine Rede gipfelte in folgenden Sägen wir folgen einem Bericht der Kölnischen Zeitung": " Der Internationalismus hat den Frieden zum Ziel, die Aera des Friedens ist eröffnet. Vor 32 Jahren hat Frankreich nicht nur eine Einbuße an seiner Größe erlitten, sondern eine Einbuße des Rechts erfuhr es. Menschen wurden dem Vaterlande, das sie wollten und wünschten, gewaltsam entrissen; sie wurden also aufs schwerste in ihrem Rechte getroffen.( Beifall auf allen Bänken.) Wir stehen vor dem Entscheid: Gewalt anzuwenden, um von neuem consécration der Gewalt zu vollziehen, oder die geschehene Vergewaltigung des Rechts als consécration des Friedens hin zunehmen. An dem Tage, wo die gleichzeitige Abrüstung erfolgt sein wird verstehen Sie wohl: gleichzeitige Abrüftung- werden die menschlichen Gruppierungen ihre Wiedereinstellung in das Vaterland fordern, dem sie so rauh entrissen wurden. Frankreich ist besiegt, aber nicht erniedrigt worden. Es hat unter den glühenden und organisatorischen Worten Gambettas die feste Hoffnung und in der Entfaltung der Republik die Kraft zu feiner nationalen Verjüngung wiedergefunden. Wir können ohne Bedenken über der schmerzlichen Seite des verhaßten Buches vom Kriege Schluß machen. Man hat mir zugerufen: Ihre Lösung liegt in weiter gerne! Und welches ist ihr Datum? Ich frage meinerseits: Welches ist Ihr Datum und Ihre Lösung? Keiner von Ihnen würde die Verantwortung übernehmen, einen Krieg heraufzubeschwören. Man fagt weiter: Wo ist Ihre Formel? Ja, tver will die Formel kennen, die Zukunft dem menschlichen Blick enthüllt? Es genügt, das Biel fest im Auge zu behalten, und das ist der Friede. Das ist nicht nur socialistische, das ist auch republikanische Politik. Man nennt uns Agenten des Auslandes. Sind wir es allein, die man mit solchem Schimpf bedacht hat? Nein, so hat man auch den" Genueser" Gambetta, den Badenfer" Spuller, den Preußen" Ferry, den Verräter" Clémenceau, so hat man selbst Rochefort und den Engländer" Ribot genannt. Man hat alle Republikaner so geheißen und aus der Republik jagen wollen. Wer? Die Söhne der Emigranten! Und zum Schluß sage ich allen Republikanern: Erinnert Euch, daß in unsrer ganzen Geschichte ztvei Worte stets den gleichen Sinn haben: Gegenrevolution und Verleumdung!" So fam Berlin, den 24. Januar. Abgeordnetenhaus. # " " die allein Um die Wahrheit zu verschleiern, versucht die Germania" die thörichte Lüge, Graf Ballestrem habe im Augenblick den Inhalt dieser Reden nicht gegenwärtig gehabt". Natürlich ist Graf Ballestrem ein zu guter Monarchist, als daß er jene Neden des Kaisers, welche die Nach den Zeitungsberichten übte Jaurès' Rede den stärksten Eingesamte Deffentlichkeit erregt hatten, durch respektwidrige Nicht druck. Aber nach ihm trat der frühere Minister des Auswärtigen, beachtung und Vergeßlichkeit mißachtet haben könnte. Der Graf richtet. Herr Ribot, auf und sprach wie der übliche Patriot, und endlich Ballestrem, der so oft von der außerordentlichen Wichtigkeit der antwortete der radikale Kriegsminister André, wie Herr v. Goßler kaiserlichen Neden gesprochen, hatte die Neden von Essen und eine Friedensrede eines unfrer Parteigenossen beantworten Breslau natürlich aufmerksam beachtet und zudem hatte er sie selbstwürde: ein starkes Heer ist die beste Friedensbürgschaft. verständlich, wie es feine Pflicht ist, vor dem Beginn der Etatses, daß schließlich die 57 Socialisten gegen debatten nochmals genau eingesehen, denn er wußte, daß gerade fie die bon der Regierung acceptierte Tagesordnung stimmen von der Socialdemokratie zur Besprechung gezogen werden würden. mußten, während alle bürgerlichen Parteien bis zur äußersten Rechten Es ist keinerlei Zweifel möglich, daß Graf Ballestrem nicht in Das Abgeordnetenhaus hat am Sonnabend in erster und für sie stimmten. Damit schieden sich die ernsthaften socialistischen plötzlicher Ueberraschung das Verbot verhing, sondern daß dies zweiter Lesung den Gefeßentwurf betr. Abänderung des Friedensfreunde, die die Abrüstung wollen, von der kompakten Masse Verbot auf sorgsam vorbedachtem Plane beruhte! Wohnungsgeld- Zuschusses für unmittelbare Staats- der bürgerlichen Gruppen, die zwar gelegentlich gern eine schön vorDie„ Germania" glaubt selbst nicht, daß sie irgend beamite unverändert angenommen und sodann die zweite getragene Friedensrede anhören, die aber auch weiter dem völkerjemand glauben machen kann, Graf Ballestrem habe nur aus Lesung des Etats mit der Beratung des Domänen Etats verheßenden Militarismus die Wittel bewilligen wollen, Sobald es ungenügender Kenntnis der Kaiserreden einen Mißgriff begangen. begonnen. Wie alljährlich, so suchten auch diesmal wieder die entschiedener Ernst wird, bleiben das hat der Fall gezeigt Die„ Germania" versucht ihre Wahrheitsverdunkelung dadurch Agrarier der verschiedensten Barteirichtungen aus dem Rück die Socialisten noch immer allein auf sich selbst angewiesen- in glaubhafter zu machen, daß sie sich den Anschein giebt, als wolle gang der Pachtpreise der Domänen einen Rückschluß auf die Frankreich wie in allen andern Ländern. sie denen, welche die wahren Gründe für das Verhalten des Notlage der Landwirtschaft zu ziehen und die Regierung um Grafen Ballestrem angedeutet haben- denn mehr als Andeutungen weitere Liebesgaben anzuspornen. Diesem Treiben gegenüber find hier vorläufig nicht möglich offen entgegentreten. Die schein wiesen verschiedene Redner der Linken mit Recht darauf hin, bare Kühnheit ist aber nur die berlogenste Feigheit. daß der Rückgang der Pachtpreise seine natürliche Ursache hat. Am 23. Januar ist endlich eine offigiöse Nachricht über die Die„ Germania" richtet an den„ Vorwärts"" nach seinen un- Bei Einführung der hohen Getreidezölle hätten die Domänen am 17. Januar stattgefundene Beschießung des venezolanischen Forts bestimmten Infinuationen und geheimnisvollen Verdächtigungen der pächter gedacht, nunmehr werde die Landwirtschaft kolossal San Carlos eingegangen. So lange es gedauert hat, bevor man letzten Tage" die öffentliche Anfrage, wer denn dem Grafen Ballestrem prosperieren, und hätten daraufhin hohe Pachtpreise geboten, eine amtliche Mitteilung über das aufsehenerregende Ereignis erhielt, den Auftrag zu seiner Verhinderung der Krupp- Grörterungen die dann, als die zu hoch gespannten Erwartungen sich nicht so dürftig und mager ist die Mitteilung ausgefallen. Es scheint gegeben haben soll. Ja, die„ Germania" verlangt vom„ Borwärts" erfüllten, nicht aufrecht erhalten werden konnten. da auf einmal ein wundersames Sparsystem beobachtet zu offene Auskunft über die„ Geheimgeschichte des Falles Krupp", falls Im übrigen bot die Debatte nichts Bemerkenswertes. werden, das im seltsamsten Widerspruch mit der offi„ er nicht als Verleumder fich und die ganze Socialdemokratie an Auch beim Etat der Forstverwaltung tamen nur unterziellen Telegraphie wut steht, die selbst den bürgerlichen den Pranger stellen will". geordnete Fragen zur Sprache. Barlamentariern während der gestern abgeschlossenen EtatsDie Biedermeiermaste wird der Gemania" nicht nügen. Wir Am Montag soll die Beratung des Etats der Forstberatung Veranlassung zu kritischen Erörterungen gegeben wollen daraus nicht einmal besondere Schlüsse ziehen, daß der verwaltung beendet und die der landwirtschaftlichen Verwaltung hatte. Während man während des Chinakriegs Unsummen Reichskanzler am Sonnabend dem Grafen Ballestrem einen begonnen werden. für die bedeutungslosesten Glückwunsch- und Dankestelegramme ausgab, Besuch abstattete; nach der„ Germania" kann es sich dabei sicherlich die für Angelegenheiten, ebenso gut schriftlich nicht darum gehandelt haben, den Grafen Ballestrem irgendwie in hätten erledigt werden können, knaufert man in der unbegreiflichsten seinen Entschlüssen zu beeinflussen. Aber zunächst sei die zornige Wenn immer deutsche Socialdemokraten in internationalen Weise bei der Uebermittelung to ichtigster politischer NachCentrumsentrüftung- die sich in gemeinen Schimpfworten austobt, Fragen die Stimme des Rechts und der Humanität verkünden, sofort richten. Das Bombardement von San Carlos, das seit vier, fünf wie sie das anständige Centrumsblatt gern andren zum Vorwurf tönt uns das Wort von den Agenten des Auslandes entgegen, wir Tagen in der Presse der ganzen Welt als politische Sensation bemacht darauf verwiesen, daß auch andre Blätter, die feineswegs find, je nach Gelegenheit, Franzosen, Engländer, Amerikaner, handelt wurde, ist für die Leiter unfrer Blockade ein so unterverdächtig sind, den„ Vorwärts" zu stüßen, aus den Thatsachen den Italiener. Mit den Agenten des Auslandes ist es nicht genug. geordneter Zwischenfall, daß man erst tagelang wartete, Verdacht schöpfen, für für dessen Richtigkeit wir die Man beschämt uns zugleich mit dem Hinweis auf den Patriotismus bevor man überhaupt berichtete, und daß man dann diesem Bericht Gewißheit haben. Die.Staatsbürger Beitung", der ausländischen Socialdemokraten, die lange nicht so vaterlandslos eine so latonische und lüdenhafte Fassung gab, daß man Agenten des Auslandes. Das Bombardement von San Carlos. Bei der Erörterung dieses Ereignisses noch immer auf allerhand Konjekturen angewiesen ist. Die gestern abend von dem„Wölfischen Bureau" aus Berlin mitgeteilte Depesche lautet: Eine aus Willemstad hier eingegangene vor Maraeaibo den 21. datierte amtliche Meldung des Kommo- dore Scheder lautet: Am 17. wurde beim Passieren de r Maracaibo-Barre„Panther" von Fort San Carlos unerlv artet mit lebhaftem Feuer angegriffen.„Panther" führte eine halbe Stunde lang Geschütz- kämpf durch, brach dann aber den Kampf Ivegen navigativer Schwierigkeiten ab. Ilm sofort Strafe für Angriff folgen ZU lassen, habe ich, zumal venezolanische Regierung denselben als Erfolg proklamiert hat, mit„Vineta"am 21. Fort San Carlos bombardiert und zerstört. Wie man sieht, Ividerlegt diese amtliche Nachricht selbst die bisher offiziös verbreitete LeSart, daß eine amtliche Darstellung des Vorfalls deshalb nicht möglich gewesen sei, weil die über Willemstad erfolgende Beförderung der Telegramme eine so umständliche und zeitraubende sei. Wie man aus dem amtlichen Telegramm ersieht, hätte man schon etliche Tage früher im Besitz der amtlichen Meldung sein können, wenn das Telegramm statt am 21. an: 17. oder 18. Januar aufgegeben worden wäre. Man hat damit aber in ungeheurer Gemütsruhe vier Tage ge- wartet! Daß man dem deutschen Michel eine solche Bummelei zu- mutet, können wir ja bei der Haltung unsrer Bourgeoisie in auswärtigen Angelegenheiten durchaus begreifen, daß sich aber unsre Regierung eine so unglaubliche Verschleppung der Informationen gefallen läßt, erscheint uns wirklich schwer glaublich I Ob man sich nicht vielmehr eine Korrektur der Depeschen gestattet?! Ist das nicht der Fall, so läßt sich nur die Thatsache konstatieren, daß Kommodore Scheder das Telegramm über die e r st e Beschießung von San Carlos am 17. Januar später abgesandt hat, als die Nachricht über das am 21. Januar stattgefundene zweite Bombardement I Was den Inhalt der amtlichen Nachricht anlangt, so ist darin die Darstellung wichtig, daß Venezuela das Karnickel geivesen sein soll, das angefangen hat. Das Fort San Carlos soll z u e r st geschossen haben. Diese Darstellung, daß der Kommandant von San Carlos selb st dieZerstörung des Forts her- aufbeschworen habe, würde aufs äußerste befremden, wenn sich nicht aus dem kargen Inhalt des Telegramms der voll- ständige Sachverhalt ohne besondere Kombinationsgabe erraten ließe. Daß der venezolanische Kommandant nicht auspurem Mutwillen den Kampf mit dem so viel stärkeren Gegner provoziert habe, über dessen schließlichen Ausgang er keinen Augenblick im Zweifel sein konnte, besagt ja das amtliche Telegramm selbst. Heißt es darin doch ausdrücklich, daß das Fort auf den„Panther" beim Passieren der Barre von Maracaibo das Feuer eröffnet habe. Die„Barre" ist der E i n f a h r t s k a n a l zu der durch das Fort geschützten Binnen bucht, der Lagune von Maracaibo. In diese Bucht hatte sich das letzte venezolanische LiriegSfahrzeug„Miranda" geflüchtet, um nicht das Schicksal des übrigen„Kladderadatsch" zu teile». Bereits> vor Wochen hatte der„Falke" in die Bucht einzudringen versucht, um die„Miranda" zu nehmen, er hatte schon damals nach venezolanischen Meldungen mit der Beschießung deS Forts„San Carlos" gedroht. Diesen Versuch des„Falke" hat nun der„Panther" erneuert. Daß das Fort sich diesen durch die Blockade nicht gerecht- fertigten Versuch nicht gefallen lassen konnte, wird man be- greifen. Als der„Panther" mir nichts dir nichts den Kanal durch- dampfen wollte, hat eS— immer unter Zugrundelegung des deutschen amtlichen Bulletins, solche Kriegsbulletins bedürfen aber erfahrungs- gemäß stets kritischster Nachprüfung!— auf den„Panther" gefeuert. Wahrscheinlich erst ein paar Warnungsschüsse. Daraus niag sich dann das Gefecht entwickelt haben. Im Grunde genommen war der venezolanische Kommandant also nicht das Karnickel, das angefangen hat, sondern der„Panther"! Wie wenig Deutschland Ursache hat, auf diesen neuesten Sieg besonders stolz zu sein, ergiebt sich aus dem Vergleich der einander gegenüber stehenden Streikkräfte. Das venezolanische Fort war artilleristisch auf einen Kampf mit den schweren Marinegeschützen der deutschen Flotte nicht eingerichtet. Gegen seine größtenteils ver- alteten Kanonen kämpfte eine ungeheuere Ueberinacht. Da der große Kreuzer„Vineta" 24 schwere Geschütze und 13 Maschinenkanonen mit 463 Mann und der kleine Kreuzer „Gazelle" 1l> schwere Geschütze und 18 Maschinen- k a n o n e n mit 250 Mann als Besatzung führt, so wurden diesmal einschließlich des Kanonenbootes„Panther" 36 schwere Ge- schütze, 44 Maschinenkanonen und 836 Mann gegen das Fort San Carlos in denKampf gebracht. Der moralische Erfolg liegt also auf feiten der Venezolaner, die be- wiesen haben, daß sie nicht nur renommistische Reden führen, sondern sich auch mit bewunderungswürdiger Bravour zu schlagen wissen. Es liegen zur Situation noch folgende Nachrichten vor: New Kork, 23. Januar.(Bureau Laffan.) Ein Telegramm aus Venezuela besagt, die venezolanische Regierung habe zweitausend Mann voll bewaffneter Truppen von Maracaibo nach dem Fort San Carlos abgesandt. Die Vorhut stehe bereits bei San Rafael, wenige Meilen von San Carlos. Für den Fall, daß deutsche Truppen landeten, werde ein hef- tiger Kampf zwischen den Venezolanern und den Landungs- truppen erwartet.— ' Der Korrespondent des„New Dork Herald" in Caracas hatte eine Unterredung mit d e m P r ä s i d e n t e n E n st r o. der dabei erklärte:„WaS denkt die amerikanische Regierung jetzt? Ist eS nicht offenbar, daß die Deutschen z u m K r i e g e t r e i b e n? Ich gab den verbündeten Mächten nach und willigte in ein Schiegsgericht, und die Deutschen antworteten durch tägliche Beschießung unsres Forts". Präsident Castro fügte dann hinzu:„A b e r j e tz t ist Krieg". London, 23. Januar. Das„Reutersche Bureau" fit davon in Kenntnis gesetzt worden, daß Deutschland, Englands und Italien wegen der Verschiedenheit ihrer Interessen ihre Vertreter in Washington beauftragt haben, mit dem Ge- sandten Bowen einzeln über ihre Forderungen zu verhandeln. Die Vorbesprechungen haben schon begonnen.� Eine formelle Konferenz wird zwischen den Vertreter nicht stattfinden. Was die Aufhebung der Blockade betrifft, so sind die Mächte, die in vollkommener Uebereinstimnumg handeln, überein- gekommen, daß kein Schritt in dieser Richtung gethan werden kann, ehe nicht Venezuela Beweise für seine Absicht gegeben hat, jeder einzelnen Macht ohne Bevorzugung voll- ständige Genugthuung zu geben. � Infolge der Blockade verhungert. Caracas, 23. Januar. Wie verlautet, hatte das niederländische Panzerschiff„de Ruyter", welches am 21. d. M. von der Insel Los Roques in La Guaira eintraf, auf der Insel 17 Menschen tot vorgefunden, welche durch den infolge der Blockade entstandenen Mangel an Lebensmitteln ver- hungert bezw. Verdurstet waren. Einzelne Blätter bezeichnen dies traurige Vorkommnis als einen Erfolg der Blockade. In Wirklichkeit handelt eS sich aber nur uni die— zum mindesten fahrlässige— Aushungerung der Bewohner einer kleinen Insel, deren unverschuldetes Schicksal, das wärmste Teilnahme verdient, fiir den Erfolg der Blockade absolut gleichgültig ist.— Deutlches Reich. Tie„Times" und Bollmars Rede. London, 22. Januar.(Eig. Ber.) Vollmars Rede bildet das Thema mehrerer Leitartikel in der englischen Presse. Bemerkenswert ist jedoch nur der Leiter der„Times". Dieses Blatt macht unter anderem folgende Bemerkungen:„... Am meisten beachtenswert ist die wachsende Kühnheit, mit welcher die Person des Kaisers in die Arena der Diskussionen gezogen wird. Es ist aber vollständig wahr, daß ein solches Resultat zu erwarten ist von der Art und Weise, mit welcher der Kaiser seine Individualität zum Ausdruck bringt; aber welche Folgen können solche Vorgänge auf ein Regierungssystem haben, von dem der Reichskanzler einen so interessanten, wenn auch in mancher Beziehung nicht recht verständlichen Bericht gab? Die deutsche Verfassung gleicht keiner andren in der Geschichte. Graf Bülow hatte recht, indem er sagte, sie beruhe nicht auf dem Absolu- tismus; dennoch birgt sie ein Element persönlicher Autorität in sich, die auf die Dauer mit der parlamentarischen Kontrolle der Finanzen nicht leicht zu vereinbaren sein wird, ebensowenig mit ministerieller Verantwortlichkeit im vollen Sinne dieses Wortes, und mit dem Ein- fluß der Majoritäten, die dem allgemeinen Wahlrechte entspringen... In heimischen und auswärtigen Fragen kommt die energische Per- sönlichkeit des Kaisers in Berührung mit Interessen und Bewegungen, die sich nicht beseitigen lassen, auch wenn sie nicht mit den kaiserlichen Ideen harmonieren. Es ist doch unbestreitbar, daß die Social- demokratie viel formidabler geworden ist. seitdem der Kaiser den Thron besttegen hat. Die Autorität Deutschlands mutz in aus- wältigen Fragen eine Schwächung erfahren durch die Anzeichen, daß Deutschland vielleicht von einer schweren politischen und finanziellen Prüfung in nicht allzuferner Zukunft heimgesucht werden wird." Neber Vollmar mtterrichten die„Times" ihre Leser:„Vellmar ist ein Soeialist, aber(I) ein Mann von Charakter und Fähigkeit". Das„aber" ist wertvoll; es charakterisiert die Unwissenheit der britischen Großbourgeoisie in allem, was nicht Finanz und Im- perialismus betrifft. Dagegen ist sie wohl berechtigt, über kon- stitutionelle Fragen zu sprechen. Die deutsche Reichsverfassung birgt thatsächlich in sich einen Widerspruch, der früher oder später zum Ausbruch kommen muß. Ein Staat kann nicht zwei souveräne Mächte haben.— Beiläufig: die japanische Verfassung ist ganz nach der deutschen gemodelt; auch dort wird der Scheinparlamentarismus zu ähnlichen Resultaten führen. Für den Socialismus ist eine solche Verfassung sehr günstig. Sie läßt die Socialdemokratie bis zu einem Grade wachsen, ohne es ihr aber zu gestatten, in die Regierung hinein- zuwachsen. Der Wunsch deS Grafen Bülow nach einem deutschen Millerand muß an der bestehenden Verfassung scheitern.— Als Schützer parlamentarischer Vergewaltigung hat sich auch während der Etatsdebatten Engen Richter bewährt. Er brachte es fertig— was niemand außer ihm, selbst kein Konservativer und kein Centrumsmann gewagt hat— das Verhalten des Grafen Ballestrem zu entschuldigen. Er soufflierte dem Präsidenten in der gleichen Weise eine Ausrede gegen die Soeialdemokratte, wie er es vordem mit den Kardorff-Leuten gethan hatte. Richter sagte nach dem amtlichen Stenogramm wörtlich: „Es ist damit festgestellt meines Erachtens, daß alles, was an öffentlichen Kundgebungen in öffentlichen Angelegenheiten vom Monarchen ausgeht und in authentischer Weise beglaubigt ist, auch hier Gegenstand der parlamentarstchen Verhandlung sein kann. Aller- dings ist gestern eine Beschränkung hinzugefiigt worden. Ich kann ja natürlich die Ausnahme nicht kritisieren, das steht mir nicht zu; ich verstehe es nur so: Privatverhältnisse werden hier im Reichstage überhaupt nicht erörtert, und der Herr Präsident ist der Meinung: das, was an den Fragen öffentliche Verhältnisse betrifft, ist so eng verbunden mit Privat- Verhältnissen, daß doch das eine nicht ohne das andre öffentlich besprochen tverden kann. Ich kann aber nicht untersuchen, ob das zutreffend ist." Das sagte Herr Richter gegeniiber der dreistesten Vergewaltigung der Redefreiheit, die jemals im Reichstage erlebt worden ist. Das sagte er, obwohl Vollmar wiederholt ausdrücklich erklärt hatte, daß er nur über die Kaiserreden, nicht über den Fall Krupp reden werde, und obwohl der Präsident ausdrücklich die Erörterung dieser Reden mit der Motivierung verboten hatte, daß das keine öffentlichen Kund- gedungen seien. Dieses schmähliche Verhalten hat denn auch bei den Getreuesten Richters großen Unwillen hervorgerufen. Und so versucht denn der Redakteur Richter in der„Freisinnigen Zeitting", den A b- geordneten Richter herauszulügen und zwar also: „Als Willkür ist es dann verurteilt worden, als Tags darauf Graf Ballestrem die Erörterung des Falles Krupp nicht für zu- lässig erklärte, obgleich die bezüglichen kaiserlichen Reden im „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht worden sind. Graf Ballestrem hat allerdings stets den Grundsatz streng innegehalten, daß Privat- verhälttnsse im Reichstage nicht erörtert werden dürfen, und wie man hört, hegte er die Befürchtung, daß im Laufe der Erörterung über die kaiserlichen Ansprachen dieselbe auch auf die Privatverhältnisse im Falle Krupp sich ausdehneil würde. Abg. v. Vollmar aber hatte den Fehler begangen, daß er ausdrücklich die Erörterung des Falles Krupp in seiner Rede ankündigte. Es ist von Redaktionen, die des parlamentarischen Rechts unkundig sind, dem Abg. Richter fälschlich zum Vorwurf gemacht worden, daß er nicht ain folgenden Tage das Verhalten des Präsidenten einer Kritik unterwarf. Das wäre durchaus unzulässig gewesen. Solches hat auch Bebel nicht gethan in seiner Rede am dritten Tage." Abgesehen davon, daß es eine lächerliche Fikttoii ist, einen in der Presse der ganzen Welt, in Kaiserreden und Loyalitätsadressen erörterten Fall für eine Privatangelegenheit zu erklären, so hatte Vollmar wiederholt erklärt, daß er den Fall Krupp nicht zur Sprache bringen werde, sondern nur die Kaiser- reden, soweit sie außerhalb des persönlichen Gebietes liegen. Es heißt den Grafen Ballestrem des Schwachsinns zeihen, wenn man ihn jetzt damit entschuldigt, er habe gemeint, daß die Erörterung der Reden ohne Hineinziehung der persönlichen Verhältnisse un- möglich sei. Es wäre nicht nur zulässig, es wäre Richters Pflicht gewesen, daS Verhalten des Präsidenten als falsch nachzuweisen. Statt dessen hat er ihm noch eine Ausrede in den Mund ge- steckt— aus blinder, eitler und neidischer Gehässigkeit gegen die Soeialdemokratte. Bebel brauchte allerdings das Verhalten des Präsidenten nicht mit Worten zu krittsieren, weil er es durch die T h a t krittsierte; er achtete einfach des absurden Verbots des Präsidenten nicht.— Freisinnige Halbheit. In ftüherer Zeit haben die Freisinnigen im preußischen Landtag Wahlrcchts-Anträge eingebracht, die nichts forderten wie eine Neueinteilung der Wahlkreise. Jetzt, angesichts der Wahlen, thun sie etwas mehr. Die Volkspartei und die Ver- einigung stellen nämlich gemeinschaftlich den folgenden Antrag: „Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen, die königliche Staatsregierung zu ersuchen, erstens die gesetzgeberische Jnittative zur Einführung der geheimen Stimmabgabe bei den Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhause zu ergreifen, zweitens eine Ab- änderung des Gesetzes vom 27. Juni 1860 betr. die Feststellung der Wahlbezirke für das Haus der Abgeordneten und des Gesetzes vom 17. Mai 1867 entsprechend den in den letzten Jahren eingetretenen Verschiebungen der Be- völkerung in die Wege zu leiten." Dieser Antrag soll zur zweiten Lesung des Etats des Mni- sterinms des Innern Kap. 83, Titel 1(Gehalt des Ministers des Innern) eingebracht werden. Es ist sehr charakteristisch, daß die Herren an dem Grundelend des Wahlsystems, der Dreiklassen-Wahl, nicht rütteln wollen. Ihr Antrag bezweckt lediglich, die Plutokratte der Großstädte gegeimber dem landjunkerlichen Element zu stärken.— Zur Entlastung der Gutsbezirke haben die Konservativen folgende Jnterpellatton im preußischen Abgeordnetenhause gestellt: „Ans welchen Gründen ist die Einbringung des seih geraumer Zeit als dringlich anerkannten und wiederholt vom Hause der Ab- geordneten geforderten Schuldotattons-Gesetzes, durch welches die gegenwärtigen Mißstände und Ungerechtigkeiten in der Ver- teilung der Volksschullasten beseitigt werden sollen, noch nicht erfolgt?" Statt eines wirklichen Schulgesetzes trollen die Junker nur«ge- rechte" Verteilung der Volksschullasten. Als ungerecht empfinden die Gutsherren jeden Pfennig, den sie selbst für die Schule zahlen müssen.— Ein Opfer agrarischen Boykotts ist der Landrat von Birnbaum, Herr v. Willich, geworden. Er war es, der gegen daS Treiben des„Ostmarken-Wangenheim", des Majors v. En bell, am ent- schiedensten austrat und auch die bekannten Angriffe gegen Endell in- spirierte. Nachdem Herr v. Endell ehrengerichtlich freigesprochen war, richtete sich der ganze Haß gegen den Ankläger, den Landrat v. Willich."Er wurde gesellschaftlich bohkotttert und schließlich in den Tod gehetzt. Den unablässigen Angriffen nicht gewachsen, hat er sich dieser Tage erschossen I Der Fall Endell selbst harrt noch der gerichtlichen Klar- stellung.— Wie man im Osten die Socialdemokratie bekämpft! In der „Thorner Presfe" lesen wir folgende faimtische Selbst- bezichttgung: „Die soeialdemokratische Agitation flir die nächsten Reichstags- Wahlen beginnt auch in unsrer Gegend. Aus einem Orte der Umgegend Thorns teilt man uns mit: In den letzten Tagen, wahrscheinlich am Sonnabend oder Montag, sind hier social- demokratische Kalender ausgeteilt worden. Durch einen Zufall fiel mir ein solcher Kalender, wie ihn jede Familie geschenkt bekommen hat, in die Hände. Sofort machte ich Jagd nach diesem aufhetzerischen Buche und hatte auch einen schöne» Erfolg: ziveinnddreißig Bücher konnte ich verbrennen. Ein Exemplar sende ich anbei mit. Da anzunehmen ist, daß auch in andren Orten der Umgebung Thorns dergleichen Kalender recht zahlreich ausgeteilt sein werden bezw. noch ausgeteilt werden, fo sei auf diesen socialdemokratischen„Landboten", der sich auch „Arbeiterfreund" nennt, angelegentlich aufmerksam gemacht. Das Buch gehört ins Feuer und leistet damit den größten Dienst." Woinit nun die Socialdemokratie gründlich widerlegt ist. Hoffent- lich hat aber der Kalenderjäger nur diejenigen Exemplare vernichtet, die ihm freiwillig übergeben worden sind. Andrerseits hätte er sich eines qualifizierten Diebstahls schuldig gemacht. Vielleicht stellen unsre Thorner Genossen einmal den That- bestand fest, um nötigenfalls dem Ketzerverbrenner eine Lehre zu er- teilen!— Zur Verteidigung der Adrcsscn-Erpresscr wird in der Unter- nehmerpresse wieder eine Notiz verbreitet, daß die von dem Grusou- werke in Magdeburg entlassenen Arbeiter Kutzner und Andre nicht wegen der Adresse entlassen worden seien, sondern weil sie sich als Agitatoren lästig gemacht hätten und fiir daS soeialdemokratische Blatt als Berichterstatter thätig waren. Früher las man andre Schwindelnotizen. Aber auch die neueste vermag nicht die unzweiselhafte Thatsache zu entkräften, daß die beiden Gemaßregelten die einzigen Arbeiter des Grusonwerkes ge- Ivesen sind, die ausdrücklich ihre Unterschrift verweigert haben. Daß auch eine Anzahl Arbeiter sonst nicht unterschrieben haben, beweist nichts; das war zufällig. Kutzner und Andre aber weigerten sich, wider ihre Ucberzeugung zu stimmen, und dämm warf man sie aufs Pflaster. Was für elende Wichte müssen in der bürgerlichen Presse ihr Wesen treiben, daß selbst diese Schandthat noch beschönigt wird I— Katholische Arbeiter«nd Ccnttum. Eine Versammlung katholischer Arbeiter, die zu Anfang dieser Woche in Aachen stattfand, nahm Stellung zu der Ablehnung des von dem christlichen Gewerkschaftskartell an das Stadtverordneten- Kollegium eingereichten Antrages: den W a h l e e n s u s fiir die Stadt Aachen in Anbettacht der niedrigen Einkommens- Verhältnisse auf das gesetzliche Winde st maß hin abzusetzen. Trotzdem das Centtmn im Aachener Stadtparlament die Mehrheit hat, wurde, wie der„Vorwärts" damals berichtete, der Anttag des christlichen Gewerkschastskartells mit 21 gegen 14 Stimmen abgelehnt. Und zuni Ueberfluß hat der EenttumS-Stadwerordnete Justizrat Jörissen einem Teil seiner Frakttonsgenossen vorgeworfen: sie hätten nur deshalb für den Antrag der Arbeiter gesttmmt, weil sie vorher wußten, daß der Antrag abgelehnt lv ü r d e. In der That echte und rechte CenttumSjesuiten- Politik! In der Versammlung fehlte es nicht an scharfen Worten der Krittk. Ein Arbetter erklärte: uur das nackte Geldsackinteresse habe die Ablehnung des Anttages begründet; die Ablehnung sei eine Schande für die Stadt Aachen. Der christliche Textilarbeiterfiihrer Sistenich rügte, daß auch der Antrag des christlichen Gewerkschastskartells: städtische Arbeiten nur an solche Unter- nehmer zu vergeben, die den zehnstündigen Arbeitstag zugestanden hätten, abgelehnt worden sei. Das ist eben die Centtumssocialpolittk in der Praxis, das heißt da, wo es seine angebliche Arbeiterfreundlich- keit in die Wirklichkeit umzusetzen die Macht hat. Der als Referent erschienene katholische Arbeitersekretär und Centtumsagitator G i es» b e r t s bezeichnete die Dreiklassenwahl als das schlechteste aller Wahlsysteme. Der Aachener Stadtverordneten-Mehrheit ist das System aber noch nicht elend genug; sonst hätte sie doch den gesetzlich zu- lässigen geringsten Steuersatz als zur Teilnahme an der Wahl bcrechttgend normiert, zumal da Aachen zu den Städten mit der allerärnssten Bevölkerung gehört, nicht nur bezüglich der Arbeiter, sondern auch des Kleinbürgertunis. Die Versammlung beschloß einstimmig eine Resolutton, worin es heißt: „Die heute versammelten christlichen Arbeiter erheben ein- müttg die Forderung, daß der WahlcensuS der Stadt Aachen auf das gesetzlich zulässige Mindestmaß ermäßigt werde... Die Ver- sammlung protestiert gegen eine Klassenherrschaft und verlangt für den Arbeiter- und Kleinbürgerstand eine Bc- teiligung wie an den Lasten so auch an den Rechten des Gemein- wesens. Die Versammlung verurteilt es auf das entschiedenste, daß der Antrag auf Herabsetzung des Census von dem Stadt- Verordneten-Kollegium abgelehnt worden ist. Wenn sie daitkbar die Verfechtung und eiftige Verttettmg des Anttages durch die vierzehn Stadtverordneten anerkennt, so b e- dauert f i e eS aufs tief st e, daß ein Teil der von den Centrumswählern gewählten Stadtverordneten mitgewirkt hat, den Antrag zu Fall zu bringen, und ttotz den schönen Worten, mit denen diese Herren ihren Standpunkt zu rechtfertigen suchten, erklärt sie, daß die Arbeiterschaft denselben ihr Vertrauen nicht mehr schenkeit kann." Durch diese Resolutton wird wenig oder gar nichts geändert werden; die katholischen Arbeiter werden nach wie vor an der Nase herumgefiihrt. Wie wenig sich das Centtum aus den Protesten der Arbeiter macht, hat eS durch feine unentwegte Brotwucherpolittk gezeigt.