Nr. 34. da je blue bol as it met wo Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando. Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pig. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. jane thin modes 20. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblaff. rint and i ut Die Infertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Worf 5 Pfg. ( mir das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. thin Dou dod sija sito ai Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. 90 Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mit verteilten Rollen. 3 Dem gewissenhaften Berichterstatter, der am Montag der großen Dem gewissenhaften Berichterstatter, der am Montag der großen Agrarierparade im Cirkus Busch beigewohnt und das Für und wider eines abschließenden Urteils sorgfältig gegeneinander abgewogen hat, wird es schwer, in einem Wort zu sagen, was eigentlich das Ergebnis dieser Verhandlungen gewesen ist. = Dienstag, den 10. Februar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Dir. 1984. Es wird aber auch weiterhin mit verteilten Rollen gespielt seines Sekretärs aus den Protokollen unfrer Parteitage versehen war. werden. Die um Kröcher regieren und die um Wangenheim Herr Heyl will es nicht gelten lassen, daß der von agitieren. Die einen wollen die Bestie Volt an den Zaum legen, ihm und Herrn Trimborn gestellte Antrag auf Herabsetzung davon einzufangen. Die einen schreien, die andern nehmen, was Wahlpolitik wäre. die andern suchen durch demagogische Künste möglichst viel Eremplare der Arbeitszeit für Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter sie kriegen oder wie sich Herr v. Kröcher geschmackvoll aus- liberale mit ihm dabei übereinstimmten. Er versicherte, daß mir wenige Nationalbrückt sie„ fressen herunter", was die Regierung gefocht hat. Aber das beweist ja nur, daß es sich um eine ganz ungefährliche Demonstration handelt, die kein Unternehmer ernst nimmt. So geht es feit zehn Jahren und so wird es im elften Jahre Soll das Vergangene vergessen sein, reichen sich uun Gegner Ranjern", der seiner Zeit„ allen Ernstes vorschlug, unter die Social- durch seine Brutalisierung der unabhängigen Konsumvereine in der Bundesthätigkeit weitergehen. Der„ liebe, kleine Rupprecht- Die Freisinnige Zeitungs"-Rede hielt Herr Dr. Crüger, der und Freunde des Antrags ardorff die Hand zum Bunde? Die demokraten zu gehen", wurde, von kräftigen Armen emporgehoben, Streuznach den Befähigungsnachweis für die Vertretung der focialFriedensrede des Herrn v. Oldenburg Januschau hat stürmischen dem versammelten Volte gezeigt, ihm gegenüber stand die große politischen Anschauungen seiner Partei erbracht zu haben scheint. Beifall gefunden. Oder bleibt es dabei, daß die Freunde des Antrags Kardoff die Landwirtschaft miniert haben, und daß zwischen gipserne Staiferbüste, die gleichzeitig Zeuge unendlicher Loyalitäts- Es gehört ganz zum Bilde dieses Mannes, daß er sich in dürren ihnen und den„ wahren Freunden“ der Landwirtschaft keine Gemein- bezeugungen wurde. Aus dem unnatürlichen Bunde zwischen kon- Worten gegen die Verleihung weiterer Rechte an die schaft bestehen fönne? servativer Gesinnung und den demokratischen Notwendigkeiten der Gewerkschaften wandte, die auf dem Boden des delassenDas ungefähr hatte der Reventlow verkündet, und er erntete genau dieselbe jubelnde Zeit ward dieſes Zwitterkind geboren: die agrarische und mittel- gegensages stehen. Und ganz so wie Herr Dertel gegen die Zustimmung wie Herr v. Oldenburg. standspolitische Demagogie. Allen Junkerstolz und alle Junker- Bädereiverordnung loszieht, schreit Herr Dr. Crüger gegen Ob Krieg oder Frieden verachtung, die Herr v. Ströcher dieser geschobenen und leicht zu die Kellnerverordnung. Die 24 stündige Nuhezeit, die die Verordnung verkündet ward, ob den Freunden der„ mittleren Linie" ihr guter schiebenden Masse entgegenbringt, Lernt man unter solchen Umständen alle vierzehn Tage den Kellnern gewährt, ist ihm ein Dorn Glaube oder ihre Wankelmütigkeit bezeugt wurde, immer gab es leicht begreifen. Mögen doch die Propheten recht behalten, die im im Auge: er läßt da nicht mit sich spaßen, noch vor jubelnde Zustimmung. Und nicht etwa, daß sich die Versammlung Cirkus Busch verkündet haben, zwischen dem Bunde und der Social- dem Sommer soll sie beseitigt werden, damit die Gastwirte in den in zwei feindliche Heerhaufen geteilt hätte, es waren immer dieselben, demokratie werde der große Kampf der Zukunft ausgefochten werden. Bade- Orten nicht in den Beutel zu greifen haben. meist ebenso wohlgepflegten wie wohlgenährten Hände, die den einen Gewiß! Die politisch gereifte und zielflare deutsche Arbeiterschaft ebenso wie den andern Beifall flatschten. Selbst Herr v. Kröcher, wird es mit diesem Gegner aufnehmen und sie wird ihn bezwingen! v. Richthofen hat Sehnsucht nach Die Reden zweier Konservativen machten den Schluß. Herr der sich der Versammlung als Sündenbod preisgab und eine aus Grob- und sie stimmt von Herzen überein mit jenem agrarischen ihm die Vorbedingung für die Gewährung der vollen KoalitionsZuchthaus- Vorlage, die heit und Sentimentalität gemischte Rede hielt, wurde nur anfangs ein Cirkusredner, der da sagte, daß, wer in diesem Kampfe aller freiheit ist, und Herr v. Salisch findet das Gebäude der Heilwenig angepfuit und erntete zum Schluß fast einstimmigen Beifall. Demgegenüber ergab hinwiederum eine Probeabstimmung über den gegen alle zuerst die Waffen strecke, das größte Rhinoceros jei anstalt in Beelitz zu kostbar. Am Dienstag wird die Debatte fortgesetzt; vorher soll die Kriegsinvaliden- Interpellation der Konservativen erledigt werden. liazid misund Politische Ueberficht. Berlin, den 9. Februar. 2000 Reichstag angol oder and Der Polizeiminister. Endlich hat der Minister Frhr. v. Hammerstein sich gemüßigt gefühlt, auf die wiederholte Anfrage freisinniger AbAntrag Kardorff, daß nur ein einziger für das Zollfompromiß seine Hand zu erheben wagte, und daß dieser einzige mit kräftigen Rausrufen bedacht wurde. Solche einander widersprechende Thatsachen ließen sich noch viele anführen. So brauchte der Freiherr v. Wangenheim den Namen des Grafen Posadowsky nur zu nennen, um für ihn ein kräftiges Pfui quittieren zu können, und unter zustimmender Heiterkeit durfte Herr Diederich Hahn dem Grafen Die focialpolitische Debatie, die am Montag ihren Fortgang geordneter in Landtage, wie es um die von einem Beamten Bülow den größten Schimpf anthun, den sich ein guter Agrarier nahm, brachte die übliche Jahresübersicht des Grafen Posado wstyder politischen Polizei versuchte Bestechung eines Redaktionsdenken kann, er durfte auch diesmal das artige Verwechslungsspiel über den Stand der staatlichen Socialpolitik. Danach find folgende boten des Vorwärts" bestellt ist, nicht etwa Rede und vom Vorjahre Bülow- Caprivi weiter fortsetzen. Hinwiederum war Thatsachen zu verzeichnen. Es find Erwägungen im Gange über Antwort zu stehen, aber doch sein Schweigen, in das er sich die Versammlung geneigt, mit Herrn v. Oldenburg den Grafen den Ausschluß jugendlicher Arbeiter und Frauen aus besonders bisher gehüllt hatte, zu brechen. Der Abg. Dr. Barth( freis. Bülow als einen tapferen und klugen Politiker anzuerkennen, mit gesundheitsgefährlichen Betrieben; die Bestimmungen der Konfektions- Vg.) ging am Montag bei der Fortsetzung der Beratung des dem man wohl zufrieden sein könne, wenn er bei den Handelsverträgen ordnung sollen auf die Arbeiter in den Maßgeschäften ausgedehnt Etats des Ministeriums des Junern dem Minister scharf zu ebenso geschickt operiere. Vollkommen überzeugt aber war man werden; die Einbeziehung der Heimarbeiter in die Krankenversicherung Leibe, er verlangte von ihm flare Auskunft über die Bedann wiederum mit Herrn Dertel, daß man zu dieser Regierung ist geplant, doch sind noch zahlreiche praktische Schwierigkeiten zu ftechungsangelegenheit und gab ihm deutlich zu verstehen, daß fein Vertrauen haben dürfe, und daß heute schon das Schicksal der überwinden; noch größere Schwierigkeiten stehen dem Erlaß von er in einem etwaigen Schweigen des Ministers das ZuHandelsverträge zu Ungunsten der Landwirtschaft entschieden sei. Arbeiterschutz- Maßregeln für die Stanglisten, Schreiber und Privat- geständnis seiner Mitschuld erblicke. Die Antwort, die Herr Unter solchen Umständen ist der Verdacht berechtigt, daß diese beamten entgegen. Die Gewerbe- Aufsichtsbeamten find angewiesen, v. Hammerstein erteilte, ist ebenso drollig wie unbehilflich. Er Versammlung im Cirkus Busch über die schwebenden Fragen der die Tabellen über die Bestrafungen der Unternehmer wegen lleber- lehnte es grundsätzlich ab, über geheime Vorgänge bei der Politik teine übermäßige Klarheit besessen und diese auch aus ihren tretungen der Schutzbestimmungen eingehender zu bearbeiten; Bolizei öffentlich Auskunft zu geben, hob aber ausVerhandlungen nicht gewonnen hat. Sicher ist nur so viel, daß ein Verbot der Verwendung von Bleiweiß, wie es in Frankreich drücklich hervor, daß er nicht alle Behauptungen, die die versammelten Herren mit Herrn Stauffer II zu den„ edlen besteht, scheitert an dem Widerspruch der Ressorts. der Vorwärts" aufgestellt aufgestellt habe, habe, als richtig anFührern im Bunde. der Landwirte unbegrenztes Vertrauen" haben. Allzuviel Staat ist mit der Liste dieser Thaten wirklich nicht zu erkennen fönne. Diefer gemütliche Minister ist diesmal Das Mißtrauen ist bekanntlich eine demokratische Tugend, für die machen, selbst wenn man das Kinderschutz- Gesetz, das Phosphorgesetz graufam. Er spannt uns auf die Folter. Wir würden so in einer aller Demokratie fo gründlich abgeneigten Versammlung und die Novelle zur Krankenversicherung mit hinzunimmt, die der gern erfahren, welche Thatsachen der Herr Minister für undurchaus kein Platz ist. Staatssekretär nicht erwähnte. Mehr Lob, als diese geringfügigen richtig zu halten geruht. Wir brennen darauf, uns seiner Wer jemals ein wenig von der Frucht demokratischer Freiheit positiven Fortschritte der Socialpolitik verdienten, hat der Herr höheren Weisheit zu fügen und die falschen Behauptungen geloftet hat, kann sich in der Psychologie dieses tumultuarischen Staatssekretär für die Entschiedenheit zu beanspruchen, mit der er reumütig zurückzunehmen. Und nun versperrt er uns den Vertrauensrausches nur schwer zurecht finden. Es ist im Cirfus die unsinnigen Wünsche unsrer 3ünftler ablehnt. Er Weg zur Buße, indem er uns die Enthüllung vorenthält, Busch viel vom„ deutschen Volke" gesprochen und alle konservativen gab heute eine Umschreibung seiner neulichen Mittelstands- Rede, die worin wir geirrt und gesündigt. Tugenden der Gottesfurcht und der Königstreue find auf seinen den Konservativen a la Dertel auch nicht besonders gefallen wird. Wir müssen uns also mit der Thatsache begnügen, daß er Ehrenscheitel gehäuft worden: mit Jubelstürmen haben die Mit- Mit löblicher Entschiedenheit sprach er sich wiederum gegen die Verleitung zum Treubruch durch einen seiner Beamten spieler, die das Volk darzustellen hatten, derartige Schmeicheleien den allgemeinen Befähigungsnachweis aus, dabei lieferte er ein treff weder in Abrede stellen konnte, noch auch das Treiben seiner begrüßt. Trotzdem durfte Herr v. Kröcher, ohne einen Sturm von liches Beispiel für die geistige Hilflosigkeit und die Abhängigkeit Untergebenen zu verurteilen für angemessen hielt. Entrüstung hervorzurufen, die Versammlung mit dem Londoner unsrer Innungshandwerker von den konservativen Drahtzichern. Auch sonst zeigte der Minister sich bei allen Gelegenheiten, Böbel" vergleichen, der Oliver Cromwell bei seinem Einzuge in Auf Rat des bekannten Herrn Felisch haben zahlreiche Innungen wo er in die Debatte eingriff, als Erzreaktionär. So, als er die City begrüßte. Und so ist Herr v. Kröcher der eigentliche Held die Enquete der Regierung über den Befähigungsnachweis für Bau- mit hochtönenden Phrasen den Köller- Kurs in Nordschleswig des Tages. Er, der die Socialdemokratie zu einem„ Objekt der handwerker in der Form beantwortet, daß sie statt eines selbst prices und als er die selbst in Preußen unerhörten WahlGesetzgebung" machen will, betrachtet schließlich auch die nichtadelige ständigen Urteils das vom Innungsverband beeinflussungen bei der Erfahwahl in Greifswald- Grimmen Masse der Kleineren Gutsbesiger als eine unverständige Bestie, die an deutscher Bauhandwerker ausgearbeitete For und die polizeilichen Chikanierungen der Gastwirte, die nicht den Zaum gelegt werden muß. Ihm fängt der Mensch erst beim konservativ wählten, zu verteidigen suchte. Die Lorbeeren seiner Junker an. Vorgänger lassen ihn nicht schlafen. Sein Streben scheint einzig darauf gerichtet zu sein, die Buttkamer, Köller, v. d. Recke und Rheinbaben noch zu übertrumphen. Allem Anschein nach werden wir bei den bevorstehenden Wahlen mit amtlichen Beeinflussungen zu rechnen haben, die selbst die Buttkamerei in den Schatten stellen. Er der Minister findet es sogar ganz in der Ordnung, daß die amtlich unterſtüßten Kreisblätter die Politif des Bundes der Landwirte unter Aufsteckung der Antsmiene treiben. 350 muIar der Regierung eingereicht haben Eine solche Enquete ist natürlich vollkommen wertlos, und wenn die Enquete über die Wirkungen des Handwerkergesetzes vom Jahre 1897, die vom Staatssekretär in Aussicht gestellt wurde, ebenso beantwortet wird, dann dürfte nichts dabei derauskommen. Wo aber der Mensch auch für die Herren vom landwirtschaft lichen Mittelstand aufhört, das hat aus zahlreichen Reden deut lich genug herausgeklungen. Die Erhöhung der Industriezölle wurde nicht wegen der mit ihr verbundenen Verteuerung der landwirt- Mit einer gewissen Freundlichkeit sprach der Staatssekretär schaftlichen Werkzeuge und Maschinen bekämpft, sondern wegen der wieder von den Gewerkschaftsorganisationen; er steckte sich wohl erhöhten Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkte, die gefällig die Nelle ins Knofloch, daß er zum Stuttgarter Getvertschaftsvon einer besser geschüßten Industrie angeblich zu befürchten fei. fongreß eine Vertretung entsandt habe, wiederholte seine von dem ,, Teuer das Brot und billig das Menschenfleisch" ist die Devise dieses Breslauer Oberlandesgericht durchaus nicht respektierte Aeußerung gottesfürchtigen und königstreuen deutschen Boltes, das sich am über die Arbeitersekretariate und versicherte mit großem Eifer, daß Montag im Cirkus Busch versammelt hat. die vom Reichsamt des Innern veranstaltete Enquete über die Arbeitszeit der Frauen durchaus ernst gemeint sei. War man über diesen Grundsaß sich vollkommen einig, einig in der vollkommen unschädlichen Ablehnung des Antrags Kardorff, so blieb doch alles Uebrige den„ edlen Führern des Bundes" zur Entscheidung überlassen. Direktiven für das fünftige politische Verhalten find dem Vorstande weder gegeben worden dazu besaß diese Paradeversammlung überhaupt kein Recht noch von diesem den Mitgliedern erteilt worden. Im übrigen bot die Debatte nur eine schivache Nachlese der Debatten der letzten Tage. Abg. Dr. Barth brachte nochmals die Theatercensur zur Sprache. Während er eine vollDagegen war die Schlußpolemit gegen die Socialdemokratie, die ständige Beseitigung der Censur forderte, ließen die Wortdem Staatssekretär den Beifall aller bürgerlichen Parteien eintrug, führer der Konservativen und des Centrums, die Herren gänzlich verunglückt. Dieser fleißige Arbeiter und auf so vielen Ge- v. Heydebrand und Dr. Porsch durchblicken, daß ihnen bieten orientierte Beamte, den Herr Dertel heute einen Katheder die heutige Censur noch nicht weit genug geht. socialisten schimpfte, befindet sich in völliger Unkenntnis Am Dienstag fällt die Sigung mit Rücksicht auf die über die Theorie des Socialismus. Er führt gegen die Budgetfommission aus. Am Mittwoch soll der Etat des Das gilt sowohl von den Handelsverträgen wie von den socialistische Wirtschaftsordnung Gründe ins Treffen, die vor 30 Jahren Ministeriums des Innern zu Ende beraten werden. Reichstagswahlen. Von den ersten ist gesagt worden, daß fie un bereits veraltet waren und an denen höchstens noch Herr Eugen mole bedingt abgelehnt werden müßten, dann aber wieder, daß diese Ab- Richter festhält. Die bekannte Rothschild- Anekdote, daß morgen wieder Tehmung nichts nützen würde. Aber daß die Abgeordneten, die die alte Ungleichheit bestehen würde, wenn heute alle Vermögen versich auf das Vertrauen der bündlerischen Wähler stützen wollen, teilt würden, hat es ihm angethan. Handelsverträge unbedingt ablehnen müßten, wurde weder be= Vor dem Staatssekretär hatte Herr Dertel seine abgestandene schlossen, noch überhaupt ausgesprochen. Gegen Nationalliberale und Mittelstandsretterei wieder aufgetischt und die obligaten Angriffe Freikonservative wurden die schwersten Vorwürfe erhoben, dann aber gegen die jüdischen Ausverkäufe und die Bäckerei- Verordnung ge doch geraten, für sie zu stimmen, damit nicht am Ende ein roter richtet. Auch Herr Heyl zu Herrnsheim ließ seine fällige 1msturzmann gewählt würde. fe socialpolitische Nede vom Stapel, die wieder mit den Lesefrüchten 30, nicht 10 Millionen! Man schreibt uns: Die zur Zeit durch die Blätter laufende Meldung betreffend Umänderung des 7,5 Centimeter- SchnellfeuerGeschüßes in Nohrrücklauf, bestätigt zum Teil- unfre diesbezüglichen früheren Mitteilungen und ist zum andren Teil irreführend. Es ist bereits eine Anzahl Geschüße bei Krupp eingetroffen, und sind die Umarbeiten etwa fcit ca. 14 Tagen aufgenommen. Wenn aber dazn der Anschein erweckt wird, als handle die Studentisches Rowdytum. 3 es sich dabei um nicht sehr bedeutende Arbeiten mit nicht ganz Das ist sehr gnädig von dem Minister; er sollte aber nicht ver- eine freisinnig demokratische Mehrheit ans Ruder gelangt. Das wesentlichen Kosten, so ist das falsch. In der Hauptsache findet nur gessen, daß er im Landtage nicht immun ist und infolgedessen Kartell siegte mit knapper Not gegen eine starke socialdemokratische das" alte"( 1897-1902 eingeführte) Rohr Verwendung, von der Lafette wegen der Verbreitung nicht erweislich wahrer Thatsachen gerichtlich Minderheit und mußte deshalb befürchten, daß es bei der nächsten können bestenfalls nur Räs Räder und Achse für das neue Geschütz gebraucht zur Berantwortung gezogen werden kann. Wahl im Jahre 1905 durch die Roten aus dem Rathause vertrieben werden. Ob das geschieht, ist noch nicht sicher. Auf jeden Fall muß Wir werden auf den Fall noch zurückkommen und außerdem auch die Lafette neu konstruiert werden, mit wiegen, Glycerinchlinder die andern, Informationen" des Ministers als haltlose Polizeimärchen ( Rücklauf), Vorholfeder und Federsporn. Aber auch das Rohr bedarf nachweisen. einer umständlichen Bearbeitung, es muß von den Zapfen befreit werden. Diese Arbeiten werden unter Berücksichtigung des üblichen Profitaufschlags auf 7000-8000 Mart seitens der Firma Strupp berechnet werden, so daß bei einer Umänderung der gesamten Feldartillerie- Geschütze 7,5 Centimeter, die von den ausführenden Firmen zu präsentierende Rechnung um 30 000 000 Mark herum abschließen wird. Die Rechnung scheint auch schon acceptiert zu sein, die Firma Krupp die sonst würde bezüglichen Arbeiten jedenfalls doch noch nicht aufgenommen haben. In den Blättermeldungen heißt es, die Kosten würden sich auf nur 10000 000 m. belaufen. Das könnte insofern stimmen, als die Militärverwaltung der Firma Krupp vorläufig nur einen Teil63 ijt auftrag proponierte, der mit 10 Millionen Mart abschließt. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß man bezüglich der Kostendeckung ähnliche Wege einschlägt wie bei Neuausrüstung der Marine Artillerie. Die Armierungskosten für Schiffsneubauten wurden entsprechend höher eingefegt. Auch muß es befremden, daß die Firma Krupp, die gegenüber der Einführung eines Rohr Rücklaufgeschüßes, bis zur Komplettierung der Artillerie mit dem 7,5 Centimeter Schnellfeuergeschüz, sehr konservativ sich zeigte, nun als die leistungsfähigste zur Ausführung der Umarbeitung sich erwiefen haben soll. Die Firma Erhardt in Düsseldorf hatte bereits = würde. Es war nun die erſte Sorge dieſer volksparteilichen und freifinnigen Stadtväter, auf ein Mittel zu finnen, wie der drohenden Gefahr zu begegnen sei. Dieses Mittel fand man in einer Entrechtung der Arbeiterklasse. Bisher herrschte in Schwabach die Bestimmung, daß jeder Einwohner, der das Heimatsrecht erhielt, damit Das Jenaer Volksblatt" schreibt in seiner Nummer vom auch das Bürgerrecht, d. h. das Gemeindewahlrecht erwarb. Auf die 8. Februar: unentgeltliche Verleihung des Heimatsrechtes hat jeder Arbeiter AnZu groben Ausschreitungen kam es am Donnerstagnachmittag spruch, der sieben Jahre in der Gemeinde thätig ist. Nun beschloß sowie am Abend und während der Nacht auf dem Marktplatze und die Stadtverwaltung, die beiden Rechte wieder zu trennen und für den angrenzenden Straßen durch eine große Anzahl Studenten, das Bürgerrecht eine Gebühr von 60 M. zu fordern! Merkwürdig gelegentlich des im„ Weimarischen Hof" stattfindenden ist an der Sache noch, daß Freisimm und Demokratie, als sie noch Bockbierfestes in einen Zustand geraten waren, den man nicht die Herrschaft in Schwabach hatten, jene Erleichterung unabals nicht mehr nüchtern bezeichnet. Was sich die Herren lässig forderten; nun es ihnen aber an den Kragen geht, beseitigen Studios diesmal leisteten, spottet alle Beschreibung; derartige Grzesse, sie die Bestimmung, die von ihnen früher als ein„ Gebot der welche, von andrer Seite begangen, als 2 andfriedensbruch Gerechtigkeit" bezeichnet wurde. betrachtet würden, sollen bisher noch nie beobachtet worden sein. So schützt die„ Demokratie" und der Freifinn die Volksrechte. Die Polizeimannschaften erwiesen sich als völlig machtlos, da sie den zahlreichen bezechten Studenten gegenüber nicht ausreichten; Ueber eine Bespitelung von Centrumsgeistlichen weiß die„ Köln. die von den Tobenden eingeteilten Schuhleute waren wiederholt Volksztg." zu berichten. Sie teilt aus einer großen Stadt des in einer in einer höchst unangenehmen Situation; die Siftierten wurden Dstens" folgende Schreiben eines Polizeiwachtmeisters an stets von ihren schreienden und johlenden Kommilitonen begleitet und die Beamten provoziert. Ein polizeilich verbotener Umzug fand dennoch mit Musik statt. In dem betreffenden BierLokale find, wie wir von informierter Seite zu dem Bockrummel 400 Gläser„ verbraucht" etwa 100 wurden im Lokale selbst zertrümmert, mi erfahren, worden; mit den ein kriegstüchtigstes Rohrrücklauf- Geschütz konstruiert, als Strupp übrigen wurde das Hanfried- Denkmal( das Standbild des Gründers kaum mit Herstellung der Schnellfeuer- Kanone begonnen hatte. Wenn troßdem die Firma Krupp Ruhm und Millionen einstreicht, dann hat dieselbe Konkurrenz überhaupt nicht zu fürchten und kann ungeniert weiter das Vaterland patriotisch übers Dhr hauen, wie bei dem famosen Panzerplattengeschäft. Soweit unser Mitarbeiter. Sollten die Geschüße noch mit einem Panzerschild versehen werden, wie die der französischen Artilleric eine Vorrichtung, für die sich in der letzten Zeit verschiedene mili tärische Sachverständige mit großer Energie ins Zeug gelegt haben, so würden die Kosten noch weit über 30 Millionen betragen! der Universität Jena, dessen 400. Geburtstag die Universität am 30. Juni d. J. mit einer größeren Festlichkeit feiern will) bombardiert und die Leutra- und Johannisstraße mit Scherben geziert. Das Denkmal zeigt infolge der ihm zu teil gewordenen Die führende sonderbaren Ehrung Spuren der Beschädigung.. Rolle bei den Ausschreitungen hatten, wie beobachtet wurde, die Angehörigen der Corps übernommen, die Burschenschafter hingegen verhielten sich etwas passiver. In einer Kneipe mit Damenbedienung gerieten später am selben Abend eine Anzahl Studios hart aneinander; gegenseitige Beleidigungen und selbst Ohrfeigen waren an der Tagesordnung. don ja 心肝 eine Ordensschwester mit: -W Kommissariat fiir... Vertraulich!! Geehrte Schwester Derin! Es ist mir von Interesse zu wissen, welche Geistlichkeiten in Ihrem Stift wirken, wie ihr Ruf bei den Gemeindemitgliedern Sind sie liebenswürdig, ist, und wie ihr Rut einen von den Gemeindemitglieden beurteilt wird. aneine gute Prediger, haben Sie( 1 verstehe die Kapläne) genehmes Aeußere. Aeußere. In gleichem Sinne ist mir Auskunft über den Kaplan bei St. Herrn sehr erwünscht. Sie haben doch gewiß wohl vertrauliche Verbindung, uni es zu erfahren, ohne selbst zu sagen, daß die Anfrage von hier ausgeht. Ich bitte Sie daher um diese kleine Gefälligkeit und Aufzeichnungen über einen jeden, der in St.... ( außer Herrn...[ folgt der Name des Pfarrers]) als Geistlicher ist, und darf ich wohl strenges Stillschweigen erwarten. Mit bestem Gruß Ihr ergebener.. Vielleicht kann ich diese Notizen morgen abend schon erhalten. An die Schwester Oberin des... Stiftes. Wohlgeboren. Frei It. Avers. Nr. 21. Dem Beamten scheint hinterher diese schriftliche Anfrage Bedenken verursacht zu haben; wenigstens schickte er dem ersten Briefe am nämlichen Tage noch einen zweiten nach: " Die Nachricht, daß die Firma Krupp bereits mit der Umänderung der Geschütze in Nohrrücklauf- Geschütze beschäftigt ist, dürfte umsomehr befremden, als heute erst die Nordd. Allg. In einem Eingesandt des genannten Blattes wurde der VorKommissariat für Geehrte Frau Oberin! In der Zeitung" die Auslassung eines Majors Scherbening in der letzten schlag gemacht, das Standbild im Museum unterzubringen, um es Ihnen bekannten Angelegenheit bitte ich noch um eine ver= Nummer des„ Militär- Wochenblatts" abdruckt, in dem über die vor dem Vandalismus der Studenten zu retten. Das Bombardetrauliche Rücksprache am Sonnabendabend 7 Uhr in meiner Wohnung,... straße Nr. born I I. Ergebenst Vorzüge des Nohrrücklauf- Systems gegenüber dem Lafettenrücklauf- ment mit den Bierseideln sei so schneidig ausgeführt worden, daß Polizeiwachtmeister Nr... Eystem sehr steptisch geurteilt und ein ruhiges Abwarten Stücke aus dem Sandstein- Postament herausflogen. Als fürzlich in Berlin rohe Burschen Berliner Denkmäler zerDie Unterredung hat denn auch stattgefunden. Der fluge empfohlen wird! Sollte das Manöver der„ Nordd. Allg. 3tg." nur der Vertrümmerten, verlangte man empört ein besonders scharfes Gesetz Wachtmeister forschte die Dame namentlich über die Intimität des gegen solche Verbrechen. Welche Strafen werden die Vandalen von Verhältnisses zwischen den Hausgeistlichen und den Schwestern des tuschung dienen?! Jena treffen? Da sie keine Arbeiter sind, wird man auch nicht von Hauses aus. Dann wurde sie noch gebeten, die beiden erhaltenen „ Landfriedensbruch" reden, sondern im schlimmsten Falle die Briefe zu vernichten. Leistungen„ schäumenden Jugendübermutes" mit geringen Geld- Der Wert der hübschen Dokumente ist dadurch einigermaßen strafen fühnen. beeinträchtigt, daß sie bereits vor mehr als zwei Jahren abgefaßt sind. Immerhin erkennt man auch hier, wie neugierig und wie-intelligent die Polizei ist. # alias ni tatimo oid Multi Deutsches Reich. Das preußische Wahlreglement. uning int Die Ausführungen des Ministers von Hammerstein betreffs Aenderung des Wahlverfahrens für die preußischen Landtagswahlen lauten nach dem Stenogramm: in len Im Lande Weimar dürfen socialdemokratische Agitatoren nicht in Bersammlungen reden, weil das gefährlich sei. Cine vorsorgliche in das die Heichst Behörde verbot fogar einen Vortrag über die Reichstagswahlen zu halten, weil's noch zu früh dazu sei. Ja, einem socialdemokratischen Auf die Einzelheiten einzugehen, muß ich mir versagen, weil Studenten wurde sogar verwehrt, über Goethe vor Arbeitern zu eben diese neuen Anordnungen noch nicht definitiv festgestellt sind. sprechen. Aber saufen darf man in Weimar, wenn man einem Corps Ich kann aber betonen, daß fie fich wesentlich in der Richtung angehört, und der Polizei Schlachten liefern und Denkmäler bewegen, die auch der Abg. Nölle und die der Abg. Freiherr von demolieren; das stört nicht die Ruhe und Ordnung des Landes. Zedliß gestreift haben, in der Richtung, daß das Wahlverfahren Das Reichstags- Wahlrecht wird dem Lande vorenthalten, weil die dadurch erleichtert werden wird, daß mehrere Wahlgänge in einen zusammengezogen werden können, und Wahlagitation die staatliche und kirchliche Autorität untergrabe. daß das System der Stichwahlen auf das äußerste vereinfacht Run, in ein paar Jahren werden die Vandalen selbst diese köstwird.( Sehr gut! rechts.) Das wird die Grundlage sein. Gsliche Autorität darstellen! tommen dann noch einzelne fleine formelle Aenderungen hinzu, Die Hirsche" und der schlichte Mann aus der Werkstatt. Wir erhalten folgende Berichtigung": " Der in der Nr. 12 des„ Vorwärts" vom 15. Januar 1903 stehende Bericht über eine in Eisenach stattgefundene, öffentliche Versammlung des Gewerkvereins der Maschinenbauer entspricht nicht den Thatsachen. 1. Ich habe in der angezogenen Versammlung nicht gesagt, die Eisenacher Arbeiter sollen den einfachen Mann aus der Werkstatt, der nicht Sorialdemokrat sei, in den Neichstag entfenden. 