Nr. 97. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mr., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mr.pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. 19. Juodsi 9. Jahrg. Vorwärts Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Gern sprech- Anschluße Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. uns Die Thätigkeit der sächsischen Gewerbe- Inspektoren. Dienstag, den 26. April 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. sofort statt 456 Uebertretungen im Vorjahre deren 596, also genug, zu berichten:„ Ein direkter Verkehr mit den Arbeitern " ist wegen feines geringen Verständnisses für Ar- auch hier der Weißener Inspektor mit 42 pCt. am meisten " nicht weniger als 140 oder 30 pCt. mehr! Das redet findet sehr selten statt", wozu der vorhergehende Sah in Bände. Der fleißigste Einzelbeamte war noch der von sehr lehrreichem Gegensatz steht:" Der mündliche Verkehr mit Zwickau, der wenigstens 74 pCt. seiner Anlagen revidirte, den Gewerbetreibenden( Unternehmern) war im Berichtsjahre Die Berichte der sächsischen Fabrikinspektion für das während es unbegreiflich ist, wie die Regierung dulden wiederum ein sehr reger." Aber auch andere Beamte Jahr 1891, die kürzlich( bei F. Lommaßsch, Dresden) er konnte, daß der Inspektor für Meißen nur 19 pět. feiner machen es nicht besser. Derjenige für Chemnitz verkehrt schienen find, haben für die Arbeiter inner- und außerhalb Anlagen besuchte. Uebrigens hat der Vorwärts" die Ge- ebenfalls mit den Arbeitgebern sehr rege", um sich dann Sachsens immer ein ganz besonderes Intereffe. Nicht blos mugthuung, einen Erfolg seiner Kritik feststellen bezüglich der Arbeiter mit köstlicher Naivität wie folgt zu deshalb, weil Sachsen der„ industriellste" Staat in Deutsch zu können. Er verlangte seiner Zeit, daß auch äußern: Weniger oft sprachen die Arbeiter vor; dieland ist, sondern auch deshalb, weil es am längsten eine die Zahl der Arbeiter in den revidirten und den selben brachten fast ausschließlich Bes verhältnißmäßig ausgebildete Fabritinspektion hat, bereits nicht revidirten Betrieben angegeben werde und schwerden an..." Dieser Inspektor wundert sich feit 1874, und weil die Arbeiter deshalb mit den dortigen da s ist im neuesten Bericht geschehen. also, daß die Arbeiter nur Beschwerden" anbringen. Er Aufsichtsbeamten schon öfters, wenn auch nicht gerade immer Danach betrug die Arbeiterzahl der im ganzen erwartet vielleicht, daß sich öfters Arbeiterdeputationen zu sehr sanft, in Berührung gekommen sind. Wir erinnern Königreich revidirten Fabriken 68 pet. der vorhandenen ihm begeben, die ihm ihre helle Freude über die" humane" an die verschiedenen Scharmütel, welche die Arbeiter überhaupt, und im Einzelnen kontrollirten die Behandlung ausdrücken, die sie in ihrer Fabrit erfahren, er be Dresdener Arbeiterschaft mit dem dortigen In Beamten von Baußen und Zwickau die Verhältnisse von handelt wahrscheinlich die„ nur Beschwerde" führenden Arbeiter spettor Siebbrat auszufechten hatte. Dieser Beamte 86 bezw. 83 pt. der ihnen unterstellten Arbeiter, während danach und begreift nachher nicht, weshalb seine Schußbefohlenen weniger oft" kommen! Aehnlich, wenn auch weniger traß, beiterbeschwerden äußerst unbeliebt in seinem Bezirk. zurückblieb. Hoffentlich wird dieser Nachweis nun jedes fteht's in den Bezirken Leipzig, Meißen, wo im ganzen Jahre Als er im Jahre 1888 trotzdem vom Fachverein der Dres- Jahr wiederholt. Die Zahl der wiederholt besichtigten Be- ganze 3 Arbeiter vorsprachen, in Bauzen, wo über den dener Tischler zu einem Vortrag über Gewerbestatistik ein- triebe war auch 1891 eine verschwindend kleine, während Verkehr mit Arbeitern gar nichts gesagt wird, sowie in geladen wurde, lehnte er die Einladung u. A. mit dem ähnlich wie im Vorjahre über 10 000 Amtshandlungen in Plauen, wo ganze 10 Arbeiter sich mit Anzeigen an den föstlichen Argumente ab, daß in Fachvereinen der Vor- Sachen der Dampfteffel- Revision vorgenommen Inspektor wendeten. Man muß selbst nachlesen, wie geringtragende nach Beendigung des Vortrages in stürmischer werden mußten, eine Arbeitslaft, die mit dem eigentlichen, schäßig mehrere Beamte davon sprechen, daß sich ein paar Weise mit Fragen überschüttet werde", und gestand damit sozialpolitischen Berufe der Inspektoren gar nichts der Arbeiterbeschwerden als unbegründet erwiesen"( Einzelein, wie unbequem es ihm ist, sich mit Denjenigen, deren zu thun hat, die aber denselben vielleicht eben heiten werden dabei niemals mitgetheilt!) oder wie andere, Schutz ihm vom Staate anvertraut wurde, zu verständigen. Deswegen bei der„ Reform" in Preußen eben am schönsten der Inspektor für Blauen, S. 158, ihre hochAls Turze Zeit darauf der Jahresbericht des Herrn Sieb- falls aufgebürbet worden ist. Der erste Schritt zu wohlweise Meinung dahin abgeben, daß die Beschwerde drat für 1888 erschien, zeigte es sich, daß er über die gesetz- einer wirklichen Reform" muß der sein, den Fabrik- lediglich in dem Hasse und der Unzufriedenheit eines Einlichen Bestimmungen gegen Truckunfug noch nicht einmal inspektoren diese technische Handlangerarbeit wieder abzu- zelnen"( und womöglich der betreffenden Fabrik Fernhinreichend orientirt war, so daß ihm eine Unterhaltung nehmen, damit sie ihre Zeit für die Arbeiter verwenden stehenden ihren Ursprung gehabt zu haben scheine", darüber mit den besser unterrichteten Arbeitern sehr nützlich tönnen. Die Hilfe, welche den Aufsichtsbeamten von den um zu begreifen, weshalb die sächsischen Arbeiter gewesen wäre. Kurz- in Sachsen haben sich auch auf dem Ortspolizeibehörden geleistet wird, ist in Sachsen den Umgang mit diesen Herren vermeiden. Wir sagen: Gebiete der Fabritinspektion schon recht merkwürdige Dinge ebenso nichtssagend, wie anderswo. Wie kann es anders zu begreifen" wir billigen deshalb die Zurückereignet. gehen, wenn man von Ortsbehörden, deren Vertreter nament haltung der Arbeiter nicht. Wir wiederholen vielmehr: Auch im Jahre 1891 war der Fleiß, mit welchem die lich auf dem Lande mit dem Fabrikantenthum in engster es muß durch die Gewerkschaften noch viel mehr System in Beamten die Fabriken ihres Bezirks revidirten, ein sehr gesellschaftlicher Beziehung stehen, eine Kontrolle dieses die Mittheilungen über Fabrikmißstände an die Aufsichtsverschiedener. Der Vorwärts" hat in seiner Nummer 3 selben Unternehmerthums erwartet! Das bestätigen auch beamten gebracht und den Herren Inspektoren mit der Zeit Dom 5. Januar d. 3. dieses Kapitel für die Jahre 1885 diesmal wieder die Beamten für Dresden, Chem- handgreiflich gemacht werden, was Alles vorgeht und daß bis 1890 eingehend besprochen. Dieselbe Unvollständigkeit uit, Leipzig und Blauen; fie können alle die es vorgeht, auch wenn aus begreiflichen Rücksichten ein und Sprunghaftigkeit der Aufsicht, die dort für jene Jahre lakonische, aber vielsagende Bemerkung ihres Kollegen Dritter, ein zu diesem Zwecke eingesetzter Gewerkschaftsnachgewiesen wurde, tritt auch im Jahre 1891 zu Tage. in Zwickau unterschreiben: Ueber die Thätigkeit beamter, die Anzeige erstattet. Hier bleibt noch viel zu Das Verhältniß wurde sogar neuestens noch ungünstiger. der Ortsbehörden... ist Nichts zur Kenntniß der Inspektion thun übrig. In ganz Sachsen wurden von den 24 Beamten auf 13 706 gelangt." Ein vernichtenderes Urtheil kann über die Betriebe nur 6424, also kaum 47 pct., revidirt, während Bourgeoiseinrichtung der ortspolizeilichen Fabritinspektion, die Prozentzahl in den Vorjahren 51, 53 und 55 betragen die höchstens in einigen Städten in Betracht kommt, gar hatte. Also nicht einmal die Hälfte aller Betriebe wurde nicht gefällt werden. fontrollirt, und e3 fann Desbalb immer wieder Wenn nun die Herren Inspektoren wenigstens die gar nicht stark genug betont werden, daß die von Quantität durch die Qualität zu ersetzen strebten und aus den Beamten mitgetheilten Unregelmäßigkeiten nur den Auseinandersetzungen der Dresdener Arbeiter mit Herrn einen Bruchtheil alles dessen, was überhaupt vor Siebdrat sich die Lehre gezogen hätten, daß der Zweck der gekommen ist, bilden. Ein Beispiel für viele! Der Gewerbeaufsicht durch Nichts besser erreicht wird, als durch Beamte für Chemnitz revidirte 1891 52 pet. der ihm unter- fortwährende Fühlung mit den Arbeitern! Von Herrn stellten Betriebe, statt 45 pct. im Vorjahre. Da fand er Siebdrat soll hierbei ganz abgesehen werden; er ist ehrlich Feuilleton. Nad brud verboten.) [ 97 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Erwähnen wir schließlich, daß über Konferenzen der sächsischen Inspektoren, von denen man früher manchmal hörte und die sehr nüßlich waren, im Berichte für 1891 kein Wort mehr zu finden ist, so haben wir das Wichtigste über die äußere Thätigkeit der Aufsichtsbeamten im Jahre 1891 zusammengestellt. In einem letzten Artikel betrachten wir die mageren und doch so bezeichnenden Ergebnisse ihrer Thätigkeit. Summe. An der Eingangsthür zu seiner Wohnung ist eine im Voraus Vorrath zusammenzukochen, was sich auch wegen weiße Karte angeschlagen mit der Aufschrift: Seidenspinner, Privatmann, der großen Ersparniß an Holz und Kohlen jedenfalls als praktisch erweist. Herr Seidenspinner brennt fast niemals Licht; selbst in den kürzesten Tagen weiß er diese Ausgabe Schellt man an der Thür, so erscheint bei dem Geraffel meistens zu vermeiden, indem er bei einbrechender Dunteldes vielfach verbogenen Klingeldrahtes der Inhaber der Woh- heit eine benachbarte kleine Gastwirthschaft aufsucht, in der nung an einem nach dem Vorsaal führenden kleinen Fenster, er bei einer Stange einfachen Bieres, einem Nordhäuser deffen verwitterten Vorhang er aufhebt, um den Besucher vor- und einer Pfeife Tabal, welche die Anziehungskraft seiner her genau zu mustern. Eine Bedienung im Hause hält er Persönlichkeit um ein Bedeutendes vermindert, den Abend Ich bin ein total ruinirter Mann; und diese Gans, statt sich nicht; dies aber nicht aus Sparsamkeit, wie er selbst bis zum Schlafengehen verbringt. So hat es dieser Mensch eine brillante Bartie zu machen, die ihr wie eine gebratene erklärt, sondern weil die dienenden Perfonen gar zu sehr nach und nach dahin gebracht, daß er mit etwa zehn Groschen Laube in den Mund fliegen will, verliebt sich in einen Luftikus, die Gewohnheit des Stehlens befizen. Wenn man freilich des Tages, mit etwa hundert Thalern des Jahres alle in einen Thunichtgut. Der alte Seidenspinner spinnt seine bei Herrn Seidenspinner eintritt, ist man in Verlegenheit seine Bedürfuiffe befriedigt, und das ist anerkennenswerth Geide vielleicht noch drei oder vier Jahre, dann ist sie eine anzugeben, was denn da gestohlen werden könnte; denn die bei einem Manne, der sich jeden Abend beim Schlafengehen reiche Erbin, wie's feine zweite giebt, kann Wagen und einfachen Ledermöbel sind ohne Ueberzug, einige Gläser und sagen kann, daß er durch den Tag um 400 Thaler, also um Günde und Schande, und ich muß jezt zu dem alten löffel verlohnen wohl nicht die Mühe und das Risiko des selben Tage zu ihrem Lebensunterhalte brauchen. Harpar hin als armer Sünder, muß um Nachsicht bitten! Forttragens. Oder sollte sich Einer an der alten Rutuksuhr,| Die ganze zivilisirte Welt mag Zeter über diese MitD, Sünde und Schande, ich werde närr'sch." Und das Alles blos wegen der Ejelei einer solchen Gaus. an der halb zerbrochenen, längst entgoldeten Hochzeitstasse theilung schreien, die Sache ist nichts destoweniger wahr vergreifen? Schwerlich, schwerlich! Ein schmales Bett" und richtig. Mit einem kleinen Kapital hat Herr Seidenohne Aufhören bestehend aus Strohmatraze, Strohkissen und alter Watt- spinner angefangen, daß er in seiner Jugendzeit zu 40 bis fort, während er nach und nach Hausschuhe und Schlafrock decke, kann füglich die Habsucht auch nicht reizen, und 60 Prozent jährlich auslieh unter Beobachtung der nöthigen mit Stiefeln und Ausgeherod, die lange Pfeife mit dem alles Andere ist gut verschlossen, wohlverwahrt. Du siehst Borsichtsmaßregeln, welche die Rücksicht auf die Wucher„ Sonntags ausgeheftock" vertauschte, seine mageren Glieder nicht einmal ein Handtuch, und böse Zungen erzählen, der gesege geboten. Einige Male war er ihnen trotzdem vernoch in einen Bela hüllte, und dann brummend und Inhaber dieser Wohnung ließe sich von der Luft trocknen; fallen; aber bei 40 bis 60 Prozent kann man schon einmal schmollend das Haus verließ. ja, es wird sogar berichtet und geglaubt, daß er sich hierzu Strafe zahlen; das Kapital verdoppelt sich bei solchem einer Raze bediene, die er nach gehabtem Gebrauch an die Binsfuße schnell. Nach 20 Jahren rüftigen und vorsichtigen Verleihens hatte Herr Seidenspinner sein Kapital von 3000 fich so einfach einzurichten und so sparsam zu leben, wie Wenige Menschen in guten Verhältnissen verstehen es, Luft setze und ihr Brot anderswo suchen lasse. Herr Seidenspinner hat übrigens nicht viel zu thun, auf 90 000 Thaler gebracht. Damals pflegte er noch standeswoher es sich erklärt, daß er sein Wasser selbst gemäß zu leben. Er that es mehr feiner Gattin, als fich ersten Etage eines kleinen Hauses der Vorstadt eine Woh- herauf trägt, Holz und Kohlen eigenhändig verkleinert und selbst zu Gefallen, da er für weltliche Genüſſe, welche Geld yung, bestehend aus Stube, Rammer und Küche nebst einem zubringt, daß er sich ein einfaches Mahl allein bereitet, tofteten, wenig Sinn hatte. Als aber seine Lebensgefährtin Alkoven, zu bezahlen und zwar mit einer sehr bescheidenen wobei er sich die Bequemlichkeit gönnt, gleich für eine Woche nach zwanzigjähriger Ehe aus diesem Leben schied, wenig # Sprengstoff- Gesetz. Die kürzlich auch von uns gePolitische Leberlicht. brachte Mittheilung, wonach ein neues Geſetz über den Berlin, den 25. April. = und die Nachricht der„ Magdeburger Zeitung", der Landesfürſt sei in einer Voltsversammlung aufgefordert worden, auf feine Zivilliste( die übrigens nur 200 000 und nicht 400 000 Frants beträgt) zu verzichten, wenn er nicht hier residiren wolle, ist eine einfache Erfindung. Es fann ja nicht geleugnet werden, daß es hier wie überall ein Häuflein Unzufriedener aller Meinungen giebt, die sich Nationaldemokraten nennen und mit den jebigen Buständen nicht zufrieden sind, an Allem herumnörgeln und sich mitunter in ihrem Organ an den Souverän heranwagen, jedoch nur immer in der Absicht, das Ansehen der Regierung zu untergraben, deren Vertreter fie nicht ausstehen tonnen. Aber wie gefagt, es ist dies nur ein Häuflein." Verkehr mit Sprengstoffen ausgearbeitet werden sollte, ist den Berliner Politischen Nachrichten" zufolge unzutreffend. Neue Geldsteuern neue Blutsteuern. Soldaten Dem Vernehmen nach handelt es sich nur um eine Umgestal foften Geld, und Vergrößerung des Heers heißt Vermehrung tung der Vorschriften über den Verkehr mit der Steuern. So ist es denn nur natürlich, daß jezt, nach- Sprengstoffen, wie sie sich nach dem jetzigen Stande dem die Heeresvergrößerung endgiltig beschlossen und dem der Technik als nothwendig herausgestellt hat. deutschen Volk auch schon angekündigt ist, die Finanzleute der Regierung ihr Hauptaugenmerk darauf richten, Adel verpflichtet. Im Abgeordnetenhause ist eine neue Steuern, oder Mittel zur besseren Ausnüßung der alten Petition von den Vertretern des minderjährigen Herzogs. zu entdecken. Was auch immer ausgetiftelt, wie auch immer von Arenberg eingegangen, welche beantragen, in dem es genannt werde das Volk muß" bluten", und auf die Gesetze eine Bestimmung zu treffen, durch welche dem Arbeit werden schließlich alle Lasten gewälzt. Und mit herzoglich Arenberg'schen Hause der Anspruch auf die Enteiner Kleinigkeit wird es diesmal nicht abgehen Die Gin fchädigung für den Verzicht auf Steuerbefreiung So zu lesen in der demokratischen Frankfurter führung der zweijährigen Dienstzeit, die allerdings geplant vorbehalten wird. In der dem Abgeordnetenhause zu Beitung". Stil und Gesinnung bekunden, daß sie es ver fcheint, wird nicht, wie die Optimisten glaubten, die von gegangenen Vorlage wird das herzoglich Arenberg'sche dient, das Hofblatt nicht blos des Nassauers zu werden. diefer Maßregel das Wunder einer Befreiung von der Bürde Haus nicht zu den ehemals reichsunmittelbaren gerechnet, Wenn dieser aber nicht sofort den edlen Vertheidigern seines des Militarismus erhofften, für das Volk eine Entlastung be- welche Anspruch auf Entschädigung haben. Hauses den höchsten Orden versetzt, dessen er fähig ist, und deuten, sondern nur die Grundlage für eine kolossale MehrSie Frankfurter Beitung" zu seinem auswärtigen Moniteur belastung bilden. Auf die Verwirklichung der Scharn- schreibt: Mit lebhaftem Bebauern entnehmen wir aus Mit- er, daß das„ Säuflein" Unzufriedener wächst wie Sand an Die Schloßlotterie. Die„ Berliner Börsen- Beitung" macht, wie der Zar den Brüsseler„ Nord", dann verdient horst'schen Idee", wie der vorige Kriegsminister seinerzeit theilungen, die uns von parlamentarischer Seite zugehen, wieere und ihn herabnörgelt" von dem Throne, wo er fizet, ankündigte, werben die leitenden Herren Militärs allerdings baß in der That die Frage der Schloßlotterie so weit hat geliebt von seinen getreuen Unterthanen und" nur" verzichtet haben, weil sie der Uebergang zum Milizsystem gedeihen können, daß es nunmehr auf die Entscheidung der 200 000 Franken verzehrt per annum... gewesen wäre, allein alles, was der raffinirteste militärische verantwortlichen Stellen in Preußen ankommt, ob die Lotterie Scharfsinn und Berufsgeist in den Rahmen des stehenden stattfindet oder nicht. Es wird uns versichert, daß die geDer bayerische Deutschfreifinn. Nur ein einziges Heers hineinpreffen kann, wird hineingepreßt werden- und fammten Vorbereitungen von freien Komitees und anderen, Reichstagsmandat, Fürth- Erlangen, haben die DeutschDiesmal wird der Nimmersatt Militarismus sich auch wohl bem Landtag nicht verantwortlichen Stellen getroffen sind. freisinnigen in Bayern, und dieses wurde 1890 blog int kaum mit Abschlagungszahlungen begnügen. Er hat troz Dem Einfluß der zuständigen Miniſterien hatten sich jene Mühe und Noth in der Nachwahl gegen die Sozial seiner Gefräßigkeit doch auch ziemlichen Weltverstand, und Vorbereitungen bisher entzogen." Der hösischen Redensarten demokratie behauptet; 1895 wird voraussichtlich Herr von wird sich sagen müssen, daß die Beiten ihm immer entkleidet, besagt die Meldung einfach: Es wird hazardirt Stauffenberg dies Mandat zu seinen angenehmen Gr ungünstiger werden, und daß die Aussichten für das Ge- werden mit staatlichem Privilegio. Arme Minister, welche innerungen" zählen können. Im Landtag haben die Forts lingen einer„ gründlichen Reformmaßregel" fich mit jedem der unbekannte Herr Kunze, der Lotterievater, burch seine schrittler sich nur durch das miserable Wahlsystem und Tage verschlechtern. Es liegt in seinem Interesse, das Hen Quertreibereien zur Erhebung der Blödsinnssteuer zwingt!