—_ Ein Hauptmann wegen Soldatenmißhandlung besttaft. Eine Aufsehen erregende Verhandlung hat vor dem Kriegsgericht in Königsberg i. Pr. stattgefunden. Dort hatte sich der Haupt- mann und Compagniechef v. Matthiesen vom Infanterie- Regiment Kronprinz wegen Mißhandlung eines Untergebenen zu verantworten. Da eine„Gefährdung des militär- d i e n st l i ch e n Interesses" zu befürchten stand, hatte der Ver- treter der Anklage Ausschluß derOeffentlichkcit beantragt. Das Kriegsgericht gab auch diesem Antrage statt und hielt den Aus- schlich dcr Dcffrntlichkeit auch während der llrteilSbegründung aufrecht, so daß Einzelheiten über daS Vergehen des Hauptmanns nicht bekannt wurden. Doch scheint dies keineswegs leichter Art gewesen zu sehr, denn Hauptmann v. Matthiesen wurde vom Kriegs- gericht der ersten Division zu sechs Wochen und zwei Tagen Festungshaft verurteilt.— Unsre blühenden Kolonien! Im„Tag" beschäftigt sich der königl. bayrische Wirkliche Rat Dr. Friedl Martin in sehr kritischer Weise mit unsren famosen Kolonien. Auf Grund deS Haushaltsetats kommt er zu folgendem Ergebnis: „Die Summe aller Ausgaben für unsre Kolonien beläust sich aus 36,7 Millionen und ist dabei unr 0,66 Millionen geringer als im Vorjahre. 3,2 Millionen können aus eignen Einnahmen ge- deckt werden, während 27,5 Millionen durch Reichszuschuß zur Bilanzierung aufgebracht werden müssen. Betrachten wir zunächst Ost afrika, so finden wir, daß die Kolonie ftir 1963: 8,7 Millionen bedarf, hiervon aber nur 3,1 Mllionen aus eignen Mitteln decken kann. Ja, diese sind gegen das Vorjahr sogar noch um 90 000 M. zurückgegangen. Ein lrnrt- s ch a f t I i ch jämmerlicheres Bild kann man sich kaum denken. Nur die AusftlHrzölle sind um ein Geringes, nämlich 50 000 M., gestiegen. Dagegen ist auch daS Erträgnis der viel gerühmten H o l z k u l t u r im Rufiyi- Dekta bedeutend zurück- gegangen. Für Holzschlaggebühren finden Ivir nur noch 5700 M. gegen 20 795 M. im Vorjahr angesetzt, und die Einnahmen aus dem Forstbetrieb selbst haben sich auch um 23 600 M. vermindert. Das Ganze also ein Bild Wirts chaftlichen Rückganges. Dagegen sind die Polizei straf gel der und die Einnahmen aus dem Kranken- hausbetrieb gestiegen, letztere sogar von 10 000 auf 30 000 M. Die neue Ein nah m e quelle von 36 000 M. für Abgabe von fris chj: m Tri nkiv asser vor allem an die Tanipfer möge nur als S t i n: m u n g S b i l d für o st a f r i k a- nischc Verhältnisse nebenbei erwähnt sein. Das Interessanteste an den, ganzen Etat ist aber sicher der Bericht über die U s a in- barabahn. Ein Konnnentar ftir diesen ist nicht nötig. Wer die nachfolgenden Zahlen lieft, wird genau wissen, was er von der Z u- kunft oft afrikanisch er Bahnen trotz aller Lob- Hudeleien zu denken hat. Die Gesamteinnahmen der Bahn sind nämlich statt vorwärts- ganz bedeutend zurück- gegangen und zwar wie folgt: Personen- und Gepäckverkehr 50 400 M. gegen 63 880, Güterverkehr...... 98 300„„ 164 640. In Südwest-Afrika könnte man meinen, daß etwas mit dem Sparen begonnen sei. Der Reichszuschuß vermindert sich näm- lich uni 1,4 Millionen und der ganze Etat um 1 Million. Doch ist dieses Sparen nur scheinbar. Nach Vollendung der Bahn nach Windhoek fallen nämlich 1,5 Millionen einmalige Kosten des vor- jährigen Etats weg. In unsrer Kolonie find sogar die eignen Ein- nahmen gestiegen, vor allem die Zölle von 750,000 M. auf 1 Million. Aber auch hier sind die Freude und der Glanz nur äußerlich. Die Ausfuhrzölle kommen nämlich hierbei nur mit ganzen 50 000 M. in Betracht; volle 950000 M. sollen die Einfuhrzölle bringen. Man hat zu diesem Zweck neue Zollpositionen geschaffen. Civil- und Militärverwaltung verlangen 70,000 resp. 80,000 M. mehr. Die Verwaltung der Eisenbahnen bedarf 1,2 Millionen gegen 8,6 des Vor- j a h r e s. Die Einnahmen daraus betragen 0,9 Millionen gegen 0,3 in 1902. Also auch hier können die Einnahmen noch nicht einmal die Betriebskosten decken. Die Einnahmen setzen sich in der Hauptsache aus den folgenden beiden Posten zusammen: Personen- und Gepäckverkehr 91 680 M. gegen 90 000 in 1902, Güterverkehr...... 800 000„„ 740 000„„. Der ganze Personenverkehr hat sich aber nur um 1680 M. ge- steigert! Wie eS mit dem Güterverkehr nach Ausbau der Bahn steht, muß erst die Zukunft zeigen. Wenn man bedenkt, daß die Bahn im ganzen rund 16 Millionen gekostet hat, daß jährlich noch sicher 2- bis 300 000 Mark für den Bau nötig sein werden, neben den 1,2 Millionen, die jetzt schon der Betrieb kostet, so kann kaum behauptet werden, daß das Unternehmen jemals auf eine Renta- b i l i t ä t hoffen läßt. Natürlich hat auch Südwest für den Jstetat von 1901, wie fast alljährlich, ein D esieit, und zwar diesmal von 0,6 Millionen aufzuweisen. Neu-Guinea, die Karolinen und Samoa können ruhig außer Be- trachtung bleiben, denn sie sind bisher tote Glieder in u n s e r m Kolonialbesitz!" Und für solche„Kolonien" leisten wir uns den ausschweifenden Sport einer Milliardenflotte l— Hiidtand. Ter Paiiamakanal- Bertrag ist vom Präsidenten Roosevelt dem Senat zur Genehmigung vor- gelegt worden. Der Vertrag sieht eine' einmalige �Zahlung von 10 Millionen Dollar in Gold seitens der Vereinigten Staaten an Columbien vor sowie eine jährliche Zahlung von 250000 Dollar. Hierfür tritt Columbien einen sechs Meilen breiten Land- streifen an die Vereinigten Staaten ab, Ivelche daS Recht erhalten, Truppen zum Schutze des abgetretenen Gebietes zu entfenden, falls Columbien dazu nicht in der Lage ist. Der Vertrag wird auf hundert Jahre abgeschlossen und kann auf Wunsch der Vereinigten Staaten erneuert werden. Die Vereinigten Staaten erhalten ferner die Gerichtsbarkeit ftir die mit dem Kanal in Verbindung stehenden Gewässer und alle Hafenabgaben für die durch den Kanal fahrenden Schiffe. Der Senat überwies den Vertrag der Kommission für aus- wärtige Angelegenheiten. Der Beschluß, den Panamakanal zu bauen— an die Ausführung darf nian bei der Unternehmungslust und dem Reichtum der Ver- einigten Staaten nicht zweifeln— bedeutet, schreibt die„Rheinisch- Wests. Ztg.", ftir dieses Land mehr als einen wirffchaftlichen Sieg, es ist ein politisches Ereignis ersten Ranges. Denn nicht etwa wird dieser Kanal als internationales Friedenswerk gebaut, sondern er wird die einheitliche Verbindung der militärischen Macht der Bereinigten Staaten herstellen. Im Kriegsfalle ist er den feindlichen Mächten geschlossen, aber er verdoppelt die maritime Macht der Vereinigten Staaten, indem das atlantische Geschwader der Vereinigten Staaten schnell zum paeifischen Geschwader stoßen kann, wie umgekehrt. Er hat noch größeren Wert für den Machthaber, als für uns der Nord- Ostsee-Kanal, der die Verbindung der Ostsee-Kriegsschiffe nnt der deuffchen maritimen Macht der Nordsee unbehindert vor dem Feinde gestattet. Die Vereinigten Staaten schreiten fort auf ihrer stolzen Laufbahn als Weltmacht.— Oestreich-Ungarn. Die Zuckerkontingentierungs-Borlage wurde im östreichischen Ab- geordnetenhause nach kurzer Debatte dem Zuckersteuer- Ausschuß überwiesen und die Sitzung geschlossen. Die nächste Sitzung findet Mittwoch statt.— Schweiz. Volksabstimmung und neues Referendum. Zürich, 22. Januar. sEig. Ber.) Der Bundesrat hat die Volksabstimmung über den Zolltarif auf Sonntag. den 25. März, angesetzt und damit das Signal zur Organisation der Agitation für die Annahme desselben den Ueberzöllnern gegeben. Es werden kantonale Aktionskomitees mit Parlamentariern und andren Politikern an der Spitze gebildet mid es steht .für die nächsten zwei Monate eine rührige und wohl auch teil- weise wilde Agitation, die vor Lügen und Entstellungen nicht zurüctschreckt, in sicherer Aussicht. Sind doch bereits während der Bewegung für die Unterschriftensammlung von einem aar- gauischen Dorfvertreter, der vorschriftsaemäß die Unterschriften beglaubigen sollte, die Bogen zerrissen, in einem andern Landesteile die zollgegnerischen Metzger boykottiert worden; vielfach, namentlich in dem urdemokratischen Kanton Glarus, ist von Fabrikanten ihren Arbeitern die Unterzeichnung der Referendumsbogen verboten worden und ähnliche Praktiken und Vergewaltigungen werden auch bei der Volksabstimmung geübt werden. Darin bekundet sich deutlich die Halbheit der politischen ohne die wirtschaftliche Freiheit. Die von den Zollgegnern aufgebrachte Unterschristenzahl von 110 045 hat doch auf die Ueber- zöllner Eindruck gemacht, während sie die Tarifgegner zu neuer Kraftentfaltung au; den Abstimmungstag hin ermutigt. Das am letzten Sonntag in Biel versammelt gewesene soeialdemokratische Parteikomitee hat der Geschäftsleitung den Aufwag erteilt, eine rege Agitation gegen den Zolltarif zu betreiben. Gleichzeitig hat dasselbe auch beschlossen, gegen das sogenannte M a u l k r n t t e n g e s e tz das Referendum zu ergreifen und 30 000 Unterschriften zu sammeln. Da die Verordnungs- frist schon mit dem 24. März abläuft, so bedarf es neuer großer Rührigkeit, um diese immerhin bewächtliche Unterschriftenzahl aufzubringen, umsomehr, da hierbei von andrer Seite kaum Unterstützung zu erwarten ist. Etwas andres wird es dann sein, wenn es darüber zur Volksabstimmung kommt, dann iverden weite Volkskreise, ohne auch die bürgerlichen Politiker und Parteiführer zu hören, das Maulkrattengesetz verwerfen.— Frankreich. Die Friedensdebatte, deren Anfang wir gestern im Depeschenteil gegeben haben und der wir an andrer Stelle einige Bemerkungen widmen, endete wie folgt: Nach Wiederaufnahme der Sitzung fragt R i b o t Jaurss, wes- halb er gesagt habe, daß der Dreibund niemals einen offensiven Zweck gehabt habe. Jaurss ruft, weil es w a h r i st. Ribot meint: M ü s s e n wir denn das sagen? Sie spielen sich als Re- Präsentanten der Absichten Deutschlands auf und haben auch mit Enthusiasmus die Ereignisse in Kronstad gefeiert.... JaursS erwidert, ich habe es nie geleugnet. Ribot fährt als- dann lfort, es genüge nicht zu sagen, daß Elsaß-Lothringen das Recht für sich habe, und daß man der Zukunft alles vorbehalten müsse; internationale Schwierigkeiten regelten sich nicht mit Worten; aber besser sei, diese Frage nicht zu be- rühren; man solle sich lieber mit den U m t r i e b e n beschäftigen, wodurch die Armee desorganisiert werde, man solle das abscheuliche Pamphlet gegen die Armee desavouieren, der Kriegs- minister müsse seine Sprache in Einklang setzen mit der Wirklichteit. Kriegsminister Andrs erwidert, er halte die Klagen Dejeantes, daß die Kriegslasten mehr ans dem Proletariat als auf dem Bürgerstande lasten, für begründet; das Gesetz be- Westend die zweijährige Dienstzeit werde die Ungleichheiten ebenen; der Krieg sei eine Geißel, aber der Verlust der Unabhängigkeit sei die größte Geißel, der Pawiotismus sei das Erbteil aller; durch ihn gelange man zu einem allgemeinen Frieden; aber eine starke Armee sei die beste Gewähr des Friedens; Frankreich verdanke das Bündnis mit Rußland seiner Macht; er suche stets den Gehorsam gegen das Gesetz und die Regierung und die Achtung vor der Manneszucht auftechtzuerhalten; aber er bedauere, in der Armee katholische Klubs zu finden; er werde sich mit dem Minister- Präsidenten ins Einvernehmen setzen, um sie aufzulösen; auch Pamphlete gegen die Armee werde er nicht dulden. Die Kammer lehnt alsdann mit 371 gegen 63 Stimmen eine Tagesordnung des Interpellanten Dejeante ab und nimmt mit 453 gegen 37 Stimmen eine Tagesordnung Roch an, durch welche die Erklärungen der Re- gienmg gebilligt Iverden. Darauf wird die Sitzung geschlossen.— Rußland. Neue Studentenverfolgungen. Der„Frankfurter Zeitung" wird aus Petersburg gemeldet: Unter der Studentenschaft kamen neuerdings wieder zahlreiche Verhaftungen und ad- ministrative Maßregeln vor. Es scheint, daß mit dem Herannahen des ominösen Stistungstages der Universität(21. Februar) die politische Agitation wieder lebhafter wird. Afrika. Marokko.„Daily Mail" meldet aus Tanger: Der Sultan und der Präsident konzentrieren ihre Truppen im Hinblick auf den bevor st ehenden Entscheidungs- kämpf. Die letzten Nachrichten besagen, daß die Lage in Fez sich verschlimmert hat. Der Zusammenstoß beider Heere wird wahr- scheinlich 18 Kilometer vor der Stadt Fez(?) stattfinden. Die letzte Post aus Fez ist nicht eingewoffen.— Pami-I�admckten. Stadtverordnetenwahl in Braunschweig. Bei den am Sonnabend vorgenommenen Wahlen der dritten Klasse eroberten unsre Partei- genossen— wie uns telephonisch mitgeteilt wird— zwei Bezirke, während sie in zwei andren in eine aussichtsreiche Stichwahl kommen. Gewählt sind die Genossen Jasper und Wiehle, in Stichwahl kommen die Genossen Herzberg und Wesemeier. polizeiliches, GcrichtUchcs ukw. Ein Gewerkschaftskartell als politischer Berein nach§ 8 des preußische» Bereinögescbes. Die Sitzung des Gewerkschastskartells für Halle a. S. und Um- gegend vom 7. Februar 1902 wurde polizeilich �aufgelöst, weil sich zwei weibliche Delegierte trotz der Aufforderung des über- wachenden Beamten nicht entfernten. Die Polizeiverwaltung billigte die Auflösung, indem sie das Gewerkschaftskartell fiir einen politi- scheu Verein gemäß 8 8 des preußischen Vereinsgesetzes erklärte, an dessen Versammlungen Frauen nicht teilnehmen und dem sie auch als Mitglieder nicht augehören dürften. Der Vorsitzende, Re- dakteur Ad. Thiele, klagte darauf beim Bezirksausschuß und besttitt, daß daS Gewerkschaftskartell überhaupt ein„Verein" im Sinne des Vereinsgesetzes sei. Weiter wurde bestritten, daß das Gewerkschaftskartell bezwecke, gemäß§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes„in Versanmilungen politische Gegenstände zu erörtern."— Der Bezirksausschuß in Merseburg wies jedoch die Klage ab und führte u. a. aus: Das.Kartell sei zunächst als ein Verein anzusehen. Als wesentlich für den Begriff eines Vereins im Sinne des öffent- lichen Rechts habe zu gelten das Dasein eines auf einem Verttage beruhenden Rechtsverhältnisses, durch welches eine Mehrheit von Personen zu einem ihnen gemeinsamen Zweck mittels Unterordnung unter eine organisierte WillenSmacht nach außen hin zu einer Einheit zusammen geschlossen wird. Das treffe auf das Gewerkschaftskartell zu. Nun berufe sich Kläger auf ein Urteil des Ober-Verwalttmgsgerichts, wonach das Berliner Gewerkschaftskartell kein„Verein" sei, weil nicht physische Personen, nicht die Delegierten, sondern die GeWerk- schaften, die sie entsandten, im Kartell zusammen geschlossen seien und ein rechtliches Band nur zwischen den Gewerkschaften bestehe und die Delegierten nur zu ihrer eignen Gewerkschaft rechtliche Beziehungen hätten. Das treffe aber nach Ansicht des Gerichts auf das Gewerkschaftskartell für Halle nicht zu. Allerdings entsende nach dem Regulativ(Statut) von 1896 jede organisierte Gewerkschaft Delegierte in das Kartell. Nach demselben Regulativ gelten aber diese Vertteter nach Einhändigung des ihnen von dem Bureau auszustellenden Mandats an den Vorsitzenden des Kartells als Mit- glieder des Gewerkschafts kartells. Damit sei die Wechsel- seitige persönliche rechtliche Verbindung der Delegierten unter ein- ander hergestellt. Es handle sich also um einen Verein. Dieser bezwecke aber auch, ti Versammlungen politische Gegenstände zu erörtern, denn ei sei wiederholt in seinen Versammlungen die Maifeier zum Gegenstande der Erörterung gemacht worden. Und auch über die Stadtverordnetenwahlen habe man ge- sprachen, wobei der Referent Albrecht das Dreiklassen- Wahlsystem das elendeste aller Wahlsysteme genannt habe. Gegen dieses Urteil legte Genosse Thiele Berufung beim Ober- Verwaltungsgericht ein, vor dessen ersten Senat die Sache am 23. Januar zur Verhandlung kam.— Rechtsanwalt Wolfgang Heine vertrat den persönlich anwesenden Kläger. Der springende Punkt sei, ob man es hier überhaupt mit einem„Verein" im Gesetzessinne zu thnn habe. Zu berücksichtigen sei ein Urteil de-Z Kammergerichts in Sachen des Harburger Gewerkschaftskartells und das Urteil des Ober-Verwaltungsgerichts, betteffend das Gewerkschats- kartell in Berlin. In beiden Fällen seien die Kartelle nicht als Vereine angesehen worden, weil die Gewerkschaften, vertteten durch ihre von ihnen gewählten Delegierten, zusammengetreten seien, nicht aber eine Bereinigung physischer Personen vorläge. Genau so lägen die Dinge bei dem Halleschen Kartell, da nach dem Regulativ desselben jede neutral- oder lokalorganisierte Ge- werkschaft Delegierte zu entsenden habe. Nicht zwischen physischen Personen bestehe das Band, sondern zwischen den Gewerkschaften. Das sei der faktische Zustand und nur darauf komme es an. Sei aber das Kartell kein Verein, dann komme das übrige nicht mehr in Betracht.— Aber auch im andern Falle wäre das Kartell kein Verein im Sinne des§ 8 des Vereinsgesetzes, denn es bezwecke nicht,„in Versammlungen politische Gegenstände zu er- örtern". Was die vorgelegten Polizei-Akten über Verhandlungen und Beschlüsse des Kartells über die Maifeier, die Vorbereitung der Gewerbegerichts-Wahlen:e. enthielten, spreche nicht für einen solchen Zweck. Nach einem Reichsgerichts- Urteil seien Gruppen, die zusammen kämen, nicht uin das Reden als Selbstzweck zu betteiben, sondern um bestimmte Dinge vorzubereiten, niemals Vereine gemäß§ 8 des Vereinsgesetzes, weil ihr Zweck nicht sei, in Versammlungen politische Gegenstände zu erörtern. So läge es auch bei den Gewerffchafts-Kartellen.— Andrerseits könne wohl der erste Mai als politischer Gegenstand erörtert werden, er müsse es aber nicht. Wenn die Gewerkschaften in ihrem Kartell davon sprächen, wie sie mit den Arbeitgebern ver- handeln wollten, um eine gütliche Vereinbarung über das Ruhen- lassen der Arbeit am ersten Mai zu erzielen, so sei das keine politische Angelegenheit und ebensowenig, wenn über die Unter- stützung der Gemaßregelten von der Maifeier gesprochen werde. Darum sei garnichts damit gesagt, daß über die Maifeier gesprochen worden sei. Und wenn die Gewerkschaften einen Arbeitsnachweis errichten wollten und über die Zweckmäßigkeit eines Zusammengehens mit den städtischen Körperschaften in dieser Angelegenheit berieten, dann sei das ebenfalls keine polittsche Angelegenheit. Es halte sich das lediglich im Rahmen des 8 152 der Gewerbe-Ordnung. Der Anwalt bezweifelte die Richtigkeit mancher der vorgelegten Polizei- berichte und machte sich anheischig zu beweisen, daß das Gewerkschafts- kartell seine meiste Zeit auf die Erledigung rein gelverkschastlicher Angelegenheiten verwandt habe und daß Albrechts Aeußerung über das elendeste Wahlsystem nur ganz nebenbei gefallen sei. Das Ober-Verwaltungsgericht wies die Berufung ab und führte aus: Allerdings erfordere der Begriff des Vereins eine Mehrheit physischer Personen. Darum handele eS sich aber beim Hallischen Gewerkschaftskartell; es ergebe sich das aus dem Regulativ, das ausdrücklich die Delegierten als Mitglieder des Kartells bezeichne. Dazu käme noch, daß man dem Bor- sitzende» der Arbeitersekretariats-Konimission und dem Arbeitersekretär Sitz und Stimme im Kartell auch fiir den Fall eingeräumt habe, daß sie nicht von ihrer Gewerkschaft in das Kartell delegiert würden. Eine Mehrheit physischer Personen sei hier gegeben. Eine Organisation des Kartells sei mich als vorhanden anzunehmen. ES läge ein verttagliches Zusammenwirken auf dem Gebiete der Vermögens- Verwaltung vor, und auch nach außen habe sich das Kartell als geschlossene Einheit zu erkennen gegeben.— Wenn eingeworfen werde, eS handle sich um Wahlen der Gewerkschaften bei der Zusammensetzung des Kartells, so sei darauf zu bemerken, daß die Wahl nur die Veranlassung des Zusammentritts sei; entscheidend sei die Annahme der Wahl. Schließlich sei noch der Zweck der Erörterung polittscher Angelegenheiten in Versammlungen zu bejahen. Das Regulativ selbst schreibe unter Nummer 7 vor, daß zu den Zwecken des Kartells auch gehöre: die Erledigung der Vorarbeiten für die Wahlen zum Gewerbegericht, die Aufstellung der Kandidaten und die Agitatton für die Gewerbe- gerichtswahl. Das solle natürlich auch in den Sitzungen des Kar- tells erörtert werden und sei eine polittsche Angelegenheit. Die Sitzungen des Kartells seien aber mit Rücksicht auf die große Zahl der Teilnehmer als Versammlungen im Sinne des Gesetzes vorzu- sehen.(Das Kartell zählt etwa 40 Mitglieder und deren Vertteter.) Somit sei die Auflösung der Versammlung wegen der Anwesenheit von Frauen berechttgt._ Hue Induftne und FtondcU Deutschlauds Aiißenhandel Ii« Jahre 1902. Nach dem vom Kaiserlichen Stastistischen Amt soeben herausgegebenen Dezemberheft der monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel des deutschen Zollgebiets betrug im Jahre 1902: Die Einfuhr in Tonnen zu 1000 Kilogramm: 43 340 340 gegen 44 304 857 und 45 911 799 in den beiden Vorjahren, daher weniger 964 517 und 2 571 459. Von 43 Zolltarifnummern lassen 22 eine Zunahme, 21 eine Abnahme der Einfuhr ersehen. Wesentlich hat nur die Einfuhr von Material- usw. Waren zugenommen(See- fische, Südfrüchte, Dörrobst, Reis, Salz). Starke Ausfälle zeigt die Einfuhr von Holz, Erden, Erzen, Eisen und Eisenwaren, sowie Kohlen. Die Ausfuhr in Tonnen zu 1000 Kilogramm: 35 029 717 gegen 32 363 495 und 32 631747 in den Vorjahren, daher mehr 2 666 222 und 2 347 970. Es zeigen 34 Zolltarifnummern eine verstärkte, 9 eine geringere Ausfuhr. Bedeutend höher war die Aus- fuhr von Kohlen, Eisen- und Eisenwaren, Erden. Erzen, Material- waren, Spiritus, Kartoffelmehl, Reisgries, Graupen, Reis. Salz, Rohzucker, ferner von Papier, Abfällen. Tonlvaren. Bemerkenswerte Rückgänge zeigten nur Getreide und Maschinen. "Wie in den Vorjahren wurden auch diesmal mit Ausnahme von Getreide, Mehl, Rohzucker, Wolle die für 1001 festgestellten EinheitS- werte vorläufig zu Grunde gelegt, die bei der im Februar 1903 statt- findenden endgültigen Feststellung durch die Sachverständigen des Kaiserlichen Statistischen Amts sich aber voraussichtlich wesentlich ändern werden. Nach jener provisorischen Be- rechnung betrugen die Einfuhrwerte in 1000 M.: 5711 967 gegen 5 710 333 und 6 042 992 in den beiden Borjahren. Edel- metalleinfuhrwerte: 179 998 gegen 289 103 und 277 378. Die Ausfuhrwerte betrugen in 1000 M.: 5 006 711 gegen 4 512 646 und 4 752 601 in den Vorjahren, daher mehr 494 065 und 254 110. EdelmetallausfUhrwerte: 133 516 gegen 81 193 und 141 220 in den zwei Vorjahren. Die stärkste Zunahme der Werte zeigt sich bei Eisen und Eisenwaren(-ff III Millionen Mark). Der Wert dieser Waren wird voraussichtlich sehr herabgesetztwerden. Wesentlich höhere Werte brachte ferner die Ausfuhr von, Baumwolle und Baumwollwaren, Farbwaren, Erden, Erzen, Edelmetallen, Haaren, Hopfen, Kautschuk, Kupfer, Leder, literarischen und Kunstgegenständen, Materialwaren, Oel und Fetten, Papier. Seide, Kohlen, Wolle und Waren daraus, Zink, Abfällen. Betrügereien bei der Auslosung der vierprozentigen rumänischen giente. Wie die„Agenee Ronmaine" meldet, wurden der Vicedirektor des öffentlichen Schulddienstes. Parisianu, und der Bureauchef dieses Amtes, Dimitresco, unte»' der Beschuldigung verhaftet, in den Jahren 1899 bis 1901 Veruntreuungen bei den Amortisationsziehungen der 4prozentigen rumänischen Rente begangen zu haben. Sie wurden dazu durch zwei kleine Bukarester Bankiers, mit Namen Albahany und Behar, verleitet, die vor den Ziehungen Stücke der Rente kauften und mit Hilfe der be'den genannten Beamten betrügerischerweise bewirkten, daß ihre Titres gezogen wurden, wobei sie aus der Differenz zwischen dem Parikurse und der damals sehr niedrigen Notierung der Rente Nuken zogen.. Als Albaharh und Behar Deutfches Reich. daß sie sich leider während der ganzen Sizung nicht sehen ließen. Der Steinbildhauer- Streit in Leipzig dauert fort. Die Ver- Indessen nahm die Sigung ihren Gang; die schon zur Gewohnheit ihre Spekulation scheitern sahen, machten sie bei dem Minister einen handlung vor dem Einigungsamt, von der man die endgültige Bei- gewordenen Verdrehungen, Verdächtigungen und sogar die unge= Erpressungsversuch, indem fie unter der Drohung, die Angelegenheit legung des Streiks ganz bestimmt erwartet hatte, brachte nicht das zogenen Zwischenrufe einiger Herren richteten sich in Abwesenheit Erpressungsversuch, indem fie unter der Drohung, die Angelegenheit gewünschte Ergebnis. Die Einigung scheiterte, wie die„ Leipziger unsrer Genossen nun an eine andre Adreſſe. Diesmal war es Herr zu verbreiten und so dem Kredit Rumäniens zu schaden, eine halbe zu verbreiten und so dem Kredit Rumäniens zu schaden, eine halbe Bolkszeitung" mitteilt, an der Hartnäckigkeit der Arbeitgeber, einhausen, der sich die Ungnade der Hausbesitzer mit uns Justizbehörde, welche Behars Verhaftung veranlaßte; Albahary er- welche durchaus den Stundenlohn einführen wollen, während die Ge- ohne Haus" zugezogen hatte, weil er von seinem guten Recht als griff die Flucht nach dem Auslande, wurde aber in Nizza verhaftet. hilfen darauf bestehen, daß ihnen Tagelohn gewährt wird. Eine Ver- Gemeindeverordneter Gebrauch gemacht hatte und außerdem angeb Dem Berliner Tageblatt" wird betreffs der Angelegenheit sammlung der Steinbildhauer hat einstimmig beschlossen, den Kampf lich die braven Hausbefizer beleidigt haben sollte. Ein fürchterliches in verschärfter Form weiter zu führen. Million verlangten. Als Antwort verständigte der Minister die weiter aus Bukarest berichtet: Es ist schon längst aufgefallen, daß bei den Verlosungen 4proz. rumänischer Rentenpapiere nur solche Nummern gezogen wurden, die sich nicht im Besize der ausländischen Banken befanden... Die ausländischen Bantfirmen, die im Besitz rumänischer Titres waren, glaubten anfangs, es wäre ein Zufall, daß bei den Verlosungen nie ein Papier gezogen wurde, das sich in deren Besiz befand, als sich aber dies stets wiederholte, schöpften sie Verdacht und schenkten der Sache mehr Aufmerksamkeit. Besonders auffällig war ihnen, daß ein Bukarester unbedeutender Bankier größere Summen rumänischer Titres ankaufte, und ihr Befremden wuchs, als sie nach einigen Wochen im rumänischen Amtsblatt lesen konnten, daß gerade diejenigen Nummern, welche der betreffende Bankier angekauft hatte, alle gezogen wurden. Durch eine diesbezügliche Anzeige an den Finanzminister soll der Betrug aufgedeckt worden sein. Dan. Albahany, der Inhaber einer kleinen Wechselstube in Bukarest, im Verein mit dem Direktor der Buchhalterei Alexander Parisianu sowie dem Bureauchef des Dienstes der öffentlichen Schuld im Finanzministerium, benutten die niedrigen Kurse der Jahre 1899, 1900 und 1901, um die Grundlage zu einem Verbrechen zu legen, das ihnen reiche Beute die Grundlage zu einem Verbrechen zu legen, das ihnen reiche Beute abwerfen sollte. Dan. Albahaný kaufte eine größere Anzahl 4proz. Titres an, und Parisianu sowie Dimitrescu toußten es stets so einzurichten, daß die im Besize Abahanhs befindlichen Titres gezogen wurden, Bei diesem Schwindel iſt auch ein gewisser Behar von der Firma Aftalion u. Behar beteiligt. Die Entdeckung des Betruges hat begreiflicherweise große Sensation hervorgerufen. Abahanh begründete seinen plötzlichen Reichtum damit, daß er erklärte, er habe das große Los in der türkischen Lotterie gewonnen. Deutsche Roheisenproduktion im Jahre 1902. Nach Ermittelung des Vereins deutscher.Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisen- Erzeugung des Deutschen Reiches( einschließlich Luremburgs) im vergangenen Jahre auf 8402 660 Tonnen gegen 7 785 887 Tonnen im Jahre 1901. Es übertrifft also die Produktion des Jahres 1902 die des Jahres 1901 um rund 617 000 Tonnen, bleibt dagegen gegen jene des Jahres 1900 um etwa 118 000 Tonnen zurück. Erweiterung des Nordatlantischen Dampferlinien- Verbandes. Der Nordatlantische Dampferlinien- Verband und die im amerikanischen Trust vereinigten Dampfergesellschaften haben in Köln eine mehrtägige Bersammlung abgehalten und als neues Mitglied die französische Compagnie générale transatlantique" in thre Vereinigung aufgenommen " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " 1 " Scherbengericht, bei welchem Herr Buhrow den Ankläger spielte, wurde über den Sünder abgehalten. Der Gemeindevorstand hatte Der Centralverband der Elektromonteure hat sich wie die noch ein übriges gethan und einen funkelnagelneuen Maulforb für Metallarbeiter- Zeitung" mitteilt aufgelöst. Seine Mitglieder die Herren Gemeindeverordneten zuschneiden lassen, der jedoch in treter unter teilweiser Anrechnung ihrer Mitgliedschaft auf die geheimer" Sibung anprobiert werden sollte. Es gelang schließlich, Karenzzeiten in den deutschen Metallarbeiter- Verband über. diese Anprobe in die öffentliche Sihung zu verlegen und das Ende Zimmerer- Verbandes haben einen Kartellvertrag vereinbart, der den wird, Stillschweigen zu bewahren, zurückzog. So endete die ganze Die Centralvorstände des Bauarbeiter, des Maurer- und des vom Liede war, daß der Gemeindevorstand seinen Antrag, über alles, was in geheimer Sizung oder. in Kommissionen verhandelt im Frühjahr stattfindenden Berbandstagen der betreffenden Organis Geschichte wie das Hernberger Schießen. Die neue Umsat fationen zur Beschlußfassung vorgelegt wird. Das Kartell soll sich steuer- Ordnung, welche eine Steuer von 1 Proz. für bebaute erstrecken auf gemeinsame Berständigung in taktischen Fragen, bei und 2 Proz. für unbebaute. Grundstücke vorsieht, wurde angenommen; Lohnbewegungen und Streits. Bei der Agitation foll darauf hierauf wurden 300 M. für ärztliche Beaufsichtigung der Ziehkinder gehalten werden, daß die am Bau Beschäftigten der Organisation bewilligt. Eine Petition der Volksschullehrer um Erhöhung ihrer ihres Berufs angehören. Für Beitragsleistung und Streit- Unter- Gehaltsbezüge wurde nach längerer Debatte bis zur Etatsberatung tüzung sollen möglichst einheitliche Normen festgesetzt werden. Von angemeldeten Lohnbewegungen sollen sich die Centralvorstände gegenseitig Mitteilung machen. Lassen sich die Unternehmer auf Lichtenberg. Die Gemeindevertretung nahm in ihrer letzten Sizung unterhandlungen ein, aber nicht mit allen an der Lohnbewegung die Wahl mehrerer Schiedsmänner vor und erteilte die ausnahmsresp. dem Streit beteiligten Berufen, dann ist bei den Unterhandlungen weise Bauerlaubnis für ein Grundstück am Weißener Weg und an falls Vereinbarungen getroffen refp. Zugeständnisse gemacht werden. die sich bei den baulichen Unterhaltungskosten der Schulgebäude und nach Möglichkeit dahin zu wirken, daß für die Nichtbeteiligten eben der Siegfried- und Wagenerstraßen- Ecke. Die Etatsüberschreitungen, Weiter wird festgesetzt, daß bei einem Streit, an dem mir einzelne bei den Bureau- Utensilien im Gesamtbetrage von 3600 m. notwendig Gewerbe beteiligt sind, die Nichtstreikenden den Streitenden gegen gemacht haben, wurden bewilligt. über zur Solidarität verpflichtet sind, d. h. daß sich die zu den Berufen der Streikenden gehörenden Arbeiter alle dem Streit anschließen und daß irgendwelche Arbeiten der Streifenden von den verwandten Berufen nicht verrichtet werden. Anschließend an den Startellvertrag ist auch eine Vorlage ausgearbeitet, die die Aufnahme berufsfremder Arbeiter und deren Uebertritt aus der einen Organi fation in die andre regelt. Husland. Der Streit der Wiener Konfektionsschneider. Die Verhandlungen, welche der Ober- Gewerbe- Inspektor zur Beilegung des Streiks an auf der einen Seite die Konfektionäre, auf der andern Seite gebahnt hat, find im Gange. An den Verhandlungen find Vertreter der Schneider- Genossenschaft( Junung), der Stüdmeister sotvie der Arbeiter beteiligt. Es ist zunächst ein Tarifentwurf aus gearbeitet worden, dessen Beratung am Sonnabend beginnen sollte. Der Streit der Fuhrleute in Amsterdam hat mit einem Siege der Streifenden geendet. Es ist eine Tarifgemeinschaft zu stande gekommen, die bis Ende 1905 gelten soll. Die Forderungen der FuhrTeute wurden in allen wesentlichen Bunkten bewilligt. bertagt. Zur Vorbereitung der Wahl eines besoldeten Schöffen ist zu melden, daß auf die Ausschreibung der Stelle 20 Bewerbungen eingegangen sind. Es wurde eine gemischte Kommission von drei Vorstandsmitgliedern und sechs Gemeindeverordneten gewählt. Unfre Genossen entsandten in dieselbe C. Schulz und D. Grauer. Ausgelost wurden in derselben Sigung die Genossen Treue ( Nichtangesessener), Zimmermann( Angesessener) und Franke( Angesessener), dessen Mandat durch Ableben freigeworden ist. Es muß demnach der 3. Kommunal- Wahlbezirk Wartenbergstraße, Gürtel- und Kronprinzenstraße mit Nebenstraßen und Frankfurter Allee 198 bis 177) einen Angefeffenen und einen Nichtangesessenen wählen, der straßen) einen Angesessenen. Aus der 1. Abteilung scheiden aus die 4. Kommunal- Wahlbezirk( Jungstraße bis Kreuzigerstraße und NebenHerren Beister, D. Weigel und Alb. Stoch. Die 1. Abteilung hat für die Herren Röder und Tiedtke neue Vertreter zu wählen. Abgelehnt wurde die Dringlichkeit für einen Antrag unsrer Genoffen, der offizielle Verhandlungen mit den Nachbargemeinden Rummelsburg, Stralau und Friedrichsfelde bezwecke, damit durch gemeinsame Aktion das Zusammenlegen der Gemeinden zu einer Stadtgemeinde und zum gemeinsamen Ausscheiden aus dem Kreise Nieder- Barnim erfolge. Der Antrag wird auf die Tagesordnung der nächsten Sigung gestellt werden. In Friedrichsfelde soll die Gemeinde- Knabenschule zu einer Die GemeindeDer Kampf um das Koalitionsrecht der Hafenarbeiter in Däne mart. Die Handelsvereinigung in Odense hat vor einiger Zeit beschlossen, sämtliche organisierten Hafenarbeiter vom 1. April d. J. Die Redaktion der Einigkeit" sendet uns folgende Zuschrift: ab auszusperren, und jetzt schon befaßt sie sich mit der Anwerbung siebenstufigen umgestaltet werden. Es ist zum 1. April wie zum Zu Ihrem Artikel im„ Vorwärts" vom Sonnabend betreffend von Streifbrechern zur Bildung ciner sogenannten Hafenzunft. Alle 1. Oktober je eine neue Lehrkraft notwendig; die Mittel hierfür sind Die Einigkeit" entgegnen wir mit Weglaffung aller Neben- Versuche des Dänischen Arbeitsmanns- Verbandes, auf friedlichem von der Gemeindevertretung bewilligt worden. fachen, daß wir Frieden und Friedensbedürfnis im Gewerkschaftsege das Koalitionsrecht der Hafenarbeiter zu retten, blieben er vertretung specialisierte ferner, der Aufforderung der Regierung streit schon seit Jahren vertreten und einen wirklichen, ebrfolglos. Nun befaßte sich am Dienstag eine große, von 2000 Personen entsprechend, die im vorigen Jahre beschlossene Aufbesserung der streit schon seit Jahren vertreten und einen wirklichen, ehr besuchte Parteiversammlung mit der Frage und beschloß einstimmig, Lehrergehälter. Die freiwillige Feurwehr im Ortsteil Karlshorst lichen Frieden mit Ernst suchen. Wir protestieren ganz entschieden dagegen, daß wir angeblich den Zwiespalt die Hafenarbeiter in ihrem Stampfe auf jede Weise zu unterstützen. erhält 300 M. Jahressubvention, auch soll hier für Feuerwehrzwecke alle diejenigen Geschäfte, die mit solchen Handelshäusern oder ein Grundstück erworben werden. aufrecht erhalten wollen, und erklären diese Unterstellung Die Gemeindewählerliste liegt wochentags von 9-1 als falsch. Man erkenne die Organisationen der Lokalisten Fabriken, welche die Pläne der Handelsvereinigung unterstützen, als gleichberechtigte Gewerkschaften an und der Friede wird mit birekt oder indirekt in Verbindung stehen, sollen bontottiert werden. und 3-5 Uhr im Gemeindebureau, Schloßstr. 24, zu jedermanns unsrer Beihilfe sehr schnell geschlossen. Wir können aber eine Unter- Der Verband hat bereits dafür gesorgt, daß ein andrer Mann die Einsicht aus. Wenn wir auch in der dritten Klasse in diesem Jahre Wahl zu erwarten haben, fo ist eine Einsicht werfung unter die Verbändlerei nicht als Frieden betrachten und Arbeiten im Hafen übernimmt, so daß Ersatz für den Unternehmer feine nahme doch zu empfehlen. Wer keine Zeit hat, wende sich an Otto suchen die Friedensstörer unter denjenigen Personen, die diese Unter der Handelsvereinigung vorhanden ist. Pinseler, Luisenstr. 15, 1 Tr. werfung in irgend welcher Form vertreten, weil die Verbändlerei, wie wir erwiesen zu haben glauben, zur Versumpfung des proletarischen Kampfes der Arbeiter führt. " " " Berliner Partei- Angelegenheiten. In Wilmersdorf spricht heute abend 7 Uhr bei Witte, BerlinerStraße 40, Genosse Ströbet über„ Das Kampfjahr 1903". Nach dem Vortrage folgt gemütliches Beisammensein. Zahlreicher Besuch dieser Volksversammlung wird erwartet. Letzte Nachrichten und Depefchen. Venezuela. " Die Redaktion der„ Einigkeit". J. A.: Gustav Keßler. Der Artikel der„ Einigkeit", welcher uns zu der Notiz in der Sonnabendnummer des Vorwärts" veranlaßte, stimmt durchaus Caracas, 24. Januar.( Laffan"- Meldung.) Die Beschießung nicht überein mit der heutigen Versicherung der Redaktion der des Forts San Carlos durch die deutschen Kriegsschiffe dauert fort. Einigkeit", daß sie einen wirklichen ehrlichen Frieden im Gewerks Adlershof. Wir machen hierdurch besonders auf die heute Die Kriegsschiffe haben von dem Feuer des Forts nicht gelitten, das schaftsstreite mit Ernst suche. In jenem Artikel verhöhnte ja die Sonntagnachmittag 4 Uhr bei Fechner, Oppenstraße, stattfindende Fort selbst hält immer noch der Beschießung stand. Es ist unmög„ Einigkeit" unsern Vorschlag, die streitenden Gewerkschaften Versammlung der Leser des„ Borwärts" aufmerksam, in welcher lich, hier in Caracas genaue Mitteilungen über die Lage auf San möchten зи einer den Frieden garantierenden Einigung Bericht über die Parteispedition gegeben wird. Carlos zu erhalten. Die Erregung in der Stadt wächst. tommen, als den unter der Maske der Biedermeierei" erDie Zeitungskommission. Aus New York berichtet die Frantf. 3tg.": Nach Meldungen teilten Nat des„ Dntels im Schafspelz". Nachdem die Steglitz. Der Arbeiterschaft von Steglitz- Friedenau- Lichterfelde aus Venezuela halten die Venezolaner noch das Fort San Carlos Einigkeit“ unsren Vorschlag, der doch gewiß einer ernſten zur Nachricht, daß im, Birkenwäldchen", welches bekanntlich besetzt und die„ Vineta" und Gazelle" beschossen dasselbe Erwägung wert ist, mit höhnischen Bemerkungen glaubte abfertigen gesperrt ist, immer noch Bergnügungen von Arbeitervereinen noch aus einer Entfernung von fünf Meilen. Der Dampfer zu müssen, darf man wohl fein großes Vertrauen zu ihren Friedens- stattfinden. So veranstaltet der Arbeiter Musikverein Liberga" brachte nach dem Hafen von Puerto Cabello 120 Mann versicherungen haben. Es erscheint uns ganz überflüssig, auf den Harmonie" am 14. Februar daselbst einen Maskenball, wozu deutsche Seeleute und Offiziere sowie Geschütze. Es heißt, die vielen zweiten Teil des Schreibens der Redaktion der„ Einigkeit" einzu- boch jedenfalls Billets in Arbeiterkreisen vertrieben werden. Da Arbeitslosen in La Guayra hätten einen nächtlichen Ueberfall auf gehen, denn es ist nicht unsre Sache, den Gewerkschaften borzu- jegt jämtliche andern Lokale in Steglitz frei sind, liegt den Restaurador" geplant. Die Stimmung in New York gegen fchreiben, unter welchen Bedingungen und in welcher Form fie fein Grund vor, im„ Birkenwäldchen" I äftig zu fallen. Deutschland ist plöglich viel feindseliger geworden, als selbst bor den für beide Teile notwendigen Frieden schließen wollen. Das überlassen wir den beteiligten Organisationen. Uns genügt es, Rummelsburg. Dienstagabend 8%, Uhr findet im Lokale von einigen Wochen. Beispielsweise wurde gestern abend der Sohn des wenn unser Borschlag dazu führen sollte, daß die feindlichen Brüder Hahn, Hauptstr. 4, die Generalversammlung des Wahl- preußischen Striegsministers v. Goßler auf einem größeren Diner schwer insultiert. einen ernſten und ehrlich gemeinten Versuch zur Verständigung vereins statt. Tagesordnung siehe Inserat in heutiger Nummer. machen. Wenn das geschieht, dann wird der gesunde Sinn der be- Weißensee. Dienstag findet bei Treutschler, Langhansstr. 106, teiligten Genossen ihnen schon den rechten Weg weisen. Das abends 19 Uhr die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Friedensbedürfnis ist auf beiden Seiten, sowohl bei den„ Lokalisten" Die Tagesordnung ist äußerst wichtig und ist das Erscheinen aller wie bei den" Verbändlern" vorhanden. Deshalb glauben Mitglieder unbedingt notwendig. Ferner werden die Genossen wir auch nicht, daß die„ Lokalisten" sich durch das schon darauf aufmerksam gemacht, daß die tägliche Zahlstelle sich im Lokal recht verbrauchte Schlagwort Unterwerfung unter die Ver- von Meister, Lehderstr. 5 befindet, woselbst Beiträge jederzeit ents bändlerei" gruselig machen laffen. Die Redaktion der richtet werden können. " Die Zuckerkonvention. Paris, 24. Januar.( W. T. B.) Senat. Bei der Weiterberatung des Gesetzentwurfs betreffend die Aenderung des Zuckerregimes verlangt Béraud, daß Artikel 7, der eine Anzahl Vorschriften zur Regelung der Weinzuckerung enthält, fortfallen soll. Finanzminister Rouvier spricht sich gegen die Ausführungen Bérauds aus. „ Einigkeit" schägt die Urteilsfähigkeit der Arbeiter denn doch Nieder- Schönhausen, Bezirk Pankow. Dienstag 8%, Uhr Ver- Gauthier beantragt, daß das Zuckern des Weins, der zum Gebrauch zu niedrig ein, wenn sie meint, solche ebenso veralteten wie inhalt sammlung des Wahlvereins in Grabows Lindengarten, Lindenstr. 43. des Produzenten und seiner Familie bestimmt sei, gestattet werde. Losen Schlagworte könnten heute noch Eindruck machen. Wenn zwei Vortrag des Genossen Wiesenthal über„ Die Entstehung der Dieser Antrag wird ebenfalls von seiten der Regierung befämpft und darauf mit 196 gegen 83 Stimmen abOrganisationen, die beide für die Jntereffen der Arbeiter kämpfen, Gottesidee". Zahlreiches Erscheinen ist erwünſcht. gelehnt. Rahnal verlangt, daß die Weinbauern nur bis zu der Einsicht kommen, daß das Getrenntmarschieren ihren Zwecken hinderlich und daß es besser ist, sich dauernd zu vereinigen, um den Ober- Schöneweide. Die Genossen werden ersucht, noch in dieser 50 Kilo Buder im Hause haben dürften und daß sie den Zuder Stampf gegen den gemeinsamen Gegner um so erfolgreicher führen Woche die Wählerliste einzusehen. Für alle, denen dies nicht über 50 Kilo hinaus deklarieren müßten. Der Finanzminister Am Mittwoch, den betont, daß die Vorschriften des Artikels 7 genügende Sicherheit zu können, so kann da von einer Unterwerfung keine Rede sein. möglich ist, besorgt es Gastwirt Kaufholt. Das eben ist ein ehrlicher Friede, bei dem keiner von beiden benach- 28. d. M., findet bei Kaufholt, Wilhelminenhofstr. 18, eine Ver- böten, worauf Raynal seinen Antrag zurückzieht. Hierauf wird Art. 7, teiligt wird, und den deshalb niemand zu scheuen braucht. fammlung des Wahlvereins statt. Genosse Mar Schütte hält der letzte des Gefeßentwurfes, und sodann der ganze Gesetzentwurf einen Vortrag: Zwei Lodipißel". Neger Besuch, auch der mit 273 gegen 5 Stimmen angenommen. Die Brüsseler Buder Achtung, Bergolder! In der Goldleisten Fabrit von Karl Frauen, wird erwartet.- Am Dienstagabend 7 Uhr findet eine fonvention wird darauf durch Handaufheben ratifiziert. Die nächste Barthels, Berlin SO., Michaelfirchstr. 17, sind Differenzen aus- lugblattverbreitung zu dieser Versammlung statt und Sigung findet Dienstag statt. gebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Der Vorstand. werden die Genossen ersucht, zahlreich zu erscheinen, an bekannter Achtung, Masikinstrumenten- Arbeiter! Wie aus dem heutigen Stelle. Berstimmung zwischen England und der Pforte. Inserat zu ersehen, findet die Branchenversammlung nicht am Lichtenberg. Die Vorwärts"-Spedition und Buchhandlung beMittwoch, sondern schon Montag, den 26. Januar, abends findet sich vom Dienstag, den 27. d. M., ab nicht mehr Frankfurter Konftantinopel, 24. Januar.( B. H.) Auf der Pforte Herrscht 81% Uhr, im Gewerkschaftshause statt. Es ist notwendig, daß fämt allee 197, of parterre, sondern im Nebenhauſe Nr. 198, vorn große Erregung über die Landung von 500 Soldaten der englischliche Kollegen daselbst erscheinen. Die Kommission. 1 Tr. links. Dort befindet sich auch die Bibliothek des socialdemokratischen indischen Compagnie in Aden behufs Besetzung des Hinterlandes Zur Lohnbewegung der Jungbier- Kutscher. Die aus drei Arbeitern Wahlvereins. Die Parteispedition bestellt den Vorwärts" auch in von Yemen. und drei Arbeitgebern bestehende Kommission hat am Sonnabend Friedrichsfelde, Wilhelmsberg, Hohenschönhausen und Borhagen. unter dem Vorsiz des Gewerbegerichts- Direktors v. Schulz getagt Annahme von Annoncen, Kleinen Anzeigen und Besorgung aller und nach vierstündiger Verhandlung einen Tarifentwurf vereinbart, Parteilitteratur findet ebenfalls dort statt. der den beiderseitigen Versammlungen unterbreitet und 5. Februar vor dem Einigungsamt endgültig beraten, bezw. festgelegt werden soll. 0 am Mühlenbeck, Bezirk Pankow. Heute nachmittag 4 Uhr öffentliche Versammlung für Männer und Frauen im Lokale von Gerlach, Gasthof zur Sonne. Es referiert Genosse Otto Sillier über die wirtschaftliche und politische Lage. Kommunales. Die Errichtung eines Gewerkschaftskartells für Schöneberg wird von dortigen Gewerkschaften in die Wege geleitet werden, nachdem schon seit geraumer Zeit bezügliche Verhandlungen und Besprechungen gepflogen worden sind. Ihren Beitritt zu dem Kartell haben bereits erklärt die Maurer, Maler, Schuhmacher, Metallarbeiter, Handels- Steglit. Die gestrige erste Sizung unsrer Gemeinde hilfsarbeiter. Die einleitende öffentliche Gewerkschafts- vertretung im neuen Jahre wurde durch Herrn Buhrom mit versammlung zur Bildung des Kartells findet am Donnerstag, den üblichen Glückwünschen und dem unerläßlichen Staiserhoch eröffnet, den 29. Januar, im Obstschen Lotale in Schöneberg statt. welchem Gewissenszwang unfre beiden Vertreter dadurch entgingen, Schritte zur Begnadigung des Obersten Lynch. London, 24. Januar.( B. H.) Sir Redmond, der Führer der irländischen Partei im Unterhause, hat die irländischen Deputierten zur Beratung über Mittel und Wege zusammenberufen, um die Begnadigung des zum Tode verurteilteu Obersten Lynch zu erwirken. Der Konferenz wird der Verteidiger Lynchs beiwohnen. Christiansund, 24. Januar.( W. T. B.) Jm Randösund ging gestern ein Fischerboot unter, wobei drei Menschen ertranten. Bardö( Norwegen), 24. Januar.( W. T. B.) Bei heftigem Sturm scheiterte hier eine Fähre, wobei 5 Personen ertrunken sind. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. |t. 21. 20. 1. Ifilitjf in Jotnürts" Kttlim JoMliilt Sonntag, 25. Javvar 1003. Lokales. Die Anti-Trinkgeld-Liga, welche sich vor etlichen Monaten in Hamburg gebildet hat. wird demnächst auch in Berlin ihre Agitation beginnen. Dieser Verein will nicht das Trinkgeld„abschaffen", Wohl aber die Trinkgeld- arbeiter beseitigen, mit andern Worten, der Verein will den Kellnern das Trinkgeld, auf das diese nun einmal angewiesen sind, so lange nicht entziehen, als es ihm nicht gelungen ist, den Wirtshaussklaven zu einem Ersatz in festenLähnen zu der- helfen. Die Liga sucht dies Ziel auf folgende Weise zu erreichen: Zunächst wirbt sie Anhänger in allen Kreisen der Bevölkerung und sucht diese Tnnkgeldgegner nach solchen Hotels und Restaurants zu dirigieren, in denen(ebenfalls durch Vereinbarung mit der Liga) das Trinkgeld durch festen Lohn ersetzt ist. Haben die der Liga angeschlossenen Gastwirte einmal den aus dem stärkeren Verkehr sich ergebenden Vorteil erkannt, so wird es nach der Ansicht der Liga ein leichtes sein, mehr und mehr Fortschritte zu machen. Wie sich vegetarische Speisehäuser genügender Anzahl aufgethan, um der vorhandenen Nachfrage zu genügen, wie sogar seitens der Gastwirte den Anti-Mkoholikern entgegen gekommen werde durch Einführung von alkoholfreien Getränken, so werde es auch„tri n kg eld freie" Hotels und Restaurants geben, sobald eine größere Masse des Publikums nach solchen verlange. Auch Kellnerorganisationen können der Liga sich anschließen und deren Mitglieder sollen später diejenigen sein, welche in erster Linie in trinkgeldfteien Häusern Beschäftiguug erhalten. In Hamburg hofft die Liga bereits in Jahresfrist etwa 20 Hotels und RestaurautZ verschiedenen Ranges mit ihrem Zeichen „0. T."---- ohne Trinkgeld belehnen zu können. In den 0. T.- Restaurants sollen die Gäste ä la Duval in Paris beim Ausgang an der Kasse ihre Rechnung begleichen. Dem Hamburger Verein haben sich schon mehrere hundert Rechts anwälte, Geistliche. Lehrer, Beamte. Aerzte, Fabrikanten, auch einige Kellner angeschlossen. Es wäre zu wünschen, daß die Liga mit ihren Bestrebungen Erfolg hätte. Im Trinkgeld bezahlt der Gast einen oft unVerhältnis- mäßig hohen Auffchlag auf die Ware des Gastwirts. Nicht die An- gestellten, sondern in letzter Linie der Gastwirt, und— durch die ungeheuer hohen Lokalmieten— auch die Hausbesitzer sind es. die aus dem freiwillig gegebenen Trinkgeld ihren Vorteil ziehen. Der Gastwirt thut dies, indem er seinem Personal mit dem Hinweis au das zu erwartende Trinkgeld wenig oder gar nichts bezahlt. Auf das Entwürdigende dieser elendesten aller Entlohnungsformen brauchen wir hier nur kurz hinzuweisen. Ein starkes Stück. Zur Zeit wird in Berlin und der Umgegend ein Flugblatt aus der Hülleschen Schriftenfabrik vertrieben, das die Ueberschrist„Kaisers Geburtstag" trägt. Wir halten es für er- forderlich, die markanteste Stelle aus diesem Flugblatt wieder- zugeben: „... An alles dieses wollen wir am Geburtstage deS Kaisers denken und uns von neuem zu dem Gelübde unverbrüchlicher Treue einigen. Es thut das umsomehr not, je weniger tvir uns darüber täuschen dürfen, daß Volksvcrfllhrer noch immer am Werke sind, um den monarchischen Sinn in unserm Volke zu untergraben und das feste Band, das eine Geschichte ohne gleichen bei uns zwischen Landesfürst und Volk gewoben hat, zu lockern und zu zerreißen. Noch immer liegt in der socialdem akratischen Bewegung die größte Gefahr für die Zukunft des Deutschen Reiches, und die entschlossene und thatkräftige Ablvehr dieser Gefahr durch alle national-gesinnten Parteien ist und bleibt die wichtigste Aufgabe, die unsrer Zeit ge stellt ist. Das kann namentlich im Hmblick auf die nächsten Reichstagswahlen nicht tief genug eingeprägt werden. Wes Geistes Kinder die Socialdemokraten sind, das haben die nichts- würdigen Angriffe belviesen, durch die ihre Blätter unlängst den T o d Krupps, des größten deutschen Industriellen und hochherzigen Wohlthätters der Arbeiter, herbeigeführt haben. Kein Ge- ringerer alsunserKaiser wareS, derdieganzeLügenhafttgkeitdergegen .nrupp erhobenen Beschuldigungen klarlegte. Und wo noch Sinn für Hohes und Edles, für Wahrheit und Gerechttgkeit vorhanden sind, da ist man dem Kaiser dankbar dafür, daß er einen Schuld- losen mit seiner Person gegen die schmählichen Verleumdungen gedeckt hat. Am deutschen Volke ist, bei den nächsten Reichstags wählen mit den Urhebern jener That abzurechnen und zu zeigen, daß es ebenso denkt wie unser Kaiser. Bei den Wahlen kann jeder brave Deutsche durch seine Abstinmmng be- weisen, daß er den kaiserlichen Hinweis beherzigt hat:„Wer nicht das Tischtuch zwischen sich und diesen Leuten zerschneidet, legt moralisch gewissermaßen die Mitschuld auf sein Haupt I" Es ist in der That ein starkes Stück, daß man nach allem, was bisher in der Krupp-Angelegenheit der Socialdemokratte zum Triumph geschehen, noch den moralischen Mut hat, ein Fluglatt solchen Inhalts zu verbreiten. Es liegt darin eine Provokation ohne- gleichen. Wie leicht kann es kommen, daß heute, wo dank dem Wirken der Socialdemokratie der einfachste Arbeiter ein Stück poli- tischer Belesenheit besitzt, nach dem Lesen solcher Unwahrhastigkeiten jemand seiner Enttüstung in Worten Luft macht, auS denen ihm von schäbigen Denunzianten infam ein Sttick gedreht werden kann! Ans Friedrichsfelde wird uns berichtet, daß sogar Polizeibeamte dies Flugblatt unter der Einwohnerschaft verbreiten. Wir nehmen an, daß diese Meldung auf einem Irrtum beruht. Ganz abgesehen davon, daß Polizeidiener nicht dazu da sind, sich mit ihrer etwaigen amtlichen Autorität in den Dienst polittscher Besttebungen zu stellen, pfeifen doch die Spatzen von den Dächern, daß es im dringendsten Interesse nicht der Socialdemokratie sondern der Regierung liegt, dafür zu sorgen, daß in der Krupp-Affaire nichts geschehe, was zu Gegenäußerungen provozieren könnte. Wir halten es wie gesagt für unwahrscheinlich, daß Polizeibeamte indireft dazu beitragen, daß der Socialdemokratie in dieser für die Staatsretterei so schon unglücklich genug verlaufenen Sache am Ende ein neuer Triumph bereitet werde. „Heibenmission" in der Schule. Konfessionslose Kinder sieht man in der Schule gewöhnlich nicht gern. Sie sind zwar nicht dümmer als andre Kinder, auch nicht fauler und nicht ungezogener— und doch: mancher Lehrer und manche Lehrerin thut fast so, als sei die ganze Klasse verschimpfiert, wenn sich ein einziges Kind darin be- findet, das nicht getauft ist. Solche Klassenleiter halten es zuweilen geradezu für ihre Pflicht, das verlorene Schäflcin doch noch für die Kirche zu retten. Sie suchen in irgend einer Weise auf die Eltern einzuwirken, um zu erreichen, daß diese das Kind noch nachträglich taufen lassen. Ein solcher Fall von versuchter„Heibenmission" in der Schule bat dieser Tage einem Vater Veranlassung gegeben, sich mit einer Beschwerde an die Schuldcputation des Magistrats zu wenden. Eine Lehrerin der 24. Mädchen-Gemeindeschule(Hinter der Garnisonkirche) hatte einer ungetansten Schülerin der untersten Klasse wiederholt aufgegeben, dem Vater zu sagen, er solle sich über die Gründe, aus denen cr sein Kind nicht habe taufen lassen, schrift- lich äußern. Als diese eigenartige Zumutung nach Gebühr unbe- achtet gelassen wurde, soll sich die Lehrerin, wie das Kind angiebt, schließlich zu der Bemerkung verstiegen haben,„Heidenkindern" gebe sie überhaupt keinen Unterricht. Der Vater hat daraufhin das durch die Redereien der Lehrerin eingeschüchterte Kind aus der Schule zurückgehalten und eine Beschwerde an die Schuldeputation gerichtet. Wir haben, als uns der Fall bekannt wurde, den Vater veranlaßt, sein Kind der Schule wieder zuzuführen, gleichzeitig hat aber der Vater, um das Kind vor weiteren Belästigungen zu schützen, den Rektor der 24. Schule von dem Vorgefallenen in Kenntnis gesetzt. Der Rettor hat, wie wir anerkennend hervorheben wollen, das Ver- halten der Lehrerin aufs schärfste gemißbilligt. Der Bescheid der Schuldcputation. dem der Vater mit Spannung entgegensieht, steht noch aus. Die Lehrerin hat durch das geschilderte Verhalten offenbar be- wirken wollen, daß das„Heidenkind" schkeunigst getauft wird. Es handelt sich hier nicht um den entschuldbaren Mißgriff eines jugcndlich-unbedachten Heißsporns. Die Dame ist nicht mehr ganz jung; sie steht schon etwa ein Vierteljahrhundert im Dienste der Ber- liner Gemeindeschulc. Um so schlimmer für siel Der Schuldeputation wird dieses Vorkommnis hoffentlich ein Anlaß sein, die Lehrerschaft nachdrücklich dahin zu instruieren, daß sie sich gegenüber den ton- fessionslosen Kindern jeglicher Missionsthätigkeit zu enthalten hat. Aus welchen Gründen ein Kind nicht getauft ist, geht keinen Lehrer und keine Lehrerin etwas an. Es ist auch durchaus unzulässig, ein ungetauftcs Kind als„Heidenkind" zu bezeichnen und es dadurch vor der ganzen Klasse herabzusetzen. Wer sich durch die Aufgabe ein solches„Heidenkind" mit zu unterrichten, in seinem Gewissen be unruhigt fühlt, dem bleibt nur übrig, den Lehrberuf an den Nagel zu hängen und in den Dienst der Stöckerschen Stadtmission zu treten Die Schule würde an solchen Elementen auch nichts verlieren. Die städtische Baudeputation hat die Umpflasterung zahlreicher Straßen für 1003 beschlossen. Asphaltpflaster werden danach folgende Straßen erhalten: Die Friedrichstraße zwischen Bahnhof und Wcidendammer Brücke(bisher Holz), die Kronenstraße zwischen Jerusalemer- und Markgrafenstraße, der Königsplatz, der Pari, er Platz, die Prinz Albrechtstraßc. das Reichstagsufer, die Rosenthaler- stratze zwischen Lothringer- und Linienstraßc, sowie dieser und der Neuen Schönhausersttaße, die Bergmannstratze, die Bülowstraße au' der nördlichen Seite, die Dessauerstraße, die Königgrätzerstratze zwischen Potsdamer Platz und Möckernstraße, das Hallesche Ufer. Magdeburgerstraßc. Schönebergerstratze, Vorkstraße. Hasenheide, der Mariannenplatz längs Bethanien, die Gubenersrraße, Hochmeister- straße, Posener- und Thornerstraße, der Wörther Platz und Arcona- platz, die Biescnthalersrraße. Buchholzer-, Griebenow-, Hannoversche. Kessel- und Rheinsbergersttaße, der Platz am Neuen Thor, die Prinzenallec, die Schönholzerstraße, Templiner-, Lessing-, Putlitz- und Triftstratze, sowie das Schleswiger Ufer. Holzpflaster sollen erhalten: Tie Rampen der Marschallbrücke, Teile des Halleschen Ufers, die Königin Augustastraße, Teile der Vorkstraße, Teile der Putlitzstraßc. Mit Steinpflaster sollen folgende Straßen bedacht lverden: die Lichterfclderstraße, Neu Cölln a. 28., die Rungestraße, Ebertystraße, Frieden-, Kochhann-, Rudolf-, Saarbrücker-, Anger münder-, Kolberger-, Müller- und einige aiwre Straßen. Die Ge- samtkosten dieser UmPflasterungen sind mit 3 350 831 M. angesetzt, sie sind so bettächtlich, weil die meisten Straßen bestes Asphaltpflaster statt des bisherigen Steinpflasters erhalten sollen. Die Stadtverordneteil-Bersnmmkimg hält in dieser Woche keine Sitzung ab. Nicht jedem gelingt es. Der Rennfahrer Paul Müudner, welcher sich, wie mitgeteilt, erboten hatte, die Schleifenfahrt des M. Diavolo nachzumachen, ist bei seinem ersten Versuch nicht glücklich gewesen. Da der Inhaber der Bahn im Cirkus Schumann jegliche Probefahrt auf seiner Bahn untersagte, ist für Mündner eine gleiche Bahn, nur etwas höher konsttuiert worden. Diese wurde in einem hiesigen großen Etablissement aufgebaut und Mündner wagte vor einigen Tagen in Gegenioart mehrerer Zuschauer und Interessenten die sogenannte Todesfahrt. Ein Augenzeuge schildert in der„R.