Nr. 24. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatt. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- SeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 ẞfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. Februar 1903 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntagsbeilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämtliche Zeitungsspediteure sowie unsre Expedition, Lindenstrasse 69, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Für das übrige Deutſchland nehmen sämtliche Postanstalten Bestellungen zum Preise von 1 Mark 10 Pfennig pro Monat ( ausichliesslich 14 Pfennig pro Monat Bestellgeld) entgegen.( Eingetragen ist der ,, Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste unter Пr. 8203.) Die Einziehung des Zeitungsgeldes von den bisherigen Postabonnenten erfolgt gegen Quittung durch die Briefträger, die zur vollgültigen Quittungsleistung berechtigt sind. Ieu hinzutretende Postabonnenten können die Zustellung der Zeitung und die Einzahlung des Zeitungsgeldes auch schriftlich bei der zuständigen Postanstalt beantragen. Für derartige Bestellfchreiben etc. wird eine Gebühr nicht erhoben. Ländern. Donnerstag, den 29. Januar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. „ Es ist unwahr, daß Willich sich getötet hat, weil er den ungünstigen Ausgang einer gegen ihn gerichteten Disciplinar- Unterfuchung befürchten mußte, denn eine solche Untersuchung ist niemals gegen ihn eingeleitet worden. Es ist univahr, daß Willich unter dem Drucke ihm ungünstiger ehrengerichtlicher Sprüche gehandelt hat, denn die Sprüche, die das Ehrengericht der Stabsoffiziere zu zwei verschiedenen Malen abgegeben hat, erkennen die Korrektheit seines Verhaltens an und weisen ein Vorgehen gegen ihn zurück. Wahr ist hingegen, daß die Bestrebungen Willichs, in die trüben Verhältnisse der Provinz Posen Licht und Ordnung zu schaffen, nicht nur zu heftigen Antgriffen und Verfolgungen der Anhänger des Majors Endell geführt haben, sondern daß man auch versucht hat, Willich durch gesellschaftliche Boykottierung das Leben in der Provinz unmöglich zu machen und ihn daraus zu vertreiben. Wahr ist ferner, daß diese Bestrebungen von den Provinzialvorgesezten des Herrn v. Willich nicht befämpft wurden, sondern, daß man Herrn v. Willich den Anfeindungen seiner bündlerischen Feinde überließ." begrüßen. Wie wenig es die Achtung vor Verfassung und Gesetz ist, welche die Haltung der Umsturzpartei beeinflußt, das zeigt sich schon darin, daß sie den Beamten mit aller Macht bas verfassungsmäßige Recht freier Meinungsäußerung im Wahlkampfe zu beschränken strebt. Wenn es denkbar wäre was bei uns, Gott sei Dank, doch noch nicht der Fall ist, daß Beamte öffentlich Propaganda für die Socialdemokratie machen könnten, dann würde die Partei für Beamte fihrer Richtung aufs nachdrücklichste eintreten, falls irgend welche Versuche gemacht würden, ihre Agitation einzuschränken. Außerdem haben die wüsten Scenen im Reichstage bei den Kämpfen um den Antrag v. Kardorff genugsam gezeigt, wie viel Verfassung, Recht und Gesetz der Socialdemokratie gelten. Sie richtet sich lediglich danach, was ihr nügt, nicht nach dem, was recht ist. Aufs Klarste tritt das auch in ihrem alten Vorschlage hervor, der gelegentlich immer neu aufgewärmt wird und auch jetzt in der Presse wieder auftaucht, die Reichstagswahlen an Sonntagen stattfinden zu lassen. Dieser Termin ist jedenfalls den Socialdemokraten gerade deshalb so erwünscht, weil sie annehmen können, daß eine ganze Anzahl von Derartige Vorgänge sind schließlich die notwendige Folge der Wählern am Sonntage zu wählen sich weigern würden, sei Korruption, die die verblendete neueste Polenpolitik anrichten muß. es aus religiösen Empfindungen, sei es aus Widerwillen gegen Erlaubt man den Deutschen, gegen die Polen nach Willkür zu verdas Treiben der mit dem Wahlgeschäft verknüpften lärmenden fahren, so achten sie auch Ehre und Leben der eignen Stammesagitatorischen Vorgänge gerade am Sonntag. Um Empfindungen genoffen nicht. von Leuten, die nicht socialdemokratisch wählen, kümmert sich die genossen nicht. Socialdemokratie ja gar nicht, denn sie dient nicht dem Allgemein- Daß ein preußischer Minister aber gegenüber einem preußischen interesse, sondern nur dem Parteinuzzen. Wenn also antisocial- Landrat einen verrufenen Führer des Bundes der Landwirte, diefer demokratische Elemente nicht wählen, so ist das der Umsturzpartei extremen Oppofition, schüßt und zu seinen Gunsten eingreift, nur erwünscht. Zieht man das in Rücksicht, dann begreift man zeigt wieder, daß die Agrarier noch immer ihre Vertrauenswohl, warum die Socialdemokratie so gern den Sonntag als leute in der Regierung haben, die insgeheim gegen die RegierungsWahltag festgesetzt sähe." politik selbst intriguieren wie Miquel beim Kanal- zeigt ferner, welche Einflüsse bei der Krone mit Erfolg geltend gemacht werden. Im Auslande kann der Vorwärts" gleichfalls bei der Post bestellt werden; der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich 5 Fr. 1 Cts. in Belgien, 3 Fl. in Holland, 3 Kr. 59 Oere in Dänemark, 5 Cire 71 Cts. in Italien, 5 Fr. 15 Cts. in Luxemburg, 4 Kr. 66 Heller in Oestreich- Ungarn, 6 Fr. 10 Cts. in Rumänien, 4 Kr. 17 Oere in machern durch die Socialdemokratie das Wahlrecht entzogen werden Die" Post" ist bereits in schwerer Angst, daß ihren Scharf Schweden, 5 Fr. in der Schweiz; 9 Mark in Frankreich, England, tönnte, während doch nach ihrem Wunsche das Umgekehrte geschehen Spanien und Portugal, den Vereinigten Staaten von Nordamerika foll. Sie befiriert von der Behinderung der Beamtenrechte durch Die Landwirtschaft im Abgeordnetenhaus. und andren zum Weltpostverein gehörenden aussereuropäilchen die Socialdemokratie, während heute jeder Beamte, deſſen freie foll. Sie deliriert von der Behinderung der Beamtenrechte durch Auch am Mittwoch wurde die ganze Sigung des AbUnter Kreuzband direkt von der Expedition bezogen kostet der Meinungsäußerung im Widerspruch mit den Herrschenden steht, aus geordnetenhauses durch Klage- und Truglieder über die Not Vorwärts" pro Monat 2 Mark innerhalb Deutschlands und seiner dem Dienst gejagt wird. Sie wendet sich gegen die socialdemo- der Landwirtschaft ausgefüllt. Der Bundesführer Freiherr Kolonien, in Oestreich- Ungarn und Luxemburg, im Ausland 3 fark fratische Forderung der Sonntagswahl mit dem irrfinnigen Ge- b. Wangenheim erklärte als Generalprobe zu der nächsten pränumerando. schwäß, daß diese Forderung erhoben werde, um die religiös Vorstellung im Cirkus Busch, der Regierung das unveränderte Gesinnten von der Wahl fernzuhalten, während doch vielmehr Mißtrauen des Bundes der Landwirte. Er verstieg sich Redaktion und Expedition des Vorwärts". bie fonfervativen Scharfmacher die Sonntagswahl überaus fürchten, zu dem Ausdruck, daß der neue Zolltarif in seinen Wirweil am Sonntag hunderttausende Arbeiter, die jetzt an der Aus- fungen für die Landwirtschaft schlechter sei als der alte. Herr übung des Wahlrechts gehindert werden, ihr Recht verwirklichen und b. Wangenheim suchte überhaupt sich selbst zu übertrumpfen. die Socialdemokratie stärken würden! Wäre auch nur der zehnte Teil seiner Ausführungen wahr, so Daß die Sonntagswahl ernstlich nicht im mindesten gegen wären die Grundbesizer dem Hungertode überliefert, während religiöse Empfindungen verstößt, beteist schon der Hinweis auf die Landarbeiter im Ueberfluß leben. Ein Landarbeiter, der Die geringfügige Zusage der Sicherung des geheimen Wahlrechts erregt fortgesezt die Entrüstung derer, die aus der Wahl- Belgien, wo unter der Herrschaft des frömmsten Katholizismus eine ordentliche Frau hat, kann sich nach seiner Ansicht sogar ein kleines Vermögen ersparen, die Landflucht ist geringsten Befferung und Festigung des Reichstags- Wahlrechts. Der" Post"-Unfinn zeigt die wilde Angst der Reaktion vor jeder ganz unbegründet. Denn die Arbeiter gehen nur, um sich zu Die Wahlsicherung. " beeinflussung und Wahlfälschung ihre politische Existenz ziehen. Die Kons. Korresp." ergeht sich täglich in heftigen Bemerkungen gegen die nervöse" Regierung, und die Deutsche Tagesztg.", sich zugleich gegen die lezte Rede des Grafen Posadowsky wendend, flagt wütend über getäuschte Hoffmmgen" derjenigen, die einen ,, konsequenten und kraftvollen Kampf gegen die Socialdemokratie" erwartet hatten. Es ist nicht ohne Interesse, wie Agrarier gegen eine Regierung toben können, sobald diese irgend etwas thut, was den Reaktionären nicht behagt. Herr Dertel jammert: " 1 die Sonntagswahl besteht. Politifche Ueberficht. Berlin, den 28. Januar. Die Germanisatoren. Herr Löhning wurde in dem Sibirien der germanisatorischen Daß der Weizen der Socialdemokratie jest blüht wie nie Senute unmöglich, weil er eine Feldwebelstochter geheiratet hatte. zuvor, kann niemand leugnen. Die Ernte wird sie bei Der Landrat v. Willich in Birnbaum erschoß sich, weil er den den nächsten Wahlen sicher einheimsen. Wenn man die geschworne Gegnerin der monarchischen Verfassung so gesellschaftlichen Boykott nicht ertragen konnte, den die agrarische behandelt, wie sie von der gegenwärtigen Regierung be- Rotte berfolgte, weil er es gewagt, gegen den anrüchigen Häuptling handelt wird, so muß das Voll in seiner breiten Masse unv. Endell aufzutreten. amüsieren, in die Städte, die Behandlung der Landarbeiter ist die beste, die man sich denken kann. Es lohnt nicht, diese Anschauungen zu widerlegen. Die Thatsachen, die eine beredtere Sprache reden als der Bundeshäuptling, beweisen, was es mit seinen Phrasen auf sich hat. Es scheint überhaupt, als ob Herr v. Wangenheim von der firen Jdee befallen ist, daß die Regierung demnächst ins Lager der Socialdemokraten übergeht. Bezeichnete er doch unter Zustimmung der Rechten die Einbringung der Vorlage betreffend Sicherung des Wahlgeheimnisses im Reichstage als eine Belohnung der socialbentokratischen Obstruktion. Im Gegensatz zu Herrn v. Wangenheim verteidigte Abg. v. Kardorff den Zolltarif. Nach seinem Ausritt aus flar, unsicher und verwirrt werden. Manches, das den Für das tragische Ende Williche können die Hezer billigerweise den Bunde der Landwirte untersteht er ja nicht mehr der Weizen der Genossen zur vollen Blüte gebracht hat, ist ja nicht direkt nicht verantwortlich gemacht werden; denn niemand konnte Disciplin des Vorsitzenden und darf deshalb ruhig der Wahrauf das Conto der Regierung als solcher zu schreiben; was wir wissen, daß die zarte Natur Willichs den dauernden Angriffen nicht heit die Ehre geben und eingestehen, daß die Landwirtschaft ihr aber zum Vorwurf machen, das ist die taftende, unsichere In- gewachsen sein würde. Ein Kräftigerer hätte den Kampf mit der durch den Tarif erhebliche Vorteile erhalten hat. Aehnlich fonsequenz in der Behandlung der Socialdemokratie. Für eine Bande aufgenommen. wie Frhr. v. Wangenheim ist auch der Centrumsagrarier Graf täppische, drauflos schlagende Scharfmacherpolitik sind wir niemals Aber das Treiben dieser Camorra ist doch für die Zustände in den Braschma noch nicht zufriedengestellt; er will zwar der gewesen, wohl aber für eine Politik, die durch Schutz der schaffenden Stände, insbesondere des Mittelstandes der Socialdemokratie das Ostmarken außerordentlich bedeutsam. Es scheint, daß man dort Reichstagsmehrheit keine Vorwürfe machen, erwartet aber, Wasser abgräbt und sie andrerseite folgerichtig so behandelt, wie feit dem Germanisierungskurs wie in einem wilden Lande Hausen daß nur solche Handelsverträge zustande kommen, die noch eine Partei zu behandeln ist, die zugestandenermaßen an der darf, sofern man nur einen deutschen Namen trägt. höhere Zölle auf Getreide, Vieh und Fleisch enthalten, als festesten Grundlage der Verfassung rüttelt. Weder das eine noch Der Leiter des Bundes der Landwirte in den Ostmarken, Herr sie vom Reichstag beschlossen sind. das andre ist geschehen. Das Hin und Herpendeln zwischen v. Endell, hat wiederholt die Deffentlichkeit beschäftigt. Man hat den Im übrigen wurde in der Debatte neben zahllosen Brüstieren und Versöhnen, zwischen Zerschmettern und Streicheln Polenfonds mißbraucht, um dem bankrotten Mann sein Gut ab- Kleinigkeiten der bekannte Erlaß des Ministers über die ist die denkbar unglüdlichste und unseligste Politik." Die Agrarier wollen mur eine Politit, die des gollwuchers! zukaufen. Und als er die Gelder der Landwirtschaftskammer in Verschuldung des ländlichen Grundbesikes Jeder Schritt von diesem Wege ist unglücklich und unfelig". Wehe nicht einwandsfreier Weise benutzte, hielt seine Gefolgschaft schützend besprochen. Die Agrarier sind erfreut darüber, daß Herr der Regierung, die nur einen Augenblick bedenkt, daß es außer den Schild über ihn. Die Angelegenheit ist bisher nicht gerichtlich v. Podbielski sich ihrer so warm annimmt, während die Konservativen und Agrariern auch noch ein deutsches Volt giebt! aufgeklärt. Nur der militärische Ehrengerichtshof hat sich eingemischt. Redner der Linken, die Abgg. Dr. Crüger( frs. Vp.) und Sein Urteil war zuerst für Endell nicht günstig. Da griff, wie die Gothein( frf. Vg.) scharfe Stritit an dem Erlaß übten. National Zeitung" verrät, der preußische Landwirtschaftsminister In letzter Stunde griff auch der Minister v. Podbielski standesrest gebracht. Gestern hatte sie, zur Hintertreibung der Wahl- Podbielski zu Gunsten Endells ein, und bewirkte eine Abänderung noch in die Debatte ein. Man merkte seiner Rede an, daß er sicherung, plötzlich ihr Mitempfinden für die Bergarbeiter entdeckt, des ehrengerichtlichen Urteils. ziemlich spät vom Festmahl heimgekehrt war. So verworren die bei der Notwendigkeit längeren Zeitaufwandes infolge des Den Kampf gegen den agrarischen Dunkelmann hatte in erster und fraus verbreitete er sich über alle möglichen Fragen. Auch Passierens durch den Isolierraum an der Ausübung des Wahlrechts Linie Herr v. Willich geführt. Nachdem Herr v. Endell durch auf die ihm in den Mund gelegte Aeußerung über den behindert werden könnten. Wir schlugen darauf vor, die Wahlen Podbielski gerettet, wurde Willich in Acht und Bann gethan. Seine Lausekanal" kam er zu sprechen. Wunderbarerweise verauf den Sonntag zu verlegen. Die" Post" erkennt nun, Nerven wurden zerrüttet. Schließlich übte er Selbstmord. Die mochte er sich daran nicht mehr zu erinnern, er ſtellt daß sie durch ihre erheuchelte Sorge um die Bergarbeiter einen Endelleute verbreiten, der Unglückliche habe sich erschossen, weil er es aber auch nicht in Abrede, ein solches Wort geGedanken angeregt hat, dessen Verwirklichung ihr fürchterlich eine ehrlose Handlung begangen habe. So erzählt der Reichs- braucht zu haben. Ob ich die Aeußerung gemacht habe, ich wäre. So sucht sie das Unheil, das sie heraufbeschworen hat, bote": fann es Ihnen nicht sagen, ich weiß es thatsächlich ebensosofort zu beschwichtigen, indem sie selbst für die„ Bost" ungewöhn lichen Unfinn über die Socialdemokratie und das Wahlrecht verbricht; sie stammelt also: 著 Die" Post" hat durch die Wahlsicherung vollends um den VerAus idealen Gründen schwärmt die Socialdemokratie ganz getviß nicht für das allgemeine gleiche, direkte und geheime Wahlrecht, sondern lediglich deshalb, weil sie in dem schrankenlosesten Wahlrecht das beste Mittel erkennt, die traurigen Früchte einer strupellosen Verheizung einzuheimsen. Deshalb würde sie gegen Maßregeln, welche Kreisen das Wahlrecht türzen könnten, die doch niemals zum socialdemokratischen Stimmzettel griffen, taum etwas einzuwenden haben, im Gegenteil, solche mit Freuden " M 11 Es ist bekannt genug, daß sein eigner Bruder von der Sigung wenig wie Sie." Und damit basta! Nun, offen und ehrlich ist des Ehrenrates in der letzten Woche direkt zu ihm tam und an Herr v. Podbielski wenigstens. ihn die Erklärung abgegeben haben muß, es bleibe ihm nichts Am Donnerstag wird die Debatte fortgesetzt. An zweiter audres übrig als die Kugel. Und was hat er getan? unter Stelle steht der Antrag Langerhans( frf. Bp.) betreffend seinem Ehrenwort Artikel in der Zeitung abgeleugnet, die er doch die Feuerbestattung auf der Tagesordnung. gefchrieben hatte gegen den Agitator von Endell gewiß eine ehrlose, feige That. Bemerten wir aber dabei, daß er in der Angelegenheit gegen v. Endell nur ein vorgeschobener Mann einer höher stehenden bekannten Person war, die er gewissermaßen decken wollte." Demgegenüber versichert die Kölnische Zeitung": die Amtliche Venezuela- Wirrnis. In der Nordd. Allg. 3tg." lesen wir: Reuters Bureau" veröffentlicht Angaben über Aeußerungen, der deutsche Geschäftsträger in Washington, Graf Quadt, über die mißverständliche Auffassung des Vorgehens der deutschen Schiffe vor Maracaibo gemacht Hat. Wir sind in der Lage, aus der Information, die Graf Quadt am 24. Januar vom Auswärtigen Amt erhalten bat, folgendes mitzuteilen: " Es kracht im Bloc". Paris, 27. Januar.( Eig. Ber.) Das alljährliche platonische Gefecht um das Kultus budget ist diesmal ganz unerwartet zu einem wichtigen parlamentarischen Ereignis geworden. " = fanden sich denn dort auch unter Führung des Ges Heimen Regierungsrats Dr. Roesler, der die schmude Uniform eines Rittmeisters der Landwehr- Kavallerie frug, neben dem Bau Inspektor v. 3abiensky und dem Stations- Vorsteher Rohloff ein: der Strecken Arbeiter Bren nede, der Wagennotierer Radloff, der Oberpuzzer Rehfeldt, der Heizer Schröder, der Güterboden- Vorarbeiter Suhr und der Bureau- Assistent Richter. Herr Budde begrüßte diese schlichten Eisenbahnbediensteten auf das freundlichste und hieß sie unter seinen Oberbeamten, MinisterialDirektoren und Räten, an der reich besetzten Tafel Plazz nehmen. Man kann sich die freudige Ueberraschung der einfachen Arbeiter vorstellen, neben ihrem höchsten Chef, dem Minister und neben ihrem höchsten Vorgesetzten, dem Präsidenten Kranold, und den hohen Ministerialbeamten in Frack und Uniform an ein und derfelben Festtafel vereint sein zu dürfen." Man war es gewöhnt, daß auch die aller antiklerikalsten Politiker, „ Das Vorgehen S. M. S.„ Panther" gegen San Carlos ist die in der Opposition die Trennung zwischen Kirche und Staat die gerechtfertigte Abwehr eines friegerischen verlangt hatten, auf der Regierungsbank die 1869 von Gambetta Angriffs. Das Feuer wurde von dem venezolanischen Fort aufgestellte Forderung regelmäßig verleugneten. Man hatte es auch eröffnet, als der" Panther" in rechtmäßiger Aus nicht anders vom Kabinett Combes erwartet, dessen Programm übung von Blockademaßnahmen über die Barre laufen wollte. Kein amerikanischer oder englischer Admiral übrigens ausdrücklich die Aufrechterhaltung des Konkordats enthält. würde anders als unser Sommodore gehandelt und nicht die Die antifleritale Budgetfommission hatte ihrerseits auf Wunsch der Möglichkeit der Wiederholung eines folchen Angriffs auf einen Teil Regierung das Kultusbudget votiert unter der üblichen Motivierung, feines Blockadegeschwaders in gleicher Weise verhindert haben. Die die feit mehr als 20 Jahren die Trennung zwischen Kirche und Verantwortung für den Vorfall trifft denjenigen, der den Befehl, auf Staat für„ verfrüht" erklärt bald aus diesem, bald aus jenem den Panther" zu feuern, gegeben. Die aus technischen fadenscheinigen Grund. Wir haben Thränen geweint, als wir diese herrliche BegebenGründen unvermeidliche Verzögerung der deut Ministerpräsident Combes aber begnügte sich mit den alten heit lasen; sie ist wert, sofort in alle Schul- Lefebücher aufgenommen ichen amtlichen Berichterstattung von Maracaibo Scheingründen nicht. Er hatte auf eine ausgezeichnete Rede des zu werden. Man kann es also doch in der christlichen Monarchie zu rechtfertigt es nicht, sich auf Grund falscher Nachrichten gegen uns revolutionär- socialistischen Abgeordneten Maurice Allard zu etwas bringen: Fünf schlichte Eisenbahn- Arbeiter haben an der zu entrüsten. Der venezolanische Befehlshaber hat wahrscheinlich gerade den Zeitpunkt der Ankunft Bowens antworten, der namens seiner Fraktion die Abschaffung des Kultus- Tafel der Ercellenzen an Kaisers Geburtstag gegessen! Welche AbUnd nun über- gründe menschlicher Leutseligkeit offenbaren fich da. Zerschneidet mur in Washington gewählt, um den konflikt zu schärfen und budgets mit schlagenden Argumenten begründete. das Tischtuch mit der Socialdemokratie und Ihr werdet an einem damit auf die amerikanische öffentliche Meinung zu wirken." raschte der Chef des antiklerikalen Regierungs, blocs" Freund und Tischtuch mit leibhaftigen Ministern essen, etwa so wie die kleinen Auf Grund der damals hier vorliegenden Nachrichten mußte Feind durch Erklärungen, wie sie nicht anders etwa ein preußischer Beamten, die zur Festtafel bei der Ordensfeier befohlen werden. angenommen werden, daß der„ Panther" in die agune ein Kultusminister machen könnte. Es fehlte nur in Combes' Nede Es ist den armen Teufeln sicher zu gönnen, daß sie einmal Ianfen wollte, um konterbande Schiffe aufzu- die ausdrückliche Berufung auf jenes Wort: Die bessere Sachen zu essen kriegten. Socialpolitisch bedeutsamer aber bringen. Nach einer jest vorliegenden telegraphischen Meldung Religion muß dem Bolle erhalten bleiben". wäre das lmgekehrte: wenn die Ercellenzen so oft wie möglich bei des Kommodore Scheder stellt sich heraus, daß der Panther Denn eben dies war der Sinn feiner ganzen Beweis- der Mittagstafel des schlichten Mannes aus der Werkstatt als Gast nicht einmal die Absicht hatte, über die bei dem niedrigen führung zu Gunsten des Kultusbudgets! Bis auf weiteres erschienen. Vielleicht denken sie dann ein wenig an die Wirkungen Baſerſtande zu jener Zeit für ihn überhaupt nicht pajfierbare innere iſt nach Combes ohne Religion feine Moral möglich, der bahnüblichen Löhne, und außerdem fiele dann der peinliche UmBarre in die Lagune einzufahren, sondern nur in geschützterer age hinter der äußeren Barre vor Anker gehen nahezu für alle Franzosen." Die ſittlichen stand fort: Proletarier als Tafeldekoration zu verwenden. wollte, als er unerwartet vom Fort San Carlos Feuer erhielt. Ideen, wie sie von den diversen Kirchen gelehrt würden, seien„ notBost" Schwindel! Die„ Post" besitzt die Unverschämtheit zu Nach derselben telegraphischen Meldung hat der Panther" wendig." Der weltliche Unterricht fei vorläufig nicht im stande, den behaupten, es sei eine tendenziöse Entstellung Bebels, daß Bismarc keinerlei Verluste oder Beschädigungen erlitten." am 26. November 1884Moralunterricht zu ersetzen: dazu sei er zu„ oberflächlich und beim Reichstage erklärt habe, daß ohne Was an dieser offiziellen Auslaffung der„ Nordd. Allgem. schränkt". Man müsse warten, bis einmal die vervollkommnete welt- Die Socialdemokratie auch die geringen Anfänge der socialen GesetzZeitung" zunächst auffällt, ist die absolute Unkenntnis, in der liche Primarerziehung die Menschen ohne Zuhilfenahme der Religion gebung