Nr. 31. Rbonntmf ntS'Btdlngungen: SIBomtemcntS- Preis pränumerando! Vierteljährig 3, SO m., monatl. 1,10 SRI., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags- Vellage„Die Neue Well' 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat, Eingetragen in der Post-ZeitungS- Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. 20* Jahrg. Die TntertlonS'Gebübf beträgt für die fechSgewaltene Kolonel- zcllc oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerlschaftliche Vercins- und Bersammiungs-Anzeigen 20 Pfg. „Kleine Hn zeigen" jedes Wort 5 Pfg. (nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Stummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. krlchtllN ligllch iliiB«! montags. Devliner VolkrsblAkk. Telegramm-Adresse: „SoilaMtnokrat Btrlin". Centralorgan der focialdemokratischen Partei Deutschlands. Rcdahtiom 8M. 68, Lindcnatraeae 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1S8Z. Freitag, den 3. Februar 19�3. Expedition: 8M. 68, Lfadenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. „Polnische Wirtschast". Wenn man jetzt von polnischer Wirtschaft redet, denkt niemand mehr an die Wirtschaft der Polen, sondern an die Wirtschaft der G e r m a n i s a t 0 r e n in der Provinz Posen. Seitdem das schneidige Assessorentmn die polnischen„Kaninchen" jagt, seitdem tnan tint Hunderten von Millionen unter dem Vorwand des Germanisiercns polnische und deutsche Junker Ivirtschastlich unterstützt, seitdem herrschen unter dein Deutschtum der Ostmarken Zustände, die über kurz oder lang zu einer Katastrophe fiihren müssen. Die Fälle L ö h n i n g und Will ich, um deren Verdunkelung in den letzten Tagen das preußische Abgeordnetenhaus bemüht war, sind nur Anzeichen einer Fäulnis, die ärger vorgeschritten sein muß, als eine weitere Oeffent- lichkeit bisher ahnt. Das herrschende Junkcrgeschlecht und seine ausführenden Minister verfolgen den Skandalfällen der letzten Zeit gegenüber immer die gleiche Taktik: Trotzig ableugnen, verwirren, verschweigen, drohen— nur nichts zugeben, mir nichts herauskommen lasten. Und die Minister beteuern zum Ueberdrutz in edlem Biedermcierton ihre völlige Unschuld und ihre herrlichen Grmidsätze, ohne doch intelligent zu sein, aus ihrer Darstellung die gewaltsam durchdringende Wahr- heit bis zur letzten Spur tilgen zu tonnen. Der ganze Haß der Schuldigen und Mitschuldigen sammelt sich gegen die Störenfriede, gegen die Ankläger. Davor wollen sie ein für allemal gesichert sein, daß irgend einer aus ihren eignen Kreisen sich in die Oeffentlichkeit und zur Wahrheit flüchtet. Man will für alle Zukunft Beamte davon zurückschrecken, daß sie sich gegen Unrecht und Korruption zur Wehr setzen. Das System erträgt nicht die Beleuchtung von innen heraus. Der Selbsterhaltungstrieb der Herrschenden zwingt zur Ver- nichtung solcher Unbotmäßigen. So unternahm man eS, Herrn Löhning moralisch zur Strecke zu bringen, so wurde Herr Nickel, der aufrührerische Lehrer von Trakehnen, mit allen Mitteln verdächtigt— bis zum Vorwurf eines gemeinen Verbrechens. Wie der preußische Finanzminister Nheinbaben den Fall Löhning abzuthlm versuchte, haben wir bereits verkündigt. All feine leeren Versicherungen erschüttern nicht den klaren, urkundlichen Thatbestand, daß der Steuerdirektor gehen mußte, weil er die Tochter eines Feld- webels heiraten wolle. Die Loblieder auf den Feldwebel und Subalternbeamten, die man jetzt anstimmt, um den Unwillen dieser gutgesinnten Kreise zu beschwichtigen, beweisen nur das eine, daß diese Aristokraten nicht einmal mehr den Mut besitzen, ihre Anschauungen von Ebenbürtigkeit zu vertreten. Inzwischen hat Herr Löhning in einer Erklärung, die er an die Presse versandt hat, die Behauptungen Rheinbabens Punkt für Punkt Lügen gestrast. Der Minister hatte auch das unsaubere Mittel angewandt, daß er auf gewisse dunkle Privatverhälwisse hinwies, von denen er au« Schonung für Löhning nicht reden wolle. Aus der Entgegnung Löhnings ersieht man nun, daß die humane Zurückhaltung de« Ministers sich einfach erklärt, weil ihn jeder ausgelacht haben würde, wenn er mit diesen Enthüllungen gekommen wäre. ES steckt nichts dahinter und deshalb begnügte er sich mit den vielsagenden schonenden Andeutungen. Herr Löhning verdirbt dem Minister das Spiel, indem er offen sagt, Ivorum es sich handelt: Der Schwager seiner Frau ist der Sohn eines vor 28 Jahren wohl wegen Unregel- Mäßigkeiten seines Amtes entlassenen Steueramts-Rendanten, der über- dies seit 20 Jahren tot ist. Ferner daß die Schwester seiner Schwieger- mutter mit einem— ftf— Polen verheiratet ist und— sif-f— ein Uhren- und Weißwarengeschäft betreibt! So hat sich der kluge Herr Rheinbaben selbst in der Schlinge gefangen. Denn wenn er diese sehr weltftemden Familienverhältnisse mit feierlicher Geberde als„geWiste Momente lokaler und persönlicher Art" bezeichnete, welche„die dienstliche Stellung des beregten Beamten in Posen beeinttächttgen und nahezu unmöglich machen mußten"— wer soll dann dem Minister glauben, daß die Heirat mit einer Feldwebelstochter nicht ein tausendfach schlimmere« Verbrechen darstellte I Die Heirat mit der Feldwebelstochter ist doch noch wenigstens ein ernsthaftes, greifbares Aergerni« in dem aufgeblähten Kastenstaat. Jene weiteren Familienbeziehungen sind dagegen ein völlig albernes, haarsträubendes läppisches Nichts, und trotzdem genügten diese Umstände schon— nach Herrn v. Rheinbabens billigendem Geständnis—, Löhning in Posen unmöglich zu machen. Man sieht: es gehört auch einige Intelligenz zum Ableugnen, die nicht jedem Minister gegeben ist. Herr v. Rheinbaben hatte sich auf die„nattonale Ausrede' ein- geübt. Trotzdem ihm strebsame denunzierende Beamte allerlei Klatsch über die unnattonale Gesinnung Löhnings zugetragen haben, so war dies Belastungsmaterial nicht nur äußerst dürftig, sondern auch in Wirklichkeit glänzende Ehrenzeugnisse für den Gematzregelten. Denn die angeführten Aeußerungen Löhnings bewiesen nichts weiter. als baß er sich pflichtgemäß geweigert hatte, gesetzwidrige Handlungen zu begehen und daß er privatim aus seiner Meinung kein Hehl machte, daß er für die brutale, hirnverbrannte Hakatistenpolitik nicht begeistert sei. ES ist eben nicht jedem gegeben, binnen wenigen Jahren von der aus Berlin diktterten PolenversöhnuugSpolittl zu einer blöden Polenhatzpolitik umzulernen. Herr v. Rheinbaben aber verkündete mit drohender Mene den Grundsatz, daß jeder Beamte verpflichtet sei, alle leitenden Dummheiten ehrfurchtsvoll mitzumachen, und wenn eS gewünscht wird, auf Befehl täglich 20 mal die Ueberzeugungen zu revidieren. Wir haben vorgestern auf die Komik dieser energischen Krastentfalwng hingewiesen. Herr Rheinbaben schwingt die ge- panzerte Faust— draußen aber lacht man höhnend: die Mnister können uns sonst was. Es ist in der That bejammernswürdig, welch Mißgeschick die heuttgen Minister des preußischen Staates verfolgt. Am Dienstag begründete der Finanzminister die unentwegte Autorität der Re- gierung gegenüber den widerspenstigen Beamten und lam Donnerstag— nachdem dazwischen der Landwirtschastsminister in Trakehnen stolperte— versuchte sich der preußische Polizeimiuister in hilflosen Auflehnungsversuchen gegen die Anklage: daß die Regierung ihre eignen, die herrschende Polenpolitik ver- tretenden Beamten in den Ostmarken schutzlos den national gänzlich gleichgültigen Spekulanten vom Bund der Landwirte ausliefere. Der Fall W i l l i ch, den am Donnerstag der Freisinnige Ernst zur Sprache brachte und den dann mit kräftigem Temperament der Nationalliberale Krause behandelte, ist die bündigste Widerlegung der schneidigen Erklärungen Rheinbabens. Löhning wurde angeblich gemaßrcgelt, weil er nicht die Polittk der Regierung vertrat, obwohl er doch nur ein neutraler Verwaltungsdeamter war. Der Landrat v. Willich aber wurde in den Tod getrieben, weil er die Regierungs- Politik gegen die Endell-Leute des T'/a Mark-Zolles vertrat und die Regierung lieferte ihn seinen Gegnern aus. Die parlamentarischen Verhandlungen über den Fall Willich brachten keine neuen Momente, auch keine lveitere Aufklärung. Der Minister v. Hammerstein versuchte unter dem stürmischen Beifall der ziemlich aufgeregten Rechten die Schuldlosigkeit der Regierung zu beweisen und führte den Selbstmord auf nervöse Erkrankung zurück. Herr v. Wangenheim aber der Vorsitzende des Bundes der Landwirte korrigierte den Minister, indem er im Stil Rheinbabens andeutete, daß der Landrat wegen dunkler, ehrenrühriger Dinge aus dem Leben geschieden sei. Indessen wie Rheinbaben. ist auch Herr v. Wangenheim schonend und diskret, wenn man aber seinen Freund Endell tveiter angreife— so drohte er— so würde man vielleicht schließlich die Rücksicht aufgeben. So ekelhaft treiben diese Edlen vom V'/z Mark-Zoll mit dem Ruf von Toten gemeinen Schacher. Herr v. Wangenheim suchte die Ankläger zum Schweigen zu bringen, indem er mit der Veröffentlichung von Attenmaterial über den Fall Willich drohte. Er muß wohl wissen, daß die Zustände in den„Ostmarken" keinerlei Enthüllung vertragen. Die Germanisatton und die Polenhatz hat die Verhältnisse von Grund aus verdorben. Der einzige Erfolg der Germanisattonspolittk ist die wunderbare Kräftigung des Polenttims und die durch den Fall Willich erhärtete Thatsache. daß sich der Bund der Landwirte dort eine Herrschaft errichtet hat, vor deren Brutalität Landräte, Regierungspräsidenten und Minister zurückweichen müssen, wenn sie es nicht vorziehen, gemeinsame Sache mit den 7V, Mark-Zoll-Herren der Ostmarken zu machen. Wenn aber die Zustände in der Provinz Posen derart ver- kommen sind, so liegt das zum entscheidenden Teil auch an der mangelnden Reife der Maffen. Das socialistische Proletariat wirkt überall als Erzieher. Nur der auch in den Ostmarken vordringenden socialistischen Aufkärungsarbeit wird es gelingen, aus der polnischen Wirtschast der korrupten Germanisatoren proletarische Ordnung zu schaffen.— politische Qcb er ficht. Berlin, den 5. Februar. Reichstag. Die Debatten über den Etat des Reichskanzlers sind ihrem Wesen nach immer eine Fortsetzung der Generaldebatte über den Etat. Die dort angeschnittenen Fragen werden weiter besprochen, und da das allgemeinpolitische Material, das sich angehäuft hat, sehr umfangreich ist, liegt es in der Natur der Sache, daß der Reichskanzler auch in diesem Jahre wieder recht lange auf die Be willigung seines Gehaltes zu warten hat. L e d e b 0 u r, der am Donnerstag als Erster an die Reihe kam, griff in seiner zweistündigen Rede zunächst auf eine Reihe von Fragen der inneren Polittk zurück, die im Mittelpunkt des öffent- lichen Interesses stehen, auf das Jesuitengesetz, das neue Wahl- reglement, die Diätenftage. In scharfer Polemik gegen die Ab- geordneten Gröber, Oertel und den Fürsten Bickmarck, den er mit besonderem Spott behandelte, verteidigte er den Standpunkt der Partei. Eingehend verweilte er bei dem Barthschen Antrage auf Neueinteilung der Wahlkreise, von dem er treffend nachwies, wie einfach und leicht feine Durchführung sei. Der zweite Teil seiner Rede galt der auswärtigen Politik,„der Renommierpolitik mit dem Dreizack und der gepanzerten Faust." Hieran schloß sich die ent- schieden« Verurteilung der Schürung des Nationalitätenhasses und eine Kritik der Unterdrückungspolittk gegen die Polen. Die Marienburger Rede und der Kaninchenvergleich des Reichskanzlers lieferten die Illustration. Graf B ü l 0 w machte sich die Antwort so leicht wie möglich. Er versicherte dem Hause, daß er von der Vortrefflichkeit seiner Welt- polittk felsenfest überzeugt sei und stellte sich in gewohnter Be- scheidenheit das Zeugnis über die eigne Begabung aus. Den äußeren Ausputz mußte ein Eitat aus dem Horaz abgeben, das ausnahmS- weife nicht im Biichmann steht. Während in der vorigen Woche so auSfiihrlich über Kaiserreden gesprochen worden war, hat Gras Bülow in dieser Woche den Geschmack daran verloren. Er lehnte eine Er- örterung der Marienburger Rede ab und vergaß dabei auch, sich über seinen geschmackvollen Kaninchenvergleich des näheren auszu- lassen. Herr G a m p polemisierte sehr geschwätzig gegen die Abänderung deS Wahlreglements. Die Herren empfinden eine heilige Scheu vor der Isolierzelle: sie müssen noch ärgere Wahlmogeleien gettieben haben, als in den Wahlatten des Reichstages verzeichnet sind. Herr Gamp, der immer an glänzenden Ideen leidet, schlug dann vor, den Klingel- beutet für den schlichten Mann aus der Werkstatt zu schwingen, dem er keine Diäten bewilligen will. Statt dessen soll eine milde Sttftung von einigen hunderttausend Mark den kostspieligen Aufenthalt eines Duüend Arbeitervertteter in Steifleinen in Berlin ermöglichen. Bei den reichen Mitteln unsrer Junker und Jndustriefürsten ist die Summe, die Herr Gamp vorschlägt, wirklich sehr schäbig. Für die Schöpfung dieser Schemen von anttsocialdemokrattschen Arbeiter- Vertretern sollten die Herren tiefer in den Beutel greifen. Zum Schluß unterhielt sich Herr Gamp mit den Ueber-Agrariern über innere Angelegenheiten des Eirkus Busch. Gegen die Diäten sprachen von der Rechten noch die Abgeord- neten v. R i ch t h 0 f e n und Fürst Bismarck, während der Eentrums-Abgeordnete Dasbach dafür einttat. Der Däne Jessen trug eine Beschwerde über eine willkürliche Ausweisung von Dänen aus Schleswig vor und der Pole G l e b 0 ck i wurde bei seiner Kritik der famosen Ostmarken-Politik mit zwei Ordnungsrufen seitens des „liberalen" Vicepräsidenten Büsing bedacht. Am Freitag wird die Reichskanzler- Debatte wohl zu Ende ge- führt werden.— Polizei und Wahlrecht. Im Abgeordnctenhaitsc begann am Donnerstag die zweite Lesung des Etats des Ministeriums des Innern. Drei Punkte waren es, die in der sich an den Titel Ministcrgehalt knüpfenden Generaldebatte im Vordergrund standen: die polizeilichen Mißgriffe, der Fall Willich, über den wir an andrer Stelle berichten, und der freisinnige Antrag auf Einführung der geheimen Sttmmabgabe und anderweittge Einteilung der Wahlkreise für das Abgeordnetenhaus. Ueber die polizeilichen Mißgriffe der letzten Zeit äußerte sich der Minister Frhr. V. Hammer st ein, noch bevor der Berichterstatter gesprochen hatte. Der Minister mußte zugeben, daß in einer Reihe von Fällen die Polizei- Organe nicht mit dem nöttgen Taktgefühl vorgegangen sind; er konnte auch nicht in Abrede stellen, daß sich unter seinen Beamten ungeeignete Elemente befinden, nahm aber doch im großen und ganzen die Polizei in Schutz. Im allgemeinen sei die Polizei eine gute: einzelne Auswüchse könnten nichts dagegen beweisen. Die Hauptschuld wälzte Herr v. Hammerstcin, einem Rezept seiner Amtsvorgänger folgend, auf die Presse ab. die aus Sensattonsbedürfnis die Fälle aufgebauscht habe. Abhilfe glaubt er durch seine bekannten Erlasse über die Fesselung und den Transport der Gefangenen, durch neue Vorschriften für die Gefängmffe sowie dnrch eine bessere Vorbildung der Polizei- beamten herbeiführen zu können. In Wirklichkeit dürfte.er dadurch kaum erivas erreichen. Solange die Polizisten aus den Reihen alter Soldaten genommen werden, die im Kasernen- drill aufgewachsen, jedes Gefühl der Achtung vor der persönlichen Freiheit ihrer Rebenmenschen verloren haben, wird alles beim alten bleiben. Wenn nicht die Axt an die Wurzel des Uebels gelegt wird, wird das Uebel nicht verschtvindcn. Geradezu unglaublich war die Rede des Ministers zu deni freisinnigen Antrag auf Aenderung des Wahlgesetzes. Nicht etwa, daß er diesen Antrag verwarf, ist das Erstaunliche, denn etwas andres konnte man von ihm nicht erwarten. Erstaunlich ist vielmehr die Art und Weise, mit der er seine ablehnende Haltung begründete und die in schroffem Gegensatz steht zu den Erklärungen seines Vorgesetzten, des Grafen Bülow, im Reichstag, sowie zu dem Grundsatz des Drciklassenwahl-Gesetzes selbst. Während Graf Bülow im Reichstage eine größere Sicherung des Wahl- geheimnisses ankündigt, singt Herr v. Hainnierstein im Land- tage ein Loblied auf die offene Sttmmabgabe, die es einem jedem ermöglicht, frei und offen seine Meinung zu äußern, ohne Furcht vor andren Menschen. Während Graf Bülow die Zeit kurz vor den Wahlen für geeignet hält, eine solche Aenderung herbeizuführen, erscheint eS seinem Untergebenen als das allerverfehlteste in der letzten Session einer Legislaturperiode mit einer derartigen Vorlage zu kommen. Eine anderweittge Ab- grenzung einzelner Wahlkreise— insbesondere der Vororte von Berlin— hält er bei späterer Gelegenheit nicht für aus- eschlossen, aber im großen und ganzen sollen die Wahlkreise eingeteilt bleiben, wie sie jetzt eingeteilt find. Mit dieser Stellungnahme hat sich Freiherr v. Hammerstein selbst als Gegner des Wesens des Dreiklassen- Wahlsystems bekannt. Dies Princip beruht darauf, daß, je mehr Steuern jeinand aufbringt, desto größer seine Rechte sind. Nun ist aber z. B. die Summe der diretten Staatssteuern, die die vierBerliner Landtags- Wahlkreise mit ihren neun Abgeordneten aufbringen, größer als die gesamte Stcuersumme aller 140 Kreise, die die Konservativen vertreten, zusammen genommen. Trotzdem will der Minister nicht Wandel schaffen, da er es für ungerecht hält, einen Kreis, der in seiner wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeht, deshalb seines Abgeordneten zu berauben; im Gegenteil, ein solcher Kreis hat nach Herrn v. Hammersteins Ansicht ein uin so größeres Recht auf Vertretung im Landtage. Dieser preußische Mini st er verteidigt also die Auf- rechterhaltung des Dreiklassensystems mit dem Bekenntnis zum geraden Gegenteil: Je schwächer jemand sei, umsomehr habe er Anspruch auf parlamentarische Vertretung. Ein sehr schöner Grundsatz, der aber nur in einer revolutionären Umkehrung des Dreiklassen- Systems zur Geltung gelangen könnte, derart, daß das Wahlrecht in umso größeren Maße verliehen wird, je schwächer jemand ist. Also her mit dem Wahlrecht für Proletarier und! fort mit dem der Junker und Kömmerzicnräte, Herr Minister. Die niinistcriclle Logik beweist nicht nur, daß sich der preußische Wahlunsinn über- Haupt nicht mit einem verniinfttgen Grunde rechtfertigen läßt, sondern auch, daß zur Zeit Minister sich nicht scheuen, obsolute Sinnlosigkeiten vorzutragen. Zur Abstimmung über den Antrag kam es noch nicht, doch ist sein Schicksal, nachdem sich bereits Centrum und Konser vative dagegen erklärt haben, besiegelt. Am Freitag wird die Beratung fortgesetzt.--> Deutfches Reich. Sociale Reform. Stuttgart, 5. Februar. Die Kammer der Abgeordneten nahm[ 19 Socialdemokraten, 18 Liberalen und 2 Wilden; brei heute gelegentlich der Beratung des Gesezentivurfs betreffend Mandate sind erledigt. Der andre Wilde gehörte auch zur einzelner Bestimmungen des Gesetzes über liberalen Fraktion, wurde aber durch seine Entwicklung nach rechts Abänderung das Volksschulwesen den Artikel 4 des Entwurfs, er die Bezirksschul- Aufsicht betrifft, in der Fassung des soweit zum Austritt aus dieser veranlaßt. Da der Bürgermeister Borup vor vierzehn Tagen gestorben ist, Kommissionsantrages an. Danach wird die Bezirksschulaufsicht in also eine Neuwahl bevorsteht, ist es nicht unwahrscheinlich, daß ein der Regel als Hauptamt ausgeübt und es werden als Bezirksschul- Socialdemokrat zu diesem höchsten Verwaltungsposten der dänischen auffcher im Hauptamt Schulmänner oder Geistliche angestellt. Hauptstadt gewählt wird. Zu Bezirksschulaufsehern im Nebenamt kann von der Drtsschulbehörde auch ein Geistlicher in widerruflicher Eigenschaft bestellt werden. Das Centrum stimmte gegen jede Aenderung in der Bezirksschulaufsicht." Ausland. Die Rückzugsbedingungen der Venezuela- Mächte. Die ,, Berl. Polit. Nachr." versuchen die winzigen Forderungen der Billigung des fters. Lord warnend vorführen; sie sagen: Parlamentarifches. Budgetkommission. Die winzigen Anträge des Centrums und der Nationalliberalen zum Schutz der Jugendlichen und der Arbeiterinnen, die nichts sind In der Sitzung am Donnerstag wurde zunächst der Erweiterungsals verschlechterter Abklatsch alter, stets von jenen Parteien zu Fall bau an dem Postgebäude in Riesa gegen die Stimmen des gebrachter socialdemokratischer Anträge, werden seitens Das Bureau Laffan" meldet aus Washington vom Mittwoch: Centrums und der Freisinnigen unverändert angenommen. der eigentlichen Großkapitalspresse unangenehm empfunden. Die In einer Besprechung, die heute nachmittag in der britischen Hierauf wird mit der Beratung der einmaligen Ausgaben „ Berliner Neueste Nachrichten" wiederholen den alten Schwaz, als Botschaft stattfand, teilte der deutsche Vertreter Freiherr des ordentlichen Poſt- Etats begonnen. Es werden in ganzen fast gefchehe bar widerſtand gegen verbesserten Arbeiterſchutz im Intereſſe Speck von Sternburg dem britischen Botschafter Lord Herbert geordneter Baalche stellt feft, bai Dei her gout eferee you daß einer ganzen Reihe von der zu Schützenden; das Blatt der Schlotbaronie erklärt: und dem italienischen Botschafter Mayor Desplanches mit, daß Postbauten verhältnismäßig große Summen erspart worden seien. Bekanntlich haben sich die berufensten Vertreter der deutschen Bowen den verbündeten Mächten eine dreimonatige Bor: So erfreulich diese Sparsamkeit sei, so müsse man doch vermuten, Induſtrie im Groß- und im Kleingewerbe ſowie bedeutende zugsbehandlung gewähren wolle, unter der Bedingung, daß daß von vornherein zu große Summen fir die Bauten verlangt Handelsvertretungen gegen die vorgeschlagenen Neuerungen aus- bie Blodade sofort aufgehoben werde. Dieser wurden. Dies müsse in Zukunft vermieden werden. Korreferent gesprochen." Vorschlag Bowens findet dem Vernehmen nach die Abg. Eidhoff regt an, zur Verbesserung der Finanzen die Bauten Freiherrn Sped v. Sternburg und des möglichst einzuschränken. Staatssetretär krätke: Er ſei der bürgerlichen Mittelparteien dadurch zurückzuweisen, daß sie gewisse italienischen Botschafters. Lord Herbert ist in seinen entgegengesetzten Meinung. Gerade bei dem jetzigen schlechten Geb. des intentaatsjetretär aus der Erfüllung dieser Forderungen entspringende weitere Folgen Entschlüssen dagegen durch den Wunsch der britischen schäftsgange sollte die Bauthätigkeit des Reichs nicht in außergewöhnlichem Maße eingeschränkt werden, um nicht die wirtschaftlichen VerRegierung beschränkt, die die Frage der Vorzugsbehandlung hältnisse noch mehr zu verschlechtern. Aus diesem Grunde habe er „ Es ist nicht außer acht zu lassen, daß die engere Gin- lieber vor dem Haager Schiedsgericht als ir ein die Fort grenzung des Maximal- Arbeitstages für erwachsene Arbeiterinnen washington entscheiden lassen möchte, da im letzteren Falle der führung der Postbauten auch im Winter, so weit es irgend möglich in im Dezember vorigen Jahres durch ein Rundschreiben die Fortin allen denjenigen Getverbszweigen, in welchen diese Arbeiterkategorie beschäftigt wird, der Kontinuität des Betriebes wegen Eindruck entſtehen würde, daß die verbündeten Mächte gezwungen war, vorgeschrieben. Dem Abg. Paasche erwidere er, daß die Ersparniſſe bei den Bauten durch das Schwanken der Materialpreise hervorauch eine entsprechende Einschränkung der Arbeitszeit der männlichen worden seien, die von Venezuela diftierte Politik anzunehmen. erwachsenen Arbeiter im Gefolge hat." Nunmehr scheint es also Deutschland zu sein, das die gerufen seien und deshalb selbst bei dem sorgfältigsten Voranschlage unerquickliche Affaire möglichst bald beendigt schen möchte, während imvermeidlich waren. Die einzelnen Forderungen wurden nach unwesentlicher Debatte unverändert bewilligt bis auf die zweite England noch zögert, den Rückzug unter so ungünstigen Bedingungen Rafe zur Erwerbung eines Grundstücks für neue Betriebsanlagen anzutreten. am Schlesischen Bahnhöfe in Berlin". Die erste Staufgeld- Rate, die für die Erwerbung des Grundstücks Fruchtstr. 8 bestimmt war, ist bereits int Anträge des Centrums und der Nationalliberalen nicht erheblich folge haben die blodierenden Mächte den Behörden in Postpaket- Bahnhof für den Verkehr nach dem Osten errichtet werden. New York, 4. Februar. Einem Telegramm aus Caracas zu vorigen Jahre bewilligt worden. Auf diesem Grundstück soll ein besonderer Die socialdemokratische Fraktion hat mittlerweile beschlossen, die La Guaira bekannt gegeben, daß sie das Fort bom- Da aber dieses Terrain sowie das weitere, welches die Eisenbahnbürgerlichen Parteien, die sich vor den Wahlen im Schein social- bardieren würden, wenn sie venezolanische Soldaten verwaltung abzugeben bereit ist, für die geplante Anlage nicht ausreformerischen Eifers zeigen möchten, vor einige Fragen ernst in der Stadt jähen. Diese Bekanntmachung erscheint un- reicht, soll noch von der Firma Gebr. Frande eine 11 096 Quadrat große Fläche Hinterlandes file 1 545 000 W. und hafter Socialreform zu stellen. Sie hat einige ihrer längst im crtlärlich angesichts der Thatsache, daß die Soldaten zur Bebas mit einem dreigeschossigen Gebäude besezte Grundstück MühlenReichstage eingebrachten in kämpfung der straße 39/40 von 1538 Quadratmeter für 415 000 M. zugekauft werden. durch die Stadt nehmen. für den Etat des Reichsamts des Innern eingebracht. Diese VorAbg. Singer weist nach, daß die von der Firma Gebr. France schläge lauten: Die Mächte werden es wohl bei der Drohung bewenden geforderten Preise außergewöhnlich hoch feien. Nach einer einTassen! " Der Reichstag wolle beschließen: gehenden Debatte lehnt die Kommission die erste Rate für den An1. die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage kauf der Grundstücke von der Firma Gebr. Frande cinstimmig New York, 5. Februar. Wie aus Caracas gemeldet wird, ab, weil in der That die Preise als zu hoch angesehen werden alsbald einen Gesezentwurf vorzulegen, durch welchen an Stelle wird die Nachricht von dem Siege der Regierungs- müßten. der im§ 139b der Reichs- Gewerbe- Ordnung bestimmten Beamten truppen bei Camatagua amtlich bestätigt. Nächste Sigung am Freitag. Landes- Polizeibehörden Betriebsaufsichts- Behörden nach Ducharme mußte die Flucht ergreifen. nach Ducharme mußte die Flucht ergreifen. Von Caracas gingen in der vorlegten Nacht Truppen nach dem Osten ab. Bei Mamo hat ein Die Aufsicht erstreckt sich auf alle Betriebe im Gewerbe, Stampf ſtattgefunden.- Die venezolanische Regierung ersuchte ein einschließlich der Heimarbeit, Handel, Verkehr, Bergbau, Land- heimische und fremde Kaufleute um Zeichnung einer neuen Anleihe und Forstwirtschaft, Fischerei und Schiffahrt. Das was dem Drgan des Großkapitals als abschreckende Aussicht erscheint, würde dem Socialpolitiker vielmehr als willkommener Erfolg gelten. Allerdings würde auch dieser Erfolg die Unzulänglichkeit der mildern. und folgenden Grundsägen errichtet werden: = Sie wird einer Reichs Central Aufsichtsbehörde übertragen, welche dieselbe nach Inspektionsbezirken zu organisieren hat. Weg von 250 000 Bolivars. Italien. mis mismun 15 Italien. Josi Der Prozeß Todeschini vor dem Kaffationshof. General d S longh Partei- Nachrichten. tisd Die Broid 318 Cruc Die Broschüre: Die Kaiser- Reden im Reichstage und die Socialdemokratie ist in ihrer ersten Auflage von 30 000 Exemplaren bereits am zweiten Tage nach Erscheinen bergriffen gewesen. Vielleicht hat der schofle Denunziationsversuch der Konservativen Korrespondenz" ein wesentliches Verdienst an diesem Erfolge. Die zweite Auflage ist heute zur Ausgabe gelangt, so daß Bestellungen umgehend zur Erledigung gelangen können. In den Inspektionsbezirken wird die Betriebsaufsicht von Der socialistische Deputierte und Redakteur des Blattes Bolt Reichsbeamten und Beigeordneten gemeinsam ausgeübt mit von Berona" war von dem Gerichtshof von Verona zu 28 Monaten dem Recht, ihre Anordnungen zwangsweise durchzuführen. und 10 Tagen Gefängnis verurteilt worden, weil er den Lieutenant Reichstags Kandidaturen. Es kandidieren: für Hannover Die Beigeordneten sind auf Grund eines allgemeinen, Trivulzio beleidigt haben sollte. Der Verhandlung lag folgender Seinrich Meister, für Osnabrück Chr. Schrader und für Fürth gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts von den Hilfe von uns mehrfach besprochener Thatbestand zu Grunde: Im besprochener Thatbestand zu Grunde: Jm personen aller Betriebe zu wählen. Weibliche Beamte und Frühjahr 1901 war in der Etsch der Leichnam eines jungen Segi. Bei der Gemeinderats- Wahl in Broißen im Herzogtum Beigeordnete sind entsprechend der Zahl der in den Betrieben Mädchens, in Stücke geschnitten und in einen Sad eingenäht, beschäftigten weiblichen Hilfspersonen anzustellen beziehungs- bes Mädchens, den Lieutenant Trivulzio, gelenkt. gefunden worden. Der Verdacht hatte sich auf den Geliebten Braunschweig wurde in der dritten Klaffe der socialdemokratische Dieser wurde Kandidat gewählt. Die dritte Klasse dieses Gemeinderats ist nun weise zu wählen. jedoch wegen Mangel an Beweisen freigesprochen; die Zeugen hatten, vollständig socialdemokratisch. 2. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage wahrscheinlich von dem mächtigen militärischen Klüngel beeinflußt, Parteipreffe. Die Bergische Arbeiterstimme" in Solingen hat alsbald einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den die regelmäßige versagt. Todeschini ruhte aber nicht in seinem Blatt, den Lieutenant tägliche Maximal- Arbeitszeit für alle im Lehr-, Arbeits- und Dienst- des Mordes zu bezichtigen, so daß dieser klagen mußte. Es gelang dem sich so gut entwickelt, daß sie jest an zwei Tagen der Woche regelverhältnis im Gewerbe, Industrie, Handels- und Verkehrswesen mutigen Journalisten, den Nachweis zu führen, daß die Gemäßig Beilagen geben wird, was bis jetzt nur ausnahmsweise beschäftigten Personen vorläufig auf zehn Stunden festgesezt und liebte Trivulzios in einem Hotelzimmer trunten möglich war. innerhalb gesetzlich zu bestimmender Fristen auf acht Stunden ver- gemacht und sodann an dem schwangeren Mädchen Gegen die Saalabtreibung. sd sti Surch gewaltsamen Eingriff ein Abortus herbei fürzt wird." det 15 geführt worden war. Der Prozeß hatte monatelang gedauert. In der letzten Zeit ist es in Südbayern wiederholt vorAm Tage, als endlich der Staatsanwalt Manotti sein gekommen, daß unsren Parteigenossen von der schwarzen Garde die Aus dem Riesengebirge schreibt uns ein Weber: Vor Freude Plaidoyer beginnen sollte, erschien dieser nicht im Gerichts- Säle abgetrieben wurden. Unser Partei- Organ nagelte das Wiederpochte das Herz jedes Webers, daß der Abg. Bebel im Reichstage faal; er hatte sich in seiner Wohnung eine Kugel aufleben dieser alten christlichen Praxis fest, was dem offiziösen das Elend der Weber im Zillerthal gebührend kennzeichnete. Nun durch den stopf gejagt. Der ehrliche, gewissenhafte Jurist war Centrumsorgan, dem" Bayr. Kurier", Veranlassung giebt, seinen hat der freikonservative Abg. Bänsch- Schmidlein im Landtage den zweifellos von der Schuld Trivulzios überzeugt worden, und war Freunden eine kleine Vorlesung zu halten. Er nennt die SaalMut gehabt, die Angaben Bebels als unrichtig hinzustellen. Die nur zu schwach, das öffentlich zu bekennen und die furchtbare Anabtreiberei eines der verwerflichsten Mittel im politischen Kampfe" Angaben dieses Abgeordneten waren aber schon deshalb unzutreffend, klage des Mordes gegen den Sprößling einer und meint, nichts wäre schmählicher, als wenn dem Centrum nachweil er eine ganz andre Dertlichkeit meinte als die, von der Bebel mächtigen Familie zu schleudern. Der Prozeß ging dann gesagt werden könne, daß es sich solcher Dreschflegelgesprochen hatte. Ich habe seit 1893 im Eulen- wie Riefengebirge aber noch einige Wochen und schließlich wurde Todeschini doch wegen lande wird es sicher recht interessieren, dieses Urteil eines bayrischen als Weber bis jetzt gearbeitet und weiß, daß der Verdienst im Riesen Beleidigung zu der obigen Strafe verurteilt, weil nicht nach gebirge thatsächlich noch geringer ist als im Eulengebirge. Während gewiesen sei, ob das Mädchen infolge des Abortus Organs ihrer Partei zu vernehmen. in Langenbielau- Reichenbach noch wöchentlich ca. 9 Mark zu ver- gestorben ist. Der Kaisationshof hob das Urteil von dienen sind, so verdient man in Dittersbach, Zillerthal, Hirschberg Verona auf und verwies die Sache an den Gerichtshof von mur 6-7 Mart durchschnittlich; Frauen gehen oft weinend Sonn- Brescia. Dort wird der Prozeß den lokalen Einflüssen entabends mit 3-5 Mart, die Männer, grollend und schimpfend, mit zogen sein und es steht zu hoffen, daß die Wahrheit doch noch 6 Mark nach Hause, von einigen Ausnahmen abgerechnet. So sieht triumphiert. hier die gute, auskömmliche Eristenz aus! Spanien. V manieren" bediene. " Die waderen Centrumsleute im RheinEin Arzt als Denunziant. do 02 His sta Auf einem Bankett, welches die Starlsbader Stadtvertretung i September 1902 für die auf einer Studienreise befindlichen Aerzte aus dem Deutschen Reich veranstaltet hatte, fühlte das Stadtoberhaupt sich verpflichtet, ein Hoch auf den öftreichischen und deutschen In Barcelona find 8000 Färber in den Ausstaud getreten. Der Kaiser auszubringen. Unter den ebenfalls geladenen Karlsbader Für die Stichwahl in Schleswig- Eckernförde empfiehlt der bünd- allgemeine Ausstand ist gegenwärtig hier abgewendet, weil die Fuhr- Aerzten befand sich unser Parteigenosse Dr. Hugo Stark, der natürTerische Kandidat Graf Reventlow seinen Wählern Stimmleute und Kutscher sich weigern, sich demselben anzuschließen. In lich bei dem Hoch wie bei der darauf folgenden Absingung der enthaltung. Der Nationalliberale, Landesversicherungs- Reus dauert der allgemeine Ausstand fort, und es ist keine Aus- Kaiserhymnen ſizen blieb. Das verletzte die monarchischen Gerat Hansen, überläßt es seinen Wählern, Stimmenthaltung zu sicht auf dessen baldige Beendigung.- 9fühle" eines gegenüber sißenden deutschen Arztes derart, daß er üben oder ihre Stimme für den freisinnigen Kandidaten gegen den der Socialdemokraten abzugeben. Selbstverständlich werden genügend bündlerische und nationalliberale Wähler für den Freifinnigen als das fleinere Uebel" stimmen, um dessen Wahl völlig zu sichern. " England. mit unsrem Genossen Streit begann und, als er damit kein Glück hatte, denselben der Polizei anzeigte. Das daraufhin gegen Gen. Stark eingeleitete Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung wurde durch gerichtlichen Beschluß vom 3. Januar 1903 eingestellt. Der Denunziant heißt Dr. Bernhard Weiß und ist Arzt in Hamburg, Annenstr. 1. hin sid Richard Bell und die Unabhängige Arbeiterpartei. Gegen den Sekretär des Eisenbahner- Verbandes, Richard Bell, der bekanntlich als Parlamentsmitglied feinen lebertritt zu den Radikalen erklärt hat, macht sich in weiten Streifen der englischen Arbeiterschaft eine Nachklänge vom bayrischen Centrumstag. Aus München wird große Mißstimmung bemerkbar. Im„ Clarion" verlangt ein Leser uns geschrieben: Der Verlauf des großen bayrischen Centrumstages Bells Ausschluß aus der Unabhängigen Arbeiterpartei. Keir Hardie in München hat in den Streifen der Beteiligten durchaus nicht volle beeilt sich darauf in seinem Blatte„ Labour Leader" festzustellen, daß Aus Induftrie und Handel. Zufriedenheit erzeugt, wie aus einigen Zuschriften hervorgeht, die Bell nicht Mitglied der Unabhängigen Arbeiterpartei sei, sondern bei von Centrumsleuten an unser Partei- Organ, die Münch. Post", feiner Wahl nur von dieser unterstützt worden sei. Zugleich Kartell Enquete. Nach der Vorbesprechung am 14. November gerichtet wurden. In einem dieser Schreiben heißt es: Zündstoff giebt Kair Hardie die Gründe an, welche seinen Kollegen hat der Staatssekretär des Innern jetzt angeordnet, daß mit den ist da übergenug. Hätte jener Redner in der Delegiertenversamm- beranlaßt haben, zu den Radikalen überzutreten. Bell glaube, tontradiktorischen Verhandlungen begonnen wird, und zwar soll zulung sonst solchen beinahe allgemeinen Beifall beanspruchen können, ohne die Unterstützung der bürgerlichen Partei nichts für die Arbeiter nächst am 26. Februar und an den folgenden Tagen im Reichsamt des als er ausführte, ihm habe wohl Dr. Schädlers Rede in Berlin thun zu können, da nur so wenige Arbeitervertreter im Parlamente Innern über die Organisation und die Kartellpolitik des Rheinischsehr gut gefallen, aber viel besser gefallen habe ihm die Rede von fizen. Zum Schluß macht Keir Hardie den Vorschlag, daß die von westfälischen Kohlensyndikats verhandelt werden. Eingeladen dazu Bebel. Das Schweigen, welches darauf am Präsidiumstische herrschte dem Labor Representation Committee ins Parlament geschickten drei sind außer den Vertretern des Kohlensyndikats noch 42 Herren, meiſt und die Antwort, welche Herr Abg. Steininger darauf glaubte Vertreter bei Beginn der nächsten Session zusammentreten müßten, Großkohlenhändler, Direktoren nichtfyndizierter Zechen oder Hüttengeben zu müssen, hat nicht befriedigt!" Wie man hört, hat Herr um den Kern zu bilden für die Vertretung der Arbeit im Parlament. befizer, daneben einige wenige Handelskammer- Sekretäre, BergSteininger jenem Redner, der dem geistlichen Stande angehört, ge- Eine am 19. Februar in New- Castle stattfindende Konferenz werde räte usw. Als Grundlage für die Verhandlungen dient ein Frageantwortet, an der Bebelschen Rede könne doch eigentlich nur ein sowohl zu dieser, wie zu einigen andren damit zusammenhängenden bogen, der folgende Puntte enthält: Socialdemokrat Gefallen finden, während einem wirklichen Centrums- Fragen Stellung nehmen müssen. mann die Schädlerschen Ausführungen mehr behagen müßten. Wegen der Vorgänge bei dem Centrumstage ist es übrigens auch 31 einer heftigen Fehde zwischen liberalen und ultramontanen Die socialdemokratischen Stadtverordneten in Kopenhagen find Blättern gekommen. Die liberalen Organe behaupten nämlich, jetzt die stärkste Fraktion in der Gemeindevertretung geworden. Der Dr. Heim habe in seiner Rede in der öffentlichen Versammlung der liberalen Fraktion bisher angehörende Ingenieur Rump, der in die entseßlichsten Majestätsbeleidigungen begangen. Die Centrums- den letzten Jahren einen start social radikalen Standpunkt zwischen blätter betrachten diese Ausfälle nicht mit Unrecht als kleine der liberalen Partei und den Socialdemokraten einnahm, ist aus Denunziationen, die sie übrigens mitunter auch selbst gerne begehen. der liberalen Fraktion ausgetreten und will sein Mandat als StadtDie Organe der beiden Parteien beschuldigen sich nun gegenseitig verordneter im März, wo die Ergänzungswahlen stattfinden, niederunter heftigen Schmähworten, daß sie nicht an der Erhaltung, sondern legen. Bis zu der Zeit verbleibt er als Wilder in der Gemeindean der Untergrabung des Monarchismus arbeiten. vertretung. Kopenhagens Gemeindevertretung besteht jetzt aus Dänemark. blog sonis 1. Bezeichnung des Kartells( Syndikats, Konvention), Giz, Zahl der Mitglieder und der Betriebe. 2. Anzahl der in syndizierten Betrieben beschäftigten Arbeiter; Art der Arbeiter( männliche, weibliche, jugendliche). 3. Auf welche Erzeugnisse erstrecken sich die Bestimmungen des Kartellvertrags? 4. Wie groß ist die jährliche Menge und der jährliche Wert der syndizierten Erzeugnisse seit Bestehen des Syndikats oder während der drei letzten Jahre? 5. Aus welchen Gründen, in welchem Jahre und für welche Zeitdauer ist das Kartell errichtet worden? 6. Zweck des Kartells. 7. Organisation des Kartells. 8. Mit welchen Mitteln und mit welchem Erfolge ist die Hebung und Regelung des Absatzes nach dem Inlande und nach dem Auslande versucht worden? Wie groß war der Absatz der Menge und dem Werte nach? a) nach dem Inlande? b) nach dem Auslande seit Bestehen des Kartells oder während der letzten drei Jahre? 9. Welche Preise konnte das Kartell auf dem in- und dem ausländischen Markte für seine Erzeugnisse erzielen? Welche Erwägungen tvaren für die Festsetzung der Inlands- und Auslandspreise maßgebend? 10. Hat das Kartell einen Einfluß auf die von ihm abhängigen Industrien und Händlerkreise ausgeübt, insbesondere durch die Festsetzung von Verkaufsbedingungen? Welche Stellung nimmt das Startell gegenüber den Einkaufsvereinigungen ein? 11. Mit welchem Erfolg hat das Kartell eine Einwirkung auf die Preisgestaltung der zur Herstellung der syndizierten Erzeugnisse benötigten Rohstoffe und Halbfabrikate angestrebt? 12. Hat das Kartell einen Einfluß ausgeübt a) auf die Konzentration der Betriebe durch Ausschaltung minder leistungsfähiger Betriebe? b) auf die Konzentration der Betriebe durch Zusammenfassen der verschiedenen Stadien des Produktionsprozesses dienenden Betriebe in einer Hand? 13. Hat das Kartell auf die Arbeiter- und Lohnverhältnisse der syndizierten Betriebe Einfluß gehabt? 14. Hat das Kartell einen Einfluß ausgeübt auf die Qualität und die Herstellungskosten der syndizierten Erzeugnisse? Die Erörterung soll jedoch nicht auf vorstehende Punkte beschränkt bleiben; es steht vielmehr den Teilnehmern frei, dem Vorfigenden Unterfragen einzureichen und nach Verständigung mit dieſem zur Debatte zu stellen. Alle Verhandlungen werden mündlich geführt; nur Tabellen, Zahlen, statistische Zusammenstellungen usw. dürfen vorgelesen und schriftlich zur Aufnahme in das Protokoll vorgelegt werden. Ueber die Verhandlungen werden Stenogramme aufgenommen und darauf den Rednern mit dem Ersuchen zugestellt, den Verhandlungsbericht binnen drei Tagen zurückzusenden und die jenigen Stellen zu bezeichnen, deren Veröffentlichung wegen ihres vertraulichen Inhalts nicht ratsam erscheint. Unter Weglassung dieser Ausführungen wird das stenographische Protokoll dann im Reichs- Anzeiger" veröffentlicht. Die Verhandlungen selbst sind nicht öffentlich und die Teilnehmer werden amtlich ersucht, ihrerseits keine Auszüge oder Berichte in die Presse gelangen zu lassen. Niederkunft entstehen. Für die Gemeinde- Krankenversicherung be= rechnet sich die Erhöhung der jährlichen Belastung im Durchschnitt für ein Mitglied auf 1,47 M., so daß der Wochenbeitrag des Versicherten und Arbeitgebers zusammen im Durchschnitt nur um rund 3 Pf. hinaufzusehen ist." = Die klerikal antisemitische Volfserziehung feierte in Wien dieser Tage einen seltsamen Erfolg. Das Handelsministerium hatte die Schuhmachermeister zur Besichtigung einer Maschine eingeladen, die 250 Paar Schuhe an einem Tage herstellen soll. Zwei Tausend Wiener Schuhmachermeister traten darauf zu einer Beratung im Nathause zusammen und beschlossen, die Maschine nicht anzusehen. Mir wollen net amal hör'n davon!" rief der Innungsvorsteher aus. Das wird nicht hindern, daß die armen unwissenden Kleinmeister diese Maschine, die sie nicht sehen und hören wollen, desto unangenehmer fühlen werden. Es gab eine Zeit, da auch Arbeiter so thöricht waren zu glauben, sie könnten sich vor der Maschine retten, wenn sie ihr aus dem Wege gingen oder sie zertrümmerten. Heut wissen die Arbeiter, daß gerade die Maschine das Werkzeug zu ihrer Befreiung sein wird. Gewerkschaftliches. An die Bauarbeiterschaft Deutschlands! Beachtenswert erscheint uns der Saß, daß die vorgeschlagene Erhöhung der Kassenleistungen keine grundsätzliche Abänderung der bestehenden Organisationen rechtfertige. Wenn wir auch der Meinung sind, daß die vorgeschlagene Erhöhung der zulässigen Höchst fäße der Kassenbeiträge von 2 auf 2,4 Proz. und von 3 auf 3,6 Proz. nicht wesentlich ist, so möchten wir doch den Satz der Begründung umdrehen und behaupten, daß bei einer Aenderung der Kassenorganisation die Erhöhung der Beitragshöchstgrenze nicht nötig wäre, um die vorgeschlagenen Mehrleistungen aufzubringen. Es wird an gegeben, daß die Ausdehnung der Mindestleistungen auf 26 Wochen für 59 Proz. aller Versicherten eine Erhöhung der Krankheitskosten zur Folge haben würde. Das heißt, daß 41 Proz. aller Versicherten schon auf eine Mindestleistung von über 13 Wochen( die in den meisten Fällen sofort bis auf 26 Wochen hinaufgeht) Anspruch haben. Diese Zahlen beziehen sich auf das Jahr 1897. Nun waren( Bau hilfsarbeiter, Bauklempner, Bauschlosser, im Jahre 1897 unter 22 377 Kassen nur 4078 oder reichlich 18 Proz. Bautischler, Bildhauer, Dachdecker, Glaser, aller Kassen, deren Unterstüßungsdauer mehr als 13 Wochen betrug. Maler, Maurer, Dfenseger, Steinhauer, Stein. Die Zahl der mehrleistenden Kassen ist also im Verhältnis viel ge= ringer, wie die Zahl der beteiligten Versicherten. Das beweist- was ja ganz erklärlich ist daß es die größeren Kassen sind, die über die gesetzliche Mindestdauer der Unterstützung hinausgehen. Es ist also höchst wahrscheinlich, daß man durch organisatorische Aenderungen, die die Centralisierung des Kassenivesens förderten, die Leistungsfähigkeit der Kassen so erhöhen könnte, daß sie sicher mindestens die vorgeschlagene Erhöhung ihrer Leistungen ohne Beitragserhöhung auf bringen könnten. Und es liegt doch wahrlich kein ernsthafter Grund vor, eine unwirtschaftliche Organisationsform zu dulden und lieber den Arbeitern mehr Beiträge abzunehmen, wenn man die erhöhten Leistungen durch bessere Organisation ohne erhöhte Kosten erreichen kann. Kaufmannsgerichte. Die Münchener Abteilung des Centralverbandes der Handlungsgehilfen usw. hat an das bayerische Staatsministerium eine Eingabe gerichtet, in der sie sich der bereits erhobenen Forderung der Erhöhung der Berufungssumme bei den Kaufmannsgerichten auf 500 M. anschließt und dafür noch besonders triftige Gründe anführt. Bei der Münchener Ortskasse für Handlungsangestellte waren Ende vorigen Monats versichert: a) männliche Angestellte: 2907 Personen mit einem Gehalt von monatlich 1046 Preußische Boden- Kredit- Aktienbank. Der Aufsichtsrat beschloß, der Generalversammlung für das Jahr 1902, wie in den letzten Jahren, eine Dividende von 7 Proz. vorzuschlagen. Der Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres beträgt( ohne Vortrag) 2 619 366 M. Hiervon werden zunächst zur Verstärkung der Disagio- und Bins reserve 147 000 M. abgesetzt. Der dann nach Kürzung der Dividende und Tantiemen verbleibende Restgewinn von 79 150 m. foll dem Gewinnvortrag hinzugefügt werden, der dadurch auf 362 780 M. steigt. Der ordentliche Reservefonds stellt sich danach auf 6 000 000 Mark, der Extra- Reservefonds auf 800 000 m., die Disagio- und Zinsreserve auf 947 000 M. Außerdem beträgt der AmortisationsBuschlagsfonds 450 000 M. und der Pensions- und Sparfonds 505 Personen mit einem Gehalt von monatlich 671 467 m. 353 82,50-104,99 seger, Stuccateure, Zimmerer.) Der zweite Bauarbeiterschutz- Kongreß findet, wie wir früher bereits bekannt gegeben haben, am Sonntag, den 29., Montag, den 30., und wenn erforderlich, Dienstag, den 31. März 1903, zit Berlin, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15 statt. Die Verhandlungen beginnen Sonntag, den 29. März, 7 Uhr abends, mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht der Centralkommission für Bauarbeiterschutz. Berichterstatter: Th. Bömelburg. 2. Der gegenwärtige Stand des Bauarbeiterschutzes und Beratung weiterer Maßnahmen. Berichterstatter: G. Heinke. 3. Lohnklausel in Bauverträgen. Berichterstatter: Chr. Odenthal. 4. Anträge, soweit dieselben bei den vorhergehenden Punkten nicht erledigt sind. Wir ersuchen die gesamte Bauarbeiterschaft Deutschlands, zu der vorstehenden Tagesordnung sowie zur Beschickung des Kongresses Stellung zu nehmen, und erwarten, daß auch dieser Kongreß, genau so wie sein Vorgänger im Jahre 1899, eine imposante Demonstration wird gegen die Mißstände im Baugewerbe. Bezüglich der Vertretung lassen wir vollständig freie Hand. Es über 105,00 M. ist zulässig, daß die einzelnen Branchen für einen Ort oder auch für mehrere Orte gemeinsam eine Delegation entfenden, wie es auch gestattet ist, wenn die Bauarbeiterschaft eines Drtes sich auf eine gemeinsame Vertretung einigt. 60,00-82,49 " " " " " " " 931 " " " " " " W " " " " " 37,50-59,99 " 623 " " " " weniger als 37,50 " b) weibliche Angestellte: 850 " " " " " " 2258 " " " " " " 2178 " " " " " " !! " " " " " 1566 über 105,00 m. 82,50-104,99 " 60,00- 82,49 37,50-59,99 " " " Die Delegierten haben sich durch Mandat zu legitimieren, und zivar für jeden durch sie vertretenen Drt durch ein besonderes Mandat. Ist ein Delegierter von verschiedenen Branchen entsandt, dann sind die für die Delegierten in Betracht kommenden Berufe auf dem Mandat anzugeben. Die Mandate sind aber nur dann gültig, wenn dieselben von mindestens drei Personen unterzeichnet sind. Mandatsformulare sind bei den Centralvorständen der für die einzelnen Berufe bestehenden Organisation oder bei dem Sekretär der Unterzeichneten, G. Heinte, Hamburg, Brennerstr. 11, Zur Umwandlung der Kruppschen Werke in eine Aftien- Gefellschaft erfährt das Berliner Tageblatt", daß das Aktienkapital für die Umwandlung der Firma Krupp auf 150 Millionen Mark festweniger als 37,50. gesezt ist. Dem Aufsichtsrat gehören an: Der frühere Eisenbahn- Die Krankenversicherung umfaßt nur Personen bis 2000 M. minister v. Thielen, Geh. Kommerzienrat Gustav Hartmann, Geh. Jahreseinkommen, den Kaufmannsgerichten sollen aber Personen bis Justizrat v. Simson und Ludwig Delbrück i. F. Delbrück, Leo u. Co. 3000 M. Einkommen unterliegen. Da nach den im Handelsgewerbe Gleiche Brüder. Die Kölnische 3tg." bringt eine Mitteilung, 5 Monatsgehältern betragen kann, so ist die Berufungssumme von Die Wahl der Delegierten ist in Mitglieder- oder öffentlichen bestehenden geschlichen Kündigungsfristen das Streitobjekt bis zu 2. Etage, zu haben. die zeigt, in welchem Maße die Preispolitik der Kartelle auch in den 100 M. selbst für die schlechtest bezahlten Angestellten zu gering, um Versammlungen vorzunehmen. In Fällen, wo zur Abhaltung von nichtkartellierten Branchen der Eiſenindustrie Nachahmung findet. cine schnelle Rechtsprechung zu garantieren. Bei 3000 M. JahresBekanntlich beschuldigen die Halbzeugverbraucher den Halbzeug- gehalt beträgt schon das geringste Streitobjekt aus einem Streite um Bersammlungen ein Lokal nicht zur Verfügung steht, kann die Wahl Verband des Zuwiderhandelns gegen das nationale Interesse, weil die Kündigungsfrist 6 Wochen 375 M. Also auch die Summe auch durch Unterschriften vollzogen werden. Die Unterschriften sind der Verband seine Produkte nach dem Ausland um 20-30 Prozent von 300 M. ist zu gering als Berufungssumme und die Erhöhung dem Mandat mit beizufügen. billiger verkauft, als auf dem einheimischen Markt." Wie nun das auf 500 M. deshalb eine ganz berechtigte Forderung. Kölner Blatt zu berichten weiß, bestehen teilweise ganz ähnliche Verhältnisse auch zwischen Halbzeugverbrauchern und deren Abnehmern. So verkaufen z. B. die Fabrikanten von gezogenem Draht diesen nach England frei Fabrik weit billiger als an deutsche Firmen. Lettere müssen infolge dessen, um die mühsam errungene Stellung nicht zu verlieren, ihre Fabrikate zu Selbstkosten und darunter verkaufen. Aehnlich liegt die Sache in andren Ländern, in denen gegen den englischen und französischen Wettbewerb anzufämpfen ist. Dieselbe Klage, welche die Drahthersteller gegen den Halbzeug- Verband erheben, wird somit gegen sie von ihren Abnehmern erhoben. Sociales. Aus der Begründung der Krankenversicherungs- Novelle " teilt die Frankfurter Zeitung" einiges über die materiellen Aenderungsvorschläge mit. Ueber das, was die Novelle nicht bringt, heißt es nur, daß hinsichtlich einiger Punkte noch keine Klärung" eingetreten fei. Ueber die finanzielle Ermöglichung der vorgeschlagenen Mehrleistungen heißt es in der Begründung: Der Nachlaß einer Arbeiterfamilie. Ein Salinenarbeiter in Leopoldshall, der als fleißiger, ordent licher Arbeiter allgemein bekannt war, starb an der Schwindsucht und fast gleichzeitig mit ihm wurde auch seine Frau von dem Würgengel dahingerafft. Vier unmündige Kinder stehen weinend an dem Grabe ihrer Eltern. Die behördliche Nachlaßregulierung ergab folgendes: Inventarium. Taye M. 1,50 1. An Kleidern und Taillen 1234 2. Betten: 2 alte Bettstellen, 2 Decken, 4 Kissen 25, Porzellan " 3. " 4. Möbeln: 3 alte Tische 3 alte Stühle 1 alter Kleiderschrank 1 alter Küchenschrank 1 alte Kommode 1 alter Stoffer. 1 Küchenruck 2 Leisten mit Vorhängen 5. Blechgeräte 2c.: 1, 3,50 5, 9, 8, 1,50 0,75 0,75 2, 0,75 • 2, Summa Passiven: 1 alter Kochtopf 1 alte Lampe 2c. 6. Waschgefäße: 1 altes Waschfaß An Leichen- und Begräbniskosten Für den Schuhmacher Bäcker Aufnahme der Tage. Attiva. Passiva • . ⚫ 60,75 24, 20, 4, 2, Summa 50, Bilanz: . 60,75 50, Leopoldshall, den 20. Januar 1908. Bleibt Attiva 10,75 Der Tagator. Die Unkosten der Delegation haben diejenigen zu tragen, welche die Vertretung entfenden. Im Anschluß an den Kongreß halten die Verbände der Bauarbeiter, Maler, Maurer und Zimmerer ihre Verbandstage ab. Es dürfte sich empfehlen, die zu den Verbandstagen delegierten Berufsgenossen auch mit der Vertretung auf dem Kongreß zu betrauen. Dadurch wird die Delegation bedeutend billiger, indem die bes treffenden Verbände für ihre Delegierten die Reisekosten selbst zahlen. Etwaige Anträge für den Kongreß, welche Bezug haben auf den Bauarbeiterschutz und die sonstige Tagesordnung, sind der Unterzeichneten spätestens bis zum 1. März zu unterbreiten. Die Anträge werden dann vierzehn Tage vor Stattfinden des Kongresses öffentlich bekannt gegeben. Für die örtlichen Vorarbeiten ist in Berlin ein Lokalfomitee eingesetzt, bestehend aus Vertretern der in Betracht kommenden Berufe. Dem Lokalfomite ist von der erfolgten Wahl zum Delegierten Mitteilung zu machen; ebenfalls, ob die Besorgung eines Logis gewünscht wird. Die Drucksachen für den Kongreß( Bericht der Centralfommission für den Bauarbeiterschutz 2c.) werden, soweit es sich um Delegierte handelt, die Delegierte Delegierte De stages oben zugleich auch genannter vier Verbände sind, durch die betreffenden Centralvorstände, an die andren Delegierten durch das Lokalkomitee versandt; selbstverständlich auch nur an diejenigen, welche sich angemeldet haben. Alle Sendungen, Anfragen 2c. find zu richten: für das Lokal. fomitee an G. 2int, Berlin, Engel- Ufer 15; für die Unterzeichnete an Th. Bömelburg, Hamburg, Brennerstr. 