Nr. 22. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Aus Württemberg. Stuttgart, 25. Januar. Dienstag, den 27. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Sie schlägt daher vor, außer der Verwendung aller vor- das Wort: Wir werden uns nicht„ ballestremen" lassen! Das Wort handenen Reſtmittel für beide Jahre 6564975 M artist bezeichnend für den Umschlag, der sich in der Beurteilung des als Anleihen aufzunehmen, trotzdem die all- Reichstags- Präsidenten auch im Auslande vollzogen hat. Einst galt Der württembergische Landtag ist auf den 29. Januar gemeine Staatsschuld am 1. April 1903 bereits beträgt Graf Franz Ballestrem als die Verkörperung präfidialer Tugenden, wieder befohlen" zusammenzutreten, um die parlamentarische 33 413 561 M., und die Eisenbahnschuld 468 752 839 M. und insbesondere in Destreich, wo man unter der Last des ebenso Mühle wieder in Gang zu setzen, nachdem die zur Erledigung Die Verzinsung der Staatsschulden ist ver- unfähigen als liebedienerischen Präsidenten seufzte, war der Mann der vorliegenden wichtigsten gesetzgeberischen Materien geeig- anschlagt für 1903 au 18 718 690 m. und für 1904 zu geschätzt, der der Kritik kaiserlicher Neden so mutig den Weg freinetsten Monate Dezember und Januar fast thatenlos ver- 19 516 175 M. Der Matrikularbeitrag für das gemacht hatte... Und jetzt ist sein Name Sinnbild für Unfreiheit gangen sind. Die Reform des Volksschul- Gesetzes Reich ist mit 21 868 000 m. für jedes Etatsjahr angesetzt, und Willkür! Die betreffende Debatte im öftreichischen Abgeordnetenhause ist liegt halbfertig bei der Zweiten Kammer und es muß gut vorbehaltlich etwaiger Berichtigungen nach Verabschiedung des gehen, wenn die noch ausstehende Beratung über den vor- Reichsetats. für deutsche Politiker deshalb so interessant, weil sie zeigte, welchen geschlagenen weiteren Einfluß der konfessionellen Schulaufsicht Aus den einzelnen Etats ist für weitere Kreise nicht un- Schutz die Geschäftsordnung des östreichischen Parlaments im Gegens bald erledigt werden kann. In Behandlung des von der interessant die agrarische Begünstigung, die besonders im Etat fatz zu der des deutschen Reichstages genießt. Für die KardorffRegierung eingebrachten Entwurfs einer Reform der des Ministeriums des Innern vorherrscht. Für landwirt- Majorität brauchte es nur eines Entschlusses, und die wohlerwogensten, Gemeinde- Ordnung wird man bestenfalls eine ich afliche Zwecke werden gefordert 1 174 559 M., ja unentbehrlichsten Bestimmungen der Geschäftsordmmg fielen unter Generaldebatte zu stande bringen, nach welcher der 80 175 M. mehr wie 1902, die Centralstelle für Landwirtschaft den Tisch. In Destreich steht die Geschäftsordnung direkt in der Entwurf in eine Kommission wandert, die dann vor dem erhält davon allein 676 732 M. Für gewerbliche Hut der Obstruktion, und zwar einer, zu der zwanzig Abgeordnete Spätjahr keine Zeit mehr hat, so daß auch diese Frage wohl 3 we de werden gefordert im ganzen 491 060 M., mehr wie 1902 vollkommen ausreichen, die es also in der Hand haben, jede Aendenoch in die nächste Legislaturperiode hinübergeschleppt werden 54 750 M. Bei der ersteren Position beruft sich die Regierung rung zu hintertreiben. Anträge auf Abänderung der Geschäftswird, um jene so zu belasten, daß keine Zeit mehr zur Vor- vielfach auf geäußerte Wünsche von Interessenten, bei der ordnung müssen nämlich selbständig eingebracht und einer Vornahme der dringenden Reform der Verfassung bleibt, letzteren hat sie alle Forderungen der Arbeiter und ihrer Ver- beratung im Ausschusse unterzogen werden; eine Abkürzung der womit den Privilegierten, dem Centrum, den Nationalliberalen, treter im Landtage einfach ignoriert. Bei dem Kapitel Verhandlung im Wege der sogenannten Dringlichkeitsanträge ist Bauernbündlern und nicht am letzten der Regierung gedient Gewerbe- Inspektion wird die Anstellung von drei ausdrücklich ausgeschloffen, und wie bei dem wichtigsten Gesetz, Beschluß drei Lesungen durchmachen. Solche ist. Die Steuerreform scheint von der Ersten Kammer weiteren Beamten und einer Assistentin ge- muß der fönnen also fordert zu den vorhandenen 3 Inspektoren, 4 Assistenten und Anträge nur im Wege der Tagesordnung zum zweitenmal vereitelt werden zu wollen. Auch die Beratung der socialdemokratischen 1 Assistentin. Zur Begründung dieser Forderung wird ausgeführt, erledigt werden; und sie unterliegen deshalb derselben Gefahr Initiativanträge betreffend Einführung von Arbeiter- daß die Aufsicht über die Ausführung der Bestimmungen über wie die Tagesordnung überhaupt: der Obstruktion! kammern, Erweiterung und Centralisierung der Gewerbe- den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien, über die Arbeits- bemerkt werden muß, daß die Geschäftsordnung des östreichischen Inspektion, Gewährung mehrerer Abgeordneten zum Landtage zeit in den Getreidemühlen, über die Beschäftigung von Abgeordnetenhauses wirklich schlecht und ganz veraltet ist, aber es für die Stadt Stuttgart und ihrer Interpellation über das Gehilfen und Lehrlingen in Gast- und Schantwirtschaften, scheint doch, daß es besser ist, eine schlechte Geschäftsordnung. nicht Koalitionsrecht der Arbeiter, wird nach der wird nach der seitherigen sowie der in Aussicht zu nehmenden Bestimmungen über die ändern zu können, als eine gute ruinieren zu dürfen! Das Verbot des dringlichen Weges für Aenderungen an der Art der Behandlung für dieses Frühjahr kaum mehr in Aus- gewerbliche Stinderarbeit die Anstellung weiteren Personals sicht zu nehmen sein, da durch das verspätete Zusammen- bedinge. Dabei könne bei den Anzustellenden von einer Geschäftsordnung wollte nun am Freitag ein Antrag der Chriftlichtreten die Beratung des Etats selbstverständlich drängt. höheren Vorbildung abgesehen werden. Ob dabei der schon socialen listig umgehen. Nebst der Geschäftsordnung, die jedes der Dieser soll am 1. April 1903 in Straft treten; er ging längst geäußerte Wunsch, Arbeiter zuzuziehen, berücksichtigt beiden Häufer des Reichsrates nach freier Wahl besitzt, giebt es in Destreich auch ein Gesetz über die Geschäftsordnung des Reichsjedoch den Abgeordneten erst teilweise zu. Auch in seiner wird, bleibt abzuwarten. Behandlung wird man sich auf ein Drängen und Zusammen- Außer der Etatsberatung wird besonders bei der Ver- rates; ein Gesetz, das eben die Dinge regelt, die beide Häuser schlappen gefaßt machen müssen, da leider auch bei der schleppungstaktik der vom Centrum gestützten Ersten Kammer angehen und die sich auf das Verhältnis der Regierung zum ReichsVoltspartei nicht die richtige Lust für eine gründliche Be- in diesem Frühjahr nichts durch die schwäbische Parlaments- rate beziehen. Obwohl sich nun in diesem Gesetz nicht eine einzige ratung vorzuliegen scheint. Jedenfalls aber sind mehrere mühle gehen, so daß beim Etat unsre Genossen die Forderungen Bestimmung findet, die sich auf die innere Geschäftsbehandlung im Abgeordnetenhause oder im Herrenhause bezöge, die beWochen für die Vorberatungen der Kommission und für der Arbeiterklasse mit aller Energie zu vertreten haben. die Plenarberatungen notwendig antragten Aenderungen aber nur Bestimmungen treffen, die in der eignen Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses angehen, den Socialdemokraten zu verwehren, bei der Beratung der Etats für die einzelnen staatlichen Verwaltungsstehen, und obwohl schließlich die Abänderung des Gesetzes dasselbe ist wie die Abänderung der Geschäftsordnung- weil dessen Ver zweige ihre Ausstellungen zu machen, soviel auch vielleicht dazu Lust vorhanden wäre. fügungen, als Verfügungen der Gesetzgebung, die auf bloßen Beschluß beruhende Geschäftsordnung umstoßen-, so trat der betreffende und es wird nicht Politische Uebersicht. Berlin, den 26. Januar. Abgeordnetenhaus. Geschichte! er, Wobei er überhaupt zur Verhandlung gelangt. da er als Dringlichkeitsantrag die Der Etat schließt im großen und ganzen wie im Reich und allen übrigen Einzelstaaten sehr schlecht ab. Er wird Im preußischen Abgeordnetenhause herrscht wieder die für Antrag dennoch als Abänderung des Gesetzes auf: um sich den bom Finanzminister selbst, der unsre Finanzlage bei der letzten dies Haus so charakteristische Langeweile. Schläfrig ist die dringlichen Weg zu erschleichen, der für Abänderungen der Beamtengehaltsaufbesserung noch ziemlich rosig zu malen ver- Stimmung im Hause, schläfrig sind die Debatten. Nur ab Geschäftsordnung ausgeschlossen ist! Gegen diese listige stand, mit folgenden Sägen eingeleitet: und zu gelingt es einem Redner, der sich eines besonders umgehung der kardinalsten Bestimmung der Ordnung des Hauses " Der Etat zeigt, wie unter den gegenwärtigen Ver- träftigen Organs erfreut, einige seiner Stollegen aus dem trat mun Pernerstorfer mit den schärfften Worten auf die Socialdemokraten werden sich weder, falkenhaynen" noch„ balleſtremen" hältnissen nicht überraschen kann, ein weniger günstiges Bild, todesähnlichen Schlaf zu erwecken. Aber nur für ganz kurze als es ſeit einer Reihe von Jahren der Fall war." Zeit. Schon nach wenigen Minuten geben sich die so jah dem lassen, sagte er und obwohl sich der Präsident und die MehrDaß unfre Regierung durch ihre Indolenz im Bundesrat Nachmittagsschlummer Entrissenen wieder der angenehmen heit des Hauses zu der„ Hinterthür" bekannten, genügte dennoch der Einspruch, um den Antrag verschwinden zu machen. Kaum und ihre leichtherzige Zustimmung zu der über unsre Kraft Beschäftigung des Träumens hin. gehenden abenteuernden Militär-, Marine- und gepanzerten- Zunächst erledigte das Haus am Montag den Etat der eingebracht, wurde er zurückgestellt, und es ist nicht gerade Faust- Politik und durch ihre Zustimmung zu der Handel und Forstverwaltung. Eine hierzu vorliegende Petition wahrscheinlich, daß Wandel hemmenden Zollpolitik mitverschuldet hat, dafür von Mitgliedern des freisinnigen Bezirksvereins Gesundbrunnen Wenn, so wird weiß der Herr Finanzminister keine Worte zu finden. Das gegen den Verkauf der Schönholzer Heide zu Bauzwecken weidrittel Mehrheit braucht, sicher abgelehnt werden. Warum ihm, seinen Kollegen und den mitschuldigen Mehrheits- wurde ohne Debatte durch Uebergang zur Tagesordnung er- dieses rasche Zurückweichen? Weil die Socialdemokraten zu verparteien zu sagen, wird bei der Etatsdebatte nicht unterlassen ledigt. Die freisinnigen Vertreter Berlins schliefen und verstehen gaben, daß sie unter Umständen mit der Obstruktion herausrücken würden. Sie liehen zwei von den czechischen Wildlingen werden dürfen. Es heißt dann in dem finanzministerlichen paßten so die Gelegenheit, die durchaus berechtigte Petition Eposé weiter: ihrer eignen politischen Freunde zu empfehlen. Fürwahr, der gestellten Dringlichkeitsanträgen ihre Unterstützung die dadura) " Faßt man zunächst unsre eigne Wirtschaft, ohne Berliner Freisinn hat würdige Vertreter ins Parlament die nötigen 20 Unterschriften erhielten, also verhandlungsmöglich wurden- und der Sput zerftob. Die Obstruktion als die durch die Beziehungen zum Reich veranlaßten Ausgaben entsandt! und Einnahmen ins Auge, so zeigt sich eine beträchtliche Nach Erledigung des Forstetats begann die Beratung des Erzieher: das ist ein ganz eignes Kapitel östreichischer Steigerung des Staatsbedarfes.... Derselben steht nur bei Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung. Die den Landessteuern eine Mehreinnahme von durchschnittlich Debatte leitete ein Scheingefecht zwischen den Agrariern und ist das östreichische Abgeordnetenhaus einfach unmöglich. Die Angst So wunderlich es flingt, es ist dennoch so: ohne Obstruktion jährlich einer halben Million Mark gegenüber, dagegen er ihrem Podbielski ein. Die Herren Ring( fons.), Freiherr giebt sich beim Stammergut als Folge des immer noch v. Wangenheim( f.) und Graf Praschma( C.) flagten vor der Obstruktion ist heute eines der stärksten Erziehungsmittel; auf dem wirtschaftlichen Leben ruhenden entseglich über die zu hohen Gebühren für die Fleischbeschau ohne fie wäre das Gleichgewicht zwischen den vielen Parteien im Drudes eine erhebliche Abnahme der Ein- und forderten energisch die Einführung einer allgemeinen Sauſe nicht zu erhalten. In dem Augenblide, wo die Möglichkeit nahmen, insbesondere bei den Forsten, den Berg- und obligatorischen Schlachtvieh- Versicherung. Minister v. Pod- zur Obstruktion aus der Geschäftsordnung getilgt ist, formiert sich Hüttenwerken und Staats- Eisenbahnen. bielsti suchte ihnen gut zuzureden; im Princip hat fofort die alte Majorität aus den slavischen Nationalitäten bielski suchte ihnen gut zuzureden; im Princip hat Die Beziehungen zum Reiche sodann zeigen eine er nichts gegen die agrarische Forderung einzuwenden, aber und den deutschen Ueberläufern, und das Berregieren" des sehr unerwünschte Mehrbelastung Württem gegen ein einseitiges Vorgehen Preußens hat er starte Staates, wie es bis zum Schicksalsjahre 1897 im Schwange bergs gegenüber dem lektverabschiedeten Etat von jährlich Bedenken. Er wünscht die Regelung der Schlachtvieh Ber- war, hebt von neuem an. Es ist also kein Zufall, daß sich um diese sicherung von Reichswegen. Die agrarischen Redner erwiderten Ausrottung der Obstruktion am eifrigsten die Stleritalen aller Nuancen Also auch hier Deficitwirtschaft, veranlaßt durch in einem so heftigen Zone, daß uneingeweihte auf den Ge- bemühen, die Bauernklerikalen und die Wiener Christlichsocialen, die die von den Socialdemokraten bekämpfte boltsausbeutende danken kommen könnten, sie seien mit dem Minister unzufrieden. zutreten. Herr v. Stoerber, der Minister des„ juste milieu", wäre beide danach lechzen, in eine Mehrheit als laute Gesellschafter einReichspoliti Der ganze Staatsbedarf Württembergs beträgt: Natürlich kann davon keine Rede sein. Und als Herr zutreten. Herr v. Koerber, der Minister des„ juste milieu", wäre v. Podbielski einige Stunden später den Erlaß eines Gesetzes schon längst verabschiedet, wenn man mit der Möglichkeit der Obstruktion nicht rechnen müßte, nicht gezwungen wäre, so zu in Aussicht stellte, wonach auf den Schlachtvieh- Märkten nur noch nach Lebendgewicht gehandelt werden dürfe, da jauchzten regieren, daß auch die kleinste Gruppe zum Kampfe wider das Parladie Agrarier ihm wieder zu; sie wissen, daß der brabe ment feinen Anlaß findet. Obstruktion ist gewiß kein Segen, aber, so parador ist alles in diesem Destreich, das östreichische AbgeordnetenPodbielski sie nicht verläßt. haus erhält sich doch am Leben vorzugsweise durch die Furcht vor der Obstruktion, durch die Furcht vor dem Nichts! rund 800 000 M." Dagegen die Einnahmen: aus dem Kammergut Landessteuern Ueberweisungen vom " " Neich. Zusammen.. Es verbleibt sonach ein Fehlbetrag von. Zusammen für beide Jahre von für 1903 91 453 940 M. für 1904 92 964 854 M. • 0 " 29 185 784 M. 30 357 959 M. 36 980 550 37 358 450 20 868 000 20 868 000 87 034 284. 