noch nicht existieren würden. Man gewinnt bei dem„ Post"- Artikel einen recht aufklärenden sich das deutsche Auswärtige Amt noch am 24. Januar hinreichend gegen die Gefahren und Prüfungen des Lebens garantieren" Einblick in die Fälscher- Werkstatt des Scharfmacher Organs. Der über einen Vorfall befunden hat, der sich bereits am 17. Januar ab- könnte!... Verfasser des Artikels hatte nämlich die Nede Bismarcks vor Augen, gespielt hat. Wir bezweifelten bekanntlich die Richtigkeit der bisherigen Man begreift die Freude der Klerikalen und ihrer melinistischen als er los schrieb; er citiert nämlich wörtlich allerdings mit amtlichen Erklärungen, wonach der überhaupt erste Bericht über Freunde und andrerseits die namenlose Bestürzung der Regierungs- charakteristischer Auslassung der Stelle: Alle menschlichen Einrichtungen das am 17. Januar passierte Renkontre des Panther" erst am truppen ob diesem wahrhaften Pronunziamento des find unvollkommen, imm höchsten Maße und am allermeisten die 21. Januar ant das Auswärtige Amt abgesendet worden Regierungschefs gegen alles, was die dritte staatlichen Einrichtungen, dann aber, als es galt, die entscheidende fet. Ausführung der Rede wiederzugeben, schlug er entsetzt das Buch zu Nun ersehen wir aber aus der amtlichen In Republit auf dem Gebiete des weltlichen Unter- und ersetzte das Citat durch folgende bewußt fälschende Wiedergabe: struktion, die das Auswärtige Amt am 24. Januar an den richts gethan, gegen alles, was Combes selbst seit deutschen Geschäftsträger Quadt abgesandt hat, daß selbst die am Monaten gegen den Klerikalen Unterricht thut. Ist ohne 21. Jamuar vom Kommodore Scheder abgesandte Nachricht, die am Religion keine Moral möglich, warum hat dann 23. Januar zur Kenntnis des Auswärtigen Amtes gelangt war, die Republik den religiösen Unterricht aus noch nicht einmal die allernotwendigsten Mitteilungen über die Ursache den Schulen verbannt? Warum schließt Combes des Zusammenstoßes am 17. Januar enthalten hat. In der vom die mönchischen Unterrichts Anstalten? Der Auswärtigen Amte am 23. Januar abends durch das Wolfffche agitatorische Wert des Pronunziamentos ist für die Klerikalen Bureau mitgeteilten Depesche hieß es bekanntlich nur: unermeßlich. Sie können nun die„ fittliche" Ueberlegenheit ihrer Schulen auf die Autorität ihres Verfolgers" stüzen. " PP ,, Am 17. Januar wurde beim Passieren der Maracaibo Barre Panther" von Fort San Carlos unerivartet mit lebhaftem Feuer angegriffen." " Nach den obigen Auslassungen der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" hat thatsächlich das Telegramm des Kommodore Scheder feinen andren Wortlaut gehabt! Erst mehrere Tage später wann sagt die„ Nordd. Allg. 3tg." nicht traf eine weitere Information Scheders ein, die mitteilte, daß" Panther" gar nicht beabsichtigt habe, in die Lagune einzufahren, sondern sich lediglich in„ geschützter Lage" habe verankern wollen! Welch unglaubliche Bummelei der pflichtgemäßen Berichterstattung der Blockadeflotte! " und das " " 9 Genoffe Sem bat, revolutionärer Socialist, die ministeriellsocialistischen Abgg. Breton und Pressensé, der Linksradikale Ferdinand Brisson, der Organisator des weltlichen Primarunterrichts, und andre gaben dem Ministerpräsidenten die verdiente Antwort. Genosse Vaillant bemerkte noch kurz und treffend, daß die Trennung zwischen Kirche und Staat, die Combes ins Unendliche verschiebt unter dem Vorwand, der graujigen Gefahren, die daraus( für die Republik"!) entstehen würden, schon vom Konvent durchgeführt wurde, und das mit vollem Erfolg, bis dann Napoleon zu reattionär- dynastischen Zweden als erster Sonsul das Konkordat mit dem Vatikan abschiop. Als Kommodore Scheder am 21. Januar das fragliche TeleEin kurzer Rechtfertigungsversuch des Ministerpräsidenten vergramm absandte, hatte Hafte er doch zweifellos längst mit dem philosophische" Gesinnung, die ihn die Religion als" cine der er genaueste, erschöpfendste Kenntnis schlimmerte noch die Sache. Er berief sich auf seine„ spiritualistischDer Vorgänge. Kommandanten des Panther", der ihn ja zur Unter- mächtigsten sittlichen Kräfte der Menschheit" erklären ließ, und zwar fügung herbeigerufen hatte, eingehendste persönliche Rücksprache ge- schon vor zwei Jahren im Senat. Dann fügte er die Herausnommen! Das mußte ja schon deshalb geschehen sein, weil Scheder forderung an die Mehrheit hinzu, mit ihm zu brechen, falls sie sich selbst das erneute Bombardement in Person leitete. in ihm getäuscht hätte. Wie hätte er ein Bombardement eröffnen können, ohne die 11 r= Bei der Abstimmung über den socialistischen Antrag auf Abfachen des Zwischenfalls ganz genau zu fennen. Und schaffung des Stultusbudgets erfolgte der erste Bruch zwischen Retros alledem schwieg er sich darüber dem Auswärtigen Amt gegenüber gierung und Mehrheit. Das Budget wurde mit 315 hauptvollständig aus! sächlich klerital- melinistischen Stimmen gegen 194 Diefe unbegreifliche, unverzeihliche Pflichtversäumnis brachte Stimmen votiert, welch letztere neben den 12 revolutionär dan, wie die, Nordd. Allg. 3tg." in ihrer obigen Erklärung focialistischen Abgeordneten fast sämtlich die Kerntruppen der attenmäßig feststellt, das deutsche Auswärtige Amt in die überaus Regierung umfassen, die Radikalen und ministeriellen Socialisten. peiuliche Lage, seinerseits dem deutschen Geschäftsträger in Ja, selbst der Marineminister Pelletan brach die Washington eine falsche Information über die" Panther"-Affaire zu ministerielle Solidarität wenigstens insoweit, als er sich der Absenden! Ist doch die auf die nachlässige und irreführende ftimmung enthielt, so seinem eignen Chef das Kultusbudget verFassung des Schederfchen Telegramms fich ftüßende Stelle der amtweigernd. Lichen Information an Grafen Quadt des„ Panther". Fürst Bismard ist es absolut nicht eingefallen, wie Bebel bei seiner bekannten Ungeniertheit im Behaupten glauben machen möchte, zu sagen, ohne die Socialdemokratie würden auch die Anfänge der Socialpolitik nicht eristieren. Solchen Ausspruch fonnte Fürst Bismard umsoweniger thun, als er mit den Thatfachen im völligen Widerspruche gestanden hätte. In Wahrheit hat er in seiner Rede nur bemerkt, daß das Vorhandensein der Socialdemokratie die Ueberwindung mancher Hindernisse in der durch die kaiserliche Botschaft vom 17. November 1881 inaugurierten Socialpolitik der Regierung erleichtere. Was Fürst Bismarck dabei im Sinne hatte, war die außerordentliche Lässigkeit, mit welcher der Reichstag im Jahre 1882/83 die Beratung des Unfallversicherungs- Gefeßes betrieben hatte, sodass er durch kaiserliche Botschaft vom 14. April 1883 noch besonders an die Erledigung dieses Gegenstandes gemahnt werden mußte. Nicht zum wenigsten waren die Socialdemokraten an dieser Lässigkeit schuld, denn die Umsturzpartei war die heftigste Gegnerin der socialpolitischen Gesetzgebung." Die letzte alte Lige, die Socialdemokratie sei die heftigste Gegnerin der focialpolitischen Gesetzgebung die socialpolitischen Anträge der Socialdemokratie beweisen das Gegenteil- lassen wir auf sich beruhen. Es genügt, wenn wir nachholen, was die„ Post" geflissentlich unterschlägt, wenn wir die klaren, unzweideutigen Worte gestellt würde, vielleicht so abwirtschaften würde, daß wiederholen, die Bismarck damals gefagt. Bismard bedauerte, daß die Socialdemokratie, wenn sie vor die Verwirklichung ihrer Ziele Bedarf hinaus" ihre Anhänger fich lichten würden, und er beüber den gründete dieses ironische Bedauern wie folgt: " „ Die Socialdemokratie ist so, wie sie ist, doch immer ein erhebliches Zeichen, ein Menetekel für die befizenden Klassen dafür, daß nicht alles so ist, wie es sein sollte, daß die Hand zum Bessern angelegt werden kann, und insofern ist ja die Opposition. ganz außerordentlich nüßlich. Wenn es keine Socialdemokratie gäbe, und wenn nicht eine Menge Leute sich vor ihr fürchteten, würden die mäßigen Fortschritte, die wir überhaupt in der Socialreform bisher gemacht haben, auch noch nicht criftieren..." Es gehört die ganze Schamlosigkeit der" Post" dazu, um angesichts dieses Wortlautes, der Bebels Aeußerung in jedem Punkt bestätigt, unter absichtlicher Verhehlung des Citats, unfren Genossen der Entstellung zu zeihen. " 1 Zum Kinderschutz- Gesetz haben die Abgg. Wurm( Soc.) und Und was nun? Das Kabinett Walded Rousseau regierte Genossen die in der Kommission schon gestellten Anträge auf Ein" Das Feuer wurde von dem venezolanischen Fort eröffnet, zwar in seinem letzten Jahre mit zwei abwechselnden Mehrheiten. beziehung der in der Landwirtschaft beschäftigten als der„ Panther" in rechtmäßiger Ausübung von über Combes hat sich als ein gar zu schlechter Musikant gezeigt, in der in das Gesez und auf Ausdehnung der RuheBlockademaßnahmen über die Barre laufen wollte" um jenem Virtuosen nachahmen zu können oder auch zu wollen. pausen für die in den Werkstätten beschäftigten Kinder für die vollständig falsch! Handelte es sich doch nach der jetzt vor- Die radikale Preise ist heute für Combes so hart wie mög- weite Beratung im Plenum wieder eingebracht. liegenden Meldung gar nicht um die Ausübung von„ rechtmäßigen lich. In der" Aurore" betont Pressensé nur noch die Un- Ein Subsidienverhältnis besteht in gewissem Sinne zwischen der Blockademaßnahmen", sondern lediglich um eine Plagveränderung thunlichkeit einer sofortigen Ministerkrise, che die Kongre- Münchener Augem. 3tg." und der Reichsregierung. Aus einer deutschen amtlichen Erklärungen beimessen wird, brauchen wir wohl Petite République" sucht die Bedeutung des Vorfalls abzuschwächen. Münchener Scharfmacher- Organ vom Reich jährlich den Betrag von Welches zutrauen nach diesem Fall Amerika fünftig noch gationenfrage erledigt fei. Nur Gérault- Richard in der Polemik, die von diesem Blatt gegen unser Münchener Partei- Organ geführt wird, entnehmen wir die interessante Thatsache, daß das Eine grausame Jronie wollte es, daß der Schatten des 3000 Mark erhält, wofür die Zeitung an die deutschen Konsulate zu kommenden Zerfalls des„ Blocs" gerade auf die Sitzung fiel, in der liefern ist. Es besteht also eine Art von Zwangsabonnement. Anch Der Fall des" Panther" selbst erhält freilich auch durch die Jaurès, der gläubigfte unter den Führern des Blocs", zum einer Anzahl von bayrischen Behörden wurde amtlich nahegelegt, „ jetzt" von der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" ge- erstenmal als Bicepräsident fungierte übrigens mit allgemein das an der Abonnenten- Schwindsucht dahinfiechende Blatt zu gebene Darstellung fein andres Gesicht. Warum fetzte anerkanntem Geschick. abonnieren. der„ Panther" das Fort, das sich durch das Manöver des Panther" unbedingt bedroht fühlen und die Einfahrt zu der Lagune zu verteidigen genötigt sehen mußte, den Kommandanten von San Carlos nicht von der Harmlosigkeit seiner Absichten in Kenntnis?! nicht noch weitläufig auseinanderzusetzen! " " Ballestrem. Deutfches Reich. " Wegen Majestätsbeleidigung, begangen in einer PrivatUnterhaltung in Rangersdorf in Schlesien, wurde der Händler Franz Bartsch aus Friedrichswald in Böhmen von der Strafkammer zu Glaz zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Die Ver handlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Bartsch war bisher unbescholten. privaten Streise in so furchtbarer Weise geahndet wird. Auch ein Kulturzeugnis, daß eine unvorsichtige Aeußerung im So züchtet man gemeinstes Denunziantentum. Zur Wahlbewegung. Gine parlamentarische Korrespondenz meldet: Es war also auch nach dieser neuesten Lesart, der freilich mög- enn man in Reichstagskreisen auch allgemein der Ansicht ist, daß Es war also auch nach dieser neuesten Lesart, der freilich mög- Graf Ballestrem die Wahl zum Präsidenten annehmen dürfte, so licherweise noch eine allerneueste folgen wird, nicht Venezuela, das steht das doch noch nicht ganz zweifellos fest. Es ist den Zusammenstoß provozierte, dessen Ausgang das deutsche immerhin eine Ueberraschung nach der andren Richtung hin möglich. Prestige auf keinen Fall zu erhöhen vermag!- Graf Ballestrem hat noch niemand gegenüber einen festen Entschluß zu erkennen gegeben. Thatsache ist ferner, daß Graf Ballestrem sowohl an die beiden Vicepräsidenten wie an jeden Schriftführer Die von der venezolanischen Regierung angebotenen Abschiedsbriefe gerichtet hat, in denen er den Herren für ihre MitZahlungsgarantien sind von den Mächten im Princip an- hilfe bei seiner Geschäftsführung dankt. Baumeister Felisch als Reichstags- Kandidat für Teltow- Beeskow. genommen worden. Ob Graf Ballestrem der Vertrauenskundgebung, die ihm die Eine recht interessante Mitteilung erfahren wir aus der General Zollwuchermehrheit bereiten wird, Folge leistet oder ob er aus dem versammlung des konservativen Centralvereins des genannten Kreises. Washington, 27. Januar. Die hiesige britische Bot Reichstags-Präsidium verschwindet, ist sehr gleichgültig. Das Der Das Der frühere Kandidat Ring- Düppel, den bei fchaft hat mit Zustimmung und Bestätigung der moralische Gewicht des Mannes ist endgültig verloren. lebten Wahl Genosse Zubeil aus dem Sattel gehoben hatte, deutschen und italienischen Botschaft eine Bekanntmachung erlassen, worin die in einem New Yorker Morgenblatte veröffentlichte Dem schlichten Mann aus der Werkstatt wird jetzt in aug hat die Lust, als Durchfallskandidat zu glänzen, diesmal aufgegeben. Aber ein viel Würdigerer und nach dem Bericht Mitteilung für unrichtig erklärt wird, daß die Vertreter der gewählten Gremplaren ordentlich gehuldigt. Eine Korrespondenz er- ein allgemein„ bekannter, beliebter und erprobter Mann" ist in dem Mächte, die mit Bowen in Verhandlung stehen, zu zählt, daß einzelne dieser schlichten Männer bei dem Eisenbahncinem Bruch gekommen seien. Die Vertreter der Mächte, heißt minister am Geburtstage Wilhelms II. diniert haben. Man höre Baumeister& elisch, diesem Urtypus eines Reaktionären, als der geeigneteste Reichstags- Kandidat" aufgestellt worden. In der es in der Bekanntmachung, halten einander über alles, was Tag die rührende Geschichte, so wie sie die Korrespondenz von sich giebt: Zeilung um das Fell des Bären blieb sein Mitbewerber, Nitimeiſter fiir Tag zwischen ihnen und Bowen vorgehe, auf dem Taufenden und gehen seit Beginn der Verhandlungen in vollständiger Uebereinstimmung vor. Diese Erklärung bezieht sich also nur auf die seit acht Tagen mit Bowen gepflogenen Verhandlungen. Man könnte also fast annehmen, daß die britische Erklärung durch die Blume zu verstehen geben will, daß in der Panther" Affaire feine vollständige Uebereinstimmung bestand. " Eine außergewöhnliche Auszeichnung, die bisher wohl kaum der in der preußischen Staatsverwaltung dagewesen sein dürfte, wider- v. d. Herwig, zurück. Mit dem Liebeswerben an die Freijinnigen fuhr am Geburtstage des Kaisers den Vorstandsmitgliedern des weds gemeinsamen Vorgehens zum geschlossenen Kampf gegen die Berliner Eisenbahnvereins, Bezirk III( Norden). An der Socialdemokratie ist es ebenfalls nichts geworden: Prof. Liszt hat Kaiserfeier desselben nahm der Minister der öffentlichen" höflichst abgelehnt". Man scheint aber diese sogenannten freisinnigen Arbeiten, Herr Budde, mit mehreren seiner Direktoren und Stimmen sehr nötig zu haben, da die Generalversammlung, um eine Räte Theil. Als das Fest, welches auch der Minister durch eine Antwort auf die Anfrage an das freisinnige Lager zu erhalten, patriotische Ansprache verschönt hatte, zu Ende ging, lud Herr sogar zweimal verschoben worden ist." Budde den Gesamtvorstan's ein, an dem in seinen Gesellschafts- Aus dem Wahlkreise Calau- Luckau wird uns geschrieben: Eine räumen stattfindenden Festessen teil zu nehmen Es überaus rege Thätigkeit entfalten die verschiedenen Parteien im " " = " Das Gesetz Woeste, die belgische lex Heinze, wurde, mit einigen Amendements versehen, vom Senat mit 68 Stimmen gegen eine bei vier Stimmenthaltungen angenommen. Es geht nunmehr an die Kammer zurück. Hiesigen Kreise. Für die freisinnige Volkspartei bereist ergreifen, und das mit Erfolg. Nach dem Muster der belgischen im Senatsgebäude tagen. Außer dem Budget hat der Senat noch Dr. Bernstein- Charlottenburg den Wahlkreis, um gleich einem„ focialistischen jungen Garde" begannen socialistische und gewerk zivci wichtige Gesezentwürfe verabschiedet. Es ist das in erster Ritter St. Georg seine Feinde zu vernichten. Daß er neben den schaftliche Organisationen( die Arbeitsbörsen) die antimilitaristische Linie das Gesez, betr. die neu entdeckten Kohlenminen Brotwucherern auch der Socialdemokratie die Schuld an dem Propaganda in fühnster Form bis in die Kaserne hinein zu tragen. in der Campine. Die Socialisten hatten beantragt, die BergZustandekommen des Wuchertarifs zuschreibt, versteht sich am Rande. werke in Staatsbetrieb zu nehmen. Die liberalen und Klerikalen Ein solcher Versuch wurde auch vor wenigen Tagen in Kirch Auf der andren Seite eröffnete Jaurès in lezter Zeit seine Abrüftungs- Financiers jedoch sehten durch, daß die Minen der privathain N.- 2. unternommen, wo sich zum Besuch dieser„ liberalen" Campagne mit ihrer gegen die Revanche gekehrten Spitze. Ungeachtet der tapitalistischen Ausbeutung überliefert werden. Versammlung neben zwei Dutzend Spießbürgern etwa fünf bürgerlich- ideologischen Unterlage der Jaurèsschen Abrüstungsideen, Der socialistische Senator, Advokat Piguard, hielt Dutzend„ Socis" eingefunden hatten. Als er dort das Märchen von wirkten sie doch in antimilitaristischer Richtung. noch am letzten Tage eine glänzende Rede, in welcher er auf alle der Schuld der Obstruktion zum besten gab, wurden ihm in gehöriger Das alles wäre schon für die Patrioten Grund genug gewesen, Kniffe und Schliche hinwies, die bei der Besitzergreifung der BergWeise die wirklichen Thatsachen von unsren Genossen beigebracht. das Vaterland in Gefahr zu erklären. Dazu gefellte sich aber noch werke durch Attiengesellschaften zu erwarten seien. Er forderte, daß Das scheint auch gefruchtet zu haben, denn als er am Sonnabend Jaurès' Wahl zum Vicepräsidenten, die, mit knapper Not zu stande mur ernste, gutfundierte Gesellschaften Konzessionen er in Lübbenau wiederum in einer freisinnigen Wählerversammlung" gekommen, für die reaktionäre Opposition einen desto willkommeneren halten, und daß die Bedingung gestellt werde, daß während fast ausschließlich Socialdemokraten zu seinen Zuhörern zählte, unter- Anlaß bot, den Regierungs- ,, Bloc" aufs Glatteis der patriotischen Der Senator Kopenne machte die charakteristische Mitteilung, daß der ersten fünf Jahre keine Dividenden ausgezahlt werden dürften. ließ er diese Anschuldigungen. Aber auch der konservative Kandidat, der jezige Reichstags- Frage zu locken, um so eine Spaltung zwischen ministeriellen schon eine ganze Anzahl von Senatoren und Abgeordnete Rentier Henning, hält es für notwendig, sich seinen Socialisten und Radikalen herbeizuführen. Deputierten Mitglieder von Gesellschaften seien, Wählern vorzustellen. Daß er dazu nur Hotels" und einen Zeit- Mit einem Wort, war früher der Patriotismus eine bürgerliche welche eine Konzession zur Ausbeutung eines Bergpunkt wählt, wo es der werkthätigen Bevölkerung unmöglich ist, teil- Parteiwaffe gegen den Socialismus, so diente er in den letzten werts in der Campine nachgesucht haben. Alle zunehmen, ist selbstverständlich. Dafür entschädigt er aber auch diese Debatten schon gar als Werkzeug einer ordinären parlamentarischen diese Warnungsrufe werden umgehört verhallen; die Jagd der gebildeten Klasse angehörenden Herren durch eine von Sach- Intrigue. Und während die Monopolpächter des Patriotismus gegen den Profit wird beginnen, und die reichen KohlenTenntnis triefende Schilderung des Inhalts des angenommenen Zoll- den Regierungs- Bloc" als Angreifer vorgingen, befanden sie sich dem lager werden nicht dazu dienen, dem Volke billigeres gesetzes. Er habe auch deshalb gegen das Gesez gestimmt, weil revolutionären Socialismus gegenüber nur noch in der Defensive. Heizungsmaterial zu liefern, sondern den Raub ciner es die Not der Landwirtschaft nicht genügend berücksichtige. kleinen bevorzugten Klasse bildet. Im übrigen halte er, wie er in einer Versammlung in Lübbenau Dieses Verhältnis trat aber genug hervor in der Interpellation erklärte, die Erhöhung des Getreidezolles um 1,50 Mart für eine des revolutionär- socialistischen Abg. Dejeante über das Verbot Tonne(!) Getreide für sehr minimal.(!?) an die Soldaten, die Arbeitsbörsen zu besuchen, und in der KonterDaß gegenüber diesem Treiben unsre Genossen nicht schweigen, Interpellation 2a si es über die internationalistischen Umtriebe in ist llar. So fand am Sonnabend in Vetschau eine sehr gut besuchte der Armee". Die Kammer beginnt ihre Sigungen am Mittwoch. Der erste Versammlung statt, in der der Kandidat des Kreises, Genosse Schuberta Jenes ministerielle Verbot wurde hervorgerufen durch einen Beratungsgegenstand ist die Unfallversicherungs Gesetzgebung. Der Berlin, dieses Gebahren einer eingehenden Kritit unterzog. Eine große Aufruf des Verbandes der Arbeitsbörsen folgenden Inhalts. Die Arbeitsminister Francotte ist gegen die obligatorische Versicherung. Anzahl der Anwesenden ließen sich im socialdemokratischen Verein auf Soldaten wurden eingeladen zur Teilnahme an den gewerblichen Da aber ein großer Teil der Klerikalen für das Obligatorium einnehmen. Auch die Genossen in Lübbenau, unter denen Schubert am Sonntagvormittag weilte, befinden sich in der zu- Fortbildungskursen der Arbeitsbörsen, an den gewerkschaftlichen und tritt, so ist es möglich, daß dies im Verein mit den Socialisten versichtlichsten Kampfesstimmung. Aber auch in der bisher Unterhaltungs- Versammlungen, zu den litterarischen, tünstlerischen, doch durchgehen wird. rückständigsten Gegend des Kreises, in der Gegend von Halbe wissenschaftlichen und socialen Vorträgen. Ferner stellten ihnen die und Brand, fängt es ant dämmern. zu So fand Das Todesurteil gegen Lynch. am Arbeitsbörsen ihre Bibliotheken zur Verfügung sowie Briefs Sonntagnachmittag in Rieg- Neuendorf eine socialdemokratische papier und Briefmarken:„ Kurz, in Erinnerung an die Zeit, wo London, 25. Januar.