-W." den Vorgang wie folgt:„Mündner betrat mit einem extra für diese Fahrt gebauten Vollgummirade von 40 Kilo Gewicht die obere Ab- fahrtplattform; er fuhr beherzt ab— ein Zurück gab es nun nicht mehr! Schon die Abfahrt niuß unrichtig gewesen sein, denn Mündner schwankte beim Hcrunterfahren bedenklich. Das Rad schnellte die Schleife hinauf, flog aber geradeaus statt nach rechts, da eben kein Kreis, sondern eine Schleife gefahren werden muß, um wieder heraus zu kommen. Mündner flog infolgedessen samt seinem Rade aus der Bahn und blieb bewußtlos liegen. Er erholte sich jedoch bald und ist mit leichten Quetschungen und einer schmerzhaften Finger- Verstauchung davongekommen." Es tvird noch mitgeteilt, daß schon die Kugel, welche vorher probeweise durch die Schleife gerollt wurde, stets an einer bestimmten Stelle aus der Bahn sprang. An derselben telle, an der die Kugel anssprang, ivurde dann auch Mündner aus der Bahn geschleudert. Uever eine anheimelnde Schwindel- Krankenkasse giebt der Polizeipräsident bekannt: Der Polizeipräsident teilt mit, daß der in Kassel wohnhafte Vorsitzende der Eingeschriebenen H i l f s- t a f s c„Glückauf", Hessischen Hilfs-Krankenkasse für ganz Deutschland(Eingeschriebene Hilfskasse Nr. 75) zu Kassel(hiesiger Kassenvcrtreter O. Prietzel, Neue Königstr. 54), wegen seiner mangelhaften, dem Statut und deni Gesetze widersprechenden Ge- schäftsführung seines Postens enthoben und gegen ihn wegen be- gangener Unregelmäßigkeiten in Sachen der Kasse das gerichtliche Strafverfahren eingeleitet worden ist. Bei dieser Sachlage und in Berücksichtigung des Umstandes, daß auch die Geschäftsführung der hiesigen Qrtsverwaltung zu ernsten Bedenken Anlaß giebt, weil sie B. eine große Anzahl von Agenten beschäftigt, welche wegen Eigen- tumsverbrechens oder-Vergehens mit Zuchthaus- oder Gefängnis- strafen, teilweise auch mit dem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft worden sind, ferner loeil sie gesetzwidrig den mit der Bei- tragszahlung rückständigen Mitgliedern den Ausschluß aus der Kasse mitteilt, ohne hierzu berechtigt zu sein usw., kann vor dem Beittitt zu der Eingeschriebenen Hilsskasse„Glückauf" nicht dringend genug gewarnt werden. Patriotismus im Essen. Das Monopol- Hotel veranstaltet zur bevorstehenden Geburtstagsfeier des Kaisers ein Festmahl mit einem patriotischen Menü, dessen Hauptbestandteile wir hiermit unfren Lesern mitteilen:„Suppe nach Friedrich dem Großen, Seezungen- Filets nach Kronprinz Wilhelm, Schleswig-Holsteiner Ochsenrücken mit Viktoria-Sauce, Charivari nach St. Hubertus aus den Letzlinger Jagdgründen, Ilrviller Rücken nach Prinz Eitel Friedrich." Nach deni„Königsfasan aus den gräflich Ballesttemschen Forsten" nebst dem dazu gehörigen„Sigmaringcr Salat" und dem„Straßburger Kompott" wird die deutsche Politik weiter durch folgende Eisspeisen pmbolisch veranschaulicht:„Germans to the front",„Historische Mühle von Sanssouci".„Unter den Palmen von Venezuela",„Trom- pete von Mars la Tour",„Kanonenboot Panther vor Haiti", „dcutsch-englischc Marine-Siesta",„Caraeas-Bomben und Gra- natcn".„Schalotte nach Kaiserin Auguste Vittoria".„Kaiser Wil- helm-Bombe". Der Patriotismus unsrer zahlungsfähigen Staatsstützen wird sich hier ebenso im wackeren Dreinschlagen bewähren, wie er sich in diesem Punkie schon vor hundert Jahren, so gegen 1306, bewährt hat. u Deutschlands Heil wollen wir hoffen, daß der mit Sekt begossene )chsenrücken-Patriotismus sich heute nicht wie damals in ein graues Elend mit schrecklichem Erwachen auflöst. Tie bSswilligcn Alarmierungen der Feuerwehr wollen kein Ende nehmen. Es vergeht fast keine Nacht, wo die Feuerwehr nicht ein oder mcbreremale von Unbefugten genarrt wird, wodurch die Wehr und ihr Material nicht nur in unverantwortlicher Weise in Anspruch genommen wird, Unglücksfälle und Krankheiten entstehen können, sondern auch bei Bränden, die zu derselben Zeit ausbrechen, sehr leicht Verzögerungen in der Löschung eintreten können. In der letzten Nacht wurde die Feuerwehr wieder nach dem Arcona-Platz um 2 Uhr gerufen, wo aber trotz längeren Suchens weder der Thäter noch die Ursache ennittelt werden konnte. Die polizeiliche Schließung des Intimen Theaters, über welche bereits gemeldet wurde, ist nicht plötzlich erfolgt; es schwebten schon lange zwischen der Theaterdirektion und dem Polizeipräsidium Ber- Handlungen. Bei der allgemeinen Theaterrevision, die im vorigen Jahre stattfand, wurde die Bauart des Intimen Theaters bereits von der Behörde beanstandet. Ganz besonders gaben der Zustand der Bühne und des Schnürbodens zu Bedenken Veranlassung, und es wurde ein Umbau dieser beiden Teile des Etablissements ange- ordnet. Natürlich wurde hierdurch eine Schließung des Theaters erforderlich, und ans diesem Grunde fanden Verhandlungen zwischen Direktion und Behörde statt, welche vorgestern durch die Polizei ab- gebrochen wurden, indem die sofortige Schließung des Theaters ver- fügt wurde. Mit dem Umbau der Bühne und des Schnürbodens wird sofort begonnen werden, und in vier bis fünf Wochen dürste voraussichtlich die Wiedereröffnung des Theaters erfolgen. Schadendringende Rücksichtslosigkeit. Auf der Eisenbahn-Vor- ortstrecke Stettiner Bahnhof— Tegel ist, seit Einführung der elektrischen Straßenbahn nach Tegel, der Verkehr so erheblich zurückgegangen, daß einige Züge ausfallen mußten. In einer Petition wurde die Eisenbahnverwaltung darauf aufmerksam gemacht, daß die geringe Benutzung der Züge nach Tegel darauf zurückzuführen sei, daß die Eisenbahn immer noch an dem alten Fahrpreis von 20 Pf. festhalte, während man mit der Straßenbahn für 10 Ps. nach Tegel fahre. Trotzdem hat die Eisenbahndirektion die vorgeschlagene Preis-Er- Mäßigung abgelehnt und noch dazu mit der ausdrücklichen Be- gründung,„sie könne auf keinerlei Konkurrenz Rücksicht nehmen". Eine Schlägerei zwischen einem Sergeanten und einem Monteur bildet den Gegenstand einer Untersuchung in Charlottenburg. Ein Sergeant vom' Elisabeth-Regiment stand am Mittwochmorgen um 3 Uhr mit zwei Civilisten, die Cylinderhüte trugen, an der Ecke der Wilmersdorfer- und Wallftratze. als die Monteure Gebrüder Raatz aus der Wilmersdorferstraße Nr. 40 vorübergingen. Die hänselten die Begleiter des Sergeanten wegen ihrer Hüte. In dem Streite, der sich hieraus entwickelte, erhielt Karl Raak von dem Sergeanten einen Schlag ins Gesicht, so daß er sich auf der RettungSIvache mußte verbmden lassen. Nach der Art der Verletzung wird der Sergeant beschuldigt, seinen Gegner mit einem scharfen Gegenstände geschlagen zu haben, er behauptet jedoch, keine besondre Waffe benutzt zu haben; die Verletzung könne vielmehr nur von einem Diamantringe herrühren, den er am Zeigefinger der rechten Hand trage. Bei einer Explosion lebensgefährlich verbrannt wurde gestern (Sonnabend) nachmittag in der Prinzenstr. 12 der Fabrikbesitzer Franz B a l l i n, der im selben Hause eine Glühlichtfabrik einge- richtet hat. Die zur Fabrikation erforderlichen explosiven Stoffe: Aethcr, Schellack, Lycopodium(zu Blitzlicht) usw. lagerten am Ende des sogenannten Mieterkellers in einem Verschlage. Als Herr Ballin gestern nachmittag Aethcr aus dem Keller holen wollte und sich dabei einer gewöhnlichen Laterne bediente, explodierte der Aetherballon beim Ablassen der Flüssigkeit unter lautem Knall und fing Feuer, dessen Stichflammen den Unvorsichtigen erfaßten. Am ganzen Körper brennend, eilte der Unglückliche durch den langen Kellergang die Treppe empor nach dem Hofe und wälzte sich hier im Schnee herum, um die Flammen zu ersticken. Da dieses jedoch nicht gelang, sprang er in seiner Todesangst in eine in der Nähe stehende Wassertonne. Hausbewohner schafften ihn dann in ein Zimmer und sorgten für ärztliche Hilfe. Nach Anlegung von Notverbänden wurde der Ver- »nglückte von der inzwischen eingetroffenen Feuerwehr nach dem Krankenhause Am Urban geschafft. Da er am ganzen Körper der- art verbrannt ist, daß die Haut sich in Fetzen ablöste, dürfte er schwerlich mit dem Leben davonkommen, zumal bei so schweren Brandwunden die Anwendung von Wasser immer gefährlich ist. Er ist erst seit einem Jahre verheiratet.— Für die Feuertvehr war die Ablöschung des Kellerbrandes mit großen Schwierigkeiten und Ge- fahren verknüpft. Die Flammen hatten sämtliche Kellerverschläge ergriffen, dabei aber eine solche Verqualmung Herbeigeführt, daß nur unter Benutzung von Rauchapparaten vorgegangen werden konnte. Da auch weitere Explosionen nicht ausgeschlossen waren, mußte mit größter Vorsicht gearbeitet werden. Auf diese Weise zogen sich die Ablöschungs- und Aufräumungsarbeiten fast drei Stunden hin. Der Straßenbahnverkehr durch jenen Teil der Prinzenstraße war während des Brandes längere Zeit abgelenkt. Ein unaufgeklärter Todesfall, bei dem Anzeichen für ein Ver- brechen vorliegen sollen, beschäftigt die Kriminalpolizei. In dem Hause Prinzenallec 82 bewohnt seit dem 1. d. M. der am 18. Oktober 1879 zu Berlin geborene Artist Adolf Briese mit seiner am 16. Juni 1868 zu Altstadt bei Stolp geborenen Ehefrau Bertha geb. Boldnau ein Zimmer mit Kochmaschine. Briese, der bald hier, bald dort auf- tritt, erschien gesteni früh auf dem Bureau des neunten Reviers in der Grünthalerstraße mit der Meldung, seine Ehefrau sei ihm in der Nacht aus dem Bette gefallen und gestorben. Die Revicrbeamten fanden Frau Briese angekleidet tot auf dem Bett liegen. Die Kleidung war vollständig, nur daß die Bluse am Halse aufgerissen war. Auf diesen Befund näher befragt, gab Briese an, er sei um 5 Uhr morgens aufgewacht und habe seine Frau nicht mehr im Bette gefunden. Als er sich nach ihr umgesehen, habe sie am Boden ge- legen. Bei den« Versuche, sie wieder aufzurichten, sei sie mit dem Kopf gegen die Kochmaschine gefallen, daher rührten Verletzungen am Gesicht und an der Nase. Als er seine Frau aufgehoben und auf das Bett gelegt habe, sei sie tot gewesen. Daß die bereits erstarrte Leiche bekleidet war. erklärt sich daraus, daß die Leute keine Decken be- sitzen und sich daher immer angekleidet auf das Bett legten. Auf die Meldung der Revierpolizei begaben sich, da ein Arzt die Todes- Ursache nicht feststellen konnte, von der Kriminalpolizei Regierungs- Assessor Dr. Lindenau, Kriminalinspektor Braun und die Kriminal- kommissare v. Kracht und Härtel nach der Wohnung, um den Befund genau aufzunehmen. Gerichtsarzt Dr. Schulze fand ctivas Blut im Munde der Toten, konnte aber etwas Genaueres ohne weiteres auch nicht feststellen. Ein Kampf hat seiner Ansicht nach zwischen der Frau und einem Gegner nicht stattgefunden. Die Leiche wird photo- graphiert und zur gerichtsärztlichen Oeffnung nach dem Schauhause gebracht. Einige Flaschen mit Flüssigkeiten, anscheinend Arzneien, wurden beschlagnahmt. Der Ehemann ist festgenommen worden. Maximilian Harden sprach Freitagabend im Bllrgersaal deS Berliner Rathauses über„Schaffen und Kritik". Der Verein zur Förderung der Kunst hatte den Herausgeber der„Zukunft" zu diesem Werke eingeladen. Daß nicht viel Neues mehr zu sagen war. nachdem die Kanonade dröhnend gewütet hatte, leuchtete selbstverständlich Herrn Harden ein, und so begnügte er sich damit, seine Zuhörer und Zu- Hörerinnen durch ein amüsantes Geplauder, das am Schluß in ein noch amüsanteres Frage- und Antwortspiel hinauslief, zu unter- halten. Nicht ohne ein bißchen Pose ging diese Unterhaltung vor ich und nicht ohne daß das Publikum den Vortragenden betrachtete wie etwa einen seiner Lieblinge vom Theater. Neben den fein zointierten Ausfällen des Redners belachte man zuvorkommend auch die minder eleganten; ja selbst ganz zufällige, unbcab- ichttgte Bewegungen, wie etwa die Art, wie der Vor- wagende aus der Hand des Vereinsvorsitzenden einen Fragebogen entgegennahm, wurden hier und da mit Heiterkeitsausbrüchen be- komplimentiert. Das that uns. aufrichtig gesagt, leid um den Mann. der in der„Zukunft" ernst genommen sein will und der, man möge ich sonst zu ihm stellen wie man will, das Zeugnis verdient, daß er wirksamer als irgend ein andrer aus dem bürgerlichen Lager die ihm der Vernichtung wert erscheinenden Autoritäten der Lächerlichkeit, einzigen, den eine Tagelöhnersfamilie dort besikt gelegen hatte, Jund Bandagen war die Folge. Der Zweikampf wurde in Jena der allgemeinen Verachtung preiszugeben versteht. ging die Frau des Verstorbenen am Sonnabend zweimal zur Guts- ausgefochten und Referendar Jahn durch einen Hieb über Stirn und In seinem Vortrage und in den Antworten, die Herr Harden verwaltung und bat, ihr doch einige Arbeiter zur Hilfeleistung zu Nase fampfunfähig gemacht, während sein Gegner unverlegt blieb. nachher auf die aus der Zuhörerschaft an ihn gerichteten Fragen schicken, damit ihr Mann aus sanitären Gründen nach der Leichengab, behandelte er alle möglichen mit der Berliner Theatermisere halle des nahen Kirchhofes gebracht werden könne. Doch vergebens, Fünf Personen im Rhein ertrunken. Ein schweres Unglück hat zusammenhängenden Dinge. Sudermann und Blumenthal, Lindau es konnte kein Arbeiter entbehrt werden. Später bemühte sich ein sich, wie aus Straßburg berichtet wird, auf dem Rhein zugetragen. und Brahm, Kern und Otto Ernst, Schauspielhaus und Goethebund Verwandter der Frau, der inzwischen auf die Trauernachricht aus Die Schiffe„ Badenia 43" und" Ida" waren auf der Thalfahrt und mußten bluten; und in den ernsten Tönen, die der Redner denn Berlin dort eingetroffen war, noch einmal um Hilfe oder wenigstens machten unterhalb der Schiffbrücke Selz- Plittersdorf auf der badischen doch zuweilen anschlug, preßte sich manches beherzigenswerte Wort um eine Bahre oder dergleichen zum Leichentransport. Ebenfalls Seite des Stroms Station für die Nacht. Der Steuermann Schmitt so über das lebel der Nachtkritik aus seiner Brust. vergeblich, es war nichts zu erlangen. aus Mannheim sowie fünf Mann begaben sich abends von Bord an Unbekannt verstorben. Am 21. d. M., nachmittags gegen 6 Uhr, wurde in der Markusstraße ein unbekannter ca. 55-60 Jahre alter Mann hilflos aufgefunden, welcher am 22. d. M. früh gestorben ist. Die Leiche befindet sich im Leichenschauhauſe. Der Unbekannte ist 1,65 Meter groß, blond, hat braune Augenbrauen, graumelierten Schnurr- und Backenbart( Vollbart) und ist von mittlerer Gestalt. Bekleidet war derfelbe mit grauem Jadettanzug, furzen Stiefeln, grauem Filzhut, wollenem Unterhemd und Unterhosen. Etwaige Angaben über die Persönlichkeit desselben werden im Zimmer 329, II, yes kal. Polizei- Präfidiums ſowie in allen Polizei- Revieren zu Nr. 547 IV/ 27 03 entgegengenommen. Im Arbeiterinnenheim, Brückenstr. 8 I, ist ein Schlafstellennachweis für Arbeiterinnen eingerichtet worden, um den Arbeiterinnen, die gezwungen sind, in Schlafstelle zu wohnen, das Mieten von geeigneten Schlafstellen bei ordentlichen Leuten zu erleichtern. Mieter und Vermieter zahlen eine Einschreibegebühr von 10 Pf. Der Nachweis ist allabendlich von 6 bis 7 1hr geöffnet. Die Schlafstellen können auch schriftlich angemeldet werden. Eingegangene Druckschriften. Lipinski, Das Recht im gewerblichen Arbeitsverhältnis. Heft 9-12 Arbeiter Samariterkolonne( gegründet 1888). Montag, den 26. Januar, abends 9 Uhr, in der Filiale Brunnenstr. 41, Restaurant Liezke: Vortrag über Vergiftungen. Nach dem Vortrage praktische Uebungen. Neue Teilnehmer werden aufgenommen.. Die Sigung der dienstthuenden Abteilung am 29. Januar fällt aus. dem Toten in dem engen Raum die kommende Nacht hindurch nicht Schiff um Mitternacht kenterte der Kahn und fünf seiner Inſaſſen Als dann der Abend nahte und ein gemeinsames Verweilen mit Land, um Lebensmittel einzukaufen. Bei der Rückkehr auf das thunlich erschien, blieb den Leuten nichts andres übrig, als ein paar ertranken. Nur der Steuermann vermochte sich an dem umgeschlagenen Bretter zusammenzunageln, den Toten darauf zu legen und ihn so Nachen festzuhalten und wurde rheinabwärts bis Mothern getrieben, gut es gehen wollte, allein nach dem Leichenhaus zu tragen. Am wo man ihn gegen Morgen halberstarrt aber lebend aus dem Montag, den 12., kam dann der Gutsbesitzer, ein Herr Kelch, in Wasser zog. höchsteigener Person in die Wohnung des Verstorbenen. Hier befahl er deffen Frau, die Gardinen abzunehmen, Betten herauszubringen und überhaupt Platz zu machen, dann zu lüften und hernach ordentlich 3u heizen, weil der Tote hier in dem einzigen Wohnraum der Familie gerichtsärztlich ob buziert werden solle. Auf die Bemerkung a 10 Pf. Verlag von Rich. Lipinski, Leipzig, Langeſtraße. der Frau, es sei aber doch schrecklich, ihren Mann nun wieder in die Wohnung zu bringen und dort anzuschneiden, erwiderte der wunder bar gefühlvolle Gutsherr:„ Ach was, der Kerl ist nun eben bei seiner Schlägerei zu Tode gekommen, einmal wäre er ja doch totgeschlagen worden." Sprachs und ging davon. Die Leiche wurde nun in die Wohnung gebracht, und die Aerzte begannen mit der Sezierung, während sich die Angehörigen in dem nebenliegenden fleinen Küchenraum aufhielten oder besser gesagt: aufzuhalten versuchten. Denn Am königl. Institut und Museum für Meereskunde, Georgen- zu natürlichen Trauergefühlen durch Weinen und Schluchzen freien als sie unter der deprimierenden Einwirkung der Sektion ihren nur ftraße 34/36, finden in dieser Woche folgende öffentliche und Damen zugängliche Vorträge statt: Am Montag, 26, und auf ließen, mußten fie fofort auch die Küche verDonnerstag, 29. d. M., spricht Geheimrat F. Perels über: Privat- affen, weil die" Störung" zu groß sei. Doch wohin? Eine eigentum auf See in Kriegszeiten". Freitag, den 30. d. M., dann aber mußten sie in einer Wirtschaft Unterkunft suchen. Zeit lang hielten sie es draußen bei dem Schneegestöber wohl aus, Prof. Hinze- Berlin über:" Die Entwicklung der englischen Handelsund Seemacht". Sonnabend, 31. d. M., Privatdocent Dr. Marcuse Leichnam wieder nach der Halle bringen könnten. Nach beendigter Sektion wurde ihnen bedeutet, daß sie nun den über:" Allgemeiner Ueberblick über die Bedeutung der Himmelskunde Weigerung wurde dies jedoch von Gutsarbeitern besorgt. Am Auf ihre für die Schiffahrt". Die Vorträge werden durch vortreffliche Licht- Dienstag, den 13. d. M., fand dann die Beerdigung statt, wozu vom bilder erläutert. Beginn derselben jedesmal 8 Uhr abends. Einlaß- Gute ganze vier Träger gestellt wurden. farten sind von 6 Uhr abends ab im Bureau des Instituts erhältlich. aber nicht allein zu verrichten vermochten, so mußten die Leid= Da diese ihre Aufgabe tragenden wohl oder übel selbst mit Hand anlegen, um den Toten unter die Erde zu bringen. Herren Obiger Vorfall muß sich jedem fühlenden Menschen als ein abschreckend häßliches Bild gutsherrlicher Kultur" in die Seele prägen. Wenn so etwas schon in nächster Nähe von Berlin passiert, wie mag es da erst in den berühmten Ostmarken aussehen. Troß alledem aber sprechen unsre edlen Notstandsagrarier mit Vorliebe von der zunehmenden Gefühlsverrohung in den Städten. Dieke und Mariassenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 Uhr. Allgemeine Familien- Sterbekaffe. Heute Zahltag Aderstr. 123 bei Central- Kranken und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer D. Klein, Laufiberplatz 8( Bahlstelle.) ( Berlin 4.) Montag, den 26., abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung bei In Rigdorf findet am Dienstag, den 27. Januar, abends 81, Uhr, im Saale des Herrn Thiel, Bergstr. 151-152, eine vom dortigen Karten einberufene Versammlung der Konfettionsarbeiter und Arbeiterinnen statt. Genosse Ritter referiert über das Thema: Die ohn- und Arbeitsverhältnisse in der Konfektion und welche Wege sind zu deren Verbesserung notwendig. Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter ihre in der Konfektion beschäftigten Frauen und Familienangehörigen mitwerden auf diese Bersammlung besonders aufmerksam gemacht und ersucht, zubringen.( Siehe auch Inserat.) Briefkaften der Redaktion. St. W. Der Verbandsvorsitzende heißt Schumann, Engel- Ufer 15. Alles Nähere erfahren Sie von ihm. Frage 1 wird im juristischen Teil des Briefkastens erledigt werden. R. 100. 1. Wenden Sie sich an die Direktion des Friedrich- Wilhelm städtischen Theaters. 2., 3. und 4. wird imjuristischen Teil des Briefkastens beantwortet werden. B. A. 21. Eine Nachweisstelle für kaufmännische Lehrlinge ist uns nicht bekannt. Welche Anforderungen an die Schlubildung des Lehrlings Sache der Vereinbarung. Allgemein gültige Normen giebt es dafür gestellt werden, ob und wieviel Vergütung der Lehrling bekommt, das Sie, was Sie intereffiert. Jedenfalls iſt es eine foſtſpielige Gade. nicht. In der kommenden Woche bietet sich auf der Treptow Sternwarte Gelegenheit, den, Neptun", diesen entferntesten Planeten, dessen Entdeckung im vorigen Jahrhundert wegen seiner Vorausberechnung großes Aufsehen erregte, mit dem Riesenrefraktor zu beobachten. Er zeigt sich als Scheibe von 2 Bogensetunde Durchmesser und hat etwas rötliche Färbung. Sein Mond hat, auf photometrischem Wege bestimmt, etwa einen Durchmesser von 3600 Stilometer, mithin ist er noch etwas größer als der Mond. Zur Durch wanderung seiner Bahn gebraucht er 165 Jahre. Ueber die Ents deckung des Planeten, welche ein glänzendes Blatt in dem Ruhmes- Sißung der Stadtverordneten- Versammlung zu Ludenwalde erEin socialdemokratischer Stadtverordneten- Vorsteher. In der letzten franze der Astronomie bildet, spricht Direktor Archen hold in lebte der Magistrat die Ueberraschung, in den Vorstand des einem Vortrage:" Die Planeten" am Sonntag, den 25. d. M., nach- Stadtverordneten- Kollegiums einen Socialdemokraten gewählt zu M. N. 101. An die Direktion des Norddeutschen Lloyd. Dort erfahren mittags 5 Uhr, unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder. In dem Vortrag um 7 Uhr: Kometen und Sternschnuppen" wird über die sehen. Nachdem der alte Vorsteher wiedergewählt war, wurde als Frieda und A. Sch. 100. Freistellen für Hebammen giebt es unsres beiden jeht sichtbaren Kometen 1902 d und 1903 a gesprochen. Schulze mit 13 gegen 10 Stimmen, welche auf einen bürgerlichen Lehrkosten betragen etwa 300 M.; man darf nicht über 29 Jahre alt sein. deffen Stellvertreter im dritten Wahlgange unser Parteigenosse Otto wiffens weder in der Charité noch an sonst einem Institut Berlins. Die Außer, Neptun" wird noch der Orionnebel und der neue Kandidaten fielen, gewählt. Da von den socialdemokratischen Stadt Wenden Sie sich zunächst an Bezirksphysikus Schulz, Sempelhofer Ufer 20. verordneten 8 in der Sizung anwesend waren, so ergiebt sich, daß K. 2. Bichen Sie darüber Erkundigung ein bei dem Bezirkskommando: Feuerbericht. Ein größerer Kellerbrand beschäftigte in der Nacht auch bürgerliche Stadtverordnete unfrem Genossen die Stimme General Papeſtraße, Schöneberg. zum Sonnabend die Wehr in der Niederwallstr. 14 längere Zeit. gaben. Als kurz nach 9 Uhr der erste Löschzug am Brandplaze erschien, hatte das Feuer schon eine größere Ausdehnung erlangt. Allerlei In Reinickendorf finden nächstens Erfahwahlen zum GewerbeGerümpel, Riften, Holzleisten, Verpackungsmaterial 2c. standen in 16 Beisiger derart zu wählen, daß 12 auf den Osten und vier auf gericht statt. In der bezirksweise vorzunehmenden Wahl find Flammen. Die Wehr hatte daher auch tüchtig Wasser zu geben, um den Brand auf den Keller zu beschränken. Gardinen und Kleidungs- in der dritten Gemeindeschule macht sich am Orte auch insoweit unden Westen entfallen. Das leidige Uebel der fliegenden Klassen Stationen stücke hatten zur selben Zeit in der Turmstr. 14 in einer Wohnung angenehm bemerkbar, als die Kinder in der Kälte lange auf der Feuer gefangen, deffen Ablöschung aber bald erfolgen konnte. Nach Straße stehen müssen, bevor sie Einlaß finden können. Eine Beder Ede Poſtſtraße und Mühlendamm wurde die Wehr kurz darauf gerufen, weil hier durch Kurzschluß ein elektrischer Straßenbahn- schwerde über diesen gesundheitsgefährdenden Mißstand wurde der Swinembe. 765 233bededt wagen in Brand geraten war. Die Gefahr wurde leicht beseitigt. Schulkommission zur Erledigung überwiesen. Somet beobachtet. Vermischtes. In der Stralsunderstr. 67 mußte in einer Küche ein Feuer abgelöscht werden, das den Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. Gegen 11 Uhr abends erfolgte ein Alarm nach der Wallstr. 24, wo unter anderm die Verpackung von Säureballons in Brand geraten war. Es gelang indes, die Flammen bald zu ersticken. In der Schönhauser Allee 175 mußte kurz vorher ein Brand beseitigt aus Straßburg wird berichtet: Profeffor F. Braun machte gestern Neue Entdeckungen auf dem Gebiete der drahtlosen Telegraphie. werden, der in einem Klosett ausgekommen. Außerdem liefen in im hiesigen naturwissenschaftlichen Verein eine Mitteilung, daß er den letzten 24 Stunden noch von einigen andren Stellen Alarmierungen bei seinen Bemühungen, die früher von ihm erzielten Ergebnisse auf ein. Es handelte sich jedoch in diesen Fällen um ganz unbedeutende dem Gebiete der drahtlosen Telegraphie zu vervollkommnen, jetzt neue Brände. Mittel gefunden habe, unbegrenzte Energiemengen in Form elektrischer Wellen in den Raum zu senden, so daß Entfernungen dafür überhaupt nicht mehr eristierten. Wichtiger noch sei das Ergebnis, daß auch eine größere Sicherheit der Uebertragung und, durch eine neue Methode ermöglicht, eine schärfere Abstimmung zweier forrespondierender Stationen, das heißt ihre Unabhängigkeit von andren erzielt worden sei. Endlich scheine jetzt auch der Weg gangbar zu sein, um telegraphische Nachrichten auf brauchbare Entfernungen wesentlich nur nach einer Richtung zu versenden. Dabei arbeitete die neue Methode in sehr ökonomischer und einfacher Weise. Aus den Nachbarorten. Aus den idyllischen Gefilden unsrer Agrarier. Auf dem Gute Bollensdorf bei Neuenhagen in der Nähe von Berlin ereignete sich kürzlich ein Vorfall, der weit über das alltägliche Interesse hinausgeht. Der seit ca. 2 Jahren auf dem Gute beschäftigte Arbeiter Berndt lebte in lezter Zeit mit seinem Mitarbeiter Neumann in Unfrieden, der am 9. d. M. gerichtlich zum Austrag gebracht werden sollte. So weit kam es indessen nicht mehr, denn tags zuvor, also am Aus New York wird vom Freitag berichtet: In einer hiesigen Donnerstag, den 8. Januar, kurz bevor das Dreschen mit der Maschine beginnen sollte, erhielt er von seinem Widersacher plöglich Cigarrenfabrik, in der 500 Angestellte beschäftigt sind, kam es infolge einen mit einem Arbeitsinstrument hinterrücks geführten Schlag gegen Banit. Man bestürmte die Treppen und die Notausgänge. Hierbei Ausbrechens von Feuer in einem anstoßenden Gebäude zu einer den Kopf, an dessen Folgen er am Freitag verstarb. Der Verstorbene wurden drei Frauen getötet, fünf Frauen und ein Mann schwer verhinterläßt eine Frau und vier Kinder. Sein Totschläger wurde verwundet. haftet. Soweit fönnte man den Vorfall einfach als eine an sich zwar wundet. Zahlreiche andre erlitten leichte Verlegungen. entsetzliche, aber immerhin nicht vereinzelt dastehende Tagesneuigkeit registrieren. Das Allgemeininteresse aber wird erst durch die nach folgenden Vorgänge wachgerufen: Nachdem die Leiche die Nacht über in dem engen, niedrigen, dumpfen und feuchten Wohnraum dem Sonntag 25. Wochens Spielplan. Opernhaus Schauspiel: haus Robert der Teufel Ein Sommernachtstraum Schillers Der Pfarrer von Kirchfeld Theater O. m.: Jugendfr. Das Geheimnis der Gilde Nachm.: Die Räuber Monna Vanna Schiller Theater N. Deutsches Theater Berliner Theater Kleines Theater Montag 26. Der fliegende Holländer Weh' dem der lügt Efther Zwei Eisen im Feuer Dienstag 27. Gala- Oper 1812 Esther Zwei Eisen im Feuer Das Geheimnis Das Geheimnis der Gilde der Gilde Roheitsvergehen. Ein blutiges Säbelduell hat in Jena stattgefunden. Nach Schluß einer Gesellschaft in Greiz hatten der Rechtsanwalt Oberländer und der Referendar Jahn einen Streit, der zu Thätlichkeiten führte. Eine Forderung auf Säbel ohne Binden Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend 28. 30. Samson und Dalila 29. 