2. Mit meinem dortigen Vortrag waren alle Anwesenden, Gewerkvereine, Fachvereine und Socialdemokraten einverstanden. Es ist deshalb völlig unrichtig, wenn in dem Artikel steht,„ es wäre mir der Laufpaß gegeben worden." Wilhelm Gleichauf. Herr Gleichauf scheint lediglich Worte berichtigen zu wollen. auf für reine Gewerkschaftskandidaten eingetreten ist, die natürlich da ein„ Hirsch" sie fordert keine Socialdemokraten sein dürfen. Damit ist aber der Inhalt unfrer Rotiz bestätigt und zugleich ist ausgeschlossen. daß Socialdemokraten solchen Ausführungen zugestimmt haben können. zunächst z. B., daß es nicht notwendig ist, jeden Wähler Zu den Peters- Umtrieben, die seit geraumem im Gange find periönlich seine Abstimmung eintragen zu lassen, und zu denen in den letzten Tagen auch die Veröffentlichung ivenn nur die vollständige Freiheit und Sicherheit der Wahl ge- des Geheimrats Hellwig einen Beitrag lieferte, derzufolge währleistet bleibt usw. In allen diesen Beziehungen sollen ihn ein Abgesandter der Peterspartei Namens v. Loßberg unter Erleichterungen eintreten, und wie diese Erleichterungen fich falschen Vorspiegelungen über seine Persönlichkeit und seine Ab- Unjer Korrespondent hält die Behauptung aufrecht, daß Herr Gleichdann bei den nächsten Wahlen bewähren, das wird ja wieder ein sichten auszuholen versucht habe, bemerkt die„ Nat. 3tg.": Motiv sein, in welcher Weise eventuell eine Abänderung des Wahlgesezes oder des Gesetzes über die Wahlkreise in die Wege geleitet werden wird. Ich glaube aber, daß es notwendig ist, vorher das Ergebnis dieser jetzt von mir in Vorschlag gebrachten und, wie ich hoffe, vom Staatsministerium in Kürze angenommenen Abänderung zu erwarten, ehe man definitiv zu einer Aenderung des Gesetzes Stellung nehmen kann. Die wesentliche Aenderung scheint darin zu bestehen, daß die Abgeordnetenivahlen in den Bezirken mit zwei und drei Abgeordneten in einem einzigen Wahlgang stattfinden sollen, wie ja auch bei den Urwahlen dort, wo zwei Wahlmänner zu wählen sind, dieselben gleichzeitig gewählt werden. Vermutlich sollen dann auch bei der Abgeordnetenwahl die Stichwahlvorschriften die gleichen werden wie bei den Wahlmännerwahlen, bei denen in die Stichwahl doppelt soviel Kandidaten gelangen, als zu wählen sind. Es erfolgt dann bei der ersten Stichwahl die wirkliche Wahl, während bei den Abgeordneten wahlen bisher im zweiten Wahlgang wieder sämtliche Kandidaten zur Wahl standen, bei den folgenden immer nur derjenige mit der geringsten Stimmenzahl ausfiel, bis schließlich auf einen Kandidaten Sie absolute Majorität fiel. Mit Recht erilärte schon der Abg. Nölle, auf den sich der Minister bezieht, daß mit dieser Reglementsänderung die Sache nicht abgethan sei; besondere Schwierigkeiten erwachsen bei der Diskussion aus der Abstimmung über die Gültigkeit der Wahlmanns- Mandate in den Kreisen, in denen mehrere tausend Wahlmänner zur Wahl der Abgeordneten zusammentreten. Noch schlimmer steht es mit den Urwahlen, für die, wie es scheint, geschüttelt; er " 1 „ Aber Herr Peters hat sich in allen Stellungen, trotz der langen Nachficht, welche die Kolonialverwaltung mit ihm hatte, als eine unmögliche Persönlichkeit erwiesen. Er hat dann nach seiner Verurteilung den Staub des vermeintlich undantbaren Deutscom Auslande her deutsche land von seinen Schuhen Zu den Handelsvertrags- Vorbereitungen. Der Mailänder„ Secolo" und die Turiner Gazetta del popolo Behörden mit unqualifizierbaren Beschuldigungen öffentlich überhäuft, so das Reichspostamt, daß es bringen fast gleichzeitig Interviews mit dem östreichischen HandelsDarin ist übereinstimmend ein ihm gegenüber das Briefgeheimnis verlegt habe; er ist minister Baron Call in Wien. in den Dienst englischer kolonialer Unternehmungen getreten. interessantes Eingeständnis enthalten. Beide italienischen Publizisten Diefe scheinen feinen Erfolg zu versprechen und jetzt möchte er beschwerten sich über die Härten des neuen östreichisch- ungarischen wieder in der deutschen Kolonialverwaltung sein" System" zur Zolltarifs, der mit seinem Hinaufschnellen der Zollfäge in Geltung bringen. Jeder derartige Verfuch würde unfres Erachtens Italien erhebliche Befürchtungen erregt habe. Beiden antwortete bei der großen Mehrheit der kolonialfreundlichen Parteien im der Minister, diese Zollfäße seien nur die direkte Folge des deutschen Reichstag und im Lande auf den entschiedensten Widerspruch Bolltarifs, der Destreich gezwungen habe, so zu stoßen. Ueber die Periode des Erwerbes großer Gebiete handeln. Gleichzeitig erhält die römische Tribuna" eine Wiener um den Preis von Glasperlen und alten Uniformen, itteilung, der neue Zolltarif dürfe Italien nicht beunruhigen. Er über die Zeit des Blutsbrüderschaft- Schließens und enthalte hinsichtlich der italienischen Produkte keinen Satz, auf dem die östreichisch- ungarische Regierung kategorisch bestehen würde. Es andrerseits des das Verbrennen von Dörfern und durch Hinrich werde also den Unterhändlern an Spielraum nicht fehlen, den gewünschten Ausgleich herbeizuführen. tungen ist die deutsche Kolonialunternehmung hinaus. Ob Herr Peters glaubhaft machen kann, daß sein Prozeß der Wiederaufnahme bedarf, das ist eine RechtsDer schlichte Mann aus der Werkstatt spukt auch in Spandau. frage, die lediglich danach zu entscheiden ist, ob er die Fest stellungen der ihn verurteilenden Erkenntnisse Dort soll die Absicht bestehen, außer dem konservativ- antisemitischen burch neue Thatsachen anzufechten vermag. Aber Tischlermeister Pauli auch einen Vertreter der Militär- Werkstätten Wir haben nichts dagegen, jeder Versuch zu Gunsten eines kolonialpolitischen Systems als Arbeiterkandidaten aufzustellen. Peters" ist unsres Erachtens aussichtslos, mag er offen oder durch wenn die Staatserhaltenden den unpolitischen schlichten Ränke hinter den Coulissen bei sehr maßgebenden Stellen" unter Mann aus der Werkstatt wählen. Das aufgeklärte Proletariat Spandaus aber wählt den Socialdemokraten Liebknecht, vor dem man so viel Furcht zu haben scheint, daß man sogar die Komödie des„ Arbeiterkandidaten" aufführt. nommen werden." Erregens von Schreden durch der Minister drückt sich hier so unflar aus, als ob er das Reglement gar nicht kennt nur die Befugnis der einzelnen Wähler in Fortfall kommen soll, ihre Abstimmung selbst in das Protokoll einzutragen. Wir haben kürzlich am Berliner Beispiel auf die Die kolonialen„ Verdienste" des Hänge- Peters und die progroße Schwierigkeit hingewiesen, geeignete Lokale für die Urwahlen zu finden, wenn die Beteiligung eine einigermaßen rege wird. zefjualen Aussichten seiner Unitriebe find damit zwar vorsichtig, aber Die Befürchtungen des Berliner Magistrats in dieser Beziehung sind doch verständlich genug gekennzeichnet. An den Feststellungen nur allzu begründet. Abhilfe aber kann hier nicht durch bloße Aenderung des Gerichts, das Peters verurteilte, vermag alle sensationslisterne des Reglements getroffen werden, da die Größe der Urwahlbezirke Anpöbelung eines Bebel und alle Schnüffelei seiner Freunde nichts durch die Verordnung von 1849 vorgeschrieben ist. Aber auch zu ändern. die Alenderung der Größe der Urwahlbezirle tann hier nur wenig helfen die Hauptschwierigkeit liegt in dem Zwange, daß alle Wähler gleichzeitig anzutreten haben.Wenn der fragliche v. Loßberg daher jest gegenüber dem Geheimrat Hellwig berichtigt, daß er Hellwig seit zwei Jahren als Mitarbeiter der„ Tägl. Rundschau" bekannt sei, und daß nicht er, Loßberg, sondern Hellwig den Wunsch geäußert habe, einzelne PetersVertraute der freikonservativen Partei von einer erneuten VerDer Fall Rappaport, und der Minister Hammerstein. Der handlung des Falles Peters im Reichstag abzuhalten, so spielt das preußische Polizeiminister hatte im Abgeordnetenhaus den Mut ge- für die traurige Angelegenheit des Peters selbst gar keine Rolle. funden, aus dem Privatleben der Frau Rappaport bloß aus dem Dr. Peters ist auf Grund eines unerschütterlichen BeweisGrunde schwer verdächtigende Mitteilungen zu machen, weil die materials verurteilt, viel zu gelinde verurteilt worden. Dame das Opfer eines polizeilichen Wißgriffs" geworden war. Trozdem haben wir nichts gegen eine abermalige Peters- Debatte Waren diese Erörterungen von Privatverhältnissen einer Frau, die im Reichstag. Gegenüber den schamlofen Bertuschungsmanövern gar keine Beziehungen zur Deffentlichkeit hat, schon an sich unerhört, der Peters- Bresse kaun es nichts schaden, die Thatsachen abermals gleichgültig ob sie auf Wahrheit beruhten oder nicht, so erweist es gründlichst festzustellen. sid sid thun Wahlvorbereitungen. Für den Teltower Landtags- Wahlkreis war der Landgerichtsdirektor Rede als fonservativer Kandidat aufgestellt. Herr Recke ist aber zum Landgerichtspräsidenten in Lyck ernannt worden und hat dieferhalb seine Standidatur zurüdgezogen. * Gegen die Reichstags- Kandidatur des Grafen Ballestrem laufen die Polen Sturm. Das polnische Blatt in Oppeln schreibt: Möge das Centrum den Grafen in einem deutschen Wahlfreise aufstellen, wenn es ihn als Abgeordneten wünscht. Aber Ballestrem will nicht und das Volk will ihn nicht. Darum wird es einen Kampf geben." D Als national- polnische Kandidaten sind in Obera ichlesien aufgestellt worden: Beuthen- Tarnowis, Dr. Stanslidi; Kattowig- Babrze, Redakteur Korfanty; Gleiwig- Lubliniz, Redakteur Plez Rybnick, Redakteur Kowalczyk; Ratibor, Siemianowski; Dr. med. Hoftet; Groß- Strehliz, Bauergutsbesizer Hanslick- Golassosich nun, daß Herr v. Hammerstein obendrein to a hrheitswidrige Die Amtsentlassung des Professors Reinhold Begas ist, wie die wiß; Rosenberg- Kreuzburg, Hausbesizer Reschta- Königshütte. Mitteilungen verbreitet hat. Wie der„ Vosi. Ztg." aus Altona" Nordd. Allgem. Zeitung" behauptet, nicht auf direkten oder indirekten Der freifinnige" Agrarier Bräfide fandidiert nicht wieder. Statt telegraphiert wird, hatte der Rechtsanwalt der Frau Rappaport amtlichen Einfluß zurückzuführen. Weshalb ist er denn so plöglich freiwillig" gegangen? feiner wird der Stadtrat Dul Königsberg für Tilsit- Niederung Audienz beim Minister v. Hammerstein, der nach Einsichtuahme in aufgestellt. die Aften versprach, die in seiner Landtagsrede enthaltenen Frr Freifinnig- demokratische Gemeindewahlrechts- Verschlechterung. In ümer( betreffend Polizei- Uebergriffe und das Vorleben der Frau dem Industriestädtchen Schwabach bei Nürnberg ist, wie uns Jm Kreise Naumburg- Weißenfels- Zeit ist ein Kartell der„ DrdRappaport) demnächst im Landtage richtig zu stellen. aus Nürnberg berichtet wird, bei der vorjährigen Gemeindewahl| nungsparteien" gegen die Socialdemokraten zu stande gekommen. Bei der nächsten Reichstagswahl werden Konservative, National- I zur Opposition gegen das matrosenfreundliche Dekret, die von den[ liberale und Bund der Landwirte zusammengehen und einen der Redern beherrschten Handelskammern der Hafenstädte folgten nach nationalliberalen Partei angehörenden Kandidaten aufstellen. und der vereinte Marine- und Rederklüngel fand williges Gehör Mehrheit der Budgetkommission. beim Finanzminister Rouvier und sogar bei einem Teil der radikalen in der Stichwahl mit 15 794 Stimmen über den Reichsparteiler siegte, Der Wahlkreis gehört unserm Parteigenossen Thiele, der 1898 der 15 483 Stimmen erhielt. 1898 wurden auch 3656 freisinnigvolksparteiliche Stimmen abgegeben; werden die sich auch gleich dem Kartell anschließen? Centrum und Bündler. Aus Krefeld wird uns berichtet: Die Spannung zwischen dem Rheinischen Bauernverein und dem Centrum artet jetzt zum offenen Kampf aus. Centrumspresse macht, und in welchem aufgefordert wird, in die Im Anschluß an einen Artikel, welcher die Runde durch die Wahlbewegung einzutreten, fordert auch die Rheinische Volksstimme" die katholischen Bauern, auf, nicht müßig zu sein, sondern ihre Reichstags- Kandidaten zu normieren. wird, liest man ein Inserat aus dem Wahlkreise des Abgeordneten de Witt, Mülheim- Wipperfürth, laut welchem die Landwirte des betreffenden Kreiſes zu einer Besprechung behufs Aufstellung eines Ländlichen Centrumskandidaten eingeladen werden. Freiherrn v. Wangenheim. Es folgten ein Kaiserhoch und minutenlange Huldigungen für die dann nötige Dann sprach der zweite Bundesvorsitzende Dr. Rösicke. Heute, so erklärt er, stehen wir wieder auf dem Boden Caprivischer Anschauungen. Niemand hätte geglaubt, daß die Caprivischen Handelsverträge einen Tag länger als notwendig sei, Man begreift, daß Pelletan an die Verwerfung jenes bestehen würden. Heute aber, nach Ablauf der Kündigungstermine, Intriganten Antrages die Vertrauensfrage knüpfte. Und nun zeigte heiße der§ 11 der Bülowschen Politif: Die Handelsverträge es sich bei der Abstimmung, daß die übliche mehr als 100 Stimmen- dauern fort! Der Landwirt hat das Bedürfnis, der Regierung zn Mehrheit des„ Blocs" in diesem Fall auf 23 Stimmen zusammen- vertrauen, wie er das Bedürfnis hat, dem Himmel zu vertrauen. schrumpfte! Der Marineminister wurde vor dem Sturz gerettet Die nächsten Reichstagswahlen sollen zeigen, daß der Bund der mit 273 gegen 250 Stimmen, d. H. eigentlich mit Hilfe der nicht Landwirte feine Kraft kennt, und daß wir in dieser Kraft zielbewußt Diese Pelletansche Mehrheit wäre schon eine„ Mehrheit Nr. 3" zu rein sachlicher Ueberzeugung rückhaltlos für das einzutreten, was zum„ Bloc" gehörenden 12 revolutionär- socialistischen Stimmen. dahin streben, daß wir eine genügende Zahl solcher Vertreter in den Reichstag, in die Parlamente bekommen, welche bereit sind, aus nennen, da sie die Stimmen der revolutionär- socialistischen Fraktion sie als richtig von vornherein erkannt haben.( Stürmischer Beifall.) einschließt/ während fast ein Drittel der üblichen Kartellmehrheit aus Hierauf erstattete Dr. Diederich Hahn, gleichfalls wie sein Ga heißt in dem christlichen Bauernorgan, daß das ihr ausgeschieden ist. Vorredner mit stürmischem Beifall begrüßt, den Geschäftsbericht. Centrum zur Zeit faſt ausschließlich industrielle und städtische Interessen vertrete, und sei es doch eine Thatsache, daß dauern fort. Das„ Reutersche Bureau" meldet, daß die Frage be- der Landwirte ist mit einem Bestande von einer Viertel Million Es ist das erste Mal, daß ein Geschäftsbericht nichts von einem Die venezolanischen Schiedsgerichts- Schwierigkeiten mehr als 80 Proz. der Centrumswähler auf dem Lande wohnen. züglich der getrennten Behandlung der Forderungen Mitgliedern in das neue Jahr getreten: d. i. dieselbe Zahl Der Bund neuem riesigen Mitgliederzuwachs zu berichten weiß. Die Zusammensetzung der Centrumsfraktion sei ein Hohn auf das an Venezuela bald als abgethan betrachtet werden kann. Im allgemeine Wahlrecht. Die Volksstimme" wünscht, daß in jedem Interesse einer raschen Entscheidung werde angenommen, daß alle im Hinblick auf die Reichstagswahlen und wie im Vorjahre. Die Bundesleitung erklärt dies damit, daß ländlichen Wahlkreise den offiziellen städtischen Kandidaten ein bäuer- Parteien sich über eine Person als Schiedsrichter einigen verstärkte Agitation die Abhaltung von Versammlungen und die licher Centrumskandidat entgegengestellt wird. In der nämlichen Nummer, in der dieser Vorschlag gemacht würden, und daß hierfür der niederländische Minister des Werbung von Mitgliedern im zweiten Halbjahre 1903 auf das Auswärtigen gewählt werde. Bowen den Vertretern Deutschlands und Englands zu verNach einem weiteren Telegramm des genannten Bureaus hat des Deutschen Reiches gehören dem Bunde mur 1455, das sind sechs äußerste beschränkt worden ist. Bon den 25 000 Großgrundbesißern stehen gegeben, daß er kein von ihnen eingereichtes Protokoll Prozent, an, mit einer Beitragssumme von etwa 54000 M., das unterzeichnen könne, das nicht im wesentlichen mit find zehn Prozent der Gesamtbeiträge. Von den Bundesmitgliedern dem vom italienischen Botschafter Mayor des Planches vor- wohnen jezt östlich der Elbe 111 500, weſtlich der Elbe 138 500. geschlagenen übereinstimme. Am Sonnabend fanden mehrere Besprechungen zwischen dem englischen und italienischen Botschafter stellen, daß die sämtlichen Anwesenden, wenn sie Reichstags- Mitund dem deutschen Geschäftsträger in der englischen Botschaft statt. glieder gewesen wären", alle gegen den Antrag Kardorff gestimmt Bowen hat ferner den verbündeten Mächten mitgeteilt, daß er hätten, was fast endlose Beifallskundgebungen hervorruft. seine Zustimmung zur Bestellung nur einer Person zur Sodann sprach der Gutsbesizer Stauffer II als erster Refe Herr Reichstags- Abgeordneter Rösicke ersucht uns um folgende schiedsrichterlichen Entscheidung über die Vorzugsbehandlung nicht rent über den Zolltarif. Er erklärt die Taktik der Mehrheit für Mitteilung: In dem Bericht über die Reichstags- Sigung vom Sonnabend bis fünf Mitgliedern bestehender Schiedsgerichts- gewächse durchsetzen müssen. Jetzt aber sei die Proletarisierung geben könne, und den Wunsch ausgesprochen, daß ein aus drei vollkommen verfehlt. Der Antrag Kardorff wird nur der Socialdemokratie nußen. Man hätte Mindeſtzölle für Bich und Handelsheißt es in Bezug auf meine Rede u. a.: erhob er doch Be- hof gewählt werde. denken gegen die Arbeiter- Beigeordneten." Diese Angabe des platten Landes in Süddeutschland unvermeidlich. Zu den edlent beruht auf einem Irrtum. Ich habe mich zwar dagegen Führern des Bundes der Landwirte müsse man grenzenloses Verausgesprochen, daß die Arbeiter, welche bei der Gewerbetrauen haben.( Brausender Beifall.) Inspektion mitzuwirken berufen sein sollen, auf Grund eines all- hat weitere Fortschritte gemacht. In Rens ist der Streik noch allAls zweiter Referent spricht Herr v. Oldenburg- Januschau. gemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts" zu wählen gemein, die Stadtverwaltung hat sich genötigt gesehen, öffentliche Er bedauere es tief, daß sich im Reichstag in der Stunde sind, mich aber, wie schon früher, so auch diesmal, für die Zu- in drohender Haltung das Rathaus umlagerten, Arbeit und etwas tönne man leicht sein, wenn man nicht von den schwankenden Arbeiten in Angriff nehmen zu lassen, um den Arbeitslosen, welche der Entscheidung treue Freunde getrennt hätten. Optimist ziehung der Arbeiter zur Gewerbe- Aufsicht erklärt und die Hoffnung Verdienst zu geben. In Barcelona versuchen die Anarchisten Erträgnissen der Landwirtschaft, sondern von feſten Bezügen lebe. nicht erst dann erfüllt werde, wenn der Antrag Albrecht und Ge- wiederum einen Generalstreit wie den von 1902 zu inscenieren.( Rufe: Bülow! Bülow!) Als Autorität für das Kompromiß sei nossen zum Gesetz erhoben sein würde." Ein Teil der Gewerkschaften hat es abgelehnt, den Ratschlägen der der deutsche Landwirtschaftsrat genannt worden. Dieser aber habe Herr Rösicke bestreitet also nicht, daß er gegen die Zuziehung Anarchisten zu folgen; andre, wie die Omnibusangestellten, ſeinen alten Standpunkt verleugnet und gehöre als Fünfter bei der von Arbeiter- Beigeordneten zur Fabrikaufsicht, wie sie der social- sind in den Ausstand eingetreten. Die Juhaber der Geschäfte in Wisthpartie unter den Tisch. Im Kampfe gegen schlechte Handelsdemokratische Antrag fordert, gesprochen hat. Herr Nöside ist zwar den Hauptstraßen haben sich organisiert und mit Revolvern bewaffnet, verträge würden sich Feinde und Freunde des Antrags Kardorff für zuziehung der Arbeiter, aber nicht für die Zuziehung auf Grund um etwaigen Attacken auf ihre Geschäfte mit bewaffneter Hand wieder zusammenfinden. Die großen Afteure des künftigen Kampfes eines gerechten Wahlmodus. entgegentreten zu können. Die Depeschencensur wird sehr streng seien bereits aus den Coulissen getreten: der Bund der Landwirte gehandhabt so daß auf diesem Wege nur schwer Nachrichten ins und die Socialdemokratie. Der Bund trete ein für Gottesfurcht und Ausland gelangen. Königstreue.( Großer Beifall.) " Diese agrarischen Gegenkandidaturen" erklären sich einfach aus den Geheimfilialen, die der Bund der Landwirte im Centrum eingerichtet hat. Das Centrum wird einige Mühe haben, auf der„ mittleren Linie" zwischen den betrogenen Arbeitern und den unzufriedenen Bauern sich aufrecht zu erhalten. Ausland. Spanien. Die Streifbewegung Nach einer Meldung des„ Liberal" vom Montag find 50000 Mann ausständig. Kein Blatt soll erscheinen. Es scheint, daß die Arbeiterschaft von Sabadell, Tarrasa, Manresa und im ganzen Ter- Becken gemeinschaftliche Sache mit den Ausständischen macht. Die Lage soll sehr ernst sein. Ein hinkendes Kompromis.-Belletans Mehrheit. Paris, 8. Februar.( Eig. Ber.) Der Konflikt innerhalb des Regierungskartells ist durch ein hinkendes Kompromiß nicht sowohl ausgeglichen als vielmehr hinausgeschoben worden. Die rechts ſtehende Kartellgruppe der" demokratischen Union" hat erwirkt, daß Die zehnte General- Versammlung des Bundes der Landwirte Dr. Hahn läßt sodann durch Handaufheben und Zurufen festFolgende Resolution gelangt zur einstimmigen Annahme: Die Generalversammlung des Bundes der Landwirte spricht dem Vorstand ihren Dank aus für sein bisheriges Verhalten und giebt dent Vertrauen Ausdruck, daß derselbe auch in Zukunft mit gleicher Festigkeit die Interessen des selbständigen Mittelstandes vertreten wird. In der Diskussion nahm zunächst Herr v. Bodelschwinghdie Enbloc- Beratung der 54 Kongregationen- Gesuche durch die EinSchwarzen- Hassel das Wort, um in einer längeren Nede gegent teilung derselben in drei Kategorien ersetzt werde: in die der das Großkapital zu polemisieren. Herr Landwirt Banstunterrichtenden, der„ predigenden“ und der handeltreibenden ist am Montagmittag 11 Uhr im Cirkus Busch eröffnet worden. Wackern behandelte die bekannte Tischiuchrede des LandwirtschaftsMännerorden. Zugleich aber erklärte der Vorsitzende jener ie alljährlich, war der gewaltige Steinbau von den Angehörigen ministers Podbielsti und gab der Hoffnung Ausdrud, daß sich der Gruppe, daß eine gewisse Anzahl seiner Fraktionsgenossen, des Bundes überfüllt, nur fehlten diesmal die Damen infolge der Landwirtschaftsminister bald eines besseren besinnen und das Tischungeachtet des 31 stande gekommenen Kompromisses, für veränderten Stellung der Staatsbehörden in Bezug auf Teilnahme tuch wieder zusammennähen werde. der Frauen bei politischen Versammlungen. Gestattet war Dann betrat der Präsident des Abgeordnetenhauses, Herr die Einzelberatung jedes Gesuches stimmen würde. Die Autorität feitens des Polizeipräsidiums die Anwesenheit von Damen v. Kröcher, die Rednerbühne, um das Verhalten der Reichstagsder Kartellentscheidungen wird also nicht mehr von allen Mitgliedern in einem getrennten Segment des Cirkus. Da jedoch diese Mehrheit bei der Zolltarif- Vorlage zu entschuldigen. Bei dem des Kartells anerkannt, und je nach der Zahl der klerikalfreundlichen Anordnung nicht durchzuführen war, so konnte den zahlreich erhalten Obstruktion sei es nicht darauf angekommen, den Zolltarif in Dissidenten kann selbst in der Haupt- und Lebensfrage des Kartells schienenen Frauen der Besuch der Versammlung nicht gestattet werden. Der gewünschten Form durchzubringen, sondern vor allen Dingen mußte eine„ Mehrheit Nr. 2" zu stande kommen, die das Werk der regierenden Schon von 1/11 Uhr an strömten die Massen der Landwirte nach die Obstruktion niedergerungen werden. Die Mehrheit, die für den AnMehrheit verballhornt. Und zwar ist letteres desto wahrscheinlicher, dem Cirkus. Auf dem Vorplatz hatte sich eine kleine landwirtschaft- trag v. Stardorff gestimmt habe, sei vollkommen entschuldigt. Der Zolltarif als Combes sich weigert, auch nur jenen Kompromißbeschluß, liche Ausstellung etabliert, während die Industrie durch Zettelverteiler habe eigentlich nur ein Vorpostengefecht gebildet, den Hauptkampf an dem er mitbeteiligt arbeitete. Im ganzen mochten wohl 7500 Personen anwesend sein. würden erst die Handelsverträge bringen. Der Bund der Landwirte iſt, 18 Baht zu machen. Infolgedessen muß die einer Kabinettsfrage Die Mitglieder der konservativen Fraktion des Reichstags und Land- möge aus den Vorkommnissen keine grundsätzliche Stellung gegen die der Windfahnen tags waren zahlreich erschienen und nahmen auf der großen festlich freifonservative und nationalliberale Partei einnehmen, da durch eine zunehmen, denen es bereits vor den antiklerikalen Kampf- dekorierten Tribüne, welche anläßlich des zehnjährigen Bestehens des gegenseitige Bekämpfung nur die Socialdemokratie gewinnen würde. vorbereitungen zu grauen beginnt. Bundes mit der Jubiläumszahl im Kranze geschmückt war, Plazz. Man folle vereint bei den Wahlen lämpfen, jedoch in der Auswahl Ein weiteres Zeichen der inneren Zersetzung der„ Blocs" lieferte Viel bemerkt wurde die Anwesenheit mehrerer katholischer Geistlicher, der aufzustellenden Kandidaten sorgfältig vorgehen. die Marinebudget- Debatte. Marineminister Belletan ist von die während der Reden fleißig Notizen machten. Reichstags- Abgeordneter Liebermann von Sonnenberg Anfang an die Zielscheibe einer heftigen, offenen und versteckten Als um 12 Uhr der Vorsitzende des Bundes sichtbar wurde, erklärt, daß die Landwirte jetzt einem schweren Kampfe entgegen Attacke seitens der Opposition und der portefeuillesüchtigen Elemente Frhr. v. Wangenheim( l.- Spiegel), die Klingel schwingend, gingen und infolgedessen fest geschlossen zusammenhalten müßten. Er erinnerte in seinen Worten an die Seine Partei habe seit den Tagen des Abschlusses der östreichischen des Kartells selbst. Man verzeiht ihm nicht seine Versuche, die gab es großen Jubel. Gründung des Bundes vor zehn Jahren. zu Wie heute, lastete auch Handelsverträge dem Bunde gehalten. Die national= verlotterte Vetternwirtschaft des klerikal- reaktionären Marine- damals der Bann der Sorge und der Not auf uns, und es war ein liberale Partei, welche Herr von Kröcher in Schuß flüngels zu beseitigen, die ebensoſehr die Interessen der erlösendes Ereignis, als Ruprecht- Ranfern seinen Aufruf ergehen ließ. genommen, sei ein schwankes Rohr, welches von dem Winde bald Landesverteidigung wie die der Republik schädigt. Seinen Unvergeßlich wird uns jene Tivoli- Versammlung bleiben, die so nach rechts, bald nach links getrieben werde. Bei den HandelsIdeen aus der Oppositionszeit getreu, sucht der linksradikale Minister ruhig und würdig verlief trop aller Schwierigkeiten. Die verträgen, die den Reichstag noch beschäftigen werden, müsse sorgdem Kastenivefen zu steuern, das aus den hohen Marine- Aemtern verflossenen zehn Jahre waren reich an Mühe und Arbeit. fältig geprüft werden, ob sie der Landwirtschaft nüßen, und wo dies sozusagen ein er bliches Privilegium adliger reaktionärer Familien Wir haben durch unsre Arbeit erreicht, daß die wirtschafts- nicht der Fall, seien sie abzulehnen. Zum Schluß wies der Redner gemacht hat. Er suchte das Beförderungswesen im demokratischen politischen Forderungen in den Vordergrund unsrer inneren Politik darauf hin, daß man zum erstenmal in der Bundesversammlung Sinne zu ändern. Auch möchte er bei aller Achtung vor den gedrängt wurden, wenn wir auch im einzelnen nicht die Erfolge er die Frauen missen müsse, die deutschen Frauen und Jungfrauen, rangen, die wir wünschen konnten. Ich erinnere nur daran, daß die Priesterinnen des Volkes und Erzieherinnen der deutschen monarchistischen Ueberzeugungen des Admiralentums, daß, wie er schon die Regierungsvorlage des Zolltarifs bei weitem nicht die An- Jugend." Diefen rufe er zu: Heil! Heil! Heil! mit bitterer Jronie in der Kammer erklärte, die republikanischen forderungen erfüllte, die sie hätte erfüllen müssen nach dem Urteil Als nächster Redner wandte sich Herr Reichstags- Abgeordneter Ueberzeugungen keinen Grund zur Benachteiligung von Marine- aller großen landwirtschaftlichen Korporationen.( Sehr richtig!) Dr. Dertel gegen die Ausführungen des Herrn von Kröcher. Die Offizieren bilden sollten. Auf dem Gebiete der Neubauten be- Ebenso der Antrag Kardorff. Wir stehen noch heute auf dem Annahme, daß der Zolltarif gefallen wäre, wenn der vorzugt Pelletan die Schnelligkeit der billigeren Kreuzer und Torpedo- Standpunkte, daß er ein wirtschaftliches Unglück für die deutsche Antrag von Kardorff nicht zur Annahme gekommen, sei irrig. boote, sowie überhaupt die der Küstenverteidigung und der Ver- Landwirtschaft sei.( Donnernder, sehr langanhaltender Beifall.) Er Die Regierung hätte unbedingt einen neuen Bolltarif ausarbeiten mehrung der Stützpunkte dienenden Bauten, während er die teuren schädigt uns durch die Bevorzugung der Industrie durch erhöhten Schutz- müssen. Herr v. Kröcher habe ferner darauf hingewiesen, daß man zoll. Wir müssen uns dabei freilich auch nach unsrer eignen nicht wissen könne, wie der nächste Reichstag zusammengesezt sein Panzerkolosse für militärisch minderwertig hält. Das hat ihm neben Schuld fragen, und da müssen wir sagen: Wir würden mehr er- werde, das wisse ja niemand und der Bund werde dafür sorgen müssen, den Anhängern des Marine- Schlendrians natürlich die großmächtigen reicht haben, wenn die ganze deutsche Landwirtschaft einmütig zu- daß er sich so gestalte, wie man ihn haben wolle. Die InkraftPanzerplatten Fabrikanten auf den Hals gehezt. Die fammengestanden hätte.( Sehr richtig!) Was auch die Statiftit tretung des Bolltarifs sei leider nicht festgelegt und der gleiche Heizwirkung hatten schließlich seine socialreformatorischen An- uns vorgaukeln mag die deutsche Landwirtschaft ist noch immer Tarif sei nichts als Papier und Druderschwärze. Die fönne twas thun läufe, insbesondere die Einführung des Achtstundentages in den gleichberechtigt mit der Industrie!( Stürmischer Beifall.) Neue Bundesregierung sie will, fie fönne Tarif in Kraft treten lassen, wann fie will und Marinewerkstätten. Manche hohe Marinewürdenträger haben sogar Kämpfe um die Handelsverträge werden erstehen. Gegenüber der den versucht, aus Feindschaft gegen den Minister den Achtstundentag Auffassung der Regierung, die großkapitalistische Unternehmungen die Handelsverträge fündigen oder bestehen lassen nach ihrem durch eine chikanöse Zeiteinteilung den Arbeitern zu vergällen, diese und andrerseits weitgehenden Industricarbeiterschus fördert, müssen Belieben. Die Landwirte haben von der Annahme dieses Zolltarifs wir immer wieder den Grundsatz betonen, daß die Fürsorge nichts weiter als die Hoffnung. Nachdem noch Graf Reventlow, zu Kundgebungen und womöglich zu Krawallen zu provozieren und für den Mittelstand noch wichtiger ist als die Fürsorge Vorsitzender des Bundesbezirks Schleswig Holstein und Herr so der Preßcampagne gegen Belletan neues Material zu liefern. für den reinen Arbeiterstand.