( Eig. Ber.) Wider allgemeines Er Versammlung, die erste überhaupt in diesem Orte, statt, in welcher wir wie jetzt Ihr das traurige und niederdrückende Soldatendasein warten wurde der Abgeordnete Lynch wegen Hochverrats zum Tode Genosse Schubert über:" Die politische Lage und zu ertragen hatten, wollen wir für Euch thun, was man für uns durch den Strang verurteilt. Der Wortlaut des Urteils ist in hohem Die bevorstehenden Reichstagswahlen" fprach. Bauern, Kossäthen, Bauhandwerker und landwirtschaftliche Arbeiter nicht gethan hat. Wir wollen Euch für einige Augenblicke dem Grabe typisch englisch. Ton und Sprache flingen wie eine Scene hatten sich in einer ungefähren Anzahl von 200 eingefunden, um bitteren Hinbrüten entreißen durch andre Mittel als vertierende aus einem englischen Drama des siebzehnten Jahrhunderts. Richter Wills, der das Urteil aussprach, sagte zu wiederholt ihr Einverständnis mit den Ausführungen des Referenten Trinkgelage und eninervende Gesellschaft..." In einem Begleit- Lynch:... Wie viele Frauen Sie zu Witiven machten, wie viele zu befunden. schreiben an die Sekretäre der Arbeitsbörsen, die mit der Ver- Kinder zu Waisen, das weiß nutr der Himmel allein. breitung des Aufrufs beauftragt wurden, heißt es: Wenn der Sie glaubten sich sicher Die Nationalliberalen und das Reichstags- Wahlrecht. als Sie in einer 311 fühlen, Baden wird uns vom 26. Januar geschrieben: In einer von Soldat frei zur Messe gehen darf, so soll er auch die Arbeitsbörse dunklen Stunde unsres Reiches, als Ladysmith, als Kimberley, nationalliberaler Seite einberufenen Wahlversammlung zu Lörrach, frei besuchen dürfen, um seinen Glauben an eine wirkliche und nahe als Maffing in Todesgefahr schwebten, Ihre vatermörderische Sie haben sich in der Kraft Ihres Landes gein der Landgerichtsrat Dr. Scherer aus Karlsruhe das Referat bessere Zukunft zu stählen, wo es weder Chefs noch Soldaten mehr Hand erhoben. irrt. Unser Land bewaffnet sich nur langsam und geht nur langfant übernommen hatte, nahmen unsre in größerer Anzahl erschienenen geben wird, sondern nur gleiche und freie Menschen." in den Krieg, aber es war von jeher feine Gewohnheit, erst dann Parteigenossen Anlaß, den Redner zu einer Aeußerung über die Genosse Dejeante stellte der kriegsministeriellen Sperre den Feinden gefährlich zu werden, wenn es in der Stunde eines Stellung seiner Partei zum allgemeinen, gleichen, geheimen und gegen die Arbeitsbörsen die von den klerikalen Militär- nationalen Unglücks feine ruhenden Energien weckt, wenn es jeden direkten Reichstags- Wahlrecht zu provozieren. Der Vorsitzende der behörden geförderte und vom Kriegsminister Nerv und Muskel des politischen Körpers spannt, wenn es seine Versammlung, ein Herr v. Freydorff, der kurz vorher sich mit geduldete Einwirkung der weit verzweigten Kinder zur Pflicht ruft, alles zu thun, alles Emphase gegen die Unterstellung verwahrt hatte, als könne es den geduldete alles katholischen Zirkel" auf die Soldaten gegen tragen, zu opfern. Und gegen tvas für ein Rationalliberalen einfallen, bei den kommenden Wahlen„ die Geschäfte der Reaktion zu besorgen", geriet durch die Frage der neuDiese girlel sind vereinigt in einer Organisation unter Land haben Sie sich aufgelehnt? Gegen die Heimat des gierigen Socialisten zuerst in sichtliche Verlegenheit und meinte dann dem Namen„ Unfre Jungfrau des Soldaten", die unter der Leitung& ortschritts und der Freiheit, unter deren wohl= wörtlich, diese Frage könne hente noch nicht beantwortet eines Gudisten- Mönches steht. Die Soldaten, welche die Zirkel wollender Herrschaft Sie, so weit das Empire reicht, eine werden, man werde diese Angelegenheit später besuchen und überhaupt an verschiedenen klerikal- religiösen Ver- Rande der Welt." In diesem Tone und in einem Englisch von un Freiheit der Rede und des Handelns genossen, wie in feinem andren erledigen(). Dem Referenten Dr. Scherer gelang es trot anstaltungen teilnehmen, genießen allerlei Vergünstigungen im gewöhnlicher Reinheit und strenger Schönheit sprach Wills aller Mühe, die er sich gab, um den üblen Eindruck der Dienste. Dagegen führte Dejeante Fälle an, wo selbst zur llebung v. Freydorfffchen Aeußerung zu verivischen, natürlich nicht, die an ein berufene Reservisten mit einem Monat Haft bestraft Jedoch nimmt niemand die Sache so ernst. Das Todesurteil wefenden Socialisten in der Ueberzeugung zu erschüttern, daß mit wird ohne Zweifel in einige Jahre Gefängnis verwandelt jenem Worte unvorsichtigerweise eine Anschauung verraten wurde, wurden wegen eines Besuches in der Arbeitsbörse! die außer dem Herrn v. Freydorff auch noch andre nationalliberale Führer zu ihren Anhängern zählt. -W Auts i bcr. " Ürteil aus. England. Bu er: jeint Der Kriegsminisice André befriedigte später die Natio- werden. und nalisten durch allgemeine militärfromme Erklärungen Der Denaby- Prozeß. London, 25. Januar.( Eig. Ber.) Mit durch die besondere Ankündigung, daß gegen Rücksicht auf die Not der streitenden Berglente von Denaby ersuchte " い Das Kolonial- Nichts. das von dem Arbeitsbörsen Verband herausgegebene anti- ihr Rechtsanwalt den Appellationshof, unverzüglich in die VerDie dem Reichstage zugegangene, von uns gestern schon im militaristische Neue Soldaten- Handbuch" die handlung über die Berufung einzutreten und bis zum Abschluß dieser Handelsteil besprochene Denkschrift über die Entwic- gerichtliche Verfolgung eingeleitet wurde. Dagegen er Verhandlung die Zahlung von Streikgeldern zu gestatten. Der lung der deutschen Schuhgebiete für das Jahr 1901/02 ledigte der Striegsminister die Beschwerden des Genossen Dejcante Appellationshof genehmigte dieses Ansuchen, und die Verhandlung beweist nur von neuem, daß von„ Entwicklung" gar keine über die ferifale Propaganda in der Armee durch den bequemen begann vor wenigen Tagen. Das Urteil wird erst nächsten Dienstag Rede sein kann. In der Einleitung fordert die Denkschrift Hinweis auf die alten Gewohnheiten des reaktionären oder Mittwoch gefällt werden. Außerdem bemühten sich die Richter, Aufwenduug größerer Mittel" zur Erschließung und Hebung der Broduttivkräfte; nur so könne eine entscheidende Besserung erwartet Offizierscorps, die ja nicht auf einmal zu beseitigen wären. einen Bergleich herbeizuführen; der Versuch ist indes an dem Unwillen beider Parteien gescheitert. werden. Also die bisher vergeudeten Unsummen waren noch zu Er forge für die allmähliche Beseitigung der Einflüsse der katholischen niedrig! Zirkel mit Hilfe der weltlichen Unterrichtsliga", die ihrerseits für Bezüglich der Zunahme der Ansiedelung von Weißen die Soldaten politisch neutrale Soldatenheime" gründe. spricht die Denkschrift von„ erheblichen Fortschritten". Darüber heißt es: " Marokko. Der Prozeß der Kronprinzessin. Vor dem Sondergerichtshof in Dresden wurde der Eheprozeß Im Jahre 1902 wurde in den afrikanischen Schutzgebieten London, 28. Januar.(„ Bureau Laffan".) Nach einem Telegramm des Kronprinzenpaares am Mittwoch begonnen, doch noch nicht eine weiße Bevölkerung von 6661 Stöpfen ermittelt, gegen 5571 im Jahre 1901 und 3239 im Jahre 1896. Die Zahl der Deutschen des" Morning Leader" aus Tanger ergiebt sich aus den amt- zu Ende geführt. Im 11 Uhr, so wird aus Dresden berichtet, begann die Sitzung ist in den afrikanischen Kolonien von 1852 im Jahre 1896 lichen Nachrichten, daß bei allen Gefechten, die in den letzten auf 4203 im Jahre 1902 gestiegen. Die weitaus stärkste Ver- Tagen zwischen den Truppen des Sultans und den Aufständischen unter Leitung des Präsidenten des Oberlandesgerichts. Zunächst war mehrung der weißen Einwohner hat Südwest afrita aufzu- stattfanden, die Truppen des Sultans mit großen die Sizung öffentlich. weisen; dort wurden am 1. Januar 1902 4674 weiße Bewohner, Berlust en geschlagen wurden und viele von ihnen hatte Justizrat Dr. Körner Platz genommen, während die Begegen 3643 im Vorjahre, gezählt. Der größere Teil der Zunahme zu den Aufständischen übergingen. kommt allerdings auf die Einwanderung von Boeren." Oestreich- Ungarn. Niederlande. Dabei sind die meisten Deutschen in'den afrikanischen Kolonien Angestellte des Reiches, die dort auf Reichstosten an Eisenbahn- Budapest, 28. Januar. Im Abgeordnetenhause erklärte heute bauten 2c. beschäftigt sind. Ohne diese wären die Deutschen in Afrika der Abgeordnete Graf Eugen zich bei der Beratung der verschwindend gering an Zahl. Für diese winzige Zahl von Per- Militärborlage, er sei gegen die Vorlage und trete jonen zahlt das Reich jährlich viele Millionen; im Jahre 1903/04 daher aus der liberalen Partei aus. Die Erklärung folle 15 Millionen bar aus der Reichskasse gegeben werden! wurde von der Opposition mit lärmenden Zustimmungskundgebungen Die Dentschrift muß ferner zugestehen, daß der Handel und aufgenommen; da aber Graf Zichh feine Gefolgschaft hat, wird Verkehr in Ostafrika einen erheblichen Rückgang aufweise; das sei seinem Austritt aus der liberalen Partei keine politische Bedeutung nur zu beffern durch den nachdrüdlichen Bau von Eisenbahnen. beigemessen.Auch in Kamerun habe die Einfuhr des Jahres 1901 gegenüber dem Jahre 1900 cine beträchtliche Abnahme gezeigt; ebenso ist in Samoa im Berichtsjahre eine Abnahme des Handels durch Das Niederländische Komitee für allgemeines Wahlrecht hielt die ungewöhnlich schlechte Stopra- Grute verursacht worden. In allen am Sonntag zu Amsterdam seine Jahres- Versammlung ab. In übrigen Schutzgebieten hat der Handelsverkehr im Berichtsjahre zu der Eröffnungsrede wies der Vorsitzende Van Kuhkhof darauf genommen, besonders in Togo und in Südwestafrika. Infolge der hin, daß sowohl von den Socialdemokraten als auch von den FreiAusfälle in Ostafrika, Kamerun und Samoa blieb der Gesamthandel jinnig- Demokratischen in der Kammer ein Gefeßentwurf zur VerEs sei natürlich zu er der deutschen Schutzgebiete in Afrika und der Südsee allerdings im fassungsreform angekündigt worden ist. Jahre 1901 hinter dem Gesamthandel des Jahres 1900 zurüd; er warten, daß in diesen Entwürfen die Aufhebung der dem allgemeinen Dem hat sich im Jahre 1901 auf 57 117 000 m. belaufen gegen 58 777 000 Stomitee für allgemeines Wahlrecht sind jetzt 7 Verbände: die SocialEbenso muß zugestanden werden, daß die Haussklaverei in demokratische Arbeiterpartei, die Vereinigung für Frauenwahlrecht, die in Dstafrila, Kamerun und Togo fortdauere. Die Abschaffung werde Socialdemokratische Lehrervereinigung, der Zimmererverband, die Ver., vorbereitet" und sei in absehbarer Zeit" zu ertparten! einigung von Eisenbahn- und Straßenbahn- Personal, der Verband von Marine- Matrosen und der Verband von Gemeindearbeitern angeschlossen, ferner 13 lokale Komitees für allgemeines Wahlrecht und 11 lokale Organisationen. Diese verschiedenen Vereinigungen haben zusammen 30 665 Mitglieder. Im Jahresbericht wird eine Zunahme der Bewegung für allgemeines Wahlrecht konstatiert, die Höhe der alten Wahlrechtsbewegung ist jedoch noch nicht wieder er reicht. Es wurden 135 Demonstrationsversammlungen abgehalten. Die nationale Demonstration zu Utrecht ist ausgezeichnet gut verlaufen. Die Jahres- Versammlung beschloß, in diesem Jahre eine nationale Wahlrechtsdemonstration zu Rotterdam abzuhalten und Ferner als Vorbereitungen dazu provinziale Demonstrationen. wurde beschlossen, jemanden anzustellen, der sich ganz den Vorarbeiten für diese Demonstrationen widmen kann. Ein Antrag der im Vorjahre. Ausland. Militärisches aus Frankreich. Paris, 26. Januar.( Eig. Ber.) Die französische Deputiertentammer befaßte sich letzte Woche mit großen Debatten über Patriotismus und Internationalismus, Krieg und Frieden, Abrüstung und Revanche. Nicht zum erstenmal werden hier diese Fragen behandelt, aber welcher Unterschied gegen früher im Anlaß und im Zwved der Debatten! An dem Tisch der klägerischen Partei flagte durch die beiden Rechtsanwalte Dr. Bondi- Dresden und Dr. Felig Zehme- Leipzig vertreten war. Der Präsident eröffnete die Sizung mit der Verlesung der Verordnung des Königs über Niederfetzung eines besonderen Gerichts vom 30. Dezember. Darauf teilte er den Inhalt einer königlichen Verordnung mit, die ihm soeben durch den Justizminister zugegangen war. Durch diese wird die königliche Verfügung, daß das von dem Gericht beschlossene Endurteil dem Könige vor der Verkündigung zur Bestätigung vorzulegen ist, außer Kraft gesezt. Der König verzichtete, demgemäß auf eine Bestätigung des Endurteils, das sofort nach Publifation in Rechtskraft übergeht. Danach wurde die Deffentlichkeit ausgeschlossen und die eigentliche Verhandlung begann. Der Kronprinz beantragt, wie schon be fannt, Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft, die Kronprinzessin Ehescheidung. Als Zeugen waren erschienen: Oberhofmarschall von Tümpling, Frau Oberhofmeister von Fritsch und Polizeikommissar Schwarz, der einige Zeit in Genf Aufenthalt genommen hatte. Nach mehrstündiger Verhandlung und auf Antrag der Bevollmächtigten beider Parteien wurde die Bertagung auf den 11. Februar beschloffen. Aus Wien wird gemeldet: Die Wiener Zeitung" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, mit welcher der Kronprinzessin von Sachsen alle Rechte einer östreichischen Erzherzogin und alle Ehren und Würden entzogen werden. Die Kronprinzessin hat natürlich auch mit dieser Loslösung vom öftreichischen Kaiserhause gerechnet, als sie sich aus den sächsischen Feffeln befreite. Partei- Nachrichten. Geächtete. Früher galt es für die bürgerlichen Parteien einzig die„ VaterTandslosigkeit" der Socialisten zu denunzieren. Die Wählermasse Vereinigung für Frauenwahlrecht: das Komitee möge sich im vor- 2 Millionen Reichstagswähler; die Gesamtzahl ihrer Anhänger ist war noch im ganzen so sehr im Chauvinismus befangen, daß aus gegen jeden in der Zweiten Kammer eingebrachten Antrag zur die blödesten patriotischen Verleumdungen den erivünschten Erfolg Wahlrechtsreform, worin nicht ausdrücklich das Frauenwahlrecht zu versprechen schienen, die Diskreditierung der Socialisten, die verlangt werde, erklären, wurde abgelehnt und dagegen mit 53 gegen soeben erst auf dem Gebiet der Wahlaktion festen Fuß zu fassen 14 Stimmen ein andrer Antrag angenommen, der besagt, daß zu begonnen hatten. Seitdem ist es anders geworden. Die Dreyfus- einer solchen Stellungnahme die Zeit erst dann gekommen sei, wenn Sirise und ihre Folgen haben die antichauvinistische und anti- wirklich ein derartiger Antrag in der Kammer vorliege. militaristische Stimmung weit über die eigne Einflußsphäre des Socialismus hinaus ausgedehnt. Desto stumpfer sind die patriotischen Der Senat hat am Ende der letzten Woche seine furze Seffion Berleumdungswaffen gegen den Socialismus geworden. Diesem beendet; er räumt seinen Sigungsfaal nunmehr den Deputierten wurde es sogar möglich, auf diese oder iene Weise die Offensive zu ein, die während der Dauer des Umbaues der Deputiertenkammer Belgien. Die socialdemokratische Partei zählte schon vor 5 Jahren über mindestens doppelt so groß. In Parlamenten, Gemeinden- Verwal tungen, Krankenkassen und sonstigen öffentlich- rechtlichen Institutionen zählt sie Tausende von Vertretern und ihr Einfluß auf das öffentliche leben und die Gestaltung der öffentlichen Einrichtungen ist allenthalben erkennbar, keine öffentliche Macht kann sich diesem Einflusse mehr ganz entziehen. In einem lächerlichen Gegensatze dazu steht die Thatsache, daß wir allenthalben den kleinlichsten Chikanen begegnen, wenn sich die Anhänger unsrer Partei zur Besprechung öffentlicher Angelegenheiten versammeln wollen. Tag für Tag werden Duhende von Fällen bekannt, wo uns die Ausübung des Versammlungsrechtes aus irgend einem nichtigen Grunde unmöglich gemacht wird, wo sie an irgend einer Lächerlichkeit scheitert; Tag für Tag veröffentlichen| centner of a tenknuten- in der deutschen Ueberfeßung steht aller- zeigten sich die Vertreter der Ausständigen bereit, mit den Grossisten die Blätter Mitteilungen darüber, daß irgendivo den Socialdemokraten dings Hundeknuten, aber das russische Wort bedeutet„ Kosakentnuten" allein den Tarif abzuschließen, weil dann die Detailisten sowieso tein Versammlungslokal zur Verfügung steht, oder daß ihnen bisher geliefert hat, während im vorvorigen Jahre Rußland nur 181 und entweder den Tarif zahlen oder der Konkurrenz der Grossisten das offene Lokale entzogen wurden und mehr oder minder deutlich er- im Jahre 1900 nur 108 Doppelcentner dieses trefflichen Züchtigungsfennt man die treibenden Kräfte dabei. Wir könnten aller Augen- mittels erhielt. Fast scheint es danach, als wenn Ruß- Feld räumen müssen. " Inzwischen scheint die Tarifvereinbarung zu stande gekommen blice ganze Spalten des Vorwärts" mit solchen Mitteilungen füllen. land endlich dahinter kommt, daß Deutschland am besten Zu diesen Betrachtungen werden wir angeregt durch eine Ver- dazu geeignet ist, ihm den wichtigsten Gegenstand feines zu sein. Eine Meldung des Wolfffchen Telegraphen- Bureaus besagt: fügung der königlich fächsischen Amtshauptmannschaft Auerbach Kulturbedürfnisses zu liefern. Vielleicht spielen schon bei den Die ausständigen Schneider haben beschlossen, bei denjenigen dieses Inhalts: nächsten Handelsvertrags Verhandlungen Kosatentnuten eine Großkonfektionären, welche dem vereinbarten Lohntarife beitreten, Auerbach i. V., am 14. Januar 1903. wichtige Rolle. Die deutsche Polizei überweist der russischen die vom Ausstand zurüdzutreten. Bisher haben 26 Herrenkleiderpolitischen Flüchtlinge, die in Deutschland Zuflucht suchen, und die Konfektionäre sich auf den vereinbarten Tarif verpflichtet. deutsche Industrie liefert die nötigen Instrumente, um diesen die fehlende Vaterlandsliebe einzubläuen. Dem Arbeiterverein Brunndöbra und Umgegend wird schon jetzt hierdurch eröffnet, daß die Weiterbenuzung des bisherigen Berfammlungslotales in dem Haufe 161 zu Döhlerwald in seinem jebigen Zustande aus gesundheits- und sicherheitspolizeilichen Gründen hiermit für die Zukunft verboten wird, so lange hinsicht lich desselben nicht folgende Bedingungen erfüllt werden: 1. Die Wandungen des Lokals sind in einen anständigen Zustand zu bringen, insbesondere sind die herabhängenden feuergefährlichen Tapeten zu beseitigen. 2. Die den freien Wandungen entlang befindlichen defekten Dielen sind durch neue zu ersetzen. 8. Es sind noch zwei besondere Ventilationsöffnungen und zwar mitlängs der beiden freien Wandungen je eine, anzubringen. Diese Oeffnungen sind unmittelbar unter der Decke anzulegen, fie fönnen rund oder edig gestaltet fein, doch darf der kleinste Durchmesser nicht unter 20 Centimeter betragen, sie sind mit beliebig stellbarem Schieber oder Klappenverschluß zu versehen. 4. Die Hausflur ist gehörig auszubeffern. Dieselbe befindet fich jetzt in einem höchst unverantwortlichen Zustande, an einer etwa metergroßen Stelle fehlen die Steinplatten ganz und man tritt, von außen hereinkommend, sogleich in eine tiefe, tesselartige Aushöhlung des Erdbodens, wobei nur allzu leicht Unfälle eintreten fönnen. 5. In das Lokal dürfen bei den Versammlungen höchstens 20 Personen einschließlich des überwachenden Beamten eingelassen werden. 6. Den überwachenden Polizeibeamten ist ein reinlicher Tisch, sowie Stühle zur Verfügung zu stellen. Zuwiderhandlungen gegen diese Borschrift werden mit Geldstrafe von 30 M. geahndet; auch kann der überwachende Beamte die Versammlung schließen. Königliche Amtshauptmannschaft. J. V.: Dr. v. Hehgendorff. Opfer des Bergarbeiterstreits in Frankreich. Das Komitee des Der Gentralverband deutscher Industrieller" giebt bekannt, Loiregebiets erließ einen Aufruf zur Unterstützung der Opfer des daß vom Beginn des Monats ab an Stelle des bisherigen stellvers Streits. Die Unternehmer haben zwar durch Vertrag Frieden geder wirtschaftlichen Verbände an der Saar übernehmen sollte, Re- gemaßregelt worden. tretenden Geschäftsführers Dr. A. Tille, der die Geschäftsführung schlossen, aber wie gewöhnlich sind eine ganze Anzahl Bergleute Dazu kommen gegen 300 Bergleute von gierungsrat Dr. Leidig gerreten ist. Infolge einer schweren Er Boughors, welche durch die Betriebseinstellung der dortigen Gruben der Arbeit fernhält, hat das Direktorium mit den wirtschaftlichen frankung des Generalsekretärs Bueck, die ihn für längere Zeit von brotlos geworden sind. noch bis zum 1. April d. J. in seiner bisherigen Eigenschaft in der Vereinen an der Saar die Vereinbarung getroffen, daß auch Dr. Tille Geschäftsführung des Centralverbandes verbleibt. Schade, daß Herr Dr. Tille dem Centralverbande nicht noch länger erhalten bleibt, bersteht er doch noch besser als Herr Dr. Bued die edlen Absichten des Verbandes durch seine publizistischen Leistungen zu diskreditieren. Ein Kongreß der Reisarbeiter- Organisationen der Provinz treter von Lokalvereinigungen. Die wesentlichsten Beschlüsse des Bologna fand kürzlich in Bologna statt. Erschienen waren 60 VerKongresses find: Die vorgelegten neuen Tarife werden anerkannt und es wird den einzelnen Lokalorganisationen überlassen, den geeigneten Zeitpunkt zu wählen, dieselben den Grundbefizern zu unterbreiten. Es ist den Reisarbeitern untersagt, individuell Kontrakte abzuschließen; dies soll in Zukunft nur durch die Organi Herr Woldering, gegen den der Verdacht des Meineides vorliegt, Dortmunder Handelsbank. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, fation gestattet sein. Der Verband der niederländischen Marineheizer Goetgelut" hat sich, wie berichtet wird, jetzt selbst der Staatsanwaltschaft hat sich gut entwickelt; von dem ungefähr 900 Mann umfassenden gestellt, und ebenso ist auch Herr Wulff, der Begründer der Bank, Heizerpersonal der niederländischen Marine find jetzt 700 Mann in Haft genommen. organisiert. Die fürzlich abgehaltene Jahresversammlung des Verbandes beschloß, ein monatlich erscheinendes Verbandsorgan zu Reichsbank. In der heute abgehaltenen Sigung des Central ausschusses der Reichsbant traten Meinungsverschiedenheiten über gründen. die in nächster Zeit zu befolgende Diskontpolitik hervor. Während nämlich der Präsident Dr. Koch für eine Beibehaltung des jezigen Diskonts von 4 Proz. eintrat, waren mehrere andre Mitglieder des Centralausschusses der Bank für eine Ermäßigung. Da aber die Majorität sich zu den Ansichten des Präsidenten bekannte, blieb der Diskont unverändert. Verfammlungen. arbeiter.) In der Versammlung am 25. d. M. wurde der Brauereiarbeiter- Verband.