11, 1. Etage. Die Centraltommission für Bauarbeiterschus. J. A.: Th. Bömelburg, Maurer. Fr. Schrader, Zimmerer. H. Wentter, Maler. fotiodas Berlin und Umgegend. Die Lohnbewegung der Jungbierkutscher ist jetzt in ein neues Stadium gerückt. Bekanntlich hatte das Einigungsamt des Gewerbegerichts beiden Parteien fürzlich einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, zu dem sich die Kutscher in der gestrigen endgültigen Verhandlung folgendermaßen äußerten: Bei der den Krankenkassen zigedachten Mehrleistung muß selbstverständlich auf die Möglichkeit einer Erhöhung ihrer Einnahmen Bedacht genommen werden, zumal das Krankenversicherungs- Gesetz an das Verhältnis der geseßlichen Unterstüßung zum Höchstbetrage der Versicherungsbeiträge bestimmte Anordnungen knüpft. Andrerseits ist eine wesentliche Erhöhung der Beiträge sowohl an sich wegen der Mehrbelastung der Arbeitgeber und der Versicherten, als auch im Hinblick auf einen weiteren Ausbau der Arbeiterversicherung unerwünscht. Indessen hat eine nähere Prüfung ergeben, daß die vorgesehenen Mehrleistungen der Kassen zwar eine Abänderung derjenigen Vorschriften des Krankenversicherungs Gesetzes bedingen, welche die Beitrags- Höchstsäße ergeben, daß aber die thatsächlich etwa erforderliche Erhöhung der Beiträge sich in mäßigen Grenzen hält, und deshalb eine grundsätzliche Abänderung der bestehenden Organisationen nicht rechtfertigt. Für die Höhe der Gesamtkosten und der in Aussicht genommenen Ausdehnung der Krankenunterstüßungsdauer fällt zunächst ins Gewicht, daß viele Krankenkassen in ihren Satzungen bereits eine mehr als 13 Wochen umfassende Unterstüßungsdauer vorsehen. Die Ausdehnung der Krantenunterstützungsdauer auf die 14. bis einschließlich 26. Woche würde bei 59 Prozent aller Krankenkassenmitglieder eine Erhöhung der Krankheitskosten herbeiführen, während 41 Prozent So sieht das traute Heim eines Arbeiters mit gesicherter Existenz aller Mitglieder diese Kosten und zum Teil noch weitergehende Bei- aus und es wird in Hunderttausenden von Arbeiterfamilien nicht träge bisher schon aufgebracht haben. Es kommt weiterhin in Be- anders aussehen. tracht, um wie viele Tage sich die durchschnittliche Dauer eines Krankheitsfalles bei Ausdehnung der Unterstüßungsdauer auf die 14. bis 26. Woche erhöht. Zu dieser Feststellung bieten die vom Statistischen Amte der Stadt Frankfurt a. M. für die Jahre 1894 und 1895 aufgemachten Erfahrungen der allgemeinen Ortskrankenkasse daselbst über die Zahl der erkrankten Mitglieder nach der Dauer der Erkrankungen Unterlagen. Danach erfordert die Ausdehnung der Unterstüßungsdauer auf die 14. bis einschließlich 26. Krankheitswoche für 16 410 Krankheitsfälle insgesamt die Kosten für 50 464 Strantauf 20 Broz, d. h. 2 Pf. pro Liter bei den jezigen Preisen. Eine heitstage mehr. als bei einer Unterstützungsdauer von 13 Wochen. Erhöhung der Bierpreise erachten die Kutscher zur Zeit für undurchDie durchschnittliche Zahl der Krankentage eines Erkrankungsfalles führbar, da verschiedene kleine und die in Frage kommenden größeren stellt sich bei einer Unterstützungsdauer von 0 bis 13 Wochen auf In Brüssel tagte bergangenen Sonntag ein außerordentlicher Brauereien sich der Verteuerung nicht anschließen. Falls aber dennoch 27,88 Tage und bei einer Unterstüßungsdauer von 0 bis 26 Wochen Kongreß von Delegierten der belgischen socialistischen Kooperativ- fettens der Vereinsbrauereien die Verteuerung durchgeführt wird, dann auf 30,96 Tage. Wenn man die Ergebnisse der Krankenkassen nach genossenschaften. Derselbe hatte endgültig Beschluß zu fassen über wünschen die Kutscher, daß das Bier im Hausverkauf sowohl als auch der Reichsstatistik heranzieht, so ergiebt sich gegenüber den Krankheits die feit längerem geplante Gründung einer eignen Weberei in Gent. in den Filialen nur zu den erhöhten Preisen abgegeben werden darf. kosten bei einer Unterſtüßungsdauer von 13 Wochen als jährliche Die Gründung wurde beschlossen und das Statut angenommen. Die Ferner foll auf 1/16 Gebinde 15 Pf. Provision gegeben werden. Auch soll es Softenerhöhung aus Anlaß der Unterstützungsdauer für jedes Mit- Weberei wird unter dem Namen„ Die vereinigte Weber- Arbeiter- jedem Brauereibefizer freistehen, einen Kutscher, der auf ordnungss glied im Durchschnitt 2,59 M. Die Krankheitskosten des Jahres 1897 genoffenschaft" ins Leben gerufen. Das Gründungstapital beträgt mäßigem Wege fein Arbeitsverhältnis bei einer andren Brauerei zum Beispiel würden sich bei Annahme einer Unterstüßungsdauer von 200 000 Frant. Es werden zunächst 50 mechanische Stühle in Betrieb gelöst hat, im Bedarfsfalle einzustellen. Bulegt fordern sie, daß dic 26 Wochen im ganzen um 11 858 034 M. oder 9,8 Prozent erhöhen. gesetzt. Wie Anseele erklärte, genügen diese gerade, um den Bedarf Brauereibefizer den Arbeitsnachweis des Centralverbandes der HandelsNach der Vorlage zur Abänderung des Krankenversicherungs- Gefeßes, der belgischen socialistischen Konsumgenossenschaften an Webstoffen und Transportarbeiter anerkennen und sich berpflichten, denselben wie sie dem Bundesrate zuging, ist vorgesehen, die bisherigen Höchst zu decken. Die Konsumgenossenschaften, welche durch Anteilscheine bei Vakanzen zu benußen. Von der Kommission der Arbeitgeber fäße der Beiträge in den verschiedenen Kassen um 20 Prozent zu direkt an dem Werke interessiert werden, sollen aber auch diejenigen wurde hierzu durch Herrn Huth die Erklärung abgegeben, daß die erhöhen. Auf diese Weise werden sich auch die weiterhin in Frage Textilprodukte durch die neue Genossenschaft beziehen, die nicht in Versammlung der Brauereibesizer den Bergleichskommenden Mehrleistungen decken lassen, welche bei der Ausdehnung derselben hergestellt werden. Aftien im Werte von 25 Frank werden vorschlag des Einigungsamtes in seinen Hauptteilen abder Wöchnerinnen- Unterstützung von der 4. bis 6. Woche nach der ausgegeben; Anseele wird der Direktor der neuen Weberei. gelehnt habe. Der Verein wolle auf einen Umfag von 90 M. leinesSie erklären sich mit der in dem provisorischen Tarif festgelegten Die Steinarbeiter in Würzburg richteten an den Magistrat und Lohnstala sowie mit der Bezahlung des Wandergewerbescheins und an das Landbauamt die Bitte, bei Vergebung von Lieferungen die der Reisenden durch die Brauereibefizer einverstanden, desgleichen Bedingung zu stellen, daß die Steinhauerarbeiten am Orte selbst mit der Einsetzung einer Schlichtungskommission und der Kaution anzufertigen seien anstatt auswärts, wie es bisher die Regel war. nach dem alten Berhältnis. Soll aber ein einheitlicher Lohntarif Beide Körperschaften beschlossen, diefem Ersuchen stattzugeben und in durchgeführt werden, so wünschen die Kutscher, daß die Biersteuer auf die Submissionsbedingungen die Klaufel aufzunehmen, daß die ge- alle Fälle von den Brauereibefizern getragen wird und daß der nannten Arbeiten in Würzburg selbst herzustellen seien, wenn es ohne Prozentsatz für Stadt- und Landkutscher gleichgestellt wird und zwar erhebliche Vermehrung der Lieferungskosten geschehen kann. Eine socialistische Kooperativgenossenschaft. R Nach mehrstündiger gegenseitiger Besprechung erklärte der Vorfigende v. Schulz die Verhandlungen als gescheitert. Zu einem Schiedsspruche ist es indessen nicht gekommen, weil sich die Meinungen der beiderseitigen Vertrauensmänner, die als Beijißer un des Einigungsamtes fungierten, diametral gegenüberstanden.( Von den Arbeitnehmern waren dies Körsten und Schumann, von den Arbeitgebern Brauereibefizer Gebhardt und Direktor M a y.) Infolgedessen hat der Vorsitzende von dem§71 des GewerbegerichtsGesetzes Gebrauch gemacht und von der Fällung eines Schiedsspruches Abstand genommen. Es ist dies erst das zweite Mal seit Bestehen des Gewerbegerichts, daß auf diese Weise ein Schiedsspruch nicht zu stande gekommen ist. Die Kutscher werden nun am Freitagabend über weitere Maßnahmen Beschluß fassen. Deutfches Reich. falls mehr zahlen wie 18 M. und die Provision im Mindestfalle auf 1 Bf. I zahlreich einzufinden: 1. Abteilung: Helmke, Heinersdorfer Weg 38.[ eins- Versammlung verfiel der polizeilichen Auflösung, weil an ders und im Höchstfalle auf 1 Bf., nicht aber auf 2 Pf. bemessen tvissen. 2. Abteilung: Stolle, Lehderstr. 28. 3. Abteilung: Garg, Königs selben Frauen teilgenommen hatten. Aus dem Bericht des Zeitungss Ferner lasse sich ein Brauereibesizer feine Vorschriften darüber machen, Chaussee 55. 4. Abteilung: Schmutz, König- Chauffee 38. 5. Ab- spediteurs geht hervor, daß auch hier die Abonnentenzahl des iven er einstellen will und wen nicht, mithin fönne auch von der teilung: Sorrer, Straßburgstr. 56. " Vorwärts" in den letzten Wochen in erfreulicher Weise in die Anerkennung des Verbands- Arbeitsnachweises keine Rede sein. Der ViertelIn Wilmersdorf treffen sich die Parteigenossen früh 8 Uhr in Höhe gegangen ist, indem sie von 682 auf 821 stieg. folgenden Lokalen: 1. und 2. Bezirk bei Natusch, Uhlandstr. 70; jahresbericht des Kassierers ergab eine Einnahme von 411,43 M., 3., 4. und 5. Bezirk bei Witte, Berlinerstr. 40; 6. Bezirk bei Rudloff, eine Ausgabe von 362,17 M. und einen Bestand von 49,26 M. Die Bruchsalstr. 13; 7. Bezirk bei Hilpert, Kurfürstendamm 126. Zahl der Mitglieder beträgt 548. In der Bibliothek befinden sich zur Zeit 164 Bände und 22 Broschüren. Die Versammlung er2 not sporiadation to d teilte dem Kassierer, sowie den Bibliothekaren Decharge. Die Neuwahl des Gesamtvorstandes ergab als 1. Vorsitzenden Beutert, Zur Lokalliste. tanded d 2. Vorsitzenden Roßkopf, Schriftführer Ständer, Kassierer Zeise. Berlin II. Wahlkreis. Das Wilhelm Theater, Friedrich Zu Abteilungsführern wurden Helmke, Wilde, Schenderlein, Rein straße 236, steht der Arbeiterschaft jetzt zur Verfügung. und Walterskötter bestimmt. Als Bibliothekare fungieren Serebs Fruchtstraße 86a, hat durch Unterschrift erklärt, daß derselbe jetzt Stelle des aus der Zeitungskommission ausgeschiedenen Genoffen IV.( Oft). Der Inhaber von Flechs Festfälen( früher Freischüß), und Harms und als Revisoren Starom, Frahm und Schillert. An eru tea, berat bere feine Lokalitäten der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. zur Ver- Schumann, wurde Eschbach gewählt. Die Kommission zur Vorfügung stellt. bereitung der Maifeier besteht aus den Genossen Schumann, EſchAdlershof. Nach mehrfacher Unterhandlung ist es gelungen, hier bach und Rein. Nachdem der Vorsitzende noch zu eifriger Thätigeinige Lotale frei zu bekommen. Die Unterhandlungen mit dem feit im kommenden Halbjahr aufgefordert hatte, erfolgte Schluß der Die Former der Maschinenfabrik von Gaulu. Hoffmann Inhaber des Meißnerschen" Lokals, furz vor dem Bahn- Versammlung. in Frankfurt a. D. find wegen Lohndifferenzen in den Ausstand hof, find jedoch troy vielfacher Bemühungen erfolglos geblieben. getreten. Verhandlungen, welche ein Vertreter des Deutschen Metall- Wir appellieren an das Solidaritätsgefühl der Berliner Für die Orte Alt- Weißensee, Malchow und Heinersdorf fand arbeiter- Verbandes im Auftrage der Ausständigen mit der Firma Arbeiterschaft, insbesondere der Ausflügler und Radam 1. Februar im Café Rettig zu Weißensee eine Versammlung statt, anbahnen wollte, wurden von dieser zurückgewiesen. Zuzug ist fern- fahrer, ins in diesem schweren Kampfe um Gewinnung in der Waldeck Manasse einen Vortrag hielt über das Thema: Wer sind die wahren Umstürzler?" Die Genossen Rochfongtein, passender Versammlungsräume nach Kräften zu unterstützen. zuhalten. Außerdem machen wir darauf aufmerksam, daß der Rauch- Peutert und Reste sowie der Vorsitzende Fritz Huhn ermahnten in der Die Fliesenleger der Firma F. W. Bechert in Leipzig be- Klub„ Besuv" am Sonnabend, den 7. d. M., im Meißnerschen Diskussion die Anwesenden zum Anschluß an den Wahlverein sowie finden sich in Lohndifferenzen. Vor Zuzug nach Leipzig warnt der 2okal einen Maskenbalt abhält und versucht hierzu Billets zum Abonnement auf die socialdemokratische Preſſe, was zur Folge Vertrauensmann der Fliesenleger Deutschlands. 2 p pin Arbeiterkreisen abzusetzen. Wir machen wiederholt die Adlershofer hatte, daß sich mehrere Genossen aus den obigen Ortschaften sofort Die Maurer in Breslau befinden sich in einer Lohnbewegung. Arbeiterschaft darauf aufmerksam, daß das Meißnersche Lofal aufnehmen ließen. Die Unternehmer haben ihnen einen Tarifentwurf vorgelegt, welcher für Versammlungen nicht zu haben ist. gegenüber dem bisher geltenden Tarif Verschlechterungen bringt. Die Lokalkommission. Der Stundenlohn wird auf 45 Pf. festgesetzt und dafür eine ArbeitsTeistung des einzelnen Maurers von 500-750 Steinen pro Tag Wahlverein Tegel. Die Besichtigung der Druckerei des„ Vorwärts" verlangt. Dieser Passus ist dem Berliner Maurervertrage ent- findet am Sonnabend, den 7. Februar, abends 9 Uhr, statt. Treffnommen, den die Breslauer Unternehmer auch in andrer Hinsicht zum punkt: Tegel, Berlinerstr. 92 bei Paul Krause, abends 7 Uhr. Berlin, 5. Februar.( W. T. B.) Bei dem heutigen Festmahl Vorbild genommen haben. Nur hinter dem Berliner Lohn von Für Nachzügler in der Lindenstr. 69 vor der Druckerei. Am Sonntag des Deutschen Landwirtschaftsrats hielt der Reichskanzler Graf 65 Pf. bleiben die Breslauer Maurermeister weit zurück. Troßdem früh Flugblatt- Verteilung bei Paul Krause. Um zahl- v. Bülow folgende Ansprache: verlangen sie aber dieselbe Leistung, die in Berlin gefordert wird. reiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die Breslauer Maurer haben sich entschieden gegen diesen Tarif erklärt und ihre Ortsverwaltung beauftragt, einen eignen Tarifentwurf auszuarbeiten und den Unternehmern vorzulegen. führen. Husland. Gerichts- Zeitung. 2 " Letzte Nachrichten und Depefchen. Bülow im Landwirtschaftsrat. Seit ich das letzte Mal in Ihrer Mitte weilte, ist nach heißen Kämpfen der Zolltarif Gesez geworden. Lang und dornenvoll war der Weg, und in der Geschichte unsrer Reichs- Gesetzgebung wird die Feststellung des neuen Zolltarifs zu den schwierigsten Die Ofensezer in Hannover und Linden haben den Arbeitgebern Aufgaben gezählt werden. Bei diesem Rückblick ist es mir ein Bedürfnis, von dieser Stelle aus allen Landwirten zu danken, die einen Tarif eingereicht, nach dem vom 1. April an eine Erhöhung der Löhne eintreten soll. Die Arbeitgeber sind grundsäglich mit der Auf Raub und versuchten Raubmord lautete die Anklage, welche zum Zustandekummen des Zolltarifs mitgewirkt haben. Ich danke Lohnerhöhung einverstanden. Ueber die Einzelheiten schweben noch gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I gegen den vor allem, meine Herren, Ihrem ständigen Ausschuß dafür, daß Verhandlungen, die voraussichtlich zu einem günstigen Abschluß 23 jährigen Barbiergehilfen Theodor Tritter verhandelt wurde. er unter Verzicht auf manche weitergehende Wünsche sich schließlich Verhandlungen, die voraussichtlich zu einem günstigen Abschluß Den Vorsiz führte Landgerichtsrat Hübner, die Anklagebehörde einmütig auf den Boden des Tarifentwurfs gestellt und sein ge= bertrat Erster Staatsanwalt Steinbrecht, die Verteidigung wichtiges Votum für die Annahme der Vorlage abgegeben hat. Daß der neue Tarif der Landwirtschaft wesentliche Vorteile Tag in den Händen des Rechtsanwalts Bischofswerder. Der Der Streit der Wiener Konfektionsschneider kann jetzt in der Angeklagte ist ein durchaus verwahrloster Mensch. Er ist trotz seiner bringt, ist unbestreitbar. Warum hätten sonst diejenigen, Hauptsache als beendet angesehen werden. Bei den Engros- Kon- Jugend bereits fünfmal wegen der verschiedensten Vergehen vorbestraft. welche eine besondere Berücksichtigung landwirtschaftlicher Interfektionären ist die Arbeit bereits am Dienstag so ziemlich in vollem Bei dem jetzigen schweren Verbrechen handelt es sich um den seiner essen principiell verwerfen, unfren Tarif mit solcher HartUmfange wieder aufgenommen worden. Von den Detail- Non- Zeit von uns berichteten Ueberfall der Sellerstr. 14 wohnhaften näckigkeit bekämpft? Das ist ein Argumentum e contrario, gegen fektionären waren bis Mittwoch 60 der Tarifvereinbarung beigetreten, 80 jährigen Witwe Altmann. Der Angeklagte hatte die alte Frau das feine Dialektit aufkommt.( Sehr richtig!) Brauche ich im so daß auch bei diesen die Arbeit aufgenommen werden konnte. Bei mit beiden Händen an der Kehle gepackt und gewürgt. 3 Mart bar einzelnen daran zu erinnern, daß für nahezu alle landwirtschaftdenen, die den Tarif noch nicht anerkannt haben, wird der Streik Geld war alles, was er vorfand. lichen Erzeugnisse der der autonome Zollschutz erheblich ver= fortgefeßt, bis auch sie der Vereinbarung beitreten. mondognis Der Angeklagte ist eine Zeitlang in der Charité auf stärkt worden ist, daß vor allem für die vier Haupts sini od feinen Geisteszustand untersucht worden. Der Sachverständige, Getreide- Arten Mindestzölle gesetzlich festgelegt sind, die gegen Die Lohnbewegungen in Holland. Professor Koeppen, begutachtete, daß der Angeklagte geistig die jetzt geltenden Vertragssäge den 3oll für die Tonne Weizen Der günstige Ausgang des Streits der Transportarbeiter minderwertig sei, doch lägen keine Anhaltspunkte dafür vor, daß um 20 M., für die. Tonne Roggen um 15 M., für die Tonne hat den mehr oder minder start am Streit beteiligten Gewerkschaften feine freie Willensbestimmung bei Begehung der That aus Safer um 22 M. und für die Tonne Braugerfte um 20 M. eine mächtige Anregung gegeben, lang gestellte Forderungen geschlossen gewesen sei. Die Geschwornen bejahten nach furzer erhöhen, an die Wertzölle für Pferde, die Gewichtszölle für auf Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ihrer Mitglieder Beratung die Schuldfragen. Der Gerichtshof war mit dem Staats- alle andren Vichgattungen? Der Zolltarif kommt in erster der Landwirtschaft Die zu gute. Diskretion mit mehr Nachdruck als bisher zu vertreten. Namentlich sind es die anwalt der Ansicht, daß dem minderwertigen Geisteszustande des Linie im Dienst der Gemeinde Amsterdam beschäftigten Arbeiter, die jahre- Angeklagten Rechnung getragen werden müsse, es wurde deshalb trotz die Rücksicht auf die verbündeten Regierungen verbietet mir, bereits Tang vergeblich um geringe Verbesserungen petitionierten, jezt aber der Schwere des Verbrechens nur auf eine 3uchthausstrafe jest etwas über die abzuschließenden Handelsverträge mitzuteilen. einig und entschlossen sind, zum äußersten zu greifen, um sich endlich von fünf Jahren, zehnjährigen Ehrverlust und Stellung unter 28ir werden bei den Handelsbertrags- Unterhand= Gehör zu verschaffen. Polizei- Anfsicht erkannt. Der Verurteilte erklärte lächelnden Mundes, Lungen die Interessen der Landwirtschaft mit Die Angestellten der Westlandschen Dampf- sich bei dem Erkenntnisse beruhigen zu wollen. besonderem Nachdrude vertreten.( Lebhaftes Bravo!) trambahn- Gesellschaft in Haag wollen ebenfalls Lohn- intimno dind Daß nicht alle Wünsche der Landwirtschaft erfüllt werden forderungen stellen und haben zu Donnerstagnacht eine allgemeine fonnten, weiß ich so gut wie irgend ein Landwirt. Aber das ist kein Grund zum Undank ich scheue mich nicht, das Wort Versammlung einberufen, um ihre Forderungen zu formulieren. Giebt die Direktion nicht nach, dann soll gestreift werden. auszusprechen gegen diejenigen, die den Tarif mit größter Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit vorbereitet, mit pflichttreuem mit ihrer Verantwortung gedeet, die ihre Eifer vertreten, ganze politische Stellung für ihn eingesetzt haben. Dabei denke ich nicht nur an Minister und Staatssekretäre, sondern ebenso an diejenigen Parlamentarier, Bolitiker und Landwirte, die für den Tarif geftritten haben. Die günstige Wirkung, die die letzten Vorgänge auf die Gelverk schaftsbewegung ausgeübt haben, zeigt sich auch darin, daß die Vereinigungen der Eisenbahner in den Tagen des Streits nach einer vorläufigen Uebersicht ca. 1500 neue Mitglieder gewonnen haben. dusmisur iholla if so d und die ada Die Straßenbahn- Angestellten in Utrecht wollen am Sonntag eine Versammlung abhalten. Daran soll sich eine Die Arbeiter der Flohrschen Maschinenfabrik waren am Dienstag Konferenz von Vertretern der Straßenbahner aus dem ganzen Lande sehr zahlreich in den Germaniasälen zusammengekommen. Ueber die fchließen, die die allgemeinen Forderungen formulieren soll. Zum in dem Betriebe herrschenden Mißstände wurde ausgeführt: Solange Streit der Kutscher der Amſterdamer Fuhrwerksgesellschaft die gegenwärtige Strife andauert, sind die Arbeitsbedingungen dort wird gemeldet, daß die Direktion den Streifenden einen Vorschlag ständig verschlechtert worden. Neu eingestellte Schlosser erhalten Sie weigert sich jedoch, den gemaß- durchweg nur einen Stundenlohn von 26 bis 33 Pf., sicher der Meine Herren, mit dem verstärkten Zollschutz allein ist es nicht zur Einigung vorgelegt hat. regelten Vorsitzenden der Organisation wieder einzustellen. Eine niedrigste Lohn, der den Schlossern in ganz Berlin angeboten wird. gethan, das erkennt niemand bereitwilliger an als ich. Das ist Versammlung der Kutscherorganisation lehnte einstimmig die Vor- Die Accordpreise in dieser Abteilung sind derartig gedrückt, daß die von meiner Seite feine allgemeine Redewendung, sondern ich tonkrete Maßnahmen, vornehmlich an fchäge der Direktion ab. Arbeiter in 14 Tagen häufig nur 5-6 M. über ihren Lohn verdienen denke dabei an fönnen, trotz aller Anstrengung. Großen Unwillen erregt auch das Verbesserung der Verkehrsverhältnisse auf dem Lande durch fonderbare Lohnregulierumgssystem. Kommt nämlich ein Arbeiter bei den Bau neuer Schienenwege and befestigter Straßen, an eine einem schlechten Accord nicht auf seinen Lohn, so wird bei einem fräftige innere Kolonisation, an die Hebung des technischen Bebesseren Accord der erzielte Mehrverdienst auf den früheren Minder triebes der Landwirtschaft, namentlich auch in den Kreisen verdienst verrechnet. Bei den meisten Arbeiten wissen die Leute zu des kleinen bäuerlichen Besizes, an eine intensive Förderung donna Anfang überhaupt nicht, was sie verdienen, erst später wird ihnen des landwirtschaftlichen Bildungswesens, des GenossenschaftsMitteilung gemacht, wie der Meister die Arbeit kalkuliert hat. Die wesens, der Landesmeliorationen, an eine Hebung der ViehArbeiter verlangen deshalb den Aushang eines regulären Tarifs. zucht, besonders durch wirksame Bekämpfung der Wichsenchen mit In der Dreherei hat den ganzen Winter über die Heizung nicht den neueren Erfahrungen der Wissenschaft. Vor uns liegt ein weites funktioniert, so daß die Dreher mehrfach im lleberzieher und Faust Feld für eine ersprießliche Thätigkeit von Reich und Staat in handschuhen arbeiten mußten. Auch die Behandlung ist im allgemeinen verständnisvollem Zusammenwirken mit den geordneten Vertretungen eine miserable. Das Sprechen bei der Arbeit ist verboten. In die der Landwirtschaft. Klosetthüren einiger Abteilungen haben besonders schneidige Meister Aber auch nur durch solche gemeinsame positive Arbeit ist eine Löcher bohren lassen, damit sie die Arbeiter auch ja beobachten können, prattische Förderung der Landwirtschaft möglich, nicht durch Spielen wie lange Zeit diese an dem stillen Ort etwa zubringen. Einem mit unerfüllbaren Jllusionen, nicht durch künstliche Büchtung eines Arbeiter, der seit 17 Jahren bei der Firma thätig ist, wurde jetzt, da Kleinmutes, in den der Deutsche leicht verfällt, die ihm aber nicht er alt und grau geivorden, der Lohn um 5 Pf. pro Stunde gekürzt. wohl ansteht. In der Politit, hat Thiers mal mit Recht gesagt, Vorstellungen beauftragter Kommissionen bleiben erfolglos. Bei der gehört die Zukunft den Optimisten.( Sehr wahr!) Dafür, daß in der geringsten Gelegenheit heißt es unter ausgesuchten Schimpfworten: deutschen Landwirtschaft, von deren Gedeihen die innere Feftigliebt Neiches wie des preußischen Staates so wesentda both sig Aus der Frauenbewegung.g Mit einer fomischen Begründung wurde, wie die Apothekerzeitung" mitteilt, kürzlich in Sachfen einer jungen Dame mit besten Zeugnissen die Zulassung zum Apothekerberuf verwehrt. " Da bisher in sächsischen Apotheken Gehilfinnen nicht angestellt tourden, liegt für das Ministerium fein Anlaß vor, diesen Zustand zu ändern." Dieser Universalgrund ließe sich trefflich gegen jede Neuerung verwerten. Warum sollten wir flüger sein, wie unsre Altvordern? Berliner Partei- Angelegenbeiten.ber intmer noch, fich ben Arbeitern gegenüber als humanen Mann lich abhängt, die aber auch ihrerfeits an der Erhaltung des orte. Eine Flugblatt- Verbreitung 12 erfolgt Sonntagvormittag in allen Wahlkreisen Berlins und der VorEs ist dringend notwendig, daß die Parteigenossen und Genoffinnen sich an diesem Wirken vollzählig beteiligen. Die Parteigenossen und Genoffinnen des zweiten Wahlkreises werden ersucht, sich am Sonntag, den 8. d. M., zahlreich an der Flugblattverbreitung zu beteiligen und in den bekannten Lokalen früh 7, Uhr einzufinden.opieo aufzuspielen. Anläßlich der Feier des 8000. Fahrstuhls hat er seinen Staates wie des Reiches unmittelbar intereffiert ist, wie fein Arbeitern eine Rede gehalten, in der er ihnen sagte: Nichts ist so andrer Stand,( Bravo!) der Geist des Vertrauens und der Einsicht, fchiver zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen. Die Arbeiter ein im besten Sinne konservativer Geist die Herrschaft behalten. ertragentiming, sind nun der Meinung, daß dieses Dichterwort vielleicht auf deffen möge, dafür, meine Herren, rechne ich auf Ihre Unterstügung. Recitator Anwendung finden möge, jedoch für die Arbeiter der Flohrschen Fabrik sollen die guten Tage noch erft Tommen, bis jetzt haben sie noch keine gehabt. Im Gegenteil find fie der Meinung, daß, wenn nicht bald ein Henderung in der Behandlung und der elvigen Lohnbrückerei eintritt, es mit der Firma über kurz oder lang Den shi Eisenbahntarif- Reform in Sachfen. Dresden, 5. Februar.( B. H.) Der fächsische Eisenbahnrat hat heute nachmittag mit 15 gegen 5 Stimmen den vom Finanzministerium vorgelegten Entwurf zu einer Reform des EisenbahnPersonentarifs definitiv angenommen, Im fünften Reichstags- Wahlkreise treffen sich die Barteigenossen zu sehr ernsten Differenzen kommen dürfte, lai son an folgenden Stellen: 1. Abteilung bei Dimte, Winsstr. 56; 2. A6Berband deutscher Gastwirtsgehilfen. Die Ortsverwaltung teilung bei Ludwig, Landwehrstr. 11; 3. Abteilung bei Knößsch, Berlin hielt am 23. Januar ihre Generalversammlung ab. Hirtenstr. 10; 4. Abteilung bei Batt, Dragonerstr. 15; 5. Abteilung Geschäftsbericht erstattete Hilgert. Vermittelt wurden 48 Stellen Von den holländischen Eisenbahn- Angestellten. bei Renfer, Auguftstr. 51; 6. Abteilung bei Wittchow, Kleine Ham- für fest und 2365 zur Aushilfe. Nach den niedrigsten ortsüblichen burgerstr. 27, Ede Elsasserstraße; 7. Abteilung bei Sägebrecht, Vermittelungsgebühren sind Amsterdam. 5. Februar.( W. Z. B.) In einer besonderen Ausden Stellenvermittlern privaten Luisenstr. 55. mal appr 1438 M. und 75 Bf. entzogen worden. Den Bericht der Geschäfts- gabe des Drgans der Vereinigung der Eisenbahn- Angestellten heißt Im sechsten Wahlkreise find folgende Treffpunkte: Fischer, Wald- kommission gab Biegner. Bur Regelung der Arbeitsverhältnisse in es, es feien genaue Vorkehrungen getroffen worden, um einen a IIstraße 8; Pfarr, Putligstr. 10; Krause, Müllerstr. 7a; Kaifer, Pflug- den einzelnen Betrieben haben sich 57 Kommiffionen nötig gemacht, gemeinen Aus st and herbeizuführen, sobald ein Gefeßentwurf, Straße 6 Soppe, Aderstr. 21; Rosin, Stuppinerstr. 42; Abendroth, die einen Kostenaufwand von 73,85 m. verursacht haben. Den der den Eisenbahn- Angestellten die Teilnahme an einem Ausstande Badstr. 42; Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9. Kaffenbericht gab Beiste. Danach betrug die Einnahme 3094,20 W., untersagt, den Kammern vorgelegt würde, und so dessen Annahme Schöneberg. Die Parteigenossen werden ersucht, sich in folgenden der eine Ausgabe von 2908,20 M. gegenüberstand, so daß ein Bestand möglichst zu verhindern. Lokalen zur Flugblattverbreitung früh 1/8 Uhr einzufinden: Ständer, bon 186 m. verbleibt. Der Kassierer wurde einstimmig entlastet. Hohenstaufenstr. 79; Schilling, Seyffhäuserstr. 16; Krüger, Grune- Die Wahl des Vorstandes wurde bis zur nächsten außerordentlichen waldstraße 110; Döring, Merseburgerstr. 7; Obst, Meiningerstr. 8; Generalversammlung vertagt. Horlemann, Kaiser Friedrichstr. 8; Reimer, Hohenfriedbergstr. 26 Hoffmann, Cherusterstr. 16; Hauser, Hauptstr. 97; Moll, Sponholz Straße 34.pgdna Dresden, 5. Februar.( W. T. B.) Wie dem„ Dresdener Anzeiger" von maßgebender Stelle mitgeteilt wird, ist Advokat Lachenal in Genf von hier aus verständigt worden, daß die Kronprinzessin Luise weder die östreichische noch die sächsische Grenze überfchreiten darf. Weißensee. Am 27. Januar fand die äußerst zahlreich befuchte General- Versammlung des socialdemokratischen Wahlvereins im Saale von Tscheutler statt. Laut Bericht des Vorstandes haben Weißensee. Die Parteigenossen werden ersucht, sich am Sonntag im letzten Halbjahr eine ordentliche, eine außerordentliche General- Petersburg, 5. Februar.( W. T. B.) Aus Batum wird ein früh 8 ühr zur Flugblatt- Verbreitung in folgenden Lokalen recht versammlung sowie 14 Vorstandssitzungen stattgefunden. Eine Ver- großer Brand der Naphtha- Fabrik von Mantaschet gemeldet. Berantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u.Unterhaltungsblatt. Nr. 31. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 251. Gigung. Donnerstag, den 5. Februar 1903, nachmittags 1 Uhr. Abg. Ledebour( Soc.): 0 " Freitag, 6. Februar 1903. ge= Aussicht bei ihr zum Durchbruch kommt, daß die Agrarier die einzig würde fich aber eine Neueinteilung unter besserer Bes wirklichen waschechten, zuverlässigen Retter von Thron und Staat rücksichtigung der historischen Zusammenhänge mit der Normalsind, und daß dann der Reichskanzler Agamemnon kniefällig seelenzahl von etwa 141 000 sehr leicht durchführen lassen. bei ihm im Zelte erscheint und ihn bittet, doch wieder in den Wenn gegenwärtig die Regierung und die Mehrheitsparteien sich Kampf einzutreten und den socialdemokratischen Hektor gegen diese Reform, deren formelle Berechtigung sie anerkennen, Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf Bii Iow. zur Strede zu bringen.( Lachen rechts. Sehr gut! bei den träuben, so liegt das einfach daran, daß der gegenwärtige Zustand Die zweite Lesung des Etats des Reichskanzlers Herrn von Wangenheim nicht allzu viel Bedeutung beilegen. Er fraten.) Die gegentvärtige Wahlkreiseinteilung ist die Grundlage Socialdemokraten.) Man darf den augenblicklichen Stimmungen des ihrem Parteiinteresse entspricht.( Sehr wahr! bei den Socialdemo wird fortgesetzt. In Verbindung damit steht der Antrag der Abg. Dr. Barth( frf. Vg.) und Müller- Sagan( frs. Vp.) auf Neu- hat schon früher einmal wehmütig drohend darüber geklagt, daß ihrer Macht, eine Neuregelung derselben würde nur die SocialdemoMüller- Sagan Neu- Herr Ballin und andre an der Seefahrt interesiterte tratie stärten und daher bekämpfen Sie sie.