88 584 409 m. " " 4 419 656 4 380 445 8 800 101 M. Nach einem Herzzerreißenden Klagelied über die Not der Landwirtschaft, das der Abg. Reinicke( t.) anstimmte, wurde die Beratung auf Mittwoch vertagt. Ballestremen". -st- ien, 25. Januar. Die Antwort Englands an Bülow. Graf Büloto erklärte in den letzten Reichstagsfizungen bekanntlich, daß alle die programmatischen Reben und Schlagworte- daß z. B. der Dreizack in die deutsche Fauft gehöre, daß auf dem Erdball feine Da die Regierung dieses Deficit durch Steuerhöhung nicht Bur selben Zeit, da im deutschen Reichstag die Zuschrift des wichtige Entscheidung mehr ohne Deutschlands Mitwirkung fallen zu decken wagt, will auch sie zu der unsoliden Aushilfe greifen, Grafen Ballestrem verlesen wurde, womit der bisherige Präsident werde usw. die auf hochgespannte imperialistische für ordentliche Staatsausgaben einen Pump anzulegen. auf seine Stelle verzichtet, fiel im östreichischen Abgeordnetenhauseräne Deutschland's schließen lassen konnten, gar nicht so wörtlich gemeint seien. Auf diese Erklärungen antwortet mm der ministerie II inspirierte, Standard" wie folgt: junger Mann" bezeichnet. So durs dem künftigen Träger der p Der sächsische Hofzwift. preußischen Krone und Oberhaupt des Reiches in der deutschen Am Mittwoch soll der besondere Gerichtshof in Dresden die Nationalvertretung begegnet werden, ohne daß auch nur ein Finger Klage des Kronprinzen von Sachsen auf Tremung der Ehesich rührte!... gemeinschaft verhandeln. Der Ausgang des Prozesses ist von vorn Das ist's, was uns bei diesem Vorgang auf das tiefste betrübt herein außer Zweifel. Die Ehetrennung entspricht ja auch durchaus und mit schwerer Sorge um die Zukunft erfüllt. Warum ließ den Wünschen der Kronprinzessin, die offenbar nicht daran denkt, man Bebel ruhig reden, warum blieb es am Donnerstag wie die Dresdener Hofpresse in Aussicht gestellt hat, zu bereuen". dem Reichstag allein überlassen, den Kaiser gegen die Es scheint aber, als sollten auch für den Kronprinzen unerhörten Angriffe des socialdemokratischen Häuptlings in besondere Folgen erwachsen. Hierüber wird der Wiener Zeit" aus Schutz zu nehmen? Sollen die freisinnigen Schwäger Dresden geschrieben: dem Alter nnd V Es sei erfreulich, daß Graf v. Bülow jede Absicht be= stritten habe, die englische Suprematie zur See stürzen zu wollen. Er habe behauptet, daß das ganz außer Frage stehe. Deutschland sei mit weniger zufrieden. Das wird meint das Blatt auch der Fall sein müssen, denn selbst der Bau der im letzten Flottenbudget vorgesehenen Schiffe wird Deutschland mur zur viert= oder fünftgrößten Seemacht stempeln. Wie dem indessen immer sei, der Reichskanzler habe ausdrücklich betont, daß Deutschland für sich nur das Recht recht behalten, die jetzt schmunzelnd versichern, der ,, Es ist ziemlich selbstverständlich, daß der Skandal, zu dessen beanspruche, alle Weltmeere befahren und an dem„ Druck der öffentlichen Meinung" zu Gunsten Bebels fei Heldin sich die Kronprinzessin zu machen beliebte, auch ihren GeWelthandel teilnehmen zu dürfen. Das fei ein so start gewesen, daß auch die grundsätzlichen Gegner der Social- mahl, den Thronfolger, auf das schwerste in Mitleidenschaft Necht, das Deutschland von niemand bestritten demokratie sich ihm nicht zu entziehen vermocht gezogen hat. Mag man den Fall noch so objektiv beurteilen, von worden sei, aber es wäre denn doch schwer ein- hätten?" aller Mitschuld läßt sich in einer solchen Ehe Affaire der zusehen, weshalb das Deutsche Reich in dem Vermutlich wird die Redaktion der„ Kreuz- Zeitung" auf dem Mann nicht reinwaschen, und selbst wenn es doch so Bau von Schlachtschiffen und Kreuzern eine so nächsten konservativen Parteitag die Entfernung jämtlicher konser: wäre, bleibt ein Matel zurück, von dem auch das beste fieberhafte Thätigkeit entwidle. In logischem vativer Reichstags- Abgeordneten aus der konservativen Partei Gewissen nicht befreit. Solchen Erwägungen scheint sich Sinne sei dieser Einwurf des Reichskanzlers etwas unhaltbar, fordern, da sie die oberste Forderung des Konservativen Programms, der Hof aus dynastischem Interesse nicht verschlossen zu haben, viel obwohl der Zweck ziemlich klar sei. Graf von Bülow fei augen- den Schutz der Monarchie, schnöde verraten haben. Der Chefredakteur leicht umsoweniger, als dem Kronprinzen nicht lange Gelegenheit scheinlich bestrebt, den Argwohn zu verwischen, den die der Kreuz- Zeitung" wird sich eventuell selbst in den Ausschließungs- gegeben wäre, sich in seiner Stellung zu rehabilitieren, sondern bei jüngste Politik des Deutschen Reiches allerorts antrag einschließen. hervorgerufen habe. Seine letzten Mißerfolge auf enden Ronſervativen. Die Reichsregierung hat bas Könige Thronfolge über turz oder lang in seine eine Ther immerhin geſchwächten Geſundheit bes diesem Gebiet schienen den Minister etwas nervös gemacht zu haben.... Die murrenden Konservativen. Die Reichsregierung hat das nur Frage tommen würde. Daß in der angedeuteten Deutschland sei eine große Macht, aber es dürfe nicht vergessen, zu natürliche Gefühl, daß es notwendig sei, nach den Bergen auf Richtung irgend etwas im Gange ist, beweisen verschiedene daß neben ihr noch andre Großmächte bestehen; so bedeutend gehäufter Erbitterung, angesichts der Wahlen, den Maſſen einige Anzeichen. So wird zum Beispiel am 27. Januar, dem sein Einfluß auch auf dem europäischen Festlande sei, in der Welt Verbindlichkeiten hinzuwerfen. Das„ Geschenk“ der Sicherung des Geburtstage des deutschen Kaisers, bei der üblichen Hofim allgemeinen gebe es Mächte, die eine wichtigere Rolle Wahlgeheimnisses war bestimmt, das Vertrauen zur Aufrechterhaltung tafel im Residenzschlosse, der diesmal der König fernbleibt, nicht der spielten als das Deutsche Reich. Das sei so augenfällig, des Wahlrechts herzustellen. Graf Bülow redete einige socialdaß keine Verlegung in dem Hinweise gefunden werden dürfe. politische Höflichkeiten und Graf Posadowsky hielt sogar eine mert- Stronprinz, sondern sein Bruder Prinz Johann Georg den Vorsiz führen und den Toast führen und den Toast auf den Kaiser ausbringen. Weiter ist das Deutschland habe seinen Platz und seine Sendung, aber es würdig verſtändige Rede über Wahlrecht, Mittelstand und die 12. Armeecorps, dessen Führer der Kronprinz ist und dem Staiſer ausbringen. Weiter iſt das würde sich Gefahren und Mißerfolgen ausseßen, agrarische Situation. wenn es sich in Gebiete wagen würde, die bereits für die In konservativen Kreisen, in denen man feit den Zoll- bei den diesjährigen Kaisermanövern eine Rolle zugedacht war, wieder kaltgestellt worden, ohne Frage aus Rücksicht auf englisch sprechenden Völker bestimmt seien! vergewaltigungen heißer denn je den dummen, aber starken" Mann Ja, bei einem Wenn Bülow also will, daß seine abwiegelnden Erklärungen in ersehnte, hat der Witterungswechsel cine Influenza- Epidemie hervor- die Familienverhältnisse des Kronprinzen. Zukunft niemals fritisch aufgenommen werden, so wird er dafür gerufen. Die Stonf. Storrefp." ficht bereits Caprivis, des Schred- Jagdsouper, das jüngst einige hochgestellte Persönlichfeiten, unter anderen auch Staatsminister, an gemeinsamer sorgen müssen, daß fünftig die Erklärungen der verantwortlichen Re- lichen, Versöhnungsgeist" wiederkehren und bissig bemerkt jie: gierungen nicht wieder durch anderweitige Kundgebungen desavoniert" Und doch scheint es, als wolle man versuchen, die wider Tafel zusammenführte, ist der Thronfolgeverzicht des Kronprinzen werden! strebenden Genossen" durch Zuckerbrot zu manierlicherem Auf- unverhohlen als notwendige Konsequenz der Lage am Hofe bezeichnet „ Genossen" durch Zuckerbrot zu manierlicherem Auftreten zu bewegen. Wenigstens machten die Bemerkungen des worden. Wie schon gesagt, würde dieser Schritt vom Hofe nur aus Grafen Posadowsky, der ja naturgemäß durch den lauten Beifall der eigner Entschließung in dynastischem Interesse gethan werden können, Socialdemokratie belohnt worden ist, in einer der letzten Reichs- Voraussetzung haben. Es wird versichert, daß sich der Hof dieses vor allen Dingen würde er das Einverständnis des Kronprinzen zur tagssigungen, diesen Eindruck. Der Herr Staatssekretär nahm Einverständnisses bereits vergewissert habe, und die Regierung vor der konservativen Verwahrung gegen die Legalisierung des Rickertschen Dunkelkammern- Antrages in Schuß, indem er bemerkte, die Regierung wolle das Wahlrecht zu einem wirklich geheimen machen", sie führe damit lediglich Sinn und Geist des allgemeinen Wahlrechts aus, fie erfülle einfach eine sitt liche und ethische Pflicht." * Deutfches Reich. Centrumsnot. " " Die, Germania" müht sich im breiten Wortschwall der ihr aus dem Charakter des Kronprinzen wird man faum Motive abeignen Wahrheitswidrigkeit, ihren Ballestrem gegen unsre Anleiten können, die einen solchen Ausgang zweifelhaft erscheinen ließen. hältnisse teinen allzu heftigen Widerstand entgegengesezt hat. Man darf annehmen, daß der Kronprinz dem Druck der Verflagen zu schützen. Um den offenbaren Gerechtigkeitsbruch des Herrn Sollte wirklich dem ungetrübten Glanz der königlichen Majestät zu v. Ballestrem gegenüber v. Vollmar zu beschönigen, wiederholt das Centrumsblatt nochmals die alten Verlogenheiten des Zoll- Welch schwere Vorwürfe liegen in diesen Worten gegen das werden, so tomme als Nachfolger des Königs der jetzt zehn Jahre liebe die Thronfolgefrage in dem angedeuteten Sinne erledigt Kampfes. Dann erklärt die„ Germania", wir hätten ganz nach Art bisherige Verhalten der Reichsleitung. Weshalb hat Graf der Verleumder" auf ihre Fragen nur vage ausweichende Redensarten" gemacht; das sagt die ehrliche„ Germania" in demselben Caprivi, weshalb hat Hohenlohe diese„ sittliche und ethische alte, älteste Sohn des Kronprinzen in Betracht; bis zu seiner Pflicht" vernachläffigt? Weshalb hat die Regierung bisher unter Regentschaft führen. Aktuell wird die Frage erst werden, unter- Regierungsmündigkeit würde Prinz Johann Georg die Augenblick, da sie selbst die Ausführungen der ihr so nahe stehenden Kölnischen Volkszeitung" über die Unmöglichkeit, das Verhalten des lassen lediglich Sinn und Geist" des Wahlrechts auszuführen? Man darf nur diese Fragen stellen, um das für die Staatsraison lichkeit, selbst wenn schon Vereinbarungen getroffen sein sollten, kaum wenn der Thron einmal erledigt ist; bis dahin wird die DeffentGrafen Ballestrem anders als aus ganz besonderen überaus Bedenkliche der Worte des Grafen von Posadowsky zu etwas Authentisches erfahren. Immerhin spricht mehr als die bloße Gründen zu begreifen, ihren Lesern feige unterschlägt. Die„ Germania" meint sodann mit dem den Gipfel der Komik ersteigenden Blödsinn, sie habe uns das freie Wort zur geheimnisses ist freilich durchaus berechtigt und folgt notwendig aus Der Vorwurf gegen die bisher geduldete Unsicherheit des Wahl- Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Dinge den angedeuteten Lauf nehmen journalistischen Redefreiheit eröffnet" und verlange itun zum zweitenmale„ den öffentlichen Belveis" für unsre Be- den Darlegungen des Grafen Posadowsky. Entrüstet trumpft im übrigen die Konservatie Korrespondenz" Hauptungen. Dieses dumme verlogene Geschwätz des Centrums- auf: Bülow sei doch kein Schüler Bismarcks. Wenige Wochen nach blattes scheitert an den klaren Thatsachen. Es ist nicht unsre Auf- der Zollbeute! gabe, das zu sagen, dessen Aussprache durch den Grafen Ballestrem und mit Centrumshilfe im Reichstag verhindert wird. Die„ Germania" weiß, daß ihre geheuchelte Neugier voll befriedigt worden wäre, wenn nicht die Redefreiheit des Parlaments schmählich unterdrückt worden wäre. " Warum weigert sich denn die Germania" hartnäckig, für die Erörterung der Krupp- Frage im Reichstage einzutreten? Warum hat denn das Centrum diese vor kurzem noch sehnsuchtsvoll erwartete und angeblich glänzendste Gelegenheit zur Aufdeckung der socialdemokratischen Verleumdungssucht nun gänzlich ungenützt vorübergehen lassen? Nur wer gewaltsam die Augen schließt, vermag sich bei der harmlosen Erklärung der Ballestremschen Ausschaltung der Kruppfrage durch die konservativen und klerikalen Blätter zu beruhigen. Wir empfehlen der„ Germania" die Meinung, die heute die ,, National 3eitung" ausspricht: Es ist sehr schwer, zu glauben, daß der Präsident des Reichstags den Inhalt von Reden, die jeder Zeitungsleser im Gedächtnis hatte, übersehen" haben sollte, in einem Augenblicke, auf den er durch die socialdemokratischen Ankündigungen vorbereitet sein mußte. Auch der Nachdruck, womit Graf Ballestrem allen Vorstellungen des Abg. v. Bollmar gegenüber dabei blieb, daß er die fraglichen Reden des Kaisers nicht werde erörtern lassen, spricht gegen ein lebersehen". erkennen." werden." Ausland. Entscheidungskämpfe in Marokko werden wieder einmal angekündigt. Aus Tanger wird vom Sonntag gemeldet: Die Kölnische Zeitung" erklärte, wie wir schon erwähnt haben, mit Bezug auf die Mitteilungen des Genoffen Bebel in seiner legten Ernste Nachrichten find hier aus Fez eingegangen. Der Statsrede, daß auf dem Grusonwerk in Magdeburg 2 Arbeiter, von Prätendent ist offenbar entschlossen, die Offensive denen der eine 20, der andre 16 Jahre auf demselben gearbeitet, aber zu ergreifen und rückt an der Spitze einer beträchtlichen Truppensich weigerten, die bekannte Loyalitätsadresse zu unterzeichnen, des- macht vor, deren Zahl man nicht schätzen kann. Nach einem vom halb gemaßregelt worden seien, für falsch.„ Bebel sei wieder völlig 21. b. M. datierten Brief erreichte die Vorhut einen Ort, der 25 bis unzutreffend unterrichtet worden." 30 Meilen von Fez entfernt liegt; zu einem Gefecht kam es nicht, Darauf erklärt unser Magdeburger Parteiorgan" Bolts- aber ein Zusammenstoß ist nur eine Frage von Stunden; man st i mme", daß der Genosse Bebel nur die Wahrheit im erwartet, daß es eine Entscheidungsschlacht sein werde. Sollte es Reichstag mitgeteilt habe. Die Voltsstimme" bezeichnet die Darstellung der Kölnischen Zeitung" als bewußte Lüge dem Prätendenten glücken, die Hauptmacht der am Sebuflusse und fordert sie auf, die Beleidigungsklage zu erheben, damit sie postierten Truppen zu schlagen, so würde Fez unvermeidlich in feine die„ Volksstimme"- die Wahrheit ihrer Angaben beweisen könne. Hände fallen. Auf die Behauptung der Köln. 3tg.", die beiden gemaßregelten Arbeiter Kuhner und Andre jeien aus der Arbeit entlassen worden, weil sie für die„ Volksstimme" Berichte geliefert hätten, erklärt die Volksstimme", daß sie nie eine Zeile von den genannten Arbeitern erhalten habe. " Es ist auffallend, daß diese angebliche Berichtigung der Angaben Bebels die„ Köln. 3tg." bringt und nicht die dem Grusonwert viel näher liegende„ Magdeburgische Zeitung" oder weigerte sich vielleicht die letztere, die ihr zugesandte unwahrheit abzudruden? Frankreich. Die Polizei der Republik. Der Polizeigewaltige von Paris, Herr Lepine, hat sich dieser Tage wiederum durch eine Reihe Maßnahmen bemerkbar gemacht, die mit dem Geifte einer Republik durchaus unvereinbar sind. Nicht allein, daß er in brutaler Weise einige harmlose Manifestationen der Studenten unterdrückte, hat er auch die Jung- Türken, welche Frankreich zu ihrem Eril erwählt haben, durch allerhand Kleinliche Schikanen verfolgt. Dieser Tage wurde auf dem türkischen Kirchhof zu Paris der Schwager des Die Sicherung des Wahlgeheimnisses ist den Konservativen über- Sultans beerdigt. Die Polizei des Herrn Lepine untersagte alle in aus peinlich. Die parteiamtliche Korrespondenz schreckt vor feinem Türkisch gehaltenen Reden und ließ nur ein furzes in türkischer Unfinn zurück, um die Reform zu bekämpfen, ohne doch den einzigen Sprache gesprochenes Gebet zu. Der bekannte Jung- Türke Ahmed wahren Grund ihres Widerwillens angeben zu müssen, daß man Riza sprach hierauf in franzöfifcher Sprache, als er aber das Wort auch künftig nicht auf den bisherigen Wahlterrorismus, der das Tyrannei aussprach, wurde ihm vom anwesenden PolizeiGeheimnis aufhob, verzichten wolle. In dieser Not ist die„ Konser tommiffar das Weiterreden untersagt. Die Anwesenden vative Korrespondenz" auf einen verflucht gescheiten Gedanten ge- stießen die Rufe aus:" Hoch die Freiheit, nieder mit der Tyranneil", fommen: man soll doch wenigstens den Isolierraum fakultativ was die anwesenden Polizeimannschaften veranlaßte, die Teilnehmer einführen: in brutaler Weise aus dem Friedhof zu drängen. Graf Boni de Castellane, dessen Mandat von der Mehrheit der Deputiertenkammer für ungültig erklärt worden war, wurde bei der gestrigen Neuwahl in Castellane mit einer Mehrheit von über Gegenkandidat war André 100 Stimmen wiedergewählt. Siegfried, der Sohn des früheren Handelsministers. Die ,, Münchener Post" führt, ganz in Uebereinstimmung mit den von uns ausgesprochenen Anschauungen, zur Ballestrem- rise folgendes aus: „ Die Münchener Post" war und ist über den Fall Krupp ausgezeichnet unterrichtet. Sie hat diesbezügliche Veröffentlichungen gebracht, die in Berlin an gewisser Stelle Entsetzen erregten. Vollmar ist der Abgeordnete von München II. Die Münchener Post" hat angedeutet, daß ein Reichstags- Abgeordneter Das bedeutet eine starke Belästigung der Wähler und eine Wie hinreichend informiert sei. Daß Vollmar dieser Informierte Erschwerung des Wahlgeschäftes für den Wahlvorstand. fein tönnte, hat man sogar in Berlin begriffen, und da kommen die Wähler dazu, daß sie gezwungen werden sollen, es im Reichstage fein Geheimnis war, daß Vollmar die geheimnisvolle Dunkelkammer zu betreten, auch wenn sie der erste socialdemokratische Redner zum Etat sein werde, kam es ihr Wahlgeheimnis ohne solche Stinkerlitzchen" schon für gesichert eben zu der Abmachung gewisser Kreise mit dem hoftreuen Balle- halten?" strem, Vollmar nicht über den Fall Krupp reden zu lassen. Daß Das wäre allerdings eine prächtige Reform, wenn man es den Ballestrem, als Vollmar nach der ihm nicht gerade unerwartet Wählern frei" stellte, ob sie den Isolierraum benutzen wollen oder Neber den Panamakanal- Vertrag wird noch gemeldet: gekommenen Hinderung über den Fall zu reden, ihn auch nicht nicht. Dann könnten die Hilfsherren in noch einfacherer Weise als Außer den bereits bekannten Einzelheiten fetzt der Panamaüber die Kaiserreden sprechen lassen wollte, trotzdem Vollmar die bisher dadurch die Wahlkontrolle ausüben: Es darf eben niemand bündige Versicherung abgab, die Struppfache nicht mehr anzutippen, den Isolierraum benutzen, wenn er sich nicht verdächtig machen will. vertrag fest, daß das Gebiet im anal neutral fein soll, ging über die Abmachung hinaus. Herr v. Ballestrem hatte sich Diese hilflose Polemit gegen die Sicherung des Wahlgeheim- und daß die Vereinigten Staaten eine Neutralität so in die Lakaienrolle eingelebt..." nisses ist im Grunde außerordentlich einfältig; denn sie beweist besser sowie die Oberhoheit Kolumbiens garantieren. als irgend welche Wahlakten die Notwendigkeit der Reform, indem Es wird in Washington eine gemeinsame amerikanische durch diesen Widerspruch