Nr. 36. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 ẞfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Zelegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Zwei Krupp- Heilige. I. Der Superintendent. ein 0 Donnerstag, den 12. Februar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfprecher: Amt IV, Nr. 1984. der stände und Schulden nicht entstehen können." Nein, das ist zubrechen drohte, seine Kanonen anzubieten, läßt sich trotz aller nicht unwichtig für die Firma Strupp! Uebung des Herrn Paasche im Dementieren nicht ableugnen. Wie die Wohnungen, so die Konsumanstalten; Desto mehr hielt er sich an den in Nr. 297 des Vorwärts" ihre Entstehung war das kapitalistische Bedürfnis des Groß- enthaltenen zweiten Artikel, speciell an unsre Ausführungen Unfre kritischen Artikel über die Struppschen Wohlbetriebes. Superintendent Klingemann muß zugeben, daß über die Kruppsche Pensionskasse. Irgendwelche Unfahrtseinrichtungen haben bisher in feinem Unter- auch in der Beschaffung der Lebensmittel die Entwicklung richtigkeiten fonnte Herr Paasche unsern Mitteilungen nehmerorgan auch nur den Versuch einer Widerlegung ge- der Stadt mit der Entwicklung des Werkes nicht Schritt über die Stasse nicht nachweisen; er mußte zugeben, daß die funden. Die Wohlfahrtseinrichtungen" sind der größte Stolz halten konnte". Er führt auch Zahlen an. ,, Die Arbeiter als Beitrag 2½ Proz. ihres Lohnes zahlen müssen, der kapitalistischen Welt und man versteht es darum, daß man Zahl der Handeltreibenden wuchs zwar mit außer daß sie zum Beitritt gezwungen, daß sie nur bei völliger der Unannehmlichkeit durch Totschweigen zu entgehen sucht, ordentlicher Geschwindigkeit und stieg von 1855 bis 1875 Erwerbsunfähigkeit 40 Proz. ihres letzten Durchschnittsdiese Einrichtungen als Schwindel entlarvt zu sehen. Jetzt von 220 auf 1267. Aber unter den rasch entstandenen Ge- lohnes erhalten usw.; nur eins wußte Herr Paasche unternimmt es nun der Superintendent C. Klinge- schäften waren viele Winkelgeschäfte, deren Betrieb auf gewissen zu berichtigen; wir hatten geschrieben, daß bei mann in Essen, der am Grabe Krupps die Zeichen- losem Kreditgeben sich aufbaute, zahlreiche Kleinhandlungen Berechnung der Karenzzeit Strankheitsdauer nicht mitgerechnet rede gehalten hat und auch nach seiner sonstigen Wirt- mit Schnapsausschant, minderwertige Wirtshäuser." Um es werde, dagegen wußte Herr Paasche nach Erkundignng bei der samkeit als der geistliche Beistand der Firma Krupp be- deutlicher zu sagen: zahlreiche bei Strupp entlassene aber bei Firma Strupp mitzuteilen, daß eine Krankheitszeit bis zur Dauer zeichnet werden tann, wie diese Firma ihren ihren Kameraden beliebte Arbeiter machten vor den Thoren von 13 Wochen mitberechnet werde, nur die darüber hinausreichende juristischen und ihren politischen Beistand hat, im des Riesenwerkes kleine Läden oder Wirtschaften auf und Krankheitsdauer werde von der Karenzzeit in Abzug gebracht. Letzten Heft der Deutschen Wochenschrift" ein langes wurden von ihren Kameraden unterstützt. Diese selbständigen Eine reine Nebensache. Ueberdies wußte er noch zu erzählen, Loblied auf die Kruppschen Wohlfahrtseinrich Elemente konnten der Firma bei ihren Arbeitern als„ Heger" daß es Witwen in Essen giebt, die bis zu 700 m. pro Jahr tungen zu fingen. Die nationale Bedeutung der gefährlich werden. Weiter aber hatte die Firma alle Ursache, erhalten und daß eine noch ganz junge heiratsfähige Witwe Kruppschen Wohlfahrtseinrichtungen" überschreibt er seine ben Lebensmittelpreis niedrig zu halten, sonst würden schon 109 M. erhalte. Dagegen verschwieg er flüglich, Arbeit. Der Titel ist insofern zutreffend, als in der That die Arbeiter zu Lohnforderungen gezwungen. Dabei daß die Arbeiterpensionskasse sich bisher vollständig allein aus diese Kruppschen Wohlfahrtseinrichtungen das Ideal der ristierte sie auch hier nichts. Die Betriebs- Sonsumanstalt mit den Beiträgen der Arbeiter erhalten hat, die Zuschüsse der Wohlfahrtspolitik unfres nationalen Unternehmertums be ihren 50 Zweiggeschäften verkauft in den Kolonien, in denen Firma also überhaupt noch nicht zur Verwendung gekommen deuten. Diese Wohlfahrtseinrichtungen kosten im Grunde andre Läden nicht zugelassen sind. Ehe die Arbeiterfrau den sind und nur Reklamezwecken dienen. Nach den Geschäftsgenommen nicht viel. bekommen, weiten Weg zur Stadt macht, kauft sie lieber bei gleich berichten betrug nämlich: müssen sie zum großen Teil selbst und ihre Arbeits- hohen Warenpreisen in der Anstalt. So kommt es, genossen durch durch lange Jahre hindurch an Beiträgen baß heute die Anstalt 759 Personen abhängige Arbeiter, zusammensteuern. Die in den Wohlfahrtseinrichtungen an- teine Heger" an 21 496 rabattberechtigte - beschäftigt, gelegten Betriebsüberschüsse bieten, wenn auch eine mur mäßige, Warenbezugsbücher ausgiebt und 7 Proz. Rabatt, pro Buch so doch immerhin eine Verzinsung und sind keinem Risiko aus- 36,97 M. Rabatt zahlt. Der Seelsorger der Firma Krupp 1895 gesetzt. Dafür aber sind die Arbeiter vollständig willenlos hätte nicht nötig gehabt, auf diese Socialpolitik ein langes Loblied 1896 gemacht. Die Aussicht auf die späteren Unterstützungen sowie zu singen und dabei vollständig zu vergessen die That- 1898 auf die gezahlten Beiträge, deren man bei der Kündigung sache anzuführen, daß alle Käufer, die im Laufe des Geschäfts- 1899 verlustig geht, nehmen dem Arbeiter jede selbständige Spann- jahres, selbst kurz vor Schluß desselben, aus dem Kruppschen 1901 fraft gegenüber den Zumutungen seitens des Kapitals. Betrieb hinausgehen, auch ihres Rabatts vollständig verlustig Und je länger er im Betriebe arbeitet, je näher der Zeitpunkt gehen! das Material. Was die Arbeiter 1900 Die Einnahme ohne Sassenbestand und ohne Beiträge der Firma M. Die Ausgabe an Der Ueberschuß aus Arbeitermitteln gegenüber gezahlten Pensionen M. 40 371 136 448 279 068 335 097 268 726 TIT 643 252 834 361 1 129 074 1 297 157 1 845 947 1 286 429 Pensionen M. 602 881 697 913 850 006 962 060 1 077 221 1 174 451 111 977 Auch daß der Arbeiter, der eine Wohnung von der Firma worden ist: wenn der Pensionierung" und andrerseits je höher die Beiträge Auch bei der„ Wohlfahrtskasse" schweigt sich der Herr mietet, die Verpflichtung übernimmt, mit dem Tage, an angewachsen sind, desto willenloser wird der Arbeiter. So Superintendent über die Arbeiterbeiträge gründlich aus. Daß welchem er aus der Arbeit tritt, seine Wohnung zu hat das Unternehmertum einen beständig wachsenden Stamm der Arbeiter in die Pensionskasse gezwungen wird, daß räumen, bermag Herr Paasche nicht zu leugnen, ebensovon zufriedenen" Arbeitern, d. h. abhängigen Arbeitssklaven, er beim Eintritt 6 M. Einschreibegeld los wird, daß er jähr wenig, daß für die Stundung der Bauplaßgelder 5 Prozent die es nicht wagen, ein Wort des Widerstandes laut werden lich durchschnittlich 34,8 M. Beitrag zahlen muß, das er ver- Binsen gefordert werden; nur meint Herr Paasche, der Boden Diese Wohlfahrtspolitik der Stumm, Krupp und loren hat, wenn er aus dem Betrieb ausscheidet, daß er erst wäre 20- oder 25mal so viel wert, als wie er berechnet würde. Genossen hat allerdings für das Unternehmertum„ nationale nach 20jähriger Dienstzeit Pension für sich oder seine Hinter. So ein Bauplatz für ein Wohnhäuschen, den die Firma zu Bedeutung", während es im Interesse der Arbeiter läge, bliebenen zu fordern berechtigt ist, sofern er tot oder von 1000 m. abgebe, müsse auf 25 000 m. tariert werden. Man fie alsbald zu beseitigen und durch den Ausbau der staat 3ivei Aerzten als arbeitsunfähig bezeichnet ist kein Wort davon. denke für einen Bauplatz nicht etwa in Essen, sondern in den lichen Socialpolitik zu ersehen. Dafür allerlei Redensarten: der Widerspruch eines Teiles der ländlichen Kolonien, welche die Firma angelegt hat, draußen Die Kruppsche Socialpolitik ist nicht etwa eine Erfindung Arbeiterschaft gegen den Zwang der Beteiligung zeuge„ von auf öder Fläche! Sollte nicht Herr Paasche bei seinen des verstorbenen Krupp, sondern seines Vaters, des beschränkter Einsicht"; Fälle, in denen Arbeiter infolge vor- Grundstücks- Abschätzungen die Bodenpreise im Centrum Kanonenkönigs. Der war ein zu praktischer Mann, zeitigen Ausscheidens' aus dem Werke ihre Beiträge verloren Berlins zu Grunde gelegt haben? humanitäre Rücksichten auf Geradezu komisch aber wird Herr Paasche, als daß Rücksichten auf seine Arbeiter hätten, seien nicht häufig". hätten, seien nicht häufig". Und dabei muß dieser Gottesals Beweis der beschwert haben könnten. ihn biel Er begann seine und Krupp- Streiter selbst zugeben, daß im Jahre 1899 er Kruppschen Wohlthätigkeit auf die Konsumanstalten hinweist, Socialpolitik mit dem Bau von Arbeiterwohnungen. 7759 Arbeiter den Struppschen Betrieb verlassen haben! die der Firma nicht Dazu zwang ihn die Ueberfüllung Essens, die Steigerung der Die Invalidenstiftung, die beiden Stapellen, die Kranken- nur nichts kosten, sondern aus deren Erträgen auch noch Wohnungsmietspreise. Superintendent Klingemann liefert zur häuser, die Bücherei und Lesehalle- alles Wohlfahrt im nebenbei andre sogenannte Wohlfahrtseinrichtungen unterſtüßt Feststellung dieser Thatsache, freilich nicht in böser Absicht, selbst Interesse des Stapitalismus. Die täglich ausgeliehenen werden. Allerdings diese Anstalten vergüten nur 5-7 Proz Er zeigt uns die Bevölkerungssteigerung Essens. 700 Bände sind eben auch eine geistige Baffe" gegenüber den andre Konsumbereine 15 Proz. und mehr; aber in den 1830: 5457 Einwohner, 1852: 10 552, 1861: 20 811, 1871: Arbeitern, die ihren Sinn von andrer Lektüre fernhalten soll. Struppschen Anstalten ist seit 1871 das Brot und das Meht 51 513, 1890: 78722, 1900: 118 863. Dazu Alten- Denn daß die Schäße der Kruppschen Bibliothek siebenmal billiger geworden. Herr Paasche weiß anscheinend nicht, daß dorf mit 63 272 Einwohnern, so daß Essen nach dessen gefiebt werden und kein„ destruktives" Wert sich darin dies auch anderswo der Fall gewesen ist. Zudem gilt SchwarzEingemeindung 182 135 Stöpfe zählte. Die Zahl der Wohnungen befindet, liegt auf der Hand. In diese Bibliothek hat Herr brot seit längerer Zeit in den Struppschen Konjumanstalten betrug in Essen 1840: 840, 1871: 3322; fie berbier- Klingemann sicher das meiste hineinzureden. als ein Artikel, auf den nichts aufgeschlagen werden dürfe, fachte sich, während die Bevölkerung auf das achtfach e Es entspricht nur der richtigen Lage der Sache, daß sich während andre Artikel vielfach höher im Preise gehalten wurden, sich hob. Dem entspricht genau, daß 1840 auf ein Haus ein Geistlicher zur Verteidigung der kapitalistischen Wohlfahrts als in Kleinhandels- Geschäften. Deshalb heißt es denn auch 7,53 Einwohner, dagegen 1871: 15,50 kamen. In den einrichtungen erhebt, die nur dem Kapitalismus nügen. im Kleyschen Buch„ Bei Krupp", einem Machwerk, das direkt eigentlichen Arbeitervierteln war dies natürlich Denn ganz am Schlusse und aus gelegentlichen Bezug zur Berherrlichung des Kruppschen Hauses geschrieben weit ungünstiger und hatte hohe Sterblichkeits- nahmen verrät Herr Superintendent Klingemann, daß ziffern zur notwendigen Folge". So Klingemann selbst. seine Arbeit ein Reinigungsversuch gegenüber Im großen und ganzen kommt in der Preistabelle der Daraus geht hervor, daß Krupp einfach zum Bau von unsren früheren Angriffen auf die Arbeiter- Struppschen Sonsumanstalt der allgemeine Verlauf Wohnungen für seine Arbeiter gezwungen war. Hohe Miets wohlfahrt des Krupp- Kapitalismus ist. Daß der kleinhandelpreise zum Ausdrud, wie sie preise, schlechte Wohnungen, ungesunde Zustände, das hielt dieser Glorifizierungsversuch nur noch deutlicher die wahren im 7. Jahrgang des Jahrbuchs deutscher Städte niedergelegt die Arbeiter fern oder veranlaßte häufigen Wechsel oder führte Ursachen der kapitalistischen Wohlfahrtspolitik und ihre find. Doch ergeben sich auch bei dieser Vergleichung für zu Lohnforderungen. Deshalb begann die Firma 1871, als Arbeiterfeindlichkeit enthüllt hat, liegt nicht an dem Un- einzelne Lebensmittel ganz bedeutende Preisunterschiede. sie sich vor neuer Arbeitervermehrung sah und sehr zum Leid geschick des Essener Superintendenten, sondern darin, daß es außerordentlich auffällig find die Diffewesen der Essener Hausagrarier, ihre umfassende Bauthätigkeit, hier eben nichts zu beschönigen giebt. Schweigen wäre noch renzen der Preise für Schwarzbrot." Und gerade dieses Extra- Schwarzbrot hat Herr Paasche die dazu führte, daß sie heute in Essen und Umgegend 4274 das beste! und ferner auf den Außenwerken 1195 Wohnungen besikt, in Aber der Kapitalismus lobt selbst seine Wohlfahrt über sich als Demonstrationsobjekt für die Güte der Kruppschen das Bohnenlied und bezeichnet als national", was in Wahr- Wohlthätigkeit ausersehen. Diese Wohnungspolitik war ganz im Interesse der Firma. heit das Volk schädigt und in Fesseln schmiedet. Den Arbeiter, der mit der Kündigung die Wohnung berlor, machte sie abhängig; sie hatte Gelegenheit, die zuströmenden Arbeitermassen unterzubringen und riskierte gar nichts. Im Die beiden Artikel Zur Geschichte des Hauses Krupp", Gegenteil! Obwohl sie den Arbeitern die Wohnungen ,, tief Berlin, den 11. Februar. unter dem ortsüblichen Durchschnitt" vermietete, erzielte sie die der Vorwärts" im Dezember vorigen Jahres ver- Festsetzung des Wahltermins und die Geschäftslage des Reichstags. Der Seniorentonvent des Reichstags hat am Mittwoch dennoch eine zweidreiviertelprozentige Verzinsung ihres hinein öffentlichte, als die kapitalistische Presse in theatralischem den edlen Pa- unter Vorsitz des Präsidenten über die Geschäftslage des Reichstages gesteckten Kapitals. Dabei muß man wissen, daß die kapita- Pathos den Wohlthätigkeitssinn und des Kruppschen Hauses pries, haben beraten. Es wurde mitgeteilt, daß die Regierung beabsichtige, die listische Firma nicht etwa so unflug ist, den Arbeitern die triotismus Möglichkeit zu geben, Häuser zu erwerben. Sie läßt sie nur den heiligen Paasche in seinem Gleichgewicht gestört. Er er- Neuwahlen Mitte Juni b. 3. stattfinden zu lassen. Eine Folge hiervon zur Miete wohnen, die Häuser behält sie in der Hand. Da griff im Reichstage die Gelegenheit, um mit der ihm so wohl fei die Notwendigkeit, die Session vor Ostern zu schließen, durch bewahrt sie sich vor selbständigen und somit oppo- ziemenden sittlichen Entrüstung nachträglich gegen jene Artikel weil die Abgeordneten nach Ostern durch die Beteiligung an der Wahlfitionellen Elementen in ihren Arbeiterkolonien und gleichzeitig zu protestieren und ihre Angaben als gehässige Entstellungen agitation in Anspruch genommen seien. Als Schluß der Session ist ber 3. April in Aussicht genommen, allerdings unter der Vorauss sichert sie sich die ungeheueren Vorteile aus der Wertsteigerung des Vorwärts" hinzustellen. des Grund und Bodens, die sie jederzeit, wenn sie will, Ueber den ersten der beiden Artikel glitt Herr Paasche se tung, daß der Etat bis zum 1. April fertiggestellt wird. An Material liegen dem Reichstag außer dem Etat und einigen auszunügen vermag. Fast wie ein Hohn liest es sich bei solcher glatt hinweg; die Thatsache, daß seine vielgerühmte Vaterprofitablen Wohlthätigkeit, wenn der Seelsorger der Firma landsliebe den alten" Strupp nicht abgehalten hat, dem Rechnungsfachen noch die dritte Beratung des Kinderschutzgesetzes, Strupp pathetisch ausruft:" Auch das ist nicht unwichtig, daß Kaiser Napoleon zu einer Zeit, als wegen der luxemburgischen die zweite und dritte Beratung des Phosphorgefeßes, welches nur sehr langsam vorwärts kommt, die Miete vom Lohn abgezogen wird, also Rück- Fragen zwischen Preußen und Frankreich ein Krieg aus in der Kommission denen 26 678 Personen wohnen. " 1 II. Der heilige Paasche. Politifche Ueberlicht. fowie eine Anzahl Berichte der Geschäftsordnungs-, Petitions- und des Fürsorgegefeßes hervor. Ueber beide Fragen herrscht Wahlprüfungs- Kommissionen vor. An Vorlagen stehen noch in im Hause ziemliche Uebereinstimmung. Alle Parteien wünschen Aussicht die Novelle zum Krankenversicherungs- eine Aufbesserung der Gendarmen, und alle Parteien stimmen Gesetz, sowie die Abänderungen des Wahlreglements darin überein, daß der Grundgedanke des Fürsorge- Erziehungs( Sicherung des Wahlgeheimnisses), möglicherweise auch noch ein gesezes ein guter sei, daß aber seine Handhabung in der Nachtrags- Etat. Praris viel zu wünschen übrig lasse, namentlich nachdem das Kammergericht eine Entscheidung getroffen habe, die nicht im Sinne des Gesetzgebers licge. Revidiert das Kammergericht seine Anschauung nicht, so wird wohl eine Novelle zum Gesetz erforderlich werden. Etats Auf eine Frage des Abg. Singer, ob der Entwurf betreffend die Kaufmannsgerichte nicht noch in dieser Session vorgelegt würde, erklärte der Präsident, daß ihm darüber keine Mitteilung zugegangen ist, daß er aber deswegen anfragen werde. Der Präsident stellte weiter fest, daß das Kinderschutz- Gesek unter allen Umständen erledigt werden solle, und daß es sehr wünschenswert sei, wenigstens die erste Lesung der Krankenversicherungs- Novelle in dieser Session vorzunehmen. An eine Verabschiedung dieses Gesetzes, welches höchst wahrscheinlich Kommissionsberatung erfordere, sei nicht zu denken, ebenso werde auch das Gesetz betr. die Kaufmannsgerichte wenn es noch eingeht nicht zur Verabschiedung gelangen können. Da im ganzen bis zum Schluß der Session nur noch 43 Sigungstage zur Verfügung stehen und die Etatsberatung sehr im Rückstande sei, so müsse mit Nachdruck dahin gewirkt werden, daß die Etatsberatung gefördert wird. Der Präsident richtete die Bitte an die Mitglieder des Seniorenkonvents, in ihren Fraktionen die Geschäftslage zu besprechen. Da bei der chronischen Beschlußunfähigkeit des Hauses an zwangsweisen Schluß der Diskussion nicht gedacht werden könne, so appelliere der Präsident an den guten Willen aller Mitglieder, ihn in seinem Bestreben, den Etat bis Ende März fertig zu stellen, zu unterstützen. Von keiner Seite wurde der Absicht, die Beratung des Etats rechtzeitig zum Abschluß zu bringen, widersprochen, wohl aber auf die Schwierigkeit der Durchführung aufmerksam gemacht. Die Vertreter des Centrums erklärten, ohne Diäten keine Möglichkeit, ein beschlußfähiges Haus zusammen zu halten, zu besitzen. Der Vorschlag, Abendsizungen abzuhalten, wurde als unpraktisch bekämpft, dagegen der Vorschlag, die Sigungen bis abends 7 Uhr auszudehnen, allseitig acceptiert, weil man sich hiervon eine wirksame Förderung der Etatsberatung verspricht. Reichstag. Am Mittwoch bot sich unserm Genossen Hoch die Gelegenheit, in einer zweistündigen Rede mit den Gegnern abzurechnen. Er setzte sich eingehend mit den Ansichten des Grafen Posadowsky und der bürgerlichen Mittelstandsretter über die Aussichten des Mittelstandes auseinander und führte die Behauptung von der allseitigen Erhöhung der Lebenshaltung der Arbeiterklasse durch den Nachweis auf ihr richtiges Maß zurück, daß die höheren Löhne vielfach eine Folge von eberarbeit seien und durch die Erhöhung der Lebensmittelpreise wieder aufgehoben würden. Gegenüber der ArbeitsTofigkeit legt die bürgerliche Gesellschaft die Hände in den Schoß. Welchen furchtbaren Umfang fie erreicht hat, zeigt eine in Frank furt a. M. aufgenommene Statistik, aus der die Thatsache besonders bemerkenswert ist, daß die Arbeitslosen sich zu zwei Dritteln aus gelernten Arbeitern zusammensetzen. Unser Redner polemisierte dann gegen den Freiherrn v. Heyl und erinnerte ihn an die Feindschaft, die er gegen die Gewerkschaftsorganisation in seinem eignen Betriebe beweist. Hieran schloß sich eine eingehende Kritik der Socialpolitik des Centrums, die kurz vor den Wahlen immer einen auffälligen Johannistrieb zeitigt. Jm besonderen forderte unser Redner dann die Verbesserung der Baukontrolle durch Arbeiterkontrolleure. Seine Schlußausführungen über den Zolliucher der Mehrheit trugen Am Donnerstag beginnt die Beratung des der Justizverwaltung. Deutfches Reich. Zum Fall Rappaport finden wir in der„ Breslauer Zeitung" einige Einzelheiten der Unterhaltung des Anwalts der von dem Minister schwer beleidigten Frau mit dem Freiherrn v. Hammerstein: " Abg. Sittard hat in der Kommission ausdrücklich erklärt, wenn es sich nur um das Halten des Postboten" und auch nur um das Schreiben eines Artikels für denselben handle, würde er und seine Parteifreunde ein so schiefes Vorgehen der Postbehörde gegen den betr. Beamten in Uebereinstimmung mit den socialdemokratischen Abgeordneten entschieden mißbilligen; es handle sich aber un mehr, der erste Teil des von dem Beamten geschriebenen Artikels fordere die Beamten geradezu zum Ungehorsamt gegen die Behörde auf." " " Diese Beschwerde des Organs für Wahrheit, Freiheit und Recht" giebt uns Veranlassung, uns den betreffenden Artikel des gemaßregelten Beamten, welcher in Nr. 14 des Deutschen Postboten" vom 7. April 1901 enthalten ist, etivas genauer anzusehen, dessen erster Teil den Abg. Sittard dazu bewegte, der schweren Strafe - der Dienstentlassung nach 16jähriger Dienstzeit, welche den Verfasser des Artikels traf, seine Zustimmung zu erteilen. " Der Gemaßregelte schrieb wörtlich folgendes: " Vor allem möchte ich unsrem neuen Berater, dem ,, Deutschen Postboten", meine Freude über sein andauerndes wackeres Verhalten aussprechen. Es ist doch ein wirklich angenehmes Bewußtfein, eine Zeitschrift zu besitzen, welche insren Interessen nach jeder