( Stürmischer Beifall.) Scholle v. Raymer- Kottbus gesprochen, teilte Herr Dr. Diederich Hahn In der Marinebudget- Debatte sollte die Hazz endlich ihre Früchte und Herd wollen wir unverlegt halten!( Lebhafter Beifall.) mit, daß in der am Sonntag, stattgefundenen Ausschuß- Sigung tragen. Man erwartete eine offene Generalattacke. Diese aber ich erinnere an das Wort des Grafen v. Posadowsky: Ein Hand- Freiherr v. Wangenhain- Klein- Spiegel und Dr. Röſicke- Görsdorf auf blieb aus. Pelletan mußte selbst seine schweigenden Feinde in der werk, welches nicht lebensfähig ist, soll nicht fünstlich erhalten fünf Jahre als Bundesvorsitzende wiedergewählt worden sind. Als einer Form einer Verteidigungsrede angreifen. Die Ränkeschmiede blieben werden, die deutsche Landwirtschaft sei numerisch zurüdgegangen, der leßten Diskussionsredner nahm der Schneidermeister Donner das in der Generaldiskussion eine offene Antwort schuldig. daß sie nicht mehr bevorzugt werden könne.( Stürmische Pfui- Rufe!) Wort, der darauf aufmerksam machte, daß er zwar niemals ein Landmann, Allerlei Vorwürfe macht man uns, zuerst den, daß wir dumpfen wohl aber Pferdeknecht und Ochsenjunge gewesen sei. Nicht als Dafür versuchten sie in der Einzelberatung durch einen harmlos Peffimismus verfallen seien. Das ist richtig, soweit es sich auf das bezieht, Ochsenjunge, aber als Vorsitzender des allgemeinen Vereins der aussehenden Zusazantrag, der gegen ein angeblich illegales Verwas wir von der Regierung zu erwarten haben. Das ist, wenn wir das Gewerbetreibenden Berlins und Umgegend bringe er dem Bunde waltungsdekret Pelletans gerichtet war, den Marineminister aussprechen, keine hegerische Agitation. Wir können gar nicht anders seinen Gruß. Es gelangten schließlich eine größere Anzahl von Bezu Falle zu bringen. Wohlgemerkt, hinter diesem Manöver stedte arbeiten als in staatserhaltendem Sinne. Wir müßten zur politischen grüßungs- und Glückwunsch- Telegrammen zur Verlesung und mit der werte Kollege Pelletans, Finanzminister Nouvier, der Lüge werden, wenn wir je anders handeln würden. Aber das Recht, 45 Uhr wurde die Generalversammlung, die schon vor Schluß der seiner Zeit die für die Durchführung jenes Dekrets nötigen Gelder was jeder Stand hat, sich zu wehren, das hat die deutsche Landwirt- Tagesordnung fast drei Viertel ihrer Teilnehmer eingebüßt hatte, verweigert hatte. schaft doch auch!( Stürmische Zustimmung.) Auch das Recht, die mit einem Hoch auf den Bund der Landwirte geschlossen. Es handelt sich um die Befreiung der eingeschriebenen Seeleute, jeweiligen Regierungsanschauungen zu bekämpfen.( Stürmischer die in Friedenszeiten in der privaten Handelsmarine beschäftigt find, Deutschlands aber beruht in einer fraftvollen Monarchie. Wir wollen Beifall.) Denn Regierungsanschauungen wechseln, die Zukunft von der gewerblichen leberwachung seitens ihrer früheren und fünftigen nicht ein Scheinfaiſertum wie in England, nicht eine forrupte Despotic militärischen Vorgesetzten. Zu diesem Zweck Hat Pelletan eine wie in Rußland, nicht eine Cliquenwirtschaft wie in den Republiken. rein gewerbliche Aufsicht von besonderen Verwaltern der ein- Aber wir wollen unserm Kaiser nicht als Sklaven, fonden als freie geschriebenen Seemannschaft" eingeführt. Ein Teil der Generalstäbe" Männer, wie unsre Vorfahren es waren, dienen.( Donnernder, ander Marine, wie Belletan sich ausdrückte, ergriff die stille Initiative haltender Beifall.) " Aus Industrie und Handel. Eine neue Unterschlagung. An der Börse war heute das Gesücht verbreitet, daß in einer der Depojitentajien der Deutschen Bant eine größere Unterschlagung vorgekommen sei, wie es hieß. fogar in Betrage von 460 000. Der Defraudant hätte, so wurde erzählt, sich bereits das Leben genommen. Wie weit diese Mitteilungen begründet sind, läßt sich nicht ersehen, da von der Nächstbeteiligten, der Deutschen Bant, bisher eine Erklärung fehlt. Große Berliner Straßenbahn. In der Aufsichtsratssitzung, die heute stattgefunden hat, wurde von der Verwaltung der Geschäftsabschluß für das vergangene Jahr vorgelegt und beschlossen, der Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 7% Proz. auf das erhöhte Aktienkapital( 85 785 000 M.) vorzuschlagen. Im vorigen Jahre wurde bekanntlich ebenfalls 7/ Proz. zur Verteilung gebracht, doch waren damals nur 68 625 000 m. dividendenberechtigt. am Die Berliner Handelskammer und die Börsengesetz- Reform. Auf eine von den Aeltesten der Kaufmannschaft am 5. Januar gefaßte, einer Versammlung der deutschen Börsenvorstände 11. Februar vorzulegende Resolution, betreffend Revision des Börsengesezes und Börsensteuergesetzes, die der Kammer zur Erklärung ihrer Zustimmung unterbreitet worden war, hat die Handelskammer die Antwort erteilt, daß ihr die vorgeschlagene Resolution nicht weit genug geht, da sie die von den Interessenten gehegten berechtigten Wünsche nicht genügend zum Ausdruck bringt. Da aber diese Tragödie sich so vollzogen, bleibt es Pflicht der namentlich auch die zum lokalen Streiffonds, bezahlt haben) in der Menschlichkeit, dieser Frau, die viel geirrt und viel gelitten, nicht nur Beit vom 1. April bis zum Ende der auf den 15. November unser Mitleid nicht zu versagen, sondern die Achtung zu bewahren, folgenden Kalenderwoche im Fall der Arbeitslosigkeit auf die Höchstdie sich ein Mensch erwirbt, der den höchsten Glanz und Reichtum, dauer von sechs Wochen pro Woche 6 M. Unterstützung, im Falle der Krankheit auf die Höchstdauer von acht Wochen. Die Arbeitslosenden die bürgerliche Welt zu geben hat, der eine Königskrone Unterſtüßung wird vom 7. Tage ununterbrochener Arbeitslosigkeit ausschlug. * ab gewährt, die Krankenunterstüßung schon vom 1. Tage ab, sofern die Krankheit mindestens eine Woche anhält. Für Mitglieder von auswärts, die nur vorübergehend im Gebiet der genannten Filialen arbeiten, ist die Einrichtung vorgesehen, daß sie( nach Zurüdlegung der Karenzzeit) im Fall der Arbeitslosigkeit bei sofortiger Bereiterklärung zur Abreise 6 M. Reisegeld erhalten können. Mitglieder, welche erst jetzt dem Verbande beigetreten sind oder nicht sämtliche in Nach den Ereignissen der letzten Wochen, namentlich nach dem Beiträge bis Ende 1902 bezahlt haben, können die vollen Anrechte Ausschluß aus dem väterlichen Hause und nach der Erkrankung durch Nachzahlung der Beiträge für 1902 erwerben oder aber die= ihres Sohnes sind bei der Prinzessin Luise eine tiefe Erschütterung selben haben neben der Zurücklegung einer Starenzzeit von zehn und eine körperliche Depression zu Tage getreten; in deren Verfolg Wochen nur Ansprüche auf das Minimum der Unterſtügung: bei und mit Rücksicht auf die besonderen Umstände, in denen sie sich Arbeitslosigkeit vier Wochen, bei Krankheit sechs Wochen. befindet, entschloß sich die Prinzessin zur Erlangung der für sie 15. März, zugleich tritt auch ein Arbeitsnachweis ins Leben, der Die Thätigkeit des Unterstüßungsfonds beginnt mit dem dringend notwendigen Ruhe und zur Wiederherstellung ihrer Gevon dem ebenfalls in der Versammlung am Sonntag gewählten, mit un sundheit ärztlichen Beistand in Anspruch zu nehmen. Die 1600 M. Jahresgehalt angestellten Staffierer verwaltet wird. Prinzessin hat daher heute Aufnahme in das bei Ryon gelegene Sanatorium La Metairie nachgesucht und dieselbe dort gefunden. Folgende telegraphische Nachrichten liegen vor: Genf, 8. Februar.( Meldung der Schweizerischen DepeschenAgentur".) Von den Vertretern der Prinzessin Luise wurde folgende Mitteilung gemacht: d summatich Wenn," heißt es in der Antwort, die deutschen Börsen die zur Erfüllung ihrer wirtschaftlichen Aufgaben unentbehrliche Kraft und Die Arbeiter der städtischen Kanalisationswerke hatten den zuBewegungsfreiheit wiedererlangen sollen, muß immer wieder und in erster Linie eine durchgreifende Aenderung der nunmehr in den ständigen Behörden im August vorigen Jahres einen Lohntarif weitesten Streisen als verfehlt erkannten Grundlagen des Börsen- Genf, 9. Februar. Nach zuverlässigen Informationen soll eine arbeiter und Druckrohr aufseher einen Anfangslohn von überreicht. Derselbe fordert: 1. für Bassinarbeiter, analgefebes verlangt werden. Wir halten es deshalb nicht für richtig, Verschiebung der auf den 11. Februar angesetzten Verhandlung in 24 M. die Woche, nach 2 Jahren 26 M., nach 5 Jahren 29 M., nach wenn die Börsenvorstände sich mit einer wenn auch nur vorläufigen dem Cheprozeß der Prinzessin Luise möglich sein. Ferner wird ver- 8 Jahren 32 M., nach 11 Jahren 35 M.; 2. für Heizer einen partiellen Revision des Börsengesetzes einverstanden erklären oder gar sichert, Leopold Wölfling stehe in keinerlei Beziehung zu den Ent- Anfangslohn von 27 M., nach 2 Jahren 29 M., nach 5 Jahren 32 M., eine solche bei der Regierung beantragen, zumal eine partielle schließungen der Prinzessin Luise und Girons. Es sei ihm ge= Revision nach unsrer Ueberzeugung einer gründlichen Abänderung des stattet worden, seine Schwester in La Metairie zu besuchen. Bon nach 8 Jahren 35 M., nach 11 Jahren 38 M.; 3. für Puzer und Gesetzes, wie sie das Bedürfnis der Börse dringend erfordert, auf 2a Metairie trafen heute vormittag günstige Berichte ein. Die nach 5 Jahren 28 M., nach 8 Jahren 30 M., nach 11 Jahren 32 M. Kohlenfarrer einen Anfangslohn von 24 M., nach 2 Jahren 26 M., lange Zeit den Weg versperren würde. Daher genügt es nicht, daß Prinzessin bewohnt eine zur Anstalt gehörende Villa und ist mit den Dieser Tarif ist, wie in einer Versammlung am Sonnabend aus das Börsengesetz in Gemäßheit der vom Börsenausschuß unter dem Einrichtungen zufrieden. 11./12. Juni 1901 einstimmig gefaßten( ihrer Resolution zu Grunde geführt wurde, trotz aller Vorstellungen endgültig abgelehnt gelegten) Beschlüsse abgeändert werde; vielmehr müssen auch dieworden. Die Arbeiter wußten nunmehr feinen andren Ausweg, als Dresden, 9. Februar.( B. H.) Der Entschluß der Prinzessin die Deffentlichkeit für sich in Anspruch zu nehmen, um durch den jenigen Aenderungen herbeigeführt werden, die von der Mehrheit des Börsenausschusses zur Wiederherstellung der gefährdeten Moral und Luise, in einer Nervenheilanstalt Aufnahme zu suchen, wird hier in Druck der öffentlichen Meinung eine Verbesserung ihrer Lage herbeider Rechtssicherheit als erforderlich bezeichnet worden sind. Und zwar allen Kreifen mit Genugthuung aufgenommen. An dem Fortgange zuführen. Die Arbeiter fordern die Bewilligung des vorstehenden muß die Aufhebung des Börsenregisters und der darauf beruhenden des Eheprozesses ändert aber auch dieser Schritt nicht das geringste. Lohntarifs, die Einführung von Wochenlöhnen statt Tagelöhne, ErBestimmungen über Börsentermingeschäfte, die Aufhebung des Ver- Die Veranlassung dazu ist allein von den Rechtsanwalten der richtung eines Arbeiterausschusses, Regelung der täglichen Arbeitszeit, bots des Börsenterminhandels in Getreide- und Mühlenfabrikaten, Brinzessin ausgegangen, der sächsische Hof hat in dieser Richtung Einführung eines Schichtwechsels derart, daß jeder Arbeiter nur jede sowie Anteilen von Bergwerks- und Fabrikunternehmungen angestrebt feinerlei Versicherungen gemacht. dritte Woche Nachtdienst hat. werden. Ferner muß bis zur Höhe der bestellten Sicherheiten eine In den Union- Werken ist es nicht zum Streif gekommen. Die Anfechtung aus§§ 50 oder 66 B. G.-B. oder 764 B. G.-B. und die Rückforderung des einmal Geleisteten in allen Fällen ausgeschlossen Dichtungen der Kronprinzessin.findDifferenzen fanden nach kurzer Verhandlung zwischen der Direktion fein. Ein gegebenes Schuld- oder Kontokorrent- Anerkenntnis soll Zur Charakteristik der Prinzessin Luise sind einige kleine Strophen, und den Drehern eine beide Teile befriedigende Erledigung. weder auf Grund des Börsengesetzes noch der§§ 762 bis 764 B. G.-B. die sie gedichtet und die ein Zufall der Frants. 3tg." zugeführt hat, widerrufen oder angefochten werden können. Die Umsatzsteuer ist, recht bemerkenswert. Auch diese Aeußerungen eines schweren Herzens, wenn nicht ganz abzuschaffen, so doch wenigstens so weit zu er- so wenig fünstlerische Bedeutung sie haben, bekunden, daß die Vermäßigen, daß das bei der jetzigen Höhe derselben so gut wie unmög- fafferin feineswegs das leichtfertige Weib ist, als das es die Scheinlich gemachte Arbitragegeschäft und ein regelmäßiger Börsenhandel fittlichkeit verleumdet: wieder hergestellt werden können. Die Vorschriften betreffend den Was ich geträumt! Stempel auf Wertpapiere sind dahin zu ändern, daß dieser den internationalen Verkehr und die Arbitrage in Wertpapieren nicht in dem Maße beeinträchtigt, wie es zur Zeit der Fall ist." Es soll nicht näher untersucht werden, ob nicht in Anbetracht der bestehenden politischen Verhältnisse es taktisch richtiger ist, wenn die Interessenten sich zunächst auf die Forderungen der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft beschränken; jedenfalls ist es aber völlig verkehrt, darauf hinzuwirken, daß sich noch der gegenwärtige Reichstag mit der Sache beschäftigt. Es muß jedem, der die Stimmung der Konservativen und des Centrums fennt, klar sein, daß dabei nichts d Günstiges herauskommen, sondern eine gründliche Reform nur weiter hinausgeschoben würde. 4: Norderney, August 97. War's Wirklichkeit, war es im Traum? Da ich, von weißen Flügeln leicht getragen, Durchschwebt den unermeßlich weiten Raum Den Sternen zu, die schlummernd vor mir lagen! Ein unbeschreiblich Sehnen füllt mein ganzes Wefen: Glück jedem Herz zu bringen, das mich kennt, Und im geheimnisvollen Glanz der Augen dann zu lesen Den schönsten Dank, den man die Liebe nennt! Und trämend schiebte ich zur Erde nieder, 11 Die schweigend ruht' in sternenheller Nacht. Durch meine Seele zogen leise Lieder, Mir war's als hättest du an mich gedacht! Schiffbau in den Vereinigten Staaten von Amerika während des Jahres 1902. Die Vereinigten Staaten haben in den letzten Jahren außerordentliche Anstrengungen gemacht, ihren Schiffbau auf eine höhere Stufe zu heben; doch lassen die amerikanischen Reeder s ihre größeren Stahldampfer noch immer größtenteils in England herstellen. Der Schiffbau- Kommissar der Regierung zu Washington hat fürzlich eine Tabelle über Anzahl und Tonnengehalt der in den Vereinigten Staaten von Amerika während des Kalenderjahres 1902 fertiggestellten und amtlich registrierten Schiffe veröffentlicht. Danach wurden der amerikanischen Flotte im vergangenen Jahre 1262 Schiffe mit 429 327 Brutto- Reg.- Tons hinzugefügt gegenüber 1322 Fahrzeugen mit 376 129 Brutto- Reg.- Tons im Jahre 1901. Das Bestreben nach dem Bau größerer Schiffe erhellt aus der Berechnung, daß auf ein Schiff im Jahre 1902 durchschnittlich 340, im Jahre 1901 mur 285 Brutto- Reg.- Tons entfielen. Die meisten Schiffe, nämlich 856 Stück mit 214 538 Reg.- Tons, wurden am atlantischen Ocean einschließlich des Golfs von Meriko gebaut, ferner 104 Stück mit 158 230 Reg.- Tons an den großen Binnenseen, 161 Stüd mit 48 432 Reg.- Tons am Stillen Ocean, 128 Stück mit 7955 Reg.- Tons an den Flüssen des Westens, 9 Stück mit 137 Reg.- Tons auf Puertorico und 4 Stück mit 35 Reg.- Tons auf Hawaii. Bank- Dividenden. Die Vereinsbank in Nürnberg verteilt 10 Proz. Dividende. Der Gesamtgewinn beträgt 2 075 776 Mark, doch kommt bei der Beurteilung in Betracht, daß sich die Disagio- Reserve von 540 765 M. auf 152 260 M. ermäßigt hat. Die Bayrische Notenbank in München giebt 7 Proz. Dividende( gegen 8 Proz. im Vorjahr). Der Bruttogewinn beträgt 1 739 041 2.( i. 23. 1980 806 W.), der Reingewinn 820 016 M. ( i. 2. 1 031 403 M.). Die Deutsche Nationalbank in Bremen schlägt eine Dividende von 3 Proz. vor( gegen 7 Proz. im Vorjahr). Im Sanatorium. Zu dem Entschluß, aus Salzburg in heimlicher Nacht zu entfliehen, wurde die stronprinzessin geleitet durch die Androhung, daß Kloster oder Irrenhaus ihr Schicksal sein würde. entfloh den Drohungen, um nun nach kurzer Frist, gebrochen durch Berfolgungen und Not, freiwillig in die Nervenheilanstalt zu gehen. Freiwillig sofern ein freier aufrechter Wille überhaupt noch in dieser Frau lebt. * Entsagung. Deutfches Reich. In der Faßfabrif von Lohrmann in Sternberg( Mecklenburg) find 60 Arbeiter ausgesperrt worden, weil sie eine geringe Lohnerhöhung forderten. Die Maurer in Bremerhaven haben mit den Unternehmern einen Tarif vereinbart, der vorläufig vom 1. April 1903 bis 31. März 1904 Gültigkeit hat. Durch denselben wird der Stundenlohn festgefeßt für Maurer auf 50 Pf., für Junggesellen auf 42 Pf. Weiter wird eine Regelung hinsichtlich der Arbeitszeit und der events. Ueberstunden geschaffen. Die Maurer haben damit so ziemlich ihre gesamten Forderungen durchgescht.eu Husland. Der Kampf um das Koalitionsrecht der Hafenarbeiter Dänemarks. In Odense ist jetzt ein wirtschaftlicher Krieg zwischen der organisierten Arbeiterschaft und dem Teil des Bürgertums ausgebrochen, der die Maßnahmen der Handelsvereinigung zur Vernichtudung der Organisation der Hafenarbeiter unterſtüßt. Aller Verkehr wurde abgebrochen mit den direkten oder indirekten Beschüßern der von der Handelsvereinigung gegründeten„ Hafenzunft", mit ihren Geschäften und gewerblichen Betrieben. Demjenigen Geschäftsmann, der seine Waren mit Hilfe der Hafenzunft löschen oder verladen läßt, läßt man es fühlen, daß er ein Feind der Arbeiter ist. Seine Waren fauft man nicht, tein organisierter Arbeiter will in seinem Hause wohnen, keiner irgend welche Arbeit für ihn ausführen. Aber am bittersten wird der Kampf gegen die Arbeiter geführt, die sich von der Hafenzunft aniverben ließen. Keiner will mit ihnen in demselben Hause wohnen, noch in derselben Restauration sitzen, oder in dieselbe Kirche, in dasselbe Theater gehen wie er, noch Waren kaufen in demselben Laden, wo er kauft. Du hast mit ruhlos heißem Sehnen Ein Herz erträumt, das dich so ganz verstand, Db du's gefunden? Ob das Aug' voll Thränen Rückwärts du wendest und es mich dann fand? Glück giebt es nur im schmerzlichen Entsagen, Pflicht macht das Schwere dir nicht schwer, In deines jungen Lebens sommig schönsten Tagen Trau' feinem Glück, es läßt dich kalt und leer. Träumt dann dein Herz von stillen Glückesstunden, Rastlos sie suchend strebst du himmelwärts, Im Schaffen hat dein Geiſt ſein Glück gefunden, Letzte Nachrichten und Depeschen. Hoch ist dein Ziel und mutig sei dein Herz! did Die Differenzen mit dem Bremer Bulkan" find beigelegt. Bremen, 9. Februar.( Eig. Ber.) Die Differenzen zwischen der Gewerkschaftliches. Direktion des„ Bremer Vulkan" in Vegesack und der Arbeiterschaft find beigelegt. Die Arbeiter haben in den Mitgliederversammlungen der einzelnen Verbände die von uns mitgeteilten Vorschläge der Direktion bezüglich der Teilnahme an Beerdigungen angenommen. Berlin und Umgegend. es Der lint cine Die Jungbierkutscher haben am Montag früh den Brauereibefizern ihren Lohntarif vorgelegt und ist derselbe von sieben Wer von den Arbeitern der betreffenden Abteilung sich Brauereien, wovon drei dem Ring nicht angehören, anerkannt und an dem Gefolge beteiligt, darüber soll von Fall zu Fall unterschrieben worden. Bei 20 Brauereien, welche ihre Unterschrift nicht gegeben haben, wurde die Arbeit einmütig niedergelegt. Zu zwischen dem Arbeiterausschuß und der Werftleitung Vereinbarung foll neue Nietertarif den neuen Bedingungen fahren zur Zeit 30 Kutscher, im Streit getroffen werden. in Kraft befinden sich 119 Kutscher. Von sieben Brauereien mit ca. 13 Rutschern treten, sobald die technischen Vorbereitungen dafür beendet handelt sich ist bis zur Stunde ein Bescheid noch nicht eingegangen. Die Aus- find; Entlastung der Nieter ständigen haben im Laufe des ersten Tages bereits 10 000 Flug in der Art ihrer Arbeit. Bis dahin gilt der alte Tarif. blätter an ihre Kunden verteilt. Das Flugblatt trägt die Aufschrift Sollten nach dem neuen Tarif die Nieter nicht zu einem An die Bevölkerung Berlins" und legt den Grund des Streiks flar. höheren Verdienst kommen, so hat der Arbeiterausschuß Die Kutscher von der Brauerei„ Süd- West", Jnhaber Stolpmann, 19 an der Zahl, haben sich dem Centralverband der Handels-, sofort mit der Direktion zu verhandeln. Mit der Annahme der weiter. Die Streitleitung eriucht die Arbeiterschaft verhängte Sperre. Bon besondrer Bedeutung ist, daß sämtliche MaßTransport- und Verkehrsarbeiter nicht angeschlossen und fahren Vorschläge der Direktion dringend, bei der Abnahme des Bieres nur die regelungen, auch solche, die bereits einige Wochen zurüdliegen, zurüdjenigen Rutscher berüdfichtigen zu wollen, welche genommen werden. Von den Ausgesperrten wird die Arbeit morgen, sich durch die grüne Legitimationstarte ausweisen Dienstag, wieder aufgenommen. tönnen. " erledigt sich die über die Werft Die Stichwahl in Schleswig hat Montag stattgefunden. Obgleich bisher nur ein Teilresultat vorliegt, ist an dem Siege des voltsparteilichen Kandidaten Spethmann nicht zu zweifeln. Bisher liegt folgendes Telegramm vor; Schleswig, 9. Februar, 10 Uhr abends.( W. T. B.) Bei der Streitbrecher haben sich von seiten der Kutscher nicht gefunden. Die fatte Tugend der anständigen Leute" triumphiert: So Jedoch haben in einzelnen Brauereien die Buchhalter und Reisenden fommt die Vergeltung über das Weib, das die Ehe brach und ihre sich dazu hergegeben, Streitbrecherdienste zu leisten. Kinder verließ. Nichts war widerwärtiger in der Tragödie der sächsischen Es handelt sich bei dem Streik um die Anerkennung des nach Kronprinzessin als der Lärm der Sittlichkeitswächter, nichts stehenden Tariss: 1. Das Bier wird seitens der Kutscher mit 8 Pf. per Liter abist gemeiner als nun das breite feiste Lachen ihres gerechnet. 2. Der Lohn beträgt bei einem Umsatz bis zu 70 W. Triumphes. Das sind dieselben Sittlichkeitshüter, welche alle is M., bis zu 100. 21 M., bis zu 150 M. 24 W., bis zu 200 M. Scheußlichkeiten des kapitalistischen Sexuallebens. beschönigen, welche 27 M., bis zu 250 M. 30 M., bis zu 300 M. 33 M., heutigen Reichstags- Stichwahl im Wahlkreise Schleswig- Eckernförde die offene und geheime Prostitution als das Fundament des bis zu 350 M. und mehr 36 m.- 3. Für Bier in kleinen Gebinden 3. Für Bier in kleinen Gebinden Familienlebens billigen, welche die Vielweiberei der Männerwelt als werden 15 Proz. gewährt, welche bei jeder Abrechnung in Abzug wurden bisher gezählt für Spethmann( fri. Vp.) 3252, für Abzugoffmann( Soc.) 2317 Stimmen. kommen. 4. Der Wander- Gewerbeschein für die Landkutscher ist ein ewiges Menschenrecht schützen. 5. Die Biersteuer hat der von den Brauereibefizern zu bezahlen. Brauereibesitzer zu tragen. 6. Maßregelungen oder Verrufs erklärungen der Kutscher dürfen nicht stattfinden. M.Gewiß, es wäre eine weitaus höhere Stellung gewesen, die sich Verschollener Fischdampfer. die Thronfolgerin von Sachsen erringen konnte, wenn sie ihre Be freiung aus höfifchen Fesseln nur aus eigner Kraft vollendet Geeftemünde, 9. Februar.( W. T. B.) Der Dampfer der hätte. Zu solcher Größe fehlte ihr die Kraft. Groß war sie nur in Die Einführung der periodischen Arbeitslosen- Unterstützung im Gerstemünder Herings- und Hochfeefischerei Gesellschaft Friedrich dem Sehnen, das in ihr hinaustrieb aus der Enge und den Steinsetzer- Verband, und zwar für die in und um Berlin belegenen Albert" ist bis jetzt von seiner Fangreise nach Island nicht Nichtigkeiten des höfifchen Treibens, das im idyllischen Atelier des Filialen desselben, ist am Sonntag in einer kombinierten Ver- zurückgekehrt und wahrscheinlich der mit aus 12 Man bestehenden Malers auf den Loschwitzer Hügeln sich zu dem schmerzvollen Aus- sammlung beschlossen worden. Es sind folgende Filialen daran Besazung untergegangen. Die Zahl der in diesem Jahre ruf erhob: Ach könnte ich auch so in stiller Abgeschiedenheit ein Leben beteiligt: Berlin I, Berlin II, Bergholz, Caputh, Charlottenburg. verschollenen Fischdampfer der Weserflotte ist damit auf vier gefür mich führen! Es war das Verhängnis der Kronprinzessin Luise, daß sie Eberswalde, Köpenick, Rirdorf, Saarmund, Schöneberg und Wriezen den Weg in die Freiheit nicht finden konnte im freien Geistes- mit insgesamt 800 Mitgliedern, das ist ziemlich ein Fünftel des Großfeuer. entschluß, daß sie, um in ein neues Leben zu gehen, sich der Leiden- Gesamtverbandes. Die Kosten werden durch Ertrabeiträge( pro Woche 20 Pf.) der beteiligten Mitglieder bestritten. Als Grundſchaft Lemberg, 9. Februar.( W. T. B.) In Kuth wurden geftern hoffte und dessen Charakter sie offenbar in ihrer Rettung erfonds ist den lokalen Streitfonds ein Betrag von circa 6000 M. An Unterstützung erhalten die vollberechtigten 370 Privathäuser und mehrere öffentliche Gebäude durch eine Feuerseinschätte. Mitglieder( das sind solche, welche einschließlich 1902 ihre Beiträge, brunst zerstört. 500 Familien find obdachlos und brotlos geworden. Merantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt stiegen. od Nr. 34. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 254. Sigung. Montag, den 9. Februar 1903, nachmittags 1 hr. b. Thielmann. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky, Freiherr Zunächst wird eine Reihe von Rechnungssachen in dritter Beratung erledigt. Darauf wird die zweite Lesung des Etats des Reichsamtes des Innern fortgesetzt in Verbindung mit den bereits erwähnten Anträgen Heyl( natl.)