verraten wird, daß der bisher geübte to lumbische Kommission eingesetzt werden, um Befonservative Wahlzwang und Wahlbetrug noch schlimmer gewesen stimmungen betreffend eine Gesundheitspolizei einzuführen sein muß, als man ohnehin wußte.Die Vereinigten Staaten weisen Den Monarchen im Stich gelassen haben die konserbatiben nach der Kreuz- Zeitung". Schmerzerfüllt flagt sie: " Obwohl der Abgeordnete Bebel in gewohnter Weise das etwa Butreffende seiner Aeußerungen bis zur völligen Verzerrung übertrieb so tönnte man ihm das alles, als Belieben des Einzelnen zwar herkömmlicherweise einen weiten Der Arbeiterprotest in Essen. und aufrecht zu erhalten. Amerika. jede Absicht zurück, die dahin zielt, der Oberhoheit Kolumbiens Eintrag zu thun oder ihr Gebiet auf Kosten Kolumbiens oder andrer Staaten von Süd- und Central- Amerika zu vergrößern; im in seinem Munde nicht neu, hingehen lassen, wenn es ihm Nirgends hat die Krupp- Heze der Unternehmerpreffe fo gewütet Gegenteil, die Vereinigten Staaten erklären, daß fie zur Stärkung nicht gelungen wäre, etwas weit Schlimmeres zu erreichen, wie im Reiche Krupps selbst in Essen. Und das Ergebnis des obengenannter Republiken beitragen sowie dieselben in der Entd. H. die Person Sr. Maj. des Kaisers in bisher ungekannter Scharfmacherlärms meldet uns das folgende Privattelegramm: wicklung und Aufrechterhaltung ihrer Wohlfahrt und Unabhängigkeit Weise zum Mittelpunkte von Erörterungen zu machen, die dem In Essen, Altendorf und Borbeck fanden Sonntag und Sonn- unterstützen wollen. Kolumbien gesteht zu, daß es teiner Macht innerhalb bestimmter Grenzen dieses Ge= Spielraum gestatten, unter keinen Umständen aber den Zweck abend Riefenversammlungen statt. Alle Lokale wurden wegen Ueber- bietes Teile zu Kohlenhäfen weder abtreten haben dürfen, durch zielbewußte Herabwürdigung der Monarchie füllung polizeilich geschlossen. Tausende Personen mußten umkehren, noch pachtweise überlassen, oder daß es überhaupt revolutionären Erregungsstoff zu schaffen, wie es hier geschehen. der Windthorst- Bund und die Nationalliberalen hatten eine Sprengung etwas thun werde, was dem Bau, der Sicherheit oder dem freien Zwar kann man nicht sagen, daß die Socialdemokraten dies- organisiert, aber nur erreicht, daß die Versammlung in Altendorf Gebrauch des Kanals Eintrag thun tönnte. Die Vereinigten mal den Anstoß zu der Herunterziehung des Kaisers in den Kampf nachts 12 Uhr aufgelöst wurde; die Polizei war sehr stark vertreten. Staaten werden Kolumbien materielle Hilfe der Parteien gegeben hätten. Das Beispiel ist von andrer Seite Sonst kein Zwischenfall. In Essen und Borbeck wurde gegen eine Leisten, um zu verhindern, daß dieses Gebiet besetzt werde. gegeben worden, und zwar durch Besprechung des Swinemünder Stimme eine Resolution angenommen, daß man niemals das Tisch- Panama und Colon find zu Freihäfen erklärt worden für Telegramme. Der Unparteilichkeit halber wollen wir das nicht tuch zerschneiben werde. Kauffahrteischiffe, die bestimmt sind, den Kanal zu durchfahren. Der bergessen. Darum ist es aber nicht minder gewiß, daß die Umstura tuch zerschneiben werde. In der Socialdemokratie sei die einzige Kanal wird dem Handel 14 Jahre nach Austausch der Ratifikationen Beus referierte überall unter geöffnet werden. partei sich die Gelegenheit auch dann nicht würde entgehen haben wirkliche Arbeiterpartei zu erblicken. laffen, wenn sie allein auf dem Plage geblieben wäre. Ausdrüdlich ungeheuerem Beifall über Krupp, die Kaiserreden und die Socialerklärt sie es ja für ihr gutes Necht, sich mit dem Kaiser wegen seiner demokratie. Breslauer Rede vor der ganzen Welt vom Standpunkt des Die Wahl in Danzig. Das amtliche Resultat der Reichstags= ,, a corsaire, corsaire et demi"( auf einen Schelmen anderthalben) auseinanderzusetzen- ganz als ob er ihresgleichen wäre, und Stichwahl in Danzig giebt folgende Ziffern. Abgegeben wurden zwischen dem Monarchen und feinen Unterthanen feinerlei Unter- 16 844 Stimmen, davon erhielten Bankdirektor Mommsen( frs. Vg.) schied mehr bestünde. Mit studierter Mißachtung wurde seine 10 472 und Bartel( Soc.) 6372 Stimmen. kaiserliche und königliche Hoheit der Kronprinz kurzweg als Venezuela. San Carlos nicht zerstört! Das amtliche Telegramm des Oberstkommandierenden unsrer Blockade- Flotte, des Kommodore, Scheder, meldete bekanntlich, daß er das Fort San Carlos bombardiert und zerstört" " = ihm die steigende Entrüstung der amerikanischen Regierung| Ueber eine Petition des Bezirksvereins Gesund. nicht entgehen dürfe.„ Daily Graphic" dagegen nennt das brunnen um Nichtveräußerung der Schönholzrr Heide zu Baudeutsche Vorgehen einen außerordentlich bedauerns zwecken wird debattelos zur Tagesordnung übergegangen. werten Akt" und spricht die Hoffnung aus, daß die Berliner Es folgt der Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung. Die Regierung den Feuereifer der deutschen Matrofen in venezolani- Beratung beginnt mit den Einnahmen. schen Gewässern Zügel anlegen werde. Wäre so meint Abg. Ring( f.) England in dieser Frage allein vorgegangen, so würde sie sicher I ängst erledigt sein, statt dessen daure die Blockade nun seit mehr denn sieben Wochen an und ein Ende könne noch nicht abgesehen werden. das Blatt weiter richtet an den Minister die Anfrage, welche Maßnahmen er zu er greifen gedenke zur Einführung einer obligatorischen SchlachtviehVersicherung. Diese Forderung werde von der Majorität des Hauses unterstützt. Sämtliche landwirtschaftliche Korporationen stehen auf dem Boden einer solchen Versicherung. habe. Der deutsche Kommodore hat durch diesen Bassus seiner übrigens verspäteten Mitteilung keine Thatsache, sondern eine Hoffnung gemeldet. Wie nämlich von den verschiedensten Seiten übereinstimmend berichtet wird, ist das Fort San Carlos durch das Bombardement der deutschen Flotte nicht zerstört worden. Es hat zwar schwere Beschädigungen erlitten, ist aber nicht zum Schweigen gebracht worden. Das Fort trotzt noch immer den deutschen Angriffen trotz eines fünftägigen Bombardements der deutschen Flotte. Reuters Bureau" meldet aus Maracaibo: Das Bombardement von San Carlos wurde Die Beurteilung in Amerika ist begreiflicherweise eine noch fuspendiert. Die„ Vineta" und„ Gazelle" gingen nach viel erbittertere. Der New Yorker Berichterstatter der Curaçao, der Panther" blieb zur Aufrecht„ Times" schreibt, bei aller Neigung, die Thatsachen maßvoll erhaltung der Blodade zurü d. Er verbleibt ungefähr zu schildern, müsse doch zugegeben werden, daß die Stimmung in Die von mir in dieser Angelegenheit befragten landwirtschafteine Seemeile vor der Barre. Am Donnerstag versuchte er zweimal, den Kanal vor dem Fort zu passieren, gab es aber Nordamerika gegen Deutschland bis zur Gefährlichkeit gereizt sei; lichen Autoritäten haben sich zu der Ueberzeugung bekannt, daß eine auf. Das Dorf San Carlos ist total nieder selbst wenn die venezolanischen Wirren heute oder morgen ein Ende einseitige Einführung der Schlachtvieh- Versicherung durch Preußen gebrannt, auf dem Fort weht noch die venezo- erreichen würden, würden sich doch früher oder später die erheblichen Schwierigkeiten begegnen würde. Ich kann das nur bestätigen. Das Reich muß die grundlegenden Principien aufstellen; Tanische Flagge, seine Besagung von 239 Mann ernsthaften Folgen einstellen. Die Teitenden Blätter die Ausführungsbestimmungen bleiben dann den einzelnen Bundeshält noch aus, da die Mauern, welche niedrig und im ganzen Lande betonen nachdrücklich die Notwendigkeit der staaten überlassen. Ich bejahe die Notwendigkeit einer solchen Vernahe dem Wasserspiegel liegen, in gutem Zustande verbleiben; mur er stärkung der amerikanischen Flotte, damit ein sicherung für die Landwirtschaft, verneine aber, daß Preußen allein die nach der See zu liegenden sind beschädigt; die deutschen Krieg mit Deutschland sie nicht unvorbereitet treffe. Schiffe blieben unbeschädigt. Aus New York wird telegraphiert: Das Bombardement hörte seit Freitag" rachmittag auf. Trotz der größeren Tragweite der deutschen das Das ist der Erfolg des deutschen Liebeswerbens um Amerikas Gunst, vorgehen kann. Landwirtschaftsminister v. Podbielski: die„ Sheinisch- Westfälische Zeitung folgender- etwas erreichen. wenn Preußen als größter Bundesstaat sich entGeschütze konnten diese das Fort nicht zum Schweigen bringen. Die Venezolaner hatten in der Besorgnis, daß die Deutschen zu maßen charakterisiert: Ianden und das Fort zu erstürmen versuchen würden, Schnellfeuergeschüze montiert, welche alle Zugänge beherrschten. Es scheint danach, als ob Kommodore Scheder es aufgegeben. habe, das Fort zum Schweigen zu bringen und die Forcierung des Einfahrtskanals zu der Lagune von Maracaibo zu erzwingen. Wenigstens wollen wir hoffen, daß der deutsche Kommandierende keinen Versuch macht, durch eine andung das Fort zu nehmen. Amerika, dessen Stimmung schon durch das Bombardement aufs höchste erregt ist, hat ja wiederholt erklärt, daß es triegerische Landoperationen nicht dulden werde. Nach einer Meldung des„ New York Herald" sollen allerdings die Deutschen das Fort erstürmt und in die Luft gesprengt haben. Die Umstände lassen jedoch die Richtigkeit dieser Meldung als sehr fragwürdig erscheinen. Interessant ist die Bemerkung eines marine- offiziös bedienten Berliner Drgans, daß diese Meldung dem bekannten Deutschenhasse" des New Yorker Blattes entsprungen sein dürfte. Man hält also auch in diesen Kreisen eine Landung und Erstürmung des Forts für einen Aft, der geeignet fei, den Deutschenhaß der Amerikaner zu entfachen. " Die Schuld für den Zusammenstoß wurde in dem Telegramm des Kommodore Scheder bekanntlich dem Kommandanten von San Carlos zugeschrieben, der zuerst gefeuert habe. Unfre Auffassung, daß der venezolanische Kommandant in folge des Vorgehens des„ Panther" gar nicht umhin gekonnt habe, das Feuer zu eröffnen, wird von der Frankfurter Zeitung" durchaus geteilt. Das Blatt schreibt: " Landwirtschaftsminister v. Podbielski: Abg. Frhr. v. Wangenheim( f.): Auf dem Gebiete der Schlachtvieh- Versicherung können wir nur schließt vorzugehen.( Sehr richtig! rechts.) Das Reich schiebt die Sache auf Preußen, und Preußen wieder aufs Reich. Redner führt " Der deutsche Kaiser telegraphiert Roosevelt und über die hohen Fleischbeschau- Gebühren Klage und weist auf eine andre Großen jenseits des Waffers in englischer Sprache an Betition aus Hamburg hin, in der sich die dortigen Schlächter über ( wofür der Präsident kurz in englischer Sprache dankt 1), fendet eine Statue eines berühmten Potentaten zu häufige Untersuchungen betchweren. nach Washington( die an ganz verstedter Stelle unter Protest und Schimpfen aufgestellt wird!), ja noch mehr, fendet seinen eignen Bruder dorthin( der bar numistisch herumgeführt wird), läßt Roosevelts Tochter seine Sporthacht taufen,( während diese Miß Alice bei ihrem Besuch in London die Berliner Residenz schneidet!), be= schenkt die amerikanischen Museen( während amerikaEs ist durchaus nicht unmöglich, daß Preußen selbständig eine nische Milliardäre nur ihr Land bedenken), schmeichelt die Schlachtvieh- Versicherung einführt. In Sachsen besteht eine solche amerikanischen Journalisten( denen der deutsche Bot- Versicherung schon seit Jahren.( Sehr richtig! rechts.) schafter den Zutritt zu den Brinz Heinrich- Festen aus preußischer Bureaukratie verbietet), sendet an des Präsidenten Familie Geschenke( worüber erst Iange diskutiert Der deutsche Landwirtschaftsrat ist zweimal direkt für die wird, da Roosevelt aus Verfassungsrücksichten nicht Geschenke reichsgefeßliche Regelung der Schlachtvieh- Versicherung einannehmen kann) getreten. Diese Beschlüsse sind unter Mitwirkung auch von Mitgliedern der Parlamente gefaßt worden. Kurz, Amerika wird vom deutschen Kaiser in freigiebigster Weise mit Liebenswürdigkeiten überschüttet, ohne daß es sich irgendwie revanchiert." Der Stand der Verhandlungen. Ich verurteile es selbstverständlich, wenn Hamburg durch ganz unnötige Untersuchungen den Preis des Fleisches verteuert. Ich werde über diesen Fall durch das Auswärtige Amt Erkundigungen einziehen lassen. Abg. Graf Praschma( C.): Landwirtschaftsminister v. Podbielski: Abg. Ring( f.) spricht sich für eine Schlachtvieh- Versicherung von seiten Preußens aus. Seine Partei lehne jede Verantwortung ab für die Zustände, die auf dem platten Lande durch die Einführung der Fleischbeschau entstehen würden ohne die Schlachtvieh- Versicherung. Die Einnahmen werden bewilligt. Es folgen die Ausgaben. Abg. Ring( f.) Zwischen dem Bevollmächtigten Venezuelas Bowen und den Bertretern Englands, Deutschlands und Italiens sind hier schrift liche Erklärungen wegen Aufhebung der Blockade sofortige Aufhebung der Blockade zugesagt, sobald zwischen ihnen ausgetauscht worden. Danach haben die drei Vertreter die und Bowen Abkommen mit den von den Mächten aufgestellten Bedingungen abgeschlossen sind. Diese Bedingungen betreffen namentlich bemängelt das Notierungswesen an den öffentlichen Schlachthöfen. die von Venezuela zu leistenden Garantien. " Die nun endlich in Berlin eingetroffene amtliche Meldung Venezuela hat einen Teil der Zolleinkünfte von des Chefs des deutschen Geschwaders in den Gewässern von 2a Guayra und Puerto Cabello angeboten. Venezuela, des Kommodore Scheder, über die Beschießung des Mr. Bowen erklärte, guten Grund zu der Annahme zu haben, Forts San Carlos bei Maracaibo ist sehr dürftig und läßt die Kontroverse zwischen den alliierten Mächten und Venezuela vor allem unanfgeklärt, zu welchem Zwecke der werde baldigst eine befriedigende Lösung finden, nach " Panther" die Maracaibo- Barre passiert hat. Wollte er in die dem die gestrigen Konferenzen einen ganzen Tag lang gedauert Lagune von Maracaibo blos eindringen, um das dort liegende haben. " venezolanische Kanonenboot Miranda" wegzunehmen, Der„ New York Herald", welcher heute durch den früheren so kann man dieses Manöver nur als überflüssig bezeichnen, venezolanischen Finanzminister ein denn der Lagune eingeschlossene Miranda" Ivar deutsches Panama" Landwirtschaftsminister v. Podbielski: Abg. Ning hat als Vertreter der landwirtschaftlichen Interessen vollständig recht, wenn er fagt, daß die jetzigen Rotierungen an den Viehmärkten nicht den berechtigten Anforderungen entsprechen. Ich gebe zu, daß es falsch ist, wenn der Handel lediglich auf der Schäßung beruht, wie viel Fleisch in dem Stück vorhanden ist. Aber auch der Handel nach Lebendgewicht führt vielfach zu einem falschen Resultat, da oft als Fleisch verkauft wird, was in Wirklichkeit Knochen sind. Ich hoffe, daß man immermehr dazu übergeht, nach Lebendgewicht mit einem bestimmten Abzug für Knochen 2c. zu handeln. dort ebenso unschädlich, als wenn sie mit Beschlag belegt aufdecken läßt, das 1896 unter der Aegide der Diskonto= worden wäre. Hat der Kommandant des" Panther" den Befehls- gesellschaft, sowie unter Mitwirkung des damaligen Präsidenten Abg. Reinicke- Mansfeld( f.) verbreitet sich über die Versuche der haber des den Kaual beherrschenden Forts San Carlos von seiner Crespo insceniert worden sei, bezeichnet Bowens Erklärung als den Hallenser Landwirtschaftskammer bezüglich der Ergiebigkeit der verAbsicht, durch denselben zu fahren, vorher ver- Eintritt des friedlichen Wendepunktes der hochschiedenen Weizenforten zum Backen. Redner kommt zu dem Erständigt? Schwerlich! Andernfalls braucht man sich gespannten Situation. Der venezolanische Generalkonsul gebnis, daß die inländischen Sorten wertvoller und geeigneter hierzu nicht darüber zu wundern, daß die Venezolaner S'Esteves erklärt alle deutschen Aussprüche für betrügerische und be- feien als die ausländischen. Amerikanische Scherze". Partei- Nachrichten. den Versuch, die Durchfahrt durch den Kanal zu mertte:" Shylock wäre nicht bloß ein bekannter Shakespearischer Hierauf wird die Weiterberatung auf Mittwoch 11 Uhr vertagt. forcieren, als einen feindlichen Att ansehen und Charakter, sondern auch in Berlin anzutreffen. Die ganze Aftion Schluß 4 Uhr. denselben zu verhindern suchten. Aus der Mitteilung des Deutschlands bezwecke nur Landerwerb." Kommodore Scheder geht hervor, daß der Befehlshaber des Forts, ehe er schießen ließ, den" Panther" vorher nicht gewarnt hat, indessen flingt es etwas sonderbar, wenn der deutsche Nach einer Meldung, die auch wir in unsrer Sonntagsnummer Geschwaderchef bemerkt, daß der„ Panther" vom Fort San Carlos veröffentlichten, ist wegen der Vorkommnisse in Venezuela der unerwartet" angegriffen worden sei. Wenn der„ Panther" Sohn des deutschen Kriegsministers v. Goẞler in die Durchfahrt zu forcieren versuchte, d. h. einen feindlichen Aft fultiert worden. Nach der Versicherung des„ Tag" handelte beging, mußte er wohl auch auf eine feindliche Gegenwehr gefaßt es sich dabei nur um eine äußerst harmlose Angelegenheit". sein. Die Venezolaner haben ja auch bei Puerto Cabello ge- Der Tag" berichtet darüber des näheren: schossen, als die Engländer und Deutschen die dortigen Forts bombardierten. Die Beschießung und Zerstörung des Forts von San Carlos könnte Itur dann gerechtfertigt werden, wenn der„ Panther" ohne Grund vom Fort beschossen worden, der Angriff also in Wirklichkeit von den VenezoTanern ausgegangen ist. Dieser Punkt ist aber noch nicht aufgellärt. Es hat fast den Anschein, als ob dem Thaten Burst des Militärs ein viel zu weiter Spielraum gelassen worden ist, während es doch durchaus notwendig ist, die militärischen Aktionen in Einklang mit der politischen Lage zu bringen. Daß das Vorgehen des" Panther" zeitlich zusammenfiel mit dem Beginn der diplomatischen Verhandlungen, ist bekanntlich in den Vereinigten Staaten dahin ausgelegt worden, daß man von deutscher Seite ein Scheitern dieser Verhandlungen herbeiführen wolle. So unsinnig auch diese Annahme sein mag, so sollte man doch auf unsrer Seite selbst den Schein vermeiden, als ob wir etwas Besondres leisten oder müßten. Warum giebt denn das Verhalten der englischen und italienischen Blockadeschiffe keinen Anlaß zu solchen Hetzereien, wie sie gegen Deutschland gerichtet werden? Unfre Auffassung von dem Vorgang wird ferner bestätigt durch eine Meldung der„ Daily Mail" aus Willemstad: " Der Panther", der vor dem Fort San Carlos unsicher verantert lag, ging näher an die Castello Batterie heran, welche einen Schuß als Warnung abfeuerte. Da der " Banther" ihn nicht beachtete, feuerte das Castello abermals. Hierauf eröffnete der Panther" das Feuer, welches eine halbe Stunde dauerte, wonach er sich zurückzog. Die neue Broschüre: Der Umsturz im Reichstage hat es Herrn Eugen Richter angethan. Er schimpft in der" Freisinnigen Beitung" auf diese Schrift, die angeblich seine Lügen in der SonderAusgabe der Freifinnigen Zeitung" und im neuen ABC- Buch zu berichtigen bestimmt sei. Herr Eugen Richter überschätzt sich und Nach Mitteilung des Herrn v. Goßler handelt es feine litterarischen Produkte im selben Maße, als diese an Wert und sich bei der Affaire, deren Gegenstand er war, um einen Scher 3. Bedeutung finten. Die Broschüre hatte keinen andren 3wed als Der deutsche Generalkonsul Bünz ist gleicher den: in den Kreisen der Bevölkerung, in denen unsre ParteiMeinung. Es war eine Art, Fuchsprellen", die bei der presse nicht genügend verbreitet ift. die brutale VerFestlichkeit vorgenommen wurde. v. Goßler war zum ersten gewaltigungs- und Bollraubs- Politik der Mehrheitsparteien wahrmal in dem Verein. Die Geschichte wurde von seinem heitsgemäß darzustellen; daß dabei die Schlepperdienste, eignen Bartner, einem Stod- Amerikaner, angeregt. welche Eugen der Reaktion und Zollwuchermehrheit geleistet, auch Goßler fam spät, alles war bereits in bergnügter ihre Würdigung finden mußten, liegt auf der Hand. Um aber den Stimmung, er trug, weil er später auf einen Ball gehen wählern auch eine Kontrolle ihrer Abgeordneten zu ermöglichen, wollte, als einziger unter den Erschienenen Frack und Chapeau. wurde über die wichtigsten namentlichen Abstimmungen( Antrag Es wurde eine Olive nach seinem Hut geworfen, auch Aichbichler, Gröber, Kardorff usw.) eine nach Ländern und Provinzen mit andren wurden Scherze getrieben, darunter geordnete Zusammenstellung angehängt, die in den Händen der vielen Deutschen, wobei Down with the Dutchmen" Wähler wie eine Proffriptionsliste der Zollräuber wirken wird. Der ( Nieder mit den Deutschen") gerufen wurde. billige Preis bei Massenbezug wird die weiteste Verbreitung ermög Dieser harmlose Spaß wird nun von dem„ New Yorker lichen unfren Gegnern zum Schreck! Journal" aufgebauscht. Nur gut, daß diese liebenswürdigen Spaßvögel keine Haitianer Venezolaner waren! Abgeordnetenbaus. 7. Sigung. Montag, 26. Januar. 11 Uhr. Am Ministertische: v. Podbielski. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Allerlei Polizeifuriofa. An den Vertrauensmann der socialdemokratischen Partei Herrn Otto in Jena. Andurch die ergebenste Mitteilung, daß ich die von Ihnen auf Sonntag, den 25. d. M., im hiesigen„ Ratskeller" anberaumte öffentliche Volksversammlung nicht erlaube. Ueber die nächsten Reichstagswahlen zu sprechen, ist ohnstreitig geschrieben find. Die zweite Beratung des Etats wird beim Etat der noch zu früh, da ist immer noch Zeit genug, wenn dieselben ausForstverwaltung" fortgesetzt. Zu den Einnahmen" ergreift das Wort " Abg. Gothein( frs. Vp.): Im Interesse der preußischen Staatsforsten ist es durchans erwünscht, daß die Holzeinfuhr wieder wächst. Dadurch werden unsre Forsten vorläufig geschont. Später werden Der ministerielle Standard" urteilt über die neueste Schieß- dann auch die Einnahmen aus den Staatsforsten wieder größer affaire: Das Urteil Englands und Amerikas. werden. Abg. Schmitz- Düsseldorf( C.): Rothenstein, Mit Hochachtung K. Seidler, Gemeindevorstand. Darum den 22. Januar 1903. Wir können dem Herrn Gemeindevorstand als Kenner der Sache versichern, daß es für uns niemals zu früh ist, über die Reichstagswahlen zu sprechen. Vorher war schon in dem gesegneten Rothenstein die gleiche Versammlung angemeldet worden, der Bezirksdirektor „ Die von Berlin kommenden Erklärungen bezüglich der BeJm vorigen Jahre waren als Einnahmen 45 Millionen in den telegraphierte jedoch an den Gemeindevorstand:" Bersammlung verSchießung des Forts San Carlos werden von den Amerikanern Etat eingesetzt worden. In Wirklichkeit sind aber 88 Millionen Mart bieten und der Gemeindevorstand verbot. Warum, das brauchte er als night stig haltig angesehen und besonders die Tötung eingenommen worden. In diesem Jahre hat man 81 Millionen ja nicht zu wissen und wußte es auch in der That nicht. einiger harmloser Civilisten regt die Bevölkerung im verfiel er bei der zweiten Versammlung auf die gemütliche Aushöchsten Grade auf. Hinzukommt, daß die Amerikaner im Ginnahmen eingesetzt. Ich hoffe, daß diese Zahl ebenso überschritten rede, daß ja noch lange Zeit sei, über die Geschichte zu reden. werden wird, wie im vorigen Jahre, damit das wenig freundliche jezigen Augenblide das Vorgehen der deutschen Regierung Geficht unfres Haushaltsetats wenigstens etwas freundlicher gestaltet des Herrn Bassermann hierzu follte in Neustadt a. D., auch Ueber die legten Beschlüsse des Reichstages und das Verhalten als eine direkte Beleidigung ansehen. Mr. Bowen weilt gegen wird. Vom Ministertisch ist angekündigt worden, daß die wärtig in Washington und die Eröffnung des Feuers auf das Einfuhr in nächster Zeit steigen wird, und daß dadurch die in Weimar, gesprochen werden. Die Versammlung wurde verSan Carlos Fort seitens dreier deutscher Kriegsschiffe ist angesichts der eingeleiteten Verhandlungen etwa dasselbe, als wenn im aktuellen Preise zurückgehen werden. Umsomehr muß die Regierung boten, weil bei den kommenden Handelsverträgen das Intereffe der Kriege absichtlich auf eine Parlamentärflagge geschossen wird." Daily Chronicle" sagt, daß die in Venezuela be- heimischen Forstwirtschaft wahren. Es wäre mir noch interessant folgten deutschen Methoden nicht gerade zur Verföhn Waldbesiges gethan hat.( Bravo! im Centrum.) zu hören, was der Landwirtschaftsminister zur Stärkung des privaten lichkeit neigen. Der Pfad zu einem baldigen und glücklichen Ausgang der gegenwärtigen Verhandlungen werde durch das Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Gamp, Vorster, Bombardement eines Forts, das Niederbrennen Lüders Gronau, Szmula, Red, sowie des Landeines Dorfes und die Kaperung eines wider- wirtschaftsministers v. Podbielski werden die Einstandslosen Schiffes alles andre denn ge- nahmen bewilligt. ebnet. Im Gegenteile, Präsident Castro werde in Es folgen die Ausgaben, die ohne wesentliche Debatte beseinem Widerstande nur abermals bestärkt werden, da willigt werden. " = „ der Einberufer und der in der Versammlung auftretende Redner socialdemokratische Agitatoren sind und daß der in der Versammlung zu behandelnde Gegenstand von solcher Beschaffenheit ist, daß dessen Behandlung durch einen focialdemokratischen Agitator eine dringende Gefahr für die öffentliche Ordnung in sich zu schließen geeignet ist." Wohlgemerkt, es handelte sich um eine Besprechung über die Behandlung des Zolltarifs im Reichstage, und das ist allerdings für die Brotwuchererordnung gefährlich. In Bischweiler im Elsaß erklärte der überwachende Beamte dem socialdemokratischen Redner in einer Versammlung, das Centrum = | Verfammlungen. dürfe er nicht kritisieren, da dieses im Reichstage die Mehrheit bilde. I genossenschaft. Unter denen, die einige Aufwendungen für Gastwirte gaben eine Anzahl Portionen Mittagessen sowie Bier und Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurde dann die Ver- diesen Bwed machten, sind aber wieder verschiedene mit so Wein, und mehrere Barbiere rasieren Streifende unentgeltlich. fammlung aufgelöst, weil der Redner die unbestreitbare Thatsache lächerlich geringen Summen, daß sie gar nicht ernsthaft in Die Verhandlungen zur Beilegung des Streiks sind im Gange, ein konstatierte, daß andre Länder ohne Monarchen auskommen. Frage kommen. So hat die Magdeburgische Baugewerks- Berufs- Resultat ist jedoch noch nicht erzielt worden. In Stockerau und genossenschaft mit 6017 Betrieben und 46 965 Arbeitern ganze Umgegend haben die Konfettionsschneider- Meister und Gehilfen Im Ramsch. In Rottbus wurden die drei Vorstands- 22,20 M. für Betriebsüberwachung ausgegeben, die Straßenbahn- gleichfalls die Arbeit niedergelegt. mitglieder des Voltsvereins mit je 15 M. Polizeistrafe belegt wegen Berufsgenossenschaft mit 403 Betrieben und 48 820 Angestellten Unterlassung der An- und Abmeldung von Mitgliedern. Sie 144,60., die Ostdeutsche Binnenschiffahrts Berufsgenossenschaft mußten vom Gericht freigesprochen werden, weil die Polizei nicht mit 8189 Betrieben und 21 410 Beschäftigten 362,10 M.; die höchste Sen geringsten Beweis für die Behauptungen des Strafbefehls absolute Aufwendung hat die Norddeutsche Holz- Berufsgenossenschaft bei erbringen konnte. Der Verband der Portefeuiller. Die Zahlstelle Berlin hielt am 28091 Betrieben und 209410 Versicherten mit 46942,98 M. Die GesamtBetriebe beträgt 696 225 M. Da insgesamt 483578 Betriebe vorhanden Jahresschluß 663. Die Abrechnung vom 4. Duartal weist eine Einausgabe aller gewerblichen Berufsgenossenschaften für leberwachung der Mittwoch ihre erste diesjährige Generalversammlung ab. Hennig erstattete den Thätigkeitsbericht. Der Mitgliederbestand betrug am waren, so entfällt auf einen Betrieb ungefähr 1,40 m. Daß damit feine wirksame leberwachung der Betriebe zu erzielen ist, bedarf Centralkasse) von 243,63 M., eine Ausgabe von 163,14 M. auf, so nahme für die Lokalkasse( nach Ablieferung der 80 Proz. an die keines weiteren Nachweises. mitglieder des Gewerkschaftskartells mit je 15 M. Geldstrafe belegt. Wegen des gleichen Verbrechens wurden die drei VorstandsSie wurden freigesprochen, weil das Gericht das Gewerkschaftskartell nicht als Verein ansehen konnte. Und endlich wurden wegen des gleichen Verbrechens die Vorstandsmitglieder des Gesangvereins" Liedeslust" mit je 15 M. polizeilicher Geldstrafe bedacht. In diesem Falle erkannte auch das Gericht auf dieselbe Strafe, weil es in dem Singen gewiffer Lieder wie„ Ein Sohn des Volkes" 2c. eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten fah. Was natürlich falsch ist. Aus Induftrie und Handel. Die Kohlenförderung der deutschen Zechen belief sich nach soeben veröffentlichter amtlicher Zusammenstellung im vorigen Jahr auf 107 437 681 Tonnen Steinkohlen( im Vorjahr 107 825 009), 43 304 586 Tonnen Braunkohlen( 44 505 025), 9 202 796 Tonnen Coats( 9 163 473) und 9 214 086 Tonnen Briquetts 2c.( 9 251 452). Die Kohleneinfuhr des Deutschen Reiches setzte sich im ganzen Jahre 1902 zusammen aus 6 425 658 Tonnen Steinkohlen( im Vorjahr 6 297 389), 7882 010 Tonnen Braunkohlen( 8 108 943), 362 488 Tonnen Coats( 400 197), 81 854 Tonnen Preß- und Torffohlen( 92 037). Die Kohlenausfuhr betrug im ganzen Jahre 1902 16 101 141 Tonnen Steinkohlen( im Vorjahr 15 266 267), 21 766 Tonnen Braunkohlen( 21 718), 2 182 383 Tonnen Coats( 2 096 931) und 697 799 Tonnen Preß- und Torfkohlen ( 529 765). Der größte Teil der Steinkohlenausfuhr des letzten Jahres ging nach Destreich- Ungarn, nämlich 4 604 498 Tonnen, dann folgen die Niederlande mit 4 540 956 Tonnen, Belgien mit 2 217 419 Tonnen, die Schweiz mit 1019 704 und Frankreich mit 980 867 Tonnen. Ackerbau- Ministeriums betrug die Ernte des letzten Jahres im VerGetreide- Erute in Destreich. Nach den Veröffentlichungen des gleich zu den Jahren 1898-1901: Weizen. Roggen Gerste Hafer Mais 1902 1901 1900 1899 1898 im Durch schnitte der Jahre 1892-1901 11,9 18,8 13,4 17,2 4,2 Millionen Meter- Centner 13,5 12,0 11,1 13,7 12,8 20,9 19,2 13,9 21,7 20,2 16,1 14,6 13,4 15,9 13,8 18,2 17,2 17,1 20,2 18,7 3,4 4,5 3,9 3,7 4,2 Die diesjährige Ernte war in den vier Haupt- Fruchtgattungen sehr günstig; sie war größer als der Ertrag des Vorjahres und auch durchweg größer als der fünfjährige Durchschnitt, nur die Maisernte hat einen außergewöhnlich niedrigen Ertrag geliefert, der weit hinter dem Durchschnitt zurückbleibt. Eine nicht empfehlenswerte Versicherungs- Gesellschaft. The Independent Order of Foresters( J. D. F.) ist eine angeblich auf dem Grundsatz der Brüderlichkeit beruhende Versicherungs- Gesellschaft, die in Kanada ihren Siz hat, aber in aller Welt Mitglieder für ihre Krankheits-, Alters- und Lebensversicherung zu werben fucht. Von dem Zeitpunkt an, wo sie in Dänemark ihren Einzug hielt, wurde sie vom Kopenhagener" Socialdemokraten" energisch bekämpft und diese fortgesetzten Angriffe führten dazu, daß sich vor einiger Zeit eine öffentliche Versammlung mit den Verhältnissen der 3. D.&. befaßte und ein Komitee von 6 Personen, davon 3 Mitglieder der J. D. F., einsetzte, das die Verhältnisse untersuchen sollte. Dieses Komitee ersuchte dann folgende 5 sachverständige Personen um ihr Urteil über das Geschäftsgebahren der Gesellschaft: die Universitätsprofessoren Dr. Thiele und Dr. Westergaard, Dr. phil. Gram, den Direktor der Staatsanstalt für Lebensversicherung, Bing, und den Direktor C. A. Iversen. Das Urteil fiel einstimmig zu Ungunsten der J. D. F. aus und daraufhin faßte das Komitee einstimmig folgende Resolution: " Die eingelaufenen Antworten haben gezeigt, daß Einstimmig keit darüber herrscht: 1. daß dem J. D. F. per 31. Dezember 1897 ca. 120 Millionen Stronen fehlten, um seinen Verpflichtungen den Mitgliedern gegenüber nachzukommen, wenn diese, so lange als ihnen ihre Policen das Recht dazu geben, in der Gesellschaft bleiben würden; 2. daß eine Versicherungs- Gesellschaft, die derart bafiert ist, nicht als gesund gelten kann; 3. daß es deshalb als verwerflich angesehen werden muß, für die Ausbreitung dieser Gesellschaft zu arbeiten. Aus diesen Gründen erklärt das Komitee, daß es niemanden empfehlen kann, dem J. O. F. beizutreten oder als Mitglied darin zu verbleiben." Die Neuwahlen Außerordentlich viel schlimmer ist es noch in der Landwirtschaft, daß ein leberschuß von 79,49 M. vorhanden ist. Die Berufsgenossenschaft für das Königreich Sachsen hat es erst vor 2. Hauptmann. 1. Raffierer Gaudes, 2. Baum, 1. Schriftführer hatten folgendes Ergebnis: 1. Bevollmächtigter Arno Schulz, furzer Zeit offiziell ausgesprochen, daß die Landwirte mit Leben und Strutschte, 2. Wolf, Beisiger Seeger, Hütter und Strecke, Rechtsschutz2. Hauptmann. 1. Kassierer Gaudes, 2. Baum, 1. Schriftführer Gesundheit ihrer Arbeiter sträflich leichtfertig umgehen und die Unfall- Strutschke, 2. Wolf, Beisitzer Seeger, Hütter und Strecke, Rechtsschutzverhütung in gröblicher Weise vernachlässigen. Wie mag es da foren Görlich, Schäfler. Die. Agitationskommission hatte eine Einfommission Hennig, Hauptmann, Kratz, Pech und Konjersti, Revierst in den andren landwirtschaftlichen Betrieben aussehen! Denn so wenig die sächsische Berufsgenossenschaft für Ueberwachung der nahme von 130,95 M., eine Ausgabe von 19,51 M., so daß ein BeBetriebe ausgegeben hat 4681,44. bei 181'349 versicherungs- Die Arbeitsnachweis- Kommission berichtete: stand von 111,45 M. vorhanden ist. Hinzugewählt wurde Krüger. pflichtigen Betrieben mit 427 583 Versicherten, weniger als 3 Pfg. per waren 30 Stellen zu besetzen, jedoch konnten nur 24 besetzt worden. Im letzten Duartal so steht sie doch noch glänzend da gegenüber allen andern landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften( in der Gesamtaufwendung). Von Centralverband der Glaser( Zahlstelle Berlin). Am Montag, allen 48 Berufsgenossenschaften der Landwirtschaft hatten überhaupt den 19. d. W., fand im Gewerkschaftshause eine Generalversammnur 5 irgend welche Aufwendungen für Ueberwachung der Betriebe lung statt. Der Vorsitzende Starke gab einen kurzen Ueberblick über und zwar insgesamt 8841,94 m. Die Gesamtzahl der versicherten das verflossene Geschäftsjahr. Bei erfolgter Vorstandswahl wurden Betriebe beträgt 4 707 998 mit 11 189 071 Bersicherten. Da für C. Jahn als erster, C. Rochow als zweiter Vorsitzender, G. Thilo die landwirtschaftlichen Betriebe so gut wie keine leberwachung durch als Kassierer, A. Pulvermacher als Schriftführer gewählt. Der bie staatliche Gewerbe- Inspektion in Frage kommt, so tann man mit Schriftführer übernahm die Zeitungsspedition und find Beschwerden Fug und Recht behaupten, daß in der Landwirtschaft gar nichts über unregelmäßige Zustellung schriftlich an ihn, Melchiorstr. 