Richtung hin voll und ganz vertritt. Durch ihr Erscheinen bringen wir unsrem Stande wöchentlich eine Erinnerung, iver uns vorwärts gebracht hat, denn wer hat sich früher um uns gefümmert? Rur seit Bestehen unsrer Zeitung hat die Deffentlichkeit von unserm Stande Kenntnis bekommen. Darum, liebe Kollegen, lest den treuen Berater, den„ Deutschen Postboten"; erhalten wir uns diese liebe Zeitung, so werden alle Denn wenn wir unsre gerechten Wünsche in Erfüllung gehen. beharrlich unserm Ziele zustreben, in einem ruhigen und anständigen Tone, so geben wir niemand Veranlassung, unser Thun zu verdammen." Sofort nach der Begrüßung nahm der Herr Staatsminister das Wort, um, wie er betonte, sogleich einen Jrctum zu berichtigen, der ihm leider unterlaufen sei: In seiner Rede hatte er nämlich unter der Heiterkeit des Hauses betont, die Frau habe bei der ärztlichen Untersuchung im Polizeigefängnis cinen Ausspruch gethan, der, wenn er wahr wäre, allerdings ein grelles Streiflicht auf die Sitten der Frau werfen würde; der Herr Minister hatte diese Worte als thatsächlich gesprochen hingestellt, der Gefängnisarzt soll sie gehört haben. Nunmehr rektifizierte sich der Minister dahin: nicht der Gefängnisarzt, sondern der Gefängnisinspektor Niedorf habe diese Worte vernommen. Herr Dr. Levi hielt dem Herrn Minister sofort entgegen, daß dieser Jnspektor inzwischen verstorben sei. Auf die In diesen Aeußerungen des Beamten fand also der Abgeordnete Aussage dieses toten Zeugen sei doch nichts zu geben, er war Sittard und mit ihm seine Fraktionsgenossen in der Petitionsunvereidigt, und sonderbarerweise habe man während der kommission ein so strafwürdiges Verbrechen, daß ihnen die DienstGerichtsverhandlung diese inkriminierten Worte nicht als Waffe entlassung als eine gerechte Strafe erschien, und die„ christliche" gegen Frau Rappaport- Hein gebraucht; auch später habe der Chef Germania" verteidigt wacker diese Barbarei der Centrums Der Altonaer Polizei, Geheimrat Rosenhalen, der doch gewiß davon hätte Abgeordneten. Gebrauch machen sollen, weder in seiner einer Zeitung zugesandten Aber noch andre Gründe veranlassen die„ Germania", der Berichtigung", noch in seiner bekannten Verteidigungsrede in den Maßregelung des betreffenden Postbeamten zuzustimmen; sie sagt: städtischen Kollegien zu Altona diese Aussage erwähnt. Der Herr Abg. Sittard wies auf neun Borstrafen( Ordnungsstrafen) des Staatsminister versprach dem Anwalt, diese Richtigstellung vom Betenten und auf sein raffiniertes und doch feiges Borgehen hin, Ministertische des Abgeordnetenhauses aus zu verkünden, und da er seine Frau als den schuldigen Teil hinstellte usw." ferner mitzuteilen, daß die Frau Rappaport- Hein niemals wegen Also neun Ordnungsstrafen" hat sich der ents Ehebruchs geschieden sei. Das sei lediglich eine Behauptung der lassene Postbeamte in 16 Jahren zugezogen und auch gegnerischen Partei gewesen, die das Gericht aber gar nicht geprüft dies gab den Abgeordneten des Centrums Grund genug ihr habe, da es darauf nicht eingegangen sei. Auch in den Urteilen kreuzige! kreuzige!" zu rufen. Welcher Art die Dienstvergehen sei nichts davon erwähnt. Bei beiden Ehescheidungen sei Frau waren, derentwegen der betreffende Beamte mit den Rappaport- Hein, wie der Minister nun aus den Aften ersehe, die Odnungsstrafen belegt wurde, das hat die„ Germania" so wenig Klägerin gewesen, und beide Male ist die Ehescheidung auf ihren erfahren, wie die Mitglieder der Petitionskommission. Obwohl dem Antrag erfolgt. Der Verteidiger, Herr Dr. Levi, legte dem Herrn Regierungskommissar nahegelegt wurde, die Strafthaten des Betenten Minister dann noch umfangreiche Schriftstücke und Aften vor, aus zu bezeichnen, ist er diesem Wunsche mehrerer Kommissionsmitglieder denen hervorging, daß die Frau Rappaport keinesfalls eine Person nicht nachgekommen. Wären es grobe Dienstvergehen gewesen, stichsei, wie sie von ihm in seiner Landtagsrede geschildert ist. haltig für die Dienstentlassung, dann hätte sie der Herr Postrat der wohl Der Herr Minister mußte auf Befragen zugeben, daß seine Betitionskommission unaufgefordert einzeln mitgeteilt. aber ist anzunehmen, er daß mit Informationen sich lediglich auf die Auskunft der Altonaer Polizei So der Aufzählung stügten; er mußte auch den Einwand anhören, daß die Altonaer der Strafthaten oder Dienstvergehen keinen Eindruck auf die Polizei natürlich alles hervorgesucht habe, 11111 möglichst Betitionskommission hervorrufen konnte, deshalb schwieg er. Er hätte viel Günstiges über ihre Drganisation ant ihren höchsten vielleicht mitteilen müssen:" Der entlassene Postbeamte hat bei der Chef, eben den Minister, und möglichst viel Ingünstiges über die Kleiderbesichtigung einigemale den Anforderungen seines Vorgesezten Frau Rappaport- Hein berichten zu können; letzteres vielleicht, ohne es ordentlich zu prüfen." Der Minister fann froh sein, daß die von ihm ohne jeden um ihren Ruf geredete Frau nicht die Tochter oder Schwester eines preußischen Generals ift! Beweis " neunt nicht entsprochen; er hat keine schwarze Binde getragen oder im Verfehr mit dem Publikum seinen Rock nicht vorschriftsmäßig zugeknöpft." Auf diese Weise ist es ja leicht möglich, in 16 Jahren mit neun Ordnungsstrafen belegt zu werden, die nun von Herrn Sittard mit als Gründe für die Dienstentlassung ins Feld geführt werden. " Wir führten in unsrem Bericht aus der Petitionskommission an, Der Artilleriekampf zwischen Krupp und Ehrhardt. daß der gemaßregelte Beamte von seiner Frau, mit der er in Eheihm einen Ordnungsruf des nationalliberalen Vicepräsidenten Effen bereits munter an der Umgestaltung unsrer der, Germania" und des Herrn Sittard anscheinend nicht sonderlich erregt, Ein offizielles Dementi unsrer Mitteilung, daß bei Krupp in scheidung lag, bei der Postbehörde als der Verfasser des Artikels im, D. P." denunziert worden sei. Diese Demunziation hat den Unwillen Büsing ein. In seiner Erwiderung versprach Graf Posadowsky zunächst, Geschütze in das Rohrrücklauf- System gearbeitet werde, dafür sucht man dem Gemaßregelten einen Strick zu drehen, indem dem Wunsch des Centrumsabgeordneten Jäger auf Vorlegung einer liegt bislang nicht vor. Die zuweilen halbamtliche Neue Politische man ihn einen Feigling nennt, weil er bei seiner Vernehmung vor Denkschrift über das Wohnungswesen bei Beginn der nächsten Session Korresp." erklärt, daß zwar eine Aenderung der Zafetten er der Entlassung angab, seine jetzt von ihm geschiedene Ehefrau habe zu entsprechen. Er bekannte sich dabei als eifriger Anhänger des wogen" werde, daß man dagegen auf Schusschilde verzichten ihm den fraglichen Artikel im Deutschen Postboten" diftiert. Erbbaurechts. Es kann dem Staatssekretär gewiß geglaubt werden, wolle. Daß seit Jahr und Tag Versuche mit der Rohr- Run, ob der Mann hier die Wahrheit gesagt oder nicht, das tönnen wir nicht untersuchen; hat er die unwahrheit gesagt, so daß auch den geringen socialpolitischen Anläufen sehr viele offene und rücklauf- Lafette bei uns angestellt werden, trifft zu", erklärt schließ wollen wir ihn deshalb nicht verteidigen. Oder sollte ihn, um der versteckte Gegner, die sehr einflußreiche Männer sind, gegenüberstehen. lich die Korrespondenz. Diese Versuche scheinen gegenwärtig einen drohenden Dienstentlassung zu entgehen, in seiner Not der Grundsak Er verteidigte damit die Notdürftigkeit der Novelle zur Kranken- ungewöhnlichen Umfang angenommen zu haben! versicherung. Es ist sicherlich beschämend für unsre Zustände, daß Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bringt hinwiederum unter der Staatssekretär sich mit Recht etwas darauf zu gute thun kann, allerhand ironischen Ausfällen gegen den technischen Berater alle gesetzgebenden Faktoren auch nur auf die Linie dieser mehr als der Firma Ehrhardt, General v. Reuhenau, der bescheidenen Reform geführt zu haben. Werkwürdig sind die Grund- ein Fünfcentimeter- Geschütz mit starkem Panzerschutz konstruiert hat, sätze, die die Staatsregierung bei der Beschickung von Arbeiter einen lobenden Hinweis auf einen in den„ Neuen Milit. Blättern" kongreffen leiten. Die roten Embleme sind es, die bisher die erschienenen Artikel, der dies Fünfcentimeter- Geschütz als minderwertig verwirft, dagegen einen leichten Panzerschutz für Herren fern gehalten haben. Verschwinden die verpönten Abacceptabel erklärt. zeichen, dann sind sie bereit zu kommen. Diese Mitteilungen des Grafen Posadowsky wurden auf unsren Bänken mit Heiterkeit aufgenommen. Nach ihm fühlte der Zuckerheilige Paasche das Bedürfnis, die Wohlfahrtseinrichtungen der Firma Krupp gegenüber den„ Verleumdungen" des„ Vorwärts" zu verteidigen. Wenn auch die Verteidigung gerade durch Herrn Paasche an sich schon das bedenklichste ist, was einer Einrichtung geschehen kann, so werden wir uns dennoch in diesem Falle in besonderer Darlegung an andrer Stelle ein wenig mit den Ausführungen des Mannes befaffen. Eine Rede des freisinnigen Abg. Müller- Meiningen suchte den üblen Eindruck zu verwischen, den die Ausführungen seines Parteifreundes Crüger hervorrufen mußten. Herr v. Waldow und Reizenstein unternahm es wieder einmal, die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften reinzuwaschen, und Herr Schrader von der Freisinnigen Vereinigung endlich sprach hauptsächlich über die Wohnungsfrage. Während der letzten Reden war es so leer im Hause geworden, daß Präsident Graf Ballestrem Bedenken trug, noch weitere Redner vor leeren Bänken sprechen zu lassen, und deshalb wurde die Weiterberatung auf Donnerstag vertagt. Abgeordnetenhaus. dung über die Kruppsche Thätigkeit bis zu einem gewissen Grade! Diese Auslassungen bestätigen also die Richtigkeit unsrer MelDer ganze Kampf, der in den offiziösen und halboffiziösen Blättern um die rationellste Geschützform geführt wird, trägt seiner Form nach mehr und mehr den Charakter eines Kampfes zwischen der Firma Krupp und ihrer Konkurrentin, der Firma Ehrhardt. Wie dieser Kampf auch definitiv entschieden werden mag, die steuerfrondende Masse wird in jedem Falle gewaltig bluten müssen! Die neue Kavallerie- Borlage kommt also todficher, wenn auch nicht sofort". Uebers Jahr also?! Christliche Socialpolitik. " geleitet haben:" Der Zweck heiligt die Mittel"!? Ueber die Stichwahl in Schleswig- Eckernförde werden vom Wolffschen Bureau" folgende Endziffern mitgeteilt: Spethmann( freif. Volkspartei) wurde mit 7383 Gimmen gegen Hoffmann( Soc.) mit 5277 Stimmen gewählt. Bei der Hauptwahl erhielten Spethmann 5124, Hoffmann 4480 Stimmen. Für den Freisinn sind also in der Stichwahl 2259, für die Socialdemokratie 797 Stimmen mehr abgegeben worden. Für den Freisinn sind also viele nationalliberale und wahrscheinlich auch bündlerische Stimmen abgegeben worden, während die Socialdemokratie auf ihre eignen Reserven angewiesen blieb. Herrn Eugen Richters gespensterscherische Ahnungen haben also getrogen. Die Peters- Umtriebe werden mit Hochdruck fortgesetzt. Zunächst veröffentlicht der mehrerwähnte Herr v. Loßberg in der Deutschen Hochwacht" einen Artikel gegen den Legationsrat v. Hellwig, der in den PetersProzessen 1896 als Vertreter des Auswärtigen Amtes die Rolle des Anklägers gegen Peters spielte. Wie eine " Die neue Kavallerie- Vorlage. Der„ Tag" schreibt: In dem Leitartikel unsrer gestrigen Morgenausgabe über au- icht zu Tage liegt, verfolgte die Aushorchung Hellwigs durch Loßberg gebliche militärische Neuerungen ist u. a. auch erwähnt worden, hatte bekanntlich versucht, einen Hauptzeugen gegen ihn, den ganz bestimmte Absicht der Peters- Partei. Peters daß ein hoch angesehener Kavallerie General dem Lieutenant Bronsart v. Schellendorff, als angeblichen Heere mindestens 160 neue Eskadrons, d. h. etwa 32 neue Gewährsmann Bebels in der Tuder Brief- Affaire un Kavallerie- Regimenter mit 17-18 000 Mann und der gleichen Anzahl von Pferden hinzufügen wolle. Hierzu werden wir von glaubwürdig zu machen. Dieser Schachzug mißlang derart, daß militärischer Seite ersucht, festzustellen, daß in letzter Zeit aus der sich jetzt Peters genötigt gesehen hat, in den Braunschweiger Neuesten Nachrichten" seine gegen Vronsart v. Schellendorff Armce heraus ein Mehrbedarf von 27 neuen Regimentern und 118 Eskadrons als militärisches Mindestbedürfnis nachgewiesen, erhobenen Bezichtigungen zurückzunehmen. nicht aber die sofortige Deckung dieses Mehrbedarfs von der Anklage gegen Peters, Herrn v. Hellwig in Mißkredit zu Nunmehr versucht man es augenscheinlich, den Vertreter der Regierung verlangt wurde. bringen. Daß durch die dabei ausgekramten Enthüllungen das Ansehen des Repräsentanten der Staatsbehörde aufs höchste gefährdet wird, kümmert unsre kolonialen Katilinarier nicht im geringsten. Loßberg z. B. erzählt in seinem Artikel ganz ungeniert, daß Legationsrat Hellwig ihm in seiner Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch den Etat des Unter der Spigmarke: Eine Beamtenmaßregelung in der Unterredung mit ihm am 28. Januar auseinandergesetzt habe, daß Ministeriums des Innern in zweiter Lesung zu Ende beraten. Betitionskommission" berichteten wir in unsrer Nummer vom 5. Fe- bei dem Vorgehen gegen Peters lediglich persönliche AntiBemerkenswerter als das, was die Herren sich erzählten, war bruar kurz über die Beratung und Beschlußfassung über die pathien und Stellenjägerei mitgespielt hätten, daß man das, worüber nicht gesprochen wurde. Der Minister Freiherr Betition eines Post- Unterbeamten, welcher nach sechzehnjähriger aber trotzdem dem Peters als Abfindung noch die Landesv. Hammerstein nahm die Gelegenheit nicht wahr, seine Dienstzeit aus dem Postdienste entlassen worden ist, weil hauptmannstelle am Tanganjika angetragen habe mit den Thatsachen nicht im Einklang stehenden Mitteilungen er das„ Verbrechen" begangen hatte, auf die Zeitung und daß lediglich Bebels Anklagerede die Eröffnung des Verüber polizeiliche Mißgriffe richtig zu stellen. Im Interesse Deutscher Postbote" zu abonnieren und weil er ferner einen, fahrens gegen ihn veranlaßt hätte. Ja, Hellwig soll am 28. Januar seines eignen Ansehens wird er das hoffentlich in der dritten 52 Druckzeilen enthaltenden Artikel für das genannte Organ der d. 3. erklärt haben, daß als Hauptvergehen Peters deffen falsche Lesung nachholen. Ohne Debatte wurden die meisten Etats- Postunterbeamten geschrieben hatte. Wir führten dabei aus, daß amtliche Berichterstattung in die Wagschale gefallen sei; titel vom Hause bewilligt, darunter auch die 300 000 M. für der in der Petitionskommiffion von den Abgg. Lenzmann( freif. Bp.) denn das Hängen könne man ihm gern verzeihen." und Thiele( Soc.) gestellte Antrag, die Petition des betreffenden Nun schreibt aber gerade heute die Bossische Zeitung", geheime Ausgaben im Interesse der Polizei. Postbeamten welcher Wiedereintritt in den Postdienst forderte die auf einmal, gleich dem„ Berl. Tagebl.", gegen die Unverschämt Die Freifinnigen offenbarten dadurch, daß sie keinen Wider dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, von den Abgg. heiten des Peters gleich spaltenlang polemisiert auf spruch gegen die Annahme dieser Position erhoben, wieder Dr. Semler( natl.), Segelmaier( t.) und Sittard( Centr.) bekämpft weffen Anregung und Information hin, bleibe dahingestellt- unter einmal ihre politische Halbheit. In den letzten Tagen konnten und dabei unter anderm hervorgehoben wurde, daß die Post- anderm: sie nicht genug Entrüstung über den Bespigelungsversuch des verwaltung das Recht habe, Beamte zu entlassen, welche die WarVorwärts" zur Schau tragen; trotzdem protestierten sie nicht nungen ihrer Vorgesetzten, die im Interesse des Publikums und der dagegen, daß demselben Minister, der jenen Bespigelungs Disciplin erlassen würden, nicht beachten". versuch nicht ableugnen konnte, weitere 300 000 m. bewilligt werden. Eine längere Diskussion riefen nur die Besoldungsverhältnisse der Landgendarmen und die Handhabung " Durch diesen Bericht haben wir nun den hellen Zorn der frommen„ Germania" entfacht. Vom bösen Gewissen geplagt, raunzt uns das christliche Blatt wie folgt an: " „ Der Berichterstatter des Vorwärts" hat sich hier einer tendenziösen Verdrehung der Thatsachen schuldig gemacht. Der " " Die Ausreden, mit denen Dr. Peters fein Verhalten zu beschönigen versuchte, blieben bei dem Gerichtshof ohne Wirkung. Eine Darstellung, als ob das ungetreue Negermädchen eine Verschwörerin gewesen sei, durch deren Einfluß die Sicherheit der Station und das Leben der Europäer gefährdet gewesen sei, hatte nur das Lächeln aller Afrikaner erregt. Deshalb stellte Peters sich auf den Standpunkt, daß in Afrika andre Moralbegriffe herrschten als in Europa. Wahlprüfungs- Kommission. Jeder Negerhäuptling, der in seinen ehelichen Nechten Abg. Kopsch( fri. Vp.) wünscht, daß den Kriminalbeamten zur Schließlich wurde lebhafte Klage darüber geführt, daß die gekränkt werde, lasse die Schuldigen auffnüpfen. Dasselbe Ergreifung von Verbrechern größere Summen zur Verfügung gestellt Eisenbahn- Verwaltung den praktischen Einrichtungen im Auslande, Recht nehme er für sich in Anspruch. Der Ge- würden. namentlich in Amerika, zu langsam folge. Auch jetzt wieder beteuerte die richtshof aber erklärt mit Würde und Nachdruck es Abg. v. Pappenheim( t.) spricht seine Genugthuung darüber aus, Eisenbahn- Verwaltung, daß sie durchaus auf der Höhe der Zeit stehe, für völlig unstatthaft, wenn Europäer sich zu daß der Fonds für die Zuschüsse an die Kommunalverbände zur und daß, wenn uns manche praktische Einrichtung, welche das Ausden Anschauungen der Negermoral bekennen wollten; ihre Ausführung des Fürsorge- Erziehungs- Gefeßes um 430 000 Mark erhöht land schon längst habe, noch fehle, dies nur in den anders gestalteten Aufgabe sei es vielmehr, die Neger auf den Standpunkt der ist. Die Anstalten sollen nur das äußerste Mittel fein; went es Verhältnissen seinen Grund habe. höheren europäischen Moral zu erheben. Die von dem irgend möglich ist, sollen die Kinder der Familie erhalten bleiben. Nächste Sizung am Freitag. Berliner Kammergerichtspräsidenten als Vor- Die Anstalten können den Kindern, und möge es ihnen noch so gut ſizenden verkündete Begründung läßt feinen gehen, nie den Vater oder die Mutter ersehen.( Sehr richtig!) Zweifel, daß das Gericht in den Hinrichtungen" der beiden Chebrecher" den Kernpunkt der Anklage erblickt hat und daß sie für die Urteilsfindung ausschlaggebend waren." Kernpunkt der Anklage bildende Moment soll der ehemalige Und dieses für jeden civilisierten Europäer allerdings den Antläger Hellwig als etwas leicht Verzeihliches dargestellt haben?! Das sind ja allerliebste Einblide hinter die Coulissen unsrer Kolonialpolitik! Ob Hellwig gegen Loßberg klagen wird?! Abg. Schmitz- Düsseldorf( C.): Die meisten Verbrecher sind durch die Pflichtvergessenheit der Eltern schon in früher Jugend auf die Die Prüfung der Wahl des Abg. Will( 1. Köslin) füllte die abschüssige Bahn gedrängt worden. Leider hat das Gesetz nicht alle ganze Mittwoch- Sizung aus und wird noch mehrere ausfüllen. Zuwesentlich eingeschränkt hat. Es hat für dieses Geſch eine Interim Protest an, den freisinnigen Kandidaten gewählt zu haben, aber Erwartungen erfüllt, da das Kanumergericht dessen Wirkungskreis nächst beschäftigte eine im Wahlproteſt behauptete Wahlfälschung im Bezirk Alt- und Neu- Damerów die Kommission. 60 Zeugen gaben pretation gegeben, dahingehend, daß die Fürsorge- Erziehung erst in der Wahlurhe fanden sich nur 49 freisinnige Stimmzettel, Während wir mit allen Sträften eine Erweiterung dieses Gesetzes ihre früheren. Angaben, zwei der Zeugenaussagen waren unsicher; erforderlich ist, wenn eine subjektive Verwahrlosung vorliege. 49 Zeugen wurden eidlich vernommen, davon bestätigten 47 beſtimmt erstreben, hat bedauerlicherweise das Kammergericht einen dem unfren die weiteren elf Zeugen kamen nicht zur Vernehmung, weil fünf verfast entgegengesetzten Standpunkt eingenommen. Nach diesem storben und sechs verzogen waren. Von den letzteren sechs wohnen Urteil sollen wahrscheinlich nur die Kinder unter das Gesetz fallen, vier in Dortmund, die man trotz der Kenntnis ihres Wohnorts nicht bei denen eine förperliche Verwahrlosung infolge mangelnder bernommen hat. Das ist auffällig. Die Kommission stellte Aus Dortmund wird den„ Berl. N. N." geschrieben:„ Der Ver- Erziehung der Eltern vorliegt. Nach dieser Praxis ſteht das Geſet diesen Fall zu einer späteren Entscheidung zurück, da vermutlich die treter unfres Wahlkreises in Reichstage, der nationalliberale Ab- auf dem Papier, denn es kann auf die Kinder vermögender große Zahl andrer Wahlbeeinflussungen zur Kaſſierung der Wahl geordnete Bergwerksdirektor il bd, der um eine Wiederausstellung des Kammergerichts nicht unter dieses Gesez fallenden Kinder führen werden. Eltern überhaupt nicht angewendet werden. Die nach dem Urteil Wahlvorbereitungen. angegangen wurde, gab die Erklärung ab, daß er zu kandidieren müßten der Armenerziehung anheimfallen. nur dann bereit sei, wenn ihm gestattet werde, der national- versagt aber mit dem 14. Lebensjahre. liberalen Partei nicht beizutreten, sondern wildliberal zu bleiben." Kindern geschehen?( Bravo! im Centrum.) Anscheinend sind dem Herrn Hilbek die nationalliberalen Freunde allzu agrarisch. Im Wahlkreise Koburg ist Herr Pasig, Generalsekretär der nationalliberalen Partei, von den Nationalliberalen und dem Bund der Landwirte als gemeinsamer Kandidat aufgestellt worden. Der Kreis ist jetzt durch den Abg. Beckh von der freisinnigen Volkspartei vertreten. Die Freis. 