( Sehr richtig! bei den einteilung der Reichstags- Wahlkreise zur Debatte. Leute bei Hofe seinen Freunden eine ganz un- Socialdemokraten.) gerechtfertigte ontkurrenz machten. Und im Ich muß nun auch auf die allgemeinen politischen Ver Jch komme zunächst kurz auf die gestrigen Ausführungen des Cirkus Busch mögen noch so träftige Worte hältnisse etwas eingehen. Wir sind weder mit der inneren Abg. Gröber. Herr Gröber hat meinen Freund Vollmar durch gegen die Minister fallen. Alle diese Augenblicks- noch mit der äußeren Politit des Herrn Reichskanzlers einaus mißverstanden. Wir sind durchaus einverstanden mit der Kundgebungen sind ebenso wenig als programmatisch aufzufassen, verstanden. Für die Weltpolitik trifft das Wort des Hans Dampf Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes; Vollmar hat sich nur wie einst der Ausspruch des Herrn Ruprecht- Ransern: Wir in allen Gassen zu. Der Herr Reichskanzler hat gegenüber Ausgegen den übermäßigen Dant gewendet, den Dr. Spahn müssen alle Socialdemokraten werden. Die Freistellungen, die gemacht werden an seiner überseeischen Politik und die namens des Centrums für diese Abschlagszahlung dem Reichstanzler sinnigen sind hoffentlich nicht so leichtgläubig, um sich aus sich knüpften an gewisse steden Kaiser Wilhelms II. geabstattete. Wir verlangen die Aufhebung des ganzen Jesuiten- folchen Aeußerungen noch einen besonderen Ruhmestranz meint, man verkenne die Bedeutung dieser Neden, wir wollten gesetzes und sehen keinen Grund zu einem so übermäßigen Dank ein. zu vinden, als ob sie die gefährlicheren Feinde der Agrarier seien. nichts als auf den Weltmeeren herumfahren, wie andre Völker. Abg. Gröber hat einen Gegensatz zu konstruieren versucht zwischen Der Forderung einer neuen Einteilung der Wahlkreise stimmen wir Wenn man wirklich nichts wollte, als der deutschen Schiffahrt die unfrer theoretischen Haltung zur Religion und unsrer prak durchaus zu. Wir haben selbst einen ähnlichen Antrag wie Möglichkeit eröffnen, überall hinzufahren, wo sie will, so wären wir tischen Bethätigung dieser Grundfäße. Da er in Deutschland die Freisinnigen eingebracht, der aber in dieser Legislaturperiode die ersten, die dem entschieden zustimmen könnten. aber für seine Argumentation nicht das geringste Material fand, so sicher nicht mehr auf die Tagesordnung kommen wird. Wir wünschen alle, daß der deutsche Handel und die deutsche ging er nach Frankreich und suchte uns für das Verhalten der Dr. Dertel und Abg. Gröber erhoben gegenüber einer Schiffahrt möglichst ungebunden sich entwickle, aber die Art und französischen Socialiſten zu religiösen Fragen verantwortlich zu machen. Neubegrenzung der Wahlkreise den Einwand, daß man ja doch eine Weise, wie die Reichsregierung eingreift in den Welthandel und in Schon bei verschiedenen Gelegenheiten sind derartige Handlungen absolute mathematische gleichmäßige Einteilung der die Welthändel, befördert die deutsche Schiffahrt und oder Unterlassungen von Socialisten andrer Länder uns vorgehalten Wahlkreise nicht einführen kann. Aber auch die Antragsteller beab- den deutschen Handel nicht. Auf die Venezuela- Angelegenheit worden. Aber dafür können wir doch nicht verantwortlich gemacht sichtigen nur, daß eine normale Seelenzahl der einzelnen Wahl- will ich heute nicht eingehen. Die übertriebene Schneidigkeit, die wverden. Es giebt zudem zwei socialistische Parteien in Frankreich; freise annähernd erreicht werde, daß nach oben oder nach unten dabei von den Vertretern Deutschlands gezeigt worden ist, kann sie bilden nicht die Mehrheit, und nur die eine von ihnen steht in nicht zu weit darüber hinausgegangen werde. Das liegt auch im zweifellos unsren Handel und unsre Schiffahrt nur schädigen, weil cinem Kartellverhältnis zur ministeriellen Mehrheit. Soweit ich die Sinne der Reichsverfassung, und dies Princip ist auch durchgeführt dadurch die Animosität gegen Deutschland in Venezuela, in SüdStimmung der deutschen Partei beurteilen kann, hält sie dieses worden bei der ursprünglichen Einteilung der Wahlkreise vom Jahre amerika überhaupt und leider auch in den Vereinigten Staaten Verhalten für unrichtig; fie billigt vielmehr die Haltung 1867. Damals galt als durchschnitliche Seelenzahl eines Wahl- bedeutend gewachsen ist. Unter Umständen mag es nötig sein, Seeder andern socialistischen Gruppe, die dieses Bündnis verwirft. Dies kreises 100 000, und sie ging bis höchstens 150 000. Gegen die polizei gegenüber fremden Staaten zu üben, aber wir tadeln, daß diese Kartell mit der ministeriellen Mehrheit bedingt manche Handlung, Forderung, daß auch jetzt noch auf je 100 000 Seelen ein Abgeordneter Seepolizei mit ganz derselben übertriebenen Schroffheit geübt wird, mit der wir uns nicht einverstanden erklären können. Das gilt vor fomme und die Abgeordnetenzahl dementsprechend vermehrt werde, wie im Inlande die Polizei gegenüber den Landesangehörigen. Die allem für die Frage der Unterdrüdung der bretonischen sprechen verschiedene Gründe. Der Sizungssaal des Reichstags beständige renommistische Verherrlichung der WeltSprache beim Seligionsunterricht. Wir mißbilligen dies durchaus. würde nicht genügen, der Prozentsatz der Fehlenden würde immer politif fann Deutschland auch nur schädigen. Wir treiben eine Wir nehmen hier genau dieselbe Stellung ein, wie gegen größer werden. Ich würde vorschlagen, die Zahl der Abgeordneten Renommierpolitit mit dem Dreizack und mit der gepanzerten Faust. die Beseitigung der polnischen Sprache beim Religionsunterricht ein für allemal im Wahlgefez auf 400 festzusetzen( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Deutschland ist infolge und aus der Volksschule in polnischen Landesteilen überhaupt. und nach jeder Volkszählung die Normalfeelenzahl, die auf einen seiner kontinentalen Lage gar nicht fähig, jemals eine Seemacht Es war also durchaus ungerechtfertigt von Herrn Gröber, uns aus Abgeordneten fallen würde, aufs neue zu bestimmen. Nach der legten ersten Ranges zu werden. diesen Vorgängen in Frankreich irgendwie einen Vorwurf machen Volkszählung von 1900 würde diese Zahl etwa 141 000 betragen. Ich komme zu einer andern Frage, für die ebenfalls der Reichszu wollen. Die französischen Socialisten haben sich mit ihrer Be- Nach jeder Volkszählung müßte die Regelung dahin erfolgen, daß fanzler als oberster Neichsbeamter verantwortlich ist, ich meine die fürwortung der Beseitigung der bretonischen Sprache aus den tein Wahlkreis über das Anderthalbfache der normalen Seelenzahl sogenannte Bethätigung, nationaler" Bestrebungen. Religionsunterricht in Widerspruch gesetzt mit der Haltung der ganzen hinausgeht oder unter der Hälften derselben zurückbleibt. Die Regierung hat in der letzten Zeit gegenüber verschiedenen übrigen europäischen Socialdemokratie. Herr Dertel sprach von dem größeren Recht der boden innerhalb des Reiches wohnhaften Völkern eine Politik angewandt, Herr Gröber sprach weiter von einer" Jesuitenschnüffelei" und ständigen Bevölkerung. Erstens fluktuiert auch diese Be- die mit den verfassungsmäßigen Garantien des Reiches nahm insbesondere den Abg. Dr. Hasse von diesem Vorwurf nicht völkerung und im übrigen verlangen wir ein absolut gleiches Recht und Preußens durchaus im Widerspruch steht. Ein Zug aus. Das nationale Gefühl und der Patriotismus des Herrn Hasse für Stadt und Land. Das entspricht auch der Reichsverfassung. nationaler Schneidigkeit, nationalen Bethätigungsflammt allerdings immer dann auf, wenn irgendwo mit der( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Herr Wiemer hat schon dranges ist eingerissen, der vor der Gründung des Deutschen gepanzerten Faust gegen andre Völker vorgegangen wird oder wenn sehr richtig betont, so gut wie es die sittliche Pflicht der Reiches ganz unmöglich gewesen wäre. Schon daraus folgt, daß im Inlande anderssprechende Staatsbürger polizeilich drangfaliert Reichsregierung war, die geheime Wahl zu sichern, so hat sie auch diese Fragen durchaus in das Gebiet der Reichspolitik hineingehören. werden. Auch darin erkennt Herr Hasse eine große patriotische That, die sittliche Pflicht, diese gefeßlichen Bestimmungen auf Neu- Wäre es etwa früher möglich getvesen, daß ein Minister im wenn ein Jesuit einmal per Schub über die Grenze gebracht oder einteilung der Wahlkreise durchzuführen. Herr preußischen Abgeordnetenhause ausrief:" ie Welf, hie Waib. ein armes dänisches Dienstmädchen aus Deutschland herausgetrieben Dertel meinte, die ländliche Bevölkerung hätte nur ein etwas ling!" oder: Die preußischen Beamten müssen nationale wird. Man könnte nun fragen, warum die Regierung nicht gleich größeres Recht. In der That ist aber dieses Necht häufig schon zehn- Bolitit treiben!?" Ich bedauere, zu der Erkenntnis das ganze Jefuitengesetz aufgehoben habe. Ich glaube, das beruht fach größer als das Recht industrieller Gegenden. Nach der Volks- fommen zu fein, daß leider die deutschen Bundesregierungen sich vom Standpunkt des Grafen Bülow aus auf einer auf einer ganz zählung vom Jahre 1900 find die drei größten Wahlkreise bereits in das Schlepptau der alldeutschen Entnationalisierungsbestrebungen richtigen diplomatischen Berechnung. Der Kanzler braucht über eine halbe Million hinausgewachsen. Der Wahlfreis Berlin VI gegenüber anderssprechenden Völferstämmen haben nehmen lassen. bei seiner Wirtschaftspolitik der mittleren Linie ein starkes Centrum. hat jekt 693 764 Einwohner und über 170 000 Wähler, der Wahl- Wenn heute ein geschniegelter und gebügelter Herr des XX. JahrIch würde der Intelligenz des Herrn Reichskanzlers zu nahe treten, freis Teltow- Beeskow- Charlottenburg 688 569 Einwohner, der Wahl- hunderts in einen Ausruf wie:„ Hie Welf, hie Waibling!" ausbricht, wenn ich ihm nicht das Wissen zutraute, daß der Rest des Jesuiten- freis Bochum 564 752 Seelen.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) fo berührt das wirklich so, als ob eine Marmorstatue aus der Siegesgesetzes dem Centrum nicht schadet, sondern seinen Nimbus, eine ver- Dagegen hat der Wahlkreis Westpriegnik eine Einwohnerzahl von allee oder etwa der Roland von Berlin plößlich herunterstiege, den folgte religiöse Partei darzustellen, beim katholischen Wolfe noch 67 367; er ist also zehnmal kleiner als der sechste Berliner Wahl- Cylinderhut auffezte, Glacéhandschuhe anzöge und nun derartige aufrecht erhält. Dadurch aber werden die Interessengegen freis. Dasselbe gilt für die Wahlkreise Deutsch- Krone, Nen- mittelalterliche Anschauungen mitten im modernen Leben zum Ausfäße im Schoße des Centrums verschleiert. Uns ftettin usw.( zwischenruf des Abg. Gamp.) Herr Gamp wirft mir druck brächte!( Heiterkeit! und Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) fönnen diese Erwägungen nur veranlassen, noch energischer auf völlige ein, in England fei es ebenso. Nein, das ist nicht der Das entspricht aber durchaus dem Charakter der gegenwärtigen Epoche. Beseitigung des Jesuitengesetzes zu dringen.( Sehr richtig! b. d. Soc.) Fall. In England bestand früher in der That eine solche Jch verweise auch auf die Rede des Kaisers Wilhelm II. Die versprochene Aenderung des Wahlreglements be- Differenz der Wahlkreise, aber dies Verhältnis ist durch ver- bei der Wiederherstellung der Marienburg, durch deutet die sehr verspätete Erfüllung eines alten schiedene Wahlreformen geändert worden. Noch bestehen die er das deutsche Volk zum Kampf gegen polnischen Wunsches des Reichstages. Die Rückzugskanonade des Herrn Dertel Differenzen, aber nicht derartig große wie bei uns. In England hat lebermut" aufrief und zur Wahrung der nationalen Güter, hat feine Bedeutung. Ünsre besonderen Wünsche werden wir bei der man dem Anwachsen der großen Städte wenigstens zum Teil deutscher Sitte und Art aufforderte. Redner verliest die Verhandlung der Angelegenheit machen. Dazu gehört die Forderung, Rechnung getragen. Man ist nicht so weit gegangen wie wir ver- hauptsächlichen Stellen aus der Marienburger Nede des Kaisers. daß der Wahltag ein Sonntag ist. Herr Dr. Spahn schüttelt langen, daß nämlich eine Normalfeelenzahl mit einer Marimal- und Alle die unfrer Ueberzeugung nach sehr deplacierten Aussprüche der den Kopf.( Heiterteit.) Nun, der Sonntag als Wahltag bewährt Minimalgrenze den einzelnen Wahlkreisen zu Grunde gelegt wird. Herren Minister: hie Welf, hie Waibling usw. sind zurückzuführen fich im tatholischen Frankreich sehr gut, weshalb sollte aber diese Unterlassung giebt doch keinen Grund gegen unfre gerechte auf die ungerechtfertigte Steigerung, ja die Aufreizung des nationalen er sich nicht auch bei uns bewähren? Forderung ab und noch viel weniger ist der Hinweis auf England Bewußtseins, die in dieser Nede des Kaisers gelegen hat. Wo hat Auch die Diätenfrage ist mit Recht von den verschiedenen für Sie beweiskräftig. Dort hat man etwas gethan, Sie aber denn der polnische Uebermut sich bethätigt, um einen Parteien wieder vorgebracht worden. Ebenso wie die Sicherung wollen ja gar nichts thun.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Es solchen Aufruf zum Kampfe an das ganze deutsche Volk zu des Wahlgeheimnisses ist es eine Pflicht der Regierung, dem wird auch wieder mit dem Sage operiert: Quieta non movere, rechtfertigen? Ein Ausländer müßte auf den Gedanken wiederholten Wunsche des Reichstages auf Gewährung von Diäten man folle das Ruhende ruhen lassen. Aber dieser Satz trifft nicht kommen, daß die Polen einen plöglichen Aufstand ges endlich nachzukommen. Wir treten selbstverständlich aus allgemeinem zu; ruhig sind ja die Wähler der großen Städte durchaus nicht! macht haben. Selbst aus den Reden der Hakatisten im ReichsInteresse nach wie vor energisch für die Gewährung von Diäten ein.( Heiterkeit.) Sie haben gar keine Lust dazu, sich das Unrecht tag gegen die Polen haben wir nichts gehört, das eine solche Nede Abg. Fürst Bismard, den ich zu meiner Freude an seinem länger gefallen zu lassen. Außerdem bedeutet der Grund- rechtfertigen könnte. Man beschwert sich über das wirtschaftliche Plaze sehe( Heiterfeit.), hat gegen die Diäten außer den fat, als Princip der Staatsführung, wohl auch nach der Meinung lebergewicht der Bolen. Ja was bleibt denn den Polen, die von Gründen seines Vaters doch noch etwas vorgebracht; wenn es des Fürsten Bismarck nichts andres als: die Regierung solle nicht allen Beamtenstellen ausgeschlossen sind, übrig, als in das wirtauch nicht direkt ein neuer Gedanke war, fo war es eingreifen, nicht bei grundlegenden Aenderungen die Initiative er schaftliche Leben einzutreten. Wie die Juden früher find sie geradezu doch neu, daß einmal ein Gedanke von ihm fam.( Heiterkeit.) greifen, sondern sie dem Volk oder den Parteien überlassen. dazu gezwungen und haben es mit der Zeit auch wie diese zu einer Abg. Fürst Bismard meinte, Diäten würden das Hervortreten Herr Gröber machte den höchst merkwürdigen Ein höheren Fähigkeit auf diesem Gebiete gebracht. „ rühriger, radikaler Elemente" in allen Parteien befördern. Das wand, daß den Wählern in den kleineren Wahlkreisen ihr Derfelbe Prozeß vollzieht sich jetzt bei den Polen.( Sehr richtig! bezog sich also auch auf die konservative Partei. Fürst Bismarck heutiges Recht verkürzt werde, wenn größere Wahlkreise bei den Socialdemokraten.) Es ist eine Thatsache, daß sich die versteht unter diesen rührigen radikalen Elementen" offenbar die- geschaffen würden. Er schien der Ansicht zu sein, daß diese polnische Bevölkerung stärker vermehrt als die deutsche. Der Reichsjenigen, die ihre Barteianschauung mit größerer Schärfe und rücksichts- Verkürzung sich nur so verhindern lasse, wenn die Zahl fanzler hat nun in einer bisher nicht bestrittenen Unterredung mit loser zum Ausdruck bringen als andre. Jnnerhalb der Konservativen der Abgeordneten vermehrt würde. Das aber ist ein dem Figaro"-Korrespondenten diesen Gedanken in der Form ausfindet man diefe Elemente intereffanterweise weniger unter den Trugschluß. Eine relative Kürzung der Rechte der gedrückt, es sei das wie mit der Vermehrung der Hasen Standesgenossen des Fürsten Bismarck, sondern diese rekrutieren Wähler der kleineren Wahlkreise kommt unter allen Umständen und der Kaninchen. Meinem Geschmack würde eine solche sich aus aus dem sogenannten Mittelstande, es sind die paar heraus, ob nun die Abgeordneten oder die Wahlkreise zusammen- Aeußerung nicht entsprechen, zumal sie sich gegen ein unterdrücktes Handwerksmeister usw. unter den Konservativen. Die Herren geschlagen werden. Sie haben jetzt mit ihren Stimmen einen Volt richtet. Ich frage aber den Reichskanzler: Wie denkt er sich tönnen sich beim Fürsten Bismard, der selber feiner Partei an- größeren Einfluß auf die Zusammensetzung des Reichstages, als mit politischen Maßregeln diese größere Fruchtbarkeit des gehört, dafür bedanken, daß er sie als Abgeordnete zweiter die Einwohner der großen Wahlkreise. Das ist ein höchst ungerechtes polnischen Volkes zu bekämpfen? Der Plan der Germanisatoren Klasse bezeichnet. Die Nichtgewährung von Diäten soll nach dem Privilegium, das beseitigt werden muß. Der Einwand der Herren geht doch dahin, die polnischen Rittergutsbesizer und die polnische Fürsten Bismard auch die Proletarisierung des Reichstages Gröber und Dertel, daß technische Schwierigkeiten die Durchführung Bourgeoisie zu beseitigen, die polnischen Arbeiter aber aufhalten. Num, der Reichstag wird wohl auch proletarisiert, des Gedankens in dieser Legislaturperiode, wenn nicht über zu behalten. Nun aber steht fest, daß eine proletarische Bewenn Socialdemokraten gewählt werden. Und unsre Fort- haupt verhinderten, ist unrichtig. Die Umgestaltung läßt bölferung sich stärker vermehrt als eine besigende, bei denen sich schritte werden durch die Verweigerung von von Diäten Diäten nicht sich sehr einfach durchführen. Ich habe mir die Arbeit Hemmungstendenzen bei der Vermehrung viel stärker durchsetzen. aufgehalten.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Die gemacht, eine Anzahl von Probe- Einteilungen auf Grund der Volks- Die Raffe hat nichts damit zu thun. Das zeigt das französische Diätenlosigkeit ist ein schwerer Nachteil nur für zählung von 1900 vorzunehmen und zwar habe ich die Neu- Volf, das sich in Frankreich sehr schivach vermehrt, in Kanada aber die bürgerlichen Parteien, die dadurch verhindert werden, zu Einteilung der Wahlkreise für Berlin und für die Provinz sich außerordentlich stark vermehrt. Auch in Deutschland vermehrt fagen: Die faulen Fasanenjäger hinaus und rührige Hannover dargestellt. Ich stelle meine Arbeit den Herren, die sich die Bevölkerung in den großbäuerlichen Distrikten am schwächsten, Elemente hinein.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) fich für derartige Dinge interessieren, es sind ja nicht zu viel am stärksten aber in den proletarischen Gebieten. Würden alle First Bismard gehört zu den unfreiwilligen, aber um so wirksameren( Heiterkeit), gern zur Verfügung. Polen proletarisiert und alle Deutschen in Vorkämpfern der Socialdemokratie. Man kann nur wünschen, Die Neu- Einteilung wird keine große Schwierigkeiten machen, ben Ostprovinzen Besizer, fo würde fich daß seine Nede gerade in den Kreisen des Mittelstandes sofern nicht eben die Persönlichkeiten, die damit betraut werden, das polnische Volt noch viel stärker vermehren die weiteste Verbreitung findet, auf den er, der Fürst, Wahlkreis- Geometrie im Interesse der Regierung als jegt.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) den Begriff Proletariat" offenbar ausdehnen will. oder der Mehrheitsparteien treiben. Vorausgesetzt Die Maßnahmen der Regierung zur Germanisierung des Oftens Herr Wiemer glaubte den Ausspruch des Herrn v. Wangen muß also werden die unbedingte bona fides der betr. Beamten. Bei der haben ihren Zweck nicht im geringsten erreicht, sondern haben im heim, daß er lieber einen Socialdemokraten als Wahlkreis- Einteilung für den Reichstag des Norddeutschen Bundes Gegenteil das nationale Bewußtsein in immer einen reisinnigen wähle, ernst nehmen zu müssen und folgerte ist zum Beispiel in der Provinz Hannover zu Gunsten der das weiterenKreifen geweckt und Erbitterung ers daraus, daß die Freifinnigen den Agrariern gefährlicher feien. Wer maligen Regierungspartei, der Nationalliberalen, und gegen zeugt. Gegenüber den Dänen ist das Schlagwort Germanidie politische Situation fennt, wird diesen Ausspruch aber das Centrum eine solche parteiische Wahlkreis fierungspolitik geradezu sinnlos, da die Dänen viel reinere faum ernst nehmen können. Dieser Ausdruck des Mergers Geometrie getrieben worden. Das hat zur Einrichtung Germanen sind als die Deutschen. Die ganze ist weiter nichts als das Resultat der augenblid ganz unorganischer Wahlkreise geführt, wie in den Wahlkreisen Ost- Politik der Unterdrückung fremder Nationen ist verkehrt, fie lichen Verstimmung, die eingerissen ist zwischen den frieslands und des sogenannten Herzogtums Bremen. In Süd- ist auch am allerwenigsten geeignet, den Weltfrieden ชิน Vertretern der streng agrarischen Richtung und der deutschland erleichtert das Bestehen fleinerer Verwaltungsbezirke das fördern, über den wir ja gestern eine längere Rede gehört haben. gouvernementalen Richtung.( Sehr richtig! bei den Social- organische Zusammenlegen solcher Bezirke zu Wahlkreisen. In Nord- Gewundert habe ich mich nur, daß Herr Hoffmann- Hall, der Demokraten.) Herr v. Wangenheim spielt die Rolle des grollenden deutschland werden die historischen und organischen Zusammenhänge doch Mitglied einer demokratischen Partei ist, den unterbrüdten Achilles, er kündet bittere Feindschaft dem Reichskanzler Agamemnon vieler Gegenden zum Schaden der Einwohner durch die Wahlkreis- Deutschen in Finnland den Rat gab, sich den und dem herrlichen Dulder Podbielski, lauert aber zweifellos auf einteilung direkt zerrissen. In der Provinz Hannover 3. B., wo Staatsgefeßen zu fügen. Wenn eine Regierung zu den Augenblick, in dem eines schönen Tages die Reichsregierung, jetzt der größte Wahlkreis, Göttingen- Gimbeck Northeim 162 000 Unrecht Maßregeln durchführt, so ist es heiligste Pflicht .vie er hofft, mit dem Reichstag in Schwierigkeiten kommt und die und der kleinste, Wittmund- Aurich, 130 000 Seelen zählt, eines jeden Voltes, solche Gesetze mit aller Macht = " zu bekämpfen. Die nationale Unterdrückungspolitik züchtet den kommen, um zwei Dugend Arbeiter- Abgeordneten einen Ersatz| worden. Dem letzteren Ausschuß gehören unter anderm die Stadt Nationalitätenhaß und sie korrumpiert auch die eigne Bevölkerung. ihrer Aufwendungen zu gewähren.( Gelächter bei den Social- verordneten Dr. Bernstein, Dr. Weyl und Zubeil an, dem Ein Beamtentum, das sich zu Unterdrückungsmaßregeln gegen eine demokraten.) Ueber das neue Wahlreglement mur ersteren u. a. Stadtv. Singer. Partei, einen Volksstamm oder eine Religion gebrauchen läßt, em- ein paar Worte: Isolierzelle ist feine angenehme Be- Am Beginn der Sigung findet die Einführung und Vers pfängt mit dieser Aufgabe den Bazillus der Korruption. Wenn sich zeichnung. Man denkt sofort an Gefängnis oder Frren- pflichtung des neugewählten Stadtverordneten Kaufmann Groh, selbst ein Minister wie Herr v. Rheinbaben nicht scheut, haus.( Heiterkeit rechts.) Und was soll geschehen, to enn Blumenstr. 69, statt. Landsleute. In den feine Beamten zu ungesetzlichen Thaten zu verfich gleichzeitig mehrere Wähler in den Isolier In die Ar mendeputation ist ein Bürger deputierter anlassen und den ehrlichen Mann, der sich dagegen raum begeben, welche Frist soll für den Aufenthalt des zu wählen. Vorgeschlagen sind: Privatdocent Dr. Arons, Königwehrt, maßregelt, so ist das Korruption im schlimmsten Wählers im Isolierraum gegeben werden? Darf sich der grägerstraße 109, und Rektor Falz, Gräfestr. 85/88. Gewählt wird Grade.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Nicht um Wahlvorstand dann hineinbegeben? Was soll ge- mit 53 gegen 33 Stimmen Rettor& al. Sie( nach rechts) zu befehren, sage ich das, dazu sind unsre Grund- schehen, wenn die Lampe hineingebracht werden Der specielle Entwurf zum Neubau eines städtischen Unteranschauungen zu verschieden. Wir vertreten das allgemeine Kultur- muß? Tausende von Wahlprotesten werden wir ersuchungsamts für Nahrungs- und Genußmittel interesse, und Sie, Sie haben das russische Knuten- halten, die sich darauf stützen, daß der Schirm ein Loch sowie Gebrauchsgegenstände in der Fischerstr. 39/42 wird ohne ideal, Herr Dertel. Also nicht um Sie zu befehren, sondern oder eine Rize hatte.( Sehr richtig! rechts.) Ich begreife nicht, Debatte genehmigt. damit in die weitesten Streise der Bevölkerung Aufklärung warum man den Gedanken einer Kompensation von vornherein ab- Den Vorentwurf zum Neubau des über die Verderblichkeit unsrer gesamten gegenwärtigen Reichspolitik gelehnt hat. Wenigstens die Fortführung der Wählerlisten, die auch Boltsbades in der Gerichtsstraße hineingetragen wird, habe ich meine Kritik geübt. Wenn der Herr in ihrem Interesse( nach links) liegt, hätte man dabei als Kompen beantragt Stadtv. Kyllmann( fr. Fr.) einem Ausschuß von Reichskanzler einmal sagte: Warten Sie doch ab, wie der Hase sation einführen können. Die fluktuierende Bevölkerung freilich 15 Mitgliedern zu überweisen, da hinsichtlich dieser Anlage noch eine läuft, so sage ich jetzt: Wir haben gesehen, wie der Hafe auf wirt- fann nie gefaßt werden. Jetzt machen es die Social Anzahl von Unklarheiten bezüglich der Wasserversorgung usw. beschaftlichem Gebiete, wie er auf nationalem Gebiete läuft. Nach demokraten so, daß sie Hunderte ihrer Wähler, die ständen. Die ganze Vorlage scheine noch nicht spruchreif. unfrem Geschmack ist das nicht, wir danken für diesen Hasen.( Bravo! bei einer Nachwahl in einem Kreise gewählt haben, bei Stadtv. Wallach( A. L.) ist besonders mißtrauisch gegen die bei den Socialdemokraten.) einer andren Wahl in einem zweiten Kreise in diesen steigenden Kosten für die Volksbäder. Diese Anstalt in der GerichtsReichskanzler Graf Bülow: ziehen und dort ihr Wahlrecht nochmals ausstraße folle 1 Millionen fosten, sei also eine wahre Lurusanstalt it ben Iassen. den ( Lachen bei Der Vorredner hat mir im zweiten Teil seiner Ausführungen Das ist durchaus ungefeglich. Die Wahlprüfungen sollten dem Stadtgegenden errichten. Socialdemokraten.)( Oho!); für den Preis könne man drei Anstalten in verschiedenen Bades zunächst den Vorwurf gemacht, ich triebe eine abenteuerliche Reichstag genommen und einer unabhängigen Instanz anstalten den letzten Ueberschuß Im Jahre 1899 hätten die ergeben; im jezigen Etat Politit. Ich habe aber seit beinahe 6 Jahren genügend bewiesen, überlassen werden. Herr Barth hat mit seinem Antrage auf erfordern sie 137 000 M. Zuschuß. Man wolle hier das städtische wie fern mir abenteuerliche Pläne liegen. Sie können darüber ganz ruhig sein, daß ich keine Abenteuer à la Meriko Neu- Einteilung der Wahlkreise als Fahnenträger oder Schleppen- Leitungswasser benutzen und da solle plötzlich bloß ein Preis von unternehmen werde. Wo haben wir denn jemals aben- träger der Socialdemokratie fungiert. Daß die ländlichen Wahlkreise 3-4 Pf. pro Stubikmeter angenommen werden!( Widerspruch.) Das ein höheres Wahlrecht haben als die städtischen, ist durchans gerecht. werde den Hausagrariern sehr angenehm zu hören sein. teuerliche Wege betreten? Die Samoafrage ist zur allgemeinen Befriedigung beigelegt worden, indem wir die beiden Hauptinseln Das allgemeine Wahlrecht ist ein Korrelat der allgemeinen Wehrpflicht. Anstalten Bärwaldstraße und Dderbergerstraße seien schon jett bekommen haben. Aus der chinesischen Aktion sind wir hervor- Das platte Land aber trägt viel höhere Militärlasten als die Stadt. enorme Nachbewilligungen nötig, nachdem die Anstalten kaum fertig gegangen mit ungeschwächten Kräften, mit vollen Ehren, mit un noch ein paar Worte zur wirtschaftlichen Lage. Wir geworden seien. Stadtv. Borgmann( Soc.): Wir haben nichts gegen Ausschußeiner gefestigten Position in Ostafien und mit voller wirtschaft- haben schon beim 30lltarif erklärt, daß wir jeden licher Gleichberechtigung mit den übrigen Mächten. In der Handelsvertrag ablehnen werden, der den land- beratung einzuwenden. In den Ausführungen der Vorredner Venezuela Sache, die dem Vorredner gewisse Besorgnisse ein- wirtschaftlichen Interessen nicht ganz gerecht ist aber bei dem einen geschickter, bei den andern ungeschickter der zuflößen scheint, bewegen wir uns in derselben Linie wie England wird. Eine ganze Reihe von Herren im Centrum fanden den Widerstand gegen die Bolts- Badeanstalten selbst zum Ausdruck geund Italien auf der Bahn ruhiger Besonnenheit. Ebenso wie Eng- Kompromißvorschlag viel zu weitgehend, und es war unsicher, ob sie kommen. Wenn die Anstalten zu klein sind, so müßten sie eigentland und Italien wollen wir in Venezuela nichts andres erreichen ihn nicht ablehnen würden. So blieb uns nichts übrig, als mit lich dem Bedürfnis entsprechend vergrößert werden( Zwischenruf: Abreißen!), weil weil seit ihrer Einrichtung das Baden im als Sicherheit für Leben, Eigentum und Handel unsrer dortigen zumachen, wenn die Obstruktionisten nicht Sieger bleiben sollten. Die Regierung hat jetzt die verfluchte Pflicht und Publikum so außerordentlich zugenommen hat, daß man freuen kann. Ich stelle fest, Herr Ledebour meinte weiter, eigentlich brauchten wir keine Schuldigkeit, ihr Wort einzulösen und bei den Handels- fich dieser Entwicklung nur Kriegsflotte. Diese Aeußerung stimmte zum mindesten dem Sinne berträgen das Interesse der Landwirtschaft wahrzu- daß trotz der Eröffnung der neuen Badeanstalten die Frequenz der alten Anstalten nicht zurückgegangen ist und die der neuen fortnach völlig überein mit einer Bemerkung, die vor über 50 Jahren, nehmen.