31 III, geschieht, um die Unternehmer zur Unfallverhütung anzuhalten. zu richten. Betrieb Graveure und Giseleure. In der Generalversammlung am 20. d. M. nahmen die Mitglieder nach Annahme mehrerer Anträge den Jahresbericht des Vorsitzenden und Kassierers entgegen. Aus demselben ist zu ersehen, daß die Filiale 7714,95 M. Einnahmen und 6979,41 W. Ausgaben, also einen Bestand von 735,54 M. hat, Der Aerzteftreit in Gera ist vom Vorstande der Textil- Betriebskasse in der Weise beendet worden, daß er sechs Aerzte( darunter vier auswärtige) als Kaffenärzte fest angestellt hat und noch weitere vier vier anstellen will, welche Stellen den dortigen Aerzten noch für kurze Zeit offengehalten werden follen. während die Orts- 3- schußtasse ein Vermögen von 591 M. aufweist; Melden sich keine Bewerber aus Gera, so sollen auch diese vier außerdem gingen für Agitation durch Verkauf von Maimarken Stellen noch mit auswärtigen Bewerbern, die bereits vorhanden 198,00 M. ein. Die Filiale hatte am Schluß des Jahres 524 Mitdie Mitglieder der Kasse der Verlust der bisherigen( beschränkten) der Agitationskommission und die Bibliothekare ihren Bericht und feien, besetzt werden. Die Folge des Aerztestreifs wäre demnach für glieder, und find 21 639 Stück Beitragsmarken verkauft worden. Der Kassierer wurde einstimmig entlastet. Nun gaben der Obmann freien Arztwahl. Die neuen Verträge sollen auf fünf Jahre ab wurden ebenfalls entlastet; hierauf schritt man zur Neuwahl des geschlossen sein. Vorstandes und der Revisoren. Berichtigung. In dem Artikel Lebenshaltung der Arbeiter" in Nr. 20 behauptet der Drudfehlerteufel, daß die aus 3 Perfonen Letzte Nachrichten und Depefchen. bestehende Familie wöchentlich für 1,10 M. Salz verbraucht. Man erfieht daraus, daß der widerwärtige Kobold von der Wirtschaft nicht das geringste versteht; es wurde natürlich nur für 0,10 M. Salz berbraucht. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Chauvinisten gegen Jaurès' Friedensrede. Paris, 26. Januar.( W. T. B.) In der heutigen Sitzung der Deputiertentammer begründete Gauthier de Clagny feinen Antrag, in Paris ein Denkmal zu Ehren der für die Nationalverteidigung im Jahre 1870 Gefallenen zu errichten, damit, daß es notwendig fei, gegen die internationalistischen Erklärungen gewisser Persönlich Der teiten Einspruch zu erheben.( Beifall rechts. Lärm links.) Socialist Gerault- Richard ruft ironisch:" Das Vaterland ist wieder einmal gerettet."( Heiterkeit auf der äußersten Linken.) Heeresreform in Frankreich. Zur Lohnbewegung der Jungbierkutscher. Der Tarifentwurf, den die paritätische Kommission am Sonnabend vereinbarte, hat folgenden Wortlaut: Vom 8. bis 28. Februar erhalten die Kutscher eine Provision von 1 bis 12 Pf. pro Liter und Lohn nach folgendem Tarif: Verkauf bis 70 Liter 18 M., bis 100 Liter 21 M., bis Paris, 26. Januar.( W. T. B.) Der Bericht Maujans über das 150 Liter 24 M., bis 200 Liter 27 M., bis 250 Liter 30 m., bis Budget des Kriegsministeriums wird morgen im Parlament ver300 Liter 33 m., bis 350 Liter und mehr 36 M. Kutscher, die teilt werden. In demselben befürwortet der Berichterstatter die Einüber Land fahren, sollen, mit Rücksicht darauf, daß auf dem führung der zweijährigen Dienstzeit mit einem Monat Urlaub in jedem auswärtigen Geschäft die Kommunalbiersteuer ruht, bei 1½½ Pf. Jahre, so daß der Dienst im ganzen 22 Monate dauern würde. Provision die Hälfte der Biersteuer, bei 2 Pfennig Provision Dies würde gestatten, auch die nur halb tauglichen Leute einzuberufen. die ganze Biersteuer bezahlen. Vom 1. März an sollen die Kutscher die alsdann die übrigen von dem Arbeitsdienst entlasten würden 2 Pf. Provision erhalten, sobald an diesem Tage der Bierpreis auf und diesen die Möglichkeit geben würde, sich ausschließlich 12 Pf. per Liter erhöht worden ist. Die Arbeitgeber übernehmen dem Dienste mit der Waffe zu widmen. Auf diese Weise es, das Publikum in geeigneter Weise auf diese Bierpreiserhöhung würde man in Friedenszeiten 600 000 Mann unter den Waffen haben, vorzubereiten. Die Arbeitgeber verpflichten sich ferner, im Haus- die sich auf 20 Armeecorps verteilen, so daß jedes einzelne Reverkauf und in den eignen Niederlagen das Liter nicht unter 10 Pf. giment 4000 Mann start sein würde. Im Falle eines Krieges würde zu verkaufen und weitere Niederlagen nicht zu errichten. Bezüglich die französische Armee sofort bei dem ersten Anprall dank der zur der Raution bleibt es bei dem bisherigen Zustande, den Arbeitgebern Verfügung stehenden Reservisten über eine Million verfügen. Der bleibt es jedoch überlassen, wenn sie neue Fahrer einstellen, auch Bericht spricht sich für eine entsprechende Vermehrung der Geschüze wenn diese bereits bei andern Brauereien als Fahrer thätig aus, sowie für eine durchgreifende Reform der Kavallerie, aus waren, mit diesem Kautionsstellung zu verabreden. Die Kaution welcher berittene Infanterie gebildet werden solle, und zwar solche darf den Betrag von 200 m. nicht übersteigen. Der Betrag soll auf Pferden oder solche auf Zweirädern. zunächst bis zum 1. Januar 1905 gefchloffen werden. Seine Gültig feit soll sich immer um zwei Jahre verlängern, wenn er nicht drei Monate vorher von einer der beiden Seiten gekündigt wird. Zur Schlichtung von Streitigkeiten, die zum Streit bezw. zur Aussperrung führen könnten, wird unter dem Vorsitz eines Gewerberichters eine Kommission gewählt, die aus der gleichen Anzahl Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht." Wie wir bereits mitteilten, foll am 5. Februar vor dem Einigungsamt über diesen Tarifvertrag die entscheidende Verhandlung geführt werden. Deutfches Reich. Das französische Kultusbudget. Beratung des Kultusbudgets beantragt Allard Kündigung des KontorParis, 26. Januar.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Bei der dats und Streichung des Kultusbudgets. Ministerpräsident Combes erklärt, die Frage der Kündigung des Konkordats und der Streichung der Die Kammer würde, wenn sie die Trennung des Staates von der Kulturbudgets könne nicht gelegentlich der Etatsberatung erörtert werden. Stirche beschließen sollte, die Republik in große Verlegenheit bringen. Neue 5- prozentige amortifierbare rumänische Rente. Die DisDie Regierung sei der Ansicht, daß das Konkordat beibehalten fontogesellschaft und die Bankfirma S. Bleichröder haben heute gewerden müsse, weil sie die religiöse Jdee heute noch für nötig meinsam der Zulassungsstelle der Berliner Börse den Prospekt der Wie Unternehmer Wort halten. Unter den Bedingungen, die Jedenfalls würde die Trennung des Staates von der Kirche halte.( Lebhafter Widerspruch auf der äußersten Linken.) neuen 5- prozentigen Anleihe von 185 Millionen Frank 149,85 bei Beendigung des Meeraner Weberstreifs, die zwischen den VerMillionen Mark eingereicht, die zur Einlösung der 5- prozentigen tretern der Arbeiter und der Fabrikanten vereinbart wurden, befindet ernste Schwierigkeiten im Gefolge haben, so daß eine solche Trennung Schatzscheine von 1899 bienen soll. Verstärkte Verlosung oder für jetzt nicht ausführbar sei. Lepelletier spricht sich für die Kündigung der neuen Anleihe ist nach dem Prospekt bis zum 1. März fich auch die, daß die Fabrikanten sich verpflichten, erst dann fremde Trennung des Staates von der Kirche aus. Sembat wendet sich 1913 ausgeschlossen. Wie von rumänischer Seite mitgeteilt wird, wieder in Arbeit stehen. Arbeitskräfte einzustellen, wenn alle am Streit beteiligten Personen soll die Anleihe zu 95% Proz. ausgegeben werden, wovon für Pro- wieder in Arbeit stehen. Noch sind nicht alle Streifenden gegen die Ausführungen des Ministerpräsidenten und will die Notwieder in den Fabriken. vision und Spesen 1% Broz. in Abzug kommen, so daß die rumänische gemacht, Weber von auswärts heranzuziehen. Der„ Chemniger der religiösen Idee betont habe; die Mehrheit habe also seine AnTrotzdem wird aber der Versuchom bes erinnert daran, daß er auch schon im Senate die Macht wendigkeit der religiösen Idee nicht zugeben. Ministerpräsident Regierung 94 Proz. erhält. Bollsstimme" lag folgende Karte des Fabrikanten Herrn C. J. Bem- fichten gekannt, und wenn sie glaube, sich getäusch zu haben, brauche Belgiens Außenhandel im Jahre 1902. Das belgische Bulletin mann an einen Weber in Asch vor: fie es nur zu sagen. Sembat erklärt, das sei eine Sprache, wie Mensuel du Commerce" veröffentlicht jetzt auch für Belgien Meerane, 20. Januar 1903. die Handelsziffern des vergangenen Jahres. Danach erreichte die Ihre gestrige Karte habe ich erhalten und werde Sie am nicht ein Ministerpräsident, sondern ein Priester sie führe. Berteaur 2148 669 000 Franken im vorhergehenden Jahre, hat also um noch einige tüchtige Kollegen mit. Das Fahrgeld 6,50 W. werde ich Antrag Berthoulat, welcher die Regierung auffordert, das französische Einfuhr im Jahre 1902 einen Wert von 2 276 070 000 Franten gegen 26. d. M. wie geschrieben erwarten. Bringen Sie wenn möglich erklärt, er werde für Streichung des Kultusbudgets stimmen. Jm weiteren Verlauf der Beratung des Kultusbudgets wird ein 127 401 000 Franken oder 5,65 Broz. zugenommen. Der Wert der vergüten. Wenn Sie mir schreiben, wenn und mit wieviel Mann Boll in einem Referendum über die Trennung von Kirche und Ausfuhr belgischer Erzeugnisse belief sich im Jahre 1902 auf Sie fommen, so würde ich mich nach Wohnung umsehen. 1 857 326 000 Franken gegen 1761 445 000 Franken im Jahre 1901, Wie der Augenschein lehrt, nimmt man es in Fabrikantenkreisen Antrag Breton, welcher dahin geht, sämtliche Kapitel des KultusStaat entscheiden zu lassen, an die Kommission verwiesen. Ein zeigt also eine Zunahme um 95 881 000 Franken oder 5,44 Proz. nicht sehr ernst mit der Durchführung der Einigungsbedingungen. budgets zu streichen, wird mit 328 gegen 201 Stimmen verworfen. Die Beteiligung der wichtigsten Länder an dieser Handels- Die Betanntgabe dieser Thatsache wird hoffentlich den Erfolg haben, Sodann werden fämliche Kapitel des Kultusbudgets angenommen. bewegung gestaltete sich, wie folgt: daß kein Textilarbeiter Arbeitsangebote von Meerane annimmt, Der Präsident teilt mit, daß Interpellationen einbevor nicht diejenigen, welche noch vom Streik her arbeitslos find, gelaufen seien über die Politit der Regierung betreffend Marotto, wieder in Arbeit stehen. Aber auch vom Bürgermeister, unter deffen bie Vorgänge in Macedonien und die Trusts. Darauf wird die Leitung die Einigungsbedingungen geschlossen sind, werden die Sigung geschlossen. Fabrikanten hoffentlich belehrt werden, daß man eingegangene Verpflichtungen zu halten hat. Einfuhr 1902 Deutschland Großbritannien. • Frankreich. Niederlande Ausfuhr 1901 1902 Wert in tausend Franken 257 012 239 766 373 445 204 544 197 680 355 268 333 654 312 770 853 978 198 503 189 291 212 727 Sociales. Unfallverhütung und Berufsgenossenschaften. 1901 365 043 339 447 346 140 193 629. Ausland. Der Streit der Wiener Konfektionsschneider. Amsterdam, 26. Januar.( B. H.) Durch eine furchtbare Feuersbrunft wurden gestern im hiesigen Hafen sechs große Getreidefpeicher zerstört. Das Feuer wütete sechs Stunden; der angerichtete Materialschaden wird auf über 2 Millionen Gulden geschäzt. Neapel, 26. Januar.( B. H.) Der Stromboli wirft wieder Steine und Asche aus. Die Bewohner der Insel flüchten. New York, 26. Januar.( B. H.) Aus Charleston( Süd- Carolina) wird berichtet, daß dort und im Staate Georgia ein heftiges Erdbeben verspürt worden ist. Der angerichtete Schaden ist bedeutend; ob Menschen dabei ums Leben gekommen sind, ist noch nicht festgestellt. Seit 1885 war in Charleston kein Erdbeben beobachtet worden. Die Best. Der Stand des Streiks ist unverändert, ebenso die Kampfesfreude der Ausständigen. Am Sonnabend ist in allen Streiflokalen die erste Unterstützung ausgezahlt worden. Die Schneidergenossenschaft( Innung) zahlt den bedürftigen Stückmeistern ebenfalls Unterstützungen. Am härtesten haben unter dem Streit die Schneider Die leberwachung der Betriebe durch die Berufsgenossenschaften gehilfen zu leiden, die bei der grimmigen Kälte ohne Ueberrod und im Interesse der Unfallverhütung ist immer noch recht mangelhaft. in zerrissenen Schuhen herumgehen müssen. Aus den Mitteln, die So giebt es noch immer immer acht gewerbliche Berufsgenossen für die Unterstützung der Streifenden zur Verfügung stehen, können schaften, die für leberwachung der Betriebe feinen Pfennig naturgemäß Ausgaben für Bekleidung nicht bestritten werden. Das aufwenden. Es find das folgende: Schlesische Eisen- und Stahl- Central- Streitkomitee hofft aber, daß ihm doch die Möglichkeit ge= Berufsgenossenschaft, Leinen- Berufsgenossenschaft, Brennerei- Berufs- boten werden wird, das dringende Bedürfnis einer nicht unbeträcht- Durban, 26. Januar.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) genossenschaft, Schornsteinfeger- Berufsgenossenschaft, Privatbahn- lichen Anzahl Streikender nach Oberkleidern und Schuhen zu be- Infolge der Ausbreitung der Bubonenpest verlassen die einBerufsgenossenschaft, Fuhrwerks Berufsgenossenschaft, Westdeutsche friedigen. Verschiedene Geschäftsleute leisten Spenden von Lebens- geborenen Dienstboten und Arbeiter zu Taufenden die Stadt. Es Binnenschiffahrts- Berufsgenossenschaft und Elbschiffahrts Berufs- mitteln an Streikende. Einige Bäckermeister haben Brot geliefert, geht das Gerücht, die Zululand- Furten sollen geschlossen werden. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 22. 20. Jahrgang. Lokales. Rückkehr aus dem Strafgefängnis. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die nommen wird." Denn Um eine größere Ansammlung zu verhüten, hatten wir absichtlich nicht bekannt gegeben, daß unser Kollege Robert Schmidt am Sonntag aus Plößensee entlassen werde. Trozdem hatten sich zur Befreiungsstunde, nachmittags 22 Uhr, an die hundert Parteigenossen und Genofsinnen vor den Thoren der Strafanstalt eingefunden, um ihren Vorkämpfer willkommen zu heißen. Droschke fuhr nach dem Gewerkschaftshause, wo von Parteigenossen des fünften Wahlkreises ein Saal zur Begrüßungsfeier reserviert worden war, der leider längst nicht alle fassen konnte, denen ein Recht zur Anwesenheit zugestanden hätte. Hier wiederholten sich die Willkommensgrüße so stürmisch, Die Interessen der Aerzte sind wohl nur der Scham halber mit daß wir fast für die Gesundheit unsres hart mitgenommenen denen der Apotheker verknüpft worden, die in dem Artikel auch Kollegen fürchteten. Immer neue Händedrücke, immer neue duftende leider nicht mit gehöriger Konsequenz zur Geltung kommen. Spenden aus Frauen- und Kinderhand, und bald verschwand der warum fordert der gute Doktor nicht klipp und klar, daß die VorMann, dem dies alles galt, an dem Tisch, wo er neben seiner Frau standssize der Krankenkassen eines Drtes unter den ansässigen auf bekränztem Seffel Blatz genommen hatte, hinter einem wahren Apothekern verlost werden und daß das Dreinreden der Mitglieder Wald von prächtigen Blumensträußen und Aufsägen. Wahlkreis, in Kaffenangelegenheiten mit Zuchthaus bestraft werde? Man muß Redaktion, Parteivorstand hielten durch ihre Delegierten Ansprachen schon aufs Ganze gehen, wenn man den Terrorismus der Socialan den Parteigenossen, den Berliner Richter in einem selbst demokratie mit der Wurzel ausrotten will. für deutsche Verhältnisse Aufsehen erregenden Prozeß zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt hatten und dem damit die höchste Ehrung zu teil geworden war, die der heutige Staat an Socialdemokraten zu vergeben hat. Es führte zu weit, wollten wir die Ansprachen und die schlichte Erwviderung darauf abdrucken. Doch wird unsre Leserschaft sich mit uns freuen, wenn sie das Begrüßungsgedicht fennen lernt, das zwei Elende" in noch sehr analphabetischem Alter, jeder mit einem großen Strauß in der Hand, „ Dntel Schmidt" zu Ehren vorgetragen haben: " 1 Am Sonntag fagt der Vater uns, Da wird's viel Freude geben, Da tritt der Onkel Robert Schmidt Zurück ins alte Leben. CO Da geh'n wir ins Gewerkschaftshaus Und woll'n uns riesig freuen, Da grüßen die Genossen Dich, Die Freunde, die getreuen. Vorüber ist das halbe Jahr, Verflossen Trübsals Wogen Wir steh'n hier mit dem Blumenstrauß Und find fein angezogen Da fannst Du, Onkel Robert, seh'n, Wie gut wir's mit Dir meinen, Daß Bater, Mutter und wir Drei So schön geputzt erscheinen. Wie diesen Blume hier erblüht Auf sonnig schönen Auen So sollst fortan im Leben Du Nur Lust und Freude schauen. Sei stets vergnügt, und