( Sektion der Hilfs= Dr. Koch verteidigte die Beibehaltung des jebigen Diskontsages Bericht vom 4. Quartal entgegengenommen. Danach stand einer mit dem Hinweis auf dem Stand der Wechselkurse. Der Stand Einnahme von 2767,85 M. eine Ausgabe von 1021,06 m. gegenIn der lekten Devisen London und Paris habe die Gefahr von Golderporten aus über. Bur Hauptkasse wurden gesandt 1746,79 M. In welchem Zustande mag dieses Lokal sein! Man könnte Deutschland nach dem Ausland nahe gerüdt; bereits sei ein Ab- öffentlichen Versammlung wurde gelegentlich des Berichts über den glauben, es feien die Anhänger einer kleinen, weltscheuen geächteten fluß von Gold nach fremden Geldmärkten erfolgt. Eine Ermäßigung paritätischen Arbeits- Nachweis hervorgehoben, daß die SpandauerSette und nicht ein Verein der deutschen socialdemokratischen Partei, des hiesigen Diskonts müßte diefer Bewegung um so mehr Vorschub Berg- Brauerei Flaschentellerarbeiter für 15 M. pro Woche verlange resp. die sich in einer solchen Höhle versammeln müssen. Der Arbeiter leisten, als die Bank von England an ihrem Diskont von 4 Proz. festhalte. beschäftige. Herr Direktor Brähmer ließ durch den Vorsitzenden des verein in Brunndöbra würde sicher auch ein öffentliches Gaftlokal Der Metallbestand feirelativ schwach, peciell im Vergleich zum Vorjahre. Vereins der Brauereien Berlins und umgegend erklären, daß von für ſeine Versammlungen benüßen und gewiß würde kein Wirt es Im Durchschnitt fei der Metallbestand im Jahre 1902 zwar höher den betreffenden Arbeitern einer im Alter von 18 Jahren 19 M., flüsse von Gewalten auf die wirte wirkten, die sich immer noch nicht des Jahres 1902 ein wesentlicher Rüdgang der Metalldeckung zu Wohnung, welche mit 2,50 M. nicht zu hoch gerechnet sein dürfte. ihm verweigern, wenn nicht geheime oder oft auch nicht geheime Gin gewefen als im Jahre 1901; indes fei gerade in der zweiten Hälfte einer 27 Jahre alt 17,50 M. und drei 18, 19 und 20 Jahre alt, von dem Glauben frei machen können, die Socialdemokratie tot- 100 Millionen Mark niedriger als zur gleichen Zeit des Jahres 1902. Direttors, eine Berichtigung der Lohnzahlung zu bringen, wurde in beobachten gewesen. Gegenwärtig fei der Metallbestand um etwa ( Monat oder Woche?) Entsprechend dem Wunsche des Herrn der Versammlung festgestellt, daß nach den Büchern des ArbeitsNachweises die betreffenden Arbeiter thatsächlich für 15 m. verlangt wurden, der Berichterstatter also vollständig im Recht war. Auch forderte die Direktion, daß die verlangten Arbeiter im Westen steigend, ausgemacht worden. Wie der Vorsitzende des Vereins der wohnen sollen. Nach den Vereinbarungen im Juli 1900 ist für obige Stategorie ein Anfangslohn von 19 M., mit den Jahren Brauercien Berlins und Umgegend mitteilt, ist leider Herr Direktor Brähmer von den Bereinbarungen nicht in Kenntnis gesetzt worden tragen. Von einem Wohnen auf der Brauerei ist in den Abund die Arbeiter, weil nicht organisiert, hatten den Schaden zu machungen nichts enthalten und dürfte ein solches wohl mehr im Interesse des Arbeitgebers liegen. ärgern zu können. Nachdem diese Einflüsse den socialdemokratischen Arbeitern jedes anständige Lokal geschlossen, und fie in eine unwirtliche Höhle ge= drängt haben, da erscheint die fürsorgliche Gesundheitspolizei auf dem Plane, fürchtend, es könnte einem Socialdemokraten ein Dachziegel auf den Kopf fallen! Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Wir wissen sehr wohl, daß noch nicht in allen unfren Anhängern ein so freies und mächtiges Selbstgefühl lebt, um das Schmähliche Ausschuß und der Beifizer zum Innungs- Schiedsgericht Maler. Am Montag fanden die Wahlen zum Gehilfen solcher Zustände so lebhaft zu empfinden, wie wir es wünschten. Aber statt. Der Wahlgang gestaltete sich zu einem Siege der vom sie müssen es fühlen lernen; wir werden es ihnen lehren! Sie Centralverband, der Vereinigung der Maler Deutschlands, müssen lernen, daß sie selbst es in der Hand haben, fich allenthalben Filiale Berlin, aufgestellten Kandidaten, troydem der Total: die Anerkennung zu verschaffen, die der socialdemokratischen Partei berband alles aufgeboten hatte, um seine Kandidaten durchzu gebührt; fie dürfen sich solche unwürdige Behandlung nicht länger bringen. Der von vornherein zu erwartende Ausgang der Wahlen gefallen laſſen, ſie müssen sich bewußt werden, daß fie nur zu wollen zu Gunsten der Vereinigung zeigte, daß die übergroße Mehrheit der brauchen, dann werden sie auch die Möglichkeit finden, ihr Maler Berlins abhold jeder Form von Sonderbündelei und Zer. elementarstes Staatsbürgerrecht, das Versammlungsrecht, auszu- splitterung ist. üben; und unter würdigen Umständen auszuüben. Sie dürfen sich nicht behandeln lassen wie Geächtete. Parteipreffe. Aus der Redaktion der Märkischen Vollsstimme" in Forst wird demnächst der Genosse Eberhard in die Redaktion der Fränkischen Tagespost" übertreten. Achtung! Bergolder! Die Differenzen bei der Firma E. Barthels u. Co., Michaeltirchstr. 17, find beigelegt. Der Vorstand. Deutsches Reich. Waidmannslust. Am Sonntag tagte hierselbst eine öffentliche Bolts- Versammlung mit der Tagesordnung„ Das Kampfjahr 1903 und feine Aufgaben für das deutsche Bolt". Karl Wiesenthal- Berlin hatte das Referat übernommen. Er erntete allgemeinen Beifall für seine kernigen Ausführungen, an welche sich eine rege Diskussion Die Rohrleger in Breslau haben nach achtwöchiger Lohn- anschloß. Nachdem noch im Sinne des Referats eine Resolution einbewegung ohne Arbeitsniederlegung einen Tarif mit den Arbeitstimmig angenommen ivar, schloß der Vorsitzende mit einem begebern vereinbart, dessen hauptsächlichste Bestimmungen sind: geistert aufgenommenen Hoch auf die internationale Socialdemokratic während der Sommermonate ist die Arbeitszeit eine zehnftündige, die Versammlung. während der Wintermonate eine entsprechend fürzere. Selbständig arbeitende Monteure erhalten einen Mindestlohn von 40 Pf., Monteur Letzte Nachrichten und Depeschen. Der allgemeine jüdische Arbeiterbund in Littauen, Bolen und Rußland hat die Schrift Kautskys„ Am Tage nach der socialen Revolution" herausgegeben mit 2 Beilagen von Stautsky Die ZuTunft des eignen Heims"(„ Agrarfrage“) und„ Produktion und Stonfumtion im Zukunftsstaate"( Vorwort zu dem Buche von Atlanticus.) gehilfen 27 Pf. pro Stunde. Nachtarbeit wird mit einem Aufschlag von In einigen Tagen wird auch die zugehörige zweite Broschüre 25 Proz. bezahlt, Attordarbeit soll möglichst vermieden werden. Der ,, Sociale Reform und sociale Revolution" herausgegeben werden. Tarif tritt am 1. April in Kraft, er gilt auf ein Jahr, und läuft Die Schriften des allgemeinen jüdischen Arbeiterbundes sind in dann, wenn er nicht gekündigt wird, immer auf ein Jahr weiter. jüdiſch- deutschem Jargon geschrieben und mit hebräischen Schrift- Der Tarif bewilligt die Forderungen der Arbeiter nicht in vollem zeichen gesetzt. Umfange, er bedeutet aber eine wesentliche Besserung der bisherigen Verhältnisse. 2 Achtung! Schraubendreher und schneider. Die östreichische Wehrvorlage. wird fich Wien, 28. Janumr.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Der Minister giebt eingehende Aufschlüsse über die in Aussicht genommene Bestandeserhöhung im Heere und in der Marine und beziffert die Gesamtheit des Mehrerfordernisses für das Jahr 1903 auf rund 16 700 Rekruten für das Heer und 4250 Refruten für die Aus Industrie und Handel. Landwehr. Da das bisherige Retrutenkontingent für das Heer Bei der Firma 103 000 Mann, für die Landwehr 10 000 Mann beträgt, wird durch Richm u. Söhne in Görlis find die Schraubenschneider die Vorlage ein Plus von 21 900 Mann für das Heer Direktor Jordan von der Bergisch- Märkischen Bank scheidet be- wegen fortgesetter Lohnreduzierungen in den Streit getreten. Wir und von 4500 Refruten für die Landwehr verlangt. Es erübrigen kanntlich mit Ende dieses Jahres aus seiner Stellung aus. Die erfuchen den Zuzug fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. fonach für vorzeitige Beurlaubung bei dem Heer 5200, bei der Gründe, die ihn dazu bestimmen, bestehen nach Mitteilung unfres Bezirksleitung für Schlesien. Elberfelder Partei- Organs darin, daß seine etwas sonderbaren Landwehr 250 Manu. Obiges Mehrerfordernis entspricht noch Die städtischen Hafenarbeiter in Stettin überreichten dem keineswegs dent natürlichen Zuwachs der Bevölkerung. Zusammen Privatgeschäfte von der Bankverwaltung beanstandet worden sind. Magiftrat eine Betition um Verbesserung ihrer Arbeits- und Lohn wird die Erhöhung des Gesamttruppenbestandes bei dem Heere nach Herr Dr. Jordan," schreibt die„ Elberfelder Freie Presse", var verhältnisse, die u. a. folgende Forderungen enthält: Die bisherigen einer gewissen Reihe von Jahren, deren Anzahl sich eben nach den Borsitzender des Aufsichtsrats der Barmer Handelsbant, und als diese brafonischen Strafbestimmungen, wonach geringe Bergehen mit der vorhandenen Budgetmitteln richten wird, fich auf 32 742 Mann be in der Mitte des Jahres 1901 in eine gewisse Geldklemme tam, fofortigen Entlassung des Schuldigen geahndet werden können, find ziffern. veranlaßte er fie, einen Teil ihrer Effekten zu Gelde zu machen, zu mildern. Jedem Arbeiter ist eine Arbeitsordnung auszuhändigen, bingen. Das wird einen Mehrbedarf von 21 300 Rekruten bewobei er so aufopfernd war, ihr etwa 100 000 M. Aftien der Verbie über nachstehende Bunkte Bestimmungen enthalten foll: 1. Löfung einschließlich der Landwehr 14 100 Stefruten. Siervon entfallen auf die diesseitige Reichshälfte, einigten Glanzftoff- Fabriken zum Selbstkostenpreise von etwas über des Arbeitsverhältnisses; 2. Dauer, Beginn und Ende der Arbeits- Schlußeffett Der materielle pari abzukaufen. Herr Dr. Jordan war nämlich auch gleichzeitig zeit, Länge der Baufen, Sonntagsruhe und Urlaub respektive Ferien; Delegation bereits bewilligten 4900 000 Stronen, für 1904 auf für 1903 auf die bon der Vorsitzender des Aufsichtsrats der Vereinigten Glanzstoff- Attien- 3. Höhe der Löhne; 4. Strafen; 5. Arbeiterausschuß; 6. Versäum rund 7 Millionen und nach vollständiger Durchführung der ErGesellschaft und als solcher wird wohl der Aufschwung bei dieser nisse und Krankheiten; 7. Versicherungsverhältnisse; 8. Alters- und höhung des Bestandes im Maximum auf 20 Millionen für die ganze Gesellschaft ihm nicht unbekannt geblieben sein, der sich auch darin Reliktenversorgung. 9. Errichtung eines Arbeiterausschusses in mög- Monarchie stellen, wovon etwa 13 Millionen, also zwei Drittel, äußerte, daß dieselbe für jenes Jahr 9 Proz. Dividende gab. Diese lichst kurzer Zeit. Befferung war zu dieser Zeit übrigens im ganzen Wupperthal beauf die diesseitige Reichhälfte entfallen werden. tannt, denn die Gesellschaft war nicht im stande, die ungeheuren Bestellungen aus ihrer Kundschaft auszuführen; nur den ehemaligen Deputiertenkammer. Direktoren der Barmer Handelsbank war hiervon nichts bekannt geworden! Herr Dr. Jordan fand aber schon wenige Monate später Gelegenheit, den größten Teil dieser Aftien zum Preise von 250 Bro3. an den Mann zu bringen. Gewiß fein schlechtes Geschäft für den gefeßlich zur Wahrung der Intereffen der Barmer Hanbelsbank Berufenen! Als im vorigen Jahre die Barmer Handelsbank mit der Bergisch- Märkischen Bank vereinigt wurde, stellte die Revisions kommission derselben diesen Kuhhandel fest und verlangte, daß dieses Geschäft aufgehoben, resp. als für die Bant gemacht, verbucht werde. Dies ist allerdings bis auf den heutigen Tag nicht geschehen, und wir gehen wohl in der Annahme nicht fehl, daß dieser Konflikt den Anlaß zu dem jest erfolgten Austritt des Herrn Dr. Jordan aus der Bank gegeben hat. Ausland. Der Streit der Wiener Konfettionsschneider. Die Tarifverhandlungen nahmen am Montag und Dienstag Paris, 28. Januar.( B. Z. B.) Das Haus fezt die Beratung unter dem Vorsitz des Ober- Getverbe- Inspektors ihren Fortgang. Die des Budgets des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten fort. Parteien einigten sich zunächst über die Bedingungen, durch welche die reits angenommenen Antrag Berteaug betreffend BerbeiseBourrat wünscht, daß der Minister den bon der Kammer beDurchführung des festzusetzenden Tarifs garantiert werden soll. In rung der Lage der Angestellten der Eisenbahnen dieser Hinsicht einigte man sich dahin, daß die Konfektionäre Lohn vor dem Senat vertrete. Sibille erklärt, die Durchführung des bücher für die Stüdmeister einführen, und daß eine Kommission ein- Antrages Berteaug werde 275 Millionen erfordern. Auf die Ers gesetzt wird, welche die Innehaltung des Tarifs zu kontrollieren hat, widerung Berteaur, daß diese Ziffern unrichtig feien, fagt Sibille, und der zu diesem Zweck die Lohnbücher sowohl von den er habe seine Angaben von der Verwaltungsbehörde erhalten. Konfektionären wie von den Stüdmeistern vorgelegt werden müffen. Cadenat wirft der Verwaltung vor, daß sie unrichtige Ziffern verDer Tarifentwurf, welcher der Beratung zu Grunde lag, war von öffentlichte, um die geplante Reform zu vereiteln, und beschuldigt den Konfektionären aufgestellt. Er erfüllte zwar nicht alle Wünsche beim Stultusetat, ein Verräter an seinem Programm geworden den Minister, daß er in derselben Weise, wie der Ministerpräsident der Streifenden, gewährt aber nennenswerte Verbesserungen. Es sind fei.( Anhaltende Betvegung.) Minister der öffentlichen Arbeiten Demgegenüber erklärt jeht Herr Dr. Jordan, daß von der Re- vier Lohntlassen vorgesehen, deren Höhe sich nach der Warenqualität Maruéjouls erwidert: visionskommission das Verlangen auf Aufhebung des Geschäfts richtet. Da die Löhne für eine und dieselbe Warenqualität heute sehr ver- Mensch, ich würde es aber nicht mehr fein, Ich bin und bleibe ein höflicher feineswegs gestellt und dieses überhaupt nicht beanstandet worden ivenn ich Ich bin ein sei. Es handelte sich bei dem Berkaufe übrigens nur um 58 000 m. schieden sind, so bedeutet er bei den schlechtesten Löhnen eine Er- auf eine derartige Anschuldigung antworten wollte. jener Attien. Diese habe er zu 116 Prog. in einer Zeit überhöhung von 25-30 Proz., bei den verhältnismäßig guten eine gut erzogener Mensch und ein Mann von Ehre.( Andauernder Beinommen, als sie anderwärts nur mit 100 Proz. bezahlt wurden. geringere, bis zu 5 Proz. herab. Die heute verhältnismäßig besser fall auf allen Bänken des Hauses.) Cadenat will sich voller Wut Bon den im ganzen 117 Attien, die er besessen, habe er nur 26 Stück entlohnten Meister können eine solche beffere Entlohnung nach Infraft- auf den Minister stürzen, wird aber von den Huissiers daran verhindert. Die flatscht gesamte Kammer zu 225 resp. 250 Proz. verkauft. Die übrigen befize er noch jezt. treten des Tarifes über diesen hinaus auch bekommen. Minister Beifall. Sodann nimmt das Haus durch Händeaufheben In der Hauptsache bestätigt diese Erklärung mir, was die Bezüglich des Verhältnisses zwischen den Stückmeistern und den einen Antrag Berteaug an, durch welchen der Regierung das Ver„ Elberfelder Freie Presse" behauptet hat; denn ob direkt von der Gehilfen haben die Meister die Forderung der elfstündigen Arbeits- trauen ausgesprochen und dieselbe aufgefordert wird, mit dem Kommission das Verlangen gestellt wurde, das Geschäft solle für Rechnung der Bank gebucht werden, und ob ferner der Aktienbetrag zeit bewilligt, dagegen sträuben sie sich bis jetzt noch, das Wohnen Senat ein Mittel zu suchen, um dem genannten Antrage Berteang 100 000 oder nur 58 000 2. betrug, ist für die Beurteilung des der Gehilfen beim Meister abzuschaffen. Auch über die Höhe der zur Durchführung zu verhelfen.( Beifall.) Sierauf werden sämtliche sonderbaren Handels ganz nebensächlich. Gehilfenlöhne war bis zum Schluß der uns vorliegenden Nachrichten Kapitel des Budgets der öffentlichen Arbeiten angenommen und die Sigung dann geschlossen. Kofatentunten als deutscher Ausfuhrartikel. Auch die Handels- eine Einigung noch nicht zu stande gekommen. statistit fann interessant sein. So finden wir z. B. in einer Statistik Bei den Verhandlungen waren seitens der Konfektionäre nur New York, 28. Januar.( W. Z. B.) Die Zahl der bei dem des„ Russisch- Deutschen Boten" über die Ausfuhr Deutschlands die Grossisten, aber nicht die Detailiften vertreten. Die letzteren in der Nähe von Graceland stattgehabten Eisenbahn- Unglück Vernach dem Zarenreich, daß unser deutsches Baterland vom Januar kommen für die Lohnbewegung weniger in Frage, da die Groffisten testen beträgt fünfzig. Einige Personen verbrannten, weil sie sich bis Oktober vorigen Jahres dem lieben Nachbar an 269 Doppel- den weitaus größten Teil der Arbeitskräfte beschäftigen. Uebrigens aus den Trimmern nicht befreien konnten. nochmals dem Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u.Unterhaltungsblatt. Nr. 24. 20. Jahrgang. Donnerstag, 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. stag, 29. Januar 1909. Abgeordnetenbaus. 8. Sigung, Mittwoch, 28. Januar. 11 Uhr. Am Ministertische: v. Podbielski. Die zweite Beratung des Etats der landwirtschaft lichen Verwaltung wird fortgesetzt beim Titel„ Gehalt des Ministers". Abg. Graf Praschma( C.): Die Ergebnisse der Statistik vom Jahre 1897, die sich allerdings nur auf einen beschränkten Streis von Gütern bezog, haben ergeben, V Notiz über das Verhalten eines Gutsbesitzers auf einem Gut in der die vom Grafen Bülow angekündigten Maßregeln zur Sicherung des Nähe von Berlin in der Mark Brandenburg. Ich will absichtlich Wahlgeheimnisses an sich habe ich nichts, aber ich verstehe nicht, feine Namen nennen, hoffe aber, daß von andrer Seite genügende warum die Regierung gerade im gegenwärtigen Moment dies Erklärungen kommen, die Klarheit über die dortigen Verhältnisse Geschenk der Socialdemokratie zum Dank für die Obstruktion darbringt. schaffen. Wenn aber jene Darstellung auf Wahrheit beruht, fann aus den ländlichen Gebieten in die Industriecentren abwandern. man sich allerdings nicht wundern, wenn die Arbeiter immer mehr Die Sicherung des Wahlgeheimnisses gehört doch nicht zum Etat Den Wünschen des Kollegen Bohl über das landwirtſchaftliche der landwirtschaftlichen Verwaltung.( Heiterkeit.) Unterrichtswesen möchte ich mich anschließen.( Beifall links.) Abg. Freiherr v. Wangenheim( k.): Schluß 4 Uhr. Präs. v. Kröcher: Abg. v. Kardorff( Rp.): Sociales. Das Ende der Schulpflicht. Nach den Erklärungen der Regierungen war nicht anzunehmen, daß 38 Proz. namentlich der kleinen nud mittleren Güter ver- Verträge mit dem Auslande abgeschlossen werden, nach denen aus- Wir mußten daher, um nicht das Zustandekommen des Zolltarifes Ich möchte den Landwirtschaftsminister bitten, daß nicht wieder daß sie in eine weitere Ausdehnung der Mindestzölle willigen werde. schuldet sind und daß in den letzten Jahrzehnten eine enorme ländisches Getreide auf deutschen Eisenbahnen billiger befördert überhaupt zu verhindern, Konzessionen machen. Zunahme der Verschuldung zu konstatieren ist. Daraus folgt für wird als inländisches, wie es jetzt gegenüber Rußland der Fall ist. die Regierung und für uns die ernſteſte Pflicht, hier helfend Das ist ein ganz unerhörter Zustand!( Sehr richtig! rechts.) Herr 11 Uhr.( Außerdem: Antrag Langerhans- Barth detr. Einführung der Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag einzutreten. Sehr erwünscht wäre weiter eine Beseitigung Gürdeler hat sein Einverständnis ausgesprochen mit den Zolltarif- fakultativen Feuerbestattung.) der in den Kommissions Verhandlungen ausführlich be= leuchteten Mißstände auf dem Gebiete Beschlüssen des Reichstages. Ich brauche nicht noch einmal ausder Jagdverpachtung. Redner tadelt es, daß die schlesische Landwirtschaftskammer einen zuführen, daß ich nicht damit einverstanden bin. Wenn aber Herr Druck auf ihre Mitglieder zum Beitritt zum Bunde der Landwirte Caprivischen Handelsverträge so bald wie möglich aus der Welt zu Gördeler weiter den Landwirtschaftsminister aufgefordert hat, die ausübe. Ein großer Teil der schlesischen Landwirte, er erinnere nur schaffen, so bezweifle ich nicht, daß alle, die im Reichstage dem Zollan Herrn v. Kardorff, sei infolge der prononcierten Haltung des tarif zugestimmt haben, von derselben Absicht geleitet worden sind. Bundes nicht geneigt, ihm beizutreten. Es ist am Montag vom Zolltarif gesprochen worden. Wir sind mit der Haltung unsrer Fraktion Dieſe Herren haben aber einen Faktor falsch in ihre Rechnung einDie für den Regierungsbezirt Frankfurt a. D. er im Reichstage vollständig einverstanden. Die Mehrheit befand sich in einer gestellt: die Absichten der verbündeten Regierungen. Diese sind jetzt lassene Regierungsverordnung vom 24. März 1853 bestimmt, daß die Zwangslage, und der Ausweg, den sie wählte, war der richtige, um weiter laufen lassen zu können, bis neue Verträge zu stande ge- habe, und daß dies bei Kindern evangelischer Religion in der Regel in der angenehmen Lage, die Caprivischen Verträge ruhig so lange Schulpflicht dauere, bis das Kind die erforderliche Reife erlangt das Wohl des gesamten Landes zu fördern.( Bravo!) Daß die kommen sind. Daß der neue Tarif, wenn er durchgeführt würde, dann der Fall sei, wenn die Einsegnung erfolgt wäre. Die Herren Mehrheit in die Zwangslage kam, dafür ist die Reichsregierung, vor eine Verbesserung bedeutete, ist ja zweifellos. Die Landwirtschaft Schneider und Krüger in Kirchhain glaubten, mit Rücksicht auf dieſe allem auch die preußische, verantwortlich, die auf alle Kompromiß- darf sich nach der lekten Rede des Grafen Posadowsky im Reichstag Bestimmung ihre am 16. März vorigen Jahres konfirmierten vorschläge mit einem glatten„ Unannehmbar" antwortete. Die über- aber nicht mehr den geringsten Illusionen hingeben.( Sehr richtig! Töchter im neuen Schulhalbjahr nicht mehr zur Schule schicken wiegende Mehrheit dieses Hauses hatte der Regierung ganz andre Direktiven auf den Weg gegeben und noch im letzten Augenblick die rechts.) Alle Voraussetzungen eines Wohlwollens der verbündeten zu brauchen, obwohl die Schulbehörde verlangte, daß die Kommissionsbeschlüsse als das Mindestmaß des zu Fordernden be- Regierungen für die Landwirtschaft haben sich von Anfang bis zu beiden Mädchen die Schule noch bis zum Oktober besuchen sollten. Kommissionsbeschlüsse als das Mindestmaß des zu Fordernden be- Ende als vollkommen irrig erwiesen.( Lebhafte Zustimmung rechts.) Sie behielten die Kinder zu Hause und wurden darauf wegen zeichnet. Redner ersucht die Regierung, die Mindestzölle für Bich wir werden unsren Kampf bei den Handelsverträgen weiterführen müssen. unberechtigter Schulverfäumnis ihrer Töchter angeklagt. Die Anund Fleisch, wenn sie auch nicht im Tarif stehen, zur Grundlage der wir wollen keine Handelsverträge um jeden Preis, sondern nur geklagten bestritten, sich strafbar gemacht zu haben. Nach der geVertragsverhandlungen zu machen. Sollten solche auf Schwierig solche, die den Interessen der Landwirtschaft wie der Industrie voll- nannten Verordnung ende die Schulpflicht mit der erfolgten Nonfeiten stoßen, so brauche sich die deutsche Regierung nicht zu scheuen, fommen entsprechen. Wir wollen keinen Gegensatz zwischen Land- firmation. Das Landgericht Kottbus als Berufungsinstanz sprach ihrerseits mit der Kündigung der Verträge vorzugehen.( Bravo!) wirtschaft und Industrie herbeiführen. Aber die hohen Industrie- auch die Angeklagten frei, indem es sich auf ihren Standpunkt stellte. Abg. Glazel( natl.): zölle des Zolltarifes bedeuten eine direkte Schädigung der Landwirt- Durch die am 16. März 1902 erfolgte Einsegnung sei nach der Ver Auch wir haben uns außerordentlich darüber gefreut, daß es schaft. unfren politischen Freunden im Reichstage geglückt ist, der Land- Mein Glaube an die Autorität des Dr. Crüger hat heute einen ordnung von 1853 ausgedrückt, daß die Kinder die erforderliche Reife erlangt hätten. Darauf sei aber nach jener Verwirtschaft denjenigen Schutz zu verschaffen, den wir für notwendig Stoß erlitten.