3tg." flagt, daß das Vorgehen der Nationalliberalen geeignet sei, den Kreis in die Hände der Socialdemokratic zu liefern. In Braunschweig, das seit langen Jahren durch unsren Genossen Blos vertreten ist, haben sich Konservative, Nationalliberale und Bund der Landwirte auf die Kompromißkandidatur des Kreisdirektors Langerfeldt geeinigt. Die Freijsinnige Volkspartei und die Welfen sträuben sich noch gegen die Teilnahme an diesem Kompromiß. Ausland. Das englische Friedens- Protokoll in der Venezuela- Affaire hat nach einer Laffan- Meldung folgenden Inhalt: Die Blockade wird aufgehoben. 27 500 Dollar. an das Die Frage der Vorzugsbehandlung wird. Haager Schiedsgericht verwiesen. Venezuela zahlt an jede der drei verbündeten Mächte sofort Das Schiedsgericht im Haag setzt einen Plan für die Verteilung der 30 Prozent der Zolleinnahmen von Puerto Cabello und La Guayra unter die Gläubiger Venezuelas feſt. Zur Regelung der britischen Forderungen wird eine britisch venezolanische Kommission eingesetzt. Falls diese Kommission nicht zu einer Einigung gelangen kann, soll ein europäischer Herrscher ersucht werden, die strittigen Punkte als Unparteiischer zu entscheiden. Falls Venezuela nicht innerhalb eines Monats nach Beginn der festgesezten Zeit mit der Zahlung aus den Zolleinnahmen beginnt, foll Belgien ersucht werden, die Verwaltung der Zölle von La Guayra und Puerto Cabello zu übernehmen. Dies Protokoll ist von Bowen angenommen worden. Wenn auch Deutschland mit einem gleichlautenden Protokoll einverstanden sein sollte, wäre der Venezuela- Kreuzzug glücklich beigelegt. Renommieren könnten freilich die Erekutionsmächte mit diesen Präfiminarfriedens- Bedingungen nicht! Frankreich. Italien. 8 Stimmen angenommen. In einem andern Wahlbezirk bei Stolp kontrollierte der WahlDie Armenerziehung Was soll dann mit den vorstand die Stimmzettel und bezeichnete die aufgefalteten erfannten als liberal. Die Kommission kassierte die 67 konservativen Abg. Noelle( natl.): Infolge des Kammergerichts- Urteils hat mit Stimmen dieses Bezirkes. Den Gutsleuten eines andern Bezirkes Recht eine gewisse Entmutigung Platz gegriffen. Einer Abänderung wurde Roggen und Schnaps geschenkt, doch fehlte dieser Wahlda eine solche schr schwierig sein wird. Alle Streitfragen würden des Gesetzes werden meine politischen Freunde aber nicht zustimmen, beeinflussung das kriminelle Merkmal der Bestechung. Nächste Sizung Donnerstag. von neuem aufgerollt werden. Die Fürsorge- Erziehung ist die Die Petitionsfommission des Reichstags verhandelte am Mittwoch strengste Maßregel, sie soll nur in den allernotwendigsten Fällen zur über eine Petition des Bayrischen Handwerkerbundes zu München, feinen Zweifel, daß Anwendung kommer. Der Text des Gesezes läßt darüber welche die gesetzliche Einführung eines Arbeitsbuches für alle Gesellen auch wohlhabende Kinder der Fürsorge- und Arbeiter fordert. Der Berichterstatter Dr. Marcour Erziehung überwiesen werden werden können.( Sehr richtig!) In beantragte, die Petition dem Reichskanzler als Material dieser Hinsicht mißbillige ich das Urteil des Kammergerichts, wenn zu überweisen, während von socialdemokratischer Seite der ich auch sonst nicht Herrn Schmitz in seiner Kritik desselben unter Antrag gestellt war, die Petition für ungeeignet zur Erörterung im ziemlich selten eintreten. stützen kann. Allerdings wird bei wohlhabenden Kindern dieser Fall Plenum zu erklären. Der Antrag Marcour wurde mit 9 gegen Abg. Goldschmidt( frs. Vp.): Wenn der Zweck des Gesetzes durch das Kammergerichts- Urteil vereitelt werden sollte, so würde ich die um Abänderung der Gewerbe- Ordnung in dem Sinne, daß den Der Deutsche Wertmeister- Verband in Düsseldorf petitioniert Regierung um Vorlegung einer Novelle bitten. Hoffentlich ist nicht werkmeistern, ivic es bci den Handlungsgehilfen schon erst eine solche Novelle nötig, um den idealen Zweck des Gesetzes zu jezt der Fall ist, in Krankheitsfällen das von den erreichen. Krankenkassen bezogene Krankengeld vont Gehalt nicht in Abzug gebracht werden darf. Auch in Bezug auf die Konkurrenzflausel verlangen die Werkmeister mit den Handlungsgehilfen gleichgestellt zu werden. Ihre Petition soll dem Reichskanzler ebenfalls als Material itberwiesen werden. Derselbe Beschluß wurde gefaßt, bezüglich mehrerer Petitionen, die Abänderung des Krankenversicherungs- Gesezes betreffend. Bei dieser Gelegenheit kritisierte der Abg. Tuzauer( Soc.), daß eine Anzahl ähnlicher Petitionen, bezüglich deren die Kommission bereits am 19. Februar 1902 die lleberweisung an den Reichskanzler beschlossen hatte, bis heute, also nach Ablauf eines Jahres, noch kein Beschluß des Plenums herbeigeführt worden sei, obwohl sich der Bundesrat zur Zeit mit der Abänderung des KrankenversicherungsGesetzes beschäftige. Abg. Kuhr( frs. Vg., schwer verständlich) bekämpft das Kammergerichts- Urteil, ebenso Abg. Lückhoff( ft.). Minister Freiherr v. Hammerstein: Die Fürsorge- Erziehung hat bisher sehr segensreich gewirkt. Es ist erklärlich, daß sich im Anfang des Bestehens dieses Gefeßes ein übereinstimmendes Urteil über seinen Wirkungsfreis nicht ergiebt. Bei dem hier oft erwähnten Kammergerichts- Urteil handelt es sich nur um einzelne Fälle. Es ist allerdings nicht zu leugnen, daß durch das Urteil des Kammergerichts die Ausführung des Gesetzes in gewissem Sinne erschwert ist. In wenigen Jahren wird sich aber eine einheitliche Praxis er geben. Abraten möchte ich davon, schon jetzt eine Aenderung des Gesetzes vorzunehmen. Wir müssen erst weitere Erfahrungen sammeln. Das Kapitel wird bewilligt. Es folgt das Kapitel ,, Strafanstalts- Verwaltung". Dr. Schulße zur Sprache. Dieser ist während der Untersuchungshaft Abg. Dr. Friedberg( natl.) bringt den Fall der Inhaftirung des in einer Weise behandelt worden, daß der Aerztekongreß diese Behandlung als eine Beeinträchtigung der ärztlichen Standesehre aufgefaßt hat.( hört! hört! links.) Der Bericht über diesen Kongres ist in der„ Köln. 3tg." veröffentlich worden und der Redakteur wurde wegen Beamtenbeleidigung verurteilt. In der Verhandlung ist festgestellt worden, daß dem Üntersuchungsgefangenen die Selbstbeföftigung eine Reihe von Tagen vorenthalten worden ist. Außer dem hat Herr Dr. Schulze seine Zelle selbst reinigen müssen. Eine solche Behandlung eines Untersuchungsgefangenen kann als eine humane nicht anerkannt werden.( Bravo! links.) Ein Herr Richter in Kreischa fordert in seiner Petition die Abänderung des§ 216 des Strafgesetzbuches. Er will, daß den Aerzten das Recht zuerkannt werde, unheilbaren Kranken, deren Ableben bedurch Hilfe der Aerzte beschleunigt werde. Die Petition wurde für vorstehe, den Todeskampf dadurch zu erleichtern, daß ihre Auflösung ungeeignet zur Erörterung im Plenum erachtet. Die Ehescheidung in Sachsen. Aus Dresden wird telegraphisch berichtet: Das 4 Uhr 20 Minuten in dem Eheprozeß verkündete Urteil Tautet: Im Namen des Königs. Die am 21. November 1891 geschlossene Ehe der Parteien wird wegen Ehebruchs der Frau Beflagten mit dem Sprachlehrer André Giron vom Bande geschieden. Die Frau Beklagte trägt die Schuld an der Scheidung. Die Kosten des Verfahrens werden der Frau Beklagten auferlegt." Die ganze Verhandlung wurde hinter verschlossenen Thüren beGeheinirat Krohne: Gestatten Sie, daß ich Ihnen die Kehrseite Die Affaire Dreyfus und der Kriegsminister. Der General André Kölner Polizeigefängnis untergebracht. Ueber die Behandlung des der Medaille zeige. Ein Arzt wurde verhaftet und vorläufig im that an sämtliche Militärbehörden ein Cirkular gerichtet, in welchem Gefangenen während der Untersuchungshaft ist mu nach einem Beer alken Beamten des Kriegsministeriums und der Militärbehörden richt der„ Köln. Ztg." auf dem Aerztekongreß in Hildesheim von fowie den Offizieren aufs strengſte untersagt, sich in irgend einer zwei Aerzten folgender gejagt worden:" Er( der UntersuchungsWeise an der gegenwärtig wieder angeschnittenen Polemik zur gefangene) wurde in ein feuchtes Loch ohne Fenster geworfen( Hört! trieben. Dreyfus- Affaire zu beteiligen oder Mitteilungen weiter zu geben. bört! rechts), rechts), so daß er ant Rippenfell- Entzündung era frankte; außerdem wurde er mit gewöhnlichen Ver- Wien, 11. Februar. Dem„ Fremdenblatt" wird von seinem brechern zusammengesperrt, hat zehn Tage Gefängnistost er- Korrespondenten in Brüssel telegraphiert: Giron hat gestern abend Der Prozeß gegen die Propaganda" soll nach mehrfachen Verhalten, kurzum, er wurde behandelt, als wenn er bereits eines Brüffel wieder verlassen, um sich nach Genf zu betagungen nunmehr bestimmt am 17. d. M. in Neapel stattfinden. Verbrechens überführt wäre."( Hört! hört! rechts.) Wegen dieses geben, wo er wegen Erleichterung des Aufenthalts der Prinzessin in Die" Propaganda" ist wegen ihrer Artikel zum Fall Krupp Berichtes hat der Regierungspräsident gegen den Chefredakteur der der Metairie verhandeln wird. Die Beziehungen zwischen Giron und wegen Verlegung der Sittlichkeit" angeklagt. " Kölnischen Zeitung" Strafantrag gestellt, ebenso gegen die beiden der Prinzeffin find nach zuverlässigen Informationen nicht endEinrichtungen Vor dem Kölner Landgericht ist festgestellt worden, daß die gültig abgebrochen. des Polizei Gefängnisses allen Anforderungen Lausanne, 11. Februar. Giron ist kurz vor 2 Uhr nach Nyon entsprechen und daß die Beamten im vollen Umfange ihre abgereist, begleitet von Leopold Wölfling. Schuldigkeit gethan haben.( Hört! hört! rechts.) Die beiden Aerzte wurden wegen verleunderischer, der Redakteur wegen einfacher Beleidigung verurteilt. Hiergegen erhoben die Angeklagten Revision und verlangten Zubifligung des§ 193. Das Reichsgericht Die Papiere Crispis. Vor dem Appellationshof zu Neapel wird am 15. Februar der langjährige Streit um den litterarischen Nachlaß Crispis entschieden werden. Die Papiere des Erministers waren nach dessen Tode mit Beschlag belegt, und der Gerichtshof von Neapel hat entschieden, daß die Papiere nur von einem Vertreter der Regierung zu sichten seien. Spanien. Die Ausstandsbewegung. Aerzte. い Hus Induftrie und Handel. hob das Urteil aus diesem Grunde auch auf und verwies dic Sache an das Bonner Landgericht. Hier wurden alle Angeklagten Die Reichsbank hat heute ihren Diskont, der seit dem 4. Oktober Madrid, 11. Febritar.( V. 3.") Der Generalaus stand wegen einfacher Beleidigung verurteilt. Es ist anzuerkennen, vorigen Jahres 4 Proz. betragen hat, auf 3% Proz. herabgesezt in Reus ist beendigt, nachdem die Arbeitgeber den Neun- daß eine so vornehme Zeitung, wie die„ Kölnische Zeitung", alles und zugleich den Lombardzinsfuß von 4% auf 4 Proz. crmäßigt. In stundentag bewilligt haben. In Barcelona ist die Ausstands gethan hat, um ihren ersten Artikel ungeschehen zu machen. Der der. Sizung des Centralausschusses befürwortete nämlich der Präbelegung in Abnahme. In Vigo dauert der Ausstand der schwere Vorwurf war aber in die Welt gesetzt worden und mußte sident Dr. Koch im Gegensatz zu seinen Ausführungen in der letzten Eisenbahnbediensteten fort. In Corunna zeigt sich eine gerügt werden. Redner sucht nun eingehend nachzuweisen, daß Sizung eine Herabfebung um/ Proz., indem er geltend machte, bedenkliche Gärinig der Schmelzhüttenleute. In Cadir Dr. Schulze genau nach den Vorschriften der Strafgerichts- Ordnung daß feit, der letzten Centralausschuß- Sibung der Privatdiskont sich hatte der Ausstand gestern furchtbare Unruhen im Gefolge. behandelt jei. unter 2 Proz. ermäßigte und daß die maßgebenden Wechselkurse eine Die Schlachthäuser und Bäckereien sind geschlossen. Tausende Aus- Abg. Dr. Friedberg( natl.): Die beiden Aerzte mögen sich ja rüdgängige Bewegung eingeschlagen hätten. Auch die Inanspruch ständiger durchzogen lärmend die Straßen der Stadt, die sie einer Beleidigung schuldig gemacht haben. Der Vorredner hat aber nahe der Reichsbank sei im Rückgang begriffen. Zudem habe die stundenlang förmlich in ihrer Gewalt hatten. Die Polizisten wurden nicht klargestellt, weshalb gegen die Köln. 3tg." eingeschritten ist, schlanke Placierung von rund 40 Millionen Mark Reichsschatzvielfach über den Haufen geworfen. Zahlreiche Zusammenstöße und die doch nur einen referierenden Bericht gebracht hat.( Zustimmung anweisungen im offenen Markt den Beweis dafür erbracht, daß Verhaftungen kamen vor. Eine Ansammlung von 8000 Arbeitern links.) dafelbst ein Geldüberfluß bestehe. versuchten einen toten Arbeiter auf den Schultern durch die Stadt Das Kapitel wird bewilligt; ebenso ohne wesentliche Debatte zu tragen. Sie griffen mit Steinwürfen die Gendarmen an, die sie der test des Etats. daran verhindern wollten. Diese gaben an fünfzig Schüsse ab. Drei Arbeiter wurden verwundet, einer tödlich. Der Gouverneur ließ ein Verbot von Ansammlungen ausrufen. Truppen wurden in den Kasernen konsigniert. Cadix, 11. Februar.( B. H.) An Bord der hier im Hafen liegenden Schiffe mangelt es infolge des Bäckerstreits an Brot. Der Gouverneur drohte die Verhängung des Belagerungszustandes bei Fortdauer des Streits an. Nächste Sizung: Donnerstag 11 Uhr.( Jnterpellation Edels betreffend Aufhebung der Gerichtsferien, 2. Lesung des Justiz- Etats. Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. Budget- Kommission. Barcelona, 11. Februar.( B. H.) Die Polizei entdeckte ein geheimes Versammlungslokal der Schriftfezer. Der Gon- In der Sizung am Mittwoch wurden die noch ausstehenden ein verneur beabsichtigt die sofortige Aufhebung des Buchmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats für die Verwaltung der drucker Vereins und des Komitees des Central- Arbeiter Reich 3- Eisenbahnen unverändert angenommen. Ebenso die verbandes sowie die Verhaftung der Mitglieder des Komitees; meisten einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Etats. Geändert Testere find jedoch geflüchtet. Abgeordnetenbaus. wurden nur einige Pofitionen. Konferenz der Vorstände der deutschen Börsen. Auf Einladung des Aeltesten- Kollegiums der Kaufmannschaft hielten heute in Berlin die Vorstände der deutschen Börsen, mit Ausnahme derjenigen der Hamburger und Dresdener Börse, eine Konferenz ab, um über einige Aenderungen, bisheriger Börsenusancen sowie über die Reform der Börsengefeßgebung zu beraten. Nach Gröffnung der Versammlung durch den Stadtältesten Kaempf erhielt der Staatskommissar Dr. Hemptenmacher das Wort zu einer kurzen Begrüßungsrede, und dann referierte Bankier P. Böhme über die Frage, ob es sich empfiehlt, die Dividendenscheine der Aktien erst dann abzutrennen, wenn die Einlieferung beschlossen ist, ferner über die Berechnung von Stückzinsen. Nach längerer Debatte wurde mit 14 gegen 2 Stimmen( Stettiner und Effener Börse) beschlossen, die Dividen denscheine in Zukunft am zweiten Werktage nach Festsetzung der Dividende von den Stücken zu trennen. Vom Ablauf des Geschäftsjahres ab darf der letzte Dividendenschein bei Lieferung der Effekten eine andre Nummer tragen als die Stücke. Für die Beibehaltung der Stüczinsen wurden 11, dagegen 5 Stimmen abgegeben. Zu einer längeren Debatte kam es bezüglich der Beleuchtung der Eisenbahnzüge. Verlangt wurde allgemein, daß die Beleuchtung der Eisenbahnwagen verbessert event. die elektrische Beleuchtung ein Sum zweiten Punkt der Tagesordnung, Reform des Börsengeführt werde. Die Vertreter der Eisenbahnverwaltung teilten mit, gefeßes, hatte Bankier Arons das Referat übernommen. Gr wies daß noch fortgesetzt Versuche in dieser Beziehung gemacht auf die Schädigungen hin, die die neueste Börsengesetzgebung dem 18. Sigung vom Mittwoch, den 11. Februar, 11 Uhr. würden. Auch seien die neuen Lokomotiven start genug, Banfgeiverbe gebracht habe. Der Reichsschah habe das größte InterAm Regierungstische: Frhr. v. Hammerstein. noch unt die nötige nötige Kraft für Die zit effe, daß eine Abänderung des Börsengesezes vorgenommen werde, Beleuchtung Die zweite Beratung des Etats des Ministeriums des liefern. Bei den alten Lokomotiven werde allerdings da die Börsensteuer trotz der Erhöhung ständig zurückgegangen sei. Innern wird fortgesetzt beim Kapitel, Landgendarmerie". die Lieferung der nötigen Straft sehr schwierig sein. Auch eine über- Redner empfahl, der veranstalteten Enquete das größte Interesse Das Kapitel wird nach längerer Debatte bewilligt. mäßige Belastung des Personals in den Eisenbahnzügen sei nicht entgegenzubringen. Es sei wünschenswert, daß eine wesentliche Es folgt das Kapitel Allgemeine Ausgaben im zu befürchten. Beanstandet wurden ferner die großen lleber- Herabsehung der Steuern eintrete, insbesondere der Umsatzsteuer bei Interesse der Polizei"( darunter Titel 1: Für gefchreitungen, welche bei den Ausgaben für Kohlen gemacht worden fest verzinslichen Papieren und des Effektenstempels, da diese Steuer heime Ausgaben im Interesse der Polizei 300 000 20.). das Arbitragegeschäft völlig unterbunden habe. fcien. Gewerkschaftliches. arbeitung inländischen Materials Milzbrand- Ansteckungen sorgefommen sind. Es muß deshalb unablässig der allgemeine Desinfektionszwang gefordert werden. Auch hieran schloß sich eine längere Besprechung, die mit der Werftleitung zu dieser Sache angiebt, hervor, daß die Ausführungen Empfehlung und Annahme folgender Resolution endete: Wurms sowohl, wie die Berichte unsrer Parteipreffe in allen iveſent " Die am 11. Februar d. J. auf Einladung der Weltesten der lichen Punkten zutreffen. Die Werftleitung bestätigt, daß nach dem Kaufmannschaft zu Berlin versammelten Börsenvorstände der bisherigen, von ihr selbst gebilligten Brauch, sämtliche Arbeiter der= Betreffs der Krankenversicherung ist über die Mißstände bei deutschen Börsen sprechen auf Grund der von ihnen gemachten jenigen Abteilung, in welcher der Verunglückte beschäftigt war, an der Gemeinde- Krankenkasse zu flagen, die, um ihr Deficit herabErfahrungen die Ueberzeugung aus, daß die Steuergeseßnovellen der Beerdigung teilgenommen haben. Noch bei dem vorletzten Fall zumindern, ihre Leistungen auf das mindeste einschränkt, den Aerzten von 1894 und 1900 das folide Geschäft und die wirtschaftliche dieser Art hat sich die Werftleitung nach Verhandlung mit dem einschärft, bei Verschreibung von Medikamenten recht sparsam zu Leistungsfähigkeit der deutschen Börsen, ebenso den Verkehr mit den Arbeiterausschuß mit der Uebung des bisherigen Brauches einver- sein, möglichst billige Medikamente zu verschreiben, die Besuche nach Auslandsbörsen in hohem Maße geschädigt, in einzelnen Ziveigen standen erklärt, so daß wie die Werftleitung zugiebt auch Möglichkeit einzuschränken usw. Die Arbeiter sehen immer mehr ein, sogar vollständig vernichtet haben. Damit die Börsen ihre wirt angesichts des letzten Todesfalles die Arbeiter der Meinung waren, daß die Gemeindeversicherung in jeder Hinsicht ungenügend ist und schaftlichen Aufgaben wieder erfüllen können, ist es notwendig, so- daß alle in der betreffenden Abteilung Beschäftigten dem Sarge des es wurde wiederum beim Magistrat um Errichtung einer allwohl die Umsatzsteuer als auch den Effektenstempel erheblich herab- Verunglückten folgen könnten. Die Leitung bestand aber darauf, daß gemeinen Orts- Krankenkasse nachgesucht. zusetzen." für diesen Fall zum erstenmal mit dem seitherigen Brauch gebrochen Das Verhältnis des Sekretariats zu den Behörden habe sich Viele Behörden verkehreit wurde, und nur ein von ihr bestimmter Personenkreis an der Leichen- im allgemeinen befriedigend gestaltet. feier teilnehmen dürfe, womit die Arbeiter bekanntlich nicht einver- offiziell mit dem Sekretariat und richten Zahlungen für die Parteien standen waren. Was eigentlich die Werftleitung veranlaßt hat, direkt an dasselbe. Im Archiv sammelt sich ein außerordentlich die Arbeiter gegen deren Willen an der Ausübung einer Pflicht der reichhaltiges Material an; auch die Bibliothek wird immer umfangPictät durch einen Machtspruch zu hindern, das wird in reicher und umfaßt zur Zeit 1100 Bände. Die Zahl der Auskunftdem Rechtfertigungsversuch nicht gesagt. Rücksichten auf den suchenden, die im ersten Geschäftsjahre 6839 betrug, ist auf 17 000 ungestörten Fortgang des Betriebes tönnen es nicht gewesen sein. gestiegen. denn die Werftleitung konnte doch, um die pflichtfreuen Arbeiter zu strafen, den Betrieb durch eine fünftägige Aussperrung unterbrechen. Es wird also schon so sein, wie Genosse Wurm im Reichstage sagte: der Werftleitung ist es unangenehm, wenn durch ein zahlreiches Leichengefolge die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht wird, daß schon wieder ein Unfall mit tödlichem Ausgange auf der Werft sich ereignet hatte. Deshalb das Verbot, dem als weitere Bekundung des Herrenstandpunktes der Werftleitung die Aussperrung folgte, deren größere Ausdehnung ja durch Verhandlungen mit den Arbeitern im letzten Augenblicke erfreulicherweise verhindert worden ist. Berlin und Umgegend. Gesellen- Ausschüsse und Lehrlingsprüfungs- Kommissionen Berlins. Am Sonntag, den 15. Február, vormittags 10%, Uhr, findet im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, eine Konferenz sämtlicher Gesellen- Ausschüsse und Lehrlingsprüfungs- Kommissionen statt. Wir ersuchen um vollzähliges Erscheinen, da äußerst wichtige Angelegen heiten zur Beratung stehen. Die Kommission der Gesellen- Ausschüsse Berlins. J. A.: Otto Wels, Engel- Ufer 15. Täschner, Nieter, Sattler! In der Taschen- und Lederwaren Fabrik von Aug. Offer u. Co., Alexandrinen str. 110, find geringfügiger Differenzen wegen sämtliche dort beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ausgesperrt worden. Zuzug ist strengstens fern zu halten. Die Ortsverwaltung Berlin des deutschen Sattler- Verbandes. Achtung, Metallarbeiter! Am Mittwoch, den 11. d. M., haben fämtliche Schlosser, Dreher und Hilfsarbeiter der Firma Mewes, Kotted u. Co., Schönhauser Allee 78, wegen Accordreduzierung die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltung Berlin. Tapezierer! Bei der Firma Königsberger in Posen find die Kollegen, durch erhebliche Verschlechterungen der Arbeitsverhältnisse genötigt, in den Ausstand getreten. Da die Firma versuchen wird, von Berlin Arbeitskräfte zu erhalten, seien die Kollegen hierdurch gewarnt. Der Gauvorstand. Sociales. Das Phosphorgeseh in der Kommission. Die Reichstagskommission begann am Mittwoch die Beratung über den Gefeßentwurf zum Verbot der Phosphorzündwaren. Den schriftlichen Bericht für das Plenum wird der Abg. Zehnter( C.) erstatten. Die Debatte wird nach folgenden drei Gesichtspunkten geführt: 1. Notwendigkeit des Gesetzes. 