- Trimborn( C.), Albrecht ( Soc.), Gröber( C.) und Rösicke( Dessau)- Dr. Pachnicke( frf. Bg.). Abg. Dr. Dertel( f.): Dienstag, 10. februar 1903. amt des Innern hat auf Grund des von Ihnen beschlossenen Gesetzes sachen von den Gewerbe- Inspektoren eingehend und furchtlos die Initiative ergriffen und einen Vorschlag ausgearbeitet. Dieser dargestellt werden. Sie sind selbstverständlich auch berechtigt, Vorschlag ist sowohl dem preußischen Ressort wie auch dem Reichsressort Urteile abzugeben über das, was geschehen ist und und sämtlichen verbündeten Regierungen zugegangen. Ich muß aber was zu geschehen hat. Es wird also von dieser Stelle keinerlei mit Bedauern fagen, daß sich aus den gutachtlichen Aeußerungen Einfluß geübt, um die objektiven Aeußerungen der Gewerbe- AufsichtsSchwierigkeiten diese Materie thatsächlich hat. Wir haben bis jetzt daß manchmal die Bestrafungen wegen Vergehen gegen die Schutzder verbündeten Regierungen ergeben hat, welch' außerordentliche beamten irgendwie einzuschränken. Auch mir war es aufgefallen, beseitigen. Ich will nur eine Schwierigkeit erwähnen, das Ich habe deshalb in dem erwähnten Erlaß es ausdrücklich als feinen Weg gefunden, um diese Schwierigkeiten zu vorschriften der Gewerbe- Ordnung ganz auffallend niedrig sind. einer andren Krankenkasse wohnt wie der Heimarbeiter. ist die, wenn der Gewerbetreibende int dem Bezirk wünschenswert bezeichnet, daß die ta bellarischen Nachweise entstehen da so außerordentliche Schwierigkeiten der Verwaltung auf die Arbeiterschutz- Bestimmungen eingehender bearbeitet Es über Bestrafungen wegen Zuwiderhandlungen gegen Grund der bisherigen gesetzlichen Bestimmungen, daß ich noch nicht werden. voraussehen kann, in welcher Weise sie praktisch zu lösen sind. Die Es ist weiter auf die Stellung der Arbeitersekretäre hingewiesen verbündeten Regierungen sind einstimmig der Ansicht, daß das Ziel worden. Ich habe die Auffassung, daß die Arbeiterjekretariate Abg. Wurm äußerte sich unwillig darüber, daß ein Betrieb an sich erreicht werden muß; nur über den Weg herrschen Meinungs- keine gewerblichen Institute sind. Wo aber die Gerichte gesprochen 50 Proz. Dividende verteilt und trotzdem seine Arbeiter aufs äußerste verschiedenheiten. haben, da kann selbstverständlich die Verwaltungsbehörde und die ausgebeutet habe. Wenn diese Mitteilung richtig ist, so verurteilen Zu den vorliegenden Initiativanträgen kann ich mich nicht politische Behörde nichts mehr thun, und wenn der Betreffende glaubt, auch meine politischen Freunde eine solche Dividendenjägerei auf äußern, weil ich die Stellung der verbündeten Regierungen nicht daß er zu Unrecht wegen unterlassener Meldepflicht eines gewerbeKosten der Arbeiter aufs schärfste. Wir verurteilen die Dividendenjägerei fenne und namentlich auch nicht weiß, welche Stellung sie zu steuerpflichtigen Betriebes bestraft ist, kann er nur noch den Weg in jeder Form, auch bei Betrieben, an deren Spizze Herren stehen, den Anträgen in Zukunft einnehmen werden, zu denen sie sich bisher der Gnade beschreiten. die den Herren von der äußersten Linken ungemein nahe stehen. ablehnend verhalten haben. Nur zu einem will ich mich äußern, Ich stehe auf dem Standpunkt, daß, wo die Arbeiter in Herr Wurm sollte sich aber hüten, von solchen Einzelvorgängen auf dem Antrag, jugendlichen Personen zu verbieten, daß sie Arbeit mit gesetzlichen Forderungen ihre Berufsinteressen vertreten, fic auch voll die Allgemeinheit zu schließen. Ebenso falsch ist die Verallgemeinerung nach Hause nehmen. Wir haben einen ähnlichen Versuch schon ge- gehört werden müssen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) der Behauptung, daß alle Landwirte die Unfallverhütungs- Vorschriften macht. Damals aber waren die Meinungen in diesem hohen Hause Ich habe deshalb auch keinen Anstoß daran genommen, seitens des Tag handhabten. Wenn die Statistik gegen früher höhere Unfallziffern sehr geteilt darüber, ob die Vorschrift, die wir vorschlagen, ausführ- Reichsamtes des Innern einen Kommissar zum Stutt aufweist, so liegt das daran, daß neuerdings auch die geringsten bar seien. Mir will es scheinen, als ob auch dieser Vorschlag, so garter Gewerkschafts- Kongreß zu senden, und Unfälle, wie Schnitte in den Finger usw., gemeldet werden müssen gut gemeint er sein mag, doch kaum ausführbar sein wird. Wie mit meiner ausdrücklichen Zustimmung ist die arbeiter und in der Statistik mit auftreten. Gewisse Unfälle werden sich in der wollen Sie es verhindern, daß die erwachsenen Personen Arbeit mit statistische Abteilung des Reichsstatistischen Amtes auch mit Landwirtschaft nie ganz vermeiden laffen. Abg. Wurm hat das Wort nach Hause nehmen und dann von jugendlichen Personen die Arbeit den organisierten Gewerkschaften in Verbindung getreten, un wiederholt, daß zwischen Besitzenden und Befizlosen ewig Kampf sein ausführen lassen. Ich will mich gern belehren lassen, ich sehe von ihnen das Material zu erhalten, das für die Beurteilung des werde. Das würde vielleicht wahr sein, wenn die Gegensäße sich aber hier keinen Weg, umden an sich lobenswerten Arbeitsmarktes wichtig ist und in der Zeitschrift verwendet werden derart zuspizten, daß eine handvoll Kapitalisten einer Riesenmasse 3 wed zu erreichen. soll, die seiner Zeit erscheinen wird. von Proletariern gegenüberstände, die von der Hand in den Mund Es ist vorgestern seitens eines Redners auf die Enquete über Was die Verwendung von Bleiweiß anlangt, so sollen leben. Um so mehr ist die Erhaltung einer wirtschaftlichen Mittel- die Wirkungen des Handwerker gefeges von 1890 hin- die Vorschriften für die Bleizuckerfabriken einer Abänderung unterschicht eine sociale Aufgabe von hervorragender Bedeutung. Dann gewiesen worden. Zur Vorbereitung dieser Erhebungen sind unter Mit- worfen werden. Diese neue Verordnung ist nahezu fertiggestel t fann zwischen Kapital und Arbeit Friede sein. Die Socialpolitik wirkung des Statistischen Amtes und unter Zuzichung und wird in der allernächsten Zeit erscheinen. Ebenso ist in Angrif darf sich nicht erschöpfen in der Frage des Lohnarbeiter- Schußes. von Sachverständigen aus Handwerkerkreisen sieben Fragebogen aus genommen eine Bekanntmachung über Einrichtung und Betrieb der Es ist nichts geschehen in der lezten Zeit zur Er gearbeitet worden, die den Innungen, den Innungsausschüssen Bleihütten. In Frankreich ist, wie ich durch Vermittelung des Auc haltung des faufmännischen, gewerblichen und und Innungsverbänden, den höheren Verwaltungsbehörden und den wärtigen Amtes habe feststellen lassen, von seiten der Minister des handwerkerlichen Mittelstandes. Ich bitte den Staats- Landes- Centralbehörden zugehen werden. Die Beantwortung Innern, des Krieges und der Finanzen im Oktober 1901 durch Runt sekretär, uns zu sagen, was nach seiner Meinung geschehen ist. dieser Fragebogen foll erst im Jahre 1904 erfolgen. schreiben angeordnet worden, daß im Bereich ihrer Ressorts die Ich halte den Befähigungsnachweis für das gesamte Handwerk Ich komme mun auf den Befähigungsnachweis der Bleiweißfarbe durch Zinkweiß ersetzt werde. Eir für notwendig, obwohl diese Frage noch strittig ist. Sprudreif aber Bauhandwerker. Auch darüber haben wir bekanntlich eine Gesetz ist meines Wiffens in Frankreich noch nicht verabschiedet ist die Frage der Einführung des Befähigungsnachweises im Bau- Enquete angestellt. Es sind über die Frage des Befähigungsnachweises worden. Danach soll Bleiweiß im Innern von Gebäuden nicht mehr gewerbe. Warum ist trotzdem auch hier nichts geschehen? Diese für das Baugewerbe zunächst seitens der beteiligten preußischen verwendet werden. Der Handelsminister foll ermächtigt werden, Forderung muß auch erhoben werden im Interesse des Lebens und Minister Fragebogen aufgestellt und am 12. Februar vorigen Jahres das gleiche Verbot auch für das Acußere von Gebäuden zu erlassen. der Sicherheit der Bauhandwerker und des Publikums. Hier muß den Handwerkskammern und Innungen übersandt worden. Auch Ich habe mich daraufhin mit den beteiligten preußischen das alte Wort wiederholt werden:„ Etwas mehr Dampf, Herr die verbündeten Regierungen sind durch Rundschreiben Ressorts wegen der gleichen Frage in Verbindung gesetzt, aber Minister!" Die Kleingewerbetreibenden leiden sehr unter dem un- aufgefordert worden, ähnliche Erhebungen anzustellen. Sehr zahl dort die Antwort erhalten, daß ein derartiges Tauteren Wettbetverb. Das bestehende Gesez gegen den unlauteren reiche Innungen haben nun aber die Fragen durch leber- Verbot weder technisch Ito ch wissenschaftlich Wettbewerb wird von manchen Kritikern als ein Messer ohne Heft sendung eines vom Innungsverbande deutscher Bauhandwerker ihnen möglich erscheine( hört! hört! rechts) und daß, soweit und ohne Klinge bezeichnet. Der Begriff univahre Angaben" in vorgelegten Antwortformulars beantwortet.( Lebhafte Rufe: Hört! fiskalische Anlagen in Betracht kommen, Uebelstände aus der Ver § 1 des Gesetzes ist viel zu eng gefaßt. Ich gebe zu, daß wir hört! bei den Socialdemokraten:) Das war nicht der Zweck wendung von Bleiweiß sich nicht ergeben hätten. Was die Bevielleicht noch weitere Erfahrungen mit der Handhabung dieses Gesetzes der Enquete! Wir wünschten natürlich die selbständigen hauptung anlangt, daß die Unfälle in der Landwirtmachen müssen, bevor wir zu einer Revision desselben schreiten. Urteile der einzelnen Jnnungen; statt dessen wurden uns in einer ich aft gestiegen sind, so beweist die Statistik, daß die Zahl der Dagegen muß dem Ausverkaufs- Unwesen schon jetzt energisch ent- Anzahl von Exemplaren meist wörtlich gl gleich lautende Todesfälle und der Fälle dauernder Erwerbs gegengetreten werden. Die Urteilspraris des Reichsgerichts eröffnet Formulare zugesandt. Damit verliert eine Enquete natür- unfähigkeit konstant geblieben find. Die Fälle der den Nachschiebungen" bei Ausverkäufen Thor und Thür. lich jeden Wert.( Nuf bei den Freifinnigen: Was doch alles teilweisen und vorübergehenden Erwerbsunfähigkeit find Die Bäckereiverordnung besteht immer noch unverändert und passiert!) Der preußische Handelsminister hat das gegenüber den allerdings nicht unerheblich gestiegen. Die Zunahme belastet immer noch die mittleren Bäckereibetriebe aufs schwerste. Ich preußischen Innungen eingehend gerügt und hat verlangt, daß sie erklärt sich sehr einfach daraus, daß bei dem Mangel an Arbeitshatte auf den Minister Möller nicht allzuviele off auf Grund eigner Erfahrungen antworten.( Rufe links: Felisch! träften auf dem Lande selbst die kleineren Landwirte immer mehr zur nungen gefeßt, aber wenigstens hatte ich ihn für einen Felisch!) Ach, auf Namen kommt es doch hier nicht an!( Ünruhe Verwendung von Maschinen übergehen und weiter daraus, daß die Gegner der Bädereiverordnung gehalten. Warum ist und Oho! links.) Die Frage des Befähigungs- Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen in immer weitere Schichten an Stelle der Marimalarbeitszeit immer noch keine Mindestruhezeit nachweises für das Bauhandwerk liegt doch feines dringt. Das hindert natürlich nicht, daß auch die Landwirtschaft die getreten, wie es die Regierung schon vor vier Jahren in Aussicht wegs so einfach, wie Dr. Dertel meint. Die Schwierigkeit Verpflichtung hat, ernstlich an die Frage der Unfallverhütung heran gestellt hat? Tiegt int der großen Vielgestaltigkeit des Baugewerbes. zutreten. Der Staatssekretär meinte, der Begriff des modernen Staates Den Befähigungsnachweis nach den verschiedenen Gebieten Herr Dertel ist auf meine Aeußerung zur Mittelschließe die Erhaltung gewisser nicht mehr lebensfähiger Mittelstands- des Baugewerbes zu regulieren, eine außerordentlich st and 3 Politik eingegangen. Er möge zunächst bedenken, daß schichten aus. Ich weiß nicht, was der Staatssekretär sich unter schwierige Aufgabe sein. Die Frage, ob solche Vorschriften zu sich diese Aeußerung an die Frage des allgemeinen Befähigungseinem„ modernen Staat" denkt. Was ein modernes Weib, ein erfassen sind, ist seitens der verbündeten Regierungen noch nicht ent- nachweises anschloß; und daß dieser allgemeine Befähigungsleberweib ist, das wissen wir alle.( Heiterkeit.) Was aber ist der schieden. Sie wird aber ernsthaft weiter studiert werden, wenn die nachweis nicht mehr einzuführen ist. Das hat der konservative Abmoderne Staat? Ich denke mir darunter den mit dem socialen Antworten der beteiligten Verbände und der Regierungen uns ver- geordnete Jacobstötter jüngst im Tag" nachgewiesen. Gedanken durchtränkten Staat, im Gegensatz zum Nachtwächter- liegen werden. Die Einführung des allgemeinen Befähigungsnachweises hätte zur staat". Dieser aber fordert nicht nur den Arbeiterschutz, sondern Was die Stellung der Privatbeamten angeht, so sind diejenigen Folge, daß keiner eine Ware herstellen oder verkaufen darf, zu deren auch den Mittelstandsschuß. Der Staatssekretär sagte:„ Wir Privatbeamten, die weniger als 2000 M. Einkommen haben, schon herstellung er nicht den Nachweis der Befähigung abgelegt hätte. tönnen nicht mehr beleben, was nicht mehr zu beleben ist." Diese jetzt in die Alters- und Invalidenversicherung einbegriffen, und die Dann könnte es vorkommen, was in einem Staat mit allgemeinem Worte haben in der Presse des Mittelstandes ein sehr unfreundliches jenigen, die ein größeres Einkommen haben, können sich jederzeit Befähigungsnachweise vorgekommen ist, daß eine Frau, die PorteEcho gefunden. Hoffentlich klärt der Staatssekretär heute die etwa freiwillig versichern. leber den Arbeiterschutz der Privatbeamten monnaies verkaufte, bestraft worden ist, weil sie nur die bestehenden Mißverständnisse auf. Der von ihm gebrauchte Saß habe ich mich zunächst mit dem preußischen Justizminister in Ver- Befähigung für das Nähen lederner Hofen befaß. bildet eine beliebte Redewendung gewisser Kathedersocialisten.( Sehr bindung gefeßt. Aber auch hier hat sich gezeigt, daß die Regelung( Heiterfeit.) Oder daß einem Gastwirt, der richtig! rechts.) Andre Nationalökonomen rechnen auch die dieser Frage außerordentlich schwer ist. Speisen herstellen darf, berboten wird, gefochten Monarchie zu den Dingen, die nicht mehr zu beleben seien. Es ist vorgestern angeführt worden, daß ein Arbeitgeber Schinken zu verkaufen, da es der Beruf.des gekochten Schinkens Beides steht in einem unlösbaren Zusammen in der Provinz sich dahin geäußert habe, die Enquete sei, falt genossen zu werden.( Heiterkeit.) Die deutschen Innungen hang. Ohne einen selbständigen Mittelstand ist die gegen des Reichsamts des Innern über die Arbeitszeit der haben eine lange, ehrenvolle und glänzende Geschichte. Nürnberg, wärtige Gesellschaftsordnung, die Monarchie, Monarchie, nicht aufrecht Frauen sei ja doch nicht ernst gemeint, das sei mur eine Art Augsburg, Regensburg sind das beste Zeugnis dafür. Aber zu dieser zu erhalten. Dann kommt die Expropriation der Expropriateure. Coulisse. Ich bin aufgefordert, den betreffenden Geheimerlaß Zeit waren die Inmungen politische Körperschaften, sie führten das Es giebt keine Monarchie, wenn eine Handvoll Groß- vorzulegen. Ich thue das sehr gern, bitte aber, doch nicht auf alle eigentliche Stadtregiment und konnten deshalb eine ganz andre tapitalisten einer Unmasse von Proletariern amtlichen Storrespondenzen den Ausdruck Geheimerlaß" an- Rolle spielen. Eine Belebung der Immungen nach dieser Richtung gegenübersteht. Das lehrt die Geschichte und wird auch zuwenden. Die Behörden können doch nicht ihre gesamte ist durch die modernen Verhältnisse unmöglich geworden. Und Sie Zukunft lehren. Man sagt, es habe sich ein„ neuer Korrespondenz in den Zeitungen veröffentlichen. In diesem Erlaß, doch kann für den Mittelstand und die Handwerker unendlich Mittelstand" herausgebildet, aber die Rahonchefs von Wertheim der vom 17. Februar 1902 stammt, wird es als wünschenswert be- viel geschehen auf Grund der Gewerbe- Ordnung. Wenn die oder Tiez, oder die Jagdhüter und Feldhüter auf den Latifundien zeichnet, daß für das Jahr 1902 eingehende Erörterungen angestellt Enquete vorliegen wird, werden wir ja ſehen, wie weit sich die der Barone Cohn( Heiterkeit rechts), bilden doch kaum ein so starkes, werden über die Dauer der täglichen Arbeitszeit der in Maßnahmen der Gewerbe- Ordnung in dieser Richtung bewährt staatserhaltendes Element, wie unfre selbständigen kleinen Bauern Fabriken und diesen gleichgestellten Betrieben angestellten haben. Jedenfalls kann sich das Handwerk dem Einfluß und Handwerker.( Zustimmung rechts.) Die Elemente der Staats- Arbeiterinnen über 16 Jahre, über die zweckmäßig der Fabrik nicht entziehen. Wenn durch mechanische Einerhaltung ziehen ihre Nahrung aus dem Boden des alten selbeit und Durchführbarkeit einer weiteren er abse yung richtungen die Waren unendlich viel billiger geliefert werden können, ständigen Mittelstandes, während aus dem neuen Mittelstande, aus der gegenwärtig zulässigen Arbeitszeit. Das dadurch ge- als der Handwerker es vermag, kann dieser nicht mehr konkurrieren. dem Kreise der besseren Arbeiter und Vorarbeiter und wonnene Material in Verbindung mit den Erhebungen über die Beschäfti- In derselben Richtung wirken die modernen Verkehrsder kaufmännischen Angestellten schon heute die besten gung verheirateter Frauen sollte nach dem Wortlaut dieses Erlasses die mittel. Mittel- und Kleinstädte, die einen blühenden Handkleineren und mittleren Führer der Socialdemokratie hervorgehen. Stellungnahme zu den Bestrebungen erleichtern, die auf Einführung werker- und Kaufmannsstand hatten, haben ihn verloren, Gewiß mögen manche Handwerke nicht mehr zu erhalten sein, des zehnstündigen Arbeitstages für Arbeiter über 16 Jahre gerichtet weil sie Bahnverbindung nach der Großstadt erhalten haben aber wer nicht einen um seine Figur herumschlotternden Rock haben sind. In dem beiliegenden Fragebogen waren unter Nummer 3 die und der Käufer es vorzieht, dort zu kaufen, wo die größere Auswahl will, wird sich auch im Jahre 3000 noch an einen Schneidermeister folgenden Fragen gestellt: Erscheint es zweckmäßig und durchführbar, ist.( Sehr richtig!) Andrerfeits giebt es Handwerke, die durch die wenden müssen, der nicht Maschine ist, sondern Kopf und Auge hat. a) die zulässige tägliche Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden herab- Fabrit nicht bedroht find. Hier besteht die Möglichkeit vielfach zu Also besonders das zum Teil künstlerische Handwerk und der kleine zusetzen? b) Die Mittagspause von einer Stunde auf 11 Stunden helfen, vor allem durch tüchtige Vorbildung, durch Organisation des Kaufmannsstand werden stets ihre Berechtigung haben, ihre Er zu verlängern? c) Den Arbeitsschluß am Sonnabend und an Genossenschaftswesens und durch Vorkehrungen, den Handwerkern haltung liegt im Jnteresse unsrer Wirtschaftsordnung und der Mon- Vorabenden der Festtage auf eine frühere Stunde als 5 Uhr eine billige mechanische Kraft ins Haus zu schaffen. Im Kanton archie.( Bravo! rechts.) und eventuell auf welche zu verlegen, oder stehen dem Bedenken Genf beziehen die kleinen Uhrmacher- Werkstätten die elektrische Kraft gegenüber? Der Erlaß bezwedte alfo eine durchaus aus einer Centrale; das ist das beste Mittel, sie zu halten. Aber objektive Feststellung dieser Thatsache. Als ich von die Schaffung einer billigen mechanischen Kraft ist eine AufEin socialpolitisches Programm brauche ich nicht zu entwickeln. jener Aeußerung in den Zeitungen las, habe ich mich sofort mit der gabe, die nicht vom Reiche, sondern von den EinzelDer Herr Reichskanzler, unser leitender Staatsbeamter, hat seine Bitte um Feststellung dieser Thatsache an den preußischen Handels- staaten und Kommunen zu lösen ist, wie es in Rothensocialpolitische Auffassung diesem hohen Hause flipp und klar dar- minister gewandt, der mir geantwortet hat, eine solche Aeußerung burg ob der Tauber für die Tischlerei schon jetzt geschieht. gelegt. Ich werde mich bemühen innerhalb meines Ressorts unter sei nicht gemacht worden. In dem Erlaß ist nicht die Spur eines Herr Dr. Dertel hat gemeint, zahlreiche Eristenzen des Mittelstandes Zustimmung der verbündeten Regierungen diese socialpolitische Auf- Anhaltes dafür gegeben, daß er nicht ernst gemeint sei. würden ins Proletariat hinabgestürzt. Die sächsische und preußische fassung zur Geltung zu bringen. Auch bei den Berichten der Gewerbe- Aufsichtsbeamten ist von Einkommensteuer- Statistit zeigt aber ein andres Bild der Entwicklung Es ist im Laufe der Debatte darauf hingewiesen worden, daß einem„ Geheimerlaß" die Rede gewesen, den ich bereits in der von 1893/94 bis jetzt. In diesen neun Jahren ist die Bevölkerung man den Arbeiterschutz in ähnlicher Weise regeln solle wie das in Sigung vom 27. Januar 1902 in seinen wesentlichen Teilen ver- Preußens um 112/10 Proz. gestiegen, die Zahl einem französischen Gesetz geschehen ist. Dort sind die verschiedenen lesen habe. Gewerbe aufgeführt und es wird hinzugefügt, welche Arbeiterschutz- Allerdings haben die Gewerbe Aufsichtsbeamten nach bestimmungen eingeführt werden. Etwas Aehnliches verfolgen wir gegen der Gewerbe- Ordnung nicht Gesegesvorschläge zumachen wärtig, wenn auch nur beschränkt auf jugendliche Arbeiter und keine allgemeinen socialpolitischen Erörte und Frauen. Wir erwägen, ob nicht jugendliche Arbeiter und Frauen rungen anzustellen das können wir auch sondern zu von gewissen gesundheitsgefährlichen Betrieben ganz auszuschließen berichten über die Thatsachen, die sie bei ihrer Inspektion wahr- Dieselbe Entwicklung zeigt sich in Sachfen: Die Zahl der find. Die Verhandlungen darüber sind aber noch nicht abgeschlossen. genommen haben. In den Berichten einzelner Gewerbe- Aufsichts- Censiten des Mittelstandes ist dreimal rascher ge Wir sind ferner damit beschäftigt, die Bestimmungen der Kon beamten fanden sich aber weniger Thatsachen berichtet, als allgemeine wa chien als die Bevölkerung. Das ist ein Beweis für fektionsordnung auch auf diejenigen Arbeiter auszudehnen, theoretische Erwägungen angestellt. Die Aufsichtsbeamten sollen den wachsenden Wohlstand dieser Klassen. Wir beobachten nicht ein die in Maßwertstätten beschäftigt werden.( Bravo!) Jn nicht möglichst oft in die Fabriken gehen und feststellen, ob die Zustände Sinken des Mittelstandes ins Proletariat, sondern das Aufsteigen zu langer Zeit wird Ihnen eine Verordnung in dieser Richtung zu in den Fabriken den gesehlichen Bestimmungen über Leben, der obersten Echichten des Proletariats in den Mittelstand. Der gehen. Was die Ausdehnung der Krankenversicherung auf Gesundheit und Sittlichkeit der Arbeiter entsprechen.( Sehr Mittelstand ist lediglich in der Umbildung begriffen. Es bie Hausindustrie betrifft, so ist das sehr schwierig. Das Reichs- gut! bei den Nationalliberalen.) Ich wünsche, daß die That- ist richtig, daß die Zahl der Selbständigen in immer mehr ErwerbsStaatssekretär Graf Posadowsky: V wird " AM " varme der Censiten mit einem Einkommen von 1500-1600 W. um 335/10 Proz. " " " 1 " " P " " " " " " 11 " 19 " " " 1 가 1650-1800 1800-2100 2100-2400 5000-6600 344 17 SP 10" 329 " " 10" P " 833 10# " " 333 10 " Aber es ist das unvergängliche Verdienst der großen kaiserlichen Botschaft, daß von dem Tage an der Staat einen andren Weg eingeschlagen hat. So lange ich an dieser Stelle stehe, werde ich meinerseits alles thun, was in meinen Kräften steht, zur Förderung einer verständigen Socialpolitik.( Bravo!) Abg. Freiherr Heyl zu Herrnsheim( natl.): zu treten. Vor Einleitung der Unterhandlungen ist der Tarif in der Fach3tveigen abnimmt, aber die Ginkommensverhältnisse gehen nicht zurück.| gehören doch zweifellos zu den Besigenden, giebt es etwa auch| Monopolstellung einnehmen, in mehreren Städten Deutschlands Der Wittelstand ist vielfach in abhängiger Stellung, aber fein Einkommen ba Kampf zwischen diesen und den Besitzlosen? ist besser, als sein Einkommen bei der früheren Selbständigkeit war. Filialen unterhalten. Diejenigen, die solche Schlagworte gebrauchen, fann man sehr Außer den mündlich von den Delegierten erstatteten Berichten Was die Frage des unlauteren Wettbewerbes anlangt, fo gut als Scharfmacher der Linken bezeichnen, und diese Scharfmacher find der Konferenz auch schriftliche aus Düsseldorf und Mecklenburg müssen hier zunächst Erfahrungen gesammelt werden. find ebenso schädlich wie diejenigen von der Rechten. Auch die Be- unterbeitet worden. Vom Vorstand des Verbandes der Schneider Reklamen wie größtes Schuhgeschäft der Welt" nimmt kein nach hauptung des Herrn Wurm, die Vertreter der Ausnahmegejeze seien sind über die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Uniform, Maßdenkender Mensch ernst. Was speciell die Ausverkäufe betrifft, ehrliche Menschen, diejenigen dagegen, die nichts von Ausnahme- und Lieferungsschneiderei Erhebungen angestellt worden und das Erso könnten wir nur die glatte Bestimmung erlassen: Jeder Nachgesetzen wissen wollen, aber die Arbeiter an sich zu locken suchen, gebnis in einer 248 Seiten starten Broschüre veröffentlicht. Aus schub ist verboten. Auf Rückfrage bei einzelnen Regierungen feien viel schlimmer, ist nichts als ein Schlagwort. Die Worte des allen Teilen Deutschlands bis auf den Often, der auch auf der ist uns versichert worden, ein solches Verbot wäre nicht aus Staatssekretärs über den Befähigungsnachweis waren durchaus Konferenz deshalb nicht vertreten ist, ist ein umfangreiches Material führbar, weil dann die Restbestände zum Teil gar nicht ver- überzeugend, selbst für das Baugewerbe ist diese Frage noch nicht geliefert worden. Auch daraus ergiebt sich nur das eine Bild, daß Täuflich wären oder verschleudert werden müßten. Wenn wir den spruchreif. Den unlauteren Wettbewerb und das Ausverkaufs- die Verhältnisse durchweg sehr traurige sind und daß die StaatsMißstand, daß einzelne Geschäfte einen größeren Umsatz behaupten, unwesen wird Herr Dertel durch kein Gesetz aus der Welt schaffen. und Gemeinde- Verivaltungen als Vergeber der Arbeiten durchaus als sie haben, fassen wollten, dann müßten wir das Gewerbe unter Ich möchte den Herrn Staatssekretär darauf aufmerksam machen, nichts gethan haben, um die ungeheure Ausbeutung der Arbeiter einKontrolle legen, fogar unter eine Buch kontrolle, die für das Ge- daß in den Organen er Handwerkskammern vielfach in zuschränken. werbe vielleicht viel lästiger wäre, als jetzt die unlautere Konkurrenz. einer ganz gehässigen Weise Politik getrieben wird. Anschließend an die Berichte der Delegierten referierte Doch wird die Frage weiter geprüft werden, und das bestehende Ferner bitte ich den Herrn Staatssekretär, dafür zu sorgen, daß die F. Käming über: Ist die Einführung einheitlicher Lohntarife notGesez soll jedenfalls möglichst scharf gehandhabt werden. Herr Arbeiten des Aufsichtsamtes für Privatversicherung in etwas wendig und durchführbar? Der Referent verwies auf die VerWurm sagte, zwischen Besitzenden und Befizlofen bestche ein uni sohnellerem Tempo erledigt werden. schiedenheit der Preise für ein und dieselbe Arbeit, wie sie durch die überbrüdbarer Abgrund. Ich bestreite, daß irgend eine Die Verordnung zum Schutze der Gastwirtsgehilfen Erhebungen festgestellt worden sind. Die Löhne sind nicht nur allein Staats- oder Gesellschaftsordnung in der Welt muß so bald wie möglich revidiert werden. Hunderte und Tausende in den verschiedenen Orten andre, sondern auch an denselben Orten erlaffen werden kann, dieden unterschied zwischen von Eriſtenzen werden durch diese Verordnung auf das schwerste find Preisunterschiede von 4-5 M. pro größeres Kleidungsstück vorWenn wir geschädigt. Gegen eine angemessene Ruhezeit der Gehilfen wendet handen. Dasselbe Verhältnis wie bei der Maßschneiderei besteht auch heute in drakonischer Weise eine Geſellſchaftsordnung einführen sich niemand, es muß aber die Verschiedenartigkeit der bei der Lieferungsschneiderei, welche für die Uniformschneiderei die wollten, die den Besitz aller Menschen gleichſtellt, so würde Verhältnisse im Gastwirtsgewerbe mehrbücksichtigt konfektion bedeutet und bei der die kraſſeste Ausbeutung und das es in kürzester Zeit wieder Bohlhabende und Arme geben, werden. Die neunstündige Ruhezeit der jugendlichen Gehilfen ist Elend vorherrscht. Differenzen der Preise von 100 Proz. find hierbei Das gewiß berechtigt, aber sie ist ganz falsch gelegt. Der Deutsche ist daran ge- gar keine Seltenheit mehr. Der Redner beleuchtet in eingehender ift die menschliche Natur, die wir nicht ändern können. Aber Newöhnt, noch recht spät ins Wirtshaus zu gehen, er ist schon un- Weise die unhaltbaren Zustände, die unbedingt einer gründlichen ligion und Moral giebt gesitteten Völkern die Lehre, daß es zufrieden, wenn er um 1 oder 2 Uhr nachts keine Bedienung mehr Abänderung bedürfen. Er kritisiert sodann unter anderm das Pflicht der Befißenden ist, Opfer zum Besten der findet. Solche Gewohnheiten müssen doch berücksichtigt Prämiensystem, wie es auch im Warenhaus für Armee und Armen, der Besiglosen zu bringen. Das ist in der werden. Vor allem muß die 24 stündige Ruhezeit, die die Gehilfen Marine eingeführt ist, womit die intensivste Ausbeutung betrieben chriftlichen Religion in der schönsten und erhabensten Weise aus- alle vierzehn Tage einmal haben müssen, so bald wie möglich be- wird, und weist nach, daß die Bedingungen auch mit den gesetzlichen geführt. Ich will zugestehen, daß der Staat und auch die bürger- feitigt werden. In den kleinen Badeorten z. B. ist es den Gast- Bestimmungen der Gewerbeordnung in Widerspruch stehen. Der liche Gesellschaft eine Zeitlang ihre Aufgabe auf diesem Gebiete ver- wirten ganz unmöglich, Ersatz für diese 24 Stunden zu finden. Referent empfiehlt schließlich, die ganze Agitation zunächst darauf zu jäumt haben. Die Revision der Verordnung der Verordnung muß daher so beschleunigt onzentrieren, für die Uniformschneider einheitliche Tarife allgemein werden, daß sie noch vor dem Sommer in Kraft treten kann. einzuführen. Nach einer längeren Diskussion, in der sich die DeleWas die vorliegenden Anträge anlangt, so scheint mir der Antrag gierten in derselben Weise äußerten, würde einstimmig folgende Rösicke- Pachnide, wonach den Berufsvereinen gestattet sein soll, ihre Resolution beſchloſſen: Bestrebungen zum Zwecke der Verbesserung der Lage der Arbeiter nicht nur im allgemeinen sehr niedrig sind, sondern auch eine VerIn Anbetracht dessen, daß die Löhne in der Uniformschneiderei auch auf Veränderung der Gesezgebung zu richten, nicht nur im allgemeinen sehr niedrig sind, sondern auch eine Verüberholt zu werden durch den Antrag Gröber auf Anerkennung schiedenartigkeit aufweisen, die angesichts der gleichmäßigen AnforIch gebe meiner Genugthuung darüber Ausdruck, daß die rung kann allerdings nicht oft genug erhoben werden. Die Anträge zuziehung von Uniformschneidern einen einheitlichen, nach Groß-, der Rechtsfähigkeit der Berufsvereine. Diese Forde derungen, die an die Verarbeitung gestellt werden, durch nichts gerechtfertigt ist, beauftragt die Konferenz den Vorſtand unter Hins Krantenversicherung auf die Hausindustrie ausgedehnt werden foll. Heyl zu Herrnsheim- Trimborn auf Verkürzung der Arbeits- zuziehung von Uniformschneidern Ich hoffe, daß die geringen Hindernisse bald überwunden sein werden. zeit usw. sind mir zu allgemein gehalten, der noch weiter Mittel- und Kleinstädten abgestuften Tarif auszuarbeiten und Was das Verbot des mitnehmens von Arbeit nach gehende Antrag Albrecht ist, wie ja Herr Wurm selbst zweds Einführung desselben mit den Unternehmern in Unterhandlung Hause betrifft, so halte ich das für durchaus ausführbar. jagte, lediglich gestellt, um das Centrum zu übertrumpfen. Einen Unser Antrag sieht vor, daß die Umgehung des Verbots mit hohen allgemeinen Maximal- Arbeitstag verwerfen wir, für einen teil- zeitung zu veröffentlichen, damit die Kollegen in der Lage sind, Strafen belegt wird. Die erwachsenen Ärbeiter werden sich also weisen Maximal- Arbeitstag können lediglich die sanitären Vervor einer solchen Umgehung wohl hüten und die Arbeitgeber werden hältnisse einzelner Berufe maßgebend sein. Die Regierung möge etwaige besondere Wünsche zur Geltung zu bringen. in der großen Mehrzahl viel zu anständig fein, um sich zu einer fich weder von den Scharfmachern von rechts noch von den erörtert, welche an Reich, Staat und Gemeinde bei In der Sizung am Montag wurden die Forderungen folchen Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen herzugeben. Unser Scharfmachern von links irgendwie beeinflussen Bergebung von Schneiderarbeit zu stellen find. Antrag auf Herabsehung der Arbeitszeit für jugend- lassen.( Bravo! bei den Freifinnigen.) liche Arbeiter und Arbeiterinnen soll nach Herrn Wurm Hierbei wurde darauf hingewiesen, daß die Forderung der Regiereine Wahlpolitik sein. Davon kann schon deshalb keine Rede entwurf zum Schuße der gewerblichen Kinder- die Arbeiter in den Staatswerkstätten ein förmliches Koalitionsverbot Abg. Freiherr v. Richthofen- Damsdorf( f.): Den Gesez Arbeit nicht mit allem Nachdruck verteten werden könne, so lange für sein, weil verhältnismäßig nur sehr wenige meiner arbeit begrüßen meine politischen Freunde mit großer Genug- besteht und durchweg recht ungünstige Arbeitsbedingungen vorherrschen. Freunde in dieser Frage auf meinem Standpunkt stehen. thuung. Bei der Beratung der neuen Die nationalliberale presse ist sehr wenig mit Strantenversicherungs- Gesetz möchte ich alle Parteien wo für die in den Montierungswerkstätten beschäftigten Arbeiter Novelle zum Eine Ausnahme ist eigentlich nur in Württemberg zu verzeichnen, meinem Antrag einverstanden. Die Herabseßung dieses Hauses um der Arbeitszeit, besonders für Frauen, halte ich für Forderungen bitten, denn die Verantwortung für das eventuelle zu Deutschland werden in England, Belgien, Holland, Amerika und möglichste Maßhaltung in ihren doch verhältnismäßig bessere Verhältnisse obwalten. Im Gegensa besonders wichtig. Der Reichstag hat bereits im Jahre 1898 einen Antrag angenommen, der eine Enquete der Regierung darüber Nichtzustandekommen dieser Novelle ist eine sehr schwere. in den australischen Kolonien die öffentlichen Arbeiten zumeist nur Meine Freunde werden bei wünscht, wie die Fabrikarbeit verheirateter Frauen eingeschränkt gabe unentwegt weiter mitarbeiten, jedoch muß Rüdsicht auf vergeben. 