( Heiterkeit rechts.) Ich bezweifle, daß er in der Geflügel- ordnung die Schulpflicht ohne weiteres für sie beendet gehalten. Wir sind der Meinung, daß man nun bestrebt sein muß, zucht und im Obstbau besonders sachverständig ist. Dr. Crüger hat einen wesen. Die Staatsanwaltschaft legte hiergegen Revision ein. die Landwirtschaft hinter diesem Schutzwall so entwicklungsfähig zu Fall schlechter Behandlung der Arbeiter feitens eines Gutsbesizers er- Der Straffenat des Kammergerichts gab der Revision statt, hob machen, daß sie später eines derartigen Schuges einmal entbehren wähnt. Wenn wir Ihnen( nach links) jeden Fall vorhalten wollten, wo die Vorentscheidung auf und verivies die Sache zur nochmaligen fann. In dieser Beziehung hat der vorliegende Etat schon irgend ein jüdischer Geschäftsmann an einem bei ihm engagierten Mädel Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurück. Bemanches gethan, aber noch lange nicht genug. Der An- die größten Schweinereien begeht, hätten wir ein viel größeres gründend wurde ausgeführt: Nach§ 48 II. 12 des Allgemeinen regung des Grafen Praschma, daß in den zweisprach Material zur Verfügung als Sie. Aber auf den ganzen Stand der Landrechts in Verbingung mit dem Gesetz vom 11. März 1872 belichen Bezirken Die Wanderlehrer der Landwirtschaftlichen Landwirte zu exemplificieren, weil ein Einzelner einmal eine Roheit dinge nicht die Einsegnung, sondern die erlangte Reife, die ErFortbildungsschulen auch polnisch sprechen müßten, kann ich begangen hat, das scheint mir ein durchaus unwürdiges Verhalten langung der einem jeden vernünftigen Menschen seines Standes mich nicht anschließen. Das würde wenig zur Förderung des zu sein!( Lebhafter Beifall rechts.) nötigen Bildung, das Ende der Schulpflicht. Wann diese Neife erdeutschen Nationalbewußtseins beitragen. Wenn die Landarbeiter in langt sei, habe die Schulaufsichts- Behörde zu bestimmen. so großer Zahl nach dem Westen auswandern, so thuen sie dies Etwas andres habe auch, wie im Gegensatz zum Landgericht nicht nur der höheren Löhne wegen, sondern sie werden im Westen angenommen werde, die Regierungsverordnung vom 12. März 1853 auch besser behandelt. Sie können dort ein viel behaglicheres und nicht bestimmen wollen. Sie habe nur der Schulaufsichtsbehörde die Aniveisung erteilt, in der Regel nach erfolgter Einsegnung die Entlassung vorzunehmen. Daraus hätten die Angeklagten kein Recht herleiten können, die Töchter nach der Konfirmation von der Schule fernzuhalten, wenn die Schulbehörde sie noch nicht für reif erachtete. Objektiv liege somit eine unberechtigte Schulversäumnis vor. Das Denn Landgericht müsse sich deshalb nochmals mit der Sache befassen. bequemeres Leben führen. Abg. v. Kardorff( frk.): Abg. v. Wangenheim behauptete, die Gärtnerei, der Gemüsebau 2c. seien nicht genügend geschützt, da seine Anträge auf Bindung auch dieser Zölle abgelehnt seien. Er sagte, die Regierung würde bei Handelsverträgen die Sätze des autonomen Tarifs ungeheuer herabAbg. Gördeler( frk.): setzen. Das fann man bei jeder industriellen Position aber ebenfalls erklärt im Namen seiner Freunde sein Einverständnis mit der Haltung fagen.( Widerspruch rechts.) Im übrigen will ich nur daran erinnern, daß der Reichspartei bei der Bolltarif- Beratung im Reichstag. Wir be- die Bolltariffommiffion fämtliche Anträge des Centralverbandes der dauern lebhaft, daß es nicht möglich gewesen ist, höhere Bölle durch- Industriellen abgelehnt hat. Die Behauptung des Herrn v. Wangenzubringen, sind aber der Ansicht, daß die Reichspartei richtig ge- heim, daß die Industrie einseitig bevorzugt sei, ist unwahr. handelt hat, als sie geschlossen für den Antrag Stardorff eintrat. erstens hat die Landwirtschaft Mindestzölle, die Industrie nicht, und Redner fordert finanzielles Eintreten des Staats zur Minderung der zweitens find die industriellen Zölle durchweg herabgesetzt worden, die der Landwirtschaft dagegen erhöht worden. Wäre der Zolltarif Verschuldung des ländlichen Grundbesitzes. nicht zu ftande gekommen, so hätte die Socialdemokratie eine glänzende Wahlparole gehabt, die sie auch benutzt hätte. Das mußte verhindert werden.( Beifall.) Abg. Ring( f.): Landwirtschaftsminister v. Podbielski: Die unverbindliche Bedingung im Arbeitsvertrag. In der Cakesfabrik von Jona war es üblich, daß während der Saison, besonders in den letzten Wochen vor Weihnachten, viele Ueberstunden gemacht wurden, ohne daß der Chef diese besonders Abg. Glazel fragte vorhin, weshalb die Landwirte die Eierhonorierte; dafür machte Jona in der schlechten Zeit, wo die Arbeitsproduktion nicht mehr pflegten. Bei dieser Frage werde ich an die zeit öfter eine unternormale war, teine Abzüge vom Lohn. Unterhaltung zwischen der Konfettioneuse Paula Erbswurst( Große Bereits bei der Generaldebatte haben einige Herren von der Der Bäcker R., der schon früher längere Zeit im BeHeiterkeit) mit einem Bauern erinnert, die fragte, weshalb der Bauer Linken eine Reise gestreift, die ich im vorigen Jahre gemacht habe. triebe thätig gewesen ist, war im Juni 1902 bei J. wieder nicht mehr Blumenkohl, Gemüse 2c. baute? De find ja alles sehr Ich halte mich für verpflichtet, besonders zu betonen, daß kein nen in Arbeit getreten und am Weihnachts- Heiligabend, alſo wohlschmeckende Sachen, Thatsache ist aber, daß die Landwirtschaft Minister es so unbedingt nötig hat, aufs Land hinauszugehen und gerade mit Abschluß der Saison angestrengtester Arbeit, entlassen mit dem Getreidebau und der Viehzucht steht und fällt.( Sehr die Verhältnisse nicht nur vom grünen Tisch aus zu beurteilen, wie worden. Für die in dieser Zeit geleisteten vielen Ueberstunden und richtig! rechts.) Als es sich im Reichstag um die Bindung der Vieh der Landwirtschaftsminister.( Beifall rechts.) Es hat mich immer für die Sonntagsarbeit hatte er nichts erhalten. Er klagte nun beim zölle handelte, waren aber die Herren Nationalliberalen dafür nicht interessiert, wie die Herren von der Linken immer rein aus Gewerbegericht gegen Jona auf Bezahlung der Mehrarbeit. Ans zu haben.( Zustimmung rechts.)- Die Viehhändler beklagen sich Die Viehhändler beklagen sich über die außerordentlich verschiedene Judikatur in Bezug auf die Aus- Büchern ihre Schlüsse ziehen, die sich fast nie mit der Praris decken. der Entlassung konnte er wegen Kündigungsausschlusses feinen Anüber die außerordentlich verschiedene Judikatur in Bezug auf die Aus-( Sehr richtig! rechts.) Es ist mir vorgeworfen worden, daß ich spruch herleiten. Er machte geltend, daß während der Saison die legung des Reichs- Seuchengesezes. Es werden auf Grund dieses Gesetzes immer nur bei Großgrundbesizern logiert habe.( Heiterkeit.) Arbeitszeit öfter von morgens 7 Uhr bis nachts 12, 1 und gar 2 Uhr eine Unmenge Polizeiverordnungen erlassen, die zum Teil ungültig find. Das Gegenteil ist richtig. Ich bin Anfang Juni fortgereist und gedauert habe. Er habe sehr angestrengt gearbeitet. Wenn Da, so viel ich gehört habe, im Reichsamt des Innern eine Novelle Mitte August zurückgekehrt. In dieser ganzen Zeit habe ich nur er dies that und neben feinem Wochenlohn zum Reichs Seuchengesetz ausgearbeitet wird, ist jetzt der geeignetste zweimal bei Großgrundbesitzern logiert( Hört! hört! rechts), sonst 21 Mart. feine besondere Bezahlung verlangte, dann Moment, diese Beschwerden zur Geltung zu bringen. Nebenbei be- habe ich absichtlich kleine Städte und Orte aufgesucht, um dort Land habe er das selbstverständlich nur unter der Voraussetzung gethan, merkt ist es ein unwürdiger Zustand, daß nach den heutigen und Leute zu studieren. Solche Märchen werden in der sogenannten daß ihn Beklagter auch während der stillen Zeit beschäftigen und Bestimmungen die Begleiter von Biehtransporten gezwungen werden Sauregurkenzeit" als geeignetes Material zur Erheiterung des ihm, wie ausgemacht, während dieser Zeit trotz der kurzen können, im Viehwaggon sich aufzuhalten. Redner tritt für Ent-" Publikums verwendet.( Heiterkeit.) Dann ist mir auch eine be- Arbeitstage den vollen Lohn zahlen werde. Wenn Beklagter ihn bis schädigung der durch die Regulierungsarbeiten an der Spree in den stimmte Aeußerung über den Kanal in den Mund gelegt worden. Pfingsten beschäftigt hätte, dann hätte er für die Ueberstunden nichts legten vier Jahren geschädigten Fischer ein. ( Große Heiterfeit.) Ob ich sie gemacht habe, weiß ich zu verlangen. Abg. Pohl( frs. Vg., auf der Tribüne schwer verständlich) fordert Ausgestaltung des landwirtschaftlichen Unterrichtswesens. Abg. Macco( natl.) bon nicht, ebensowenig wie meine Umgebung.( Erneute Heiterkeit.) Auf Anraten der Kammer 6 wollte Jona im Vergleichswege Es werden einem ja manche Sachen angedichtet, und ich habe mich 30 Mart zahlen, der Kläger verlangte aber bedeutend mehr und damals schon des Dichterwortes erinnert: ,, Ex quamois sub aqua, ging auf den angebotenen Vergleich nicht ein. wenn man Abg. Gothein( fr. Vg.): der an sub aqua maledicere tentant.*) Ich will ja nicht sagen, daß in Der Gerichtshof unter dem Vorsitz des Gewerberichters berliest eine Rede des Handelsministers Möller aus der Zolltarif- diesem Fall jemand der Frosch gewesen sei.( Heiterkeit.) Aber Dr. Wölbling wies den Kläger mit folgender Begründung ab: Es Kommission, in der diefer ausgeführt hat, daß nach dem neueren Ver- möglich ist es ja immerhin. Herrn v. Wangenheim möchte ich daran frage sich hier, ob es eine verbindliche Bedingung sei, wenn der fahren Leder in 26-30 Stunden gegerbt werden kann. Wenn der erinnern, daß es wenig zur Stärkung des monarchischen Ge- Arbeitgeber dem Arbeiter in Aussicht stelle, während der stillen Minister Schuhe aus solchem Leder anziehen würde, würde er wahr- dankens beiträgt, Mißtrauen in die Reihen Zeit" zu dem Wochenlohn trotz der kürzeren Arbeitszeit beschäftigt scheinlich bald mit zerbrochenen Sohlen herumlaufen müssen. der Bauern fät. Die Landwirte müssen zu ihren berufenen zu werden, und wenn der Arbeiter deshalb in der Saison auf ( Heiterkeit.) Das ist für einen Minister keineswegs ein schöner An- Vertretern das Vertrauen haben, daß sie mit ihrem besten können Heberstundengeld verzichte. Wenn man erwäge, daß die Kündigungsblick.( Erneute Heiterkeit.) Redner bestreitet weiter, daß der Dule- für ihre Sache eintreten. Ich muß es aufrichtig bedauern, daß hier frist ausgeschlossen gewesen sei, fönne man hier eine verbindliche bracho- Boll von 7 M. die deutsche Schuhindustrie schwer schädigen immer wieder von dem mangelnden Wohlwollen der Regierung Bedingung, eine rechtliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur Bewürde " stillen Zeit" nicht schäftigung des Arbeiters in und spricht dem Landwirtschaftsminister seinen Dank gegenüber der Landwirtschaft gesprochen wird.( Beifall.) dafür aus, daß er nicht auf dem Standpunkt der Zolltarifnehmen. Die Bedingung der Verpflichtung wäre auch zu unt bestimmt, denn was sei unter stiller Zeit" zu verstehen? Wann Kommission steht. Abg. Dr. Crüger( frs. Vp.): Es ist nicht ein Redner der Linken, sondern ein Herr aus dem beginne sie, wann höre fie auf, wie lange dauere fie? Bei der Ich bin gespannt darauf, ob ebenso wie die Abgg. Glazel und Centrum gewesen, der Herrn v. Podbielski den Vorwurf gemacht hat. Boraussetzung des Arbeiters, auch noch nach der Saison zu einem daß er zu viel reise. Wir von der Linken sind im Gegen bestimmten Lohn beschäftigt zu werden, handle es sich danach nur Gördeler auch der Abg. Frhr. v. Wangenheim, der nach mir sprechen teil der Meinung, daß Herr v. Podbielski die Verhältnisse um eine Hoffnung, daß er sich im ganzen besser stehen werde, ivenn wird, sein Einverständnis mit den Reichstags- Beschlüssen zum Zoll- ant Drt und Stelle fennen Ternen muß. Was der tarif aussprechen wird. Meine Freunde halten selbstverständlich den Landwirtschaftsminister er in der Saison ohne Entgelt länger arbeite. Daß die Ueberheute über feinen bekannten Ausstunden nicht bezahlt werden, sei eine gesetzlich zulässige Verangenommenen Zolltarif für volksschädigend. Ich bestreite überspruch zur Kanalvorlage gesagt hat, war insofern interessant, als einbarung, und die sei Kläger eingegangen, ohne daß, wie aushaupt, daß die Landwirtschaft sich in einer Notlage befindet.( Ge- der Minister gar nicht einmal weiß, ob er ihn wirklich gethan hat. geführt, der Unternehmer ihm und seinen Kollegen eine bestimmte Tächter rechts.) Die Herren von der Rechten sind in den legten( Seiterkeit lints.) Im allgemeinen haben wir bisher angenommen, Gegenleistung zugesichert habe. Kläger müsse darum abgewiesen Tagen sehr eifrig für eine obligatorische Schlachtvieh- Versicherung eingetreten. Ihnen( nach rechts) liegt aber feineswegs so sehr die daß die Minister, wenn sie sich über eine hochpolitische Angelegenheit werden. äußern, auch wissen, was sie sagen.( Erneute Heiterkeit lints.) Die Arbeiter können aus diesem Fall lernen, daß sie beim Aballgemeine Schlachtvieh- Versicherung, als die Subvention am Herzen, Freilich sprechen ja in diesem Fall für Herrn v. Podbielsti sehr viele schluß von Arbeitsverträgen auf möglichste Genauigkeit bei Feſtdie Sie dabei von Seiten des Staates für sich erhoffen.( Lachen mildernde Umstände, die sich aus der Natur der Sache ergeben. ftellung der Bedingungen zu achten haben. Vor allem ist nichts auf rechts.) Der beschlossene ungeheuer hohe Quebrachozoll muß, wenn( Große Heiterkeit links.) Herrn Ring gegenüber weise ich darauf hin, unbestimmte Vertröstungen für die Zukunft zu geben. er in Kraft tritt, die Lederindustrie aufs schwerste schädigen. Für die daß die Zeiten der höchsten Getreidepreise die Zeiten niedriger verschuldeten Landwirte giebt es mir eine einzige wirksame Entschuldung, Löhne gewesen sind.( Widerspruch des Abg. Ning.) Sie vernämlich daß man fie austauft, daß man fie expropriiert. stehen das nicht, Herr Ning!( Große Unruhe rechts. Abg. Ring Bei den Wahlen zur Generalversammlung der Orts- Krankenkasse Ich empfehle den Agrariern das ganz vorzügliche Buch des Dr. Hecht ruft: Sie haben ja keine Ahnung! Lachen links.) Ich der Handwerker in Düsseldorf siegte die Liste der freien Gewerkschaften meine Auffassungen durchaus bestätigt. Herr Ning warf den National- mache mich anheischig, bis zur dritten Lesung aus ihren( nach rechts) liberalen vor, daß sie beim Bolltarif nicht für einen genügenden eignen Reden eine ganze Blütenlese zum Beweis für meine BeSchutz des Obstbaues und der Gärtnerei eingetreten seien. Mehr hauptung beizubringen.( Unruhe rechts.) als hohe Zölle und Subventionierungen aber ist uns ein rationeller Abg. Freiherr v. Wangenheim( f.) Obstbau notwendig. Heute wird in Deutschland der Obstbau so polemisiert gegen den Abg. Gothein und erklärt gegenüber dem Abg. irrationell wie mur möglich betrieben. Die innere Kolonisation", v. Kardorff, daß in seinen Wirkungen allerdings der neue Bolltarif auf die wieder vielfach verwiesen worden ist, ist Schwierigkeiten aus für die Landwirtschaft schädlicher sein werde als der alte. Gegen gesetzt, die ihren Grund großenteils in unfrer ganzen ländlichen Gemeindeverfassung habe. Sie hängt eng zusammen mit der Lösung *) Obwohl sie( die Frösche) unter dem Wasser sizen, versuchen der Arbeiterfragen. Vor einigen Tagen stand im Vorwärts" eine sie doch zu schmähen. mit 1539 Stimmen über die„ Chriftlichen", welche nur 1084 Stimmen erhielten. Vor einigen Jahren waren die freien Gewerkschaften von den Christlichen aus der Verwaltung der Kasse verdrängt worden. Es war die einzige Position, die sich die Christlichen in der Verwaltung öffentlicher Institute zu erobern vermocht hatten, und diese Haben sie nun auch wohl endgültig verloren. Zur Kennzeichnung der Berufsgenossenschaften dienen die nachstehenden Bestimmungen des neuen Statuts der Tabak- Berufsgenossenschaft über Reisekosten und Tagegelder. Es erhalten: Vertreter der Unternehmer: 1. bei Reisen auf Eisenbahnen oder Dampfschiffen Rückfahrkarte 1. Klasse, sowie für jeden Zu- und Abgang 3 M. 2. bei Reisen, welche nicht auf Eisenbahnen oder Dampfschiffen gemacht werden können, pro Kilometer 60 f. 3. für Wohnung und Zehrungskosten pro Tag 10 M., über 50 Kilometer weite Reisen pro Tag 15 M. b) Vertreter der Arbeiter: V rinnen sprachen sich dagegen aus. Man hob hervor, daß die Schönholz, Nixdorf, Rummelsburg, Schmargendorf, Schöneberg, Stralau, 1. bei Reisen auf Eisenbahnen Arbeiterfrauen zuerst ihre eignen Klassengenossinnen organisieren Tempelhof, Treptow, Westend, Wilmersdorf. Für den Verkehr dieser Orte oder Dampfschiffen Rückfahrkarte sollten und daß die Politik des Frauenrates durchaus nicht mit den untereinander wird die Ortstare erhoben. Briefe bis zu 250 Gramm 5 Pf., 2. Klasse. Anschauungen der socialdemokratischen Frauen übereinstimme. Ein Drucksachen bis zu 50 Gramm 2 Pf. Nähere Angaben in einem Anschluß an jene Organisation wäre schädlich. Das, was die postalischen Verzeichnis. Zu beziehen durch alle Postanstalten zum Preise von 5 Pfennigen. Frauen zuerst und vor allem zu thun hätten, wäre, für die Fuchs. Die Teltow Kanal- Bauverwaltung ist in Wilmersdorf, Ausbreitung des socialistischen Gedankens unter ihren Mit- Berlinerstr. 157. schwestern zu wirken und sie für die Organisation zu F. W. Ja.- K., Langestraße. Der Eigentümer ist der Magistrat zu getvinnen, der sie vor allem angehören müßten. Um eine stärkere Berlin. Er kann Ihnen darüber Auskunft geben. 2. K. 1. Unbekannt. Beteiligung an der Maidemonstration herbeizuführen, soll in allen hübich. Qulein sie irren sich, wenn Sie glauben, daß wir B. überschätzt 2. Antwort später im juristischen Teil. O. D. Der Artikel ist sehr dem Verband angehörenden Vereinen eine besondre Agitation mit hübsch. Allein Sie irren sich, wenn Sie glauben, daß wir B. überschätzt haben. Er war in der That ein ungewöhnlicher Präsident. Die Maste Hinweis auf den Achtstundentag veranstaltet werden. Als Ver- nahm er erst in der letzten Zeit vom Gesicht. Albin. Zuchthaus? nein! bandsvorsitzende wurde Frau Ziener wiedergewählt, als Sekretär Hannover. Ist Krupp- Legende. Vergleichen Sie unsern Briefkasten in Frau Tynäs gewählt. Diese beiden Frauen repräsentieren Nr. 23. C. G. Es ist nicht möglich, darüber im Augenblick eine nähere zugleich den Frauenverein der Arbeiterpartei; im übrigen seht sich Angabe zu machen. M. Silver. 1. Schleifenfahrt. 2. Erkundigen Sie der Vorstand aus je einem Vertreter der 7 Fachvereine des Verbandes sich bei der Redaktion der Fachzeitung für Schneider", Engel- Ufer 15. Mühle. Nach Ihrer Ausstellung und Ihren Angaben sind beide Fragen zusammen. mit Ja zu beantworten. Der Spieler mit drei Steinen hat das Recht, dem Gegner durch Springen die Mühle zu verlegen. 2. bei Reisen, welche nicht auf Eisenbahnen oder Dampfschiffen gemacht werden können, pro Kilometer 15 Pf. 3. für Zehrungskosten für 1/2 Tag 1 M., für den ganzen Tag 2 M., für Uebernachtung 3 M., außer dem Ersatz für entgangenen Arbeitsverdienst mindestens 2 M. täglich. Man wird beim Etat des Reichs- Versicherungsamts anfragen müssen, wie dieses Amt dazu kommt, ein solches Statut zu genehmigen. " Briefkaften der Redaktion. Zum Kellnerschuh. Der Bundesrat soll sich, wie dem Hamburger General- An- unter A. 2. mitgeteilt worden, 1877 ist die„ Elbe" untergegangen. Unter Druckfehler- Berichtigung. Im Februar 1897 und nicht, wie gestern zeiger" aus Berlin gemeldet wird, in seiner letzten Sigung mit den Weinberger ist zu lesen: Sieben und nicht vielen Anfragen auf Petitionen der verschiedenen Gastwirte- Vereinigungen beschäftigt einmal. A. B. Wir können Ihnen eine solche Persönlichkeit nicht empfehlen haben. In diesen Eingaben wird bekanntlich die Behauptung aufgestellt, daß die Vorschrift eines vollständigen Ruhetages innerhalb und müssen Sie auf das Berliner Adreßbuch, IV. Teil S. 182, verweisen. drei Wochen bezw. in jeder zweiten Woche, namentlich für kleinere Sie finden dort die Adressen einer ganzen Reihe Lehrer, die Unterricht in Betriebe, aber auch für die Angestellten selbst mit den größten Un- der Buchführung erteilen. zuträglichkeiten verbunden sei und sie verlangen daher eine Be= B. 117. Der Lloyd verteilte im vorigen Jahr 6 Proz. Dividende. seitigung oder doch eine Milderung dieser Bestimmung. 1867 geprägt worden. Wert D. K. B. 60. Die letzten östreichischen Thaler sind unsres Wissens 11, Silbergulden oder 2,50 Mark. Wie der Korrespondent des genannten Blattes weiter berichtet, hat S. O. U. Von Spielfragen verstehen wir leider nichts. der Bundesrat beschlossen, diesem Verlangen nicht zu W. Sch. Selbstverständlich handelt es sich in diesen Tagen um die entsprechen, sondern die angeführten grundlegenden Be- Liste zu den Gemeinderats- Wahlen. Die Reichstagswahl- Liste liegt erst stimmungen seiner Verordnung vom 23. Januar 1902 unverändert später aus. aufrecht zu erhalten. Die Erklärung des Bundesrats ist zwar schön und gut, mußt den Angestellten aber nicht viel, so lange der Bundesrat nicht auch durch eine bündige Erklärung den bekannten, die Verordnung vollständig illusorisch machenden Auslegungen der Gerichte ein Ende bereitet. Das Internationale Sekretariat der Transportarbeiter- Verbände hat den socialistischen Fraktionen aller europäischen Parlamente ein Cirkular zugehen lassen, in welchem dieselben ersucht werden, darauf hinzuwirken, daß eine internationale Seekommission eingesetzt werde, welcher die Aufgabe zufällt, verschiedene Fragen betr. den Seemannsberuf international zu regeln. Hus der Frauenbewegung. = G. 3. Wir warnen Sie vor solchen Stenographiesystemen, die als bekannten Systeme, aber selbstverständlich erst dann, wenn Sie in der besonders leicht erlernbar angepriesen werden. Wählen Sie eines der älteren deutschen Sprache besser als jetzt beschlagen sind. Eisenbahnstraße. Das„ Berl. Volksblatt" ist zuerst am 1. April 1884 erschienen. Der 20. Jahrgang hat am 1. Januar begonnen. 2. 3. Lichtenberg bei Berlin ist das größte Dorf Preußens. W. T. 1000. Ihre Fragen find nicht zu beantworten. Direkte Staatssteuern zahlt von solchem Einkommen ein Arbeiter in verschiedenen der genannten Länder überhaupt nicht, z. B. nicht in England; wohl aber Kommunalabgaben usw. Ihnen die Höhe dieser verschiedenen Gemeindederselben Provinz oft die größten unterschiede bestehen. Noch weniger abgaben anzugeben, ist nicht möglich, da innerhalb desselben Landes und können wir Ihnen angeben, was in den europäischen Ländern ein Arbeiter an indirekten Steuern zahlt, denn das richtet sich nach seinem Konsum an besteuerten Verbrauchsartikeln. Schönwalder. In die Hospitäler zum Heiligen Geist( Vorsitzender des Kuratoriums Stadtrat Haad, Klosterstr. 68 I) fann man sich gegen Erlegung eines Betrages von 900-1200 Mark einkaufen. Fragen Sie ferner in der Reuter- Stiftung( Stadtrat Heller, Rathaus, Zimmer 85a) an. E. E. 118. Fragen Sie im Berliner Frauenverein zur Abhilfe der Not unter den kleinen Handwerkern und Fabrikanten an. gewährt an Familienväter, vorzugsweise an selbständige Handwerker, Darlehen in Höhe von 15-150 M. Vorsitzende ist Frau Ida Salamonsohn, Charlottenburg, Hardenbergstr. 