nimmer soll Dich irgend was verdrießen Willkommen, lieber Onkel Schmidt, Laß fröhlich Dich begrüßen! Der große Parteibann soll uns treffen, wenn wir den Namen des Dichters der Deffentlichkeit preisgeben, und daher müssen wir sowohl in diesem Fall wie auch im Hinblick auf die folgenden Verse, die schon in die Fidelitas fallen, zu unserm großen Schmerze das Redaktionsgeheimnis wahren: and glood Rumfutsch, Erbsen, Bohnen, Grüße, Sind dem Korpus riesig nüge, Bürgermeister Reide, der das Decernat des zweiten Bürgermeisters übernommen hat, besuchte gestern die städtischen Bureaus, wo er sich die Beamten vorstellen ließ und die Einrichtungen in Augenschein nahm. Dienstag, 27. Januar 1903. Zeitungsmeldungen ist eine Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz daß die Flagge das Erkennungszeichen für die Mitglieder der DiebesSem Bundesrat zugegangen. Es ist dringend erforderlich, daß das bande war, die alle jene Uebelthaten ausführte. Das Zeichen gab Interesse der Aerzte und Apotheker mehr als bisher in diesem Ge- den Anhalt für die weiteren Feststellungen. Die Bande zählte seze berücksichtigt wird. Das kann auch nur wieder den Kranken 23 Köpfe, durchweg Kinder achtbarer Eltern, die von ihrem zu gute kommen, für welche das Gesetz eben existiert. Selbst- Treiben keine Ahnung hatten. Der Häuptling war ein Bursche von verwaltung und Freiheit für die Kassen sind schöne Dinge, wird 17 Jahren. Sollte eine Ladenkasse geplündert werden, so beraber die Selbstverwaltung zu politischen Zwecken mißbraucht, und sammelte sich ein Teil der Bande zum Spielen vor dem Geschäfte, existiert die Freiheit nur für die Kassenvorstände, nicht aber oft ein andrer Teil auch noch auf dem Hofe. Durch Lärm und für die Kassenmitglieder, so ist eine Aenderung der bis- allerhand Unfug erregte man die Aufmerksamkeit des Geschäftsherigen Bestimmungen am Plate. Die bürgerlichen Parteien inhabers oder Verkäufers, lockte ihn auch wohl auf die Straße mögen Sorge tragen, daß die Krankenkassen den Zweck hinaus und gab so dem dazu Bestimmten Gelegenheit, sich wie eine erfüllen, zu welchem sie errichtet worden sind, nämlich als Kaze in den Laden einzuschleichen und die Kasse zu erhaschen. Anstalten zur Versorgung der erkrankten Arbeiter mit ärztlicher BeDurch Kohlengase erstickt. handlung, guter Arznei und Krankengeld, daß die Möglichkeit der Kestner und Gustav Wartel, welche im Ausschant der Brauerei Die beiden Bierzapfer Bernhard Verfolgung andrer Zwede, namentlich politischer, ihnen aber be- Königstadt beschäftigt waren, sind am Sonnabendnachmittag infolge von Stohlendunst- Vergiftung ums Leben gelommen. Die beiden Leute, welche dienstfrei und auch in der Nacht vorher nicht beschäftigt waren, sind, den Mitteilungen des Dekonomen zufolge, wahrscheinlich in einem Nebenraum des Bieraufzuges ohne Wissen und Willen aus Bequemlichkeit nicht nach Hause gegangen, sondern haben sich bes Dekonoms schlafen gelegt. Um den fühlen Raum zu erwärmen, haben dieselben einen kleinen transportablen Dfen, wie solche von der des Defonoms schlafen gelegt. Um den fühlen Raum zu erwärmen, haben dieselben einen kleinen transportablen Ofen, wie solche von der Brauerei zum Erheizen der Eisenbahnwagen verwandt werden, in den betreffenden Raum gestellt und solchen anstatt mit Glühsteinen, mit Steinkohlen oder Coats, die sie sich irgendwie angeschafft hatten, angeheizt. Diefen geradezu unbegreiflichen Leichtsinn haben die Leute mit dem Tode büßen müssen, denn als sie gegen 61% Uhr vermißt und nach längerem Suchen endlich gefunden wurden, waren sie bereits bewußtlos und konnten trotz angestrengter Bemühungen Karnevalsstimmung im Bäckergewerbe. Eine Beleidigungsklage mehrerer Aerzte nicht mehr ins Leben zurückgerufen werden. Beide Leute, von denen der ältere, Warwel, seinen Dienst erst gegen den Gewerbegerichts- Direktor Dr. v. Schulz beschloß die Berliner Bäckerinnung" Concordia" in ihrer geftrigen Quartals- atvei Tage vorher angetreten hat, sind unverheiratet. die Veröffentlichungen des Gewerbegerichts- Ausschusses bersammlung anzustrengen. Die Leichen wurden auf Anordnung der Revierpolizei nach dem Die Veranlassung zur Klage gaben über Schauhaufe geschafft. die Unsauberkeit in den Berliner Bäckereien. Der Vorstand der Auf unbefugte Schlittschuhläufer wurde am Sonntag von den ,, Germania" Jnnung richtete gleichzeitig auch im Namen der Gendarmen der Kreise Teltow und Nieder- Barnim gefahndet. Eine " Concordia" an das Gewerbegericht das Ersuchen um Aushändigung Anzahl wurde zur Bestrafung festgestellt. Trotz des Thautvetters des einschlägigen amtlichen Materials, deffen Zuverlässigkeit die wagten sich noch am Sonntag zahlreiche Personen auf polizeilich Bäckermeister bezweifelten und nachprüfen wollten. Auf dies Er- nicht freigegebene Gisflächen. Mehrere Personen brachen auf dem suchen erhielten fie folgenden ablehnenden Bescheid: Eise ein, so auf dem Tegeler See, auf der Havel bei Breitehorn, Dem Antrage vom 7. d. M. auf leihweise Ueberlassung unseres auf der Oberspree und dem Müggelfee bei Friedrichshagen und auf Materials betreffend Unsauberkeiten in den Berliner Bäckereien Sem Langen See, jedoch gelang es in allen Fällen, die Verunglückten Folge zu geben, müssen wir ablehnen. Der Vorstand der Bäcker zu retten, deren Berfonalien polizeilich festgestellt wurden, und die immung, also einer privaten Vereinigung, glaubt für sich das Recht nun auch noch ein Strafmandat zu erivarten haben. in Anspruch nehmen zu dürfen, die von unserem Ausschusse für Gutachten und Anträge bezüglich gewerblicher Fragen amtlich festgestellten Ergebnisse zu prüfen. Der Vorstand scheint bei dieser Bumutung übersehen zu haben, daß der Ausschuß auf Grund des Gewerbegerichts- Gesetzes und der ortsstatutarischen Bestimmungen von den Beisitzern unsres Gerichts gewählt ist und aus 10 Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Beisitzern desselben besteht, dem Gewerbegerichte also organisch angegliedert und ein Teil einer Behörde ist. Berichtigend sei noch bemerkt, daß der Ausschuß nicht, wie der Vorstand annimmt, von dem Unterzeichneten den Auftrag erhalten hat, sich über die Unsauberkeiten zu äußern, fondern daß 30 Beisiger unfres Gerichts beantragt hatten, die gedachte Frage zum Gegenstande eines Antrages der im Gewerbegerichtsgesetz bezeichneten Art zu machen, infolgedessen mußte den besonderen Bestimmungen gemäß der Ausschuß berufen werden. gez. Dr. v. Schulz. V Darlehnsschwindeleien. Gewarnt wird vor einem Darlehnsschwindler, der May Abeles heißt, etwa 32 Jahre alt ist, nach Mitteilung ungarischer Behörden zu Budapest wohnt und gänzlich mittellos und jedes Vertrauens unwürdig ist. Gegen denselben sind in Ungarn bereits zahlreiche Anzeigen wegen Betruges erstattet worden, nachdem er sich in betrügerischer Absicht zur Beschaffung von Darlehen erboten und den Reflettanten namhafte Vorschüsse zu diesem Zwecke abgenommen hatte. Abeles( versucht jetzt durch Offerten und Briefe von Budapest aus seine Betrügereien fortzuſeßen. Er hat sogar im Oftober 1901 hier bei vorübergehendem Aufenthalte in einem Hotel einem hiesigen Gewerbetreibenden durch die Vorspiegelung, er besorge Geldgeschäfte für seinen Schwiegerbater Bankier Adolf Brandt zu Budapest und müsse bei einem Notar bortselbst Vorschuß hinterlegen, um einen größeren Betrag geschädigt. Dieser Brandl ist der ungarischen Behörde auch als wenig vertrauenswürdig bekannt. Auch die Germania Jnnung will ihren Vorstand beauftragen, gegen Dr. v. Schulz die Beleidigungsflage einzureichen. Brandstiftung in der Breite Straße. Kurz hintereinander brachen Falls es sich um mehr als einen mißglückten Karnevalsscherz bei den Sonntagabend in der Breite Straße zwei Brände aus, die aber noch Bäckermeistern handelt und es wirklich zu einem Beleidigungsprozeß im Entstehen unterdrückt werden konnten. Ms die Wehr abends lommen sollte, werden die organisierten Bäcker gesellen Herrn gegen 81% Uhr nach dem Hause Breite Straße 7 gerufen wurde, standen v. Schulz mit überreichem„ Entlastungsmaterial" zur Seite stehen dort unter dem Treppenabfaß im Hausflur aufgestapelte Stiften und fönnen. Daß der Beschluß der Meister aber in einer über das Rörbe in Flammen. Das Feuer wurde durch kräftiges WasserNormalmaß hinausragenden Stimmung gefaßt worden ist, möchten geben erstickt, bevor es den Treppenaufgang erreichte. Gegen wir daraus schließen, daß die Herren gleichzeitig dem Handels- 9 Uhr noch hatte die Polizei nicht ihre Aufnahmen über den minister Möller eine Dantadresse gespendet haben. Und eben gelöschten Brand beendet wurde die Wehr nach Breite warum? Weil er fürzlich in Köln eine unglaublich reaktionäre Rede Straße 4, drei Häuser von der ersten Brandstelle entfernt, gegehalten hat, eine Rede, über die selbst der eine oder andre Minister rufen. Dort waren auf dem zweiten Hofe aufgespeicherte Sen Kopf geschüttelt haben wird. Besonderen Beifall hat bei den Kisten in Brand gesetzt. Die Flammen bedrohten das Innungsmeistern die Enthüllung des Herrn Möller gefunden, daß er tein Freund des Marimal- Arbeitstages sei und daß er, der Minister, noch nie davon gehört habe, daß ein Mensch an zuviel Arbeit zu Grunde gegangen wäre. In den Reichstag wählen! in diesem Bunkte die Erfahrung am eignen Leibe mangeln. Gleich dem Minister wird wahrscheinlich auch den Bädermeistern :: Sonntag gab es ganz speciell Eine ganze Suppenfell' Schönen blauen Heinrich.:: Dadurch ward er nicht gebessert, Auch sein Rot nicht blaß vertvässert, :: Weiter blieb er so rabiat, Müssen ihn nun in der That : Wir trösten uns damit, daß die forschenden Freunde wahrer Dichtung auch ohne unser Buthun den Namen eines Boeten erraten werden, dessen Ruhm allen Vorbeugungsmaßnahmen zum Trok schon beträchtlich über den Nahmen des fünften Berliner ReichstagsWahlkreises hinausgedrungen ist.... zu ebener Erde gelegene Papierlager der Firma Wendriner u. Co. Die von dem Hofe zum Lager führende Thür war bereits stark angekohlt. Da die Flammen von der Straße aus bemerkt worden waren, wurden verschiedene Meldungen abgegeben und mehrere Löschzüge eilten fast gleichzeitig herbei. Auch hier wurde das Feuer bald erstickt; immerhin ist einiger Schaden entstanden. Die kurze Aufeinanderfolge der beiden Brände sowie die ganze Art der Entstehung lassen Die Betriebs Krankenkasse der Großen Berliner Straßenbahn die Annahme, daß hier Brandstiftung vorliegt, faft gewiß erscheinen. ist fürzlich Gegenstand einer Beschwerde bei der Gewerbe- Deputation Doch ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen; auch fehlen vorgeworden. Schon seit längerer Zeit machte sich bei den Mitgliedern läufig bestimmte Anhaltspunkte für die Ermittelung der Thäter. Der Stasse ein innerer Drang nach modernen Einrichtungen geltend, so zum Beispiel wünschen sie die freie Aerztewahl und zeitgemäße Feuerbericht. Im Laufe des Sonntags hatte die Wehr über ein Unfren Barteigenossen werden die Hunnenprozesse, in denen drei Regelung der Apothekerfrage. Da der bisherige Kassenvorstand aber Dugend Brände abzulöschen. Nachmittags 6 Uhr gingen in der Borwärts"-Redakteure insgesamt 17 Monate Gefängnis erhielten, zu irgend welchen Neuerungen nicht zu bewegen war, so wählte Waldemarstr. 28 Gardinen und Kleidungsstücke in einer Wohnung in unauslöschlicher Erinnerung sein. Das Verfahren, durch welches die Generalversammlung am 12. Dezember vergangenen Jahres fast in Flammen auf, während in der Inselstr. 1a Wäschestücke in Brand eine solche Verurteilung erzielt worden ist, gehört zu den charakte- lauter reformfreundliche Kafsendelegierte, die ihrerseits einen neuen geraten waren. Vorher wurde die Wehr nach dem Andreashof in ristischten Merkmalen der in politischen Prozessen üblichen Gerechtig- Vorstand zu wählen beabsichtigten. Diese Absicht wurde jedoch von der Andreasstr. 32, Ecke Grüner Weg, gerufen. Hier war in dem feit und wird wie alle ähnlichen Maßnahmen unsrer Gegner uns einflußreichen Herren des Betriebes dadurch vereitelt, daß die Vor- Maschinenhause der Wäschefabrik von J. Eichenberg Feuer aus eine reiche Ernte eintragen. Unter ausgedehnter Anwendung standswahl gemäß den ſtatutarischen Vorschriften, aber entgegen den gekommen, das bei Ankunft des ersten Löschzuges schon eine größere bisherigen Gepflogenheiten am 30. Dezember noch von den alten Ausdehnung erlangt hatte. Die Wehr fette sofort mehrere der Handhaben, welche Strafgesetz und Strafpraris der Delegierten vollzogen wurde, während die neuen Delegierten ihr Schlauchleitungen in Thätigkeit und griff den Brand von vers bürgerlichen Justiz geben, wurde dies Resultat erzielt. Amt erst am 1. Januar 1903 antraten. Infolgedessen wurde der schiedenen Seiten aus an. Immerhin dauerte es doch fast eine Stunde, Der Staatsanwalt sorgte in der Verhandlung dafür, daß alte reformgegnerische Vorstand wiedergewählt. Vor Freude über bevor die Gefahr beseitigt war. Obwohl das Maschinenhaus starken auch der Humor in engen Grenzen zu seinem Recht kam, das den neuen Delegierten zu schlagende Schnippchen hatte man Schaden erlitten hat, sind doch Vorkehrungen getroffen, daß der Beindem er in vollem Ernst gegen die Angeklagten auch das Argument aber die Vorstandswahl per Acclamation vorgenommen, also nicht trieb schon am nächsten Mittwoch wieder aufgenommen werden kann. geltend machte, daß sie sich trotz aller Vorbestrafungen nicht ge- geheim, wie es Statut und Krankenkaffen- Gefeß vorschreiben. Dieser Auch in der Dirksenstr. 39 hatte die Wehr mit der Ablöschung eines bessert hätten. Im Strafmaß gingen die Richter, wie erinnerlich Umstand gab mun dem größten Teil der neugewählten Delegierten größeren Brandes zu thun. In der Körnerstr. 29 mußte etwas Veranlassung, sich beschwerdeführend an die Aufsichtsbehörde der später im zweiten Stock ein Feuer beseitigt werden, das den Fußsein wird, über den Antrag des Staatsanwalts noch weit hinaus. Welchen Effekt hat diese Verurteilung nun gehabt? Wie unser Staffe, die Gewerbe- Deputation, zu wenden, damit von hier aus die boden und die Balkenlage ergriffen hatte. Nach Alt- Moabit 84 Vorstandswahl für ungültig erklärt werde. Allgemein hoffen wurde die vierte Compagnie früh 8 Uhr gerufen, weil hier ein Kollege Schmidt, so werden auch die andern beiden Redakteure be- die Straßenbahner auf einen Erfolg der Beschwerde, der ihnen dann Wasserrohr geplakt war und der Keller förmlich unter Wasser gesetzt trächtlich an ihrer Gesundheit geschädigt aus dem Gefängnis heim- auch den ersehnten neuen Vorstand bringen dürfte. war. Die Wehr hatte lange Zeit zu thun, um die Wassermassen wieder ausTehren. Entbehrungen umglaublichster Art müssen sich politische GeDas Macadam- Pflaster, mit welchem die städtische Baudeputation Gasanstalt in der Gitschinerstraße, worauf ein großes Löschaufgebot zupumpen. Sonntag gegen Abend erfolgte ein Alarm nach der englischen fangene ja immer noch hinter preußischen Kerkermauern gefallen einen größeren Versuch am Halleschen Ufer zwischen Königgräger- und ausrückte. Die Löschzüge konnten indes ohne weiteres wieder abLassen, wo die selbstverständlichsten Dinge von der Welt, wie Großbeerenstraße machte, hat sich nicht bewährt und ist, nachdem es rücken, da es sich nur um einen ganz unbedeutenden Brand Selbstbeköstigung, eignes Bettzeug ust. ihnen allen Beschwerden fast alljährlich repariert worden war, stellenweise so schadhaft ge- handelte, der vor Ankunft der Wehr von den Angestellten bereits bezum Troz hartnädig vorenthalten werden. Diese Schädigung worden, daß es in diesem Sommer durch Asphalt und Holz- Pflaster feitigt war. In der Hagenauerstr. 10 war in einem Keller Feuer an der Gesundheit, die im Ernst doch keinen Menschen von Gefittung ersetzt werden soll. An den Kosten, welche auf 26 000 m. veranschlagt ausgekommen, das allerlei Gerümpel, Verpackungsmaterial 2c. erfaßt befriedigen kann, ist aber auch der einzige Erfolg, der erzielt wird. find, participiert die Portland Cement- Fabrik" Stern" zu Stettin, auf hatte. Die Flammen konnten indes bald erstickt werden. Außerdem Im übrigen wird der Socialdemokrat, der für den Ausdruck seiner deren Kosten die Versuchsstrecke mit Macadam gepflastert worden war. liefen noch Alarmierungen von der Togostr. 79, Müllerstr. 24 und Ueberzeugungen, für das Bekennen der Wahrheit hat büßen müssen, Theodor Mommsen hat, der Nat.