( Bravo! rechts.) im Jahre 1848, als das deutsche Volk zum erstenmal eine Flotte zu Abg. Jessen( Däne auf der Tribüne schwer verständlich) gefeßt steigt. Das beweist, daß das Bedürfnis außerordentlich groß haben wünschte, ein fremder Diplomat machte, indem er auf diese bringt zur Sprache einen Fall von Ausweisung eines seit ist und durch die gewährte Badegelegenheit die Bevölkerung verBestrebungen das Horazische Wort anwandte: quid ephippia bovi, langen Jahren in Deutschland ansässigen Dänen. Die Ausweisung anlaßt wird, die öffentlichen Badeanstalten mehr und mehr zu bewas soll dem Ochsen ein Pferdezaumzeug, was braucht Deutschland ist deshalb erfolgt, weil der Schwiegersohn des Ausgewiesenen bei muzen. Früher warfen die Badeanstalten noch Ueberschüsse ab, das eine Flotte?! Gegenüber solchen Aeußerungen wird aber die sehr der Wahl für einen Dänent gestimmt habe. Redner geht ausführ- ist richtig, und wenn das heute nicht mehr der Fall ist, so kommt weil sie jetzt nach dem neuen Ortsstatut große Mehrheit des deutschen Volkes daran festhalten, daß wir licher auf den Fall ein. Es bedeutet eine schwere Schädigung des das daher, 100 000 Mark veranlagt sind. nicht zu aggressiven Zweden wohl aber zur Verteidigung unsrer allgemeinen Wahlrechts, wenn Dänen aus solchen Gründen aus zur Kanalisationsabgabe Küsten und unsrer überseeischen Interessen das Recht haben, eine gewiesen werden.( Sehr richtig! links.) Ich bitte den Herrn Reichs- Wenn diese abgezogen und die übrigen 37 000 M. auf die FlußFlotte zu halten. fanzler, diesen Fall nochmals untersuchen zu lassen, damit die Aus- Badeanstalten gerechnet werden, so erfordern die Volksbäder keinen Herr Ledebour hat mir weiter vorgeworfen, ich triebe Welt- weisung wieder aufgehoben wird.( Bravo! links.) Pfennig Zuschuß.( Zuruf des Stadtv. Wallach.) Wenn Sie das politik, und er hat die Weltpolitik in Bausch und Bogen verwußten, Herr Wallach, warum haben Sie es hier nicht vorgeführt? Abg. Freiherr v. Richthofen- Dahmsdorf( f.) spricht im Namen Wir haben uns f. 3. dagegen ausgesprochen, daß die Heranziehung urteilt. Ich habe schon einmal im vergangenen Jahre gesagt, daß der Mehrheit seiner Parteigenossen gegen die Einführung von nach dem neuen Ortsstatut erfolgte, weil wir sofort befürchteten, daß ich mich in der Weltpolitik bemühte, die Mitte zu halten zwischen den Anschaumgen von links und denjenigen, die etwa der Diäten. Seine Partei wünsche die Grundlagen der Verfassung in man nachher diesen Umstand ausnuten würde, um gegen diese segensreiche Einrichtung Front zu machen. Was die Forderung beAbg. Dr. Hasse vertritt. Ich bitte es mir nicht als Unbescheidenheit allen Punkten aufrecht zu erhalten. auszulegen, wenn ich sage, ich suche mich freizuhalten von den trifft, mehrere Anstalten zu bauen, so möchte ich darauf aufmerksam Fehlern beider Nichtungen. Ich suche mich freizuhalten einerseits Ich verstehe nicht, weshalb die Konservativen, wenn ihnen so machen, daß für jede solche Anstalt eine besondere Verwaltung von der etwas kirchturmartigen Auffassung( Heiterkeit viel an der Aufrechterhaltung der Verfassung gelegen ist, sich gegen errichtet werden muß und jeder Beamte mehr ist doch für Herrn rechts) des Herrn Ledebour, der unsre wirtschaftliche die Maßnahmen zur Sicherung des Wahlgeheimmisses wenden. Die Wallach ein Greuel. Position nicht über unsre vier Pfähle ausdehnen will, Verfassung verlangt doch ein geheimes Wahlrecht. Stadtbaurat Hoffmann: Ist nicht auch mit der Zeit etwas dabei aber vergißt, daß uns damit im Kampf ums Dasein Die Aenderung des Wahlverfahrens ist notwendig gemacht ganz, andres aus den Badeanstalten gemacht und von ihnen verlangt die Wege abgegraben würden, und daß uns bei durch die Wahltyrannei in vielen Wahlkreisen, worden? Diese Frage sollte sich Herr Wallach vorlegen. Im Auseiner solchen Politit, so sehr wir auch unsre Fühlhörner wie sie sich aus den Aften der Wahlprüfungs- Kommission ergiebt. schuß wird sich aufklären lassen, daß alles natürlich zugegangen ist. Stadtv. Dinse( N. 2.) bekämpft die Auffassung, als ob es sich einziehen und uns in unser Schneckenhaus zurückziehen mögen, Jch erinnere an das Verhalten der Nationalliberalen bei der Wahl schließlich doch unser Haus zertreten werden würde.( Sehr richtig! des Abg. Bolz. Auf den hervorgetretenen Vorschlag, die Prüfung hier um ein Lurusbad handle. Die 4 Pf. Wasserpreis habe Herr rechts.) Andrerseits suche ich mich ebenso sehr fernzuhalten von einer der Wahlen einer andren Instanz als dem Reichstage zu Wallach falsch verstanden, es handele sich bloß um die Mehrforderung, Politik, die sich oft von überspannten Gefühlswallungen überlassen, fönnen wir uns nicht einlassen. Notwendig wäre nicht um den Wasserpreis ſelbſt. Teiten läßt, statt von den dauernden und nüchtern erwogenen Inter- eine Ergänzung des Strafgesetzbuches in der Richtung, daß bestraft Nach einer Entgegung des Stadtv. Wallach, der bestreitet, ein essen des deutschen Volkes. Die auswärtige Politik soll die Interessen wird, wer die Einsicht der Wähler in die Wählerlisten ver- Gegner der Volksbäder zu sein, und betont, daß doch auch die des betreffenden Volkes und des betreffenden Staates wahrnehmen. hindert oder iver die Deffentlichkeit der Wahl dadurch Privatbadeanstalten die Kanalisationsabgabe bezahlen müssen, wendet Wenn diese Interessen Weltinteressen geworden sind, so wird diese beeinträchtigt, daß er, obgleich Platz genug vorhanden ist, sich Stadtrat Wagner gegen die Idee, mehrere kleine Anstalten statt Politik ganz von selbst eine Weltpolitik werden, d. h. nicht eine Politit, Wähler von der Ermittelung des Wahlergebnisses ausschließt. Es ist der großen auf dem Wedding zu errichten. Die einzige Anstalt wie Abg. Ledebour sich ausdrückte, den Hans Dampf in allen Gassen mir selbst einmal passiert, daß man mich bei der Ermittelung des sei dort am Nordhafen, und auch diese werde eingezogen werden spielt, nicht eine Interventionspolitik im bonapartistischen Stile, Wahlresultats nicht anwesend sein lassen wollte. Stadtv. Borgmann: Herr Wallach übersicht, daß die städtischen sondern eine Politik, die unsre realen Interessen schützt, wie sie sich Redner tritt darauf nochmals für die Gewährung von ergeben aus dem wirtschaftlichen Erpansionsbedürfnis und der Diäten ein. Die Reform der Wahlkreiseinteilung halten wir jetzt Badeanstalten die Kanalisationsgebühr jetzt nach dem neuen DrtsExpansionsfähigkeit des deutschen Volkes, die wiederum zurückzuführen nicht für durchführbar. An der Thatsache der Aufhebung statut bezahlen müssen und insofern ungünstiger gestellt sind als die ist auf die vor dreißig Jahren erfolgte Einigung und Konsolidierung des§ 2 des Jesuitengesetzes werde ich, so erfreulich das Versprechen privaten. Wir brauchen aber vor allem eine Badeanstalt für die des Herrn Reichskanzlers auch war, doch erst dann glauben, wenn Frauen, auf diesem Gebiet ist das Bedürfnis ganz außerordentlich Auf die Ausführungen des Abg. Ledebour über die Vor- die Aufhebung im„ Reichs- Anzeiger" publiziert worden ist. Sehr dringend. Mit dem Bau von zwei kleineren Anstalten kommen wir gänge in den östlichen Provinzen des preußischen bedauerlich ist, daß die Regierung sich nicht gleich zur Aufhebung nicht zu diesem Ziel. Die Vorlage geht darauf an einen Ausschuß. Staates würde ich an und für sich keine Veranlassung haben ein- des ganzen Jesuitengesetzes entschließen kann. Der zugehen, nachdem von mir und meinem Herrn Stellvertreter wiederAbg. Glebocki( Bole): Bei Gelegenheit unsrer Interpellation hat Neubau der Grünstraßen- Brüde holt erklärt worden ist, daß es sich hier um innere An der Herr Kriegsminister einen Eid verlesen, den die Thorner foll im Etatsjahr 1903 begonnen werden. gelegenheiten eines Bundesstaates handelt, die nach der oft Stadtv. Borgmann: Wir haben nichts gegen den Neubau einausgesprochenen Ansicht der verbündeten Regierungen nicht vor das Gymnasiasten als Mitglieder von polnischen Vereinen geleistet Forum dieses hohen Hauses gehören. Aber Abg. Ledebour hat sich haben sollen. Der Eid aber, den der Herr Kriegsminister verlesen zutvenden; aber wenn der Magistrat mit so besonderem Nachdie alten Klappbei diesem Anlaß wieder mit Sr. Majestät dem Kaiser beschäftigt hat, stammt, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht, aus einer brud darauf hinweist, daß nun endlich Studentenverbindung vom Jahre 1861. Diese Thatsache beweist, auf brücken beseitigt werden müßten, so möchte ich doch Ich glaube, daß ich während der ersten Lesung des Etats genügend wie falschen Informationen die Polenpolitik der Regierung die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ihn aufs ernsthafteste bewiesen habe, daß ich zu einer freimütigen Aussprache auch über die Person Sr. Majestät bereit bin. Ich habe kein Blatt vor den beruht.( Sehr richtig! bei den Polen.) Ich muß übrigens meiner zu ersuchen, in einer Hauptverkehrsader Berlins, der Oranienstraße, Verwunderung und meinem Befremden Ausdruck geben, daß die Klappbrücke zu beseitigen. Ich verstehe umsoweniger, weshalb Mund genommen und habe mich auch niemals gescheut, auch für solche Herr Graßmann, obwohl er als Vorsitzender des Ge- das nicht längst geschehen ist, weil die Erbauung einer neuen Brücke taiserliche Kundgebungen die Verantwortung zu übernehmen, welche außerhalb des Rahmens der Reichsverfassung liegen richts über die Sache unterrichtet war und nach dem an dieser Stelle wenig technische Schwierigkeiten macht und die Verund für welche die Verantwortung zu tragen ich verfassungsrechtlich Herrn Kriegsminister sprach, diese falsche Dar- breiterung mit geringen Kosten durchgeführt werden kann. Stadtbaurat Krause: Das Projekt befindet sich nicht genötigt bin. Ich glaube mich aber doch in lebereinstimmung stellung nicht seinerseits berichtigt hat. Abg. Fürst Bismarck( wildt.) stellt gegenüber den Abgg. Gröber Bearbeitung und wird im nächsten Etat vorgelegt werden. Die zu befinden mit der sehr großen Mehrheit dieses hohen Hauses, wenn ich sage, daß es gleichmäßig dem Wesen des tonftitutionellen und v. Bollmar nochmals fest, daß er nie unentschuldigt fehle. Die Versammlung hatte seiner Zeit die Mittel zur Tieferlegung der FußStaates wie dem Buchstaben und Geiste der Reichsverfassung ent- Einführung von Diäten sei bisher nicht erfolgt, um teine Berufs- gänger- Brücke bewilligt und dieser Zustand hat bisher genügt. parlamentarier zu erziehen. Der Entwurf wird darauf genehmigt. spricht, die unverantwortliche und unverlegliche Staatssekretär Graf Posadowsky: Wenn der polnische Vorredner Zum Bau einer Person des Kaisers fo selten wie möglich und nur Bismard- Warte wenn zwingende Umstände vorliegen, in die Diskussion seinen Landsleuten einen Dienst erweisen will, so kann ich ihm hineinzuziehen.( Lebhafte Zustimmung rechts.) Solche Um- ur raten, auf die polnische Jugend hinzuwirken, auf den Müggelbergen will der Magistrat einen Zuschuß von solche Geheimbündeleien zu unterlassen und 3000 M. Teisten. Die Gesamtkosten haben die Unternehmer( Verein stände liegen nach der erschöpfenden Diskussion, die wir in der vorigen wissenschaftliche Bestrebungen offen zu betreiben.( Buruf bei den Bismard- Warte zu Köpenid) auf 80 000 m. veranschlagt. Woche geführt haben, nicht vor( Erneute lebhafte Zustimmung rechts); Bolen: Ist nicht gestattet!) Freilich unterstehen sie dann der Disund deshalb lehne ich es ab, dem Abg. Ledebour auf dies Terrain zu folgen, das er zu meinem Bedauern ciplin der Schulbehörde. heute wieder betreten hat!( Beifall rechts. Zuruf bei den Socialdemokraten: Wir können reden, worüber wir reden wollen!) der deutschen Nation. Abg. Gamp( Np.): Abg. Dr. Dasbach( C.): müssen. in der Die Vorlage wird ohne Debatte erledigt. Bei der Abstimmung konstatiert der Vorsteher Dr. Langerhans die Ablehnung. Stadtv. Esmann( Fr. Fr.) beantragt die Wiederholung der Abftimmung, da die Frage nicht genau verstanden sei. Stadtv. Singer( Soc.) widerspricht. Der Beschluß sei rite gefaßt und es verbleibe dabei; es sei denn, daß der Magistrat eine neue Vorlage mache.( Heiterkeit.) Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Abg. Ledebour( Soc., persönlich): Herr Gamp hat behauptet, Herr Barth hätte sich nur dazu hergegeben, uns die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Das ist nicht der Fall. Wir haben einen Antrag eingebracht, der nach Lage der Geschäfte des Hauses aber Wir stimmen deshalb dem nicht zur Verhandlung kommen kann. den gleichen Zweck verfolgenden Antrag Barth zu. Herr Gamp Prayis der Versammlung. danach mit seinem Versuch, zwischen ums und der Ich bin dem Reichskanzler für diese letzte Erklärung außer ordentlich dankbar( Lachen und Unruhe bei den Socialdemokraten) Stadtv. Esmann beruft sich demgegenüber auf die bisherige und hoffe, daß wir nunmehr auf diesem Gebiete zu dem früher üblichen Zustande zurückkehren werden.( Bravo! rechts.) Wir haben ist danach Stadtv. Singer: Die Wiederholung von Abstimmungen ist bisher in dieser Beziehung volles Vertrauen zu dem Reichskanzler. Wir reisinnigen Vereinigung Zwietracht zu säen, ebenso herein- mur erfolgt, wenn niemand widersprach, also alles über die Zweckhoffen auch, daß es ihm gelingen wird, unfre Bedürfnisse und gefallen wie der Abgeordnete Bachem. Dem Reichskanzler mäßigkeit der Wiederholung einig war. Von denen, die gegen die Interessen auf dem Weltmarkt zu befriedigen ohne Kollision mit gegenüber möchte ich hervorheben, daß die Rede des Kaisers in Forderung stimmten, nehme ich zu ihrer Ehre an, daß sie mit unsren heimischen Interessen. Der Flottenvermehrung hat die Mehr- Marienburg überhaupt nicht berührt worden ist. Der Reichskanzler vollem Bewußtsein dagegen stimmten, und die andren, die nun heit des deutschen Bolles zugestimmt. selber hat sie nicht erwähnt, vermutlich weil er einsah, daß sich die ihren Bismarc- Gefühlen nicht Luft machen können, sind zu bedauern Rede nicht verteidigen läßt. ( Heiterkeit), aber es ist ihnen jetzt nicht zu helfen. Nächste Sizung: Freitag 1 Uhr( Rechnungssachen, Fortsetzung Schluß 6 Uhr. Kommunales. Stadtv. Prezel( Antisemit): Ich bitte den Magistrat, wenn die Abstimmung nicht wiederholt werden sollte, eine neue Vorlage zu machen. Die Frage ist thatsächlich nicht verstanden worden.( Zuruf: Wir verstehen ja so manches von Ihnen nicht! Heiterfeit.) Nach Erledigung einiger weiterer kleiner Vorlagen schließt die Sigung nach 7 thr. Was die Diätenfrage anlangt, so ist ein Teil meiner politischen Freunde für Diäten, ein andrer, ich glaube: der größere Teil, gegen Diäten. Ich selbst bin ein der heutigen Beratung). Gegner der Gewährung von Anwesenheitsgeldern und danke deshalb dem Reichskanzler für ſeine für seine ablehnende Haltung. Ein neuer Gesichtspunkt ist durch den Wunsch hinzugekommen, daß Arbeiter als Vertreter der Arbeiter hier erscheinen. Aber dazu sind Diäten nicht erforderlich. Es würden sich genügend Männer finden, die gern einen Fonds aufbringen würden, um den Arbeitern den Aufenthalt in Berlin als ReichstagsAbgeordnete zu ermöglichen.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Der Herr Reichstanzler brauchte nur einmal neuen Besoldungs- Ordnung für die Oberlehrer beziv. der Schul- Nach Eröffnung der Sitzung durch den Landgerichtsdirektor einen solchen Aufruf zu erlassen, da würden in ganz geld- Erhöhung und für die Vorberatung der Vorlage und des An- Müller werden die in dem Nardenfötterschen Heilinstitut obFurzer Zeit ein paar hunderttausend Mart zusammen trages Augustin wegen der Vermehrung der Schulärzte gewählt waltenden Verhältnisse und die Art, wie der Verkehr mit den Stadtverordneten- Versammlung. 4. Sigung vom Donnerstag, den 5. Februar, nachmittags 5 Uhr. Vor der Sigung sind die Ausschüsse für die Beratung der Der Kurpfuscher- Prozeß. Vierter Tag. " bor. ungewöhnlich!. Patienten und die briefliche Behandlung der Krankheiten gehandhabt| waren.-- 3euge giebt dies zu. Präs.: Der Laie wird so I man doch sehr verschiedener Ansicht sein; er habe sehr schöne Erfolge wurde, noch weiter erörtert. An den gestern schon vernommenen etwas aufzuiveisen. Rechtsanwalt Dr. Davidsohn: Er müsse dem Zeugen Hartenberg richtet Sachverständiger Dr. Störmer noch faum für möglich halten! Gerichtsarzt die Aktivlegitimation zu einem Protest im Namen der eine ganze Reihe von Fragen, welche illustrieren sollen, wie der Zeuge Sie sind doch durch Ihren Stand dazu berufen, nichts aus Ihrer sämtlichen Aerzte Deutschlands" absprechen. Hier handle es sich in bei seinen Diagnosen vorging. Bei dieser Gelegenheit kommen auch Apotheke herauszulassen, was nicht Sie selbst oder Ihr Vertrauens- der That um Ansichtssachen. Auf eine Anfrage des Vorsitzenden die Einkommensverhältnisse Nardenkötters zur Sprache. Der Vor- mann kontrolliert hat! Das stellt man sich doch von einem Apotheker erklärt der Sachverständige der Verteidigung, Herr Dr. Kahnt. fizende hält dem Angeklagten vor, daß er durch ein Inserat in der Wenn aber ein Kurpfuscher eine ganze Ladung von solchen daß auch er eine briefliche Behandlung der Syphilis mittels QuedVoss. 3tg." 200 000 M. Hypotheken gesucht habe und nach einer Sachen erhält und sie einfach in die Welt schickt, so ist das mindestens silbers nicht für zulässig erachte. Weitere Erörterungen drehen durch die Zeitungen gegangenen Notiz ein Einkommen von 160 000 3euge: Ich sage ja, daß ich die giftigen Sachen sich um die Frage, ob nicht eine genaue Aufzeichnung der KrankenMark versteuern soll. Nardentötter dreht und windet sich zunächst zurückgeschickt bezw. vernichtet habe. Diese habe ich nicht analysiert. geschichte der einzelnen Kranken notwendig sei.- Angeklagter auf die bezüglichen Fragen des Vorsitzenden und erklärt, daß er Die übrigen waren nur Rohstoffe. Präs: Diese haben Sie alle Dr. Kronheim bestreitet dies und erfährt, wenigstens bezüglich Generalbevollmächtigter seiner in Köln wohnenden Schwester und analysiert?- 3euge: nicht alle! Auf weiteres Befragen be- der Specialärzte, den Widerspruch des Sachverständigen, Specialfeiner Frau sei und mit deren Vermögen Hypothekengeschäfte mache. fundet der Zeuge, daß täglich etwa 20 Pakete versandt worden seien, arztes Dr. Franke.- Auf Befragen erklärt Sachverständiger Präs.: Wir wollen nur einen Anhalt dafür haben, inwieweit die Rezepte seien seines Wissens immer mit der Unterschrift des Dr. Kahnt: Vicle Aerzte würden wohl solche genauen AufSie die Unwahrheit hier sagen. Eine unwahrheit war es beispiels Arztes, nämlich mit dem Buchstaben H." unterzeichnet gewesen. zeichnungen zur Krankengeschichte für notwendig erachten, andre weise auch, als Sie uns erklärten, Sie haben das Gymnasium bis Präs: Genügt denn das? Das konnte doch zum Beispiel auch sind dagegen in dieser Beziehung weniger sorgsam. Insbesondere Prima besucht. Davon ist gar keine Rede, Sie haben ein paar Tage" Hartenberg" heißen? 3euge: Ich mache wiederholt darauf feien beispielsweise die Kassenärzte bei ihrer Ueberbürdung nicht im in Obersekunda gesessen, sind dann entlassen worden wahrscheinlich aufmerksam, daß es sich um indifferente Stoffe handelte. Präs.: stande, auch noch solche Aufzeichnungen zu machen. wegen Unfähigkeit und nicht wieder zurückgekehrt. Die weitere Verhandlung wird hierauf auf Freitag 9% Uhr Auf weitere Das ist nicht richtig! Es waren auch giftige Stoffe darunter Vorhaltungen des Vorsitzenden erklärt der Angeklagte zunächst, daß Sachverständiger Dr. Störmer: Es ist nimmermehr zulässig, auf vertagt. er persönlich gar nichts versteuere. Den Verdienst aus dem Geschäft ein bloßes H." hin die Rezepte auszuführen. Das ist im höchsten habe er für dieses Jahr auf 27 000 M. geschäßt. Angefl.: Das Grade gewissenlos! Es handelt sich beispielsweise auch um ein gefähr Geschäft ging von Anfang an auf Rechnung meiner Frau, die von dem liches Herzgift, das doch etwas andres ist als Eierkuchen mit Kompot. Geschäft selbst nichts verstand.- Präs: Es ist bodenlos, wie so etwas abgegeben wird! 3euge: Ich habe ja diese schweren Gifte gar nicht abgegeben, sondern zurückgeschickt. Ich muß mich dagegen verwahren, daß mich der Sachverständige hier Lug und Trug, wohin man sieht! Weil Sie frustra excussus find, schützen Sie die Frau vor; diese interveniert bei Klagen und Sie stehen draußen! Der Angeklagte giebt auf weitere Fragen sein versteuertes Vermögen auf 100 000 m. und sein Gesamteinkommen auf ca. 320 000 m. an. behandelt, als ob ich ein Verbrecher wäre. [ Eingegangene Druckschriften. Von der Hütte", Zeitschrift für das Volk und seine Jugend( Dresden, Berlag H. Wallfisch) ist soeben das 21. Heft erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Liebe ist ewig. Roman von Wilhelm von Es geht wohl anders, als dit meinst. Gedicht von Josef Polenz. von Eichendorff. Sturmfluten an der friesischen Nordseeküste. Von Emil Fischer. Trus, blanke Hans. Gedicht von Detlev von Liliencron. Im Zwischended. Bon Dr. Popit. Sturmesmythe. Gedicht von Nikolaus Lenau. Merkwürdige Antomaten. Von Fred Hood.. Das Schmarokertum in der Tierwelt. Von X. 9. 3. Der stille See. Märchen von Karl Ewald. Genosse Bon Gisela Michels Lindner. Willys Geburtstag. Von Wilhelm Wahl. Gedichte von Ferdinand Avenarius. Notizen. unstbeilage: Sommerlandschaft. Nach einer Photographie von Nikola Perscheid. Briefkaften der Redaktion. P. St. Es giebt fein Stenographic- System, welches als das absolut Lernen Sie, wenn Sie glauben, daß das befte zu bezeichnen wäre. Stenographieren für Sie einen 3wed hat, eines der älteren Systeme, also Gabelsberger oder Stolze. Nach mehrjähriger unausgefekter lebung können Nach der Pause erledigt der Vorsitzende zunächst den Zwischen- Sie es dann bei einigem Talent so weit bringen, daß Sie im stande sind, fall mit dem Zeugen Apothekereiser. Das vorgeladene Dienst- eine nicht zu schnell gesprochene Rede wiederzugeben. Tüchtige Sprachfenntnisse sind eine selbstverständliche Voraussetzung. mädchen des Angeklagten Nardentötter behauptet, daß Herr Heifer nicht der Mann sei, der in der Wohnung erschienen sei und gesagt habe, daß er im Auftrage des Herrn Heiser komme und 30 M. für diesen einkassieren wolle. Präs.: Na, ganz korrekt haben Sie doch nicht gehandelt. Er habe en gros gehandelt und bedurfte Im Anschluß an die Vernehmung des Zeugen Hartenberg 3euge bestreitet dies. Präs.: Nein, Sie haben nicht en gros sucht der Angeklagte Dr. Kronheim darzulegen, daß er nicht dazu keiner Rezepte. oberflächlich bei der Erledigung der eingehenden Briefe, Kranken- gehandelt, sondern an einzelne Patienten abgegeben. Die armen berichte, Diagnosen usw. vorgegangen sei. Patienten haben geglaubt, sie kriegen etwas von einem königlich Hierauf wird der Besizer der Salomo- Apotheke, Gust. Hente, privilegierten Apotheker, sonst würden sie nicht die hohen Preise besehr eingehend vernommen: Ein lange bei ihm beschäftigter Gehilfe zahlt haben. Zeuge: Ich behaupte, daß ich ganz ordnungshabe ihm mitgeteilt, daß Nardenfötter ein Heilinstitut unter ärztlicher mäßig verfahren bin. Präs.: Das zu beurteilen, muß den zuZeuge Henke protestiert Leitung betreibe. Er habe sich im November 1900 dann darum beständigen Behörden überlassen bleiben. müht, den Nardenfötterschen Versand zu erhalten. Er habe bei per- schließlich nochmals dagegen, daß ihn der Sachverständige als gesönlicher Rücksprache mit Nardenkötter von diesem die strifte Ver- wissenlos bezeichnet habe. Er habe nur en gros angefertigt und ficherung erhalten, daß sein Justitut unter Leitung des Arztes branche dazu nicht die Unterschrift des Arztes. Dr. Heymann stehe. Darauf habe er den Versand gegen monatliche Vergütung von 100 M. und spätere besondere Vergütung von 10 Bf. pro Stück übernommen und 5 Monate beibehalten. Bras.: Sind Ihnen nun Hunderte oder Tausende Flaschen zugegangen, die bei Nardenfötter zubereitet waren? 3euge: Ja. Ich habe acht Tage gebraucht, um das Warenlager herüber zu schaffen. Ich habe den Versand nur unter der Bedingung übernommen, daß, wenn die von Riedel stammenden Arzneien, die bei Nardenkötter lagerten, auf gebraucht worden, ich selbst die Arzneien liefern sollte. Präs.: In dem Warenlager waren doch auch viele stark wirkende Gifte? Beuge: Ich habe viele Gifte, beispielsweise/ Kilo Quecksilberjodit, zurückgeschickt oder vernichtet. Präs.: Haben Sie denn mun die einzelnen der vielen Flaschen auf ihren Inhalt untersucht? 3euge: Nein, das war auch nicht nötig, denn es handelte sich um indifferente Stoffe, wie Chinatinktur und dergl.-Präs.: Woher konnten Sie denn wissen, ob nicht Arsen oder sonstige giftige Busäße darin waren, wie es thatsächlich der Fall war? Haben Sie jede Flasche, che Sie sie versandten, auf ihren Inhalt untersucht? 3euge: Nein! Präs.: Nun, man muß doch von der Ansicht ausgehen, daß ein Es wird dann noch eine ganze Reihe ehemaliger Angestellter des Angeklagten Nar denkötter über die Geschäftshandhabung in dem Heilinstitut" vernommen. Sie wiederholen nur voriviegend schon Bekanntes. Die Zeugen sind der Ansicht, daß Dr. Kronheim seine Obliegenheiten erst dann sorgfältiger erledigt habe, als die gerichtlichen Zeugenvernehmungen begannen. Angeklagter Dr. Kronheim verteidigt sich wiederholt gegen den Vorwurf, daß er nicht mit der Ein Beisiger hält dem Angenügenden Sorgfalt verfahren sei. geklagten vor, daß die festen Vorschriften" die ganze medizinische Wissenschaft des Nardenfötterschen Instituts darstellten.( Heiterkeit.) Eine lange Erörterung knüpft sich an die Thatsache, daß der Angekl. Dr. Kronheim sich auch dazu verstanden habe, Syphilis brieflich zu behandeln. Sachverständiger Dr. Störmer vendet sich mit großer Entschiedenheit gegen das in der Nardenkötterschen Heilfabrik bezüglich der Syphilis beobachtete Verfahren. Das sei ein geradezu beispielloses, denn im großen und ganzen sei die Syphilis immer nur nach Seite 17" " Jeschwitz. Fragen Sie an in der Redaktion Bollstville" in Hannover, 5. 21. Vielleicht können Sie das erfahren durch den Burgstraße 9. serbischen Konsul Herrn Guttentag, Jägerstraße 11, Berlin, DienstF. R. 77. Wenden Sie sich an Herrn Eugen H. K. Rathenowerstraße 1.- m, 3. Unter Simanowski, Hochstraße 46. stunde 3-4. 2723 Gemeindelehrern befinden sich 108 provisorisch Angestellte, nicht 58. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. B. in O. Das Wahlrecht besteht fort. W. K. 20. Die Klage er 3. Kr. 1000. 1. und 3. Neitt. 2. Bis zur Beenscheint aussichtsvoll. Alter digung des Dienſtverhältnisses muß die Herrschaft zahlen. 5. W. 100. Wenn der Bescheid der BerufsgenossenAbonnent. Ja. schaft noch nicht rechtskräftig ist, d. h. noch nicht vor larger als cinem Monat zugestellt ist, kann Ihr Vater Berujung bei dem im Bescheide angegebenen Schiedsgericht für Arbeiterversicherung einlegen. Ob die Berufung Erfolg hat, hängt davon ab, ob die durch den Unfall verursachte Beschränfung der Erwerbsfähigkeit höher als 35 Proz. ist. D. J. 43. Sie als Schwiegersohn sind zur Zahlung nicht verpflichtet. G. E. Sind die Schulden zur Deckung von Bedürfnissen des Haushalts gemacht, dann ja, H. S., Bernant. Der Junge muß die Schule weiter bes sonst nein. fuchen. M. W. 49. 1. Die Klage ist aussichtsvoll. 2. Amtsgericht I, wenn der Laden in Berlin belegen. Bruno. Die Eltern müssen an sich zahlen. Wenn sie aber nachweisen, daß sie den Jungen ausreichend beaussichtigt haben, brauchen sie nicht zu zahlen. Der Beweis gelingt fast stets. Eine Klage hat also wenig Aussicht. Vielleicht zahlen die Eltern in Güte etwas. D. R. 98. 1. Ja. 2. Nein. G. B. 100. Der Ausgang des Prozesses ist sehr zweifelhaft. Zahlen Sie lieber. Witterungsübersicht vom 5. gewissenhafter Apotheker unter seiner Flagge nur das verschickt, was er untersucht hat. Wenn aber ein Kurpfuscher Ihnen Hunderte von Flaschen zuschickt, so können Sie sich doch nicht ohne weiteres auf die Angaben des Kurpfuschers verlassen und die Flaschen ohne weiteres verschicken! 3euge: behandelt worden, ohne daß man die Patienten persönlich vor sich Ich habe doch im allgemeinen nur mit den von Riedel gelieferten hatte, ohne zu wissen, welches Stadium der Syphilis vorlag usw. usw. Urstoffen zu thun gehabt, bei denen der Augenschein schon zeigt, was Es wurde einfach nach Schema F kuriert, während gerade diese in den Flaschen ist.- Präs.: Ich wiederhole: Haben Sie sich über schwere Sterankheit die sorgfältigste und auf eingehendsten Bezeugt, ob und welche giftigen Zusätze darin waren? Haben Sie obachtungen beruhende Behandlung erfordere. Angeklagter sämtliche Flaschen, die Sie verschickten, chemisch untersucht und Dr. Kronheim erklärt hierzu, daß der Sachverständige außer analysiert? 3euge: Sämtliche nicht! Das war auch nicht ordentlich parteiisch vorgehe. Er halte die briefliche Behandlung nötig. Präs: Ob es nötig war, überlassen Sie andren! der Syphilis auf Grund eingehend beantworteter Fragebogen für 3euge: Ich betone nochmals, daß die Sachen einfach schon durch angängig und wisse genau, daß er mit seiner Behandlung sehr gute das Gesicht zu erkennen waren. Brä f.: Ich habe es bisher nicht erzielt habe. abgesehen von den Specialärzten gebe ſchließErfolge für möglich gehalten, daß in dieser leichtsinnigen Weise von einem lich auch der gewöhnliche Arzt gegen Syphilis einfach immer die Swinemde. 