18. Der Verein 4. Nein. Juriftifcher Teil. von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends N. M. 33. 1. Steiner von beiden. 2. Falls beide Teile in einer Gemeinde wohnen, Schiedsmann des Bezirks, in dem der Beschuldigte wohnt, sonst Amtsgericht. R. 100. 1. Als Familienangehörige. 2. Nein. 3. Nein. S. M. Vom Tage der That. 23. 75. 1. Binnen vierzehn Tagen nach Zustellung des Bescheides Klage beim Kreisausschuß. 2. Ja. 3. Ja. 4. Nein. 5. Nein. A. 34. 1. Nur Wünsche äußern. 2. Andre Ausnahmen bestehen nicht. 3. Taufschein nein, event. Aufenthaltsbescheinigung. 4. Nein. 5. In geschlossener Gesellschaft dürfen Sie machen, was Sie wollen. 6. Gilt gleichmäßig. W. Coburg. 1. Scheidung. 2. Jeder Rechtsanwalt. Staatsanwaltschaft nach dem Stand der Sache an. 23. R. 100. 1. und 2. Fragen Sie bei der scheid erhalten. 3. Kläger muß Be Nr. 57 N. N. 1. Polizeipräsident. Lassen Sie sich 2. Wird auf dem Standesamt Bichow geregelt. von dort eine Geburtsurkunde schicken. 2. 9. 3. Leider nicht. tragen. Eine wehrlose Frau brutal zu behandeln ist ein Zeichen eines Unglück. 12. 1. und 3. Der Mann soll sich schämen, sich so zu beniedrigen Charakters. Natürlich braucht die Frau sich das nicht gefallen zu lassen. 2. 20-25 m. pro Woche. 4. Die Frau hat Anspruch. Eventuell wenden Sie sich an das Vormundschaftsgericht, das jetzt auch für solche Ehestreitigkeiten zuständig ist. W. K. 45. Ein deutsches Reichsgesetzbuch giebt es nicht. J. K. 75. Sie haben Anspruch auf Unfall nur dann, wenn Sie sich den Bruch durch eine ungewöhnliche große Anstrengung zu gezogen haben. Verjährt ist der Anspruch noch nicht. Melden Sie ihn bei der zuständigen Berufsgenossenschaft an. A. C. 5. Nein. ihn durch den Vormund des Kindes verklagen lassen( Armutsattest giebt das F. 2. 100. Wenn der Vater nicht freiwillig zahlt, soll das Mädchen Vormundschaftsgericht) und sich gleichzeitig an die Division mit der Bitte um Vermittelung wenden. Ein Zwang, die Sache vor der Kapitulation zu regeln, besteht nicht. Gefängnisleitung bewilligen oder versagen kann. Mieba 1888. Das sind Vergünstigungen, die die A. 3. 25. 1. Nein. 2. Nein, vorausgesetzt, daß keine Beschäftigung im Gewerbebetrieb erfolgt. Schumann. Sie fönnen nichts machen. 89.. G. Es giebt kein Mittel, die Einwilligung der Schwiegereltern zu erzwingen. A. B. 100. Sie können sich nicht mehr freiwillig melden.- 3ft. 5. Nein. 2. 2. 1904. O. Ja. Witterungsübersicht vom 28. Januar 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Der Frauenverband der Norwegischen Arbeiterpartei hielt am 25. Januar seine erste Jahresversammlung zu Kristiania ab. Der Verband, der im Dezember 1901 gegründet wurde, zählt jetzt über 350 Mitglieder und besteht aus acht Einzelvereinen: dem Frauenverein der Arbeiterpartei, dem Fachverein der Zeitungsboten, dem der ZündholzArbeiterinnen, der Näherinnen, der Wäscherinnen und ReinmacheFrauen, der Handschuhnäherinnen, der Schneiderinnen und der Tabatarbeiterinnen. Im verflossenen Jahre wurden an verschiedenen Drten des Landes 50 Vorträge von Verbandsmitgliedern gehalten. Der Verband nahm an der Arbeiterdemonstration am 1. Mai teil und auf dem Kongreß der socialdemokratischen Partei war er durch drei Delegierte vertreten.- Die Jahresversammlung beschloß, am weis einer entsprechenden Schulbildung. Beschaffen Sie sich die Prüfungs- Hamburg 17. Mai, dem norwegischen Verfassungsfest, im ganzen Lande eine ordnung für Zeichenlehrer vom 31. Januar 1902. Demonstration für das allgemeine Frauen- Wahlrecht Fontane. 1. Dritter Kreis. 2. Heine. 3. Kottbuserstr. 4 a. P. B. Man kann unmöglich ein zutreffendes Urteil abgeben, wenn zu veranstalten. Von der Organisation der bürgerlichen Frauen man nicht die Entstehungsart der betreffenden Arbeit kennt. war eine Einladung zum Eintritt in den Nationalen A. S. Zum Nachbarortsverkehr von Berlin gehören die Bostorte: Frauenrat", der norwegischen Abteilung des inter- Baumschulenweg, Briz, Charlottenburg, Friedenau, Friedrichsberg, Grunenationalen Frauenrates, ant den Verband gerichtet worden. wald, Halensee, Lichtenberg, Neu- Lichtenberg, Neu- Weißensee, Nieder- SchönDie Einladung wurde einstimmig abgelehnt. Sämtliche Redne- Hausen, Bankow, Plößensee, Reinickendorf( Ost- und West-), ReinickendorfFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 29. Januar. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Anno 1757. Schauspielhaus. Die Journalisten. Neues Opern- Theater. Geschlossen. Deutsches. Monna Vanna." Berliner. Der Kreuzwegstürmer. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege. Nefidenz. Die beiden Schulen. Thalia. Charleys Tante. Vorher: Cassis Pascha. Westen. Carmen. Central. Madame Sherry. Belle- Alliance- Theater. Am Telephon. Hierauf: Cupido u. Cie. Anfang 8 Uhr: 9 Schiller O.( Wallner Theater.) Renaissance. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das Geheimnis der Gilde. Carl Weiß. Gefallene Mädchen. Hierauf Sie. : Luisen. Der Pfarrer von Kirchfeld. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Buntes. System Aubert. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Liebesschaukel. Casino. Ehrliche Arbeit. Specialität. Apollo. Specialitäten.- Frau Luna. Valast. Auf hoher See. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage- Theater. Specialitäten. Passage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Schwahn: Gletscher und Eiszeit. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer ſtand mm Windstärke richtung Wind Wetter Temp. n. G. 15° C. 4° R. Drei Wettende. Gewiß giebt es in Berlin ein Zuchthaus. Es ist das Bellengefängnis Lehrterstr. 3. Schönheide. Zu unserm großen Bedauern können wir Ihren Wünschen nicht entsprechen. Bernauerstraße. Besprechen Sie die uns dunkle Sache mit dem Bertrauensmann Ihres Kreises. C. S. Voraussetzung ist Besuch einer höheren Schule bezw. der Nach- Swinemde. 760 S 5bedeckt 5 Haparanda 732 SSW 2heiter 5Regen 4 Petersburg Berlin 3 heiter 2 Cork 3wolfen! 6 2wolkenl Frantf./M. 1 Aberdeen 770 S 3 heiter 2 Paris 4 wollig 4 München 771 Still Rebel Wetter Prognose für Donnerstag, den 29. Januar 1903. Milde und zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Regenfällen und lebhaften südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Urania, Residenz- Theater. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 72 Uhr: Die beiden Schulen. ( Les deux Ecoles.) Das Land Tirol. Quftfpiel in 4 Atten von Alfr. Capus. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. Schwahn: Gletscher u. Eiszeit. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Wilhelm Busch Neu! Ausstellung. Otto Reutter Neu! Zauberkünstler F. Roberts ( d. Verschwinden einer Dame). Kasperle- Theater.- Illusionen. Gr. Promenaden- Konzert. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr, Ende 11 Uhr Drittletzter Tag! Augusta Adamovic. Willy Prager. Voranzeige: Sonntag, 1. Febr.: die schwebende Jungfrau. AGA Ein mysteriös. Theaterstück. 14 neue erstklass. Nummern. Central- Theater Carl Weiss- Theater. Abends 7 Uhr: Madame Sherry. Morgen und die folgenden Abende: Dieselbe Borstellung. Große Frankfurter Straße 132. Wohlthätigkeits- Vorstellung. Gefallene Mädchen. Sonnabend, den 31. Januar 1903, Berliner Sittenbild in 4 Atten von nachmittags 4 Uhr, halbe Preise. Jeder Besucher ein Kind frei. Jedes Kind erhält ein Geschenk. Fritz Schäfer. Hierauf Sie. v. Anfang 8 Uhr. Sehneeweisschen und Rosenrot. Rachtscene in 1 Atto. Schäsler- Beracini. Tanz in 4 Bildern. Weihnachtsmärchen mit Gesang und Morgen: Familie Humbert. Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: 1. Bild: Der verzauberte Bär. 2. Bild: Kinder Vorstellung. Kleine Preise. Morgen, Freitag, zum erstenmal: Lutti.( Loute.) Schwank in 4 Aften von Piere Veber. Deutsch von May Schönau. Sonnabend und folgende Tage: Lutti.( Loute.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nora. | Wien 760 WS2 763 SW 768 S = Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Akten von Franz v. Schönthan u. Franz Koppel- Enfeld. Freitagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Sonnabendabend 8 Uhr: Das Geheimnis der Gilde. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 1hr: Das Geheimnis der Gilde. Schauspiel in 4 Aften von August Strindberg. Deutsch von Ernst Brausewetter. Freitagabend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Feuer. Sonnabendabend 8 Uhr: Sappho. 764 769 S Dichter- u.Komponisten- Abende. Dorotheenstr. 13/14. Nächsten Sonntag, 1. Febr.: Freiligrath- Abend. Billets a 50 Pf. mit Garderobe und Programm in den Buchhandlungen bon Kantorowicz, Potsdamerstr. 135; Freund, Klciftstraße 21; Winkelmanns Buchhandlung z. Lehrmittel- Anstalt, Markgrafenstr. 43/44; Challiers Musithandlung, Beuthstr. 10; Herr mann u. Co., Neue Promenade 5. Thalia- Theater. Belle- Alliance- Theater. Kleines Theater. Deutsche Konzerthallen Dresdenerstr. 72/73. Anfang 72 Uhr. Heute und folgende Tage: Charleys Tante. Vorher: Cassis Pascha. Guido Thielscher als Charleys Tante. Sonntagnachmittag 3 Uhr fleine Breise: Egmont. Am 6. Februar zum erstenmal: Der Kamelienonkel. Bosse mit Gesang u. Tanz v. Leon Leipziger. Alle Abend 72 Uhr: Am Telephon. Drama in zwei Aufzügen. Gegen 8%, Uhr: Cupido& Cie. Schwank mit Ges. u. Tanz in 3 Akten. Sonntag, den 1. Februar, nachmittags 3 Uhr, bei kleinen Preisen: Der Dornenweg. Schauspiel in 3 Akten von Felir Philippi. Josefine Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Erdgeist. Spandauer Brücke 3 Theaterund SpecialitätenVorstellung. Wochentags: Entree frei! KünstlerLuisen- Theater. 5 Kapellen 5 Dora vom Thalia Theater als Gaft. Der Pfarrer von Kirchfeld. Metropol- Theater. Palast- Theater Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G. Henri Bender, Anfang 8 Uhr. Borvert. 10-2 Kaffe. Morgen zum erstenmal: Der Fechter von Ravenna. Sonnabend: Die Maschinenbauer von Berlin. Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu kleinen Nur noch bis Freitag, den 30. Jan.: Preisen: Die Maschinenbauer von Der unvergleichliche Schlager! Berlin. 8 Uhr: Die Tochter Belials. Abends 82 Uhr: Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Auf hoher See. Apollo- Theater. Der fone Max aus Dazu bas phanom. Jan, Brogramm. Lebensbild m.Gesang u. Zanz in 3 Atten. Tägl. 8-9%, Uhr: Specialitäten u. Jeben Abend: Das elektrische Ballett. Robert Steidl auf dem HängeAnfang 8 Uhr. Emil Thomas a. G., Henri Bender, Sonnabend, den 31. Januar 1903: Frid Frid, Fl. Siding, Hansi Reichsberg. Gr. Premieren- Abend. Grandioses Ballett. 8th. Sum erstenmal: 8%, Uhr. 1300 Mitwirkende. Sonnabend, den 31. Januar 1903: 2. grosser Metropol- Theater- Ball. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Berliner Luft. Gr. Operettenposse mit Gesang und Sanz in 3 Atten von A. Rosée. Mit durchaus neuer Ansstattung. Wilhelm Zwickel. Dir.: Rich. Winkler.. boden. Donnerstag 92 Uhr: Frau Luna. Freitag 92 Uhr: Nakiris Hochzeit. Sonntag, den 1. Februar, nachmittags 3 Uhr: Frau Luna zu er mäßigten Preisen. Buntes Theater Trianon- Theater. SteidlKöpnickerstrasse 68. Abends 8 Uhr: System Aubert Die angewandte Philosophie. Plauderei in 1 Akt v. Ruth Goetz. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Linienftraße 132. Theater Dranienburger Thor Neues Programm. Der vorzügliche Tenorist Galvagni. Ferner: Riesen- Lacherfolg: Casino Theater Bernhard Rose- Theater- Ensemble Familie Humbert. Lothringerstr. 37. Nur bis Freitag: Der böse Geiſt. 3. Bild: Am Beih- Hänsel und Gretet. Gonntag, Ehrliche Arbeit. nachtsabend. 4. Bild: Die Erlösung. nachmittags 3 Uhr: Parkett 60 Pf.: Sonntagnachmittag 3 Uhr, halbe Der Mann mit der eisernen 8 Uhr: Die glänzenden Specialitäten. Preise: Die Geisha. Abends 72 Uhr: Maske. Sonntagabend: Parkett Sonnabend: Neu! Lehmann. Madame Sherry. 1 M. Ilse Römer. Zum erstenmal: Cavalleria rusticana. Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Donnerstag, den 29. Januar 1903: Boltsſtüd mit Gesang in 4 Atten von Gewonnene Herzen. Hugo Müller. Anjang 8 11 hr. Nach der Vorstellung: Tanz. schöne Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfest. Im Kaiser: Saal: E Norddeutsche Sänger und Tanz. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Januar- Programm Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 1hr Berliner Entree 50 Pf. ( Borverkauf Wochentags 40 Pf.) Felix Scheuer Ulk- Trio. Stralsunderstr. 1. Hygienische Damenbinden! per Wein- u. Bierflaschen got Did. 55. 18036 P. Fritz& Co., Kirchhofstr. 18. Kolinsky, Arautstraße 36. holt ab Ein interessantes Buch ist: Central- Verband der Maurer. Die französische Lyrik 1. 19. Jahrh Zahlstelle Berlin. Freitag, den 30. Januar 1903, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Anträge zum Verbandstage. 2. Wahl der Delegierten zum Verbandstage. Mitgliedsbuch resp. Bescheinigung legitimiert. Die Verbandsleitung. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Guten Besuch erwartet 136/ 5* Wintergarten. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Sonnabend, den 31. Januar Erstes Auftreten von Yvette Guilbert Keine erhöhten Preise. II.I I Winter GALER 87 6 S Das sensationelle Januar- Programm. Tortajada Spanische Tänzerin. Paul Conchas:„ Im Bivouac". Morton und Elliott, Excentrics. Wallno und Marinette, Tanzduo. Thompsons Wunder- Elefanten. Otto Reutter, Das Bordeverry- Trio. Humorist. Adrienne Larive, Pariser Sängerin. Alburtus u. Bartram, Keulen- Jongl. Die 7 Allisons, Akrobaten. ,, Das Mädchen mit dem goldenen Haar", Pariser Luft, Eine Vision. Ballett. ..Die Reise in den Mond". Biographische Bilder Cirkus Schumann Donnnerstag, den 29. Januar 1903, abends 7, Uhr: Gala- Sport- Abend, hervorragendes Sport- Programm. Mr. Diavolo mit seiner Teufelsfahrt Looping Ausserdem: the Loop. Die lustigen Heidelberger, Sonntagnachmittag die reizende Pantomime: Pierrots Weihnachten. Zum Schluss: Die gr. Bonbonnière und der Bonbonregen. In beiden Vorstell. Looping the Loop. Reichshallen. Stettiner Sänger. U.a.: Vor 25 Jahren Militärstück v. Meysel. garnisten!!! Zum Schluß, neu: Odiese Chambre Burleske von Mehsel. Zweigverein Berlin.( Sektion der Putzer.) Sonnabend, den 31. Januar 1903, im grossen Konzertsaal der AktienBrauerei Friedrichshain( früher Lipps), am Königsthor: 133/5 Grosser Wiener Masken- Ball. Doppelorchester von Mitgliedern der Civil- Berufsmusiker. 12 Uhr Demaskierung, vor derselben große Ueberraschungen. Anfang 82 Uhr. Ende??? Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Das Komitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Frauen- Begräbniskaffe der Donnerstag, den 29. d. M., abends 8%, Uhr, bei Güntzel, Rosenthalerstr. 57: Schriftgießer- Gehilfen zu Berlin. Donnerstag, den 19. Februar cr., abends 6, Uhr, Wilhelmstraße 2, bei Branchen- Versammlung der Stellmacher.mbe utam Tages- Ordnung: 77/19 1. Bericht der Kommission und Wahl derselben. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Es ist notwendig, daß jeder Kollege erscheint. Der Obmann. General- Versammlung. Tagesordnung: i. von Sigmar Mehring. 14 Bogen, nur 2 M. br., 3 M. geb. Der Bortrag im Verein Freie Volksbühne" am 29. d. gilt als die beste Empfehlung. Exemplare sind in der Buchhandlung des Vorwärts" vorrätig. [ 4412* Weimar Geld- Lotterie. Biehung 3., 4. Febr. cr. Gewinne insgesamt: 190000 M. Hauptgewinne: 60000 M. 30000 10000 usiv. " ララ 1700b Lose a Mt. 3,-, Porto und Liste 30 Pf. extra, offeriert p. Hempel, Bankgeschäft, N. Badstraße 11. Unverfälscht. Deutscher 1. Halbjahres- Honig! Bienenhonig, best. Qualit. 0 Bericht und Jahres Abrechnung. vers. die 10 Pfunddofe zu 7,00 M., 5 Pfd. 2. Statuten- enderung. 3. Ver 4,30 M. franco. Garant. Rücknahme. schiedenes. 1843b Der Borstand. J. A.: R. Soft. E. Reil, luguſtſehn, Dldenbg. 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Der Umsturz im Reichstage Zadek- Blaschko, Schuß gegen Krankheitsgefahr Zetkin, Klara, Geistiges Proletariat, Frauenfrage und Socialismus. Ferner bringen wir in Erinnerung unser vollständiges Lager sämtlicher deutscher Reichs: und preußischer Gesetze sowie der billigen Führer durch Bau- Unfallversichernngs- Geset Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesetz Invalidenversicherungs- Gesetz. Straf- Prozeßordnung. • 25 Pf. 25 25 " 40 " # Unfallversicherungs- Gesez für Land- und Forstwirtschaft 25 Vereins und Versammlungsrecht in Deutschland mit ausführlichen Erläuterungen, in braunem Leinenband 1,20 M. Reclams Universal- Bibliothek, 4370 Nummern a 20 Pf. stets vollständig am Lager, desgleichen Sammlung Göschen in. ca. 170 geschmackvollen Leinenbänden, pro Band 80 Ef. Kataloge hierzu stehen kostenlos zur Verfügung. Verwaltungsstelle Berlin. * Unfre herzliche Gratulation und ein dreimal donnerndes Hoch zum heutigen Geburtstage unsres Bahlstellen Wirts Karl Kaasch senden die Kameraden des 12. Bezirks. Centralverband der Zimmerer Deutschlands. 836b Verband d. Tapezierer ( Filiale Berlin). Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Frau Anna Kirschke am 26. d. M verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 30. d. M., nachm 3, Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Heiligen Kreuz Kirchhofes in Tempelhof statt. V Um zahlreiche Beteiligung er fucht 177/4 Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Töpfer. Nachruf! Am 24. d. M. verstarb nach langem Leiden unser Mitglied Albert Malzahn. Ehre seinem Andenken! 195/2 Der Vorstand. Berichtigung. In der Danksagung Heerwagen in der gestrigen Nummer unsrer Zeitung muß es statt Spielklub Romet" ,, Sportklub Komet" Heißen. PrinzenBureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dr. Simmel, Piz Donnerstag, den 29. Januar, abends 8½ Uhr: Versammlung aller in der Gold- u. Silberwaren- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tages- Ordnung: 1. Die Verhältnisse in der Gold- und Silberwaren- Industrie Mittelund Süddeutschlands. Referent: Reichstags- Abgeordneter Hoch- Hanau. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. 111/4 Donnerstag, den 29. Januar, abends 7 Uhr: Versammlung d. Metallformer im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Scheffler über: Die Einführung der Kranken- Unterstüßung im Verband. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Sonnabend, den 14. Februar, abends 9 Uhr, im Lokale des Genoffen Jung, Graunstraße: General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr und Genehmigung der Bilanz. 2. Neuwahl des Vorstandes und Aufsichtsrates. 3. Bericht über die stattgefundene gerichtliche Revision. 4. Statutenänderung. 5. Anträge. 6. Verschiedenes. Anträge müssen bis zum 7. Februar eingereicht werden. Die Bilanz liegt den Genossen im Comptoir, Demminerstr. 18, zur Einsicht aus. Der Vorstand. 105/8 Robert Engel. Karl Metzold. Sanssouci Cirkus Busch. Männer- Vortrag Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Donnerstag, den 28. Januar 1903, abends 72 Uhr: Grosse Vorstellung. Norddeutsche Sänger. Kalifornische Seelöwen. Tartakoff Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Troupe. Elefant und Pferd. Amateurreiten. Dahomey mit Elefanten im Bade. + + morgen Freitag, abends 8%, 1hr, bei Graumann, Naunynstr. 27 über: Die neue Therapie d. Gonorrhoe u. Syphilis 1. u. 2 Stad. erklärt an groß. Lichtbildern vom prakt. Naturheilkundigen Grundmann. Kuranstalt Köpnickerstr. 72. Naturärztl. Sprechst. 10-2, 6-8, Sonnt. 10-12. Broschüre und Eintritt 20 Bf. 4542 De Lup in Lupt.mpfehle allen Freunden u. Bekannten Central- Verband der Maurer Deutschlands. Sensationsparodie. Säle zu Festlichkeiten. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstil. 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Es sei auf Grund dieses ThatWegen Lohnreduzierung haben bestandes der Deffentlichkeit überlassen, sämtliche Umleimer der Pianofabrik die Erklärung des Herrn Haff zu von Kuhla, N., Wattstraße 18, würdigen, sowie das Verhalten jener die Arbeit niedergelegt. 141/1 Töpfer zu beurteilen, die die von Zuzug streng fernhalten. den Vereinsmitgliedern verlassenen Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter Arbeitsstätten eingenommen haben. 283/11 Berlins und Umgegend. Ernst Paul, Borsitzender. F. Preuß. Pianino, Lerikon, Standuhr, Waschtoiletten, Spiegel, Stühle, Re- Auflösungshalber, Möbel- Totalgulatoren spottbillig Leihhaus Neander- Ausverkauf zu staunend billigen Rechtsbureau Burggraf, AdalbertEingaben straße 6. 57/ 16* Breisen. Thiele, Aderstraße 120, am ftraße zweiundzwanzig. Büstenkleber, tüchtigen, verlangen 18396 1492 gefuche. Pianino, gut erhalten, sofort ver- Gartenplatz. 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Lokales. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 29. Januar 1908. Mit der erwähnten Revision vom 18. Dezember v. J. aber hatte zweiter Fachmann". Dieser vermochte jedoch weniger den Wert des es folgende Bewandtnis: Ein Lieutenant erschien gemeinsam mit Ringes als denjenigen der beiden„ Nepper" zu schätzen, denen er sich einem Kriminalbeamten im Betriebe des Meisters. Zuerst nahmen als Kriminalbeamter legitimierte, und die er mit Hilfe des„ Außer die Beamten die Kalendertafel in Augenschein und dann fragte der halbschen" Festnahm und nach der Polizeiwache brachte. Achtung! 6. Wahlkreis. Die Bezirksführer werden dringend Lieutenant den schon vorhin erwähnten Gesellen, ob er eine Be- Taschendiebe sind auf der Straße verhaftet worden. Zwölf ersucht, die etwa noch nicht verkauften Billets zu der Urania- Vor- schwerde vorzubringen habe." Ja," erwiderte dieser, hier find stellung am 1. Februar umgehend dem Kassierer Fahrow, Ravené- die Semme Itücher. Seit dem Tage meines Arbeitsantritts, den verlautete, daß man vielfach glaubte, er sei entgültig zur Ruhe geDen Fall Gehlsen, von dem in der Deffentlichkeit so wenig mehr straße 6, zuzustellen. Der Vorstand. 