- durch ein inniges Kartell mit den Nationalliberalen einige so bald als möglich zu mähen und einzubringen. Sige gerettet. Aber die Gefahr, daß diesmal Sozial Es wird zweifellos in den nächsten Monaten Alles auf- Ein gegnerisches Urtheil. Ueber das politische demokraten trotz alledem in das Haus in der Brauerstraße geboten werden, um das Volk über die Schwere der Opfer Leben Berlins schreibt ein Berliner Berichterstatter einziehen werden, ist für Nürnberg und München imminent, zu beruhigen, die ihm zugemuthet werden. Wie die Dinge der ultramontanen Kölnischen Bolts- Zeitung"( Nr. 224 und so versteht es sich, daß die Blutbrüderschaft zwischen liegen, kann es jedoch als sicher gelten, daß es sich um den vom 23. April):" Wirkliche Maffenversammlungen be- den Richter'schen und den Gentlemen heuer besonders feier größten Aderlaß handelt, der seit Gründung des Reichs kommen hier nur noch die Sozialdemokraten fertig. Das lich beschworen wird. Auf der am 24. April in Nürnberg gegen das deutsche Volk erdacht worden ist. Es gilt die Kleinbürgerthum ist großentheils der politischen Bersumpfung abgehaltenen Landesversammlung der deutschfreisinnigen ungeheuere Mehrbelastung ertragen, ohne zusammenbrechen? die politische Wetterfahne in den obern Regionen breht. angenommen, daß bei entschiedenster Betonung des deutschItalien steht als warnendes Beispiel da. Unsere Hilfs- Die obern Kreise endlich amüsiren sich. Uns hält's aus! freisinnigen Programms, unter Voraussetzung geeigneten fräfte sind größer, allein sie sind fast erschöpft-und tritt lautet da der Wahlspruch." Entgegenkommens ein möglichst einmüthiges Busammen nicht Entlastung ein, statt der geplanten Mehrbelastung, so gehen aller liberalen Richtungen bei den nächstjährigen werden wir bald da sein, wo Italien jetzt ist. Die loyale Frankfurter Zeitung". Nr. 1: In Landtags- Wahlen zum Wohle des Landes als geboten erg einem Artikel:" Zum badischen " Zum badischen Regierungsjubiläum achtet, und der Ausschuß mit der rechtzeitigen Borbereitung Reichseinnahmen an Zöllen und gemeinschaft( Nr. 115, zweites Morgenblatt, vom 24. April)- Groß zur Wahrung der Interessen der freisinnigen Partei und lichen Verbrauchssteuern für 1891/92. Nachdem wir herzog Friedrich von Baden hat am 29. April 1852 die ber gemeinsamen liberalen Sache sowie mit den sonstigen die summarischen Zahlen gebracht, seien nun die Hauptpoften Regierung angetreten schreibt das demokratische Blatt: nöthigen Maßnahmen betraut wird." Die Biedermänner, aufgeführt. Es ergaben Bölle 404 413 898 m.( gegen Wie ein rother Faden zieht sich durch die letzten vierzig die das unfeinste Blatt der deutschen Presse, den„ Fräns das Vorjahr+15 935 381 M.), Tabatsteuer Jahre badischer Geschichte das streng konstitutionelle Ver- tischen Kurier", als ihr Evangelium verehren, begraben 11 288 755 m.(-565 372 M.), Budermaterial- halten des Großherzogs Friedrich." Ist das Gedächtniß der edelsinnig das Tomahawk, das sie da, wo es unschädlich ist, steuer 6511532 M.(-10 044 441 M.), Verbrauchs Frankfurter Zeitung" so schwach geworden, daß sie von gegen die theuren Bundesgenossen schwingen. Sie vergessen abgabe von Bucker 55 542 633 m.(+1001 698 m.), bem offenbar stramm- konftitutionellen Eingreifen des Groß- in ihrer Generosität, daß das amtliche Organ der National Salzsteuer 43 231 297 M.(+ 416 789 M.), Maisch herzogs in die Wahlagitation nichts mehr weiß? Eine liberalen Bayerns, die„ Augsburger Abendzeitung" ihren bottich- und Brannt we in Materialsteuer 21 087 056 m. Thätigkeit allerdings, die auch andere deutsche Regenten in Borbeter, den Chef des„ Kurier" mit dem lieblichen Auf(+2 357 654 M.), Verbrauchsabgabe von Branntwein und den letzten Jahren der Bismarck'schen Aera für angemessen namen des, leberfranken Mopses" für alle Zeit geschmückt Zuschlag zu derselben 115 956 535 M.( 7 772 454 M.), erachtet haben. Der rothe Faden" ist doch wohl gerissen.. Braufteuer 25 376 016 M.(-19 027 m.), Uebergangs- Nr. 2: In Luxemburg ist kürzlich auf öffentlicher abgabe von Bier 3 382 134 M.(+49 883 m.); Summe Straße:„ Es lebe die Republik"," Es lebe die Anarchie!" 686 789 856 M.(+ 1 360 111 M.). fumpf, wo er am tiefsten ist. Sintemal von allen Gruppen Spielfarten gerufen worden! Die" Magdeburgische Zeitung" berichtete stempel 1 323 188 M.(+48 176 M.) Wechsel- darüber und knüpfte daran die Bemerkung, die Nassauer bismarck- tollste, widerlichste ist. " Das Geschäft bringt's ſtempelsteuer 8 175 592 M.(+ 356 947 m.), Stempel- welche jetzt auf dem Luxemburgischen Thrönchen ſizen, feien halt so mit sich." Die Suppe dürfte ihnen aber doch durch fteuer für a) Werthpapiere 4 585 015 m.(-753 924 m.), in ihrem" Lande nicht populär". Vorspringt der Lurem- bie Arbeiter versalzen werden. b) Rauf und sonstige Anschaffungsgeschäfte 11 019 906 m. burger E- Korrespondent der Frankfurter Zeitung", um (-2442 385 M.). c) Loose zu Privatlotterien diesen fürchterlichen Vorwurf, der offenbar die bürgerliche Volkseinkommen in Sachsen. Wir haben die 1 452 914 M.(+ 897 443 M.), Staatslotterien 6 937 434 Demokratie ins Herz trifft, mit Löwenmuth zurückzuweisen. legte sächsische Einkommensteuer- Statistik eingehend bes Mark(-86 014 M.). Die zur Reichskasse gelangte 3 it- Nachbem er erzählt, daß„ ber ungerathene Sohn einer sprochen und die finnenfällige Tendenz der Einkommens Einnahme abzüglich der Ausfuhrvergütungen und Ber- Wittwe" mit seinen Bechgenossen die Urheber jener hoch- bewegung aufgezeigt, die immer schroffere Scheidung zwischen waltungskosten beträgt bei den nachbezeichneten Einnahmen verrätherischen Rufe gewesen seien, spornt er seinen Renner Befißenden und Besiglosen. In den„ Grenzboten"( Nr. 11 bis Ende März 1892: Bölle 376 680 139 m.(+ 9049 001 fühn wie Wilfried von Ivanhoe und streckt den Magde- vom 21. April 1892 G. 184-85) liest man:„ Durch die Mark), Tabatsteuer 11 540 709 M.(+ 393 809 M.), Buder- burger Frevler stracks in den Sand( Nr. 114, 2. Morgen Zeitungen läuft die Angabe, daß laut einer amtlichen materialsteuer 9918 852 M.(+ 3 443 466 M.), Verbrauchs- blatt, vom 23. April): abgabe von Bucker 55 235 341 M.(+3 049 371 M.), Statistik das Volkseinkommen im Königreich Sachsen in Salzsteuer 42 614 526 M.(+ 714 365 M.), Maischbottich und Branntwein Materialsteuer 18 271 522 Mart (+2219 780 M.), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 99 999 353 M.(-3 715 301 M.), Brausteuer und Ülebergangsabgabe von Bier 24 437 479 m. (+27 948 M.); Summe 688 697 921.(+ 15 182 439 Mark.), Spieltartenstempel 1245 332 m.(+41 416 Mark).D B " hat, und während sie auf das„ entschiedenste" das famose Pro Den Grad der Volksthümlichkeit, den unser neues Herrscher der Zeit von 1879 bis 1890 von 959 auf 1495 M. ge haus in allen Volksklassen befigt, tonnte man am besten stiegen sei. So wie die Angabe liegt, ist sie ganz werthlos. bei den vorjährigen Juli- Feierlichkeiten bemessen. Daß Um zu erfahren, ob das sächsische Volkseinkommen in der es der großherzoglichen Familie für den Augenblick unmöglich angegebenen Zeit geftiegen, gefallen oder auf derselben Stufe ift, ihre Residenz hier aufzuschlagen, weiß hier Jedermann: geblieben ist, müßte man erſtens ermitteln, wie viel 1879 Das Balais in der Stadt ist im Umbau begriffen, und einem Haushalt erforderliche gemischte Gütermaſſe, die itens daß ein Aufenthalt dort, zumal im Winter, die reine Un- für 1000 M. zu haben war, heute kostet, und zweitens Niemand dem Großherzog, daß er hier nicht wohnen kann, ist; erst die Umrechnung des jezigen Geldeinkommens wer das Landschloß Wilferdingen kennt, hat die Ueberzeugung, erbaut von der Erde Luft und Freuden, hielt sich Seiden- aber für das Kapital bürgen mußten. Er hatte solcher ehren- raubo bezahlt wurden. Die kleinen Wucherer hatten beam spinner mit 45 Jahren noch für zu jung, eine zweite Heirath werther Männer eine ganze Anzahl( Herr Musselich gehörte ben vollen Berluſt; für bie bargeliehenen Zinsen belan gleich wieder zu versuchen. Go schnell nach den Begräbniß auch zu ihnen), und er hielt ſtreng, barauj, daß Niemand von dieſer raffinirte Spetulant kapital und Binſen augug schien ihm doch wahrlich zu verschwenderisch; und dann, damit Reiner von dem Anderen wisse und Niemand seine resultat, daß das kleine Rapital vom großen aufgefressen foften wieder zu Ausgaben für eine Trauung zu schreiten, ihnen zu einer anderen Zeit als der bestimmten zu ihm kam, herein; und es ergab sich auch hier das allgemeine Schlußwer garantirte ihm dafür, daß seine Zukünftige nicht schwache Stunden bei ihm erlauern und sein Herz überrumpeln würde, genug wäre? verdorrtes Herz. im halbgestorbenen Stamme regen sich noch einmal Säfte, durch die Ninde dringen. Geschäfte übersehen könne. hatten, noch immer eine wird. ansehnliche Praxis mit der Gelde verloren. Geschäftsleute und Beamte, Lehrer und Offiziere, so daß er ungewöhnliche Ausgaben zu machen gewissenlos Advokaten; Menschen, welche auf der Universität ihr Ge- fünftige Erben und verwegene Spekulanten werden auf quält, und erst die Bekanntschaft mit der reizenden Tochter und Mühe die nicht besonders anstrengenden juristischen jetzt weniger als sonst zu befürchten, denn seine ZwischenDiese Besorgnisse hatten ihn zehn Jahre ge- hirn mit Bierstoffen verdorben hatten, so daß sie mit Noth diese Weise systematisch ausgebeutet. Seidenspinner hatte seines Geschäftsfreundes und Agenten Musselich hatte ihn Examen bestehen und sich bis in die Advokatur hineinhelfen agenten bürgten für die ausgeliehenen Summen noch extra nach dieser Zeit wieder ernstliche Gedanken fassen lassen, denn konnten, in der ihnen kaum noch hinreichender technischer und konnten besser im Detail die einzelnen Darlehen vers das Mädchen machte einen ziemlichen Eindruck auf sein halb- Verstand geblieben, um die Gefeßesparagraphen mit ihren folgen. Bei besonderen Verlegenheiten unterstützte er fie in Auf sein halbverdorrtes Herz; seltsam! aber auch Sie mochten, wenn sie Glück oder Bekanntschaften genug machen konnen, denn er hätte sie sonst zugleich mit seinem Kommentaren zu übersehen und gewandt genug anzuwenden. splendider Weise, damit sie ihren Schaden wieder gut Nur wer zu tief in Verlegenheiten gerathen wenn warm und hell die Sonnenstrahlen des Frühlings Zeit erlangen, im Uebrigen aber in Wechselprozessen ihre war, konnte auf seine Hilfe nicht mehr rechnen, den ließ er die Grundsäge Muffelich's; er mußte seiner Tochter eine Scharfsinn und Arbeit ihren Lebensunterhalt leicht ge- eine entfernte Ursache, daß sich jährlich etwa ein Duhend Und dann kannte Seitenspinner melkende Kuh erblicken, von der sie ohne viel Aufwand von ruhig untergehen. Seidenspinner allein war die nächste oder Entschluß immer fester und reifer geworden, bis er über um einem Advokaten das Leben leicht zu fristen und den unglücklichen Opfern, Niemand zur Last. Man schrieb es Und da war denn der wannen. Und die Kosten in Wechselsachen sind hoch genug, Menschen das Leben nahmen, aber ihm gab es, außer den in freundes gelangte. Ein Zweifel an dem Zustandekommen Advokaten hatte Geibenspinner eine ganze Bayi, er allein Der Tod will eine Ursache haben; warum soll sie nicht in der Heirath wäre Verbrechen gewesen; Seidenspinner erhielt gab einem Assessor beim Handelsgericht hinreichend zu thun dem Mangel an Religiosität bestehen? die besten Zusicherungen, die er übrigens als felbstver- für den ganzen Tag. Und wer nun das fleine vertrocknete Männchen gesehen ständlich erwartet hatte, zumal da Musselich infolge unglücklicher Geschäfte seine Nachsicht im höchsten Grade zu bean- seinen Geldbeutel sehr gesunde Bolitik eingeschlagen; er be- ein Vorbild aller Derer, welche in der Vergnügungssucht Dieser General Geldverleiher hatte übrigens eine für hätte im schlichten Rocke, ein Muster der Enthaltsamkeit, spruchen in die Lage gekommen war. Der emsige Geldsammler hatte im Laufe der Zeit ein die Zinsen bezahlten, welche zusammen den Betrag des Kapitals fei eine unbedingte Nothwendigkeit, daß solche Menschen merkte bald, daß viele von den Schuldnern zwar einige Male das Leiden unserer Zeit suchen: er hätte nicht geglaubt, es solide Erziehung gegeben haben. neues System seines Wuchers angenommen. Bei den großen Geldsummen, die er jetzt ausleihen mußte( in den zehn heilig ist das überstiegen, schließlich aber doch das Kapital schuldig bleiben leben und reich werden auf Erden; aber: mußten, so daß der Reingewinn immer nur ein mäßiger Eigenthum! Und nur ein Proudhon konnte wahnsinnig Million gekommen, denn alle drei Jahre verdoppelte er sein solche Schuldner noch mit den Zinsen für eine anderweite nachweisen zu wollen, daß Reichthum durch Diebstahl oder Jahren war er von 90 000 Thalern bis zu einer reichlichen war. Um solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden, versah er genug sein, mit merkwürdig viel Aufwand von Scharfsinn Kapital trotz aller Ausfälle und Kosten) scheute er das Anleihe; denn er wußte, daß seine Geschäftskollegen, die wenigstens etwas dem ähnliches entstehe. Gerede der Leute und hatte infolge dessen Agenten an- fleinen Wucherer, am ehesten zu einer Verleihung sich ent( Fortsetzung folgt.) genommen, die von ihm das Geld zu 20-30 Prozent er schlossen, wenn sie in den Händen der Geldsuchenden noch konnten so hoch sie wollten, ihm baares Geld sahen, mit dem die ersten Zinsen pränumehielten und es ausleihen in den Geldwerth von 1879 und der Abzug von so viel Spitzelhirn die zwei notorischen Thatsachen wieder, daß die vorgestern in Rustschuk in der Wohnung eines Armeniers Prozent, als die Bevölkerung gewachsen ist, würde die Zahl Anarchisten vor der Polizei keine Geheimnisse haben, und vierzehn mit Explosivstoffen und Eisenstücken gefüllte Bomben. ergeben, die das Verhältniß des gegenwärtigen zum da- daß anarchistische" Lockspizel durch Zusendung ihrer be- Es sind infolge dessen etwa fünfzehn Personen verhaftet maligen Volkseinkommen richtig ausdrückt. Unbedingten kannten Makulatur der Polizei Gelegenheit zu Haussuchungen worden. Außer in Rustschuk und anderen Donaustädten Werth dagegen hat die weitere Angabe, daß die Einkommen- und Verhaftungen geben. wurden auch in Varna Haussuchungen vorgenommen. Der steigerung nur den höheren Vermögensklassen zu Gute Armenier, bei welchem die Bomben gefunden wurden, ist kommt, und zwar in desto stärkerem Maße, je höher die Die Marseillaise. Am 24. April wurde in Choisy verhaftet; derselbe hat, wie ermittelt ist, mit zwei bulgarischen Klasse liegt, während sich der Einkommenantheil der Klassen le Roy, wo Rouget de Lisle( sprich: ruscheh dlih), der Emigranten Beziehungen unterhalten. Die Untersuchung soll, von 1400 bis 6300 m. stetig vermindert. Es war voraus- Dichter der Marseillaise im Jahre 1836 starb, der hundert soweit bis jetzt verlautet, ergeben haben, daß ein Theil der zusehen, daß der Prozeß, auf dessen Ende die Sozialdemo- jährige Gedenktag der Marseillaise gefeiert, die der Sage Bomben in Konstantinopel zu einem Attentat gegen den fraten warten, seinen ruhigen Fortgang genommen haben nach in der Nacht vom 24. auf den 25. April 1792 ge- Sultan, der andere Theil aber zu dem gleichen Zwecke gegen würde! Wenn endlich angegeben wird, daß sich die Ein- dichtet sein soll. Die Festrede hielt der Minister Goblet, den Prinzen Ferdinand verwendet werden sollte." Der kommensverhältnisse der untersten Klassen ein wenig ge- der es als höchsten Triumph" der Marseillaise bezeichnete Rubel auf Reisen, die Höllenmaschine im Dienste des Gottesbeffert hätten", so ist doch zu beachten, daß das Steigen daß der mächtigste Monarch der Erde sie stehend angehört gnadenthums, das ist auch ein Stimmungsbild an der der Lebensmittel- und Wohnungspreise eine kleine Steigerung habe". Der Kaiser von Rußland ist gemeint. Ob es Herrn Wende des neunzehnten Jahrhunderts. Das„ Attentat" des Geldeinkommens nothwendig machten, denn wenn auch Goblet ernst war, diesen unglücklichen Menschen, der in gegen den Sultan ist wohl ein Schreckmittel, um den Großnamentlich die Weber das Hungern schon längst als Kunst seinem eigenen Palast Gefangener ist, und dessen ganzes Re- türken ins russische Garn zu locken. betreiben, so hat doch diese Kunst ihre Grenzen." gierungssystem jezt vor unseren Augen elend zusammenbröckelt, Nochmals der Matrosenkrawall. Das Bureau Dalziel", das von dem angeblichen Erzeß der Matrosen des deutschen Schulschiffs" Moltke" zuerst berichtete, erklärt jetzt, die betreffende Drahtnachricht sei versehentlich aus NewOrleans statt aus Kingston auf Jamaika batirt worden, die gemeldeten Thatsachen seien dagegen vollständig richtig. Ob der würdige Dalziel nicht flunkert!? -ARVOS " den mächtigsten Monarchen der Erde" zu nennen, das Der Zarismus in Nöthen. Der Winterpalast in wollen wir dahin gestellt sein laffen. Die Aeußerung ist Petersburg, in welchem vor 13 Jahren das Bomben- Attentat so geschmacklos wie möglich. War es vielleicht auch ein stattfand, ist kürzlich der Schauplatz eines„ Unfalls" ges Triumph für die Marseillaise, daß der grausamste Despot wesen, den die russischen Offiziösen so harmlos wie möglich der Erde fie stehend anhörte", so ist es jedenfalls eine un- darstellen. Was beweist, daß die Affäre nicht ohne Bedeutung auslöschliche Schmach für sich die republikanisch nennende Re- sein kann. Die Politische Korrespondenz" berichtet darüber: gierung Frankreichs, daß sie sich mit einem rein zeremoniellen„ Ein bedauerlicher Unfall hat am Sonnabend die Osterfeier Höflichkeitsakt dieses Despoten brüstet und vor dem Mörder im Winterpalaste gestört, wo sich bei diesem Anlasse alle Bolens" lataienhafte Berbeugungen macht. Nicht einmal hoffähigen Persönlichkeiten versammelt hatten, um mit der Das schweizer Auslieferungsgefeh. Wir er das einfachste Ehrgefühl haben diese Bourgeoisrepublikaner faiserlichen Familie der Mitternachtsmesse beizuwohnen, und halten die wenig erfreuliche Nachricht, daß die Referendums- sich bewahrt, in deren Pflichten- koder noch vor anderthalb zwar die höchsten Würdenträger in der Kirche des Palastes, frist abgelaufen ist, ohne daß es den Arbeitern gelang, die Jahrzehnten die Wiederherstellung Polens oben an stand.