769 2 3bedeckt Apotheker vorgegangen wird. Wo kommen wir denn da hin, wenn selben Mittel, verordne die Schmierkur usw. Sachverständiger Dr. Hamburg ein Apotheker, der doch seine stattlichen Preise dafür bekommt, daß Störmer: Im Namen der sämtlichen Aerzte Deutschlands muß ich Berlin er die Mirturen unter seiner Garantie mischt, in dieser Weise un fontrollierte Surpfuscher- Mittel verschickt? Verwahrung gegen diese Unterstellung 3euge: Es waren ja reine Urstoffe und keine Mischungen! Die Sachen waren von einlegen.( Lebhafter Beifall im Publikum, den der Vorsitzende Riedel bezogen und wenn ich 15 Flaschen untersucht habe, brauche ich untersagt.) Angell. Dr. Kronheim vertritt noch weiter seinen doch nicht noch 20 untersuchen! Präs.: Aber, Sie müssen doch Standpunkt und behauptet, daß es sich hier doch nur um Ansichtszugeben, daß Sie gar nicht wissen konnten, ob nicht Zusätze darin sachen handle. Ueber die beste Methode, Syphilis zu heilen, könne Allen Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege 20155 Hermann Fiedler am 4. b. M. plöglich gestorben ist. Die Kollegen der Werkstatt M. H. Wegener, Belle- Alliancestraße 86. Arbeiter- Radfahrerverein ,, Berlin". Sonntag 22 Uhr: Schlesische Brüde nach Hirschgarten zu Keller. Bei schlechtem Wetter mit der Bahn. Album: und aus einem Stück Mk. 1,45. ff. 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Cie. 9 Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Der Meister von Palmyra. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Heimat. Carl Weik. Ilse Römer. Buntes. Syftem Aubert. Luisen. Der Meineidbauer. Kleines. Nachtafyl. Trianon. Die Liebesschaukel. Apollo. Specialitäten. Luna. Frau Metropol. Nettestes! Allerneuestes! Casino. Cavalleria rusticana. Balaft. Berliner Luft. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Paffage- Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaal um 6 Uhr: Einführung in die Wechselstrom- Erscheinungen. Um 8 Uhr: Da: Erzeugung der lebendigen Substanz. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Residenz- Theater. Direktion: Sigmurid Lautenburg. Bum 8. Male: Lutti.( Loute.) Schwank in 4 Aften tuon Pierre Beber. Deutsch von Mige Schönau. Morgen und folgendes Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe. Belle- Alliance- Theater. Heute und folgende Tage: Am Telephon. Hieraus: Cupido& Cie. Sonnabend, den 7. Februar, nachmittags 3 1hr, 1. Vorstellung: Neue deutsche Bühne: kapellenberg." Schauspiel in 4 Aften von Robert Thomalla. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. Zum Schluß, neu: O diese Chambre: garnisten!!! Brieste bön Megfel. Jedes Wort: 5 Urania. Schiller- Theater. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Im Hörsaal um 6 Uhr: Dr. Donath: Einführung in die Wechselstrom- Erscheinungen. Um 8 Uhr: Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Das Land Tirol. Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Sonnabendabend 8 Uhr Der Meister von Palmyra. Sonntagnachmittag 3Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Sonntagabend 8 1hr: Der Meister von Palmyra. Prof. Dr. Müller:„ Die Erzeugung der lebendigen Substanz. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Neu!! 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" und 3 Freitag, 6. februar 1903. freigesprochen, weil man das Vorliegen eines be Belästigung von Unteroffizierschülern hörten absichtigten Betruges nicht für erwiesen ansah mit dem Augenblick ihrer Publizierung auf. Die Untersuchung weiblicher Personen ist eine eigenartige An- Großes Aufsehen hat auch die Verhaftung der Frau v. Decken 14. Sigung. Donnerstag, den 5. Februar. 11 Uhr. gelegenheit, die am besten von Medizinern zu beurteilen ist. Die in Wiesbaden erregt. So sehr ich dies persönliche Mizgeschick Am Regierungstische: Frhr. v. Hammerstein. Fortschritte der medizinischen Wissenschaft haben festgestellt, daß die der Dame bedauere, muß ich doch sagen: Wenn die Dame sich durch Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des krankheiten mehrmals wiederholt werden mußten, um ein allgemein üblichen entfernt, dann muß die Dcame es mikroskopischen Untersuchungen auf das Vorliegen von Geschlechts- ihre Kleidung, ihr Auftreten usw. aus dem Rahmen des Etats des Ministeriums des Innern. ficheres Resultat festzustellen. So mußte es auch diesmal geschehen sich auch gefallen lassen, als etwas andres angesehen zu Die Einnahmen werden debattelos bewilligt. Beim Ausgabetitel Ministergehalt" ergreift an infettiöse Erkrankung nicht vorliege. Die beam sechsten Tage hat der Arzt erklärt, daß eine werden als sie in Wirklichkeit ist. erster Stelle das Wort Der Minister giebt nun eine Darstellung des Falles b. Barde= rühmte Frau Rappaport hat das Mitleid, das ihr leben in Wilmersdorf. Ich will mich jeder Kritik enthalten, Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein: in der Presse so reichlich gezollt wurde, eigentlich nicht recht da die Aften hierüber noch nicht geschlossen sind. Zu Ende des vorigen Jahres ist im Reichstage cine Inter- verdient. Sie war zweimal verheiratet und Sie haben gesehen, daß im großen und ganzen die Vorkomm pellation gestellt über die polizeilichen Mißgriffe und wurde beide Male geschieden. Die Scheidungsklagen niffe total übertrieben worden sind. Es ist gewissermaßen lebergriffe, die in Preußen und andren Bundesstaaten vor- waren begründet mit gemeinen Beschimpfungen und fortgesetztem wie eine ansteckende Influenza, an jedem Tage gekommen sein sollen. Ich habe damals durch den Staatssekretär des Ehebruch. Dann hat sie mit den verschiedensten Herren zu- muß in der Presse mindestens ein polizeilicher Reichs- Justizamis erklären lassen, daß ich die erste Gelegenheit benußen sammengewohnt, in einzelnen Logis, bald hier, bald dort unter ver- Mißgriff veröffentlicht werden. Der Minister erwähnt wverde, um im preußischen Landtage alle die im Reichstage berührten schiedenen Namen. Auch ist sie als Schauspielerin an Theatern im weiteren Verlauf seiner Rede die Verfügungen und Verordnungen, Einzelheiten vor der Deffentlichkeit darzulegen ohne jede Verschleierung zweiten Ranges aufgetreten. Die Altonaer Polizei hat sich in der die er in Bezug auf die Fesselung, die Zustände in den Gefängund unter Anerkennung der Fehler, die gemacht worden sind, freilich Sache als durchaus erfahren und tüchtig bewiesen und hat voll- nissen usw. erlassen hat. Durch diese Verordnungen werden viele auch mit Verteidigung derjenigen Beamten, die in den Grenzen ihrer kommen ihre Schuldigkeit gethan. Die Vorwürfe gegen sie waren Mißgriffe in Zukunft verhütet werden. Sollten aber dennoch polizeiBefugnisse geblieben sind. Ich gebe zunächst freimütig zu, daß in unbegründet. licherseits Ueberschreitungen vorkommen, so werde ich die oberen einer Reihe von Fällen die Organe der Polizei nicht mit derjenigen Ich komme zu dem Fall des 21jährigen Redakteurs Hoff- Beamten persönlich zur Verantwortung ziehen, die ihre intergebenen Rechtssicherheit, nicht mit demjenigen Takt verfahren sind, wie mann, der vom Gefängnis in Kattowiz nach Beuthen nicht genügend instruiert haben. vir alle dies verlangen.( Sehr richtig! links.) Es überführt wurde, um dort in einer andren Strafsache vernommen An die Presse aber richte ich die Bitte, nur Mitteilungen haben sich nicht nur in der Handhabung des Dienstes, zu werden. Die Beschwerden gingen dahin, daß er in Beuthen auf aufzunehmen, die absolut begründet sind. Die Presse sondern auch in der Einrichtung gewisser polizei- dem Wege vom Bahnhof zum Gefängnis gefesselt mit andren würde sich damit den Dank des gesamten Voltes erwerben. Bei der Licher Geschäfte thatsächliche Mißstände herausgestellt, Strafgefangenen zusammengeführt worden sei. Ich gebe zu, daß großen Bedeutung und dem großen Einfluß, den die Presse auf die ich auf das aufrichtigste beklage. Unbeschadet der gewiß be- diese& effelung absolut überflüssig war. Man brauchte nicht unser öffentliches Leben hat, muß sie sich auch ihrer großen Verrechtigten Entrüstung, die sich in der öffentlichen Meinung und in zu glauben, daß der Redakteur über die nahe Grenze flüchten wollte. antwortlichkeit bewußt sein.( Lebhafter Beifall rechts.) der Presse Luft gemacht hat, glaube ich doch versichern zu können, Ich bedauere, daß diese Fesselung eingetreten ist. Die ausführenden daß diese Zustände mich persönlich noch viel tiefer ergriffen haben. Bolizeibeamten waren aber dadurch zu entschuldigen, daß eine Kommissionsverhandlungen und geht ausführlich auf den Tod des Abg. v. Löbell( t., Berichterstatter) erstattet Bericht über die Ich bin mir der Verantwortlichkeit meiner Stellung bewußt. Verordnung des Beuthener Bürgermeisters aus- Kommissionsverhandlungen und geht ausführlich auf den Tod des Landrats v. Willich ein. Ich bin gegenüber dem preußischen Volke und gegen drücklich bestimmt, daß alle diejenigen Gefangenen zu über jedem einzelnen Bürger dafür verantwortlich, daß fesseln sind, die der Straftammer vorgeführt werden Abg. Ernst( frf. Bg.): int dem mir unterstellten Geschäftsbereich nach Recht und sollen. Ich halte allerdings diese Verordnung für nicht zu Recht Der Ministerpräsident Graf Bülow hat vor kurzem hier erklärt, Gerechtigkeit verfahren wird. Bei der außerordentlich undank- bestehend und namentlich nicht für richtig. Ich wiederhole, daß ich daß eine gesunde Ostmarkenpolitik die wichtigste Aufbaren Handhabung der Polizeigewalt soll jede Parteilichkeit, jede die Fesselung bedauere. Es ist in diesem Fall eine Nemedur gabe des preußischen Staates sei. Nach diesem Ausspruch ist es Bevorzugung des einen vor dem andren ausgeschlossen sein. Wir eingetreten. Hoffmann aber wurde in dem Verfahren in Beuthen Pflicht jedes Abgeordneten, hier die hier die im Osten bestehenden sind aber doch alle Menschen, und unter den mehr als wiederum zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, im Unvermögensfall Mißstände zur Sprache zu bringen. Ich will Ihre Aufmerksamkeit 30 000 Polizeibeamten, die im preußischen Staatsdienst stehen, giebt zu Haft. Er hat das Geld nicht bezahlt, sich aber auch auf den tragischen Tod des Landrats v. Willich lenken. Der Entschluß, es, wie in jedem Beruf, gewiß auch solche, die nicht vollkommen auf der Justiz nicht zum Antritt der Haft gestellt, sondern sich, als man die Angelegenheit hier in öffentlicher Sizung zu besprechen, ist mir der Höhe ihres Berufes stehen. Eine gewisse Entschuldigung mögen ihn zur Strafe abführen wollte, thatsächlich über die nicht leicht geworden. Einmal ist der Fall aber schon in der die Beamten auch darin finden, daß leider vom Publikum aus ihnen Grenze geflüchtet. Hoffmann wird, weil er sich der Ver- Budgettommission besprochen worden, und andrerseits mit einem gewissen Mißtrauen, mit einer gewissen Nichtachtung büßung der Strafe durch die Flucht entzogen hat, steckbrieflich bitten mich zahlreiche Wähler des Wahlkreises Bürnbegegnet wird, daß die Achtung vor der Staatsgewalt, verfolgt. baum, hier zu dem Fall Stellung zu nehmen Es vor der Staatsordnung leider noch nicht das Ein weiterer Fall betrifft einen Kaufmann in Essen, der handelt sich um keine Parteisache. Herr v. Willich war ein streng Gemeingut der preußischen Bürger geworden ist. eines Nachts beim Nachhausegehen von einem Schumann an fonservativer Mann von altem Schrot und Korn, vor dem auch wir Aber erfreulicherweise list hierin eine gewisse Wandlung zum besseren gehalten, grob behandelt, geschlagen und zur die vollste Hochachtung haben. Er war ein Ehrenmann und nahm eingetreten. Ich erinnere an die Wizblätter, die vor 50 unda che geführt wurde. Auf der Wache wurde er alsbald es mit der Hebung des Deutschtums heilig ernst. Er lebte in guten 30 Jahren erschienen sind und in denen vielfach der Polizist, entlassen. Der betreffende Polizeisergeant aber wurde unmittelbar Verhältnissen, besaß zwei Güter, führte ein glückliches Familienleben namentlich in den kleineren Städten, als eine Persönlichkeit betrachtet nach diesem Vorfall aus dem Dienst entlassen, vor Gericht gezogen und hatte sich die Liebe seiner Vorgesetzten erworben. Hierin konnten worden ist, die eigentlich, wie man sagt, noch unter dem Nachtwächter und dort mit neun Monaten Gefängnis bestraft. die Gründe feines Todes nicht gefunden werden. Wohl aber kommen steht.( Heiterkeit.) Ich erinnere mich des Wortes aus meiner In einem andren Falle handelt es sich um einen Bäcker- politische Gründe in Frage. Willich war der Meirang, daß Jugendzeit, wonach in einer Verordnung gesagt war: Wer einen gesellen, einen bekannten socialdemokratischen in Bezug auf eine gute Ostmarkenpolitik die Einigkeit Nachtwächter totschlägt, foll angesehen werden, als ob er einen gitator, der in einer socialdemokratischen Versammlung gegen der Deutschen die Vorbedingung war. Deshalb trat er Menschen totgeschlagen hätte."( Heiterkeit.) Das war natürlich ein einen Bädermeister die gröbsten Beleidigungen aus dem Bunde der Landwirte aus, weil dieser ihm zur Herbeiführung Wit, aber diese Wize geben doch das allgemeine Gefühl wieder. aussprach, feine Bäckerei als Schweinebäderei" be- der Einigkeit nicht geeignet schien. Bei den Wahlen 1898 empfahl Willich Jetzt ist sowohl in dem Urteil des Voltes als auch in der Hand- zeichnete, behauptete, Fußwaschwasser würde in den ein geschlossenes Vorgehen der Deutschen, d. h. der Liberalen habung des Dienstes feitens der Polizei eine Besserung eingetreten. Teig hineingemengt usw. Der Bäder erhob Anklage und konservativen gegen die Polen. Das paẞte dem Besonders in den größeren Städten haben wir jetzt geschulte Polizei- gegen diesen Bäckergesellen und erklärte, der Geselle habe in seiner Bund der Landwirte nicht. Zuerst hat die Regierung ihn beamte, die wissen, wo, wann und wie sie einzugreifen haben. Im Anwesenheit einmal eine Maus in den Teig hineingebacken. Es sei gedeckt. Später scheint man andrer Ansicht geworden zu großen und ganzen können Sie überzeugt sein, daß die aber absolut unrichtig, daß Waffer, in dem er seine Füße gewaschen fein und empfahl Herrn Willich, sich mit feinen Gegnern preußische Polizei eine gute Polizei ist, die fich habe, jemals in den Teig hineingemengt worden sei.( Heiterfeit.) aus zu föhnen. Wenn die Presse zu einem solchen Fall geihrer Aufgabe, das Publikum zu schützen, bewußt ist. Damit Er habe den Gesellen entlassen, weil dieser ihn bestohlen schwiegen hätte, so würde sie nicht die Stellung verdienen, die sie will ich die einzelnen Ausschreitungen gewiß nicht beschönigen, habe. Die Polizei hat darauf auf den Gesellen gefahndet, heute hat.( Bustimmung links.) Steine würden geschrien haben, ich betrachte sie aber als Auswüchse an einem gesunden Körper, ihn ergriffen und ihn, weil er ein des Tumultes verdächtiger hätte die Presse geschwiegen.( Erneute lebhafte Zustimmung links.) umd Diese Auswüchse wollen wir beseitigen. Mann war, gefesselt in das Gefängnis gebracht. Das war nach Herrn v. Willich wurde nun empfohlen, sich um eine Es liegt in der Natur der Sache, daß die große wohl meiner Ansicht bei einer solchen Persönlichkeit vollkommen geboten. andre Stelle zu bewerben. Das hat er gethan. Er faßte organisierte königliche Polizei besser abschneidet als die In einem andren Fall soll in se i el ein anständiges Mädchen, das diese Versetzung aus dem Osten auf als eine Niederlage nicht kommunale Polizei: Der weitaus größere Teil der erhobenen mit einem Manne vor der Thür seines Hauses stand, von einem nur seiner Politik, sondern auch der Ostmarkenpolitit Beschwerden bezieht sich auf die kommunale Polizei. Sie werden hinzukommenden Schußmann verhaftet, auf der Polizei vom der Regierung. Sein Bestreben war die Hebung des Deutschaber bei der Besprechung der einzelnen Fälle sehen, daß dabei sehr, Arzt untersucht und erst am Montag- am Sonnabend tums und durch sein objektives Vorgehen hat er sich auch die Achtung sehr viele lle bertreibungen vorgekommen sind und daß in war die Verhaftung erfolgt wieder entlassen sein. ber Polen erworben. Beim Kaiser Geburtstags- Effen hatte Willich einer ganzen Anzahl von Fällen kein Mißgriff, sondern ein sach- Es ist zuzugeben, daß in diesem Fall für die Polizei ein Grund den Vorsitz zu führen. Er war gewarnt worden, zu dem Festverständiges richtiges Eingreifen stattgefunden hat, das nur durch zur Verhaftung des Mädchens, das in diesem Hause seinen essen zu kommen, sonst würde eine Demonstration gegen den Unverstand einzelner Zuschauer oder Zuhörer ein andres Gewand dauernden Aufenthalt hatte, nicht vorlag. Ein Versehen der Polizei ihn unternommen werden.( Bewegung links.) Ein Tag vor diesem bekommen hat. liegt auch in folgendem Fall vor. Eine Ehefrau aus Berlin Festessen, am 26. Januar, erhielt Willich von Berlin den Bescheid, Der Fall, der vielleicht am meisten Aufsehen erregt hat, ist der begab sich nach einer Geburtstagsfeier nachts 4 Uhr allein auf die er folle sich in Berlin vorstellen und erklären, ob er zur Annahme Fall des Kaufmanns Tample in Braunschweig. Dieser Straße. In einer sehr verrufenen Gegend sprach sie einen Schuß des neuen Amtes bereit sei. Das mußte auf Willich wirken, beschwert sich darüber, daß er polizeilich festgenommen, nach Han- mann mit den Worten an:" Du, tomm mal mit!" Der als ob auch seitens der Regierung verhindert nover transportiert, gefesselt nach Celle gebracht, dort im Gerichts- Schutzmann wußte zuerst nicht, was er denken sollte, und als sie werden wollte, daß er zu dem fraglichen gefängs abgeliefert sei und hier längere Zeit unschuldig habe sizen ihm dann eine Wohnung bezeichnete, brachte er fie esteffen ging. Man hat von Herrn v. Willich verlangt, müssen. In der Provinz Hannover besteht die Einrichtung, dorthin. Es stellte sich dann heraus, daß die Frau in dem an- daß er sich vor seiner Versetzung mit seinen Gegnern aussöhnen daß periodisch an einem oder zwei Tagen der Woche gegebenen Hause ganz unbekannt war, und als sie ihm mun solle. Thatsache ist, daß Verhandlungen in dieser Richtung geschwebt Gefangenentransporte unter Begleitung von Gendarmen eine ganz andre Adresie angab, erweckte das seinen Verdacht haben. Einige Tage vor seinem Tode hat Herr von Willich diese in Hannover eintreffen. Zample traf in Hannover mit einem und er brachte sie zur Wache. Die Straße war ihm fremid Verhandlungen jedoch abgebrochen. solchen Transport ein mit einem Zettel, auf dem nur stand: und er durfte sich auch nicht so lange von seinem Revier entfernen. Jahrelang ist, Herr von Willich so gepeinigt worden; Die Polizei wird hiermit ersucht, auf richterlichen Auf der Wache wurde dann nach dem entfernten Nevier telephoniert, auf die Dauer konnte er das natürlich nicht aushalten, noch dazu, Befehl den Kaufmann Tampte auf dem gewöhnlichen ob die Frau dort bekannt sei, und als keine Antwort erfolgte, wo er förperlich so leidend war. Als ich ihn einst besuchte, kamen Transportwege in das Gerichtsgefängnis in Celle wurde die Frau dort behalten und erst am nächsten wir auch auf den Streit zwischen ihm und seinen Gegnern zu " Ferner hat sich Herr Tampke über den schlechten Geruch aus dem Kübel seiner Belle beschwert. Es ist festgestellt worden, daß dieser Kübel ein- bis zweimal täglich entleert wurde. Daß die Dünste nicht gerade angenehm find, ist zuzugeben. Es ist das ein Zustand, der in einem so großen Gefängnis nicht vorkommen dürfte. ( Sehr richtig! links.) Die Klagen des Herrn Tampke über schlechtes Essen sind unbegründet. und antwortete:" Sie böser Liberaler, Sie wissen gar nicht, was für ein Vertrauen ein Konservativer zur Regierung hat; ich baue felfenfest auf die Regierung!"( Anhaltende Bewegung links.) Von allen Seiten angegriffen, hat er schließlich in seiner Verzweiflung den beklagenswerten Schritt gethan. zu überbringen." Er hat dann erzählt, daß er ganz un Morgen entlassen. Der Fehler der Polizei liegt darin, daß ſprechen. Er war eine so vornehme Natur, daß er bon schuldig sei, der Gendarm mußte sich aber natürlich sie sich mit dem erfolglofen telephonischen Anruf begnügte. feinen Gegnern feine Namen nannte, sondern lediglich vom nach dem Befehl richten. Nach Celle werden gewöhnlich Nachdem die Frau angegeben hatte, ich wohne da und da, wäre es Bund der Landwirte sprach.( Lachen rechts.) Ich fragte Leute transportiert, die stark verdächtig sind, daß sie mit Pflicht der Polizei gewesen, nunmehr einen ihrer Beamten mit oder ihn:" Herr Landrat, ist es denn ganz sicher, daß die Zuchthaus bestraft werden. Es hat sich später herausgestellt, daß ohne die Frau in das betreffende Nevier zu schicken und festzustellen, Regierung Sie nicht im Stiche lassen wird?" Er wurde bleich er den Wunsch geäußert hat, einen Oberbeamten zu sprechen. Die ob die Angabe richtig war. Daß das nicht geschehen, ist auf das Meldung hiervon ist unterblieben. Darin scheint der Hauptfehler, der ernste ste gerügt worden. In einem andren Falle aus Kiel, auch ernst getadelt worden ist. in dem es sich um ein unter Sittentontrolle gestelltes Mädchen handelt, trifft dagegen die Polizei kein Vorwurf. Die Presse meldete damals, ein Richter habe gefagt, das Vorgehen der Polizei sei geradezu unerhört und skandalös. Ich kann feststellen, daß der be- Worin sind nun die Gründe des traurigen Endes des Herrn treffende Stichter es ausdrücklich in Abrede gestellt hat, die Aeußerung Willich zu suchen? Ich meine, in der unterstützung, die die gethan zu haben. Regierung dem Bund der Landwirte hat angedeihen Unter der Spigmarke„ Schuß vor Schußleuten" wurde in der Tassen.( Lebhaftes Sehr richtig! links.) Herr von Willich kämpfte einen Presse über einen Fall in Dortmund berichtet. Ein Schutzmann schweren Kampf in der vollen Ueberzeugung, daß er das Wohl des Biel Aufhebens ist über die Fesselung gemacht worden. foll zwei polnische Arbeiter auf den of ihrer Woh- Vaterlandes fördere, und plößlich muß er erleben, daß er von seinen Man muß sich von der Fesselung nicht die Vorstellung nach alten nung berfolgt, geschlagen und unrechtmäßig ver- vorgesetzten Behörden im Stich gelassen wird. Die Regierung hat Balladen, Romanen 2c. machen. Wenn die Fesselung in einiger haftet haben. vor dem Bunde der Landwirte vollständig kapituliert, nicht die Remaßen schonender Weise vorgenommen wird, ist sie gar nicht so Zuzugeben ist, daß das Aufbringen zur Wache ganz ab- gierung, sondern der Bund der Landwirte herrscht.( Lebhafte Zuschlimm.( Heiterfeit.) Ich habe hier einige Fesseln mitgebracht. gesehen von dem verbotenen Schlagen in diesem Falle, wo timmung links.) Hüte sich die Regierung, daß der Staat durch ( Große Heiterfeit.) Zwei Leute werden zusammen der Schußmann wußte, mit wem er es zu thun hatte folche Vorfälle feinen Schaden nimmt.( Rebhafter Beifall links.) gefesselt, darüber wird ein Mantel gehängt und und daß die Betreffenden in dem Hause wohnten, nicht er= Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein: fein Mensch kann etwas davon sehen.( Heiterfeit. folgen durfte. Eine einfache Anzeige am andern Tage hätte Unruhe links.) Daß die Fesselung bei Herrn Tample unausgereicht. Zur Entschuldigung des Schumannes ist Meiner in der Budgetkommission abgegebenen und inzwischen begründet war, will ich zugeben. Die Gendarmen wußten uur anzuführen, daß er sehr erregt war, da es ihm trotz im Wortlaut veröffentlichten Erklärung habe ich nichts hinzuzufügen. aber gar nicht, wen sie vor sich hatten, ihnen ist kein Vorwurf zu stundenlanger Bemühungen nicht gelungen war, die stark randalierenden Ich halte sie bollinhaltlich aufrecht. Der Vorredner hat machen. Arbeiter zur Ruhe zu bringen. In den zwei Fällen aus Marien- das Verhalten der Regierung als Ursache des Todes des Herrn Ich komme nun zu dem Fall der Frau Rappaport in burg, die auch im Reichstag angeführt wurden, hat die Polizei jeden- v. Willich bezeichnet und diese Behauptung damit zu betveisen verHamburg, die infolge einer Verwechselung verhaftet wurde. falls in gutem Glauben gehandelt. Viel schlimmer liegen die Fälle sucht, daß er sagte, Willich sei in seinem Bestreben, für konservativAuf dem Wege zur Polizeitvache sagte sie dem Schußmann, sie sei in Dschersleben. In dem einen Fall ist der erst seit acht Tagen liberale Stompromißkandidaten einzutreten, von der Regierung nicht Irant. Vorschriftsmäßig wurde sie dem Gefängnisarzt zugeführt, angestellte Polizeibeamte sofort wieder entlassen worden und falls unterstützt worden. Die Regierung hat bei den Wahlen von 1898 von dem sie sich willig untersuchen ließ. Sie hat dem Gefängnisarzt sich in dem zweiten Falle alles als wahr erweisen sollte, was der ihre Hand nicht im Spiele gehabt. Das Recht des Herrn v. Willich, gegenüber die Bemerkung gemacht:„ Na, da hat mich wohl Polizei vorgeworfen wird, so wird jedenfalls sehr strenge Remedur sich politisch zu bethätigen, ist ihm von der Regierung nicht verme in Liebhaber angezeigt!" Das ist die anständige eintreten. Jm Reichstag ist denn auch eine Verordnung fümmert worden. Herr v. Willich soll dann von der Regierung Frau, von der in der Presse so viel die Rede war!( Unruhe links.) des Bürgermeisters in Treptow an der Rega vorgeführt zur Bewerbung um eine andre Stelle getrieben worden sein. Es schwebte gegen sie eine Anklage wegen Betruges und worden, nach der Dienstmädchen der Aufenthalt auf den Straßen Bon Organen der Regierung ist er dazu nicht gedem Richter wurde Kenntnis davon gegeben, daß die Frau zu seiner nach 10, im Sommer 11 Uhr, allein oder in Begleitung verdächtiger trieben worden. Nicht einmal, sondern wiederholt hat er mir Verfügung im Krankenhaus sei. Die Altonaer Polizei hat dabei Personen verboten wurde. In der That ist diese Verord- gegenüber seinem Schmerz darüber Ausdruck gegeben, daß er mit nur den einzigen, allerdings sehr verzeihlichen Frrtum begangen, nung über 50 Jahre alt und wurde nur auf Grund be- früheren Genossen jegt in Gegensäge geraten und deshalb nicht in daß sie diese Mitteilung an an das Hamburger Gericht stimmter Slagen von dem Bürgermeister wieder aufgefrischt. der Lage sei, fein Landratsamt in der wünschenswerten unparteiischen statt an das Altonaer Gericht gerichtet hat. Die Frau wurde I Sie hat auch sehr fegensreich gewirkt, denn die slagen über die Weise zu führen. Er hat direkt darum gebeten, ihn auf ein paar ' V Abg. Frhr. v. Wangenheim( fons.): aber wird von vielen Berlin bezahlt mehr Stenern, wie sämtliche Wahlkreise zusammen, die durch die 140 Konservativen hier vertreten sind.( Hört! hört! links.) Eine solche Einteilung kann doch nicht bis in alle Ewigkeit bestehen bleiben! Deswegen verlangen wir immer aufs neue wieder eine gerechtere Einteilung. Jahre aus der Provinz Posen zu entfernen und ihm einen andren| Herrn v. Willich im Stich gelassen haben. Der Minister hat uns( Ruf rechts: Ist ja da!") Daß Herr v. Bitter das nicht ist, hat Bosten zu übertragen.( hört! hört! rechts.) Ich bestreite also aber heute mitgeteilt, daß die Versegung Willichs ausschließlich auf bei dem Fall 2öhning selbst der Finanzminister zu entschieden, daß man Herrn v. Willich getrieben hat. Die Re- feinen eignen Wunsch in Aussicht genommen war.( Widerspruch.) gegeben. Was alle Spaßen von den Dächern pfiffen, darüber gierung hat Herrn v. Willich nicht im Stich gelassen. Der Minister verdient doch unbedingten Glauben.( Sehr richtig! war der Oberpräsident nicht orientiert.( Heiterkeit und Sehr gut! Das gerade Gegenteil ist der Fall. Seine Tüchtigkeit rechts.) Auch die Affaire bei der Kaiser Geburtstagsfeier links.) Die Person des jetzigen Oberpräsidenten ist uns ganz gleich. ist von der Regierung stets anerkannt worden, und sie verhält sich ja ganz als sie die Herren Krause Wir wünschen nur, daß eine tüchtige Kraft Oberpräsident in Bosen hat ihm einen eklatanten Beweis dieser Anerkennung durch und Ernst vorgetragen haben. Aber selbst wenn Herrn ist.( Lebhafter Beifall links.) Verleihung der Kammerherrenwürde gegeben, als v. Willich von der Provinzialregierung nahe gelegt worden wäre, Abg. Dr. Barth( frf. Vg.): der Kaiser nach Posen fam. In Posen bestehen nun von der Feier fernzubleiben, so wäre das auch kein Unglück.( LebTeider zwei Schattierungen, die beide urdeutsch und patriotisch das hafter Widerspruch links.) Ich frage Sie, was hat denn der Tod Meine Freunde von beiden freisinnigen Parteien haben zwei gleiche Ziel, die Hebung des Deutschtums in den Ostmarken ver- Willichs mit seinem Verhältnis zu Herrn Endell zu thun? Für das Anträge gestellt auf Aenderung des Wahlreglements. Der erste folgen. Diese Differenzen haben aber bis jetzt auf die Haltung der Bestehen irgend eines Zusammenhanges sind doch keine Thatsachen Antrag auf Neu- Einteilung der Wahlkreise ist ein alter Regierung nicht den geringsten Einfluß ausgeübt. Es ist nicht angeführt worden. Wer solche Schlüsse zieht, muß doch Beweise Bekannter. Die alte Wahlkreis- Einteilung stammt aus dem Jahre wahr, daß von einer dieser beiden Gruppen eine haben.