9. Mai ds. Js., sind die Tücher nicht gewaschen worden und Geburtstagsabend in Gegenwart des Kaisers. Der gewöhnliche an diesem Tage waren sie auch schon schmutzig". Dann nahm kommen, soll jetzt noch einmal ins Rollen kommen. Der ehemalige Erdenmensch mag sich darunter ein prunkvolles Fest vorstellen: Reich der Gefelle aus der Blase, dem in den Backofen eingemauerten Reichsglöckner provocierte feit zwei Jahren die Staatsanwaltschaft, geschmückte Tafeln, die unter der Fülle von Delikatessen fast zu Wasserbehälter, einen Zopf voll Wasser und ließ den Lieutenant daran gegen ihn einzuschreiten, indem er in seiner„ Charlottenburger Stadtfammenbrechen, Sekt, der von andern edelsten Weinen accompagniert riechen. Die Beamten prallten vor Efel zurück und der laterne" den Weinhändler G. Felte fortgesetzt öffentlich des Meineides in Strömen fließt, und eine Kleiderpracht, die das Auge blendet. Lieutenant meinte, daß man dann ja gleich in die Backware spucken und andrer Verbrechen beschuldigte. Jezt endlich hat die StaatsDies Phantasiebild kaiserlicher Bracht wird von der rauhen Wirklichkeit könne. anwaltschaft beim Landgericht II gegen Joachim Gehlsen und seinen so erheblich korrigiert, daß der Nörgler sich beschämt sagen muß, fo Für den Fall, daß auch dieser Vorfall von der Innung mit gleichnamigen Sohn, der die Stadtlaterne" als verantwortlicher etwas hätte er sich nicht vorgestellt. Zunächst die Herren und Frauen dem so sehr beliebten Verlegenheitsgerede von social demo- Rebatteur zeichnet, die öffentliche Anklage wegen Beleidigung aus am Hofe. Pracht ist vorhanden, ohne Zweifel, aber die Trennung der kratischer Verleumdung 2c. abgethan werden sollte, teilen§ 186 des Strafgesetzbuches erhoben. Geschlechter, die in Baillerons drolliger Welt in der man sich lang- wir mit, daß Namen und Adresse des in Betracht kommenden Künstlerische Reformkostüme. Der Vortrag des Malers Alfred weilt" nur für die wonnige Ruhe der Nacht auch da zur Usance Meisters im Verbandsbureau der Bäcker, Klosterstr. 101, zu er- Mohrbutter im Verein Berliner Presse über Künstlerische Begemacht ist, wo die Legitimität außer Zweifel steht, war Dienstag fahren sind. abend sogar für die Stunden ästhetischen Genusses vorgeschrieben. strebungen in der modernen Fraueintracht" wird nicht nur durch Nach dem Bericht des Berl. Tgbl." hatten nämlich bei der GalaVorstellung, die zur Feier von Kaisers Geburtstag im Opernhause stattfand, die Herren von ihren weiblichen Familienmitgliedern getrennt im Parkett Platz zu nehmen, während der zweite Rang ausschließlich den Damen angewiesen war. Die Gründe für diesen Brauch sind unersichtlich. Doch hören wir nach dem Bericht des„ Tageblatts", was der Abend weiter an Enttäuschungen und Entbehrungen mit sich brachte: Um 8% Uhr betraten die jüngeren Prinzen des kaiserlichen Haufes die große Hofloge und stellten sich an ihre beiden Seiten. Gleich darauf erschien die Kaiserin, stattlich und würdevoll, aber schon start ergraut, geführt vom König von Württemberg. Und dicht hinter ihr der Kaiser in Husarenuniform, mit ihm die hier anwesenden deutschen Fürsten. Erst verneigte sich der Kaiser dreimal zu den Anwesenden, die den Gruß erwiderten. Dann setzte die Ouverture zum Fliegenden Holländer" ein. Ihr schloß sich der zweite Akt dieser Oper an, prächtig gesungen von Fräulein Deftinne( Senta) und den Herren Hoffmann( Holländer), Kraus ( Erik) und knüpfer( Daland). Darauf folgte eine Pause, eine endlose Pause, während der der Hof und die glücklichen Gäste des ersten Ranges Thee tranten. Den übrigen zur Gala- Vorstellung Geladenen waren das Foyer und die Buffets verschlossen; sie durften dürsten und hungern und sich langweilen. Nach einer Stunde mancher Gast war inzwischen entflohen gab es noch das Ballet " Javotte", mit der leichten Musik von Saint- Saëns und der großen Kunst der Dell' Era. die Kunst. " Da nach Centralafien in der Gesellschaft für Erdkunde berichten wird, wird am Montag, den 9. Februar seinen Vortrag unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder im wissenschaftlichen Theater der Urania wiederholen. Billets zu 5, 4, 3 und 2 M. für diesen Vortrag find schon von heute an an der Kasse der Urania erhältlich. " gesagt hätte! Zum Apotheken- Boykott wird uns geschrieben: Der in der Lichtbilder, sondern auch durch Vorführung fertiger Reformkostüme Dienstag- Nummer erwähnte„ Dr. Fränkel" ist der Besitzer der erläutert werden. Die Kostüme, die nach Entwürfen Mohrbutters Elefanten- Apotheke und Schriftführer des Berliner Apothekervereins. Damen getragen und auch nach dem Vortrag noch zur Besichtigung von der Firma Hermann Gerson ausgeführt sind, werden von Was nun das Ideal, die Kassenverwaltung den Apothekern auszu- bereit gehalten werden. Der Vortrag beginnt am Donnerstagabend. antworten, betrifft, so waren die Berliner Apotheker im Dezember um 8 ihr im großen Saale des Architektenhauses. Verkauf von vorigen Jahres in allem Ernste drauf und dran, es zu verwirklichen. Eintrittskarten in den Buchhandlungen von Amelang, Potsdamer Die hiesigen ca. 200 Apothekenbefizer gehören mit rund 17000 andren straße 126 und Charlottenburg, Kantstr. 164; Lazarus, FriedrichIm Dezember waren 170 Arbeitgeber- Delegierte neu zu wählen. Auf Straße 66; Speyer u. Peters, Unter den Linden 43; Woyte, Die notorisch stets schwache Wahlbeteiligung der Arbeitgeber, zumal in der Potsdamerstr. 18; und im Berliner Presseklub, Charlottenstr. 37 Weihnachtssaison bauend, versuchten die um Fränkel eine leber-( Fahrstuhl). rumpelung, indem sie eine eigne Liste in aller Stille aufstellten und Ein zweites Genossenschaftshaus erbaut demnächst der Vevein Mann für Mann zur Wahl erschienen. Allerdings vergeblich die der Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn, während das Liste der Arbeitgeber aus allen Branchen siegte; die Apotheker finden erste Genossenschaftshaus in Wilmersdorf seiner Vollendung entmit ihrem Geschrei von politischem Terrorismus 2c. auch in bürger- gegengeht. Das Terrain für den Neubau im Südosten ist am lichen Unternehmerkreisen absolut kein Verständnis; diese danken Hedmann- Ufer belegen, und es wird dortselbst das Genossenschaftswohl für das Experiment, wie eine Kassenverwaltung unter dem Haus für einige 60 Beamte erbaut werden. In dem Neubau in Einfluß von Apothekern sich gestalten würde. Das heiterste Wilmersdorf find Wohnungen von Stube, Kammer, Küche, mit an der Aktion aber war die Wahlliste der Apotheker: Bade- Einrichtung versehen; die Mietspreise stellen sich angeblich um Wohlgezählte hundertvierunddreißig Apotheker waren etwa 25 Pro3. billiger als in Privathäusern. Die Baugenossenaufgestellt, feriter einige Eisenhändler und den Rest bildeten schaft des Vereins der Angestellten der Großen Berliner beabsichtigt, einige dreißig Inhaber geschäften! von Abzahlungs- im Laufe der nächsten Jahre in der Nähe der größeren StraßenWoher die Vorliebe der Pharmaceuten bahnhöfe für die Vereinsmitglieder Genossenschaftshäuser zu er= für die Abzahler herrührt, so daß sie jede andre kaufmännische richten. Branche erkludierten, darüber gehen die Lesarten auseinander. Wahrscheinlich sind den Apothekern die Abzahler besonders 7. Februar über seine letzte dreijährige wissenschaftliche Expedition Sven Hedin, der berühmte Forscher Centralasiens, welcher am sympathisch, weil auch diese gewohnt sind, mit nicht weniger als Das war die Gala- Vorstellung, viel Gala, Theepause und 100 Prozent Werdienst zu arbeiten und weil es viele böse Menschen ein bißchen Kunst. Passen solche Veranstaltungen flingt schon ihre Bezeichnung! wirklich noch in unsre Beit? Sie menschliche Gesellschaft recht kezerische Ansichten haben. wie antiquiert giebt, die über den Nutzen der einen wie der andern Kategorie für Stände nicht auch, selbst bei Hofe, besser die Gala für sich allein, das Theatergeplauder allein, die Kunst allein? Besonders Standesamt werden teils aus religiösen Gründen, teils aus Eheschließung und Wochentag. Für die Eheschließung vor dem Wir fühlen uns nicht zuständig, die revolutionären Vorschläge Aberglauben, zum Teil auch aus Rücksicht auf die ZweckmäßigkeitWas aus einem gefürchteten Boerenkrieger werden kann. Die des Tageblatts" auf ihre Annehmbarkeit hin zu prüfen. Das Eine gewisse Wochentage möglichst vermieden und gewisse andre Tage der Direktion des Cirkus Busch schreibt ums: Bei dem außerordentlichen aber bekennen wir jetzt reuevoll, daß wir neidlos auf die Pracht Woche bevorzugt. Auch für Berlin trifft das zu. Nach Ausweis der Interesse, welches man in Deutschland und speziell in unfrem Berlin derer blicken, die sich im Glanze des Hofes sonnen dürfen. Ueber- Standesamts- Stegister finden hier Jahr für Jahr an den Freitagen gegenbringt, wird es gewiß allseitig freudigen Wiederhall finden, daß Sem hartgeprüften, stammverwandten Boerenvolte in Südafrika entfüllte Tafeln malten wir uns im Bilde vor und Hunger und Durst die wenigsten, an den Sonnabenden die meisten Eheschließungen zwei der markantesten Führer der Boeren schon in den nächsten ist ihr Los. Da nahmen wir an, das nackte Interesse gebiete dort statt. Im Jahre 1902 wurden an den Freitagen nur 1980 Chen, oben die Königstreue, und müssen nun erfahren, daß es feineswegs an den Sonnabenden dagegen 6464 Ehen geschlossen. Tagen in unfrem volkstümlichen Cirkus Busch auftreten werden, Teicht ist, in allen Lebenslagen überzeugter Monarchist zu sein. das ganze Jahr überhaupt 19 138 Cheschließungen gebracht Meister in allerlei andren friegerischen Fertigkeiten zu producieren. um sich als unfehlbare Büchsenschützen, als Lassowerfer und als Der Landrat des Kreises Teltow, Herr v. Stubenrauch, hat es hat, so waren die Sonnabende allein mit einem bollen Drittel Es sind das der Kommandant Smeele und der Feldbei der Kaisergeburtstagsfeier, die vorgestern im Kreis- reichlich dreimal so viel wie auf die Freitage, die mit noch nicht durch zu den gefürchtetsten Schützen in dem berühmten Aufklärungsan der Gesamtzahl beteiligt. Auf die Sonnabende kamen haufe in der Victoriastraße abgehalten wurde, für angebracht ge- einem Reuntel an der Gesamtzahl beteiligt waren. Auch die übrigen corps Danie Therons gehörten, durch den Krieg ihr ganzes Sab und tornet gewis, zwei erprobte Männer, welche geraume Zeit hinhalten, feinen Merger über das Fortschreiten der Socialdemo- vier Wochentage bleiben alljährlich mit ihren Eheschließungsziffern fratie loszulassen. Nach dem„ Teltower Kreisblatt" schwang der weit hinter dem Sonnabend zurück. Im Jahre 1902 wurden an den Gut eingebüßt und sich infolgedessen entſchloſſen haben, als Landrat eine Rede, die mit folgenden Worten endigte: Schüßen" auch im Frieden ihren Unterhalt zu erwerben. Smeeles Dienstagen nur 2981 Chen, an den Donnerstagen 2854 Chen, an Benn wir uns des Friedens erfreuen, so verdanken wir dies den Montagen 2514 Chen, an den Mittwochs 2324 Chen geschlossen. Kugeln haben, wie man in Johannesburg sagt, nie ihr Ziel der Thatsache, daß wir nach dem Rate Molttes stets gerüstet sind. Der Mittwoch steht hiernach hinsichtlich der Eheschließungsziffer dem berfehlt. In den Segmmgen des Friedens gedeihen die Werke der Kultur Freitag am nächsten. Der Rest, 21 Eheschließungen, kam auf die Wer diese Wandlung den Kämpfern vor drei Jahren voraustrot Bebel. Unter den Epigonen ragt hervor der Mann, dessen Sonntage, an denen die Standesämter ebenso wie an den FeierBild von Erz hier hinter mir steht und ich glaube nicht, daß Bebel fich so mit dem Kaiser beschäftigte, tagen nur in besonderen Ausnahmefällen eine Eheschließung vorwenn er nicht das Gefühl hätte, daß er ein großer Mann ist. Wenn er sagt, daß er den Kampf mur Keine Semmel in der Wurst. Die Polizei hat, wie die„ Ang. gegen die Institution der Monarchie führe, so hat er doch durch Fleischer- Zeitung" mitteilt, dem Schlächermeister Koschwitz, Prinzen feine giftige Rede im Reichstage bewiesen, daß er die Person straße 60, nachdem sie Proben frischer Blut- und Leberwurst aus unfres Kaisers meint. Der Vorwärts" veröffentlichte die Rede seinem Geschäft entnommen und darin Semmel festgestellt hat, eine mit der Ueberschrift:„ Aufruf Bebels an die deutsche Nation". Verwarnung wegen dieses Zusatzes zugehen lassen und ihm erklärt, Nun, ich glaube, überall, wo deutsche Herzen schlagen, daß er sich bei fernerer Verwendung des Semmelzufazes strafbar da wird heute im Vaterlande der Ruf erschallen: Nieder mit mache. Herr Koschwitz hat darauf erwidert, daß er diese Verder Socialdemokratie, hoch die Monarchie, hoch ihr er- warnung" nicht annehme und nach wie vor frische Blut- und Leber Habenster Repräsentant, Hoch unser geliebter Kaiser und König!" wurst in derselben althergebrachten Weise, die bei allen Berliner Herr v. Stubenrauch scheint zum Zeitungslesen nicht hiel Zeit Meistern üblich ist, herstellen werde. zu haben. Sonst würde er wissen, daß selbst Kreise, die auch nach Gründe den Zusatz von Semmeln zur Wurst gebieten, da der gemeine Vielleicht weisen die Schlächtermeister nach, daß hygienische Landrätlicher Auffassung über den Verdacht der Vaterlandslosigkeit" erhaben sein sollten, sich über unsern ParteiMann sich am reinen Fleisch den Magen verderben würde. Ge= Feuerbericht. In der Nacht zum Mittwoch wurde die Wehr nach genossen Bebel wegen feiner Abrechnung am Donnerstag lingt dieser Nachweis, so muß man ihn wohl oder übel gelten lassen; der Prinzen- Allee 71 gerufen, wo in einem Treibhause Feuer ausin einer Weise geäußert haben, die nach allem andern eher benn andernfalls scheint uns die Gesundheitspolizei durchaus im Recht gekommen war; Stroh und andres Verpackungsmaterial stand in nach einem Tadel aussieht. Und die Thatsache, daß ein Landrat in zu sein, wenn sie den Inhalt der Berliner Wurstsorten einmal auf Flammen. Es mußte daher längere Zeit Wasser gegeben werden, einer zum Kaisergeburtstag gehaltenen Festrede nichts Besseres zu. Herz und Nieren prüft. um die Gefahr zu beseitigen. Zur selben Zeit hatten in der Tresckowthun weiß als gegen die Socialdemokratie zu polemisieren, spricht Kindermishandlung. Ein abscheulicher Vorfall ist am Dienstag fangen, während in der Liebenwalderstr. 38 Wäschestücke ein Raub straße 46 Kleidungsstücke und Möbel in einer Wohnung Feuer gefür die Macht und den gewaltigen Triumph, den diese Partei er von einem Möbeltransporteur entdeckt worden, der um die Mittags- der Flammen wurden. In der Leipzigerstr. 54 hatte die fünfte rungen hat. Dieser Thatsache gegenüber ist es belanglos, daß der stunde in einem Hause am Kronprinzendamm zu Halensee eine Compagnie vormittags einen Brand zu beseitigen, der den Fußboden brave Landrat die Millionen Herzen, die am 27. Januar nicht höher Möbelfuhre abzuladen hatte. Der Fuhrmann bemerkte in dem und die Balfenlage ergriffen hatte. Gardinen waren in der Prinzengeschlagen haben als an den andren Tagen des Jahres, schlankweg zu dunklen Keller dieses Hauses, daß sich dort in einem abgeschlossenen allee 34 gegen Abend in einer Wohnstube in Brand geraten, dessen den vaterlandslosen, nichtdeutschen, wirft. Wir wollen angesichts der Raume ein menschliches Wesen aufhielt. beispiellosen Triumphe, die uns in letzter Zeit gerade durch unsre unkenntliche Gestalt aus der Ecke, in der sie kauerte, zum Vorschein noch Alarmierungen von der Eldenaerstr. 6, Bofenerstr. 4 und noch Es dauerte lange, bis die Ablöschung aber bald erfolgen konnte. Außerdem hatte die Wehr Feinde bereitet worden sind, milde sein und diesen kleinen fam. Endlich entdeckte der Fuhrmann, daß ein Knabe geographisch- historischen Irrtum dem Landrat nicht hoch anrechnen. im Alter von etwa neun Jahren in dem Raume eingesperrt war. zurückzuführen waren, die bei der Ankunft der Wehr von den Hausbon einigen andern Stellen zu verzeichnen, die indes auf Brände Wohl aber halten wir die Art, wie das unter seinem Einfluß Das Kind war außerordentlich verschüchtert und teilte dem Mann bewohnern bereits gelöscht waren. stehende Kreisblatt des dynastischen Festtages gedachte, nicht nur zögernd mit, daß es nichts sagen dürfe und daher keine Antwort für besonders hübsch. Statt fich am 27. Januar wenigstens zu geben könne. Endlich nannte der Knabe aber doch seinen Namen; einem selbständigen Festartikel aufzuschwingen, druckt das er fei der Sohn des Kunstmalers B. im selben Hause. Kreisblatt das in der Hülleschen Zeitungsfabrik hergestellte Flug- Menschenfreund erkundigte sich nun zunächst beim Bortier nach Aus den Nachbarorten. blatt ab, das wir vor einigen Tagen gekennzeichnet haben. den Umständen dieses Falles Parteigenossen in den Vororten, seht die Wählerliste nach! Wer erfuhr, daß der im Allerdings ist es gescheit genug, die über den Fall Krupp Barterre wohnende Maler recht oft sein Kind halbe Tage nicht in der Liste verzeichnet steht, geht für das laufende Jahr seines im Flugblatt aufgetischten unwahrhaftigkeiten herauszulassen; aber lang in den Keller einsperre. Als der Fuhrmann nun Wahlrechts verlustig! Wähler, die selber keine Zeit haben, die Liste das lann uns nicht von dem Vorwurf abbringen, daß eine solche mehr bei dem Maler selber vorstellig werden wollte, erhielt er an durchzusehen, wollen sich an den Vorstand der Partei- Organisation Würdigung eines Tages, der alle Herzen höher schlagen machen der Thür von einem jungen Mädchen die schnippische Antwort, daß ihres Ortes wenden! soll, für ein Kreisblatt ein bißchen schematisch ist. er sich nicht um Dinge kümmern sollte, die ihn nichts angingen. Der Die Unfauberkeit in Bäckereien. Vom Verband der Bäcker wird nächste Gang des Samariters war nun zur Polizei, wo ein Beamter Reinickendorf. Heute Mittwoch findet bei Meinhard, Hauptstr. 51, uns geschrieben: Auch Meister S. in der A. sich denn auch bereit erklärte, den Fall zu untersuchen. straße im Norden In die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Zahl= dem Augenblick als der war einer derjenigen, die im Schelten auf den Ausschuß des Fuhrmann wieder zurückkehrte, reicher Besuch wird erwartet. sah er, wie der Gewerbegerichts nicht genug thun konnten. Warum denn der Vater das Kind aus dem Keller herausholte. Ausschuß das Material, das er über angebliche Mängel in Dem unglücklichen Knaben waren die Hände mit Bäckereien gesammelt haben wolle, nicht herausgebe; wenn wirkliche Stricken auf dem Rücken festgebunden und auf der Treppe gab der Beweise gegen die Meister vorlägen, tönne man doch damit ans Licht Vater ihm einen solchen Stoß ins Genick, daß er niederfiel. kommen! Einer der Gesellen meinte darauf, daß er, der Meister Kinder gegen Mißhandlung, der sich gewiß in Gemeinschaft mit der Es besteht hier am Drte bekanntlich ein Verein zum Schuße der doch lieber stillschweigen solle, er wisse doch, was die Polizei Behörde dieser Angelegenheit annehmen und erforderlichen Falls bei der Revision am 18. Dezember in seiner Backstube festgestellt dafür sorgen wird, daß das Kind bei Leuten untergebracht wird, wo gar nichts von den Dingen; eine wirkliche Revision tönne eben mur es auf menschliche Behandlung rechnen kann. 1 habe. Ach, meinte der Meister, so ein .. Lieutenant verstehe nehmen. " Der In der Wohnung seiner Braut, der Konfektionsschneiderin G. im Hause Raupachstr. 3, hat sich gestern morgen der 21 Jahre alte Tischler Paul Renner durch einen Revolverschuß zu töten versucht. Ein Zant soll die Ursache des Selbstmordversuchs abgegeben haben. Der schwer verletzte junge Mann wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Neber die erste Hilfe bei Unglücksfällen hält Geheimrat Dr. v. Bergmann Sonntagmittag 12 Uhr im großen Saale des Central- Arbeitsnachweises, Gormannstr. 13/14, einen Vortrag. An den Vortrag, der als Einleitung zu dem diesjährigen Cyklus hygienischer Vorträge der Centralkommission der Krankenkassen gedacht ist, schließt sich eine Besichtigung des Arbeitsnachweises an. Der Zutritt steht jedermann unentgeltlich frei. Johannisthal. Eine Sigung der hiesigen Gemeindeertretung fand vor einigen Tagen vor der Straffammer in Moabit statt. Neun Vertreter und zwei Schöffen waren geladen, Abteilung, Architekt Schmidt, mit dem Ausdruck Frechheit" den um durch ihre Aussagen Klarzustellen, ob der Vertreter der ersten Gemeindevorsteher Kober oder den Polier Haase von der Firma Schulz in Nieder- Schöneweide gemeint habe. Der Gerichtshof kam zu der Ansicht, daß der Gemeindevorsteher damit habe ge= troffen werden follen und bestätigte das Urteil des Schöffengerichts, von Fachleuten vorgenommen werden. Nun, meinte der Geselle, auch Nicht nur Taschendiebe, sondern auch„ Nepper" benutzten den welches auf 50 M. Geldstrafe erkannt hatte. Das Verhältnis des in diesem Falle tönne dem Meister ja geholfen werden, er brauche ja nur Verkehr am Dienstag, um ihrem Gewerbe mit Erfolg nachzugehen. Vorstehers zur Vertretung spißt sich indes immer mehr zu; findet einigen Verbandsgesellen die Prüfung der Räumlichkeiten Zwei Bunftgenossen" hatten das Feld ihrer Thätigkeit nach der doch am 12. Februar bereits wieder ein Termin statt, in welchem sich zu gestatten. Darauf schwieg der Meister; unter den Fachleuten Friedrichstraße verlegt, wo ihnen ein Storchbein" in die Hände lief, der Gemeindevorsteher wegen Beleidigung des Vertreters Schmidt fonnte er sich offenbar feine andren Personen vorstellen als die dem der eine„ Nepper" einen Ring zum Kauf anbot. Der zweite zu verantworten hat und ein weiterer Prozeß gegen den famofen Jnnungsherren, die von all den Uebelständen, die u. a. vom Repper" tam vorschriftsmäßig als Fachmann" hinzu, um sein Be- Vorsteher steht noch in Aussicht. Auch mit dem Vorsitzenden des Borivärts" an die Deffentlichkeit gebracht worden sind, nichts, aber dauern auszusprechen, daß er nicht das Geld besige, um selbst den hiesigen Landwehrvereins, dem Vertreter Mette, welcher der Gemeindeauch rein gar nichts gemerkt haben wollen. Ring zu kaufen; aber ganz außerprogrammmäßig erschien noch ein vertretung bereits 18 Jahre angehört, ist der Gemeindevorsteher = zufammengeraten. Herr Mette beschwerte sich bitter darüber, wie bei der Anstaltsdirektion vorführen und beschuldigte sich selbst noch der junge Mann", wie er den Gemeindevorsteher nannte, ihn be in sieben Fällen des Diebstahls. Die Richtigkeit dieser Beschuldigung handelt habe; diese Angelegenheit ist indes ohne staatsanwaltliche wurde durch die gestrige Verhandlung erwiesen. Das Gericht verHilfe zur Zufriedenheit des Herrn Mette geregelt worden. Fürwahr, urteilte ihn zusätzlich zu noch einem Jahre Zuchthaus. erbauliche Zustände! Graf Pückler vor dem Reichsgericht. Das Reichsgericht verivarf Neu Weißensee. Das Gewerbegericht tritt endgültig am gestern die Revision des Grafen Bückler und des Inspektors Kirchner 1. Februar d. J. in Kraft. Vorsitzender ist Kaufmann Grobe, Stellin l.- Tschirne, welche am 19. Juni v. J. vom Landgericht Glogau vertreter: Kaufmann Konig und Rentier Loofmann. Beisiger sind: wegen Zerstörung einer Feldbahn zu Gefängnis verurteilt wurden, a) Arbeitgeber: Malermeister Schulz, Töpfermeister Schlie, Tischler- sowie die des Staatsanwalts zu Gunsten der Angeklagten; ferner meister Banemann, Restaurateur und Konditor Kluge, Tischlermeister die Revision derselben Angeklagten gegen das Urteil des gleichen Peckel, Buchdruckereibefizer Schmidt, Schlächtermeister Frid, Klempner Landgerichts vom September v. J., durch welches sie wegen Herausmeister Schiemann, Schlossermeister Pfannenstein, Tischlermeister forderung zum Zweikampf bezw. Kartelltragens verurteilt wurden. Springer, Schlächtermeister Backhaus, Maurermeister Ulrich. b) Arbeitnehmer: Metallarbeiter Schmädicke, Tischler Schröder, Tischler Kirchner, Maler Rostin, Tischler Kittler, Bauarbeiter Falt, Schneider Kramer, Zimmerer Geser, Tischler Hersing, Zimmerer Heinschke, Möbelpolierer Wall, Maurer Gerhardt. Das Gewerbegericht befindet sich Albertinenstr. 