- 3tg." zufolge, vor kurzem ein bon einigen andren Stellen ein. In allen diesen Fällen handelte es vom Volte mit Ehren beglüdt, wie kein Monarch der Welt sie zu Unfall erlitten, der sehr gefährlich hätte werden können. Der greise sich aber um ganz geringfügige Anlässe. vergeben hat; und die Partei, der ein solcher Mann dient, gewinnt Gelehrte war mit einem Licht in der Hand auf eine Leiter gestiegen, Das Schiller- Theater wird nun auch in seinem zweiten Heim, durch einen politischen Prozeß und seine Folgen wie kaum durch um ein Buch aus einem Bücherschrank herunter zu holen. Dabei im Schiller Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater) sonst ein Mittel ihrer Feinde an Anhängern und Anschen. Wenn fing das lange weiße Haar Mommsens Feuer. Er hatte es, als eine Reihe von Volksschüler Vorstellungen veranstalten. diese Wirkung den Stüßen des heutigen Staates recht ist wir seine Angehörigen herbei eilten, bereits mit dem Rocke gelöscht, doch Die Direktion ging dabei von der Absicht aus, den Knaben und fönnen, so schwer der Einzelne auch geschädigt wird, uns auf alle nicht ohne daß ein Teil des Haares verbrannt und das Geficht ver- Mädchen, welche die in den nördlichen Stadtteilen gelegenen Schulen Fälle damit zufrieden geben. Nicht einmal unser guter Humor geht test war. Mommsen bemerkte zu der erschrockenen Familie nur: besuchen, den weiten Weg nach dem Schiller- Theater O., in bem mit seiner Schönheit sei es nun vorbei. bisher allein die Schüler- Vorstellungen stattfanden, zu ersparen. Viele Ladendiebstähle und andre llebelthaten machten seit ge- Die Arbeiter- Bildungsschule feierte am Sonntagabend ihr zwölftes Zum Apotheken- Boykott. Ein Herr Dr. Fränkel benutzt ein raumer Zeit der Kriminalpolizei zu schaffen. Die Beamten suchten Stiftungsfest im Gewerkschaftshause. Dem Festtage zu Ehren war Scharfmacherblatt, die Arbeitgeber- Zeitung, um die Socialdemokratie lange vergeblich nach erwachsenen Spizbuben, bis sie durch eine ein Konzert veranstaltet worden, dessen künstlerischer Wert nicht hoch wie für Erdbeben und Kartoffelfäule auch für den Apotheken- Boykott Festnahme dahinter kamen, daß sie es mit einer wohlorganisierten gemig angeschlagen werden kann. Harmoniumvorträge, Cello- und verantwortlich zu machen. Der von der voltsfeindlichen Presse jugendlichen Bande zu thun hatten. Ein Knirps von taum acht Harfenfoli, fowie Konzert und Gesang wechselten ab mit Recitationen begierig aufgegriffene Artikel Klingt in folgende Wünsche aus: Jahren, der auf frischer That ergriffen wurde, hatte auf der ernsten und heiteren Inhalts. Den Mittelpunkt des mit seinem uns dadurch verloren. Es ist hohe Zeit, daß gegen die Uebergriffe der social rechten Hand zwischen Daumen und Zeigefinger eine Flagge Kunstsinn zusammengestellten Programms aber bildete die von Herrn demokratischen Kassenvorstände ein Wall errichtet wird. Laut tatowiert. Es dauerte lange, bis man aus ihm herausbrauche, Dr. Rudolf Steiner gehaltene Festrede. Herr Dr. Steiner wies auf Liebknecht als den Begründer der Schule hin, dessen überlebensgroßes| Portiers Ritter. Mit einem doppelten Beinbruch und schweren Bild den Saal schmückte. In unsres großen Toten Sinne sei der inneren Verlegungen wurde der bedauernswerte Knabe nach dem Kampf nicht um seiner selbst willen zu führen, sondern als Mittel Charlottenburger Krankenhause gebracht. Aus den Nachbarorten. Wilmersdorf. Die Wählerliste liegt am Mittwochabend von 6-8 Uhr zur Einsicht aus. " Gerichts- Zeitung. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 92 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. H. 46. Wenden Sie sich an den hiesigen Vorstand der Offenbacher Central- Krankenkasse für Frauen, Herrn W. Hinz, Berlin S., Prinzenstr. 66. S., Luckenwalde. Wir vermissen Ihre genaue Adresse und bitten Sie, uns diese mitzuteilen. 1 2. R. 18. G. W. Die vereinbarte Kündigung ist undann nein; sonst zu dem hohen Ziel der Vervollkommnung der Menschheit. Und in diesem Streben komme das Werk der Arbeiter- Bildungsschule auch in Betracht; in ihrem Unterricht falle eine Saat auf fruchtbaren Boden, die noch späteren Geschlechtern zum Segen gereiche. Die Ein ungewöhnlicher Aft brüderlicher Anfopferung hat dem BadeMitarbeit an den Idealen der Menschheit, das wirken nach dem von meister Hermann Schellermann, der gestern vor der zehnten P. J. Specialärzte für Herzleiden giebt es unsres Wissens nicht. Goethe der Menschheit hinterlassenen Vermächtnis, auf freiem Grund Strafkammer des Landgerichts I stand, eine Anklage wegen Ge- Wenden Sie sich eventuell an die Medizinische Universitätspoliklinik, Untermit freiem Volk zu stehen: das sei die Aufgabe, deren sich auch fangenen- Befreiung und intellektueller Urkundenfälschung zugezogen. von 12-12 Uhr. baumstraße 7. Sprechstunden sind Dienstag, Donnerstag und Sonnabend hinfort die Arbeiter- Bildungsschule würdig zeigen werde. Ein Bruder des Angeklagten, Gustav Sch., war am 18. Dezember 1901 Einem Arbeiterfest fehlt offenbar etwas, wenn nicht die Polizei- in Eberswalde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Am in Ihrem Zusammenhang Ausführung der Schleife, beziehungsweise RundA. H. 20. 1. Ringbahnstrecke. 2. Das Grundwort bedeutet Schleife, censur ein bißchen in dem Programm herumverbietet. Sonntag 25. Oftober 1902 wurde er auf Grund eines Steckbriefes in Mahls- fahrt. 3. Nein. abend wurde aus unersichtlichem Grunde die Recitation einiger Verse dorf aufgegriffen und nach Berlin gebracht. Hier gab er A. S. 65. Volksbibliotheken sind im Norden: Ruppinerstraße 48, aus der Satire Willis Werdegang" untersagt. sich auf der Polizei für seinen Bruder Hermann aus. Es Pankstr. 26, Chorinerstr. 74, Ravenéstr. 21. In dieser Bibliothek befindet sich Wie die Zusammenstellung so war auch der Vortrag des Pro- dauerte auch gar nicht lange, da auch eine Lesehalle. gramms vorzüglich. As Recitator trat Herr Kurt Holm auf, als und erklärte, daß er von der irrtümlich erfolgten Festnahme den Moonschen Blindenverein, Direktor Diakon Mente, Cuvryſtr. 33( 3 bis Bei der städtischen Blindenanstalt, Alte Jakobstr. 112, erschien der Angeklagte befinden sich verschiedene Stiftungen für Blinde; wenden Sie sich ferner an Meister vom Harmonium Herr Richard Franke. Herr Albrecht seines Bruders gehört habe und sich nun selbst stellen wolle, da 4 Uhr), an den Verein zur Förderung der wirtschaftlichen Selbständigkeit der Löffler spielte das Cello, Herr Alfred Holy die Harfe mit vollendeter nicht dieser, sondern er selbst der gesuchte Gustav Sch. sei. Man Blinden, Linkſtr. 42, II, an das Kuratorium der Rentier Gustav Adolf Künstlerschaft, und Frau Helene Löffler- Hinge erfreute das überaus sette in diese Angaben keinen Zweifel. Gustav Schellermann wurde Taffilo Borstelstiftung für Blinde im Rathhaus und an die Lüdeckesche Stifzahlreich erschienene Publikum durch ihren prächtigen Gefang. entlassen und der Angeklagte bezog für ihn die ungaftlichen Räume tung, Städtische Stiftungsdeputation, Poststr. 16( zahlt monatliche Unterdes Gefängnisses zur Verbüßung der dreimonatigen Strafe. As er stügungen von 12-15 M.) beinahe vier Wochen abgesessen hatte, wurde es seiner Ehefrau doch Note Marta. Die phrygische Mühe. Th. 42, R. 34. Zur Beantwortung ungeeignet. M. W. 2. Dem Bei einem Besuche, den sie ihm im Gefängnis Wirt ist der Zutritt ebenfalls zu gestatten. zu viel. abstattete, brang sie in ihn, der Komödie doch ein Ende Aufenthaltsbescheinigungen, die minderjährige Braut auch die Einwilligung B. S. 8. Geburtsurkunden, zu machen und seinen Edelmut nicht zu weit zu treiben. ihres gesetzlichen Vertreters. Rummelsburg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden noch- Dies half denn auch. Der Angeklagte schenkte der Direktion gültig, es gilt deshalb die gefeßliche Kündigung von sechs Wochen vor mals auf die heute abend 82 Uhr im Lokal von Hahn, Hauptstr. 4, reinen Wein ein und wurde darauf wieder in Freiheit Quartalsschluß. Mit Ablauf der Kündigungsfrist ist das Arbeitsverhältnis stattfindende Generalversammlung aufmerksam gemacht. gesetzt. Die jetzige Anklage bildete das kleine Nachspiel zu diesem selbstverständlich gelöſt. R. Otto. 1. Die Staatsanwaltschaft muß antNeue Mitglieder werden vor Beginn der Versammlung aufgenommen. Abenteuer. Der Angeklagte gab als Motiv für seine Aufopferung worten. 2. Nein. 3. Ja. G. K. G. 1. Hat die Besprechung sich nur Der Vorstand. an, daß sein Bruder Vater von sechs Kindern sei, die während der auf Angelegenheiten Ihrer Knappschaft erstredt, ja. 2. Ja. 3. Können hier nicht abgedruckt werden. 4. Das Aus Schöneberg. Die Einführung des obligatorischen Fort- Haft ihres Ernährers hätten darben müssen, während seine nur aus sind muß die Schule weiter besuchen. 2. y. 3. Leider nicht. Bildungsschul- Unterrichts, die schon seit Jahren auf der Frau und einem Kinde bestehende Familie ganz gut von dem Bruder 2. 9. 19. 1. Er kann dem Kind seinen Namen nicht geben. 2. Das Tagesordnung steht, wird jezt wieder in weite Ferne gerückt. Be- hätte durchgebracht werden können. Der Gerichtshof erkannte an, Sind hat kein Erbrecht. K. 2. 1. Wenden Sie sich an die Ersatzkanntlich ist für solche Forderungen kein Geld vorhanden. In daß den Angeklagten keine unedlen Motive geleitet haben und ver- kommission. 2. Nein. Alter Abonnent 100. Ihre Frage ist uns Uebereinstimmung des Magistrats mit der Schuldeputation ist seiner urteilte ihn aus diesem Grunde nur zu einer Woche Gefängnis. verständlich. Kommen Sie in die Sprechstunde. O. M. 48. Die BeZeit der Beschluß gefaßt worden, die obligatorische Fortbildungsschwerde des Gutsvorstehers ist zulässig, aber anscheinend unbegründet. Die nichtorganisierten Terroristen. Wegen Hausfriedensbruch Wenden Sie sich unbedingt an einen Rechtsanwalt. R. V. 900. Die schule zum 1. Oktober d. J. einzuführen, wenn der Staat sich zu und Körperverletzung hatten sich dieser Tage die Pußer Paul und Karl Herrschaft bezw. Kaffe haftet mur bis zur Beendigung des Dienſtverhältnisses, Tragung der halben Kosten auf längere Jahre verpflichte und Charlottenburg zu diesem Termin die gleiche Einrichtung treffe". Malizki und Rathloff vor dem Schöffengericht zu verantworten. Bei fofern die Herrschaft das Dienstverhältnis also bei Beginn der Krankheit Vergleichen Sie die Entscheidungen des Reichsgerichts Als es sich im vorigen Jahre um Forderungen für Errichtung dem Gastwirt Sievert in der Stalizerstraße verkehren hauptsächlich fündigt, nur für die Dauer der gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfrist. höherer Lehranstalten, die in die Hunderttausende gingen Puzzer. Diesen wurde mitgeteilt, daß auf einem näher bezeichneten Band 13 Seite 38ff und Band 30 Seite 42. Die vorjährige Entscheidung und die auch unsre Zustimmung fanden, handelte, da Bau unorganisierte Berufsgenossen unter dem Tarif arbeiten. Den ist meiner Meinung amtlich überhaupt nicht publiziert. Der von Ihnen be wußte man dieselben stets mit zeichnete Rechtsgrundsak entspricht der überwiegenden Rechtsprechung. Doch dem finanziellen Stande Angeklagten, die zu dieser Kolonne gehörten, wurde die Nachrede hat erst vor einigen Tagen das Landgericht I Berlin wieder entgegengesett der Kommune in Einklang zu bringen. Auf die an den hinterbracht und das war für sie ein Signal, in dem genannten Lokal entschieden. Minister in dieser Sache gerichtete Bitte um Gewährung eines er einmal ordentlich aufzuräumen". Bei diesem Werke ist der Wirt höhten Staatszuschusses ist nun ein ablehnender Bescheid eingegangen des Lokals übel zugerichtet worden; er trug eine schwere Körperund der Magistrat ersucht die Stadtverordneten- Versammlung um folgenden Beschluß:„ Von der Einführung des obligatorischen Fort- verletzung davon und ferner wurden in seinen Räumen arge Verbildungsschul- Unterrichts ist so lange abzusehen, bis der Staat die heerungen angerichtet. Am bösartigsten hat Paul Malikki sich bei Hälfte der entstehenden Kosten auf 10 Jahre in Aussicht stellt und den Ausschreitungen benommen. In der Verhandlung gaben die AnCharlottenburg dieses Obligatorium ebenfalls einführt."-Auf geklagten zu ihrer Entschuldigung an, daß sie nicht organisiert diese Weise werden Forderungen und Einrichtungen ftets unberüd- und deshalb dem Haß ihrer organisierten Kollegen ausgesetzt seien. sichtigt gelassen, die einem großen Teile der Steuerzahler stets nur Das Urteil fiel denn auch außerordentlich milde aus; Paul Malizki zum Segen gereichen würden. erhielt 30 Mark und Karl Maliki 10 Mark Geldstrafe zudiktiert; Neu- Weißenfee. Infolge der wiederholten Aufforderung im Rathloff wurde freigesprochen. Wie hätte wohl das Urteil gelautet, Vorwärts", die Gemeindelisten einzusehen, wollten auch hier verwenn die Organisierten auf der Anklagebank gesessen hätten? schiedentlich die Genossen dieser Pflicht nachkommen. Jedoch hat man die Enttäuschung erleben müssen, daß in diesem Jahre die Der Herr Oberamtsrichter. In Nr. 252 des„ Vorwärts" beGemeinde listen nicht ausliegen. Warum? Weil nach richteten wir von der Verurteilung des Redakteurs der„ Bamberger der über Leben und Tod richtenden Verfügung des Gemeinde- Vor- Neuesten Nachrichten", Schmidt, zu 150 M. Geldstrafe, weil er dem daß er sein Dienstmädchen, im der Dienstherrschaft von einer Geburt Gemeindevertretung stattfinden sollen. Der§ 39 der LandgemeindeOrdnung besagt nun ganz deutlich, daß eine Liste der Gemeinde- überrascht wurde, menschenunwürdig behandelt habe, indem er bei glieder und der sonstigen Stimmberechtigten alljährlich der Niederkunft Wasser verweigerte und die Wöchnerin schon am im Monat Januar berichtigt werden muß, und nach§ 56 zweiten Tage auf einem Mistkarren aus dem Hause schaffen ließ. soll diese Liste in der Zeit vom 15. bis 30. Januar in einem vorher Die Straffammer Bamberg als Berufungsinstanz hob mun dieses zur öffentlichen Kenntnis zu bringenden Raum ausliegen. Unfre Urteil auf, sprach den Beklagten vollständig frei und Genossen werden sich beschwerdeführend an den Landrat wenden überbürdete dem Amtsrichter sämtliche Kosten. Mit der Oberamtsrichterund beantragen, daß die Liste unverzüglich berichtigt und ausgelegt Herrlichkeit ist es damit vorbei. werde; zugleich sind unsre Vertreter beauftragt, in öffentlicher Die Durchstechereien von Besuchern des Zoologischen Gartens mit Sigung über diese Angelegenheit Aufschluß zu verlangen. Die Aktionär- und Abonnementskarten haben bekanntlich vor einiger Zeit Nichtbeachtung der Landgemeinde- Ordnung seitens des Gemeinde- in mehreren Fällen zu einer strafrechtlichen Anzeige Anlaß gegeben. vorstandes hat es bereits vor 5 Jahren zuwege gebracht, daß unsre Einer dieser Fälle, in welchem es sich um eine gemeinsame Benutzung Genossen auf einen Siz verzichten mußten, und vor 3 Jahren wäre einer Karte durch eine Frau M. mit ihrer Tochter handelt, ist vor dasselbe geschehen, wenn nicht auf Einspruch unsrer Vertreter die Land- furzem abgeurteilt worden. Der Staatsanwalt beantragte für die gemeinde- Ordnung etwas näher unter die Lupe gebracht wäre. Mutter 500 M., für die Tochter 100 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof Denn man hatte ganz und gar vergessen, auch die Schöffen zu ließ mildernde Umstände walten und firierte die Straffäße für die dritteln, so daß auf die dritte Klasse ein Unangesessener mehr entfiel beiden Angeklagten auf 50 bezw. 10 M. und man den bereits gefaßten Beschluß auf ungültigkeitserklärung der Wahl aufheben mußte. Zu erivarten ist, daß die vorgesezte Behörde schon nach dem Lesen dieses Berichts Erkundigungen einzieht und für dessen Berichtigung Sorge trägt. Wetter: Prognose für Dienstag, den 27. Januar 1903. Ein wenig fühler, zeitweise aufklarend, jedoch unbeständig mit geringen Niederschlägen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Parkettbodenleger. Dienstag, den 27. Januar, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel Ufer Nr. 15, Saal V: = ſtandes in diesem Jahre keine Erſatz- und Ergänzungswahlen zur Oberamtsrichter Reiſchel in Soulfels vorgeworfen hatte, bei Außerordentliche Versammlung Der sämtlicher Parkettbodenleger. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Obmann. Modell- und Fabrik- Tischler fowie Modell- Drechsler Mittwoch, den 28. Januar, abends 8, Uhr, in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstr. 9: Branchen- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Bericht der Kommission vom verflossenen Jahre. 2. Neuwahl des 77/18 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Obmannes und der Werkstatt- Kontrollkommission. 3. Verschiedenes. Centralverband der Maurer. Zahlstelle Charlottenburg. 29. Jannar, abends 8 Uhr, bei Tolksdorf, Görligerstr. 58. Sages Dienstag, den 27. d. Mts., abends 8 Uhr, im kleinen Saale des Der Lese: und Diskutierklub Südost tagt am Donnerstag, den ordnung: Auszüge aus der parlamentarischen Geschichte Deutschlands. Referent: Genosse Schulz- Tegel. Volkshauses, Rosinenstr. 3: Außerordentliche Mitgliederversammlung Tages- Ordnung: Central Kranken- und Begräbniskasse für Frauen und Mädchen Deutschlands( E. H. 26.) Offenbach a. M. Verwaltungsstelle Berlin I. abends 8 Uhr, Hauptversammlung im Dienstag, den 27. Januar, 1. Anträge zum Verbandstag. 2. Wahl der Delegierten zum VerbandsGewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 3. Centralverein der Bildhauer( Verwaltungsstelle Berlin) im tage. 3. Bericht und Neuwahl der Delegierten in der Gewerkschafts- KomGewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I, abends 8 Uhr, General- mission. 4. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. versammlung. Werte Kollegen! Die außerordentlich hohe Bedeutung des ersten Punktes der Tages- Ordnung macht es jedem Kollegen zur Pflicht, in der Versammlung zu erscheinen. 136/3 Eingegangene Druckfchriften. Von Henriette Fürth. Das Es erwartet deshalb recht regen Besuch Mit follegialem Gruß Die örtliche Verwaltung. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung wird sich am Mittwoch mit der Frage der Erhöhung der Schulgelder für Vorschüler und der Organisation der Vorschulen zu befassen haben. Gelegentlich der vorjährigen Etatsberatung hatte die Versammlung eine gemischte Deputation eingesetzt, um zu prüfen, ob und wie weit eine Erhöhung der Schulgelder für die Vorschulen sowie der Schulgelder für Kinder der Nachbarorte eintreten, und ferner, ob eine anderweite Organisation der Vorschulen als selb= ständiger, mit den höheren Schulen nicht unmittelbar zusammenVon der Nenen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das hängender Einrichtungen in die Wege geleitet werden soll. 17. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Beschluß der gemischten Deputation über die letztere Frage wir hervor: Bonapartistische Künste. Pour le roi de Prusse. Eine lautet: Die Auflösung der bestehenden Vorschulen wird für Entgegnung von Franz Mehring. Die badische Landwirtschaft und die den Zeitpunkt ins Auge gefaßt, wo die unteren Klassen Getreidezölle. Von Emil Eichhorn. Industriewucher. Von Gustav Hoch, der Gemeindeschulen so weit gehoben sind, um die Vorschulen zu Hanau. II. Wohin treiben wir? Bon Dda Dlberg( Genua.) Litterarische Rundschau: ersezen. Der Magistrat wird ersucht, die Hebung der Gemeinde- Biehlinderwesen. schulen nach der angedeuteten Richtung sobald als thunlich in Angriff R. v. Wettstein, Der Neo- Lamardismus und seine Beziehungen zum Darwinismus. Von Kurt Grottewitz. zu nehmen. Bei Errichtung neuer höherer Lehranstalten soll unter Die„ Neue Beit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch- Mittwoch, 28. Jannar, abends 81% Uhr, im Wedding- Park( Gartenfaat), dieser Voraussetzung von der Errichtung von Vorschulen Abstand ge- handlungen, Postanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro nommen werden. Gleichzeitig wurde als Anfang für die nach Duartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die Durchführung der geplanten Gemeindeschul Reform zu beginnende Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post Auflösung der vorhandenen Vorschulen der 1. April 1906 in Aussicht nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Hejt kostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. genommen. Diesem Vorschlage ist der Magistrat nur teilweise beigetreten; er erkennt zwar das Bestreben an, die Gemeindeschulen Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen nach Möglichkeit zu heben, hält dagegen erst dann den Zeitpunkt für( Stuttgart, Diet' Berlag), ist uns soeben die Nr. 3 des 13. Jahrganges gekommen, der Frage wegen Aufhebung der Vorschulen näher zu zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Frauenarbeit und Strife. Von Else Feld. Die Hausfrau Ein Fortschrittchen. treten, wenn Erfahrungen darüber vorliegen, daß die ge- als Finanzminister. Plauderei von Brutus. II. Aus der Bewegung. hobenen Gemeindeschulen geeignet sind, die Vorschulen nach Feuilleton: Der Garten. Von Albert Gnußmann. Autorisierte Ueberallen Richtungen zu ersetzen. Er beantragt daher: a) Von segung von Wilhelm Thal. einer Organisation Vorschulen selbständige mit schaftliche Arbeiterinnen- Organisation. Heute Dienstag, den 27. Januar, abends 81% Uhr, den höheren Schulen nicht unmittelbar zusammenhängende ausstandes. Frauenbewegung. Einrichtungen wird Abstand genommen. b) Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Breis der Nummer bei Cfcheutfchler, Langhansftrafse No. 106: Die Frage wegen Aufhebung der Vorschulen wird so lange bertagt, bis 10 f., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1903 unter Nr. 3189) beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich ohne Erfahrungen darüber vorliegen, daß die durch zweckentsprechende Bestellgeld 55 Pf., unter Streuzband 85$ 1. Maßnahmen nach Möglichkeit zu hebenden Gemeindeschulen der = als Johanne Schackow t Notizenteil: Gewerk Das Ende des Meeraner WeberMüllerstraße 178: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vorstandsbericht. 2. Kaffenbericht. 3. Berbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 64/2 NB. Bei der äußerst wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mitglieder erforderlich. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Nachträge zum Statut und Frageaogen gelangen zur Ausgabe. Die Ortsverwaltung. Socialdemokratisch. Wahlverein Weissensee. General- Versammlung. 17736 Der Wahre Jacob hat soeben die 3. Nummer seines 20. Jahr- Die Tages- Ordnung ist äußerst wichtig und das Erscheinen aller Mitgeeignet sind, die Vorschulen nach allen Richtungen hin zu ersetzen". ganges erscheinen lassen. Wir heben aus dem Inhalt derselben besonders glieder unbedingt notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge können Im übrigen sollen vom 1. April d. J. ab für die Schulgelderhebung die beiden farbigen Bilder hervor„ Trans- und Gisleithanien", jederzeit im Lokale von Meister, Lehderstr. 5, entrichtet werden. folgende Bestimmungen gelten: a) Das jährlich zu zahlende Schul- auf dem die unaufhörlichen Zwijtigkeiten der östreich- ungarischen Bölkeranstalten einheitlich auf 120 M. festgesetzt. b) Für auswärtige Bahnarbeiter Betrachtungen über die Heiligkeit der Ehe darstellen. Das Schüler der höheren Lehranstalten und der Vorschulen, sowie für die auswärtigen Schülerinnen der höheren Mädchenschulen und der Bürger- Mädchenschule ist ein einheitlicher Aufschlag von 40 M. zu dem von einheimischen Schülern und Schülerinnen jährlich zu entrichtenden Schulgelde zu erheben. geld wird für die einheimischen Vorschüler sämtlicher höherer Lehr- schaften dargestellt sind, und Aus Sachsen", Sac je na, auf welchem fächſiſche Achtung! Schöneberg. Achtung " Bild„ Konkurrenzncid" würdigt die historische Rolle der Kammerdiener in fürstlichen Cheskandalen, das„ Bild„ Dresdner Kaffeeklatsch" behandelt gleichfalls das Dresdner höfische Ereignis, und auf einem weiteren Bilde giebt " Serenissimus" seine Meinung zur Giron- Affaire fund. In der Nummer beginnt ferner die Veröffentlichung einer Porträt- Galerie Die Makler des Brotwuchers", von denen zuerst Kardorff und Spahn in charakteristischer Weise dargestellt sind. Außerdem wird das Bild des Dichter- Abend im Charlottenburger Boltshause. Am 12. Februar, Braunschweiger Malers G. Wolters Köhler am Broden" abends 81 Uhr, veranstaltet die Direktion des Schiller- Theaters wiedergegeben. In weiteren Illustrationen werden noch eine Anzahl einen Heine Abend. Eintrittskarten( 40 Pf. einschließlich Pro- socialer und politischer Probleme satirisch behandelt. Der tertliche Teil der gramm und Garderobe) sind bereits von heute ab zu haben beim Nummer bringt die Gedichte„ Die Nationalliberalen"," Der„ Blamierte". Dekonom des Voltshauses sowie in den Cigarrenhandlungen von" In allen Zonen"," Eine traurige Geschichte"," Wir sind eine glückliche August Sellin, Wilmerdorferstr. 115/116, und Franz Schmidt, Nation"," Der Köhler im Harze", sowie ein größeres Feuilleton„ Der Fabritinspektor, wie er sein muß", das noch aus der Feder Mar Kegels entWilmersdorferstr. 130. stammt, die Humoreske Wie wird man Millionär" von Karl Düfer und zahlreiche kleinere satirische Beiträge in Poesie und Profa. Der Preis der zwölf Seiten starten Rummer ist 10 Pfennig. Bon einem Schlächterwagen überfahren wurde gestern abend gegen 6 Uhr der sieben Jahre alte Knabe des Nankestr. 33 wohnhaften Donnerstag, den 29. Januar 1903, abends 8%, Uhr: Grosse öffentliche Gewerkschaftsversammlung 202/3 in Obst's festsälen, Meiningerstr. 8. Tages- Ordnung: 1." Der Arbeiterschuh, wie er ist und wie er sein soll." Referent: Reichstags- Abgeordneter v. Elm. 2. Diskussion. 3. Gründung eines Gewerkschaftskartells für Schöneberg. Der Einberufer. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. opensuse ni Theater. Dienstag, 27. Januar. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Gala- Oper. Schauspielhaus. 1812. OF Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. 152072 Neues Opern- Theater. Geschlossen. Deutsches. Monna Vanna. Berliner. Maria und Magdalena. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege. Residenz. Die beiden Schulen. Thalia. Charleys Tante. Vorher: Cassis Baschat on Westen. Die lustigen Weiber von Windsor. Central. Madame Sherry. Belle Alliance- Theater. Am Telephon. Hierauf: Cupido u. Co. Casino. Leonore. Specialität. Apollo. Specialitäten. Frau Luna. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Schiller( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das Geheimnis der Carl Weik. Familie Humbert oder Der 100 Millionen- Schwindel. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Grosse Busch- Ausstellung. Max u. Moritz, Pater Filucius etc. Zauberkünstler F. Roberts ( d. Verschwinden einer Dame). Kasperie- Theater. Illusionen. Gr. Promenaden- Konzert. Schiller- Theater. Orts- Krankenkasse der Bildhauer, Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Lustspiel in 3 Akten frei nach Calderon von Friedrich Adler. Mittwoch abend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Das Geheimnis der Gilde. Schauspiel in 4 Aften von August Strindberg. Deutsch von Ernst Brausewetter. Mittwoch abend 8 Uhr: Sappho. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Das Geheimnis der Gilde. Renaissance. Cirkus Schumann Dienstag, den 27. Januar 1903, abends 72 Uhr: Parade- Vorstellung mit hierzu gewähltem ganz neuem Programm. Ausserdem das Tagesgespräch von Berlin Mr. Diavolo mit seinem er N. Gulch Passage- Theater. Looping the Loop. Luisen. Robert und Bertram. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Buntes. System Aubert. Kleines. Nachtasyl. 082 Trianon. Die Liebesschaukel. Valaft. Auf hoher See. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Vaffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Abends 72 Uhr zum 85. Male: Madame Sherry. Operette in 3 Atten von Hugo Felir. Morgen und die folgenden Abende: Dieselbe Vorstellung. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochent. 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Letzte Woche: Fräulein Augusta Adamovic Willy Prager. 14 neue erstklass. Nummern. Nachdem die Perle aller Pantomimen Die lustigen Heidelberger. Cirkus Busch. Stuccateure und verw. Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Dienstag, den 3. Februar d. I., finden gemäß§ 48 des Statuts die Wahlversammlungen statt zwecks Wahl der Vertreter zur Generalversammlung pro 1903 und 1904. Es haben zu wählen: a) Die Herren Arbeitgeber 63 Vertreter und 6 Grsatmänner, und zwar im Restaurant Zöls, Köpenickerstr. 137, abends von 812-92 Uhr. Wählbar und wahlberechtigt find Gala- Festvorstellung. 139 Bertreter und 14 GrjayArbeiter- Bildungsschule Berlin, Nachruf. Hierdurch die traurige Rach richt, daß unser langjähriges Mitglied Hermann Heerwagen beim Schlittschuhlaufen ertrunken ift. 4/8 Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Danksagung. Dienstag, den 27. Januar 1903, nur solche Arbeitgeber, welche Beiträge abends 72 Uhr: aus eignen Mitteln zur Kasse leisten. b) Die Herren Arbeitnehmer, Für die zahlreichen Beweise der männer im Gewerkschaftshause, Teilnahme bei dem Tode meiner Engel- Ufer 15, Saal I., abends prä- lieben Frau und unsrer guten Mutter cise von 8-9 Uhr. 270/12 sagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank. 4522 Otto Barth und Kinder. Grosser Huldigungs- Akt. Historische Quadrille. Seelöwen. Tartakoff- Troupe. Dahomey. Etablissement Mitgliedsbuch legitimiert. Wählbar und wahlberechtigt sind nur Kassenmitglieder, welche großjährig und im Besiz der bürgerlichen Buggenhagen Ehrenrechte find. Die Wahlakte am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max aus Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfeft. Im Kaifer- Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Trianon- Theater. Königstadt- Casino. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. Buntes Theater Tägl. 8-9 Uhr: Specialitäten u. Robert Steidl auf dem Hängeboden. Dienstag, Donners Frau Luna tag und Sonnabend: mit dem berühmten elektr. Ballett. Mittwoch und Sonnabend, nag- ing} Nakiris Hochzeit mittags 4 Uhr, halbe Preise. Jeder Freitag Erwachsene ein Kind frei. Schnee- mit dem sensationellen Spiegeltric. weisschen und Rosenrot. Sebes Rind Residenz- Theater. erhält ein Geschenk. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Anfang 712 Uhr. Heute und folgende Tage: Charleys Tante. Vorher: Cassis Pascha. Guido Tickscher als Charleys Tante. Sonntagnachmittag 3 Uhr fleine Breise: Egmont. Am 6. Februar zum erstenmal: Der Kamelienonkel. Posse Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 7 Uhr: Prolog. Hierauf: Die beiden Schulen. ( Les deux Ecoles.) Lustspiel in 4 Akten von Alfr. Capus. Morgen und folgende Tage: Die beiden Schulen. Freitag, den 30. Januar cr., zum erstenmal: Lutti( Loute). Schwank von Piere Beber. mit Gesang u. Tanz v. Leon Leipziger. Carl Weiss- Theater. Luisen- Theater. Robert und Bertram. Anjang 8 Uhr. Vorbert. 10-2 Kaffe. Morgen: Die Cameliendame. Donnerstag: Der Pfarrer von Kirch. feld. Große Frankfurter Straße 132. Familie Humbert oder: Der 100 Millionen- Schwindel. Aktuelle Stomödie in 5 Aften nach den bekannten Barijer Borgängen bon Edouard Gobelle, deutich b. 3. Barin. Anfang 8 Uhr. Köpnickerstrasse 68. Abends 8 Uhr: System Aubert Die angewandte Philosophie. Plauderei in 1 Akt v. Ruth Goetz. Bernhard Rose- Theater- Ensemble Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Dienstag, den 27. Januar 1903: Gewonnene Herzen. Bolksstück mit Gesang in 4 Atten von Dr. Hugo Müller. Anfang 8 11.hr. Winter GAHEN Das sensationelle Januar- Programm. Tortajada Spanische Tänzerin. Paul Conchas:„ Im Bivouac". Morton und Elliott, Excentrics. Wallno und Marinette, Tanzduo. Thompsons Wunder- Elefanten. Otto Reutter, Freitag: Zum erstenmal: Morgen: Benefiz für Frl. Wich Das Bordeverry- Trio. Somm Die Fechter von Ravenna. abend: Die Tochter Belials. Sonn- mann: Familie Humbert. Humorist. Adrienne Larive, Pariser Sängerin. fagnachmittag 3 11hr: Die Maschinen- Casino- Theater Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. bauer von Berlin. Abends 8 Uhr: Die Tochter Belials. Belle- Alliance- Theater. 8: Gala- Vorstellung. Heute u. folgende Tage: Ab. 7, Uhr. Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Hierauf gegen 81 Uhr: Cupido& Co. Schwant mit Ges. u. Tanz in 3 Alten. Emil Sondermann, Ferd. Worms, Hambrod, Kettner; Damen: Birkner, Marton, Foresen. Prolog Lothringerstr. 37. Buntes Programm. Lenore. Morgen: Ehrliche Arbeit. SteidlLinienstraße 132. Theater Dranien burger Thor. Täglich 8 1hr. Sonntags 7 Uhr. Stürmischer Die 7 Allisons, Akrobaten. ,, Das Mädchen mit dem goldenen Haar", si Eine Vision. Ballett. Pariser Luft, Die Reise in den Mond". Biographische Bilder. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Metropol- Theater. Strife faderfolg! Das Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. 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Auf die in der Nummer 21 des Vorwärts" enthaltene Annonce, überschrieben: Verein der Töpfer Berlins", durch welche über mein Wenn uns ein Trost bleibt, so ist Geschäft die Sperre verhangen ist, es der, daß alle, die den Dahinerwidere ich, daß nicht Lohn: geschiedenen kannten, ihm ein ehrendes differenzen, sondern persönliche Andenken bewahren werden. Streitigkeiten die Veranlassung gegeben haben. 18136 1771b Die trauernden Hinterbliebenen. Adolf Lupke und Frau Auguste Eduard Hoff, geb. John als Eltern. Töpfermeister. Gustav Lupke und Familie und Mar Lupke als Brüder. Dank! Für die unerwarteten, mir von nah und fern zugegangenen überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau Emilie, sage ich vor allem den geehrten Mitgliedern des Konsumvereins vom Lager II, fomie meinen werten Mitarbeitern, den Lagerhaltern, dem Aufsichtsrat und dem Vorstand des Konsumvereins, ferner dem Centralverband der Handlungsgehilfen sowie allen Genossen, Freunden und Verwandten hierdurch meinen tiefgefühltesten Dank. Emil Knoth, Charlottenburg. Lese- u. Diskutierklub„ Süd- 6st". 99 4502 Donnerstag, den 29. Januar, abends 82 Uhr, bei Tolksdorf, Görliserstraße 58: Vortrag des Genossen Schulz- Tegel: Auszüge aus der parlamentarischen Geschichte Deutschlands. 283/1 Pünktliches Erscheinen erwünscht. Gäste willkommen. Der Vorstand. PrinzenNeueste wahre billige Preise Dr. Simmel, 41 per Nachnahme. Wirkl. Salzfetthering, Faß M b. 500 St. 7 u. 8 ME. 250 St. 3 u. 4 M. Specialarzt für[ 55/ 11* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. 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