31. Sonntag 1. Hänsel u. Gretel Figaros Hochzeit Die Puppenfee Jm bunten Rod Das Geheimnis Ein Ehrenwort Das Geheimnis der Gilde. Nm.: Doktor Klaus Der Pfarrer von Kirchfeld Nachm.: Heimat D. arme Heinrich Nachm.: Monna Banna Monna Banna Monna Banna Anno 1757 Lohengrin König Heinrich V. Die Journaliſten Die Welt, in der man sich langweilt König Heinrich V. Ein Ehrenwort Renaissance der Gilde Sappho Das Geheimnis der Gilde Esther Zwei Eifen im Feuer Sappho Monna Vanna Monna Vanna Der arme Heinrich Alt- Heidelberg Alt- Heidelberg Maria und Magdalena Mt- Heidelberg Sanatorium Siebenberg Alt- Heidelberg Nachtasyl Nm.: SerenissimusErdgeist Nachtashl Nachtasyl Erdgeist Die Jüdin Die lustigen Weiber Die Fledermaus von Windsor Der Pfarrer Carmen Die Robert und Cameliendame" Bertram Nachtashl Die luftigen Beiber von Windsor Der Fechter von Ravenna Nachm.: Die Weber Schall u. Rauch zwischenspiele Theater des Westens Der Karneval in Rom Nachm.: Martha Die Maschinenb. Luisen Theater v. Berlin N.: Die Die MaschinenCameliendame bauer von Berlin von Kirchfeld Sanatorium Siebenberg Nachtasyl Nanon Die Tochter Belials Es lebe das Leben Sanatorium Siebenberg Nm.: Die Räuber Nachtasyl Nahm.: Sereniffimuss Zwischenspiele Der Karneval in Rom. Nachm.: Der Freischüb Tochter der Hölle Nm.: Maschinenbauer von Berlin Witterungsübersicht vom 24. Januar 1903, morgens 8 Uhr. Bien Barometers stand mm Windrichtung Windstärke Wetter S 766 23 3 Rebel 1 bedeckt -Nebel Temp. n. C. 5° C. 4° R. -1 Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Haparanda 765 SD Wetter Temp. n. E. 5° E. 4° 9.1 4Schnee- 17 0 Petersburg 772 SSD 3Schnee- 15 1 Cork -3 Aberdeen -5 Paris -14 760 S 4 bededt 771 S 2wolfen! 9 Hamburg Berlin 767 SW Frankf./M. 770 Still München 771 S 3 heiter 774 Still bedeckt Wetter: Prognose für Sonntag, den 25. Januar 1903. Beitweise heiter, am Tage etwas wärmer, aber sehr veränderlich mit Niederschlägen und ziemlich lebhaften füdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Am Sonntag, den 18. d. Mts., verunglüďte unser Sohn u. Bruder Edmund Lupke mit seinem Freunde Herwagen auf einer Schlittschuhpartie von Neue Mühle nach Teupik. Die Bergung der Leiche ist gestern erfolgt. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25., nachmittags 4 Uhr, auf dem Thomas- Kirchhof( Hermannstraße) statt. 17095 Die tieftrauernden Eltern und Brüder. Ruder- Verein„ Vorwärts" Berlin. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unsre Mitglieder Hermann Heerwagen und Edmund Lupke am vergangenen Sonntag beim Schlittschuhlaufen ertrunken sind. Wir verlieren in beiden liebe, treue Mitglieder, deren Andenken wir immer in Ehren halten werden. Die Beerdigung des Sports genossen Heerwagen findet Sonntag, den 25. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Thomas Kirchhof in Rigdorf, Hermannstraße, statt. 283/7 H Der Vorstand. Hierdurch allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn und Bruder, der Galvaniseur Am Sonntag, 18. Januar 1903, berunglüďte auf einer Eistour nach dem Teupit- See unser lieber Kollege, der Schriftsetzer Edmund Lupke. Ein ehrendes Andenken bc= wahren ihm Die Kollegen der Buchdruckerei Gebr. Unger. 17065 Berlin, 25. Januar 1903. Deutscher Buchbinder Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unsre Kollegin, die Buchbinderei- Arbeiterin Hedwig Lesle am Donnerstag verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des KreuzKirchhofes in Mariendorf aus statt. 23/7 Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maschinenformer Hermann Heerwagen Joseph Stiller am legten Sonntag in Begleitung seines Freundes Edmund Lupke auf einer Eistour ertrunken ist. 4392 am Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Thomas Kirchhof in Rigdorf, Hermannstraße, statt. All- bon Leffing- Theater. Allabendlich: Der blinde Passagier. Sonntag, den 25. Januar, nachmittags: So leben wir. Sonntag, den 1. Februar, nachmittags: Der Heerohme. Residenz- Theater. Bis Donnerstag, allabendlich: Die beiden Schulen. Von Freitag ab: Lutti. Sonntag, den 1. Februar, nachmittags: Nora. Neues- Theater. Allabendlich: Die Fliege. Sonntag, den 25. Januar und 1. Februar, nachmittags: Ledige Leute. Trianon- Theater. Allabendlich: Die Liebesschaukel. Central- Theater. Allabendlich: Madame Sherry. Sonntag, 25. Januar u. 1. Februar, Thalia- Theater. Allabendlich: Charleys Tante nachmittags: Die Geisha. Mittwoch und Sonnabend, nachmittags: Schneeweißchen und Rosenrot. Buntes Theater. und Cassis- Pascha. Sonntag, den 25. Januar, nachmittags: Lenore. Sonntag, den 1. Februar, nachmittags: Edmund. abendlich: System Aubert. Sonntag, den 25. Januar, nachmittags: Der Waffenschmied. Sonntag, den 1. Februar, nachmittags: Bar und Zimmermann. Belle Alliance Theater. Allabendlich: Cupido u. Co. und Am Telephon. Sonntag, den 1. Februar, nachmittags: Der Dornenweg. ( Josephine Dora a. G.)- Urania. Allabendlich: Das Land Tirol.- Neues kgl. Opern Theater. Heute: Das große Licht. Nächsten Sonntag: Das dunkle Thor. Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Heerwagen. am 21. d. M., gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Januar, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause, Pankow, Mühlenstr. 78, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 111/3 Die Ortsverwaltung. Für die liebevolle Teilnahme und reichen Stranzspenden bei der Beerdigung des verstorbenen Zimmerers Wilhelm Fehrmann insbesondere den Verbänden und Vorständen unsern Die Trauernden. innigsten Dank. Kranz- und Blumenbinderei H. Rodewald, Sieber Luschik! Brief für Alexandrinenstrasse 1a. Dich lagert unter Deiner Adresse Bereinskiänze mit Widmungsschleifen, Poftamt Königsgraben. Wenn nicht Arrangements, Bouquets 2c. hübsch in Berlin, laffe Dir nachsenden. und billig. 17666 17205 Deine betrübte Mutter. Bekanntmachung. Am Montag, den 2. Februar 1903, wird mit Zustimmung der Gemeindebehörden neben der schon im Mühlendamm- Gebäude, Mühlendamm 1, bestehenden nunmehr ersten Abteilung der städtischen Sparkasse n der Linkstraße Nr. 7-8 eine zweite Abteilung der Sparkasse durch uns eröffnet werden. Dieselbe hat wesentlich den Zweck, zur Erleichterung der in den westlichen Stadtteilen Berlins wohnenden Sparer zu dienen, und ist namentlich für die Bewohner folgender Straßenzüge bestimmt: Alexander Ufer Culmſtr. Alsenstr. Alt- Moabit Altonaerstr. Curhavenerstr. Dennewigstr. Derfflingerstr. Hedemannstr. Helgoländer Ufer Herwarthstr. Kurfürstenstr. Parkstr., Kleine Stephanstr. ( 97-137 Char- Baulstr. Stichtanal lottenburg) Berlebergerstr. StrafanstaltMoabit Heydtstr., von der Landes- Ausst. Pl. Porzellanmanufat., Stromstr. Hildebrandstr. Landgrafenstr. Alvenslebenerstr. Dessauerit. Sinderfinſtr. Anhalter Bahnhof Dörnbergstr. Anhaltstr. Arminius- Plak Dorotheenstr. Hippodrom ( Nur Nr. 36-57) Hibigstr. Askanischer Plaz Drakestr. Augusta- Hospital Dreyfeſtr. Ausstellungs- Part Eichhornstr. Hohenzollernstr. Holsteiner Ufer Hornstr. Großgörschen- Flemmingstr. Jagowstr. Flensburgerstr. Invalidenhaus Friedrich- Wilhelm-( Nur Nr. 50-79) KaiserinAuguſtaftr. Lühow- Blaz Stülerstr. Botsdamer Bahnhi Süd- uje: 8 Britwalkerstr. Tiergarten- Ufer Regentenstr. Tiergart.- Wassert. Zurmstr Lanfwikstr. Lehrterstr. Leipziger- Plat Leipzigerstr. Potsdamer- Brüde Potsdamer- Plaz Potsdam. Privatstr. ( Nur 1-7 und Potsdamerstr. 124-137) Brinz Albrechtstr. Teltowerstr. Tempelhofer- Ufer Tiergart.- Baumsch. Tiergartenstr. Apostelkirche, An der Bachstr. Elßholzstr. Humboldts- Hafen Huttenstr. Rennéstr. Lessingstr. Butlikitr. Bahnhof Bellevue Emdenerstr. ( Nur Nr. 1) Lebezowstr. Duer- Allee, Große Beusselstr. Feldzeugmeisterstr. Thusnelda- Allee Lichtenstein- Allee Duißotstr. Lichterfelderstr. Nathenowerstr. Trebbinerstr. straße Linkstr. Rauchstr. Ulmenstr. Moabit Flottwellstr. Invalidenstr. Ludenwalderstr. " Union- Blak Butligstr. Lübeckerstr. Bahnhofftr. straße Jonasstr. Lüneburgerstr. Bandelstr. Bauzenerstr. Frobenstr. Garten- Ufer Karlsbad, Am Rübowstr. Beethovenstr. GeneralstabsKazbachstr. Lüzow- Ufer Bellevue( Schloßẞ) gebäude Kahlerstr. Maaßenstr. Bellevuestr. Genthinerstr. Keithstr. Bendlerstr. Gerhardstr. Kemper- Plak Berlichingenstr. Gleditschftr. Kirchbachstr. Bernburgerstr. Göbenstr. Stirchstr. Beuffelstr. Gozłowskyste. Kleinbeerenstr. Birkenstr. Bismardstr. Blumenthalftr. Blumes of Großbeerenstr. Klopstockstr. Großgörschenstr. Königgräberftr. ( 1-20 gehört zu Königin Augustastr. Schöneberg) Königs- Plaz Botanischer Garten Grunewaldstr. Körnerstr. ( 12-50 u. 96-130 Stöthenerstr. Reichstagsgebäude Viktoriaftr. Reichstags- Blaz Boßstr. Reichstags- Ufer Waldenserstr. Richard Wagnerftr. Waldstr. Roonstr. Rostoderstr. ( 5-9 gehört zu Salzwedelerstr. Charlottenbg.) Schellingstr. ( 10-25 geb. zu Schillstr. Schöneberg) Schleswiger- Ufer ( 26-39 geb. zu Schleusen- Brüde Charlottenbg.) Schönebergerstr. Magdeburger- Plaz Schöneberger- Ufer Magdeburgerstr. Schwerinstr. Mansteinstr. Margarethenftr. Seydlikstr. Wannsee- Bahnhof Wiclefftr. Wihelmshöhe Schöneberg. Obst's Festsäle Meiningerstrasse 8. Sonnabend, den 31. Januar 1903: Grosser Wiener Maskenball arrangiert vom Verein für Frauen u. Mädchen Schönebergs u. Umgegend. Vor der Demaskierung: Erntereigen. Nach der Demastierung: Gr. Jahrmarktsrummel zu Plundersweiler, Wahrsager, Schaubuden und Menagerie. Hierzu ladet Freunde und Gönner freundlichst ein 283/6 Der Vorstand. Nur noch kurze Zeit Fortsetzung des 442L Berliner Ressourceo InventurKommandanten- Strasse 57.3302* Hochelegante Festfäle für 1000 Personen. Der zweite Weihnachts: Feiertag frei geworden. Adolf Stein. 31.08.20 Rum No. 3 Façon ca. 50 Proz. stark, a Literflasche 1,10 M., 10 Literfi. 10 M. inkl. Jamaica- Rum echt und echt Verschnitt a Ltrfl. 1,60, 2,10, 2,50, 3,10, 4,50. 10 F1. 10 Pf. billiger. SonderVerkaufs zurückgesetzter Waren u. besonderer Gelegenheitspartien ( Teppiche, Portieren, Gardinen etc.) Glühwein- Extrakt zu beispiellos billigon hochfein im Geschmack a Literfl. M. 1,30. 10 FL. M. 12.- inkl. 388L 21 38 Wartenburgstr. Wegelyftr. Werftstr. Wichmannstr. Wilhelmshavenerft. Wilhelmstr. Wilhelmftr., Neue Wilhelm- Ufer Sidingenstr. Wilsnackerstr. Bredowstr. Matthäikirchstr. Siegmunds- Hof Winterfeldtstr. Bremerstr. gehören zu Kreuzberg, Am Melanchthonstr. Siemensstr. ( 18-21 geb. zu 02. Deutscher Cognac E Brücken- Allee Schöneberg) Kreuzbergstr. Militär- Turnanst. Sigismundſtr. Schöneberg) 08.8 串***** Buchenstr. Händelstr. Kronprinzen- Ufer Mödernstr. Simsonstr. Wittstockerstr. Struppstr. Moltkestr. Sommerstr. Bülowstr. Hagelsbergerstr. Kurfürsten- Damm Oberfeuerwerker Spenerftr. Zelten, In den Buggenhagenstr. aidestr. Stadtbahnbög. 443 Bietenstr. Burggrafenstr. Halleschestr. Calvinstr. Hallesches Ufer ( 74-169 Halensee) Pallasstr. bis 487 Stegligerstr. Claudiusstr. Hamburg. Bahnhof Cohensche Privatstr. Hansa- Plak Havelbergerstr. Buchhändlerhof Hafenplak Corneliusstr. ( 10-73 Char- schule tottenburg) Dttoſtr. ( 170-245 Char-( 21-23 geb. zu Steinmekstr. lottenburg) Yorkstr. ( 1-16 gehört zu Schöneberg) Binzendorfftr. ZoologischerGarten Stephan- Plak Zwingliftr. Schöneberg) Stendalerstr. Kurfürsten- Plat Pariser- Platz Die Sparkassenbücher, welche diese zweite Abteilung ausstellt, beginnen mit der Nummer 1 000 001 und unterscheiden sich durch einen blauen Umschlagdeckel von denjenigen der im Mühlendamm- Gebäude, Mühlendamm 1 befindlichen ersten Abteilung. Schon jetzt ist bei der ersten Abteilung eine erhebliche Zahl solcher Sparkassenbücher für die zweite Abfeilung an im Westen wohnende Sparer ausgegeben worden; diese Bücher gehen vom 2. Februar 1903 ab an diese zweite Abteilung über. angenehm, mild im Geschmack a Literfl. M. 2,10, 2,50, 3, Eugen Neumann& Co. Belle- Alliance- Platz 6a, Amt IV No. 9676. Genthinerstrasse 29. Wilsnackerstr. 25. Schöneberg, Hauptstr. 129. Stralauerstr. 56. Das beste Husten- Mittel find die altbewährten, echten fie nicht in einer Annahmeftelle gemacht werden, ausschließlich in der zweiten Abteilung ber E Spitzwegerichsaft: Bonbons, Sparkasse, Linkstraße Nr. 7-8. Ebenso werden dann auch alle Rückzahlungen auf diese Bücher in dieser zweiten Abteilung bewirkt. Einzahlungen auf Bücher der ersten Abteilung, welche einen schwarzen oder roten Umschlagdeckel und die Nr. 1-1 000 000 führen, soweit sie nicht bei den Annahmestellen geschehen, und alle Rückzahlungen auf diese Bücher finden nach wie vor in der ersten Abteilung, Mühlendamm 1, statt. Eine Ueberweisung der Guthaben von Abteilung I nach Abteilung II und umgekehrt kann jederzeit auf Antrag stattfinden. Die zweite Abteilung ist wie die erste täglich mit Ausnahme der Sonn- und Festtage von 9 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags geöffnet. Berlin, den 21. Januar 1903. O Kuratorium der städtischen Sparkasse. Cigarren Maass. durch Reisende oder Agenten bezogen, fauft man viel zu teuer. Man muß direkt von der Fabrik beziehen. Wir empfehlen zwei preiswerte Marken in milder Qualität: La Bouquet" a Mille 50 Mk. Sa Bianca" a Mille 40 Mk. Probesendung 100 Std. jeder Sorte Mt. 9,- franko Nachnahme. Bei fernerem Bezug nur portofrei bei 500 Stück. 4252* C. F. Harzer& Söhne, Deutsch- Neudorf( Sachsen), Cigarrenfabrik, gegr. 1842. „ Zur Klause". Görlitzerstrasse 43. Allen meinen Bekannten u. Freunden empfehle ich mein neu eröffnetes Lokal. Zu jeder Tageszeit Kaffee, Bouillon, selbstgeb. Kuchen, div. Biere, talte und warme Speisen in bekannter Güte. Pianino, Billardund Vereinszimmer 40-50 Personen. Zahlreichem Besuch entgegensehend, zeichnet ergebenst Max Pönitz. 1561b* Musikwerke mit auswechselbaren Notenscheiben, sowie Zithern. Schönste Familienunterhaltung. Geringe Teilzahlung. Neue Königstr. 47 II, Alexanderpl Massage- Institut Don Masseur für sämtliche Kranken- und Hilfskaffen. 2212 Brunnenstr. 16. Herren vorm. v. 10-12, Damen nachm. v. 3-4. Filiale: Turmstr. 46. Fr. H. Mania, fönnen wir ! Händlern! ein fret verHausierern! fäufliches ausländisches Del, erprobt heilwirkend für Rheumatismus, Gicht, Husten 2c. als lohnenden Verdienst zum Wiederverkauf anbieten. Verkaufspreis 1,- M. Mumm& Frerichs, Hamburg 11. 56/18 teppdecken fauft man am preiswertesten nur direkt in der Fabrit, 72 Wall: ftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. B. Strohmandel, Berlin 14. Jlustrierter Preiskatalog gratis. Den Genossen bringe meine Blumen und Kranzbinderei in empfehlende Erinnerung. 3972 G. Gey, Beusselstr. 64. Echt MedizinalRoh- Tabak 2302* Max Jacoby, Strelitzerftr. 52. Rohtabak Tadelloser Brand, billige Preise. Formen. Neueste Façons. Original- Fabrikpreise. Neue 5. 3. Frankel, Promenade Seb. Gröbel, Brunnenstr. 181. Rohtabak. Größte Auswahl. Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche 2312* Fabrikations- Utensilien. Neue Formen, sehr große Auswahl zu Driginal- Fabritpreisen. Heinrich Franck, 185 Brunnenstr. 185. Rohtabak R. Schwarz, Richthofenbilligste Preise strasse 31. Rohtabak! Feinste Brafils, pro Pfd. 1,20 u. 1,30 m. Losblatt, gesund, pro Pfund 0,85 M. Karl Roland, Rottbuserstr. 3 a. Genau auf Hausnummer achten! En detail. En gros. Rohtabak( 2832* Berlin NO., Kinder- Leberthran, Max Otto, eue Königstr. 6. hellgolden, von mildem reinem Geschmad, von jedem Stinde gern ge nommen und zu vertragen, ärztlich verordnet und von größter Birkjamfeit gegen Trüfen, engl. Krankheit, F. Ausschläge besonders ſtrophulöſer u. zur Stärkung schwächlicher Kinder. Bergener Leberthran, dunkelgolden, für Erwachsene, alterprobt gegen Hals, Brust und Lungenleiden. Beide sorgfältig gepflegte Specialsorten in bekannter wirkungskräftiger Qualität n. garantierter Reinheit in nur frischen Füllungen a Fl. 50 Pf. n. 1 M., 3 Fl. 2,75 M. frei Haus. Berlin SO., Otto Reichel, Eisenbahnstr. 4. HerrenModen, elegante Ausführung, geringe Teilzahlung. 3462* J. Kurzberg, Neue Königstr. 47 II, am Alleganderplak. Rohtabak. Bekannt beste Qualitäten. # Wienert Nachf. L. Lehmann, Rosenthalerstr. 23. Roh- Tabak, sämtliche Utensilien zur Cigarren- Fabrikation größten Auswahl billigsten 2952* vorzüglich im Geschmack, sicher in der Wirkung und billig im Gebrauch, nur allein echt zu haben bei Gustav Behm, Frankfurter Allee 120. Herrl. bill. Kleinwohnungen Zellestr. 29( am Forckenbeck- Platz). 1 und 2 Zimmer mit Balkon etc. im schönen Neubau. Mietet schnell, da Nachfrage gross. Ueberraschend für Jedermann! 424L* mit China- Nickermesser Kompass Neu! It in keinem BRILLANT FABRIK- MARKE gesetzlich geschützt. Neu! Laden, sondern nur bei uns zu haben. 30 Tage zur Probe versenden wir nebenstehendes China- Nickermesser Nr. 1800 mit Kompak, mit 2 aus prima Stahl geschmiedeten Selingen und Kortzieher, echtes Hirschhornheft und Ausnahme- Preisen. U. a.: Eine Partie echter Plüsch- Teppiche 200/300 M. 2350( bis M.) cm ( bisher 36 Plüsch- Portieren mit reicher Stickerei pro Fenster M.935 35( Wert) M.15,00 Teppich- Special- Haus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr.158. S., Dieser Inventur- Verkauf findet nur einmal jährlich bei mir statt. Inventur- Extraliste und gratis und Katalog 1903 franco. mit 600 Illustr. Presskohlen billig! Prima Dualität direkt vom Bahnhof. 1000 Stüd, 6 Roll lang, 6,50 M., 3000 25 f. billiger pr. Taufend, " 1000 " 7 Zoll lang, 8 M. 3000 " 25 Pf. billiger pr. Tausend, frei Keller inkl. Baden liefert prompt und reell 16606* Neufilberbeſchlägen unter Garantie aum Breife Wilhelm Neyer, von nur 1,60 M. franco. Das Meffer läßt sich öffnen wie jedes andre, aber schließen nur von Eingeweihten. Gebrauchsanweisung liegt jedem Meffer bei. Für Eingravieren jeden beliebigen Namens in die Klinge, fein vergoldet und verziert, berechnen wir nur 10 Pf. 190 Versand gegen Nachnahme oder Vorhereinsendung des Betrages. Garantie- Schein: Nicht gefallende Waren taufchen wir bereitwilligst um oder zahlen Betrag zurück. Stahlwarenfabrik und Verfandhaus I. Ranges Gebrüder Rauh Gräfrath bei Solingen. Verlangen Sie umsonst und portofrei unsern neuesten Pracht- Katalog, Ausgabe 1903. mit über 2500 Abbildungen von Solinger Stahlwaren, Lederwaren Gold: und Silberwaren, Haushaltungs- Gegenständen, Uhren, Uhrketten, Musifwaren, Pfeifen, Cigarren, Cigarrenspitzen, Spielwaren, Negenschirmen, Spazierstöcken u. sonstigen vielen Neuheiten. 104/ 12* Bemerken noch, daß nur elegante, gute preiswürdige Ware zum Versand kommt. offertent in der geen reifen Reinwollene Blufen M. 2.50 Masken- u. Theater- VerleihW. Hermann Müller, 22 Alexanderstraße 22. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. im Fabrik Gesch. Kaiser Wilhelmstraße 40, 1.Etage( Neuer Markt). Teilzahlung!!! wahl von Herren-, DamenInstitut. Größtes im Norden f. Damen u. Herren. Historische Nationaltrachten; Tyroler; eleg. Dominos; Hochzeitskleider. Eing. Elsasserstr.971. PrinzenGroßes Lager und Aus- C. Gromall, ofenthaler Thor und Wecker- Uhren, Regu- Dr. Simmel, Str. 41. Ketten, rur wöchentlich eine Mart, Juhre& König, 3652 Warschauerstr. 72. lateuren, Broschen, Ringen, Specialarzt für[ 55/ 11* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. 5. Manteuffelstr. 5. Wer- Stoff- hat. Fertige Anzug 20 M., feinfte Zuth., 2 Anproben, für guten Sih bekam goldne Medaille. Handnäharbeit. Ludwig Engel, Prenzlauerstraße 23, 2 Tr., nahe Alexanderplag. Gegr. 1892. Komme auch Maßznehmen ins Haus, auch außerhalb. Bitte Postkarte. Nächste Woche! Weimar eld- Lotterie Geld Ziehung 3. und 4. Februar. Gew. 60 000-30 000 M. etc. empfiehlt die Glückskollekte 3. Rosenberg, 51 Kommandanten- Strasse 51. Porto u. Liste 30 Pf. Credit. Monatlich 10 Markliefere Anzüge, Paletots nach Maß. Per Kaffe allerbilligste Breise. Wer selbst Stoff hat v. 20 M. an. Schneidermstr., J. Tomporowski, Prinzenstr. 55. Hans Kayser SO., Kiefholzstrasse, Platz 9, empfiehlt sein grosses Lager in Brennmaterialien zu billigsten Preisen. L* WARENHAUS A. WERTHEIM Extra- Preise Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27-29. Oranienstr. 52-55. Montag, Dienstag, Mittwoch Ballstoffe 900 Waschstoffe Ballfächer elfenb. Crêpe Virginie farbig Mtr. 70 u. 98 Pf. Gem. Alpacca Mtr. 1.15, 1.35, 1.80 Halbseld. gem. Stoffe, 1.45, 1.80, 2.10 Voile Grenadine Ballatlas Ballfarben Mtr. 1.20 Mk. Mtr. 65 u. 90 Pf. Mtr. 3.25 Reinseid. Crepe de chine Blusentaffet gestreift Halbseid. Pompadours mit imitierten Gazestoffe Tautropfen Tarletan glatt Tarletan mit Silber Mtr. 1.35 Mk. bedruckt Mtr. 1.45 Mtr, 2.15 Mk. Mtr. 17 Pf. Mtr. 15 Pf. Bedr. Levantine Mtr. 35 Pf., bisher 55 Pf. Bedruckt. Batist Mtr. 40 Pf., bisher 70 Pf. Bedr. Organdy Mtr. 48 Pf., bisher 85 Pf. Ballstrümpfe Fussblatt durchbr. gewebt, Baumwolle 48, englLänge 70 PL. Fil d'Ecosse gewebt, ganz durchbroch 95 Pf. Halbseide engl. Länge 1.60 Mk. Seid.Ball- Echarpes 1.55,2.25,3.25 Korsettschoner 14, m. Banddurchz. 35 Pf. Spachtelkragen 1.75, 2.25, 2.75 Mk. bedeutend unter regulären Preisen. so lange der Vorrat reicht: Gazefächer weiss 68 PL, 1.60, 2.65 Federfächer weiss 85 Pf., 1.75, 2.65 Fächerhalter weiss 30, 38, 55 Pf. 1.60 Gazechâles mit geknüpften Fransen Gazechâles mit Federbesatz 3.25 Mk. aus hellgemusterten Ballblusen einfarb., m, Säumch. u. 5.35 Seidene Bluse Band garn., ganz gefütt. Woll. Kreppbluse Paspel, ganz gefütt. 5.90 Lastingbluse gefüttert mit Säumchen u. mit Taffetblenden, ganz mit Säumchen und 9 Mk. Taffetbluse Kurbelei, ganz gefüttert 12.25 Pompadours Stoffen, mit Bügel 2.10 Kostümröcke crème Ballblumen 12 teil, Seid. Mohnpiquet 3 teilig 1 Mk. 1.25 Heckenrosenpiquet teit. 70, teil. 80 Pf. 12 18 Volant mit Atlaspaspel, 9.75 Mk. Krepprock ganz gefüttert Cheviotrock valant mit Blenden 15 Mk. ganz gefüttert, La france Rosen- Piquet 95 P. Ballschuhe für Damen Rosen- Bouquet mit Laub, 4 teilig Mk. 1.10 Tiroler Hütel Ballhandschuhe Blumen Maskenkostüme Filzhut mit Kordel u. Naturpose 95 Pt. Filzhut mit Naturschlappe 1.50 3.50 Filzhut und Spielhahnfeder weich, mit Silberkordel weiss mit durchbrochener Manschette Zwirn 32, 48, 87 Pf. Reine Seide glatt weiss 1.05 u. 1.20 Mk. Glacé weiss, 2 Druckknöpfe 1.10 Mk. Fabelhafte Preisermässigung! Nachdem wir Tait's Diamanten eingeführt haben, werden unsre Steine künftig von bestimmten Geschäften karatweise, verkauft werden. Wir verkaufen daher, jedoch nur für eine kurze Zeit, eine beschränkte Anzahl Waren, welche bislang 6 Mark das Stück gekostet haben.. Es bietet sich hier Gelegenheit zum Preise von 3 die beste Imitation der Welt Mark das Stück incl. Fassung. zu Staunen erregend billigem Preise, in den elegantesten und modernsten Fassungen zu erwerben. Qualität und Schliff der Steine sind dieselben wie bisher. Verlangen Sie schriftliche Garantie mit jedem gekauften Gegenstand, und beachten Sie ausdrücklich den Namen Tait. Jeder Gegenstand wird gegen Voreinsendung von 3,30 Mark franco, oder gegen Nachnahme von 3,50 Mark verschickt. Für das Porto von 30 resp. 50 Pf. kann nicht nur ein, sondern auch zwei oder mehrere Gegenstände versand werden. 423L Der Versand geschieht ab unsrer Adresse Berlin W., Friedrichstrasse 169. Nichtkonvenierendes wird bereitwilligst kostenlos umgetauscht! Taits American Diamond Palace, Berlin Friedrichstrasse 169 Central- Hotel, Laden 15 Friedrichstrasse 181 zwischen Friedrichstrasse 143 zwischen Behren- und Französische Strasse. zwischen Dorotheen- u. Georgenstrasse Mohren- und Taubenstrasse. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee Unser No. 11-18. Bockbier- Ausstoss beginnt Fam Dienstag, den 27. Januar er. Ebenso empfehlen wir unser Helles und dunkles Tafelbier, Gambrinus- Bräu nach Münchener Art und Böhmisches Pilsener 418L* in Fässern und Flaschen. Telephon- Amt VII 3120 für Bestellungen in Fässern. do. do. VII 5088 13 VII 1670 99 39 39 Flaschen. 17 33 Abteilung Radeberger Exportbier- Brauerei Pichelsdorf. Wir beginnen mit dem Ausstoß unsres Bockbieres in Fässern und Flaschen Sonnabend, den 24. Januar a. c. Gefällige Bestellungen auf Lieferung desselben in Fässern erbitten nach Alt- Moabit 60, in Flaschen nach Kaiserin Augusta- Allee 15/16. Mohn kleine Blüte 8 Pf., grosse Blüte 30 Pf. Wasserrosen 8 u. 10 Pf. Sonnenblumen 15 Pf. Gemsleder- Schuhe mit Lederfutter 2.40 Lackschuhe 3.10 Mk. Lackschuhe mit Spange u. Lederfutter 4.45 Weisse Glacéschuhe m. Lederfutter 2.70 m. Spange u. Weisse Glacéschuhe Lederfutter 3.85 Brauerei Germania, Akt.- Ges. Berlin 0., Frankfurter Allee 53, VII 2645. In sämtlichen eignen Husschank- Lokalen Bock- Bier 10 Liter 10 Pf. 1/ Tonne M. 3,50. [ 4312] 4/10 15 Flaschen M. 1.50. Brauerei Königitadt Akt.- Gef. Der Ausstoss unsres diesjährigen Bockbieres beginnt am Dienstag, den 27. Januar. Brauerei Königstadt Akt.- Gef. Schönhauser Allee 10/11. Fernsprecher: Amt III No. 676. # 6 Aktien- Brauerei Friedrichshain" ( vormals Lipps). Der Ausstoss unsres diesjährigen vorzüglichen Bock- Bieres beginnt am Dienstag, den 27. d. Mts. JAmt VII, 4917. Telephon Amt VII, 5343. L435* Aktienbrauerei Hohen- Schönhausen. Der Ausstoß unsres diesjährigen vorzüglichen Bock- Bieres 58/4 begint Dienstag, den 27. d. Mts. am Ebenso empfehlen wir unser 4192* Lagerbier, hell Versandbier, nach Münchener Art in Fässern und Flaschen. Märzenbier, nach Pilsener Art Telephon: Amt Friedrichsberg Nr. 83. Deutscher Honig! Bienenhonig, best. Qualit. verf. die 10 Pfunddofe zu 7,00 M., 5 Pfd. Für 20 Mark 4,30 M. franco. Garant. Rücknahme. fertige, mer selbst Stoff hat, Anzug Nordloh, Bahnhof nach Maß mit Buthaten. Weyer, E. Reil, ugen, Oldenbg. Rosenthalerstr. 6/7. Umt III 8524. Ein Restaurationsgrundstück mit Tanzsaal in der Nähe Berlins ist wegen Krankheit des Besizers sofort zu verkaufen. Reflektanten, Parteigenossen, die über eine Anzahlung von 10 000 bis 15 000 Mart verfügen, wollen ihre Adresse unter P. 8 bei der Expedition 4262* dieser Zeitung einreichen. Achtung! Für diese Woche Ausnahme- Preise in Herren- Stoffen für Anzüge, Baletots, Hosen und KinderAnzüge. Grosse Geldersparnis. Die Stoffe find mit Breisen in unsern Schaufenstern aus gestellt; siehe auch Säulenanfchlag Montag und Dienstag. Tuchfabrik- Niederlage Koch& Seeland Berlin, Ross- Strasse 2 2871* Englisch. Unterricht ( Einzel- oder im Cirkel) erteilt 2092* G. Swienty geb. Liebknecht, Schöneberg, Sedanstraße 57, III. Weimar Geld- Lotterie. Ziehung 3., 4. Febr. cr. Gewinne insgesamt: 190 000 M. Hauptgewinne: 60000 M. 30000" 10000 usi. " Lose a 3,30 M. inl. Porto und Liste offeriert 17006 p. Hempel, Bankgeschäft, N. Badstraße 11. Berantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berles: Norwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 21. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Sonntag, 25. Januar 1903. von denen man mit größter Berechtigung fagen kann, daß sie still 2,95 Proz. mehr als im Jahre 1900. Der rechnungsmäßige im Verborgenen blühen. Ueberschuß betrug 41,2 Millionen Mark, er blieb gegen den des Vorjahres um 5,7 Millionen Mark zurück, überstieg aber den Voranschlag des Etats um 3,7 Millionen Mark. Aber der„ Dekonomist" hat nicht nur für das Bilanzjahr 1901 seine Statistik erweitert, sondern zugleich auch rückwärts für das Jahr 1890, um einen Ueberblick über die in diesem Zeitraum vorgekommenen Verschiebungen zu erlangen. Danach ergiebt sich für das Jahr 1890 bekanntlich ein sehr gutes Geschäftsjahr das Jahr der Hochkonjunktur 1899 und das Krisenjahr 1901 folgende Gestaltung der Aktienkapitale und des Reingewinnes: 1901 1899 1890 Jahr 8ahl Eingezahltes Aktienkapital Reingewinn Die Ueberschüsse der Staatswerte in den letzten 10 Jahren ver anschaulicht folgende Tabelle: 1892: 13 829 664 Mark bei einer Belegschaft von 57 307 Mann 1893: 15 084 125 1894: 15 024 915 " " " " " 55 322 57 009 " " " " " " " 1895: 19 440 106 58 942 " " " " " " 1896: 23 084 868 62 106 " " " " " " der Banken 1897: 26 672 539 64 217 in Mill. Mark Mill. M. Proz. " " " " 17 1898: 30 083 466 66 796 " 11 " 1 " " " 1899: 37 261 782 69 863 " " " " " ohne Notenbanken mit Notenbanken ohne Notenbanken mit Notenbanken 464 ohne Notenbanken 341 mit Notenbanken 349 463 471 456 2 792,53 3 041,20 2 723,71 2 973,39 1900: 47 056 859 1901: 41 273 138 " " " " " 72 727 74875 " " 1 " " " " " 1 1 537,54 1 756,35 In Wirklichkeit ist der Ueberschuß noch höher, da die Werke ſelbſt infolge der fortgesezt vorgenommenen Verbesserungsarbeiten heute einen höheren Wert repräsentieren als vor zehn Jahren. Daß die Arbeiter von dieser Steigerung der Ueberschüsse nur geringen Vorteil hatten, geht aus den bereits veröffentlichten Ziffern über das Einkommen der Bergarbeiter zur Genüge hervor. Berlin, den 24. Januar 1903. Steigerung der Arbeitslöhne und der Lebensmittelpreise während der Auffchwungsperiode. Durchschnittspreise der wichtigsten Lebensmittel in Berlin. Fortsetzung der Preissteigerungen nach Hereinbrechung der Krise. Entwicklung der deutschen Aktienbanken von 1890-1901. Die Rentabilität der Banken. Die Berliner Banken im besonderen. Obgleich schon mehrfach durch die amtliche Statistik widerlegt, taucht in der Unternehmerpreffe und den Berichten kaufmännischer Korporationen immer wieder die Behauptung auf, daß an den reichen Gewinnen der Aufschwungsperiode 1896/1900 auch die Arbeiter ihren guten Anteil gehabt hätten, denn nachweisbar wären in diesen Jahren an vielen Orten für eine Reihe der wichtigsten 137,44 4,95 Industriezweige die Arbeitslöhne um 10, 15, ja nicht 170,80 5,61 felten um 20 Prozent und mehr gestiegen, während 299,65 11,00 die Preise für für Lebensmittel nur in ganz geringem 330,68 11,13 Maße in die Höhe gegangen feien. Dieser Argumentation 152,70 9,93 gegenüber kann nicht oft genug hervorgehoben werden, daß es sich 180,65 10,30 erstens gar nicht um die Frage handelt, ob auch die Arbeiter in den Prosperitätsjahren einige Vorteile erlangt haben, sondern darum, Die Zusammenstellung beweist zugleich mit der Ausdehnung eine in welchem Verhältnis das Maß dieser Vorteile zu der Gewinn- starke Konzentrationstendenz des Bankgewerbes. Die Zahl der Das Wahlrecht selbstversicherter Unternehmer in der Krankenkasse. steigerung der Unternehmerklasse steht, und daß zweitens zur Fest- Attienbanken hat sich in den neunziger Jahren nur um ein Drittel, Gin hiesiger Schuhmachermeister, der der Innung angehört und ver stellung des Vorteils, den der Arbeiter erlangt haben soll, der Ver- die Kapitalsumme dagegen um mehr als zwei Drittel vermehrt. ficherungspflichtige Arbeiter beschäftigt, ist auch zugleich selbst bei der gleich der Arbeitslöhne mit den wichtigsten Lebensmittelpreisen nicht und zugleich ergiebt sich ein starker Rüdgang des Reingewinns nach Innungs- Krankenkasse gegen Straniheit versichert. Er wurde als genügt, daß daß außerdem die Preissteigerungen verschiedener dem Hereinbruch der Krise von 11,13 Proz. im Jahre 1899 auf Arbeitervertreter zur Generalversammlung gewählt. Seine Wahr andrer Bedürfnisse, vor allem die Erhöhung der Wohnungs- 5,61 Broz. im Jahre 1901. Indes geben letztere Zahlen kein ganz mit der Begründung, daß er nur als Unternehmer, nicht aber als wurde jedoch von der Gewerbe- Deputation des Magistrats beanstandet preise, mit in Betracht kommt. In den größeren Industrie- richtiges Bild der Entwicklung. Die im Stonfurſe oder in der und Handelsstädten ist der Arbeiter durchweg gezwungen, Liquidation befindlichen Banten find nämlich in den Zusammen- Versicherter wählbar sei. Da das Krankenversicherungs- Gesez über diesen Punkt keine aus 20-25 Broz. feines Arbeitseinkommens für seine Wohnung aufstellungen nicht enthalten, das heißt die Zusammenstellung 1899 enthält zuwenden; was demnach für ihn eine Steigerung der Mietszinse pro noch die Leipziger Bank, Dresdener drückliche Bestimmung enthält, so find solche Beanstandungen schon um ein Viertel oder ein Drittel, wie sie in vielen Großstädten Kreditanstalt, Deutsche Grundschuldbank 2c.; die Zusammenstellung mehrfach vorgekommen und es ist in einem solchen Falle eine Entwährend der neunziger Jahre vorgekommen ist, bedeutet, ist leicht pro 1901 aber nicht. In die letztere find jedoch die Preußische scheidung des Handelsministers provoziert worden. Der Handelsauszurechnen. In manchen Branchen und Orten dürften die Lohn- Hypotheken- Aktien- Bank, die Berliner( Pommersche) Hypothekenbank minister hat unterm 27. Oktober 1902 entschieden, daß die Beerhöhungen so ziemlich allein durch die Mietesteigerungen ausgeglichen und die Mecklenburg Streligiche Hypothekenbaut aufgenommen anstandung der Wahl eines selbstversicherten, Arbeiter beschäftigenden worden sein. Doch selbst wenn man von den Wohnungspreisen worden, weil sie weder in Konkurs, noch in Liquidation getreten Unternehmers als Arbeitervertreter nicht zulässig sei, da das Gesetz wichtigsten Lebensmittel: Brot, Fleisch, Kartoffeln, Butter, Eier be- daß man sie, um für die andren Banken ein richtiges Bild zu ger diese Entscheidung des Ministers noch nicht bekannt war, dürfte wohl absieht und die Untersuchung auf die Preiserhöhungen für die find. Die Verluste dieser drei Banken sind aber so besonderer Art, keine entsprechende Verbotsbestimmung enthalte. Obwohl der Gewerbedeputation des Magistrats am 12. Januar 1908 schränkt, ergiebt sich, daß der Arbeiter von den höheren Löhnen der winnen, ausscheiden muß. Dadurch scheidet ein Aktienkapital von flotten Jahre" nur wenig Vorteil gehabt hat. In Berlin find 48000 000 2. und ein bilanzmäßiger Verlust( abzügl. der Reserven) von in dem uns beschäftigenden Falle der Beschwerdeführer unterdes 3. B. die Preise für die genannten Lebensmittel nach den Markthallen- 68 703 142 M. aus. Für die andren 460 beziv. 