2. Brauchbarkeit des Erfagmittels( Patent). Verfammlungen. Der Eine Bersammlung der Krankenkassen- Vorstände und Berwaltungsbeamten, einberufen vom Verbande der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften Deutschlands, tagte am Montag in den„ Arminhallen". Rechtsanwalt Roth sprach über die Befugnisse der Aufsichtsbehörde nach dem Kranken Versicherungs- Gesetz und nach der angekündigten Novelle. Redner verwies darauf, daß in den 20 Jahren seit Bestehen des Kranken- Versicherungs- Geseßes sich die Arbeiterschaft bei der Selbstverwaltung ausgezeichnet bewährt und mit großem Fleiß und Intelligenz in den Krankenkassen gewirkt hat. Trotzdem dürfe man sich nicht täuschen, daß immer noch eine starke Strömung für die Beseitigung der Selbstverwaltung vorhanden sei. Der Referent erläuterte sodann eingehend die Befugnisse, welche der Aufsichtsbehörde bisher schon nach den§§ 44, 45, 46, 58 und 34 des KrankenVersicherungs- Gefeßes eingeräumt sind und die nach den gemachten tönnen. Der§ 58 des Kranken- Versicherungs- Gesezes überträgt Erfahrungen vollständig ausreichen, um wirksam eingreifen zu der Aufsichtsbehörde auch noch richterliche Funktionen. Die Kassen müssen mit aller Schärfe darauf achten, daß eine Vermischung, die 3. Möglichkeit der Verwendung einheimischen Holzes. oftmals eintreten wird, vermieden und die Grenze zwischen dem AufAuf Antrag Wurm( Soc.) wird zunächst die zweite Frage fichtsrecht und den richterlichen Funktionen streng innegehalten wird. Zum Streit der Jungbier- Kutscher. Bewilligt haben bis jetzt behandelt. Das Patent, das vom Deutschen Reiche erworben und Das einschneidenste Mittel gegenüber den Kassen ist durch den§ 46 die Firmen Römpler- Weißensee, Bannide- Reichenberger- den Zündholzfabriken unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden gegeben, wonach die Aufsichtsbehörde unter den bestimmten Vorausstraße 56, Aust, Reichenbergerstraße 121, Saul, Frankfurter soll, wird bereits seit Jahren von der Fabrit von Miram in feßungen die ganze Verwaltung der Kasse in ihre Hände nehmen fann. Jedenfalls sind der Aufsichtsbehörde gegenwärtig schon so Allee 113, Wolfsbrauhaus, Schönhauser Allee, Brauerei Bettenhausen bei Kassel zur Herstellung der Triumph hölzer Weizenblüte( Saschke), Schönhauser Allee und Hoffmann, benutzt. Regierungsrat Sprenger giebt eine eingehende viele und bedeutende Befugnisse den Kaffen gegenüber gegeben, daß Pintschstraße. Die Brauerei Reinhardi- Rummelsburg hat ihre vor Darstellung der Zündholzfabrikation. Zu den Schwefelhölzern eine weitere Ausdehnung ihrer Befugnisse in keiner Weise gerechte zwei Tagen unterschriftlich gegebene Bewilligung gestern wieder werde Holzdraht aus einheimischem Nadelholz verwendet, für zurüdgezogen, was die dortigen Seutscher zu sofortiger Arbeitsnieder- paraffinierte Zünder ausländisches Aspenholz. legung veranlaßte. Auch ein Arbeitswilliger hat sich in den Reihen Der Kutscher gefunden, doch will dessen Weizen nicht recht blühen. Als er nämlich gestern für die Brauerei Fischer. Waldemarstraße Bier nach der Glashütte Stralau- Rummelsburg liefern wollte, waren die Glasarbeiter bereits von der Qualität dieses Kutschers unter richtet und gaben ihm kurz den Bescheid, er möge mit seinem Bier nur getrost wieder verschwinden. Interessant ist es, wie sich die Brauereibesizer um polizeilichen Schuh bemühen. Die Kutscher sind nämlich so frei, vor den Brauereien mit polizeilicher Erlaubnis Bettel an die Laufkundschaft zu verteilen, auf denen die Ursachen des Streits flargelegt sind. Natürlich ist das den Brauereibefizern unangenehm. Sie beschweren sich auf den Polizeirevieren bitter über die Zettelverteiler und fordern deren Entfernung, bis jetzt allerdings ohne den gewünschten Erfolg. D Die SchwefelholzFabrikation bedarf wenig oder gar keiner Maschinen, die Fabrikation der schwedischen Zünder sei vollständig maschinell, eine Einrichtung tofte an 80 000 Mark. Von der bisherigen Fabrikation seien zwei Fünftel Schwefelzünder, drei Fünftel schwedische. Erſtere werden besonders noch bei Arbeiten im Freien benutzt, da sie nicht so leicht ausgehen wie schwedische. Bei der neuen Masse wird roter( ungiftiger) Phosphor und chlorsaures Stali verwandt mit gewissen Zusäßen, die noch geheim gehalten werden, bis das Patent vom Reiche erworben ist. Die gefürchtete Explosionsgefahr ist bei der feuchten Mischung aus geschlossen; ein Eintrocknen bei der Fabrikation kann durch einfache Borrichtungen vermieden werden. Aber auch beim Eintrocknen fann nur Entzündung, nicht Explosion stattfinden. Proben, die in der Kommissionsfizung vorgewiesen wurden, bewiesen, daß im Handel befindliche Weißphosphorzünder A zu vermeiden. fertigt werden kann. Der Redner wendete sich sodann gegen die in der in Aussicht genommenen Novelle enthaltenen Bestimmungen bezüglich der Vorstandsmitglieder, Kassen- und Rechnungsführer, die abgesehen von ihrer Undeutlichkeit und daß sie nach Willkür ausgelegt außerhalb des Amtes als eine grobe Pflichtverleßung" gedeutet werden können, so daß schließlich auch die politische Bethätigung werden könne, überhaupt jeder vernünftigen Begründung entbehren. Jedenfalls hätten die Krankenkassen- Vorstände und Berwaltungsbeamten alle Ursache, sich gegen derartige Bestimmungen zu wehren und außerdem alle zu Gebote ſtehenden Mittel anzuwenden, um jedwede Beschränkung der durchaus gut bewährten Selbstverwaltung - Dem sehr beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine kurze Diskussion, in der auch verschiedene Fälle angeführt wurden, wonach sich die Aufsichtsbehörde nicht in den Grenzen ihrer Befugnisse gehalten und Anforderungen an Kaffenverwaltungen gestellt hat, wozu sie nicht berechtigt ist. weit explofiber find als Die Modell- und Fabriktischler wählten in ihrer letzten BranchenDer Geschäftsführer der Firma Otto Jachmann, Herr Otto die neuen Triumphzünder. Die Fabrikation ist dieselbe wie versammlung folgende Mitglieder in die Werkstatt- Kontrollkommission: Thomas, schreibt uns: Auf Grund des Preßgefeßes ersuche ich Sie um Aufnahme einer die der Schwefel- Weißphosphor Zünder. Beim Lagern verändern Desinghaus als Obmann und Stübner, Berg, Schuckert, Köppen, Berichtigung des Artikels in Nr. 30 Ihres Blattes:" Vom Maß sich die Triumphzünder nicht, wie an Proben aus dem Jahre 1898 Tarnawa und Teunert als Kommissions- Mitglieder. Explosionsgefahr sei ja bei Verarbeitung Es nachgewiefen wird. regelungsbureau der Metall- Industriellen". Spandau. Am Sonntag verteilten unsre Genossen in der Stadt ist von mir keineswegs versichert worden und brauchte auch nicht aon chlorſaurem Kali stets vorhanden, aber da dieses bei der Fabri- und ihrer nächsten Umgebung ein Flugblatt was drückt den versichert werden, daß alle Streifenden wieder anfangen könnten, wird und dort noch keine Explosionen vorkamen, sei bewiesen, daß Am Nachmittage fanden zwei stark besuchte Volts- Bersammlungen tation von schwedischen Zündern schon seit Jahrzehnten verwendet Spandauer Arbeiter", womit sie den Wahlkampf eröffneten. weil alle Stellen bereits kurz nach Ausbruch des Streits besetzt die Handhabung leicht zu regeln fei. Der einzige gefährliche Punkt statt. Im Krügerschen Saale in Tiefwverder, wo etwa 500 Personen waren. Das Aussichtslose des Weiterstreikens bewog des Fabrikationsprozesses sei, daß bei größeren Betrieben eine eiserne anwesend waren, referierte P. Litfin- Berlin unter lebhaftem deshalb Mitte Januar eine Arbeiter da Verbandsvertreter überhaupt nicht vorgelassen Mischmühle bemigt werden müsse, an deren Mündung Austrocknung Beifall. Im Teßnowschen Saale in Hakenfelde, der von etwa 600 wurden den Wunsch nach Beendigung des Streits mit der Bitte eintreten könne; dies müsse durch stetes Anfeuchten vermieden Personen bis auf den letzten Platz gefüllt war, sprach Leo werden. Die neuen Triumphhölzer lassen sich in jeder Schmidt- Berlin, oft von stürmischem Beifall unterbrochen. In auszusprechen, bei Einstellung weiterer Kräfte oder Erfah ungeeigneter bisherigen Weißphosphor- Bünderfabrik nach wenigen Stunden und beiden Versammlungen wurde eine Resolution angenommen, in der Personen vorzugsweise die früheren Arbeiter zu berücksichtigen, und obgleich hierzu vorläufig nur recht geringe Aussicht war, ließ es fich ohne technische Neueinrichtungen herstellen, nur daß bei größeren die Anwesenden sich zur Socialdemokratie als der einzigen und wahrhaften Arbeiterpartei bekennen und sich verpflichten, dafür zu sorgen, doch durch verschiedene Abgänge ermöglichen, mehr Leute vom alten Betrieben die Mischmühle erforderlich ist. Der Vertreter des Gesundheitsamts giebt zahlenmäßige Belege daß der Wahlkreis Potsdam- Spandau- Osthavelland bei der bevorPersonal unterzubringen, als ursprünglich vorausgesetzt werden konnte. Außerdem richtete ich im Interesse derjenigen, die inzwischen ander- für Entzündungs- und Explosionsgefahr und Verhalten gegen stehenden Reichstagswahl für die Socialdemokratie gewonnen werde. weitig unterkommen konnten, das Ersuchen an den Verband der Metall- Feuchtigkeit. Vergleichende Versuche ergaben für die gewöhnlichen Ein Zuwachs von circa 50 Abonnenten auf die Arbeiterpresse und Industriellen, die bisher gesperrten Leute aus der Sperre zu entlassen, weißphosphor- Schwefelhölzer als niedrigste Entzündungstemperatur ca. 25 Mitgliedern für den Wahlverein war der augenblickliche Erwelche Maßregel auch einigen zu gute gekommen ist. Ich habe 82-87 Broz., Explosion bei einer Schlagkraft von 0,06 Kilogramm folg der Versammlungen. ferner erklärt, gegen niemand mit Ausnahme von 2 Personen, welche fich durch ihr Verhalten unmöglich gemacht habenvorein genommen zu sein. " 1 * meiner " meter. Triumphzünder entzünden sich bei 170-175 Broz., explodieren bei 0,33 Kilogrammmeter Schlagkraft, Schweden entzünden sich bei Feuchtigkeit sind die Triumphhölzer so haltbar zu machen wie die Bermehrung der Stuttgarter Site im württembergischen Landtage. Gleichzeitig mit dem vorstehenden Schreiben des Herrn Thomas besten Schwefelweißphosphor- und Schwedenzünder. Der Preis der Triumphzünder ist derselbe wie der der Weißphosphorzünder; als erhalten wir folgende Buschrift: Stuttgart, 11. Februar.( W. T. B.) Kammer der Abgeordneten. Die in Nr. 30 des Vorwärts" unter der Stichmarke„ Vom das Preistreiberei- Syndikat der Fabrikanten bestanden habe, feien Bei Beratung eines socialdemokratischen Antrages auf stärkere die Schwefel- Weißphosphorzünder teurer gewesen. Vertretung der Stadt Stuttgart im württem Maßregelungsbureau der Metall- Industriellen" von uns gemachten In der Debatte wurden noch verschiedene Fragen gestellt, deren Darstellungen müssen wir nach nochmaliger genauer Untersuchung auf der Ministerpräsident v. Breitling, die Regierung erkenne die Berechtigung des AnWunsch der bei der Firma Jachmann beschäftigten Arbeiter in einem Beantwortung im vorstehenden Resumee mit enthalten ist. Die bergischen Landtage erklärte insbesondere im Hinblick auf eventuelle auf das Geschäftsführer der Kommission wünscht einstimmig unter 3uziehung trages an, Buntte berichtigen. Dies betrifft den Firma Jachmann, Herrn Thomas. Es ist nämlich fest- abrikanten der Weißphosphorzünder zu verhandeln. Staatsgestellt, daß nicht Herr Thomas daran schuld ist, daß mehrere der jefretär Graf Posadowsty hatte erklären lassen, daß dies in einer Ergebnis der Verhandlung bezüglich der Eingemeindung von für geraten, den Antrag, der die Frage der Verfassungsbei der Firma Jachmann am Streit beteiligt gewesenen Arbeiter Kommission unter amtlicher Anwesenheit der Regierungskommissare Stannstadt, Wangen und Untertürkheim; sie halte es nicht Die Kommission beschließt, zunächst eine revision aufrollt, besonders zu behandeln, sie werde gemaßregelt find, sondern die Kühnemänner, bie trotz der Für nicht angängig sei. vielmehr, sobald eine Aussicht auf Erfolg vorhanden Sprache des Herrn Thomas nicht allen Streitenden einen Arbeits- nicht- offizielle Zusammenkunft ihrer Mitglieder stattfinden zu schein ausstellen. Damit fällt der Herrn Thomas gemachte Vorwurf laſſen, hierzu einige Fabrikanten und Regierungsvertreter einzuladen fei, die Vorarbeiten zu einer Revision der ständischen Berschein ausstellen. Damit fällt der Herrn Thomas gemachte Vorwurf und daß nach dieser Zusammenkunft wieder eine offizielle Kommiffions fassung in die Hand nehmen, sie mit allen Parteien und jigung abzuhalten. Die nicht offizielle Zusammenkunft wird einigen Vertretern des andren Hauses zusammen fördern und Deutscher Metallarbeiter- Verband. Drtsverwaltung Berlin. nächsten Mittwoch, den 18. Februar, stattfinden. 194-199 Proz. und 1,5 Kilogrammmeter Schlagkraft. Gegen Letzte Nachrichten und Depeschen. des Wortbruchs. 0 bon einen Entwurf vorlegen, nachdem die Steuerreform und die Reform der Gemeinde- und Bezirksordnung erledigt seien. Nach dieser Erklärung brach die Kammer die Beratung ab, um den Fraktionen Zeit zu lassen, zu dem Antrage Stellung zu nehmen. Entgleift. Die Berliner Filiale der Vereinigung der Maler usw. hat bei der am Dienstag vollzogenen Delegiertenwahl der Orts- Krankenkasse Das Arbeiterfekretariat Nürnberg hat jetzt sein achtes Betriebseinen beachtenswerten Erfolg errungen. Die Wahl, welche statuten- jahr hinter sich. Der Jahresbericht, den aus diesem Anlaß die mäßig bereits im November vorigen Jahres stattgefunden hat, ist Sekretäre in der Jahresversammlung am Dienstag erstatteten, ließ damals beanstandet und von der Aufsichtsbehörde als ungültig er wieder einen Blick thun in die reiche Fülle socialpolitischer Beflärt worden. Aus diesem Grunde wurde am Dienstag die Wahl obachtungen, die die Sekretäre bei ihrer Thätigkeit machen können nochmals vorgenommen. Während in früheren Jahren diese Wahlen und die ein werivolles Material für die Gesetzgebung bilden. So Langenfelbold, 11. Februar.( W. T. B.) Amtliche Meldung. Bei unter sehr schwacher Beteiligung und ohne jede Opposition zustande wurden hinsichtlich der Bekanntmachung über die Ruhezeiten im Durchfahrt des D- Zuges 6 Berlin- Frankfurt heute 3 Uhr 53 Min. tamen, boten die Wahlen am Dienstag ein lebhaft bewegtes Bild. Gastwirtsgelverbe die Erfahrung gemacht, daß das Personal oftmals nachmittags find fünf Wagen im Bahnhof Langenfelbold entgleist. Die Beteiligung seitens der Kassenmitglieder war eine ungewöhnlich erklärt, daß es die vorgeschriebenen Ruhepaufen nicht wolle, und Reisende find nicht verletzt. Das Geleise Bebra- Frankfurt ist im starke, und das kam daher, daß diesmal zwei Kandidatenlisten auf der Unternehmer versicherte, daß er selbst wiederholt vergeblich auf Bahnhofe voraussichtlich zwölf Stunden gesperrt. Betrieb ist nicht gestellt waren. Es kann also sozusagen von einem Wahlt ampf Einhaltung der Vorschriften gedrungen habe. Diese eigentümliche gestört. Die Untersuchung ist eingeleitet. gesprochen werden. Die Vereinigung( Verband) der Maler hatte Erscheinung beruht darauf, daß das Personal fürchtet, wenn es die eine eigne Liste aufgestellt, der eine andre Liste gegenüberstand, die Ruhepausen einhält, durch Aushilfspersonal, für das die Vorschriften Zum Tode verurteilt. von den in den größeren Geschäften arbeitenden, meist unternehmer nicht gelten, verdrängt zu werden, außerdem gehen ihm während Stolp i. Pom., 11. Februar.( W. T. B.) Der Arbeiter Bentin, freundlichen Gehilfen aufgestellt war, die auch bisher den größten der Bausen die Trinkgelder verloren, auf die das Hotelpersonal an- welcher im Oftober v. J. in einem Gehöft bei Daberkow zwei Frauen Einfluß in der Vertretung der Kasse ausübten. Diese Gegenfäße gewiesen ist. hatten sich übrigens schon bei den Wahlen im November bemerkbar Zahlreich sind die Uebertretungen in Bezug auf den Schutz der und drei Kinder erschlagen hat, wurde heute vom Schwurgericht gemacht. Die Wahl am Dienstag endete mit einem Siege des Ver- Bäckerei- Arbeiter, nicht minder häufig wird geflagt über Un- egen fünffachen Mordes für jeden Foll zum Tode wegen Diebbandes, dessen Kandidaten mit einer Mehrheit von etwa 30 Stimmen reinlichkeiten im Betriebe; es ist jedoch schwierig, den Beweis hierfür ſtahls zu fünf Fahren Zuchthans verurteilt. gewählt wurden. Deutfches Reich. zu liefern, da die Gefellen und Lehrlinge in Gegenwart des Meisters Giron. oft die von ihnen vorher selbst angegebenen Mißstände verschweigen. Genf, 11. Februar.( Meldung der Schweizerischen Depeschen Die Leitung des Vulkan" in Vegesack macht in der Allgem. Die Vorschriften über den Lehrlingsschutz scheinen von den BäckerSchiffahrts- Zeitung" den Versuch, die rücksichtslose Aussperrung der meistern gänzlich ignoriert zu werden. Als unzulänglich hat sich auch Agentur.) Giron, welcher in Lausanne mit Leopold Wölfling zu= Arbeiter, welche der Beerdigung eines im Betriebe berunglückten der Schutz der Bürsten- und Pinselarbeiter gegen die Milzsammentraf, tam heute nachmittag in Genf an, um von dem AusKameraden beiwohnten, zu rechtfertigen". Den Anlaß zu diesem brand Gefahr erwiesen. Es fehlt besonders an einem Verbot, gange des Dresdener Cheprozesses Kenntnis zu erhalten. Da er sie Rechtfertigungsversuch bietet die Besprechung des Falles durch unfren Material, bevor es desinfiziert ist, an Heimarbeiter abzugeben. nicht erhalten konnte, reiste er abends über Lausanne wieder nach Genossen Wurm im Reichstage. Die Werftleitung behauptet zwar, Ein großer Mangel ist es, daß nur das ausländische Rohmaterial Brüssel ab. Giron war nicht im Sanatorium La Metairie und die Darstellung Wurms sei unrichtig, aber doch geht aus dem, was die dem Desinfektionszivang unterliegt, nachdem auch schon bei Ber- wird nicht dorthin gehen. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drucku. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u.Unterhaltungsblatt Nr. 36. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 12. februar 1903. 256. Sigung. Mittwoch, den 11. Februar 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf v. Posadowsky. Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß der verstorbene Staatsminister Dr. v. Delbrück der Bibliothek des Reichstages eine Reihe tvertboller Bücher vermacht habe. Die zweite Beratung des Etats wird beim Etat des Reichsamtes des Innern fortgesetzt. Abg. Hoch( Soc.): 11 Der Arbeiter des Herrn v. Heyl selbst erzählt haben, sie dürften Herr Trimborn hat mit besonderer Genugthuung auf die sich nicht organisieren, und sie baten mich, wenigstens im Witwen und Waisenversorgung hingewiesen. ersten Jahre nicht davon zu sprechen, es könnte sonst durch Schatzsekretär hat uns aber gesagt, daß nur die Hälfte der hierfür Spigel festgestellt werden, wer von ihnen in der erforderlichen Summmen beschafft werden kann; mehr aufVersammlung gewesen sei.( hört! hört! bei den Social- zubringen erlauben die Ausgaben für Heer und Marine nicht. Mit demokraten.) Ich kann mich auf die Wormser Volkszeitung", das der angeblichen„ festen Grundlage" dieser Versicherung ist es dortige Lokalblatt, berufen( Buruf des Abg. Frhrn. v. Heyl)-nein, also sehr schlecht bestellt. Diese Versicherung" ist geradezu es ist kein socialdemokratisches Blatt, ich behaupte, eine Verhöhnung der Witten- und Waisenversorgung, eine daß sie das nur wider besseres Wissen sagen fönnen, Versorgung für die Schwindsucht und den frühzeitigen Tod! jedenfalls ist es eine objektive unwahrheit also die Wormser Außerdem foll ja nicht jede Witwe Unterstützung er= Volkszeitung" hat auf Grund ihrer lokalen Kenntnis erhalten, sondern mur die erwerbsunfähige. Herr Trimborn flären müssen, daß die Verhältnisse in Worms genau so liegen, hat auch in seinem Eifer vergessen, was er selbst in der Komwie ich fie dargestellt habe. Herr v. Heyl hat bis jetzt noch keine mission gesagt hat:" Durch eine solche Versorgung würde der WirDas Wort meines Freundes Wurm: zwischen Besitzenden und Gelegenheit genommen, sich dagegen zu wehren.( Abg. v. Heyl ruft: kung der durch den Zolltarif herbeigeführten Preissteigerungen eine Besitzlosen giebt es nur Kampf, hat vielen Widerspruch gefunden. Shundblatt!) Nun, über den Begriff Schundblätter wollen wir gewisse Schärfe genommen." Das Centrum wollte eben mit dieser Wer auch heute noch aus seinen Träumen von der Harmonie zwischen uns nicht streiten. Versicherung der Erbitterung der katholischen Arbeiter entgegenKapital und Arbeit nicht aufgewacht ist, wie besonders Herr Dr. Mehrere Redner haben behauptet, daß es der Socialdemokratie arbeiten, und deshalb kommt es jetzt auch mit diesen socialpolitischen Crüger, der ist allerdings dem ewigen Schlafe verfallen.