( Sehr gut! rechts.) Ich will Ihnen( links) nur sagen, mit 1858. Seitdem hat die Bevölkerung um mehr als 60 Proz. zuStörung der Kaisersgeburtstags- Feier zu bediefem heutigen Feldzug stützen Sie das Deutschtum in Bosen genommen.( Hört! hört! links.) An den Wänden sehen wir die fürchten gewesen wäre. Diesen Anlaß hätte niemand zu nicht. Sie gießen hier nur Del ins Feuer mit diesen un- Bilder der Städte und die Vertreter der Städte werden im übrigen Störungen benutzt. Das hat auch Herr v. Willich nicht befürchtet. bewiesenen Behauptungen. Das ist nicht der Weg, der zum an die Wand gedrückt.( Heiterkeit und Sehr gut! links.) Aber er fam nach Berlin und hat meinem Referenten gesagt, nationalen Frieden führt. Das können Sie sich merken.( Lachen links.) er stehe jetzt so im Mittelpunkt der Streitigkeiten, daß er be Wenn Sie das Interesse an der Einigkeit der Deutschen in den Dst fürchte, wenn er dem Festmahl borsize, daß marken wirklich haben, das Sie vorgeben, dann lassen Sie den viele andre patriotische Männer der Feier fern Toten ruhen.( Beifall rechts, lebhaftes Zischen links.) bleiben würden.( Hört! hört! links.) Da er das nicht wolle, da es ja keine Feier des Landrats sondern eine allgemeine Unser zweiter Antrag verlangt die geheime Stimm Feier sei, halte er es selbst für geboten, der Feier fernzubleiben. Ich bedauere, daß dieser tragische Fall( Ruf Endell II.) im abgabe auch für die Landtagswahlen. Da der ReichsVielleicht könnte er amtlich für den 26. Januar zu Intereffe einer einseitigen politischen Richtung ausgenutzt wird. Mit tanzler bestrebt ist, das Wahlgeheimnis besser zu sichern wie bisher, bisher, so wird einer Besprechung über seinen zukünftigen Posten den Angriffen auf meinen Freund Endell( Ruf links: Freund!) der preußische Ministerpräsident doch nach Berlin berufen werden. Ich habe ihm darauf hin werden Sie das Gegenteil von dem erreichen, was Sie damit be- so logisch sein, in Preußen wenigstens das einzuführen, persönlich geschrieben, daß ich ihn am 26. oder 28. hier erwarte. zwecken. Herr En de Il hat sehr wichtige Aemter gewissenhaft verwaltet vas im Reiche gesichert werden soll.( Sehr gut! links.) Die Kons Wenn Herr v. Willich am 27. hätte in seinem Kreise sein wollen, in der Landwirtschafts- Kammer, in den Genossenschaften. Anservativen sind für die öffentliche Stimmabgabe, angeblich um dem so hätte er das immer noch gekonnt. Mit gutem Vorbedacht habe stößig ist Ihnen( nach links), daß er auch Provinzial- Wähler Gelegenheit zu geben, offen und frei zu bekennen, wen er ich diesen Ausweg offen gelassen. Die wirkliche Ursache des Todes vorsitzender des Bundes der Landwirte ist.( Lachen wählt.( Heiterkeit links.) Wissen Sie( nach rechts) denn nicht, daß liegt tiefer, fie liegt in seiner unglücklichen nervösen Verlinks.) Als solcher ist er allerdings der Meinung, daß die Voraus- Hunderttausende eine politische Lüge begehen, nur aus anlagung. Ich mache ihn nicht persönlich für seinen Tod fezung für eine gefunde deutsche Politik eine lebensfräftige Land- Furcht vor Entlassung?( Unruhe rechts.) Ein solches System muß verantwortlich, aber auch niemand anders. Ich bedaure es, daß wirtschaft ist. Im H.- K.- T.- Verein sitzen die Gegner des Herrn durch und durch demoralisierend wirken.( Große Unruhe rechts.) fein Tod hier zu einer politischen Auseinandersetzung benutzt Endell. Dieser Verein Vom Standpunkte der politischen Moral aus bitte ich unsren Annur benutzt, wird, bei der die einzelnen Parteien sich messen wollen. um ihre Persönlichkeiten in den Vordergrund schieben zu trägen zuzustimmen,( Lebhafter Beifall links.) ( Beifall rechts.) Der Oberpräsident v. Bitter soll Herrn v. Willich zu können. Was man auch gegen Herrn Endell gesagt hat, Minister Frhr. v. Hammerstein: erst geschützt, dann aber fallen gelassen haben. Das letztere ist Major v. Endell ist glänzend gerechtfertigt worden. Der Abg. Ernst Der Antrag 1 des Herrn Barth flingt zwar sehr bestechend, würde feineswegs der Fall. Der Oberpräsident hat ihm auf Wunsch der stellte es so dar, als ob gegen Herrn v. Willich eine Art Kesseltreiben aber das ganze System des preußischen Wahlnächsten Angehörigen einen ehrenden Nachruf gehalten und Frau veranstaltet wäre. Nun, gegen Herrn v. Endell ist jahre gefeßes untergraben. Das preußische Wahlrecht ist eben v. Willich hat dem Oberpräsidenten in einem Briefe die Worte ge- lang in der niederträchtigsten und gemeinsten nicht mit dem Reichstags- Wahlrecht auf eine Grundlage zu stellen. schrieben: Möchte man dem Toten bald Ruhe gönnen und die vielen Weise gehegt worden.( Großer Lärm links.) In dem ersten Das preußische Wahlrecht beruht auf dem Grundsatz, daß jeder Stimmen schweigen lassen, die sein tragisches Geschick politisch aus- Verfahren ist Herr v. Endell gerechtfertigt worden. Als neue Bürger offen und frei seine Meinung sagt.( Lachen links.) Selbſt nußen. Schließen Sie sich dem Wunsche der Witwe an und lassen Denunziationen einliefen, wurde ein neues Verfahren gegen ihn ein- vom Standpunkte der Parteien aus ist es doch wünschens Sie den Toten ruhen.( Lebhafter Beifall rechts.) geleitet. Major v. Endell, der doch schließlich auch nur ein Mensch wert, zu wissen, wie der Wahlmann der Partei ist, hat auf das Recht, seine Uniform zu tragen, verzichtet. Er hat wählt.( Zustimmung rechts.) Abg. Dr. Krause( natl.): sich nur eines Disciplinarvergehens schuldig gemacht. Die Herren von Zu dem Antrag 2 fann ich erklären, daß thatsächlich die VerEs handelt sich hier weniger um die Person Willichs, sondern der Linken sollten sich über den wahren Sachverhalt immer erst schiebung der Bevölkerung eine so starke ist, daß es notwendig sein viel mehr um politische Zustände( Sehr richtig! links), um eine informieren. Hier auf Grund von unbewiesenen Pressenachrichten wird, über kurz oder lang einzelne Wahlkreise anders nationale Frage.( Sehr gut! links.) Herr Ernst hat in der maß- Beschuldigungen zu erheben, ist eine wenig passende Art.( Unruhe abzugrenzen.( Hört! hört! links.) Eine Abänderung wird vollsten Weise gesprochen, so wie er hätte auch ein konservativer links.) 3. B. bei den großen Vororten Berlins, Schöneberg, Charlottenburg, Abgeordneter fprechen können. Das Partei- Interesse hat mit der Es besteht kein Zweifel, daß, wenn Herr v. Willich zur Kaiser- Nixdorf usw. erfolgen müssen. Es ist aber wenig angebarcht, eine ganzen Sache nichts zu thun. Aber in diesem Hause kann zu dem Geburtstagsfeier gekommen wäre, in der Feier kein Mißton ent- solche Aenderung in der letzten Session vorzunehmen. Dann würde Fall nicht geschwiegen werden. Hier schweigen, hieße vertuschen standen wäre.( Lebhafte Zustimmung rechts.) Der Abg. Ernst nur die Parteibegehrlichkeit und das einzelne Fraktionsinteresse wollen.( Sehr gut! links.) Man hat in der Preffe Andeutungen meinte, es sei Pflicht der Presse, solche Fälle ihren Lesern mitzuteilen. zu fehr in den Vordergrund geschoben werden.( Unruhe links.) Der gelesen, als sei der Ehrenschild des Herrn v. Willich nicht ganz blant Gewiß, aber in der Art und Weise, wie es in der letzten Zeit bei Abg. Dr. Barth hat es so dargestellt, als ob die großen Zahlen der gewefen. Herr Endell hat in einer Erklärung geschmackvoll der National- Zeitung" und der" Bossischen Zeitung" Mode geworden ist einzige Bewveggrund für die Vertretung in diesem Hause waren. gesagt, der tragische Tod Willichs lege ihm einfach Schweigen( Lebhafte Rufe links:" Reichsbote"!„ Reichsbote"!), schickt sich die Herein- Das ist absolut unrichtig. Es ist nicht nur die Steuer, sondern auf. Jeder mußte annehmen, Herr Endell weiß etwas, er ziehung privater Vorgänge in die Deffentlichkeit nicht.( Stürmische es ist die historische Entwicklung eines eines jeden Landesteils. will es aber lieber verschweigen. Auf dem Ehrenschild des Rufe links:„ Reichsbote"!„ Reichsbote"!) Der„ Reichsbote" ist ein Waisen( Sehr richtig! rechts.) Und wenn die wirtschaftliche EntHerrn Willich sitzt aber kein Fleck chen. Ich weiß auch nicht, ob find gegen die beiden Blätter.( Zustimmung rechts. Widerspruch links.) wicklung eines Landesteils zurückgeht, so foll er des= es sehr geschmackvoll war vom Oberpräsidenten, nach allem, was Die neuesten Anklagen gegen Herrn v. Endell werden halb nicht seines Abgeordneten beraubt werden, sondern er hat um voraufgegangen war, am Grabe des Herrn v. Willich zu reden. ebenso seine Unschuld beweisen wie alle andren. so mehr das Recht, in diesem Hause vertreten zu sein.( Sehr richtig! ( Unruhe rechts; Rufe: Das ist doch Privatsache!) Ja, es ist wohl( Sehr richtig! rechts.) Abg. Ernst sagte, an dem Tode des Herrn rechts.) Deshalb würde es nach meiner Auffassung ein sehr großer Privatsache, aber hängt doch mit der politischen Agitation zusammen, v. Willich sei der Kampf gegen den Bund der Landwirte schuld ge- politischer Fehler sein, daß einigen Wahlkreisen, die an Steuer und und ich werde doch meine Meinung darüber sagen dürfen.( Sehr wesen. Dabei ist Herr Willich früher selbst Mitglied des Bundes Bevölkerung abnehmen, nunmehr auch den Abgeordneten zu nehmen. richtig! links.) Ich weiß nun, daß sowohl der Minister des Innerit, gewesen. Er ist ausgetreten wegen der damaligen Differenzen in( Sehr richtig! rechts.) Dafür würde ich nicht zu haben sein. Ich wie der Ministerpräsident Herrn v. Willich großes Wohlwollen ent- der Kanalvorlage.( Hört! hört! rechts.) Herr v. Willich hat mir halte es aber für möglich, daß in einer der nächsten Seffionen gegengebracht haben. Ich weiß auch, daß Herr v. Willich zweimal vor selbst gesagt, daß er allen Anschauungen des Bundes beitrete. Der Ihnen ein Gesetz zur teilweisen Abänderung der dem militärischen Ehrengericht gestanden hat und vollständig rein Grund zum Tode des Herrn v. Willich liegt auf rein persönlichem Wahlkreiseinteilung vorgelegt wird.( Beifall.) aus diesen Verhandlungen hervorgegangen ist. Ein Ausgleich mit Gebiete. Treiben Sie( nach links) die Sache so weiter, dann feinen Gegnern wäre vielleicht auch möglich gewesen, wenn Herr werden wir es dahin bringen, daß das ganze Aftenv. Unruh nicht schließlich eine dritte Anzeige beim material veröffentlicht wird( Lebhaftes Hört! hört! links) und dann Trotz der offenen Stimmabgabe ist das Centrum hier im Ehrenrat gemacht hätte. Herr v. Willich hat daraufhin werden gewisse Leute im Osten Schiffbruch leiden.( Bewegung links.) Abgeordnetenhause fast in derselben Stärke vertreten wie im Reichstag alle Ausgleichsverhandlungen abgebrochen. Ich Dann wird allerdings unter den Deutschen in den Ostmarken eine bei der geheimen Wahl. Jm Princip sind wir für geheime habe mich bei vertrauenswürdigen Persönlichkeiten genau erkundigt unüberbrüdbare Spaltung eintreten. Sorgen Sie( nach links) dafür, Abstimmung auch für die Landtagswahlen. Mit der geheimen und bin zu demselben Resultat gekommen wie der Abgeordnete daß es so weit nicht kommt.( Lebhafter Beifall rechts.) Abstimmung müßte aber unsres Erachtens dann auch die Wahlpflicht Ernst. Die Regierung hat thatsächlich herrn eingeführt werden. Selbstverständlich kann die geheime Abstimmung v. Willich im Stich gelassen, nicht der Minister, aber der nur für die erste Wahl gelten und das reicht auch vollständig aus. Oberpräsident von Posen. Zunächst dadurch, daß Herr Nach den heutigen Verhandlungen kann ich mich des Eindrucks Die Abgeordneten müssen von den Wahlmännern öffentlich gewählt v. Bitter nicht energisch gegen den Major Endell vorgegangen ist. nicht verschließen, daß man den Tod des Landrats v. Willich nur werden, denn jeder Wähler hat das Recht auf Kontrolle darüber, Ich will den Bund der Landwirte nicht mit Herrn v. Endell iden- benutzt, um Kapital gegen den Oberpräsidenten von ob der Wahlmann sein Vertrauen gerechtfertigt hat. Daß Untifizieren, aber gegen diesen Mann mußte eingeschritten Posen zu schlagen.( Große Unruhe links.) Die Herren von gerechtigkeiten bei der jetzigen Wahlkreis- Einteilung vors werden. Das erste ehrengerichtliche Urteil gegen ihn der Linken müssen berücksichtigen, daß die Landwirtschaft im Osten handen sind, ist zuzugeben. Aber für eine mechanische lautete auch auf A berkennung der Uniform.( Buruf rechts: die größte Erwerbsquelle ist, und daß diese Landwirtschaft im Neueinteilung nach der Kopfzahl kann ich mich nicht begeistern. Falsche Beschuldigung! Unwürdig) Ich glaube nicht, daß ich gegen Bunde der Landwirte unter Herrn Major Endell vereinigt ist. Dem zweiten Teil des Antrages Barth können wir also nicht zudie Würde des Hauses verstoße, sonst hätte mich sicher der Herr Ein Oberpräsident, der das nicht berücksichtigen würde, würde seiner stimmen.( Beifall im Centrum.) Abg. Frhr. v. Zedlis( frk.): Abg. Dr. Borsch( C.): Präsident unterbrochen. Ich muß mir also solche Zurufe verbitten. Aufgabe nicht gewachsen sein.( Sehr richtig! rechts.) Um kräftig Abg. Irmer( f.): Weder Verfassung noch das Gesetz ( Bravo! links:) Die Endellsche Wirtschaft in der Landwirtschafts- gegen das Polentum fämpfen zu können, müssen die Deutschen im schreiben eine Wahlkreis- Einteilung nach der Kopffammer war eine Lodderwirtschaft, und trotzdem wurde von der Bften geschlossen und einig vorgehen.( Beifall rechts.) zahl vor. In der octroyierten Verfassung stand noch die Abg. Dr. Krause( natt.): gestimmt. Persönlich bemerkt = Provinzialregierung nicht eingeschritten, segen Abg. Dr. Borsch( C.): Auch ich bedauere angesichts der Majestät Bemerkung nach der Kopfzahl". In der jetzt geltenden wurde sie Sie( nach rechts) sich also nicht zu sehr aufs hohe Pferd, Sie des Todes die heutige Diskussion. Dennoch war eine Aussprache aber fortgelassen. Der Antrag Barth läuft darauf hinaus, den fönnten zu leicht herunterfallen.( Sehr gut! lints.) Der Schuß notwendig, um so notwendiger nach der Erklärung des Majors von ländlichen Bezirken Abgeordnete zu nehmen und sie den für Herrn Endell lag nicht im nationalen Interesse, er führte dazu, Endell.( Zustimmung links und im Centrum.) Nach dieser Er- städtischen Bezirken zu geben. die deutschen Parteien zu entzweien. Man hat von einer Neben- flärung muß man annehmen, daß Herr Endell etwas wegs gerecht. Der Staat seht sich nicht allein aus den Menschen regierung des Herrn von Endell in Bosen gesprochen. Ich weiß weiß, was die Ehre des Herrn v. Willich anzutasten zusammen, sondern auch aus dem Lande und das Land giebt den nicht, ob der Ausdruck Nebenregierung mehr für Herrn Endell oder geeignet ist. Wenn man aber eine Aufklärung des traurigen Menschen das liebe Brot. Allerdings ist der gegenwärtige Zeitpunkt sehr mehr für den Oberpräsidenten am Blaze war.( Große Falles herbeiführen will, müssen alle Aften veröffentlicht werden. ungeeignet dafür. Wenn man überhaupt dem Gedanken der geheimen Heiterkeit.) Die Endellsche Richtung ist einseitig wirtschaftlich, ein- Bustimmung links. Lebhafte Rufe links: heraus damit!") Abstimmung näher tritt, so könnte sie nur für die Urwahlen einseitig politisch reaktionär und einseitig gefellschaftlich.( Sehr richtig! Dem Minister ist ein Vorwurf nicht zu machen. Ich meine, eine geführt werden. Systematisch wäre das aber nicht, die Wahlmänner links.) Die Ansiedlungskommission hat Herrn gute Ditmarkenpolitik würde es sein, wenn es möglich wäre, solche geheim und die Abgeordneten öffentlich zu wählen. Auch für die Endell das Gut abgekauft unter der Voraus- Diskussionen wie die heutige und die von vorgestern zu vermeiden. öffentliche Wahl find erhebliche ſittliche Gesichtspunkte geltend zu segung, daß Herr Endell Posen verlassen Die Deutschen müßten den Polen ein Beispiel in der Einigkeit geben. machen. Der Antrag Barth ist ja bescheiden, aber wenn man Ihnen würde.( Hört! hört! links.) Eingetroffen ist dieser( Beifall im Centrum.) den kleinen Finger giebt, wollen Sie gleich die ganze Hand. Der Fall nicht. Herr Endell blieb, nachdem er aus finanziellen SchwierigAntrag soll nur eine Etappe zum allgemeinen gleichen direkten teiten gerettet war, weiter agitatorisch thätig. Die im sachlichen Wahlrecht sein, und das lehnen wir für Preußen ab.( Beifall Kampf zur Endell- Gruppe stehenden Deutschen find thatsächlich vom Herr v. Wangenheim hat heute hier dieselben Anrechts.) Oberpräsidenten im Stich gelassen worden. Schon Anfang Januar deutungen erhoben, die Herr Endell in seiner Erklärung Hierauf wird einem Vertagungsvorschlag des Präsidenten zu hat man, vielleicht nicht vom Oberpräsidenten, aber doch von der erwähnt hat. Wir wollen nichts sagen, was wir nicht beweisen Provinzialregierung, Herrn v. Willich nahe gelegt, er können. Wissen Sie( nach rechts) etwas, was unsrer Ansicht möchte an dem Feste nicht teilnehmen, und daraufhin entgegensteht, sagen Sie es doch!( Lebhafte Zustimmung links.) hat Herr v. Willich erst gethan, was der Minister hier erzählt Ich muß bei der Behauptung verbleiben, daß Herrn Willich gegenhat.( Hört! hört! links.) Er fühlte, daß er keinen Rückhalt mehr über der Wunsch ausgesprochen wurde, der Geburtstagsfeier feruzuan der Regierung habe, und daraus fann man sich seine bleiben. Ich bin mit dem Freiherrn v. Wangenheim der Meinung, Verzweiflungsstimmung wohl erklären.( Sehr richtig! links.) Gin daß auf der Feier eine Demonstration nicht stattgefunden hätte. Mann ist hier von der Regierung im Stich gelassen worden, der Wenn das aber der Fall war, was hatte dann die Zumutung, nicht den besten Willen hatte, für die Regierungspolitik einzutreten, und zu erscheinen, für einen 3wed?( Sehr richtig! links.) Dann kann ein Mann ist hier von der Regierung gestügt sie nur die Bedeutung haben, Herrn v. Willich herabzusetzen.( Sehr worden, der einer Richtung angehört, die der richtig! links.) Regierung die größten Schwierigkeiten macht, von der Herr Ich weise es auf das entschiedenste zurück, als ob es sich hier v. Podbielski erst neulich gesagt hat, daß das Tischtusch um die Rücksichten auf irgend welche Partei handelt. Wir fragen zwischen ihr und ihm zerschnitten sei.( Sehr richtig! links.) Der nicht nach Parteirücksichten, sondern haben das Wohl des Ganzen im Abg. Krause( persönlich): Herr v. Wangenheim hat eine Oberpräsident v. Bitter hat Herrn Willich nur mit Worten, Auge.( Lachen rechts. Zustimmung links.) Ihre( nach rechts) Redner dunkle Andeutung gemacht, daß ich größere Politiker, wie ihn, aber nicht mit Thaten gestützt. Fragen Sie doch die Polen, sie haben die politische Stellungnahme des Oberpräsidenten ganz angegriffen haben soll. Ich weiß, worauf er hinaus will, es handelt freuen sich, daß sich unter dem Oberpräsidium Bitter die umgangen. Dabei ist das gerade die Hauptsache. Mit der Mahnung sich um eine angebliche Aeußerung, die ich gegen den Fürsten Bismarc Deutschen in Bosen gegenseitig zerfleischen. Der Minister sollte einmal des Freiherrn v. Bedlig seid einig" fommen wir nicht weiter. gethan haben soll. Dadurch, daß Herr v. Wangenheim auf diese eine Reise nach Posen unternehmen und einen eisernen Besen mit- Glauben Sie denn noch, daß eine Ueberbrückung angebliche Aeußerung Bezug nimmt, hat er seine eignen nehmen. Einen Ausgleich giebt es meiner Meinung nach mit den mit dem Bunde der Landwirte möglich ist.( Minister Worte über seine zuverlässigen Informationen von mir gekennzeichneten Elementen nicht.( Lebhaftes wiederholtes Frhr. v. Hammerstein rust: Ja!) Run, dann hat der Minister Lügen gestraft.( Sehr gut! links.) Ich erkläre hier, daß ich Bravo! links, lebhaftes Zischen rechts.) des Inneru eine bessere Meinung vom Bund der Land- die mir in der Presse zugeschobene Aeußerung über den Fürsten wirte als der Landwirtschafts- Minister.( Heiterkeit! und Bismard nie gethan habe. Abg. v. Heydebrand( f.): Sehr gut! links.) Der Bund der Landwirte ist nicht überall der Die weitere Beratung wird hierauf auf Freitag, 11 Uhr, Ich bedauere die Art, wie der Vorfall hier von den beiden gleiche, das will ich zugeben.( Ruf links: Ueberall gleich 1) Mit vertagt. Vorher steht die erste und zweite Beratung über Borrednern besprochen worden ist. Um solche Vorwürfe gegen die einer Richtung, die einen Endell an der Spize hat, kann die Vorlage betreffend die Erweiterung des Stadtkreises Staatsregierung zu erheben, müßte man doch bessere Beweise in aber ein Vaterlandsfreund im nationalen deutschen Sinne Minst er auf der Tagesordnung. Händen haben.( Sehr richtig! rechts.) An fich ist es aber ganz gut, fein Bündnis abschließen.( Großer Lärm rechts. Zustimmung links.) daß der Fall hier zur Sprache gekommen ist. Herr Ernst hat dem Da giebt es nur einen energischen Kampf. Deshalb muß an der Minister, Herr Krause dem Oberpräsidenten vorgeworfen, daß sie Spitze einer solchen Provinz ein geschickter Oberpräsident stehen. " Abg. Freiher v. Wangenheim( f.): Herr Krause hat bezweifelt, ob meine Informationen über das ehrengerichtliche Urteil im Falle Endell richtig seien. Ich pflege mich immer genau zu informieren und namentlich thue ich das in Ehrenfachen. Daß Herr Krause mich als Politiker angegriffen hat, schmerzt mich nicht. Er hat ja schon größere Politiker wie mich angegriffen. Jch möchte noch bemerken, daß ich in keiner Weise für oder gegen den Oberpräsidenten Bitter Partei genommen habe. Heute ist mir nur klar geworden, wie ein Oberpräsident von Bosen nicht aussehen soll.( Heiterkeit.) Schluß 4 Uhr. Das Verfahren bei der Ueberweisung von Arbeitern regelt sich| Urbanftr. 69 zu einer Leiche gerufen wurden. Dort wohnte mit seinen fünf Kindern im Alter von acht Monaten bis zu neun Jahren Lokales.poglie folgt: Die Besichtigung unsrer Druckerei- Lokalitäten kann nur nach borheriger Anmeldung und nur an Sonntagen vormittags von 9-12 Uhr stattfinden. Die Gesuche einzelner Werkstätten und von Privat= personen fönnen vorläufig überhaupt nicht berücksichtigt werden, da in erster Linie die Wünsche der politischen und gewerkschaftlichen Organisationen erfüllt werden müssen. Gesuche für die Besichtigung der Rotationsmaschinen im Betriebe an Sonnabenden können für die Monate Februar und März infolge der zahlreichen Vormerkungen nicht mehr erfüllt werden. Die Besucher sind gebeten, Sonntagvormittags sich im Warte zimmer der juristischen Sprechstunde, zweiter Hof parterre, einzufinden, von wo aus die gruppenweise Besichtigung ausgeht. Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Es werden den städtischen Betriebsstellen nach Anmeldung der 38 Jahre alte Tischler Hermann Fiedler. Die Mutter der einer Vakanz mehrere Arbeiter zur Auswahl zugesandt und, falls Kinder ist seit etwa sechs Wochen geistesgestört und wird in einer die gesandten Arbeiter nicht konvenieren, was sofort telephonisch Anstalt behandelt. F. arbeitete in der Belle- Alliancestraße, konnte gemeldet wird, weitere Arbeiter gesandt. Die Arbeitsvermittelung aber nicht so viel schaffen, um außer dem Lebensunterhalt noch die erfolgt kostenlos. Voraussetzung dieser Regelung der Arbeits- Krankenkosten für die Frau zu bestreiten. Unter dem Druck dieser vermittelung ist, daß die Verwaltungen die frei werdenden Stellen Verhältnisse erhängte er sich an der Thür seines Zimmers, wo ihn dem Arbeitsnachweis melden und daß den Arbeitern durch An- der Bäckerjunge mit den Kindern als Leiche fand. Den herbeischläge und in sonstiger geeigneter Weise bekannt gegeben wird, geeilten Nachbarn und Polizeibeamten kamen die hungrigen Kleinen daß freie Stellen ausschließlich durch den Centralverein für Ar- entgegen, für deren Speisung sofort durch eine allseitige Sammlung beitsnachweis besetzt werden und alle Meldungen an diesen zu gesorgt wurde. Bald darauf fanden die Kinder im Waisenhause richten sind. Aufnahme. Die sämtlichen Verivaltungen ersuchen wir ergebenst, vom Elendsstatistik. Im Männer- Asyl des Asylvereins für Obdach15. Februar d. 3. ab in der oben bezeichneten Weise vorkommende loſe nächtigten während des Monats Januar 21 595 Personen, im Arbeitervakanzen zu besetzen. Anlangend die an die Arbeiter zu Frauenasyl 5668 Personen. Arbeitsnachweis erbittet der Verein für stellenden Anforderungen und die Bedingungen des Arbeitsvertrages Männer, Wiesenstr. 55/59, für Frauen, Füsilierstr. 5. veriveisen wir auf die von dort mit dem Centralverein direkt ge= troffenen Abmachungen. Soweit solche Vereinbarungen noch nicht Montag, den 2. Februar, nachmittags 2 Uhr, ein Radfahrer in der Zeugen gesucht. Die Personen, welche gesehen haben, wie am vorliegen, ersuchen wir, unverzüglich solche in die Wege zu leiten. An sämtliche Verwaltungen städtischer Betriebe, in welchen Ar- Seydelstraße vor dem Hause Nr. 29 von einem elektrischen Straßenbeiter beschäftigt werden. bahnwagen der Linie Nr. 9 Görlizer Bahnhof- Moabit überfahren Zu Beginn der gestrigen Sißung gab die Mehrheit der Stadt- Die städtischen Arbeiter erkennen die Vorteile dieser Einrichtung wurde, werden gebeten, ihre Adresse umgehend an Johannes Lehmann, verordneten- Versammlung wieder eine Probe des Eifers, mit dem sie schon deshalb gern an, weil sie nun nicht mehr von der Gnade der O. Gubenerstr. 25 III, einzusenden. Socialdemokraten von den städtischen Verwaltungs- Deputationen unteren Aufsichtsorgane abhängen. Diese hatten es bisher bei Ein- Straßensperrung. Der Uebergang der Schwedenstraße zwischen möglichst fernzuhalten sucht. Für die Wahl eines Bürgerstellungen in der Hand, Leute vorzuziehen, die ihnen zu Willen der Koloniestraße und der Schwedenstr. 19 sowie zwischen Ererzierdeputierten der Armendirektion war von freisinniger waren. straße 1 und 27 wird behufs Ausführung von Kanalisationsarbeiten Seite ein Rektor Falk, von socialdemokratischer Seite Genosse Von dem Kampfe gegen den Straßenhandel. Eine seltsame Eine seltsame am 5. bezw. 6. d. Mts. für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Leo Arons vorgeschlagen worden. Auch der Ausschuß für un Petition haben Bahnbeamte in Rummelsburg an die dortige Im Apollo- Theater wird zur Zeit ein prächtiges Schaustück gebesoldete Gemeindebeamte hatte daraufhin einstimmig die Wahl von Ortspolizei abgesandt. Sie verlangen in der Zuſchrift nämlich, daß geben. In der einaftigen Feerie Die Wundergrotte" Arons empfohlen. Das Wahlergebnis lautete: 53 Stimmen für das Ausrufen und Ausklingeln von Waren in den Straßen verboten werden mit ganz besonderen Mitteln außerordentliche Wirkungen Falk, 33 Stimmen für Arons." Das ist bezeichnend!" werde. Sie hätten oft Nachtdienst und die wenigen Stunden Ruhe, erzielt. In fünstlerischer Bracht formen sich eine Reihe wundervoller erscholl es aus den Reihen unsrer Genossen. Die Erledigung der Tagesordnung ging Anfangs ziemlich rasch Lärm der Ausrufer rauben lassen. Jetzt müssen sie dank der Straßen- auf Capri, das schottische Hochgebirge, Schweizerlandschaften, das die ihnen am Tage gegönnt seien, möchten sie sich nicht durch den Landschaftsbilder: Die Zauber der Eisregionen, die blaue Grotte von statten. Erst der Vorentwurf für das Volksbad auf dem Wedding nötigte zu längerem Veriveilen. Ein Teil der Ver- händler und Bolle- Jungen ihren schweren und verantwortungsvollen Reich der Sterne, der Rosen und endlich der Meeresgrund werden auf die Bühne gebracht. Aus gewaltigen Wassermassen bilden sich fammlung, für den die Stadtv. Kyllmann und Wallach Dienst oft antreten, ohne die nötige Ruhe gefunden zu haben. Wenn die Eisenbahn- Beamten Dienstbeschwerden hatten, so ist zum Schluß fünf hohe, in allen Farben schillernde Fontainen. sprachen, fand die Geschichte zu teuer. Besonders Herr Wallach am energischten und unerschrockensten stets die Socialdemokratie für Der bekannte Humorist Robert Steidl bringt einige neue Schlager, eiferte gegen den steigenden uyus, der mit den Volksbädern ent- deren Abstellung eingetreten. Auch heute wollen wir es durchaus so das Couplet„ Auf dem Hängeboden" und" Weiber von Berlin" wickelt werde. Von socialdemokratischer Seite wurden dieſe Beals Thatsache gelten lassen, daß die paar Stunden der Ruhe, die die drollig an den Mann. Vorzüglich sind ferner das Vindobonamängelungen durch Genossen Borgmann nachdrücklich zurückgewiesen. Der Entwurf wurde nach längerer Debatte einem Aus- Eisenbahner nach durchwachter Nacht haben, ihnen zuweilen um- Quartett sowie die komischen Reckturner Cabby und Schirker. Der schuß übergeben. angenehm gestört werden, und wir hätten Verständnis dafür gehabt, Abend wird eingeleitet mit der Linckeschen Operette Frau Luna", An der Verunstaltung der Müggelberge durch eine wenn die Beamten sich daher an die Eisenbahn- Verwaltung gewandt die trotz etlicher Streichungen immer noch wirksam bleibt. Bismarc Warte" will der Berliner Magistrat sich mit einem hätten, um im Interesse der Dienstsicherheit um Verlängerung der Ein Löwe- Abend wird Sonntagnachmittag von 5-7 Uhr in der Beitrage von 3000 M. beteiligen, aber die Stadtverordneten- VerRuhezeit eingekommen. sammlung hat ihm einen dicken Strich durch seine Rechnung gemacht, Aber die Straßenhändler büßen zu lassen, was die Sparsam- Aula des Luisen- Gymnasiums, Turmstraße 87, unter Leitung von indem sie diese Zumutung ohne jede Debatte ablehnte. Bei einer feitsmethode der Eisenbahn- Verwaltung gefündigt hat, das erinnert Frau Schulz- Bauer abgehalten. Der Eintrittspreis ist 50 Pf. Minderheit rief das eine große Ueberraschung und heftigen Wider- tratie am liebsten auch für die Kartoffelfäule verantwortlich machen nach der Alexandrinenſtr. 