3. B. hat bereits im Jahre 1887 das englische Marinejeder socialpolitischen Auf- unter gewissen Bedingungen bezüglich der Löhne für die Arbeiter werden könne. Eine Herabjegung der Arbeitszeit auf acht Stunden, die Leistungsfähigkeit der Unternehmer und auf die Amit und im Jahre 1888 das Kriegsministerium die Uebernehmer wie es der socialdemokratische Antrag will, ist natürlich noch lange Reichsfinanzen genommen werden. nicht durchführbar. Auch der französische socialdemokratische Schutz des Handwerkerstandes nicht vergessen. Einer die Arbeiter zu bezahlen. Vom Grafschaftsrat in London iſt eine Aber wir dürfen auch den von Schneiderarbeiten verpflichtet, bestimmt angegebene Löhne an Minister Miller and ist bei der Grenze des zehn großen Zahl Handwerker geht es viel schlechter als vielen Ar- Geschäftsordnung für das Submissionswesen eingeführt, wonach u. a. stündigen Magimal Arbeitstages stehen geblieben. Herr Wurm hat den Segen beitern.( Sehr richtig! rechts.) In Bezug auf die Arbeiter- eine Liste über die Lohnhöhe und Arbeitszeit festgesetzt ist, welche der der kaiserlichen Botschaft organisationen stehen wir nach wie vor auf dem Standpunkt der Rat selbst, sowie seine Unternehmer bei allen Arbeiten innerhalb geleugnet und behauptet, daß aller Segen von der Socialdemokratie kaiserlichen Erlasse vom 1. Februar 1881. Wir bekämpfen es eines Radius von 20 englischen Meilen zu bezahlen und zu beobachten komme. Wie forgt aber die Socialdemokratie in ihrem aber nachdrücklich, daß die Arbeiter Organi haben. Außerhalb dieses Umkreises find die von den Gewerkschaften eignen Parteistaat für ihre unteren Angestellten? fationen von der Socialdemokratie zu Kraft- des betreffenden Distrikts anerkannten Löhne zu bezahlen. Die verJetzt soll eine Kasse für solche Beamte gegründet werden, Herr Auer proben mißbraucht werden. Handelt es sich doch bei jeder schiedenen Staats- und Kommunal- Berwaltungen haben ähnliche Beaber mußte in feinem letzten Bericht auf dem Parteitag in München Gewerbegerichts- Wahl lediglich darum, ob ein Socialdemokrat ge- ftimmungen getroffen, so daß thatsächlich bei den öffentlichen Arbeiten konstatieren, daß dies Bestreben vielfach in den Kreiſen der Social- wählt werden soll oder nicht.( Sehr richtig!) Für eine volle allgemein den Arbeitern die von den Gewerkschaften festgesetzten demokratie keine Gegenliebe finde. Der Parteivorstand hat sich jetzt Stoalitionsfreiheit der Arbeiter fehlen heute eine Anzahl Bor- Lohnfäße garantiert werden. bereit erklärt, einen Zuschuß zu einer derartigen Kasse zu leisten. bedingungen, ohne die eine solche Freiheit für uns unannehmbar ist. In Deutschland sind alle darauf hinzielenden Forderungen der Ar( Abg. Singer: Na also!) kaiserlichen Botschaft ganz direkt an, nur mit dem Unterschied, daß bedingung.( Aha! bei den Socialdemokraten.) Damit erkennen Sie den Wert der Das Gesetz zum Schutze der Arbeitswilligen war eine solche Vor- beiter abgelehnt und nicht beachtet worden. Socialpolitiſch am rückständigsten haben sich auf diesem Gebiete namentlich die freisinnigen StadtSie etwa 15 Jahre später mit diesem Gedanken kommen.( Lachen Wir sind der Meinung, daß die Gewerbe- Inspektion bei den schiedenartigsten Mißstände, welche das Submissionswesen in der verwaltungen ertwiesen. Von den Delegierten wurden die ver Der Hauptwiderstand gegen die Einführung des Zehnstunden- Ginzelstaaten verbleiben muß und verhalten uns deshalb ablehnen üblichen Form zeitigt, einer eingehenden Kritik unterzogen und außergegen den Antrag Albrecht. Dagegen werde ich meinerseits für das tages der Arbeiterinnen in Deutschland geht von der Tertilindustrie Verbot der Mitgabe von Arbeit nach Hause au jugendliche Arbeiter dem auch auf die unzuträglichen Verhältnisse, die in den Beaus. Die englische Tertilindustrie aber, für die stimmen.( Bravo! rechts:) Hleidungsämtern zu Kiel, Wilhelmshaven usw. Herrschen, hingewiesen. dieser Zehnstundentag besteht, hat die deutsche, die Schließlich gelangte einstimmig nachstehende Resolution zur ihre Arbeiter mehr ausnut, feit langem durchaus Annahme: überflügelt. Es liegt im Intersse der Industrie, daß die Ich möchte den Staatssekretär hinweisen auf die Ver Die Konferenz fordert unbeschadet der grundsätzlichen Forde Arbeiterschaft in ihrer Nachkommenschaft nicht degeneriere. Wir schwendung, die bei den Bauten der Alters- und In- rung, der Beseitigung des Submissionswesens und Ausführung der dürfen deshalb die Forderungen des Zehnstundentages der Arbeite- validen- Versicherung herrscht. Das Geld, das zu diesen öffentlichen Arbeiten in Regie der staatlichen und kommunalen rinnen nicht einer einzigen politischen Partei als Agitationsmaterial Brachtbauten ausgegeben werden muß, macht es notwendig, Körperschaften vom Reich, den Einzelstaaten und Gemeinden, überlassen. Ich bitte um Annahme meines Antrages.( Bravo! bei bei andren Gelegenheiten in unerwünschter Weise zu sparen. Daß sie bei der Vergebung von Schneiderarbeiten folgende Beden Nationalliberalen.) Besonders luxuriös ist die Heilanstalt in Beelig eingerichtet. Viele Stimmungen in die Lieferungsbedingungen aufnehmen: Abg. Dr. Crüger( frs. Vp.): Arbeiter, die eine Zeitlang in dieser Anstalt verbracht haben, fühlen sich unglücklich, wenn sie nachher in ihre ärmeren Verhältnisse Herr Trimborn hat die Zolltarif- Vorlage in Verbindung mit zurückkehren. Andrerseits wird seitens der Versicherungsanstalten der Witwen- und Waisen- Versicherung als„ weise Maßnahmen" die Gewährung einer Rente oft in rigoroser Weise verweigert. bezeichnet. Die Witwen- und Waisenversicherung soll aber doch erst Vielleicht fann die Altersgrenze herabgesetzt oder in andrer Weise 1910 in Kraft treten. Bis dahin wenigstens wird also selbst Herr die Gewährung von Renten erleichtert werden. Jedenfalls ist dies Trimborn den Zolltarif nicht weise" nennen dürfen. Weiter meinte eine wichtigere socialpolitischere Aufgabe als die Errichtung allzu er, die Viehzölle feien ganz unerheblich, weil heute schon die Grenz- kostspieliger Bauten. sperren dasselbe Resultat erreichten. Wozu wollen Sie( zum Centrum) Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Dienstag demn überhaupt noch die Viehzölle? Dann hätten Sie sich doch 1 Uhr.( Vorher: Interpellation Nißler betr. die Kriegsnehmern bestehende Kommission zusammen zu berufen, die die Aufdagegen wenden sollen! Es war fein glücklicher Gedante, Zoltarif invaliden.) und Socialreform zu verfuppeln. Beide verhalten sich zu einander wie Feuer und Waffer.( Sehr richtig! links.) bei den Socialdemokraten.) " ich mich im großen und ganzen einverstanden erklären. Zu allen Schluß 5½ Uhr. Abg. von Salisch( f.): -übernommenen Arbeiten in eignen, allen Anforderungen der modernen 1. Die Uebernehmer von Schneiderarbeiten sind verpflichtet, die Hygiene entsprechenden und der Gewerbe- Inspektion unterstehenden Werkstätten herstellen zu lassen. und Arbeitnehmern vereinbarten Lohntarife, welche die Behörden vor 2. Als Norm der Entlohnung gelten die zwischen Arbeitgebern Erteilung des Zuschlages einzufordern haben. Wo solche Vereinbarungen nicht bestehen, sind die Behörden verpflichtet, vor Vergebung ihrer Arbeiten eine zu gleichen Teilen aus Arvietgebern und Arbeits gabe hat, die Lohn- und Arbeitsbedingungen festzusetzen; doch dürfen die Löhne nicht unter den ortsüblichen Löhnen vereinbart werden. Mit den socialpolitischen Forderungen des Kollegen Rösice kann Für Ueberzeitarbeit, die nur in ganz dringenden Fällen stattfinden Die Lohns Einzelheiten will ich nicht Stellung nehmen. Abg. Wurm hätte aber zahlungen haben wöchentlich zu erfolgen und müssen mit Saluß der feine Rede offenbar in derselben Form gehalten, selbst wenn wir der Hause. Anwesend waren Delegierte aus Berlin, Bremen, Dresden, Die Konferenz tagte am Sonntag und Montag im Gewerkschafts- normalen Arbeitszeit beendet sein. 3. Die Uebernehmer sind verpflichtet, genaue Rohnlister zu Socialdemokratie noch mehr entgegenkämen.( Sehr richtig! bei den Staffel, Erfurt, Hannover, Karlsruhe, Kiel, Mezz, München, Nürn- führen und sie den arbeitvergebenden Behörden sowie dem GewerbeFreifinnigen.) Die vom Abg. Wurm betonten Gegenfäße beweisen berg, Potsdam, Straßburg und Stuttgart. Außerdem waren der Inspektor jederzeit auf Verlangen vorzulegen. nur, daß man die Socialdemokratie nie befriedigen Hauptvorstand und die Redaktion der Fachzeitung für Schneider" 4. Die tägliche Arbeitszeit darf für erwachsene männliche Arfann, mag man ihr auch noch so weit entgegen vertreten. beiter 9 Stunden, und für jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen tommen. Zunächst berichteten die Delegierten über die wirtschaftliche 8 Stunden nicht übersteigen. An Sonnabenden und den Vorabenden Ueber die Frage der Arbeitslosen- Versicherung be- Lage der Uniformschneider in den verschiedenen Städten. Danach der gesetzlichen Feiertage darf nur 8 resp. 7 Stunden gearbeitet stehen innerhalb der Socialdemokratie selbst noch starke Gegensäge. find die Lohn- und Arbeitsbedingungen für die hier in Betracht werden. Sonntagsarbeit ist zu untersagen. Die Frage ist für uns durchaus noch nicht spruchreif. Eine Richtung fommenden Arbeiterkategorien im allgemeinen recht ungünstige. 5. Sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen find zur Kronken, innerhalb der Socialdemokratie will bekanntlich die Gewerkschaften Allerdings sind vielfach Lohntarife aufgestellt, sie werden aber teil- Unfall-, Alters- und Invaliden- Versicherung anzumelden und sit der zu Trägern der Arbeitslosen- Versicherung machen. Nach der Rede meise von den Unternehmern nicht innegehalten oder die festgesetzten Uebernehmer zur Zahlung der auf ihn entfallenden Beiträge des Abg. Wurm kann aber diese Frage überhaupt nicht mehr Preise sind so minimale, daß bei regulärer Arbeitszeit ein auskömm- verpflichtet. diskutiert werden. Denn ivenn die Gewerkschaften Kampf- licher Verdienst kaum wohl erzielt werden kann. Unter den bekannten organisationen find, so wird man sie doch nicht zu Trägern einer Auswüchsen, die das Submiffiorswesen zeitigt, haben natürlich in folchen vom Staate eingerichteten Versicherung machen. erster Linie die Arbeiter zu leiden; denn die Unternehmer, welche Eine Ausdehnung der Gewerbe Aufsicht auf die land die Lieferungen durch niedriges Angebot erhalten haben, sind dann wirtschaftlichem Betriebe halte ich umsomehr für und zwar mit Erfolg bemüht, sich durch erhebliche Reduzierung der wünschenswert, je mehr die Landwirtschaft sich maschineller Löhne schadlos zu halten. So kommt es vielfach vor, daß für ein und Einrichtungen zu ihrem Betriebe bedient. Die Gewerbe- Aufsichts- dieselbe Arbeit ganz verschiedene Preise bezahlt werden. Leider bebeamten sollen allerdings in erster Linie über Thatsachen berichten. steht bei einem Teil der Arbeiter noch ein gewisser Staſtengeist, hinzu Aber sie sind doch auch die ersten dazu, um Erörterungen über sociale kommt, daß das Zwischenmeistersystem noch nicht beseitigt ist, und Fortschritte anzustellen. Darin sollte man sie nicht bestärken. Der Saß die Heimarbeit zumeist vorherrscht, wodurch die Agitation für die des Abg. Wurm:„ Erst der Mensch, dann die Maschine!" flingt sehr Organisation und für ein einheitliches Vorgehen zur Verbesserung Ueber die Agitation unter den Uniformschneidern referierte schön, aber was soll man praktisch damit anfangen? Das ist doch der Arbeitsverhältnisse überhaupt sehr erschwert wird. In denjenigen der Vorsitzende Stühmer. Der Referent empfiehlt in längeren ein so fundamentaler Grundsaß, daß man ihn nicht mit so viel Orten, wo sich eine fräftige Organisation entwickelt hat, sind aller Ausführungen und unter Berücksichtigung der eigenartigen BerufsPathos hier noch verkünden sollte. dings bessere Arbeitsbedingungen erzielt worden, aber auch hier ist verhältnisse, für die Einführung von Lohntarifen auf möglichst einheiteine Beschränkung vorhanden, weil sonst große Bosten Arbeiten von licher Grundlage überall Propaganda zu machen. In solchen Orten, diesen Orten nach andren, wo niedrigere Löhne bestehen, zur Fertig wo die Notwendigkeit vorliegt, können für die Uniform- und Liefe stellung versandt werden. Erleichtert wird dieses Verfahren noch da- rungsbranche Unterkommissionen innerhalb des Verbandes gebildet durch, daß verschiedene bedeutende Firmen, die eine förmliche I werden, welche gemeinsam mit den Ortsverwaltungen die Agitation Konferenz der Uniform-, Maß- und Lieferungsschneider. barf, muß eine Griraentschädigung, gewährt werden. Jim Schlußaccord seiner Rede sprach Herr Wurm vom elvigen Kampf der Befizenden mit den Besiglosen. Zu welcher Klasse rechnet sich denn Herr Wurm selber?( Sehr gut! bei ken Freifinnigen.) Manche Mitglieder der socialdemokratischen Partei 6. Bei Weitervergebung öffentlicher Arbeiten an Eubunternehmer ist der erste Uebernehmer für alle von ihm den Behörden gegenüber eingegangenen Verpflichtungen haftbar. 7. Die zum Schuße der Arbeiter und Arbeiterinnen erlassenen Bestimmungen sind in deutlicher, lesbarer Schrift in allen Räumen usw., wo solche Arbeiten angefertigt werden, an sichtbarer Stelle an= zuschlagen. 8. Die Behörden haben die Ausführung der Schutzbestimmungen streng zu überwachen und etwaige Uebertretungen mit wirksamen Strafen zu ahnden. zu betreiben und Geschäftsfizungen oder Versammlungen einzuberufen, humoristischen Wochenplauderei der Tagespost" ein wenig angeulft ein Zehntel Prozent der Jahresmiete, mindestens aber 50 Pf. Mieten bis haben. Außerdem soll besonders darauf geachtet werden, daß die wurde. Dem Herrn Bürgermeister scheint der Ausgang des Pro- zu 300 Mark find stempelfrei. Witwe. 1. Ja. 2. und 3. Nein. Uniform- und Lieferungsschneider untereinander und auch mit den zesses Rudolph zum Klagen Mut gemacht zu haben, aber auffallend Schwarzkopffftr. 100. 1. 70 Bf. 2. Klagen Sie lieber auf Rückzahlung. Kollegen der andern Branchen Fühlung suchen und so mehr wie bis- ist es, daß er es ängstlich vermeidet, wenn ihm eine Breßäußerung Angermünde. Ihre Fragen sind nicht klar. Ohne Quittung wird her für die Organisation gewonnen werden. Nach einer längeren nicht paßt, den Staatsanwalt in Bewegung zu ſehen und öffentliche verlangen. Sie kann flagen. 2. Die Herrschaft muß die Kurkosten bis zum nicht geantwortet. M. S. 55. 1. Ihre Nichte kann Lohn für Februar Diskussion, in der auch die intensive persönliche und Hausagitation Anklage wegen Amtsehrenbeleidigung erheben zu lassen; er begnügt Ablauf des Dienstverhältnisses, d. h. bis zum 1. März tragen. 3. Sie befürwortet wurde, wurde von der Konferenz einer Reſolution im sich in solchen Fällen stets mit der bescheidenen Rolle eines Privat- können flagen und müssen dem Schuldner den Eid über den Geldempfang Sinne des Referats zugestimmt. Außerdem wurde eine Resolution flägers, während die" Tagespost" ihn doch niemals als Person, zuschieben. Elling 17. Sie müssen nachzahlen. Ratenzahlung können beschlossen, nach welcher die Mitgliedschaften verpflichtet sind, dem als welche er ihr sehr gleichgültig ist, angreift, sondern immer in Sie nicht beanspruchen; sie wird aber auf Antrag wohl nachgelassen werden. Redakteur der Fachzeitung alle Veränderungen und Neueinführungen seiner Eigenschaft als Bürgermeister und wegen seiner Amts- Karl Schulze, Charlottenburg. Lohn- und Abschlagszahlungen in der Uniform- und Lieferungsschneiderei und die Lohnverhältnisse handlungen, die meistens der Arbeiterschaft nicht gefallen. Der dürfen nach§ 115a der Gewerbe- Ordnung in Gast- und Schankwirtschaften mitzuteilen. Die Berichte sollen in der Fachzeitung veröffentlicht Grund, der ihn bestimmt, ist einfach der, daß öffentlich erhobene oder Berkaufsstellen nicht ohne Genehmigung der unteren Verwaltungswerden. Der Hauptvorstand soll das Material sammeln und in ge- Preßbeleidigungs- Klagen vor das Schwurgericht kommen, von dem behörde erfolgen. Zuwiderhandlungen werden nach§ 148 Ziffer 13 der Gewerbe- Ordnung mit Geldstrafe bis zu 150 Marf, im Unvermögensfalle eigneter Weise verwerten. eine Freisprechung des betreffenden Preßsünders sehr zu befürchten mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. P. 23. 1. Sie können, wenn nichts Ueber die Stellung zu den Oekonomiehandwerkern ist. Wird dagegen Herr v. Schuh in einer Versammlungsrede etwas andres vereinbart ist, nur Bezahlung derjenigen Fahrzeit verlangen, um und ihre Beschäftigung mit Privatarbeiten in den Kasernen referierte unsanft angefaßt, so überläßt er die Sache dem Staatsanwalt, weil die Sie länger unterwegs sind, als äußerstenfalls bei gewöhnlichen Arbeiten. Käming. Der Referent verweist darauf, daß es vom Standpunkte dann die Straffammer abzuurteilen hat, und bei dieser ist eine Ver- Da Sie an und für sich keine bestimmte Arbeitsstelle haben, müssen Sie der allgemeinen Wehrpflicht betrachtet, nicht zu rechtfertigen ist, daß urteilung stets ziemlich sicher, wie der Prozeß Rudolph bewiesen hat. mit einer gewissen Fahrzeit sowieso rechnen, die Sie nicht vergütet verlangen alljährlich Tausende von jungen Arbeitern vom Staat eingezogen fönnen. 2. Die Fabrit braucht Ihnen jedenfalls nur die Arbeiterkarte zu werden, nicht um sie militärisch auszubilden, sondern um sie als Be- in Magdeburg verboten. Diese Verordnung soll der ArbeiterSingen nach 10 Uhr abends ist nach einer Polizeiverordnung bezahlen. 3. Die Vereinbarung einer vierwöchigen Kündigung ist zulässig. rufsarbeiter zu beschäftigen. Allerdings erzielt die Militärverwal Frau Anna 2. S. 1. Wenn Sie im Armenrecht flagen wollen, müssen tung bedutende Ersparnisse durch dieses System. So spart 3. B. die Sängerbund bei der Lenau- Feier übertreten haben, weil er nach Sie ein Armutszeugnis in Bezug auf Sie und auf Ihren Mann beim zuMarine- Verwaltung in Kiel bei 70 Cekonomiehandwerkern jährlich 10 Uhr noch ein Lied vorgetragen hatte. Der Dirigent und ein ständigen Armenvorsteher erwirken. Damit gehen Sie auf die Gerichtscirca 28 000 M. Aber diese Ersparnisse könnten von der Militär- Mitglied des Bundes sollte deshalb Polizeistrafe zahlen. Die Sache schreiberei des jenigen Landgerichts, in dessen Bezirk Ihr Mann wohnt, kam bis vors Landgericht und dieses erkannte gleichfalls auf Strafe genehmigt, so wird Ihnen ein Rechtsanwalt zugewiesen, der die Klage einVerwaltung auf andren Gebieten, namentlich bei den Offiziersund beantragen Sie, Ihnen das Armenrecht zu bewilligen. Wird der Antrag pensionierungen viel besser gemacht werden. Die DekonomichandDie Dekonomichand mit folgender Begründung: retchen muß. 2. Die Möbel muß Ihnen der Mann vor der iverker, die dem Regimentsschneider unterstellt sind, müssen sich, wenn Scheidung Herausgeben, wenn sie Ihnen unentbehrlich sind, nach fie sich nicht den schlimmsten Drangsalierungen aussehen wollen, auch der Scheidung auf alle Fälle. noch diesem, der zumeist eine ausgedehnte Privatkundschaft besikt, für die Privatarbeit zur Verfügung stellen. Bei den Regimentsschneidern, die, wenn ihnen die Anfertigung von Privatarbeiten verboten ist, das Geschäft unter andrer Firma betreiben, herrschen im allgemeinen die erbärmlichsten Lohn- und Arbeitsbedingungen. Trotzdem erhalten sie immer noch genügend Arbeitskräfte aus den Reihen der Dekonomichandwerker. Von allen Rednern wurden in lebereinstimmung mit dem Referenten diese Zustände in scharfer Weise kritisiert und sodann folgende Resolution beschlossen: In Erwartung, daß das System der Oekonomichandwerker dem Grundsaße der allgemeinen Wehrpflicht nicht entspricht, indem die betreffenden Mannschaften anstatt zur militärischen Ausbildung, mir zur Berufsarbeit eingezogen werden, und aller Koalitionsfreiheit bar, sich einer Behandlung unterwerfen müssen, die eines freien Arbeiters unwürdig ist; in fernerer Erwägung, daß die Regimentsschneider sich diesen Umstand nutzbar machen, Privatarbeiten im großen Umfange übernehmen und dabei die Preise in der unlautersten Weise herabdrücken, fordert die Konferenz von der Militärbehörde die Aufhebung dieser Einrichtung und die Ausführung ihrer Arbeit durch freie Lohnarbeiter, entweder in eigner Regie oder in Privatbetrieben, wo die Arbeiter der Gewerbe- Ordnung und den zu Punkt 3 der Tagesordnung geforderten Schutzbestimmungen unterstehen. Hiermit war die Tagesordnung der Konferenz erledigt. Partei- Nachrichten. P. 8. 75. 1. Ja, der Zuzug X. y. 3. Nein. kann verweigert werden. 2. Erlaubnis erforderlich. R. S. 100. 1. Der Vertrag ist bis 1. Oktober 1903 verlängert. " Erfahrungsgemäß habe der Vortrag eines Liedes, namentlich eines in politischer Hinsicht anstößigen Liedes, eine auf reizende Wirkung. Der§ 6 Nr. a des Gesetzes über die Polizeiverwaltung berechtige die Polizeibehörde, zum Schuße der Personen und des Eigentums Polizeiverordnungen zu erlassen. Sei 2. Steigerung ist Kündigung mit dem Angebot zum Abschluß eines neuen Vertrags mit höherem Zins. Sie ist daher nur unter Einhaltung der das Singen geeignet, aufregend zu wirken, so sei die Polizeibehörde Kündigungsfrist und nie für eine Zeit, für die ein Kontrakt läuft, zulässig. zum Schutz der Personen und des Eigentums befugt, es durch Polizei- m. S. Da das zweite Kind vor 1900 geboren ist, können für dieses verordnungen einzuschränken." teine Alimente verlangt werden. Für Kinder, die nach dem 31. Degember 1899 Merkwürdig ist dabei, daß sich die das Verbot rechtfertigende geboren sind, ist das anders. M. B. Keinesfalls. Wenn nichts aufreizende Wirkung nur nach 10 Uhr abends und nicht zu jeder Zeit Abweichendes vereinbart, haben Sie nur die Hälfte des für die gesekliche bemerkbar macht. Vertragsdauer zu entrichtenden Stempels zu tragen. JudnaHoly Sociales. 2. R. 9. 1. Der Mutter steht das Erziehungsrecht zu, das Vormundschaftsgericht kann aber, wenn es im Interesse des Kindes liegt, eine anderweite Regelung eintreten lassen, insbesondere also die Erziehung dem Vater übertragen. Daß dies im vorliegenden Fall geschehen wird, erscheint Das Heimatsrecht in Bayern. Der Stadtmagistrat Würz ausgeschlossen. 2. Unter Umständen ja. Frischauf. 1. Ja, innerhalb burg stimmte einem gegenwärtig bei den bahrischen Stadt- drei Tagen. 2. Nachträglich anmelden. K. G. Nein. N. W. verwaltungen cirkulierenden Antrage des Bürgermeisters Krafft in 1. Nein. 2. Zu klagen brauchen Sie nicht, Sie müssen dem Schuldner aber Ludwigshafen zu, wonach den Arbeitern, Dienstboten und Gewerbs- den Verlauf der Pfandstücke unter Angabe der Summe, wegen deren Sie gehilfen, die sieben Jahre ununterbrochen als bayrische Staats- dürfen Sie die Sachen im Wege der öffentlichen Versteigerung verkaufen verkaufen lassen wollen, androhen. Einen Monat nach der Androhung angehörige in der Gemeinde thätig gewesen sind, das Heimatsrecht laffen. Abzahlung. Ihre Frau haftet, Sic aber nicht. Sie brauchen ohne besonderen Antrag erhalten sollen. Nach den seitherigen Be- auch die Zwangsvollstreckung in das Eingebrachte Ihrer Fran nicht zu stimmungen muß ein ausdrücklicher Antrag des Berechtigten vor- dulden. G. A. 16. 1. bis 3. Nein. 4. Ja. P. 75. 1. Ja, Geldliegen, wodurch es häufig kommt, daß aus Unkenntnis oder andren straje oder Gefängnis. 2. Ja, mur nicht die unentbehrlichen Sachen. 3. Nein. Gründen die betreffenden Leute versäumen, ihre längst erworbenen 4. Unter diesen Umständen nein. F. G. 99. 1. Nein. 2. Ja, wenn die G.. 36. Ja. Rechte in Anspruch zu nehmen. Der Antrag Krafft bezivedt nun, Stoften nicht erst im letzten Jahre entstanden sind. die Gemeinden zu verpflichten, daß sie den Personen, die den ge- mit verpflichtet hat. 2. Wenn der Hauswirt im gleichen Hauje wohnt, N. P. 1. Die Frau hastet nicht für die Micte, wenn sie sich nicht nannten Voraussetzungen genügen, daß Heimatsrecht ohne weiteres müssen Sie die Miete hinbringen. 3. Wenn Sie nicht selbst zur Zahlung verlichen werden muß, was eine große Erleichterung bedeuten der Miete verpflichtet sind, so können Sie Ihre Sachen, ohne strafbar zu würde. Dem weiteren Antrage, die Kleinhandwerker in dieser Be- werden, aus der Wohnung entfernen. 23. J. 42. Sie können flagen, ziehung den Arbeitern gleichzustellen, glaubte der Stadtmagistrat wenn der Ingenieur auf Ihr Angebot erklärt hat:„ ich nehme das Zimmer" ( oder dergleichen). Klagen Sie beim Landgericht I Berlin. 8. G. 03. 1. Sie können den Restlohn sofort einklagen; Zahlungen muß er beweisen. 2. Die angegebenen Aeußerungen und Handgreiflichkeiten sind strafbave Beleidigungen. Freilich können Sie auch bestraft werden. Vertrag 100. 1. Wenn die liefernde Firma cine Arglift oder ein Versehen trifft, so können Sie bon ihr noch Ersatz verlangen. 2. Wenn für alles, Ein Parteigenosse wurde auch gewählt in Veltenhof in Mit dem Versammlungsrecht der Frauen beschäftigte sich jetzt was der Tapezierer gemacht hat, ein Höchstpreis bon 100 M. cine Landtags- Kommission in Braunschweig. In diesem mit verabredet war, ist nicht mehr zu zahlen. P. A. Nein. Braunschweig. 11. Ja. A. Wurbs, Nixdorf. Wenn der Verstorbene seinen ersten Ehe- Wohnsitz Ueber 100 neue Mitglieder gewann der socialdemokratische Preußen verketteten Bundesstaate ist nämlich den Frauen die TeilVerein in Erfurt bei Gelegenheit einer Versammlung, in der Ge- nahme, an Vereinen und Versammlungen verboten, in denen öffent- mit der zweiten Frau vor dem 1. Januar 1900 in Berlin gehabt hat, so hat die Witwe das Recht, binnen sechs Wochen seit ihrer Kenntnis vont noffe Ed. Bernstein über die neuesten politischen Vorgänge sprach. liche Angelegenheiten verhandelt werden sollen. Auf Abänderung Tode gegenüber dem Nachlaßgericht zu erklären, daß sie nach den VorAuch das Erfurter Parteiblatt hat im Laufe der letzten Monate dieser Vorschriften war dem Landtage eine Petition von Frauen schriften des Bürgerlichen Gesetzbuches erben wolle. Giebt sie dieſe Gr gegen 500 neue Abonnenten gewonnen. und Mädchen zugegangen. Die Kommission stellte sich allerdings flärung ab, so erbt sie die Hälfte und die Schwester die andre Hälfte des auf den Standpunkt, daß die Frauen für die Beschäftigung mit öffent- Nachlasses. Unterläßt sie die Erklärung, so hat sie die Wahl: entweder ihr lichen Angelegenheiten im allgemeinen nicht genug Verstand haben, eignes Vermögen zu nehmen, so daß das ganze Vermögen des Bruders sie wünscht aber trotzdem eine Aenderung des Gesetzes in der an die Schwester fällt, oder ihr eignes Vermögen mit dem Vermögen ihres Richtung, daß die Frauen an Vereinen und Versammlungen teil- Mannes zusammenzuwerfen und von dem Ganzen die Hälfte zu nehmen, nehmen dürfen für berufliche Interessen sowie für Zwecke der Er- während die andre Hälfte des Ganzen der Schwester zufällt. Zu dem ziehung und der Nächstenliebe. Vermögen des Verstorbenen und also zum Nachlaß gehört wie alles andre auch das, was der Verstorbene von seiner ersten Frau und feiner Mutter geerbt hat. Es vererbt sich jetzt genau wie alles andre. Gemeindewahlen. Einen Sieg errangen unsre Genossen in hem bis vor wenigen Jahren noch stockultramontanen Dorfe Muggen- Würzburg nicht zustimmen zu können. fturm bei Rastatt. Von den 235 Berechtigten der dritten Wählerlasse des Bürgerausschusses stimmten 174 ab; davon entfielen auf den Borschlag der socialdemokratischen Partei 118, auf den des Centrums nur 52 bis 6 Stimmen. Ein Arzt als Denunziant. Aus der Frauenbewegung. Das braunschweigische Ministerium hat allerdings im vorigen Jahre auf eine ähnliche Eingabe erklärt, daß kein Bedürfnis vorliege, der Reichsgesetzgebung vorzugreifen. Im Reiche will man aber der Landesgesetzgebung nicht vorgreifen. Wir erhalten folgende Zuschrift: Ju Nr. 31 des„ Vorwärts" befindet sich eine Mitteilung, in welcher ich bezichtigt bin, im September 1902 in Karlsbad eine Denunziation gegen den Karlsbader Arzt Herrn Dr. Hugo Stark unternommen zu haben, welche gegen denselben eine Untersuchung wegen Majestätsbeleidigung veranlaßt haben soll. Da ich aus einer persönlichen Zuschrift des Herrn Dr. Stark vom 28. Januar 1903 ersehen habe, daß diese Bezichtigung von ihm ausgehen dürfte oder Agitation unter den Arbeiterinnen. Im Auftrage des Deutschen wenigstens von ihm geteilt wird, habe ich demselben schon vor etwa Tertilarbeiter- Verbandes veranstaltete die Genoffin Frau Paula acht Tagen geschrieben, daß ich an der gegen ihn gerichteten Thiede aus Berlin in der verflossenen Woche eine Agitation am Denunziation gänzlich unbeteiligt geblieben bin. Wer Südharz und in einigen Orten Thüringens. Die Versammlungen die Denunziation veranlaßt hat, weiß ich nicht; ich bin vielmehr waren überall sehr zahlreich, besonders von Frauen und Mädchen, Thusnelda. Natürlich muß er Steuern zahlen. P. F. in B. 1. Nein, durch die Ladung zum Verhör als Zenge in dieser Sache schon besucht, die den Ausführungen der Referentin begeisterte Zudamals in Karlsbad selbst vollkommen überrascht worden. Alle Stimmung zollten. Fast überall wurde durch Anschluß der Arbeiteanders lautenden Mitteilungen muß ich demgemäß als irrtümliche rinnen an ihre Berufsorganisation die Agitation von Erfolg gekrönt. oder gar bewußt unwahre bezeichnen, gegen die ich eventuell gerichtlich vorgehen werde. Briefkaften der Redaktion. Dr. Bernhard Weiß, praft. Arzt, Hamburg 4, Annenstr. 1." Nach den eignen Angaben des Dr. Štark in Karlsbad wurde A. W. 100. Julius Norden u. Co., Berlin O., Alexanderstr. 27 a. ihm bei seiner verantwortlichen Vernehmung in der Untersuchungs- zu verheiraten. Noch ist er frei. Hildesheim. Geschwäß. P. K. Er fährt zur Hölle, um sich dort Jassy. 