- die Uebrigen in den anstoßenden Sälen. Infolge einer zuzur Herbeiführung einer allgemeinen Volksabstimmung erfälligen Beschädigung versagte die elektrische Beleuchtung forderlichen 30 000 Stimmen zusammenzubringen. Von der Italienisches. Die famose Ministerkrise" ist zwar gerade in dem Augenblicke, wo ein Theil des Publikums bürgerlichen Bresse wird dies auf Rechnung der Pariser noch nicht beendigt, aber man hat sie vor der Hand weg- sich bereits im Palaste befand, und die Empfangssäle wurden Dynamitattentate gesetzt( S. weiter unten) und diese haben eslamotirt. Da kein Mann zu entdecken war, tollkühn in Finsterniß gehüllt, welche die Dienerschaft nur durch eiligst ja auch zweifellos ungünstig gewirkt. Jedenfalls würde aber genug, das Finanzministerium zu übernehmen, worauf herbeigeholte Petroleumlampen und Fadeln einigermaßen das Resultat trotzdem ein anderes gewesen sein, wenn die radi- allein es bei der Strifis" antam, so verfiel man auf das zerstreuen konnte, während man gleichzeitig die Außenthore falen bürgerlichen Elemente, die sich der Arbeiterbewegung Auskunftsmittel, sämmtliche alte Minister wieder an ihre des Palastes schloß, um ein Gedränge der Neuankommenden gegenüber bisher freundlich verhielten, die Arbeiter nicht im alten Posten zu stellen mit Ausnahme des Finanz- zu verhüten. Die Anwesenden, welche aufänglich sehr erStich gelassen hätten. Je mehr in der Schweiz die Ar- minifters, der um keinen Preis mehr in den saueren Apfel schrocken waren, da sie die Ursache des Unfalls nicht beiterbewegung sich von den bürgerlichen Gruppen loslöst, beißen wollte, und zur formellen Ausfüllung des Plazes kannten, beruhigten sich bald wieder, und während die je rascher der Kapitalismus sich entwickelt, desto mehr wird einen„ provisorischen" Finanzminister zu ernennen, der bis zum Einen in die Kirche eilten, in der die Beremonie ungestört die demokratische Gesinnung der bürgerlichen Klasse von Wiederzusammentritt der Rammer zu funktioniren hat. Herr fortdauerte, und welche durch Kerzen glänzend erleuchtet Luzzati des reaktionären Gedankens Blässe angekränkelt. - so heißt der Provisorische" möchte gern war, machten die Anderen von der Erlaubniß, sich zu ents sparen", allein da, wo allein etwas zu sparen wäre: beim fernen, Gebrauch und zogen sich durch die sehr schlecht erZur Charakteristik der internationalen Attentats Militär- Departement, stößt er auf unübersteiglichen Wider hellten Säle zurück. Aber dieser theilweise Rückzug vollzog Komödie. In tapitalistischen Blättern finden wir heute ſtand. Die Finanzen jo zerrüttet, daß nur ein provi- fich in größter Ordnung und Ruhe. Die Schadhaftigkeit folgende Notizen, durch welche die internationale Dynamit forischer" Finanzminister zu finden ist- packender konnte ber elektrischen Leitung verursachte überdies noch einen verschwörung hübsch beleuchtet wird: die troftlose Lage Italiens nicht zum Ausdruck gelangen.-leichten Brand. Ein Dachbalken entzündete sich, doch ge gefes findet laut Bund" keine Voltsabstimmung statt, da Belgien. Die Arbeiter treffen ihre Vorbereitungen lang es in wenigen Augenblicken, den Brand zu dämpfen, es der sozialdemokratischen Partei nicht gelungen ist, die für den Fall, daß die neuzuwählende Kammer das allgemeine und der kleine Zwischenfall, dessen man heute in den nöthigen 30 000 Referendums- Unterschriften zusammenzubringen. Wahlrecht verwerfen sollte. Sämmtliche Gewerkschaften Petersburger Salons nur noch lächelnd und ohne biswillige Das neue Gesez tritt also in Kraft. Demfelben zufolge wird wollen dann in die Bewegung eintreten und überall, wo Kommentare Erwähnung thut, hatte weiter feine Folgen. die Auslieferung bewilligt, obgleich der Thäter einen politischen es fich thun läßt, Streiks organisiren, um Regierung und Belsazzar und sein Hofgesinde" lächeln" über die FlammenBeweggrund vorschüßt, wenn die Handlung vorwiegend den Charakter eines gemeinen Verbrechens hat. Das Bundesgericht Bourgeoisie lahmzulegen. Ein dahin gehendes Rundschreiben schrift: Mene tekel upharfin", gewogen und zu leicht befunden. Und der Schreck liegt dem bankbrüchigen Zarismus in entscheidet in den einzelnen Fällen. Die Pariser der 30 000 Mitglieder zählenden Nationalen Vereinigung Dynamitattentate hatten bie Referendums- der Metallarbeiter" liegt uns vor. Wir wollen wünschen, allen Gliedern... aber ers wirthschaftet weiter wie bisher, Bewegung mertlich gelähmt. daß es nicht zum Versuch der Ausführung komme. In einer verblendet und im Taumel der Bäsarenkrankheit. 2. Paris, 22. April. Die heute früh vorgenommenen Beit industrieller Krise, wie der gegenwärtigen, find Arbeits- Nach berühmtem Muster. Der Reichs Anzeiger" Massenverhaftungen von Anarchisten er einstellungen sehr zweifelhafte Bressionsmittel. Sehen wir vom 25. April( Nr. 98) schreibt:" Der frühere persische Ges innern Paris in recht unangenehmer Weise daran, daß es doch in England, daß die Bourgeoisie selbst jetzt in ihrem sandte in London, Mirza Malcom, hatte von seiner Regieimmer noch Anarchisten giebt, was man nach Klasseninteresse Arbeitseinstellungen ins Wert setzt. Daß rung vor einiger Zeit den Auftrag erhalten, eine Lotteries gerabe schon zu vergeffen im Begriff war. aber die belgischen Arbeiter so regen Antheil an der poli- Anleihe zu Stande zu bringen, statt dessen aber wiederholt Welche Beweggründe die Regierung bei dieser Maßregel ge leitet haben, ist bisher in amtlicher Weise noch nicht bekannt tischen Bewegung nehmen, das ist jedenfalls ein sehr gutes den Versuch gemacht, die ihm hierzu ertheilte Bollmacht in Beichen. Muß auch der sogenannte Generalftreit" als seinem eigenen Nußen wie eine Konzession durch Verkauf gegeben worden. Wie naiv! Als ob nicht der Schreiber den Grund Ütopie betrachtet werden, so ist es doch eine feststehende That zu verwerthen. Er ist deshalb aus dem persischen Dienste felber angegeben hätte.„ Paris muß daran erinnert wer- sache, daß die belgischen Arbeiter es in ihrer Hand haben, entlassen und, da er trotzdem die Rückgabe seiner Vollmacht ben, daß es immer noch" Anarchisten giebt, was man nach- burch geschlossenes, planvolles Handeln dem allgemeinen verweigerte, des Landes verwiesen worden. Unter diesen gerade schon zu vergessen im Begriff war." Das ist für Wahlrecht zum Siege zu verhelfen. Umständen ist es selbstverständlich, daß die noch in den Händen des Mirza Malcom befindliche Urkunde rechtlich 1. Bern, 23. April. Ueber das AuslieferungsN 0 20 wahr deutlich. Alle Pariser Zeitungen, die bei der Polizei- Aus Dänemark. Man schreibt uns aus Kopen völlig bedeutungslos ist. Die persische Regierung kommt tomödie nicht mitwirken, sind empört über diese geräusch- hagen, 22. April: Ergeb- mit vollen Massenverhaftungen, die absolut keinen anderen Erft jest liegt eine genaue Uebersicht über die Ergeb- für etwaigen, durch Anknüpfung von Geschäftsbeziehungen Zweck und Sinn haben, als das Publikum zu erschrecken nisse der allgemeinen Reichstagswahlen vor. Die vereinigte mit dem genannten früheren Gesandten etwa erwachsenden und ein Rettungsbedürfniß in den Bürgern zu erzeugen, Reaktion machte diesmal ungeheure Anstrengungen, um uns Schaden nicht auf; vor einer Erwerbung der ungiltigen die gar nicht gerettet sein wollen. Schlaft ruhig, ihr zu zerschmettern", aber vergebens. Ganz gewiß haben wir Bollmacht kann daher nur gewarnt werden." Die Ausguten Bürger, ruft Pelletan in der Clemenceau'schen Justice" den Verlust eines der Wahlkreise, die wir inne hatten, zu nüßung einer staatlichen Stellung zu Privatzwecken ist keine schlaft ruhig. Man rettet uns. Man rettet uns beklagen, aber wir haben auf anderen Punkten reichlichen orientalische Eigenthümlichkeit. aus, mit einer außerordentlichen Energie. Schlaft ruhig! Die Erfaß zu verzeichnen. Unsere zwei großen Kreise in der Polizei schützt uns; und Alles wäre vortrefflich, wenn Hauptstadt haben wir mit Glanz gehalten, und in verwir vor der Polizei geschüßt wären." Pelletan schiebenen anderen sehr wichtigen Kreisen sind wir dem gelaM vergleicht dann die jetzigen Versuche zur Heraufbeschwörung Siege sehr nahe gekommen. des Rothen Gespenstes mit denen Bonaparte's, als er den I'm großen Kreiſe Fredriksberg in der unmittel- Parteinachrichten. Staatsstreich des Dezember vorbereitete; und er fragt schließbaren Nähe von Kopenhagen, erhielt der sozialdemokratische lich, warum die Polizei erst jetzt gegen die" Anarchisten" Kandidat, der gegen den Kriegsminister Bahnson kämpfte, rechts in Hamburg, wie solche bisher durch die„ Redivirte Gegen die Beschränkung des Versammlungs- und Vereinsvorgehe, die sie von Anfang an genau gekannt, und sicher 3800 Stimmen, während der Minister 4800 Stimmen er- Berordnung zur Verhütung des Mißbrauchs des Versammlungsschon längst gepackt hätte, wenn sie etwas von ihnen be hielt. Bei den Wahlen in 1890 hatten wir in diesem und Bereinigungsrechtes" vom 30. Juni 1851 stattfand und nach fürchtete. Kreise nur 3033 Stimmen gegen 4950 ministerielle Stimmen. einem der Bürgerschaft vorliegenden Gefeßentwurf auch fernerhin Beiläufig liegen uns die Photographien Ravachol's und Die Differenz in der Stimmenzahl war also in 1890 nahezu stattfinden soll, richtet sich eine vom sozialdemokratischen Verein seiner berühmtesten" Genossen vor; man muß sagen, die 2000, aber diesmal nur 1000, und wir, und auch die des zweiten Hamburger Reichstags- Wahlkreises gefaßte Resolution, Pariser Polizei hat in ihrer Art„ guten Geschmack", beffere übrigen Barteien, erwarten, daß Bahnson im nächsten in welcher zum Schluß volle Versammlungs- und Vereinsfreiheit Modelle" für gesellschaftsretterische Wauwaus hätte sie bei Wahlausgange unterliegen wird. In Aalborg die dritte für jedermann ohne Ansehen der Parteistellung gefordert wird. allen realistischen" Malern der Welt nicht auftreiben größte Stadt in den Provinzen Es ist charakteristisch für das Bürgerthum, daß in einem können. Ein nervöser Angstphilister bekommt das Gruseln, fratische Kandidat 1219 Stimmen, während der Kandidat burg die Arbeiter eine solche Resolution überhaupt faffen müssen. erhielt der sozialdemo: unter bürgerlichem Regiment stehenden Staatswesen wie Hamwenn er die Bilder sieht, und dafür ist gesorgt, daß sie an der Regierungspartei mit 1249 Stimmen siegte. Die allen Schaufenstern und in allen illuftritten Zeitungen zu Differenz war also nur 30 Stimmen und troßdem, daß Ein neues Mittel gegen die sozialdemokratische Presse ist fehen find. Was mit zur Komödie gehört. wir früher nicht in diesem Kreise aufgetreten sind. in Anhalt entdeckt worden. Wie das dortige Boltsblatt" be= In London wird es ähnlich getrieben wie in Paris. Es zeigte sich auch diesmal, daß unsere Stimmenzahl richtet, läßt es sich in dem Dorfe Gröna ein Genosse angelegen Aus der Verhaftung der Tölpel des„ Commonweal" wird überhaupt fich in stetigem und raschem Wachsthum befindet. sein, eifrig Abonnenten für das„ Boltsblatt" zu werben. Nach eine Haupt- und Staatsattion gemacht, obgleich dieses Bei den allgemeinen Wahlen in 1890 wurden 17 232, aber dem schon vor einiger Zeit das Bolksblatt" durch den AmtsBlättchen, das weiland von dem romantischen Dichter des am 20. April 20 098 sozialdemokratische Stimmen abgegeben. frei gegeben werden mußte, wurde dem Genossen auf der Kreisdiener konfiszirt worden war, nach einigen Stunden aber wieder Sozialismus, William Morris, gegründet ward, in den Der Zuwachs in den letzten zwei Jahren ist also 16 bis birettion erklärt, wenn er die Verbreitung des Boltsblattes" nicht legten Jahren nur noch mit hermetischem Ausschluß der 17 pet. Die 20 098 20 098 sozialdemokratischen Stimmen einstelle, habe er eine Bestrafung wegen Bergehens gegen das Deffentlichkeit erschien, höchstens ein paar hundert Exemplare repräsentiren 9 pet. von sämmtlichen abgegebenen Stimmen. Preßgefeß zu gewärtigen. Das„ Voltsblatt sei keine Zeitung abzog und blos von Polizei- Subsidien lebte. Die Auto- Es muß bedacht werden, daß die Abstimmung hier im Lande für Gröna, ja, sogar das Mitbringen des„ Volksblatts" auf den nomie", der von ihren Gönnern rechtzeitig ein Wink gegeben nicht geheim ist, und daß das Wahlrecht erst mit dem Bauten, und das Vorlesen während der Frühstücks- und Vesper ward, hat die Segel eingezogen und fündigt an, daß sie breißigsten Lebensjahre anfängt, das Wahlrecht der pausen sei unſtatthaft. Unser Grönaer Genosse ist nun nicht das wöchentliche Erscheinen einstellen müsse. Als Grund dänischen Bürger überhaupt mehrfach eingeschränkt ist. der Mann, der sich so leicht einschüchtern läßt, und da er die wird„ Mangel an Geld" vorgeschoben- eine durchsichtige Der Kreis, den wir verloren haben, ist ein Bauern- Agitation für unser Organ nur im Parteiinteresse und nicht des Lüge " die Hintermänner des fauberen Blättchens haben freis, den wir nur zwei Jahre innegehabt haben. Wir Strafmandat von der Kreisdirektion und agitirt unterdessen luftig Geld, viel Geld,„ heidenmäßig viel Geld". Da aber John waren darauf vorbereitet, daß der Kreis verloren gehen weiter." Bull mißtrauisch" geworden ist und der Lockspizeln jezt würde, da die jetzt reaktionäre Bauernpartei sich diesmal mit " persönlichen Vortheils willen betreibt, so erwartet er ruhig ein etwas scharf auf die Finger sieht, darf das Geschäft nicht der Regierungspartei gegen uns vereinigte, während sie bei Sozialisten Zählung. Die Dorfschulzen im Kreise mehr so offen betrieben werden; und an Stelle ber den früheren Wahlen gegen die Regierungspartei kämpfte. 3a uche- Belzig sind nach den" Potsdamer Nachrichten" aufAutonomie" werden, bis der Sturm vorübergeblasen ist, Die Resultate hier in der Hauptstadt, sowie in den gefordert worden, dem Landrath die Zahl der in ihrem Amtsunregelmäßige Flugblätter( z. B. Der Communist" 2c.) er Kreisen Fredriksberg, Aalborg 2c. find für uns außerordents bezirk wohnenden Sozialdemokraten anzugeben. Das scheinen. Als Kuriosum sei noch mitgetheilt, daß der be- lich ermuthigend, und wir nehmen nach den vorgestrigen wird schwer halten. Die Dorfschulzen müßten denn Gedankens Tefer sein. tannte Berliner Korrespondent der Autonomie" in deren Wahlen mit verdoppeltem Eifer die Agitation für die sozialetter Nummer zwei Entdeckungen gemacht hat: erstens, listischen Grundsätze wieder auf. Zur Agitation. Am Sonntag Nachmittag wurden in daß ein Sozialdemokrat als Spigel" die Berliner Der Zarismus als Meuchelmörder. Raftlos sind hundert Genossen vorbereitet. Würdiger konnte man das Osterfest Anarchisten" im Auftrage unseres Borstandes behorcht habe, Rönigsberg und Umgegend 36 000 Flugblätter von mehreren understaunlich!- daß sozialdemokratische Postbeamte die russischen Unheilstifter thätig, die Pläne Väterchens", in unserem Sinne nicht feiern. über sämmtliche ankommende Sendungen Buch führen, und d. h. die Pläne des russischen Despotismus" auszuführen. So den Adressaten übermitteln. So spiegelt ein anarchistisches Die Agence Balcanique" meldet: Die Polizei entdeckte " Theater. Dienstag, den 26. April. Opernhaus. Freund Fritz. Schauspielhaus. Das Buch Hiob. Die Philosophin. Meister Andrea. des Tartüffe. Lessing Theater. dame. Die Camelien5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Jachtung: Grünau. Atung! Dienstag, den 26. April, Abends präz. 8/2 Uhr: Grosse öffentliche Den Genossen Berlins und Umgegend zur Kenntnißnahme, daß der Arbeiter- Bildungsverein Alt- Neu- Glienicke und Umgeg. in Heiker's Salon, Grünau die Mai- Feier Deutsches Theater. Das Urbild Sozialdemokratische Versammlung im Saale der ,, Brauerei Königstadt", abhält, befiehend in 1. Festrede: Die Bedeutung des 1. Mai, 2. Konzert Schönhauser Allee Nr. 11. ( Garten), 3. Tanz( Saal) und 4. Verloosung von Bildern und Büsten. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl der Delegirten zur Partei- Zur Verherrlichung des Festes haben die Gesangvereine Eintracht Berliner Theater. Der Hütten- konferenz für die Prov. Brandenburg. 3. Berichterstattung des Mai- Festkomitees.( Glienicke) und Norddeutsche Schleife( Berlin) ihre Betheiligung zugesagt Das Erscheinen aller Parteigenossen des 5. Berl. Reichstags-( beide Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Um zahlreichen Besuch ersuchen Der Vertrauensmann. 422/3 Die Genossen von Glienicke. befizer. Wallner Theater. Der Löwe des Wahlkreises in dringend erwünscht. Tages. Residenz- Theater. Die Journalisten. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. # Helena. Adolph Ernst- Theater. Feldwebel. Bellealliance Schulze. Sozialdemokratischer Wahlverein Die schöne für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Fräulein Theater. PechKroll's Theater. Hans Heiling. Ostend Theater. Der Lumpensammler von Paris. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. SpeDienstag, den 26. April, Abends 8 Uhr, in Nagel's Salon, Schwedterstraße 23: Versammlung. Tagesordnung: 1. Gleiches Recht für Alle. Referent Genosse Theodor Mehner. 2. Distusfion. 8. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragetaften. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Winter- Garten. Spezialitäten Vor- Gr. öffentl. Volksversammlung ftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätendes American- Cheater. Spezialitäten 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Riesin und Puppen- Fee am Dienstag, den 26. April, Abends 8 Uhr, in der Kronen- Brauerei Moabit, Alt- Moabit 47/48. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten W. Liebknecht, über: Die Bedeutung des 1. Mai. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frauen sind besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Johann Pfarr, Vertrauensmann. 2534b Aama, Verband der Vergolder größte Riesin, 16 J. alt, 9 F. groß. Prinzeß Pauline, 16 Jahre alt, 40 Zentimeter groß. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Nieder- Schönweide- Johannisthal. Donnerstag, den 28. April, Abends 6%, Uhr, im Saale der Brauerei Boruffia Große öffentliche Volks- Versammlung erfucht Zages Ordnung: = 1. Die Sozialdemokratie und ihre Ziele. Referent: Herr Regierungs Baumeister a. D. Gustav Reßler. 2. Diskussion. 3. Neuwahl eines Vertrauensmanns. 4. Verschiedenes. 422/2 Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreiches Erscheinen Der Vertrauensmann. Stenographen- Schule. 2594b Neue Kurse beginnen am Mittwody, den 27. April, Abends 1/29 Uhr: Gipstr. 3, Restaurant Pyrtek, Naunynstr. 83, Restaurant Köhne. Unterricht unentgeltlich, Lehrmittel nur 1 Mart 50 Pfennig. Orts- Krankenkasse für das Tapezirer- Gewerbe z.Berlin. Mittwoch, den 27. April, Abends 81/2 Uhr, in den„ Arminhallen", Rommandantenstr. 20: General- Versammlung. Tagesordnung: ArbeiterBildungs- Schule. Versammlung am Mittwoch, 27. April, Abds. 8 Uhr, im Lokale des Herrn Norbert, Beuth straße, Eingang 22. 1. Rechnungs- Bericht. 2. Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresabrechnung 1891 und Ertheilung der 11. Cyklus- Vortrag des Schrifts Decharge. 3. Antrag auf Erhöhung stellers Herrn W. Bölsche über: Die der Beiträge. 4. Bekanntmachung der Entwickelungsgeschichte d. Erde; zweiter 2669b Wissenschaften." schiedenes. 1. verw. Gewerben besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschl. Beschlüsse des Borstandes. 5. Ver- Vortrag über die Entwickelung der Mittwoch, den 27. April, bei Scheffer, Inselstr. 10: Monats- Derlammlung. Tages Ordnung: A 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Raffenbericht. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Wahl des 2. Filial- Vorsitzenden. 6. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. NB. Die Vertrauensleute werden ersucht, ihre Wohnungsveränderung dem Schriftführer anzuzeigen, wo Neuerungen vorgekommen sind, ihre Legitimationstarten beim Vorsitzenden in Empfang zu nehmen, damit dieselben ihre Pflichten erfüllen können. Es wird bringend ersucht, vom Stiftungsfest abzurechnen. D. D. Riefe, 9 fui. Große öffentliche Versammlung Zwerg, 25 Zoll. Mann m. Steinkopf. sämmtlicher Plätterinnen, Näherinnen, Pigmy v. Stanley- Stärkerinnen, Wäscherinnen, Bolzenleute etc. 10-1 Zwergvolk. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert 4-9 Uhr mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch fowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Säle. F. Sodtke. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 fg. Hellmuth Peters. Dienstag, den 26. April, Abends 8 Uhr, in Nieft's Saion, Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Bortrag des Regierungs- Baumeister a. D. Hrn. G. Reßler. 2. Dis tussion. 3. Bericht über den Antrag vom 19. Februar 1892 an das königl. Polizeipräfidium in Angelegenheit der Gasplätterei mit Bezugnahme der Unterredung des Herrn v. Stülpnagel. Referent: E. Möhring. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es die Pflicht jeder Arbeiterin 2c., in dieser Versammlung zu erscheinen, wer nicht erscheint, verliert jedes Anrecht, sich über seine Lage zu beklagen, denn nur durch gegenseitiges Erläutern der Mißstände in der Branche können Mittel und Wege gefunden werden, eine Besserung unserer Klassenlage zu erzielen. Mit Gruß 259/4 Der Einberufer. Kombinirte Mitglieder- Versammlung der Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandter Berufsgenossen Deutschlands, Ffämmtlicher Filialen Berlins, J. A.: M. De st, 1. Vorsitzender, Gäfte zahlen 20 Pf. Entree. Kleine Alexanderstr. 6. Der Vorstand. 459/5 Verlagsbuchhandlung des ,, Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstr. 2. Im Verlage von Mörlein u. Comp., Nürnberg, erschien soeben und ist durch uns zu beziehen: Enthüllungen über das tragische Lebensende Ferdinand Lassalle's und seine Beziehungen zu Helene von Dönniges. Bon Bernhard Becker. Neue Bearbeitung. 80, XVI u. 232 Seiten. Elegant in Leinen gebunden Preis 2 Mart, broschirt in 6 Heften à 25 Pfg. Einbanddecke 45 Pf. Mit dieser Neu- Auflage ist der Vergessenheit ein Buch entrissen worden, welches bei unseren älteren Parteigenoffen noch von seinem ersten Erscheinen her( Schleiz, 1868) in schlechtem Andenken steht. Dennoch hat sich die Verlagshandlung zu einer Neuherausgabe entschlossen, da die Schrift abgesehen von der unwissenschaftlichen Geschichtsschreibung des Verfassers zahlreiche authentische Aktenstücke von hohem Werth enthält; ferner über eine Episode aus dem Leben unseres großen Bor tämpfers Lassalle Aufchluß giebt, die für jeden Menschen ein rein mensch liches, für jeden Sozialdemokraten ein besonderes parteigeschichtliches Wir können das Buch zur Anschaffung für Vereins- und Privat bibliotheken bestens empfehlen. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure. nehmen Bestellungen entgegen. Interesse hat. am Mittwoch, den 27. April, Abends 8 Uhr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Tages Ordnung: 2670b 1. Bericht der Fachschul- Kommission. 2. Stellungnahme zum ProvinzialLandtag. 3. Unser Arbeitsnachweis. 4. Verschiedenes. Die Fachschul- Kommission. Empfehle mein Lokal zur Zahlſtelle. Fachverein der Stellmacher Berlins u. Umg. Vereinszimmer, Garten, Kegelbahn. Prenzlauer Allee 36 b. 2575b M. General- Versammlung am Mittwoch, den 27. April, Abends 8 Uhr, in Keller's Salon, Bergstr. 68. Tages- Ordnung: 285/20 1. Abrechnung vom letzten Quartal. 2. Bericht des Vorstandes. B. Bor Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Panknin.tanbwahl. 4. Gewerkschaftliches. Verschiedenes. Berlin SO. 91, Adalbertstr. 91, Ecke Oranienstr. Putz- und Modewaaren. Trauerhüte in[ 2242L großer Auswahl. Feuerwerk! Bengallam, Raketen zc. 563 A. Klimik, Rathhausstraße 1. Alter Musik- Verein sucht noch Mitglieder( Piston Es- Cornet). Freitag Abends 9 Uhr. Restaurant Nebelin, Langestraße 108. KRONE 1000 2592b. GARN YARDS Bestes Nähgarn! Der Vorstand. Wiederverkäufer Rabatt. Bei Bestellungen von Auswärts ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Musikinstrumente. Lager in Bithern, Violinen, Guitarren, Harmonikas. Alle Blasinstrumente,' Trommeln, Flöten und Klarinetten, Spieldosen zum drehen und selbst spielend, Albums und Bierseidel mit Musik. Musikwerke- Verleih, alle mit Arbeiterliedern. Theilzahlung gestattet. Verein gewerblicher Hilfsarbeiterverfribed Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 27. April, Abends 81/2 Uhr, im Saale des Hrn. Besse, Naunynstr. 27 General- Versammlung Zages Ordnung: 1. Rassenbericht vom ersten Quartal. 2. Vorstandswahl. 3. Stellungnahme zum diesjährigen Stiftungsfeft. 4. Vereinsangelegenheiten. Kollegen, es ist Eure heiligste Pflicht, zu erscheinen. Mitgliedskarte Der Vorstand. legitimirt. 158/8 General- Versammlung E d. Filiale d. Schleifer, Präger u. Berufsg. am Mittwoch, den 27. April, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages- Ordnung: 1938L Aug. Kessler, 51 Lausigerstr. 51, am Play. Berlin S.-O. A. Schulz, Berlin S.-C. Nr. 5. Reichenberger- Straße Nr. 5. Möbel- u. Polsterwaaren- Fabrik. Anerkannt gediegene Arbeit. Zeitgemässe Preise. Coulante Bedingungen. 446/11 4 Pfund 1. Jahresbericht der Verwaltung. 2. Diskussion über die Verschmelzung der drei Filialen Berlins. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch bittet Die Verwaltung. 電話 Drucksachen 2671b hausbacken Roggen- Brot für 50 Pfennig, Gitschinerst. 16, a. d. Alexandrinenstr. jeder Art liefern gut u. zu soliden Preisen Achtung! Böllhoff& Schumann, Teltowerst.17. Südwesten. Hierzu eine Beilage. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 97. Parteinachrichten. " Dienstag, den 26. April 1892. * " Saalinhaber: 9. Jahrg. " " 1. Restaurant Schützenhaus( Inhaber: Hufen und Benecke Blumenstraße). 2. Restaurant zur Königshöhe( Jnhaber: Stiller, Berlinerstraße. 3. Restaurant Alexandrinenbad( Inhaber: Hanf( Berlin) Wriezenerstraße). 4. Restaurant vormals Voß, Alt Kiez. 5. Hotel Bellevue( Inhaber: Haat, Brunnenstraße.) 6. Hotel Micha( Inhaber: Micha, Brunnenstraße). 7. Hotel Kurhaus( Jnhaber: Parth, Gesundbrunnen. 8. Hotel Stadt Berlin( Inhaber: Osterwig, Marktstraße). 9. Hotel Schröder( Inhaber: Schröder, Königstraße). In Falkenberg bei Freienwalde a. D. Restaurant Rettlih und Restaurant Seidel. Gartenlokale: Als Lüge bezeichnet die Wiener Arbeiterzeitung" die Nach- abnahme nicht so eilig haben, daß derselbe zur Maifeier benutzt richt eines Korrespondenten der„ Kreuz- Zeitung", wonach der Wiener werden kann. Nun hat der Diskutirverein Proletarier" be= Zur Maifeier. Die Wandsbeder Polizei hat neben Buchdrucker Höger zu den dortigen Unabhängigen" übergetreten schloffen, die diesjährige Maifeier in die Hand zu nehmen, wobei dem Sozialdemokratischen Verein auch den Gewerkschaften die sein sollte. An der ganzen Korrespondenz, die in bekannter zwar unter den angegebenen Verhältnissen von großer Reklame Abhaltung eines Umzuges verboten. Als Kennzeichnung der Um- Manier die Leitung der österreichischen Sozialdemokratie ver- nicht die Rede sein kann. Doch auch unsere Demonstration zu augsverbote darf wohl eine Hamburger Mittheilung der kapita- unglimpfte, fei nur das Eine wahr, daß das Verbot des Linzer Gunsten des Achtstundentages wird impofant feinfönnen. liftischen Kölnischen Zeitung" dienen, worin es heißt: Nie- Parteitags auf die Intervention des Redakteurs der bürgerlichen In unserm Vereinslokal, eben bei Borchardt, Schulzestraße, halten mand glaubt mehr an die Gefährlichte it solcher Sonn- und Montagszeitung" zurückzuführen sei. wir gemüthliches Beisammensein, verbunden mit Ronzert, GeRundgebungen. Was für Hamburg und Umgegend gilt, fangsvorträgen der Arbeiter- Gesangvereine ,, Echo", Blaue Schleife" trifft in dieser Sache für ganz Deutschland zu. Die Polizei ist In Sagan fand am 18. April eine Volksversammlung statt, und" Bukunft". Vielleicht wird auch ein Genosse der Bedeutung eben päpstlicher als der Papst. Die Arbeiter Mülhausens in welcher Genosse Jahn aus Berlin über das Thema sprach: des Tages in Worten Ausdruck geben, getanzt kann unter Umim Elsaß halten am Vormittag des 1. Mai eine Volksversammlung Die Sozialdemokratie und die politische Lage. Als er, ziemlich ständen auch werden. Würde das Wetter, im Garten zu sitzen, und Nachmittags im Hirzbacher Wäldchen ein Waldfest ab. am Schlusse angekommen, bei der Besprechung französischer Ver- nicht freundlich genug sein, nun da ist Genosse Borchardt auch Am Vorort des„ Nordamerik. Turnerbundes", Chikago, haben hältniffe die Aeußerung gebrauchte: eine Republik nach dem fein Unmensch, daß er seme Gäfte der Unbill der Witterung die zu demselben gehörenden Turnvereine einen Aufruf er- foztalen Programm sei das Endziel, was man in Frankreich ausseht, sondern wird seinen neuerbauten Saal uns einstweilen lassen, dahin gehend, daß sich alle Turner an der 1. Mai- Demon- erstrebe, löfte der überwachende Polizei Inspektor die Bersamm zur Verfügung stellen resp. uns provisorisch einweihen lassen. stration für den Achtstundentag betheiligen möchten.- In lung auf. Gegen die Auflösung ist natürlich Beschwerde ein- Damit also die Maifeier ebenso imposant wie die vorjährige Hamburg wird die Feier wie immer auf das impesanteste gelegt. Genoffe Jahn hat in Sagan das erste Mal, aber hoffent- werde, schließt Euch recht zahlreich als Gäste mit Guren Frauen ausfallen. Zur Theilnahme am Zuge, in dem sich außer den lich nicht zum letzten Mal gesprochen, und die Genossen werden und Kindern obengenanntem Verein an und Ihr sollt sehen, daß Gewerkschaftskapellen 10 Musikkapellen befinden werden, haben dafür sorgen, daß daselbst unsere Ideen immer fräftiger Wurzel ein gemüthliches Beisammensein unter Umständen auch Maifeier sich bis jetzt 67 Gewerkschaften gemeldet; jeder der drei sozial schlagen und zunächst die Maifeier zu einer in jeder Beziehung genannt werden kann. Erscheint also recht zahlreich und beweist demokratischen Vereine stellt 100 Ordner. Die Arbeitslosen er- imposanten sich gestaltet. dadurch, daß Ihr trotz aller Hindernisse auf dem Boden der halten Gratistarten. Das Ministerium des Großherzogthums Arbeiterbewegung steht. Sachsen- Weimar hat es für nöthig befunden, zum 1. Mai Todtenliste der Partei. In der Universitätsklinik zu ErIm Auftrage des Romitee's: alle öffentlichen Versammlungen und Umzüge zu verlangen ist am 20. April der Metalldreher Johann Lämmel, Emil Bilz, Panfow, Schulzestraße 15. bieten. Aus dem Königreich Sachsen wird berichtet, daß 30 Jahre alt, gestorben. Zur Beachtung für die Berliner Genossen! Aus das sächsische Ministerium des Innern an alle Polizeibehörden Straußberg wird uns über die Maifeier geschrieben: des Landes eine Verordnung hat ergehen lassen, auf Grund deren Polizeiliches, Gerichtliches ze. Am Sonntag Vormittag versammeln sich die Genossen zum Frühalle Massenaufzüge, Versammlungen im Freien u. drgl., welche zu 9 Monate Gefängniß beantragte der Staatsanwalt schoppen und zur Einleitung der Feier im Lokale des Herrn Ausschreitungen führen können", verboten werden sollen. Es ist in Halberstadt gegen den Redakteur der dortigen ,, Sonntags- 2. Krüger, woselbst von 11-1 Uhr Konzert stattfindet. Nachschon öfter erklärt worden, daß es ganz gleich, in welcher Weise Zeitung", weil dieselbe den Dr. Hans Blum aus Leipzig wegen mittag ist von 4 Uhr ab großes Konzert unter Mitwirkung des die Maifeier vor sich geht, ob mit oder ohne Umzug, ob mit dessen sachlich schlecht fundirter Thätigkeit gegen unsere Partei Gesangvereins Liedesfreiheit II, um 5 Uhr Festrede, gehalten von Versammlung oder nicht- eine Form, in welcher den schärfstens kritisirt hatte. Ueber die interessante Verhandlung Herrn Dr. Pinn aus Berlin, worauf Voltsveluftigungen, Kinderherrschenden Klassen der Wille des Proletariats deutlich vor Augen selbst bringen wir noch ein ausführliches Referat; für heute fei polonaise 2c. folgen, und Abends findet in demselben Lokale ein geführt wird, findet sich doch und ebenso sicher ist, daß wie nur mitgetheilt, daß die Halberstädter Straffammer die Beleidi- Ball des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Zugleich bitten wir die heute der großdeutsche Gedanke, den zu vernichten seinerzeit die gung des Leipziger Sozialistentödters mit 300 M. Geldstrafe Genossen, die von Berlin nach hier Ausflüge unternehmen, im Bartikularstaaten Himmel und Hölle in Bewegung sekten, hinreichend gefühnt erachtete. Erwiesen wurde vor Gericht, daß Lokale des Herrn Krüger einzukehren. Er ist der Einzige, unterm Einflusse der wirthschaftlichen Entwickelung über die Dr. Hans Blum, der in seinem Buche Die Lügen der Sozial- der uns sein Lokal zu Bersammlungen zc. zur Verfügung stellt. Bartikularstaatlerei siegte, so auch die Sozialdemokratie über alle demokratie" behauptet, sein Wort trage die Kraft der Wahrheit" Die Zeit Bernichtungsverfuche auf der Grundlage der Wirthschafts- in sich, über sozialdemokratische Dinge" sehr unwahre Angaben Parteigenoffen Berlins und Umgegend! entwickelung zum Siege schreiten wird. Daran kann weder ein gemacht hat. Die Sozialdemokratie kann das freilich nicht über der Ausflüge naht und mit dem Beginn derselben halten großherzogliches noch ein fönigliches Ministerium etwas ändern. raschen. wir es auch in diesem Jahre für unsere Pflicht, die Genossen Befremdlich ist es nur, daß man auf die erwähnten überflüssigen Sächsisches. Die Leipziger Kreishauptmannschaft hat Berlins und Umgegend darauf aufmerksam zu machen, daß es Zwangsmittel nicht von selber verzichtet. Die Maifeier der das amtshauptmannschaftliche Verbot einer für den Vorort uns bis dato noch nicht gelungen ist, irgend eines der Lokale, organisirten Arbeiter Winterthurs wird in einem Umzug Schönefeld angemeldet gewesenen Versammlung bestätigt, da im welche Säle besitzen, zu Arbeiterversammlungen zu bekommen. durch die Stadt zur Schüßenwiese bestehen, wo Redakteur Wull- Hinblick auf die unmittelbar zuvor in Leipzig stattgefundenen Wir richten nun an alle zielbewußten Genossen die Bitte, uns in Schleger aus Basel die Festrede hält. Mufit, Liedervorträge tumultuarischen Ansammlungen und Aufzüge von Arbeitslosen dem gerechten Kampfe gegen diese Beeinträchtigung zu unterstützen, mehrerer Gesangschöre und Massengesang bilden die weiteren einerseits, und die durch die Lehren und Anstrebungen der sozial- daß sie bei einem etwaigen Ausfluge nach unserem Orte auch Programmpunkte. Der Mannheimer Stadtrath hat dem demokratischen Partei hervorgerufene und geflissentlich genährte alle diejenigen Wirthe gebührend zu würdigen wissen werden, Ersuchen der sozialdemokratischen Partei, ihr zur Feier des Mißachtung der bestehenden Rechtsordnung andererseits die welche ihre Säle resp. Lotale nicht zu Versammlungen hergeben. 