18 gerufen, wo gegen Mitternacht in einer Feuerbericht. In der Nacht zum Donnerstag wurde die Wehr an die Praktiken gewisser Staatsretter, die die Socialdemospruch hervor. Stadtverordneter Esmann verlangte sogar, daß noch einmal abgestimmt werde, da des Vorstehers Aufforderung zur Wohnung Betten, Möbel und Kleidungsstücke in Flammen standen. Abstimmung nicht überall verstanden worden sei. In der sich hieran schrieben haben, sind, wie wir uns nicht anders denken können, das ſtraße 32 mußte vorher in einem Keller ein Brand abgelöscht Die Eisenbahnbeamten, welche die wunderliche Petition unter- Die Gefahr konnte indes bald beseitigt werden. In der SkalizerInüpfenden Geschäftsordnungsdebatte bedauerte Genosse Singer mit gelungenem Spott, daß es den Bismarc- Schwärmern nun ver- Opfer etlicher Hauswirte und Mittelstandsretter geworden, denen werden, der in der Hauptsache altes Gerümpel und Verpackungswehrt sei, ihren verehrungsvollen Gefühlen Luft zu machen, aber es purer Eigennutz die Feindschaft gegen den Straßenhandel eintrichtert. material einäscherte. Wäscheſtücke und Gardinen hatten in der Ryfe müsse bei dem rechtmäßig gefaßten Beschluß sein Bewenden haben. Sollten die in ihrer Tagesruhe gestörten Petenten konsequent fein, straße 20 in einer Wohnung Feuer gefangen. Nach der BärwaldEs blieb denn auch dabei, obwohl schließlich noch Herr Prebel, der so müßten sie die Ortspolizei gegen das Schreien der Säuglinge straße 63 wurde die Wehr gerufen, weil hier auf einem Lagerplat Bürgerparteiler, das ganze Gewicht seiner Person dafür einseßte, daß vie gegen das Stampfen der Waschinen nicht minder mobil machen Bretter, Brennholz 2c. in Brand geraten waren, dessen Ablöschung aber nur kurze Zeit in Anspruch nahm. In der von der Heydtentweder noch einmal abgestimmt werde, oder der Magistrat die Vor- wie gegen die Milchjungenklingel. straße 2 hatte die dritte Compagnie ein Feuer zu beseitigen, das Tage wiederhole. Man lachte ihn aus und ging zur Tagesordnung den Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. Alarmierungen, über, deren Rest dann rasch abgethan wurde. die außerdem in den letzten 24 Stunden nach der Königgrägerstr. 69, dem Plan- Ufer 88 und noch nach verschiedenen andern Drten erfolgten, waren auf ganz unbedeutende Anlässe zurückzuführen. = möchten. Die rote Schleife. Am Dienstag gaben Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes ihrem verstorbenen Kollegen S. das letzte Geleit nach dem Auferstehungs- Kirchhofe in Weißensee. Wie üblich, beWer ein Waisenkind in Pflege zu nehmen wünscht, absichtigten sie einen Strang mit roter Schleife an dem Grabe niederder kann, wenn er feine Meldung bei der Waisenverwaltung anbringt, zulegen. Der Friedhofs- Inspektor verlangte jedoch die Abnahme unter Umständen eine große Ueberraschung haben. Die Waisen- der Schleife, und als die Kollegen hiergegen Einspruch erhoben, ververwaltung zieht über diejenigen Personen, die ein Kind zu fich natürlich nicht. Um des lieben Friedens willen aber nahmen sie die wies er ihnen sogar den Kirchhof. Diesem Ansinnen fügten sie sich nehmen wollen, vorher Erkundigungen ein. Das ist notwendig und Schleife ab und trugen dieselbe hinter dem Strange, so daß sie von fann daher nur gebilligt werden. Die Grundsätze aber, nach denen diefem verdeckt war. Nach der Grabrede des Pfarrers fam der Friedschließlich die Auswahl der Pfleger getroffen wird, sind Hofs- Inspektor abermals auf den Strangträger zu und verlangte die derartig, daß schon mancher dadurch recht enttäuscht worden ist. endgültige Entfernung der Schleife. Dieser entgegnete ihm hierauf, So manches Ehepaar, das durchaus geeignet zur Pflege und Er- er möge doch nicht die Andacht stören. Nunmehr ging der eifrige ziehung eines Waisenkindes zu sein glaubt und sich der selbst- Herr an den Pastor heran und fragte diefen, ob er denn die Niedergestellten Aufgabe mit aller Liebe und Hingebung zu widmen gedenkt, legung der verpönten roten Schleife wirklich gestatten wolle. Zum muß aus dem ablehnenden Bescheid der Baisenverwaltung ersehen, Pfarrers bejahend. Den Kranz in der einen, die Schleife in der Erstaunen des Inspektors lautete die Antwort des toleranten daß es im Gegenteil durchaus ungeeignet und unwürdig ist, eines andern Hand konnte alsdann der Verbandsdelegierte die Widmungsdieser Kinder angewiesen zu erhalten. worte sprechen und so der herkömmlichen Kollegenpflicht genügen. Bielleicht kommt jetzt auch dem Friedhofs- Inspektor die Einsicht, daß weder die Grabstätte des Verstorbenen noch der Kirchhof durch rote Trauerembleme entweiht werden kann. Je Aus den Nachbarorten. " eigentlich in den Simpliciffimus", so wird er doch auch an dieser Aus dem Potsdamer Intelligenzblatt". Gehört der Fall auch Stelle mit der ihm zukommenden Heiterkeit aufgenommen werden. Im„ Potsdamer Intelligenzblatt" vom 4. Februar steht folgende Berichtigung: Potsdam, d. 4. II. 08. Alte Luisenstr. 47b. Sehr geehrter Herr! Vermischtes. " In dem gestrigen( Dienstag-) Bericht über die Kaisergeburtstagsfeier des Evangelischen Männer- und Jünglingsvereins der Friedensgemeinde wird gesagt, die Festrede habe Lehrer" Dr. Lauschke gehalten. Diese Angabe ist unrichtig. Ich ersuche Die ungeeignetheit und Unwürdigkeit pflegt in Sie daher, in Ihrer nächsten Nummer eine dahingehende Besolchen Fällen lediglich darin zu bestehen, daß das Ehepaar in einer richtigung aufzunehmen, daß die betreffende Rede von Herrn Mischehe lebt, oder daß der Mann sich zur Socialdemokratie bekennt, Dr. Lauschte, Oberlehrer a. d. hiesigen Realschule gehalten am Ende sogar auch die Frau usw. Ueber eine Ablehnung aus Für den Standesamts- Bezirk X( Rosenthaler Vorstadt"), der worden ist. Der Titel Lehrer kommt mir nicht zu. Gründen dieser Art, die kürzlich wieder vorgekommen ist, geht uns bereits seit Mitte der achtziger Jahre in zwei Teile XA und XB Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener eine Beschwerde zu. Ein in einem Vorort Berlins wohnendes Ehepaar,( Rosenthaler Vorstadt südlich" und" Rosenthaler Vorstadt nördlich") Oberlehrer Dr. Lauschke, Lieutenant d. R. das das eigne Kind durch den Tod verloren hatte, bat die Berliner zerlegt ist, wird jegt eine weitere Teilung beabsichtigt. Von Dieser Lieutenant d. N., und Oberlehrer wäre der preußischen Waifenverwaltung um ein Pflegekind. Die Bitte wurde abgeschlagen. dem Bezirk XB soll im Jahre 1904 ein besonderer Bezirk XC ab- Regierung als Germanisator für Posen dringend ans Herz zu Der Waisenvater hatte die Auskunft gegeben, der Mann sei gezeigt werden. Die Bevölkerung von XB hat sich in den letzten legen. Denn bei seinem für den Jugendunterricht etwas zu feinem Socialdemokrat und sei aus der Landeskirche aus- Rosenthaler Borstadt stark vermehrt. Obwohl am 1. Januar 1898 Lehrer wirklich nicht zukommt. Jahren infolge fortschreitender Bebauung des nördlichen Teiles der Distinktionsvermögen hat er Recht darin, daß ihm das Prädikat geschieden, die Pflegestelle könne daher nicht empfohlen werden. von dem Standesamts- Bezirk X B sechs Stadtbezirke abgetrennt und 275 Meldunger: um eine Stelle. Die Ueberfüllung, wie sie jetzt Gestützt hatte er sich dabei auf eine Auskunft der Polizei. Gegen zu XA geschlagen worden waren, wurden bei der Volkszählung vom in den technischen Berufen herrscht, zeigt ein Ausschreiben des Charüber dem Umstande, daß der Antragsteller socialdemokratisch und 1. Dezember 1900 in dem verkleinerten Bezirk XB doch schon wieder lottenburger Magistrats. Durch die lebersiedelung des BetriebsKonfessionslos war, war es für den Waisenvater nicht ins Gewicht rund 138 000 Einwohner vorgefunden. direktors Meyer nach Dortmund ist die Stelle eines solchen bei den gefallen, daß nach der gleichzeitigen Angabe der Polizei„ Nach- Berlin und die ärztliche Wissenschaft. Unter dieser Spigmarke Städtischen Gasanstalten in Charlottenburg frei geworden. Gleichteiliges über die Führung der Eheleute nicht bekannt" geworden ist. berichteten wir kürzlich an der Hand eines der„ Medizinischen Reform" zeitig wurde die Stelle eines Verwaltungsleiters für den VerDas Chepaar ist entrüstet über die Zurückweisung, aber es entnommenen Artikels über Vorgänge anläßlich der Anstellung eines waltungsdirektor Müller ausgeschrieben, der in den Ruhestand tritt, wird sich damit abfinden müssen. Nach den Grundsätzen, die für Assistenzarztes für das mit dem städtischen Obdach verbundene und als dritte die Stelle eines Betrieb- Assistenten, für den ebenfalls die öffentliche Waisenpflege nun einmal noch gültig sind, konnte der Krankenhaus in der Fröbelstraße. Hierzu wird uns berichtigend mit- technische Vorbildung gefordert wird. Auf die Ausschreibung find Bescheid gar nicht anders ausfallen, und der Waisenvater hat völlig geteilt, daß sich diese Vorgänge auf das städtische Siechenhaus nun für die Stelle des Betriebsdirektors nicht weniger als 55 Bewerbungen eingegangen. Für die Stellung des Verwaltungsleiters forrett gehandelt. Die über die Auswahl der Pflege- Eltern erlassene beziehen. haben sich sogar 75 Bewerber gemeldet, während für die mit etwa Instruktion für die Waisenväter ließ etwas andres nicht zu. So Beim Neubau der Grünftraßen- Brücke soll darauf Rücksicht ge- 2400 M. dotierte Stelle eines Betriebs- Assistenten nicht weniger als lange noch nach den Landesgesetzen eine, religiöse Erziehung" nommen werden, daß der durch die Grünstraße und die Neue Grün- 275 Meldungen eingingen. als unentbehrlich für die Waisenkinder erachtet und unter den Pflichten werden muß. Namentlich die Neue Grünstraße hat eine nur geringe straße gebildete Straßenzug später vielleicht einmal verbreitert der Pflege- Eltern ausdrücklich aufgeführt wird, darf folgerichtig ein Breite. Kurz vor der Brücke beträgt die Entfernung zwischen den aus der Kirchlichen Gemeinschaft ausgeschiedener Mann nicht Pfleger beiden Baufluchtlinien der Straße knapp 12 Meter. Trotzdem ist sein. Und wir denken: er wird es auch gar nicht sein wollen, für die neue Brücke eine Breite von 19 Meter geplant, wovon Das Ueber- Mikroskop. In dem neuesten Heft der„ Annalen erfährt, er zur Pflicht 11 Meter auf den Fahrdamm und je 4 Meter auf die beiden Bürger- regen berechtigt ist, obgleich sie in ihrer Ausführung und Begründung der Physik" findet sich eine Arbeit, die ein gewisses Aufsehen zu erihm zugemutet und gemacht werden soll. Zwar fann ein nach seiner kirchlichen Ge- steige kommen sollen. sich lediglich an den Physiker und Mathematiker wendet. Helmholz sinnungstüchtigkeit einwandsfreier Mann nebenbei ein Hallunke Zum Brande in der Michaelkirchstraße. Die Zahl der bei dem hatte es seiner Zeit unternommen, die Grenze der Leistungsfähigkeit sein doch die religiöse Erziehung" geht eben über alles. verheerenden Feuer mehr oder weniger verlegten Personen ist nun eines Mikroskops zu untersuchen, und das Ergebnis war derart, daß Db auch die Zugehörigkeit zur Socialdemokratie offiziell mehr auf 28 festgestellt. Unter diesen befindet sich auch der Eigen- es der Wissenschaft die Hoffnung nahm, jemals das Mikrossp über unter die Gründe eingereiht ist, die eine Ablehnung„ rechtfertigen", tümer der zweiten Celluloidfabrik, Herr Schwarz, welcher erhebliche einen bestimmten Grad der Bergrößerung( etwa ein Zehntausendstel das ist uns nicht bekannt. Eine schriftliche Bestimmung darüber Brandwunden im Gesicht erlitten hat. Die Mehrzahl der Verletzten Millimeter) hinaus weiter zu vervollkommnen. Wenn man bis dahin sind Arbeiterinnen der Celluloidfabrik von Priester u. Co., sowie an erivartet hatte, vielleicht auch einmal die theoretischen Moleküle eines existiert unfres Wissens nicht. Aber den Bestimmungen des un Rauchvergiftung erkrankte Feuerwehrleute. Die Wiederherstellung Stoffes unmittelbar mit dem Auge zu beobachten ,, so schien diese geschriebenen Teiles der Justruktion für die Waisenverwaltung der Verletzten dürfte eine Zeit bis zu 4 Wochen in Anspruch nehmen. Aussicht nach den Rechnungen von Helmholtz geschwunden zu sein. und ihre Waisenväter dürfte auch das entsprechen. Der Seitenflügel des Wohnhauses ist, obwohl er räumlich von Selbstverständlich war die Richtigkeit der Helmholtzschen Ausden Fabrikgebäuden etwa 5 Meter entfernt liegt, derartig von dem führungen über jeden Zweifel erhaben; aber jekt haben die Phyfifer Einen Arbeitsnachweis für städtische Arbeiter hat der Magistrat Brande in Mitleidenschaft gezogen worden, da dasselbe von den Siedenkopf und Zsigmondy einen Umweg gefunden, der die FähigSurch folgende Verfügung eingerichtet: Mietern geräumt werden mußte. Dieselben haben provisorisch im feit des menschlichen Auges, in die Welt des Kleinsten einzudringen, Wir haben beschlossen, für die Besetzung von offenen Arbeits- Vorderhause Unterkunft gefunden. Die Höhe des Brandschadens noch wesentlich erhöhen dürfte. Sie gehen dabei von einer Anstellen in den städtischen Betrieben versuchsweise eine Vermittelungs- ist bisher noch nicht festgestellt. Der Schaden ist für die in dem wendung der sogenannten Goldrubingläser aus, in denen metallisches und Ausgleichsstelle einzurichten. Zu diesem Zwecke ist mit dem Fabrikgebäude beschäftigt gewesenen Arbeiter und Arbeiterinnen Gold in außerordentlich feinen Teilchen die schöne rote Färbung abVorstand des Centralvereins für Arbeitsnachweis folgendes Ver- umso empfindlicher, als die meisten von ihnen auch ihre Straßen- giebt. Die Auflösung des Goldes in diesen Gläsern ist eine so weitfahren vereinbart: Die aus städtischen Werken entlassenen Arbeiter garderobe verloren haben. gehende, daß die einzelnen Teilchen wahrscheinlich nicht mehr ermelden sich unverzüglich unter Vorzeigung eines Entlassungsscheines Es darf wohl als selbstverständlich gelten, daß die Unternehmer heblich größer sind, als die Moleküle, deren Größe man theoretisch im Bureau des Centralvereins; auf Grund dieses Scheines werden den armen Arbeiterinnen in anständiger Form den Schaden erschen, zu berechnen vermag. Es ist nun jenen beiden Forschern in Jena sie unentgeltlich in eine besondere Abteilung für städtische Arbeiter den sie bei dem Brande erlitten haben. gelungen, durch eine besondere Umgestaltung des Mikroskops, die sich in der beim Centralverein üblichen Form eingeschrieben und erhalten eine besondere Raumabteilung im Wartesaal zugewiesen. Eine große Verkehrsstörung entstand gestern nachmittag in der namentlich auf die Beleuchtung des zu untersuchenden Objekts be vakanten Stellen in städtischen Werken werden unverzüglich durch dem Hause Stralauerstraße 10 umfiel und auf die Straßenbahn zu machen. Sie halten es zwar auch jetzt noch für unmöglich, mittels Stralauerstraße dadurch, daß ein schwer beladener Möbelwagen vor zieht, jene feinsten Goldteilchen in den Rubingläsern noch sichtbar Telephon dem Centralverein gemeldet und zunächst den städtischen Arbeitern angeboten und erst in weiterer Folge Es dauerte eine ganz geraume Zeit, bis das des neuen Verfahrens die Moleküle selbst zu sehen, jedoch dürfte es falls nimand auf schienen zu liegen kam. für eine einzelne Gruppe von Molekülen bereits möglich sein, was die Stelle reflektiert oder keine für die betreffende Stelle geeignete Hindernis beseitigt werden konnte. für die Forschung auch schon von großem Wert sein kann. Die Grenze Arbeiter vorhanden find den übrigen im Centralverein einge- Unter der göttlichen Weltordnung. Ein ergreifendes Bild bot dieses neuen Verfahrens ultramikroskopischer Untersuchung dürfte erst schriebenen Arbeitern. sich am Mittwochmorgen den Polizeibeamten, die nach dem Hause bei 4-7 Millionstel Millimeter liegen. tvenn was Die Achtung! Parteigenoffen. Achtung! Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin u. Umgegend Dienstag, den 10. Februar, abends 8 Uhr: 6 Partei- Versammlungen 1. Wahlkreis: Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. II. Wahlkreis: Hofjäger- Palast, Hasenheide 52153. III. Wahlkreis: Buggenhagen, Morikplak. IV. Wahlkreis: Sanfouci, Kottbuserstr. 4a. V. Wahlkreis:( Generalversammlung d. Wahlvereins), Schweizergarten, Am Königsthor. VI. Wahlkreis:( Generalversammlung d. Wahlvereins), Eiskeller, Chauffeeftr. 88. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. Referenten sind die Genossen: Dr. Lev Arons, Richard Fischer, Wolfgang Heine, Paul Singer, Emil Rosenow, Georg Ledebour. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauenslente. 209/3 ( Eingeschriebene Hilfskasse No. 118.) Bureau: Hirtenstrasse 20. Geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags. Sonntag, den 8. Februar, vormittags Punkt 10 Uhr, im Saale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Ausschusses. 2. Kaffen- und Revisionsbericht. 3. Feste sehung der Entschädigung des 1. Kassierers. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes( 2. Vorsitzender, 1. Kassierer, 2 Beisitzer und 4 Ersaßmänner.) 5. Wahl des Ausschusses und 4 Ersatzmänner. 6. Innere Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. 13/8 Möbel- Fabrik " Stern" ( E. G. m. b. H.) 22. onntag, benz. Februar 1903, vormittags 9 Uhr: Tischlerverein zu Berlin. Sonnabend, den 7. Februar, abends 7, Uhr, Melchiorftr. 15: Versammlung. Zages- Ordnung: Generalversammlung. eines Unterfügungsgesuchs und sonstige Vereinsangelegenheiten. Aufnahme Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom Geschäftsjahr 1902. 2. Wahl des Vorstandes und Aufsichtsrats. 3. Verschiedenes. Die Bilanz liegt zur Einsichtnahme für die Genossen im Geschäftslofal Markusstr. 18 aus. 20036 Der Vorstand. Felzer. Kornetzky. Große Betten 12 M. ( Oberbett, Unterbett, swet Riffen) mit gereinigten neuen Gebern bet Guftos Luftig, Berlin S., Bringen ftraße 46. Preisliste toftenfrei. Viele Anerkennungsfchreiben, Verband der Bau-, Erd- und gewerbVortrag des Schriftstellers Herrn Schütte. Diskussion. Erledigung neuer Mitglieder. NB. Zu der ,, Urania- Vorstellung am Sonntag, den 15. Februar sind noch Billets a 40, 60 und 70 Pf.( Garderobe frei) zu haben. Der Vorstand. [ 198/4] Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Am Sonnabend, den 7. Februar, abends 8 Uhr, bei Herrn Fischer, Waldstraße 8: Konferenz der Vertrauenslente von Moabit. Zahlreichen Besuch erwartet 111/11 Die Ortsverwaltung. onsumgenossenschaft Berlin lichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Verband der Bau- Anschläger Deutschlands. und Umgegend Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. II. 39, Willdenow- Strasse 30.- Fernsprecher: Amt II, Nr. 2543. 2 I. Sonntag, 8. Februar, vormittags 10% Uhr, in Graumanns Festfälen, Naunynstr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Montag, den 9. Februar 1903, abends 8 Uhr, in Dräsels Festfälen, Delegierten zu demselben. 3. Verschiedenes. Neue Friedrichstr. 35: Husserordentliche 1. Der bevorstehende Verbandstag und seine Bedeutung. 2. Wahl der 32/6 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Generalversammlung. Verein der Bauanschläger Zages 1. Bericht des Vorstands und Aufsichtsrats. 2. Anstellung von zivei Berlins und Umgegend. General- Versammlung. Tages- Ordnung: Vereinsangelegenheit. Mitgliedsbuch legitimiert. Aufnahme neuer Mitglieder. Beiträge werden nur von 9-10%, Uhr angenommen. 33/2 Der Vorstand...: H. Leuenberg. Sonntag, den 8. Februar, vormittags 10 Uhr: Versammlung der Ortsverwaltung Berlin in Wendt's Klubhaus, Königsgraben 14a, und der Ortsverwaltung Rixdorf Rosenstrasse 24 bei Preil. Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Aufnahmen neuer Mitglieder finden statt( außer in den Versammlungen) in den Zahlstellen: Charlottenburg: Bismarckstraße 50 bei Hagen Rixdorf: Rosenstraße 24 bei Preil( Fernspr. 312); Schöneberg: Tempelhoferstraße 17 bei Rochlik. Die Vorstände. 35/2 Verband der Sattler. Geschäftsführern und Wahl von drei Vorstandsmitgliedern. 3. Anschluß an Am Sonntag, den 8. Februar, im Gewerkschaftshause, Saal I: Fernspr. Nr. 470); Berlin: Hussitenstr. 75 bei Wartmann( Amt 3. 2058); den Unterverband der Konsumvereine der Provinz Brandenburg. 4. Genehmigung der Sparkassenordnung. 5. Stellungnahme zur Umsatzsteuer. 6. Anträge nach§ 13 des Statuts: a) Antrag Dochow, Küter und Ziesche: Sm§ 37 des Statuts legte Zeile„ Die Lagerhalter haben eine Raution zu stellen" zu streichen. b) Antrag Zimmermann und Genossen: In der Gegend der Winsstraße fobald als möglich eine Verkaufsstelle zu eröffnen. Mitgliedsbuch legitimiert; Mitglieder, welche noch nicht in dem Befit eines Mitgliedsbuches find, legitimieren sich durch die Postkarte vom Amtsgericht. 105/11 Der Vorstand. Grashold. Tutzauer. H. Rietz. Die Sparordnung liegt in allen Verkauftsstellen aus. Für den Aufsichtsrat: C. Mücke. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitag, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Achtung! Jaloufte- Arbeiter. Achtung! Sonntag, den 8. Februar, vormittags 10 Uhr, bei Ladewig, Kommandantenstr. 65: Kombinierte Sikung sämtlicher Vertrauensleute und Kommissionsmitglieder. Der Obmann. Sonntag, den 8. Februar 1903, abends 52 Uhr, bei Schmit, Brunnenstr. 150: Branchen- Versammlung der Drechsler mit Frauen. Tages- Ordnung: 1. Bortrag der Genossin Frau Kiesel über: Friedrich Schiller". 2. DisZuffion. 3. Berbands- und Branchen- Angelegenheiten. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen und besonders der Frauen ist notwendig. Die Kommiffion. Central- Krankenkasse der Maurer etc. ,, Grundstein zur Einigkeit". Sonntag, den 8. Februar, vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Ortsverwaltung Berlín. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Zimmer 30. Fernspr.: Amt VII Nr. 1959. 156/5 Branchen- Versammlungen. Generalversammlung. Geschirr- Brauche, Montag, den 9. Februar, abends 8¼, Uýr, Zages Drdnung: 1. Kaffen- und Revisionsbericht vom 4. Quartal 1902. 2. Wahl des 1. Bevollmächtigten, 2. Kassierers,.1. Schriftführers und 1. Revisors. 3. Staffenangelegenheiten. 149/1 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Maler. Englischer Hof, Rokitr. 3. Treibriemen- Branche, Dienstag, 10. Februar, abends 8½ Uhr, Achtung! Taschen, Koffer-, Galanterie- Achtung! Englischer Garten, Meganderft. 27c. und Gürtel- Branche. Mittwoch, den 11. Februar, abends 81, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7 und 10: Bericht über den Stand unsrer Lohnbewegung. Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, al Die Neuwahlen der Delegierten vom 10. November 1902 find durch Militär- Branche, Gonnabend, den 7. Februar, abends 8 Uhr, wahlen von 168 Delegierten( Arbeitnehmer) am 10. Februar in den Linoleumleger u. Teppichnäher, Montag, 9. Februar, abds. 8%, Uhr, Verfügung der Aufsichtsbehörde für ungültig erklärt und finden die NeuArminhallen, Kommandantenstr. 20, statt. Der Wahlakt ist von 8 bis 92 hr abends. bei bei Ladewig, Kommandantenstr. 65. Wagen- Brauche, ittwoch, den 11. Februar, abends 8% Uhr, Augustin, Lindenstr. 69. Mittwoch, den 11. Februar, abbs. 8 Uhr, Ladewig, Kommandantenstr. 65. Der Eintritt in das Wahllokal ist nur gegen Borzeigung des Eisenmöbel- Branche, Kassenbuches, oder einer Bescheinigung des Arbeitgebers, gestattet. Die Neuwahl von 84 Delegierten( Arbeitgeber) findet am 10. Februar 1903, nachmittags 5-5%, Uhr, im Kaffenlokal, Spandauerstr. 2a, statt. 19846 Der Vorstand. Sektion Charlottenburg, Dienstag, den 10. Feb., abends 8%, Uhr, Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht bei E.Dörre, Charlottenburg, Wallstr. 90. Die Ortsverwaltung. 1903: Central- Verband der Zimmerer Deutschlands Grosser tiener Maskenball Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 8. Februar, vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen, Anfang 8, Uhr. Entree 50 Bf. Ende?? Kommandantenstr. 20: Rosenthaler und Schönhauser General- Versammlung Vorstadt. Sonnabend, den 7. Februar, adt im neuerbauten Saale der Brauerei Königstadt ( am Schönhauser Thor): Gr. Wiener Masken- Ball. Anfang: 9 Uhr. Demaskierung: 12 Uhr. Während der Kaffeepause Recitationen( Borträge) des Frl. Hedeler von hoch und plattdeutschen Dichtern. Alle Kollegen, Freunde und Gönner sind hiermit bestens eingeladen. Billets a 50 Pf. find auf den Zahlstellen des Bezirks und beim Komitee zu haben. 3. A.: Schefuss, Putbuserstr. 46. Achtung! Einsetzer. Achtung! Sonntag, den 8. Februar, vorm. 10 Uhr, finden in sämtlichen Bezirken die Bezirks- Sigungen staff. Bahlreiche Beteiligung erwartet Die Kommiffion. Montag, abends 7%, Uhr: Kommissions- Sitzung. 78/7 Freie Vereinigung d. Ban- Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 8. Februar, vormittags 10%, Uhr, im Königstädtischen Kafino, Holzmarktstr. 72( unterer Saal): Ausserordentliche General- Versammlung. Zages- Ordnung: ( umfassend die Bezirke 1-12 und 20). Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehende 15. Generalversammlung, eventuell Stellung von Anträgen. 2. Wahl von Delegierten zu derselben. Zur besonderen Beachtung! Nach der Wahleinteilung unsres Statuts bildet Berlin einen Wahlbezirk für sich und haben daher zu dieser Versammlung, welche nach dem alten System einberufen, nur Mitglieder obiger Bezirke Zutritt. Wir ersuchen dieselben in ihrem eigensten Interesse recht zahlreich und pünktlich zu er scheinen. 254/5 Mitgliedsbuch ist mitzubringen Der Vorstand. J. A.: Wilhelm Witt. Jeden Freitag von mittags an: bei doppelt besetztem Orchester in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Während der Kaffeepause humoristische Borfräge. Billets find in den Versammlungen, im Bureau sowie bei den bekannten Kollegen zu haben. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Das Bergnügungskomitee. J. A.: W. Tuschke, Grünauerstr. 10, IV. In ca. 8 Zagen erscheint im Berlage von G. Birk& Co., München, Wittelsbacherplay 2: Der Fall Krupp. Sein Verlauf und feine folgen. Eine Thatsachensammlung von*** Preis 50 Pf. Bestellungen auf diese sensationelle, auf Thatsachen beruhende Darstellung werden schon jest entgegengenommen. 4292* PrinzenStr. 41. rische Blut- u. Leberwurst Dr. Simmel, Pr Frise in bekannter tadelloser Qualität Specialarzt für[ 59/ 6* Haut- und Harnleiden. Richard Augustin, Frühstücks-, Mittagstisch. Sitzungszimmer. Lindenstr. 69, Hof part. ,, Vorwärts"-Haus. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. Telephon Berlin Amt III No. 1813. Verband deutscher Gastwirts- Gehilfen. „ Zum Sportshaus" Telephon Königs- Wusterhausen No. 75. Ziegenhals bei Zeuthen. Vorort Station der Görlitzer und der Stadtbahn. Grosser schattiger Garten. Empfehle mein idyllisch am Crossinsee bei Dampfersteg. Große und kleine Rauchfangwerder, 30 Minuten vom Bahnhof ge- Eigne Waldung, Säle, Hallen Dampfer stehen den geehrten legenes Lokal den geehrten Bereinen, Gewerk- und Veranden, 1500 Personen 1. Bercinsangelegenheiten. 2. Wahl des Kassierers und der Revisoren. Vereinen, Gewerkschaften und schaften, Fabriken, sowie Freunden und Be- faffend. Sommerwohnungen mit ohne Balkon. Kegel3. Wahl eines Ausschusses zur Kontrolle des Geschäftsleiters. 4. Beschluß- Fabriken in der Woche sowie fannten zu Ausflügen. Herrliche Fußtour von und bahnen, Gondelfahrten, Volksfaffung über unter diesjähriges Stiftungsfest. 5. Bericht über die Berhand- auch Sonntags billig zu Ver- Schmödtvig über Rauchfangwerder. fügung. Großes elektrisches Borzügliche Speisen und Getränke. Große belustigungen aller Art. Drchestrion. Kaffeeküche. Prima Weißbier. Grössere Gesellschaften bitte um vorherige Anmeldung. M. Mörschel. lungen mit dem Verband der Baugeschäfte und unfre Stellungnahme dazu. Kollegen! Da in dieser Bersammlung Beschlüsse gefaßt werden follen, die für uns alle bon weittragender Bedeutung sind, ist es Pflicht eines jeden Stollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. 31/1 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 5572* Carl Schneider, 171, Oranienstrasse 171, empfiehlt sein Weiß- u. Bayrisch: Bierlokal, Billard und Vereins zimmer mit Piano( bis 50 Personen 4672* faffend). Masken- und TheaterGarderobe. Grosse Auswahl historischer Kostüme. Vereinen Preisermässigung. * E. Elzel- Beck, Neanderstr. 34 Amt VIIa 7700. Charlottenburg. M. Schmerberg[ 1882* Wilmersdorfer Straße 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Dhrlöcher werden schmerzlos gestochen. Berantwortl. Redakteur: Carl Reid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.