1. Ja. 2. Nicht gleichwertig, sache eine amtliche Anzeige des Gendarmeriekommandos vorgelesen, aber besser ist Die Gleichheit", Stuttgart, Furthbachstr. 12 die begann: Ueber Anzeige des Dr. Bernhard Weiß in Hamburg." Ebenso wurde ihm die mit„ Dr. Bernhard Weiß, prakt. Arzt in Hamburg" unterschriebene, an die Polizei gerichtete Denunziation vorgelesen. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 92 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Robert 135. 1. Wenn Ihre Erwerbsfähigkeit troß dieses Verdienstes Der klagende Bürgermeister. Gegen den verantwortlichen durch das Invalidenversicherungs- Gesek. noch um zwei Drittel beschränkt ist, behalten Sie die Rente. 2. Führer A. R. 32. 1. und 2. Ja. Redakteur der Fränkischen Tagespost" in Nürnberg Berber, Altenplan. Die Abfindung ist gefeßlich unzulässig. G. 50. stellte der erste Bürgermeister, Herr v. Schuh, Privatbeleidigungs- 1. und 2. Ja. Friedenau. Wenn Sie kraft Auftrages der Erben silage, weil er sich schwer darüber aufgeregt hat, daß er in einer handeln, haben Sie nichts zu befürchten. G. 6. Der Stempel beträgt Palast. Berliner Ruft. Specialitäten. Für den Inhalt der Inserate Wintergarten. Specialitäten. übernimmt die Redaktion dem Reichshallen. Stettiner Sänger. Publikum gegenüber keinerlei Steidl. Steidl- Sänger. Verantwortung. Theater. Dienstag, den 10. Februar. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Die weiße Dame. Slavische Brautwerbung. Schauspielhaus. König Heinrich der Fünfte. Deutsches. Der arme Heinrich. Passage- Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. G. Naß: Küchen- Chemie. Juvalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Um 8 Uhr: Dr. Wegener: Die Bedeutung der Astronomie für das praktische Leben. Urania. CASTANS Panoptikum Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. G. Nass: Küchen- Chemie. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Um 8 Uhr: Dr. Wegener: Die Bedeutung der Astronomie für das praktische Berliner. Sanatorium Siebenberg. Central- Theater Leben. Lessing. Der blinde Passagier. Neues. Die Flicge.( La Mouche.) Borher: Der Oberlehrer. Residenz. Lutti. Thalia. Der Stamelienonkel. Westen. Die Fledermaus. Central. Madame Sherry. Belle Alliance. Am Telephon. Hierauf: Cupido u. Tic. Anfang 8 Uhr: Abends 72 Uhr: Zum 99. Male: Madame Sherry. Morgen u. folgende Abende 74, Uhr: Madame Sherry. Morgen, nachm. 4 Uhr, halbe Preise. Jeder Erwachsene 1 Kind frei. Schneeweisschen und Rosenrot. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3 Uhr, Wochent. 5 Uhr, Anf. d.Abendvorstell. 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Ganz Berlin zerbricht sich den Kopf über die schwebende Jungfrau. Mysteriöses Theaterstück in 1 Akt. The three Devils: Die Schiller 0.( Ballner- Theater.) Thalia- Theater. AGA Der Meister von Palmyra. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Heimat. Carl Weiß. Familie Humbert. Buntes. Jugend. Luifen. Der Meineidbauer. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Liebesschaukel. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Casino Cavalleria rusticana. Apollo. Frau Luna. Dresdenerstraße 72/73. Anfang 7 11hr. Der Camelien- Onkel. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Leon Leipziger. Morgen und die folgenden Tage: Der Camelien- Onkel. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Charleys Tante. Wettfahrt im Todesring. Willy Prager prolongiert. 14 neue erstklass. Nummern. Friedrichstrasse 165. Neu!! Die tatowierte Schönheit Miss Karri in ihren klassischen lebenden Bildern. Neu! OTTO REUTTER Neu! Wiener Damenkapelle Kranz. Gr. Promenaden- Konzert. Luisen- Theater. Anfang 8 Uhr. Die Cameliendame. Mittwoch: Der Meinbauer. Donnerstag: Gastspiel des Theaters des Westen: Der Freischütz. Radke. 1. Nehmen Sie unbedingt einen Anivolt. 2. Die Beleidigungsflage erscheint aussichtslos, wenn Sie nicht nachweisen können, daß die Anzeige wider besseres Wissen erfolgt ist. 5. S. 45. 1. Wenn bis 3iz 300 M. Amtsgericht, sonst Landgericht. 2. Richtet sich nach dem Drtsstatut. 3. Die für den Betrieb zuständige Orts- Stranfenfaffe. 1. Sie haften aus der persönlichen Forderung außer wenn der neue Erwerber B. O. 123. mit Einwilligung des Gläubigers seiner Zeit die Schuld übernommen hat. 23a. 2. K. 100. Ja, wenn die Entlassung unberechtigt war. da er überhaupt nicht versicherungspflichtig war. 2. Nein. 3. Was er erhält. faften können hier ausgeklagt worden, die Alimente dagegen nicht. Die Boll4. Nein. 1000 A. C. Die Taufs, Entbindungs- und Sechswochenstredung wäre mit großen Kosten verknüpft und sehr wenig aussichtsvoll. W. P. 14. Ja. C. D. 1. Das Erziehungsrecht und das Recht, den Aufenthalt der Kinder zu bestimmen, steht Ihnen zu, nicht Ihrer Frau. 2. Ja. 3. Entziehen Sie Ihrer Frau die Schlüsselgewalt und beantragen Sie beim zuständigen Amtsgericht die Eintragung der Entziehung in das Güterrechtsregister. 4. Unverständlich. M. J. Weidenweg. Nein. G. M. N. Sie müssen alle Kosten zahlen. Auf Ratenzahlungen haben Sie feinen Anspruch. Benjamin. Kommen Sie in die Sprechstunde. Strott. Er kann seine Entlassung bei der Berufsgenossenschaft beantragen. Wider den Willen der Berufsgenossenschaft kann er die Anstalt nur verlassen, wenn hierdurch die vollständige Heilung nicht verhindert oder erschwert wird. Ob das der Fall, ist Thatfrage. Am besten hält er in der Anstalt aus. Kolporteur Langestraße 3. Wenn das Protokoll bermerkt, Sie hätten auf Rechtsmittel verzichtet, läßt sich gegen das Urteil nichts mehr machen. E. B. A. 1. Die Fortsetzung der Versicherung ist ratsam. 2. Innerhalb zweier Jahre müssen mindestens 40 Marken geklebt werden. A. J. 2. Die vierzehntägige Kündigung gilt auch jetzt noch. -O Buntes Theater Cirkus Busch. Köpnickerstrasse 68. Abends 8 Uhr: Volkstümliche Vorstellung bei bedeutend ermässigten Preisen. ( Parkett 1,60 M.): Jugend. Belle- Alliance- Theater. Allabendlich 7 Uhr: Am Telephon. Drama in 2 Aufzügen. 8 Uhr: Dienstag, den 10. Februar 1903, abends 72 Uhr: Grosse Vorstellung. Dahomey. Elefanten- Schauspiele. Boeren als Kunstschützen und Lassowerfer. Elefant und Pferd. Seelöwen. Residenz- Theater. Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 7 Uhr: Lutti.( Loute.) Cupido& Cie. Schwank in 4 Alten von Bierre Weber. Schwank mit Gesang und Tanz in 3 Aufzügen. Trianon- Theater. Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Kleines Theater. Bernhard Rose- Theater- Ensemble Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Dienstag, den 10. Februar 1903: Der Erbförffer. Trauerspiel in 5 Aften( 7 Bildern) von Otto Ludwig. Anjang 8 Uhr. Donnerstag: Der Veilchenfresser. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Carmen. Nach der Vorstellung: Familienball. Mittwoch: Benefiz für A. Se elen: Herrgottschniger von Ammergau. Berliner U Fallx Scheuerk- Trio. Stralsunderstr. 1. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Mittwoch abend 8 Uhr: Das Geheimnis der Gilde. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Heimat. Schauspiel in 4 Aften von Hermann Sudermann. Mittwoch abend 8 Uhr: Esther. Hierauf: Zwei Eisen im Fener. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Heimat. Metropol- Theater. Cirkus Schumann abends 72 Uhr: Mit glänzender Ausstattung: Dienstag, den 10. Februar 1903, Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G., Henri Bender, Frid Frid, Fl. Siding, Hansi Reichsberg. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Heute abend um 8 1hr: Frau Luna mit dem elektrischen Ballett. Um 9%, Uhr: Die neuen Specialitäten: Robert Steidl auf dem Hängeboden. Vindobonas.+ Cabby und Shirker. Wundergrotte.+ Mesters Kosmograph. Neu! Zum erstenmale in Berlin! Original- Cake- Walks. Morgen 8 Uhr: Nakiris Hochzeit. Ausserordentl. gr. Gala- Vorstellung mit ganz neuem Programm. Ausser den neuen Debüts Les Brunin, d. unerreichbaren Billard- Künstler. Nur noch kurze Zeit! Looping O the Loop. Direktor Albert Schumanns neweste Kreationen, sowie die unverwüstliche Pantomime Am 7. d. Mts. entschlief nach Tangen schweren Leiden meine innig geliebte Frau, unsre herzensgute Mutter Emilie Lindemann geb. Kuhrmann im Alter von 45 Jahren. Dies zeigt tiefbetrübt an Emil Lindemann, Schankwirt. 20916 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 11. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen Friedhofs, PappelAllee, aus statt. Verein socialdemokratischer Gast- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Am 7. d. Mis. starb die Frau unfres Mitgliedes, Kollegen Emil Lindemann Frau Emilie Lindemann geb. Kuhrmann. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 4 Uhr von der Halle des Freireligiösen Friedhofs, Pappel- Allee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 69/3 Allgemeine Kranken- und SterbeKasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen. ( E. H. 86, Hamburg,) Die lustigen Heidelberger. Berwaltungsstelle Berlin C. WINTER PARTEN 8 Casino- Theater Yvette Guilbert Neu! Lothringerstr. 37. 8 Uhr abends: Nen! und die Londoner Sensation Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Max Christian am am 6. Februar in der Heilſtätte Beelik plößlich verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, auf dem DomKirchhofe in der Müllerstraße statt. 20945 Der Vorstand. Adtung! Parteigenoffen. Achtung! Dienstag, den 10. Februar, abends 8 Uhr: 6 Partei- Versammlungen I. Wahlkreis: Armin Hallen, Kommandanteuftr. 20. II. Wahlkreis: Hofjäger- Palast, Hasenheide 5253. III. Wahlkreis: Buggenhagen, Morikplak. IV. Wahlkreis: Sanssouci, kottbuserstr. 4a. V. Wahlkreis: Schweizergarten, Am Königsthor. VI. Wahlkreis:( Generalversammlung d. Wahlvereins), Eiskeller, Chauffeeftr. 88. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. Referenten sind die Genossen: Dr. Leo Arons, Richard Fischer, Wolfgang Heine, Paul Singer, Emil Rosenow, Georg Ledebour. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. 209/3 Charlottenburg. Volkshaus, Rosinenstr. 3). Dienstag, den 10. Februar, abends 8, 1hr: ( grosser Saal). Grosse Versammlung für Männer und Frauen. Thema: Das dritte Geschlecht und der§ 175. Referent: Herr Dr. med. M. Hirschfeld- Charlottenburg. Arbeiter, Genossen! Protestiert durch Massenbesuch gegen die Verleumdung unsrer Gegner, Saß der„ Vorwärts" aus niederen Motiven Krupp auf Capri" veröffentlicht hat, sondern nur Ver anlassung genommen hat, gegen den§ 175 zu protestieren im Namen der Gerechtigkeit und Humaniät. 202/ 6* Der Einberufer: 0. Ewald. General- Versammlung Deutscher Metallarbeiter- Verband. der Trudy u. Charles Adlessy Circling the Circle Socialdemokrat. Wahlverein Kranken- und Sterbekasse Lehmann. Bonné! Cavalleria rusticana. Wochentags 8, Sonntags 7, Uhr. Neue Vorzugskarten, gültig vom ausgeführt von Februar bis Mai, find an en be- Original- Noisset- Truppe fannten Stellen und vormittags von 10-11 Uhr an der Kasse gratis zu haben. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Abends 8 Uhr: Familie Humbert oder: Der 100 Millionen- Schwindel. Morgen: Ilfe Römer. Donnerstag: Zum erstenmal: Das fechste Gebot. ( Keine erhöhten Preise!) SteidlLinienstraße 132. Theater Dranienburger Thor. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Neues Programm! U. a. Unser Kakelnest. Urkomische Burleske. Palast- Theater Familie Humbert. Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Grösster Erfolg der Saison! 8%, uhr. Novität! 8%, uhr. Berliner Luft. Gr. Operettenposse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von A. Rosée. Musik von Plazbecker. Zwickel Dir. R. Winkler. Das Februar- Programm Alles neu! Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Entree 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pf.) Sperrsit 1 M. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. Zum Schluß, neu: O diese Chambre garnisten!!! Burleske von Meyfel. Charlottenburg. Den Parteigenoffen zur Nachricht, bag unfer Mitglied, der Schrifischer Arthur Klein am am 7. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisen- Kirchhofes aus statt. Der Vorstand, 250/1 Am 7. d. M. entschlief nach furzem schweren Leiden mein innigft geliebter Mann, unser guter Bater, der Schriftseger Arthur Klein. Um stilles Beileid bittet die trauernde Witwe 5792 Mathilde Klein geb. Krämer nebst Kindern. am Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des neuen LuisenKirchhofes aus statt. Verband der Möbelpolierer. Am 7. d. M. verstarb unser Kollege Paul Trippensee im Alter von 44 Jahren. Die Beerdigung findet heute Dienstagnachmittag 3 Uhr auf Deutsche Konzerthallen em Berliner Gemeinde- Friedhof Spandauer Brücke 3 Täglich: Gr. Vorstellung. Special- Ausschank Das grosse amüsante februar- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstkl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Um 10 Uhr abends Einzug Gambrinus mit Gefolge. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max aus Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfest. D Im Kaiser- Saal: I Norddeutsche Sänger und Tanz. Tanz- Kränzchen. MaskenLott ist dot. Sensationsparodie. Säle zu Festlichkeiten. und TheaterGarderobe. Grosse Auswahl historischer Kostüme. Vereinen Preisermässigung. -% 34 Frische Naturbutter.[ 20985 E. Elzel- Beck, Neanderstr. 3 Netto 8 Pfd. 6,20 M. per Nachnahme. Amt 7700. in Friedrichsfelde statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 145/8 Der Vorstand. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines inniggeliebten Mannes und unsres unvergeßlichen Vaters sage ich allen Berwandten, Freunden und Bekannten meinen innigsten Dant. 5802 Wwe. Schuffelhauer nebst Kindern. Gross- Fischerei- Export- Artikel. Neueste, wahre, billigste Preise. Per Nachnahme. Feinste Salzfettheringe, Fak, 400 St. 10 M., Faß, 200, 5 M.; schöner Fisch, größerer zu empf., 300 St. 11 M., 150 St. 5% M.; zarter Fisch, Faß, 500 St., 9 M., 1 Fab, 250, 4/2. Vollhering, Milch und Rogen, groß, Faß 11 M., Faß 5/2 M. 8 Liter- Dose Bratheringe 3 M. 400 Gold Bücklinge 53%, W., 800 St. 10 M. 2652* Per Post überall frauco hin. 4 Liter- Dose, 100 St. Delikateßher., Bismarcher 3 u. 3, M., 70 Brat heringe 2 u. 3 M., bis 100 Roll: möpfe 3 u. 3, M., Russ. Sard. 3 M. Salzheringe, 70 St., zart, 2,70, größere, 60 St., 3 M., große Boll3 M. 3. Otto Lievers, Friedrichshof, Dip Vereinszimmering Rifte Gold- Bücklinge, fein, 120 St., Berfallene Pfänder. Goldfachen, zu 50-60 Personen mit Pianino 3 M., gr. Voll: n. Fett- Bücklinge Brillanten i. 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Dis. fuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 111/14 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Steinarbeiter. Dienstag, d. 10. Februar, abds. 8 Uhr, Mittwoch, den 11. Februar, abends 7 Uhr, im ,, Englischen Garten", Sanssouci, Stottbuserstr. 4a. Referent H. Müller, Besizer der Kuranstalt Gr. Frankfurterstr. 87, spricht über Entstehung, Berhütung und Heilung der akuten wie chron. Gonorrhoe, der Alexanderstr. 27c: Innungs- Verfammlung. Tages- Ordnung: Quës 2c., im weiteren die Duecksilber- 1. Neuwahl der Innungsschiedsgerichts- Beisitzer. 2. Verschiedenes. furen im Lichte der Volksgesundheit ist Duecksilber überhaupt ein Heilmittel? Nur Hrn. hab. Zutr. Eintr.frei. Albert Marquard Berlin, Neanderstrasse 26 Weingrosshandlung u. Likörfabrik empfiehlt seine gut gepflegten 10 Bordeaux-, Rhein- u. Moselweine sowie Medic. Ungarwein unter Garantie der Reinheit. 264L* Ferner feinst. Rum per Ltr. 1,50-5,50 58 Arrak 1,50-3,50 99 99 Cognac 1,50-6,00 97 Burgunder-, Rum- u. 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Februar, abends 8% Uhr, Generalversammlung. bet Keller, Koppenstraße 29: Tages- Ordnung: Kassenbericht vom 4. Quartal.- Bericht des Vorstandes, des Arbeitsbermittlers, der Kontrollkommission und des Gauvorstandes. Antrag der Verwaltung auf Anstellung von zwei Beamten an Stelle der zwei Hilfsarbeiter. Ersawahlen zur Ortsverwaltung. vorstandes. Anträge. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Wahl des Gau 78/9 Die Ortsverwaltung. Berliner Genoffenfchafts- Bäckerei. Neue Hochstr. 18. ( E. G. m. b..) Bilanz per 30. September 1902. Aktiva. 1. An Cassa- Conto. Mark Passiva. Neue Hochstr. 18. Mart 85, 30.8 025,07 17 005,22 2 846,24 1. Per Conto d. Genossen490, schafter. Reservefonds- Cto.. Conto, alte Rechn. 2. D 3. " F Inventar- Conto Gespann- Conto 9 600,- 2. " 4. B Betriebs- UnkostenConto 3. " Gewinn- u. Verlust 962,80 5. Gespann- Unkosten" 4. Desgl., neue Rechnung Conto 301,90 6. 3 007,30 " 7. " Conto pro Diverse 7 937,05 25 145,29 29 Waren- Conto 25 145,29 Im Lauf des Geschäftsjahres 1902 find feine Genossen neu beigetreten, ausgeschieden: keine. Mitgliederzahl am 30. September 1902: 17. Betrag der Haftsumme 85 M., Geschäfts- Guthaben 85 M. Das Geschäfts- Guthaben sowie die Haftfumme der Genossen hat sich nicht vermehrt und nicht vermindert. 105/13 Berlin, den 10. Februar 1903. Berliner Genossenschafts- Bäckerei.( Eingetr. Genossensch. m. b. S.) Franz Schersath. Paul Lenz. Bruch- Pollmann!! Von 36 M. an!! empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Anzug nach Maß, neueste Muster, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, reinw. Stoffe, feinste Zuthaten, Suspensors, sowie sämtliche Artikel 2 Anproben, für tadellosen Sit zur Krankenpflege. goldene Medaille. Ludwig Engel, D Eigne Werkstatt. Prenzlauerstr. 23 II, Alexander: Lieferant f. Orts- u.Hilfs- Krankenkassen. plat. Komme mit Muster Maß: Berlin C., nehmen, auch außerhalb. Post: tarte. Gegr. 1892. 129/7 2732* 30. Linien- Straße 30. 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Im einzelnen bleiben die Ausführungen auf der Tribüne unverständlich. Minister Freiherr v. Hammerstein: Abg. Bachmann( natl.): Die Landräte haben nur ihre Pflicht gethan, wenn sie den verderblichen politischen Treiben gewisser Streise zur Aufhebung der dänischen Bevölkerung in Schleswig entgegengetreten sind.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.)" Abg. Gothein( frs. Vg.): Abg. Dr. Friedberg( natl.): darauf gefaßt, daß mir wieder wie am Sonnabend entgegengehalten Wahlbeeinflussungen seitens der Landräte kommen nicht nur wird, daß ich die Geschäfte der Socialdemokratie besorge. Dieser im Osten, sondern auch im Westen vor. Bei der letzten Reichstags- Vorwurf ist mir sehr gleichgültig. Ich habe ihn schon so oft gehört, wahl waren in der Provinz Hannover die öffentlichen Kreisblätter daß ich dagegen abgestumpft bin. Ich möchte aber doch den Minister fast ausnahmslos Organe des Bundes der Landwirte. Das ist doch darauf aufmerksam machen, daß die Interessen der Socialdemokratie eine Richtung, die der Staatsregierung viel oppositioneller gegen durch niemand beffer wahrgenommen werden, als durch Beamte, die übersteht als die nationalliberale Partei. sich solcher Ungeschicklichkeiten schuldig machen.( Sehr richtig! links.) Die Art und Weise, wie die Socialdemokratie von den Der Minister meinte, mein Mandat scheine in Grimmen sehr Verwaltungsbeamten behandelt, wird, daß man sie nicht als Der Landrat v. Maltzan hat für mich in einer Weise Propaganda Gerechtigkeit Anwendung finden müssen, führt dazu, um erst recht gefährdet zu sein. Ach, Herr Minister, sind Sie schlecht unterrichtet! eine Partei ansieht, auf die die gewöhnlichen Begriffe der gemacht, wie es besser kein liberaler Agitator hätte thun können. der Socialdemokratie immer neue Anhänger zuzuführen. Sobald ( Sehr gut! links.) Herr v. Hammerstein sagte weiter, es beständen Alles, was der Herr Vorredner vorgebracht hat, ist absolut un- ja auch liberale Zeitungen in Greifswald Grimmen. Gewiß; ich nan zu erkennen giebt, daß man bereit ist, mit den ungerechtesten substantiiert. Mir sind bis jetzt keine Beschwerden zugegangen. habe hier aber eine ganz generelle Forderung aufgestellt, nämlich, Mitteln gegen eine Partei vorzugehen, müssen notwendigerweise die Gegenüber der erorbitanten Behauptung des Herrn Vorredners, daß daß die Kreisabgaben, die von Angehörigen aller politischen Sympathien für diese Partei zunehmen. Wie unter dem Ausnahmedie dortige Bevölkerung sich unterdrückt und verfolgt fühle, genügt Richtungen aufgebracht werden, nicht dazu verwendet werden, gesetz die Socialdemokratie von Jahr zu Jahr immer mehr zuwohl der Hinweis darauf, daß die nichtpreußischen Abgeordneten um einseitig die Interessen einer politischen Partei zu unter- genommen hat, so muß auch jede Verwaltungsmaßregel, die den diefer Streise auf zwei zurückgegangen sind. Die überwiegende Mehr- stüßen. Darüber ist der Minister schweigend hinweggegangen. Stempel der Ungerechtigkeit und Niedrigkeit trägt, dazu beizahl der Bevölkerung steht treu zum preußischen Staat. Nur Die Entschuldigung des Landrats, er habe nur das Material dem tragen, daß die Socialdemokratie Zuwachs erhält.( Sehr die Beunruhigung, die von gewisser Seite in die Bevölkerung hinein- Kreisblatt- Redakteur übergeben, ist so lahm, daß ich mich wundern richtig! links.) Nicht wir, die wir auf derartige Mißstände getragen wird, verschuldet es, daß nicht in allen Bezirken Ruhe und würde, wie der Herr Minister sie hier vorbringen konnte, wenn ich aufmerksam machen, besorgen die Geschäfte der Socialdemokratie, Frieden herrscht. Wir müssen auch an dieser Grenze festhalten an mich überhaupt noch über etwas bei dem Herrn Minister wundern der deutsch- nationalen Idee. Ich kann dem Herrn Vorredner nicht könnte.( Heiterfeit links.) So ein untergeordneter Kreisblatt- sondern die Verwaltungsbehörden, die zu solchen Beschwerden Verversprechen, Landräte dorthin zu schicken, die gerade ihm gefallen. Redakteur wird es natürlich niemals wagen, das Manuskript des anlassung geben. Sie sind die Schrittmacher der Socialdemokratic. ( Lebhaftes Bravo! rechts und bei den Nationalliberalen.) hochmögenden Herrn Landrats zu korrigieren. Der Herr Minister( Sehr richtig! links.) Es liegt im dringenden Interesse der heutigen wunderte sich dann, daß unsre kleine Partei immer das Volk zu ver- Staatsordnung, daß alle Parteien nach gleichem Maße behandelt treten vorgebe. Wenn wir eine richtige Wahlkreis- Einteilung werden. In demselben Maße wie die Verwaltungsbehörden strikteste hätten, würden wir auch hier zahlreicher vertreten sein.( Sehr Gerechtigkeit walten lassen, in demselben Maße wird das Vertrauen richtig! links.) Der Friede in meinem Wahlkreise, das stelle ich gegenüber Herrn Rewoldt fest, ist erst nach der letzten Wahl gestört handelt sich hier um eine wichtige staatserhaltende Aufgabe. Ich zu der heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung zunehmen. Es durch den Landrat v. Malyan bei der Kaiser- Geburtstagsfeier. Der geht auf die Boykottierungen liberaler Zeitungen durch den Land- Herr Landrat hat selbst zugestanden, daß sein Vorgehen gegenüber richte deshalb nochmals die Frage an den Minister, was Erhalten wir auch dieses der Witwe Müller einen Sturm der Entrüstung bei seinen politischen dieser Angelegenheit zutreffend ist. rat b. Maltzan in Grimmen nochmals ein und bestreitet Gegnern hervorrufen mußte. die Richtigkeit der vorgestrigen Ausführungen des Abg. Rewoldt. tommen bewußt gewesen. Er sei sich dieser Thatsache voll- Mal keine Antwort, so ist das ein Geständnis.( Lebhafter Beifall Landrat v. Maltzan hat für das Grimmer Kreisblatt" Artikel ge- freisinnigen Flugblatt gesprochen. Herr Rewoldt hat von einem links.) nur Er möge sich schrieben, in denen schwere Beleidigungen enthalten waren. Abg. Dr. Porsch( C): Verleger wurde deswegen verurteilt. In dem Prozeß verweigerte meine Thätigkeit im Reichstag und Landtag die konservativen Flug ob das Stück gegen das Strafgesetz verstößt oder nicht. Wie denkt mal ansehen, was für Lügen und falsche Darstellungen über Es ist für einen Theaterdirektor sehr schwierig, zu entscheiden, Herr v. Malyan die Aussage darüber, ob er noch weitere politische blätter in meinem Wahlkreise vorgebracht haben. Meine Rede, die sich Herr Dr. Barth denn überhaupt die Sache? Soll ein PolizeiArtikel für dieses Blatt geschrieben habe, und zwar aus„ dienstlichen das Flugblatt wiedergab, war durchaus fachlich gehalten. Den Vor- beamter in der Loge Plaz nehmen und dann während der VorGründen".( Hört! hört! links.) Der Minister wird mir zugeben, wurf, daß die Zolltarisparteien mur ihre materiellen Interessen verstellung aufstehen und sagen:„ Es darf nicht weiter gespielt werden, daß bei einer solchen Verweigerung alle Unbeteiligten die Ueber- treten, muß ich vollkommen aufrecht erhalten.( Unruhe rechts.) Ich diese Stelle verstößt gegen das Strafgeses?" Die Censur ist be= zeugung gewinnen müssen, daß der Landrat seine Stellung dazu erinnere nur an das Wort: jeder will sein Schäfchen scheeren. Ich rechtigt, wenn auch, wie ich anerkenne, Mißgriffe möglich sind. Ich mißbraucht hat, Agent einer bestimmten politischen Partei zu sein.( Sehr richtig! lints.) Es muß überhaupt einmal fonstatiere zum Schluß, daß der Herr Minister auf meine thatfäch will gern zugeben, daß Maria von Magdala" an und für sich lichen Beschwerden, die sich auf sein Ressort beziehen, überhaupt nicht ein Kunstwert ist; deshalb eignet es sich doch aber noch lange nicht gegen den Unfug eingeschritten werden, daß die amtlichen Kreisblätter Parteiblätter der Konservativen eingegangen ist.( Bravo! links. Zischen rechts.) sind, ja für eine öffentliche Aufführung vor einem zum Teil ungebildeten Often zum Teil auch Organe des Bundes der Landwirte.( Zustimmung Publikum.( Beifall im Centrum.) Ich erkenne mit dem Abg. links.) Die amtlichen Mitteilungen sollten in einer besonderen amtlichen Ausgabe herausgegeben und den Zeitungen aller Parteien zum Die Blätter, mit denen ein Abkommen getroffen wird, daß sie die Staatswesens gewirkt hat, trotzdem durch sie auch viel zur BerDie Kreisblätter sind von der Regierung vollständig unabhängig. Dr. Barth an, daß die Preßfreiheit überall zum Besten unsres Nachdruck übersandt werden. Redner erwähnt weiter die llebergriffe Veröffentlichungen des Landrates aufnehmen, gehören in ihrem nicht giftung der öffentlichen Meinung beigetragen werden kann.( Beifall einzelner Amtsvorsteher, die Gastwirte dazu bewogen haben, frei- amtlichen Tenor den verschiedensten Parteien an, einige der national- im Centrum.) sinnigen oder socialdemokratischen Versammlungen ihr Lokal nicht zur liberalen, eins auch der fortschrittlichen Partei. Soweit es sich um Abg. Brömel( frs. Vg.): Verfügung zu stellen. Durch ein solches Vorgehen wird der Glaube staatserhaltende Parteien handelt, ist auch dagegen nichts an die Unparteilichkeit unsrer Beamten auf das fchtverste erschüttert. einzuwenden. ( Oho! rechts.) Ich möchte den Minister bitten, die Aeußerungen der Beamten nicht immer als unbedingt wahr anzusehen. Die Herren haben natürlich das größte Interesse daran, die Sache so günstig für sie erscheinen zu lassen, wie das nur irgend möglich ist. Hoffentlich ermahnt der Minister in einem Erlaß sämtliche Landräte, daß sie sich jeglicher Wahlbeeinflussung zu enthalten haben.( Beifall links.) Abg. Gothein( frf. Vg.): Minister Frhr. v. Hammerstein: Der Minister Frhr. v. Hammerstein: ein= Es folgt das Kapitel„ Polizeiverwaltung in Berlin und Umgegend." Abg. Dr. Porsch( C.) Abg. v. Heydebrand und der Lasa( f.) schließt sich dem Dank des Vorredners an den Minister an. Die ebenso maßvolle wie feste und entschlossene Art des Ministers in dieser Frage habe bei seinen Freunden allgemeine Zustimmung gefunden. Abg. Dr. Barth( fri. Vg.) 11 alt Herr Dr. Porsch hat soeben erklärt, er wolle die Preẞfreiheit nicht beschränken. Das ist recht hübsch von ihm.( Heiterkeit.) Aber aus seiner Klage über den Mißbrauch dieser Freiheit hat man herausgehört, daß er im Grunde seines Herzens jedenfalls bedauert, daß die Preßfreiheit heute besteht. Ich habe infolge der Debatten in diesem Hause, Maria von Magdala" gelesen und kann nur fagen, daß mancher Prediger stolz sein könnte, wenn er vermöchte, wie in diesem Falle Paul Heyse, in den Herzen seiner Zuhörer eine solche Wirkung hervorzurufen.( Große Unruhe im Centrum.) " Minister Freiherr v. Hammerstein: Abg. Goldschmidt( frs. Vp.): kommt auf die Frage der Censur zurück. Die Censur habe gewiß zwvei Seiten, aber im allgemeinen treffe sie doch das Richtige. Die Schriftsteller arbeiteten nicht nur nach rein künstlerischen Gesichtspunkten, sondern auch nach materiellen. Sie suchten teilweise der Die beiden Erkenntnisse, von denen der Herr Vorredner ge- Sensationslust des Publikums entgegen zu kommen und da sei eine sprochen hat, liegen mir noch nicht vor, sie sind noch beim Reichs- behördliche Obforge von Nöten. Es sei auch ein erheblicher Unterschied Auf die wiederholten Anfragen von der linken Seite des Hauses gericht. Der Herr Vorredner hat wohl auch nur diese Sache vor zwischen dem geschriebenen und gesprochenen Wort. Der Satz ist in über einen Vorgang bei der Redaktion des Vorwärts" habe ich zu ihrer definitiven Erledigung angeschnitten in einem gewissen persön richtig, es dürfe alles aufgeführt werden, was nicht gegen das Strafgeses erklären, daß ich es grundsätzlich ablehne, über geheime Vorgänge bei lichen Interesse in Rücksicht auf die kommende Wahl, er fühlt wohl, verstößt. Die präventive Censur liege auch im Interesse der Theater- der Polizei öffentliche Auskunft zu geben. Ich will noch hervordaß seine Stellung gerade in dem Wahlkreise eine recht schwache ist. direktoren selbst. Gewiß passiere der Censur manchmal etwas Menschheben, daß ich nicht alle Behauptungen, die der Vorwärts" auf( Sehr gut! rechts, Unruhe links.) Herr Gothein beklagt sich darüber, liches. Das komme auch bei der Judikatur vor. Bei der Censur jei gestellt hat, für richtig anerkenne.