1. Mai eine städtische Wiese zu überlassen, entsprochen und ist zu Amtshauptmannschaft allerdings in der Abhaltung jener von Wir erlauben uns im Nachstehenden alle diejenigen Wirthe an diesem Behuse eine Wiese am Floßhafen angewiesen. fozialdemokratischer Seite berufenen Versammlung an einem mit zugeben, welche ihre Lokalitäten verweigern. -Eine in Granada( Spanien) abgehaltene sozialistische nur geringem Gretutivpersonale verfehenen Vororte eine bringende Bersammlung rieth die Anwendung friedlicher Mittel für die Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit erDemonstration am 1. Mai an. Zahlreiche„ verdächtige" Fremde blicken durfte." Hierzu bemerkt der Wähler":" Bekanntlich find aus Cadix ausgewiesen worden. wurde die Versammlung verboten, weil der Herr Amtshauptmann der Meinung war, der ihm unbekannte Referent solle über die Buhla bei Nordhausen.( Edelmännische 3.) Vor bestehende Arbeitslosigkeit sprechen, während Herr Goldstein in einiger Zeit wandten sich hiesige Weber an den Redakteur der seiner Eigenschaft als Voltsvertreter nach der bei der Behörde " Thüringer Tribüne", Genossen Hülle mit dem Ersuchen, hier eingereichten Versammlungs- Anzeige Bericht über die Thätigkeit oder in der Umgegend in einer Voltsversammlung zu sprechen. des Landtages erstatten sollte. Dem Ferthum des Herrn AmtsHülle erklärte sich auch hierzu bereit, ein Saal war bald gefunden hauptmanns war das Verbot geschuldet. Bedenkt man, daß die und die Versammlung wurde dem Vorsteher des Amts Lipprechte Kreishauptmannschaft ein Verbot von Versammlungen für berode, Freiherrn v. Eberstein, angemeldet. Dieser erklärte jedoch, rechtigt hält, wenn die verbietende Behörde nur mit geringem er müsse den Referenten erst persönlich fennen lernen, ehe Grekutivpersonal versehen ist", dann hat das Verbieten von Werer die Anmeldungsbescheinigung ertheile. So gern Hülle diesem sammlungen überhaupt teine Grenze mehr." - Elsässische 3. In Saargemünd, Bühl, Lautenbachzell Verlangen nachgekommen und dem Herrn seine Aufwartung gemacht hätte, glaubte er doch mit Rücksicht auf doch mit Rücksicht auf die wurde der öffentliche Anschlag eines Plakats verboten, in welchem immerhin nicht unbedeutende Entfernung zwischen Erfurt und zum Abonnement auf die" Elsaß- Lothringische Volkszeitung" aufBuhla auf das Vergnügen persönlicher Bekanntschaft verzichten gefordert war. Ich finde, daß es der Presse hier sehr gut geht", zu müssen, zumal das Bereinsgefeß von einer solchen persönlichen foll im Landesausschuß fürzlich der Unterstaatssekretär v. Röller Vorstellung eines Redners nichts weiß. Die Versammlung mußte gefagt haben. Ob er die überflüssige Anwendung des Louis infolge deffen auf einen der folgenden Sonntage verschoben Philipp'schen Gesetzes vom 10. Dezember 1880, auf Grund dessen werden. Diesmal meldete Genosse Hülle die Versammlung selbst das Verbot erfolgte, auch zu den Annehmlichkeiten der Presse und zwar schriftlich an, indem er gleichzeitig unter ausdrücklichem rechnet? Jedenfalls ist er entweder ein großer Optimist oder Hinweis auf die Bestimmung des preußischen Vereinsgesetzes um über die Behandlung, welche man der sozialdemokratischen Presse Ertheilung der Anmeldebescheinigung ersuchte. Nun entwickelte angedeihen läßt, nicht unterrichtet. fich folgendes Stilleben. Der Amtsvorsteher sandte dem Wirth Desterreichisches. Rapitel Preßfreiheit. Schröter, welcher seinen Saal zur Versammlung hergeben wollte, 29. März wurde in Pilsen unser czechisches Bruderorgan Heslo" nachstehenden Schreibebrief: durch richterlichen Spruch mundtodt gemacht, d. h. behördlich Der Redakteur der Thüringer Tribüne", Herr Gustav Hülle eingestellt. Das Blatt hatte unter den denkbar schwierigsten wurde heute Vormittag 10% Uhr im Mittelfaale des Architekten. in Erfurt, meldet unter heutigem Dato an, daß er in Ihrem Verhältnissen um seine Griſtenz zu kämpfen. Die gesammte süd- hauses in Anwesenheit des Staatsministers v. Bötti cher, des Lokale Sonntag, den 3. April a. cr., Nachmittags 3/2 Uhr eine böhmische Reaktion schien sich gegen das Blatt verschworen zu Handelsministers v. Berlepsch, des Unterstaatssekretärs Boltsversammlung abhalten will. Ich frage hiermit an, ob haben, fein Drucker in Pilsen wollte, oder besser, durfte es magdeburg, der Geheimräthe Lohmann, Thielen, Sie gewillt sind, Ihr Lokal zu obigem Zwecke zur Benutzung zu drucken, dem Redakteur wurde der Prozeß gemacht wegen einer geben und ersuche Sie, mir hierüber ihre Willensmeinung zu ganzen Reihe von Delikten, die er verbrochen haben sollte, dabei Sydow, Königs bei einer Anwesenheit von etwa 200 Dele die beschränkten materiellen Mittel der Herausgeber und das un- girten der industriellen und landwirthschaftlichen Kreise durch den dankbare, dornige Feld! Trotz alledem erlebte das Blatt fünf Staatssekretär a. D. Herzog eröffnet. Nummern. Allein die Feinde wachten, seine Tage waren gezählt. tände: 1. die Verbesserung der Wohnungen und 2. die zweckAuf der Tagesordnung der Konferenz stehen zwei Gegen Der Wirth muß das wohl als einen Wink mit dem Baun- Auf einen vagen Verdacht hin, der sich aus dem Umstand ergab, mäßige Verwendung der Sonntags- und Feierzeit. Betreffs des Pfahl aufgefaßt haben, denn er antwortete: daß das Blatt in Prag gedruckt und in Pilsen herausgegeben ersten Punktes wurde gleich beschlossen, feine Resolution zu wurde, stellte man daffelbe behördlich ein. faffen, sondern nur die Sache zu beleuchten und schäzbares Material" zu liefern. Es ist dieses die Taktit, welche der Verein für Sozialpolitit seit einer Reihe von Jahren betrachtet. Die Reden der Herren F. Kalle- Wiesbaden, Dr. Albrecht, Dozent am Hannover'schen Polytechnikum Nußbaum, Ober- Bergrath Täglichsbeck, Kapitäulieutenant Harms, Eisenbahndirektor Thiele zeigen durchgängig, daß ein warnes Herz" sie auch für die ArDie Lokalkommission theilt mit, daß die Direktion der beiter haben, sie ein noch viel wärmeres Herz für den ArbeitNorddeutschen Brauerei definitiv ablehnt, ihr Etablissement zur geber haben; das Wohl des Arbeiters eine Unabhängigkeit von Maifeier herzugeben. Wir erwarten nun von den Genossen, daß seinem Ausbeuter vermögen sie nicht zu fassen. Der noch zur „ Mit großer Spannung erwartet man überall den ersten der Beschluß, welchen die Wolksversammlung am 19. d. M. be- Berhandlung ausstehende zweite Gegenstand der Verhandlung ist Mai, welcher zur Zeit die Meinungen sehr bewegt. Während treffs der Lokale Schloß Schönholz, Feld- Schlößchen, Müller- nuu gar etwas, was die Herren den Arbeitern selbst überlassen die Einen ängstlich diesen Tag erwarten, so besteht wie es scheint straße 142, Ahrens Brauerei Moabit, gefaßt hat, jetzt auch be- sollten. Mögen sie sich lieber bekümmern um die Verwendung eine gewisse Partei, welche es liebt, diese Angst in den Gemüthern treffs der Norddeutschen Brauerei, streng durchgeführt wird. Zu der freien Zeit der Kommerzienräthe, Rittergutsbesitzer und feiner 3 unterhalten. Es ist wie wenn ein großes Komplott ge gleicher Zeit wird mitgetheilt, daß der Garstwirth Bischow in Kavaliere. schmiedet worden sei, um die Bourgeoisie zu beunruhigen; ganz Treptow, der Restaurateur Paul Rehfeld auf Karolinenhof In wahrhaft schmutziger Weise suchen viele Arbeitgeber, fyftematisch werden von Zeit zu Zeit Nachrichten von der Ent( zwischen Schmöckwitz und Grünau), der Restaurateur Otto Frenz, deckung großer Maffen Dynamits und zahlreicher Sprengapparate, Berlin, Liebenwalderstr. 43, sich bereit erklärt haben ihre Säle nicht zufrieden damit, daß sie die Löhne so tief wie möglich herabin die Welt hinausgeschleudert, wenn dann eine Untersuchung ge- und Gärten unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Der brücken, auch noch den kargen Lohn der Arbeiter in unrechtmäßiger macht wird, so stellt sich heraus, daß die Gefahr bei weitem nicht Defonom vom Schweizer Garten erbietet sich ebenfalls sein Weise abzuknapsen. So ist uns eine ganze Menge Fälle bekannt, so groß war. In Spanien ist dies zu einem wahren Gtablissement und Saal herzugeben, hierüber wird jedoch erst die wo Arbeitern, die auf Wochenlohn angestellt waren, der Lohn für den zweiten Ditertag abgezogen wurde. In einer Riftenfabrik Sport geworden; jeden Tag kommen von dort Sensations Lotaltommiffion befinden. wurde mehreren Arbeitern, die gegen Stundenlohn arbeiten, am nachrichten über Bombenlegen, Explosionen und Verhaftungen. J. A.: J. Wernau, Rosenstr. 30. Zuerst war man dort natürlich erschreckt worden, nachher nahm Oster- Heiligenabend, weil die Maschinen am Nachmittag gereinigt wurden, der Lohn für 22 Stunden, von 1/2 Nachmittag bis man die Sache doch ruhiger auf, und in Bezug auf das geplante Attentat gegen die spanische Kammer hat die Auffassung des Arbeiter von Pankow und Nieder Schönhausen. Die 4 Uhr abgezogen. Wenn auch der Lohn stundenweise berechnet. felben ganz umgeschlagen; es scheint, daß die ganze Sache nur Gegner haben es glücklich fertig gebracht, daß für uns in Pankow wird, so ist damit nicht gesagt, daß der Fabrikant nach eigenem Durch Spigel angezettelt war. Die Sprengapparate, welche in und Nieder- Schönhausen fein Saal zu Bersammlungen zu haben Belieben, wie es ihm paßt, für den Arbeitern zwangsweise aufdas Rammergebäude gelegt wurden, haben nach der Aussage der ist. Wir kommen deshalb mit unserer Maifeier in eine Stalamität. erlegte Pausen den Lohn türzen kann. Das sind alles unrechtmilitärischen Experten die ihnen zugeschobene Sprengkraft gar Wir könnten zwar dieselbe auswärts feiern, aber wir befürchten, mäßige Abzüge, die der Arbeiter aber sich vielfach gefallen läßt, nicht; und das Attentat soll sogar durch einen Mann angezettelt daß der demonstrative Charakter, welchen das Fest haben muß, weil er entweder feine Arbeitsstelle zu verlieren befürchtet, oder worden sein, der schon oft als Berräther und Lochspitzel in ähn- verloren geht, da unsere Genossen die lange Arbeitslosigkeit des die Laufereien, Scherereien und vor allem den Zeit- und damit lichen Intriguen verwickelt war. Es ist eine unendlich be- Winters im Haushaltetat noch zu sehr verspüren und mit jeden auch den Lohnverlust, den ihm die Verfolgung seines Rechts verschämende Thatsache für unser Bürgerthum, Groschen rechnen müssen. Gastwirth Borchardt hat nun einen ursacht, scheut. Die Ausbeutung der Arbeit ist wohl überall in baß nur sehr wenige seiner Organe sich ein ruhiges Urtheil über Saal, welcher 1200 Personen faßt, erbaut; derfelbe wird bis der Welt diefelbe, die hier geschilderte Lohnhinterziehung aber ten plumpen Dynamitspektakel gewahrt haben." 1. Mai fertig, aber die Behörden werden es mit der Gebrauchs- I zeigt einen besonders schmuzigen Charakter. äußern. Der Amtsvorsteher: Gustav Frh. v. Eberstein. Ta ich den genannten Herrn weder persönlich noch schriftlich tenne, stelle ich mein Lotal unter feiner Bedingung zur Verfügung. Wilhelm Schröter, Gastwirth. Beglaubigt der Schulze Hartung. Buhla, den 1. 4. 92. Ein vernünftiges Urtheil über den Dynamitschwindel fällte die stol marer Beitung". Sie schrieb in ihrer Mitt wochs- Nummer: Lokales. Die Lokalfommission. Am 1. Berliner Schlößchen( Inhaber: Köhne, Berlinerstraße). 2. Demuth's Restaurant( Inhaber: Demuth Alt Kieh). 3. Restaurant grüne Tanne( Juhaber: Loeck, Brunnenstraße.) 4. Restaurant Gütling beide dicht am Bahnhof. 5. Lehfeldt } 6. Schweizerhäuschen zwischen Freienwalde 2c. und Falkenberg. Das einzige Lokal das uns zur Verfügung steht, ist der Gasthof zum goldenen Ancker( mit Garten und Regelbahn) Inhaber: Radday, Kanalstraße 3. Briefe und Anfragen sind zu richten an Franz Kirchert, Bahnhofstraße 16. Die Lokalfommiffion für Freienwalde. Wohlfahrtskonferenz. Die erste Konferenz der Zentrala stelle für Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen Die sozialdemokratischen Handlungsgehilfen treten foeben in eine lebhafte Agitation für die Arbeitszeit- Verkürzung ein; sie werden auch am 1. Mai nicht fehlen. Die Zahl der Der der Cohn, Mitangeklagten Gerichts- Beitung. eigentliche Geldgeber sei und der den Wechsel bereits in Händen habe. Zwei fozialdemokratische Mitglieder der Stadtverord. Cohn betrieb ein Schuhwaaren- Geschäft in der Köpeniderstellenlosen Kaufleute in Berlin zählt augenblicklich nach vielen neten- Versammlung, die Schankwirthe Johann Gnadt und straße. Wenn derselbe sich zur Diskontirung des Wechsels beftande enthält auch der fürzlich veröffentlichte Verwaltungsbericht Beihife zum Vergehen gegen die öffentliche Ordnung vor der er das Geld holen müsse. Endlich erhielt der Suchende Geld, Tausenden. Einen Beleg für die Misère im Handlungsgehilfen Karl Friedrich 8 u beil ftanden gestern unter der Anklage der quemte, so schob er zunächst wieder einen Bruder vor, von dem des( antifozialdemokratischen) Raufmännischen Hilfsvereins zu Straffammer des Landgerichts I Berlin" für das Jahr 1891. Die Rechnungsführung des im Den Vorsitz führte Land- aber kein Darlehen, sondern es wurde ein einfaches WechselVereins schloß mit einem Defizit von 6298,08 Mart ab. Die gerichtsdirektor Schmidt, die Anklagebehörde vertrat Staats- gefchäft, wobei der Akzeptant folossale Opfer bringen mußte. Krankenhilfe erforderte 8801,06 m. mehr als im Vorjahre. Die anwalt v. Rheinbaben, die Bertheidigung lag in den Händen der Der Angeklagte Vogt fuchte die weitaus größte Schuld auf den Zahl der Patienten war größer; die Stellenlosigkeit ist oft die Rechtsanwälte Freudenthal und Stadthagen. Der Anklage liegt Mitangeklagten Cohn zu wälzen, der die Geldsuchenden am Ursache von Krankheit, während in anderen Fällen umgekehrt folgender Sachverhalt zu Grunde. Am 6. Juni v. J. ließ der meisten gerupft habe, während er sich mit den vorausbezahlten die Krankheit Stellenlosigkeit zur Folge hat. Der Durchschnitts- in der Naunynstraße wohnende Angeklagte Zubeil vom nächsten sechs Mark und mit der ihm freiwillig gewährten Broaufenthalt in den Krankenhäusern war länger. Die Verpflegungs Reytere traf im Zubeil'schen Lokale einen fremden Herrn, welcher der Bertreter der Staatsanwaltschaft, Affeffor Strehler, eine Droschten- Halteplatz den Droschkentutscher Müller holen. Der piston habe begnügen müssen. Vogt betrug fich foften stellten sich höher infolge der Bertheuerung der LebensLaufe der Verhandlung wiederholt so ungezogen, daß mittel. Der Vorstand erklärt, daß der Verein künftig nur erklärte, daß er eine Fahrt machen wolle. Der Rutscher sofort zu vollstreckende Haftstrafe beantragte. Der Gerichtshof dann seinen Verpflichtungen nachkommen kann, wenn Wohlwurde beauftragt, eine Anzahl Bacfete, welche fich in habende ihn unterstützen. Wer auch nur fünf Mart giebt, wird Hinterraum des Zubeil'schen Lokales befanden, von dort nach trug der Erregung des Angeklagten Rechnung und beließ es bei in dem Jahresbericht namentlich aufgeführt und erntet als Wohl- en beger ein und die Droichte jbr ab. Die Bolizei dar ungünstig aus. Der Staatsanwalt schied nur einige Betrugsfag dem Wagen hinauszutragen. Nachdem dies geschehen, stieg der einer Verwarnung. Die Beweisaufnahme fiel für die Angeklagten thäter den unterthänigsten Dank des braven Hilfsvereins. So werden die Gehilfen noch fester an die Prinzipale getittet und davon in Kenntniß gesetzt worden, daß in jenen Tagen verbotene gegen Vogt aus. Derselbe habe die geldbedürftigen Leute aufs wer von den Handlungsgehilfen sich fortan noch der Sozial- bessen Wohnung fortgeschafft werden sollten. Es war deshalb 5-6 Darlehnssucher zu ihm gekommen seien. Jeder habe post fozialdemokratische Schriften aus dem Zubeil'schen Lokale bezw. Empörendste ausgezogen. Es sei nachgewiesen, daß täglich demokratie anschließt, erscheint im Lichte schwärzester Undankbarfeit: wie fann er aufmurren gegen den Prinzipal, der die Kranken- ein Beamter beauftragt worden, das Lokal von der Straße aus weg 6 M. einzahlen müssen, um dann zu erfahren, daß Bogt hilfe des Vereins so hochherzig unterſtügt? Sieht er immer noch Vorgänge bemerkt, er verfolgte die Droschte, die ihm aber aus den Cohn dann in Thätigkeit trat, kam es wieder in solchen in unauffälliger Weise zu beobachten. Dieser hatte die geschilderten nicht der Darleiher, sondern nur der Vermittler sei. Wenn nicht die Interessengemeinschaft zwischen Unternehmer und Arbeitern Augen tam. Der Beamte sah nach einiger Entfernung, daß Fällen, in denen überhaupt Geld gegeben wurde, nicht zu eine ein? Der„ Kaufmännische Hilfsverein" gewährt unter Umständen Darlehen; pro 1891 belieſen ſie ſich auf 3247,99 W.( 708,51 M. Bacfeten weiter fuhr. Da der Beamte sich die Droschkennummer Wechsel einfach bistontirte, aber in einer Weise, baß zweifello der Fahrgast den Wagen verließ und die Droschke mit den Darlehns, sondern zu einem Kaufgeschäft, in dem Cohn die weniger als im Vorjahr). In dem Bericht wird aber„ energiſch" gemterft, so war es ein Zeichtes, den Kutscher zu ermitteln. Dieser Bucher vorliege, an dem sich auch der Angeklagte Bogt betheiligt Rückzahlung der dargeliehenen Beträge gefordert. Ja, wovon erklärte auf Befragen, daß er die Badete nach dem totale des habe. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Bogt soll der stellenlose Handlungsgehilfe wohl zurückzahlen? Schankwirths Gnadt in der Brunnenstraße habe fahren müssen. eine Gesamintstrafe von 5 Jahren Gefängniß und 5 Jahren Ehr In der Angelegenheit des Restaurateurs Appeler er- Hier seien dieselben in einem Nebenraum untergebracht worden. verlust, 1000 m. Geldstrafe oder noch 100 Tage Gefängniß; halten wir folgendes Schreiben: Auf die Erwiderung des Herrn In der Frühe des folgenden Tages wurde bei Gnadt Haus gegen Cohn zwei Jahre Gefängniß, fünf Jahre Ehrverlust Appeler in Nr. 92 des Vorwärts" habe ich zu erwidern, daß suchung gehalten und hierbei ein Packet gefunden, welches und 1000 M. Geldstrafe oder noch 100 Tage Gefängniß. Herr Appeler bei meiner Anfrage wörtlich sagte, und das zwei 100 Gremplare einer verbotenen sozialdemokratischen Druck Der Gerichtshof hielt in keinem der Fälle einen Betrug für vor Das Urtheil wurde erst in später Abendstunde verkündet. Mal hinter einander: Ich lasse mich damit nicht schrift Liederbuch arbeitende Volt" enthielt. ein." Was die Zeit anbetrifft, so überlasse ich es Jedermann Da der Inhalt dieser Lieder zum Theil aufreizen- liegend, da die Geldsuchenden nicht durch falsche Vorspiegelungen darüber zu urtheilen, ob man ein von der Berliner Arbeiterschaft der Natur iſt, indem zu Gewaltthätigkeiten aufgefordert zur Hergabe der Wechsel bestimmt worden seien. Es liege nur gewähltes Komitee künstlich dadurch die Thüre weist, daß man wird, auch bereits durch Gerichtsbeschluß die Einziehung des gewerbsmäßiger Wucher vor. Hierfür sei Vogt mit acht, Cohn Dem Betreffenden antwortet, man habe teine Beit. Ich halte Buches angeordnet worden ist, so wurde gegen Gnadt und Zubeil mit fechs Monaten Gefängniß und jeder noch mit 500 Mart das, was in Nr. 92 d. Bl. steht, vollkommen aufrecht. Für mich obige Anklage erhoben. Die Angeschuldigten bestritten, daß sie Geldstrafe und einem Jahr Ehrverlust belegt worden. Bei dem ist die Sache in der Deffentlichkeit abgemacht. Sollte jedoch Herr von dem Inhalte der Packete Kenntniß gehabt. In Schant Angeklagten Vogt wurden 4 Monate durch die erlittene Unter Appeler damit nicht zufrieden sein, dann möge er sich an das lokalen fomme es so häufig vor, daß unbekannte Gäste um zeit- fuchungshaft abgerechnet, der Angeklagte Cohn, der sich auf Komitee des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises wenden und weise Aufbewahrung von Gegenständen bäten, daß der Wirth freiem Fuß befand, wurde sofort in Haft genommen. zwar an folgende Herren: Restaurateur Weber, Landsberger- darin etwas Verfängliches nicht erblicken könne. straße 40; Franz Schmidt, Greifswalderstraße 8a, Hof 4 Tr.; lefung der beanstandeten Lieder beginnen sollte, wurde die DeffentBigarrenhändler Friß Berndt, Neue Schönhauserstraße 18. lichkeit der Verhandlung ausgeschlossen. Achtungsvoll Franz Schmidt, Greifswalderstr 18 a. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagten je drei Monate Gefängniß. " für das Als die VerDas Urtheil lautete gegen Gnadt auf Freisprechung, gegen 3ubeil auf 100 m. Geldstrafe. Elbing, 25. April. Vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts begann heute die abermalige Verhandlung gegen den batte am 5. Januar das Urtheil des Landgerichts vom 19. No früheren Landesdirektor Dr. Hugo Wehr. Das Reichsgericht vember v. J. aufgehoben, wonach Wehr in der Meliorations fache wegen Beihilfe zur Untreue, Unterschlagung und Bestechung in sechs Fällen zu einem Jahre Gefängniß unter Anrechnung von 10 Monaten Untersuchungshaft verurtheilt war. Die Berhandlung wird voraussichtlich heute nicht beendet werden, da eine große Anzahl von Zeugen geladen ist. Der Landesdirektor Wehr war früher freitonservativer Abgeordneter. Ein Partei Gesinnungsgenoffe des Herrn Wehr, Herr v. Gersdorff, ist noch Landtags mitglied. leber ein befremdliches Vorkommnik wird uns von betheiligter Seite berichtet: Der Maurer Wilfe, ein Neffe des Verlegers des Bauhandwerkers" Fris Wilte, ist seit einem Jahre bei dem Maurermeister Michaelis in Groß- Eine tumultuarische Scene, welche am 18. März d. J. in beeren beschäftigt und wohnt an diesem Orte mit seinem der Friedenstraße stattfand, bildete die Grundlage einer BerMeister in einem Hause, er für seine Person in Schlafstelle. Am bandlung, mit der gestern das Schwurgericht des Landgerichts I zweiten Osterfeiertage hatte Wille Besuch aus Berlin erhalten in unter dem Vorsize des Landgerichts Direktors Schent eine neue Gestalt eines jungen Mannes, welcher hier als Dachdecker in Periode begann. Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Arbeit steht. Als sich Beide gegen 1 Uhr Nachts aus einem Maurer Karl Neumann war des Aufruhrs beschuldigt. Bierlotale nach Hause begaben, pfiffen sie ein Liedchen vor sich Die Anklage stellt den Vorgang in folgender Weise dar: In der hin, was ihnen durch den Gendarmerie- Wachtmeister Raschte Friedenstraße sammelte sich in der Mittagstunde eine Menschenuntersagt wurde, worauf das Pfeifen pflichtschuldigit eingestellt menge von 4 bis 500 Personen an, welche aufrührerische wurde. Als die beiden jungen Leute vor dem Wohnhause des Aeußerungen fallen ließ, sodaß der dort postirte Kriminal- SchußSoziale Uebersicht. Wilfe angelangt waren, sagte dieser zu seinem Freunde, er mann Klee zur nächsten Wache schickte und um Unterstützung bat. folle die Hausthüre öffnen. Ach, meinte dieser, du fannst Inzwischen forderte er die Menge auf, sich zu zerstreuen. Sofort Der Polizeipräsident von Berlin hat das Kartell der mir den Buckel entlang rutschen! Der Gendarm, welcher fiel eine Anzahl Personen über ihn her und mißhandelte ihn. Berliner Bauarbeiter benachrichtigt, daß nach seiner AnBeiden gefolgt war und diese Aeußerung gehört und Daffelbe Schicksal theilten der penfionirte Wachtmeister v. Schid ordnung in die Bauscheine eine Bestimmung wird, wonach in auf sich bezogen hatte, stürzte nunmehr- wie man uns schildert und der Buchhalter Rosenkranz, als dieselben für den Miß- Räumen, welche mit Roatstörben zum Austrocknen der auf die beiden jungen Leute zu, welche gerade noch Beit hatten, handelten eintraten. Zum Glück erschien jetzt die von Klee er- Wäude 2c. besetzt sind, nicht gearbeitet werden darf, ferner die in das Haus zu flüchten. Doch auch dahin folgte ihnen der betene Hilfe, in wenigen Augenblicken war die Straße durch die Thüren derartiger Räume geschlossen gehalten bez. die Thür. Gendarm. Während der Dachdecker Gelegenheit fand, sich zu ver- energisch einschreitende Schuhmannschaft von den Tumultuanten öffnungen durch dichte Brettervorschläge abgeschlossen werden stecken, wurde Wilke auf dem Hofe des Hauses von dem Gen- gefäubert. Nur einer derselben, der Angeklagte, war dabei der müssen und der Zutritt zu diesen Näumen nur denjenigen Berbarm gepackt, welcher dem Wilte seinen Spazierstock entriß und Bolizei in die Hände gefallen. Er hatte nicht rechtzeitig die sonen zu gestatten ist, welche die Roatstörbe zu beaufsichtigen mit diesem ihn jämmerlich durchprügelte. Wilke ersuchte den Flucht ergriffen, weil er dem in die Knie gesunkenen Kriminal- haben. Gendarm, von ihm abzulassen und ihn zur Polizeiwache zu führen, beamten Klee noch einen Schlag versehen wollte. Der Anwoselbst die nöthige Klarheit in die Situation tommen würde, geklagte behauptete im Termine, daß er völlig unschuldig in die Auf der ersten Generalversammlung des Zentral nannte auch auf Befragen seinen Namen, erhielt aber nach wie Menge hineingezogen worden sei und auch nicht geschlagen habe. vereins der deutschen Gärtner, welche während der Ofters vor wuchtige Hiebe mit seinem eigenen Spazierſtocke, so daß ihm Von den Mißhandelten vermochte keiner den Angeklagten mit Be- feiertage in Brmen tagte, waren die Orte Hamburg, Wandsbeck, fein Hut zerschlagen und beinahe ein Auge ausgeschlagen wurde, stimmtheit wieder zu erkennen, nur der Schuhmann, der ihn fest- Altona, Lotstedt, Kiel, Bremen, Berlin, Rigdorf, Remscheid, infolge dessen er stark blutete. Als durch das Geschrei und genommen, erklärte, daß der Angeklagte zweifellos derselbe sei, Mannheim, ferner die Proving Sachsen und das Herzogthum Lärmen Hausbewohner, u. A. die Wirthin und der Meister des der auf Klee eingeschlagen habe. Während der Staatsanwalt Anhalt vertreten. Glückwunsch- Telegramme waren eingelaufen Wilke, auf der Bildfläche erschienen, ließ der Gendarm von Wilke das Belastungsmaterial für ausreichend hielt, plädirte der Ver- von Kollegen in Graz( Steyermark), Dresden, Lokstedt, Hamburg, ab und verschwand. Wilke ist infolge der erhaltenen Verlegung theidiger, Rechtsanwalt Dr. Hentig, aus entgegengesetten ferner vom Zentralverband der Holzarbeiter und der Zentral mehrere Tage arbeitsunfähig, hat sich ein ärztliches Attest aus- Gründen für Freisprechung, eventuell aber für Bubilligung Krankenkasse der Böttcher und Zentralverein der Böttcher und stellen lassen und gedenkt den Gendarm gerichtlich zu belangen. mildernder Umstände. Der Spruch der Geschworenen lautete auf aus Erfurt. Die Berichte, welche die Delegirten über die Ber Schuldig unter Bubilligung mildernder Umstände. Der Staats- hältnisse der Gehilfen in den einzelnen Orten erstatteten, I sten Ueber einen Selbstmord berichtet und ein Augenzeuge: anwalt beantragte darauf eine Gefängnißstnafe von ein wahrhaft trauriges Bild: Arbeitszeiten von 10-12 Stunden bie „ Ich paffirte Sonnabend Abend um 98/4 Uhr die Jannowigbrücke, vier Jahren, das Urtheil lautete auf ein Jahr Ge- hinauf zu einer Dauer von 17-18 Stunden und entsprechend niedrige wo turz vor meiner Anwesenheit ein Mann in's Wasser sprang, fängniß, wobei besonders die bisherige unbescholtenheit als Löhne. Zum Lesen von Büchern, Zeitungen bleibt dem Gärtner derfelbe hielt sich noch einige Minuten über Wasser und schrie strafmildernd in Betracht gezogen worden war. wenig oder feine Zeit, daher der große Indifferentismus dieser Arbeiterkategorie gegenüber der Arbeiterbewegung. um Hilfe. Da ich nun sofort nach einen Rettungskahn suchte und keinen fand, so erwischte ich einen anderen Kahn, kam Ein großer Betrugs- und Wucherprozeß beschäftigte am Broving Sachsen steht die Lehrlingezüchterei in üppiger Blüthe aber leider zu spät, der Rettungsball reichte nicht bis zur Stelle Sonnabend die 7. Straftammer des Landgerichts I unter dem in jenen Städten, wo Lohnkämpfe stattfanden, find die Ber und der Unglückliche fant vor meinen Augen unter. Dieser Fall Vorsige des Landgerichtsraths Rannenberg. Nicht weniger als hältniffe besser; es hat sogar schon das Vorhandensein der ift polizeilich nicht bekannt, da kein Beamter zugegen war." 54 Beugen waren erschienen, welche ihre Erfahrungen mittheilen Organisation eine Aufbefferung der Löhne im Gefolge gehabt. sollten, die sie bei ihrer Geschäftsverbindung mit den auf der Ueber den Streit als Mittel zur Verbesserung des Gehilfenlooses Arbeiter- Bildungsschule. Den Schülern und Mitgliedern Unklagebant befindlichen Kaufleuten Richard Bogt und sprechen sich die Delegirten einstimmig dahin aus, daß ein Streit Anfang Mai in dem Geschichtsunterricht in der Süöſchule sammen ein Darlehusgeschäft Die Angeklagten haben zu im Gärtnergewerbe in absehbarer Zeit eine Unmöglichkeit sei und Sagelsbergerſtr. 43 über die französische Revolution", in der der Vermittler und Conn der Geldgeber gewesen sein soll. Vogt fation und Aufklärung der Massen zu legen habe. Ueber der Südostschule Reichenbergerstr. 133 über" Griechische Geschichte" soll sich hierbei des Betruges in 36 Fällen und mit Gewerkschafts- Kongreß legte die Generalversammlung nach längerer unterrichten wird. Cohn zusammen des Ferner wird ersucht, alle schriftlichen Zusendungen an den gemacht haben. gewerbsmäßigen Wuchers schuldig lebhafter Debatte ihre Meinung in folgender Resolution nieder: Die Beugen fetten fich aus den ersten Vorsitzenden H. Mattutat, SO, Wrangelstr. 124, Geld- verschiedensten Berufs- und Gesellschaftsklassen Die erste Generalversammlung des Zentralvereins der zufammen, deutschen Gärtner erklärt, daß die in der ersten Resolution sendungen an den Raffirer H. Gumpel, NO, Barnimftr. 42, ge- es waren Diffişiere, Mäntelnäherinnen, langen zu lassen. leute, Künstler, Schuhleute und Sängerinnen erschienen, deutschen Gärtner Handwerker, Kauf des Gewerkschafts- Kongreß enthaltenen Beschlüsse für die der heutigen Gesetzgebung nicht welche sämmtlich geschädigt sein wollten. Vogt, der früher angewandt werden können, weil eine Polizeibericht. Am 22. b. M. Morgens vergiftete sich ein mühlenmeister gewesen ist, eröffnete im Jahre 1889 in der einer bestehenden Kaufmann in seiner Wohnung in der Dranienſtraße mittelſt Demejitae ein Bureau und von dieser Zeit ließ er fort- Organisation im Sinne der Resolution zwecklos und darum ung - In der Nacht zum 23. d. M. erhängte sich ein gesetzt durch Annoncen bekannt machen, daß er Geld auf Erb- flüssig ist. Im Uebrigen erklärt sich die Generalversammlung wegen frante Sohn eines Schantwirths machte in der elterlichen bandungen Er erlitt dabei Bevor unter In der Verbindung mit gründenden Cyantali. obdachloser Arbeiter auf dem Hofe des Grundstücks Rheinsberger- schaften, Hypotheken, Wechsel oder gegen sonstige Sicherheit gäbe. mit den Beschlüssen des Kongresses einverstanden." straße 35 an der Runge eines dort stehenden Wagens.- Am Er soll einen bedeutenden Zulauf gehabt haben. Zunächst be 23. d. M. Bormittags, wurde in der Spree, vor dem Hause beufele gun berbelititigen, paß er nur Bermittler und die Ginnahmen des Vereins 8342,66 W., bie Ausgaben 8302, rein Schiffbauerdamm 29, die bereits sehr in Verwesung übergegangene nicht der eigentliche Geldgeber sei. Leiche eines unbekannten Mannes angeschwemmt. die Unter der Kassenbestand von 240,60 M. Zahlstellen besitzt der Verein des Darlehus begannen, hatte der jetzt noch 17, verschiedene Orte gingen wieder verloren; ferner hat dem er sich mit Spiritus begoß und diesen anzündete. Wunsches in sichere Aussicht. Zuerst mußte der Geldsucher einen Namens der Revisionskommission, dem sich Tempelmann- Mannso schwere Verlegungen, daß er, bald Wechsel in Höhe der gewünschten Summe ausstellen. Vogt heim anschloß, wurde dem Kassirer einstimmig Entlastung ertheilt. serieth bas Dach bes Lokomotivschuppens auf Nachmittags bedang sich dann eine Provision von 30 bis 50 Mart aus und Betreffs des Organs, der Gärtner- Zeitung", wurde nach längerer bahnhofe der Schlesischen Eisenbahn in der Mühlenstraße in vielen Fällen wurde die Geduld des Wartenden auf eine harte stimmig angenommen: Brand. Die Feuerwehr löschte das nicht unbedeutende Feuer in Vogt hören, bewegte auf etwa zwei Stunden.- Am 24. b. W. Mittags gerieth, einem Brobe geſtelit. Most fieß nichts von sich heute fließlich dem er " Die erste Generalversammlung des Zentralvereins der zweijährigen Knaben in der elterlichen Wohnung in der Ober- Dragiben under ball mith, baß aus dem Geschäfte nichts Beitung bleibt so beftehen, wie die Zeitung in letter ebens bie guftrögre, ſo daß er bald darauf erſticte.- Su einem Botel werden fönne. In gar nicht hat, Die Anklage nimmt an, daß Vogt in diesen schienen. Jede Aenderung des Umfanges, sowie der Tendenz Darauf im beim Mittagessen von einer in wurde Nachmittags ein Raufmann von außerhalb erhängt vor- auch feinerlei Schritte im Interesse des Auftraggebers gethan hat, schusses." gefunden. Wohnung, in der Megerfraße, mittelſt Revolvers, in seiner war, 2. pof Des Grunbjuds Ropniderfir. 147 brach - Auf dem schuß zu erhalten. Der Angeklagte Vogt bestritt dies, er habe getragen, die zunächst gelegenen Orte agitatorisch zu bearbeiten; Betreffs der Agitation wurde den größeren Zahlstellen auf4. Stock eines Fabrikgebäudes Feuer aus, wodurch große Bor i gwei Zeute zur Erledigung der ſchriftlichen Arbeiten wie das Deutschland zu senden, wurden als gegenwärtig nicht zweckmäßig räthe an Filzfabrikaten und das darüber befindliche Holzgement Annonciren habe bedeutende Opfer erfordert. Die meisten Geld dach zerstört wurden. Außerdem fanden am 23. und 24. d. M. fuchenden hätten sich als völlig fretitunwürdig erwiesen. Fiel acht fleinere Brände statt. abgelehnt. Born- Berlin giebt als Berichterstatter der Statutenbie Auskunft über einen Geldsuchenden günstig aus, so erhielt berathungs- Kommission die näheren Erläuterungen zu den derselbe endlich ein Darlehen, aber er mußte fich folossale Abzüge Aenderungen, welche fast an sämmtlichen Paragraphen Mendegefallen laffen. Vogt deponirte nicht, wie er bei Anfang der rungen vorgenommen worden find. Der Name des Vereins ist einer fortan nur Zentralverein der Gärtner". Auch wurde das an den Statut dahin erweitert, daß die in der Gärtnerei thätigen Hilf Verhandlungen versprochen hatte, den Wechsel bei Bant, sondern verwies die Kunden schließlich 0 arbeiter, Frauen 2e. aufgenommen werden können. Der Ausschuß des Zentralvereins erhält seinen Sitz in Berlin. Zum ersten Vorsitzenden des Vereins wurde Honig Hamburg, zum zweiten Vorsitzenden Bathge Hamburg gewählt. Die nächste Generalversammlung findet in zwei Jahren statt; die Wahl des Ortes bleibt dem Vorstand und Ausschuß überlaffen. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Stehend sangen die Anwesenden die Arbeitermarseillaise nach deren Beendigung man mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie auseinander ging. Nach den Tagen ernster Arbeit zogen die Delegirten wieder mit neuem Muth und neuen Hoffnungen heimathwärts um die Bestrebungen der Arbeiterbewegung auch in die noch dunkeln Kreise der Gärtnerwelt zu tragen. der Tarifverhältnisse demnächst zusammentritt. Nachdem| schließen. Herr Döblin weist demgegenüber darauf hin, daß der Gehilfenvorfizende und die Mitglieder der Tarif- bei Beendigung des Streits mit den Prinzipalen die Vereinbarung tommission sowie deren Stellvertreter sämmtlich ihre getroffen worden sei:" Festhalten an einer Tarifgemeinschaft, Aemter niedergelegt haben, ist ein Zustand geschaffen, der deren Form besonderer Festsetzung vorbehalten wird." Redner im Tarif selbst nicht vorgesehen ist. Um geordnete Ver- bedauert, daß man in allen Sachen gleich den sozialpolitischen hältniffe in der Tariftommission wieder herzustellen, hat Standpunkt einnehme. Im Uebrigen sei er der Lehte, der nicht daher die Mehrzahl der Prinzipalmitglieder der Tarif- auf dem Standpunkte der zielbewußten Arbeiterschaft stehe. tommission beschlossen, sich an die Gesammtheit der in Die Diskussion ist geschlossen. Als Antragsteller empfiehlt den tarifzahlenden Buchdruckereien beschäftigten Gehilfen zu Herr Dolinski noch einmal seine Resolution. Werde von wenden und dieselben aufzufordern, innerhalb der einzelnen den Prinzipalen doch eine Wahl arrangirt, so sei dazu doch eine Kreise die Erfahwahlen der Gehilfenmitglieder der Tarif öffentliche Versammlung nöthig; dort könnten die zielbewußten, tommission und deren Stellvertreter vorzunehmen. Nach Gehilfen sich dann immer noch einfinden, um die Wahl § 44 finden die Wahlen durch Urabstimmung statt; die zu verhindern. Wolle man keine öffentliche Versammlung, so absolute Majorität entscheidet. Die tarifmäßig arbeitenden könne die Aufstellung der Gehilfenkandidaten nur von den Kollegen wollen daher in ihren Kreisen für die Vornahme Prinzipalen ausgehen und werde daher mit Recht als der Erfahwahlen zur Tarifkommission besorgt sein und Mache dieser bezeichnet werden. Herr Massini spricht nochmals Die deutschen Musikinstrumenten Arbeiter hielten am das Ergebniß derselben bis spätestens 15. Mai 1892 an für seinen Antrag und bemerkt dabei, in dem Verein Freie 19. und 20. April in Gera eine Konferenz ab, welche von der den unterzeichneten Vorsitzenden der Tarifkommission mit- Volksbühne" habe der Buchdruckereibefizer Harnisch aus Dresden, in Berlin domizilirenden Agitationstommission einberufen und theilen. Der Prinzipalvorsigende der Tarifkommission für als ihm seine Lehrlingszüchterei vorgeworfen worden sei, geaus 7 Städten mit zusammen 15 Delegirten beschickt war. Der Deutschlands Buchdrucker: Bruno Klinkhardt." meint, er thue den Leuten ja einen Gefallen damit, indem die deutsche Tischlerverband war durch das Vorstandsmitglied Herr Besteck als Referent betonte, daß es nicht die Ge- Kinder untergebracht würden, und der frühere Genosse Wild-, H. Krüger Dresden vertreten, drei Städte hatten ihre Wünsche hilfen, sondern die Prinzipale sind, die jetzt schon wieder Be- berger habe dem zugestimmt mit der Motivirung, die Buchdrucker schristlich eingereicht. Aus dem Bericht der Agitationskommission unruhigung in das Gewerbe bringen, und sprach im Uebrigen verdienten heute noch einen Thaler mehr als die anderen Arging hervor, daß dieselbe ihre Aufgabe, einen Verband der Musik die Ansicht aus, daß, da von den etwa 36 000 Buchdruckern beiter. Herr Rosenthat spricht noch einmal für seinen Aninftrumenten- Arbeiter Deutschlands anzustreben, gelöst hat. Die Deutschlands kaum die Hälfte organisirt ist, Gehilfenvertreter trag: Wahl neuer, standhafter Personen. Herr Best ec hat, Schwierigkeit deffen war bedeutend, da es sich um eine Industrie auf jeden Fall gewählt werden würden. Herr Massini ist das Schlußwort. Derselbe bemerkt, daß er niemals vermittelnd handelt, deren Arbeiter zu etwa 92 pet. noch nicht organisirt zwar der Ansicht, daß alle Anwesenden nur einer Meinung eingetreten ist. Das Publikum der Unternehmer sei zugleich das waren. Nur in zwei Städten, Leipzig und Berlin, bestanden sind: Weg mit der Tarifgemeinschaft!"( Sehr richtig!), eigentlich Auftrag gebende Publikum für die Buchdrucker, daher Redner empfiehlt, Lokalorganisationen, in ersterer eine schwache, in zweiter eine empfiehlt jedoch der Versammlung, sich weder für noch tomme auch auf dessen Ansichten etwas an. fehr gute. Der Rechenschaftsbericht des Kassirers der Kommission gegen den obigen Antrag auszusprechen, sondern darüber die Wahl vorzunehmen. Unter der Billigung der Versammlung ergab eine Einnahme von 1604,9 M. und eine Ausgabe von zur Tagesordnung überzugehen und dem Zentralvorstand sowie den gelangt die Resolution Dolinsti als weitgehendste zuerst zur Ab1558,21 M. Unter den Ausgabeposten figuriren: Gemaßregelten- Gauvorständen die Erledigung dieser Angelegenheit zu über- ftimmung. Dieselbe wird mit großer Majorität angenommen.. Unterstügung 301 M., Drudkosten 331 M., Agitation 644. 2c. laffen, mit der Maßgabe, daß auf neunstündiger Arbeitszeit und Die Versammlung wird hierauf geschlossen. Nach den Berichten der Delegirten ist die Lage der Arbeiter in 10 pet. Lohnerhöhung bestanden und alles Uebrige abgelehnt dieser Industrie eine sehr traurige; Besserung kann nur bringen wird. Herr Teufert spricht sich gegen die Tarifgemeinschaft Der Verein Berliner Hausbiener ehrte in seiner dritten die energischste Agitation unter den Kollegen aller Orte und die aus; die Leipziger Prinzipalschaft wolle nur die Gehilfen dazu ordentlichen Generalversammlung das Andenken des verstorbenen Unterstützung der ganzen Arbeiterschaft. Ueber die Halberstädter benutzen, die Folgsamkeit der kleineren Buchdruckereibesitzer Kollegen Artmann in der üblichen Weise und spendete auf Kongreßbeschlüsse entspann sich eine sehr heftige Debatte, an dadurch wieder zu erwirken, daß die Gehilfen lettere zur das Unterstügungsgesuch eines Kollegen, welcher erst kürzlich welcher sich fast alle Delegirte betheiligten. Schließlich wurde Bahlung der Tarifsäge zwingen, mit anderen Worten: die Ge- 30 M. erhalten hatte, demselben 12,30 m. im Wege einer frei folgende von den Kollegen Sparfeld Berlin und Zink Leipzig hilfen sollen den Großkapitalisten die Kastanien aus dem Feuer willigen Sammlung, um der augenblicklich vielen Unterstützungsgestellte Resolution mit 13 gegen 2 Stimmen angenommen. holen. Redner stimmt daher dem Antrage Massini zu, wünscht gesuche wegen die Vereinskasse nicht zu sehr zu belasten. Dann Die heutige öffentliche Konferenz der Musik- Instrumenten: aber, daß über die Wahl zur Tariftommission für immer zur bat der Vorsitzende, man möge sich mehr mit dem Inhalt des arbeiter Deutschlands erklärt, voll und ganz auf dem Boden des Tagesordnung übergegangen werde.( Sehr richtig!) Er warnt Statuts beschäftigen. Nach dem vom Festkomitee erstatteten Bemodernen Klaffenkampfes stehend, sich mit den Beschlüssen des demnächst vor einem Bersteckspiel mit den Arbeitern, benen man das richt über den ersten Maskenball ist bei demselben, ungerechnet Halberstädter Gewerkschaftstongresses nur soweit einverstanden, gegebene Gelöbniß halten solle, und bemerkt, daß man dem noch ausstehende 40 Billets, ein Ueberschuß von 193,20 M. zu als dadurch die freie Wahl der Organisationsform für uns nicht Bentralvorstand eine so große Vollmacht nicht geben könne, verzeichnen. Dem Komitee wurde Decharge ertheilt und hierauf gehindert wird. Sie erklärt das Solidaritätsgefühl allen Ar- Herr Dolinsti hat volles Vertrauen zum Zentralvorstand, die Aufnahme von 20 neuen Kollegen vollzogen, wonach der beitern gegenüber, welche auf dem Boden des modernen Klassenkampfes meint aber, wenn man dem Antrage Maffini's ent- Rendant folgenden Bierteljahresbericht ergab: Einnahme fämpfend stehen, mit aller Kraft hoch zu halten und wünscht, spreche, werde das zur Bersumpfung der Kollegen führen. 4261,50 M., Ausgabe 2067,36 M., Vermögensbestand 2194,14 M. wurde an Unterstügung in daß in Zukunft eine friedlichere Agitation zwischen beiden Die Durchführung des Tarifs habe stets den Gehilfen Gezahlt Krankheitsfällen Richtungen der Organisationsform Plaz greifen möge". Be allein obgelegen, die dafür schwere Opfer bringen mußten. 305 m., an Sterbe- Unterstügung 540 M., an Extra- Unterstützung züglich der Organisationsfrage erklärte Referent Sparfeld, daß Die Gehilfen hätten niemals eine Garantie gehabt, daß der Zarif 123 M. und 20 M. an die ftreifenden Buchdrucker. Der Gesammtbei der jetzigen Beschaffenheit der Musikinstrumenten- Industrie es von den Prinzipalen gehalten werde. Nun wollten diese erzählen, vorstand erhielt Decharge ertheilt. Als Ersagmann des verfeine beffere Form der gewerkschaftlichen Organisation gäbe als daß sie eine Tarifgemeinschaft haben wollen? Er beantrage storbenen Ehrenrathsmitgliedes wurde der Kollege Freiberg, gedie sogenannte loſe Bentralisation, bezw. das Vertrauensmänner folgende Resolution: wählt und zum Kontrolleur, welchen Posten der Verstorbene Syftem. Es folgte war Die darauf folgende Diskussion In Erwägung, daß die Prinzipale in ihrer Mehrheit gleichfalls bekleidet hat, Kollege W. Arndt ernannt. falls fehr erregt und den gab Vertretern durch ihr den Gehilfen gegenüber gezeigtes Verhalten nach eine längere Debatte über die Zeitung„ Einigkeit", wobei das Richtungen genügend Gelegenheit, das Für und Wider dem Streit bewiesen, daß sie ein friedliches Zusammen- Verhalten der Preßkommission dem Verein gegenüber für nicht zu erwägen. Eine von H. Krüger gestellte Resolution:„ Die am arbeiten nicht wollen; in fernerer Erwägung, daß die lehte gerecht befunden wurde. Bezugnehmend auf den Artikel der 19. und 20. April in Gera tagende Konferenz der Musikinstrumenten- Tariftommissions- Sigung den Beweis geliefert, daß an ein Ginigkeit" über eine öffentliche Versammlung, in welcher der macher Deutschlands erkennt die feste Organisation der Musik- Entgegenkommen der Prinzipale auf Grund der von den Verein als nicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung Instrumentenmacher an, findet jedoch nicht das dringende Be- Gehilfen geforderten Verkürzung der Arbeitszeit auf neun stehend bezeichnet wurde, bemerkte der Vorsitzende, daß seine Ausdürfniß einer Branchenzentralisation, sondern erklärt die seitens Stunden nicht zu denken; in endlicher Erwägung, daß die führungen in der öffentlichen Versammlung folgende waren: des deutschen Tischlerverbandes angebotenen Konzeffionen ergreifen bisher bestehenden Tarife stets nur durch die Gehilfenschaft Der Verein Berliner Hausdiener steht auf dem Boden der zu wollen, welche dahin gehen, die Branchenfektionen mit schweren Opfern durchgeführt werden mußten, während modernen Arbeiterbewegung ebenso wie die andern Hausdienerzuzulassen. Sie findet daher in dieser Art des Anschlusses an die Prinzipalität auch nicht die geringste Garantie für die Vereinigungen. Wenn Gewerkschaften bei Streitangelegenheiten die feste Zentralisation die Interessen der deutschen Musik- Durchführung resp. Einhaltung auch nur einer Be an den Verein um Unterstüßung herangetreten find, so hat der Instrumentenarbeiter hinreichend gewahrt." Diese Resolution stimmung des Tarifs zu übernehmen in der Lage war: Verein ebenso und noch mehr feine Schuldigkeit ge wurde von den noch anwesenden 12 Delegirten mit 8 gegen erklärt die Versammlung, daß sie es ablehnt, an than als die anderen Hausdiener- Bereinigungen. 2 Stimmen verworfen. 2 Delegirte enthielten sich der Ab- der von Leipziger Prinzipalen ausgeschriebenen Wahl der Verein seine größere Bergnügungen in der Philharmonie stimmung und erklärten, sich der Majorität fügen zu wollen. von Vertretern zu einer angeblichen Tariskommission abhält, so mag das nicht richtig sein, aber da der Verein nur Zum Vorort wurde einstimmig Berlin gewählt; in den General- fich zu betheiligen, und beschließt demgemäß, teine Unterstüßungsverein ist, so find wir verpflichtet dahin zu streben, ausschuß wählte man die Kollegen Sparfeld- Berlin, Vorsitzender; Kandidaten aufzustellen. Gleichzeitig erwartet die daß bei den Festen ein Ueberschuß erzielt wird, um unsere hilfs. Pfeiffer Berlin, Beisiger; E. Mahnke- Berlin, Kassirer; zu General Versammlung von allen Buchdruckergehilfen Berlins bedürftigen Kollegen unterstützen können. Wenn Sie heute hier Revisoren Hempel Gera und E. Pfeiffer Beiß. Die vorgelegte und der Provinz Brandenburg, daß sie jede ihnen von erklären wollen, der Verein stehe nicht auf dem Boden der Geschäftsordnung für den Generalausschuß wurde einstimmig Seiten einer gewissen Prinzipalität oder ihren Helfers- modernen Arbeiterbewegung, so pfeife ich darauf( nämlich auf angenommen und als Zeitpunkt der nächsten Konferenz helfern aufgedrungene Wahl entschieden zurückweisen." diese Bezichtigung)." Nachdem noch mehrere Redner gegen ( Bravo!) auf Vorschlag Krüger- Dresden der Tagungstermin des nächsten die Zeitung Einigkeit" als Publikationsorgan des Vereins ge deutschen Holzarbeiter Rongreffes angenommen, da dadurch Herr Silberberg betont, daß schon bisher die Gehilfen sprochen hatten, wurde beschlossen, an deren Stelle die„ VoltsZeit und Geld erspart würde. Bezüglich der Organfrage beschloß Alles, was sie haben, allein durch eigene Kraft errangen, und ver- Beitung" zu nehmen, so daß jetzt der Vorwärts" und die man auf Antrag Krüger- Dresden einstimmig folgendes: In weist hierbei auf die Ausgaben, welche die Kasse für Maß- Bolts- Zeitung" als Publikationsorgane dienen. Außerdem wurde Anbetracht einer möglichen späteren Annäherung an die deutschen regelungen im Frieden zu leisten hatte. Hätte in Wahrheit eine Die Versammlung sich dahin einig, am Bußtag eine Herrenpartie Holzarbeiter befchließt die heutige Konferenz der Musik Tarifgemeinschaft bestanden, dann brauchten die Gehilfen nicht so nach Rahnsdorf- Schöneiche und am zweiten Pfingstfeiertag eine instrumenten- Arbeiter Deutschlands, die Neue Tischlerzeitung" als hohe Beiträge zu zahlen. Glaube man etwa, daß jetzt die Landpartie zu unternehmen. Der Billetpreis für die LandPublikationsorgan der geschaffenen Bertrauensmänner- Berbin- Prinzipale auf ihre schneidigste Waffe verzichten würden, auf die partie wurde auf 1 m. pro Person festgefeßt und liegen bung anzuerkennen." vierteljährliche Ründigung, durch die sie vorher zu wissen be- bie Listen zur Einzeichnung im Vereinsbureau und in den noch Ein gemeinschaftliches Gewerbegericht für den hessischen kommen, wann die Gehilfen in eine Bewegung eintreten wollen? stattfindenden Versammlungen bis zum 24. Mai aus. Spätere Amtsgerichtsbezirk Gießen verlangen die Stadtver- Redner ist nicht dafür, daß man sich mit den Prinzipalen einläßt. Anmeldungen werden nicht berücksichtigt, der Vorsitzender theilt Herr Besteck betont noch einmal, die Wahl werde er ferner mit, daß das Bureau und der Stellennachweis sich Alte ordneten Gießens vom Kreisamt. Die Anregung hierzu gab der Gießener sozialdemokratische Wahlverein durch ein diesbezügliches folgen. Stellten sich die organisirten Gehilfen abfeits, so werde Leipzigerstraße 1, Gingang Rauleshof, befindet. Betreffe der tommen, Maifeier wurden beschlossen, sich dem zweiten Wahlkreis anzus Gesuch. In der Proving Oberhessen besteht zur Zeit ein Ge- mit Hilfe der Uebrigen ein Zarif zu Stande werbegericht nicht. Die bisher vorgekommenen Gewerbeftreitig von bem es heißen werde, er habe die Genehmigung der schließen, welcher dieselbe auf dem Berliner Bock abhält. Gehilfen. Redner ist auch kein Anhänger der Tarif feiten wurden bis auf vereinzelte, vor den ordentlichen Gerichten gemeinschaft: wenn er gleichfalls die Wahl empfehle, so thue In Friedrichshagen sprach am 23. April in einer Volks verhandelte Fälle, durch die Bürgermeistereien geschlichtet. 4 " ebenbeider A Ge er es mit schwerem Herzen. Durch das Abseitsstehen der organisirten Gehilfen werde es vielen derselben unmöglich werden, der Organisation weiter anzugehören; dann werde man also auch die Organisation zerstört haben. Eine weitere Resolution verwirft zwar die Tarifgemeinschaft, will aber gleichwohl die Wahl vollzogen wiffen. von fleinen nur Wenn versammlung Reichstagsabgeordneter Singer unter lebhaftem Wie treffend die Kritik ist, welche der Vorwärts" den Beifall über die Sozialdemokratie im Reichstage". Er erörterte Grubenbesitzern und ihren Vertheidigern zu Theil werden ließ, zunächst die Stellung der sozialdemokratischen Partei zum Parbestätigt eine Anzahl regierungsfrommer Bergleute in lamentarismus, betonend, daß der Sozialdemokratie, die in der Buer, welche an den Handelsminister von Verlepsch und die heutigen Gesellschaft das Unglück der Menschheit erkannt hat, beiden Häufer des preußischen Landtags eine Betition richten, in der Barlamentarismus dieser Gesellschaft nicht Selbstzweck, sonHerr Rosenthal empfiehlt diefe Resolution und verlangt dern nur eins der mächtigsten Propagandamittel, das uns z. B. der es u. A. heißt: Unterzeichnete Bergleute sprechen dem Herrn Minister von Berlepsch für sein wohlwollendes Eintreten für die an Stelle der bisherigen Bentralleitung die Wahl neuer unter dem Sozialistengefeße die einzige Möglichkeit gab, zu zeigen, berechtigten Intereffen des Bergarbeiterstandes durch die neue Kräfte. Die bisherigen Kräfte solle man jedoch nicht mit Undant wie die herrschenden Klassen es nicht auf Verhinderung gemeinGesetzesvorlage Dant aus und bedauern es aufs Tiefste, daß entlassen, sondern sie nur, weil sie zu sehr an die alten Ber- gefährlicher Bestrebungen der Sozialdemokratie", sondern auf letztere durch die Mehrheit der Berggefeh- Kommission in den hältnisse gewöhnt seien, durch andere ersehen. Herr Salomon Snebelung der Arbeiterklasse abgesehen hatten. Wir benutten wichtigsten Punkten eine Wenderung erfahren hat, welche den so tritt den Ausführungen der Herren Dolinsti und Silberberg bei alle Mittel, die uns vorwärts bringen, bedürften aber nicht fehnlichst erwünschten Frieden auf das Bedenklichste gefährdet. und fordert die Gehilfenschaft auf, durch Annahme der Resolution der Gewalt, zu der unsere Gegner uns gerne greifen sehen Wir halten die in dem Gesetzentwurf niedergelegten Zugeständ: Dolinski fich vollständig von den Prinzipalen zu trennen.