( Sehr gar nicht bedürfe, um zu socialpolitischen Fortschritten zu gelangen, Anträgen. richtig! bei den Socialdemokraten.) Herr Crüger führte als Beweis und sich dabei auf den kaiserlichen Erlaß von 1881 und die Februar- Den Vorschlag der Abgg. b. Hehl und Trimborn, daß jugendfür seinen Standpunkt die Thatsache an, daß gerade Wurm nicht Arbeiter, Erlasse berufen. Im Erlaß von 1881 ist aber ausdrücklich lichen Arbeitern und Arbeiterinnen teine Arbeit nach Hause mitalso nicht Klaſſengenosse sei. Zu allen Zeiten hat es aber Leute gegeben, die gesagt, daß er provoziert worden ist durch die Socialdemokratie. gegeben werden dürfe, haben wir früher gemacht, aber damals einsahen, daß die Befreiung der unterdrückten Klassen zugleich im Es heißt darin, man müsse die bestehenden Mißfekte das Centrum ihm Widerstand entgegen. Am charakteristischten Interesse des allgemeinen Fortschritts liege und die Charakter genug stände beseitigen, nicht nur durch Depression ist die Haltung des Centrums zur Frauenarbeit. Am 22. Januar 1898, besaßen, sich auf die Seite der Unterdrückten zu stellen, trotzdem sie der socialdemokratischen Tendenzen, sondern auch durch also in derselben Situation vor der Wahl wie jetzt, als dem Centrum nicht direkt zu ihnen gehörten. Weiter hat Herr Crüger den positive Mitarbeit an socialen Reformen.( Buruf rechts: wieder einmal das Feuer auf den Fingern brannte, hat das Centrum Gewerkschaften gedroht, wenn fie Kampforganisa- Logit!) Sie haben noch eine ganz andre Logit entwickelt. Kehren eine Enquete über die Arbeitszeit der verheirateten Frauen( nicht tionen feien, würde er ihnen nicht die Rechte gewähren Sie doch vor Ihrer eignen Thür. Selbst Redner vom Centrum aller Frauen) beantragt. Ich habe schon den Argwohn gehabt, daß können, die sie verlangen. Nun verlangen aber die Gewerk- haben zugeben müssen, daß die Forderungen der kaiser- man hier wieder versuchen werde, Quertreibereien zu machen und schaften für ihre Organisationen nur diejenigen Rechte, welche lichen Erlasse noch nicht einmal verwirklicht die Sache auf die lange Bank zu schieben. Diese Bedenken habe ich die Unternehmer für ihre Verbände, die auch Kampforganisationen worden sind. Das Großlapital ist mächtiger und hat die Be- am 14. Januar 1901 hier vorgetragen. Im folgenden Jahre, am find, besitzen. Die Haltung des Herrn Crüger beweist also mur, wie strebungen dieser Erlasse zu Schanden gemacht. In Wirklichkeit ist 8. Januar 1902, als Dr. Südekum wieder ähnliche Befürchtungen wenig es den Herrn Freifsinnigen mit dem Grundsatz Gleiches Recht einzig und allein durch den Druck der Socialdemokratie für den äußerte, ist das Centrum wieder einmal den Arbeitern für alle" ernst ist. Freilich, Herr Crüger übt ja hier nur dieselbe Tattit, Arbeiterschutz etwas erreicht worden. Zeigen Sie mir doch die in den Rücken gefallen, indem sein Redner äußerte, die wie in Kreuznach den angeblich socialdemokratischen Genossenschaften jenige Bestimmung der Gewerbe- Ordnung, die nicht Beit der Krise erlaube teine materiellen gegenüber. Die Gewerkschaften aber werden sich nicht schrecken lassen von auf unsre Anregung hineingekommen ist. Herr Trimborm hat Bugeständnisse an die Arbeiterinnen. Warum beDen freisinnigen Drohungen, sie werden ruhig ihre Ziele auf Besserung sich sehr zurück halten gezeigt gegenüber der einzigen gnügen Sie sich mit einer Resolution, bringen Sie dou, Initiativ der Arbeitsbedingungen fortsetzen. Graf Posadowsky fuchte es als Bestimmung, die gegen unsern Widerspruch auf die Ini- anträge ein, wir sind sofort damit einverstanden, daß unwahr zu erweisen, daß immer größere Volksschichten in das tiative des Centrums in die Gewerbe Ordnung diese Anträge noch vor den Wahlen Gesetz werden. Jedenfalls Proletariat versinken. Er suchte vielmehr ein Steigen aus dem gekommen ist, wonach durch Drtsstatut festgesetzt werden erwarte ich mit Bestimmtheit, daß die Krankenkassen- Novelle, die Arbeiterstand in den Mittelstand nachzuweisen. Der Wittelstand be- kann, daß der Arbeitslohn minderjähriger Kinder den Eltern einen großen Fortschritt bedeuten würde, noch vor den Wahlen erfindet sich allerdings in einer Umbildung. Was versteht aber Graf ausgezahlt werden muß. Hier, wo Sie( zum Centrum) ledigt wird. Was die Herabsetzung der Arbeitszeit anlangt, so ist ja Bojadowsky darunter? Die allgemeine Auffassung geht doch dahin, ein einziges Mal selbständige Arbeit geleistet haben, sind Sie die Hauptsache die Einführung eines allgemeinen Magimalarbeitstages. daß die Zugehörigkeit zum Mittelstande nicht von einer bestimmten vollständig gescheitert. Diese Bestimmung hat geradezu So lange aber dieser nicht eingeführt ist, muß die Arbeitszeit Höhe des Einkommens, sondern von einer bestimmten Stellung im torrumpierend auf das Kindergemüt gewirkt. Sie hat zu wenigstens in den Betrieben, die besonders gesundheitsschädlich sind, wirtschaftlichen Leben abhängig ist. Den kleinen selbständigen Hand- Fälschungen der Zahl geführt und die Kinder angetrieben, fich der verkürzt werden. In dieser Beziehung möchte ich den Herrn Staatswertern und Kaufleuten wird durch die kapitalistische Entwicklung die elterlichen Autorität zu entziehen. Dabei haben Sie( zum Centrum) sekretär auf die Verhältnisse der Gold- und SilberGrundlage unter den Füßen weggezogen, so daß der Mittelstand mit ganz vergessen, eine Strafbestimmung für diejenigen Unternehmer arbeiter aufmerksam machen. Es ist festgestellt, daß unter diesen der Zeit vollständig ausscheidet, vernichtet wird. Nicht die Social- einzusetzen, die sich der Befolgung dieser Vorschrift entziehen. Alle Arbeitern sich eine auffallend große Zahl von Lungenkranken findet. demokratie, wie Dr. Dertel meinte, sondern das Groß- andren Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung sind zurückzuführen Die Krankenkasse und der Fachverein der Gold- und Silberarbeiter kapital hat den Mittelstand auf den Aussterbe- Etat gebracht, auf socialdemokratische Anregungen, obwohl sie teilweise durch in Hanau haben sich verschiedentlich an den Gewerbe- Inspektor in wir haben nur früher als alle anderen auf diese mit Verschlechterungsanträge der Mehrheit verballhornisiert sind. Fulda gewandt, er möge fie bei Ausarbeitung einer Naturnotwendigkeit sich vollziehende Entwicklung in ifrem Jetzt, furz vor den Wahlen, kommen Sie( zum Centrum) mum Statistik über die Gesundheitsverhältnisse der Gold- und SilberProgramm hingewiesen. Wir machen dem Mittelstand nicht, wie die mit einem Mal mit einer Reihe arbeiterfreundlicher Anträge. arbeiter unterstützen. Sie wurden abschlägig beschieden Mittelstandsretter, blauen Dunst vor. Charakteristisch für die Art, Ich habe zu meinem großen Bedauern gehört, daß die Debatte über und in dem Bericht des Gewerbe- Inspektors findet sich wie bei uns Socialpolitik getrieben wird, ist es, daß Staatssekretär das Reichsamt des Innern abgekürzt werden soll.( Hört! von diesen Vorgängen kein Wort.( Hört! hört! bei den SocialGraf Posadowsky, froßdem er hier genau derselben hört! bei den Socialdemokraten.) Ich weiß nicht, ob es wahr ist, demokraten.) Hier zeigt sich, ein wie wenig zuverlässiges Bild die Ansicht ist wie wir, trotzdem durch allerhand kleine aber ich würde es sehr bedauern, ich hatte gehofft, daß die Debatte Gewerbe- Inspektions- Berichte thatsächlich liefern. Der Herr StaatsMittel, wie den Befähigungsnachweis, 3wangs noch einige Wochen weitergehen sollte und daß das Centrum sekretär fagte gegenüber meinem Freunde Wurm, wenn die Beinnungen usw. den Mittelstand zu erhalten sucht. Diese tagtäglich noch mit ein paar solchen Anträgen sigenden sich gleichgültig gegen die Besizlosen verhielten und nur Mittel haben den Hoffnungen der Handwerker und Kaufleute käme, um zu zeigen, welch' gutes Herz es hat. Ich traue aber ihre Interessen vertreten, dann würde unsre Gesellschaft in zwei in keiner Weise entsprochen und nicht entsprechen fönnen. Ihrer( zum Centrum) Arbeiterfreundlichkeit nicht im geringsten, ich lassen geteilt sein. Ist es denn nicht in der That so? Beim Wie wenig der Befähigungsnachweis Mißstände verhindern kann, sehe darin nichts als Wahlmanöver! Wenn Sie so viele arbeiter- Bollwucher find die Mitglieder der Herrschenden Klassen ganz zeigt der eben jetzt in Berlin sich abspielende Kurpfuscher freundliche Wünsche auf dem Herzen haben, weshalb kommen schonungslos vorgegangen, sie haben gegen Gesetz und Ordnung ge Prozeß. Trozdem die Apotheker den Befähigungsnachweis und Sie damit erst so furz vor den Wahlen zum Vorschein? handelt, nur um ihren Profit zu vermehren... besondere Privilegien haben, entstehen so schlimme Mißstände!( Sehr richtig! richtig! bei den Socialdemokraten.) Herr Trimborn Vicepräsident Büsing: Ich darf wohl annehmen, daß Sie nur Vielfach scheint äußerlich noch ein Mittelstand zu bestehen, wo er in wird mir antworten, ähnliche Anträge seien auch schon früher von von Mitgliedern außerhalb dieses Hauses sprechen. Wirklichkeit nicht mehr eriſtiert. So scheinen viele kleine feiner Partei gestellt worden. Ja, Herr Trimborn, wir stehen auch Baumeister noch selbständige Unternehmer zu sein; nicht zum erstenmal vor den Wahlen!( Sehr gut! bei den Social- Abg. Hoch: Nein, von Mitgliedern dieses Hauses! fie fönnen fich aber nur halten durch Ueber demokraten.) Es ist die Furcht vor den Wahlen, die Sie( zum Vicepräsident Büsing: Dann rufe ich Sie wegen Ihrer Ausdrucksnahme bon Teilarbeit bei großen Bauten. Centrum) zu solchen Scheinmanövern treibt! Sie fagen, Sie weise zur Ordnung. Der Herr Staatssekretär fagt, er erkenne vollständig die Beseien leider nicht die ausschlaggebende Partei, sonst hätten Sie noch Abg. Hoch( fortfahrend): deutung der Gewerkschaften an. Um so wunder mehr erreicht. Aber als der Brotwucher auf dem Spiele barer ist es, daß bei dieser so wichtigen Frage, die Arbeiter- stand, da haben Sie bewiesen, daß Sie doch die ausschlaggebende handen annahm, besteht in der That. Das muß Erbitterung erregen. Der Zustand, wie ihn der Herr Staatssekretär als nicht vororganisationen überhaupt nicht gefragt sind. Der Herr Staats- Bartei sind, da haben Sie den Zolltarif wider Recht und Gerechtig- Wir werden uns bemühen, mit allen Kräften die Arbeiter aufsekretär hat den Mittelstand auch auf die Genossenschaftsbildung ver- keit hier durchgedrückt und die Minderheit vergewaltigt.( Rebhafte zuklären, und ich hoffe, daß Sie bei den nächsten Wahlen die wiesen. Mir persönlich erscheint es sehr zweifelhaft, ob der kleine Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Nur wenn es sich um den Mann durch Genossenschaften wird gerettet werden können, so sehr Arbeiterschuk handelt, da werden Sie auf einmal ganz unich sonst den Wert der Genossenschaften anerkenne. Damit, daß sich fähig, etwas durchzufezen! Herr Trimborn hat trotzdem ein neuer Mittelstand bildet, hat der Herr Staatssekretär in gewissem die Socialpolitik des Centrums überschwänglich verherrlicht. Durch Sinne recht, aber auch alle diese Leute sind vom Großkapital feine ganze Rede ging die Ansicht: Wie haben wir es doch so Herr Raab hat gestern die Frage der Schiffsladelinie abhängig, sie können jeden Tag auf die Straße geworfen werden herrlich weit gebracht!" angeregt. Ich kann ihm die Mitteilung machen und thue das gern, wie andre Arbeiter auch, gehören also thatsächlich zum Proletariat. Es wird so viel Wesens gemacht von den Berbesserungen der um zu zeigen, daß die See- Berufsgenossenschaft fortgesetzt bemüht Auch sie werden allmählich einsehen, daß die Befreiung der Arbeiterversicherungs- Geseze. All diese Verbesserungen ist, die Verhältnisse der Schiffer zu verbessern, daß die SeeArbeiterklasse vom Joch des Kapitalismus durchaus in ihrem haben wir aber von vornherein vorgeschlagen, und weil sie abgelehnt Berufsgenossenschaft eine Verordnung betreffend Intereffe liegt. wurden, haben wir gegen die Geseze gestimmt. Warum ist denn die Schiffsladelinie ausgearbeitet hat. Sie liegt dem Der Herr Staatssekretär glaubte eine Besserung der die Verbesserung der Invalidenversicherung gekommen? Weil die Reichs- Versicherungsamt vor und wird auf der nächsten GeneralEinkommensverhältnisse aus der Einkommen ostpreußischen Versicherungsanstalten infolge ihrer verkehrten versammlung der See- Berufsgenossenschaft im Mai dieses Jahres steuer Statistit nachweisen zu können. Wenn wir Organisation vor dem Bankerott standen. Ein Beweis, wie die Gegenstand der Beschlußfassung sein. Ich hoffe, daß diese Frage auf die Steigerung der Unfälle hinweisen, so behauptet man stets: Arbeiter jahrzehntelang arbeiten müssen, um nur die geringste dann eine gründliche und befriedigende Lösung finden wird. es werden jetzt viel mehr Fälle zur Anzeige gebracht. Verbesserung zu erringen, beweisen die Verhältnisse im Bauarbeiter- Abg. Jäger hat gestern den Wunsch ausgesprochen, daß dem Genau so liegt es hier: von Jahr zu Jahr werden schuß, die ich von hier Jahr für Jahr beleuchtet habe. Die Reichstag bei seinem nächsten Zusammentritt eine Dentschrift immer weitere Kreise der Arbeiter zur Besteuerung heran- Parteien haben jahrelang dazu geschwiegen, bis zum vorigen Jahre, vorgelegt werden möchte darüber, was in allen Einzelstaaten gezogen. Die Einkommensteuer Statistit betveist also für wo endlich das Centrum, gedrängt von unsrer zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse geschehen ist. Die Behauptung des Grafen Posadowsky nichts. ständigen Bearbeitung, den Mund den Mund aufgethan Wenngleich das vom Abg. Dr. Jäger über die Wohnungsverhältnisse Wo ein Mehrverdienst der Arbeiter sich ergeben hat, rührt er nicht von hat. Die Baukontrolle ist noch heute vollständig ungenügend. geschriebene Buch außerordentlich gründlich ist und fast das gesamte einer Erhöhung des Arbeitslohnes, sondern von der Ueberarbeit Der Herr Staatssekretär hat die Bauarbeiter seiner Zeit auf die Material in sich vereinigt, so bin ich doch gern bereit, dem Hause her, die die Leute gemacht haben. Die leberarbeit aber geschieht Berufsgenossenschaften vertröstet. Bei der Reform der Unfall- bei seinem nächsten Zusammentritt eine derartige Denkschrift vorauf Kosten der Gesundheit und der Erwerbsfähigkeit der Arbeiter. versicherungsgeseze hat er dahin gewirkt, daß gewisse Verschärfungen zulegen.( Beifall.) Ich habe mich gefreut, daß auch Dr. Jäger Trotz dieser Ueberarbeit ergiebt sich nur ein ganz minimaler der Bestimmungen, die sich auf die Ueberwachung der Betriebe be- anerkannt hat, daß der beste Weg, um billige Wohnungen Mehrverdienst, der noch nicht einmal so hoch war wie die ziehen, in das Gesetz kämen. Vor zwei Jahren fagte er, das Reichs- für die unbemittelte Bevölkerungsklasse zu schaffen, in dem Steigerung der Lebensmittelpreise, was ich zum Beispiel für amt des Innern habe Fühlung genommen mit den Unternehmer- Ausbau des Erbbaurechtes liegt. Die Kommunen werden die Jahre 1891-1900 berechnet habe. Bu berücksichtigen ist freisen, und es sei zu erwarten, daß auf dem Gebiete des Bau- gut thun, sich in der Nähe der Städte Grund und auch, daß auf die gute eine schlechte Geschäftszeit arbeiterschußes etwas mehr geschehen werde als bisher. Kollege Boden zu sichern, so lange die Preise noch zu folgt und daß der Mehrverdienst dann aufgezehrt wird Pauli fürchtete ja damals im Gegensatz zu ihm, es erschwingen sind, um dort auf dem Wege der Genossendurch die eintretende Einschränkung der Arbeit. Dabei ist sei schon viel zu viel Kontrolle auf den Bauten vorhanden. schaftsbildung für die ärmeren Bevölkerungsklassen Wohnungen zu von großer Bedeutung, daß in der jetzigen Zeit der Krise meist ge- Leider ist von diesen viel gerühmten Verbesserungen sehr wenig zu errichten. Auf andre Weise ist es geradezu unmöglich, den fernte Arbeiter auf das Pflaster gesetzt sind, während die Zahl der merken. Die 3 ahl der Bauinspektoren hat sich nur sehr Arbeitern noch billige Wohnstätten in der Nähe ihrer Arbeitsstätten Arbeiter und Arbeiterinnen zugenommen hat. Das wenig vermehrt. Auf die einzelnen Beamten fommen noch zu schaffen. tätigt a auch die Statistik der Gewerkschaften. immer viele hundert Betriebe. In der Hessen- Nassauischen Bau- Daß eine große Anzahl von Personen aus dem ArbeiterEine in den letzten Tagen vorgenommene Zählung der Arbeitslosen gewerks- Berufsgenossenschaft hat ein Arbeiter 14 345 Betriebe zu stand in die Klassen übertritt, deren Einkommen dem des in Frankfurt a. M. hat die Zahl von 3368 männlichen und weib- kontrollieren. Selbstverständlich kann er nur einen ganz ver- Mittelstandes entspricht, beweist die Statistit, z. B. die der lichen Arbeitslosen ergeben, von denen 1988, d. h. drei Fünftel schwindend kleinen Teil derselben aufsuchen. Alle Unfall- Bergbauverwaltung für Oberschlesien. Dort betrug das Durchgelernte, dagegen nur zwei Fünftel ungelernte verhütungs- Vorschriften sind vollständig wertlos, schnitts- Ginkommen eines Bergarbeiters 1880 560 m., im Jahre 1899 wenn nicht die genügende Kontrolle vorhanden 801 M. Die socialdemokratischen Redner haben wieder die FortEin viel größerer Teil der Arbeiter arbeitet auch mit verist. Eine Steigerung der Unfälle ist auch jetzt wieder zu ver- schritte der Socialpolitik im letzten Jahre als ganz ungenügend hinminderter Arbeitszeit und demgemäß verringerten zeichnen, trotzdem wir uns nicht mehr in der Zeit der aufsteigenden gestellt. Ich rühme mich nicht gern dieser Fortschritte, aber die Löhnen. Dabei sind die Lebensmittelpreise gestiegen, Sonjunktur befinden, sondern in der Zeit des wirtschaftlichen Nieder- Gesetzsammlung erweist doch, daß in Wirklichkeit viel mehr geschehen die wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter sind also direkt zurück- gangs. Der Herr Staatssekretär ist verpflichtet, die Versuche, die ist. Man hat sich auch beklagt darüber, daß die Ausarbeitung gegangen infolge der Krise. Im Gegensatz zum Herrn Staats- auf dem Gebiete der Baukontrolle gemacht werden, mit der größten derkrankenversicherungs- Novelle sehr viel Zeit erfordere. sekretär muß ich also behaupten, daß der Gegensatz zwischen Besitz- Aufmerksamkeit zu verfolgen. In München hat man mit der Ich bin sehr froh, daß es so weit gekommen ist, daß dieses Gesetz losen und Besigenden nicht kleiner, sondern immer größer wird. Heranziehung von Arbeiterkontrolleuren die besten Erfahrungen dem Bundesrat vorliegt. Die Auffassungen darüber waren sehr verHerr v. Heyl meinte, um den Arbeitern zu ihrem Recht zu ver- gemacht. Bei dieser Gelegenheit mache ich den Herrn Staats- schieden. Die Kunst des Gesetzgebers besteht darin, sich die Zuhelfen, bedürfe es der Socialdemokratie nicht, viele Unternehmer fekretär darauf aufmerksam, daß in einigen Wochen hier in Berlin ſtimmung aller geseßgebenden Faktoren zu sichern. Ich betrachte es bewilligten die Forderungen der Arbeiter ganz von selbst. Wie steht der zweite Kongreß der Bauarbeiter stattfinden wird, auf dem Bau- als einen nicht leichten Erfolg, daß dies Gesetz voraussichtlich in es denn mit dem wichtigsten Recht der Arbeiter, dem arbeiter aus allen Teilen des Landes durch freigewählte Vertreter aller nächster Zeit von den verbündeten RegieKoalitionsrecht, in der Gegend des Herrn Frhr. v. Hehl selbst? ihre Wünsche und Forderungen aussprechen lassen werden. Auf dem rungen erledigt werden wird. Als ich seiner Zeit auf Grund von Mitteilungen von Arbeitern Kongreß vor 5 Jahren war das Reichsamt des Innern nicht des Herrn Freiherrn v. Heyl behauptete, seine Arbeiter vertreten. Ich erivarte, daß nach dem Vorgange des Gewerkschaftsdürften sich nicht organisieren, meinte Herr v. Heyl, seine tongresses nun die Regierung auch zu diesem Kongreß Vertreter Arbeiter hätten es so gut, daß sie gar nicht das Be entsenden wird. Jch lege Wert darauf, daß die Regierung erfährt, dürfnis fühlten, sich zusammenzuschließen. Ich kann fonstatieren, daß das, was wir vortragen, nur der Widerhall dessen ist, was die daß mir bei Gelegenheit einer Bersammlung in Worms Arbeiter selbst verlangen. Arbeiter waren. 0 Früchte dieser Aufklärung sehen werden.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Staatssekretär Graf Pofadowsky: Was die Verkürzung der weiblichen Arbeitszeit anlangt, so habe ich früher offen ausgesprochen, alle Gesichtspunkte, die für die Beschäftigung verheirateter Frauen gelten, auch für die Mädchen gelten. Deswegen waren feine neuen Erhebungen nötig, sondern beswegen, weil die Frage der Verkürzung der weiblichen Arbeitszeit außerordentlich tief einschneidet in unsre Industrie, weil sie zum Teil zusammenhängt mit der männlichen Arbeitszeit und weil man, die Arbeiterversicherung mit 5 100 000 M. noch freiwillig dazu gezahlt " Aus dem Vortrage des Abg. Schrader( frs. Bg.): ehe man hier etwas dekretiert, selbstverständlich sowohl Arbeiter wie 22,6 Millionen.( Hört! hört! rechts.) Ist das Ausplünderung der Der überraschende Antrag des Centrums auf einen regelmäßigen Arbeitgeber hören muß. Die Berichte der Gewerbe- Inspektoren Arbeiter? Dafür sollte man doch Anerkennung haben und nicht Maximal- Arbeitstag von 10 Stunden widerspricht der früheren werden vom Reichsamt des Innern so abgedruckt, wie Worte des Hohns und des Tadels.