( Lachen links.) daß die Kreisblätter ihm entgegenarbeiten und wünscht deshalb, daß es noch schwieriger, immer das Rechte zu treffen. Gegen den Abg. Brömel( frs. Vg.): sie unterdrückt werden. Er betonte aber zugleich, daß die liberalen einzelnen Fehlspruch möge man sich hier wenden, aber nicht gegen Blätter in jenem Kreise viel weitere Verbreitung haben. die Censur im allgemeinen. Er sei nicht prüde, aber was man hier Ich möchte an den Minister noch die Anfrage richten, weshalb Nun dann ist ja den Interessen des Herrn Gothein jetzt auf den Theatern zu sehen bekomme, beweise eine große Weit in diesem Etat die sonst für den nächtlichen Sicherheitsdienst in Berlin schon in der allerbesten, Weise gedient.( Lachen links.) herzigkeit der Censur. Dr. Barth habe ja auch auf französische geforderten 26 000 M. fortfallen sollen. Die Nachricht, daß von Zu den Urteilen möchte ich, obwohl sie noch nicht rechtskräftig Stücke, die schlimm seien, hingewiesen. Ihm seien manche einem Buben die schönsten Bauwerke in einer Nacht beschädigt worden, sind, noch ein Wort sagen. Zu dem einen Fall, wo der Redakteur deutsche Stücke noch widerwärtiger als französische. Wenn hat mit Recht in der gesamten Bevölkerung Entrüstung hervorgerufen, des Kreisblattes zu einer geringen Geldstrafe verurteilt ist, hat Herr ein deutscher Dichter im Schmuze herumivatet, thut er es ge- ebenso aber auch ein Gefühl des Erstaunens, daß solche unthaten Gothein gesagt, der Landrat hat den Artikel geschrieben. Das hat wöhnlich mit weniger Grazie als der Franzose. Er wolle nicht einer in Berlin möglich waren, ohne von den Mannschaften des Sicherheitsder Landrat selbst ausdrücklich zugegeben. Es ist aber vor Gericht stärkeren Anziehung der Censurschraube das Wort reden, er wolle dienstes bemerkt worden zu sein. Für Berlin kann man wirklich festgestellt das hat Herr Gothein versäumt mitzuteilen, daß aber namens seiner Partei dem Minister Dant sagen, daß er ohne sagen: Die polizeiliche Sicherheit ist ja noch unter dem Nachtder Landrat das Material zu dem Artikel flüchtig hingeworfen und Engherzigkeit, aber getragen vom tieferen christlichen Ernst seinen wächter".( Heiterfeit und Beifall links.) dem Redakteur mit dem Bemerken übergeben hat: machen Sie Standpunkt entwickelt habe.( Beifall rechts und im Centrum.) Ein Regierungskommissar erwidert, daß der Posten von 26 000 m. daraus einen Artikel, aber ohne Beleidigungen. Das andre Urteil auf verschiedene Etatstitel verteilt sei. Der Sicherheitsdienst in der hat Herr Gothein wohl mit Absicht nur gestreift. Er hat nicht mit Nacht sei erheblich verstärkt worden. geteilt, daß von den Teilnehmern des Kommerses der Wirt zu einem Monat Gefängnis, der Redakteur des liberalen Blatts zu 300 M. Geldstrafe, und der Vorsitzende des Kommerfes zu 50 M. Geldstrafe verurteilt Weite Kreise der Bevölkerung haben von dem Minister eine Ersind.( Hört! hört! rechts.) Gerade diese Verurteilungen beweisen klärung erivartet, daß das Verhalten der Kriminalbeamten gegenüber doch, daß der Landrat bei dem Kommers schwer beleidigt worden ist. hebt noch einmal hervor, daß es sich bei der Handhabung der dem Redaktionsboten ungehörig sei. Die heutige Antwort hätte Herr Gothein fagte dann, das Vertrauen im Volfe zu den Landräten Censur immer nur um ein subjektives Ermessen handeln kann. Ein doch der Minister schon auf die erste Frage geben können.( Bu und Amtsvorstehern sei erschüttert. Es kommt mir komisch vor, Polizeibeamter tauge im allgemeinen nicht zum Kunstrichter. Der Stimmung links.) Eine politische Polizeischnüffellei darf überhaupt wenn derartige Vorwürfe hier erhoben werden von dem Mitgliede Stoff allein darf nicht beurteilt werden, die künstlerische Formung nicht geduldet werden. Hoffentlich unterbleiben derartige Spionagen einer Partei, die nur einen unendlich kleinen Bruchteil des großen des Stoffes sei die Hauptsache. Bei seiner Analyse der preußischen Abgeordnetenhauses darstellt.( Sehr gut! rechts. Unruhe von Magdala" hat der Winister ganz übersehen zu sagen, daß es sich in Zukunft; Lorbeeren wird sich die Polizei auf diesem Gebiete links.) Herr Gothein glaubt, seine Stimme sei die Stimme des da bloß um den Anschauungsfreis der Maria von Magdala handelt, sicher nicht holen.( Beifall links.) Voltes, die Regierung aber fagt sich, die Stimme des Volkes kommt daß der Dichter gar nicht daran denkt, den freiwilligen Opfertod Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt zum Ausdruck durch das gesamte Abgeordnetenhaus.( Bravo! rechts. Christi von dem Verhalten der Buhlerin dem Prätor gegenüber ab- Abg. Dr. Porsch( C.): Der Abg. Brömel meinte, daß ich im Lachen links.) hängig zu machen. Heyses Wert fann bei keinem noch inneren Grunde meines Herzens ein Feind der heutigen Preßfreiheit Abg. Dr. Rewoldt( ft.): religiös gesinnten Menschen Anstoß erregen und hat sei. Was ich denke, darüber bin ich ja eigentlich keine Auskunft Der Wahlkreis Greifswald Grimmen ist zu den verschiedenen auch wo es aufgeführt worden ist, nirgends Anstoß erregt. Da schuldig. Aber ich bin allerdings grundfäßlich der Meinung, daß die Zeiten immer verschieden im Parlament vertreten gewesen. Stets die Censur niemals befriedigend wirken kann, halte ich die Auf- heutige Preßfreiheit nicht überall zum Wohle des Volkes gereicht. ivaren freifinnige Blätter vorhanden, aber der Kampf wurde sachlich hebung der Präventivcensur für das beste. Gerade bei dem Das denke ich aber nicht nur in meinem inneren Herzenstämmerlein, geführt. Erst seit der Nachwahl vor zwei Jahren hat sich in unserm gebildeten Teil der Bevölkerung erregen die Censurverbote Aergernis. sondern das habe ich offen ausgesprochen. Ich habe aber auch gleichWahlkreise eine Phalany; von Leuten gebildet, die es für ihre Auf- Interesse an der Präventivcensur haben nur diejenigen Theater- zeitig gesagt, daß ich einer Abänderung des heutigen Preßgefezes gabe halten, den socialen Frieden in unserm Wahlkreise nicht auf- direktoren, die besonders geneigt sind, schlüpfrige, gewagte Stücke auf nicht zustimmen würde. Der Angriff Brömels ist um so bedauerlicher, kommen zu lassen. Vor kurzem ist zum Beispiel ein Flugblatt ver- zuführen. Das Theater ist doch der Presse gegenüber und der weil ich glaube, daß die ihm nahestehende Presse wohl seine Ausbreitet worden, welches eine Rede des Abg. Gothein im Reichstage sonstigen Litteratur von so geringer Bedeutung, daß die Theater- führungen bringen wird, aber nicht meine Entgegnung.( Widerspruch behandelt mit der Ueberschrift: 3olltarif und Staatsstreich". cenfur wirklich überflüssig ist. Niemand denkt heute an eine Wieder- links.) ( Lebhafte Zustimmung lints. Hört! hört! rechts.) Am einführung der Präventivcensur für die Presse. Der AusnahmeSchluß wirft das Flugblatt den politischen Gegnern habjüchtige zustand für die Theatercensur ist nicht gerechtfertigt. Klassenvertretung" vor.( Große Unruhe rechts. Erneute lebhafte Ich möchte noch eine Frage an den Minister, die bereits zweimal Zustimmung links.) Besser wird es werden, wenn der jezige an ihn gerichtet ist, auf die er aber bisher die Antwort schuldig Reichstags- Abgeordnete den Staub meiner engeren Heimat bon geblieben ist, richten. Ich meine die Spionagegeschichte des„ Vorwärts", seinen Füßen geschüttelt hat.( Lebhafte Zustimmung rechts.) ir wo ein Kriminalbeamter der Polizeiverwaltung einen Expedienten des werden hierzu nach Kräften beitragen und glauben unsrem Kreise„ Vorwärts" durch 60 Mark zu Spionagezwecken zu verleiten suchte. damit einen guten Dienst zu eriveisen.( Beifall rechts.) V " Vicepräsident. Dr. Krause: ſo „ Maria Solche Spionage ist niemals etwas Schönes und einer der Vorgänger des Herrn Ministers hat sie als nicht gentlemanlife Diese Bezeichnung ist zutreffend. Die unters Nach dem vorliegenden Stenogramm hat der Abg. Bachmann bezeichnet. sollten dazu von dem verwerflichen Treiben der dänischen Agitatoren gesprochen. geordneten Beamten angehalten werden, daß Im Hinblick auf zwei Mitglieder dieses Hauses darf ich eine solche fie ihre Aufgabe nicht darin jehen sollen, Spionagedienste aus Aeußeruna als nicht zulässig erachten. zukundschaften. Es handelt sich um den Vorwärts"; ich bin " Das Kapitel wird hierauf bewilligt. Weiterberatung: Mittwoch 11 Uhr. Schluß 4 Uhr. Der Kurpfuscher- Prozeß. Nardenkötter hat das Weite gesucht. Der Mann, der aus der Leichtgläubigkeit der Menschheit Gewinn von Hunderttausenden zu ergattern verstand, hat nicht allein feine Batienten, sondern auch den Gerichtshof hinters Licht zu führen gewußt. Froh, daß der Staatsanwalt mit seinem Antrag auf 100 000 M. Saution am Montag voriger Woche durchfiel, hat Nardentötter die ihm vom Gerichtshof auferlegten 15 000 M. Sicherstellung im Stich gelassen und ist unbefannt wohin verduftet. Bedenkt man, mit welcher Forsche Berliner Richter früher in Socialistenprozessen an der Untersuchungshaft unter Umständen festhielten, wo eine Flucht Wahnsinn gewesen wäre, so fann man nicht umhin, seine Verwunderung darüber auszusprechen, daß in diesem Falle der Gerichtshof einem vom ersten Tage an als Grzgauner gekennzeichneten Menschen zutraute, daß er im Lande bleiben und eine sehr harte Gefängnisstrafe auf sich nehmen würde. Bei Eröffnung der Sizung gab der Vorsißende Landgerichtsrat Müller bekannt, daß Nardenfötter seine Flucht ausdrücklich dem Gerichtshof angezeigt habe. Der Staatsanwalt beantragte darauf 1. die gerichtliche Haft, 2. Beschlagnahme der Korrespondenz des Angeklagten mit seiner Ehefrau und Schwester, 3. die Beschlagnahme des gesamten Vermögens des Geschäfts Nardenfötters und der gesamten Geschäftsbücher, um dem ganzen Geschäft die Lebensader zu unterbinden. Der Staatsanwalt beantragt gegen den Protest des Verteidigers ferner, die Verhandlung fortzusehen und den Angeklagten Dr. Kronheim zu verhaften. Er mache darauf aufmerksam, daß der Angeklagte schon einmal längere Zeit sich auf einem Schiff befunden und große Reisen gemacht hat. Wer bürgt uns dafür, daß er nicht heute schon ein Engagement in der Tasche hat und schleunigst auf die Reise geht. Er besitzt nichts, hat kein Vermögen, liegt mit seiner Ehefrau in Scheidung und es ist nichts vorhanden, was ihn an Berlin fesseln fönnte. Staatsfajse verfallen zu erklären. fötter zu erlassen; Der Gerichtshof zieht sich zur Beratung zurück, nachdem Erster Staatsanwalt Dr. Be la feinen Antrag noch dahin ausgedehnt hat, die von dem Angeklagten Nardenfötter gestellte Sicherheit als der Landgerichtsdirektor Müller verkündet, daß der Gerichtshof Landgerichtsdirektor Müller verkündet, daß der Gerichtshof beschlossen habe: 1. Unumschränkten Haftbefehl gegen den Angeklagten Narden2. Zu beschlagnahmen: a) die an den Angeklagten Nardenfötter gerichteten Briefe und Sendungen auf der Post, sowie die an ihn gerichteten Telegramme auf den Telegraphen- Anstalten; b) solche Briefe, Sendungen und Telegramme, in betreff denen Thatsachen vorliegen, aus welchen zu schließen ist, daß sie von dem Angeklagten Nardenfötter herrühren oder für ihn bestimmt sind und daß ihr Inhalt für die Untersuchung Bedeutung haben könnte und zwar in Berlin 3. Gemäß§ 325 Str. P.O. das Vermögen des Angeklagten in Höhe von 3500 M. als Geldstrafe, 12 500 M. Kosten des Verzusehen gewesen, daß Nardenfötter flüchtig werden würde. Es könnte fahrens, 4000 M. Strafvollstreckungskosten mit Beschlag zu belegen. und Köln. 4. Die Geschäftsbücher sowie alle für die Untersuchung wichtigen Beläge mit Beschlag zu belegen; Sachverständiger Dr. Störmer erklärt, daß diese Medifamente, die einen Gesamtwert von circa 2 M. gehabt haben, völlig willkürlich gewählt waren. Sachverständiger Dr. Kahnt schließt sich dieser Ansicht an. Hierauf wird die Verhandlung, die voraussichtlich noch bis Sonnabend dauernd wird, auf Dienstag 9%. Uhr vertagt. Angeklagter Dr. Kronheim, welcher bittet, zu seiner schwer franken Mutter geführt zu werden, wird zur Untersuchungshaft abgeführt. Lokales. Das Interesse des Lehrers an den Lehr- und Lernmitteln der Schule soll nur ein pädagogisches sein. Wo aber die Lehrer aus dem Verbrauch der Schulkinder an Büchern und Heften einen Nutzen für ihre Vereine bezw. für deren Unterstützungskassen haben, da dürfen sie sich nicht wundern, wenn die Bevölkerung ein Interesse ganz andrer Art bei ihnen voraussetzt. Die ,, Heidenmission in der Schule", über die wir in Nr. 21 bes richteten, hat erfreulicherweise nicht den Beifall der städtischen Schuldeputation gefunden. In der 24. Mädchen Gemeindes schule( Hinter der Garnisonkirche) war, wie wir noch einmal in Erinnerung bringen wollen, einem ungetauften Kinde der untersten Klasse von der Lehrerin wiederholt der Auftrag gegeben worden, eine schriftliche Auskunft des Vaters darüber, warum das Kind nicht getauft worden sei, mitzubringen. Als der Vater diese Zumutung unbeachtet ließ, erklärte schließlich die Lehrerin vor der ganzen Klasse, Heidenkin de r" unterrichte sie nicht. Dem Vater, der gegen dieses Verhalten der Lehrerin die Hilfe der Schuldeputation an gerufen hat, ist, wie er uns mitteilt, unterm 4. Februar folgender Bescheid zugegangen: Auf Ihr Schreiben vom 14. Januar cr. erwidern wir Ihnen, daß Frl. N. mit aller Bestimmtheit bestreitet, Ihrem Kinde Strafe angedroht zu haben, falls sie den Zettel nicht mitbringe. Aber auch abgesehen hiervon billigen wir das Verfahren des Frl. R. nicht und bedauern das Vorkommuis. Dem Frl. R. ist das Erforderliche eröffnet worden." Das Kind hatte dem Vater versichert, mit Strafe bedroht Bekannt ist, daß Lehrervereine auf der einen Seite sich an der worden zu sein, und bleibt auch jetzt noch dabei; doch verdient, wie Lehr- und Lernmittelerzeugung beteiligen, indem sie selber Schul- die Schulbehörde mit Recht hervorhebt, auch ohne diesen eventuell bücher uſw. herausgeben, auf der andren Seite von gewissen Ver- erschwerenden Nebenumstand der Uebergriff der Lehrerin Tadel und legern einen Gewinnanteil beziehen, für den diefe als Gegen- Burechtweisung. Mit einem Wutgeheul wird der Bescheid der Schuldie Lehrer erwarten. Daß die Lehrervereine sich als Verfasser und denen das Verständnis dafür abgeht, wie sehr die gerügte Handlungsleistung wohl ausnahmslos eine Empfehlung ihrer Erzeugnisse durch deputation vermutlich von denjenigen Blättern beantwortet werden, Herausgeber von Schulbüchern usw. bethätigen, dagegen ist grundsäßlich weise der Lehrerin den Grundsäßen einer besonnenen nichts einzuwenden. An sich ist das sogar sehr wü.schenswert, obwohl Pädagogik widerspricht. Mißbräuche leider auch hier keineswegs ausgeschlossen sind. Aber den Die ständige Arbeitermannschaft der Straßenreinigung ist in den schärfsten Tadel verdient es, daß Lehrervereine es nicht verschmähen, letzten Jahren ungewöhnlich stark vermehrt worden. Noch im beispielsweise für Schreibhefte, die irgend eine Firma der Jahre 1900 waren im eigentlichen Reinigungsbetrieb etatsmäßig Schreibwarenbranche„ verlegt", eine Gewinnbeteiligung anzunehmen. nur 1246 Arbeiter beschäftigt, darunter 112 Vorarbeiter, 864 gewöhn lehrer, dem„ Berliner Lehrerverein", dieses bedenkliche mäßige Zahl dieser Arbeiter rasch auf 1766, und zwar 113 Vorarbeiter, Auch in Berlin wird von dem Verein der Gemeindeschul- liche Arbeiter, 200 Burschen. Bis zum Jahre 1902 stieg die etatsVerfahren noch immer geübt. Unfre Leser wiffen, daß wir das an 1274 gewöhnliche Arbeiter, 379 Burschen. Im Jahre 1903 soll eine dieser Stelle bereits mehrfach gegeißelt haben. Selbstverständlich weitere Vermehrung der ständigen Arbeiter des Reinigungsbetriebes würden sich die Lehrer beleidigt fühlen, wenn wir hier die Vermutung erfolgen, der Vorarbeiter auf 133, der gewöhnlichen Arbeiter aussprechen wollten, daß sie sich durch den ihrem Verein gewährten auf 1284, der Burschen auf 417, so daß die Gesamtzahl auf 1834 Gewinnanteil in ihrer pädagogischen Ueberzeugung beirren lassen steigt. Diese bedeutende Mehreinstellung an Arbeitern ist nicht nur könnten. In der That wünschen auch wir, annehmen zu dürfen, daß durch die fortschreitende Vergrößerung der Reinigungsfläche notjeder Lehrer, unbekümmert um die Gewinnbeteiligung des Vereins wendig geworden, sondern mehr noch durch die Aenderung des und die von den" freigebigen" Firmen etwa daran geknüpfte Er- Reinigungsverfahrens, die inzwischen eingetreten ist. Bemerkenswert wartung, nur empfiehlt, was er als Pädagoge für das ist namentlich die außerordentliche Vermehrung der Asphaltburschen, Schreibwarenhändler wird die Gewinnbeteiligung in einer Weise be- stehen geblieben war, aber in diesem Jahre schon über doppelt so empfehlenswerteste hält. Aber in den Kreisen der Eltern wie der deren etatsmäßige Zahl viele Jahre hindurch bis 1900 auf 200 urteilt, die dem Ansehen der Lehrerschaft und der Schule wirklich nicht förderlich ist. Der Eifer, mit dem groß wie vor drei Jahren sein wird. manche Lehrer bei ihren Schulkindern auf den Gebrauch der Hefte bestimmter Firmen dringen, wird mit der Gewinnbeteiligung in Be5. Haftbefehl gegen den Angeklagten Kronheim zu erlassen; 6. Gegen Nardenfötter, Dr. Kronheim und Klesper gemäß § 230 Str. P.D. weiter zu verhandeln. Vorsitzender Landgerichtsdirektor Müller fügt hinzu: Der Herr Erste Staatsanwalt hat sich dahin geäußert: es sei vorausziehung gebracht. hierin ein Vorwurf gegen den Gerichtshof erblickt werden können, daß er nicht seine Pflicht gethan. Der Gerichtshof übernimmt die volle Verantwortlichkeit " Das Wort Socialpolitik im Roten Hause. Eine interessante Debatte über die Streif- Klausel" entspann sich in der letzten Sigung des Stadtverordneten- Ausschusses zur Vorberatung der neuen Bedingungen für Behörden anzurufen, aber lange ohne rechten Erfolg. Die Bedingungen soll die Verpflichtung der Werke zur Gaslieferung aufWiederholt find Versuche gemacht worden, die Hilfe der die Gasentnahme aus den städtischen Gaswerken. Nach§ 6 dieser Schreibwarenhändler flagen über den Schaden, den sie dadurch er- hören, so lange die Gasbereitung 2c. durch Feuersgefahr, Naturleiden, daß sie die empfohlenen Hefte beziehen müssen und von den ereignisse, Krieg, Arbeiterausstand 2c. behindert ist. für seinen Beschluß, für welchen gerade das Verhalten der Staats- begünstigten Firmen nur geringen Rabatt erhalten, die Eltern aber Arbeiterausstand" sollte nun gestrichen werden. Man machte dem anwaltschaft von wesentlicher Bedeutung war. Die Voruntersuchung empfinden es mindestens als Belästigung, wenn in der Schule Hefte Magistrat zum Vorwurf, daß er versuche, sich von vornherein hat über Jahr und Tag gedauert, die Staatsanwaltschaft hat während zurückgewiesen werden, an denen sie keinen irgendwie belangreichen finanziell zu schützen gegen einen Streik, indem er die Folgen desder ganzen Dauer niemals einen Antrag auf Verhaftung gestellt, unterschied gegenüber den empfohlenen Heften zu entdecken vermögen. felben auf seine Gastonsumenten abwälze. Dies sei nicht zu billigen ein solcher lag auch bei Eröffnung des Hauptverfahrens nicht vor. Doch der Lehrerschaft bereitet das wenig Sorge. Schmunzelnd steckt und stehe im Widerspruch mit dem gesetzlichen Koalitionsrecht der Diese Momente mußten wir erwägen, als nach kurzer Dauer dieser der Verein die Prozente ein, die die geschäftstluge Firma ihm be- Arbeiter. Ein solcher Streif sei eine große Macht für den Arbeiter, Verhandlung der Antrag auf Verhaftung gestellt wurde. Es lagen willigt. Was geht's ihn an, daß sie aus dem Mehrgewinn er werde aber gegenstandslos, wenn man ihm seine Folgen, den bis dahin keine neuen Belastungsmomente vor, wichtige Zugeſtänd- herrühren, den die Firma aus den Taschen der Schreib- materiellen Verlust für den, gegen den er gerichtet sei, nehme. Dies nisse gegenüber der Voruntersuchung waren vom Angeklagten nicht var enhändler und schließlich auch der Eltern bezwecke der Magistrat: er wolle Ausständige wehrlos machen und gemacht worden, abgesehen von den kleineren Deliften, betr. Verstoß herausgeholt hat! Gegenüber dem Ertraprofit, den der pfiffige verfümmere so das Koalitionsrecht; schon, um nicht böses Blut unter gegen die Vorschriften bezüglich des Verkehrs mit Giften. Erster Unternehmer einfachen darf, haben die für den Verein abfallenden den Arbeitern zu machen, müsse das Wort„ Arbeiterausstand" geStaatsanwalt Dr. Pelz: Es hat mir natürlich fern gelegen, dem Prozente wahrscheinlich nur die Bedeutung eines Trinkgeldes, aber strichen werden. Die Mehrheit des Ausschusses lehnte diesen Antrag Gerichtshofe irgend welchen Vorwurf machen zu wollen. an sich sind sie gar nicht unbeträchtlich. Ein mit der Firma der aber ab: Die städtischen Behörden hätten sich bisher der StreifRechtsanwalt Dr. Davidsohn erklärt, daß er gegen die Ver- Schreib- und Zeichenhefte Fabrik Lüderit u. Bauer versehenes klausel gegenüber stets neutral verhalten, um über den Parteien zu haftung des Dr. Kronheim sofort Beschwerde beim Kammergericht Cirkular, das vor ein paar Monaten mit„ kollegialischem Gruß" und stehen. Die Verwaltung thue für ihre Arbeiter schon jetzt mehr erheben werde. mit der Unterschrift dreier Lehrer an die Schulen versandt wurde, gab als sie eigentlich verantworten könne. Der Streit Hierauf wird die Beweisaufnahme fortgesetzt. an, daß die seit 1893 in Aufnahme gekommenen Lüderitz- Hefte der werde ja auch nicht verboten, obgleich durch einen solchen den SteuerIn einem Falle, der zur Erörterung kommt, ist der junge Mann, Witwenfasse des Lehrervereins jetzt schon jährlich über 1000 W. ein- zahlern ganz unabsehbare Verluste entſtänden. Die Steuerzahler der sich infolge der bombastischen Reklamen Nardenlötters an diesen bringen, und richtete an alle Kollegen und Kolleginnen die Bitte, müßten aber wenigstens gegen etwaige ungemessene Entschädigungsgewandt hat, auf briefliche Konsultation" hin ein Jahr lang mitum der guten Sache willen die Lüderiß- Hefte zu empfehlen", solange Ansprüche der Gasabnehmer in Streitfällen geschützt werden. Quecksilber behandelt worden. Er hat 200 M. für die Kur zahlen diese nicht schlechter seien als andre Fabrikate. Berlin, bekannt als die rückständigste Stadt in kommunalpolitischer müssen und vorübergehend eine Besserung gespürt. Er fühlt sich nicht Dieses Cirkular zeigt übrigens, wie's gemacht wird. Es geht Hinsicht, thut nach der Meinung der Freisinnsphilister heute schon betrogen, hat aber den Angeklagten Nardenfötter, den er damals für noch immer, trok aller Ministerialverfügungen der letzten mehr als es verantworten kann! Es ist zum Schreien! einen heilkundigen Mann gehalten, nicht weiter empfohlen. Auch 10 Jahre alldieweil es sich eben immer nur um die erlaubten ein andrer Patient erklärt sich nicht für betrogen, obgleich er nicht wohlthätigen Zwecke" handelt. Die neueste Verfügung, die im Herbst völlig geheilt worden. Er fand die Kosten nur etwas hoch. Sach- herauskam, droht sogar mit dem Disciplinarverfahren verſtändiger Dr. Störmer: Die Meditamente haben einen Wert für den Fall, daß ein Lehrer bei„ Mißbräuchen" erwischt wird. von 63 Bf., abgenommen seien dem Zeugen 40 M. völlige Beseitigung der Gewinnbeteiligung möglich ist, da wird's faum Auch hiervon versprechen wir uns nicht viel Erfolg. Wo nicht eine anders werden. Nach längerer Pause kommt Rechtsanwalt Dr. Davidsohn nochmals auf den Haftbefehl gegen Dr. Kronheim zurück. Er hebe hervor, daß die sofortige Beschwerde über die Verhaftung zur Folge haben würde, daß die Akten an das Kammergericht gehen müßten und eine Gefährdung der ganzen Verhandlung zu befürchten wäre. Er würde deshalb von der Beschwerde Abstand nehmen und bitte den Gerichtshof, den Haftbeschluß wieder aufzuheben. Ein Fluchtverdacht sei nicht begründet. Der Angeklagte überreichte eine eidesstattliche Versicherung, in welcher er erklärte, nicht entfliehen zu wollen. erscheint. V Das Interesse des Gegen das Blumenmedium Anna Rothe ist nunmehr Termin zur Hauptverhandlung zum 23. März de. Js. vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts II anberaumt worden. Den Vorsiz wird interessante Enthüllungen zu bringen, setzen die Anhänger des SpiriLandgerichtsdirektor Garz führen. Der Prozeß verspricht mancherlei tismus doch alle Hebel in Bewegung, um Entlastungsmaterial für Gegen den Schmuk in der Backstube. Mit dem Utas der Bäcker die Angeklagte zu beschaffen. Von der Staatsanwaltschaft sind gegen meister, wonach die Gesellen sich vor Antritt der Arbeit ärztlich 90 Zeugen geladen, denen 30 Entlastungszeugen gegenüberstehen untersuchen lassen sollen, beschäftigt sich das Fachblatt der Ge- werden, die vom Verteidiger, N.-A. Dr. Schwindt, geladen sind. sellen,„ Der Bäder". Gleich uns ist dies Arbeiterblatt der Meinung, Von den letzteren haben sich verschiedene freiwillig erboten, für daß es sich bei der Meisterreform um ein Scheinmanöver handelt, die Angeklagte einzutreten unter Berzichtleistung auf Zeugengebühren das den Zweck hat, die Augen des Publikums von den wahren MißErster Staatsanwalt Dr. Pelz: Eine solche eidesstattliche Verständen in der Badstube abzulenken. Dennoch erklärt der„ Bäcker", und Reisevergütung. Zu diesen gehört auch der 70jährige Präsident sicherung gelte gar nichts. Das Gericht sei auch gar nicht befugt, daß die Gesellen sich auf das Verlangen der Meister einlassen werden, Sulzer vom Kaſſations- Gerichtshofe in Zürich. Als medizinische hier solche eidesstattliche Versicherung entgegen zu nehmen. Er weise wenn diese folgende Forderungen erfüllen wollen: Sachverständige werden der Gerichtsphysikus Dr. Puppe und ein darauf hin, daß die angeklagten Aerzte Dr. Heymann und 1. Abschaffung von Kost und Logis im Hause des Meisters. Oberarzt von der Charitee anivesend sein. Dr. Guthermann ebenfalls flüchtig seien. Er selbst könne versichern, 2. Strengste Einhaltung des Marimal- Arbeitstages und der Sonntags- Bublikums bekundet sich durch die vielen Gesuche um Zulassung zum daß er schon am Freitag mit sich gekämpft habe, ob er nicht die Ver- ruhe. 3. Jährlich mindeflens viermal stattfindende Kontrolle Zuhörerraum; die Starten sind bereits vergriffen. Voraussichtlich haftung des Dr. Kronheim und die Erhöhung der Kaution für Narden- jeder Bänerei durch Beauftragte, die je zur Hälfte aus Bädermeistern wird die Verhandlung im kleinen Schwurgerichtssaale stattfinden, und tötter beantragen solle. Er habe nur davon Abstand genommen, und gesellen bestehen; die Beauftragten der Gesellen sind von diesen etwa acht Tage in Anspruch nehmen. weil er dem Verteidiger recht geben mußte, daß man nicht alle Tage in öffentlicher Versammlung zu wählen. 4. Aerztliche Untersuchung von neuem über die Kaution verhandeln fönne. Der Gerichts- jedes bei einem Bäckermeister in die Lehre tretenden jungen Mannes Ein Berliner Straßenbild. Das Berl. Tagebl." bringt über hof beschließt, den Haftantrag aufrecht zu erhalten. und weitere periodische, staatlich geregelte Untersuchung. das Malheur eines nervösen Polizeilieutenants folgende Mitteilung: Der Angeklagte erscheine soweit überführt, daß ihn wahrscheinlich eine Der Artikel des" Bäcker" führt weiter aus:„ Anschließend hieran Tumultscenen schlimmster Art spielten sich in der Nacht von Sonnganz erhebliche Strafe treffen wird und er deshalb fluchtverdächtig sei gleichzeitig erklärt, daß bei einer baren Entschädigung für Koft abend auf Sonntag im Osten der Stadt ab. Kurz nach 11%, he E3 und Logis in Höhe von 12 m. pro Woche jedem Bädergesellen die wurde die Feuerwehr nach der Frankfurterstr. 18 gerufen. Nach einer Mitteilung des Vorsitzenden hat N ardentötter Möglichkeit geboten wäre, sich verheiraten zu können. Heute können handelte sich um einen unbedeutenden Lichtschachtbrand. Wie fich außer der kurzen, an den Verteidiger gerichteten Mitteilung, wonach es nur sehr wenige und hierin sind die Hauptursachen der Geschlechts- später herausstellte, war das Feuer von zwei Burschen angelegt, die er flüchtig geworden sei, auch noch ein Schreiben an den Gerichtshof Krankheiten zu suchen. Daß wir dann noch bei der Kontrolle sich die üblichen drei Mark Belohnung für die Meldung verdienen gefandt. Der Angeklagte wünsche, daß dies Schreiben verlesen werde, der Bäckereien mitsprechen wollen, ist erklärlich. Wir glauben wollten. Die Absperrung des Brandplates beaufsichtigte der Polizeider Gerichtshof sehe aber von dieser Verlesung ab. Die Schußleute machten bei der nicht an eine halbwegs strenge Durchführung irgend welcher Bäckerei- lieutenant v. Keyserlingt. Es folgt dann die Verlesung einer großen Anzahl Vorschriften, so lange wir nicht befugt sind, mit zu kontrollieren und Absperrung des Brandplazes einige Fehler, und auch die neugierige fommissarischer Aussagen zu kritisieren. Nehmen die Bäckermeister diese unsre Vorschläge an, Menge leistete, ivie das ja öfter bei Bränden vorkommt, den An folcher Patienten Nardenkötters, die sich für betrogen halten. Es er dann sind wir für eine ärztliche Untersuchung der Gesellen. Gehen ordnungen des Offiziers nicht in genügender Weise Folge. Darüber giebt sich, daß sich die Klientel des Kurpfuschers über ganz Deutschland die Bäckermeister aber nicht darauf ein, so haben wir mit unsrer geriet der Lieutenant in eine hochgradige nervöse Aufregung. Er verbreitete und die verschiedensten Klassen der Bevölkerung umfaßt. Behauptung recht, daß die geplanten Reformen nur ein Schein- forderte, nachdem der Brand gelöscht war, die vordrängenden Leute Bei allen diesen Zeugen ergiebt sich immer dasselbe Bild: Die Zeugen manöver sind und eine Besserung von dieser Seite nicht zu erwarten mehrmals auf, Raum zu machen. Seine Anordnungen wurden von sind durch die Reklamezettel zunächst auf die wunderbaren Heil- steht. Dann aber ist es wohl auch einmal Pflicht der Behörden, sich der Menge mit wüstem Gejohle, Schimpfworten und Drohungen be= erfolge" Nardenfötters aufmerksam geworden und haben sich dann unfre Vorschläge etwas genauer anzusehen und hier von Gesezes antwortet. Dies erregte den Offizier schließlch dermaßen, daß er mit dem Herrn Direktor" in Verbindung gefeßt. Ursprünglich hatten wegen einzugreifen." feinen Säbel zog und den Schußleuten den Befehl gab, ebenfalls blank zu ziehen. Es entspann sich ein förmlicher Straßenkampf. sie gegen ihn gar keine Bedenken, sie hielten ihn für einen medizinisch Die Ueberfüllung der Krankenhäuser, die magistratsoffiziös immer| Die Menge drang gegen die Schuhleute vor, und der Polizeilieutenant gebildeten Heilkünstler und wurden erst stubig, als ihnen die geringwertigen Medikamente gegen die hohen Preise zugesandt wurden. geleugnet wird, erfährt eine grelle Beleuchtung durch eine Mit- wurde von seinen Leuten getrennt. Man umringte ihn und schlug Ein Zeuge hat ausgesagt, daß er von Nardenfötter nichts weiter teilung der D. Krankenkassen- Zeitung", welcher von ärztlicher mit Stöden und Schirmen auf ihn los. Seine Uniform wurde in erhalten habe, als ein paar Fläschchen Medikamente und eine ge- Seite folgende Fälle gemeldet wurden: Ein hochgradig mit Blei- Fezen geriffen usw. Vor allem war es auf seinen Säbel abgesehen. brauchte Sprize".