468 Banken ergiebt sich dafür gesorgt haben, daß die städtische Behörde mit der Entscheidung Notierungen, die bekanntlich etwas unter den Preisen der Laden- dann ein Aktienkapital von 2 744 527 806 beztv. 2 993 200 106 und ein bekannt wird und es wird dann wohl seiner Wahl als Arbeitergeschäfte stehen, während der Jahre 1898 bis 1899 folgenderweise Reingewinn von 206 145 656 beztv. 239 503 956 M. 7,71 beziv. 8 Broz. bertreter nichts mehr in den Weg gelegt werden. gestiegen: gegen 11 bezw. 11,12 Proz. pro 1899 und 9,93 oder 10,22 Broz. pro Der Alkoholismus ist in Belgien leider so verbreitet, daß er 1890. Um diese 3,49 3,12 Proz. des Attienkapitals ist die Ren- zu einer öffentlichen Kalamität geworden ist. Die Organisierung tabilität der sämtlichen Banken von 1899 bis 1901 gefunken, oder, der Arbeiterklasse wird durch den weitverbreiteten Schnapsteufel sehr richtiger ausgedrückt, die Rentabilität an sich hat um 31,73 beziv. gehemmt, so daß die belgische Arbeiterschaft, und zwar politische wie 28,06 Proz. abgenommen. gewerkschaftliche Vereine, sich wiederholt eingehend mit der Frage Nicht ohne Interesse ist es, mit dieser allgemeinen Entwicklung des Alkoholismus beschäftigt haben. Die Gewerkschaften von Brüssel der deutschen Aktienbanken die specielle Entwicklung der Berliner haben das Thema in einer Reihe Versammlungen behandelt und Banken zu vergleichen denen vom Dekonomist" die in Berlin schließlich folgende Forderungen aufgestellt: Der Staat hat alle domicilierenden Hypothekenbanken, die Reichsbank, Bank für Privatraffinerien und Fabriken aufzukaufen; er erhält das ausHandel und Industrie, Dresdener Bank, Mitteldeutsche Kredit- schließliche Monopol für die Produktion und den Verkauf des Alkohols. Bank und Breslauer Diskonto- Bank hinzugerechnet werden. Die Die Gesezgebung hat jährlich die Höhe der Grade festzustellen, welche beiden letzteren für 1890 indessen nicht. Aus den oben dargelegten der gereinigte Alkohol haben muß; diese sind jährlich um einige Gründen schließen wir hingegen für 1901 die Preußische und Grade herabzusehen. Der Privatindustrie bleibt die Destillation und Bommersche( Berliner) Hypothekenbank aus und ziehen ferner vom der Verkauf des denaturierten Alkohols zu Industriezwecken vorReingewinn die Verluste ab. Es ergeben sich dann folgende Zahlen: behalten; derselbe darf durch keinerlei Steuern belastet werden. Der Verkauf und die Konsumation von Alkohol ist während der Arbeit in den Fabriken verboten. 21 Roggen Jahr Durchschnittspreise: Nindfleisch Brot pro 1 kg Brust| Bauch Schweine- Hammel Kar toffeln Butter fleisch fleisch pro Bauch Bauch Doppel pr. 1 kg pr. 1 kg pr. 1 kg pro 1 kg pro 1 kg centner Pf. Pf. Pf. Eier pro Schock Pf. Pf. Pf. M. M. 1893 21,9 121 108 124 1894 20,4 122 108 122 111 1895 20,6 125 110 117 113 1896 20,9 122 107 112 113 1897 22,3 123 110 119 1898 25,2 126 110 129 1899 24,2 127 112 123 107 5,94 208 3,88 5,43 188 3,58 5,78 180 3,75 4,90 191 3,70 116 5,84 191 3,63 119 5,73 187 3,63 118 5,19 204 3,60 1900 24,0 126 112 120 119 1901 24,2 128 114 126 122 5,96 233 3,78 6,01 237 3,75 1901 1902 1903 Jahr D Zahl der Berliner BARR Banken Eingezahltes Aktienkapital M. 36 1 156 268 860. 37 1 306 268 860 40 41 39 1 172 153 800 1 322 153 800 667 301 322 787 301 322 Reingewinn M. Bro3. 32 6,47 7,72 11,66 11,87 11,48 12,37 Die Altersversorgung in Dänemark. Nach einem kürzlich erschienenen Bericht wurden im Jahre 1901 in Dänemark 5 228 870 Kronen Altersunterstützung ausgezahlt, wovon die eine Hälfte der Staat, die andre Hälfte die Kommunen aufgebracht haben. Auf die Kommune Kopenhagen tamen 1042 565 Kronen Altersunterstützung. Das Jahr 1893 hatte für die meisten landwirtschaftlichen Produfte als Nachwirkung der voraufgegangenen beiden ungünstigen ohne Notenbank 74 878 832 Ernten teilweise noch anormal hohe Preise; beginnt man deshalb mit Notenbank. 100 824 616 mit dem Jahre 1894 und vergleicht dessen Preise mit denen des ohne Notenbank 136 675 022 Jahres 1899, dem Jahre des lebhaftesten Geschäftsganges, so ergiebt mit Notenbank 156 996 868 fich für Brot eine Erhöhung um 19, für Fleisch um 4 und für ohne Notenbank 76 621 918 Butter um 9 Proz.; dagegen betrug die Preissteigerung für Eier nur mit Notenbank. 40 97 369 218 1/ Proz., und die Kartoffeln stellten sich sogar um etwa 4 Proz. billiger Der Abfall der Berliner Banken im Jahre 1901 ist danach als im Jahre 1894. Immerhin läßt sich sagen, wenn man die Mieteſteigerungen und die Preiserhöhungen für Kohlen, Petroleum, bedeutend, weniger durch die auf 9660 189 M. fich berechnenden Zuder, Neis und verschiedene andre Solonialwaren während der Verluste von vier Banken( abgesehen von zwei Hypothekenbanken), Brosperitätsjahre mit in Ansatz bringt, daß ein Berliner als vielmehr dadurch, daß fast alle Großbanken erheblich geringere Arbeiter fich im Jahre 1899 mit einem um Gewinne erzielten, weil sie größere Abschreibungen und Rückstellungen Eisenbahnwagen täglich feucht gereinigt und periodisch mit einem 15 Proz. erhöhten Lohneinkommen feineswegs vornehmen mußten. Bom Rückschlag der Konjunktur wurden sie weit besser stand, als im Jahre 1894 ohne diese Lohn- stärker betroffen als die andren Banken. erhöhung. Soweit aber wirklich in den Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs eine Verbesserung des Lebensunterhalts der Arbeiter stattSociales. Tat. Ein Gesetz gegen die Tuberkulose ist am 1. Januar im Kanton Graubünden in Straft getreten. Diese Maßnahmen beziehen sich in der Hauptsache auf die Thätigkeit des Arztes, der u. a. für die Desinfizierung der von Tuberkulosekranken benutzten Räume, Betten, deren Ursachen nachzuforschen und die Verbesserung der GesundheitsKleider 2c. zu sorgen, event. bei häufigem Auftreten der Tuberkulose verhältnisse anzustreben hat. Die zuständigen Behörden und Verwaltungen sollen dahin wirken, daß in Schulen, Kirchen, auf BahnHöfen, in Eisenbahnwagen zc. nicht auf den Boden gespuckt, die desinfizierenden Mittel aufgewaschen werden; die Straßen sollen vor der Reinigung durch Kehren erst bespritzt werden. Das tantonale rheinische Laboratorium untersucht gegen eine mäßige Gebühr auf ärztliche Empfehlung hin das Sputum von Kantonseinwohnern auf Tubertelbazillen hin. Surorte für Lungenkranke und Uebergangs4 gefunden hat, ist diese seitdem infolge der Krise größtenteils wieder Zur Arbeitsmarkt- Berichterstattung wird offiziös gemeldet: In stationen sollen besondere, den Verhältnissen entsprechende Bestimverloren gegangen; ja nicht wenige Arbeiterkategorien dürften sich der am Freitag unter dem Vorsitze von Dr. Freund- Berlin und mungen aufstellen. in den beiden letzten Jahren sogar schlechter gestanden haben als in unter, offizieller Beteiligung des Kaiserl. Statistischen Amts statt Unterstützung der Arbeitslosen Kopenhagens aus Gemeinde1894, vor dem Beginn der wirtschaftlichen Hochflut; denn die Strije gehabten Konferenz des Verbandes Deutscher Arbeitsnachweise betr. mitteln. Die Stadtverordneten Versammlung Kopenhagens hat hat nicht nur vielfach zur Beschränkung der Arbeitsdauer, zur Ber- bie Einführung einer einheitlichen Arbeitsnachweis- Statistik wurde einstimmig einen Antrag unfres Parteigenossen J. Jensen, fürzung der Arbeitssaison und zur Einlegung von Feierschichten, eine vollkommene Einigung über die bei der Aufstellung der Statistit des Vorsitzenden des Gesamtverbandes der dänischen Gewerkschaften, sondern auch zu direkter Herabsetzung der Arbeitslöhne gezu befolgenden Grundfäße erzielt. Die Statistit wird beruflich ge- angenommen, wodurch der Magistrat aufgefordert wird, mit Kopenführt. Dagegen find seit dem Hereinbruch der Krise Lebensmittelpreise nicht gefallen, sondern im Gegenteil immer gliedert sein und die erforderlichen Angaben werden dem Kaiserlich Hagens Unterstützungsvereinigung darüber zu unterhandeln, ob diese Statistischen Amt für die amtliche Arbeitsmarkt- Bericht Vereinigung, die bisher nur arme Witwen und kinderreiche Familien weiter gestiegen. So standen z. B., wie die obige Statistit erstattung nach einem von der Konferenz vereinbarten Formular unterſtüßt, in diesem Winter auch die Unterstützung von durch Arbeweist, im Jahre 1901 die Fleischpreise in Berlin noch um ungefähr bis zum 10. jeden Monats sei es direkt, sei es durch Vermittelung beitslosigkeit in Not geratenen Arbeitern übernehmen wolle und ihr 3 Proz., die Kartoffelpreise um 15 Proz., die Butterpreise um 4 Proz. der Arbeitsnachweis- Verbände bezw. der statistischen Landesämter zu diesem Zweck aus Kommunemitteln die Summe von 50 000 Kr. und die Eierpreise ebenfalls noch um 4 Proz. höher als im Jahre 4' für die Zeit bis zum 1. Mai d. J. zur Verfügung zu stellen. 1899, und seitdem hat, wie allgemein bekannt ist, wenn auch eine zugesandt werden. Dadurch, daß man einem privaten Verein die Austeilung der Untergenaue Berechnung für das ganze Jahr noch nicht vorliegt, eine Die Betriebsergebnisse der preußischen Berg, Hütten- und stüßung überträgt, kann diese nicht als Armenunterstübung angeweitere Preissteigerung dieser Lebensmittel stattgefunden. Salinenwerke im Jahre 1901. Trotz der schlechten wirtschaftlichen rechnet werden. Ferner wurde auf Antrag Jensens und ebenfalls Die Arbeiter einzelner Berufe haben sicherlich ihre Lebens- Lage sind doch die Betriebsergebnisse der unter der preußischen ein stimmig beschlossen, einen Ausschuß einzusehen, der unterhaltung um ein Geringes zu verbessern vermocht, aber diesen stehen Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung stehenden Staatswerke suchen soll, auf welche Weise Kopenhagens Kommune eine Unterandre Arbeiterkategorien gegenüber, bei denen die Lohnaufbesserung während des Etatsjahres 1901 im allgemeinen als durchaus zufrieden- ftüßung Bedürftiger außerhalb des Armenwesens eindie Verteuerung des Lebensunterhalts eben ausgleicht, und noch stellende zu bezeichnen. Es standen für Rechnung des Staates im richten fann. andre, bei denen die Lohnerhöhungen beträchtlich hinter den Lebens- Betriebe 43 Bergwerke, 12 Hütten, 6 Salinen, 4 Bade- Anstalten J. Jensen wies bei der Begründung seiner Anträge darauf hin, mittel- Preissteigerungen zurüdgeblieben find. und 3 Steingewinnungen. Der Gesamtwert der Förderung der daß unter den organisierten Arbeitern in Dänemark 1899 nur 5108 Die beste Zusammenstellung der Aktienbanken und ihrer Renta- Steinkohlen, Braunkohlen-, Erz- und Salzberg- oder 6,2 Proz. Arbeitslose waren, ihre Zahl im Jahre 1902 aber auf bilität boten bisher die alljährlich im Juli- August veröffentlichten werke betrug 1881 Millionen Mark, die Belegschaft 69 192 Mann, 17 000 oder 20 Proz. gewachsen ist. Bis zum 1. August hatten die Uebersichten des„ Deutschen Dekonomist", die denn auch nicht nur gegen das Vorjahr ein Mehrüberschuß von 2 Millionen Gewerkschaften schon 285 465 Kronen für Arbeitslosen- Unterstützung von der Handels- und Börsenpresse, sondern auch in fachwissen- Mark. Auf den Steinkohlenbergwerken wurden ge- ausgegeben. Von den Arbeitslosen kamen 45 Broz. auf Kopenhagen, schaftlichen Werken meist als statistisches Material bei der Erörterung wonnen 15 Millionen Tonnen im Werte von 167 Millionen 55 Proz. auf die Provinzen. Der Redner berief fich ferner auf seine der Entwicklung des deutschen Bankwesens benutzt wurden. Dennoch Mark bei 62 079 Mann Belegschaft. Die Jahresleistung auf Erfahrungen auf dem Stuttgarter Gewerkschafts- Kongreß. In der waren diese Zusammenstellungen teineswegs vollständig. Zwar alle den Kopf der Belegschaft stellte sich demnach auf 243,6 Tonnen, der weiteren Verhandlung Sprachen sich sämtliche Stebner für das den Aftienbanken die Durchschnittswert einer Tonne Steinkohlen auf 11,05 M. Noten- und Hypotheken- sowie Kreditbanken Die Anträgen zu Grunde liegende Princip aus, den Arbeitslosen zu im wirtschaftlichen Leben Deutschlands von einiger Be- Braunkohlen- Bergwerke förderten 438 747 Tonnen im helfen, ohne daß diese dadurch, wie das bei Armenunterstützung der deutung find, wurden berücksichtigt, aber von den kleinen Bank Werte von 1368 171 m. bei 674 Mann Belegschaft, etwa 5 Pro3. Fall ist, ihre Bürgerrechte einbüßen sollten. Dies fowie die EinAttiengesellschaften mit geringem Sapital und engen lokalem weniger als im Jahre 1900. Auf den staatlichen Eisenerz- stimmigkeit bei Annahme der Anträge beweist, daß die jahrelange Wirkungskreis fehlten manche in der Statistik. Diesen Mangel zu Bergwerken wurden gewonnen 78 539 Tonnen im Werte Thätigkeit unsrer Parteigenossen in der Gemeindevertretung das verbessern, hat sich das Blatt im vorigen Jahre ernstlich angelegen von 975 979 M. bei 606 Mann Belegschaft, auf den übrigen Erz- sociale Gewissen wachgerüttelt hat. fein lassen, und veröffentlicht nun das Resultat seiner Nachforschungen Bergwerken( Blei-, Zink-, Stupfer- und Silbererz, Schwefelties 27 Hus der Frauenbewegung. " in einem besonderen längeren Artikel über die Entwicklung der und Bitriolerz) 104 729 Tonnen im Werte von 81%, Millionen Mark deutschen Aftienbanken von 1890 bis 1901". Es ergiebt sich bei 3919 Mann Belegschaft. Auf den staatlichen Salzwerken daraus, daß bisher gar manches Bänkchen übersehen worden wurden gefördert au Steinsalz und Kalisalz 458 351 Tonnen im Die proletarische Frauenbewegung macht auch in der weiteren ist, denn während in seiner früheren Uebersicht über das Werte von 5,3 Millionen Mart bei 1914 Mann Belegschaft. Umgebung Berlins rüstig Fortschritte. In Ober- Schöneweide Bankwesen des Geschäftsjahres 1901 der Dekonomist" nur 171 Banken Die in den staatlichen Brüchen gewonnenen Steine und hat sich ein Bildungsverein für Frauen und Mädchen" gebildet, ber einen Gesamtwert von aufführte, gelangt er jegt zu einer Gesamtzahl von 471; indes Erden wiesen 1 771 081 m. auf. durch Veranstaltung von Vorträgen, Lese- und Diskussionsabenden werden dadurch die Folgerungen, die bisher aus der Statistit des Auf den staatlichen Salinen wurden 121 204 Tonnen Siedefalz und Bibliothek feine Mitglieder in alle Gebiete des Wissens ein" Dekonomist" gezogen worden sind, nur wenig oder gar nicht modifiziert, im Werte von 3,2 Millionen Mart dargestellt, die Erzeugnisse der führen und ihnen anregende Geselligkeit bieten will. Dem Verein Denn während die 171 Banken, die in der früheren Aufstellung Berücüttenwerte stellen einen Gesamtivert dar von 19,8 Millionen schlossen sich bereits über 20 Mitglieder an; es ist bei dem niedrigen sichtigung gefunden haben, ein eingezahltes Aktienkapital von Mart. Der Gesamtwert der Erzeugnisse der staatlichen Beitrag von monatlich 20 Pf. zu erwarten, daß die arbeitenden 2820 Millionen Mark hatten, beträgt bei den neu hinzugekommenen Bergwerke, Hütten und Salinen betrug 208,3 Millionen Mart, gegen Frauen und Mädchen Ober- Schöneweides sich dem Verein zahlreich 300 Banken das gesamte eingezahlte Aktienkapital nur 221 Millionen das Vorjahr 2,5 Millionen Mark oder 1,21 Proz. weniger. Die anschließen. Anmeldungen nimmt Frau Anna Berger, WilhelminenMart. Es befinden sich thatsächlich unter den neuen Vänkchen viele, Belegschaft belief sich insgesamt auf 74 875 Stöpfe, 2148 oder hofstr. 37 entgegen. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 25. Januar. Freie Volksbühne. Metropol Theater. 3. und 4. Abteilung. Der Eindringling. Der Kammerfänger. Litteratur. Anf. 2 Uhr. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Robert der Teufel. Anfang 7 Uhr. Montag: Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. nachtstraum. Ein Sommers Montag: Weh' dem, der lügt! Neues Opern- Theater. Das große Licht. Montag: Chopinabend von Miß Isadora Duncan. Deutsches. Monna Banna. Nachmittags 22 Uhr: Die Weber. Montag: Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing. Der blinde Passagier. Nachmittags 3 Uhr: So leben wir. Montag: Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege. Nachmittags 3 Uhr: Ledige Leute. Montag: Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Seine Kleine. Nachmittags 3 Uhr: Lenore. Montag: Charleys Tante. Westen. Der Karneval in Rom. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Die Jüdin. Central. Madame Sherry. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Cupido u. Co. Am Telephon. Montag: Dieselbe Borstellung. Casino. Moderne Frauen. Specialität. Montag: Moderne Frauen. Apollo. Specialitäten. Luna. Frau Nachmittags 3 Uhr: Lysistrata. Montag: Specialitäten. Nativis Hochzeit. Anfang 8 Uhr: Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Meissner: Das photographische Reproduktionsverfahren. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Grosse Busch- Ausstellung. Max u. Moritz, Pater Filucius etc. Zauberkünstler F. Roberts ( d. Verschwinden einer Dame). Kasperle- Theater.. Illusionen. Gr. Promenaden- Konzert. Passage- Theater. Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Letzter Sonntag: Fräulein Augusta Adamovic Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Schiller O.( Ballmer Theater.) Berliner Aquarium Der Pfarrer von Kirchfeld. Nachmittags 3 Uhr: Jugendfreunde. Montag: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das Geheimnis der Gilde. Nachmittags 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Das Geheimnis der Gilde. Carl Weiß. Familie Humbert oder Der 100 Millionen- Schwindel. Nachmittags 3 Uhr: Jlje Römer. Montag: Familie Humbert oder: Der 100 Millionen- Schwindel. Luisen. Die Maschinenbauer von Berlin. Nachmittags 3 Uhr: Die Cameliendame. Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Strasse No. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 25 Pfg. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 58/1 Luisen- Theater. Nachmittags 3 Uhr Kleine Preise: Die Cameliendame. Abends 8 Uhr: Montag: Die Maschinenbauer von Die Maschinenbauer von Berlin. Berlin. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Montag: Dieselbe Vorstellung. Buntes. System Aubert. Nachmittags 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: System Aubert. Kleines. Nachtasyl. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugendfreunde. Lustspiel in vier Auszügen von Ludwig Fulda. Sonntagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Volksstück mit Gesang in 5 Aften von Ludwig Anzengruber. Montagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Dienstagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3Uhr: Die Räuber. Schauspiel in 5 Aufz. v. Fr. Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Das Geheimnis der Gilde. Schauspiel in 4 Akten von August Strindberg. Deutsch von Ernst Brausewetter. Montagabend 8 Uhr: Das Geheimnis der Gilde. Dienstagabend 8 1hr: Das Geheimnis der Gilde. Cirkus Schumann Cirkus Busch. Sonntag, den 25. Januar 1903, 4 Uhr und 72 Uhr: 2 Extra gr. Vorstellungen 2 Nachmittags ein Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Nachmittags ausser dem vorzüglich gewählten Programm die reizende Pantomime Pierrots Weihnachten. Zum Schluss: Die gr. Bonbonnière und der Bonbonregen. In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends der grossartige Künstler Mr. Diavolo Looping the Loop Abends: Sonntag, den 25. Januar 1903, nachmittags 4 Uhr: Bär und Schildwache, höchst komische Pantomime von sämtlichen Clowns und Elefanten im Urwald. Abends 7 Uhr: Dahomey. beiden Tartakoff und Seelöwen. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Die lustigen Heidelberger. Das Casino Theater Lothringerstr. 37. Nur noch zwei Aufführungen: Ein Sohn des Volkes. Neu! Erste Liebe phänomen. Januar- Programm. Alles neu! Neu! Alles nen! 8 Uhr. Neu insceniert: 8% Uhr. Auf hoher See. Lebensbild m.Gesang u. Tanz in 3 Aften. The Atlantics, Straft- Att. Gebr. Bellong, großart. Melange- Akt. Neu! Jenny Manchenez, das med. Weltwdr. und Specialitäten. Anf.: Sonntags 7/2, Wochent. 8 Uhr. Die Grabesbraut, dazu sämtliche Sonntagnachmittag 4 Uhr: Leonore Specialitäten. The Helsons, eine Scene im Kaffeeh. Elsa Byron, Soubretten- Diva. Anfang: Wochent. 8, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 f. 101172 1 Germania- Prachtsäle. Chauffeeftr. 103. Arnold Scholz. Chauffeeftr. 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Hamburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. 2152 Eintritt 50 Pi. Anfang 6 Uhr. Jeden Donnerstag: Bergter- Konzert und Familien- Kränzchen. Jeden Sonntag Grosser Ball. von 5 Uhr ab: 8 große und kleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Amt IV. 1278. Treptow. Bade's Volksgarten Haltestelle d. elektrischen Parkstraße. Strassenbahn( Siemens). Jeden Sonntag: Ball. Vereinen bestens empfohlen. Graumanns Festsäle Naunynstrasse 27. Meine eleganten Salons mit Bühne sind noch einige Sonnabende und Sonntage an Vereine zu vergeben. Fernsprecher Amt IV Nr. 7324. 2629* Gustav Graumann. Neues Konzerthaus Am Alexanderplatz im Grand Hôtel Heute wie folgende Tage: Einödsbofer- Konzert. Montag: Einödshofer- Konzert. * 360L* Säle u. Vereinszimmer sind zu Versammlungen u. Festlichkeiten aller Art im Februar u. März 1903 noch zu vergeben. Eisbahn Sportplatz Friedrichshain ( am Friedrichshain, Bötzowstrasse). Grösste Eisbahn Berlins. den 25. Januar: 1708b Apollo- Theater. Winter GATE Grosses japanisches Tages- Feuerwerk. Ermäßigte Preise! Rachmittags subr: Lysistrata. Vorher die brillanten Specialitäten. Abends: Robert Steidl auf dem Hänge. boden. Abends 7, Uhr: Frau Luna mit dem berühmten elektr. Ballett. Borher die neuen Specialitäten. Montag: Die Maschinenbauer von Montag u. Mittwoch: Nakiris Hochzeit. Berlin. Dienstag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Metropol- Theater. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos Mit glänzender Ausstattung: auf der Schmiere vor Sr. Durchlaucht Serinissimus. Vorher: Familienidyll. Kollegen. Serenissimus- Zwischenspiele. Montag: Erdgeist. Trianon. Die Liebesschaukel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Auf hoher See. Specialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage- Theater. Specialitäten. Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Dienstag u. Donnerstag: Frau Luna. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nachmittags 3 Uhr: Kel. Preise: Ilse Römer. Abends 8 Uhr: Neu! Familie Humbert Aktuell! oder: Der 100 Millionen- Schwindel. Große aktuelle Sensations- Komödie" in 5 Aften. Emil Thomas a. G., Josef Josephi, Residenz- Theater. Henry Bender, Frid Frid, Flora Siding, Hansi Reichsberg. 300 Mitwirkende. Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 72 Uhr: age fum.Specialitäten. Grandioses Ballett. Sie beiden Schulen. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, den 31. Januar 1903: ( Les deux Ecoles.) Lustspiel in 4 Aften von Alfr. Capus. Morgen und folgende Tage: Die Im Hörsaal: 8 Uhr: Dr. Meigner: 2. grosser Metropol- Theater- Ball. egen und fo Das photographische Reprodufitonsverfahren. Invalidenstraße 57/62. Stern Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. warte. Täglich geöffnet von Kleines Theater bis 11 Uhr. Central- Theater Heute Sonntag, den 25. Januar cr., givei Vorstellungen, nachmittags 3 1hr halbe Preise, zum 843. Male: Die Geisha. Abends 72 Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Aften von Hugo Felix. Morgen und die folgenden Abende: Dieselbe Vorstellung. Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigten Preisen: Don Carlos auf der Schmiere vor Freitag, den 30. Januar cr., zum erftenmal: Lutti( Loute). Schwank von Piere Veber. Bernhard Rose- Theater Badstr. 58. Sonntag, den 25. Januar 1903: Sr. Durchlaucht Serenissimus. Die Millionenbraut. Vorher: Familienidyll, Kollegen, Serenissimus- Zwischenspiele. Abends 8 Uhr: Nachtasyl. Montag: Erdgeist. Buntes Theater Köpnickerstr. 68. 24 Uhr: Zweite volkstümliche Opernvorstellung bei ermässigten Preisen: Thalia- Theater. Der Waffenschmied. Dirig. Kapellmeister W. Wendland. Abends 8 Uhr: Dresdenerstr. 72/73. Anfang 72 Uhr. Lekte Sonntags- Aufführung von Seine Kleine. Haben Sie nicht den kleinen Cohn gesehn? gesung. v. Guido Thielscher. System Aubert Montag: System Aubert. Gr. Boffe mit Gesang in 3 Aften von Ed. Jacobson und H. Wilken. Anfang 62 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Goiree Der Norddeutschen Sänger: Montag, den 26. Januar: Einmalige Herren Führmann, Horst, Walde. Stadt- Theater. Alt- Moabit 47/49. Fräulein Doktor. Lustspiel in 4 Aften von D. Walther und L. Stein. Anfang 6 hr. Nach der Vorstellung: Tanz. Belle- Alliance- Theater. Deutsche Konzerthallen Heute Sonntagnachm. 3 Uhr, fleine Heute u. folgende Tage: Ab. 72 Uhr. Preise: Lenore. Montag den 26. und folgende Tage: Charleys Tante. Vorh.: Cassis Pascha. Guido Zielscher als ,, Charleys Tante". SteidlLinienstraße 132. Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Hierauf gegen 81/4 Uhr: Cupido& Co. Theater vant mit Geſ. u. Tanz in 3 Atten. Dranien burger Thor. Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Emil Sondermann, Ferd. Worms, Hambrod, Kettner; Damen: Birkner, Marton, Foresen. Stürmischer Fach- Erfolg! W. Noacks Theater. Familie Humbert Ult- Komödie bon Fritz Steidl. 11. d. a. gänzlich neue Programm. Entree 50 Pf.( Vorverkauf 40 Bi.), Sperrsit 1 M., Loge 1,50 M. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Carmen. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pi. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Montag: Das Käthchen von Heilbronn. Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! E KünstlerKapellen Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. a Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstfl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. 65 Das sensationelle Januar- Programm. Tortajada Spanische Tänzerin. Paul Conchas: Im Bivouac". Excentrics. Tanzduo. Morton und Elliott, Wallno und Marinette, Thompsons Wunder- Elefanten. Otto Reutter, Das Bordeverry- Trio. Humorist. Adrienne Larive, Pariser Sängerin. Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. Die 7 Allisons, Akrobaten. ,, Das Mädchen mit dem goldenen Haar", Eine Vision. 4 Eintritt: Erwachsene 30 Pf., Kinder 20 Pf. Gebr. Köhler. Gisbahn Karpfenteich Treptower Park. Heute: Grosses Konzert. Um 4 Uhr: Neu! Sensationell Neu! Grosses Japanisches Tages- Feuerwerk. ! Abends 7 Uhr: Grosse bengalische Beleuchtung und Brillant- Feuerwerk. Gratweils Bierhallen Scholz' Ball- Salon Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. = Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Pariser Luft, Ballett. Januar- Programm Die Reise in den Mond", Biographische Bilder. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Zum Schluß, neu: O diese Chambre: Burleske von Meysel. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Neu! Grünebergs Nen! Sensationsparodie: De Lup in de Lupt. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max aus Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfest. Im Kaiser: Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anj. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Bersammlungen. 2122 C. F. Walter. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Alhambra Wallnertheater- Str. 15. Jeden Sonntag und Dienstag: Gr. Frankfurtersiz. 74. Jeden Sonntag: Großer Ball. Entree frei. 2772* Johannisthal. Raus Park- Restaurant. 1 Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche.- Kegelbahn. Ausspannung. Saal für Vereine und Versammlungen. 2112* Berliner Ik- Trio. Großer Extra: Ball bei doppelt Felix Scheuer befektem großen Orchester. Anfang 5 Uhr.[ 2172*] A. Zameitat. Möbel wegen U Stralsunderstr. 1. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Aufgabe Tägl. Theater: u. Specialitäten des Borstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine coulant zu vergeben. Noch einige 2562 Geschäfts spottbillig! 2362* Wiehr, Neue Königstraße 67. Sonnabende frei. Raucher Maas Tabak Specialität: BerlinerShag hell in 10 Pfg. Packeren Hochfein im Geschmack u. Aroma. ENGROS- NIEDERLAGE: H.SALTZMANN Zu haben in allen Gigarrengeschäften. Berlin S. Luisenufer3 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sewerkschafts! Montag, den 26. Januar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15( Saal V): Branchen- Versammlung der Telephon- Tischler sowie derjenigen, welche auf telegraphische, photographische, chirurgische und medizinische Apparate beschäftigt sind. Zages Ordnung: Wie gestalten sich die gegenwärtigen Rohnund Arbeitsverhältnisse in dieser Branche? In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden in dieser Branche beschäftigten Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. 77/17 Der Einberufer. Achtung! Korbmacher. Achtung! Montag, 26. Jannar, abends 8%, Uhr, Engel- Ufer 15( Saal VI): Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Branchen- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Wir fordern die Kollegen auf, zahlreich und pünktlich in der Versammung zu erscheinen. Die Kommission. Modell- und Fabrik- Tischler fowie Modell- Drechsler Mittwoch, den 28. Januar, abends 8%, Uhr, in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstr. 9: Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission vom verflossenen Jahre. 2. Neuwahl des Obmannes und der Werkstatt- Kontrollkommission. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Parkettbodenleger! Dienstag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15, Saal V: Außerordentliche General- Versammlung sämtlicher Parkettbodenleger. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Obmann. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, bei Herrn Werneke, Hermannstr. 49( fleiner Saal): TS Husserordentliche Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Heute, Sonntag, den 25. Januar 1903, 1 in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Zwölftes Stiftungsfest. Künstler- Konzert( Harmonium, Flügel, Cello, Harfe) ausgeführt von der Berliner Künstler- Vereinigung. Festrede. Recitationen. Gesang. Mitwirkende: Frau Helene Löffler- Hintze, Mezzo- Sopran, Herr Alfred Holy, Harfenist der königl. Oper zu Berlin, Herr Albrecht Löffler, Violon- Cello, Mitglied des Waldemar Meyer- Quartetts, Herr Rich. Francke, Harmonium- Virtuos und Pianist. Recitationen: Curt Holm. Festrede: Herr Dr. Steiner. Kassen- Eröffnung 5 Uhr, Anfang 6 Uhr. Billet 50 Pf. inkl. Programm und Liedertexten. Garderobe 15 Pf. Tanz 50 Pf. Nachzahlung. Rauchen nicht gestattet. Während der Vorträge bleiben die Saalthüren geschlossen. Jede Störung muss vermieden werden. Während der Pausen im unteren Saale Tanz. Billets sind zu haben in der Schule, bei Horsch, Engel- Ufer 15, Gottfried Schulz, Kottbuser Platz, Reul, Barnimstr. 42, Vogel, Demminerstr. 42, Krause, Müllerstr. 7a, und an der Kasse.- Um Andrang an der Kasse zu vermeiden, wolle man sich frühzeitig mit Billets versehen. 24/7 Socialdemokratischer Wahlverein für Rummelsburg. Dienstag, den 27. Januar, abeds 8 Uhr: General- Versammlung im Lokal von Hahn, Hauptstr. 4. Tages- Ordnung: 1.„ Die preußischen Landtagswahlen". Referent: Hermann Schulz- Borsigwalde. 2. Diskussion. 3. Bericht des Kassierers und Bibliothekars. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitglieder werden vor der Versammlung aufgenommen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 8/1 Central- Kranken- u. Sterbe kaffe der Tischler usw. ( E. H. Nr. 3, Hamburg.) Filiale A. Montag, den 26. Januar 1903, abends 8 1hr, bei Wollschläger, Adalbertstr. 21: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: D 1. Kaffenbericht vom 4. Quartal 1902. 2. Bericht der Kommissionsmitglieder. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Sprechstunde findet an diesem Abend nicht statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 181/1 Masken- Garderobe bolt 2712* Carl Ernst, Köpnickerstr. 126, 1 r. Größte Auswahl! Villigste Preise! Vorzeiger dieser Aumonce erhält 10%, Breisermäßigung. Maskengarderobe von Adolf Runge Gr. Frankfurterstr. 75,( Amt Vlla, 6918) empfiehlt den Vereinen seine große Auswahl in Kostümen in jed. Preislage. Großes Lager von Karneval- Aufzügen. C. Hänel, Kottbuserstr. 1, pt. Hocheleg. Herren-, DamenMasken. Große Auswahl zu enorm billigen Preisen. Deutscher Buchbinder- Verband. Centralverband der Maurer Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 27. Januar 1903, abends 8½ thr: Ordentliche General- Verfammlung im großen Saale des„ Gewerkschaftshauses", Engel- Ufer 15. Zages Ordnung: 23/6 1. Antrag des Mitgliedes Koch:" Einführung eines Sterbegeldes für Berlin." 2. Geschäfts- und Kassenbericht. 3. Neuwahl der Orts- Verwaltung. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. B Mitgliedsbuch legitimiert! 1 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Bezirks- Versammlung für Rixdorf. Arbeiter u. Arbeiterinnen der mechanischen Tages Drdnung: glas Schuhwaren- Industrie. 1. Fortsehung der Diskussion über die Einführung der Krantenunterftügung. 2. Bierteljahresbericht der Bezirksleitung. 3. Ersatzwahl eines Montag, den 26. Januar 1903, abends 8½, 1hr, in Stecherts Kartelldelegierten. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Kollegen unbedingt erforderlich. Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. 111/2 großem Saal, Andreasstraße 21: Große öffentliche Versammlung Sektion Rabitzputzer. Dienstag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Rominandantenftr. 20: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Beratung der Anträge zum Verbandstage und Wahl der Delegierten zu demselben. 2. Verschiedenes. 252/2 Der Vorstand. Achtung! Kistenmacher! Achtung! Montag, den 26. Januar cr., abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes bom vorigen Jahre. 2. Abrechnung vom legten Quartal und Stiftungsfest. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB. Der diesjährige Maskenball findet am Sonnabend, den 14. Februar, in der Königsbank", Große Frankfurterstraße 117, statt. Billets hierzu find in dieser Versammlung zu haben. D. D. 130/1 Mittwoch, den 28. Januar, abends 8 Uhr, bei Wwe. Schirm, aller in der Leder-, Filz und Ballschuhwaren. Achtung! Badstraße 19: Bezirks- Versammlung für Gesundbrunnen I und II. Zages Ordnung: .1. Die Einführung der Krankenunterstützung im Deutschen MetallarbeiterVerband. Referent: Kollege Cohen. 2. Diskussion. 3. VerbandsangeLegenheiten. Zahlreiches Erscheinen ist der wichtigen Tagesordnung halber notwendig. Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlín. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Zimmer 30. Fernspr.: Amt VII Nr. 1959. Industrie beschäftigten Personen. Tages- Ordnung: D 1. Die Arbeitslosigkeit in der Schuhwaren Industrie und die Lohnabzüge der Unternehmer. 2. Verschiedenes. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Einberufer. Achtung! Konfektionsarbeiter und-Arbeiterinnen Rixdorfs! 169/3 Am Dienstag, den 27. Januar, abends 81 Uhr, im Saal des Herrn Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Oeffentliche Versammlung. ( Verwaltung Berlin.) Montag, 26. Januar, abds. 5%, Uhr, im Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75: Oeffentliche Versammlung sämtlicher Kollegen der Deutschen Telephonwerke R. Stock& Co., Beughofstr. 6/7. Tages- Ordnung: 1. Humanität oder Zuchthaus. Referent A. Dannen280/2 Bollzähliges Erscheinen aller Kollegen erwartet Mittwoch, 28. Januar, abends 8, Uhr, in den Armin- berger. 2. Diskussion. hallen, Sommandantenstraße 20( großer Saal): General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung vom 4. Quartal 1902. 2. Wahl von 12 Delegierten zur Generalversammlung 1903. 3. Wahl von Ersatzmännern. 4. Fortsetzung der Beratung über die Anträge zur Generalversammlung 1903. 5. Berschiedenes. 156/3 Zu dieser Versammlung legitimiert das Mitgliedsbuch. Laut Statut sind von der Teilnahme an der Wahl ausgeschlossen: 1. Mitglieder, welche länger als 10 Wochen mit ihren Beiträgen im Rüdstande sind; 2. Mitglieder, welche dem Verbande noch nicht 6 Wochen angehören. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Mittwoch, 4. Februar, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ulfer 15, Saal 8: Versammlung der Vertrauensmänner fämtl. Branchen. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Erscheinen aller Vertrauensleute dringend notwendig. Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 21. Februar 1903: Grosser Wiener Maskenball Die Ortsverwaltung, 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Konfektion und welche Wege find zu deren Verbesserung notwendig? Referent Rollege Ritter. 2. Dis fuffion. 3. Verschiedenes. 162/2 Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter andrer Berufe werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen und ihre Frauen, die in der Konfektion, ob in der Werkstatt oder als Heimarbeiterinnen befchäftigt find, mitzubringen. Das Gewerkschaftskartell zu Rixdorf. J. A.: A. Hendrischke. Antwort Achtung! Kürschner! auf verfchiedene an uns gerichtete Anfragen: Der Gastwirt Cranz, Montag, 26. d. M., abends 8%, Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Rüdblid auf unser Gewerbe im Jahre 1902 und was lernen wir daraus? 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal( 7. Jahrgang). 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 102/1 29 J.B Gardinenhaus Bernhard Schwark Wallstr. 29 Flur- Eing. J. Baer Badstr.26 Prinz- Allee 1. Ecke Schliemannstr. 37. Herren- und KnabenModen. Grosse Auswahl in Paletots und Joppen. Allerbilligste, streng feste Preise. Goldene u. silberne Medaille Paris 1900. Lungenleiben, bei doppelt befektem Drcheſter in den Gesamträumen des Gewertschafts- Bei Husten, Asthma! hauses, Engel- Ufer 15. Während der Kaffeepause humoristische Vorträge. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Ende?? Billets find in den Versammlungen, im Bureau sowie bei den bekannten Kollegen zu haben. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Das Vergnügungskomitee. J. A.: W. Tuschke, Grünauerstr. 10, IV. Bronchialfatarrh, Atemnot, Heiserkeit, Auswurf, Reuchhusten, Verschleimung, Keht Topfleiden, Kraken im Halfe, Nachtschweiß, Influenza, Erkältung und Schlaflosigteit ist die Seilfraft von Brombeersaft Achtung! Grwadfene und Stunder erprobt; Achtung! nou. Achtung! Elektromonteure! Da der Uebertritt zum Deutschen Metallarbeiter- Verband am 1. Februar 1903 vollzogen wird, so müssen die Mitgliedsbücher bis zum 1. Februar d. J. vollgeklebt und dieselben in der am 29. Januar abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- User 15, Saal V, stattfindenden Mitgliederversammlung abgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Bücher erfolgt in der im„ Vorwärts" noch bekannt zu gebenden öffentlichen Versammlung. Der Vorstand. 58/1 à Flasche 1 Mart, 3 Fl. 2,50 Mart. Pohl's Brombeerbonbons wohlschmeckend und schleimlösend, Psd 80ẞfg Zahlr.Dautschr.Erfolg garantiert. BERLIN. GeorgPohl Drogerie, nuenſtr. 187 sonst nirgends. Werfallene Pfänder. Goldsachen, Brillanten j. Art, gold. u. filberne Uhren, Stetten, Ringe, fauber u. schön, m. spottb. verf. Altes Gold, Silber iv. gekauft u. in Bahl. gen. in Pfandl. Prinzenstr. 28 I, Ede Ritter ftr. Der Vorstand. Inhaber des ,, Victoria- Garten", Badstr. 12, und des ,, Kösliner Hof", Röslinerstr. 8, hat bisher nur einen Kellner aus unfrem kostenlosen Arbeitsnachweis entnommen, und zwar für 25./26. Dezember 1902. Weitere Arbeitskräfte hat Herr Cranz trop VerSprechungen von uns nicht bezogen 283/8 Der Vorstand des Verbandes Deutscher Gastwirtsgehilfen. Ortsverwaltung Berlin. Dirksenstraße 39, I. Telephon Amt III, 1813 H. Frey's Zahntechnisches Institut Gegründet 1861. Landsbergerstr. 42, I. Gegründet 1861. Ohne jede Anzahlung. Wöchentlich 1 Mark. Teilzahlung 1 Mark wöchentlich. Ohne jede Anzahlung. Nicht ganz schmerzloses Zahnziehen ohne Narkose, 10jährige Reelle Garantie. aber grossmöglichste Schmerzmilderung. es wird aber unser Um einer Täuschung des geehrten Publikums Nicht ganz schmerzlos, Bestreben sein, von vornherein vorzubeugen, schreiben wir: durch alle modernen und dem ungefährliche Mittel den Schmelbst weit Schwächsten in erträg zumildern, dass er den Organismus des Patienten Entfernung von kranken Zähnen und Wurzeln zwecks Zahnersatz ohne ,, Extra- Berechnung". Essen brauchbaren künstlichen Zahnersatz auf licher ist. meiner Ich liefere einen natürlich aussehenden und beim Teilzahlung ohne Anzahlung, geehrten KunGarantie. den ist verpflichtet, Nichtkonvenierendes Kein Risiko. abzunehmen, da keine Vorherbezahlung, also Meine schriftliche Garantie, welche ich jedem meiner geehrten Patienten, welcher einen künstlichen Zahnersatz bei mir anfertigen lässt, mitgebe lautet: Ich übernehme für jeden von mir gelieferten Zahnersatz eine Garantie von zehn Jahren, das heisst: Jede an einem von mir gelieferten Zahnersatz vorkommende Reparatur, gleichwie aus welchem Grunde entstanden, wird während der Dauer von 10 Jahren kostenlos ausgeführt. 1000 Mark in Worten:„ Eintausend Mark", welche ich bei einem hiesigen Notar hinterlegt habe, zahle ich demjenigen, welcher nachweist, dass ich meine im Garantieschein gegebenen Versprechungen nicht Wort für Wort halte. Das geehrte Publikum wird gebeten, diese Zeilen nicht für ,, Marktschreierische Reklame" zu halten, sondern nur für das, was sie wirklich sind, für... Wahrheit. H. Trey's Zahntechnisches Institut, Landsbergerstrasse 42, 1. Gegründet 1861. 8-7 Geöffnet ven 8-7. Gegründet 1861. Fahrverbindung von allen Richtungen. Fahrgeld vergütige. Fahrverbindung von allen Richtungen. Kaufhaus Wilhelm Joseph Herleine Berlin, Lieferant des Lebrer- u. Beamten- Vereins. Gross- Görschenstr. 1. 291 Wegen Umbau und bedeutender Geschäftsvergrösserung Schöneberg, Hauptstrasse 153. Grosser Räumungs- Ausverkauf. Die gesammten ganz bedeutenden Waarenbestände, bestehend aus nur erstklassigen Qualitäten, müssen behufs vorzunehmenden Erweiterungsbaues und vollständiger Umgestaltung meines Kaufhauses schnellstens geräumt werden, und bitte ich, diesen wirklich reellen Räumungs- Ausverkauf, wofür das langjährige Renommée meiner Firma bürgt, nicht mit den sogenannten Ausverkäufen zu vergleichen. Sämmtliche Waaren sind nach erfolgter Aufnahme ganz bedeutend im Preise herabgesetzt und hat solche auch auf die schon in grosser Auswahl neu eingetroffenen Frühjahr und Sommer- Neuheiten Anwendung gefunden, und sollte diese einmalige Gelegenheit, wirklich gute Warren zu ganz enorm billigen Preisen einzukaufen, von Niemand unberücksichtigt bleiben. Schwarze Kleiderstoffe. Reinwollene Cheviots, gate breit, jetzt Mtr. 48 P Qualität, doppeltbreit, Mohair- Crêpes, doppeltbreit breit, " 17 " 55. 68 80 Seidenglänzende Alpaccastoffe, m 98 Gemusterte Mohairstoffe, doppeltbreit, Schwere Cheviotstoffe, 110 cm. breit Aemusterte Mohair- Alpaccastoffe, Eleganteste Stoffe( in Prima Mohair und doppeltbreit 93 " " " n 52. 52 25 95 Seiden- Alpacca) 1.65 u. 1.45 M. früherer Preis bis 3.50 M. jetzt Leinen- und Baumwollwaaren. Elsasser Hemdentuche.. • ... jetzt Mtr. 17 Pf. Piques- und Croisé- Barchent... 30 Louisianatuche... weiss und bunt. 27 93 29 Bettbezüge, Deckbett mit 2 Kissen, fertig genäht) Fertige Bettlaken ohne Naht....jetzt Stck Inlett, rot und rotrosa Deckbettbreite.. gestreift, Gerstenkorn- Handtücher Damast- Handtücher Rolltücher... . . " 26 37 27 2.90 M. 85 Pf. 23 Mtr. 53 " » Dtz. 1.40 M. " 1.75 97 Seidenwaren u. Ballstoffe. Reinseidene Merveilleux Reinseidene Damaste... 443L Farbige Kleiderstoffe. Schwere Hauskleiderstoffe, doppeltbr, jetzt Mtr. 22 Pt. jetzt 95 P. Velours- Flanelle für Morgenkleider Mtr. jetzt 1.25 M. Reinwollene Cheviots, doppeltbreit. Mtr. Mtr. Weisse Damaste für Brautkleider jetzt 90 Pf. Englische Kleiderstoffe, doppeltbreit. Reinseidene Foulards... jetzt 35 P. Zibelin- Homespuns- Stoffe, 110 cm breit . Mtr. Mtr. Mtr. " 1 23PL. · •" 97 •• 92 29 48 Pf. 35 Pf. 99 75 Pf. 27 38 PL. 43 Pf. • • " " 68 Pf. 46 " Taffetas in grossartig. Ausführung z 98 P. Schwere Lodenstoffe, doppeltbreit Bengaline, wunderbare Ballfarben jetzt 55 P. Karrierte Kleiderstoffe Kinderkleidern Waschseide in gross. Sortimenten jetzt 35, 22 P. Schwere reinwollene Cheviots Elegante Nouveautés fr. Preis bis 4.50 jetztMtr. 1.- 1.. Fertige Wäsche. Ein Posten Mtr. reinseidener Lyoner Damaste in wunderbaren Blumen- u. Ranken- Mustern Mtr. 3.50, 2.50, 1.75, frührer Preis 2.00-5.00, jetzt Ausverkaufspreis 25 Damenhemden mit Spitze stickerei 1.10 M. jetzt 85, 65 Pf. " " 1.15 1.35 Damenhemden Achselschluss mit HandFaçon- Hemden mit Stickerei- Volant.: Damenhemden mit Languetten.. Damen- Beinkleider, Renforcé mit Spitze. 1., 75 Pf. Noch niemals dagewesen. Damen- Nachtjacken( Piqué) Ca. 4500 Stück Unterrockstoffreste, eingeteilt zu einem vollständigen Rock 95 Pf. zum Selbstaussuchen Jeder Rest jetat Stek 38 PL Ca. 600 St. Waschseid. Blusenreste Gardinen, Portièren, Teppiche. 2400 Fenster engl. Tüll-, Spachtel- und Lacet- Gardinen und Stores mit kleinen Musterfehlern 5.20, 3.80 u. 1.05 M. 580 Stück Plüsch-, Velours-, Salon- und Stubenteppiche mit geringen Webfehlern 3.80 Ein grosser Posten Steppdecken Simili12.50, 7.80 u. Seide) 4.85 Portieren- Restbestände 1-4 Fenster- Shawl Möbelkattune- Restbestände, ein und zweiseitig benutzbar 8.25, 6.25 u. 2. 50, 1.45 u. 2-6 Meter jetzt Mtr. Besonderer Gelegenheitskauf! Kleiderbesätze früherer Preis 15-40 Pf., jetzt durchschnittlich zum Aussuchen 2 u. jetzt 1.15 u. Korsetts Prima Drell und vorzüglicher Sitz Bähne 2 M. 37 9 do in grossartiger Ausmusterung, vollständige Bluse, 4 Mtr. Stoff. Jede Bluse 88 Pf. Ca. 2300 Stück Blusenreste in gestreiften und karrierten Stoffen eingeteilt zu einer vollständigen Bluse. 65 u. 45 Pf. Zum Selbstaussuchen. Jeder Rest. Ca. 3500 Stück Wollstoffreste doppeltbreit, passend für Kostümröcke, grosse Sortimente, jeder Rock eingeteilt in 1,75 M. 4 Mtr. Stoff jetzt 95 P Ca. 7500 Meter Waschstoffe 28 1 Pf. 98 Sahre Gar. Sella wöchentl 1 M. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Umarbeit. schlecht figender Gebisse. Reparatur sofort. Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstr. 130( Haus Schaarwächter) Sprechft. 9-7 Uhr. Heize Anhaltische Kohlenwerke mit 357L MONOPOL Mariengrube * Brikets X 97 in Ripspiqué, Battiste, Organdy und Satin früherer Preis bis 90' Pf., um vollständig 22 Pf. damit zu räumen, jetzt Mtr. 45, 28, 25, lich Stück Ein Posten Normal- Herrenhemden ca. 1650 Stück jetzt durchschnitt- 68 Pf. Ein Posten Prima 16/ Strickwolle ca. 6000 Pfd. jetzt Ausverkaufs- 1.58 M. preis Fege den Magen mit HEXENBESEN Pfd. Allgemein beliebter prämierter Kräuter- Korn Ueberall zu haben. 55/ 14* Generalvertreter für Berlin: Paul Báron S. 14, Dresdener Strasse 38. Telephon IV, 1878. Stettin, Filialen: Berlin. Magazin- Strasse 2. Hohenzollern- Strasse 3. Chaussee- Strasse 54. Belle Alliance- Strasse 98. Mass- Anzüge 24 und 30 Mark. Herbst- Paletots nach Mass 24-28. Im Interesse des werten Publikums ersuche ich mein Angebot zu prüfen, von der Billigkeit und besonderen Reellität sich zu überzeugen. Das verbreitete, sehr beliebte Resterhaus Sonnenschein ist einzig konkurrenzlos am Platze, indem ich die Mass- Anzüge von prima Stoffen auf Rosshaar mit Anprobe und Handverarbeitung zu obigen Preisen liefere. 428L* Sonnenscheins erstes Engros- Resterhaus Chaussee- Str. 54, 1 Tr. Belle- Alliance- Str. 98, 1 Tr. 1.JL., M., 25 1.9 M. 05 M. 75 Pf. M. WeisseStickerei- Volant- Röcke, jetzt 2. DE, 2.2, 1.50 Ein Posten Anstands- Röcke mit Languetten jetzt 85 Pf. Ein Posten Tändelschürzen. Ein Posten Wirtschaftsschürzen Konfektion. Ein Posten Damen- Jacketts Ein Posten Sakkos gewebtem Futter • " 48,28 Pf. 98,68 Pf. 85 jetzt M. C 4.90 ร M. 3.90 23 M. • " 85 Pf. 45 M. Ein Posten Golf- Capes mit karriertem, anEin Posten Warme Winterblusen Ein Posten reinseidene Blusen Ein Posten Sammetblusen • Ein Posten Kostümröcke mit Volant. " " 243134252 90 4. M. 65 5 2. M. 29 M. 發 2.3MM. 90 Ein Posten Kostüme, solange der Vorrat reicht 5.95 Ein Posten Moiré- Unterröcke, ganz auf Futter mit breitem Volant . • 1PL. 4. 5. Kurzwaren und Besätze. Nähnadeln, Brief, 25 Stück:. Ersatz für Fischbein, Dutzend. Nähseide in allen Farben, 2 Docken Mohair- Besenborde, Prima- Qualität, schwarz und Fingerhüte, Aluminium Bettsenkel, rot und blau Garnitur Hohlbandstäbe Zahn- Klinik. * Preise beliebige Teil: zahlung. InvalidenOlga Jacobson, strasse 145. • Meter 5 Stück 1, 6. Dtzd. 11, Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 212-3, 6-8, Sonnt. 9-11. Cognac französ. Geschmack and Aroma mit kann nur aus französ. Grundstoffen niemals mit künstlichen Essenzen nach altbewährter Grundlage des streng französ. Verfahrens erzeugt werden. Reichel's Echter Cognac- Extract Lake zur Lichtherz. Neu verbessert und bedeutend verfeinert. Fl. 75 Pf., fine Champagne*** Fl. 1,25 M. von Selbstbereitung fentem Cognac ist ein Destillat edler französ. Weine( Eau de Vie de Charente). Man prüfe und urteile selbst! Glänzend begutachtet von Autoritäten der Wissenschaft. In Deutschland unerreicht. Mehr als doppelte und dreifache Ersparnis. Die Destillierung im Haushalte völlig kostenfrei. Otto Reichel, Berlin SO. 33, Eisenbahnstr. 4. Erste und Grösste Specialfabrik. Niederlagen in ganz Deutschland. Wo nicht erhältlich, Versand ab Fabrik. Hier frei Haus durch meine Gespanne. Teleph. IV. 646 u. 3190. Echt ift allein das Originalprodukt mit Marke alles andere nur Man nehme Lichtherz Nachahmung. nichts Anderes. Zu haben in den Droguerien. Verantwortl. Redakteur: Carl Leib in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 21. 20. Jahrgang. = Theater. N.: 17 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Geheimnis Schiller Theater Das der Gilde". Schauspiel in 4 Akten von August Strindberg. Daß der von aller Welt leidenschaftlich umstrittene schwedische Dichter mit Björnson und Ibsen das litterarische Dreigestirn Skandinaviens bildet, ist eine längst feststehende Thatsache. Auch für ihn scheint die Zeit gekommen zu sein, da er sich als Dramatiker auf deutschen Bühnen Geltung verschafft, obwohl es ihm schwer wird, festen Fuß zu fassen. Ein bedeutender Dichter wie Strindberg hat das Recht, gehört zu werden. Ob das jedoch für jede seiner Schöpfungen gilt, das ist eine andre Sache. Und ob speciell für„ Das Geheimnis der Gilde" diese Notwendigkeit vorlag, wage ich zu bestreiten, und zwar aus eben demselben Grunde, wie bei Björnsons Jugenddrama Maria Stuart", das Paul Lindau im vergangenen Jahre vorführte. Denn auch das Strindbergsche Drama ist eine Arbeit aus einer Schaffensperiode, die 22 Jahre zurückliegt. Wenn es sich bloß darum handelte, die geistigen Wandlungen des Dichters beziehungsweise deren Ausgangspunkt und Endpunkt abzumessen, so ließe sich vom Standpunkte des reinen Erperiments gegen die Aufführung der" Gilde" wenig einwenden. Was aber zunächst ins Geficht fällt, sind die mannigfaltigen, dem Stücke anhaftenden technischen Mängel. Es werden Motive angeschlagen, die dann unausgeführt geblieben oder nicht glaubhaft begründet find. Die Handlung des Dramas dreht sich um den Bau des Domes von Upsala im 15. Jahrhundert. Die allmächtige Baugilde bewahrt in ihrer Truhe ein geheimes Dokument auf, das den Grundplan, nach welchem der Dom erbaut werden soll, enthält. Wie sich nun herausstellt, besteht dies ganze Geheimnis in einem Spruch, nichts weiter. Bedingung für den jeweiligen Bauführer war, daß er, ohne indessen vorher jenes mysteriöse Dokument gesehen zu haben, schwören muß, das Geheimnis zu kennen. Altmeister Hans ist so fünfzig Jahre und mehr Bauführer gewesen. Nun wird sein Sohn Jacques gewählt. Wie sein Water, ist auch er unwürdig des Amtes, weil er ein Stümper ist. Nichtsdestoweniger wird er gewählt und, da ihm jetzt absolute Macht in die Hände gegeben ist, baut er darauf los. Als aber das Werk vollendet ist, da stürzt es beim Läuten der großen Turmglocke zu sammen. Jacques geht infolge Auflösung der Gilde durch den Machtspruch des Papstes seines Amtes verlustig und Steinhauermeister Sten, der verhaßte aber hochbegabte Nebenbuhler, wird sein Nachfolger. Die ethische Grundidee oder Tendenz, welche Strindberg verfolgt, ist die, zu zeigen, daß nicht Egoismus und Hochmuts dünkel, wie bei Hans und Jacques, sondern selbstlose Begeisterung und Liebe um des Glaubens willen, wie bei Sten, dies hehre Bauwert aufrichten und vollenden können. Der Dichter stand, als er das Drama schrieb, vollständig im Banne des kirchlichen Glaubens, von dem er nun heute, nachdem er sich vom Protestantismus zum Statholizismus bekehrt hat, wieder ganz befangen ist. Sonach erscheint er da angelangt, von wo er ausging. Wir erkennen wieder feinen Hang zur Mystik, zum Mysterium, das Ueberfinnliche, Göttliche spielt die Rolle des Rächers am Guten und Bösen. Als Schaffender steht Strindberg in diesem Drama unter dem unber fennbaren Einfluß Shakespeares. Seine Hand tastet nur, too fie psychologische Fäden führen sollte. Ein Narr tritt als eine Art Zeichendeuter auf. Das Vergiftungsmotiv ist alt und nebenbei in feiner Auflösung nicht begründet. Der Umstand, daß Jacques beim Glockenläuten nicht den Tod unter den Trümmern findet, ferner der, daß Hans, der vor Alter blind und taub Gewordene, plötzlich sehend und hörend wird, erscheint unglaubhaft mysteriös, und dem ganzen Vorwurf des Dramas fehlt die zwingende tragische Bedeutung. Eines .interessiert allerdings in hohem Grade, nämlich die Stellung, die der Dichter hier noch gegenüber dem Weibe einnimmt. Er glaubt an die Macht der Liebe und des weiblichen Wesens. Das Weib gilt ihm noch als Erlöserin nicht als Bestie, wie in seinen späteren Werken. Fügt sich das Drama auch nur durch lose Fäden zusammen, fo ift doch die, wenn auch mehr äußerlich umriffene, als von innen herausgearbeitete Zeichnung der handelnden Personen, vor allem des Jacques, des Domherrn Nils und Gerhards nicht zu verkennen, und man verspürt überall die gewaltige Take des Löwen. Die Wirkung des Dramas ist mehr äußerlich, als innerlich. Sie wird bedingt durch die Gestalten an sich, die, das soll anerkannt werden, vorzüglich in ihrer Maste herausgestellt wurden. Albert Steinrüd als Jacques behauptete sich in seiner schwierigen Rolle, wiewohl sein Spiel zuveilen etwas brutal anmutete. Fein war Friedrich Holt haus als Nils, und Rudolf Lettinger als Sten voll Wärme. Die Uebersetzung des Dramas rührt von Ernst Brausewetter her. Verfammlungen. e. k. Sonntag, 25. Januar 1903. die Kiez- Vorstadt ernannt. Betreffs der Vereins- Bibliothek beschloß die Versammlung einstimmig, dieselbe mit der Kartell- Bibliothek zu vereinigen, um sie der gesamten organisierten Arbeiterschaft Köpenids zugänglich zu machen. Briefkaften der Redaktion. Sonnabends von 7 bis 9%, the abends statt. Geöffnet: 7 Uhr Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des G. F. 6. welcher um 250 v. Chr. Geb. lebte, also vor etwa 1250 Jahren, stellte zur aft Der griechische Astronom Aristarchos aus Same 3, die Lehre auf, daß die Erde fich in 24 Stunden um ihre Aye drehe und, in einem Jahre in einem Kreise sich um die Sonne herumbewege. Ir gend welche Verfolgung erlitt er nicht. Auch Kopernitus( 1473-1543), welcher diese Lehre von neuem aufstellte und zur Grundlage der Astro nomie machte, wurde deshalb in keiner Weise verfolgt. Die Verfolgungen seitens der Kirche gegen die Anhänger der Kopernikanischen Lehre begann en erst später; erst 1616 wurde das Hauptwerk des Kopernikus auf den Jr der der verbotenen Bücher gejezt. Am bekanntesten ist das Einschreiten der Kirche gegen Galilei( 1564-1642); auch er wurde nicht hingerichtet, aber gezwungen, die sogenannte Grrlehre von der Bewegung der Er de abzuschwören. Es geschah dies im Jahre 1633. Ob er bei dem Verh ór, das er vorher zu bestehen hatte, auch der Folter unterworfen wurde, wie vielfach behauptet wird, läßt sich mit Bestimmtheit nicht entscheiden. Berufsausbildung nach den Berechtigungen der höheren Le granstalten in M. N. Eine soeben auf diesem Gebiet erschienene Brosch are ist: Die Breußen, herausgegeben von Adolf Beier, Verlag der Bu handlung des Waisenhauses in Halle a. S. G. 50. Reichstagsschlußsteinlegung 5. Dezember 189. Erste Sigung 6. Dezember 1894. 