( Nuf rechts: Wo ist Herr Wurm?) Haltung des Centrums und kommt in einem Augenblicke, wo seine fie uns von einzelnen Regierungen geliefert werden. Ach, Herr Wurm hat schließlich nichts weiter gethan, als die gehäffigen gründliche Beratung unmöglich ist. Wenn die Antragsteller ihren Mir ist auch keine Regierung bekannt, die die Inspektoren beeinflußt Artikel des Vorwärts" hier wiedergegeben. Shn trifft schließlich nicht Antrag begründet haben, werden wir unsre Bedenken gegen den tief einhätte. die Schuld. Was schwarz auf weiß gedruckt steht, gilt ja für viele als schneidenden Antrag geltend machen. Ich stehe auch heute noch auf dem früher von mir dargelegten Wahrheit. Weiter habe ich hier die Zusammenstellung, in der die Preise Abg. Paasche ging hervor, wie großartig die Kruppschen WohlfahrtsStandpunkt, daß seitens der Reichsverwaltung keine Beamten der Lebensmittel der Kruppschen Konſumanſtalten verglichen sind mit einrichtungen sind. Bedenklich ist nur, daß der Arbeiter beim Ausin solche Arbeiterversammlungen als Zuhörer den Löhnen. Daraus geht hervor, daß der Preis für Schwarzbrot scheiden aus der Firma seine Beiträge nicht zurückerhält. Dadurch geschickt werden, in denen durch die äußerliche seit 1871 von 18 Pf. pro Kilo im Laufe der Jahre auf 12 Pf. ge- wird die Lage des Arbeiters äußerst abhängig.( Sehr richtig! bei Dekoration des Raumes ihr monarchifches Gefühl verletzt werden sunken ist. Ist das Brotverteuerung? Für Weizenmehl ist der den Socialdemokraten.) Ich will der Firma daraus keinen Vorfaun. Sie können nicht verlangen, daß kaiserliche oder königliche Preis von 38 Pf. auf 24 Pf. gesunken, trotz der Wucherzölle! Der wurf machen. Diese Einrichtung entspricht früheren Gewohnheiten, ich oder fürstliche Beamte Kongressen beiwohnen, bei denen die äußeren Vorwärts" freilich sagt, das sei keine Wohlthätigkeitsanstalt; die rate aber der Firma Krupp, die Einrichtung des Zwangs bald zu Zeichen eine andre Staatsform verherrlichen. Das wird auch in Firma Krupp lasse sich die Ware ganz genau bezahlen. Die Löhne beseitigen. Redner wendet sich der Arbeiterwohnungsfrage zu und Zukunft nie geschehen. Beim Stuttgarter Gewerkschafts- sind in dieser Zeit von 3 M. zunächst gestiegen auf 3,90 M. zur empfiehlt den Antrag des Abg. Jäger. Nicht allzuviel haben bisher tongreß waren die Dekorationen nicht geeignet, Zeit der Hochkonjunktur 1875, dann zur Zeit der Aufhebung der das Reich und Preußen für die Wohnungsfrage gethan. Es ist zu das monarchische Gefühl der Abgesandten in irgend einer Eisenzölle unter 3 M. herabgegangen und dann fortwährend ge- begrüßen, daß das Reich auch die Thätigkeit der BauWeise zu verlegen. Dafür waren der württembergischen stiegen bis auf 4,80 M. Durchschnittslohn, jugendliche Arbeiter mit genossenschaften jetzt zu fördern beginnt. Auch die Kommunen Regierung besondere Garantien gegeben worden. gerechnet. Preußens thun nicht viel; Berlin und Charlottenburg bleiben ganz Abg. Hoch hat sich auch über den Bauarbeiter- Schuh Also von 900 M. sind die Durchschnittslöhne auf 1440 M. ge- zurück. Es fehlt überall an dem richtigen Interesse. Von dem Erbausgesprochen und die zu geringe Anzahl der Kontrolleure getadelt. stiegen.( Abg. Dr. Paasche zeigt den betreffenden Bericht der Firma baurecht, daß der Herr Staatssekretär empfohlen hat, darf Die Zahl dieser Beamten ist aber fortgesetzt gestiegen. Ob die dem Hause, der Abg. Gamp nimmt ihn ihm ab und überbringt ihn man sich nicht viel versprechen. Worauf es ankommt, das technischen Aufsichtsbeamten auch als Rechnungsrevisoren benutzt unter großer Heiterkeit des Hauses dem Abg. Singer.)- Die ganze ist, die Dinge praktisch anzufassen, und da fehlt es überall. werden, ist mir nicht bekannt. Ich könnte aber auch kein großes Rede der Herren Wurm und Hoch war eine Kriegserklärung in Der Bau von billigen Arbeiterwohnungen ist gar nicht so Unglück darin sehen. Die Vorstände mehrerer Sektionen der Bau- optima forma. Ich bedauere eine solche Erklärung aus dem Munde schwierig, wenn sich die Wohlhabenden entschließen wollten, den Berufsgenossenschaften haben sich bisher geweigert, trotz der Vor- derjenigen, für die die ganze socialpolitische Gesetzgebung arbeitet. Baugenossenschaften m. b. H. Hypotheken zu gewähren. stellungen des Reichs Versicherungsamts durch berufsmäßige Ist das der Dank und die Anerkennung dafür, daß hier alle Parteien Beamte die Baukontrolle zu üben. Das Präsident Graf Ballestrem: Reichs Ver fich ehrlich bemühen, am Arbeiterschutz fortzuarbeiten. Kein Frieden, ficherungsamt hält allerdings die jetzige Zahl der Bau- sondern Kampf, das ist das Resultat. Herr Crüger meinte, Herr Wurm Trotz der großen Rednerliste glaube ich doch, daß es im fontrolleure für zu gering und drängt bei den Bau- Berufsgenossen habe nur übertrieben. Ich aber sage, daß ist Ihr wahres Gesicht, Sie wollen Interesse des Reichstages liegt, wie das Haus jetzt dasteht schaften fortgesetzt auf eine Vermehrung. Ein Zwangsrecht aber hat feinen Frieden, Sie wollen den Kampf, weil Sie von dem Kampfe( es sind etwa 30 Abgeordnete anwesend), sich zu vertagen. das Reichs- Versicherungsamt nicht. Im übrigen wirte ich fortgesetzt leben.( Unruhe und Zurufe bei den Socialdemokraten.) Herr Stöcker Ein Widerspruch wird nicht laut. auf eine schärfere Kontrolle seitens der Polizeibehörden. Die hatte Recht: Haß und Unzufriedenheit säen, das ist Ihr Zweck. Wir bayrische Regierung hat sich dahin geäußert, daß die neu- aber nehmen den Kampf auf. Wir glauben, daß es möglich sein eingerichtete Baukontrolle im allgemeinen zufriedenstellend wirkt. wird, den socialen Frieden durch eine vernünftige Socialreform herWeiter hat sich Abg. Hoch über die Arbeitszeit in der Hanauer zustellen, darin werden wir uns nicht irre machen lassen. Den andern Bijouterie- Industrie geäußert. Jm dortigen Gewerbe- Aufsichts- Parteien aber möchte ich sagen: wenn Ihnen der Kampf geboten Bericht ist aber zu lesen, zu lesen, daß ein Antrag der Juwelier- wird, dann stehen auch Sie zusammen im gemeinsamen Kampfe. Drganisation auf Zulassung von Ausnahmetagen mit verlängerter( Lebhafter Beifall bei den Nationalliberalen und rechts. Große UnArbeitszeit und Sonntagsarbeit abgelehnt ist. Die Behörde hat sich ruhe bei den Socialdemokraten. Abg. Singer ruft: Ihr Mandat ist also gegen Ueberarbeit entschieden. Im Jahre 1898 ist allerdings wohl nicht ganz sicher? Ueberarbeit und verlängerte Sonntagsarbeit gewährt worden, das wird aber wahrscheinlich nicht wieder geschehen. Die Lage dieser Industrie ist übrigens sehr schwierig. Außerhalb der Saison können die Arbeiter kaum beschäftigt werden. Ich werde die einschlägigen Verhältnisse noch näher untersuchen. = Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): Was die Nächste Sizung: Donnerstag 1 Uhr. Fortsetzung der BeSchluß 6 Uhr. ratung. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. Je ein socialdemokratischer Gemeindevertreter wurde gewählt in Eythra in Sachsen und in Emmerstedt in Braunschweig. Aus der Frauenbewegung. Briefkaften der Redaktion. N. W. 50. Die Invalidenversicherungs- Anstalten können Hypotheken Direkt an. Witterungsübersicht vom 11. Februar 1903, morgens 8 Uhr. Wir haben uns an dem socialpolitischen Wettlauf nicht beteiligt. Ich halte es für eine bedenkliche geschäftsordnungsmäßige Neuerung, daß Initiativanträge, die im Ausweis für Künstlerinnen zum Besuch der italienischen KunstAbg. Dr. Paasche( natl.): Laufe der Zeit nicht erledigt worden sind, hier beim Etat stätten. Unter den Personen, welche freien Zutritt zu den italieniWohin kämen wir, wenn alle zu diesem Etat gemeldeten Redner als Resolutionen eingebracht und so ihre Beratung schen Kunststätten erbitten, befinden sich viele Künstlerinnen. Dieermöglicht wird. Mit der Verkürzung so lange sprechen wollten wie Herr Hoch. Wir halten aus ehrlicher für der Arbeitszeit felben haben ebenso wie die Künstler zur Erlangung unentgeltlichen Frauen find wir einverstanden. Eine Ueberzeugung nach wie vor fest an der gesunden Fortentwicklung hafte Maximalarbeitszeit scheint uns aber nicht angebracht. Dem akademischen Urkunden den Nachweis ihrer Künstlerschaft zu führen. fchablonen Zutritts durch Vorlegung der von italienischer Seite verlangten unfrer Socialpolitik und lassen uns auch nicht im geringsten durch Antrag auf Rechtsfähigkeit der Berufsvereine stimmen wir zu. Eine Um sie hierzu in den Stand zu sehen, bestimmt der Kultusminister, die verletzenden Worte der äußersten Linfen irremachen. Wenn hier chrliche Anträge gestellt werden, wie die von den Herren Heyl und falsche Darstellung ist es, wenn meinem Freunde Crüger vor- daß Damen, welche Künstlerinnen sind, das Attest hierüber nach Trimborn, so verlangen jene Herren gleich das Doppelte und geworfen wird, er habe den Gewerkschaften nicht die rechtliche An- denselben Grundsäßen auszustellen ist, welche hinsichtlich der Künstler erkennung gewähren wollen. Herr Crüger hat vielmehr bereits früher festgesetzt worden sind. schreien von Furcht und Wahlmanöver. Hätten wir den mur darauf hingewiesen, daß, ivenn die Gewerkschaften Achtstundentag, fo würde die Socialdemokratie den Sechs ihren Charakter als Kampforganisationen betonen würden, sie stundentag fordern.( Sehr richtig! bei den Nationalliberaleit.) die Ich kann mich nicht für einen allgemeinen gesetzlichen Marimal- würden. Der neue Antrag des Centrums ist wohl lediglich Erlangung der Rechtsfähigkeit dadurch sehr erschweren arbeitstag aussprechen, außer dort, wo er aus besonderen hygienischen aus agitatorischen Gründen, veranlaßt durch den social- zu niedrigem Zinssuß auf Arbeiter- Wohnhäuser geben. Auch die Berliner Rücksichten geboten ist. Auch gegen die Festlegung eines Normalarbeitstages für Frauen, wie er im Antrage Heyl- Trimborn vor- demokratischen Antrag, gestellt worden. Was die bisherige Debatte Anstalt thut das. Die Bedingungen kennen wir nicht im einzelnen. Werden gesehen ist, habe ich Bedenken, weil eine solche Normalarbeitszeit auch anlangt, so glaube ich nicht, daß der agitatorische Ton, der aus den Sie sich mit einem entsprechenden Gesuch an den Vorstand der Versicherungsauf die Männer einen gewissen Zwang ausüben würde. Reden des Herrn Wurm und heute aus der Nede des Herrn Hoch Anstalt, Klosterstr. 41. Man soll Alfred. Mir. Naunynstraße. Adressieren Sie einen eindie Selbständigkeit der Frauen nicht so sehr beschränken. Es ist tief be- besonders start hervorklang, den Massen, welche jene Herren vertreten schämend, daß hier im Reichstag Männern wie Trimborn und Hehr wollen, besonders zu Gute kommen wird. Redner tritt des weiteren für geschriebenen Brief an die Direktion der betreffenden Firma und fragen Sie Königsbergerstraße. Die Weichsel- Brücke. vorgehalten werden kann, sie wollten das Volk betrügen und irre Gastwirtsgehilfen Verordnung betrifft, so scheint mir Abschaffung der Lohnzahlungsbücher ein. führen mit ihren Anträgen. Dagegen protestieren wir entrüstet. Die neunstündige Ruhezeit für jugendliche Gehilfen zu kurz. Die ( Lebh. Zustimmung b. d. Natl.) Wir haben alles, was wir gethan Auslegung der Verordnung durch das Breslauer haben, aus unserm warmen Herzen heraus für die Arbeiter gethan. ber- andesgericht scheint auch mir ganz verfehlt. Daraus, Für die Wohlfahrtseinrichtungen der Firma Krupp hatte Herr Wurm nur Hohn und Spott. Die Pensionskasse ist nicht für alle 44 000 daß sich auch ein Berliner Gericht auf denselben Standpunkt gestellt Stationen Arbeiter, sondern für die 24000 Arbeiter der Gußstahlfabrik eingerichtet. hat, geht wohl hervor, daß die Verordnung nicht unmißverständlich gefaßt ist. Richtig ist, daß die Arbeiter 212 Prozent ihres Lohnes als Beitrag zahlen, die Firma zahlt für jeden Arbeiter ebenfalls 22 Prozent einer Revision. Im Hinblick auf das Breslauer Urteil, das Swinemde. 764 Die ganze Kellnerverordnung bedarf dringend feines Lohnes an die Kasse und trägt die Verwaltungskosten. Richtig in den letzten Tagen Aufsehen erregt hat, muß ich sagen, daß ein ist auch, daß die Beiträge, welche die Arbeiter vor dem achtzehnten gewisser antisocialer Zug durch unsre Rechtssprechung geht. Berlin Lebensjahre gezahlt haben, ihnen nicht angerechnet werden, dafür erinnere Sie an die Erpressungsprozesse bei Arbeits- München Ich Frants./M. 775 23 werden ihnen aber für diesen Fall besondere Pensionszuschüsse ge- einstellungen, sowie an die grobe Unfug Judikatur. Bien 779 SW währt.( hört! hört! rechts.) Ebenso ist es richtig, daß Krankheits- So wurde eine Zeitungs- Ankündigung, über einen Bau sei zeit über 13 Wochen nicht angerechnet wird. Dafür wird aber die die Sperre verhängt, weil der Unternehmer einen gewissen Krankheit bis zu 13 Wochen voll mitgerechnet und die ganze Militär- Dienstzeit wird mit angerechnet.( hört! hört! Stundenlohn nicht habe zahlen wollen, nach dem Groben- Unfugs- nordwestlichen Winden; später aufklarend. Baragraphen bestraft. In Harburg wurde eine Frau, die beim dortigen rechts.) Herr Wurm stellte es als etivas Unerhörtes dar, Gummi- Arbeiterstreit Wachtposten gestanden haben sollte, wegen Ueberdaß die Pension erst nach 20 Jahren gezahlt wird. Ja, sollen denn tretung straßenpolizeilicher Vorschriften mit 20 m. Geldstrafe oder die Arbeiter gleich von vornherein Pension bekommen?( Abg. 4 Tagen haft bestraft; in dem Urteil wurde besonders ausgeführt, Singer: Das verlangt niemand!) Keine Pensionskasse kann ohne daß die Körperkonstitution der Frau fie tvar sehr forpulent Karenzzeit auskommen. Viele Arbeiter erhalten auch die Pension besonders schwerwiegendes Verkehrshindernis gebildet habe.( Große schon nach 15 Jahren. Ich habe hier eine Aufstellung über den Heiterkeit.) In Merseburg wurde in dem Urteil bei einem Verwaltungsbericht vom Jahre 1899. Danach schwanken die Pensionen Prozeß wegen Ausziehens aus einer mit 23anzen behafteten von 1500 M. bis auf 304 M. Unter den Witwenpensionen Wohnung ausgesprochen, daß nicht derselbe Maßstab angelegt werden es solche von 700 M. und nutr vier Witwen könne in Bezug auf die Freiheit von Ungeziefer bei Arbeiterpensionen unter 200 M. Eine ganz junge Witwe erhält wohnungen und bei Wohnungen der bessergestellten Klassen.( Hört! 109 M. und sie wird sich wahrscheinlich wieder verheiraten. hört! links.) giebt cin ( Lachen bei den Socialdemokraten.) Ja, Sie werden doch zugeben, Im Vereins- und Versammlungsrecht scheint die Segmentsdaß man da nicht von Hungerlöhnen sprechen kann. 700 Mart für Theorie des Freiherrn v. Hammerstein wie der aufgegeben eine einfache Arbeiterwitwe! Wo haben Sie Einrichtungen, daß Bauern und Handwerker sich eine solche auskömmliche Griſtenz in den Cirkus Busch mitgebracht. Auf dem Gebiet des zu fein. Sonst hätten wohl die Agrarier ihre Frauen schaffen können für ihre Witwen und Waisen? Es heißt, daß der Vereins- und Versammlungsrechts herrscht ein solcher Zwang zum Eintritt besteht. In gewisser Beziehung besteht dieser Wirrwarr, daß daß endlich der Reichskanzler mit den not 3wang für jeden Staatsbeamten auch. Dann sagt man, der wendigen Maßnahmen vorgehen sollte. Die Praxis des Arbeiter fann entlassen werden. Es sollen 7700 Arbeiter immer reaktionärer werdendent Dber Ver= entlassen worden sein. Im Jahre 1899, von dem Herr des Kammergerichts steht Wurm sprach, find 1100 Arbeiter entlassen, davon 750, bie paltungsgerichts und nur ein Jahr da waren, weil sie sich als unbrauchbar erwiesen, sich diametral entgegen, sondern den Ausschluß der Frauen von allen als politisch" angesehenen Vereinen läßt sich nicht länger aufrecht 200 Arbeiter, die drei Jahre da waren. Später wurden nur ganz erhalten. Das bringt mich auf die Frauenbildungs- Frage. Gegenwenige Arbeiter entlassen, die sich irgend etwas haben zu Schulden kommen lassen, die widersetzlich waren oder gestohlen haben. Von 7700 Arbeitern, die Herr Wurm nannte, find 6168 schon im ersten Jahre freiwillig ausgeschieden. Das ist die fluftuierende Bevölkerung. Einzelne sind auch nach 19 Jahren entlassen. Gewiß, auch das kommt vor. Da hat einer eine Gastwirtschaft übernommen, oder eine Erbschaft gemacht. Es kommen doch Fälle vor, daß jemand nicht mehr Arbeiter bleiben will. über einem Gesuch um Errichtung einer Oberrealschule für Mädchen erklärte fürzlich der Oberbürgermeister von Dresden, die Verbindung von Herzensbildung und Geistesbildung erzeuge mur leberweiber. ist der Standpunkt der deutschen Universitäten. Besonders unhaltbar ( Hört! hört! links.) Den Grafen Posadowsky halte ich für einen warmen Freund des Frauenstudiums. Aber er sollte seinen Anschauungen in der Praris mehr Nachdruck verschaffen. Wo bleibt vor allem der moderne Herr Reichskanzler, der die Führer der Frauenbewegung so liebenswürdig empfangen hat? Die Firma Krupp zahlt aus einem besonderen Altersversorgungs- Fonds jährlich 96 700 M. an diejenigen Arbeiter, die vor der Zeit unfreiwillig ausscheiden müssen, ohne Pensionsberechtigung zu haben.( Hört! hört! rechts.) Als 1895 der Beitrag machen, der durch die Entlassung von Arbeitern wegen Ein Dußend socialpolitischer Geseze kann den Schaden nicht gut verdoppelt wurde, hat die gesamte Arbeiterschaft zugestimmt. Die nichtteilnahme a t dem Krupp- Adressen EntPensionskasse wird verwaltet von vier Vertretern der Firma und rüstungsrummel gestiftet worden ist. Mögen der Herr Staatsvier von den Arbeitern gewählten Vertretern, aljo ganz nach sekretär und der Herr Reichskanzler dafür sorgen, daß der Arbeitdem Wunsche der Socialdemokraten. Nun wird gesagt, die Firma verzinst das Kapital der Pensionskasse mit 4 Proz. auch eine wichtige Aufgabe der Socialreform.( Bravo! links.) geber die Arbeiter nicht zu politischem Heucheln nötigt. Das ist und läßt sich bon den Arbeitern 5 Proz. Bauzinsen zahlen. Das ist eine ganz falsche Darstellung. Die 5 Proz. Abg. v. Waldow und Reißenstein( f.) verteidigt als landwirtwerden nicht aus Arbeiterwohnungen bezogen, sondern die schaftlicher Betriebsunternehmer und langjähriger Vertrauensmann Firma Krupp hat von ihrem wertvollen Terrain einzelne Parzellen einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft auf Grund seiner Ergenommen, um auch den höheren Beamten Gelegenheit zu bieten, fahrungen die Unfallverhütungs- Fürsorge in der Landwirtschaft fich dort ihre Villen zu bauen, und da hat sie gesagt:„ Wir wollen gegen die Kritik des Abg. Wurm. Diejenigen Gelegenheiten, das Terrain nicht verkaufen, sondern wir geben es Dir zum bei denen in der Landwirtschaft Unfälle vorkommen, sind seit Normalpreis von 1000 M. und diese werden mit 5 Proz. verzinst. langer Zeit durch Polizeiverordnungen geregelt. Die zahlenDer Grund und Boden ist 20-25 000 m. wert( hört! hört! rechts) mäßige Steigerung der Unfälle rührt in erster Linie von dem Anund daraus wird die Behauptung gemacht, daß die Firma Krupp zeigerecht und der Anzeigepflicht her. Auch die Landflucht vermehrt sich an der Pensionskasse noch bereichere. Das charakterisiert die Unfälle. Jedenfalls thut die Landwirtschaft alles, um die Zahl ganz die Art und Weise, wie Sie( zu den Socialdemokraten) der Unfälle zu vermindern. Die Ausführungen des Abg. Wurm erfolche Wohlfahrtseinrichtungen behandeln. Die Firma Krupp flären sich nur aus seinem Wunsche, die Kluft zwischen Besitzenden at in den Jahren 1891-1900 außer den gesetzlichen Leistungen für und Besiglosen zu vergrößern.( Bravo! rechts.) Barometerstand mm Windrichtung Windstärke 7683 Better Temp. n. C. 5°. 4° 9. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke 7 Haparanda 721 S2 Better Temp. n. E. Bot=|| 0016 Regen 2 heiter -6 76828 5 Regen -1 7 Betersburg 735 WSW 4Schnee 4 Regen 8 Cort 775 2 4woltenl 6 Aberdeen 5 halb.bd. 1 Paris Rebel 1 bedeďt 779 SS 1 bededt 7 = 776 Still Wetter Prognose für Donnerstag, den 12. Februar 1903. Etwas kühler, zunächst meist trübe mit Niederschlägen und frischen Berliner etterbureau. ORIGINAL SINGER NAHMASCHIN Pariser Weltausstellung 1900. Bon der Internationalen Jurh wurden den Singer- Nähmaschinen der GRAND PRIX der höchste Preis der Ausstellung zuerkannt. Die Nähmaschinen der Singer Co. für den Familiens gebrauch, Kunststiderei sowie industrielle Zwecke jeder Art verdanken ihren Weltruf der mustergültigen Konstruktion, vorzüglichen Qualität und großen LeistungsGoldene Medaille fähigkeit, welche von jeher alle deren Fabrikate auszeichnen. der Handwerker- Unentgeltlicher Unterricht in d. modernen Kunststickerei. kammer Dortmund 1902. Singer Co. Nähmaschinen Act.- Ges. Berlin W., Reipzigerstr. 92. Freie Volksbühne. Sonntag, 15. Februar, nachmittags 2%, Uhr: Metropol- Theater. 9./10. Abteilung. L'intruse. Der Kammersänger. Litteratur. D Lessing- Theater. 2./3. Abteilung. Dämmerung. Schauspiel in 5 Akten von Ernst Rosmer. Die Bühnenhefte No. 6 u. 7 sind in den Zahlstellen erhältlich. Der Theaterzettel wird im Theater unentgeltlich verabfolgt. 8. Serie im Metropol- Theater vom 8. März ab: Helden. Komödie in 3 Aufzügen von Bernhard Shaw( deutsch von Siegfried Trebitsch), in Scene gesetzt von A. Steinert. Voranzeige: März- Fest. 慢 Beethoven- Konzert, Sonnabend, den 14. März, in der Brauerei Friedrichshain. Festmarken a 50 Pf. vom 20. Februar ab in den Zahlstellen. 228/7 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 5472* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 12. Februar. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Romeo und Julia. Schauspielhaus. Der gehörnte Siegfried. Siegfrieds Lod. Deutsches. Nora. Berliner. Alt- Heidelberg. Lessing. Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege.( La Mouche.) Vorher: Der Oberlehrer. Residenz. Lutti.( Loute.) Thalia. Der Kamelienonkel. Central. Madame Sherry. Belle Alliance. = Am Telephon. Hierauf: Cupido u. Cie. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Der Meister von Palmyra. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Heimat. Westen. Tanzidyllen von Miß Isadora Duncan. Carl Weiß. Das sechste Gebot. Buntes. Jugend. Luisen. Der Freischük. 792 Trianon. Die Liebesschaukel. Kleines. Erdgeist. Apollo. Frau Luna. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Casino. Cavalleria rusticana. Valast. Berliner Luft. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Baffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Abends 7 Uhr: Wiederauftreten des Frl. Mia Werber. Zum 101. Male: Madame Sherry. Morgen u. folgende Abende 7, Uhr: Madame Sherry. Sonnabend, 4 Uhr, halbe Preise: Schneeweißchen und Rosenrot. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Heimat. Schauspiel in 4 Atten von Hermann Sudermann. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Freitagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Freitagabend 8 Uhr: Heimat. Sonnabendabend 8 Uhr: Jugend. Arbeiter- Bildungs- Schule Berlin. Sonntag, den 15. Februar, abends 7 Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstraße 75: Vortrag des Stadtverordn. Dr. Alfred Bernstein 〇 über: Schulbygiene und Schulärzte. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 20 Pf. inkl. Garderobe. 4/9 Urania. Cirkus Busch Freie Gewerkschaft sämtlicher Berufe Berlins Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3 Uhr, Wochent. 5 Uhr, Anf. d.Abendvorstell. 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Ganz Berlin zerbricht sich den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. Mysteriöses Theaterstück in 1 Akt. The three Devils: Die Wettfahrt im Todesring. Willy Prager prolongiert. 14 neue erstklass. Nummern. CASTANS Donnerstag, den 12. Februar 1903, abends 72 Uhr: Grosse Vorstellung. Dahomey. Elefanten- Schauspiele. Boeren als Kunstschützer und Lassowerfer. Elefant und Pferd. Seelöwen. und der Umgegend. Sonnabend, den 14. Februar 1903, abends 82 Uhr bei C. Patt, Dragonerstr. 15: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: " 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn M. Schütte: Der Bund der Gerechten. 2. Diskussion. 3. Wahl des Vorstandes, der Revisoren sowie des Buntes Theater Gewerkschaftsausschusses. 4. Vereinsangelegenheiten. Köpnickerstrasse 68. Abends 8 Uhr: h Volkstümliche Vorstellung bei bedeutend ermässigten Preisen. ( Parkett 1,60 M.): Jugend. Sonnabend, den 14. Februar, zum 1. Male: Lorenzo di Medici. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäfte haben Zutritt zu Punkt 1 und 2 der Tagesordnung. In dieser Versammlung werden die Vereinsbücher sowie Statuten zur Ausgabe erfolgen. 16/32 Der Vorstand. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. Schwank in 3 Akten v. R. Rittner. Sonntag, den 15. Februar, vorm. 9%, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c( oberer Saal): W. Noack Theater. Ordentliche General- Verlammlung Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse Luftschlösser. 16. Posse mit Gesang von Mann städt und eller. Freitag: Die Räuber. Sonnabend: Keine Vorstellung, [ s) Panoptikum WINE ARTEN Friedrichstrasse 165. Neu!! Die tatowierte Schönheit Miss Karri in ihren klassischen lebenden Bildern. Thalia- Theater. Neu! OTTO REUTTER Dresdenerstraße 72/73. Anfang 72 Uhr. Der Camelien- Onkel. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Leon Leipziger. Neu! Wiener Damenkapelle Kranz. Gr. Promenaden- Konzert. 765 Yvette Guilbert und die Londoner Sensation für das 4. Quartal 1902. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht der Verwaltung. Bericht des Kassierers und der Revisoren. 2. Der Streit bei Metes, Kotted u. Co. 3. Neu- und Ergänzungswahlen. 4. Agitation. 5. Gewerkschaftliches. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Möbelfabrik„ Einigkeit“ Die Ortsverwaltung. Etablissement 280/3 Eing. Genoſſenſch. m. beſchr. Haftung, Buggenhagen Fruchtstr. 35. 2134b Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die diesjährige Ordentliche General- Versammlung am Sonnabend, den 28. Februar, nachmittags 6 Uhr, in unserm Geschäftslokal, Fruchtstr. 35, Fabrikgebäude Circling the Circle Treppen, ftatfinder. ausgeführt von orgette folgenden Tage: Trianon- Theater. Original- Noisset- Truppe Der Camelien- Onkel. Sonntagnachmittag 3/2 Uhr: Charleys Tante. Luisen- Theater. Anfang 8 Uhr. Gastspiel des Opern Theaters des Westen: Der Freischütz. Morgen: Zum 1. Male: Der Hüttenbesitzer. Sonnabend: Robert u. Bertram. Sonntag: 3 Uhr zu kleinen Preisen: Der Pfarrer von Kirchfeld. 8 Uhr: Der Meineidbauer. Belle- Alliance- Theater. Allabendlich 72 Uhr: Am Telephon. Drama in 2 Aufzügen. 8 Uhr: Cupido& Cie. Schwant mit Gesang und Tanz in 3 Aufzügen. Casino- Theater Neu! Lothringerstr. 37. 8 Uhr abends: Neu! Georgenstrasse, zwischen Friedrich- u. Universitätsstr. Die Liebesschaukel. Lustspiel in 4 Akten v. M. Donnay. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. Heute abend um 8 Uhr: Frau Luna Um 9½ Uhr: Die neuen Specialitäten: New Original- Cake- Walk- Tänzer Neu ( 3 Neger und 3 Negerinnen). Robert Steidl auf dem Hängeboden. Morgen 8 Uhr: Nakiris Hochzeit. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Frau Luna. In allen Vorstellungen: elektrische Ballett. Das Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Trudy u. Charles Atlessy. Erdgeist. Großer Erfolg! Unteroffizier Lehmann. Bonné! Cavalleria rusticana. Wochentags 8, Sonntags 7 Uhr. Residenz- Theater. Neue Vorzugskarten, gültig vom Februar bis Mai, sind an den befannten Stellen und vormittags bon 10-12 Uhr an der Kaffe gratis zu haben. Metropol- Theater. Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G., Henri Bender, Frid Frid, Fl. Siding, Hansi Reichsberg. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Gr. Wohlthätigkeits- Vorstellung zum Besten hinterlassener Witwen invalider Feuerwehrmannschaften. 8 Uhr. Berliner Luft. Zwickel... Dir. R. Winkler. Unerreicht ist das neue Februar Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Morgen und folgende Tage: Berliner Luft. Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 71/2 Uhr: Lutti.( Loute.) Schwant in 4 Atten von Pierre Beber. Deutsch von Mar Schönau. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe.( Marie Reisenhofer.) Bernhard Rose- Theater- Ensemble Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Donnerstag, den 12. Februar 1903: Keine erhöhten Preise!) SteidlLinien straße 132. Theater Dranienburger Thor. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7u5r. Neues Programm! U..: Unser Kakelnest. Urkomische Burleske. Letzte Woche: Familie Humbert. Entree 50 Pf. ( Borverkauf 40 Bf.) Sperrfig 1 M. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. Zum Schluß, neu: garnisten!!! O diese Chambre: Burleske von Meysel. Cirkus Schumann Donnerstag, den 12. Februar 1903, abends 7 Uhr: Gala- Sport- Abend. Riesen Sport- Programm. Direktor Albert Schumanns neueste Kreationen. Der Veilchenfresser. Luſtſpiel in 4 Aften von G. v. Mofer. Lecuyère lumineuse Serpentin Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Das sechste Gebot. Anfang 8 Uhr: Modernes Zeit- und Sittenbild in sechs Vorgängen von Ernst Kreenfeld. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, Kindervorstellung: Die 7 Raben. Original, geritten v. d. beliebt. jugendlichen Schulreiterin Frl. Dora Schumann. Les Brunin, d. unerreichbaren Billard- Künstler. Nur noch kurze Zeit! Sans rival! Looping the Loop Zum Schluss die unverwüstliche Pantomime Gratweils Bierhallen Die lustigen Heidelberger. Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Februar- Programm. Nur ailererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 1hr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Sonntagnachmittag: Clown- Vorstellung und die reizende Pantomime: Pierrots Weihnachten. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstkl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. 2 Tages- Ordnung: 1. Vorlage des Geschäftsabschlusses. 2. Bericht über die stattgefundenen Revisionen. 3. Neuwahl des Vorstandes und Aufsichtsrates. 4. Geschäftliches. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. A. Siebert. C. Vorpahl. am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max ans Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfest. Im Raiser: Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Unverfälscht. Deutscher Honig! Bienenhonig, beſt. Dualit. verf. die 10 Pfunddose zu 7,00 M., 5 Pfd. 4,30 M. franco. Garant. Rücknahme. Nordloh, Bahnhof Wir machen darauf aufmerkſam, daß E. Reil, Auguſtsehn, Oldenbg. die Bilanz den Genossen in unserm Comptoir, Fruchtstr. 35, zur Einsicht ausliegt. Gross- Fischerei- Export- Artikel. Ziehung 4. März u. folgende Tage Neueste, wahre, billigste Preise. Per Nachnahme. einste Salzfettheriuge, Fak, 400 St. 10 M., 2 Faß, 200, 5 M.; schöner Fisch, größerer zu empf., 300 St. 11 M., 150 St. 51/2 M.; zarter Fisch, ₁ Faß, 500 St., 9 M., M. 1/2 Faß, 250, 42. 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Arbeiter u. Arbeiterinnen zu Berlin. Am Montag, den 9. d. Mts., verstarb nach kurzem Krankenlager der seit dem 5. November 1898 bei unsrer Kasse angestellte Bureaubeamte Johannes Rönsch. am Sein ruhiges, bescheidenes Wesen fichern ihm ein bleibendes Andenken. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Krankenhause Urban aus nach dem Michaels- Kirchhof in der Hermannstraße statt. 270/17 Der Vorstand. Am Montag, den 9. d. Mts. verstarb nach kurzem Krantenlager unser Kollege Johannes Rönsch im Alter von 38 Jahren. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund und Mitarbeiter, der sich durch sein freundliches Entgegenkommen und mannhaftes Eintreten für die Interessen seiner Kollegen unser aller Freundschaft erworben hatte. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. d. Mts., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban aus nach dem Michaels Kirchhof in der Hermannstraße statt. 270/18 Die Beamten d. Allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerbl. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater Adolf Gabriel sanft entschlafen ist. am Die Beerdigung findet Freitag, den 13. d. Mis., nachm. 24 Uhr Krankenhause Bethanien aus nach dem ThomasKirchhof statt. bom 21416 Die trauernden Hinterbliebenen. Köpenick. Socialdemokratischer Wahlverein. Den Mitgliedern zur Nachricht ,. daß der Genosse Wilhelm Schulz gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. d. M., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Gartenstraße 10, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 202/7 Der Vorstand. Am 10. d. Mts. entschlief nach langem schweren Leiden unser lieber Vater, der Bautischler Gottlieb Rossmann. Um stilles Beileid bitten 21465 Geschwister Roßmann. Die Beerdigung findet am Freitag, den 13. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofs aus statt. Stenographie Stolze- Schrey. 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Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46-49- Krausenstrasse 46-49 Donnerstag, Freitag, Sonnabend Vorzugspreise für Lebensmittel Gemüse- Conserven. Pr. Stangenspargel 1 1/2 Dose p./, Dose 26/28 Stangen Diner- Spargel 1,55 M. 83 Pf. p.1/ Dose Pr. Stangenspargel 1/4/48 1,25 M. Pr. Stangenspargel Consum 1,10 M. Spargel Pr. Stangenspargel, dünn 85 PL Riesen- Bruchspargel allererste Sortierung Pr.Bruchspargel Sortierung Pr. Bruchspargel GemüseJunge Schoten I feinste soweit der Vorrath reicht: Von sämmtlichen Conserven stehen Musterdosen zur Ansicht aus! Fisch- Conserven. Frucht- Conserven Russische Sardinen 68 Pf. Melange- Früchte Reineclauden Aprikosen% Frucht Kaiserkirschen ohne Stein. Kirschen, schwarz, mit Stein. Birnen, weiss oder roth, ½, Frucht 1,25 M. 68 Pf. 85 Pf. 48 Pf. 70 Pf. 40 Pf. Birnen Bergamot Siebung 05 M. 58 Pf. 1,05 M. 58 Pf. Pflaumen, Frucht Schote 80 Pf. 45 Pf. • 60 Pf. 35 Pf. Junge Schoten II Diner1/1 1/2 Dose 1,00 M. 55 Pf. bekannt grosse 23 Pf. 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Pelz: Nach Auskunft des Kriminalschuhmanns Busse ist am Wohnung, wo er nur etwas Nahrung zu fich nahm und Montagnachmittag jemand in ziemlich beschmuktem Zustande hier sich dann wieder entfernte. Frau N., die in Berlin zurückan Gerichtsstelle erschienen, hat Sie in aller Gile herausrufen lassen, Sie haben ihm etwas gesagt und derselbe ist in aller Eile per Rad wieder weggefahren. Wer war dieser Mann? Der Zeuge er flärt, sich auf einen solchen zwischenfall überhaupt nicht befinnen Erster zu können und bleibt trop vieler Vorhaltungen dabei. Staatsanwalt Dr. Pelz: Beuge Apotheker Goldmann, Zeuge: geblieben ist, will von dem Fluchtplane teine Kenntnis gehabt haben, und weiß auch angeblich nicht, wohin sich ihr Main gewandt hat. Dies konnte auch bisher polizeilich umsoweniger festgestellt werden, als Nardentötter wohl vorausgesehen hat, daß eine Beschlagnahmung seiner Briefe an feine Familie angeordnet wird und er demgemäß von einem schriftlichen Verkehr mit seiner Frau aksieht, oder ihn auf Umwegen bewirkt. Es wird angenommen, daß der Kurpfuscher nach London geflüchtet ist, wo er bereits am Sonntag eingetroffen sein dürfte. N. würde sich dort in vollständiger Sicherheit befinden, da England wegen Kurpfuscherei nicht ausliefert. Die neueste Kuppelei Skandalgeschichte nimmt einen immer größeren Umfang an. Es erfolgen täglich viele Vernehmungen von jungen Mädchen und manche Verhaftung dürfte noch in Aussicht stehen. Das Ermittelungsverfahren wird mit großer Schnelligkeit betrieben und dürfte bald in das Stadium der Boruntersuchung hinübergehen. Die strafbaren Handlungen beschränken sich zunächst auf die Gegend des Scheunenviertels. Es ist bezeichnend, daß wohlInhaber der" Fortuna- Apotheke" hat von Mitte März bis August fituierte Leute ihren Weg dahinfanden. Der Eigentümer Haberkorn alle von einem 1901 mit Nardenfötter in Verbindung gestanden. Er hat ihm ver- besitzt in jener Gegend 41 Häuser, die tragsmäßig die Medikamente zum Selbstkostenpreise mit einem kleinen Comptoir in der Neuen Friedrichstraße aus verwaltet wurden. einem alten, fleinen Gebäude, Aufschlag geliefert und ein festes Entgelt von 100 M. monatlich er- In einem dieser Häuser, halten. Er will nicht gewußt haben, daß Nardenfötter ein Kur- hatte die Witive Remme seit sechs Jahren die erste Etage inne. Die pfuscher ist und behauptet, die Medikamente nur gegen unter Remme bestreitet, von dem Treiben irgend etwas gewußt zu haben, schriebene Rezepte verabfolgt zu haben. Die Berabfolgung geschah sie sei zum Zweck des Handels zumeist in der Markthalle oder auf ohne Aufschrift der Kopien, der Zeuge hat sich vielmehr auf Ver- der Straße gewesen. Ebenso stellt sie in Abrede, Vermögen oder langen des Dr. Kronheim darauf beschränkt, die betreffenden Buchstaben des Rezepts als Signum anzufügen. Er behauptet, dies Ersparnisse zu besitzen, Pferd und Wagen habe sie auf Abzahlung. gethan zu haben, weil er die betr. Zettel nur als„ Lieferscheine" Sie behauptet, daß die Mädchen unglaubwürdig und trotz ihrer angesehen habe. Diese Auffassung ist von der vorgesetzten Behörde Jugend bereits total verdorben seien. Als Beweis für die letztere nicht gebilligt, dem Zeugen vielmehr eine Rüge erteilt worden. Behauptung macht sie Angaben haarsträubender Natar. Der HauptAuch der angeklagte, Landmesser Steldt, hat dem Justizrat Er. Sello, Frau Apotheker Barthel, Remme dem Rechtsanwalt Dr. Werthauer und die Mitangeklagte Fran Zehme dem Rechtsanwalt Dr. Schwindt die Verteidigung überIch frage Sie auf Ihren Eid: Wissen Sie, wohin sich Nardenkötter begeben hat? Nein. der bekannte Dermatologe, vernommen. Er soll sich darüber äußern, ob bei Gonnorrhoe eine mikroskopische Untersuchung notwendig ist. fest, daß dieser mehrfach lediglich von Nardenfötter ausgeschriebene Durch Befragen des Zeugen Vettertind stellt der Vorsitzende Er erklärt, daß man hier nicht generalisieren könne. Es werde gewiß viele Aerzte geben, die bei Zeitmangel gegenüber der Rezepte nach der Kronen- Apotheke hinunter gebracht und dort ohne gewiß viele Aerzte geben, die bei Zeitmangel gegenüber der weiteres angefertigt erhalten habe. Die durchlochten Zettel mit den Gonnorrhoe so vorgehen, wie die Aerzte früher borgingen, Stopien seien dann schon in der Apotheke wieder abgerissen worden. che man das Mikroskop als Hilfsmittel hatte. Ein vielbeschäftigter Zeuge Dr. Homeyer bestreitet dies und der Zeuge Vetterkind bepraktischer Arzt, der große Routine habe, werde für die Ent- stätigt, daß Dr. Homeher persönlich dabei nicht in Frage komme. scheidung bei Gonnorhoe im Einzelfalle, beim Vorliegen ganz akuter Ansteckung der mikroskopischen Untersuchung entraten können, weil er aus ganz bestimmten Anzeichen aus seiner Erfahrung heraus die Natur des Leidens erkennen kann. Bei verschleppten Fällen und vorliegenden Spätsymptomen sei eine mikroskopische oder sorgfältige Sonden- Untersuchung notwendig. Bom wissenschaftlichen Standpunkte aus sei die die verfeinerte, verbesserte Untersuchung zur Feststellung des Falles unbedingt erforderlich. Präf.: Der Angekl. Nardentötter hat kolossale Reklamen in die Welt geschickt und nach seiner Behauptung 75 000 m. jährlich für Reklamen ausgegeben. Darin hat er behauptet, er habe ganz besondere Mittel, um Geschlechtskrankheiten selbst in veralteten Fällen mit Sicherheit zu heilen. Ist dies möglich?- Sachverst. Prof. Dr. Lassar: Diese Frage fann ich ohne weiteres mit Rein" Ganz verwerflich ist es besonders, veraltete Fälle brieflich zu behandeln. Für ein verschlepptes Gonnorrhoe- Leiden die Diagnose zu stellen, erfordert eine große Kunstfertigkeit und eine Kur auf brieflichem Wege zu absolvieren, ist unzulässig. Ganz unmöglich ist es, Hautkrankheiten, offene Wunden 2c. par distance zu beurteilen. Derartige Dinge muß der Arzt ansehen, es ist oft außerordentlich schwer, selbst für ein geübtes Auge, den wahren Charakter der Krankheit festzustellen. Das ist die Kunst des Arztes; auf das laienhafte Urteil der Stranten bei Beantwortung der Fragebogen kann sich der Arzt nicht verlassen. Die Reklamen und der ganze Geschäftsbetrieb des Angeklagten Nardentötter tragen alle Anzeichen des betrügerischen Kurpfuschertums " beantworten. " Inhaber der Immanuel- Apotheke" hat mit Nardenkötter eine Zeit lang in derselben Weise wie der Vorzeuge in Verbindung gestanden. Auch er will nicht gewußt haben, daß Nardenfötter ein Sturpfuscher war. Anfangs fei ihm einiges aufgefallen und er habe gleich die Absicht gehabt, nur die größeren Vorräte, die er von Riedel bezogen, aufzubrauchen und dann die Verbindung mit Nardentötter abzu brechen, dies sei auch geschehen. Rechtsanwalt Dr. Kempner sucht durch Befragen der Apotheker zu Gunsten seines Klienten Stlespel festzustellen, daß sie und es ist nicht zulässig, als praktischer Arzt seine Dienste einem ursprünglich gar tein Bedenken gehabt haben, den Versand für Nardensolchen Institut zu widmen; das sei vom wissenschaftlichen fötter zu übernehmen und daß ihnen erst durch Mitteilungen von Standpunkte nicht begründbar; vom ärztlichen Standpunite nicht dritter Seite einige Bedenken gekommen seien. Dies falle bei Alesentschuldbar. Veraltete Leiden vrieflich zu behandeln, sei ein Miß- pel doch weg. brauch. Ein solcher Fragebogen, wie er hier in Anwendung ge- Gelegentlich dieser Erörterungen kommt zur Sprache, daß bracht worden, sei nicht ausreichend als Unterlage für ärztliche Be- Nardenfötter nahe an 100 verschiedene Heilmittel zu seiner Verfügung handlung zu dienen. tragen. " " " Der Roman der Gräfin Wensierska- Kwilecka scheint eine sonderbare Wendung zu nehmen. Die Posener Morgenzeitung" will erfahren haben, daß die Prozeßgegner der Gräfin, das HerrenhausMitglied Graf Hettor Kwilecki- Oporow, sowie deffen Sohn Graf Stanislaus Kivilecki- Dobrojewo, durch ihren Vertreter, Rechtsanwalt Lusowicz, die Erklärung abgegeben haben, daß sie den fraglichen Sohn der Gräfin als legalen Erben anerkennen. Das Berliner Polenblatt Dziennik Berlinski" hat von angeblich sehr hochdie Mitteilung der Gräfin erhalten, daß gestellter Seite" die Gräfin unschuldig und das Opfer von Intriguen und Berleumdungen fei. Es wird darauf hingewiesen, daß alle bisher über die geheimnisvolle Affaire in die Deffentlichkeit gelangten beruhten, die wahrscheinlich an der Verurteilung der Gräfin ein Interesse hätten. Das Blatt deutet an, daß man sich in der Sache noch auf mancherlei Ueberraschungen gefaßt machen lönne, die das Verhalten der Gräfin in einem ganz andren Lichte erscheinen lassen würden. Ein Verdammungsurteil über die Gräfin sei durchaus noch nicht angebracht. Dr. Davidsohn giebt Auf eine Frage des Rechtsanwalts hatte und daß sein bezw. seiner Frau Vermögen weit größer ist, als Meldungen auf die Aussagen von Leuten in untergeordneter Stellung Es werden dann Aussagen von Zeugen verlesen, die zu Gunsten Nardentötters ausgefallen sind. Ein Architekt und Maurermeister hat erklärt: Er habe an Wassersucht gelitten und verdante Nardenfötter seine volle Wiederherstellung. Schon einen Tag nach Genuß der ihm verschriebenen Medikamente sei er um 4 Zoll an Umfang dünner geworden." der Sachverständige zu, daß früher wohl er hier angegeben. verschiedene Aerzte briefliche Behandlung beliebt haben. Durch die neuere Gesetzgebung, Einsetzung der Aerztekammer, sei diesem Verfahren der gesetzliche Boden entzogen worden. An das Gutachten knüpft sich noch eine lange Reihe von Fragen