( Bravo!) möchten. Wir wüßten ganz genau, daß die bestehenden Vers nisse, um deren Erfüllung wir dringend bitten, für das Mindeste Herr Stößel: Die Prinzipale wollen die Gehilfenvertreter hältnisse, die unaufhaltsame Entwickelung des Großbetriebes die von dem, was die Bergleute beanspruchen müssen." nur haben, um ihren Unterdrückungen jetzt eine gewisse gefeßliche langen und von Fall zu Fall schlimmer werdenden Krisen 2c., Wählten die Organisirten nicht, dann die Verwirklichung unserer Ideen schon genügend fördern werde die Wahl nur Gegen Zwangsinnung und Befähigungsnach Form zu geben. einer ganz hätten Bahl und über nöthig, dieselben aufzuklären weiz erklärte sich der Verbandstag der bayerischen vorgenommen werden, deren Abmachungen das Groß der und die Reichstags- Tribüne sei eine der Stätten, von werbevereine, welcher in Nürnberg verhandelte. Die Gehilfen nichts angingen. Herr Massini ist aus taktischen denen aus dies mit Erfolg möglich wäre. Redner wies Innungsapostel haben Pech über Pech. Rücksichten für Vornahme der Wahl. Herr Faber: Warum dann an einigen der Verhandlungen, die im Reichstage vorkommen jetzt die Prinzipale mit diesem Antrage, etwa weil sie gekommen find, nach, daß die Thätigkeit unserer Parteigenoffen der Gehilfenschaft wohlgesinnt find? Nein, weil sie ihren Vor- im Reichstage sich vollständig mit der prinzipiellen Auffassung theil dabei haben. Die Gehilfen sollten an die üble Handlungs- der Sozialdemokratie deckt, indem er die Berathungen über die weise denken, welche sich die Prinzipale ihnen gegenüber zu Sonntagsruhe, über die Krankenkassen- Novelle, über den Etat Schulden kommen ließen. Und mit diesen Herren sollten sie sich und den dabei zur Sprache gekommenen Militarismus, über die aufammensetzen? Er sei natürlich auch der Meinung, daß selbst, Sandelsverträge und über den Gefeßentwurf, betreffend die wenn die Wahlen vollzogen würden, bei der Berathung nichts unterstüßung der Familien der zu militärischen Uebungen einherauskommen werde, aber die Gehilfen wären dadurch wieder gezogenen Mannschaften, furz beleuchtete. Das zuletzt genannte, Mitglieder der Tarifgemeinschaft. Er sei daher für die Resolution von den Sozialdemokraten seit langer Zeit geforderte Gesetz zeige Dolinsti, Herr Stendwebel bemerkt, daß Herr Massini in deutlich, daß wir durch den Parlamentarismus auch noch ganz der Versammlung in Königsbank die Tarifgemeinschaft verworfen willkommene Vortheile für die Gegenwart zu erringen vermögen. hat, was dieser durch taltische Rücksichten vertheidigt. Herr Auf unseren Vormarsch nähmen wir mit, was wir erreichen Versammlungen. Giesecke spricht für den Antrag Massini. Die Tarifgemeinschaft tönnen, ohne auch nur auf ein Atom dessen, was wir er= Allgemeine Buchdruckerversammlung. Etwa 2000 Buch hindere nicht an einer Lohnbewegung, die ja doch ohne voran reichen wollen, zu verzichten. Redner würdigte noch kurz Drucker hatten sich am 24. April im großen Saale der Bock- gegangene öffentliche Versammlungen nie möglich sei. Herr die für den gegenwärtigen Kurs bezeichnenden beim Reichsbrauerei eingefunden, um Stellung zu nehmen zu dem Antrag der Silberberg erinnert noch einmal daran, wie wenig die tage eingegangenen, aber unerhört gebliebenen Gefeßentwürfe Prinzipale, die Wahl von Gehilfenvertretern zur Prinzipale sich an den Tarif gehalten haben, wie sie sich z. B. der Regierung, wie Trunksuchtsgesetz, das den Schnapskonsum Tariftommission zu vollziehen. Der Vorsitzende, Herr um die Feiertagsbestimmung desselben herumbrückten. Außerdem einschränken soll, während die neuerdings geplante Biersteuer Schmitt, verwies bezüglich des Anlasses zur Einberufung sei die Arbeitslosigkeit im Gewerbe jest so groß, daß die doch eine Zunahme desselben bewirken muß, ferner das Zuhälterdiefer Bersammlung auf folgendes Schriftstück, daß in den legten Innung bereits ihre Lehrlinge ausbiete, alfo selbst diese nicht gefeß, und ging dann angesichts des nahe bevorstehenden 1. Mai Zagen in fämmtlichen Buchdruckereien verbreitet worden ist: mehr alle beschäftigt werden könnten. Wenn die Gehilfen Bundes- auf die Bedeutung desselben für die Arbeiterklasse ein, betonend Es ist wünschenswerth, daß die Tarifkommission zur genossenschaft haben wollter, sollten sie solche mit ihren Kollegen welch ein erhebender Gedante es ist, daß auf der ganzen Erbe Berathung und Beschlußfassung über die fünftige Gestaltung und der übrigen Arbeiterschaft, nicht aber mit Denunzianten zu einer und derselben Beit eine Bestrebung, eine Forderung, Eine Konferenz der Maurer, einberufen vom Vertrauens mann Fr. Emmer in Giebichenstein bei Halle, findet am 15. und 16. Mai im Rheinischen Hof zu Braunschweig statt. Die Töpfer ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs nach Bromberg( Meckel), Halle( Böhme), Klein- Möhlau, Stralsund, Frankfurt a. M., von Dienarbeitern nach Königsbrück, Zwickau ( Scholz). -A -A Aus Perth wird gemeldet: Die in einem Keller einherrührenden Zeichentheile sind gefunden und zwei des Mordes gemauerten, von der vor 5 Jahren verschwundenen Deborah Perl verdächtige Personen verhaftet worden. nämlich die des Arbeiterschutes, speziell des Achtstundentages, die gesammte Arbeiterschaft bewegt. Mit der Aufforderung, daß Borwärts Gefangperein der Böttcher Steineiche, Jüdenstraße 55 bet vor, in Lemberg eine einträgliche Anstellung gefunden Zitania, Köpenickerstraße 191 bei Boge. auch die Arbeiterschaft Friedrichshagens sich von der Demon- Schönhauser Allee 28 bet stubimey.- Bilarta, Blumenstraße 40 bei went. Alles das ist durch die Zeugen festgestellt worden. Das Ziel der 8, Marmiz, bet Wilhelm Nölte. Vorwärts 2, zu haben, der Andere faselte von einem Funde 2c. stration für dieses Ziel nicht fernhalten solle, schloß Redner unter Freies Lied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bei Feder. dem Beifall der Anwesenden. Im Anschluß an die letzten Worte Sänger- Chor der Töpfer," Neue Friedrichstr. 44, bet Stöllig. Räuber war Amerika. Mit dem erpreßten Gelde wollten sie sich theilte der Vorsitzende mit, daß der Arbeiter- Bildungsverein von Gneisenauftraße 88 bet särger.angelfreibett, ur, bet grön durchaus nicht bewiesen, daß einer wie der andere von ihnen 20 Siegmund. 8ufriedenheit, jenseits des großen Wassers eine Existenz schaffen. Auch ist es Friedrichshagen am 1. Mai einen Ausflug nach Woltersdorf lich, Naunynftr. 44. Freiheitsgruß, Schönhauser Allee 46 bet Busse. selbst Hand an sich gelegt habe. Es ist wohl möglich, daß alle machen wolle, wozu die Theilnehmer sich früh 7 Uhr im Restau- Dienstag: Gefelliger Berein limbim, bei George, Gr. Görschenstr. 16.Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der Volkswuth zum Opfer gefallen sind. Wahrscheinlich hat sich rant Blanke einfinden sollten. Im Restaurant Woltersdorf wird Theaterverein Atazie bei Ockert, Beughofstraße 8. im Restaurant Lehmann eingekehrt. Was den Parlamentarismus Blumeniese bei Strüger, Dresdenerstr. 105.Theaterverein Bukowski in der Verzweiflung, um dem Lynchen zu entgehen, erbetreffe, so meinte Redner, man sei nur dagegen, daß derselbe ice, bei Sabeck, Fürbringerstr. 7. Tambourverein Deutsche schossen." Von vornherein war der Vorwärts" der Meinung, zu sehr ausgedehnt werde, ganz verwerfen werde ihn wohl Weidenweg 12. Gefelliger Verein Mehr& icht bei daß es sich nur um einen gemeinen Raubmordversuch handeln Babel, Frankfurter Allee 90.- Tambour- Verein Borussia bet Feldhahn, Niemand. Ihm hielt Genosse Knappe vor, daß die sozial fönne und politische Motive deshalb ausgeschlossen seien. Diese demokratischen Abgeordneten im Parlament so viel wie möglich nord 8-11 Uhr, Briezenerstr. 6, bet Sendte. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Ansicht ist also, wie auch vorstehende Notiz beweist, die richtige Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Reßner, Annenstraße 16.- Mufitverein Nachtheile für die Arbeiterschaft zu verhüten haben. Im Schlußgewesen. wort bemerkte Singer, wenn man zum Parlament wähle, 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von dürfe man nur Solche wählen, von denen man überzeugt ist, daß Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden fie ganz genau wissen werden, was sie zu thun haben. Im ParDienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. lament fei es wie in der Schlacht, häufig hänge von der im Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Tägers, Gartenstr. 13-14. - Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpnickerAugenblicke geschaffenen Situation die Stellungnahme bereits für ftraße 158 bet Buchs. den nächsten Augenblick ab. Nachdem Redner noch Bedenken, Bergnügungsverein micitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. welche bezüglich des Antrages der sozialdemokratischen Fraktion fälen, Müüerfir. 7. Bergnügungsverein Reich strone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Fest Gefelliger Verein Brüderschaft, im Restaurant auf Verstaatlichung der Apotheken geäußert worden waren, durch Deutscher Reichsadler, Beusselstr. 9. Verweis Bergnügungsverein Saturnalta, auf die Motive heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. zu diesem Antrage zurückgewiesen hatte, erklärte Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, er habe geglaubt, er Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchflub Eldorado, Abends 8% Uhr, würde es heute mit den Gegnern des Parlamentarismus im eftaurant W. Schulze, Ostbahnhof 7. in fachlicher Auseinandersehung Rauchtlub Dammer wolte, Böckhftr. 51. persönlich fämpfe er über- bet Grande. Rauchklub Bruderbund, Abends 9 Uhr, Laufigerstr. 50, haupt nicht Rauchflub Beitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant zu thun haben. Das sei nun nicht der Fall ge- zum Beitgeist, Bernauerstr. 72.wesen. Er fordere nunmehr Jeden, der es ehrlich meine, Reichenbergerstr. 73a, bet Faustmann. Rauchtlub Ambalema, Abend 9 Uhr, der wirklich die Befreiung des Proletariats auf seine bet Thiele, Brandenburgstr. 56. Tambourverein Rothe Nette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, Fahne geschrieben habe, auf, mit alter Treue für die alte Freitag, Abends 9 Uhr, im Restaurant Müller, Gartenstr. 52. Tambourverein Wirbel, Dienstag und Sache zu tämpfen. Derjenige, der da glaube, daß das, was die verein Ruf, Dienstag und Freitag, Abends 8 Uhr, bet Sommer, Grünftr. 21. Sozialdemokratie seit 25 Jahren verfolgt, das Richtige ist, der Sonntags Sigung. fomme auch äußerlich wieder in unsere Reihen. Eine Ersatzwahl zur Lokalkommission, die als zweiter Gegenstand auf der Tagesordnung stand, wurde nicht vorgenommen, da der Lokaltommission noch drei Genossen angehören und es, wie Genosse Meiwald erklärte, in ganz Friedrichshagen nur zwei Lokale giebt, in denen der Vorwärts" nicht gehalten wird. Da Weiteres nicht vorlag, wurde die Versammlung geschlossen. er, Statflub Kreuz- Solo, 8-10 Uhr, Krautsstr. 2, bei Mühle. Tambour Touristentlub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Biebrat, Franfectifstraße und Schönhauser Allee Ecke. Vermischtes. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Bochum, 25. April. Die gestrigen Bergarbeiter- Versamm lungen waren gut besucht. Die Berggesetz- Novelle, die Feier schichten und die Arbeiterentlassungen bildeten den Gegenstand der Berathung. Die Redner machten die Grubenbefizer resp. die von ihnen geschloffenen Kohlenringe für die augenblickliche Lage verantwortlich. Jäger habe den ganzen fehlenden Betrag der Kasse in den letzten Frankfurt a. M., 25. April. Es verlautet, der Kassirer Tagen seines Hierseins entwendet, demnach könne von dem Verspielen eines großen Betrages an der Börse keine Rede sein. München, 25. April. Auf der Tagesordnung des am 26. Juni in Regensburg stattfindenden allgemeinen bayerischen sozialistischen Parteitages steht die Berichterstattung über die Thätigkeit des bayerischen Landtages und die Wahlen zu dem felben für das Jahr 1898, ferner Agitations- und Organisations fragen. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag, Abends 8-10% Uhr: SüdUnglück auf See. Bei Travemünde schlug ein HeringsSchule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittel); Süd- Ost: boot um. Von der Besatzung sind zwei Mann ertrunken, einer importeure haben sich verpflichtet, um der sozialdemokratischen Kopenhagen, 25. April. Alle hiesigen Kohlen- und Getreide Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( mittel), Mathematitist gerettet. und mathem. Geographie; Ost Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Bewegung unter den Plaz- und Hafenarbeitern entgegenzutreten. Physiologie; Nord- Schule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Geschichte Eine Fenersbrunst vernichtete in dem an der waldeckischen Alle Arbeiter, welche sich weigern, für Kutscher von Fuhrherren mittel). In allen Lehrfächern tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch Grenze liegenden westfälischen Dorfe Grüneberg 40 Gebäude; zu laden, die sich der Aufstandsbewegung nicht anschließen jetzt tim Laufe des Semesters, eintreten. Achtung Tischler Riedorfs! Bur gemeinschaftlichen Feier des 1. Mai", in Breslau die Lumpenfabrit von N. Friedebergs. Bur wollen, werden entlassen und sollen nie wieder beschäftigt werden. bitten wir alle Kollegen, sich Nachmittags 2 Uhr, in der Vereinsbraueret, Löschung des letzteren Brandes waren 16 Sprigen erforderlich. Vermittelungsversuche seitens der sozialdemokratischen Agitatoren Jäger- und Herrmannstr.- Ecke, zu versammeln. Die Werkstatt Kontroll- 4 Pferde verbrannten im Stalle. Die Zuckerfabrik auf dem Gute sind abgewiesen worden. Gauverein Berliner Bildhauer. Heute, Annenstr. 16: Außerordent Scheune bei Stettin ist in der Sonnabend Nacht gänzlich tommission. liche Generul- Bersammlung. Bortrag.( Siehe Inferat vom Sonntag.) Verband deutscher Zimmerleute Schönebergs u. Umgegend. Heute 1. Quartal. niedergebrannt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Sofia, 25. April. Wie das Journal" La Bulgarie" meldet, Selbstmord geendigt. Der penfionirte Lehrer Spitfaden von schaftern, auch dem russischen Botschafter Nelidow, Besuche ab. Zwei pfälzische Lehrer haben in den letzten Tagen durch stattete Dimitrow am Sonnabend in Konstantinopel allen BotNußdorf erreichte durch Erhängen sein Ziel, nachdem er zuvor Bei legterem soll, wie das Blatt meldet, Dimitrow im Laufe des hatte. Er soll in legter Zeit trübsinnig gewesen sein, so daß mehr den bulgarischen Emigranten bald ihren Schuß entziehen auf sich einen Schuß abgefeuert und sich die Pulsadern geöffnet Gesprächs gefragt haben, ob nicht die russische Regierung nun man annimmt, er habe in geistiger Umnachtung gehandelt. Der werde. Nelidow habe die Frage verneint und seinerseits mit der zweite Fall betrifft den Lehrer Eberlein von Schweißweiler, der Gegenfrage beantwortet, wann die bulgarische Presse ihre schroffe unmittelbar vor Beginn der Prüfung in seiner Klasse in seiner Sprache Rußland gegenüber aufgeben werde? Dimitrow solle Wohnung durch einen Schuß in den Kopf seinem Leben ein Ende darauf erwidert haben, es werde dies geschehen, sobald Rußland trieben, ist nicht klargelegt. Er hinterläßt eine Wittwe mit einem machte. Das Motiv, das diesen jungen Mann in den Tod ge- aufhören werde, die bulgarischen Emigranten zu beschützen. Kinde. London, 25. April. Unterhaus. Der Parlamentssekretär des Auswärtigen, Lowther, erklärte auf eine Anfrage, betreffs des modus vivendi im Behringsmeere sei mit den Vereinigten Staaten Washington unterzeichnet worden. ein vollkommenes Einvernehmen erzielt, die Konvention sei in Abend 8 Uhr bet Jatob, Grunewaldstr. 110: Bersammlung, Abrechnung vom Verein Berliner Kolportage- Buchhändler. Heute Abend s uhr, Stralauerstr. 57( Miegel): Sigung. Charlottenburg. Heute Abend 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung des fozialdemokratischen Wahlvereins in ber Gambrinus- Brauerei. Vortrag des Genossen Robienzer- Berlin über: Die Chartisten- Bewegung in England. gese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Webbe, s uhr, bet J. Wintler, Manteuffelstr. 60. bet G. Behrend, Blumenstr. 5. Sozialdemokrat, Abends 8 Uhr, müller, Wienerstr. 31. Agitationsverein affalle, bei Drüge Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Vorstände derfelbeu zu richten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft 1, bei Oswald Berliner, Zu dem Attentat von Koscielee wird von gut unterBrunnenstraße 114. straße 5 bet Bartels. Olympia, Stallschreiberstr 58.- Schild horn, mehr fast abgeschlossenen amtlichen Ermittelungen steht es Harmonia, Flottwell- richteter Seite geschrieben:" Auf Grund der angestellten und nunUsedomftraße 33 bei Miete. Fidelitas, Bergstraße 68 bei Keller. Allegro, Kaiser Franz- Grenadier- Plaz 7.- Alpenglode, Grüner Weg 29, außer 3iveifel, daß es sich bei dem Raubanfall auf den Propst bei Saeger. Liedertafel Westend, Bülowstr. 27, bet Gundlach.. Berliner Buchdrucker, Alte Jafobstr. 83 bei Wienecke. von Poninsti lediglich um einen ganz gemeinen RaubBruder= ug gehandelt hat. Die anarchistische Färbung, welche die bergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Braueret. Spizbuben dem Verbrechen zu geben trachteten, war lediglich Hoffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräb. Waldtapelle 1, Berliner Bockbrauerei. ein Mantel zur Arbeiter Maibund, besseren Verdeckung Der Nowawes Wallstraße bei Gärtner. Sängertette, Schönlein Spuren. Butowsti hatte schon vor Wochen ausgestreut, er ftraße 6 bei D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bet habe eine reiche Erbschaft zu hoffen und werde wieder nach rente. Ein solches Anrecht konnte man vor dem 1. Januar 1891 G. St., Potsdam. Sie haben kein Anrecht auf Invalidens Winter. Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Alte Linde, Paris zurückkehren, wo er sich sehr wohl gefühlt habe. Nehn-| überhaupt nicht erwerben. Mariannenstraße 31-32 bet Doberstein. Vorwärts 4, Nathenow, Restaurant Walhalla". Ginigtett 2, Landsbergerstraße 3i liche Reden führten seine Komplizen, die alle bis über W. E. Kommen Sie zwischen 12 und 11/2 Uhr Mittags oder Wendt. den Kopf verschuldet waren. 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