5. G. 100. Als höchste Stältegrade im Jahre 1892, wurden in Berlin Instituts die folgenden Temperaturen( in° C) gemessen: 19. und 20. Januar: an der in der Teltowerstr. 8 befindlichen Station des fal. Meteorologischen 11,6°, 21. Januar:-13,2°, 22. Januar:-15,0°; 17. Februar:-10,10, 18. Februar:-10,5°; 27. November:-10,40; 25. Dezember-10,8°. Sonst ging an feinem Tage die Temperatur unter-10° Cherrib. genommen. Konditoren. Die Generalversammlung der Mitgliedschaft Berlin des Centralverbandes der Konditoren und verwandten Beritfe am 21. Januar nahm den Jahresbericht entgegen. Derfelbe ergab eine Mitgliederzunahme von 124 auf 185. An Beiträgen wurden vereinnahmt 2207,35 M., sonstige Einnahmen 1658,24 M., an Arbeitslofen- und Krankenunterstüßung und Rechtsschutz wurden 1211,45 M. berausgabt. Um die Kassenverhältnisse besser zu gestalten und den Arbeitsnachweis für die Mitglieder unentgeltlich zu machen, wurde die Einführung einer Extrasteuer von 20 Pf. pro Mitglied und Monat beschlossen. Die Vorstandswahl ergab: Bureauleiter und 1. Vorsitzender Weidler, 2. Vorsitzender Thieme, 1. Schriftführer Pigusch, 2. Schriftführer Mende, 2. Kassierer Niefigt; Beisiger Spunholz, Schwarz, Munker. Als Revisoren wurden Mertzsch und Krausewitz, als Bibliothekare Porsing und Bohl gewählt. Verbandsbureau und Arbeitsnachiveis befinden sich Linienstr. 96( Hamburger Haus) und. 5. 30. Die Central Kranken- und Begräbriskaffe für Frauen sind geöffnet von 8-12 und 4-8. Beiträge fönnen außerdem ent- und Mädchen Deutschlands( Sit Offenbach a. M.) ist wohl die einzige, richtet werden: in den Cigarrengeschäften H. Vogel, Demminerstraße 32; die jede 2rbeiterin aufnimmt. Die Zahlstelle für SO, ist beim Raffierer H. Roloff, Wörtherstraße 31; H. Horsch, Engel- Ufer 15, und im 3. Störmer, Naunynstr. 75, part.; dort werden Mitglieder aufRestaurant Kumble, Bülowstr. 59. Wikbegierig. 1. Nein. 2., 3. und 4. Die Antworten ergeben sich adressiert, zu wiederholen. aus der ersten Antwort. S. B. 240. Bitte Ihre Frage, an das Sekretariat des Vorwärts" 33. 5. 5. 5. Nicht erforderlich. R. N. Charlottenburg. Nein. M. M. S. 79. Die Verjährungsfrist läuft 30 Jahre. Sie können den Unternehmer nur dann verantwortlich machen, wenn ihn J. B. 240. ein Verschulden am Herabstürzen des Schild's trifft; z. B. wenn er nicht nüger der Befestigung Ursache des Abfallens, so haftet niemand. War für für genügende Befestigung Sorge getragen hat. War der Wind bei gedie efestigung ein geeigneter Angestellter verantwortlich, so haftet dieser. Bein) Beihilfe gewährt werden.- R. S., Charlottenburg. Der Vertrag lag so snuß Ihre Mutter von der unterfügungspflichtigen Gemeinde( wohl nicht bei. Wenn sich der Wirt ausdrücklich und vorbehaltlos damit einfeine Versammlung im Gesellschaftshause" ab. Wiesenthal- Berlin hielt fcells ermittieren. Wenn die Frau im Auftrage des Mannes für diesen Köpenick. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am 19. Januar berstanden erklärt hat, daß Sie den Rest der Miete erst am 24. d. Mts. zahlen, so kann er gleichgültig wie der Vertrag lautet, feineseinen Vortrag über„ Die Entwicklung der Gottes- Ideen". den am 26. Januar stattfindenden Stadtverordnetenwahlen wurden Bu gezeichnet hat, so ist der Bertrag auch für den Mann bindend. P. R. 25. Ja. A. M. die Genossen Hausbesizer Karl Seidel, Grünauerstr. 31, und Arbeiter Bjändung nicht; wohl aber die von Ihnen aus eignem Material gefertigte Fremdes Eigentum unterliegt der Friedrich Woid, Grünstr. 29, als Kandidaten aufgestellt. Hierauf are. Arbeitsunfähigkeit verändert die Bestimmungen über Bjändbarkeit erstattete Kuhring den Vierteljahrsbericht, nach welchem der Verein erklärt oder die Che noch nicht geschieden, so sind Sie berechtigt, gegen Ihre nicht. Robert Sohms. Ist die Frau bei der Scheidung für schuldig eine Einnahme von 497,30 M., eine Ausgabe von 489,08 m. hatte. Frau und den Reiter der Strippe auf Herausgabe des Kindes zu klagen. Ms Bezirksführer wurden B. Lietsche für die Köllnische Vorstadt, Uebrigens ist die Polizei gehalten, Ihnen bei der Zurückführung des Kindes F. Weber für die Altstadt, Kroll für die Damm- Vorstadt, Pohle für Hilfe zu leisten; legen Sie gegen den Amtsvorsteher Beschwerde ein. 18. 5. M. eine Versammlung ab, wo der Kassierer die Abrechnung Die Holz- und Bretterträger sowie die Bretterschneider hielten am vom 4. Quartal erstattete, welche folgendes Resultat ergab: Einnahme 462,75 M., Ausgabe 140,80 m., alter Bestand 1445,19 M., neuer Bestand 1767,14 m. Den Bericht des Vorstandes erstattete der Vorsitzende. Dann erfolgte die Neuwahl des gesamten Vorstandes 1. Staffierer A. Maroffa, 1. Schriftführer F. Görner, 2. Vorsitzender Folgende Personen wurden gewählt: 1. Vorsitzender P. Karnal, E. Hinze, 2. Kaffierer A. Riemer, 2. Schriftführer F. Trap. Als W. Water, Bradel, Jachmann und zu Kontrolleuren Peper, Jansen Hilfskaffierer wurden Neugebauer, Lempe, G. Grüger, als Revisoren und Burde gewählt. 11 21. 6. 268. Wenn Sie die Mutter zu erhalten nicht im stande sind, BAER SOHN Chausseestrasse 24a| 25. 11. Brückenstrasse 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Zwisch. Invalidenstr. u. Friedr.- Wilhelmstädt. Theater. Zwisch. Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. Ecke Koppenstr.- Am Bürger- Hospital. onderSo Special- Haus grössten Maassstabes. Angebote für die Ball- Saison Weiss mit bunten Streifen. Chik 6 M. Weisse Piqué- Westen, Tennis- Anzüge, für Kostümfeste. Crême. Schöner Rips mit SatinRücken- Futter 1 MK. 75 Papier- Anzüge, Chik für Kostümfeste Waschbar und stark. 10 Mk. 10 M. Raglan- Paletots, Neueste Moden, 83.-, 50-, 27.-, 20 Mk. 36.Schwarze Jaquet- Anzüge, 24Schwarze Geirock- Anzüge, 363010 M. Gummi- Regenmäntel, 36.-, 30.-, 22.50, 18.-, 15 Mk. 18.42.- 3927 M. Wetter- Havelocks, 21., 18., 15., 10.-, 30.75 6 Mk. Schwarze Benkleider, 15-12-103 M. Chike Knaben- Anzüge, 10, 8.-, 6-, 4-, 2 Mk. Herren- Hosen nach Naass 18., 15., 12., 9.-, Prima leinene 8.-, 6.-, 7.50 Herren- Kragen 95 Pt in 10 neuester Formen das 2 Dtz 1 Mk. 80 cas Dtz. Pf. Frack- und Smoking- Anzige Berren- Anzüge 24 in vornehmster Ausführung bis zu den allerfeinsten Qualitäten. Vorschriftsmässige Post- Litewken 850 Sehr preiswerth, 12,-, Alpentracht- Anzug Echt, nach Vorschrift Kalender 1903 Mk. 36 Mk. nach Maass 50.-, 40.-, 30.-, Vorzügliche Mk. Regenschirme 3.90 2 jährige Garantie Schöne Kalender 1908 und illustrirte Preislisten kostenlos und portofrei. Mk. Masken- Scherz- Artikel scherzhafte Kopfbedeckungen usw. zu aussergewöhnlich billigen Preisen, z. B. Schneebälle Dtzd. 22 Pf., Pfannkuchen Dtzd. 33 Pf., Knalibonbons Dtzd. 15 Pf., Luftschlangen 25 Stück 13 Pf., Kotillonorden usw. usw. Gesellschafts- und Beschäftigungsspiele 10, 15, 21-75 M. für Kinder und Erwachsene in vielen Hundert Arten. Gefahrloser Zimmer- Schiess- Sport ,, Eureka". 3772* Schlafmöbel- Bazar ,, Baby" Invalidenstr. 160 Beuffelstr. 18 Belle- Alliancestr. 107 Tauenzienſtr. 7a Reinickendorferstr. 20 Dranienstr. 31 Frankfurterstr. 115 Brunnenstr. 92 Grösstes Spielwaren- Betten Stand Bernhard Keilich geschäft Deutschlands. 20, 18-01. 16 Schaufenster nur Spielwaren! Kein Bazar! Eckhaus Oranienburgerstrasse, beim Gr. Hamburgerstr. 22/23, Hackeschen Markt, Bahnhof Börse. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Schan fgeschäft sofort billig zu verkaufen oder zu vermieten, Charlottenburg, Grünstraße 21.+142 Grünkra mgeschäft mit Rolle verkäuflich Boye nstraße 30. + 75* ant Wald- und Landparzellen, Wiese und Fließ, bester Gartenboden, 20 Pfennig- Tour, 25 Minuten vom Bahnhof, verkauft bei kleiner Anzahlung, Pflaumbaum, Hermsdorf, Lindenstraße 15. 14006 Gardinenhaus Große Frankfurter straße 9, parterre. + 37* Diesjährige elegante Herren- Anzüge und Paletots aus den modernsten Stoffen in guter Verarbeitung und Zuthaten von 18 bis 45 Mark. Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 141, Ede Fruchtstraße. Vorjährige elegante HerrenWinterpaletots und Anzüge aus feinsten Stoffen 25 bis 40 Mark. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. 14658* Winterpaletots, Anzüge, Joppen, Hosen, fertig und nach Maß, Große Frankfurterstraße 16, August Achilles. Steglik. Schloßstraße 102, Ede Flensburgerstraße: Große Auswahl in fertiger Garderobe. Solide MaßHamburg. + 108* Nixdorf, Berlinerstraße 95: Borteilhaftester Einkauf für fertige Herrenund Knaben- Bekleidung. Frik Hamburg. Vertreter May Schuch. 108* anfertigung unter Garantie. Frik 12,00, M. Metallbettstellen für Kinder und Erwachsene. von 22,50 W. an. 8, 12, 15-90 M. Teilzahlung gestattet v. 1,00 per Woche an. Bei größeren Raten Kassapreise. Lieferant des Post Spar- u. Vorschuß- Vereins. Dam Gesundheit ist Reichtum! Dampf- und Heissluft- Bäder wirksamites, erfolgreichstes und billigstes Mittel gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Lieferung an sämtliche Krankenkassen. Bad Frankfurt Ritter- Bad 2202* 136 Gr.Frankfurterstr.136 18. Ritter- Strasse 18. SOOLSpecialität: Russ. hezw. Dampfkasten-, Röm. bezw. HeissKLEIE, SCHWEFEL, luft-, Lohtannin-, Sool- und Schwefelbäder FIGHTENNADELBÄDER Kleine Anzeigen. Ringschiffchen, Bobbin, Schnellnäher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte tadellos, spottbillig Köpniderstraße 60/61, Landsberger straße 82. + 93* Krawattenstoffe, große Auswahl, Wallner- Theaterstraße 30. 1374b Pianino, Gelegenheitskauf, billig verkäuflich Maaßenstraße 15, parterre rechts( Nollendorfplatz). 57/ 9* Herrschaftsbetten, Stand 23 Mart. Hamburger, Spandauer Brücke 1b. Nicolai, Linienstraße 127, parterre. Sofa, gebrauchtes, zu verkaufen. Kinderwagen( elegant) billig, Goldbaum, Landsbergerstraße 22. 57/ 19* Teppiche mit Farbenfehlern Fabrikniederlage Große Frankfurterstraße 9, parterre. +37 ohne = Abzahlungs Schwindel, solchen verkaufe ebenfalls auf Teilzahlung Schlagregulator, vierzehn Tage gehend, achtzehn Mart. Silberne Remontoiruhr fünfzehn Mark. Gewichtszug Schlagregulator, fünfviertel Meter lang, breißig bis fünfundvierzig Mart. Uhrmacher, Charlottenstraße fünfzehn. Gegründet 1848. D Gasheizsparöfen!! Zweilochgasfocher! 3,00, Petroleumöfen! Gasbügelapparate! Gaslyren! billig! Bohlauer, Wallnertheaterstraße 32. Vereine, Saal mit Bühne Sonntags zu vergeben Müllerstraße 7. Saal mit Bühne, Sonnabende März frei, Neue Königstraße 7. Saal, Ileiner, Vereinszimmer, Räume für Arbeitsnachweise zu vergeben. Stiehr, Linienstraße 96, Hamtäglich für Damen und Herren. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen 1731b Gegen Separatzimmer, möbliert, ein- Humorist einige Tage frei. Ger * senstrig, Herren, Witwe Müller, Ritter- hardy, Kottbuser Damm 100. 17596 straße 2. Volksduettistenpaar Adolf und Möbliertes Zimmer für 1 bis Louise Lüders, Pfarrstraße 25, 2 Herren, Nostizstraße 15, vorn Friedrichsberg- Berlin. +117 parterre. 17326 Blinder Stuhlflechter bittet um Zimmer, 2 Herren, a 12 Mart, Arbeit. Stühle werden zu den billigOranienstraße 25, II rechts. 16906 sten Preisen geflochten, werden abStube, separat, Herren, Birala, geholt und unentgeltlich zurückgeliefert. 17175 Adresse: Muladstraße 27, A. Gläser. Waldemarstraße 35. Stellenangebote. 16546* Regelbahnen( prachtvolle) empfiehlt Gustav Tempel, Borhagen 56.( Zur + 117* windigen Ede). Vereinszimmer, großes frei, 14848* Simeonstraße 23, Flick. Verkaufe schöne gediegene Nußbaummöbel spottbillig Brautleuten passend Plüschgarnitur, Kleider schrank, Wäscheschrank mit Spiegel- burger Haus. aufjab, Säulentrumeau, Krystallipiegel 20,00, Plüschsofa, Sofatisch 18,00, Schlagregulator, Stubuhr 12,00. Prachtvolle echte Delgemälde 8,00, Salonsäulen 4,00, Rohrlehnstühle 3,50, Gardinen, Verschiedenes. Vollständige Kücheneinrichtung 48,00. Wohnung sofort vermietbar. Fischerbrücke 12, born cine Treppe. 58/9 Konzertphonograph verkauft oder verleiht für Festlichkeiten billigst Czaika, Dresdenerstraße 36. 58/8 17276 17256 Gesangverein, 15 Jahre bestehend, M. A.-S.-B., sucht 1. Tenöre. Dienstags 9-11, Admiralstraße 21, Schnicber. Wäsche Verleih- Institut, Rosenthal, Spandauerstraße 47/48, Fernsprecher I 3614, empfiehlt sich. 17146 Polierlappen, Pfund 40 Pfennig.. Spandauer empfiehlt Rosenthal, straße 47/48, Fernsprecher I 3614. 17156 Vereine. Säle mit Bühne, SonnMärz, April noch frei; fein Personenabende, Sonntage, Januar, Februar, zwang. Schönhauser Allee 101/102. Kanarienzüchter und Liebhaber ladet der Verein Kanaria I, Berlin, zum Montag, den 26. Januar, abends 9 Uhr, im Lokale Alte Jakobstraße 89 ein. Vortrag über die Hecke. Der Vorstand. Möbliertes Flurzimmer, bessere Schlafstelle, Prok, Stalizerstraße 1, II. Möbliertes Zimmer, 1 auch 2 Herren, Rieger, Köpniderstraße 101, I. Schlafstellen. 1746b Teilnehmer für möblierte SchlafDame verkauft dringend Taschenstelle fucht Witwe Jacobey, Kolberger8426* straße 26. fofa 45, Bettstellen, Spinde, alles noch neu. Friedrichstraße 131 d vorn 4 links. Sauber möblierte Schlafstelle, umTaubenbörse, größte Berlins, alle geniert, Kürassierstraße 10a, born IV Rassen vorrätig, Stralauer Allee 20a. 17546 bei Stephan. Sühn, Richthofenstraße 13, II. 17336* Bellestraße 8, vorn IV. Betten umständehalber spottbillig. Möblierte Schlafstelle bei Zachrau, +49 Lieferwagen, alle Sorten Räder, Freundliche Schlafstelle, Mädchen Pallisadenstraße 101. oder Herrn. Henkel, Weidenweg 1, Nähmaschinen kaufen Sie nur +46 beim Fachmann am zweckmäßigsten. Unübertroffen, Haarfarbe, Probe vorn IV. Schlafftelle vermietet Fehrede, Passende Geschenke von 25 Mart an. 0,40. Winterfeldt, Chauffeestraße 121. Mustauerstraße 24, born I.+22 Tadellos: Ringschiff, Bobbin- Schnell- Handwagen, Decimalwage sowie näher, bequemste Teilzahlung wöchent- Regal für Ladeneinrichtung billig zu Bessere Schlafstelle, Herrn, 8 Mart. 1794b lich und monatlich. Reparaturen billig, verkaufen. Binte, Kochhannstraße 6. Wienerstraße 31, vorn II, Mösus. Angelsport. achgemäß. Dieke, Mechaniker, NähFreunde desselben Obit, Gemüse, Materialwaren, werden ersucht, zur Gründung eines Anftändiger Herr findet freund maschinen- Specialgeschäft, Brunnen- sichere Brotstelle, Laden mit Wohnung, Angelvereins sich einzufinden Reſtau- liche Schlafstelle. Linz, Dranienftraße 119. 14498 Miete 750,00, verkäuflich Stralauer ration F. Koch, Biesenthalerstr. 16, straße 167. +22 Nähmaschinen, Ringschiffchen Allee 36. Sonntag, den 25., nachmittags 4-8. Möblierte Schlafstelle vermietet Schnellnäher, billig zu verkaufen. Kolonialgeschäft, klein, preis Reparaturen billig. Rirdorf, Reuter- wert, zu verkaufen, fleine Wohnung, und 97-1902, fauft die Buchhandlung parterre. Neue Zeit", Jahrgang 1883-90 Witwe Bäcker, Zionskirchstraße 47, straße 19-20, vorn 4 Treppen links. billige Miete, auch als Nebeneinkommen Vorwärts, Berlin SW. 68, Linden- Freundliche Schlafstelle( 6 Mark) Nähmaschinen! Ringschiff; Adler geeignet. Offerten R. 8 an Hauptstraße 69, 3. Hof. 233/3 fofort Stange, Luisenufer 39. 17476 Central- Bobbin, Drion( Rotations- Expedition dieses Blattes. 17226 Rechtsbureau. Rat und Beistand Freundliche Schlafftelle( 7 Mark) Bobbin), Vesta, Tambourier, Elastic, Gebrauchtes Sofa 10,00, Bett- in Prozeß- und Strafsachen. Inter- Dresdenerstraße 79, 2. Hof III, Stegen. Säulen- und Biesen- Maschinen. Gle- stellen 9,00, Garderobenspind 25,00, ventions-, Alimenten-, Ehescheidungs- Möblierte Schlafstelle für Herren gante Ausstattung, billige Preiſe, bei echtes Kleiderspind 53,00, diverse slagen, Beschwerden, Zahlungsbefehle, zahlung coulanteste Bedingungen. Möbel billig. Hirschowitz, Mariannen- Einziehung von Forderungen. Frank, Schlafftelle für Herren Grabik, Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe straße 7a. Rigdorf, Berlinerstraße 26. 14698* der Landsbergerstraße. +131 Dresdenerstraße 124, Seitenflügel II. Brautlente passend, junger Mann Haarfärbemittel, unübertroffen, verkauft elegante Wirtschaft billig, auch nach Maß 18-20 Mark. Tadelloser Ufer 27( Bortier). Wer Stoff hat. Fertige Anzüge Freundliche Schlafstelle ElisabethTeppiche, Winterpaletots, Betten, überzeugungshalber Fünfzig Pfennig einzeln 1790b Anzüge, Steppdeden, Gardinen, Händler verbeten. Berg Sik, haltbare Futtersachen. Franke, Wäsche, Remontoiruhren, Kostümröcke Probeflaschen, Charlottenstraße 3. straße 2, I. 1758b Aderstraße 143, III., Ede Invaliden- Beffere Schlafftelle( separat) Fürstenspottbillig Leihhaus, Neanderstraße 6. Steppdecken billigst Fabrik Große Milchgeschäft billig verkäuflich straße. 1757b ftraße 18, Hof III( Schneider). 1796b Teilzahlungen gestattet. Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Schöneberg, Sedanstraße 55.+125 75 Pfennige! Eingabengesuche, Schlafstelle für anständiges MädPianino, Lerikon, Standuhr, Möbel. Schleunigst verkauft ReGangbares Posamentier- Geschäft Bahlungsbefehle, Raterteilung. Aller- chen Andreasstraße 65, Brunn. 17486 Waschtoiletten, Spiegel, Stühle, Restaurateurin fünf Zimmer und Küche, zu verkaufen Rigdorf, Kopfstraße 27. billigst. Strafaufschub, Ehescheidungs-, Beffere Schlafstelle vermietet gulatoren spottbillig Leihhaus Neander- auch einzeln, wie neu, Brautleute seltene Havelock verkäuflich. Jante, Interventions-, Beleidigungs-, Ali- Lammel, Oranienstraße 167, I.[ 1749b Straße 6. 57/16 Gelegenheit, echt fournierte MuschelFürstenstraße 2. +87 mentenflagen, Unfallsachen, GnadenKanarienhähne verkauft Brandt, schränke 36,00, Muschelbettstellen, fomplett 33,00, Marmorfoilette 26,00, AusAnzug, schwarzer, fast neu, verkauft gesuche. Wulkow, Staligerstraße 141. Holzmarktstraße 61. 16836 Gute Kanarienhähne und Weibchen niert, 4,25, Taschensofa 40,00, Plüsch geradezu. ziehtisch 14,00, Rohrlehnstühle, four billig Zorndorferstraße 12, vorn II. Sonntags geöffnet. verkauft Bleibaum, Bergmannstraße 21. garnitur, Sofa, vier Sessel, 75,00, Kanarienhähne, Stamm Bache, Sofatisch 11,50, Säulen- Trumeau Möbel billig zu verkaufen, 3. B. verkauft Zoch, Immanuel- Kirchstr. 15. 30,00, Regulator, Stores 2,25, Gar- Spinden 26,00, Stühle 3,00, Spiegel Kanarienhähne, große Auswahl, dinen, Fenster 2,50, Teppich 5,50. 10,00. Manteuffelstraße 77, Höfer. Rühl, Schöneberg, Bahnstraße 41. Gesichtigung empfohlen, auch Sonntags. Achtung! Billigste Fleischquelle! Sekauftes fann Schönhauser Allee 101/102, Restaurant. Schlachthof: Wiclefstraße 49, Ruhe- Straße 148. bis April stehen. Filialen der Kochanstalt vom CentralDannenberg( Elbe): Lager fertiger Herren-, Knaben- und Kinder- Garderobe sowie sämtlicher Wäsche- Artikel. Friz Hamburg. + 108* Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Bahnhof Börse. 119/ 5* Kanarienhähne und Weibchen verkauft W. Fritsch, Schöneberg, Apostel Paulusstraße 15, Duergebäude I. + 124* Kanarienhähne neuefter Zuchtbellinerstraße 54, IV. * +46 Umständehalber mehrere neue Rindfleisch 40 Bf., Pianino, gut erhaltenes, sofort plagstraße 19. verkäuflich Nollendorfstraße 24, I Schweinefleisch 30-60, Stalbfleisch links. 57/ 11* 50-55, Hammelfleisch 50 Pf. pro Pfd. richtung verfaust Hoffmann, Fehr Pianino, 120,00, jeltene Stauf- Bouillon gratis. Geöffnet 8-11 und 17395 gelegenheit, Vorwärts"-Lejer Rabatt, 4-8 Uhr. Turmstraße 7, parterre. Kanarienhähne und Weibchen verkauft Bender, Weißenburgerstraße 74. 17976 17556 Verschiedenes. Restegeschäft, fünfzehn Jahre be17376 stehend, frankheitshalber sofort billig zu verkaufen. Rempfer, Luisen- User 19. Geige, gute, spottbillig verkäuflich, Unfallsachen, Klagen, Eingaben, straße 14, Restaurateur. Gelegenheitskauf. Baumann, Hussiten- Reklamationen, Bugger, Stegliter 17926 ftraße 65. 16706* Vorkostgeschäft wegen Krankheit Patentbureau Dammann, Drasofort zu verkaufen, übernehme Woh- nienstraße 57( Morikplay), bis abends 17406 nung, Wattstraße 21. Alte Klempnerei, langjährige gute Kundschaft, sofort billig zu verkaufen. Beg vierundneunzig( Andreasplay), Rechtsbureau Fabisch, Grüner B. 30 Poftamt 54. 17426 Gerichtsbeistand, Eingabengesuche, Ringschiffchen, zwei Stüd, 16,00, Raterteilung. 24,00 Mart. Seidel, Swinemünderstraße 11, born IV. Hedweibchen, Kanarien Buchtweibchen verkauft Welzel, Koppenstraße 34. +17 Kanarienweibchen, guter Stamm, billig Simeonstraße 5, Kulice. Kanarienhähne, Vorfänger, Auswahl, schleunige Räumung. Flohr, Wiclefstraße 15. Kanarienhähne, kräftige Zuchtweibchen verkauft Kramer, Rigaer straße 136. + 46* Kanarienroller, Weibchen verkauft Scholz, Schönleinstraße 20.+120 Kanarienroller 4,00, Vorschläger 8,00. Neanderstraße 7. 58/7 Kanarienroller und Weibchen verkauft Gödde, Reinickendorferstraße 54. Kanarienroller, Zuchtweibchen verkauft Arnold, Schlegelstraße 30. Kanarien- Hedbauer, dreiteilig, viel Zubehör, verkauft Portier, BidingerÜlfer 1. +94 Harzer Kanarienhähne, edle Zuchtweibchen, sprechende Papageien, Kommandantenstraße Restaurant. neun. 17865* 16456* Rechtsbureau, Gollnowstraße 44. 17436 Gewissenhafter Rat, Anfertigung schriftGenoffen! Masken billig. Wellnig, licher Arbeiten, Einziehung von Forde Kleine Andreasstraße 12. 17616 rungen. Sonntags geöffnet. 16636 Nechtsburean, Prozeßbeistand, Landhaus, neu erbaut, vier WohEingabengejuaje, Naterteilung. Fall, Brimmenstenße vierzig. 16885* Kunststopferei von Frau Kokosky, Steimmegstraße 48, Quergebäude hochparterre. Masken verleiht billig Ferdinand Hente, Dennewigstraße 1( Ede Steg ligerstraße). 15595* Bücherankauf. Bücherscheine, David, Lothringerstraße 59. 14868* + 138* Platina, Gold, Silber, Gebisse, alte Uhren, Blattgold, Kehrgold faují Broh, Wrangelstraße 4. 57/20 mungen, Keller, Stallung, großer Garten, 13 500 Mark zu verkaufen. Borort Ostbahn. Näheres Petersburgerstraße 79, born I. rechts.+46 Herrenfahrrad, tadellos, verkauft Restaurant wegzugshalber billig. +75 Willdenowstraße 1. Maskengarderobe, Herren und Bogelwirt, Damen. Große Auswahl komischer 58/6 Anzüge billig Räder, Rheinsberger Kanarienhähne und Weibchen straße 62. billig verkäuflich. Birkholz, Frankfurter Chaussee 44. 52, 1768b Geschäftskäufer erhalten gangbare Geschäfte jeder Art nachgewiesen, für Berlin, auch außerhalb, einzelne mit Hausverwaltung. traße 28, Quergebäude parterre.+22 Elendt, UrbanEingaben, Gesuche, Reklamationen verfertigt billigst Bauer, KöpenickerSeliger, Elisabethuser 11. Möblierte Schlafftelle vermietet Josephstraße 5 Hof I. links. 58/5 17706 0 Korbmacher auf Rohrfiguren verlangt Schmidt, Langestraße 91. 17026 Silberarbeiter auf Myrthenkränze in oder außer dem Hause werden 1694b verlangt Ritterstraße 6. Mattierer, gewandt, sucht Goldleisten Fabrik Barthels, Michaelkirchstraße 17. 17245 Galvanoplastiker und Stereotypeur sucht Arthur Fischer, Luisen17355 Ufer 13. Sonntags 10-12. Versilberer verlangt Kretschmann, 17606 Jägerstraße 66, Rixdorf. Eingesegnetes Mädchen bei Kind. Müller, Rirdorf, Kaiser Friedrichstraße 235. +120 100 Mamsells, geübt auf Jadetts und Kostüme, Weidenweg 74, Barke. Kostümrock- Arbeiterinnen in und außer dem Hause verlangt Hehn, 1716b Bankow, Turmstraße 10, III. Mamsells auf Jacketts dauernd verlangt Bollmann, Prinz Eugenftraße 7. = 17366* Posamentier Handarbeiterin, im und außerm Hause, Lehrmädchen verlangt Riese, Oberwallstraße 19.[ 16445* verlangt sofort B. Plaut, Blumenstraße 74. Kartonarbeiterinnen Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen foften 40 Pf. pro Zeile. Gesucht per sofort ein tüchtiger Glasbläser, der bereits auf RöntgenRöhren gearbeitet hat. S. Zossenheim in Hamburg, Gerhofstr. 18. 104/17 Achtung, Holzarbeiter! Gesperrt find folgende Werkstätten für Tischler, Einsetzer, Maschinenarbeiter und Polierer: Lur u. Engbrecht, Görlitzer Ufer. Schubert, Kastanien- Allee 10. Liczijewski, Küstrinerplatz 9. Für Drechsler: Fröbe, Hollmannstr. 32. Die Ortsverwaltung. Klavierarbeiter. Schlafstelle vermietet Gopp, Men delssohnstraße 8. 83/2 Freundliche Schlafstelle, gleich oder später, Neue Roßstraße 9, II geradezu Schlafstelle bei Schulze, Straß +79 burgerstraße 12, Hof I. Schlafstelle bei Witwe Schall, +22 Große Frankfurterstraße 75, 1. of, Wegen Lohnreduzierung haben sämtliche Umleimer der Pianofabrik Frauenhaare lauft Winterfeldt, 1. Quergebäude II. 17296 Möblierte Schlafstelle Laufiber von Kuhla, N., Wattstraße 18, Chauffecſtraße 121. 141/ 1* Lefchalle, lesen 5 Pfennige, von straße 31, großer Aufgang vorn die Arbeit niedergelegt. Zuzug streng fernhalten. 52 Uhr geöffnet, Chausseestraße 121. Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter Rechtsbureau Burggraf, AdalbertBerlins und Umgegend. straße zweiundzwanzig, Zahlungsbefehle. 17215 Vereinszimmer, 40-50 Personen faffend, passend für kleine Festlichkeiten, Klubs, Verbände, Bahlstellen 2c. zu ver geben. Zur Klause", Görligerstraße 43, parterre. Mar Pöniz. links. 1765b Möblierte Schlafstelle, separater Spreenberg, Eingang, vermietet Dranienstraße 3, Quergebäude II. Möblierte Schlafstelle vermietet Menz, Dvanienstraße 187, born III Möblierte Schlafstelle, 2 Herren, vermietet Brachvogel, Brinzenstraße 7, 17126 born III. Gesangvereine, vorzügliches Vereinszimmes, separat, auch für jeden Verein passend, noch mehrere Tage in der Woche frei. Raumerstraße 22. Vermietungen. Restaurationsräume, bisher gut gehend, Polenverkehr, zum 1. April 1903 34 vermieten Sesenheimerftraße 4 II. +142 Wohnungen. Sofort oder April Kleine und Mittelwohnungen billig. Rummelsburg, Kantstraße 38. 55/ 9* Zimmer. 188 Möblierte Schlafstelle Breslaur 188 straße 19, Witwe Wolff. Freundliche Schlafstelle oder lecies Simmer bei Witwe Rosenbaun, Stöpenickerstraße 26a, Hof redis parterre. 17626 179 6 Achtung! Holzarbeiter! Wegen ständiger Ueberstundenarbeit haben die organisierten Tischler der Möbeltischlerei von Hahn& Metzkow, Weißensee, König Chauffee 71, die Arbeit eingestellt. Ebenfalls wurden die Möbelpolierer wegen ihrer Zugehörigkeit zum MöbelpoliererVerbande entlassen. Der Betrieb ist somit für Tischler und Polierer gesperrt. 77/10 Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Achtung Tischler! Folgende Werkstätten sind gesperrt: Zache, Fruchtstr. 8. 186/1 Warner, Strautstr. 52( Gewerbehof). Schubert, Stastanien- Allee 10. Hahn& Metzkow, Weissensee, König- Chauffee 71. 170% Liczijewski, Süstriner Plak 9. Fachverein billi. 1710 vout der Tischler Berlins u. Umgegend. Verein der Töpfer Schlafstelle für Herren. Frau Gil, 188 Reichenbergerstraße 105. Schlafftelle Manteuffelstraße$ 0, 17656 III links. Möblierte Schlafstelle, Herren, Witwe Klitzke, Gräfestraße 40, Que gebäude I. Freundliche Schlafstelle bei Stosh, Moritstraße 19. 18006 Freundliche Schlafstelle für Herren, Fröhlich, Fruchtstraße 31, Treppen. Schlafstelle, Möblierte Berger, Petristraße 819. Möblierte Schlafstelle vermiett Wilke, Wasserthorstraße 45, vorn 4. 17345 Schlafstelle, 2 Herren, separa, Möbliertes Zimmer vermietet Ritterstraße124, Hof1Treppe lints.1723 Berlins u. Umgegend. +117 Ziveischläfrige Kinder Bettstelle Reinide, Wrangelstraße 105, I.+22 Gutmöblierte Schlafstelle, separate mit Federboden, billig, MaskengardeBei der Firma Haff( Bauten in Heckhähne, Weibchen, Trute- und robe Rheinsbergerstraße 62.+138 Alte Goldfachen, Zahngebiffe, Zimmer für zwei Herren Wasser Eingang, König, Fehrbellinerstraße 4', Seifertscher- Stamm, Hedbauer verkauft 169% Lichtenberg, Friedrichshagen und Blatin, Münzen kauft Schneider, thorstraße 68, I rechts. +87 III, Borderhaus. Zibe, Lorgingstraße 10. +138 Fahrräder, neue, 60,00 an, ge- Brunnenstraße 137, Schmelzerci. Schmargendorf) haben die dort Zimmer, einfach möbliert, Sihl, Schlafstelle beiRosenberg, Elisabet beschäftigten Kollegen die Arbeit Hohlroller 6,00, Weibchen 1 Mart. brauchte 10,00, 15,00, 20,00, 25,00, Metallbruch, alte, neue Lumpen, Frankfurter Allee 72. +46 fer 30, of II. 137 eingestellt. Die Veranlassung dazu Battloch, Reichenbergerstraße 51.+88 Lauf deden 3,50, 4,50, Schläuche 2,50, 3,50. Sonstige Fahrradteile, Repara- fauft, gut zahlend, holt ab Mißling, Freundlich möbliertes zweifenstriges ist, daß den auf dem Bau WarneKanarienroller, Weibchen, Star turen billig. Zaefer Brunnen- Oppelnerstraße 11. +21 Borderzimmer 18 Mart inklusive. münderstraße in Schmargendorf ar= garderstraße 58, Munt. +79 straße 112, Boltastraße 53.+138 Wrangelstraße 9, IV. +22 Hohlroller, Weibchen, scharfe Hed Vivisektion! Wer sich über diese beitenden Kollegen für die dort zu 16 Mark inklusive möbliertes Zimmer Arbeitsmarkt. hähne 6,00. Baum, Chorinerstraße 34, Zwei Mark einvierteldugend Damen- ruchloseste Grausamkeit unsrer Zeit setzenden Meißener Desen so niedrige Duergebäude. Preise geboten wurden, daß eine hemden, Herrenhemden 3,00, Barchend- unterrichten will, verlange die Flug zu vermieten Werneuchenerstraße 2, +79 1751b hemden, Normalwäsche, Ausstattungen blätter des Weltbundes gegen Bivi- Meyer. Stellengesuche. forrekte, zweckentsprechende Auss Kanarienhähne, prima Zucht- sowie eleganteste Reisemuster spott- fettion, welche unentgeltlich versendet Möbliertes Zimmer, 1 oder führung der Arbeiten unmöglich war. weibchen, große Auswahl, Groß- billig. Wäschefabrik Adolf Salomonsky, werden vom Berliner Tierschutzverein, 2 Herren, separat, sofort oder 1. verüchterei verkauft Krebs, Köpenider Dirksenstraße 21, Nähe Polizeiprä- Königgrägerstraße 108. Um gütigen mietet Neumann, Elisabeth- llfer 43 a Volksfänger: Gesellschaft Leman- Bir ersuchen, dies zu beachten. draße 154 a. 12445 fidium. Der Vorstand. 82/20 Abbrud wird gebeten. 161b of I. 17676 dowsky, Beusselstraße 28. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Saul Singer& Co., Berlin SW. 17416