medizinischen Charakters, die von dem Gerichtsarzt Dr. Störmer, dem Ersten Staatsanwalt Dr. Pelz und dem Verteidiger Dr. Davidsohn an den Sachverständigen gerichtet werden. Auch der Angeklagte Dr. Kronheim Ein Rangierer aus Hannover, der an Schuppenflechte litt und greift mit längeren Ausführungen in diese Erörterungen ein, von zwei Kassenärzten ohne Erfolg behandelt worden ist, hat beum sein Verfahren zu rechtfertigen. Als Ergebnis dieser Erörte- fundet, daß die Nardenfötterschen Mittel ausgezeichnet halfen und er rungen stellt der Vorsitzende und der Staatsanwalt fest, daß sich feineswegs für betrogen halte. das Gutachten des Sachverständigen mit den Ein an Bartflechte leidender Landbriefträger hat ausgefagt, Gutachten des Gerichtsarztes Dr. Störmer und auch des Sachverständigen Dr. Kahnt durchaus übereinstimmt. Es wird hierauf Apothekenbesitzer Pieper bernommen. Er hat nur vierzehn Tage bis drei Wochen mit dem Angeklagten Nardenfötter in Geschäftsverkehr gestanden. Nardenfötters Bestellungen habe er nur auf Grund ärztlich unterschriebener Rezepte angefertigt, dann kamen ununterschriebene Rezepte, bei denen es sich aber nur um Alaun, Bärenkraut- Thee usw. handelte, d. H. um Dinge, die jeder Kaufmann abgeben kann. Dann famen Rezepte mit start wirkenden Sachen, die er abgelehnt habe, weil es ihm verboten sei, solche ohne ärztliches Rezept abzugeben. Nardenfötter habe ihm darauf geschrieben, daß ihm dies nichts nube. Er sei dann auch einmal ziemlich arrogant in die Apotheke ge= kommen und habe ihm dasselbe wiederholt. Er habe ihm darauf gesagt: Num scheeren Sie sich aber hinaus!" Bei den Dingen, die er ohne unterschriebenes Rezept geliefert, handle es sich aus schließlich um Sachen des Handverkaufs. Alles übrige habe er mit Entschiedenheit abgelehnt. necion Der nächste Zeuge ist der Apotheker Dr. Homeyer, daß er von 5 Aerzten erfolglos behandelt worden sei. Er sei jedesmal mindestens drei Monate in Behandlung geivesen, habe für Stonsultation und Medizin wesentlich mehr bezahlt, als bei Nardenfötter, habe aber nur durch den letzteren eine wesentliche Besserung seines Leidens erreicht. Er sei mit Nardenfötter durchaus zufrieden und durchaus nicht betrogen. Der Rechtsanwalt Kempner beantragt, Dr. Remler und den Geschäftsführer der Firma Riedel, Herrn Meister, vorzuladen. Gerichtshof beschließt, die beiden Zeugen vorzuladen. Die Sizung wird auf Donnerstag 9% Uhr vertagt. тополог novas Lokales. Eine Warnung vor einem internationalen Mädchenhändler, dem Münzenfabrikanten Josef Schilmann aus Mohilew in Rußland, erläßt das Landratsamt des Kreises Teltow. Schilmann, der sich abwechselnd auch Moritz Elin, Gutermann, Brianow, Miron oder Meunier nennt, ist mehrfach wegen Betruges und Sittlichkeitsverbrechens vorbestraft. Er versucht, junge Mädchen unter dem Vorgeben, sie zu heiraten oder ihnen eine günstige Stellung als Gouvernante in Rußland zu verschaffen, zu unsittlichen Zwecken zu verschleppen. Der kürzlich hier verhaftete Bankier Hermann Wattff aus Dorstfeld, der frühere Direktor der Dortmunder Handelsbank, ist infolge einer Beschwerde gegen den Haftbefehl auf Anorduang des Oberlandesgerichts Hamm wieder in Freiheit gesetzt worden, doch hat die Dortmunder Staatsanwaltschaft sofort einen neuen Haftbefehl gegen Wulff erlassen. Die Verhaftung war erfolgt wegen eines angeblich wertlosen Hypothekenbriefes, den Wulff verpfändet haben soll. Einen guten Fang machte die Kriminalpolizei auf dem hiesigen Lehrter Bahnhof und in Friedrichsfelde. Vor einigen Tagen wurden aus einem Warenhause in Neu- Ruppin viele Herrenkleider gestohlen. Die Einbrecher hatten die Anzüge in Säcke verpackt und in der Berliner Patriotismus. Eine Korrespondenz meldet: Der Polizei- Eisenbahn nach Berlin mitgenommen. Der Einbruch wurde in Neuschutz des Kaisers hat seit einigen Tagen eine ganz bedeutende Ver- Ruppin gleich bekannt, und die von dem Vorfall verständigte Berliner schärfung erfahren. Diese Maßnahme ist, wie wir erfahren, auf die Polizei erwartete die Thäter auf dem Bahnhofe. Es gelang, einen eigne Initiative des Kaisers zurückzuführen, und Veranlassung dazu Ser Verbrecher in dem Augenblicke zu fassen, als er sich mit einem gab folgender Vorfall. Als der Kaiser vor einigen Tagen die Sack auf dem Rücken entfernen wollte. Der zweite entkam zunächst. Absicht hatte, einen Spazierritt nach dem Tiergarten zu unter- Der Verhaftete nannte sich Koralewsky. Durch den Erkennungsnehmen, wurde wie gewöhnlich eine Schutzmannspostenkette längs dienst wurde aber ermittelt, daß man einen alten Kunden des Reitweges aufgestellt. Als nun der Monarch mit seiner Namens Ehlers ergriffen hatte, der als Haupt einer Begleitung vom vom Schloſſe her zu Pferde nahte, Bestzer der Kronen- Apotheke" in der Friedrichstraße. Er wird das Unter den Linden promenierende Publikum alle Gebote Tagen verbüßt hatte. Er hatte in Neu- Ruppin mit einem jungen vergaß Einbrecherbande eine neunjährige Zuchthausstrafe erst vor drei vom Ersten Staatsanwalt Pe I3 befragt, ob er wie ein ihm der Schicklichkeit und des guten Tones und stürmte ohne alle Geschäftsangestellten Kähler Verbindung angeknüpft und ihn zur sugegangenes Schreiben behaupte am Sonnabend den Angeklagten Stü dsicht über die Rasenanlagen hinweg dem Reitwege Teilnahme an dem Zug verleitet. Se. betrat mun zwar die Wohnung Nardenfötter zur Bahn gebracht habe? Der 3euge verneint dies entschieden. Erster Staatsanwalt Belz: Frau Narden- zu, um dem Kaiser seine Huldigung darzubringen. Die Schußleute seines Spießgesellen in Friedrichsfelde, wo er Unterschlupf finden fötter soll in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag mit Licht hatten den Reitweg zu überwachen und konnten daher dem Publikum sollte, nicht, wollte aber doch erfahren, was aus ihm geworden sei feinen Einhalt gebieten. So sehr nun auch der Kaiser über die und trieb sich in der Nähe der Wohnung umher. Dabei wurde er aus Ihrer Apotheke gekommen sein. Zeuge: Das verneine ich unter meinem Eide. Erster Staatsanivalt Dr. Pelz: Haben Ehrenerweisung des Publikums erfreut war, so war ihm sichtlich von demselben Beamten, dem er anfangs entwischt war, erkannt und Sie mit Nardenfötter in näherem Verkehr gestanden, oder ist dies doch unangenehm, daß die Rafenanlagen von Jung und Alt zertreten festgenommen. Beide wurden am Mittwoch dem Untersuchungsbei Ihrer Ehefrau der Fall? Der Monarch hat dies auch gefängnis eingeliefert. 3euge: Keineswegs! und ganz erheblich beschädigt wurden. Staatsanwalt: Sie facen also unter Ihrem Eide, daß Sie feiner Begleitung zu verstehen gegeben und den Wunsch geäußert, daß Vorkehrungen getroffen würden, welche in Zukunft derartige einer Klage, welche voraussichtlich auch noch den Strafrichter beEine Zechschuld in Höhe von 350 M. bildet die Grundlage zu nicht wissen, Scenen zu verhüten geeignet sind. Infolgedessen wird fortan wohin. Nardenfötter abgereist die Stredenbesetzung" Unter den Linden eine gesteigerte fein. fchäftigen dürfte. Ein Agent, der mit einem Variétébefizer in faufZeuge Steine Ahnung! Der Zeuge bekundet weiter Namentlich in der Nähe der Hauptverkehrsstraßen kann man männischer Verbindung gestanden, besuchte mit zwei Freunden das auf Befragen, daß er eine Zeitlang für Nardenfötter Medikamente bemerken, daß dort fast alle drei Schritt ein uniformierter Etablissement und veranlaßte angeblich die beiden zu bedeutenden angefertigt habe. Dies sei aber nur auf Grund unterschriebener Schußmann steht, Geldausgaben. Es geschah dies mur deswegen, weil der Agent und tver ein geübtes Auge hat, Der Rezepte geschehen. Er habe nicht gewußt, daß Nardenfötter ein wird auch die große Menge der Kriminalbeamten überschauen hoffte, mit dem Variétébefizer wieder in Geschäftsverbindung Kurpfuscher sei, denn derselbe habe einen Arzt als Leiter feines tönnen. Nach ungefährer Schätzung wird die Straße Unter den Andeutung gegenüber ablehnend. zu konumen, doch verhielt sich dieser jeder dahin zielenden Als nun Instituts gehabt.. die Drei, die Linden beim Bassieren derselben durch den Kaiser annähernd von Medikamente aus der Kronen- Apotheke seien an Nardenfötter geliefert 70 uniformierten Beamten bewacht, denen etwa 30-40 Kriminal- nicht nur den Wirt, sondern auch das gesamte Geschäftspersonal wvorden ohne jede Beschreibung; es wurde nur ein abreißbarer, beamte beibeordert sind. mit Wein, Bier uſtv. trattiert, zahlen sollten, verweigerten sie die durchlochter Zettel angeflebt, auf welchen die Kopie der Medikamente ganz klein geschrieben war. Diese Zettel waren ohne weiteres nicht alle Formen gesellschaftlicher Rücksicht wahrnimmt. Die Herr- der Polizeistunde zu erstatten. Da Wirt und Personal Zeugen beiEs giebt mehr Beispiele dafür, daß der Berliner Patriotismus Begleichung der Rechnung, und der Agent drohte einer etwaigen Klage gegenüber eine Anzeige wegen Animierens und Uebertretung abzureißen und feien auch von Nardenfötter abgerissen worden. fchaften 3. B., welche zur Mittagsstunde ständig die Schloßwache be- bringen können, daß die Anzeige wegen Animierens zu Unrecht er Der Zeuge giebt dies zu. Narbenfötter habe direkt verlangt, daß gleiten, find in gemeffener Entfernung ebenfalls genießbarer als in folgt, so wird die Angelegenheit nicht nur das Civil-, sondern auch bringen können, daß die Anzeige wegen Animierens zu Unrecht erfolche abreißbaren Bettel angefertigt und die Kopie dort aufgeschrieben handgreiflicher Nähe. werden sollte. Präs.: Sie haben dies also ganz genau gewußt? das Strafgericht beschäftigen. 3euge: Ja! Ich hatte ja gar keinen Einfluß mehr auf den Abnehmer, wenn die Medikamente aus dem Hause waren. ist? Kriminalfommissar Müller II: Erster Die Bräs: Abstriche vom Etat. Der Magistrat hat am Tiefbau- Etat nicht Schwere Brandwunden erlitt am Dienstagnachmittag die weniger als 4 Millionen Mark gestrichen, darunter 1 Million Mart 23 jährige Frau des Arbeiters Thielow aus der FehrbellinerSie haben uns gefagt, daß Sie die Bettel erst haben anfertigen für die Umpflasterung von Straßen. Die Baudeputation II be- straße 29. Sie unterhielt in der Kochmaschine ein besonders starkes müssen. Sie haben also im gewissen Sinne schäftigte sich gestern mit diesen Abstrichen und mit den Straßen, Feuer und wurde beim Nachsehen der Röhre von einer herausdie vorläufig nicht umgepflastert werden können. Es find dies schlagenden Flamme erfaßt. Ihre Bluse geriet dabei in Brand und bei dem Betruge die Hand mit im Spiele folgende Straßenzüge: Die Rosenthalerstraße zwischen Weinmeister- Frau Th. lief brennend und schreiend zu ihrer Mutter, die auf gehabt? 3euge: Ich habe in keiner Weise angenommen, daß und Lothringerstraße, der Hafenplay, die Königgrägerstraße zwischen demselben Flur wohnt. Bei dem Versuch, das Feuer zu ersticken, hier ein Betrug vorlag. Askanischem Platz und Mödernstraße, die Hasenheide zwischen Fichtes zog sich die Mutter Verlegungen an den Händen zu. Erst NachbarsPräf Sie mußten unter den obivaltenden Umständen und Jahnstraße, die Rungestraße, die Saarbrüderstraße, die Prenzlauer leuten, die schnell mit Säden und Deden hinzugeeilt waren, gelang die ganze Sache ablehnen. Wenn fämtliche Apotheker Berlins es Allee und Butligstraße. es, die Flammen zu ersticken. Bis dahin war immerhin einige Zeit abgelehnt hätten, mit Nardenfötter in Verbindung zu treten, so wäre er lahm gelegt worden. Zeuge Jch bin stets ein ordentlicher Die Flucht Nardentötters erfolgte nach den bisherigen amtlichen verstrichen, so daß Frau Thielow an Hals, Bruft und Händen derApotheker gewesen. Die Behörde trifft jedoch in diesem Falle auch Feststellungen bereits am Freitagnachmittag nach Beendigung der artige Brandwunden davongetragen hatte, daß sie nach der Charité ein Vorwurf. Wenn die Untersuchung 2 Jahre im Gange war, Prozeßverhandlung in Moabit auf Grund eines sorgfältig aus- gebracht werden mußte. hätte sie doch wohl die Apotheker warnen sollen! gearbeiteten Planes. Veranlaßt wurde die Flucht des Kurpfuschers Abgefaßt wurde ein alter bestrafter Einbrecher, als er einen Der Angeklagte Dr. Kronheim bestreitet, daß er die An- vermutlich durch die Erkenntnis, daß er nicht nur eine Bestrafung Ueberzieher verpfänden wollte. Der Eigentümer des aus glattem ordnung mit den durchlochten, abreißbaren Zetteln getroffen habe. wegen der unter Anklage stehenden Bergehen, sondern auch eine Estimo hergestellten Kleidungsstückes mit schwarzem, gestepptem Auf Wunsch des Staatsanwalts wird der früher ver- Untersuchung und strafrechtliche Verfolgung wegen Steuerhinter- Seidenfutter und doppelreihigen Steinnußknöpfen ist der Polizei nommene Zeuge Privatgelehrter Hartenberg, ein Angestellter ziehungen zu erwarten hatte. Am vergangenen Freitag be- noch nicht bekannt. Der Ueberzieher liegt im Zimmer 37 auf dem Nardentötters, noch einmal vorgerufen. Erster Staatsanwalt Dr. gab sich Nardenkötter von Moabit aus direkt nach seiner Polizeipräsidium aus. Feuerbericht. Eine ganze Reihe Alarmierungen hatte die Wehr Friedenau. Die hiesige Gemeinde- Vertretung wählte in ge- Viele Inselbewohner flohen auf die höchste Insel des Archipels, in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Mittwoch früh 7 Uhr heimer Sigung Herrn Dr. Schnadenburg, 3. 3. Stadtrat in Hifuera. Während der Nacht nahm der Sturm und die Eruptionswurde sie nach der Gormannstr. 1 gerufen, wo in einem Keller Halle a. S., einstimmig als Amts- und Gemeinde- Vor- anzeichen zu. allerlei Gerümpel und Verpackungsmaterial brannte. Auch in der steher. Herr Schnackenburg ist 36 Jahre alt, Jurist, und steht in Als der 12. Jaunar anbrach, steigerte sich die Gewalt des Niederwallstr. 17 und in der Kurstr. 34/35 mußten in der Nacht zum dem Rufe, ein tüchtiger Verwaltungsbeamter zu sein. Vor seiner Sturmes zum furchtbarsten Orkan, dessen die Eingeborenen sich zu Mittwoch Kellerbrände abgelöscht werden. In der Potsdamerstr. 120 Uebersiedelung nach Halle war er Stadtrat in Posen. erinnern vermochten und dessen Gewalt den ganzen Tag über bis hatte die Wehr zur selben Zeit ein Feuer zu beseitigen, das den Sonnenuntergang noch stetig zunahm. Das Meer wurde immer Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. Gardinen und Central- Kranken: und Sterbekasse der Tischler und andrer ge- bewegter und schien von furchtbaren unterseeischen Gewalten aufKleidungsstücke gingen gegen 10 Uhr in der Dragonerstr. 18 in einer werblichen Arbeiter.( E. H. Nr. 3, Hamburg.) Die Mitglieder der Orts- gewühlt. Schwere elektrische Entladungen erhöhten die Angst der Wohnung in Flammen auf, während in der Königgrägerstr. 112 verwaltungen Berlins und der Vororte versammeln sich am Freitag, den Eingeborenen. Wäschestücke in Brand geraten waren. In der Kirchbachstr. 17 und 13. Februar, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Saal VII. in der Kurstr. 26 mußten gestern abend Schornsteinbrände beobachtet werden. Feuermeldungen, die außerdem in der Zwischenzeit nach der Görlitzerstr. 48, Linienstr. 6 und nach verschiedenen andren Stellen erfolgten, waren auf ganz geringfügige Anlässe zurückzuführen. Vermischtes. Die Sturmzeichen nahmen zu, bis sie am 14. Januar ihre Höhe erreichten und nun wütete ein fesselloser Taiphun bis zum Abend des 16. Januar ununterbrochen über Inseln und Ocean. Plöblich erhob sich aus den sturmgepeitschten Fluten unter Die Pocken in Hamburg. Nach amtlicher Mitteilung sind mehrere furchtbaren Krachen eine riesige Wasserwand, deren Länge den Fälle an schwarzen Pocken in Hamburg vorgekommen. Die erste ganzen Horizont abzusperren schien, in einer Höhe von mindestens Hygiene- Vorträge der Centralkommission der Krankenkassen. Das Erkrankung erfolgte am 23. Jamiar bei dem Arbeiter Holst in der 40 Fuß und brach über die Inseln. Zehn lange Stunden hindurch Thema der dieswöchentlichen Vorträge lautet: Geschlechts- Hopfenstraße in St. Pauli, worauf am 23. Januar das Entelkind folgte nun Sturzwelle auf Sturzwelle und als endlich der Sturm frankheiten. Die Vorträge finden an neun verschiedenen Stellen des Holst in der Hopfenstraße erkrankte und am 6. Februar der sich gelegt hatte und die Wasser verliefen, war auf den Inseln nichts statt und zwar: Donnerstag, den 12., in den Schulaulen dritte Bockenfall bei dem Arbeiter Schücke in der Jägerstraße übrig geblieben als Trümmer und Eingeborene, welche sich auf die Wrangelstr. 128, Schönhauser- Allee 166, Seibelstr. 31/32, Quigow- in St. Pauli, der mit Holst zusammen gearbeitet und Bäume der höchsten Hügel und hinter Felsen geflüchtet hatten. Auch straße 115 und Rigdorf, Kaiser Friedrichstr. 208/210, sowie Freitag, den Erkrankten vor Hinzuziehung eines Arztes besucht hatte, von diesen waren viele vor Schreck gestorben. Häuser, Hütten und den 13., in den Schulaulen Gneisenaustr. 7, Bankstr. 8, Tilſiter- fonstatiert wurde. Die vierte Podenerkrankung betraf am gleichen Boote waren fortgeschwemmt, Lebensmittel nicht mehr vorhanden, straße 4/5, Winterfeldtstr. 16. Vortragende find die Doktoren Tage eine Nachbarin des Holst, eine Frau Eggerisch, welche die Vor- die Brunnen verstegt. Lilienthal, Ebeling, Richter, Feilchenfeld, L. Lilienthal, Prof. Posner, nahme eine Wiederimpfung verweigert hatte. Am 7. Februar ist Der Verlust an Menschenleben wird jezt bereits auf zehnFrank, Gebert, Prof. Lesser. Beginn der Vorträge 8 Uhr. Zutritt dann noch der Fischhändler Lange am Uhlenkamp( Eulenkamp) in tausend angegeben. 400 von allem entblößte Ueberlebende sind unentgeltlich für jedermann. Barmbek( Dulsberg) an Boden erkrankt. Die sämtlichen Bodenkranten auf dem Dampfer" Excelsior" in Papeete und Tahiti eingetroffen. sind im Eppendorfer Krankenhause untergebracht und befinden sich Auf der Insel Hikuera, der höchst gelegenen von allen Inseln des dort auf dem Wege der Besserung. Eine weitere Ausdehnung der Archipels waren doch noch 300 Menschen dem Sturm zum Opfer Krankheit ist nicht zu erwarten und es liegt deshalb kein Grund zur gefallen. Auf Makokan starben 400 Gingeborene. In Has 100, Beunruhigung vor. 8. H. fast die ganze Bevölkerung. Weiße sind nur ganz wenige umgekommen, da die Bevölkerung dieser Inselgruppen fast ausschließlich aus Eingeborenen, Perlen- und Perlmutterfiſchern besteht. Aus den Nachbarorten. In der Beeliker Lungenheilstätte hat dieser Tage der dort wegen Rückenmarkschwindsucht untergebrachte 43 jährige Schloffer Mar Christian aus Berlin Selbstmord durch Erdrosseln verübt. Er war seit dem 22. Januar d. J. in der Anstalt und hat, wohl weil er die Unheilbarkeit jeines Leidens eingesehen hat, während der Nacht in feinem Schlafzimmer die Verzweiflungsthat vollführt. leber das große Unglück, welches die Gesellschaftsinseln und die 80 Jufeln des Tuamoto- Archipels heimgesucht hat, liegen heute eingehendere Nachrichten vor: Eine schwere Katastrophe hat sich in der Nähe der galizischen Am 11. Januar begann plötzlich der Himmel sich zu verdunkeln Ortschaft Strzyszow ereignet. Nach der Teilnahme an einer Trauerund die Zeichen eines nahenden Erdbebens oder unterſeeischen feier für den verstorbenen Pfarrer Jabczynski bestiegen etwa 60 Pervulkanischen Ausbruches zu markieren. Die Luft wurde stickig, die sonen eine Fähre, um an das andre Ufer des Wislokaflusses zu ge Durch Bubenhände ist an der rechten Seite der neuen Akademie Hize erdrückend, obwohl ein scharfer Südostwind mit rasch zu langen. Während des Uebersetzens wurde eine große Eisscholle mit in Charlottenburg an der von Professor Herter entworfenen nehmender Gewalt vom Meere her blies. Der Einwohner bemächtigte folcher Gewalt gegen die Fähre getrieben, daß diese in Stücke ging. Gruppe die linke Seite des Rehgeweihs gewaltsam abgeschlagen sich eine Panik, da alle ein Erdbeben befürchteten. Der Sturm 40 Personen stürzten ins Wasser und ertranken, da ihnen inworden. Die abgeschlagenen Stücke wurden in der Nähe gefunden. nahm zu und bald rollte Welle auf Welle mit immer machtvollerem folge des starken Eisganges teine Hilfe gebracht werden konnte. Der Thäter konnte leider nicht ermittelt werden. Andrange und immer steigenderer Höhe gegen die Inseln heran. Bisher wurden acht Leichen aus dem Fluß gelandet. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise Wäschestoffe Hemdentuch kräftige Qualität Renforcé Mtr. 36 und 50 Pf. Perkal für elegante Wäsche Vorgezeichnete Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27-29. Oranienstr. 52-55. Donnerstag Freitag Sonnabend: Tapisserie- Artikel Streifenmuster, Kissenbreite 50 Pf. Mtr. Pf. Stubenhandtücher fein 65 Pf.| Ausgussbehang Satin garniert 55 Pf. Deckbettbreite Kissenbreite breite Decken mit Durchbruch ca. 35 x 35 cm " " 35 Pf. Wasserleitg.- Schoner 55 Pf. 95 Pf. Frühstücksbeutel Sat 35 PL. Sarmiert 1.10 Mk. Brotbeutel " 60 Pf. 75 Pf. Wäschebeutel 9 80 Pf. grau Mtr. 33 Pf. 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Besatz bändern gestreifter Gingham, 1.20 Mk. m. Achselbändern weiss, mit Hohlsaum 95 Pf. Küchenschürzebruck 1.15 Mk. Damen- Kleiderschürzen gestreifter Gingham oder Cretonne 1.95 Mk. knöpfen und Rollen Bettstelle schwarz lackiert mit MessingBettstelle schwarz lackiert mit StahlSprungfeder- Matratze Kinder- Bettstellen starkes Carrégeflecht, mit doppeltem Spiralboden und Rollen, Grösse ca. 140x70 cm, 15 Mk. 18 MK. Polster- Bettstelle Persiabezug 6.20 Mk. Polster- Bettstelle Drellbezug Polster- Bettstelle Drellbezug mit 15 Mk. 8.50 Mk. bronziert 11.50 M 17M Mk. weiss lackiert, mit abschlagbarem Seitenteil guten Sprungfedern Mk. Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.