( Heiterkeit.) Der Vorsitzende befragt den Zeugen vergiftung und einem Gehirnleiden behafteten Maler wurde wegen Bei dem Versuche, ihm die scharfgeschliffene Waffe zu entreißen, Münzberg, wie denn dies zu erklären sei, ob denn die Patienten mit der Gefahr von Krämpfen 2c. für die Krankenhaus- Behandlung erlitten zwei junge Leute scharfe Schnittwunden an den Händen. unter nicht bloß Reste von Medikamenten, sondern auch Instrumente, empfohlen. Die Berliner Rettungsgesellschaft mußte aber leider Sie mußten später nach der nächsten Unfallstation gebracht werden. die sie gebraucht, zurückfandten. Zeuge Münzberg: Lezteres nach Umfrage bei sämtlichen Krankenhäusern melden, daß heute Schließlich lähmte ein träftiger Stockhieb die Hand des Offiziers, sei ihm nicht bekannt. Dagegen sei er Augenzeuge gewesen, daß( 12. Dezember v. J.), 1 Uhr 15 Min. in den öffentlichen und der Säbel wurde ihm entrissen, wobei der Offizier eine schtvere Nardenkötter den Rest schon gebrauchter Medizin, die von Klienten Krankenhäusern kein Bett frei" war. Noch schlimmer Verrenkung des Handgelenkes erlitt. Die Waffe soll, wie erzählt zurückgesandt waren, einfach in ein Waschfaß zu andrer Medizin erging es einem zweiten Patienten: Laut Vermerk auf dem Ueber- wird, nach der Redaktion des„ Vorwärts" gebracht worden sein. zugoß, die dann an andre Patienten geschickt wurde. weisungsscheine wurde derselbe von der Kgl. Charité( am 6. Januar Immer mehr Menschen strömten, durch den Lärm angelockt, hinzu, Der letzte heute verhandelte Fall ist auch ganz charakteristisch. dieses Jahres) und von der Krankenstation des städtischen Obdachs und der Kampf dauerte bis 2 Uhr nachts. Da gelang es den SchutzEinem Patienten, der nach Maßgabe des Fragebogens an einem wegen Plazmangels abgewiesen; am folgenden Tage leuten, bis zu dem Polizeilieutenant vorzubringen und ihn in ihre Hals leiden litt, hat Nardenfötter se ch 3 Medikamente verschrieben, der Landes- Versicherungsanstalt von der Orts- Krankenkasse der Kauf- Mitte zu nehmen, worauf sie nach der Wache in der Königsbergernämlich: Arsen- Eisenmirtur, Bromfalilösung, Chinatropfen, Abführleute überweisen, wurde dem Patienten eine Wartefrist von straße abzogen. Die Polizei nahm viele Verhaftungen vor, und eine pillen, Magenpulver( mit Tollkirschen- und Strichnofe- Ertrakt) und zehn Tagen empfohlen und ihm ein Hausschein erteilt. Die eingehende Untersuchung ist im Gange. Wir erfahren noch, daß Gurgelsalz. Der Mann hat einen Nasenpolypen gehabt und sich Stadtvv. Dr. Nathan u. Gen. haben den Magistrat nun um Aus- der Polizeilieutenant an hochgradiger Nervosität leidet und vermutlich schließlich einer Operation unterziehen müssen. ein Sanatorium aufsuchen wird. Die ganze Stadtgegend war durch ( funft ersucht, ob diese Angaben auf Wahrheit beruhen." den Vorfall alarmiert worden, und bis in die frühen Morgenstunden Menschenalter unbestrittene Geltung errungen. Bei der ersten Auf- und es noch längere Zeit dauern dürfte, bis derselbe wieder voll spielten sich erregte Straßenscenen ab. Gerüchte aufregender Art führung 1868 erregte es die Entrüstung aller Zunftmusiker. Auch erwerbsfähig wird. In der Berufungsinstanz versuchte nun der wurden verbreitet. Es hieß, der Offizier sei stark betrunken ge- ein so feinsinniger Kritiker wie Hanslick schalt gar weidlich darauf Angeklagte, der im wesentlichen geständig ist, sich durch seine Erregung wesen, habe harmlose Passanten insultiert und unbeteiligte Personen und noch bei Wagners Tode 1883 meinte unser lieber Johannes über die fortgesetten Belästigungen Jungs zu der That haben hinmit der Waffe angegriffen. Diese Gerüchte entsprechen jedoch nach Wedde, daß das Stück als Lustspiel genommen vorzüglich sei, wegen reißen zu laffen, eine geringere Strafe, vor allem aber eine geringere unsren Erkundigungen nicht der Wahrheit. enijetlichen Die Mitteilung, daß der Lieutenantssäbel der Redaktion unfres werden wonnen wuſik aber von Gebildeten leider nicht genossen Bußze zu erzielen. Jung hatte pro Tag 1 M. bis 1 M. 25 Pf. braucht man kein Wagner- Schwärmer zu sein, verdient, weshalb der Verteidiger des Angeklagten für eine SerabBlattes einverleibt sei, ist wohl als schlechter Wiz aufzufassen. um solche Ansichten unbegreiflich zu finden. setzung der Buße auf 200 Mark und der Geldstrafe auf 75 Mark Wenigstens bis jetzt ist die Trophäe nicht bei uns eingegangen. Der ganze bedauerliche Vorgang sollte aber der Polizeibehörde die Frage das died, Am ſtillen werd", den Stampfgelang ganget can", lebhaft zu Gunsten Jungs eingetreten war, schränkte jetzt seine AusHerr Leo Gollanie sang mit fräftigem wohlausgebildeten Tenor eintrat. Der praktische Arzt Dr. Niendorf aus Rhinow, der früher nahelegen, ob es überhaupt in heutiger Zeit noch angebracht ist, die sowie das" Preislied; der junge Barytonist Herr Gerhard Fischer sage ein und erklärte, daß der verletzte Finger Jungs wahrscheinlich Organe der Sicherheitsbehörde mit militärischen Waffen zu ver- den Monolog„ Wahn, Wahn", sowie in Genteinschaft mit Fräulein beffer geheilt wäre, wenn er nicht immer daran gerüttelt hätte. Die sehen. In London trägt der Policeman nur einen furzen Stock Erna v. Storch das Gespräch unter dem Fliederbaum. Zum Schluß Eriverbsfähigkeit Jungs würde noch für etwa 34 Jahr um 15 Proz und genießt eine hundertfach größere Autorität als im säbel- wagte man sich sogar an das berühmte Quintett aus dem dritten beeinträchtigt werden. Im Gegensatz zu diesem Gutachten glaubte raffelnden Berlin der Schußmann. Aft, das recht gut wiedergegeben wurde. Es wäre schade, wenn der Medizinalrat Dr. Passauer nicht, daß das Rütteln am Finger die Heilung beanträchtigt habe. Der Gerichtshof hielt die Strafe von 150 M. bei der recht erheblichen Mißhandlung durchaus angemessen, setzte aber die vom Angeklagten an Jung zu zahlende Bußze auf 400 Mark herab. dieser Meistersinger- Abend nicht auch weiteren Kreisen zugänglich gemacht würde. 31 Eingegangene Druckschriften. い Verkuppelte Kinder. Wegen mehrerer Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Mädchen von 11 bis 14 Jahren, wurde am Sonnabend der landwirtschaftliche Tarator, Oberlieutenant der Landwehr Franz Feuerbericht. Ueber ein Dußend Brände hatte die Wehr in den Steldt aus der Berlinerstr. 160 zu Wilmersdorf verhaftet. letzten 24 Stunden zu beseitigen. Sonntagnachmittag gegen 4 Uhr Steldt ist 42 Jahre alt. Mit ihm wurden verschiedene Personen wurde sie nach der Friedrichstr. 32 gerufen, wo in cinem Keller als der Kuppelei verdächtig in Haft genommen. Es sind dies die Stroh und andres Verpackungsmaterial in Brand geraten war. Händlerin Frau Marie Remme aus der Neuen Friedrichstr. 90, Auch in der Schönhauser Allee 187, Gr. Frankfurterstr. 18 und in eine Frau Auguste Zehde aus der Hirtenstr. 22, eine Frau Riesel der Görlitzerstr. 39 mußten im Laufe des Sonntags Kellerbrände Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Berlag) ist soeben das aus der Blumenstr. 18 und die Schneiderin Fräulein Prozell abgelöscht werden. In der Hauptsache wurden in allen Fällen 19. Seit des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben aus der Brandenburgstr. 4 zu Wilmersdorf. Mehrere Schlächtermeister allerlei Gerümpel, Kisten 2c. eingeäschert. Nach dem Schlesischen wir hervor: Ein altpreußischer Bureaukrat. Die Metamorphose eines und Kaufleute, sowie ein entier stehen in Verdacht, zu den Kunden und Dresdener Güterbahnhofe wurde die Wehr gerufen, weil in Industrie und ihre Arbeiter. Steptiters. Bon Casimir v. Kelles- Krauz. Die rheinisch westfälische der Remme gehört zu haben, weitere Verhaftungen sollen bevorstehen. beiden Fällen Preßkohlen, Stroh 2c. in Brand geraten waren. Lebewesen. Von Kurt Grottewiß. Von Wilhelm Düwell. Pflanzen als Centrum und Socialdemokratie in Die Affaire, die jetzt zu eingehenden Ermittelungen der Kriminals Gardinen, Möbel und Kleidungsstücke gingen nachmittags in der Breußen. Eine wahlstatistische Studie. Von Wilhelm Stein. Barteibehörden Veranlaffung giebt, liegt zwei Jahre zurück. Damals ver- Putbuserstr. 14 in einer Wohnung in Flammen auf, während moral. Von G. Bernhard. Litterarische Rundschau: Dr. Hugo Morgenlehrte Steldt, der eine Geschäftsstelle für Hypotheken und Grundbesig in der Stargarderstraße 20 der Stargarderstraße 20 Puzzwolle unter andrem Feuer stern, Gesindewesen und Gesinderecht in Destreich. G. B. Bianchi, in Wilmersderf befigt und als landwirtschaftlicher Tayator viel auf gefangen hatte. In der Malplaquetstraße 11 mußte kurz darauf ein Primo Maggio. Reisen ist, bei der Frau Remme, die sich mit Vorliebe Remmmé Brand beseitigt werden, der einen Posten Lumpen ergriffen hatte. Handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchnannte und die mit Steldt in früheren Jahren eng befreundet ge- Regale, Holz 2c. standen gegen Abend in der Kirchbachstraße 7 in Duartal zu beziehen: In der Zeitungspreisliste der Postanstalten ist die wesen war. In der Wohnung der Frau R. in der Neuen Friedrichstr. 90 Flammen, die indes noch im Keime erstickt werden kommten, Feuer- Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post waren häufiger Mädchen im Alter von 9-14 Jahren anwesend, mit lärm von der Nikolaikirche am Mollenmarkt alarmierte Sonnabend- nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Hest kostet 25 Pf. denen Steldt und mehrere andre Männer Umgang gehabt haben sollen. abend ein großes Löschaufgebot. Es stellte sich indes heraus, daß Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Die Mädchen sind die 17jährige Ida Krause, die 15 und 14 Jahre der verdächtige Rauch von der Centralheizung ausgegangen war und alten Mädchen Auguste Nietsche und Margarete Liezmann. Mit der keinerlei Feuersgefahr vorlag. Die Löschzüge konnten daher ohne letzten hatte St. bis jetzt noch Verbindung. Die beiden jüngsten weiteres wieder abrücken. Außerdem hatte die Wehr in der hatten in einer Erziehungsanstalt etwas ausgeplaudert; dadurch er- Zwischenzeit noch an einigen andren Orten ganz unbedeutende hielt die Polizei Stenntnis. Auf die Spur des Oberlieutenants fam Brände zu beseitigen. die Kriminalpolizei dadurch, daß er während öfterer Reisen in die Provinz von den Hotels aus, wo er wohnte, Ansichtspostkarten an seine Opfer schickte. Diese Karten wurden an die Behörden der verschiedenen Ortschaften geschickt; dort wurde festgestellt, daß St., der Johannisthal. Donnerstagabend 81% Uhr findet bei Senftleben natürlich in den Gasthöfen seinen richtigen Ramen genannt und eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer statt. Bei eingeschrieben hatte, auch der Schreiber der Postkarten ist. Die An- der Wichtigkeit der Tagesordnung bitten wir um recht zahlreiches gaben der Mädchen über seine verbrecherische Handlungsweise ihnen Erscheinen. Die Kreis- Vertrauensperson. gegenüber sind flipp und klar. Die Strafthaten Steldts reichen, wie bereits betont wurde, vier Jahre zurück. Aus den Nachbarorten. Ober- Schöneweide. Morgen, Mittwochabend 8% Uhr, findet bei aufholt, Wilhelminenhofstr. 18, die Versammlung des Wahlvereins Diskussion. Vereinsangelegen heiten. Reger Besuch, auch der Frauen, wird erwartet. Neue Witglieder werden aufgenommen. Die ,, Dokumente des Socialismus( herausgegeben von Ed. Bernstein) sind mit dem 1. Januar 1903 in den Verlag von J. H. W. Dieß. Nachf. übergegangen. Der Abonnementspreis ist wesentlich verbilligt worden, er beträgt von jest an nur 2,25 pro Quartal, das einzelne Heft foftet 75 Pf. " Dokumente des Socialismus" erscheinen monatlich einmal. Aus dem Inhalt des vorliegenden zweiten Heftes heben wir hervor: I. Kritische Bibliographie des Socialismus. 1. August Bebel, Die Fran und der Socialismus. 34. Auflage. 2. August Bringmann, Geschichte Dic der deutschen Zimmerer- Bewegung. 3. Dr. G. Cassel, Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag. 4. Arnold Fischer, Die Entstehung des socialeit Problems.- 5. Dr. H. Lindemann, Die neue( würit.) Gemeinde- Ordnung. ford, Britain for the British. 6. Georges Renard, Le Regime Socialiste. 7. Robert Blatch8. T. M. Young, The american Cotton Industry. 9. G. Giglioli, Le Malattie del Lavoro. 10. G. Lorenzoni, La Cooperazione Agraria nella Germania Moderna II. Aus der Geschichte des Sociasaggio descrittivo el teoretico. lismus. 1. Ein französischer Parteiführer von 1789 als Vorläufer der materialistischen Geschichtsausfaſſung. nachgelassenen Werte von Mary- Engels über Mar Stirner.( Fortsetzung.) 2. Der heilige Mar". Aus einent 3. Dokumente zur Geschichte des Socialismus im Urchristentum. Der Barnabasbrief und der Hirt des Hermas. III. Urkunden. 1. Die Anträge der socialdemokratischen Abgeordneten im hessischen Landtage. 2. Der Programmentwurf der marristischen Fraktion der russischen SocialEin Bootsunfall, dem zwei junge Menschenleben zum Opfer fielen, ereignete sich gestern früh auf dem Sed din fee. Ueber den Vorgang wird dem„ Telt. Streisblatt" folgendes berichtet: Früh in der achten Stunde wollte der vierundzwanzigjährige Sohn des Schiffers Jonas aus Fürstenwalde, der mit seinem Fahrzeug im Die Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung wird sich in Seddinsee überwintert, die beiden Kinder des Kaufmanns Werner ihrer Sizung am nächsten Mittwoch mit 24 Vorlagen zu beschäftigen aus Berlin, einem Knaben von acht und einem Mädchen von neun haben. An erster Stelle stehen die socialdemokratischen demokraten. U. a. Jahren, die sich besuchsweise bei Jonas aufhielten, in einem Hand- Anträge betr. die Verhältnisse der städtischen Arbeiter, betr. die fahn nach Hantels Ablage fahren. In der Nähe der Rauenschen Festsetzung des Termins für die Urwahlen und betr. die WohnungsBerge stieß das Boot durch plötzlich eingetretenen Sturm und durch frage. Dann folgt die zweite Lesung der Vorlagen betr. die Erfalsche Steuerung an ein in der Nähe liegendes Floßholz, wodurch höhung der Schulgelder, die Vorlage betr. die Wahl cines Vores umschlug und alle drei Insassen ins Wasser geschleudert wurden. fizenden für das Gewerbegericht, betr. die Erbauung einer GemeindeLeider fanden bei dem Unfall die beiden Kinder, welche durch die Doppelschule auf dem städtischen Grundstück zwischen Suarezstraße starke Strömung unter das Holz geraten waren, ihren Tod in den und Straße 23, und endlich neben einer Reihe minder wichtiger Wellen, während der Schiffer sich durch Schwimmen retten konnte. Gegenstände die Vorlage betr. den Stadthaushalts- Etat. Die Eltern der ertrunkenen Stinder sind von dem Unfall sofort telegraphisch benachrichtigt worden. " " Der ,, Wahre Jacob hat soeben die 4. Nummer seines 20. Jahrganges erscheinen lassen. Wir heben aus dem Inhalt derselben besonders die beiden farbigen Bilder hervor„ Der Kampf gegen den inneren Feind" und Schneefall". Zu dem letzteren Bilde, das von der Wiener Malerin Hermine Heller- Ofterseker herrührt, hat Klara Müller ein ergänzendes Die Matter des Brotwuchers" durch die Wiedergabe der Bilder v. Kröchers Gedicht geschrieben. In der Nummer wird sodann die Borträt- Galerie und Bachems fortgeführt. Auf die politischen Vorgänge der Ickten Zeit bezichen sich die Züustrationen Bergeblich"," In der Fifth Avenue", Don Wilhelm II. und Spandan. Die Blätter berichten: Der Kaiser Römling" und" In die Woche gekommen". Der tertliche Teil der Nummer Duiyote"," Der Abenteurer"," Der Weinfälscher",„ Ein Trauerfall"," Der empfing am Sonnabendvormittag eine Abordnung der städtischen bringt die Gedichte„ Ein Prachtstert"," Ballestrem"," Der Finger Gottes", Zu dem Selbstmord eines Mädchens im Tiergarten, über den Behörden von Spandau. Oberbürgermeister Koelze stattete zunächst Lumpenlied"," Delibich& Co." von Erich Mühsam," Die Tänzerin"," Die wir berichtet haben, wird gemeldet: Die Affaire ist jetzt aufgeklärt. den Dank der Stadt ab für die durch die Entfestigung gewährte Frei- badischen Kloſterſtürmer" von Ludwig Frank," Der Centrumsturm" von Anna Krüger, genannt Groß, stand unter Aufsicht der Sittenpolizei. heit der Entwickelung, worauf der Kaiser bemerkte, es habe ihm Rudolf Lavant, sowie die größeren Feuilletons„ Der Maronimann" von Trotzdem unterhielt ein Herr H. ein Verhältnis mit dem hübschen selbst Freude gemacht, daß er den Festungsgürtel endlich beseitigen Mar Eitelberg und„ Die Berliner Samariter". Außerdem enthält die Mädchen, das er auch bei sich anstellte, dann aber entließ, als kleine fonnte. Die Stadtverwaltung möge num dafür Sorge tragen, daß das Rummer noch zahlreiche kleinere jatirische Beiträge in Poesie und Prosa. Diebstähle vorkamen. Nachdem er die K. dann wieder zu sich ge- Festungsgelände nicht der Spekulation anheimfalle, und dahin Der Preis der zehn Seiten starken Nummer ist 10 Pi. nommen hatte, verschwanden aus einem Versted 300 M. zugleich mit wirken, daß auf dem freiwerdenden Terrain eine nicht zu dichte Bedem Mädchen. In der Brunnenstraße traf der Bestohlene mit der bauung stattfinde, damit Licht und Luft ausreichend vorhanden seien. Diebin zusammen, die 10 M. von der Summe in einem Ofen ver- Der Oberbürgermeister schilderte im weiteren Verlaufe der Audienz steckt hatte, den Rest aber im Tiergarten verscharrt haben wollte. Die ungünstige finanzielle Lage der Stadt, woran die Steuerfreiheit Beide begaben sich dorthin. Als sie das Versteck nicht wiederfinden des Reichsfiskus die Schuld trage; er sprach die Bitte aus, daß bei zu können vorgab und einem Schuhmann überantwortet werden den bevorstehenden Bahnhofs Umbauten die Stadt möglichst wenig sollte, benutzte sie den Augenblick, als H. den Beamten rief, um sich durch Leistung von Kostenbeiträgen belastet werden möchte. Zur schaft Berlin). Heute abend 9 Uhr bei Günzel( Bauer Nachfolger), Rosenvor die Straßenbahn zu werfen. Steuerfreiheit des Reichsfiskus meinte der Kaiser, das Reich habe thalerstr. 57: Mitglieder- Versammlung. Bortrag des Kollegen Bauer: Die jetzt selbst kein Geld und wisse nicht, wo solches hergenommen Bedeutung und Berechtigung des Minimallohnes. Gäste willkommen. werden könnte. Der Kaiser machte im Laufe des Gesprächs auch noch eine launige Bemerkung über den großen Kinderreichtum der Spandauer Bevölkerung. Das Bureau der Papierverarbeitungs- Berufsgenossenschaft ist von Mohrenstr. 6 nach Mauerstr. 80 I, verlegt worden. Socialbemote 3 AM Socialdemokratischer Agitations Verein für den Reichstags: Dienstagabend 8%, Uhr: Versammlung bei Großer, Dirksenstr. 39, i Tr. Wahlkreis Züllichan: Schwiebus Kroffen Sommerfeld. Heute ( früher An der Stadtbahn). Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Mitglieder, pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. Centralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands( Mitglied. Vermischtes. Verhafteter Totschläger. Am Sonnabend wurde hier der Arbeiter Breitenstein verhaftet, der auswärts seinen Bruder erschossen hatte. Ohne zu arbeiten, hielt er sich mit seiner Familie bei dem Auf sonderbare Weise ist es der Polizei unsres Nachbarörtchens Unwetter- Katastrophe. San Francisco, 9. Februar. Auf den Vater auf und rief dadurch den Unwillen seiner Angehörigen hervor. Stegli gelungen, den Dieb zu fassen, der dort vor einigen Tagen Gesellschaftsinseln wütete mehrere Tage nach dem 13. Januar ein Zwischen ihm und einem Bruder kam es zu Thätlichkeiten, bei denen in die Wohnung des Postinspektors Albrecht, Düppelstr. 22, ein Univetter. Die ersten Nachrichten wurden am 26. Januar von dem er zu einem Gewehr griff und den Bruder niederstreckte. Vor einigen gebrochen war und neben einem Hundertmarkscheine etliche Gold- Schoner„ Eimeo" nach Papeete gebracht; am nächsten Tage traf der Tagen hatte er sich hier bei einer Tante in der Lübbenerstraße ein- stücke und eine Münzsammlung erbeutet hatte. Es lenkte sich nämlich Dampfer„ Ercelsior" mit 400 Ueberlebenden dort ein, der Kapitän gefunden, wo er festgenommen wurde. der Verdacht der Kriminalbeamten auf einen Mann, der, reduziert schätze den Verlust auf den Inseln Hao, Hikuero und Marakan allein Zu einem Familiendrama hat sich das Verschwinden der gekleidet, durch zweckloses Herumbummeln in den Stegliger Straßen auf 800 Personen; auch acht Weiße sind ertrunken. Der Sturm 26 Jahre alten Uhrmacherfrau Dorothea Jagusch aus der Markgrafen auffiel. Doch zeigte er sich, als man nach seinen Ausweispapieren erstreckte sich bis Naiatea, wo viel Schaden angerichtet wurde, aber ſtraße 87 geſtaltet. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte sie sich fragte, ganz entrüstet, sprach von„ Mizgriffen", nach denen es der keine Menschen umgekommen sind. Man, befürchtet, daß noch viele nach einem geringen Wortwechsel mit ihrem Manne unter Mitnahme Steglitzer Polizei auch zu verlangen schiene, und trieb die Frechheit so leberlebende auf den Gesellschafts- und den Paumoto- Inseln der beiden zwei und ein Jahr alten Töchter Ella und Olga heimlich weit, das Oberhaupt der dortigen Polizei, Herrn Kommissar Hoff- umkommen werden, ehe Nahrungsmittel usw., die von den franzö aus der Wohnung entfernt und blieb verschollen, ohne daß dem mann, in seinem Amtszimmer aufzusuchen, um über die ihn be- fischen Behörden schon abgeschickt werden, dort eintreffen können. Ehemann irgend ein Zeichen über den Verbleib bekannt wurde. lästigenden" Kriminalbeamten Beschwerde zu führen. Hier sollte Tausende von Tonner Copra und über 200 Tonnen Perlenmuscheln Am Sonnabendmorgen wurde am Kottbuser Ufer die Leiche eines seine Entrüstung allerdings bald ein Ende finden; der geübte Blick Kindes und am Sonntag die Leiche der Frau Jagusch selbst aus dem des Polizeikommissars erspähte sofort eine außergewöhnliche Wölbung Landwehrkanal bei der Admiralbrücke gezogen. Es fehlt nur noch an der Brusttasche des Unbekannten, und ein kühner Griff förderte im die Leiche des jüngsten Töchterchens. Nu ein dickes Portemonnaie mit der gestohlenen Münzsammlung zu Tage! Der so lleberführte mußte nun den Diebstahl schon zu geben, und wurde als ein obdachloser Töpfergefelle Namens Bartel festgestellt. Gerichts- Zeitung. sind verloren gegangen. Preisverderber. Die„ Comtagsblumen", Blätter zur Erbauung, Unterhaltung und Belehrung für das katholische Volt, herausgegeben von Friedrich Schnettler, Pfarrer in Hellefeld, bringen in ihrer Die Verhaftung eines Briefträgers wegen Einbruchs erregt im Nummer vom 1. Februar folgende Briefkasten- Warnung: An VerNordwesten der Stadt Aufsehen. Bei der Uebernahme des Brief schiedene. Ich bitte die Gabenspender entschieden, den Gaben keine verkehrs von der Paketfahrgesellschaft war der Beamte Richard Meßftipendien zu 1 M. beizufügen; ich weiß sie nicht los zu werden Hilse, der 32 Jahre alt, verheiratet und Vater dreier Kinder ist, und habe die Last damit. Erst kürzlich erhielt ich wieder, anonym als Hilfsbriefträger übernommen. Die Familie hatte im ersten natürlich, 100 M. für 100 Intentionen. Wer Gott ein Opfer bringen Stock des Quergebäudes auf dem Grundstück Salzwedelerstr. 13 eine und zugleich die Missionare unterstützen will, soll mindestens das aus Stube, Kammer und Küche bestehende Wohnung feit Oftober Die Mißhandlung eines Ziegeleiarbeiters durch seinen Arbeit gewöhnliche Stipendium zu 1,50 M. zahlen; mehr ist besser. Es ist vorigen Jahres inne. Hilfe unterhielt ein Verhältnis mit einer geber beschäftigte am Sonnabend die Potsdamer Straffammer, vor doch viel billiger und bequemer, solche Intentionen eben den eignen Frau, das seine Mittel über Gebühr in Anspruch nahm. Um diese welcher sich der Ziegeleibesizer Erich Löschte aus Stölln bei Rhinow Pfarrgeistlichen zur weiteren Beförderung zu übergeben, als sie mir außerordentlichen Ausgaben zu decken, machte er zunächst Schulden zu verantworten hatte. Löschte war wegen Körperverlegung mittels anonym auf den Hals zu schicken. Aber denen gegenüber ist man und begann mit der Beraubung von Briefen. Von den ihm an eines gefährlichen Werkzeuges vom Rathenower Schöffengericht zu zu stolz, um zu deklarieren, daß man es sich so billig thut! Da liegt vertrauten Briefen gab er solche, worin er irgend welche Werte ver- 150 M. Geldstrafe event. 30 Tagen Gefängnis und zur Zahlung der Haje im Pfeffer! Ich werde von jetzt ab, wenn ich die Adresse mutete, an seinen Schivager Gustav Greiser ab, der sie öffnete und einer Buße von 600 W. an den Ziegeleiarbeiter Peter Jung vers des Absenders habe, und diese anzugeben ist doch einfache Anstandsspäter vernichtete. Auch das genügte den Ansprüchen noch nicht. urteilt, wogegen cr Berufung eingelegt hatte. Anfang pflicht, Intentionen zu 1 M. einfach mit wendender Post, unter Abzug Hilfe und Greiser verabredeten einen Einbruch in die Verbandstoff: September vorigen Jahres hatte der Arbeiter Jung, der erst des Portos, wieder zurücksenden. Fabrik von Hartmann in der Marienstr. 17, über die sich Hilfe bei vierzehn Tage auf der Löschkeschen Ziegelei beschäftigt war, seinen Bestellungen unterrichtet hatte. Nachdem beide mit einem mehrmals seinen Arbeitgeber um leichtere Arbeit gebeten, war aber Nachschlüssel in der Nacht zum Sonnabend das Haus geöffnet hatten, mit seinem Gesuch stets an den Meister verwiesen worden. Jung ist wurden sie überrascht. Sie entflohen, aber Grciser wurde ergriffen. ein 63jähriger Mann, welcher durch einen rechtsseitigen 2e ist enSilse wurde auch bald darauf festgenommen. Beide wurden am bruch minder erwerbsfähig ist und deshalb früher als Kubfütterer Sonntag in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert. thätig war. Nun sollte er auf einer in schlechtem Zustande ge- Stationen Einen Meistersinger- Abend hat der Verein zur Förderung der haltenen Lowrybahn die Wagen, die häufig entgleisten, wieder auf Kunst Sonntag im Reform- Gymnasium zu Charlottenburg abgehalten. Die Gelcise bringen, wozu seine Körperkräfte nicht ausreichten. Als Zeichnen die unter Oberaufsicht des Magistrats unsrer Nachbarstadt nun der alte Arbeiter, der einen durchaus harmlosen Eindruck macht, getroffenen Veranstaltungen sich durchweg schon durch gediegenen am 3. September v. J. abermals bei dem Angeklagten in der Swinemde. 762 WNW 3bedekt Gehalt aus, so war der vorgestrige Abend ein Kunstgenuß ersten Wohnung wegen leichterer Beschäftigung vorstellig wurde, rief Ranges. Nach einem übersichtlichen Vortrage des Herrn Goldschmidt ihm dieser sofort zu:„ Raus! raus!", ergriff feinen Spazierstod Frants./M. 771 über die Bedeutung der Meistersinger und ihres Gefanges reritierte und schlug hintereinander auf den Mann ein, verfolgte ihn auch München Herr Dr. Gustav Manz verschiedene Dichtungen von Hans Sachs. noch bis nach dem Hof, um dort weitere Hiebe auszuteilen. Jungs Wien Dann aber fam der eigentliche Künstlerische Teil des Körper wies nach der Affaire eine ganze Anzahl blutunterlaufener Wetter Prognose für Dienstag, den 10. Februar 1903. Abends: Bruchstücke aus Richard Wagners„ Meistersinger von Striemen auf; das schlimmste war aber, daß ihm durch einen Stock- Nachts etwas fühler, am Tage ziemlich warm, zeitiveise aufflarend, Nürnberg." Dies Meisterwerk, das in alle Zeiten von der Herrlichkeit hieb der Zeigefinger der rechten Hand gebrochen vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und lebhaften südwestlichen Winden. deutscher Kunst zeugen wird, hat sich wohl erst seit einem halben wurde, so daß Jung 7 Wochen im Krankenhause zubringen mußte Witterungsübersicht vom 9. Februar 1903, morgens 8 Uhr. Hamburg Berlin. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung 10 Windstärke Wetter 6 wolfen! Temp. n. T. == 764 M 763 23 774 23 769 23 3 Haparanda 731 N 2 Regen 5 Petersburg 2 Regen 6 Cort 6 bedeckt 9 Aberdeen 6 Regen 7 Paris 8halb.bd. 10 771 3 2 bedeckt 11 776 S 2bedect Berliner Wetterbureau Achtbare Leute, die sich als Cigarren- Händler etablieren wollen, belieben sich zu wenden an Adolf Adler, Belforterstrasse 25. Vorwärts- Buchhandlung SW., Linden- Strasse 69. Billige Gelegenheitskäufe! So weit der Vorrat reicht! Englische, französische, italienische Unterrichtsbriefe anstatt je 7,50 M nur je 2,50 M. Unterrichtsbriefe in der einfachen und doppelten Buch: führung, im Rechnen anstatt je 7,50 M. mur je 2,50 M. Faulmann, Im Reiche des Geistes, eine illustrierte Geschichte der Wissenschaften, anstatt 17,50 mur 7, M. König, Herenprozesse anstatt 6,50 M. nur 3,- M. Roßmäßler, Der Mensch im Spiegel der Natur, anstatt 6, M. mur 3,- M. Scheibert, Der Freiheitskampf der Boeren und die Geschichte ihres Landes, in Brachtband gebunden, anstatt 16,-. nur 6- M. 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