6. In Zehlendorf hat der Vaterländische Frauenverein in der Machnowerstraße eine Bade- Anstalt errichtet, die Mittwochs und Sonnabends von 4-9 Uhr geöffnet ist. Das Brausebad kostet ohne Seife und Handtuch 10 Pf. Der Gemeindevorstand erkennt das Badebedürfnis am Orte bekanntlich nicht an. Gerichts- Zeitung. Zu dem Gerichtsbericht über den gegen drei Puzer veranstalteten Prozeß ist nachzutragen, daß die vorgestrigen Mitteilungen, soweit der Buzzer Radloff in Betracht kommt, auf einem Irrtum beruhen. Radloff ist nur durch einen Zufall in den Prozeß verwickelt worden und hat sich, wie auch die Freisprechung ergiebt, in keiner Weise an die Richtigstellung, daß er organisiert ist, und zwar seit 1883; der Ausschreitung beteiligt. Besonderen Wert legt Herr Radloff auf seit langen Jahren gehört er, wie er uns bewiesen hat, dem über ausdrücken, daß der Bericht, der im übrigen zutreffend ist, in Centralverbande an. Wir können nur unser Bedauern darBezug auf die Person des Herrn Radloff derartige Unrichtigkeiten enthält. Verfammlungen. wird, soll ohne einzige Gnade am Leib und Leben gestrafft werden. Noch lieblicher präsentiert sich der Geist der Zeit in einem andren Geseze aus dem Jahre 1661, auf Grund dessen vor etwa 6 Jahren in Dresden eine Frau wegen Wahrsagerei zu Geldstrafe verurteilt wurde. Es lautet: Policey Hochzeit Kleider Gefinde- Tagelöhner- und HandwercksOrdnung, den 22. Juni Anno 1661. Tit. III. Vom Gotteslästern, Fluchen, Segensprechen und dergleichen. § 6. Wir wollen hierüber, daß diejenigen, so beh Unseres HErrn und Heylandes Christi Marter, Wunden, Leyden, oder Sacrament, und dergleichen freventlichen und leichtfertigen Fluchen, und solches bößlichen wiederholen, nicht alleine, vermöge unsrer Landes- Ordnung und Constitution vor die Kirchen, Rathshäuser oder Schenckstätte öffentlichen gestellet, sondern auch am Gelde oder mit Gefängniß, und wo sie folgendes von ihren Fluchen und Gotteslästerungen nicht abstehen, und sich bessern, mit allgemeiner Landes- Verweisung gestraffet werden sollen. § 7. Deßgleichen sollen diejenigen, so sich unterstehen, aus der Teuffels- Kunst wahrzusagen, oder mit dem Teuffel durch Christallen, oder in andere Wege Gespräche zu halten, und sich von ihm beschehener oder zufünftiger Dinge Bericht und Erkundigung zu erholen, vermöge Unserer Constitution, bey welcher es auch, wegen der Zauberey allerdings verbleibet, mit dem Schwerdt gerichtet. § 8. Wie nicht weniger die, so ausser Gespräche oder Gemeinschaft mit dem Teuffel, sich des Christallensehens, Wahrsagens, Planetenlesens, Segensprechens, oder Büffens derer Schäden anmassen, nach Unterscheid und Umbstände derer Fälle, mit Gefängniß, Landes- Verweisung oder wohl gar Staupenschlägen beTeget. § 9. Auch diejenigen, so sich Raths bey denen Christallensehern und Wahrsagern erholen, ingleichen welche abergläubische Segen sprechen, oder Schäden büssen lassen, Kugeln tauffen, Büchsen versprechen, sich und andere veste machen, und dergleichen, mit Gefängniß, oder nahmhafften Geld- Bussen, und so sie dasselbe mehrmal thäten, nach Gelegenheit mit Landes- Verweisung angefehen werden; Jedoch, wenn bey oberzählten Begünstigungen ein Bact mit dem Teuffel vorgegangen, oder andere Zauberey mit unterlieffe, und beygebracht würde, Verbleibet es bey der in Unserer Constitution, und andern Rechten gesetzten Straffe billich. Auch diese Gesetzesmumie ist also in Sachsen noch lebendiges Recht. Es kennzeichnet den Geist der sächsischen Gerichte. Als der Fürst Unter der Beschuldigung, einen Nachlaß beraubt zu haben, stand der Arbeiter Waldemar Wilhelm Lanzke gestern vor der dritten Die Arbeiter der Deutschen Telephonwerke N. Stock u. Co. Straffammer des Landgerichts I. Der Angeklagte war in den beschäftigten sich in einer am Montag abgehaltenen Versammlung mit Jahren 1897/1898 als Rutscher bei den Obsthändler Kroneschen den Zuständen bei der genannten Firma. Der Referent Dannen Eheleuten thätig. Er wurde dann entlassen, trat aber im berger führte ungefähr folgendes aus: Daß die Verhältnisse bei der Jahre 1900 wieder in den Dienst. Am 24. März 1901 genannten Firma keine guten sein können, geht schon aus der Anstarb der Obsthändler Krone und der Angeklagte rückte ordnung hervor, welche den Arbeitern das Sprechen miteinander num zum Vertrauensmann und Beistand der Witive auf. Er ging verbietet. Doch damit nicht genug, befleißigen sich auch noch die mit ihr". Schließlich schaltete und waltete er in dem Geschäft so, Meister eines Betragens, welches geradezu menschenunwürdig zu als wäre er der Ehemann, besorgte die Ein- und Verkäufe, fassierte nennen ist. Aber auch die sanitären Verhältnisse lassen nicht auf Gelder ein, zahlte Gelder aus 2c. 2c. Das Verhältnis zwischen der einen Musterbetrieb schließen. Sind doch für einen Saal mit 90 Witwe und ihrem jugendlichen Geschäftsführer wurde ein Arbeitern nur 3 Klosetts vorhanden, und müssen doch 12 Schleifer in felir intimes, denn nach den Aussagen mehrerer Zeugen hat einemt 6,80 Meter breiten und 6,15 Meter tiefen Raum, in welchem Fr. Krone wiederholt gesagt: Mein Willy ist mein noch nicht einmal Ventilation ist, ihre Arbeit verrichten. In einem Eizt und mein Alles!" Ende September 1902 erkrankte die Frau. andern Saal entwickelt das Saponieren Dämpfe, welche häufig zu Nach der späteren Aussage ihres halberwachsenen Sohnes legte sie lebelkeiten und Magenerkrankungen führen. Aber auch das Werkam 25. Oktober in seiner Gegenwart in einen über ihrem Bett be- zeug bei den Mechanikern ist schlecht, von 11 Drehbänken sind findlichen Wandschrank 6 Hundertmarkscheine, einen Zwanzigmarkschein 2 gebrauchsfähig, Spizen, Kurbeln, Fraisen sind nicht vorhanden oder und einen Fünfzigmartschein, den Betrag von 200 Mart in Silber unbrauchbar; Kleiderschränke bilden sich teilweise aus Lappen. Der Der Fürst Wolfgang von Stolberg- Stolberg ist vorgestern auf bewahrte sie auf dem Ofen, ein Sparkassenbuch hatte sie hinter dem Verdienst ist durchaus nicht der intensiven Arbeit entsprechend. Ofen versteckt. An jenem Tage gab sie dem Angeklagten auch Sagte doch ein Meister, 40 Pf. die Stunde ist genug. Aber auch eigentümliche Weise zu Tode gekommen, nachdem erst am noch eine größere Summe in Gold zu Obsteinkäufen. zu Obsteinkäufen. Zwei sonst sind die Meister rücksichtslos. So sagte derselbe Meister einem Freitag voriger Woche sein Vater, der Fürst Alfred von StolbergTage darauf verstarb verstarb sie an einem Schlaganfall. Ihre Arbeiter, als er sich krank meldete, wenn Sie sich frant melden, Stolberg im Alter von 80 Jahren das Zeitliche gesegnet hat. Fürst alleinigen Erben waren zwvei minderjährige Kinder. Bald dann wird Ihr Platz besetzt". Auch sogenannte Graftabteilungen Wolfgang ist im Park seines Landhauses Rottleberode am Harz mit nach dem Ableben der Frau kam der Angeklagte in das hat die Firma. Hat sich ein Arbeiter mißliebig gemacht, dann kommt einer Schußwunde im Kopf tot aufgefunden worden. Db der Sterbezimmer, stieg auf das Bett, in welchem die Leiche lag und er in den Induktorbau, wo ein Arbeiter in 84 Stunden 12 m. ver- Erschossene durch einen Unfall sein Leben verloren hat oder von einem dient hat. In einem andern Falle verdiente ein Arbeiter in 59 Wilddieb getötet worden ist oder gar durch eigne Hand geendet nahm zunächst den Beutel mit Silbergeld vom Ofen. Darauf Stunden 12 M. und einige Pfennige. Abzüge von 30-50 Proz. sind gang hat, darüber liegen sichere Nachrichten noch nicht vor. Manches öffnete er den Wandschrank und entnahm demselben zwei Geldrollen, und gebe und dauernd, wem es nicht paßt, kann gehen; hier eine könnte dafür sprechen, daß es sich um einen Unfall handelt. Fürst Augenzeugen wollen auch gesehen haben, daß er etwas mit heraus- kleine Blütenlese von Abzügen: z. B. für 100 Klemmen zu bohren Wolfgang wollte gerade von Rottleberode nach dem Stammschloß nahm, was wie Kassenscheine aussah. Da die 670 M., die in dem Wandschrank liegen sollten, später nicht auffindbar waren, so wurde 100 früher 2,75, jetzt 1 W., S. 3.- Klinten montieren pro 100 früher fich etwa die Gelegenheit dazu bot, noch einen Schuß anzubringen. Wandschrank liegen sollten, später nicht auffindbar waren, so wurde gab es früher 55 Pf. jetzt 45 Pf., für D.- Klinken montieren pro Stolberg fahren, nahm jedoch ein Gewehr mit, um unterwegs, wenn angenommen, daß er auch dieſe Summe sich angeeignet habe. 1,60 m., icht 80 Pf., Stapfeln für Mikrophone früher 1,50 M., Noch im Park von Rottleberode stieg der Fürst aus dem Wagen, Schließlich steckte er 500 Mark zu sich, die in dem Futter- jetzt 80 Pf., alte Magnetsysteme früher 10 M., jekt 6,50 M., Hand- als er einen Raubvogel sah, und ging mit seiner Flinte in ein fasten der Häcksellammer aufbewahrt wurden. Er hat apparate früher 1,80 m., jetzt 1,30 M., Kapselhalter früher 5 Pf., Gehölz. Nach wenigen Minuten fiel ein Schuß. dann schleunigst auch die zum Geschäft gehörigen drei jekt Wagen und die dazu gehörigen drei Pferde verschachert und et 2½ Pf. Für ein neu anzufertigendes Korrektionsrad wurde nicht zurückkehrte, stieg der Kutscher ab und ging ebenfalls dem Mechaniker nach Fertigstellung gesagt, es giebt 3 M., in das Gebüsch. Dort fand er den Fürsten entseelt am Boden dagegen die Beerdigungskosten seinerseits getragen. Da der Waisenrat 8 Stunden hatte der Betreffende daran gearbeiteti Daß Die liegen. Eine Kugel aus dem Jagdgewehr, das die Hände den dringenden Verdacht hegte, daß der Angeklagte den Nachlaß zum Arbeiter sich noch immer solche Zustände gefallen lassen, daran trägt noch trampfhaft umflammert hielten, hatte ihm den Kopf Schaden der Kinder beraubt habe, so brachte er die Sachlage zur zum Teil das ausgeprägte Spigelsystem schuld. Es traut sich eben durchbohrt. Es scheint, als ob der Fürst in dem Augenblick, als er Kenntnis des Staatsanwalts und veranlaßte so die Festnahme des kein Arbeiter etwas zu sagen. Aber auch Wohlthäter will die Firma das Gewehr spannte, über eine Baumwurzel gestolpert ist und beim Angeklagten. Der Angeklagte bestritt, die 670 M. in Scheinen aus dem sein. Die ledigen Arbeiter bekommen je 20 M., die verheirateten Stürzen sich mit der Hand, in der er das Gewehr hielt, zu stüßen Bandschrank genommen zu haben, gab aber im übrigen zu, die 10 M.„ Weihnachten". Aber dies Geld wird schon vorher thalerweis fuchte und dabei das Gewehr in eine falsche Richtung brachte, so sonstigen Gelder zu sich gesteckt zu haben. Ein Teil davon seien seine abgezogen. Es werden auch vor Weihnachten ein Teil der Arbeiter daß, als es hernach bei der Erschütterung des Aufstoßes losging, eignen Ersparnisse gewesen, das übrige haben zum Teil die Kosten entlassen wegen Mangel an Arbeit um nach Weihnachten wieder die Kugel den Fürſten treffen konnte.- Die Leiche ist nach dem für die Beerdigung der Frau verschlungen. Er vertrat mit Ent- eingestellt zu werden. Aber noch eine Wohlthat verübt die Firma, Stammschloß Stolberg gebracht worden, von wo aus Vater und schiedenheit die Rechtsanschauung, daß er die Verstorbente beerbt" mer 10 Jahre im Betriebe arbeitet, bekommt 50 M., ehe aber ein Sohn gemeinsam beigesetzt werden sollen. habe, denn er habe die Rolle des Ehemannes inne gehabt, das Ge- Arbeiter so weit kommt, entläßt man ihn nach 8 oder 9 Jahren. schäft ganz selbständig geführt und die Frau habe ihm kurz vor Doch noch andre Uebelſtände sind im Betrieb. Der Speisesaal iſt ihrem Tode gesagt:" Sorge nur für die Kinder gut; mit allem zu flein und zu niedrig, so daß es die Arbeiter vorziehen, in die andern, was da ist, kannst Du machen, was Du willst und Dir alles Kneipe zu gehen. Ein weiteres lebel sind die fortwährer den Uebernehmen!" Daraufhin habe er sich als den Universalerben betrachten stunden, jedoch wenn nichts zu thun ist, wird nur halbe Tage gedürfen. Vor Zeugen wurde bekundet, daß die Verstorbene that- arbeitet oder man muß wochenlang aussehen. Redner forderte zum sächlich ähnliche Aeußerungen gemacht hatte. Der Staatsanwalt endlichen Aufraffen aus dieser traurigen Lage und zum Beitritt in die wollte von der seltsamen Rechtsanschauung des Angeklagten nichts Organisation auf. In der Diskussion nahm trok der Aufforderung wissen, sondern nahm an, daß dieser in vollem Bewußtsein der des Vorsitzenden kein Beamter der Firma das Wort. Rechtswidrigkeit, die Kinder der Frau, die ihm fo viel Gutes gethan, Die Dekateure hielten am 25. Januar eine Generalversammlung um ihr Erbteil gebracht habe. Mit Rücksicht auf die Vorstrafen des ab. Aus dem Bericht des Vorstandes ist hervorzuheben: Auf Liſten Angeklagten beantragte der Staatsanwalt gegen ihn zwei Jahre wurden für die ausgesperrten Weber in Meerane 72,60 M. gesammelt, Zuchthaus.- Rechtsanwalt Dr. Schwindt verwies dagegen außerdem wurden aus der Streitkasse 70 W. für denselben Zwed in der Art der Veröffentlichung dieser Personalnachrichten zur Folge. darauf, daß in den unteren Voltskreisen bei solchen Verhältnissen, wie überwiesen. Für einen arbeitslosen Kollegen wurden 30 M. von der An diese Verleihung, die in einem Erlasse des Fürsten Alfred An fie hier obwalten, thatsächlich oft die seltsamsten Rechtsanschauungen Versammlung bewilligt und aus der Streittasse entnommen. Nach meinen Nach meinen Kammerdirektor" dahin umgeschrieben wurde, daß herrschen. Hier habe der Angeklagte, der sich quasi als Ehemann fühlte dem Bericht des Filialkassierers war im vergangenen Quartal eine der Kaiser„ Mir und meinem Hauſe die Genehmigung zur und in dem Geschäfte nach Belieben schaltete und waltete, auf Grund Einnahme von 279,92 M. zu verzeichnen. Die Ausgabe betrug Führung des Fürstentitels erteilt" habe, war die Bedingung geknüpft der Aeußerung der Verstorbenen wohl annehmen können, daß er be- 259,58 M., so daß ein Bestand von 20,60 m. verbleibt. Die Arbeits- worden, daß fortan das Wort„ regierender" vor dem Fürstentitel rechtigt sei, über die Hinterlassenschaft zu verfügen. Schließlich habe lofen- Unterstützungskasse hat einen Bestand von 535,81 M. Ausgaben in Fortfall kommen müsse. Fürst Alfred mochte aber nicht ganz auf er doch auch erhebliche Aufwendungen für die Beerdigung und die hat dieselbe nicht zu verzeichnen. Die freiwillige Kranken- Zuschuß- die geliebte„ althistorische" Bezeichnung verzichten, und so hieß es Kinder gemacht, und der Vormund könne von ihm Rechnungslegung fasse hatte eine Einnahme von 96,15 M., eine Ausgabe von denn von da ab in allen Bekanntmachungen der fürstlichen Behörden: und Herausgabe des Geldes verlangen, es handle sich aber doch nur 139,60 m., so daß dieselbe im vergangenen Quartal mit einem Seine Durchlaucht der Fürst und regierende Graf( oder regierende um civilrechtliche Ansprüche, nicht aber um Vorgänge, die unter das Defizit von 43,45 M. abschloß und einen Kassenbestand von Hert) haben gnädigst geruht usw." Strafgesetz fallen. Der Gerichtshof hielt die Möglichkeit, daß der 991,84 M. aufweist. Die Kasse des Streitfonds hat einen Bestand Angeklagte in gutem Glauben gewesen sei, nicht für ganz aus von 868,05 M. Die Kassierer wurden entlastet. geschlossen und erkannte deshalb auf Freisprechung. Vermischtes. Gesetzes- Minmien. Der alte Fürst Stolberg brachte, wie wir der„ Tägl. Rundschau" entnehmen, in etwas schnurriger Weise das Legitimitätsprincip zur Geltung. Das Blatt schreibt: Uns vorliegende Nummern des Stolberger Anzeigers, amtliches Blatt für die Grafschaften Stolberg und Hohnstein" lassen deutlich erkennen, welchen hohen Begriff Fürst Alfred bis gulegt bon feiner " Regentenwürde" hatte. Recht fonderbar nimmt es sich aus, wenn die gräfliche Nentkammer den getreuen Stolbergern feier lich verkündet, daß mit höchster Genehmigung" ein Waldarbeiter zum gräflichen Holzhauermeister bestellt oder ein Kammerbote zum Kassengehilfen ernannt sei. Uebrigens hatte die Verleihung des Fürstentitels an das Haus Stolberg keine Aenderung " Zwei Eisenbahnunfälle, von denen der eine mit einer entseglichen Katastrophe endete, haben sich vorgestern ereignet: Beim Einfahren eines von Nisch in Serbien kommenden Zuges, in welchem Kretin oder Verbrecher? Eine Anklage wegen vorfäglicher Brandsich auch Ministerpräsident Zinzar Markowitsch und der stiftung wurde gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts II Minister des Aeußeren Lozanitsch befanden, in die Belgrader gegen den Landarbeiter Gustav Schiesche verhandelt. Der AnBahnhofhalle stieß ein rangierender Wagen auf den Zug auf, wobei geflagte ist bereits im Jahre 1886 wegen desselben Verbrechens mit In Sachfen werden nicht bloß die bekannten Gefeße einer der Ministerpräsident leicht verlegt wurde. Bei Graceeiner Zuchthausstrafe von fünf Jahren belegt worden. Er mittelalterlichen Auslegung unterworfen, es werden auch dann und land( New Jersey) fuhr ein Erpreßzug der Baltimore und Ohiohatte damals auf einem Bauernhof in der Nähe von wann unbekannte Gefeße aus sehr mittelalterlicher Zeit ausgegraben Bahn von rückwärts auf einen Lokalzug auf. Die Reisenden des Spandan gedient, wegen Unbotmäßigkeit von seinem und Leute mit Strafen belegt für Verletzung von Gesetzen, von Expreßzuges erlitten nur leichte Quetschungen, dagegen wurden von Arbeitgeber entlassen worden und zündete ihm aus Rache deren Vorhandensein die gelehrtesten Leute keine Ahnung haben. den Jujassen des Lokalzuges 24 getötet und zahl das Haus über dem Kopfe an. Fast der gleiche Thatbestand So wurde vor kurzem in Dresden ein Mann zu 60 M. Strafe reiche verwundet. Die Wagen des Lokalzuges gerieten bel Tag der jetzigen Anklage zu Grunde. Im verflossenen Herbst stand der Angeschuldigte bei dem Zimmermeister und Land- verurteilt und das Urteil vom Ober- Landesgericht bestätigt, weil er dem Zusammenstoß sofort in Brand, wodurch die Befreiung ber Herbst stand der Angeschuldigte bei dem Zimmermeister und Land- einen Nevolver bei sich getragen hatte. Er soll dadurch gegen Verletzten unmöglich gemacht wurde. wirt Kluge in Nauen in Arbeit. Am 9. November, einem Sonntag, ein Gesetz vom Jahre 1659 verstoßen haben. Es ist nicht un- Manche Menschen waren in den Trümmern eingeklemmt und hatte er sich betrunken und kam erst am folgenden Morgen nach interessant, den Wortlaut dieses Gesetzes kennen zu lernen. Man verbrannten bei lebendigem Leibe. Das Rettungswert konnte erst Hause. Vor seinem Weggange hatte er einem der Pferde fühlt darin den Geist einer längst vergangenen Zeit, und es kommt beginnen, nachdem die Flammen notdürftig gelöscht so viel Hafer vorgeschüttet, daß es sich überfutterte und einem um so deutlicher zum Bewußtsein, wie närrisch es ist, Manchen Verunglückten mußten Arme oder Beine ab= infolge dessen erfrankte. Schiesche wurde fofort ent solchen Vorschriften noch unterworfen zu sein. Es lautet buchstaben- gehauen werden, um fie aus den Trümmern zu be Lassen. Er stieß allerlei Drohungen aus und äußerte getreu: freien und das Leben retten zu können. Mehrere baten mit it. a. Ich zünde Ihnen die Bude an allen vier Enden an!" Als Mandat wider unterschiedliche Vergewaltigungen, Schlägereh jämmerlicher Stimme, daß man sie töten möge, da ihre Leiden zu Frau Kluge erwiderte:„ Aber Schiesche, so etwas werden Sie doch und dergleichen leichtfertiges Wesen bei Nächtlicher Weile, d. 14. Juli schrecklich wären. Bald nach dem Zusammenstoß erschienen Diebe, nicht machen", erklärte der Angeklagte, auf den Kuhstall zeigend: Anno 1659. welche die Toten und Verschütteten beraubten. Die Zahl der Toten " Jawohl, wenn mir das Bieh nicht leid thäte, würde ich den Stall anzünden." Drei Tage später brannte ein zum Klugeschen Gewese gehöriges Vorratshaus bis auf den Grund ab, wodurch ein Schaden von etwa zehntausend Mark angerichtet wurde. Es brannte zugleich von allen vier Ecken. Der Angeklagte hatte seine Drohung wahr gemacht, wie er bei seiner Verhaftung unumwunden einräumte. Er wiederholte sein Geständnis vor den Geschwornen, die ihn trotzdem unter Ausschluß von mildernden Umständen schuldig sprachen. Der Staatsanwalt beantragte eine Zuchthausstrafe von fleben Jahren, das Urteil lautete dem Antrage entsprechend. 4. Als befehlen Wir in Krafft dieses ernstlich, daß fürderhin beträgt annähernd 30, von denen 24 gefunden worden sind. 60 PerSieses Orths, es sey zu Tag, absonderlich aber Nachts- Beiten, fein sonen sind schwer, 100 leicht verlegt. Die Verunglückten find fast Schreiber, Bürger, Handwerks- Pursche, oder andere dergleichen alle in New York beschäftigt. Personen( es komme dann ihnen solches vermöge ihres Amts, Standes, Krieges oder andrer Bestallungen halben zu, oder seh Zu dem Hauseinsturz in Kiel wird noch berichtet: Die Zeichen einer oder anderer über Land verreiset gewesen, oder wolle ver- von noch zwei bei dem Hauseinsturz in der Frankenstraße verreisen, ziehe oder komme uf oder von der Wanderschaft) sich mit unglückten Personen, die eines Maurers und eines Lehrlings, find dem Degen, besonders nach besatzter Wacht, tragen; Welcher mun baß noch ein vierter Arbeiter unter den Trümmern liegt, scheint sich gestern abend von der Feuerwehr geborgen worden. Die Annahme, sich dieser Unserer Anordnung zuwider betreten lassen wird, oder denen Vestungs- oder Stadt- Wachtmeistern, so desfenthalben nicht zu bestätigen. Eine Generalbegleichung seines Schuldcontos nahm der Klempner Gustav Stephan vor, der gestern aus dem Moabiter Zuchthause der siebenten Straffammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Er ist vor einiger Zeit zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Er wußte aber, daß er außer den damals abgeurteilten Fällen noch 5. Wir wollen auch aufs ernste verboten haben, daß keiner, er bemerkt, daß der Priester sich für dasselbe interessierte, sie bemehr auf dem Kerbholz hatte und wollte endgültig Ruhe vor seinem fet ives Standes oder Condition er wolle, weder beh Tag noch schwerten sich deshalb beim Bischof und sollte die Versetzung des eignen Gewissen haben, welches sich troß seiner moralischen Ver- Nacht, sich mit Stilleten, Terzarollen, oder andern dergleichen Geistlichen in den nächsten Tagen erfolgen. Der Befund ergab, daß tommenheit hin und wieder doch noch regte. Er ließ sich deshalb heimlichen mörderlichen Gewehren trage, wer damit begriffen der Priester zuerst das Mädchen und dann sich selbst getötet hatte. Verantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. ihn befragen, nicht gebührenden Bescheid giebet, dem soll der Liebestragödie. Aus Toulouse wird gemeldet: In dem benachDegen abgenommen, und die Verbrecher ezliche Stunden auf barten Drte Seichos wurden gestern die Reichen eines jungen den Esel gesetzt, auch mit andern Geld- und Leibesstraffen beleget Priesters und eines 18jährigen Mädchens mit durchschossenen werden. Köpfen aufgefunden. Wie es heißt, hatten die Eltern des Mädchens